Nr. 319. Abonnements- Bedingungen: 19 Abonnements Breis pränumeranbo: Bierteljährt 8,30 M. monatl. 1.10 M wöchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer& Big Sonntags. nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage Die Neue Bell 10 P'q. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweis Cricheint täglich. $ Vorwärts Berliner Volksblaff. 31. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder beren Raum 60 Bfg., für politische und gemerfichaftliche Bereins. umb Bersammlungs- Anzeigen 80 Big. Kleine Hnzeigen", bas fettgebrudte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedrudte Borte), jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengefuche und Schlafftellenan zeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Borte über 15 Buchftaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abenda geöffnet. Zelegramm breffe: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: GW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Am: Morisplay, Dr. 151 90-151 97. Sonntag, den 22. November 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Wernsprecher: Amt Morisplay. Nr. 151 90-151 97. Fortschritte der deutschen und österreichischen Truppen in Bolen Englischer Fliegeranichlag auf Friedrichshafen.- Der Krieg und die Kolonien Englischer Fliegerangriff auf die Die Meldung des Großen Hauptquartiers Der Krieg in den deutschen Zeppelin- Werft. id Amtlich. Großes Hauptquartier, 21. NoFriedrichshafen, 21. November.( 23. 2. B.) Wie das„ See.vember, vormittags.( W. T. B.) T. anscheinend englische Flugzeuge über der Stadt und Schutzgebieten. In einer Dentfchrift gibt das Kolonialamt eine Ueber ficht über die Stämpfe, die sich in unseren Kolonien während der ersten drei Monate des Krieges abgespielt haben. Die Darstellung bes stolonialamis itügt sich in der Hauptsache auf Nachrichten, bic blatt" meldet, erschienen heute mittag& wei feindliche, Auf dem westlichen Kriegsschauplatz ist die fährten einen Angriff auf die Werft des 2uftschiffbauce Lage im wesentlichen unverändert geblieben. Beppelin ans, wobei sie etwa sechs Bomben abwarfen, die Fast vor der ganzen Front zeigte der Feind eine auf Umwegen und verspätet in feinen Befis gelangt sind, auf jedoch keinen Schaben anrichteten. Eins der Flugzeuge wurde Brivatbriefe und vielfach auch auf Melbungen der feindlichen lebhafte artilleristische Tätigkeit. abgeschossen, das andere enttam. Breffe. Unter diesen Umständen mußte die Darstellung lüdenhaft Die Operationen im Offen entwickeln sich bleiben und teilweise auch als unzuverläffig angesehen werden. Durch spätere weitere Veröffentlichungen des Kolonialamta foll Friedrichshafen, 21. November.( W. T. B.) Ergänzend wird weiter. Aus Ostpreußen ist nichts zu melden. Der fernere Berlauf der friegerischen Ereignisse in den Kolonien mitgeteilt: Deute mittag gegen 1 Ihr erfchienen ane e de Die Verfolgung des über Mlawa und bei Plozkihilbert und bas bisherige Material nach Möglichkeit vervollFlugzeuge über der Stadt und verfuchten, einen Angriff auf ständigt werden. Luftfchiffwerft auszuführen. Einer der Flieger, der in etwa 400 Meter zurückgeschlagenen Feindes wurde fortgesetzt. Bemerkenswert ist, daß nach der vorliegenden Darstellung nur Söhe über der Salle freifte, fonnte alsbald von dem Ballon- Abwehr Bei Lodz machen unsere Angriffe Fortschritte. feinblichen Invasion erlegen und in den Befits bes Gegners überbie fleineren Kolonien, Togo und die Südsee- Inseln, der werden. Dem anderen Flieger, der sich in ziemlich großer Höhe In Gegend östlich Czenstochan kämpfen unsere gegangen find. In den größeren Kolonien hat der Feind in der Hauptsache nur die Küste zu beseben und einzelne Streifzüge in Truppen Schulter an Schulter mit denen unse- bas Innere au unternehmen vermocht, ohne in den Besitz des res Verbündeten und gewannen Boden. deutschen Gebiets zu gelangen. In einzelnen Kolonien, namentlich in Ostafrifa und Südwestafrita, sind die deutschen Truppen felbit zu erfolgreicher Offensive übergegangen. fommando mit Schrapnell- und Maschinengewehrfeuer herabgeschossen hielt und wiederholt die Halle umfreiste, gelang ee, au ent tommen, doch foll er nach einer fpäteren noch unbestätigten Mitteilung in den Bodensee gefallen fein. Die Flieger warfen fünf Bomben ab, die teilweise in allernädter Nähe der alle einschlugen Zwet Säufer in der Stadt wurden beschädigt, ein Mann wurde getötet. eine Frau berfest. Der Anfaffe des berabgefchoffenen Flug zeuges ist ein englischer Marineoffizier. Er wurde ichwerverlegt ins Krantenhaus gefchafft. Die Anlagen des Luftschiffbaues find un beschädigt geblieben. Oberste Heeresleitung. Gestlicher Kriegsschauplah. Aus der ganzen Art der feindlichen Kriegsführung, die auf die Entfendung starker Streitkräfte verzichtete( und wegen des Engagements auf dem europäischen Kriegsschauplah verzichten mußte), ergibt sich, daß auch unsere Gegner die deutsche Auffaffung teilen, daß das endgültige Schicksal der deutschen Kolonien nicht in ben Rolonien felbst, sondern in Guropa entschieden wird. So Vom westlichen Kriegsschauplatz. Die österreichische Generalstabs- Meldung. o bandelt es sich benn überall nur um einen kolonialen SleinFurchtbares Handgemenge. Loudon, 21. November.( T. U.) Die Blätter find voll von Berichten, die die Heftigkeit der Kämpfe zwischen Opern und La Bassée bestätigen. Besonders heftig war der Kampf am Dienstag, wo die heftig anstürmenden Deutschen mit den irländischen Truppen zusammengerieten. In den Schützengräben entwickelte sich trotz des herunterströmenden Regens und vollständiger Dunkelheit ein Kampf Mann gegen Mann, wobei selbst die Bajonette nicht einmal mehr zu gebrauchen waren. Ein verwundeter Frländer beschreibt den Stampf als geradezu höllisch. es Wien, 21. November.( W. T. V.) Amtlich wird verlaut. bart: 21. November, mittags: Der Angriff der Verbündeten auf die russischen Hauptkräfte in Russisch- Polen geht auf der ganzen Front vorwärts. In den Kämpfen nordöstlich Czenstochau ergaben sich zwei feindliche Bataillone. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. von Hoefer, Generalmajor. Ein englisches Urteil über die Lage in Polen. frieg, der die Geschicke der wichtigsten deutschen Kolonialgebiete auch ferner für Monate in der Schwebe laffen wird. Immerbin beweist die erfolgreiche deutsche Verteidigung, daß unsere weißen und farbigen Truppen sich mit aller Gnergie zur Wehr fesen unb bag bis jest innere Schwierigkeiten infolge von Eingeborenenerhebungen ausgeblieben find. B In Deutsch Ostafrita scheint bisher am erbittertiten gekämpft worden zu sein. Die englischen Angriffe gegen die Hafenftäble Daressalaam und Tanga haben nicht verhindern tönnen, daß sich die dort stetionierten Schuß- und Polizeitruppen mit allen Vorräten an Munition und Ausrüstung unbelästigt in das Innere des Landes zurückzuziehen vermochten. Im Innern des Landes soll vollkommene Ordnung herrschen, auch soll wie in Friedenszeiten auf den Plantagen gearbeitet werden. Eine Parifer Meldung, wonach 7 Bataillone franzöfifcher Rolonialtruppen aus Madagaskar den englischen Angriff unterstützen follten, hat sich offenbar nicht bestätigt. Nach der Bedrohung Aegyptens dürften diese Truppen auch bringlichere Verwendung finben, Dagegen sind an der Nord-, Weft- und Südgrenze DeutschLondon, 21. November.( W. T. B.) Der militärische MitBravourtaten deutscher Soldaten. arbeiter der Morning Post" glaubt, daß die militärische Lage im Amsterdam, 20. November.( T. U.) Von einer Gelbentat preu. Großen und Ganzen für die Deutschen und die Desterreicher besser Bifcher Stavallerie berichten biefige Blätter. Mehrere deutiche In fei, ale sie es bei ihrem ersten Einfall in Bolen war. Die Deut fanterieregimenter erhielten mehrere Tage bindurch bei Einbruch der schen fämpften jest näher ber eigenen Grenge und hätten feine Dunkelbent in ihren Stellungen feindliches Granatfeuer, ohne daß besonderen Schwierigkeiten zu überwinden, während bie Ruffen oftafritas heftige Kämpfe gegen englische und belgische Truppen möglich geweien wäre, die Stellung der feindlichen Geſchüße genau im Rücken nur über die von den Deutschen vernichteten und erst burchgefochten worden, bei benen es auf beiden Seiten erhebliche feitzustellen. Ein Mutmeister, der fich mit dreißig Dra ionern zu teilweise wiederhergestellten Verbindungswege verfügten, wodurch Verluste gegeben hat. Angebliche Erfolge des Feindes können freiwillig, die Aufklärung zu übernehmen, um auf diese Weise den Sie könnten auch nur auf Umwegen Fühlung mit ihren Armeen gischen Berfolgung der deutschen Streitkräfte die Rede gewesen ist. Sturm der Infanterie vorbereiten zu helfen. Das Glück begünstigte bor Arafau und in Galizien gewinnen. Gs sei flar, daß eine bie zapferent, Denn plöglich faben fie die feindlichen Batterien in Niederlage süblich der Weichsel die Russen in eine heitle Lage verfeßen würde. Vom österreichisch- serbischen Kriegsschauplatz. Unwetter auf dem serbischen KriegsSchauplatz. Feuerstellung vor sich, als sie aus einem Eleinen Gebölj berans. tamen. Da fie von feiner feindlichen Batrouille bemerkt worden waren, hielt der Rittmeister den Augenblid für günstig. Er ver iammette seine Handvoll Leute um sich und sagte:„ Kinder. da haben wir fie. Wozu brauchen wir erst morgen früh die Kameraden von der Infanterie zu bemühen, wir machen das Ding allein!" Mit braufendem Surra stürzten sich die dreißig Mann auf die boll. fommen überraichten einde, die nach furzem Handgemenge ibre Geichüße im Stich ficken in der Annahme, einer ganzen Divifion gegenfiber juiteben. Bevor noch feindliche Verstärkungen berantamen, Budapest, 21. November.( 2. U.) Durch das plöglich war die wackere var längst wieder in den deuticben Schfigen gräben uns brachte bon brem fühnen Buge ald Trophäen die eingetretene Stegenwetter fowie infolge ftarten Schneefalles Beriluki lide von fecus unbrauchbar gemachten feindlichen Ge find alle Operationen in Serbien etwas erschwert und kommen Berichtücke idun mit. Die Londoner Breffe gibt in gewundenen Worten einen daher langsamer vorwärts als in den letzten Tagen. neudent chen Erfolg au Es gelang den deutichen Pionieren auf ca i rätielba te Weise, wie der Daily Chronicle" ichreibt, die senbahnverbindung nach Wein Capelle volkommen zu zerstören, Die Strede fonnte bieber von den Verbündeten Au Truppentrans Die deutichen porten innerhalb der Front verwendet werden. Boniere zeri örten diefe Schienenanlagen jo gründlich, daß ihre Wiederherstellung unmöglich fein wird, da es den Teutichen außergen dem noch gelang, burch Niederbolzen eines fleinen Baldes die Strede filometerweit unter Granatfeuer zu nehmen. Der Seekrieg. Zur Beschießung von Trapezunt. Auch die Kämpfe in Kamerun waren für beide. Teile bere Luftreich. Namentlich verloren bie Engländer zahlreiche Offiziere, ein Verlust, der um so schwerer für sie ist, als dadurch nach der Darstellung der Denkschrift die Eingeborenentruppen ihre Gefechtsfraft meist verlieren. Während die Engländer von der Nordgrenze und die Franzosen von der Südgrenze aus gegen unsere Truppen operierten, befeßte ein franzöfifch- englisches Expeditionstorps am 27. September Duala. Nach den Times" sollen die feinblichen Truppen langsam in das Innere vorrüden. Doch erMärt die Dentschrift, baß die Aussichten der Gegner nur geringe feien, da in ber tropischen Urwaldwildnis des Janern der Krieg nur als Buschkrieg" au führen sei und für die Verbündeten unt fo ungünftiger werde, je weiter sie sich in das Innere des Landes verwagten. bei dem Behlen einer Schustruppe feinen längeren Widerstand gegen bie relativ starten feindlichen Streitfräfte leisten. Um jo weniger, als in dieser Kolonie ein vorzügliches Straßen- und Wegenet bie Operationen der Gegner begünstigte. Die fleine, höchstens 400 Mann starte Verteidigungsmacht hat sich deshalb nach zähem Widerstand bem Feinde ergeben müssen. Die Kolonie ist vorläufig zwischen Engländern und Frangofen aufgeteilt worden. Togo, ble Eleinste ber beutfchen afrikanischen Kolonien, Yonnie Berlin, 21. November.( W. Z. B., amtlich.) Nach zuverlässi In Südwest afrita tam es auf verschiedenen, räumlich Meldungen sind bei der Befchießung von Trapezunt durch die weit voneinander getrennten Dertlichkeiten zu Zusammenstößen, russische Schwarzmeerflotte die dortigen Reichsangehörigen under and givar an ber Rüfte bei überis bucht und Walfisch bai, fehrt geblieben. Der angerichtete Materialschaden ist unbedeutend. I im Süden am Oranjefluß und schließlich im Caprivi. gipfel ganz im Nordosten. Die Engländer bejezten Lüderizbucht, während sich deutsche Truppen der englischen Niederlassung an der Walfischbai bemächtigten. POZO Der türkische Krieg. Die Lage in Aegypten. " P 9 2. Der Gouverneur von Deutsch- Südwestafrita erkennt alle afrikanischen Streitkräfte, die gegen England operieren, als Kriegführende an, und sie werden nach weiteren Besprechungen den Krieg gegen England unterstützen. Im Süden scheint ein englischer Einbruchsversuch nur geringen Erfolg gehabt zu haben. In einem dieser Gefechte im Distrift Rom, 21. November.( T. U.) Ein Brief aus Kairo 3. Falls Britisch- Südafrika für unabhängig erklärt wird, Sandfontein- Warmbad- hatten die Engländer nach einer Meldung aus Pretoria starke Verluste. Nach späteren mit schildert-im Messagero" die Vorbereitung Englands soll der kaiserliche Gouverneur von Deutsch- Südwestafrika alle teilungen sollen dort 200 Engländer gefangen genommen vor- sumt Kriege. Die Schulen werden in Spitaler um tunlichen Maßregeln treffen, daß der Staat oder die Staaten den sein. gewandelt. In Port Said sind die Vorschriften des Be möglichst bald durch das Deutsche Reich als solche an Ueberhaupt haben die Engländer nur im Caprivizipfel lagerungszustandes außerordentlich streng. erkannt und in die allgemeinen Friedensverhandlungen einunbedeutende Erfolge gehabt, während der inzwischen ausgebrochene Jn Zagazig griffen Araber Europäer an. Die Schuldigen geschlossen werden. Aufstand in Südafrika gorläufig ihre Operationen gelähmt wurden blutig gepeitscht. Verhaftungen und Aus- 4. Jn Anbetracht dieser Unterstüßung werden der neuhaben dürfte. Ein von englischer Seite gemeldeter Hottentottenaufweisungen dauern an. Das Ganze macht den Eindruck eines gebildete Staat oder die Staaten keine Einwendungen da stand scheint dagegen recht belanglos für die Deutschen zu sein, Reiches, das dem Verfall geweiht ist. In Aegypten herrscht gegen erheben, daß die deutsche Regierung von der Walfischderen Streitkräfte die" Cap- Times" auf 10000 Mann schäßen. Der ganze bisherige Erfolg der Engländer dürfte sich auf die Be- die Ueberzeugung, daß der Großsenusse die Grenze über- bai und den Deutsch- Südwestafrika gegenüberliegenden Inseln schritten habe oder überschreiten werde. Die Türken machen Besiz ergreift. schlagnahme eines Teiles der Diamantenfelder beschränken. In Neu- Guinea ist es gleichfalls zu Gefechten gekommen, über deren Ausgang jedoch nähere Meldungen nicht vorliegen. Dagegen ist Samo a von den Engländern besetzt worden, ebenso Jap( Westfarolinen) und Mauru( Marschallinseln). Auf den Marianen und Palao- Inseln haben sich die Japaner häuslich eingerichtet, die 80 Beamte und nahezu 2000 Ansiedler nach dort übergeführt haben sollen. Die Kriegsvorgänge in den deutschen Kolonien bilden also bis jekt nur eine beiläufige Epiſode des Weltkrieges. Erst auf den Schlachtfeldern in Frankreich und Rußland werden auch die Würfel des Kolonialfrieges fallen. es sich zur Hauptaufgabe, die Beduinenftämme Nuriut und 5. Der Talweg des Oranjeflusses wird fortan die Grenze Fahum gegen die Engländer aufzuwiegeln. Die Khedivefrage zwischen Deutsch- Südwestafrika und der Kapproving bilden. sucht die britische Regierung dadurch zu lösen, daß Prinz 6. Das Deutsche Reich wird keinen Einwand erheben, Hussein Kiamel Pascha, ein Sohn Ismael Paschas, als Wert- daß die obengenannten Staaten von der Delagoabai Besitz zeug Englands den Thron besteigen soll. Falls er ablehnt ergreifen. ( das hat er bereits getan), fällt die Wahl auf den jüngeren 7. Wenn der Aufstand nicht glückt, werden die Aufständischen, die auf deutsches Gebiet übergehen, als deutsche Bruder Achmed Fuad Pascha. Kriegsbeute aus der englischen Botschaft. Untertanen anerkannt und als solche behandelt werden. Oberst Mariz schickte am 16. Oftober dieses Abkommen Konstantinopel, 21. November. 3 mei Wagen mit Ge- mit einem Begleitschreiben an den Oberst Brits, den er als wehren, Patronen und anderen in der englischen alten Afrikaner aufforderte, mit ihm gegen England zu Botschaft gefundenen Gegenständen sind nach der Polizei rämpfen. Sperrung eines Teiles des Firth of Forth direttion gebracht worden. für die Schiffahrt. ( Anmerkung des W. T. B.: Die Verantwortung für die Richtigkeit vorstehender Veröffentlichung muß der Türkischer Vergeltungsakt gegen England. Boltsstem" in Prätoria überlassen bleiben.). Kristiania, 21. November.( T. 11.) Laut Bericht der Konftantiuopel, 21. November.( W. T. B.) Die türkische norwegischen Gesandtschaft in London an das Außen- Regierung hat die englische Eisenbahn Smyrna- Aidin, deren ministerium ist nach einer britischen Bekanntmachung über die Konzession im letzten Sommer verlängert worden war, mit Beschlag Sperrung der Schiffahrt in einem gewissen Teile des Firth belegt. Sierzu wird bemerkt, daß die Pforte auf diese Weise gegen of Forth vom 25. November an jeder Verkehr sowohl ein- England für die Beschlagnahme zweier Dreadnoughts, als ausfahrender Schiffe in dem westlichen Teile des Firth die Annexion Zyperns und die Verlegung des Statuts von Aegypten Vergeltung übe. of Forth verboten. Jede Schiffahrt ohne staatlichen Lotsen ist gefährlich. Lotsenzwang wegen der Minensperre. ( W. T. B.) Die Admiralität London, 21. November.( W. T. B.) Aufstand auf Cypern? Konstantinopel, 21. November.( T. 11.) Die englischen Behörden haben auf Cypern den mohammedanischen Gottesdienst untersagt und erkennen den Scheich ul Jslam nicht mehr als richterliche Instanz teilt mit, daß die Schiffe wegen der Ausdehnung des Verteidigungs. an. Unter der mohamedanischen Bevölkerung ist daher ein Aufstand ausgebrochen.- Die englischen Behörden riefen auf drahtlosem systems burch Minen vom 27. November ab verpflichtet sein Wege die von Cypern nach den Dardanellen abgegangenen Kriegs fchiffe nach der Insel zurück. follen, bor gewiffen Säfen 2otfen aufzunehmen, da es außerordentlich gefährlich sei, ohne Lotsen in diese Säfen einzulaufen oder sie zu verlassen. Die in Frage fommenden Häfen sind Rüstungen Bulgariens. Aus London wird gemeldet: Der bulgarische Kriegsminister hat ein Gesek vorgelegt, das ihn ermächtigt, Mannschaften zum Kriegsdienst einzuziehen, die jetzt vom Dienst befreit waren, wodurch die Anzahl der Truppen um 100000 vermehrt wird. Die Internierung der in England lebenden Deutschen. Die Frankfurter Zeitung" melbet aus Berlin: Der deutschen Regierung find von den verschiedensten Seiten lebhafte lagen zugegangen über die Unterbringung der in England verhafteten Deutschen. Die deutsche Regierung hat daraufhin eine Unterfuchung der Verhältnisse durch die mit dem Schuße der deutschen Interessen betrauten amerikanischen Vertreter veranlaßt und gebeten, die in den Flüffen und Flußmündungen des Sumber, Tyne, im Vom südafrikanischen Kriegs- nötigenfalle bafür Sorge zu tragen, daß Abhilfe geſchaffen würde. Firth of Forth, im Moray Firth sowie im Scapa Flaro. Ueberfälliger englischer Dampfer. London, 21. November.( T. 11.) Das Schicksal des britischen Schauplatze. Vertrag zwischen dem Gouverneur von Die englische Regierung hat den mit der Untersuchung beauftragten amerikanischen Vertretern gegenüber zugegeben, daß in der ersten Zeit Mängel vorhanden gewesen waren, daß fie aber darauf bedacht fei, das Los der verhafteten Deutschen zu bessern und daß auch jetzt Maßnahmen getroffen werden, die Klagen Dampfers" La Correntia", der am o. Oftober Buenos Aires verließ Deutsch- Südwestafrika und dem Buren abzustellen. Die englische Regierung hat ihre Behauptungen, obersten Marit. " daß die Gesundheitsverhältniffe in den Lagern durchaus gute feien, damit zu stüzen versucht, daß bis jetzt nicht mehr als af" fünf Todesfälle vorgekommen wären. tem" amd nach Liverpool unterwegs war, wird in London eifrig be sprochen. Die normals Reisedauer von Buenos Aires nach Liverpool würde 21 Tage betragen, der Dampfer ist also feit mehr als Amsterdam, 20. November.( W. Z. B.)