Ar. 324.- 31. Jahrg. Hbonnementt'Bedlngungen: Abonnements• Sxelt pränumerando, Bietteljaw. 830 SR!, monall. t.10 SRI. wöchenlllch 36 vtg. frei In« Haut. Qinjelne Stummer S Stg. Evnnlag»« nummer mi, illultrierier Sonntag». Beilage.Die Zieue Seif 10 P'q. vost« Abonnement: UO Marl pro Monat. Eingelragen in die Post> Zeitung». Brettliste. Unter Kreuzband für XeulfAIanb und Oesterreich. Ungarn 230 Marl, iür da» übrig« Autiand » Marl pro Monat. Postabonnement» nehmen an: Belgien, Dänemarl, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal, Alutrönien, Schweden und die Schwei» CffchOtt tlgllch, Vevlinev VollcsblAkt. f 5 Pfennig A die TnlertlonS' Gebühr Beträgt für die sechtgeipaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 00 Pfg, für Politisch« und gewerlschastliche Verein». und Versammlung». Anzeigen 80 Via „Kleine Mnseigen". das lettgcdruckie «ort 20 Pfg.(zulässig 2 tctlgedruSte Worte), jedes weitere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Schlasttcllenan. »eigen da« erste»ort l0 Psg, jedes wettere Wort 5 Psg. Worte über 15 Buch- laben zählen für zwei Worte. Inserate "" Nu it die nächste Nummer mW ...-------...—„en bis -.Uhr nachmittags in der Ervedilion adgegeben werde?i. Die Expeoitiyn ist bit 7 Uhr abends geöffnet, kelegramm- Adresse: „S«ialdtiii«i(fat Rerlln", Zcntralorgan der rozialdcmokrat» f eben Partei Deutfchlands. Redaktion: SV. öS» �indcnstraße Z. Fernsprecher: Amt Moritzviatz, Nr. 1SI 90—151 97. Expedition: SV. öS, Andenstraße?. Fernsprecher: Amt Moripplatz, Nr. 15190—15197. Die große Schlacht in Polen. Wien, 26. November.(W.T.B.) A m t l i ch wird verloutbart: 26. November mittag«. Die Schlacht in Russisch-Polen hat an einem grohen Teile der Front den Charakter eine« stehenden Kampfes angenommen. In Westgalizien«ehre« unsere Truppen die über den untere« Tunajre vorgedrungenen russischen Kräfte ab. Auch die Kämpfe in den Karpathen dauern fort. Der Stellvertreter de« Chef« des Grneralstabe«. von Hoefcr, Generalmajor. * Noch immer ist die Entscheidung in der Riesenschlacht in Polen nicht gefallen. Mit der ihnen eigenen Zähigkeit und einem kolossalen Aufgebot von Mannschaften wehren sich die Russen gegen die Angriffe der deutsch-österreichischen Armeen. So groß ihre Verluste sind, so haben sie eS bis jetzt doch immer wieder vermocht, die entstandenen Lücken durch neue Ver- stärkungen auszufüllen. Mutmaßlich haben sie noch immer die numerische Ucberlegenheit auf ihrer Seite. lieber die Zahl der vor etwa zwei Wochen vorhandenen russischen Streitkräfte hat uns der bereits mehrfach angezogene Artikel des Generals v. Blume einige Anhaltspunkte gegeben. Nach dessen Schätzung standen den Verbündeten in Polen wohl l'/« Millionen Russen gegenüber. Davon gehen ab die 23 lXX) Gefangenen, die in den Kämpfen bei W l o c l a w e c und L i p n o um die Mitte des Monats gemacht wurden, die 29 000 Gefangenen, die die österreichischen Truppen inzwischen machen konnten, und die 40000 Gefangenen, die nach der neuesten Meldung des deutschen Hauptquartiers in den Kämpfen bei L o w i t s ch und Lodz der Armee Mackensens in die Hände fielen. DaS wären zusammen 97000 Gefangene. Nimmt man an, daß der Verlust der Russen in all diesen Kämpfen an Toten und Verwundeten sicherlich nicht geringer gewesen ist, so käme bereits ein russischer Verlust von 200 000 Mann heraus. Trotzdem ist, wie das deutsche Hauptquartier ausdrüMch hervorhebt, die Entscheidung noch nicht gefallen. Wenn die Russen trotz der erlittenen ungeheuren Verluste noch nicht zum Rückzüge gezwungen werden konnten, so liegt das einmal an der bekannten Hartnäckigkeit, mit der sie sich schlagen, zum anderen an den sehr beträchtlichen Nachschüben, die sie jedesmal heranzuziehen vermochten. Vermutlich ver- fügen sie unter solchen Umständen noch immer über die an- fängliche Kampfstärke, so daß trotz aller Verluste an Ge- schützen. Maschinengewehren und Kriegsmaterial— daS gigantische Ringen in Polen auch fernerhin die ganze Energie der verbündeten Truppen und weitere große Opfer kosten wird. Wie stark die dcutsch-österreichischen Streitkräfte sind. wiffen wir nicht. Ebensowenig kennen wir genau ihre letzten Stellungen, so daß es müßig wäre, ins Blaue hinein die Er- folgSchancen gegeneinander abwägen zu wollen. Ebenso ver- fehlt wäre eS. in der berüchtigten Sensationsmanier gewisser Blätter, von der die KricgSleitung selbst am allerlvenigsten erbaut sein dürfte, errungene Erfolge bereits als Siege von großer strategischer Tragweite auszuposaunen. Für heute niuß die Meldung deS Hauptquartiers genügen daß auf deni nördlichen Teil des polnischen Kriegsschauplatzes auch in den letzten Tagen wieder bedeutsame Vor- teile errungen sind, die im Verein mit den Erfolgen im Süden und dem Scheitern der russischen Offensive die Gewähr dafür zu bieten scheinen, daß die große Schlacht auch in ihrem Gesamtverlauf einen g ü n st i g e n Ausgang nehmen wird. Mit besonderer Genugtuung darf auch die Mitteilung des Hauptquartiers aufgenommen werden, daß sich auch bei Lowitsch und Lodz wieder die jungen Truppen glän. zend bewährt haben. Es muß einer späteren Zeit vor- ehalten bleiben, die Folgerungen auS dieser unS Sozialisten ja nicht unerwartet kommenden Tatsache zu ziehen. Westlicher Kriegsschauplatz. der französische Tagesbericht. Paris, 26. November.(W. T. B.) Der gestern 11 Uhr nachts veröffentlichte amtliche Kriegsbericht meldet: Der Tag ist ruhig verlaufen. E« ist keine Aenderung der Ge- s a m t l a z c eingetreten. die Meldung öes Großen Hauptquartiers Amtlich. Großes Hauptquartier, 26. November, vormittags.(W. T. B.) Die Lage auf dem westlichen Kriegsschauplatz ist unverändert. In Gegend St. Hilaire— Souain wurde ein mit startien Kräften angesetzter, aber schwächlich durchgeführter französischer Angriff unter großen Verlusten für den Gegner zurückgeschlagen. Bei Apremont machten wir Forkschritte. In Ostpreußen ist die Lage nicht verändert. In den Kämpfen der Truppen des Generals v. Mackensen bei Lodz und Lowicz haben die russische erste und zweite und Teile der fünften Armee schwere Verluste erlitten. Außer vielen Toten und Verwundeken haben die Russen nicht weniger als etwa 46 666 unverwundete Ge- fangene verloren; 76 Geschütze, 166 Munitions- wagen, 136 Maschinengewehre sind von uns erbeutet, 36 Geschütze unbrauchbar gemacht worden. Auch in diesen Kämpfen haben sich Teile unserer jungen Truppen trotz großer Opfer auf das glänzendste bewährt. Wenn es ungeachtet solcher Erfolge noch nicht gelungen ist, die Entscheidung zu er- kämpfen, so liegt dies an dem Eingreifen wei- terer starker Kräfte des Feindes von Osten und Süden her. Ihre Angriffe sind gestern überall abgewiesen worden, der endgültige Ausgang der Kämpfe steht aber noch aus. Oberste Heeresleitung. sfW» Wl Mängel bei öer Zamilien- Unterstützung. Eine der ersten Aufgaben des in der nächsten Woche zu- sammentrclenden Reichstags wird die Beseitigung der vielen Mängel sein, die das Gesetz zur Unterstützung der Familien Um Äriegsteilnehmern hat. Dringend notwendig ist eine Erhöhung der Unterstützungssätze, eine Bereitstellung von R e i ch» ni i t t e l n für diesen Zweck, eine Klarstellung des Rechts auf die Unterstützung, eine Au sd eh° nung deS Kreise? der Berechtigten und die V e r- h ii t u n g einer Reihe von Härten, die durch Lücken im Gesetz herbeigeführt werden könnten. Tie Höhe der Sätze. Die Mindestsätze, welche das Reichsgcsetz von 1888 auswirft, bleiben erheblich hinter den Sätzen zurück, die in anderen Ländern gezahlt werden und die zum Lebensunterhalt durchaus erforderlich sind. So wird in Oe st erreich eine Unterbaltsgebühr in Höbe der staat- lichen Vergütung für die Militärdurchzugsverpslegung und außerdem für die in Miete Wohnenden noch die Hälfte der Unterbaltsgebühr gezahlt. Demnach erhält eine allein- stehende Frau in Wien 88 Heller pro Tag. Hierzu tritt die Hälfte als Mietunterstützung. Für jedes Kind ist der Unter- baltsbeitrag in derselben Höhe, für jedes Kind unter acht Jahren die Hälfte zu zahlen. Eine Frau mit zwei Kindern erbält also rund 90 M. und wenn eins der Kinder unter acht Iahreu ist: 80 M. pro Monat. In Deutschland beträgt hingegen die sogenannte Reichslinterstützung in den Winter- monaten für die Frau allein nur 12 M. und für die Frau mit zwei Kindern nur 24 M. Auch da, wo 100 Proz. Gemeinde- zuschlag gezahlt wird, bleibt also die Unterstützung bei weitem hinter dem in Oesterreich Gezahlten für den Lebensunterhalt absolut Notlvendigen zurück. In England beträgt die Unterstützung ebenfalls mehr als in Deutschland. Sie belauft sich für die alleinstehende Frau auf 9 M. in der Woche. Dieser Betrag steigt bis auf 18,30 M. für die Woche fiir eine Frau mit vier Kindern. In Paris ist für die Ehefrau aus Staatsinitteln 1,75 Fr. für den Tag, also rund 52,50 Fr. oder 42 M. für den Monat zu zahlen. Für jedes Kind ist außerdem 75 Cent, für den Tag(rund 60 Pf.) zu zahlen. Selbstverständlich dürfen die von Privatvercinen und Privat- Personen gewährten Unterstützungen auf die Familieuunter- st ützu ngen nicht angerechnet werden. Das ist ja auch im beut- ichen Gesetz klar ausgedrückt, freilich nicht immer in der Praxis durchgeführt. Auch der Kreis der U n t e r st ü tz u n g s b e r e ch- t i g t e n ist in Oesterreich weiter gezogen, insbesondere sind dort auch die Geschwister und Schwiegereltern berücksichtigt. Im deutschen Gesetz hat in der Praxis sich der Mangel fühl- bar gemacht, daß geschiedene Ehefrauen, deren früherer Mann unterhaltungspslichtig ist. keinen Anspruch auf Unterstützung haben, ferner daß die Familien von Wehr- Pflichtigen keinen Anspruch auf Unterstützung haben und ebensowenig Familien von Mannschaften, deren Dienstzeit am 1. Oktober abgelaufen war. In letzterer Beziehung hat ja allerdings ein Schreiben des Rcichsamts des Innern diese Lücke zu schließen gesucht. Noch schlimmer als mit der Höhe der Unterstützung sieht es in Deutschland mit der Voraussetzung für die Erhebung eineS Anspruchs aus. Nach dein Gesetz sind Unterstützungen zu zahlen„im Fall der Bedarf- t i g ke i t". Tie Ministerien von Baden. Württemberg, auch Sachsen sind lebhaft bemüht gewesen, der Praxis Weitherzig- kcit bei Auslegung des Begriffs anzuempfehlen. Dennoch wird darüber geklagt, daß der Begriff der Bedürftigkeit außer- ordentlich engherzia in manchem Fall ausgelegt wird. D e m kann und muß abgehalten werden. Daß das möglich ist. zeigt daS österreichische Gesetz. Tort heißt es im? 3 des Gesetzes vom 26. Dezember 1912: ß 3. Alt a n s p r n ck s b e r e ck t i g t sind stue Angehörigen anzusehen..deren Unterhalt bitber im wesentlichen von den aus der Arbeit des zur aktiven Dienstleistung Herangezogenen er- zielten Einkommen nachweisbar abhängig war. Selbständige Kleinbauern, welche die Wirtschaft mit den Mitgliedern ibrer Familie und ohne fremde Hilfe be- treiben und selb ständige Gclo erbetreibende, welche keine Gehilfe» beschäftigen, sind diesen glttchzustellen. Ein Anspruch besteht nicht, wenn der zur aktiven Dienst, lcistung Herangezogene sein Gehalt oder Lohn iortbezahlt erhält oder au« einem anderen Grunde an seinem Einkommen leinen Ausfall erleidet oder wenn nach seiner Lebensstellung, seinen Bermögens-, Erwerbs- und Einkommensverhältmisen auf Grund durchgeführter Erkundigungen anzunehmen ist, daß durch feine Heranziehung zur aktiven Dienstleistung der Unterhalt der in Betracht kommenden Angehörigen nickt gefährdet wird. Diese Vorschrift aus dem österreichischen Gesetz sollte Wort- lich in unser deutsches Gesetz übernommen werden. Dann Der Verluste der englischen Marine. London, 26. November.( W. Z. B.) Die Admiralität veröffentlichte gestern abend die Berlustliste der englischen Flotte ſeit Beginn des Krieges. Die Liste führt 220 Offiziere als tot, 37 als verwundet und 51 als vermißt oder interniert auf, ferner an Mannschaften 4107 tot, 436 verwundet und 2492 vermißt oder interuiert. würden viele berechtigte Klagen beseitigt werden. Notwendig aus Bern: Da im Falle einer Wiederholung der Neutralitäts- vergießen zu vermeiden, kapitulierte ich mit dem Rest der Bewäre es auch, den Anspruchsberechtigten Gebühren- berlegung durch Frankreich und England von seiten Deutschlands jazzung. Die Verlufte S. M. S. Emden" betragen: 6 Offiziere, freiheit für ihre Alagen zur Durchsetzung der An- eine längere Achtung der Schweizer Neutralität an der Belforter 4 Decoffiziere, 26 Unteroffiziere und 93 Mann gefallen; 1 Untera jprüche zu geben. Heute steht es so, daß bis zur Erlangung Grenze nicht erwartet werden kann, so hat der Bundesrat eine Ver- offizier, 7 Mann schwer verwundet. des Armenrechtes recht lange Zeit vergeht. Die Beschreitung fügung erlassen, jeden Flieger der Kriegsführenden über Schweizer des Klageweges sollte den Anspruchsberechtigten erleichtert Gebiet sofort und ohne besonderen Befehl der höheren Armeestellen werden. Nicht, daß wir wünschten, daß Klagen seitens der herunter zu schießen. Gleichzeitig ist gegen die in Betracht Familien erst notwendig werden; wir sind vielmehr über- fommenden Grenzschußkommandos eine strenge Untersuchung einzeugt, daß, wenn den Familien Gebührenfreiheit für ihre geleitet worden, um festzustellen, ob die fremden Flieger an der Klagen gegen Lieferungsverbände gewährt wird, allein schon Grenze rechtzeitig gesichtet worden sind. diese Tatsache in sehr vielen Fällen Kommissionen zu einer gerechten, weitherzigen Würdigung des Standpunktes veranlassen wird, daß, wie das sächsische Ministerium jagt ,,, die Bewahrung der Familien der eingezogenen Mannschaften vor Not ebenso einemt jittlichen Bedürfnis entspricht, wie für die Truppen im Felde eine wesentliche Bürgschaft der inneren Zuversicht bildet". Die Befolgung dieser Mahnung würde auch die Versuche ausschließen, Frauen von Kriegsteilnehmern Arbeitszwang aufzuerlegen, statt Unterstügung zu gewähren oder ihnen Unterstüßung deshalb zu entziehen, weil sie etwas Arbeit gefunden haben. Auch die Beseitigung des ungeheuerlichen Mißstandes, daß für die im Felde Stehenden Riid stände aus Miets berträgen und aus Abzahlungsverträgen fich Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplatz. Zurückwerfung der Russen in Ungarn. Budapest, 25. November.