Mr. 321.- 31. Jahrg.u Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis pranumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pia. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Marf. für das übrige Ausland 4 Mark pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg. Portugal, Rumänien. Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich. B Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Pig. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes meitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Dienstag, den 24. November 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Toch keine Entscheidung im Often. sambominnasadeps Vom westlichen Kriegsschauplatz. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Englische Kriegsfinanzen. Amtlich. Großes Hauptquartier, 23. NovemVon unserem Londoner Korrespondenten. Die Finanzprobleme, die der Krieg aufgerollt hat, weisen in den verschiedenen Staaten naturgemäß vielfach ganz ähnliche Züge Deutsche Nachtangriffe. Paris, 22. Nov.( T. 11) Ueber die Kämpfe in Flandern schreibt ber, vormittags.( W. T. B.) Die Kämpfe bei der Storrespondent des„ Journal": Die Deutschen scheinen ihre Nieuport und Ypern dauern fort. Ein kleines auf. Es dürfte deshalb nicht ganz überflüssig sein, aus der UnterTattit insofern geändert zu haben, als sie fortdauernd des Nachis englisches Geschwader, das sich zweimal der sausrede des englischen Schazkanzlers Lloyd George, in der er Stellungen unternehmen. Diese Angriffe bringen den Deutschen Küste näherte, wurde durch unsere Artillerie ver- bas von uns bereits gekennzeichnete englische Kriegsbudget besehr oft temporäre Erfolge, weil sie stets von ganz frischen Truppen unternommen werden, d. h. von Regimentern, die des Tages übertrieben; das Feuer der englischen Marine- gründete, einige Stellen ausführlicher wiederzugeben. hinter der Front biwafieren und erst bei Anbruch der Dunkelheit, geschütze blieb erfolglos. und gar nicht mehr am Tage Infanterieangriffe auf unfere Kein Krieg, so führte Lloyd George aus, war je so kostspielig wie der gegenwärtige, er ist in dieser Beziehung mit früheren Kriegen wenn sich die Zielpunkte für unsere Artillerie verwischen, in Wagen und Automobilen in die vorderste Feuerlinie hineingebracht werden. Im Argonnenwalde gewinnen wir Schrift Englands überhaupt nicht zu vergleichen. Noch nie haben die Kriegsausgaben Englands in einem Jahre 71 Millionen Pfund überſtiegen. Nach den Aussagen deutscher Gefangener scheinen die Truppen, die vor Schriff Boden; ein Schüßengraben nach dem Die Napoleonischen Striege fofteten insgesamt 831 Millionen dauernd in den Schüßengräben liegen, überhaupt nicht zu Sturmangriffen verwendet zu werden. Es würde dies die unerhörte Wucht anderen, ein Stühpunkt nach dem anderen wird Pfund, aber sie verteilten sich auf 20 Jahre. Der Krimkrieg der deutschen Angriffe und ihre zeitweiligen fleinen Teilerfolge den Franzosen entrissen. Täglich wird eine An- jahre verteilt. Der Burenkrieg loftete 211 Millionen Pfund gegenüber ermüdeten französischen Truppen erklären. Derselbe Storrespondent schildert in einem langen Bericht das Leben in den französischen Schüßengräben, 800 Meter von den deutschen Linien entfernt: Die Schüßenlinien gleichen einem riesigen Dorfe. Die Drientierung in diefer großen Stadt ist so schwer, das die Soldaten den Plägen, Kreuzwegen usw. richtige Straßennamen erteilt haben. So wohnte ich einen Tag in der Villa Margot, Stapellerstr. 17. Der besondere Stolz des Leutnants, dessen Gastfreundlichkeit ich genoß, war eine hochmoderne Doucheeinrichtung. Der Leutnant hatte ein zwei Meter tiefes, gleichmäßiges, zhlinderzahl Gefangener gemacht. Eine gewaltsame Erkundung gegen unsere Stellungen östlich der Mosel wurde durch unseren Gegenangriff verhindert. foftete 671 Millionen Pfund, die Kosten waren aber auf 3 Finanzin 4 Finanzjahren. Der gegenwärtige Krieg wird aber im ersten Jahre zumindest 450 Millionen Pfund( 9 Milliarden Mark) tosten. Es fann offenbar gar keine Rede davon sein, daß wir dieſe ganze Summe aus neuen Steuerquellen schöpfen. Was sind die Präzedenzfälle? Bon den 831 Millionen Pfund, die die Napoleonischen Kriege fosteten, wurden 440 Millionen aus In Ostpreußen ist die Lage unverändert. Anleihen und 891 Millionen aus neuen Steuern gedeckt. Von den In Polen schiebt das Auftreten neuer russi- 67 Millionen des Krimkrieges wurden 32 Millionen aus Anleihen und 35 Millionen aus Spezialsteuern gedeckt. Dabei muß der förmiges Loch, das von einer deutschen Granate gerissen worden scher Kräfte aus Richtung Warschau die Entbar, mit Brettern ausschlagen lassen und mit Hilfe eines Anthracitofens und einer alten Gießtanne in eine fomfortable Badezelle verwandelt. Die Lage bei Ypern. London, 23. November.( T. 11.) In einer ausführlichen Be-= sprechung der Lage bei ypern erklärt, wie das Reuter- Bureau verbreitet, ein Augenzeuge des englischen Generalquartiers, daß diese Etadt trotz gegenteiliger Nachrichten immer noch im Besitz der Verscheidung noch hinaus. In Gegend östlich Czenstochau und nordöstlich Krakau wurden die Angriffe der verbündeten Truppen fortgesetzt. Oberste Heeresleitung. heutige Reichtum des Landes im Vergleich zu dem am- Ende des 18. Jahrhunderts in Betracht gezogen werden. Als Pitt in 1798 feinen Einkommensteuerentwurf einbrachte, schätzte er das englische Nationaleinkommen auf 102 Millionen Pfund; jedenfalls konnte es nicht mehr als 250 Millionen betragen haben. Heute aber wird das englische Nationaleinkommen auf 2300 Millionen Pfund Sterling geschägt. Damals blieb nichts steuerfrei; 50-70 Millionen Pfund wurden im Jahre aus Steuern erhoben, also zwischen einem Viertel und einem Drittel des gesamten Nationaleinkommens. Wollten wir bündeten sei. Keinem Deutschen, ausgenommen die Gefangenen Protest der Schweiz gegen das Ueber dieselbe Opferfreudigkeit zeigen wie unsere Vorfahren, dann müßten fliegen der Schweizer Grenze. Frankfurt a. M., 23. November.( W. T. B.) Die„ Frankwir jegt 500-700 Millionen Pfund im Jahre aus Steuern zu sammenbringen, und Anleihen wären nicht notwendig. Aber auch so werden wir nach dem Krieg eine schwere und vielleicht einige Spione, sei es gelungen, in die Stadt einzubringen oder selbst sich ihr zu nähern. Dieser Zeuge versichert, die Stellung der Verbündeten auf diesem Punkte sei äußerst start und die Kämpfe um pern werden ohne nennenswertes Vorrüden auf der einen oder anderen Seite fortgesetzt. Aber die Franzosen furter Zeitung" meldet aus Bern: Der Presse ist Steuerlast zu tragen haben. Denken Sie an die Verzinsung hielten überall den Boden in dieser Gegend. Am 17. November folgende Mitteilung zugegangen: Am Sonnabend überflogen und Tilgung der neuen Anleihen, an die vermehrte Pensionsliste, an hätten die Deutschen von neuem dret Sturmangriffe gegen die einige englische, vielleicht auch französische Flugzeuge, von die anschwellenden Staatsunterstützungen für die Angehörigen der östlichen und südöstlichen Stellungen unternommen, die die Ver- Frankreich her fommend, schweizerisches Gebiet und griffen Kriegsteilnehmer. Und je weniger wir während des bündeten aber zurüdgeschlagen hätten. Viele Feinde seien dabei darauf in Friedrichshafen die Zeppelinwerften an. An- Krieges an Steuern decken, um so schwerer muß gefallen. gesichts dieser offenkundigen Verlegung die Steuerlast nach dem Kriege sein. der schweizerischen Neutralität beauftragte der Ich will über die voraussichtliche Dauer des Krieges Bundesrat die schweizerischen Gesandten in feine Ansicht äußern, denn das vermag auch der Bestunterrichtete London, 22, November.( W. Z. B.)„ Times" veröffent- ondon und Bordeaux, bei der britischen und der nicht mit absoluter Zuversicht vorauszusagen und hängt von Zulichen Briefe von englischen Offizieren, die an lichen Briefe von englischen Offizieren, die an französischen Regierung gegen die Verlegung der schweizerischen fällen, von zahlreichen militärischen, politischen und psychologischen der Front stehen. Ein Artillerieoffizier schreibt: Von See Neutralität nachdrücklich Verwahrung einzulegen und Genug fommen schwere Stürme und eisiger Regen. tuung zu verlangen. Briefe englischer Offiziere. Die Straßen sind unpassierbar, Automobilfahrten stellen große Abenteuer dar. Es ist das reinste Wunder, wie die Motorradfahrer noch ihre Aufgabe erfüllen fönnen. Der Brief Der türkische Krieg. Fattoren ab. Wir fämpfen gegen einen zähen Feind, schreiber tabelt die Schweigsamkeit der amtlichen Stellen in Die russische Meldung über die Beschießung halb muß ich als Schatlanzler eher eine längere als fürzere Dauer London und sagt: Es muß den Behörden zu Hause doch einleuchten, daß sie dem Publikum mehr Nachrichten von Tuapse. der sich ohne zerschmetternde Niederlage feinen Bedingungen unterwerfen kann, die wir ver ständigerweise afzeptieren fönnen. Das müssen wir im Auge behalten, wenn wir unsere Berechnungen anstellen. Desdes Krieges voraussetzen, zumal tir, wie lange auch der Krieg dauere, die großen Fragen, die seit Generationen Petersburg, 22. November.( W. T. B.) Der Generalstab geben müssen, damit nicht eines Tages ein Zusammen- bertautafiichen Armee gibt befannt: 20. November, vor die Ursache der Reibungen in Europa waren, ein bruch eintritt. Ein anderer Offizier schreibt: Ich wünschte mittags: Der türkische Streuzer, Hamidije" eridien, be- für allemal erledigen müssen. Ferner ist folgendes zu beachten. Etwa vier Fünftel der Kriegsbeinahe, daß eine Schar unserer Feinde Eng- gleitet von Torpedobooten in Sicht vor Tuapie und eröffnete das Die russischen Geschüße ausgaben werden im Lande selbst verausgabt werden. Unmittelbar lands Küsten betritt. Ich glaube nicht, daß irgend Feuer. Er gab ungefähr 125 Echüsse ab. etwas anderes unsere öffentliche Meinung von den Schrecken erwiderten das Feuer. Unsere Verluste betrugen: drei Soldaten und nach dem Krieg muß eine Periode des Neuaufbaues einer Tatsache überzeugen kann, die eine sehr, sehr dünne eine barmherzige Schwester verwundet, ein Einwohner tot, zehn nicht nur bei uns, sondern in ganz Europa folgen, und dann werden enorme Anforderungen ant die industrielle Reihe Soldaten in den Laufgräben hier unter harten Kämpfen andere verletzt. Der Materialichaden ist unbedeutend. In der Richtung auf Erzerum machte eine unferer 2eistungsfähigkeit unseres Landes gestellt werden. dem Lande zu ersparen sucht. Kolonnen wichtige Fortschritte. Bei den übrigen Truppen- während des Krieges und der Periode des Wiederaufbaues wird teilen herrschte heute Nuhe. Die englische Presse über einen deutschen Märkte uns in den neutralen Weltmärkten praktisch feine Der Heilige Krieg. Ronfurrenz mit Ausnahme der amerikanischen Landungsversuch. Ronftantinopel, 23. November.( 2. T. B.) Die patriotischen entgegentreten. Und da Amerika die Anfrage auf keinen Fall Amsterdam, 23. November.( Privattelegram m Sundgebungen anläßlich der Erklärung des Heiligen Strieges dauern wird befriedigen können, werden wir diese dos Bormärts".) In der englischen Presse wird die in der Provinz noch fort. Ebenso wie in Jerufalem wurden auch praktisch beherrschen. Ich sehe deshalb einer Periode von Möglichkeit eines deutschen Landungsber in Gallipoli Sundgebungen veranstaltet, in deren Verlaufe dem vier bis fünf Jahren entgegen, wo die englische Industrie einen aus such& diskutiert. Die Times" nennt diefen Verfuch hoff- österreichisch- ungarischen und dem deutschen Stonful Ovationen be- abnormalen Bedingungen erzeugten fünstlichen Anreiz ge= Nach einer amtlichen Mitteilung des Scheich- ül- nießen wird. nungslos, da Englands Flotte intakt und das Heer stark sei. reitet wurden. Sie bezeichnet diese Gerüchte als einen Bluff, um England Jelamats wurde gestern eine Sigung abgehalten, an der drei eheAber nach dem Ablauf dieser Periode wird unsere indabon abzuhalten, neue Truppen nach dem Kontinent zu malige Scheichs- ül- Islam sowie mehrere andere religiöse Würdenschicken. Immerhin fei es möglich, daß, ie weniger günstig träger und Ulemas teilnahmen. Die Versammlung nahm einmütig dustrielle 2age eine der schwersten sein, mit denen die deutschen Aussichten auf dem Festlande würden, Deutsch- den Entwurf eines Aufrufes an, den die Körperschaft der Ulemas wir je zu rechnen hatten. Wir werden einen enormen Teil land alles auf eine Karte segen und den überseeischen Versuch auf der Grundlage des bekannten Fetwas an das muselmanische des Kapitalreichtums der Welt erschöpft haben, der Bolt mit Bezug auf den Heiligen Krieg richten wird. sonst der Industrie zur Verfügung gestanden hätte. Die Kauftraft wagen würde. imfer« Kunden zu Hause wie im Auslände wird stark reduziert fein. Und deshalb ist c» unerläßlich, daß wir während der Periode der Hochkonjunktur soviel Geld, wie das Land nur herzu- geben bereit ist, aus Steuer� herbeischaffen.... Ich hoffe freilich auch, daß als Ergebnis des Krieges eine große Verminderung der Krieg Srü st un gen eintreten wird. DerKrieg würde meiner Ansicht nach einen seiner Hauptzwecke verfehlt haben, wenn er nicht zu einer allseitigen Reduktion der angeschwollenen R ü st u n g S k o st e n führen sollte. der Seekrieg. die �Glasgow� in Rio üe Janeiro. London, 22. November.„Times" melden ouS New Uork: Die brasilianische Negierung gestattete dem britishen Kreuzer„Glasgow", das Trockendock in Rio de Janeiro für dringende Reparaturen zu benutzen. Dem Kreuzer wurden sieben Tage zur Durchführung der Reparaturen bewilligt. Keine deutschen Unterseeboote versenkt. Berlin, 23. November. lÄ. T. B.) Vor etwa acht Tagen brachten englische und französische Blätter die auch in einem Teil der neutralen Presse übergegangene Nachricht, daß im englischen Katial zwei, nach änderet Lesart drei deutsche Unterses- boote vernichtet worden seien; davon eins durch einen sran- zösischen Torpedobootszerstörer, der mit nur einer leichten Beschädi« gung am Bug in Dünkirchen eingelaufen sei. Wie wir von zu- stäiidiger Stelle erfahren, fehlt kein deutsches Unterses- b o o t. Sollten daher im englischen Kanal Unterseeboote gesunken sein, so könnte es sich bloß um englische oder fränzöfische handeln. Ein Anschlag gegen öie sozial- demokratische dumafraktion. Uns wird geschrieben: Wie die Petersburger Telegraphen-Agentur offiziös berichtet, ist am 17. d. M. in der Nähe von Petersburg eine sozialdemokra- tische„Konferenz" verhaftet worden, von deren Einberufung die Regierung angeblich schon im Oktober Kenntnis erhalten hatte. Bon den elf Teilnehmern der Versammlung waren fünf die Tumaabgeordneten Petra wski. Badajew, Muranow, S a m o i l o w und S ch a g o w, d. h. die Mitglieder det„bolsche- wistischen" Fraktion, die nach der Spaltung der Dumafraktion im verflossenen Winter organisatorisch eine selbständige Gruppe bil- deten, obgleich sie seit Beginn des Krieges— wir erinnern nur an ihr gemeinsames Austreten gegen die Bewilligung der K r i eg s kr ed i t e in der Duma— mit dem anderen Teile der Dumafraktion engere Fühlung nahmen. Tie ofsiziöse Mitteilung begründet die Verhaftung der Ver- sammlungsteilnehmer damit, daß„einige Mitglieder der sozial- demokratischen Organisationen, in ihrem Bestreben, die Militär- macht Rußlands zu erschüttern, in ihrer Agitation gegen den Krieg fortführen, heimliche Aufrufe verteilten und eine lebhafte mündliche Propaganda betrieben". Diese Begründung des Gewaltaktes gegen eine Hälfte der parlamentarischen Vertretung der russischen Arbeiterklasse weist eine erstaunliche Aehnlichkeit mit der Anklage gegen die sozialdemokratische Fraktion der zweiten Duma auf, die, im Juni 1907 verhastet, wegen„Hochverrats" zur Zwangsarbeit und Verbannung verurteilt worden ist. Auch die jetzt verhafteten Genossen sind auf Grund desselben Artikels des Strafgesetzbuches lls 102) zur Verantwortung gezogen worden, der ihre Vorgänger in der zweiten Duma zur„Katorga" und zum Verlust aller bürger- lichen Rechte verdammte. Der geschilderte Vorgang wirft ein grelles Licht auf dis ungeheuren Schwierigkeiten, die unsere Genossen in Rußland bei ihrer notgedrungen„geheimen" revolutionären Tätigkeit zu überwinden haben. In Rußland gibt es keinen„Burgfrieden" weder von seilen der Regierung, noch von seilen der revolutionären Arbeiterklasse. Engländerinnen über öie Deutschen. Unser Londoner Korrespondent schreibt uns: In der ..Westminster Gazette" vom 17. November befinden sich zwei Briefe von erst kürzlich aus Teutschland zurück- gekehrten Engländerinnen, in denen sie ihre Landslente über die in Teutschland herrschende Stimmung aufklären. Tie Briefe, die wir mit unwesentlichen Kürzungen folgen lassen, sprechen für sich. Sie sind von der Absicht ge- tragen, den dicken Nebel, den überhitzte Leidenschast und künstlich erregter Haß zwischen die beiden Völker gewoben haben, etwas zu lüften und die Möglichkeit zu schassen, daß Engländer und Deutsche trotz des Kriegszustandes wie zivili- sierte Europäer übereinander denken, sprechen und schreiben. Es wäre, heiß zu wünschen, daß sich auch recht viele T e u t s ch e finden, die auch in dieser Beziehung nicht hinter den b e st e n Engländern zurückbleiben wollen und in Deutsch- land dasselbe Kulturwerk auf sich nehmen, wie diese Englände- rinnen in ihrer Heimat. Ter erste Brief stanimt von der�e n g l i s ch e n Schau- s p i c l e r i u Hedda Faber. Sie schreibt: „Vor gerade einer Woche kam ich aus Deutschland, wo ich die letzten sechs Monate verlebte, in England an. Ich bin Engländerin und Schauspielerin und spielte im Künstlertheater in München, als der Krieg ausbrach. In dieser Stadl waren alle Theater gegen Ende August geschlossen, und ich kehrte am 24. jenes Monats nach dem Schauspielhaus in Düsseldorf zurück, wo ich zuletzt am 5. No- vember spielte. Während der letzten drei Monate habe ich den deutschen Stand- Punkt gegenüber dem 5krieg ziemlich klar begriffen; seit meiner Rückkehr habe ich versucht, den englischen zu verstehen. Ich habe viele glückliche Jahre in Deutschland verlebt und dort viele Freundschaften angeknüpft, und darum hat diese Katastrophe in meinen Aügen alle Schrecken des Bürgerkrieges. Dennoch bete ich um den Erfolg der Verbündeten und ich glaube, daß er schließ- lich errungen werden wird.... Ich appelliere an das englische Volk, nicht an die absolute De- generation des deutschen Charakters zu glauben, ein Gedanke, der sich, wie mir scheint, in diesem Lande festgesetzt hat. Es bleibt noch vieles im deutschen Volke, was bewunderswert Unter den denkbar schwierigsten Bedingungen fahren unsere Ge- nassen in Rußland- in ihrer Tätigkeit fort, getreu den Leitsätzen, die ihre Führer auch in der Presse des Auslandes formuliert haben.