Nr. 340. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl 3,30 9. monatl. 1,10 SRL, möchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Ba. Bost bonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost Zeitungs Breisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luremburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 31. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Bfg., für bolitische und gemerfichaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pig. Kleine Hnzeigen", das fettgedrudie Wort 20 Big.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Big. Worte über 15 Buch staben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adrese: ,, Sozialdemokrat Berli." Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 13. Dezember 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplat, Nr. 151 90-151 97. Erhöhte Kampfestätigteit an der Westfront. Vom westlichen Kriegsschauplatz. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Die französischen Tagesberichte. Paris, 12. Dezember.( W. Z. B.) Amtlicher Bericht. bon gestern 3 Uhr nachmittags. Der Feind zeigte gestern einige Tätigkeit im Gebiet von 9pern. Er richtete gegen unsere Linien mehrere Angriffe, von denen drei völlig zurückgeschlagen wurden. An einer einzigen Stelle gelang es dem Feinde, einen unserer vordersten Schüßengräben zu erreichen. Wir rückten fortgefeht in der Richtung auf die feindlichen Linien vor. Im Gebiet von Arras ten schoben wir mehrere Schüßengräben vor und wiefen zwei Angriffe ab. Im Gebiet von Barennes befestigten wir den Gewinn Der Stactskapitalismus in England. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 12. De- al 3ember 1914, vormittags.( W. T. B.) ( Von unserem Korrespondenten.) In Flandern griffen gestern die Franzosen in Richtung östlich Langermarck an. Sie wurden Der Krieg hat in England zu einer schnellen Verbreitung zurückgeworfen und verloren etwa zweihundert fapitalismus geführt. Es war vorauszusehen, daß in Zeiten des Staatssozialismus oder besser gesagt StaatsTote, dreihundertvierzig Gefangene. der Kriegsnot, in denen alle Kräfte angestrengt werden Unsere Artillerie beschoß Bahnhof Vpern mußten, die Privatwirtschaft den Anforderungen der Landesund Juvincourt fanden Artilleriekämpfe statt. In den Argon- zur Störung feindlicher Truppenbewegungen. Kriegsversorgungsindustrie, in denen sie sich noch erhalten hat, berteidigung nicht entsprechen fonnte. In den Zweigen der Bei Arras wurden Fortschritte gemacht. In bat fie eine Unfähigkeit bewiesen und eine Storruption er der letzten Tage. Die deutsche Artillerie zeigte sich sehr tätis, Gegend Souain- Perthes griffen die Franzosen zeugt, die in allen Kreiſen den Ruf nach der lebernahme brachte uns jedoch keinerlei Berlufte bei. Ebenso festen wir auf erneut ohne jeden Erfolg an. Im Argonner- follektivistische Prinzip hat sich zweifelsohne dem individua dieser Industriezweige durch den Staat erweckt haben. Das den Maashöhen, im Bois de prêtre unfere Fortschritte fort. Süb- walde versuchten die Franzosen nach wochen- listischen gegenüber als unendlich überlegen erwiesen. Wenn lich Thann eroberten wir den Bahnhof von Asbach. Auf der übrigen Bogefenfront fanden nur Artilleriekämpfe statt. langem rein passivem Verhalten einige Vor- man aber weiter geht und von der vorgenommenen VerstaatBaris, 12. Dezember.( W. Z. B.) Amtlicher Bericht ſtöße; sie wurden überall leicht abgewiesen. Da- als einen großen Fortschritt zum Sozialismus spricht, wie lichung und der staatlichen Aktion auf wirtschaftlichem Gebiet Berichtstöße; fehr heftiger beutscher Angriff abgewiefen gegen nahmen die deutschen Truppen wiederum dies manche tun, jo gerät man leicht auf abschüifige Ebendort wurde der Schüßengraben, bis zu dem, wie nachmittags einen wichtigen französischen Stützpunkt durch Bege Bieles ist nur in der Not des Krieges und für die gemeldet wurde, die deutschen Truppen vorgedrungen waren, von Minensprengungerander. Geonor, orliff ffarkett, einmenden. daß namentlich in England ein einmal außerdem machten mir zweihundert Gefangene. richtungen nach dem Striege nicht wieder mit ein mächtiges Die neuen Kämpfe im Westen. Bei Apremont füdöstlich St. Mihiel wurden laffen. Decartige Fragen find diskutabei, dou Strieges erkennen fönnen. Ctliche Bemerkungen über den mehrfache heftige Angriffe der Franzosen ab- rung führt au nichts, solange wir nicht den Ausgang des gewiesen, ebenso auf dem Vogesenkamm in neuen englischen Staatskapitalismus find jedoch schon beute Gegend westlich Markirch. hon gestern abend 11 Uhr. In der Gegend von pern wurde ein uns zurüderobert Weiteres ist nicht au Rotterdam, 12. Dezember.( T. 11.) Die" Times" melden aus am Plage. Nordfrankreich: Die erneute Tätigkeit der Deutschen an der fer ist ein unerwaartetes Ereignis von geringer militärischer Bedeutung Das Unterwassergebiet, durch das der Feind vorwärts zu rüden Die Kontrolle, die die englische Regierung heute über dic trachtet, macht diese Absicht hoffnungslos. 3war ist das Wasser An der oftpreußischen Grenze warf unsere Eisenbahnen ausübt und die einer Verstaatlichung an einigen Stellen niedrig und kleine Sumpfinseln, die sehr wohl Stützpunkte bieten können, sind vorhanden, es ist jedoch völlig un- Kavallerie russische Kavallerie zurück und machte gleichkommt, ist für die Aktienbesitzer der Eisenbahngefell. schaften und die Eisenbahnarbeiter vorteilhaft, nicht aber möglich, mit einem Infanterieangriff vorzugehen, da die Soldaten als dauernde Einrichtung betrachtet für die Allgemeinheit. rettungslos im Moraft versinken müssen. Pervyse ist von den dreihundertundfünfzig Gefangene. Deutschen als Angriffspunkt außersehen. Die deutschen Truppen Südlich der Weichsel in Nordpolen ent- Die Eisenbahner, die bisher nur eine teilweise Anerkennung versuchten in der Hauptsache, unsere Bundesgenossen in den Laufgräben zu überraschen. In den schweren Gefechten der letzten wickeln sich unsere Operationen weiter, in Süd- ihrer Gewerkschaften durchseßen konnten, haben sich jetzt unter öster- Verbände errungen. Den Attienbefizern garantiert der beiden Lage, bei denen Opern den Mittelpunkt bildete, ist nur ein polen wurden russische Angriffe von öster- dem Staat eine so gut wie vollständige Anerkennung ihrer Teil der Engländer ernstlich bedroht gewesen. Unsere Artillerie reich, sch- ungarischen und unseren Truppen ab- Staat eine Dividende, die der des letzten Jahres- des hat ausgezeichnete Dienste geleist. Es verdient betont zu werden, baß wir soviel Kanonen in Dienst gestellt haben, wie wir not- geschlagen. wendig brauchen. Die Deutschen haben zwar in ihrem schweren Geschütz die Ueberhand, wir können jedoch vertrauensvoll feststellen, daß die Gesamtzahl der Geschüße und Ausrüstungen der Bundesgenossen diejenige der Deutschen überragt. Oberste Heeresleitung. ergeben; die Nürnberg" wie dies ab und tämpfte, bis sie unterging. Das britische Geschwader umfaßte die Angriffe französischer Flieger auf deutsche Banzerkreuzer Shannon",„ Achilles",„ Cochrane“ und„ atal". Benzindepots. Die englischen Verluste. Amsterdam, 12. Dezember.( T. 11.) Der„ Telegraaf" meldet aus Sluis: Englische und französische Flieger versuchen wieder- London, 12. Dezember.( B. T. B.) Meldung des Neuterschen holt die deutschen Benzindepots zu bombardieren. Da die Deut- Bureaus. Amtlich wird bekanntgegeben, die britischen Verluste schen nur einen ziemlich geringen Benzinborrat in Belgien zur Ver- in der Seeschlacht bei den Falklandsinseln betragen fieben Mann fügung haben, müssen sie fortgefeßt die Stellung ihrer Benzin- gefallen und vier verwundet; fein Offizier ist getötet depots während der Nachtstunden verändern, um diesen noten- oder verwundet worden. digen Betriebsstoff vor den feindlichen Angriffen zu schützen. Die Bomben, die die Flieger benußen, sind von besonderer Form; sie laufen sehr spit zu und sind an der Spiße mit einer Steuerfläche ähnlich der Pfeilflügel versehen. Zur Seeschlacht bei den Falklandsinseln. Admiral v. Spee mit dem Flaggschiff gesunken. Dank für die japanische Hilfe. an fettesten Wirtschaftsjahres, das England je erlebt gleichtommt. Das bedeutet bei einem Zinsfuß von drei Prozent eine Rapitalisierung in der Höhe des dreifachen Wertes der Eisenbahnen, wenn man diesen Wert nach den Schäzungent der kontinentalen Staatsbahnen bemißt und nicht nach demt fogenannten Kapital der englischen Bahnen, das zum größten Teil aus Verwässerungen und Kosten für Neuanschaffungen und Reparturen besteht. Dem wirtschaftlichen Leben EngIc ids dürfte diese Maßregel, sollte sie nach dem Kriege int Kraft bleiben und das wäre wohl für die im Parlament so mächtigen Eisenbahnaktienbefizer, denen diese tollen Zeiten gerade die Gelegenheit bieten, mit den Staate ein Ge bringen. schäftchen zu machen, recht vorteilhaft- keinen Nußen Ein Wort der Kritik fordert auch die staatliche Seeversicherung heraus. Der englische Staat übernimmt heute bis zu 80 Proz. des Kriegsrisikos für Schiffe, die nach der Kriegserklärung den Hafen verließen. Dies ist sicherlich geeignet, das Emporschnellen der Preise in England zu ver hüten. Andererseits hat die Einrichtung aber auch nachLondon, 12. Dezember.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen teilige politische Folgen. Bisher waren die Schiffsbesitzer Bureaus. Der japanische Marineminister hat in England die beharrlichsten Befürworter der Abschaffung Churchill eine Glückwunsch depesche zu dem Sieg bei den des barbarischen Seebeuterechts. Es ist zu erwarten, daß Falklandsinseln gesandt. Churchill hat hierauf geantwortet: ihre Opposition heute, nachdem ihnen der Staat das Risiko Daß das britische Geschwader den Deutschen einen entscheidenden bis auf ein Mindestmaß reduziert hat, merklich abflauen wird. Schlag beibringen fonnte, ist großenteils der träftigen Recht kompliziert liegen die Dinge bei dem neu geund unermüdlichen Hilfe der japanischen Flotte schaffenen 8udermonopol des englischen Staates. Der zu danken. Die Deutschen sind gänzlich aus dem Often vertrieben, feftländische Rübenzuder fam nach dem Kriege nicht mehr ihre Rückkehr dorthin dürfte äußerst schwierig und gefährlich sein. Churchill sprach namens der engliſchen und australischen Flotte den Dank für die unschätbare Hilfe Japans aus. Ein amerikanisches Urteil. London, 12. Dezember.( W. T. B.) Exchange Telegraph Company meldet aus New York unter dem 10. d. Mts.: Ein drahtloser Bericht aus Port Stanley besagt, daß Admiral London, 12. Dezember.( W. Z. B.) Die ,, Times" melden v. Spee mit dem Flaggschiff Scharnhorst" unter- aus New York: Die New Yorker World" schreibt zu der gegangen ist. Ein drahtloses Ersuchen um Einzelheiten Schlacht bei blieb unbeantwortet. " Wie die„ Nürnberg" unterging. " den Falklandsinseln: Die Zusammen ziehung der zerstreuten deutschen Kreuzer des Pacific durch Admiral b. Spee war ein brillanter Erfolg, der Großbritannien zwei Kreuzer und viel Sorge toftete. Man fonnte in London nicht das Gefühl der Sicherheit haben, so London, 12. Dezember.( W. T. B.) Die Daily Mail meldet lange diese Flotte bestand. Kein anderer Stampf der britischen aus New York: Das britische Geschwader bolte die Nürnberg" Flotte in diesem Kriege hat solche Bedeutung, wie die Zernach einer aufregenden Jagd ein und forderte fie auf sich zu ftörung von Scharnhorst"," Gneisenau und Leipzig". 17 erzeugenden Ländern nach neuen Bezugsquellen umsehen. Sie tat dies, faufte für 18 Millionen Pfund Sterling Rohzucker und schloß mit den Raffinerien einen Vertrag folgenden Inhalts: die Raffinerien überlassen den Rohzuckermarkt ganz der Regierung; fie beziehen ihren Rohzucker von der Regierung zu einem festen Preise und geben ihre raffinierten Produkte an die Sändler zu einem festgefesten Preise ab; der Unterschied zwischen den beiden Breifen darf nur so viel betragen, daß der Raffinerie für ihre Verarbeitung ein angemeffener( fair) Profit bleibt. Wie die Baumwollindustrie wird sich auch die englische Zuckerverarbeitungs. industrie nach dem Kriege wahrscheinlich in einer sehr bedrängten Lage befinden, da doch die Anbaufläche der ZuckerEinschränkung erfahren wird. Man hört deshalb schon Vorrüben auf dem europäischen Festlande eine sehr bedeutende ins Land und die Regierung mußte sich in den Nohrzucker 11 fchläge, der Staat jolle dafür sorgen, daß der Zuckerrüben. I dem Wege nach Südschlesien. Ein Vorwärtsdringen der Deutschen| deten sehr weit im Felde. Wir tamen nicht dazu, dankend zu quit anbau in England ernsthaft in Angriff genommen werde. in Polen würde aber notgedrungen das Vorrücken der Russen auch tieren. 10 Minuten später saßen wir wieder in M. auf dem Die Unterbrechung der Einfuhr von Anilinfarbstoffen aus hier zum Stillstand bringen. Deutschland läßt andere laut nach der Errichtung von Anilinfabriken unter staatlicher Mithilfe schreien. Eine ganze Reihe anderer staatssozialistischer Bläne wird diskutiert. Kurzum, der verbissenste Manchestermann ist auf einmal unter dem Druck der Not zum rabiatesten Staatssozialisten geworden. Gestlicher Kriegsschauplah. Lodz hat nur wenig gelitten. Berlin, 12. Dezember.( W. T. B.) Die Stadt Lodz hat durch die jüngsten Kämpfe um ihren Besitz sehr wenig gelitten. Einige Vororte und Fabrikanlagen außerhalb des Stadtbezirtes haben Beschädigungen aufzuweisen, doch ist das Innere der Stadt fast völlig unversehrt. Das Grand Hotel, in dem sich ein reger Verkehr abspielt, ist unbeschädigt, die Elektrische Straßenbahn verkehrt ohne Störung wie in Friedenszeiten. T. Französische Kritik der russischen Kriegsführung. Beim Train im Osten. Eine anschauliche Schilderung des Feldzugslebens einer Trainkolonne auf dem östlichen Kriegsschauplab entnehmen wir der Gewerkschaft", dem Organ der Gemeindearbeiter. Es heißt da in einem Feldpoftbriefe: 114 Der türkische Krieg. ange DUT gewandeld, Die nachie was/ fridas genien, Dom füdafrikanischen Kriegswur Marktplatz. Immer noch dieselbe Situation. Inzwischen war für die Zivilbevölkerung die Meldung eingetroffen, M. innerhalb einer halben Stunde räumen; der Zug stand am Bahnhof unter Dampf. Jebt wechselten die Bilder faleidoskopartig. Ein Durd einander wie in einem Ameisenhaufen. Dazwischen wir, ohne zu wissen, wohin. Keine Nachricht, wo die Truppe steckt, welche die Munition erhalten soll. Die Chausseen unpassierbar. Die Lage war kritisch. Inzwischen war es mittags 2 Uhr geworden; cs wurde nochmals gefüttert, jeder faute sein Stück Brot, die Mehr zahl kroch in die Wagen und schlief auf den Patronenfästen, das Meine Fahrleistung beträgt bis zum heutigen Tage 1600 runter auch ich. Es ist eigentümlich, man stumpft in solchen Lagen Kilometer. Dabei sind die Kreuz- und Querfahrten nicht einge gegen die Gefahr ab. Möglich, daß hier auch die ununterbrochene rechnet. Drei Pferde betrauere ich bis zum heutigen Tage. In 36stündige Bereitschaft das ihrige verursachte. Nun, ich schlief Fahrleistung und Pferdeverbrauch also ein Reforb... Auch uns janit, als ein pumpfer Schlag mich erwachen machte: Die erve sind die blauen Bohnen, Brummer und Fliegerbomben nicht er- Granate in den nächsten Häusern des Marktes." Fertig machen!" spart geblieben, aber es bleiben doch nur Einzelheiten, Episoden, tönte das Kommando. Rums, die zweite, dritte, vierte Granate. Angriffe und Ueberfälle von Kosaten sind in den Monaten Septem- Eine qualvolle halbe Stunde verging, dann zu einem„ Rechts ber und Oftober auf unsere Kolonne des öfteren erfolgt. Meist brecht ab marsch!" Raus aus M., denselben Weg in Richtung waren es starte Offizierspatrouillen, einmal eine Abteilung in auf A. zurück. Abends 10 Uhr auf unbekanntem Gut in QuarStärke einer Eskadron. Verluste für uns sind nie entstanden, weil tier. Zum zweiten Male an diesem Tage Erbsenkonserven ge wir wachsam wie die Terriers waren. Für den Gegner war die tocht, diesmal mit mehr Erfolg. Dann auf Wache gezogen, also Sache immer schmerzhafter. Solche kleinen Duelle spielen sich sehr feinen Schlaf gehabt. Um 1 Uhr nachts Meldung durch Auto. schnell ab. Auf dem Marsch, Meldung von einer Seitendedung, 22 Uhr weiter. Die dritte Nacht ging zu Ende; 7 Uhr morgens Die russischen Gesamtverluste in Polen. Ober acer, wenn die Beit Inapp, auf dem Wagen Chauffee noch nicht frei war. 1 Uhr mittags fertig. Stonserven und Wagen dicht ineinandergefahren, runter von der Karre, rein in den wieder durchschleppen durch den verfluchten Sandweg, weil die Chausseegraben. Berlin, 12. Dezember.( W. Z. B.) Die Räumung oder hinter dem Wagen Schutz gesucht und dann praffelt es Staffee gefocht; Bferde gefüttert. 4 Uhr Abmarsch und in der vier schon von einem bis zum anderen Ende, ohne Kommando, denn ten Nacht tamen wir gegen 12 Uhr in P.( Gut) an. Die Ladung von Lodz durch die Ruffen geschah heimlich des Nachts, wir sind alles alte Savalleristen, Landwehrleute, die selbständig zu war gerettet. An Eſſen dachte keiner, schlafen, schlafen um jeden daher ohne Kampf und zunächst unbemerkt. Sie war aber handeln gewöhnt sind. Sind die ersten Schüsse gefallen, dann greift Preis, ganz gleich wo, unter welchen Bedingungen. Wir schlie nur das Ergebnis der vorhergehenden drei eine eiserne Ruhe um sich, das Schießen wird gleichmäßiger fen. In der dritten Nacht war ich so ermüdet, daß ich beim tägigen Kämpfe. In diesen hatten die Russen ganz und dann ist meistens die Vorstellung beendet. Fahren einschlief. Die Spannkraft versagte. Nachtfahrten strengen ungeheure Verluste, besonders durch unsere schwere Artillerie. Berständlich werden Euch diese Angriffe durch feindliche Ka- besonders an, weil erhöhte Aufmerksamkeit notwendig. Ich saß, Die verlassenen russischen Schübengräben waren ballerie werden unter Berücksichtigung der langen Grenzlinie, die als ich erwachte, zwischen den Chausseesteinen und Bäumen fest, mit Toten buchstäblich angefüllt. Noch nie in im Often in den Monaten August bis Oktober mit wenigen Trup- ein Pferd mit den Vorderbeinen über die Deichsel, beide sanft den gesamten Kämpfen des Ditheeres, nicht einmal bei pen zu verteidigen war. Nur einmal stand die Sache für uns recht nickend. Von der Kolonne nichts zu sehen und zu hören. In Tannenberg, find unsere Truppen über so viele ruffische brenglich, und das war bei M. Keinen Pfennig hättet Ihr für die biefer Nacht blieben wegen Uebermüdung der Pferde 18 Wagen ganze Kolonne von 170 Pferden, 110 Mann, 62 Wagen und liegen, die im Laufe des Tages wieder nachtamen. Einige Tage Leichen hinweggeschritten, wie bei den Kämpfen um Lodz, 2800 000 Patronen gegeben. Das verhielt sich folgendermaßen: später erfuhren wir durch unsere Offiziere, wie ernst die Situation Lowicz und überhaupt zwischen Babianice und der Weichsel. Am 5. 10. erreichte uns der Befehl in A.:„ Kolonne soll In damals für uns war. Eintreffende Verstärkungen der Russen Obgleich wir die Angreifer waren, blieben unsere fanterie, Maschinengewehrmunition und Revolverpatronen laden. zwangen unsere Truppen zu einem faktiſchen Rüdzug. Uns Verluste hinter denen der Russen weit zu- Biel M." Nachmittags wurde aus der Bahn geladen: 60 Wagen wurde dadurch die Chaussee von L. nach M. gesperrt. Die Division rü cf. Wir haben insbesondere, im Gegensatz zu ihnen, ganz a 34 Stiften, jede Stifte a 1400 Stüd gleich 2 800 000 Stüd Patronen. war auch hier bereits im Rüdzug auf gedeckte Stellungen. Der unverhältnismäßig wenig Tote verloren. So fielen bei dem Gine kostbare Labung für eine Truppe, die den Feind aufhalten feindliche Flieger hat wohl die Munitionstolonne seiner Truppe bekannten Durchbruch unseres 25. Referbeforps bon chirre noch einmal nachgesehen und dann ging es am anderen abzufangen. Unsere Flieger haben die feindliche Stavallerie ge foll. Abends 8 Uhr war die Ladung verstaut, Wagen und Ge- gemeldet, worauf eine Kosakendivifion den Auftrag erhielt, uns diesem Heeresteil nur 120 Mann, gewiß eine Morgen, den 6. 10.,% 4 Uhr, im dichten Nebel los. Um 2 Uhr auf- meldet, und durch unsere Dohna- Ullanen wurde der Fang vereitelt. auffallend niedrige Zahl. Für die Verhältnisse beim Feinde gestanden, also nur 4 Stunden Nachtruhe. Mittags 1 Uhr nordöst- Wenn möglich, tomme ich Weihnachten nach Berlin, wenn ist deurgegenüber bezeichnend, daß allein auf einer Söbe südlich von 2. den Pferden Heu gegeben, schnell int Chauffeegraben nicht, dann nach dem Friedensschluß, ber nicht allzu lange auf lich Lutomierst( westlich Lodz) nicht weniger als 887 tote ein Feuer und 10 Minuten später schlürften wir bereits Kaffee. fich warten lassen möge. Russen gefunden und bestattet worden sind. Auch die russi. Als wir um 2 Uhr den Marsch fortseßen wollten, erreichte uns at sige fchen Gesamtverluste fönnen wir, wie in den früheren die Meldung: Straße unpassierbar, weil im Feuerbereich feindlicher Infanterie." Schlachten, ziemlich zuverlässig schäßen. Sie betrugen in Da standen wir wie die betrübten Lohgerber. Sen bisherigen Rämpfen in Polen mit Ein eine Strede von 20 Kilometer mit schwerer Last Infanteriefeuer Ein- hilfe war nirgends zu haben, und Torheit wäre es gewesen, sich Die türkische Flotte beschießt Batum. ichluß der von uns erbeuteten 80 000 Gefangenen, auszusehen. Also ein Umweg gemacht Landweg 8 Stilo Konstantinopel, 11, Dezember.( W. T. B.) Die tür die inzwischen mit der Bahn nach Deutschland abbefördert meter am Waldessaum entlang. Zweite Hälfte der Kolonne leistet tische Flotte beschoß gestern die Umgebung worden sind, mindestens 150 000 Mann. der ersten Hälfte Vorspann und dann beim Dämmern des Abends los. Bei Erreichen der Chaussee Bosten zurüdgelaffen, mit den von Batum Batum und beantwortete so die russische Beferden 8 Stilometer zurüd und zweite Sälfte nachgeholt. Um hauptung, daß die osmanischen Kriegsschiffe vom Schwarzen 10 Uhr abends war diese Arbeit beendet und die Pferde durch das Meer weggefegt und die Schiffe Sultan Javus Selim und Fahren im knietiefen Sand ausgepumpt. Aber das Biel M. mußte Midilli außer Gefecht gesetzt seien. In dem gestern gemeldeten, erreicht werden. Also Los weiter. Vorwärts! Die zweite Baris.( 2. II.) Siefige Militärfachleute halten angesichts der Nacht ging au Ende, start belästigt burch Batrouillen, erreichten wir für die Türken glücklichen Kampfe hatten die Russen 100 Tote andauernden russischen Wißerfolge in ihrer Kritik der Kriegsführung des um 8 Uhr morgens M. ohne die Division zu finden. Also durch und eine Anzahl Verwundeter. Großfürsten Nikolai Ritolajewitsch nicht mehr zurüid. 3m, emps" M. weitergefahren, müde, abgespannt, Pferd und Mann hungrig, macht General 2a.croig feinem Unmut in recht deutlicher Weise frierend. Schon in M. fah ich, daß etwas außergewöhnliches im Luft. Der Hervorragende Fachmann schildert die Gefahr, biz hon Verbündeten durch die bie ruche Umartgteit auf dem meftlichen ben auf Wagelchen ins Bazanett gefahren. muro herjagende Griegeishauptay enmeyen tann, in folgenden Aufiehen erregenden Ordonnanzen, Autos, Radfahrer, fluchtenbe Zivilbebofterung, ein Borten: Nach Petersburger Meldungen hat das großartige Ziel der Rennen, Ketten, glüchten. Dazwischen wir mit der kostbaren 2aruiftidien Kriegsführung darin bestanden, die deutschen Geere nach Chauffee ein salt. Runter vom Wagen, die Füße warmgetreten, dung; die Truppe unauffindbar. Da hinter M. auf ansteigender Bolen zu locken und dort bis zur Erschlaffung festzuhalten. Wir die Hände warmgeschlagen, mit den nächsten Kameraden einen Berlin, 12. Dezember.