Nr. 50. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pig. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer miz fflufte. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnemen:: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Preuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland's Mt.pr.Monat. Eingers. in der Poft Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: unt Beriammlungs Anzeigen 20 Pfe Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grvedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonne und Fefttagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernfpredjer: Amt I. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Armee als als AdelsVersorgungsauftalt. Donnerstag, den 1. März 1894. Die Richtigkeit der Angaben des Abgeordneten Bebel geht aus der nachstehenden Zusammenstellung, für welche das Offizierkorps der Jufanterie und Jäger nach Ausweis der Rang- und Quartierliste der Preußischen Armee pro Der Kriegsminister Bronsart von Schellendorf erklärte 1. Januar 1885 und 12. Oktober 1893, sowie die Generalin der Reichstagssigung vom 23. Februar auf eine die Be- majors nach demselben Stande gewählt worden sind, unvorzugung der adligen Offiziere betreffende Bemerkung des zweifelhaft hervor. Das Zusammenschrumpfen des bürgerReichstagsabgeordneten Bebel, daß die Offiziere lediglich lichen Elements beginnt schon bei den Majors. Die Zahlen nach Verdienst und militärischer Tüchtigkeit beurtheilt sprechen allein und erübrigen jeden kommentar. würden und daß eine Bevorzugung der adligen vor den bürgerlichen Offizieren nicht vorkomme. Es waren vorhanden am 1. Januar 1885: Hauptleute Summa Prozent ablige bürgerl. adlige bürgerl. 47 47 53 45 49 Davon noch im Dienst am Summa Prozent Bemerkungen. 12. Oftober 1893: adlige bügerliche adlige bürgerliche 1785 803 982 46 54 A13: Majors Als: Oberstlieutenants 691 322 369 223 und Obersten 123 100 55 Majors 145 AIS: 669 Soersten 888 281 58 42 104 A13: Generalmajors 84 62 22 A13: Generallieutenants 61 39 20 Oberst lieutenants 164 100 64 120 Obersten 167 47 71 29 Generalmajors 119 95 24 80 29 20 A13: Generallieutenants 39 20 26 41 41 22 6 71 73 74 14 76 29 29 26 24 74 19 11 8 58 42 und General der Infanterie 16 3 84 16 12 In verschiedenen Stellungen 11 1 92 8 Bon den nebenstehend aufgefiab inzwifchen& geadelt worden, so daß sich das Verhältniß entführten 8 bürgerlichen Obersten sprechend verschiebt. NB. Prinzen aus souveränen Häusern sind in der vorstehenden Zusammenstellung nicht inbegriffen. Wie bei den bevorzugten Kommandos für Lieutenants 1. Zur Kriegsakademie sind pro 1893/94 kommandirt der Löwenantheil ebenfalls den adligen Offizieren zufällt, an Lieutenants der Infanterie: 173, und zwar 102 adelige, mögen noch einige Beispiele erläutern. 71 bürgerliche, das find 59 bezw. 41 pet. Nach dem Stande vom 12. Oktober 1893 hat die In2. Es giebt 66 Infanterie Brigade- Adjutanten der fanterie 5509 Lieutenants und zwar 2218 adelige, preußischen Armee; von diesen sind 37 adelig, 29 bürgerlich, 3291 bürgerliche, das sind 40 bezw. 60 pCt. das sind 56 bezw. 44 pet. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. [ Alle Rechte vorbehalten [ 55 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Er nahm Lazars Arm in den seinen und ging mit ihm durch das Gärtchen und die Straße entlang. Sag', was enthält das Telegramm?" fragte er kurz, fast befehlend. Schlimme Nachrichten aus Rußland? Ich tenne fie schon. Ich habe heute einen Brief von dort ers halten, der mir das Schreckliche mittheilt... Aber Tania darf es nicht erfahren, ihr muß es verborgen bleiben, so lange als möglich." Tania?" wiederholte Lazar, als könne er nicht begreifen, wieso dieser Name sein Ohr traf. worden. Ist gestorben." Atschin hatte das Telegramm entfaltet. Es kam aus der Krim und war mit Karzow gezeichnet; es lautete: Meine Nichte ist gestern ihren Leiden erlegen, sie entschlummerte sanft und schmerzlos in meinen Armen." Lazar langte wieder nach dem Telegramm, steckte es zu sich und ging die Straße hinab. Atschin sah ihm nach. Arme Menschen!" seufzte er. In seinem dunkelge bräunten, faltigen Gesicht drückte sich ein verzehrender Summer aus, ein namenloses Wehe, aber alsbald gewann es wieder seinen gewöhnlichen harten und kalten Ausdruck. Den Kopf gesenkt, die Zähne fest auf einander gebissen, ging er langsam nach dem Hause zurück. VII. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. 3. Von 25 pro 1893/94 zur Dienstleistung beim Generalstabe kommandirten Lieutenants der Infanterie sind 19 adlig, 6 bürgerlich, also 76 bezw. 24 pCt. Erwähnt mag noch werden, daß im Jahre 1885 der Garde- Jufanterie, Kavallerie und Feldartillerie 43 bürgerliche Offiziere angehörten, während nach dem Stande vom 12. Ottober 1893 nur noch 13 vorhanden sind. Dem Kriegsminister werden diese Angaben wohl ges nügen, um ihn über die Bevorzugung der adligen Offiziere aufzuklären. Er hat von sich selbst gesagt, daß es nicht schaden könnte, wenn er für seine Stellung jünger wäre. Seine geistige Rüstigkeit scheint in der That etwas nachzulassen, denn hieraus läßt es sich wohl nur erklären, daß ihm die besprochenen Verhältnisse fremd geblieben find. Denn es ist nicht anzunehmen, daß er der Volksvertretung wissentlich unrichtige Angaben machte. Politische Uebersicht. Berlin, den 28. Februar. Aus dem Reichstage. Die heutige Verhandlung eröffnete der Abgeordnete Richter mit einer Attake auf den Herrn v. Bennigsen. Unter schallendem Gelächter des Hauses wies Richter die hochtrabenden Zurechtweisungen, die sich der Hinterfrontmarschall gestern gegen die Linke erlaubt hatte, zurück, und gab er ihm dafür den Rath sich mehr um die eigene Partei zu kümmern, die auch bei dieser Gelegenheit, wie immer, das Bild jämmerlichster Berfahrenheit biete. Bugleich forderte Richter die Konservativen auf, ihre nationalliberalen„ Hörigen", welche die Kette des imperativen Mandats nachschleppen, frei zu geben und ihnen zu gestatten, für den Vertrag zu timmen. Nach der sehr wirkungsvollen Rede Richter's lang weilte Dr. Lieber eine volle Stunde lang die paar Abgeordneten, welche austandshalber auf ihren Plähen blieben und nicht, der großen Mehrzahl folgend, sich in das Foyer zurückzogen. Wenn zu Windthorst's Zeiten, bei kritischen Fragen, der Führer des Zentrums die Rednertribüne bestieg, dann drängte Alles, was im Hause war, nach dem Saal, jetzt findet das genaue Gegentheil statt. Dieser Erfolg der Lieber'schen Beredsamkeit dürfte auf die Dauer für seine Partei doch sehr verhängnißvoll werden. In einer mit reichem Material versehenen längeren Rede vertrat Echulze( Königsberg) den Standpunkt unserer Partei. Der Redner ging besonders auch auf die Lage der landwirthschaftlichen Arbeiter im Osten ein und gab er den Herren Agrariern einige recht derbe Pillen zu schlucken. trogra Nach Schulze tam Herr v. Stumm an die Reihe und Sie setzte sich an das Fenster, stüßte den Kopf in die Hand und fah hinaus. Sie blickte gegen die Rebeugelände des Zürichberges, die im röthlichen Schimmer der untergehenden Sonne erglänzten. Lange saß sie so, bis der letzte Schimmer geschwunden war, und der Himmel fahler wurde und grauer die Erde. Um ihre Lippen aber irrte ein Lächeln. " Freude ist Kraft", murmelte fie, ja, wer diese besitzt, wenn sie zu kluger Besonnenheit leitet, der mag sich gestählt fühlen der kommt vielleicht, wenn auch langfam, zum Ziele-" Und wieder sah sie hinaus mit träumendem Blick, wie in eine unendliche Ferne. Die Luft war still und warm, kein Blatt regte sich in dem Gärtchen. Niemand hatte seitdem das Haus verlassen, Noch che Atschin wieder tam, hatte Helene ihr Dachtschin war noch immer bei Tania und Sofia... stübchen aufgesucht. Sie wollte allein sein, sie fühlte sich müde und abgespannt. Sie ging auf und nieder und legte ihre Hand zeitweilig an ihre Stirne, als könne fie damit der Sehnsucht. ihre Gedanken in ruhigere Bahnen lenken. Sie lauschte nach unten, kein Ton drang zu ihr.... Da überkam sie ein Gefühl der Vereinsamung und " Ihr Mann, Eugen Wassiljewitsch, ist wahnsinnig ge Plötzlich erhob sie sich und langte nach ihrem Hute. " Wahnsinnig!" wiederholte Lazar mit stammelnden Lippen und faßte sich dabei am Kopf, als fürchte er, es Sie fonnte sich's nicht verhehlen, daß diese Kämpfe sich Sie setzte ihn auf, ohne vor den Spiegel zu treten, warf selbst zu werden. täglich heißer und erbitterter gestalteten. Einer Macht einen Umhang über den Arm und verließ die Stube und " Wundert es Dich?" fragte Atschin, von den hundert- gegenüber, die gegen die berechtigsten Forderungen taub das Haus. Langsam ging fie die breite von Gärten eingesäumte dreiundneunzig, die in der Peter Pauls- Festung seit vier blieb, die unnüße Grausamkeiten beging und selbst Gesetz Jahren auf den Ausgang ihres Prozesses harren, sind 75 und Recht gering achtete, fühlten sich diese Menschen zum Universitätsstraße abwärts. Es war schon fast dunkel geworden, keine menschliche schon während der Haft zu grunde gegangen, sie sind wahn- Aeußersten getrieben; alles schien ihnen erlaubt und ihr finnig geworden oder haben durch Selbstmord geendet; Haß gegen die brutale Gewalt wurde nunmehr von der Seele begegnete ihr. In der Rämistraße kam ein Mann rasch hinter ihr Tein Telegramm berichtet nun von einem weiteren Opfer, wilden Energie übertroffen, sie zu bekämpfen. oder nicht? Sprich doch." Aber wohin mußte das führen? Zum Verbrechen drein, und als er sie erreicht hatte, berührte er leicht ihre Da," sagte Lazar, mühsam sich zum Sprechen zwin- zum Wahnsinn! Und konnte damit etwas erreicht Schulter. Entrüstet sah sie sich um und blickte in die gend," Du magst es ihr sagen- ich fann's nicht." werden? Würde nicht vielmehr diese ganze Bewegung lachenden Augen des rothen Postmeisters. Jhr? Tania?" nutzlos zerschellen, nachdem ihre muthigsten Kämpfer gefallen waren? Nein, Sofia Alexandrowna, thue es schonend, es wird sie hart treffen wie nich Natalie Michailowna Rarzows Tochter?" Und war dieser Terrorismus auf beiden Seiten nicht in der That das Schrecklichste, das ein Volk treffen tann? Der strenge Ausdruck ihres Gesichtes verwandelte sich ebenso rasch in das Gegentheil; sie schien von der Begeg nung entzückt zu sein. Er grüßte ritterlich und seinen Schnurrbart in eine noch kühnere Svite drehend, rief er: CO amit wurde das Schachergeschäft, das seit einigen Tagen Inischen Rechts aus der Ehe gemacht haben. Dazu treten sind hierüber sehr erstaunt und bringen die Demission des in lebhaftester Weise hinter den Kulissen betrieben wird, noch die Bestrebungen des modernen Muckerthums. Die Dr. B. mit dem russischen Handelsvertrag in Verbindung. um eine Anzahl konservativer Stimmen zu gewinnen, offen Ronvenienz Ehe mit aller konventionellen Moral und Die Leser des Vorwärts" wissen schon seit mehr als auf die Tribüne verlegt. Stumm's Rede war ein einziges Heuchelei bildet die Grundlage der Ehe des neuen Gesetz- Monatsfrist, daß Dr. B. wegen der unerquicklichen VerAnpreisen der Vortheile, welche die Aufhebung des Identitäts- buchs. So wird an der Bestimmung festgehalten, daß, hältnisse innerhalb der Leitung des Bundes auf den 1. März nachweises, trotz Aufgabe der Kampfzölle und der Staffeltarife, wenn eine Ehe wegen Ehebruchs geschieden wird, in dem gekündigt hat. ür die Agrarier des Ostens haben würde. Recht viel Er- Urtheil der Ehebruch als Grund der Ehescheidung und Nachdem nach Stumm noch der Welfe Graf v. Bernstorf zum Wort gekommen war, wurde die Sigung vertagt und sollen die Debatten morgen fortgesetzt werden. Da noch zahlreiche Redner aller Parteien gemeldet sind, läßt sich der Schluß noch gar nicht absehen. " n Die Kampß- und Schmalzgesellen bilden heute die folg erzielte der Neunkirchener Fabrikherr bei seinen auch die Person desjenigen zu bezeichnen sei, mit Blüthe der deutschen Studentenschaft. Die DemagogenFreunden von der Rechten freilich nicht. Es ist nicht blos welcher der Ehegatte sich des Ehebruchs schuldig gemacht riecher der 20er Jahre würden heute ihre Freude haben an der Handelsvertrag, sondern es ist der Haß gegen den hat. Die Folge dieser Bestimmung und des Verbots der der studirenden Jugend. Noch fingen fie die alten Lieder Mann ohne Ar und Halm", was die Junker so bock- Eingehung der Ehe des geschiedenen Gatten mit dem„ Ehe- von freiem Burschenmuth, freiem Wort und kühner That, beinig macht. Festlegen wollen wir hier noch, daß Stumm brecher" zwingt viele Leute zu dauernder wilder" Ehe, aber welche Zeichen ihres Muthes legen sie ab. Wer die das recht beachtenswerthe Geständniß, wenn auch ohne daß es ihnen möglich ist, diese gesetzlich sanktioniren nicht wörtlich, so doch dem Sinne nach, ab zu können. Jahrzehnte lang lebt oft folch' ehebrecherisches Folgen bedächtig zuvor erwägt, der drückt sich wo die Gefahr sich regt." Der mit seinem Muthe prahlende deutsche legte, daß seine Feindschaft gegen Die Sozial- Paar in treuester Liebe und Lebensgemeinschaft zusammen; Student, welche Gefahr läuft er! Sein Patriotismus" demokratie nicht so weit gehe, eine Sache, die sonst für ihn fie führen eine Ehe, die jedenfalls sittlicher und wahrhafter läßt ihn höchstens riskiren, daß in je volleren Phrasen er Profit bringe, um deswillen zu bekämpfen, weil die Sozial- ift, als unzählige gefeßmäßige Ehen; sie könnten auch das ihn austönen läßt, er um so mehr seine Karrière beschleunigt. demokraten dafür eintreten. gesetzliche Band entbehren und nur wegen ihrer gemein- Das freie" Wort aber zum Angreifen der Macht haber samen Kinder wünschen sie die Legitimation der Ghe oder seiner„ nationalen" Gögen bedroht ihn auch nicht mit aber die muckerische Moral einer debauchirten Gesellschaft dem Schicksale der alten Burschenschafter, die den Weg des hat einmal den Bann über sie gesprochen, und das Glends und des Gefängnisses gehen mußten! Die Kampy neue bürgerliche Gesetzbuch ist gewillt, ihn auch ferner auf- und Schmalz würden ihre Freude an ihnen haben. Jeder recht zu erhalten. von ihnen ist bei aller Schneidigkeit" mehr als militärIdentitätsnachweis und Staffeltarif. Dem ReichsRussisch polnische Kulis dürfen auch fernerhin als fromm und fühlt sich stolz, selbst den Büttel gegen diejenigen tage ist der Entwurf einer Abänderung des Bolltarifgesetzes Lohnbrücker gegen deutsche Landarbeiter beschäftigt werden, Genossen zu spielen, die noch den Funken freiheitlichen Em= vom 15. Juli 1879 zugegangen. Damit soll der Identitäts- obgleich am 1. Januar 1894 der dreijährige Zeitraum ab pfindens in sich bewahren. Ein Bereat den Kamph- und nachweis aufgehoben werden. Unsere Partei wird gegen gelaufen ist, für den die Oberpräsidenten der vier östlichen Schmalzgesellen! dieses Gesetz stimmen, da dasselbe dem Schwindel beim Grenzprovinzen durch den Ministerialerlaß vom 26. No- Die österreichische Wahlreform. Der Ministerganzen Handelsverkehre Thür und Thor öffnet. Unsere vember 1890 ermächtigt waren, probeweise die Zulassung präsident Fürst Windischgrät hat während der Sigung Partei ist auch gegen die Aufhebung der Staffeltarife, weil russisch- polnischer Arbeiter zur Beschäftigung in den land- des Abgeordnetenhauses vom 26. Februar den Obsie dem westlichen Deutschland die Getreidepreise erhöhen wirthschaftlichen und industriellen Betrieben ihrer Provinz männern der koalirten Parteigruppen die leitenden wird. Leider hat unsere Fraktion keine Gelegenheit, bei der zu gestatten. Grundsätze der Wahlreform mitgetheilt und dieselben Frage der Staffeltarife das Gewicht ihrer Stimmen fühlen zu laffen, da die Regelung dieser Frage Sache der preußischen Verwaltung ist. Miquel's Stellung zum ruffifchen Handelsvertrag beschäftigt trotz der feierlichen Erklärung Caprivi's von der vollen Einigkeit des preußischen Ministeriums und des Reichsfanzlers in Sachen des Handelsvertrages noch immer die Presse. Bossische Ztg." und Volt" bezeichnen den Liebling der Agrarier als Gegner des Handelsvertrages, was die ,, Nordd. Allg. 8tg." offiziös bestreitet. Nach dem Volt" soll Miquel gesagt haben: Die Konservativen müßten die größten Esel fein, wenn sie den russischen Handelsvertrag annehmen wollten." Auch die weitere Mittheilung der Bossischen 8tg.", daß diese Aeußerungen so nahe dem Kaiser gethan worden seien, daß dieser sie wohl hätte hören können, kann das # Ein Juwel hat der sächsische Staatsminister zu Besprechungen über dieselben eingeladen, welche in den v. Metsch gestern, in einer Kammerdebatte mit unseren nächsten Tagen ihren Anfang nehmen werden.- Ueber die Genossen, das sächsische Vereinsgesetz genannt, leitenden Grundsäße der Wahlreform verlautet nach der und zwar unter dem Bravo der Kammermehrheit. Zur Neuen Freien Breffe" in österreichischen parlamentarischen Charakteristik dieses Vereinsgesetzes genügt die Bemerkung, Kreisen, daß dieselben in der Errichtung einer fünften daß es das Unmögliche möglich gemacht hat, nämlich noch Curie gipfeln, in welcher diejenigen, die nicht reaktionärer zu sein, als das preußische Vereinsgesetz. unter den bisherigen Zensus fallen, das Es wurde 1850, nach diesem, mit ihm als Muster, von Wahlrecht unter der Voraussetzung bedem pfiiffigen Herrn v. Be u st ausgearbeitet und galt in stimmter Qualifikationen, welche die Bildung und den 50er und 60er Jahren als das schwärzeste Produkt Seshaftigkeit betreffen, ausüben sollen. Die Errichtung der schwärzesten Reaktion". Heute ist's ein Juwel", der neuen Interessengruppe wird eine Vermehrung auch in den Augen der Herren Nationalliberalen, die früher der 3 ahl der Abgeordneten, wie es heißt, um nicht Worte genug fanden, es zu brandmarken. 40 bis 50, zur Folge haben. Die Auftheilung dieser So kommt die herrschende Klasse politisch immer mehr Abgeordnetenzahl auf die einzelnen Kronländer erfolgt zurück. unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Bevölkerungszahl und Eine Vermehrung der Steuerleistung. Boll" mit dem Hinzufügen bestätigen, daß der Kaiser sie Kölnische Volks- Beitung" und ähnliche Blätter, die in der nicht in Aussicht genommen worden sein. Die Frage des Zum internationalen Arbeiterfajuk- Kongreß. Die der Abgeordneten der bisher bestehenden Curien soll unbedingt hätte hören müssen. Miquel freut sich wohl sehr über diese Zeitungspolemit, Taktik der schweizer Genossen, so wieder anläßlich unseres Grundsäßen an den indirekten Wahlen in den Landbekannten Selbstlosigkeit unserer Gegner, uns stets die Wahlmodus anlangend, hält die Regierung in den leitenden hält sie ihm doch die Freundschaft der Agrarier warm. Urtheils über den internationalen Arbeiterschutz- Kongreß in Eine Todtgeburt. Die Reichskommission für den Zürich, empfehlen, werden sich nicht wenig über das Urtheil gemeinden fest; es scheint jedoch, daß sie einem allfällig sich geltend machenden Wunsche, die Entscheidung über die BeiEntwurf eines bürgerlichen Gesetzbuches feiert bald ihr unseres Genossen Wullschleger wundern. Derfelbe, bis vor behaltung der indirekten oder die Einführung der direkten zwanzigjähriges Jubiläum. Was lange dauert, wird gut, Kurzem Präsident der sozialdemokratischen Partei der Wahlen in den Landgemeinden den Landtagen zu überjagt ein Sprichwort, aber was in der Anlage schon verfehlt Schweiz und Chefredakteur des einzigen sozialistischen Tage- lassen, keinen entschiedenen Widerstand entgegensetzen ist, und den Verwesungsgeruch an sich trägt, wird durch die blattes der Eidgenossenschaft, schreibt in seinem Vorwürde. Eine Revision der Wahlbezirks- Eintheilung founte Zeit nicht besser. Die hochgelehrten Herren Juristen wärts", nachdem er die bezügliche Erklärung unseres Blattes selbstverständlich nicht in den Rahmen der leitenden Grundscheinen die Weisheit, welche Mephistopheles im Faust schon abgedruckt hat: verspottet, sich zu eigen gemacht zu haben: Wir begreifen diesen Entschluß der deutschen Sozialdemo. fäße fallen. fratie vollkommen und halten ihn von ihrem Standpunkte aus Ein Nachspiel zum Omladinaprozeß. Die Wiener für durchaus torrett. Wenn auch die schweizerische Arbeiter- Zeitung" schreibt: Sozialdemokratie eine andere Taktik einschlagen tann und zum Theil auch muß, so herrscht doch unseres Wissens in den Reihen der schweizerischen Genossen teine sonderliche Begeisterung für diesen Kongreß und einen erheblichen praktischen Werth ver fprechen sich jedenfalls wenige von ihm. Der Schreiber dieser Zeilen ist auch ganz unschuldig an der Einberufung dieses Kongresses, der seiner persönlichen Meinung nach ohne Nachtheil für die Sache des Arbeiterschuhes hätte unterbleiben tönnen. Ueberhaupt findet er, daß nachgerade in der Abhaltung von Rongressen des Guten zu viel geschieht. Immerhin möchte er dem nun einmal be= schlossenen Kongresse mit dieser Bemerkung keine Steine in ben Weg legen. E. W. Wer will was Lebendiges erkennen und beschreiben, Sucht erst den Geist heraus zu treiben, Dann hat er die Theile in seiner Hand, Fehlt, leider! nur das geistige Band. Die Adepten der Kommission haben den mumifizirten Leichnam einer verfallenden und verfaulenden Gesellschaftsordnung auf den Sezirtisch gelegt, und suchen nun an den einzelnen Theilen herumzuflicken. Die lebendige Ge sellschaft mit ihren lebendigen Trieben und For derungen zu erkennen, versuchen sie taum, geschweige denn, daß sie diese lebendige in die Zukunft hinein wachsende Gesellschaft zur Grundlage der Gesetzgebung zu machen suchten. Das tritt am deutlichsten hervor bei der in den letzten Sigungen der Kommission stattgehabten Berathung der Bestimmungen über die Ehescheidung. Die Ehe des zukünftigen bürgerlichen Gesetzbuchs für das Reich ist das Betrefakt des Instituts, welches die Juristen des Corpus juris und die mönchischen Gelehrten des kanoAber, schönste Frau, warum rennen Sie denn so wie ein Windhund den Berg hinunter?" Und als sie statt jeder Antwort ihn anlachte, bot er ihr seinen Arm. Er hatte die Empfindung, dieser hübschen Frau gegen über ungewöhnlich galant zu sein. Sie nahm seinen Arm und gestand ihm, daß sie die Absicht habe, in die VersammLung zu gehen. Wollen Sie Ebner hören? Bravo, schon von Ihnen. Wo sind die Russen?" Helene sagte, daß sie allein komme. Er drückte ihren Arm und versicherte, es freue ihn, daß sie einmal etwas Selbständigkeit zeige. Haben Sie nur Geduld, lieber Onfel," sagte sie lächelnd,„ Sie werden mich schon noch zu einer tüchtigen Parteigenossin heranziehen." Das hoffe ich, Frauchen, selbst wenn ich nicht lange mehr hier bleibe." " Wie meinen Sie das?" " Vom Bunde der Landwirthe. Dr. A. Boverssen, Redakteur der Korrespondenz des Bundes der Landwirthe" hat gestern die Redaktion niedergelegt. Bürgerliche Blätter Postmeister, geben Sie Acht, an der nächsten Straßenede kommt der Bursche wieder zum Vorschein... D, diese preußischen Spizel, wenn ich mich nur in den nächsten Tagen für sie unsichtbar machen könnte!" Weshalb gerade in den nächsten Tagen?" fragte sie aufmerksam. " Hm," er sah sie von der Seite an, forschend und ein wenig mißtrauisch. Dann bemerkte er in einem ganz veränderten Zon:" Der Abend ist recht warm, finden Sie nicht?" 