„Das russische Proletariat— schrieb das bolschewistische Zentralkomitee in seiner Antwort an Vandervelde— kann auf, leinen Fall und unter keinen Umstän- den auch nur einen kürzeren Waffen itill st and mit der russischen Regierung abschließen, son- deru sie muß dieser jegliche Unterstützung ver- sage n." Und ebenso erklärte der geistige Führer der„mensche- wistischen" Hälfte der Partei, Genosse Paul Axelrod:„Die Sozialdemokratie Rußlands wird sich von ihrem Kampfe gegen den Zarismus durch keine Kombi- Nationen inneren oder äußeren Charakters zurückhalten lassen." Zwar ist dieser Kampf infolge der durch den Krieg und die vorhergehenden Per- folgungen bewirkten Zerstörung der Organisationen zunächst stark gehemmt worden— wir erinnern nur daran, daß die Arbeiter- presse und die Organisationen in Petersburg anläßlich der großen Streikunruhen unmittelbar vor dem Ausbruch des Krieges ver- nichtet worden sind—; zwar ist auch die russische Sozialdemokratie durch die infolge des Krieges hervorgetretenen Unstimmigkeiten in ihren Reihen in ihrer Schlagkraft stark beeinträchtigt, das russische Proletariat denkt aber Vicht daran— wie Genösse Otto Hue im „Bochumer Bolksblatt" behauptet—, seinen„Kampf gegen die Reaktion" einzustellen und dem„Rufe des Zaren" zu folgen. Das Unstatthafte dieser Anklagen— von den noch schlimmeren ganz zu schweigen— kommt um so schmerzlicher zum Bewußtsein in einem Augenblick, wo unsere tapferen russischen Genossen einem neuen Anschlage des Zarismus zum Opfer zum gefallen sind. Ms üer bulgarischen Kammer. Sofia, 22. November.(W. T. B.) Nichtamtlich. In der Sitzung der S o b r a n j e sprachen zunächst mehrere regierungsfreundliche Redner, welche die Politik des Kabinetts verteidigten. Sodann er- griff der ehemalige Minister Ghenadiew, der Führer der Stambulowiftenpartei, das Wort. Er erinnerte an das Schicksal Belgiens und Serbiens und erörterte die von den oppositionellen Parteien vorgeschlagene Methode. Die These des BallanbundeS wies er als unerfüllbares Ideal zurück. Der Redner legte die Gefahren dar, die sich aus der Haltung der Opposition ergäben, die durch ihre au alle Nachbarstaaten gerichteten Forderungen sie alle mißvergnügt machen und vielleicht dazu bringen könne, sich aufs neue gegen Bulgarien zu verbünden. Der Redner hob die Unzukömmlichkeit einer Politik der Verhandlungen mit dem einen oder dem anderen Teil hervor, einer Politik, die den ersten Schritt zum Ausgeben der Neutralität bedeuten und so den Krieg hervorrufen würde, den die ganze Nation mißbillige. Diese Gefahren seien um so größer, wenn man bloß mit einem der Kriegführenden ver- handeln wolle. Wir sind, sagte Ghenadiew, weder russophil noch russophob, ebenso wie wir weder austrophob noch austrophil sind; wir sind einzig und allein der Ansicht, daß wir die Pflicht haben, auf Wahrung der Lebensinteressen des Landes bedacht zu sein, die im gegenwärtigen Momente vornehmlich darin bestehen, die Integrität und territoriale Unverletzbarkeit Bulgariens gegen jeden Angriff, woher er auch- komme, zu wahren, und sodann darin, nach Maßgabe der Möglichkeit das gegenwärtige Gebiet Bulgariens zu vergrößern. Tie Regierung hat zu Beginn des europäischen Konflikts die Neutralität proklamiert und diese Neu« tralität, welch« ausschließlich die bulgarischen Interessen vor Augen hat. loyal gehandhabt. Da diese Politik von der ganzen Nation gebilligt wiid, ist die Bildung eines Kabinetts der patriotischen Konzentralion eine überflüssige Maßregel. Die Neutralität ist der sichere Zufluchtsort, in dem die Regierung Schutz sucht. Wir müssen darin solange als möglich verharren. Aus Konstantinopel wird ferner gemeldet: Entgegen hier umlaufenden Gerüchten, die zweifellos auf die Ausführungen der oppositionellen Redner in der bulgarischen So» branje zurückzuführen sind, wird auch in offiziellen osmani- s ch e n Kreisen festgestellt, daß die türkisch-bulgari scheu Beziehungen außerordentlich herzliche sind. Der türkische Gesandte in Sofia, Fethi Bei, habe in dieser Hinsicht zu- verläsfige Zusicherungen überbracht. ist. Ich könnte vom persönlichen Gesichtspunkt warm sprechen, denn niemand könnte in den letzten Monaten freundlicher behandelt worden sein, als es mir in amtlichen, professionellen und gesell- schaftlichen Kreisen widerfahren ist. Aber ich ziehe es vor, die unpersönlichen Dinge zu betonen. ... Es mag nicht populär sein, es zu sagen, aber ich habe bis- her in England keine größeren Beweise des Opfermutes gesehen als in Deutschland, und der Mut der deutschen Soldaten, den ich in englischen Zeitungen angezweifelt gesehen habe, findet nur seinesgleichen in der prächtigen Ausdauer und Tapferkeit der Ver- bündeten. Und der gewöhnliche Deutsche, dem gegenwärtig nur wenige einx einzige Tugend zubilligen möchten? Ich glaube, er wird als Ehemann, als Bater, als fleißiger Arbeiter den Vergleich mit dem gewöhnlichen Mann jeder anderen Nation aushalten. Denkt an die gewaltigen Produktionsintereflen der unverglcich- lichen Fabriken Deutschlands, an den Unternehmungsgeist, die Or- ganisation, den Ersolg; sie sind das Werk gründlich ausgebildeter Meister des Handels. Sollen wir alle Achtung für sie verlieren? Studiert die Entwicklung der Literatur und- Kunst; gibt es in der Arbeit des Künstlers nichts zu bewundern? Ich verstehe etwas von meinem eigenen Berus und erinnere mich der Berichte (über deutsche Schauspielkunst), die Herr Granville Barker erst letztes Frühjahr aus Berlin und München geschrieben hat. Hat sich seit dem schicksalsschweren 4. August in Deutschland alles voll- ständig verändert? Ich kann es nicht glauben. Es mag denen, die Verwandte oder Freunde am Kriegsschau- platz haben, ein Trost sein, wenn ich ihnen von meinen geringen Ersahrungen von britischen Verwundeten in Düssel- d o r s erzähle. Der Polizeihauptmann kannte mich als eine der wenigen Engländerinnen, die in der Stadt geblieben waren, und als unsere verwundeten Soldaten ankamen, bat er mich, sie zu besuchen,„um sie zu erheitern". Ich fand sie außerordentlich gut versorgt vor, was mir auch von ihnen selbst gesagt wurde. Ein armer Kerl, der seinen halben Unterkiefer verloren hatte, sollte einen silbernen Ersatz bekommen, sobald die Wunde verheilt wäre; er war ein Patient des bekannten Professors B r u h n s. ... Ich lebte in Düsseldorf bei einer liebenswürdigen Familie und gewann die Tochter des Hauses sehr lieb; ihr einziger Bruder kämpfte für sein Vaterland in Flandern. Ich habe die Briefe ge- sehen, die er nach Hause schrieb; darin stand nichts von Nietzsche und Treitschke, nur derselbe Geist des Patriotismus und des Ver- trauens in die Vorsehung sprach aus ihnen, den britische Eltern in den Briefen ihrer eigenen Söhne finden. Ich bete für den kein öeutsches Zrieöensangebot. Köln, 23. November.(W. T. B.) Die„Kölnische Ztg." meldet aus Berlin: Wie der Berichterstatter der„Daily News" aus Washington telegraphiert, gingen der amerikani- schen Regierung auf dem Umwege über die Niederlande Mit- teilungen zu, die in Amerika als erster Friedensantrag Deutschlands aufgefaßt wurden. Diese Mitteilungen hatten zu Besprechungen im Weißen Hause in Washington ge- führt. Der Grund dafür, daß Deutschland eine solche Friedens- neigung in Washington bekunden lasse, sei der Wunsch, mög- lichst bald eine Vermittlung der Vereinigten Staaten zu erhalten. weil die Lage der deutschen Armee im Westen schwierig sei und ein Rückzug aus Flandern eine Panik in Deutschland hervor- rufen könnte. Hier sieht man schon, bemerkt die„Kölnische Zeitung", daß dieses ganze Gerede in den Bereich des höheren politischen Blödsinns gehört. Die Stellung der deutschen Heere ist weder im Westen noch im Osten kritisch. Die mili- tärischen Unternehmungen Deutschlands schreiten auf allen Schauplätzen in befriedigender Weise vorwärts und weder in der militärischen noch in der politischen Lage ist ein Umstand vorhanden, der Deutschland dazu veranlassen könnte. Friedenswünsche zu hegen und solche Wünsche einer neuttalen Macht ausdrücken zu lassen. Die Panik in Täbris. Konstantinopel, 23. November. Den Höhepunkt der Panik, welche das Vordringen des türkischen HeereS in Aser- beidschan verursachte, bildete das Gesuch des russischen Generalkonsuls in TäbriS an das d e u t i ch e Konsulat um Schutz und um die Ueberlaflung einer deutschen Fahne. Kriegsbekanntmachungen. Vorficht bei Ferngespräche«. Amtlich. Berlin, 23. November.(W. T. B.) Das Ober« kommando in den Marken erinnert nachdrücklich an die Pflicht, sich bei ollen Gesprächen� mittels Fernsprecher die größte Zurückhaltung hinsichtlich militärischer Nachrichten aufzuerlegen. Gegen diese durchaus notwendige Zurückhaltung wird außerordentlich oft gefehlt. Paketsendnngen au Heeresangehörige. Es wird erneut daran erinnert, daß auch außerhalb der so- genannten P a k e t w o ch e n nach wie vor die Möglichkeit besteht, den im Felde stehenden Heeresangehörigen Pakete zu schicken und zwar durch Vermittelung der Ersatzverbände. Eine Liste der Ersatz- verbände der Linientruppenteile wird in den Paket- schalterräumen ausgehängt. Wer bei Heeresangehörigen anderer Truppenteile(z. B. solcher der Reserve oder Land- wehr) im Zweifel ist, an welchen Ersatzverband die Pakete zu senden sind, kann darüber bei dem stellvertretenden Generalkommando Auskunft erhalten, in dessen Geschäftsbezirk er wohnt. Für Berlin gilt das Gardekorps, für die übrige Provinz Brandenburg das III. Armeekorps, für Lothringen das XXI. Armeekorps iSaarbrücken). Zur Erleichterung der Anftage hat die Reichspostverwaltung an den Postschaltern erhältliche hellgrüne Postkarten mit Antwort und Bordruck anfertigen lassen, di: 1 Pf. das Stück kosten und portofrei befördert werden. In anderer Form-« die stellvertretenden Generalkommandos gerichtete An- fragen oder solche, die über den Vordruck hinausgehen, können nicht beantwortet werden., Der Alkoholgennh im Felde. Das KriegSniinisterium gibt bekannt: An dem ausgezeichneten Verlaufe unserer Mobilmachung Hai bekanntlich das Verbot alkoholischer Gettänke auf den Bahnhöfen und während der Truppentransporte nach allgemeiner Meinung einen erheblichen Anteil, und bei den außerordentlichen Anstren. gungen, die unseren Armeen in den Schlachten in den heißen August- und Septembertagen zugemutet werden mußten, hat-S sich ebenfalls vortrefflich bewährt. Bei dem plötzlichen Eintritt naßkalter Witterung und den dadurch bei manchen Soldaten bc- dingten Darmstörungen war das Verlangen der Truppen nach alkoholischen Getränken, besonders Rum und Arak, wegen der vorübergehenden Erwärmung der Haut und des subjektiven Wohlbefindens, das iie erregen, begreiflich. Sollte wegen der Witterungs- oder Gesundheitsverhältnisse künftig auf alkoholische Getränke zu. rückgegrifsen werden müssen, so wird in erster Linie die gelegentz- Erfolg der Verbündeten, aber ich bete auch für den Frieden, daß die Nationen einander besser verstehen mögen, daß die„Ontenie corämle" zwischen uns und Frankreich gestärkt werde, daß die Russen, von denen wir Engländer so wenig wissen, unsere Freunde werden mögen— aber ich bei e auch für Deutschlan d." Der zweite Brief ist von einer Frau Marion Chadwick und setzt sich speziell für eine Würdigung der Haltung der deutschen Sozialdemo. kratie ein. Sie schreibt: „Infolge der strengen Zensur in beiden Ländern ist dem eng- tischen Volke die Haltung der deutschen Sozialdemokratie seit dem Kriegsausbruch nicht klar geworden. Mögen sie auch einen Fehler darin begangen haben, daß sie ihre Aufmerksamkeit zu ausschließ- lich auf die russische Gefahr konzentrierten und deshalb den Krieg billigten, so muß doch billigerweise gesagt werden, daß ihre Führer von Anfang an unermüdlich dahin gewirkt haben, den Geist der Aggressivität und der Rache, den der Krieg im Gefolge hat, zu bekämpfen. Der„V o r w ä r t s" hat durchweg unter großen Schwierig- leiten die von der Presse verbreiteten falschen Nachrichten über vom Feinde begangene Greueltaten nach gründlichen Nach- forschungen bloßgestellt. Die sozialdemokratischen Führer haben Belgien besucht und plkien Bericht von ihren Beobachtungen ge- liefert, der durch die Einfachheit und Mäßigung seiner SpriWie einen unauslöschlichen Eindruck auf den Leser machen muß. Vor einigen- Wochen veröffentlichten sie einen Aufruf an die Jugend des Landes, der von so erhabener Menschlichkeit durchdrungen ist, daß er in jeder Kirche verkündet werden könnte. Sie rufen die heranwachsende Generation auf, sich der Selbstgloriftzierung und der Herabsetzung ihrer Feinde zu enthalten, die gemeinsame Brüderschaft der jetzt gegeneinander Kämpfenden im Gedächtnis zu behalten und in Wort und Tat gerecht und ritterlich zu sein. Sie bringen Freundschaftsakte der Kombattanten gegeneinander ans Licht und bekämpfen mutig jede Gewalttat gegen die Unschuldigen und Hilflosen. , Diese Haltung haben sie trotz der Zensur eingenommen, und nach den Beobachtungen, die ich während meines zweimonate- langen unfreiwilligen Aufenthalts in Deutschland gesammelt habe, ist das Ergebnis, daß die Arbeiter und Arbeite- rinnen in großem Matze von einenl leidenschaft- lichen Hasse gegen England frei sind... ES gibt uns die beste Hoffnung für die Zukunft, zu wissen, daß die tatsächliche Mehrheit der Nation diesen Geist pflegt.. Ar. 321. 31. Zßhrgiws. ötilWt Ks.Hwiirls" Kerlmr IÄsM Dievstag, 24 Nsvmw lSlt. ») b) un» Senöung von Paketen an Ate tm Zelöe auf öem westlichen Kriegsschauplatz stehenden Gfiiziere, Seamten und Mannschaften der Kaiserlichen Marine. �.W«ihnacht«paketwoche vom 28. bis SS. November 1. Entgegennahme durch das Paketdepot in Hamburg.*) 2. Auslieferung: ») Unmittelbar bei dem Paketdepot gebührenfrei. d) Bei den Postonstalten: Porto 25 Pf. für jedeß Palet. ersendungSbedingungen: Höchstgewicht 5 kg; Wert- und Einschreibepakete find zulässig. Leichtverderbliche Waren(z V. Weintrauben, frische? Fleisch) sind von der Versendung auSgeichlofien. o) Verpackung fest und dauerhaft, auch gegen Näfle Widerstands- fähig. Pappkartons müfien mit Leinwand umnäht werden. Waren, die leicht gerdrückt werden können(z. B. Obst, Pfefferkuchen. Flüssigkeiten) sind nur in Kisten zu verpacken. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, datz die Pakete nichl nur einen wochenlangen Transport auS zuhalten haben. sondern auch zeitweise einem beträchtlichen Druck ausgesetzt sind, da ungefähr 3000 Pakete in einem Eisenbahnwagen verpackt werden müfien. Ungenügend verpackte Pakete werden von der Weiter- Beförderung ausgeschlossen, falls sie versehentlich angenommen worden sind. ck)Der Anbringung der Sdresse ist besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden: Bei Kisten wird die Adresie am besten mit Tinte oder Farbe auf den Deckel geschrieben. Bei in Leinwand eingenähten Paketen muh die Sdresse aufgenäht werden; zweckmäßig dazu sind die im Handel zu habenden Pakeiadrefien au» Leinwandpapier, mit dem üblichen Vordruck für Feldposisendungen. Neben diesen aufgeschriebenen oder aufgenähten«drefien ist auch die Befestigung der Sdrefien durch Anhänger au» Leder oder Leinwand empfehlenswert. DaS Aufkleben der Adresie mit Gummi, Leim oder Kleister ist zu vermeiden, weil derartige«drefien durch Regen ab- geweicht und von Mäusen während der Lagerung und auch auf dem Transport abgefressen weiden können. »Z Beschreibung der Adresse. Der Marineteil ist genau anzugeben. Beispiel: Seesoldat Fritz Schneider 4. Kompagnie 1. Bataillon 1. Marine-Jnkanterie-RegimentS l. Marine-Anfanterie-Bngade I. Marine-Divtfion Paketdepot Hamburg. Sblürzungen jeder Art find verboten, da sie zu Irrtümern Anlaß geben. Pakete mit solchen Lufschristen werden nicht befördert. vor«enderungen an den den Angehörigen von den Truppen im Felde mitgeteilten Sdrefien wird dringend gewarnt. Auf jeder Adresie ist der Absender zu vermerken. Y Beglertadrefse zu jedem Paket erforderlich. Der Ab- schnitt darf keine Mitteilungen enthalten. Die Begleitadressen verbleiben bei den Postanstalten bezw. dem Paketdepot. g) Versendung erfolgt auf Gefahr deS Absenders. Ersatz- anspräche können nicht erhoben werden. Pakeie für Empsänger, die— weil verwundet, gefallen oder vermißt— sich nicht mehr beim Truppenteil befinden. werden zum Besten deS betreffenden Truppenteils verwendet. desgleichen Pakete, welche infolge falscher oder ungenügender Adresse nicht bestellt werden können. h) Aufgelieferte Pakete können nicht zurückverlangt, Anträgen aus nachträgliche Berichtigung der Adrefien nicht staltgegeben werden. B. Dauernde Versendung von Paketen. Für die regelmäßige Paketbeförderung wird folgende» an- geordnet: 1. S a m m e I st e l l e n. Sammelstelle für die aus dem Ostsee- stationsbereich Ausgerückten ist das ,L Ersatz-Seebalaillon in Kiel, für die aus dem Nordseestationsbereich Ausgerückten die II. Torpedodivision in Wilhelmsbaven." 