Ar. 382.-31. Jahrg. Abonnements-Bedingungen: Abonnements• BreiS pränumerando, Vierteljährl. ZL0 MI. monall. t.l0 Mb. wöchentlich SS Pfg. frei inZ Hau». Einzelne Nummer S Pfg. Sonntag«. nummer mit illustrierter SonntagS- Beilage»Die Neue Well- lv P'a. Post- Abonnement! I.lv Mark pro llit o n a t. Eingetragen in die Post< ZeiMng». Preisliste. Unter Kreuzband jllr Deutschland und Oeslerreich- Ungarn 2.50 Marl, sür da» übrige Ausland 4 Marl pro Monat. Poslabonnemcnts nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. Rumänien. Schweden und die Schweiz. CrMjclnt liigüch. NOSW Vevlinev Dolksblalk. f 5 Pfennig) Die TnfertlonS'GebQbr Beträgt für die scchSgespaltene Kolonel- Zeile oder deren Raum w Pfg., für politische und aewerlschaftliche Vereins- und PenäunuilungS-Anzcigen lA Pfg. „Alelne Hnztigen", das fellgedruckie Wort 20 Pfg. lzuläsfig 2 setigedrucktc Worte), jede- weitere Wort 10 Pfg Stellengesuche und Schlafstellenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buch- ttabcn zählen für zwei Worte. Inscraie sür die nächste Nummer liiüste» bis 5 Uhr nachmittags in der Elpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm-Adresse: „SozUliKindKrat Btrlin", Zcntrtdorgan der fozialdcmokratirchen Partei Deutfchlands. Reüaktion: EW. öS, Linüenstraße Z. Fernsprecher: Ami Moritzplatz, Nr. 13130—15197. Sonnabend, den 5. Dezember 1914. Expedition: SW. HS, Lindenstraße Z. Fernsprecher: Amt Moritzvlatz, Nr. 15130—15137. MMt Wge in zWm. onet-w nnn öfirten. Andauern der deutschen Offensive in Polen. Westlicher Kriegsschauplatz. Der amtliche französische Tagesbericht. Paris, 3. Dezember.(W. T. B.) Der amtliche Bericht von 3 Uhr nachmittags besagt: In Belgien ziemlich heftige Kanonade gegen Nieuport und südlich Apern: die Ueber- schwemmung erstreckt sich südlich von D i x m u i d c n zwischen dem Lys und der Somme: heftige Beschießung von Airnoulette. Ruhe auf der Front an der Somme. Aisne und in der Champagne. In den Argon nen wurden mehrere Angriffe des Feindes zurückgeworfen. Wir rückten ein wenig vor. In W o e v r e zeigte die deutsche Artillerie eine gewisse Tätigkeit, doch sind die Ergebnisse unbedeutend. In Lothringen und in den Vogesen nichts von Bedeutung. Freiwillige Räumung von Gberaspach. Berlin, 1. Dezember. sA. T. B.) Zu der amtlichen Pariser Meldung vom 2. Dezember, dah französische Truppen im Elsaß Oberaspach und Niederaspach erobert hallen, erfabren wir von maßgebender Seile, daß es sich bei O b e r a s p a ch lediglich um eine Postierung handelt, die von unseren Truppen frei- willig geräumt worden ist, ein Ereignis ohne jeden Belang. A i e d e r a s p a ch ist nach wie vor in deutschen Händen. Jeinüliche Flieger über Zreiburg. Karlsruhe, 4. Dezember.(W. T. B.) Feindliche Flieger warfen heute mittag in der Nähe von Freiburg (Breisgau) Bomben ab, anscheinend vier. Es schien auf eiucn Bahnübergang abgesehen zu sein. Cin angeblicher Fliegerangriff auf üie Kruppschen Werke. Londoner Blätter melden, daß Flieger auf die Kruppsche Fabrik in Essen Sprenggeschosse geworfen hätten. Es sei aber nicht bekannt, ob Schaden angerichtet worden sei. Die Flieger seien unversehrt. In Eisen ist in der Fabrik selbst von diesem Flieger- besuch nichts bekannt. /lbwehrmaßnahmen gegen eine öeutsche Truppenlandung. London, 4. Dezember.(W. T. B.)„Daily Mail" meldet auS N o r w i ch: An der O st k ü st e werden ausgedehnte Borbereitungen gegen einen deutschen Angriff getroffen. Jedes Dorf hat einen Ausschuß gebildet, der sich mit den zu ergreifenden Maß- nahmen beschäftigen soll, um die Folgen eines deutschen Einfalles abzuschwächen und die Zivilbevö.kerung zu schützen. Man glaubt nicht, daß eine Landung der Deutschen an dieier Stelle möglich sei, hält eS jedoch für gut, für alle Fälle vorbereitet zu sein. weitere Rüstungen in Kanada. London, 4. Dezember. P o st" erneuert ihren Angriff auf Churchill. Tech Blatt hofft, ASquith werde die ernste Gefahr einsehe», die darin liege, c i n e n s o l ch e n T i l e t t a n t e» an der Zpihe der Admiralität behalten. Ter Angriff des Blattes gründet sich aus das Schweigen der Admiralität über ein Un- glück, das die Flotte betroffen hat, nämlich das Sinken oder Stranden des„Audaciouö", das die ausländische Presse bereits gemeldet hat, und 311 dem die„Kölnische Zeitung" bemerkt hat. die englische Regierung sei offenbar der Volks- stimmung nicht sicher. Hegen die irische presse. Amsterdam, 4. Dezember. sW. T. B.) Telegraas berichtet aus London: In Dublin hat die Polizei gestern nacbt Haus- suchungen bei ollen Zeitungsverkaufern und in allen Läden ob- gehalten; eine Anzahl Exemplare des BlalteS„Jrish Freedo m* wurde beschlagnahmt; in den Bureaus deS Blattes wurde ebenfalls eine Haussuchung abgehalten. Zur Verhaftung öer sozialdemokratischen dumaabgeordneten. Tas offizielle„Informationsburcau" in Petersburg meldet folgendes: „Bei der Voruntersuchung über die Personen, die sich in der Nähe Petersburgs aus verschiedenen Orten zusammen- gesunden haben, um mit einigen bolscheristischen Mitgliedern der sozialdemokratischen Dumasraktion zu konferieren, ist fest- gestellt worden, dafe die Konferenz den Zweck hatte, den Eni- Wurf einer Resolution aus Anlaß des Krieges zu erörtern, in dem anerkannt wird, daß„eine Niederlage der Zarischen Monarchie und ihrer Truppen ein geringeres U e b e l" sei und in dem die Losungen auf- gestellt werden:„allseitige Propaganda der sozialistischen Revolution, die sich aus die Truppen und auf alle Kriegsschauplätze erstrecke« soll", und „Bildung von g e h c i in c n K ö r p e r s ch a f t e n für diese Propaganda in den Truppe n." Wir geben diese Meldung mit dem ausdrücklichen Hin- tveis wieder, daß die Formulierung der in der obigen Meldung enthaltenen Anklage gegen unsere russischen Ge- Nossen aus den russischen Rcgierungskreisen stammt. der Spionageprozeß in Narotko. Brcmcn, 4. Dezember. st erreichisch- ungarischer Konsul, aber deutscher Staatsbürger. Seine Gattin ist nach Eintreffen der Räch» richt von seiner Verurteilung sofort nach Berlin gereist,»m dorr ein Einwirken amtlicher Kreise durch neutrale Bermirrelung zu ver- anlassen._ Kriegsbekanntmachungen. Verordnung, betreffend den Aufruf des Sandsturms. Vom 27. November 1914. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Prenßcn it. verordnen auf Grund des Artikel II§ 25 des Gesetzes, de- treffend Acnderungcn der Wchrpslicht. vom 11. Februar 1888 (Reichsgesetzbl. S. 11) im Namen des Reichs, waö folgt: 8 l. Sämtliche Angehörige des Landsturms II. Aufgebots, die ans deni I. Aufgebot übergetreten sind, werden, soweit sie nicht schon durch die Verordnungen vom l. und lö. August l9l4(Reichsgesetzbl. S. 273, 3tl) aufgerufen sind, hiermit aufgerufen. Tic Anmeldung der Aufgerufenen zur Landstunnrolle hat nach näherer Anordnung des Reichskanzlers zu erfolgen. z 2. Diese Verordnung findet auf die Königlich bayerischen Gebietsteile keine Anwendung. 8 3. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und deigcdrucktenl Kaiserlichen �nsiegel. Geqcben Grones Hauptouortier, den 27. November Ul i. (L. S.) Wilhel m. von Bcthmann Hollwcg. Bekanntmachung betreffend den Äufrnf de» Landsturm». Vom 27. November 1914. a Auf Grund der Kaiserlichen Verordnung, betresfend den Aufruf des Landstiirnis, vom 27. November 1914(Reichsgesetzbl. 2. 495» wird Nachstehendes zur Kenntnis gebracht: I. Der Aufruf bezweckt zunächst lediglich die �erbcinihrung der Eintragung in die Listen.. 2. Die int Anlande sich aufhaltenden Aufgenuenen haben sich, soweit es noch nicht gcfchchcn ilt. bei dem Zivil Vorsitzenden der Ersatzkommission ihres WohnntzeS m der Zeit vom 16. bis einschließlich 29. Dezember l9li zur Landsturmrolle anzumelden.. �.... 8. Die Ausgerufenen, die sich im Auslande aufhalren. haben sich, soweit dies möglich und noch nicht ll�fchehen lil, alsbald schriftlich oder mündlich bei den dcutfchen.'lus landsvertretungen zur Eintragung in besondere, von diesen zu führende Listen zu inciden. Großes Hauptquartier, den 27. November 1414. Der Reichskanzler. von B e t h in a ii n Hollwcg. Ta» Merkblatt für Keldpostsendunge«. Berlin, 4. Dezember.<88. T B.» Von dem vor zwei Monaten im Krichj.Poslami zusammengestellten Merkblatt sür Felo- Postsendungen, das bei sämtlichen Pottanstalten ausbangi und dciS außerdem kostenfrei an das Publikum bei Nacksroge abgegeben wird, erscheint seßt. wie wir höi en. eine zwelle neu bearbeitete Auflage. politische Ueberslcht. Belagerungszustand i« Ostpreusten. Gleich nach Beginn deS Krieges wurde über die Festung Königsberg auf Grund des Kriegszustandes der Belagernngs- zustand verhängt und die politischen Vereine geschlossen. Jetzt ist für den g a n z e n Bereich des 1. Armeekorps der Belagerungszustand proklamiert. Tie Anklage wegen Aufforderung zum Masfeustreik. Am Donnerstag teilten wir mit, daß das Verfahren gegen den Abgeordneten Ledebour und drei Genossen, das aus Anlaß der letzten Berliner Generalversammlung von der Staatsanwaltschaft eingeleitet ivurde, niedergeschlagen worden ist. Es handelt sich hierbei nicht um eine„Begnadigung". Eine solche kann nur gegenüber rechtskräftigen Urteilen ergehen, die Niederschlagung der Strafverfolgung nennt man „Abolition". Ob eine solche in Deutschland zulässig ist. ist mit Recht sehr bestritten. Fast einstimmig stehen die Strafrechts- und Staatsrcchtslchrer ans dem Stand- Punkt, daß eine Abolution acsetzlich unzulässig ist, sobald das Gericht mit der Sache befaßt ist. Ein kleiner Teil verficht aber die unseres Erachtens mit dem Gesetz unvereinbare An- ficht, eine Niederschlagung sei zulässig, solange nur die Staats- anwaltschaft das Verfahren betreibe. Von dieser mit der ge- setzlichen Pflicht der Staatsanwaltschaft unvereinbaren Ansicht, alle nach Ansicht der Staatsanwaltschaft strafbaren Handlungen zu verfolgen, geht der von uns mitgeteilte Einstellungsbeschluß aus. Die Beteiligten könne»» mit Erfolg eine Bcschiverde hiergegen leider nicht erheben, zumal nach ihrer und unserer Ansicht eine strafbare Handlung auf ihrer Seite überhaupt nicht vorliegt.___ Abgeordneter Bafsermann über de« Krieg. Bei der Abschicdsfeier der nattoitalliberalen Fraktion hielt Abg. Bassermann eine Rede, in der er u. a. sagte: „Wir wissen es: Siegreich wird der deutsche Adler seine Schwingen entfalten und ouffteigeii zu stolzerer Höhe als je- Und wir werden die Länder, diegedangtsind mit deutschem Blute, fe st zu halten wissen auch für alle Zukunft. Die heiße Liebe zu unserem deutschen Bqter- land macht uns stark, die größten Opfer zu bringe». Mögen wir darum ober auch festhalten, was wir errungen, und dazu erwerben, was wir brauchen. lieber den blutigen Krieg zum herrlichen Sieg— das fei die Losung der große» Zeit!" Die Erklärung unserer Reichstagsfrakrlon betont den«- gegenüber das Recht aller Nationen auf ihre Integrität und Unabhängigkeit._ Tie Perhandlungen der Reichstagskommisfio», Wolffs Tclegraphenburean meldet amtlich: Tie Freie Kommission des Reichstags, die am 1. Dezember von 10 Uhr vormittags bis 10'/» llhr abends, am 2. De- zcmber von 10 Udr vormittags bw 3JS Uhr nachmittags und am 3. Tezember von 10 Uhr vorniiltags bis 8 Uhr abendö getagt hat, hat nahezu alle durch den Krieg angeregten Fragen sozialer, ivirtschastlicher und innerpoliti scher Art in den Kreis ihrer Erörterungen gezogen. An her Hand der dem Reichstag vorgelegten Denkschrift über wirtschaftliche Maßnahmen aus Anlaß des Krieges sind ziinäckst diese, sodann aber auch allge- meine Fragen der inneren Politik eingehend erörtert worden. Die Kommission hat im Einvernehmen mit der Reichsleitung beschlossen, den gesainten Inhalt der Beratungen durchaus vertraulich zu be- handeln, indessen die Gebiete, die bebandelt würden, bekannt zu geben. Demgemäß kann Nachstehendes über die Kömmissions- Verhandlungen mitgeteilt werden: Von Fragen wirtschaftlicher Art sind die folgenden er- örtert worden: Der Erlaß von Ausfuhrverdoten»nd die Handhabung der AuSnahmebewilligung von ihnen, die Beschaffung von Futtermitteln. Ankäufe im allgemeinen, Beschlagnahmen von Roh- stoffen und Favrikatcn in de» besehten Gebieten.. Verhinderung von Preistreidereicn und Regelung des Zwischenhandels, die Ein- käufe der Heeresverwaltung. Maßnahmen gegen ausländische Ilnternehlnungen im Jnlande, Festsetzung von Höchstpreisen für Nahrungsnlittel und für Rohstoffe, die