( W. T. B.) ( W. T. B.) Die Blättermeldung, daß die im Komitat ung eingebrochenen russischen Streitkräfte zurüidgeworfen wurden, wird bestätigt. Auch im Komitat Zemplin wurde der Feind zum Rückzug gezwungen. Das Betriebspersonal der in jener Gegend geräumten Bahnstationen wurde zu ridbeordert. auffummen, gehört in ein Rotgeies zur Ergänzung des Ge- Vom österreichisch- serbischen jeges vom Februar 1888. Kriegsschauplah. Abermals 1500 Serben gefangen. Der Krieg und die Kolonien. Japan räumt die deutsche Südsee. Nach einer telegraphischen Meldung von„ Central News" aus Melbourne hat der australische Kriegsminister Pearce bekannt gegeben, daß Japan die zeitweilig in Besitz genommenen deutschen Besizungen im Stillen Ozean an die Regierung Australiens übergeben habe. Australien beabsichtige nunmehr, Truppen dorthin zu senden, welche die Inseln bis zum Ende des Krieges in Besig und Verwaltung nehmen sollen. Die englische Niederlage in Ostafrika. . Am 4. November In Verbindung hiermit könnten von uns schon früher hervorgehobene Lücken geschlossen werden. Zu diesen gehört, London, 26. November.( W. T. B.) Die Blätter berichten über daß wegen Krankheit beurlaubte oder entlassene Kriegsteildie Kämpfe in Ostafrika noch folgendes: Zu dem Angriff auf den nehmer bis zur Regelung ihres Monate erfordernden etwa wichtigen deutschen Bahnhof wurden einundeinhalbes Bataillon engvorhandenen Anspruchs auf Entschädigung, ebenso wie ihre Wien, 26. November.( W. T. B.) Vom südlichen Kriegs- lischer Streitträfte am 2. November zwei englische Meilen von dem Familie völlig ohne Subsistenzmittel sind. Auch ich a uplay wird amtlich gemeldet: 26. November. In den Bahnhof gelandet und rückten sofort vor. Diese fleine Streitkraft wegen Verwundung aus dem Heer Entlassene haben zurzeit stämpfen an der Kalubara ist seit gestern ein wesentlicher fab sich noch außerhalb der Stadt in ein heftiges Gefecht ber für ihre Person feinen Rechtsanspruch auf Unterstützung bis Fortschritt zu verzeichnen. Das Zentrum der feindlichen Front, wide It und mußte vor dem überlegenen Feinde zu der Zeit, wo sie ihre Rente erhalten. Ein Mißstand ist es die starke Stellung bei Lazarevatsch wurde von den durch ihren zurüdgehen und Verstärkungen abwarten. auch, daß Kriegsteilnehmer, die aus dem Lazarett auf einige Elan rühmlichst bekannten Regimentern 11, 73 und 102 erstürmt, früh wurde der Angriff erneuert. Auf 800 Yards vom Feinde ges Wochen beurlaubt werden, keine hinreichenden Bezüge für hierbei at Offiziere und 1200 Mann gefangen, drei rieten die englischen Truppen in heftiges Feuer. Trotz starker Selbstbeköstigung erhalten. Geschütze, vier Munitionswagen und drei Maschinengewehre erbeutet. Verluste drangen jedoch Soldaten vom Grenadierregiment 101 am Die Sicherung einer ausreichenden Unterſtügung von Auch füblich des Ortes Ljig gelang es, die östlich des gleichnamigen linken Flügel der Aufstellung in die Stadt ein und griffen den Familien der Kriegsteilnehmer und der Teilnehmer selbst liegt Flusses gelegenen Höhen zu nehmen und hierbei 300 Gefangene Feind mit dem Bajonett an. Auf dem rechten Flügel brangen das allen Parteien am Herzen. Mit dem Herz allein kann nicht zu machen. Die von Valjevo nach Süden vorgerüdten Kolonnen North Lanceshire Regiment und die Kashmir Rifles vor und era geholfen werden. Die Hand muß geben. Beutel auf! Das stehen vor Kosjerici. reichten ebenfalls die Stadt, sahen sich jedoch einem heftigen GeReich muß endlich Mittel für diesen Zweck bereitstellen. Eile gezwungen, wehrfeuer aus den Häusern ausgefeßt und tut not. Zum Bombardement Zeebrügges. Amsterdam, 26. November.( W. T. B.), Telegraaf" meldet aus Sluis von gestern: Ueber die Beschießung Zeebrügges sind übertriebene Gerüchte im Umlauf. Nur ein Gebäude im Hafenviertel geriet in Brand. Das eigentliche Zeebrügge wurde nicht getroffen. Der Seekrieg. unt 500 Yards zurüdzugehen. Die Verluste der britischen Truppen waren so fchter und die Stellung des Feindes so start, daß man Bericht des Kommandanten der Emden". es als wedlos ansehen mußte, den Angriff zu erneuern. Die A6teilung schiffte sich daher wieder ein und lehrte zu Berlin, 26. November.( W. T. B.) Das Gefecht S. M. S. ihrem Ausgangspunkt zurüd. Ihre Gesamtverluste betragen „ Emden" mit dem englischen Kreuzer Sydney". Von dem Kom- 795 Mann, darunter 141 Engländer, an Offizieren und Mannmandanten der„ Emben", Fregattentapitän von Müller, schaften. ist nachstehender telegraphischer Bericht über das Gefecht S. M. S. „ Emden" mit dem englischen Kreuzer Sydney" bei den Kotosinseln eingetroffen: Der englische Kreuzer Sydney" näherte fich den Kokosinseln mit hoher Fahrt, als dort gerade eine von " Die deutschen Verluste in Tsingtau. Berlin, 25. November.( W T. B.) Nach den bis heute vor( Wiederholt, weil nur in einem Teil der gestrigen Auflage.) Neue französische Felduniformen. London, 26. November.( W. T. B.) Die„ Times" melden aus G. M. S.„ Emden" ausgeschiffte Landungsabteilung das Kabel liegenden Nachrichten beträgt die Zahl der bei den Kämpfen um Calais vom 22. November: Durch Calais marschierten französische zerstörte. Das Gefecht zwischen den beiden Kreuzern begann Besayung etwa 4290, einschließlich 600 Verwundete. Die Zahl der Truppen, die mit neuen Felduniformen ausgerüstet waren. Die jofort. Unser Schießen war zuerst gut, aber binnen furzem ge- Gefallenen soll etwa 170 betragen, darunter 6 Offiziere. Bour neue Uniform hat helle blaugraue Farbe, die in der grauen Winter- wann das Feuer der schweren englischen Geschüße die Ueber- österreichisch- ungarischen Kreuzer Kaiserin Elisabeth" sind ein Leutnant landschaft schwer sichtbar sein soll, sich jedoch so sehr von der Legenheit, wodurch schwere Verluste unter unserer Geschüß- und acht Mann verwundet, acht Mann tot. Die Behandlung der Gedeutschen Felduniform unterscheidet, daß Verwechslungen aus bedienung eintraten. day Verwechslungen aus bedienung eintraten. Die Munition ging zu Ende und die Ge- fangenen in Japan soll gut sein. Die japanische Regierung hat die geschlossen sind. Stappe, Rod und Hose besigen die gleiche Farbe. schüße mußten das Feuer einstellen. Trotzdem die Ruderanlage baldige Uebersendung namentlicher Liften der Toten, Berwundeten und Um die französischen Patrioten mit dem Verschwinden der historischen durch das feindliche Feuer beschädigt war, wurde der Versuch ge- Gefangenen in Aussicht gestellt. roten Hosen zu verföhnen, find ins Blau rote Fäden eingewebt. Der macht, auf Torpedoschußweite an" Sydney" heranzukommen. ganze Jahrgang 1914, der jetzt fast fertig ausgebildet ist und einige Dieser Versuch mißglückte, da die Schornsteine zerstört waren und ältere Truppen, die neu ausgerüstet werden mußten, sind mit dieser infolgedessen die Geschwindigkeit der„ Emden" start herabgesetzt Uniform ausgestattet. war. Des Schiff wurde deshalb mit voller Fahrt an der Nord( Lub-) Seite der Kokosinseln auf ein Riff gesetzt. Inzwischen war es der Landungsabteilung gelungen, auf einen Schoner von der Insel zu entkommen. Der englische Kreuzer nahm die Verfolgung auf, fehrte aber am nachmittag wieder zurüd und feuerte Um weiteres unnüßes Blutauf das Wrack der„ Emden". Pferde an die Militärbehörden verkaufte. Wenn er im Durchschnitt an jedem Pferd nur 100 M.„ berdiente", dann brachte ihm der Die Schweiz will auf fremde Flieger schießen lassen? " München, 26. November.( W. T. B.) Die Münchener Neuesten Nachrichten" erhalten folgendes Privattelegramm Kriegsgeschäftsleute! Der türkische Krieg. Die Meldung des türkischen Hauptquartiers. Das Große Konstantinopel, 26. November.( W. T. 2.) auptquartier gibt bekannt: Jm allgemeinen hat sich auf den Kriegsschaupläßen nichts verändert. Heute wurde feita gestellt, daß wir dem Feinde bei Morghel vier Geschüße abnahmen, von denen zwei unbrauchbar gemacht worden waren. Englische Zensur in Aegypten. Den Handel in den letzten Wochen schon ein ganz nettes Vermögen ein Englisches Manöver zum Schuhe Aegyptens. Justerburg, den 24. November 1914. Der Krieg gibt viel betriebſamen Leuten Gelegenheit zu mehr Einige Menschen raffen Konstantinopel, 26. November.( W. T. B.) Wie„ Turan" er Es ist begreiflich, daß die Menschen im Innern Deutschlands, oder minder bedenklichen Geschäften. wenn sie von der Not flüchtender Grenzbewohner hören, die Schuld Reichtümer zusammen, während über ungezählte andere Sorgen und fährt, verfolgen die Engländer mit ihrer Landung von Truppen an daran einer besonderen Schlechtigkeit des Gegners zur Last legen. Glend hereinbrechen. Geradezu Wucher wird an manchen Stellen der Küste bei av den Zwed, auf diese Weise indirekt den Ein derartiges allgemeines Urteil ist aber nicht durchaus gerecht mit Ausrüstungsgegenständen und sogenannten Siebesgaben ormarsch der Türken gegen den Suezkanal zu fertigt. Ich sprach hier eine der Flüchtlingsfamilien, die in der patetchen getrieben, vom eigentlichen Lebensmittelwucher gar Artilleriefaserne untergebracht sind, und entnahm den weitschweifi- nicht erst zu reden. Man muß sich wundern, daß soviel minder- hindern. Die Engländer feien zu der Erkenntnis gelangt, daß sie gen Erzählungen einer alten Frau, daß die ganze Familie, deren wertiges Zeug an den Mann gebracht werden kann, ja daß sogar in Aegypten feinen ernstlichen Widerstand werden leisten können, Sie beabsichtigen Vater im Felde steht, sofort von ihrem Hof flüchtete, als die Russen offenbare Schwindeleien noch ihr Publikum finden, das sich schließ sondern dort eine Niederlage erleiden werden. dorthin tamen und die beiden Söhne im Alter von 15 und 17 Jahren lich noch einbildet, den Empfängern derartiger Liebesgaben" daher, die Türken durch eine Bewegung einzuschüchtern, die sie mit über die Stellung der deutschen Truppen auszuholen versucht Magenstärkung oder Nervenerquidung gespendet zu haben. Es ist einigen nichtmuselmanischen indischen Truppen ausführen, in der hatten; dabei hatten die Russen in diesem Fall den Leuten gar fast nicht zu glauben, was alles in Form von Ertrakten oder Meinung, fic fönnten die Türken veranlassen, auf die Besetzung nichts getan, ja jogar Speise und Trant, die ihnen angeboten war, Effenzen angepriesen, verkauft und leider auch noch als Liebesgabe Aegyptens zu verzichten. Das Blatt meint jedoch, daß die Engabgelehnt. Hier ist also ein Grund zur Flucht nicht ersichtlich, die verschickt wird. Die Aufschrift auf der Verpackung:„ Patent ange- länder damit kein Glück haben werden, sondern die Erfahrung Leute hätten wahrscheinlich besser getan; den Mahnungen der Be- meldet" macht das Zeug nicht schmackhafter oder weniger schädlich. hörden entsprechend ihren Besitz weiter zu berwalten. In den Sie hat nur den Zwed, und erreicht ihn leider, folche anzuloden, machen werden, daß die Türken an der Küste bei Bassorat über gemeisten Fällen sind es Frauen mit kleinen Kindern oder hilflose die nicht alle werden. Kaffee- Effenz, Kakao- oder Schokoladen- nügende Streitkräfte verfügen. alte Leute, die des Krieges Unerbittlichkeit wegtreibt, einem un Extraft mögen noch hingehen. Was aber soll man sagen, wenn gewiffen Schidjal entgegen. Viele, viele solcher Familien sah ich Tee- Extratt in fester Form, gezudert Patent angemeldet" dem in den Ställen der Kaserne, wo sie mit Pferden und Rindern die lieben Publikum aufgehängt und von ihm den Leuten im Felde Mailand, 25. November.( W. T. B.) Einer Meldung des " Man braucht bloß Wasser, kochendes natürlich, Räume teilten, bis ihre Weiterreise stattfinden konnte. Immerhin nachgesandt wird? in den Ställen ist es warm und hier zu lagern ist weit besser als das Päckchen Ertrakt hinein und der Tee ist fertig," dentt der freund- Corriere della fera" aus Stairo zufolge hat die Bein der Kälte auf dem Wagen kampieren zu müssen. Man richtete liche Geber. Aber zum Kudud, denkt er nicht daran, daß man mit bölkerung nicht die geringste Kenntnis von den fich so gut es ging häuslich ein. Die Mütter wuschen die Kleinen, kochendem Wasser und einigen Blättchen Tee ebenso schnell einen Ereignissen an der Grenze Aegyptens und dem Die Engländer üben die strengste tämmten, fütterten sie und manches wurde auch ausgescholten. einwandfreien Tee herſtellen kann? Nur mit dem Unterschied, daß Krieg in Europa. Die größeren Kinder suchen Zeitvertreib und finden ihn bald, eine er billiger ist und nicht der Post und verschiedenen anderen Menschen 3 ensur über Telephon, Telegraph und Postverkehr aus. Schaufel in einem der Ställe ist stets dicht unlagert. Dort find ganz unnötige Arbeit verursacht. Immerhin dieser Tee ist noch eine antommenden Reisenden werden jogar Zeitungsausschnitte aus der Neuangekommene dabei sich einzurichten, hier rüftet man zur harmlose Sache, harmloser vielleicht als manche Zigarre im Liebes Brieftasche genommen. Die Ausrufung von Hussein Bascha Kemal Weiterreise. Unbekümmert um all das Treiben fißt eine alte gabenfarton. Gin Soldat, der schon einige Male damit hereinge= Frau als Bächterin auf zwei Säden und betet, betet unablässig. fallen war, sagte mir:" Bon solchem Kraut fallen sogar die toten um Sultan von Aegypten und Kalifen der Araber, die auf den Da fommen Händler und mustern die Pferde. Sie schwaben auf liegen von den Wänden." In freundlichster Absicht wurde meinem 19. November festgesetzt war, ist noch nicht erfolgt. die Flüchtlinge ein, gestikulieren mit Händen und Armen, rennen Kollegen von zarter Hand eine der bekannten Tuben versetzt. Das hin und her, holen„ Gutachter", die an den Pferden allerlei Fehler Etikett ist patriotisch schwarz- weiß- rot gerändert.„ Alkohol in fefter entdeden. So wird manches Geschäft gemacht. Die meisten Form, Patent angemeldet, Geschmack Rum", dann die GebrauchsKonstantinopel, 26. November.( W. T. B.)„ Terdschuman- iFlüchtlinge sind schon mürbe und recht froh, wenn sie noch einige anweisung und schließlich die Hauptsache für den Fabrikanten Satitat" bestätigt die gestern abend hier eingelaufene Nachricht, daß hundert Mark für ein Pferd bekommen, das sonst vielleicht das Preis 1,25 M."! Aha, der Abstinent räfonniert, denkt der Leser. in Zabris zweitausend Russen von Angehörigen per= Mein Kollege probierte das neue Wunder ber Doppelte wert ist. Für 200 M. und weniger werden Pferde ver- falsch geraten! kauft, die vor dem Kriege mit 600 m. und höher bezahlt worden Industrie und kaufmännischer Tüchtigkeit. Schnell ein Glas mit fischer Stämme getötet worden sind. wären. Da läßt ein Landmann einen kräftigen, gutgebauten Fuchs heißem Wasser her, etwas von dem Ertraft hinein und daran gemit einwandfreien Beinen und flottem Gangwerf zur Prüfung rochen. Keine Spur bon Rum!" Ich lache, mein Kollege merit Konstantinopel, 26. November.