„ Te! drei Wochen überfällig. La Correntia" hat einen Rauminhalt von meldet: Das in Prätoria erscheinende Blatt 8925 Tonnen und war mit einem Koftenaufwand von drei Millionen Mark erbaut worden. Das Schiff entwidelte eine Ge- veröffentlicht einen zwischen dem Oberst Marik und cer Re schwindigkeit von 15 Knoten in der Stunde und war teilweise gierung von Deutsch Südwestafrika geschlossenen Vertrag; armiert und mit drahtloser Telegraphie versehen. Seine Ladung dieser enthält sieben Punkte: bestand aus 32 Millionen Kilogramm gefrorenen Fleisches im Werte bon 4 Millionen Mart. An der ostpreußischen Front. Der russische Dichter Valerij Brjussow, dessen Schilderung der polnischen Schlachtfelder wir fürzlich brachten, widmet einen besonderen Artikel der Kennzeichnung der Kämpfe an der preußischen Grenze, die nach seiner Ansicht an Erbitterung und Heftigkeit die Kämpfe in Galizien übertreffen. Wir entnehmen diesem Artikel folgendes: Die preußische Armee. Jest, nach zweimonatigen Erfahrungen, erkennen in unserer Armee alle an, daß die preußischen Soldaten über vorzügliche Eigenschaften verfügen. Sie stehen fest im Kampf, stürzen tapfer gegen Artilleriefeuer vor, sind bereit Bajonettangriffe mit dem Bajonett abzuwehren.... Ausrüstung der preußischen Armee. Die preußische Armee ist mit den neuesten technischen Errun genschaften für die Kriegsführung ausgerüstet. Die Offiziere befigen vortreffliche Karten, in denen die kleinsten Besonderheiten des Geländes eingetragen find. Jeder Truppenteil hat fast einen ganzen Automobilpart zu seiner Verfügung, darunter Automobile für die mannigfaltigsten Verrichtungen. So gibt es AutomobilKüchen, die die Truppen während des Marsches mit heißer Bouillon und Kaffee versorgen. Man sagt, in Frankreich hätten die Deutschen auch eine Automobildruckerei gehabt, in der eine Kriegszeifung gebrudt wurde. Die preußische Artillerie besitzt bekanntlich die vollkommensten Zerstörungswerkzeuge. Die russische Armee hat noch nicht die berüchtigten 42- Zentimeter- Mörser tennen gelernt, die, den Fall von Antwerpen und Namur bewirkt haben. Und doch zeichneten sich schon die gegen Offowiez operierenden Geschüße durch eine furchtbare Zerstörungskraft aus. Das Feuer der deutschen Artillerie war sicher und wirkungsvoll, und unsere Artilleristen zollen den Preußen als würdigen Gegnern alle Ehre und Respekt. Die deutsche Luftflotte. D 1. General Maris hat die Unabhängigkeit von Südafrika erklärt. Der Krieg mit England hat begonnen. Ferner meldet ein Telegramm aus Bonbon: Das Kriege minifterium hat angeordnet, daß die täglichen Rationen der Ariegsgefangenen vermehrt werden sollen, und zwar durch Erbfen, Bohnen, Linfen oder Neis. " Daily Mail" berichtet, daß gestern fünfhundert Deutsche aus der Olympia- Arena auf in der Themfe vor Southend liegenbe Schiffe gebracht wurden, wo sie interniert wurden. gerade, gleichmäßig, ohne Eile; wird er beschossen, steigt er lange in eiserner Ruhe der Batterieführer aufrecht von Geschütz zu Gefam in die Höhe. Man sieht, daß er, unablässig einen Kreis nach schüb, erklärt das Ziel, gibt die Entfernung an. Die Zolltühnheit dem anderen um die Stadt beschreibend, den ihm erteilten Auftrag gibt jedem wieder erhöhten Mut. Mit Ruhe und Sicherheit wird pünktlich ausführt. Der russische Flieger dagegen steigt wie ein gerichtet. Schuß auf Schuß fist. Glänzend bewähren sich unsere abgeschoffener Pfeil in die Höhe, um sich, einem Sperber ähnlich. Schilde: Geschoß auf Geschoß prallen gegen Schilde, fie prallen alle auf ben Feind zu stürzen. Der Deutsche steht den Verfolger, macht zurüd. Aber nach oben tönnen wir sie nicht beden: Da stürzt ein ruhig eine Wendung und beginnt, gleichsam ohne Eile, in Wirklich- Mann von meinem Gefchus, Blut quillt ihm unter dem Helme feit aber eine immer größere Geschwindigkeit entwickelnd, sich zu hervor. Schnell schide ich ihn in einen hohlweg rechts. Dort begeben sich noch mehrere Verwundete hin, auch ein Zugführer mit entfernen. Einen ebensolchen Charakter tragen die Manöver und Fahrten Schenkelschuß. Nur der Batterieführer scheint unvermundbar. der Luftschiffe. Ich sah einen Zeppelin über Warschau schweben. Aufrecht stehend, ohne Dedung, erteilt er seine Befehle. Da stürzt Mit seinem metallenen Schuppenkleide in den Strahlen der auch er. Aber lachend springt er wieder auf. Der Luftdrud einer Morgensonne funkelnd, schwomm er ruhig durch die Luft, wie eine hinter ihm trepierenden Granate hat ihn zu Boden geworfen. Audj ungeheure Kriegsschaluppe unter dem gleichmäßigen Schlag der wir anderen Offiziere geben jekt die Dedung auf. Ruder. Man fonnte glauben, das Luftschiff sei zu einer Parade erschienen, um die Schönheit seiner Bewegungen zu demonstrieren, und es berührte später eigentümlich, als bekannt wurde, daß es in der Stadt eine Bombe herabgeschleudert, jemand getötet, ein Gebäude zerstört hatte. Ganz anders bewegte sich ein russisches Luftschiff, das ich bei einer meiner Fahrten gesehen habe. Es bewegte fich stoßweise, impulfiv, wendete nervös, selbst die Dampfvöllchen, die es herausschleuderte, zeugten von Haft und Eile; man spürte in ihm weniger die Maschine, als den lebendigen Geist(?) der Menschen. In dem Wettkampf der Preußen und der Russen in der Luft kommt die verschieden geartete Psychologie der beiden Armeen zur Geltung... Bei der Feldartillerie. Eine dramatische Schilderung des Eingreifens der Felda artillerie enthält ein Brief eines Artillerieoffizters, den wir der Köln. Volkszig." entnehmen. Es heißt in dem Priefe: ale i estat en meget " 1 Der Es ist eine solche Todesgewißheit über uns, daß es auf einige Minuten früher oder später nicht ankommt. Wir ordnen das Feuer unserer Züge, und unsere Leute schießen brillant. Feind scheint außer sich, daß wir ihm soviel Mühe machen, das Feuer wird noch stärker. Es plagen zeitweis sechs Schüsse gleid. zeitig über mir! Ich hätte ein solches Feuer nie für möglich gehalten. Unsere Munition geht zur Neige und hört ganz auf, während das feindliche Feuer noch an Stärke zuzunehmen scheint. Es wäre nublos, die braven Leute dem Feuer weiter auszusetzen, da Munition noch nicht herantommt. " Endlich befiehlt der Batterieführer: Die Leute in den Hohlweg, deden!" Und wer noch tann, eilt hin bis auf einige Tapfere, die ihre Geschüße nicht verlassen wollen. Wir Offiziere treffen uns hinter dem Beobachtungswagen, der in der Feuerlinie fteht. Der zweite Zugführer eilt auch zum Dorfe. Seine rechte Seite ist mit Blut beströmt. Der dritte Offizier hat einen Schuß im Arm. Kaum habe ich mein Geschüs verlassen, da schlägt ein Bolltreffer in dasselbe ein. In ziemlicher Ungewißheit vergeht eine Spanne Zeit. Der Feind, der merkt, daß wir schweigen, schleudert immer noch mit gleicher Heftigkeit ungeheure Geschoß. mengen auf die arme Batterie. Wir fönnen faum glauben, bas wir noch leben. Rauchgeschwärzt, heiser und atemlos brüden wir uns die Hand. Jeder liest in den Augen des anderen die furchtbaren Minuten. Ich bin mit dem Batterieführer auf dem Hang angelangt. Sin Blick eigt uns alles. Dedung ist unmöglich, also offene Feuerstellung, wenn nur die Infanterie entlastet wird! Unsere ersten Geschüße kommen, und schon schlagen die ersten Die preußische Armee ist auch mit aviatischen Kräften reich Kugeln vor uns ein. ausgerüstet. Vor dem Kriege wurde angenommen, daß Deutsch- Jezt ist auf allen Höhen vom Feind unsere Batterie erkannt. Nach langer Zeit ebbt das feindliche Feuer etwas ab. Da naht land nach dem Umfang seiner Luftflotte keineswegs an erster Stelle Alle Rohre richten sich auf die kühne Batterie. Garbe auf Garbe auch Infanterieunterstützung und geht vor. Es ist höchte Zeit, iteht; jest muß diese Anficht forrigiert werden. Troßdem die farit auf uns nieder, kaum, daß wir abprozen konnten. Die Mu- denn die vorderen Linien erscheinen ziemlich erschöpft. Da tommit Deutschen fast täglich bei den Kämpfen in der Luft Verluste erlei- nutionswagen konnten wir noch teilweise einfahren: wild bäumen auch wieder Munition für uns. Sofort werden unsere Geden, fahren die deutschen Aviatiker fort, über allen feindlichen sich die Pferde auf vor dem Auffliegen der Erde, vor dem Getöse schüße wieder bejekt, es find aber nur noch drei zu gebrauchen. Es Stellungen zu freisen. Gleichsam als entstünden an Stelle eines der Geschosse und den dichten Rauchwolken. Jedes Geſchik prost war Zeit, denn gerade fest der Feind zum Gegenstoß ein Wohl bernichteten Luftungeheuers zwei andere. Als ich das Gouverne- ab, wo es kann. Schnell haben wir uns über das Ziel verständigt. begrüßt alsbald wieder heftiges feindliches Artilleriefeuer wer ment Blogt, unmittelbar vor seiner Befehung durch die Deutschen, Laßt die Artillerie ruhig auf uns schießen, jest muß die feindliche Eingreifen in den Kampf, aber es ist ein Kinderspiel gegen vorhin. bereifte, flogen die deutschen Aeroplane scharenweise über uns. Infanterie niedergefämpft werden, also:" Schüßen im vorderen In einer Stunde es dunkelt schon ist die schwerste Arbeit Und unser eiserner Gruß praffelt dem getan und der Feind geschlagen. Nur noch vereinzelte Schrapnelle Täglich erschienen so viele, daß die Bevölkerung ihnen gar feine Waldstück, 1400 feuern!" Beachtung mehr schenkte. Auch in Warschau waren die deutschen Feinde entgegen. Als hätte der Schuß ins Pulverfaß geschlagen, explodieren über uns und dem unglüdlichen fleinen Dorfe. Wir Flieger in der Zeit, wo die Deutschen energisch gegen die Hauptstadt to bricht es jeht über uns herein. Die Erbe scheint du fönnen uns jammeln und um uns bliden. Der Bodenscheint Bolens vorrüdten, alltägliche Gäste. Viele von diesen ungebetenen er sten, der Himmel über uns zusammenzubrechen. Das hört gepflügt, Loch an Loch von Granaten gebohrt und besät mit Gästen wurden infolge des zielsicheren Schießens der Warschauer sein eigenes Wort nicht mehr. Gine Raudhwand hüllt uns ein. Eisenstüden. Foris zu Gefangenen gemacht, aber die Zahl der Aeroplane, die Vor, über, hinter und neben uns trepiert Geschoß auf Geschoß. Das liegen, waren zu schwer. Aus dem Dorfe werden einige Eimer Ebenso laute Karatsch der Granaten scheint alles zerreißen zu wollen. Wasser und Wein geholt, um den furchtaren Durst zu löschen. über der Stadt kreisten, wurde dadurch nicht verringert. treiften die deutschen Flieger seinerzeit über Offowiez, Sumalti Steine und Rasenstüde umfliegen uns. Es müssen zwei Regi. und allen Städten, in deren Befiz die Deutschen sich zu sehen trach- menter sein, die uns mit Feuer überschütten. Die ganze Artillerie in stummem dan?. Alles ist gänglich erschöpft. Wiz he cann auf den Höhen schießt auf uns.. unsere Toten an der Stelle, wo sie den Heldentod fanden. Es wird Gottlob, unsere Infanterie ist entlastet, das Feuer ist von ihr still im Tal. Ganz fern verhallt das legte Surra der vordersten Bei dieser Gelegenheit will ich bemerken, daß mich stets der Unterschied in den Bewegungen der deutschen und der ruffischen auf uns abgelentt. Aber hinter unseren Schilden wird es Schüßenlinien. Die Krankenträger und dara ber bordersten Flieger in Erstaunen geſetzt hat. Der deutsche Flieger trägt auch immer fürchterlicher, Stehen mit Sefunden ober schon Arbeit. Im Schuße der Dunkelheit kommen unsere Broßen, uyt in feine Tätigkeit die preußische Bünktlichkeit hinein. Er fliegt Stunden da? Lebt überhaupt noch jemand? Da geht hinter uns unsere Zafetten zurüdzubringen, teten. Die Leute find still, die Stunden, die hinter uns Br. 319. 31. Jahren 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 2 November 1914. Jahrgang.S Feldpostschmerzen. -w etwas anderes heraus und geraten in große Besorgnis, bis ihnen lich mehr als vor dem 1. November. Eine Frau mit zwei Kindern eines Tages A. Meier schreibt, daß er der 12. Kompagnie des würde bei 20 M. Miete nur 40 plus 20 M. bekommen, während Regiments einverleibt worden sei. Bon nun an funktioniert der der Reichsjazz plus 100 Proz. für sie 48 M. betragen würde, d. H. Aus dem Reichspostamt wird uns folgendes geschrieben: Jeder Briefwechsel. Es gibt Leute daheim, die soweit militärisch gebildet von der Mietbeihilfe von 20 M. hat fie 8 M. aus ihrer Tasche zu ann hat den Wunsch, daß seine Briefe im Felde bald und richtig sind, daß sie K. H. Meiers Zuteilung zu einer anderen Kompagnie zahlen, man kann auch sagen, die Unterstützung wird um 8 M. afommen. Der Krieg bringt es mit sich, daß dabei Verzögerungen im Feld voraussahen und die deshalb in einem gleichen Falle die der auch Verlufte nicht ausbleiben. Diese Fälle müssen immer Rompagnieangabe in der Feidadresse unterließen. Was war hier- gekürzt und diese Summe wird dem Hauswirt zugeführt. Ganz lusnahmen bleiben, wenn die angewandte Felbadresse richtig war. bon die Folge? Die Briefe mußten nunmehr sämtliche Kompagnien toll aber ist es bei kinderreichen Familien. Nehmen wir an, eine Frau mit 6 Kindern hätte 40 M. Miete zu zahlen und der Wirt hieran ändert auch der Umstand nichts, daß gelegentlich Feldpost- des Regiments durchwandern, bis sie den Empfänger erreichten endungen auf verbrecherische Art verschwinden. Was über den oder auch nicht. Denn draußen haben die Feldwebel nicht im ner läßt nichts nach. Dann bekommt sie vom 1. November ab 64 M. Umfang dieser Art von Verlusten im Publikum erzählt wird, sind die Zeit, sich mit unzureichenden Briefadressen so eingehend zu be- und 20 M. Mietbeihilfe, zusammen also 84 M. Vor dem 1. Nomaßlose Uebertreibungen. Man möge der Postbehörde Glauben faffen, und es kann leicht vorkommen, daß einer den Brief zurüd- vember erhielt sie 45 plus 45 gleich 90 m., sie hat für den Winter schenten, wenn sie auf Grund ihrer Wissenschaft in solchen Dingen schickt und es dem Absender überläßt, die richtige Kompagnie dar- auf die erhöhten Reichsfäße, also auf 96 M. gerechnet, bekommt und wer wüßte es denn besser als gerade fie erflärt, daß nicht auf zu vermerken. In jedem Falle warte man daher, sobald der aber nicht 6 M. mehr, sondern sogar 6 M. weniger, und bar werden der geringste Grund zu einer Beunruhigung vorliegt, da die Zahl Angehörige eines heimischen Ersazbataillons zur Front abgegangen ihr davon nur 64 M. ausgezahlt, der Rest geht direkt an den Hausder hier und da durch unlautere Machenschaften abbanden gekom. ist, zunächst ſeinen Brief ab, der die Feldadreſſe enthält, und nun wirt. Vor dem 1. November zahlte die Stadt in diesem Fall ohne menen Feldpoſtſendungen gegenüber der Riesenmenge der intatt erst schreibe man ins Feld. Biele, biele Tausende von Briefen Mietbeihilfe volle 100 Proz., nach dem 1. November zahlt sie einbleibenden Sendungen völlig verschwindet. Das Hauptübel, was werden dann vor dem Schicksal bewahrt bleiben, daß sie ganz um= so vicle„ Verluste" zeitigt, ist und bleibt die angewandte falsche sonst geschrieben worden sind, und auch die Feldpost wird es dankbar schließlich Mietbeihilfe zu dem 48 M. betragenden Reichssah nur Feldadresse. Die Sendungen irren dann u. a. viele Wochen lang empfinden, wenn sie auf diese Weise wieder einmal in ihrem Konto 36 M., also nicht 100, sondern nur 75 Proz. umber, was einem Verlufte nahezu gleichkommt, oder sie gelungen einen größeren Poften löschen darf, bei dem sie bisher versagte". deshalb an den Absender nicht zurüd, weil er nicht angegeben worden ist. Bei der großen Zahl der im jezigen Kriege gebildeten Antisoziales Verfahren Formationen, deren Bezeichnung den Allerwenigsten geläufig ist, reichen oft kleine Abweichungen von der normalen Felbabreffe aus, bei der Festsetzung der Kriegsunterum die Sendung unanbringlich zu machen oder zu verzögern. Adressiert beispielsweise jemand seinen Feldpoftbrief an einen Angenorigen der Sanitäts- Kompagnie Nr. 2 des Garde- Reservekorps", so ist das ganz etwas anderes, als wenn er schriebe: Garde- ReserveSanitäts- Kompagnie Nr. 2". Auch steht jene Kompagnie auf dem einen, diese aber auf dem anderen Kriegsschauplak. Berwechselt er in der Feldadresse die Kraftwagentolonne A und B( rte Armee)" mit ber Armee- Straftwagenfolonne a und b", so geht der Brief aus dem gleichen Grunde unweigerlich nach einer falschen Richtung. Also peinlichste Genauigkeit in der Niederschrift der Adresse, berehrtes Publikum! Man lasse sich auch durch den Bordrud der for mationen auf den Briefumschlägen oder Postkarten nicht verleiten, bloß um ihn auszufüllen, Angaben niederzuschreiben, die der Empfänger nicht mitgeteilt hat. Der Vordrud Armeekorps" wird oft unausgefüllt bleiben müssen, bei manchen Formationen vielleicht der ganze Bordrud. Für alle Fälle tann dieser nicht passend gemacht werden, er dient in erster Linie den großen Massen der in gewöhnlicher Weise formierten Truppen. bei der Festsetzung der Kriegsunter- Arbeitgeber 15 M. monatlich erhält, bekommt von der Stadt 24 M., stützungen in Charlottenburg. In den letzten Tagen haben zahlreiche Frauen von Charlotten burger Kriegsteilnehmern die unliebfame Erfahrung machen müssen, daß ihnen die ihnen zustehende Kriegsunterstüßung erheblich gekürzt worden ist, teilweise so sehr, daß sie von der zweiten Monatsrate überhaupt nichts mehr bekommen haben. Auf Grund unserer Erkundigungen können wir feststellen, daß diese Bragis auf einen Beschluß der städtischen Körperschaften und die dazu ergangenen Ausführungsbestimmungen des Magistrats zurüdzu. führen ist. Aber weiter! Frauen, die vom Arbeitgeber Zuwendungen haben, bekommen überhaupt keinen Mietzuschuß, sondern durchweg 100 Proz. zu den reichsgesetzlichen Mindestfäßen. In der Praxis. führt auch das zu Zuständen, über die man nur den Kopf schütteln fann. Eine alleinstehende Frau, die 20 M. Miete zahlt und vom ihr Gesamteinkommen beträgt also 39 M. Mit dem Augenblick, wo der Arbeitgeber ihr die Unterstüßung entzieht, zahlt ihr die Stadt zu den 24 M. noch 20 M. Mietbeihilfe, sie hat dann im ganzen 44 M., steht sich also ohne Unterstützung des Arbeitgebers besser als mit dieser Unterstützung. Nehmen wir einen anderen Fall, wo sich die Wirkungen des Charlottenburger System im gegen. teiligen Sinne äußern! Eine Frau mit 6 Kindern und 40 M. Miete, die feine weiteren Beihilfen hat, bekommt insgesamt 84 M. zahlt der Arbeitgeber ihr aber monatlich 30 M., so gibt ihr die Stadt 96 M., die weniger bedürftige Frau bekommt also 12 M. mehr von der Stadt als die völlig mittel Bis zum 1. November zahlte Charlottenburg in der Regel 100 Iofe. Prozent zu den Reichsmindeſtsäßen. Den einzelnen Kommissionen Eine noch größere Ungerechtigkeit liegt darin, daß der Arwar es erlaubt, auch darüber hinauszugehen und außerdem noch beitsverdienst der Frauen zur Hälfte auf die Mietunterstübungen zu gewähren. Die Folge davon war eine große Unterstüßung angerechnet wird. Verdient eine Frau Die Absender von Feldpoftbriefen wenden ferner, zumeist nur Verschiedenheit in der Behandlung von Unterstüßungsanträgen. vielleicht durch Zeitungaustragen 20 M. den Monat, so wird ihre aus Unkenntnis, vielfach eine militärische Adresse an, die zwar so Dieser Verschiedenheit ist jetzt ein Ende gemacht, es sind einheit- Unterstützung um 10 M. gekürzt, auf die Hälfte ihres Arbeitsverlange zutraf, als sich der Empfänger noch in der heimischen Gar- liche Grundsäße beschlossen, aber die Einheitlichkeit ist teuer ertauft dienstes legt also die Stadt Beschlag. Dazu kommt als weitere nison befand, die aber mit seinem Ausrüden ins Feld nicht mehr worden, die Frauen bekommen jetzt vielfach erheblich weniger als Härte die Praris vieler Kommissionen, die dem Wirt zu zahlende gilt und so die Ueberkunft des Briefes gefährdet. Hierunter leiden vorher. Zwar hat die Stadtverordnetenversammlung den Ma- Miete in allen Fällen, auch wenn der Wirt sich zu keinem Entals Kriegsfreiwillige oder als ehedem Verwundete und hierauf gistrat ermächtigt, den Familien der Kriegsteilnehmer vom 1. No- gegenkommen bereit erklärt hat, von der Unterstützung abzuziehen wieder garnisondienstfähig Gewordene, bisher einem heimischen bember ab neben einer für die allgemeinen Lebensbedürfnisse fest- und den Frauen noch nicht einmal Mitteilung davon zu machen. Ersabbataillon angehört haben und die dann zu dem zugehörigen auseßenden Unterstüßung einen besonderen Betrag zur Bestreitung Kommen die Frauen dann auf die Kaffe, um ihr Geld zu holen, attiven Regiment ins Feld gerüdt sind. Daheim erhielten fie ihre des Wohnungsbedürfnisses zu bewilligen, durch die Ausführungs- so haben sie das Nachsehen. Briefe unter der Adresse des Garnisonortes, wobei noch das Ersaz bestimmungen des Magistrats aber ist es dahin gekommen, daß Die Schönheiten des Charlottenburger Systems sind damit bataillon und die Kompagnie, deren das Bataillon bekanntlich vier der Wohnungszuschuß bei weitem nicht allen Familien gewährt, daß noch nicht erschöpft. Wir glauben aber, daß schon diese wenigen Beihat, mit angegeben war. Draußen im Felde werden nun diese er der Mehrzahl ganz oder teilweise von der Unterstübung abge- spiele genügen, um zu erkennen, wohin es führt, wenn man eine Leute auf die einzelnen 