22 Wir sind im Auguft." Mitte August, wir haben heute, glaube ich, den--" Den fünfzehnten." " Schon den fünfzehnten.... es ist zum es ist zum- hm, und meinen, daß aus Ihnen so etwas, wie eine richtige Parteigenoffin zu machen wäre?" Sie Eine getreue gewiß, ob ich noch andere Eigenschaften dafür besitze, das Das wird sich erst zeigen," sagte er trocken. " Ihr gebt einer Frau zu selten Gelegenheit, sich zu bewähren. " Er sah sich um, es tam ihm vor, als ob jemand hinter ihnen ginge, und er dämpfte seine Stimme zu einem Flüstern Das ist auch nicht so leicht, und Sozialist wird man herab: Ich sage Ihnen, die monarchischen Staaten machen die ungeheuersten Anstrengungen, um das Asylrecht der nicht von heute auf morgen, dazu gehört viel sehr viel Echweiz zu untergraben, sie versteigen sich bis zu Drohungen: mehr als man glaubt." läßt sich die Bundesregierung einschüchtern, dann heißt's wieder wandern dann müssen wir nach England oder Amerikabin neugierig, wie wir da unser Archiv hinüberschiffen und meine Alte. Sie triegt die Seekrankheit, wenn ich nur darauf anspiele." Kommt Ihre Frau heute in die Versammlung?" " Nein, sie hat noch im Hause zu schaffen." " Sie ist eine musterhafte Gattin," versicherte Helene, ,, und Sie meinen also, daß die Bundesregierung Bft," machte er, und drückte ihren Arm stärker. Was ist's?" fragte sie. " Es geht Jemand hinter uns her." Aber in ziemlicher Entfernung." Weil er stehen geblieben ist, das ist ihre schlaue Tattit ich kenne fie." Ich weiß es wohl, aber ich glaube, einige Lehrjahre durchgemacht zu haben," sagte sie bescheiden. " So, so, Konrad sagte mir, Sie hätten einmal vor Jahren den Russen einen erheblichen Dienst geleistet." " Das war ein kleiner Dienst." " " Ein ex offo- Bertheidiger und sein Lohn. Als im OmladinaAz in prozeß an einem der letzten Verhandlungstage die Vertheidiger den Gerichtssaal mit Polizeisoldaten besetzt fanden, legten sie fämmtlich die Vertheidigung demonstrativ nieder, als Zeichen des Protestes gegen diefes ungefeßliche, zur Einschüchterung der Vertheidiger und der Angeklagten bestimmte Verfahren. Da aber bei dieser Verhandlung die Zuziehung eines Vertheidigers gefeßlich unerläßlich ist, mußte das Ausnahmsgericht einen ex offo- Wertheidiger bestimmen. Es wurde dazu nicht etwa ein Advokat, sondern der Gerichtsadjunkt( entsprechend dem preußischen Assessor) Dr. Barnasch bestimmt; eines Beamten glaubte man vollständig sicher zu sein, man glaubte, er werde die Vertheidigung als reine Formalität auffassen. Aber dieser Beamte tonnte in dem Momente, wo er am Bertheidigertische plat nahm, nicht umhin, die Wahrheit freimüthig zu fonstatiren. Er sagte: In der Anklage ist von einem Geheimbunde Omladina" die Rede. Ein solcher Geheimbund hat niemals bestanden. Selbst Polizeiorgane, welche als Zeugen vernommen wurden, fonnten über die Existenz dieses Geheims bundes nichts Bestimmtes angeben." Er bezeichnete weiter Mrva, welcher ein Phantaft und Lügner gewesen sei, als unzulässig. Mrva hat sich um einen Dienst bei der Polizei be worben und sich selbst als Konfident bezeichnet." Und in der Replik fügte er hinzu: Geradezu überrascht hat es mich, daß der Herr Staatsanwalt sich jetzt noch auf Rudolf Mrva als tlaffischen Zeugen beruft. Ich habe mir genau aufgezeichnet, was Zeuge Dr. Benedit sagte, welcher angab, Mrva habe von der Polizei Belohnungen erhalten; aus voller Ueberzeugung fann ich erklären, daß ich Mrva für einen Menschen halte, der ini Dienste der Polizei stand, ja noch mehr, der ein agent provocateur war." " " Dieser Gerichtsadjunkt zeigte als ex offo- Wertheidiger, daß er ein anständiger, wahrheitsliebender Mensch ist. Dafür empfing er den Lohn, der solchen Leuten in Desterreich zufällt. Es scheint, daß man sie bei Gericht nicht brauchen kann. Die Deutsche Zeitung" meldet: " = Prag, 24. Februar. Der Adjunkt des Landesgerichtes, Barnasch, welcher als ex offo Vertheidiger im„ Omladina" Prozeß fungirt hat, wird aus Gründen, welche mit seinem Plaidoyer zusammenhängen, die Richterbahn verlassen und fich der Advokatie widmen. Zu den in Paris stattgehabten sechs Gemeindes Bezirken die Sozialisten gesiegt und in einem Bezirke feit raths- Wahlen wird uns von dort geschrieben, daß in vier den letzten Wahlen so viel Stimmen gewonnen haben, daß majorität von sage und schreibe fieben Stimmen, ihren die Gegner nur mit knapper Noth, nämlich nur mit einer alten Siz behauptet haben. Und dies alles trotz der Fruk tifizirung der anarchistischen Attentate. Zur Naturgeschichte der Anarchisten. Gestern und Was fleiner Dienster ist gelungen, und das vorgestern spielten in Paris zwei interessante Prozesse, ist die Hauptfache. D, es giebt so kleine Dienste, so echte die von ganz verschiedenen Dingen handelten. Der erste Handlangerdienste, von denen man nicht spricht, von denen Prozeß gegen eine Anzahl jugendlicher Verbrecher, die das niemand erfährt und die doch so wichtig sind, daß ein Miß- leerstehende Haus einer Sommerfrischler Familie aus lingen schwer zu verwinden wäre, aber freilich Sie-" plünderten- eine Spitzbubenpraxis, die in Paris bei den Wenn Sie glauben, daß ich Ihnen nüßlich sein Leuten vom Langfinger- Handwerk ebenso beliebt ist, wie in Berlin. Der zweite Prozeß galt einem Menschen, der Vielleicht." meuchlings in feigfter Weise einen Polizeibeamten getödtet hat, was ja auch nichts Seltenes und nichts besonders Merkwürdiges ist. Das Merkwürdige liegt darin, daß der Held beider Prozesse eine und dieselbe Person und einer der berühmtesten Anarchisten" Frankreichs ist. Das ist aber auch das Einzige, was Herrn fönnte Stumm gingen sie weiter. Es blieb Alles stille, man in vernahm nichts, als das Geräusch ihrer eigenen Schritte. „ Aha- abgebogen abgebogen das alte Manöver!" rief der " --Dann sprechen Sie, ich bitte." " O nicht hier, nicht jetzt... Rommen Sie morgen mein Bureau, aber frühzeitig, dann wollen wir sehen." ( Fortsetzung folgt.) " Margeaux so heißt der Biedermann von einem, waltungsreform"( wer lacht da?) der Kammer vorgelegt. der gemeinen Duhendverbrecher unterscheidet. Es ist eben Der Gesetzentwurf hat folgenden Wortlaut: die neueste Verbrechermode, sich den Titel„ Anarchist" beizulegen, wie andere Spizbuben und sonstige Verbrecher sich Ad ben ubelstitel beilegen- ihn mitunter auch verehrt brechers. Das zum Typus des anarchistischen" VerAus England sind uns mehrere Briefe zugegangen, die es faft sicher erscheinen lassen, daß Bourdin, der letzte Attentäter" das Opfer eines Lockspikels war. Ein Genosse, der Bourdin persönlich kannte, schreibt uns: us: London, den 24. Februar. " " = 29 S Darteinachrichten. * " sie bet Artitel 2. Zum Zwecke der Umgestaltung des Staatsdienstes, der Vereinfachung der Geschäfte, der Verminderung der In Annaberg i. S. fand am 25. Februar eine ParteiMilitäre und Zivilbehörden und der Herabsehung der Kosten versammlung des 19., 20. und 21. Reichstags- Wahltreises statt. wird der König unter Verantwortlichkeit seiner Minister mit Benoffe Demmler referirte in ausführlicher Weise über unumschränkter Vollmacht bis zum 31. Dezember des laufenden Punkt 1 der Tagesordnung: Organisation. Alseitig wurde das Mangelhafte der Organisation anerkannt anerkannt und demgemäß Jahres betraut. Artikel 1. Die königliche Regierung wird bei der Durch für den 19., 20. und 21. Reichstags- Wahlkreis ein Agitationsper Durch folgender Antrag nach längerer Debatte angenommen:„ Es wird führung der erwähnten Reformen von einer Kommission unter- fomitee, bestehend aus 6 Personen, und zwar je 2 aus jedem stützt werden, welche aus fünf Senatoren, fünf Abgeordneten Kreise, gewählt. Daffelbe hat die Aufgabe, die Agitation zu und fünf vom Könige ernannten Staatsbeamten bestehen wird. leiten, die Organisationen zu beaufsichtigen und jeden Monat zu Artikel 8. Bei der Wieder- Eröffnung des Parlaments im diesem Zwecke eine Sigung zu halten." Gewählt wurden die Januar 1895 wird Am 23. Februar wurde die Leiche Martial Bourdin's nach tretung Rechenschaft über den Gebrauch ablegen, welchen fie und Seibel aus Ehrenfriedersdorf, Grumbt aus abbie fönigliche Regierung der Volksver- Genossen Reymann und Demmler aus Geyer, Aurich dem Finshley Kirchhof geleitet, feinem Bruder Th. Bourdin warvon der ihr durch das gegenwärtige Gesetz übertragenen Macht Annaberg und Werner aus Buchholz. Der Punkt 3 selbiger zur Bestattung überlassen worden; jedoch hatten diebefugniß gemacht hat. hiefigen Anarchisten es sich nicht nehmen laffen, ihrem Genossen Der echte Crispi! Das Parlament wird talt gestellt, gestattet worden, weil nicht angegeben werden konnte, was unter der Tagesordnung: Verschiedenes", war von der Polizei nicht ein großartiges Begräbniß zu bereiten, welches aber total Fiasko machte. Schon am Bersammlungsplaße Figron Square tam es Crispi macht was er will, und die Verwaltungsreform" diesem Punkte zur Berhandlung gelangen würde. zu berartigen Radauszenen, daß Verhaftungen vorgenommen wird nicht durchgeführt. Die Wiener Neue freie Presse" wurden, die Nadaubrüder waren natürlich Studenten der bemerkt zu diesem neuesten Streich italienischer Staats- An der Ausübung seines Reichstags- Mandate ist der Staats- n Medizin, alles Bourgeois Söhnchen. Nicht genug, daß retterei: Abgeordnete des dritten Hamburger Kreises, Wilhelm Metzger, dieselben sich hier flegelhaft aufführten, marschirten sie nach Das ist in der That ein höchst merkwürdiger Gesetz bekanntlich durch die ihm auferlegte Strafhaft verhindert. Der dem Klub Autonomie" um dorten die sämmtlichen Fenster vorschlag, der nichts Geringeres verlangt, als die Abdankung selbe hat jüngst an die Hamburger Staatsanwaltschaft ein als Antwort auf die im zu zertrümmern, natürlich als Antwort auf die Explosion im des Parlaments und die Diktatur Crispi's. Das find nicht Urlaubsgesuch gerichtet, zu dem Zwecke, an der dritten Lesung Greenwich- Part. die außerordentlichen Vollmachten( poteri straordinarii"), des ruffifchen Handelsvertrages theilnehmen zu fönnen. Dieses Auf dem Kirchhof selber und vor seinem Thore, fam es von denen Crispi's Oifigiöse bisher gesprochen, sondern un- Gesuch ist abschlägig beschieden worden. Genosse Metzger wird ebenfalls zu nicht zu beschreibenden Skandalszenen. Der Leichen- bedingte Vollmachten( pieni poteri"), und wirklich ist dieser sich nun, wie wir hören, mit dem Urlaubsgesuch an den Senat wagen wurde init allerlei Unrath seitens des Volkes beworfen. Ausdruck in der Vorlage gebraucht. Zudem leidet ihr als oberste Instanz wenden. Wenn auch der Senat einen Den leidtragenden Anarchisten wurden Liebenswürdigkeiten zu Wortlaut an großer Unklarheit, wie die Opinione" abschlägigen Bescheid ertheilt, wird der dritte Kreis verstehen gegeben, daß. manchem die Augen geöffnet wurden, und nicht ohne Bitterfeit bemerkt. Außerdem hebt sie her der Handelsstadt Hamburg, die doch gewiß ein eminentes die Hoffnung auf eine baldige Revolution ihnen gründlich ge- vor, daß das Ministerium offenbar fast das ganze Interesse an dem Zustandekommen des Vertrages hat, bei der emmen wurde. Rufe wie schlagt sie todt", lyncht sie", waren Jahr 1894 ohne Parlament regieren wolle. Das fei entscheidenden Abstimmung, wobei es sich möglicherweise um nicht die stärksten Beleidigungen. Hüte flogen, Schläge gab es ein gegen den Parlamentarismus geführter Schlag. Als wenige Stimmen handeln kann, ohne Bertretung bleiben, weil nach rechts und links, kurz das kleine Häuschen Anarchisten floh solcher dürfte der Gesetzentwurf in ganz Italien aufgefaßt nun weil Megger den Senat beleidigt haben soll. und stob auseinander; nur wenigen war es vergönnt, ans Grab werden. Was er der Voltsvertretung zumuthet, ist das reine 31 gelangen. Erlauben Sie mir nun noch, auf den verunglückten Harifiri. Man fann aus der Stilifirung des Entwurfes nicht ublich einmal ein freisprechendes Urtheil, umso mehr M. Bourdin, sowie auf die Explosion selber zurückzukommen. einmal mit Sicherheit annehmen, ob der König blos die fünf Ihr Londoner Rorrespondent ist nicht im Recht, wenn er Staatsbeamten oder auch die Senatoren und Abgeordneten der ein Ereigniß, als es gefällt wurde in einem Majestätsfchreibt: Auch Bourdin ist nicht durch Noth zu seiner That Kommission ernennen sou. beleidigungs- Prozeß. Genosse Franz Diedrichresp. seinem Anschlag getrieben worden. Er hatte, als ihm der Solche Dittaturgesetze lassen immer sehr vieles unklar Hamburg hatte sich heute vor der Strafkammer 1 bes hiesigen Zob ereilte, 13 Pfund Sterling in Gold bei sich" ich nehme fie proklamiren ja die Willkür, die sich ihrer Natur nach Sache ist bereits am 7. Juni v. J. vor derselben Straffammer Landgerichts wegen Majestätsbeleidigung zu verantworten. Die das Gegentheil an. Gerade mehr aus Noth, als alles andere; nicht binden kann. ich fannte den Mann persönlich, er war ein vergnügungsverhandelt worden. Damals handelte es sich nicht nur um Weffen man sich von Crispi zu versehen hat, erhellt Majestätsbeleidigung füchtiger Mensch. In Versammlungen that er sich hervor durch sein allein, sondern auch um Gottes Rufe Vive la Anarchie". Er war notorisch viel aus Arbeit. aus der Thatsache, daß die Staatsanwaltschaft die Aus- lästerung. Von beiden Anklagen war Genoffe Diedrich Es ist faft fein 8weifel, daß B. erst am Tage der Tragödie lieferung des Abgeordneten Imbriani von der freigesprochen worden. Gegen das Urtheil, soweit es bie das Geld von einem Unbekannten", su gleicher Kammer verlangt, weil er angeblich mit den fizilianischen Majestätsbeleidigung anlangte, batte die Staatsanwaltschaft Zeit den Sprengstoff betam; denn den Abend Aufständigen" in Korrespondenz gewesen sei. Revision eingelegt und damit erzielt, daß das Reichsgericht das vorher konnte er nicht sein Abendbrod im Werthe von Wenn das während der Kammertagung geschieht, was Urtheil aufhob und die Sache in die Vorinstanz zurückverwies. 6 Pence( 5 Groschen) bezahlen. Er bezahlte feinen Speise wird erst geschehen, wenn die Kammerkontrolle fehlt? Nach Verlesung des Beschlusses in der heutigen Verhandlung be wirth am nächsten Morgen, indem er ein Pfund wechseln ließ. antragte der Staatsanwalt Ausschluß der Oeffentlichkeit, weil Die Nachforschungen haben auch ergeben, daß 2. bis an Aus Serbien kommen Nachrichten, welche darauf hin- die öffentliche Ordnung gefährdet fei. Der Angeklagte, der Die Pferdebahn, welche von Westminster nach Green deuten, daß die Regierung mit dem Feuer spielt; sie hat ohne einen Vertheidiger erschienen war, beantragte, daß wich fährt, beobachtet wurde. Ferner ist e3 die Es sei, betonte er, jezt ohne jeden gesetzlichen Grund einige radikale Blätter unter der Beschluß abgelehnt würde. außer Zweifel, daß ein Anschlag auf die Sternwarte brückt und Ristic zum föniglichen Kommissar für ganz Die Beleidigung in einer öffentlichen Versammlung sich öffentliche Ordnung nicht gestört worden, als er angeblich geplant war; warum? einfach, die Sternwarte auf Greenwich- Serbien ernannt. Ristic wird mit königlichen Boll zu schulden kommen ließ, um so weniger sei bei bem Park ist ein Lieblingsinstitut der Engländer und die inter machten versehen, das ganze Land bereisen, um sich über kleinen Auditorium zu befürchten, daß die öffentliche Ordnationale Sozialisten- Razzia hätte sich auf alle Fälle durch das Gelingen dieses Streiches fördern lassen. Wer also kann ein die Stimmung des Volkes zu informiren. Vielfach wird nung gestört würde. Es sei zu wünschen, daß bei den oft Interesse an derartigen Dynamit Attentaten haben? Nur die, angenommen, dies sei der erste Schritt zum absolutistischen sich wiederholenden Majestätsbeleidigungsprozessen die Deffentbie welde einen Hödel, Nobiling, einen Vaillant für sich ausge- Regiment. lichkeit bestehen bleibe, damit das Publikum sich Klarheit über den schlachtet haben. Und auch nur die können es gewesen sein, die Begriff der Majestätsbeleidigung verschaffen tönne. Das Gericht einen agent provocateur ausschickten, um einen verzweifelten jedoch beschloß den Ausschluß der Deffentlichkeit. Die angebliche Zur Sonntagsruhe in der chemischen Industrie. Majestätsbeleidigung soll der Angeklagte sich schuldig gemacht Anarchisten, wie dieser Bourdin war, zu gewinnen, der nichts zu beißen hat und plöglich dasteht ausgerüstet mit 300 m. Das Heute wurden bei der Enquete die Verhältnisse der Ultra- haben, als er am 4. März v. 3. in Ottensen in einer Geld ist verlockend. marin, Strontianit, Flußsäure- Fabriken und der Fabriken öffentlichen sozialdemokratischen Versammlung einen Vortrag Die Razzia im Klub„ Autonomie" kein anderer Klub ist zur Herstellung gebrannter Magnesia und flüssiger Kohlen über die zehn Gebote und die besitzenden Klassen hielt. durch die Polizei beläftigt worben hat wohl darin ihren säure erörtert. Das Bild war das gleiche wieder. Die Bei Besprechung des vierten Gebotes hat er am Schluffe Grund, daß Bourdin Mitglied war und daß man hier den Un- Arbeiter nickten zu dem, was die Unternehmer sagten und seiner Ausführungen die bekannte Ansprache des Kaisers bekannten", welcher B. mit Geld und Munition ausrüftete, zu diese wollten nichts bewilligen. Blos bezüglich der Fabriken an die Rekruten des Garde- Regiments verlesen. Im Hinblia rinden hoffte. zur Herstellung flüssiger Kohlensäure wurde die Möglichkeit, Anklagebehörde in dem Verlesen der Ansprache das Moment der auf die vorherigen Auslassungen des Angeklagten erblickte die einigermaßen Sonntagsruhe zu schaffen, zugestanden. Majestätsbeleidigung. Wie früher, bestritt der Angeklagte jegliche Es erübrigt sich für uns, ausführlich über die Ver- Schuld. Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten schuldig und handlungen zu berichten. beantragte gegen ihn 4 Monate Gefängniß. Nach ganz kurzer Berathung verkündigte das Gericht, daß der Angeklagte der 10S Majestätsbeleidigung nicht schuldig ist. Es erkannte deshalb auf 99 " 1 " Parlamentarisches. fostenlose Freisprechung. Die Gladstone- Krisis, seit Jahren erwartet, von Jedem vorausgesehen, von den Freunden Gladstone's stets abgeleugnet, ist jetzt da. Der große Alte Mann" hat dem Alter, dem er so lange getroit, schließlich doch den Tribut bezahlen müssen. Er muß sich, da er fast vollständig erblinbet ist, einer Augenoperation unterziehen und zeitweilig" von der Premierschaft zurücktreten. Beitweilig" ift natürlich nur ein parlamentarischer Euphemismus. Wie Abzahlungsgeschäfte. Zur zweiten Berathung des Gesetz Abzahlungsgeschäfte. Zur zweiten Berathung des Gesetz Eine ehrenvolle Niederlage erlitt am 26. Februar die die Liberalen sich ohne Gladstone einrichten, das ist noch entwurfs, betreffend die Abzahlungsgeschäfte, haben die Abgg. sozialdemokratische Partei bei ben Gewerbegerichtswahlen in die Frage; sie werden sich aber bald entscheiden müssen. uauer und Auer( Sozialdem.) folgenden( berichtigten) rantfurt a. M. Die Innungen mit dem gesammten Denn die Seffion, die seit dem Jannar des vorigen Jahres beschließen, dem Gefeß folgenden Paragraphen hinzuzufügen: gegenüber. Die Innungsliste erhielt 991, die sozialdemokratische Abänderungsantrag eingebracht: Der Reichstag wolle Mischmasch standen der Arbeitgeberliste unserer Parteigenoffen dauert, also 13 Monate umfaßt- etras noch nicht Dagewesenes § 6a, ng 594( Bunahme gegen das Vorjahr 280) Stimmen. Die Arbeit in der parlamentarischen Geschichte Englands muß jetzt wird über den Verkauf einer beweglichen Sache gegen Theilnehmerlifte der Frankfurter Genoffen, die einzige, die aufendlich geschlossen werden. Fruchtbar war die Session nicht, zahlung eine Urkunde errichtet, so ist der Verkäufer verpflichtet, gestellt war, erhielt 2221 Stimmen gegen 1821 Stimmen im und die Liberalen find in einer nichts weniger als günstigen dem Käufer der Sache eine zweite Ausfertigung der Vertrags- Vorjahr. Lage, so daß die Gladstonekrise fich sehr leicht zu einer urkunde auszuantworten und diese im Besitze des Käufers dauernd Ministertrise erweitern könnte. Jedenfalls kann die Auf- zu belassen. Lösung des Unterhauses nicht mehr lange hinausgeschoben urtunde an den Käufer hat spätestens bei der Uebergabe der demokratischen Zeitung Naprzod" wurde gestern, ben 28. FeDie Aushändigung des zweiten Exemplars der Vertrags- In der Redaktion der in Krakau erscheinenden sozialwerden, denn das englische Oberhaus mit seiner großen veräußerten Sache bei stempelpflichtigen Urkunden spätestens bruar, gehaussucht. Nachdem wurde der Redakteur Steger fonservativen Mehrheit fühlt jetzt mehr festen Boden unter am dritten Tage nach erfolgter Abstempelung derselben verhaftet. au fich als seit Jahren.erfolgen. ROA GRI! Hadoalless- tain nilza nov neadidosbd oid Die Zuwiderhandlung gegen diese Vorschriften zieht eine Die Lage Italiens wird immer kritischer. Das Geldstrafe bis zu hundertfünfzig Mart nach sich. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Bankrott- Budget Crispi's hat im Lande geradezu nieder Wegen Verbreitung von Flugblättern ſchmetternd gewirkt. Das Bolk soll also noch mehr hingeurtheilen, erkinſtanaliche Urtheil Berufung einge Aus der Waavenbezeichnunge Aus der Waarenbezeichnungs Rommiffion ist mitzu während der Kirchzeit standen sechs Genoffen aus Hameln noch ärger ausgepreßt werden, als bisher, wo es schon zur theilen, daß mit dem heutigen Tage, den 27. Februar, die erste vor dem Landgericht zu Hannover. Sie hatten gegen bas Verzweiflung getrieben war. Der Artikel über Italien, Lesung bis zum§ 10 gebiehen ist. Besondere Schwierigkeiten erstinstanzliche Urtheil Berufung eingelegt. Diese wurde aber den wir in der geftrigen Nummer berührt, gewährt einen boten§§ 5 und§, in denen im Regierungsentwurfe mehrere verworfen mit der Begründung,„ daß durch das von Haus zu Einblick in die Herenküche der Crispi'schen Wirthschaft, Entscheidungen den ordentlichen Gerichten überwiesen waren, Hausgehen die Aufmerksamkeit der Bewohner der anliegenden deren Opfer jetzt Italien ist. Die Londoner Saturday welche jedoch die Mehrheit der Kommission von dem Patent- Säufer auf sie gelenkt wurde und also hierdurch die Sonntagsamte in endgiitiger Weise entschieden fehen wollte. Das zähe ruhe gestört werde." Review" verspottet die Sparsamkeit" Crispi's. Es ist, Festhalten der Herren Regierungsvertreter an dem Grundsatze, Der Genosse A. Diel, Wurzen, erhielt seinerwie wenn ein Gutsbesitzer, den seine noblen Passionen zu in den fraglichen Fällen sei nicht das Patentamt, sondern zeit eine Strafverfügung, weil er durch Inserate des Inhalts: Grunde gerichtet haben, sich dadurch retten wollte, das betreffende ordentliche Gericht die geeignetere Behörde Arbeiter! Genossen! unterstützt nur diejenigen Geschäftsleute daß er eine Zeitung weniger abonnirt. Den noblen und die Durchbrechung dieses Prinzips äußerst bedenklich, hatte und Wirthe, welche in der N. W. 8." inseriren!" die nicht Passionen wird dennoch dennoch nach wie vor gehuldigt. die Debatte sehr in die Länge gezogen, ohne doch die Kom- bei ihm inferirenden Geschäftsleute boykottirt und dadurch Genau fo in Italien." Das Heer und die Flotte missionsmitglieder umzustimmen. Die Anträge des Abgeordneten groben Unfug verübt haben follte. Auf beantragte richterliche fosten zu viel, sie haben das Defizit verursacht- aber sie Schmidt- Elberfeld im Gegensaße zum Regierungsentwurfe, dem Entscheidung ist die Strafverfügung vom Schöffengericht aus Patentamte die meisten endgiltigen Entscheidungen zuweisen, formellen Gründen aufgehoben worden, weil das Gericht der bleiben ruhig bestehen! Es ist der helle Wahnsinn, und gelangten beim§ 8 mit großer Mehrheit zur Annahme. Borher Meinung war, daß die Verwaltungsbehörde im vorliegenden das liegt so klar zu Tag, daß das Crispi'sche Budget den war beim§ 5 ein Antrag des Vorsitzenden Dr. Hammacher, Falle zum Erlaß einer Strafverfügung nicht berechtigt gewesen Glauben an die Staatskunst des italienischen Bismarck" der in dem Sinne der Schmidt'schen Anträge geet. Die Strafverfügung wird nunmehr durch die Amtsanwaltvollends zerstört und in vielen seiner konservativen Gegner halten war, unter Stimmengleichheit abgelehnt worden; schaft in die Hand genommen werden. aber durch die Aenderung des den Verdacht erweckt hat, er sei im Herzen noch der alte nachdem § 8 das Die beiden Redakteure der Schleswig- Hol Revolutionär, und wolle die Monarchie zu Grund richten. von den Herren Geheimräthen so start vertretene Prinzip steinischen Wolfs- Zeitung" zu Kiel, die Genossen Ströbel durchbrochen ist, muß wohl in der zweiten Lesung der§5 und Klüß hatten sich am 27. Februar wegen Beleidigung, beBeffer anfangen könnte er es allerdings nicht. Jedenfalls ist die Monarchie in Gefahr. Wir deuteten mit dem§ 8 u. f. w. in Uebereinstimmung gebracht werden. gangen durch die Preffe, vor der dortigen Strafkammer zu ver Nächste Sigung am 28. d. M. Theilnehmer von unserer Fraktion antworten. Ströbel wurde wegen Beleidigung des Bürgermeisters schon früher an, daß der jetzige König Humbert, obgleich find Zubeil und Möller. Engel in Preet dem Antrag des Staatsanwalts gemäß zu weit zurückhaltender als sein Vater, sich doch hinter den Koulissen eifrig an den Parteitämpfen betheiligt und perfönlich Politik treibt. Das hat seiner Popularität viel ge schadet. Noch mehr hat ihm geschabet, daß er in die ita lienischen Bankstandale verwickelt ist allerdings weniger durch eigene Schuld als durch die seines Vaters, der ein tolles Verschwenderleben geführt und seinem Sohn eine toloffale Schuldenlast hinterlassen hat. So rächt sich die Schuld und rächen sich die Schulden der Väter an den Kindern. Inzwischen hat Herr Crispi die lange angekündigten , außerordentlichen Vollmachten zur Durchführung der BerEs ist hervorzuheben, daß durch die Frage, welche der beiden einer Woche Gefängniß verurtheilt. Klüß wurde wegen BeBehörden, das Patentamt oder das betr. ordentliche Gericht, in leidigung des Fabrikanten Junge in Elmshorn zu einer Woche den verschiedenen fraglichen Fällen den Vorzug verdiene, die Kon- Gefängniß verurtheilt. Eine zweite Anklage gegen den Genossen ſtruktion des Gesezes zum Schuße der Waarenbezeichnung eine Klüß wegen Beleidigung des Acerbürgers v. Rehn aus Heiligentomplizirte schon an und für sich war. Nun die Kommission aber den hafen wurde auf Antrag des Vertheidigers Grafen Reventlow Grundsaß, der beim Entwurf maßgebend gewesen, beseitigt hat- und vertagt, da noch mehrere Entlastungszeugen geladen werden war in weitgehender Weise, da die Anträge des Abg. Roeren, follen. die nicht so weit wie die Schmidt'fchen Anträge gingen, abgelehnt wurden nun bringt die Durchführung des neuen Grundsages in der Berathung durchaus teine Erleichterung und wird deshalb auch in redaktioneller Beziehung das Gesez später teine be fonderen Stilschönheiten" aufzuweisen haben. Die Genossen A. Thiele und A. Diehl ( urzen) wurden als frühere verantwortliche Redakteure der Wurz. 3tg." wegen Beleidigung des Rathsjekretärs zu je einem monat verdonnert. Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 1. März. Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Die Minnetönigin. Verbotene Früchte. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Graf Waldemar. Lessing- Theater. Madame SansGêne. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Die Brautjagd. Rehdenz- Theater. Der Maskenball. Neues Theater. A Basso porto. Central- Theater. Ein Blißmädel. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Der Südstern. Aleranderplak- Theater. Das Heirathebureau. Hierauf: Charley's Tante. National- Theater. Die Weber. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. American- Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Wallner- Thenter. Geschlossen. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Vorstellung. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Neues Programm. In Vorbereitung: Bummel- Fritze. Wochentags 15 Pf. Reserv. 30 Pi. R. Winkler. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß meine liebe 2060b Frau Marie Frick geb. Herzog den 27. d. M. nach langen Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet Freitag, Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Chamissoplas 4, aus, statt. Arbeiter- Bildungs- Schule. Lehrplan für das Winterhalbjahr 1893/1894. Die Stunden fallen wie bisher Wochentags von Der trauernde Gatte nebst Geschwistern. 8 bis 10% Uhr Abends, Sonntags von 9 bis 11 Uhr Achtung! Achtung! Kupferschmiede! ,, Sanssouci", Sonnabend, 3. März, Abbs. 9 Uhr, Kottbuserstr. 4a. Donnerstag, den 1. März cr.: Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Großes UIF: bei Feind, Weinstr. 11, Vormittags. Montag Dienstag Große öffentliche Versammlung Mittwoch · • Donnerstag · der Kupferschmiede Freitag. Berlins und Umgegend. do. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Be- Sonnabend richt des Delegirten der Gewerkschafts- Sonntag fommission. 3. Besprechung über die Maifeier. 2054b Um zahlreiches Erscheinen bittet: Der Einberufer. Montag . Nord- Schule. * Kaufm. Rechnen, Korre- Deutsch( unt.). Erste Hilfe bei Unglücks- Geschichte( mittl.).[ fällen. Müllerstr. 179a. Gesetzeskunde. Ost- Schule. Markusstr. 31. Gesezeskunde. spondenz. Geschichte( mittl.). Logit. Deutsch( unt.). Erste Hilfe bei Unglücks* Buchführung. [ fällen. • Deutsch( ob.). Rechnen( unt.). Buchführung. • Südost- Schule. Reichenbergerstr. 133. . . Deutsch( unt.) " Rechnen. do. 9 Dienstag.. Mathematik. mittwoch Brogramm Kranken- und Sterbekasse der Bum Schluß: Berliner Hausdiener( E. H. 61) bo. Am Sonntag, den 25. Februar verHerr und Frau Schulze. Ensemble von Meysel. Freitag: Viktoria- Brauerei. Uur noch kurze Beit! Präuscher's anat. Museum. Reichshallen- Theater.Spezialitäten- Neu: Kehlkopftuberkulose, Stehlkopf polyp. Bruſtfellentzündung, Spezialitäten Lungenentzündung, Lunge mit Tuber fulose, Herz mit Klappenfehler, Magen Apollo Theater. Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Sensationelle Novität! 99 Die Weber". Schauspiel in 4 Aften v. Carl Peters. Regie: May Samst. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. 712 Uhr. Anfang Morgen: Dieselbe Vorstellung. Zeber- und Milzfrankheiten. Schuhkanal durch fünf Körper, täglich für erwachsene Herren, Dienſtag und Freitag für Damen. ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Central- Theater. Täglich abwechselnd. Programm Alte Jakobstraße 30. Ein Blitzmädel. Poffe m. Gefang in 4 Atten v. R.Costa. Musit von C. Millöcker. In Vorbereitung: Novität! bei freiem Entree en Wiener Damenkapelle ,, Mikloska" und Auftreten von Movit Künstlern. Spezialitäten Novität Ein gesunder Junge. Poffe mit Gesang u. Tanz v. Jean Kren. Mufit von Julius Einodshöfer. Adolph Ernst- Theater. 1. Ranges. starb unser langjähriges Mitglied, August Lewino, plötzlich am Herzschlag im Alter von 52 Jahren. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 1. März, Nachmittag 4 Uhr, von der Leichenhalle d. Bartholomäus- Kirchhofes, Weißenfee, aus, statt. Berl. . .. Deutsch( ob.). * Donnerstag.* Raufm. Rechnen, Kor respondenz. Geschichte( alte). Freitag.." Gefeßestunde. do. • B * Buchführung( doppelte). our Sonnabend. Gesundheitslehre. Die mit bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der DoppelRäume ertheilt. Für alle drei Schulen an jedem Sonntag von 9-11 Uhr: NationalOekonomie im Arbeitsnachweis der Hausdiener u. Packer, Neue Grünftr. 10 I. Die Theilnahme an dem Unterricht der ersten Woche im Semester steht Jedem, auch nichtmitgliedern, unentgeltlich frei. aufgenommen. 2052b Der Vorstand. Für sämmtliche Lehrfächer werden neue Schüler und Schülerinnen Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist. Beitrag 25 Pf. monatlich, Echulgeld monatlich 50 Pf. An den mit beKranken- Unterfügungszeichneten Bahlstellen sind auch Billets zur Urania à 25 fregung bes und Begräbnißverein für Frauen und Mädchen. Sonntag, den 4. März 1894, Nachmittags 4 Uhr, Generalversammlung in Hoppe's Lokal, Lindenstr. 106. Tagesordnung: 1. Rassenbericht pro 1893. 2. Wahl des Vorstandes und der Revisoren. Pünktliches Erscheinen sämmtlicher Mitglieder erwartet 424/2] Der Vorstand. J. A.: Friedr. Freudenreich, Reichenbergerstr. 8. Castan's Panoptikum. dann nur eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen find folgende: S. Börner, Ritterstr. 108. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 133. * Schulz, Admiralfir. 40 a. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. * Ostschule, Markusstr. 31. Ungering, Breslauerstr. 27. 454/ 14* Achtung! Große Wernau, Rosenstr. 30. C. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Swinemünderstr. 120. * Gleinert, Müllerstr. 174. NO. " Gumpel, Barnimftr. 42. NW. Vogtherr, Stephanstr. 27a. Der Vorstand. Achtung! Grossartige Ausstellung Volks- Versammlung Viele Novitäten! Täglich Auftreten des Irrgarten. Illusionen. Märchen- Cyclus. Fräulein Miss Wobb, Charley's Tante. Laubenkönigin, Concordia- Festsäle Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 81/2 Uhr: mit ihren 24 dressirten Tauben. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten find noch an verschiedenen Tagen zu haben. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Lumpensusanne Spezialitäten Borstellung oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen. Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen " Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwintel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. Brunwald- mit bewegter Bergangen heit Martin Bendix. Täglich: Auftreten des besten Bauchredners d. Jektzeit H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix, sowie Hugo Schulz, Alfred Bender. Anfang Wochentags 7/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Passageund Konzert von nur Künstlern 1. Ranges. Auftreten der Ballet- Gesellschaft C. Saeger, 64. Andreasstraße 64. Donnerstag, den 1. März ( Großer Saal): Freitag, den 2. März, Abends 8 Uhr, im Lokale ,, Sanssouci", Kottbuserstraße Nr. 4a. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Die Bedeutung der politischen Rechte für die Frauen des Proletariats. Referentin: Frau Klara Zetkin- Stuttgart. 2. Diskussion. 460/19 Um zahlreichen Besuch, besonders der Frauen, bittet Die Franen- Agitationskommission. Die nächste und legte Versammlung, in der Genossin Bettin referiren wird, findet Montag, den 5. März, in Ahrens' Brauerei, Thurmstr. 26/27, statt. Extra- Soirée Berliner Gewerkschaftskommission! der Norddeutsch. Sänger Großartige Dekorationen: Gine italienische Nacht am Strande der Offee. Rach Gr. Strandball. dem: Anfang 8 Uhr. N Familienbillets, Passe- partouts u. Freibillets haben Giltigkeit. C. Saeger. 73/8 Columbia( 10 Damen), Ballet Berl. Bock- Brauerei meisterin Rosa Fricka. Auftreten der Elite- ParterreAkrobaten u. Pantomimentruppe Hermandez. Ein Liebesabenteuer. Komische Orig.Pantomime. Fräulein Berkany, Kostüm- Soubrette. The Willon's, Dopp. Jongleure. Geschw. Gläser, Gesang- u. Instrument.- Duettisten. G. Cordes, Gesangs- Humorist. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. Tempelhofer Berg: 55. Bock- Saison. 20556] Täglich: Gr. Militär- Concert. Stenographie! Restaurant Kowald, Oranienstr. 126, Donnerstag Abend 9-10 Uhr Beginnt ein unentgeltlicher Lehrgang in Freitag, den 2. Märy, Abends 8½ Uhr, bei Ehrenberg, Auuenstraße 16: Deffentliche Versammlung der Delegirten zur Gewerkschaftskommission. Tagesordnung: 1. Besprechung über das Aufbringen der Mittel für das Gewerkschaftsbureaus. 2. Antrag der Schlächter. 3. Besprechung über die Abhaltung von 4. VerAgitationsversammlungen seitens der Gewerkschaftskommission. schiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 292/1 Balduin Franke, Gr. Frankfurterstr. 73, Hof I. I. Achtung! Steinarbeiter Berlins und Umgegend. Achtung! Sonntag, den 4. März, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Müller, Johannisstr. 20: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung der eingegangenen Gelder und Stellungnahme au iden Restanten. 2. Wahl eines Agitationsmitgliedes. 8. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist ein jeder Kollege ver 293/10 pflichtet zu erscheinen. Der Vertrauensmann. J. Buchmann, Willibald- Alexisstr. 30. Deffentliche Versammlung Circus Renz, fursfchrift. gems ir ber vereinf. Donnerstag, den 1. März, Abends 8½ hr, im„ Eiskeller", ( karlkraße.) Donnerstag, den 1. März cr., Abends 74 Uhr: 6 Wochen vöchentl. 1 St. Herren und Damen find eingelaben. Ausw. briefl. durch die Stenogr.- Schule. 2056b Chauffeestraße 88. 1. Vortrag des Herrn Dr. Th. Hertzka aus Wien über ,, Freiland und Anarchismus". Jakobstr. 83. Neue Spezialitäten. U. a. 3. 1. Mat: Saal für 120 Personen frei, Alte A Troupe Daineff, unübertefflich. Luftpotpourri. Gebr. Detroit, 38 Panopticum. abtrobaten sans concurrence. Außerdem: Grande Quadrille de la Im Theater- Sanl, haute équitation; 4 arab. Schimmelohne Extra- Entree: hengste, als Fahnenpferde vorgef. von Herrn R. Renz; d. hervorr. fautasische Nord und Süd, Liederspiel von R. Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. ereinszimmer zu vergeben Landsbergerstraße 31 bei Seehausen. octen Mr. Wassiliams; b. Jongleurin zu Pferde Frl. Agnes 2c. 3. Schluß: Admirals- Garten. 20016 Vereinszimmer von 20 bis 50 Personen, sowie Säle für Hochzeiten u. Versammlungen empf. Schönherr, Roch, Admiralstr. 88. 19935 Auf auf zur fröhlichen Jagd! 38 Parforce- u. Kastadenritt, Ballet von 100 Damen. Meute vonj 40 Hunden. 38 38 Arzt Dr. Höſch, LinienDamen haben gutritt. Das 2. Diskussion. Berliner Freilandgruppe. Achtung! VI. Abonnements- Konzert findet am Montag, den 5. März 1894, Abends präzise 81/2 Uhr, 487/4 bei Martens, Friedrichstraße Nr. 236, statt. Greitag: Auf auf zur fröhlichen Homöopath. traße 149, 8-10, 5 bis Freie Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins u. Umgegend. Jagd! Fr. Renz, Direktor. 7, Sonntags 8-10 Uhr. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 50. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 59. Sigung vom 28. Februar 1894, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: Graf v. Caprivi, v. Mar schall, v. Bötticher, Thielen. Donnerstag, den 1. März 1894. 11. Jahrg. weinen, den französischen nach der Einfuhr des Settes und sein. Der Antrag von Kardorff ist unannehmbar. Moralisch einen holländischen nach der Einfuhr von Austern bemessen wäre auch die Annahme des Antrages v. Kardorff ein Vertragsbruch. fönnen. Wer freilich von diesem Horizont des Frühstücks- Wenn Herr König gestern den Bund der Landwirthe als die tisches aus die Handelspolitik betrachtet, der hat niemals Vertretung des Bauernstandes bezeichnete, so hat er dazu ebenso Gelegenheit gehabt, sich einheitlich in die Handelspolitik wenig ein Recht, wie die Sozialdemokraten, wenn sie sich als hineinzudenken und betrachtet als ehemaliger Ravallerie- die Vertreter der Arbeiterschaft bezeichnen. So erregt ist der Offizier die Handelspolitik als Pferdehandel, wobei einer den deutsche Bauernstand noch nicht, wie der Bund der Landwirthe Der Reichstag setzt die erste Berathung des russisch en andern zu übervortheilen sucht.( Stürmische Heiterfeit.) Herr es vielleicht wünscht. Das wird die Kommissionsberathung Handelsvertrages und des Antrags v. Kardorff König schloß mit dem Dichterwort: Nichtswürdig ist die vielleicht ergeben. Es wird aber Ernst gemacht werden müssen wegen Erhebung von 3ollzuschlägen bei Va- Nation, die nicht ihr Alles fetzt an ihre Ehre!" Er hätte lieber mit der Beseitigung der berechtigten Klagen der kleinen LandIutadifferenzen fort. schließen sollen mit den Worten: Nichtswürdig ist die Nation, wirthe, soweit die Gesetzgebung dazu im stande ist. Das würde Abg. Richter( Fri. Vp.) bemerkt gegen den Abg. Bennigsen: die nicht ihr Alles seht an den Zollunterschied von 1,50 M. eine Ausführung dessen sein, was bei den früheren HandelsFürst Bismarck hat im Abgeodnetenhause ausdrücklich zugegeben, daß,( Beifall links.) Graf Moltke sprach von der Erhebung in den verträgen in meiner leider noch nicht berathenen Resolution wenn er gemußt hätte, er größere Konzessionen in liberaler Freiheitskriegen, die im Osten begann. Die Erhebung wurde niedergelegt ist.( Beifall im Zentrum.) Richtung gemacht haben würde. Daß diese Nothwendigkeit von Rußland unterstützt, so daß man eher auf den Gedanken der Abg. Schulte- Königsberg( Soz.): Nachdem zwischen Deutschan den Fürsten Bismarck nicht herangetreter ist, das haben Wiederherstellung der heiligen Alliance fommen könnte, als auf land und den meisten Staaten des europäischen Kontinents in erster Reihe die neu eingetretenen hannoverschen Ab- einen Zollfrieg mit Rußland. So viel Armeekorps wie Rußland Handelsverträge zu stande gekommen sind, ist es bei dem heutigen geordneten verschuldet.( Zustimmung links.) Die Herren waren hinter der Grenze hat, hat Frankreich auch und troydem genießt Stande unserer Verkehrsmittel unmöglich, einen solchen Zustand glüdlich, daß die welfische Dynastie abgesetzt war, sie waren Frankreich die Meistbegünstigung infolge der Meistbegünstigungs- aufrecht zu erhalten, wie er sich in den letzten Jahren zwischen andererseits von Vertrauensseligkeit gegenüber der preußischen flausel, die Fürst Bismarck in den Friedensvertrag seßte. Deutschland und Rußland herausgebildet hat. Da dieser größte Regierung erfüllt und hatten kein Auge für die reaktionären Be Er wird wohl gewußt haben, mas er that. Staat Europas unser direkter Nachbar ist und bei den heutigen strebungen, mit denen wir im alten Preußen immer zu kämpfen Der Bund der Landwirthe hat mit einer geordneten Bedürfnissen der Industrie ist es ganz selbstverständlich, daß auch gehabt haben. Wir unterscheiden sehr scharf zwischen Adel und Interessenvertretung garnichts gemeinsam. Er geht darauf aus, zwischen Deutschland und Rußland ein Handelsvertrag zu stande Junkerthum. Der Adel findet sich in allen politischen Parteien, der Gesetzgebung ein improvisirtes Programm durch eine wilde kommen muß. Wie den früheren Verträgen, so stimmen wir das Junkerthum ist aber zumeist jener Kleinadel, der, pochend und wüste Agitation rücksichtslos aufzuzwingen; er ist eine Miß- auch diesem Vertrage zu. Wir sind auch gegen jede Kommissionsauf seinen alten Namen, die Anforderungen der Gegenwart geburt in unserem Vereinswesen, geboren aus brutaler Gigensucht berathung. Ich sehe nicht ein, wozu fie nothwendig sein nicht mehr zu erfüllen vermag,( Lachen rechts. Fronische und junkerlicher Anmaßung.( Lachen rechts, Zustimmung links.) sollte. Der Vertrag ist in der öffentlichen Meinung seit Monaten Rufe: lauter dessen Anmaßung in grellem Widerspruch steht Den Russen mag ja das Gepolter des Bundes der Landwirthe so ausführlich behandelt worden, daß die Interessenten endlich zu seiner persönlichen Leistungsfähigkeit und sozialen Bedeutung. mehr imponirt haben, als vernünftigen Deutschen.( Hetterkeit.) die Meinung des Reichstags hören müssen. Wir haben auch keine Es ist derselbe Adel, der sich in hohe Aemter einzudrängen sucht, Deutschland hat unter dem Fürsten Bismarck fich einen verderb- Veranlassung den Nationalliberalen, welche das imperative Manunter Zurückschiebung des bürgerlichen Elements, der Steine lichen Autoritätsfultus angeeignet. Fürst Bismarck hat dat übernommen haben, durch eine Kommissionsberathung die zwischen die Räder des Staatswagens wirst, um den Fortschritt diesen Kultus selbst nach seiner Entlassung abzuschwächen Hand zum Rückzuge zu bieten, damit sie sich dieser Kette entziehen der Zeit aufzuhalten.