für militärische Zwecke von Bedeutung sind, wie Wolle und Metalle, Vergeltungsmaßregeln wirtschaftlicher Art gegenüber dem Auslände, die Lage der Haus- bcsitzer und Maßnahmen zu dercu Schutz, insvesonderc die Er- ricktung von Einigungsämtern sür die Beziehungen zwischen Mietern und Vermietern. Hypotliekcnschnldnern und Hypotheken- gläubiger», sowie die Lag« der Zuckerindustrie. Auf sozialem Gebiet wurden bebandelt: Tic linier. stübung der Familien der Krieger sowie der Familien der im Ans- land zurückgehaltenen Zivilgefangenen, die Kultivierung der Moore und Ledländereicn, die Arbeitsverhältnisse der Schanz, und Kestungsarbeiter. Im Anschluß an die Erläuterungen zu dem im Etat vorgesehenen Fonds von 200 Millionen Marl wurden die Fragen der Erwerbsloscnfürsorgc und der Wochenhilfe während des Krieges eingehend erörtert. Endlich nahmen einen breiten Raum die Erörterungen ein über die Berpfiegnng und Behandlung der Kriegs- undZivil- gefangenen in Deutschland, die Vergeltungsmaßregeln gegen- über der Behandlung der Deutschen im Auslände, die Fürsorge für die Flüchtlinge aus Ostpreußen nnd Elsatz-Loth- ringen, die Militärseelsorge, die Verpflegung der Truppen auf den Eisenbahntransporten, die Einsetzung einer Kommission aus Ver- tretern»mitraler Staaten zur Untersuchung der Verhältnisse in den Gefangenenlagern, die Fürsorg« für die Verwundeten. Vermehrung der Lazaretlzüge, die Behandlung der Rord-Schics-viger. Polen»»d Elsaß-Lothringer. die Beförderung von Einjährig-FreiivilKgen jüdischen Glaubens zu Reserveoffizieren, die Handhabung der Prctzzensur und die A u f r c ch t e r h a l t u n g des Kriegs. z u st a n d e s während der Dauer des Krieges, insbesondere die Frage der recbtlicben Grundlage hierfür. Endlich wurde die Frage a»geregt, ob das Mandat Wetterles durch seine Erklärungen in der feindlichen Preise als erledigt anzusehen sei. Im Anschluß an die Rede des Reichskanzlers am 2. Dezember wurden die Folge», die das einmütige Zusammenstehen des ganzen Volkes aus i n n c r p o l i t i s ch e m Gebiete zeitige» würde, von einer Reibe von Rednen, und dem Stellvertreter des Reichskanzler» erörtert. tiöegea(Sehalt»- und Lohnkürzungc«. Wie uns au» Köln berichtet wild, hat der Kommandierende Genrlal von Ploetz sowie der Militär-Polizeimeister v. Glasenapp dort folgende Bekanntmachung erlassen: „Es ist zu meiner KenuNiis gelaugt, daß trotz der Wieder- belebung de» GeschäftslcbenS, namentlich auch durch die umfang- fangreichcn Ausiräge der HeereSverwaltuiig. einzelne Handels- und Untern ehmerfirmen sich noch immer nicht dazu haben entschließen können, die gegen ihre Angestellten nnd Arbeiter nach der Mobilmachung vorgenommenen Gehalts- und Loh»- k ü r z u n g e n z n' b e s e i t i g e n» nd entlassene An- g e st e l l r e u n d A r b e i t e r wieder n n z n n c h m c n. Tos frühere Verbalten dieser Firme» war wirischo'tlich bedenklich, inr jetziges Verbalten i st unbillig, oft ungesetzliw und macht Gegenmaßnahmen crsordcrlich. Bevor ich solche Maßnahmen verordne, v e r Iv a r n e ich die gedachten Filmen hiermit nachdrücklichst." Gegen kommunale Arbeitslosenunterstützung. Als heftiger Gegner der kommunalen ArbeUslosenunterstützling beiäi'gl sich der LandeShauptmonn von Schlesien, ein Freiherr von R i ch t h o t e n, der der bekanntci, schlcsischcn Familie an- gehört. Er ist Vorsitzender im Vorstande der Invalidenversicherung und in seiner Hand liegt nun auch die Vergebung der siins Millionen Mark Kricgshilse, welche der Voi stand aus den Mitteln der Landes- Versicherungsanstalt bewilligte. Ter Landeshauptmann erklärte nun dem Oberbürgermelstcr von Breslau, daß er der Stadt keine Mittel zuschießen würde, wenn sie eine kommunale Arbeitslosen- Unterstützung einsühre! Nur ivemi der„Nationale Frauendienst" die ArbeitSlosenbllse nebenbei nnibesorge, würde er etwas her- geben. Ter Landeshauptmann stellt sich damit direkt in Gegen- sah zu den Ansichten der RcichSregierung, die ausdrücklich Mittel bereir hält für Gemeinden, die Familien- oder ArbeitSlosenunter- slützung zahlen.____ Die Notwendigkeit der kommunalen Lebensmittel- Versorgung. In einzellien Gegenden Ostpreußens Hai sich ein c ni p- sindlicher Mau gel an Lebens- und Bedarfs mittel» eingestellt. In den gesäbidcten Bezirken halten es viele Geschäfts- legte für bedenklich. Wc m zu beziehen und zu verlaufe». Das gleiche gilt sür die Orte,»r denen zur Flucht gerüstet wird. So können die Leute Waren nicht einmal sür Geld bekommen. Sie müsse» die weite und beschwerliche Reise nach Königsberg machen, um hier die notwendigsten Einkäufe zu besorgen. Diejenigen, die dazu nicht in der Lage sind, müssen große Entbehrungen erlragen. Dazu kommt, daß den Provinzbewohnenl einige Nahrungs- mittel von großstädtischen Händlern wcggckaufr werden. Infolge der hohen Preise in den größeren Städten bereisen die Händler die kleinen Orte, kaufen die Nahrungsmittel, insbesondere die Erzeugnisse der Landbevölkerung auf und bringen sie nach den Großstädten. während die Einwohner in den kleineren»ind mittleren Städten nichts erhalten. Verschiedentlich hat bereits die Polizei einschreiten und den Händlern die Waren fortnehmen müssen. In Jnsterburg ist jetzt von der Militärbehörde das Aufkaufen von Nahrungsmitteln in größeren Mengen durch die Händler verboten worden. Das ist natürlich nur ein Notbehelf. Unbedingt erforderlich ist der gemein- same Warenbezug durch die Gemeinden und der kommunale Verlaus der Lebensmittel zum Selbstkostenpreise an die Konsument«». Zur Veachtuntz für Kriegsfreiwillige. Berhandlungeit vor den Militärgerichten haben gezeigt, daß viele KriegS'reiwlllige selbst nach längerer Einstellung glauben, noch nicht fest an den belrcfienden Truppenteil gebunden zu sein und sich in einer anderen Truppe einreihen lassen zu dürfen. DieS ist ein Irrtum und selbst dann nicht zuläisia, wenn die Kriegsfreiwilligen nuS irgendeinem Grunde noch nicht" vereidigt wurden. Wenn in solchen Fällen ein Tiuppenteil mir„sranzösischem Abschied" verlassen ivurde. ist von de» Militärgerichten unnachsichtlich daS Verfahren wegen Fahnenflucht beziehungsweise un- erlaubter Enlseriiung eingeleitet worden und die Belresfenden haben ihre Unkeimtnis mit harten Strafe» büßen müssen, die den erschwerenden Beitlmmungen deS Mtlitärstrafgeieybuchs über Ver- gehen und Veibrechen„im Felde" enlnoinrne» sind und nur von dem obersten Kriegsherrn tin Wege der Gnade gemildert werden könne«. In den letzten Tage» kam es wieder vor dein Kriegsgericht der Anneeinspeklion Hannover zu einer schweren Verurteilung. Der neunzehnjährige ftüberc Fnhrknecht Mar Bremer ivurde am 4. August als Kriegsfreiwilliger in Hannover bei der Ersatzichivadron deS 12. Regiments Jäger zu Pferde ein- gestellt. Am 30. August hatte er über den Zapfen gestrichen und da'ür eine Bestrafung wegen unerlaubter Emsernung zu erwarten. Wahrscheinlich aus diesem Grunde verlor er den Geschmack an seiner Truppe, die er am andern Tage ohne Urlaub verließ. Nachdem er sich Zivilklcidung verschafft halte, meldete er sich ohne Erfolg in Hlidesheim zur Infanterie. Hierauf fuhr er mit einem Freifährtichein nach Saarbrücken, wo er am 20. v. M. eingeslellt weiden sollte, an diesem Tage aber verhaktet und nach Hannover zurückgebracht wurde. Das Kriegsgericht bat cS dem Br. ge- glaubt, daß er sich der Rechtswidrigkeit seines Handelns nicht bewußt war und nickt gemeint hat, sich einer Fadneiiflucht ickuldig zu machen. DieS sei aber ein RecktSirrtum, der ihn vor Bestrafung nicht zu schützen vermöge, da nach der Rechtsprechung de« RcicksmilttärgerichlS die Bedingungen des Delikts der Fahnen- flucht erfüllt erschiene». Unter Emsetzung der gesetzlichen Mindeststrafe ivurde Br. wegen Fahneiifliickl und uiierlaubter Enlsernung im Felde zu fünf Jahren zwei Tagen Gefängnis und Versetzung in die zweite Klaffe deS SotdatenstandeS veriirleilt. Spionageprozesi. Leipzig, t. Dezember. s c n. Das Reichsgericht verurtcitw den Angeklagten Litschke Wege» versuchten Verrats miltlärischer Geheimnisis zu zwei Jahren Ge- fängniS. Kuhle wegen Diebstahls zu cmem Monat GeiängniS. Kreide wegen Unterlassung der Anzeige des von Litschke geplanten Verbrechens zu drei Monaten Gefängnis. Fischer ivurde frei- gesprochen. Das Gericht nahm an, daß eS sick bei dieicii Plänen nickt um geheimzuhaltende Gegemtmide handelte. L'lschkc wurde bestras:, weil er geglaubt hatte, daß die Pläne geheimzuhaltende Gegenständ« seien. 9 1 Schlafdecke mit Kante 95 pc 12 gelbe oder imit. Lederföcher 95 f.*. 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Ein Ergebnis der mühe- und verantwortungsvollen Arbeit, in der Fülle alter und neuer Jugendbücher aus all der Spreu das bißchen Weizen herauszufinden, ist das vom Zentralbildungs- ausschuß der sozialdeinokratischen Partei zusammengestellte Bücherverzeichnis. Tie alljährlich vor Weihnachten ver- anstalteten Ausstellungen guter und billiger Jugendbücher bieten den Eltern die Möglichkeit, noch selber zu prüfen. In Berlin hat die diesjährige Bücherausstellung bereits ihren Anfang genommen. Sie ist einstweilen wieder im G e w e r k s ch a f t s h a u s untergebracht, wird aber Ende nächster Woche nach den Räumen übersiedeln, die ihr im ,,Vorwärts"-Haus bereitet sind. Am vorigen Tonntag hatte sie in ihreni alten Heim schon eine reckt hübsche Zahl Besucher angelockt. Für diesen Sonnabend und Sonntag, wo sie noch an derselben Stelle— am Sonnabend von Uhr, am Sonntag von 4—9 Uhr— geöffnet ist, darf man auf noch reichlicheren Besuch hoffen. Tie Bücher sind nach dem Alter der Kinder, für das sie sich eignen, übersichtlich gruppiert und einzeln ausgelegt.'Eine besondere Abteilung enthält aller- billigste Schriftchen, die dem Schund erfolgreich entgegen- wirken können. Alle Bücher dürfen von den Besuchern nicht nur besehen, sondern so gewissenhaft und gründlich durch- studiert werden, wie jeder es für nötig hält. Wer Auskunft und Rat wünscht, wolle sich an die aufsichtführenden Ge- uossinnen wenden, die in den Ausstellungsräumen anwesend sind. Das Bücherverzeichnis, das bei allen Büchern auch den Preis nennt, liegt aus und wird gratis abgegeben. Verkauft wird in der Ausstellung nichts, doch können Aufträge cnt- gegengenommen werden,.die die Vorwärts-Buchhandlung ausführt. Neben den Jugendbüchern ist-wieder, wie in den Vorjahren, auch guter und billiger Wandschmuck aus- gestellt. Ter Zutritt zu der gesamten Ausstellung steht jedem unentgeltlich frei. Kinder werden nur mit Erwachsenen zu- gelassen., � Tie Arbeiterbcvölkerung kennt diese Ausstellungen seit Jahren, so daß es eigentlich nicht erst noch eines Wortes der Empfehlung bedarf. Aber gerade in der jetzigen Zeit nniß man vielleicht doch darauf hinweisen, daß mehr als je der Kampf gegen den Jugendschristenschund eine �Notwendigkeit ist, niehr als je die Jugcndbücherausstellungen unsere Be- achtung verdienen. Weihnachten naht, aber draußen iin Osten und in» Westen tobt der Krieg, der so vielen Kindern die Väter jäh hinweggesührt oder schon für immer entrissen hat. -Ue Ereignisse des Krieges beherrschen auch das Tcnken der Kinder, auch ihr Empfinden steht unter dem Einfluß der Stimmungen dieser Kriegszeit. Mit heißem Wunsch wird manches Kind— wer sollte das nicht begreiflich finden?