12 Kompagnien des Regiments berteilt. Damit ist die Briefadresse für die bisherigen Erfagmannschaften eine 30gen wird und daß finderreichen Familien sogar so hohe Abzüge unterstübungsaktion der Haus befizer auf Kosten andere geworden. Der Grenadier Klaus Hermann Meier von der gemacht werden, daß sie heute einschließlich des Woh der Familien der Kriegsteilnehmer in die Wege 4. Kompagnie des Ersazbataillons Grenadier- Regiments Nr. 12 nungsgeldzuschusses weniger haben als früher. leitet. Denn darauf läuft das System im großen ganzen hinaus. steht jetzt bei der 12. Kompagnie 3. Bataillons Grenadier- Regiments Es sind nämlich Normalien festgesezt, mit denen die gewöhnliche Der Magistrat rechnet damit, daß die neue Praxis der Stadt eine Nr. 12. Briefe, die Meiers Angehörige unter seiner bisherigen Ernährung und sonstige gewöhnliche Ausgaben an Heizung, Be- Mehrausgabe von 80 000 m. monatlich verursacht. Wir zweifeln Kompagniebezeichnung an ihn ins Feld fenden, gelangen der leuchtung, Ausbesserung von Kleidungsstüden usw. bestritten wer nicht daran, daß diese Rechnung richtig ist, nur fließen die 80 000 Adresse gemäß zur 4. Kompagnie des Regiments. Da. H. Meier den sollen. Hierzu kommt Wohnungsgeld in Höhe von 50 Proz. Mart nicht in die Taschen der Kriegerfamilien, Morelle aur 4, stover, her gelomebel auf ihnen, nicht bei der Miete, aber night unter 20 mmb fight über 20 wt. pro Moral, embern in die Zaigen Der Sauswirte, die aber dur 4/1 12" und übergibt sie als unbestellbar der Feldpostanstalt, die sie und wenn der Wirt auf den Reft verzichtet, in Höhe von 70 Bros., über hinaus durch die Abzüge von den Unterstützungen mindestens mit dem Stempel aurüd" bedrudt und wieder heimwärts sendet. bis zu 40 M. pro Monat. Die Normalien sind ungewöhnlich niedrig noch einmal 80 000 m. erhalten. Sat der Absender vielleicht noch hinzugefügt Grsazbataillon" bemeffen, auf 24 M. für den Monat für eine alleinstehende Frau, Ob die in Charlottenburg beliebte Bragis mit dem Sinn des muß er sich gewärtigen, daß auf dem Briefe der Standort dieses Bataillons angegeben, der Brief dorthin gesandt und bei der 4. Rom. auf 8 M. für das erste und das zweite, auf 6 M. für jedes weitere Gesetzes in Ginklang steht, ist zum mindesten fraglich. Sozial ist pagnie mit dem Vermert nicht bei 4/ E 12" versehen wird. Die Kind. Eine alleinstehende Frau erhält hiernach bei einer Miete fie auf keinen Fall. Im Interesse der Kriegerfamilien müssen wir Angehörigen aber lefen aus dem Feldwebelbermerk u. a. gang bon 20 M. monatlich 24 M. und 20 M. Mietbeihilfe, also beträcht- ihre fofortige Beseitigung fordern. Ostpreußische Zustände während des schlachten, um die Feinde au befriedigen. Dem Feinde zur Ehre nur jest tube bliebe und nicht solche Zeit wiederfäme, wäre alles Eindringens der Rufen. Der folgende der Bremer Bürgerzeitung" zur Verfügung gestellte Brief gibt eine außerordentlich anschau fiche Schilderung von den Zuständen in Ostpreußen zur Zeit des russischen Einfalls. Die Schreiberin ist eine Arbeiterfrau, deren Mann zum Heere eingezogen ist; beide waren vor dem Kriege auf einem Gute als Arbeiter beschäftigt. 2...., den 25. September 1914. bagegblieben, die haben tüchtig arbeiten müssen, baden und die Kleider zuschanden gebracht sind, das ist Nebensache. Wenn sei es gesagt: auleibe haben sie feinem was getan; aber doch haben zu erfeßen. Wenn nur Karl zurückkehrt; aber leider seit dem fie einigen das Gewehr auf die Brust gehalten, die ihren Befehlen 4. September hat er den letzten Brief geschrieben, und nun kriege nicht haben Folge leisten wollen. Am Sontag, dem 30., hat sich ich keine Nachricht mehr. Drei meiner Briefe sind unbeantwortet teiner hinten aus dem Dorfe rühren dürfen, auch die Kühe haben geblieben; der letzte Brief war ja wohl 10 Tage unterwegs; aber wir nicht melten können. Wie dann unser Militär in Witterung immerhin, wenn er noch da war, hätte ich längst Nachricht. Ich war, hatten sie sich verduftet; 4 Männer hatten sie noch mitge hatte auch noch immer Lust, von Königsberg nach dort zu kommen; nommen bis Mühlhausen, 3 fonnten entwischen. Befizer Feyer- davon rieten mir meine Schwägerinnen ab; ich sollte noch ansehen, abend hat mit müssen bis Insterburg, und da ist es ihm und bielen wie es ausfallen würde; Vater fürchtete fich so sehr vor der un anderen geglückt, auszukneifen, während das Aufschiff Bomben beständigen Reise; infolgedeffen unterblieb sie. Jezt ist es vollins russische Lager geworfen und dadurch eine furchtbare Verwir ständig ruhig; der Feind ist über die Grenze gedrängt; wenn es rung angerichtet hat. Vernichtet haben die Russen vieles, bei nur nicht noch mal umschlägt. Ich fürchte mich nicht so sehr vor manchem alles durcheinander gewühlt, vieles zerschlagen, Schrot den Kugeln, als vor den barbarischen Greueltaten, die die niederRieber Bruder und Schwägerin! ausgeschüttet und die Säde mit Hafer gefüllt, Zäune umgerissen, trächtigen Horden begangen haben an Frauen und Mädchen. In Teile Euch mit, daß wir Guren lieben Brief heute, Freitag, Drahtzäune zerbauen. Das Vieh ging, wo es wollte, keine Rübe unserm Ort ist keine Gewalttat verübt worden; die meisten sind erhalten haben. Ach, meine Lieben, eine schwere aufgeregte Zeit findet man auf dem Felde, das wenige Militär fonnte den Feind als höfliche Leute geschildert. Der Offizier ist als Feind noch haben wir hinter uns; gebe Gott, daß solch eine Zeit nicht noch nicht halten; bis hinter Friedland war er borgedrungen und hatte ziemlich anständig gewefen; zivar hatte er gedroht, den ganzen Ort mal wiederkommt; ich will fie von Anfang schildern. Den 24. August fich verschanzt. Bentheim, Abschwangen, Uberwangen find alle einzuäschern, wenn nicht für 1000 Mann Fleisch und Brot ver ging der Befehl aus, die nötigen Sabjeligkeiten au paden und vollbesetzt gewesen. schafft würde; dazu ist es nicht gekommen; aber eine ganze Menge Fuhrwerte bereitzuhalten, da das Fortschaffen per Bahn unmög ist es gewesen. In unserm Hause haben sie nicht rumgewirtWir waren zu Hause bis zum 6. September, da aber die Lage schaftet; aber in einigen kleinen Wohnungen sind sie auch gewesen lich war. Den 25. August mittags gings schon los, da fuhren wir das ganze Schulzsche Personal bis nach Stawern, das ist hinter immer ernſter wurde, und Sonntag gelegentlich Fuhrwert nach und haben genommen, was sie wollten. Wer noch fahren wollte, Kreuzburg; ba blieben wir über Nacht, aber draußen; nur die Königsberg war, fuhren wir mit, bis die Gefahr vorüber war. ist aufgehalten und gezwungen worden, zu bleiben. Ich fuhr den Frauen mit den Kindern gingen in leere Stuben; denn das Dorf Als wieder mehr Militär gestellt wurde, haben unsere den Feind 12. nach Hause, bis Chlau fuhr der Zug schon; Vater holte ich war siemlich leer; nur noch ein paar Menschen waren da. Nächsten aus seiner festen Stellung herausgeräuchert. Mittwoch, den 9., am 20., da fuhr der Zug bis Friedland, weiter geht's nicht. Lieber Tag lam ein militärisches Auto und gab Befehl: Kreis Pr..Ghlau haben gleich die Fensterscheiben geklirrt; da könnt Ihr Euch denken, Bruder, schicken brauchst Du uns nichts; wir haben ja noch ſelbſt tann zurüd, teine Gefahr vorhanden; wir nahmen die Botschaft welche Angst die Menschen ausgestanden haben, die hier waren, was; wir haben ja unser Hab und Gut behalten. Daß nun vieles mit Freuden auf. Als wir nachmittags nach Hause tamen, wurde und weg fonnte teiner mehr, weil überall Russen waren. Wir schadhaft ist, macht ja noch kein großes Leid aus. Ich bekomme mit den den zeuten, die nicht geflüchtet waren, erzählt, für mich waren bei Karls Schwester in Königsberg, da war uns ganz wohl. ja auch den Monat 15 M., 9 M. für mich und 6 M. für Vater. fei ein Telegramm angekommen; da ging ich gleich nach der Post An zu Hause mußte einer ja auch immer denken; aber was fragt Jch reichte meine Papiere in Königsberg ein und habe das Geld und holte es. Nun wußte ich aber nicht, was ich antworten sollte; man banach, wenn man nur den Barbaren nicht ausgesezt ist, gleich für zwei Monate bekommen. Sollte eine schwere teure Zeit wollte noch mit Water barüber sprechen; ich hatte von vornherein und wir konnten doch auch schlafen. Bevor wir in Königsberg kommen und meine Mittel nicht ausreichen, so werde ich mich nicht im Ginn, alles im Stich zu lassen und nach dort zu kommen, weil waren, hatten wir uns in 12 Nächten nicht ausgezogen; da, meine genieren, zu bitten, wenn es not tut; aber noch haben wir keine wir von durchreisenden Flüchtlingen erfuhren, welch grausames Lieben, könnt Ihr Euch denken, man ist nur halb Mensch. Sicher Ursache zu flagen. Lege Euch noch ein Blatt aus unserm„ VolksVolt der Feino, war. Water war noch immer ruhig und meinte, hinlegen konnte man sich auch nicht, weil es überall brannte. Ach, freund" mit ein; da könnt Ihr die Lage unserer Heimat leſen; es tann ja vielleicht niemand kommen. Wir wollens noch ansehen. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie arg berwüstet unsere Heimat es ist buchstäblich alles wahr, Augenzeugen haben es selbst erzählt, Gotthard foll bald Antwort haben, und die Reise wird vorläufig ist. Uberwangen ist in Asche gelegt; das bedeutende Säge und von Almenhausen ist da noch nichts erwähnt. Sands Söhne haben Wir schliefen die Nacht ganz ruhig und gingen Mühlenwerk von Sachse, Meierei, Bäckerei, 3 Gasthäuser, 2 Manu- vergangenen Sonntag die Umgegend besehen. In Almenhausen morgens ganz sorglos mellen; ba, so um 7 Uhr. find 3 Ruffen fakturgeschäfte, 1 Fleischerladen und mehrere gefüllte Scheunen, stehen noch neun Gebäude. Vom 27. August bis 12. September im Dorf und spüren im Dorf nach Militär; es war aber feins ba. Ställe und Wohnhäuser, alles verbrannt; aber sie sind nicht im ging hier keine Post. Das Postgebäude ist geblieben, aber sonst Eofort. zertrümmerten sie den Briefkasten und ritten weiter; jest Gefecht entzündet; der grausame Feind hatte alles schon borher ist alles zerstört. In der ganzen Umgegend find die Drähte zerentitand eine Banil, wie Ihr Each denten tönnt. Rette fidh, wer abgebrannt. In Unruch sind zwei Wohnhäuser stehen geblieben. riffen, die Telegraphenpfähle abgehauen worden. fann! Die meisten Befiber septen fich auf eine Wagen und Am furchtbarsten haben die armen Abschwanger leiden müssen. Des Lehrers Hochvalds Grab befindet sich auf dem Udamer führen los. Da ging noch ein Bug von überwangen, auch noch Dort waren die Russen so unvermutet schnell eingetroffen; da gab Stirchhof; ich habe es auch besehen. Die arme Frau hat mit einem bon Echrobehnen; ba frug feiner nad) Wagen und Pferden; man es fein Entrinnen mehr. Da haben fie fürchterlich gehaust, ge- Manne gemeinsam ihren Lebensgefährten selbst einfcharren müssen. lick alles laufen. Unser Herr hatte sein einspänniges Fuhrwert mordet und gebrannt um die Wette. In der Zeitung steht: 40 Per Sie hatte ihn noch nach Königsberg bringen wollen; da war er beim Bruber Ernst in Uberwangen stehen lassen; da ist der schöne fonen, aber man rechnet schon 53 zusammen, deren unschuldig Blut unterwegs gestorben; nun hatte sie ihn in ein Bettuch geschlagen, neue Jagdwagen, den er vor wenigen Wochen erit faufte, jest ber zum Himmel schreit. Denkt nur, die Besizerfrau Limann hat zu und in die Erde gelegt.( Er war von den Russen schwer verbrannt. Wir blieben noch hier; mittags tamen ein paar Eva- fehen müssen, wie sie ihren Mann, Bater, Schwiegervater und wundet worden, und war Bater von 6 unmündigen Kindern.) Bie bronen durchgeritten; nachmittags gingen wir noch mal melten, Stnecht grausam töteten; sie selber hat einen Streifschuß am Arm, der bedauernswerten Frau das Herz geblutet hat, tönnen wir wohl ba wimmelte es nach Wisdehnen von Ruffen. Zum Abend famen bat gebeten um eine Kugel durch die Brust; sie haben es aber mitfühlen. Hinter Gorsewstys Stall wurde auch einer von den fie ins Dorf und holten sich Safer für ihre Pferde; da haben sie nicht getan. Frauen und Kinder follen auch getötet sein; barüber unsern begraben, den die Ruffen erschossen hatten, wie ich in Sein Vater hat ihn nach Paterau geholt, um genommen, was sie fanden; ba riffen noch wieder viele aus, ich wird Euch Anna wohl ausführlicher schreiben, die ist ja näher Königsberg war. mit Vater auch, wollte bloß, daß ich irgendwo nach der Bahn tam; bran und weiß das beffer. Um sich zu rechtfertigen, sagt das ihn in Heimaterde zu betten. aber nein, aller Verkehr war aufgehoben, und nach Königsberg Bolt, Zivil hat geschoffen, was aber gelogen ist, denn so was wagt fußten fie nicht, weil es immer hieß, da kommt keiner hinein. So schon feiner; vielmehr gibt jeder, ſobiel er kann, um Ruhe zu bewaren wir unterwegs bis zum 31., es regnete sehr; da fuhren kommen; aber für solch eine unabsehbare Menge, wie da gekommen fvir nach Hause, am 28., 29, 30. August waren feindliche Ba ist, ist es doch unmöglich. Der ireue Gott hat unsern Ort vor trouillen die Herren im Dorfe gewefen; einige Leute waren noch solchem Geschick bewahrt; ich habe überhaupt nichts verloren. Dag aufgegeben " Es wird wohl lange dauern, bis der Brief in Eure Hände fommt; man muß jezt alles dem Briefträger einhändigen, da der Kasten zertrümmert ist. Herzliche Grüße und Küsse Euch allen sendet Vater und A.... Frauen- Lefeabend Groß- Berlin: Montag, den 23. Tovember, abends 8 Uhr. Aus Groß- Berlin. Eine Straßentaufe. Es kommt nicht oft vor, daß eine Straße feierlich getauft wird. Gewöhnlich spielt sich die Benennung einer Straße so ab, daß an die Straßeneden ein Schild mit dem Namen der Straße angebracht wird und die Sache ist erledigt. Nur mit neuen Brücken wird eine Ausnahme gemacht. Da erscheint zur Eröffnung der leitende Baurat mit seinem Stabe und dem Oberbürgermeister, und nach Begehung der Brücke erfolgt die Uebergabe zur öffentlichen Benußung. Besonders festlich wird der Eröffnungsaft gestaltet, wenn es sich um. umfangreiche und schwierige Bauwerke handelt, wie die Millionenbrüde auf den Gesundbrunnen oder die Putlißbrüde in Moabit solche sind. Arbeitszeit bei 40 Pf. Stundenlohn, da bleibt einem nach Abzug einer Dame, 150 000 M. für wohltätige Zwecke zu stiften, andes Fahrgeldes und sonstiger Unkosten nicht so viel, um mit einer Familie von 5-6 Köpfen fich richtig jattauessen." zunehmen. Die Zinsen dieses Kapitals sollen zur einmaligen oder laufenden Unterstüßung bedürftiger, in Berlin wohnEs werden darauf andere Arbeitsstellen für den Stadtfreis hafter Personen ohne Unterschied des Glaubens, Alters oder aufgerufen, wozu sich sofort genügend Arbeitslose melden; wodurch Geschlechts Verwendung finden. Der Betrag einer laufenden dokumentiert wird, daß die Arbeitslosen nur auf lohnende Ar- Unterstützung darf nicht unter 25 M. im Monat betragen. beit warteten. Es liegt kein böser Wille der Arbeitslosen vor. Die Stifterin hat sich für ihre Lebenszeit den 3tnsgenuß wenn sie schlecht bezahlte Arbeit nach außerhalb nicht gleich an- vorbehalten, so daß zurzeit jede Bewerbung aussichtslos ernehmen. scheint. Die Heren verlassen sichtlich befriedigt von dem Gesehenen und der vorschriftsmäßigen Abwickelung des Nachweises den Ort. Noch lange stehen Gruppen der Arbeitslosen zusammen und erzählen sich von dem Besuch. wertiges Schließlich hat der Gesandschaftssekretär Walter Voges die Stadtgemeinde Berlin zur Erbin seines rund 4000 m. betragenden Vermögens eingesetzt. Eine weitere 3wedbeftimmung ist nicht getroffen. Ueber den Zinsgenuß ist ebenfalls im Testament verfügt, so daß auch hier Bewerbungen zurzeit. erfolglos bleiben würden. Zur Versendung von Weihnachtspaketen nach dem Feldheer. Die städtische Frrenpflege im Kriegsjahr. Die Deputation für die städtische Frrenpflege hat in zwei Novemberfizungen ihren Etat durchberaten. Da man im Kriegsjahr Einen anderen Charakter hatte eine Straßentaufe; die ieglicher Mehrforderungen aus dem Weg gehen wollte, wurden alle gestern vormittag erfolgte. Es handelte sich eigentlich nicht träge der Arbeiterausschüsse in den Anstalten auf( weitere!) sechs aufmerkiam gemacht, die sich nach der amtlichen Bekanntmachung des noch so gut begründeten und schon vor langer Zeit eingereichten An- Bon amtlicher Seite wird auf folgende wesentliche Abweichungen um eine Taufe, sondern um eine Umtaufung einer längst Monate vertagt und über die durch den Krieg gefchaffenen Ver- Kriegsministeriums gegenüber den Bedingungen in der ersten Baketbestehenden Straße. Der Straßenzug, der umgetauft werden schlechterungen in der Versorgung unserer Geistestranten ohne viel Kriegsministeriums gegenüber den Bedingungen in der ersten Baketjollte, ist das Stück der bisherigen Königgräßer Straße vom Stopfzerbrechen hinweggegangen. So wurde von den Direktoren über woche für die Privatpädereien nach dem Feldheer Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor. Politische die große Schwierigkeit in der Wartung der Kranten geklagt, ba( Weihnachtspakete) in der Zeit vom 23. bis 30. November ergeben. Gründe liegen der Umtaufung zugrunde. Das Stüd König- 3. B. in Dalldorf mehr als die Hälfte des männlichen Pflegepersonals Alle Bakete müssen mit Begleitabreffe( Baletlarte) aufgräßer Straße soll in Zukunft den Namen Budapest er eingezogen isteten, sich beim Ausgang betrinfen und ihren Dienst so werden, müssen sie mit Leinew and umnäht werden. Diese und die zum Erfaz Eingestellten größtenteils minder geliefert werden. die zum Erfaz Eingestellten größtenteils minder- geliefert werden. Wenn Pappfartons zur Verpadung benutt Straße tragen. Einen Freundschaftsakt soll diese Umbenennung für den deutschen Verbündeten im jebigen Kriege mangelhaft erfüllen, daß sie bald wieder entlassen werden müssen- Anordnungen haben sich auf Grund der Erfahrungen, die bei der benennung für den deutschen Verbündeten im jebigen Kriege aber eine Anregung, angesichts dieser zu den schwersten Besorgnissen ersten Zulassung der Batete gemacht worden sind, als notwendig Und deshalb trug der bezeichnete Straßenzug, Anlaß gebenden Notlage eingreifende Maßregeln zu ergreifen, erwiesen. Erfolgt die Auflieferung bei einer Bostanstalt, so ist der der umgetauft werden sollte, auch ein festliches Gepräge. Er zum Beispiel den Anfangslohn für diese schwere Zeit zu er Bortobetrag von 25 Pf. zwedmäßig gleich durch Aufkleben von war geschmidt mit ungarischen Farben und mit Kränzen. Höhen, um Familienbäter, zuverlässige und geeignete Kräfte Der Vorsitzende der städtischen Tiefbaudeputation, Stadtbau- aus der großen Zahl der jegt notgedrungen Feiernden zu Marken auf der Batetkarte, nicht auf dem Balet, zu verrechnen, um rat Krause, hatte sich mit einer Anzahl Beamten und dem gewinnen, fand keine Gnade vor den Augen der Deputation. die Abfertigung zu beschleunigen. Oberbürgermeister eingefunden, um den Taufaft vorzuneh- Ebensowenig gelang es, eine Erhöhung des auch sonst schon mangel- Vielfachen Anfragen zufolge wird mitgeteilt, daß sich das men. Dann richtete der Oberbürgermeister noch ein Tele- haften, vollends aber für das Kriegsjahr ungenügenden Ver- Batetbepot Berlin auf dem Gelände des Anbalter gramm an den Bürgermeister von Budapest, dem er von dem pflegungssages durchzusehen. Vergebens war der Hinweis auf die Güterbahnhofes befindet, Eingang von der Mödern vollzogenen Art unter Hinweis auf die Waffenbrüderschaft verschiedenartige Progression der Verpflegungsfäße der Aerzte und Kenntnis gab. Oberpfleger einerseits, des Personals und der Kranken andererseits und Tag entfielen in den Jahren in den letzten Jahren. Während in Dalldorf z. B. auf den Kopf bedeuten. Besonderes Interesse an der Neubenennung werden wohl die Chauffeure und Droschfenführer nehmen, die sich die Lage der neuen Straße genau einprägen müssen, wenn der Fahrgast ruft: Nach der Budapester Straße Nr.... " II. " " 1911 1912 2,67 2,77 2,31 2,21 1913 2,88 M. 2,45 straße aus. sender der Palete sich genau an die ihnen von ihren im Felde Gleichzeitig wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Abstehenden Angehörigen mitgeteilten Adressen halten. Die in der Veröffentlichung über die Weihnachts- Paletwoche enthaltenen Bei spiele sollen nur einen Anhalt für die Abfassung der Adressen auf den I. Tisch( Aerzte) ( Oberpfleger) find die Berpflegungssäge in dieſen Jahren steigender Lebensmittel- geben. preise gefallen. beim III. Tisch( Personal) von " . " Auf diese Weise gelang es in der Tat, trog zunehmender Teuerung den Durchschnittsverpflegungssag in den Irrenanstalten von Jahr zu Jahr weiter herabzufezen, in Dalldorf von 1,10 M. auf 1,02 M. und 0,94 M. Herzberge.. Buch • " P 1,01 1,14 " " 0,99 1,00 0,92 0,97 0,94 0,89 " Eine Ausgleichsstelle für Liebesgaben. Der stellvertretende Militärinspekteur der freiwilligen Krankenpflege macht bekannt, daß in den Ausstellungshallen am Zoologischen Garten, Berlin W. 50, Hardenbergstr. 