( Lachen rechts.) Die gestrige Bennigsen'sche gesucht. Der Bund der Landwirthe hat diese Abschwächung fönnen, die ihnen der Bund der Landwirthe auferlegt hat. Wenn Rede wird wahrlich nicht dazu beitragen, die Anmaßung dieses des Autoritätskultus in die Reihen der Landwirthe getragen. Das Zentrum die Kommissionsberathung wünscht, so sind bei ihm Junkerthums zu dämpfen( Sehr richtig!), sie steht in grellem Ein weiterer Vorzug ist die Opposition gegen die Krone, wo- eben zwei Seelen in einer Brust vereinigt. Wenn wir geschlossen Widerspruch mit der Rede vom Februar 1892( Große Unruhe). durch der emporwuchernde Byzantinismus etwas abgeschwächt für den Vertrag eintreten, so sind wir noch keineswegs damit Damals appelliric Herr v. Bennigsen an die gesammte freisinnige wird. Den Schutzzolltarif von 1879 verdanken wir der Koalition zufrieden, wir treten noch für eine weitere Herabsetzung der GePartei, daß sie naher zusammenrücken möge mit dem Liberalismus, des Großgrundbesitzes und der Großindustrie. Der allergrößte treidezölle und der Lebensmittelzölle überhaupt ein und werden, mit der nationalliberalen Partei, weil es die Noth der Zeit er- Theil der Industrie braucht teinen Schutzzoll; sie leidet ebenso wenn dieser Vertrag zu stande gekommen ist, auch weiter dafür heische. Wenn Herr v. Bennigsen eine Schlußrede seiner parla- wie das Handwerk unter der Vertheuerung der Lebensmittel agitiren, damit schließlich erreicht wird, was zur Verbesserung mentarischen Thätigkeit halten wollte, so wäre mir jene Rede ihrer Arbeiter, um so mehr als andere Staate unserem schuß der Lebensbedingungen nothwendig ist. Wenn Graf Moltke weit lieber gewesen, als die gestrige zur Verherrlichung des zöllnerischen Beispiel gefolgt find. Das unnatürliche Bündniß darauf hinwies, daß wir Sozialdemokraten nur deshalb für Junterthums. Bujtimmung links, große Heiterfeit rechts). Und ist durch den Bund der Landwirthe gelockert worden, und die Herabsetzung der Zölle stimmen, um den Arbeitern wie tommt Herr von Bennigsen dazu, hier den dieses Verdienst werde ich dem Bunde der Landwirthe nie ver- billigeres Brot zu schaffen, so ist das allerdings richtig, Zensor und Lehrveister für andere Parteien zu spielen. gessen. aber nicht im Sinne des Grafen Moltke, denn bei ihm scheint Die Nationalliberalen sind gespalten, sie wissen selbst heute noch Was denken Sie, welcher Sturm von Entrüstung sich in der Grundsatz zu herrschen, daß jedes Eintreten für Verbilligung nicht, wie viel von ihnen für und gegen den Vertrag stimmen Handel und Industrie erheben würde bei Ablehnung des Handels- der Lebensmittel ein Verbrechen ist. Auch hinsichtlich unserer werden und wie viele die frische Luft bei der Abstimmung aufvertrages.( Widerspruch rechts.) Wenn der Zollfrieg fortgefeßt Industrie sind wir mit dem jezigen 3ollsystem nicht zufrieden; suchen werden.( Große Heiterfeit.) Weil sie gespalten sind, wird und die Konkurrenz anderer Länder in Rußland zunimmt, da Deutschland Industriestaat geworden ist, müssen wir unsere darum diese Unsicherheit, Handel und Industrie können sich nicht welcher Sturm von Entrüstung würde sich erheben! Und dann Industrie auf die Höhe bringen, die sie haben muß. Ein auf diesen Vertrag einrichten, darum kann die Regierung den gegenüber dem Ausland!. Die Vertragsverhandlungen sind ein- Industriestaat kann nur existiren und seine Gristenzberechtigung nur Bollfrieg nicht schon vor dem Inkrafttreten des Vertrages begeleitet auf grund einer Vollmacht, die der Reichstag gegeben erkämpfen, wenn er nicht nur den einheimischen Markt beherrschen feitigen. Die Spaltung ter Nationalliberalen ist auch wesentlich hat einschließlich der Konservativen und mit der Vollmacht, daß kann, sondern auch für den Weltmarkt konkurrenzfähig gemacht die Schuld des Herrn von Bennigsen.( Oho! bei den National die Regierung die Differentiafzölle aus eigener Macht abschaffen wird. Die deutsche Landwirthschaft ist den Anforderungen der liberalen.) Er hat immer verkündigt, daß wirthschaftspolitischen kann. Die internationale Ehrlichkeit, die völkerrechtliche Loyalität Industrie bisher nicht gerecht geworden, sie bringt nicht genug Fragen gegenüber die nationalliberale Partei sich neutral ver-( Lachen rechts) verlangen, daß der Handelsvertrag zur Annahme Lebensmittel hervor, um die Bevölkerung zu ernähren. Wir halten müsse. Das mochte Sinn haben, als die wirthschaftspoliti- gelangt. Die Konservativen wünschen selber sehnlichst aus der müssen noch 20 pCt. unseres Bedarfs aus dem Auslande beschen Fragen noch sekundärer Art waren, wie vor 30 Jahren, aber Sadgasse herauszukommen und den Handelsvertrag angenommen ziehen.( Abg. v. Kardorff: Nur 10!) Wenn nur 10 pt., wozu seitdem find die wirthschaftspolitischen Fragen in den Vorder- zu sehen; sie wollen wieder herunter und können nicht. Sie wollen Sie dann noch einen besonderen Schutz der Landwirthschaft? grund der parlamentarischen Erörterung gerückt, fie überragen finden ja schon im preußischen Landtag die Tafel mit Leckerbissen Auf dem Gebiete der Schußzzollpolitik ist in den letzten Jahren in ihrer Bedeutung vielfach die politischen Fragen. Und hier ist besetzt und es wiederholt sich die Geschichte vom verlorenen Sohn: schwer gesündigt worden. Die Zahlen der Einfuhr und Ausfuhr eine wirthschaftliche Frage, die zugleich die allergrößte politische Ueber einen befehrten Konservativen ist im Reichskanzlerpalais beweisen, daß das deutsche Wirthschaftssystem immer haltloser Bedeutung hat.( Sehr richtig! lints.) Je mehr sich die wirth mehr Freude als über 100 freisinnige Freunde.( Große Heiter. wird. Anfangs und Mitte der achtziger Jahre war das Verschaftspolitischen Gegensätze vertiefen, je mehr die Interessenpolitik teit.) Geben Sie also Ihre nationalliberalen Sklaven frei hältniß noch einigermaßen günstig, der Werth der Einfuhr war gezüchtet ist, desto mehr hätte die nationalliberale Partei die( Große Heiterkeit), Sie handeln damit nicht nur in Ihrem ungefähr dem Werth der Ausfuhr gleich. Das hat sich in den Aufgabe gehabt, ihre Parteigenossen zusammenzufassen für die eigenen Interesse, sondern auch menschlich edel. Sie sehen ja, leßten Jahren erheblich zu unseren ungunsten verändert. In allgemeinen Interessen des deutschen Volkes und Vaterlandes. wie schwere Gewissensbisse dieselben empfinden. Befreien Sie der zweiten Hälfte der achtziger Jahre entstand ein Ueberschuß Statt dessen haben Sie die Interessenpolitik in Ihren Reihen diese Ihre Hörigen und Sie werden damit selbst befreit sein der Einfuhr über die Ausfuhr im Betrage von 80 Millionen. emporwuchern lassen, die Agrarier sind stärker und stärker ge- aus der schlimmen Situation, in welche Sie hineingerathen sind. Jetzt ist die Einfuhr um 800 Millionen höher als die Ausfuhr. worden, sodaß in vielen Wahlkreisen die Nationalliberalen kaum( Lachen rechts.) Die Nation verlangt die Annahme des Handels- Die Verhältnisse der Industrie und im Zusammenhang damit noch geduldet sind vom Agrarierthum. Was ist die Folge davon? vertrages( Lebhafter Widerspruch rechts) und zwar möglichst schnell. die allgemeinen wirthschaftlichen Verhältnisse haben sich also Der große Appell des Herrn von Bennigsen unter Berufung auf Eine Kommissionsberathung hat überhaupt feinen Sinn, da der ganz bedeutend verschlechtert. Sie mußten sich verschlechtern indie Bedeutung dieses Vertrages als einer europäischen Maß- Vertrag doch nicht geändert werden kann. Im Plenum fönnen folge der Zollpolitik des Fürsten Bismarck. Einzelne Erwerbsregel zur Sicherung des Friedens verhallt eindruckslos bei einem auch die Interessenten besser Aufflärung geben. Es giebt wohl zweige hatten dadurch erhebliche Vortheile, aber deren MillionenTheil seiner Parteigenossen, dem Theil, der als Hörige der Agrarier im Reichstag nur 12 Personen, welche nicht ganz genau wissen, gewinn wurde auf Kosten der Gesammtheit erzielt. Die Gedie Kette des imperativen Mandate hinter sich her schleift.( Gelächter wie sie zum Vertrag stehen. Schicken Sie nur diese 12 unsicheren fammtheit wurde dadurch in ihren wirthschaftlichen Verhältnissen red; te.) Sie können noch so erhebend reden, es bleibt wirkungslos, Rantonisten in die Kommission. Das Interesse von Handel und ganz bedeutend zurückgedrängt. Ueberhaupt ist es nicht möglich, tenn Massa Agrarier will es anders.( Gelächter rechts.) Wer Jndustrie verlangt, daß der Vertrag so schnell als möglich zu daß ein solcher Reichthum auf der einen Seite sich ansammelt, an der Spige einer solchen Partei steht, hat kein Recht, der stande kommt; deswegen stimmen wir gegen die Kommissions- wenn nicht andere Kreise der Bevölkerung ganz erheblich gelinken Seite irgend welche Vorhalte zu machen. Herr von berathung und verwahren uns gegen die Folgen, welche eine schädigt werden. Durch die Schutzzollpolitik der achtziger Jahre Bennigsen spricht von Kompensationen. Wie fann man bei solche haben kann.( Lebhafter Beifall links.) waren unsere Nachbarstaaten gezwungen, Repressalien gegen uns einem Handelsvertrag mit so wichtigen Interessen seine Abstim- Abg. Lieber( 3): Ich kann doch nicht anerkennen, daß die zu ergreifen. Man legte dem deutschen Export die größten mung noch von irgend welchen Kompensationen abhängig Nation oder Handel und Industrie einen Anspruch darauf Schwierigkeiten in den Weg. Die Folge war ein Rückgang der machen!( Sehr richtig! links.) Giebt es denn ein wohl hätten, daß die Sache so schnell wie möglich entschieden werde; deutschen Industrie und Arbeiterentlassungen. Welcher Stoß ist erworbenes Recht auf Kornzölle? Kompenfationen, die an sich sie haben nur den Anspruch, daß der Reichstag seines Amtes z. B. durch die Mac Kinley- Bill der deutschen Industrie und dem richtig sind, muß die Regierung durchführen, mag der Handels- walte und seine Entscheidung nach reiflicher Ueberlegung Arbeiterstand versetzt! Tausende von Arbeitern wurden auf die vertrag angenommen werden oder nicht. Von Kompensationen, fällen soll. Die Meinung im Lande ist gar nicht so allgemein Straße gefeßt, weil die deutsche Ausfuhr nach Amerika so nicht richtig sind, fann man die Annahme des für den russischen Handelsvertrag. Wenn ich wirklich schon da- empfindlich getroffen war. Dazu kommt das Wachsen der miliVertrages nicht abhängig machen. machen. Sonst weicht man für wäre, die Rede Richters hätte mich stußig gemacht. Denn tärischen Ausgaben, für welche immer größere Summen aufeinen Schritt vorwärts und zwei zurück. Sie sprechen nach solchen leidenschaftlichen Erörterungen können wir im gewendet werden mußten. Diese Summen wurden fortgesett von der Kompenfation durch Aufhebung durch Aufhebung der Etajjel Plenum nicht die nöthige Ruhe gewinnen zur sachlichen immer auf die Schultern der arbeitenden Klassen abgewälzt. tarife. Was ist das für ein nationaler und patriotischer Sinn, Prüfung. Deshalb wünschen wir den Bertrag der früheren Die Arbeiter fonnten dadurch nicht mehr die Bedürfnisse beder seine Abstimmung davon abhängig macht, ob das Korn pro Handelsvertrags- Kommission zu überweisen und dieselbe um friedigen, die sie eigentlich befriedigen sollten und früher befriedigt Kilometer zu 4 oder 31, Pf. gefahren wird! Herr v. Bennigfen 7 Mitglieder zu verstärken. Wenn ich namens aller meiner haben. Infolge der Vertheuerung der Lebensmittel nahm die ist selbst im Zweifel, ob diese Agitation zur Aufhebung der Parteifreunde spreche, so bringt das natürlich mit sich, daß ich Kaufkraft der Arbeiter ab und die Folge davon war wiederum Staffeltarife berechtigt ist. Wenn es richtig wäre, daß die Staffel- sowohl Gründe für als Gründe gegen den Handelsvertrag vor ein Rückgang der allgemeinen wirthschaftlichen Verhältnisse. tarife den einzelnen Landestheilen eine schwere Konkurrenz be bringe.( Gelächter links). Wenn es anders wäre, würde ich Jmmer größer werdende Krisen sind zu verzeichnen und man ist reiten zu gunsten derjenigen, aus denen mittels der Tarife mich an Ihrer Stelle darüber wundern. Gine Partei aus allen eingestandenermaßen nicht im stande, diesen Krisen zu steuern. verfrachtet wird, was ein Standpunkt Landestheilen und allen Berufsständen hervorgegangen, wird Man kann nicht für dauernde Arbeitsgelegenheit sorgen; der sein, deshalb auf Aufhebung der Staffeltarife zu dieselben Gegensätze der Anschauungen repräsentiren, Bankrott der heutigen Gesellschaft tritt immer schärfer und bringen. Ter russische Handels Vertrag erleichtert den die überall im Lande hervortreten. Der Handelsflärker zu Tage. Durch die deutsche Schutzzollpolitik ist selbst internationalen Handelsverkehr. Es wäre unerhört darauf vertrag ist ein Wert von ungeheurer Tragweite und wir würdigen Rußland zum Bollfriege mit uns getrieben. Der russische Handel zu bringen, daß die Verkehrsanstalten theurer fahren, als es in vollkommen alle Gesichtspunkte der äußeren und innern Politit, nach Deutschland und von Deutschland ist größer als der mit ihrem eigenen Interesse liegt. Was wäre das anderes als die welche dabei in Frage kommen. Der Herbeiführung einer euro- anderen Staaten. Rußland hat das größte Intereffe, seine überErrichtung eines Binnenzolles? Das ist ein öder Partitularis päischen Friedensära sind auch wir geneigt, und deshalb freue schüssigen landwirthschaftlichen Produkte nach Deutschland abmus, wie er nie dagewesen ist seit der Zeit, wo die kleinen ich mich, daß der Herr Reichskanzler gestern ein Wort, welches zuschieben, es fann sich also nicht gefallen lassen, wenn diesen Staaten protestirten gegen die Schaffung des Zollvereins. Es ich einmal gesprochen habe, nämlich das Wort von den Vereinigten Produkten der Eintritt in Deutschland durch hohe Schutzölle erist bezeichnend, daß der Mann, der zu den Gründern Staaten von Europa wiederholt hat. Wir sind zu der Erkenntniß schwert wird. Der Zollkrieg bringt nicht blos für Rußland, sondern des Nationalvereins gehörte, sich zum Wortführer eines so öden gekommen, daß die Rüstung des Reichs allgemach zu schwer ge- auch für Deutschland erhebliche Vortheile.( Sehr richtig! links.) Partitularismus macht.( Gelächter bei den Nationalliberalen.) worden ist. Die Annahme und die Ablehnung des Vertrages Wenn zwei sich streiten, hat immer ein Dritter den Darin täuscht Herr v. Bennigsen sich ganz außerordentlich, daß tann trennende Momente hervorrufen zwischen den verschiedenen Vortheil. Desterreich und Rumänien find für land für den Osten durch Aufhebung des Identitätsnachweises eine Gruppen des Landes, die sonst auf demselben Boden mit einander wirthschaftliche Produkte an die Stelle Rußlands getreten. Kompensation für die Staffeltarife gewonnen werden könnte. stehen. Deshalb müssen alle Schärfen aus den Erörterungen fern Ebenso ist anstelle der deutschen Export- Industrie nach Rußland Er meint, die Aufhebung des Identitätsnachweises sichere nur gehalten werden. Wir werden nicht einstimmen in den Ton, die Desterreichs und anderer Staaten getreten. Ob durch den die gleiche Wirkung des Schutzzolles in allen Landestheilen. Kein welchen Herr Richter gegen die Rechte angeschlagen hat. Vertrag sofort ein toloffaler Aufschwung der deutschen Induſtrie Schutzoll übt die gleiche Wirkung aus, weil Deutschland kein Für einen großen Theil meiner Freunde ist es bedenklich, daß erfolgt, ist mir zweifelhaft. Der Zollkrieg hat ihr zu tiefe einheitliches Wirthschaftsgebiet ist. Die Aufhebung des Identitäts- nach Annahme des Handelsvertrages die Staffeltarife ihre für Wunden geschlagen. Selbstverständlich müssen wir beim Vevnachweises wäre das allerverkehrteste, ein Sprung in's Dunkle, den Westen schädlichen Wirkungen erst recht äußern werden, trage in den landwirthschaftlichen Zöllen Rußland in den wie der Reichstag leider schon viele gemacht hat. wir müßten die Sicherheit haben, daß die Staffeltarife abgeschafft Industriezöllen Konzessionen machen. Auch wir selbst haben ein Graf Mirbach glaubt auf die Blüthe von Handel und Industrie und niemals wieder eingeführt werden.( Widerspruch rechts.) wichtiges Interesse an der Herabseßung der landwirthschaftlichen hinweisen zu können, indem er die hohen Dividenden von Aktien- Damit wird sich der Herr Graf Mirbach nun schon einmal ab- Bölle. Nicht allein die arbeitende Klasse, sondern die Industrie gesellschaften anführte. Als ob es nicht andere Aktiengesellschaften finden müssen. Bei der Aufhebung des Identitätsnachweises sind selbst hat Vortheil davon, wenn die Lebensmittel billig sind. gäbe, die ohne Gewinn oder sogar mit Berlust arbeiten. Weiß wir bereit mitzuwirken.( Zuruf des Grafen Mirbach: Und Bon seiten der Agrarier wird so oft angeführt, daß die Graf Mirbach nicht, daß die Einkommensteuer gerade deshalb Kanäle zu bauen!) Das wird sich finden, wenn Sie recht brav deutsche Landwirthschaft nicht tonfurriren könne, weil die Ar erheblich zurückgegangen ist, weil die Einschätzung der Aktien- find!( Große Heiterkeit.) Daß bei Aufhebung des Identitäts- beitslöhne zu hoch seien. Aber die Arbeitslöhne der Landwirthgesellschaften ein erhebliches Minus ergeben hat? Nur den nachweises die Einfuhrscheine auch bei anderen Waaren als Geschaft in Amerika sind höher als bei uns. Nicht allein auf die Kaviar brauchen wir, meint Graf Mirbach. Da würde man treide verwendet werden sollen, muß gefeßlich festgelegt werden. Löhne kommt es an, sondern auch auf intensive Arbeit und raauch den österreichischen Handelsvertrag nur nach den Ungar- Der Bundesrath soll davon nur Ausnahmen zuzulassen berechtigt tionelle Bewirthschaftung. Wenn behauptet wird, daß die Landdie wirthschaft unrentabel geworden sei, so widersprechen dem die die unbedingte Konsequenz der Ablehnung des Vertrages sein. Iwiegend landwirthschaftliche Kreise, wis nehmen statistischen Zahlen, welche in den letzten Tagen durch die ganze Fragen Sie nur die Bevölkerung von Memel. Die Handelsleute sämmtlich aus der Landwirthschaft unsere Presse gegangen find. Danach ist der Ertrag der Landwirth werden Ihnen versichern, daß in früheren Jahren die Russen, gistenz, gehören also auch zu den nothleidenden Landschaft in den 90er Jahren im Vergleich mit den 80er Jahren um wenn sie Getreide und Holz herüberbrachten, nicht das Geld wirthen.( Heiterkeit links.) Daß die Landwirthschaft sich 47 pet. gestiegen. Diese Zahlen müßten von den Agrariern erst dafür zurücknahmen, sondern deutsche Industrie- Erzeugniffe. in einer Nothlage befindet, ist notorisch. In den letzten widerlegt werden. Daß die Agrarier fo lebhaft der Herabsetzung Während früher der durchschnittliche Lohn in der Metallwaaren Jahren waren die Resultate der Landwirthschaft sehr gering. der Getreidezölle widersprechen, ist selbstverständlich. Die Leute Fabrit Union" 40-50 m. für 2 Wochen betrug, hat er im Die Aufwendungen der Landwirthschaft sind in den legten Die find noch etwas zurückgeblieben gegenüber dem heutigen Zeit- letzten Winter im Oktober 15-21 M., im November ebensoviel, Jahren größer gewesen als der Zuwachs der Grträge. geist. Sie stehen noch auf demselben Boden wie ihre Vorfahren, im Dezember 14-26 M., im Januar 14-15 M., im Februar Herren auf der Rechten sehen den Grund dafür in der Herabbaben dieselben Grundsätze wie diese vor hundert 16-18, höchstens 24 M. für zwei Wochen betragen. Wie soll minderung des Zollschutzes, wir aber nicht. Der Werth der Jahren. Aber infolge der der heutigen Kulturverhältnisse bei den heutigen hohen Lebensmittelpreifen eine Arbeiterfamilie Zölle als Finanzzölle tann nicht bestritten werden, aber die Erhaben sich die Formen der Bewirthschaftung geändert. mit 6-10. in der Woche auskommen? In fämmt wartungen der Landwirthschaft, die sie an die verschiedenen Als die Agrarier des Mittelalters, die Röckerige und Jhenplize lichen Fabriken Ostpreußens sind die Verhältnisse ebenso. Bollerhöhungen knüpfte, haben sich nicht erfüllt. Wir haben nicht mehr den Kaufleuten mit dem Schwerte in der Faust die In der Schneidemühlen- Indufirie ist die Arbeiterzahl auf immer betont, daß der Getreidezoll der Landwirthschaft nur Waaren abnehmen konnten, wandten sie alle Machtmittel an, 25-30 pet. zurückgegangen, und das ist alles nur einen zweifelhaften und unsicheren Gewinn bringt. Selbst der um sich das Eigenthum der ländlichen Arbeiter, des Bauern- durch den Zollkrieg herbeigeführt worden. Es ist unerhört, hochgesteigerte Zoll hat der Landwirthschaft teinen befriedigenden standes anzueignen. Erst Friedrich II. war es vorbehalten, gegen wenn dieser Zustand auf die Dauer weitergehen solle. Wir Preis garantiren fönnen. Die Produktionskosten werden durch den Widerspruch der damaligen Agrarier, der gesammten stimmen also dem Vertrage zu, sind aber noch nicht damit zus die heutigen Preise taum gedeckt. Andererseits ist der Roggen preußischen Junker, den Bauernstand vor dem völligen Unter- frieden, sondern werden für die vollständige Beseitigung aller preis in einzelnen Jahren so hoch gestiegen und die Schwankungen gange zu retten. Von einem Arbeiterschutz war bis dahin in Lebensmittelzölle eintreten, denn unsere Landwirthschaft tann uns find dadurch so groß geworden, daß die Unsicherheit der landwirthden ostdeutschen Provinzen Schlesien, Pommern, Posen, Ost- und nicht genügend mit Korn versehen. Es ist unerhört, daß es durch schaftlichen Betriebes größer ist, als vor der Schutzollpolitik. Westpreußen, zum Theil auch in Brandenburg, gar feine Rede. Erhöhung der Getreidezölle einzelnen Klassen gestattet wird, den Das kommt daher, daß unsere Produktionskosten sich nicht nach Ländliche Arbeiter, Bauern und Gesinde sagten sich: lieber zehn Raub am deutschen Volke immer mehr durchzuführen. Der Ver- den billigen, sondern nach den theuren Jahren richten. Die landJahre im Zuchthaus, als zwei Jahre Unterthan eines adligen trag ist nothwendig, um unserer Industrie die Machtstellung ein- wirthschaftlichen Zölle sollten vorzugsweise dem Osten zu gute Besitzers. Heute versuchen die Agrarier die Auspowerung der zuräumen, die ihr gebührt und die sie auf dem Weltmarkt einzu- tommen. Aber gerade der Osten hat in den letzten 15 Jahren Arbeiter durch eine fünstliche Herausschraubung der Getreides nehmen verpflichtet ist. Wir müssen immer mehr Wir müssen immer mehr ein mehr Veranlassung gehabt zu flagen und jedenfalls mehr getlagt, ebnen Durch den Vertrag preise mittels der Zölle. Man thut freilich immer so, nament- Industriestaat werden. wir als der Westen, für welchen Getreidezölle nur eine unterlich in Ostpreußen, als wolle man dem Bauernstande, als einer friedlichen Entwicklung und einem friedlichen Ver- geordnete Bedeutung haben. Das Wort der Getreidezölle für dem Rückgrate der Landwirthschaft und einem Bollwert fehr der Völfer mehr und mehr die Wege, der Krieg die Landwirthschaft steht also sehr in Frage, die russische Baluta gegen die Sozialdemokratie, Vortheile zuwenden. Aber in wird dadurch mehr und mehr aus der Welt geschafft. Wenn könnte als ein wesentlicher Faktor für die Ablehnung des Ostpreußen giebt es gar feinen Bauernstand mehr, nur Groß- Rußland eine Gefahr für unsern Frieden bedeutet, so sind wir russischen Handelsvertrages darf nur dann gelten, wenn mit der grundbesizer, Instleute und Scharwerker. Nicht die Grundrente zum großen Theil schuld daran durch die Politik der siebziger Ablehnung des Vertrages diese Valuta zugleich aus der Welt der Landwirthschaft an sich ist zurückgegangen, sondern man hat Jahre. Wir sind schuld daran, daß Frankreich und Deutschland geschafft würde. Das ist aber doch nicht der Fall. Wir haben die Grundrente mit Hilfe der Bölle künstlich gesteigert und darf so start von einander getrennt sind und daß ein so unnatürliches das Bedenken, daß bei der Einführung des russischen fich nun nicht wundern, wenn mit dem Getreidepreis auch die Bündniß zwischen dem republikanischen Frankreich und einem Handelsvertrages durch die preußischen Staffeltarife die Grundrente oder der Pachtzins fintt. Das Steigen und Fallen Lande wie Rußland besteht, wo die Despotie in schärfster Form russische Konkurrenz für unsern Westen und Süden gesteigert des Rubelkurses hat auf den Getreidepreis einen äußerst geringen herrscht. Wir haben keine Ursache, dafür einzutreten, daß die würde zu einer Zeit, wo sie ganz besonders empfindlich ist. oder gar keinen Einfluß. Der Preis wird viel mehr bestimmt Völker nur als Kanonenfutter betrachtet werden, wir haben viel Während im Allgemeinen der Transport des russischen Getreides durch die Ernten in den einzelnen Staaten, durch die Verkehrs- mehr einzutreten für die Hebung des wirthschaftlichen Lebens des zu Wasser eine Hauptrolle spielt, würde in den Zeiten, wo der einrichtungen und andere Einflüsse. Haben die Agrarier ein ganzen Volkes und für die Entwickelung friedlicher Verhältnisse. Eisenbahntransport als Ersatz eintritt, Rußland den Vortheil Intereffe an hohen Getreidepreisen, so hat der größte Theil des Beifall bei den Sozialdemokraten.). von den Staffeltarifen haben. Wir haben dem Osten den VorWolfes ein Interesse an der Erniedrigung der Preise. Dieser Abg. v. Stumm( Reichsp.): Für den deutschen Arbeiter theil der Staffeltarife gegönnt und wir würdigen auch die Kampf wird nicht früher aufhören, als bis die Macht der fommt es nicht so sehr darauf an, möglichst billiges Brot zu Verdienste des Oftens um die deutsche Existenz. Hat die Agrarier gebrochen ist. Die Agrarier fürchten eine Reichstags- essen, sondern so viel Geld zu verdienen, daß er möglichst viel Industrie von diesem Vertrage Vortheile, was ich für sicher halte, Auflösung am allermeisten. Der landwirthschaftliche Verein von Brot essen kann.