2. Auflieferung der Pakete: Entweder unmittelbar bei der Sammelstelle, gebührenfrei, oder bei den Posianstalten, wie im Frieden mit Paketadrefie. Mann- schaftS-Pakete genießen die Portovergünstigung als Soldatenpakete. wenn sie als solche bezeichnet werden., Wert- und Euischreibpakete find unzulässig. 8. Größe und Gewicht: nicht beschränkt. Empfehlenswert ist e«, öfter kleine Pakete bis zu S Kilogramm zu versenden,«eil Zustellung dann leichter. 4. Inhalt: Hauptsächlich Kleidung«- und Ausrüstungsstücke, Wollsachen sHandschuhe. Strümpfe, Leibbinden, Kniewärmer, Pulswärmer. Ohren- und Brustschützer, Halstücher), Taschentücher und dergleichen. Leichtverderbliche Waren, wie Weintrauben, empfindliche? Obst. frisches Fleisch und frische Durstwaren, feuergefährlrch« Gegenstände swie Munition, Streichhölzer, Benzin oder mit Brennstoff gefüllte Feuerzeuge) oder Flaschen mit äyenden Flüssigkeiten(Säuren) find verboten. Dagegen können beigefügt werden: Schokolade, KakS, Suppenwürfel. Zigarren, Zigaretien. Tabak, Konserven. Zucker, fest- geräucherte Fleisch- und Wurstwaren, auch Getränke, welche in starken sicher verschlossenen, mit Dolle, Sägespänen usw. auS- gefüitenen Behältern verpackt sind. 5. Verpackung. Die bei den Deihnachtspaketen. 6. Anbringung der Adresse auf dem Paket: Wie auf den Weihnachtspaketen, jedoch ohne grellrote Zettel oder roten Strich. 7. Beschreibung der Adresse. Außer der Adresse der Sammelstelle muß auf dem Paket die Adresse de» Empfänger» und der Marmeteil, der im Felde steht, angegeben werden, um eine ordnungsmäßige Zustellung zu ermöglichen. In einer Ecke de» Paket« ist der Absender deutlich anzugeben. Beispiel einer Adresse *) Anmerkung: Für die im Inland« stehenden Marinetruppen und für die Besatzungen G. M. Schiffe ist die Aufgabe von Paketen bei dem Pakeidepot nicht gestattet. Für diese nehmen alle Post- onstalten Pakete nach den üblichen Postvorschristen an. Weihnacht»- pokere können als solche dadurch besonder» kenntlich gemacht werden. daß sie mit einem grellroten Zettel beklebt oder mit einem roten Farbstrich versehen werden. (Für Manniidaftspakete) Soldarcnpakrt. Eigen« Angelegenheit de» Empfänger». An das I. Enatz-Seebataillon Kiel (oder II. Torpedodwision Wilhelmshaven) Zur Weiterbeförderung an den(hier folgt a u» g e- schriebener Dienstgrad. Bor- und Zuname) be»(hier folgt genaue ausgeschriebene Angabe der Kam- pagnie, Abteilung(Bataillon), deS Regiments usw. wie bei den WeihnachlSpäkelen). Absender. (Hier ist anzugeben: Rame. Wohnort, Straße. Nr. de» Absender».) 8. Versendung: Da» I. Ersatz-Seebataillon in Kiel und die II. Torpedodivifion in Wilhelmshaven sammeln die Paletr und leiten sie in Abständen von einer Woche den im Felde Stehenden z». S. Die Lorschriften über Paketsendungen an die Besatzungen S. M. Schiffe und an die bei den Marineteilen in der Heimat befindlichen Marine- angehörigen werden durch diese Besiimmungm nicht berührt. Hierüber geben dir Postämter SuSkunst. Jelöpostpakete für Sie Krieger. Von amiltcher Stelle wird darauf aufmerksam gemacht, daß in der Zeit vonr 23. bi« 30. November Weihnachtspaketc für olle im Felde stehenden Heereiangehörigen, d. h. für alle zum Kriegsdienst eingezogenen Personen, mit Ausnahme der in festen Standorten der Heimat befindUchen, abgesandt werden können. Vermag der Absender daS Armee-, Reserve-, LandwehrkorpS oder die Armee, denen der Paketempfänger angehört, nicht anzugeben, so kann das Paket bei der Post ohne einen solchen Zusatz ausgeliefert werden, daS Paket- devot wird dann durch die Post nachgetragen. Dies gilt insbesondere auch für mit Namen bezeichnet« Verbände, für Kavallerie-Divisionen und Landsturmformationen. An die im Jnlande in festen Standorten stehenden Truppen sind Pakete jederzeit nach den allgemeinen Poswor- schriften zulässig. Weihnachtssendungcn a« Private. Die Reichspostverwaltung richtet auch in diesem Cfthl an da» PuBIikum da- Ersuchen, mit den WeihnachtSse n Hungen bald zu beginnen, damit die Pakctmassen sich nicht in den letzten Tagen vor dem Feste zu sehr zusammendrängen. Bei dem außerordentlichen Anschwellen de» Verkehrs ist cS nicht iUnlich, die gewöhnlichen Beförderungsfristen einzuhalten und nanientlich auf weite Entfernungen eine Gewähr für rechtzeitige ZustSßuiig vor dem Weihnachtsfeste zu übernehmen, wenn die Pakete erst am 22. Dezember oder noch später eingeliefert werden. Die Pakete sind dauerhaft zu verpacken. Etwaig« auf dem BerpackungSstoff vorhandene ältere Aufschriften und Beklebe- zcitel muffen beseitigt oder unkenntlich gemacht werden. Die Be- Nutzung von dünnen Pappkastcn, schwachen Schachteln, Zigarren- kisten usw. ist im eigenen Interesse der Absender zu vermeiden. Die Aufschrift der Pakete muß deutlich, vollständig und haltbar hergestellt sein. Kann die Aufschrift nicht in beut- licher Weis« auf da» Paket selbst gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung einet Blattes weißen Papier», da» der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt werde» muß. An; zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften au� weißem Papier, dagegen sind Vordrucke zu Paketkarten ungeeignet für Paketaufschriften. Bei in Leinwand verpackten Sendungen mit Fleisch und anderen Gegenständen, die Feuchtigkeit, Fett, Blut usw. absetzen, darf die Aufschrist nicht auf die Umhüllung ge- klebt werden. Der Name deS Bestimmungsortes muß recht groß und kräftig gedruckt oder geschrieben sein. Die Paketaufschrift muß sämtliche Angaben der Paket- karte enthalten, also auch den Frankodermerk, bei Paketen mit Postnachnahme den Betrog der Nachnahme sowie den Namen und die Wohnung de» Absender», bei Eilpaketen den Vermerk„durch Eilboten" usw., damit tm Falle des Verlustes der Paketkarte das Paket doch dem Empfänger in gewünschter Weise ausgehändigt werden kann. Auf Paketen nach großen Orten ist die Wohnung de» Empfängers, auf Paketen nach Berlin auch die doaau als kriegsftraße. Von Kriegsberichterstatter Hugo Schulz. ... � 17. November 1914. Ich befinde mich augenblicklich auf der Schwelle de» südlichen Kriegsschauplatzes in einer Stadt, deren lebhaftes Treiben und deren wohlhabige EntWickelung bisher immer nur da» eine zu be- weifen schien, daß die Nationen ganz gut miteinander auskommen könnten, wenn man nur die natürlichen Kräfte, die ihnen liegen, walten ließe. Die Umgebung von Reusatz gilt al» der gesegnete Winkel Syrmien», und um sie dazu zu machen, haben drei gleich- wertige Komponenten zusammengewirkt: deutscher Bauernfleiß. serbische Betriebsamkeit und magyarisches Temperament. Diese Mächte waren hier immer nebeneinander tätig, und in friedlicher Rivalität wurde hier gemeinsam eine ansehnliche Kulturhöhe er- klommen. Man erkennt die» in den allgemeinen Zuständen, am Aussehen der Stadt und der Felder ringsum, an den Verkehrs- und Betriebsanlagen, ober nicht am Gesamtleben, denn diesem verleiht nun der Krieg sein Gepräge, der Krieg, der alles, was ihm in den Weg steht, zurückdämmt, einschnürt oder gar verschüttet. Ter Landsturmmann beherrscht jetzt das Stadtbild, und gar in der alten Feste Pcterwardein blinkt e« von aufgepflanzten Bajonetten. Dazwischen wimmelt eS von Sanitätssoldaten, Hilf«- Mannschaften, Matrosen, Roten Kreuzschwestern und Männern mit allerlei Abzeichen, so daß sich der Zivilmensch dagegen nur schwer behauptet und sich wohl nur noch als Verkehrshindernis betrachten mag. Er trägt das, wie es scheint, nicht schwer, sondern hat sich insbesondere, wenn er ein Geschäftsmann ist, den ge- änderten Verhaltnissen möglichst angepaßt und mancher scheint auch seine Rechnung dabei zu finden. Auch mancher von den Serben, auf denen übrigen», wie man nickt übersehen kann, eine tiefe Melancholie lastet. Neusatz war früher ein Mittelpunkt serbischer Kulturdestrebungen und jetzt ist es so, wie wenn alle? Serbische hier ausgelöscht wäre. Wie ein tragische« Verhängnis lastet die Schuld verrückter Belgrader Chauvinisten auf ihren Nation»- genossen diesseits der Save. Sie haben nie au» dem Staats- verbände hinausgestrebt, in den ihr historische» Schicksal sie ge- stellt hat. nie haben sie die Verwirklichung ihrer nationalen Kultur- träume außerhalb de» VölkerverbandeS der Donaumonarchie gesucht, und nun sehen sie sich plötzlich in die bittere Notwendigkeit ver- setzt, den Staat, dem sie immer gern und willig angehörten, mit- verteidigen zu müssen gegen Angreifer, die ihre Sprache sprechen, ihre Lieder singen, ihre Idole verehren. Man nimmt e» deutlich wahr, wie dieser Schmerz auf die Gemüter wirkt. Kaum hört man ein laute« serbische» Wort, die Gesänge, die sonst über die Donau schallten, sind völlig verstummt, und fast möchte man glauben, daß das serbisch« Element hier bloß eine winzig kleine Minderheit der Bevölkerung bildet. Ueber die Donau schallen keine serbischen, aber auch keine anderen Gesänge mehr, denn sie gehört ganz dem Kriege. Sie ist keine Verkehrsstraße mehr, sondern nur noch eine Etappcnstraße. In langer Reihe liegen am Neusatzer Ilfer vor und hinter der Schiffsbrücke große und kleine Dampfer, Remorquere und Schlepp- käbne von mächtiger Ausdehnung verankert. Sie alle sind Teile einer mächtigen Trainflotte, die jetzt die untere Donau stromabwärts und-aufwärts belebt. Eine riesengroße Plätte mit barocken- artigem Ucberbau bildet, wie man schon an dem seitlich an- gebrachten Waffenschild mit dem Roten Kreuz erkennt, ein schävimmende« Feldspital. Sie ist ein uraller Kasten, der im Jahre 1836 gezimmert wurde, dann Jahrzehnte als BiehtranSport Dienst tat, um schließlich im Wiener Winterhafen als Kapelle und Ge- sellschaftSraum der Schiffsleute verwendet zu werden. Bon all den früheren Bestimmungen dieser Arche läßt sich, wenn man in ihr Inneres tritt, nichts mehr erkennen, denn sie ist mit der Pein- lichsten Sorgfalt ihrem jetzigen Zwecke angepaßt worden. Die Barackenwände sind verstärkt und weiß getüncht, in allen Räumen sorgen tüchtige eiserne Oefen für Durchwärmung, Oberlicht« geben genügende Helligkeit, die zahlreichen Fensterluken vermitteln aus- giebige Lüftung, und elektrische Beleuchtung ermöglicht et den Ver. wundeten. über die langen Abende mit Lektüre hinwegzukommen. Da» ein Feldspital sonst braucht, ist da. Ein Operationsraum, eine Apotheke, die zugleich als Rechnungskanzlei dient, ein Aerzte- zimmer und Sterilisationsapparate. Die Betten sind in zwei Etagen übereinander geschichtet, die oberen Betten hängen an festen Trag- gurten. Im ganzen bietet die Arche Belegraum für 182 Verwun- dete. ES sind vier solche Schiffe in Dienst gestellt und sie dienen vornehmlich dem Transport der leichter Verwundeten in die Spitäler von Budapest oder Wien. Wenn man von diesem der Humanität geweihten Schiffe einen Blick auf das jenseitige Ufer wirft, so fällt er auf ein anderes Schiff, das, wie um des Kontrastes willen, unmittelbar gegenüber- liegt und um jeden Zweifel zu bannen, aus zwei stählernen Türmen lange, dräuende Kanonenrohre in die Luft reckt. ES ist der Moni- tor...... der in den Kämpfen an der unteren Donau eine ge- wichtige Rolle gespielt hat und wohl noch weiter spielen wird. Ich l zögerte nicht, auch diesem elsengepanzerten Kahn einen Besuch ab- zustatten. Einige Marineoffiziere bereiteten mir und anderen Be- suchern einen überaus liebenswürdigen Empfang, um un» dann durch die Räume des Schiffes zu fuhren, wie durch ein kleines l gleichgültiges Provinzmuseum, da» man den Fremden zeigt, indem man dabei fortwährend fein Bedauern ausdrückt, leider dem ver- wöhnten Geschmack des Großstädters nichts Imponierendes bieten zu können.„Nur ganz kleine Panzertürme mit bescheidensten Ge- schützen! Nur eine dürftige Deck- und Bordpanzerung, die gerade noch gegen Volltreffer der Feldartillerie schützt, aber gegen schwere Haubitzen eine» harten Stand hat!"„Ach, keine Dreadnought», meine Herren, sondern bescheidene Donaukähne mit niedrigem Bord und nach einem eigenen, scichtgehenden Typ gebaut, ähnlich wie die Plätten mit ganz flachem Boden!" Nun, ich bin gar nicht so ver- wohnt, wie die Herren glauben mochten, und mir imponierten die beiden langen Toms, die ihre Giraffenhälse aus der dicken Panzer- hülse über das Achterdeck reckten, ganz hinreicheiid. Blitzblank schimmerte eS auS ihren geriffelten Mündungen, Züge und Felder spiegelten wie geputzte» Silberzeug, und doch wußte ich, daß diese wohlgewaschenen Mäuler noch vor wenigen Tagen gar häßliches Zeug ausgespieen haben. Auch die allerliebsten Dingerchen von Schnellfeuerkanonen, die weiter oben nahe der Kommandobrücke � vorwitzig über eine metallene Brüstung lngten, betrachtete ich mit! der gebührenden heiligen Scheu, zumal, als ich erfuhr, daß sie nach � dem Grundsatz:„Wirkung geht vor Deckung" bedient werden müssen, und daß daber ihre Bedienungsmannschaft in ganz höllischer Weise den aus die Monitore konzentrierten Feuergarben de« Feinde» � ausgesetzt ist. Dasselbe gilt übrigens und vielleicht in noch stärkerem Grad« für den BedienungSmann der noch höher angebrachten Mitrailleuse, und selbst die Leute, welche die inS Hinterdeck einge- baute Stahlhaubitze bedienen, befinden sich trotz de» gewölbten Stahlschildes in höchster Gefahr. Ueberhaupt ist die Panzerung der Monitore mehr ein Schutz für daS Schiff als für die Mannschaft, denn bei der Art, wie die Serben diese Kanonenboote, wo immer sie austauchen, mit konzentrischem Feuer zu überschütten pflegen, ftnden die Geschosse schließlich durch alle Scharten, Ritzen und Fugen den Weg ins Innere. Selbst durch die kleinen Auslugschlitze im Kommandoturm drangen die blauen Bohnen ein, während c» draußen auf dem Stahlmantcl trommelte, wie wenn Erbsen auf eine Blechplatte geschüttet werden. Die Bolltreffer der Granaten waren dagegen meist unschädlich und nur kaum sichtbare Beulen in der Panzerung zeigen die Spuren ihres Aufschlages. Ein großes Granatensprengstück fuhr einmal in den Schlot, der nun kunstvoll geflickt ist, und ein schwere» Geschoß schlug ein Loch in den Bord panzer, der an dieser Stelle nun ein ganz klein wenig aufgeplättet ist. Eine Haubitzgranate fand aber ihren Weg m dtc Weichteile de» Schiffes und schlug mit furchtbarer Gewalt in den ungepanzcrten Ausbau ein, der mittschiffs steht und die WirtschaftS- räume birgt. Die Granate ging zunächst m die Speisekammer, dann durch die Holzwand in die Küche, dann durch den Leib eines Soldaten, bis hinter den Herd, wo sie zerbarst. Zwei Soldaten erlitten durch Sprengstücke schwere Verletzungen.— Der Monitor .... hat insbesondere an den Kämpfen gegen die Festungswerke von Belgrad erfolgreich mitgewirkt, die den Monitoren die undank- barere und schwierigere Aufgabe stellten. Die leichtere und dank- barere Aufgabe bot sich in der Save, wo die Monitore in Wirkung»- voller Weise beim Flutzübergang eingreifen konnten. Bei dem niedrigen Wasserstand konnten aber nur die beiden kleinsten und ältesten Monitor«.... und.... Saveaufwärt» kommen, die anderen mußten zwischen Belgrad und Semendria kreuzen, wobei sie zwar die Festungswerke von Belgrad sehr wirkungsvoll beschossen und insbesondere dem Kalimegdan großen Schaden zufügten, an- dererseits aber waren sie selbst dabei dem Feuer der schwersten Geschütze, über welche die Serben verfügen, unaufhörlich ausgesetzt. Als der Wasserstand sich besserte, versuchte einer der Monitore, die ....» einen Durchbruch in die Save, der vollständig gelang. Sie mußte dabei mit umgelegtem Mast und Schlot unter der Brücke durch, die nur ganz nahe dem serbischen Ufer zwischen zwei Pfeilern gesprengt ist. Der Kommandant ließ daS Feuer der serbischen Ge- schütze unerwidert und konzentrierte sein eigenes Feuer auf die Brücke, die er mit ein paar Lagen aus dem Maschinengewehr von den Feinden säuberte. Damit war die Gefahr beseitigt, die von obenher drohte, wenn mai�unter der Brücke durchfuhr. Nicht aber die Mincngefabr in der Save selbst, wo da» Schiff zwischen den zahlreich verankerten und schachbrettförmig gereihten Minen form- lich Spießruten laufen mußte. Es gelang, ohne Schaden durchzu- kommen und auch später ohne Unfall zurückzukehren, obgleich da infolge höheren Wasserstande» die Minen nicht sehr sichtbar waren. Auch ein zweiter Durchbruch gelang und erst bei der Rückkehr von einem geglückten dritten geriet da» Schiff am 23. Oktober auf eine Mine. Di« in den unteren Räumen befindlichen Mannschaften fanden den Tod die Oberdeck befindlichen aber wurden von einem Hagel serbischer Geschosse überschüttet, so daß fie zunächst gar nicht an ihre Rettung dachten, sondern nur daran. daS feindliche Feuer aus dem Schnellfeuergeschütz und aus der Mitrailleuse, die beide noch über dem Wasserspiegel standen, lebhast zu erwidern. Die Rettung der Ueberlebenden erfolgte dank dem Umstand, daß der Kommandant sich gerade nicht auf dem Monitor, sondern auf einem Patrouillenboot befand, und sofort Maßnahmen zur Aufnahme der Schiffbrüchigen treffen konnte. Bei der Bergung im schärfsten feindlichen Feuer wurden auch einige Gerettete verwundet. Einen Marinesoldaten im Mastkorb warf die Explosion mehrere Meter hoch, aber er hatte daS Glück, wieder in den Mastkorb zurück- zufallen, wobei er sich allerdings das Schlüsselbein brach. Im Rettungsboot trafen ihn noch zwei feindliche Gewehrgeschoff«, eins in den Arm und ein» ins Bein. Beide Verlesungen sind glücklicher- weise nur leicht.