29a, bis 29c, ein Zentraldepot der freiwilligen Strankenpflege für und insbesondere auch diejenigen Truppenförper versorgen Liebesgaben errichtet worden, welches als Ausgleichsstelle dient soll, welche feinem bestimmten Verbande angehören( Reſerve, Landwehr, Landsturm-, Marinetruppen). Es wird um weitgehende Unterstüßung dieses Zentraldepots gebeten. Zuwendung für erwerbsunfähige Krieger. Frau Direttor Dr. Minden, die Gattin des Direktors des Berliner Pfandbriefamts, hat dem Magistrat Berlin den Be trag von 100.000 M. überwiesen. Die Summe soll zur Berteilung an solche Kriegsteilnehmer dienen, die infolge eines durch den Krieg entstandenen Augenleidens erwerbsunfähig Leistenden hinaus unterstützungsbedürftig werden. oder über das Maß des von Staat und Gemeinde zu Die Ruinen der Kleinen Markusstraße. Der Vorwärts" brachte im Sommer eine Klage aus der Kleinen 1,24 auf 1,21 resp. 1,16 M. Markusstraße, wo auf den Grundstücken Nr. 24 und Nr. 25 die Neste ( Kranke) 0,77 0,72 0,65 von zwei unbollständig abgebrochenen Häusern schon seit Ende des In Buch resp. Herzberge ist es bereits gelungen", diesen Verletzten Winters ein ergernis für die Bewohner der Nachbarschaft pflegungssag für die Kranten auf 64, resp. unter 63 Pf. herabwaren und die verwunderten Blicke der Straßenpassanten auf sich zudrücken. zogen. Auf unsere damalige Frage, wie lange diese, Sehenswürdig I. und II. Tisch gar keine Rolle, wogegen einige Pfennige weniger Natürlich spielt bei der Gesamtausgabe für die Verpflegung der feit" von Berlin O wohl noch erhalten bleiben werde, gibt jezt eine beim III. Tiich bei einer Zahl von 5-6000 Anstaltskranken bereits uns zugehende neue Klage die Antwort. Man schreibt uns, daß in einen Unterschied von 100 000 m. im Jahr ausmacht. den nun 4 Monaten, die feit jener Veröffentlichung( in Nr. 179 vom 4. Juli) hingegangen sind, sich an dem geschilderten Zustand nichts geändert hat, und bei einer wiederholten Besichtigung der Trümmerstätte finden wir das leiber bestätigt. Noch immer liegen Die Ruinen zum Standal da und wirken als Schimpfierung der ganzen Straße, noch immer find fie gegen die Straße durch teinen den Zutritt hindernden Baun abgegrenzt wublgarten 0,96 und Toden Kinder und Halbwichfige zur Verübung von und soll nun für das Etatsjahr 1915 in den vier Anstalten ein afferlei die Nachbarschaft gefährdendem Unfug an. Wir Durchschnittslag von 93( Wuhlgarten). bis 96( Herzberge) Pfennige haben in den letzten Monaten und Wochen von den Schlacht für die Verpflegung zugrunde gelegt werden. feldern des Dftens und auch des Westens manche düsteren Bilder fühlbare Knappheit bezw. Preissteigerung der Lebensmittel hin, die Unser Vertreter in der Deputation wies auf die jetzt bereits recht gesehen, die uns zertrümmerte und zusammengestürzte Häuser zeigten, im Laufe des Jahres mit größter Wahrscheinlichkeit eher noch zu aber die Ruinen der Kleinen Markusstraße in Berlin geben ihnen als abnehmen werde, und beantragte einen Zufchlag von 10-20 Proz an Wüstheit des Anblicks wirklich nicht viel nach. Warum diese zum Verpflegungssag für das Kriegsjahr. Er erinnerte daran, daß Wegen Herabsehung der Gemeinde- Einkommensteuer für Grundstücke nicht längst abgeräumt und neu bebaut worden sind, für das in der kommenden IV. 3rrenanstalt in Buch eingerichtete 1912 hatte die Imperial- Continental- Gasgesellschaft( Sizz fondern ungenugt bleiben, erscheint ganz unverständlich. Sollte es Reſervelazarett mit Rücksicht auf die zu erwartende Teuerung der London) gegen den Gemeindevorstand von 2 anf wit geflagt. denn wirklich keiner Behörde möglich sein, hier die Beseitigung eines exorbitante Sag von 2,76 M. also dreimal so viel als Es handelte sich um einen Steuerbetrag von 460 M. Und Schandfledes zu erzwingen, der allen Begriffen von„ Ordnung" Hohn bei uns eingesezt worden ist. Auch einer der Magistratsvertreter zwar war fraglich, ob bei der Heranziehung das Einkommen ſtimmte dem zu und erklärte es etatsrechtlich für ganz verkehrt, ſpricht? Die Polizei fennt ſelbſtverſtändlich die Grundstücke, hat die einer mit Sicherheit vorauszusehenden Steigerung der Lebensmittel der Gesellschaft aus ihrer Beteiligung an einer anderen Gesellganze Zeit hindurch die Abbruchreste gesehen, ist über das Aergernis um mindestens 20 Broz. den alten Verpflegungssag in den Etat schaft auf beschränkter Haftung zu berücksichtigen sei. Der und die Gefahren dieses Zustandes durch Beschwerde unterrichtet einzustellen. Vergebens! Die Deputation beschloß, von einer folchen Streisausschuß erkannte zugunsten der Gesellschaft dahin, daß und doch blieb bisher alles beim Alten. Wie wär's, wenn die Erhöhung ihrerseits abzusehen und es dem Magistrat anheimzustellen, iene Beteiligung an der anderen Gesellschaft außer Betracht Bolizei mal ein Machtwort versuchte und zwangsweise die Grund- feinerseits eine Erhöhung der Verpflegungssäge für alle städtischen zu bleiben habe. Die Gesellschaft wurde um die fraglichen stüde abräumen und einzäunen ließe? Sie würde nicht nur Ordnung Anstalten generell vorzuschlagen. 460 M. in der Steuer ermäßigt. Der Bezirksausschuß bestäschaffen, sondern könnte auch ein Dugend Arbeitslose, die dabei für Magistrat diesem Beschluß nachkommt, und Aufgabe unserer Partei- verwarf die hiergegen vom Gemeindevorstand eingelegte Es wird abzuwarten sein, ob und in welchem Umfange der tigte das Urteil und das berbermaltungsgericht einige Tage wieder Arbeit und Brot hätten, glücklich machen. genossen in der Versammlung bleiben, bei der weiteren Beratung Revision. des Etats zu kontrollieren, welches die Ergebnisse dieser Beratung im Schoße des Magistats sein werden. So lange über diese Ergebnisse In den Läden der größeren Schuhwarengeschäfte fann man seit nichts Befriedigendes befannt wird, fönnen wir uns der Befürchtung furzem die Erfahrung machen, daß die Preise für Schuhwaren recht er- nicht entschlagen, daß der Beschluß der Deputation dazu angetan ist, Einer jener gewissenlosen Menschen, die sich nicht scheuen, heblich in die Höhe geschraubt werden. Leser unseres Blattes teilen uns zu einer noch weiteren Verschlechterung der heute schon nicht zu die für unsere im Felde stehenden Krieger bestimmten Patete mit, daß sie in bekannten Schuhläden mit vielen Filialen für Stiefel reichenden Ernährung 63 bis 65 f. für die gesamte Tages- und Bricfe ihres Inhalts zu berauben, ist am Sonnabendnachmittag aufzufordern. einen Aufschlag von 2 M. hätten zahlen müssen. Als Grund dieser verpflegung der Kranken! im Schöneberger Hauptpostamt festgenommen und der StaatsMagnahme sei die Steigerung der Preise für Rohmaterial angegeben wieder wie im Vorjahr gelang, den Gesamtetat unserer Irren- die Hauptpostdirektion Schöneberg zur Aushilfe einen gewissen Unter diesen Umständen ist es nicht zu verwundern, daß es cnwaltschaft übergeben worden. Nach Ausbruch des Krieges hatte worden. Nun handelt es sich aber vielfach um Schuhe und Stiefel, pflege um über eine Viertelmillion gegen das Vorjahr herabzudrücken, Alexander v. Macziewicz, Hauptstraße 155 wohnhaft, die zu einer Zeit angefertigt worden sind, wo von einer Breissteigerung Das ist in erster Reihe eine Folge des mit dem Stilstand, resp. nicht die Rede sein kann. Das geht aus der Tatsache hervor, daß Rückgang der Berliner Bevölkerung einjeßenden Rückgangs in der in Dienst gestellt. M. war mit dem Sortieren der Sendungen Stiefel, die mit 14,50 M. ausgezeichnet werden, früher die Preis- Belegungsziffer. Während bis 1911 die Durchschnittsbelegung be- beschäftigt, und es gingen sowohl Feldpostbriefe als auch Pakete bezeichnung mit.12,50 Mt. trugen, wie Käufer in Einzelfällen fest- ständig stieg. fällt sie seitdem von 8596( im Jahre 1911) auf 8496 durch seine Hände. Das in ihn gefeßte Vertrauen hat Macziewicz steliten. Daraus erhellt, daß besondere Schuhgeschäfte in ganz un( 1912) und 8382( April bis November 1913) leider befizen wir nun in der schnödesten Weise mißbraucht. Er öffnete im Posterhörter Weise die gegenwärtige Zeit zur Ausbeutung des faufenden ießt, Ausgangs 1914, noch immer nicht den Verwaltungsbericht für gebäude selbst, so oft er unbeobachtet war, fleine Batete und beBublifums Genußen. Diese Ausbeutung der Käufer ist um so weiter bis auf 8000 herabgebenfalls nicht durch den Krieg und das Jahr 1913 und dürfte im laufenden Jahre voraussichtlich raubte sie ihres Inhalts, wobei er es namentlich auf Schokolade, ſchlimmer, wenn man bedenkt, daß weite Kreiſe der Bevölkerung all das durch ihn heraufbeschworene Elend eine gewaltige Zunahme geistiger Erkrankungen( insbesondere auch des Alloholismus und seiner Berheerungen) im Seelenleben eintritt. Preiserhöhungen für Schuhwaren. mit sehr geringem Verdienst vorlieb nehmen müssen. Millionenftiftung an Berlin. T Verhaftung eines Feldpofträubers. Bigarren, Zigaretten usw. abgesehen hatte. Außerdem aber nahm er Briefe, von denen er vermutete, daß sie Papiergeld enthielten, mit in seine Wohnung. Dieser Umstand führte dann zu seiner Entdedung. Ein in der Wohnung, beschäftigtes junges Mädchen, das Zutritt zu seinem Zimmer hatte, fand in dem Schreibtisch des M. einen Stoß aufgerissener Briefumschläge und übergab diese dem Hauptpostamt Schöneberg. Der Dieb wurde auf Grund des Beweismaterials sofort verhaftet und der Staatsanwaltschaft übergeben. M, ist in vollem Umfange geständig. Tödlicher Straßenunfall. Hoher Besuch im Zentralarbeitsnachweis. Es ist Mittagszeit. Die Riesenhalle im Nachweis ist von Arbeitslosen mäßig gefüllt. Der größte Andrang, der gewöhnlich in Der Magistrat hat beschlossen, die Zuwendung der im den Vormittagsstunden stattfindet, ist schon vorüber. Die Arbeits- Testament des Dr. phil. Georg August Freund er lofen fißen auf den Bänken oder stehen in Gruppen herum und folgten Erbeinsehung der Stadtgemeinde Berlin zur Errichtung unterhalten sich. Plötzlich geht eine Bewegung durch die Massen. einer Johann- Konrad- Freundschen Stiftung Der Beamte, der das schwierige Amt des Arbeitsvermittlers ver- für arme Kinder" anzunehmen. sieht, tritt aus dem Bureau und geht nach der Mitte des Saales Das Stiftungskapital beträgt etwa 51 millionen zu, um dort seines Amtes zu walten. Mit ihm zugleich erscheint bis 6 Millionen Mart. Im Vermögen befinden sich Der Arbeiter Kurt Reiß, der in den Siemens- Werken ungewöhnlicher Besuch im Saal. Der Oberkommandierende der zwei wertvolle Grundstücke, sowie Stunstsammlungen und am Ronnendamm beschäftigt ist, bersuchte gestern nachmittag nach Marfen, Generaloberst v. Kessel, mit seinem Adjutanten, begleitet Büchereien. Zunächst wird die Stiftung noch nicht ins Leben Fabrikschluß vor dem Hause Nonnendammer Allee 80 auf den vom Oberbürgermeister Wermuth, Stadtrat Fischbed, Herrn treten, weil noch ein lebenslänglicher Rießbrauch des gesam- interperron des Triebwagens eines Zuges der Linie 164 Dr. Freund gehen durch die Räume. Zuletzt machen sie in der ten Kapitals an die Zuwendung geknüpft ist. Die Stiftung während der Fahrt aufzuspringen. Er glitt jedoch ab, geriet Mitte Halt, wo augenblicklich die Arbeitsausgabe stattfindet. dient hilfsbedürftigen Kindern, insbesondere solchen, die unter den Beiwagen und wurde überfahren. Obwohl jämtliche Es werden Erdarbeiter nach der Umgegend Berlins berlangt. einer geeigneten elterlichen Fürsorge entbehren oder zu Hause Räder über den Bebauernswerten hinweggegangen waren und Kein Mensch meldet sich. Darüber sichtlich große Verwunderung einer schlechten Behandlung oder gar Mißhandlung ausgefeßt ihn furchtbar zugerichtet hatten, gab der Arbeiter noch Lebensbei den hohen Herren. Jemand von den Arbeitslosen, anscheinend find oder von ihren Angehörigen ausgebeutet werden. Auch zeichen von fich, starb aber auf dem Transport nach dem ein Familienvater mit größerer Familie, gibt auf die fragenden die Gewährung von Unterstüßungen zur besseren Ausbildung Siemensschen Lazarett. Blide der Herren eine schlichte, einfache Antwort: Meine Herren," solcher Kinder bis zu deren Großjährigkeit soll nicht ausgesagt er, es ist kein Wunder, wenn sich zu dieser Arbeit kein Mensch meldet. Die Arbeitsstelle ist außerhalb. Morgens um 5 Uhr heißt es aufstehen, eine weite Fahrt hin und zurüd, 7 Stunden schlossen sein. Die näheren Bestimmungen hierüber sind dem billigen Ermessen des Magistrats vorbehalten. Der Magistrat hat ferner beschlossen, das Anerbieten Ein größerer Brand lam gestern nacht in der Hagelbergerstr. 50 zum Ausbruch. Dort stand ein Lagerschuppen der Wattenfabrik von Wagner u. Wolff auf Saulwik. Die nagte Mitglieberberfammlung findet Mittwoch, ben bem Hofe in Flammen. Die Feuerwehr mußte mit mehreren[ grauen Strümpfen und schwarzen Schnürstiefel e 3. G. t. 8. T Rohren Wasser geben, um die Flammen, die besonders an Watte- Meldungen über Ermittelungen nimmt jedes Polizeirevier und 25. November, bei Giegl, Ede Kaiser- Wilhelm- und Seydligstraße statt. Bir bitten die Mitglieder, pünktlich 8, Uhr zu erscheinen. jäden reiche Nahrung gefunden hatten, zu löschen. Die Entstehung der III. Kriminalbezirk entgegen. dos großen Feuers fonnte noch nicht ermittelt werden. Zu unserer Melbung vom 20. d. M. über den Revolverkampf eines Einbrechers teilen uns der Installateur Billy Fies, Wichertstr. 138, und der Lagerist Wilhelm Fies. Marienburger Str. 30a, mit, daß sie mit dem verhafteten Einbrecher nicht identisch sind. Bon einem Omnibus überfahren und getötet wurde gestern nach mittag der 78 Jahre alte Invalide Friedrich Haffe aus der Ackerstraße 51. Als er vor dem Hause Invalidenstr. 133 den Fahrdamm überschreiten wollte, geriet er unter die Räder eines Wagens der 20 Linie 21; er wurde innerlich und äußerlich so schwer verlegt, daß er schon abends im Lazarus- Krankenhause starb. Versammlungen. In dem Bericht über die örtliche Generalversammlung des Ein schwerer Betriebsunfall hat sich Freitag in der Teigwaren Transportarbeiterverbandes ist insofern ein Fehler enthalten, als fabrit von Henniger in Weißensee zugetragen. Während der Arbeit anstatt der Summe von 150000 M., welche im Laufe des Quaran einer Zeigwalgmaschine geriet der Arbeiter Karl Krenzow, der tals für Arbeitslosenunterstüßung verausgabt wurde, in Bericht erst an demselben Morgen in der Fabrit eingestellt worden war, mit nur 1500 angegeben sind. der rechten Hand in das Getriebe der Maschine, wobei ihm die Hand von dem an der Walze befindlichen Messer unterhalb des Knöchels glatt abgeschnitten wurde. Der Schwerverlegte fand im AugusteBittoria- Strantenhause Aufnahme. M Neuköllner Stadtverordnetenwahlen. obordi Kleine Kleine Nachrichten. 9 Den toten Brüdern. Da wir schon gestern die gewählten Stadtverordneten der 2. Abteilung mitgeteilt haben, so fügen wir heute als Ergänzung die Im Felde gefallen! Wieviel? Biele, viele Tausende! Da Stimmenzahlen der einzelnen Parteien an. Im ersten Bezirk er wird der einzelne namenlos, da vereinigt die vielen ein Rame: hielten die Kommunalfortschrittlichen 15 Stimmen, im Söhne des Volkes. zweiten 67. Jm dritten Bezirk brachten die Altbürgerlichen Sie schufen rüftig Kulturwerke, denn es war die Blüte des 39 Stimmen auf. Die sozialdemokratischen Kandidaten erreichten Volkes. Dann tam der Krieg. Aus den Fabriken und Werk im vierten Bezirk 305 und im fünften Bezirk 534 Stimmen. Instätten, aus Bergwerfen und Schreibstuben, von den Bauten, von diefem Bezirk konnten die vereinigten Bürgerlichen nur 22 ihrer allen Arbeitspläßen strömten die Schaffenden herbei. Sie mußten Wähler an die Wahlurne bringen. der Macht folgen, die stärker war als sie alle zusammen. Das arbeitende Bolt legte die Werkzeuge der friedlichen Arbeit in die Ede und griff zu den Werkzeugen der Vernichtung. Stadtverordnetenwahl in Köpenick. Am Montag, Dienstag und Mittwoch, den 28., 24., 25. November, finden für die dritte Abteilung die Stadtverordneten wahlen statt. .... Fort von Vater und Mutter, von Bruder und Schwester, von Weib und Kind! Fort von allem, was lieb und teuer!- Lebt alle wohl, wir ziehen ins Feld Nur wer im Befize der amtlichen Karte ist, kann sein Wahlrecht Brennend war der Trennungsschmerz. Viele konnten es nicht ausüben. Kandidaten sind die Genossen Mag Galle, Beter Blum, fassen, daß der, der ihnen lieb war, nun draußen in der Schlacht Heinrich Stühmer, Karl Redzeh und Hermann Silber- ftand, im Zischen und Krachen mörderischer Kugeln und Granaten. schmidt. 1290 Gemeindefürforge in Schmargendorf. Allmählich und zagend zieht neue Hoffnung ein in die Herzen der Zurüdgelaffenen. Nicht jede Kugel trifft. Warum soll eine Rugel ihn treffen? Doch die Kugeln sausen ihre Bahn und reißen wahllos nieder, was im Wege steht. Da ist feiner zu kostbar, feiner zu gering... Menschenopfer unerhört Und wieviel Hoffnungen brechen jäh zusammen, wenn die Nachricht fommi: Gefallen! Gerade er gefallen! Gerade ihn traf eine Augel! Endlich hat sich auch die Gemeinde Schmargendorf veranlagt gefehen, Maßregeln zur Linderung der Kriegsnot zu treffen. In der lezten Gemeindevertretersizung wurde u. a. beschlossen, den durch den Krieg in Not geratenen Erwerbslosen aus Gemeindemitteln Unterſtügungen zu gewähren. Diese sollen betragen, für einen ungelernten Arbeiter 5 M., für Frau und Kind je 1,50 m. Gefallen, wie andere sind und wie noch mehr fallen werden pro Woche. Handlungsgehilfen erhalten 30 M., für Frau und Kind je 10 M. monatlich. Die übrigen Erwerbslofen sollen bis die rasende Kriegsfurie sich satt gefressen hat. Wer zählt die unter Berücksichtigung ihres bisherigen Einkommens in entsprechender Gefallenen, wer nennt ihre Namen, die draußen tot auf blutiger Weise unterstügt werden. Außerdem sollen bedürftige Mieter eine Erde liegen. Da liegt nicht einer oder der andere, nicht dieser Mietsunterstützung erhalten. Dieselbe fann bis 50 Proz. der ver- oder jener, da liegt fleischgewesene, jugendstarke, zukunftverheißende traglichen Miete, jedoch höchstens 20 M. pro Monat betragen. Die Wolfstraft gehäuft, bis die wilde Schlacht Zeit läßt, die toten Massen Mietsunterſtüßung wird nur gewährt, wenn sich die Hauswirte ver in die fühle Erde zu betten. pflichten, 25 Proz. der Miete zu erlaffen. W Beihilfe zu Weihnachtspaketen für Kriegsteilnehmer in Charlottenburg. Da nach einem Beschluß des Hauptausschusses für vaterländische Hilfsarbeit von öffentlichen Weihnachtsbefcherungen für die unterstützten Angehörigen der Kriegerfamilien in diesem Jahre abgesehen werden soll, find die 10 Unterſtüßungskommiſſionen der Stadt Charlottenburg vom Magistrat ermächtigt worden, denjenigen im Felde stehenden Angehörigen ein Weihnachtspalet nicht ſenben fönnen, auf ihre Bitte Stridwolle, Flanell und einen fleinen Gelb betrag zur Herstellung eines Batets und auf Wunsch auch das er forderliche Badmaterial zu berabfolgen. Die Empfänger dieser nur für Weihnachtspakete beſtimmten Beihilfen erhalten bei den zuständigen Unterstützungsfommissionen auch jeden Rat über die fachgemäße Berpadung und Versendung der Pakete. Es empfiehlt sich daher für die Absender von solchen Paketen, sich bei ihrer Kom mission Rat zu holen. Uebrigens hat es das Kaufhaus des Westens und die Firma A. Jandorf u. Co., Wilmersdorfer Str. 119, übernommen, die Verpadung der Balete, wie auch deren Bersendung fostenlos zu bewerkstelligen. Notstandsfürsorge in Kauisdorf. Die Gemeindevertretung beschloß. weitere 300 Beniner Kartoffeln anzulaufen und diese zum Selbstkostenpreis an die Einwohner des Drtes abzugeben. Der Preis wird voraussichtlich 3,50 bis 3,60 m. pro Zentner betragen. Im vorigen Monat richtete die Gemeindebertretung an den Zweckverband Groß- Berlin das Ersuchen, den schon seit Jahren eingereichten Bebauungsplan für Saulsdorf umgehend zu genehmigen, damit hiermit zusammen hängende Notitandsarbeiten in Angriff genommen werden können. Das Gesuch wurde abgelehnt mit der Begründung, daß Bebauungs pläne anderer Gemeinden schon länger der Erledigung barren. Durch die Ablehnung ist die Gemeinde außerstande, die vorgesehenen Not standsarbeiten auszuführen. Nicht einer ist unter den Gefallenen, der sich nicht ein ehrendes Gedenken erworben hätte. So groß wie die Masse der Gefallenen, so groß ist der Schmerz der Hinterbliebenen. Der große Schmerz des ganzen Volkes, der jeden einzelnen Schmerz auslöst, um sie alle erlösend zu vereinen. Und wenn einzelne Namen ehrend genannt werden, dann nicht, um einzelnen Gefallenen einen besonderen Ruhmeskranz zu winden, dann nur, weil einzelne das Fühlen, Denken und Handeln ihrer Stlasse berkörperten, dann nur, weil in den einzelnen einer ganzen lasse Ehrfurcht bezeugt wird. Die Fahnen, die sich trauernd vor einzelnen senten, jenten sich vor allen Gefallenen. In fremder Erde. Von einer Freundin unseres Blaties wird uns folgender feldpoftbrief zur Verfügung gestellt. Der Schreiber, ein armer Weber aus dem Thüringischen, steht als Landwehrmann im Westen. Meine liebe, verehrte Frau W.....! Befinde mich heute, Sonntag, auf Wache und will Ihnen wieder ein paar Zeilchen schreiben. Gestern, Sonnabend, hatten wir wieder Beerdigung. Da wurden wieder ein Leutnant und ölf andere Kameraden( Deutsche und Franzosen) zur legten Ruhe bestattet. Jeder lag auf einer einfachen Bahre in ein weißes Tuch gehüllt und wurde von acht Trägern abwechselnd getragen; zusammen also 96. Dazu eine Gewehrabteilung. So ging der lange Zug vom Kriegslazarett aus bis zum Gottesader. Die fich nicht beteiligenden Kameraden( unsere Kompagnie hatte diesmal die Beerdigung) ehrten die Toten durch Strammstehen, wo sie gerade standen, bis der Zug mit den dreizehn Toten vorüber war. Die Grabrede hielt ein deutscher Kaplan. Die Feier war furz, aber doch erhebend und tief ergreifend. Wenn nun zu Hause Mütter lauern auf ihre Söhne, Frauen auf ihre Männer, Kinder auf ihren Bater usw., und sie alle wissen noch nicht einmal, daß sie gestorben, viel weniger, wo sie beerdigt sind. 3war fein Mensch von den Angehörigen tann fie hier am Grabe in fremder Erde betrauern, aber wir, einige hundert Kameraden, haben ihnen das lezte Geleit gegeben. Auf dem Friedhof hier mögen wohl über Hundert ruhen, Landwehrleute, Reserve und Aftive, Deutsche und Franzosen beisammen. Ein einfaches Kreuz mit Aufschrift, z. B.: Volkskunstabende des Verbandes der Freien Volks hier ruht ein deutscher Landwehrmann", steht neben dem bühnen. dov Kontrollversammlungen in Lichtenberg. Am 1. und 2. Dezember finden in Lichtenberg und Umgebung die Herbstkontrollversammlungen statt. Wir ersuchen die Beteiligten, die in den nächsten Tagen erlassenen amtlichen Bekanntmachungen zu beachten. H Bei den Volkskunstabenden am Montag, den 23. d. M.