Nr. 329.- 31. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 ML., monatl. 1,10 r., möchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Belt 10 Pa. Bojt 9bonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Bostabonnements rehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luremburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Erichcint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Naum 60 Pig., sür politische und gewerfichaftliche Bereinsimd Versammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedrudie Sort 20 Big.( zuläjjig 2 fettgedrudte Borte), jedes weitere Bort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Bort 10 Big., jedes weitere Wort 5 Big. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Wprte. Inserate für die nächste Summer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet.. Telegranim Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplah, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 2. Dezember 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplah, Nr. 151 90-151 97. Vor der 2. Kriegstagung des Reichstages. Deutsche Siegesbeute in den Kämpfen bei Lodz. Vom westlichen Kriegsschauplah. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Der Zusammentritt Die französische Meldung. Baris, 30. November.( W. T. B.) Amtlich wird von hente abend gemeldet: Außer einigen ergebnislofen Angriffen des Feindes nördlich von Arras ist nichts zu melden. Der deutsch- französische Gefangenenaustausch. Bern, 1. Dezember.( T. U.) Das Bureau für Zivilinter nierte in Bern hat bereits die Heimschaffung von 7000 per ionen ermöglicht. Täglich vermehrt sich diese Zahl. Sie hat sich noch dadurch vergrößert, daß nach einem letzte Woche abgeschlossenen Abkommen die Männer von 45-60 Jahren, die notorisch militärisch untauglich sind, aus der Internierung ent Lassen werden. Dieses Abkommen gilt für Frankreich, Deutschland und Desterreich. Belgien als Opfer. Amtlich. Großes Hauptquartier, 1. De3ember 1914, vormittags.( W. T. B.) Auf dem westlichen Kriegsschauplatze nichts Neues, auch in Ostpreußen und Südpolen herrschte im allgemeinen Ruhe. des Reichstags. Zu Beginn des fünften Striegsmonats tritt der Reichstag zusammen. Noch steht die endgültige Entscheidung aus und noch läßt sich nicht erkennen, wann dem Wunsch aller Völker nach gutem, dauerndem und sicherem Frieden Erfüllung winft. In Nordpolen, südlich der Weichsel, steigerte Doch ist deutscher Boden vom Feinde frei und allen Gegnern sich die Kriegsbeute in Ausnutzung der gestern der Beweis geliefert, daß ein großes, in der Verteidigung seiner 11nabhängigkeit einiges Volt nicht unterbrückt werden kann. gemeldeten Erfolge. Die Zahl der Gefangenen Aber es bleibt, um die Worte des Reichskanzlers zu zitieren, vermehrte sich um etwa 9500, die der genomme- noch viel zu tun übrig und der Reichstag muß für die nen Geschüße um 18. Außerdem fielen 26 Ma- cine Kreditvorlage eingebracht, die wieder die Bewilligung von schinengewehre und zahlreiche Munitionswagen fünf Milliarden fordert, und alle Barteien des Reichstages in unsere Hände. Oberste Heeresleitung. Der Kaiser bei Gumbinnen und Darkehmen. Es gibt, wie sich hier und da zeigt, doch Belgier, die die idealistischen Flausen, die jetzt so reichlich produziert werden, ungläubig anhören und weder sich noch anderen einreden, daß der Kampf der Weltmächte, worin Belgien ein unglüdjeliges Opfer geworden ist, etwa ein Streit zwischen Bosheit und Thrannei auf einer, Edelmut und Freiheitsgeist auf der anderen Seite sei gu Amtlich. Großes Hauptquartier, 1. Dezember 1914. diesen Leuten gehört einer der bekanntesten vlämischen Dichter,( W. T. B.) Seine Majestät der Kaiser besuchte gestern bei Cyriel Buysse. Buyſſe iſt ein leidenschaftlich national ge- Gumbinnen und Darlehmen unsere Truppen in Ostpreußen sinnter Mann. Er hat fogar seinen Austritt aus dem Allgemeinen und deren Stellungen. niederländischen Verband angemeldet und macht für einen Majsenaustritt Propaganda, weil das Organ dieses Vereins eine neutrale Haltung eingenommen hat. Eine Zuschrift, die er über diesen " Oberste Heeresleitung. * kommenden Monate Vorsorge treffen. Die Regierung hat werden der Vorlage zustimmen. Die Hoffnung des Reichsfanzlers, daß der Reichstag wieder volle Einmütigkeit zeigen werde, wird sich erfüllen. Auch die sozialdemokratische Fraktion wird wie am 4. August die Kredite bewilligen. Sie wird ihre Abstimmung in einer Erklärung begründen, die wie wir annehmen dürfen, sich in ähnlichen Gedankengängen bevegen wird wie die Erklärung vom 4: August. Gegenstand an den deutschfeindlichen„ Telegraaf" gericht Die österreichische Generalftabsmeldung. bereitenden Entscheidung zu bringen. fchließt aber mit folgenden bemerkenswerten Sätzen:" Belgien hat feine Pflicht mehr als seine Pflicht getan. Belgien, ganz unschuldig von einem unbarmherzigen Feind gemordet, bon feinen Bundesgenossen wochenlang elend im Stich ge Lassen und von dem, der es verteidigen follte wiederholt betrogen, belogen und verraten, stirbi int lettem Troß und legtem Nuhm so wie es für sein heiliges Recht stritt den Heldentod." Chriel Buhise wird schwerlich aufgefordert werden, Reden über die Freiheitsziele der russisch- englisch- französischen Allianz zu halten. Schweizerische Maßnahmen zur Abwehr feindlicher Flugzeuge. Bern, 1. Dezember.( T. 11.) Infolge des Ueberfalles der Zeppelinhalle in Friedrichshafen erläßt der Armeestab eine Mitteilung an das Publikum, in der die Abzeichen der englischen, franzöfifchen und deutschen Flugzeuge befannt gegeben werden. Die Behörden sollen fünftig den Flug fremder Luftfahrzeuge sofort an den Armeestab melden. Die militärischen Grenzwachen seien allein berechtigt, auf solche Flugapparate zu schießen, jedoch habe jeder mann die Pflicht, sich der Abfahrt eines gelandeten Apparates zu widersetzen. Die Internationale des Hasses. Die Tagung des Reichstags wird nur fürz sein, eingehende Debatten werden nicht stattfinden. Nicht als ob nicht vieles einer eingehenden Besprechung unterzogen werden könnte. Aber Regierung und bürgerliche Parteien haben den Weg gewählt, den ganzen Kompler innerpolitischer Fragen in der erweiterten Budgetkommission zur Beratung und vor Wir sind allerdings der Ansicht, daß zu solchem VorWien, 1. Dezember.( W. T. B.) Amtlich wird vergehen fein genügender Grund vorliegt. Gerade weil der lautbart: 1. Dezember, mittags. An unserer Front in öffentlichen Kritik in der Presse enge Grenzen gesteckt Westgalizien und Russisch- Polen im allgemeinen find, hätten im Reichstag die wichtigen Fragen der inneren auch gestern Rube. Kriegsbereitschaft ausführlich erörtert werden können. Das auch gestern Ruhe. Vor Przemysl wurde der Feind bei einem Versuche, hätte schon deshalb keinen Schaden stiften können, weil wir fich den nördlichen Vorfeldstellungen der Festung zu nähern, durch Gegenangriff der Besabung zurückgeschlagen. Die Kämpfe in den Karpathen dauern fort. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: bon Hoefer, Generalmajor. * Eine Kampfepisode bei Lodz. überzeugt sind, daß die Kritik im Auslande nicht als Zeichen der Schwäche gedeutet, sondern als neuer Beweis der Kraft empfunden worden wäre. Für die Regierung aber wäre fie ein Ansporn gewesen, vorhandene Mängel abzustellen und auf dem Wege, den sie bereits beschritten hat, energischer voranzugehen. Und solcher Mißstände sind genug vorhanden. Mit der Festsetzung von Höchstpreisen hat die Regierung einen prinzipiell richtigen Schritte getan; aber in der Durchführung Amtlich. Großes Hauptquartier, 1. De ist sie auf halbem Wege stehen geblieben. Nicht nur sind die gember 1914.( W. T. B.) Anknüpfend an den russischen Festsetzungen vor allem der Getreidepreise zu hoch, nicht nur iſt Generalfabsbericht vom 29. November, wird über eine die Einführung von vierzehntägigen Zuschlägen ungerechtschon mehrere Tage zurückliegende Episode in den für fertigt, es hat sich auch herausgestellt, daß mit der Festdie deutschen Waffen so erfolgreichen Kämpfen bei Lodz fegung der Preise allein noch nichts getan ist. Sie sind rein festgestellt: Die Teile der deutschen Kräfte, welche in der nominell geblieben, Handel und Spekulation haben eine Gegend östlich Lodz gegen rechte Flanke und Rücken der Menge Auswege gefunden, die Bestimmungen zu umgehen und Rom, den 25. November.( Eig. Ber.) Rufsen im Kampfe waren, wurden ihrerseits wieder durch starke eine rasche Versorgung des Konsums, bei der die Ueberteuerung Im römischen„ Messagero" beschreibt Luigi Lucatelli die Einbrüde, die er in sille nach der Einnahme der Stadt empfangen hat. Don Often und Süden her vorgehende russische Kräfte im ausgeschlossen wäre, ist bisher noch nicht gewährleistet. Ebenso find dringende und wichtige Wünsche des arbeiAn ihm wird auch ein gefangener und verwundeter Hindu vorbei. Rücken ernstlich bedroht. Die deutschen Truppen machten angeführt mit ausdrudslofen Augen und mit Zügen, die in regloser gesichts des vor ihrer Front stehenden Feindes kehrt und tenden Volkes auf weiteren Ausbau der UnterstützungsStarrheit das Geheimmis seines Fühlens und Denkens verbergen. schlugen sich in dreitägigen erbitterten Kämpfen durch den von einrichtungen noch nicht erfüllt, und namentlich die „ Da habe ich an die Tausende von Geschöpfen jeden Stammes ge den Ruffen bereits gebildeten Ring. Hierbei brachten sie noch Fürsorge für die Arbeitslosen und die Regelung der dacht, die ihren Kriegsruf aus fernen Ländern bis vor diese Schlacht 12 000 gefangene Ruffen und 25 eroberte Geschüße mit, ohne Mieterfrage bedarf dringend der Ausgestaltung. front getragen haben, an die unermeßlichen Schrecken dieser Schlacht, felbft auch nur ein Geschüt einzubüßen. Auch fast alle eigenen Auch die Deckungsfrage bedürfte einer kritischen die vom Argonnerwald bis zu dem Marschlande Flanderns reicht, Verwundeten wurden mit zurückgeführt. Die Verluste waren wo Tausende von Menschen mit dem Wasser bis zum Gürtel gegen nach Lage der Sache natürlich nicht leicht, aber durchaus keine die Schützengräben vordringen, und die schlammige Welle der aus ,, ungeheuren". ihrem Bett tretenden Kanäle den letzten Wehschrei der Toten in einem dumpfen Gurgeln erstickt. An die Inder habe ich gedacht, die nachts bis zu den Schüßengräben der Deutschen friechen Vor allem aber hätte in einer Frage der Reichstag nicht nur die den Schildwachen die Kehlen durchschneiden, Pflicht der Kritik, sondern auch die der Tat. Wir meinen die Senegalneger, die im Sterben von dem heißen Hauch ihres Baterlandes träumen, von dem Grün der Palmen und dem tiefblauen singt... bis vielleicht eines Tages in dieses höllische Konzert der Frage der Presse. Der Telegraph hat uns in den letzten Tagen Himmel, an die arabische Reiterei, deren staunende Augen das Bild Siegesruf der Fernſten und Letzten hineintönt, die in den geschlitten, die Beschwerden übermittelt, die die französische und namentder saharischen Wüste durch diese Zivilisation verdrängt sehen. falten Augen das Todesurteil unserer Kultur tragen, den Todes lich die englische Presse in schärffter Sprache gegen die Zensur Und es schien mir, als ob unsere An diese furchtbare Internationale des Hasses habe ich gedacht, die kampf unserer alten Welt. erhoben hat. In der Tat ist die Frage der Preßfreiheit in brüllt, blutet, schluchat und tötet, auf einer meilen und meilenlangen ganze, grausame und verzweifelte Menscheit, durch eigene Hand zu Strede, in einer grauenhaften Vernichtung, die nun seit Monaten Tode getroffen, hier in der Agonie läge, auf den Trümmern ihres feiner anderen Zeit von solcher Bedeutung wie in den großen ruhelos andauert, todbringend und den Tod zur Seite, die mit den schönen Traumes von Frieden und Freiheit, unter dem stummen Entscheidungstagen der Geschichte, die wir jetzt durchleben. Zungen aller Böller spricht, die die Kriegsweisen aller Sprachen nordischen Himmel... und an die Gewiß eine der schönsten Waffentaten des Feldzuges. Oberste Heeresleitung. Nachprüfung. Die Regierung will den ganzen Bedarf durch Inanspruchnahme des Kredits aufbringen. Uns schiene es besser, wenn ein Teil durch direkte Steuern gedeckt würde, wie dies ja auch in England, wo die Einkommensteuer fait verdoppelt wurde, geschehen ist. 1 Die Reichstagssikung ist nur Turz und wenn die Volks. Die Deutschen in Antwerpen. Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplah. Die Russen in Galizien. bertretung berlagt ist, ist die Presse das einzige Organ der öffentlichen Meinung, ihre Stellungnahme die einzige Möglichfeit, Bern, 1. Dezember.