( Sehr richtig! rechts.) Die maßlosen Angriffe so kommen diese Vortheile auch der Landwirthschaft zu Gute. Gumbinnen hat seine tonservativen Vertreter aufgefordert, für den des Herrn Richter auf den Bund der Landwirthe möchte ich nach Wird der Zoll von 3,50 M. mit diesem Vertrag auch an der russischen Handelsvertrag zu stimmen. Dasselbe ist dem Grafen meiner Kenntniß der Verhältnisse zurückweisen. Daß seit dem russischen Grenze eingeführt und damit zugleich ein Abschluß Ranih passirt. Die Agrarier werfen sich patriotisch in die Brust allgemeinen Wahlrecht der Grundsay Autorität und Majorität unserer Handelsvertragspolitik gemacht, so muß damit in die und fragen: wer hat die früheren Siege erfochten? Bei Jena nicht mehr gelte, kann ich dem Grajen Mirbach nicht zugestehen. Preisbildung des Getreides eine größere Stabilität kommen, was und Auerstädt waren die Junter an der Spitze des geschlagenen Im Gegentheil, dieser Grundsaz muß jest erst recht aufrecht er von größtem Werthe für die Landwirthschaft ist, denn nicht die Heeres, und die letzten Siege sind von den Arbeitern und dem halten werden; nicht blos die Autorität des Monarchen sondern niedrigen Preise drücken die Landwirthschaft so sehr, wie die Mittelstande erkämpft worden. Ausgenugt aber wurden diese auch der Personen, welche in seinem Namen regieren, muß vor Schwankungen. Meine Freunde und ich, wir haben uns den Siege von dem Großgrundbesiß und der Industrie, denn die allen Anfechtungen bewahrt werden. Darin ist Graf Mirbach mit Belehrungen des Bundes der Landwirthe wenig zugänglich er anfängliche Lohnsteigerung hat nur turze Zeit vorgehalten. Man mir auch einverstanden; er will nur eine fachliche Diskussion wiesen, das liegt wohl an einer gewissen Schwerfälligkeit, bat gemeint, Bismarck würde Rußland nicht solche zugeständnisse haben. Aber Herr Luz hat diesen Standpunkt nicht mehr festgehalten aber ich konstatire, daß der Westen, speziell Hannover gemacht haben. Umgekehrt, kein Minister hat den Befähigungs- namentlich durch seine Berufung auf Herrn v. Thüngen. darin mit ganz geringen Ausnahmen ziemlich einig ist. nachweis als russischer Minister so geführt wie der Fürst Troydem erkenne ich an, daß der Bund der Landwirthe fich Die landwirthschaftliche Vertretung des des Nordens( Zuruf Bismart. Keiner wäre im Stande gewesen, Ruß- große Verdienste errungen hat und die Konzessionen Rußlands des Abg. Graf Knyphausen) Ostfriesland immer aus. Land so weitgehende Konzessionen Das ist nicht genommen machen, wie er. find hauptsächlich seiner Agitation zu danken. zu hat vor acht Tagen einstimmig unter der VorausMan hat gemeint, daß Fürst Bismarck noch russischer war, als sein Verdienst, er hat es wider Willen gethan. Aber daß der sehung, daß die Staffeltarife und der Identitätsnachweis aufdie Russen selbst. Wenn Graf Mirbach anführte, daß die Bund der Landwirthe für die Militärvorlage eingetreten ist, gehoben werden, sich für den russischen Handelsvertrag aus Deutschen wohl Grund und Boden in Rußland erwerben könnten, das ist ein unbestrittenes Verdienst. Ebenso wie die An- gesprochen.( hört! hört! lints.) Dant unserer landwirthschaft daß aber die russische Polizeiwirthschaft das zu verhindern griffe gegen den Bund der Landwirthe muß ich auch die Anlichen Organisation erfreut sich Hannover noch heute eines wissen würde durch Ausweisungen u. f. w., so erinnere ich nur griffe gegen das Junkerthum zurückweisen; denn das preußische gesunden Bauernstandes, unter schweren Verhältnissen hat die daran, mit welcher Rücksichtslosigkeit die Ausweisungen bei uns Sunferthum ist noch heute das Rückgrat des Deutschen Reichs Landwirthschaft es dort verstanden, sich den Verhältnissen anzugehandhabt worden sind, so daß man sich wundern muß, daß und des preußischen Staates.( Großes Gelächter links.) Die Junter passen und sich troß der vermehrten Konkurrenz des Auslandes wir diesem Vertrage überhaupt noch zustimmen und nicht viel haben die Siege erfochten.( Gelächter lints. Burufe: Jena!) Daß lebensfähig zu erhalten.( Hört! hört! links.) Ich hoffe, daß mehr alles verwerfen, was von dieser Regierung vorgeschlagen sie auch einmal geschlagen werden können, ist richtig!( Buruf der russische Vertrag einen gedeihlichen Abschluß unserer Handels wird. So lange man noch bestrebt ist, die russischen Verhält links: Festungen verrathen!) Gie tamen ja bei den späteren politit zum Wohle unseres Baterlandes herbeiführen wird.( Beiniffe in Deutschland einzuführen, darf man sich auch nicht Lesungen darauf eingehen. Daß die Mitglieder des Bundes der fall links.) wundern, daß in Rußland fortwährend Ausweisungen erfolgen. Landwirthe gegen den russischen Vertrag stimmen, weil sie eine Darauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Wenn überhaupt etwas im Auslande für uns Deutsche Schädigung der Landwirthschaft befürchten, ist begreiflich. Ich Persönlich bemerkt im Ausland geschehen soll, so muß im Inlande ganz gehöriger würde in einem solchen Falle auch gegen den russischen Vertrag Abg. v. Bennigsen: Dem Grafen v. Bernstorff erwidere Rabau und Standal gemacht werden, ehe von den maßgeben- stimmen. Aber er enthält Kompensationen und feine neue ich, daß ich in keiner Weise verkenne, daß in ganz Deutsch den Persönlichkeiten etwas geschieht. Die Landwirthschaft als Schädigung der Landwirthschaft. Für Weizen ist der Differenzial land berufsmäßige Organe zur Förderung der Landwirthschaft solche bekämpfen wir nicht, sondern nur die Auswüchse des zoll vollständig gleichgiltig; aber bezüglich des Roggens stimme bestehen, vor allem auch die landwirthschaftlichen Vereine in Agrarierthums. Auch wir werden alles aufbieten, um die Land- ich nicht den Ausführungen der Regierung bei, daß der Welt Hannover. Eine Interessenvertretung ist jedoch später geschaffen wirthschaft auf diejenige Höhe zu bringen, auf die sie gebracht marktpreis dafür entscheidend ist, weil Deutschland der Haupt- wie für Handel und Industrie und hat zu ungünstiger Beit so werden muß. Wir betrachten es als einen Fehler, wenn der Roggenkonsument ist. Das ist richtig, daß der russische oggen wenig erfreuliche Früchte gezeitigt wie den Bund der LandStaat nicht diejenigen Produkte, die er gebraucht, soweit über in die Länder gehen wird, welche feine Getreide wirthe. Herr Abg. Richter hatte meine Ausführungen über die haupt möglich, selbst hervorzubringen bestrebt ist. Durch die Zucker- zölle haben. Aber dazu gehören erft große Transporte, Staffeltarife unrichtig aufgefaßt und uoch unrichtiger wiederund Branntwein- Prämien haben die Agrarier gar fein Jntereffe und dadurch wird die Cache doch die Cache doch etwas verschoben. gegeben. Er hat sich ferner mit der angeblichen Spaltung mehr an einem intensiveren Getreidebau. Die ganze landwirth Die Aufhebung des Jdentitätsnachweises würde eine vollständige in der nationalliberalen Partei beschäftigt; aber von schaftliche Entwickelung wird dahin führen, daß zur sozialistischen Kompensation sein, denn die Landwirthe bekommen jetzt die den Nationalliberalen werden weit mehr Mitglieder Produktionsweise fein großer Schritt mehr sein wird. Ich kann Garantie, daß sie den Weitmarktpreis bekommen plus den vollen für diesen diesen Vertrag ftimmen, als die ganze einheit es sehr wohl begreifen, daß die Herren aus dem Westen die Boll. Das war bisher nicht der Fall; denn im Osten kam der liche geschloffene Phalang des Abg. Richter nebst seinen Konkurrenz des ostdeutschen Getreides fürchten, daß sie gegen den Boll nicht voll zur Geltung. Die Kompensation für den Westen früheren Freunden. Ein politisches Testament zu machen hat russischen Bolltarif wettern und allen ihren Unmuth und Merger liegt in der Aufhebung der Staffeltarife. Diese beiden mir fehr fern gelegen, das wäre auch ziemlich geschmacklos. in dieser Richtung zum Ausdruck bringen. Wenn es sich darum Rompenfationen find für die Landwirthschaft wichtiger als allerdings besteht für mich die Möglichkeit, mit Herrn Rickert handelt, einen Russen als Präsidenten in Ostpreußen einzusetzen, der Abschluß des russischen Handelsvertrages an sich, und politisch zusammen zu wirken. Nur bedaure ich, daß ich dies sa wird das der Bevölkerung dort ganz gleichgiltig sein. Auf sie sind geeignet, auch auch die Nachtheile auszugleichen, Busammenwirken mit Herrn Richter und seinen Freunden nicht einen mehr oder weniger tommt es nicht an. Die Beamten dort welche der österreichische Vertrag mit sich gebracht hat. in Aussicht stellen kann. Das würde ganz unpraktisch und nußgeben sich alle Mühe, die russischen Zustände bei uns einzu Die österreichischen Konzessionen bedeuten für die Industrie sehr los fein, denn dieser hervorragende und tüchtige Mann bringt es führen. Die russische Knute spielt bei uns immer noch wenig; aber die russischen Konzessionen sind für dieselbe von der fertig, in jeder Frage, auch wenn sie den größten Fortschritt für eine hervorragende Rolle. Einen ostpreußischen Junker genirt größten Bedeutung; das können Sie wohl glauben, wenn die Deutschland enthält, zu einem negativen Botum zu kommen. es garnicht, einen alten Invaliden an die Kehle zu faffen gesammte Industrie es Ihnen versichert. Trotz der hohen Boll- Daß die Verantwortlichkeit der Minister in die Reichsverfassung und ihn an die Maurer zu drücken.( Abg. v. Gerlach: Blödfäße des Tarifs von 1891 find die Einfuhren Deutschlands nach nicht hineingebracht ist, ist nicht meine Schuld. Es fand sich im finn!) Wie viele Leute kommen in Königsberg auf das Land- Rußland immer noch erheblich und sie werden noch erheblicher Bundesrath und Reichstag dafür keine Mehrheit. rathsamt, um sich zu beklagen über die Behandlung, die ihnen werden, wenn die Bollermäßigungen in Wirksamkeit treten. Der Abg. Richter: Wenn Abg. v. Bennigsen von den positiven zu Theil geworden ist. Wie die Behandlung der Arbeiter eine Industrie ist aber eine Vermehrung ihrer Exporte zu gönnen. Stimmen seiner Partei diejenigen abzieht, welche zur Neutralis russische ist, so ist auch die Behandlung der ganzen Provinz eine Es ist sehr begreiflich, daß auch die Sozialdemokraten firung der negativen nöthig sind, dann bleibt von der russische.( Präsident v. Levebow: Das gehört aber abfolut für den Vertrag eintreten im Interesse der Arbeiter großen Partei in der Wagschaale des Handelsvertrages nicht zum russischen Handelsvertrag!) Der Vertrag muß auch und die Konservativen werden in der öffentlichen Meinung sehr weniger übrig, als von meiner fleinen Partei. Wenn einen ganz erheblichen Einfluß auf den Handel ausüben. Gerade schwer geschädigt werden, wenn sie schlechter für die Arbeiter Herr von Bennigsen fein politisches Testament hat machen die östlichen Provinzen haben durch die Zolltarife ganz erheb forgen, and schon große Abschlüsse für Rußland erfolgt, namentals die Sozialdemokraten. wollen, so freue ich mich darüber ganz besonders, indem ich hoffe, lichen Schaden gelitten. Die Ausfuhr von Getreide betrug in Königsberg 1889: 264 000 Zonnen, 1892: 147 000 Tonnen. Die lich seitens der Eifenindustrie. Die beladenen Eisenbahnwagen Ausfuhr an Holz und derartigen Produkten ist in derselben gehen, sobald der Vertrag mit Rußland unterzeichnet ist, ab. Zeit von 119 000 auf 75 000 Faßmeter zurückgegangen. Welcher Rückschlag würde eintreten, wenn der Vertrag abgelehnt Die östlichen Provinzen vermitteln ja nicht blos mit Deutsch- würde. Besonders ist der Regierung zu danken dafür, daß sie land, sondern auch mit anderen europäischen Staaten den mit so großer Bähigkeit an den 10 Jahren festgehalten hat. russischen Verkehr. Noch 1889 betrug die Zufuhr an russischem Rußland hatte an den 10 Jahren fein Jutereffe; sie sind ledig: Getreide 310 000 Zonnen, 1892 nur noch 87 000. Der Schiffs lich im Jntereffe Deutschlands in den Vertrag aufgenommen. verkehr hat entsprechend abgenommen. Billau fab 1890 noch Die Aufhebung der Staffeltarife erhöht die Preise im Westen 3641 Echiffe ein und auslaufen, 1890 nur noch 8360, also pro fofort sehr erheblich; Brot; Tag ein Schiff weniger. Ebenso hat der Eisenbahnverkehr der das aber Die Jndustrie trägt im Inter An die Mitglieder des Wahlvereins des vierten der Solidarität die Mehrausgabe sehr gern, wenn Berliner Wahlkreises. Sonntag, den 4. März, Morgens ganzen Provinz schwer gelitten; Ost- und Südbahn weisen einen esse der Solidarität erheblichen Rückbang auf. Oft und Westpreußen haben tein sie genügende Beschäftigung findet. Gehen Sie einmal 8 Uhr, soll das vom Wahlverein befchloffene Flugblatt ver Hinterland, die Industrie kann dort nicht emporkommen; wird nach der Schweiz und fehen Sie, wie der Zollfrieg breitet werden. Der Zweck und die große Auflage des Flugan der russischen Grenze nach dem Herzen der Agrarier mit Frankreich gewirkt hat. russische Handelsblattes erfordern es, daß Ihr Euch in großer Bahl für die eine chinesische Mauer errichtet, so gehen diese beiden vertrug in Verbindung mit der Aufhebung des Indentitätsnach Verbreitung desselben zur Verfügung stellt. Fehle niemand, der Grenzprovinzen noch mehr mehr zurück. Die Sachfengängerei, weises und der Staffeltarife wird für unser ganzes deutsches im stande ist, mitzuarbeiten! Gs gilt, den Wahlverein neue die folossale Auswanderung sind ja die logischen Konsequenzen Erwerbsleben einschließlich der Landwirthschaft den allergrößten Mitglieder zuzuführen und die Organisation in unserem Wahldieser Zoll und Wirthschaftspolitik. Die Leute haben dem Segen stiften. Ich will nicht die Verantwortlichkeit für die Ab- freise auszudebnen. Die Stellen, an denen Flugblätter in Empfang Baterlande den Rücken gelehrt, weil sie in der Heimath ein lehnung des Vertrages auf mich nehmen, eine Verantwortlich zu nehmen sind, werden am Sonnabend im Vorwärts" be menschenwürdiges Dasein nicht mehr finden konnten. Trotz der feit, um welche ich die Herren, welche für die Ablehnung stimmen, fannt gegeben werden. Der Vorstand. in den Städten der Provinz herrschenden Arbeitslosigkeit aber nicht beneide.( Beifall.) flagen die Agrarier nach wie vor über Arbeitermangel! Für Dit- Abg. Graf v. Bernstorff- lelzen( Welfe): Wir begrüßen es Ein zutreffendes Urtheil über die Talente der Ber and Westpreußen, namentlich aber auch für Schlesien ist die mit Freude, daß auf der Basis der Handelsverträge die Ent liner Polizei wird von Karl Jentsch in der Frankfurter Industrie eine Lebensfrage; es muß also der Ausplünderung der wickelung der Kultur zwischen großen Nachbarstaaten gefördert Beitung" gefällt. In einem Feuilleton über Moltke führt der Massen endlich Einhalt gethan werden. Eine Reihe von Handels. wird. Die isolirte Stellung, welche Deutschland eingenommen Schriftsteller verschiedene Aussprüche des Feldherrn an, in denen lammern führt darüber Klage, daß troß aller Versuche, den hat, ist zum großen Theil dadurch veranlaßt, daß der dieser seinem Erstaunen über die Ruhe und den Ordnungssinn cuffischen Markt zu erhalten, die Ausfuhr sehr start zurück- leitende Staat Preußen nicht immer auf der Grund- Ausdruck giebt, womit namentlich in England Boltsversamm gegangen ist. Es kommen hier die Holz, Eifen, Textil- lage des Rechtes feine Erfolge gesucht hat. In der Vertrags- lungen vor sich gehen. Keine noch so zahlreiche Polizei, heißt and chemische Industrie in Frage. Alle haben einen politik begrüßen wir das Anerkenntniß, daß das Recht die maß es, vermöge solche Massen zu beherrschen; man sieht, das Bolt sehr entwickelten Export. Durch den Bollfrieg ist allen gebende Grundlage des Bölferlebens sein und bleiben wird. Aber ist seit Jahrhunderten gewöhnt, sich selbst zu regieren." diesen Industrien ein sehr schwerer Schlag verfeht worden. auch die wirthschaftlichen Fragen treten hier befonders in den Dasselbe Lob ertheilt Moltte den Mailändern 1875: Reine Eine noch viel größere Arbeitslosigkeit in diesen Industrien wird Bordergrund. Wir vertreten sämmtlich ganz über- Polizei tönnte das je bei uns erreichen"; und aus Straßburg bas vertheuert dem Der Arbeiter daß er fünftig noch ein besseres Testament aufstellen wird, als das gestrige. Die Bemerkung über mein stets negatives Botum war jetzt, wo ich für den Vertrag stimme, sehr deplazirt. Durch eine engere politische Verbindung mit Herrn von Bennigsen würde ich mir selbst untreu werden. Darauf wird um 6 Uhr die weitere Berathung auf Donnerstag 1 Uhr vertagt. Lokales. " ingrimmige Wuth der Ordnungsstützen gegen die Sozialdemokratie. auf der andern Seite ist die Signatur unseres seiner Bernichtung Grenzenloser Lugus auf der einen und unsägliche Noth entgegen eilenden Gesellschaftszustandes. Von der Noth unserer Zeit sind die Leser des Vorwärts" genugsam unterrichtet, weniger vielleicht von der Verschwendung, die auf der Höhe der Gesellschaft üblich ist. Davon möge die folgende Beitungsnotiz ein Bild geben. Welch ungeheurer Lurus, so meldet das Fremdenblatt", auf Tafeldekorationen verwandt wird, geht aus den Arrangements hervor, welche vor einigen Tagen der Fürst und die Fürstin Fürstenberg für ein Diner getroffen hatten, zu dem die ersten Kreise der Gesellschaft geladen waren. Außer dem folossalen Neichthum an Gold- und Silber- Schaugeräthen war die Tafel mit den ausgesuchtesten Exemplaren rother Rosen und rother Nelken dekorirt. Von silbernen Leuchtern, deren je einer, abgesehen von den schweren massiven Kandelabern, vor dem Plaze eines jeden Tischgastes stand, zogen sich um die große Tafel herum Guirlanden rother Rosen, aus welchen auch die Tischbouquets zusammengesetzt waren. Der Preis, welchen die Blumen bei diesem einen Diner repräsentirten, wird auf zirka 1400 M. geschätzt. Wen gemahnt es bei dieser Beschreibung nicht an die Worte des Dichters: Lauter jauchzt der Geigen Ton, ihr Männer, ihr Weiber von Babylon! Mene Tekel Upharsin! ned f sicher wäre. die schreibt er das Jahr darauf: Ganz liebenswürdig benimmt| bekundete, soll jetzt durch eine überaus strenge Polizeiverordnung| Zum ersten Mal unseres Wissens hat das Nationaltheater mit fich das Publikum. Nirgends Geschrei oder Rohheit in der zu Leibe gegangen werden, die im gesammten Zeltower und Erfolg versucht, dem arbeitenden Volle für ein ungemein niedriges dicht gedrängten Menge. Fügsam und gutmüthig, ein wahrer Niederbarnimer Kreis gegen die Inhaber von Schaubuden, Entgelt die Meisterwerke unserer klassischen Dichter zum Ver Kontrast mit den Berlinern." Ginem so scharfsinnigen Kopfe, Würfelzelten und anderen Mitteln zur Volksbelustigung erlassen ständniß zu bringen und wenn die Aufführung der Klassischen meint Karl Jentsch, kann es nicht verborgen geblieben sein, werden soll. Den Anfang hat der Amtsvorsteher von Wilmers- Dramen auch naturgemäß dies und jenes zu wünschen übrig ach, daß gerade die jeder Selbstregierung feindlichen Regierungsdorf gemacht. Danach bedarf in Zukunft die Aufstellung und ließ, so war es doch eine Mannagabe, die dem, grundsäge Preußens und die schneidige Berliner Polizei es sind, Inbetriebsegung von Karouffels, Würfel-, Schieß- und Platten- so bescheidenen Publikum des einzigen Theaters im Often die das Publikum der Reichshauptstadt zum Pöbel erzogen" wurfbuden, Schnellphotographien, Panoramen, sogenannten verabreicht wurde. Und nun ist die gute Saat, haben: seitdem ist es der Sozialdemokratie gelungen, die wirt- Lungenprüfern, Rutschbahnen, Schaukeln u. s. w. einer jedes- gefäet wurde, mit einem Unkraut vermengt worden, das, wie liche Erziehung, die Selbsterziehung der unteren maligen vorherigen Erlaubniß der Ortspolizei. Ein geprüfter nicht anders zu erwarten war, auf dem empfänglichen Boden Boltsschichten so zu fördern, daß bald fogar die Polizei Bausachverständiger hat über die Sicherheit und Tragfähigkeit üppig fortwuchert; in geradezu schmählicher Weise ist die er nicht mehr im stande sein wird, Rüpeleien und eines jeden Karoussels, einer Schaufel oder Rutschbahn dem zieherische Wirkung, die nach alter, und unserer Ansicht noch nicht Exzesse hervorzurufen. Amtsvorsteher vor der Benugung ein Attest einzureichen. Die abgelegter Tradition die Bühne üben soll, untergraben worden. Stimmt auffallend. Wie bekannt, liegt die Sache ja so, im letzten Sommer so beliebt geweſenen Drahtseilbahnen Möge die Direktion sich durch den Beifall, den ihre Ramschwaare daß anderswo und namentlich in England die Bevölkerung ihre sind gänzlich verboten, ebenso find Pauten und Schellen bei bei dem am Dienstag übrigens durchaus nicht so zahlreich anPolizei sehr wohl im Baum zu halten weiß und keine Gelegen der öffentlichen Musik untersagt, alle Glücksspiele unwiderruflich wesend gewesenen Publikum findet, nicht täuschen lassen, bei dem heit versäumt, diese darüber zu belehren, daß fie es mit ausgeschlossen. Spott auf eine wirkliche Bildung, der den Volksschülern im Menschen zu thun habe. Die Berliner Polizei dagegen regiert bekanntermaßen über Bauarbeiter. Gin auf einem Neubau in Schöneberg beschäftigter gegeben wird, wäre es ein Wunder, wenn nicht auch ber Aus Lebensgefahr gerettet wurden am Montag zwei Deutschen Reiche preußischer Nation mit auf den Lebensweg Deutsche. Und da die Sozialdemokratie mit Erfolg dabei ist, Buzer R. war am Montag Nachmittag mit einer Anzahl anderer effektvoll aufgebauschte Schund seines Beifalls hier und da die Deutschen zu Arbeiter auf dem Gerüst mit dem Abpußen des Baues befchäftigt, als plöglich sein Nebenmann von einem heftigen Wind- Ueber den Inhalt des Stückes selber sind nur wenig Worte welcher den Unfall bemerkte, griff nach den Abstürzenden, erfaßte bestaut hat, ist durch mörderische Tücke nicht allein zur völligen Kopf, den der Befißer einer mechanischen Weberei zum Ingenieur toß erfaßt und von dem Gerüst heruntergeschleudert wurde. K., zu verlieren. Ein Franziskus Moor mit dem Zylinder auf dem denselben an der Hüfte, verlor jedoch hierbei das Gleichgewicht Gewalt über seinen Unternehmer, sondern auch schon halb und beide wären verunglückt, wenn es K. nicht gelungen, sich und halb und halb in den Besitz von dessen Tochter gelangt mit der linken Hand an einer Gerüststange festzuhalten. Erst auf und im übrigen läßt der Fabrikant des Schauerdramas wiederholte Hilferufe der zwischen Himmel und Erde Schwebenden durchblicken, daß seinem Werben auch alle sonstigen Weiber eine wurden die übrigen Arbeiter auf die Gefahr, sich beide Kameraden befanden, aufmerksam und es gelang, die Prinzipals unterlegen sind oder noch unterliegen werden. Daß fenfathare Befag, inpelcher balbe Meile im Umkreise, einschließlich der zweiten Frau seines felben in Sicherheit zu bringen. diese Mißgeburt mit einer Auspfändung im Sterbehause eines Eine ,, brennende" Frage ist am Dienstag Abend bei der verhungernden Webers in grobdrähtigster Manier debutirt, darf Eisenbahn gelöst worden. Die Abtheilungen des Wagens 902 in nach alledem nicht überraschen. Diese zum vollendetsten Schenfal dem Lokalzuge Berlin- Groß- Lichterfelde trugen an der Außenseite aufgemußte Figur nothzüchtigt in den folgenden Akten ein die rothen Echilder mit der Bezeichnung„ Raucher" bezw.