( Bochumer Str. 8), Dienstag, den 24.( Dresdener Str. 113), Mittwoch, den 25. ( Weinmeiſterſtr. 15) und Donnerstag, den 26.( Bankſtr. 19) wirken mit: Margarete Brieger Palm( Mezzo- Sopran), Eugen Brieger ( Bariton), Georg Bertram( Klavier). Es gelangen Volkslieder, Balladen und Duette von Brahms und Löwe, Werke für Klavier von Beethoven und Schumann zur Aufführung. Billetts a 10 Pi. an den Abendkassen. dolim- lanisbal alimmoth U Der Lesesaal der Königlichen Bibliothek wird von Montag, den 28. November ab, bi s 7 1hr( statt bisher 6 Uhr) geöffnet sein. Einen schweren Verlust hat ein aus dem Felde vorläufig Heimgelehrter am Freitag abend auf dem Wege zwischen Tegeler Str. 37 nach der Fennstraße durch den Verlust seines Portemonnaies mit 60 M. Inhalt erlitten. Der Verlierer bittet um Abgabe nach Fennstraße 46, vorn IV, bei Manteh. anderen. Besten Gruß aus weiter Ferne von Ihrem Landwehrmann TavoleleEin Mord. Schw.. Am Sonnabendmittag wurde, wie uns ein Telegramm aus Hannover meldet, in dem Vorort Buchholz die 16% Jahre alte Tochter des Gärtners Pietschmann von dem 24 Jahre alten Gärtnergehilfen Regener ermordet, indem er ihr die Rehle durchschnitt Der Täter war bei dem Vater des Mädchens in Stellung. Er ist nach vollbrachter Tat geflüchtet. rachter Tat geflü Parteiveranstaltungen. Jugendveranstaltungen. Schöneberg. Heute Sonntag, nachmittag, 6, 1hr, findet bei Hendel, Meininger Str. 8, ein Vortrag des Genoffen Neumann, Adlershof, über „ bas Rheinisch- Westfälische Induftriegebiet statt. Frauen- Leseabende. Montag, den 23. November, abends 8, Uhr. 2. Wahlkreis. Bei Wiemers, Bülowstr. 58; Saß, Hornstr. 2; Fröh lich, Blücherftr. 56, Ede Fontanestraße; Löhrisch, Markgrafenstr. 78. 3. Wahlkreis. 1., 2. und 5. Abt. bei Tintus, Ritterstr. 123, Referent Genosse Schmolineli; 3., 4., 6. und 7. Abt. bei Hennig, Alexandrinenstr. 44; 8., 9. und 10. Abt. in der Spreehoffantine, Wusterhausener Straße 16, Referentin Genoffin Lungwik. 4. Wahlkreis. Reichenberger Hof, Reichenberger Str. 147, Bortrag der Genossin Martha Hoppe; Südost, Baldemarstr. 75, Bortrag der Genoffin Luise Zies; Heinrich, Große Frankfurter Str. 30, Vortrag der Genoffin Martha Demmning; Andreas- Festfäle. Andreasstr. 21, Bortrag der Genoffin Fabrenwald; Comenius- Säle, Memeler Str. 67, Bortrag der Genossin Bobm- Schuch; Elysium, Landsberger Str. 40, Lichtbildervortrag; Halwas, Stralauer Allee 17c, Bortrag. Neukölln. Die Leseabende finden diesmal biertelweise statt. Bezirke 1-6 bei Brunzel, Reuterstraße, Ede Lenaustraße; Bezirke 7-12 in den Bassage- Festsälen; Bezirke 13, 14, 16 bei Feli, Anelebedstr. 48/49; Bezirke 15 und 17 im Jugendheim, Rogatstr. 15; Bezirke 18-24 bei Bartich. Hermannstr. 49. Referenten find die Genoffen Dr. Dunder, Groger, Radite, Dr. Silberstein und Rud. Schulz. " U Et Schöneberg. Gemeinsamer Rejeabend in den neuen Rathausfälen, Meininger Str. 8. Vortrag der Genössin Käte Dunder über Proletarische Aufgaben". Lichtenberg. 1. Viertel bei Schmik, Friedrich Karl Straße 11; 2. Viertel bei Schulz, Kronprinzenstr. 47; 8. Viertel bei Blume, Alt- Borhagen 56; 4. Viertel bei Strüger, Türrschmidtstr. 40; 5. Viertel bei Haase, ftrage 58/54. In allen Rejeabenden Bortrag über Proletarische Aufgaben". Wagnerstraße, Ede Guntherstraße; 6. Viertel bei Hoffmann, Möllendorf Tegel. Im Jugendheim, Bahnhofstr. 15, Vortrag des Genoffent Schwenk über Politische und wirtschaftliche Grundlagen der Internationale". Reinickendorf Oft. Im Jugendheim, Hobpeftr. 32, Vortrag des Genoffen Baul Lange über Die Bedeutung des Krieges für die Arbeiterklaffe". Reinickendorf- Weft. Im Jugendheim, Bachholderstr. 44, Vortrag. Dienstag, den 24. November, abends 8, Uhr. Borjigwalde Wittenau. Borsigwalder Festsale, Spandauer Straße, Vortrag des Genossen Dr. Goldberg. 17 d Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3. IV. Sof Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten berechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 1hr, aut flimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen bei zufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen feine abonnements quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. A. 2. 33. Bon derartigen Vergünstigungen für Inhaber des Eisernen Kreuzes ist uns nichts belannt. 1. B. 2. Die Meloung erfolgt beim Bezirkskommando, Alter mindestens 14%, Jahr, Verpflichtung, nach der Unteroffiziervorschule in eine linteroffizierschule einzutreten. Nach zwei bis dreijährigem Aufenthalt in einer solchen muß sich der Schüler verpflichten, vier Jahre altiv zu dienen. Komunt der Borichüler dieser Berpflichtung nicht nach, muß er die Unterhaltungskosten in der Vorschule zurüderſtatten. .. 100, Benden Sie sich um Auskunft an das Postamt Luckenwalder Straße 4/5. Karl 21. 3. 10. 1. und 2. In der Regel aehn Jahre. 3. Das ist möglich. 4. Allgemeine Körperschwäche und Herzfehler. G.. 54. Ohne Kennt Wenden nis der Eintragung selbst ist Ihre Frage nicht zu beantworten. Sie fich beschwerdeführend an die Landesversicherung oder an den Amtsborsteher, wenn Sie etwa durch die Eintragung benachteiligt sind. . B. 43. 1. Wenn Sie 26 Wochen lang frant und erwerbsunfähig sind, so tritt für die Fortdauer der Erwerbsunfähigkeit die Invaliden krantenrente ein. Den Antrag stellen Sie am einfachsten bei dem Versicherungsamt. 2. Ja. Bean tragen Sie aber dort ausdrüdlich noch die Stranfenrente. 3. Benden Sie sich an die Zentralfommission, Alleganderstr. 39/40. $.27. 1. Leider nein. 2. Ja, aber dem Birt gegenüber gilt der Kauf nicht. Seine Forderung geht vor. 3. Die unentbehrlichen Sachen sind unpfändbar. 4. Ja. A. 75. Die Versicherung geht weiter. Sie fönnen dieselbe nicht vors zeitig aufheben, sondern nur zu der Zeit, die die Police zulägt.- N. 39,6. E. S., Neukölln. Wegen Krampfadergeflechte nur landsturmpflichtig. Da nichts vereinbart ist, besteht 14tägige Kündigungsfrist. Bamn die Einziehung erfolgt, ist unmöglich anzugeben. Vielleicht erfahren ordnung in Ausnahmefällen. 2. Sie müssen sich melden. M. H. 26. Begen Krankheit der Atmungsorgane und wegen Sawerhörigkeit untauglich. B. Sch. 100. 1. Wenn Sie beweisen, daß ein Erlaß stattgefunden bat, so tann ber Birt nicht nachträglich die höhere Miete verlangen. Der Bertrag dauert bis zum 1. April. 3. Ja. 4. Ja. Prozeß ist voraussichtlich von einem Cid des Birtes abhängig. 2. Ja. Der A. 5. 1. Da Sic im Jahre 1913 aus der Kirche ausgetreten find, haben Sie nur noch für . N. 1. Niemals. das Kalenderjahr 1914 die Kirchensteuer zu zahlen. A. 100. Verjährung ist noch nicht eingetreten, fie tönnte frühestens zum 1. Januar 1915 eintreten. Db die Forderung zu hoch ist, läßt sich nicht ermessen. Es hängt das von einem Sachverständigen- Gutad ten ab. M. 2. 28. Worauf die verschiedenen Arten der Löhnung beruhen, fönnen wir nicht sagen. E. 49. Wegen chronischer Herzkrankheitent auch für den Landsturm dauernd untauglich. R. 28. Melden Sie die bjicht Sbres Austritts beim Amtsgericht an und treten Sie dann innerhalb 4 bis 6 Wochen aus. Die Gebühren sind dieſelben wie im Frieden. Sie es beim Bezirkskommando. B. 3. 1. Ja, auf Grund der Behr -Streitfrage. 3hr Freund ist im Unrecht. Wenn für 60 M. Gold Papiergeld eingelöst wird, so bekommt man 60 M. und nicht mehr. Eichendorfstraße. Ja. Wenden Sie sich an den Abgeordneten Ewald. 3. M. 100. 1. und 2. Nein. 2. C. 1300. 1. Nein. 2. Ja. Eingegangene Druckschriften. Das Jahr der Bühne. 3. Bd. Von S. Jacobjohn. 3 M., geb. 4 M. Desterheld it. Co., Berlin W 15. Friedrich, Kronprinz von Preußen. Historisches Schauspiel von E. Ludwig. 156 S. S. Fischer, Berlin, Bülowfir. 90. Der Krieg 1914 in Wort und Bild. 2. Heft. 30 f. Bong u. Go., Berlin W 37. Amtlicher Marktbericht der städtischen Marktballen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Markthallen.( Ohne Verbindlichkeit.) Freitag, den 21. November. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Chjent fleisch Ia 79-90, do. IIa 74-78, do. IIIa 65-73; Bullenfleisch Ia 78-83, do. IIa 68-75; Stübe, fett 58-60, bo. mager 45-50, Fresser 63-70, do. dan. 48-55, Bullen, dan. 65-75. Kalbfleisch: Doppellender 110-120; Maftfälber Ia 85-97, bo. IIa 72-85. Hammel fleisch: Maftlämmer 78-86; Hammel la 72-77, bo. Ila 67-72; Schafe 67-72. Schweinefleisch: Schweite Ia fett 76-80, IIa 66-75; Gemüte, Schöneberg. Am Dienstag, den 24. Rovember, abends 8, Uhr, in inländisches: Sartoffeln, Daberiche 50 kg 3,75-4,25; weiße Raiserfronen Die für den heutigen Totensonntag geplante, aber verbotene den Neuen Rathausfälen, Meininger Str. 8: Wahlvereinsversammlung. 3,50-3,75; Magnum bonum 8,75-4,00; Boltmann 3,50-3,75; Borree, Gesangsaufführung der Männerchöre„ Norden" und" Sängerab- Es wird ein Lichtbildervortrag gehalten, sowie unsere Striegshilfe besprochen. Schod 0,70-1,00; Gellerie, Gajod 3.50-6,00; Spinat 50 kg 9,00-15,00 Treptow Baumschulenweg. Dienstag, den 24. November, abends Mohrrüben 2,00-2,50; Roblcabi Schod 0,80-1,10; Birjingfohl aud teilung 1 Chormeister Paul Aurz, findet am Sonnabend, den 28. November d. J., bei Böbow, Prenzlauer allee 242/247, abends 8 Uhr, findet im Lokal der Rennbahn, am Bahnhof Treptow, die Fort 4,00-10,00; Birsingtohl 50 kg 3,50--4,00; Weißtohl Schod 3,00-8,00. legung der Generalversammlung des Wablvereins statt. Tagesordnung: Beigfohl 50 kg 2,25-2,50; Rottohl, Schod 4,00-10.00; Roifobl 50 kg 3,00 8 Uhr, statt. Da der Ertrag für die Arbeitslosen und Frauen der 1. Die Krankenversicherung in der gegenwärtigen Striegszeit. Referent: bis 4,00; Grünkohl 50 kg 3,00-4.00; Stobliben 50 kg 3,00-5,00; eitower Kriegsteilnehmer bestimmt ist, wird um freundlichen Zuspruch Genosse Rudolf Bissell. 2. Stassen bericht. 3. Wahl eines ersten Bor- Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 4,00-10,00; Blumen gebeten. fizenden. 4. Vereinsangelegenheiten, Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. to bl. Erfurter, 100 St. 15,00-22.00, Rofentobl 50 kg 15,00-20,00, Meer rettich Echod 5,00-12,00, Beterfilienwurzel Schodbund 1,00-3.00; Pankow. Die für Dienstag, den 24, November, bet Ebersbach, Radieschen Schodbund 0,70-1,00; Salat God 2,00 4,00; 3miebeln Die Leiche eines unbekannten, dem Arbeiterftande angehörigen Berliner Straße 102, borgefebene Zulammenkunft fann nicht stattfinden. 50 kg 7,50-8,00; Grünfinge 50 kg 3,00-6,00; Sturbis 50 kg 8,00-, 00. Mannes wurde am 31. Oftober d. J. vor Schleusenufer 5 ange- Der neue Termin wird noch bekannt gegeben. schwemmt. Der Tote ist etwa 30 Jahre alt, 1,73 Meter groß, Niederschönhausen- Nordens. Dienstag, den 24. Roveniber, abends fchlant, hat ein volles Gesicht, blondes, hochyjtehendes Haar, blonden 8, Uhr, im Schwarzen Adler"( Jnb. Kettig). Blantenburger Str. 4: Mit geituzten Schnurrbart und blonde Augenbrauen, im Untertiefer gliederversammlung. Tagesordnung: Vortrag der Genoffin Kate Dunder. fehlt der linke Badenzahn; bekleidet war er mit wollenem Hemd, Bereinsangelegenheiten. " Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland, bis Montagmittag: Ueberall ziemlich falt, zeitweise aufflat end, aber vorherrschend wollig oder nebelig. Nirgends erhebliche Niederschläge. SAMAL A WERTHEIM G. m. b. H. Leipziger Str. Königstr. Versand- Abteilung Leipzi er Straße 132-137 Rosenthaler Str. Moritzplatz Spielzeug- Ausstellung Leipziger Str.: 1914" Deutschlands großes Jahr Königstr.: Rosenthaler Str.: Unsere Truppen in Frankreich Aschenbrödel ( 5 Bilder) Montag bis Mittwoch: Extra- Preise Wäschestoffe vorzüglicher WäscheRenforcé cher Meter 53 u. 58 Pr sto starkfäd., schwere. Hemdentuch Qualität Meter 53 u. 58 PI. Louisianatuch Kissenbreite Meter 48 55 63 Pl. .. bettbr. Louisianatuch Deck Meter 75 90 Pt. 1.05 seb Qualität, Bettlaken- Daulas ca. 150 em br.. Mtr: 1.10 Bettlaken- Daulas schwere Qualität, ca. 150 cm breit Mtr. Bettlaken- Halbleinen 1.20 1.35 1.40 vorzügliche Qualität, ca. 150 cm breit.. Meter Bettdamast vorzügl. Qualitäten, moderne Muster. 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Dieselbe wird durchweg pasteurisiert, d. h. von krankheitserregenden Keimen( Typhus, Tuber kulose u. a.) befreit, braucht daher nicht noch einmal aufgekocht, sondern nur gewärmt, kann aber auch unbedenklich roh genossen werden. Kindermilch von Pachtgütern, ebenfalls pasteurisiert. Kindermilch aus eigener Kuhhaltung, roh Kefyr, Dr. Axelrods Joghurt. Beide gewonnen unter dauernder tierärztlicher Aufsicht Süße Sahne, saure Sahne, Schlagsahne, prima Butter. Buttermilch, Medizinal- Buttermilch. Käse: Neufchâteler, Frühstückskäse, Kümmelkäse, frischer weißer Käse( Quark). Harzer Käse, Camembert, Kaiserkäse. Bienenhonig, Apfelmilch. Erzeugnisse der Bolleschen Obst- u. Gemüse- Anlagen im Sommer frisch zugeführt, im Winter konserviert. Gelees. Marmeladen. Verschiedene Früchte in Zucker. Diverse Gemüse. Säfte und Fruchtweine. Sämtliche Erzeugnisse sind hergestellt unter Verwendung reinster Raffinade und unter Vermeidung irgendwelcher schädlicher Konservierungsmittel. Man verlange Preisliste. Verwendet Kreuz- Pfennig- Marken auf Briefen, Karten usw. Merantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für der Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. tr. 319. 31. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts“ Berliner Volksblatt. Sonntag. 22. November 1914. Exmissionen gegen Familien von Kriegs- müht; andit. Erf. Bat. Havelberg: Ref.- Jag.- Bat. Nr. 3; Jäg. teilnehmern find unzulässig. Garde- Str. Meg.: Reib- Garb 17, Ulanen- Reg. Jer. 1, 8; Ref. Bekanntlich hatte der Justizminister durch Verfügung vom 26. September 1914 in Ausführung des Gesetzes vom 4. 8. 1914 die Gerichtsvollzieher angewiesen, eine Ermission gegen die Familie eines Kriegsteilnehmers abzulehnen und nur auf Anweisung des Vollstreckungsgerichts vorzunehmen. e) Die Vollstreckungsgerichte, insbesondere das Landgericht Berlin I, haben eine Ermission durchweg für unzulässig erklärt. Eine Ausnahme machte das Amtsgericht Bantow. Dies hat in einer Ermissionssache den Gerichtsvollzieher zur Aus führung der Egmission angewiesen. Auf Beschwerde hat nun aber das Landgericht Berlin III die Exmission für unzulässig erklärt. Bei der Wichtigkeit der Sache teilen wir nachstehend die Gerichtsbeschlüsse wörtlich mit. Der später aufgehobene Beschluß des Amtsgerichts lautet: 3. M. 2750. 14. Beschluß. In Sachen des Hauseigentümers Brandes in Berlin, Quisenufer 55, Klägers, vertreten durch Rechtsanwalt Hofer in BerlinPankow, Wollantstr. 1, gegen die Frau Johanna Hermann in Berlin- Pankow, Schönensche Str. 31, wird der Gerichtsvollzieher Schulze angewiesen, den Boll. streckungsauftrag auf Räumung der Wohnung der Schuldnerin, dessen Bollziehung er verweigert hat, auszuführen. Gründe Die Verfügung vom 26. September 1914 weist für den Fall, daß sich das Urteil gegen die Ehefrau allein richtet, den Gerichts. vollzieher an, von der Durchführung des Räumungsauftrages Abstand zu nehmen, behält vielmehr die Entscheidung dem Vollstreckungsgericht vor. Nach Lage der Sache fann die Weigerung der Beklagten zur Räumung der Wohnung nur den 3wed haben, dem Kläger Schaden zuzufügen. Es liegt daher kein Grund vor, die Vollstreďung des zwischen den Parteien geschlossenen Vergleiches zu bersagen. Diese Entscheidung ergeht gebührenfrei. Berlin- Pankow, den 16. Oktober 1914. Königliches Amtsgericht. gez. Unterschrift. edell Diesen Beschluß hat der nachfolgende Beschluß des Landgerichts aufgehoben: 4. T. 1747. 14/2. Beschluß. In Sachen des Hauseigentümers Brandes in Berlin, Luisen ufer 35, Gläubigers, Brozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Hofer in Berlin- Bantom, Bollantstr. 1, gegen Frau Johanna Hermann in Berlin- Pankow, Schonensche Straße 31, Schuldnerin, Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. Siegfried Weinberg in Berlin, Klosterstr. 65/67, hat die zweite Zivilkammer des Königlichen Landgerichts III in Berlin auf die sofortige Befchwerde der Schuldnerin gegen den Beschluß des Königlichen Amtsgerichts in Berlin- Pankow bom 16. Oftober 1914 in der Sibung vom 13. November 1914 beschlossen: 1. Der angefochtene Beschluß wird aufgehoben. 2. Die Grinnerung des Gläubigers gegen die Weigerung des Gerichtsvollziehers Schulze wird zurüdgewiesen. 3. Die Kosten werden dem Gläubiger auferlegt, Gründe Zu der sofortigen Beschwerde ist die Schuldnerin befugt, da es sich vorliegendenfalls um Räumung der von ihr innegehaltenen Wohnung handelt, und der angefochtene Beschluß insofern als im Zwangsvollſtredungsverfahren ergangen anzusehen ist. als die Ausführung des Vollstreckungsauftrages durch den Gerichtsvoll zieher die Räumung unmittelbar im Gefolge haben würde, gegen die durch die Räumung zugleich begonnene und beendete Zwangs vollstredung vorzugehen. meinderat vertreten. Jebt gelang es troß ſtarter Wahlbeteiligung Streis) wurde ein Genoje wiedergewählt, ein anderer steht in Stichwahl. In Lichtendorf( Kr. Dortmund) wurden unsere Vertreter für die 2. und 3. Klasse wiedergewählt. II, Hohensalza, Jülich, Lauban I, Naugard, Ostrowo I, Schneide- treise Hamm. 14 Jahre lang war die Arbeiterschaft nicht im GeBat. Nr. 6; Res.- Jäg.- Bat. Nr. 16, 23. den Zechenkandidaten zu Fall und dafür einen Sozialdemokraten in Garde- Kür.- Reg.; Leib- Garde- Hus.- Reg.; Drag.- Reg. Nr. 4, die Gemeindevertretung zu bringen. In Heeren( im selben 5, 6, 13, 14, 15; Hus.- Reg. Nr. 2, 3; Ers.- Est. des VII. Armeekorps; Randst.- Est. I. Lübben, Mustau. 3. Garde- Feldart.- Reg.; Felbart.- Reg. Nr. 5, 7, 10, 11; Res.Feldart.- Reg. Nr. 12, 15; Feldart.- Reg. Nr. 16, 42, 44, 56, 57, 66. Fußart.- Reg. Nr. 8; Res.- Fußart.- Reg. Nr. 10. Garde- Pion.- Bat.; I. Pion.- Bat. Nr. 1; Pion.- Bat. Nr. 3; Bion.- Bat. Nr. 8; 1. Bion.- Bat. Nr. 9, 10; Bion. Bat. Nr. 11, 21; II. Bion. Bat. Nr. 3, 5; Pion.- Bat. Nr. 6; I. Pion.- Bat. Nr. 7; Bion.- Bat. Bion.- Reg. Nr. 23, 24, 25; Pion.- Bat. Nr. 27. Eisenbahn- Baukomp. Nr. 25; Bahnschutz- Kommando des 7. Armeekorps; Immobile Betriebsabteilung der Eisenbahntruppen; Feldfliegertruppe. Sanitäts- Komp. Nr. 2 des 16. Armeekorps. Train- Abt. Nr. 2. Bez.- Kommando I Mülhausen i. Elj. Bewachungskommando vom Gefangenenlager Havelberg. Die bayerischen Verlustliften Nr. 57 und 58 enthalten VerTufte des 8. Ref.- Inf.- Reg.; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 2; 2. Train Abt.; Pion.- Reg. Ingolstadt; Ref.- Jäg.- Bat. Nr. 1. Die sächsische Verlustliste Nr. 59 bringt Verluste des Brig.Erf.- Bat. Nr. 45; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 63; 3. Jnf.- Reg. Nr. 102, Zittau; 7. Inf.- Reg. Nr. 106, Leipzig; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 107; 9. Inf- Reg. Nr. 133, 3widau; Ref.- Inf. Reg. Nr. 133; 13. Inf. Reg. Nr. 178, Kameng; 14. Inf.- Reg. Nr. 179, Leisnig, Burzen, Leipzig; 15. Inf.