( W. T. B.) Die Prokla traben. Bescheiden fordert er 500 M. Der Händler bietet 400 M.; die Schadenfreude, nun soll das Zeug gerade gut jein. Er drückt man merkt, der Gaul gefällt ihm und verspricht ihm wohl großen mehr Ertrakt hinein, rührt und schmedt, noch mehr, die Tube ist mation des Scheich ül Jolamats rit ein längeres SchriftProfit. Aber warum soll er 500 M. zahlen, wenn der Verkäufer schon halb leer. Er schmeckt und rührt wieder und dann jagt er: stud, in dem es heißt: Rußland, welches sich bemüht, die Unschließlich mit weniger sich abspeisen läßt?! Er wird schon nach- Pfui, Sauzeug!" und spudt aus. Aber es mintte noch eine Möggeben! Je eindringlicher der Händler auf den Landmann einredet, lichkeit, diesem Rum zu seinem Ruhm zu verhelfen. Mein Kollege abhängigkeit zu vernichten, die ein Geschenk der Vorsehung für um so schwächer wird sein Widerstand. Und nun fommt der gab das dampfende Zeug samt Tube seiner Ordonnanz, die es Nationen und Völker ist, und das, indem es die ganze Menschheit Haupttrid:" Wollen Sie geben für 400 M., sonst werd' ich nehmen prüfen und die Tube als Eigentum behalten sollte. Die Ordon- zu unterjochen sucht, seit Jahrhunderten der grausame Feind der dahinten den Braunen?" Der Landmann zögert. Na, denn nanz, ein Rüdesheimer Kind, schnupperte daran, tostete den Trant menschlichen Wohlfahrt ist, ist bis jetzt die Ursache des Unglücks nich", sagt der Sändler und wendet sich zum Gehen. Noch einen ganz vorsichtig, goß das Glas aus, legte die Tube für 1,25 M. bei im nahen und fernen Osten gewesen und hat sich im gegenwärtigen Augenblid des Schwankens, dann ruft der Landmann:" Nehmen feite und fah sie nicht mehr an. Bei mancher Liebesgabe fönnten europäischen Kriege mit England und Frankreich vereinigt, Ste das Pferd!" Schmunzelnd kommt der Händler zurüd. Er die damit bedachten Soldaten ausrufen:" Verschont uns mit kennt die guten Gelegenheiten; furze Zeit darauf hat er das Pferd solchem Segen!" Wer etwas senden will überzeuge sich vorher, ob die Millionen Muselmanen unter ihrem Joch halten, und die, um gewiß schon an die Militärverwaltung um 800 M., wenn nicht noch er wirklich Brauchbares fauft, sonst hat die Liebesgabe nur Wert ihre ehrgeizigen Biele zu erreichen, es darauf abgesehen haben, soviel wie möglich das Kalifat, den Stützpunkt des Islamisteurer, berfauft. Mir ist ein Fall bekannt geworden, daß jemand für Fabrikanten und Händler. in wenigen Wochen direkt oder durch zweite Hand mehrere hundert mus, zu erschüttern und zu schwächen. Diese Gruppe von " " Düwell, Kriegsberichterstatter. 2000 Ruffen in Täbris getötet. Der Heilige Krieg. Usirpatoren, die sich Tripelsntenie nennte hat während de? letzten' IahrhundertZ alle islamitischen Völker Indiens, Zentralastens und des größeren Teiles von Afrika ihrer Unabhängigkeit und Freiheiten beraubt. Diese Länder sind seit einem Fahrhundert die Ursache de? Verlustes sehr wertvoller Teile der Türkei geworden und haben, indem sie unsere Nachbarn aufwiegelten, den Balkankrieg hervor- gerufen und so den Verlust von Hunderttausenden unschuldiger Muielinanen, die Vergewaltigung von Frauen und die Schändung islamitischer Tempel verschuldet. Sie haben den gegen- w artigen Krieg hervorgerufen, dessen glühendsten Funken sie gegen dag Herz der mohammedanischen Nation schleu- dern, indem sie sich bemühen, mit ihren verruchten Plänen das erhabene göttliche Licht zu verlöschen. Die Proklamation legt so- dann dar, daß diejenigen, welche Feindschaft gegen die Religion des Fskams bekunden, früher oder später den Zorn Gottes erfahren werden, und daß der Kalif, der Diener der Heiligen Stätten Mekka und Medina, um mit Hilfe dcS Allmächtigen die Heiligen Stätten des Islams sowie die Helligen Orte Jerusalem, Nedschef und Ker- bela, das Zentrum des Kalifats, kurz alle Orte, wo die Propheten Und Heiligen Märtvrer begraben liegen, vor jedem Angriff zu schützen, es für seine Pflicht erachtet hat, gemäß den Geboten des genannten Fetwas die Muselmanen zum Heiligen Kriege aufzufordern. Das Kalifat hat alle oSmanischen Untertanen von 20 bis zu 45 Fahren zu den Waffen gerufen. Heer und Flotte, die auf diese Art vorbereitet wurden, sowie die isla- mitischen ElaubenSlehrer und alle Studierenden der Theologie, kurz alle Kinder des Vaterlandes, werden nach und nach auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen konzentriert, wo der Heilige Krieg geführt wird, und alle Gläubigen des Islams haben Befehl er- halten, an dem großen Heiligen Krieg teilzunehmen, sei eS, indem sie selbst dienen, sei es durch finanzielle Beihilfe. Daher müssen olle Muselmanen, die sich unter der tyrannischen Herrschaft der genannten Regierungen in der Krim, in Kasan, Turkestan, Buchara, Chiwa und Indien sowie in China, Afghanistan, Persien in Afrika und den anderen Kontinenten befinden, nach Maßgabe ihrer Kräfte mit den Osmanen an dem Heiligen Kriege teilnehmen. Der Aufruf hebt hervor, daß insbesondere, um der Tragödie ein Ende zu setzen, wie sie die Entsendung muselmanischer Untertanen der feindlichen Mächte auf die blu- tigsten Kriegsschauplätze darstelle, wo sie gegen den Kalifen und dessen Verbündete Krieg führen sollen, die Muselmanen olle Opfer auf sich nehmen und Geduld haben müßten. Der Auf- ruf schließt mit einem glühenden Appell an alle Muselmanen, ihre Pflicht zu tun, wobei er an die Helligen Worte erinnert, die den Ueberlcbcnden ein glückseliges Leben, denjenigen, die als Mär» tyrcr auf dem Felde der Ehre fallen, die Wonnen des Paradieses versprechen. Ter Aufruf gibt der Ueberzeugung Ausdruck, daß mit Gottes Hilfe die Feinde der Religion besiegt werden würden. Der Druck öes Dreiverbandes auf die öalkanstaaten. Die„Nowoje W r e m j a" teilt halbamtlick mit:»Bei Be- ginn des Krieges gab der Minister de? Aeußcrn S s a s o n o w dem bulgarischen Gesandten anläßlich eines Privatgespräches zu der- stehek, daß Bulgarien auf eine Belohnung rechnen könne, wenn eS Neutralität halten würde. Man begann darauf in Sofia von einer Kompensation auf Kosten Mazedoniens zu sprechen. Die Serben antworteten aber auf diesen Vorschlag ablehnend. Die Bulgaren setzten ihre Kampagne fort, und ihre Diplomaten fanden in Petrograd bis zu einem gewissen Grade Anklang. Die fran» zösiiche Diplomatie verhielt sich demgegenüber wohlwollend. Die Frage blieb aber offen. Jetzt, nach dem Auftreten der Türkei, be» gann man in Sofia wieder von der mazedonischen Kompensation zu sprechen, wobei die regierenden Kreise in Sofia nicht direkt mit Serbien zu unterhandeln wünschten, sondern sich an den Dreiverband wandten. Zu gleicher Zeit unterhandelte Bulgarien mit Rumänien und schloß mit ihm den bekannten Vertrag, der die weiteren Schritte Rumäniens bezüglich der von ihm geplanten Besetzung TranS- s y l v a n i en S bedeutend erleichtert. In unterrichteten Kreisen heißt es, Serbien sei unter dem Druck des Dreiverbandes bereit, seine Gienze mit Bulgarien zu ändern und dem letzteren die Gebietsteile K o t s ch a n y und I st i p abzutreten; außerdem schweben Ver- Handlungen betreffend die Wiederherstellung der früheren bulgarisch- türlischeu Grenze. Im Falle eines Mißerfolges der Türlei garantiert der Dreiverband Bulgarien die oben erwähnte Kompensation, wobei die Frage einer Aktion Bulgariens gegen die Türkei offen gelasien wird. In Petrograd, Paris und London ist man der Ansicht, etliche Kompensationen könnten einen neuen politischen Kurs zwischen Sofia und Serbien herstellen. Die Frage einer Kompensation von Griechenland an Bulgarien hat keines der Kabinette des Drei- Verbandes angeregl, da bekannt ist. daß die Abtretung K o w a l l a s in Griechenland Komplikationen bervorrufen würde/ Die Moslauer.Rußkoje Slowo* ergänzt die Mitteilungen. Danach hat Griechenland eine Position eingenommen, die die Ber- Handlungen kompliziert. Nachdem es den Epirus besetzt bat. wünscht es nun auch einen Teil Albaniens zu erhalten. Be- sonders lebhafte Unterhandlungen werden zwiswen dem russischen Ministerium des Aeußern und Rumänien geführt. ES ist der rumänischen Regierung von der Petersburger Diplomatie nahegelegt worecn. ,hre Stellung in Anbetracht des Vordringens Deutschlands und Oesterreichs in Serbien zu ändern. Wenn Rumänien bisher für seine Neutralität Anspruch auf TranSsylvonien haben konnte, so könne diese Frage kaum in seinem sinne gelöli werden, falls Rumänicit nicht aktiv gegen Oe st erreich austreten und Serbien durch dieBe» setzung Trans sylva niens unterstützen würde. Im allgemeinen, schließt das zrnertc Blatt, ist die Lage aus dem Balkan äußer st gespannt.__ Verstanüigung Serbiens mit Bulgarien? London, 26. November.(T. U.) Den„TimcS" wird aiis Sofia gemeldet, daß Serbien vor einigen-t.agtzn in B u k a r e st anfragen ließ, ob Rumänien Beschwerde erheben würde gegen eine Abtretung s e r b i s ch e n G e b i e t e Z an einen"benachbarten Dtaat, womit augenschcinlich�Bulgarien gemeint sei. Rumänien antwortete, daß es mit Freuden jeden Konflikt mit einem benachbarten Staate vermeiden werde. Tie Regierung von Serbien trage dem Rechnung und sei geneigt, eine Politik der Konzessionen ein- zuleiten. Serbien hoffe seine Unabhängigkeit wahren zu können, denn sein Bestehen hänge von der Tripelententc ab. Die serbische Regierung sei daher geneigt, jede Maßregel an- zunehmen, die in dem gegenwärtigen Verhältnis für notwendig geHallen werde. das werben um Italien. Mailand, den 26. November. iT. 11.) Der„Secolo" behauptet, der englische Botschafter in Rom habe S o n n i n o mitgeteilt, England erkenne die Rechte Italiens über Trient und Trieft an. ohne daß darum Italien es notwendig habe, seine Bewegungsfreiheit während des jetzigen Krieges nach irgendwelcher Richtung hin zu binden. Sozialüemokratisthe Irieöensaktion in Bulgarien. Zn der Dienstagsitzung der Sobranje beantragte einem Telegramm der„Leipz. Volksztg." zufolge die sozialdemo- kratische Fraktion der„Engherzigen", die Sobranje solle ungesäumt die Parlamente aller Balkanländer auffordern zu einer V e r st ä n d i g u n g auf der Basis ge- meinsamer Abwehr gegen jede fremde Er- o b e r u n g und der Errichtung einer Balkan- f e d e r a t i o n auf der Grundlage gemeinsamer politischer und wirtschaftlicher Interessen und nationaler Vereinigung der Balkanvölker. Dieselbe Fraktion beantragte ferner: Die Sobranje fordert die Regierung auf. unverzüglich mit den Regierungen der neutralen Länder sich zu verständigen zu einer gemeinsamen Intervention bei den krieg- führenden Mächten, um eine baldige Be- endigung des Blutvergießens herbeizu- führen. Nur die 11„engherzigen" Abgeordneten ssimmten für die beiden Anträge. Die„weitherzige" Gruppe, die im oppositionellen Block ist und für die nationalistischen Er- oberungsbestrebungen auftritt, stimmte nicht dafür. Der „weitherzige" Führer Sakasoff begrüßte die Regierungspolitik und versprach die Unterstützung seiner Fraktion. D!e Rückkehr nach Paris. Paris, 26. November.(W. T. B.) Aus Anlaß der Mitte De» zember bevorstehenden Einberufung des Parlaments erörtert der , T e m p s* die Frage, ob die Einberufung da§ Zeichen für die Rückkehr der Regierung nach Paris bilden darf. Er erklärt, der Feind halte noch zehn Departements ganz oder teilweise besetzt. Nach Rückkehr der Regierung nach Paris dürft die Hauptstadt nicht mehr das Ziel für die feindliche Armee sein, die jetzt noch allzu nahe sei. Der Tag werde kommen, wo der Feind so weit zurückgedrängt sei, daß Paris wieder zur Hauptstadt werden könne. Inzwischen könnten die Kammern in Paris tagen. Die Minister, deren Anwesenheit während der Tagung notwendig sei, könnten den Sitzungen beiwohnen und darauf unverzüglich nach Bordeaux zurücktebren. Die in Paris zu erledigenden Ausgaben würden nur kurze Zeit in Anspruch nehmen. Man werde das Parka- ment um die Genehmigung ersuchen, Steuern erheben und die Aus- gaben des kommenden JabreS machen zu dürfen. Falls die Regie- rung Erklärungen abgeben muffe, werde dies nicht in öffent- licher Sitzung geschehen können. Sie würden wegen ihres ver- traulichen Charakters vor dem Dudgetausschnß abgegeben werden müssen. Die Kammern würden wahrscheinlich nur abzustimmen haben. Wir können nicht annehmen, sagt das Blatt, daß sie über die vorliegenden Gesetzentwürfe oder Interpellationen in eine öffent- liche Debatte eintreten wollen. Paris werde geduldig die Sluude erwarten, wo die Regierung in völliger Uebereinstimmung mit dem Generalissimus und den verantwortlichen Generalen die Rückkehr für möglich hallen wird. Englische Kriegerpensionen. Unser Londoner Korrespondent schreibt: Der Kampf der eng- likchen Arbeiterpartei, um den Opfern des Kriege« und ihren Hinter« bliebenen eine anständige lebenslängliche staatliche Versorgung zu sichern, wird von wachsendem Erfolg gekrönt. Die von der Regierung vor kurzem angekündigten Unterstützungssätze kommen ihren Forderungen schon beträchtlich entgegen. Nun hat die Regie- rung eine Kommission eingesetzt, die weiter erhöhte In- validenrenten und Hinterbliebenenpen sionen sestsctzen soll. Die Mitglieder der Kommsision sind: die Minister Lloyd George und MacKenna, die Opposiiionssübrer Bonar Law und Austen Chamberlain, der sehr arbei'.erfreundliche Ire T. P. O'Connor und der Arbeiierabgeordnete Genosse Barnes, der eine sehr kräftige Agitalion zugunsten der Kriegsopfer betrieben hat. Die Zusammensetzung der Kommission läßt erwarten, daß die Interessen der Kriegsteilnehmer maßgebend sein werden. Zur Bewegung gegen Üie allgemeine Wehrpflicht in Cnglanü. Der Redakteur des„Labour Leader". des Organs der engliichen nnabhängigen Arbeiterpartei, meldet, daß sich i n n e r b a l b sechs Tagen 156 Männer wehrfähigen Alters bei ihm gemeldet haben, die Teilnahme als Kom. battanten am Kriege unter allen Umständen zu verweigern. Er teilt ferner mit. daß die Gründung einer regelrechten Organisation angeregl wotden sei und daß er sich zu diesem Zwecke mit repräsentativen Männern, die seinen Standpunkt ftilen, in Verbindung gesetzt hat. Irische Stimmen. London, 26. November. kW. T. B) Die„Times" vom 24 November veröffentlichen folgende Beispiele aufrührerischer Bläliei- stiminen: So schrieb.Jrish Freedom":„Zu Eurem höchst distinguierten Palron und Wobliäiel England sagen wir: Kämpft deine Kämpfe selbst aus. wir wollen nichls vom Ruhme deines aufgeblähten Imperiums baben, in der Schlacht von Foiilenoy, wo wir Such geichlagen baben, haben wir mehr Ruhm geermet, als in den tausend Schlachten, die wir für Euch gewannen. Uns geht die Ver- leaenheit. in der Ihr Euch jetzt befindet, nichts an; es sei den», daß wir hoffen, daß Jvr geichlagen werdet." „Jriib Volunteer" vom 7. November schreibt:„England ruft das irische Volk zum Kampfe gegen eine Nation, die niemals einem einzigen Jrländer ein Haar gelrümml, sondern im Gegenteil, mit der Bevölkerung dieses Landes immer sympathisiert hat. wie das irisch-amerikani'che und das deiitsch-amerlkaiiüche Bündnis be- weisen. Wenn die Deutschen kommen und unser Land mir Gewalt nehmen, würden sie gerade so berechtigt sein, wie die Räuber, die eS mit Waffengewalt festhalten." In derselben Aus- gäbe der Zeitung heißt es: Auch die Blindesten unler uns wissen jetzt, daß sich der britische Löwe nicht geändert hat und daß der Seeräuber England derselbe unbarmberzige Friedens- slörer ist, der er war, als er die dänische Flotte vor Kopenhagen vernichtete und Aegypten« Kamps um die Konstilulion durch die Beschießung Alexandriens unmöglich machte. Wir sehen klar, daß das Imperium seinem Wesen nach bleibt, was es immer war, eine unerträglrche Drohung für den»Frieden und den Fortschritt der Welt. Unsere einzige Sicherheit und einzige Hoffnung aus nationale Entwicklung und nationale Ehre liegt darin, daß wir das Band, das unS an den englischen Imperialismus bindet, durch- schneiden. Der einzige Weg zu dem ruhmreichen glücklichen Irland unserer Träume sühn über den Zerfall des britischen Reiches. Die Sunöesratsverorönungen betreffs Höchstpreise üer Trocken-Kartoffelpräparate sind folgendermaßen ausgefallen: 1. Kartoffclflockcn(zur Brotbereitung geeignet). a) bei den Produzenten 23 M.