Nr. 325.- 31. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl 3,30 m, monatl. 1,10 M., wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 B'q. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Quremburg, Portugal, Sumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. NOSW Vorwärts C Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgebrudte Bort 20 fg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengefuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Bfg. Worte über 15 Buch staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegrammi Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplas, Nr. 151 90-151 97. Sonnabend, den 28. November 1914. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplah, Nr. 151 90-151 97. Schwere Verlufte der englischen farine. Ein englisches Linienschiff in Die Meldung des Großen Hauptquartiers die Luft geflogen. Kriegssteuer. Ein Vorschlag. Von Rechtsanwalt Dr. J. Broh. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 27. November 1914, vormittags.( W. T. B.) London, 26. November.( W. T. B.) In der Eine Belästigung der flandrischen Küsten- Daß die sogenannten Kriegsgewinne besteuert werden geftrigen Sihung des Unterhauses teilte Marineminister Churchill mit, daß das Linien- orte durch englische Schiffe fand auch gestern müßten, ist wiederholt verlangt worden und an sich ein guter schiff„ Bulwark" am 25. d. M. morgens in nicht statt. Auf der Front des weftlichen Kriegs- gewinne eine andere, ichwerwiegende barin: Wer über Sheernes in die in die Luft geflogen ist. schauplatzes sind keine wesentlichen Verände- wird eine besondere Blutsteuer erhoben- völlig unabZwischen 700 und 800 Mann sind um- rungen eingetreten. Nordwestlich Langemarck bängig von den übrigen Steuern. Lettere hat gekommen. Nur 12 Mann wurden gerettet. wurde eine Häusergruppe genommen und dabei richten. Er muß hinaus, um für die Schwächeren zu kämpDie anwesenden Admirale berichten, sie seien über- eine Anzahl Gefangene gemacht. Gedanke. Liegt aber nicht neben der Unbilligkeit der Kriegseinen besonders leistungsfähigen Körper verfügt, von dem er in genau dem gleichen Verhältnis wie die anderen zu entfen, für sie Gesundheit und Leben zu opfern. Wer aber über mögen verfügt, von dem wird eine besondere Kriegsstener ein besonderes leistungsfähiges Einkommen oder Vernicht erhoben. Als ein solches Einkommen ist zweifellos ein Vermögen eines über 100 000 m2. zu betrachten. Warum soll der Träger eines solchen Einkommens oder Vermögens nicht ebenso wie der förperlich Dienstfähige zum Kriegsdienst, zu Im Osten haben gestern keine entscheidenden einem besonderen Kriegssteuerdienst herangezeugt, daß die Ursache eine innere Explosion des Im Argonnerwalde machte unser Angriff Magazins war und keine Erschütterung des weitere Fortschritte. Französische Angriffe in Wassers erfolgte. Das Schiff sank in drei Gegend Apremont östlich St. Mihiel wurden Minuten und war verschwunden, als sich zurückgeschlagen. die dichten Rauchwolken verzogen hatten. Die Explosion war so stark, daß die Gebäude von Kämpfe stattgefunden. Sheernes bis auf die Fundamente erzitterten, und wurde mehrere Meilen weit vernommen. Oberste Heeresleitung. Das Linienschiff„ Bulwark" stammt aus dem Jahre 1899, hatte 15 250 Tons Deplacement, 18 Czernowitz von den Oesterreichern geräumt. bis 19 Meilen Geschwindigkeit, vier 30,5, zwölf 15 Zentimeter- Geschühe und 750 Mann Befatung. Dieser neue Verlust eines zwar nicht neuen, aber immerhin wertvollen Schlachtschiffes muß England umso schmerz licher treffen, als es diesmal nur gelungen ist, einen winzigen Teil der Besatzung zu retten. Versant doch das Schiff so rasch, daß fast die ganze annähernd 800 Mann starke Besagung den Tod in den eisigen Fluten gefunden hat. Die englische Flotte hat damit bisher, soweit bekannt geworden, Schlachtkreuzer und 2 Linienschiffe eingebüßt, darunter einen modernsten Dreadrought. * * London, 27. November.( W. T. B.) Die Admiralität veröffentlicht die Namen von 14 leberlebenden von dem in die Luft geflogenen Linienschiff Bulwark". * London, 27. November. Tas Reutersche Bureau meldet, es sei ficher, daß der Untergang des Bulwart" nicht durch einen Torpedoangriff erfolgt sei. Die anderen vor Sheernes liegenden Striegsschiffe hätten ihre Torpedoschußneze ausgebracht. Das Unglüc ſei geschehen, während das Musikkorps an Bord des„ Bulwart spielte. Ein deutsches Unterseeboot vernichtet einen englischen Dampfer. " Einkommen von über 30 000 m. jährlich und als ein solches zogen werden? Der ihn also ebenso schwer trifft- neben jeiner sonstigen Steuerpflicht wie den Kriegsdienstpflichtigen, aber dafür auch nur während des Krieges ihn belastet? Wohl fämpfen viele in diesem Sinne friegssteuerfähige Mitbürger zugleich in Reih und Glied mit der weniger begüterten Masse des deutschen Heeres. Dafür sind sie auch doppelt leftungsfähig, förverlich und pekuniär. Wien, 27. November.( W. T. B.) Amtlich wird höheres Einkommen verfügen, find über das Dienstalter hinViele von denen aber, die über ein großes Vermögen oder einverlautbart: 27. November mittags: An der polnischen aus oder sonst dienstunfähig. Im alten Griechenland stifteten Front verlief der gestrige Tag verhältnismäßig die wohlhabenden Bürger ein Kriegsschiff oder dergleichen. ruhig. Ein gleicher Sinn bewährt sich vielfach auch in unserem Volfe. In West galizien und in den Karpathen hielten Siervon legen die Spendenlisten Zeugnis ab. Was aber jetzt die Kämpfe an. Eine Entscheidung ist nirgends noch Willfir ist, muß in einer eifernen Zeit wie der unsrigen gefallen. fest geregelt werden. Die öffentliche Gewissenskontrolle reichte wohl in den klassischen Stadtrepubliken aus, nicht aber in einem Großſtaat. Czernowitz wurde von unseren Truppen wieder geräumt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. Hoefer. das Dorf Messy. Der Angriff mißlang völlig. Die Deutschen hatten ernste Verluste. Wir konnten im Gebiet westlich Souain einige Fortschritte verzeichnen. In den Argonnen, in Woewre, in Lothringen und in den Vogesen herrschte nahezu völlige Ruhe an der Front. Auf den Höhen der Vogesen war starker Schneefall. Paris, 27. November.( W. T. B.) Amtlicher Bericht von gestern abend 11 Uhr. Bei den Belgiern ist völlige Ruhe, im Zentrum Geschüßfeuer ohne Infanterieangriffe, in den Argonnen nichts zu melden. Destlich Verdun fand ein kleines Gefecht statt. Kitcheners Darstellung der Kriegslage. Am nächsten scheint es zu liegen, die Grundsätze für den Wehrbeitrag, worauf sich die Parteien und die Regierung bereits. geeinigt haben, auf diese Kriegssteuer anzuwenden. Mit zu berücksichtigen wäre hierbei aber, daß nur die besonders le stungsfähigen Mitbürger getroffen werden sollen. Selbst gegen sie wird eine Mehrheit im Reichstag nicht ohne Schwierigkeit zu finden sein. Immerhin ist aber mit der Möglichkeit zu rechnen. Da die Einkommens- und Vermögensverhältnisse gerade durch den Krieg wesentlich verändert worden sind, so dürfte die Besteuerung nur auf Grund einer neuen Selbsteinschäzung erfolgen. Gewiß eine unbequeme Arbeit. Aber in Den Schüßengräben wird noch größere Arbeit geleistet. Der Erschütterung vieler großer Einkommen und Vermögen wird. Einkommen 30 500-40 000 M. durch die neue Einschätzung Rechnung getragen. Die Nachprüfung ist hier keine besonders schwierige, da ja die Zahlen London, 27. November.( W. T. B.) In der gestrigen Sitzung der letzten Einschätzung bereits vorliegen und nur die Diffedes Oberhauses gab Striegsminister Lord Kitchener renzen aufzuklären find. eine längere Erklärung über die Kriegslage ab, aus der hervorgeht, Wieviel würde eine solche Kriegssteuer bringen? Legen daß die englischen Truppen seit Anfang Ottober andauernd dazu wir einmal die statistischen Rechnungen über die Einkommen, Paris, 26. November.( W. Z. B.)„ Echo de Paris" meldet verwendet wurden, den deutschen Vormarsch nach der Küfte zu ver- des vergangenen Steuerjahres zugrunde. Und legen wir aus 2e Davre: Der englische Dampfer„ Malachite" hindern. Die durch die Belagerung Antwerpens verursachte Ver- einen verhältnismäßia bohen, aber gefetgeberiich immerhin ( 2000 Tonnen) wurde auf der Fahrt von Liverpool nach Le Havre, 3ögerung der deutschen Bewegung habe dem General French gerade noch zu erreichenden Besteuerungssab von zunächst 3 Proz... cinige Weilen nordwestlich Le Havre durch ein deutsches noch Zeit an einer fühnen Vorwärtsbewegung und der Einnahme ſteigend bis auf 10 Proz. zuarunde. Für Preußen erUnicriceboot perfenft. Der Kapitän des Unterſeebootes einer ausgedehnten Stellung von La Baſſee bis Dirmuiden ge- gibt sich hiernach folgendes Bild: gab der Mannschaft der Malachite" 10 Minuten(?), um von Bord zu geben, in welcher er der Bewegung der Deutschen gegen die See gehen und wenig später fing der Dampfer Feuer. Das Unterseeboot Widerstand leisten konnte. Mit Hilfe englischer Verstärkungen und nach heftigstem Kampfe sei die numerisch stärkere deutsche 40.000- 50 000 verschwand. Die Mannschaft der„ Malachite" konnte sich nach Le Havre Macht zurückgeworfen worden. Es sei ihm langsam klar geworden, daß die Großsprecherei über das Vorrüden nach Calais der deutschen Erklärung über die Einnahme von Paris sehr ähnlich sei. Lord Kitchener rühmte die militärischen Eigenschaften der Franzosen und die Tapferkeit der Belgier. Er berichtete, wie die Deutschen wiederholte heftige Angriffe unternommen hätten, um die Linie der Verbündeten zu durchbrechen. Die Engländer hätten einmal 11 Armeekorps gegenübergestanden. Sie hätten die Laufaufen ablate long nicht verlassen, bis sie dann von den Fran30sen abgelöst worden seien. Die englischen Verluste seien schwere, 2 min.- 3 Mill. aber gering gegen die des Feindes. Der Geist der Truppen sei 3 Mia.- 4 Mia. ausgezeichnet. Den Russen sei es gelungen, in Polen die 45 Min.- 7,75 Mill:, Deutschen aufzuhalten und zu schlagen. Die Verluste der Deutschen 15,5 Millionen in Polen feien größer, als die früher erlittenen. Die Russen trieben ca. 24 Millionen auf ihrem ununterbrochenen Vormarsch nach Krakau und in den Karpathen die Oesterreicher vor sich her. retten. Westlicher Kriegsschauplatz. Eine englische Falschmeldung. Amtlich. Berlin, 27, November.( W. T. B.) Die Meldung der " Daily Mail", daß Dixmuiden von den Verbündeten zurüderobert sei, entbehrt jeder Grundlage. Dig muiden befindet sich nach wie vor in deutschem Besis. Amtliche Pariser Meldungen. Paris, 27. November.( W. T. B.) Amtliche Meldung vom 26. November, 3 Uhr nachmittags. Am 25. d. M. war fein bedeutendes Ereignis zu melden. Im Norden hat das Geschüßfeuer an Heftigkeit abgenommen. Es war kein Infanterieangriff auf ( Anm. d. Red.: Wir brauchen wohl kaum zu bemerken, daß unsere Zinien, die an gewissen Stellen vorrückten, zu verzeichnen. diese Darstellung der Ereignisse durch die englische Brille geſehen Im Gebiete von Arras dauerte die Beschießung der Stadt und der ist und der Absicht entspringt, die zuversichtliche Stimmung des Bororte fort. An der Aisne versuchte der Feind einen Angriff auf Landes zu erhalten.) 100 000-200 000 200 000-300 000 300 000-400 000 400 000-500 000 500 000-600 000 1090-1. 8.498 5.046 " 50 000-76.000 6 093 " Steuering Zahld. Steuerpflicht. Steuerer'rag 1'000 m. 2.000," 3.000 8498 000 m. 76 000-100 000 5.000 2 602 " " 7000 8 190 10 092 000 18 279 000 13-010 000 22 330 000 " 19 " " 20 000 763 15 260 000 " " 30 000 314 9 520 000 " " " 40.000 149 5.960 000 M " " 50 000 87 4 350.000 " " " 60.000 86 5 160 000 " " R 75.000 69 5 175 000 " 19 100 000 53 5.300 000 " " 200 000 22 4 400 000 " 300 000 8 " " 2 400 000 " 500 000 4 " " 2 000 000 " 1 550 000 1. " P 1550 000 " 27 2,4 Min. 1 26.980 2: 400 000 135 684 000 M. " 600 000-750 000 750 Für das Reich würde mithin hiernach etwa eine Kriegssteuer von 200 Millionen Mark herauskommen. Es bedarf hier kaum eines Hinweises, daß das Bild nur ein ganz roh gezimmertes ist. Es soll nur einen ungefähren Anhalt geben. Da nun die gegenwärtigen Einkommensverhältnisse wesent Der türkische Krieg. Tich Mngünstigere sind, so würde man wohl nur auf zirka 150| das anzeigt, daß ein Schiff in Gefahr ist, aber sofort tam vom 13. November statt; er dauerte den ganzen Tag. Indische Truppen bis 175 Millionen rechnen dürfen. Man sieht hier zugleich, Kreuzer das Signal, er solle solches bleiben lassen, sonst würde er nahmen drei starke Stellungen, aber gegen Abend wurde es für wie gering auch der Ertrag einer Steuer auf die Kriegsge tommen und ließ die Maschinen höchste Fahrt gehen. Die Starls Stellung zu behaupten; fie zogen sich deshalb auf ihre in Grund geschossen werden. Num versuchte der Kapitän zu ent- die britischen Truppen infolge Waffermangels unmöglich, die winne sein würde. Immerhin dürfte man, wenn man noch rube" aber gab einen blinden Schuß ab und bigte weitere Signale. Operationsbafis aurid. Wir verloren an Toten und Verwundeten die steuerpflichtigen Vermögen berücksichtigt, soweit sie Während diese Signale von dem englischen Dampfer entziffert durch die Besteuerung des Einkommens nicht betroffen wurden, fuhr er weiter, und nun ließ der Kreuzer dem Schreckichuß 21 Europäer; die Verluste des Feindes betrugen 38 Europäer und werden, ungefähr 200 Millionen für diese Kriegssteuer ver- einen scharfen folgen, der ein Stüd von der Kommandobrüde weg- 84 Eingeborene. Einige Tage später räumte der Feind Longido, anschlagen. riß. Da wurde der Kapitän erschreckt und gab Befehl zu stoppen. das von den Briten besetzt wurde. Der Feind rückte am 20. d. M. Fragt man, wofür dieser Ertrag verwendet werden soll, Gleichzeitig fignalisierte er:„ Meine Maschinen sind außer Betrieb ge mit starter Macht in Uganda westlich des Viktoriafees ein, wurde so fann es wohl nur eine Antwort geben: Zur Beseitigung fegt." Der Kreuzer fignalisierte:" Ich werde ein Boot senden." Gleich jedoch mit einem Verlust von 60 Mann zurüdgefchlagen. Die Engder durch den Krieg verursachten Arbeitslosigkeit. Und zwar darauf kam dieſes, und der Leutnant, der es führte, untersuchte die länder hatten in diesem Gefecht sechs Verwundete. nicht nur auf dem Wege von Einzelunterstützungen, sondern berichten wollte, sagte der Leutnant furz:„ Sie wollen den britischen lofer Gegend an der deutsch- britischen Grenze, etwa 60 Stilometer Schiffspapiere. Als der Kapitän ihm über sein Ziel und seine Ladung Notiz des W. T. B.: Longido ist ein Bultanberg in wasserin großzügiger Weise durch Unterstützung der Gewerkschaften Truppen Fleisch zuführen; wir wissen alles vollkommen und genau." und der notleidenden Gemeinden. Vor allem aber durch Ge- Darauf ging er in die Kabine des Kapitäns, und als er an der nördlich des Meru. Die Besetzung dieser Stelle ist wegen ihrer währung von Staatsdarlehen an diejenigen Fabriken, die Wand eine englische Zeitung mit der Karitatur des Kaifers bängen Abgelegenheit ohne jede Bedeutung. infolge Versagens ihres bisherigen Kredits und des Kredits fah, iagte er: Sie haben schlechte Zeitungen in Ihrem Bimmer." ihrer Abnehmer den Betrieb einschränken mußten, aber GeDarauf befahl er, die englische Flagge niederzuholen. Der währ leisten für die Neueinstellung von Arbeitern. Dadurch Kapitän bekam 20 Minuten Zeit zum Ordnen seiner und der MannDanach mußten sie ihr würde gerade eine aus dem Kriege sprudelnde Quelle der schaften notwendigsten Angelegenheiten. Arbeitslosigkeit verstopft werden. Gewiß hat sich die Bahl der Abnehmer unserer Gütererzeugung außerordentlich verringert einerseits infolge der territorialen Beschränkung Das offizielle Organ des kaukasischen Statthalters St a w= des Abiazgebietes, andererseits infolge der Einziehung von Millionen Bürgern zum Kriegsdienst und infolge Ein- Als eines Tages früh am Morgen Krefeld" schneller als ge- fas", gibt einen ziemlich deprimiert gehrtenen Bericht über die schränkung der weniger dringenden Bedürfnisse. Aber im wöhnlich fuhr, tam das Gerücht auf, daß das Fahrzeug verfolgt Stampfbedingungen auf dem kaukasischen Kriegsschauplatz heraus, gleichen Waße hat die Konkurrenz der Einfuhr abgenom- würde, und es wurde gemunkelt, daß„ Karlsruhe" in ein Gefecht der die Mißerfolge der russischen Kaukasusarmee durch die Ungunst men, und spezielle Kriegsbedürfnisse sind in erhöhtem Maße berwickelt war, da man Kanonendonner börte. Dieses Gerücht, das der Verhältnisse zu erklären sucht. Im Operationsrayon- schreibt men, und spezielle Kriegsbedürfnisse sind in erhöhtem Maße offenbar von jüngeren Seeleuten als Scherz berbreitet wurde, tam das Blatt sind keine bequemen Verbindungen vorhanden, die zu befriedigen. Kurz, unsere Industrie hat sich auf vielen dem Kommandant des Kreuzers zu Obren. Er iandte darauf ein Straßen sind nur in seltenen Fällen Fahrstraßen, sondern meist Gebieten neu zu orientieren, hier im Vaterlande neue Ab- F.T.