- Reg. Nr. 181, Chemniz; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 241; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 243; Res-Inf.- Reg. Nr. 245. 2. Felbart.- Reg. Nr. 28, Baußen; Ref.- Feldart.- Reg. Nr. 54. Sanitäts- Komp. 2, 12. Armeekorps. Kriegslazarett- Abt., 12. Armeekorps. Die württembergische Verluftliste Nr. 62 enthält Berluste des Inf.- Reg. Nr. 120; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 120; Landw. Inf.- Reg. Nr. 121; Füs.- Reg. Nr. 122; Inf. Reg. Nr. 124; Landw.. Inf.- Reg Rr. 124; Inf. Reg. Nr. 125; Inf.- Reg. Nr. 127; Inf.Reg. Nr. 180; Landft. Inf.- Bat. Ehingen. Ulanen- Reg. Nr. 20; 1. Landw.- Eskadron. Feldart.- Reg. Nr. 49; Ersatzabt. des Feldart.- Neg. Nr. 65. 2. Ref.- Pion.- Komp. Genosse Lenin ersucht uns mitzuteilen, daß er in dem von uns eingetreten fei, sondern sich auch in fritischer Weise mit dem Zu erwähnten Vortrag in Zürich nicht nur gegen den Zarismus gesprochen und in diesem Zusammenhang für die Freiheit der Ukraine sammenbruch der zweiten Internationale sowie der Saltung ber beutschen und österreichischen Sozialdemokratie beschäftigt habe. Gewerkschaftliches. Sanfter Zwang. Vor einiger Zeit veröffentlichten wir das Formular eines Reverses, das den bei der Firma Siemens beschäftigten Arbeitern, soweit diese dem gelben Werkverein angehören, zweds sich damit einverstanden erklären, daß ihnen von ihrem Lohn Unterschrift vorgelegt wird. Danach sollten die Mitglieder wöchentlich 10 Pf. abgezogen werden. Diese 10 Pf. sollten dann nach Angabe des Vorstandes für Unterstüßung arbeitsloser Werkvereinskollegen und-folleginnen verwandt werden. Schon damals bemerkten wir, daß man zu einer wirklich freiwilligen Spende seitens der Mitglieder des Werkvereins kein rechtes Vertrauen habe, wenn mit solchen Mitteln gearbeitet wird. Die Einziehung des Beitrages durch die Firma beweist so schlagend wie möglich, daß man an eine freiwillige Beitragsleistung für den Werkverein seitens der Arbeiter nicht glaubt. Heute mun wird uns ein Schreiben übermittelt, aus dent hervorgeht, daß der leise Druck, den man durch den Revers auf die Mitglieder des Werkvereins ausüben wollte, nicht ausgereicht hat. Deshalb wird nun kräftiger gedrückt. Das Zirkular, das an eine Reihe Mitglieder des gelben Werkvereins gegangen ist, lautet folgendermaßen: Aus der Partei. 1001 Berberein ber Siemenswerte Ein Sozialist als Feldprediger. Vor einigen Tagen bat Bandervelde in Westflandern eine offizielle Ansprache an Eoldaten gehalten. Französische Blätter er zählen darüber folgendes: Auf Ersuchen des Königs Albert begab fich Vandervelde an die Front. Er hielt feine Rede vor zwei belgischen Regimentern. Ein Oberst stellte ihn den Soldaten vor, und während er redete, donnerten in der Ferne die Kanonen. Der fozialiftifche Führer behandelte das Thema, daß die Tatsache der Anwesenheit der indifchen und fenegalefifden Soldaten in der Armee der Verbündeten beweise, daß jetzt die ganze Menichheit für die Freiheit und die gibilisation, gegen die Deutiden tämpfe.( fation! Der Strieg hat doch in den Köpfen mancher Zeitgenossen arge Ausgerechnet die Inder und Senegalefen fämpfen für die ZiviliVerwirrung angerichtet. Aus dem sozialistischen Gent. Siemensstadt b. Berlin, den.... Siemensstraße 35. Den Mitgliedern aur gefl. Senntnisnahme! Baut einstimmig gefaßtem Generalversammlungsbeschluß ist während der Kriegsdauer ein wöchentlicher Extrabeitrag von 10 Pf. zugunsten der arbeitslosen Kollegen zu zahlen. Sie haben bis jetzt den diesbezüglichen Revers für das Lohnbureau nicht unterschrieben. Wir bitten Sie, sich umgehend darüber zu äußern, ob Sie den Ertrabeitrag allwöchentlich persönlich an Ihren Bevollmächtigten abführen wollen und machen Sie darauf aufmerksam, daß die Nichtzahlung des Extrabeitrages die Ent ziehung ftatutarischer Rechte bzw. den Ausschluß aus dem Ver ein zur Folge haben kann. Der Vorstand des Werkvereins der Siemenswerke. Sie werden gebeten, sich bis zum 16. November 1914 zu er flären. Auch dieser zweite, verstärkte Drud wird wohl kein besse res Resultat zeitigen. Die Mitglieder des Werkvereins haben zum großen Teil doch schon erkannt, daß die gegenwärtige Beit die geeignetste ist, um sich des Druces seitens der Firma Siemens u. Halske zu entledigen. Solange die Firma Siemens weiter in dieser Art bor. geht, werden die Arbeiter eine Tätigkeit bei anderen Firmen vorziehen. Auf Versprechungen, die dem einzelnen, noch dazu meistens in unverbindlicher Form, gegeben werden, fann sich niemand einlassen. Berlin und Umgegend. Die Beschäftigung der Berliner Wäschearbeiter ist ein wenig Aus Amsterdam schreibt man uns: Die Schreden und Leidenschaften des Krieges und der darauffolgende unvermeidliche Drud der Ottupation haben den sozialistischen Feuereifer unserer Genter Genossen nicht zu bezwingen vermocht. Aus ihrem nach turzer Bause wieder erscheinenden Organ„ Vooruit" blidt uns überall das fefte Vertrauen auf den Sieg der sozialistischen Idee, auf die Solidarität der Arbeiterschaft und die Verbrüderung der Völker entgegen. Es ist vor allem ebenso überraschend wie erfreu lich, daß die Verbreitung des Booruit" troß der furcht baren wirtschaftlichen Krise sehr bedeutend gestiegen ist. Die Beschwerde ist ferner frist- und formgerecht eingelegt. ie das Blatt am 7. d. M. mitteilt, hat sich die Stadtauflage beffer geworden; ob aber diese Befferung über Weihnachten hin Sie ist auch begründet. Bei der Unteilbarkeit des Mitbesses der Eheleute an den verdoppelt und beträgt jetzt über 30000! Auch in der Um- aus anhalten wird, muß bezweifelt werden. Dem Eingreifen der Mieträumen würde die Räumung der Wohnung durch die Schuldgebung hat sich der Absah erhöht, nur leidet er infolge der Verkehrs- hindern oder durchgeführte rüdgängig zu machen. So z. B. Organisation ist es gelungen, beabsichtigte Lohnabzüge zu ber nerin stets zugleich eine Räumung durch den Mann umfassen. mängel an Regelmäßigkeit. Andernfalls hätte das Blatt feine Auf- mußte die Firma Kohl u. Ellenburg an ihre Arbeiter bat. Arbeite Eine solche ist aber ohne vorherige Erwirkung eines Räumungs- lage verdreifacht. Und dies, trotzdem gut 500 Genter Leser infolge rinnen 550 bis 600 m. nachzahlen. Das allein genügt, die forturteils gegen ihn unzulässig.( Vergl. Seeger, Jur. Wochen der Arbeitslosigkeit den Bezug einstellen mußten. Gegen 100 Refer gefeßte eifrige Organisationsarbeit als unbedingt erforderlich zu schrift" 1914, S. 991; Asch, ebenda, 354; Güthe, J. M., Bhaben ihr Abonnement gefündigt mit der Begründung, daß sich die erweisen. S. 747.) Sonach muß die Schuldnerin als Gesamtschuldnerin mit ihrem Mann rücksichtlich der Verpflichtung zur Rüdüber- Redaktion der deutschen Zensur unterworfen hätte. Die Redaktion tragung der Mieträume an den Gläubiger gemäß§§ 556, 557 bemerkt dazu, daß diese Unzufriedenen durch das Endergebnis wohl des Bürgerlichen Gesetzbuchs, insoweit aber auch als notwendige eines Besseren belehrt werden werden. Einige bürgerliche Blätter Streitgenoffin ihres Mannes angefehen werden; das gegen fie allein erlassene Räumungsurteil ist deshalb der Vollstreckung nicht fähig. Deutsches Reich. Ein Mahnwort an die Zurückgebliebenen. Die Verbandszeitung" der Brauerei und Mühlenarbeiter haben wohl grundsätzlich" die Unterwerfung unter die Zenfur ab- enthält folgenden Feldpostbrief, der auch an die Angehörigen angelehnt aber sich ihr zumeist schließlich doch gefügt. Ihr zeit- derer Berufe gerichtet sein könnte: weiliges Nichterscheinen ist dem„ Vooruit" zugute gekommen. Aber es ist nicht der Hauptgrund seines Erfolges. Die Redaktion schreibt ihn vielmehr der Klarheit und Entschiedenheit zu, womit fie Stel. lung nicht allein zum jebigen Krieg, sondern zu allen bergan Hoffentlich unterbleiben nun endlich unzulässige Ermissions genen und in der Zukunft möglichen nimmt. Die jetzigen bersuche gegen Familien von Kriegsteilnehmern. Es war daher wie geschehen, unter Anwendung des§ 91 der Zivilprozeßordnung wegen der Rosten zu beschließen. gea. Unterschriften. Verlustlisten. Ereignisse bestätigen das, was die Eozialisten gelehrt haben und sie mahnen dringend, die Kraft des Sozialismus zu mehren, um bon der Menschheit neue Kriegsschreden fernzuhalten. Jm Leitartikel vom 13. b. M.:" Brüder und Schwestern, bleibet mutig!" warnt der Vooruit" vor den Leuten, die als UnglücksDie Verlust liste Nr. 82 der preußischen Armee propheten auftreten und erzählen, daß ein Hungeraufstand vor der enthält Verluste folgender Truppen: Oberkommando der 3. und 4. Armee. Tür stehe. Die bewaffnete Macht der Deutschen würde mit Plünderern furzen Prozeß machen. Aber es sei auch kein Grund zu solchem Pessimismus. Die Gemeindevertretung tue ihre Pflicht. Ihr Leitsab ist:" Es darf in Gent weder Hunger noch Kälte gelitten werden." Die Aufgabe ist schwer, aber sie wird vollbracht werden. 44. und 51. Res.- Div., Stab; Div. Graf Bredow, Stab; 22. Landw.- Inf..Brig, Stab; 2. Garde- Reg.; Garde- Gren.- Reg. Alexander; 4. Garde- Reg.; Garde- Gren.- Reg. Elisabeth; 5. GardeReg.; Gren.- Reg. Nr. 1, 5, 6; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 6; Gren.- und Landw.- Inf.- Reg. Nr. 7; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 7; Gren.- und Res.. Inf. Reg. Nr. 8, 11; Briq.- Erj.- Bat. Nr. 11; Res.- Inf.- Reg. Nr. 18; In derselben Nummer finden wir eine Aufstellung über die seit Brig. Ers.- Bat. Nr. 13; Jnf.- und Landw.- Inf.- Reg. Nr. 16; Brig. Kriegsbeginn bis Ende Oktober von den Genter Gewerkschaften ge Gri.- Bat. Nr. 16; Res- Inf. Reg. Nr. 17; Inf. Reg. Nr. 18; Stef aahlten Arbeitslofenunterstübungen. Sie betrugen im Inf. Reg. Nr. 19; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 22; Ref.- Inf. Reg. Nr. 25, 26; Landiv. Inf. Reg. Nr. 26; Inf., Res.- Inf.- und Landw.- Inf.. ganzen 156 566 Frank. Voran stehen die Kattunarbeiter mit Reg. Nr. 27; Inf. Reg. Nr. 28; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 30; Inf. und 38 233 Frant, dann kommen die Metallarbeiter mit 33 146 Frant, Ref. Jnf.- Reg. Nr. 31; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 33; Ref. und Landw. die Weber mit 29 595 Frank usw. Inf.- Reg Nr. 384; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 34; Füs- Reg. Nr. 35; Brig. Eri.- Bat. Nr. 35, 36, 37; Füs- Reg. Nr. 38; Ref.- Inf. Reg. Nr. 39; Inf. Reg. Nr. 44; Landw- Inf. Reg. Nr. 47; Inf.- und Res- Inf.Reg. Nr 48; Landw.- Inf.- Neg. Nr. 51; Inf- Meg. Nr. 53, 55; Landis Inf. Reg. Nr. 55; Inf. Reg. Nr. 57, 59; Ref. Inf. Reg. Nr. 60; Inf. Reg. Nr. 61, 64; Rej.- Inf.- Reg. Nr. 64, 66; Inf. Reg. Nr. 67; Nes Inf Reg. Nr. 68; Inf. Reg. Nr. 69, 70; Res- Inf Reg. Nr. 71, 72, 78, 81; Jnf.- Reg. Nr. 82; Ref.- Inf. Reg. Nr. 88; Juf- Reg. Nr. 85; Füs.- Reg. Nr. 86; Gren. Reg Nr. 89; Füs und Ref.- Inf. Reg. Nr. 90; Inf.- Reg. Nr. 92, 98, 96, 98, 99; Landw.Inf. Reg. Nr. 110; Inf- Reg. Nr. 112, 115, 118, 128, 129, 130, 141, 155, 157, 158, 159, 162, 163, 169, 172, 174; Res- Inf.- Reg. Nr. 201, 208, 205, 206, 207, 222, 227; Landst.- Bat. Aurich, II. Aüftrin, Einen erfreulichen Erfolg errangen trotz Krieg und Burgfrieden Deutsch Krone, Donaueschingen, Glogau II, Gnefen, Görlis I und unsere Genossen in dem Industrieort Altenbögge im LandEin sozialdemokratischer Stabtrat. In Brandenburg a.. wurde in der letzten Stadtverord netenjigung n ben fünf bürgerlichen Kandidaten unser Genosse Kratsch mit 30 von 35 abgegebenen Stimmen zum unbejoldeten Stadtrat gewählt. In der vorlebten Sigung hatte die Stadtverordnetenversamm lung den Genossen Sidom zum Mitglied der städtischen Schuldeputation gewählt. Die Regierung hat die Wahl bestätigt. Gemeinderatswahlen in Westfalen. ...., ben 29. 10. 14. Um 12 1hr waren wir ins Hauptquartier eingerüdt und eine Stunde später kam der Berittführer mit Postfachen. Freudig leuchteten die Gefichter der Kameraden, da sie nun wieder freund liche Grüße und Nachrichten aus der Heimat empfingen. Doch bald berfinsterte sich das Gesicht eines meiner Kameraben, eines organisierten Kollegen, und er zeigte mir einen Brief mit der Mitteilung, daß schon wieder einzelne der Kollegen der Organi sation den Rücken gefehrt haben. Ich tröstete ihn damit, solchen Kollegen nicht allzuviel Tränen nachzuweinen, denn sie berdienten es nicht, daß man ihnen noch irgendwelche Beachtung schenkt. Es werde nach diesem mörderischen Ringen der Kulturvölker die Aufgabe derer, die gesund zurückkehren können, sein, mit vereinten Kräften an dem Wiederaufbau und der erneuten Kräftigung der Arbeiterorganisation zu arbeiten. Aber, so fragen wir uns hier im Felde, was veranlaßt die fahnenflüchtigen Kollegen, ihre Beiträge nicht mehr zu zahlen? Etiva daß ihnen nicht das„ Glück" beschieden ist, tagein, tagaus auf der Landstraße zu liegen und auf dem Scheunenflur au schlafen? O nein, das ist wohl nicht recht anzunehmen. Denn solche Helden", die ihre eigenen Kollegen in der bittersten Not im Stiche laffen, haben auch nicht den Mut, ihr Leben fürs Bater land aufs Spiei au feßen. Das Zahlen der Extrabeiträge der Organisationen, ja, das ist des Pudels Stern, Eind denn diefe Kollegen gänzlich mit Blindheit gefchlagen? Gehen sie nicht, daß wir, die wir im Felbe stehen, viel taufende mal mehr opfern müssen? Unser Leben, das Glüd unferer Fa milien, alles wird aufs Spiel gefeßt, und dazu kommen tagein, tagaus bie quälenden Gedanken, wie wird es den armen Kindern gehen. Und dann, abgesehen von uns: hat uns nicht dieser Krieg Taufende und Abertausende von Arbeitslosen beschert, die hochzuhalten doch auch Aufgabe der Organisation ist? Ja, Kollegen, wir rufen euch aus dem Felde zu: Saltet zur Organisation und baut sie aus! Kollegen! Keine größere Freude fönnt ihr uns bereiten als die, zu zeigen, daß ihr ganze Männer feid, gewillt, uns nicht in ernster Stunde zu berlassen. Wir wünschen, daß unsere Organisationen den Weltkrieg in ungeschwächter Kraft überdauern. Mit diesem Wunsche und mit der ehrenbollen Aufgabe von den hier befindlichen organisierten Sollegen. alle Kollegen aufs herzlichste zu grüßen, will ich schließen. Auf Wiedersehen! 23. Unserm Freund 65145 August Winter die herzlichit. Glückwünsche zum 67. Geburtstage. J. Brandt, Fr. Bunzel. 999966666666 Statt Karten! Paula Oksmann Max Jacobsohn Berlobte. Königs- Wusterhausen Berlin Richthofenstr. 32. 278/8 Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Am Donnerstag, den 19. November, verstarb unser Genosse, der Zigarrenmacher David Schlieper Waldstr. 13. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 23. November, nachmittags 3 11hr, von der Zeichenhalle des Südwest- Kirchhofes in Stahnsdorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 233/7 Der Vorstand. Verh.d. Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands Filiale Berlin. Unseren Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß der Kollege Karl Nitz am 14. November, im Alter von 30 Jahren, im Westen gefallen ist. Ehre seinem Andenken! 165/1 Die Ortsverwaltung. Fern von der Heimat, auf französischem Boden, starb beim Sturm am 30. Df ober den Seldentod unser innigftgeliebter Sohn und Bruder, der Tischler Richard Staub ( Inf.- Reg. 24) in faum vollendetem 32. Lebens jahre. In tiefer Trauer 104A Familie Adolf Staub, Strelizer Str. 65. Verband der Fahrikarheiter Deutschlands, Zahlstelle Groß- Berlin. In den Kämpfen im Dsten und Westen find unsere Mitglieder Emil Krause Hermann Arndt Hermann Röder Otto Zielke Gustav Schulz gefallen. 57/16 Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Rachricht, daß unser lieber Cohn, Bruder, Onkel und Schwager, der Maschinenmeister Rudolf Gube 3A im 27. Lebensjahre durch Unglücksfall gestorben ist.. Dies zeigen tiefbetrübt an Familie Gube Familie Schulz. Die Beerdigung findet am Montag, den 23. November, nachmittags 2, 1hr, auf dem Zentralfriedhof in Friedrichsfelde statt. Verein der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer. Bezirk 4( Ost). Am Montag, den 16. November d. J., verunglückte unser Schriftführer, Sollege Rudolf Gube. Bir verlieren in ihm einen braven, in vielen Aemtern tätigen Kollegen. Ehre seinem Andenten! Die Beerdigung findet am Montag, den 28. Robember, nachm. 21, Uhr, von der Leichenhalle des Itädtischen Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Die Bezirksleitung. Arheiter- Gesangverein Freie Sänger Neuenhagen ( M. d. D. AS.-B.) Fern von der Heimat auf dem Schlachtfelde des Ditens fiel am 7. November unser treuer Sanges. bruder Wilhelm Möser im 38. Lebensjahre. 53/4 Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand. Scied Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genoffen! Bei den Kämpfen im Westen fiel der Schloffer Paul Böttcher Soldiner Str. 19. Abt. Bezirk 827a. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Bei den Kämpfen im Besten fiel der Restaurateur der Arbeiter Gustav Lungwitz Bismardstr. 19, Joseph Jablonski im Osten der Dreher Ufnauftr. 9, Max Hoßfeld. Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Bei den Kämpfen im Besten fiel imfer Parteigenosse Hermann Kaiserries. Sozialdemokratischer Wahlverein Köpenick. Bei den Kämpfen im Osten fiel am 7. November der Arbeiter und Gemeindevertreter Wilhelm Möser Neuenhagen, Dstbahn, Kreis Niederbarnim. Sozialdemokrat. Wahlverein Niederbarnim. Bez. Neuenhagen. Am 2. November fiel bei den Kämpfen im Besten der Schuhmacher 197/19 Otto Richter Zehlendorf- Mitte. Sozialdemokratischer Wahlverein Zehlendorf u. Umg. Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. Im Felde sfarben folgende Kollegen: Richard Heinsch, Tischler, im Gefecht in Rußland. Richard Staub, Tischler, in Nordfrankreich. August Haschke, Zijler, bei den Stämpfen in Rußland. Ehre ihrem Andenken! 93/17 Verein Berl. Buchdruck- Maschinenmeister. Am 16. Rovember starb durch Unglücksfall unfer lieber Freund und Kollege, der Maschinenmeister Rudolf Gube Schriftführer unseres Vereins. Wir Mit dem Verstorbenen verlieren wir ein tüchtiges, obferwilliges Vorstandsmitglied, der stets das befte des Bereins wollte. werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerhigung findet am Montag, den 23. November, nachmittags 2, U6r, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde ftatt. 28/9 11m zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Auf dem Felde der Ehre fiel am 26. Oktober in Nordfrankreich unser guter Angestellter und lieber Sollege, der Monteur Ernst Schoel. Wir werden sein Andenken stets in Treue bewahren. Die Arbeiterschaft, die Angestellten, der Chef der Firma Friedrich Kuers, Maschinenfabrik, Tegel. Freitag, den 20. November. starb infolge eines Schlaganfalls meine liebe Frau, unsere gute Mutter, die Gastwirtin Emilie Tröbel geb. Altmann, 32 Jahre alt. Un stille Teilnahme bittet Friedrich Tröbel nebst Kindern. 692 Die Beerdigung findet am Dienstag, den 24. November, nachmittags 3 11hr, auf dem Thomas- Kirchhof, Neukölln, Hermannstraße 79-83, statt. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nach richt, daß unser Mitglied, die Arbeiterin Klara Hennig Neukölln, Kopfftr. 60, am 17. Nobember an ungenleiden gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. 128/5 507b ArbeiterRadfahrer- Bund „ Solidarität“, Mitgliedschaft Röpenid, Den Bundesmitgliebern zur Nachricht, daß unser Sportsgenoffe Willi Schulze auf dem westlichen Kriegsschauplage gefallen ist. Ehre seinem Andenken! 12/3 Der Vertrauensmann. Den Heldentod fürs Baterland starb am 30. Dftober in Nord frankreich mein lieber Mann, guter Vater, Bruder und Cousin Wilhelm Schiemann als Reservist vom 15. Pionier bataillon im Alter von 27 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Wwe. Berta Schiemann nebst Sohn, Familie Franz Schiemann als Eltern und Geschwister, Familie Stein. Unvergeßlich bleibst Du Deinen Hinterbliebenen! Deutsch.Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Es starben folgende Mitglieder im Felde: Rudolf Grunwald, Frajer, geb. 27. Februar 1878 in Spiten. Karl Sperling, Schloffer, geb. 7. Dezember 1893 in Berlin- Reinidendorf. Hermann Schultz, Metallarbeiter, geb. 29. Dezember 1891 in Jegnit Ernst Mörgel, Schloffer, geb. 9. April 1891 in Berlin- Reinidendorf. Hugo Pech, Former, geb 17. September 1887 in Berlin. Willi Kalisch, Werkzeugmacher, geb. 8. April 1886 in Stöpenid. Franz Nowack, feljer, geb. 16. März 1878 in Mewe. Franz Bartz, Schmied, geb. 30. Januar 1880 in Rettnien. Paul Schmidt, Schloffer, geb. 8. August 1889 in Berlin. Gotthold Müller, Stempner, geb. 13. Juni 1885 in Tharandt. Paul Schlabs, Metallarbeiter, geb. 15. August 1887 in Berlin. Otto Wünsche, Metallarbeiter, geb. 25. November 1886 in Liepe i. M. Franz Derengowski, Metallerb. geb. 21. November 1886 in Berlin Johann Biskupsky, Retallarb., geb. 22. Juli 1887 in Bringenthal, Kreis Bromberg. Walter Senftleben, Sloffer, geb. 17. März 1883 in Berlin. Friedrich Reiß, Gürtler, geb. 18. Februar 1895 in Berlin. Paul Hellming, Schloffer, geb. 7. Mat 1885 in Berlin- Bankow. Julius Jankowsky, Drahtarbeiter, geb. 24. Dezember 1877 in Schweidnik. Otto Grell, Schloffer, geb. 30. März 1882 in Holzendorf. 