(mit 30 Pf. voraussichtlicher Nachzahlungsgebühr am Schlüsse des Betriebsjahres); b) Großhandelspreis 23,30 M.; c) Kleinhandelspreis 25,90 M. im Höchstfälle. 2. Kartoffelschnitzel(Viehfutter). a) bei den Produzenten 21,75 M.(mit 50 Pf. Nachzahlungsgebühr): d) Großhandelspreis 24,03 M.; c) Kleinhandelspreis 24,75 M. im Höchstfalle. 3. Kartoffel Walzmehl(zur Brotbcreitung). a) bei den Produzenten 27 M.(voraussichtliche Nachzahlungs- gebühr 30 Pf.); b) Großhandelspreis 28,80 M.; o) Klein- Handelspreis 29,40 M. 4. Prima K a r t o f f e l st ä r k c m e h l. a) bei den Produzenten 29,80 M.: b).Großhandelspreis 3l,10 M.; c) Kleinhandelspreis 31,70 M. Die Preise verstehen sich immer pro 100 Kilo frei jeder Bahnstation, jedoch sind entsprechend den Tarifbezirkcn bei den Höchstpreisen für Speisckartoffeln gewisse Zuschläge für einzelne Bezirke festgelegt worden, und zwar für einen süddeutschen Bezirk 1,50 M., für einen westdeutschen Bezirk 1 M., für einen mitteldeutschen Bezirk 0,50 M., für einen ostdeutschen Bezirk nichts; für die Provinz Ostpreußen tritt eine Ermäßigung von 1 M. auf die obigen Normalpreise ein. politische Uebersicht. Eine Ehrentafel nach dem Gehaltstarif. Das badische Regierungsorgan, die„Karlsruher Zeitung", soll die Amtsblätter mit geeigneten Artikeln über die Kriegslage verseben und bringt in diesem Zusammenhange auch regelmäßige Listen der gefallenen Krieger aus dem badischen Beamtenstande. Damit aber nun auch im Tode noch die StandeSunlerichiede gewahrt werden, erfolgt die Aufzählung der Gefallenen nach der Reihenfolge, die ihnen der badische Gehaltstarif in ihrer Beamtenstellung gab. Gelbst ein badiicheS Amtsblatt bäumt sich gegen diese peinliche Rang- ordnung, die hier auf die KriegShelden überwagen wird, auf und bemerkt dazu: „Meiner Ansicht nach sollte man die auf dem Felde der Ebre gemeinsam Gefallenen auch in der„Karlsruher Zeitung" gemeinsam registrieren, selbst auf die Gefahr hin, daß Sankt BureaukraliuS einen gelinden Schwächeanfall bekommt, von dem er sich im Frieden ja wieder gründlich erholen wird." Schädliche Rederei. Der Hauptmann des Landsturms, Wilson aus Erfurt, hielt an seine in Luxemburg stationierten Mannschaften eine Rede, in der er darauf hinwies, daß sie die Vorläufer der neuen deutschen Garnison für Luxemburg seien, da« wieder deutsch werden müffe. Die luxemburgiiche Presse proteftierte heftig gegen diese Rede und der Inspekteur des Landsturms, Tetzmar, hat daraufhin offiziell erklärt, daß die Rede des Haup manns eine völlig private Aeußerung iei. Weder die Reichs» noch die Militär« behörden teilten diesen Standpunkt und bedauerten lebhaft die Ent- gleisung Wilsons._ Wieder ein Opfer des Alkohols. Der Landwehrmann JohauiicS Schmidt vom 8. Landsturm- Jnfanterie-Bataillon Beulben tOberschl.) wurde vom Kriegsgericht der Kommandaiitur Breslau wegen erschwerter Achtunasverlctzung »nier Drobuiig. Gehorsamsverweigerung und Widerietzung zu zwer Jahren und drei Mmiaten Gefängnis verurteilt Der Wehrmann war am 26. September betrunken und schimpfte, fing auch mit Kameraden Streit an. Feldwebet Schmidt befahl ihm ruhig zu sein. Sch. nahm zunSchst keine, dann nur lässige dienstliche Haltung mit den Händen in den Taschen vor dem Vorgesetzten an und sprach: Sie baben mir nichts zu lagen, sind für mich kein Vorgesetzter, das sind nur die Offiziere, ich bab' ein Seitengewehr und icharft Patronen und weiß wozu. Er widersetzte sich seiner Forlsübrung aus Wache und wollte das Seitengewehr ziehen und auf den Feldwedel WS- gehen, wurde aber von einem Gefreiten daran gehindert Kricgsbegeisterung der Pfarrer. 160 evangelische Pfarrer Groß-Berlins haben in einer Er- klärung ihrem Bedanern darüber Auedruck gegeben, daß es ihnen nach der Webrordnung nicht vergönnt ist. mit der Waffe in« Feld zu ziehen. Sie erblicken in diesen Bestimmungen ein Ausnahme- gesetz und eine Zurücksetzung ihres Standes. Verbotene Versammlungen. Drei Versammlungen, in denen der freireligiöse Prediger T h ä ß l e r aus Görlitz sprechen sollte, wurden im nieser- s ch l esisch e n Kohlenrevier verboten. Die Gründe für das Verbot sollen später bekannt gegeben werden. Die Nachwahl in Hamburg. Die Ersatzwahl für den verstorbenen Reichstagsabgeordneten Metzger ist auf Freitag, den 29. Januar 1915, fest- gesetzt worden. Zapata in Mexiko. London, 26. November. Das Neutcrsche Bureau meldet aus Washington vom 25. November: General Blanc ver- ließ gestern die Stadt Mexiko. Die Truppen Z a p a t a s nahmen unmittelbar darauf Besitz von der Ätadt. Gestern fanden ernsthäftc Unruhen in Mexiko statt. Eine Menge versammelte sich vor dem Nationalpalast, griff die Magazine an, bemächtigte sich der Waffen und Mu- nition und entwaffnete die Polizei. Der Straßenbahnverkehr ist unterbrochen. Einige Personen wurden getötet. Lette Nachrichten. EngNsches Borgehen gegen südamerikanische Staaten. London, 26. November.(W. T. 33.) Im Unterhause teilte Charles Roberts im Namen des Auswärtigen Amtes mit. daß, da die Vorstellungen Englands und Frankreichs bei Kolumbien und Ekuador wegen Benutzung der Funken- stationen und wegen Errichtung einer Flottenbas i? auf den Galapogosinseln durch die Deutschen keinen Erfolg hatten, die Regierungen Englands und Frankreichs die guten Dienste der Vereinigten Staaten angerufen hätten, um eine striktere Beobachtung der Neutralität seitens Kolumbiens und Ekuadors durchzusetzen. Sie erklärten zugleich, daß, falls die Rc- gierungen von Kolumbien und Ekuador in ihrer gegenwärtigen Haltung verharrten, sich England und Frankreich genötigt sehen könnten, aus Notwehr die notwendigen Maßregeln zum Schübe ihrer Interessen zu ergreifen. Die amerikanische Regierung erklärte sich bereit, diese Mitteilungen den Regierungen von Kolumbien und Ekuador zur Kenntnis zu bringen. Für unsere Helden im Felde Nur Freitag, Sonnabend, Sonnabend, Montag den 27. November den 28. November den 30. November gewähren wir......... 15% auf folgende Artikel: Leibbinden/ Kniewärmer Kopfschützer Lungenschützer Pulswärmer Halstücher Fusswärmer Ohrenschützer Neu eröffnet! Charlottenburg Wilmersdorferstr.118-119 Verband der Lithographen, Steindrucker u. verwandten Berufe ( Deutscher Senefelger- Bund). Am 24. November verstarb unser Mitglied, der Steinbruder Georg Kohl im Alter von 34 Jahren an Lungenleiben. Chre feinem Anbenken! Die Beerbigung findet heute Freitag, den 27. November, nad mittags 4 Uhr, von der Leichen halle des 2. ftabtischen Friedhofes in Schöneberg( Blante Hölle, am Briefter weg) aus ftatt. 109/20 Um recht rege Beteiligung eriuchi Die Verwaltung der Filiale 1. Zentral- Verband der Töpfer a. Berufsgenossen Deutschlands. Filiale Groß- Berlin, Am 2b. November starb unser Mitglied, der Löpfer Robert Kern ( Bezirk Webbing) im Alter von 87 Jahren an der Broletariertrantheit. Cbze feinem Andenken! Die Beerbigung findet am Sonnabend, ben 28. November, nachmittags 3 1hr, pon ber Leichenhalle des Philippus ApoftelKirchhofes, Müllerstraße, Ede Seeftraße, aus ftatt. 192/20 Der Vorkanb. Gesangverein Sangesfreude Lichtenberg. Bei den Kämpfen im Dften starb unser Freund und Sanges bruder Emil Kluckas ben Selbentob. 53/7 Bir werden ihm ein bauernbes Andenken bewahren. Die Sangesbrüder. Zentralverband der Asphalteure Deutschlands. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, bab unter langjähriges Borstande mitglieb, ber Borarbeiter Rollege Max Liehr auf dem Schlachtfelde im Dften ben Helbentob janb. Chre feinem Andenken! 290/10 Die Ortsverwaltung. Schmerzerfüllt erhalten wir heute nach langem Warten, die uns tieferschütternde, traurige Nachricht, daß unser inniggeliebter treusorgender mein herzensguter lieber Sohn, unser Vater, Мавр, Bruder, Schwiegersohn, Sehwager und Onkel Ernst Raake Gefreiter im Landwehr- Infanterie- Regiment Nr. 20 am 80.Oktober verwundet und an Lungenentzündung im Kriegslazarete Lille verstorben ist. In tiefem Schmerze Berlin Niederschönhausen, den 25. November 1914, Margarete Raake gb. May, Lotte Baake, im Namen aller Hinterbliebenen. / / A.Jandorf& C Spittelmarkt Belle- Alliancestr. Grosse Frankfurterstr. Brunnenstr. Kottbuser Damm Wilmersdorferstr. Dem Andenten unferer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genoffen! Am 1. November fiel bei den Stämpfen im Westen unser Bezirksführer des Bezirks 406 II, der Töpfer Wilhelm Schmidt Matternstraße 14. 217/15 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. Bei den Kämpfen im Often fiel am 2. Dftober Emil Klukas 88. Gruppe: Bei den Kämpfen in Russisch- Polent fiel am 3. November ber Bimmermann Peter Blatz Alzu früh und fern von der Heimat starb am 23. November auf dem Stampfplas in Belgien den Heldentod fürs Baterland unfer unvergeßlicher, beißgeliebter Sobn, ber bie Stüge unferes Alters war, unser lieber Bruder, Schivager und Dnfel Willi Ribbitz Behrmann in einem Referves Regiment, im Alter von 33 Jahren. Dies zeigen schmerzerfüllt an Die tieftrauernden Eltern und Geschwister. Ihm der Friebe, uns der Schmerz! Fern von der Heimat fiel bei den Rämpfen an der Vier am 22. Dltober unfer herzensguter Sohn und Bruder Georg Zigelski im Alter von 27 Jahren. Dies zeiger tiefbetrübt an August Zigelski nebst Frau und Kindern. Naunynftr. 4. 148A 83. Gruppe. 10/4 Sozialdemokrat. Wahlverein Niederbarnim. Bez Lichtenberg. Seinen auf bem öftlichen Striegsschauplas erhaltenen Bunden erlag im Lasarett Insterburg Genoffe 243/5 Paul Kohlschmidt. Wir lönnen Dir nichts mehr bieten, Mit nichts mehr Dich erfreu'n, Nicht eine Handvoll Blüten Sozialdemokrat, Wahlverein Niederbarnim. Bez. Friedrichsfelde. Am 20. Oktober d. J. ist im Kriegslazarett Lille unser Kollege, Verbandskassierer Ernst Raake verstorben. Unsere Organisation verliert in ihm einen zuverlässigen und unermüdlichen Streiter Sein jahrelanges treues Schaffen zum Besten unserer Sache sichern ihm in unseren Reihen ein bleibendes Andenken. 46/13 Verband der Bureauangestellten Deutschlands. Der Verbandsvorstand. Verband der Gemeinde- u. Staatsarbeiter Filiale Groß- Berlin. Mufern Mitgliedern zur Nachricht, daß bie Kollegen: Paul Grensing, Gasanstalt Danziger Straße Wilhelm Weiland, Englife Gasanstalten Hermann Willner, 19. Revier- Inspektion Hermann Langner, Gasanft. Gitschiner Str. auf dem Schlachtfelbe gefallen find. 36/4 Bir werden ihnen ein ehrendes Anbenken bewahren. Am Montag, ben 23. November, abends 9 11hr, entschlief fanst mein lieber Mann, unser gute Bater und Großvater, der Buch b: uder 126/19 Wilhelm Moritz im Alter von 61 Jahren. Die geigen tiefbetrübt an Berta Moritz und Kinber. Die Beerdigung findet heute Freitag, den 27. November, nach mittags 3 Uhr, bon ber Leichen balle bes St. Golgatha- Rirchhofes in der Barfusstraße aus staff. Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise berglicher Teilnahme sowie die zahlreichen Stanze Spenden bei ber Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes, unseres teus forgenden Baters Fritz Kakies lagen wir allen Freunden und Be fannten, bem freien Baftwirtever. band, bem MetaDarbeiterverband, der Kranten und Sterbelaffe der Metall arbeiter, ben Kollegen der Firma Schwarzkopff, dem Wahlberein Regel und besonders bem Gefangverein 3mmergrün unsern herzlichsten Dant 92 Anna Kakies und Rinder. Auf Deinen Hügel ftreu'n. Am 24. November entschlief un erwartet mein herzensguter, innigftgeliebter Bater, ber Obermeister ber Schraubenfabrik bon Rüben u. Buffe Emil Metto. Im fiefften Schmerz Else Metto Beughofftr. 4 III. Die Beerbigung findet Sonntag, ben 29, November, nachmittags 8, 11hr, von der Leichen halle des alten Luijenkirchhofes, Bergmannstraße, aus statt. 148 Am 3, November fiel in Gr füllung feiner Pflicht, im Westen, der Buchbruder 584b Leopold Lewin Unteroffizier der Reserve im Reserve- Infanterieregiment207. Sein bieberer, follegialer Cha rafter fichert ihm ein dauerndes Andenken. Das Gesamtpersonal ber Buchdruckerei Otto Walter. Deutscher Kürschner- Verband. Filiale Berlin. Am 8. November fiel auf dem Schlachtfelde im Beiten unser Mitglieb, bez Müzenmacher Philipp Hildebrandt im Alter von 82 Jahren. Chre feinem Anbenken! 100/6 Die Ortsverwaltung. Am 7. b. Mts. fiel bei den Rämpfen in Galizien unser Stollege Tanksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise berzlicher Teilnahme bei der Be erdigung meines lieben Gatten, unferes guten Baters, des Maßschuhmachers 170/2 Christian Burger fagen wir allen unsern herzlichen Dant. Die trauernde Witwe u. Kinder. Danksagung. Den Parteigenossen des 4. Kreises Bezirk 274 fowie dem Transport arbeiter Berband für die meinem Manne, welcher in den Stämpfen erwielene Aufmerkſamleit fage i hiermit meinen herzlichsten Dank. 140A Witwe Berta Kriebel. für das Vaterland den Tod fand, Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner Hieben Frau 5335 Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10 Seal imit. . in Seide, Mohär 10.-, 15.- 20Mtr. Damen- Kostüm- u. 3., 4., 5.Ulsterstoffe Mtr. M. Tuchlager Koch& Seeland G. m. b. H. Gertraudtenstr.20-21, gegenüber d. Petrikirche. Klara Trenner Knabenanzüge fagen wir allen Berwandten, Kollegen und Belanten, dem Wablverein, dem Verband der Buchdruderei- Hilfs. arbeiter fowie dem Genossen Biloch unseren besten Dant. Max Trenner und Sohn. STUL DIE MATUR VEREIN *. 