-», v farte geflebt werden. der Kriegszeit auf Grund des Notgefches die Heimstättenpflege Tuberkuloser nicht mehr ausüben wollen. Es ist auch nicht richtig, daß der Magiftrat die Heimstätten Buch und Malchow offengehalten habe. ber Postbezirk( C, W, SO ufv.) anzugeben. Empfehlenswert ist wenn fie fich Bon jeder Veräußerlichung, Bon allent was dent Chrdie Anbringung einer zweiten Aufschrift innerhalb der Bergeiz, der Eifelfeit, der Vergnügungssucht dient, freihält. padung. Zur Beschleunigung des Betriebs trägt es wesentlich An die Vorstände sämtlicher Organisationen der Armen- und bei, wenn die Pafete frantiert aufgeliefert, d. h. die zur Fran- Wohlfahrtspflege ergeht deshalb die dringende Bitte: tierung erforderlichen Marken schon vom Absender auf die Paket- schaltung von Veranstaltungen, die mit Tanz. Aufführungen, Dar- für Sorgt bei Beschaffung der erforderlichen Geldmittel für AusDie Versendung mehrerer Batete mit einer Balet bolen up. berbunden sind. Sorgt, daß diese Veranstaltungen erjest bietungen von üppigen Speisen und Getränken, Bazaren, Tom- es fatte ist für die Zeit vom 12. bis einschließlich werben vor allem durch die unmittelbare Spende. Auch 24. Dezember weber im inneren deutschen Ber- rednerische oder musikalische Vorträge, welche der Erbauung oder fehr noch im Verfehr mit dem Ausland gestattet. Belehrung dienen, find dem Ernst der Zeit und der Aufgaben anGemeinschaftliche Einlieferungsbescheinigungen, über mehrere ge gemeffen. wöhnliche Pafcte werden in der bezeichneten Zeit nicht ausgestellt. Verlustlisten. bls? das Sanitätswesen an die Krankenkassen ein Schreiben, in dem Unterm 5. August 1914 erging feitens des Magistratskommissars u. a. hieß: Bis auf weitere Anordnungen finden Neuaufnahmen in den städtischen Heimstätten nicht statt; wir ersuchen leberweisungen und die Ausstellung von Attesten für die Heimstätten zu unters laffen." Am 24. September 1914 teilte uns das Kuratorium der städti Opferwilligkeit und Gebefreudigkeit haben sich in den letzten schen Heimstätten mit, daß nunmehr die beiden Heimstätten Buch Monaten in erhebender Weise bewährt. Sie werden auch ferner und Malchow wieder geöffnet werden. nicht verjagen, wenn es sich darum handelt, die Mittel zur Durch- Wir haben infolgedessen sofort Veranlassung genommen, dic führung der Aufgaben der freien Liebestätigkeit zu beschaffen. Ortsfrankenkassen unverzüglich davon in Kenntnis zu jezen." Nach unserer Ueberzeugung bedarf es feiner fünstlichen, wahrem ohltun innerlich und äußerlich wesensfremden Weihnachtssendung der Kriegerfrauen an ihre Männer. Anregungsmittel zur Beflügelung der Hilfsbereitschaft. Sie wird sich um so reicher und um so hingebender offenbaren, je mehr die ganze Fürsorgetätigkeit erfüllt und getragen ist von dem tiefen, frommen Ernst, den das gewaltige Geschehen unserer Tage erheischt." Bekanntmachung. Unserem Lesertreise ist bekannt, daß aus städtischen Mitteln 50 000 Mark ausgeworfen sind, um es den Kriegerfrauen zu ermöglichen, daß sie ihren Männern ein Beihnachtspaket senden können. Die Verlust liste Nr. 83 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: 1. Garde- Res- Reg.; 2. Garde- und 2. Garde- Ref.- Reg.; GarbeGren- Reg. Elisabeth; Landw. Inf.- Reg. Nr. 5; Ref.- nj.- Reg. Nr. 8; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 9; Gren.- Reg. Nr. 10; Landw.- Inf. Reg. Nr. 11; Gven.- Reg. Nr. 12; Inf.- Regimenter Nr. 15, 16; Die Verteilung geschieht durch die Hilfskommissionen Landw.Inf.- Reg. Nr. 17; Inf. Regimenter Nr. 20, 27, 28, 30; Für die Ernährung unseres Heeres und Volkes während des Nationalen Frauendienstes". Es werden Wollsachen Ref. Inf. Regimenter Nr. 31, 32; Füfilier, Reserve- Infanterie des Krieges ist es erforderlich, mit den vorhandenen reich( Semd, Hose, Bruſt- und Leibwärmer, Strümpfe, Kopfund Landm.- Inf.- Reg. Nr. 36; Füß- und Landw.- Inf.- Reg. Nr. 38; lichen Vorräten an Getreide und Mehl haus hälterisch wärmer, Bulswärmer usw.), und aus privaten Spenden ZiFuj.- Reg. Nr. 39; Inf.- Reg. Nr. 41; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 41; Reflichen Inf. Reg. Nr. 46; Landw.nf. Reg. Nr. 47; Rej.- Inf.- Reg. Nr. 53; umzugehen. Sierbei mitzuwirken ist jedermanns Pflicht. garren, Schokolade, Zuder 1. a. verteilt. Die Pafete werden Inf. und Res. Inf. Reg. Nr. 56; Brig.- Fri.- Bat. Nr. 37; Inf. Eine freiwillige Einschränkung des Ver- fofort verpact, adreffiert und befördert. Damit die Pakete Regimenter Nr. 63, 65; Ref. Inf.- Regimenter Nr. 65, 67; ni. brauchsan Auchen steht hierbei in erster Linie. Aber rechtzeitig in die Hände der Adressaten kommen, müssen sie Reg. Nr. 68; Ref.- Inf.Reg. Nr. 73; Inf.- Regimenter Nr. 74, 75; audy der übertriebene Verbrauch von Weißbrot, nament unbedingt in dieser Woche abgesandt werden. Ref.Inf. Reg. Nr. 75; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 76; Rei- Inf.- Regi- lich in den Städten, ist einzuschränken. Es ist nicht wirt- Die Kriegerfrauen müssen sich deshalb schleunigst, in den menter Nr. 78, 80; Brig.- Fri.- Bat. Nr 81; Rei- Inf.- Regimenter schaftlich, daß mehrmals am Tage frisches Weißbrot her- Kommissionen melden, um die Auswahl zu treffen und die Nr. 87, 88, 94; Jnf- Reg. Nr. 98, fiehe Ref.- Inf. Reg. Mes; gestellt und dadurch vieles Weißbrot altbaden und zur Nah- Adressen aufzugeben. Auch solche Striegerfrauen, die bisher Inf. Reg. Nr. 99; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 107, 110; Inf. Regi- rung unverwendbar wird. Eine unwirtschaftliche Verwen die Kommissionen nicht in Anspruch nahmen, können sich menter Nr. 113, 114, 117; Res. Inf.- Reg. Nr. 118; nf.- Regimenter Nr. 185, 136, 142, 151, 153, 160, 166, 169, 170; Rej.Inf.- dung von Brot und Weißbrot findet ferner dadurch statt, daß iezt melden und erhalten die Weihnachtsspende gegen VorRegimenter Nr. 210, 217, 221, 237, 238; Rej- Inf. Reg Meh; diefe in den Gast, Schant und Speisewirtzeigung ihres Kriegsunterſtüßungshogens. Landft.- Bataillone 1. Koblenz, Glogau 2, Osnabrüd, 1. Brenzlau; idhaften zur freien Verfügung der Gäste auf, Aber schnelle, möglichst sofortige Meldung ist notwendig. Jäg. Bat. Nr. 9; Festungs- Maschinengewehr- Abteilungen Rr. 4, 8. gestellt sind und daher, soweit sie nicht alsbald verzehrt Gren Reg. 3. Pferde Rr. 3, fiehe fombiniertes Drag.- Reg. der werden, durch langes Stehen schlecht und zum Verzehren un9. Rab.- Dib.; Drag. Reg. Nr. 16, fiebe auch fombiniertes Drag.- geeignet werden. Letzterem Mißstande ist dadurch leicht abWeihnachts- Liebesgaben in Schmargendorf. Pferde Fr. 5; Kombiniertes( Drag.-) Reg. der 9. Kav.- Dib.; ben Gästen auf Wunsch eine entsprechende Menge von einen gegründete Liebesgabenfammelstelle beabsichtigt, alle in der Die in Samargendorf burch den Zusammenschluß von 25 Berin Front stehenden Bürger durch eine Heine Beihnachtsgabe zu er eine zu er Felbart.- Regimenter Nr. 10, 22, 25; Ref.- Felbart.- Reg. Nr. 25; Schwarz- oder Weißbrot zu den Speisen oder Getränken verfreuen. Zu diesem Zwede werden die Angehörigen der Krieger erbart.- Regimenter Nr. 30, 36, 40, 41, 42, 45, 46; Ref.- Felbart. abfolgt. Diese Regelung soll lediglich der im vaterländischen fucht, die Feldabreffen spätestens bis zum 28. d. Mts. in der SammelReg. Nr. 51; Felbart.- Regimenter Nr. 58, 61. Interesse erforderlichen wirtschaftlichen Verwendung des stelle: Rathaus, Zimmer 16-17, in der Zeit von 11-1 und 5-7 Bion.- Regimenter Nr. 19, 29, 31; Pion.- Ers.- Bat. Mek; Res. Brotvorrates dienen. Sie begründet in feiner Weise die Uhr abzugeben. Bion. Komp. Nr. 46; 1. mobile Ers. Bion. Komp. des 9. Armeet. Notwendigkeit der Einführung einer besonderen Bezahlung Feftungs- Eisenbahn- Bautomp. Nr. 4; Festungs- Telegraphen- für das Brot, und zwar um jo weniger, als die Wirte bereits Baufomp. Nr. 7. 1. Bant- Est. Posen. Landau; 8. Feldart.- Reg. Nürnberg; 1. Ref. Fufart.- Reg.; 2. Ref.Fußart.- Reg.; 3. Ref.- Fußart- Reg. Eine Exmiffion, im einen nicht unerheblichen Vorteil dadurch haben, daß das die im Hause fürbringer Str. 12 durch einen Gerichtsvoll Brot nicht mehr zur beliebigen Verwendung aufgestellt wird. zieher ausgeführt wurde, hat Aufsehen erregt. Ein leiner GeDie baherischen Verlustlisten Nr. 59 und 60 bringen Ber- Auf Grund des§ 9 des Gesetzes über den Belagerungs- werbetreibender batte hier im August einen Laden mit dahinterTufte des 23. Inf.Reg.; 8. Inf. Reg. Mep; Bufammengefektes zustand vom 4. Jimi 1851 beſtimme ich daber für das Gebiet liegender Süche bezogen, blieb aber infolge ſchlechten GeschäftsCondm.- Inf. Reg. Barſt; 21. Inf. Reg. Fürth; 5. Felbart. Reg. Der Stadt Berlin und die Broving Brandenburg aanges von September ab die Miete schuldig und wurde Ditober von der Hauseigentümerin verklagt. Nachdem er im 1. In den Bäckereien, einschließlich derjenigen, die an- Rovember verurteilt worden war, zog er nicht aus, weil es für ihn deren gewerblichen Betrieben, wie z. B. Hotels und Restau- er ist Witwer mit 6 Kindern im Alter von 17 Jahren hinab bis rationen, angegliedert find, ist das Ausbaden von weißer au 21 Jahren nicht leicht war, eine andere Wohnung zu Ware, d. b. von Weizengebäd, mit Ausnahme des Kuchens, finden. Am 20. November, während er und der älteste Sohn täglich bis 2 Uhr mittags zu beendigen und das Ansehen des außerhalb Berlins als Helfer bei Pferdetransporten tätig waren, Sefeftüds für die weiße Ware des folgenden Tages darf nicht rüdte ein Gerichtsvollzieher an und ließ durch zwei Arbeiter die 8 1hr abends beginnen. Birtfaft auf den of hinaustragen. en suber Fünf Kinder blieben zunächst vom Vormittag bis zum späten Abend Verin den leeren Räumen und erhielten dann vorläufig Obdach bei mitleidigen Nachbarn. Als der Vater mit seinem Sohn zur Nachtzeit heim fam, fanden fie Laden und Küche ausgeräumt und er fuhren, was gefchehen war, Sie mußten obdachlos den Morgent erwarten, am nächsten Tage aber räumte die Familie, da sie noch leine andere Wohnung hatte, furg entschlossen die gesamte Wirtschaft wieder in die alte Wohnung hinein. Die sachsische Berluftlifte Str. 60 enthält Berlufte des Leib. Gren.- Reg. Nr. 100, Dresden; 2. Gren. Reg. Nr. 101, Dresden; Gren.- Reg. Landw. Inf. Reg. Nr. 101; 3. Juf- Reg. Nr. 102, 3ittau; 5. Inf. Reg. Nr 104, Chemnis; 7. Inf. Reg. Nr. 106, Leipzig; 8. Inf. Reg. Nr. 107, Leipzig; Schüßen( Fuf.-) Reg. Nr. 108, Dresden; 12. Inf. Reg. Nr. 177, Dresden und Truppenübungsplak Königsbor brüd; 13. nf.- Reg. Nr. 178, Kamenz; Rej.Inf. Reg. Nr. 241; Ref. Jnf.- Reg. Nr. 242; Ref. Jäg. Bat. Nr. 25. Kav. Erf.-bt. Nr. 12; 2. Zandft. Est. 12. Armeekorps. Art.- Ers. Abt, Nr. 28. 2. Das Aufstellen von Schwarz- und Weißbrot zur Verfiigung der Gäste ist in Gaft, Echanf- und Speisewirtschaften verboten. Dieses Verbot tritt om 1. Dezember dieses Jahres in Ref. Pion. Komp. 53; Ref.- Bion, Komp. 54. Sanitäts- Komp. 2, 19. Armeekorps; San. Komp. 3, 19. Armeef. Straft.de Ferner wurde die Marine- Verlustliste Nr. 11 veröffentlicht. Aus Groß- Berlin. Blumengrüße aus der Ferne. Der Oberbefehlshaber in den Marken. gez. b. Meisel, Generaloberst. Der Stadtschulrat Michaelis, der am Sonnabend im Die Bereinigung für Frauenwohnungen sieht sich veranlaßt. Birchow- Krankenhause verstorben ist, und Leiter des Ber- noch einmal die Bitte um lleberlassung von Freiwohnungen( möb fierte Zimmer) für in Not geratene, alleinstehende Frauen und liner höheren Schulwejens war, hat sich um das Fort Flüchtlinge, auszusprechen. Die Nachfrage ist noch immer groß bildungsschulwesen in Berlin außerordentlich verdient ge und die Erwerbsmöglichkeit für berufstätige Frauen sehr gering. macht. Ihm fiel die Aufgabe zu, die Pflichtfortbildungsschule Anmeldungen werden in den Sprechstunden wochentäglich von 5 bis Der Totensonntag hat auch auf viele in der Ferne organisieren. Das war nicht leicht. Wohl fonnte auf 7 1hr Mogstr. 39 I dankend entgegengenommen. Weilenden das Andenken an die lieben Toten daheim be- aber es mußte doch ein neuer Grund gelegt werden. Große einem Vortrage und unter Führung des Herrn Pfarrers Gahrke dem bisherigen Fortbildungsichulmesen aufgebaut werden, Eine Besichtigung ber Alosterkirche( C., Klosterstraße) nady sonders wach werden lassen. Wer ständig damit rechnen muß, Schwierigkeiten ftellten sich der Durchführung in den Weg, findet statt am nächsten Mittwoch, den 25. November, abends.8 Uhr. üher kurz oder lang von der Kugel des Feindes getroffen zu um den Wünschen der Interessenten entgegenzukommen, aber Seffnung der Kirche 7 Uhr. Eintritt frei. werden, denft des öfteren auch an seine Lieben, ob sie nun auch den Schulerfolg nicht zu gefährden. Um diese Frage Ein tödlicher Straßenunfall hat sich am Sonntagnachmittag iar am Leben sind oder ob sie schon unter fühler Erde ruhen. wurden jahrelange Kämpfe geführt. Die Lehrmeister in Mariendorf ereignet. Vor dem Hause Chausseestraße 44 wollte der Das fonnte man audy auf den Berliner Friedhöfen am Sonn- ihren Innungen wollten fich durchaus nicht darein schiden, Kaufmann Karl Lorenz furz vor einem von Berlin tonomenden tag beobachten, auch ihnen hatte der Krieg ein besonderes Ge- ihre Lehrlinge in den Nachmittagsstunden zur Fortbildungs- Straßenbahnwagen der Linie 96E das Gleis überschreiten. 2. präge aufgedrückt. Viele der im Felde Stehenden hatten schule zu schiden, es ginge zu viel Arbeitszeit verloren, wäh- wurde aber von dem Wagen erfaßt, umgestoßen und geriet unter fich ihrer Toten daheim erinnert und sie hatten entweder rend andererseits ein Unterricht am späten Abend nach der den Vorderperron. Er hatte schwere äußere und innere Berlegungen direkt Erinnerungszeichen gesandt oder Berwandte beauf- Tagesarbeit einem ermüdeten Lehrling nicht viel Nutzen erlitten und war bereits tot, als man ihn befreite. Die Leiche tragt, für sie Blumen oder Kränze auf das Grab der Mutter bringen kann. Herr Michaelis hat nach besten Kräften und wurde nach der Halle des Mariendorfer Friedhofes geschafft. oder des Vaters niederzulegen. Auf vielen Gröbern fab man mit fait übermenschlicher Mühe stetig den Unterrichtserfolg Blumenbufetts mit dem Bermerf: Gewidmet von Deinem im Auge gehabt und von diesem Gesichtspunkt aus unbillige Sohn. zurzeit im Felde,... Infanterieregiment"," Blumen aus Arras" oder aus einem anderen französischen Ort. Waren die Blumen auch gedrückt oder verwelft, jo repeten fie dennoch eine beredte Sprache. Sie jagten uns, wie sehr der Schenker der Blumen an seine lieben Toten daheim denkt. Und diese Empfindungen teilten sich auch denjenigen mit, die diese Graber mit den Widmungen umftanden. Kinderveranstaltungen in Neukölln. Morgen Mittwoch finden wieder die Märchenvorlesungen in folgenden Des ungebeuren Andranges wegen mußten Forderungen zurüdgewiesen. Auch als die Organisation ofalen ftatt: Jugendheim I: 3dealpaffage Jugendheim II: Rogaffir. 15; fertig war, hat der Verstorbene fortgefeßt außerordentliche Bartschs Feitsäle, Hermannstr. 49. Anfang 5 Uhr. Eintritt frei. Arbeit an dem Werke des Berliner Pflichtfortbildungsschul- Knaben. Anjang 4 Uhr. Am Donnerstag ist Handarbeitsstunde für Mädchen und Freitag für wesens aufgewendet, die sich bei Einführung der Pflichtfort außer ben oben mitgeteilten Lokalen noch weitere hinzugenommen werden. bildungsschule für Mädchen ergab. Auch was den Unterricht Die Bezirke verteilen fich jetzt folgendermaßen: Bez. 1-4 bei Brandt felbst betrifft, hat der verstorbene. Schulrat sich große Mühe lügerstr. 19, Dez. 5-8: Jugendheim, Idealpaffage, Bez. 9-12: Wolfs gegeben, denselben auf eine entsprechende Höhe zu bringen. Bez. 18-21: Seiten wirksam unterstützt worden ist, so schmälert das durchstellung im Grelfior- Lichtspielhaus, Bergftr 151 statt. Anfang 1 Uhr. Benn er auch bei seinen Bemühungen von den verschiedensten starisalar 21: Bartschs Feſtſäle, Hermannstr. 49, Bez. 22-24: Karlsgarlen, Gintritt Stinber 5 Bl.. Erwachsene is Bf. Billetts find zu haben: bei Brandt, Pflügerstr. 19, Borwärtsspedition, Siegfriedstraße, Sekretariat. Redarstr. 3, Gärtner, Wissmannstr. 14, Pusch, Böhmische Str. 13. der Ferne aus. Die Frau eines Reservisten gebar in AbAuch erfreuliche Ereignisse lösten Blumenspenden aus wesenheit des im Felde stehenden Mannes einen Sohn. Sie aus nicht sein Verdienst um die Berliner Pflichtfortbildungs überstand glücklich ihre schwere Stunde; der Mann hatte ihr schule. Herr Michaelis war ganz Schulmann und ein tüch bänglichen Herzens entgegengesehen. Nun er aber die tiger Fachmann. Freitische für Kinder. Festfäle, Kirchhofstr. 41, Bez. 13-17: Jugendheim, Rogatstr. 15, starlsgartenftrage. Sonntag, den 29. Nobember, findet eine in obor Volkskunstabend in Friedrichshagen. Sonnabend, den 28. No vember, abends 8 Uhr, findet in der Aula der König- Friedrich- Schule des: Konsumgenossenschaft, Drnchholzftr. 