( W. T. B.) Ein Antwerpener Brief des durch die das deutsche Volk an der Gestaltung Berner Bundes" stellt fest, daß die Herrschaft der deutfeines Geschicks selbsttätig mitwirken fann. Insschen Gewalthaber maßvoll sei und dem bürgerlichen besondere in der kommenden fritischen Zeit, wo Leben auch in der Oeffentlichkeit völlig freien Spielraum lasse. die entscheidungsschwersten Beschlüsse zu fassen find, Der Vlame, der von Natur dem Niederdeutschen nahestehe, werde Zürich, 1. Dezember. Nach hier eingetroffenen Meldungen sollte diese Mitwirkung des ganzen Voltes nicht ausgeschlossen sich der Einsicht nicht verschließen können, daß seine Lage eine sein. Wir verkennen dabei durchaus nicht die militärischen außerordentlich günstige sei. Am Namenstage des Königs durfte bestrafte der Stadthauptmann von Lemberg 32 Personen mit Notwendigkeiten und sind von Anfang an uns der Pflicht das Handelsblad" von Antwerpen Wünsche für Belgien und das Gefängnis von 1-3 Monaten, weil sie sich geweigert hatten, Sämtliche Unterrichtsbewußt gewesen, diesen Rechnung zu tragen. Aber auf Königshaus in voller Freiheit äußern. Das Gemüt der Deutschen russische Banknoten anzunehmen. diese rein militärischen Notwendigkeiten müßte die Be- wird im Ausland oft verspottet. Hier wird der Vlame es jest anstalten in Galizien werden rujjifiziert. Mehrere russische zu schäßen wissen. Der Verkehr zwischen denen, welche eben jich nationalistische Führer trafen in Lemberg ein. Sie sollen schränkung der Preßfreiheit beschränkt bleiben und feindlich gegenüberstanden, wickelt sich in entgegenkommendster nächstens Kommandantenstellen in verschiedenen galizischen dafür könnte und sollte der Reichstag forgen. Er kann Weise ab. Wer glaubt, er könne das Grollen einer kochenden Städten erhalten. Jeden Tag treffen ferner Trupps von dics um so cher, als die längere Aufrechterhaltung des Be- Bolfsseele oder Verbissenheit und die Faust in der Tasche bei den Tagerungszustandes nicht nötig ist und die Haltung Blamen finden, wird enttäuscht. Die Bevölkerung hat teine Ur russischen Polizisten in Galizien ein. der politischen Parteien die Gewähr dafür gibt, daß die Politik sache, trostlos und verzagend in die Zukunft zu bliden. Bei den des Reichs keine Schädigung, sondern nur eine Stärkung er stammverwandten Deutschen werden sie stets auf Mitgefühl rechnen fahren würde, wenn der Presse wieder jene Freiheit wieder- dürfen, das auch in der für Belgien entscheidenden Stunde nicht gegeben würde, ohne die sie ihre wichtige und unentbehrliche ganz vom Bewußtsein der Macht unterdrüdt werden wird. Aufgabe nicht erfüllen kann. r auseinanderginge, ohne diese bedeutungsvolle Tat getan " Polen. Es wäre zu wünschen, daß der Reichstag nicht Vom östlichen Kriegsschauplah. zu haben. Wir haben die ausführlichen Verhand- Der Berner„ Bund" über die Schlacht in lungen des englischen Parlaments gelesen. Wir haben gesehen, daß nicht nur im Unterhause, sondern auch im Hause der Lords scharfe Kritik an der Haltung der Regierung Bern, 30. November.( W. T. B.) Zur Kriegslage bemerkt der geübt wurde, eine Kritik, die die sich sogar in größter Berner Bund": Die Entscheidung liegt noch immer Schärfe gegen einzelne militärische Maßnahmen gewandt hat. Stoß noch viel weiter südlich gedrungen ist, als selbst die deutschen bei dem Offensivflügel Hindenburgs, dessen wuchtiger Und doch haben diese Verhandlungen nicht als ein Zeichen Meldungen erkennen ließen. Die Russen erwähnen felbſt Tuszyn, der Schwäche Englands, sondern nur als eines der Stärke das 20 Kilometer südöstlich von Lodz liegt. Die Zurücknahme seiner parlamentarischen Einrichtungen gedeutet werden können. Dieser Vortruppen hat anscheinend die Unterlage für die letzten Und so sind wir überzeugt, daß auch bei uns ausführliche parla- russischen Siegesmeldungen abgegeben, doch sind dies Teilerfolge, mentarische Debatten nirgends den Eindruck abschwächen welche nur dann von Bedeutung sind, wenn den Nussen eine limkönnten, daß das deutsche Volk entschlossen ist, in diesem fassung oder Eindrückung glückt. Die russische Leitung scheint im großen Striege mit gesammelter Straft und restloser Energie Vertrauen auf die Massen überall die Truppen vorzutreiben, nach all seine Kraft aufzubieten, um seine Gegner von seinen altem russischen Brauch keine Verluste scheuend. Grenzen zurückzuschlagen und sich einen gerechten und 15 ſich einen dauernden Frieden zu sichern. Die Sitzung der Kriegskommission. Die von der Regierung berufene freie Kommission trat am Dienstagvormittag im Sigungsjaal der Budgetkommission unter Vorsitz des Abg. Spahn zusammen. Die Mitglieder des Bundesrats mit dem Reichskanzler an der Spize waren vollzählig er schienen. Auch der Bayerische Ministerpräsident v. Hertling war anwefend. Bald nach Eintritt in die Verhandlungen erwies sich der Saal als zu klein, da sich auch sämtliche Mitglieder des Reichstags als Zuhörer eingefunden hatten. Auf Anregung des Genossen Haaje wurden die Verhandlungen dann in den Sigungssaal des Reichstages verlegt. Die Verhandlungen waren streng vertraulich. Bor Beginn der Beratungen drückte der Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollweg, nach dem Bericht von Wolffs Telegraphen- Bureau, in einer furzen Ansprache seine Freude darüber aus, mit den Vertretern des Volles wieder in persönliche Fühlung treten zu fönnen. In begeisterten Worten pries er sodann den guten Geist unserer Armee und unserer Flotte und die Einigkeit des deutschen Volles. Ausführungen über die politische Lage behielt sich der Kanzler für die morgige Vollsigung des Reichstages vor. Reichstagspräsident Dr. Ka empf dankte dem Kanzler und versicherte ihn der unentwegten Einmütigkeit des deutschen Volkes. Darauf wurde in die Einzelberatung eingetreten. Zu den Forderungen, die auf dem Gebiete der sozialen Für Das Dementi der Russensiege. b Der Geekrieg. Englische Sorgen. Saag, 1. Dezember.( T. 11.) Der„ Evening Standard" schreibt, daß das Auftreten deutscher Unterfecboote in den französischen Gewässern bei Le Havre höchstwahrscheinlich die Verlegung ihrer Operationsbasis nach einem Safen an der belgischen Küste bedeute. Diese neue Operations basis aufzuspüren sei, da nunmehr die englischen Truppentransporte nach der belgischen Küste sehr gefährdet seien, die erste Aufgabe der englischen Flotte, die eine energische Aftion gegen die Küfte unternehmen müsse. " Auf eine Mine geraten. London, 1. Dezember.( W. T. B.) Der dänische Dampfer Mary", auf der Fahrt von Esbjerg nach Grimsby, ist am Sonn tag in der Nordsee auf eine Mine geraten und gesunkenDie 14 Mann starke Befagung rettete sich in a wei Booten. Der Kapitän und fieben Mann, die sich in dem einen der Boote befanden, wurden von dem Dampfer" Juno" von der Wilson- Linie aufgenommen und in Grimsby gelandet. Von dem anderen Boot fehlt jede Spur. Der Krieg und die Kolonien. Die Kämpfe im Kongogebiet. Rotterdam, 30. November.( T. U.) Nachdem nun der russische Große Generalstab selbst eine Warnung gegen llebertreibungen erlassen hat, sind die Korrespondenten aller Londoner Blätter ohne Ausnahme stille geworden. Selbst der Berichterstatter der Morning dem Kongo, belgische Truppen hätten am 9. Ottober nach einem Zürich, 1. Dezember.( T. 11.) Französische Blätter melden aus Post" auf dem russischen Kriegsschauplatz, der noch in der ver- heftigen Treffen bei Konango den Vormarsch auf deutsches Gebiet gangenen Woche russische Siege mit 40 000 bis 50 000 gefangenen fortgefegt. In derselben Gegend babe am 29. Oftober eine belgische Deutschen meldete, traut sich nicht mehr mit neuen Siegesmeldungen Abteilung eine deutsche Abteilung geschlagen. Ebenso seien im aufzuwarten. Das einzige, was man in Londoner Blättern noch Norden von Ubangi deutsche Kräfte von Franzosen und Belgieru über die Vorgänge im Osten liest, stammt aus russischen Blättern; geschlagen worden. Der ganze belgische Kongo sei nun von den das ist aber für die Verbündeten im Westen wenig erhebend. So Deutschen geräumt. Man wird natürlich eine deutsche Mitteilung rühmt beispielsweise der militärische Mitarbeiter der„ Nowoje abwarten müssen. Bremja", der in hohem Ansehen steht, nach einem Times"-Bericht aus Petersburg die Ausdauer der russischen Truppen, kann aber gleichzeitig den Deutschen seine Bewunderung nicht verfagen, die mit außerordentlichem Mut und tattischer Geschicklichkeit und Kenntnis ihre Aufgabe erfüllten. Vom österreichisch- serbischen Kriegsschauplatz. 19000 Gerben gefangen. Vom südafrikanischen KriegsSchauplatze. Der Aufstand in Südafrika. " Haag, 1. Dezember.( T. 11.) Die hiesige Zeitung Nieuwe Courant erhielt einen Brief ihres Korrespondenten aus Kapstadt, aus dem hervorgeht, daß die Engländer eine Schredensherrschaft in Südafrika eingeführt haben, unter der die belanglofesten Nedens arten mit Gefängnis von sechs Monaten bis zu einem Jahre bestraft werden. Die Zenfur unterdrückt alle Nachrichten, trotzdem sind Briefe aus Pretoria nach Stapftadt gekommen, aus denen hervorgeht, daß Pretoria Anfang November, von 4000 Aufständischen mit Geschützen belagert worden sei und daß im Freistaate 1500 Aufständische, in fieben Kolonnen eingeteilt, zusammengezogen feien. Wien, 1. Dezember.( W. T. V.) Bom südlichen Kriegs schauplag wird amtlich gemeldet: 1. Dezember. Auf dem jüdlichen Kriegsschauplatz hat ein weiterer Abschnitt in den Der Operationen feinen fiegreichen Abschluß gefunden. Gegner, welcher schließlich mit seinen gesamten Streitkräften östlich forge liegen, gab die Regierung zumeist entgegenkommende der Kolubara und des Ljig durch mehrere Tage hartnädigsten Kämpfe Bothas gegen die Aufständischen. widerstand leistete und wiederholt versuchte, selbst zur Offensive London, 1. Dezember.( W. T. B.) Die Blätter melden aus Erklärungen ab. Bei dem großen Kompler von Fragen aller überzugehen, ist auf der ganzen Linie geworfen und im Prätoria vom 28. November: Hier wurde amtlich bekannt geArt dauerten die Verhandlungen bis in den späten Abend. Rückzuge. Er hat neuerdings empfindliche Verluste er- macht, daß General Louis Botha am 26. November bei Kestell litten. Auf dem Gefechtsfelde von Konatice allein fanden unsere die Buren unter Hendrik Brouwer angegriffen und in der Truppen zirka 800 unbeerdigte Leichen. Desgleichen bedeuten die Richtung auf Rauwport zurüdgetrieben hat. zahlreichen Gefangenen und die materiellen Berlufte eine namhafte Schwächung, denn seit Beginn der letzten Offensive wurden über 19 000 Gefangene gemacht, 47 Maschinengewehre, 46 Geschütze und zahlreiches sonstiges Material erbeutet. Die vertraulichen Beratungen der freien Kommission des Reichstages wurden Dienstagabend gegen 11 Uhr abgebrochen und sollen Mittwochvormittag 10 Uhr fortgesetzt werden. Masurische Seenkämpfe. " • Zur Beurteilung der Bedeutung des Bürgerkrieges ist es bezeichnend, daß die Burenfrauen auf den Höfen arbeiten oder die Arbeit durch Kaffern verrichten lassen; die Männer stehen alle im Felde. einem Gebäude des von dem Echiff beschossenen Dorfes Flammen-| es nicht bei Schwankungen blieb; jebet Fall wurde mit Hallo begarben empor. Bravo!" rief jemand, das hat die gut gleitet. Von der abgelösten Mannschaft erhielten übrigens drei gemacht!" Die Logif des Krieges will es, daß man sich unter in unserer Gegenwart das Eiserne Kreuz, 3vei LandwehrinfanteUmständen sogar darüber freuen muß, wenn ein deutsches Dorf risten und ein versprengter" attiver Jäger. Als ihnen das Kreuz durch deutsche Geschosse in Brand gesetzt wird. Sei es nun, daß angeheftet wurde, lächelte der Jäger, die Landwehrleute blieben ...., den 30. November 1914. vielleicht eine mit Stroh gefüllte Scheune in Brand geschoffen ernst; einer von ihnen, ein hochgewachsener Hagerer Mann mit es ver- bleichem, bartumrahmtem Gesicht nestelte an der Schleife und Die Ziegelei noch von Russen besetzt!" so lautete die tele- wurde, oder daß abziehende Russen Feuer anlegten phonische Weldung, die der Kommandant der Verteidigungsstellung breitete sich so schnell, daß in ganz kurzer Zeit eine gewaltige blickte dann sinnend in die Weite, als der Kommandeur einer an der Seenplatte entgegennahm. Der Kommandant, Rittmeister Flammensäule in die Höhe loderie. Der russische Vorposten blieb Straftwagenabteilung bei der Etappeninspektion, ein Hauptmann, in v. M., ist gleichzeitig Chef der Infanterie, Artillerie, einer Pionier noch ruhig an seinem Blake, die gegnerische Artillerie meldete sich einer Anrede von den Frauen und Kindern daheim sprach. abteilung, der Kavallerie und Admiral eines Dampfers, der als nun auch durch einige wirkungslose Schrapnellgrüße. Unser Eisbrecher und Kanonenboot Dienst tut. Als Eisbrecher macht der Führer meinte, den Russen sei anscheinend, wenn nicht die Lust Stabe Quartier im Schlosse des Grafen 2. bezogen hatte, lud uns Dampfer einen Strich durch die Rechnung der Ruffen; er treibt zum Funken, dann die Munition ausgegangen.