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Kein Laden Fahrgeldvergütung 20 Pfennig. Berantw. Rebatt: Alfred Wielepp, Neukölln. Inferatenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl. er ent in eb 18 el it. et 0 fte cht 18, re nd en nd d. pf in Ur. 324. 31. Jahrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abonnementseinladung. Eine Zeitung gehört zum Leben eines Kulturmenschen wie das Brot zur täglichen Nahrung. Das politische und wirtschaftliche Leben ist so weitschichtig, so vielgestaltig, die Kenntnis aller Vorgänge in der Deffentlichkeit so erforder lich, daß ohne eine Zeitung nicht auszukommen ist. Gerade die jebige Zeit mit ihren großen wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen, mit den gewaltigen Kämpfen auf den Kriegsschaupläßen macht das Halten einer Zeitung zu einem unabweisbaren Bedürfnis. Nicht jede Zeitung ist für jeden Leser geeignet. Nicht jede Zeitung hat die gleichen Bedürfnisse zu erfüllen, und jede Zeitung hat ein anderes Lesepublikum. Der " Borwärts" ist von jeher das Blatt der Berliner Arbeiter schaft gewesen. Er bemüht sich, die Wünsche der erwerbs. tätigen Bevölkerung zu berücksichtigen, soweit das in der gegenwärtigen Zeit überhaupt möglich ist, aber er kennt die Leiden und er kennt die Lage der breiten Massen. Der Vorwärts" ist eifrig bestrebt, auf dem Gebiete der Berichterstattung sich die größte Objektivität aufzuerlegen. Gerade dadurch glaubt er, anch der Allgemeinheit am wirk- fragen, samsten zu dienen und am besten zu nüßen. Der Borwärts" erscheint täglich und kostet pro Monat 1,10 M. Der Vorwärts" kann auch im Wochenabonnement bezogen werden und kostet pro Woche 25 Pf. Bestellungen können bei jeder Botenfrau, bei unseren Zeitungsspeditionen und auch in der Hauptexpedition unseres Blattes, Lindenstraße 3, aufgegeben werden. Verlustlisten. Die Verlust liste Nr. 86 der preußischen Armee meldet Verluste folgender Truppen: Schuhtruppe für Kamerun. Garde- Gren.- Reg. Alexander; Garde- Füs.- Reg.; 4. GardeRegiment; Garde- Gren.- Reg. Elisabeth; 5. Garde- Reg.; Gren. Regimenter Nr. 1, 3, 8; Jnf. u. Zandtv.- Inf.- Reg. Nr. 13; Brig. Erf.- Bat. Nr. 14; Inf.- Regimenter Nr. 17, 22, 25; Ref- Inf. Reg. Nr. 26; Jnf.- Reg. Nr. 29; Ref.- Jnf.- Regimenter Nr. 35, 36; Füj., Res. u. Landw.- Jnf.- Reg. Nr. 38; Fü.- Reg. Nr. 40; Inf.- Regis menter Nr. 41, 43; Ref. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 46; Inf. u. Res. Inf. Reg. Nr. 48; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 50; Res- Inf.- Regimenter Nr. 51, 60; Inf.- Reg. Nr. 61; Inf, Ref. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 65; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 66; Ref.- Inf- Reg. Nr. 67; Inf. u. Res. Inf.- Reg. Nr. 70: Res.- u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 71; Inf. Reg. Nr. 72; Fu, Res. u. Bandw.- Inf. Reg. Nr. 73; Inf., Res. u. Lanow. Inf. Regimenter Nr. 74, 75; Inf. Reg. Nr. 76; Inf. u. Res.- Inf. Reg. Nr. 77; Inf.- Reg. Nr. 78; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 79, 80, 81; Landw.- Jnf- Reg. Nr. 81; Ref.- Inf. Reg. Nr. 83; Inf. u. Ref.- Inf. Reg. Nr. 84; Jnf.- Reg. Nr. 84; Jnf.- Reg. Nr. 85; Füf.- Reg. Nr. 86; Inf., Res.- u. Landw. Inf.- Reg. Nr. 87; Inf. 1. Rej.- Inf.- Regimente. Nr. 88, 91, 92; Inf.- Reg. Nr. 93; Rej Inf.- Reg. Nr. 94; Inf.- Regimenter Nr. 95, 96, 97, 99; Landw. Inf.- Regimenter Nr. 99, 109; Ref. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 110; Inf.- Regimenter Nr. 112, 113, 114, 116; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 116; Inf. u. Landw.- Jnf.- Reg. Nr. 117; Jnf., Res- u. Landw.- Inf. Reg. Nr. 118; Inf.- Regimenter Mr. 128, 129; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 130; Juf.- Regimenter Nr. 131, 132, 135, 136, 137, 140, 141, 142, 143, 144, 145, 146, 148, 149, 150, 154, 156, 160, 162, 165, 166, 167, 169, 170, 172, 173, 174; Ref.- Inf. Regimenter Nr. 202, 205, 206, 207, 208, 211, 213, 214, 221, 237; Ueberplanmäßiges Landw. Inf.- Bat. Nr. 3 des 4. Armeekorps; 2. Landst.- Bat. Mosbach; Landit.- Bat Osterode II; Jäger- Bat. Nr. 1; Ref.- Jäg. Bat. Nr. 2; Jag. u. Res.- Jäg.- Bat. Nr. 3; Ref.- Jäg.- Bat. Nr. 4; Jäg. u. Res. Jäg.- Bat. Nr. 5; Jäg.- Bat. Nr. 8; Ref.- Jäg.- Bataillone Nr. 10, 16; Festungsmaschinengew.- Abt. Nr. 14. Aus Groß- Berlin. Der Arbeitsmarkt im Winter. " Freitag, 27. November 1914. Auskunft über Feldpostadressen. Die Schuleschwänzer Da in den nächsten Wochen die Sendungen an die im Felde stehenden Mannschaften einen sehr großen Umfang annehmen werden, ist mit verstärktem Nachdruck auf eine richtige Adressierung dieser Sendungent hinzuweisen. Sehr häufig Wenn auch der Monat Oktober eine über Erwarten starke find auch die von den Angehörigen im Felde angegebenen Entlastung des deutschen Arbeitsmarktes gebracht hat, so wird, Adressen mangelhaft oder haben sich geändert. Wer daher man doch damit rechnen müssen, daß die Wintermonate ein ganz sicher gehen will und über die Richtigkeit einer Adreſſe starkes Anschwellen der Arbeitslosigkeit bringen werden. Die im Zweifel ist, wende sich an die von der Postbehörde einKriegslieferungen bilden das einzig belebende Moment für gerichtete Auskunftstelle im Briefpostamte in der die wirtschaftliche Betätigung der nächsten Zeit, reichen aber Spandauer Straße, wo bereitwillig über zweifelhafte natürlich nicht aus, um alle Gewerbe mit Arbeitsgelegenheit Feldadressen Auskunft gegeben wird. zu versehen. Für die meisten, nicht von Militärlieferungen alimentierten Gewerbe wird die Arbeitsgelegenheit während der Wintermonate start abnehmen, was sich auf dem Arbeitsmarft in einer erheblichen Arbeitslosigkeit be haben in den Gemeindeschulen Berlins sich in neuerer Zeit anmerkbar machen wird. Jeder Winter bringt ein Anwachsen dauernd und sehr beträchtlich verringert. Schon seit einer des Seeres der Beschäftigungslosen, und der Kriegswinter Reihe von Jahren ist die Zahl der Versäumnisse, die als nicht hine 1914/15 wird nicht nur teine Ausnahme machen, sondern er reichend entschuldigt galten und zu strafrechtlichem Einschreiten wird eine stark erhöhte Arbeitslosigkeit bringen, wie sie höch gegen die Eltern führten, immer weiter heruntergegangen. Das stens in Zeiten eines gewerblichen Niederganges bisher zu be- Schuljahr 1918/14, aus dem der Jahresbericht unserer städtischen obachten war. Man kann daher nicht frühzeitig genug dieser Schulpolizei" jest vom Magistrat veröffentlicht worden ist, brachte Gefahr ins Auge sehen, um Borbeugungs- und Abwehrmaß nur noch 1471 Straffestsetzungen, gegenüber 2104, 2852, 3425, 3532, Fragen, was sie zu tun haben, um sich gegen die schlimmisten mit der Gesamtzahl der Gemeindeschulkinder Berling in den beregeln in Erwägung zu ziehen. Die Arbeiter haben sich zu 4916 in den fünf Borjahren( bis 1908/09 zurüd). Verglichen Folgen der Arbeitslosigkeit zu sichern. treffenden Jahren waren die Straffestschungen für 1913/14 mur Wohl dem Arbeiter, der heute unter dem Dache einer noch 0,61 Bros. aller Gemeindeschulkinder, gegenüber 0,94 Proz., starten Organisation lebt, die ihm für die Zeit der 1,2 Proz., 1,47 Proz., 1,55 Bros., 2,15 Proz. für die fünf VorVerdienstlosigkeit eine fortlaufende Arbeitslosenunterstüßung jahre. Dieser Rüdgang wird erklärt als ein Erfolg der in sichert. Wenn noch ein großer Teil der Arbeiter in den Tag neuerer Zeit eingeführten Besserungen des Verfahrens bei der Nach ersten hineinlebt, ohne einer Organisation anzi. gehören, so hat er es Behandlung unentschuldigter Schulversäumnisse. sich selbst zuzuschreiben, wenn er von Arbeitslosigkeit und Fällen versucht man's mit Berwarnungen unter Hinweis auf die sozialer Not überrascht wird. An Werbearbeit für die Arbeiter für den Wiederholungsfall zu erwartende Geldstrafe, bei weiteren organisationen hat es im Laufe der letzten Jahre nicht gefehlt. Versäumnissen wird das dann eingeleitete Strafverfahren mit Im Hinblick auf den Kriegswinter ist es aber erst recht not- möglichster Beschleunigung durchgeführt. Der Bericht des vorwendig, daß man einer Organisation beitritt und daß man legten Schuljahres erklärte die Verminderung der Straffälle zum ihr auch tren bleibt. Auch das Treubleiben ist heute eine Teil auch daraus, daß bei manchen andauernden Versäumnissen, wichtige Forderung. Bestimmte Arbeitergruppen haben ge- die in der wirtschaftlichen Lage der Familien oder in erziehlichen rade jezt relativ gute Beiten; fie verdienen mehr als vor dem Mängeln oder in franthasten Anlagen zu wurzeln schienen, nicht Kriege und sind in der Lage, durch ihre Beiträge die finan- die Eltern bestraft, sondern z. B. die Armendirektion und die zielle Leistungsfähigkeit ihrer Organisation zu stärken. Lassen Waisenverwaltung um Hilfe ersucht wurden. Im letzten Schulsie die Solidarität vermiffen, so schädigen sie nicht nur die jahr( 1913/14) gingen bei der„ Schulpolizei" überhaupt 7865 BerOrganisation und damit die Sache der Arbeiter, sondern sie fäumnismeldungen ein, wovon 6294 durch Verwarnung, durch gefährden auch ihre eigene Position, denn die jetzigen guten nachträgliche Entschuldigung und durch Zurücknahme der Anzeige Beiten gehen wieder vorüber, fie selbst werden älter und haben erledigt wurden, so daß wie oben angegeben nur 1471 Strafspäter einmal den Schug einer Organisation sehr nötig. fejezungen nötig waren. Mit dem aus dem Vorjahr gebliebenen Steff( 279 unerledigte Fälle) ergaben sich im ganzen 1750 Fälle, erledigt wurden aber bis Jahresschluß nur 1539, davon 1226 durch Bahlung der Geldstrafe, 132 durch Verbüßung der dafür ein tretenden Soft, 79 durch Zurüdnahme der Straffestsetzung, 63 durch Ginstellung des Verfahrens, 25 durch gerichtliche Berurteilung, 14 durch gerichtliche Freisprechung. Das Jahr 1913/14 brachte auch die Neuerung, daß die Zwangszuführung der Schwänzer nicht mehr Schuhleuten, sondern den Hauswarten der Schulen übertragen wird. Dieses Midiel ist aber, nach wie vor, nur gegen oft wiederholte und hartnädige Schwangerei angewendet worden. In einigen" Fällen war- sagt der Bericht erforderlich". Einschreiten des Vormundschaftsgerichts zu beantragen oder Fürsorgeerziehung anzuregen. Warum äußert sich der Bericht über Häufigteit und Folgen dieser Anträge und Anregungen nicht ausAber es genügt für den Arbeiter nicht, wenn er nur einer gewerkschaftlichen Organisation angehört, er muß, wenn er seine wirtschaftlichen Interessen richtig zu verfolgen weiß, sich auch als Konsument organisieren. Wir hören heute fo viele Klagen über die hohen Lebensmittelpreise, vergessen aber ganz, daß die übermäßigen Preissteigerungen in der Hauptfache nur möglich sind, weil die Konsumenten in ihrer Ser splitterung keine wirtschaftliche Macht zu entwickeln vermögen, daß dies aber sofort der Fall ist, sobald sie sich zu Konsum vereinen aujammenschließen. Je größer und stärker dieser Rusammenschluß ist, desto eher werden die Konsumbereine die Kraft haben, unberechtigten Breissteigerungen mit Erfolg entgegenzutreten. Leider muß gesagt werden, daß ein sehr großer Teil der Arbeiterbevölkerung den Wert dieses zu sammenschlusses noch nicht erkannt hat, sondern daß er noch immer außerhalb dieser Bewegung in einer für ihn schädlichen folierung dahinbegetiert. Solange dies aber der Fall ist, fann eine durchgreifende Besserung in der wirtschaftlichen Lage der Arbeiterbevölkerung nie und nimmer eintreten. Wenn Une geben fortgeießt Klagen zu über die Abweisung von Krieger also der kommende Winter den deutschen Arbeitsmarkt mit frauen von der Hilfskommission des Nationalen Frauendienstes in starfer Arbeitslosigkeit bedroht, so mögen in erster Linie die der Plantagenstraße, die gekommen waren, für ihren im Felde Arbeiter selbst durch Beitritt zu ihren Organisationen dafür stehenden Mann ein Wollpaket auszuiuchen, das als Liebesgabe der Sorge tragen, daß die Gefahr abgeschwächt wird. Soviel auch Stadt Berlin den von hier aus eingezogenen Mannschaften überStaat und Gemeinden helfen mögen und schließlich helfen fandt werden soll. Abgewiefen wurden Frauen, die außer ihrer 1. Garde- Drag.- Reg.; Kür.- Reg. Nr. 3; Drag.- Reg. Nr. 2; müssen, um der sozialen Not entgegenzuwirken, fie vermögen Striegsunterstüßung noch anderweitig eine Kleine Beihilfe erhielten, Ref.- Drag.- Reg. Nr. 7; Drag.- Regimenter Nr. 10, 17, 23; Ref die Selbsthilfe der Arbeiter nie und nimmer zu er- auch Frauen mit einer größeren Kinderzahl find abgewiesen worden, Sus.- Reg. Nr. 1; Suf.- Reg. Nr. 3; UI.- Regimenter Nr. 1, 4; Reifetzen. Was die bisherige Werbearbeit nicht vermocht hat, das weil sie ja eine größere Unterstützung erhielten. UL.- Reg. Nr. 4; UI.- Regimenter Nr. 5, 11; Reg. Königs- Jäg. zu Pferde Nr. 1; Ref.- Rav.- Abteilungen Nr. 45, 56; 2. Landiv.- Est. vermag vielleicht die harte Not des kommenden Winters. des 8. Armeekorps; 1. Landw.- Est. des 17. Armeekorps. Hausmüll als Futtermittel. führlicher? Abgewiesene Kriegerfrauen. Wir stellen fest, daß über die übrigen Hilfskommiffionen bes Nationalen Frauendienstes Klagen über die hier beliebte Engherzigfeit nicht erhoben worden sind, daß aber auch die in der Plantagen1. Garde- u. 1. Garde- Ref.- Feldart.- Reg.; 2. Garde- Feldart.Reg.; 3. Garde- Ref.- Felbart.- Reg.; Ref.- Feldart.- Reg. Nr. 1; Die Anregung des Ministers des Innern an die zuständigen straße beliebte Auslegung eine rein willfürliche und ungerechte ist. Felbart.- Regimenter Nr. 6, 18; Res- Feldart.- Neg. Nr. 19; Felbart.Regimenter Nr. 20, 21; Rei- geldart.- Regimenter Nr. 22, 25; Behörden Berlins, der Frage der Zweiteilung des Hausmülls und Die Amtsdauer der Beisitzer der Gewerbegerichte und der Felbart.- Reg. Nr. 26; Ref.- Felbart.- Reg. Nr. 29; Felbart.- Regi- der Verwertung der Speisereste als Futtermittel näherzutreten, Kaufmannsgerichte wird, soweit sie vor dem 31. Dezember 1915 menter Nr. 34, 41, 43; Rei- Felbart.- Reg. Nr. 44; Felbart.- u. Ref.- bat in Hausbesizertreisen große Beunruhigung hervorgerufen abläuft und die Neuwahlen nicht bereits stattgefunden haben, Feldart.- Reg. Nr. 45; Feldart.- Reg. Nr. 46; Ref.- Feldart- Reg. man befürchtet daraus eine neue Belastung des Hausbesizes. Daß bis zum 31. Dezember 1915 verlängert. Nr. 48; Felbart.- Neg. Nr. 50; Feldart.- Regimenter Nr. 59, 62, 63, diese Befürchtung nicht nur unbegründet ist, sondern daß die Durch diese Gesezesverordnung ist der am 18. September 67, 80, 81; 1. Landft.- Batterie des 3. Armeekorps. Nr. Fußart- Reg. Nr. 1; Fußart.- Reg. Nr. 2; Landw.- Fußart.- Bat Teilung des Mülls aus voltswirtschaftlichen Gründen namentlich dieses Jahres veröffentlichte zweite Nachtrag zum Drtsstatut Ref. u. Landw.- Fußart.- Reg. Nr. 7: Ref.