2, sowie in den mit Blafaten bezeichneten erfte Aunstabend ffatt. Billetts a 10 Bf. find in der Berlaufsstelle ber Geschäften zu haben. freudige Nachricht erhielt, jandte er, jo schnell das heute geht, aus dein Felde einen Feldpostbrief an seine Frau mit einem Blumenbufett und mit dem Glüdwunsch, hoffentlich baldigst Zu Beginn des Krieges find in Verbindung mit dem sein Söhnchen das einzige sehen und gesund zurüd- nationalen Frauendienst Freitische für Kinder Groß- Berlins fehren zu können. Freudestrahlend zeigte die beglückte eingerichtet worden. Wie uns mitgeteilt wird, beläuft sich die Mutter den Blumengruß Bekannten. Noch nie hat ein ver- Sahl ber Groß- Berliner Haushaltungen, die gegenwärtig in welftes Blumensträußchen einen solchen Wert für die Mutter der Form der häuslichen Speisung oder Speiseabholung von Rudolf Hermann, 3offener Str. 60, ausgebrochen. Dort stand Ein großer Brand war am Montagabend in der Seifenfabrik bejefsen, wie dieser Blumengruß aus der Ferne.Freitisch gewähren oder zu gewähren bereit sind, auf 14 757. das fünfftödige Fabritgebäude in Flammen, die an den Materialien Alle Anmeldungen find an die Hauptzentrale der Frei- und dem Tadgebält reichliche Nahrung fanden. Nach mehrstündiger Keine Wohltätigkeitsfefte. tische für Kinder Groß- Berlins", Charlottenburg, Mommien- fchwieriger Arbeit gelang es der Feuerwehr, den Brand zu löschen. Bon Jahr zu Jahr scheint sich die Zahl berjenigen Persönlich ffrage 37( bei Brauer), Tel.: Amt Steinplag 6330, zu richten; Die Entstehungsurfache fonnte noch nicht ermittelt werden. feiten zu mehren, die in der Veranstaltung von Wohltätigkeitsfesten sie werden von dort an die in Betracht kommenden Bezirkszugunsten Notleidender eine ernite Gefahr sehen. Vielen Teilzentralen weitergegeben. nehmern diefer Feite ist oft mehr zu tun um die Befriedigung der Bergnügungssucht und der Eitelkeit als um das Wohltun selbst. Diese von uns wiederholt ausgesprochene Ansicht bringt auch ein Aufruf zum Ausdrud, der von bekannten Persönlichkeiten aus allen Kreisen der Bevölkerung unterzeichnet ist. Der Aufruf lautet: In einigen Kreisen Groß- Berlins scheint man sich zur Be jchaffung von Geldmitteln für die freie Liebestätigkeit durch Wohl tätigteitsfeite" zu rüsten. Diese Zeit bulbet feine Feite! Mahnt sie wie fein bisheriges Erleben in jedem Sinne zur Einkehr, Ernst und Verinnerlichung; so namentlich auf dem Gebiete der Fürsorge. Die Fürsorgearbeit wird sich der größtent, der heilig jten Aufgaben, die ihr je gestellt wurden, nur dann würdig erweisen, Heimstättenbehandlung und Krankenkassen. F Die Zentralfommission der Krankenkassen Berlins und der Vororte schreibt uns: Vor kurzem lief eine Notiz durch die Berliner Tagespreffe, in der die Behauptung aufgestellt wurde, die Grund des Notgefeßes Heimstättenpflege nicht mehr auszuüben, Berliner Ortsfrankentassen beabsichtigen, während des Krieges auf auch wenn es sich um Lungentrante handelt. Ferner, daß auch der Magistrat sich gegen dieſe Cristrantenfaffen unter Hinweis auf die Offenhaltung feiner Heimitätten Buch und Malchom gewandt habe, weil er als felbstverständlich vorausseßte, daß die Bekämpfung der Tuberkuloje ununterbrochen weiter erfolgen müsse. Zeugen gesucht! Personen, welche am Sonnabend, der 21. November, nachmittags 4% Uhr, auf der Gottowskybrüde der Zusammenstoß der Straßenbahn mit einem Kohlenwagen be obachteten, werden um Angabe ihrer Adresse an Franz Topperzer, N. 58, Stargarder Straße 46, gebeten. Gewerkschaftliches. Ein Schiffsoffizierstreik als Kriegsfolge. Die von England vorgenommene Nordseesperre und die damit zusammenhängende Minengefahr für die Schiffahrt der neutralen Länder, hat einer Bewegung der Kapitäne Es ist nicht zutreffend, daß die Berliner Ortsfrankenkassen in und Offiziere der schwedischen Handelsmarine spontaner Dazu möchten mit folgendes bemerten: 11 • • ... Ausbruch verliehen. Seit Jahren sind die Chargierten der ließ an dem einen Ende los und die ganze Zaft des vier Zentner| groß als Ende August. Ebenso ist die Zahl der Stranten schwedischen Handelsflotte, die über eine gute Organisation schweren Eiſens wurde jah auf seine Schulter gelegt. S brach affenmitglieder wiederum gestiegen, und die zahlenmäßig verfügen, bemüht, eine Aufbesserung ihrer zum großen Teil unter dem Gewicht zusammen und knickte ein, erholte sich aber an der Hand der Krankenkassenberichte erkennbare Zunahme der fümmerlichen Heuer zu erzielen. Ist das Los der Kapitäne balb. Grit später stellten sich bei S. Schmerzen ein, die ihn haupt- Beschäftigten bleibt wahrscheinlich noch hinter der tatsächlichen fümmerlichen Heuer zu erzielen. Ist das os der Kapitäne sächlich im Kreuz und in der linken Schulter plagten. Er führte Besserung zurück. schon hart, das der Steuerleute ist tief traurig. Während sie, da er vordem ein kräftiger und gesunder Mann war, auf die Nach den Berichten der Arbeitsnachweisverbände die Heuer der Mannschaften durch die höhere Heuer in der plöbliche lleveranstrengung zurüd und beantragte die Unfallrente. hat sich die Lage des Arbeitsmarktes in Schlesien, in Pommern, in ausländischen Schiffahrt beeinflußt wird, sind die Offiziere zunächst mochte man sich überhaupt nicht mit der Ansicht be- Hessen- Nassau, Hessen und Waldeck, ebenso in Hamburg wad bisher dent Wohlwollen" der Reeder ausgeliefert gewesen. freunden, daß ein haftpflichtiger Unfall vorliege. Dann versteifte Württemberg auch weiterhin nicht unerheblich verbessert. Die Denn mit ihren schwedischen Offizierspatenten können sie im jich die Versicherungsträgerin, gestüht auf das Gutachten ihrer Bage des Arbeitsmarttes in Brandenburg- Berlin wird Auslande nicht viel anfangen, sie sind also auf die schwedische ferate, auf den Umstand, daß nach der 13. Woche teine eriverbs iegar als teilweise besser als im Vorjahr um die gleiche Zeit beAnheuerung angewiesen. beschränkenden Folgen wahrzunehmen gewesen seien. Ein Arzt zeichnet. Der Beschäftigungsgrad im Rheinland wird als gut, fand für die vorgebrachten jubjettiven Slagen feinen objektiven in Westfalen als gleichfalls günstig angegeben. Auch für die ProSchon 1911 machte ihre Organisation den Versuch, mit Befund, und nur eine früher vorhandene Nervenfchwäche mäßigen vinz Sachsen und das Herzogtum Anhalt wird eine günstigere Geder Reedervereinigung eine Regelung ihrer Arbeits- und Grades erwähnte er im Attest. Im ganzen wurden vier Aerzte staltung des Beschäftigungsgrades der Arbeiter festgestellt. In Heuerberhältnisse herbeizuführen, wurden aber abgewiesen. mit der zweifelhaften Unfallsache" befaßt. Geheimrat Brawis Schleswig- Holstein war die lage nicht ungünstiger als im SepDie einzige Frucht dieser Bewegung war schließlich eine zehn- untersuchte den Antragsteller genau und stellte Reurasthenie fest. tember; die Eisen- und Schiffbauindustrie iſt unverändert stark prozentige Erhöhung der Heuer der Steuerleute. Er vermochte aber auch keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen beschäftigt und nicht minder weisen die Nahrungsmittel- und BeJebt ist die Organisation der Chargierten an die Reeder Krankheit und Unfall anzunehmen, auch nicht mit der an Sicher Kleidungsindustrien weiterhin gute Beschäftigung auf. mit einem Ultimatum herangetreten. Sie fordern infolge alle Neurasthenie und führte sie auf den Unfall zurüd. heit grenzenden Wahrscheinlichkeit. Dr. Paul bescheinigte ebender Minengefahr eine von den Reedern zu leistende außer Gerichtsarzt trat ihm unumwunden bei und erklärte zu Protokoll: ordentliche Lebensversicherung von 5000 Kr., sowie eine Rege- ch schließe mich dem Gutachten des Dr. Baul an, weil ich der lung ihrer Heuerverhältnisse für die Anheuerung zu Neu- Meinung bin, daß durch die plötzliche Belastung und die dadurch jahr. Neben einer Erhöhung der Heuer, die nach Schiffs bebingte übermäßige Anstrengung des Körpers ein Nervenleiden Elassen und Dienstjahren geregelt werden soll, wird alljährlich bei einem früher gesunden Menschen hervorgerufen werden kann. ein Monat Ferien ohne Gehaltsabzug, volle Gehaltszahlung Das Oberversicherungsamt machte sich das Urteil des Gerichts( einschl. Tantieme) bei Krankheit bis zu drei Monaten, und arates Dr. Merk zu eigen und bewilligte auf Grund der ärztlichen für weitere drei Monate die halben. Säße gefordert. Schäßung dem S. 25 Proz. Unfallrente, da die Störung seines Nervensystems als Unfallfolge angeschen werden müsse. Gerichtszeitung. Die Rache der Geliebten. Kleine Nachrichten. Schweres Eisenbahnunglück bei Stendal. Auf der zwischen Stendal und Rathenow gelegenen Bahnstation Schönhauser Damm hat sich am Sonntagabend ein folgenschwerer Zugzusammenstoß zugetragen. Ein von Berlin kommender nach Köln bestimmter D- Zug fuhr auf Die Kapitäne und Offiziere machen ihre Ausfahrt von einen im lleberholungsgleis stehenden Güterzug 5130 auf. der Bewilligung dieser Forderungen abhängig. Dadurch Fünf Personen wurden getötet, 13 Personen sind mehrere Schiffe bereits außerstande gewesen, auszuberlegt, darunter zwei schwer. Der Materialschaden ist erfahren. Im Gotenburger Hafen liegen nehrere solcher heblich. Die Ursache ist vermutlich Ueberfahren des Halte Dampfer, die wegen der Weigerung der Offiziere nicht ausfahren fönnen. In Stockholm haben die Steuerleute mehrerer Dampfer sich geweigert, auszufahren, während die chens, welches von ihrem Geliebten den Laufpaß erhalten beamte. Die Liste der Toten ist folgende: Wehrmann Baul Die Liebes. und Leidensgeschichte eines jungen Mäd- fignals. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Die Toten und Verwundeten sind Soldaten und PoſtKapitäne ihren Dienst versehen und mit Hilfe anderer an hatte, lag wieder einmal einer Anklage wegen versuchten Rau vom Landw.- Inf.- Regt. Nr. 26 in Köln, aus Neue Schleufe Rand angestellten alten Offiziere der Sveagesellschaft ausse fahren konnten. Diese Gesellschaft, die die schwedische Küsten- Mordes zugrunde, mit der gestern das Schwurgericht des in Rathenow; Unteroffizier nieriem vom Königin Augustafahrt monopolisiert hat, war allerdings seit mehreren Jahren Landgerichts II unter Vorsiz des Landgerichtsdirektors Regiment in Berlin; Einj. Freiw. Krassel vom Ersatz- Bataillon fahrt monopolisiert hat, war allerdings seit mehreren Jahren Dr. Seligmann eine neue Tagung begann. Aus der Unter- des Inf. Regt. Rr. 63 in Oppeln; Bossekretär Steinke darauf bedacht, die Bezüge ihrer Kapitäne derart zu regeln, daß diese an die Gesellschaft sich materiell gebunden fühlen, ſuchungshaft wurde die 22jährige Stlike Margarete Seiffert vom Bostamt 1 in Berlin; ein Unbekannter mit Striegs. vorgeführt. weil fie anderweitig kaum die gleichen Verdienstverhältnisse erkennungsmarke Nr. 134 vom Grenadier- Regiment FriedrichWilhelm Nr. 4. finden würden. Dagegen sind die Steuerleute auch bei dieser Gesellschaft schlecht gestellt. Die Regierung hat nun schnell eingegriffen, sie schlägt Verhandlungen zwischen den Organisationen der Offiziere und der Reeder vor, um die Differenzen schnell zu regeln. Berlin und Umgegend. fer ind Ein Feldpoftbrief. Vor etwa zwei Jahren hatte die Angeklagte die Bekanntschaft des in Steglit wohnhaften Kaufmanns August Röthing gemacht. Es entwidelte sich ein Liebesverhältnis, das nach Hoffnung der Liebste, scit acht Tagen warte ich auf einen Brief von Dir. Angeklagten zur Heirat führen sollte, von N. aber nur als eine vorübergehende Liebelei betrachtet wurde. Als das stark hysterische Warum diese Feldpost nur so langsam arbeitet. Man tut sich Mädchen auf Heirat drängte, wurde N. zu ihr kühler und kühler doch sonst so viel zugute auf die Organisation. Nachrichten aus und strehte danach, die Beziehungen zu der Angeflagten ganz ab- der Heimat sind so das einzige, was uns noch aufrecht erhält, denu zubrechen. Wie diese gestern vor Gericht in sichtbarer nervöser hinter uns liegen Tage, Tage...! Die Franzosen verteidigen Die Konjunktur in der Eisentonstruktionsbranche ist eine Aufregung erklärte, habe ihr N. das Heiratsversprechen gegeben; jich verzweifelt und halten uns seit vierzehn Tagen unausgesetzt äußerst günstige, so daß in diesen Betrieben niemand zu feiern die Tatsache, daß er sich immer mehr von ihr abwandte, habe sie unter Feuer. Für heute ist wieder ein Angriff geplant. Diese braucht. In vielen Betrieben wird weit über die reguläre 3eit völlig in Verzweiflung gebracht, so daß sie schließlich lebensüber entfeßlichen Nachtfämpfe fann sich niemand vorstellen; sie fordern hiriaus gearbeitet. Dies wäre nicht nötig, da, wie in einer drüffig geworden sei. Tatsächlich hat sie eines Tages in der Woh Opfer über Opfer. Die Leute, die draußen, unsere Siege feieru, wurde, noch Arbeiter herangezogen werden können. Vor dem nung des N. versucht, sich durch Oeffnen sämtlicher Gashähne und ahnen nicht, wie diese Siege erkauft sind. Es hängt Herz und Striege waren die Löhne vielfach sehr niedrig. So ist es angesichts Ginatmen des Leuchtgases das Leben zu nehmen, sie ist aber Sirn an diesen latonischen Telegrammen. Liebste, wie oft ich an der guten Konjunktur ganz verständlich, daß das Bestreben der noch rechtzeitig aufgefunden worden. Dann kam eine Zeit voller Dich denke, wie oft ich in Gedanken bei Dir bin, immer sind es Arbeiter dahin ging, eine Aufbesserung der Verdienste herbeizu Verzweiflung, in welcher fie dem N. wiederholt brieflich und meine besten und schönsten Lebensaugenblide. Nie hätte ich geführen, was auch fast überall gelungen ist. Es wurde noch besonders mündlich drohte, daß sie an ihm Rache nehmen werde und er daran glaubt, daß ich an Euch so feit gefettet bin. Jest empfinde ich erft, darauf hingewiesen, daß jegliche lleberstunden und Feiertagsarbeit glauben müßte. Ende Juli faufte sie in einem Geschäft in der wie föstlich unser Zusammensein war. Und eine gedankenlose mit 20 Broz. zu bezahlen find, und das auch dann, wenn vielleicht Passage einen Revolver und ließ sich von dem Verkäufer in der Sugel sollte es enden? an anderen Lagen mal fürzer gearbeitet wird. In verschiedenen Handhabung der Waffe unterrichten. Wie sie behauptet, hatte sic Fällen, wo Differenzen mit Unternehmern ausgebrochen waren, Sic Absicht, fich selbst zu töten. Nachdem sie mehrere Abschiedsfonnte durch das Eingreifen der Organisationsleitung eine gütliche briefe an ihre Eltern und an einen Freund des. geschrieben, In Retten Wiener Tagblatt" erzählt Paul Bajjon, von einer Regelung erfolgen. R. in Unterhaltung, die ein steirischer Randsturmmann mit einem Deutsches Reich. Steglig und gab auf ihn, ohne ein Wort zu sagen, vier Schüsse härtigen ruifischen Soldaten führte, der gefangen, genommen ab, die ihn an der Schläfe, am Mund und an der Hüfte trafen, worden war und unserem Landstürmer offenbar Sympathien einaber dauernde gesundheitliche Nachteile nicht verursacht haben. flößte. Einer der vielen jüdischen Soldaten, die in russischer UniZwei Schüsse mögen sich wohl bei dem Ringen, das sich zwischen N. form stecken, machte den Dolmetscher, und es entwickelte sich das nachstehende Gespräch: Steirer:" Frag' eahm, ob er aa Kinder hat!" und der Angeflagten entwidelte, von selbst entladen haben. Dolmetsch: 3wei, sagt er, hat er." Steirer: Und ob er aa a Beuge N. drückte das Mädchen zur Erde und es gelang ihm, ihr Schu a st er is." Dolmetsch:„ Er ist ja ein Schuster. Erlauben den Revolver zu entreißen. In der gestrigen Verhandlung machte Sie, an was fennen Sie das?" Steirer:„ Am Dam( Daumen). ihm die Angeklagte zum Vorwurf, daß er ihr damit die Möglich- und ob er an unger hat." Dolmetsch:" Er hat, Herr feit genommen habe, sich selbst zu töten, jie versicherte jedoch, daß hab'n alle Sunger." Hierauf zog der Landſtürmer ein Stück Papier heraus, in dem sich der geringe Rest einer Krakauer Wurst befand, sie dies bei sich bietender Gelegenheit nachholen werde., und gab dieses gewig von ihm jehr geschäßte Besistum und mehr als drei Viertel des foeben gefaßten Brotes den beiden Gefangenen. als er sich, um den Danksagungen zu enigehen, abwendete, murmelte er vernehmlich vor sich hin:" Zwa Kinder hat er und a Schuaster is er aa!". Finanzielle Befferung im Sattlerverbande. Ausschuß und Vorstand des Verbandes der Sattler und Portefeuiller haben beschlossen, die Erhebung von Extrabeiträgen mit dem 5. Dezember einzustellen. Die Einstellung der Extrabeiträge ist wohl auf eine Befferung werden in gleich glüdlicher Lage sein. Wie wir schon früher hervor hoben, befindet sich der Verband der Sattler und Portefeuiller in einer Ausnahmestellung. Die Striegsführung schafft im Saftler gewerbe überreichliche Arbeit, und wenn auch das Portefeuiller gewerbe schwer daniederliegt, so ist die Arbeitslosigkeit auch dort gefunten, da mancher Portefeuiller im verwandten Sattlerberuf Befchäftigung fand. Der Band wird allen arbeitslofen, franken und invaliden Mitgliedern, bie fich bis 7. Dezember bei den Ortsverwaltungen ge meldet haben und noch am 19. Dezember erwerbslos find, eine Weihnachtsunterstügung zahlen. erschien fie am 29. Juli plöblich im Kontor des Befchrieben, Das Gutachten des Gefängnisarztes Dr. Juda erklärte, daß die hysterische und start nervöse Angeklagte die Tat zweifellos im Affett begangen und ihre zurechnungsfähigkeit zwar nicht aus geschlossen, aber doch vermindert gewesen sei. Der Staatsanwalt Ortmann beantragte die Verurteilung wegen versuchten. Totiolags unter Zubilligung mildernper Umstände. Der Spruch der Geschworenen lautete auf Schuldig des versuchten Totschlags unter Zubilligung mildernder Umstände. Der Staatsanivalt beantragte Jahre Gefängnis, das Gericht erkannte auf 9 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 3 Monaten Untersuchungshaft. 12. Aus Industrie und Handel. Der gefangene Kollege. Parteiveranstaltungen. mir Schöneberg. Wahlvereinsversammlung heute, Dienstag, dent 24. November, in den„ Neuen Rathausjälen", Meininger: Str. 8. Tagesordnung: 1. Lichtbildervortrag. 2. Unsere Kriegshilfe. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreicher Besuch erwünscht. 793 Charlottenburg. Die Jugendsektion hält am Mittwochabend 84, Uhr im Boltshause, Rosinenstr. 3, ihre Versammlung ab. Tempelhof. Mittwoch, den 25. d. Mis., abends 8 1hr im Lokal Stadt Dresden", Berliner Straße: Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Vortrag des Genossen Dr. May Schütte:„ Alexander II.