— mich der allerncuesten Kriegs- Jugendlektüre ver- langen, deren Flut über uns hereinbrechen wird. Aber die Vorsicht, die gegenüber den von geschäftskundigen Leuten zu- winmengeschriebenen Jugendbüchern so nötig ist, ist doppelt 'wtig gegenüber einer der Jugendbüchcrfabrikation dienen- mm nischfertigen Ausschlachtung des Krieges. Ihr M ü t t c r, an Euch wenden wir uns dringender als w. Eure Gatten, die Väter Eurer Kinder, stehen im Felde— ader schon deckt sie die Erde. Auf Euch allein liegt jetzt die Pflicht, für die Kinder zu sorgen, für ihre Ernährung und '"r ihre Erziehung. Ja, wir schulden Tank und Ehrung allen, die da draußen ihr Leben wagen und dransetzen. Toch das kann uns kein Grund sein, unseren Kindern das erstbeste "negs-Jugendbuch, das vielleicht irgendein Buchschreiber �llsg zusammengestöppelt hat, ungevrüft in die Hand zu geben. -lnitter, widersteht dieser Versuchung. Für Eure Kinder soll Euch nur das Beste gut genug sein. Versammlnngsverbot. Die für nächsten Dienstag geplanten öfienilichen Ver- fammlungen für den Stadtkreis Berlin sind verboten worden. Organisierte Kriegswohlsahrtspflege. � Die Zentrale für private Fürsorge E. V., SS. 35, " l o t t w e l l st r. 4, versendet soeben einen eingehenden Bericht über ihre Tätigkeit in den ersten Kriegsmonaten. Ter bekannte Perei», der in FriedcnKzeiten auf dein Gebiete der Greß-Berlincr Wohlfahrtspflege in bezng auf den Umfang wie den Jnbalt feiner Arbeit eine führende Stellung einnimmt, hat scheu in den erfreu Mobilmachungstagen versucht, seine ganze Organisation den neuen uncrivarteten Verhältnissen entsprechend umzugestalten und aus- Zubaue». Neben oie erweiterte Fürsorge für die zahlreichen alten �chiitzlinge, deren wirtschaftliche Lage bei Ausbruch des.lkriegcs naturgemäß verstärkter Hilfeleistung bedurfte, traten 4000 neue stalle in den ersten beiden Ltriegsmonatcn an die Zentrale heran, 'n denen unmittelbar durch de» Kriegsausbruch ein Notstand ver- anlaßt war. Eine große Zahl geschulter älterer Mitarbeiter der Zentrale hatten ihre Kraft in verstärktem Maße, oft täglich von � früh bis späl. zur Verfügung gestellt, und mit ihrer Hilfe gelaug! die auf einen Zeitungsaufruf in Scharen herbeigeströmten � neue» Mitarbeiter einzustellen und anzulernen. Tie Einrichtung einer besonderen K r i e g s a b t c i l u n g er-• >uoglichie eine gesonoertc und schnelle Behandlung der neuen Fülle und ein durch Freunde der Zentrale aufgebrachter Kriegsfonds auch ein Eingreifen mit Gekdinitteln überall dti, wo Geldmittel erforderlich waren. Turch enge Zusammenarbeit mit anderen Wichtigen behördlichen und WohlfahrtsstcUen, ivic der Handels- lammer, dem Nationalen Francndicnst, der Loefcrstiftung, der LZohltätigkcitszcntrale der Berliner Kaufmannsctiaft u. a. unirde eme zielbewußte planvolle Hille ermöglicht, wie ja überhaupt daS Ansehen, das die Zentrale als Bertrauensstellc zahlreicher Ein- richtungen und Privatpersonen genießt, besonders in dieser Zeit üon großem Werte war. Für eine Unterweisung der Mitarbeiter über die neuen täglich sich mehrenden Erscheinungen in der Wohl- fahrtspflege während des Krieges sorgt die Abteilung„Archiv", iüc eine Zentralstelle für das gewaltige Maicrial der Groß-Berlincr Wohlfahrtspflege bildet und die in de» ersten Wochen einen Führer durch die K r i e g s>v o h l f a h r t S e i n r i ch t u n- ge» Groß-BerlinS herausgegeben hat, der in der nächsten Zeit in einer zweiten, bedeutend erweiterten Auflage erscheinen! wird. Ein mehrstündiger Abendkursus machte die neuen Mit- arbeiter und zahlreiche Mitglieder anderer Organisationen mit den wichligsien Fragen der Wohlfahrtspflege bekannt. Mit dem täg- lichen Wachsen der Kriegsaufgaben in der Wohlfahrtspflege treten' an die Zentrale für private Fürsorge immer neue Forderungen heran, denen sie nur gereckt werden kann, lvenn ihr in noch größerem Umfange wie bisher Arbeitskräfte und vor allein Geld- mittel zufließen. Der Botanische Garten in Dahle»i ist am Sonntag, den 6. Dezember von 11 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags dem allgemeinen Besuch geöffnet. Gefährliches Spielzeug. Vor einigen Tagen wurde ein Schulknabe von einem Mitschüler mit einem Papierpfeil, in dessen Spitze eine Stablfeder befestigt war, ins Auge gelroffen. Die Verletzung ist io schwer, daß der getroffene Knabe voraussichtlich die Sehkraft auf diesem Auge ein- büßen wird. Diese gefährlichen Spielzeuge werden aber noch von viele» anderen Kindern benutzt. Lehrer und Eltern sollten daher eindringlich vor der Benutzung derartiger Spielzeuge warnen. Eine eigenartige Redaktionserklärung. Die bekannte Lebensmittelfirma Carl Tamaschke legt einigen Zeitungen einen Prospekt mit Preisverzeichnis bei, in dem auch Mit- teilung gemacht wird von einer Klage der Firma gegen die Redaktion des„Kleinen Zournal". Die Mitteilung lautet wörtlich: „In Sachen der Firma Carl Tamaschke gegen die Redaktion des„Kleinen Journal" wurde am 6, Oktober vor dem Amt?- gerichl Berliu-Mitte verhandelt und mit Rücksicht darauf, daß am 2. August eine ungeheure Erregung infolge der Mobilmachung vorlag und der zeichnende Redakteur auf Ehrenwort erklärte, daß der beleidigende Artikel ohne sein Wissen versehentlich in die Druckerei gelangte, folgender Vergleich getroffen: 1. der Angeklagte verpflichtet sich, dem Nebenkläger die Namen und Adressen seiner G e w ä h r s- m ä n n er zu nennen, damit diese sich in gehöriger Weise beim Nebenkläger entschuldigen können; 2. der Angeklagte verpflichtet sich, im„Kleinen Journal" in der gesamten Mittagsausgabe vom 8, Oktober auf der ersten Seite in der gleichen Schritt und Ueberschrift wie den inkriminierten Artikel eine Erklärung zu bringen; 3. der Angeklagte übernimmt die Gerichlskosten und die Kosten der Nebenklage." Namen und Adressen von Gewährsmännern zu nennen, ist sonst in Redaktionen nicht üblich. Unfälle im Strasienbahnvertehr. Donnerstagabend gegen Ve? Uhr fuhr ein Radfahrer namenS Stegemann am Alexanderplatz gegen einen Straßenbahnwagen der Linie 71; er wurde umgestoßen und erlitt bei dem Sturz einen Bruch der Wirbelsäule. In bedenklichem Zustande mußte der Ver- unglückte»ach dem Krankeuhause Friedrichshain gebracht werden, Vor dem Hause Bülowslraße 22 stieß der Sattler Heinrich KuZnicz, als er einem ihm eiitgegenkommeude» Gefährt ausbiegen wollte, gegen die linke Plattsormecke eines in gleicher Richtung fahrende» Slraßeiibahiiloagens der Linie 61. K. wurde dabei gegen einen an jener Stelle haltenden Mehlwagcn geschlendert und brlitt eine schwere Gehirnelschiilterung. Der Verunglückte erhielt aus der nahen Unfallstation die erste Hilfe und fand dann im Rudolf- Virchow-Krankenhause Ausnahme. Beim Besteigen eines Straßenbahnwagens verunglückte der Ar- beiter Karl Köbel. Als er in der Sophie-Charlottenstraße in Char- loltenburg auf einen Bahnwagcn der Linie v während der Fahrt aufspringen wollte, glitt er ab und kain zu Fall. K. erlitt leichte Ouetschungen au den Füße» und Hauiabschürfungen am rechten Arm und an den Beinen.__ Wieder Beschlustunfähigkeit in Adlcrshof. Die von unseren Verrrctern beantragte dringliche Gemeinde- verlreicrsitzung beschäftigte sich am Donnerstag aufs neue mit der vom Kriegsausschuß einstimmig vorgeschlagenen Erhöbung der Umer- siützungs'ätze für die Erwerbslosen. Die Vertreter der ersten Ab- teilung waren nicht anwesend. Bei der Begründung des Antrages zitierte der Genosse K l o t h auch die Stimmen einiger bürgerlicher Blätter, die das Verhallen der Adlershafer Gemeindevertretmig durchaus verurteilt batleu. Diese bürgerlichen Zitare riefen bei den bürgerlichen Eemeindevcrirctern eine große Entrüstung und derbe Zwischenrufe bcrvar. Als dann der Redner die Aeußerung des Gemeindevertreters Kruse erwähnte— der verlangt hatte, daß bei Mietsanträgen erst nachgeforscht werde, ob der Krieger nicht Geld nach Hanse schicke—, brach ein neuer Sturm los, bei dem dann auch die Vertreter der zweite» Abteilung die Sitzung verließen und da- durch die Beschlußunfühigkeii der Sitzung herbeiflihrlen. Bedauerlich ist, daß die Arbeitslosen nun nocki weitere 14 Tage in der Hoffnung warten müssen, ob die so notwendige Erhöhung der Unterstützung vorgenommen wird. Mictsunterstntzung in Tempelhof. Tic Tempelhofer Gemeindevertretung beschloß in ihrer Sitzung am Donnerstag, de» Familien der Kriegsteilnehmer eine Miet- Unterstützung zu gewähren. Die Unterstützung soll 50 Proz. der Miete betragen bis zum Höchstbetrage von 3° M. Sie wird so gestaffelt, daß die Frauen alme Kinder die vollen 50 Proz. erhalten. Frauen mit einem Kinde werden 4 M., mit zwei Kindern 8 M., mit drei Kindern'4 M., mit vier Kindern 20 M. und denen mit fünf Kindern 26 M. in Abzug gevrackt. Tie Vorlage bringt zum Ausdruck, daß die kinderreiche,, Familien, deren Unterstützung eine höhere sei, einen Teil ihrer Kriegsuaterstützung zur Deckung der Miete vcriocude» können. Tic von dritter Seite Iz. B. Arbeitgebern) gezahlten Unterstützungen sollen bei der Mietuntcrstützung voll in Anrechnung gebracht werden. Ebenso soll die Hälfte des cven- tucllen Einkommens der Frau angerechnet werden. Die Miet- Unterstützung wird direkt an die Antragsteller gezahlt, nur in bc- sonderen Fällen soll diese den Wirten übermittelt werden. Die- jcnigeu Hauswirte, die sich bereit erklären, auf 30 Proz. der Ge- samtmiete zu berzichlcn, erhalten aus Gemeindemitteln die fehlen- den 20 Proz. Tie Mictunterstützung dürste«ine monatliche Aus- gäbe bon 10 000 M. erfordern. Vorläufig sind 50 000 M..bereit- gestellt. Genosse M ü l l e r beantragte, die Mietunterstützung ohne eine Staffelung im vollen Betrage von 50 Proz. bis zum Höchst- betrage von 30 M. zur Auszahlung zu bringen. Tie Kriegsunter- stützung sei so bemessen, daß sich die Familien kaum davon ernähren könnten. Gänzlich unmöglich ist es aber, von dieser Unterstützung noch Aufwendungen für Miete zu machen. Er beantragte ferner, auch an Arbeitslose einen Mietzuschuß bis zum Höchstbc'ragc von 25 M., an arbeitslose Chambregaruisten und Schlafburschen einen solchen von 10 M. monatlich zu zahlen. Außerdem ersuchte der Redner den Gemcindevorstand. der Errichtung einer Speiseanstalt i näherzutreten. Er wünschte weiter, daß die der Gemeinde zur l Verfügung stehenden Ländereien mit Lebensmitteln bebaut und| dieic an die Einwohnerschaft zniil Selbstkostenpreise abgegeben werden. Ter Gemeindevorsteher entgegnete, daß sich der Ge-! meindevorsiand bereits mit der Frage der Errichtung einer Speise-' ansialt befasse. Wenn es notwendig sein sollte, für Arbeitslose und Gewerbetreibende Mietunteritützungen zu zahlen, so würde die für die Bewilligung von Arbeitslosenunterstützung eingesetzte Kom- Mission dies berücksichtigen. Bei der � Abstimmung wurden die Anträge unserer Genossen abgelehni, die Vorlage des Gemeinde- Vorstandes angenommen. Ein Wunsch unserer Vertreter, für die Erledigung der Mietunterstütziingsanträge eine besondere Kom- Mission einzusetzen, wurde nicht berücksichtigt. Säuglingskrippe in Charlottenburg. Im vorigen Monat ist im Hause Kaiserin-Augusta-Allee 103 in Charlotlenburg eine Säuglingstageskrippe mit 15 Betten eröffnet worden. Sie steht unter der Verwaltung und ärztlichen Beauf- sicbtigung der Säuglingsfürsorgestelle V. In der Krippe sollen die Kinder derjenigen ledigen Mütter Aufnahme finden, die tagsüber auf Arbeit gehen und ihr Kind selbst stillen. Den Müttern wird es dadurch möglich gemacht, mit ihren Kindern zusammenzubleiben. statt sie in Pflege zu geben. Für die Ausnahme in die Krippe wird von den arbeitenden Müttern ein Betrag von 25 Pf. für das Kind und den Tag erhoben. Die Ausnahmen in die Krippe erfolgen auS- schließlich durch die Säuglingsfürsorgestelle. Arbeiterbibliothekare. Die für Montag, den 7. Dezember vorgesehene Konferenz findet erst am Montag, den 14. Dezember statt. Kleine Nachrichte». Aus Gram über den Tod ihres Mannes im Felde hat sich die 30 Jahre alte Drechslerfrau Emma Bielefeld aus der Greifswalder Str. 163 mir Leuchtgas vergiftet.— Hilflos ausgefnnden wurde auf einer Bank in der Bevernstraße der 6g Jahre alte Arbeiter Wilhelm Kluge. Heckmannufer 4. Auf der Hilfswache am Görlitzer Bahnhof konnte nur noch der eingetretene Tod des K. festgestellt werden. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht.— Bon ihrem Schlafburschen bestohlen wurde die Zimmervermieterin G. in der Charlottenstr. 22a. Der etwa 25 Jahre alte Dieb erbrach in Abwesenheit der Vermieterin den Schreibtisch und entwendete daraus über 300 M. in Banknoten und für 1000 M. Wertpapiere. Ueber den Bcrbleib des Webrmanncs Paul Wecke, Gräfestr. 38, der in den ersten Tagen der Mobilmachung dem Grenadier-Regi- ment 3, 4. Kompagnie, in Königsberg zugeteilt wurde und zuletzt am 23. Sepleinber aus Suwalki an seine Angehörigen geschrieben bat, fehlt bisher jede Spur. Weder haben die amtlichen Verlustliste» noch die in Frage kommenden Behörden bisher Mitteilung über Wecke machen können. Personen, die Auskunft über den Vermißten geben können, werden gebeten, dies an R. Sobizyk, Fidicinftr. 42, zu � melden. Der Arbeiter Wanderverci»„Berlin" veranstaltet am Sonntag, den 6. Dezember, im großen Saale des Gcwevsschastsbauscs, Engeluser 15, einen Vortrag mit Lichtbildern über:„Die Kunslschätze Belgiens und Nord-Frankrcichz-. Einlaßkarte 20 Pf. Ansang?'