- Fußart.- Reg. Nr. 8; Fußart.- Regimenter Nr. 9, 10, 14; Ref.- Fußart- Reg. Nr. 15; Fußart.- Regimenter Nr. 18, 20; Ref- Fußart.- Reg. Nr. 20; MörserSteg. Nr. 6. 2. Garde- Pion.- Bat. fiehe Pion.- Reg. Nr. 31; Pion. Bat. Nr. 9; 1. Pion- Bat, Nr. 14, 15, 16; Bion.- Regimenter Nr. 23, 24, 25; ResBion.- Romp. Nr. 48; 2. Landw.- Pion.- komp. Nr. 19 des 15. Armee forps; 1. Landft.- Pion.- Romp des 10. Armeekorps. Ref.- Eisenbahn- Bautompagnien Nr. 1, 13; Bangerzug Nr. 3 des 8. Armeekorps( Detachement Wahnschaffe), fiehe auch 1. Landft. Bion.- komp. bes 10. Armeekorps; Armee- Telegr.- Abt. Nr. 5; Tele. graphen- Bat. Nr. 3; Fernsprech- Abt. des 9. Referbeforps; Feldfliegertruppe; Etappen Straftwagenpark Nr. 8. Fortifikation Mey- Oft. San.- Stomp. Nr. 2 des 3. Armeekorps; Feldlazarett Nr. 9 des r.- Des 3. 16. Armeekorps; Hilfs- Lazarettzug Nr. 5. Schwere Broviant- Kolonne des Gardekorps und des 8. Armecforps; 3. Echwere Proviant- Kolonne des 8. Armeekorps; Feld. bäderei- Solonne Nr. 2 des 18. Armeekorps. iebt in Kriegszeiten das lehren die Erfahrungen in Charlottenburg, wo schon seit für das Gewerbegericht der Stadt Berlin vom 21. August, langen Jahren nicht nur die Zweiteilung, sondern die Drei- 3. September/ 9. September 1914, wonach die Neuwahlen für teilung des Mülls( Asche, Speisereste, sonstige Müllbestandteile) das mit dem Ablauf des Jahres 1914 ausscheidende eine durchgeführt ist und die Küchenabfälle zu Futterzweden verwendet Drittel der Beisiger des Gewerbegerichts unterbleiben können, gegenstandslos geworden. werben. Ursprünglich freilich waren die Erfolge nicht gerade ermutigend, die Speiserefte wurden nämlich in der ersten Zeit Ein Nachmittagsheim für verwundete Krieger, die ausdirekt an Schweine verfüttert, und dabei zeigte es fich, baß die gehen können und nicht auf die Straße angewiesen sein großstädtischen Speisereste für eine Fütterung von mehreren sollen, soll in den großen luftigen Räumen des Hauses Kurtausend Schweinen nicht mit Vorteil verwendet werden können. fürstenstraße 88 eingerichtet und am 7. Dezember eröffnet Die Verwundeten sollen nachmittags bewirtet Ganz abgesehen von den erheblichen Verlusten durch Seuchen, ist werden. auch die Gewichtszunahme der Tiere durchaus nicht befriedigend werden. gewesen. Man schlug deshalb später einen anderen Weg ein und Eine neue Sparkasse L der Stadt Berlin wird am 1. Dezember prozeß zu einem brauchbaren Futtermittel zu verarbeiten. Die eröffnet. Hiermit erhöht sich die Zahl der Berliner Sparkassen versuchte die Speisereſte durch einen besonderen Aufbereitungs- dieses Jahres in der Invalidenstraße 128( Ede der Borsigstraße) Speiſereſte werben jeht nicht mehr direkt an Schweine verfüttert, auf 11. fondern zu einem dauerhafen und versandfähigen Kraftfuttermittel aufbereitet. Das so produzierte Futtermittel wird so hohen Temperaturen unterworfen, daß alle schädlichen Keime mit Sicher fuchte in der gestrigen Nacht die Kaffeesurrogate- und Malzkaffeeheit bernichtet werden. Im Auftrage der Deutschen Landwirt fabrik von F. F. Resag in der Lindenstraße zu köpenid heim. schaftsgesellschaft hat Professor Dr. Hansen in Königsberg in ein- Von der Fabrit wurden die beiden Obergeschosse bes nach dem gehenden Fütterungsversuchen das Futtermehl( Mellogen oder Waffer gelegenen Duergebäudes des zweiten Hofes, des linken Milcherzeuger genannt) mit Erfolg. probiert. Es hat sich heraus- Seitenflügels und die Mühle betroffen, die start gelitten haben. gestellt, daß es an Nährstoffgehalt der Weigenkleie und den Zuder- Die vernichteten Vorräte an Rohmaterialien und fertigen Waren rübenschnikeln gleichkommt, während es durch die spezifisch günstige sind aber trosdem nicht sehr erheblich, allerdings ist ein größerer Wirkung auf den Fettgehalt der Milch die genannten Futtermittel Teil der Maschinen beschädigt. Der Betrieb, der teilweise eingestellt noch übertrifft. Das Melfogen wird gern getauft, so daß die ge- werden mußte, wird in fürzester Zeit wieder in vollem Umfange famte Produktion zu gewinnbringenden Breisen einen glatten aufgenommen werden. Mit der Köpenider Feuerwehr waren an Absatz findet. Die Frage der Verwertung der städtischen Speise der Brandstätte die Wehren von Spindlersfeld und Grünau längere Die württembergische Berlust liste Nr. 65 meldet tefte ist somit für Charlottenburg gelöst. Es wäre zu wünschen, geit tätig. Verluste des Brig.- Erf. Bat. Nr. 51; Landw.- Jnf.- Reg. Nr. 113; daß auch andere Städte diesem Beispiel folgen. Viel Nationalgut, * Die bayerischen Verlustlisten Nr. 65, 66, 67 und 68 enthalten Berluste des 7. Inf.- Reg. Bayreuth; Nej.- Inf.Reg. Nr. 14: 1. Edyveren Reiter- Reg., München; 23. Inf. Reg., Staiserslautern; 1. Landev. Inf. Reg.; 7. Inf. Reg.; Res. Inf.Reg. Nr. 14. Die sächsische Verlust liste Nr. 68 enthält Berluste des 6. Inf. Reg. Nr. 105, Straßburg; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 242; Res. Inf. Reg. Nr. 248; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 245; Ref.- Jäg. Bat. Nr. 25; 3. UI.- Reg. Nr. 21, Chemnik; Ref.- Feldart-Reg. Nr. 58; 7. Feldart, Reg. Nr. 77, Leipzig; Ref.- Bion.- Komp. Nr. 53; Res.- Pion. Komp. Nr. 54; Ref. San- Komp. N. 53. Ein umfangreiches Schadenfeuer Ueber eine unaufgeklärte Gasvergiftung wird aus der ZiegelInf. Reg. Nr. 121; Rei- Inf. Reg. Nr. 121; Gren. Reg. Nr. 128; das heute verschwendet wird, könnte auf diese Weise ber Gesamt- Straße berichtet: Dori mietete vorgestern mittag eine etwa 35 Jahre Landw. Inf. Reg. Nr. 128; Inf. Reg. Nr. 124; Landw.- Inf. Reg. heit nukbar gemacht werben. Nr. 125; Inf.- Reg. Nr. 127; Ref.- Felbart.- Reg. Nr. 26; 2. Landw. Pion.- Komp.; Magazinfuhrpart- Kolonne Nr. 53. alte Frau Magdalena Conrad für sich und ihren 10jährigen Sohn Philipp, einem Gymnasiasten, auf einige Tage ein möbliertes unn Zimmer. Die Frau war aus Hamburg hierhergekommen, um ihren Sonntag, den 29. November( Pasteurstr. 44/46) wirken mit: Margarete| Tagen in der Woche ausgesetzt wird. Andere Betriebe find Mann, der auf dem Kriegsschauplak im Osten erkrankt ist und hier Brieger- Palm( Alt), Eugen Brieger( Bariton), Georg Bertram teils zu fapitalschwach dazu, teils liegen ihre Kapitalien zu feit, um in Berlin operiert werden soll, zu besuchen. Nachmittags ging fie( Klavier). Eintrittstarten für 10 Pf. sind in den bekannten Ver- ähnliches zu machen. Was lag darum näher, als daß sich die mit dem Knaben aus, um sich zu ihrem Mann zu begeben. Um laufsstellen und an den Abendkassen zu haben. Anfang immer 8 Uhr. Fabrikanten meun Uhr abends kamen beide zurüd und legten sich gleich schlafen. Kriegsarbeit bewarben. Dicfe erklärt auch Frau Conrad gab die Weisung, fie gestern morgen um 8 Uhr zu den plöglichen Beschäftigungsgrad. Doch verschiedene Unters Für Wanderfreunde. weden. Als sie nun auf das Klopfen keine Antwort gab, ließ die Wien) veranstalten am Sonntag, den 29. November, im Berliner Auch behandelte man die Arbeiter recht willkürlich, richtete 12 stündige nehmer bezahlten Löhne, die vorher nie in der Branche Die Naturfreunde( Zentrale üblich tvaren. Vermieterin, zumal da fie einen Gasgeruch aus dem Zimmer wahr= 35 Pfennig Stundenlohu wurden angeboten. nahm, durch Hausgenossen öffnen. Man fand jetzt in dem mit Gas Klubhaus, Ohmstraße 2, ihr 6. Gründungsfest, in dem ein leber: Schichten ein uiw. Und die Beschäftigten ließen sich das zum Teil angefüllten Zimmer den Knaben entfleidet im Bett und die Mutter blick über die Ergebnisse der Wanderungen und Muzejtunden der in ihrer Kleidung vor dem Bett auf einer Dede und einem Kopf- Mitglieder in Wort und Bild gegeben werden soll. Die Vorträge gefallen. Arbeiteten jogar noch mit leberstunden, statt ihre tariflichen Forderungen durchzusetzen. Hierbei muß anerkannt werden, fiffen und mit einer anderen Dede zugedeckt, besinnungslos beginnen um 7 Uhr. Tiegen. Der deutsche Arbeiterwanderbund bringt am daß das Kriegsministerium sich auf den tariflichen Boden festgelegt Die Gaslampe war halb geöffnet. Ein Heilgehilfe Sonntag, den 29. November, im Gewerkschaftshaus Lichtbildervor- bat. Wo alio Holzarbeiter Kriegsarbeit leiſten und um ihre Tarif nach längeren Bemühungen in das Leben zurück und brachte sie nach gleichfalls um 7 Uhr beginnen. von der Hilfsmache in der Ziegelstraße rief die Bewußtlosen führungen: die vier Jahreszeiten im norddeutschen Flachland, die faze gebracht werden, wende man sich schleunigst an seinen Verband. Der Charitè. Dort liegen beide noch schwer danieder. Aus der Haft entlassen wurde der Kutscher Otto Hoffmann, Triftstraße 59, der unter dem Verdacht des Mordes an seiner Frau festgenommen worden war. Die nunmehr vorgenommene Obduktion hat ergeben, daß die Frau an Gasvergiftung gestorben ist. An: scheinend hat die herztrante Frau den Versuch gemacht, die GasTampe anzuzünden, das ist ihr jedoch nicht gelungen. Unter der Einwirkung des eingeatmeten Gases ist sie alsdann gestorben. Ein Unfall ereignete sich gestern früh um 6 Uhr auf dem Anhalter Güterbahnhof. Dort wurde ein Beamter im Gepäcfahrstuhl je schwer verleßt, daß er nach dem Elisabethkrankenhause gebracht werden mußte. Ausstellung empfehlenswerter Jugendschriften. Die diesjährige Ausstellung wird in der Zeit von Sonntag, en 29. November, bis Sonntag, den 20. Dezember, tattfinden und zwar vom 29. November bis 7. Dezember Sonntags, Mittwochs und Sonnabends von 6-9 Uhr im Gewerkschaftshaus, bon Sonnabend, den 10. Dezember, bis Schluß im Vorwärtsgebäude, Lindenstr. 3, I. Hof, Erdgeschoß. Der Verkauf von Büchern findet nur im Vorwärtsgebäude währ zend der üblichen Geschäftszeit statt. Mit der Ausstellung ist auch diesmal eine Ausstellung von Wandschmuck und eine Ausgabe von Schriften zur Bekämpfung der Schundliteratur verbunden. Während der Ausstellung im Borwärtsgebäude findet auch eine Ausstellung mit gleichzeitigem Verkauf von Spielsachen statt. Eine starke Zumutung. Die Wirkung ist dann oft recht bald ersichtlich. Sehr interessant ist auch das Verhalten der Unters Ihre gesamten Ersparnisse in Höhe von 1550 M. hat eine Frau nehmerorganisationen. Bei Kriegsausbruch beschlossen dieſe, plak, Jägerstraße, Belle- Alliance- Plak verloren. am Mittwochabend auf dem Wege Neue Friedrichstraße, Schloß- wo irgend möglich, weiter arbeiten zu lassen. Nebenbei bemerft, Die verlorene find die Brüder Bechstein Vorstandsmitglieder der hiesigen Summe bestand in Hundertmarkscheinen. Der Finder des Geldes Unternehmervereinigung. Dann beschlossen in Deutschland ver wird gebeten, dasselbe beim Wirt des Hauses Landsberger Str. 13 schiedene Unternehmerverbände, Summen für die Arbeitslosen ihrer abzugeben. Branche auszuwerfen. Diese sind zum Teil ganz stattlich. Hervor gehoben seien Stuttgart, Hamburg und Thüringen. In Leipzig wirft die Firma 3immermann monatlich 10 000 m. aus, um ihre Arbeitslosen zu unterstützen. Was in Berlin? Herr Generalfetretär Rafie berichtete, daß auch in Berlin eine namhafte unterstüßung erhalten, für Unorganisierte demnach. Die namSumme bereitgestellt fei für die Arbeitslosen, die keinerlei hafte Summe beträgt 900 m. All das wurde in einer am vergangenen Mittwoch abgehaltenen Versammlung durch Leopold und Garbe berichtet. Bolfsunterhaltungsabend der Kunsthalle Wilmersdorf". Sonntag, den 29. November, nachmittags 5 Uhr, findet in Wilmersdorf in der Turnhalle der Gemeindefcule IV( Coblenzer Straße 22-24) ein von der teilnehmern und verwundete Soldaten veranstalteter BoltsunterhaltungsKunsthalle Wilmersdorf" vornehmlich für die Angebörigen von Striegs: abend statt. Programme dazu, die zu unentgeltlichem Gintritt berechtigen, find an folgenden Stellen zu haben: Rathaus, Erdgeschoß, Zimmer 14: Gemeindeschule IV, Bolfsbücherei I( Gieselerstr. 1-7); Bolfsbücherei IV ( Coblenzer Str. 23); Zentrale für private Fürsorge, Wilhelmsaue 23. vember, abends 8 1hr, in der Aula der I. Gemeindeschule, Manteuſſelſtr. 66: Volkskunstabend in Tempelhof. Am Sonnabend, den 28. NoBejang: Sopran, Meijosopran, Alt. Rezitation. Die Lage der Jalousiearbeiter hat sich nach einem Bericht, den noch in den örtlichen Verkaufsläden der Konsumgenossenschaft und an der Wochen weiter beträchtlich verschlechtert. Von den vor dem Krieg Starten a 10 Bf. sind der Obmann in der letzten Branchenversammlung gab, in den letzten Abendkaffe zu haben. Schöneberg. Ein Voltstun sta bend findet am Sonnabend, vorhandenen zirka 300 Beschäftigten sind ein Teil eingezogen, andere den 28. b. M., abends 8 Uhr, in der Aula der Hohenzollernschule, Belziger haben Berlin verlassen oder sind in anderen Berufen untergekommen, Ede Eisenacher Straße statt. Eintrittskarten zu 10 Bf. find in den Laden so daß die übriggebliebenen 120 Branchenangehörigen vor vier der Stonsumgenossenschaft, Vorwärtsspedition, Martin- Luther- Str. 69, Wochen noch fast sämtlich in Arbeit standen. Das hat sich jedoch Restaurant Jürgens, Barbarossaftr. 5a, Herter, Grunewaldstr. 30, und beim gewaltig geändert. Es wurden jetzt nur noch etwa 80 Beschäftigte Eintrittstarten, auf denen irrtümlich Stadthaus, Jüdenstraße, vermerkt arbeiten fönnen und oft eine Woche und länger aussetzen müssen. festgestellt, die aber zum überwiegenden Teil nur stundenweise ist, aber am Drt entnommen sind, haben Gültigkeit. Friedrichshagen. Morgen, Sonnabend, den 28. November. abends Aussichten auf eine Befferung sind leider nicht vorhanden. 81% Uhr, findet der erste Sunita bend in der Aula der König- Friedrich- Achtung, Schuhmacher! Vom 1.- 15. Dezember findet die Schule statt. Mitwirkende: Lilly Freud( Rezitation), Mar Ronis( Violine), Bücherkontrolle statt. Wir ersuchen die Kollegenschaft, die Mitglieds Baul Schramm( Klavier). Billetts a 10 f. sind in der Konsumgenossenbücher entweder selbst oder durch die Vertrauensmänner und Beiihaft, Drachholzftr. 