( Sar von Rugland) und die Nihilisten". Mitgliedsbud) legitimiert. Die Arbeitslosigkeit der Kunstgewerbezeichner hat seit der Mobilmachung eine ganz außergewöhnliche Steigerung erfahren. Der Beruf hatte schon mehrere Jahre unter einer Modefrisis und dadurch bedingter Stellenlosigkeit zu leiden. Erst im Frühjahr machte sich eine leichte Besserung bemerkbar und nun sind durch den Ausbruch des Krieges wieder alle Hoffnungen zerstört. Zum Heeresdienst find zwar nur etwa 20 Broz. einberufen worden, aber mindestens 60 Proz. find seitdem jeder Möglichkeit beraubi, in ihrer Branche Arbeit und Verdienst zu finden und von den rest Die Roheisenproduktion. In der heutigen Hauptversammlung lichen 10 bis 20 Broz. ist die Mehrzahl auch nur noch halbtägig des Roheisenverbandes wurde über die, Marktlage beoder stundenweise beschäftigt. Eine Aenderung dieser traurigen richtet. Die Geschäftslage hat gegen den Vormonat feine ende Verhältnisse ist natürlich, solange der Krieg dauert, nicht zu errung erfahren. Die Abfagocrhältnisse erhielten jich im Oftober warten; es jei denn, daß die hauptsächlich in Frage kommenden gleich günstig wie im September. Der Versand im vergangenen Tertilfabrikanten das Ungesunde dieses Zustandes erkennen Monat betrug 49,09 Proz. der Beteiligung gegen 49.71 Broz. im und sich zur Inangriffnahme umfassender Vorarbeiten für die Vormonat. Auch im November wird nach den vorliegenden Abrufen spätere Friedenszeit entschließen. Inzwischen möchte man hoffen, mit einem Versand in Höhe der letzten beiden Monate zu rechnen daß auch diejenigen Kreise, die sich die Förderung des Kunst sein. Die infolge des Kriegsausbruchs eingeschränkte Produktion gewerbes zur Aufgabe gemacht haben, ihre Pflicht begreifen und der Hochofenwerte geht voll in den Verbrauch über. Die Roh Sen bedrängten Zeichnern zu Silfe fommen, zumal es jedem Ein eisenbestände sind weiter zurüd gegangen. Das Ge fichtigen flar fein muß daß der so gern gebrauchte Hinweis auf schäft für die Ausfuhr ist nicht bedeutend. Die Auslandabnehmer diefe oder jene Notstandsarbeiten in diesem Falle völlig verfehlt beziehen zunächst langsam die auf die bestehenden Abschlüsse noch ijt, da eine Beteiligung der Kunstgewerbezeichner hieran nur unter abzunehmenden Mengen. Ferner wurde die Frage der Ver= Gefährdung ihrer beruflichen Fähigkeiten denfbar ist. faufspreise für die Lieferung bis Ende März 1915 beraten und beschlossen, die Verkaufspreise mit Ausnahme desjenigen für Sämatit unverändert bestehen zu lassen. Der Verkaufspreis für Sämatit wurde angesichts der erheblichen Preissteigerung der für die Herstellung dieser Eisenforte erforderlichen Erze um 10 M. pro Tonne erhöht. Arbeitsgelegenheit für Bauarbeiter! Die Baugeschäfte Som berg u. Cie. in Troisdorf und Alfons Dörner in Siegburg jugen noch Maurer und Hilfsarbeiter zu dem Tariflohn von 59 bzw. 49 Pf. pro Stunde. Das Baugeschäft N. Beermann in Troisdorf sucht Erdarbeiter zu einem Stundenlohn von 50 Pf. Man wendet jich am besten zunächst schriftlich dorthin. Deutscher Bauarbeiterverband, Zweigverein Bonn. Soziales. Die plötzliche Belastung. pad Die medizinische Wissenschaft muß sich mit immer mehr Unfallursachen vertraut machen, um für die Gebrechen der Menschheit ein schonendes Verständnis zu befizen. Was man früher mit Empfindlichkeit und Uebertreibung abtat, läßt fich heute nicht mehr in jene Rubriken einzwängen. Eines der wichtigsten Kapitel ist die Unfallfrage. Eine vor dem Oberversicherungsamt erfolgreich durchgefochtene Berufung des Maurers Senft aus Brandenburg bietet hierzu eine lehrreiche Illustration. Senit war am 12. Oftober v. J. mit dem Tragen eines Eisenträgers befchäftigt. Sein Partner, ein jüngerer Arbeitsbursche, Friedenau. Die Mitgliederversammlung des Wahlvereins findet aut Mittwoch, den 25. d. Mis., abends 8%, Ubr, im Staiser Wilhelmsgarten", theinstr. 65, statt. Auf der Tagesordnung steht 1. a. ein Vortrag des Genojien Geiß Zubeil. Steglitz. Die Mitgliederversammlung des Wahlvereins fann besonderer Umstände wegen nicht heute, sondern erst am Mittwoch, den 9. Dezember, ftattfinden. Frauen- Leseabende. Waidmannsluft. Mittwoch, den 25. November, abends 8 Uhr, im Schweizerhaus", Dianastraße. Bortrag über„ Land und Leute in friegführenden Ländern". Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis mittwochmittag: Zur Westen ein wenig milder, nielfach wollig oder nebelig, geringe Niederschläge. Im Diten noch ziemlich falt, trocken und anfangs meist heiter, später Zunahme der Bewölkung. Briefkasten der Redaktion. Ueber die Lage des deutschen Arbeitsmarktes im Oftober berichtet das vom Kaiserlichen Statistischen Amte herausgegebene Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. of Reichs- Arbeitsblatt" in feinem Novemberheft wie folgt: rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Die im September dem August gegenüber in fast jämtlichen Sonnabend von 5 bis 6 lor statt. Jeder für den Briefkasten be Gewerbezweigen eingetretene Verbefferung des Arbeitstimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beiAnfragen, denen feine marites hat sich auch im Oktober wetter fortgefest. Vor zufügen. Brieflicte Antwort wird nicht erteilt. Abonnements quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Ellige allem haben die verschiedenen Industrien, die sich an den Kriegs- Fungen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke lieferungen beteiligen fönnen, im Oktober nicht nur gleich lebhafte, und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. sondern zum Teil sogar noch lebhaftere Beschäftigung als im Vor- F. 5. 17. 1. Von einer Preisaussezung ist uns nichts bekannt. Städtische Straßen monat aufzuweisen gehabt. Die mit wenigen Ausnahmen hervor- 2. Große Berliner Straßenbahn, Leipziger Platz 14. G. S. 80. Soweit vorhanden, durch Genossen tretende Besserung erstreckt sich sogar auf Lurusindustrien, wie die bahn, Kniprodeftiage. Ferd. Ewald, Schönleinstr. 6. 3. O. 12. 214 226. Wie niele davon in V. F. 100. Edelmetallindustrie. Nur das Baugewerbe hat eine Verbesserung im neuerer Zeit eingemeindet sind, nicht näher bekannt. Oktober im allgemeinen nicht aufzuweisen gehabt zum Benden Sie sich an den Vorsitzenden Herrn Oskar Schlager, Berlin- Tempel 2. M. 69. Erfahren Sic Bei der Teil unter dem Einfluß der ungünstigen Witterungsverhältnisse. hof, Kaiſerin- Augusta- Str. 70. Betriebsinspektionen, an die Sie Ihre Anfragen richen wollen. Die Debung des allgemeinen Beschäftigungsgrades ist wie aus den M. K. 88. Darüber sind uns Mitteilungen nicht 8114 Auskunft erbalten Sie aber im Auskunftsbureaut Industrieberichten so auch daran zu erkennen, daß die Nachweise gegangen. Bahnhof und Alexanderplat ant Potsdamer Bahnhof. über die Arbeitsloien in den deutschen Fachverbänden im P. H. Ein solcher Anspruch besteht feineswegs. Auf Betreiben ins Oftober eine erhebliche Verminderung der Arbeitslosengiffer ergeben. Die Arbeitslosigkeit war Ende Oktober nur noch halb so besondere der sozialdemokratischen Abgeordneten wird jetzt das Pugmaterial am 2 vom Staat geliefert. G. B. 113. Benden Sie sich an die Reichsbank scheidungsflage einleiten, so müssen Sie zunächst beim Amtsgericht einen lichen Lage beim Gericht Zahlungsfrist und ferner beantragen, daß die Berunter Borlegung des Scheines. 23. 29. 1. Wenn der volle Unter: Sühnetermin beantragen. Nach fruchtlosem Ablauf desselben wäre dann pflichtung zur Räumung wegen Nichtzaalens des Mietszintes nicht ein ehalt gewährt mar, ja. Der Anspruch ist bei dem Bezirksborsteher oder die Klage b im Landgericht zu erbeben. Als Chefcheidungsgrün de kommt treten ist oder nur dann eintreten foll, wenn vom Gericht feitzulegende bei der Steuerkaffe geltend zu machen. Die Verpflichtung fällt nur das in Betracht, was feit längstens 6 Monaten zu Ihrer Kenntnis Ratenzahlungen nicht eingehalten werden. A. B. 78. Als untauglich W. M. W. 9. feineswegs während des Krieges fort. Rein. gekommen ist. B. 32. Nein, A. 2. 71. Derartiges ist von uns ausgemustert. R. G. 07. Wegen Unterleibsbruchs nur landiturmA. 100. 1. Die Höhe steht in Gemessen des Gerichts. Etwa 1000 M. nicht ausgeführt. Ausführlich find die Wirkungen des Krieges auf das pflichtig. A. 2. 13. Das Dispensgefuch ist bei dem Landgericht einmürden für angemessent erachtet werden. 2. Reineswegs. Lina S. 30. Mietsverhältnis in den Nummern vom 29. und 30. A: guft und 2. September zureichen, das die Eheicheidung ausgesprochen hat. 3 edmäßig ist es, die Mein, aber Sie dürfen darüber nicht neden. M. Jordan. Eine Ein- dat gelegt. Sturm 23. Beide Zeichen bedeuten: wegen Augenfebler nur Enwilligung des geschiedenen Ehegatten in die Heirat beizufügen. 5. 25. Ja. GR. 30. landsturmpflichtig. ziehung ist möglich, aber unwahrscheinlich. 23. P. 31. Wegen Schwerhörigkeit untauglich. R. 79. Die Ehefrau und das zu erwartende Kind sind die alleimgen Wegen schwacher Brust nur landsturmpflichtig. S. C. 16. Mit einer. 5. 1. bis 3. Rein. 2. Der Wirt tann auf Räumung und auf Bahlung Eiben. Aukerdem steht der Ehefrau eine Kriegswitwenrerte und dem Chefcheidungstlage würhen Sie faunt durchbringen. Wollen Sie Ehe der gesamten Miete klagen. Sie können unter Darlegung Ihrer wirtschaft Kinde eine Kriegswaisemente zu. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Görlitzer Viertel. Bezirk# 48 1. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Genojsin, Frau Emma Friedrich Dranienstraße 205, gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 25. November, nach mittags 3 Uhr, von der Halle, des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 217/12 Der Vorstand. Köpenicker Viertel. Bezirk 173. Den Mitgliedern zur Nachricht, baß unser Genosse, der Ladierer Hermann Stechow Stopenider Straße 168, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwoch, den 25. November, nach mittags 3 Uhr, von der Halle des Emmaus- Kirchhofes in Neufölln, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht am Der Vorstand. Petersburger Viertel. Bezirk 373. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Schriftseger Alfred Langner Sareinerstraße 20, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Fern von der Heimat, in Nordfrantreich, fiel am 30. Dttober mein heißgeliebter, unvergeßlicher Gatte, herzensguter Bater, Sohn, Sawiegersohn, Bruder, Schwager, der Tischler Max Friedrich Unteroffizier der Reserve im Inf.Reg. Nr. 24, im 28. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Olga Friedrich geb. Rieck und Kinder, Wicherturaße Nr. 128. Du treues Herz. ruh still in Frieden, All unser Glüd nahmst Du mit hin. Du kämpftest jorgend für Dein junges Leben, In unserm Herzen stirbst Du nie. Gar einfach war Dein Leben, Du dachtest nie an Dich, Nur für die Deinen ftreben Bar Deine größte Pflicht.[ 5206 Deutscher Holzarbeiterverband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Sollege, der Knopfarbeiter Hermann Wall Reinidendorf West, Spandauer Weg 8, im Alter von 61 Jahren ge storben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Dienstag, den 24. November, nach mittags 3 Uhr, auf dem GemeindeFriedhof in Neinidendorf- Dit statt. 93/18 Die Ortsverwaltung. Yerhand der freien Gast- and Schankwirte Deutschlands. Tegel und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Fritz Kakies am Sonnabend, den 21. November, früh verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Dienstag, nachmittags 4 Uhr, von der Tegeler Leichenhalle aus statt. 45/3 Treffpunkt der Kollegen und Genossen beim Kollegen Hugo Sorrer, Schlieperstr. 80, um 3 Uhr. Gesangverein„ Freie Sänger" A.-S.-B.). Scien Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplat gefallenen Genoffen! Am 23. Dktober fiel im Besten der Monteur Richard Jobke Stalizer Str. 55/56, Beşirt 195 III. Bei den Kämpfen im Besten fiel der Former Hugo Pech Görlitzer User 10, Bezirk 208 III. 217/13 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr Bei den Kämpfen im Osten fiel der Zigarrenarbeiter Julius Buchmüller Wisbyer Str. 3, 5. Abt. Bez. 555. Bei den Kämpfen im Often fiel der Schloffer Otto Berndt Schonenscheftr. 8, 5. Abt. Bez. 555. 233/9 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr Jm Diten gefallen der Tischler Reinhold Höckendorf Reineftr. 57/58, 16. Bezirk. Im Besten gefallen der Tischler Paul Stoertzer Emjer Str. 23, 15. Bezirk. 239/6 Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. 3m Dften gefallen am 11. Oftober 243/2 Rudolf Grunwald. Sozialdemokratischer Wahlverein Niederbarnim. Bezirk Borsigwalde. An den Folgen eines Bauchschusses im Lazarett zu Sens in fran zöfifcher Gefangenschaft verschied unser Parteigenoffe Otto Habermann. 243/3 Sozialdemokr. Wahlverein Niederbarnim. Bezirk Erkner. Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Folgende Kollegen find im Felde gefallen: Albinsky, Gottlieb, Einschaler, sz. Schöneberg. Billjett, Emil, Hilfsarbeiter, Brandenburg, Paul, Stuffateur, Fischer, Karl, Rabizpuzer, Gaydzinski, Franz, Hilfsarbeiter Großkopf, Karl, Maurer, Günel, Paul, Einschaler, Keller, Paul, Fahrstuhlarbeiter, Klein, Franz, Silfsarbeiter, Knappe, Wilh., Fahrstuhlarbeit., Lehmann, Hermann, Maurer, May, Fritz, " Muth, Robert, Stuffateur, Mühlan, Joseph, Maurer, Mülsch, Julius, Hilfsarbeiter, " Often I. 11 Südosten. Norden II. " " Weften. " " Nordoften. Lichtenberg. Neukölln. " " "" Lichtenberg. Neukölln. " Mariendorf. " Often I. Oranienb.Bft. n Zeltow. A " Often I. Penezynski, Franz, Fahrstuhlarb. ,, Often II. Sydow, Wilhelm, Maurer, Schulz, Gustav, Spanner, Wojahn, Emil, Einschaler, Spiekermann, Franz, Hilfsarb., 145/1 Ehre ihrem Andenken! " Lichtenberg. " Often I. " Often I. " Wedding. Die örtliche Verwaltung. Am 14. November fiel auf dem Schlachtfelde im Westen durch eine Granate getroffen unser Kollege, der Former Ernst Graefe. Der Gefallene war uns stets ein lieber Kollege, und werden wir sein Andenken in Ehren halten. Leicht sei ihm die Erde! Die Kollegen 5215 der Firma Julius Oppenheimer u. Co. G. m. b. 5. Berlin SO. 16, Zosson( Ritgl. b. 6-8). H.& P. Uder, Engel- Ufer 5. Auf dem westlichen Kriegsschauplatz fiel unser treuer Sangesbruder Artur Miethe. Bir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand. Tabak- Großhandlung und Tabakfabrik. Rauch, Kau-, Schnupftabake, Zigarren, Zigaretten. Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Preislagen. bezu Originalpreisen. Amt Kannten Marken Zigaretten pl., 5014. Tisnight Goldfarts die beste daher Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Former 129/6 Fritz Kakies am Tegel, Trestowftraße 5, 21. November en Lungenentzündung gestorben ist. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet heute Dienstag, den 21. November, rad mittags 4 Uhr, von der Leichenballe des Gemeinde- Friedhofes in Tegel aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Verband der Lithographen, Steindrucker u. verwandten Berufe ( Deutscher Senefelder- Bund). Nachruf. Den Mit liedern zur Kenntnis, daß unser Kollege, der Lithograph Georg Schulze am 13. Oftober bei den Kämpfen in Rugland gefallen ist. Sein Andenfen werden wir tets in Ehren halten. 109/19 Die Verwaltung. Tanksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben, unvergeßlichen Mannes, des 146 Innungskrar kenkasse der Schuh- Unteroffiziers macher. Das Borstandsmitglied Christian Burger ist nach langem, schwerem Leiden verito: ben und wi: d reute Diens tag, den 24. November, nach mittags 3 Uhr von der Leichen balle des städtischen Friedhofes, Seeftr. 93, aus beerdigt. Wir bedauern den frübzeitigen Tod dieses Kollegen, der stets für das Wohl der Mitglieder gearbeitet und bitten um rege Anteilnahme. 279/6 Der Vorstand. Schwimmverein„ Vorwärts" Berlin 1897. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unier lieber Schwimmgenoffe und Schwimmwart der Abteilung Gerichtstraße 290/9 Erich Bluhm am 3. November auf dem weft lichen Kriegs chauplatz gefallen ist. Wir werden ihm ein chrendes Andenken bewahren. Der Vorstand Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Frau des Kollegen Tröbel, Emilie geb. Altmann ( Udalbertstraße 62, Bezirk 4) verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heute Dienstag, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Thomas- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 45/2 Die Ortsverwaltung. Am 9. Dftober in Frankreich auf dem Schlachtfelde fiel unfer lieber Sohn, Bruder und Schwa ger, der Musketier Fritz Schwoch im Alter von 22 Jahren. Dies zeigt hiermit an die trauernde Familie Schwoch. Du treues Herz, so früh bist Du von uns geschieden, all unser Glüd nahmst Du mit hin. Du fämpftest für Dein junges Leben, in unserm Herzen stirbst Du nie. Ber unser Blüd gekannt, weiß, was wir verloren. Ruh' fanft in Feindesland, fo fern von Deinen Lieben. 118A Max Alex sage ich allen Befa: nten, Freunden und Berwandten sowie der Firma Lampion u. Dppdenhof und den Kollegen des Transportarbeiter- Ber bandes meinen herzlichen Dant. Die trauernde Witwe Luise Aleg. UlsterMtr. M. Stoffe, Damentuche3-4-5Persianer imit 10.- 15.- 20.Plüsche Mtr. M. Tuchlager Koch& Seeland G. m. b.H. Gertraudtenstr.20-21gegenüb der Petrikirche. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher enabme fowie für die zahlreichen Kranzipenden bei der Beerdigung unferes unvergeßli den, lieben Sobnes Otto Dumke fagen wir allen Freunden und Be finnten, den Wahlverein Pankow, dem Deutschen Metalarbeiterverband fowie feinen Stollegen der Firma Riebe unjeren her lichten Dant.. 99a Familie Dumte. Ochsena- Extrakt würzt und kräftigt alle Suppen, Saucen und Gemüse in gleicher Weise, wie der englische LiebigFleischextrakt. 1 Pfd.„ Ochsena" hat den Gebrauchswert von zehn Pfund Rindfleisch. In den meisten Detailgeschäften per Pfd. 1,20 M., Pfund 65 Pf. käuflich. Mohr& Co., G.m.h.H., Altona- E. Spezialarzt $ 1. Haut, Harn, Franenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. tonz. Laborat. i Blut Dr. Homeyer untersuchung, Gäden 1. Harnuſw. Friedrichstr. 81, Banovtitum gegenüber Spt. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzabl. Separates Damenzimmer. Verwendet Kreuz- Pfennig"-Marken auf Briefen, Karten usw. Mitteilung. Dem verehrlichen Publikum Groß- Berlins, insbesondere unserer werten Kundschaft, machen wir die ergebene Mitteilung, daß wir Gelegenheit hatten, große Posten hocheleganter Konfektion billig anzukaufen. Es befinden sich darunter viele Waren, die für den Export bestimmt waren und infolge des Krieges und der Grenzsperren nicht zum Verkauf gelangen konnten. Die Posten bestehen aus: Kostümen, Paletots, Ulster, Seal- Plüsch-, Velour du Nord- und Backfisch- Mänteln, kurze und lange Formen neuester Saisonmode usw. usw. und wird hierdurch jedem Käufer Gelegenheit geboten, billig zu kaufen. Sielmann& Rosenberg Gene Kommandantenstraße, Ecke Lindenstr. Genet 1869 22 Schaufenster. 