/„ Uhr. Schwimmverci»„Borwärts" Berlin 1807»craiistallet am Sonn- tag. den 6. Dezember 19!4, ein Woh ltätigleits.Schivimmfeit zum Besten scincr im Feloe stehenden Mitglieder. Da dem genannten Verein ein städtisches Bad nicht zur Verfügung geilcllt wurde, findet das Schwimmsest Admlratslraßo 18c. Gewerksthaftiiches. Unternehmer unü tzanölungsgehilfen währenü üer Kriegszeit. Da das Handelsgesetzbuch für den Arbeitsvertrag der Handlungsgehilfen längere Kündigungsfristen vorschreibt, schienen die kaufmännischen Angestellten am besten gegen die wirtschaftlichen Folgen des Krieges gesichci' zu sein. Das Handelsgesetzbuch schreibt eine Kündignns srist von sechs Wochen zum Vierteljahrsschluß vor und I;t als Mindest- kündignngsfrist eine inonatliche zu, die zum Monatsletzten zu erfolgen hat. Da die Mobilmachung erst am Abend des l. August bekannt wurde, wären sonach die Handlungsgehilfen vor den wirtschaftlichen Krie�Sfolgen bis Ende September ge sichert gewesen. Tatsächlich aber entwickelten sich die Verhältnisse ganz anders. Stach der Mobilmachung gaben zahlreiche Unter- nchmerorganisationen des Handclsgewerbes an ihre Mitglieder die Anweisung, allgemein die Gehälter der Handlungsgehilfen zu verkürzen. Das geschah nicht nur in den Fällen, wo die Arbeitskräfte der Handlungsgehilfen nur noch teilweise gebraucht wurden. Das geschah vielmehr auch sehr oft dort, wo die Arbeitskräfte nach wie vor voll in Anspruch genommen wurden. Allerdings gab es auch Fälle, wo mit der Gehalts- hcrabsetzung eine Arbeitszeitverkürzung verbunden ivar. Alle diese Maßnahmen wurden nicht etwa für die Zeit nach Ablauf der Kündigungsfrist vorgenommen; sie traten vielmehr sofort, in manchen Fällen sogar rückwirkend am 1. August in Kraft. Der Schutz der längeren Kündiguiigsfristen für die Angestellten war auf diesem Wege beseitigt. Nicht selten war es der Fall, daß die Unternehmer ihren Angestellten in der zweiten Hälfte des August einen Verzicht auf die sechs wöchentliche Kündigungsfrist vor Quartalsabschluß abnahmen und die monatliche Frist vereinbarten. Manche Unternehmer haben sich sodann nicht gescheut, sofort von dieser kürzeren Kündigungsfrist Gebrauch zu machen und den Angestellten zu kündigen. ES kann also keine Rede davon sein, daß zwischen den Handlungsgehilfen und den Handelsherren eine Verständigung wegen der wirtschaftlichen Kriegssolgen herbeigeführt worden sei. Die Unternehmer sind vielmehr ganz einseitig verfahren. Diese Tatsache hat mehrere Militärbehörden veranlaßt, sich durch Bekanntmachungen gegen diese Selbstsucht der Unternehmer zu wenden. Inzwischen sind jedoch die Handelskammern ani Werke gewesen, sind bei den Behörden vorstellig geivorden und haben den Handelöunternehmern durchblicken lassen, daß die behördlichen Bekanntmachungen nicht so schar, durchgeführt werden würden. Damit sind natürlich die be- hördlichen Erlasse in ihreni Werte wesentlich beeinträchtigt worden. Es kann kein Trost für die Handlungsgehilfen sein, daß die Unternehmer, die sich ihnen gegenüber sehr selbst! üchug gezeigt habeli, andererseits zum Teil sehr große Summen für das Rote Kreuz usiv. gestiftet haben, denn die Handlungsgehilfen sahen eben, daß diese Geschenke an ihren Gehältern erspart worden sind. In dieser Zeit zeigte sich, daß der Einfluß des freigewerk- schaftlichen Zentralvcrbanöes der Handlungsgehilfen in den Kreisen der kaufmännischen Angestellten ein größerer ist. als es seine Mitgliederzahl vermuten läßt. In allen Orten wandten sich dievonrigorosenAriegsmaßyahulonbetroffeuenAngtitelltcnanihn und Verlangten sein Eingreifen. Das, ivas in FriedenSzciten selten erreichen>var. haben wir jetzt in Kriegszeiten oft erlebt. Die kaufmännischen Angestellten, auch soweit sie bürgerlichen Organisationen angehörten, hielten jetzt zum Zentralverband, wenn dieser Maßnahmen einleitete, um Profit- süchtige Unternehmer zur Besinnung zu bringe». Tie Erfolge blieben nicht anS. Viele Unternehmer wurden veranlaßt, auf die Forderungen der Angestellten einzugehen. Die letzten Nummern der„Handlnngsgchilsen Zeitung" geben ein Bild von der eifrigen Tätigkeit des Zentralverbandes der HandlungS. gehilfen seit dem Ausbruch des Krieges. Taraus dürfte es auch mit zurückzuführen sein, daß die HandlungSgchilfengewerk. schaft trotz der schweren wirtschaftlichen Krise sich so gehalten hat. daß sie heute noch nngeschwächt dasteht. Ohne daß sie auf die Mitgliederiverbung bei ihren Aktionen den besonderen Wert gelegt hat, hat sie seit Kriegsausbruch noch ständig Mitglieder aufnehmen können. Tatsache bleibt allerdings, daß trotz der eifrigen gewerkschaftlichen Betätigung der Handlungsgehilfen noch heute Tausende von ihnen sich Gehaltskürzungen gefallen lassen müssen, denen keine entsprechende Verkürzung ihrer Arbeits leistungen gegenübersteht. Zehr unangenehm muß es daher berühren, wenn jetzt der Verband deutscher HandltingSgchilfen eine allgemeine Rundsrage veranstaltet, durch die festgestellt werden soll, wieviel kaufmännische Angestellte von den„erfreu licheu Maßnahmen einsichtsvoller Firmen" ersaßt werden. Ist es denn wirklich nötig, die Unternehmer dafür noch besonders zu rühmen, daß sie durch die Militärbehörden oder die An- gestellten, die sich energisch wehrten, veranlaßt worden sind, Gehaltskürzungen wieder rückgängig zu machen? verlin und Umgegend. Die Regel, ii», der Berhöltnisse in der weschosstorbliranche de- schästigte au, Mittwoch eine Brmichenversaininlung der K o r b- macher, die im ÄewerkschaftShause tagte. A c u m a n n gab eine ausführliche Uebersicht über die Zchritte die seitens des Holzarbeiter- berbandes zur Besserung der Arbeitsverhältnisse in der älefchoßkorb- brauche getan ivurde», unter andern, auch bei der Militärbehörde. Ter letzten Eingabe, die an das preußische, sächsische und bayerische Krieasimiiisterium ging, waren die Pereinbarunge» beigelegt, die mit oer Berliner Innung und auf der leipziger Zemralleitung des Berbandes selbständiger Korbmachermeister Teutschlands, sowie der Leipziger Innung hinsschtlich der(Äeschoßtörve getroffen sind. Es wurde in den Eingaben dargelegt, daß dies als die Grundlage für die gewünschte allgemeine Regelung angesehen werde. LS wurde gewünscht, daß mau seitens der Militärbehörde LicferungSbedingiuigen anordne, die so seien, daß die betreffende» Preise gezahlt werden können, und daß man ferner aus ihre einheitliche Zahlung sehe. Arbeitgeber unterschrieben die Ein- gäbe, so der Berliner Obermeister der Innung. Eine mündliche Aussprache, die in Zpau. au erst stattfinden sollte, wurde von der Artilleriewerkstatt dann wieder abgesagt.?as war vor etwa l-l Tagen. Es kam ssatl dessen eine schriftlich« Ant- wort des Kriegsministeriums, daß die Angelegenheit an die Feld- zeugmeisterei weitergegeben sei, an die man sich auch in Zukunft wenden möge. Ter Bescheid der secldzeugineisterei ging nun in der Hauptsache dahin: Eine Einwirkung ans Zahlung einheitlicher Löhne für alle BetriebSorte der verschiedensten Gegenden wird abgelehnt. Es sind dagegen Lohnsätze zu gewähren, die einen Tageslohn ermöglichen, der nicht unter den ortsüblichen Turch- schiiittslohn herabgeht. Dieser ist natürlich in den verschiedenen Lairdcsteilen verschieden. Tie Tienststellen haben Anweisung er- hallen, dort einzuschreiten, wo sich dementsprechend eine ungenügende Zahlung herausstellt.— In dein Bescheide ivurde noch aus eine Beschwerde über die bayerische Heeresverwaltung Bezug genommen, iudern erklärt wurde, sie habe nicht einem Arbeit- geber untersagt, höhere Löhne zu zahlen wie ein anderer Arbeit-, gehet, sondern sie habe nur die Anlockung von Arbeitern durch Bersprechen höherer Löhne verwehrt. Ter Redner meinte, daß der Bescheid hinsichtlich der Löhne durchaus unbefriedigend fei. Ten» danach könnten die nachgeordneten Dienststellen gar nichts dagegen tun, wenn in gewissen Orten infolge durchschnittlich schlechtester Löhne ein außerordentlich niedriger ortsüblicher Durchschnittslohn für Arbeiten der fraglichen Art bestehe. Von jenen Orten aus erwachse natürlich in anderen Orten, namentlich den größeren Ztädten, eine skhlinnne Konkurrenz. Tie Zentralkommission und der Vorstand seien der Meinung, daß rechtzeitig Vorkehrungen getroffen tverden müssen. Es wird über den Bescheid der Feld- zeugmeisterei Beschiverdc beim Kriegsministerium unter-rar- legung der Gründe erhoben tverden. llnd man iverde versuchen, die Beschwerde durch mündliche loerhandlungen zil unterstützen. Außerordentlich wichtig wäre ferner, daß die Kollegen treu zum Verband hielten. Ter Verband der TtaatS- und Gcmcindcarbeiter gewährt seilten arbeilSlo'en Mitgliedern sowie den Familien der Kriegsteilnehmer eine LLeibnacht-Zunterftiitzniig, Zu diesem Zweck gibt die Haup! lasse 100 000 2)f. und von den Filialen wird erwartet, daß sie nach Maß- gäbe ihrer LeistnnaSfäbigkeit zu diesem Fond« beisteuern. Die Filiale Berlin hat l'LOOO TO. bewilligt, womit siib ihre Mitglieder- Versammlung am DonuerSlag einverstanden erstatte. Da die Höhe der Beisteuer verschiedener Filialen noch»ichr bekannt ist, konnte die Höhe der WeihimchtSliiiteriliilzung. die für den ganzen Verband gleichmäßig sein soll, noch nicht festgeietzl tverden. Man nimmt an, daß sie ungefähr auf lo M. beinesieu werden kau». Die Unterstützung erhalten all« Mitglieder, die voin 14. bis 19. Dezember oder icboii länger arbeitslos find, sowie die Frauen derjenige» Mitglieder. die im Felde stehen oder gefallen sind, ohne Rücksicht auf Karenzzeit und Dauer der Mitgliedschaft, Ausgeschlossen ist die Unterstützung nur in den Fällen, wo das Mitglied am Tage der Einstellung beim Militär mehr als acht Wochenbeilräge rückständig war. In Berlin wird die Unterstützung vom 14. bis IV. Dezember ausgezahlt. deutsches Reich. Ttarte Mitglicdcrzunahmc im F-leischerverband. Ter Zentralverband der Fleischer kann berichten, daß er in den drei KriegSmonaien 111L neue Mitglieder gewonnen hat. Das ist um so erfreulicher, weil gerade vom Fleischerverband ein außer« ordentlich hoher Prozentsatz von Mitgliedern zu den Wafien gerufen wurde. Aach der letzten Zusammenstellung vom 31. Oktober waren cS 58.4 Proz. Die Konjunktur inr Fleischergewerbe ist gegenwärtig gut. die Arbeitslosigkeit genug. DaS Millionenheer Hai einen riesigen Bedarf an Fleischkonserve». War es 1870/71 die Etbswurst, die bei der Bcrpslegung der Truppen eine große Rolle spiekle, so ist an deren Stelle jetzt daö koip'ervierle Fleisch getreten. Diese neue Industrie hat Großbetriebe geschaffen. die bisher im Fleischergewerbe gänzlich unbekannt waren. Den größten Betrieb dieser Art unterhält daS bekannte Warenhaus A. Wcrtheim-Berliu. Es werden dort nicht durchgängig gelernte Fleischergesellen beschäftigt,»oie in allen �Großbetrieben sind Un- gelernte in großer Zahl dort in Arbeit. Ter Mangel an Gesellen trägt allerdings auch dazu bei, daß Ungelernte vielfach beschäftigt tverden. Für den Fleischerverband sind die Schwierigkeiten, die der Krieg für olle Gewerlschasten gebracht, irotzdem noch keineswegs behoben. Die ArbeitSlofigkeit wird in diesem Gewerbe eist nach dem Kriege einsetzen, wenn die jetzt im Felde stehenden Mitglieder zurückkehren und wenn die jetzt entstandenen Fleischkonservenfabriken ihre Pforten wieder schließen, die ja doch nur ein Provisorium für den Kriegs- bedarf bilden.___ Ms der Partei. Der Sozialismus in Porto Rico. Zum ersten Male hat die junge sozialistische Partei Porto RieoS am 3. November an öffentlichen Wahle» teilgenommen. Und gleich gelang es ihr. in Ai ecibo, einem Milielpunkie der Tavak- und Zucker- industrie, einen i o z i a l i st i s ch e n Bürgermeister sowie den Redakteur des GewerkichaftSorganS als Mitglied des Land- � t a g e S durchzubringen Sonst war von der Partei nur noch ein I weiterer Kandidat aufgestellt, der aber unterlag.