1 Hans Zellmer, Elektromonteur, geb. 16. Februar 1885 in Berlin. Franz Bading, Schleifer, 128/4 geb. 30. Juli 1885 in Reuföln. Paul Salewski, Maschinenarbeiter, geb. 4. Dezember 1881 in Fischhausen. August Seidel, Fraser, geb. 23. März 1881 in Erlenbusch. Otto Bothe, Metallarbeiter, geb. 19. April 1892 in Berlin. Hans Kerschowski, Graveur, geb. 10. April 1891 in Berlin. Alfred Schlechtweg, Rosteur, geb. 7. Ditober 1886 in Berlin. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband Bezirk Groß- Berlin. Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Max Alex, Geschäftsdiener. Walter Bröde, Geschäftsdiener. Karl Budde, Straßenbahner. Ernst Butschko, Geschäftsbiener. Paul Gumpert, Industriearbeiter. Wilhelm Jaeck, Möbelträger. Paul Jaenicke, Möbelträger. Hermann Kriebel, Arbeitsfaticher. Richard Lengsfeld, Geschäftsdiener. Paul Noack, Fensterputer. Hermann Saß, Rolfutscher. Hermann Schulz, Industriearbeiter. Georg Tamke, Lagerarbeiter. Ernst Tröder, Mälkutscher. Karl Zibell, Kohlenarbeiter. 128A 68/20 Geschäfts Fritz Leuchtenberger, er Ehre ihrem Andenken: Die Bezirksverwaltung. Fern von der Heimat auf dem Schlachtfelde in Nordfrankreich) fiel in einem Rachtgefecht am 29. Ditober unser lieber Freund und Kollege, der Kriegsfreiwillige im 223. Infanterie- Regiment Axel Jensen. Fir werden ihm alle Zeit eint ehendes Andenken bewahren! The Kollegen und Kolleginnen der Arbeiterjugend. Berlin- Süden. Allzu früh und fern von der heimat starb am 14. November den Heldentod infolge seiner fchweren Verwundungen im Lazarett zu Chauny( Frankreich) unfer einziger, innigitgeliebter Sohn, Coufin und Neffe, der Musketier 144W Otto Kuhlmey im blühenden Alter von 22 Jahren. Im tiesten Schmerz Die untröstlichen Eltern Otto Kuhlmey u. Frau geb. Ulreich, Schöneberg, Martin- Luther- Straße 68. Frau Mitme Kuhimey als Tante und deren Kinder Martha, Marie. Luise, Anna, Otto un Richard ( lekterer zurzeit im Felbe). Du trenes Herz. ruh still in Frieden, AC unier Glud nahmst Du mit Dir, Du fämpfteit tapfer, gedachtest Deiner Lieben, Und hofftest auf ein frohes Wiederfehn. Wer Dich gelannt, weig, toas wir verloren, Die Dich geliebt, fennen mur den Schmerz. Heimtüdisch hat die stugel Dich zum Ziel erforen, Du starbit, do nicht in Deiner Lieben Herz. Am 4. November fand den Heldentod fürs Vaterland in den Fluten der Nordsee unier inniggeliebter Cohn, Bruder, Schwager und Dntel, der Zorpedo- Dbermofroje Karl Borck " 5046 von S. M. gr. Streuzer Dork". In fiefftem Schmerz Familie Barck. Familie Strauß. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands. Geschäftsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Christian Burger im Alter von 41 Jahren nach schwerem Leiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Dienstag, den 24. November, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenballe des städtischen Friedhofes, Seeftraße 93, aus ftatt. Um rege Beteiligung ersucht 170/1 Der Borstand. Am 8. Ottober in Frankreich auf dem Schlachtfelde fiel unfer Sohn, Bruder und Schwager. der Musketier Fritz Schwoch im Alter von 22 Jahren. Dies zeigt hiermit an die trauernde Familie Schwoch. Du treues Herz, so früh bist Du von uns geschieden, all unfer Glud nabmit Du mit bin. Du fämpfteit für Dein junges Leben, in unserm Herzen stirbit Du nic. Ber unser Glüd gekannt, weiß, was wir verloren. 1189 Rub sanft in Feindesland, fo fern von Deinen Lieben. Fern von der Hemat, auf russischem Boden, fiel am 4. Dr. tober unser Kollege, der Bebr 3A mann Otto Pätzold. Mit dem Toten verlieren wir einen Menschen von ebler Ge finnung und gutem Charakter und werden wir ihm ein dauerndes Anbenken bewahren. Abteilung Lichtenberg der Albatros- Werke. Verband d. Gemeinde- u. Staatsarh. Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachright. bay die Kollegen Friedrich Gudoschat, Gasanstalt Bitfchiner Straße, Gustav Kaßner, Gasanstalt Tegel, Otto Knobloch, Schlacht und Vichhof auf dem Schlachtfelde gefallen sind. Wir werden ihnen ein cbrendes Andenken bewahren 3613 Die Ortsverwaltung. Mr. 319. 31. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Stag, 22. Bovember 1914 Die wissenschaftliche Deputation für das Medizinalwesen über die sportlichen Uebungen von Schülern. harmonische Ausbildung des Körpers als ästhetisches Moment sollte geleiteten Jugendabteilungen den aus dem Gutachten folgenden auch nicht aus den Augen verloren werden. Das Biel gesundheit- Ansprüchen am gerechtesten werden. licher Hebung des ganzen Körpers zum Zwed einer rationellen erster Linie stehen. Prophylare gegenüber Erkrankungen muß bei der Körperpflege in Gerichtszeitung. Darlehneschwindel. Sportliche Magimalleistungen liegen stets an der Grenzscheide des Gefunden, sie sollen ja demonstrieren, welche Leistungen der Körper gerade noch bieten kann, ohne Ueberspannung der Kräfte Der Betrieb einer Schwindelfirma, die viele Heine Leute geDie königl. wissenschaftliche Deputation für das Medizinal- und Erkrankung. Der Gedanke des öffentlichen Sportwettstreites schädigt hat, tam in einer gegen den Sekretär a. D. Albert Fanfelow wejen in Preußen hat am 11. Februar 1914 durch ihre Bericht kann nicht wohl in die Schule verpflanzt werden, ohne das schädigt hat, tam in einer gegen den Sekretär a. D. Albert Fanselow und den Kaufmann Wilh. Mauerhof gerichteten Anflage vor dent erstatter, die Geh. Medizinalräte Prof. Dr. Rubner und Kraus, bisherige Prinzip- Durchbildung der Allgemeinheit zu guter und Schöffengericht Berlin- Schöneberg zur Erörterung. Früher bestand folgendes Urteil betreffend die sportlichen Uebungen von Schülern gefunder förperlicher Leistung zu gefährden. Für die durch in Berlin eine sogenannte Landwirtschaftliche Sypothekenban!", abgegeben: den Erlaß des Herrn Kultusministers ins Auge gefaßten Wett- die seinerzeit in Liquidation fam. Liquidator war der Angeklagte Die Pflege der körperlichen Uebungen, namentlich für die her- tämpfe in den Schulen und Seminarien kann nur dringend emp- Mauerhof. Dieser gründete dann in Gemeinschaft mit Fanfelow anwachsende Jugend, ist zurzeit in Deutschland noch nicht in dem fohlen werden, das Resfript vom 3. April 1890 in Erinnerung zu unter dem hochtönenden Namen„ Deutsche Hypotheken- und WechselUmfange durchgeführt, wie es im Interesse der Hebung der Ge- bringen. Dort sind genaue Anweisungen über die Zulässigkeit von bank" eine neue Firma, deren Geschäftsbetrieb eine völlig unsolide sundheit wünschenswert und notwendig erscheint. Wir verkennen Baufübungen in den Provinzschulen und-kollegien bekannt ge- Grundlage hatte. Diese Bank" mit dem flangvollen Namen nicht, daß eine weitere allgemeine Propaganda zur Belebung. der geben worden. Laufübungen werden als die wirksamsten Turn arbeitete in einer fleinen Wohnung in der Kurfürstenstraße in der Bestrebungen vernünftiger Körperpflege erwünscht ist, und daß übungen bezeichnet und zu häufiger Anwendung empfohlen. Es Weise, daß sie sich in Annoncen zur Vermittelung von Hypotheken auch dem Staat die Pflicht obliegt, innerhalb des gegebenen wird aber auch darauf hingewiesen, daß nur die völlig gesunden und Darlehen" anbot, aber auch diejenigen zu finden wußte, die Wirkungskreises diese Bestrebungen zu fördern. Der Reichsaus- Schüler daran teilnehmen sollen. Herafrante Schüler, junge Leute selbst in Beitungsinseraten Geld auf Hypotheken und Darlehen schuß für die olympischen Spiele hält seine Forderung von mit Kontorarbeiten oder solche mit schlechter Art der Atmung, wie fuchten. In allen Fällen taten die Angeklagten so, als ob sie ohne Prüfungen und Wettkämpfen in den Schulen usw. und die öffent- ungenügende Nasenatmung, schwachbrüftige und bleichsüchtige große Mühe den Wünschen der Bewerber gerecht werden fönnen, lichen Sportveranstaltungen überhaupt für ein Mittel zur Be- Kinder mit Neigung zu Nasenbluten usw. sollen entweder gar nicht tatsächlich war es ihnen aber nur um den„ Borschuß" zu tun, ber lebung der Luft an Körperpflege. Es mag durchaus zugegeben oder nur zu mäßigen Laufübungen zugelassen werden. Heberan- jedesmal in Höhe von 30 bis 50 M. zu zahlen war. Wenn die Geld. werden, daß Wettkämpfe, wie sie durch Sportvereine vielfach ge- strengung sei auch bei gefunden Kindern zu vermeiden. Als Haupt- bedürftigen fahen, daß sie nichts erhielten und infolgedessen ungetrieben und ausgetragen werden, bis zu einem gewissen Grade übung wird der Dauerlauf bezeichnet, der Schnellauf nur für duldig wurden, erhielten sie gewöhnlich den Bescheid, daß die Andas Intereffe der Allgemeinheit an Leibesübungen haben. Anderer- mäßige Streden zugelassen. geklagten das Geld nicht selbst geben fönnten. Die Angeklagten feits leiten diefe Arten der Betätigung der Körperpflege, die in Es empfiehlt sich, diese Gesichtspunkte auch für die Auswahl verschangten sich dahinter, daß sie sich ja nur dazu erboten hätten, offentlichen Wettkämpfen das Endziel und den Gipfelpunkt der Schüler zu Wettschwimmen im Auge zu behalten. Was die gewünschten Summen zu beschaffen" und wiesen die Geihrer Betätigung sehen, auf einen Weg, der mit den Zielen einer die Forderungen des Reichsausschusses für olympische Spiele an- täuschten an eine zweifelhafte Firma in Kopenhagen, wo fie gegen national bedeutungsvollen allgemeinen Durchbildung des Körpers, belangt, so ist die wissenschaftliche Deputation für das Medizinal Bahlung eines weiteren Vorschusses wahrscheinlich zufriedengestellt wie sie vor allem in der Jugendpflege angestrebt werden soll, wesen der Anschauung, daß ein Wettschwimmen auf 400 Meter für werden würden. Das Schöffengericht war feinen Augenblic nichts gemein hat und den hygienischen Zielen nicht mehr voll ungeübte und untrainierte Schüler abzulehnen sei. Eine darüber im Zweifel, daß hier eine grobe Täuschung des Publikums entspricht. Schwimmleistung von dieser Ausdehnung erfordert eine sehr vorlag. Der Staatsanwalt beantragte neun Monate Gefängnis, Der Entwickelungsprozeß des Sportwesens in den Ländern, starte förperliche Anstrengung, von der Abkühlung des Körpers das Gericht erkannte aber auf je ein Jahr Gefängnis bei fofortiger welche als Ursprungs- und Pflegestätten desselben gelten, in Eng- ganz abgesehen. Es steht zu befürchten, daß bei dem Ehrgeiz der Verhaftung der Angeklagten. land und Amerika, hat allmählich zu bedenklichen Auswüchsen und Schüler diese jungen Leute, besonders auch schwächere zu überlebelſtänden geführt, die von vielen Einsichtigen bedauert werden. mäßiger Anspannung ihrer Kräfte veranlagt werden. Die Organisation öffentlicher Wettkämpfe ist mit einem über- Ebenso empfiehlt die wissenschaftliche Deputation für das Medimäßigen Aufwande von Zeit verknüpft, der ein geordnetes Studium zinalwefen die Beiseitelaffung des Wettlaufes auf 700 bis vielfach zurücktreten läßt. Für weite Kretse dienen die Veran- 1500 Meter. Der Wettlauf auf 400 Meter tann noch als Schnell- Die Freie Bereinigung der Bädermeister von Berlin und Umstaltungen nichts anderem, als der Schaustellung und den lauf durchgeführt werden, stellt aber dabei eine der anstrengendsten gegend hielt am Mittwoch eine gutbesuchte Versammlung ab, in Wetten, wie sonst Pferderennen und ähnliches. Die förperliche llebungen überhaupt vor. Man könnte eher sagen, daß der 1500- ber die Bundesratsverordnungen über Höchstpreise lebhaft erörtert Ausbildung wird vielfach nur in ganz einseitiger Richtung betätigt. Meterlauf ungefährlicher und weniger erschöpfend fei, denn der wurden. Die Versammlung beschloß eine Entschließung, die fich Demgegenüber müssen wir betonen, daß eine hygienisch wert- Geschulte weiß, daß er sich dabei auf einen Dauerlauf einrichten gegen die zu hohe Festsezung der Höchstpreise wendet und die balle Körperpflege, andere Aufgaben hat, als Darbietungen öffent- und mit feinen Sträften richtig haushalten muß. Bei den vom Feſtſezung von Höchstpreisen für Mehl und Kartoffeln licher Konkurrenzen einiger, von der Natur besonders begünstigter Reichsausschuß geforderten Uebungen fommen aber Erfahrene und fordert. Aus Industrie und Handel. und sonst gut trainierter Personen. Der Schwerpunkt muß Hebung| Trainierte gar nicht in Betracht, sondern abfichtlich nur Ungeübte. Nahrungsmittelüberfluß in Australien. Nach einem Telegramm und Förderung des Körpers in allen feinen wesentlichen Weuskeln Es liegt daher sehr nahe, daß einzelne bei solchem forcierten Lauf der Times" aus Melbourne lagern in australischen Säfen bleiben, und zwar soll für alle Schüler das Durchschnittsmaß der geschädigt werden können." 1625 Tonnen Butter, 59 000 Rinderviertel, fast 950 000 Stüd förperlichen Ausbildung auf eine Stufe gebracht, nicht aber ein Vergleicht man mit diesem pflichtgemäßen Gutachten der obersten Hammel und Rämmer und 80 000 Körbe Kaninchen, deren BerSpezialistentum angestrebt werden. Gute durchschnittliche wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwejen die Praris fchiffung infolge Mangel an Dampfern mit Gefrierräumen Dauerleistungen sind wichtiger als egtreme Einzelleistungen. Die der Jugendabteilungen, so fällt in die Augen, daß die von Arbeitern nicht vor sich gehen lann. Mit besonderer Genehmigung überweise ich 5% dem Roten+ meiner Gesamteinnahme auf alle Artikel meines reichhaltigen Lagers: Teppiche. Gardinen, Steppdecken, Welldecken( fürs Feld). Deutsches Teppichhaus Emil Lefevre Berlin S. Oranienstr. 158 Spezialkatalog portofrei Verwendet„ Kreuz- Pfennig" Marken auf Briefen etc. Wir verkaufen unsere Monats- Garderobe jezt nur in unferen Geschäftsräumen Mohrenstr. 19. Hof 1 Tr. Anzüge und Paletots bon 10 M. att. J. Stock& Co. Größtes Abonnementshaus feiner Herren- Moden. Der Krieg! vermindert unsere Einnahmen. 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September in Frankreich mein lieber Sohn und Bruder Friedrich Ambraß im 25. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernde Mutter und Geschwister. Ruhe fanft in fremder Erde. Nachrut. Bei den Kämpfen im Westen, an der Vier, fiel am 22. Oftober unser Bezirksführer, der Genoffe Hermann Saẞ. Wir verlieren in ihm einen treuen Genossen und Freund. Die Genossen des Bezirks 288, IV. Kreis. 140A Am 9. November starb den Helbentod im Often unser lieber Stollege, der Mechaniler Hermann Marzahn. Es werden ihm stets ein treues Andenken bewahren Seine Kollegen im Modellbau der Akt.- Ges. Mig u. Geneft. Allzu früh und fern von der eimat fiel am 15. Oftober bei ben Kämpfen im Ofen unser lieber, guter, unvergeßlicher Sohn und lieber Bruder, Schwager und Dntel Fritz Welsch im blühenden Alter von 29 Jahren. Jm tiefsten Schmerz zeigen an im Namen der Hinterbliebenen Eltern und Geschwister. Du treues Herz ruh' still in Frieden, All unser Glüd nabmst Du mit hin, Du fämpftest sorgend für Dein junges Leben, In unfern Herzen stirbst Du nie. Verband der Tapezierer Filiale Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Max Michl am Mittwoch, den 18. November, gestorben ist Ehre seinem Andenken! Die Bestattung findet Montag, ben 23. November, nachmittags 5 1hr, im Arematorium, Berlin, Gerichtstraße 37/38, statt. Rege Beteiligung erwartet 178/16 Die Verbandsleitung. Slllzu früh und fern von den lieben Seinen starb den Heldentod fürs Baterland in treuer Bflichterfüllung in einem Gefecht im Often am 29. Dttober dur cinen feindlichen. Gewehrschuß mein innig geliebter Mann, mein treusorgender Bater, guter Sohn, lieber Bruder, Schwager, Neffe, Belter, Dnfel, der Stuffateur, Gefreiter der Landwehr Robert Muth. Die trauernden Hinterbliebenen. Eichendorffstr. 9. 5136 Geliebt Beweint- Invergeßlich Zum Totensonntag. Meinem innigftgeliebten Mann, dent Boftboten 512b Wilhelm Schirmer feine trauernde Gattin Emma Schirmer geb. Baumgarten, Karlshorst. Ich habe dich, ach, nur so furze Beit beseffen, Ich werde dich nie, nimmermehr vergessen. In deiner Jugendkraft hat dich der Zod hinweggerafft. Ruhe fanft in fühler Erde, du geliebter, teurer Mann. Nur zu früh dect dich die Erbe in des Feindesland. Nachruf. Auf dem Felde der Ehre fiel im Diten am 14. November unjer tienes, Langjähriges Mitglied, der Reservist im 45. Infanterie- Regi ment 53A Franz Bading. Bir werden ihm jederzeit ein chrendes Andenken bewahren. Sparverein„ Einigkeit 1908" Rixdori. Den Heldentod fürs Vaterland fand am 29. Ditober in den Kämpfen im Westen unier lieber, fleißiger, ftrebfamer Sohn und Bruder, der Kriegsfreiwillige Axel Jensen im 17. Lebensjahre. In tiefem Schmerz Familic Emil Jensen. Hierdurch allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und Bater, der Schleifer Franz Bading im Alter von 29 Jahren am 14. November den Heldentot auf dem östlichen Kriegsschauplage fand. 146 Ruhe sanft in fremder Erde! Im Namen der Hinterbliebenen Witwe Frieda Bading nebst Sohn. Deutscher Kürschner- Verband. Filiale Berlin. Um 5. November fiel auf dem Schlachtfelde unser Mitglied, der Kürschner 100/5 Franz Freitag im Alter von 20 Jahren. Ehre seinem Andenken! Nachruf. Ms Freiwilliger fiel am 29. Dr tober in Westflandern unser lieber Kollege 290/8 Gerhard Ring im Alter von 17 Jahren. Wir werden ihm ein treues Andenken bewahren! Die Arbeit.- Jugend Gesundbrunnen. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Branche d. Möbeltransportarbeiter Am 6. Ditober fiel auf dem Schlachtfelde im Diten unser lieber Kollege und Schriftführer, der Wehrmann Wilhelm Jaeck im 35. Lebensjahre. 3A Wir verlieren in ihm einen freuen und lieben Mitarbeiter für unsere Sache und werden dentselben ein dauernbes An denken bewahren. Die Branchenleitung. Danksagung. Für die vielen Beweise berglicher Teilnahme bei der Bestattung meines ieben Mannes, unseres Bruders, Dnfels, Schwagers, des ehemaligen Gastwirts, nachherigen Sekretärs Emil Müller fagen wir hiermit allen Beteiligten, insbesondere den Herren Dbft, Ltfin und Boeste für ihre trostreichen Worte, ferner fagen wir dem Verbandsvorstand und dem Drtsverein Char lottenburg vom Verband der freien Gaft und Schankwirte Deutschlands, dem Vorstand des foziald. Zentral für den Wahlvereins Wahlkreis T.-B.-St.-Ch., des Wahlvereins Charlottenburg, der Charlottenburg er Liedertafel und den Angestellten der Allgemeinen Drtstrantenfasse für den Stadttreis Charlottenburg sowie allen Bekannten lieben Freunden und 120A unferen herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinter bliebenen Wwe. Elise Müller geb. Schröder. Du starbst zu früh, wer Dich ge fannt, vergißt Dich nie! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich den Mitgliedern des Wahlvereins, ferner dem Verband der freien Gast- und Schank Ipirte sowie allen Freunden und BeA fannten meinen herzlichsten Dant. Witwe Wilhelmine Gottong Willi Gottong( im Felde) nebst Familie Max Gottong nebst Frau. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme des bei den Kämpfen im esten verstorbenen Gatten und Balers, des Bädermeisters Herrn Albert Wendt sprechen wir hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten fomie unferem werten Bersonal und unserer werten Kundschaft unferen tiefgefühlteften Dank aus. 140 Frau Martha Wendt und Sohn. Betriebskrankenkasse der Stadtgemeinde Berlin. Einladung zur ordenti. Ausschußsitzung der Betriebskrankenkasse der Stadtgemeinde Berlin ant Orts Krankenkasse] der Gürtler zu Berlin. Zu der am Montag, den 30. b. Mts., abends 6 1hr, im Ge werkschaftshause, Engelufer 15, Saal 5 stattfindenden 278/20 Ordentlichen Ausschußsitzung werden die Herren Vertreter der Arbeitgeber und der Kassenmitglieder im Ausschuß hiermit ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Bahl des Rechnungsausschusses zur Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres. 2. Festießung des Voranschlages pro 1913. 3. Beschlußfassung über die vom Oberversicherungsamte angeordnete Sakungsänderung. 4. Verschiedenes. Anfragen und Beschwerden, zu denen die Einsicht der Geschäftsbücher erforderlich ist, sind dem Borsigenden des Borstandes bis zum 25. d. Mis. fchriftlich zu unterbreiten. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Eine Vertretung ist unzulässig. Berlin, den 22. November 1914. Der Vorstand. Ew. Liesad, Borsigender. Allgemeine Orts Krankenkasse für Berlin- Steglitz. Bekanntmachung. Die Vertreter der Arbeitgeber und Berficherten werden hierinit zu der am Montag, den 30. Nov. 1914, abends 8 Uhr, im eft aurant Steglitzer Hof zu Steglit, Berlinideftraße 15, stattfindenden Ausschuß Sigung eingeladen. Tagesordnung: 1. Bortrag über Zahnpflege. 2. Geschäftsbericht. 