„ Nicht- Mädchen, verdächtigt einen braven Kerl, den unehelichen Sohn raucher". Um 7 Uhr hatte sich nun ein Fahrgast eine Rauch seines Prinzipals, des Diebstahls und versucht ihn sogar umalles nichts nüßt, abtheilung ausgesucht, stieß aber im Innern auf Widerspruch zubringen und egen seiner brennenden Zigarre; denn hier prangte ein Schild ganze Weberei in grimmer Tücke bis auf den Grund Als in Lichterfelde die aus. mit der Bezeichnung„ Nichtraucher". vorletzter Szene das Wermittelung der Beamten angerufen wurde, ergab sich, daß in gründlich erbrochen hat der flüchtige Verbrecher versäumt ben allen Abtheilungen des Wagens die äußeren und inneren Be Bug und wird im Triumph auf die Bühne geführt zeichnungen nicht mit einander übereinstimmten. Der begleitende die Tugend schmaßend zu Tisch. Denn der brave uneheliche Sohn Schaffner löfte die Streitfrage sofort dahin, daß er erklärte, des ebenfalls schmer kompromittirten Prinzipal- Baters macht eine Erfindung, die ihn plöhlich zum mächtigen Mann macht und Eigentlich sind nur die äußeren Schilder maßgebend." Zu dem Vorgang in der Landsberger Allee hat sich ihm Gelegenheit giebt, insoweit die soziale Frage zu lösen," als Das Spektakelstück wurde, von einigen Ausnahmen abgesehen, Zivilingenieur, welcher bereite, wie angeführt, im Jahre 1891 wiefen. Es iſt dem Kriminal- Kommissar Konstantin Horn mit von den Künstlern des Nationaltheaters viel besser, als nach Eine Untergrundbahn Krenzberg Wedding. Ein hiesiger die Annahme, daß der Raubmord erdichtet sei, als richtig er er alle Weber der Fabrik zu freien Kommanditären macht! beim Magistrat die Genehmigung zum Bau und Betriebe eines großer Mühe gelungen, die Körber zu einem Geständniß zu Verdienst, aufgeführt. Als Grund für ihre unverantwortliche Handlungs Nezes elettrischer Untergrundbahnen nachgesucht hatte, hat sich umweise giebt sie Rache gegen ihren Mann an, dem sie etwas un: die Konzessionirung der als erste zu erbauenden Linie jenes geplanten Bahnnetzes von Süden nach Norden unter der Bellealliance- angenehmes habe zufügen wollen. Es bleibt noch die Todes. straße( vom Endpunkte derselben am Tempelhofer Berg), dem ursache in Bezug auf den Greis Dettloff aufzuklären. Darüber lagt die Körber aus: ,, Sie und ihr Vater hätten am Abend Blücher Plate, Bellealliance- Blaze, der Friedrich Straße tarfgefalzenes Pökelfleisch gegessen, davon rühre der Aus( Durchquerung der Straße Unter den Linden), Chauffee- schlag am Munde her. In der Nacht sei fie infolge Straße und der Müller- Straße bis zum Der Prozeß wegen Zusammenbruchs des Siegener derfelben mit der Lindower- Straße( Bahnhof Wedding) heftigen Brennens am Munde erwacht und habe sich mit Bankvereins wurde am Dienstag vertagt, da zunächst diejenigen beworben. Der Unternehmer will die Herstellung einer Versuchswerden sollen, strede bezw. eines Zunnels unter der Spree, sowie eine Verfuchs- eingefallen, daß sie auch nach dem Water sehen müsse; sie habe ihn welche mit dem Angeklagten die umfangreichen Differenzgeschäfte gefunden mit einem nassen Taschentuch auf dem Munde, er ei ftrecke zwifchen Stralau Treptow gegebenen Falles fofort in bereits todt gewesen. Jetzt sei ihr der Gedanke gekommen, den Angriff nehmen, will ferner das zu jenem Bau erforderliche Kapital Tod des Alten zu benutzen, um ihren Mann eines Verbrechens bei der Reichsbant sogleich hinterlegen und hat sich verpflichtet, zu beschuldigen. Diese Angaben der Körber sind unwahr, denn auch noch den Tunnel dem Fußgängerverkehr dienstbar 8 ein Knabe, der auch von dem Fleisch genossen hatte, behielt feine machen und der Stadtgemeinde kostenfrei zu überlassen, so daß Spuren davon an den Lippen. Die gerichtsfeitige Deffnung der hierdurch der Bau der projektirten Fußgängerbrücke neben der Eisenbahnbrücke zwischen Treptow und Stralau überflüssig und geben, daß der achtzigzährige Mann eines natürlichen Zodes geEisenbahnbrücke zwischen Treptow und Stralau überflüssig und Leiche des alten Dettloff, die am Mittwoch erfolgte, hat er so für die betheiligten Ortschaften und Berlin wohl nicht un- torben ist. Frau Körber wird also wegen fahrlässiger Tödtung erhebliche Kostenbeiträge gespart werden. pull nicht zur Verantwortung gezogen werden können, sondern nur wegen der wissentlich falschen Anschuldigung ihres Ehemannes mit einer Strafe belegt werden. M S " de brennt, als Nachdem fich in die Laster setzt sich Sitte recht bald vom Repertoire verschwinden. Möge es im Interesse des guten Geschmacks und der guten Gerichts- Beitung. gemacht haben. Die Bestrafung wegen Zweikampfes ist nach einer neuerlichen Gerichtsentscheidung auch auf die sogen. Kartellträger, welche die Bedingungen des Zweikampfes feststellen, auszudehnen. Auf die Kartellträger findet nicht die Straffreiheit der Sekun fampfes selbst zu assistiren und auf die Beobachtung der her. danten Anwendung, weil diese nur bei der Austragung des Zweigebrachten Kampfesregeln zu achten haben, und sich hiervon die Uebernahme und Ausrichtung des Auftrages zu Herausforderungen wesentlich unterscheide. Sie habe nicht Keine Postkaserne? Die National Beitung" berichtigt die auch in den Vorwärts" übergegangene Mittheilung von dem Ein ergreifendes Bild von der verzweifelten Lage einer Bau von Beamtenwohnungen dahin, es sei nicht zutreffend, In seinem Gaftzimmer erhängt hat sich am Montag Mutter förderte gestern eine Gerichtsverhandlung zu tage. Unter daß bei dem Neubau des Postzeitungs- Amt3 in der Dessauer Morgen der Liegnigerstr. 15 wohnende Gastwirth Karl Dänsch. der Beschuldigung der Kindesausseßung stand gestern die unverftraße 4 und 5, eine Anzahl Miethswohnungen für Mittel- und Mis motiv werden Geſchäftsorgen bezeichnet. ebelichte bedwig Heine vor der erſten Strafkammer des LandUnterbeamte geschaffen werden sollen. Es werden vielmehr nur einige wenige Dienstwohnungen für die im Hausdienste erforder- Kindesmord in Paukow. Erwürgt und verbrannt hat gerichts I. Die Angeklagte gab eine traurige Schilderung ihrer Die Ueberweisung am Sonntag die 28 Jahre alte unverehelichte Krummer ihr 6 Monate alt war. Da sie genöthigt gewesen sei, weiter zu Verhältnisse. Sie habe ein Kind gehabt, das im Dezember v. J. lichen Unterbeamten hergestellt werden. dieser Dienstwohnungen erfolgt nach Maßgabe der gesetzlichen Kind. Sie war aus Eberswalde nach Pankow gekommen, um dienen, habe sie das Kind in Pflege geben müssen. Es sei ihr Bestimmungen unter Einbehaltung des Wohnungsgeld Bu- ihren Bräutigam, einen Bäckergesellen aufzusuchen und hat dort nicht möglich gewesen, von ihrem Lohne so viel zu erübrigen, Ichusses. in der Wohnung einer Freundin das Kind in einen geheizten daß fie für die Unterhaltungskosten des Kindes aufkommen Berlin bei Nacht. In dem Polizeibericht, den wir gestern Ofen gesteckt, nachdem sie es angeblich vorher erwürgt hatte. fonnte, sie blieb im Rückstande und als sie am 1. Dezember v. J. veröffentlichten, befand sich u. a. die seltsam flingende Nachricht, Die Krummer ist gestern in das Untersuchungsgefängniß eingeliefert das Pflegegeld nicht zahlen konnte, brachte die Pflegerin daß in der Nacht zum 26. Februar eine unter jittenpolizeilicher worden. ihr bas sie es unterbringen solle, und von mer Kind kurzer Hand zurück. Rind Aussicht stehende Frauensperson mit mehreren Knochenbrüchen Ein Schahgräber. Die unter dieser Stichmarke in Nr. 47 gewußt, wo vor dem Hause Beuffelstr. 69 auf dem Bürgersteige liegend auf des Vorwärts" veröffentlichte Mittheilung wird von betheiligter zweiflung getrieben, habe sie am Abend des 8. Dezember gefunden und nach dem Krankenhause geschafft worden sei. Sie Seite dahin ergänzt, daß keineswegs die Leute, welche die Nach vor. Jahres gegen acht Uhr Abends das Kind im Hause war, hieß es weiter, aus einer im ersten Stock belegenen Woh grabungen vorgenommen haben, bei der Sache kompromittiri Oppelnerstraße niedergelegt und sich entfernt. Sie habe das ge nung herausgesprungen. sind. Die Angelegenheit hat sich vielmehr so verhalten, daß ein nannte Haus gewählt, weil in demselben sich ein PolizeiDiese Mittheilung klärt sich folgendermaßen auf: Mann, der fich Hermann Ect nannte und Stralauerfir. 57 zu bureau befand und sie deshalb annehmen durfte, daß bei dem In der ersten Etage des Hauses Nummer 73 der oben wohnen vorgab, sich am 22. Februar zu dem im Thiergarten dort herrschenden regen Verkehr das Kind bald gefunden werden genannten Straße hat der 24 jährige Arbeiter Braun ein beschäftigten Arbeiter Franz Fröhlich gefellte und diesem bat, würde. Diese Voraussetzung ist auch eingetroffen. Das Kind Bimmer inne. Am Sonntag hatte er feinen Geburtstag ge mit seinem Spaten in der Nähe nach einer mit Leder bezogenen wurde unversehrt aufgefunden und dem Waisenhause übergeben. habt und aus diesem Anlaß verschiedene Flaschen Wein gum Flasche zu graben, die fich an einer bestimmten Stelle vergraben Der Staatsanwalt beantragte gegen die Unglückliche das Geschenk erhalten. Als er spät Nachts etwas bekneipt nach finden müsse. Diese Flasche enthalte Legitimationspapiere. Der niedrigste Strafmaß, sechs Monate Gefängniß, der Gerichtshof seiner Wohnung zurücklehren wollte, sprach ihn eine Prostituirte Arbeiter Fröhlich erklärte, feine Zeit zu haben und forderte den fällte dagegen ein freisprechendes Urtheil, indem zu an. Braun forderte das Mädchen auf, mit nach seiner Wohnung Fremden auf, betreffs der Recherchen am nächsten Nachmittag gunsten der Angeklagten angenommen wurde, daß das Kind fich au fommen, was fie auch ohne weiteres that. Damit ihm die 4 Uhr wieder zu kommen. Inzwischen hatte Fröhlich in dem verkehrsreichen Hause nicht in einer hilflofen Lage be= Schöne aber nicht unter Mitnahme irgend eines Werthgegen einen Kollegen, sowie den im Revier dienstthuenden funden habe. standes entweiche, hatte der Berauschte die Zimmerthür ver- Schuhmann von der Sachlage unterrichtet, und letzterer erstattete schloffen und den Schlüffel versteckt. Gegen 3 Uhr vernahm weiter an einen Kriminalbeamten über die Affäre Bericht. Der man plößlich ein lautes Hilfegeſchrei. Die Bewohner des Hauses Fremde sprach am nächsten Tage aber bereits um zwei Uhr öffneten die Fenster und erblickten ein auf dem Bürgersteige tatt um vier bei den Arbeitern vor, welche auch Nachgrabungen liegendes weibliches Wesen. Man versuchte, die Person auf anstellten. Alle diese erfolglos blieben, hat der Fremde die Ar- Eine von etwa 1000 Personen besuchte Volksver: zuheben, dies gelang jedoch nicht. Als hinzugekommene Schutz beiter ersucht, weiter nachzusehen und die Flasche beim Auffinden fammlung beschäftigte sich am 27. Februar in der Brauerei leute nachforschten, was ihr eigentlich fehle, stammelte sie nur nach seiner Wohnung zu senden. In Gegenwart des um 4 Uhr Friedrichshain" mit Fortsetzung der Debatte über das Thema: Von den aus der Man hat mich ermorden wollen, ich bin aber entflohen." erschienenen Kriminalbeamten wurde dann weiter gegraben und Sozialdemokratie und Staatsreligion." Dabei zeigte sie auf das offen stehende Fenster der ersten Etage. es währte nicht lange, so war die Flasche auch ans Tageslicht Landeskirche noch nicht ausgeschiedenen Abgeordneten Sofort ließen die Beamten die Hausthür öffnen, drangen in das gefördert. Der Beamte nahm sie an sich und fam am nächsten war zum großen Leidwesen der Arrangeure wieder keiner erZimmer des und vor. Bon zur Befinnung zu bringen, gelang erit nach vielen Be- Lage mit der Botschaft zurück, daß sich in ihr 14 Sundertmark schienen. Die Boende sugeren Bersammlung eingebrachte mühungen. Jus Berhör genommen, betheuerte er fortgesezt feine Mithin ist nach dieser Darstellung die Flasche nicht von dem Resolution: Unschuld. Er wurde sodann unter starter Begleitung zur nächsten Beamten, sondern von den Arbeitern aufgefunden worden, die In Erwägung, daß die besitzende Klasse unseren Rämpfen Polizeiwache transportirt. Mittlerweile hatte sich die mitleidige nunmehr darauf rechnen, daß ihnen der gesetzliche Finderlohn um Erzeugung denkender Röpfe mit allen Machtmitteln entgegenNachbarschaft der Geretteten" angenommen und sie nach dem Hausflur transportirt, wo eine nähere Untersuchung ergab, daß zu theil werde. 13 Das Mädchen gräßlich verstümmelt war. Beim Springen aus Polizeibericht. Am 27. v. M., Nachmittags, wurde im dem Fenster war es erst auf eine Laterne gefallen und von dort Abort eines Hauses der Anklamerstraße die Leiche eines Kindes auf das Straßenpflaster. Das Gesicht zeigte zahlreiche er aufgefunden, das ein Dienstmädchen kurz vorher dort geboren hebliche Verlegungen, außerdem waren die Oberschenkel und hatte. Vor dem Hause Rheinsbergerstraße 28 wurde ein zwölf ein Fuß gebrochen. Mittels einer von der nächsten Sanitätsfähriger Knabe von dem Pferde eines Arbeitswagens getreten wache requirirten Tragbahre wurde die Verwundete nach den und im Gesicht bedeutend verletzt. Auf dem Boden eines Haufes städtischen Baracken in der Thurmstraße geschafft. Hier fand der Forsterstraße wurde Abends ein Arbeiter erhängt vor -man in den Strümpfen des Mädchens verftedt zwei gefüllte gefunden. Im Laufe des Tages fanden drei kleine Brände statt. Weinflaschen vor, die beim Sprunge aus dem Fenster merkVersammlungen. tritt; in fernerer Erwägung, daß die organisirte Staatsreligion weit entfernt um nur religiöse Bedürfnisse zu be friedigen, vielmehr als Stüße des heutigen Klassenstaates die Aufgabe hat, die Arbeiterklasse von dem Streben nach politischer und wirthschaftlicher Freiheit abzulenten, erklärt die heutige Verfammlung, bezugnehmend auf Bunkt 6 des Erfurter Programms ( Erklärung der Religion zur Privatsache) die im Interesse des heutigen Klassenstaates organisirte Staatsreligion fann und darf nicht Brivatsache eines überzeugten Sozialdemokraten sein, vielmehr hat jeder Parteigenosse die moralische Pflicht, die Machtentfaltung und Lebensfähigkeit der Kirche in teiner Weise zu unterstützen würdiger Weise ganz geblieben waren, und außerdem noch e und sei es auch nur durch eine gleichgiltige Zugehörigkeit." ein wohlgefülltes Portemonnaie. Man drang in die SchwerErster Diskussionsredner war A. Hoffmann Bankow, verlegte, anzugeben, wie sie zu den Gegenständen gelangt sei, der zunächst seinem Groll gegen den Vorwärts" und dessen Beund nun gestand sie, daß der verhaftete Braun sie nicht habe er- Das National- Theater bringt seit einigen Tagen ein richterstatter aus der Versammlung vom 14. Februar( Joel) Luft morden wollen, sondern daß sie dies nur der Polizei gegenüber sogenanntes Schauspiel zur Aufführung, das in nicht zu ver- machte. Die Preßtkommission erscheine ihm noch polizeilicher als erklärt habe, um nicht nach der Wache gebracht zu werden. Tennender Absicht Die Weber" betitelt worden ist. Wir bie Polizei, da sie jede Volksversammlung von der Genehmigung" Sie sei vielmehr, nachdem sie sich des Weines und des Geldes, waren erst am Dienstag in der Lage, den Doppelgänger des herr- der Vertrauensleute abhängig mache. Auf das„ Literarisches" in der während Braun schlief, bemächtigt, in dem Glauben, daß lichen Hauptmann'schen Wertes zu sehen, und wenn wir auch Sonntagnummer des Vorwärts" gehe er vorläufig nicht ein und das Zimmer im Parterre liege, aus dem Fenster gesprungen. mit unserer Kritik ein paar Tage nachhinten, so denken wir, daß bitte auch die nächsten Redner, diesen Bunkt nicht zu berühren, Selbstverständlich wurde die sofortige Freilassung des Braun dieselbe immer noch früh genug tommt, um an die rührige vielmehr in dieser Versammlung alle persönlichen Gehässigkeiten bewirkt. Direktion die Mahnung zu richten, das Verdienst, das sie sich im letzten aus dem Spiel zu lassen. Die Herren vom Borwärts" würde Der harmlosen Freudigkeit, die sich in der Umgegend Winter unstreitig durch die Aufführung klassischer Werke erworben, er sich dafür bei anderer Gelegenheit taufen". Nochmals auf Berling zuweilen noch bei Jahrmärkten 2c. in der Deffentlichkeit nichtdurch die Darbietung offenbaren Schundes leichtfertig zu zerstören. die Artikel im Vorwärts"" freireligiöser Gewissenszwang" eine daatide milonidal an " Theater. 21 gehend, glaubte er den Hintergedanken herauszulesen:" Partei-| würde dafür agitirt und doch wird es immer schlechter.( Der vorstände sowohl wie die einzelnen Mitglieder werden aufgenossen, geht nur nicht in diese Versammlungen, die Abgeordneten Redner wird lärmend unterbrochen und muß abtreten.) Genosse gefordert, Mittheilungen darüber zu machen, bei welchen Betommen auch nicht." Der Ehre der Abgeordneten hätte es nichts Jansen glaubt, daß die Versammlungen indirekt von der hörden die Beamten angestellt sind, in welchen Lofalen sie geschadet, wenn sie zu diesen Versammlungen erschienen Freien Gemeinde ausgehen und nur zu deren gunsten statt- spielen, ob regelmäßig, ob zum Tanz oder Konzert, ob sie im wären. Können sie uns nicht widerlegen, dann sollen sie uns fände. Der eigentliche Ort, über das Programm zu sprechen, Theater engagirt sind und ob sie während ihrer Dienſtſtunden folgen.( Beifall.) Auch die nachfolgenden Redner forderten bis fei nicht diese Versammlung, sondern die Wahlvereine oder die Proben mitmachen. Auch wird versucht, in Erfahrung zu auf einen( Jansen) zum Austritt aus der Landestirche auf. ordnungsmäßig von einer Vertrauensperson der Partei ein- bringen, wie viele Beamten in den betreffenden Städten die Nachdem der bekannte Dienstmann Möhrenberg durch seinen berufenen Parteiversammlung.( Unruhe. Widerspruch und Mujit gewerbsmäßig betreiben. Speech zur Erheiterung der Versammlung beigetragen hatte, Beifall.) Dort würden sie jedoch mit derartigen Ansichten nicht Richter, Zimmerstraße 11. stellte sich auch Genosse ka ßler als einen der Sündenböcke vor, weit fommen. Frau Jähnite bestritt, daß sie im Interesse welche glauben das Recht für sich beanspruchen zu dürfen, über der Freireligiösen Gemeinde die Versammlungen einberufe, Freiland. Die Romantik ist noch nicht aus der Welt verdiesen Programmpunkt eine andere Meinung zu befizen, wenn das thue sie im Auftrage der stets vorhergegangenen Volls: schwunden. Mit dem Dampfer„ Bundesrath", so meldet ein sie auch das Erfurter Programm im Uebrigen anerkennen. verfammjungen. Die erste habe sie aus freien Stücken inszenirt. Wolff'sches Telegramm vom 28. Februar, reisten, an diesem Tage unfehlbar sei dasselbe nicht, denn auch Bebel habe gefagt, Nachdem noch Genosse Domscheit und Frau Reißner 15 Mitglieder der Freiland- Vereinigung als Vorexpedition nach einen papierenen Papst wollen wir nicht haben. Somit geredet, wurde die Debatte bis auf eine nächste Ver- Ostafrika ab. tönne es ihnen Niemand verübeln, wenn sie einzelne Punkte sammlung vertagt. A. Hoffmann erklärte, noch zeitgemäß umgestalten wollen. Die vielen Kirchenbauten fußen reiches Material in Händen zu haben, welches er in der auf der Zahl der Gemeinde Angehörigen, und der Ge- nächsten Versammlung hervorbringen werde, woraus hervor Briefkaffen der Redaktion. wissenszwang, der durch den Erlaß des Kultusministers auf die gehe, daß die Führer früher über die Religion anders Diffidentenkinder ausgeübt wird, macht es jedem überzeugten dachten als heute. Ein höherer Offizier. Wir haben dem Abgeordneten Zwei Anträge liefen ein, von Sozialdemokraten, der mit der Kirche gebrochen hat, zur denen der eine den Ueberschuß der Tellersammlung für die Bebel Ihren Brief übermittelt. Zur Veröffentlichung eignet er moralischen Pflicht, auch den Namen der Religionsgesellschaft Angehörigen der inhaftirten Proletarier, der andere denselben sich selbstverständlich nicht. von sich zu werfen. Jetzt berufen sich gewöhnlich die jedoch für die Strafsache des Herrn Dr. Wille verwandt E., Bielefeld. Müssen dankend ablehnen, da wir an jenigen, welche es noch nicht gethan haben, auf die Ab- wiffen wollte. Beide Anträge wurden zurückgestellt. Die Ver- chronischem Raummangel leiden und wir uns deshalb nur auf geordneten. Redner brachte schließlich folgende Resolution ein, fammlungen sollen so lange fortgesetzt werden, bis die Abgeord- eine kurze Notiz beschränken müssen. damit die Parteigenossen überall darauf bezug nehmen können neten sich bemüßigt fühlen, ebenfalls hinzukommen. Die Genossen O. Riedlinger. Bamberger, Die Stichworte der Silberund gleichfalls zum nächsten Parteitag diesbezügliche Anträge Singer und v. Bollmar werden zur nächsten Versa mumlung leute, Preis 1 M. 50 Pf. ftellen: Die heutige Voltsversammlung erklärt, dahin wirken zu laut Beschluß besondere Einladung erhalten. Gegen 12 Uhr wollen, daß auf dem nächsten Parteitag der Pasjus des Erfurter erfolgte Schluß der Versammlung. Programms: Erklärung der Religion zur Privatsache" eine präzisere Form erhält, eventuell den Zusatz: Die Sozialdemo fratie, wenn auch eine politische und wirthschaftliche Partei, be= tämpft aufs entschiedenste die Vertreter der verschiedensten Religionsgemeinschaften, wo ihre Lehren sich dem Emanzipationstampf des Proletariats entgegenstellen."