- Telegramm an„ Krefeld", daß, wenn ein solches Gerücht noch schmale Fußwege. Die Bergiege sind mit Schnee bedeckt, Brücken fagmärkte zu erobern und damit die Arbeitslosigkeit zurück- mals verbreitet würde, der Verbreiter erschossen werden sollte. Der zudrängen. Dazu gehört Kredit und Geld. Hierzu dürften Kapitän von„ Krefeld" mußte an Bord von„ Karlsrube" fommen sind nicht vorhanden oder in einem Zustande, daß sie für die Ardie Erträgnisse einer Kriegssteuer am besten au verwenden und sich rechtfertigen. Da er eine zufriedenstellende Erklärung ab. tillerie und Materialtransporte nicht in Betracht kommen. Nahfein. Wie man aber auch über die Art der Verwendung geben konnte, dampfte Karlsruhe" näher an„ Krefeld" und die rungsmittel sind von den Türken nach dem Innern des Landes gedenken mag, die Berechtigung der Steuer selbst ist mohl kaum Stapelle gab ein Konzert, um den Gefangenen eine Freude zu be- schafft worden. Die Truppen müssen ihren Proviant mittelst Zureiten. Karlsrube" batte da folgende Fahrzeuge im Gefolge: fuhr erhalten, was schwierig ist und nur sehr langsam bewerkstelligt in Frage zu ziehen. Rio- Negro", Patagonia", Aiunzion", Indrani", die mit einer werden kann. Das Land zeichnet sich durch ein rauhes WinterLadung von 7000 Tonnen Kohlen genommen wurde, und Farm", flima aus; Heizmaterial fehlt." ebenfalls mit Kohlen. Diese Fahrzeuge wurden ungefähr in einem Abstande von 50 Meter von beiden Seiten des Kriegsichiffes entfernt gehalten, und auf diese Weise bekam die„ Karlsruhe" Nachricht über jedes Schiff, das in Sicht fam. Vom österreichisch- serbischen Kriegsschauplah. Fortschritte trotz des Schneesturms. Wien, 27. November.( W. T. B.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: 27. November. Die Kämpfe an der Kolubara nahmen einen günstigen Verlauf. Auch gestern wurde faft an allen Gefechtsfronten tros zähen Widerstandes des ein Geschüs erbeutet. Die überaus ungünstige Witterung. Gegners Raum gewonnen, zirka 900 Gefangene gemacht und in den Niederungen grundlofer Boden, auf den Höhen jede Fernficht verwehrende Schneeftürme, erschweren zwar die Operationen, doch ist die Stimmung bei den Truppen nach Meldung aus der Front vorzüglich. Der Seekrieg. Wie„ Karlsruhe" arbeitet. ( Nach einer Schilderung in Stockholms Dagblad“ vom 15. November 1914.) Der Kapitän eines der Fahrzeuge, die von dem deutschen Kreuzer Karlsruhe" versenkt wurden, hat einem deutschen Korrespondenten in Las Palmas eine anschauliche Schilderung gegeben, wie genannter Streuzer feine Arbeit ausführte. Kriegsschauplatz. Fahrzeug in ihren eigenen Booten verlaffen. Nach 20 Minuten Zu den Kämpfen auf dem kaukasischen wurden der Kapitän und die Mannschaft an Bord der Krefeld" gebracht, wo sie sieben Wochen bleiben mußten. Die Gefangenen wurden gut behandelt, das Essen hätte man sich jedoch oftmals: beffer gewünscht. Die deutschen Fahrzeuge waren mit F.T.- Apparaten versehen, deren Reichweite auf bestimmte Entfernungen festgelegt war, so daß die Schiffe stets Verbindung miteinander hatten, obne daß sonst jemand in der Welt etwas von ihnen erfahren oder die Telegramme aufgefangen werden konnten. Hinsichtlich der türkischen Armee schreibt das offizielle Organ:" Man glaube nicht, daß die Türken ein leichtzunehmender Gegner sind und daß sie leichter zu schlagen find als unsere west lichen Nachbarn. Die Türken sind während ihrer scheinheiligen Neutralität von ihren deutschen Freunden ausreichend mit Waffen und Kriegsvorräten versorgt worden. Die Erfahrungen der Balkantriege haben ihnen über ihre Mängel die Augen geöffnet. Die türkische Armee hat sich stets durch die Kampfeigenschaften der niederen Chargen ausgezeichnet, und nur die höheren kommandierenden Chargen erwiesen sich nicht auf der Höhe. Dies wurde von den Deutschen berücksichtigt, die einen beDer Krieg und die Kolonien. Deutsche Kolonialbeamte in Gefangenschaft. deutenden Prozentjak von Offizieren in die türkische Armee einNach der Einnahme Samoas durch die Engländer ist zunächst gestellt haben. Die erbitterten Attaden bei Köprikoi zeugen von ber Gouverneur Dr. Schultz festgenommen worden. Gemeinsam mit den Eigenschaften der türkischen Truppen als eines ausgezeichneten ihm sind dann der Sekretär Mars, der Leiter der drahtlosen Kampfmaterials. Diese Tatsache muß gerechterweise anerkannt Station Hirsch und Kaufmann Hansen nach Neuseeland gebracht Wie gerecht" ein offizielles Organ mitunter werden kann, worden. Bald darauf wurde, wie die jetzt eingetroffene„ Samoanische Zeitung vom 19. September meldet, der größte Teil der wenn es sich um die Beschönigung eines Rüdzuges handelt. übrigen Beamten, darunter Oberrichter Tecklenburg, Bezirksamtmann Rußland will die Neutralität der türkischen Schubert, Bezirksrichter Sperling und Regierungsarzt Dr. Glang gefangen genommen und gleichfalls nach Neuseeland übergeführt. Das Zollamt und einige andere Zweige des Gouvernements sind sofort nach der englischen Befizergreifung mit Beamten der neufeeländischen Macht bejezt worden. Kapitän Bell wurde zum Oberrichter ernannt. Weiter wurden eine große Anzahl von Beamten und sogar von Ansiedlern verhaftet, sind aber inzwischen wieder freigelassen worden. Gefechte in Ostafrika. London, 27. November.( W. T. B.) Das Pressebureau verwerben." Hospitalschiffe nicht anerkennen! Konstantinopel, 27. November.( W. T. B.) Die Blätter veröffentlichen unter Ausdrücken der lebhaftesten Mißbilligung eine Erklärung Rußlands, daß es die unter dem Zeichen des Roten Halbmondes fahrenden Schiffe nicht als neutral anerkennen will. Sie verweisen darauf, daß während des Balkankrieges sogar Griechenland das türfische Hospitalschiff respektiert habe. " 2 11hr nachts wurde bem Kapitän gemeldet, daß die Lichter eines ganz in der Nähe befindlichen Fahrzeugs sichtbar seien. Er eilte an Ded und sah, daß der Dampfer wie es sich später herausstellte, war es Krefeld"-dicht hinter seinem Fahrzeug folgte und ihn nicht aus den Augen ließ. Bei Tagesanbruch waren am Die türkischen Erfolge im Kaukasus. Horizont dichte Rauchwolfen sichtbar und furze Zeit darauf war die öffentlicht einen Bericht über eine Anzahl Gefechte in Ostafrika, die Konftantinopel, 27. November.( W. T. B.) Der mili Karlsruhe" da. Der englische Dampfer fuhr langsamer und glaubte, feine Henderung von Bedeutung herbeigeführt hätten. In dem Bedaß das Kriegsschiff fein anderes als ein englisches fein fönnte. richt heißt es: Es gelang dem Feinde nicht, auf britischem Gebiet tärische Mitarbeiter des Tanin" mißt den von den Aber der Kreuzer hitte die deutsche Flagge. Der Kapitän des Fuß zu fassen, während wir den wichtigen Posten Longido auf türkischen Truppen in der Richtung gegen Batum errungenen und englischen Dampfers ließ nun durch F.T. bas S.O.S. Signal geben, I deutschem Gebiet bejezten. Der Angriff auf Longido fand am in dem gestrigen Bericht des Hauptquartiers bekanntgegebenen Fortdung logischer Denkgejeze deshalb schon ein Recht, die ganze| denkt man unwillkürlich an die Worte Her weghs: Von hunals ein Geschlecht von„ Wilden" und" Barbaren" zu erklären? deutschen Professor." Wie ganz anders und wieviel bernünftiger Keines von jenen Völkern, die heute im blutigen Kriege zuein- nimmt sich aus, was der unterdessen im Kriege gefallene ander stehen, hat diesen Krieg getvollt und herbeigewünscht, evangelische Pfarrer Otto 3 ur hellen in der Frankfurter Zei tung" schrieb: Die nationale Frage im Welt- ation, das ganze Bolt, und sei es welches Wolf immer dert Untugenden, die ich besike, verdanke ich neunundneunzig einem krieg. Einem österreichischen Gewerkschaftsblatt(„ Der Eisenbahner" bont 20. November) entnehmen wir folgende trefflichen Ausführungen. Unter den vielen beachtenswerten Erscheinungen, die der gegenwärtige Krieg hervorruft, sind es nicht allein die wirtschaftlichen Folgen und sozialen Schäden, gegen die sich eine entsprechende Fürsorge zu wenden hat. So tief einschneidend immerhin auch die Risse und Wunden sein mögen, die die Wirkungen dieses großen Arieges aufreizen, und so empfindlich Tausende der von den Folgen hart Betroffenen auch leiden mögen, so kann hier doch eine recht zeitige und a woedentsprechende soziale Fürsorge aus gleichend und vorbeugend wirken, insbesondere dann, wenn alle staatlichen und kommunalen Faktoren sich rechtzeitig über die Mittel und Wege im flaren sind, die die Sozialpolitik im Krieg einzuschlagen hat. . • Und nun, wo der Krieg eben als zwingendes Ereignis da ist, wird auch kein erlesener Geist von des Gedankens Blässe angetränkelt" und feine Theorie hilft über die Tatsache hinweg, daß jedes Wolf sein Land und seinen Heimatboden verteidigt, auf dem es lebt, in dem es mit seiner Kultur und seinen ökonomischen und materiellen Lebensbedingungen wurzelt. In dieser Erfenntnis liegt wohl auch der Schlüssel zum Verständnis des Verhaltens der sozialdemokratischen Partei aller Länder, soweit sie mit dem Kriege als einer gegebenen Tatsache zu rechnen hat. Der Krieg wedt solcherart das große Gemeinschaftsgefühl, das eben die gemeinsame Gefahr erzeugt und überbrückt scheinbar alle Gegensätze. Aber er löst auch Instinkte aus, die die Zeit des Friedens allmählich verlöscht und die der Geist einer geläuterten Aber es gibt leider auch in diesem Krieg noch andere Kulturertenntnis nicht fassen kann. Man hat uns in diesen Tagen Schäden, die eigentlich mehr auf geistigem und kulturellem Gebiet durch geschäftige und sensationslüsterne Zeitungen wiederholt von liegen, und gegen die sich ganz besonders das.... organisierte abscheulichen Greueltaten berichtet, die man in Belgien und FrankProletariat vom Standpunkt seiner Kampffähigkeit und reich an Deutschen verübt hat und umgekehrt geschieht das in den feiner prinzipiellen Richtung aus wird zur Wehr jezen genannten Ländern auch von den Deutschen, die als„ Barbaren" müssen. In diesen Tagen, wo man nicht mehr von einem Krieg hingestellt werden. Daß vor etlichen Tagen die deutschen Militärsprechen kann und wo leider ganze große Bölfer mit großer ge- behörden solchen Tatarenmeldungen felbft entgegengetreten schichtlicher Vergangenheit im blutigen Ringen gegeneinander sind, indem sie eine Reihe bon an deutschen Kriegsstehen, wo der Kreis aller Weiterungen nicht abzusehen ist, muß gefangenen begangenen Verbrechen, die verübt worden sein unwiderstehlich das klare Urteil hüben wie drüben getrübt und sollten als unrichtig bezeichneten, sagt wohl deutlich, wie das ganze Fühlen und Empfinden von jenen Ereignissen beeinflußt werden, wie sie als Kunde von den Schlachtfeldern, aus Spi- borsichtig solche Meldungen in jedem Fall aufzunehmen sind. tälern und Lazaretten zu uns gelangen. Daß solche Botschaften Aber wenn wirklich noch ein Teil solcher zumeist unkontrollier nicht immer danach sind, daß sie ganz abgesehen vom Stand- barer Gerüchte den traurigen Tatsachen entsprechen sollte, was punkt des sogenannten Völkerrechts ein Maßstabanlegen vom bejagen sie anderes, als daß wir eben vor menschlichen Entreinen Menschlichkeitsstandpunkt aus vertragen, wer wollte das in artungserscheinungen stehen, vor denen fein Wolf gediesen Tagen der großen Not noch leugnen? Denn das im Krieg feit ist, und für die es doch nie in seiner Gesamtheit verantwort Vorkommnisse sich ereignen, die als Greuel bezeichnet werden lich gemacht werden kann? Der Haß, der auf solche Weise durch müssen und die mit dem Kulturgewissen sich wohl im denkbar le bertreibung und durch einseitigegebantenarme schärfsten Widerspruch befinden, ist eine Erfahrung, die nicht allein und oberflächliche Verallgemeinerung gesät wird, in diesem fürchterlichsten aller Kriege gemacht wurde. Sie durch sollte aus Gründen der großen Stulturgemeinschaft der zieht die ganze Menschheitsgeschichte, soweit sie durch die Ge- Völker vermieden werden, denn er verschüttet zuweilen geistige schichte der Kriege getrübt ist, und ist eben der beste Beweis dafür, Werte, die heute nicht mehr einer Nation gehören, sondern dic daß im Kriege Tatente Kräfte wirksam werden und zur unge- das Kulturgut der Welt sind. Man mag die guten Leute, die bei bundensten Freiheit streben, die als Atavismus( Vererbung) uns mit so tindischer Emsigkeit auf Fremdwörter pürschen, die aus der Urzeit in der Menschenseele schlummern. Aber wenn wir fremdsprachigen Firmentafeln mit Papier bekleben und Speisekarten Fälle zu beklagen haben, daß Franzosen, Belgier oder Engländer überseßen", einstweilen tomisch finden, aber menn ernst zu neh. fich Vergehen zuschulden kommen ließen, die unser Kulturgewissen mende Professoren und Gelehrte fremde Nationen, deren auf und unser Menschlichkeitsempfinden zum schärfsten Proteft heraus- strebende Kultur sie vor wenigen Monaten noch staunend gepriesen fordern, haben wir bei nüchterner Ueberlegung und unter Anwen- haben, als„ Halbaffen" und" Mäusefallenhändler" bezeichnen, dann • „ Mir scheint die Art, wie sich jetzt der Haß gegen alles Französische, Englische und Russische bei uns äußer, sinnlos und ebenso unwürdig wie vordem die kritiklose Nachäfferei. Es ist gewiß gut, daß uns wieder die Augen dafür geöffnet werden, wie lächer lich sich viele unter uns benehmen, wenn sie mit fremden Namen und Formen prunten. Das ist verlogen, wenn es dazu dienen soll, den Unkundigen zu fangen, würdelos, wenn es den Anschein erwvedt, als seien wir überzeugt, daß nur die anderen etwas Rechtes sind und leisten. Es ist schon gut, daß man die Schilder zugeklebt hat, und beschämend, daß so viele zugeklebt werden müssen, daß ihrer so viele sind, die da meinten, einem Erzeugnis deutscher Arbeit größeres Ansehen geben zu können durch einen englischen oder französischen Namen. Es ist gut, daß der Krieg uns wieder lehrt, uns auf unseren eigenen Wert zu befinnen, daß wir wieder wagen, deutsch zu sein und zu sagen, daß wir es sind. Aber findisch ist die Art, wie jetzt alles bekämpft und verabscheut wird, was nur an die Feinde erinnert. Wenn es auch ein eigenartiges Erzeugnis frember Arbeit und Kultur ist, darf es nicht mehr so genannt werden. Von Brüsseler Spitzen und englischen Stoffen und russischen Pelzen darf man nicht reden und darf sie nicht haben; allenfalls noch türkische Teppiche darf man haben, weil die Türken zu uns halten. Vielleicht darf man bald auch nicht mehr Shakespeare aufführen und jich für Tolstoi interessieren. Das alles ist nicht nur tindisch, das ist der blinde Haß und wahr. lich kein Weg zum fünftigen Fried eu. Es ist von jeher unseres Voltes Vorzug gewesen, daß wir einen weiten Blick und Gerechtigkeitssinn besitzen. Wir erkennen das Gute an, wo es ist und nehmen es auf, denn wir können Fremdes gut ver= tragen, weil wir selbst genug eigene Kraft haben, das Fremde zum Eigenem zu machen. Für uns find Shakespeare, Moliere und Jbjen deutsche Dichter. Unsere deutsche Literatur ist zu einem guten Teil Weltliteratur und diesen Vorzug wollen wir uns nicht nehmen lassen durch den leidenschaftlichen Haß gegen das Fremde der durch den Weltkrieg aufgerührt wird. Wir glauben an die Möglichkeit einer Kulturgemeinschaft der Völker, und wir wissen, daß nur auf dieser Kulturgemeinschaft ein Weltfriede aufgebaut werden kann. Und darum ist nichts törichter und ver derblicher, als sich jetzt in einen Abscheu gegen alles, was von den Feinden kommt, hineingusteigern." Und vor allem die Arbeiterklasse, die die internatio. nale Kulturgemeinschaft gewerkschaftlich und politisch nicht missen kann, wird sich an diese Erkenntnis zu halten haben. Die deutschen Arbeiter haben in diesen Tagen ihre Pflicht als Deutsche in der aufopferungsvollsten Weise erfüllt. B Nr. 325. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 28. November 1914. Politische Uebersicht. Gegen nationalliberale Aufsichtsratspolitiker. Seit einiger Zeit wird der Abg. Paasche aus dem eigenen Parteilager heftig angegriffen, weil er in den Auf sichtsrat der„ Jasmazi"-Gesellschaft eingetreten ist, wofür ihm 5000 M. pro Jahr zugesichert worden sind. Böses Blut hat es offenbar auch gemacht, daß Abg. Bassermann an die Spite des Aufsichtsrates der" Sunlight"-Gesellschaft getreten ist. Herr Bassermann fann momentan gar keine Tätigkeit für das Unternehmen entfalten, weil er im Felde steht. Die deutsche Konkurrenz dieser Gesellschaft, in der englisches Stapital arbeitet, hätte aus naheliegenden Gründen lieber deren Zu sammenbruch gesehen, um einen unbequemen Konkurrenten los zu werden und den deutschen Markt allein beherrschen zu können. Zum Sprachrohr dieser Konkurrenz hat sich jetzt der Syndifus Dr. Stresemann gemacht, der in einer Versammlung des Verbandes sächsischer Industrieller ausführte: 群 Ich bin der Meinung, daß wir gar keine Veranlassung haben, englischen Trustfirmen ihre Kapitalien au retten. bedauere nur, daß hochgestellte, ja führende Persönlichkeiten fich oder ihren Namen dazu hergeben, an der Ueberführung solcher Firmen in deutschen Besitz mitzuwirken. Man sollte doch die Engländer unbarmherzig in ihrer Not fizen laffen, sollte es ablehnen, ihnen Geld zu geben, um Verluste für sich zu vermeiden. Die Angestellten und Arbeiter dieser Firmen werden bei deutschen Firmen unterkommen. Dr. Stresemann wies mit Bedauern auf den Fall der Sunlight- Gesellschaft hin, wo sich Leute fanden, die Gelder hergaben, um diese Firma zu retten." Herr Dr. Stresemann, selbst mehrfacher Aufsichtsrat, wird demnächst als Nachfolger des verstorbenen Dr. Semler im Wahlfreis Aurich in den Reichstag gewählt werden. Er wird bann Gelegenheit haben, innerhalb der nationalliberalen Reichstagsfraktion mit aller Schärfe den Kampf gegen die Aufsichtsratspolitik zu führen. Ein Zwangsruffe. Wie hart die unterschiedslose Ausweisung aller russischen Staatsangehörigen den einzelnen treffen kann, zeigt folgendes Schreiben, das uns aus Kopenhagen zugeht: " In einem Zuge Berlin- Saßniz traf ich zu Beginn des Krieges einen alten, siebzigjährigen russischen Juden. Er erregte allgemeines Mitleid durch sein verzweifeltes Aussehen. Er zitterte vor dem Gedanken, nach Rußland zurüdfehren zu müssen. In gebrochener deutscher Sprache erzählte er folgendes:" Ich habe den Pogrom in Kischinew miterlebt. Meine Frau wurde getötet, meine Tochter vergewaltigt und auf bestialische Weise ermordet. Meine Wohnung und Laden ausgeplündert und vollständig demoliert. Mein Sohn wurde im Jahre 1906 auf Grund von Spizelaussagen des Terrors an= geklagt und hingerichtet. Nichts hielt mich mehr in meiner „ Heimat" zurüd. Ich nahm meine wenigen Habseligkeiten und entfloh aus Rußland. Ich kam nach Berlin und hier atmete ich zum ersten Male in meinem Leben einigermaßen frei auf. Ich gründete mir eine neue wenn auch beschei. dene Existenz und gedachte hier mein Leben friedlich zu beschließen. Das ist mir aber nicht beschieden. Am 1. September tourde ich als„ Russe" verhaftet und ausgewiesen. Nach Amerika auszuwandern fehlen mir die Mittel. Auch bin ich zu alt und frank dazu. Es bleibt mir also nichts übrig, als in meine alte, verhaßte Heimat, die mir meine Familie, mein Hab und Gut geraubt hat, zurüdzukehren." Spricht dieses Schreiben nicht mit größter Eindringlichkeit dafür, daß man die unglücklichen Opfer des Zarismus schonender behandelt? Die Entschädigung für Luxemburg. Wie das„ Luxemburger Wort" meldet, hat das Deutiche Reich bis jetzt dem Großherzogtum 2ugemburg für Flur schäden usw. Entschädigungen in Höhe von 1 283 000 Franken gezahlt. Außerdem erhielt die Großherzogliche Regierung für die Benutzung von Straßen und Begen sowie für Benutzung Staatsgebäuden( für Einquartierungen) die Summe von 311 000 Franten. Die Kammer hat gestern ein Gefez betreffend die Festsetzung bon Höchstpreisen für Lebensmittel und Gebrauchsartikel angenommen. Beschimpfungen der Sozialdemokratie. Unerhörte Beschimpfungen der Sozialdemokratie leistet sich cin Flugblatt, das die Zechenpartei zu den Gemeindewahlen in Selm( Kreis Lüdinghausen) verbreitet. Der gebrudte Wisch, der dem Dortm. Generalanzeiger" beigelegt war, lautet: Achtung! Wähler der III. Abteilung. Am Donnerstag, den 26., findet Wahl der III. Abteilung statt. Seid daher auf der Hut. Wählt nur solche Personen, die das Vertrauen des Volkes befizen und uns feine unnüz hohen Steuern aufbürden. Auch solche Personen, die uns durch ihre Tätigkeit genügend bekannt sind, wählen wir nicht. wählen nur ust. auch, da der Beschluß der Preßkommission, dem ja auch der ZentralDie Deckungsfrage in Holland. Der Burgfrieden ist endgültig gescheitert. Der Parteivorstand vorstand von Groß- Berlin beigetreten ist, vorliegt. Wir wollen nur der Sozialdemokratie forbert die Parteiorganisationen auf, bemerken, daß wir in diesen Besprechungen ausführlich die erallerorts öffentliche Boltsversammlungen einzuberufen, hobenen Beschwerden, insbesondere auch die in sozialpolitischer Hinum gegen die Regierungsvorlage zu protestieren, welche die ficht erhobenen, widerlegt haben. Wir sind auch heute mehr als Mobilisationskosten von einer hochverzinslichen Anleihe decken je von der Richtigkeit unserer Haltung überzeugt, deren Notwendigwill, statt von einer einmaligen Sapitalabgabe der großen feit Genosse Bernstein in seinen Ausführungen über die Aufvermögen. Im Manifest heißt es: gaben der Parteipresse in der Leipz. Volfsztg." überzeugend nach,, Welche Kreise sind am meisten interessiert, daß die Neutralität gewiesen hat. Insbesondere hat die seit der Erhebung der BeHollands gewahrt wird und es also Frieden bleibt in unserem Ge- schwerden verflossene Zeit die Beschwerden stammen aus der biete? Selbstverständlich die Reichen. Kann auch die Arbeiterklasse die Beit des Kriegsbeginns bewiesen, daß unsere kritische Haltung Beibehaltung der unabhängigen Volkseristenz wünschen, für die gegenüber den Berichten von Verstümmelungen, ausgestochenen Reichen ist der Krieg an sich in finanzieller Hinsicht im allgemeinen Augen, abgeschnittenen Fingern und Brüsten durchaus gerechtam wenigsten ruinos. Die Regierung aber schreckt davor fertigt war. zurüd, dem Bürgertum das Opfer aufzuerlegen, daß von ihm nur Im übrigen müssen wir nochmals darauf hinweisen, wie ungenommen wird, was es in den letzten zwei Jahren reicher ge- gewöhnlich die Veröffentlichung von Vorgängen aus internen worden ist. Sie schreckt jedoch nicht davor zurück, die ganze Sizungen ist, die dadurch ja jeden Sinn verlieren würden, um arbeitende Klasse fünfzehn Jahre lang viel schwerer zu belasten. so ungewöhnlicher zu einer Zeit, in der jede freie Erörterung Sie läßt den Weg offen, nach drei Jahren die Anleihe durch eine unterbunden ist. Stapitalabgabe zu ersetzen. In drei Jahren aber, wenn alles wieder normal geworden ist, wird das Bürgertum dafür nicht mehr zu haben sein. Jetzt sieht es noch unter dem Eindruck der Kriegsereignisse, dann aber nicht mehr. Auch hier gilt es: jegt oder nie. Deshalb rufen wir die Arbeiter auf zum fräftigsten Widerstande gegen die Regierungspläne." Politische Anklage gegen Burzew. Die Redaktion des Vorwärts". Ausschluß Mussolinis. Wie ein Telegramm der Frankf. 3tg." meldet, schloß die Mailänder Parteiorganisation in öffentlicher Versammlung den bisherigen Direktor des Parteiorgans Avanti", Benito Mussolini, der sich bekanntlich nicht nur dem Parteibeschluß, für Italiens Neutralität im jezigen Krieg einzutreten, widersetzt, sondern auch ein eigenes Striegsheborgan, Jl Popolo d'Italia", gegründet hat. aus. Unter den Motiven für den Ausschluß wurde von dem Parteisekretär Lazzari ausdrücklich die moralische Unwürdigfeit Mussolinis erwähnt, weil Mussolini trok wiederholter Aufforderung nicht sagen wollte, wer das Kapital für sein neues Der Nowoje Bremja" zufolge hat der Untersuchungsrichter für besonders wichtige Angelegenheiten Waschkewitsch die Vorunter fuchung im Burzew- Prozeß beendet. Burzew befindet sich noch, entgegen anderslautenden Nachrichten, die vor mehreren Wochen in der Presse erschienen, als Gefangener im Petersburger Untersuchungsgefängnis. Der Prozeß wird vor der Petersburger Gerichtskammer Organ hergegeben hat. zur Verhandlung kommen. Das Ministerium des Innern und das Justizministerium verfolgen eifrig alle Einzelheiten diefer angelegenheit. Bekanntlich war Burzew bei Ausbruch des Krieges nach Rußland gereift, wo er sofort verhaftet und wegen seiner langjährigen Bemühungen, den Augiasstall des russischen Lockipizelregimes zu reinigen, unter Anklage gefegt wurde. Aus der Partei. Zur Erklärung der Preßkommiffion. Die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands sendet uns folgende Berichtigung: " Der„ Vorwärts" gibt in der„ Erklärung" in Nr. 321 die Beschwerdepunkte der Generalkommission nicht richtig wieder. Diese Tauteten: Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Verband der Steinarbeiter hat eine Erhebung über die Das Er gegenwärtigen Arbeitsverhältnisse in Berlin veranstaltet. gebnis, welches in der Mitgliederversammlung am Donnerstag mitgeteilt wurde, ist folgendes: Von 600 ausgegebenen Fragebogen find 400 beantwortet worden. Daraus ergibt sich, daß 266 Stein arbeiter bei 66 Unternehmern auf 125 Arbeitsstellen beschäftigt find. Ueber den Beschäftigungsgrad gibt die Erhebung, weil die Angaben von 200 Kollegen fehlen, fein vollständiges Bild, doch geht aus den vorliegenden Angaben bervor, daß die Bauten, auf denen gearbeitet wird, ihrer Bollendung entgegengehen. Die Arbeiten sind also bald beendet; es ist deshalb mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit, die gegenwärtig noch nicht besonders groß ist, in nächster Zeit zu rechnen. 1. Der„ Vorwärts" hat während der Kriegszeit, besonders Durch die mit den Unternehmern des Baugewerbes vereinbarte aber während der ersten Wochen nach Kriegsbeginn, gewertschaft Arbeitsgemeinschaft soll ja nach Möglichkeit für die Schaffung lichen, wirtschaftlichen und sozialpolitischen Fragen nicht die ge- von Arbeitsgelegenheit gesorgt werden. Auch der Zentral nügende Beachtung geschenkt. Die Forderung einer umfassenden vorstand des Steinarbeiterverbandes ist in diefem Sinne tätig. und schnellen Fürsorge für die Arbeitslosen wurde z. B. von Er hat eine dahingehende Eingabe an die Behörden gerichtet und einigen bürgerlichen Blättern früher und energischer erhoben eine Reihe zustimmender Antworten erhalten, jedoch verspricht man und propagiert, als durch den Vorwärts". Beschwerden einiger fich von der Arbeitsgemeinschaft mit den Unternehmern mehr Erfolg. Gewerkschaften gegen die Sparsamteitspolitik der Verkehrs- da ihr Vorgehen bei den Behörden wohl mehr praktische Resultate betriebe und anderer öffentlicher Betriebe wurden von der Vor- haben dürfte.- lleber die Arbeitsverhältnisse in Berlin wird wenig wärts"-Redaktion nicht veröffentlicht. geflagt. Jm allgemeinen werden die tariflichen Vereinbarungen mit Die Voltsfürsorge", ein Unternehmen der gewerkschaftlichen den Unternehmern innegehalten. Bei zwei Firmen find allerdings und genossenschaftlichen Organisationen, hatte der gesamten Berstöße gegen den Tarif festgestellt. Der Verband wird dagegen Bartei und Gewerkschaftspresse eine Notiz zur Veröffentlichung einschreiten. Ein Teil der arbeitslosen Kollegen ist zu anderen Beübermittelt, die den Zweck hatte, die Versicherten über die durch rufen übergegangen, die für militärische Zwede arbeiten. den Krieg herbeigeführte Veränderung der Rechtslage zu belehren Auf Antrag des Vorstandes beschloß die Versammlung: Ausund sie vor Schaden zu bewahren. Die gesamte Arbeiterpresse gesteuerte Mitglieder erhalten am Schluß eines jeden Monats, in brachte die Notiz. Die Redaktion des Vorwärts" lehnte die dem sie drei Wochen arbeitslos waren, eine Unterstützung von 10 M. Aufnahme im redaktionellen Teile ab und stellte der Volks- aus der Ortskasse. fürsorge" anheim, den Artikel oder eine Umarbeitung desselben als Inserat aufzugeben. " Die Lage der Sattler war nach der Kriegserklärung sehr 2. Der Vorwärts" tue nichts, um die Arbeiterschaft über deprimierend. Die Frage, wieweit der Verband werde ausreichen das Verhalten der sozialistischen Parteien und der Gewerkschaften fönnen, mußte ganz ernsthaft erwogen werden. Dementsprechend des Auslandes zum Kriege zu unterrichten. Er hat auf die fielen auch die Maßnahmen aus, die der Vorstand ergreifen mußte, zahlreichen Angriffe, die von fozialistischen Partei- und Gewerk- und fast einstimmig nahm eine große Versammlung dieselben an. schaftsblättern, ja selbst von einigen ausländischen Arbeiter- Bald machte fich aber ein Ilmichwung geltend, indem die Aufträge organisationen gegen die deutsche Partei und die deutschen Ge- in Militäreffeften immer stärker anfchwollen. Nach und beteiligten werkschaften gerichtet wurden, nichts erwidert. Dadurch müßte fich auch die stilgelegten Lederwarenbetriebe an diesen Lieferungen der Eindruck erwedt werden, als ob jene Vorwürfe von uns als und für diese Stategorie Arbeiter bot sich somit Beschäftigung. zutreffend anerkannt würden. Im Interesse der Würde und des Ja, selbst völlig berufsfremde Betriebe und Arbeiter warfen sich auf Ansehens der deutschen Arbeiterbewegung müßte das Zentral- Sattlerarbeit. So fam es, daß fast nur Kräfte für diese Be organ jene Angriffe ruhig und sachlich zurückweisen. schäftigung verlangt wurden. Redner gab eme ziffernmäßige Darstellung Was der Vorwärts" als angebliche Beschwerdepunkte der Generalfommission veröffentlichte, ist das Resümee des Vorsitzenden der Konferenz, in der diese Beschwerden verhandelt wurden. Mit Gruß Die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands. C. Legien." " * einer 3. Der Vorwärts" hat bei der Berichterstattung über der Arbeitsvermittelung. Zurzeit sind nur ganz wenige Arbeiter Die Situation ist also für den Verband so Greuel-, Verwundeten- und Gefangenenbehandlung in der Regel auf dem Nachweis. Dem entsprechend sind auch die Lohndas Verhalten unserer Gegner entschuldigt, Entgleisungen ein- günftig wie nur jemals. zelner Personen oder Zeitungen in Deutschland aber verall- berhältnisse. Allerdings sind die Arbeiter auch zu einer überaus gemeinert." langen täglichen Arbeitszeit verpflichtet. Bisher hatte auch der Verband auf gesunde Zustände in der Heimarbeit bingewirft; die getroffenen einschränkenden Bestimmungen haben aber infolge der Kriegsverhältnisse nicht eingebalten werden können. Immerhin warnte in der Quartalsversammlung des Verbandes der Sattler und Bortefeuiller Schulze bei Erstattung des Geschäftsberichtes bor lebertreibungen und ermahnte die Anwesenden, ihren früheren Grundsägen trotz allem noch eingedent zu bleiben. Nicht so günstig liegen die Verhältnisse der Hilfearbeiter in den neu eröffneten Wir hatten ursprünglich die Absicht, von der Veröffentlichung dem größten dieser Betriebe gehen Hilfsarbeiter mit einem WochenBetrieben. Hierin müsse unbedingt Wandel geschaffen werden. In Auch die tatEs ist in Selm die allerhöchste Zeit, daß wir weitblickende dieser Berichtigung" Abstand zu nehmen. John von 10-12 M. nach Haufe. umsichtige Vertreter der Gemeinderat zuführen. Seid aber auch sächlich