2, und an der Abendkasse zu haben. tragskassierer im Bureau mit Angabe der jeweiligen Wohnung vorzulegen. Rüdständige Beiträge sind umgehend zu begleichen. Zentralverband der Schuhmacher. Drtsverwaltung Berlin. Schuldiener zu haben. Aus der Partei. Stadtverordnetenwahlen. der Sozialdemokratie. Die ganze 3. Abteilung ist nunmehr von In Mustau siegten in der 3. Abteilung die Kandidaten unseren Genossen besetzt. In der Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung hatten Die Hausbesizer einen Antrag eingebracht, der den Magistrat er jucht, bei der Regierung vorstellig zu werden, daß diefe der Stadtgemeinde eine ausreichende Staatsbeihilfe gewährt für die Lasten, welche der Stadt aus den von ihr infolge des Kriegszustandes getroffenen Maßnahmen erwachsen, daß sie ihr in besonderem die Mittel in die Hand gibt, die dazu dienen sollen, die Hausbesitzer für die ihnen durch den Krieg erwachsenen Mietsausfälle, soweit die Gemeindewahlen statt. In der 3. Abteilung wurden auf Grund In dem Bergarbeiteritädtchen Gottesberg i. Schl. fanden diese aus Klein- und Mittelwohnungen sowie aus Läden kleiner des Burgfriedens auch zwei Sozialdemokraten in die Liste aufgeGeschäftsinhaber und Gewerbetreibender stammen, zu entschädigen. Mehr noch als der Wortlaut des Antrags zeigte seine Begrün- 1300 Wahlberechtigten wählten nur 103 Wähler. nommen. Die Wahl erfolgte ohne jegliche Agitation. Von etwa sung durch den Stadtverordneten Dr.. By f ,, wo die Hausagrarier hinaus wollen. Das Wohl der Gesamtheit gilt ihnen nichts, die Rücksicht auf ihren Geldbeutel ist das einzige Motiv, von dem sie sich leiten lassen. Mit Recht geißelte Genosse Hirsch dies unfoziale Verhalten, das ganz besonders verurteilt werden muß in einer Gemeinde, die von allen Groß- Berliner Gemeinden am meisten für die Hausbesizer getan hat und diese Klasse der Bevölkerung sogar auf Kosten der Familien von Kriegsteilnehmern unterstüßt. Gibt es doch Unterſtüßungskommissionen, die fogar gegen das Gesez den Frauen die reichsgefeßliche Unterstützung vorenthalten und den Betrag direkt an die Wirte abführen! Ebenso escharf wie der Redner unserer Fraktion sprach sich Stadtv. Dr. Crüger( lib.) gegen den Antrag aus, der Führer der Biberalen fand fräftige Worte für die mangelnde Opferwilligkeit der Hausbesißer und verbat es ſich energiich, bag, fort und fort der artige unsachgemäße und unsubstantiierte Anträge der VersammTung unterbreitet werden. Auch Bürgermeister Dr. Maier befämpfte den Antrag, der denn auch gegen die Stimmen der Antrag steller abgelehnt wurde. Die Debatte wird aber noch ein Nachspiel zeitigen. Stadt. Dr. Byt hatte nämlich in der Begründung u. a. erzählt, daß irgend eine Helferin in irgend einer Kommission einer Frau, die um Unterstüßung eintam, den Rat gegeben hatte, sich einen Freund anzuschaffen. Das können die Kommissionen natürlich nicht auf sich fizen lassen, und der Magistrat wird denn auch umgehend untersuchen, ob diese Behauptung auf Wahrheit beruht. Auch im Buchbindergewerbe hat der Krieg sahtvere Wirkungen hervorgerufen. Der größte Teil der Betriebe wurde. in der erftex am Tage beschäftigt. Nur gan; langfam trat eine Besserung ein. Ueberstürzung geschlossen, die übrigen Arbeiter nur wenige Stunden Diefe außergewöhnlichen Ereignisse zwangen die Organisation, für die Unterstüßungseinrichtungen besondere Maßnahmen zu treffen, um einen vollständigen Verbrauch der vorhandenen Geldmittel zu ver schäftigte sich mit den Maßnahmen der Verwaltung und den Bes hindern. Eine am 7. Oftober abgehaltene Generalversammlung beschlüssen des Verbandsvorstandes zu Ausbruch des Krieges. Die von Ein russisches sozialdemokratisches Tageblatt in Paris. der Verwaltung vorgelegte Resolution fand einstimmige Annahme. Die Arbeitslosigkeit ist, wie Würzburger in einer General des Genossen Martow, das Seit mehreren Wochen erscheint in Paris, unter der Redaktion veriammlung der Berliner Zahlstelle im Geschäftsbericht vom 2. und Golos"( Die Stimme) in russischer Sprache, das nicht nur unter jetzt noch im Reiche 5500 Verbandsmitglieder arbeitslos, und jozialdemokratische Tageblatt 8. Quartal mitteilte, in lezter Zeit zurückgegangen, doch sind auch den zahlreichen Russen in Frankreich und Belgien, sondern auch 8131 Mitglieder arbeiten verkürzt. über diese Kreise hinaus ein immer größeres Gebiet erlangt. 3, B. in der Woche vom 24.- 31. Oftober 156 000 Stunden ver So gingen den Betreffenden Genosse Lenin, bisher ein entschiedener Fraktionsgegner des loren. Ein Teil der Mitglieder hat auch außerhalb des Berufes Genossen Martow, hat sich anläßlich eines Vortrages geäußert, der Arbeit gesucht und gefunden. Golos" jei jest das beste sozialistische Blatt Europas, Es ist recht Bei den Fahnen steben 3690. Der Mitgliederbestand betrug bezeichnend, daß das Blatt unſerer rufſfiſchen Genoffen nicht nur am 31. Oftober 1914 insgesamt 25 785, An Unterſtügungen wurden an dem zarischen Verbündeten Frankreichs die heftigste Kritit üben, vom 2. August bis 7. November insgesamt 320 600 m. verausgabt. jondern auch den" Sozialpatriotismus" in unserer französischen Außerdem find an Lokalzuschlägen etwa 40-50 000 m. ausgegeben ungescheut kritisieren darf. Mehrfache Eingriffe der Zensur, die Partei und verschiedene Maßnahmen der französischen Regierung worden. auf eine steigende Nervosität der Pariser Behörden gegenüber dem in einigen Nummern ganze Spalten fonfiziert hat, weisen aber Golos" hin. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die annähernd 219 000 D. Kriegsunterstüßung sind außerhalb werden den Mitgliedern bei Bezug weiterer Arbeitslosenunterſtüßung der statutarischen Unterstüßungen als Ertraunterstützungen gezahlt, alio nicht angerechnet. Die Angehörigen der Kriegsteilnehmer er halten als Weihnachtsgeschenk für diese ein Geldgeschenk zu Weihnachten. Desgleichen die Arbeitsloien. Die Bibliothek hat einen Bücherbestand von 2127 Bänden, ausgeliehen wurden insgesamt 1730 Bände. Wie der Vorsitzende noch besonders betonte, foll auf die Einhaltung der tariflichen Bes stimmungen in den Werkstätten streng geachtet werden. Daß es mit den letzten Wochen bereits wieder Neuaufnahmen von Mitgliedern der Organisation nicht schlecht stehe, zeige sich schon daran, daß in ftanden, daß von einem Bankrott teine Rede sein kann. zu verzeichnen find. Der Verband habe die 17 Wochen so überEinwände gegen den Geschäftsbericht wurden nicht erhoben. Deutsches Reich. Gewerkschaftskartelle habt acht! Weiter beschäftigte sich die Versammlung, mit einer sozialdemokratischen Interpellation über die Migstände, Die Lage in der Schraubenbranche. die fich bei der legten Auszahlung der Unterstüßungen an Kriegerfamilien ergeben haben. Im Anschluß an die Begründung der Arbeiter und Arbeiterinnen besprach am Mittwoch die Lage dieies Eine Versammlung der in der Schraubenbranche beschäftigten Anfrage durch den Genossen Klid gab der Dezernent Stadtrat Industriezweiges. Der Krieg bat günstig auf dieselbe gewirkt. Seydel unumwunden zu, daß Fehler vorgekommen seien. Ein Arbeitslose sind nicht vorhanden. Die meisten Arbeiter sind auf Teil der Frauen sei dadurch in Verlegenheit geraten, daß fie die Militärarbeit beschäftigt. Es besteht fast überall Schichtwechsel. Geerste Hälfte der Unterſtügung zum Lebensunterhalt verbraucht rügt wurde, daß Frauen und Mädchen auch bis spät in die hatten und daß ihnen nun die zweite Hälfte zur Bezahlung der Nacht beschäftigt werden. Immerhin ist anzuerkennen, daß die Miete einbehalten wurde. Andere hatten die Miete schon bezahlt Unternehmer zurzeit in der Regel in entgegenkommender Weise auf und trotzdem wurde sie noch einmal an den Wirt abgeführt und von Beschwerden eingehen. In allen Betrieben ist dies allerdings nicht der Unterstüßung abgezogen. In einer Kommission jei überhaupt der Fall. So verfuchen jetzt einzelne Unternehmer die jetzigen Löhne Wilhelm" in einzelnen Städten versenden ihre Propagandazirkulare Die Subdirektionen der privaten Versicherungsgesellschaft, Friedrich gegen die Grundsäße verstoßen und unzulässigerweise die Reichs- dadurch zu umgehen, daß sie junge Leute an den Einzelbänken an zur Erwerbung von Anteilscheinen für die Kriegsversicherung auf unterstügung zur Miete verwendet. Wenn auch Härten nicht immer lernen wollen. Dagegen machte sich in der Versammlung ein großer Gegenseitigkeit auch an die Gewerkschaftskartelle, um diese zu zu vermeiden seien, so sei doch eine Wiederholung solcher Schwierig Unwille geltend. Es wurde ausdrücklich ausgesprochen, daß fein Kollektivvetsicherungen zu veranlassen. Es wäre sehr erfreulich, feiten nicht zu befürchten. Der Magistrat habe entsprechende An- Schraubendreher als Einrichter sich dazu hergeben dürfe. Lohnbrüder wenn durch diese Mahnung die Kartelle auf die Wichtigkeit der ordnungen getroffen und auch dafür gesorgt, daß in Zukunft die heranzubilden. Ein bekannter Unternehmer hat den Kriegerfrauen Sache aufmerksam würden und sie veranlaßte, mit Nachdrud dafür Frauen bei der Abholung des Geldes schneller abgefertigt werden. und deren Kindern eine fleine monatliche Geldipende zugestanden. zu arbeiten, daß die Startelle oder einzelne lokale gewerkschaftliche Die Auszahlung erfolge jezt an drei verschiedenen Tagen, jede Nachträglich ist aber den Frauen erklärt worden, daß ihnen die Organisationen für ihre im Felde befindlichen Kollegen bei der Frau werde benachrichtigt, wann sie an der Reihe sei. Unterſtüßung nicht mehr ausgezahlt werde, wenn sie nicht im Be- von den Gewerkschaften und Genossenschaften triebe Arbeit nähmen. Die We mlung befchloß, den Krieger- gegründetenVoltsfürforge- Kriegsversicherungsfamilien wie den ledigen Kric ein Weihnachtsgeschent zu ge- taffe Anteilich eine erwerben. Die Kartelle fezzen die Gewerkschaften dadurch in die Lage, für die Familien der im Kriege fallenden Kollegen Unterſtügungen in einer Höhe zu sichern, die fie aus eigenen Mitteln nicht leisten könnten. Den Dank dafür Sollegen auch die Sorge für dessen Familie teilen. ernten die Organisationen, die bewiesen haben, daß sie mit dem scheine ausgegeben, wofür 81 550 M. einbezahlt wurden, die zur Am 24. November waren für 10 514 Perionen 16 312 Anteil Verteilung gelangen. Die Arbeiter der chirurgischen Branche find In der Neuköllner Schulzahnklinik, Wildenbruchstr. 79/80, wurden bisher nur die die Mittel-, Gemeinde- währen. und Hilfsschulen besuchenden Kinder zahnärztlich behandelt. Aus Anlaß des Krieges foll jegt der Versuch gemacht werden, auch den in ihrer Mitgliederversammlung festgestellt wurde wie am Mittwoch noch nicht schulpflichtigen Kindern, die demnächst eine diefer Schulen in befriedigendem Maße befchäftigt. Ungenügend beschäftigt find im allgemeinen besuchen werden, die Wohltaten der Schulzahnillinit zugänglich zu nur die Betriebe, wo zahnärztliche Instrumente, sowie die Betriebe, machen. Es können also in Zukunft auch Kinder bis zum wo Gummiartikel hergestellt werden; die letzteren mit Ausnahme 6. Lebensjahre der Schulzahnklinik zugeführt werden. Die einer Firma, die so viele Aufträge hat, daß Ueberstunden gemacht Schulzahntlinit ist wochentäglich von 10-1 Uhr und von 3-6 Uhr, werden. Im übrigen sind alle Betriebe, welche für das Heeres Sonnabends aber nur von 10-4 Uhr geöffnet. Neuaufnahmen fanitätswefen arbeiten, voll beschäftigt. Trogdem werden in der finden täglich, außer Sonnabends, von 3-4 Uhr nachmittags statt. Branche der Bandagisten und Inftrumentenmacher sehr niedrige Löhne gezahlt, obwohl es sich um hochqualifizierte Arbeiter handelt. Soziales. Schiebung mit auffallendem Erfolg. Eine Versammlung der oftpreußischen Flüchtlinge fand gestern Die Instrumentenmacher erhalten nach vierjähriger Lehrzeit Wochennachmittag in der Philharmonie" statt. Sie beschäftigte sich mit löhne von 15-18 M. Das ist darauf zurückzuführen, daß diese dem Unterſtügungswesen, wie es bis jetzt gehandhabt wird. Es Berufsgruppe einen gewissen Standesdünkel hat, der sie von den Wie borsichtig gegenüber Transaktionen zur Schädigung wurden verschiedene spezialisierte Klagen über Bevorzugung und gewerlichaftlichen Bestrebungen fernhielt. Auch jezt noch zeigen die von Geschäftsgläubigern der Angestellte oder Gewerbegehilfe Benachteiligung von Unterstützungssuchenden vorgetragen, insbesondere Angehörigen diefer Gruppe wenig Intereffe für die Organisation, bei Klageerhebung sein muß, zeigte ein vor der 3. Kammer wurde bemängelt, daß einige Lehrer, die ihr Gehalt fortbeziehen und so daß diefe für die Verbesserung der Lage der Instrumentenmacher des hiesigen Kaufmannsgerichts verhandelter Prozeß. für die auch sonst die hiesigen Lehrer sorgen, fich hätten Interstügung nichts tun fonnte. Die Branchenleitung wird jedoch, dem Wunsche geben laffen. Den Selagen wurde verschiedentlich entgegengetreten einiger Stollegen entsprechend, in diesem Berufszweige eine energische vom Vorsitzenden und anderen Herren. Bemängelt wurden start die Agitation betreiben. durch die Bresse verbreiteten offiziöjen Darlegungen über das Unterstügungswesen der ostpreußischen Flüchtlinge in Berlin. Eine staat Musikinstrumentenbranche. Unter der Firma„ Kulinam" betrieb ein Kaufmann Jeschner cin Geschäft mit imitiertem Schmud. Als der Krieg ausbrach. wurde die finanzielle Lage des J. sehr prefär, es gelang ihn aber, von einer Frau Grete Maut ein größeres Darlehn zu erhalten. Frau M. ließ sich aber dafür das ganze Warenlager übereignen". liche Unterstügung hätten viele noch nicht erhalten, sondern feien Ala Umwerter aller Werte bewies sich der Krieg befonders in Ebenso wurde der Gewerbebetrieb auf ihren Namen angemeldet, bisher von einer Stelle zur andern gefchickt worden. Allerdings der Musikinstrumentenbranche. Vor Ausbruch des Weltbrandes und der Laden erhielt ein Firmenschild mit der Bezeichnung:„ n werde man viele Flüchtlinge in die Provinz schiden müssen, da in waren hier über 7000 Personen beschäftigt, die bei Beginn fast haberin Frau Grete M." Ter Kläger in dem Prozeß war schon Berlin nicht alle versorgt werden können. fämtlich auf die Straße flogen. Die Unternehmer, besonders die in dem Geschäft als Verkäufer tätig, als 3. noch Inhaber war. Bei Firma Bechstein, stellten die Produktion ein. Am 15. September zählte der Umwandlung fam zwischen dem Kläger und J, der sich als der Holzarbeiterverband 210 Arbeitende in sieben Betrieben, am 20. No- Geschäftsführer des neuen Unternehmens ausgab, ein neuer Ber bember in 30 Bettieben 1000 Mann, wozu noch 150 in 15 Einzel- trag zustande. Im September fam es zwischen L. und dem Gebetrieben Beschäftigte hinzuzuzählen sind. Im wohltuenden schäftsführer zu Differenzen. Der erstere erhob nicht gegen seinen Gegenfag zur Firma Bechstein steht die Firma ba d. früheren Chef, sondern nur gegen Frau M. Klage auf Zahlung Diese versucht, sämtliches Personal zu halten, indem an drei von 740 M. rüdständigen Gehaltes. Volkskunstabende des Verbandes der Freien Volks bühnen. Bei den Volkskunstabenden am Freitag, den 27. November ( Klosterstr. 