( Beifall.) " " Vermischttes. Briefkaffen der Expedition. M Die Buchhandlung des Vorwärts" fonnte die Züricher Rongreß Protokolle um deswillen noch nicht liefern, Zum Mufiferelend. Das Präsidium des allgemeinen weil die Grütli- Buchhandlung in Zürich, entgegen ihrer Bekanntdeutschen Musiker- Vert andes hat, nachdem die Petition in Betreff gabe, die Protokolle noch immer nicht fertiggestellt hat. Antisemit Kürschner Hoffmann maß die Schuld an dem der Militär- Musiker ziemlich erfolglos geblieben ist, beschlossen, Bebel's Antisemitismus ist in erster Auflage verElend der Arbeiter natürlich nur den Juden bei. Die Sache sich nunmehr mit der Frage der Beamten Musiker zu griffen, kommt aber Montags bereits in a weiter Auflage mit dem Austritt aus der Kirche sei„ windig". Schon 18 Jahre beschäftigen und Material darüber zu sammeln. Die Lokal- zur Ausgabe. Echter Steinhäger Bester dopp. Steinhäger. Marte: F. M. Riegel, Isselhorst in Westfalen. Str. Mt. 0,75. Ballons von Achtung! Töpfer! Auf dem Neubau der Töpfermeister Herm. Graf und Originaltruten( 1 str.) Mt. 1,50, Paul Wolf( genannt Blumenivolf), Stuttgarter Platz 9, 10 Str. an billiger. Wiederverkäufer Charlottenburg, haben 22 Kollegen wegen Lohndifferenzen Rabatt Bestellungen erbitte direkt die Arbeit niedergelegt. Wir ersuchen die Kollegen bis Berlin N.. Oberberaer- Str. 51/52. auf Weiteres obengenannte Firma zu meiden. an das Hauptgeschäft Max Riegel, Polsterwaaren und Möbel, solide Arbeit, in eigener Werkstatt ge= fertigt. 56252* A. Mann, Tapezier und Dekorateur, Prinzenstr. 74( n. d. Morigplatz). 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Jacoby, J., Ges.Schriftenu. Reden. 4 Bd., brosch. 6 Mt., Porto 50 Pfg. Rautsty, Thomas Moore und seine Utopie. brosch. 2 Mt., geb. 2,50 Mt., Porto 30 Pfg. Kolb, Kulturgeschichte der Menschbrosch. 16 Mt, geb. 19,50 Mt., Porto 50 Pfg. brosch. in 20 Heften à 20 Pfg. Lissagaray, Geschichte der KomPrachtbd. 5,50 Mt., Porto 50 Pfg.mune 1871. Deutsche Revolution. 1848-49. 1 Mt., Porto 20 Pfg. Bibliothek politischer Reden( aus der französischen und 48er Revolution). brosch. 1 Mt., geb. 1,30 Mt., Porto 30 Pfg. heit. Blos, Französische Revolution. brosch. 2,50 Mt., geb. 3 Mt., Porto 30 Pfg. Mignet, Französische Revolution 1789-1814. geb. 2 M., Porto 30 Pf. Schoenlant, Sozinle Kämpfe vor brosch. in 21 Heften à 20 Pfg. Prachtbd. 5,70 mt., Porto 50 Pfg. Großer deutscher Bauerukrieg. Prachtbd. 6,80 Mt. Porto 50 Pfg.300 Jahren. 4 Mr., Porto 30 Pfg. Gedichte, Romane, Dramatisches: Büchner, G., Dantons Tod. 40 Pfg., Porto 5 Pfg. Deutsche Arbeiterdichtung. Gedichte deutscher Proletarier. 4 Bände: 1. 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Berlin S., Oranienstraße 158. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 50. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Donnerstag, den 1. März 1894. 11. Jahrg. einer Meldung der Schausteller- 3tg. Kurier" Anfang Dezember Ein internationaler Schausteller Kongres soll nach in Hamburg stattfinden. Klar liegt das Eine, daß der Einzelne als solcher| Hauptschwierigkeit besteht darin, die zahlreichen, durch mangelniemals im stande ist, einen nennenswerthen Ein hafte Schulbildung bisher indifferenten italienischen Arbeiter für fluß auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu ge- die Bewegung zu gewinnen, denn ohne diese ist ein Sieg un Rammer VIII. Vorsitzender: Assessor von Schulz Die große Mehrzahl unserer Berufskollegen festgeschlossen sich winnen. Dies kann nur die Gesammtheit, und nur dann, wenn denkbar. Sigung vom 24. Februar. Gegen den Teppichfabrikanten Gottschalt klagen 12 Weber um bie Fahne einer zielbewußten Organisation schaart. Der auf Zahlung einer Lohnentschädigung. Die Klage hat ihre nach Halle einberufene Kongreß soll nun die Grundlagen einer Ursache in der Ungeduld eines Gläubigers des Beklagten, welcher medmäßigen Organisation für die im Handelsgewerbe beschäfdeffen Fabrik eines schönen Tages einfach gerichtlich schließen tigten Hilfsarbeiter herstellen. Selbstverständlich ist dieser Ein Bild aus dem Gegenwartsstaat. Die Noth unter ließ. Wodurch die Arbeiter des Herrn Gottschalf plößlich brotlos Zweck aber nur zu erreichen, wenn der Kongreß wenigstens von den Webern und Wirkern Sachsens nimmt immer größere gemacht wurden. Sie waren der Meinung, Anspruch auf die es dringend nothwendig, daß sofort allerorts energisch die Agi Thätigkeit bis Nachts 12 Uhr kaum 6-7 M. die Woche verdienen, gemacht wurden. Sie waren der Meinung, Anspruch auf die allen größeren Städten beschickt wird. Um dies zu erreichen, ist Dimensionen an. In Grumbach giebt es Weber, die bei einer Innehaltung der gefeßlichen Kündigungsfrist zu besitzen, bezw. tation für die Beschickung dieses Kongresses eröffnet wird. auf eine entsprechende Schadloshaltung. Der Beklagte war ältere Leute müssen mit 2,50-4,00 M. zufrieden sein. In der der gegentheiligen Ansicht. In einem früheren Termin 3 seitens der unterzeichneten Agitatinnstommnission vorgeschlagen: Für den Kongreß ist folgende provisorische Tagesordnung Familie des Wirkers K. herrschte schon lange Zeit das größte dem am 24. war er nicht erschienen machte er geltend, Elend, hervorgerufen durch die lange Arbeitslosigkeit. Die Frau feine Fabrikordnung enthalte ben bekannten Paragraphen die Thätigkeit derselben. 2. Situationsbericht der Delegirten. den Hunger der Kinder zu stillen, fie wurde niedergeschlagen und 1. Abrechnung der Agitationskommission und Bericht über konnte nicht mehr genügend Brot herbeifchaffen, um den quälenKündigung findet nicht statt"; dieselbe sei aber jedem seiner B. Urbeiter ausgehändigt und von allen unterschrieben worden. 3. Stellungnahme zu der von der Reichsregierung geplanten trübfinnig. Vor einigen Tagen nun, die Noth war aufs höchste Einige der Kläger hätten zum Ueberfluß bei der letzten Lohn Sozialreform, betreffend die Arbeitsverhältnisse im Handels- gestiegen, sie vermochte das Geschrei der Kinder nach Brot nicht zahlung quittirt, feine Ansprüche mehr an die Firma zu haben. gewerbe. 4. Beschlußfassung über die Form der Organisation länger mehr mit anhören, suchte sie freiwillig den Tod in einem Als Zeuge wird der Werkmeister Hampel vernommen. Derselbe und Agitation 5. Unsere Fachpresse. 6. Stellungnahme zu dem Teich. Wieder eine furchtbare Anklage gegen das heutige hält die Behauptungen des Beklagten für richtig, ist aber nicht in unserem Berufe grassirenden Stellenvermittelungs Schwindel. System, das Einzelnen ein Schlemmerdasein gewährt, während 7. Diverse Anträge. im stande, mit unzweideutiger Bestimmtheit ihre Richtigkeit be Hunderte im Elend verkommen. Deshalb fort mit diesem System. züglich jedes einzelnen Klägers zu konstatiren. Die erwähnten Wir fordern nun die Kollegen allerorts auf, zu dieser vor- a Die Bescheinigung, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Quittungen und die Fabrikordnung lagen nicht vor. Nach mehr- läufigen Tagesordnung Stellung zu nehmen resp. weitere Borvor. stündiger Verhandlung fällte das Gericht ein bedingtes Urtheil, schläge zu machen. Ferner sind baldigst an allen Orten Dele- Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 a des Krankenstündiger Verhandlung fällte das Gericht ein bedingtes Urtheil, girte zum Kongreß in öffentlichen Berufsversammlungen zu worden: Der Zigarrenarbeiter Kranken- und Sterbekasse Einindem es von der Leistung oder Nichtleistung eines beziehungswählen. Einzelne Kollegen an Orten, wo noch keine Fach- tracht"( E. H.) zu Burgdamm und der Lüdenscheider KrankenVersicherungsgefeßes genügen, ist nachstehenden Rassen ertheilt nenen Zermin) die Verurtheilung des Beklagten oder organisation vorhanden ist, wollen sich sofort mit der unterdie Abweisung der Kläger abhängig machte. Die Eide sind so zeichneten Agitationskommission in Verbindung setzen. Also auf, Unterstübungstaffe für Kaufleute und Beamte( E. H.). formulirt, daß ihre Ableistung durch die Kläger die den Klage- Kollegen, zur Agitation, zur zahlreichen Beschickung des Konbehauptungen entgegenstehenden Einwände des Beklagten wider- gresses und Schaffung einer gediegenen zielbewußten Organisation. legt, und dessen Berurtheilung zur Folge haben muß. Bei einem Kläger hatte sich das Gericht davon überzeugt, daß er kein Anrecht auf die Lohnentschädigung besitzt, und ihn gleich abgewiesen. weise mehrerer Eide( in einem dazu Die Agitationstommission der Haus- und Geschäftsdiener Deutschlands. Berlin C., Burgstr. 18, zu richten. Alle Sendungen, Anfragen zc. find an Kollegen E. Kaßler, " Die Schifffahrt in den Ostsee- Häfen ist seit 1876 fehr zurückgegangen. In diesem Jahre besaßen die deutschen Rhedereien noch 2101 Seeschiffe mit 470 868 Tonnen Raumgehalt, am 1. Januar 1893 nur noch 1152 Schiffe mit 317 608 Tonnen Raumgehalt. Die Besatzung ist von 18 320 Köpfen auf 9986 also auf die Hälfte gesunken. Ganz besonders schädigend geführte Boultrieg mit Rußland gewirkt. auf die Schifffahrt in der Offee hat der im legten Sommer Kammer II. Vorsitzender: Assessor v. Schulz. Sizung arbeiter Berlins! In allen Berufskreisen macht ich ein An die Getreideträger( Schipper) und Speichervom 26. Februar. Der Arbeiter Lilie beansprucht vom Rohhäute- Händler eifriges Bestreben bemerkbar, in der Organisation einen Rückhalt Matsdorf eine Lohnentschädigung wegen unrechtmäßiger Ent- zu finden gegen die Willkür des Unternehmerthums. Kollegen! Der Verband der Textilarbeiter und Arbeiterinnen laffung. Der Beklagte, vertreten durch Weigert, führte aus, er wir hätten schon längst Veranlassung gehabt, uns diesem Streben( Filiale Berlin 1) tagte am 19. Februar. Nach einem beifällig habe den Kläger nur aushilfsweise engagirt, und zwar in anzuschließen, denn Mängel find genügend in unserem Berufe aufgenommenen Vortrag des Genossen Wilke, beschäftigte sich der Weise, daß er den Arbeitsvermittler des Zentralvereins vorhanden, um endlich einmal damit zu beginnen, in einer die Versammlung mit den Anträgen zur Generalversammlung. Aushilfe bei einem täglichen Lohn von 3 M. zu senden. Der brauchen nur hinzuweisen auf die überlange Arbeitszeit, durch Festseßung der Diäten für die Delegirten sind diese pro Tag zu Lohn jei täglich ausgezahlt worden. Der Kläger giebt an, die wir fast ganz unseren Kindern, unserer Familie entzogen berechnen. Die Reise- Unterstützung kann vom Zentralvorstand Lohn sei täglich ausgezahlt worden. Der Kläger giebt an werden, um nur immer und immer wieder im Dienste des pro Kilometer mit 2 Pf. bezahlt werden. Auch soll der§ 24 auf dem Nachweis nichts von Aushilfe oder Ausschluß der Kündigung betreffs der anzutretenden Stellung gehört Kapitals zu frohnden. Bekommen wir aber nun in anbetracht des Statuts dahin abgeändert werden, daß die Abrechnungszeit zu haben. Der Beklagte habe bestimmt beim eigentlichen der übermäßigen Anstrengung auch einen entsprechenden Lohn? der Verwaltungsstellen mit über 300 Mitgliedern von 14 Tagen Engagement nichts davon gesagt, sondern ihn sofort beauftragt, Heute erhalten wir die Hälfte des Lohnes, der uns vor zehn auf 4 Wochen verlängert wird. Zum Delegirten für die Generalsich umzuziehen und an die Arbeit zu gehen. Das habe er auch Jahren gezahlt wurde. Dabei sind die Preise für die Lebens- versammlung wurde Baul Wagner gewählt. Unter Verschiedenem gethan. Der als Zeuge vernommene Arbeitsvermittler legt sein mittel, Miethen und sonstigen Bedürfnisse gestiegen, so stellt Karl Hübsch den Antrag, die streitenden Kollegen in Buch vor, in dem unter 5. Januar zu lesen ist, daß Matsdorf daß selbst ein Unternehmer den Ausspruch thun konnte: Es Großenhain mit 50 m, zu unterstüßen. Dem stimmte die BerArbeiter zur Aushilfe verlange. Auf Befragen erklärt Zeuge, giebt in Berlin nicht 10 Kornträger, die sich nicht von ihren sammlung zu. Ferner wird eine Zahlstelle bei Wilhelm Wagner, er habe jedenfalls mit verlesen, daß die verlangten Ar- Frauen ernähren lassen müssen." Kollegen, angesichts der Bu- Fruchtstraße 54, errichtet. Laut Beschluß der letzten Versammlung beiter nur zur Aushilfe kommen sollten. Ob aber der stände sollte der Ruf:" Arbeiter, organisirt Euch!" nicht un- sollten die Namen derjenigen Kollegen in der nächsten Ver Kläger bei der im Saale anwesenden Menge von Menschen beachtet an Euer Ohr vorübergehen. Die Mißstände können fammlung veröffentlicht werden, die noch Listen von Heyden und das gehört haben müsse, fönne er nicht behaupten. nicht Einige beseitigen, sondern dazu bedarf es der Hilfe und vom Züricher Kongres in Händen haben. Kollege Rolle aus Uebrigens sei es üblich, daß der Nachweis nur Arbeit vermittele der fleißigen Mitarbeit Aller. Drum, wer es ernst meint mit Rummelsburg hat es nicht für nothwendig befunden, der und die nähere Feststellung der Bedingungen den Arbeitgebern den Aufgaben der Arbeiterschaft, der schließe sich der Freien Mahnung zu folgen. überlasse. Der zweite Beuge, einer der mit dem Kläger zu Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter" an. sammen angenommenen Arbeiter, hat nicht gehört, daß der Am Montag, den 5. März, Abends 8 Uhr, findet in Hensel's Arbeitsvermittler etwas von Aushilfe vorlas. Er selbst habe Salon, Invalidenstr. 1, eine öffentliche Versammlung unserer aber gewußt, Matsdorf nehme nur Leute auf Aushilfe. Ein Berufsgenossen statt, in der Genosse Thieme über die Ursachen Dritter Zeuge, Vorarbeiter bei Beklagtem, fann nichts weiter der Arbeitslosigkeit referiren wird. Möge ein jeder dafür sorgen, über die Bedingungen, zu denen Kläger angeblich arbeitete, aus- daß der Besuch der Versammlung ein recht reger wird und seine fagen, als daß Beklagter demselben bei seinem Arbeitsantritt Kollegen auf diese Versammlung aufmerksam machen. ohne weiteres die Arbeit anwies. Weigert beruft sich zum Die Freie Vereinigung der Getreideträger Beweise des Kündigungsausschlusses beziehungsweise des losen, und Speicherarbeiter. aushilfsweisen Engagements des Klägers auf die täglich An die Lagerhalter! " Der Bauarbeiter Verein der Rosenthaler Vorstadt bes schäftigte sich in seiner Mitgliederversammlung an 18. b. Mts. mit der Erledigung einiger Bereinsangelegenheiten. Ein Antrag betreffend die Erniedrigung der Beiträge wurde dem Vorstande überwiesen und soll in der nächsten Generalversammlung, am 18. März, zur Berathung kommen. Die erste Mitgliederversammlung der Schmiede Filiale„ Norden" tagte am 21. d. M. Gipsstr. 3. Genosse Millarg referirte über das Thema: Unternehmergewinn und erfolgte Lohnzahlung. Wenn Kläger wirklich nichts von Nachdem die Vertrauensleute die Geld-, Beit- und Ortsfrage Arbeitslohn". In seinem Vortrage bewies Redner in treffenden der Bedingung aushilfsweise" gehört hätte, wäre doch im Verhältniß zur Abhaltung des diesjährigen Lagerhaltertages Beispielen und unter Anführung statistischen Materials, mit durch jenen Lohnzahlungsmodus die Art des Arbeitsverhältnisses in gehörige Berathung gezogen, tamen wir zu dem Beschluß, als welcher Raffinirtheit die Kapitalisten die Arbeiter ausbeuten. Die im Sinne der Behauptungen des Beklagten ausgedrückt worden. Drt Chemnitz und als Zeit den zweiten Pflugftfeiertag zu be- Harmonieduselei zwischen Kapital und Arbeit muß aufhören, Der Gerichtshof gab dem Kläger anheim, in einem noch anzustimmen. Da aber andererseits Dresden in Vorschlag gebracht denn nur eine gute Organisation ist das Mittel, um die Rechte setzenden Termin zu beschwören, daß er im Nachweis beim Ver- worden ist, so ersuchen wir nunmehr alle diejenigen verschiedene Kollegen im Sinne des Referenten. Nachdem einige der Enterbten zu vertreten. An der Diskussion betheiligten sich lefen der offenen Stellen hinter dem Namen des Beklagten nicht Kollegen, welche als organisirt gelten- Siehe die Worte„ auf Aushilfe" habe aussprechen hören, und daß er Resolution im Protokoll Seite 18- in eine Abstimmung ein- Vereinsangelegenheiten erledigt waren, wurde der Beschluß gedes Glaubens gewesen, eine sogenannte dauernde Stellung zu zutreten. Also, man stimme für Dresden oder. Chemnitz faßt, auf die Gräber der Märzgefallenen gemeinsam mit der einfaßt, auf die Gräber der Märzgefallenen gemeinsam mit der bekommen. Leistet er den Eid, dann ist Beklagter zur Zahlung und theile uns das Resultat mit. Das gesammte Ergebnis Filiale Osten" einen Krana niederzulegen. Als Deputirte wur von 36 m. verurtheilt, leiftet er ihn nicht, ist Kläger abgewiesen. wird dann veröffentlicht. Durch die Verhältnisse sind den die Kollegen Fischer und Kronhagel gewählt. Dieser hatte außer den 36 M. noch die Bezahlung zweier halben wir gezwungen, unsere Angelegenheiten auf dem Lager- In einer Versammlung der Lichtdrucker, die am Sonntage gefordert, die er hätte arbeiten müssen, wenn Beklagter haltertag in wenigen Stunden zu erledigen. Um dies 22. Februar tagte, referirte D. Sil! ier über:" Die wirths ihn nicht entlassen hätte. Mit diesem Theil seiner gesammten zu bewerkstelligen, werden Fragebogen zur Versendung schaftliche Lage der Lichtdrucker". Redner führt aus, wie die Forderung wurde Kläger abgewiesen. tommen, welche nach ihrer Ausfüllung in einen Bericht zu Löhne bei den Photographen und Lithographen in den legten Mit einem Militärposten hatte der Schlosser- sammengefaßt, auf dem Lagerhaltertag zum Vortrag kommen. Jahren gesunken find. Mögen die Lichtdrucker es als eine lehrling Reed am 24. Oftober vorigen Jahres an Die Kollegen mancher Ortschaften haben untereinander Füh- Warnung betrachten und sich bei Zeiten wappnen gegen derartige gebunden. Der Posten, ein Grenadier des Königin Augusta- lung genommen, es ist hierdurch eine Vereinfachung beim Ber- Eingriffe des Unternehmerthums. Diesen Schuh kann ihnen Regiments, hörte, daß Reed im Vorbeigehen fagte:" Guten fand des Materials möglich, wo dies zutrifft, bitten wir, um aber nur die Organisation gewähren. In der Diskussion wurde Abend, Herr Lieutenant!" Seiner Instruktion gemäß" achtete Doppelſendungen zu vermeiden, uns mitzutheilen, für welche von einigen Rednern bemerkt, daß auch in diesem Berufe bereits Grenadier König nicht auf die Rede des Burschen, da er an- Kollegen und Ortschaften an eine Adresse Zusendungen zu machen Abzüge bis zu 10 pet. stattgefunden haben. Zum Schluß nahm nehmen durfte, es gehe ihn nichts an. Als Rt. jedoch umkehrte find. Da unsere Bewegung ganz besonders den unter äußerst die Versammlung eine Resolution an, in der sich die Anwesenden und nochmals sein, Guten Abend, Herr Lieutenant!" etwas traurigen Verhältnissen lebenden Kollegen zu gut kommen soll, mit dem Referenten einverstanden erklären und sich zum Beitritt deutlicher vernehmen ließ, schritt so fordern wir solche Kollegen, welche gewillt sind, den Lager- in die Organisation der„ Steindrucker, Lithographen und Be schritt der Grenadier zur Arretirung. Als das Blatt solcher Art sich wendete, bat haltertag zu besuchen, die Kosten hierfür aber nicht zusammen- rufsgenossen Deutschlands"" verpflichten. R., ihn wieder frei zu lassen, er wolle die Ordnungs- bringen fönnen, auf, sich unter Angabe ihrer Lage bei uns zu Strafe fofort erlegen u. A. m. Wegen versuchter Bestechung melden. Unsere Rassenverhältnisse erlauben es in einzelnen eines Mitgliedes der bewaffneten Macht, sowie wegen groben Fällen einige Buschüsse zur Reise beizusteuern. Alle Antworten auf Vorstehendes find bis zum 21. März an Unfugs mußte sich Reeck am Dienstag vor der 1. Straftammer des Landgerichts II verantworten. Der oben geschilderte That Unterzeichneten einzusenden. Ernst Grenz, Bertrauensmann, bestand ward festgestellt und Staatsanwalt Daume beantragte daraufhin 5 Tage Haft wegen groben Unfugs und 3 Tage Ge Chemnitz, Louisensir. 