— Seit Porto Rico zu den Vereinigten Staaten gehört, wird eine„Verwaltung" aus ! elf Mitgliedern bestehend— bisher in der Mehnabl Einheimische— I von der Regierung der Vereinigten Staaten eingesetzt. Daneben besteht der Landtag, der 3 5 Abgeordnete, je fünf a u S sieben Bezirken, zählt. Mus Industrie und Handel. Krieg»nd Außenhandel. DaS russische Zolldepmtement velöffeilUicht interessante Angaben über den Handel Rußlands mit seine» Gegnern und Verbündeten. Danach stellt sich die Ausfuhr im Diirchichnitt der letzten fünf Jahre: nach Deutschland auf 435 Millionen Rubel, nach O este rr e l ch- U n g a r n aus 63,4 Millionen Rubel. Die Einfuhr aus Deutschland bezifferte sich auf 497 Millionen Rubel und aus O e st e r r e i ch- ll n g a r n auf 33 Millionen Rubel im Jahre. Der gesamte Handelsverkehr Rußlands mit den beiden Zeinralmächten belicf sich danach im Durchschnitt auf 1029 Millionen Rubel oder fast 2'/« Milliarden Mark im Jahre. Die Ausfuhr ans Rliüland nach Großbritannien belief sich in derselben Zeit aus 207 Millionen Rubel und nach Frank- reich auf'34 Millionen Rubel im Jahr, während die Einfuhr auS Großbritannien nach Rußland sich aus 150 Millionen Rubel und aus Frankreich auf 56 Millionen Rubel bezifferte. Ter gesamle Handelsverkehr Rußlands mit den beiden verbündeten Mächten beliei sich also aus 607 Millionen Rubel oder auf nur über die Hälfte des Handelsverkehrs mit den jetzt in Rußland im Kriege liegenden Zentralinächten. Eiri ähnliches Bild würde sich ergeben, wenn man den Handel Englands und Frau k r e i ch s mir den verbündeten und gegueriichen Stmten vergleichen würde, DaS benierkenslverteste Kennzeichen des jetzigen Krieges besteht eben darin, daß gerade die S t a a t e n, d i c wirtschaftlich an, e n g st e n in i t ein- ander verknüpft sind und deren WirtschastS- verfasitlno ein Zusammenarbeiten erfordert, gegenwäriig in fei n blichen Lagern stehen»nd sich gegenieilig zer fleischen. Natürlich sind eS auch gegeniätzliche wirtschafl- l che Interesse»: der Kampf»m äußere Märkte, der Kamps um die WeltbandelSstraßcn usw.. die dem Weltkrieg zugrunde liegen, aber wie klein sind diese Märkte, wie eng die in Betracht kommenden Interessentenkreise in jeoem Lande gemessen an dem gewalligen Um- lang der Märkte und der gemeinsamen wiriichasilichen Interessen in den großen kapitallstischen Staaten, die jetzt erbittert gegen einander ankämpfen.__ Soziales. Zum Lehrlingsverhaltnis. Aus loelchen nichtigen Gründen sich oftinals Lehrt, erren ihren Verpflichtungen dein Lehrling gegenüber zu entziehen suchen, ging ans einer gestern vor dein Getverbegericht ge- führten Verhandlung über eine Lehrlingsklage hervor. Tie Firma Pieckayet, Seestraße, hatte einen Schlofferlehrling, der feit dem 7. April lvltz bei ihr in Lebre stand, am 24. Oktober dieses Jahres plötzlich entlasse». AIS Grund gab sie an, der Kläger sei ungehorsam imd faul gewesen und habe ihr wiederholt und mit Absicht Schaden zugefügt. Ter Lehrling mußte mehrfach in vierzehntäaigeii Perioden von 3 Uhr nachmittags vi» 12 Uhr nachts, angeblich mit behördlicher Geiiebmigmig, arveiten. Obwohl er erst seit Mai in der Dreherei ausgebildet wurde, hatte er schon drei Drehbänke dauernd in Gang zu ballen und Graiiate» zu drehen. Seine Faulheit ivird von dein Firinemnhaber»u» darin erblickt, daß er in einer solchen Nachtschicht anstatt 60 nur 36 Granaten fertig bekam. Darin soll auch die Gesckästsschädigung liegen, denn vo» des Lehrlings Arbeit hinge» etliche andere Arbeiter ab. Weiter soll der Lehrling 8 Granaten im Werte von 40 M. durch falsche Bearbeitung unbrauchbar gemocht haben. Der Beklagte P. mußte zugeben, daß dem Lehrling eine Komrolllehrc nickt zur Verfügung stand, llngeborsam sollte der Junge insofern gewesen sein, daß er davonlief, als ihm fein Meister wegen zu langen Ver- weilens auf dem Abort zur Rede stellen ivollte. Die Firma wurde verurteilt, das Lehrverhältnis furtzuseurn »nd für inzwischen vertlossene 6 Wochen je 6 M. Kostgeld zu zaylen. Tos Gericht sah die angeführten Gründe nicht mr ausreichend an. Bor allem mußte für genügende Beauffiebtigung gesorgt werde», wenn von des Lehrlings Arbeit soviel abhing. Tic Vierzigjährige» als Soldaten und Industriearbeiter. ..Mit dem 40. Jahr kommt für den modernen Industriearbeiter die Majorsecke, der entscheidende Wendepunkt; er wird als zu alt aus dem kapitalistischen Apparat ausgeschieden und kann irur noch an den Außenschlägen des Betriebes als scklcchtbezahlter Hilfs- arbeiter Arbeit finden." Diese Feststellung machte auf einer der letzten General- Versammlungen des Vereins für Sozialpolitik Prof. Weber»nd zwar als Resultat vo» umfaugreichen Untersuchungen über„Anpassung und Auslese der Arbeiter der Großindustrie". Wenn auch Einzelheiten der Darstellung angreifbar find, so ist da» Resultat offiziell als richtig bestätigt loorde». Das„Reichs- arbeitSblatt" brachte, wie wir erwähnten, kurz vor dem Kriege staftstisched Material, das die Vierzigjahresgrenze der Jndustric- arbciier im wesentlichen bestätigt. Die Ursachen liegen in dem Jndustriatisinus, der sich fortschreitend rationalinert. Die Produktion lvird durch die Maschinen- Wirtschaft immer mehr verseinert. Tic Maschine ist ein eiserner Arbeiter, der den Menschcuarbeitcr von seinem Platze stößt. Immer bringt die Maschinenwirtschast auch eine Arbcitsverdränguiig hervor. DaS Argument ist nichr richtig, daß in demselben Umfang die Absatzquellen steigen, wie die Produktivität der Arbeit in die Höhe geht. In Wirklichkeit geht der Perbrauch des Menschen im Fabrikbetrieb relativ zurück. Die moderne Maschiuenwirtschafl zwingt aber zur erhöhten Ausnutzung der Produktion. Tie Anschaffung der neuen Maschine» ist kostspielig, die Betriebsmittel müssen sich amortifieien, und werden voll auszunutzen gesucht. Ter Maschinenrythmus zwingt auch den Industriearbeiter in eine intensive Tätigkeit hinein. Es findet eine Auslese der Industriearbeiter statt in dem Sinne, daß immer nur noch die jungen, unverbrauchten Arbeite- kräfte verwendbar sind. Und so sind wir in der deutschen Industrie- Praxis überall zu der Tatsache gekommen, daß einem Arbeiter mit 40 Jahren, der an der Tür einer Fabrik um Arbeit auflägt, wegen seines Alters ein abschlägiger Bescheid gegebn wird. Nun ist der Krieg da. Und da müssen nicht nur die jungen Arbeiter Maschinen und Werkzeuge stehen lassen und sind nach Osten und Westen als Sol- dateu eingezogen worden, sondern auch die Vierzigjährigen liegen heute in den Schützengräben und haben alle Strapazen und Härten des Krieges zu überstehen. Hier liegt ein Widerspruch. Unter den vierzigjährigen Man ncrn, die als gedienter Landsturm ihre Pflicht tun und alle Strapazen des Krieges zu tragen haben, befinden sich Industrie- arbeiter, die zu Hause als zu alt in Fricdcuszeiten keine Arbeit mehr bekommen können. So wird denn auch das eine sozialpolitische Frage sein, Vorsorge zu treffen, Schutz wälle und Dämme gegen das rationalisierte Arbcitssystem der heutigen Jndustricwirtschaft auszurichten. damit die Arbeiter als Schaffende nicht zu früh aus dem wirtschaftlichen Organismus ausgeschalt c t w e r d c n. Wie soll ein Volk stark bleiben, wenn es sich in seinen breiten Schichten zu früh vcrbaucht'k Für die BScidnachtsbeicherun«, de»«kharl-tteuburger Arbeiter- Kinderhort» sind von den Arbeitern der Firma L o e b u. E o.. Fritiche stranc. 100 M. aesammrlt worden, dir znr Vcihnachtsireiidc der Kinder unserer Kriegsteilnehmer und Arbeitslosen beitragen werden. Freireligiöse«»emeiiidr. Sonntag, den Q. Dezember, vorm. 9 Mr. Pappel-Allcc 15-17; Neulölln...Fdealpassage"; Trael. Bnimbe- llrasie 15 und Ober-Schöneweide. Klmastr. 2: Fieircligiöic Vorlesung — Vormittags>1 Mr. Kleine Franssutter EU 6; Vortrag von Heni, Dr. H. Haffe:„Die 80 Sätze der kirchlichen Anmaßunz.(Der Syllabus)". Damen und Herren als Käste willkommen. ömfkasten der Reüaktion. Di« juristische Spreckilunde findet stir Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hos recht«, parterre, am Montag bis Freilag von S bis 6 Ubr, am Sonnabend von 5 bis«i Uhr batl. Feder für den Lrieskafte» be- Iliwmlen Ansroge ist ein Buchstabe und eine Zahl al» Äerlzeichen bei- juißgm. Briejlicke ANlwort wird nicht erteilt. Aiiiraqcn. denen feine ?Iboii»emen!sauitlung beigeiügt ist, werden nichr beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge. Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. A. P. 30. Stellen Sie Antrag beim Schösteiigencht.— B. 1000. Melden Sie'ich nachlräglich beim Bezirkstoinmando.— Invalide I. Wenn Fvr Sohn für Ihren lwterhall gesorgt bat. baden Sie Anspruch aus Unterstützung.— G.«2. Verjährt in zwei Iahren.— C. R. Sprechen Sic mit Ihren Snvalideutarten in der surittiichiui Sprechstunde vor.—«. ®. 32. Stellen Sie bei der Steuertasse Antrag aui Mietszuschuß.- I. M. 15, Sie sind wegen allgemeiner körperlicher Dienstunb-auchbarkeit ?ur D!*vofirion der Er'lwbeborden entlassen, können aber wieber eingezogen weiden.- v. F. P. 23. l. Nein. 2. Ja— B IOO. Nein.— 91. P.:{30. Beschweren Sie sich zunächst beim R.ichtposlamt, Leipziger Straße. llüctterausiichtei! für das mittlere Rorddeutschlaud bis Sountagmittag: lieberall mild, imi Südosten vielfach beiler, aber veränderlich. Im Kesten und längs der Küste überwiegend bewölkt und au vielen Orlen etwas Regen. !!!! III llllillllUIIIIIIW HIHI lllllW— Gewerkschaftshaus. Sonntag, den O. Dexemher 1011: Meiler- ftandervmiB Berlin. 'IST Lichtbilder-Vortrag: Tic Kunstschäste Belgiens und Nordfrankrcichs. ErOITnang v I hr. Anfang 7', Chr. Sonntag, den 6. Dez. Gedeck et I R. Hühueriuppe Fleiichbrnhe mit Mark. Sonnabend, d. 5. Dez. AbendL; Siegen- lubiläums- Feier. Ein Riesenposte» Bierländ. Enten. lhiriche u. Hammel a Portion 70 Pf. mit Grün- II. Nottohl. Torte oder«äse. Zonntagadend: Doppel«Konzert. Großer Posten Schweine u. Braunichweizer Mastlaiber v. Rost a Port. 70 Ps. Großer Posten(lause mit Rotkohl a Portion SO Pf. Rehrücken mit Grünkohl a Portion 80 Pf. Tos geehrte Publikum wird höflichst daraus auimcrifam gemacht, daß auch die Hoctivarterre-Säte restauraiionsmäßig geveckt sind. Hion»i?i-e der Trgernmeor Bnuemkn|>eilo. j/ty Speisen werden zum selben Preise wir im Restaurant serviert. Tüarmc Küche bis 1 II h r nachts. Zur gest. Beachlimg: Zn den Weihimchtsfeiertagen keine PreiSerhöhmig. Lachs mit Butler jialbS'iück mit Edel-Genmie Prager Schweinerückcn in Burgunder Steherische Pute Lammkeulc Rostbeef Kompott oder Salat SINGEII NÄHMASCHINEN für Hausgebrauch und für den Erwerb die praktischsten und zeitgemäßesten Weihnachisqesclienke! Erleichtert« Zahlungebediegungen Singer Co, Nähmasctiinen Act. Ges. Kcrlin W. H.. Leipziger Miraftc 98. Kilinlen in sjjen Stadtteilen. kaufen Sie von Kavalier«, i vveni-- Ketn.-eiie«owio im\ er«« tu gewesene Jackett- und K.xk- AnmMKe. 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Die Verordnung bezieht sich auch auf die zwischen dem 4. August und heute entbundenen Ehefrauen. Die Vcrord- � nung lautet: Ter Bundesrat hat auf Grund des§ 3 des Gesetzes über die Ermächtigung oeS Bundesrats zu ivirtfchastlichen Maßnahmen usiv. vom 4. August 1914(Reidhsgesetzbl. S. 327) folgende Verordnung erlassen: § 1. Wöchnerinnen wird tvahrend der Dauer des gegen- wältigen Krieges aus Mitteln des Reichs eine Wochenhilfe gewährt, wenn ihre Ehemänner 1. in diesem Kriege dem Reiche Kriegs-, Tanitäts-»der ahn- liche Dienste leisten oder an deren Weiterleistung oder an der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit durch Tod, Vcvwundung, Erkrankung oder Geiaugennabme verhindert sind und 2. vor Eintritt in diese Dienste aus Grund der Reichsver- sicherungsordnung oder bei einer knappschaftlichen Krankenkasse in den vorangegangenen zwölf Monaten mindestens sechsund- zwanzig Wochen oder unmittelbar vorher mindestens sechs Wochen gegen Krankheit versichert waren. § 2. Die Wochenhilse wird durch die Oriö-, Land-, Betriebs- Innungskrankenkasse, knappschaftliche Krankenkasse oder Ersatzkaffe geleistet, welcher der Ehemann angehört oder zuletzt angehört hat. Ist die Wöchnerin selbst bei einer anderen Kasse der bezeichneten Art versichert, so leistet diese die Wochenhilse; sie hat davon der Kasse des Ehemannes sofort nach Beginn der Unterstützung Mitteilung zu machen. Z 3. Als Wochenhilse wird gewährt: 1. ein einmaliger Beitrag zu den Kosten der Entbindung in Höhe von fünfundzwanzig Mark, 2. ein Wochengeld von einer Mark täglich, einschließlich der Sonn, und Feiertage, für acht Wochen, von denen mindestens sechs in die Zeit nach der Niederkunft fallen müssen, 3. eine Beihilfe bis zum Betrage von zehn Mar? für Heb- ammendienste und ärztliche Behandlung, falls solche bei Schwan- gcrschaftsbeschwerden erforderlich werden, 4. für Wöchnerinnen, solange sie ibre Neugeborenen stillen, ein Stillgeld in Höhe von einer halben Mark täglich, einschließlich der Sonn- und Feiertage, bis zum Wlauf der zwölften Woche nach der Niederkunft. 8 4. Die Borstände der Kassen(Z 2) können beschließen, statt der baren Beihilfen nach g 3 Nr. 1 freie Behandlung durch Heb- nmmc und Arzt svwie die erforderliche Arznei bei der Niederkunft und bei Schwangerschaftsbeschwerden zu gewähren. Ein solcher Beschluß kann nur allgemein für alle Wöchnerinnen gefaßt werden, denen die Kasse auf Grund dieser Vorschriften Wochenhilse zu leisten hat. Bei Wöchnerinnen, denen die Kasse diese Behandlung bei der Niederkunft und bei Schwangerschaftsbeschwerden schon auf Grund ihrer Satzung als Mehrleistung nach der Reichsverskberungsord- nung zu gewähren hat, bewendet es dabei in allen Fällen. § 5. Das Wochengeld für diejenigen der im§ 1 bezeichneten Wöchnerinnen, welch« daraus gegen die Kasse einen Anspruch nach 8 19S der ReichSvcrsicherungsordnung haben, hat die Kasse selbst gu tragen. Tic übrigen Leistungen werden ihr durch das Reich erstattet. Dabei ist für Aufwendungen, welche die Kasse nach§ 4 gemacht hat, in jedem Einzelfall als einmaliger Beitrag zu den Kosten der Entbindung(§ 3 Nr. 1) der Betrag von zehn Mark zu ersetzen. Die Kasse bat die verauslagten Beträge dem Bersicherungsamtc nachzuweisen; diese» hat das Recht der Beanstandung; da» Oberversicherungsamt oder knappschastliche Schiedsgericht entscheidet darüber endgültig. Das Nähere über die Nachweisung. Verrechnung und Zahlung bestimmt der Reichskanzler. § 6. Einer Satzungsänderung auf Grund dieser Vorschriften bedarf c» für die Kassen nicht. 8 7. Für das Verfahren bei Streit zwischen den Empfangs. berechtigten und den Kassen über diese Leistungen gelten die Vor- schriften der Reichsversicherungsordnung über das Verfahren bei Streitigkeiten aus der Krankenversicherung; jedoch entscheidet daS Obervcrsicheriingsamt oder knappschaftliche Schiedsgericht endgültig. Für die Leistungen nach 88 3. 4 und den Anspruch darauf gelten die§§ 113, 119, 219, 223 der Reichsversicherungsordnung entsprechend" 8 8. Gegen Krankheit versicherten Wöchnerinnen, die Anspruch auf Wochengeld nach§ ISS der ReichsverficberungSordnung, nicht aber auf Wochenhilse nach§ 1 haben, hat ihre Kasse, auch wenn die -Satzung solche Mebrleistungen nicht vorsieht, während der Dauer des Krieges die im§ 3 Rr. 1, 3 und 4 bezeichneten Leistungen au« eigenen Mitteln zu gewähren. 8 4 gilt entsprechend. 8 9. Die Versilberungsanstalten haben den Kassen, die in ihrem Bezirk den Sitz haben und mindestens 4Vz Proz. des Grundlohnes als Beitrag erheben, auf Antrag Darlehen zur Deckung der durch die Vorschrift des 8 8 erwachsenden Kosten}u gewähren. Sosern die Versicherungsanstalt und vre Kasse nicht» andere» vereinbaren, richtet sicb die Höhe der Darlehen nach den bi« zum Antrage gnd demnäcbst von Vierteljahr zu Vierteljahr der Kasse er- tvachienen Kosten dieser Art. Die Darlehen find mit 3 Proz. zu verzinsen und nach zehn Jahren zurückzuzahlen. Eine frühere Rückzahlung steht den Kasse» frei. Für Kassen, deren Mitglieder gegen Invalidität überwiegend bei einer Sondci anstatt versichert sind, tritt diese an Stelle der Ber- sicher ungsanstalt. 8 19. Diese Vorschriften treten mit ihrer Verkündung in Kraft. Wöchnerinnen, die vor diesem Tage ent- b u n d e n sind, erhallen diejenigen Leistungen, welche ihnen von diesem Tagt an zustehe» würden, wenn diese Borichrislen bereit» früher in Kraft geNelen wären. Der Bundesrat behält sich vor. den Zeitpunkt de» Außerkraft- tretens zu bestimmen BeUin. den 3. Dezember 1914. Der Stellvertreter des Reichskanzlers. Delbrück. Verlustlisten. und Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 25; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 26; Jnf.-Re- "imenter Nr. 27, 28; Brig.-Ers.-Bat. Nr. 29; Inf.-Regimenter Är. 30, 31; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 32; Brig.-Ers.-Bat. Nr. 32; Füs.- Reg. Nr. 33; Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 34; Füs.- und Res.-Jnf.-Reg. Nr. 35; Füs.-Regimenter Nr. 36, 39, 49; Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 49; Brig.-Ers.-Bat. Nr. 41; Inf.-Regimenter Nr. 43, 46; Landw.-Reg. Nr. 46; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 48; Ins.-, Res., und Landtv.-Jns.-Rcg. Nr. 49; Ins.- und Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 53; Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 55; Ins.- und Res.-Jnf.-Reg. Nr. 57; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 69; Inf.-Regimenter Nr. 62, 63, 64, 66, 67, 79; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 70; Jns.-Reg. Nr. 71; Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 75; Jnf.-Reg. Nr. 77; Brig.-Ers.-Bat. Nr. 78; Jnf.-Reg. Nr. 79; Res.-Jns.-Reg. Nr. 89; Jns.-Reg. Nr. 8l; Brig.-Ers.-Bat.?tr. 81; Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 83; Landw.-Jns.-Regimenter Nr. 99, 119; Inf.-Regimenter Nr. III, 113, 114, 116; Res.-Jnf.-Regimenler Nr. 116, 118; Inf.-Regimenter Rr. 131. 135, 144, 145. 149, 152, 154. 157, 159, 161, 162, 165 166, 167. 168, 171; Res.-Jns..Regimenter Nr. 201, 293, 294. 295. 206. 297, 298. 213, 214. 219, 221. 222, 223, 234, 237; Ilebcrplan- mäßiges Landiv.-Bat. Nr. 5 des 4. Armeekorps; Landst.-Bataillone Allen stein 1, Bitsch) 2. Breslau I.. Deutsch-Eylau I., III. Frank- furt a. O., Freiburg i. Baden, Goldap. Hohensalza, Metz, Raugard, Neuhaldenslcben, Osterode I und II, Preußisch-Stargard, Schneidemühl. Solingen; Jäg.-Bataillone Nr. 5. 11. 16. 18, 19, 23; Festung?- Maschineligem.-Abt. Nr. 14; Festungs-Maschinengew.-Abt.(ohne Angabe der Nummer). 3. Kav.-Div., Stab; Garde-Kür.-Reg.; Leib-Garde-Hus.-Rcg.; Drag.-Reg. Sir. 2; Greil.-Reg. zu Pferde Nr. 3; Res.-Drag.-Reg. Nr. 8; Drag.-Reg. Nr. 15; tzus.-Reg. Nr. 9; Ul.-Reg. Nr. 8; Res.- Kav.-Abt. Nr. 51; 1. mobile Landw.-Esk. des 8. Armeekorps. 1., 2, und 3. Garde-Feldarti-Reg; Feldart.-Regiinenter Nr. 3, 4. 5; Res.-Feldart.Megimentcc Nr. 5, 6; Feldart.-Regiinenter Nr. 7, 19, 11, 15; Res.-Feldart.-Reg. Rr. 25; Feldart.-Regimentcr Sir. 27. 33, 35. 38. 39. 44; Res.-Feldart.-Reg. Nr. 44; Landst.-Feld- art..-Abt. der gemischten 79. Landw.-Jnf.-Brigade. 1. Garde-t5Ußart.-Reg.; Res.-Jußart.-Reg. Rr. 1; Jußart.-Re- gimenter Nr. 2. 3, 4. 6. 9. 19, 16. l. Garde-Pion..-Bat.; I. Pion.-Agt. Sir. 2; II. Pion.°Bat. Sir. 3; I. Pion.-Bat. Sir. 6; Pion.-Bataillone Nr. 8, 11; I. Pion.- Bataillone Nr. 14, 15, 16; II. Pion.-Bat. Nr. 16; Pion.-Bataillone Nr. 19, 21; Pion.-Regimenter Nr. 23, 24, 25, 29; Pion.-Ers.-Bat. Metz; Res.-Pion.-Kompagnien Nr. 43. 44. 46, 51. 52. Aestungs-San.-Koinp. Nr. 3; Feldlazarett Nr. 2 des 6. Armeekorps; Rcs.-Tiv.-Brückentrain Nr. 43. Die bayerischen Verlustlisten Nr. 93, 94, 95 und 96 ent. halten Verluste des Jnf.-Leibreg. München; 4. Jnf.-Reg. Metz; 8. Jnf.-Reg. Metz; 15. Jnf.-Reg. Neuburg a. Donau; 20. Jnf.-Reg.; 6. Cbevauleger-Reg. Bayreuth; 8. Chevauleger-Reg. Tillingen; 14. Jnf.-Reg. Nürnberg; 16. Jns.-Reg. Passau; Ncs.-�nf.-Reg. Nr. 3; 3. San.-Komp. 3. Armeekorps. Die Verlustliste Rr. 93 der preußischen Armee meldet Verluste folgender Truppen: 1. Garde-Res.-Reg.; Garde-Gren.-Rcgimenter Alexander und Franz, 3. Garde-Reg.; Garde-Gren.-Reg. Elisabeth; 5. Garde- Reg.; Gren.-Reg. Sir 1; Res.-Jnf.-Regimenler Sir. 2, 6; Leib- Gren.- und Res.-Jnf.-Reg. Nr. 8; Gren.-, Ref.- und Landw.-Jnf.- Reg. Nr. 11; Jnf.-Reg. Nr. 13; Brig.-Ers.-Bat. Nr. 13; Jns.-Reg. Nr. 14; Brig.-Ers.-Bat. Nr. 14; Res.-Jnf.-Regimenter Nr. 15, 16; Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 16; Res.-Jnf.-Reg. Sir. 17; Landw.-Jnf.-Reg. Sir. 19; Res.» und Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 29; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 21; Inf.-Regimenter Nr. 23. 24; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 24; Landw.-Jnf.- Reg. Nr. 24 siehe Festungs-Maschinengelochr-Abteilungen; Ins.- Kleine Nachrichten- Ter Friedensbote der Feinde. Wie ein W. T. B.-Telegramm aus London meldet, wird der „TimeS' aus Paris berichtet, daß an einer Stelle der Front, wo ein besonders reger Wechselverkehr zwischen den feind- lichen Parteien stattfand, längere Zeit hindurch ein kleiner Hund, der mit Zeitungen und Nachrichten hin und her gesandt wurde, als Bote diente._ Ein Schwabenstreich. Ein Krieger au» einem Orte der Umgebung von B u r g a u (Schwaben) konnte seiner Galtin die freudige Mitteilung machen. daß er sich aus dein blutigen Schlachtfelde in Frankreich durch Tapferkeit da» Eiserne Kreuz erworben habe. Er schrieb, daß er da» Eiserne Kreuz heimschicken iverde. Wenn eS der Wille des Herrn sei, und er falle, so möge das Kreuz in die Kirche gebrockt werdtn. Statt Freude, erweckte diese Mitteilung bei der Frau des Krieger» große Angst, da fie mit Schrecken daran dockte, wie sie da? Eiserne Kreuz wohl von der Bahn, mit der es doch kommen würde, heimbringen sollte. Sie lief zu ihrer Mutter; auch diese wußte keinen Rat. Der Heuwagen würde das Kreuz nicht aushalten, die Kühe würden das große, schwere Eisen, e Kreuz nichl fortbringen, jammerten sie bei ihren Nachbarn und Bekannten. Endlich wurde ihnen Aufklärung zu teil, daß da» Eiserne Kreuz so klein sei, daß es auf der Brust getragen werde. Nun waren die Frauen zufrieden und gingen irohgemut nach Hause. Der Brief des franzöfischen Kommandanten als Sterbe- Urkunde. Die Krankenkassen, die an die Angehörigen von ge- sallenen Kriegsteilnehmern Sterbegeld zahlen, verlangen natürlich Urkunden über den Todesfall, die aber tm Kriege nicht immer leicht zu beschaffen sind. Im folgenden Fall hat die Krankenkasse das, Sterbegeld ausgezahlt auf Grund des Briefes, den der französische Kommandant de« KnegSgefangenendcpotS in Celle gesandt hatte. DaS Schreiben lautet: Cette, den 19. 9. 14. Geehrte Frau) Die Korrespondenz der Gefangenen sollte eigentlich nur alle zehn Tage erfolgen. Ich habe ausnahmsweise gestattet, den Brief, durch welchen die Kameraden Ihres ManneS Ihnen feinen Tod mitgeteilt haben(den 15. September im Hospital zu Ceite). schon jctzi abzusenden. Heute glaube ick den von»hm am 6. Sep- tember geschriebenen Brief übermitleln zu müssen, welcher am 29. Sepiember abgehen sollte. Sie werden also den letzten Brief erhalten, welchen der arme Junge ichrieb und welcher tapfer starb als Opfer eines Krieges, welchen, wie Sie wissen, Frankreich weder gesucht noch gewollt hat Ihr Mann ist, wie alle Gefangenen, sehr gut in Frankreich ge> pflegt worden; aber seine Wunden waren schwer und hatten sich verschlimmerl infolge de» langen Aufenthalts a»f dem Schlacht- felde. Die Trauerehren find ibm in Ceti« durch fron« zösische Soldaten erwiese» worden. Wollen Sie. geehrte Frau, mit meinem nessten Beileid meine achtungsvollste» Grüße genehmigen. Der Kommandant des Kriegsgekangenendepots in Eelte. A. C a m p a g n c. Die Tragik des Krieges. Die„Allgemeine deutsche Hebammenzeitung" schreibt in ihrer Nr. 20: In der Nähe von Jofingen in der Schwei, wohnt eine Frau. d>e von Geburt Schweizerin ist. Sie heiratete einen Deutschen und gebar ibm zwei Söhne. Nach dem Tode ihres Manne« heiratete sie wieder, einen Franzosen, und schenkte ihm ebenfalls zwei Söhne. AIS nun der Krieg ausbrach, mußten die beiden Aelt eilen in die deutsche, die beiden Jüngeren in die französische Armee eintreten. Die Brüder wurden so„Feinde" und sind bereits im Kampfe gefallen. Bergwerkskatastrophe in Japan. Das Reutersche Bureau berichtet aus Tokio, daß aus Hokkoido ein Bergwerksunglück gemeldet wird, bei dem 437 Mensche» ums Leben gekommen seien. �ugenüveranftaltungen. Treptow-Baunischnlenwe«. Sonntag, den li. Dezember: Tesich tigung der geschichtlichen Adtcilnng de? Museums für Völlerkundc für den Ortsteil Tr ptow. Treffpunkt: 12'/, Uhr vor dem Musenm. Führer: Herr H. Farwtg.'______ Eingegangene vruckschristen. Das Wunderkind. Novelle» von Tb. Manu.— Mathilde Möhring. Roman von Th. Fontane. Einzelbd. 1 M., in Leinen 1,25 M. S. Fischer, Berlin, Bülowslr. 99. Die KriegSzelt im Dichtermund. Geolchtc. Dellamatione» und Zwiegespräche, gesammelt von Zi. Thiemann. 40 Pf. C. Schasftnt, Düsieldors. Der Mensch und seine Entwicklung. DargesteA von W. 05. Aeander Bd. 2. Die Pfahlbauzeit. 3 M.. geb. 3.75 M. Bd. 3. Mu-Atlanti» und Mat Siimrrim. 2,50 M.. geb. 3.M M.«erdorben zu«erlin. Roman von O. f>. Hopsen. 4 M., geb. 6 M. Sieger. Roman von E. Höffer. 3 M., geb. 4 M. Karneval. Von F. Philipps. 3 M., geb. 4 M. Auf bebender Erde. Zettgedichte von H. Kienzl. IfiO M., geb. 2 M. Rord und Sud. Dezemberbest. MonatSschiist. Herausgegeben von L. Stein. 2 M. S. Schottlänber, Breslau 3. Jugend Kosmos. Ein naturwisien'chastllch- technisches Jahrbuch. Illustriert. 6>eb. 3,60 M. Stuttgart, Franckhlche Verlagsbandlung. Ter Weltkrieg. Heft 1.«Geschichte der drei ersten Monaie.) 50 Ps. Verlag Licht und Schatten. Berlin W 9. Zeitschrift für Wahrlieitsforschnng. Herausgegeben von O. Lang. 3. Hesi. 1,25 M.- Verlag: Wien VI. Vorwärts Bibliothek: Die Marketenderin. Erzählung au« der Zeit der Revoluiionstriegc von Erclmaiin-Chawian. IM.— Kuchhandwiig Vorwärts. Berlin, Lindcnstr. 3. KriegSschiffsverlnste unserer Feinde vom»negSbcgin» bis 25. No vembn- 1911. Blatt 2. 20 Pf.— Mitnchen. I. F. Lehmanns Verlag. Kriegs-Wortschatz Iftll. Antworten aus zeitgemäße Fragen, zu sammcngestcllt von W. Michaelis. 89 Ps. Strecker u. Schröder, Stutlgarl. Tic Religion nnd der Krieg. Von P. Eberhardt. 50 Ps. F. SI. Perthes, Gotha. Schuldner und Gläubiger in der Kriegszeit. Bon Rechtsanwalt M. Lagro. 80 Pf. Putttannner und Mühlbrecht. Berlin W 56. Der Krieg ISIl in Wort und Bild. Hejt 3. 30 Pt. Jede Woche erscheint ein Hest. Deutsches Ver lagshaus Bong u. Co..«erlin IV. 57. Kost, n der Lebenshaltung in deutschen Grohftädtea: 1. Ost- und Rorddeutschland. Geb. 12 M.— 2. Weft- und Sttd dentschland. Geh. II M. Im Austrage des Vereins für Sozialpolitit herausgegeben von F. Eulenburg— Die Milchversorgung«»rddcutschcr Städte und Industriegebiete. Geh. 14 M.— Bcräffoutlichungen der HandrlShochschule München. Herausgegeben von Prof. Dr. M. I. Bonn. 3. tzcst. Die Balkanfrage. Geh. 6 M. Verlag: Dnncker u. Hnmblol. München und Leipzig. Hoch Kaiser und Reich k Knegsdichtungen. 1. Hest. AuSgewShlt von G. Falke. 20 Ps. Hanseatische Druck- und VerlagSanstalt, Hamburg. Die deutsche Frau»ach 1S14. Von Chr. L. Poehlmann. 1,20 M., geb. l.80 M. H. Schmidt. München. Sammlung Göschen: 55. Das Fremdwort im Deutschen von R. Kleinpaul.- 273. Deutsches Fremdwörterbuch von Dr. R. Kleiii- paul Jeder Band geb. 90 Ps. 05. I. Göschen. Berlin und Leipzig. Lichtstrahle». 2. Jahrg. Sir. 2. Monatliches Bildungsorgan für denkende Arbeiter. Herausgegeben von J. Borchardt. 10 Ps. Selbstverlag Berlin-Lichterfeldc, H'edwigstr. 1. ".......'' Von E. v. Heyking. 50 Ps.— Die Wolf. 80 Ps. G. Reimer. Berlin W 10. allerhaud Paradiesen. Von F. Bleh. 4 M. E. Fleische!>,. Co.. Berlin. Linksir. 1«. Kriegskonterbande und überseeische Rohstoffe. Vom Kolonial Wirtschaftlichen Komitee herausgegeben, bearbeitet von Dr. F. B. Schaesscr. 43 S.- Sclbstvcrlaq. Berlin XIV 7. Kritische Schriften. 2. Band. Bon O. Brahm. Literarische Persönlichkeiten aus dem IS. Jahrhundert. 5 R., geb. 0.50 M.— Das doppelte Gesicht der Gegrnwart. Von W. Lenlrvdt. 4 M., geb. 5 M.— S. Fischer, Berlin, Bülowslr. 90. Eefthästliche Mitteilungen. Im Warenbaus Artur Behrrnd. Schöneberg, Hauptstraße 11, findet augenblicklich ein billiger Weibnachtsoerkaiis stall. Amtlicher Marktbericht der slädti'chen Markthallen- Direktion übet den Großhandel In den Zenlral-Marltballcn.(Ohne Äerdindtichteit.) Freitaq, deib 4. Dezember. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochlen- sieisch l» 32-94, do. IIa 78-81, do. lila 09-77; Bullenfleisch la 82-87, do. IIa 72-78; Kühe, seit 62-00, do. mager 45-49; Fresser 67—74. Fresser, dänische, 48— 56, Bnben, däbische, 65—75; Kalbfleisch: Toppellender>20—130; Mastkälber la 88—100, do. IIa 75—87. Hamme! fleisch: Mastlämmer 80— 90; Hammel la 74— 79, do. IIa 69— 78> Schafe 67—72. Schweineslellch: Schweine fette 75—80, sonstige 65—79; G« m ü i e, inländisches: Kartgsseln. Daberichc 50 kg 3 75— 4,25; weihe Kaiserkronen 3.50—3,75; Magnurn bonnrn 3 75—4,00; Wöstmann 3,50— 3,75; Porree, Schock 0,70-1.00; Sellelie, Schock 3.50-6,00; Spinat 50 kg 10.00-15, 00; Mohrrüben 2,50—3,00; Kohlrabi Schock 0,80-1,10; Wirsingkohl Schot 4,00-10,00; Wirsingkohl 50 kg 7!, 50-4,50; Wcihkobl Schock 3,00—8,00, Wechkohl 50 kg 2,50-3,00; Rotkohl, Schock 4,00—10 00; Roikodl bO kg 8,50 bi« 4,00; Grimkohl 50 kg 3,00— 5 00; ilodstüben Schock 3,60— 5,00; Testower Rüden 50 kg 12,00—16,00, Mär ischc Rüben 50 kg 3,00—10,00; Blumenkohl, Ernirter, 100 Sl. 00,00-00,00, Rosenkohl 50 kg 15,00—22,00, Meer rcllich Schock 5,00—12,00, Peterfilienwurzcl Schockbnnd 1,00—3,00; Radieschen Schockbund 0,70-1,00; Zwiebeln 50 kg 7,00-8,00; Kürbis 50 kg 3,00—6,00— Apfelsinen: itaiienische 50 kg 11,00—14,00, dtlo 200 stück 11,00—12,00. 300 St. 10,00-11,00, Murcia 200 St. 16,00-18,00, dtlo 300 St. 16,00-18,00, Messina 160 St. 15,00-18,00, 200 St, 12,00- 15,00, 300 St. 11,00—13,00. 't-crim-vieyicrycioc, �rowignr. i. Das wirkliche Gnalaud. Kriegsrechnung. Bon Dr. I.'■ Aval««. Gcichichic» aus al Die Mächte des Weltkrieges Erste» Heft: Das Zarenreich preis 75 Pfennig Vereinsausgabe 30 Pfennig Der Inhalt gliedert sich wie folgt: l. Gebiet und Bevölkerung. 1. Gebiet des Zaren- reiches.— 2. Die Devöllerung.— 3. Nationale Zusammen- setzung.— 4. Religion. ll. Soziale und wirtschasillche verhSllnlsse. 1. Agrar- verfassung— 2. Die landwirtschaftliche Produklion.— 3. Die kapitalistische Entwicklung. 4. Die Gliederung der De- völkerung nach Bernsen. III. va» Ainanzwcfen.!V. Da« zarische Regime. V. Die auswärtige Po.isik Ruhland» seit dem japanischen Kriege.. VI. Die russische Sriegemocht. Die Krieg bringt es ganz von selbst mit sich, höh da« Interesse für die Zustände in den kriegführenden Ländern geweckt wird. Man kann unmöglich die kriegerischen Ereignisse verfolgen. ohne wenigstens die elementarsten Kenntnisse von den wirt- schaftlichen, sozialen und politischen Nerdällnissen zu besitzen. In dieser Broschüre wird daher versucht, in gedrängter Kürze eine Skizze der Dinge in Rußland zu entwerfen. Buchhandlung Vorwärts tindenftrahe 3. gj Kaufhaus Wilhelm Joseph N« ais wirklich nützliche, praktische Weihnachtsgeschenke empfehle in hervorragender Auswahl zu denkbar billigsten Preisen: Damen- IConfekftion Krimmer-Paletots'mit. Persianer.. Astrachan-Paletots schwäLpf"�.' Mollige Ulster-Paletots Zybeline- Blusen'Fa.r'e.n. KostÜm-RÖCke Ulli und Schottenstoffe Morgenröcke........ Matinee Flauschstoff, in vielen Farben Kinder-Mäntel geschorener Plüsch. Kinder-Kleidchen biau-weiss gestreift. jetzt 29.75 jetzt 23.50 7.90 3.95 6.75 8.50 1.95 5.50 3.90 jetzt jetzt jetzt jetzt jetzt jetzt jetzt Extra. 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Kollier 6.95 Hermelin-Kanin........ Krawatte 6.75, 3.95 Weissfuchs imitiert............ Kollier 9.75 Kastor-Kanin-Stola mit Köpfen und1-7(- Schweifen garniert.............. l£.l 0 Nerz-Kanin-Stola............... 8.95 818 ige Kinder-Garnätur@» Knaben-Schweden-Mütze u. Kragen 2.95 Mädchen-Muff und Boa......... 2.95 Für unsere Soldaten! Eine Kriegs s Chronik, wie sie der Arbeiter will, gemeinverständlich und von tieferem Wert, verbunden mit uiiterhalteiulen und belehrenden Beiträgen führender Schriftsteller, Allbildungen künstlerischer Aid, sowie aktuellen Bildern, bietet die die allen denen empfohlen sei, die für sich und ihre Nachkommen eino bleibendo Erinnerung an diese denkwürdige Zeit wünschen. KriegssLese, Wöchentlich 10 Pf. An die Vorwärts-Buchhandlung (Paul Singer), Borlin S\V. Lindenstr. 3. Erbitte: 1 Die Kriegs-Lese wöchentlich 10 Pf. mit oder ohne Eaclüieferimg. Käme u. Straße:......... Der Inhalt des Kalenders ist zum wesentlichen Teil den durch den Weltkrieg aktuell gewordenen Fragen gewidmet. Wir nennen folgende Abhandlungen: Kriegsrechtliches.— Der Krieg im Völkerrecht.— Wortschatz der Kriegssprache.— Deutschfranzösischer Sprachwegweiser.— Die KriegsmaB- nahmen d. Gewerkschaften. — Volksfürsorge— Kriegsfürsorge.— Porträts der Genossen Frank und Jaurös in Ku pf erti efd ru ck.— Au Ber- dem enthält der Kalender unter vielem anderen; Kinderbeschränkung. Eine Abhandlung von Dr. I. Zadek.— Alle für Arbeiter wichtigen Adressen.— Reichhaltiges statistisches Material über die Gewerkschaftsbewegung Deutschlands und der Internationale.— Kalendarium. Portotaxe. Merktafeln. Notizbuch. Buchhandlung Vorwärts l.imtciistc. ti. Aeitungs-Ausgabestellen und Inseraten-Annahme. ReutersVerke 3. 4. 4. s. Kcntri,!»: Albert Habnisch, Ackerstr. 174, am Koppeiiplatz.(Seöfiiiet von tt— l'/. und von 41/j— 7 Uhr. Z. Wuhlkrels: S. mid SW.: CS n st a v Schmidt. Bärwald str. 42, an der rsneiienauslrasie. Neoffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr. Wablkc«!«: St. Fritz. Prinzen ftr. 31, yoj rechts pari. Geöffnet von 11— IV2 und von 4'/z— 7 Uhr. «Iilkcci«: O Ii e n! Zioberl W e» g e l s. Markusstr. 36. Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr.— Karl Melle, Pelersburgerplatz 4 lLaden). Geöffnet von 9—2 und von 4— 7 Uhr. � iiblki-eiK. Südosten: Paul Böhm, llausitzerplatz 14115. Geöffnet von 9- 2 und von 4— 7 Uhr. Walilkreis: fco Zucht, Immanuellirchstr. 12(Hof). Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/.,— 7 Uhr. 6. MulilkreiK(IHnabit): Solomon Josevh, Wilhelmshavener Si'.affe 48. Geöffnet von 9—2 und von 4— 7 Ubr. "W eddins: I. Hönisch, Müllerstr. 34a Ecke Utrechter Str., Laden Geöffnet von 9— 2 und von 4— 7 Uhr. Itohcntiialci- und Oranienburger Vorstadt: A. Wolgast Watlstraffe 9. Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Ubr. Gesundbrunnen: Fischer, Bastianstr. 6, Laden. Geöffnet von 9— 2 und von 4— 7 Uhr. iSehöiiliaaeer Vorstadt: Karl Mar-, Greisenhagener Str. 22. Geöffnet von 9—2 und von 4-«-7 Uhr. A dlersliol: Karl Schwarzlvje. Bismarckstr. 28. Geöffnet von 7 Uhr Morgens bis d Uhr abends. 4 It-t. lienil-ire: Wilhelm Dürre, Köpenicker Str. 6. Bauuiscbulenueg: H. Hornig, Marientbaler Str. 13, f. li ernan. Köntgenlal, Zepernick, Schönow. Schöllbrück und Ituch: Heinrich B r 0 i e, Möhlenilr. ö. Laden. liolinsüort, P'alkenberg und lPafkcnborst: Paul Gensch, Bobnsdori, CSenoffenichasishaus„Paradies". Gbarlottcnbnrg: Gustav Swarndergl Sesenheimer Sir. t. Ge- öffnet von 9— 2 und von 4— 7 Uhr. Eicbwalde, ScIiiiiöektrUx: Q s l ar Mahle, Bismarckstr. 4. Erkner.> ru-Zltlan: E m i l I w a u g. Scharnwebcrstr. 10. Ere dersdorl-l'etersbagen, Eggersdort: II s s c n>v a s s e r, Pclcrshagen. Friedenau. Steglitz, Südende, Gr< L- lilchterfelde, l.ankivitz: H. B e r n i e e, Aljenstr. 5 in Sieglitz. CScöffnct von 11— 1'/, und von 4>/„— 7 Uhr. FrledrtcZisbagen. Flcbtenan, Kahnsdurf, Schönelchc, Kl.-Schönebeck: Ernst W e r l»1 a» n, Friedrichshagen, Köpe- nicker Strage 18. Grünau: Franz Klein, Friedrichstr. 10. Johannisthal, Kndou: Max Gonschur, Parkslr. 23 Karlshorst: Richard Kliter. cklüdelslr. 9, II. K önig>»-4> nsterhansen,>1 lldan. Xlederlehnic: Friedrich B a u m a»». BaHnHofflr. 2, Eingang Beestower Straffe. Köpenick: Emil Wiffler. Kietzerstr. 6, Laden. Geöffnet von morgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr. lhiebtenberg, Frledrichsfclde. llolieuscliönliaascn: Cito Settel. Warienbergstraffe 1(Laden). Geöffnet von 8'/�— 2 und von 4'/.— 7 Uhr. ülnblisdorf, kuulsdorf, Biesdorf: P. Heffberg, SlauD* dors, Ferdinandslraffe 17. nariendorf: August Leib, Ebauffeestr. 29. Harienfelde: Emil We inert, Berliner Str. 114 ff. Aenenhagcn, Hoppegarten; CSnjiau Lergman n, Äolierstr. 3. Xenkölin: M. Heinrich, Üeckarstr. 2. im raoev. Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr 1 Neukölln, Britz: Rohr, Siegsrieöstraxe 28/29. Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr. Xieder-Sciiönetvcide: Wilhelm Unruh, Brückenstr. 10, If. X on un es: Willielm Saufe, Lulherilr. 2. Ober-Scliöneweidc: Alfred B a der, Wilhelminenhosstr. 17, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. l'ankotv. Xiederschöiihauseii, Aordend. Frz.-ltueh- holz, Blankenburg: R i ff M a» n, Mühlenstr. 30. Geöffnet von 1 1— 1'/. und von 4'/„— 7 Uhr. Beinickendort- Ost. Wllhclmsrnh und Schönholz P. G u r 1 ch, Provinzstr. 36, Laden. Geöffnet v. 1t— 1'/, u. 4'/„— 7 Uhr. Uninnielsbiirg. itoxhagen, Stralau: A. R 0! e Ii l r a n z. All» Boxyageu äu Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr._ ! Schenkendort b. KönigS-Wusterhausen: Ehr. H 0 11 1( ch t c, Dorsstr. 10 Schöneberg: Wilhelm B it u m: e r, Marlin Lulherchr. 60, un Laden. \ Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr. Spandau,\0nncndan1111, Staaken, Seegefeld und tulkeiihugen: St öf pen, Breitestr. 64. Geöffuel von 8 Uhr 1 morgens bis 8 Uhr abends. Tegel, Borsigwalde, Wittenau, Wuidinunnslnst, lierinsdort, Hohen- Aeuendurf. Birkentvcrder, Irele Scholle u. Ueiniekendorf- West: Bau: Kieiiait. Borsigwalde. Räuichstraffe 10. Geöifuet von 11— l'/j u. von 4'/,— 7 Uhr. Teltow: Wilhelm B v n 0 w, ieitoiD, Beruuer Str. 16. Teinpelhof: Joh. K r 0 h», Borusjiastr. 