Nr. 337.- 31. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährt. 3,30 m, monafl. 1,10 r., wöchentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. immer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pia. Post Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg. Portugal, Rumänien, Schweden und die Echweiz. Erichcint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die jechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerfschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte 2ort 20 Big.( zulässig 2 fettgedruckte Borte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Big. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Summer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 1hr abends geöffnet. Telegrammi- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplas, Nr. 151 90-151 97. Donnerstag, den 10. Dezember 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplak. Nr. 151 90-151 97. Ein neuer Abschnitt der großen Schlacht in Polen. Das Ringen um den Besitz des Argonnenwaldes. Falkenhayn endgültig Generalstabschef. unter Belassung in dem Amt als Kriegsminister endgültig übertragen worden. Weihnachts- Waffenstillstand? Die Meldung des Großen Hauptquartiers| Die Steigerung der LebensAmflich. Großes Hauptquartier, den 9. De3ember 1914, vormittags.( W. T. B.) 2 mittelpreise. wesentliche Verschiebung erfahren; Wastlämmer und MastNach den vorliegenden statistischen Zusammenstellungen Berlin, 9. Dezember.( W. T. B.) Generaloberst Westlich Reims mußte Pecherie- Ferme, obhat die Steigerung der Preise für die Lebensmittel im Oktober v. Moltke hat seine Kur in Homburg beendet und ist hier ein gleich auf ihr die Genfer Flagge wehte, von dieses Jahres ganz erhebliche Fortschritte gemacht. So ent getroffen. Sein Befinden hat sich glücklicherweise erheblich ge- unseren Truppen in Brand geschossen werden, nehmen wir einer Veröffentlichung der Voss. 3tg." über die bessert, ist aber noch immer so, daß er bis auf weiteres nicht weil durch Fliegerphotographie einwandfrei fest- Ottober dieses Jahres zwischen 47 und 60 M. für 50 StiloPreissteigerung in Berlin, daß der Preis der Schweine int wieder ins Feld gehen kann. Seine anderweitige Verwendung ist in Aussicht genommen, sobald sein Gesundheitszustand es gestellt war, daß sich dicht hinter der Ferme eine gramm gegen 41 und 52% W. im September schwankten, so daß eine Preissteigerung um etwa 15 Broz. stattgefunden gestattet. Die Geschäfte des Generalstabes des französische schwere Batterie verbarg. hat. Der Preis für Kälber hat zwischen 46 und 54 M. geFeldheeres sind dem Kriegsminister General. Französische Angriffe in Gegend Souain legen, gegen 39%, und 44% M. im September. Ochsen leutnant v. Falkenhayn, der sie bei der Erkrankung und gegen die Orte Varennes und Vauquois am gegen 39-17, M., Färsen und Kühe 30-41% M. gegen foftefen 38-491/ 2 M. gegen 40-49 M., Bullen 40-49 m. des Generalobersten v. Moltke vertretungsweise übernahm, östlichen Argonnenrande wurden unter Ver- 28-38 M. Der Preis der Schafe hat im Oktober teine lusten für den Gegner zurückgeworfen. Im hammel bester Qualität stiegen im Preise um eine halbe Argonnenwalde selbst wurde an verschiedenen warf. Die Fleischpreise sind im Großhandel für einige Stellen Boden gewonnen, dabei machten wir Fleischforten im Monat Oftober gegenüber dem Vormonat eine Anzahl Gefangene. etwas zurückgegangen. Der Preis für 50 Kilogramm HammelEiner römischen Meldung des Berl. Tagebl." zufolge hat der Bapst einen allgemeinen Waffenstillstand zu Weih- Bei den gestern gemeldeten Kämpfen nörd- fleisch schwankte je nach der Qualität in der zweiten Hälfte des September zwischen 72 und 93 M., in der zweiten Hälfte nachten angeregt. Es handle sich jedoch vorerst nur um eine Son- lich Nancy hatten die Franzosen starke Verluste, des Oktober zwischen 65 und 68 M. Der Durchschnittspreis, dierung, auf welche die Antworten der Kabinette noch ausstehen. Die unsere Verluste sind verhältnismäßig gering. aus allen Qualitäten berechnet, betrug im September 83,50 M. Sache ist auch darum sehr schwierig, weil das russische WeihAus Ostpreußen liegen keine neueren Nach- im Oftober 76 M. Auch beim Kalbfleisch ist die Spannung bon 60 bis 120 M. auf 60 bis 115 M. und der nachtsfest auf ein anderes Datum fällt. Alles hänge von den Don Durchschnittspreis Gutachten der Generalstäbe ab. Prinzipiell würden wohl alle richten vor. 87 auf 86 M. zurückgegangen. Regierungen zustimmen. In Nordpolen stehen unsere Truppen in Die bereits vorliegenden Preise der ersten Hälfte des Noenger Fühlung mit den Russen, die in einer stark schnittspreises auf 95 M. Beim Rindfleisch lag der Preis in 41 und 83 m. in der zweiten Hälfte des September. Der gemacht haben. Um Lowicz wird weiter ge- Durchschnittspreis hat sich von 63 auf 65 M. erhöht. Auch kämpft. hier hat in der ersten Hälfte des November eine starte Preis fteigerung begonnen, durch die der Durchschnittspreis auf 70 m. getrieben ist. Beim Schweinefleisch ist entsprechend der gunahme des Vichpreises der Großhandelspreis je nach der Qualität von 52 bis 70 M. auf 64 bis 79 M. und der Durchschnittspreis von 61,5 auf 72,5 M. gestiegen. Vom westlichen Kriegsschauplah. Der französische Tagesbericht. befestigten Stellung östlich der Miazga Halt der zweiten Hälfte des Oktober zwiſchen 30 und 85 M. gegen Oberste Heeresleitung. In Südpolen haben österreichisch- ungarische Baris, 8. Dezember.( W. T. B.) Amtlicher Bericht von 3 Uhr nachmittags. Der Feind zeigte gestern im fer- und unsere Truppen Schulter an Schulter erneut gebiet und der Umgebung von Ypern stärkere Tätigkeit als am Tage vorher. Unsere Artillerie erwiderte erfolgreich. Im Gebiete von erfolgreich angegriffen. Arras machte uns ein sehr glänzender Angriff, wie bereits gemeldet, zit Herren von Vermelles und Rutoir. Bermelles war seit zwei Monaten der Schauplah erbitterter Kämpfe. Der Feind hatte am 16. Oktober dort Fuß gefaßt, und es gelang ihm, vom 21. bis 25. Oktober uns aus der Ortschaft herauszuwerfen. Seit diesem Tage hatten die Spaten- und Minenoperationen uns fußweise bis an den Rand des Dorfes zurückgebracht. Am 1. Dezember erstürmten wir den Park des Schloffes. Im Gebiet an der Aisne und in der Champagne fanden einige Artilleriefämpfe statt, wobei unsere schwere Artillerie mehrere feindliche Ansammlungen auseinandertrieb. In den Argonnen und im Walde von Grurie nordwestlich von Pontá- Mousson gewannen wir etwas Boden. ereignet. Sonst hat sich nichts Paris, 8. Dezember.( W. T. B.) Amtlicher Bericht von 11 1hr abends. Ein heftiger Angriff der Deutschen gegen Saint Eloy südlich Opern wurde zurückgeworfen. Der Kampf im Argonner Walde und westlich davon ist immer noch sehr heftig. Sonst ist nichts Besonderes zu melden. Zwei englische Flieger herabgeschossen. Amsterdam, 9. Dezember.( 3. T. B.) Nach einer Blätter meldung aus London wurde Lord Annesley mit einem englischen Offizier am 5. d. Mts. während eines Fluges über Ostende von den Deutschen herabgeschossen. Beide Flieger wurden getötet. Typhusepidemie im belgischen Heere. In West galizien ist unser Angriff im Gange. In Polen dauert die Ruhe im südlichen Front abschnitt au. Die Getreidepreise sind ebenfalls weiter gestiegent. Weizen kostete für 1000 kilogramm im Oktober 258 m. gegen 238 M. im September und 204 M. im Juli, Roggen 227 gegen 212 und 174 M., Hafer 222 gegen 221 und 176 M., Gerste 239 gegen 220 und 161 M. Seit dem BeDer österreichische Generalstabsbericht. Wien, 9. Dezember.( W. T. B.) Amtlich wird verlaut- ginn des Krieges sind hiernach gestiegen Weizen und Hafer verlautum je 26 Proz., Roggen um 30 Proz. und Gerste un 48 Proz. Das Weizenmehl hat im Großhandel seinen bart, 9. Dezember, mittags: Preis von 37 auf 38 M. M. erhöht erhöht und ist feit dem Juli um 9 Proz. gestiegen. Im Kleinhandel ist es von 44 auf 45 Bf. für das Kilogramm und seit Juli um 7 Proz. gestiegen. Das Weiß brot( Semmel) hat gegenüber dent September seinen Preis von 60 Pf. nicht geändert, ist aber Das Roggenmehl ſeit Juli um 28 Proz. gestiegen. hatte im Großhandel im Oktober mit 33 M. denselben Preis wie im September, im Kleinhandel aber ist es von 38 auf 40 Pf. gestiegen, ebenso das Roggengraubrot von 31 auf 32 Pf. Seit Juli betrug die Steigerung beim Roggenmehl im Großhandel 27 Proz., beim Roggenmehl im Kleinhandel 33 Proz., beim Roggengraubrot nur 14 Proz. Die unausgesetzten Angriffe des Feindes in der Gegend von Piotrkow scheitern nach wie vor an der Zähigkeit der Verbündeten. Unsere Truppen allein nahmen hier in der lebten Woche zweitausendachthundert Russen gefangen. Weiter nördlich sehen die Deutschen ihre Operationen erfolgreich fort. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. Hoefer, Generalmajor. Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplatz. Kämpfe in den Karpathen. Sehr start gestiegen ist auch der Preis der Hülsenfrüchte. Milch hat ihren Preis von 22 Pf. für das Liter seit dem Beginn des Krieges nicht geändert, dagegen ist die Eß butter weiter von 280 auf 290 Bf. gestiegen, ebenso Schweineschmalz von 150 auf 180 f. Reis hat seinen Preis von 60 auf 70 Pf. erhöht, die Hühnereier find von 10 auf 12 Pf. für das Stück gestiegen. Saffee und Zucker haben ihren Preis nicht verändert, ebenso Petroleum und Briketts, diese beim Verkauf nach der Budapest, 9. Dezember.( W. T. B.) Laut Meldungen, die an London, 9. Dezember.( W. T. B.) In der Times" hiesigen amtlichen Stellen eingelaufen sind, ist der abermalige Stückzahl, während sie beim Verkauf nach Gewicht von 125 berichtet ein medizinischer Storrespondent aus La Panne in Borstoß der Rujien im Komitat 3emplen mig auf 128 Pf. für 50 Stilogramm gestiegen sind. Die SteinBelgien über die Typhusepidemie in der belgialdt. Sie sind auf ihrem Mariche nach dem Süden von unseren tohlen endlich haben ihren Preis von 3,5 auf 3,6 Pf. für schen Armee: Die ungeheueren Anstrengungen des Feld. Truppen aufgehalten und zurückgeworfen worden. Verfolgt von unseren ein Kilogramm erhöht. Da die Preise für die Lebensmittel im allgemeinen noch zuges verursachten eine dauernde Anspannung der Nerven, die Kräften bewerkstelligen sie ihren Rückzug und sind bereits bis galizische Grenze zurückgedrängt. Auch im weiter steigen, so erscheint es unumgänglich notwendig, daß die natürliche Widerstandskraft gegen Krankheiten verringerte bart an die Dies ist auch Romitat Saros ist ihrem Vordringen Einhalt getan. Am Höchstpreise nicht nur für den Großhandel, sondern auch der: Grund, weshalb die Typhusepidemie gegenwärtig so ge- Grenzfaume des Komitats Bereg zeigten sich gestern unbedeus für den Kleinhandel festgesetzt werden. Auch in bürgerlichen und den Boden für die Epidemie vorbereitete. " 1 tende russische Kräfte, denen unsere Truppen sofort mit fährlich ist. Das beste Heilmittel gegen die Strant vollem Erfolg entgegentraten, so daß sie sich nach dem ersten Blättern werden diese Forderungen erhoben. So wünscht die heit wäre die Aufbringung neuer Soldaten. Die Treffen unverzüglich über die Grenze zurüdzogen. Der amtlich be- ägl. Rundschau" Höchstpreise für Butter und Schmalz. Notwendigkeit für frisches Menschenmaterial ergibt sich aus reits mitgeteilte Einbruchsversuch in das Komitat Maramaros wurde Am Schluß eines Artikels, der diese Forderung aufstellt, bei Tornya abgewiesen. heißt es: medizinischen Gründen. Alles in allem wird man zurzeit schwerlich die abnorme ganze Straßenbreite einnehmende tiefe Löcher. Um ein Festfahren, den Wunsch aus, daß Amerika Gelegenheit finden Preissteigerung der Butter als berechtigt anerkennen können; sie zu vermeiden, mußten an allen fritischen Stellen dicke Bohlen, die möge, durch sein vermittelndes Auftreten den Frieden wiederſteht auch mit den Preisbewegung der Milch in keinem rechten der Postkraftwagen mit sich führte, über die Straße gelegt werden. herzustellen. Einklange. Die Tatsache, daß der Preis für das Robprodukt, die Wilch, unverändert geblieben, dagegen der für das Fabrikat, die Am 16. November wurde auf Anordnung des Korpskommandos die Butter, innerhalb furzer Zeit um 35-40 Broz. gestiegen ist, sollte weitere Zuführung von Feldpost wegen der zu groß gewordenen die Reichsregierung zu einer Prüfung der Frage anregen, ob nicht Entfernung von der Truppe eingestellt. Erst am 3. Dezember, also der Zeitpunkt gekommen wäre, auch für Molkereierzeugnisse und nach 16 Tagen, ließ sich die Beförderung der Feldpost wieder auf insbesondere für Butter die Höchstpreise gesetzlich festzulegen. Damit würde sicherlich auch die abnorme Preisbildung für Schmalz nehmen. Da ähnliche Verhältnisse auch sonst