279/3 3. Beschlußfassung über den Haushaltsanfchlag für 1915. 4. Bahl des Rechnungsausschusses für die Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres. 5. Bericht über die Jahresversamme furia des Hauptverbandes deutscher Ortsfrankentasjen. 6. Verschiedenes. Berlin- Stegliz, 20. November 1914. Der Vorstand. Emil Schulze, Borfizender. Allgemeine Ortskrankenkasse für Berlin- Mariendorf u. Umgegend. Am Montag, ben 30. November 1914, abends 61, 1hr, im Rofale von Karl Benschek, BerlinMariendorf, Chauffeestraße 27: ordentliche Ausschußsitzung Volkschor Tempelhof- Mariendorf. Donnerstag, d. 3. Desember 1914, ber Bertreter der Arbeitgeber und Am 27. Oftober fiel im Besten unjer lieber Sangesbruder Max Thiele. Wir werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. 53/5 Der Vorstand. Am 29. Oftober fiel auf dein Schlachtfelde im Besten beim Sturmangriff mein unvergeßlicher Mann und treuforgender Bater, unser lieber Schwiegersohn und Schwager 120 Josef Jablonski im Alter von 37 Jahren. Dies zeigt tiejbetrübt an im Namen der Hinterbliebenen Elifabeth Jablonski geb. Hahne. Du schieb'st von uns in Deines Lebens Kraft, Der Du treuforgend stets für uns geschafft. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme und vielen Stranzspenden bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes und guten Baters, des, Töpfers Hermann Schmidt fagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten sowie Kollegen und Genossen unseren tiefgefühltesten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Marie Schmidt geb. Foiling und Sohn.[ 1049 Statt Karten. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, fowie die zahl. reichen Kranzspenden bei der Deerdigung meines unvergeglichen Mannes, unseres treusorgenden Baters Wilhelm Krüger fage ich allen Freunden und Betannten, dem Bablverein Tegel, dem Metallarbeiterverband, der Stranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter und besonders dem Gelangverein 3mmeigrun" mei518b nen herzlichsten Danf. Martha Krüger und Kinder. In Freien Stunden Die Wochenschrift für Arbeiterfamilien Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. abends 6 1hr, im Sigungsfaale Nr. 65 des Rathauses, Berlin, Stönigftr. 15/18. Tagesordnung: Versicherten. Tagesordnung: 279/1 1. Festschung des Boranschlages jür bas Rechnungsjahr 1915. Wahl des Rechnungsausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung für 1. Beschlußfassung über den Bor- 2. anschlag für 1915. 2. Sagungsänderungen. 3. Verschiedenes. 4. Wahl des Rechnungsausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung jür 1914. 278/14 Berlin, den 7. Rovember 1914. Der Vorstand: v. Schulz. + Roten Kreuz+ überweise ich 5 Pros. der Beträge, welche mir zugehen durch den Ber sand meiner in eigener Fabrik bergestellten 5105 garantiert wasserdichten, gut warmhaltenden Unterjacken ( als Feldpoftbrief) M. 1,30. Unter Rachnahme oder gegen Boreinsendung des Betrages erfolgt auf Wunsch Versand direkt ins Feld. Hans Knüppel, Berlin 034, Kopernikusstraße 31. Königstadt 114 41. 1914. 2163. Beschlußjaffung über die Zahlung des Fünfpfennig Zuschlages zum Arzthonorar gemäß dem tommen vom 23./12. 13.. 4. Berschiedenes. Beober Etwaige Anfragen schwerden, bei denen Einsichtnahme in die Kaffenatten erforderlich ist, find spätestens bis zum 28. November dem Borstande schriftlich einzureichen. Berlin- Mariendorf, den 19. November 1914. Der Raffenvorstand. Aug. Leip, C. Baechler, Borjizender. Schriftführer. Arbeiter Gesundheits- Bibliothek Jedes Heft 20 Pg. LiebesgabenWeihnachts- Messe Was der Soldat 99 im Felde braucht" in den Ausstellungshallen am Zoo Eröffnung Sonnabend, den 28. d. 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Der Vorstand.[ 279/4 Safob Ege, Borsigender. Berlin S. 42, Brandenburgstraße 41 I. Dienstag, den 1. Dezember 1914, abends 6 1hr: Ordentliche General- Versammlung im Saale I des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15. Zutritt haben nur Mitglieder. Tagesordnung: zur 1. Wahl eines Ausschusses Prüfung der Rechnungen des lanfenden Jahres. Zigarren, Zigaretten! Sab 1915. nur teelle Fabritate, von 35-80 M. Billigste Bezugsquelle. Hardenberg: 2. Festsegung der Reute für das 3. Neuwahl des Gesamtvorstandes. 4. Berschiedenes. Regen Besuch erwartet Gebr. Miloslawski, raise 37. 290/7 Der Vorstand. M. Maynz, Bors. 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N 54, Linicuft. 83–85, in folgenden Lokalen: Pharus- Säle, Müllerstraße 142, Mila- Säle, Schönhauser Allee 130. Zagesordnung: „ Unsere Aufgaben in schwerer Zeit". Referenten: Reichstagsabgeordneter Hugo Haase und Reichstagsabgeordneter Georg Ledebour. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet ton 9 bis 1 Uhr und von 4 bis 7 Uhr. Montag, den 23. November: BezirksKrumel vor Parts. Verband der Sattler und Portefeuiller. Verfammlungen Rose- Theater 8 Uhr: Genoveva. Schiller- Theater 0. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Die Hermannschlacht. 8 Uhr: Johannisfeuer. Thalia- Theater 8 Uhr: Heimat. Ortsverwaltung Berlin. Donnerstag, den 26. November 1914, abends 8½ Uhr: für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin in folgenden Lokalen: General- Versammlung Norden: Pharusfäle, Müllerstr. 142, in der„ Alhambra", Wallner- Theater- Str. 15. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht und Abrechnung vom 3. Quartal 1914. 3. Vor abends 8 Uhr. Vortrag des Genossen R. Wissell. Theater am Nollendorfpl. fchläge der Ortsverwaltung zur Zahlung einer Weihnachtsunterstügung an die Norden: Büttners Festfäle, Schwedter 8. U. Der Müller und sein Kind. arbeitslosen Mitglieder. 4. Verschiedenes. Theater a. d.Weidendammerbrücke. 8 U. 10: Das Glück im Winkel. Theater des Westens. 8 Uhr: Künstlerische Gedenkfeia. Theater in d. Königgrätzer Straße. 8 Uhr: Rausch. Volksbühne( Montis Operettenth.) Geschlossene Vorstellung. Walhalla- Theater 84 U.: Die Räuber. -O Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Abds. 8U.: Der Pfarrer von Kirchfeld. Morgen sowie täglich 84 Uhr: Unsere Feldgrauen! Der größte Erfolg der Saison. Theater des Westens Wiederbeginn der Operetten- Spielzeit. Heute Sonntag, den 22. Nov.: Künstlerische Gedenkfeier. Preise 0.50, 1.00, 2.00, 2,50, Drchefter Fauteuil 3 M. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Lichtbilder v. Striege! Meßter- Woche! bierauf erfttlasfige Spezial täten. Zum Schluß das dreiattige Boltsstüd, jeit Sept. mit groß. Erfolg aufgeführt Mein Leben dem Vaterland. Zotensonntag geschlossen. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Zirkus Alb. Schumann Sonntag, den 22. November cr.: Geschlossen. Morgen Montag, den 23. November abends 7, Uhr: D Elite- Abend I kleine Preise mit ausgewähltem Programm bestehend aus 18 Sport- Nummern. 11 Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Vertrauensl ute werden ersucht, die Mitgliedsbü her an die Kollegen und Kolleginnen. auszufolgen, da auf Beschluß des Borstandes ohne Vorzeigung des Mitgliedsbuches nie.nand Zutritt erhält. Die Ortsverwaltung. 157/14 Freireligiöse Gemeinde Heute Sonntagnachmittag 4 Uhr, Pappelallee 15-17: Oeffentlicher Vortrag vom Stadtverordneten Waldeck Manasse: Die Toten an die Lebenden. Eintrittspreis 10 Pf. Der Einberufer: A. Harndt, Pappelallee 15-17. Jeden Sonntagvormittag 11 Uhr, Kleine Frankfurter Straße 6, Vortrag. 22. Nov.: Harmonium: Aeses Tod( Grieg). Herr Dr. B. Wille: Unsere Toten. 29.: Harmonium: Vorspiel" Traviata"( Verdi). Herr E. Däumig: Kirchenzunft 05 einst und jetzt. 6. Dez.: Harmonium: Kirchenszene aus" Faust"( Wagner). Herr Dr. H. Hasse: 13. " 20. 19 Die 80 Sätze der kirchlichen Anmaßung( Der Syllabus.) Harmonium: Aus„ Tannhäuser"( Wagner). Herr Dr. B. Wille: Ist unser Idealismus erschüttert? Harmonium: Weihnachtslieder. Herr Dr. M. Brie: Christliche oder Moralphilosophie. URANIA Taubenstr. 48/49. Sonntag und Montag 4 Uhr: Die Weichsel und die masur. Seen. ( Halbe Preise.) Sonntag und Montag 8 Uhr: Auf den Schlachtfeldern Ostpreußens. Trianon- Theater. Eröffnung Mittwoch, den 25. Novbr., 8 Uhr: Gastspiel Alwin Neuß in Selbst gerichtet. Preise: von 50 Pf. bis 3 Mark. Drefter- auteuil u. Logen 4 Mart. Vorverkauf ab Montag 11-2 Theater!. Theater Folies Caprice 8% Possen- Theater 55/1 Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. Montag, den 23. November, abends 8 Uhr, im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Straße 11-12: Branchen- Versammlung Straße 23, abends 8½ Uhr. Vortrag des Kollegen R. Bahn. Norden: Frankes Festfäle, Badstr. 19, abends 8, Uhr. Vortrag des Genossen Dr. R. Breitscheid. Moabit: Sands Festsäle, Beusselstr. 9, abends 81, Uhr. Charlottenburg: Voltshaus, Rosinenstraße 3, abends 8 Uhr. Tegel: Müllers Festfäle, Berliner Straße 84, abends 6 Uhr. Westen u. Schöneberg: Vereinshaus, Schöneberg, Hauptstraße 5, abends 8 Uhr. Osten: Comeniusfäle, Memeler Str. 67, abends 8 Uhr. Vortrag des Genossen E. Brückner. Lichtenberg: Restaurant Kurkowski, Pfarrstr. 74, abends 8 Uhr. Stralau- Rummelsburg: Cafe Bellevue, Hauptstr. 3, abends 8 Uhr. der Modell- und Fabriktischler weißensee: Prälaten, Berliner Allee, Tagesordnung: 1. Vortrag: Die Aufgaben der Gewerkschaften während der Striegszeit. Referent: Kollege N. Leopold. 2. Bericht von der Generalveriammlung. 3. Berbands und Branchenangelegenheiten. Die Kommission. Zahlreiches Erscheinen erwartet Jalousiearbeiter. 8% Mittwoch, den 25. November, abends 8%, Uhr, bei Boeker, Weberstraße 17: Heute gefchloffen. Orts- Krankenkasse ber Schlosser und verw. Gewerbe zu Berlin. Am Montag, den 30. Novbr. 1914, abends 8 Uhr, findet im Lokale Branchen- Versammlung aller in der Jalousiefabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Bodenleger. Branchen- Versammlung. bon G. Wollschläger, Berlin, Mittwoch, den 25. November, abends 8%, Uhr, Melchiorstr. 15: Landsberger Str. 89, eine ordentliche Ausschuß- Sitzung mit folgender Tagesordnung statt: Tagesordnung: 1. Pflichten und Aufgaben der Mitglieder während des Krieges. Re1. Erfazwahl für den zurzeit im Felbe ferent: Stollege Richard Leopold. 2. Bericht der Generalversammlung. befindlichen Ausschußdorfizenden 3. Branchenangelegenheiten. Herrn Karl Berger. 2. Wahl des Rechnungsausschusses für die Prüfung der Rechnung des laufenden Jabres, und zwar 1 Arbeitgeber und 2 Versicherte. 3. Prüfung und event. Annahme des Boranschlages für das Geschäftsjabr 1915. 4. Beschlußfaffung über die vom fgl. Oberversicherungsamt Groß- Berlin angeordnete Abänderung des§ 23 unferer Kaffenfagung. 5. Beschlußfassung über die Bewilli gung eines widerruflichen Ruhe gebaltes für ben im 75. Lebens jahre stehenden Beamten W. Neu mann. 5. Berichiedentes. Klavierarbeiter. Mittwoch, den 25. November, abends 8 Uhr, im gofal Südost, Waldemarstr. 75: Branchen- Versammlung. Zagesordnung: 1. Die gegenwärtige Lage in der Musikindustrie. 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Stellmacher. Die zu Donnerstag, den 26. November, feft. gefehte Branchenversammlung fällt aus. Die Herren Bertreter werben er 93/16 ucht, zahlreich zu erscheinen. Die Die Ortsverwaltung. Grosses Programm ugefanble Legitimation ist am Ein- Sozialdemokratischer Wahlverein Kleine Preise Hente geschlossen! Montag, den 23. November 1914: Das Große Programm bei Kleinen Preisen! gang borzuzeigen. Der Vorstand. 278/19 J. A.: A. Polzin, Borsigender. Schöneberg. Ecke Lehderstraße, abends 8 Uhr. Südenbezirke: Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, abends 8½ Uhr. Neukölln: Bartschs Festfäle, Hermannstraße 48/49, abends 8% Uhr. Steglitz: Krügers Festsäle, Berlinickestraße 1, abends 8% Uhr. Köpenick u. Friedrichshagen: Restaur. Lindengarten, Friedrichshagen, Friedrichstr. 74, abends 8 Uhr. Vortrag des Reichstags- Abg. H. Silberschmidt: Unsere Aufgaben während des Krieges. Oberschöneweide, Niederschöneweide, Johannisthal u. Umgegend: Restaurant George, Oberschöneweide, Wilhelminenhofstraße 44a, abends 8 Uhr. Spandau: Restaurant Dertz, Spandau, Kurstraße 21, abends 8 Uhr. Tagesordnung in allen Versammlungen: Bericht von der Generalversammlung. Chne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Spezialarzt ienstag, den 24. November 1914, abends 8%, Uhr: Bahlreiches u. pünktliches Erscheinen wird erwartet. Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Mitglieder- Versammlung in den Neuen Rathausjälen", Meininger Straße 8. Zagesordnung: Metallarbeiter- Notizkalender 1915 1. Vortrag mit Lichtbildern. 2. Unsere Kriegshilfe. taffierern zu haben. 3. Vereinsangelegenheiten, Zahlreiches Erscheinen erwartet 15/18 Der Vorstand. Stück 60 Pf., sind im Bureau und bei den Bezirks. 128/3 Die Ortsverwaltung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10 Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantto.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei a. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW Besserung der Lage der Zivilgefangenen! Ter„Tag" gibt der Ansicht Ausdruck, daß für die Be- dandlung der in Teutschland bezw. England in Gewahrsam genommenen Zivilgcfangenen jetzt vielleickt ein neuer Abschnitt zu erwarten sei. Er begründet diese Möglichkeit damit, daß in Berlin augenblicklich ein Deutscher weilt, der gleichsani im Auftroge der englischen Regierung als ein früherer Inhaftierter aus dem Konzentrationslager nach der Rcichsbauptstadt gekommen ist. um auf Grund seiner eigensten Erfahrungen den inaßgebenden Personen ein ungeschminktes Bild�von den drüben herrschenden Verhält- nissen zu geben. Dieser, ein Straßburger Großindustrieller namens Clemens Oppenheimer. kehrte von einer Gesckiäfts- reise im Anfang August an Bord der„Oceanic" von Amerika nach Europa zurück. In Plymouth wurde er als.Teut- scher verhaftet und in das Gefängnis gebracht. Hier blieb er unter den bösesten Umständen drei Tage in Haft. Tann wurde er freigelassen. Anfang Septeinber hatte er wieder drei Tage in der Olympiahalle durchzumachen. Tann kam er in ein Konzentrationslager, wo es zuerst ebenfalls Ichlimm aussah, dann aber besser wurde: Man bekam bessere Lagerstätten und besseres Esse n. Ein gewisses gesellt g.eSLeben entwickelte sich, man bekam Bücher und Zeitungen, kurzum es herrschten durchaus er- trägliche Zustände. Man batte es sogar zu Konzert- und Tbeatcrabenden gebracht, und einmal wohnten die Offiziere der lleberwachungskommandos einer solchen Vorstellung bei, und einer der Offiziere dankte im Namen seiner Kameraden für den ihnen bereiteten Genuß. Eines Tages erschien dann, von Gattin und Tochter begleitet, Ministerpräsident A s q u i t h im Konzentrationslager. Sein Vesuch war angekündigt worden mit dem Bemerken, der Minister komme, um Beschwerden entgegenzunehmen, und man soll« einen Sprecher ernennen. Tics geschab, und ein Herr H i I l e r trat vor Asquith und brachte eine lange Liste von Klagen vor. ASquith borte ruhig zu und sagte dann:„Dies alles haben Sie Ihrem Kaiser Wilhelm zu verdanken", worauf unser Landsmann er- , widerte:„Herr Minister, es scheint mir weder Ort noch Zeit geeignet, um mit Ihnen über Politik zu sprechen." Zuzugeben ist, daß die Art der Festnahmen in vielen Fällen von großer Härte begleitet war. Man griff die Deutschen auf ohne Rücksicht, wo und wie man sie fand. Man holte sie aus ihren Gc- schäften heraus, ohne ihnen auch nur die geringste Zeit zu ge. währen, ihre Angelegenheiten zu ordnen, und selbst vor dem Krankenlager machte man nicht Halt. Englands öffentliche Meinung. Loudou, Sl. November.(W. T. 33.) Die Zeitungen veröffentlichen ein von ÄSquith, Rofebery. Balf�ur und anderen unterzeich- netes Schreiben, in dem namens des Zentralkomitees der nario. ualen patriotischen Organisationen zur Unterstützung aufgefordert wird, um die britische öffentliche Meinung aufzu- klären und Literatur über die Fragen des Krieges in neutralen Ländern zu verbreiten. TaS Schreiben sagt: Die britische öffentliche Meinung kamt letzten Endes ein ent. scheidender Faktor im großen Kampfe werden. Wenn das ganze britische Volt unerschütterlich und standhast bleibt, glauben wir, daß der Sieg unser sein wird. Aber es darf— komme was da wall«— kein Schwanken und Erschlaffen und kein Klickwerk von Waffen st ill st and geben, der unsere Kinder einer Erneuerung der deutschen Drohung aussetzen würde, die wahrscheinlich dem Reich etwas weit Schrecklicheres bringen würde als heute. Angesichts der vitalen und grundlegenden Bedeutung ist es klar, daß die öffentliche Meinung nicht umschlagen, noch sich verändern darf,'wie Temperament und wechselndes KriegSglück es diktieren mag. Es ist dringend notwendig, die Aufklärungsarbeit auf jeden Bezirk des Vereinigten Königreichs auszudehnen, ebenso wie es eine wichtige Aufgabe ist, den neutralen Ländern eine klare Darlegung der britischen Sache zu geben, denn das mo- ralische Gewicht der öffentlichen Meinungen der Neutralen wird stets einen wachsenden Einfluß auf den Ausgang des Kampfes aus- üben. ES ist durchaus erforderlich, sofort Schritte zu tun und das vollständige Material vorzulegen, worauf unsere Sache basiert, um den neutralen Ländern zu ermöglichen, zu einem unparteiischen Urteil zu gelangen. Kriegsbekanntmachungen. Kriegslicfcrungen. verlin, 2l. November.grbeiter sind trotzdem immer noch schlimmer daran wie die Beamten, denn dies« erhalten ibr volle? Gehalt, sie stehen sich, wenn sie eine militärische Charge bekleiden, sogar noch besser wie in FriedenSzeiten, während hingegen die Beihilfen für eine Arbeiterfamilie laut den neuen Bestimmungen zusammen 50 Proz. deS Lohns nicht übersteigen dürfen. Bei im Vertrags». Verhältnis stehenden'Bediensteten beträgt die Höchstgrenze der Bei- Hilfen 66% Proz. der Vergütung. Hier wäre schon ein Punkt, bei dem der Landtag bei seinem Zusammentritt reformierend und gc- recht ausgleichend eingreifen könnte. Das Verfahren gegen den Ehrendomherr« Colli«. Die„Lothringer Volksstimme" enthält nachstehenden Beschluß deS außerordentlichen Kriegsgerichts Metz vom 18. November: In der Untersuchungssache gegen den Ehrendomberrn H. Dominik Colli», geboren 27. Juli IS33 zu BourgeS in Frankreich, zuletzt Metz wohnhaft, wegen Landesverrat wird nach Eröffnung dex Untersuchung gegen den Genannten daS Vermögen, welches der Angeschuldigte besitzt oder welche? ihm später anfällt, bis zur rechts» kräftigen Beendigung dieser Untersuchung mit Beschlag belegt. Trupp eufürsorg e. Im Reichstage tagte am Sonnabend ein« auS allen Kreisen der Bevölkerung gut besuchte Versammlung, die sich mit der Frage der Versorgung der Truppen mit Woll fachen befaßte. Die Heeresverwaltung liefert zwar den Truppen warme Unter- kleider, aber der Bedarf der Truppen ist gerade an solchen Dingen sehr groß, die von der Heeresverwaltung nicht geliefert werden. können. Ein zu diesem Zweck eingesetzter Ausschuß läßt schon seit einiger Zeit W o l l z ü g e nach den Kriegsschauplätzen gehen, und die Zahl dieser Züge soll in diesen Tagen vermehrt werden, Haupt- sächlich deshalb, weil eS sich der Ausschuß zur Aufgabe gemacht hat, dasitr zu sorgen, daß jeder im Felde stehende Soldat zu Weihnachten im Besitze warmer Sachen ist. Von den verschiedensten Seiten wurde tatkräftige Unterstützung zugesagt. Die Lage in Mexiko. London, 21. November. Die„Times" melden au? Mexikcz daß C a r r a n z a die Stadt O r i z a b a in der Provinz Verarmt zur Hauptstadt der Republik erklärt. Letzte Nachrichten. Tie Opfer des Fliegerüberfalls in Friedrichshofe». Friedrichshafen, 21. Rovembrr. ,W. T. B.l Durch di» Vombeiu würfe des herabaefchoffrnen Zlirgers, der am Kopfe und an dep Hand schwere Perlenungrii aufweist, ist ein 21 Jahre alter, au« der Schweiz gebürtiger Schneidergrselle, ilamen« Wiedmann, auf der Stelle getütet worden. Zwei Frauen wurden schwer verletzt, eine am Kopf und an der Achsel; der anderen wurde der linke Unter. arm weggerissen. Die Vermutung, daß der zweite Flieger im Bodenfee ertrunken fei, bestätigt sich nicht. Er hat vielmehr in ziem- lich niedriger Fahrt über Manzell eine Bombe geworfen, dir ihr« Wirkung aber verfehltr. Des Minenlegens verdächtig. London, 21. November.(W. T. B.) Die„Times" meldet aus Vlissingen: Ein holländisches Torpedoboot beschlagnahmte in holländischen Gewässern einen Fisch- dampser, der die deutsche Flagge führte und des Minenlegens verdächtig war. Notiz des W. T. B.: Nach Erkundigungen an unter- richteter Stelle in Amsterdam ist dort von dem Vorfall nichts- bekannt., HERMANN TIETZ LEIPZIGER STRASSE ALEXANDERPLATZ Großer Verkauf zu FRANKFURTER ALLEE Einheits- Preisen Ausführliche Antebote in unserem Hausinserat Schottenstoffe woll- gemischt Damenwesten gestrickt, schwarz Lange Damenstrümpfe chware. 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