„ Nun noch zur zum Mittagsmahl ein. Küche und Keller waren noch gut bestellt. Nach dem Essen, in der Dämmerung, kam die Meldung, die Ziegelei eine Fahrrinne in die Eisfläche, die kein Springer oder Schwimmer anderen Insel!" Zu diesem Zwed mußten wir erst wieder zurüd und dann sei von den Russen verlassen worden, eine vorgeschidte Patrouille überwinden kann. An den breiten Seenflächen, einerlei, ob sic offen oder zugefroren sind, wird scharfe Wacht gehalten, die im weiten Bogen am Ufer entlang, weiter nördlich gelangen, um bon 3 Mann habe 12 Ruffen gefangen, auf deutscher Seite fein engen Passagen erheischen besondere Vorsicht. Schon einige Male ohne Gefahr über den See schliddern zu können. Gleichzeitig mit Verlust. Nach einer halben Stunde wurden die Gefangenen gehatten die Russen es unternommen, im Schuße der Dunkelheit uns traf auch der Dampfer am Landungssteg ein. Er benutte bracht, lauter große, träftige, gut aussehende Gestalten mit guter die hartgefrorenen Sümpfe zu überschreiten. Der Versuch kostete eine Feuerpause, um eine Fahrrinne im Gise etwas zu erweitern. Ausrüstung. Sie waren guter Dinge, lachten und schwadronierten, fie jedesmal viele Tote, Verwundete und auch Gefangene. Jetzt Nun schob sich das Schiff wieder vorwärts, schnitt mit scharfem doch erkundigte sich einer, ob ihnen nun die Ohren abgeschnitten wollte man sie aus ihren Stellungen in den nächsten Ortschaften Bug in das Eis hinein und knirschend, polternd, trachend brachen würden! Es waren Leute vont Regiment 303. Vor dem Schloſſe Der Kommandant gab Befehl, daß sowohl der die Schollen ab, bäumten sich gegen den schlanken Leib des Schiffes traf ich einige Berliner Parteigenossen. Sie hatten lange nichts Dampfer als auch seine stärkeren Geschwister, schwere und leichte drohend auf, tanzten unruhig hin und her und schmiegten sich von Hause gehört, ich möchte Grüße bestellen, Begirt 433 bis 418. Artillerie, in verschiedene Stellungen hinüberfeuern sollten. Die schließlich aneinander, als wollten sie dem ihre Macht und Stärke Bei einem Rundgang durch das Schloß, das u. a. viele Schäße Batterien am Lande hatten die Hauptstüßpuntte der Ruffen, eine brechenden Schiff den Rückweg wehren, aber vergeblich, der Dampfer alter Möbelbaukunst birgt, gelangten wir in einent mit einer Orgel ausgestatteten Saal, der als Stapelle dient. Ein musikalischer Ziegelei, zu säubern. Gerade als wir am Landungssteg anlangten, schob sie achtlos auf die Seite. Nach halbstündigem Schliddern und Schlürfen über den Eis- Bahnbeamter hatte aus den im Schloß einquartierten Wann hatte der Dampfer seine Frühpromenade beendet; noch nickten jich die von der Eisfläche losgebrochenen Schollen gegenseitig zu, stießen spiegel, teilweise durch hohes Schilf gebedt, kamen wir bei dem schaften eine Sängergemeinde gebildet. Gerade bringt man dem tlingend und frachend aufeinander, schoben sich frachend über- Vorposten auf der anderen Insel an Unter unseren Schritten Kommandeur die Nachricht, daß auch noch einige Verwundete ge einander. Nach wenigen Augenblicken hatte der Dampfer die sprangen die Schilfalme glatt über den Gije mit hellem, glas. fangen sind und mehrere Tote noch in der Ziegelei liegen. Der Vorbereitungen zum Beginn der Kanonade beendet und schon ent- artigem klirren ab. Unjern Soldaten ist das Schilfrohr ein hoch Organist intoniert, die Sänger stimmen ein: Run dantet alle sandte er die ersten Geschoffe, die sich heulend verabschiedeten. willkommenes ausgezeichnetes Baumaterial für Hütten, Unter- Gott!" schallt es durch die Räume und in die winterliche Landschaft Kurz hinter der von dem Schiff in die Eisfläche geschnittenen Furt stände, Vorratskammern und Wälle. Not macht erfinderisch. Ich hinaus. Die Abfahrt verzögerte sich, da die Muffen versuchten, die schlidderten wir im gemessenen Abstand über den glatten, harten fand in kunstvoll gebauten, mit Stroh ausgelegten Rohrhütten eine Ziegelei wieder zu besetzen.„ Sineingefuntt!" lautet der Befehl Spiegel zu der nächsten Injel. Hier hatten sich unsere Truppen sehr angenehme Temperatur. Von den Anlagen unserer Truppen zurud. Schnell besuchen wir noch die feuernde Batterie. Die in einem Gehöft häuslich eingerichtet. Bellend empfing uns der will ich nur jagen, daß die einem sich heranwagenden Gegner ſelbſt Artilleriſten arbeiten so ruhig, als habe die Schießerei für sie nur angekettete Hofhund, aus einem Stalle drang das Gegrunze fetter bei der furchtbarsten Stälte einen mörderisch heißen Empfang be- ein technisches Interesse. Das mag daher kommen, daß sie nur auf Echweine, Sühner trippelten umher, unter einem Pfluge hodie reiten würden. Mit Herrn v. Jagow könnte man sagen:" Ich tote Objekte zielen oder schießen. Es ist stodfinster geworden, man ein Kaninchen. Eine Dedung aus Stroh erlaubte uns ungestörte warne Neugierige!" Von einem erhöhten Beobachtungsposten funft nach dem bei Tag festgelegten Biel. Die in der Front Beobachtung. In baum 800 Meter Entfernung jah man an einem aus sah ich, wie die Artilleriegeschoffe in die hinter einem Balde stehenden Infanteristen sind gewöhnlich bewegter, denn sie zielen Waldsaum die russischen Vorposten. Sie verhielten sich vollständig gelegene Ziegelei einschlugen. Run verschwanden die russischen auf Menschen, und ihr Körper ist das Ziel feindlicher Schüßen. ruhig, auch dann noch, als ein weiter vorgeschobenes deutsches Vorposten, die Sache wurde ihnen vermutlich doch zu brenzlig. Auf Maschinengewehr zu inattern begann. Das Ziel dieses Feuers dem Rüdwege wählten wir einen kürzeren, geraden Weg: Gefahr vermochten wir nicht zu erkennen, den von einer Baumgruppe ge- war allem Anschein nach nicht mehr vorhanden. Andernfalls hätten schüßten russischen Vorposten galt es wahrscheinlich nicht. Mittler uns die Russen mit reichtigkeit von dem Präsentierteller des Gises weile hatten auch je eine der schweren und leichten Batterien am wegputen fönnen, als mir zurüdfamen, begann die Ablösung der Zande ihre dröhnende Tätigkeit begonnen. Blößlich schlugen aus Wachen auf den Inseln ihren Marsch" über den Eisspiegel, wobei Am Schloßeingang hängt ein vom Grafen 2. französisch ge schriebener Appell an die Rujien, falls sie hier als Eroberer einsiehen sollten. Er fordert sie auf, sich so zu verhalten, wie sie wünschen, daß der Gegner in ihrem Lande gegen ihre Frauen und Kinder und gegen ihr Gut ſich verhalten moge. Düwell, Kriegsberichterstatter. Der türkische Krieg. Gefangenfehung russischer Staatsangehöriger. Ms anläglich unserer Operationen an der Küste die englische Ein Führer der serbischen Sozialdemokratie und französische Preffe höhnisch meinte, wir seien über die Ge fahren des Ueberschwemmungsgebietes im sogenannten Bolderland nicht unterrichtet, hatte sie insofern recht, als wir Belgiens Ge gefallen. P Bei Luzureivatsch fiel der Führer der serbischen Sozialisten Dimitri Tuzowitsch, Verfasser der Flugschrift Serbien und Albanien", worin er gegen die serbische Ausdehnungspolitik Stellung nahm; er war der schärffte Kriegsgegner in Scharmützel an der persischen Grenze. Konstantinopel, 1. Dezember.( 23. 2. B.) Eine gestern ver- ländeverhältnisse zu Beginn des Krieges allerdings nur soweit öffentlichte amtliche Mitteilung des Hauptquartiers be- fannten, wie sie sich aus den im Buchhandel käuflichen Quellen erjagt: Am 20. November fanden an der perfischen Grenze gaben. Um so werivollere Beuteftüde waren daher für uns die eng- Serbien. unbedeutende Zusammenstöße mit den Russen statt. lischen Erkundungsberichte und vorzüglichen Karten. Wir konnten Die serbische Sozialdemokratie erleidet mit dem Tode dieses außerordentlich müßliche Material sofort unseren eigenen ihres Parteisekretärs einen herben, schmerzlichen Verlust. 3meden dienstbar machen und England mit seinen eigenen Waffen Genosse Tuzowitsch war ein hochbegabter, fenntnisreicher. bekämpfen. Darin liegt für die sorgsame Arbeit unserer Gegner Mann, der auch die deutsche sozialistische Literatur genau wohl die beste Kennzeichnung." studiert hatte. Er hatte schon den Balfankrieg als Offizier mitgemacht und nach dem Frieden mit größter Energie seine Barteitätigkeit aufgenommen, unermüdlich für den Bund der demokratischen Balkanstaaten und gegen den Krieg kämpfend. Aus Madrid wird vom 21. d. M. gemeldet: Bei der Er Nun ist auch er als Opfer des Krieges gefallen. Wir werden öffnung des Parlaments erklärte der Ministerpräsident dem Andenken des tapferen und treuen Menschen, der einst Dato, die Regierung halte an der strengen Neudem tralität feft. Falls jedoch ein Aufgeben dieser Haltung auch als lieber Gast in unserer Mitte weilte, ein ehrendes Andenken bewahren. nötig würde, würde das Parlament gefragt werden. Jeglichem Eingriff von außen würde Spanien mit allen Mitteln entgegentreten. Alle Parteiführer, mit Ausnahme des Radikalen errour, erklärten ihr vollkommenes Einverständnis mit der Regierung. Renftantinopel, 1. Dezember.( W. T. B.) Die türkischen Smyrnaer Blätter melden: Die dort seßhaften russischen Staats angehörigen werden nach den Wilajeten Djarbett, Charput sowie nach dem Sandschak Sor abgeschoben werden, womit Wiedervergeltung für die ottomanischen Staatsbürgern in Rußland zuteil gewordene Behandlung geübt werden ſoll. England und Belgien. Neue Dokumente über Englands Neutralitätsbruch. Amtlich. Berlin, 1. Dezember.( W. Z. B.) Die„ Nordcut sche Allgemeine Zeitung" schreibt unter diesem Titel: Die Neutralität Spaniens. Kriegsbekanntmachungen. Postanweisungen für deutsche Kricgsgefangene in Rußland. Die allgemeine Stimmung schlägt start zugunsten Deutschlands um. Die Presse äußert sich mit wenigen Ausnahmen Bostanweisungsverkehrs der Kriegsgefangenen zwischen Deutschland Die russische Postverwaltung hat nunmehr der Eröffnung des in deutschfreundlichem Sinne. und Rußland zum 1. Dezember zugestimmt. Die Bostanweisungen Aus Marokko wird von bedeutenden Unruhen nach Rußland sind in schwedischer Währung( Kronen und Dere. der Kabylen in der französischen Zone berichtet und ein Meistbetrag 525 Stronen) auszustellen und werden in Malmö nach Gerücht meldet von ernsten Vorgängen in Casablanca, dem Kurse von 175 Stronen 100 Rubel umgerechnet. Ueber die wo eindringende Mauren die französischen Behörden und das sonstigen, bereits früher mitgeteilten Versendungsbedingungen geben vorhandene wenige Militär angegriffen haben sollen. Einzel- ist auch ein Aushang(„ Postverkehr mit den Kriegsgefangenen") andie Postanstalten Auskunft; im Schalterrvorraum jeder Bostanstalt heiten fehlen. gebracht, der die Versendungsbedingungen enthält. Politische Uebersicht. Keine kampflosen Landtagswahlen in Heffen. „ Es mehren sich die Belege dafür, daß England im Verein mit Belgien den Krieg gegen Deutschland nicht nur diplomatisch, sondern auch militärisch schon im Frieden aufs Aeußerste vorbereitet hat. Neuerdings erbeuteten unsere Truppen geheime militärische Handbücher über Belgiens Wege und Flüsse, die der englische Generalstab( Belgium, Road and River Reports prepared by the General Staff, War Office) herausgegeben hat. Uns liegen 4 Bände dieses Handbuches vor, von denen Band I bereits 1912, Band II 1913, Band III( in 2 Teilen) und Band IV 1914 gedrudt wurden. Sie haben den Aufbrud„ Vertraulich. Dieses Buch ist Die Verurteilung der deutschen Aerzte. Eigentum der britischen Regierung und ist bestimmt für die Amtlich. Berlin, 30. Nov.( B.T.B.) Das Auswärtige Ami persönliche Information von..., der für die sichere Aufbewahrung hat, nachdem es von dem in Paris gegen deutsche Militärärzte eindes Buches selbst verantwortlich ist. Der Inhalt ist nur berechtig- geleiteten Strafverfahren Kenntnis erhalten hatte, die zeugeneidliche ten Personen zu eröffnen." Vernehmung des Oberstabsarztes Dr. Pust ver Jn Darmstadt tagten am Montagnachmittag erneut anlagt. Dieser hat unter Eid ausgesagt:„ Ich war vom 7. bis die Vorstände der politischen Parteien Hessens, um über die 9. September nachmittags 2 Uhr 15 Minuten Chefarzt des Feld Frage fampfloser Wahlen zum hessischen Landtage zu beraten. lazaretts 7 des II. Armeekorps in Lizh. Als ich um 2 Uhr 15 Mi- Der Vorschlag der Sozialdemokraten, ihnen in nuten das Lazarett verließ. befanden sich dortselbst 405 Verwundete. Mainz ein Mandat zu überlassen, da die Mainzer Mandate Da unser wenige mitgebrachte beigetriebene Wein bei den vielen 24 Jahre lang im sozialdemokratischen Besitze gewesen seien, Verwundeten bald verbraucht war, befahl ich meinem erften fand nicht die Billigung der anderen Parteien. Auch zwei Lazarettinspektor Gast, am 9. September vormittags für unsere Ortsvereine der nationalliberalen Partei( Offenbach und Bad Stranten, die aus Deutschen, Engländern und Fran- Nauheim) brachten Wünsche vor, die sich mit der Vornahme 3 oien bestanden, Wein gegen von zu requirieren. Er fampfloser Wahlen nicht vereinbaren ließen. Die Verhandbrachte furz vor unserem Abrücken, welches durch das raiche Heran- lungen verliefen infolgedessen ergebnislos. Es wird also zurüden der Franzosen beschleunigt wurde, zwei Faß Wein zu je nächst bei dem Vorschlage der Regierung bleiben, der eine 100 Liter heran, die er, wie ich durch Befragen feststellte, aus dem Verschiebung der Landtagswahlen bis nach dem Striege Steller des Gartenhauses des Schloffes zu Lizh genommen hatte. vorsicht. Der Landtag tritt am 16. Dezember zu einer vorEr jagte mir, daß er einen Bon, wie ich ihm befohlen hatte, nicht aussichtlich nur zweitägigen Sigung zusammen. habe abgeben können, weil weder der Bürgermeister von Lizy, noch ber Gigentümer des Schlosses, noch irgendein Bediensteter desselben zu finden gewesen sei. Einen Bon im Keller des Gartenhauses niederzulegen, jei ihm zwedios erschienen. Ich konnte mich nicht um die fischen Volkstribüne", ist Dienstag auf telegraphische AnordDas Verbot unseres Bayreuther Parteiblattes, der„ FränSache fümmern, weil ich zu wichtigeren Sachen abgerufen wurde. Ich hatte möglichst schnelle Anordnungen wegen unseres zu beschleu nung von Berlin aus aufgehoben worden. nigenden Rüdzuges