auf dem östlichen einigermaßen geregelt werden, was namentlich im Interesse der Kriegsschauplaze in den letzten Wochen zeitweilig bestanden haben, minderbemittelten Bevölkerung mit Genugtuung begrüßt werden erklärt es sich, weshalb die brieflichen Nachrichten zwischen unseren müßte." Die Einführung von Höchstpreisen für Petroleum im dortigen Truppen und der Heimat neuerdings teilweise längere Zeit Stleinverkauf wird auch von einer offiziösen Korrespondenz an- ausgeblieben sind. geregt, die u. a. schreibt: „ Obwohl noch fürzlich von amtlicher Stelle darauf hingewiefen Vom österreichisch- serbischen ist, daß nach den Großhandelspreifen für Petroleum eine nennens werte Steigerung der früheren Kleinhandelspreise nicht berechtigt ist, wird erneut gemeldet, daß an einzelnen Orten außerordentlich hohe Preise im Kleinhandel gefordert werden. Im allgemeinen wird in ganz Deutschland das Petroleum von den Einfuhrfirmen den Großhandel zu den gleichen Durchschnittspreisen abgegeben wie vor dem Kriege. Es besteht mithin für alle Bezirke des Deutschen Reiches ein gleicher Großhandelspreis, der der Lage des Petroleumhandels durchaus entspricht. Nennenswerte Pretsunterschiede können daher im Kleinfie lediglich einer unberechtigten Profitsucht des Händlers, der die handel nicht auftreten. Wo fie trotzdem vorhanden sind, entspringen zuständigen Stellen durch Festießung von Höchstpreisen für den Kleinhandel unverzüglich entgegentreten sollten. Die Regierung wird dem allgemeinen Wunsche und der Notwendigkeit Rechnung tragen und für alle Lebensmittel Sleinverkaufshöchstpreise festsetzen und, wenn nötig, die Regelung des Verkaufs in die Hand nehmen müſſen. * * Kleinhandelspreise für Kartoffeln. Wolffs Telegraphen- Bureau meldet amtlich: Der Herr Oberbefehlshaber in den Marken hat durch Bekanntmachung vom heutigen Tage die Höchstpreise für den Kleinverkauf der SpeiseTartoffeln für das ganze Wirtschaftsgebiet Groß- Berlins einheitlich auf 3,75 Mart für den Zentner, für beste Sorten auf 4 Mark für den Zentner festgesetzt. Die Anordnung tritt am 15. Dezember in Kraft. Gestlicher Kriegsschauplah. Kriegsschauplatz. Oesterreichische Proklamationen an die Serben. Budapest, 9. Dezember.( W. T. B.) Das österreichisch- ungarische Armeekommando in Serbien hat nach einer Meldung des„ Nepszava" streng verboten und alle Waffen und Munition sind dem nächsten zwei Proklamationen erlassen. Nach der ersten ist das Waffentragen Militärkommando ab zuliefern; die zweite Proklamation ordnet an, daß mit Rücksicht auf den Umstand, daß serbische Soldaten in Zivil kleidung sich unter die zurückkehrende Bewohnerschaft mischten und auf österreichisch- ungarische Soldaten schoffen, jeder waffenfähige Serbe von 16 bis zu 60 Jahren verpflichtet ist, sich beim nächsten Militärkommando zu melden, widrigenfalls er mit dem Tode bestraft wird. Vom südafrikanischen Kriegsschauplatze. 820 Buren gefangen. London, 9. Dezember. Nach einer Reutermeldung aus Pretoria sind auf dem Streifzuge Bothas bei Reiz insgesamt etwa 820 Buren gefangen genommen worden. General Beyers gefallen? Bulgarien und Rumänien. protestiert in lebhafter Weise gegen das willkürliche Sofia, 8. Dezember.( W. T. B.) Die bulgarische Preise Vorgehen der rumänischen Behörden, die gegen jedes Recht die Durchfuhr für Bulgarien bestimmter Waren durch Rumänien hindern. Da sogar die kriegführenden Mächte den Handel zwischen neutralen Ländern respektieren, kann sich die bul garische Deffentlichkeit das Berhalten Rumäniens nicht erklären, das einen Beweis feltsamer Auffassung hinsichtlich der Beobachtung internationaler Verpflichtungen gebe. Kanada und die Monroedoktrín. London, 9. Dezember.( W. T. B.) Die„ Morning Post" meldet aus Ottawa: Premierminister Borden sagte int einer Rede, Kanada suche in diesem Kriege nicht Schuh hinter der Monroedottrin. Er sei bereit, die Verantwortung zu übernehmen, die seine Aktion zur Folge habe. Die irische Agitation. London, 9. Dezember.( W. T. B.) Wie die„ Daily Mail" meldet, veranstaltet der irische Arbeiterführer James 2arkin in den Vereinigten Staaten eine Propaganda gegen England. In einem Lokale in Philadelphia hielt er eine Rede, in der er die Irländer aufforderte. Geld, Waffen und Munition in der er die Irländer aufforderte. Geld, Waffen und Munition nach Irland zu senden für den glorreichen Tag der Abrechnung mit England. Warum sollte Irland in diesem Krieg für Großbritannien fämpfen? Was hat Großbritannien jemals für unfer Volk getan? Wir werden für die Zerstörung des britischen Reiches und die Aufrichtung der irischen Republik fämpfen, nicht für die Erbaltung eines Feindes, der 700 Jahre lang die Gefilde Jrlands mit Tod und Verwüstung überzog. Wir werden fämpfen, um Jrland von der Umklammerung durch jene faule Ruine, genannt England zu befreien".. Bei diesen Worten brach das Publikum in stürmischen Beifall aus und, als der Vorhang aufging, standen sich auf der Bühne mit Waffen in der Hand eine Kompagnie irischer Freiwilliger und eine Abteilung deutscher Ulanen gegenüber. Die Kommandanten der Abteilungen freuzten die Schwerter und schüttelten sich die Hände, während über ihnen deutsche und irische Fahnen entrollt wurden und das Publikum die„ Wacht am Rhein" Pretoria, 9. Dezember.( W. T. B.) Amtlich wird ge- und God save Ireland" fang. meldet: Es ist noch unsicher, ob General Beyers, der Der Kommandant des Dubliner Diftritts hat die HerLondon, 9. Dezember.( W. T. V.) Die„ Times" besprechen Johannes- stellung in einem Leitartikel die Lage in Polen und schreiben, man könne Führer der Buren in Transvaal, der nach einer Johannes- ftellung und den Verkauf von Feuerwaffen, Munition und nicht glauben, daß die Russen tatsächlich der Ansicht seien, es sei burger Meldung von einer Stugel getroffen worden Explosivstoffen im Gebiet der irischen Hauptstadt verboten. beffer, die Schlachten in Ruſsisch- Polen zu liefern als auf deutſchem war, den Tod gefunden hat. Während eines scharfen Gefechts zur Verhaftung der sozialdemokratischen Die„ Times" über die Lage in Polen. Salandras Erklärungen vor Gebiet. Keine große und stolze Nation würde sich auch nur für am Ufer des Vaalflusses versuchte Beyers mit einigen anderen, einen Augenblick der Invasion in eine reiche Industrieprovinz aus den Vaal zu überschreiten. Sie wurden beschossen und man setzen, wenn sie das verhindern fönne. Die Russen hätten sich ent- jah, wie Beyers vom Pferde fiel und stromabwärts getrieben schlossen, der ersten großen deutschen Invasion nach Zentralpolen an wurde. Er verschwand bald darauf im Wasser. der Weichsel entgegenzutreten, aus dem einfachen Grunde, weil sie die Konzentration ihrer Streitkräfte nicht rechtzeitig vollenden konnten, in die Grenze zu schüßen. Es gelang ihnen, die Deutschen nach den ersten Gefechten zurückzudrängen, aber während sie große Streitfräfte nach Krakau schickten, zog Hindenburg die deutschen Streit fräfte aufs neue zusammen und drang von neuem gegen Warschau vor. Jeder russische militärische Sachverständige gebe zu, daß das völlig unerwartet gekommen sei, so unerwartet, daß beträchtliche Zeit verging, bis neue Stolonnen, die ihm Widerstand leisten sollten, in Marsch gesetzt werden konnten. Wenn die Russen die Deutschen an der Warthalinie hätten festhalten wollen, so hätten sie sie nicht vorher aus Russisch- Polen hinausgedrängt. der Kammer. Rom, 3. Dezember.( Eig. Ber.) Dumamitglieder. Kopenhagen, 9. Dezember.( T. 11.) Aus Petersburg wird dem schwedischen Blatte Sozialdemokrad" gemeldet, daß das reaktionäre Regiment in Rußland stets härter werde. Täglich finden zahlreiche Verhaftungen politisch Verdächtiger statt. Große Aufregung habe die Verhaftung der fünf Dumas abgeordneten und sechs anderen Sozialdemokraten hervorgerufen. Offiziell versucht man, diese Verhaftungen mit der angeblichen revolutionären Verschwörung in Verbindung zu bringen. Der wahre Grund sei aber der, daß die sozialdemokratische Dumafraktion im Begriff gewesen sei, einen Bericht abzufassen, der an die sozialdemokratische Friedenskonferenz in Kopenhagen abgesandt werden sollte. Die Berhaftungen haben im übrigen große Hochkonjunktur in Stacheldraht. Die heutige Sammerfizung zeigte deutlich, daß die Welle nationalen Rausches, die heute über alle im Striege stehenden Böller hinflutet, auch in den neutralen Ländern zur Geltung kommt. Mit Demonstrationen hervorgerufen. ruhiger Ueberlegung, mit der Vergegenwärtigung der Folgen, mit einer Abwägung von Einsatz und Gewinst scheint das alles nicht das Die Kriegsnot in Russisch- Polen. mindeste zu tun zu haben. Es ist wie etwas, das ganz außerhalb London, 9. Dezember. Das Reutersche Bureau meldet aus Der Mailänder Secolo" schreibt über die Lage in des denkenden Menschen steht und diesen ergreift, bis er sein Denken New York: Während der letzten Wochen wurden ungeheuere Polen: In Warschau verkehren ständig Militärzüge, die neue dieser neuen außervernünftigen Macht anpaßt. Die traurige Lehre Mengen Stacheldrahtes verkauft. Es besteht solche Nachfrage, Truppen, namentlich Kosaken, an die Front bringen. Die der Geschichte, daß sie uns nichts lehrt, scheint auch für die als daß nicht nur alle bereits bestehenden Fabriken mit Bolldampf ar beiten, sondern neue Fabriken zur Herstellung des Artikels cinWeichsel beginne zu frieren. Unausgesett fämen Züge mit Beitgenoffen miterlebte Geschichte zu gelten. Angesichts der gerichtet werden. Verwundeten von den Schlachtfeldern an. Viele Fälle von unermeßlichen Schrecken des Krieges für Sieger und BeTetanus liegen vor; einigen Soldaten sind die Hände und siegte, angesichts des furchtbaren Fatums, das gleich dem rollenFüße erfroren, eine Anzahl ist irrsinnig geworden. Die den Felsblod unaufhaltsam abgrundwärts drängt und jedem mensch27 vom polnischen Roten Kreuz eingerichten Spitäler find lichen Willen, der Einhalt gebieten möchte, Hohn spricht, sollte man überfüllt. Immer noch ist der Andrang von Flüchtlingen nach erwarten, daß die außerhalb des furchtbaren Ringens stehenden Soldaten ist ein bemerkenswertes Schriftstück abgenommen Warschau außerordentlich groß. Der Krieg, der nun über Wölfer nur einen Wunsch haben sollten: den nach Erhaltung des vier Monate auf polnischem Boden tobt, habe Verwüstungen Friedens. Statt dessen fühlen sie den grauenhaften Kizzel, auch an angerichtet, von denen man sich keinen Begriff machen könne. dem hohen Spiele teilzunehmen. Es ist hier nicht der Ort, Tausende von Häusern lägen in Trümmern, Requisitionen nach den etwaigen psychologischen Ursachen dieses Vorgangs und Plünderungen haben das Land in vollständige Armut zu fragen. Wichtig ist, daß man die Tatsache gebührlich in Anschlag gebracht; vier Fünftel der industriellen Werke seien lahm bringt. gelegt. Die Bevölkerung befinde sich im furchtbarsten Elend. Es könnte freilich sein, daß zwischen der Kriegsfreudigkeit der Abgeordneten und der der Regierung ein grundlegender UnterMaßregelung von sechs russischen Generalen? schieb bestünde. Die Abgeordneten wiffen, daß im Grunde nicht Neustrelitz, 9. Dezember.( W. T. B.) Wie die Landeszeitung" fie, sondern die Regierung das ausschlaggebende Wort zu von ihrem Kopenhagener Berichterstatter erfährt, meldet die dortige sprechen hat. Sie haben also den leichten Sinn der Presse aus Petersburg, daß außer General Rennenkampf noch fechs Unverantwortlichkeit Die Regierung dagegen dürfte das tveitere Generale der russischen Westarmee ihrer leitenden Kommandostellen enthoben sind. Es verlautet, daß die abberufenen Generale zur Verantwortung vor das Kriegsministerium beordert wurden. Sanitätshunde beim deutschen Ostheer. Kopenhagen, 8. Dezember.