8, 2 Tr. fängniß wegen versuchter Bestechung. In beiden Punkten er- New York, 16. Februar. Kollegen, Genossen! Seute, am tannte die Straftammer indessen auf Freisprechung. Die 16. Februar, traten sämmtliche Seidenbandweber, 800 Mann, in Straffammer war der Ansicht, daß grober Unfug nicht vorliegt, einen Streit. Durch die schreckliche Krisis, sowie die fortgesetzten ebensowenig versuchte Bestechung; dagegen könnte Beleidigung Lohnreduktionen, welche bis jetzt 50 bis 70 pet. des früher geeventuell vorliegen. In dieser Hinsicht fehle es aber an einem zahlten Lohnes betragen, befindet sich der größte Theil unserer ble es a gefeglich giltigen Strafantrag. Kollegen am Verhungern. Wir warnen Euch, jest nach Amerika zu kommen, da Ihr nur das Heer der Arbeitslosen und Hungernden vermehren würdet. telah mit brüderlichem Gruß zeichnet Das Streittomitee der Vereinigten Seidens bandweber von Nordamerika. Christian Fey. E. Bonderheyden. Ph. Meh. Soziale Uebersicht. In der Eisengießerei und Maschinenfabrik von Müller in Harzdorf bei Reichenberg i. B. haben sämmtliche Arbeiter die Arbeit eingestellt. Weitere Ausstände sind zu erwarten. In einer außerordentlichen Versammlung der Freien Bereinigung der Beitungs Spediteure und fand, wurde abermals über das„ Kleine Journal" verhandelt. Berkäufer, die am 23. Februar in den" Arminhallen" stattNachdem Kollege Schäfer die Diskussion über den Boykott des Kleinen Journals" eingeleitet, wurde in der in der letzten Vern der fammlung abgebrochenen Debatte fortgefahren. Schönstein wies in längeren Ausführungen noch einmal die Nothwendigkeit und Richtigkeit unserer Forderungen nach, und forderte zum Schluß seiner Rede die Versammlung auf, ben Boytott über das Kleine Journal" ftritte aufrecht zu erhalten. Schäfer sprach ebenfalls für Aufrechterhaltung des Boykotts, und war der Meinung, daß die Vereinigung hierzu moralisch verpflichtet sei, anderenfalls sie nur einen Beweis ihrer MachtTofigteil gebe. Nach Schluß der sehr lebhaften Diskussion, an der sich noch die Kollegen Bohn, W. Schmidt, Stolzenburg, Flörede, Rösler und Spengler betheiligten, wurde gegen vier Stimmen beschlossen, den Boykott über das Kleine Journal" weiter bestehen zu lassen. " Aufruf zu dem am 13. und 14. Mai( Pfingsten) d. J. im Kühlen Brunnen" zu Halle a. S. stattfindenden I. Berufskongreß Die Müller und Mühlenarbeiter hielten am 25. Februar der im Handelsgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands eine öffentliche Versammlung ab, in der Genosse Näther über al3: Geschäfts, Haus-, Komptordiener, Markthelfer, Packer, die Nothwendigkeit der Organisation referirte. Unter anderem Ausläufer, Speicher, Speditions- und Kellerarbeiter, Geschäfts- Die Bochumer Schneider beabsichtigen in eine Lohn von Arbeitnehmer und Arbeitgeber existire wie in allen anderen führte der Redner aus, die angebliche Harmonie der Interessen futscher und verwandte Berufsgenossen! Kollegen! Jeder einzelne Rollege weiß aus eigener Erfah- bewegung einzutreten. Gemerben auch in der Mühlenindustrie nicht. Auch für die rung, daß die Arbeitszeit und die Behandlung seitens unserer Die vereinigten Züricher Bauhandwerker werden in Müller feien die Zeiten längst vorbei, wo dieselben allgemein die Chess fast alles zu wünschen übrig laffen. Jeder Kollege weiß, fürzester Zeit in eine Lohnbewegung eintreten. In einer Ver: Aussicht hatten, einmal selbständig zu werden; die kapitalistische die under daß unser Lohn in den weitaus meisten Fällen nicht einmal zum fammlung, an der sich erfreulicher Weise auch eine große Anzahl Produktion habe sich eben auch ihren Beruf erobert und unüberLebensunterhalt eines Einzelnen, geschweige denn einer Familie italienischer Arbeiter betheiligte, wurde befchloffen, den Neun- brüdbare Gegenfäße zwischen den Unternehmern und deren Lohnreicht. stundentag und 60 Cent.( 50 Pf.) die Stunde zu fordern. Die stlaven geschaffen. Da heiße es denn, sein Interesse dem des -bei 8utunft 3, Velten, 1 beren gegenüber zu vertreten. Redner legt den Nutzen dar, Iliche Versammlung ab. Nach erstattetem Bericht wurde der b. Gold.-Frühlingsluft, Bülowstr. 59, bei Werner.-Bregelschluß, welcher im Kampfe der Interessen den Mühlenarbeitern eine Delegirte zur Gewerkschaftskommission, Kollege Riediger, be- Annenfir. 16, bei Ehrenberg.- Weiße Rose. Reinickendorf, Seeschlößchen be Böttcher.- Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefede. starte Bereinigung bietet. An den beifällig aufgenommenen Vor- auftragt, in der Kommission dahin zu wirken, daß das Listen- Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Augustſtr.- Ecke bei Schulz. trag schloß sich eine kurze Debatte. Grunau äußerte über die sammelsystem abgeschafft wird und die nöthigen Gelder dem Einig feit( Butmacher), Bappel- Allee 3/4. b. A. Meinhardt.- Harmonie, Tempelhof, Dorfstr. 10, bei Gerth.- Ost- und Westpreußischer Männer Lage der Mühlenarbeiter folgendes: Die Müller hätten den Antrage der Töpfer entsprechend, durch Marken- Vertrieb auf- Gejangverein, Neue Königstr. 73, bei Hahn.- Edelweiß 2, Potsdam jämmerlichsten Beruf, die Zustände in demselben tämen noch gebracht werden. Borar, ReichenbergerAn den sehr ausführlichen Bericht der Bei- Brandenburger Kommunikation 16 bet Glafer. hinter denen in den Bäckereien, so miserabel feien sie. fiber am Gewerbegericht, der Kollegen Kröhn, Riediger ftraße 134 bei Schult. Freie Sänger, Krautstraße 6, bet Rudolf. W. Grunow. Kreuzberger Har 80 pCt. aller Müller und Berufsgenossen in Deutschland und au schloß sich eine lebhafte Fragestellung. Der Besuch monte, pafenhaide 52-53, Kurth's Salon.- Morgengrauex,( Bäcker), hätten eine Arbeitszeit von nicht unter 18 Stunden, der Versammlung war leider ein sehr schwacher; allseitig wurde-5 Uhr Nachm., Königstr. 73 bei Hahn. Steinfeger Sängerch or obgleich die Enquete der Reichskommission für Arbeiterstatistik Liedes Echo, Reichenbergerbedauert, daß die Kollegen einer derartig wichtigen Tagesordnung Rastanien Allee Nr. 28 bei Maiwald. firaße Nr. 24 bei Tauschte. Borwärts 9, Charlottenburg, Bismardman wisse ja, wie ungenau das Ergebniß solcher Enqueten feigegenüber so geringes Interesse bezeugen. Straße 80. Abendroth in Deutsch Wilmersdorf bet Mölter. nur 60 pet. festgestellt habe, die über 16 Stunden arbeiten. 10 pet. etwa arbeiteten 12 Stunden und die übrigen können sich Montag, den 26. Februar. Eine öffentliche Versammlung der Tapezirer tagte am Gefangverein der Stuckateure Berlins und Umgegend, Seydelstr. 30 bei Preußer. Arbeiter- Gesangverein Spandau Neumeisterstr. 5 bei Radke. Die Kollegen Hartwig und- Vorwärts 2 Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmen. Lyra 2, Char= cühmen, 24 bis 36 Stunden hintereinander thätig zu sein, um Friedmeier führten zunächst die wichtigsten prinzipiellen lottenburg, Wallſtr. 54. Gesangverein der Kürschner, Landsbergerstr. 31 vann vielleicht eine zwölfftündige Ruhepause zu genießen. In bet Seehausen. Glodenrein( gemischter Chor) Kastanien- Allee 95/96. Beschlüsse des Berliner Gewerbegerichts der Versammlung vor Der Provinz gebe es Löhne von 8 bis 13 Pf. die Stunde. Die Sängerrunde, Kottbuserstr. 6 bei Braun. Frohsinn 2, Friedrichs Treu und Fest, Müller suchten ihre Lage dadurch zu verbessern, daß sie zu anderen Augen, woran sich eine rege Fragenbeantwortung schloß. Der berg Lichtenberg, Frantfurter Chauffee bet Müller. Berufen überträten, so vornehmlich zu dem der Holzbearbeitung. zweite Punkt der Tagesordnung:" Bericht der Delegirten zur Zebuſerſtr. 5 bei Nemiz.- Brüderschaft Stallschreiberstraße 29"" Bum In Getreidemühlen seien in Berlin nur gegen 80 Müller und Debatte, in der die Herren Anarchisten wie gewöhnlich mit Kraft- waldesgrün( gem. Chor) Böckhfir. 8 bei A. Moewes, Gewerkschaftskommission", gab das Signal zu einer ausgedehnten eichenen Stab". Freundestreue( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bei etwa 100 bis 180 Arbeiter beschäftigt. Mit der Arbeitszeit stehe worten nicht fargten. Von Feder wurde eine Resolution ein- verein Oranienburger Borstadt, Hochfir. 32a bei Wite.-& iberté 1, gebracht, die das Arbeiten der in beständen schon Anfänge, wenn auch sehr schwache, von einer des Schuhmacher- und Droschkenkutscher Streits rügt und bei ftr. 43 c bei Lorenz.- Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Düball. Sonntagsruhe; meistens würde allerdings der Sonntag als Wiederholung derartiger Fehler die Delegation zurückziehen will. Arbeitstag wie jeder andere betrachtet. Gerade mit Bei der Abstimmung wurde die Resolution gegen eine beträcht: Rücksicht auf die zu erkämpfende Sonntagsruhe müsse eine Träftige Agitation für die Organisation entfaltet werden. liche Minderheit abgelehnt. Ueber die Stellung zum 1. Mai Nachdem noch mehrere Redner für die bestehende Organisation, referirte Feder, der für volle Arbeitsruhe eintrat und eine den Fachverein der Müller und Mühlenarbeiter, eingetreten müsse es unter den obwaltenden Umständen dem Einzelnen über Vormittags- Versammlung befürwortete; die Agitationskommission waren, berichtete Wittmann über die Thätigkeit der Agitations- lassen, die Konsequenz en ihrer Handlungsweise zu tragen, da sie Tommission. Das Geld zur Agitation wurde, wie aus seinem nicht in der Lage sei, für Unterstützungen in diesem Falle einzu Bericht hervorging, durch freiwillige Beiträge aufgebracht. Ein treten. Wels und Friedmeier wünschen den Anschluß an Bestand von 4,92 M. ist in den Händen des Kassirers. Neu ge- die geplanten Volksversammlungen und warnen vor unüberlegten wählt wurden in die Kommission Röthig, Grunau, Schritten. Nach längerem Für und Wider wird dem Antrag Vogeler, Wünsch, Prüfer, Pawlick und Riebe. Feder gemäß beschlossen. Am 7. März findet wiederum eine Man gab der Kommission anheim, die Werkstätten- Agitation öffentliche Versammlung statt, in welcher über das Vorgehen mehr zu pflegen als wie bisher. gegen die Unternehmer Beschluß gefaßt werden soll. Berlin, den( Datum) Februar 1894. : 4 Geehausen. Eintracht 2, Neu- Glienicke, Rudowerstraße bei Hasdorf. 1 Arbeiter- GesangZitania, Cuvrystr. 48 bet Zielsch. Morgenroth 4 in Köpenick, Arion 2, Alpenrose, Forsterstr. 22. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Müggelheimerſtr. 4 bei Held. Thorinerstraße 27 bei Sailand. Alle zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: Sentel, Bergmannftr. 14, Sof 2 Tr. Donnerstag: Vergnügungsverein BruderRauchflub Graue Wolte, Krautstr. 48. Bergnügungsverein Fugend lust, Ohmgaffe 2 bei treb bund, Andreasstr. 3 bet Noll. Verein Grüne Eiche( vor dem Halle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Raporte. Rauchklub Dezimalwaage, Krautstr. 36 bei Infinger, Rauchklub Erholung, Wienerstr. 13 bet rieſchner. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei traße 18, bei Schulz.- Brüderlichkeit, Bücklerstr. 49 bet Stabernac. Bringborn, Madaistr. 12.- Humuristischer Klub Universum, VeteranenGeselliger Klub der alten Moabiter, Emdener- u. Wadenſerſtr.- Ecke bei Schirmer, Abends 10. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer Gesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißensee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein prolienne, Abends 9 Uhr bet Faufmann, Reichenbergerstr. 73a. Gesangverein iodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. Musit Dilettantenverein 2ohengrin Abends 8% Uhr bei Trieschmann, Jüdenſtr. 55. Theaterverein Freundestrets 9 Uhr im Restaurant Bräuer, Solmsstraße 47. Theaterverein mai glöd chen, Englischer Hof, Neue Noßftr. 3.Theaterverein Crescendo bei Maißner, Gartenstr. 162. Theater: Gesellschaft Harmonie, Donnerstag Abends 9 Uhr, Chorinerstr. 55. Privattheater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Damen Deg bet Nowat, Manteuffelstr. 9. Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, bei Schönwälder, 1 Eine gutbesuchte Versammlung der SchlächterEine öffentliche Versammlung der Filzschuh- Arbeiter, gesellen und Mamsells tagte am 25. Februar. Der die am 26. Februar bei Seefeldt tagte, beschäftigte sich mit der Kollege. Schwarze gab der Versammlung in seinem beifällig Gründung eines Lokalverbandes der Filzschuh- Arbeiter. Kollege aufgenommenen Vortrag eine sehr treffende Schilderung der Zu Lange legte in furzen Ausführungen die Veranlassung dazu stände und Verhältnisse im Schlächtergewerbe. In der Dis- klar, dem sich eine längere Debatte aufschloß. Allgemein wurde tussion befürworteten alle Redner den Anschluß an den„ Verein die Ansicht vertreten, für die Zukunft ein einheitliches Ganze zur Wahrung der Interessen der Schlächtergesellen und Mamsells" für alle bestehenden Vereinigungen in der Schuhwaaren- Industrie Das Stellenvermittelungswesen wird von dem Kollegen Gaß zu schaffen, ähnlich dem Metallarbeiter- Verband. Der beabsichtigte mann einer herben Kritik unterzogen. Wie die Geier fallen Filzschuh- Arbeiterverband soll durch aufklärende Vorträge die Oranienftr. 135.- Berein ehem. 22. Gemeindeschüler, punft die edlen dieses Erwerbzweiges über ihre Opfer her. Ihre Be: Filzschuh- Arbeiter und Arbeiterinnen dazu heranbilden. Auf Uhr bei Schröder, Stegligerfir. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends 8 Uhr, bei Selterhoff, Antonstr. 5.- Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, hausung habe oftmals das Aussehen eines Rücklaufgeschäftes; Antrag wählte man gegen drei Stimmen eine viergliedrige Kom- Abends im Restaurant Göß, Dranienſtr. 153. Gefangverein Proletariat Uhren und andere Werthgegenstände wandern als Entgelt für missson, bestehend aus den Kollegen Gustav Schmolling, Jäntsch,( gem. Thor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böchstr. 8. ihr unfauberes Gewerbe in ihre weiten Taschen. Als vor kurzem Willner und Karl Lange, denen die Vorarbeiten zur Gründung Geselliger Verein univerfum, Sigung mit Damen Abends 9½ Uhr bet Hagemann, Lothringerstraße 81. Vorträge, Fidelitas. Geselliger ein arbeitsloser Rollege bei dem Schlächtermeister Nietsch um des Berbandes übertragen wurden. Kollege Lange erstattete so- Berein üniverfum, Gigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, Arbeit anfragte, wird ihm von dem Herrn eine Empfehlung für dann Bericht über die Thätigkeit der Gewerkschaftskommission. Linienstr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüthlichkeit und klab die Arbeiterkolonie überwiesen, die folgenden Wortlaut enthält: Bezüglich des Antrages der Töpfer erklärte fich Redner für das Humor, Abends 9½ Uhr, Lothringerstr. 105: Geselliges Beiſammenſen met, Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Sangesfreunde, Der Berliner Arbeiterkolonie, Berlin N. 65, Reinicken Sammeln auf Listen, als das bei den Filzschuh- Arbeitern be- Abends 9-11 Uhr, Bazenhofer Ausschant, Landsbergerſtraße Nr. 82. dorferstr. 36a, überweist den Ueberbringer( hier Name des währteste System. Eine lebhafte Debatte entspann sich über die Geselliger Verein Hertha", Donnerstag, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Gefellen). 9 Uhr. Verein Wanderflub( Norden), Styung jeden Maifeier. Wiederholt mußte der Vorsitzende erklären, daß eine Abends Donnerstag von 9 Uhr Abends im Restaurant G. Baatsch, Hennigsdorferstr. 24.öffentliche Filzschuh- Arbeiterversammlung strikte Arbeitsruhe am Waldesgrün, Abends 9 Uhr Gigung bet Nebelin, Langestraße 108. Das Mitglied A. Nietsch. 1. Mai beschlossen habe. Bithertlub Gleich beit, 9 Uhr Abends, bet H. Reimann, Alte Schön hauserstr. 42. Wohnung: Brückenstraße. Gefelliger Club der Alten Moabiter: Jeden Donnerstag Eine schöne Empfehlung und damit glauben die Herren Für Schöneberg fand am 25. d. M. bei Richter's eine Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sigung mit Damen in Geselliger Arbeiterverein Hoffnung Meister auch ein Uebriges zur Linderung der Arbeitslosigkeit beizu öffentliche Volksversammlung statt, die sich mit der bevorstehender Emdenerstr. 47 bet Schirmer. bet Gittler, Mariannenstraße 48. tragen. Nachdem noch mehrere Redner Erfahrungen aus dem Stellen- den Gemeindevertreterwahl beschäftigte. Genoffe Hackelbusch Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Rohr, Naunyn: Rauchtlub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant vermittelungs- Unfug zum Besten gegeben hatten, gelangte folgende erstattete einen Bericht über seine Thätigkeit, darauf hinweisend, straße 78. Rauchflub Ohnesorge, Abends Resolution zur Annahme:" In Erwägung, daß die Stellenver- mie nöthig es sei, mehrere Vertreter aus der arbeitenden Be- A. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a. 9 Uhr, bei Jatob, Boechstr. 21. Rauchflub Kernspige, Abends mittelung den Schlächtergesellen, welche durch die heutigen Zu- völkerung in den Gemeinderath zu entsenden. Die Versammlung 8 Uhr, bet 2. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchklub Arabi Pascha stände gezwungen sind, dieselben in Anspruch zu nehmen, 10 m. stimmte dem zu. Einzelne Redner geißelten in der Diskussion Abends 9 Uhr, b. teftaurateur Schröder, Stephanstr. 45.- Klub Ohne streit Rauchklub und mehr abverlangen; in fernerer Erwägung, daß die Ver- mehrfache Vorkommnisse in der Gemeindevertretung. Die Auf Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Sud- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flic. Rauchflub Brüder mittler die Gesellen nach kurzer Zeit wieder aus der Arbeit heraus- ftellung von 2 Kandidaten zur Gemeindevertreterwahl fell in der Itch feit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernad, Büdlerstraße 49. drängen, stellt die Versammlung an die Schlächtermeister die Forde- nächsten Volksversammlung in der Schloßbrauerei erfolgen. Iub Mordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei Rauchklub rung, ihre Arbeitskräfte nur aus dem unentgeltlichen Stellennachweis Unter Verschiedenem nahm man die Aufstellung von 7 weiteren G. Seinide, Friedrich Starlstraße 11, Friedrichsberg. Fidelio, Abends 8% Uhr im Restaurant Heine, Eisenbahnstr. 23.des Vereins zur Wahrung der Interessen der Schlächtergesellen Kandidaten zu der am Sonnabend, den 10. März, Nachmittags Rauchtlub Pfeifen bedel, Gigung Abends 8 Uhr, bei Feratsch, LangeVorwärts, Donnerstag bet Salomo, Oppelnerstr. 29. und Mamsells zu entnehmen." Diese Resolution soll in einer von 4-8 Uhr im Lindenpark stattfindenden Wahl der Gewerbe- ftraße 24. Stat demnächstigen Versammlung, zu der die Schlächtermeister ein- gerichtsbeisiger vor. Nachdem schon 6 Beisitzer von unserer Seite bguß 1, Abends 9 Uhr, bet F. Nawrodt, Martusstr. 25. Stattlub Tournee, Abends 8 Uhr, bei ullrich, Wrangelstr. 84. - Stat geladen werden, denselben zur Annahme unterbreitet werden. gewählt sind, müssen infolge eines Irrthums des Herrn Amts- flub Rüd warts, Abends 8 Uhr bei Arndt Pallisadenstr. 47. 7 Beisitzer noch in diesem tlub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Betreffend die Affäre Pruchnow verlas Kollege Schwartze vorstehers Schmok für die andere Schießtlub Tell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwedterstr. 23. den ihm vom Staatsanwalt zugegangenen Bescheid, daß seine Jahre andere gewählt werden. Die Kandidaten sind: Machau, zambout. Berein Ginigteit bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr Klage zurückgewiesen wurde, weil sie des Beweises entbehre; röppte, Freidank, Gärtig, Albrecht, Klinge uebungsstunde, nach derfelben Sisung. Aufnahme neuer Mitglieder. Fach verein der Klempner Berlins und Umgegend. Arbeitsdagegen sei er wegen Beleidigung des Schlächtermeisters Pruch- und Gabriel. now angeklagt. Redner stellte folgenden Antrag bezüglich der Deutsche Barbier-, Friseur und Perrückenmacher- Gehilfen, Filiale ausgabe Abends 8-10 Uhr. Sonntag 10-12 Uhr bet Stramm, RitterBoykotterklärung über Pruchnow: Die Versammlung beantragt Süd- Ost. Donnerstag bei Herschleb, Adalbertfir. 4: Versammlung. Bericht traße 123. über die außerordentliche General Bersammlung der Orts- Krantentasse. bei der Gewerkschaftskommission, nach den Ausführungen des Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Kollegen Schwarze, den Boykott über das Geschäft des Schlächter- Hilfe bei Unglücksfällen. Donnerstag, den 1. März, Abends 8½ Uhr, bet meisters Pruchnow, Linienfir. 6a zu verhängen. Dieser Antrag Bolz, Alte Jafobfir. 75: Vortrag des leitenden Arztes Herrn Dr. Christeller. Achtung, Schuhmacher! Donnerstag, den 1. März, Abends 8% Uhr: Große wurde, mit dem Amendement Reßlinke, die Gewerkschafts- öffentliche Bersammlung aller Arbeiter und Arbeiterinnen der mechanischen tommission möge diesen Antrag auf die Tagesordnung sehen, Schuhfabriken. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, Abends 8%-10% Uhr: Nord einstimmig angenommen. Schule, Müllerstr. 179a; Unterricht in Deutsch( unt.) Ost- Schule, Mariusfir. 31: Erste Hilfe bet Unglücksfällen. Südost Schule, Reichenbergerir. 183: Unterricht in Kaufmännischem Rechnen, Korrespondenz und Geschichte( alt). Bei allen unterrichtsfächern fönnen Echüler und Schülerinnen auch jezt Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter zu Berlin und Umgegend hielt am Sonntag, den 25. Februar im Lokale von Hensel, Invalidenstraße 1, eine Franchenversammlung der Eisen- und Metalldreher ab, in der Benosse Pinn in einem Vortrag über das Thema: Kulturhistorische Streifzüge" sprach. Eine Diskussion hierüber fand nicht statt. In der Versammlung wurde der Wunsch geäußert, nicht soviel Branchenversammlungen stattfinden zu lassen, da diese doch nur immer schwach besucht sind. Zum Schluß machte Kollege Ullrich noch bekannt, man solle die gesperrten Lokale in der Badstraße gänzlich meiden und verwies auf das soeben verbreitete Flugblatt. im Laufe des Semesters, eintreten. Klub der 1 Eminemünderstraße 120. = = 1 1 Sprechfaal. Rauch: -O Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafü abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. An die am 1. März im Feenpalast tagende Akademiker Bersammlung! Die sozialistischen Studenten der Universität Berlin sind zu der am 1. März stattfindenden Akademiter Versamm lung vom Verein deutscher Studenten eingeladen worden, sich dort an der Diskussion zu betheiligen. Tele- u. Diskutirklubs. Donnerkag. Dieggen, Abends 8 Uhr, bei Schröder, Wiesenstr. 39.- Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenftr. 40, bei Biesboit. Süd- Ost, bet Toltsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ede. Freunde bet Gnadt, safene lever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg Wir bedauern jedoch, dieser Einladung nicht Folge leisten Treptow.- Sozialistischer Lese- und Diskutirtlub Abends zu können, da uns im Fall des öffentlichen Auftretens der 8 Uhr, Reichenbergerstr. 157, Sigung. Diskutirflub, Bettget it" jeden. Tonneistag nach dem 1. und 16. des Monats bei Tempel," Langestr. 65, Abends consilium abeundi vom Universitätsrichter in Aussicht 18 Uhr. Distultitlub Gleichheit"( Weißenfee) bei Klebs, Char gestellt ist, wir außerdem in unseren weiteren Arbeiten nicht - August Geib lottenburger- und Roeltestraßen- Ede, Abends 8½ Uhr. durch irgend welche Polizeispigelei gestört werden wollen. Abends 9 Uhr im Restaurant Zubeil. Arbriter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Unsere Ansichten werden von unseren Genossen vertreten Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahmel neuer Mitglieder. Die Musikinstrumenten- Arbeiter hielten am 26. Februar Bereinskalender sind zu richten an Friedr. Korium, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. werden. in Hoffmann's Bentral- Festsälen, Oranienftr. 180, eine öffent- let. urban, Annenfir. 9, bei Prog.- kornblume, Gr. Frankfurterstr. 133 Die sozialistischen Studenten der Universität. Inventur- Ausverkauf vom Donnerstag, 1. März, bis Donnerstag, 15. März, zu bedeutend unter den Einkauf herabgesetzten Preisen! Ferdinand Neumann Blusen Taillen amen- Unterrocke Dam Tücher Strümpfe Berlin SW., Leipzigerstrasse 51, Ecke Dönhoffplatz. Eine Parthie Tüll- Gardinen. Unterjacken Unterhosen Herren erren- Normalhemden Cravatten Socken Handschuhe. KinderStrümpfe Gamaschen ' Leibbinden Kleidchen Anzüge Handgestickte Decken und Läufer. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2.