1869 2 Häuser vom Dönhoffplatz. Sonntags von 12-2 Uhr geöffnet. Eine neue Trinffur Für Männer und Frauen aller Stände Mattigkeit und Müdigkeit am Morgen, ein Bleternes Gefühl in den Beinen, kalte Füße, Gliederreißen, geschwollene Füße oder Hände, Budungen, Rüdenschmerzen, Gelentschmerzen, Klopfen in den Abern, Blutandrang nach dem Kopfe, Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Niedergeschlagenheit, Unluft zur Arbeit, Schmerzen in der Nieren gegend und beim Urinieren, buntler Urin mit rotem Sand oder weißen Floden, Stoff wechſelftörungen, Appetitlosigkeit, auch Hautausschläge, das find die Anzeichen dafür, daß Ihr Körper wohl faft immer mit harusäure vergiftet ist. Treten folche Anzeichen bei Ihnen auf, fo ift es bie höchfte Zeit, daß Sie Ihre Lebensweise vollständig ändern, bann ist es geit, baß Sie, Botano" trinken. Damit fich jedermann, ob arm oder reich, von der wohltätigen Wirkung ber Botano- Trinktur" überzeugen kann, haben wir uns entschlossen, Ihnen ohne vorherige Bezahlung ein entsprechendes Quantum Botano", ausreichend für 4 bis 6 Wochen, franko ins Haus zu senden. Botano" wird nach einem patentierten Berfahren aus den Hülsen der Pflanzengattung Phaseolus vulgaris bergestellt, ift ärz lich begutachtet und bestens empfohlen. Biele glänzende Anerkennungen liegen vor. von der Borz iglichkeit ber Botano- Trinktur" fiberzeugt, so haben Sie uns innerhalb 5 Tagen nach Empfang nur Haben Sie fich einzuschicken Eine lehrreiche Schrift mit genauer Anleitung über die, Botano- Trinttur liegt jeber Sendung gratis bei. Damit Sie mit ber Botano- Trinktur" fofort beginnen tönnen, schreiben Sie noch heute eine Boftfarte mit Ihrer genauen Adreffe an die Botano- Werke, G m. b. H, Breslau II, Postfach 147/60 Mark 6.verbreitesundheitstabock! Deutschlands. Berantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantwo.: Th. Gløde, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW. lichs Ausgabe einer Weinporiion. am besten Rotwein, an die Truppen erfolgen. Die MätzigkeitSbestrebungen in der Armee werden im übrigen auch weiterhin nachdrücklich gefördert werden. Tie Kriegs-Rohstoff-Abteilung des Kriegsministeriums. A m t l i ck. Berlin, 22. November.(W. T. B.) In einer durch die Presse verbreiteten Mitteilung ist der Industrie empfohlen worden, sich an die Kriegs-Rohstoff-Wteilung deZ Kriegs- Ministeriums in Berlin behufs Ueberlassung von Ware zu wenden. Die Annahme, daß die Kriegs-Rohstoff-Abteilung den Ankauf von Rohstoffen zu vermitteln habe, ist nicht zutreffend. Die Ab- teilung beschäftigt sich lediglich mit der Organisation von Beschaf- kung und Verteilung der für den Heeresbedarf unentbehrlichen Rohstoffe. Tic Zuführung des Materials an die einzelnen Firmen ist Zache gemeinnütziger Gesellschaften, die eigens für diesen Zweck geschaffen wurden. Im Interesse des gedeihlichen Weiterarbeitens der Kriegs-Roh- stoff-Wteilung wird daher gebeten, von Anfragen nach Preisen, Bezugsquellen und dergleichen abzusehen. ■ Derartige Zuschriften können keine Beantwortung finden. Zahlung für militärische Ankäufe. Berlin, 22. November.(W. T. B.) Das Kriegsmini st e- r i u m hat angeordnet, daß in allen Fällen, in denen Ankäufe von Kraftwagen. Pferden, Wagen und Geschirren unmittelbar von den Truppen erfolgt sind, die Bezah- lung der Schätzungswerte durch die stellvertretenden Intendanturen zu veranlassen ist.�Den Besitzern wird anheimgestellt, die mit An- gaben über den Schätzungswert versehene Anerkenntnis in U r- f ch r i f t an die für ihren Wohnort zuständige � stellvertretende Korps-Intendantur einzusenden. Sie Kartosselhöchstpreise. Ter Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung H ö ch st- preise für Speisekartoffeln festgesetzt. Die Preise gelten für die Kartoffelproduzenten. Das Reich ist mit Rücksicht auf die Verschiedenheit der Produktionskosten in vier Preisbezirke geteilt. Der erste Bezirk umfaßt etwa die Gebiete östlich der Elbe, der zweite Bezirk Thüringen, der dritte Bezirk erstreckt sich aus die nordwestdeutschen Gebiete mit ihrer großen Schweinezucht, der Westen und Süden des Reichs fällt in den vierten Bezirk. Die Preise für die besten Speisekartoffeln wie Daber, Imperator, Magnum bonum und Up to date sind um 2 5 P f. für den Zentner höher gesetzt als für die übrigen Speisekartoffeln. Die Landeszentralbehörde kann noch andere Sorten bester Speisekartoffeln in diese erste Gruppe hinein- setzen. Die Höchstpreise sind für Speifekartoffeln der besten Sor- ten im Osten 2,75 M., in Mitteldeutschland 2.85 M., in Nord- Westdeutschland 2,95 M., in West- und Süddeutschland 3,95 Mark für den Zentner. Für die nicht herausgehobenen Sorten sstld die Preise entsprechend:.2,59, 2,69, 2,79 und 2,89 M. für den Zentner. Die Fesfietzung von Höchstpreisen für Futter- und F a b r i k k a r t o f f e l n ist in Vorbereitung. Die Verordnung tritt am 28. November 191-1 in Kraft. Die lange erwartete Verordnung ist also endlich erlassen worden. Es sind keine Großhandelspreise festgesetzt worden. sondern Preise'fur die Produzenten, also Höchstpreise, zu denen diese die Kartoffeln an Händler oder Verbraucher ver- kaufen dürlen. Dies hat den Vorteil, daß ein Zurückhalten der Kartoffeln von feiten der Produzenten zur Erzielung höherer Preise zwecklos wird, da die Höchstpreise naturgemäß für das ganze Erntejahr Geltung behalten. Damit aber auch die Händler mit der Ware nicht zurückhalten, müssen die Be- Hörden schleunigst auch Höchstpreise im Kleinhandel fest- letzen, wozu ihnen das Gefetz vom 4. August die Möglich- keit gibt. Einzelne Behörden sind auf diesem Wege schon voran- gegangen. So hat der Regierungspräsident von Wies- baden an die Landräte des Regierungsbezirks einen Erlaß gerichtet, in dem er sie ersucht, bei den Landwirten, die ihre Kartoffeln' zurückhalten, diese zu beschlagnahmen. Der Hanauer Landrat und Polizeidirektor ordnete bereits ain 29. November die unverzügliche Beschlagnahme der bei Kartoffelzüchtern und-Händlern befindlichen Kortoffelvor- räte, soweit diese nicht für eigenen Bedarf nötig sind, an. Im Stadtkreis Hanau wird die Beschlagnahnie durch Be- amte der Polizeidirektion, im Landkreis durch die Bürger- Meister ausgeführt. Bei der Beschlagnahme handelt es sich zunächst nur um die Festhaltung der vorhandenen Bestände; wegen des Verkaufs erfolgen besondere Bestimmungen. Jetzt werden wohl auch die Behörden an anderen Orten für die. Feststellung der Preise im Kleinhandel schleunigst Vorsorge treffen. politische Uebersicht. Verbotene Versammlungen. Tie von der Leitung der sozialdemokratischen Partei in Leipzig für Dienstag(24. November) einberufenen Volksversammlungen wurden von den maßgebenden Behörden verboten. Iii den Versammlungen sollte verhandelt werden über die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln während des Krieges. Eine Begründung für das Verbot ist noch nicht gegeben._ Eine ungerechte Anklage. Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht die„Frankfurter Zeitung" folgendes:,.... Im Zweiten Morgenblatt vom 7. November baben wir eine vom.Berliner Lokal-Anzeiger" aus einem Feldpo,tbr,ef ent- nommene Notiz wiedergegeben, wonach ein engl"cher Fnegerosnzter einen gefangenen deutschen Soldaten in nacktem Zustande in seinem Flugzeug mitgenommen habe, um ihn zu� zwingen, die deulichcn Stellungen zu verraten. Der Apparat'e« hinter der delllicbsn»Front niedergegangen und der Ossizier sel.enwopen worden. Es ist erfreulich, als das Ergebms torgfalliger Nachfon'-äuiigen feststellen zu können, daß diese Dcir- stellung den Tatsachen nicht entspricht. Gerüchte und Erzah- lungen. wonach englische Offiziere gefangene Deutiche;wr auf- klärung zu benupen versuchen, find nicht selten, aber eS ut oisver kein F a l l n a ch g e w i e s e n worden, in dem derartiges tat- sächlich geschehen ist. was jener Feldbrief behaupiel.„ Dieter Rlchtigsieklung wünschen wir dieselbe Verbreitung, wie>ie ohne Zweifel die von uns dem Berliner Blatt entnommene Nonz gesunden hat. Tie an und für sich unglaubwürdige Geschichte ist von fuhr vielen Blättern wiedergegeben worden, die hoffentlich auch den Widerruf verbreiten werden. Massnahmett gegen die Cholera. Daß in Rußland die Cholera herrscht und auch auf die russi- schen Truppen übergegriffen hat, in bekannt. Es besteht daher im Zusammenhang mit den kriegerischen Ereignissen in Ruffisch-Polen die Gefahr einer Verschleppung der Krankheit über die Grenzen. Zur Beunruhigung liegt deshalb aber, wie die„Schlesische Zeitung" schreibt, kein Anlaß vor, denn es sind natürlich alle erforderlichen Matznahmen getroffen, um ein etwaiges Auftreten der Krankheit im Keime zu ersticken, und eine Verbreitung unmöglich zu machen, wie ja die Behörden von Beginn des Krieges an den gerade Ruß- land gegenüber gebotenen Seuchenschutz nie außer acht gelassen haben. Vorsicht ist aber geboten, namentlich für Oberschlesien, wo eine Einschleppung durch galizische Fuhrleute, die bei den österreichi- schen Verpflegungskolonnen eingestellt sind, stattgefunden hat. Je einer dieser Fuhrleute ist in Altberun und in Tichau, Kreis Pleß, an Cholera gestorben. Es unterliegt keinem Zweisel, daß behörd- lich alles getan wird, was in solchen Fällen erforderlich ist. Die Bevölkerung selbst aber muß vorsichtig sein, und deshalb ist sie vor jedem näheren Verkehr mit den österreichischen Fuhrleuten gewarnt worden. Arbeitslosenfürsorge in Görlitz. Stadtverordnete und Magistrat in Görlitz beschlossen, eine Arbeitslosenunterstützung einzuführen und eine gemischte Depu- tation zur Verwaltung dieser Einrichtung einzusetzen. Der Höhe der Arbeitslosenunterstützung ist die Familienunter- stützung der Krieger zugrunde gelegt, die 100 Proz. der staatlichen Unterstützung beträgt. Sie wird nicht nach Monaten, sondern nach Wochen berechnet. Der wöchentliche Betrag beläuft sich auf 7,50 M. für das Familienhaupt, 1,50 M. für jeden Familienangehörigen sFrau, Kinder bis zu 15 Jahren) und 1 M. Heizzulagen, die bis Ende April nächsten Jahres gezahlt werden. Alle Einnahmen an Arbeitsverdienst, Renten, Zuwendungen Privater, Bezüge aus ge- werkschaftlicher Arbeitslosenversicherung, aus Vermögen usw. werden auf die Arbeitslosenunterstützung voll angerechnet. Ein Versuch der Gewerkschaften und der Hirsch-Dunckerschen Gewerk- vereine, das Existenzminimum hinaufzusetzen und eine Anrechnung der anderen Bezüge nur bis zur Hälfte zuzulassen, scheiterte. Auch der weitere Antrag, wenigstens bei den Familien der Kriegsteil- nehmer alle Zulvendungen von dritter Seite nur mit einem Betrag von 3 M. zur Anrechnung zu bringen, wurde mit 22 gegen 21 Stimmen abgelehnt. Die Freisinnigen stimmten gegen den Antrag. Die Unterstützung erhalten alle Bedürftigen, die vor Ausbruch des Krieges in Görlitz in einem festen Arbeits- oder Anstellungs- Verhältnis standen. Der Verwaltungsdeputation gehören außer Stadtverordneten und Magistratsmitgliedern auch Vertreter der Be- rufsorganisationen der Arbeiter an. Beschlagnahme von Reisegepäck. Nachdem das Gepäck deutscher und österreichischer Reisender von den Behörden der feindlichen Staaten zurückgehalten, zum Teil sogar beraubt und beschädigt worden ist, wird, so teilt die„Kölnische Zeitung" ckut, im Wege der Aiedervergeltung alles im Bereich des VII. Armeekorps befindliche Reisegepäck, von dem angenommen werden kann, daß es Angehörigen feindlicher Staaten gehört, beschlagnahmt. Namentlich wird das gesamte zur Zeit des Kriegsausbruchs bei den Eisenbahn-, Zoll- und Post- behörden zurückgehaltene oder bei Reedereien und Spediteuren ein» gehaltene und noch vorhandene Reisegepäck beschlagnahmt. Gleich- zeitig wird angeordnet, daß Schadenersatz für Verlust oder Bcschädi- gung des Reisegepäcks, von dem anzunehmen ist, daß eS Angehörigen feindlicher Staaten gehört, von den ersatzpflichtigen deutschen Behörden'nicht zü' leisten' ist. Den Reedereien und' Spediteuren wird die Pflicht auserlegt, über die bei ihnen lagernden, von dieser Beschlagnahmoverfügung betroffenen Stücke spätestens bis zum 1. Dezember an das stellvertretende Generalkommando in Münster Anzeige zu erstatten, und zwar unter Angabc der Gepäckzcichen und möglichst der Namen der Eigentümer des Gepäcks und des Ausgabe- ortes. Es wird eine Sammelstelle bezeichnet werden, wohin das beschlagnahmte Gepäck zu überführen ist. Dieses soll später nötigen- falls als Schadenersatz für im Ausland beschädigtes oder ver- nichtctcs Gepäck deutscher Reichsangehöriger verwandt werden. Verurteilung wegen Kriegsvcrrats. DaS Kriegsgericht in Neubreisacki bat Montag den ehemaligen Fabrikdirektor Wagner aus Mülhausen wegen Kriegsverrats zu drei Jabren Zuchthaus verurteilt. Wagner batte einem französischen Offizier eine Karte übergeben und ihm bei Burzweiler das Gelände erklärt. Weiter verurteilte das Kriegsgericht drei andere An» geklagte aus Mülhausen wegen Kriegsverrats zu je vier Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, weil sie eine» Reisenden wegen einer angeblich franzosenfeindlichen Acußerung bei einer französischen Woche angezeigt hatten. Der Reisende war dann verhaftet, aber bald wieder freigelassen worden. Zivilisten als Plünderer. Vor dem Kriegsgericht in Saargemünd hatten sich neun Personen aus der Garnisonstadt Dieuze in Lothringen wegen Plünderung von Kasernen und Offizierwohnungen in Dieuze zu ver- antworten.'Tie Angeklagten hatten beim Einzüge der Franzosen am 16. August in Dieuze gemeinschaftlich mit dielen die Kasernen und eine Anzahl von Offizierswohnungen geplündert und Kleider, militärische Aiisriistungsgegenstände und Haushaltungssachen ge- kohlen. Der Hauptangeklagte erhielt drei Jabre Zucknhaus, sieben Angeklagte wurden zu Gefängnisstrafen von 3 bis 15 Monaten vei- urteilt. Eine Frau erhielt wegen Beihilfe sechs Wochen Gefängnis. Monarchistische Agitation in China. Dem„Daily Telegraph" wird aus Peking gemeldet, daß der bekannte Gelehrte S u n g j u j e n am 21. November hingerichtet worden seit Er hatte namentlich Schriften herausgegeben., worin der Wiederherstellung des Kaisertums da« Wort geredet wurde. Dieser Vorschlag erhielt weitere Verbreitung durch das Buch eines anderen Gelehrten unter dem Titel: Tie Bedeutung der Republik, worin ein Vergleich mit England zu den Zeiten Cromwell angestellt. Tatsächlich sind vermögende Kreise dem Gedanken nicht abgeneigt, falls die Resorm in friedlicher Weise durchgeführt werden könnte.__ Alexandra Kollontay aus Schweden ausgewiesen. Die bekannte russische Genossin Alexandra Kollontay ist am Freitag in Stockholm verhaftet worden, wo sie sich seit etwa zwei Monaten aufhielt. Während dieser Zeit hat sie einen Artikel für ein von jungsozialistischer Seite herausgegebenes anti- militaristisches Blatt.„Der Verteioigungsmhilist". geschrieben, und ist von der Redaktion als ständiger Mitarbeiter angegeben worden. Tic Regierung erklärt nun. daß, obgleich der erwähnte Artikel nichts Strafbares enthält, sie doch nicht dulden kann, daß dort wohnende Ausländer in dieser ernsten Zeit eine feindlich ge- richtete Propaganda gegen den Vertcidigungswillen des schwedischen Volkes betreiben. Gensfirn Kollontay sollte erst nach Finnland„aLgeschohen" werden, hat aber dagegen Protest erhoben und soll nun nach Kopen» Hagen ausgewiesen werden. Wir können nichts Heroisches in dieser. Tat der schwedischen Regierung finden und können dem Genossen- B r a n t i n g nur zustimmen, wenn er schreibt, daß wenn die Re- gierung die Ausführungen der Frau Kollontay in jenem Blatte, für dessen Agitation er nichts übrig hat, unzweckmäßig findet, diese Sache doch zweifellos auf andere Weise hätte geordnet werden können, als durch politische Ausweisung, die dem Lande keine Ehre einträgt._ Ms der Partei. Erklärung. Die Gencralkommission der Gewerkschaften Deutschlands hak in Nr. 47 des„Correspondenzblattes" Vorgänge aus einer internen Besprechung, die zwischen dem Parteivorstand, der General- kommission und der Redaktion deS„Vorwärts" stattgefunden hat. der Oeffentlichkeit übergeben. Wir sehen von einer ausführlichen Erörterung der Angelegenheit unter den gegenwärtigen Verhält- niffen ab und wollen nur folgendes bemerken: Die Gencralkommission gibt als' Hauptpunkte der vor» getragenen Beschwerden folgendes an: „1. Der„Vorwärts" soll die Interessen der deutschen Partei gegen Angriffe sozialistischer Parteien des Auslandes vertreten. 2. Der„Vorwärts" soll sich in seinen Berichten über Greuel-, Verwundeten- und Gefangenenbehandlung der größten Objektivität befleißigen. 3. Der„Vorwärts" soll mehr wie bisher den sozial- und Wirt- schaftspolitischen Fragen seine Aufmerksamkeit widmen. 