( T. U.)" Berlingske Tidende" will erfahren haben, daß Generalfeldmarschall v. Hindenburg Befehl gegeben habe, alle Sanitätstompagnien sollten mit Hunden zum Auffuchen der Verwundeten versehen werden. Behandlung deutscher Gefangenen in Belgien. Einem in deutsche Gefangenschaft geratenen belgischen worden, das in deutscher Uebersetzung wie folgt lautet: „ Gruppe 2, Posten 1, 2, 3. Dienstvorschrift für die Gruppenfübrer. Deutsche Gefangene betreffend. Unter dem Datum des 22. August telegraphiert der Minister folgendes: Jah höre, das in gewissen Gegenden deutsche Gefangene mit wahrhaft über triebener Rücksicht behandelt werden. In dem Augenblicke, da das deutsche Heer, so oft es auf unferem oder unserer Verbündeten Boden vordringt, fich systematisch den schmachvollsten Niedrigkeiten nicht nur unseren Soldaten gegenüber, nein, auch gegen Kinder, Frauen, Greise überläßt, wäre es durchaus Berrat am Rationalbewußtsein, den Gefangenen welches immer ihr Dienstgrad sei- mehr als sie unbedingt zum Leben nötig haben, zu geben. Ich werde un verzögert gegen die Truppenbefehlshaber vorgehen, die sich der Duldung solcher Berirrungen schuldig machen; wir sind eine zivili fierte Nation, wir schlagen die Verwundeten und Gefangenen nicht tot, wie es die Deutschen tun; diese müssen aber an jedwedem Platz des Landes als Feinde behandelt werden. Bewußtsein nicht verloren haben, daß die italienischen Massen den Strieg nicht wollen, weder das städtische Proletariat noch das Landvolk. Und deshalb könnte die friegsfreudige Haltung der Regierung wohl auch eine Trusstellung sein, Der stellvertretende Chef der Seltion A bringt den Wort Taut obigen Zirkulars zur Kenntnis der Gruppenführer und die man einnimmt, um den diplomatischen Einfluß des Landes zu fordert fie auf, ihren Postenführern Befehl zu geben, sich danach erhöhen. Wir wollen niemand Gewalt antun, wollen aber auch zu richten. feine Gewalt erleiden", hat Salandra heute gesagt. Man darf nicht Station Mézy, 25. August 1914. vergessen, daß Italien Repressalien des Siegers fürchtet. Aus dieser Für den stellvertretenden Chef: Besorgnis kann die heutige Trusstellung entspringen, der übrigens Der beigeordnete Adjutant: Weshalb die Feldpost ausblieb. eine tatsächliche Striegsbereitschaft zur Seite steht. Alles Werben gez. Belverg." Ein deutsches Armeekorps hatte am 11. November die russische um Italiens Sympathie, das sich in wahren Bergen von Flug- deutsche Striegsgefangene befinden sich nicht mehr in Belgien. Praktische Bedeutung hat der Erlaß nicht mehr, denn Grenze überschritten. Die zugehörige Feldpostanstalt blieb auf An- schriften aller Art äußert, ift gegenüber dieser Besorgnis verlorene Immerhin geht aber aus dem Schriftstück hervor, daß man ordnung des Korpskommandos auf preußischem Boden in dem Drte Liebesmüh. Eine einzige fachliche Erklärung von zuständiger Seite in belgischen Armeekreisen in der Tat die deutschen Soldaten N.( zugleich Eisenbahnstation) zurück, um die aus der Heimat an- würde viel mehr zuwege bringen und auch eine Trusstellung über- als Barbaren betrachtet hat, und es ist infolgedessen fein kommende Feldpost in Empfang zu nehmen. Das Korpskommando flüssig machen, die an sich schon eine Gefahr bildet, wie etwa die Wunder, wenn diese Ansicht auch in den Streisen der Zivilhatte der Feldpostanstalt beim Abmarsch erklärt, daß bei dem Fehlen Anhäufung großer Pulvermassen, in die ein blinder Zufall den bevölkerung Raum gefunden hat. Es ist allerdings unmöglich, zu verstehen, wie ein Stulturvolt ernstlich glauben konnte, daß von Eisenbahnverbindungen auf russischem Boden und den dort Funken schleudern kann. die Deutschen Verwundete und Gefangene töten. überaus schlechten Wegen eine Zuführung der Feldpost an die Truppen kaum möglich sein werde, zumal die Truppen in Eilmärschen vorEin englisches Gefangenenlager. gingen. Der Feldpostanstalt gelang es jedoch, noch bis zum 16. November wenigstens einen Teil der Post täglich durch Kraftwagen an Boticast an den Kongre B sagte Präsident 23ilson, Association, der das Gefangenenlager auf der Insel Washington, 9. Dezember.( W. T. B.) In seiner gestrigen London, 9. Dezember.( W. T. B.) Ein Vertreter der Bre das Korps heranzubringen. Die Schwierigkeiten der Beförderung der Krieg vernichte eine erschredend große Man besucht hat, berichtet über das Lager Snodaloe: Gest waren außerordentlich groß, da die schon an sich miserablen Anzahl von Menschenleben und wirtschaft ein Teil des Geländes ist hier eingerichtet; hölzerne Baraden fint Bege durch das ununterbrochene Fahren der Munitions- und licher Hilfsquellen. Die europäischen Völfer rechneten im Bau. Jede Halbbarade soll hundert Gefangene aufnehmen; fie sonstigen militärischen Stolonnen kaum noch paffierbar waren. So auf den Handel und die Industrie der Vereinigten Staaten, foll zehn große Zische für je zehn Gefangene enthalten. Das Laget befanden sich auf einer 30 Kilometer langen Strecke über 300 diel um ihre erschöpften Vorräte wieder zu ersetzen. Wilson sprach wurde am 17. November eröffnet; es hatte mit seinen fünf Baraden Die Kriegsfolgen. werden müßten. Holländischer Protest gegen deutsche Blättermeldungen. " Unruhe in Apulien. Mailand, 9. Dezember.( W. T. B.) Der Corriere della Sera" meldet: Die Lage in Apulien ist infolge der Arbeitslosigkeit und der steigenden Lebensmittelpreise ernst. Die Erregung wächst. In Barletta Es kam der Generalstreit erklärt. Raum für tausend Gefangene, beherbergi aber jetzt 1334; 1 Diese freie Kommission war diesmal ein Notbehelf.1 Landwehr- und Landsturmmänner vor dem es herrscht also leberfüllung infolge Kriegsgericht. zu schneller der in Wirklichkeit aber doch die Ausschaltung des Konzentrierung. Der Korrespondent hat mit vielen Gefangenen ge- Reichstags bedeutet. Gerade deshalb erscheint es sehr Der Landwehrmann Heinte vom Wachtkommando Striegau be sprochen. Er gibt an ,, die Leute erkannten die große bedenklich, etwa auch die Vorberatung des Etats einer vom fand sich am 18. September, abends 1,10 1hr, über Zapfenstreich Schwierigkeit an, eine so große Zahl von Menschen ohne lange Reichstag gar nicht eingesetzten freien Kommission zu über- ohne Urlaub angetrunken in Striegau im Gasthof zum weißen Vorbereitung unterzubringen und zu beköstigen; aber alle stimmten tragen. Daß das Plenum auf jede Beratung verzichten wird, Roß. Unteroffizier Neugebauer hieß ihn, ins Quartier gehen. H. erwiderte, er wolle erst sein Bier austrinken, schimpfte, lärmte darin überein, daß der Ueberfüllung möglichst bald abgeholfen halten wir für ausgeschlossen. und sprach zu dem Vorgesetzten:" Du hast mir gar nichts zu sagen, werden müsse, daß die sanitären Verhältnisse berich habe dasselbe Recht, wie Du, stieß den Unteroffizier besserungsfähig feien, und daß eine etwas größere AbZentrum und Burgfriede". gegen die Brust, faßte ihn am Hals, würgte und wechselung in der Kost wünschenswert sei. Der Um während der Kriegszeit Wahlkämpfe zu vermeiden, örüdte ihn an die Wand, sprechend: Du Hund, mir ist Kapitän der Abteilung flagte darüber, daß auf die Angehörigen der hatte die nationalliberale Parteileitung Badens bei den es gleich, wie es fommt." Der Unteroffizier zog fein Seitengewebr, wohlhabenden Klassen keinerlei Rücksicht genommen würde. Einige anderen Parteileitungen die Abschließung einer Vereinbarung zur Abwehr den Landwehrmann auf den Kopf schlagend, der dann Gefangene, die fürzlich vom Lager Fromley gekommen waren, angeregt, wonach die Parteien sich verpflichten sollen, für die erst fluchend von dem Unteroffizier abließ. Lepterer bezeugt, Heinke fanden, daß die täglichen Rationen vergrößert Dauer des Krieges bei nötig werdenden Ersatzwahlen habe sich als Rädelsführer mit anderen Landwehrmännern zufammen gerottet und Komplotte geschmiedet gegen Unteroffiziere. Die Mann zu Reichs- und Landtag den Besitzstand der Parteien zu fchaften feien meist betrunken und wideriezig gewesen gegen Vorwahren und die Aufstellung von Gegenkandidaturen zu unter- gesezte. Das Gericht erkannte wegen Achtungsverlegung und tät lassen. Diesem Vorschlag stimmten die Fortschrittliche Volks licher Beleidigung auf ein Jahr Gefängnis, wovon drei partei, die Sozialdemokratie und die Konservative Wochen Untersuchungshaft als verbüßt angerechnet werden. Partei vorbehaltlos zu, er scheiterte aber an dem ablehnenden Der Landsturmmann Karl Scheidt vom Ersatz- Bataillon Wohlau Das Zentrum erklärte zwar hatte sich vom 27. Oftober bis 12. November unerlaubt vom Amsterdam, 8. Dezember.( Privattelegramm des Verhalten des Zentrums. „ Vorwärts".) Einen üblen Eindruck machen hier tendenziöse fie aber erst abschließen, wenn die Ersatzwahl in Donauauch seine Sympathie für eine solche Vereinbarung wollte Bachtkommando Herrnstadt entfernt und wird zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Beantragt war Meldungen gewisser deutscher Blätter über eine angebliche eichingen, wo es einen Gegenfandidaten gegen die ein Jahr. Verstimmung zwischen Holland und England. Nationalliberalen aufgestellt hat, entschieden ist. Auf solche Mögen diese Meldungen auch der Stimmungsmache im deutschen Schlauheiten konnten sich die übrigen Parteien nicht einPublikum dienen, hier verstimmen sie nur gegen lassen, weshalb eine Vereinbarung nun nicht zustande kam. Deutschland, da man darin den Versuch argwöhnt, Holland aus seiner Neutralität herauszudrängen. Der sehr neutrale „ Nieuwer Courant" protestiert gegen die Korrespondenz einer deutschen Zeitung, die von einer zunehmenden englischen Breßkampagne gegen die Niederlande spricht und als Grund dafür angibt, daß die englische Presse die holländische Initiative bei dem Protest der neutralen Staaten gegen die Sperrung der Nordsee übel nehme. Der " Nieuwver Courant" erwidert, er habe von einer englischen Preßfampagne nichts bemerkt. Ein gemeinsamer Protest habe überhaupt nicht stattgefunden, nur die standinavischen Staaten hätten protestiert; die holländische Regierung habe sich dem Protest nicht angeschlossen, weil sie schon wiederholt in London Beschwerden gegen die Beschränkung der Schiffahrt und des Handels eingelegt hatte. Die Zuverlässigkeit des Korrespondenten der betreffenden deul. Der Landeshauptmann der Provinz Ditpreußen gibt bekannt, schen Zeitung werde noch durch die weitere Meldung charakterisiert, daß die Rückkehr der oftpreußischen Flüchtlinge in die Kreise Allendaß Holland angesichts eines drohenden englischen Anschlags auf stein, Osterode und Röffel jegt unbedentlich ist. die Scheldemündung Maßregeln in Seeland getroffen und die Forts genannten Streife können den Flüchtlingen Freifahrtscheine erteilt Blissingen und Neuzen verstärkt habe. Die geschilderte Tendenzmache, die durch die Uebernahme anderer Blätter noch mehr BeSchutz vor Seuchen. deutung bekommt, ist auch darum gefährlich, weil sie die Position jener Kreise erschwert, die hier gegenüber ziveifellosen Sympathien für die Verbündeten an der strengen Neutralität Hollands festhalten, aber nicht in den Geruch kommen wollen, dem deutschen Drud zu folgen. Als unlängst zwei englische Revuen eine drohende Haltung gegen die Niederlande einnahmen, erfolgte sofort ein fräftiger Preßprotest der englischen Gesandtschaft, die diese beiden Blätter desavouierte. Um so tattloser und verkehrter sind die Ginmischungen von deutscher Seite wie die hier versuchten. Kriegsbekanntmachungen. Finder- und Bergelohn. Amtlich. Berlin, 9. Dezember.( W. T. B.) Finder- und BergeIchn. Es find an Finderlohn für Bekleidungs- und Ausrüstungsstüde jowie für scharfe Patronen und für die Teile der verschossenen Munition einschließlich der Bergungstosten fortan zu gewähren: 1. für sortiertes Messing, Kupfer, Bronze, Aluminium, 3int, Blei jowie für Infanteriemunition für das Kilogramm 25 Pf. 2. für Eisen mit anhaftenden anderen Metallen( Artilleriesprengstüde) für das Kilogramm 3 Pf. 3. für Eisen ohne anhaftende Metalle für das Kilogramm 1 Pf. zu Handwerk und Kriegslieferungen. Wolffs Telegraphenbureau meldet amtlich: Da bei Heeres- wurde lieferungen auch das Handwerk nach Möglichkeit berücksichtigt werden soll, bat das Striegsministerium die militärischen Beschaffungs- Tumulten, in deren Verlauf die Menge die Unterpräfektur stellen angewiefen, bei Vergebung von Heereslieferungen, die eine mit Steinen bewarf. Eine Frau wurde durch einen RevolverAusführung durch Handwerkervereinigungen vertragen, diese Ver- schuß verlegt. Auch in Cerignola wurde der Generalstreit einigungen in erster Linie heranzuziehen und hierbei die Vermitte- erklärt. lung der Hauptstelle für Verdingungswesen beim deutschen Handwerks- und Gewerbekammertag in Anspruch zu nehmen. Die bereinzelt ausgesprochenen Besorgnisse, daß das Handwerk zugunsten der Industrie von einer Beteiligung an staatlichen Arbeiten zurückgehalten werde, sind daher nicht begründet. werden. Rückkehr nach Ostpreußen. Nach Orten der In einem Erlaß des Ministers des Innern wird betont, daß allen Personen, die häufiger Gelegenheit haben, mit Striegsgefangenen zusammen zu fommen, insbesondere auch den in der freien Liebestätigkeit beschäftigten Personen, dringend zu empfehlen ist, sich der Bodenschuimpfung zu unterziehen. Bei denjenigen Per fonen, die mit russischen Gefangenen in Berührung fommen, fommt auch die Schuhimpfung gegen Cholera in Betracht. Kriegswohlfahrtspflege. Das Kriegsbudget Italiens. dem zur boraus Rom, 8. Dezember.