( W. T. B.) Die Rheinische Mission in fönnen nur hoffen, daß ein solcher Plan nicht offiziell bestätigt wird. Schlud aus der Feldflasche gewechselt, eine Bigarette angezündet, Barmen hat die Nachricht erhalten, daß ihre Missionare Feige Eine solche Inaktivität hat recht bedenkliche Nebenerscheinungen. die Meinungen über die Situation ausgetauscht. Rums, bums, aus Sarepta Kapland und Laas aus Lüderizbucht, Heberhaupt find unsere Verbündeten auf der ganzen Front, mit Aus- trepiert 150 Meter neben uns im Felde die erste Granate, bum, fowie der dortige deutiche Pastor Coerper mit Frau und zwei nahme vielleicht Galiziens, etwas sehr passiv. In Ostpreußen ver- 100 Meter die zweite. Kurz Kehrt, nach M. zurück. Ginen anderen Kindern von den Engländern in das Gefangenenlager nach lautet gar nichts mehr von dem russischen Vormarsch. Er scheint Weg gesucht, Halt gemacht, gefüttert und abgekocht. Berittene Bieter Marisburg gebracht worden sind, außerdem noch drei Bon der Berliner Mission sind die Missionare sollen Truppe fuchen!% 4 Stunde später der Befehl:" Fertig deutsche Missionare. durch die Drahtverhaue des Gegners aufgehalten worden zu ſein. machen!" Rochendes Wasser für Suppe, rin in den Graben. Stüd Bimmermann, Mangle, Jurkat und Jaedel als Gefangene nach Bei Lodz sind die Deutschen der angreifende Teil, ebenso bei Brot abgerissen, Kehet, zurüd nach M. Die Klappe war zu, wir Pretoria abgeführt, wo auch die Pastoren Wagner- Kapstadt und Czenstochau und Krakau. Die Russen beschränken sich darauf, ihre saßen in der Falle. Da ein Surren in der Luft. Flieger! Dr. Bietor- Pretoria gefangen gehalten werden. Die südafrikanische Kanonen bonnern zu Taffen. Die einzige Stelle, wo die Rufien Nationalität nicht erkennbar. Gine Minute später gab er zwei- Regierung, die anfangs den Missionaren gegenüber milde verfuhr, eventuell vorwärts marschieren, wenn auch nur sehr langsam, ist auf mal feine Bisitenkarte ab, ohne Schaden für uns, denn sie lan- ist also nach dem Burenaufstand rücksichtslofer vorgegangen. schem Militär besetzt war, jo vollzog sich der Durchzug ihrer ge-| fühlt, dort viel gebeichtet und geopfert und dem katholischen Pfarrer waltigen Truppenmaffen ohne Schaden für die Stadt. Noch ge- und dem Altarjatrament Ehrerbietung erwiesen. Zwei evange waltiger war der Durchzug der Flüchtlinge, die hier von verschie In der Königsberger Hartungschen Beitung" findet sich ein denen Simmelsgegenden zusammenströmten und die Alle überdem Evangelischen Gemeindeblatt" entnommener Bericht des schritten. Wochenlang hat das Rollen der hart aufeinander folgen Generalfuperintendentem Dr. Schöttler über eine Reise, die den Wagen Tag und Nacht nicht aufgehört, wochenlang ist es in der von ihm in Begleitung des Vorsitzenden bes ostpreußischen Haupt sonst stillen Stadt wegen der unaufhörlich rollenden Wagen schwer vereins der Gustav- Adolf- Stiftung Professor Dr. Benrath in die möglich gewesen, über den Straßendamm zu gehen. Das evangeErmländische Diaspora unternommen wurde. Dieser Bericht gibt lische Pfarrhaus, an dessen Gaftlichkeit viele bankbar zurüddenten, eine ruhige und fachliche Darstellung der Spuren, die die russische und das Gemeindehaus sind dabei oft bis unter das Dach von Invasion in jenen Gegenden Ostpreußens zurüdließ. Es heißt da: Flüchtlingen voll gewesen. Von Heilsberg mußte aus äußeren Die erste Stadt, in die wir tamen, war Wormditt. Sie Gründen ein Abstecher nach Bartenstein gemacht werden. Hier hat ein russisches Vombardement ausstehen müssen, und es ist u. a, war die Gemeinde auf den Besuch nicht vorbereitet, doch sahen wir eine Bombe in das Haus des evangelischen Glödners geschlagen, hier die ersten Kriegszerstörungen, vor allem die beim Rückzug der doch haben sämtliche russische Bomben nicht gezündet, weil sie, wie Russen von ihnen gesprengten drei Allebrücken. Die russischen spätere Untersuchung gezeigt hat, sämtlich mit Sand statt mit Bomben haben hier gezündet. Wenn auch in der Stadt selbst nur Sprengstoffen gefüllt waren. Die evangelische Gemeinde hat, ob ein Haus am Markt geringfügig beschädigt war, so waren außer wohl ein großer Teil mit dem sogenannten Bergungszug geflohen halb der Stadt einige Güter durch Geschüßfeuer verbrannt und nebst war, teinen besonderen Schaden erlitten. In egerteln ist anderen geplündert; auch die Unteroffiziervorschule vor der Stadt wohl die ganze kleine evangelische Gemeinde geflohen. Nachdem war gründlich zerschossen; ebenso hatte die auf dem anderen Ufer fenden Parteigenoffen: schon am 25. Auguſt der Bergungszug die Flüchtigen bis Göttgen der alle liegende Landkirche sieben Bomben erhalten, von denen bahin. Also heute noch sollten wir unsere Feuertaufe erhalten. Gedorf gebracht hatte ringsum loderten Brände fand am fünf ohne zu zünden, in das Holzwerk des Daches gefahren waren, 31. August eine allgemeine Flucht statt. Leider ist dabei der Or eine einen Strebepfeiler und eine eine Ecke der Safristei beschädigt wiß, furchtlos hatte ich den Augenblick herbeigewünscht, wo es galt, den Kampf gegen die fofakischen Horden des Barismus auch in dieser ganist und Postagent, der auf dem Rade flüchtete, von den Ruffen haben. Das Innere der Kirche ist unversehrt, so daß regelmäßig Form zu führen. Und doch, es stahlen sich im Bewußtsein dessen auch erschossen worden, Gegenwärtig erteilt der Pfarrer, der eine Zeit- der Gottesdienst gehalten werden fann. weichere Regungen in das Gemüt. Das Bild von Weib und Kindern Tang von seiner Gemeinde abgeschnitten war wie überhaupt In Bischofstein hatte die Flucht der Gemeinde am stand lebendiger als je vor dem Auge. Werde ich die so liebgewonnene die Rückkehr in die Gemeinden wegen der Sperrung des Bahn- 20. August begonnen, sie steigerte sich seit dem 24. August, an dem Berufsarbeit fortjeßen können; werde ich jemals wieder in den Ververkehrs häufiger mit Schwierigkeiten verbunden warden Unter ein Anschlag an dem Postgebäude erschien mit dem Wortlaut: Große sammlungen zu den Kollegen sprechen, ihnen mit Rat und Tat beiricht in der Schule, während seine Frau den Organistendienst Gefahr von Bischofsburg! Man hatte sich umsonst gefürchtet, da stehen können?- Da plöglich in diese Gedanken hinein ein furchtwahrnimmt. Danieder liegt der Stationsunterricht. Geschädigt die Narewarmee, auf die sich die Warnung bezog, nicht bis Bischof- bares Krachen an unserer rechten Seite; eine Feuergarbe, und dann ist die Gemeinde durch Brände in Altkirch, Paterswalde stein heraufgekommen ist. Aber die Folge der Warnung war, daß ist alles eingehüllt in einer Wolfe von Pulverdampf, aufgespritzter und auf dem Bahnhof. Doch ist es gelungen, die in Regerteln etwa neun zehntel der Gemeinde nach allen Seiten floh. Vom Erde und fleinen Eteinen. Einen Augenblid steht die kühle Ueberbefinliche Erziehungsanstalt mit 24 Kindern vorher in Sicherheit 28. bis 30. August sind dann Teile der Rennenkampfschen Armee legung still. Aber nur für einen Augenblick. Was war das, eine zu bringen. Auch in Guttstadt, wo die Russen auf dem katho- in Bischofftein gewesen. Sie haben aus dem Pfarrhaus wohl Flattermine, eine Granate? Die Frage war noch nicht im Geifte belischen Bahnhof bivatiert haben, war der 31. August der kritische Essen und Wäsche genommen, aber sonst nichts zerstört, auch die antwortet, da erklang laut und hart das Kommando: Nach links mit Tag. Es wurden von dem Feinde die Post und drei Kaufläden Kirchenbücher und den Kassenschrank unversehrt gelassen. Brand- weiten Abständen ausschwärmen, marsch, marsch! zerstört, aber keine Brände angelegt. Ein sehr großer Teil der schaden ist nur am Bahnhof vorgekommen und in seiner Nähe; Im Laufschritt ging es in die Bodensenkung zu unserer Linken evangelischen Gemeinde war geflohen, meistens mit dem Bergungs- dort sind eine Schneidemühle, eine Tischlerei und eine Abbau- hinunter. Hinlegen! Sun waren wir aus dem Gesichtsfelde des zug am 25. Auguft. Der Pfarrer, der mit diesem Zuge seine Fa- besibung abgebrannt. Der größte Schaden ist, daß nicht weniger Feindes. Denn daß es keine explodierende Mine war, wurden wir milie in Sicherheit bringen wollte und dann bei weiterer Benußung als 16 Personen in Bischofstein und Umgegend getötet worden sind. nun gewahr, als der Feind unaufhörlich Granaten über Gra= eines Militärzuges unerwarteterweise bis weit nach Westpreußen Bon Bischofstein ging die Fahrt nach Bischofsburg. In naten zu uns herübersandte. Er suchte gewissermaßen mit Grahinein verschlagen wurde, ist einige Zeit an der Rückkehr in seine Bischofsburg ist, nachdem am Abend des 24. August die Kosaten naten das Feld ab, in dem wir uns seinem Auge verborgen hielten, Gemeinde gehindert worden. Doch ist das Pfarr- und Schulhaus eingerüdt waren, nur ein kleiner Teil der evangelischen Gemeinde ohne irgendwelchen Schaden bei uns anzurichten. Nur wenige Meter nicht ohne Aufsicht geblieben, da die Frau des Kantors durch geblieben. Auch der Pfarrer, dessen Name auf einer Liste der zu war die erste Granate zu kurz gewesen, sonst hätte sie mitten in die preußische Truppen an der Flucht, die sie wohl zu spät antrat, Berhaftenden stand, mußte fliehen und hat in Peplin zweieinhalb marschierende Kompagnie eingeschlagen. Nun Tagen wir vollständig verhindert wurde und auf diese Weise in ihrer Häuslichkeit bleiben Wochen amtieren können. In der Kapelle zu Bergenthal ist ledig regungslos auf dem Bauch; vor und hinter uns plazten die Granaten mußte. Die Gemeinde hat mancherlei Verluste erlitten. lich das Altarbild durch drei Flintenschüsse zerstört; die Kapelle in des Gegners. An eine Wiedervergeltung war nicht zu denken, da die In Heilsberg, der so herrlich gelegenen Stadt, ist bei dem Maschung, deren Mauern bereits bis zur Fensterhöhe gebaut feindlichen Geschüße nicht mit dem Gewehr zu erreichen waren. Hier Einbruch der Russen tein Schaden geschehen. Vorsichtig wurde die sind, sollte in die Luft gesprengt werden, ist aber mit Rücksicht auf lernten wir schon kennen, daß der moderne Krieg etwas ganz anderes Stadt von dem Kreuzberge aus beobachtet, ängstlich beinahe schauten die benachbarte katholische Schule verschont geblieben. Ueberhaupt ist, als die meisten gedacht hatten. Das furchtlos tapfere Dahindie Feinde über die massive Kirchhofsmauer, es war so, als ob sie haben die Soldaten dieser russischen Armee, die wohl hauptsächlich stürmen, drauf und dran mit Mut und Entschlossenheit an den Gegner, jich nicht denken konnten, daß eine solche Stadt gar nicht von preußi- aus Bolen stammten, in der katholischen Kirche sich heimisch gemachte einer anderen Zapferfeit Blak. Das untatige Die Russenspuren in Ermland. Schauplatze. Deutsche Missionare als Gefangene. lische Kaufleute aus der Stadt find als Geifeln fortgeführt, bereits in Mensguth aber wieder freigelassen, jedoch bei ihrer unvorsichtigen Rüdfehr erschossen. Jetzt sind ruhigere Beiten eingetreten: die firchlichen Gottesdienste sind, wenn auch viele Frauen noch fehlen, wieder gut besucht, und der Pfarrer tann neben seiner sonstigen Amtsarbeit noch Seelsorge an etwa 300 Verwundeten, die in der Stadt liegen, treiben. Die Weiter und Rückfahrt über Sorquitten mit seinem ausgebrannten Schloß, Sensburg, Nöffel, das gleichfalls ausgebrannte Remontedepot Weidehnen und dann das Dorf und den Bahnhof Korschen, die beide gewaltige Brandschäden aufweisen, vertiefte noch zum Schluß die auf der Reise gewonnenen Eindrücke. Die Feuertaufe. Aus dem Feldpostbrief eines im Often als Landwehrmann kämp In Gedanken verloren schaute ich über das blaue Wasser wie General Gepers fiel. Prätoria, 11. Dezember.(W- T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Leiche Beyers wurde bei Vliege- kraal gefunden und identifiziert. Die Unterfuchung ergab, daß Beyers nicht verwundet war, sondern der Tod durch Ertrinken erfolgte. Beyers geriet, während er durch den Laal schwamm, aus dem Sattel und suchte wieder das linke Ufer zu erreichen. Er begann, als er etwa 300 Jards vom Ufer war, um Hilfe zu rufen. Ein Soldat fragte vom Ufer auc-, ob er verwundet wäre. Beyers antwortete: Ich kann nicht schwimmen, meine Kleidung hindert mich! Infolge des heftigen Feuers war es unmöglich, Hilfe zu leisten. Zusammen mit Beyers ertrank noch ein anderer Bur. Der Seekrieg. die bisherigen ßlottenverlufie üer Krieg- führenden. Eine Zusammenstellung der Schiffsverluste der kriegführenden Mächie ergibl folgendes Bild. Dabei können natürlich nur die sicheren und unbestrillenen Angaben benutzt werden. Auch müssen die Verluste an kleineren Fahrzeugen auster Betracht bleiben, der Kanonen-, Torpedo- und Unierseeboote. Die Angaben darüber sind oft unsicher und widersprechend, lassen sich nicht so leicht kontrollieren, auch sind solche kleineren Schiffe leichter zu ersetzen. Die Zu- iauimenstellung berücksichtigt deshalb nur Schiffe mit über LAX) Tonnen Wasserverdrängung: England Deutschland Linienschiffe: Audacious... 28 37» Tonnen Bulwark... 15 270. Panzerkreuzer: Ereffy.... 12 IS» Tonnen Scharnhorst.. 116»» Tonnen Aboulir... 12 19», Gneisenau... 116»»» Hogue.... 12 19», Jorck.... 9£)»», Good Hope.. 14 33», Monmouth.. 9 960, Geschützte Kreuzer: Hawke.... 747» Tonnen Leipzig.... 3 26» Tonnen Hermes.... 570», Hela..... 2 040, Pegasus.,. 217»„ Ariadne,., 2 660,' Palbfinder.. 2 990, Nürnberg... 3 400„ Amphion... 2600„ Emden.... 3650» Mainz.... 4350„ Köln.... 4350„ __ Magdeburg, 4 550 121 300 Tonnen 60 750 Tonnen Die Sehanölung öer Deufchen in Australien. AuS Sydney wird der„Welt-Korresp." vom 29. Oktober geschrieben: Für die Behandlung der Deutschen in Australien haben die australischen Regierungen den Grundsatz ausgesprochen, daß s i e in erster Linie für Schutz und Unterhalt der in Australien zurück- gehaltenen Deutschen zu sorgen hätten. Auch das Publikum und die Presse haben erfreullcherweise diesen Standpunkt elllwMMWLN und befolgt. Von irgendwelchen Feindseligkeiten oder Schikanen ist nichts bekannt geworden. Tie Spionage von deutscher Seite erschien ja auch durch die Natur der Verhältnisse als aus- geschlossen. Ausschreitungen der Bevölkerung sind mit einer AuS- nähme(der Schuldige, ein betrunkener englischer Matrose, ist durch sofortigen Richterspruch streng be st rast worden) in Neu-Süd- Wales nicht vorgekommen, in Melbourne nur verein- zeit; über die übrigen Landesteile liegen keine zuverlässigen Nach- richten vor. Doch sprechen eine Reihe von Umständen, wie die allgemeine Achtung, die das deutsche(namentlich das deutsche Siedler.) Element in Australien genießt, der Charakter der Austra- lier und ihre Stellung zu einigen politischen und militärischen Problemen des Mutterlandes u. a. dafür, daß die Deutschen in Australien überall gut behandelt worden sind. Liegen im feindlichen Feuer erfordert ein viel höheres Matz von Willenskraft und Seelen stärke, als der Sturm auf die feindlichen Positionen. Ungeduldig fragte ich unsere» Zugführer, ob wir nicht vorwärts wollten? Aber die Antwort lautete: nein, wir haben den Befehl, hier liegen zu bleiben, bis sich unsere Truppen links von u»S entwickelt haben. Also dann nicht! Mit der Erkenntnis d'ö Notwendigen kehrte auch die ruhige Selbstbeherrschung wieder zurück. Ich zündete mir eine Zigarette an, und die Kameraden und ich haben wahrend de» zweistündigen Stilliegens im feindlichen Granatseuer, unserer Feuertaufe, noch viele verqualmt. Heute ist der 28. Oktober. Ich konnte den Brief, den ich am 25. Oktober angefangen hatte, nicht pollenden, da wir den Befehl znin Vorrücken erhielten. Wir erstürmten das letzte deutsche Dorf, das die Ruffen besetzt hielten, wobei unsere Kompagnie 20 Tote und Verwundete hatte. Doch zurück zu unserem ersten Gefecht. Endlich kam der er- lösende Befehl: VorwärtsI Jetzt ging es dran. Nach heißem Olingen konnten wir am Abend zum Sturmangriff auf Lyck vor- gehen. Diesem mit aller Kraft geführten Bajonettangriff hielten die Russen nicht stand. Noch am selben Abend zogen wir in Lyck ein. Vor dem Abzug hatten die Gegner nach echtrussischer Manier d i e Kirche und einige Geb ä u d e i it B r a n d g e st e ck t. Das war mein erstes Gefecht; bald sollten schwerere Tage kommen. Heute ist schon der achte Tag, wo die auf beiden Seiten mit Erbitterung geführte Schlacht hier tobt. Nur langsam können wir den Massen der Gegner gegenüber an Boden gewinnen, aber wir haben den Feind iminer zurückgetrieben und werden nicht eher ruhen, bis er entscheidend geschlagen ist. Allerdings sind die An- sirengungen fast übermenschlich, denen der Körper ausgesetzt ist. Seit acht Tagen bin ich nicht mehr aus dem Schützengraben herausge- kommen. Immer den Unbilden der Witterung preisgegeben. Nachts wird ein Stündchen im Sitzen geschlafen, umgeschnallt, mit dem Gewehr im Arnte. Von manchem lieben Kameraden habe ich schon Abschied nehmen müssen. Vor einer halben Stunde erst sind elf Mann einer russischen Granate zum Opfer gefallen. Aber all diese Opfer iverden gebracht in dem Bewußtsein, daß sie notwendig sind, daß sie die Aussaat bilden, aus der etwa S Neues und Großes heranwachsen soll. Wenn ich so sehe, wie>oir Arbeiter im Waffenrock als etwas selbstventandliches diese gewaltigen Opfer bringen, wie wir immer und immer wieder in den Kugelregen hineinstürmen, für daS Vaterland, für die Heimat, da habe ich das Empfinden, daß man auch uns Armen des Volkes das kommende Anrecht auf Licht, Luft und«mtnenschein in der Heimat, für die wir kämpfen, schaffen muß. a.iese großen Opfer erfordern als Entgelt von der Heimat, Räumlich äffen für alle, die im Schatten leben. In diciem>-?!nne setze ich gern meine Person ein. so oft es gefordert wird, aber ebenso gern wünsche ich später mein ,Teil an der Arbeit des friedlichen AufbauenS zu tragen. Denke ich an das Neue, da» kommen muß, so will es mich wie FrühlingSahnen überkommen, dann sehe ich nicht die Greuel und Schrecken des Schlachtfeldes; ich tue meine Pflicht in dem Bewußt. sein, da» Rechte zu tun für daS Vaterland im höchsten Sinne..... Das Verhalten der Behörden den naturalisierten Deutschen und den Reichsdeutschen gegenüber war st e t s höflich und entgegenkommend. Aus dem Publikum — namentlich seitens der Parteiführer, hoher Beamter, Richter Aerzte sowie von Privatpersonen aller Stände— sind einigen Deutschen sogar zahlreiche Sympathiekundgebungen zugegangen, in denen-der Krieg als ein brudermörderischer beklagt und die hohe Achtung der Australier für deutsche Art und Kultur hervorgehoben wurde. Auch Fälle von edelmütigem Verhalten der Bevölkerung sind zu verzeichnen: Australische Familien, die sich wegen der Kriegslage einschränken mußten, haben ihre australischen Dienstboten entlassen, ihre deut- scheu aber beibehalten, weil letztere vielleicht schwerer anderweit unterkommen konnten; australische Dienstboten haben bei in Not geratenen Deutsche» freiwillig ohne Eni- lohnung weitergedient und bereits erhaltene Lohnbeträge zurückerstattet usw. Die australische Presse hat trotz der von London ausgegebenen genugsam bekannten Direktiven ihre Leser in besonderen Lsit- artikeln ermahnt, die in Australien zurückgebliebenen Deutschen den Kriegszustand nicht entgelten zu lassen und dies als Ehrenpflicht eines gesitteten Volkes zu beobachten. Was die Maßnahmen der australischen Regierung gegen Deutsche betrifft, so sind diejenigen gegen die in Australien an- gesessenen, meist als Australier naturalisierten Deutschen und die gegen die eigentlichen Reichsdeutschen zu unterscheiden. Die in den australischen Städten angesessenen, meist als Australier naturalisierten Reichsdeutschen(Kaufleute, Aerzte, Unter nehmer, Techniker usw.) wurden durchweg frei und unbehelligt gr lassen. In Sydney ist nur die Durchsuchung der Geschäftsräume ei n e s einzigen deutschen Hauses bekannt geworden, die ergebnisl los verlief.(Das Haus hatte bis zum Kriege u. a. Kohlew lieferungen für deutsche Kriegsschiffe besorgt.) Die Genannten haben sich nur auf der Polizeistation zu melden, im übrigen ge nietzen sie dieselben Rechte wie jeder Australier; sie können auch jetzt noch in bürgerlichen RechtSstreiiigkeiten vor Gericht klagen und auch verklagt werden, ebenso als ov sie australische Untertanen oder in Großbritannien geboren wären. Die bei Ausbruch des Krieges in Sydney zusammengeströmten Reichsdeutschen(etwa 800 jüngere Leute, vielfach Matrosen von englischen Segelschiffen, fast alles Heerespflichtige) wurden, soweit sie obdachlos waren, in einem Konzentrationslager in- terniert; die Bemittelten konnten gegen Zusicherung ordent- lichen Verhaltens und wöchentlicher Meldung frei in der Stadt wohnen. Später wurden die Erstgenannten»n an- ständigen Pensionen(Boardinghouses) einquartiert, wofür die Re� gierung 17)4 Schilling pro Mann und Woche bezahlte; ein Teil wurde zuletzt auf einer in der Nähe Sydneys belegenen Regie rungsfarm in Zelten untergebracht(bei dem australischen Klima unbedenklich) und mit Gärtnereiarbeiten beschäftigt. Die Leute erhielten ausreichende gute Beköstigung und außerdem als Ent lohnung freie Bekleidung, jedoch weder Alkohol noch Tabak; für letzterei, haben dann die deutschen Wohltätigkeitsvereine gesorgt Ein zurückgebliebener Beamter de? deutschen Generalkonsulat? fuhr einmal wöchentlich nach der Farm, um nach dem Rechten zu sehen. Seine Meldungen lauteten befriedigend. Die Leute hatten sich selbst Vormänner ge« wählt und eine Art militärische Organtsatiou eingeführt. Irgendwelche Klagen sind nicht bekannt ge worden. Andere junge Deutsche im heerespflich- tigen A l tc r. die durch den Krieg ihre Stellungen verloren hatten, haben sich gäuzlich unbehelligt in das Landes. innere begeben, wo sie alle Aussicht haben, auf den Schaf- stationen Unterkunft und Beköstigung zu finden. Eine französische Warnung vor üem §ranktireurkrieg. AuS dem Felde wird der„Franks. Ztg." die Abschrist einer Bekanntmachung des Präfekten des Moseldepartements zugesandt, die eine Warnung vor dem Franktireurkrieg ent hält. Die Bekanntmachung, die u. a. bei der vorübergehenden Besetzung von P. vorgefunden wurde, datiert von dem Be ginn der Kämpfc, nämlich vom 26. August; sie lautet: An die Einwohner der Bezirke Meurthe und Mosellel Pflicht der Nichtkämpfer. Nancy, 26. August 19l4. In allen Orten, in denen Gewalttätigkeiten gegen Eigentum und Bewohner vorgekommen sind, haben die Deutschen als Borwand hierfür die Tatjache angerührt, daß durch einige Zivilpersonen auf ihre Truppen geschossen Wörden sei. In Wirklichkeit haben mir die Vorsteher der au» diesen, Grunde in Mitleidensckrnil gezogenen Gemeinden, die ich selbst besucht habe, mit größter Bestimmtheit versichert, daß nicht der geringste Grund vorliege, der eine derartige«nichuldigung rechtfertige. Diese Talsache kam, jederzeit als wahr bewiesen werden und wird später auch ihre Rechtfertigung erfahren. Frankreich ist jedoch in dieser Angelegenheit so gewissenhaft. zu veranlassen, daß kein Unter- tan sich gegen das Recht auflehnt, das ich, in meinem Namen, hier- mit der geigniten Einwohnerschast der Bezirke Meurthe und Moselle in Erinnerung bringe: Die Tat einer Zivilperson, d i e auf einen Feind schießt, schließt, weil entfernt eine mutige Handlung zu sein, ei» doppeltes Verbrechen in sich: 1. Ist es ein Verbrechen wider das Völkerrecht; denn die zurzeit in die Armee eingezogenen regulären Truppen allein haben das Recht, am Kampfe teilzunehmen. 2. Ist es ein Verbrewen gegen den Staat; denn derartige Handlungen ietzen diejenigen Gemeinden, i» denen sie vorgekommen find, nur den größten Gefahren und den schärfsten Gcgenmaßregeln aus. Frankreich braucht, um sich zu verteidigen, leine andere be- waffnele Beihilfe, als die feiner Truppen! Es verz'.btet auf jede andere Mitwirkung. Jeder Bürger kann und muß seinem Vaterland mit ganzem Herzen dienen, aber nicht durch rechtswidrigen Gebrauch- der Waffen. sondern lediglich daduick. daß jeder dort bleibt, wo er hingehört und nach besten Kräften sich seiner ebenen Aufgabe widmet. Sollte sich jedoch ein Angehöriger der Bezirke Meurthe und Mosel so wenig in der Gewalt haben, oder!o treulos, duinm und verbrecherisch sein, aus einen feindlichen Soldaten zu schießen, so erkläre ich, daß dieser Mensch von seinen Mitbürgern als ein schlechter Bürger betrachtet und behandelt wird, wenn nicht als ein aufrührerisches Element. Der Präfekt der Bezirke Meurthe und Moselle. Störungen öes Surgfrieüens in Frankreich. Amsterdam, 12. Dezember.(P r i v a t t e l e g r a m m des..Vo rwarts".) Die ,�u mail it6" wendet sich gegen die reaktionären Umtriebe im Schatten des Burg- sriedens. Sie erwartet, daß Ribot in der Kammer über die gouvernementale Finanzpolitik Aiifklärungen gibt. Sie weist auf die Neigung der Reaktionäre bin, die Einkoinniensteuer, deren Anwendung im nächsten Jahre wegen der Unmöglich« keit der Vorarbeiten vertagt werden mußte, überhaupt zu be- seitigen. Tie„HuiiianiUi" schließt;„Ribot, dessen steuer- politischer Standpunkt recht schwankt, schuldet dem Lande klare AuSkunfk. Wir hoffen, daß man sie nötigenfalls zil zu fordern wissen wird." Die„Hmnanit�" wiederholt in einem anderen langen Artikel die Klage, daß, während die Sozialisten den Burg- frieden halten, die konservative Presse versuche, die nationale Verteidigung in einen Kreuzzug gegen repttblikanische und Weltlichkeitsideen umzuwandeln.„Echo de Paris" ver- öffentlichte zustimmend einen Brief, in dem es heißt:„Ich sehe in diesem Krieg für unser Land weniger einen Krieg gegen einen Feind, als einen Kreuzzug zur Wiedereinsetzung Gottes, und hoffe fest, daß, je länger und schmerzlicher der Krieg ist, desto wohltätiger er in diesem Sinne wirken wird/ Die„Huinanit6" beklagt auch, daß bei der Einziehung der Reservisten aus der Staatsverwaltung und dem Eisen- bahnbetrieb Mißbräuche vorgekommen seien. Sie weist dar- ans hin, daß das Gesetz fordere, mit den jüngsten Jahr. gängen anzufangen und hofft, daß ihr Hinweis der protc« gierten Drückebergerei ein Ende machen werde. Raöfahrerkompagnien statt Kavallerie. Paris, 12. Dezember.(W. T. B.)„ E ch o d e P a r i s" meldet: Angesichts des P f e r d e ni a n g e l s und der Un- Möglichkeit, Kavalleristen schnell auszubilden. hat Kriegs- minister Millerand die Bildung zahlreich er Rad- fahrerkompagnien angeordnet, welchen nahezu alle zum Kavalleriedienst geeigneten Rekruten des Jahrgangs 1916 überwiesen iverden. Die Lage in Irlanö. London, 12. Dezember.(W.T. B.)„Daily Mail" meldet: Die Regierung untersagte die Verbreitung derZeitung „I r i s h World", des offiziellen Organs der Jrländer ür Amerika auf irischem Gebiet. Auch der„ G a e l i c American", der in New Jork erscheint, wurde verboten. Der beabsichtigte Rücktritt Lord Ab erdeens, des Vizekönigs von Irland, wird amtlich bestätigt und wird wahrscheinlich im nächsten Februar stattfinden. Er erfolgt aus privaten Gründen. England und üie Schweizer Neutralität. Bern, 12. Dezember.(W. T. B.) Die schweizerische Depeschenagentur teilt mit: Die von der„Frankfurter Ztg." vom 10. Dezember im zweiten Morgenblatt aufgestellten Be- hauptungen über, ein englisches Attentat auf die Neutralität der Schweiz sind von Anfang bis zu Ende erfunden. Weder hat der englische Gesandte das Begehren gestellt, daß ihm die radiographischen Installationen auf dem St. Gotthard für die Dauer des gegenwärtigen Krieges zu Kriegs« zwecken zur Verfügung gestellt werden, noch hat hierüber über- Haupt irgendeine Besprechung zwischen dem englischen Gesandten und einem Mitglied des Bundesrats stattgefunden. Infolge- dessen erübrigen sich auch alle weiteren an diese Mitteilnygen geknüpften Behauptungen über einen Zwischenfall mit dein britischen Minister und das Begehren der schweizerischen Regierung betreffend dessen Abberufung. Auch die im Abendblatt vom 9. Dezember des gleichen Blattes gebrachte Darstellung von einem scharfen Zu« sammentreffen zwischen dem englischen Ge- sandten und dem Bundespräsidenten entbehrt jeder BegründtLig...-t- i Wir hatten sofort die stärksten Bedenken gegen die Er- Zählung der„Franks. Ztg.", glaubten aber die Mitteilung, die durch die ganze Presse ging und meist mit sehr scharfen Angriffen gegen England versehen wurde,, wiedergeben zu müssen, um der Chronistenpflicht zu genügen. Eine rumänische Sonüermisston nach Italien unü Frankreich. Mailand, 12. Dezember.(T. U.) Nach einer Bukarester Meldung des„Corriere della Sera" sind Oberdirektor für Be- waffnung im Kriegsministerium, Oberst Rudeano, ferner Oberst Bibesco und Leutnant Filipesco in einer Sondermission nach Rom, Paris und Bordeaux abgereist. Letzte Nachrichten. Der österreichische Generalfiabsbericht. Wien, 12. Dezember.(W. T. B.) Amtlich wird ver- lautbart: 12. Tczcviber mittags. Ungeachtet aller Schwierigkeiten des winterlichen Gr-, birgsgeländes setzten unsere Truppen ihre Vorrücknug in den Karpathen unter fortwährenden siegreichen Gefechten, in denen gestern über 2009 Russe« gefangen genommM wurden, unaiifhaltsam fort. Die Pässe westlich des Lupkower Paffes sind wieder in nnserem Besitz. Im Räume südlichs Gorlice, Grybow und Nen-Sandec begannen größere Kämpfe. Die Schlacht in W e st g a l i z i e n, deren Front sich aus der Gegend östlich Tymbart bis in den Raum östlich Krakau hinzieht, dauert fort. Gestern brachen wieder mehrere An- griffe der Ruffen in unserem Artillericfcucr zusammen. Die Lage in Polen hat sich nicht geändert. Tic Besatzung von P r z e m y s l brachte von ihrem letzten Ausfall 700 gefangene Russen und 18 erbeutete Maschinen- gewehre mit sehr viel Munition heim. Ter Stellvertreter des Chefs des Generalstabs, von Hocfer, Generalmajor. Kein„Friede ans Erden!" Rom, 12. Dezember.(W. T. B.)„O s s e r v a t o r e o- mano" schreibt: Einige Zeitungen hatie» die Nachricht gebracht, daß der Papst die Jniliative ergriffen habe, um von den Kriegführenden wenigstens für den Weihnachtsfeier- tag«ine Waffenruhe zu erwirken. Diese Nachricht ent- spricht der Wirklichkeit. In der Tat hat der Papst sich vertraulich an die Regierungen der kriegführenden Mächte ge- wandt, wie sie den Vorschlag einer Waffenruhe während des Festes aufnahmen würden. Alle befragten Mächte antworteten, indem sie erklärten, daß sie den Geist der päpstlichen Initiative hoch ein- schätzten. Die Mehrzahl gab ihre Z u st i m m u n g kund, in- dessen, da einige Mächte glaubten, sie nicht praktisch unter- stützen zu können, konnte die Initiative nlcht verwirk- licht werden, da die Einmütigkeit der Zustimmung fehlte, die notwendig gewesen wäre, uni das Ergebnis zu erreichen. 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Nr. 907 weiß reinleinen JacquardHandtuch, Gr. 42 × 110 cm, Dtzd. 6.20 Nr. 2458 G Reinlein geklärt JacquardHandtuch, Gr. 46 × 120 cm, Dizd. 9.60 Nr. 1072 Weiß reinleinen Hausmacher- Jacquard, schwere Güte, Größe 50 × 130 cm.. Dtzd. M. 13.50 Gerstenkorngewebe, weiß mit roter Borde, Größe 42x100 cm Nr. 40 Dtzd. M 6.60 Nr. 916 Küchenhandtücher, gemust. Drell, grau- weiß mit farbig. Streifen, Größe 43X110 cm... Dtzd. M. 6.Wischtücher Reinleinen; gesäumt und gebändert. Nr. 469 Weiß, mit rot od. blau kariert Gr. 52x75 cm Dtzd. 5.20, 52 × 52 cm 3.80 Nr. 901 Weiß mit roter Borde Gr. 58x75 cm Dtzd. 5.-, 58x58 cm 4.Kräusel- Handtücher ( Bade- Handtücher) Weiß baumw. Kräuselstoff ,, mit roter Borde. Nr. 2633 1.65 Gr.60x120 1.25 Gr.50x120 Nr. 1273 1.Gr 60x130 cm Nr. 1263 Kräusel- Laken ( Bade- Laken) Weiß baumw.Kräuselstoff, m.rot.Borde 4.Nr. 1226 Größe 130 × 200 cm. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 13. Dezember 1914. Verlustlisten. Die Verlust liste Nr. 100 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Der Kommandierende General in Saarbrüden hat den Linke, der er Demagogie vorwarf und die er beschuldigte, die Phreneloginnen, ahrfagerinnen, Kartenlegerinnen nationale Einheit zu gefährden. Die Presse der Rechtsusw., während des Krieges die Ausübung ihres Gewerbes unter- parteien gibt ihre Befriedigung besonders über die politischen fagt, da durch die Tätigkeit dieser Frauen nur Unheil angerichtet Konsequenzen der Verhandlung kund. wurde. Der Oberbürgermeister von Aachen fette als Höchstpreis für Petroleum im Kleinhandel 24 Pf. für das Liter fest. Kriegsministerium und Lohnkürzungen. Die Neubildung des portugiesischen Kabinetts. Lissabon, 12. Dezember.( W. T. B.) Der Präsident der Kammer Coutinho ist mit der Bildung des Kabinetts betraut worden. 1. und 2. Garde- Reg.; Garde- Gren.- Reg. Augusta; 2. GardeRef.- Reg.; 2. Garde- Ers.- Reg.; Gren.- bzw. Inf.- bzw. Fü.- Regimenter Nr. 2, 8, 10, 13, 16, 21, 25, 36, 38, 40, 41, 47, 70, 74, 80, 81, 84, 86, 92, 95, 98, 135, 137, 138, 143, 144, 145, 154, 156, 161, 171, 172; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 11, 22, 37, 38, 48, 49, 56, 64, 72, 73, Auf eine Eingabe eines Handlungsgehilfenverbandes hat das 86, 98, 204; Res.- Ers.- Reg. Nr. 4; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 4, 46, 61, 73 und III. Westfälisches Landw.- Bat. Breslau; Brig.- Ers.- Kriegsministerium nach dem Lot.- Anz." geantwortet, daß die Ein Zwischenfall in der spanischen Kammer. Bataillone Nr. 5, 10, 36, 55, 81; Landst.- Bataillone II, Breslau, Militärverwaltung nicht in der Lage sei, den mit Lieferung von Madrid, 12. Dezember.( W. T. B.) Während der Debatte über Schroda II und III. Landst.- Ers.- Bat., Braunschweig; Inf.- Erf.- Rad- Heeresbedarf betrauten Firmen Vorschriften zu machen über die fahrer- Komp. der 1. Kav.- Div.; Jäg.- Bat. Nr. 8 und Res.- Jäg.- Bahl der von ihnen beschäftigten Angestellten. Ebenso wenig wäre das Unterrichtsbudget in der Sammer erklärte gestern Minister es richtig, gegen freie Vereinbarungen einzuschreiten, die zwischen Bergamin, die geforderten Mehrausgaben würden von den Garde- Küraffiere; Schwere Res.- Reiter Nr. 3; Kürassiere Nr. 7; Arbeitgebern und Arbeitnehmern wegen Kürzung der Gehälter ge- ienigen befämpft, welche Spanien ins Berberben führen. Dragoner Nr. 17, 22; Huſaren Nr. 2, 3; Ulanen Nr. 8, 14; Jäger zu troffen worden seien, wenn damit lediglich der Zwed verfolgt Romanones fühlte sich getroffen und erklärte, die Kammer könne die Debatte nicht fortsetzen, solange Bergamin Minister sonst erforderlichen Entlassungen wegen uns würde, zureichender Beschäftigungsmöglichkeit vorzubeugen. Dagegen fei. Die Liberalen drohten, den Saal zu verlassenwurde gegen Firmen vorgegangen, die das Ueber unter großer Erregung fündigte Bergamin an, er werde angebot von Arbeitskräften misbrauchten, um die 8urüdtreten. Darauf wurde die Sigung gefchloffen. Der König beauftragte den Finanzminister mit der Gehälter herabzusetzen.- agen sind bei den örtlichen Dienststellen interimistischen Führung des Unterrichtsministeriums. Gehälter herabzusetzen.agen find bei den örtlichen Dienſtſtellen anzubringen. Bataillone Nr. 1, 23. Pferde Nr. 2. 2. Garde- Felbart.- Reg.; Felbart.- Regimenter Nr. 3, 4, 5, 8, 11, 40, 52, 56, 58, 59, 60, 80 und Res.- Feldart.- Regimenter Nr. 5, 9, 43, 44, 46. Fußart.- Regimenter Nr. 5, 9, 14, 18; Ref.- Fußart.- Reg. Nr. 14; Landw.- Fußart.- Bat. Nr. 7. Bion.- Regimenter Nr. 24, 25; Pion.- Bataillone: I. Garde, I. Nr. 3, II. Nr. 3, I. Nr. 8, I. Nr. 14, II. Nr. 15; Ers.- Bat., Mek; Abt. der 1. Nav.- Div.; Versuchs- Komp. Eisenbahn- Baukomp. Nr. 17; Ueberplanm. Festungs- EisenbahnBautomp. Graudenz; Feldfliegertruppe. Fortifikation Glogau. San- Komp. Nr. 3 des Garde- Reservekorps; San.- Komp. der 8. Erjaz- Div.; Landw.- San.- Komp. Nr. 17 der 70. gemischten Landw.- Brig.; Feldlazarett Nr. 10 des 15. Armeekorps. * . Die bayerischen Verlustlisten Nr. 116, 117 und 118 melden Verluste des 3. Inf.- Reg., Augsburg; 5. Inf.- Reg., Bamberg; 23. Jnf.- Reg., Kaiserslautern; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 3, 20; Brig. Ers.- Bat. Nr. 2; 5. Inf.- Reg., Bamberg; 9. Inf.- Reg., Würzburg; 7. Inf.- Reg., Bayreuth; 11. Inf.- Reg., Regensburg; 12. Inf.- Reg., Neu- Ulm; 15. Inf.- Reg., Neuburg a. D.; 17. Inf. Reg., Germers heim; 19. Inf.- Reg., Erlangen; 20. Jnf.- Reg., Lindau; Res. Inf. Regimenter Nr. 20, Nr. 8; Ref.- Pion.- Komp. Nr. 6 der Res.- Div. Nr. 6; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 1, 4, 12, 20; Bion.- Reg. Die fächsische Verlustliste Nr. 74 veröffentlicht Berlufte des Brig.- Ers.- Bat. Nr. 64; Leib- Gren.- Reg. Nr. 100, Dresden; 2. Gren. Reg. Nr. 101, Dresden; Res.- Inf.- Reg. Nr. 101; 3. Inf.- Reg. Nr. 102, Zittau; Erf.- Bat., Landw.- Inf.- Reg. Nr. 102; 4. Inf. Reg. Nr. 103, Baußen; 5. Inf.- Reg. Nr. 104, Chemniz; Res.- Inf.- Reg. Nr. 104; 7. Jnf.- Reg. Nr. 106, Leipzig; Mes.- Inf.- Reg. Nr. 106. Die württembergischen Verlustlisten Nr. 75 und 76 enthalten Verluste des Inf.- Reg. Nr. 126, Straßburg; 53. Landw.- Inf.Brig., Stab; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 52, 54; Gren.- Reg. Nr. 119; Inf. Reg. Nr. 120; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 120, 121; Jnf.- Reg. Nr. 124; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 124; Inf.- Regimenter Nr. 127, 180; Landft.- Inf.- Bat., Heilbronn; 1. San- Kompagnie. Politische Uebersicht. Konsequent. Das Kriegsministerium würde sich ein Verdienst erwerben, wenn es ebenso wie z. B. das Kaufmannsgericht in Augsburg und einige Rammern des hiesigen Kaufmannsgerichts freie Vereinbarungen" als nichtige betrachten würde, die eine Herabfeßung der Gehälter in sich schließen, wiewohl die Firmen Ausfälle nicht haben. Denn solche„ freien" Vereinbarungen werden mit Rücksicht darauf von den Gehilfen getroffen, daß die Firma sie sonst entlassen würde oder gar wegen Mangel an Beschäftigung entlassen müßte. Gegen Grundstückverschleuderung. " Die Vereinigten Staaten und Europa. washington: Der Staatssekretär der Marine sprach London, 12. Dezember. Das Neutersche Bureau meldet aus washington: Der Staatssekretär der Marine sprach im Marinekomitee des Repräsentantenhauses die Ueberzeugung aus, daß die Vereinigten Staaten nach dem gegenwärtigen Kriege noch leichter friedliche Beziehungen Europa unterhalten würden als vorher. Gewerkschaftliches. zu Auf eine Anfrage, ob die Verteidigungseinrichtungen der Vereinigten Staaten zur See genügten, antwortete Der Bundesrat hat, wie der gestrige Reichsanzeiger" mitteilt, der Staatssekretär, daß, was Transportschiffe und ähnliche Fahrzur Verhütung der Verschleuderung von Grundstücken durch Sub- zeuge betreffe, das Land jederzeit verforat sei und sich mit der haftationen angeordnet: Ergibt sich bei der Zwangsversteigerung steigenden jährlichen Vergrößerung der Flotte in sehr guter eines Gegenstandes des unbeweglichen Vermögens nach Schluß der Lage befinde. Versteigerung, daß ein Anspruch, der ein Recht auf Befriedigung aus dem Gegenstande gemäß§ 10 Nr. 2 oder Nr. 4 des Gesetzes bie Zwangsverwaltung über die Zwangsversteigerung und ( Reichsgefeßbl. 1898 G. 718) gewährt, durch das Meistgebot wenn dieser Anspruch innernicht gedeckt wird, so tann, balb der ersten zwei Dritteile des zur Berechnung des Reichsstempels für den Zuschlagsbeschluß festzulegenden Nach einer Aufstellung in der letzten Nummer des Wertes des Gegenstandes steht, auf Antrag der Bes rechtigten der Zuschlag berjagt werden, sofern nicht der Zentralblatts" der christlichen Gewerkschaften standen int betreibende Gläubiger glaubhaft macht, daß ihm die Verfagung des Monat Dftober 68178 christliche Gewerkschaftler Zuschlags einen unverhältnismäßigen Nachteil bringt. Wird der im Felde. Wird der im Felde. Hiervon entfallen auf die Bergarbeiter 14309, Buschlag versagt, so ist zugleich von Amts wegen ein neuer Ver- Bauarbeiter 10 749, Metallarbeiter 10 752, Zertilarbeiter 3603, teigerungstermin zu bestimmen. Wird der Zuschlag ber- Holzarbeiter 4688, Fabrit-, Verkehrs- und Hilfsarbeiter 2473, fagt, so dürfen für den Versteigerungstermin Gebühren und Aus- Keram- und Steinarbeiter 2243, Tabatarbeiter 588, Lederlagen nicht erhoben werden." Ruffen müffen in ihrem Wohnort bleiben. Die aus Rußland stammende Familie 8ologa, die trotz des Verbotes des Generalfommandos ihren Wohnort zu ändern suchte, wurde vom Dresdener Landgericht zu Freiheitsstrafen von 2 bis 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Parlamentarische Differenzen in Holland. Gewerkschaftsmitglieder im Kriege. arbeiter 1040, Schneider 1600, Gemeindearbeiter und Straßenbahner 1700, Maler 1626, Gasthausangestellten 886, Forst, Land- und Weinbergsarbeiter 1262, Buchdrucker( Gutenbergbund) 860, Telegraphenarbeiter 1600, Graphische Gewerbe 387, Strankenpfleger 1048, Gärtner 488, Eisenbahner( Bayern) 2896, Württemberger 620, Elberfelder Eisenbahnerverband 2000, Die Voss. 8tg." berichtet: Pfarrer D. Traub Dort Militärarbeiter 800. Da eine Anzahl von Zahlstellen an der mund wurde bekanntlich im Herbst 1912 vom Ev. OberfirchenStatistik nicht beteiligt sind, so dürfte die Zahl der zu den Fahnen einrat im Wege des Disziplinarberfahrens seiner Eigenschaft als berufenen chriftlichen Gewerkschaftler 70 000 betragen. Bon Geistlicher der preußischen Landeskirche entkleidet. Bei Aus. Amsterdam, 12. Dezember 1914.( Privattele ben freien Gewertschaften waren bis zu t bruch des Strieges, der an die geistlichen Sträfte sehr erhöhte gramm des Vorwärts".) Die gestrige Annahme 31. Oftober 661005 Mitglieder eingezogen. und vermehrte Anforderungen stellte, hatte D. Traub seine der holländischen Anleihevorlage bedeutet heute wird sich die Zahl der Einberufenen bei den Chriftlichen Person der Kirchenbehörde wieder angeboten und sich für ein eine entscheidende Sprengung der Linksmehrheit. Die Vor- auf rund 75 000, bei den freien Gewerkschaften auf rund Der Deutsche Metallarbeiterverband geistliches Amt zur Verfügung gestellt. Die Antwort des Ober- lage wurde mit 61 gegen 22 Stimmen angenommen. Mit 700 000 erhöht haben. firchenrates aber war ein rundes Nein. den Sozialisten stimmte nur die freisinnig- demokratische stellte bis zur 16. Striegswoche allein 178 982 Strieger, also Gruppe. Auch das Amendement Vliegen, das die Um- weit über 100 000 Soldaten mehr, als alle christlichen Gewertwandlung der Anleihe in eine Vermögenssteuer innerhalb schaften zusammen. In einem ähnlichen Verhältnis stehen die drei Jahren festsette, wurde verworfen. Die Debatte wurde Kriegsaufwendungen, die beide Gewerkschaftsrichtungen z. B. gekennzeichnet durch die scharfe Kampfstellung des demokra- für die Arbeitslosen und die Familien der Kriegsteilnehmer tischen Finanzministers Treub gegen die oppofitionelle machten. Gegen den Kriegswucher. Das Generalfommando Münster warnt vor Auffäufern von Bolle, die hier und da auftreten und die offenbar in dem Bestreben handeln, Wucherpreise zu erzielen. Drei Kriegsmonate in Frankreich. Erlebnisse einer jungen Deutschen. Eine junge Berlinerin, die sich zu Beginn des Krieges in Frant reich befand und bis Anfang November dort bleiben mußte, schildert uns ihre Erlebnisse folgendermaßen: Bis Ungefähr einmal wöchentlich tam ein Beamter, um zu fragen, ob| war. Sie hatten alle Betten, was allerdings die gefunden Gefangenen mich die Familie noch behalten wolle, andernfalls ich interniert werde. nicht haben sollen, sondern nur Stroh und Decken. Aber auch die Der Vater erklärte jedoch, alles Fragen wäre zwecklos, da er ebenso französischen Soldaten schliefen im Kasernenhof auf Stroh. Ich hatte wenig mich wie seine eigene Tochter fortgeben würde. Ich ging nun mich überzeugt, wie es unseren Soldaten dort geht und wollte auch wieder spazieren. Eines Tages waren wir gerade nach Hause ge- hier in Berlin sehen, wie die französischen Verwundeten getommen, als ein Kriminalbeamter eintrat und erklärte, er wäre uns überall gefolgt, um uns zu beschützen. Auch wäre es gut für die Familie wie auch zu meinem eigenen Besten, wenn ich freiwillig das Haus verlasse und ein Zimmer im Rathaus beziehe; denn die Bebölferung wäre nicht sehr gut auf mich zu sprechen, da ich es besser hätte als viele Franzosen selbst. Der Vater meiner Freundin ging sofort zum Polizeikommissar und erklärte, daß daraus nichts werde, ich bleibe da oder man solle das Versprechen geben, daß man mich sicher bis zur Schweizer Grenze bringe. Das konnte man nicht; folglich blieb ich bei der Familie. Seit einigen Jahren forrespondierte ich durch Vermittlung einer Lehrerin mit einer Französin, welche im Dezember vorigen Jahres zu ihrer weiteren Ausbildung nach Wiesbaden kam. Ich war schon tviederholt zu ihren Eltern eingeladen, und sie wollte mich Anfang Juli von Berlin abholen. Ich freute mich natürlich sehr darauf, und so ging denn am 11. Juli d. J. die Reise über Köln nach Paris, wo Die Schreibweise der dortigen Zeitungen war sehr deutschfeindlich wir zunächst die Verwandten meiner Freundin besuchten. Von Paris reisten wir nach achttägigem Aufenthalt weiter zu den Eltern meiner und lügenhaft, so daß das Volk immer aufgeregter wurde und Gerüchte Freundin nach Clermont- Ferrand( Südfrankreich), wo wir entstanden wie: In Berlin sei Hungersnot, eine Ratte foste jetzt schon am 20. Juli eintrafen. In der allerersten Zeit war von einem even- 5 M. und alle Männer wären bis zu 60 Jahren eingezogen. Destuellen Krieg noch gar keine Rede. Ende Juli fingen dann die Kriegs- gleichen sprach man auch von Greueltaten, die die Deutschen verübt a. die Deutschen schnitten den Gefangenen die gerüchte an, aber noch glaubte fein Mensch daran. Erstaunt war ich haben sollten, u. Sarüber, als man mis am 30. Juli das deutsche Geld auf den Banken Ohren ab. Eines Abends gingen wir alle spazieren und hörten plötzlich nicht mehr umwechselte. Am 1. August saßen wir auf einem Blaz in Clermont- Fd., als ein Tambour durch alle Straßen ging und die hinter uns einen Mann rufen:" Da ist ja die Deutsche, die Preußin, Mobilmachung anfündigte. Die jungen Leute liefen mun alle man müßte alle töten." Natürlich sammelten sich sofort die Menschen hinterher und riefen: A Berlin!( Nach Berlin!) Am Montag, den an und schimpften. Wir waren doch etwas ängstlich geworden, und 3. August, ging ich nach dem Rathaus, um die Erlaubnis zu meiner die Mutter meiner Freundin ging fofort auf das Polizeiamt, um Rückreise zu erbitten. Dort erklärte mir der Beamte, ich müßte warten, Schuß zu erbitten. Einige Beamte kamen gleich mit, zerstreuten die Lis die Mobilmachung vorbei ist, vielleicht wäre es dann noch möglich, Menge und gaben dem Mann einen Verweis. Wie man mir sagte, nach Hause zu reisen. Auf alle Fälle müßte ich aber einen Aufent- war am nächsten Tag nochmals ein Polizeibeamter hingegangen und haltsschein haben. Das war nun schwierig für mich, da ich ohne jede hatte erklärt, daß der Mann, falls er sich noch einmal derartiges zu Legitimation abgereist war. Durch Vermittlung des Vaters meiner schulden kommen ließe, sofort bestraft werde. Seitdem bin ich nie Freundin erhielt ich nach zwei Tagen diesen Schein. wieder belästigt worden. Ich kann nur sagen, daß die Beamten immer ihre Pflicht taten und stets in jeder Weise entgegenkommend waren. Bis jetzt, Anfang September, hatte ich noch keine Beile von meinen Eltern empfangen und war natürlich darüber sehr beunruhigt. Mir persönlich ging es ja ausgezeichnet, aber ich wußte, welche Angst meine Eltern ausstanden. Da fiel mir ein Bekannter in Basel ein, und ich schrieb auch sofort dorthin. Ich erhielt später sogar die Originalbriefe meiner Eltern. Welche Freude das für mich war, kann man sich vorstellen. Eines Morgens in der vierten Stunde wurden ca. 200 deutsche Gefangene vorbeigeführt. pflegt werden( denn man erzählte drüben, sie müßten hier Hunger leiden usw.), und ihnen Grüße aus ihrer Heimat bringen; leider wurde mir der Besuch nicht gestattet. Ginige Tage nach meinem Besuch im Lazarett dort entfloh ein Deutscher. Ich las es morgens in der Zeitung, und schon am Nachmittag tam der Polizeikommissar mit noch fünf anderen Beamten, um bei uns eine Haussuchung vorzunehmen. Ich wurde gefragt, ob ich spazieren war, was ich bejahte, und nun suchten die Herren beide Häuser, welche der Familie gehören, 3immer für Zimmer nach, ob wohl der Geflohene irgendwo verborgen fei. Sie mußten natürlich unverrichteter Sache abziehen, aber es blieb doch der Verdacht auf mir. Nach zwei oder drei Tagen stellte sich der Entflohene dann selbst wieder, da er kein Geld hatte, auch nicht Französisch konnte und vor Hunger nicht weiter fam. Er war wirklich ohne jede Hilfe entwichen in seiner deutschen Uniform, die er verkehrt angezogen hatte. Die Flucht hatte er auf folgende Weise bewerkstelligt: Er hatte sich von Matraßengurten einen Strick gemacht und daran, trotz seiner Beinverwundung, vom ziveiten Stock nach dem Hof hinuntergelassen. Dann hatte er die fast einen Stock hohe Mauer überstiegen und war unbemerkt entkommen. Wie ich hörte, soll er 15 Tage Zelle erhalten haben. Anfang Oktober kam ein Beamter vom Rathaus und fragte mich, ob ich zurückreisen wolle, was ich natürlich freudig bejahte. Er sagte, mein Koffer müßte bei der Familie bleiben, ich sollte mir einige Handpakete machen, da ich innerhalb 48 Stunden fort müßte. Ich packte nun das Notwendigste zusammen und ging zum Rathaus, um mir einen Paß zu besorgen. Dort wurde mir die unangenehme Ueberraschung zuteil, daß der Beamte sich geirrt hatte. Er sollte nur nochmals fragen, ob die Familie mich weiter behalten wolle, oder andernfalls wollte man mich auf eine Insel schicken. Inzwischen war nun der Krieg erklärt worden, und von den An einem Nachmittage, meine Freundin und ich sahen aus dem Garnisonstädten und Sammelpunkten, wozu auch Clermont- Fd. zählt, Fenster, als ein Offizier vorbeikam und zu uns sagte: Wollen Sie die wurden die Truppen abgeschickt. So viel Militär habe ich noch nie gesehen, wie in diesen Tagen. Die Soldaten zogen singend und mit Têtes alboches"( allgemeine Bezeichnung für die Deutschen) sehen? Blumen und Fahnen geschmückt ab. Ich bin nun in den ersten zwei Auf unsere Frage, wo denn welche zu sehen wären, zeigte er auf einen bis drei Wochen nicht fortgegangen, aus Angst vor eventuellen Benachfolgenden offenen Wagen vom" Roten Kreuz". Darin saßen einige lästigungen. Meine Freundin und deren Eltern waren nach wie vor leichtverwundete Deutsche. Trotzdem die Leute wußten, daß es Deutsche tets liebenswürdig und sehr besorgt um mich, was ich ihnen, da es waren, wurde nicht das geringste gegen sie gesagt. Da der Wagen Immerhin fremde Leute für mich waren, nicht genug, danken kann. dicht bei uns vorbeikam, nickten wir ihnen unauffällig zu. Was mich auch sehr verwunderte, war, daß ich dort so weit int Auch die Bekannten dieser Familie, von denen einige eine hohe StelIn der Zeitung stand jetzt eine Bekanntmachung, daß Ausländer, Süden viel englisches Militär, namentlich Offiziere, sah. Kurze lung im Heer einnahmen, und deren Söhne bereits mitkämpften, Die Senegalneger( die waren in gleicher Weise bis zu meiner Abreise stets liebenswürdig zu welche heimreisen wollten, sich an das Bureau für Heimschaffung inter- Zeit vor meiner Heimreise tamen auch mir. Der Vater meiner Freundin erkundigte sich nochmals wegen nierter Zivilpersonen in Bern wenden sollten. Ich schrieb auch sofort Schreiberin verwechselt hier offenbar die Senegalneger mit algerischen meiner Abreise, wobei ihn de Bescheid wurde, daß daraus in abseh- nach dort und bekam die Antwort, mein Name sei notiert und ich Spahis oder Goumiers, denn die Senegaltruppen sind nicht beritten. barer Zeit nichts wird. Einige Tage nachdem las ich in der Zeitung könne durch das Bureau Briefwechsel mit meinen Eltern haben. Ju- Die Red. d.„ V.") nach Clermont- Fd., wo sie einige Tage blieben. Ich cine Anzeige des Ministers aus Paris betr. Heimreise der Fremden. zwischen erfuhren wir, daß in einer Kaserne in Clermont- Fd. wollte nun diese auch gern kennen lernen und ging mit meiner Ich schrieb natürlich sofort und erhielt als Antwort die Aufforderung, Deutsche Verwundete lagen. Auf meine Bitten erlaubte man Freundin eines Vormittags hin zum Bahnhof, wo sie ihr Lager, hatten. teine Familienverhältnisse und den Zweck meines Kommens anzu mir, diese zu besuchen, allerdings ipar mir das Sprechen untersagt Es waren durchweg große, schlanke Menschen. Wir kamen bald ins Gegeben, was ich auch gleich tat. Sturze Zeit darauf verließ der Minister worden. Einer der Verwundeten erzählte mir, Soft und Verpflegung spräch und natürlich auch auf den Krieg zu sprechen.( Einige von Baris, und meine Sache blieb mithin unerledigt. fei gut, und auch ich hatte den Eindruck, daß die Behandlung gut den Negern sprachen Französisch.) Wir unterhielten uns auch über Vom Friseurgewerbe. 383. Die Zahl Die freien Gewerkschaften haben dem Lande nicht nur durchgeführt worden ist, so bedeuten diese Zahlen, daß der Bergbau Anträge bewilligt und 2182 rund gerechnet 30 Bros. aller An eit gewaltiges Heer an Soldaten gestellt, sondern sie haben oder richtiger gefagt seine Rugnießer nur einen ganz geringen träge abgelehnt. auch aus den Kassen der Zentralverbände vom Beginn des Gewinnentgang verzeichnen wird. Es ist gar nicht ausgeschlossen, Die Bewilligung der Invalidenrente zeigt seit 1908 folgende Strieges an bis zum 31. Oktober allein an Arbeitslose baß infolge verminderter Betriebskosten der Gewinn fogar noch Bewegung 12 776 940 m. und an die Familien der Kriegsteilnehmer durch die Verhältnisse begründet. steigt. Jedenfalls ist aber der starke Lohnrüdgang in keiner Weise An Renten wurden bewilligt: 2935 505 20., also weit über 15 Millionen zur Auszahlung gebracht. Leider fehlen uns die Vergleichsziffern aus den chriftlichen Gewerkschaften. Es ist des öfteren in der Presse auf die stramme Disziplin der Gewerkschaftler im Felde hingewiesen worden, die selbstverständlich auf die gewerkschaftliche Schulung der Arbeiter in Friedenszeiten zurückzuführen ist. Ebenso ist der Opfermut anerkannt worden, der in den gewaltigen gewerkschaftlichen Unterstützungssummen an die durch den Krieg in Not geratenen Arbeiter und deren Familien zum Ausdruck kommt. An all das wird man sich erinnern müssen, wenn die freien Gewerkschaften nach dem Kriege erneut das Angriffsobjekt ihrer alten Feinde bilden sollten. Berlin und Umgegend. Achtung, Schuhmacher! Die Weihnachtsunterstügung für die Familien unserer zum Heere eingezogenen Mitglieder gelangt vom 14. bis 19. Dezember, vormittags von 10-12 Uhr, im Verbandsbureau, Engelufer 14, parterre, zur Auszahlung. Mitglieder, welche bei der Einberufung ein Jahr Mitglied waren, erhalten 10 M., die übrigen 5 M. Das Mitgliedsbuch ist, soweit das noch nicht geschehen ift, abzugeben. Zur Zegitimation ist die städtische Unterstützungstatte vorzuzeigen. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Deutsches Reich. Es kommen auf 100 erledigte Renten in Berlin int Deutschen Reich Bewilligungen Ablehnungen Bewilligungen Ablehnungen 66 34 83 17 Die Ablehnungen bei hundert erledigten Renten sind bei der Anstalt Berlin doppelt so hoch wie im Reich. 1908 1909 1910 19f1 1912 1918 5110 5004 4398 4210 4177 4407 Die Zahl der Ablehnungen stieg von 1911 zu 1912 um 110% An den Orten, wo jich Versammlungspläge von Truppen, Ge- von 1912 zu 1913 dagegen von 1799 auf 2182 fangenenlager oder größere Lazarette Leichtverwundeter befinden, der Ablehnungen in Prozenten betrug 1912: 26 Proz., 1913 dagegen haben die Friseure zu tun. Der offiziellen Friseurzeitung" wurde 30 Broz. Betrachten wir das Verhältnis der Bewilligungen und berichtet, daß im Lager von Kriegsgefangenen ein füchtiger Geschäftsmann an dem Rasieren und Haarschneiden seiner sechs Ge- Ablehnungen der Anstalt Berlin zum Reich, dann ist das Ergebnis hilfen täglich 60 m. verdient! Doch das sind Ausnahmen. Die Mo- für Berlin geradezu beschämend. bilmachung brachte zwar noch besonders viel zu tun, da die Einberufenen sich das Haar nach militärischer Vorschrift fürzen lassen mußten, doch dann trat Stille ein. Die Gehilfen waren sich von vornherein darüber klar, daß ihre Tariflöhne nicht aufrechterhalten werden können und rechneten mit gewissen Lohnabzügen, obgleich sie durch Verminderung des Trinkgeldes, auf das sie bei ihren Löhnen angewiesen sind, in ihrem Einkommen ohnehin schon einen Ausfall erlitten. Doch die Meister nükten die Situation vielfach über Gebühr aus. Insbesondere die Zwangsinnungen suchten durch Rohn drückerei das Handwerk zu retten. Von den Gehilfen sind neun Behntel unorganisiert, so daß es der Organisation nicht möglich ist, der willkürlichen Zohnbrüderei wirkjam entgegenzutreten. In Braunschweig hatten die Gehilfen den Meistern Sohnforderungen unterbreitet, auf deren Durchführung fie jedoch sofort nach Ausbruch des Krieges verzichteten. Der Vorstand der Zwangsinnung erachtete es dennoch als notwendig, noch am 10. August den Mitgliedern durch Rundschreiben mitzuteilen, daß die Innung befchloffen habe, die Gehilfenorganisation nicht anzuerkennen, weshalb fein Meister einen Tarifvertrag mit derselben eingehen dürfe, bei Bermeidung der höchst zulässigen Strafe und des Ausschlusses von den Wohlfahrtseinrichtungen" der Zivangsinnung. Die Ursache der Ablehnung der Invalidenrente war allein in 1790 Fällen(= 82 Proz. aller Ablehnungen, davon 791 bei den Frauen) noch nicht vorhandene Erwerbsunfähigkeit. Rentenfestießungen kommen bei den Männern 45, bei den Frauen 60 Ablehnungen wegen noch nicht vorhandener Erwerbsunfähigkeit. Der Berichterstatter motiviert die Maßnahme damit, daß in Zeiten schlechter Konjunktur eben die nicht mehr voll arbeitsfähigen Bersonen dann die Invalidenrente beantragen, um einen teilweisen Ersaz des Arbeitsverdienstes zu erlangen. ficherte oft zu einem Bertrauensarzt geschidt wird, der die Inva In Wirklichkeit liegen die Dinge so, daß der invalide Ver fibität nicht festzustellen vermag. In so manchem Gutachten wird ein Invaliditätsgrad von„ 60 Prozent" oder die Invalidität nahe Freigegebene Gewerkschaftsblätter. an der Genze" angegeben. Invalidität im Sinne des Gesezes liegt Nach einer Verfügung des Generalfommandos des XV. Armee forps( Straßburg) find die seit 22. Dttober im Bereich diefes Armees bei den Gehilfen die Runde mit einem Schriftstüd, beffen Schluß. ärzte der Anstalt Berlin hat eine recht deutliche Korrektur durch In Hamm i. W. machte der Obermeister der Zwangsinnung noch nicht vor. Diese falschen Begutachtungen durch Vertrauensforps des Militärpolizeimeisters vom 1. Dezember 1914 wieder freigegeben fat lautete: Gold gab ich für Eisen." G3 enthielt eine von dem das Oberversicherungsamt erfahren. In 196 Fällen wurde der worden. Im genannten Schreiben wird gesagt, daß die Freigabe Herrn formulierte Verpflichtung, die die Gehilfen durch ihre Unter- Rentenablehnungsbescheid der Anstalt Berlin beim Oberversiche unter der Voraussetzung erfolgt, daß die betreffenden Blätter feine schrift eingehen sollten, anstatt wie bisher für 35 bis 40 M. monate rungsamt aufgehoben und die Anstalt verurteilt, die Invalidenficherheitsgefährlichen Artifel mehr bringen. In Frage kommen lich fortab um 3 M. Wochenlohn oder 12 M. monatlich nebst Rost rente zu zahlen. hierbei folgende Gewerkschaftsblätter:" Verbandszeitung der Brauerei- und Logis zu arbeiten. und Mühlenarbeiter"," Die Gewerkschaft"( Gemeinde- und Staatsarbeiter),„ Courier"( Transportarbeiter), Fachzeitung für Schneider", Grundstein"( Bauarbeiter), Metallarbeiterzeitung", Der Tabat arbeiter"," Deutsche Maschiniſten und Heizer"," Holzarbeiterzeitung", Holzarbeiterfrauenzeitung"," Bereinsanzeiger"( Maler). " Weiteres Sinken der Bergarbeiterlöhne. Nach der amtlichen Lohnstatistik für das 3. Vierteljahr 1914 find die Löhne der Bergarbeiter im Nubrrevier weiter erheblich gesunken. Bei 81 Schichten betrug der Durchschnittslohu 5,07 m. gegen 5,22 M. im 2. Bierteljahr 1914 und 5,42 m. im 8. Vierteljahr 1918. Die Zahl der Gesamtbelegschaft ist von 405 183 auf 329 128 aurid gegangen. Gegen das 3. Quartal 1918 macht die Verminderung der Belegschaft 13,3 Broz, die Lohnverminderung aber 23,2 Proz. Damals entfiel auf den Arbeiter eine Lohnſumme von 463,09 M., jest aber nur von 410,31 M. Der Südgang brückt sich sonders start in den Hauerlöhnen aus. Ge betrug nämlich der Durchschnittslohn pro Schicht und Mann in Mark: aus. Gin Punki verdient besonders hervorgehoben zu werden. Der Bericht rühmt folgende Vereinbarung": Das Oberversicherungsamt sendet der Anstalt grundfäßlich alle Berufungssachen, in denen es auf Grund seiner Feststellungen und der Gutachten seiner Aerzte nochmaligen Stellungnahme zu.... Glauben wir aber nach dem Grunseren ablehnenden Standpunkt nicht billigen zu fönnen glaubt aur gebnis unserer weiteren Feststellungen unseren ablehnenden Standa punkt aufrechterhalten zu müssen, so entsenden wir zu der nun stattfindenden mündlichen Verhandlung vor dem Oberversicherungsamt, an der auch dessen Vertrauensarzt teilnimmt, einen unserer ärstlichen Beiräte, und es wird nun von beiden Aerzten in gemein famer Beratung nochmals die Invalidenfrage eingehend vor dem Oberversicherungsamt erörtert, bevor dessen Urteil ergeht." " Der Vorstand der Zwangsinnung in Hamburg beschloß, daß bom 15. August an die Rechte und Pflichten der Innung während bes Krieges ruhen sollen. Um jedoch die Handwerksrettung nicht zu 8 M. und nach dem Zarif der Gehilfenorganisation 10 M. bebernachlässigen, beschloß er gleichzeitig, den nach dem Innungstarif tragenden Aushilfelohn für Sonnabend und Sonntag auf 4 M. herabzusetzen. Die Löhne für feste Stellung sollten dagegen der freien Bereinbarung überlassen bleiben. Zur Erklärung des Unter fchieds, den der Innungsvorstand zwischen Lohn und Aushilfelohn machte, sei bemerkt, daß in Hamburg im August 597 Aushilfen vermittelt wurden und 221 feste Stellen in Hamburg und dem gangen hamburgischen Innungsbezirt; im September 771 Aushilfen und Diese Vereinbarung" zwischen Oberversicherungsamt und der 124 Stellen. Auf Veranlassung des Gehilfenausschusses und nach fritischer Würdigung seines Vorgehens durch die Freie Vereinigung Anstalt Berlin verstößt gegen die Bestimmungen der Reichsversiche der Meister sette der Innungsvorstand den Aushilfelohn, von dem rungsordnung. Ebenso unstatthaft ist die Teilnahme des Verstellungslosen Gehilfen eine ganze Woche lang ihren Unterhalt be- trauensarztes der Anstalt in der mündlichen Verhandlung vor dem streiten sollen, bis zur nächsten Aushilfe auf 5 M. fest. Ende Oberversicherungsamt. Als was fungiert der Bertrauensarzt der November beschloß nun der bei der Zwangsinnung bestehende Aus- Anstalt denn dort? Die Anstalt fann sich ebenso wie die Berufsschuß für das Gehilfen- und Herbergswesen, auf Antrag der Ge- genossenschaften und die Verlegten bzw. Versicherten vor dem Ober Hilfenvertreter den Lohn für Aushilfsarbeit am Sonnabend und bersicherungsamt vertreten laffen. Dann ist die Vertretung auch Sonntag auf 6 M.( ohne Soft), und für die Wochentage auf 2 M. im Protokoll aufzunehmen. Als Arzt kann der Vertrauensarzt der ( statt 1 M.) mit Rost zu normieren. Der Innungsvorstand lehnte Anstalt als Zuhörer wie jeder andere anwesend sein, als Arzt ines jedoch ab, den Beschluß seines Ausschusses zu bestätigen. Dabei beffen in den Gang der Verhandlungen einzugreifen steht ihm kein ift Hamburg einer der allerbesten Lohnorte im Friseurgelverbe. echt zu. Wenn in der Tat das Oberverficherungsamt eine derAn anderen Orten ist es mit der Bohnbrüderei noch weit schlimmer artige Vereinbarung" eingegangen ist, bedeutete sie eine weitere Es fielen also die Hauerlöhne um 48 Pf., der sonstigen Unter- schwer zu bekommen; teils fchämen fie fich, die Wahrheit zu sagen, 32 474 Anvalidemtentner, darunter 15 185 Frauen vorhanden. bestellt. Bestimmte Angaben find von den einzelnen Gehilfen Verschlechterung der Rechte der Versicherten. Insgesamt waren am 31. Dezember 1913 bei der Anstalt Berlin tagsarbeiter um 8 Bf., der erwachsenen llebertagsarbeiter um 2 fteile fürchten sie, deswegen entlaffen zu werden. Dem Nur die geringen Löhne der Jugendlichen sind nicht gekürzt worden. schwächeren Geschäftsgang nun aber die Arbeitszeit etwas anzuDie Familienbäter sind demnach am schwersten durch den Rüdgang passen, den Achtuhrladenschluß wenigstens während des Kriegs. getroffen, da die Hauer und Lehrhauer wohl fast durchweg verwinters einzuführen, ist nur wenigen Innungen eingefallen. Die Heiratete Leute find. Die Lohnfumme, die die Arbeiter nach dem Innung in Berlin hat den dahingehenden Antrag der Mit- Witwengeld und Waisenaussteuer. Der Titel Witwenrente" er Lobne des 8. Quartals 1913 eingebüßt baben, beläuft sich für die glieder eines Jnnungsbezirks durch Uebergang zur Tagesordnung awölf Monate auf nicht weniger als 82 Millionen 291 Tausend Mart! Ein gewaltiger Zohurüdgang, der von einem ebenso gewaltigen Auf steigen der Lebensmittelpreise begleitet war. Sauer und Lehrhauer. Sonstige Untertagsarbeiter. Erwachsene llebertagsarbeiter. Jugendliche Arbeiter 3. Biertelj. 2. Biertelj. 3. Biertel 1913 6,56 • • 4,58 4,36 1,46 1914 6,19 4,52 4,37 1,44 1914 6,08 4,50 4,84 1,46 erledigt. Die Arbeitszeit wurde an vielen Orten noch obendrein verlängert, indem die Meister den Gehilfen den freien Wochennachmittag entzogen. Auch die Sonntagsruhe wird nicht mehr beachtet, so daß in Breslau selbst die Innung ihre Mitglieder babor warnen mußte, an Sonntagen länger als bis 2 Uhr offen zu Ausland. Uebrigens zeigt die Statistit, daß es dem Ruhrbergbau gelungen ist, den Verlust an Arbeitskräften durch die Mobilisierung um mehr als ein Drittel auszugleichen. Die Zahl der zum Kriegsdienst einhalten. berufenen Bergleute betrug rund 110 000. Gegenüber dem zweiten Kurzum, die Friseurinnungen sind von ihrer sozialen RüdQuartal verringerte sich die Belegschaft aber nur um 76 055, so daß ständigkeit bisher keinen Schritt abgegangen. über 34 000 Arbeiter neu angelegt worden sind. Ueberlegt man noch, daß am 1. Oftober eine erhebliche Verteuerung der Kohlen die Deutschen, und da sagte einer, daß sie gegen diese kämpfen Von den füdafrikanischen Deportierten. müßten. Er machte sich ein ganz eigenartiges Bild von den Deutschen und hielt sie für Barbaren. Ein anderer war sehr stolz, sein Alter Die wegen des südafrikanischen Generalstreits nach England zu wissen; er war 20 Jahre alt. Er fügte hinzu, im allgemeinen gebe deportierten Gewerkschaftsführer erhielten furz nach Beginn des es in Senegal nur drei Altersklassen: 15, 30 und 45 Jahre. Nur Krieges wider Erwarten die Erlaubnis, nach Südafrila zurüdzu fürchteten diese Soldaten ungeheuer die Kälte und hatten Angst, daß fehren. Die meisten unter ihnen, auch der Holländer Boutsma, es in Deutschland noch fälter sei. Rührend war der Umgang mit hatten versprochen, dort unten energisch den Krieg gegen die teutoihren Pferden. Beim Berladen in den Zug, wo die Mannschaften von nischen Hunnen" führen zu helfen. Während ihrer Ueberfahrt brach den Pferden getrennt wurden, umarmten und füßten die Reiter ihre aber der Aufstand in Südafrika aus und das scheint bei der SteTiere und fonnten sich sehr schwer von ihnen trennen. gierung Bedenken ob der ferneren Vertrauenswürdigkeit ihrer Schüßlinge hervorgerufen zu haben. Jetzt wird nämlich berichtet, daß die Regierung tros Intervention des Gewerkschaftsbundes sich weigerte, die Kosten für den Heimtransport der Deportierten" und ihrer Familien zu übernehmen. Ihr Burgfriede" war nicht von langer Dauer. Ende Oktober erließ das Konsulat der Vereinigten Staaten in Paris eine Bekanntmachung betr. Rückreise der fremden Zivilpersonen. Ich schrieb natürlich sofort nach dort, erhielt aber feine Antwort. Am Sonntag, den 8. November, fam ein Beamter und bestellte mich für den nächsten Morgen um 10 Uhr zum General präfekten betr. meiner Rückkehr. Dort fragte mich der Herr, ob ich nach Hause reisen wolle, was ich selbstverständlich bejahte. Es wurde mir auch erlaubt, meinen Koffer, der sehr groß ist, mitzunehmen. Am ambern Morgen, ber 10. Rovember, um 10 1hr, verjam. Die Alters- und Invalidenrenten 11 in Berlin im Jahre 1913. 21 Hinterbliebenenfürsorge. Diese zerfällt in vier Arten: Witwen- und Waisenrente, wedt bei den Witwen der Verstorbenen die Vorstellung, daß der Tod des Mannes genügt, um in den Genuß der Rente zu gelangen. Das ist leider nicht der Fall. Denn die Witwe tann erst die Rente erhalten, wenn sie selbst invalibe" ist, also nicht mehr das übliche Lohndrittel erwerben kann. Von 569 vorliegenden Witwenrentenanträgen wurden 230 bewilligt, 288 abgelehnt. Waisenrentenanträge lagen insgesamt 944 vor, davon wurden 838 bewilligt, 54 abgelehnt. Witwengeld. Insgesamt lagen 843 Anträge vor, davon wurden 292 anerkannt. Waisenaussteuer. Insgesamt lagen 8 Anträge auf Gewährung der Waisenaussteuer vor; in 5 Fällen wurde dieselbe gewährt. Die Höhe einer Wittvenrente betrug 81,04 m.; einer Watsen rente 64,58 M.; einer Waisenaussteuer 24,98 M. und die Höhe des Witwengeldes pro Fall 79,46 m. Sind das in der Tat Renten"? Reichen die etwa zum Leben aus? Am Schluß des Jahres zählte die Anstalt Berlin 333 Witwen und 1215 Waisenrentner. Jugendbewegung. Jungvalk. Ein Almanach für die arbeitende Jugend 1915. Herausgegeben von der Zentralftelle für die arbeitende Jugend Deutschlands. 25 Pf.( im Buchhandel 50 f.) Selbstverlag, Berlin S2. 68, Lindenstr. 3. Trotz der schwierigen Zeitumstände hat sich die Zentralstelle für die arbeitende Jugend Deutschlands entschlossen, den Jugendalmanach Jungvolt auch für das Jahr 1915 erscheinen zu lassen. Mit Rücksicht auf die Situation mußte begreiflicherweise der Inhalt des Kalenders, der vor dem Kriegsausbruch zusammengestellt wor den war, nach der agitatorischen und kritischen Seite hin, vor dent melten wir uns am Bahnhof Clermont- Fd. und wurden zum Zuge Drud nachträglich einer sorgfältigen Sichtung unterzogen werden. geführt. Anwesend waren viel hohe Beamte, von denen wir uns verAber auch in der vorliegenden Ausgabe bietet unfer Jugendkalender abschiedeten. Für die Fahrt bis Genf zahlte ich 20 Fr. 75 Cts. und eine Fülle belehrender und unterhaltender Beiträge, die ihn unserer für meinen Stoffer 2 oder 3 Fr. In unserem Coupé( 3. Klasse) faßen vier Personen, und im ganzen Zug waren 178 Flüchtlinge" unterDer Bericht der Landesversicherungsanstalt verzeichnet für das arbeitenden Jugend gewiß wieber als eine willfommene Gabe gebracht. Uns begleitete ein höherer Beamter und drei oder vier Gen Jahr 1913 insgesamt 7057 neu gestellte Rentenanträge. Hiervon werden erscheinen lassen. In das Wesen unserer gesellschaftlichen darmen. Die Beamten jaben einige Male nach uns und erkundigten entfallen 6665 auf die Invaliden- und 392 auf die Altersrente. Auffassungen führt eine Abhandlung über den Zukunftsstaat sich nach unseren Wünschen. Wir fuhren über St. Etienne und Lyon Hierzu kommen noch aus dem Vorjahr 628 unerledigt gebliebene ein, während wichtige Aufgaben und Biele unserer Jugendbewe nach Ambérieu, wo wir morgens gegen 6 Uhr eintrafen. Nun ging 7288 Anträge auf Invaliden- und 417 auf Altersrente vor. Sier Beiträgen finden wir einen Auffah über die tropolis bon Invaliden- und 25 Altersrentenanträge. Insgesamt lagen somit gung in den Artikeln über Jugendheime und über den Sport der Jugend erörtert werden. An wissenschaftlichen es meiter bis Genf, wo wir nachmittags gegen 4 Uhr antamen. Hier von wurden 4307 Invaliden- und 365 Altersrenten bewilligt und Athen, einen Sprachwissenschaftlichen Artifel fowie wurden wir vom„ Roten Kreuz" und dem„ Genfer Frauenverein" 2182 Invaliden- und 32 Altersrenten abgelehnt. Die Zahl der be- eine geologische Abhandlung über das Thema: Wie fieht es herzlich empfangen. In Singen- Hohentwiel, der ersten deutschen Station, nahm uns willigten Altersrenten, die sich in den brei letzten Jahren( 1910, im Innern der Grbe aus? Ein Auffah über die stemdas" Rote Kreuz" in Empfang und führte uns in feine mit Blumen 1911, 1912) fast gleich geblieben war, ist im Jahre 1918 um ein benlegion aus der Feber eines Sachverständigen schildert die und Fahnen geschmüdte Empfangs- und Speijehalle. Wir erhielten geringes zurüdgegangen. Auch die Zahl der Ablehnungen der Organisation und die abenteuerliche Geschichte biefer Truppe, über nun Eſſen, und während desselben hielt der ehemalige deutsche Bot Altersrente ist zurüdgegangen. Während in den Vorjahren deren Verwendung im gegenwärtigen Weltfrieg gewiß noch mancher. schafter von Paris, welcher vom Deutschen Reiche zur Begrüßung ge- 11 Bros. aller erledigten Altersrentenanträge abgelehnt wurden, lei Aufflärung zu erwarten ist. In eine gerade für junge Arbeiter fandt war, eine Ansprache. Da wie in Singen die Nacht über blieben, betrug die Zahl im Berichtsjahre nur 8 Proz. Die Ablehnungen interessante Periode der deutschen Geschichte führt den Leser die mies uns das„ Rote Kreuz" Nachtlager in verschiedenen Hotels an. erfolgten fast ausnahmelos wegen Nichterfüllung der Wartezeit. Erzählung Die Rebellen ein, während in der Schilderung Wir sind dort alle sehr gut aufgenommen worden. Am anderen Nach Geschlechtern geordnet kommen bei 100 Altersrenten auf die ber Andreefchen Luftegpedition nach dem Nord. Morgen 7.10 Uhr fuhren wir mit einem Sonderzug bis Frankfurt Männer 90, auf die Frauen 10. Im Durchschnitt bon 1891/95 bis pol ein auffehenerregendes Kapitel moderner Seldengeschichte vor a. M. Ueberall unterwegs durch das" Rote Kreuz" reichliche Be- einschließlich 1913 kommen auf 100 Altersrenten bei den Männern bem jugendlichen Leser entrollt wird. Die Gebiete der Kunst und wirtung. In Frankfurt a. M. trafen wir gegen 4 Uhr nachmittags 31, bei den Frauen 19. Biteratur find weiter vertreten durch Aufsätze über den proletart ein und wurden vom Roten Kreuz"( wir waren jetzt nur noch Die Altersrentner nach Berufsarten gegliedert stehen die schen Dichter Alfons Betold und den großen Maler- Humo ca. 50 Personen, denn sie verteilten sich auf die Strecken) empfangen Metallarbeiter mit 68 an erster Stelle, ihnen folgen die Holz- risten Adolf Oberländer. Schließlich ist auch das aktuelle und mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Vor dort fuhr ich morgens arbeiter mit 50, der Handel mit 39, die Bauarbeiter mit 31, die Ereignis der Zeit berücksichtigt durch eine Darstellung der bisherigen 7.18 Uhr ab und traf in Berlin am 14. November, nachmittags Dienstboten mit 22, die Textilindustrie mit 16 Rentnern. Ergebnisse des Weltfrieges. Der schöngeistige Teil bes 4.35 Uhr, ein. Hier vurde ich von meinen Eltern erivartet, und die Am Schluß des Jahres 1913 waren in Berlin insgesamt 2276 Inhalts wird vornehmlich durch ein größere, an lustigen Episoden Freude des Wiedersehens war natürlich sehr groß. Mtersrentner vorhanden. reiche Erzählung Kiplings und durch zahlreiche sorgfältig aus. Die Invalidenrentenbewilligungen haben im Jahre 1913 re- gewählte Gedichte und Sprüche bestritten. Wenn wir noch die lativ um ein geringes zugenommen. Prozentual ist die Zahl in Fülle der fünstlerisch wertvollen Bilder und IIustrationen dessen auch im Berichtsjahr weiter zurüidgegangen. Insgesamt hervorheben, die dem schmuden Buch zur Zierde gereichen, bedarf Tagen, 7288 Anträge vor; hiervon wurden 430759,09 Bros. aller les wohl feiner weiteren Empfehlung, " Ich fühle mich der Schiveiz und unserem Roten Kreuz" für die liebenswürdige und gastliche Aufnahme während meiner gangen Reise zu großem Dant verpflichtet, aber auch an meinen Aufenthalt in Frankreich werde ich stets gern zurüddenten. Für den Weihnachtstisch Bücher für jung und alt Der Büchertisch der diesjährigen Weihnachten wird feine Friedenstafel sein. Der Weltkrieg wird ihm den Stempel aufdrücken. Aus diesem Grunde wollen wir unseren Lesern in erster Linie eine Reihe Bücher empfehlen, die, der jetzigen Zeit Rechnung tragend, von jung und alt gern gelesen werden und durch ihren guten Inhalt und den wohl. feilen Preis für Arbeiterfamilien ganz besonders geeignet sind. Darüber hinaus ist es aber auch von ganz besonderer Wichtigkeit, gerade in der jeßigen Zeit gute Bücher zu lesen, die nicht dem Kriegsthema gewidmet sind, sondern geeignet sind, den Leser kurze Zeit die schrecklichen Geschehnisse vergessen zu lassen. Auch alle Bücher, die sich den Idealen und Zielen des Sozialismus widmen, eignen sich jetzt ganz besonders als Geschenke für den Weihnachtstisch. Vorwärts Klassiker Des Arbeiters Kriegsbücher Arbeiter Notizkalender Goethes Werte mit einer Einführung in das Leben und die Werke des Dichters von Dr. Franz Diederich. Serausgegeben und Schillers Werte einer biogramit phischen Einleitung versehen von Franz Mehring. 15 Bände in drei Bänden Heines Werte gebunden mit einer biograReuters Werte eben und die Werke bes Dichters. Serausgegeben von Emil Krauſe. Der Deutsch- Französische Krieg 1870/71 Belt in Waffen), ilmenthält viele ganzfeitige Stuftrationen und wird in einem färdig Sriegsberichterstatter ( Sonderdruck aus: Die fang 320 Seiten großes Geschentformat mit 245 Bildern und Dokumenten ausgestattet, schmucken Einband im österreichisch- ungarischen Hauptpreffequartier. Der Verfasser dieses Werkes ist Sugo Schulz, gegenwärtig Wilhelm -Der Preis beträgt nur 3,- Mt. Düwell, Kriegs. phischen Einleitung versehen von Franz Mehring. berichterstatter im Sauptquartier des Oftens. Interessante Kriegsschilderungen. Mit 8 Bildern und 1 Karte ausgestattet. Einführung in das Preis gut gebunden nur 1,- Mr. Fesselnde von belgischen und französischen Kriegsschauplägen. Von Dr. Ad. Koefter und Reichstagsabgeord neten Gustav Noste. Mit 8 Bildern und 1 Karte. Preis in Leinenband 1,- Mt, Diese Schilderungen der Kriegsereignisse werden großem Intereffe begegnen. Durch den billigen Preis eignen sie sich vorzüglich als Weihnachtsgeschenke für jung und alt. Die Barengeißel as hema dieses Buches ist der Kampf gegen den Zarismus, Sturmschreie aus hundert Jahren. Von Dr. Franz Diederich. Kriegsberichte aus Offpreußen und Rußland Banel Kriegsfahrten in Belgien und Nordfrankreich Geffen Berichte Jedes Werk, 3 Bände, 4 Mark Der billige Preis und die gute Ausstattung machen Die Bände der Vorwärts- Klaffiter zu Geschenken besonders geeignet. Sur geistigen Erholung und Erbauung gibt es nichts Befferes als die Klaffiter. August Bebel Beb entbuch seöört auf jeden Weihnachts. Ein Lebensbild für deutsche Arbeiter von S. Wendel. der Rußland blutig tnechtet und Europa barbarisch bedroht. Es ist ein Kampfbuch voll Ener bittlichkeit. Aus dem Sturm des gegenwärtigen Kriegs entstanden.- Preis-, 50 mt. für die Zustände in den friegführenden Ländern geweckt Das Zarenreich Rebates gang bon felbft mit fic, bas bas Intereffe tisch. 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Preis in Leinenband 1,- Mr. Laffalle- Büfte Bildhauer Julius Obft, 3 verschiedene Größen, Preis 2,50, 8 u. 15. Die Marketenderin lung aus der Zeit der Revolutionstriege von Ein Kapitel zur Geschichte tratie. v. Bernstein. 1. Band: Bon 1848 bis zum Erlaß des Sozialistengefetes Die Zeit von 1890 bis zur Gründung des Zentralverbandes von Groß- Berlin 1906. Jeder für Preis gebunden 50 Pf. Ein preiswertes Weihnachtsgeschent, das den Daheimgebliebenen wie den im Felde Stehenden gute Dienste leisten wird. Aus dem Juhalt: Der Krieg im Völkerrecht/ Gemeinverständliche Erläuterung militärischer Fachausbrücke/ Kriegs. rechtliches/ Darstellung der Rechtsansprüche der Kriegerfrauen, der Invaliden, der Hinterbliebenen tiefdruck/ Der Krieg und die Gewerkschaften träts der Genoffen Frant und Jaurès in KupferAlle für Arbeiter wichtigen Abreffen und anderes uſw./ Deutsch- Französ. Sprachwegweiser/ PorKriegskarte des Vorwärts / Elmfassend fämtl. europäischen Kriegsschaupläge. 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Führung durch Geschichte, Politik und Literatur. Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung berapa fiche Entwicklungsgeschichte der Erde on Engelbert Graf. 47 Abb. und Anhang. Deutſchen Sozialdemo attes 1878.2. Band: Unter dem Sozialistengeses in den Jahren 1878 bis 1890.- 3. Band: Die Sozialdemokratie pod her. Von Sampfmeyer. Preis 1, t Band ist einzeln zu beziehen. Preis pro Band in Leinen 6,50 Mt., in Halbfranz 7,50 M Untergang der Sklaverei im Altertum Serausgegeben von E. Ciccotti, Die Parteien der großen franzöfifchen Revolution Bon S. Cum Deutsche Geschichte und Lernende von Franz Mehring. Gut gebunden 2,50 wt. und ihre Preffe. 4,50 Mt., geb. 5,50 m. it a clutionäre Zeitungsliteratur Frankreichs während der Jahre 1789/1791" erfienemen Unterm Brennglas Romödie von Adolf Glasbrenner. Ausgewählt und eingeleitet Ursprung der Religion und des Gottesglaubens einen 1,50 m. H. Cunow. Mit zahlreichen Porträts. Zweite erweiterte Ausgabe des in erster Auflage unter dem Titel Die Wertes. Von der Presse sehr lobend besprochen. Preis 6,- Mt., Salbfranz 7,50 mt. Eine Reise nach Island Reisebriefe u. Tagebuchblätter von E. Sonnemann( Jürgen Brand). Preis gebunden 2,50 Mr. Der durch sein Allenbrook" bekannte Berfaffer weiß, daß Rinder gern Reisebeschreibungen lesen, darum hat er diese Reisebriefe geschrieben. Unser Wald Bar Grottewis, herausgegeben v. W. Bölsche. Mit zahlreichen Abbildungen. Dieses Buch hat bei ben bedeutendsten Pädagogen wie in der Presse begeisterte Aufnahme gefunden. Broschiert 2,50 Mt., in dauerhaftem Leinenband 3,- Mt. Briefe aus der Seide an meine jungen Freunde. Ellenbrook Von J. Brand. In diesem vortrefflich ausgestatteten Buch bietet Freund Brand zwölf Briefe, die er den Kindern in zwölf Monaten des Jahres aus seinem Ellenbroot schreibt. Durch jeden einzelnen diefer Briefe lernen die Leser ein besonderes Rapitel der Natur kennen. Geschmackvoll gebunden, init Buchschmuck verfehen 1,50 Mt. Cunow. Leinen 1,50 mt. vom Ausgang des für Lehrende Berliner politische Satire, Revolutionsgeist und menschliche von Franz Diederich. Mit 117 Bildern von Theodor Hosemann, Adolf Schroedter, Wilhelm Scholz, C. Reinhardt, Gustav Seil und anderen. Preis 3,- Mt., gebunden 4,- Wt. - Die beste Unterhaltungslektüre ift die von unten auf! Desert ber beften fozialen Dingen. Vorwärts Bibliothek Jeder gut gebundene Band foftet 1,- Mt. Band 1: Erwect, Roman aus dem Proletarier. leben von 2. Ger. Band 2: Der Ausweg, Eine Erzählung von Ernst Preczang.- Band 3: Das Land der Zukunft, Reifebeschreibung v. Rolisch: mit einer Einleitung v. Paul Göhre. Band 4: Berschrobenes Bolt, Erzählungen v. R. Größsch.Band 5: Der Prinzipienreiter, Eine Erzählung aus Blos. Band 6: Sonntage eines Großstädters in der Natur In den Tod getrieben, Zwei Erzählungen v. Ernst Bon Curt Grottewig. Mit einem Vorwort von Wilhelm Bölsche. Bierte Auflage. Ausgestattet mit künstlerischem Buchschmuck und einem Porträt des Verfassers.- Preis gut gebundeu 1,- Mt. Gedichte von Ludwig Leffen. Das gut Aus Tag und Tiefe ausgestattete Buch gibt intereſſante Bilder aus dem Arbeiterleben, begeisternde Rampfesrufe, visionäre Zeichnungen voll von einem frohen Zukunftsglauben. Preis 1,50 Mt. von Clara Müller- Jahnke. Serausgegeben und reich Gedichte illustriert von Oskar Jahnte. Mit einem Vorwort von Julius Bart. Das Buch gibt eine auserlesene Sammlung der besten Gedichte aus der Feder der leider zu früh verstorbenen Schriftstellerin. Zu Weihnachtsgeschenken geeignet. Preis 3,50 mt., geb. 4,50 mt. Preczang. Band 7: Der Pariser Garten und Anderes v. Minna Kautsky.- Band 8: Mutter, Ein Frauenschicksal von Joh. Ferch.- Band 9: Der Morgen grauf, Erzählungen aus dem Drole: tarierleben von M. Andersen- Nero. Band 10: 1000 Mart Belohnung, Kriminalroman von Sans Soyan. Band 11: Die Heiteretei, Eine humo. riftische Erzählung von D. Ludwig.- Band 12: Gesammelt und gestaltet Diederich. Mit 26 Bildern. In einem Leinenband 5,- Mt., in zwei gut gebundenen Bänden 6,- Mt. Bom drängenden Leben der Zeit will dieses Buch der Dichtung zeugen; vom Leben, das von unten auf treibt und teimt, blühen und fruchten will, vom Leben, das schwerste Mühe und heiligste Arbeit austeilt und alle beste Kraft und die höchsten Opfer vom Einzelnen zum Gegen des Ganzen fordert. Friedrich Engels. Der deutsche Bauernkrieg Serausgegeben von Frans Mehring. Interessant geschildert.- Preis 1,50 mt, geb. 2,- Mt. Beraus. Wilhelm Wolff, Gesammelte Schriften geben von Franz Mehring. Mit einer Biographie Wilhelm Wolffs von Friedrich Engels. Preis 1,50 Mt., gebunden 2,- Mt. von Wilh. Garantien der Harmonie u. Freiheit weitling Die Arbeiterfrage Mit einer biographischen Einleitung und mit Anmerkungen herausgegeben von Fr. Mehring.- Preis 2,50 Mt., gebunden 3,- Mt. von F. A. Lange. Mit einer Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Franz Mehring.-Preis 1,50 Mt., gut gebunden 2,- Mr. Der Ausgabe ist die erste Aufl. des Langefchen Buches zugrunde gelegt. Schweizer. Bom Waisenhaus zur Fabrik, Geſchichte einer Pro: Politische Auffäße und Reden mit einer Einleitung letarierjugend von S. G. Ditreiter. Band 13: Der Gotteslästerer, Roman aus dem Leben der erzgebirgischen Waldarbeiter von A. Ger. Band 14: Die Marketenderin, Erzählung v. Erdmann- Chatrian. Band 15: Kriegsfahrt in Belu. Anmerkungen von Fr. Mehring.- Preis 3,- Mt., geb. 4,- Mt. Enthüllungen über den Kommunistenprozeß zu Köln von Karl Marg. Mit Einleit. v. Fr.Engels u. Dokumenten. 4. Abdruck u. Anmert. v. Mehring. Preis 1,50 Mt., geb. 2,- Mt. Herzliche Grüße Sammung tiefempfundener Erzählungen gien und Nordfrankreich. Von Dr. Roefter und Der kleine Stadt- Baumeister Ein Lehr- und Spielaus dem sozialen Alltagsleben, in denen der bekannte Autor die kleinen Freuden und Leiden des täglichen Lebens mit einer innigen Teilnahme schildert. Preis des Buches broschiert 2,- Mt., gebunden 2,80 Mt. G. Noske, M. d. R. Band 16: Kriegsberichte aus Ostpreußen und Rußland. Von W. Düwell, Kriegsberichterstatter i. Bauptquartier d. Oftens. buch für die Jugend, für Eltern und Erzieher von S. Pralle. Mit 15 Abbildungen im Tert und 17 Tafeln. Aeußerst lehrreich und anregend.- Preis 1,50 Mt. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Moritzplatz Leipziger Strasse _A.WERTHEIM Königstrasse G. m. b. H. 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Von der Kriegsunter- stützung sollen für Miete in Abzug kommen können bei Frauen mit vier Kindern höchstens 10 M.. bei Frauen mit fünf Kindern höchstens 15 M. und bei Frauen mit mehr als fünf Kindern höchstens 20 Di., aber nur bis zur Hälfte der Monatsmiete. Der Magistrat hat für die Unterstützungskommissionen bestimmte Grundsätze aufgestellt, die bei Gewährung der Mietsunterstützung beachtet werden sollen. Zu be- achten ist zunächst, das, Mietsbeihilfen nur auf Antrag gewährt werden. Die Frauen, die Mietsunterstützung wollen, müssen bei der Steuerkasse einen Antrag stellen. Zu bedauern ist. daß der Magistrat den Monat August von der Mietshilfe ausgenommen hat. Taufende von Frauen sind mit der Augustmiete noch heute im Rückstände, weil der eingezogene Mann vor dem 1. August ohne erhebliches Ein- kommen war. Wenn es dem Magistrat ernst ist mit seiner Absicht, die im Felde Stehenden vor Mietsschulden zu bewahren, so mutz hier unter allen Umständen noch geholfen werden und sei eS durch Extraunterstützung. Vom September ab soll Mietsunterstützung gegeben werden, aber nur nach den alten Sätzen, die für eine Frau ohne Kind 10 M., für eine Frau mit einem Kind 7,50 M. und für eine Frau mit zwei Kindern 5 M. betrugen. Die neuen, obengenannten Sätze gelten erst vom 1. November ab. Man sieht, mit den alten Sätzen kann der Ma- giftrat wirklich keinen Staat machen. Mietshilfe soll nur dann gewährt werden, wenn der Vermieter sich zu einem den Verhältnissen der Mieter entsprechenden MietS- Nachlaß versteht. Bei der Bemessung der Höhe des Nachlasse» soll auch die wirtschaftliche Lage de» Vermieters in Betracht gezogen werden. ES soll auf den MietSnachlatz dann weniger Gewicht gelegt werden. wenn der Vermieter eine größere Anzahl Kriegerfrauen zu seinen Mietern zählt. Miete wird in der Regel nur bewilligt, wenn dieselbe r ü ck st ä n d i g ist. und zwar direkt an den Vermieter, der sich von der Steuerkasse die Miete abholt. Auch die Vermieter können Anträge stellen, wenn dies nicht vom Mieter geschieht. Eine recht kautschuk- artige Bestimmung ist die folgende vom Magistrat erlassene: »Die Frauen der Einberufenen können Beihilfen zur Miete er- halten, wenn sie nicht w der Lage sind, die Miete selbst zu bezahlen. Hierbei ist zu prüfen, welche Einkünfte sie neben der KriegSunter- stützung durch sonstige Unterstützungen, wozu auch die Ireispeisung für sie und die Kinder gehört, und durch eigenen Erwerb haben. Verweigerung der Uebernahme einer angemesse- nen Arbeit schließt die Gewährung einer MietShilfe aus. Ver- wandte, welche mit einem unverheirateten Einberufenen einen gemein- schaftlichen Haushalt geführt haben und die Kriegsunterstützung er- halten, können Beihilfen wie die alleinstehenden Frauen erhalten." Bezeichnend für die vorstehenden Bestimmungen ist der Satz, nach dem'MietShilfe verweigert werden kann, wenn eine Frau eine an- gemessene Arbeit nicht übernehmen will. Eine solche Bestimmung kann man verstehen, wenn eS sich um die Gewährung einer Arbeits- losenunterstützung handelt, nicht aber bei Frauen von Kriegiteil- nehmern, die bisher ihren gesamten Unterhalt durch die zu den Fahnen Einberufenen erhalten haben. Rigorose Bezirksvorsteher können bei Anwendung dieser Bestimmung in vielen Fällen die Frauen um die MietShilfe bringen. Wie kommt der Magistrat dazu, eine solche An- ordnung zu erlassen. Die Mietsbeihilfe ist doch nichts anderes als das Zugeständnis, daß die heute gezahlten Unterstützungssätze nicht voll ausreichen, um die Bedürfnisse der Ernährung, Bekleidung und Behausung zu decken. Die Pflicht ausreichender Unterstützung der Familien haben aber die LieferungSverbändc, ohne daß sie andere Be- dingungen zu stellen haben als die Feststellung der Bedürftigkeit, und zwar im weiteren und nicht im armenrechtlichen Sinne. Außerdem sollen Nebenbezüge nach dem Gesetz auf die Unter- stützung nicht angerechnet werden. Das geschieht leider auch jetzt wieder bei Gewährung der Mietsbeihilfen. Di« magistratlichen Anweisungen ulüssen zu neuen willkürlichen Auslegungen führen, je nachdem Be- zirksvorsteher und. Unterstützungskommissionen engherziger oder weit- herziger sind. Eine Reihe Kommissionen zahlen Miete, wenn die Nebeneinkünfte die zu gewährende Miete um das Doppelte übersteigen. Wenn bei» spielsweise eine Frau von der Firma monatlich 24 M. Unterstützung bezieht und sie zahlt 30 M. Miete, so erhält sie Mietszuschuß. Zahlt sie aber nur 22 oder 23 M. Miete, fo erhält sie keine MietShilfe. Andere Kommissionen tun selbst daS nicht. Wieder andere grauen, die in Arbeit stehen, bekommen oft keine Kriegsunterstützung, und da nur Unterstützte MietShilfe bekommen, so erhalten diese Frauen über- Haupt nicht», müssen vielmehr noch die volle Miete zahlen. Anderer- seitS gibt eS Kommissionen, die in solchen Fällen Miete gezahlt haben, wenn auch keine KricgSunterstützung lief. Für alle die Frauen, denen MietShilfe versagt wird, sorgt sich niemand um Mictsnachlaßz sie müssen die volle Miete entrichten oder— schuldig bleiben. Die Prüfung der Anträge auf Beihilfe auf ihre Notwendigkeit und ihre Höhe erfolgt durch den Bezirksvorsteher, der auch mit dem Ver- mieier über die Höhe dcS Mietsnachlasses verhandelt, wobei er sich eines anderen städtischen Ehrenbeamten oder des Nationalen FrauendiensteS bedienen kann. Wird ein MietSnachlatz bis zu der Monatsmiete gewährt, so verfügt der Bezirksvorsteher zusammen mit dem Vorsitzenden die Zahlung der Mietsbeihilfe, ohne daß eS eines Beschlusses der Unterstützungskommission bedarf. Findet sich dagegen der Vermieter nur zu einem geringeren Nach- laß als% der Monatsmiete bereit, so entscheidet die UnterstützungS- kommission. In jedem Falle soll berücksichtigt werden, daß der Nach- laß ein wirklich den Verhältnissen entsprechender und angemessener ist. ES gibt, wie unS mitgeteilt wird, leider Vermieter, die glauben, nur zum Schein auf einen Abzug eingehen zu sollen, um die MietSunter- stützung zu bekommen, später aber vom Mieter den Restbetrag sich einzufordern. Es wäre erwünscht, wenn den Mietern genaue Mit- teilungen über die Höhe dcS Nachlasses gemacht werden, damit sie sich danach richten können. Im übrigen muß ja der Vermieter eine schrift- liche Erklärung abgeben, die der Mieter in der Steuerkasse einsehen kann. Soweit eS sich um direkte Zahlung von Miete aus der Kriegs- Unterstützung an den Vermieter handelt, so muß über diese Anträge stets die UnterstützungSkommisswn beschließen. Trotz Mietsunterstützung können auch noch Extraunterstützungen gegeben werden, allerdings auch auf Antrag. Solche Fälle sind gegeben, wenn ein Krankheitsfall in der Familie eintritt, wenn in einex größeren Familie Schuhe und Kleidung benötigt lvcrden. In der Stadtverordnetenversammlung ist von verschiedene!, Seiten aus- gesprochen worden, daß damit nicht gekargt werden soll. Hoffentlich richten sich die Immissionen, insbesondere die Bezirksvorsteher danach. Maßgebend sollte sein, was der Minister de» Innern in seinen Aus führungsbestimmungen vom 1, November über da» Gesetz die Familienunterstützung betreffend sagt. SS heißt dort u. a.: »Schließlich wird noch ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht. daß eine wohlwollende und nicht etwa nach den Grundsätzen der Armenpflege erfolgende Prüfung der Bedürftigkeitsfrage bei der Ge Währung der Familienunterstützungen geboten ist und namentlich keinem Bedenken unterliegt, wenn arbeitsfähige Angehörige infolge augenblicklicher Arbeitslosigkeit in eine vorübergehende Notlage ge- raten sind. Bon den Angehörigen der vor dem Feindr stehenden Familienväter wird alle« fernzuhalten sein, was niederdrückende Empfindungen in ihnen auszulösen geeignet ist." Was hier gesagt ist, gilt von allen Unterstützungen, auch von der Mietsunterstützung. Man soll weitherzig geben und die Familien so stellen, wie wenn der Ernährer zu Hause geblieben wäre. Kleinlichkeit und Engherzigkeit in Unterstützungsfragen schädigen nur den Kriegs- zweck._ Ms Groß-öerlin. Sport im Kriege. Seit Kriegsbeginn hat Großberlin, in dem die Sport- freudigkett während der letzten Jahre sich außerordentlich rege entfaltete, von der Ausübung deS Sports jeder Art ver- hältnismäßig wenig gesehen. Auf den Gewässern in und um Berlin wurden Ruder- und Segelboote nur vereinzelt b« obachtet. die Turn- und sonstigen Sportplätze blieben verwaist oder zeigten gegen früher große Lücken. Gerade auch aus den Turn- und Sportvereinen, in denen so viel kraftvolle Jugend sich zusammenfindet, waren Tausende zum Heeresdienst ein- gezogen worden, und bei den Heimgebliebenen wollte die alte Freude an Sport und Spiel monatelang nicht recht aufkommen, als immer neue Kunde eintraf, daß liebe Sportkameraden auf den Schlachtfeldern gefallen waren. So ist in allen großen Sportverbänden, auch in denen der Arbeiterschaft, die kamerad schaftliche Trauer schon in Permanenz erklärt. Die bunten Sportflaggen, die sonst so lustig im Winde flatterten, sind verschwunden oder wehen auf Halbstock. Jede Zusammen� kunft bringt den Versammelten neue Trauerkunde. Das alles soll, so betrübend es ist, nicht abhalten, dem Wintersport, der sich in der Umgebung Berlins feit einigen Jahren so günstig entwickelt hat, auch im kommenden Winter mit Lust und Liebe nachzugehen. Die Tragödie, die sich auf dem KriegStheater abspielt, geht ihren ungehemmten Lauf. In vernünftiger Denkweise werden ja wohl alle größeren und geräuschvollen Festlich- leiten, die sonst das Berliner Winterleben füllten, ausfallen, aber der Sport, der neue Kraft, neue starke Geschlechter bringen soll, braucht deshalb nicht ganz zu ruhen. Im Gegenteil, er kann nur ablenken von den Schrecken des Krieges, die bis in die kleinste Hütte hinein ihren nieder- drückenden Einfluß finden; er kann und soll stärken zu dem, waS alles das Weltenschicksal noch bringen mag. Der Großberliner Sport ist heutzutage nicht nur mit den Sportvereinigungen identisch. Er lebt und webt in Tausenden, die sonst zur Winterszeit hinausziehen in die Winternatur, sich zu freuen an den Schönheiten des elserstarrten NaturlebenS und sich an. ihm zu stärken für des LebenS Kämpfe. Mögen auch diesmal, wenn der Schnee liegt und die Seen überzogen sind mit Eis, Tausende hinaus- wandern in die märkischen Wälder und an die Gewässer, sich Herz und Kopf klar zu machen zum Gefecht... Was der Sport in seiner reinsten und natürlichsten Gestalt Tausenden bringt, das kommt der Volksgesundheit zu statten und sendet seine Triebe in neue Geschlechter. Arbeitslosenfiirsorge der Stadt Berlin. AuS dem Rathause wird mitgeteilt! 1. Bei den 23 Geschäfts- stellen der Stadt find in der Zeit vom 23. bis 29. November 1914 2082 Gesuche eingegangen: davon wurden 577 abgelehnt, an die Landesversicherungsanstalt Berlin 350 verwiesen, bewilligt 1510. Ausgeschieden aus der Unterstützung(überwiegend wegen Wieder- eintritt» in Arbeit oder Erwerb) sind 1817 Personen. Unterstützung im Gesamtbetrage von 71020 M. haben von der Stadt bezogen 17 287 Personen, davon je 6 M. 2478, je 4 M. 14 809 Personen. 2. Bon der Stadt wurden an 8139 Mitglieder von 15 Ar« beiter» und Angestellten- Organisationen, die selbst satzungSgemäß Unterstützung gewähren, Zuschläge im Gesamt- Setrage von 24 585,34 M. gezahlt Hiervon trafen auf die freien GeWerk- schaften 7516 Mitglieder mit 23 281,80 M.(und zwar Metallarbeiter 3100,25 M., Holzarbeiter 7080,50 M. usw.) 3. Die Landesversicherungsanstalt Berlin hat von insgesamt 18 000 bei ihr eingegangenen, teils von den städti- scheu UnierstützungSkommissionen ihr überwiesenen, teils von den Organisierten ihr eingereichten Gesuchen 13 393 genehmigt, Aus- geschieden aus der Unterstützung gegenüber der Borwoche sind 321 Personen. Unterstützungen im Gesamtbetrag« von 30 772 M. sind von der LanbeSversicherungSanstalt am 28. November 1914 an 4847 Personen gezahlt worden. Verordnung über die Kartoffelpreise in Grost-Berli«. Da» Oberkommando in den Marken hat folgende Bekannt- machung erlassen: Durch die Bekanntmachung des Bundesrat» vom 23. November 1914(R.-G.-Bl. S. 483) sind Höchstpreise für den Vertauf von Speisekarlofietn durch den Produzenten festgesetzt. In Ergänzung dieser Maßnahme ist eS angezeigt, auch für den K l» t n h a n d e l mit Speisekartoffeln im Gebiete von Groß- Berlin Höchstpreise fe st zusetzen. Diese Festsetzung muß für daS zusammenhängende Wirtschaftsgebiet Groh-Berlin» ein- heitlich und gleichzeitig erfolge». Uebereinstimmend mit einem vom Magistrat Berlin aufgestellten Entwurf und im Einvernehmen mit den übrigen betetligten Magistraten und Landräten bestimme ich daher in Ausführung de» Reichsgesetzes, betreffend Höchstpreise vom 4. August 1914(R.-G.-Bl. S. 339) kraft der aus mich gemäß§ 4 des Gesetze« über den Belagerungszustand übergegangenen voll- ziehenden Gewalt für die Städte Berlin, Charlottenburg. Berlin-Lichtenberg, Neukölln, Potsdam, Berlin-Schöneberg. Spandau, Berlin-Wilmersdorf, und für die Landgemeinben AdlerShof, Berlin-Britz, Berlin-Buchholz, Köpenick. Berlin-Friedenau, Berlin-KriedrichSfelde. Friedrichshagen, Berlin-Grunewald, Hermsdorf, Berlin-Hohenschönhausen, Berlin-HeinerSdorf, Berlin-Johannis» thal, Kleinglienicke, Berlin-Lankwitz, Berlin-Lichterfelde, Lübars, Berlin-Mariendorf, Berlin-Marienfelde, Nikolassee, Berlin-Nieder- schöneweide, Berlin-Niederschönhausen, Nowawes, Berlin-Oberschöne- weide, Berlin-Pankoiv, Berlin-Reinickendorf, Berlin-Rofenthal, Berlin-Schmargendorf, Berlin-Steglitz, Berlin-Stralau, Berlin-Tegel, Berlin-Tempelhof, Berlin-Treptow, Wannsee, Berlin-Weißenscr, Berlin-Wittenau, Zehlendorf, und für die Gutsbezirke Berlin-Dahlem, Plötzensee: 8 1. Der Preis für das Kilogramm Speisekartoffeln darf im Kleinverkauf nicht übersteigen: bei den Sorten Daber. Imperator, ölnZnum bonum, tTp to date und den ihnen von der Landeszentralbehörde gleich gestellten Sorten 8 Pf., bei allen anderen Sorten 7,5 Pf. Die Höchstpreise gelten nicht für Salatkartoffeln oder für Saat- kartoffeln. Bruchteile von Pfennigen, die sich beim Gesamtkaufpreis ergeben, werden als volle Pfennige gerechnet. Z 2. Kleinverkauf ist der sogenannte Detailhandel, d. h. die Abgabe unmittelbar an den Verbraucher. 8 8. Der 8 1 dieser Anordnung ist in den BerkaufSlokalen, in denen Kartoffeln im Kleinverkauf gehandelt werden, an deutlich sichtbarer Stelle anzubringen. § 4. Wer dieser Anordnung zuwider handelt, wird gemäß§ 1 de? Gesetzes, betreffend Höchstpreise(Reichsgesetzblatt Seite 339) bestraft. 8 5. Diese Anordnung tritt am Dienstag, den 15. Dezember in Kraft._ Weihnachtsbescherungen für Verwundete. Vom Nachrichtenamt der Stadt Berlin geht uns der nachfolgende Aufruf zu: Für die in den städtischen Anstalten untergebrachten verwundeten und kranken Soldaten, deren Zahl etwa 8800 bcträg!. sollen am Weihnachtsheiligabend Bescherungen stattfinden. De: Magistrat, der für diesen Zweck größere Mitiel zur Verfügung gc- stellt hat, wendet sich auch an die Bürgerschaft, damit durch deren so oft bewährte freie Liebestätigkeit die Bescherung für unsere Krieger sich recht reichhaltig gestalten möge; er bittet um Spenden an Geld und geeignete Geschenke, die danlbar entgegengenommen werden bei den Direktionen des Kriegslazaretts in Buch, des Rudolf-Virchow- Krankenbauses, der Kraukenhäuser Moabit, am Urban und im Friedrichshain, sowie im Rathause, III. Stock, Zimmer 115. Mietsanträge in Berlin. MietsbeihUfen können nach den Beschlüssen der städtischen Körper- schaften nunmehr auch Erwerbs- und Arbeitslosen gewährt werden. In Betracht kommen nur solche Arbeits- und Erwerbslosen, die während der letzten vier Wochen vor Stellung des Antrages Arbeitslosenunterstützung von der Stadt bezogen haben. Die Woh- nungSmiete— und nur diese wird berücksichtigt— darf nicht mehr als 500 M. pro Jahr betragen. Arbeitslose, deren Unterstützung die LandeSversicherungsa n st alt Berlin übernommen hat, haben ihre Anträge auf Gewährung von Mietsbeihilfe an diese zu richten, da sich die Landesversicherungsanstalt bereit erklärt hat, ihre Fürsorge auch nach dieser Richtung hin auszudehnen; dorthin haben sich auch diejenigen Arbeitslosen zu wenden, die einer der städtischen ArbeitSlosenfürsorge angeschlossenen Organisationen an- gehören und denen von der Landesversicherungsanftalt Berlin ein Zuschuß zur Arbeitslosenunterstützung direkt oder durch Uebernahme deS städtischen Zuschlag« gewährt wird. Die an die Stadt zu richtenden Anträge auf Mietsbeihilfen find mündlich in den Geschäftsstellen der Arbeitslosenfürsorge unter Vorlegung des Mietsvertrages und der Kontroll- karte anzubringen, Zur Stellung des Antrage? sind nur die Mieter berechtigt._ Verhütung von Glätte auf den Bürgersteigen bei Frostwetter. Der Polizeipräsident erläßt folgende Bekanntmachung: Beim Eintritt von Frost werden Ladenbesitzer und Hauseigentümer in diesem Winter ganz besonders darauf Bedacht zu nehmen haben, daß gelegentlich des ReiuigenS der Schaufenster und Hausflure durch etwa über den Bürgersteig laufendes und gefrierendes Wasser Strahenpassanten, insbesondere auch verwundete Krieger, wenn sie solche glatten Stellen zu überschreiten haben, nicht verunglücken. Die Aussichtsbeamten haben daher auf die Befolgung der i» den jß 93 und 127 der Berliner Straßenordnimg enthaltenen Vorschriften ihr besonderes Augenmerk zu richten und in NebertretungSfällen unnachsichtig einzuschreiten. Mit den Arbeiten für den Tunnel der Schilellbah» der A. E.-G, lesundbrunnen— Neukölln ist nunmehr an der Waise»- brücke an der Ecke der Neuen Friedrickistraße und der Stralauer Brücke begonnen worden. Da» Rolandiifer dient als Bauplatz. Es werden dort starke eiserne Spundwände errichtet, um zunächst die starken granitenen Ouaimauern abbrechen zu können. Die Dampfer- onlcgestcllc an der Stralauer Brücke ist schon entfernt. Die anderen Dampseranlegestellcn an der Jannoivitzbrücke und dem Branden- burger Ufer müssen lvährend des Tunnelbaues' etwa? eingcscbräull werden. Der Tunnel wird die Spree in der Richtung von Nord- Westen nach Südosten, asso von der Neuen Friedrichstraße nach der Brückenstraße kreuzen, demnach nicht wie die Brücken ver laufen, sondern das südliche Ende der Jannolvitzbrückc mit dem nvrd- lichen der Waisenbrücke direkt verbinden. Unterstützung für Kriegsfamilien in Obcr-Schöneweidc. In der letzten Sitzung der Gemeindevcrtreter wurde endgültig über dt« Höhe der Mietszuschüsse beschlosteu. Um allen widersprechenden Gerüchten entgegenzutreten, welche nur auf Unkenntnis der Unterstützungsansprüche beruhen, fassen>vir nochmals alles kurz zusammen. Die Gemeindevertretung setzte, um eine Basis für die Berechnung der Unterstiitzungeil zu haben, ein Existenzminimum fest. Danach erhalten alleinstehende Frauen für den Lebensunterhalt monatlich 33 M., Frauen mit einem Kind 40,50 M., mit zwei Kindern 57 M., mit drei Kinder» 09 M., inii vier Kindern 79 M, und mit fünf Kindern 90 M. Dieses Exifttnz- Minimum fetzt sich zusammen aus den Fabrik-, Reichs- und Kreis- Unterstützungen. Wo diese drei llnterstiitziingsartcu das Existenz- Minimum nicht ergeben, lvird die entstehende Differenz aus Gemeinde- Mitteln zugezahlt. Neoen diesen Zuschüssen zahlt die Gemeinde noch 60 Proz. der Miete bis zur Höhe von 20 M. Ueberichreiten die drei vorgenannten Arten der Untelstütznngen das Existenz- Minimum, so soll dieses Mehr zur MtetSzohlung benutzt iverden, wozu die Gemeinde auch noch die oben erwähnten 50 Proz. der Miete zulegt. Beträgt der Ueberfchuß über das Existenzminimum mehr als die halbe Miete, so zahlt die Gemeinde die Differenz bis zur ganzen Miete aber auch nur im Höchstfalle 20 M. Diese Mietszuschüsse werde» mit rückwirkender Kraft ab 1. September gezahlt. Weiter können die Frauen der Kriegsteilnehmer im Falle der Bedürftigkeit bei Entbindlmgcn und Fehlgeburten die Hilfe von Hebamme und Arzt unentgeltlich in Anspruch nehmen. Die dazu notivendigcn Bons er- halten sie im Gemeindeamt. Auch in Krankheitsfällen lvcrden solche Bons ausgegeben, worauf die Gemeinde Arzt und Medikamente gc- währt. Kartoffeln, Koks und Preßkohlen werden von der Gemeinde zum Selbstkostenpreis und auch unentgeltlich abgegeben. Da die Terraingesellschaft ihre Ländereien der Gemeinde zur Verfiigung gestellt hat. so ist es möglich, Interessenten größere Flächen zur Gemüsebepflanzung kostenlos zu überweisen. Die Genossen Warneke, Romsbrock und Schwarzburger sind be- reit, in zweifelhaften Fällen über alle diese Fragen mündliche Ans- kunft zu erteilen._ Das Kasinotheatcr bringt unter dem Titel:„Durch Dick und Dünn* eine kleine Kriegsepisode aus dem Elsaß auf die Bühne. Ein deutscher Soldat flüchtet aus französischer Gefangen- schaft mit einem dein Gegner gehörigen Auto, wichtige Papiere mit iicki nehmend. Er sucht Schutz in einem an der Grenze belegenen besseren Hause, deren Besitzerin den Entflohenen liebt und ihn des- halb vor den Häschern verbürgt und zuletzt rettet. Die Art. wie die Itebcrtölpelung des Gegners geschieht, wie ein falscher Diener ge- macht und dann ein anderer dafür untergeschoben wird, ist lustig und wird natürlich lebhaft beklatscht. Das Speziolilätenprogramm enthält sehr gute Nummern, die Keulenschwinger Groegs arbeiten mdelloS, der Malakt Rolf Holbeins sprach schon im Wintergarten sehr an. Wenn der Humorist JameS Bäsch etwas weniger über- patriotisch wäre, würde das Programm nichts verlieren.— Die Sonntagspreise find, wie die Direktion mitzuteilen bittet, wieder wie ftüher festgesetzt worden. vrbeiter-BildungSschule. Ter für heute im Lehrplan angekündigte Vortrag der Genossin Käte Drencker kann nicht stattfinden. Eine wettere Bekanntmachung erfolgt noch. Vermißter Krieger. Wehrmann Karl Eichhorn, Landw.-Jnfant.- Reg. Nr. 48, 8. Komp., bei Schirwindt am 8. Oktober leicht ver- wundet, wird vermißt. Auskunft erbittet Frau Marie Eichhorn, Berlin, Ouitzowstr. 138. der Jugendschriften-Ausstellung in Ichöneberg. kine Jugendschrlften-AuSstellung findet vom 20. bis 22. Dezember in Schloßbrauerei Schöneberg von nachmittags ö bis abends 9 Uhr statt Märchenaufführuug stir Britz-Buckow. Heute Sonntag, den l3. Dezember, findet stn Lokal Schulz, Buckow, Chausseestraße, eine Aus- juhrung«Im Tal der Seeligen' statt. Ansang S Uhr. Eintritt frei. Soziales. Wöchnerinnenhilfe ohne alle Rückwirkung. Was wir nicht für möglich gehalten hätten, ist doch ge- schehen. Die Bundesratsverordnung vom 3. Dezember 1914 über Wöchnerinnenhilfe an Frauen von Kriegsteilnehmern ist von zuständiger"Stelle in einengendem, den Kriegsteilnehmern ungünstigerem Sinn interpretiert. Ueber die rück- wirkende Kraft der Bundesratsverordnung über Wochenhilfe schreibt man dem„Neuen politischen Tagesdienst": „In der Presie wird die Frage erörtert, inwieweit die Bundes- ratsverordnung vom 3. d. M., betreffend Wochenhilfe während des Krieges, rückwirkende Kraft auf Entbindungsfälle hat, die vor dem Tage der Berkündung dieser Verordnung, also vor dem 3. Dczem- l>er d. I., liegen. Dalbei wird zum Teil die Ansicht vertreten, daß, wenn die Entbindung beispielsweise am 4. August d. I. stattge- fuuden hat, der Wöchnerin nachträglich die vollen Leistungen der Wochenljilfe so zu gewähren seien, als wenn jene Verordnung be. reits vor dem 4. August d. I. in Kraft getreten wäre. Diese Auf- iaffnng beruht auf einer offenbar irrigen AuSlegring des ß 10 der Verordnung. Dieser bestimmt:..Diese Vorschriften treten mit ihrer Ver- lündung in Kraft. Wöchnerinnen, die vor diesem Tage entbunden sind, erhalten diejenigen Leistungen, welche ihnen von diesem Tage an zustehen würden, wenn diese Vorschriften bereits früher in Kraft getreten wären." Nach dem klaren Wortlaute ist mit ..diesem Tage", von dem hier zweimal die Rede ist, der Tag der Berkündung der Bundesratsverordnung, also der 3. Dezember d. I., und nicht der jeweilige Tag der einzelnen Entbindung ge- meint. DaS heißt also: Nachtragszahlungen werden nicht gewährt, wohl aber diejenigen Leistungen, die— bei frühere ni Inkrafttreten der Verord- uung— für die vor dem 3. Dezember entbundene Wöchnerin vom genannten Tage ab noch/aufen würden. So erhält beispielsweise eine Wöchnerin, die dresi Wochen vor dem 3. Dezember entbunden ist, weder'— was sich von selbst versteht— die ärztliche Hilfe bei der Entbindung und den Schwangerschaftsbeschwerden, noch auch einen Pauschbetrag da- für; ebenso fällt das Wochengeld und das Stillgeld für die be- reils abgelaufenen drei Wochen weg. Dagegen erhält sie das Wochengeld für noch fünf, das Stillgeld für noch neun Wochen. Der Grund für diese Einschränkung der Rückwirkung liegt klar zutage: die Beihilfe hat den Zweck, einer augenblicklich bestehenden, also gegenwärtigen Notlage abzuhelfen, nicht aber für einen bereits abgelaufenen Zeitraum eine nach- trägliche Beihilfe zu bieten. Von einer Unbilligkeit gegen die Wöchnerin kann hierbei nicht die Rede fein, da ja der Leistung des Reichs keinerlei Zahlung von ihrer Seite gegenübersteht. Dabei mag— gegenüber einem ebenfalls aufgeworfenen Zweifel— bemerkt werden, daß der Ausdruck„Wöchnerin" hier wie in der Reichsversicherungsordnung allgemein nur die weibliche Person bezeichnet, die entbunden worden ist, mithin ohne Rück- ncht auf die Fortdauer des Wochenbettes und auf den sonstigen, jeweiligen Gesundheitszustand." Tie Begründung dieser einschränkenden Ansicht ist nichts weniger als überzeugend. Sollte in Hern schleppenden Satz unter„diesem Tage" nur der 3. Dezember gemeint sein, so war der Satz völlig entbehrlich. Trotz der Offiziösen Dar- legung liegt in der Einschränkung eine außerordentlich anti- soziale Unbilligkeit. Die gegenteilige Ansicht stützt sich darauf, „der Leistung des Reichs stehe keine Zahlung von ihrer Seite gegenüber". Diese kalkulatorische Auffassung läßt völlig die Leistung des Kriegsteilnehmers außer acht. Das preußische Ministerium stand vor 66 Iahren auf einem sozialeren, ge- rechteren Standpunkt. Es bezeichnete im Staatsministerial- bcschlutz vom 19. April 1848 als dringend wünschenswerte Leistungen, um die Familien von Kriegsteilnehmern vor Mangel zu schützen:„unentgeltliche ärztliche Pflege und Arznei". Dasselbe verlangte die im Jahre 18A1 dem Landtag gemachte Regierungsvorlage(Drucks. Nr. 464 der Drucks, des Hauses der Abgeordneten, Session 49/56). Noch weiter ging der von den Abgg. Kögel und Bis- marck-Schönhausen im Jahre 1849 eingebrachte Gesetzentwurf. Wie kann man die Verpflichtung, für die Wöchnerinnen der Kriegsteilnehmer zu sorgen, von dem Standpunkt aus be- trachten, ob die Wöchnerinnen, deren Mann im Felde steht, dem Reich auch für die Versorgung etwas zahlen! Hoffentlich ändert der Bundesrat die Verordnung durch Beseitigung der Einschränkung. Diese ist ungerecht. Oder ist es gerecht, die Wöchnerinnen dafür zu strafen, daß der Bundesrat erst am 3. Dezember die Wochenhilfe angeordnet hat? Oder gar da- für. daß sie mit der Entbindung nicht warteten? Bis eine Aenderung erfolgt, werden die Frauen der Kriegsteilnehmer leider die oben mitgeteilte Einschränkung g�en sich gellen lassen müssen. Die Krankenkassen sind an die offiziöse Auslegung leider gebunden. Unzulässige Gehaltsabzüge. Ein bemerkenswertes Urteil fällte kürzlich das Kaufmanns- gericht in Augsburg. Eine größere Konfektionsfirma hatte am 14. August ihren Angestellten einen Revers zur Unterschrist vor- gelegt, wonach sich diese mit der Kürzung deS Gehalts»m die Hälfte einverstanden erklärten. Eine Verkäuferin klagte nun die Firma auf Bezahlung der abgezogenen Beträge für zwei Monate an, da das Geschäft sich schon in der zweiten Hälfte des ersten Kriegsmonats so gebessert hatte, daß die Arbeit für die Angestellten eher mehr als weniger wie vor Ausbruch des Krieges wurde, so daß sogar neues Personal engagiert werden mutzte. Das Kauftnannsgericht verurteilte die beklagte Firma zur Zahlung der geforderten Summe. Das Gericht nahm an, daß ein Abzug des Gehalts bei gleichbleibender Arbeitsleistung und bei gleichem Geschäftsgang unzulässig sei. Daran ändere auch der Umstand nichts, daß die Angestellten sich durch Unterzeichnung des vorgelegten Reverses mit den Abzügen einverstanden erklärt haben. Denn die Unterzeichnung sei erfolgt in der Annahme, daß das Geschäft tatsächlich einen dauernden Rückgang erleidet und unter dem Eindruck, daß eine NichtUnterzeichnung des Reverses die Entlassung bzw. die Kündigung nach sich ziehen könne. Kündigungsausschluß. Eine Kantraktbruchklage der Firma G o e r s u. K a l( in a n n gegen einen Maschinenarbeiter beschäftigte gestern die Kammer 4 des Gewerbegerichts. Der beklagte Maschinenarbeiter war mitsamt' den anderen Arbeitern des Betriebes am 1. Augllst entlassen worden. Später erhielt die Firma Militäraufträge und fragte bei dem Beklagten an, ob er wieder in Beschäftigung treten wolle. Er sagte �auch zu, am Montag, den 2. November, die Arbeit aufzunehmen, über- legte es sich jeooch anders und schrieb der Firma am Sonntag in diesem Sinne. Die Firma behauptete nun, einen großen Schaden dadurch erlitten zu haben, daß der Beklagte die Arbeit nicht ange- treten hatte und Ersatz nur mit großer Mühe beschafft werden konnte. Sie forderte als Entschädigung für eine Woche den orts- üblichen Tagelohn mit 21,60 M. Ten Einwand, daß in ihrem Betriebe durch Fabrikordnung die Kündigung ausgeschlossen sei und deshalb höchstens ein Tag in Frage käme, wollte sie nicht gelten lassen. Die Arbeitsordnung beziehe sich auf die Pianofortefabrik und nicht auf die Militärlieferungen: sie sei auch dadurch hinfällig geworden, daß in ihr die Arbeitszeit auf 7— 6 Uhr festgelegt sei, während jetzt ununterbrochen Tag und Nacht gearbeitet werbe. DaS Gericht ließ sich auf diese verkehrte Auffassung nicht ein. ES verurteilte den Beklagten nur zur Zahlung von 8,60 M. ftir einen Tag. Die Benachrichtigung der Firma ourch ihn hätte so zeitig erfolgen müssen, daß sie nicht erst an dem Tage in den Besitz der Klägerin gelangte, als bereits die Arbeit von ihm auf- genommen werden mußte._ Bleibt es bei der Wahlcntrechtnng? In Köln besteht der immerhin �als unleidlich empfundene Zustand, daß die stärkste Partei der«ladt, die Sozialdemokratie, keinen Sitz im Stadtverordnetenkollegium erlangen kann. Die Ursache liegt darin, daß die Mehrheitspartei im Rathause, das Zentrum, die Ungerechtigkeit des Dreiklassenwahlrechts in einer wohl sonst nirgends geübten Art noch verschärft hat: Die Halb- Millionenstadt Köln bildet einen einheitlichen Wahlbezirk und die 88 000 Stadtverordnetenwähler sind darauf angewiesen, ihr Wahl- recht zum Teil aus stundenweiter Entfernung in wenigen Wahl- lokalen im Innern der Stadt auszuüben. So wird zebntausenden Wählern die Abstimmung unmöglich gemacht. Nun ist feit einigen Monaten Köln durch die Eingemeindung von Mülheim und Mer- heim dem Flächeninhalt nach die größte Stadt Teutschlands ge- worden. Die Wählerzahl steigt auf etwa 100 000. Trotzdem hat das Stadtverordnetenkollegiuni vor einigen Tagen den Beschluß gefaßt, es bei der bisherigen Uebung zu lassen. Die Liberalen, die die Zentrumsmehrheit gern brechen möchten, protestierten gegen diese„unhaltbaren Zustände". Das Zentrum aber beschloß kalt- blütig, daß Köln ein einheitlicher Wahlbezirk bleibt. Somit sind viele tausende Arbeiter, die zurzeit draußen in den Schützengräben liegen, wiederum um ihr an sich schon sehr geringfügiges Bürger- recht.gebracht. In Zukunft wird in Köln den Arbeitern der ent- legenen Bezirke die Ausübung des Wahlrechts zum Stadtverordnetenkollegium nur dann möglich fein, wenn sie mindestens einen halben Tag feiern. Gerichtszeitung. Lehrer, laßt das Schlagen fern! Nieman kann mit gelten kindes znht beHerten: den man zeren bringen mac, dem ist ein wort als ein slac. Was Wallher von der Vogelweide so eindringlich sang, beachtet so mancher Lehrer noch nicht. Niemand kann durch Schläge eines Kindes Erziehung herbeiführen: wen man zu ehrenvoller Laufbahn bringen will, bei dem gilt ein Wort schwerer als ein Schlag. Wer schlägt, taugt nicht zum Er- zieher. Leider ist dieser Satz in der preußischen Schulpraxis nicht anerkannt. Selbst Ueberschreitungen des Züchftgungs- rechtes können selten straf- oder zivilrechtlich gefaßt werden. Desto erfreulicher ist es, wenn einmal ein Stocktyrann zu Schadenersatz wegen fahrlässigen Gebrauchs seines Szepters verurteilt wird. Eine solche Verurteilung hat am Mittwoch das Reichsgericht bestätigt. �. Am 1. September 1911 ließ der Volksschullehrer G. ln Laura- Hütte einen Schüler seiner Klasse vor das Katheder treten, um ihn durch einige Stockschläge ans die Hand zu züchtigen. Dabei wurde ein anderer, auf der vordersten Reibe sitzenoer �Schüler W. von einem Stockschlage so unglücklich ins Auge getroffen, daß eS auslief und der Junge auf diesem Auge erblindete. Der Bater des unglücklichen Knaben verlangt nunmehr für diesen im Prozeßwege Schadenersatz von dem Lehrer, weil dieser die Verletzung durch seine Fahrlässigkeit herbeigeführt habe. DaS Landgericht Benthe» und das OberkandeSgericht Breslau haben den Beklagten zum Schadenersatz verurteilt. Zur Begrün- dung führt das Oberlandesgericht anS: Aus der tatsächlich erfolgten Verletzung des Klägers ergibt sich unzweifelhaft, daß der Beklagte die Züchtigung des anderen Knaben in zu großer Nähe des Klägers vorgenommen hat. Es kann dahingestellt bleiben, ob, wie der Beklagte behauptet, dieser Knabe sich etwas zurückgebeugt oder seine Hand weggezogen hat oder ob der Kläger von seinem Platze aus seinen Kopf unnötig vorgestreckt hat. Denn solche Bewegungen der Kinder bei Züchtigungen sind natürlich und voraussehbar, so daß der Beklagte damit als erfahrener Lehrer rechnen mußte. Er durfte deshalb die Züchtigung nicht in gefahrdrohender Nähe an- derer Kinder vornehmen. Er hatte zwischen Fenster, Katheder und vordersten Bänken genügend Platz, um den Schüler ohne eine Ge- fährdung anderer Kinder züchtigen zu können. Der Beklagte hat deshalb durch seine Fahrlässigkeit die Verletzung des Klägers herbei. geführt und ist diesem hiernach zum Schadenersatz verpflichtet. DaS Reichsgericht hat das Nrteil deS Oberlandesgerichts bestätigt. (Aktenz. Hl, 313/14.)__ Ein Schutzmann a. D. als Jngendverdcrber. Ein trauriges Sittenbild entrollte eine. Verhandlung, welche die 4. Strafkammer des Landgerichts HI beschäftigte. Wegen Verbrechens gegen den§ 176 des St.-G.-B. war der Schutzmann a. D. Friedrich Schulz angeklagt. Der Angeklagte, welcher seit einiger Zeit wegen eines Rücken- markleidens pensioniert ist, bekleidete die Stellung eine» Haus- Verwalters in einem Hause der Wiesenstraße. Wie die Verband- lung ergab, hatte der Angeklagte in mehreren Fällen Schulmädchen an sich gelockt und sich dann an ihnen vergangen. Die Mädchen ließest sich dies ruhig gefallen, da sie von dem Angeklagte:: mit Geld und Schokolade beschenkt wurden. Erst als in der Schule durch einen Zufall Erzählungen der Mädchen zu Ohren einer Lehrerin gelangten, wurde eine Untersuchung eingeleitet, die zu der Verhaftung des Angeklagten führte. Der Staatsanwalt ve- antragte 1 Jahr und 6 Monate Gefängnis, das Urteil lautete aus g Monate Gefängnis. Mus?nSustrie unö Kandel. Eine vernünftige Aiaßnahmc. Ter Bundesrat wird dem- nächst die monatlichen Zuschläge zu den Haferpreiscn, die in der Bundesratsverordnung über Höchstpreise für Hafer fest- gesetzt sind, aufheben, weil sich diese sogenannten Reports als unzweckmäßig erwiesen haben. Die Haferbesitzer werden daher gut tun. ihre Hafervorräte möglich st bald dem Markte zsti z Ii s ü h r e n, da sie sonst nur Zinsen verlieren und für alle die Mühen und Kosten keinen Ersatz im Haferpreise erhalten, die sie für die gute Konservierung des Hasers aufwenden müssen. Man muß nur wünschen, daß der Bundesrat die g l e i ch e Maß- nähme für daS Brotgetreide trifft, da sich genau die- selben Mißstände auch hier zeigen. Kleine Nachrichten. Eine schmerzlose§o!ge ües Krieges. Der Gothaische Hoskalender ist trotz des Krieges prompt er- schienen und man rühmt die Tüchtigkeit der Herausgeber, die unge- achtet der schwierigen Verbindungen mit dem Auslände das wichtige Material des Hofkalenders zusammenzubringen vermochten. Die „Krcuz-Zeitung" interessiert eine andere Seite des HostalenderS: sie hat untersucht, inwieweit die Fürsten der feindlichen Mächte auf die Titel verzichtet haben, die sie sich in den Zeiten des Friedens und der Freundschaft verliehen haben. Das koniervative Blatt schreibt: Der Deutsche Kaiser, die Kaiser von Oesterreich und von- Ruß- land und der König von England haben auf ihre sämtlichen Chef-, Inhaber« und Ehrenstellungen in den feindlichen Armeen und Marinen verzichtet. Auch der König der Belgftr, in dessen Armee keine Chefstellungen verliehen wurden, hat auf die Chefstellen beim 2. Hannoverschen Dragonerregiment Nr. 16 in Lüneburg und beim k. k. Oesterreichischen 27. Infanterieregiment, die einzigen, die er besaß, verzichtet. Anders haben sich die Gemahlinnen der Herrscher verhalten. Die Deutsche Kaiserin hat unter der Rubrik Holstein die Chefstellen der russi'chen Leib-Garde-Husarenregünentcr Grodno beibehalten, während die Angabc unter Preußen fehlr. Die Kaiserin von Rußland hat ihr preußisches 2. Garde-Dragoner- regiment, das ihren Namen führt, behalten, ebenso die Königin von England das Husarenregiment Fürst Blücher in Stolp. Bon den deutschen Bundesfürsten ist nur noch der Großherzog von Oldenburg als russischer Regimentschef aufgeführt, und von den preußischen Prinzen nur Prinz Heinrich. Das einzige Mitglied des englischen Königshauses, das noch preußischer Regimentschef ist, ist die Herzogin von Connaught, Tochter des Prinzen Friedrich Karl von Preußen, als Chef der 64er. Ihr Gemahl dagegen hat Verzicht geleistet auf den preußischen Feldmarschallftab und die Chefstelle bei den Zietenhusaren in Rathenow, die- da- durch für den Herzog Ernst August von Braunschweig, der jetzt Oberst ä la suits dieses Regiments ist, fteigeworden ist. Alle russischen Großfürsten haben ihre Chefstellungen niedergelegt. allen voran Großfürst Nikolaus Nikolajewitsch, der den Titel „Generalissimus der russischen Streitkräfte im Kriege 1914' führt. Auch der deutschfreundliche Großfürst Cyrill ist jedenfalls auf höheren Befehl aus seiner Stellung k la suite der deutschen Marine aus- geschieden. Unter den österreichischen Erzherzögen gibt es ebenfalls keine russischen Regimentschefs mehr. Vom Herzog von Cumberland ist die Würde eines Generals i la suita der kgl. großbritannischen Armee abgelegt."_ Der Sozialist im Welde. Unserem Elberfelder Parteiblatt entnehmen wir. folgenden Feldpostbrief eines im Westen stehenden Genossen: ...... den 18. 11, 1914. Werter Freund! Habe Dein liebes Paket gestern abend unversehrt erhalten, wofür ich Dir meinen herzlichen Dank abstatte. Es hat mich ge- freut, daß Du eine Nummer der„Arbeiter-Jugend' beigelegt hast. Die„Freie Presse' kommt jetzt regelmäßig, wofür ich herzlich danle. Die Zeitung wird sehr gerne gelesen und wandert von einem zum andern. Lieber Freund! Wir liegen jetzt seit dem 20. Sep- tember in dieser Ecke, müssen solange warten, bis die Flügel herum gekommen find. Jetzt haben wir so einen kleinen Gesangverein von zwölf Mann gegründet, um unseren gefallenen Freunde am Grabe ein Liebchen zu singen. Bis jetzt haben wir 9 Freunde beerdigt, SLandwehrmänner und 4 Reservisten. L. Fr.! ES ist ein ergreifendes Bild, besonders wenn man sich in die Verhältnisse hineindenkt. Die Lieben daheim machen vielleicht gerade noch ern Paket fertig oder schreiben einen Brief, die Kinder lassen durch eigene Unter- schrift ihren Vater herzlich grüßen— derweil wird er hier schon beerdigt. Hoffentlich findet der Ruf der Schweizer Ge- nossen überall Anklang und der schreckliche Krieg hat bald sein Ende. Heute iu SVj Wochen ist Weihnachten und da erklingen in der christlichen Welt die Worte wieder:„Friede auf Erden und den Menscben ein Wohlgefallen!' L. Fr.! Hoffentlich gehen diese Worte bald in Erfüllung, aber in dem Sinne, wie wir es wünschen: daß der große Völkerfriede in alle Länder einziehe und jeder seinen Mitmenschen als Bruder behandelt. Dieser Krieg wird hoffent- lich der letzte sein, den die Welt gesehen hat und das große hehre Ziel, welche? Millionen Menschen sehnlichst er- warten, kann nicht mehr weit sein. L. Fr. I Mit diesen Gedanken bin ich am 2. August von Euch allen und meiner lieben Heimat in den schrecklich mordenden Krieg gezogen. Hoffen wir, daß das alles bald kommen möge. Hier in der Schlachtlinie ist es in den letzten Tagen wieder lebendig geworden; die Franzosen wollen hier wieder durchbrechen, werden aber immer zurückgeschlagen. DaS Wetter wird hier kalt, heute haben wir den ersten Frost, sonst hatten wir immer Regen. Den Jndiern wird daS wohl nicht angenehm sein..... Lieber Freund I Jetzt will ich schließen. Indem ich noch- mal? herzlich danke und auf ein gesundes Wiedersehen hoffe, grüßt Dich vielmals Dein Freund.... Ei« einzig Volk. Unter dieser Ueberschrift lesen wir in der„Nordd. Allg. Ztg.": Die„Hamburger Nachrichten" veröffentlichen folgenden Brief eines Kriegsteilnehmers, der bis zum Kriege einer der bekanntesten Vorkämpfer für die GeWerk- schaftsbewegung in Hamburg war: L.(Frankreich), den 29. November 1914. Geehrter Herr Chef l Nehmen Sie bitte meinen herzlichsten Dank für Ihre edle Hilfe mir und meiner lieben Frau gegenüber, wie auch für Ihre liebe Karte und Zigarrensendung.— Ich glaube in Ihrem Willen gehandelt zuhaben, wenn ich die Zigarren unter m-ine Kameraden verteilte. Der Zufall will es nämlich, daß ich Nichtraucher bin. -In Ihrem Sinnen und Denken über alles, was unfer ge- Der Lokomotivführer der Vorspannlokomotive des Lazarettzuges Itebtes Vaterland angeht, bin ich mit Ihnen eins; das wurde leicht verlegt. Sonst find feine Verlegungen eingetreten. Die elende Gebaren unserer Feinde, der Lug und Trug, mit dem fie Ursache ist noch nicht endgültig festgestellt. Die Insassen des uns so viele Jahre sozusagen nasführten, alles soll sich bitter Lazarettzuges wurden in einen später eingetroffenen, leer zum rächen. Der Feind hat keine auseinandergetriebenen Parteien gefunden, sondern ein einzig Volt von Brüdern. Die Tat Striegsschauplag fahrenden Lazarettzug umquartiert und sodann auf fachen reden: es gibt keine großen Debatten, wenn es sich darum Lazarette der Strede Nohrbach- Homburg- Neukirchen verteilt. handelt, mitzuwirken an der Linderung der Not( ich habe die Explosion in einer französischen Feuerwerkerschule. Bürgerschaftssigungen im Auge, an denen ja auch Sie so hervor. Wie dem Matin" aus Bourges gemeldet wird, hat ragend beteiligt find), und auch im Privatleben fuchen Sie wie biele Bereinigungen zu helfen. Ein glüdliches, leichtes in den Werken der dortigen Feuerwerkerschule eine Explosion Gefühl ruft alles bies bei meinen Stameraden und mir selbst stattgefunden, bei der es mehrere Schwerverlette hervor; mit Mut und Stolz aber geht wohl ein jeder ins Feuer, gegeben hat. um den Feind in seine Schranken zu weisen und unserem Vater land zum würdigen Frieden zu verhelfen. Sehr erfreut war ich, daß Ihre Firma fo hervorragend ausgezeichnet wurde; desgleichen, daß der Beschäftigungsgrad einigermaßen zufriedenstellend ist. Voraussichtlich wird ja die Hauptschlacht nicht mehr allzulange ausbleiben; ein geregeltes Leben wird dann wieder folgen und ein ungestörter Friede wird dann wohl unseren Sieg( dieser wird als Selbstverständlichkeit bei allen Kameraden aufgefaßt) krönen. Ich bleibe mit stetem Dant und Gruß. Unfall eines Lazarettzuges. Wr S. Die Königliche Eisenbahn- Direktion München teilt mit: Am 11. Dezember abends ist ein von Saarbrüden tommender und nach Karlsruhe bestimmter, mit 260 Verwundeten besezter Lazarettzug in der Station Rohrbach bei St. Ingbert auf den im dritten Gleis Beide Lokomotiven stehenden Güterzug 2888 aufgefahren. des Lazarettzuges sowie ein hinter der Lokomotive laufender Heizwagen und zwei Wagen am hinteren Teile des Lazarettzuges find dabei entgleist. Vier Wagen des Güterzuges wurden zertrümmert. " P Parteiveranstaltungen. Vierter Wahlkreis( Stralauer Biertel und Stralau). Morgen Montag, abends 8, Uhr, findet in den Markgrafenjälen, Mart. grafendamm 34, ein Lichtbild ervortrag statt. Thema:„ Bilder vom öftlichen Striegsschauplag". Vortragender: Barenthin. Sechster Wahlkreis. Jugendabteilung. Die für den Gesund. brunnen auf Mittwoch, den 16. Dezember, abends 8 Uhr, angefekte Versammlung der Jugendlichen findet, verschiedener Umstände wegen, nicht bei Frante, Badstraße 19, sondern bei erfin, Pantitraße 60, tatt. Auch die jugenlichen Genoffen der Schönhauser Vorstadt beteiligen sich an dieser Versammlung. Tempelhof Mariendorf. Jugendfeftion. Morgen Montag, abends 81, Uhr, findet bei Hennig, Tempelhof, Friedrich- Wilhelm- Str. 35, der legte Bortrag des Genossen B. Pied über Geschichte" statt. abend. Jugendveranstaltungen. Tempelhof Mariendorf. Heute, abends 6 Uhr Unterhaltungsabend. Rezitationen, Mujit, Gesang. Dienstag: Leseabend. Mittwoch: Distutier: Schöneberg. Sonntag, den 13. Dezember: Spaziergang nach dem Jugendheim I Neukölln. Treffpunkt 2 Uhr: Kaiser- Wilhelm- Play. Frauen- Lefeabende. Ober- Schöneweide. Montag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr, im Rofal von D. Pamp, Wilhelminenhofstr. 42. Tagesordnung: Vortrag ber Benoffin Arendsee. Neuwahl der Leiterin. Steglik. Montag, den 14. Dezember, abends 9 Uhr, bei Mocetat, Floraftr. 4. Bortrag der Genoffin Käte Dunder: Darwinismus und Sozialismus". Friedrichshagen. Montag, den 14. Dezember, abends 8, Uhr, im Jugendheim, Friedrichstr. 60, 2. Hof part. lints. Lichtenberg. Montag, den 14. Dezember: 1. Viertel bei Rieneder, Simon- Dach- Str. 39; 2. Viertel bei Schulz, Stronprinzenstr. 47; 3. und 4. Biertel bet Blume, Alt- Borhagen 56; 5. Biertel bei Haase, Wagner de Guntherstraße; 6. Biertel bei Hoffmann, Möllendorffftr. 53/54. In allen Reseabenden Vortrag: Friede auf Erden. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Martthallen.( Dhne Verbindlichkeit.) Sonnabend, den 12. Dezember. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Dchsenfleisch Ia 82-94, do. Ia 78-81, do. Illa 69-77; Bullenfleisch fa 82-87, bo. Ila 72-78; ühe, fett 62-66, do. mager 45-49; Freffer 67-74, Fresser, dänische, 45-52, 60-70; Bullen, dänische, Kalbfleisch: Doppellender 120-130; Maftfälber Ia 88-100, bo. IIa 75-87. Hammelfleisch: Mastlämmer 74-85; Hammel Ia 68-73, do. IIa 63-67; Schafe 62-67. Schweinefleisch: Schweite fette 76-83, sonstige 65-75; Gemüse, inländisches: Startoffeln, Dabersche 50 kg 3,75-4,25; weiße Raifertronen 3,50-3,75; Magnum bonum 3,75-4,00; Woltmann 3,50-3,75; Borree, Schod 0,70-1,00; Sellerie, Sahod 3,50-6,00; Spinat 50 kg 6,00-15,00; Mohrrüben 2,00-3,00; Stohlrabi Schod 0,60-0,80; Wirsingtohl Schof 4,00-10,00; Wirsingkohl 50 kg 3,50-4,50; Weiglohl Schod 3,00-8,00, Weißtohl 50 kg 2,50-3,00; Stotfohl, Schod 4,00-10,00; Soitohl 50 kg 3,50 bis 4,00; Grünkohl 50 kg 3,00-5,00; Koblrüben Schod 3,50-5,00; Teltower Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 3,00-10,00; Blumen tohl, Erfurter, 100 t. 00,00-00,00, Rosentohl 50 kg 15,00-22,00, Meerrettich Schock 5,00-12,00, Petersilienwurzel Schodbund 1,00-3,00; Radieschen Schocbund 0,00-0,00; 8miebeln 50 kg 7,50-8,50; türbis Apfelsinen: italienische 50 kg 10,00-12,00, dito. 50 kg 0,00-0,00. 200 Stüd 9,00-11,00, 300 St. 10,00-11,00, Murcia 200 St. 15,00-18,00, dito 300 St. 15,00-18,00, Messina 160 St. 11,00-12,00, 200 St. 10,00 bis 11,00, 300 St. 10,00-11,00 Zu Weihnachten Leiser Stiefel mit starken Doppelfohlen mit Korkzwifchenfohlen Gummifchuhe, Gamafchen Kamelhaar- Schuhe Kinderffiefel rationell gearbeitet Offizier u.Mannfchaffsffiefel Militär- Socken Umtausch nach dem Fest gern gestattet. 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Die steigenden Lebensmittelpreise, die Aufwendungen für Heizmaterial verschlingen in tinderreichen Familien das ganze Einkommen, so daß für Kleidung nichts übrig bleiben will. Viele Arme und Stinder entbehren der allernotwendigsten warmen Sachen und besonders fehlt es an brauchbarem Schuhwerk. Vertrauend auf den schon so oft befundeten Opferfinn unserer Mit bürger bitten wir jegt beim Herannahen des Christfestes noch einmal alle Einwohner unserer Stadt, insonderheit auch die Inhaber der einschlägigen Geschäfte herzlich: Helft uns, diese Not zu lindern! 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Der Justiz minister von Preußen hatte in Uebereinstimmung mit unferen wiederholten Ausführungen, die das Mißfallen von Hausbefizertreifen, deren Pregorganen und von Amtsblättern gefunden hatten, unter bem 26. September angeordnet, daß die Gerichtsvollzieher die VoIIstredung eines gegen die Frau eines Kriegsteilnehmers erlassenen Räumungsurteils abzulehnen haben und nur vornehmen dürfen, tenn der Vollstreckungsrichter eine gegenteilige Anweisung erteilt. Aehnliche Anweisungen sind in anderen Bundesstaaten von den obersten Justizverwaltungen ergangen. Die Praris der Landgerichte hat fich auf den Standpunkt gestellt, daß eine solche Anweisung nicht erteilt werden darf, solange nicht auch gegen den Kriegsteilnehmer felbst ein auf Räumung lautendes Urteil vorliegt. Das folge aus dem zum Schuße der Kriegsteilnehmer erlassenen Gesetz vom 4. August und dem Recht und der Pflicht der Ehefrau, die Wohnung, die der Mann gemietet hat, auch dann zu teilen, wenn sie eine Räumungsverpflichtung leider anerkannt hatte. Ganz unfere Ansicht. Es entsteht die weitere Frage: 3ft denn nicht bereits die Klage auf Räumung gegen die Ehefrau abzuweisen? Unbedenklich ja zunächst in all den Fällen, in denen der Ehemann allein den Mietsbertrag geschlossen hat. Die Frage ist aber auch in den Fällen zu bejahen, in denen die Ehefrau den Mietsvertrag mitunterihrieben hat. Das folgt aus der sittlichen Natur, der Ehe, wie sie das Bürgerliche Gesetzbuch anerkennt. Denn§ 1354 B. G.-B. fchreibt vor: ennt. Denn§ 1354 Dem Manne steht die Entscheidung in allen das gemeinschaftliche eheliche Leben betreffenden Angelegenheiten zu; er be stimmt insbesondere Wohnort und Wohnung. Auf Grund des Mietsvertrages und der nicht rechtzeitigen Mag man aber selbst die Frage der Zulässigkeit einer Klage aus Mietszahlung ist die Frau dem Vermieter gegenüber zur Räu- dem von Dr. Güthe angeführten Grunde bejahen in feinem Fall mung verpflichtet(§ 556 Abi. I B. G.-B.). Auf Grund des ist die Bollstreckung der Räumung zulässig. Die Frauen der Kriegsehelichen Verhältnisses ist die Frau dagegen teilnehmer fönnen, auch wenn sie nicht zahlen können, wegen ihrer zum Weiterbleiben in der Wohnung berpflichtet, weil sie nach§ 1834 B. G.-B. der Bestimmung des Mannes Wohnung ohne Sorge sein: solange der Krieg dauert, haben sie hinsichtlich der Wohnung Folge zu leisten und der Mann durch ein Recht, in der von ihrem Mann gemieteten Wohnung zu den Abschluß des Mietsvertrages die Ehewohnung be bleiben. Dringend zu warnen sind sie, sich durch stimmt hat. 3 liegt daher ein Widerstreit ausbesizer oder Richter zu einem Anerkenntnis zweier Pflichten bor. In diesem Widerstreit muß drängen zu lassen. Sie haben das Recht und nach§ 1354 die höherstehende den Sieg dabontragen. Da es sich B. G.-B. die Pflicht, jeder Klage auf Räumung oder Zahlung entbei der aus§ 1354 B. G.-B. folgenden Pflicht um eine zwingende gegenzuhalten: ich verlange Abweisung oder Aussetzung des Vers und auf sozialer Grundlage ruhende Pflicht handelt, während die Pflicht, die sich aus§ 556 ergibt, sich auf einen privatrechtlichen fahrens bis nach beendigtem Kriegszustand, mein Mann allein hat Vertrag gründet und durch Privatvereinbarungen abgeändert über die Wohnung zu bestimmen, solange seine Zustimmung nicht werden kann, so ist die erstgenannte Pflicht die höher zu be borliegt, lehne ich eine Verpflichtung zur Zahlung oder Räumung wertende. Demzufolge fällt der Räumungs ab. Sollte ein Richter dennoch fortfahren ihr zuzureden, so kann anspruch fort, so daß die klage gegen die Frau fie erklären: ich lehne Sie als Richter wegen Mißtrauens gegen abgewiesen werden muß." Ihre Unbefangenheit ab. Denn Sie raten mir zu etwas, was meine fittliche Pflicht als Ehefrau zu tun verbietet. Der Geheime Justizrat schränkt dann allerdings das Ergebnis auf die Fälle ein, in denen nicht auch dem Mann gekündigt ist. Er schreibt nämlich: Wir kennen fein Urteil eines höheren Gerichts, das die Ehes frau, falls fie nicht anerkannt hatte, verurteilt hat. Briefkasten der Redaktion. Das Gesagte bezieht sich allerdings nur auf den Fall, daß der Vermieter infolge nicht rechtzeitiger Zahlung der Miete den Mietsvertrag fündigen kann und von diesem Kündigungsrecht nur Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3. IV. Sof der Frau gegenüber Gebrauch macht. Hat der Vermieter dagegen in einem solchen Falle oder in einem sonstigen Falle, in dem er rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend bon 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftast en bestimmten Anfrage ein Kündigungsrecht hat, auch den Mann die Wohnung ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Brieffiche ordnungsmäßig gekündigt und ist demnach das Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen feine Abonnements quittung Recht des Mannes auf die Wohnung erloschen, so hat beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der damit auch die von dem Mann gemäß§ 1354 ges Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die troffene Bestimmung ihre Wirksamkeit verloren. Daß dies Sprechstunde mit. der Fall ist, kann freilich dem Mann gegenüber im Prozeß nicht A. P. G. Ohne Angabe des Truppenteils, bei dem der Betreffende festgestellt werden, weil das Verfahren gegen den Mann unter- gelt anden hat, kann Ihre Frage nicht beantwortet werden. P. 3. 08. brochen ist. 63 Rechtsstreit zwischen dem Vermieter und oder des Bezirkskommandos( in Kulm). Sch. 1914. Nein. 2. P. 100. Machen Sie bei der Einziehung Mitteilung der Frau getroffen wird. In diesem Fall könnte aller B. 5. Ja. St. 50. Wenn der Betrieb nicht gegen von Ihrem chronischen Leiden. dings eine Verurteilung der Frau zur Räumung erfolgen. Da- Unfall bei der Lagerei- Berufsgenossenschaft versichert ist, soll sie bas gegen wäre eine Vollstreckung dieses Urteils unzulässig, Armenrecht nachsuchen und Stlage einreichen. J. 50. Die Verjährung weil die Räumung der Wohnung durch die Frau in allen beginnt mit dem Schluß des Jabres, in dem der Anspruch entstanden ist Fällen zugleich die mindestens teilweise Räumung der und beträgt in Ihrem Fall 2 Jahre. Da ein gewöhnlicher Mahnbrief oder Wohnung durch den Mann bedeuten würde nnd hierzu ein mündliche Mahnung die Verjährung nicht unterbrechen, so ist in Ihrem Räumungstitel gegen den Mann erforderlich wäre.( Kipp Recht Fall schon mit Schluß 1913 Berjährung der Arztforderung eingetreten, wenn und Wirtschaft", 14, S. 213; Asch J. W. 14, S. 853.) Sie nicht die Schuld in irgend welcher Form anerkannt haben.-- Sv. 304. Nein. Sie können event. nur beim Wirt auf Abstellung dringen.- 3. 110. Sie können event. wegen Beleidigung flagen. 23. R. 776. Nein. 44 Sch. Die von Ihnen angegebenen Zeichen können nicht stimmen. A. C. 13. Wegen dieser Kleinigkeit fann der Junge nicht in 3wangs 5. 55. Sie müssen sich melden. erziehung kommen. J. K. 100. sie sind wegen großer Kurzsichtigkeit für untauglich erklärt. R. 34. Beschweren Sie sich beim Bersicherungsamt, Klosterstr. 65/67. Begen Nervenschwäche nur landsturmpflichtig. F. K. 29. Ja. Anna 6. Versuchen Sie es in beiden Fällen mit einem Antrag. Sch. 32. Nein. R. G. Die Krankenkasse ist zur Zahlung des Sterbe gelbes nur verpflichtet, wenn der Tod des Versicherten innerhalb dreier Wochen. nach Austritt aus der Staffe eingetreten ist. O. R. 9. Nein. Neptun 30. Sie müssen sich trotzdem zur Landsturmrole melden. stellung in dem dürfte indessen genügen, daß diese Fest- Es genügt eine Bescheinigung des Regiments, der Polizeibehörde Daraus folgt, daß auch bei einem von beiden Eheleuten unterschriebenen Mietsvertrag in Wahrheit nur der Ehemann der Mieter ist und die Ehefrau nur als Bürgin in Betracht kommen lann. Sie kann also auch nicht auf zahlung der Miete verklagt werden, ehe ihr Mann verurteilt und die Vollstreckung gegen ihn fruchtlos gewefen ist. Diese Folgerung zieht allerdings nur ein feiner Teil der Juristen. Das Interesse des Hausbefizers revolutioniert in der Regel die sittliche Natur der Die Ansicht, daß in solchen Fällen eine Verurteilung der Frau The in einer der Frau ungünstigen Weise. Aber daß die Klage zur Räumung zulässig ist, dürfte aus zwei Gründen auch dann unauf Räumung unzulässig ist, erkennt auch der Teil der Juristen zulässig sein, wenn man nicht nur den Ehemann als Mieter im rechtan, die eine selbständige Klage gegen die Ehefrau vor einer Klage lichen Sinn trotz des§ 1354 B. G.-B. betrachtet. Denn erstens läßt gegen den Mann zulassen wollen. So auch ein Auffaz des Geb. fich die Frage, ob der Ehemann noch ein Recht auf die Wohnung hat, Justizrats und vortragenden Rats im Justizministerium Dr. Güthe nur in einem Prozeß feststellen, der gegen ihn geführt ist. Und Justizministerialblatt" S. 743. Er untersucht die Frage, ob, ferner tritt hier das Schikaneverbot(§ 226 B. G.-B.) ein, das bewenn Eheleute einen Mietsvertrag gemeinschaftlich stimmt:" Die Ausübung eines Rechtes ist unzulässig, wenn sie nur geschlossen haben und der Ehemann ins Feld gezogen ist, der Ver- den Zwed haben kann, einem anderen Schaden zuzufügen." mieter im Falle der nicht pünktlichen Zahlung der Miete die lebrigens ein famofer Patriot" der Hausbefizer, der dem im " " Ohne Zahlung bis zum Frieden Um die Anschaffung unserer berühmten trichter- und nadellosen Sprechapparate auch in Kriegszeiten jedermann zu ermöglichen, haben wir uns entschlossen, unseren üblichen Bedingungen der Lieferung zur Probe und gegen kleine Monatsraten an ernsthafte u.solv. Reflektanten noch eine außergewöhnl.Erleichterung hinzuzufügen, nämlich daß die 1.Rate erft einen Monat nach; Beendigung des Krieges fällig sein soll. 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Anfang November ist auf dem Schlachtfelde im Osten gefallen der Genoffe Julius Klempnow ( Bezirk 113). Am 6. Dftober fiel in den Kämpfen im Osten Wilhelm Konieczny Gneisenaustraße 61, Bezirk 107. 207/9 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 2. Berliner Reichstagswahlkr, Am 5. November fiel auf dem westlichen Kriegsschauplatz der Uhrmacher Kari Tews 234/5 Kameruner Straße 44, 22. Abt. Bezirk 774. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Am 22. Oftober fiel bei den Kämpfen im Westen unser Bezirksführer, der Schmied Reinhold Wagner 4. Gruppe, Zahlabend Thelen. Ebenfalls bei den Kämpfen im Westen gefallen der Gärtner Franz Fahrentholz Haefelerstraße 15a. Bei den Kämpfen im Osten gefallen der Schuhmacher Otto Buchholz Ufnaustraße 6. 251/14 Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Bei den Kämpfen im Dsten fiel unser langjähriges und tätiges Mitglied, der Schriftleter Fritz Böselt. 16/2 Sozialdemokrat. Wahlverein Berlin- Schöneberg, Bezirk 9. In Frankreich fiel am 9. November unfer Genosse Albert Schilske. 196/14 Wahlverein Britz- Buckow. Am 17. November fiel im Westen der Genosse Diedrich Bremer 196/15 im 37. Lebensjahre. Sozialdemokr., Wahlverein Nieder- Schöneweide. Deutscher Transportarbeiter- Verband 69/8 Bezirk Groß- Berlin. Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Rudolf Braunschweig, Autowäscher, Wilhelm Breitenreiter, Rolfutscher. Hermann Dettlof, Geschäftsdiener. Paul Elsner, Selterkutscher. Friedrich Götzke, Bierfahrer. Fritz Hammel, Bierfahrer. Ludwig Hilger, Bierfahrer. Fritz Kanthack, Geschäftsdiener. Richard Köhler, Brivatchauffeur. Gustav Kopps, Backer. Heinrich Kusserow, Jndustriearbeiter. Paul Müller, Droschkenführer. Ernst Neubauer, Industriearbeiter. Karl Panknin, Kohlenarbeiter. Robert Pethke, Industriearbeiter. Richard Pieper, Straßenbahner. Karl Rubach, Straßenbahner. Max Sennesch, Stutscher. Wilhelm Scherret, Droschfenchauffeur. Max Schiller, Warenhausdiener. Friedrich Schulz, Gerüstbaner. Hermann Stapel, Industriearbeiter. Ferdinand Stiemer, Juduftriearbeiter. Paul Tamm, Jndustriearbeiter. Wilhelm Timm, Rollkutscher. August Tomescheid, Geschäftsdiener. Otto Weile, 3ndustriearbeiter. August Willnow, Straßenbahner, Karl Wolff, Straßenbahner. Franz Wunnicke, Jndustriearbeiter. Ehre ihrem Andenken! DIXO! Die Bezirksleitung. Verwaltungsstelle Berlin. Es starben folgende Mitglieder im Felde: Gustav Corduan, Bohrer geb. 10. 8. 92 Berlin. Artur Achterberg, Klempner geb. 13. 4. 82 Berlin. Bruno Manhold, Berkzeugmacher geb. 5. 8. 90 Berlin. Bruno Owsianny, Werkzeugmacher geb. 6. 10. 81 Suschen. Wilhelm Garbrecht, Gloffer geb. 15. 3. 90 Neustettin. Fritz Wenske, Mechaniker geb. 25. 8. 89 Berlin. Schrauben Hermann Domnowsky, reher geb. 6. 12. 85 Elbing. Albert Pöllmann, Former geb. 9. 12. 88 Johann- Georgenstadt. Ernst Jacob, Graveur geb. 3. 5. 90 Gudenburg. August Kiel, Fräser geb. 6. 4. 84 Nienhagen. Artur Feibusch, belfer geb. 27. 10. 89 Rogalen. Karl Kulp, Mechaniker geb. 25. 4. 83 Bovenden. Hermann Gebauer, Former geb. 10. 9. 80 Berlin. Friedrich Hecht, Schloffer geb. 1. 11. 89 Sadownik. Gustav Radtke, Bohrer geb. 21. 10. 83 Garz a. Dder. Richard Kalus, Schloffer geb. 16. 1. 92 Spremberg. Georg Knauth, Schloffer, geb. 15. 9. 93 Eichhorst. Gustav Pfirschke, Metallarbeiter geb. 12. 7. 79 Strehlen- Altstadt. Otto Petzold, Metallarbeiter geb. 19. 1. 83 Bandsleben. Gustav Richter, Former geb. 4. 10. 80 Wittenau. Walter Kemnitz, Metallarbeiter geb. 19. 9. 89 Neutöln. Theodor Blaszczak, Dreher geb. 10. 9, 91 Söpenid. Otto Stolzenburg, Schloffer geb. 12. 11. 77 Warson. Fritz Giensch, Metallarbeiter geb. 11. 5. 93 Röpenid. Franz Kersten, Gürtler geb. 16. 12. 85 Berlin. Karl Fenger, Schraubendreher geb. 17. 11. 79 Köpenid. Wilhelm Krüger, Schloffer geb. 4. 2. 86 Mangnow. Joseph Cyran, Anschläger geb. 26. 2. 80 Lommnik. Karl Babin, Fräser geb. 6. 11. 76 Naugard. Willi Klaus, Klempner geb. 28. 12. 89 Storfow. Albert Fleischer, geb. 26. 9, 82 Jordan. Former August Schottke, Dreher geb, 3. 3. 83 Marienburg. Dietrich Bremer, Metallarbeiter geb. 14. 8. 83 Stamperbruch. Hans Bodenschatz, Metallarbeiter geb. 11. 10. 76 Berlin. Karl Rabbel, Bohrer geb. 5. 10. 82 orfelde. Otto Rückert, Klempner geb. 13. 10. 90 Berlin. Otto Pruß, Schloffer 129/4 geb. 19. 1. 90 Berlin. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. Im Felde starben folgende Mitglieder: Stellmacher, im Ge Heinrich Hinrichsen, fecht an ber Dier. Modelltischler, bei Lannenberg Hugo Schröder, verwundet, im Lazarett in Stargard geftorben. Tischler, im Lazarett in 94/13 Eduard Grasse, sublinig geftorben. Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß folgende Kollegen auf dem Schlachtfelde gefallen find: Gustav Balke, Schlacht- und Viehhof Hermann Sternberg, Gasanstalt Danziger Straße Hermann Welk, Röhrensystem August Schwarzeit, Gasanstalt Danziger Straße Anton Kroll, Gasanstalt Tegel Hermann Langner, Gasanstalt Gitschiner Straße Jakob Anweiler, Badeanstalten. Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. 36/10 Die Ortsverwaltung. Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter und verwandter Berufsgenossen. 47/4 Zahlstelle Berlin. Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Hermann Jebe, Flaschenbierfahrer, Brauerei Patzenhofer, Abt. I Otto Altenkirch, Flaschenfellerarbeiter, Brauerei Patzenhofer, Abt. Spandan Franz Born, Stallmann, Brauerei Schultheiß, Abt. II Robert Pink, Bierfahrer, Brauerei Schultheiß, Niederlage Lankwik Ehre ihrem Andenken! Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Frankfurter Viertel. Bezirk 2791. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Schriftjezer Julius Görsch Löwestr. 16, infolge einer Vers wundung im Lazarett gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 14. Dezember, nachmittags 3 Uhr, auf dem GarnisonKirchhof, hinter der Hasenheide, ſtatt. Um rege Beteiligung ersucht 218/5 Der Vorstand. Petersburger Viertel. Bezirk 345. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Genoffin Frau Anna Hupe Thaerftr. 18, gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Einäscherung findet am Dienstag, den 15. Dezember, nach mittags 3 Uhr, im Strematorium, Gerichtstr. 37/38, statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Allzufrüh und fern von seinen Lieben starb am 9. November in Frankreich den Heldentod mein innigftgeliebter, unvergeß. licher Mann, unser treusorgender Bater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Ontel, der Behrmann Albert Schilske im 37. Lebensjahre. Dies zeigt im tiefften Schmerz an Alma Schilske geb. Schmelz nebst Kindern. 53A Berlin- Briz, im Dezember 1914. Du gingst von uns mit Mut und Freuden, Und hoffteit auf ein baldiges Wiedersehn. Doch größer ist jetzt unser Leiden, Da dieses nicht mehr kann geschehn. Auf dem Schlachtfelde im Westen starb am 29. Ottober durch Kopfschuß unser Kollege, der Former Hermann Gebauer. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Kollegen der Metallgießerei von E. Mathes& Co., Alt- Moabit 46. 120A Am 30. Oftober fiel in Frantreich unser lieber Kollege, der Schriftfeger Otto Kaiser welcher als Refervift dem 24. Jnf.Regiment zugeteilt war. Möge ihm die fremde Erde 675b leicht fein. Das Personal der Firma A. Seybel u. Cie. Die Ortsverwaltung. Nach 5jähriger glüdlichster Ghe fiel am 10. November beim Sturmangriff mein herzensguter, inniggeliebter Mann, der Mutter braver jüngster Sohn, treuer Schwiegersohn, guter Bruder, Schwager, Neffe und Önfel Fritz Einführer Unteroffizier d. L. im Res.- Inf Regt. 206, 9. Komp. im 31. Lebensjahre. In tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen Lisbeth Einführer, geb. Schmidt, Neukölln, Beisestr. 31. Wir können Dir nichts mehr bieten, Mit nichts Dich mehr erfreu'n. Nicht mal eine Hand voll Blüten Aufs frühe Grab Dir streu'n. Ich hab ein schönes furzes Glüd beseffen, Jezt schlummert es auf ewig un 104 vergessen. Männergesangverein Waldesgrün Fern von der Heimat bei Willen auf russischem Boden fiel am 12. November unser lieber Sangesbruder Albert Milewski. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren! 1042 Der Vorstand. Stumm schläft der Sänger. Auzu früh fern von der Heimat und von seinen Lieben fiel am 30. Dftober in Flandern mein innig geliebter Mann und treusorgender Bater, unser den besten Hoffnungen entsprechender guter Sohn, Schwiegersohn, unser lieber Bruder, Schwager und Dnfel, der Gürtler Georg Stoebe Unteroffizier im Inf.- Neg. 208 im blühenden Alter von 28 Jahren. Dies zeigen in tiefem Schmerz an 28me. Emma Stoebe geb. Mittelstädt nebst Söhnchen, Herm. Stoebe und Frau als Eltern, Reichenberger Str.74a, August Kochan u. Frau geb. Stoebe, Theod. Rutschke u. Frau geb. Stoebe nebst Kindern, Paul Stoebe und Frau nebst Kindern, Herm. Stoebe jun.( zurzeit im Felde) u. Frau nebst Sohn, Richard Stoebe nebst Braut Hannchen Löwa, Helene Stoebe alsSchwefter. Er ging von uns mit schwerem Herzen, und hoffte auf ein Wiedersehn, boch größer ist jetzt unser Leiden, da dieses nicht mehr fann gefchehn. Geliebt, beweint und unvergessen. Auf dem Schlachtfelde in Flandern fiel bei einem Sturmangriff am 10. November unser Stollege und Geschäftsführer Fritz Einführer. Wir werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. 659b Die Kollegen der Möbelfabrik Büttner, Klapproth& Co., G. m. b. H. S Sparverein„ Emsig" Schöneberg bei Groß, Sedanstraße 17. Am 3. Dezember fiel bei den Stämpfen im Dsten unser Mite glied 6605 Fritz Böselt. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. J. A. Der Vorstand. In der Nacht zum 10. De zember starb nach schwerem, still getragenem Leiden, aber von uns ganz unerwartet, mein lieber Mann, unser guter Bater, der Porzellanbreher Karl Schön In tiefftem Schmerz: Seine Frau und Kinder. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 13. Dezember, nachmittags 24 Uhr, auf dem Luisen Kirchhof, Fürstenbrunner Weg, statt. 120A Allzufrüh und fern von seiner lieben Frau und sind fiel am 30. Oftober in den Kämpfen in Flandern mein inniggeliebter, unbergeßlicher Mann, meines Kindes treuforgender Bater, der Gürtler Georg Stoebe Unteroffizier des Reserve- Infant. Regiments Nr. 208 im blühenden Alter von 28 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an: Uelzen( Hannover). 149A Witwe Emma Stoebe geb. Mittelstädt nebst Söhnchen. Ich hab' ein schönes, lurzes Glüd beseffen, Jezt schlummert es, auf ewig unvergeffen. Jum der Friede, uns der Schmerz. Allzu früh und fern von der Heimat fiel am 17. November auf dem Schlachtfelde im Diten mein innigftgeliebter Mann, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Dntel, der Reservist Hermann Kulicke im blühenden Alter von 27 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Frau Minna Kulicke geb. Merten. Witwe Emilie Rulide als Mutter. Fritz Büttner u. Frau geb. Kulide. Fri Kulide. Familie Merten als Schwiegereltern. Die beiden Kameraden Guftav Krahn und Frik Krämer, zurzeit im Felbe. Als Freunde: Paul Kluge, Gustav Pauke m. Familien. Wir können ihm nichts mehr bieten, Mit nichts mehr ihn erfreuen, Nicht eine Handboll Blüten Auf seinen Hügel streuen. Fern von der Heimat starb am 3. Dezember in Dftpreußen in treuer Pflichterfüllung den Heldentob mein inniggeliebter Gatte, unler lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe, der Schriftfeger 15A Fritz Böselt Gefreiter der Landwehr im 35. Lebensjahre. Im tiefften Schmerz im Namen der Hinterbliebenen: A. Böselt als Gattin. Ich kann Dir nichts mehr bieten, Mit nichts Dich mehr erfreuen, Nicht eine Handvoll Blüten Auf Deinen Hügel streuen. Rase fanft in fremder Erde. Am 29. Dttober fiel in den Kämpfen im Westen infolge eines Kopfschusses mein herzensguter Mann Hermann Gebauer Unteroffizier im Landwehr- Inf.. Reg. Nr. 20, 11 Stomp. In tiefer Trauer 124 Alma Gebauer geb. Dauter. Fern von der Heimat, im Verb. d. Schneider, Schneiderinnen u. Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlin. Unferen Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß der Herrenmaßschneider, Kollege Gustav Kühn am 2. September im Felblazarett in Danzig infolge einer Blindbarmentzündung gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 165/7 Die Ortsverwaltung. Am 4. Dezember entschlief_im Lazarett Mosel nach qualvollem Leiden in der Blüte seines Lebens, 26 Jahre alt, infolge eines Darmschusses mein lieber, unvergeß 6565 licher Freund Willi Bergmann Reserveunteroffizier im 2. GardeReserveregiment. Sein goldener Humor hat manche gesellige Stunde gewürst; sein offener, für alle Schönheiten des Lebens empfänglicher Sinn und seine unverwüstliche Daseins. freude ble: ben mir allezeit ein leuchtendes Vorbild. Ich werde in Dankbarkeit stets seiner gedenken. Richard Bergfeldt. Fern von der Heimat starb am 22. Oftober in den Kämpfen in Flandern infolge eines Kopfschusses mein geliebter, unvergeßlicher Mann, unser Bruder, Schwiegersohn und Schwager, der Ersazreservist Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher Bureau: Melchiorstraße 28, part. Fernsprecher Amt Mpl. Nr. 4787. Filiale Berlin. usw. Arbeitsnachweis: Gormannstraße 13 Fernsprecher: Amt Norden 3791-97 Dienstag, den 15. Dezember 1914, abends 8 1hr: Mitglieder- Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Tagesordnung: Die weiteren Maßnahmen der Organisation während des Krieges. Da in dieser Versammlung auch die Weihnachtsunterstützung für die Arbeitslofen besprochen wird so ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. 138/3 Mitgliedsbuch legitimiert. NB. Die Kalender für 1915 sind erschienen und im Bezirksführern zu haben. Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands 9737 Sebastianstraße 87/88. Filiale Berlin. Tel. Amt Morigpl. 9737 Montag, den 14. Dezember 1914, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 14/15: Verfammlung Die Ortsverwaltung. Bureau, wie auch bei den D. O. Spezialarzt • f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beintrante jeber Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. tonz. Laborat. Bluts Dr. Homeyer untersuchung., Fäden i. Harn usw. gegenüber Friedrichstr. 81, Banoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. Galler Reinhold Wagner im blühenden Alter von 26 Jahren. In tiefftem Schmerz Frida Wagner geb. Mentner. Charlottenburg. auf Militärarbeiten Beschäftigten. Tagesordnung: Bericht über das Ergebnis der Unterhandlungen wegen der 165/6 Arbeitslöhne. Referent: Kollege Kunze. Baulreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Ich habe Dich, ach, mur fo lurze Verein f. Frauen u. Mädchen Zeit beseffen, Ich werde Dich nie, nimmermehr vergessen. In Deiner Jugendkraft Hat Dich der Tod hinweggerafft. Ruhe sanft in fühler Erde, Du geliebter, teurer Mann. Nur zu früh deckt Dich die Erde In des Feindesland. Auf dem Schlachtfelde im Osten verschied unser lieber Stollege, ber Elektromonteur 134 Fritz Hempel. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Kollegen vom Böhmischen Brauhaus. Am Donnerstagnachmittag ver schied plößlich meine inniggeliebte Frau, unsere herzensgute Mutter der Arbeiterklasse. Montag, den 14. Dezember, abends 8, Uhr, in der Neuen Philharmonie, Köpenicker Str. 96/97: 52/15 Bäckereigenossenschaft „ Volksbrot“ eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Vierzehnte ordentliche Generalversammlung am 20. Dezember 1914, morgens 10 Uhr, im Genossenschaftswirtshaus, Berlin, Nordufer 10. Tagesordnung: 1. Jahresrechnung und Geschäftsbe 655b richt 1913/14. 2. Beschlußfaffung über die Bilanz, die Deckung des Verlustes aus dem Jahre 1913/14 und Entlastung. 3. Beschlußfassung über den Bericht des vom Königlichen Amtsgericht bestellten Revisors über die am 8. Dezember 1914 stattgehabte Revision. 4. Ergänzung des Aufsichtsrates. 5. Fefisezung des Gesamtbetrages, ben die Anleihen der Genossenschaft nicht überschreiten sollen. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustberechnung liegen in unserer Geschäftsstelle, Fehmarnstr. 10, aus. Bäckereigenossenschaft„ Volksbrot" eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Der Vorstand. Beuster. Otto Korn. In Freien Stunden Die Wochenschrift für Arbeiterfamilien Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. Verband der Buch- und SteindruckereiHilfsarbeiter u. Arbeiterinnen Deutschl. Ortsverwaltung Berlin. Weihnachtsunterstützung! Bortrag: ,, Wir und die Anderen." Ref.: Robert Breuer. Zahlung zum Heeresdienst eingezogen sind, erhalten eine Gäste, Männer und Frauen, willkommen. Der Vorstand. Baugenossenschaft ,, Ideal', G. G. m. b. S., Neukölln, Weichselstr. 8. Familien, deren Ernährer bis am Tage der AusWeihnachtsunterstützung von 10 Mark. Als Legitimation ist der Unterstützungsbogen oder ein anderer glaubwürdiger Nachweis mitzubringen, daß sich unser Mitglied zurzeit im Heere befindet. Die Auszahlung erMittwoch, den 30. Dez., abends 8%, Uhr pünktlich, in folgt vom den Bürger- Sälen, Neukölln, Bergstr. 147: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Borstandes. 2. Beschlußfassung über die Bilanz für das 8. Geschäftsjahr 1913/14; Gewinnverteilung; Entlastung bes Bor ftanbes. 8. Bericht des Aufsichtsrates über die gefeßliche Revision vom 18. Dftober d. 3. 4. Ergänzungswahl zum Vorstand: Ersatzwahl zum Aufsichtsrat und Ergänzungswahl der Ersagmänner desselben. 5. eft. fegung eines Höchstbetrages für die Anleihen der Genossenschaft und bie Sparfaffeneinlagen. 6. Ausgabe von Hausanteilscheinen. Zutritt nur gegen Borzeigung des Mitgliedsbuches. Frau Friederike Kollatschny Der Auffichtsrat der Baugenossenschaft Ideal", E. G. m. b. S. geb. Tietz im 35. Lebensjahre. In tiefstem Schmerz Albert Kollatschny nebst Kindern. Berlin- Lichtenberg, Knorrpromenade 7. Beerdigung findet am Montag, den 14. Dez. 1914, nachm. 3 Uhr, von der Halle des alten Jakobi Kirchhofs, Neukölln, Berliner Str. 2-6( am Rollfrug), aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, guten Baters, Schwie gervaters und Dntels sagen wir hiermit allen Freunden und Befannten sowie dem Herrn Chef, allen Kollegen und dem Wahlberein un seren herzlichsten Dank. Witwe Thekla Wolf nebst Sohn und Schwiegertochter. Pelz- Stolas Skunks und Steinmarder sehr preiswert. sow.alle sonstigen Pelzwaren empfiehlt nach beendet. Engr.- Sais. im Einzelverkauf zu außergewöhnl. billig.Preisen Kinderkragen v.2,00 an, Damenkragen v. 7,00 an. Beiten, ftarb am 30. Oftober ben R. Michaelis, Heldentod fürs Baterland, unser langjähriger Kollege Paul Naumann vom Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 12, im blühenden Alter von 35 Jahren. Wir betrauern in dem Dahin. gefchiedenen einen treuen und aufrichtigen Stollegen, dessen AnKürschnermeister, Große Frankfurter Straße 99, I u. II, am Strausberger Pl. Reparaturen sauber. Sannt. geöffnet. Katzenfelle f. Reißen. Sonntag 12-8 geöffnet. denten unauslöschlich in uns fort Echte Pelz- Garni leben wird. 670b Die Kollegen der Firma H. Thiele u. Comp., Mechanische Werkstatt, Berlin S., Prinzenstr. 86. Am 10. November fiel in Frankreich unfer lieber Freund Paul Buchwalder. Ehre seinem Andenken! Möge ihm die fremde Erde leicht fein! Paul Ulrich. Fritz Zinsel. turen. 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Zentralverband der Handlungsgehilfen. Ortsverwaltung Groß- Berlin. Bureau: C 25, Münzstr. 20 II. Weihnachts- Unterstützung. Die Auszahlung unserer Weihnachts- Unterstützung erfolgt in der Zeit vom 14. bis 23. Dezember im Verbandsbureau während der Kassenstunden von 9 bis 11 Uhr vormittags. Unterstützungsberechtigt sind: 1. Alle arbeitslosen Mitglieder. 2. Die Familien der im Felde stehenden verheirateten Mitglieder. Als Legitimationen gelten: Das Mitgliedsbuch, die Invalidenkarte oder ein anderer Nachweis der Arbeitslosigkeit, ein Ausweis über die Einziehung des Mitglieds zum Heeresdienst. Die Ortsverwaltung. Möbel- u. Waren- Ausstattungs- Hause von Kredit- Feder Zentrale Brunnenstraße 1 Norden: Filiale Filiale Osten: Frankfurt. Allee350 Suden: Kottbus, Damm 103 Filiale Charlting strasse 5 West: ScharrenAcht. Sie auf blauweiße Firmenschild. 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Dienstag, Donners. tag und Sonnabend: Die vier Gewinner. 48/49. 4 Uhr( Halbe Preise): Die Weichsel u. die musurischen Seen. 8 Uhr: Auf den Schlachtfeldern Ostpreußens. Montag 4 Uhr( Halbe Preise): Die Weichsel u. die masurischen Seen. Montag 8 Uhr: Theater für Sonntag, den 13. Dezbr. Auf den Schlachtfeldern Ostpreußens. Berliner Theater 8 Uhr: ,, Extrablätter!" Deutsches Künstler- Th. 4 Uhr: Glaube und Heimat. 8 Uhr: Luther. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 3 Uhr: Martha. 165 Heute 8 Uhr: Der Zigeunerbaron. 2 Vorstellungen 2 Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Kleines Theater 4 Uhr: Jettchen Gebert. 8 Uhr: Das Fest der Handwerker. Komödienhaus 8 Uhr: Wie einst im Mai. Lessing- Theater 8 Uhr: Der Erbförster. 8 Uhr: Jugendfreunde. Lustspielhaus mit Zirkus Alb. Schumann Sonntag, den 13. Dezember: 2 große Vorstellungen 2 nachm. 3, u. abends 7, U. In beiden Vorstellungen kleine Preise. Nachm. hat jeder Erwachsene ein Kind frei unter 12 Jahren auf allen Sitzplätzen. Jedes weitere Kind unter 12 Jahren halben Preis. In beiden Vorstellungen Auftreten von Gebr. Ernst u. Oskar Schumann sowie die übrigen neuen Spezialitäten. 84 11br. Trianon- Theater Uhr. 814 Alwin Neuß in ,, Selbstgerichtet". Sonntag 4 Uhr kleine Preise. Kindervorstellung. Böcklins Kasperl': Theater. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Wieder ein neuer Schlager! Durch Diek und Dünn. Dazu erstklassige Spezialitäten. Messter- Woche. Sonntag 4 Uhr:" Friede auf Erden“ Ferdinand Bonn Abends Theater Folies Caprice Nachm. und dem vollständig: Uhr neuen DezemberProgramm bei Uhr kleinen Preisen! Kinder nachm. halbe Preise! Nachm. ungekürzt. Programm! 8 Possen- Theater Täglich: 8% Blinkfeuer. Landwehrleute. Fest steht und treu Leonhard Hastei, Martin Kettner a. G. Spezialarzt 3 Uhr: Flachsmann als Er- Voigt- Theater. für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden zieher. 8 Uhr: Wolkenreiter. Residenz- Theater Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). 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