und wegen der Uebergabe des Lazaretts an den ebenfalls in französische Gefangenschaft geratenen Stabsarzt der Zur Nachwahl Czarnifau- Filehuc. Reserve Dr. Schulz zu treffent. Weder den Stabsarzt Das polnische Provinzial- Wahlfomitee proklamierte für die Dr. Schulz noch den Oberarzt Dr. Davidjohn trifft bevorstehende Reichstagserfazwahl Stimmenthaltung, womit irgendeine Verantwortung für den Bein. Ich allein die Wahl des Agrariers Dr. Nösice, wie vorauszusehen war, habe die Herbeischaffung des Weines in der oben angegebenen Weise gesichert ist. veranlaßt. Die Handbücher enthalten auf Grund militärischer Erfundungen die denkbar genauesten Geländebeschreibungen. Der Eingangsvermerk lautet:" Diese Berichte fönnen nur den Zustand der Wege zu der Zeit wiedergeben, in der sie erkundet wurden. Es wird stets ratsam sein, sie vor Benußung abermals zu erkunden, um sich zu versichern, daß sie nicht durch Reparaturen, Rohrlegungen usw. gesperrt sind." So wird z. B. in Band 1 Seite 130 ff, die große Straße Nieu port- Digmuiden- 9pern- Menin- Tourcoing- Tournai nach Wegebeschaffenheit, Gelände, taktischen Rüdfichten, Beobachtungspunkten und Wasserverhältnissen an der Hand beigefügter Karten besprochen. In dieser Besprechung werden die längs der Straße gelegenen Ortschaften aufgezählt und beschrieben. Wir finden ihre genaue Entfernung von einander, sowie eingehende Angaben über das einschlägige Wegenes in bezug auf Steigungen, Brüden, Kreuzungen, Telephon- und Telegraphenstellen, Eisenbahnstationen ein schließlich Länge der Plattformen und Rampen, Kleinbahnen, Betroleumtankstellen usw. Stets wird mitgeteilt, ob die Bevölkerung ganz oder teilweise französisch spricht. Als Beispiel seien die taftischen Bemerkungen über Digmuiden auf S. 151 wörtlich mitgeteilt: Dirmuiden wird von Norden oder Süden schwer zu nehmen sein. Die beste Verteidigungsstellung gegen Süden wäre westlich der und bis zur Straße der Bahndamm, östlich der Straße eine Reihe fleiner Hügel. Beit lich der Straße ist das Schußfeld auf 1500 Yards gut, östlich davon ist der Ausblick durch Bäume behindert. Zwei Bataillone würden für die Beseßung ausreichen. Die feindliche Artillerie würde wahr scheinlich nahe Hoogmolen und Veartfant stehen. Sonst ist dort Es ist mir unerklärlich, wie man auf die Idee kommen fann, taftisch nichts von Bedeutung, auch nichts vorhanden, was das daß dieser von mir für die Verwundeten, und zwar nicht allein für Marichtempo verzögern könnte. Beobachtungspunkt: die Mühle Freund, sondern auch für Feind, requirierte Bein auf unrechtmäßige bon Reendheet mit freiem Rundblid, und der Koelberg, 7% Meilen Weise erworben sein sollte." bon Opern, mit Ausblick nach Ost und Süd." Nebenbei bemerkt, Beglaubigte Abschrift der Aussage ist der amerikanischen Bot werden in der Regel die Kirchtürme als gute Beobachtungsschaft in Berlin behufs llebermittelung an die französische Regierung posten angegeben. In gleich eingehender Weise wird dann der zugestellt worden. ganze Scheldelauf mit allen Nebenflüssen, Ortschaften, Lan- Wegen rechtzeitiger Einlegung der zulässigen Rechtsmittel durch dungs- und Uebergangsgelegenheiten, Beiten und Tiefen, Brücken, einen vertrauenswürdigen Verteidiger ist Vorsorge getroffen worden. Bootsvorräten usw. beschrieben. So bilden die handlichen Bände für den Führer, Generalstabsoffizier und Unterführer jeden Grades einen vortrefflichen Wegweiser. Ihm beigegeben sind, ein Ortsfommandant bedarf. " Zurückgenommenes Zeitungsverbot. Die ostpreußischen Flüchtlinge und der Neichstag. entschlossen, den Bundesrat und den Reichstag um Hilfe von Die oft preußischen Flüchtlinge in Berlin haben sich Reichswegen auf gefeßlicher Grundlage anzugehen. In einer die Regierung und die Volksvertretung eine Eingabe wegen Er öffentlichen Versammlung wurde ein Ausschuß gewählt, der an laffes eines Notgefeges gerichtet hat. Danach soll den Flüchtlingen, die alles verloren und vielfach nur das nadte Leben gerettet haben, der Wahrnehmung ihrer Rechte durch den Krieg Verhinderten geder gleiche Rechtsanspruch wie den Striegsverlassenen und den an währt werden. Freilassung gefangener Zivilisten. Köln, 30.November.( W. T. B.) Die, ölnische Zeitung meldet aus Berlin vom 30. November: Die wegen der Verurteilung deutscher Militärärzte durch die Vermitte Der Frankfurter Zeitung" wird aus Bern gemeldet: Das 1) eine nach Gemeinden und Dörfern geordnete Einquat- lung der amerilanischen Botschafter in Berlin und Paris bei der Bureau für Zivilinternierte in Bern hat bereits die Heimtierungsübersicht mit Zahlen der Belegungsfähigkeit, der franzöfifchen Regierung unternommenen Schritte beziehen sich auf schaffung von 7000 Berionen ermöglicht. Nach einem vorhandenen Transportmittel und allen sonstigen Angaben, deren die Aufhebung des unglaublichen Urteils. Das Wort hat jeyt letzte Woche abgeschlossenen Ablommen werden die Männer von 45 die franzöfifche Regierung. Sie muß wissen oder wird amtlich er- bis 50 Jahren, welche notorisch militäruntauglich sind, aus der 2) Eine Zusammenstellung von wichtigen Fingerzeigen für fahren, daß der Spruch des französischen Kriegsgerichts auf einem Internierung entlassen. Dieses Abkommen gilt für Frankreich, Flugzeugführer in dem Teile von Lelgien, der südlich der Linie Char Irrtum beruht. Die französische Regierung hat Gelegenheit, von Deutschland und Desterreich- Ungarn. Teroi- Namur- Rüttich liegt, sowie für die Umgegend von Brüffel. Amts wegen einzuschreiten, um das irrtümlich ergangene Urteil aus Dieses außerordentlich sorgsam und übersichtlich abgefaßte der Welt zu schaffen. Verneinendenfalls würde man auf deutscher Merkbuch wird durch eine Karte der Landungsplähe ergänzt, trägt Geite die Folgerungen zu ziehen wissen. die Aufschrift geheim und stammt aus dem Juli 1914. Diese militärgeographischen Handbücher find nun nicht etwa erst kurz vor oder gar während des Krieges hergestellt. Das wäre bon der Drudlegung abgesehen auch nicht möglich gewesen. Dienſtvorschriften für ein dort fämpfendes englisches Heer. Der gierung. Französische Geifeln. Englisch- französischer Konflikt mit Columbien Letzte Nachrichten. mit, daß die Mitglieder der Kommission einstimmig die Unhaben. Die ,, Best der Unterseeboote". Vorgehen gegen die Bossische Zeitung". Straßburg, 1. Dezember.( W. T. B.) Aus Zabern wird der hat in ihrer heutigen Abendnummer einen Bericht über die Berlin, 1. Dezember.( W. T. B.) Die Bossische Zeitung" Tas Material paint murde vielmehr, wie die Bemerkungen über" Straßburger Bost" gemeldet: Dieser Tage wurden aus dent fran- vertrauliche Sibung der Kommission des Reichstags gebracht, den einzelnen Abschnitten bejagen, jeit 1909 durch Einzelerfun. 3öfifchen Städtchen Cirey eine Anzahl von Geiseln über Saar der nicht autorisiert war und dem Reichskanzler Aeußerungen dungen gesammelt. Der erste Band wurde dann 1912 gebrudt. burg nach gaberu gebracht. Unter ihnen befindet sich neben dem in den Mund legt, die dieser nicht getan hat. Die betriebene eingehende Vorbereitung für einen Feld. mit seiner Familie und feiner Tienerschaft. Diese haben sich in ist daher mit Beschlag belegt worden. Hierzit einem Hotel dingemietet und dürfen ſich völlig frei bis Die übrigen Gefangenen, darunter beſtimmten Grenze bewegen. englische Generalstab hat sich mithin schon seit geraumer Zeit auf Mütter mit fünf bis sieben Stindern, find im Bezirks richtigkeit des Verichts der„ Bossischen Zeitung" festgestellt diefen Fall ſoweit eingerichtet, und ihn ſo ſicher vorausgesehen, gefängnis intergebracht. Es handelt sich bei dieſer Gefangen daß er die mühselige Arbeit der Zusammenstellung dieser militä haltung um eine Gegenmaßregel der deutschen Rerischen Handbücher durchführte. London, 1. Dezember.( W. T. B.) Der Flottenforrespondent Ohne eine bereitwillige, weitestgehende Unter der„ Times" schreibt: Seitdem diese Best der Untersee= stübung der belgischen Regierung und Militärbehörden war eine boote sich an der belgischen Küste bemerkbar gemacht hat, indem jofche Arbeit nicht zu leisten. Derartig erschöpfende, bis ins fleinste sie das die Küste beschießende Geschwader angriffen, gelang es gehende strategische und tattische Angaben, wie die oben mitgeteilten, Loudon, 1. Dezember.(. T. B.)„ Daily Telegraph" meldet ihnen, amei britische riegsschiffe und mehrere oder so genaue Daten über das rollende material, über Schleusen aus Washington: Staatssekretär Bryan hat zu verstehen gegeben, se a uffahrteififfe bersenfen. Ihre Ope und Brüden, fann man auf andere Weise nicht beschaffen. Die daß er sich wegen den english franzöfifden Proteste tationen bei Sabre in der letzten Woche zeigten, daß sie Belegungsfähigkeitslisten, die über Belgien verfügen, als wäre es betreffend eine Beilegung der Neutralität durch Ecuador und einen noch größeren Afiionsradius haben. bas eigene Land, fönnen nur von der belgischen Regierung stammen. Columbien nicht weiter bemühen werde. Gegenüber Fahrzeuge liegt in ihrer Absicht, unseren nach französischen Häfen Der Korrespondent fährt fort: Die Bedeutung dieser schnellen Sier ist aweifellos a miliches belgisches Material benust den englischen Behauptungen, daß sich eine deutsche Funkenstation fahrenden Vorratschiffen in die Quere zu kommen. Die Gefahren worden. Man hat es für englische Zwede zurechtgemacht, oder an in Columbien befände, begnügt sich die amerikanische Regierung mit der neuen Methoden der Kriegführung müssen die Belegungen der vielen Stellen einfach ins Englische überfest. der Erklärung der Regierung von Columbien, daß dies nicht der britischen Schiffe in bestimmten Gewässern beschränken, aber fie So eingehend hatten England und Belgien bereits im Fall sei. Es läßt sich nicht fagen, was die Bereinigten Staaten werden unsere Operationen nur stören und nicht hindern. Weitere Frieden ein militärisches Zusammenwirken miteinander verab tun werden, wenn England und Frankreich selbständig gegen Co- Berluste sind zu erwarten, aber Vorsichtsmaßregeln können und redet. Belgien war eben politisch und militärisch nichts anderes als lumbien vorgehen sollten. Der Korrespondent des Daily Telepraph" werden ergriffen werden. Größere Kriegsschiffe können von Strein Vajall Englands. Die Entrüstung, die England heute wegen glaubt, die Vereinigten Staaten würden sich einem energischen Auf- wenden. Kauffahrteiſchiffe können begleitet werden oder des Nachis störern begleitet werden und Neße zum Schuße gegen Minen an Deutschlands angeblichen Neutralitätsbruchs vor aller Welt zur treten Englands und Frankreichs gegen Columbien nicht widersetzen. fahren, wo die Unterfceboote relativ harmlos find. Diese Pejt kann Schau trägt, wird durch diese Dokumente als völlig haltlos und man müsse abwarten, ob England und Frankreich dies von dem Kanal nicht ferngehalten werden, sie wird bald noch weiter ungerecht erwiesen. Wenn jemand Anspruch darauf hat, empört wagen werden und ob nicht schlimmsten Falles die Vereinigten westlich angetroffen werden, daher ist gesteigerte Aufmerksamkeit Staaten fich dennoch bemühen würden. zu sein, so sind es wir. geboten, au Friede Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplaz gefallenen Genoffen! Bei den Kämpfen im Besten siel unser Mitglied Ernst Neumann. 201/9 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 1. Berliner Reichstagswahlkr. Bei den Kämpfen im Westen fiel am 10. November unser Mitglied Konrad Pilz Immanuellirchstr. 33. 223/17 Bei den Kämpfen im Dsten siel am 16. November unser Mitglied Walter Studre. 4. Abteilung. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 5. Berliner Reichstagswahlkr. Fern von den Seinen, fiel am 13. Nopember auf dem Schlachtfelde im Osten unser Genosse Emil Sutor. 243/9 Leicht werde ihm die Erde im fremden Lande! Sozialdemokrat. Kreis- Wahlverein Niederbarnim. Bez Schöneiche. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Frankfurter Viertel. Bezirk 259. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Arbeiter Max Ruden Langestr, 92, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 2. Dezember, nach mittags 3 Uhr, von der Halle des Andreas Stirchhofes in Bilhelmsberg aus statt. 217/16 Der Vorstand. d Allzufrüh und fern von der Heimat fielen unfre lieben Kollegen Joseph Radigk Johann Schidniogrotzki Ein ehrendes Andenken werden ibnen bewahren 128A Die Kollegen der Firma Schwartzkopff, Scheringstr. Abt. Schmiede. Nach langem Barten erhielt ich die traurige Nachricht, daß mein unvergeßlicher, heißgeliebter Mann Franz Legl am 22. Oftober infolge Bermunt dung im Dstheere im Lazarett zu Opatow im Alter von 28 Jahren verstorben ist. Dies zeigt mit der Bitte um stille Teilnahme an 146A Frau Selma Legl, geb. Peter Käte Prölẞ, geb. Legl. Ich kann Dir nichts mehr bieten Mit nichts mehr Dich erfreun, Nicht eine Hand voll Blüten Auf Deinen Hügel streun. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Nachruf. Am 27. November verstarb unser Parteigenoffe Am 25. Eftober starb auf dem Schlachtfelde in Rußland unfer lieber Sohn, Bruder, Schwager und Bräutigam, der Graveur Ernst Jacob. Dies zeigen tiefbetrübt an Albert Jacob nebit Frau, Emma und Max Jacob, Frida Domke geb. Jacob, Georg Domke, 21 Frida Schmidt als Braut, Otto Hoffmann und Richard Grunow als Freunde. Pankow, Brehmestr. 14. Als Held starbst Du für uns zu früh, Bergessen fönnen wir Dich nie. Huhe sanft in fremder Erde. In treuer Pflichterfüllung starb den Heldentod am 25. Eftober in Rußland mein innigitgeliebter unvergeßlicher Bräutigam, der Grabcur Ernst Jacob A im 25. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt an Frida Schmidt als Braut nebst Eltern und Geschwistern, Freiburg, Schlejien. Den Heldentod fürs Vaterland Starb er im fernen Feindesland; Geflossen ist sein junges Blut Für uns zu früh; er war jo gut! Wer auf der Welt was Liebes hat, Der blieb jo gern allhier. Ade, ade, du schöne Welt, Ich scheide schwer von dir. ArbeiterRadfahrer- Bund Solidarität“, Mitgliedschaft Berlin. Abteilung 4. In Erfüllung der traurigen Pflicht geben wir allen Mitgliedern bekannt, daß unser treuer Bundesgenosse Paul Passoke am 25. Ottober im Dsten durch Stopfschuß gefallen ist. Ehre seinem Andenken! 5736 Die Ortsverwaltung. Statt Karten. Es gelang dem Engel der Ber nichtung das Leben meines einzigen Sohnes, unseres Neffen und Großneffen, des Malers Jakob Schwalbach Leopold Jeetze Emser Str. 49, 14. Bezirk. Ehre seinem Andenken! am Die Beerdigung jand Montag, den 30. November, auf dem Gemeindefriedhof in Neutölln statt. 245/2 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Johannisthal. Am Sonntag, den 29. November verftarb an Lungenleiden unser Genosse der Arbeiter Hermann Tolinski Roonftr. 18. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 2. Dezember, nach mittags 4 1hr, von der Halle des Johannisthaler GemeindeFriedhoses aus statt. 196/6 Der Vorstand. Auf russischem Gebiet siel durch Kopfschuß am 24. Oftober d. J. im 28. Lebensjahre mein innig geliebter Mann und Bater meines Kindes Adolf Grunwald 148. Juf. Neg. 10. Komp. Dies zeigen tiefbetrübt au Martha Grunwald geb. Linde als Frau. Gubener Straße 22. 5716 136. Infant. Regt. 2. Kompagnie am 31. Oftober beim Sturm gegen die Engländer im 24. Jahre 124A zu zerstören. In tiefem Schmerz Martha Jeetze geb. Ahrendt, Emser Straße 78. Mensch sein, beigt: Kämpfer sein! Infolge einer am 7. November im Osten durch einen Granatichuß erhaltenen Schulterverlegung starb Alter von 30 Jahren am im 10. November in Lazarett zu Königsberg unier Kollege, der Metalldreher Wilhelm Schröder Ersazreservist im LandwehrInfanterie- Regiment Nr. 24. Sein offener, chrenhafter Cha ratter sichert ihm ein dauerndes Andenken. Die Kollegen der Firma Hugo Hartmann, Neukölln. Sparverein„ Gute Einlage". Auf dem westlichen Kriegsichauplatz fiel unser Mitglied Ernst Parczany. Wir werden igm ftets cin ehrendes Andenken bewahren. 573b Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiterverband. Zahistelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Otto Schulze Gubener Etr. 49 im Alter von 50 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 2. Dezember, nach mittags 3 Uhr, von der Leichen Halle des Georgen- Airchhojes in der Landsberger Alec aus statt. 94/15 Die Ortsverwaltung. Kraft- und Artisten- Klub ..Birke". Gegr. 1890. M. d. A.-A.-B. D. Nachruf. Am 4. November starb den Heldentod für sein Vaterland unser freuer, unvergeßlicher Sportsgenoffe Josef Kesz Korporal im DeutschmeisterRegiment in den Kämpfen gegen Rußland. 567b Der Vorstand. Verband d. Gemeinde- u.Staatsarb. Filiale Groß- Berlin. Nachruf. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Robert Niemann welcher im Betriebe des Wafferwerts Tegel beschäftigt war, ver storben ist. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Ortsverwaltung 36/6 Alzufrüh und jern von der Heintat feiner Lieben starb auf dem Felde der Chre im Westen am 30. Oftober mein geliebter, unvergeßlicher Mann und freu forgender Bater, unfer lieber Sohn, Bruder, Schivager und 5776 Onfel, der Wehrmann Gustav Wels im Ersatz- Reserve- Regiment Nr. 4 12. Kompagnic Dies zeigt im tiefen Schmerz im Namen aller interbliebenen an: Marie Wels geb. Koch, Kopenhagen( Dänemark). Am Montag, den 30. Nov., fchloß ihr arbeitsreiches Leben im vollendeten 65. Jahre unfere liebe Blufter, Schwiegermutter. Schweiter, Schwägerin, Tante und Großmutter Marie Vieth 4 Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 3. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Salle des St. Golgatha- Fried hofes, Barfusstraße, aus stait. 574b Die interbliebenen. In den Kämpfen in Ditpreußen starb am 15. November 1914 nach dreijährigem Eheglüd mein inniggelicbter, herzensguter, uubergej licher Mann, unser lieber Bruder, Schwiegerjohn, Schwager und Dnfel 59A Hermann Domnowski ( Brenadier- Regt. 4) im blühenden Alter, im noch nicht vollendeten 29. Lebensjahre. Im tiefsten Schmerz im Namen der Trauernden Frau Johanna Domnowski geb. Kirschnick, Berlin, Türkenstr. 19. 3 bab' ein schönes, furges Glid Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. Donnerstag, den 3. Dezember: Mitglieder- Versammlungen in den Bezirken und Branchen. Sagesordnung: straße 5-7. Die fernere Regelung der Arbeitslosenunterstügung. Cifchler, Südwesten: abends 6 1hr, bei Sabels, BergmannCifchler, Süden: abends 6 ühr, bei Ewald, Schönleinſtr. 6. abends 51%, Uhr, im folal Süd: Ber ihn gekannt, weiß, was Cifchler, Südoften I u. II: Cjt, Baldemarstr. 75. bejeffen, Sekt fchlummert es, auf ewig un vergessen. wir nerloren. Am 5. November fiel auf dem Schlachtfelde im Westen uns r treuer Sportsfreund A Cifchler, Nordoften, Oeftliche Vororte, Often I, abends 8 11hr, in den" Prachtsälen des Ostens", II u. III: Frankfurter Allee 151/52. Bortrag des Kollegen N. Leopold über: Pflichten und Aufgaben der Mitglieder während des Strieges". Karl Schunke. Cifchler, Norden: abbs. 5%, Uhr, bei Büttner, Schwedter Str. 23. Wedding u. Moabit: abds. 8 Uhr, bei Kaczerowski, Cifchler, Ravenéftr. 6. Su tiefer Trauer straße 27c. Zentner- Klub ,, Armin 1890" Ladentifchler: abends 8 Uhr, im„ Englischen Hof", MeranderKüchenmöbeltischler: abends 8 Uhr, bei Brölfe, Weidenweg 52. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht. daß unser Mitglied, der Former Max Blume Hussitenstr. 10 am 25. November an den Folgen eines Unfalls gestorbest ist. Ehre seinem Andenken! 128/15 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die bei der Bestattung meines lieben Mannes, unjeres guten Baters Wilhelm Moritz ertpiesene Teilnahme sagen wir allen Beteiligten unseren herz lichsten Dant 129/6 Berta Moritz und Kinder. Tanksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und zahlreichen Kranz Bautischler: abends 8 Uhr: Bezirk 1: Südosten, Fichteftr. 29. Süden, Südwesten bei Raabe, Bezirk 2: Osten bei Bratner, Weidenweg 85. Bezirk 3: Norden und nördliche Vororte bei Gliesche, Kopenhagener Str. 74. Bezirk 4: Gesundbrunnen, Wedding und Moabit bei Sachse, Lindower Str. 26. Bezirk 5: Neukölln: bei Gütig, Erfstr. 8. Möbel- u. Stublpolierer fowie Magazinarbeiter. Osten: abends 8 Uhr, bei Fürstenberg, Frankfurter ee 106. Norden: abends 8 Uhr, bei Günther, Brunnenstr. 96. Einfetzer: Eaal 11. abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus", Engelujer 15, " Bodenleger: abends 8 Uhr, bei Bocker, Beberstr. 17. Jaloufiearbeiter: abends 8 Uhr, bei Greine, Rungestr. 20. Kammacher: abends 8 Uhr, bei Hermel, Holzmarfiftraße 21. Rahmenmacher: abends 6 Uhr, bei wählisch, Etaliker Str. 22. abcnds 8 11br, im gofal deal Möbeltischler Neukölln: Bassage", Beichſelſtr. 8. " Mittwoch, den 2. Dezember: Kisten- u. Koffermacher! spenden bei der Beerdigung meines Abends 8 Uhr, in den„ Andreas Festsälen", Andreasstraße 21. lieben Mannes Richard Hänisch Tagesordning: 1. Die Gewerkschaftsorganisation während des Krieges. Referent: Kollege R. Leopold. Korbmacher! sage ich allen Kollegen, Freunden und Belannten sowie dem sozial demokratischen Wahlverein und dem Metallarbeiter Verband metuen herz Abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshaus", Engelufer 15, Saal 1. lichften Dank. Witwe Helene Hänisch, Neukölln, Hobrechtstr. 78. 568b Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- u. FrauenleidenEhrlich- Hata- Kar( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10. Kauf Zündhölzer nicht auf Vorrat! Bis Die Fabrikation ftockt nirgends. An Rohloffen und ihrem Ersatz ist kein Mangel, wenn fie auch im Preife geftiegen find. Die Nachfrage über Be darf züchtet Wucherpreife. Ein Preis über 35 Pf. für das Paket zu 10 Schachteln, if außerhalb der Kriegszone ungerechtfertigt. Nur zeitweilige Verkehrsflockungen beeinträchtigen die Zufuhr Verein Deutfcher Zündholzfabrikanten Berlin C 25, Kaifer Wilhelm- Straße 22 Ende dieser Woche! Seidenplüsch, Sealfür diese Ein Posten plüsch-. Astrachan, regulär Woche Federplüsch, Woll- 65-250 30-120 hocheleganter plüschmäntel Pelzmäntel, Elekfür diese Ein Posten trik, Seal, Kanin, regulär Woche gediegener Orenburger( einzelne 190-590 100-300 Modelle) ca. 10 Persianer- Jaketts u. Mäntel 500 für diese Woche Ein kolossaler Posten Ulster regulär vornehmer, gediegener M. für diese Woche bis 38, 15.25.Ein großer Modellkostüme regular Posten bis 70.für diese Woche Sonntag 12-2 geöffnet. Trauermagazin I. Mohrenstr. 37a( Kolonnaden). JI. Gr. Frankfurter Str. 115( nahe Andreasstr.) Westmann. Tagesordnung: 1. Die Mißstände in der Geschoßkorbbranche und die seitens des Holzarbeiterverbandes getroffenen Maßnahmen. Referent: Rollege Neumann. 2. Unsere solidarischen Pflichten gegenüber den arbeitslosen Kollegen. Die Ortsverwaltung. 94/4 Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter Filiale Groß- Berlin. Donnerstag, den 3. Dezember 1914, abends pünktlich 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 4): Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Klara Bohm- Schuch über: ,, Friede auf Erden!" 2. Unsere Weihnachtsunterstützung der Familien der Kriegsteilnehmer und der Arbeitslojen. 3. Verbandsangelegenheiten. Zutritt zur Versammlung nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches! 36/7 Die Ortsverwaltung. Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher etc. Bureau: Melchiorstr. 28, part, Fernspr.: Amt Morispl. 4787. Filiale Berlin. Arb.-Nachw.:Gormannst.13 Fernspr.: Norden 3791-97 Donnerstag, den 3. Dezember 1914, abends S½, 1hr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15: Sektions- Versammlung der Lackierer. Tagesordnung: 1. Vortrag über:„ Alexander II., Zar von Rußland, und der Nihilismus“. Referent: Genosse M. Schütte. 2. Disfusion. 3. Ber bandsangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert! 135/12 Die Sektionsleitung. Nur für Herren! Ich habe drei große Posten moderner Herren- Winter- Ulster erstklassige Verarbeitung, welche für mein Engrosgeschäft angefertigt, infolge des Krieges nicht mehr zum Versand gelangen konnten. Ich stelle solche deshalb dem geehrten Privat publikum im Einzelverkauf und zwar in folgenden Serien zu enorm billigen Preisen zur Verfügung: Serie I M. 26.- Serie II M. 30- Serie III M. 36.Der Verkauf findet Donnerstag, Freitag von 10 Uhr vormittags bis abends 8 Uhr, Sonnabend bis 9 Uhr und Sonntag von 12-2 Uhr statt. G. Lachotzki, Königstr. 46, III. Etage, im Hause von Belmonte. Engrosverkauf findet an diesen Tagen nicht statt. Der weiteste Weg lehnt!! 576b Berantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inferatenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl. Nr. 329. 31. Jahrgang. Verlustlisten. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 2. Dezember 1914. Die Verlustliste Nr. 90 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: waren, in die Heimat zurückzukehren, sind im Falle der Bedürf- schaften und ihre Arbeitslosen besser, wenn die Stadt Schöneberg tigfeit Unterstüßungen zu gewähren, sofern glaubhaft gemacht für sich bleibt. Wenn aber der ernste Wille eines Zusammens wird, daß sie als Gefangene im feindlichen Ausland zurück- arbeitens mit den Gewerkschaften, beim Arbeitsamt der Stadt gehalten werden; wobei fein Unterschied zu machen ist, ob sie vom Schöneberg vorhanden ist, dann bedürfen verschiedene Bestimmungen Feinde als Kriegsgefangene oder Zivilgefangene der Abänderung, die durch Verhandlungen mit dem Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission festgestellt werden könnten, so wie dies in früheren Jahren auch der Fall gewesen ist. behandelt werden. Das gleiche gilt bezüglich solcher Mannschaften, von denen glaubhaft gemacht wird, daß sie im Ausland bei einem Marine oder Truppenteile zur Einstellung ge- Die Gewerkschaften sagen nicht, daß sie unter feinen Umständen langt sind. mit Schöneberg zusanunenarbeiten wollen, sondern ein Zusammen 3. Gemäß§ 10 Abjaz 5 a. a. O. werden die Unterstüßungen, arbeiten darf nicht auf der vom Magistrat Schöneberg einseitig falls der in den Dienst Eingetretene vor seiner Rückkehr verfestgelegten Grundlage beruhen. Solange sich der Magistrat der stirbt oder vermigt wird, solange gewährt, bis die Forma Stadt Schöneberg zu einer Verhandlung hierüber mit dem Ausschuß fion, welcher er angehörte, auf den Friedensfuß zurückgeführt der Berliner Gewerkschaftskommission nicht verstehen will, muß es oder aufgelöst wird; insoweit jedoch den Hinterbliebenen auf Grund des Gefeßes vom 17. Mai 1907 Bewilligungen gewährt schon bei der gegenwärtigen Haltung der Berliner Gewerkschaften werden, fallen die durch das Gesek geregelten Unterstüßungen bleiben." fort. Die Bejtimunung ist so auszulegen, daß zwischen dem Fortfall der Familienunterstügung und dem wirklichen Bezuge der Hinterbliebenenrente cine Unterbrechung nicht eintreten soll. Die Worte gewährt werden" sind also gleich= bedeutend mit den Worten„ taffächlich zur Auszahlung gelangen". Von einer Anrechnung der bis zu Diesem Zeitpunft gewährten Familienunterstügungen auf die Sinterbliebenenbezüge wird wegen der Schwierigkeit der Durch führung des Verfahrens abzusehen sein. 49. Ref. Jnf.- Brig., Stab; 1. Garde- und 1. Garde- Erj.- Reg.; 2. Garde- Reg.; Garde- Füs.- Reg.; Garde- Gren.- Reg. Elisabeth; Rej.- Inf.- Reg. Nr. 2; Gren.- Regimenter Nr. 5, 6; Res.- und Landi. Inj.- Reg. Nr. 7; Leib- Gren.- Reg. Nr. 8; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 8; Nej. und Landw. Inf. Reg. Nr. 10; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 11; Gren. und Ref.- Inf.- Reg. Nr. 12; Inf. und Landw.- Inf.- Reg. Rr. 13; Inf.- Regimenter Nr. 14, 15, 17; Sandw.- Jnf.- Reg. Nr. 17; Ref. Inf. Regimenter Nr. 18, 19; Inf., Res. und Landw.- Inf.Reg. Nr. 20; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 22; Brig.- Ers. Bat. Nr. 22; Inj.und Res Inf. Reg. Nr. 23; Inf, Res.- und Landw.- Inf.- Reg. Nr. 24; Inf und Landw.- Jnf.- Reg. Nr. 26; Inf. Rej.- und Landw. Inf. Reg. Nr. 27; Inf.- Regimenter Nr. 29, 30, 31; Nej.und Landw.- Inf.- Reg. Nr. 31; Rej.Inf. Reg. Nr. 32; Landw.Inf.- Reg. Nr. 33; Füs.-, Res.- und Landw. Inf. Reg. Nr. 34; Brig.Erf.- Bat. Nr. 34; Landw.- Inf. Reg. Nr. 35; Füs.- und Res.- Inf.Reg. Nr. 36; Füf.- Reg. Nr. 37; Rei. Inf. Reg. Nr. 38; Brig.- Gri.Bat. Nr. 38; Füs.- Regimenter Nr. 39, 40; Res.- und Landw.Inf.Regimenter Nr. 40, 46; Inf.- Regimenter Nr. 47, 48, 49, 52; Res Inf.- Reg. Nr. 53; Inf. Regimenter Nr. 54, 55; Rej.- Juf.- Regimenter Nr. 55, 56, 59; Inf. und Rej.- Inf.- Reg. Nr. 60; Res.- Inf.Regimenter Nr. 61, 65; Inf.- Regimenter Nr. 66, 67; Rej.- Inf.Regimenter Nr. 67, 68; Inf.Reg. Nr. 70; Rej.- Inf.- Reg. Nr. 71; Landw. Inf. Reg. Nr. 72; Res.- Inf- Regimenter Nr. 73, 74; Juf-, Ref. und Landw.- Inf.- Reg. Nr. 75; Inf. und Reſ.- Juf.- Reg. Nr. 77; Rei- Inf. Reg. Nr. 78; Fuj.- und Rej.- Juf.- Reg. Nr. 80; Inf.- und Landw.- Inf.- Reg. Nr. 81; Juf.- Reg. Nr. 82; Rei.- Inf.Reg. Nr. 83; Inf. Reg. Nr. 84; Füs. Reg. Nr. 86; Brig.- Ers. Bat. Rr. 86; Inf. und Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 87, 88; Gren.- Reg. Mr. 89; Inf. Regimenter Nr. 91, 92; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 94; Inf.Regimenter Nr. 95, 96, 97, 98; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 98, 99; Leib- Gren.- Reg. Nr. 109; Landw.- Znj.Reg. Nr. 110; Inf. und Es ist erfreulich, daß hierdurch rücksichtlich des Kreises der Rej.- Inf. Reg. Nr. 111; Inf.- Regimenter Nr. 112, 113, 115, 116, Anspruchsberechtigten eine Beseitigung der Mängel in die 117; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 118; Inf.- Regimenter Nr. 126, 130; Ref.Inf.- Reg. Nr. 130; Inj.- Regimenter Nr. 132, 136, 137, 140, 145, Wege geleitet ist, die wir wiederholt hervorhoben. Es ist zu 148, 149, 152, 153, 159, 160, 161, 162, 163, 164, 165, 167, 188, wünschen, daß baldigst auch die übrigen Mängel, insbesondere 169, 170, 171, 173, Ref. Inf. Regimenter Nr. 203, 208, 221, 227, die den Begriff der Bedürftigkeit" und die Unzulänglichkeit 239; Landit.- Bataillone Jauer, Lößen I, Mainz: Landit.- Ers.- Bat. der Mindestjäße betreffenden, beseitigt werden. Unseren im Nr. 4 des 7. Armeekorps; Garde- Jäger- Bat.; Rei. Jäger- Bat. Felde draußen Kämpfenden muß und soll die Gewißheit wer Nr. 2; Jäger- und Rej. Jäger- Bat. Nr. 4; Jäger- Bataillone Nr. 5, den, daß für ihre in der Heimat zurückgebliebenen Familien 8, 10; Ref.- Jäger- Bataillone Nr. 10, 11; Jäger- Bat. Nr. 14; Ref. in ausreichendem Maße gesorgt ist. Jäger Bat. Nr. 23; Festungs- Radf.- Komp. Graudenz; Rej.Zeitungs- Masch. Gew. Abt. Nr. 1; Festungs- Masch.- Gew.- Abt. Nr. 10. Garde- Ref.- 1.- Reg.; Drag.- Reg. Nr. 19; Suj.- Regimenter Rr. 3, 10; 11.- Reg. Nr. 9. 1. Garde- Ref. Feldart.- Reg.; 2. Garde- Feldart.- Reg.; Rei. Feldart. Reg. Nr. 3; Feldart.- Reg. Nr. 6; Rej.- Feldart.- Reg. Nr. 7; Feldart.- Reg. Nr. 8; Res. Feldart.- Reg. Nr. 14; Feldart.- Reg. Nr. 17; Rei.- Feldart.- Reg. Nr. 20; Feldart.- Regimenter Nr. 21, 24, 25, 27, 33, 37, 38; Ref. Feldart. Regimenter Nr. 43, 45; Feld art.- Reg. Nr. 46; Rej.- Feldort.- Reg. Nr. 47; Feldart. Regimenter Nr. 53, 54, 61, 66, 70, 76, 80; 1. 2andiv.- Feldart.- Abt. des 10. Armeekorps; 1. Landst.- Batterie des 7. Armecforps. 2. Garde- Fußart.- Reg.; Fußart.- und Rei.- Fußart.- Reg. Nr. 10; Fußart.- Reg. Nr. 14; Fußart. und Rej.- Fußart.- Reg. Nr. 15; Fußart.- Regimenter Nr. 18, 20. Garde- Pion. Bat.; I. Bion. Bat. Nr. 15; Pion.- Bat. Nr. 16; I. Pion. Bat. Rr. 21; Bion. Reg. Nr. 21. Armeetorps. Festungs- Telegr. Bautomp. Nr. 7; Fernsprech- Abt. des 15. Kommando des Etappen Munitionswesens der 1. Armee; Rej. Kommando des Etappen- Munitionswesens der 1. Armee; ResArt.- Munitions- Kol. Nr. 25 des 8. Rejervelorps. San. Komp. Nr. 3 des 2., Nr. 2 des 4., Nr. 2 und 3 des 15. Armeeforps; Rej.- San. Komp. Nr. 44 des 22. Reserveforps; Rej.- San. Komp. Nr. 18, 46; Feldlazarett Nr. 4 des 2. Armeeforps. Korps- Brüdentrain des Gardeforps; Zentral- Pferde- Depot Das gleiche gilt, wenn der in den Dienst Gingetretene in folge einer Verwundung oder Krankheit, als felddienstoder garnisondienstunfähig zur Entlassung fommt und ihm cine Ariegsinvalidenrente zugesprochen wird. Wenn auch die unter 3iffer 1 bis 3 erwähnten Bewilligungen nicht ausdrücklich im Gefeße aufgeführt sind, so wird doch bei Erlaz des im§ 12 a. a. C. vorgesehenen Spezialgejezes dafür Sorge getragen werden, daß die Bewilligungen in der Höhe Der in§ 5 feitgefeßten Mindestfäße den Lieferungsverbänden vom Reiche erstattet werden." Der Schöneberger Magistrat und die Gewerkschaften. Der Schöneberger Magistrat hat geglaubt, zu einer von uns in unserer Sonnabendnummer abgedruckten Erklärung antworten zu sollen auf die von Gewerkschaften gemachten Einwendungen über die Form der jetzigen Arbeitslosenunterstügung und über ihre Beteiligung an derselben. Wir haben bereits am Sonnabend mit einigen Worten die in der Erklärung enthaltenen Anzapfungen der Gewerkfchaften abgewiesen. Zur Sache äußert sich jetzt auch die Gewerkfchaftskommission selber, indem sie schreibt: " Aus Groß- Berlin. Hundesperre. Ein Fall von Tollwut ist an einem Hunde des Rentiers Wustrau, Genthiner Str. 29, festgestellt worden. Der Polizeipräsident hat aus diesem Grunde angeordnet, daß im Gebiet der Stadtkreise Berlin und Charlottenburg füdlich der Spree sowie im Bezirke der Stadtfrcije Berlin- Schöneberg und Berlin- Wilmersdorf sämtliche Hunde, auch wenn sie erst nach Anordnung der Sperre in diese Bezirke eingeführt werden, bis zum 22. Februar 1915 einschließlich festgelegt( angefettet oder eingesperrt) werden müssen. Der Festlegung ist das Führen der mit einem sicheren Maulforbe versehenen Hunde an der Leine gleich zu achten. Im Gebiet des Stadtkreises Berlin nördlich der Spree müssen Sunde bis zum 22. Februar 1915 einschließlich, sofern sie öffentliche Straßen, Wege, Pläte usw. betreten, mit sicherent Maulforb verfchen sein und gewissenhaft überwacht werden. Die Ausfuhr von Hunden aus dem Sperrbezirke ist nur mit ortspolizeilicher Genehmigung nach vorheriger tierärztlicher Untersuchung gestattet. Als Ausfuhr im Sinne dieser Vorichriften gilt nicht die vorübergehende Entfernung von Sunden aus dem gefährdeten Bezirk bei Spaziergängen, Ausflügen und ähnlichen Gelegenheiten. Eine solche Entfernung ist nur unter der Bedingung gestattet, daß die Hunde auch außerhalb des gefährdeten Bezirks je nach Vorschrift in ihrem Herkunftsorte entweder mit einem sicheren Maulforb verschen und an der Leine geführt oder mit einem ficheren Maultorb versehen und unter Aufsicht gehalten werden müssen. Die Benutzung der Hunde zum Ziehen wird unter der Bedingung gestattet, daß sie dabei fest angeschirrt und mit einem sicheren Maulforb versehen sind. Hunde, die den angeführten Bestimmungen zuwider umberlaufend betroffen werden, werden getötet. Von der A. E.- G.- Schnellbahn. Die Verkehrsdeputation beschäftigte sich in ihrer gestrigen Sigung u. a. eingehend mit dem Projekt der Umwandlung Die Antwort des Magistrats fehrt die Tatsachen in ihr Gegen der Norditrede der Schnellbahn Gesundbrunnen- Neukölln in teil um. Der Magistrat jagt: Gs fet ihm auf eine an das Arbeits- eine Unterpflasterbahn. Die Deputation beschloß, dem Maamt der Stadt Schöneberg gerichtete Anfrage, wie es mit den Begistrat zu empfehlen, von der Verfolgung des Projekts Abzichungen zu den Gewerkschaften stehe, geantwortet worden, beim stand zu nehmen und es bei dem früheren Hochbahnprojeft Arbeitsamt jei über einen Konflikt mit den Gewerkschaften amtlich zu belassen. Maßgebend für diesen Beschluß waren zunächst die hohen nichts befannt. Die Tatsachen find folgende: Der Textilarbeiterband hat auf Sosten einer Untergrundbahnanlage und die größeren Zufeine Mitteilung, daß er nicht in der Lage sei, unter den gegen schüsse, welche die A. E. G. von der Stadt Berlin für diese wärtigen Umständen mit der Stadt Schöneberg zu arbeiten, vor der Aenderung verlangt. Ferner würde aber auch bei dem neuen Magistratserklärung eine Antwort erhalten. Auch von anderen Ger Projeft die Hochbahn in der Schwedenstraße bestehen bleiben Die bayerischen Verlust listen Nr. 81, 82, 83 underlichaften ist die Mitteilung an den Magistrat Schöneberg ge- und die daselbst anzulegende Rampe, die von der Untergrund84 melden Berluite des 19. Inf. Reg. Erlangen; Ref.- Inf.Reg. gangen, daß sie es ablehnen, auf der Grundlage, die vom Magistrat bahn zur Hochbahn führt, ein schweres Verkehrshindernis Sr. 15; 11. nf.- Reg. Regensburg; Ref- ager- Bat. Nr. 2; 12. Gelb Söneberg aufgestellt ist, mit Schöneberg zu arbeiten. Trotzdem bilden. art. Reg. Landau; 10. Inf.- Reg.„ König", Ingolstadt; 2. Jäger- die Erklärung des Arbeitsamts Schöneberg, daß dort amtlich nichts Bat.; 6. Jnf.- Reg. Amberg. bekannt sei. Nr. 3.. * Die württembergische Verlustliste Nr. 68 enthält VerTujte des Rej.Inf. Reg. Nr. 120; Landw.- Inf. Reg. Nr. 123; Inf. Reg. Nr. 124; Inf.- Reg. Nr. 125; Inf.- Reg. Nr. 180. Familienunterstützungen der Kriegsteilnehmer. Ein Ehedrama Auch aus anderen Bemerkungen der Erklärung erhellt, daß den hat sich gestern morgen vor dem Hause Bernburger Straße 14 ab. Herren im Arbeitsamt Schöneberg die Ablehnung der Gewerkschaften gespielt. Dort erichog der 28 Jahre alte Kaufmann Hubert Dertwig sehr wohl befannt ist. seine um sechs Jahre jüngere, von ihm getrennt lebende Ehefrau Der Magistrat von Schöneberg fann gar keine Entschuldigung und furz darauf sich selbst. Mitteilungen zufolge soll die Ursache in finden dafür, da sein Verhalten inforrett ist. Während vor Jahren ehelichen Zerwürfnissen liegen. Die Zeichen wurden nach dem Schaus das Abkommen über die Arbeitslosenunterstützung für alle Berliner hause gebracht. Gewerkschaften mit der Gewerkschaftskommission getroffen wurde, hat Der diesjährige Weihnachtsmarkt man dieses Mal, und zwar absichtlich, diese Instanz über= findet einer polizeilichen Bekanntmachung zufolge auf dem Arkona gangen, wahrscheinlich in der Hoffnung, daß vielleicht doch einige platz und deffen Umgebung sowie in der Warschauer Straße( von Gewerkschaften sich finden, die auf das nichtssagende Angebot der der Revaler Straße bis zur Frankfurter Allee) und in der Beters Die Mängel des Familienunterstüßungsgefeßes find von Stadt Schöneberg eingehen, und dann diese einzelnen Gewerkschaften burger Straße statt. Pfeffertüchler, Pfefferkuchenhändler, Verkäufer von Obst, Nissen, Weihnachtsbäumen, Spielzeug und dergleichen uns wiederholt hervorgehoben. Eine Aenderung des Gejeges gegen die anderen ausspielen fann. Der Magistrat von Schöneberg sagt, die Getverkschaften flagten tönnen auch außerhalb des Marttbezirts mit Genehmigung des zu ist erforderlich. Sie wird nicht nur von der sozialdemokratiichen Reichstagsfraktion und bürgerlichen Parteien, sondern darüber, daß fie die Beiträge für die Stadt auf einige Zeit veraus ständigen Polizeireviers Verkaufsvorrichtungen auf geeigneten Bläßen und sie ihre Arbeitslosen kontrollieren müssen, aufstellen. Der Markt beginnt am 11. Dezember und dauert bis auch von der Regierung anerkannt. Ob es möglich sein wird, lagen sollen, und sie ihre Arbeitslosen fontrollieren müssen, aufstellen. in Form einer Gejeges novelle schon jetzt die allieitig aner- und meint dann, daß diese Verauslagung doch nur eine ge- zum 27. Dezember einschließlich mit der Maßgabe, daß am 28. Defannten Wünsche zu befriedigen, scheint streitig zu sein. Die ringe Gegenleistung gegenüber den Leistungen der Stadt sei. Hierzu zember morgens 8 Uhr jämtliche Buden und Verkaufsvorrichtungen von den Straßen und Plätzen fortgeschafft sein müssen. Anträge auf Reichsregierung hat inzwischen infolge vielfacher