( W. T. B.) Kammer. Bei der Beratung über das Finanzgefes erläuterte Schazminister Carcano der äußerst aufmerksam zuhörenden Kammer die Finanzpläne. Der Finanzplan 1913/14 meise einen Aktivsaldo von 19 Millionen auf. Bezüglich des Budgets 1914/15 hob der Minister hervor, daß der eltkrieg eine Vermehrung der Ausgaben nötig madhe, während die Einnahmen Verminderungen aufzuweisen hätten. Die Vermehrungen der Ausgaben betrafen fast völlig die militärischen Ministerien, denen ein Kredit von ungefähr einer Milliarde durch finanzielle Maßnahmen gewährt wurde. Maßnahmen, die teils erst türzlich worden, teils in angenommen Besprechung stehenden Gefeßentwurf über die Bewilligung weiterer sechs sechs Budgetzwölftel ant die Regierung enthalten feien. Die Verminderung der Einnahmen werde Millionen betragen. Der Minister fichtlich ungefähr 100 bat um die Ermächtigung, gegebenenfalls den Stredit in Anspruch zu nehmen. Schazminister Carcano erklärte weiter, das Budget 1915/16 zeige einen Attivfaldo von ungefähr 46 Millionen, er glaube, daß man ein solides Gleichgewicht durch Ersparnisse und Bereinfachungen in der Verwaltung werde sicherstellen können. Es feien Kredite in Höhe von 222 Millionen für öffentliche Arbeiten gewährt worden, um für die zurückgekehrten Auswanderer und die Arbeitslosigkeit sorgen zu können. Der Minister wies sodann hin auf die ausgezeichnete Lage der Depofitentassen und der Sparkassen und schloß in der Hoffnung, daß alle in brüderlicher Einigkeit dazu beitragen werden, der Regierung Mittel zu geben, damit sie ihre überaus großen Pflichten gegen das Vaterland erfüllen kann. Die Rede des Ministers wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Der amerikanische Kongres. Von den am 2. Dezember bewilligten 5 Milliarden sollen befanntlich 200 Millionen Mark für soziale Kriegsmaßnahmen Verwendung finden. Die Beschlüsse des Bundesrats liegen noch nicht vor, die Kreuz- Zeitung" fann aber über die Verwendung dieser Mittel folgende Angaben machen:„ Aus den zur Verfügung stehenden Mitteln sollen unter anderem Gemeinden oder Gemeindeverbände für ihre Aufwendungen auf dem Gebiete der Kriegswohlfahrtspflege insbesondere der Erwerbslofen fürsorge und der die gesetzlichen Mindestiäge übersteigenden Familienunterstügung für eingezogene Mannschaften Beihilfen erhalten. Aus Washington wird vom 7. b. M. gemeldet: Der Für die Familienunterstügungen dürfte die Regelung dahin geben, son gres ist heute zufammengetreten. Morgen wird eine gemein daß von den Zuichlägen über die gefeglichen Mindestiäge hinaus fame Sigung stattfinden, in der eine Botschaft des Präsidenten verein Drittel auf Reichskosten übernommen wird. Vorauslegung dabei lesen wird. Der Staatssekretär des Schazamtes McAdoo wird an ist aber, daß die finanzielle Lage der Gemeinde eine solche Beihilfe Ausgaben 398 Millionen Pfund fordern. Der Voranschlag ist um Die Rüderstattung der gefeßlichen notwendig erscheinen läßt. Familienunterstügungen an die Gemeinden bleibt einem besonderen mehr als 6 Millionen niedriger als im letzten Jahre. Geseze vorbehalten, das nach Friedensschluß vorgelegt werden wird." Marinedepartement fordert 29 Millionen, die Heeres. verwaltung 20 Millionen Pfund Sterling. Das Flotten= programm sieht den Bau von 2 Schlachtschiffen, 1 Delschiff, 6 Zerstörern, 1 Kanonenboot und etwa 8 Unterseebooten vor. Amtshauptmannschaft und Sozialdemokratie. # Das 4. für alles übrige( Bekleidung, blanke und Handfeuerwaffen, Ausrüstungsgegenstände jeder Art) für das Kilogramm 15 f. 5. für Geld und Wertsachen ohne Rücksicht auf die Höhe 5 vom Hundert des Betrages oder des Abschäßungswertes. Das sächsische Ministerium des Innern hat bald nach Der Senat hat eine Entschließung angenommen, in der der 6. für einzelne besonders wertvolle und schwer oder gefähr Beginn des Strieges sogenannte Grundzüge für die Kriegshilfe lich zu bergende Gegenstände( Feldstecher, Fernrohre, kunstvolle erlassen, in denen es unter anderem heißt:" Zur Mitarbeit in den Sekretär des Handelsdepartements aufgefordert wird, über die Apparate, Wigen, Maschinengewehre, Pferde, Vich) je nach dem Wert des Stückes und nach der Schwierigkeit seiner Bergung 5 bis Ausschüssen jeden Grades sind Vertreter der Kirche und Schule sowie Menge der nach Kanada und an die friegführenden Mächte in 7 vom Hundert des Abschätzungswertes. aller Bevölkerungsfreise, insbesondere auch des Arbeiter Europa zur Versendung gelangenden Waffen und Munition 7. Scharfe Artilleriemunition( Blindgänger) foll wegen der standes, obne Rüdsicht auf Konfession oder politische Partei- zu berichten. Staatssekretär Bryan kündigte an, daß die Fore Unfallgefahr von Unberufenen nicht berührt werden. Für Be- richtung zuzuziehen. Dies ist von großer Wichtigkeit, um das Ver. River Schiffbaugesellschaft fich den Wünschen des Präsidenten zeichnung und sichere Angabe der Fundstelle wird ein Lohn von trauen in allen Streisen der Bevölkerung zu erhalten und zu stärken, Wilson unterwerfe und feine Unterfee boote für die 50 Pf. für jede Fundstelle gewährt. auch den Schein parteipolitischer Begünstigung bei Gewährung von Kriegführenden bauen wolle. Militärpersonen erhalten ein Zehntel obiger Säbe, wenn Unterstützung zu vermeiden. Präsident Wilson erklärte sich gegen eine Untersuchung der In diesem Sinne sind vor allem die durch ein Zeugnis ihrer Dienstvorgesetzten dargetan wird, daß sie durch das Aufsammeln ihre Dienstobliegenheiten nicht ver- auf den einschlagenden Gebieten arbeitenden Bereine einschließlich Fragen der nationalen Verteidigung durch den Kongres. sie durch das Aufsammeln ihre Dienstobliegenheiten nicht berber Arbeiterorganisationen jeder Parteirichtung da das unflug wäre und einen ungünstigen internationalen Eindruck jäumt haben. Diese Bestimmungen sind mit rückwirkender Kraft für alle heranzuziehen und zu gemeinsamer Arbeit tunlichst zu vereinen." noch nicht erledigten Ansprüche auf Berge- und Finderlohn maß felretär Bethle in Freiberg im Einverständnis mit der organi Gestützt auf diese Erklärung des Ministeriums hatte der Arbeitergebend. Zu Abweichungen ist die Genehmigung des Kriegsmini- fierten Arbeiterichaft durch ein Schreiben an die Amishauptmannfteriums einzuholen. Ausnahmsweise sollen die vollen Finderlöhne den Militär- fchaft angefragt, ob die Bildung eines solchen Ausichulfes für den und Zivilpersonen gewährt werden, die bis zum 15. Januar 1915 Freiberger Bezirk in Aussicht genommen und ob man gewillt sei, berartige in ihrer Berwahrung befindliche Waffen, Bekleidungs- auch der organisierten Arbeiterschaft eine Bertretung und Ausrüstungsstüde und Munitionsteile an die Polizei oder in diefem Ausschuß einzuräumen. Hierauf hat die Amtshauptmann Tageblatt" meldet, erschienen über der Stadt nachmittags 3% Uhr Militärbehörden abliefern, wozu hiermit Aufforderung ergeht. fchaft folgenden Bescheid erlassen: Oberkommando in den Marken. Politische Uebersicht. Der Reichsetat für 1915. machen fönnte. Letzte Nachrichten. Feindliche Flieger in Baden. Freiburgin Baden, 9. Dezember.( W. T. B.) Wie das Freib. aus dem Westen kommend wieder drei feindliche Flieger und wandten sich in der Richtung gegen Zähringen. Auf diesem Fluge empfing fie heftiges Geschüß- und Gewehrfeuer, durch das sie vertrieben wurden. Die von den Fliegern abgeworfe= nen Bomben richteten keinen Schaden an. An den Sozialdemokratischen Verein für den 9. Wahlkreis. Die Errichtung eines Zentralausschusses für Kriegshilfe für den Bezirk der Amtshauptmannschaft Freiberg ohne die Stadt Freiberg ist in der Bildung begriffen, und es liegt die Absicht vor, in ihn auch aus dem Arbeiterstande Mitglieder in angemessener Zahl zu berufen und dahingehende Wünsche der Arbeiterschaft zu berücksichtigen. Von Der Strieg hat jede ordnungsgemäße Erledigung der einer politischen Partei ist aber bis jetzt noch keine Vertretung in Etatsarbeiten durch den Reichstag unmöglich gemacht. Der Anspruch genommen worden. Der Antrag des Sozialdemokratischen Was die amtlich nicht bestätigte Nachricht betrifft, wonach der Etat für 1915, der nach der Verfassung bis zum 31. März Wahlvereins muß daher abgelehnt werden. Die Berückfertiggestellt sein soll, kann dem Reichstage erst im März zu- fichtigung der politischen Parteien in diesem rein wirtschaftliche 8wede verfolgenden Ausschuß ist bedenklich und die sozialgehen. Eine offiziös bediente Sorrespondenz sagt dazu: „ Der nächste Reichshaushaltsetat wird sich im Ordinarium in demokratische Partei fann nicht als Bertretung es den Anschein, als ob der Vatikan sich mit einem einfachen Sonder Hauptsache auf der Grundlage des legten Etais aufbauen, um der Arbeiterschaft angesehen werden. vorläufig die verfassungs- und etaterechtlichen Notwendigkeiten für die Reichswirtschaft zu erfüllen. Die Einwirkungen des Krieges Im Gegensatz zu dieser Ablehnung einer angebotenen Kriegsauf die laufenden Einnahmen und Ausgaben werden im kommenden Etat naturgemäß nur in geringem Maße in die Erscheinung treten hilfe der organisierten Arbeiterschaft haben andere Amtshauptmannda der Etat die normalen Verhältnifie ins Auge fassen muß und die schaften eine solche Auffassung wenigstens während der Kriegszeit Veränderungen in den Einnahmen und Ausgaben Etatsnachträgen nicht befundet. borbehalten bleiben. Die Vorlegung des Etats zu einem dem Beginn des neuen Etatsjahres naheliegenden Zeitpunkt wird die Uebersicht Stönigliche Amtshauptmannschaft." Wegen Plünderns über die reichswirtschaftlichen Anforderungen wesentlich erleichtern. find in Ostpreußen bereits zahlreiche Personen zu längeren GeDiefer Tage Die Etatsberatungen werden sich hauptsächlich in der freien Stommiffion fängnis- und Zuchthausstrafen verurteilt worden. abspielen und in möglichster Stürze nur allgemeine Fragen be- wurden in einer Sizung vom Tilſiter Striegsgericht nicht rühren. Die freie Stommission erweist sich als eine sehr zwed- weniger als 14 Personen, darunter eine Anzahl Frauen mäßige Einrichtung, die geschäftliche Behandlung aller Wünsche zu Gefängnisstrafen bis zu anderthalb Jahren wegen Plünderns und Fragen gründlich und doch knapp zu gestalten und das Plenum bezw. Hehlerei verurteilt. Bis auf zwei Frauen, die wegen ihrer zu entlasten sowie gleichzeitig dauernde Fühlung mit der Re- fleinen Kinder auf furze Zeit beurlaubt wurden, mußten die Angierung zu unterhalten, da sie gegebenenfalls zu jeder Zeit zu geklagten die Strafen sofort antreten. Einige der Angeklagten befanden sich bereits seit September in Untersuchungshaft. sammentreten fann." Schlechte Aussichten auf einen Weihnachtswaffenstillstand. Rom, 9. Dezember.( W. T. B.) Giornale d' Italia" schreibt: friegführenden Staaten zur Bewilligung einer Waffenruhe Batifan die Initiative ergriffen habe, um die Regierungen der während des Weihnachtsfeit es zu veranlassen, so hat dieren der Meinungen begnügt habe. Andererseits steht fest, daß die russische Regierung auf eine offiziöse Anfrage hin auf Grund eines Gutachtens des heiligen Synods eine ablehnende Antwort erteilt habe. Eine neue Staatsform für Aegypten? Frankfurt a. M., 9. Dezember.( W. T. B.) Nach einer Meldung der Frankfurter Zeitung" aus Mailand wird dent Corriere della Sera" aus Kairo berichtet: Hussein emal ist im Begriff, als Sultan den ägyptischen Thron zu besteigen Die englische Offupation wird in ein Brotektorat umgewandelt. Der neue Staat soll von der Türkei ganz unabhängig sein. Das Ministerium des Neuzeren wird abgefchafft, und die fremden Staaten ziehen, wie es heißt, ihre diplomatischen Vertretungen zurüd. Das Edid. sal der Kapitulationen ist noch ungewiß. Scied Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genoffen! Am 26. Oktober fiel in den Stämpfen im Besten der Maschinist Wilhelm Ramlow Brandenburgstraße 57, Bezirf 222. 209/2 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 3. Berliner Reichstagswahlkr. Max Schiller Am 30. Oktober fiel im Osten der Wehrmann Chodowickistraße 38, Bezirk 429 II. 223/19 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 5. Berliner Reichstagswahlkr. Am 12. November im Dsten gefallen der Spanner Otto Riedrich Herrfurthstraße 24, 21. Bezirk. Am 15. November im Besten gefallen der Tapezierer Max Kramp Niemeßstraße 13, 11. Bezirk. 245/7 Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Auf dem Schlachtfelde im Dsten gefallen der Bierjahrer, Genosse Robert Pink. 196/11 Sozialdemokratischer Wahlverein Lankwitz. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Köpenicker Viertel. Bezirk 183 II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Klempner Marian Kohnert Wrangelstr. 87, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des neuen MichaelKirchhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 218/2 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Lichtenberg. In der Nacht zum 7. Dezember verstarb plöglich unser Partei genojje Martin Etzel Wühlschstr. 12/13. Gruppe 50 im Alter von 47 Jahren Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, nachmittags 3, 1hr, von der Reichenhalle des Gemeinde Friedhofes, Lückstraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 10/11 Die Bezirksleitung. Zentralverband der Fleischer. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Karl Spittler am 6. Dezember nach längerem Leiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet hente Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, auf dem St. Hedwigs Kirchhof Weißensee, Wörth Straße, statt. Um rege Beteiligung ersucht 290/20 Der Vorstand. H Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Bezirk Charlottenburg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Gustav Krause verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 12. Dezember, nachmittags 2 Uhr, auf dem Friedhofe in Stahnsdorf statt. Die örtliche Verwaltung. Alzufrüh und fern von der Heimat fiel am 30. Oftober auf dem Schlachtfelde im Osten mein innigftgeliebter Mann, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Behrmann 6426 Max Schiller im blühenden Alter von 30 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Frau Emma Schiller geb. Peiler Witwe Marie Schiller als Mutter Karl Rölle und Frau geb. Schilier Otto Schiller( zurzeit im gelde) und Frau Paul Schmidt( zurzeit im Felde) und Frau geb. Schiller Ernst Schiller und Frau Wilhelm Noack u. Frau geb. Schiller Marie Hoffmann geb. Schiller. Geliebt, beweint u. nie vergessen! Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher Bureau: Melchiorstraße 28, part. Fernsprecher Amt Mpl. Nr. 4787. Filiale Berlin. usw. Arbeitsnachweis: Gormannstraße 13 Fernsprecher: Amt Norden 3791-97 Unsere arbeitslosen Kollegen, die länger als vierzehn Monate Mitglied sind und 52 Wochen Beiträge bezahlt haben, ersuchen wir, sich sofort zu melden. Wer sich nicht bis zum 12. bezw. 17. Dezember im Bureau, auf dem Arbeitsnachweis oder einer der Kontrollstellen hat in die Listen einzeichnen lassen, kann bei Ser Weihnachtsunterstützung nicht berücksichtigt werden. Der Vorstand. NB. Die Kalender für 1915 sind erschienen und im Bureau, wie auch bei den Bezirksführern zu haben. Spar- und Lotterieverein Hertha I. Am 2. November fiel bei den Kampfen im Westen unser Mitglied Paul Schulz. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. 149A Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Deutscher Metallarbeiter- Verband cilnahme beim Hinscheiden meines Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Helfer Albert Gellrich Friedrichsfelder Str. 37, am 7. d. Mts. an Herzschlag gestorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 11. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Andreas- Kirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. geliebten Mannes, unseres Baters Otto Strese 631b sage ich hiermit allen Beteiligten meinen herzlichsten Dank. Anna Strese nebst Kindern. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herz licher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Baters jagen wir allen Freunden und Bekannten, dem Wahlverein sowie dem Verband der Brauerei und Mühlenarbeiter, der Direktion und dem Bersonal der Deutschen Bierbrauerei, Abt. Pichelsdorf, uniren herzlichsten Dank. 136 Den Kollegen zur Nachricht, Witwe Elise Demling daß unser Mitglied, der Schloffer Karl Finke Ribauer Str. 4, am 28. November an Herzleiden gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! 129/2 Die Ortsverwaltung. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands Zahistelle Groß- Berlin. Am Sonntag, den 6. Dezember, verstarb unier Mitglied Heinr, Schönfeld. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, den 10. Dezember, nachmittags 31 Uhr, auf dem Emmaus- Friedhof, Neukölln, Her mannstr. 127/39, statt. 57/18 Die Ortsverwaltung. nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, des Schlossers Karl Finke sage allen Berwandten und Bekannten, insbesondere Herrn Schlossermeister C. Franke sowie den Kollegen der Firma E. Franke meinen innigsten Dank. Luise Finke 258/17 geb, Wilberg. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes 138A Bernhard Grob jagen wir allen Berwandten, Befannten, Kollegen und Kolleginnen so, wie dem Deutschen Metaйarbeiterverband unseren herzlichsten Dank. Wive. Jda Grob nebst Kindern. 138/2 D. O. Kriegführung Heer Flotte Militärische Fachausbrüde gemeinverständlich erläutert Don Ernst Däumig Preis 10 Pf. In einer Zeit, in der die friegedes Heerwesens im Vordergrunde des öffentlichen Interesses stehen, fann man sich nur dann ein richti ges Bild von den auf- und nieder. wogenden Zeitereignissen und der wildbewegten Handlung auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen machen, wenn man die Bedeutung der Worte, die in der militärischen Organisation sowie in der Kriegswissenschaft gebräuchlich find, rich tig erfaßt hat. Daher sollte jeder diesen wichtigen fleinen Ratgeber befizen. Auch die Soldaten im Felde werden ihn sehr begrüßen. Das Heft tann als Feldpoftbrief portofrei verfandt werden. 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Cornelius nebst Kindern. 202 Er war so gut umd starb zu früh, Wer ihn gekannt, bergißt ihn nie. Du gutes Herz, rub still in Frieden, Ewig beweint von Deinen Lieben. Allzu früb und fern von seinen Lieben starb auf dem Felde der Ehre in Beitslandern am 23. Dftober unser lieber Sohn und guter Bruder, Schwager und Onkel Karl Wachter 12 ( geb. 10. Dezember 1894), Kriegsfreiwilliger im Infanterie Regiment Nr. 205 im blühenden Alter von 20 Jahren. Dies zeigen wir in tiefem Schmerze im Namen der Trauern den hiermit an Hermann Wachter und Frau als Eltern, nebst Geschwistern. Du gingst von uns mit Mut und Frenden Und hofftest auf ein baldiges, gefindes Wiedersehn, Doch größer ist jetzt unser Leiden, Da dieses nicht mehr fann ge schen. 53A Herr Helmrich, 11. a.: Auftreten des Frl. B. Stenar, Bortragsfänger in Streichmelodion- u. Zithervirtuose des vielbewunderten Instrumentalisten Reinhold Krüger in seiner Originalmimmer: ,, Eine musik. Reise". Eröffnung und Beginn des Konzerts 5 Uhr, der Vorträge 7 Uhr. Sonnabendabend im Restaurant Tegernseer Bauernkapelle. In voriger Nacht-!! haben wir wieder die Preise herabgefekt: Ein junges Rebhuhn auf Socel mit Champagnertraut 1 M., 1 Portion 60 Pf. Gänsebraten mit Rotkohl a Portion 70 Pf. Maftkälber a Portion 70 Pf. Hajeurücken Rehrücken Sonntag, den 13. Dez. Geded a 1 M. Ochsenschwanzjuppe Hühnerbrühe mit Einlage Hafizander mit Butter Hammelitüd mit Zeltower Rüben Gedämpfte Hirschbruſt Hafenbraten Kalbsrüden Gespicktes Rinderfilet Kompott oder Salat Torte oder Käse. Sonntagabend: mit Grünkohl Gänsebraten Bierländer Ente mit Rotkohl a Portion 80 Pj. Großer Posten Kälber, Schweine und Hammel a Portion 70 Pi. Das geehrte Bubliftm wird höflichst darauf aufmerksam gemacht, day auch die Hochparterre- Sale restaurationsmägig gededt sind. Konzert der Tegernseer Bauernkapelle. Speisen werden zum selben Preise wie im Restaurant serviert. Warme Küche bis 1 Uhr nachts. Zur geil. Beachtung: In den Weihnachtsfeiertagen keine Preiserhöhung. ist der Unterstützungsbogen oder ein anderer glaubwürdiger Nachweis mitzubringen, daß sich unser Mitglied zurzeit im Heere befindet. Die Auszahlung erfolgt vom 15. bis 17. Dezember, vorm. von 9-12 Uhr an unserer Ortskasse, Alte Jakobstr. 5. Unsere Mitglieder und Vertrauensleute ersuchen wir, die betreffenden Familien hierauf hinzuweisen. Den arbeitslosen Mitgliedern wird die Weihnachtsunterstützung am Dienstag, den 22. Dezember ausgezahlt. Spätere Reklamationen dieser Unterstützung können nicht berücksichtigt werden. 28/13 Der Ortsvorstand. Warnung vor Ankauf von Nachahmungen des echten Kapitän- Rautabats! Jedes Stück( Rollen oder Bündel) wird nur verpadt und mit Aufdruck: Kapitän Rautabat", gefeßlich geschützt, geliefert. Verkaufsstellen, wo die kleinen Sabatdosen gratis zu haben sind, weist gern nach Carl Röcker, Berlin, Grüner Weg 119( Telephon: Stit. 3861). verbreitetsundheitstabock! Schnüpft Goldfarbs die beste daher Deutſchlands. Berantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln, Inſeratenteil verantw. Th. Gløde, Berlin. Druck u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanſtalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl. Nr. 337. 31. Jahrgang. Nr. 11. Verlustlisten. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Bonerstag, 10. Dezember 1914. Kartoffelverkauf in Alt- Glienicke. umgerechnet, 12 Kilogramm in einem Jahr für den Kopf betragen. I den Ankauf der Potsdamer Gasanstalt nach den Bestimmungen des 1 Daraus ergeben sich rund 2,5 Millionen Doppelzentner oder 250 000 Vertrages vom 25./28. Juli 1898 zu empfehlen. Die Mittel zur Tonnen Trockenfutter, also efira 4 Proz. des Fehlbetrages mit dem Ankauf sollen durch eine Anleihe beschafft werden, die man Die Verlust liste Nr. 97 der preußischen Armee einem Wert von 27,5 Millionen Mark. Wenn auch diese Ziffer erst aufnehmen will, wenn der Geldmarkt von den jetzigen Schwierignoch etwas eingeschränkt werden müsse, so bleibe doch ein gewaltiger feiten befreit ist. Wie notwendig die Erwerbung der Gasanstalt enthält Verluste folgender Truppen: Garde- Gren.- Reg. Franz; 3. und 4. Garde- Reg.; Garde- Jäger- Wert und eine wirtjame Unterstützung für die Erhaltung der Vich durch die Stadt ist, beweist das Angebot, das die Gasanstalt der Bat.; Gren.- und. Res.- Ers.- Reg. Nr. 2; Res. und. Landw.- Inf.- bestände und damit für die Volfsernährung während der Kriegs- Stadt bei einer Verlängerung des Vertrages bis zum 31. Dezember Reg. Nr. 6; Gren.- Regimenter Nr. 7, 8; Brig.- Eri.- Bat. Nr. 8; 3eit übrig. 1930 macht. Es lautet bei der späteren Festlegung des Kaufpreises Res- Inf. Regimenter Nr. 9, 10; Landw.- Inf- Reg. Nr. 11; Gren.In dem Rundschreiben wird dann eine Ausscheidung auf eine Ermäßigung des Banfontos um 300 000 M. und eine Reg. Nr. 12; Inf- und Res- Inf.- Reg. Nr. 15; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 16; Juf.- Reg. Nr. 17; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 19; Inf.- Regimenter der Küchen abfälle aus dem Hausmüll für notwendig Herabsetzung des Zuschlages auf das Baukonta von 25 auf 15 Proz Nr. 20, 21; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 23; Res.- und Landiv.- Inf. Reg. erachtet. Grundsak müsse sein, daß das für Bichfütterung be- ferner bietet die Gesellschaft eine jährliche feste und eine veränder Nr. 24; Inf.- Regimenter Nr. 30, 32; Rej. und Landw.- Inf.- Reg. stimmte Material schon in den Haushaltungen in verschiedenen liche Abgabe an, die nach der Bruttoeinnahme des im Stadtgebiet Nr. 34; Res.- Inf.- Reg. Nr. 39; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 42; Landw. Gefäßen streng von allem übrigen getrennt wird. In Städten Potsdam an Private verkauften Gases berechnet wird. Diese AbInf. Reg. Nr. 48; Inf. Reg. Nr. 51; Res.- und Landw. Inf. Reg. nicht zu großen Umfangs werde die Möglichkeit bestehen, die ge- gabe joll auf 8 Proz. bei einem durchschnittlichen Gaspreis von Nr. 52; Inf. und Rei.- Inf.- Reg. Nr. 56; Inf.- Regimenter Nr. 60, jammelten Küchenabfälle direkt von den Verbrauchern abholen zu 12%, Bi., 6 Proz. bei 12 Pf., 4 Proz. bei 11% Pf. und 2 Broz. 63, 64, 67; Res- und Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 68, 71, 72; Inf. lassen oder sie ihnen ohne Benutzung der Eisenbahn zuzuführen. bei 10% Pf. Gaspreis pro Kubikmeter betragen. Bei einer BerRegimenter Nr. 75, 76; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 76; Juf.- und Landw. Auch könne es zweckmäßig erscheinen, die Abholung den bereits tragsverlängerung bis 31. Dezember 1940 will die Gasanstalt das Inf. Reg. Nr. 77; Ref.- und Landw.- Inf.- Reg. Nr. 78; Landw. Inf. Reg. Nr. 81; Brig.- Eri.- Bat. Nr. 81; Rei- Inf.- Reg. Nr. 82; bestehenden oder ins Leben zu rufenden privatwirtschaftlichen Or Baukonto um eine halbe Million ermäßigen und den Zuschlag von Inf.- Reg. Nr. 83; Brig.- Eri. Bat. Nr. 83; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 84; ganisationen zu überlassen. Zunächst werde es sich darum handeln, 25 auf 10 Proz. herabjezen. Die veränderliche Abgabe brächte der ü.- Reg. Nr. 86; Gren.- Reg. Nr. 89; Inf. Regimenter Nr. 92, daß die Haushaltungsvorstände dazu veranlaßt werden, zwei Ge- Stadt im ersten Falle 57 824 M., im zweiten den gleichen Betrag. 97, 99; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 99; Gren.- und Landw.- Inf.- Reg. fäße aufzustellen, von denen das eine nur der Aufnahme der Nur würde sich die feste Abgabe um 10 000 M. erhöhen. Nr. 110; Inf.- Regimenter Nr. 111, 112, 113; Landw.- Inf.- Reg. Küchenabfälle( ohne Scherben, Kehricht usw.), das andere der AufNr. 118; Inf- Regimenter Nr. 131, 132, 135, 142, 156, 160, 164, nahme aller übrigen Hausabfälle dient. 169, 172; Res- Inf.- Regimenter Nr. 201, 203, 216, 220, 221, 224, Ueberall dort, io infolge des großen Umfanges der Städte In der letzten Kriegsausschussigung wurde beschlossen, die von 234, 239; Mobiles Erf.- Reg. Königsberg; Landst.- Bataillone I die Verwertung aller gesammelten Rüchenabfälle in frischem Zu der Gemeinde angekauften Startoffeln zum Preise von 3,50 M. pro Küstrin, Preußisch- Stargard; Jäg.- Bataillone Nr. 3, 4; Res.- Jäg. Bataillone Nr. 7, 8; Jäg- Bataillone Nr. 9. 10; Res.- Jäg.- Bat. stand in geregeltem Betrieb auf die Dauer nicht möglich ist, müsse Bentner an die Gemeindemitglieder abzugeben. Der Verkauf findet Nr. 10; Maschinengew.- Abteilungen Nr. 5, 9; 1. Erji- Maschinen- 3ur fabrikmäßigen Herstellung dauerhaften Trodenfutters ge- jeden Sonntag von 8-10 Uhr im Steller der Mädchenschule statt. gewehr- Komp. des 1. Armeekorps; Festungs- Maschinengew.- Abt. schritten werden. Die Erfahrung habe gelehrt, daß sich aus den Arbeitslose und Frauen der Kriegsteilnehmer sollen die Kartoffeln Küchenabfällen bei richtigem Verfahren und zwedentsprechender noch zu einem geringeren Preise erhalten. Tödlicher Straßenunfall. An der Ecke der Kraut- und BlumenDurchführung dieses Verfahrens ein haltbarcs, von allen Vichgattungen gern aufgenommenes, in seiner Futterwirkung für straße wurde Dienstagabend der 48 Jahre alte Kaufmann Leon Schweine, Milch-, Mast- und Zugvich etwa der Futtergerite gleich. Monderer aus der Warschauer Straße 81 von einer Automobilkommendes, in gesundheitlicher Beziehung einwandfreies Futter droschte überfahren. Er trug schwere innere Verletzungen davon Koppenstraße gebracht. Von dort sollte er in das Krankenhaus herstellen läßt, das, wie jedes andere sogenannte Kraftfutter, wegen und wurde in bewußtlosem Zustande in die Unfallstation in der seines geringen Volumens und verhältnismäßig hohen Nährwertes Am Friedrichshain übergeführt werden, starb aber bereits auf dem auf größere Entfernungen versandt werden kann und somit der ge- Transport. samten Landwirtschaft zugute kommen fönne. Das so gewonnene Trockenfutter fönne in jeder beliebigen Menge nicht nur in Kriegs-, sondern auch in Friedenszeiten von der Landwirtschaft zu einem Preise aufgenommen werden, der die Unkosten vollständig deckt 1. Garde- Feldart.- Reg.; Felbart.- Regimenter Nr. 1, 5, 8; Res- und außerdem einen namhaften Geschäftsgewinn erzielen läßt. Feldart.- Regimenter Nr. 11, 13; Felbart.- Regimenter Nr. 15, 16. Das Verfahren der Trockenfutterherstellung sei verhältnismäßig 31, 36; Ref. Feldart. Regimenter Nr. 43, 51; Feldart.- Regimenter einfach.( In dem Rundschreiben wird das Verfahren näher dar Fußart. Reg. Nr. 3; Ref. Fußart.- Regimenter Nr. 16, 20. gelegt.) Wenn eine derartige Fabrikanlage hergestellt worden sei, Pion. Bat. Nr. 5; II. Pion.- Bataillone Nr. 5, 6; 1. Pion. Bat. bestehe die Möglichkeit, auch eine zweite Gruppe, nämlich die geNr. 10; Pion.- Bat. Nr. 14; Pion.- Regimenter Nr. 19, 23, 25; Pion.- werblich verwertbaren Abfälle, zu verarbeiten. Dies führe zu dem Bataillone Nr. 26, 27; II. Pion.- Bat. Nr. 27; Pion.- Regimenter System der Dreiteilung, das darin besteht, daß die Abfälle in Nr. 29, 30; Scheinwerferzug des 22. Reserveforps. Haushalt in drei verschiedenen Gefäßen gesammelt werden: In Eisenbahn- Baytomp. Nr. 10; Armee- Telegraphen- Abt. Nr. 8; dem ersten die zur Futterbereitung bestimmten, in dem zweiten Feldfliegertruppe. die gewerblichen( Metallteile und Blechbüchsen, Scherben, GewebeRef.- San- Komp. Mr. 12 des 8. Reserveforps; San.- Komp. reste, Schuhe und Lederreste, Papier usw.), in dem dritten nur Nr. 2 des 16., Nr. 3 des 17. Armeekorps. Schladen, Abfälle und Kehricht. Der Inhalt des zweiten Gefäßes enthalte Bestandteile, die sich sehr vorteilhaft veriverten lassen, und die daher die Rentabilität der gesamten Müllbeseitigung günstig beeinflussen. Der Inhalt des dritten Gefäßes jei hygienisch ein wandfrei. Durch Aussieben lassen sich seinasche und sonstige feinere Teile von den gröberen Schladen trennen sind in der näheren Um gebung der Städte als Dünger verwenden. Die Schladen können zur Befestigung vpn Wegen usw. gebraucht werden. Daneben biete cine derartige Müllverarbeitung willkommene Beschäftigung in neuerstehenden Gewerbebetrieben. 2. Garde- Drag.- Reg.; Leib- Garde- Hus. Reg.; Leib.- Kür.- Reg. Nr. 1; Schweres Ref.- Reiter- Reg. Nr. 1; Kür.- Reg. Nr. 5; Drag. Regimenter Nr. 1, 4; Rej.- Drag.- Reg. Nr. 7; Drag- Regimenter Mr. 8, 14; Huf.- Reg. Nr. 4 fiche Ers.- Kav.- Reg. der 4. Landw.- Div.; menter Nr. 11, 15; UL.- Reg. Nr. 2 fiche Ers.- Kav.- Reg. der 4. Zandwehr- Div.; UL.- Regimenter Nr. 8 und 12 fiche Eri.- Kav.- Reg. des I. Reservekorps; Reg. Königs- Jäger zu Pferde Nr. 1; Jäg.- Reg. 31 Pferde Nr. 10 siehe Kav.- Erf.- Reg. des I. Reserveforps; Jäg.Reg. zu Pferde Nr. 11 siehe Ers.- Kav.- Reg. der 4. Landw.- Div.; Erf.- Kav.Reg. des I. Reservekorps; Ers.- Kav.- Reg. der 4. Landw. Division. Nr. 59, 60, 69. Berlust eines unbekannten Truppenteils. Die baherischen Verlustlisten Nr. 107, 108, 109 und 110 melden Verluste des Inf. Leibreg. München; 7. Inf. Reg. Bahreuth; 22. Inf. Reg. Zweibrüden; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 2, 5; 1. Fußart. Reg.; Rej.- Feldart.- Reg. Nr. 6; 8. Inf. Reg. Augsburg; Rej Inf. Regimenter Nr. 6, 11; Rej..Reg. Nr. 3; 8. Inf. Reg. Mes; Ref.Inf.- Regimenter Nr. 4, 6, 12; Feldlazarett Nr. 1 der bayer. Erf. Div.; San.- Komp. der Ers.- Div.; 5. Inf.- Reg. Bamberg; 6. Inf. Reg. Amberg. Aus Groß- Berlin. Transparentausstellung. Beim Spielen mit einer Gewehrpatrone ist der 16jährige Kurt Haaie aus Reinickendorf schwer verunglückt. Der junge Mann hatte auf dem Tegeler Schießplah eine Gewehrpatrone gefunden und machte sich daran zu schaffen. Plötzlich explodierte das Geschoß und zerichmetterte dem. die linke Hand. Der Verunglückte mußte, nach dem ein hinzugerufener Arzt einen Notverband angelegt hatte, nach dem Reinickendorfer Verbandskrankenhause geschafft werden. Aus dem fünften Stock gesprungen ist am Dienstagabend der 41 Jahre alte Rohrleger Franz Wichnewski aus der Chausseestr. 83. Er brach sich das Genic und war jofort tot. Der verwitwete Mann bauſte für sich allein und zeigte schon seit einiger Zeit Spuren geistiger Verwirrung. Sarasani im Zirkus Busch. Im bisherigen Zirkus Busch wird der Zirkus Sarasani eins ziehen, der früher schon wiederholt in Berlin, zuletzt auf dem Ererzierplaze, gastiert hat. Mitte Dezember sollen die Borstellungen eröffnet werden; zurzeit befindet sich Sarasani in Dresden. Vermißt wird der Gefreite Eugen Wiener vom Rei.- Juf- Reg. tr. 207, 7. Stomp., Er wurde ant 26. Dttbr. it den Stämpfen Geffen- Digmuiden durch Kopfschuß verwundet, wurde am 28. Dftbr... in das Ref. Feldlazarett zu Boveferte eingeliefert und soll Anfang November nach Thourout weitertransportiert worden sein. In Thourout ist er jedoch nicht zu ermitteln. Nachrichten erbittet Frau M. Wiener bei Jakob, Charlottenburg, Niebuhrstr. 2. Ebenfalls vermißt wird seit Montag früh unser 40jähriger Das Rundschreiben schließt:„ Es fann fein Zweifel darüber Genosse Richard Damets. Derselbe ist während dieser Zeit weder bestehen, daß eine derartig durchgebildete gewerbliche Verwertung auf seiner Arbeitsstelle Messing Werke, Neukölln, noch, sonst ant anderen Stellen gesehen worden. Er wird als fleißig und ordnungsder Hausabfälle vor dem jezt meist üblichen Verfahren der Abfuhr liebend bezeichnet und wird daher vermutet, daß ihm ein Unfall zu der ungetrennten Bestandteile in nationalwirtschaftlicher und ge- gestoßen sei. Nachrichten über den Verbleib des Betreffenden sind sundheitlicher Beziehung bei weitem den Vorzug verdient. Nur an die Adresse der Muiter, Frau Dameis, Grünauer Str. 25, Im Rathause ist eine Transparentausstellung eröffnet das System der Verbrennung des ganzen Mülls dürfte in lepterer 2. of I, zu richten. worden, die den 3wed hat, den Angehörigen freier Berufe Beziehung gleichwertig sein. Der Krieg verlangt die sofortige In- Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 4. Dezember nachmittags Hilfe zu bringen durch Ermöglichung des Verkaufes ihrer angriffnahme des Teiles dieses Vorgehens, das der Futter zwischen 78% und 8 Uhr ist in einer Autodroichle eine Papiermappe Arbeiten. gewinnung dient; wenn dieser Anstoß dazu führen würde, die mit Privatbriefen und Drucksachen liegen geblieben. Die Droschfe Mit der Transparentausstellung ist ein Kriegsbazar städtische Abfallbeseitigung in obigem Sinne in bejjere Bahnen ist von einem Herrn zur Fahrt vom Reichstagsgebäude nach der der Berliner Fach- und Fortbildungsschulen zu leiten, jo wäre darin ein großer Gewinn für das allgemeine Hardenbergstraße und von dort zum Kurfürstendamm 210 benußt verbunden, dessen Reinertrag gleichfalls für die Kriegshilfe Wirtschafts- und Gesundheitswesen der Städte zu erbliden. Von worden. Für die Wiedererlangung der Papiere ist von dem Fahrs bestimmt ist. der Entschlußfähigkeit und Tatkraft sowie der patriotischen Opfer- gast eine angemessene Belohnung in Aussicht gestellt worden. Nach willigkeit der einzelnen Städteverwaltungen und Haushaltungs- right nimmt der V. Kriminalbezirk Zimmer 405 III, oder jedes vorstände wird es abhängen, inwieweit das für die gegenwärtige Polizeirevier zu 3493 IV/ 45. 14. entgegen. Kriegszeit und weiterhin für die Zukunft gestedte Ziel sich erreichen läßt." Ein Opfer des Pfarrers Mirbt, Volkskunstabend in Lichterfelde. Sonnabend, den 12. Dezember, abends 8 Uhr, findet in der Aula der Oberrealschule, Ringstr. 2/3, der vierte Boltstunita bend statt. Der Vorverkauf der Eintrittstarten hat bereits in den bekannten Berkaufsstellen begonnen. Arbeitsloje erhalten wieder bei dem Vorsitzenden des Gewerkschaftslartells, reip. ihren 3ah stellenvorsitzenden, Freifarten. Die Freifarten für die Jugendlichen sind bem Jugendleiter abzuholen. Freifarten für Soldaten sind auch diesmal beim Genossen Heinig, Karlstr. SO I, zu haben. Zum Verkauf sind ausgestellt neben den Spenden von Künstlern und Stunstgewerblern der Berliner Fachschulen besonders auch Arbeiten von Schülern und Schülerinnen dieser Schulen, namentlich der Berliner Tischlerschule, der Höheren Fachschule für Tertil- und Bekleidungsindustrie, der Kunst- Dem Rundschreiben sind beigefügt 9 Anlagen über die Organischmiede im Gewerbesaal und der beiden Handwerkerschulen. sation zur Sammlung der Küchenabfälle, über die Verwendung der Durch diese Ausstellung wird der Berliner Bevölkerung ein Mittel Abfälle, eine Rentabilitätsberechnung usw. an die Hand gegeben, sich durch Augenschein zu überzeugen, auf welcher Höhe die Leistungen unserer funstgewerblichen Schulen ſtehen, welchen Anteil sie an der Entwickelung des Berliner der bekanntlich nach Verübung großer Schwindeleien von hier entHandwerks haben und welcher weiteren Ausgestaltung fie floh und nach einiger Zeit in Dresden festgenommen wurde, ist auch fähig sind. deffen Hausarzt geworden. Der Arzt Dr. B., der als Junggeselle für sich allein wohnte, gab im Vertrauen auf den Pfarrer alles, was er besaß, im ganzen 23 000 m., und rettete nichts. Der Verlust Die Pariciorganisationen einer Reihe württembergischer Orte, feines Vermögens und namentlich auch die Enttäuschung seines Ver- wie Cannstatt, Feuerbach, Heilbronn, llim u. a., haben sich in der trauens brachten ihn zu dem Entschluß, fich in seiner Wohnung mit fekten Zeit mit dem durch das Vorgehen des Landesvorstandes orphium zu vergiften. Seine Wirtschafterin fand ihn gestern gegen die Redaktion der Schwäbischen Tagwacht" ausgebrochenen Konflikt beschäftigt. In all diesen Orten wie auch auf einigen Wahlkreis- Vorständekonferenzen wurde das Vorgehen des Landesmorgen tot auf. vorstandes gebilligt, zum Teil freilich gegen sehr beträchtliche Minderheiten. Während der ganzen Dauer der Ausstellung finden täg lich um 6 Uhr Gesangsverträge von Schülerinnen der städtischen Fortbildungs- und Gemeindeschulen statt. Die Ausstellung für Verwundeten und Kranken- Fürsorge im Kriege" wird am Dienstag, den 15. Dezember, in den Gesamträumen des Hauptgeschofies des Reichstagsgebäudes cröffnet. In ihr wird zum ersten Male die unendliche Bielfältigkeit der der ärztlichen Behandlung und der Pflege unserer verwundeten und franken Krieger dienenden Einrichtungen zur Anschauung gebracht. Submissionsblüte. Aus der Partei. Zum Parteistreit in Württemberg. In scharfen Gegensatz zu dent Landesvorstand stellte sich am Welch besondere Eigenarten dem in Spandau vielfach erörterten Submissionswesen anbaften, beweist wieder einmal die Ausschreibung Sonntag die Kreisgeneralversammlung für den 1. württembergi der Entfestigungsarbeiten in der Gegend des Stresow in Spandau. Nach einer Meldung sind elf Angebote von hiesigen und ausmärtigen schen Wahlkreis( Stuttgart Stadt und Land), in der Genosse Unternehmern eingereicht worden. Die Arbeiten bestehen aus Boden- Reil als Referent die Ansicht des Landesvorstandes verteidigte. Die Verwertung der Küchenabfälle und die Städte. Die von 131 Delegierten Der preußische Minister des Innern und der Landwirtschafts- bewegun en, wobei es sich um etwa 58 000 Stubikmeter handelt, und während Genosse Erispien als Korreferent die Haltung der minister haben unter dem 27. November an die preußischen Städte aus den Abbruch der gemauerten Hohlräume, die in der Regel sehr Redakteure der Tagwacht" vertrat. ein Rundschreiben gerichtet, in dem die Verwertung der Küchen- feſt mit Zementmörtel zuſammengefügt sind; das dabei gewonnene befchickte Versammlung wurde während der Verhandlungen so erabfälle zur Herstellung von Futter für die Viehbestände und eine Material verbleibt dem Unternehmer. Für dieſe geſamten Arbeiten regt, daß die anwesenden Mitglieder des Landesvorstandes und zived mäßigere Müllbeseitigung gefordert wird. In dem Kund- ist eine Mindeſtforderung von 15 000 M. eingereicht worden, danach etwa 40 Delegierte den Saal verließen. Schließlich wurde folgen Angebote verschiedener Höhe, bis der Meistfordernde mit mit etwa 90 gegen 2 Stimmen folgende Resolution angenommen: Die außerordentliche Kreisgeneralversammlung des 1. Würtschreiben wird darauf hingewiesen, daß die Einfuhr von Kraftfutter- 165 000 m. erscheint. Der Zuschlag wird wohl vorläufig noch nicht 5000 M. tembergischen Wahlkreises spricht aus: mitteln durch den Krieg beträchtlich eingeschränkt worden ist. Wenn erteilt werden. auch die Einfuhr aus den neutralen Staaten nicht ganz unterbunden sei, so werde sie doch nur einen Bruchteil der früheren Zu den wichtigsten kommunalen Maßnahmen Potsdams gehört Einfuhr ausmachen. Erjazz werde nur in geringem Maße durch Einschränkung der Spiritusbrennerei und bei der Fabrikation von die Erwerbung der Gasanstalt, die sich im Eigentum der Dessauer Zuder geschaffen. Daher müsse jedes Mittel in Anspruch ge- Gasgesellschaft befindet, und deren Vertrag mit der Stadt am 1. Juli nommen werden, das zu einer, wenn auch nur kleinen Vermehrung 1916 abläuft. Der Stadt steht das Recht zu, innerhalb der Erdes Futterbestandes führen könne. Eine solche Vermehrung werde flärungsfrist, die bis Ende Dezember verlängert worden ist, ihre sich erzielen lassen durch die Verwertung der Küchenabfälle. In Absicht, die Gasanstalt zu erwerben, mitzuteilen. Die hierzu er= ländlichen Gegenden würden diese Abfälle bereits für die tierische forderlichen Aufwendungen werden sich mit allen Inventarwerten Ernährung verwendet; in den Städten des Reiches mit einer einschließlich des Rohrnezes auf ca. fünf Millionen Mark belaufen. Stopfzahl von rund 20,5 Millionen Menschen sei dies jedoch noch Die Stadt Potsdam hat ein ausführliches Gutachten eingeholt, das nicht der Fall. Nach den bisherigen Erfahrungen könne man an zu dem Schluß kommt, den Ankauf zu empfehlen. Der Magistrat ist nehmen, daß die als Futter brauchbaren Abfälle, auf Trockenfutter daher einstimmig zu dem Beschluß gekommen, dem Stadtparlament Der Ankauf der Potsdamer Gasanstalt durch die Stadt. 長 さ In Uebereinstimmung mit dem Parteivorstand und der Prez fommission verurteilt die Kreisgeneralversammlung das widerrechtliche und fachlich völlig unbegründete Vorgehen des Landesvorstandes gegen die bisherige politische Redaktion der Tagwacht" als einen Gewaltakt, der nicht nur das Recht der freien Meinungsäußerung innerhalb der Partei unterdrückt, der auch zu den ungeheuerlichsten Konsequenzen führen muß. Die SandTungsweise des Landesvorstandes ist ein Gewaltaft, wie er den schlimmsten fapitalistischen Brattifen entspricht. Der Landesvorstand hat sich selbst gegen den Willen des Parteivorstandes geweigert, seine parteischädigende Handlung wieder gut zu machen. Darum erkennt die Kreisgeneralversammlung an, daß die vergewaltigte Organisation aus Notwehr gezwungen ist, Mittel und Wege zu suchen, die in Zukunft solche Gewaltakte unmöglich machen. Die Minderheit der Versammlung, die den Saal verlassen hatte, fand sich mit den Mitgliedern des Landesvorstandes zu einer Sonderkonferenz zusammen. Dort wurde einstimmig folgende vom Genossen Keil in der Kreisgeneralversammlung eingebrachte Resolution angenommen: Die Generalversammlung des ersten württembergischen Reichstagswahlfreises stellt sich auf den Boden der Beschlüsse der Reichstagsfraktion und spricht dieser ihr volles Vertrauen aus. Die Versammlung billigt es, daß der Landesvorstand die notwendigen Schritte unternahm, um den Standpunkt der Gesamt partei zum Weltkrieg auch in der Schwäbischen Tagwacht" aur Geltung zu bringen, und erwartet, daß er auch fernerhin in diesem Sinne wirft. Mit dem gleichen Stimmenverhältnis wurde dann noch eine jie zur Sicherung des ökonomischen Rechts ihrer Mitglieder ge- 13. d. M. das Urteil auf und erkannte auf Einstellung des Ver: Sympathie fundgebung für Genossen Karl Zieb- troffen haben; die Vorstände der Organisationen sollen sich außer fahrens. Es wurde ausgeführt: Der Einwand des Angeklagten, fnecht beschlossen. dem schlüssig werden, welche Maßregeln sie gemeinschaftlich zu daß er nicht zum Vorzeigen seines Fahrscheins verpflichtet gewesen treffen in der Lage sind; 4. die Organisationen wechseln gegenseitig sei und ein Recht zur Weiterfahrt gehabt hätte, sei allerdings nicht alle wichtigen Mitteilungen aus, soweit sie die Lage der Seeleute betreffen, welche dann in den Fachzeitungen und in der sozial- autreffend. Gleichwohl könne hier keine Verurteilung erfolgen, und demokratischen Presse veröffentlicht werden sollen; 5. die Namen zwar aus folgenden Gründen. Die angezogene Vorschrift des§ 10 besonders brutaler Offiziere und der Vorgesezten sollen in den der Polizeiverordnung sei aufgehoben durch eine reichsgefeßliche Fachblättern befannt gegeben werden, ebenso die besonders be- Bestimmung, nämlich durch§ 123 des Strafgesehbuchs in seiner rüchtigten Schiffe in den einzelnen Ländern; 6. die Organisationen neuen Fassung vom Jahre 1912. In der neuen Fassung laute der der einzelnen Länder verpflichten sich, in besonderem Grade die Absah 1 des§ 123: jenigen Mitglieder zu unterstüßen, welche infolge der Brutalität Wer in die Wohnung, in die Geschäftsräume oder in das bes der Seeoffiziere in Rot geraten find; 7. juristische Beihilfe kann friedete Befigtum eines andern oder in abgeschlossene Räume, welche den Mitgliedern gestellt werden, doch soll die betreffende Landesorganisation, der das betreffende Mitglied angehört, die ent- um öffentlichen Dienste oder Verkehr bestimmt sind, widerrechtlich ſtehenden Kosten später zurüdbezahlen. Solche Fälle, die größeres eindringt, oder wer, wenn er ohne Befugnis darin verweilt, auf Intereffe und eine längere Zeitdauer beanspruchen, sollen vorher die Aufforderung des Berechtigten, fich nicht entfernt, wird wegen der betreffenden Organisation mitgeteilt und von dieser sanktioniert Hausfriedensbruchs mit Geldstrafe bis 300 M. oder mit Gefängnis werden; 8. die Organisationen unterstüßen sich gelegentlich mit bis 3 Monaten bestraft." Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Soziales. Kleine Nachrichten. Referenten; 9. jedes Jahr soll eine standinavische Seemanns- Diese Bestimmung umfasse denselben Straftatbestand wie die fonferenz stattfinden, an der je drei Delegierte teilnehmen können. Verordnung von 1908 in ihrem§ 10, nämlich den HausfriedensSoffentlich tragen diese Konferenzbeschlüsse dazu bei, in Die Bauschloffer haben in ihrem eigentlichen Beruf zurzeit Schweden überhaupt eine seemännische Organisation zu schaffen, bruch in abgeschlossenen Räumen, die zum öffentlichen Verkehr bewenig zu tun, da Bauarbeiten nur in jehr beschränktem Maße die sich sehen lassen kann. Die Chancen für die seemännische Bestimmt sind. Aus§ 123 hätte Angeklagter bestraft werden können, vorhanden sind. Aber in den Betrieben der Eisenindustrie, welche wegung in Skandinavien stehen momentan äußerst günstig, profi- wenn ein Strafantrag gestellt worden wäre. Denn nach§ 123 Kriegsmaterial anfertigen, finden auch die Schlosser Beschäftigung, tieren diese Länder doch durch die Stillegung der deutschen Schiff- trete die Strafverfolgung nur auf Antrag ein. Da ein Strafantrag nicht gestellt sei, so müsse das Verfahren gegen den Anso daß es gegenwärtig fast gar keine arbeitslosen Bauschlosser gibt. fahrt. In dieser Betrieben werden auch befriedigende Löhne gezahlt. geflagten eingestellt werden. Anders ist es dagegen in den Betrieben der kleineren Bauschloſſereien. Hier wird meist nur der tarifliche Mindestlohn, der für junge, wenig geübte Arbeitskräfte gift, an ältere, tlichtige Arbeiter gezahlt, so daß der Mindestlohn in vielen Fällen tatsächlich zum Höchstlohn geworden ist. Auch in den Geldschrankfabriken hatte Es sind darüber Zweifel aufgetreten, ob die durch sich der Metallarbeiterverband öfter gegen beabsichtigte Verschlechterungen der tariflichen Löhne zu wehren. Die am Dienstag ab- Bundesratsverordnung vom 3. Dezember für die Frauen von gehaltene Versammlung der Bau- und Geldschrankschlosser, wo diese Kriegsteilnehmern eingeführte Wöchnerinnenunterstübung Angelegenheiten besprochen wurden, hatte sich auch mit der Frage rüdwirkende Kraft hat. Die Zweifel sind unberechtigt. der Tariffündigung zu beschäftigen. Der Tarif der Geldschrant. Die rückwirkende Kraft besteht. Denn§ 10 der Bundesratsschlosser tann zum 1. Februar, der Tarif der Bauschloffer zum verordnung lautet wörtlich: 1. April gekündigt werden. Auf Antrag der Kommission und der Vertrauensmänner beschloß die. Versammlung: Obgleich eine Erhöhung der Tariflöhne begründet wäre, mit Rücksicht auf den durch den Krieg geschaffenen Ausnahmezustand von einer Kündi gung der Tarife abzusehen. Die Stod- und Zelluloidarbeiter sind durch den Kriegszustand sehr hart betroffen. Während vor dem Krieg in der Branche 534 Beschäftigte gezählt wurden, stand vom Ausbruch desselben bis zum 5. September überhaupt kein Branchenangehöriger mehr in Arbeit. Erst dann besserte sich die Lage ganz allmählich ein wenig. Auch jetzt sind kaum mehr als 100 Beschäftigte festgestellt. Biele haben in anderen Arbeitszweigen Unterschlupf suchen müssen. Soweit nun in der Branche Arbeitsgelegenheit ist, betrifft sie überwiegend die Anfertigung von 3eltstöden für die Militärverwaltung. Dabei mußte allerdings auch die gleiche schwere Benachteiligung der Arbeiter festgestellt werden, wie in anderen Berufen. Durchgängig ist die Bezahlung viel zu gering. Dazu kommt, daß einige Unternehmer bei gleichbleibendem Akkordpreis dem Arbeiter Teilarbeiten mit aufbürden, die früher besonders bezahlt wurden. Die Preise weichen aber auch bei den einzelnen Fabrikanten ge= waltig voneinander ab. Während in einem Falle pro Hundert 4 M. gezahlt werden, müssen sich die Arbeiter eines anderen Betriebes mit 1,70 M. begnügen. Unter solchen Umständen wird erklärlich, daß nur mit Hilfe ausgedehnter Ueber- und Sonntags arbeit ein einigermaßen ausreichender Verdienst zu erzielen ist. Das Hauptübel erblicken die Beteiligten in der Vergebung der Aufträge an einige Großkaufleute, die selbst nicht fabrizieren, sondern die Arbeiten an fleinere Unternehmer weitervergeben. Die Branchenleitung hat bereits Schritte unternommen, um auch hier durch die Organisierung einer Arbeitsgemeinschaft für Abhilfe zu forgen. Die Ortsverwaltung Berlin des Verbandes der Buch- und Steinbruderei- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen zahlt allen Familien, deren Ernährer bis am Tage der Auszahlung zum Heeresdienst eingezogen sind, eine Weihnachtsunterstüßung von 10 M. Als Legitimation ist der Unterstüßungsbogen oder ein anderer g.aubwürdiger Nachweis vorzuzeigen, daß sich das Mitglied im Heere befindet. Die Auszahlung erfolgt vom 15. bis 17. Dezember, vormittags 9 bis 12 Uhr, an der Ortskaffe Alte Jakobstr. 5. Den arbeitslosen Mitgliedern wird die Weihnachtsunterstützung am Dienstag, den 22. Dezember, ausgezahlt. Militärarbeit in den Innungsbetrieben. Zur Wöchnerinnenhilfe. „ Kriegssuppe." Wir lesen in unserem Kölner Barteiblatt:„ Die Kölnische " Beitung" brachte dieser Tage unter der Unterschrift zu einem Löffel Beitung" brachte dieser Tage unter der Unterschrift zu einem Löffel Suppe..." einen lehrreichen Feuilletonartikel. Da schildert einer, wie er von dem Herrn und der Frau Soundso zu einem Löffel Diese Vorschriften treten nach ihrer Verkündung( das war Striegsfuppe eingeladen worden ist, und was er in dem gaftlichen der 4. Dezember), in Kraft. Wöchnerinnen, die vor diesem Tage Salon erlebte. Die Herren in Frad, die Damen in Gesellschaftsentbunden sind, erhalten diejenigen Leistungen, welche ihnen toilette, so batten sich die Gäfte zu dem Löffel Kriegsfuppe eingevon diesem Tage an zustehen würden, wenn diese Vorschriften funden. Was gab es wohl? Wurde Linsen- oder Erbiensuppe gebereits früher in Kraft getreten wären." reicht, die die Kriegsteuerung für die meisten der einstigen VerDanach hat also z. B. die Ehefrau eines Kriegs- braucher von Hülsenfrüchten unerschwinglich gemacht hat? Gab es Oder hat man sich gar teilnehmers, die am 4. August entbunden hat, die Leistungen vielleicht Suppe aus Kartoffeln? zu verlangen, die ihr zustehen würden, wenn die Bundesrats mit einer Blut- und Brotfuppe wie in Spartas fernen berordnung vom 3. Dezember 1914 bereits am 4. August in Tagen begnügt? Hören wir, wie uns der glückliche GeStraft getreten wäre. Sollten Krankenkassen diese Leistung währemann der„ Kölnischen Zeitung" den Löffel Kriegsiuppe ablehnen, so können wir nur dringend zur Beschwerde an das schildert: Summermayonnaise, ein Sammelflegel in Rahmbrühe, eine niederträchtig feine DafenVersicherungsamt und an die weiteren Instanzen raten. Zu einer einengenden Auslegung, nach der nur die zunge mit allem Drum und Dran, Geflügel, ein saftiger jenigen Frauen einen Anspruch haben, die am 4. Dezember Rebrüden mit Steinpilzen, Dbst aus Südfrankreich, noch im Wochenbett lagen, liegt kein Anlaß vor. Zunächst ist Eis." Die entsprechenden Sorten Weine ergänze man nach Be unter„ Wöchnerin" im Sinne des Krankenversicherungs- lieben. geseges nicht die Wöchnerin im rein medizinischen Sinne Und draußen ist Krieg! In Dst und West rinnt auch für die verstanden. Wöchnerin im medizinischen Sinne mag nur die Verehrer solcher Kriegssuppen" tostbares Blut, fezen Männer ihr Frau sein, bei der eine physische Ausgleichung der Folgen Leben aufs Spiel, denen Sorge und Hunger die Stirne gefurcht der Geburt noch nicht stattgefunden hat. Es würde danach haben und deren letzter quälender Gedante finnt: Was wird aus vielleicht eine Frau bereits nach sechs, eine andere nach meiner Frau und was aus meinen armen Kindern? weniger, eine dritte nach mehr Wochen nicht mehr als Wöchnerin zu betrachten sein. Diese die individuellen Folgen berücksichtigende Definition ist für Krankenkassen unbrauchbar. Das Krankenversicherungsgesetz betrachtet als Wöchnerin eine Frau, die geboren hat und weist den Wöchne rinnen eine Wöchnerinnenbeihilfe für acht Wochen auch dann zu, wenn fie nicht stillen können. Das Gesetz berechtigt die Raffen ferner, diese Silfe auf zwölf Wochen zu erstrecken, wenn die Wöchnerin diese Zeit hindurch das Kind stillt. Eine Frau ist bis zur Beendigung der Stillungsmöglichkeit stets als Wöchnerin mindestens im Sinne des Krankenversicherungsgefeges anzusprechen. Demnach war eine Frau, die am 4. Auguft geboren hat, auch am 4. Dezember noch Wöchnerin". Zu dieser aus dem Krankenversicherungsgesetz zu entnehmen den Auslegung tritt noch hinzu: Welcher Grund soll denn für den Bundesrat vorgelegen haben, die Ehefrauen, die am 4. Dezember nicht mehr als Wöchnerinnen im engeren Sinne zu betrachten waren, dafür zu bestrafen, daß sie mit ihrer Niederkunft nicht warteten, bis der Bundesrat die Verordnung endlich erließ? Mieteinigungsämter. " Der Bundesrat wird in diesen Tagen eine Verordnung über Der Kutscher als Lehrer. Unter dieser Ueberschrift brachten wir in Nr. 829 eine der Medienb. Schulzeitung" entnommene Rotig, in der gefagt wurde. daß der Besizer des Ritterguts Bredenfelde der Schulbehörde au Stelle des weggezogenen Lehrers feinen Kutscher für das Schulamt in Vorschlag gebracht habe. Wir erhalten daraufhin nachstehende Berichtigung: „ Es ist nicht wahr, daß ich beabsichtigt habe, ben hiesigen Kutscher den Schulunterricht erteilen au laffen, gefchweige denn, daß ich einen entsprechenden Antrag beim Superintendenten ge stellt habe. Bredenfelde, den 7. Dezember 1914. v. Heyden, Ministerialrat a. D." burg unsere zuerst aufgetauchten Zweifel an der Wahrheit dieser ErWir bemerken dazu, daß die bekannten Schulzustände in Medlen zählung bald in den Hintergrund gedrängt hatten. Dies um fo mehr, als die Notiz in einem so lovalen Blatte wie die„ Medlenb. Schulzeitung" stand, der wir es überlassen müssen, den Fall weiter aufzuflären. Parteiveranstaltungen. Zweiter Kreis, Jugendabteilung. Sonntag, den 13. d. Mis.. findet eine Besichtigung des Museums für Böllerfunde statt. Treffpunti 2 Uhr vor dem Museum, Ede der Königgräger und Prinz- AlbrechtStraße Röntgental, Zepernick. Heute abend 8%, Uhr: Zahlabend im Lokal von August Lange, Röntgental, Siemensitr. 10. Frauenveranstaltungen. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag. den 14. Dezember, abends 8%, Uhr, in der Neuen Philharmonie, Köpenider Straße 96/97. Vortrag:„ Wir und die anderen." Referent: Robert Breuer. Gäste, Männer und Frauen, willkommen. Allgemeine Familiensterbekaffe. Sonntag, den 13. Dezember, Die Sattlerinnungen haben sich immer bemüht, Militärarbeit zu erhalten, ohne daß es ihnen int allgemeinen gelungen wäre, da sie die strengen Bedingungen der Heeresverwaltung nicht ein Es wäre dringend zu wünschen, daß das Reichsamt des halten konnten. Mangel an Betriebskapital und einrichtungen Innern flipp und flar erklärt, daß die Absicht des Bundeswaren und sind die Hauptursachen dafür. Trotzdem haben die Innungen in den lezten Jahren eine lebhafte Agitation zur Ge- rats dahin ging, der Verordnung vom 3. Dezember rüdwinnung von Militärlieferungen betrieben und angesichts der wirkende Kraft in vollem Maße beizulegen. Da es sich um Kriegszeit hatten fie jezt auch Erfolge. Es sollte die Arbeit aller- eine Erstattungspflicht des Reiches handelt, so ist verständlich, dings nur an die Innungen als solche vergeben werden, die dieselbe wenn Krankenkassen mit der weiteren Auslegung solange dann an die einzelnen Meister zu verteilen hatte. Hierbei zeigte zögern, bis das Reichsamt eine bindende Erklärung abgegeben es sich, daß sie dieser Arbeit nicht gewachsen waren, sondern nur hat. Sollte der Bundesrat in der Tat die Rückwirkung nur als Zwischenmeister bestehen können. Um den Anforderungen der in beschränktem Maße gewollt haben, so wäre eine sofortige Heeresverwaltung zu genügen, bedarf es eben leistungsfähiger, Ausdehnung seiner Verordnung dringend notwendig. Denn großzügig organisierter Betriebe, in denen alle Vorbedingungen zu einer raschen und einwandfreien Lieferung gegeben sind. Die Ungerechtigkeiten soll man so schnell wie möglich beseitigen. Lohnfrage mußte auch noch geregelt werden. Es folgten langwierige Verhandlungen, und zuletzt gestanden die Fabrikanten 20 Proz. Aufschlag zu, weigerten sich aber, für Ueberstunden mehr zu zahlen. Der Verband der Sattler stimmte dem zuletzt zu. Die Mieteinigungsämter erlassen, in der die Errichtung solcher Aemter Bahl- und Aufnahmetag von 3-6 Uhr, im Restaurant Gerichtstr. 12/13. Verhältnisse und der Arbeitermangel brachten es mit sich, daß die Fabrikanten nachträglich einen Sah von 30 Proz. freiwillig be- für größere Gemeinden obligatorisch vorgeschrieben und den willigten. Auf entsprechende Eingaben der Unternehmer hin hat Aemtern die Befugnis erteilt wird, die Parteien zum Erscheinen das Ministerium bestimmt, daß ein Fabrikant dem andern, der und zu eidesstattlichen Versicherungen zu zwingen. Leider soll 30 Proz. Aufschlag bezahlt, die Arbeiter nicht abspenstig machen auch die Bundesratsverordnung vom 18. August dahin eingeschränkt dürfe. Auch soll das Ministerium angeordnet haben, daß der werden, daß die Gerichte verpflichtet werden, die Einigungsämter Berliner Tarif mit 20 Proz. Aufschlag ausreichend sei. Nunmehr vor der Entscheidung, ob Zahlungsfrist zu gewähren ist, gutachtlich find die Innungen mit einem Male tariftreu geworden, nachdem zu hören, sie bisher den Tarif entschieden abgelehnt hatten. Uebrigens ist der Tarif nicht mehr der Zeit entsprechend, da die Fabrikation in. folge der großen Aufträge sich gewandelt hat und manche Arbeiten nach anderer Methode erledigt werden. Die Kriegszeit hat insofern gut gewirft, als die Innungsmeister nach dem Kriege wohl nicht mehr so schlechte Löhne werden zahlen können wie bisher. Aufgabe der betreffenden Arbeiter wird es sein, in diesem Sinne vorzuarbeiten, indem sie die Organisation stärken und ihre Aufgaben Ausland. erfüllen. Gerichtszeitung. Strafgesegnovelle und Straßenbahnordnung. Der§ 10 der Berliner Landespolizeiverordnung vom 8. Degember 1906, betreffend die mit Maschinen betriebenen Straßenbahnen des Landespolizeibezirks Berlin besagt: Fahrgäste, welche die zur Aufrechterhaltung der Ordnung und des Verkehrs er Eine Seemannskonferenz für die drei skandinavischen Länder fand nach dem„ Courier" kürzlich in Kopenhagen gehenden Anweisungen der Bahnbediensteten unbeachtet lassen, statt. Der Zweck der Konferenz war, eine intimere Busammen haben, unbeschadet der etwa eintretenden Bestrafung, nach Auf arbeit der Seemannsorganisationen in den skandinavischen Ländern forderung der Bahnbediensteten den Wagen sofort oder beim herbeizuführen. Das Resultat der Konferenz gipfelte in folgenden nächsten Halten zu verlassen." Beschlüssen: 1. Ehe eine Lohnbelegung unter den Seeleuten in Diese Bestimmung sollte Neumann übertreten haben. Bei einem der skandinavischen Länder ausbricht, sollen die Organisa- einer Fahrt auf der Straßenbahn hatte er zwar ein Billett, als tionen der anderen beiden Länder genau über die Lage der Ber- aber der Kontrolleur fam, zeigte er es diesem trob wiederholter Aufhältnisse unterrichtet, eventuell eine Konferenz einberufen werden; forderung nicht vor. Auch folgte er nicht unbedingt der dann an 2. bis eine bestimmte gegenseitige Unterstüßung bei Streiks feit ihn ergangenen Aufforderung, den Wagen an der nächsten Halte. gefest ift, verpflichten sich die betreffenden Organisationen, bei größeren Lohnbewegungen einander fräftig zu unterstüßen; in ftelle zu verlassen. Auf Grund dieser Feststellungen verurteilte allen außerordentlichen Fällen, zum Beispiel unter einem Krieg, das Landgericht I den Angeklagten zu einer Geldstrafe. unterrichten die Organisationen fich gegenseitig, welche Maßregeln Das Kammergericht hob auf die Revision des Angeklagten am Blutarme und Kranke trinken während der Rekonvaleszenz feurig süssen Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3. IV. Hoi rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 br, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieflaften be stimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen bei zufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. R. 12. 1. Schlechte Zähne. 2. Herzfrankheit. 3. Formfehler an den Beinen. G. W. Ja, weil die Strankbeit nicht mehr austedend ist. 2. R. 1. Sie baben feinen gefeßlichen Anspruch auf Unterstügung. $. A. 30. 1. Gedienter und ungedienter Landsturm. Die im Jahre 1895 Geborenen müssen sich bis zum 15. Dezember auf ihrem Polizeirevier gemeldet haben. 2. Das entscheidet der Militärarzt. 3. Sie haben Anspruch auf Lohn bis zum iblauf der Kündigungsfrist. Erheben Sie Klage beim 8. D. 10. Gewerbegericht auf Zahlung des Lohnes für drei Tage. Benden Sie sich zunächst an die Baupolizei um eine Bescheinigung, daß hebung des Bertrages und zugleich eine einstweilige Verfügung erwirten, Ihre Wohnung gesundheitsschädlich ist. Dann tönnen Sie flagen auf AusC. R. 12. 1. Jbre nach der Sie die Wohnung fofort räumen fönnen. Anwartschaft in der Angestelltenversicherung wird aufrecht erhalten, wenn Sie im nächsten und in den folgenden Jahren mindestens acht Monats: beiträge zahlen. 2. Nein.- Lorent. Die Löhnung für immobile Mann schaft steht ihm zu. Von einer Vermögensgrenze ist die Unterstügung nicht Schöneberg 35. Gine abhängig, das Gefeh schreibt Bedürftigkeit bor. Leiber zu spät. Berufung iſt aussichtslos. Neubrandenburg 81. Wetteraussichten für das mittlere Rorbbeutschland bis Freitagtagmittag: Mild, überwiegend bewölft mit weitverbreiteten, im Westen und längs der Küfte vielfach starten, im Südwesten meist geringen Regenfällen. Santa Lucia Stärkungs- Fl. 1.50 Nachahmung bitte zurückzuweisen. Rotwein u. 2.Käuflich in Apotheken, Drogerien und Delikatess Geschäften.