erfolgte erfolgte Ankündigung eventuellen Berufung Weiter versuchen die Lederwarenbetriebe die Zeit auszunüßen auf dem Posten, um dem roten Gefindel einen Spieß entgegen auf den§ 11 des Breßgesezes hätte uns von dieser und die Löhne ganz erheblich zu fürzen. Wo die Betriebe im Tarifzuhalten. Einem roten Arbeiter ist es nicht mög- Ablehnung nicht abgebracht, da die bestehenden Presse- verhältnis standen, hat der Verband die Möglichkeit gehabt, einzulich, für das Wohl aller au wirken. Gehen wir ein- beschränkungen solchen Veröffentlichungen und den damit greifen. mütig für unsere Helden im Feindesland zum Wahllokal und verbundenen Diskussionen im Wege stehen. Eine Veröffentlichung Redner rügte auch, daß einzelne Mitglieder an den von der läuft daher unter den gegebenen Verhältnissen darauf hinaus, daß Generalversammlung faft einstimmig gutgebeißenen Striegsbeschlüssen die eine Seite zwar völlige Freiheit hat, ihre Anschuldigungen herumnörgelten. Das sei unwürdig einer so schweren Zeit. Von den Berliner Mitgliedern find 650 zum Militär eingezogen. au formulieren, der anderen Seite aber die Möglichkeit einer Ant- Die Einnahmen im dritten Quartal fonnten in der Berliner Filiale wort kaum gegeben ist. Deshalb wurden ja die Beschwerden der natürlich nicht ganz die Höhe der Einnahmen im zweiten Quartal Generalfommission gerade in internen Besprechungen erörtert. erreichen. Wenn man aber die Situation in der ersten Zeit des Jetzt aber haben die Behauptungen der Generalfommission ihren Krieges betrachtet, so ist das Ergebnis doch ein erfreuliches. Für Weg aus dem„ Correspondenzblatt" in die bürgerliche Presse ge- die Erwerbslosen und Kriegerangehörigen ist eine Weihnachtsfunden, wo sie natürlich mit lebhafter Genugtuung verzeichnet gratifitation in Aussicht genommen. Aus Aachen meldet Wolffs Bureau: Ein hier wohnender werden. Unter diesen Umständen erachten wir es für nötig, auch in besten Vermögensverhältnissen befindlicher Wirt faufte entgegen Kriegsmaßnahmen eines Schultheißökonomen. den fürzlich erlaffenen Bestimmungen Goldmünzen an, die er unseren Lesern Mitteilung von der„ Berichtigung" zu machen. Im übrigen müssen wir die Behauptung der Generalfommission, angeblich gegen hohen Verdienst anscheinend für das Ausland Zu den Arbeitgebern, die im Ausbruch des Krieges eine günstige weiter verkaufte. Er wurde verhaftet. Es besteht der dringende in der Erklärung der Breßkommission( um eine solche handelt Gelegenheit erblickten, sich ihren tariflichen Verpflichtungen zu ent Verdacht, daß er den Handel schon während der ganzen Striegszeit es sich) sei Unrichtiges wiedergegeben, entschieden zurückweisen. ziehen, gehört auch der Dekonom des Schultheiß- Ausschankes am gewerbemäßig betrieb. In den in der Erklärung angeführten vier Punkten hatte der Vor- Potsdamer Play, Herr v. Fürich. Seit dem Jahre 1911 hatte sigende der Besprechung, der Genosse Ebert, die Beschwerden diefer Vereinbarungen über die Arbeitsbedingungen der beschäftigten Die Lage in Mexiko. der Generalfommission zusammengefaßt und diese 8usammen- Angestellten abgeschlossen. Wie notwendig dies war, ging toobl am London, 27. November. Das Reutersche Bureau meldet fassung war bisher von der Generalkommission nicht als un- besten aus der Tatsache hervor, daß damals die dort tätigen Kellner aus Washington vom 25. d. M.: Villa hat die Unruhen, richtig bezeichnet worden. Wir konnten eine solche Anzweiflung gemeinfam die Arbeit einstellten. Selbst bürgerliche Blätter er die nach seiner Ankunft in der Stadt Meriko ausbrachen, um so weniger bermuten, als ja in der Erklärung der General- griffen für die Kellner gegen Herrn v. Fürich Partei. Während der Krieg manchen Geschäften wirtschaftlichen Schaden brachte, einen des Herrn v. Fürich wefentleicht unterdrückt. Carranza beabsichtigt Villi und kommission im„ Correspondenzblatt" diese vier Puntte selbst noch erhielt der Ausschant lichen Aufschwung. Trozdem brachte er es fertig, fchon 3apata einzuschließen, alle Eisenbahnen zu sprengen und mals von ihr angeführt worden sind. alle Silfsquellen abzuschneiden. Zur Sache selbst müssen wir uns furz fassen; wir können dies während der Mobilmachung nicht mehr die vereinbarten Löhne zu Diese Schimpfepistel ist in einer zentrumlichen Druckerei hergestellt. Wir wollen sie einfach niedriger hängen. Wenn aber die politischen Gegner der Arbeiterschaft den„ Burgfrieden" zu solchen Beschimpfungen mißbrauchen, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn ihnen von uns in fräftigem Tone geantwortet wird. Der Handel mit Goldmünzen. zahlen. Gleichzeitig entzog er sich seiner erst im Juli eingegangenen] Verpflichtung, bei Bedarf von Personal den paritätischen Arbeitsnachweis für das Gastwirtsgewerbe zu benutzen. Obendrein entließ er die beiden Vertrauensleute der Angestellten, von denen der eine zehn, der andere annähernd fünf Jahre im Betriebe tätig gewesen waren. Er tat dies, obgleich nicht die geringste Differenz vor gekommen war, und er beiden Kellnern in ihren Entlassungszeugnissen ihre guten Leiſtungen ſelbſt beſtätigen mußte. Angeſtrengte Bemühungen, eine Einigung resp. eine Verständigung berbeizuführen, scheiterten. Dem Vertreter des Polizeipräsidenten, welcher sich der Sache annahm und der eine Einigung vorichlug, fonnte v. auch feine plausiblen Beweggründe für seine Handlungsweise geben. Einer Ladung vor das Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts leistete er feine Folge. ziehung zum Reiche durch die Kriegsteilnahme nicht gegeben ist, haben nicht das Reich, sondern die Kassen die Kosten zu tragen. Dies wird ihnen dadurch ermöglicht, daß die Landesversicherungsanstalten zu diesem Zwecke langfristige Darlehen zu niedrigem 3insfuß zu gewähren haben." Die Kosten sind auf zwei Millionen Mark monatlich veranschlagt. Die Verordnung soll sofort in Kraft treten, nach dem der Reichstag der Verausgabung dieser Mittel zugeſtimmt hat. Dies Notgesetz wäre eine fleine Abschlagszahlung auf die Wiederaufhebung des Krankenkassennotgefeßes und auf das Kriegskrankenkassenprojekt des Professor Manet. Lehrlingsklage. Die Art und Weise, wie hier seitens eines Gastwirtes vor- Gegen den Mechaniker Ernst Marawste richtete sich gestern gegangen wird, ist jedenfalls sehr bezeichnend. Besonders in einer vor dem Gewerbegericht die Klage eines Lehrlings auf Fortsetzung Beit, wo die Regierung sowohl wie große wirtschaftliche Organis des Lehrverhältnisses. Der Kläger, der nur noch ein halbes Jahr fationen ernstlich bemüht sind, alle Härten und Konflikte zu verzu lernen hatte, sollte durch einen tätlichen Angriff auf seinen meiden. Man soll sich deshalb nicht wundern, wenn die Angestellten Meister Grund zur Entlassung gegeben haben. Nach dem eigenen die Wahrung ihrer Interessen in die Hand nehmen, Vortrag des Beklagten handelte es sich lediglich um die Abwehr einer zweiten Ohrfeige. Der Lehrling hielt nach Empfang des ersten Streichs die Hände des Meisters fest. Der Beklagte wendete ferner ein, der Kläger habe die anderen Lehrlinge auf wiegeln" wollen. Auch hier stellte sich die Harmlosigkeit des Vorfalls bald heraus. Der Kläger hatte lediglich als ihm ein Berſehen passiert war, bon den anderen Lehrlingen verlangt: sie müßten wie ein Mann" zusammenhalten und dürften nichts Ausland. Gewerkschaften und Kriegsanleihe in Oesterreich. Der Zentralverband der Bauarbeiter Desterreichs zeichnete 100 000 kronen Striegsanleihe, ebenso die Organisation der Buchdruder Ungarns. Der ungarische Buchdruckerverband erklärte, er wolle dazu beitragen, daß die Regierung eine großzügige soziale Hilfsaktion leisten könne. Aus Industrie und Zur Frage der Milchversorgung. Das westdeutsche Bauernorgan, die„ Rheinische Volksstimme" ( Nummer 264 dom 25. November) verlangt Höchstpreise auch für Futtermittel und begründet diese Forderung mit dem Hinweis auf eine eventuelle Steigerung der Milchpreise: berraten. Der Beklagte ließ sich nicht davon überzeugen, daß die Entlassung unbegründet war. Lag ihm etwa daran, die im Lehrvertrag für den Fall einer begründeten Lösung des Lehrverhältnisses vorgesehenen 400 M. zu erhalten? Der Beklagte muß vielfach ge schäftlich von der Werkstatt abwesend sein und doch bildet" er mit einem eben aus der Lehre hervorgegangenen Gehilfen zusammen fechs Lehrlinge aus". Das Gericht verurteilte den Beklagten, den Vertrag zu erfüllen. Gerichtszeitung. " Ihr Strolche werdet doch nicht arbeiten!" Die Milch ist kein Produkt, das aufgestapelt werden kann, sondern fie muß jeden Tag neu gewonnen werden. Bei den überaus schwierig zu beschaffenden Kraftfuttermitteln und den enorm hohen Preisen, die dafür gezahlt werden müssen, fann eine Produktion in dem früheren Umfang aber nicht aufrecht er halten werden, wenn nicht zahlreiche Landwirte finanziell zugrunde gehen sollen. Viele Landwirte suchen durch eine Im Frühjahr 1913 fand bei dem Malermeister HolzVerminderung ihrer Viehbestände und durch geringe Gaben von apfel in Tegel eine Arbeiteraussperrung statt. Malergehilfe Kraftfuttermitteln ihr Verluste zu verkleinern. Die Folge ist selbst- Paul Wendland war von dem Malergehilfenverband verständlich eine kleinere Produktion. Diese wird dann noch ver- beauftragt, acht zu geben, daß kein organisierter Gehilfe in ringert durch die rapide sich ausbreitende Maul- und Klauenseuche, der Holzapfelschen Werkstatt arbeite. Bei dieser Gelegenheit die, wie ein Landwirt in der„ Niederrheinischen Volkszeitung" mitteilt, allein im Kreise Krefeld einen Schaden von vielen Hundert soll Wendland sich der Beleidigung und Bedrohung durch tausend Mart verursacht. Im Anschluß an diese Mitteilung stellt die in der Ueberschrift enthaltenen Worte schuldig gemacht der betreffende Landwirt die Frage, ob es besser sei, jetzt schon haben. dent Milchpreis um ein Geringes zu erhöhen, um die Verminde rung der Produktion zu verlangsamen oder mit der Erhöhung zu warten, bis die Verhältnisse in der Milchproduktion vollständig berangiert seien?" Uns scheint, als ob es dem Blatte in erster Linie darauf ankommt, dem Publikum die geplanten und hier und dort schon durchgeführten Milchpreissteigerungen mundgerecht zu machen. In dieser Jahreszeit macht sich im allgemeinen ein Mangel an Futtermitteln noch nicht bemerkbar, aber schon seit Wochen fünden die Milchbauern und Händler an, daß es ohne Erhöhung der Milchpreise nicht mehr weiter gehen fann". Aus diesem Grunde allein schon wäre es wünschenswert, daß die Regierung dem ausgesprochenen Verlangen der„ Rheinischen Boltsstimme", Höchstpreise für Futtermittel festzusetzen, nachfommt. Denn dann ist den Milchverteuerern wenigstens ein Argument genommen, womit sie die unseres Erachtens unberechtigte Milchpreissteigerung ſtützen. Beseitigung der Fleischübergangsabgabe in Sachsen. Das Königreich Sachien erhob von allen nach Sachien ein geführten Fleischwaren auch solchen, die aus deutschen Bundesstaaten famen eine besondere Uebergangsabgabe, die natürlich berteuernd wirken mußte. Die Regierung hat sich nunmehr veranlaßt gesehen, diefe Uebergangsabgabe von Fleischwaren aufzu heben, die von sächsischen Gemeinden aus anderen Bundesstaaten bezogen und ohne Gewinn den Verbrauchern selbst oder den Verfäufern unter vorzuschreibenden Höchstpreisen abgegeben werden. Woche Millionen verdient haben an Fourage. Die Preise werden hier hochgeschraubt allein durch die Ausfuhr. Mehl darf nicht ausgeführt werden, dagegen aber Brot; was die Folgen davon sind, fannst Du Dir denken: Tausende Kilogramm Brot werden ausgeführt. Nun an die Grenze! Was ich da gesehen und gehört habe von den Taufenden von Flüchtlingen, die unsere Grenzen passiert haben! Ein unbeschreibliches Elend war hier zu sehen. Frauen, Kinder und Greise, alles zu Fuß! Da waren Leute darunter, die bald eine ganze Woche gelaufen waren. Drüben an der Grenze standen zwei bayerische Landwehrmänner. Sie sprachen vom Krieg und meinten, daß sie ihre Heimat nicht wiedersehen würden. So etwas stimmt traurig. Grüße usw. Ein letter Dienst. Bei V. fanden wir ihn. Er mochte wohl vergessen worden sein, als ihm der Arm zerschmettert wurde, und so hatte er sich ver= blutet. Ein Kruzifir stand am Wege, zierlich umgittert und von Bäumen beschattet. Dahin hatte der Verwundete sich geschleppt, nachdem ihm der Granatsplitter den Arm zerschmettert hatte, und dort war er verschieden. Wir hatten die roten Hosen durchs Gebüsch leuchten sehen und ihn so gefunden. The wir ihn begruben, nahm ich ihm Brieftasche und Erfennungszeichen ab; ein Brief glitt heraus. Eine Frauenhandschrift, viele liebe Worte, zitternde Angst und Liebe flang daraus und doch wieder gläubiges Erwarten! Mein einziger Troft ist, daß unser Heer immer siegreich ist, Ihr die Deutschen immer schlagt. und dann:„ Die Kleine fann bald laufen, wenn Du heimfommst, wird sie Dir entgegen= kommen... Schreibe mir, wenn es auch nur ein Wort ist..." Ich muß die Hand über die Augen decken, heißt es in einem Feldbrief der Frankfurter Zeitung", und die Zähne zusammenWir haben ihn begraben beim Kruzifig und ein Kreuz mit beißen, einen Augenblick packt mich das Entsehen. seinem Namen darauf gesezt.. Wann wird sie es erfahren, die auf ihn wartet?... " " Pfui! Der Landrat des Kreises Gardelegen, v. Alvensleben, hat unterm 23. d. Mts. nachstehende öffentliche Bekanntmachung ergehen lassen: Der Landwirt Wilhelm Strauß in Lodstedt bei Debisfelde hat ostpreußische Flüchtlinge, eine Frau und zwei Kinder im Alter von 5 und 12 Jahren, die ihm von dem Gemeindevorstand auf Grund des Kriegsleistungsgefeßes überwiesen waren, ohne weiteres vor die Tür gefeßt, troßdem er in seinem Hause drei unbenuste heizbare Bimmer zur Verfügung hat. Frierend und weinend wurde die arme Familie von Nachbarsleuten des Strauß, die kein heizbares Zimmer übrig haben, aufgenommen. Strauß hat schon bei der Ausbebung der Mobilmachungspferde wenig vaterländische Gesinnung gezeigt. Zur Warnung für andere bringe ich dies zur öffentlichen Kenntnis." Was eine Armee braucht. In der gestrigen Verhandlung vor dem Schöffengericht BerlinWedding vermochte nur ein Malerlehrling Henning zu bekunden, Wir lesen in der Mannheimer Volksstimme": Was eine Armee Wendland habe eines Sonnabendabends in die Werkstatt hineingerufen: Ihr Strolche werdet doch nicht arbeiten!" Er( Beuge) an Arzneimitteln und Wirtschaftsartikeln im Felde braucht, Das Güter- Depot der habe sich dadurch beleidigt gefühlt. Da er noch nicht achtzehn Jahre tönnen nachstehende Zahlen beleuchten. Der Amts- Sammelstation in Mannheim hat in den ersten alt war, habe sein Vater den Strafantrag gestellt. Der Verteidiger, Rechts- drei Kriegsmonaten berbraucht: 98 000 Binden, 11 500 Kilogr. Wolle, anwalt beantragte 10 M. Geldstrafe. anwalt Wolfgang Heine fagte, es liege teinerlei Beleidigung vor. 149 000 Meter Mull, 25 000 Silogramm Lyfol, 25 000 Kilogramm Der Angeklagte war von seiner Organisation beauftragt, acht zu Chlorfalt, 2000 Kilogramm Bolus( gegen Ruhr), 3000 Kilogramm geben, daß fein Organisierter bei Holzapfel arbeite. Zu den Or Tonerde, 90 000 verschiedene Tabletten, 3000 Kilogramm Opiumganifierten gehören aber nicht die Lehrlinge. Der Ruf Strolche" tinftur, 210 000 Salmialpastillen, 400 000 Afpirin Tabletten, An Wirtschaftsartikeln u. a. war an den Zeugen Henning nicht gerichtet, er fonnte sich mithin 390 000 Meter Heftpflaster. 15 000 Hemben, 8000 Leibbinden, nicht beleidigt fühlen. Er( Verteidiger) beantrage daher die Frei- 20 000 wollene Deden, 10 000 wollene Soden, 4000 Krantenanzüge, 8000 Strobfäde, sprechung. Den Antrag erhob das Gericht zum Urteil. 230 Fleischbadmaschinen, 15 000 Kilogramm Soba, 50 000 Stilo gramm Seife, 35 000 Stearinferzen. An Eß waren: 3000 Kilogramm Stakao, 9000 Doien tondenfierte Milch, 7000 Tafeln Schokolade, 1500 Batete Sets, 10 000 Gier, 800 Kilogramm Schinken, 5000 Flaschen Sognat, 500 Flaschen Rum. Sittlichkeitsverbrechen. " Parteiveranstaltungen. 9 Die schändliche verbrecherische Tat des Hutmachers Paul Beständig in Neukölln, der am 19. Juli das vierjährige Töchterchen der im Hause Warthestr. 13 wohnenden Frau Napp zum Opfer gefallen ist, stand gestern zur Verhandlung vor dem Schwurgericht des Landgerichts II an. Der Angeklagte, ein 27 Jahre alter, verheirateter Mann und 2. Kreis. Jugendabteilung. Die jugendlichen Genoffen und Ge Bater eines sechsjährigen Sohnes, hat in Abwesenheit seiner in Aders Festsälen, Hasenheide, Ede Jahnstraße. Eintritt 20 Pf. Eröffnung Familienmitglieder am 19. Juli das fleine Mädchen in seine Woh- nofjinnen beteiligen fich Sonntag, den 29. November, am Boltsliederabend nung gelockt und sich an ihm in schändlicher Weise vergangen. 6 Uhr. Beginn 7 Uhr. Dann hat er das Kind mittelst einer Schnur erwürgt. Der AnAdlershof. Montag, den 30. November, 1,9 Uhr abends, bei Staul, geklagte hat, nachdem er am 25. Juli in Haft genommen worden Bismarckstraße: Generalversammlung. Tagesordnung u. a.: Bericht des war, nach anfänglichem hartnädigen Leugnen das Verbrechen zu Borstandes und Bericht der Gemeindevertreter. Die Weihnachts Jugendschriftenausstellung findet am 28., 29. und gestanden. Die bestialische Tat hatte Veranlassung gegeben, den Angeklagten auf 6 Wochen zur Beobachtung seines Geisteszustandes 30. November im Jugendheim, Bismarditraße 31, Duergel äude parterre, einer Anstalt zu überweisen; die Untersuchung hat jedoch eine statt. Die Ausstellung ist geöffnet am Sonnabend von S-- 9 Uhr, SonnGeistestrankheit nicht feststellen können. Wie der Vorsitzende zu fag 4-9 Uhr, Montag 6-9 Uhr. Da in diesem Jahre große Ausgebeten. den Personalien feststellte, ist der Angeflagte seinerzeit einer Für in guten Jugendschriften vorhanden ist, wird unz regen Zuspruch forgeanstalt überwiesen worden, weil die häuslichen Verhältnisse überaus ungünstig waren. Der Angeklagte bestritt, die Absicht Berlängerung des franzöfifchen Moratoriums. Auf den Antrag gehabt zu haben, das von ihm in seine Wohnung geloďte Kind zu des französischen Handels- und Finanzministers ist ein töten. Nach dem Gutachten der medizinischen Sachverständigen Defret unterzeichnet worden, das für Monat Dezember bie ist der Angeklagte ein degenerierter Mensch, der aber bei der Tat Artikel des Defretes vom 27. Oftober aufhebt, wonach der Gläubiger nicht unzurechnungsfähig gewesen ist. Den auf Verbrechen wider berechtigt war, am 1. Dezember die Deckung der von den Schuldnern die Sittlichkeit und Totschlages lautenden Schuldfragen wurde auf ausgestellten Rimessen und die Bezahlung von Warenforderungen zu Antrag des Staatsanwalts noch eine Frage nach fahrlässiger verlangen. Die Maßregel bedeutet die unbeschränkte Ver- Tötung, auf Antrag der Verteidigung eine solche nach Körperverlängerung des allgemeinen Moratoriums bis zum legung mit Tobeserfolg hinzugefügt. Die Geschworenen sprachen 1. Januar 1915. den Angeklagten des Sittlichkeitsverbrechens und der Körperverlegung mit Todeserfolg schuldig. Der Staatsanwalt beantragte 8 Jahre, das Urteil lautete auf 12 Jahre Zuchthaus. Die Trockenkartoffel- Verwertungsgesellschaft bittet um Ergänzung der heutigen Mitteilung über die Preise von Kartoffel fabrikaten in folgender Weise: Die veröffentlichten Preise sind nicht die vom Bundesrat festgesezten Höchstpreise für Startoffelfabrikate, sondern die von unserem Ausschuß mit Genehmigung des Herrn Reichsfanglers festgesezten Preise für Produzenten und Abnehmer. Soziales. Reichshilfe für Wöchnerinnen. Der Bundesrat hat einer Verordnung zugestimmt, die den Frauen, deren Männer zu Kriegsdiensten einberufen sind, Wochenhilfe sichert. Offiziös wird dazu geschrieben: Kleine Nachrichten. Die Not in Holland. Werter Kollege! Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 29. November, vorm. 9 Uhr, Neukölln,„ Idealpassage"; Tegel, BahnhofPappel- Allee 15-17; ftraße 15 und Ober- Schöneweide, Klarastr. 2: Freireligiöse Borlesung. Vormittags 11 1hr, Kleine Frankfurter Sh. 6: Bortrag von Herrn G. Däumig:„ Kirchenzucht einit und jetzt." Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hof rechts, barterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten be stimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen feine Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. an. M. K. 58. Sie 2. 77. Wehrmann. 1. Ja. 2. Nicht bekannt. Abonnent, Mühlberg an der Elbe. Ihre Reklamation wegen Nichtlieferung des Borwärts bringen Sie, bitte, bei dem dortigen Postamt Das Werf, Der„ Bergischen Arbeiterstimme" entnehmen wir folgenden das Sie zu abonnieren gedenken, erfmeint uns nicht empfehlenswert. Die Unterstützung besteht in denjenigen Leistungen, welche Brief eines in Holland lebenden Arbeiters an einen Solinger einbehalten, darf sie aber während der Dauer des Krieges nicht verkaufen. B. M. 100. 1. Ja. 2. An die Steuerkasse. 3. Der Hauswirt fann Möbel die Reichsversicherungsordung als„ Wochenhilfe" bezeichnet und Kollegen: Agnes II, 1. Nein. 2. Bei Eintritt in eine höhere Stlasse müssen Sie umfaßt sowohl das, was die Krankenkassen in dieser Hinsicht den höheren Betrag zahlen. 3. Sie haben Anspruch auf Witwenrente. fraft Gesezes leisten müssen, als auch in der Hauptsache das, Nun will ich anfangen mit einer allgemeinen Schilderung A. M. 14. Antrag auf Eröffnung des Testaments können alle Erben was sie als nur freiwillige Leistungen durch ihre Sabung über- des Bustandes, wie er in Amsterdam ist. Es herrscht hier auch stellen. Fordern Sie vom Gericht Abschrift des Testaments ein und nehmen können. Es sind dies: Hilfe durch Hebamme oder Arzt, eine große Arbeitslosigkeit. Nun hat man ein sogenanntes fprechen Sie mit derfelben in der juristischen Sprechstunde vor, damit wir M. K. Das ist unsowohl bei der Entbindung als auch schon vorher bei etwaigen Unterstützungskomitee gebildet, um der hungernden Arbeiterschaft sehen können, ob das Testament anfechtvar ift. P. 5. 30. Beide Zeichen bedeuten: wegen Schwangerschaftsbeschwerden, ferner ein Wochen- und ein Still- eine fleine Unterstügung zu gewähren, damit sie ruhig bleibt. Es möglich anzugeben. geld. Das Wochengeld wird in Höhe von einer Mark auf jeden war auch zu traurig! Zu Hunderten standen die Leute vor den chronischer Unterleibsleiden nur landsturmpflichtig. find wegen Unterleibsbrüche für dauernd untauglich erflärt. G. F. 5. Tag für acht Wochen gezahlt; das Stillgeld von fünfzig Pfennig stafernen und vor anderen Gebäuden, wo Militär in Quartier lag, und A. E. 39. Wegen Zahnfebler nur landsturmpflichtig. täglich erhalten die Wöchnerinnen, solange sie ihre Säuglinge um die este vom Mittagessen und vom Brot abzuholen. Wegen Verlust oder Berstümmelung mehrerer Zehen landsturmpflichtig. selbst stillen, bis zur Dauer von zwölf Wochen nach der Nieder- Ich habe da Leute gefeben, die früber nicht an so etwas gedacht funft. Die Krankenkassen vermitteln diese Leistungen und er hätten, als ich noch mit ihnen arbeitete. Sie standen nun und Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über halten Ersatz dafür aus der Reichskasse. Für die Behandlung warteten auf einen Rest- traurig! Dann friegten sie noch ein paar den Großhandel in den Zentral- Martthallen.( Ohne Berbindlichkeit.) Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsenbei der Entbindung werden in jedem Einzelfalle fünfundzwanzig Mart von dem Komitee, und Miete muß ja auch gezahlt werden. Freitag, den 27. November. Mart, für diejenige von Schwangerschaftsbeschwerden bis zehn Gin Moratorium ist hier noch nicht; es sind schon viele Familien fleisch Ia 80-92, bo. Ila 76-79, bo. Illa 67-75; Bullenfleisch la 80-85, bo. Ila 70-76; Stübe, fett 60-64, do. mager 44-48; Freffer 65-72, Marf gewährt. Die Kassen ihrerseits fönnen beschließen, den aus den Wohnungen gefeßt worden. Hier hat der Geldmann. dänische, 48-54, Bullen, dänische, 57-70; Kalbfleisch: Wöchnerinnen statt der baren Beihilfe die Behandlung durch den Mund voll patriotischer Reben, aber wenn es ans Geld geht, Freffer, Arzt oder Hebamme unmittelbar zu gewähren. Wichtig ist, daß heißt es: Taiden au! Nun hat das Komitee einen Weg ge- Doppellender 115-125; Mafitälber la 88-100, bo. Ila 75-87. Sammel die Wochenhilfe auch dann gewährt wird, wenn der Ehemann funden, um das Uebel einigermaßen zu heben. Es werden jetzt fleisch: Maſtlämmer 80-90; Gammel Ia 74-79, bo. IIa 69-73; Schafe bei seinem Eintritt in den Kriegsdienst von seinem Rechte frei Mietbons verteilt für die halbe Miete; diese müssen vom Ver inländisches: Startoffeln, Daberſche 50 kg 3,75-4,25; weiße Staifertronen 67-72. Schweinefleisch: Schweine fette 72-76, Jonstige 62-71; Gemüse, williger Weiterversicherung keinen Gebrauch gemacht hat. Ferner mieter unterschrieben werden, daß er damit zufrieden ist. Wer nun 3,50-3,75; Magnum bonum 3,75-4,00; Boltmann 3,50-3,75; Borree, sollen die Krankenkassen eine gleiche Wochenhilfe auch den für auf ein bißchen Entgegenkommen gerechnet hat beim Vermieter, der Schod 0,70-1,00; Sellerie, Schod 3,50-6,00; Spinat 50 kg 20,00-25,00; die eigene Person versicherten weiblichen Personen leisten, bei hat weit gefehlt! Wenn man mit so einem Mietbon zum Vermieter Mohrrüben 2,50-3,00; Stohlrabi Schod 0,80-1,10; Wiringtohl Schod denen eine Kriegsteilnahme des Ehemannes nicht in Frage steht. tommt, dann fagt er: Unterschreiben will ich wohl, aber die andere 4,00-10,00; Birfingfohl 50 kg 4,00-5,00; Beigtohl Schod 3,00-8,00, Es erscheint billig, diese beitragzahlenden Kassenmitglieder nicht hälfte muß auch da sein, sonst wird nicht unterschrieben." So wird Beißkohl 50 kg 2,50-3,00; Rotkohl, Schod 4,00-10.00; Rotfobl 50 kg 4,00 bis 5,00; Gruntob! 50 kg 3,00-500; Stoblrüben 50 kg 4,00-6,00; Zeltomer schlechter zu stellen, als die Ehefrauen, di enicht selbst der Staffe der Arbeiter ausgefogen bis auf die Knochen. Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 3,00-10,00; Buumenangehören; auch wird hiermit eine Lüde ausgefüllt, die bei Aus- Tausende Belgier werden in unserem Lande ernährt und unter fohl, Erfurter, 100 St. 15,00-20,00, Rojehloh! 50 kg 22,00-28,00, Meerbruch des Krieges im Interesse der Leistungsfähigkeit der Dach gebracht. Keiner wird es den Leuten mißgönnen, aber es muß rettich Schod 5,00-12,00, Petersilienwurzel Schodbund 1,00-3,00; Krankenkassen durch Gesetz vom 4. August d. J. in deren Leistun doch auch fürs eigene Bolt gesorgt werben. Diese Gorge läßt aber Rabieschen Schodbund 0,70-1,00; Salat Schod 2,00-4,00; 8wiebeln gen notwendig geriffen werden mußte. Ta hier aber die Be- viel zu wünschen übrig. Dann sind hier Firmen, die in einer 50 kg 7,00-7,50; Stürbis 50 kg 4,00-5,00. Neu eröffnet Schuhwarenhaus F. Potolowski Nach m. b. H. Grosse Frankfurter Strasse 141 Ecke Fruchtstrasse- Grosse Frankfurter Strasse 141 Das Renommee unserer Firma besteht in schnitt billigsten Prelsen grösster Auswahl Ein kleiner Preis- Auszug aus unseren Riesen lägern: Für Herren und Schnür 11.50 bis 21.00 10.50, form haltbare Qualitäten streng festen Preisen! 31/35 Schulstiefel.... 31/35 Lackkappe 31/35 Für Damen Für Kinder Desenstiefel Chromleder, mit Lackkappe und Derby- 490 Starker Strassenstiefel gutes Tragen, in Zug, Schnalle 595 Oesenstiefel Rindbox, gute Pass: 475 27/30 400 25/26 350 Desenstiefel Chrom- Chevreau, Chrom- Chevreau, mit Lackkappe und Derby- 590 Agraffenstiefel Rossbox, mit Derby...... 750 Oesenstiefel Box Calbin, vorzig!: 525 27/30 450 25/26 400 Desenstiefel Ross- Chevreau, mit Lackkappe und Derby- 25 mit 550 27/30 500 500 25/26 425 Desenstiefel Ross- Chevreau, m. 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Er war uns ein lieber, treuer und pflichtbewußter Mitarbeiter; wir werden ihm ein dauerndes, ehrendes Andenden bewahren. 107/3 Der Vorstand. Allen Parteigenossen, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann Johann Gelszinnes am Mittwoch, im 70. Lebensjahre unerwartet verstorben ist. Dies zeigt tiefbetrübt an die trauernde 5386 Witwe Auguste Gelszinnes. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des neuen Treptower Gemeinde Friedhofes, Kiefholzstraße, aus statt. 0 Sozialdemokratischer Wahlverein Treptow- Baumschulenweg. Bezirk 5. Am 25. d. Mts. verstarb im Alter bon 70 Jahren unser Genosse, der Händler Johann Gelszinnes am Am Treptower Part 38 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. November, nach mittags 3 Uhr, von der Leichen: halle des Treptower GemeindeFriedhofes in Baumschulenweg, Stiefholzstraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 196/3 Der Vorstand. Am 24. November verschied nach furzem, schwerem Leiden mein Mann, der Schlosser Heinrich Schwarz im Alter von 45 Jahren. Frau Schwarz nebst Kindern. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 3 Uhr, in Stahnsdorf statt. am 120A 9.50, 10.50, 11.50 bis 18.50 elegante Form . von 50 8.75, 9.50, Dem Andenten unferer auf dem Kriegsschauplah gefallenen Genoffen! Bei den Kämpfen im Westen fiel der Kohlenhändler Paul Kunold Samoastraße 21, 16. Abt. Bezirk 758. Bei den Gefechten im Diten fiel der Bauarbeiter Franz Spickermann 233/14 Genter Straße 37, 16. Abt. Bezirk 751. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr Seinen auf dem östlichen Kriegsschauplatz erhaltenen Wunden erlag im Lazarett zu Lübben unser Genosse, der Kraftwagenführer Oskar Strauß Grunewaldstraße 87. 15/19 Sozialdemokrat. Wahlverein Berlin- Schöneberg. Bezirk 3. Am 19. November verstarb im Osten an den Folgen seiner schweren Verwundung der Tischler Georg Kopplin Krossener Straße 11. 10/5 Sozialdemokrat. Wahlverein Niederbarnim. Bez. Lichtenberg. Am 3. Ditober fiel im Westen der Maurer Walter Langenick aus Basdorf, N.-B. Sozialdemokrat. Wahlverein Niederbarnim. 2. Landbezirk. ArbeiterRadfahrer- Bund „ Solidarität“, Mitgliedschaft Berlin. In Erfüllung der traurigen Pflicht geben wir allen Mitgliedern bekannt, daß unser langjähriger, treuer Bundesgenosse Otto Ritter ( 7. Abteilung) in den Kämpfen im Weiten, am 12. November, im Alter von 30 Jahren gefallen ist. Ehre seinem Andenken! 12/6 Die Ortsverwaltung. Allzu früh und jern von der Heimat starb am 7. November bei einem Sturmangriff auf dem westlichen Kriegsihauplab mein lieber Mann, treusorgender Bater, lieber Sohn, Bruder, Schwager, Schwiegersohn und Neffe, der Behrmann 128A Rudolf Fritsch im Alter von 34 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Bar einfach war Dein Leben, Du dachtest nie an Dich, Nur für die Deinen streben War Deine größte Pflicht. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10. 243/6 Deutscher Holzarbeiterverband. Zahlstelle Berlin. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Stod arbeiter Adolf Seidel Lichtenberg, Tasdorfer Str. 44 im Alter von 58 Jahren gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung fand Donnerstag, den 26. November nachmittags 3 Uhr, in Marzahn statt. 94/1 Die Ortsverwaltung. Am Dienstagabend 10 Uhr entschlief nach langen, schweren Leiden mein lieber Mann, unfer Schwager und Onkel, der Weiß gerber Max Sauer im Alter von 46 Jauren. Dies zeigt mit der Bitte um stille Teilnahme an Witwe Luise Sauer geb. Porthe, 12 Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 28. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Michael- Kirchhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Monatsgarderobe Ulster, Paletots, Anzüge, sehr wenig getragen, aus d. feinsten Maßwerkstätten, Prachtstücke spottbillig! Rosenthalerstraße 37, Perlinsky, 1. Etage, kein Laden. t vorzügliche Qualität an Passform Zentralverband der Zimmerer Zahlstelle Berlin und Umgegend. In der Zeit vom Sonntag, den 29. November, bis Mittwoch, den 2. Dezember, 254/19 tagen im Zahlstellengebiet 36 Bezirks- Versammlungen. Tagesordnung: 1. Der Krieg und die Gewerkschaften. Referenten sind die Verbandsfunktionäre: Benada, Bludau, Bredow, Hinrichsen, Klante, Klossowski, Knüpfer, Kube, Langtabel, Richard Schröder, Karl Schulz, Wellsow und Witt. 2. Bericht von der Zahlstellenversammlung. 3. Bezirksangelegenheiten. Alles Nähere über Ort und Zeit der Versammlungen wird den Mitgliedern durch Handzettel bekanntgegeben. Das Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Der Vorstand. Fern von der Heimat, im Westen, fiel am 5. November unser lieber Stollege, ber Bau anschläger, Unteroffizier Max Müller Inhaber des Eisernen Kreuzes. Er war uns stets ein treuer Kollege. Möge ihm die Erde leicht werden. Die Kollegen 143A Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Bureau geöffnet von 9-1 Uhr und von 4-7 Uhr. Montag, deu 30. November, abends 7 Uhr: 8. Blume, Charlottenburg. Versammlung Allen Berwandten und Be tannten die traurige Nachricht, mein inniggeliebter, der in den Metallgießereien Berlins und geblicher Wann, Sohn, Swager Umgegend befchäft. Former u. Berufsgen. Bruder und Schwiegersohn, der Maurer Emil Sutor im Alter von 36 Jahren, am 13. November 1914, im Osten gefallen ist. In tiefem Schmerz Frau Agnes Sutor geb. Niedan, 5396 Wilhelmshagen( Mark). Konfum, Produktiv- und Sparverein Zehlendorf und Umgegend. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Nachtrag zur Generalversammlung vom 29. November 1914. Punkt 5 a der Tagesordnung: Wahl zum Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat. 107/6 Otto Jätel, Vorsitzender. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Lindenstr. 3 Socben erschien: Die Zarenyeißel Sturmschreie aus hundert Jahren. Dichtungen von Blateu, Chamisso, Beranger, Herwegh, Freiligrath, Keller, Zurgenjew, Björnson, Hendel, Gorki, Pre czang, Diederich u. a. Herausgegeben von Dr. Franz Diederich. Preis 50 Pf. im Lokal ,, Süd- Ost", Waldemarstr. 75. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Branchenvertreters. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Agitationsfommission. 4. Berbands- und Branchenangelegenheiten. 5. Neuwahl des Branchenvertreters. 6. Berschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Da in dieser Versammlung sehr wichtige Angelegenheiten erledigt werden müssen, fordern wir sämtliche Stollegen auf, zu erscheinen. Metallarheiter- Notizkalender 1915 Stüd 60 Pf., sind im Bureau und bei den Bezirks. kassierern zu haben. 128/10 Die Ortsverwaltung. 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Die Ortschaft Morghul, " 1 Der polnische Gewährsmann Magrinis schloß seine Er-| Waziri- Sepoy mit dem Bajonett getötet wurde. deren Besetzung gemeldet wurde, liegt in einem engen Tal an der zählung mit folgenden Worten: Der Mörder wurde sofort verhaftet. Der Bericht fezt hinzu, Straße von Artwin nach Batum an der Mündung des Flusses Wenn wir auf etwas hoffen, so natürlich eher auf einen daß die Sepoys, die nicht Washuds waren, so entrüstet geMorghul in den Tichoroch. Bortichka ist eine ziemlich bedeutende europäischen kongreß als auf den guten Willen der wesen seien, daß alle Washuds- Sepoys in Sicherheit gebracht Stadt. Die türkischen Truppen machten mithin gewissermaßen den Petrograder Regierung." werden mußten, was wohl mit anderen Worten einer Verersten Schritt gegen Batum. Die den Türken in die haftung gleichkommt. Hände gefallene Beute deutet darauf hin, daß die Ruffen ihr Heil in segelloser Flucht suchten. Die gefangenen Deutschen in Rußland. Das Recht der Kritik. Die eingegangenen Nachrichten über die bedrängte Lage einer Der russische Konful in Täbris getötet. großen Anzahl der in Rußland zurückgehaltenen Teutschen haben, wie die Nordd. Allg. 3tg." ibreibt, die Reichsregierung verLondon, 27. November.( W. T. B.) Die„ Daily Konstantinopel, 27. November.( W. T. B.) Dem Jldam" zufolge anlaßt, Vorlehrungen zur Unterstützung der Rotleidenden mit Geld Mail" schreibt in einem Leitartikel: Die Regierung treibt befindet sich auch der russische Soniul in Zäbris unter mitteln zu treffen und zu diesem Zwed die Vermittelung der ameri einem scharfen und beunruhigenden Zusammenstoß mit einem den dort von Angehörigen persiicher Stämme getöteten Ruffen. tanischen Boticaft in St. Petersburg in Anspruch zu nehmen. Der elementaren Rechte der britischen Untertanen entgegen, Wie das Blatt erfährt, ist die Niedermegelung der Russen in Täbris Unterstüßungsbedürftig sind vornehmlich die im webrpflichtigen nänilich dem Rechte der Kritif. Die Regierung versucht auf ihr herausforderndes Benehmen anläßlich der Kundgebungen Alter stehenden Männer, die meist nach den östlichen Gouvernements jetzt die Zensur der Nachrichten zu einer 3 ensur der zurückzuführen, die die persische Volksmenge beim Eintreffen der verfchickt worden sind, obne daß itnen Zeit gelaffen wurde, sich Meinungen zu erweitern. Wir glauben, daß es von Nachricht von der Verkündung des Heiligen Krieges veranstaltete. mit der für diese Gegenden notwendigen warmen Kleidung Die Erregung unter der Bevölkerung dauerte den ganzen Tag an, in au verieben. Ferner leiden die Angehörigen dieser Leute, die bei Nicht- vitalem Interesse ist, dem Versuche zu widerstehen deffen Verlauf alle in Täbris wohnenden Russen niedergemacht wurden. zahlung der Miete obdachlos werden, sowie die arbeitslos gewor- und ihn unmöglich zu machen. Die Gesegesvorlage für die Persiens Kriegserklärung bevorstehend? denen nicht webṛpflichtigen Männer nebst ihren Angehörigen, vielfach Konsolidierung der Verteidigung des Reichs enthält eine Not, brauchen Geld für die Rückkehr in die Heimat usw. Die Ber- Alansel, welche der Regierung ermöglicht, die Verbreitung Konstantinopel, 27. November.( W. T. B.)„ Taswir- i- teilung der von der Reichsregierung bereitgestellten und nach Bedarf falscher Gerüchte, die Unzufriedenheit und Unruhe erEffiar" erfährt, daß auch Persien an dem Kriege gegen aufzufüllenden Geldbeträge geschieht in der Weise. daß den ameri- zeugen könnten, zu unterdrücken. Es gibt keine Kritik an Rußland teilnehmen werde. Es warte nur noch fanischen Konsuln in den einzelnen russischen Gouvernements in der Regierung oder einzelnen Ministern in Wort und cinige Lage, bis die türkische Amce im Rautasus weiter vor- regelmäßigen Beitabständen Geldmittel überwiesen werden, die sie Schrift, die nicht mit Leichtigkeit in den Rahmen dieser elastigedrungen sei, wodurch die Entsendung neuer russischer Kräfte mit Silfe deutscher Mittelspersonen den Bedürftigen zukommen schen, revolutionären Verfügung gebracht werden könnte. Die laisen. Bon St. Petersburg aus werden auch die nach den nach Persien ausgeschlossen würde. Die Niedermegelung der Gouvernements Wiatła, Wologda u. a. verschidten Deutschen Regierung, welche die öffentliche Meinung zuerst aushungerte, Russen in Täbris werde die Ausbreitung des Krieges nur regelmäßig mit Geldmitteln versorgt, deren Verteilung durch versucht sie jetzt zum Schweigen zu bringen und jede noch beschleunigen können, denn man sei darauf gefaßt, daß die mit Bewilligung der ruffischen Regierung aus der Mitte Aufdeckung administrativer Infompeten Rußland in Teheran ernste Schritte unternehmen werde, deren der Verfchickten heraus gebildeten Komitees oder durch deutsche zu verhindern. Die Freiheit der Kritik ist das LebensFolge der Krieg sein werde. Geistliche erfolgt. Die Ermittelungen der amerikanischen Botschaft blut unseres ganzen nationalen Systems und die wichtigste, in St. Petersburg über die Lage der nach dem Gouvernement Versicherung gegen ministerielle Autokratie, die wir besitzen. Bologba verschickten Deutschen baben ergeben, daß es hier aller- In Kriegszeiten sollte von dieser Freiheit sparsam Gebrauch truppen in Aegypten? dings vielen an den nötigen Existenzmitteln fehlt, doch sind die gemacht werden, sie sollte aber niemals zerstört werruffischen Behörden bemüht, dem durch Schaffung bon Konstantinopel, 27. November.( W. T. B.) Wie„ Tas- Arbeit nach Möglichkeit abzuhelfen. den. Das Land erwartet vom Parlament, daß es Gegenüber mehrfachen Klagen wir- i- Effiar" meldet, haben sich die eingeborenen über die Berteilung der Berichickten auf die einzelnen Diftrifte des Truppen in der Umgebung des Suezkanals gegen die Gouvernements, über die Behandlung der Kranken, der Greise, Engländer erhoben. Viele Engländer wurden der Frauen und Kinder haben die russischen Behörden mitgeteilt, getötet. Vor vier Tagen sind mehrere Eisenbahnwaggons wehrpflichtigen Männer, die gegen Rußnd im Felde stehenden war die Frage der Rückkehr der Regierung dermaßen mit derjenigen daß in den äußersten Norden des Gouvernements mur diejenigen In dem bereits wiedergegebenen offiziöfen Artikel des„ Temps" mit verwundeten Engländern in Stairo eingetroffen. Truppenteilen angehören, verschickt werden; allen übrigen, nament- der parlamentarischen Arbeiten verquickt, daß man sich fragt, ob es lich auch den Kranken, wird gestattet, in Wologda selbst oder in den der amtlichen Stelle nicht mehr auf den zweiten Punkt angeSozialisten jedenfalls haben die zu bleiben. Was die Beschaffenheit der Interfunftsräume anlangt. Cache so verstanden. Sie wehren sich schon jetzt gegen diesen so wird bekanntgegeben, daß diese sich nicht von den Wohnungen Eingriff der Regierung tit die Rechte des der in Wologda anfäifigen Russen unterscheiden; trop des dichten Parlaments. Daniel Renoult erfärt in der„ Humanité": Zusammenwohnens sind Krankheiten bisher nicht zu verzeichnen ge- Wenn der„ Temps" und seine Hintermänner unsere Rechte Meuterei der englischen Eingeborenen " ihre Erhaltung sicher stellt. Die Rückkehr nach Paris. Vom südafrikanischen Kriegs- angrenzenden Ortſchaften mit günſtigeren Klimatichen Verhältniffen tommen iſt. Die Schauplatze. Panzerzüge gegen die Buren. Prätoria, 27, November.( W. T. B.)( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Kapitän Wallis hat am Dienstag mit dem Panzerzug Trafalgar eine Fahrt auf der Linie Reiz Frankfort unternommen. Ein lebhaftes Gefecht wurde bei Reiß geliefert, wo die Buren versuchten, dem Panzeraug an einer tiefen Schlucht Widerstand zu leisten und ihn zum Entgleisen zu bringen. Der Zug war dem Feuer vom Bergabhang ausgeseẞt. Vorgestern waren der Trafalgar und ein anderer Panzerzug namens Erin wieder im Gefecht mit den Buren, bis sie die Linie wiederhergestellt hatten, die am Tage borher ernstlich beschädigt worden war. Die Buren wurden zurückgeschlagen. Ein dritter Panzerzug ist ebenfalls eingetroffen, um an den Operationen teilzunehmen. Kämpfe im Oranjefreistaat. wefen. Deutsche Gefangene in Tunis. beschneiden wollten, so würden die Sozialisien antworten, daß auch in den schwersten Fällen den Volksvertretern das Wort nicht entzogen werden dürfe. Wohl sei jezt nicht der AugenUns wird nachstehendes Schreiben zur Verfügung gestellt: blick für Diskussionen, aber es ſtellten sich schwerwiegende Fragen heraus. Frankreich müsse siegen, aber dazu gehöre Gafia, den 8. November 1914. Geld. Die Erörterung von Fragen, nach welchem Grundsak Werter Herr K..! die finanziellen Opfer unter die Bürger verteilt werden Muß Ihnen die traurige Mitteilung machen, daß ich hier in sollten, sei notwendig. Erst dann dürften die verlangten Kredite Gaffa als Striegsgefangener bin. Ich war auf dem deutschen bewilligt werden. Aber auch sonst sei im Interesse der ganzen gevante dampfer Kawat" und auf der Reise von Emden nach Staatsgeschäfte die Rüdfehrerforderlich. Die häufigen Reisen der Minister Alexandrien begriffen, wurde aber leider auf der Höhe von Malta bewiefen die Notwendigkeit einer Fühlungnahme mit den Drganen ( das ist englisches Gebiet) von einem englischen Kreuzer angehalten der Verwaltung. Könne man denn auf Reifen gut adminiſtrieren? und in Gefangenschaft gebracht, und zwar nach Sidi- Abdalla( Tunis, Die höhere Gewalt der militärischen Ereignisse bindere die Rückkehr nicht. Wenn ( das ist franzöfifches Gebiet). Ich muß hier noch bemerken, das die Regierung Diskussionen über die Fragen war am 5. August, also schon eine geraume Zeit. Am 18. August Widerstand nicht nur bei den Sozialisten. Wahrscheinlich entder Dedung vermeiden wolle, so stoße sie auf wirksamen London, 27. November.( W. T. B.)( Meldung des Reuter- wurden wir nach Gaffa gebracht, wo wir ja auch jetzt noch sind. stehe Uneinigkeit im Schoße des Ministerrats. Schon jetzt schen Bureaus.) Oberit Dirk van Deventer, der im Nordosten Ueber die Behandlung hier fann man fich nicht bellagen) mache fich in vielen Kreisen in Paris eine Entmutigung breit, des Freistaates operiert, meldet die Gefangennahme von Buren wir sind hier mit 85 Mann, von 3 Schiffen, da haben wir denn unfere worüber der Figaro" flage. Alle diese Vorgänge zeigten, daß die unter Feldkornet Smit. Andere entfamen während eines hef- eigene Küche und unfere Köche müssen kochen, nur etwas falt wird amtliche Berichterstattung über die friegerischen Vorgänge eine heitle tigen Gewitters. Sie werden von Kapitän Rousseau berfolgt. es jetzt hier und mit meinem warmen Zeug steht es sehr schlecht, Sache und es ein gefährlich Ding fei, wenn man die Worte nicht es ist alles futsch, wie das gekommen ist, fann ich nicht schreiben mit den Taten in Einklang bringen könne. Mißstimmung im Griqua- Lande. Werter Herr K.! Wollen Sie bitte so gut sein und meine Ge Pretoria, 27. November.( W. T. B.) Meldung des Reuter- schwister benachrichtigen, wo ich bin! Ich habe Ihnen bereits schon ichen Bureaus. Unter den Eingeborenen der nördlicen am Anfang des Krieges geschrieben, aber bis jetzt noch feine AntBezirle des Ost- Griqua 2andes herrscht, wie gemeldet wort erhalten, woraus ich schließe, daß die Briefe nicht angekommen wird, unzufriedenheit, besonders unter den Slubi- Stämmen der Bezirke letscherberg und Motabels. Die Stinumung ist offenbar find. Und wollen auch Sie so gut fein und mir ein paar Zeilen auf die Wirkung von Regierungsverordnungen über die Viehwäsche aukommen lassen, denn man freut sich doch sehr, wenn man etwas zuradzuführen. Die Regierung hat entsprechende Maßregeln er aus der Heimat bört, und ich möchte doch gerne wiffen, ob meine griffen, um die Ursache der Unzufriedenheit festzustellen. Brüber auch im Kriege find. Die„ Autonomie" Polens. In der Hoffnung, daß Sie dieser Brief bei bester Gesundheit In der Hoffnung, daß Sie dieser Brief bei bester Gesundheit erlangt und der Strieg recht bald zu Ende ist, berbleibe ich mit herzlichem Gruß Ihr F. M. Lette Nachrichten. Times" über den türkischen Angriff gegen Aegypten. Amsterdam, 27. November.( Privattelegramm des Vorwärts".) Die Times" weist darauf hin, daß die Türken für ihren Marsch gegen den Suezfanal den von Napoleon für den syrischen Feldzug gewählten Weg nahmen, der der fürzeste und bequemite und für die Wasserversorgung wahrscheinlich auch der beste ist. Die Dünen ichüßen auch vor Angriffen durch Kriegsschiffe. Allerdings sei dieser Weg nicht gefahrlos, aber trotzdem dürfe ein türkischer Angriff auf Aegyptent nicht leicht genommen werden. Der in Rußland weilende Korrespondent des„ Secolo", Luciano Magrini, berichtete fürzlich über ein interessantes 3. 3. Kriegsgefangener in Gaffa- Tunisie, Afrika. Gespräch mit einem gut informierten Polen, den er zu der Die Türfen hätten nicht umsonst soviel Truppen in Syrien vom Zaren versprochenen Autonomie Polens beglückwünschte. Ein Bombenattentat in Indien. und Palästina aufgebracht, ihre Hoffnung, die Verbindung Laffen Sie doch entgegnete der Bole, der Zar hat nichts versprochen! Es gibt fein Zarenmanifest, London, 27. November. Das Reutersche Bureau meldet zwischen Groß- Britannien und Syrien abzuschneiden, sei zu Einige ausländische Zeitungen, die den Großfürsten Nikolai aus alkutta vom 25. d. M.: Eine Bombe verursachte verführerisch. Indes hätte Sir John Marwell genug Zeit Nikolajewitsch mit Nikolai II. verwechselten, betitelten die be- in dem Bureau der Kriminaluntersuchungen eine Erblo.gehabt, um die Verteidigung vorzubereiten. Er habe Eisentreffende Nachricht in der Tat„ Zarenmanifest". Diese Zei- ion und verlegte zwei Inspektoren schrer. Die Urheber bahnen im Rücken, und die Möglichkeit bestehe, ihm MilitärTürken eine Wüste im Rücken tungen wurden aber in Polen fonfisziert. Das Manifest des des Anschlags wurden verfolgt und warfen eine zweite haben und ihre deutschen Offiziere hassen. einen Englandfeindliche Erscheinungen in Irland wird von ihrem Berliner Korrespondenten gemeldet: Nach meinen " und Indien. Ein deutscher Protest gegen die französische Justiz. öln, 27. November.( W. T. B.) Der„ Kölnischen Zeitung" Erkundigungen hat sofort nach Bekanntwerden des unerhörten französischen Kriegsgerichtsurteils gegen deutsche Militärärzte die beutiche Regierung burch Bermittlung des amerikanischen Bota schafters die den Umständen nach angezeigten Schritte getan. Zum Untergang des„ Bulwark". Amsterdam, 27. November.( W. T. B.)„ Nieuws van den Phrasen, es wird aber ungenau und nebelhaft, wo von der verwundete. Autonomic die Rede ist. Außerdem ist der Verlauf der Sache folgender. Der und französische englische Botschafter bestanden energisch darauf, daß ein Manifeft an das polnische Volt veröffentlicht werde. jajo now verfaßte darauf zwei Entwürfe: einen für den Amsterdam, 26. November.( Privattelegramm Zaren, den anderen für den Generaliffimus. Im Ministerrat des Vorwärts".) Die„ Times" fordern kräftige Maß wurde nur der zweite Entwurf angenommen. Die Polen nahmen gegen die Verbreitung aufreizender Druckschriften in beeilten sich nun, eine Bestätigung der gegebenen Ver- Irland. Ihr Dubliner Korrespondent berichtet, daß ihm ein sprechungen zu erlangen und entsandten eine besondere Beamter erklärte, daß in einem dem Strieg früher günstig geDeputation nach Zarskoje Selo, die dem Zaren den Dank für finnten Bezirke infolge diefer Propaganda jest entschieden Dag" melden aus London: Alis die Explosion auf dem die verliehene Autonomie aussprechen sollte. An der Spize deutschfreundliche Stimmung herrsche. Viele Linienschiff Bulwarf" stattfand, war der größte Teil der Der englandfeindliche Schriften kommen aus Amerika und wenden Mannschaft beim Frühstück. Die anderen Schiffe im Hafen der Deputation stand der Marquis Wilipolsti 3ar weigerte fich aber, die Deputation 8n sich besonders heftig gegen Kitcheners Heer.„ Irish Volunteer" fetzten Boote aus. Ein kleiner Teil der Bejazung war über Nacht empfangen. Bilipolski wurde nur in Privataudienz erklärte, die englische Regierung wolle die irischen Freian Land gewesen und fehrte gerade an Bord zurück, als die Erempfangen. Der Zar jagte ihm viele freundliche Worte über willigen durch Deutsche abschlachten lassen. Mit dieser Propaganda hängt offenbar eine Dubliner wundet. Die Explosion war so start, daß auf anderen Schiffen plosion erfolgte, und entfam so dem Tode, wenn auch verBolen und das polnische Bolt, er vermied es aber sorgfältig, die Frage der Autonomie zu erwähnen. Die polnische Deputation Meldung zusammen, nad) ber ein unter der Aufsicht eines Menschen ein paar Meter in die Höhe geschleudert wurden und versprach er in Warschau zu empfangen, aber erst nach dem Hauptmanns der nationalistisch Freiwilligen transportierter alles Porzellan und Glas zerbrach. Die Ursache der Explosion Siege". Wagen mit Gewehren am Sonnabend abend am Ufer des ist noch nicht bekannt. großen Kanals nach Dolphins Barn von etwa 50 Mann aus dem Hinterhalt angefallen wurde. Einer derselben hielt den Revolver auf das Haupt des Hauptmanns gerichtet, während Nach den Worten desselben Polen wurde vor kurzem eine Deputation polnischer Politiker vom Warschauer Vizegouverneur Essen empfangen, der bei einem Hinweis auf die„ verliehene Autonomie" brüst erflärte: Das Manifest des " Was? Ich weiß nichts davon. Großfürſten hat für mich keine bindende Kraft. Ich habe feine besonderen Instruktionen erhalten, und alle Geseze bleiben in Araft." die anderen die Gewehre raubten. " Schweres Automobilunglück. Soltau, 27. November.( T. 11.) Den„ Soltauer Nachrichten" zufolge fuhr gestern abend ein Automobil von hier in Auch die Begeisterung in Indien scheint feineswegs eine Gruppe von 15 Landsturmleuten. Angehörigen einmütig au sein. Aus Bombay wird telegraphiert, daß des Oldenburgischen Landsturmbataillons, hinein. Fünf Major Anderson vom 180. Baluschi- Regiment bei der Mann wurden schwer verlegt, davon ist einer in der Einschiffung des Regiments von einem fanatischen Washud- vergangenen Nacht gestorben. KAISER BRIKETT Kaifer Brilett ist das bewährteste und billigste Brennmaterial der Jetztzeit! Hlgemein- Verfchiedenes Afruftrele Cigarettenfabrik, GARBÁTY CIGARETTEN Qualität Erscheint 2 mal wöchentlich. Phänomen MONA Die LISA neue 33 Qualitäts Cigarette Bäcker- u. Conditoreien Manoli- Zigaretten R. Kleiner, Schulstr. 102 Dandy3Pf Jetzt auch mit und ohne Mundstück Bosnia Cigaretten! H MAL- KAH Company Berlin N. 20 Pankstr. 65. MurattiCigaretten Vrowàtka Special 2 Cigaretten für den verwöhnten Raucher Lykà Piff 34 Luff HabikiF Fordert KADDA- Cigaretten nur Kressin Raucht Herbstoli Cigaretten Ikoholfreie Getränke Max Kühl, Triftstr. 9 Felix Kynast, Dänenstr. 5. Carl Lindenberg, Lychenerstr. 4. W.Megow, Lichtenbg., Gärtnerst. 5 G. Meier, Grüner Weg 27. E. Muhle, Manteuffelstr. 87 P. 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Das politische und wirtschaftliche Leben ist so weitschichtig, so vielgestaltig, die Kenntnis aller Vorgänge in der Oeffentlichkeit so erforderlich, daß ohne eine Zeitung nicht auszukommen ist. Gerade die jetzige Zeit mit ihren großen wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen, mit den gewaltigen Kämpfen auf den Kriegsschauplägen macht das Halten einer Zeitung zu einem unabweisbaren Bedürfnis. Nicht jede Zeitung ist für jeden Leser geeignet. Nicht je de Zeitung hat die gleichen Bedürfnisse zu erfüllen, und jede Zeitung hat ein anderes Lesepublikum. Der " Borwärts" ist von jeher das Blatt der Berliner Arbeiter, schaft gewesen. Er bemüht sich, die Wünsche der erwerbs tätigen Bevölkerung zu berücksichtigen, soweit das in der gegenwärtigen Zeit überhaupt möglich ist, aber er kennt die Leiden und er kennt die Lage der breiten Massen. Der Vorwärts" ist eifrig bestrebt, auf dem Gebiete der Berichterstattung sich die größte Objektivität aufzuerlegen. Gerade dadurch glaubt er, auch der Allgemeinheit am wirksamsten zu dienen und am besten zu nüßen. Der Vorwärts" erscheint täglich und kostet pro Monat 1,10 M. Der Vorwärts" kann auch im Wochenabonnement bezogen werden und kostet pro Woche 25 Pf. Bestellungen können bei jeder Botenfran, bei unseren Zeitungsspeditionen und auch in der Haupterpedition unseres Blattes, Lindenstraße 3, aufgegeben werden. Aus Groß- Berlin. der entschieden als ungehörig zurüdgewiesen werden muß. Die Die Reviere werden angewiesen, den Inhabern der Geschäfte Gemeinden hätten allen Grund, den Gewerkschaften dankbar zu ihres Bezirks, in denen Schußschilde feilgehalten werden, sofort sein für die ungeheuren Lasten, die letztere den Gemeinden und schriftlich im Namen des Herrn Oberbefehlshabers zu eröffnen, daß dadurch der Allgemeinheit abgenommen haben. Von dieser Er- die Schilde nur verkauft werden dürfen, wenn dem Revier durch amtliches Zeugnis der Gewehrprüfungskommission in Spandaukenntnis geleitet, hat auch das Reichsamt des Innern den Ge- Rubleben die Brauchbarkeit nachgewiesen wird. Für jeden Uebermeinden die Einführung der Arbeitslosenunterſtüßung unter Be- tretungsfall sind dreihundert Mark Geldstrafe schriftlich anzudrohen. teiligung der Gewerkschaften empfohlen, wie sie in Berlin bereits eingerichtet ist. Nichts anderes als die Befolgung dieser ministeriellen Anweisungen haben die Gewerkschaften von der Stadt Schöneberg verlangt. Man sollte meinen, daß dem Magistrat von Schöneberg die ministeriellen Ratschläge bekannt sind. Unbegründete Feldpoftklagen. Uns wird geschrieben: Wie oft hat in den letzten Wochen in den Zeitungen gestanden, daß die Abbeförderung der Pakete nach dem Felde Wiederaufnahme einer Pferdcomnibuslinie. Die Pferdeomnibus durch die Militär- und Eisenbahnverwaltung erfolgt, nicht also linie 16, Potsdamer Ringbahnhof- Köpenicker Brücke, mußte die durch die Feldpost, und daß bei der großen Menge der Allgemeine Omnibusgesellschaft wegen Aushebung ihrer Pferde für Pakete auf eine rajche Ueberkunft nicht gerechnet werden darf, Heereszwecke Mitte September einstellen. Die Linie wird am Montag, weil die Militärbehörde auf ihren Etappenstraßen den zahlreichen den 30. November, unter der Bezeichnung Potsdamer Ringbahnhof und wichtigen militärischen Transporten mit Munition, VerpfleSchlesische Brücke wieder eröffnet. Sie geht aber dann nicht vom gung, Truppen und Verwundeten selbstverständlich unbedingt den Spittelmarkt durch die Wall-, Neue Roß- und Neue Jakobstraße, Vorrang einräumen muß! Gleichwohl klagt das Publikum über sondern durch die Gertraudtenstraße, Köllnischen Fischmarlt, An der zu langsame Beförderung der Feldpatete und macht die Post Fischerbrücke, Inselstraße und über den früheren Endpunkt an der dafür verantwortlich, selbst dann, wenn die Pakete in der Heimat Köpenicker Brücke durch die Köpenicker und Schlesische Straße bis bei dem Truppenteil( Ersabbataillon) unmittelbar aufgeliefert zur Schlesischen Brüde. Die Wagen verkehren in Abständen von werden sind und die Post also mit diesen Sendungen überhaupt etwa 7 Minuten, ab Schlesischer Bahnhof von 6.20 vormittags bis feine Befaffung gehabt hat. Wieviel ungerechtfertigte Beschwerden 9.10 nachmittags, ab Ringbahnhof 7.03 bis 9.53, Sonntags bis 9.20 fußen auf der Behauptung, daß bei der Post eine Unzahl von Feldund 10.05. Liebesgaben für die märkischen Truppen. postsendungen unterschlagen werde, weil viele Briefe draußen im Felde den Empfänger nicht erreichen! Daß es Briefmarder bei der Post gibt, hat die Postbehörde nie beschönigt. Solche Subjekte hat Die Landesversicherungsanstalten Berlin und Brandenburg es immer gegeben und wird es weiterhin geben, solange die Post haben je 100000 M. für Liebesgaben, insbesondere Wollsachen, und die Menschheit besteht. Aufgabe der Postverwaltung ist es den im Felde stehenden Truppen gespendet. Zwischen den beiden deshalb, mit allen Mitteln dauernd darauf hinzuwirken, daß diese Anstalten ist eine Vereinbarung getroffen worden, daß die Liebes- bedauerlichen Fälle große Ausnahmen bleiben und das Vertrauen gaben der Landesversicherungsanstalt Berlin dem Gardekorps, die des Publikums in die Integrität der Postbeamtenschaft nicht erder Landesversicherungsanstalt Brandenburg demt 3. Armeekorps schüttert wird. Der Postbehörde kann nur willkommen sein, als überwiesen werden. Die Landesversicherungsanstalt Berlin hat die Gerichte Unterschlagungen und Beraubungen von Feldpostder Liebesgaben- Sammelstelle des Gardekorps folgende Sachen sendungen, durch die unsere tapferen Krieger im Felde geschädigt überwiesen: 6200 geſtricte Wollwesten, 1200 wollene Deden, werden, mit schwerer Strafe ahnden und dieser Umstand ab5000 Kopfschüber, 1300 Wolljaden, 6000 Paar Strümpfe, 5000 schreckend auf solche Elemente wirken muß, in denen sich beim Leibbinden, 25 800 Paar Fußlappen und 700 Kilogramm Eß- Anblid zahlloser Feldpostpädchen unlautere Triebe regen. Des= schokolade. halb macht auch die Postbehörde noch innerhalb ihrer vier Wände das in Betracht kommende Personal nachdrücklich auf die Folgen Nasführung arbeitsloser Frauen. derartiger Delitte aufmerksam und stellt unnachsichtige strafgerichtFeldpostbriefe bis 500 Gramm. Einen frevelhaften Scherz hat sich gestern nachmittag ein Inferent liche Verfolgung jedes Falles in sichere Aussicht. Es ist daher mit Vom 2. bis einschließlich 8. Dezember werden wieder in dem von der Berliner Morgenpost" herausgegebenen Berliner großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß, nachdem jezt die ersten Feldpoſtbriefe nach dem Feldheer im Gewicht von 250 bis Arbeitsmarkt" geleistet. Darin wurden 200 Beutelnäherinnen im Fälle der Entwendung von Feldpostpäckchen, die natürlich schon 500 Gramm zugelassen werden. und außerm Hause, Hasenheide 19, eine Treppe, verlangt. In An- Wochen zurüdliegen, abgeurteilt worden sind, weitere Vergehen betracht der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit, die besonders unter dem dieser Art fünftig nicht mehr viel von sich hören lassen werden. tatsächlich weiblichen Element herrscht, sammelten sich in kurzer Zeit 200 300 Das Publikum muß sich darüber klar werden, daß es zwar sehr Frauen, darunter zahlreiche, die ihren legten Groschen verfahren bequem ist, die vielen Verluste von Feldpostpäckchen hatten, um Beschäftigung zu erlangen. Ihnen wurde nun mit verbrecherische Handlungen zurückzuführen, während diese in Wirkau handelt es sich dabei oft nur um scheinbare ohne weiteres auf geteilt, daß in jenem Hause gar feine Näberinnen verlangt werden. lichkeit nur eine ganz nebensächliche Rolle spielen und der Krieg Den Frauen bemächtigte sich über diesen unerhörten Scherz eine be- es ist, der die große Mehrzahl auch dieser Briefverluste im Gefolge greifliche Empörung. hat. Das Publikum mag überzeugt sein, daß die Reichs- Postbehörde alles aufbietet, um sich ihren guten Ruf weiter zu sichern. Die Frage, wo die vielfach dem Empfänger nicht zugegangenen Feldpostbriefe bleiben, beantwortert eine fürzlich im Reichs- Postamt gefertigte Darstellung. Diese Schrift:„ Wo bleiben die nicht Feld post briefe?" gibt die Geheime Von der Hilfskommission des Nationalen Frauendienstes in der angefommenen Verpackung von Feldpostpaketen. Das Kriegsministerium hat vielfach Wünschen entsprechend die Postanstalten und Paketdepots angewiesen, Pakete auch ohne Leinewandumhüllung anzunehmen, wenn sie sonst gut berpackt sind. Es zeugt von einer sträflichen Gewissenlosigkeit des Inserenten, durch solche Privatspäße arbeitslose und in Not befindliche Frauen, Begleitung der Weihnachtszüge an die Front. Die Begleitkommandos der Weihnachtszüge mit Liebes- zu täuschen. gaben für die Truppen im Felde versammeln sich am 8. Dezember bei den Sammelstationen der Güterdepots. Die Organisationen, welche sich um die Sammlung von Liebes- Plantagenstraße werden wir gebeten mitzuteilen, daß die Abweisung Kanzlei des Reichs- Poftamts in Verlin W. 66, wenn man sich durch gaben bemühen, und Begleiter mitzugeben beabsichtigen, von Striegerfrauen, die noch eine Beihilfe erhielten oder von solchen Poſttarte an sie wendet, kostenfrei an den Besteller ab. wollen diese unverzüglich beim stellvertretenden Militär- mit mehr als vier Kindern auf eine ihnen gewordene Anweisung inspekteur, Berlin, Reichstag, anmelden. Schöneberg und die Gewerkschaften. zurückzuführen sei, die allerdings in anderen Kommiffionen nicht die Stadtverordnetenwahlen in Lichtenberg. beachtet worden sei. Persönlich wäre man auch gern bereit geweien, Morgen Sonntag, den 29. November, finden für die dritte Stadtverordnetenalle Anträge zu berücksichtigen. Ergänzungswahlen zur Böser Wille läge nicht vor, nur Abteilung hätte eine nachträgliche Aenderung der ersten Bedingungen wieder versammlung in der Zeit von mittags 12 Uhr bis nachmittags 7 Uhr statt. Zur Wahl stehen die Bezirke 3, 4, 8, 9, 14, 15 und 22. Die eine Ungerechtigkeit bedeutet. Bezirke, Wabllokale und die aufgestellten Kandidaten sind bereits in der Mittwochnummer veröffentlicht worden. Der Magistrat der Stadt Schöneberg nimmt eine in der B. 3. am Mittag" veröffentlichte Notiz über die ArbeitslosenAn der Sache wird leider nichts geändert, daß Leute im Felde unterstügung in Schöneberg zum Anlaß, um sich gegen die von den Gewerkschaften erhobenen Vorwürfe über die Unzulänglichkeit der von der Liebesgabe der Stadt Berlin ausgeschlossen worden sind, neuen Einrichtung zu rechtfertigen. Da die von ihm angezogene weil sie fünf Kinder haben oder weil ihre Frauen sonst eine Beihilfe Notiz sich aber auf eine im„ Vorwärts" veröffentlichte Behandlung beziehen. der Angelegenheit aufbaut, möchten wir wiedergeben, was der Der Selbstmord einer Krankenschwester wird aus dem Westen Magistrat von Schöneberg jagt. Er schreibt: Die Wahlen in der zweiten Abteilung finden am Montag, den 30. November, in der Zeit von mittags 12 Uhr bis nachmittags 6 1hr statt. Die Sozialdemokratie beteiligt sich im ersten und zweiten Bezirk. Wähler! Parteigenossen! Erscheint vollzählig Weihnachtsbescherung des Charlottenburger Kinderhorts. der Stadt gemeldet. Die 21 Jahre alte Irma Teichmann war seit drei Wochen als Schwester in einer Privatklinik am Schöneberger 8ur Wah!! Ufer angestellt. Aerzte und Oberin waren mit dem ruhigen, netten Mädchen durchaus zufrieden. Seit vorgestern zeigte es ein aufge regtes und zerstreutes Wesen. Während des Dienstes suchte die Schwester gestern plöglich den Toilettenraum auf und ichoß sich eine Kugel in den Mund. Als man auf den Knall herbeieilte und sie auffand, war sie schon tot. Die Verstorbene hat über die Veranlassung zum Selbstmord nichts hinterlassen. " Die Stadt Schöneberg hat eine Arbeitslosenversicherung nach dem Genter System. Die organisierten Arbeiter erhalten von der Stadt die Hälfte der ihnen von ihrer Gewerkschaft gezahlten Unterstügung bis zu 1 M. täglich. Dies vollzieht sich automatisch, ohne Die Genossen und Genossinnen werden gebeten, die für dent Prüfung der Einnahmeverhältnisse des Arbeitslosen. Nachdem Kinderhort und dessen Weihnachtsbeicherung ausgegebenen Sammelnun fürzlich die Provinz Brandenburg den Städten die Erstattung listen freundlich aufzunehmen. Ferner werden noch Hilfskräfte für der von ihnen gezahlten Beträge nur für den Fall zugesichert hatte, die an den Montag, Dienstag- und Freitagabenden und den Sonntagnachmittagen stattfindenden Nähstunden zur Herstellung von daß die Bedürftigkeit dabei geprüft sei, hat die Stadt, um auf Todessturz zweier Kinder. Von einem schweren Unglück wurde kindersachen gewünscht. Ebenso sind Materialien zur Herstellung die in Frage kommenden großen Summen nicht zu verzichten, die gestern mittag die Familie des Arbeitere Friese in der Stralsunder von Kinderkleidung, Wolliachen und dergleichen willkommen, auch Arbeitslosenversicherung aufgehoben und sich vorbehalten, in jedem Straße 40 betroffen. Der Mann befindet sich seit mehreren Wochen gut erhaltene gebrauchte Sachen: Kleidungsstücke und Wäsche, SpielEinzelfalle zu prüfen, ob der Arbeitslose trotz der ihm von der im Felde, und die Frau arbeitet fast den ganzen Tag über außer zeug, Bücher usw. Es handelt sich um nahezu 200 Kinder, die als Gewerkschaft gewährten Unterstützung bedürftig sei. Dies haben dem Hause, um den Lebensunterhalt für sich und ihre sieben Kinder Besucher des Kinderhorts in Betracht kommen. Deshalb ist tatdie Gewerkschaften in der Presse überall als eine„ Strafe" be- zu beschaffen. Auch gestern morgen ging sie zu ihrer Arbeitsstelle fräftige Hilfe jeder Art noch dringend erwünscht, namentlich auch die vier anderen waren zur Helfer und Helferinnen für den Kinderhort selbst( jeden Wochentag zeichnet. Es war aber tatsächlich nur die Beseitigung einer Be- und ließ die drei jüngsten Kinder borzugung der Gewerkschaften und ihre Gleichstellung mit jedem Schule gegangen- allein in der Wohnung zurück. Die vier Jahre nachm. von 2-6 Uhr). alte Trude und ihr Bruder Kurt letterten nun, während die vier anderen, der, sei es aus Ersparnissen oder sonstwie, ein ent- Wochen alte Schwester in der Wiege lag, auf ein Fensterbrett und sprechendes Einkommen hat. Auch die ähnlich gestaltete automatisch machten sich dort zu schaffen. Plöglich schlug das Fenster auf und In der legten Mitgliederversammlung des Wahlvereins wirkende Versicherung der„ Sparer" wurde von der Stadt auf die beiden Kinder stürzten kopfüber aus der Höhe des vierten Stockes gehoben, was die Gewerkschaften in ihren Darstellungen nicht er- auf den gepflasterten Hof hinab. Der Knabe war auf der Stelle Schöneberg wurde ein Lichtbildervortrag des Genofien Mie tot, das Mädchen wurde mit schweren Verlegungen sterbend in das bach über" Stunstichäße aus Belgien" zur Vorführung gebracht. Unter Vereinsangelegenheiten wurde auf die Sammellisten aufLazarus- Krankenhaus gebracht. Eine halbe Stunde, nachdem dasmerkiam gemacht, die herausgegeben werden, um den Kindern der Unglück geschehen, kehrte die beklagenswerte Mutter in ihre Wohwähnt haben. Warnung. Freiwillige Weihnachtsspenden für Kinder. Arbeitslosen und Kriegsteilnehmer eine bescheidene Weihnachtsfreude zu bereiten. Auch andere Geschente werden dankbar angenommen. Die Annahmestellen für Gaben und Geldbeträge befinden sich: Vorwärts" Spedition, Martin- Luther- Straße 69; beint Genossen Mohs, Ebersstr. 12a und beim Genossen Küter, Ebersstr. 70. Widerspruches unseres Vertreters der probeweisen Einrichtung einer Später entschloß sich die Stadt, die Gewerkschaften wieder zu begünstigen und bei Prüfung der Bedürftigkeit nur die Hälfte ihrer Unterstützung anzurechnen. Auch das genügt diesen, wie nung zurüd. man sieht, nicht. Jetzt klagen sie darüber, daß sie, wie zur Zeit der vollen Geltung der Arbeitslosenversicherung, die Beiträge der Unter dem Namen„ Deutsche Gesellschaft zum Eisernen Stadt für einige Zeit verauslagen sollen und daß sie ihre ArbeitsStreuz" ist von dem Reichsgrafen Benzel zu Sternau und eine geringe Gegenleistung gegenüber den Leistungen der Stadt, der Frau Therese Eidsen geb. Radbruch eine Gesellschaft zur Keine einheitliche Unterstützung in Wittenau- Borsigwalde. lojen kontrollieren müffen: Jene Verauslagung bildet aber nur und die Kontrolle müssen die Gewerkschaften im eigenen Interesse Gründung von Heimen für Verwundete ins Leben gerufen bornehmen. Darauf, daß die organisierten Arbeiter außerdem, worden. Die Gründer haben das ihnen entgegengebrachte ebenso wie alle anderen Arbeitslosen, zur Kontrolle ihrer Arbeits- Vertrauen getäuscht. Vor der Verbindung mit der Gesellschaft lofigkeit sich auf dem Arbeitsamt melden müssen, kann die Stadt wird dringend gewarnt. nicht verzichten. Die Summen, um die es sich handelt, werden Beim Abrechnen vom Tode überrascht wurde der 48 Jahre alte Beim Abrechnen vom Tode überrascht wurde der 43 Jahre alte jest geringer, weil die Mittel der Gewerkschaften schwinden, und Staffierer Karl Bork aus der Teltower Straße 51. Bort war in diese scheinen hieraus Anlaß nehmen zu wollen, auf die Leistungen einem Abzahlungsgeschäft in der Brunnenstraße angestellt. Dort der Stadt zu verzichten. Das mag bedauerlich sein, die Stadt lieferte er vorgestern abend ab, was er im Laufe des Tages ein aber hat auf die allgemeine wirtschaftliche Lage der Gewerkschaften gezogen hatte. Während er dann die Rechnung auflegte, brach er feinen Einfluß. Wenn in jenem Artikel gesagt wird, die Gewert- plöglich, wahrscheinlich an Herzschlag, leblos zusammen. schaften hätten an den Wohlfahrtseinrichtungen der Stadt kein Interesse mehr, so ist das gegenüber der Zahl und Bedeutung, welche diese Einrichtungen auch für die organisierten Arbeiter haben, cine undankbare Uebertreibung." Diese Erklärung des Schöneberger Magistrats ändert an der Sache nicht das geringste, daß die jetzt gewählte Form der Arbeitslosenunterstützung den Gewerkschaften nur Mühen und Kosten, den Mitgliedern unnükerweise doppelte, überflüssige Kontrollen ohne entsprechende Hilfeleistung auferlegt. Bemerkenswert an der Erklärung ist der herabjezende Ton, in dem von der Tätigkeit der Gewerkschaften gesprochen wird und Warnung vor Schuhschildern. In der letzten Gemeindevertretersizung wurde trop des Meldestelle der Ortskrankenkasse Niederbarnim auf ein Jahr zu geftimmt. Gegen den Beschluß des Kreisausschusses, betreffend Entziehung oder Kürzung der Unterſtügungssäge an Familien von Striegsteilnehmern, war ein Protestantrag eingegangen, der aber abgelehnt wurde. Der Bürgermeister will jedoch mit dem Dezera nenten über einzelne Fälle verhandeln. Die Gewährung einer einheitlichen Arbeitslosen und Mietsunterstügung wurde abgelehnt unter der Begründung, daß alle derartigen Anträge von der erweiterten Armenkommission erledigt werden. Die Märchennachmittage in der Lesehalle der Gesellschaft für Das Polizeipräsidium teilt mit: Es werden in vielen Ge- Ethische Kultur, Rungestr. 25/27, werden in diesem Winter wieder schäften aus minderwertigem Material hergestellte Schußichilde roie im vorigen stattfinden. Die erste Veranstaltung wird am gegen Verwundungen feilgehalten. Der Gebrauch solcher Schilde fommenden Sonntag, dem 29. November, nachmittags von 14 bis bedeutet eine ernste Gefahr für den Träger, weil sie zur Splitter- 15 1hr sein. Alle Kinder, und auch deren Eltern, find herzlichst wirkung neigen und die Geschoßwirkung durch die in den Körper willkommen. Der Eintritt ist frei. eindringenden Stücke der Schilde erheblich verschlimmern. Der Herr Oberbefehlshaber in den Darken hat deshalb an geordnet, den Verkauf solcher Schußschilde so lange zu verhindern, bis von den betreffenden Firmen amtliche Zeugnisse über die Brauch barkeit der Schilde vorgelegt sind. Märchenvorlesung in Maricudorf. Sonntag, den 29. November. finbel im Restaurant Preuß, Kurjütstenitr. 44, eine Märchenvorlesung mit Lichtbilbern für Kinder stait. Beginn 2 Uhr nachmittags. Wir bitten unsere Genossen, ihre sowie ihnen bekannte Kinder auf diese Veranstaltung ausmerkjam zu machen. Eintritt frei. Theater für Sonnabend, 28. Nov.: Voigt- Theater.] Trianon- Theater.trachanpaletots, Kinderpaletots, Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Glaube und Heimat. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Ur: Der Zigeunerbaron Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Kleines Theater Badstr. 58. Badstr. 58. 81 11hr: Ulster, schwarze Frauenmäntel, Kostüme, schwarze Röde, Blusen, direkt Kupfer, Meijing, Zink, Zinn, Blei, Etanniolpabier, Goldsachen, Silbersachen, Blatinabjälle, Quecksilber, Zahngebisse. Metallschmelze" Cohn, Neukölln, Berlinerstraße 76. Morgen Sonntag, den 29. November: Alwin Neuß Alwin Neuß„ Selbst gerichtet. frase 18 I. Rein Laden. Sonntags Brunnenstraße 25 und aus Arbeitsstuben, spottbillig. Blücher Unsere feldgrauen Jungen! 5. Müllei und. Bach. Musik von Fr. Hofmann. Uhr. Anjang 8 Uhr. Stalieneröffn. 7 lor. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Nur noch wenige Aufführungen! leber 100 mal gegeben! ,, Unser Oskar!" geöffnet. billigsten am Borwärtslefer. Fürſtenzelt, Schneidermeister, Rosenthaleritraße 10. 105/ 1* fachen, Blatinabfälle, sämtliche Metalle höchſtzablend. 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Vorwärts"-Leser erhalten 10 Proz. extra K W De ftr Di ( m Sp mi ihr Di ich Un ka Itro Ab ihr ffro za Es Fli Ad Hol Kü den Nr. 325. 31. Jahrg. Bezirks- Beilage des Vorwärts" für Süden- Wellen. Verlustlisten. Ref.- Drag.- Reg. Nr. 4; Drag.- Reg. Nr. 7; Res.- Hus.- Reg. Nr. 2; Hus.- Reg. Nr. 12; UI.- Reg. Nr. 9. 28. Necember 1914. Eingegangene Druckschriften. 2. Garde- Feldart.- Reg.; 3. Garde- Res.- Feldart.- Reg.; Feldart.- Der gegenwärtige Krieg vor dem Forum des Völkerrechts Regimenter Nr. 3, 5, 7; Res.- Feldart.- Reg. Nr. 7; Feldart.- Reg. Vortrag gehalten von Dr. H. Kraus. 27 S. S. Guttentag, Berlin W 10. Was Jedermann wissen muß über Deutschlands Heer und Nr. 9; Rej.- Feldart.- Regimenter Nr. 11, 12, 13; Feldart.- Reg. Flotte. Zusammengestellt von E. v. Lindenau. 30 Pf. C. Stockhausen, Nr. 14; Res. Feldart.- Regimenter Nr. 15, 17; Feldart.- Regimenter Nürnberg Nr. 38, 40; Feldart.- Regimenter Nr. 52, 79. Ref.- Fußart.- Reg. Nr. 3; Landw.- Fußart.- Bat. Nr. 8. Die Verlust liste Nr 87 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: 17. Ref.- Div., Stab: 31. Res.- Inf.- Brig., Stab; 2. Garde- u. 2. Garde- Res.- Reg.; 2. Garde- Erf.- Reg.; 4. Garde- Reg.; Lehr- Inf.Reg.; Inf.- Reg. Nr. 1 der Brig. Doussin; Gren.- u. Landw.- Inf. 1. Garde- Pion.- Bat.; 1. Pion.- Bat. Nr. 2, 6; 2. Pion.- Bat. Reg. Nr. 6, 7; Res.- Inf.- Reg. Nr. 8; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 9; Nr. 6; 1. Pion.- Bat. Nr. 15; Pion- Bat Nr. 21 siehe 2. Landw.Ref.- Inf.- Reg. Nr. 10; Brig.- Fri.- Bat. Nr. 10; Gren.- Reg. Nr. 12; Bion.- Komp des 18. Armeekorps; Pion.- Regimenter Nr. 23, 25; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 13; Inf.- Regimenter Nr. 16, 18; Inf.- Regi- 2. Pion.- Bat. Nr. 27; Pion.- Regimenter Nr. 29, 31; Pion.- Ers.menter Nr. 19( siehe Inf.- Reg. Nr. 1 der Brig. Doussin), 20, 22; Bat. Meh; 2. Landw.- Pion.- Komp. des 18 Armeekorps; Res.- Pion. Rej.- Inf.- Regimenter Nr. 22, 24; Landw.- Inf.- Regimenter Kompagnien Nr. 46, 52: Pion.- Abt. der 7. Rab.- Div. Nr. 25, 26; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 26; Res.- Inf.- Regimenter Leichter Scheinwerferzug des 22. Reservekorps; Ref.- ScheinNr. 27, 28; Inf.- Regimenter Nr. 29, 30; Ref.- u. Landw.- Inf.- Reg. werferzug des 26. Reservekorps; Res.- Eisenbahn- Baukomp. Nr. 16; Nr. 30; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 30; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 32; Brig.- Grs.- Fernsprech- Abt. der Div. Bredow. 1. Munitions- Kol.- Abt. des Garde- Reserveforps. Bat. Nr. 32; Füj.- Regimenter Nr. 33, 34; Res.- Inf.- Reg. Nr. 34; Füs.- Reg. Nr. 40; Inf.- Reg. Nr. 41; Landw.- Brig.- Ers.- Bat. San.- Komp. Nr. 3 des 2. und 4. Armeekorps. Nr. 42; Inf.- Reg. Nr. 44; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 44; Res.- Inf.- Reg. Rr. 46; Inf.- Reg. Nr. 48; Res.- Inf.- Reg. Nr. 51; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 58; Res.- Inf.- Reg. Nr. 59; Inf.-, Rej. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 60; Inf.- Reg. Nr. 64; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 65, 66; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 66; Jnf.- u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 67; Inf. Regimenter Nr. 68, 69, 70; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 71; Res.- nf.Regimenter Nr. 72, 75; Landw- Inf.- Reg. Nr. 76; Res.- Inf.- Reg. 23. Rej.- Div. 12. Armeekorps; Brig.- Ers.- Pat..Nr. 88; 3. Jnf.Nr. 77; Inf. u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 78; Inf.- Reg. Nr. 79; Brig. Eri.- Bat. Nr. 80; Res-- Inf.- Regimenter Nr. 81, 82; Inf.- Regimenter Nr. 83, 87, 88; Gren.- Reg. Nr. 89; Res.- Inf.- Reg. Nr. 90; Inf.- Regimenter Nr. 97, 99; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 99; Leib- Gren. Reg. Nr. 109; Res.- Inf.- Reg. Nr. 111; Inf.- Reg. Nr. 116; Res. 1. Landw.- Inf- Regimenter Nr. 116; Inf.- Reg. Nr. 117; Landw. Inf.- Reg. Nr. 118; Inf.- Regimenter Nr. 129, 131, 146, 147, 154, 157, 160, 162, 164, 176; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 205, 209, 211, Die württembergische Verlustliste Nr. 66 meldet Ver217; Landst.- Bat. I, Hagenau; Reg. v. Rath siehe Brig.- Erf.- Bat. Luste des Res- Inf.- Reg. Nr. 119; Inf.- Reg. Nr. 121; Inf.- Reg. Nr. 58; Jäg.- Bataillone Nr. 2, 3, 6; Maschinengew.- Abt. Nr. 3. Nr. 124; Feldart.- Reg. Nr. 13; Rej.- Feldart.- Reg. Nr. 54. Reuters Werte 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Zöpfe ohne Kordel, ca. 60 cm lang, 9.50 Die bayerischen Verlust listen Nr. 69, 70, 71 und 72 melden Verluste des Brig.- Ers.- Bat. Nr. 10; Res- Inf.- Reg. Nr. 4; 22. Inf.- Reg., Zweibrücken; Res.- Inf.- Reg. Nr. 2, München; Brig.Ers. Bat. Nr. 3; 21. Inf. Reg., Fürth. Die sächsische Verlust liste Nr. 64 enthält Verluste der Reg. Nr. 102, 3ittau; Rej.- Inf.- Reg. Nr. 102; 4. Inf.- Reg. Nr. 103, Baußen; Res.- Inf.- Reg. Nr. 103; 5. Inf.- Reg. Nr. 104, Chemnitz; 6. Inf.- Reg. Nr. 105, Straßburg; 7. Inf.- Reg. Nr. 106, Leipzig; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 107; 9. Jnf.- Reg Nr. 133, 3widau; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 133; 10 Inf.- Reg. Nr. 134, Plauen; 14. Inf. Reg. Nr. 179, Leisnig, Wurzen, Leipzig; 15. Jnf.- Reg. Nr. 181, Chemnitz; Res.- Jäg.- Bat. Nr 26. | Neue Erfindungen und Erfahrungen. 13. Heft. Herausgegeben von Dr. L Vanino. 70 Pf. A. Hartleben, Wien I. Die Sch pfung der Vereinigten Staaten von Europa. 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