62. Treptow: Rod. Gramenz, iUesholzilraffe 412, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. WeiLeusec, Uelnersdorl: St. F u h r m a n n, Sed.rnstr. 105, pari. CSeöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. ilniersuort, Hulöusce, Scnmurgendorf; Paul Schubert, Wckheimsaue 27. Zeuthen,.Uiersdort: Ernst H n t t i g, Zeuthen, Miersdorfer Str. 14. Zossen: Matuschek, Markt, ir. 5. ! Sämtliche Parteilileralur sowie alle wlsjenschastlichen Werke werden gelie-erl - Sonntags sind die Zlnsgabcstelleu geschloffen. - 1 Saude 4 Mark- Buchhandlung Vorwärts »dne Xorcksl, 00. 60 cm lang, 9.50 '% 70-" ,2-50 » 00„, 18.- 1 Doppelzopf, 00 n, 6.— dto.o.Kori 110..„ 12.50 Vergute beim Einkauf 5 Proz. Haarhaus Richard Laub, Neukölln, Berliner StraOe 104". am Hermtumplatz. BeUe-Alliance-StraDe 95. Berlin 0., Kopernikusstr.10, II. I< 6u()jljatiblung ilorivärts Berlin SW., Lindenstr. 3 Soeben erschien: Sturmschreie aus haudtrt Iahreu. Dichtungen von Plotcu, Ehamisso, Bcrangcr, Hcrwegh, Freiligrath, Keller, Turgenjew, Björnson, Henckell, Gorki, Preczang, Ticdcrich u. a. Herausgegeben von Dr. Franz Diederich. Preis 30 Pf. Kriegskarte des Vorwärts Wir haben für unsere Leser eine Kriegskarte herstellen lassen, umfassend IV sämtliche europäischen Kriegsschauplätze Die Karte zeichnet sich durch gute Uebersichtlichkeit aus, umfaßt alle Gebiete Europas, die in dem großen Ringen eine Rolle spielen, einschließlich der Gebiete der neutralen Staaten. Die Karte ist auf festem Papier gedruckt und in 7 Farben ausgeführt. Die Größe ist 60X90 cm. Maßstab 1: 4 000 000. Der Preis beträgst 80 Pfennig: Wir bitten unsere Leser von dem Angebot recht allgemeinen Gebrauch zu machen. Den beigefügten Bestellschein bitten wir der Botenfrau des «Vorwärts" abzugeben oder direkt an die unterzeichnete Buchhandlung zu senden. Buchhandlung: Vorwärts« Berlin« Lindenstr. 3. -£2 :S5 SS ■o-LS 3 C= NSä ü o— u V s-''"5" a-jc« o U * ss- 1 ä> £ g-a 3§ 2 N wW ! l i I i 1 i � i* Mevautwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärt» Buchdruckerel u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlm S Im Mteo anletei ml Dem MMrnM gefaMei Seiioifen! Bei dm S( ämir.jcrt im Osten siel am 29. November unier lieber Geiw'sc 207/7 Mivksel AKükidsuon Bezirk 95. L«usliiemolie. V-sdlverein f. li. 2. Berliner Reichstagswahlkr. vtiu Felde gefallen unser Mitglied, der Arbeiter WUhvSm Kerschelmann Hermannstr. ä3. 20. Bezirk. 243/4 Sozialdemokratischer Wahlverein Neukfilln. Bei den Stümpfen im Besten fiel am 9. November der Genosse Karl Zietz Neue Bahnholstr. 5. 53. Gruppe. lO/lo Sozialdemokrat. Wahlverein Niederbarnim. Bez Lichtenberg. Bei den Kämpfen in Rustland fiel unser Mitglied, der Graveur Lnnsi Jakoi» Brehmeftr. 14. Gruppe 8. Im Besten jielat die Mitglieder Wilhelm Thee Töpfer, Brehmeftr. 57. Gruppe 9. Otto Riebschläger Kellner. Gruppe 8. SozUldemokr. Wahlverein Niederbarnim. Bezirk Pankow. rttofir. lege v Deutscl). Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Nowawes- Potsdam. Tem Andenken unserer im s�riege gefallenen Kollegen Max Benz, Schlosser, Albert Gartenschläger, Paul Hecht, Schlosser, Paul KUhne, Schlosser, Otto Kunze, Schlosser, Otto Riehe, Dreher, Fritz Seegebarth, Schlosser, Wilhelm Wagner, Dreher. Hermann Ziehe, Metallarbeiter. Ehre ihrem Andenken! 128/18 80/isIiIeWlii'iilizebei'VsbIvefeiii t.d.Z.kki'I.IieicdZlz�-Müss'siZ. Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Genosse, der Tischler- meister Kar! �ckerko�vski (Bezirk 220) gestorben ich Ghro seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonn. tag. den V. Dezember, nachmittags 2V, Uhr. von ver Holle des Irret- bofes der Freireligiösen Gemeinde. Poppelallee 15, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht vei- Vorstand. SoziaiiieniokrarischerWahlirereln LH. BerLReictistafSwahlkreis Landsberger Viertel. Bez. 404. Den Mitgliedern zur Nachricht, dag imfer Genosse, der Tischler Fmil Primus Ttrainnannftr. 20, gestorben ich (kchre seinem Andentrn! � Die Beerdigimg findet heute ■Sonnabend, den 5. Dezember, nuchniütagS 3 Ubr. von der Halle des Piu?-5«rchhost» in Wilhelms- berg aus statt. Prankkvrter Viertel. Bezirk 2St. Ten Mitgliedern zur Nachritt, I dafi nnier BrzirkSjiiheer, der i Klempner Franz'frotzhzf! Kraulstraze 33, gestorben ist. bchre seinem Andeute» l Die Beerdigung findet heute Sonuckbend, den 3. Dezember, nachmittags 3'J, Ubr, von der Halle des Andreas Kirchhofes in Bilhelmsberg ans statt. Um rege Beteiligung ei sucht v«r Vorntnnd. Landsberger Viertel. Bez. 393. Nachruf. Ten Mitglieder» zur Nachricht. bat; unfer Genofie, der Sch!o"ei Oshar Gey Am FnedrichShain 23, ge- sterben ich Ehre seinem Andenke« 317/18 Der Vorutanel, Deu[seiierMetailarbeiter-yerb8F.(l Verwa/tungssielle Berlin. Ten Kollegen zur Nachricht. dasz unser Mitglied, der Metall- arbeit er kenktigrd Grob Reinickendors-Och Pantower Allee 31 am 2. Dezember an Gehirnhaut- cittzundung gestorben ich Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 5. Dezember, naSmittags 3'/, Ubr, von der Leichenhalle des Gcmcmdc-Knch- Hofes in Reinickendorf, Humboldt- straze, auS statt. Ferner den Mitgliedern zur Nachricht, dag unier Mitglied, der Eictlromonlenr i�icksrä Neuser Frankfurter t5haussee t45 am 23. November au Unfall gc- storbcn ich Tic Beerdigung findet am Montag, den 7. Tczcmbcr. nach- mittags 3 Uhr, von der deichen- balle dcS Gemeindc-Kirchhofcs in Marzahn aus statt. Gbre ihrem Andenken: Rege Beteiligung erwartet 12s. 19 Die Oresverwillning. ileiilsclier Hoizarlieilerverlianil. Zahlstelle Berlin. Den Milglicdeni zur Nachricht, dag unser Kollege Franz Karow Fallcnbcrg b. Grünau, Zlkazicuhos- stlage 3, im Aller von S8 Jahren adlorben ich 9i/d (vpre seinem Andenken! Dir öinäschcriiiig findet am Sonnadend, den 3.'4.ezcniber, nachmittags 3 Ubr. im Kreuia- lorium de« neuen FrlcdhoscS in Treptow- Briumschutciiwcg, Kicj- holzi'.rasc, swl!. tun rege Betciligmig crrncht Die DrrsvrrN'alinug. ?US Opfer des BellbrandcS fiel im Westen unfer lieber Kollege. der Schlofier � Paul Fromm. Dir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahr en. Die Kollegen der Firma Dannederq». O-nandt. Bcrliu-2ichitnberg. Zozjäliteiiivki'ZliZcbei'MIve�iii Zpiialtaii. Ten MitgUcdcni zur Nachricht, daß unser Genosse, der Brauer Ambrosius Demling im Alter von 57 Jahren am 2. Dezember verstorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Sonntag, den 0. d. Mts.. nach- mittags 12�/- Uhr, von der Leichen- Halle des Friedhoscs in den Kisseln aus statL 29037 Der Porftaud. VidiiesSLbatt dsi ttsusn fsöi'en VolkLbülmö. r'tm 2. Dezember verstarb plötzlich unser lieber Skollcgc Franz Trotzke (1. Gruppe) Krautslraße 33 Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet heute Zvnnabcild, den 5. Dezember. nachmsttagS 3'!* Uhr, von der Leichenhalle des AndienS-Kirch- Hofes in WUHclmSbcrg aus statt. Um rege Betciiigurg er-sucht Oer Vorstand der Ordnersebatt. Salamaiidei* Stiefel marsdiieien an der Spitze Die dankbexsie liebesgafoe Zentrale BeiömWs Bi€d£idistr.ld2 W Ständige AbieOungen lür zcriichaesetzte SalanwderStiefel K, MüUerstr, 4 md 5W triedrictiblr? 204 Jedes Ifciap Jedes fear Herrenstiefel Damenstiefel MÖ50 M'JSO SSI nsw-Z e V�-ji Verhand i Bracsrei- u. HiibSen- arbeltBfu.verw.ßeruIsgcnosseii. Zahlstelle Berlin. Ten Mitgliedern diene zur Nach. richt, daß unser Kollege, der Brauer 44/18 Anöreas Demling Teutiche B crbrauerc! Pichclsdols. verstorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung erfolgt Sonn- tag. mittags 12-/, Ubr. von der Holle des Spmidaucr Gcniciudc- Friedhofs, in den Kiffeln, aus. Rege Beteiligung erwartet Tie Letsverwaltung. �.'ic besten Glückwünsche zur O beuligc» Vermählung unserem r- � Bezstussührcr 390b Ä l'siil 8!olp lind Dan tz V VON den Genossen des 2. Berl. B W Reichstagswahlkreises. 6. Abt G •j» 102. Bezirk. � W ti-beiier- BaiüM'e!'- Bijad .Älidafilal" Ortsgruppe Marienfelde. Am 20. November starb auf l dem Schlachtsclde im Weste» unser| treuer Bundesgenosse Otto Petzel an den Folgen estieS Rücken- schusieS. Ehre seinem Andenken: Ter Bertrauensman». Am 30. November, abends 10 Uhr, citlfchUci nach lurzem Leiden mein inniggeliebter Mann\ und guter Batcr Frnil Primus im 32. Lebensjahre. Tics zeigen mit der Bitle um\ stille Teilnahme liesbclrüdl an Tic irauenide Gattin Vlarlv Ni'Iin»»». geb. Radtle, s nebst Tochter. Slraßmannslr. 20. Die Beerdigung findet am| Sonnabend. 3. Dezember, nach- j mittags 3 Uhr. von der Leichen- balle des St PiuS-KirchboseS inj WilbelmSberg aus flu!!._ 3A[ Nachruf. Am Dienstag, den 1. Tezem- der, verstarb nacki schwerem Lei- den- der seit Jahren bei unS be- schüjtigt geivefenc Angestellte Franz Karow im 09. Lebensjahre. Wir werden stets ferner gc- dciilcit Die(iinälchcrunz smdct am Sonnabend, den 3. Dezember, nachmittag 3 Uhr, im Summ- t ort um dcS neuen Frieddoics, Treptow- Baumschuleuweg. Kies- Holzstraße, statt. 279/12 Ter Vorstand der Lrtskrautcnlaffc für die Gewerbe der Tischler u. Piano- fortcarbeiter zu Berlin. , Plillhannonle, Donnerstag, 10. Dez. abds.-.9 Uhr: ~ Dor Reinertrag für Arbeitslose». Obdachlose. p* 'S � orf ras(ies lieichstaas-Abscordnoten Dr. Albert 0 Südekum i *„Der Krieg und die deutschen Arbeiter". 5 I Karten 31. 1, 2, 3 bei Bote u. Bock n. A. Wortheim.- f Nach schwerem Leiden entschlies lianst hcitte nacht mein lieber fflamt, unser guter Vater, Groß- vater, Schwiegervater und Onkel, 1 der Tischlermeister Karl Sciierkowski (im 65. Lebensjahre. In iiefem Schmerz Tie Hinterbliebene». Die Beerdigung findet am Sonntag, den 0. Dezember, nach- I mittags 2-/., Uhr, von der Halle I des FricdböscS der Freireligiösen «»cmcindc. Pappclallcc 15—17, aut statt Am 15. Nov-mber siel mein teurer, nlivcrgeßlicher.licdcr Mann, der Unteroffizier im 20. Res.-Jns.- bieg., Ritter des Ehernen Kreuzes ÜVfax Kramp aus dem Felde der Ehre, betrauert von fcincii Kameraden und Vorgesetzten. Saust ruhe er in seinen Heldenehren: Tic? zeigt in licsstem Schmerz an »erta Kramp, geb. Voipahl, zugleich namens der Gcschwtstei Vorpabl und Kramp. Er war mein Glück, imser alter Stolz. Wir loci den id:i nie vcl aeisc« I Einladung zur Ausschubsitzinig der Ziiiiniigs-Krliiikrlikssß't für das ssaptnerer-Geiiirrlik ZU Berlin (8. 14. steu-llöttn a Wasser 24. pari) am Toiincrstag, den 10. Te- zrinber 1014. abends«>/, Uhr, im Restaurant Zimmermann. Ztralaner Ttraste ttv lt?. Tagesoidnungh 1. Bericht über den Stand der Kasse. 2. Dao KranlenverfichermtgZ Not- gcsetz. 3. Wahl der Revisoren zur Prüsimg der JadreSrechiiuilg 1914. 4. Vorailjchlaz 1913. 5. BeilchiedcncS. 279/ll Oer Vorstand. I. St.: W. Gaier. Den Heldentod für» Vaterland starb am 27. Lltober mein lieber Mann, iiillcr guter Vater, Sohn, Brud« und Schwager, der' Wehr- mann f$ax Syll, Res-Jns.-Rcg. 21, 10. Komp. im blühenden Alter von 32 Jahren DieS zeigen ttesbetrübl an Minna Still geb. Tndcl und Kinder. Wir können DirnichtS mehr bieten, Mit nichts Dich mehr ersreucn. Richi eine Hand voll Blülcn Einnial ouss Grab Dir streuen. Ruhe sanst in fremder Erde! Hlnnirti; iiiiö üraiuliiiiörrri von Roberl Meyer,' Jnh.: P. 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Äaiser-Wilhetm Str.LI igr. Saal): Branchen-Versammlmtg der eieklkomonteureu. yelierük.-keklln! Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen BZilhclm Sicring über: „Vit somlpolitischkil Aufgabe»»miimib des lmeges." 2. Diskussion. 3. Braiichenangelcgenhcitc» lind Verschiedenes. Montag, den 7. Dezember 1914» abends 8 Uhr, .im großen Saale deS 0>cwerkschaftshanscs, Engelnfer 15: Versammlung der Mcbaniker, dbrmacber, Optiker, fowic aller in inecbamfchen Betrieben befebäftigten Kolleginnen und Kollegen, Tagesordnung: 1. Uortrag des Genossen Zl. örtitsliltid. 2. DiSlufsiou 3. Verbands.' und Vrauchenaiigelegeuheiteil. '.yST' Mitgliedsbuch legitimiert."MsZ Kollege»„iid Kollcginnrn: In der grgeuniäriigcn ernste» Zeit ist cs dringend»olwcudig. das« dir.Kollegen»ud Kolleginnen -- zahlreich erscheinen.- Kelallarbeiter-Kotizkalender 19t§ Stück 60 Pf., sind im i�urcan und bei den Bezirks kassierern zu haben. i2h;,i7 Die Ortsverwaltung. Plüsch-... Pelz Mäntel zu ganz bedeutend herahgesetzten Preisen! 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Vertagsanjtalt'Paul«ing«&(io., löetlu�W