74), Somabend, den 28. November( Lange Str. 31), In der Verhandlung stellte sich heraus, daß in einer Verfügung entfernt und er genas. Er mußte fich nun wegen Totschlages an des Amtsgerichts Berlin- Mitte der zwischen. und der Frau M. seinem Kinde und wegen Tötung seiner Ehefrau auf deren ernstgeschlossene Uebereignungsvertrag als ungültig erachtet wurde und liches und ausdrückliches Verlangen( 8 216) bekantworten. Die 3. auch weiterhin als Inhaber zu gelten habe. Sowohl der Ehe- Geschworenen dagegen sprachen das Schuldig des Totschlages in mann der Beklagten M. wie auch der Kaufmann J. als Zeuge zwei Fällen unter Annahme mildernder Umstände. Schm. wurde gaben zu, daß Frau M. in Wirklichkeit niemals Inhaberin des Ge zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt und 1 Monat wurde auf die schäfts gewesen sei. Der Uebereignungsvertrag, die Anmeldung des Untersuchungshaft angerechnet. Gewerbebetriebes auf den Namen der Frau M., die Anbringung des Ladenschildes, das waren alles nur Maßnahmen, um das Warenlager dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen. Auf Grund dieses Tatbestandes kam das Gericht zur Abweisung des Klägers mit folgender Begründung: Da das Amtsgericht die Inhaberschaft der Frau M. für ungültig erflärt hat, sei diese auch in der Tat nicht die Prinzipalin des Klägers gewesen. Let terer müsse sich an J. halten. Komme er bei J. nicht zu seinem Gelde, so fönne er gegen Frau M. beim ordentlichen Gericht eine Schadenersastlage geltend machen. Briefkasten der Redaktion. Eilige Es fann ein Erbe, cs Es ist anfechtbar Die juristische Sprechstunde findet für Abenten Lindenstr. 3. IV. Hot rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend von bis 6 Uhr flatt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen feine Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. 2. Der ziveite Fall zeigte den Geschworenen erschütternde Folgen Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke unbegründeter Eifersucht. Die 27jährige Frau Friederike Bartel und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. schenkte am 13. Januar einem, Mädchen das Leben. Das Kind R. 3. 1890. Das Testament ist anfechtbar. hieß Margarete und wurde nach der Hochzeit, die am 14. März tömmen auch mehrere Erben das Testament ansechten. stattfand, legitimiert. Im Mai setzten sich bei ihrem Ehemann, einmal, weil feine Unterschrift vorhanden ist, denn Datum und Ort bedem Schuhmacher Anton Bartel, ganz unbegründete Vorstellungen finden sich auf dem einen Zettel unter der Unterschrift und auf dem Es würde also gesetzliche über die Untreue seiner Frau feit. Die Liebe erfaltete und er ver- anderen Zettel jehlt eine Unterschrift vollständig. Wenden Sie sich zur Durch Erbfolge bei Anfechtung stattzufinden haben. nachlässigte fie. Mittlerweile ließ er das Sparkassenguthaben seiner führung an einen Anwalt event. nach Erwirkung des Armenrechts. Frau auf seinen Namen umschreiben und sperren. Trotzdem sich A. 2. 30. Wegen Krankheiten des Lymphsystems nur landtein Anhalt für seine Mutmaßungen zeigte, wies er jede Annähe sturmpflichtig. A. S. 104. Landsturmpflichtig ist der gediente Reserv. 1000. Das tommt auf das Mit diesem Urteil ist dem Kläger wenig gedient. Wäre rung der Frau zurüd und warf ihr den Ehering vor die Füße und ungediente Landsturm. J. M., Weißensee N 27. das Urteil zutreffend, so würde damit Schiebungen ein Er- Alle diese Vorkommnisse brachten die unter dem Argwohn schwer Gutachten des Militärarztes an E. W. Ja. folg zufallen, der Treu und Glauben widerspricht. Es ist leidende Mutter zur Verzweiflung. Nach einem Besuch beim Rechte Eine Einziehung ist möglich, aber unwahrscheinlich. aber nicht haltbar. Wenn auch zwischen J. und M. ein anwalt, wohin sie ihren Vater begleitet hatte, ging fie heim. Sie Wetterauschten für das mittlere, Norddeutschland bis beschloß sich zu vergiften und kaufte Lysol. Während sie ihr Kind Scheincertrag über den Kauf des Geschäfts abgeschlossen war, wartete, tam ihr der Gebante, es mitzunehmen. Die Angeklagte Sonnabendmittag: in den Tagesstunden ziemlich mild, in der Nacht so wird dadurch der Anstellungsvertrag zwischen der go Lysel in die Milchflasche und gab dem Kind zu trinten. Dann zum Sonnabend in vielen Orten im Dften wieder Froſt;" westlich der Oder: norwiegend bewölft, weiter östlich vielfach heiter, an der Stüfte verschiedentlich Frau M. und dem Verkäufer weder nichtig noch anfechtbar. Tegte sie sich zu Bett und trant selbst. Lysol Nachbarn vetnahmen geringe Niederschläge. Dieser Vertrag ist nicht anfechtbar und kann zum aller- ihr Stöhnen. Man holte einen Arzt und überführte Mutter und wenigsten von der Partei angefochten werden, die den Kauf- Kind ins Krankenhaus. Während das Kind starb, konnte die Mutter scheinvertrag schloß. Schiebungen ist jeder zugunsten des gerettet werden. Nach ihrer Genesung fand zwar eine vorüberSchiebenden ausschlagende Erfolg zu verjagen. Allerdings gehende Aussöhnung statt. Später aber verließ der Ehemann die hätte der Kläger besser getan, die Frau M. und den J. zu Frau. Jezt steht er als Oesterreicher bei den Deutschmeistern im verklagen. Felde. Der Staatsanwalt beantragte die Bejahung der Schuldfrage nach Totschlag unter mildernden Umständen. Der Verteidiger Rechtsanwalt Fittbogen gab zu erwägen, ob nicht die An=" getlagte in einer strafausschließenden Störung der Geistestätigkeit gehandelt habe. Die Geschworenen folgten ihm und verneinten die Schuldfrage. Die Angeklagte wurde freigesprochen, der Haftbefehl aufgehoben. Unberechtigte Lohnkürzung. Ein Hausdiener der Firma Gundermann war eines Tages eine Treppe heruntergestürzt ohne ernsten Schaden davonzutragen. Er fühlte sich jedoch am nächsten Tage noch außerstande, au arbeiten und entschuldigte sein Fernbleiben auch rechtzeitig. Dennoch wurde er am nächsten Tage entlassen. Die Firma sah die Entschuldigung des Klägers als ungenügend an, weil ein Arzt, zu dem sie den Hausdiener sandte, un dem Tage, an welchem sich dieser selbst zur Arbeit gemeldet hatte, atteftierte, daß der Kläger arbeitsfähig sei. Sie behielt den Lohn für einen Arbeits- und den Entlassungstag ein. Die Auszahlung dieses Betrags in Höhe von 6,60 M. forderte der Kläger. Das Gericht jah den Kläger für genügend entschuldigt an und sprach ihm den geforderten Betrag zu. Sittlichkeitsverbrechen. Einer faum begreiflichen Verirrung ist der Königl. Musikdirektor Hermann Stödert in Schöneberg zum Opfer gefallen. Gi wurde gestern aus der Untersuchungshaft der 3. Straffammer des Landgerichts II vorgeführt, um sich wegen Vergehens gegen die Oeffentlichkeit geführten Verhandlung festgestellt wurde, hat der 62jährige Angeklagte, der als Gesanglehrer tätig ist, mit zwei noch Deutscher Holzarbeiter- Verhand Verwaltung Berlin. Heute Freitag, den 27. November, abends 8 Uhr: Sitzung der Ortsverwaltung. Stellmacher. Sonntag, den 29. November, vormittags 9%, Uhr: im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12: Sittlichkeit zu verantworten. Wie in der unter Ausschluß der Außerordentl. Mitglieder- Versammlung aller in den Fahrzeugfabriken und ſehr jugendlichen Mädchen ganz unberantwortliche Dinge getrieben. Innungsbetrieben beschäft. Holzarbeiter Tagesordung: Die Verirrungen des Angeklagten waren so unerklärlich, daß berechtigte Zweifel an seiner geistigen Gefundheit auftauchten, doch hat die nach dieser Richtung hin geführte ärztliche Untersuchung des Krieges". Referent: Stollege A. Neumann. 1. Die Arbeitsgemeinschaften mit den Arbeitgebern während hat die nach dieser Richtung hin geführte ärztliche Untersuchung. ergeben, daß er für seine Handlungen verantwortlich ist. Das 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Gericht verurteilte den in Lazarettkleidung vorgeführten Ange= flagten zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis, rechnete 3 Monate auf die Untersuchungshaft an und beschloß, den Angeklagter init Rüdsicht auf seinen krankhaften Zustand aus der Haft zu entlassen. Kriegsschwindler. 6 Bezirk Charlottenburg. Sonntag, den 29. November, vormittags 10 Uhr, im Volkshaus, Rosinenstr. 3: Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: Aus Industrie und Handel. Berlängerung des österreichischen Moratoriums. Eine Kaiserliche Verordnung trifft mit Rücksicht auf die Ende November aufhörende gefeßliche Stundung für privatrechtliche Geldforderungen Bestimmungen für eine weitere Stundung. Da nach follen im Dezember 1914 25 Prozent der Forderungen, die am 1. August bereits fällig waren oder im Laufe des August fällig wurden, und im Januar 1915 25 Broz. der Forderungen bezahlt werden, die vor dem 1. August 1914 entstanden und in den Monaten September und Oftober 1914 fällig geworden sind. Der Rest der Forderungen, auf die Teilzahlungen zu leisten sind, wird vorläufig bis Um einige Liebesgaben in Gestalt fleiner Erfrischungen einschließlich 31. Januar 1915 gestundet. Bis dahin wird auch herauszuschlagen, hat der Kutscher Friedrich Reiche einen Schwindel sämtlichen im Dezember und Januar fällig werdenden, in Szene gesetzt. Bekleidet u. a. mit Militärhose und Sporen, bersammlung. 3. Verbandsangelegenheiten. aus der Zeit vor dem. 1. August 1914 stammenden erschien er eines Tages in dem Laden eines Schankwirts und 93/20 Forderungen Stundung gewährt. Für Sauldner, die in Galizien spielte dort den waderen Kriegersmann, der auch schon seine Kräfte oder der Bukowina ihren Wohnsitz oder ihre geschäftliche Nieder- für das Wohl des Vaterlandes eingesezt habe. Er erzählte, daß Tajfung haben, wird die gewährte bolle Stundung auf weitere er einen größeren Pferdetransport nach Rußland babe begleiten zwei Monate eritredt. müssen, die ganze Nacht gefahren sei und nun seine Anochen faum mehr fühle. Der Schankwirt war von der Pflichttreue des angeb lichen Baterlandsverteidigers so gerührt, daß er ihm mit Kaffee, Bier und Zigarren feinen Dant abzustatten sich veranlaßt jah. Er erfuhr nur zu bald, daß er einem Schwindler zum Opfer gefallen mar, denn der angebliche Kriegsheld hatte mit dem Heere gar nichts zu tun. sondern war ein Kutscher, der von seinem Herrn Gerichtszeitung. Tötung auf Verlangen und aus Verzweiflung. 3wei schwere Dramen beschäftigten am Mittwoch das Potsdamer Schwurgericht. In beiden war die Ziebe der Ehefrau die Ursache zu der Tat, auf der die Anklage fid) aufbaute. mit einem Geschäftsgespann und ausgestattet mit 20 m. baren Geldes ausgeschid worden war, um Kunden zu besuchen. Er batte fer un agen einfach irgenbine auf Schicksal überlassen und 20 M. unterschlagen. Das Gericht bewertete den Kriegsschwindel mit 3 Monaten, die Unterschlagung mit 2 Monatn Gefängnis und erkannte auf eine Gesamtstrafe von 4 Monaten Gefängnis. Parteiveranstaltungen. An die Bildungsausschüsse und Vorstände. Die Organisationen, die in der Woche von Weihnachten bis Neujahr die im letzten Zirkular des Bezirks- Bildungsaus schusses genannten Lichtbildervorträge veranstalten wollen, bitten wir, sich recht bald an das Sekretariat zu wenden. 1. Der erste Fall spielte sich am 1. August in Brandenburg ab. Der 24jährige Straßenbahnschaffner August Schmager erwartete als ehemaliger 35er seine Einberufung zur Fahne. Das Schredbild einer Trennung von ihrem Gatten schwebte der Frau vor Augen. Sie verlangte von ihm, falls er fort müsse, fie mit ihrem Kinde zu töten, weil sie die Trennung nicht überleben könne. Um sich eine herzzerreißende Abschiedsszene zu ersparen, begab sich Schm. heimlich mit seiner Gestellungsorder zum Bezirkskommundo. Seine Frau erriet sein Vorhaben und eilte ihm nach; am Roland holte sie ihn ein. Sie überredete ihn dann, ein Auto zu besteigen und mit nach Hause zu kommen. Schm. gab ihrem Drängen nach. Zu Hause gab die Mutter dem fünfjährigen Sohn Willy den Sonntagsanzug, Schm. zog seinen besten Rod an und die Frau warf sich in ihr weißes Brautkleid. In ihren Festkleidern wollten alle drei auf das Flehen und Bitten der Frau aus dem Leben scheiden. Borher tranten sie ein Gemisch von Himbeer und Ingwerlikör, um Lichtenberg. Heute Freitagabend, Verbreitung der Wahlausforderungen für die dritte Abteilung von den bekannten sich zu ermutigen. Als Abschiedsbrief schrich Schm. folgenden an Stellen aus. die Großmutter seiner Frau gerichteten Zettel: Adlershof. Die Bibliothekstunden am Sonnabend, den 28. Nov., und „ Liebe Mutter G...! Ich habe es meiner Frau zuliebe am Montag, den 30. November, fallen wegen der Weihnachts- Jugendgetan, darum Verzeihung. Grüßen Sie alle. Was unser Ber- schriftenausstellung aus. mögen anbetrifft, soll alles Ihnen gehören. Ich kann nicht anders." 4 1. Unsere Drganisation zur Striegszeit. 2. Bericht von der General Die Ortsverwaltung, Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185 Bureau geöffnet von 9-1 Uhr und von 4-7 Uhr. Sonntag, den 29. November, vormittags 10 Uhr, iur Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 1: Branchen- Versammlung der Metalldrücker und Polierer. Tagesordnung: 1. Unsere Lage in der Kriegszeil. 2. Antrag der Sommission. 3. Verschiedenes. Die Anwesenheit aller Schichtarbeiter ist dringend erforderlich. Sonntag, den 29. November, vormittags 10 Uhr, in den Sophien- Sälen, Sophienstr. 17/18, großer Saal: Branchen- Versammlung Der Bezirks- Bildungsausschuß Groß- Berlin aller in der Metallindustrie beschäftigten Lindenstr. 3, Tel. Mpl. 4740/41. Maschinenarbeiter und Arbeiterinnen. Jugendveranstaltungen. Epaziergang. Treffpunkt: Hannemann, Ede Rungiusstraße. Abends 6 Uhr Brit Buckow. Sonntag, den 29. November, nachmittags 2 Uhr, zusammenkunst in Beders. Gesellschaftshaus, Chausseestraße. Dann band die Mutter ihrem Kind ein Tuch über die Augen und Schm. schoß feinem Sohn ins Herz. Der Tod trat alsbald ein. Hierauf entblößte die Frau ihre Brust, warf fich aufs Bett und erwartete den Tod. Diefen führten zwei nach dem Herzen gezielte Kugeln, die Schm. abfeuerte, herbei. Nun versuchte Schm. Allgemeine Kranken und Sterbefasse der Metallarbeiter fich selbst zu töten. Er verfehlte sein Ziel. Die Kugel drang unter( B. a. G.) Hamburg. Filiale Baumschulen weg. Am Sonndem Herzen ein und blieb im Rücken steden. Man schaffte ihn nach abend, den 28. November, abends 8%, Uhr, im Lotal von Boche, Baumdem Krankenhaus. Dort wurde auf operativem Wege die Kugel faulenstr. 67, Mitgliederversammlung. In Treptow wird auch fajliert. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Rojes über: Striegshygiene im Felde und zu Hause." 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten und Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. E Zu dieser Versammlung sind alle in der Metallindustrie beschäftigten Hobler, Bohrer, Fräser, Stoßer, Stanzer, Schnittarbeiter und die an Maschinen beschäftigten Arbeiterinnen eingeladen. Die Kollegen der Firma Lorenz sind ganz besonders eingeladen. Metallarbeiter- Notizkalender 1915 Stück 60 Pf., find im Bureau und bei den Bezirkstassierern zu haben. 128/9 Die Ortsverwaltung. 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