Borstellun- ist zu bemerken, daß von einer Leistung der Stadt den Arbeitslosen Erteilung von Erlaubnisscheinen für den nächstjährigen Weihnachtsgen und Anregungen aus allen Zeilen des Volkes den gegenüber nach dem in unserem Artikel vom 21. November ange markt( 1915) find frühestens am 1. September 1915 einzureichen. Bundesregierungen einige Verbesserungen durch die Braris führten Beispiel so gut wie gar nicht die Rede sein kann. Die Tat- Vorher eingehende Anträge können erst nach diesem Zeitpunkte ihre einzuführen empfohlen. Es handelt sich hierbei wesentlich fachen beweisen doch das Gegenteil. Was die Bemerkung betrifft. Erledigung finden. um eine Erweiterung des Personentreises für daß die Mittel der Gewerkschaften schwänden, und die Summen, th die Familienunterstübungen. Die Norddeutsche die es sich bei den organisierten Arbeitern handelte, geringfügig Allgemeine Zeitung" veröffentlicht hierüber folgendes: seien, so irren sich die Herren ganz gewaltig. Die Hoffnung, daß Die Reichsregierung hat neuerdings weitere Richtlinien durch die großen Summen, die die Gewerkschaften während des bezüglich der Anwendung des Gesetzes vom 28. Februar 1888 in Strieges für Arbeitslosenunterstügung ausgeben, die Kassen der Gewertschaften vollständig geleert würden, und der Fassung des Gefeßes vom 4. August 1914 betr. Familienunterstüßungen aufgestellt und den Bundesregierungen zur Benicht mehr in der Lage seien achtung empfohlen. Es handelt sich dabei um eine recht bedeu- werkschaften dann eventuell fende Erweiterung des Personentreises der An- ihre sonstigen gewerkschaftlichen Aufgaben zu erfüllen, mögen die Ergänzungen Herren an den Nagel hängen. Dafür ist gesorgt, daß ein solcher spruchsberechtigten. ichweben zurzeit noch Verhandlungen mit den beteiligten amt- Bustand nicht eintritt. Die Gründe, die die Gewerkschaften veranlassen. von einem lichen Stellen. Ju einzelnen feien aus dem Rundschreiben folHand- in- Handarbeiten mit dem Magistrat der Stadt Schöneberg ab fun alle gende Punkte hervorgehoben: 1. Im Falle der Bedürftigkeit sind auch den Stiefeltern, zusehen, liegen auf ganz anderem Gebiete, als die magistratliche Stiefgeschwistern und Stiefkindern des in den Wenn die Gewerkschaften die Arbeit der Ron Dienst eingetretenen Familienunterstügungen zu gewähren, in- Erklärung erlennen läßt. fofern sie von ihm unterhalten worden oder das Unterhaltungshervortrolle Die Ausstellung empfehlenswerter Jugendschriften im recht erst nach erfolgtem Diensteintritt desselben hervor- trolle und die sostén der Verwaltung übernehmen sollen, und der Stadt Schöneberg die auszu Gewerkschaftshaus ist heute von 6-9 Uhr geöffnet. Auf die mit die Che gebrachten Kindern der Ehefrau streden sollen, dann muß auch für die Arbeits aufmerksam gemacht, da sich hierbei eine Anzahl Hefte in der Unter denselben Baraussetzungen find auch den unehelichen zahlenden Gelber eventuell sieben Wochen vor Bücher zur Bekämpfung der Schundiiteratur wird besonders die Unterſtügungen zu gewähren, auch wenn der Ehemann nicht losen, die Mitglieder der Gewerkschaften sind, ein Preislage von 10-30 Pf. befinden, die auch als WeihnachtsVorteil herauskommen; sonst läßt es sich nicht ihr Vater ist. Elternlose Eufel des Einberufenen sind den ehelichen verantworten, der Stadt Schöneberg alle diese geschenk in Betracht kommen können. Kindern des Eingetretenen gleichzustellen. Handel und Tragen von Waffen. 2. Nicht nur den Familien der Mannschaften des Be- Arbeiten abzunehmen und die dafür notwendigen Wolffs Depeschenbureau verbrettet folgende amtliche Meldung: urlaubtenstandes, sondern auch denjenigen aller übrigen im Rosten zu tragen. Wenn die Stadt Schöneberg auf der Grundlage, die der Das Cherkommando in den Marken macht erneut darauf aufmertmehrpflichtigen Alter stehenden Mannschaften, welde infolge der friegerischen Ereignisse nicht mehr in der Lage Magistrat festgelegt hat, bestehen bleibt, ist es für die Gewerk- sam, daß der Verkauf von Waffen, Pulver und Sprengstoffen, an getreten ist. leber weitere die GeUnanbringbare Pakete für Marinesoldaten. Für unanbringbare Palete, die durch die Sammelstellen der Kaiserlichen Marine( I. Ersatzbataillon in Stiel oder II. Torpedodivision in Wilhelmshaven) an Angehörige der Feldtruppenteile der Kaiserlichen Marine in Belgien, verfandt worden sind, sind folgende Bestimmungen erlassen worden: Derartige Pafete find grundsäglich an die Absender zurückzusenden, wenn sie nicht einen entsprechenden Vermerk enthalteit, daß sie zum Besten der Angehörigen des betreffenden Feldtruppenteils verwendet werden dürfen. Kaufleute und Handwerker, die Waren auf Bestellung versenden, tun gut, wenn sie die Pafete mit einem Vermerk versehen, daß sie im Falle der Unanbringbarkeit barung getroffen ist, daß, alle unanbringlichen Pakete zum Besten des zurückzusenden sind, weil bei manchen Feldtruppenteilen die BereinTruppenteils verwendet werden sollen. Sivilpersonen verboten ist; ebenso ist es verboten, das Zivilpersonen| arbeitslos. Gegenwärtig jind noch 91 Former und 47 Hilfsarbeiter cine Waffe tragen, sofern es ihnen durch die Ortspolizeibehörde arbeitslos. Von den Mitgliedern der Branche nehmen 450 am nicht ausbrüdlich gestattet ist. Die Ausübung der Jagd wird hier- Striege teil. 24 find bis jetzt gefallen. burch nicht eingeschränkt, da der Besiz des Jagdscheines zum Tragen da der Die von Waffen und zum Kauf von Jagdmunition berechtigt. Die Armenspeisungsanstalten. Der Magistrat Berlins hat für die städtische Armenspeisungsanstalt 60 000 9. nachbeivilligt. Die Stadtverordneten follen er sucht werden, zu dieser Etatsüberschreitung ihre Genehmigung zu erteilen. Die Anstalt unterhält in Berlin 16 Küchent. Weitere Fürsorge in Schöneberg. Die Versammlung wählte die bisherige Agitationsfommission wieder. Nur eins von den 10 Mitgliedern, welches eine Wiedermahl abgelehnt hatte, wurde neugewählt. Der bisherige Branchen leiter Jaedel wurde als solcher einstimmig wiedergewählt. Klagen ohne Ende! Gerichtszeitung. Untreue. ehemaligen Kameraden vom Pionierbataillon Rr. 3 in Einenschweren Vertrauensbruch gegen feine Spandau hat sich der Versicherungsagent Rarl Luther zuschulden kommen lassen, gegen den gestern die schwerer Urkundenfälschung, Untreue und Betruges zu ver3. Straffammer des Landgerichts II eine Anflage wegen liche Leben gebracht hat, haben verschiedene Berufe bis zum heu. Unter den Erschütterungen, die der Krieg in das wirtschaft. tigen Tage noch schwer zu leiden. Während in den meisten Berufen handeln hatte. eine Hebung der Arbeit durch Aufträge von der Heeresverwaltung Der Angeflagte, welcher bei der Friedrich- Wilhelm"-Versicheeingetreten ist, sind die ungelernten Arbeiter in der Elektroindustrierungs- Gesellschaft angestellt gewesen war, war durch das Vertrauen Ju der am Montag abgehaltenen Stadtverordnetenversammlung immer noch großen Entbehrungen ausgefeßt. Soweit die Letriebe der Mitglieder des„ Bereins ehemaliger Kameraden des Pionierwurde beschlossen, der Deputation für Wohlfahrtspflege 5000. für der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft in Frage lommen, wurde bataillons Nr. 3", dem er seit Jahren als Mitglied angehörte, ais Gewährung von Geburts- und Wöchnerinnenhilfe zu überweisen. in sämtlichen Werken die Arbeitszeit der verschiedensten Berufe Kassierer des Vereins berufen worden. Niemand ahnte, daß ma Da an die Angehörigen der Kriegsteilnehmer in jedem Monat bis auf 5 Stunden täglich herabgesezt. Am schwersten wurden die damit gewissermaßen den Bod zum Gärtner gejezt hatte. 200 000 M. an Unterſtügung gezahlt werden, so ist die dafür be- ungelernten Arbeiter davon betroffen, deren Rohn von jämtlichen Angeklagte, der sonst sehr nobel auftrat, war tatsächlich tief verwilligte Summe ziemlich verbraucht. Es wird beschlossen, 1 Min. Betriebsleitungen stets auf einer sehr niedrigen Stufe gehalten schuldet und benutte sofort die erste Gelegenheit, um sich an dem Mart nachzubewilligen. Bom Genossen Mohs wird eine Statistik wurde. Beträgt doch der Anfangslohn für diese Arbeiter bei der recht beträchtlichen Vereinsvermögen zu vergreifen. Er fälschte die verlangt, die Aufschluß über die Behandlung der einzelnen Weltfirma jage und schreibe 42 Pf. pro Stunde. Bei einem folchen Unterschriften zweier Vorstandsmitglieder und Lombardierte Interfiligungsanträge gibt. Stadtrat Bagmannsorf erklärt sich be- Lohn mußten sich die ungelernten Arbeiter der A. E. G. auch schon Staatspapiere in Höhe von 2000 M. Ebenfalls unter Fälschung reit, die gewünschte Statistik zu liefern. Ferner werden 32 000 m. in Friedenszeiten große Entbehrungen auferlegen. Viel schlimmer der Unterschriften hob er nach und nach das gesamte Guthaben des bewilligt zur Einstellung von Hilfe und Schreibkräften. Hierzu war es aber bei der verkürzten Arbeitszeit von täglich 5 Stunden. Vereins bei der Sparkasse ab, sodaß bei Entdeckung der Straftaten jollen arbeitslose schreibgewandte Einwohner ausgewählt werden, Seit Kriegsbeginn find bereits 17 Wochen vergangen und die Lager- nur noch der klägliche Reit von 5,40 M. vorgefunden wurde. Um bei die jetzt die bisher ehrenamtlich ausgeführten Schreibarbeiten erarbeiter der A. E. G.- Apparatefabrik arbeiten immer noch bei ver- einer Revision das Fehlen der Wertpapiere zu verdeden, fälschte lebigen sollen. Eine Petition des Dekonomen des Schloß fürzter Arbeitszeit. er auf zwei Depositenscheinen der Friedrich Wilhelm" die Unterbrauereigartens um Pachermäßigung wurde von den Liberalen beschriften der Direktoren und erklärte dem Vereinsvorstand, daß er kämpft, während die Redner der sozialdemokratischen Fraktion die die Papiere bei seiner Gesellschaft deponiert habe. Nebenbei beBetition unterſtügten. Bei der Abstimmung lehnten denn auch die ging er noch verschiedene Unterschlagungen, bei denen er selbit Liberalen mit einigen Ausnahmen die Petition ab. Dieselbe Parteiseine Schwägerin empfindlich schädigte. Das Urteil lautete auf gruppierung zeigte sich bei der Abstimmung einer Betition der Kino1 Jahr und 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung von einem angestellten um Aufhebung der Kinofteuer. Ein Dringlich feits Monat der Untersuchungshaft. antrag, der Liebesgabenstelle für Löhne und Materialien 5000 m. zu bewilligen, wurde einstimmig angenommen. Die Lichtenberger Stadtverordnetenwahlen in der zweiten Ab teilung zeitigten das auf Grund des Abkommens vorauszusehende Resultat. Ju dem ersten und zweiten Bezirk, den Bezirken, in welchen wir uns an der Wahl beteiligten, wurden unsere Kandidaten bei schwacher Wahlbeteiligung gewählt: im ersten Bezirk Genoffe Mirus, im zweiten Genoffe Sedert. Ein schwerer Straßenunfall hat sich am Montagbormittag bor dem Hause Gerichtstr. 80 ereignet. Dort lief der Straßenreiniger Magnus, als er den Fahrdamm furz vor einem herannabenden Straßenbahnwagen überschreiten wollte, gegen den Borderperron des Bahnwagens und wurde umgestoßen. Er schlug im Fallen so heftig mit dem Kopfe auf das Straßenpflaster auf, daß er einen Schädel bruch erlitt. In besinnungslosem Zustande wurde der Verunglüdte zur nächsten Unfallstation und von dort nach der Charité gebracht. Arbeiterfänger bei den Verwundeten. Am Sonntagabend 7 1hr Arbeitersänger bei den Verwundeten. Am Sonntagabend 7 Uhr besuchte die Charlottenburger Liedertafel M. d. A.-S.-B. bas in der fönigl. Technischen Hochschule eingerichtete Lazarett. Die Sängerschar, aus einem Männer- und einem Frauenchor bestehend, erfreute fich herzlicher Aufnahme. Unter der Leitung ihres bewährten Dirigenten Herrn Friedrich Seiffert gab sie einige der Jestzeit ente sprechende Lieder zum besten. Zum Schluß fang der Verein als gemifchter Chor das Ueberlésche Lied, Die Kirmey" und das Schumannsche Sigeunerleben". Die Lieder fanden bei den Verwundeten, welche zum Teil auf Tragbahren und auch mit Hilfe anderer Bleffierten in den Saal gebracht wurden, großen Beifall. Zum Abichiede wurde mit warmen Worten um baldige Wiederkehr ge heten, welcher Bitte so bald als möglich entsprochen werden soll. Inter den Sängern befanden sich zwei Vereinsmitglieder, die soeben ons dem Felde leicht verwundet zurückgekehrt waren und sich an den Vorträgen beteiligten. " Am 12. Oktober beauftragten bereits die Lagerarbeiter der . E. G.- Apparatefabrik den Arbeiterausschuß, mit der Direktion über eine Verlängerung der Arbeitszeit zu verhandeln, da in den Lägern wieder genügend Arbeit vorhanden sei. Wurde doch von den Lagerarbeitern zeitweise direkt übermenschliche Arbeitsleistung verlangt. Außerdem ersuchten sie die Direktion, eine gerechte Arbeitsverteilung dergestalt in die Wege zu leiten, daß ein Teil der Lagerarbeiter nach den Betriebsabteilungen versetzt werde, wo mit Ueberstunden gearbeitet wird. Der Direktionsvertreter erflärte dem Arbeiterausschuß, daß diesem Verlangen der Lagerarbeiter Rechnung getragen werden solle, jedoch werde sich das noch um 14 Tage verzögern, weil zurzeit verschiedene Abteilungen für Heereslieferungen noch eingerichtet werden. Gleichzeitig versprach man auch, feine Betriebsfremde einzustellen, sondern erst auf die Ragerarbeiter zurückzugreifen, die seit Monaten unter der enorm berfürzten Arbeitszeit zu leiden haben. Parteiveranstaltungen. Jugendsektion, 5. Kreis. Heute Mittwoch, abends 81% Uhr, im lokale von Heinrich, Brenzlauer Alee 6: Distussionsabend. der Jugendfektion. Auf der Tagesordnung stebt ein Bortrag der Genojjin State Dunder über:„ Gegenseitige Hilfe in der Natur". Zahlreicher Bejuch ewünscht. Neukölln. Heute abend 8, Uhr ist bei Bartich die Versammlung Sitzungstage der Stadts und Gemeindevertretungen. Rosenthal. Donnerstag, den 3. Dezember, abends 6 Uhr, in der Diese Sigungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Bis heute ist von der Erfüllung der gegebenen Versprechen nichts zu verspüren. Für die Abteilung Af. 5 wurden Arbeitskräfte Aula ber Gemeindeschule, Schillerstraße.. verlangt, worauf ein Arbeiterausschußmitglied versuchte, mit dem Betriebschef Rüdsprache zu nehmen. Dem Herrn schwoll jedoch auf die bescheidene Anfrage die Zornesader; er fuhr das Arbeiteraus- rechtigt, schußmitglied an:" Gerade weil Sie hierher gekommen sind und jich erfundigen, nehme ich keine aus Ihrer Abteilung." Angesichts solcher Verhältnisse wäre es höchste Zeit, daß die Direftion der A. G. G. mehr als bisher den Lohn- und Arbeitsverhältnissen der ungelernten Arbeiter Beachtung schenkt. Eine aus. esse, dem die A. E. G., tvenn sie will, auch Rechnung tragen tann. kömmliche Bezahlung der Arbeiter liegt durchaus im NationalinterAusland. Kleine Nachrichten. Von einem Lumpen betört. glüd gerät, zeigte, wie wir im Organ des Verbandes der Haus Wie ein ordentliches und unbescholtenes Mädchen ins tiefste li angestellten lesen, im hellen Lichte eine Schwurgerichtsverhandlung, die am 16. November d. J. vor dem Gericht in Gotha stattfand. Das Mädchen wurde wegen Meineids zu einem Jahr drei Monaten Zuchthaus verurteilt; ihr Dienstherr, der Landwirt W. Nowazky, aus Mihla bei Eisenach, erhielt sechs Jahre Zucht hausstrafe wegen Anftiftung zu der Tat. Die holländischen Gewerkschaften im Krieg. fich die Befürchtungen, die man am Beginn des Krieges für die Aus Amsterdam schreibt man uns: Auch in Holland haben Widerstandskraft der Arbeiterorganisationen hatte, glüdlicherweise Sonneberg im Oftober 1913 bei N. als Wirtschafterin ir Auf Grund schöner Versprechungen trat die Else 2. aus Th. bei nicht erfüllt. Wie die sozialdemokratische Arbeiterpartei ihre Mit Dienst. Das Mädchen hat während des achtmonatigen Dienstes, in gliederzahl bis auf eine ganz minimale Einbuße bewahrt hat, so dem sie sehr schlecht behandelt wurde, nicht genug zu effen, nie auch der auf sozialiſtficher Grundlage stehende Niederländische Versohn bekommen und wird auch nie ihr verdientes Geld erband von Fachbereinen. Aus dem von seinem Mitteilungsblatt" De halten; denn schon 1912 hat N. den Offenbarungseid geleistet, und Wertbeweging" veröffentlichten Bericht über das dritte Quartal 1914 nichts gehörte ihm. Vielmehr erfolgten zwischen den brei Ein Beethoven- Abend des Philharmonischen Orchesters 88 831 am 1. Oftober gesunken ist, d. H. um Beht hervor, daß die Mitgliederzahl von 90 639 am 1. Juli auf Brüdern N. und N. und ihrem Water die tollsten Schiebungen, rund 800, die alle vier ins Gefängnis und Zuchthaus brachten. Die 2. war findet am Donnerstag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr, in alfo etwa 2 Prozent. Bon 85 Verbänden haben 11 noch unerfahren, erst 19 Jahre alt, und nahm die Versprechungen den Konkordia- Festfälen in der Andreasstraße statt. Billetts nod Mitglieder gewonnen( barunter die Tertilarbeiter, und unwahrheiten des N. für bare Münze. Erst später, als es t hlerzu find zum Preise von 30 Bf. bei ber Gemertschafts- Seeleute, Handelsangestellten und Buchbrucer), neu hinzugekommen spät war, erfuhr die Wirtschafterin näheres, daß die Frau des. tommiffion, Engelufer 15 1, Zimmer 13, und bei Horsch, im baben die Lanbarbeiter aufzuweifen( 4600 gegen 5322), die Safen find die Gold und Silberschmiede( 380). Den stärksten Verlust auf Scheidung flagte und anderes mehr. Bigarrenladen Engelufer 15, zu haben. Der Verfauf in der arbeiter, bei denen die Arbeitslosigkeit furchtbar ist, fielen von 3100 Gemertfchaftstommission findet vormittags von 9-12 Uhr und auf 2850, die Metallarbeiter von 6283 auf 6055. Die niederländische nachmittags von 4-7 Uhr, außer Sonnabend nachmittags statt. Musterorganisation, die Diamantarbeiter, deren Gewerbe vollständig stodt, haben von 9811 Mitgliedern nur 18 verloren, wobei allerdings nicht außer acht zu lassen ist, daß die gejamte Mitgliedschaft bis auf winzige Ausnahmen die ganze Zeit hin durch auf die Arbeitslosenunterstützung des Verbandes anges wiesen war. Aus der Partei. 25 Jahre Parteiorganisation. Aus Industrie und Handel. In aller Stille beging im Hinblick auf die Kriegszeit die Partei organisation in Stettin in diesen Tagen ein Jubiläum. Nachdem am 1. Oftober 1889 der lleine Belagerungszustand über Stettin fallen gelasten worden war, schritt man am 30. November des ges nannten Jahres zur Bildung eines sozialdemokratischen Wahlvereins, Höchstpreise für Metalle und Wolle. In den nächsten Tagen der im Verlauf von 25 Jahren auf eine rege und wirkungsvolle ist eine Bundesratsverordnung zu erwarten, welche Höchstpreise Barteitätigkeit zurücbliden fann. Jm verflossenen Geschäftsjahre feftiest für Kupfer und Kupferlegierung. Aluminium, Antimon, zählte der Parteiverein 3200 Mitglieder. Beleidigung durch einen Drudfehler. " 1 Der Verantwortliche der Görliger Boltszeitung, Genosse 3. Baumgart, war im Mai d. J. wegen Richterbeleidigung zu 300 M. Geldstrafe verurteilt worden. In einem Gerichtsbericht war infolge eines Drudfehlers bas Wort strupellose anstatt ftrupulöje ( gewissenhafte) Richter gelegt worden. Die gegen das Urteil der Straflammer eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht verworfen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Ridel und Zinn. Zu gleicher Zeit werden auch die Höchstpreise für Bolle befannt gegeben. Es besteht die Absicht, auch noch einige andere Artikel, in denen momentan eine starke Preistreiberei stattfindet, mit Höchstpreisen zu belegen. Soziales. Aus dem Jnnungsschiedsgericht. 1. Affordarbeit. verfprach ihr die Seirat und zwang fie schließlich in zwei GerichtsDieser Nowazzly überredte die 2. zum intimen Verkehr; er terminen zu falichen Aussagen unter Eid, woraus nun diefer Prozes entstand. Auch andere Personen beeinflußte der Mensch in dieser Weise; mehrere Meineidsprozesse sind die Folge. Die Nowagtys wurden von allen Zeugen als„ übelbeleumundete Menschen" hingestellt, während das Mädchen die besten Zeugnisse ausgestellt be fam und von Sachverständigen erklärt wurde, sie sei in den Händen dieses Mannes wie weides a ch 3 gewesen. Der Kutscher als Lehrer. Die Medlenb. Schulzeitung" schreibt in ihrer Nummer vont 26. November: Die großen Aufgaben, die dem deutschen Volt und im be fonderen der deutschen Schule vorbehalten sind, werden auch von den Gebildeten Deutschlands leider nicht überall anerkannt. Gin einzelnes Beispiel davon gab die Veranlassung zu diesen Ausführungen. Auf dem Rittergute Bredenfelde bei Benzlin war durch Wegzug des Lehrers die Schulstelle frei geworden. Der Befizer des Gutes, Herr Ministerialrat a. D. von Heiden entblödete sich nicht, seinen- Kutscher als Lehrer und Vorkämpfer oben bezeichneter Jdeale in Aussicht zu nehmen und den zuständigen Superintendenten um Genehmigung des Blanes zu ersuchen. Ich verstehe wohl die Forderung der Zeit: Keinen Staub aufwirbeln, wo der Himmel über uns voller Wollen stebt. Aber ich glaube, jenes Ereignis stellt sich selbst außerhalb des Rahmens dieser Zeitforderung. Es schlägt m. E. den oben gekenn zeichneten Jdealen hart ins Gesicht." Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3. IV. of rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, an Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftast en beflimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen bei aufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Fragen irage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke 9. 8. 35. Sie haben für die Miete nicht zu haften. Landwehrmann, Brit. 1. Ja. 2. Das Pugzeug liefert jetzt der Staat. $. 3. 2000. 1. Die Einwilligung zur Berbeiratung wird erteilt, mesu sich z. B. um die Ehelichkeitserklärung eines Kindes handelt. 2. Nein. Wetterausfichten für das mittlere Rorddeutschland bis aber veränderlich; im Rüftengebiete vorherrschend wolkig mit weitverbreiteten. Donnerstagmittag: Ueberall mild, im Binnenlande zeitweise beiter, fonft mehr vereinzelten, im allgemeinen geringen Regenfällen. und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. Ein Tischler hatte bei dem Inhaber einer Tischlerei, Baul Seelig, eine Arbeit im Afford übernommen. Bei der Inangriff nahme stellte sich heraus, daß die Vorarbeiten derart unsachgemäß geleistet waren, daß auch nach Meinung der fachmännischen BeiDie Metallformer hatten wie aus dem in der Branchenver- figer zur Vollendung der Arbeit die dreifache Zeit erforderlich war. jammlung am Montag erstatteten Jahresbericht der Agitations- Troßdem bezahlte der Tischlermeister für neun Tage Arbeit nur fommission hervorgeht im Jahre 1914 unter großer Arbeitslosig- 12 M. Lohn. Der so benachteiligte Tischler forderte nun im Klagekeit zu leiden, die durch den Ausbruch des Kriegs noch vermehrt wege für die aufgewendete Arbeitszeit einen angemessenen Stunden- Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Gilige wurde. Unter diesen Umständen konnte von größeren Lohnfämpfen lohn; denn der ursprüngliche Affordpreis sei nur unter der Vorfeine Rede sein. Um so mehr hat sich die Kommission der organi- ausfegung abgeschlossen, daß die Vorarbeiten sachgemäß ausgeführt jatorischen Kleinarbeit hingegeben. Sie hat 370( im Jahre 1913 feien. Er ging mit seiner Forderung von 40 auf 25. herunter, nur 224) Werkstattsibungen abgehalten. Es würden wohl 500 um dem Beklagten entgegenzukommen. Eibungen abgehalten worden sein, wenn nicht der Krieg die TätigDieser ermäßigte Betrag wurde dem Kläger auch durch Schieds- es feit gelähmt hätte. Benn auch eine allgemeine Verbesserung der spruch zuerkannt. Arbeitsverhältnisse nicht erreicht werden konnte, so sind doch trop 2. Kündigungsfrist. der ungünstigen Lage Verschlechterungen abgewehrt worden. Im Zeichner find als Angestellte mit höheren tecmischen vorigen Jahre stand die Kommission in Verbindung mit 60 Be Leistungen anzusehen und haben dementsprechend nach§ 133aa trieben, die 1300 Berufsangehörige beschäftigten. Jest hat sie Ver- der Gewerbeordnung Anspruch auf mindestens monatliche bindung in 70 Betrieben mit 1700 Pejchäftigten. Insgesamt fommen für die Branche etwa 100 Betriebe mit 2000 Beschäftigten Kündigung, zulässig zum Monatsschluß. Vereinbarungen in Frage. Im allgemeinen tann gesagt werden, daß das Organi. fürzerer Fristen find ungültig. Die Kündigung muß aber jationsverhältnis der Branche befriedigend ist. Die geschäftliche auch in unzweideutiger Weise ausgesprochen, darf insbe- Am Friedrichshain 29/32. Konjunktur war in diesem Jahre nicht günstig, doch glaubte die sondere feine bedingte werden. Auf diesen Rechtsstandpunkt verschiedenen Betrieben erzielen zu können, fie fand nicht Die Firma war von einem früher bei ihr beschäftigten Zustimmung der Orisverwaltung, und die Tarifbewegung mußte auf Bahlung von 168 M. Entschädigung wegen Nichteinhaltung beshalb unterbleiben. Manche Unternehmer haben in lezter Beit der Kündigungsfrist verklagt worden. Die Entlassung erfolgte versucht, den bestehenden Tarif in einigen Punkten zu durch. am 19. Oktober, nachdem der Kläger am 19. September einen brechen. Wo sich die Arbeiter dem widersezten, da ist dieser Ver- Brief erhalten hatte, in welchem gejagt war: wenn er, der Kläger, juch nicht gelungen. Die Kollegen müssen es sich überall zur Pflicht in den nächsten Wochen nicht mehr leisten werde wie in der vorher unnatürl. Blutröte des Gesichts, machen, auf strenge Innehaltung der tariflichen Bedingungen zu gehenden Zeit, donn sei dieses Schreiben als Kündigung aufzu feitigt am sichersten Marubin. Blutäderchen. Pusteln usw. be. achten und sich keine Verschlechterungen gefallen zu lassen. faffen. Es bemühte sich der Kläger, zu leisten, was irgend möglich Seit fit. 25 Jahren mit mirl war. Er wurde trotzdem entlassen. Sein Anspruch reichte bis famften Erfolgen erprobt. M. 2,50. Ende November und wurde vom Gericht als berechtigt anerkannt. I Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr. 4. Schweizer Garten Plüsche Der große Saal für die Beih in Seide, Mohär, Astrachan, f. elegante Sevention, bundy, Sie Kündigung des Martis en Berbesserung in stützte sich die Berurteilung der Firma Mug. Rößt einer bergeben. Damen- Paletots 10.- 15.-, 20In der ersten Woche des Krieges war die Zahl der Arbeitslosen ant größten. Es waren damals 378 Former und 174 Hilfearbeiter 4695 Nahnurötn Mtr. M. Tuchlager Koch& Seeland G. m. b.h. Gertraudtenstr. 20-21 gegenüber d. Petrikirche. Haben Sie Stoff? Ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick. daaerh Zutaten von 25 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenade 8, IL.( Stadib. Börs.)