4. Der„Vorwärts" soll dem Chauvinismus, dem Hurra- Patriotismus und allen Annexionsgelüsten entgegenarbeiten, wie das auch der Parteivorstand durch sein Zirkular an die gesamte Parteipresse schon in den ersten KriegZwochen verlangte. Zu Punkt 4 wurde noch besonders festgestellt, daß die Generalkommission in dieser Auffassung durchaus mit dem Parteivorstand einig sei. Dem wurde allseitig zugestimmt." Demgegenüber wollen wir zu der Mitteilung der General- kommission bemerken, daß die Preßkommission nach ausführlichen Beratungen sich mit der Haltung des„Vorwärts" durch Annahme folgender Resolution vollständig einverstanden erklärt hat: Nach gründlicher Prüfung der gegen die politische Haltung des„Vorwärts" in der jetzigen KriegSzeit erhobenen Beschwerden erklärt die Preßkommission: Die gegen die Redaktion deS„Vorwärts" erhobenen Vor- würfe können als berechtigt nicht anerkannt werden. Die Preß- kommission ist vielmehr der Auffassung, daß der„Vorwärts", soweit es ihm unter den heutigen außerordentlichen schweren Be- dingungen möglich war, nach besten Kräften seine Pflicht und Schuldigkeit gegenüber der Partei erfüllt. Getreu den sozialdemokratischen Prinzipien und gemäß den Beschlüssen der internationalen Kongresse hat der„Vorwärts" auch im Kriege den Geboten der Menschlichkeit Rechnung zu tragen und sich gegen den Chauvinismus zu wenden. Die Preßkommission erwartet von der Redaktion de#„Vorwärts", daß auch in der Zukunft die Haltung des„Vorwärts" von diesen Grundsätzen bestimmt wird. Die Preßkommission ist der Ueberzeugung, daß sie sich in ihren Entschlüssen in Uebereinstimmung befindet mit der großen . ,. Mehrheit ihrer Auftraggeber, die bisher vom„Vorwärts" stets eine prinzipielle sozialdemokratische Haltung verlangt haben... Dieser Resolution. ist der Zentralvorstand des Verbandes der Wahlvereinc Groß-BerlinS beigetreten. Zu den Borgänge» i« Stuttgart. In Eßlingen nahmen die Parteigenossen in zwei gut besuchten Versammlungen Stellung zu den Vorgängen in der„Schwäbischen Tagwacht". Der Landes- Vorsitzende Genosse Fischer und der Landessekretär Genosse W a s n e r vertraten den Standpunkt des Landesvorstandes, wäh- rcnd der Redakteur Genosse Crispien als Korreferent bestellt war. Sämtlich« Diskussionsredner' nahmen in schärfster Weise Stellung gegen das Vorgehen des Landesvorstandcs, sowohl in sachlicher als auch in formaler Hinsicht. Mit allen gegen eine Stimme wurde eine Resolution angenommen, in der das Vor- gehen des Landesvorstandes als ein durch nichts gerechtfertigter Gewaltstreich bezeichnet wird. Der jetzige Landesvorstand habe sich als unfähig erwiesen, die Einheit der Partei zu wahren und die sozialdemokratischen Grundsätze und Prinzipien zu vertreten. Die Versammlung erwartet, daß eine gesunde Reorganisation der Partei in Württemberg in die Wege geleitet werde und be- grüßt den Beschluß der Stuttgarter Parteigenossen, ein Partei» blatt zu schaffen, das vor den Gewaltstreichen des Landcsvor- stände s gesichert ist._ Keine Spaltung in Italien. Aus den Kreisen des italienischen Partcivor- an des erhält die„Berner Tagwacht" folgende Mitteilung: Das „Zürcher Volksrecht" und nach ihm die deutsche Parteipresse berichteten von einer Spaltung in der italienischen Partei, die durch die Gründung eines Sonderblattes durch den lleberläufer M n s s o- l i n i entstanden sei. Das ist falsch. Voneiner Spaltung keine Spur. Nie hat sich die Parteidisziplin der italienischen Sozialdemokratie besser bewährt als in diesen ernsten Tagen. Die ganze Partei teilt die Beschlüsse deS Parteivorstandes gegen den lleberläufer Mussolini. Letzte Nachrichten. Mißglückter Fluchtversuch deutscher Kriegsgefangeue«. London, 22. November.(W. T. B.) Das Reutersche Bureau berichtet: In Douglas auf der Insel Man versammelten sich im Gefangenenlager am letzten Donnerstag ailf ein gegebenes Zeichen zweitausend Äriegsgefangenc im grossen Speisesaal und überfielen, in der Absicht zu ent- kommen, die Wache. Diese schoss in die Luft; da dies nichts nüvtc, wurde eine zweite Salve abgegeben, durch die vier Mann getötet oder tötlich verletzt und zwölf ernstlich verwundet wurden. Die Verwundeten wur- den ins Spital gebracht, die übrigen Gefangenen ergaben sich. Ei« Mann, der, um zu entrinnen, ans das Dach ge- klettert war, fiel herab und zerschmetterte sich die Schädeldeckc. Eine Untersuchung des Borfalls wurde eingeleitet. Französische Niederlage in Marokko. Madrid, 23. November.(W. T. B.) Nach glaubwürdi- gen Zeitungsnachrichten haben französische Truppen bei Kanifra am 13. d. M. eine schwere Schlappe erlitten. Es sollen wenigstens 23 Offiziere und 699 Mann ge- fallen sein. Die Marokkaner eroberten zwei Batterien. Theater für Dienstag, 24. Nov.: Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Glaube und Heimat. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 7 Uhr: Die Walküre. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Kleines Theater 8 Uhr: Das Fest der Handwerker Komödienhaus 8 Uhr: Wie einst im Mai. Ressing- Theater 8 Uhr: 2 × 2= 5. Iustspielhaus SU. Wolkenreiter. Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 8 Uhr: Deutschland über alles! Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Grüne Ostern. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Zopf und Schwert. Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. Sonnt. 3%, U.: Immer feste druff! 8 Uhr: Theater a. d.Weidendammerbrücke. 8 Uhr 10: Hasemanns Töchter. Mittwoch 4 U.: Vater zieht ins Feld. Theater des Westens. 8 Uhr: Don Cesar. Theater in d. Königgrätzer Straße. 8 Uhr: Rausch. Volksbühne( Montis Operettenth.) 8. Wenn der junge Wein blüht Walhalla- Theater 84 U. Die Waffen her! Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Täglich 8 Uhr: Unsere Feldgrauen! Der größte Erfolg der Saison. Sonntagnachmittag: Schuldig. Theater des Westens Wiederbeginn der Operetten- Spielzeit. Heute Dienstag, den 24. Nov.: Don Cesar. Breise 0.50, 1.00, 2.00, 2,50, Drchefter- Fauteuil 3 M. URANIA Taubenstr. 48/49. Dienstag 4 Uhr: Die Weichsel und die masur. Seen. ( Halbe Preise.) 8 Uhr: Auf den Schlachtfeldern Ostpreußens. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Nur noch wenige Aufführungen! Ueber 100 mal gegeben! Sozialdemokratischer Wahlverein V. Wahlkreis. Hente Dienstag, den 24. November, abends 8½ Uhr, in den Musiker- Sälen, Kaiser- Wilhelm- Str. 31: für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. uitglieder- Versammlung. 2 Heute Dienstag, den 24. November, abends 8½ Uhr: Mitglieder- Versammlungen in folgenden Lokalen: Pharus- Säle, Müllerstraße 142, Mila- Säle, Schönhauser Allee 130. Tagesordnung: „ Unsere Aufgaben in schwerer Zeit". Referenten: Reichstagsabgeordneter Hugo Haase und Reichstagsabgeordneter Georg Ledebour. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. 233/6 Der Vorstand, Reichshallen- Theater. Deutscher Holzarbeiter- Verband Stettiner Sänger. Neu! Unser Oskar!" Anfang 8 Uhr, Sount. 7, U. Militärpers. und deren Angehörige haben freien Gintritt zu den Stett. Sängern. Trianon- Theater. Eröffnung Mittwoch 8 Uhr. Gastspiel Alwin Neuß in Selbst gerichtet. Voigt- Theater. Badstr. 58. Badstr. 58. Morgen Mittwoch, den 15. November: Verwaltung Berlin. Mitglieder- Versammlungen Mittwoch, den 25. November, abends 8%, Uhr, Jaloufiearbeiter: bei Boeter, Beberstr. 17. Bodenleger: gofal Melchiorfir. 15. Mittwoch, den 25. November cr., abends 8%, Uhr, im Tagesordung: 1. Pflichten und Aufgaben der Mitglieder während des Strieges. Referent: Kollege Richard Leopold. 2. Bericht der General bersammlung. 3. Branchenangelegenheiten. Mittwoch, den 25. November: cr., abends 8 Uhr, Klavierarbeiter: im Lofal Südost", Waldemarstr. 75. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtige Lage in der Musilindustrie. 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Stellmacher. Sonntag, den 29. November, vormittags 9%, Uhr: Unsere feldgrauen Jungen! Außerordentl. Mitglieder- Versammlung Boltsstück 5. Müller und v. Bach. Musik von Fr. Hofmann. Kaffeneröffn. 7 Uhr. Anf. 8% Ubr. Allgemeine Orts- Krankenkasse Spandau. Am Montag, den 30. No: vember cr., abends 81, Uhr, findet im Hotel zum Stern", Pots: damer Str. 35, eine " Ausschuß- Sizung statt. Tagesordnung: 1. Genehmigung des Boranschlages für das Jabr 1915. 2. Wahl von Mitgliederit( 1 Arbeit geber und 2 Arbeitnehmer) zur Abnahme der Jahresrechnung pro 1914. 3. Bewilligung von 5 Pfennig pro Jahr und Mitglied als Abfindung für die Aerzte aus Anlaß des Streits.( Biffer 11 des AerzteAbkommens.) 4. Kleine Anfragen. NB. Anfragen, die eine Einsichtnahme in die Bücher bezw. Aften erforderlich machen, find dem Vorstand mindestens 3 Tage vor der Ausschuß Sigung ein zureichen. 279/5 Die Ausschuß Bertreter erhalten 0 3 Mein Leben dem Vaterland. noch eine besondere Einladung. Am 1. Weihnachtstag Erstaufführung Durch Dick und Dünn. Sonntag 4 Uhr: Die große Zeit. Der Vorstand. D. Weber, Vorsitzender. Theater Folies Caprice Spezialarzt 8 Possen- Theater Täglich: 8% Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). Blinkfeuer. Landwehrleute. für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Feft steht und treu Blutuntersuchung. Schnelle, sichere Leonhard Hastel, Martin Kettner a. G. schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10 WINTER CARTEN Großes Programm! Kleine Preise! Sonntag, 29. Nov. nachmitt. 3 Uhr Vorstellung Kind. nachm. halbe Preise. Ungekürztes Programm! Zirkus Alb. Schumann Dienstag, den 24. November, abends 7, Uhr: Große Sportvorstellung mit kleinen Preisen Erstes Auftreten der Gebr. Ernst u. Oskar Schumann, Neffen des Dir. Alb. Schumann, mit neuen Pferden u. neuen Dress., sowie die übrigen neuartigen Dressuren. Auftret. der Clowns Clermont, Adolf, Coco, Toto, Petersen, Hermandes u. Spichalski Man meide Nachahmungen! Bei Husten, Heiserkeit, rauhem Hals haben Reichel's Hustentropfen wirksamste Erfolge! Nur echt mit Marke Medico" FL L 50%. m. 1, Unentbehrlich f. d. Soldaten im Felde! In Drogerien u. Apothefen, wo nicht, durch Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr. 4. Herren- Moden fertig und nach Mass hochelegant, enorm billig Teilzahlung gestattet J. Kurzberg& Co. Mass- Schne derel Rosenthaler Str.36 I. Etage. usw. u. d. sonstige Sportprog Münzen Tagesordnung: Vortrag des Genossen Eduard Bernstein über: Kultur. Mitgliedsbuch legitimiert! Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht 223/ 15* Der Vorstand. Steinarbeiter! Donnerstag, den 26. November, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 1: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Das Ergebnis der Umfrage. 2. Antrag des Borstandes zur Unterstüßung ausgesteuerter, arbeitsloser Kollegen. 3. Berschiedenes. Kollegen, welche die Fragekarten noch nicht ausgefüllt bezw. abgegeben haben, werden ersucht, dies fofort zu tun. Ohne die Mithilfe der Kollegen kann ein zutreffendes Bild der gegenwärtigen Berufsverhältnisse nicht gegeben werden. 172/ 19* Die Ortsverwaltung. Kleine Anzeigen. Verkäufe. Goldschmelze fauft Platin, Silber Gebisse, Quedfilber, alle Metalle, Nieper, Köpenideritraße nur 157. Platinabfälle, Goldsachen, Silberiamen. Bahngebisse bis 50,00, Militära treffen, Duedilber! Stanmoldapter! Nidel! Rubier! 3inn, Aluminium, Messing, Zint, Blei böchitzahlend. Edelmetal Eintaussbureau Bever ftraße 31. Unterricht. 87* aller in den Fahrzeugfabriken und Innungsbetrieben beschäft. Holzarbeiter hab in Serre- Gehelzen, nelegen geschrittene, einzeln oder im Zirkel, Tagesordung: 1. Die Arbeitsgemeinschaften mit den Arbeitgebern während des Krieges". Referent: Kollege A. Neumann. 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. 93/19 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85, Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Bureau geöffnet von 9-1 Uhr und von 4-7 Uhr. Mittwoch, den 25. November, abends 81% Uhr: Mitglieder- Versammlung Leihhaus Moritplaz 58a! Kaufen Sie spottbillig von Stavalier en wenig getragene sowie im Versag gemejene Jadett, Rodanzüge, Uster, Baletots, Serie 1: 10-18, Serie II: 20-30 Mart, größtenteils auf Seide. Gelegenheitstäufe in neuer Maßgarderobe, enorm billig. Riesenposten Kleider, Kostüme, Blüschmäntel, auf Seide, früher bis 150, jest 20-35 M. Große Posten Belzstolas in Stunts, Marder, Nerz, Füchsen, früher bis Unterricht in der englischen 20, jett 20-7 Mark. Große Aus- Sprache. Für Anfänger und Fort heit in Damen, Reise-, Wagenpelzen. wird englische Unterricht erteilt. Ertra- Angebot in Lombard gewesener auch werden Uebersezungen an Teppiche, Gardinen, Bortieren, gefertigt. G. Swienty Liebknecht, Betten, Wäsche, Uhren, Brillanten, Charlottenburg, Stuttgarterplay 9, Goldwaren enorm billig nur Morig Gartenhaus III. play 5: a I. Taschenbuch für Gartenfreunde. Ein Ratgeber für die Pflege und fachgemäße Bewirtschaftung des häuslichen Bier, Gemüse- und Obstgartens von Mar Hesdörfer. Zweite vermehrte Auflage. Mit 137 Textabbildungen. Preis 3,50 Mart. Erpedition Vorwärts, Lindenstraße 3. 88* = 443* Automobilführer, eritilaifige ftellungssichere Ausbildung, 100 Mart Auch Abendkurse.. Ratenzahlung. Köpeniderstraße 116. 21978* Verschiedenes. Patentanwalt Müller, Gitschiner Borjährige elegante Herrenanzüge, Baletots und Ulster aus feinsten Maßstraße 16. stoffen 25-60 Mart, Hosen 6-18 M Bersandhaus Germania, Unter den Linden 21. 58* Geschäftsverkäufe. Kunitstopferei Große Frankfurter 23998 Straße 67. Tauiche Puppen und Spielwaren mit reellen Genossen gegen alles, illi Barteiliteratur, Anzugstoffe 2c. der Gold- und Silberarbeiter und Botal, Heines, megen Ginberufung Kahn, Neustadt( Herzogtum Stoburg). verwandten Berufsgenossen im ,, Dresdener Garten", Dresdener Str. 45. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Georg Davidsohn: ,, Der Krieg in der deutschen Literatur". 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Mittwoch, den 25. November, abends 7 Uhr: Versammlung aller in der Schraubenbranche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen in ,, Graumanns Festsälen", Naunynstr. 27. Tagesordnung: 1. Branchenangelegenheiten. 2. Diskussion. 3. Neuwahl zur Agitationsfommission. 4. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Mittwoch, den 25. November, abends 6 Uhr: Versammlung fämtlicher in der chirurgischen Branche beschäftigten Kolleginnen und Kollegen im ,, Rosenthaler Hof", Rosenthaler Str. 11/12. Zagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Wilhelm Stering. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Instrumentenmacher und Bandagisten ganz besonders eingeladen. Donnerstag, den 26. November, abends 6 Uhr: Gruppen- Versammlung aller in Buchdruckmaichinen- Fabriken beschäftigten Kollegen in ,, Wwe. Augustins Festsälen", Dranienstr. 103. Tagesordnung: 1. Branchenangelegenheiten. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreicher Besuch obiger Versammlungen wird erwartet. Metallarbeiter- Notizkalender 1915 Stück 60 Pf., sind im Bureau und bei den Bezirks kauft Robert Ball, taffierern zu haben. Münzenhandlung, Wilhelmstr. 46/47 128/7 Die Ortsverwaltung. preiswert zu verkaufen. Potsdam, Jägerallee 14, gegenüber Safernen.* Möbel. 20 Prozent Rabatt während des Krieges auf sämtliche Möbel. Biele gebrauchte Möbel billig. Sofa 36,-, Kleiderschrank 36,-, Tisch 15.-, Bettstelle 28,-. Moderne Arbeiter möbel. Ehrlich, Alte Schönhauserstraße 32. 378* Teitzahlung bei günstigsten Bedingungen. Möbelhaus Gabbert, Aderstraße 54. Friedrichitraße. 5246* M. d. R. Wo wohnt man während der Reichstagssigungen? Jm Hotel Stadt Dresden, SW Hedemannstraße 5. 5196* Vermietungen. Wohnungen. Charlottenstraße 87, fleine Woh2326* nungen sofort billig. Zimmer.. Möbliertes Zimmer, ein auch Möbel! Für Brautleute günstigste Gelegenheit, fich Möbel anzuschaffen. Mit fleiner Anzablung schon Stube und Küche. An jedem Stüd deutlicher zwei Herren. Kreuzigerstr. 21 I. Preis. Jebervorteilung ausgeschlossen. Leere Stube mit Küchenbenugung Bei Krankheitsfällen, Arbeitslosigkeit Hering, Mariannen anerkannt Rüdsicht. Möbelgeschäft vermietet 125/20 Goldstaub, Boffenerstraße 38, Ede straße 21. Gneisenaustraße. Gemütliches Heim findet Herr 2901* Kurze Zeit verliehenes Speise- oder Dame bei Witwe Meißner, Bali+46 zimmer, Büfett 2 Meter, hoch sadenstraße 96. modern, Tisch mit Einlagen, Klubfofa, 4 Goblinstühle, gekostet 975, jekt 550.-, seltene Gelegenheit. Möbelhaus Dften, Andreasstraße 30. Schlafstellen. Möblierte Schlafstelle Gericht +36 300 Mart verkaufe nagelneue, straße 3, born I, Rey wunderbare Nußbaum geschnitte Möblierte Schlafstelle, allein, Wohnungseinrichtung, prachtvolle sauber, Bad, billig. Bud, Knorr Küchenmöbel 65,-, dirett Möbel- promenade 3, Gartenhaus III+68 tischlerei Lehmert, Große Hamburger straße 4. 5235* Vollständige Wohnungseinrichtung 225, Rosenthalerstraße 57, vorn III bei Glas.( Gewerblich.) Händler verbeten. 126/ 2* Möbelverkauf! Herabgesetzte Breise! Kleiderspinde, Bertikos, Schreibti che, Trumeaus, Wohnzimmer, Küchenmöbel, Dresdenerstr. 107-108. Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Schloffer und Schmiede für die Bertitatt, sowie Monteure ür Eisen fonstruftionen und Brüdenbau gesucht. A. Drudenmüller G. m. b. H., Berlin- Tempelhof. Bureaudiener, nicht über 28 Fahrradankauf Linienftraße 27. Jahre, sofort geiucht. Nur solche Be Fahrräder. Kaufgesuche. 28938 werber wollen fich melden, die bereits einige Zeit als Diener in großen Bureaus tätig waren und im Ber fehr mit dem Publikum gewandt Supfer, Reffing, Bint, Sinn, Blet, verfügen. Beriönliche Vorſtellung in Etanniolpapier, Goldsachen, Silber- der Zeit von 9-1 Uhr vormittags fachen, Platinabfälle, Quedfilber, und 4-7 nachmittags in der Haus. Bahngebisse. Metallschmelze" Cohn, inspettion A. Jandorf u. Co., Belleund Neukölln, Alliancestraße 1/2. 4982 105/ 1* Tüchtige Gasmessertlempner und Metalldreber sofort gesucht. S. Elster, Neue Königstraße 68. 125/19 Brunnenstraße 25 Berlinerstraße 76. Zahngebife, Goldiachen, Silber lachen, Blatinabfälle, jämtliche Metalle höchstzahlend. Sameizerei Christionat, Robenderirage 20 a( gegenüber Manteufeistraße). 108/ 1* Alt- Metall, Gold, Silber, Platin, verbrauchte Schmelztiegel, Glühlichtfodel. Für fleinste Duantitäten Engros preise. Snappe, Neukölln, Her mannitraße 68. 28598* KlempnerFabrikbetrieb Berlin, Heideftr. 52. Berantw. Redatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl.