Nr. 342.- 31. Jahrg. peiale 5 Pfennig Vorwärts Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerandos Bierteljährl. 8,80 t, monatl. 1,10 wöchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 3 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Pa. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Boft Zeitungs Preisliste. Unter Streuzband file Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 art, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Solland, Italien, Luremburg, Portugal Numänien, Schweden und die Schweisele Ericheint täglich. B Berliner Volksblaff. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 60 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das fettgedrudie Bort 20 Bfg.( suläffig 2 fettgebrudte Borte), jebes weitere Wort 10 ig. Stellengesuche und Schlafftellenan zeigen das erste Bort 10 Pfg., jebes meitere Wort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Summer müffen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplat, Nr. 151 90-131 97. Dienstag, den 15. Dezember 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplat, Mr. 131 90-151 97. Fortgang der Kämpfe in Polen und Galizien. Kein Separatfriede mit Rußland. Die Meldung des Großen Hauptquartiers] Das Berliner Tageblatt" beschäftigt sich neuerdings, wie schon mehrmals vorher, mit der Möglichkeit eines Separat friedens mit Rußland: Vereinzelte Personen, die erfreulicherweise nicht mit der Leitung der deutschen Politik betraut sind, balten auch heute wieder einen folchen Ausgang des Kampfes für möglich und sogar für wünschenstert. Diese abseits stehenden und abseits handelnden Persönlich teiten, deren spekulativer Geist den Ereignissen vorauseilt, meinen, nach einer Besegung Warichaus durch die beutichen Truppen und nach anderen fräftigen Siegen Hindenburgs, die wir alle mit ganzer Seele erhoffen, werde Rußland geneigt zu friedlichen Erwägungen sein. Dann könne man im Osten eine Einigung zusammenleimen, um mit der ganzen Macht gegen die anderen Gegner zu ziehen. Würde das Rußland, in dem der Großfürst Nikolai regiert, wirklich jo schnell einen Frieden unterschreiben, ber beſſere Zukunft verbürgt, Serbien und die russische Schutzherrschaft unsere Grenzen und unsere Entwicklung sichert, Desterreich- Ungarns auf dem Ballan preisgibt, jebe Berstückelung der Türkei unmöglich macht? Ober foll der jegt erst erfehnte fchwere Sieg im Diten schließlich errungen, sollen so große Taten bollbracht und so große Opfer hingegeben worden sein, damit, vielleicht noch von der englischen Nebenbuhlerschaft durch uns befreit, Rusland neben uns und unseren Stampfgenoffen wie ein Fele block dastehe, den die heranrollende Flut höchstens auf Augenolide berühren fann? Gewiß, es ist llar, daß das deutiche Beer, so be wundernswert es auch durch Gefahr und Entbehrungen geht, nicht bis an die Grenzen Afiens marschieren wird. Aber ein großfirstlicher Haß soll uns nicht mehr plöglich die Koſaken ins Land fenden fönnen, und deutlich muß den anderen Völkern gezeigt werden, daß die russische Freundschaft nicht allgewaltig ist. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 14. De3ember 1914, vormittags.( W. Z. B.) Die Beschuldigungen des belgischen Gesandten. Amtlich. Köln, 14. Dezember.( W. T. B.) Die Kölnische Seitung" melbet aus Berlin: Nach Mitteilungen der„ National Schwächere französische Angriffe gegen Tidende" hat der belgische Gesandte in Kopenhagen Teile unserer Stellungen zwischen der Maas und zur Begründung seiner Berleumdungen gegen die deutschen Truppen den Vogesen wurden leicht abgewiesen. in Belgien sich nicht auf neue Dokumente, sondern auf die belannten Berichte der sogenannten belgischen Untersuchungskommission gestigt. Im übrigen ist vom westlichen Kriegsschau- Diese niedrige Schmähfchrift mit ihren unbewiesenen und unplay, sowie aus Ostpreußen und aus Südpolen beweisbaren Behauptungen ist längst als verleumderisches Machwert nichts wesentliches zu melden. In Nordpolen nehmen unsere Operationen ihren Fortgang. erlannt. Der belgische Gesandte ist somit tatsächlich außerstande gewesen, für seine Behauptungen irgendwelche Beweise aufzubringen; fein Auftreten stellt sich als schwerer Mißbrauch des Gastrechtes in einem neutralen Staate bar. Zu den russischen und französischen amtlichen Nachrichten ist folgendes zu bemerken: Aus Epidemien im belgischen Heere. Baris, 14. Dezember.( T. 11.) Aus einem im„ Figaro" Petersburg wurde am 11. 12. amtlich gemeldet: veröffentlichten Feldpostbriefe geht hervor, daß unter den im Südöstlich Krakau setzten wir unsere Offensive Ueberschwemmungsgebiet stehenden belgischen Truppen Typhus, fort, eroberten mehrere deutsche Geschüße und langen. Acht Soldaten find in den legten Tagen als choleraRuhr und Disenterie herrschen und furchtbare Opfer verfort, eroberten mehrere deutsche Geschüße und Maschinengewehre und etwa 2000 Gefangene." verbächtig in Sonderwaggons nach Isolierbaracken hinter der Tatsächlich ist nicht ein Mann, nicht ein Geschütz& ront gebracht worden. oder Maschinengewehr unserer füdöstlich Kra- Seindliche Flieger über Freiburg. kau" kämpfenden Truppen in russische Hände Freiburg/ Baden, 14. Dezember.( T. U.) Feindliche Flieger gefallen. warfen zwischen 13 und 3 Uhr über der Stadt Bomben ab. Eine Bombe schlug in das Haus Unterlinden 7 ein und richtete ziem 12. behauptet: Nordöstlich Bailly wurde eine Bomben schlugen in Columbi ein, wo sich viele Spaziergänger auf Die amtliche Pariser Mitteilung vom 12. lidhen haben an. Ein auf dem Dach stehendes Fräulein wurde erheblich am Oberschenkel verlegt. Zwei weitere deutsche Batterie völlig vernichtet. In Deur- hielten. Zwei Mädchen erlitten Berlesungen durch Aber es fommt noch etwas anderes hinzu, und diejenigen, nouds westlich Vigneulles- les- Hattonchatel wur- Bombensplitter. Ginige weitere Personen sollen auf dem Rottedes sehr flar. Das deutsche Volt ist zum Striege aufgerufen den zwei deutsche Batterien zerstört, eine großworden, weil Rußland den deutſchen Boden bedrohte, und man kalibrige und eine für Flugzeuge bestimmte. In Tann zu dem ersten Biele andere Ziele fügen man kann nicht das Riel verändern ober ausschalten, bem bie in ihrer Einheit derselben Gegend wurde von Franzosen ein unvergleichliche Boltserhebung galt.... Dbwohl das Bolt nicht, wie Blockhaus gesprengt und wurden mehrere Grä1818, den Strieg gewünscht hat und die diplomatische Vorgeschichte ben zerstört. Alle diese Meldungen find ernur brodenweise fennt, ist dieser Strieg ein Boltsfrieg geworden, funden. weil an dem Tage, wo die russischen Reiter der deutschen Grenze zujagten, alles in dem Willen, das Vaterland gegen solchen Einbruch zu schützen, sich zusammenfand. Das Diplomatische war nun unwesentlich, wurde hingenommen oder blieb im Hintergrunde, und ein für alle greifbarer Gedanke schuf das große Einheitsbild. Diefer Gebante hat zuerst die Einigkeit geschaffen und verbürgt, und er foll durch nichts. und nicht einmal durch gestaltlose, auf Rebelgrund ge Baute Projekte, gefährdet werden, bis er Verwirklichung gefunden haben wird. in deren Händen die Leitung der deutschen Politik liegt, empfinden Auch wir teilen die Meinung, daß ein Separatfrieden mit Rußland für die fünftige Entwicklung verhängnisvolle Folgen haben müßte und solche schlimme Folgen würden sich nicht nur auf dem Gebiet der auswärtigen, sondern auch auf dem der inneren Politit ergeben. Aber wir meinen, daß das " Berliner Tageblatt" die Gefahr unterschäßt, die darin liegt, daß dem seiner Meinung nach ersten Ziele" des Strieges andere hinzugefügt worden sind. Es läßt sich nicht leugnen, daß heute in weiten und recht einflußreichen Streifen als erstes Ziel die Niederwerfung Englands gilt und man kann es von diesem Standpunkt aus verstehen, daß bei den so Dentenden der Wunsch an einen Separatfrieden mit Rußland entstanden ist. Daß er keine Verwirklichung finde, Hoffen auch wir. Westlicher Kriegsschauplah. nahm im Gebiet südöstlich pern drei heftige InOberste Heeresleitung. * * plat verlegt worden sein. Vom österreichisch- serbischen Kriegsschauplah. Offensive der Serben. Wien, 14. Dezember.( W. T. B.) Vom jüblichen Kriegsschauplas wird amtlich verlautbart: Die von der Drina in südöstlicher Richtung vorgetriebene Offensive ist südöstlich Valjevo auf stark überDer österreichische Generalstabsbericht. Tegenen Gegner gestoßen und mußte nicht allein Wien, 14. Dezember.( W. T. B.) Amtlich wird ver- aufgegeben werden, sondern veranlaßte auch eine weiter lautbart: 14. Dezember mittags: Die Verfolgung der Ruffen reichende rüdgängige Bewegung unserer feit in Westgalizien wurde fortgesetzt und gewann, abermals vielen Wochen hartnädig, glänzend aber verlustunter Kleineren und größeren Gefechten, allenthalben nord- reich kämpfenden Kräfte. Diesem steht die Gewinnung von wärts Raum. Nun ist auch Dukla wieder in unserem Besi wird neue operative Entschlüsse und MakBelgrad gegenüber. Die hieraus resultierende Gesamtlage Unsere über die Karpathen vorgerüdten Rolonnen machten gestern und vorgestern neuntausend Gefangene regeln zur Folge haben, welche der Verdrängung des und erbeuteten zehn Maschinengewehre. Feindes dienen müssen. Die Lage an unserer Front von Rajbrot bis Die österreichische Offensive war demnach zu rasch voröstlich Krakau nud in Süd polen ist unverändert. gestoßen worden, um sich gegen den von Arangiewolac Nördlich Lowicz drangen unsere Verbündeten im An- und Milanowac mit verstärkten Kräften vordringenden Feind behaupten zu können. griffe weiter gegen die untere Bzura vor. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. Hoefer, Generalmajor. Ein Bild von den Gefechten, die die österreichischen Truppen an den letzten Tagen zu ihrem Rückzug nötigten, gewinnt man, wenn man sich die früheren amtlichen österreichischen Meldungen bergegenwärtigt. Bom 3. Dezember war gemeldet worden, daß durch das fich um einen mit großer Heftigkeit geführten französischen Borstoß fiegreiche Vorbringen der österreichischen Truppen der Gegner in der Gegend von Altkirch. Im Zusammenhang damit dürften auch gezwungen worden sei. Belgrad tampflos preiszudie in den letzten Tagen unternommenen Erkundungsflüge franzöfifcher geben, da dessen Verteidigungsanlagen nach Norden geFlieger im Sundgau stehen. richtet waren. Eine Meldung vom 4. Dezember besagte, daß die österjerolac auf feindliche Kräfte gestoßen seien. Eine weitere Die französischen Tagesberichte. Baris, 13. Dezember, 3 Uhr nachmittags.( W. T. B.) Amt liche Melbung. Der geftrige Tag verlief besonders ruhig. Die Tätigkeit des Feindes bestand hauptsächlich in einer zeitweilig ausfehenden Kanonade an verschiedenen Frontſtellen. Der Feind unter 220 000 französische Rekruten einberufen. reichischen Truppen westlich und südwestlich von Arangfanterieangriffe, welche abgewiesen wurden. Im Lepretre Bordeaux, 18. Dezember.(.. B.) Das Kriegs- Meldung vom 6. Dezember teilte mit, daß der Feind westlich walde rückten wir merklich vor. In den Bogesen griff der Feind ministerium veröffentlicht den Einberufungsbefehl Arangjewolac und Gorny- Milanowac( zirka 35 Kilometer jüdverfchicientlich Sinal de la Mere Henri nordwestlich Senones an, ber Jahrestlaffe 1915 sowie der Zurüdgestellten lich von Arangiewolac) auf den durch Nachschub bedeutend verwurde jedo zurückgeschlagen. Baris, 13. Dezember. 11 Uhr abends.( W. 2. 8.) Amtlich. beträgt 220 000, wovon 210 340 der Jufanterie einverleibt gegen esten fortsette." bon 1913 und 1914. Die Gesamtzahl der Einberufenen stärkten Feind gestoßen sei, der seine„ vehementen Angriffe Bon beiden Fronten wird das Miklingen deutscher An- werden. Jedes Regiment erhält 1010, jedes Alpenjägergriffe gemeldet, einer erfolgte nordwestlich pern, der andere bataillon 600, jebe Radfahrerkompagnie 100 Mann. Die von serbischer Seite verbreitete Nachricht, daß die Die Serben Valjewo und zice( 40 Kilometer westlich Aranggegen Bahnhof Aspach. Artillerie erhält nur Schmiede, jedes Regiment je dreißig, jewolacs und Milanowacs) wieder befeht hätten, scheint durch Französischer Vorstoß bei Altkirch. insgesamt 2500 Mann. Die Genietruppen 4000 Mann, die die obige amtliche Wiener Meldung bestätigt zu werden. Montag von 11 Uhr mittags an bis tief in den Nachmittag Luftschiffertruppen 500 Mann. Die Rekruten haben zwischen Von der Neugruppierung der österreichischen Kräfte ist hinein war, wie aus Basel gemeldet wird, anhaltender Kanonen- dem 15. und dem 19. Dezember bei ihrem Truppenteil an die energische Wiederaufnahme des österreichischen Vorstoßes donner aus dem Oberelsak vernehmbar. Wie verlautet, handelt es zutreten. 311 erwarten. Der Seekrieg. die �agü auf üie Kreuzer �dresöen�, �öremen� unü„Königsberg". Londim, Ii. Dezember.(X U.) Die Admiralität veröffentlicht nicht, aus welchen Schiffen sich das Geschwader des AdmiralS Sturdee zusammensetzt, sowie nichts über den Hergang der Schlacht bei den Falkland-Inseln, so lange die Kreuzer„Dresden",„Bremen" und„Königsberg" daZ Meer befahren, da alle Angaben diesen nütz- lich sein lönnen. Die BersicherungSt'rämie ist insolge der Schlacht bei den Fallland-Jnseln von S2 auf 39 zurückgegangen.(Frankf. Zeitung".) deutsche Hanüelsfthiffe in japanischen tzäfen. AuS der Schweiz, den 14 Dezember. tT. U.) Aus Schanghai wird gemeldet: In japanisckicn Häfen wurden bei Kriegs- beginn 41 deutsche Handelsschiffe beschlagnahmt. Sie befinden sich setzt olle in Nagasaki. Der türkische Krieg. Kö'pritö'j in türkischem öesch. Konftautinopcl, Ii. Dezember.(S. Z. B.) Tie Generaldirekt ion der Posten und Telegraphen kündigt die Errichtung eine? TelegraphenainteS in Köpriköj an. Daraus ist zu erkennen, das; entgegen den Mitteilungen des russischen Haupt- quartiers, in denen behauptet wurde, dofi die Russen bis Erzerum vorgerückt seien, die ganze Gegend um Köpriköj sich im Besitz des türkischen Heeres befindet. „Tanin" veröffentlicht den Brief eines in den Kämpfen in der Umgebung dieser Stadt leicht verwundeten Offizier? an seine Eltern. Ter Offizier schreibt: Die Russen vermochten den stürmischen Angriffen der türkischen Truppen nicht standzuhalten und ergriffen die Flucht. Das türkische Heer ist mit Munition und Lebensmitteln überreich versorgt. Fleisch, selbst Kaffee. Zucker und Tee sind im Ileberflust vorhanden. Es wurde festgestellt, daß die Ortschaften, die anfangs von den Russen besetzt und später wieder verlassen wurden, teilweise zerstört worden sind. Der Feind nahm der Bevölkerung in diesen Ortschasten die Lebensmittel weg. Leute, die hierbei Widerstand leisteten, wurden mit dem Bajonett nieder- gemacht. Die Lage des Heeres ist duSgezeichnet. Angebliche russische Erfolge. Petersburg, Ii. Dezember.(53, T. B.) Der gestrige Bericht des Gcneralstabes der kaukasische» Armee lautet: Am 11. Dezember wurde den ganzen Tag auf der Front PyruSk— Dutak ge- kämpft. Der Feind wurde überall zurückgeworfen und mit fühlbaren Verlusten über den Euphrat zurückgetrieben. Unsere Truppen erbeuleten eine Viehherde von liuv Stück. Um die Dörfer Affurli und Baschkala wird noch gekämpft. vom südafrikanischen Kriegs- schauplatze. weitere Surenkommanöanten gefangen. Pretoria, Ii. Dezember.(W.' T. Meldung l des'Reuter- fchen Bureaus. Unter den Aufständischen, die sich ergeben hüben, befinden sich General Rauten dach. Kom- Mandant de Jager mit 30 Mann und die Feldkornetts Eksteen und Debusson. Der einzige bekannte Aufständische, der im Freistaat noch übrig geblieben ist, ist C o n r o y, Mitglied des Probinzialrats des Freistaates. Englische Gewerkschafter als Kriegsteilnehmer. Unser Londoner Korrespondent schreibt uns vom 10. De- zember: Wie der englische Arbciter-Kricgsausschuff mitteilt, haben sich dieMitglieder der größeren Gewerkschaften bisher in folgendem Umfange dem englischen Heer als Rekruten angeschlossen: Effenbahner'..... 45000 Bergarb.(Derbhsh.).. 3700 Bergarbeiter(Turham). 30 000„(Staffordsh.).. 3 500 ,(Südwales). 20 000.„(Nöltinghamsh.). 3 300 (Norlshirc). 15 000„ t Nordwales).. 3 000 Ungelernte Arbeiter.. Ii 405 Schuhmacher..... 2 960 Briefträger...... 10 000 Stahlschmelzer.... 2 700 Bergleute(Northumbcr- Bei garb.(Lothian)... 2 000 land)...... 10 000 Bleicher und Färber.. 1500 Handlungsgehilfen... 8 000 Eifengieffer...... 1 400 Bergleute(Lanarksh.).. 7 000 Thpographen..... 1 200 Wagenarbeiter.... 6 000 Bergärb.(Cumberland). 1109 Getegenheitsarb..... 4 500 Hochösenarbeiler.... 1 000 Schullehrer...... 4 500 Schiffsbauer..... 1000 Bergarb.(Lancashire).. 4 000 Bergarb.(Stirling)... 1 000 Fabrikarbeiter.... 4000 Bauhilfsarbeiter.... 1000 Alle übrigen Gewerkschaften sind mit weniger als 1000 Kriegsteilnehmern beteiligt. Die Liste ist recht interessant und lohnt ein näheres Studium. Zunächst ergibt sich uns die Tatsache, die manchem vielleicht überraschend kommen wird, daß ein viel größerer Prozentsatz desongli scheu Heeres aus organisierten Arbeitern besieht, als dies etwa beim deutschen Heere der Fall ist. Nickt weniger als 20 bis 2.? Proz. der englischen Soldaten besteht aus organisierten Industriearbeitern: der Prozentsatz kann aber auch noch höher sein. In Teutschland(und um io mehr natürlich in Frankreich) muß der Prozentsatz ganz be- trächtlich geringer sein. Wenn man in Zukunft auf unserer Seite in die Versuchung gerät, verächtlich von den englischen ..geworbenen Söldnern" zu sprechen, wäre es vielleicht gut, sich dieser Tatsache zu erinnern. Andererseits aber sehen wir ebenso deutlich, daß die or- ganisierten Arbeiter Englands es keineswegs besonders eilig haben, dem„Rufe Kitcheners" nach Rekruten zu folgen. Nur zwei große Gewerkschaftsverbände haben einen irgend erheb- lichen Teil ihrer Mitglieder unter den Fahnen stehen, aller- dings gehören sie zu den größten. Es sind die Berg- a r b c it e r und die Eisenbahner. Von den Berg» arbeitern sind etwa 1 3. von den Eisenbahnern vielleicht 13 Prozent in das Heer eingetreten. Zu beachten ist ober dabei, daß die Bergarbeiter fast vollzählig, die Eisenbahner(die überdies jetzt in gewissem� Sinne Staats- angestellte sind, da die Eisenbahnen für die Tauer des Krieges unter staatlicher Verwaltung stehen) schon zum größten Teil der Organisation angehören. Ferner weisen auch bei den Bergarbeitern nur vereinzelte Distrikte eine beträchtliche Beteiligung auf. Dagegen haben sich die Rekrutenwerber bei fast allen anderen Gewerkschaften bisher nllr herzlich wenig holen können. Unter anderen erscheinen die folgenden sehr wichtigen und mitgliederreichen Verbände überhaupt nicht in der Liste: Dockarbeiter, Seeleute und sonstige Transportarbeiter, Maschinenbauer, Maschinisten und Heizer, Jim m e rleute und Tischler. Schriftsetzer. Schneider und viele andere Organisationen, von der Textilindustrie mit ihrer allerdings überwiegend weiblichen Arbeiterschaft ganz zu schweigen. Die Lage ist also in England die: einerseits enthält das geworbene Heer einen sehr hohen Prozentsatz von organisierten Arbeitern: andererseits ist die Gewerkschaftsbewegung durch die Rekrutierung bisher nur in verhältnismäßig sehr gc- ringem Maße, ihrer kampfessähigen Mitgliedschaft entblößt und somit geschwächt worden. � Der Weihnachtswaffenstillsianö. Von der holländtfchen Grenze, den 14. Dezember. Im amerikanischen Senat ist cm Antrag eingebracht worden, wo- nach durch Beschluß des Hauses erklärt werden soll: Es sei Wünschenswert, zu Weihnachten einen Waffenstillstand von 20 Tagen zu verkünden, in der Hoffnung, daß die Einstellung der Feindseligkeiten den Völkern Gelegenheit geben werde, über die Bedeutung und den Geist des Weihnachtssestes nach- zudenken. Köln, 14. Dezember 1914.(W.?. B0 Tie„Kölnische Zeitung" meidet aus Berlin: Tie Slnregung des Papstes, eine kurze Wassenrutze über Weihnachten herbeizusichren, ist bei einer Mehrheit der kriegführenden Mächte aus günstigen Boden Nachts im Schützengraben. ..., den 10. Tezember 1914. Es war bereits völlig dunkel, als wir heim Stabe des Ilten G renäd ierrcgimentS anlangten. Wir-wollten das Leben im «chützengraven hei Nacht kennen lernen,(in die GefechtSitellung dieses Regiments bei Tage zu gelangen, wäre auch nicht gut wäg- lich. Das Gelände isl zu flach und jede Bewegung auf ihm wird von den Russen sofort bemerkt. Sowie sie irgend etwaS Lebendiges sehet», schießen sie auch. In das vom Stabe bewohnte Gehöft sind auch schon Grattaten eingeschlagen. Kommt cS zu toll, dann über- siedelt man in Erdhöhlen. Schon einmal war das Hirn des Re. gnncntS genötigt, von dort au? die Operationen zu leiten. Heute war s rubig im Lager der Russen. Nur den„Wecker" hörte man. Seitdem kürzlich bei... durch einen kühnen Handstreich eine ganze Kompagnie Russen samt ihrem Osnzier im Schlafe überrascht und ganz geräuschlos geiangengenomwen worden war, hört man nach Einbruch der Dunkelheit regelmäßig alle fünf Minuten einen Schuß. Wie Hauptmann Z. der uns zu den Schützengräben sührle, uns sagte, wird angenommen, daß diese Schüsic drüben den Zweck haben, das nochmaltge Einschlafen einer ganzen Kam- pagnic zu verhindern.„Wecker" taufte darum der Soldatenwitz diese Knalleret. Im Quartier des SiabeS herrschte munteres Treiben. Wir borten eine eigenartige Musik, Tänze und Märsche wurden gc- spielt. Ter daS Regiment kommandierende Oberstleutnants ladet uns zu einem Besuch ein. Wir geben durch eine Küche, ein Soldat ist eifrig mit dem Bocken von Kartaftelplinsen beschäftigt. Es scheint überhaupt Plinscntag zu sein. Noch in drei anderen Küchen wurde dicse oftpreußische Spezialität in großen Mengen hergestellt. Das Konzert mar im nächsten Raum.„Villa Hindcnburg",„Zum fidelen Melderkorps" liest man aus der Tür. In der Mitte des großen Raumes steht auf einer Kiste der Kapellmeister und diri- giert einen Walzer. Ein Mitglied dcS Orchesters hat irgendwo ein« Geige aufgegabelt und bearbeitet sie mit Meisterschaft: zwei asts dem Boden bockende Bläser begleiten ihn aus der Mund- Harmonika. Der Baßgeiger hat einen Besen in den Händen: er läßt den Stiel im Takt über den Boden ruppeln. Noch zwei andere Instrumente wirken mit: ein etwa zwei Meter langer Stab, eine große leere Konservendose, zwei dünne Dräbte, ein Stab von viel- leicht 15 Zentimeter Länge und nochmals vier Drahtenden, etwas länger als der Stab. Die beiden Drähte sind nebeneinander an dem einen Ende des langen Stabes bcfesltigt. dann über die Kon- fervendoie gezogen, die mit der offenen Seile auf das Ende des Stabes gesetzt ist. dann gehen die Draht: weiter zum oberen Stab- «nde und sind hier in gleicher Weise wie unten herestigt. Die kurzen Drahtenden bat man nebeneinander in der Längsrichtung über den kurzen Stab gezogen. So erzeugte ErsindungSgeist «in Streichinstrument samt Bogen, das unter kunstgeübten Händen das Orchester vervollständigt. Rund um die Kapelle hatten sich die Zuhörer in allen möglichen Stellungen gelagert. Einige rauchten, andere lasen. Und nun hinaus. Schon machen wir Bekanntschast mit aus- geweichten, zerfahrenen Landwegen. Einen halben Fuß tief waten wir durch eochlamm, Pfützen und zäbem Morast. In fünf Minuten war die Ebauffee erreicht; hier ging's wieder besser, auch dttrften jetzt noch die Taschenlaternen benutzt werden. Nach einer Viertel- stunde müssen wir«inen Acker durchqueren. Tic Lampen dürfen nicht mehr leuchten und wandern in die Taschen. Es ist itockfinfter, der Hintermann sieht den Vordcrgängcr auf drei Schritt nur als dunkle, unbestimmte Masse. Jetzt kommt man besser durch den Dreck, kümmert sich nicht mehr darum. Bald ist ein Bahnkörper erreicht, der direkt in die russischen Stellungen hineinführt. Eine Strecke lang benutzen wir den Bahndamm, mehrmals tönt uns aus dem Dunkel ein„Halt, wer da?" entgegen, noch che ein Posten zu erkennen ist. Ter Hauptmann sagt die Parole, wir gehen weiter. Nach zehn Minuten geht's die Böschung hinunter, wieder quer durch Ackerland, durch Gräben über Hügel. Der flüssige Lehm haftet bald in Klumpen an den Stieseln. Ein Zaun muß gc. nommcn werden; weiter führt der Weg durch ein sumpfiges Ge- lande, wir tapsen durch Waffcr. das in den Gamaswen heraus. steigt und in die Stiefel hincinrieselt. Nun sehen wir verdecktes Licht.„Hier ist eine Batterie," sagt unser Führer. Wir sehen noch nichts. Einige Schritte weiter, dann bemerken wir links und rechts Unterstände, aus denen schwacher Lichtschimmer herausdringt. Neben den Unterständen sind Kanonen eingebaut hinter einem aufgeworfenen Erdwall. ES wird nicht geschossen, die Mannschaft hat Ruhe. Von den Unterständen geht eine Telepbonleitung zum Regt- mentskommandeur. der von seinem Tische aus die Befehle erteilt. Kaum sind wir einige Schritte von der Batterie entfernt, ist sie schon wieder im Dunkel der Nacht verschwunden. Durch matschige Wiesen gelangten wir aus einen Landweg und nach einer Viertelstunde zu einem Gehöft, in dem Hauptmann Z. mit seiner Kompagnie Quartier genommen hat. In einer Scheune steht die Feldküche, die auch nur im Dunkeln herankommen kann. Zugweise, wie die Leute ouS den Schützengräben kommen oder �hineingehen, nehmen sie ihr warmes Essen ein. Ein kleines Gebäude ist das Stabsquartier. Bei den Mannschaften wird gerade Post ver. teilt, alle drängen sich um den Briesverteiler.„Jeder erwartet eine Nachricht aus der Heimat," sagt ein junger Infanterist,„die größte Freude für den Soldaten." Das Gehöft ist schon arg beschossen worden. Aber man zieht dieses Quartier dem dauernden Wohnen in den Unterständen vor, und eine quer vorgelagerte Scheune schützt die anderen Gebäude. An der Scheune mündet der Laufgraben, der zu den eigentlichen Schützengräben führt. Wasser steht im Graben, der nur bei Tage benutzt wird. Im Dunkeln geht man nebenher, weil es da doch„trockener und fester"� ist. Auch wir benutzen diesen Weg. Ein wegkundiger Unteroffizier gebt vorauf, andernfalls wären wir wohl bald in den Graben, bald in ein Wajfcrloch gerutscht. Auch so ist's noch beschwerlich genug. Bis gefallen. Besonders äußerten sich Deutschland und Oeflcrrcick- Ungarn sofort zustimmend.?luch die Türkei war bereit, dem Wunsche der Kurie Rechnung zu tragen. Ter Widerspruch gegen- die päpstliche Anregung ging von Rußland und Frankreich aus,! die bestimmt ablehnten, auf den Vorschlag einzugehen. Die Ab- i lehnung Frankreichs erscheint in besonderem Lichte, da neuer- � dings die französische Politik den Anschein hervorzurufen suchte. als bringe sie mit Rücksicht auf das sogenannte katholische Pro-! tektorat Frankreichs im Orient, wie auch aus andern Gründen dem Vatikan freundlichere Gesinnungen entgegen. Durch ihre Zustimmung zu dem Vorschlage zeigten Deutschland, Oesterreich- Ungarn und die Türkei, daß sie für den religiös-humanen Gc- danken, der dieser Anregung zugrunde liegt, volles Verständnis hoben.-Auch das ist eine Widerlegung des sinnlosen Vorwurfes der Barbarei, mit dem unsere Feinde gegen uns zu wirken suchen. Abrüstung als ßrieüensbeömgung. Zur bevorstehenden Diskussion der internationalen Politik im Senat bringt nach einer Meldung der„Franks. Ztg." aus Rom der Senator M o r a n d i, der Erzieher des jetzigen Königs, eine Tagesordnung ein, welche die Befürchtung aus- spricht, daß nach dem Frieden die Völker von neuem v o m Rüstungsfieber gepackt würden. Italien, das als einzige Großmacht Europas sich im Frieden zu erhalten ver- mochte, möge, ob es in diesen Konflikt eingreife oder nicht, dahin wirken, daß der Friede gleichzeitig eine V e r m i n d c- r u n g der Rüstungen bringe, zum Nutzen der Menschheit und der Zivilisation. Auch von sozialdemokratischer Seite ist in verschiedenen Ländern bekanntlich wiederholt dem Gedanken Ausdruck gegeben worden, daß zur Beseitigung der Kriegsursachcn und zur dauernden Sicherung des Friedens im Friedensverträge eine gegenseitige Vereinbarung zur Einschränkung der Rüstungen getroffen werden sollte. Zum Zwischenfall von �oöeiüa. Ziom, Ii. Dezember.(T. 11.) Ter Zwischenfall bon H o d e i d a wird in der italienischen Presse andauernd auf das lebhafteste erörtert. Tie Haltung der italienischen Re- gierung wird als entschlossen gelobt und dahin gedeutet, daß die Regierung nicht zögern werde, erforderlichenfalls scharf gegen die Türkei vorzugchen. Die„Tribuna" be- zweifelt die Aufrichtigkeit der von der Türkei bei Beginn des Krieges gegebenen Versicherungen und verlangt eine schleunige und endgültige Antwort, die ans die Dauer beruhigend zu tSirke» geeignet ist. Das Blatt„Jdea nationale" verlangt die Befreiung deS englischen Konsuls und macht die Mitteilung. daß auch Frankreich und England im Bedarfsfalle dorthin Kriegsschiffe entsenden würden. Das„Giornale d'Jtalia" erklärt in seiner Besprechung, die Verantwortlichkeit der Türkei könne nicht aufgehoben werden durch die Plumpheit einiger Soldaten. Zur Neutralität üer vereinigten Staaten. Washington, 11. Dezember.(W. T. B.) Das Aus- w ä r t i g e Amt in W a s h i n g t o n hat folgende Erklärung des Staatssekretärs veröffentlicht: AIS dos Auswärtige Amt Nachricht erhielt, daß die Fore River Company den Bau einer Anzahl von U n t e r s e e- booten für einen der Verbündeten plane, wurden Nach- forschuitgen angefisllt, um die Tatsachen festzustellen. Auf Grund dieser Nachforschungen sprach Herr Schwab in der vorigen Woche mir' seinem RechtSbeistoud im Auswärtigen Amte vor und setzte deni Amte auseinander, was seine Gesellschaft be- absichtige. Er legte dar, daß er bor Uebernahme des Auftrages sich die Gutachten einer Reihe von Bölkerrechlskundigen und RechtSgelehrtett gesichert habe und sich innerhalb der durch diese abgegrenzteit Erfordernisse der Neutralität halle. Ich teilte ihm mit, daß der Präsident auf Grund bereits erhaltener Jnsor« mationen die Ausführung des Auftrages als eine Verletzung der Neutralität ansehe, sagte ihm aber, daß ich seine Dar- legungen dem Präsidenten mitteilen und ihm eine endgültige Ant« worl am Freitag geben würde. Ich hatte eine Konferenz mit dein Präsidenten und er beauftragte mich, Herrn tschwab zu erklären, daß seine Erklärung ihn nur in seiner früheren Ansicht bestärkte, daß die Unterseeboote nicht gebaut werden dürften. Wenige Minuten nach meiner Rückkehr aus dem Weißen Hause rief mich Herr Schwab von auS- wärtS an und sagte mir. daß er sich der Ansicht des Präsidenten über die Angelegenheit unterwerfe, und daß ich bekanntgeben könne, über die Stiefelhöbe sinkt der Fuß in den Lehm ein. und manchmal hat man Mübe, ihn loszubekommen. Dann wieder geht's durch einen Schlammbrei, der von oben in die Gamaschen dringt. Man hört Gewehrfeucr der Patrouillen, die sich gegenseitig beschießen. Obwohl es ziemlich kühl geworden ist, kommen wir schweißbedeckt bei den Schützengräben an. 5luch sie sind teilweise mit Wasser gefüllt, dessen die Soldaten trotz fortwährendem Llusschöpfcn nicht völlig Herr werden lönnen. Eine Art Laufsteg wird durch Bohlen und Balken gebildet. Wir klettern hinein. In den Gräben sind Unterstände eingebaut, von oben gegen Schrapnellgeschosse sicher abgedeckt. Ter Boden ist mit Brettern belegt. In der darunter ausgestochenen Grübe sammelt sich das hercinsickernde Wasser, dos dann ausgeschöpft wird. Neben dem Graben sind wieder Gruben ausgehoben, die zunächst das Masser aus den Gräben und Unter- ständen aufnehmen müssen, um es in eine entferntere Grube abzu- leiten und so fort, bis abfallendes Gelände erreicht ist. So kämpfen die Soldaten nebenher ständig mit dem nassen Element. Jetzt sollen ihnen Pumpen die Arbeit erfolgreich erleichtern.-Auch Schutzschildc sind angebracht, die Gemehrgeschossc abprallen lassen. Der hinter dem Schild stehende Infanterist ist vollständig gedeckt. höchstens könnte der durch eine kleine Oessnnng hinausgesteckte Gewehrlaus getroffen werden. Noch vor dem Schützengraben sind Stacheldrahtverhaue errichtet. Eben gehen zwei Mann als Horchposten dorthin, sobald sie etwas Verdächtiges hören, machen sie -Alarm und lausen zurück. Sofort wird das Gelände durch Leucht- kugeln und Scheinwerfer taghell beleuchtet. Ein unbemerktes Herankommen ist fast unmöglich. Bor Ueberrumpelung schützt ein noch weiter vorgeschobener Wachtposten. Ter Hauptmann sagt uns, daß er sich auf die Leute verlassen kann, da keiner von ihnen schlafen wird, kommt kein Russe bis an die Verhaue.„Von uns einer schlafen," bemerkt in beleidigtem Ton einer der Soldaten, „das fit ausgeschlossen."—„Das weiß ich," sagt begütigend der Hauptmann. Der Untcrofsizier reicht uns die Haud von oben und hilft uns so aus dem Graben steigen. Wir finden noch in einigen anderen überall dasselbe Bild. Nun bringt der Mond etwas Helle, trotzdem müssen wir beim Weitcrmarsch wieder durch Morast und Wasser. Noch eine Kompagnie besuchen wir in einem ganz zerschossenen Geböft. dessen eine Wand von Gewebrgeschossen siebartig durchlöchert ist. Einmal schlug ein'Schrapnell, es trar ein Ausbläser, durch das Dach, zerbrach einen Balken und sprang wieder durch das Dach zurück. Man fand das�Geseboß draußen, Balkensplitter waren darin festgekeilt. Ein Schutzschild behütet die Schläfer in einem Bett.— Wir besuchen noch das nächst« Bataillon. Räch all den Strapazen der Schlammbäder war uns ein vom Major angebotenes Glas Tee nebit Pfesserkuchen und einer Zigarre sehr willkommen. Wir sehen aus wie Ziegelbäcker, die in Schokolade hineingefallen waren. Ter Major stellte uns einen Wagen zur Verfügung, und nach einer Nachtfahrt ohn« Licht war ich in meiner Kate,— ein wahres Paradies gegen diese -Auscnthaltsräumc der Soldaten. D ü w e l l, Kriegsberichterstattc?. baß feine Firma teine Unterfeeboote für irgendeinen| mittelung der Genugtuung an die betroffene Truppe gewählt hat, 1 feindlichen Auslande erfolgt, hat hier und da zu großen Härten ge friegführenden Staat zur Ablieferung während der Dauer des verdienen von unserer Seite die Anerkennung, die man im Kriege führt. Es sind Zeute festgenommen worden, die kaum selbst noch Krieges bauen werde. Bryan, Staatssekretär. auch dem Gegner schuldet, wenn er würdig und vornehm ge- wußten, daß sie Ausländer find. Seit Jahrzehnten sind sie in handelt hat. Aus dieser Darlegung ist zu ersehen, daß in den Vereinigten Staaten keine Unterseeboote zur Ablieferung an einen friegführenden Staat während des Krieges gebaut werden werden. Es ist zu hoffen, daß die Entscheidung in diesem Falle jede weitere Auseinandersetzung über Schiffsbauten in den Vereinigten Staaten verhindern wird. Das portugiesische Kabinett. Das neue Kabinett wurde unter dem Vorsiz von Coutinho, der auch das Marineministerium übernimmt, endgültig gebildet. Das Kabinett, welches aus Anhängern Alfonso Cost a 3 besteht, wird, einer Lissaboner Meldung des Wolffschen Bureaus zufolge, die Politik des vorigen Kabinetts bezüglich der Intervention Portugals befolgen und das Bündnis mit England aufrecht erhalten. Die Erklärung des serbischen Kabinetts. Wien, 14. Dezember.( W. T. B.) Die Sonn- und MontagsZeitung berichtet aus Bukarest: Nach einer Meldung aus Nisch hat sich das neue serbische Kabinett der Skupstina mit einer Erklärung vorgestellt, die besagt, daß die Neubildung des Ministeriums den Zwed verfolge, bis zum Ende des großen Krieges eine Vereinigung des Willens und der Kräfte aller Parteien des Landes herbeizuführen. Die neue Regierung betrachte es als ihre erste Pflicht, sich vor den großen dem Vaters lande gebrachten Opfern zu verneigen; sie habe Vertrauen, Bewunderung und Dankbarkeit für die Armee. Die Regierung fenne die Leiden und Schwierigkeiten, die die Armee ertragen habe. Man werde schnell und energisch alle Maßregeln ergreifen, um die Armee zu verproviantieren und den SanitätsDie Erklärung schließt mit den dienst zu verbessern. Worten: So lange der Feind sich auf serbischem Boden befindet, ruft die Regierung: Borwärts auf den Feind, in den Kampf gegen den Feind! Kriegsbekanntmachungen. Postanweisungen für Kriegsgefangene. Deutschland mit deutschen Frauen verheiratet, haben hier ihren ständigen Erwerb und sind wohl gar selbst in Deutschland geboren. Natürlich ist bei diesen Leuten auch wenig oder gar nichts von deutsch- feindlichen Regungen zu finden, und trotzdem sind sie Ausländer und müssen als Ausländer behandelt werden. In der Amtlich. Berlin, 14. Dezember.( W. T. B.) In einem Erlaß bürgerlichen Presse haben sich sofort Leute gefunden, die behaupten, des Ministers des Innern wird mitgeteilt, daß den Kriegs- diese Ausländer trügen die Schuld an ihrem jezigen Mißgeschid selbst; gefangenen die Benutzung der Telegraphen- und Fernsprech anlagen in feinem Falle zugestanden werden kann. Dagegen sei die warum hätten sie nicht die deutsche Staatsangehörigkeit erMöglichkeit des Bostanweisungsverkehrs der Kriegs- worben. Aber da habe man sich gescheut, der militärischen Dienſt gefangenen nunmehr dahin erweitert worden, daß von jetzt ab auch pflicht nachzukommen und wolle auch im In- oder Auslande sich in der Richtung aus Großbritannien Bostanweisungen an britische von den Deutschen durch die fremde Staatsangehörigkeit abheben. Kriegsgefangene in Deutichland oder von deutschen Kriegs- Argumentationen dieser Art gehen größtenteils fehl. Wenn es gefangenen in England nach Deutschland durch Vermittlung in Deutschland eine ganze Menge Ausländer gibt, die feit Jahrder niederländischen Postverwaltung zugelassen sind. In den Nieder- zehnten hier wohnen, ohne Deutsche geworden zu sein, so liegt das landen werden die Bostanweisungen in niederländisch- deutsche Post- in den allermeisten Fällen weniger an dem guten Willen dieser anweisungen umgeschrieben und portofrei weitergesandt. Ausländer, als an den Schwierigkeiten für sie, die deutsche Staatsangehörigkeit zu erlangen. Es gibt für den Ausländer feinerlei AnAmtlich. Berlin, 14. Dezember.( W. T. B.) Beschlagnahmte recht auf die deutiche Staatsangehörigkeit, und wenn er noch so Kriegs- Rohstoffe. Nach dem Wortlaut der auf Veranlassung der lange in Deutschland wohnt oder hier ansässig ist. Die Erteilung Kriegs- Rohstoffabteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums der Staatsangehörigkeit liegt durchaus im freien Ermessen der durch die stellvertretenden Generalfommandos verfügten Beschlag- Behörden, und wir wissen, daß die Behörden bisher mehr als nahmen( Verfügungsbeschränkungen) ist die Lieferung aus den beschlagnahmten Beständen an andere Firmen, die Kriegsmaterialien urückhaltend gegenüber den Gesuchen der Ausländer waren. Wenn herstellen, zulässig, fofern die Lieferung lediglich zur Ver- nicht großes Vermögen, Grundbesig oder eine andere absolut sichere wendung für Kriegszwecke erfolgt und dies durch besonders zu materielle Position nachgewiesen wurde, und wenn der Ansachende den Behörden politisch nicht absolut einwandfrei schien, dann wurde führende Belege nachgewiesen wird, die aufzubewahren sind. Das Kriegsministerium gibt nunmehr bekannt, daß für sämt sein Gesuch abgelehnt, ohne daß die Behörde auch nur die Pflicht liche Lieferungen aus beschlagnahmten Beständen, die vom 15. De hat, Grinde dafür anzugeben. Selbst Desterreichern, das sember 1914 ab ausgeführt werden, als ordnungsgemäße Belege heißt also unseren Bundesgenossen gegenüber wurde so verfahren. ausschließlich die Belegscheine angefehen werden, die von der Man gebe also nicht den Ausländern die Schuld. Hoffentlich sorgt Kriegs- Rohstoffabteilung des Königlich Preußischen Kriegsminifteriums ausgegeben und durch die Rohstoffläufer usw. nach man nach dem Kriege dafür, daß diese Schwierigkeiten beseitigt Maßgabe der auf den Belegschein vermerkten Bestimmungen die Erwerbung der deutschen Staatsangehörigkeit nicht unnötig crund Ausländern, die mit dem Deutschtum verwachsen sind, auch ordnungsgemäß unterschrieben sind. Beschlagnahmte Kriegsrohstoffe. Formulare für diese Belegscheine( Belegfcheine zur schwert wird. Entnahme von Kriegsrobstoffen aus beschlagnabmten Beständen") werden von allen oftanstalten Keine deutsch- französischen Annäherungs- und II. Iaffe vom 15. b. M. ab an das Publikum ausge versuche. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Wie der Figaro" mitteilt, soll der frühere Herausgeber des Journal d'Allemagne" in Genf für die Gründung eines de utich. französischen Friedenstomitees tätig sein. Wir wollen feststellen, daß amtliche deutsche Kreise mit dieser 3wedlojen Propaganda nichts zu tun haben. Die belgische Neutralität. " Nord. geben. Politische Uebersicht. Theodor Curti. Wie uns ein Telegramm aus Thun meldet, ist dort am Sonntag der frühere Direktor der Frankfurter Zeitung" Theodor Curti an Herzlähmung gestorben. Vor un Cholera unter russischen Gefangenen. Wie das Generalfommando des VII. Armeekorps mitteilt, find unter den im Gefangenentager Friedrichsfeld bei Wesel untergebrachten russischen Kriegsgefangenen sechs Fälle von Cholera aufgetreten von denen zwei tödlich verliefen. Alle Absonderungsmaßregeln wurden getroffent; ferner wurde mit dem Bau eines Quarantänelagers auf der Sülmener Heide begonnen. Das alles werde ein Umsichgreifen der Seuche verhindern, fo daß nicht der geringste Grund zur Beunruhigung vorliege. Die Wahl Stresemanns. Theodor Curti ist 1350 in Rattereweil, Stanton St. Gallen, ge- Nach dem amtlichen Wahlergebnis der ReichstagsAmtlich. Berlin, 14. Dezember.( W. T. B.) Die deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt über Englands boren worden. Er studierte in Würzburg und schloß sich der demo- erfagwahl des zweiten Hannoverschen Wahlkreises Wittmund- Aurich, Spiel mit der Neutralität Belgiens: fratischen Partei an. Er gehörte in den besten Zeiten der Frank- am 9. d. Mts., wurden abgegeben 8923 Stimmen; davon entfielen 8904 Stimmen. Für die englisch- belgische Komplizität haben sich neue schwer furter Zeitung" deren Redaktionsstab an und lehrte im Jahre 1878 auf Dr. Stresemann( nationalliberal) 19 Stimmen waren zersplittert. Dr. Stresemann ist somit gewählt. wiegende Schuldbeweise gefunden. Vor einiger Zeit wurde in nach der Schweiz zurüd, wo er mit Reinhold Rüegg die Züricher Brüssel der englische Legationssekretär Grant Batson Post" begründete, ein Organ der entschiedensten Demokratie, an festgenommen, der im englischen Gesandtschaftsgebäude verder zeitweise Wilhelm Liebknecht, Eduard Bernstein Eine glückliche Wahl. blieben war, nachdem die Gesandtschaft ihren Siz nach Ant- und Franz Mehring mitarbeiteten. 1880 in den NationalUnser Londoner Korrespondent schreibt uns: Der Par werpen und später nach Havre verlegt hatte. Der Genannte rat gewählt, gehörte er bort zur äußersten Linten lamentsvertreter für Sheffield, der allezeit eifrige und wurde nun fürzlich bei dem Versuch ertappt, Schriftstüde, die er bei und hielt alle Zeit mit der Arbeiterbewegung gute Fühlung. In den tätige Genosse Josef Pointer, ist vor furzem im Alter feiner Festnahme unbemerkt aus der Gesandtschaft mitgeführt hatte, verschwinden zu lassen. Die Brüifung der Schriftstüde ergab, daß es 90er Jahren wurde er von seinem Geburtskanton in den Re- von 79 Jahren gestorben. Pointer war einer der sieben fich um Altenstü de mit Datum intimfter Art über die belgierungsrat gewählt und lehrte an der Wende des Jahrhunderts direffen Parlamentsvertreter der 3. 2.P. Die Sheffielder gische Mobilmachung und die Verteidigung Ant nach Deutschland zurüd, um auf den Wunsch Leopold Sonne- Organisation der 3. L. P. hat nun einstimmig beschlossen, werpens aus den Jahren 1918 und 1914 handelte. Es befinden manns die Direktion der Frankfurter Zeitung zu übernehmen, den Genossen W. C. Anderson als Nachfolger Pointers fich darunter Zirkularerlasse an die höheren belgischen Kommando- damit diese in dem alten Geifte geleitet werde. ſtellen mit der falsimilierten Unterschrift des belgischen Kriegsministers gefähr Jahresfrist gab er diese Stellung auf und ging nach und des belgischen Generalstabschefs, ferner eine Aufzeichnung Straßburg, um von dort für die Frankfurter Zeitung" mit über eine Sigung ter Stommiffion für die Verpflegungsbasis Ant- uarveiten. Er hat in Zeiten der Verfolgung mutige Worte für die werpens" vom 27. Mai 1913. Die Tatsache, daß sich diese Schriftstücke in der englischen Gesandtschaft befanden, zeigt hinreichend, Berfolgten gesprochen. Eine seiner besten Reden war im Sommer des dag die belgische Regierung in militärischer Hinsicht keine Gebeim Jahres 1878 während der Attentatsbege gegen die damaligen Bernisse vor der englischen Regierung hatte, daß vielmehr beide Re- folgungen der Sozialdemokratie gerichtet. Ein außerordentlich gierungen dauernd im engsten militärischen Einvernehmen standen. literarisch gebildeter Mann, hat er Dichterwerfe von bleibendem Werte Von besonderem Interesse ist auch eine handschriftliche Rotis, geschrieben; Dramen, wie„ Hans. Waldmann",„ Barazelius"," Die die bei den Papieren gefunden wurde, um deren Vernichtung der Cherusfer" und andere. Einige feiner Gedichte sind in die sozialistischen Sie lautet folgendermaßen: englische Sekretär besorgt war. Gedichtsammlungen übergegangen. Renseignements. 1. Les officiers français ont reçu ordre de rejoindre dès le 27. aprèsmidi: 2. Le même jour, le chef de Gare de Feignies a reçu ordre de concentrer vers Maubeuge tous les wagons fermés disponibles, en vue de transport de troupes. Communiqué par la Brigade de gendarmerie de Frameries. Hierzu ist zu bemerken, daß Feignies eine an der Eisenbahn Maubeuge- Mons zirfa 3 Stilometer von der belgischen Grenze in Frankreich gelegene Eisenbahnstation ist. Frameries ist an der felben Bahn in Belgien 10 Kilometer von der französischen Grenze gelegen. Aus dieser Notiz ist zu entnehmen, daß Frankreich bereits am 27. Juli seine ersten Mobilmachungsmaßnahmen getroffen hat, und daß die englische Gesandtschaft von dieser Tatsache belgischerfeits fofort Kenntnis erhielt. Wenn es noch weiterer Beweise für die Beziehungen bedurfte, die zwischen England und Belgien bestanden, so bietet das aufgefundene Material in dieser Hinsicht eine wertvolle Ergänzung. Es zeigt erneut, daß Belgien sich seiner Neutralität zugunsten der Entente begeben hatte, und daß es ein tätiges Mitglied der Koalition geworden war, die sich zur Bekämpfung des Deutschen Reiches gebildet hatte. Für England aber bedeutete die belgische Neutralität tatsächlich nichts weiter als ein„ scrap of paper", auf das es sich berief, soweit dies feinen Interessen entsprach, und über das es sich hinwegießte, sobald dies feinen Zweden dienlich erschien. Es ist offensichtlich, daß die englische Regierung die Verlegung der belgischen Neutralität durch Deutschland nur als Vorwand benutzte, um den Krieg gegen uns vor der Welt und vor dem englischen Volt als gerecht erscheinen zu lassen. Französische Ritterlichkeit. Bekannt sind auch seine Schriften über die direkte Gesetzgebung bur bas Volt und das Proportionalwahlrecht, sowie ein Wert über die Entstehung der Sprache. Als der Stab der Frankfurter Zeitung" ihm ein Abschiedsfest gab, zog er in seiner Abschiedsrede einen Vergleich zwischen dem Geist der alten Demokratie und der jungen Generation, in dem sein boher Jdealismus in schönster Weise zum Ausdrud fam. In ihm verliert die Demokratie einen ihrer ehrlichsten, reinsten und gefinnungstreuesten Vorfämpfer. T Keine Ausnahmegesehe mehr! Jnt Tag" schreibt Herr Dr. Julius Bachem: Wenn es ohne Kampf im öffentlichen Leben herginge, io würde bald ungeiunde Veriumpfung sich bemerkbar machen. Aber an der Art, wie diese Kämpfe vielfach geführt worden sind, kann manches geändert werden und wird hoffentlich unter der Einwirkung des großen Krieges manches geändert werden. Das Wort „ Reichsfeind". B., von dem so ausgiebig Gebrauch gemacht worden, ist, muß in dem politischen Lerikon gestrichen werden. Woman sachlich nichts Rechtes zu sagen wußte, war man nur zu leicht mit dem Vorwurf man gelnder nationaler Gesinnung bei der Hand. Es hat Zeiten gegeben, wo diefes böse Schlagwort den Kampf der Parteien völlig beherrschte und heillos vergiftete. fandidieren zu lassen. Andersons Wahl dürfte als gesichert betrachtet werden, wahrscheinlich werden die gegnerischen Parteien mit Rücksicht auf den„ Burgfrieden" überhaupt keine Kandidaten aufstellen. Unsere Genossen von der J. 2. P. treffen damit eine überaus glückliche Wahl. Anderson ist einer der fähigsten Köpfe, einer der besten und einflußreichsten Sozialisten in der britischen Arbeiterbewegung. Die J. L. P., deren Präfident er gewesen ist, hat ihm viel zu danken. Gegenwärtig ist er der Präsident des Vorstandes der Arbeiterpartei. Wir glauben mehr als eine persönliche Vermutung soll damit nicht ausgesprochen sein, daß das berühint gewordene Kriegsmanifest der J. 2. P. aus seiner Feder stammt. Bon der Intensität seines internationalen Solidaritätsgefühls haben wir uns während der Kriegszeit mehrfach persönlich überzeugen fönnen. Durch seine Wahl würde die Arbeiterfraktion des Unterhauses in fritischer Zeit eine überaus wertund hoffnungsvolle Bereicherung erfahren. Die amerikanische Flotte. Washington, 14. Dezember.( W. T. B.) In dem JahresBericht des Marinesetretärs wird der Bau von zwei Dreadnoughts, sechs Torpedobootszerstörern, mindestens acht Unterseebooten, darunter eines großen, und eines Kanonenbootes beantragt Letzte Nachrichten. Eröffnung des türkischen Parlaments. Wie aus Konstantinopel telegraphiert wird, wurde heute das türkische Barlament mit einer Thronrede eröffnet, in der der Sultan ausführte, daß die Türkei inmitten friedlicher Reformarbeit von dem großen Kriege überrascht worden sei. Durch den Die Neigung, mißliebige Minderheiten zu unterdrücken, hat Angriff der russischen Flotte sei sie selbst zum Kriege gezwungen feit Gründung des Deutschen Reiches eine Reihe von Aus- worden. Um die Zerstörungspolitik der Feinde abzumvehren, fei nahmegeießen geboren, die sich nirgendwo als jegensreich der heilige Krieg proflamiert worden. Zum Schluß gibt die erwiesen haben. Thronrede der Siegeszuversicht der Türkei Ausdruck, Alle Parteien haben in der vom Reichskanzler angedeuteten die durch die glänzenden Waffentaten ihrer Verbündeten noch erRichtung gefehlt. Wohl verstanden: nicht alle in gleichem Maße, höht werde. die eine mehr, die andere weniger. Das Mehr oder Weniger gegeneinander aufzurechnen, ist jetzt nicht an der Zeit. " 1 Die Lage im Osten.d Der Vorwurf des Herrn Dr. Bachem trifft die Sozialdemokratie nicht. Sie hat alle Ausnahmegesetze, auch wenn Paris, 14. Dezember.( W. T. B.) General BertSchnelle Sühne haben die Franzosen jüngst nach einer Greuel- sie sich gegen ihre schärfsten politischen Gegner, wie z. B. gegen haut schildert im Petit Journal" die Lage im Osten datat walten lassen, der einer unserer Soldaten zum Opfer gebie Jesuiten, richteten, stets auf das allerentschiedenste be- hin, daß die Russen auf der ganzen Linie zur Defen. Am 4. Dezember d. J. war ein zur Bewachung eines Drabt- fämpft. Mit den Ausnahmegesehen muß aber auch die im sive übergegangen seien, außer südöstlich Krakau. Der hindernisses aufgestellter deutscher Bosten mit abgeschnittenen Ohren. Gesez gar nicht begründete Ausnahme behandlung von lange russische Bericht über die Kämpfe seit Ende Oktober durch Kopficuß getötet, anfgefunden. Angehörigen einzelner politischen und gewerkschaftlichen Rich sei unklar. fallen war. Schon am nächsten Tage erschien bei den an jener Stelle liegen- tungen auf dem Verwaltungswege fallen. So z. B. die Aus- Dem Nowoje Wremja" zufolge sind an den Kämpfen den deutschen Sicherungen ein Difuzier des französischen 165. Jnnahmebehandlung der organisierten Eisenbahner in Bayern bei Lowicz die zentralasiatischen Regimenter der Tarfanterie- Regiments und bat, mit verbundenen Augen zu dem Komman- und anderwärts. Wir hoffen uns in diesem Punkt mit Herrn taren. Kirgisen und Basch firen beteiligt. dierenden General geführt zu werden. Dier gab der franzöſiſche Offizier die Erklärung ab, daß sein daß diese Uebereinstimmung in seinem Artikel nicht zum AusBachem in Uebereinstimmung zu befinden, bedauern aber, Truppenteil mit dem der Verübung der Greueltat schuldig Befundenen keine Gemeinschaft habe. Der Mann sei wegen des von ihm druck fommt. begangenen Verbrechens am gleichen Tage, dem 5. Dezember, erschossen worden. Freiwilliges, oder unfreiwilliges Ausländertum? Eindringen der Albaner in Serbien? Frankfurt a. M., 14. Dezember.( W. T. B.) Die Frankfurter Zeitung" meldet aus Athen: Neon Afth meldet aus Das schnelle Walten der militärischen Gerechtigkeit und die Die Festnahme der Ausländer, die jetzt auch in Deutschland Koriya, daß fünfundzwanzigtaufend Albaner über ritterliche Form, die man auf französischer Seite für die Ueber- als Vergeltungsmaßregel gegen die Festnahme der Deutschen im Dibra in Serbien eingedrungen seien. Verlustlisten. Die Berluftlifte Nr. 101 der preußischen Armee enthält Verlufte folgender Truppen: Stellvertretendes Generalfommands des 5. Armeekorps. Stab der Brigade Graf v. Pfeil; 1. Garde- Reg.; GardeGren. Reg. Franz und Nr. 5; 1. Garde- Rej.- Reg.; Garde- JägerBat.; Gren. bzw. Inf. bzw. Füs- Regimenter Nr. 6, 8, 9, 16, 17, 22, 28, 84, 36, 41, 43, 44, 47, 51, 52, 53, 55, 57, 58, 72, 82, 86, 87, 90, 93, 162, 175, 176; Res.- Inf. Regimenter Nr. 2, 6, 7, 8, 9, 10, 18, 19, 24, 35, 38, 39, 46, 48, 51, 52, 53, 56, 64, 67, 68, 71, 73, 77, 78, 80, 81, 83, 84, 86, 87, 93, 94, 201, 218, 214; Bandm. Inf.- Regimenter Nr. 2, 6, 7, 12, 19, 20, 22, 23, 24, 31, 34, 35, 46, 47, 48, 51, 55, 71, 78, 87; Brig. Gri.- Bataillone Nr. 8, 25, 76; Bandit. Bataillone Allenstein II, Glaz, Marienburg; Garde Maschinengew. Abt. Nr. 2; Maschinengew. Abt. Nr. 5 und FestungsMaschinengew.- Abt. Nr. 2. Stürajfiere Nr. 4, 6; Drag. Nr. 5; Rej.- Suf. Nr. 8; UI.- Regi menter Nr. 8 und 12( beide fiche Erf.- Kav.- Reg. der Landw. Div. Rönigsberg); Jäg- Reg. zu Pferde Nr. 11; Erf.- Kav.- Reg. Der Landw.- Div. Königsberg. Felbartillerie: 3. Garde- Ref.- Reg.; Felbart.- Regimenter Nr. 16, 87, 41, 43, 50, 60, 69, 75, 84; Rej.- Felbart.- Regimenter Nr. 11, 15, 20; 1. Bandt.- Abt. bes 10. Armeekorps. Fußart.- Regimenter Nr. 4, 10. Bion. Regimenter Nr. 19, 20, 23, 25, 29, 31; Bion.- Bataillone 1. Nr. 6, I. Nr. 7, II. Nr. 7, Nr. 9, I. Nr. 9, II. Nr. 15, II. Nr. 16. Nr. 27; 44., 51. und 52. Ref.- Pion. Komp.; Schwerer FestungsScheinwerferzug Nr. 41. Ref. Gisenbahn- Bautomp. Nr. 12. San. Komp. Nr. 1 des Garde- Reserveforps; Ref.- San. Komp. Nr. 19 des 3. Referveforps; San. Komp. Nr. 3 des 9. Armeekorps; Ref.- San- Komp. Nr. 44 des 22. Rejerbetorps; Feldlagarett Nr. 2 der Garde- Erf.- Div.; Res.- Feldlazarett Nr. 25 bes 5. Reserveforps. Train- Abt. Nr. 8; Feldbäderei- Kol. Nr. 2 des 2. Armeekorps. Die baherische Verlustlijte Nr. 119 meldet Verluste der 5. und 9. Inf.- Brig.; 6. Inf. Brigadefommando; 5. Inf. Div.; 5. Ref. Div.; Eri.- Dib.; 6. Armee- Oberkommando; 21. Inf. Reg. Fürth i. B.; Rej.- Inf.- Reg. Nr. 16. Die fächsische Verlustliste Nr. 74 veröffentlicht Verluste des 8. Inf. Reg. Nr. 107, Leipzig; Schüßen-( Füs.-) Reg. Nr. 108, Dresden; Bandw.- Inf. Reg. Nr. 183; 14. Inf. Reg. Nr. 179, Leisnig, Wurzen, Leipzig; 16. Inf. Reg. Nr. 182, Freiburg und Truppenübungsplan Königsbrüd; Rej.Inf.- Regimenter Nr. 243, 244, 245; 1. 3ag. Bat. Nr. 12, Freiberg; Res.- Jäg. Bat. Nr. 13. 1. 11. Reg. Nr. 17, Ojchab; 1. Sus.- Reg. Nr. 18; Großenhain; 3. Suf.- Reg. Nr. 20, Baußen; Kav.- Erf.- Abt. Nr. 12. Ref.- Felbart.- Reg. Nr. 23, Nr. 24; 2. Felbart.- Reg. Nr. 28, Baußen; Res.- Felbart.- Reg. Nr. 54; 6. Feldart.- Reg. Nr. 68, Riesa; 7. Felbart. Reg. Nr. 77, Leipzig. Sachs. Mörser- Reg. Nr. 12, Mezz. Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genoffen! In den Kämpfen im Besten fiel unser Mitglied und Kampfgenoffe, der Metallarbeiter Albrecht Scheuing Markgrafendamm 4. 243/18 Sozialdemokr. Kreiswahlverein Niederbarnim. Bezirk Stralau. 3 den Rämpfen im Dften gefallen am 17. November, der 8immermann Hermann Kulicke Lindenpromenade 56( Gruppe 14). 248/12 Sozialdemokr. Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Pankow. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, baß unser Mitglied, der Wert zeugmacher Wilhelm Nowack Große Frankfurter Str. 14 am 12. b. Mts. an Nierenleiben gestorben ist. Die Beerbigung findet am Mittwoch, den 16. Dezember, nachmittags 2, 11hr, von der Leichenhalle des Krankenhauses Friedrichshain aus nach dem Georgen Stirchhof, Landsberger Allee, statt. Ferner starb unser Mitglied, der Maschinenformer Franz Grimm Neukölln, Weiseftr. 27 am 11. b. Mis. an Blutvergiftung. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 16. Dezember, nachmittags 2, 11hr, von der Halle des Gemeinde- Friedhofes in Neur töln, Marienborfer Weg, aus statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet 129/6 Die Ortsverwaltung. Hiermit die traurige Nachricht, bag mein lieber treusorgender Mann, unser Bater, Echwieger, Großvater, Bruber, Schwager und Ontel, der Dreher Emil Wünsche nach furzeni, schwerem Leiben im 64. Lebensjahr verstorben ist. Dies geigen tiefbetrübt. an Wwe. Ernestine Wünsche Familie Fritz Frubel Reichenberger Straße 62. Beerdigung Mittwoch, ben 16. Dezember, nahm. 3 Uhr, Don ber alle des Thomas- Kirch hofes aus. 1492 Deutscher Holzarbeiterverband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Otto Dummert Langhansstraße 76 im Alter von 56 Jahren ge storben ist. 94/14 Ehre seinem Anbenken! Die Beerdigung findet beute Dienstag, ben 15. Dezember, nachmittags 8 Uhr, von der Halle bes Weißenfeer Gemeindefried. hofes, Röldestraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Im Stampfe gegen Rußland starb am 20. November in trauriger Pflichterfüllung mein innigftgeliebter, unvergeßlicher Mann, unser herzensguter Bater, Sohn, Bruder, Schwager und Ontel, der Schriftfezer Karl Sassen ( Gefreiter der Landwehr) im 39. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Fr. Johanna Saffen u. Kinder. Frau Anna Saffen als Mutter. Familie Anders. Familie Nelt. Elfe, Max als Bruder, zurzeit im Felde. Ihm der Friede, uns der Schmerz. Am 12. Dezember verstarb unsere Rcinemachefrau Karoline Müller geb. Bagniz. In ihrer 6jährigen Zätigkeit hat sie fich das Vertrauen aller erworben. Ein chrendes Andenken be wahrt Ronsum- Genoffenschaft Berlin und Umgegend. 107/7 Bon großem Jnteresse sind auch die Mitteilungen über die Ein I. Bion. Bat. Nr. 12, Birna; II. Pion. Bat. Nr. 22, Riesa;) Ref. Bion. Komp. Nr. 54; Landw.- Bion.- Stomp., 19. Armeeforps; und Auszahlungen der parlaisen. Man hätte meinen sollen, Landit. Pion.- Romp., 19. Armeekorps. Die württembergische Verlustliste Nr. 77 enthält Verlufte des Inf. Reg. Nr. 126, Straßburg. Soziales. daß der Krieg zu einer rapiden Abbebung der angesammelten Spar gelber führen werde. Das ist keineswegs der Fall. Zwar sind in allen Verbänden die Einzahlungen gegenüber dem Vorjahre zurüc gegangen, aber auch die Auszahlungen haben mit einer Ausnahme eine Verringerung erfahren. Es betrugen in den einzelnen Berbänden Verband Brandenburgischer Südwestdeutscher Mitteldeutscher Bayerischer Nordwestdeutscher • Einzahlungen 1914+ oder Mart - 214 802 88 178 wwww 286 218 64 122 536 871 Auszahlungen gegenüber 1913 Mart 12 236 +22 832 112 408 6845 74708 Die Umjäge der Konsumgenossenschaften während des Krieges. Die ungeheuren Erschütterungen, die der Krieg über unser gefamtes Wirtschaftsleben gebracht hat, find an den Konsumvereinen, wenigstens an der überwältigenden Mehrheit dieser Vereine faft fpurlos vorübergegangen. Das ist eine Tatsache, die wir uns nicht scharf genug zum Bewußtsein bringen können und die wir auch in späteren Friedenszeiten nicht in Bergessenheit geraten lassen dürfen. Die Konsumbereine haben die Hoffnungen und Erwartungen, bie man auf fie gefeßt hat, nicht enttäuscht: fie find zu einem der Stonsumgenoffenschaften als eine durchaus gefunde dar und das So stellt sich die moralische und geschäftliche Situation der festesten Dämme gegen die Lebensmittelteuerung geworden und die arbeitende Volt barf hoffen, in diefen Organisationen auch im Erkenntnis, daß dem so sei, hat ihnen nicht nur ihre alten AnErkenntnis, daß dem fo fei, hat ihnen nicht nur ihre alten hänger erhalten, ja biefe teilweise noch viel fester an die Drgani- weiteren Verlauf des Strieges eine feste Stütze zu haben. fation geknüpft, sondern hat ihnen auch Scharen neuer Anhänger zugeführt. So ist es gekommen, daß die Konsumvereine trotz der herrschenden Not und Arbeitslosigkeit, trotzdem so viele Mitglieder draußen im Felbe stehen, in ihren Umfägen faum zurüdgegangen, meistens fogar gestiegen sind. Dem Drgan bes Bentralverbandes deutscher Konfumbereine entnehmen wir folgende Mitteilungen über die Umfäge der großen Verbände. Es betrug der Umsag im Oktober: Verband 1914 1914+ oberMr. 1918 902. Brandenburgischer. 3 622 679 Südwestdeutscher Mitteldeutscher Bahrifcher. 8 780 268 2 506 701 2 595 631 2 968 559 • b 8 117 845 2067 912 2 284 949 wr. +157 584 88.930 +154 286 167 087 Das ganze Wierteljahr Juli bis September zusammengefaßt, wobei Der Verband nordwestdeutscher Konfumbereine berichtet über fich ergibt, daß einem Umfaz der Verbandsvereine im Jahre 1918 von 19 970 887 m. ein solcher im Jahre 1914 von 19 429 967 M. gegenüberstand, was also einem Minus von 540 920 M. oder 2,7 Prozent entsprach. Bei einigen größeren Vereinen gestalteten sich die Umfäße im Ditober folgendermaßen: Berlin 1410 570( 1918) und 1474 555 ( 1914); Salle 308 857 unb 806 668 M.; Magdeburg 473 648 und 589 994 M.; Nürnberg 389 582 und 338 130.; Frankfurt a. M. 644 741 und 634 783 M.; München- Sendling 839 348 und 794 843 M. Die Hamburger Produktion" hatte von Juli bis Ottober 1913 5 408 105 M. umgefeßt, in diesem Jahre aber 5 158 126 W. 21 Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg.de Hierdurch zur Nachricht, daß unser Mitglieb, bie Genoffin Ida Hempel Goetheftr. 70 am 12. b.. berstorben ist. Chre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 16. Dezember, nachmittags 2%, Uhr, in Stahns borf statt. Rege Beteiligung erwartet 251/13 Der Vorstand. Amt 12. b. M. entschlief sanit nach langem, schwerem Leiben meine herzensgute Frau, treu forgenbe Mutter meines Kindes, unfere liebe Tochter, Schwester und Schwägerin Ida Hempel geb. Theil. In tiefer Trauer im Namen ber interbliebenen Paul Hempel nub Sohn. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 16. d.., nach mittags 2, Uhr, von der Halle in Stahnsdorf aus statt. Am 13. b. Mts. starb nach furzem Leiben mein lieber Bater, der Tischler 133/4 Heinrich Freytag. Im Namen der Hinterbliebenen Amanda Frehtag. Die Einäscherung findet am Mittwoch, den 16. Dezember, nachmittags 5 Uhr, im Krema torium, Gerichtstr. 87/88, statt. Azufrüh und fern von seinen Lieben starb am 7. November auf franzöfifchem Boden mein inniggeliebter, unbergeßlicher Mann und treusorgender Bater Emil Komischke A In tiefer Trauer Auguste Komischke Familie Gebhardt. Danksagung. Allen Berwandten und Freunden, fowie bem Obermeister, ben Stollegen und Kolleginnen der Firma Ferdinand Schuchhardt, dem Deutschen Metallarbeiterverband, bem Neutölner Wahlverein, ferner den Eängern für ihren erhebenben Gesang und bem Herrn Frik Karl für die einbruds. bolle Rebe, sowie allen, die meinem lieben Mann und treusorgenden Bater 6775 Hermann Schelbe bie legte Ghre erwiesen haben, meinen herzlichsten Dant Fran Martha Scheibe geb. Frauböfe und Kinder. Am 6. Dezember verschied in folge eines Stopfschusses in Frank reich unser Sollege Gustav Böhm 30 Jahre alt. Möge ihm die fremde Erbe 36/11 leicht fein! D Die Gemeinde Arbeiter Adlershof. Nachruf. As Freiwilliger fiel am 27. Dr. tober in Nordfrankreich unser Heber Kollege 291/3 Bruno Gallas. Wir werden ihm alle Zeit ein treues Andenken bewahren! Die Arbeiter- Jugend Berlin- Osten. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die schönen KranzSpenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau und guten Mutter Martha Finster sagen wir allen Berwandten, Freunden und Bekannten sowie dem sozialdemo fratischen Wahlverein Mahlsdorf und Gerichtszeitung. Das verräterische Telephon. Auf eine originelle Weise war die Ueberführung des Inhabers eines Wettbureaus gelungen, gegen den gestern die 3. Straffammer des Landgerichts I zu verhandeln hatte. Wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels war der Agent Robert Wendt angeklagt, während sich der frühere Zigarrenhändler, jeßige Restaurateur Karl Haberland und dessen Ehefrau Gertrud S. wegen Beihilfe zu verantworten hatten. Der Angeklagte Wendt, der bereits siebenmal wegen Buch machens vorbestraft ist, unterhält mehrere Wettannahmestellen bei dieser Annahmestellen war in dem Geschäft der damals in der Restaurateuren, Zigarrenhändlern usw., in welchen für ihn Wetten auf Pferderennen in Frankreich angenommen wurden. Eine Petersburger Straße wohnhaften Angeklagten Haberland etablier.. Eines Tages erschien hier ein Kriminalbeamter, hielt eine furze Durchsuchung ab, bei der Wettzettel beschlagnahmt wurden, und jezte sich dann gemütlich an das Telephon, welches alle Augenblide läutete. Der Beamte meldete sich mit dem Namen Haberland und nahm nun alle Wettaufträge persönlich entgegen, so daß er nicht nur den Namen des Buchmachers erfuhr, sondern auch gleich die Namen der als Zeugen gebrauchten Wetter. Diesen Umständen mußten sich die Angeklagten vor Gericht zu einem Geständnis bequemen. Das Urteil lautete gegen Wendt auf zwei Monate Gefängnis und 600 M. Geldstrafe und gegen die Eheleute Haberland auf zwei bzw. einen Tag Gefängnis. Danksagung. Unter Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und überaus reichen Kranzfpenden anläßlich der Beerdigung meines inniggeliebten Mannes, unseres herzensguten Baters Martin Etzel fagen wir allen Freunden, Bekannten und Genoffen, insbesondere allen Berbandskollegen sowie auch den Brauereivereinigungen und Brauereien unjeren herzlichsten Dan!. 47/5 Die trauernden Hinterbliebenen. Steinarbeiter. Die Auszahlung d. Arbeitslosen- u.Weihnachts- Unterstützung erfolgt am Freitag, den 18. Dezember, der Kriegs- Familienunterstützung am Sonnabend, den 19. Dezember. Beide Auszahlungen find: für den Stadtkreis Berlin vormittags von 9-12 für die Vororte nachmittags von 3-6. Zentralverband der Steinarbeiter Ortsverwaltung Engelufer 15 I, 8immer 7. Frau Genoffin Buchmann unferen H.& P. Uder, herzlichsten Want. Serm. Finster nebst Söhne. ReutersWerfe 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Berlin). 178/ 1* Berlin SO. 16, H.& P. Uder, Engel- Ufer 5. Tabak- Großhandlung und Tabakfabrik. Rauch, Kau-, Schnupftabake, Zigarren, Zigaretten. Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Preislagen. Sämtliche bezu Originalpreisen, kannten Marken Zigaretten Amt Mpl., 3014. Buchhandlung Vorwärts Lindenstraße 3 Klaffifer Wandschmuck * Jugendschriften* Unterhaltungsliteratur Sozialistische Literatur Schnüpft Goldfarbs„ Kownons 1"! die größte, weil bekömmlichste Marke Berantwo. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inferatenteil verantw. Th. Glocke, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl. 1 Nr. 342. 31. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 15. Dezember 1914. Aus Groß- Berlin. Weihnachtsmarkt. Erhöhung der Schuhmacherpreise. Wie uns die Freie Bereinigung der selbständigen Schuh macher Berlins" mitteilt, sehen sich jetzt die kleinen Schuh machermeister genötigt, mit den Preisen in die Höhe zu gehen, materialien bis zu 30 Proz. gestiegen seien. Die Schuld für diese enorme Preistreiberei wird zum Teil den Großhändlern zugeschoben, welche an den schon vor dem Kriege eingekauften Leder jest großen Profit erzielen wollen. Die selbständigen Schuhmacher sind dagegen machtlos und müssen daher die Preissteigerung auf das verbrauchende Publikum abwälzen, Ein Messerstecher in Neukölln. befizer dar, während viele Kleinmieter auf das elektrische Licht auch I für die Entfaltung der reichen Ausstattung, die die Aufführung aus. jezt noch werden verzichten müssen, weil sie die Kosten der Leitungs- zeichnet, nicht vorhanden ist. brahtanlage in Bohnzimmern nicht aufbringen können. Der Stromberbrauchzähler wird erst angebracht, nachdem die inneren Zimmerleitungsdrähte gezogen find und diese Anlage durch Angestellte der Das war ein prächtiger Sonntagnachmittag. Sonnen- BE abgenommen worden ist. Die Gebühr für die Abnahme beträgt fchein, und dazu eine so milde Temperatur, ols wenn wir 4 Broz. der durch Rechnung nachzuweisenden Anlagekosten. Hat nicht am Anfang des Winters ständen, sondern dem Frühling man also an den Installateur 50 M. gezahlt, fo find an die BE da das Sohlenleder um 100 Proz., die übrigen Roh entgegengingen. Es lodt hinaus ins Freie. 3war: zu einem 2. Abnahmegebühr zu entrichten. Mehr zu fordern find die AbAusflug in Feld und Wald ist der Nachmittag zu furz. Zunahmebeamten nicht berechtigt. Auch von Erlaß der' Raution, früh nimmt das Tagesgestirn Abschied von uns. Aber es ist worüber in mehreren Blättern berichtet wurde, ist teine Rede. ia fer silberne Sonntag", der erste Höhepunkt des Weih- Kaution wird mit Ausnahme von Staatsbeamten von jedem Stromtrachtsgeschäfts. Da lohnt es sich wohl, den Weihnachtsmarkt berbraucher erhoben. Sie beträgt für Kleinmieter gewöhnlich 20 M., anzusehen. Freilich: der eigenartige, muntere Trubel, der wird natürlich verzinst. Hiernach ist für Kleinmieter der Bezug ehedem in der Budenstadt auf dem Schloßplatz und im Luft von Elektrizität zum Hausgebrauch durch die B. E.-W. noch keinesNur die wegs erleichtert. Augenblicklich sind sogar die Installationskosten garten herrichte, gehört der Vergangenheit an. öftere Generation der Berliner fennt ihn noch aus eigener um fast ein Drittel teurer als vor dem Kriege. Anschauung. Seit man den Weihnachtsmarkt aus dem Innern der Stadt nach dem äußersten Norden und Osten berbannt hat, fristet er nur ein fümmerliches, aber keineswegs unbeachtetes Dasein. " Zehntausende strömten am Sonntagnachmittag durch die Tangen Budenteihen in der Warschauer und Petersburger Straße. Das war ein Drängen und Schieben, als ob sich der größte Teil der proletarischen Bewohner des Oftens, alt und jung, hier ein Stelldichein gegeben hätte. Unter den Massen der Besucher, gleichsam als sichtbare Zeichen der Zeit: so mancher Krieger in Felduniform, von Wunden oder Krankheit Generende, welche, die Frau am Arm, die Kinder an der Sand, hier etwas von der Stimmung des Weihnachtsfestes auf fich wirken ließen. Des Weihnachtsfestes, das sie selbst vielleicht fern von ihren Lieben, im Gewühl des Schlachtfeldes berleben müssen. Tie Kosten der Berliner Arbeitslosenunterstützung. Seit Einrichtung der Arbeitslosenfürsorge, am 14. Sept. 1914, find bis zum 29. Noember im ganzen 67 682 Gesuche eingegangen. Bewilligt waren bis zu diesem Tage 42 510 Gesuche. In dem genannten Zeitraum sind von der Stadt direkt gezahlt worden Unter stüßungen im Gesamtbetrage von 925 888 M. ,, an Zuschlägen zu den von Organisationen der Arbeiter und Angestellten gewährten Unterstützungen wurden von der Stadt 506 189 M., zusammen also aus städtischen Mitteln 1 482 077 M. gezahlt. Beschäftigungsgrad in Groß- Berlin. Ein Messerstecher ist gestern mittag in Neukölln aufgetreten. Dort loďte ein Wüstling zwei Mädchen von 4 und 5 Jahren, Töchterchen eines Lehrers, in den Flur des Hauses Saalestraße 4, bor dem sie auf dem Bürgersteig spielten. Der Unmensch versuchte sich zuerst an dem fünfjährigen Kinde zu vergehen. Als die Kleine jedoch schrie, versetzte er dem vierjährigen Mädchen mit einem Messer einen Stich in den Unterleib und ergriff dann die Flucht. Die ein gefchüchterten Kinder begaben sich in die elterliche Wohnung, ohne aber dort von dem Vorfall etwas zu sagen. Der Mutter ftet das verstörte Wesen der Kleinen auf und gewahrte endlich, daß die Jüngste blutete. Die Verlegte mußte nach dem Neuköllner Krankenhause gebracht werden. Leider können die Kinder von dem Messerstecher keine Beschreibung geben. Für das scheußliche Verbrechen fommt aber wahrscheinlich ein Mensch in Frage, den andere Leute Wic dem soeben erschienenen 14. Wochenbericht des Statistischen Der Verdächtige ist flein und Amts der Stadt Berlin über den Beschäftigungsgrad in um die Zeit der Tat gesehen haben. Groß- Berlin zu entnehmen ist, stieg die Zahl der versicherungs- unterfeit, hat dunkles Haar und trug einen abgeschabten Anzug und pflichtigen Mitglieder bei 242 Stranfenfaffen Groß- Berlins von einen starken Stod mit langer Spize. An Besuchern fehlte es dem Weihnachtsmarkt nicht. 1056 776 am 28. November auf 1063 525 am 5. Dezember, d. i. um 6749 oder 0,64 Proz. Die Entwickelung des weiblichen Bes Wenn nur jeder Hundertste von ihnen ein Käufer gewesen ichäftigungsgrades war mit einer Zunahme von 5174 oder 1,10 Bros. märe, so hätten die armen Händler gute Geschäfte gemacht. bedeutend lebhafter als die der Männer, bei der sie sich nur auf 1575 Aber mit dem Geschäft war es nicht weit her. Wie fönnte oder 0,27 Prog. belief. es au anders sein. Sind doch die Preise für die notauch Die 28 Allgemeinen Ortsfrankenkassen weisen eine Steigerung wendigsten Lebensmittel so in die Höhe emporgeschnellt, um 2974 oder 0,47 Broz. auf, und zwar wesentlich unter dem Einfluß seine Braut ab, die diese schwer verletzten. Er selbst tödtete sich doß selbst diejenigen, welche Arbeit und Verdienst haben, der beiden größten Algemeinen Ortefrankenkassen: Der Berliner auf der Flucht durch zwei Schüsse. Das Mädchen wurde in bedenkihre Groschen für das Notwendige zusammenhalten müssen. um 2107 oder 0,62 Broz, der Kasse des Kreises Niederbarnim um lichem Zustande nach dem Moabiter Strankenhause gebracht. Die Obgleich sich die Lage des Arbeitsmarktes seit dem Beginn 956 oder 1,73 Bros. Bei 211 gewerblich gegliederten Krankenkassen Reiche des Mannes wurde beschlagnahmt. stieg die Zahl der Versicherungspflichtigen um 404 059 auf des Krieges wesentlich gebessert hat, sind doch zurzeit viele 407 803, d. 1. um 3744 oder 0,93 Proz., darunter in der MetallTausende arbeitslos oder in ihrem Einkommen erheblich be- und Maschinenindustrie um 2091 oder 1,18 Bros., bei den Warenschränkt, und viele Tausende von Familienvätern stehen im und Kaufhäusern um 1068 oder 5,54 Proz., beim Verkehr Felde. Da müssen leider unter dem harten Zwange der Not wiederum, wie fchon so häufig. unter dem Einfluß von Neudie Ausgaben auf das zum Leben Notwendigste beschränkt einstellungen bei der Bost un 682 oder 1,84 Proz, bei der Bapier werden, und die Kinder, denen kein Weihnachtstisch aufgebaut und Lederindustrie um 641 oder 35,26 Proz, bei der Chemischen Industrie um 283 oder 2,16 Broz. Eine Abnahme des Be werden kann, dürfen nur anschauen, was ihren Wünschen unschäftigungsgrades zeigt sich in erheblicherem Umfange nur im Bauerreichbar ist. gewerbe. Metallarbeitern um 245, bei den Bädern und Stonbitoren um 182, Eine blutige Liebestragödie fpielte sich am Montag in der zweiten Morgenstunde in Moabit ab. spielte sich am Montag in der zweiten Morgenstunde in Moabit ab. Der 35 Jahre alte Maurer Karl Rande hatte seine Braut, die 21 Jahre alte Martha Knorr, nach Hause gebracht. Im Verlauf eines heftigen Wortwechsels gab R. plöglich drei Revolverschüsse auf Bürgerküche in Reinickendorf- West. Der in Reinickendorf West gebildete nationale Frauendienst er öffnet am Mittwoch, den 16. Dezember, eine Bürgerfüche in der Gibornftr. 84, Ede Birkenstraße. Silfsbedürftigen Frauen werden dort Speisen in der Zeit von 51 bis 7 1hr nachmittags verabfolgt. Nähere Auskunft wird in den durch Plakate fenntlich gemachten Martenverlaufsstellen erteilt. Arbeiterbildungsschule. Donnerstag, den 17. Dezember, abends 9 Uhr, findet im Schulfanl der Arbeiterbildungsschule eine örerversammlung statt. Zum Er ichcinen berechtigt jind die Teilnehmer an den Kurien der Arbeiterbildungs schule. In der Versammlung wird ein furzer Bericht über den Berlauf det sturse des legten Schulquartals gegeben. Die Legitimationstarte gilt Die Benußung der Bibliothek der Schule fann vom Donnerstag ab erfolgen. Als Ausweis dient die Zegitimationstarte oder das alte Mit als Gintrittstarte. Wie in den Budenreihen des Weihnachtsmarktes, so wogte Die dem Bericht gleichfalls zu entnehmenden Angaben der die schautustige, aber meist nicht kauffräftige Menge auch in Freien Gewerkschaften über die Zahl der Arbeitslosen zeigen der größten Verkehrs- und Geschäftsstraße des Ostens: der ein Sinten von 19442 am 30. November auf 16 954 am 7. De Großen Frankfurter Straße und ihrer Verlängerung, der gember, d. i. um 2488 oder 12,80 Broz, und zwar insbesondere bei Frankfurter Allee. Die Läden waren geöffnet und in den den Transportarbeitern um 518, bei den Holzarbeitern um 466, bei Schaufenstern lockten, vom Licht elektrischer Zampen über den Buchbindern um 324, bei den Buchdruckern um 250, bei den gossen, Waren der verschiedensten Art. Auf der Straße bei den Puzern und Stuffateuren um 114. bei den Bildhauern um drängte sich die Menge, aber die Geschäftslokale waren teils 109 fw. Veränderungen, bei denen die militärischen Eingliedsbuch. leer, teils wenig besucht. Die Geschäftsleute werden mit Beziehungen naturgemäß nicht ganz ohne Einfluß geblieben sein dauern konstatieren fönnen, daß der silberne Sonntag" dies- fonnten. mal feinen Namen nicht verdient hat. In den großen Warenhäusern herrschte allerdings ein sehr starker Verfehr; doch gab es auch hier mehr Schaulustige als Käufer. Hoffen wir im allseitigen Interesse, daß der kommende ..goldene Sonntag" seinem Namen mehr Ehre machen wird, als es der„ silberne Sonntag getan hat. Die Zeiten sind leider nicht derart, daß man auf diese Hoffnung bauen fann. Warnung für Soldaten. Die Linienkommandantur hat auf den Bahnhöfen einen Anschlag veröffentlicht, der mit: Achtung! Soldaten! überschrieben ist. Alle Angehörigen des deutschen Heeres, namentlich die sich hier aufhaltenden Verwundeten, werden vor den Verkehr mit fremden Personen gewarnt, die sich an sie herandrängen und irgendwelche Auskunft über militärische Dinge haben wollen. Diese Warnung wird damit begründet, daß fich hier noch viele fremde Spione qufhalten, die unter irgend einem Dedmantel etwas über die Truppenstellungen und Truppenverschiebungen auf den Kriegsschaupläßen sowie über Neuformationen von Truppenkörpern und andere militärische Właßnahmen erfahren wollen. Alle fich in Berlin aus irgend cinent Grunde aufhaltenden Soldaten erhalten den Befehl, den Verkehr mit solchen sich an sie herandrängenden Leuten zu meiden und vor allem jede auch die geringste Auskunft zu verweigern. Namentlich gilt dieser Befehl für den Bahnhofsverkehr, da viele Truppen jetzt von außerhalb her auf furze Zeit nach Berlin beurlaubt werden. Straßensperrung. Der südwestliche Teil des Fahrdammes der Tanziger Straße zwischen Prenzlauer Allee und Weißenburger Straße Dauernde Niederlassung Sarafanis im Zirkus Busch. einschließlich des Kreuzdammes der Prenzlauer Allee ist wegen Bie wir bereits turz meldeten, wird der Zirkus Sarajani, der Kanalisationsarbeiten vom 12. d. Mts. ab auf die Dauer von acht früher wiederholt in Berlin gastiert hat, noch im Laufe des Monats Wochen für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Dezember in den bisherigen Zirkus Busch seinen Einzug halten. Der Inhaber bes großen Unternehmens, das seinen Sig in dem prächtigen Theatergebäude der Fünftausend" in Dresden hat, Direktor Stoich- Sarajani, hat den Zirkus Busch auf acht Jahre gepachtet. Berlin wird daher in Zukunft wieder zwei Stätten haben, in denen die zirgenfische Kunst im Verein mit der Aufführung größerer Manegefchaustüde gepflegt wird. Das Sarasani- Unternehmen ist, wie uns ein näherer Einblick in Aus der Partei. Gemeindewahlerfolg. Bei der Wahl der Gemeindebevollmächtigten in Afchaffen. burg verlor das Zentrum zwei Eize, und zwar einen an die Liberalen und einen an die Sozialdemokratie. Arbeiter dasselbe bewies, eine riesenhafte Drganisation auf dem Gebiete des felretär& ar it en zieht als dritter Sozialdemokrat in das Stadtgirtuswefens. Unter den Händen seines Besizers ist das zur Verbrechen gewefen. Allerdings ist das Mehrheitsverhältnis mit 17 au parlament. Die Zentrumsmehrheit ist durch den Strieg nicht zu fügung stehende Tiermaterial aller Art so zahlreich geworden, daß 16 ein recht fnappes. Wäre der Krieg nicht gewesen, so hätte das das Unternehmen in mehrere Teile zerlegt worden fönnte, um jede Zentrum die Mehrheit nicht halten fönnen; so aber waren die Konkurrenz auszuhalten. Nur in einem Gebäude, wie es der jüngeren Wähler an der Wahl verhindert. Dresdener Birfus ist, tönnen so mannigfache Tiergattungen untergebracht werden. Wuchtig und stattlich zugleich macht es rein äußerlich den Eindruck eines vornehmen Theaters. Und obwohl der Innenraum des Gebäudes etwa 1000 Personen mehr fäßt als der des Birkus Busch, schließen sich doch noch, in architektonischer Einheit mit dem Gesamtbau verbunden riesige Stallungen an, in denen das reiche Tiermaterial bequem untergebracht ist. Einen guten Erfolg erzielten bei den Gemeinderatswahlen unfere Genojien in Nette im Wahlkreise Dortmund. Die Zechenpartei( mit den Bürgerlichen) und die Polen standen im Kampfe gegen die Sozialdemokratie, die die dritte Abteilung zu verteidigen bann aber auch den Kampf auf in der zweiten Abteilung gegen die hatte. Unsere Genossen trugen den Sieg davon. Sie nahmen Zechenpartei, und ebenfalls errangen sie den Sieg und damit ein neues Mandat. Das Resultat der zweiten Abteilung ist für die Zechenpartei, die ganze 9 Stimmen aufbrachte, sehr überraschend; unser Standidat erhielt 31 Stimmen. Gewerkschaftliches. Am ersten Weihnachtsfeiertage will Sarafani in Berlin mit seinen Schaustellungen beginnen. Auf dem Spielplan ist ein großes patriotisches seriegs- Manege- Schauspiel in 5 Bildern„ Europa in Flammen" In Weimar wurde am Sonnabend bei der Ersazwahl zum bon Ad. Steinmann vorgesehen, das in Dresden bereits seit einem Gemeinderat neben einem bürgerlichen Kandidaten auch ein Sozial demokrat gewählt. Mit Rücksicht auf den„ Burgfrieden" hatten Monat mit durchschlagendem Erfolge aufgeführt wird. Der Ber demokrat gewählt. unsere Genossen an den Wahlausschuß der bürgerlichen Parteien Kosten elektrischer Lichtanlage. faffer des Schauspiels verfolgte mit dem Direktor des Unternehmens mit Erfolg das Ersuchen gerichtet, einen von der fozialdemokratischen Die Meldungen über häusliche Installationsarbeiten der den Zwed, durch eine zeitgemäße Darstellung mit dem zahlreichen Partei in Vorschlag gebrachten Kandidaten mit aufzustellen. Die B. E... unter günftigen Bedingungen haben im Bublikum zu Jrr Perfonal und dem Tierbestand über die gegenwärtige schwierige Zeit bürgerlichen Parteien brachen aber den Burgfrieden untereinander, tümern Anlaß gegeben. Wie auf Nachfrage im Bureau der B. E.-W. hinwegzulommen. Die Handlung verfeßt uns zunächst vor die Hof indem sie sich gegenseitig mit einer größeren Anzahl bürgerlicher am Schiffbauerdamm erklärt wurde. berhält sich die Sache folgender- firche des Zaren, wo sich durch Gegenüberstellung des letzteren mit Standidaten bekämpften. So tam es, daß unier Genosse Buchbinders magen: Bisher installierten die B. E.- 23. für häusliche Swede über der Großfürstenclique oft dramatische Szenen abipielen. Es gelingt meister Bruno Red mit der höchsten Stimmenzahl haupt nicht. Wenn sie es jetzt mit Rücksicht auf die durch den Strieg den Großfürsten schließlich vom Zaren die Einwilligung zum Striege neben dem von einer Sondergruppe aufgestellten Baurat Ehrhardt geschaffenen wirtschaftlichen Verhältnisse zu tun bereit sind, so wird zu erlangen. Das zweite Bild soll einige Episoden im Kampf um gewählt wurde. sich auch diese Installationsarbeit nur auf die Legung der Haupt- Lüttich darstellen. Neben humoristischen Momenten zeigen sich auch Leitungsanschlüsse in die Häuser hinein und von da auf An- solche ernsterer und sympathischer Art, so unter anderem wie eine des Mieters nach den Einzel- junge Belgierin trop großer Anfeindungen ihrer Landesgenossen sich trag des Hauswirtes ober Schon die Pflege eines verwundeten deutschen Offiziers angelegen sein läßt. wohnungen bis zum inneren Mauerwert erstrecken. Jm dritten Bild: moderne Gebäude find ja in dieser Form bereits Demi Tode ins Auge" wird soweit es viele eingerichtet worden. ist die erforderlichen Hilfsmittel zulaffen während des Baues der Versuch gemacht, dem das Zieken der Leitungsdrähte im Wohnungs- Suichauer die Gefahren einer Befagung im Unterfeeboot zu demon innern an den Wänden entlang von Simmer zu firieren. Das vierte Bild: Im Hafen von Marieille" zeigt 3immer nach den Beleuchtungsförpern( tronen, die Ankunft der erotischen feindlichen Truppen. Wie nicht anders Ampeln, Wandarmen usw.) und ebenso die Beschaffung zu erwarten, wird in dem ganzen den Kriegsereignissen entlehnten der Glühbirnen durch die B. GE.-W. nach wie vor aus Schauspiel oft ein starkes Gewehrfeuer vernehmbar, allerdings nichts geschlossen. Diese Kleinarbeiten, die zurzeit infolge erheblicher für zarte Nerven. Den Höhepunkt bildet das dramatisch belebte Verteuerung des Kupferdrahtes recht kostspielig sind, müssen also Bild„ Die Russen in den mafurischen Seen". In diesem Moment wie bisher von privaten Installateuren, die sich naturgemäß auf wird die Manege unter Waffer gesegt und die„ Ruffen" dann Abzahlung der Kosten meist nicht einlassen fönnen, besorgt werden. in basfelbe hineingetrieben. Eine Empfehlung geeigneter Installateure durch die B... findet grundsätzlich nicht statt. Sonach stellen sich die von den B. E.. getroffenen Vergünstigungen, die unter anderm der Anlagekosten Zulassung Ratenzahlungen bestehen, im wesentlichen als ein Bahlungsvorteil für die Haus fit der bon Dagegen Lohnbewegungen, Streiks und Auss Sperrungen im Jahre 1913. Das Gorrespondengblait" der Generalfommission der Gewerk schaften Deutschlands veröffentlicht in einer Beilage zu Nr. 50 des Jahrgangs 1914 die Statistit der im Jahre 1913 von den Zentralverbänden geführten wirtschaftlichen Bewegungen. Es fanden 1913 insgesamt 972 Bewegungen statt, an denent 1214 523 Personen beteiligt waren. Bon, den Bewegungen wurden 92 463 Betriebe mit 1724 967 darin beschäftigten Personen erfaßt. 1912 betrug dagegen die Zahl der Bewegungen 9961 und die der Das Erfreuliche an der Aufführung ist der Umstand, daß sie Beteiligten 1.254 358. Ziffernmäßig weichen in der Zahl und dem sich möglichst frei hält von der Herabsetzung des Gegners, die Umfang der Bewegungen die Ergebnisse der beiden Jahre nicht erheblich voneinander ab. Doch muß bei einem Vergleich berüd. wiederum ein Beweis der eigenen Stärke ist. fichtigt werden, daß 1912 an dem großen Bergarbeiterausstand allein 237 732 Personen beteiligt waren, der Ausstand selbst in der Es besteht kein Zweifel, daß das Schauftüd auch in Berlin eine rege Aufnahme finden wird, zumal auch im Buschgebäude ein Mangel lie Ein Elendsbild. Tefen in be Statistik nur mit vier Streiffällen verzeichnet wurde. 1913 vollzog Irungen völlig oder teilweise abgewehrt. Es erreichten 324 794 Persich dagegen wieder, nach einem Zeitraum von drei Jahren, die fonen eine Arbeitszeitverkürzung von zusammen 695 194 Stunden, wir Wir leien in der„ Pfälzischen Post": Odernheim, 11. c zentrale Tarifbewegung im Baugewerbe. Sie wurde auf dem Wege 915 972 Berfonen eine Rohnerhöhung von zusammen 2021 552 M. zember. Ein trauriges 20s ist über eine hiesige Familie herein einer friedlichen Verständigung erledigt und kommt in der Statistik pro Woche und 434 819 Personen eine sonstige Verbesserung der gebrochen, wie man es in der gegenwärtigen Zeit erst recht für undes Berichtsjahres bei den Verbänden der Bauarbeiter und Arbeitsbedingungen. Der größte Teil der Erfolge entfällt auf die möglich halten sollte, aber nicht etwa durch ihre eigene Schuld, Zimmerer mit einer sehr erheblich gesteigerten Zahl von Bewegun- Angriffbewegungen ohne Arbeitseinstellung. Durch diese wurde sondern die ihrer„ edlen" Mitmenschen. Der Mann ist noch im gen ohne Arbeitseinstellung und daran beteiligter Personen zum erzielt eine Arbeitszeitverfürzung für 283 335 Personen von zu Streise Meisenheim( Preußen) beheimatet, wohnt aber schon Ausdruc. jammen 590 733 Stunden, für 772 293 Personen eine Lohnerhöhung 30 Jahre in Odernheim. Er war zweimal dort verheiratet Der Ausgang der Bewegungen insgesamt war in 6590 Fällen von zusammen 1686 387 W. pro Woche und für 383 470 Personen und hat acht Kinder. Er hat, ſeit er in Odernheim wohnt, seine = 66,4 Proz.( 7039 71,1 Proz.) erfolgreich, in 2619 Fällen eine sonstige Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Ein Vergleich Steuern und Umlagen bezahlt, ebenso seine Miete und hat noch nie 26,4 Proz.( 2043= 20,6 Proj.) teilweise erfolgreich und in 706 diefer Zahlen mit den im Jahre 1912 erreichten Erfolgen ergibt, Armenunterstützung bezogen. Run wurde das Häuschen, in dem er Fällen 7,1 Proz.( 748 7,6 Proz.) erfolglos.( Die einge- dag 1913 die Zahl der Personen, die eine Arbeitszeitverfürzung feit 1890 wohnte, verkauft. Es wurde für baufällig erklärt und dem Hammerten Zahlen bedeuten stets die Vergleichszahlen des erreichten, um 53 391 geringer ist als im Vorjahre und zusammen Manne durch den Polizeidiener gekündigt. Junerhalb Jahres 1912.) In 4 Fällen blieb der Ausgang unbekannt und 144 957 Stunden pro Woche an Arbeitszeitverkürzung weniger eut paar Tagen mußte er die Wohnung räumen. Gr 53 Kämpfe waren am Jahresschlusse nicht beendet. Der Stand der erzielt wurden. Die auf jede Person entfallende durchschnittliche fonnte dann zwei andere Wohnungen bekommen, aber un erfolglos beendeten Bewegungen ist in beiden Fällen annähernd Arbeitszeitverkürzung blieb jedoch gleich, sie beläuft sich auf begreiflicherweise wurden ihm dabei Schwierigkeiten gemacht. der gleiche. Bei den erfolgreichen und mit teilweisem Erfolg be- 24 Stunden pro Woche. Die 1913 erreichten Lohnerhöhungen Eine Aeußerung des Gemeindeichreibers, er müsse zum Dorf hin endeten Bewegungen ist jedoch gegen das Vorjahr eine ungünstige übersteigen dagegen weit die im Vorjahre erzielten Resultate. Verschiebung eingetreten. Der Anteil der ersteren ging um 4,7 Proz. zurüd, während der Prozentjak der teilweise erfolgreichen Bepegungen um 5,8 stieg. Noch stärker als bei den Fällen tritt diese Erscheinung bei den Erfolgsziffern der Beteiligten hervor. Es Hatten vollen Erfolg 546 116 Personen 45,1 Proz.( 682 507= 54,6 Proz.), teilweisen Erfolg 536 629 Personen 44,3 Proz. ( 266.654 21.3 Proz.) und keinen Erfolg 125 152 Perfonen 10,3 Proz.( 295 172 23,6 Proz.). An den Bewegungen unbeLannten Ausganges waren 3084 und an den am Jahresschlusse nicht beendeten Streits und Aussperrungen, 3542 Personen beteiligt. Der erheblich höhere Prozentjah an Personen, die 1912 feinen Erfolg hatten, ist auf den bereits erwähnten Bergarbeiterausstand und seinem erfolglojen Ausgang zurüdzuführen. Die gesamten Bewegungen, ohne und mit Arbeitseinstellung, erforderten eine Ausgabe von 15 067 689 22.( 11 733 749 M.). Der Anteil der friedlich verlaufenen Bewegungen an der Gefamtzahl ist gegen das Vorjahr gestiegen. Von den gesammten 9972 Bewegungen verliefen 7372: 73,9 Proz.( 7136 71,6 Proz.) mit 965.537 Beteiligten 79,5 Proz.( 774 769= 61,8 Proz.) ohne Arbeitseinstellung. In 6518( 6304) Fällen wurden die Bewegun= gen unternommen, um cine Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu erzielen, an deren Durchführung 913 778 Personen ( 736 407) beteiligt waren. 854 Bewegungen( 832) mit 51 759 Beteiligten( 38 362) wurden geführt, um Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen zurüdzuweifen. ( 4642 ( 1512 479 357: Die Angriffsbewegungen waren in 4292 Fällen= 65,8 Proz. 73,8 Proz.) erfolgreich und in 2096 Fällen 32,2 Pro3. 24,0 Broz.) teilweise erfolgreich. Von den Beteiligten hatten 407 210 44,6 Proz.( 511 232 69,4 Broz.) vollen und 52,5 Proz.( 205 581 27,9 Proz.) nur einen teilweisen Erfolg. 128 Bewegungen mit 27 211 Beteiligten endeten erfolglos. Von den Abwehrbewegungen endeten 672: 78,7 Prog.( 676 81,2 Proz.) mit 39 612 Beteiligten 76,5 Proz.( 36 477 95,1 Prozent) erfolgreich und 101: 11,8 Proz.( 73= 8,8 Proz. mit 8039 Peteiligten 15,5 Proz.( 982 2,6 Proz.) teilweise erfolg. reich. Erfolglos blieben 81 Bewegungen mit 4108 Beteiligten. Der Erfolg der Angriffbewegungen mar 1913 erheblich geringer als 1912, auch die Abwehrbemegungen endeten weniger " aus", machte dem Manne flar, was man mit ihm vor bat. Nun Solange wie die kapitalistische Produktionsform besteht, wer- liegen die Habjeligkeiten des Mannes seit acht den ihre inneren Gegensätze zu Kämpfen zwischen Arbeiterschaft Tagen im Freien, die Familie selbst hat in einem Nachbar und Unternehmertum führen. Nach der Beendigung des Krieges hause vorübergehend Unterfommen gefunden. Wir meinen, es gibt wird dieses Ringen aufs neue einfeßen. Wie bisher, so wird sich gegenwärtig schon Unglückliche genug; man dürfte deshalb erwarten, auch in den zukünftigen Kämpfen die Arbeiterschaft nur auf ihre daß solche Dinge zur Unmöglichkeit gehören. Wer ist da nun vereigene Kraft, die in dem machtvollen Ausbau ihrer Organisation antwortlich? Den Bürgermeister trifft feine Schuld, da er wegen beruht, stürzen können. Es ist deshalb dringend notwendig, die Ge- Strankheit schon längere Zeit auswärts ist; dagegen glaubt man werkschaften über den Kriegszustand hinweg aktionsfähig zu er- und wird erzchlt, daß der Gemeindeschreiber und der Polizeihalten und sie nach dem Kriege mit neuem Leben zu erfüllen. diener alles machen." Es wird deshalb Aufaabe des Bezirksamts Rodenbaufen sein, sich der so bedrängten Familien anzunehmen, damit sie ein Obdach erhält. Hoffen wir, daß das recht bald ges schehe. Berlin und Umgegend. In einer Bersammlung der Former, über die vor einigen Tagen berichtet wurde, äußerte sich ein Diskussionsredner über die Firma Borsig. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß weder über die Firma Borsig noch über eine andere Firma in letzter Zeit eine Beschwerde wegen Verletzung der Vereinbarung für die Gießereien Berlins an zuständiger Stelle eingegangen ist. Deutsches Reich. Eine Hilfsaktion für die Binnenschiffahrt. Wie in vielen anderen Gewerben und Berufen, hat der Krieg besonders für die Binnenschiffahrt schwere wirtschaftliche Nachteile aller Art im Gefolge, unter denen Unternehmer und Arbeiter gleichsam zu leiden baben. Die bisher getroffenen Maßnahmen zur Linderung der Kriegsbeschwerden in der Binnenschiffahrt haben sich, allgemein betrachtet, als unwirksam bezw. unzureichend erwiesen. Von dieser Erkenntnis ausgebend, haben Vertreter einiger Unternehmerorganisationen in Gemeinschaft mit Vertretern des Deutschen Transportarbeiterverbandes in einer gemeinsamen Kon ferenz am 5. Dezember nicht nur die Gesamtlage der Binnenschifffahrt unter den Einfluß des Krieges, sondern auch die praktischen Unternehmer und Mannschaftsvertreter famen zunächst dahin überMöglichkeiten ihrer Besserung zunächst rein theoretisch erörtert. Die ein, einen gemeinsamen Attionsausschuß einzusetzen, der alle weiteren praktischen Fragen zu erörtern und ihre fachgemäße Erledigung vorzubereiten hat. Vor allen Dingen soll verfucht werden, die einstweilen noch abseits stehenden Unternehmerfreiſe in der Binnenschiffahrt für diese gemeinsame Hilfsaktion zu intereffieren und zu gewinnen. Zwed diefer nur zu begrüßenden Arbeitsgemeinschaft der Binnenschiffahrtsinteressenten dürfte es dann sein, sowohl Behörden und berufliche Förderung der Binnenschiffahrt zu gewinnen. Zur Erörterung stehen Fragen der Wasserstraßenpolitit, Eisenbahntarijpolitik, Schiffahrtsabgaben aller Art, Minimalizachten, Frachtaufträge, Bemannungsfrage, Arbeitsvermittlung und Gestaltung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Parteiveranstaltungen. Jugendabteilung 2. Kreis. Mittwoch, den 16. d. M., findet im Lokal von Riebke, Blanufer 76, abends 1,9 Uhr, eine Versammlung hatt. Charlottenburg. Die Jugendsettion hält am Mittwochabend 8 Uhr im Volkshause, Nosinenstr. 3, einen Diskussionsabend mit dem Thema„ Zeitfragen" ab. Wilmersdorf. Der nächste Bortragsabend der Genoffin Dunder findet heute, Dienstag, abend bei Schilling. Lauenburger Straße, statt. Friedenau. Eine Mitgliederversammlung findet am Donnerstag, den 17. Dezember, abends pünktlich 8, Uhr, im stafer- Wilhelm- Garten, Rheinftraße 65,( gr. Saal) flatt. Vortrag des Genossen Dr. Karl Liebknecht. Dhne Mitgliedsbuch fein Zutritt. Steglit- Friedenau. Mittwoch, den 16 Dezember, nachmittags 4 Uhr, im Jugendheim, Kniephofstr. 59: Märchenvorlesungen und stinderlieder zur aute. Eintritt frei. " 9 Bankow. Heute, Dienstag, abends pünktlich 81, Uhr: Mitglieder versammlung im Reſtaurant 3um Surfürsten", Berliner Str. 102. Bortrag des Genossen Reichstagsabg. Hugo Haase über unsere Aufgaben in schwerer Zeit". Ohne Mitgliedsbuch ein 3utritt. im Lofal Bölstein. Bismarditr. 75, eine Weihnachtsfeier für die Stinder der Adlershof. Am Mittwoch, den 23. Dezember, abends 7 Uhr, findet Striegsteilnehmer und Arbeitslosen statt. Die Partei- und Gewerkschaftsgenossen, deren Kinder bisher noch nicht gemeldet sind, müssen dies sofort, spätestens aber bis 16. Dezember, bei folgenden Genossinnen nachholen: Benoffin Kronewald, Feldherrnstr. 25, vorn III, Genossin Kersten, Bismard ftraße 31. Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Gemeindeamt I. Bismard ftr. 1. Auf der Tagesordnung stehen u. a. erneut Adlershof. Donnerstag, den 17. Dezember er., abends 6 Uhr, im die Anträge unserer Genossen auf Erhöhung der Arbeitslosenunterstügung, Beschaffung von Lebensmitteln und Brennmaterialien durch die Gemeinde und ein Antrag auf Gewährung einer Extraunterſtügung an Angehörige der Striegsteilnehmer und der Arbeitsloten anläglich des Weihnachtsfeites. Bohnsdorf. Dienstag, den 15. d. M., 5 Uhr, im Lokal von Schulze. Diese Sitzungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be. Man kann nur wünschen, daß die Bestrebungen dieser Arbeitsrechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. gemeinschaft von den erwünschten Erfolgen auch über die Kriegsdauer hinaus gekrönt sein möchten.. günstig. Die Kosten der Bewegungen beliefen sich auf 241 898 7. als auch Private für eine nachdrückliche und umfassende Unterstützung Die Gesamtzahl der im Jahre 1913 von den Zentralverbänden geführten Kämpfe betrug 2600( 2825). Davon waren Angriffstreits 1307 50,3 Proz.( 1543 54,6 Prog.), Abwehrstreits 866== 4993,3 Broz.( 926= 32,8 Proz) und Aussperrungen 427= 16,4. Brozent( 33612,6 Proz.) Von den gesamten 427 Aussperrungen Tommen auf den Verband der Maler allein 264 mit zusammen 27 901 Ausgesperrten. Die Gesamtzahl der Kämpfe hat sich gegen das Vorjahr um 225, also erheblich vermindert. Diese Tatsache fann als ein Zeichen der ungünstigeren wirtschaftlichen Lage des Jahres 1913 angesehen werden. An den gesamten Kämpfen des Jahres 1913 waren 248 986 Personen, darunter 20 732 weibliche, durch Arbeitseinstellung be teiligt. 1912 nahmen an den Kämpfen 479 589 Personen teil, davon tamen jedoch auf den Bergarbeiterausstand, wie schon erwähnt wurde, allein 237 732. Es nahmen 1913 teil an den AngriffStreits 140 615 Personen 56,5 Proz.( 352 09073,4 Proz.) und an den Abwehrstreifs 36 979 Personen 14,8 Proz.( 45 400 9,5 Proz.). Von den Aussperrungen wurden betroffen 71392 Personen 28,7 Proz.( 82 099 17,1 Proz.). Der Ausgang der Angriffstreifs war in 791 Fällen 61.1 Proz. erfolgreich, in 270 Fällen 20,9 Proz. teilweise erfolgreich und in 253 Fällen== 18,0 Prog. erfolglos. Von den Beteiligten hatten 44 864= 32,1 Prozent vollen, 31 283 22,4 Proz. einen teilweisen und 60 800 Aus Industrie und Handel. Der Außenhandel der wichtigsten Staaten im 1. Halbjahr 1914. Das englische Handelsamt hat fürzlich folgende Uebersicht über die Entwicklung der Ein- und Ausfuhr der hervorragendsten Industries länder im ersten Halbjahr 1914 veröffentlicht. Es betrug in 1000 Pfund Sterling Großbritannien. Deutschland Vereinigte Staaten Frankreich. Belgien. Rußland Schweden. Einfuhr 1913 1914 319 705 375 883 267 048 269 314 212 210 237 728 196 436 198 557 92 076 59 527 92126 74.957 36 277 34 938 Ausfuhr 1913 1914 257 056 255 488 243 077 249 248 271 769 245 605 156 431 153 767 70 383 74 139 59 534 71 508 27.846 26-421 Briefkasten der Expedition. Tennstedt. 1. Zürich Vollsrecht", Bern Berner Tagwacht". 2. Ja. 3. Nein. 4. u. 5. Sönnen wir Ihnen nicht sagen. 6. Nein. Briefkasten der Redaktion. Die furistische Sprechstunde findet Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof für rechts, part rre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Sabl als Merfzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen Teine Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergicichen bringe man in die Sprechstunde mit. G. 5. 69 und R. P. 15. Da die Landfturmpflichtigen zweiten Auf gebots mit vollendetem 45., Lebensjahre aus jedem Mil tärverhältnis aus frefen, fo wird der Jahrgang 1869 nur insoweit von der Geitellung berührt, als Personen, die nach dem 27. November geboren find, sich melden müssen. 43,5 Bros. feinen Erfolg. - G. F. 181. Wenn Ihre Braut Kaffenmitglied ist. so hat die Staffe zu Von den 866 Abwehrstreits endeten, 533 63,4 Proz. erfolg= zabien. Wenn Sie die Baterschaft anerkennen, wird für das Kind Unter reich, 101= 12,0 Broz. teilweise erfolgreich und 206= 24,5 Proz. itüßung gezahlt. 2. 73. Wegen Steifheit oder Krümmung eines 23. K. 18. Bemerkenswert ist an diefer Statistik vor allem, daß sowohl Fingers nur landsturmpflichtig. Sie sind wegen erfolglos. Der Erfolg der beteiligten Personen fann bei den Ab11. 42. wehrstreits nicht in dem gleichen Sinne als bei den Angriffstreifs Großbritannien, als auch die Vereinigten Staaten 1914 gegen 1918 chronischer Lungenkrankheit für dauernd untauglich erklärt. E. S. 51. Bewertet werden. Für 21 767 62,1 Proz. Personen war es mög- einen Rückgang ihrer Ausfuhr zu verzeichnen haben, während bei Beaen chronischen Kehlkopfleidens dauernd untauglich. Sie sind aber noch dienstfähig. Einseitiger Unterleibsbrud, Deutschland diese Ausfuhr einen weiteren Aufichwung genommen u. 2. 1. Begen Jettleibigkeit und Gelafrheumatismus dauernd lich, eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen erfolgreich ab- hat, so daß Deutschland die Bereinigten Staaten überflügelt und untauglich. 2. Sie müssen sich melden. 23. M. 1. Ja. 2. Nein. zuwehren. 3959 11,3 Prog. Personen erreichten nur einen teil- England nahezu erreicht hat. -77. B. Cie baben für 1914 und für Ihre Ehefrau noch Kirchensteuern weisen Erfolg, erlitten also eine teilweise Verschlechterung der zu zahlen. K. G. 43. Die Zeichen haben feine Bedeutung. 2. 12. Arbeitsbedingungen, während für 9076 Personen= 25,9 Proz. Die Verluste beim Pforzheimer Bankverein. In der gestrigen Eie baften für die Miete bis zum Ablauf des Vertrages. Der Birt fann Generalversammlung des außerordentlichen 2. Pforzheimer Sie verklagen, die angegebenen Gegenstände aber nicht pfänden. die Abwehr der Verschlechterungen erfolglos mar. 2. 100. Die Unterstügung Bantvereins Aktiengesellschaft, die sehr zahlreich besucht war, w. 37. 1. Rein. 2. Stlosterstr. 65/67. 2. 62. 1. Benden Sie sich an wurde seitens der neuen Direktion mitgeteilt, daß etwa die Hälfte wird Ihnen von Petershanen gezahlt. des sechs Millionen Mart betragenden Aktienkapitals durch die Mann braucht Spekulationen der in Untersuchungshaft befindlichen Diret toren Hermann und Krämer als verloren anzusehen sind. Es ergibt sich ein Gesamtverlust von 10 338 466 M., dem aus dem Nachlaß des früheren Direfiors Kanjer 5 900 267 m. gegenüberstehen. Bei ruhiger Abwickelung, sei es durch Sanierung oder Liquidation, glaubt die Direktion, daß die Gläubiger voll befriedigt werden können und daß auch für die Aktionäre die Hälfte des Die Aussperrungen bilden ein Kampfesmittel der Unternehmer, um Forderungen der Arbeiter abzuwehren oder ihnen eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen aufzudrängen. Unter diesem Gesichtspunkte müssen auch ihre Wirkungen aufgefaßt werden. 73,3 Einen vollen Erfolg hatten die Unternehmer nur bei 38 AusSperrungen 14,1 Proz. der Gesamtzahl, die sich auf 23.957 Per. fonen 33,9 Proz. aller ausgesperrten erstreckten. Ergebnislos für die Unternehmer endeten dagegen 302 Aussperrungen Prozent mit 32 663 Ausgesperrten= 46,2 Proz.; der Erfolg war der Strieg die Sachlage nicht noch verschlechtere. 46,2 Proz.; der Erfolg war Aktienkapitals zu retten sei, wofür allerdings Borbedingung sei, daß hier auf seiten der Arbeiter. Bei 51 Aussperrungen 12,4 Proz. mit 13 991 Beteiligten= 19,8 Proz. war der Ausgang für die Arbeiter teilweise erfolgreich, d. h. auch in diesen Fällen mußten die Unternehmer sich zu Konzessionen bereit erklären, wenn auch den Arbeitern fein voller Erfolg beschieden war. Von den gesamten 2600 Kämpfen waren am Jahresschlusse 53 mit 3542 daran beteiligten Personen nicht beendet. Der Gesamterfolg der Kämpfe war 1913 etwas günstiger als im Vorjahre; der Anteil der erfolgreichen Kämpfe stieg um 2,1 Proz., während der Stand der teilweise erfolgreichen und der erfolglosen Kämpfe der gleiche blieb. Die Kämpfe erforderten eine Gesamtausgabe von 14 825 881 Marf( 11 486 365 7.). Sie ist um 3 339 516 M. höher als die des Vorjahres. Von den gesamten Kosten kommen auf die Angriffitreifs 8830 732 M., Abwehrstreifs 2 078 192 m. und Aussperrungen 3840 738 M. Außerdem verausgabten 3 Verbände noch 76 199 M. an Unterstützung für Mitglieder, die an den Kämpfen anderer Verbände mit beteiligt waren. Die gesamten von den Zentralverbänden im Jahre 1913 geführten wirtschaftlichen Bewegungen brachten 1 117 059 Perfonen einen Erfolg. Für 1014 674 Personen wurde eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen erzielt und für 102 385 Personen Verschlechte Kleine Nachrichten. Untergang eines holländischen Dampfers. Ein schweres Dampferunglück hat sich am Sonntag in der Nähe der Kapverdischen Inseln zugetragen. Angesichts des Hafens von Mindello fant der holländische Dampfer Bogas". Nur vier Mann der Besayung fonnten gerettet werden, 24 Personen fanden in den Wellen ihr Grab. Der verfrühte Nachruf. das Auskunftsbureau des Kriegsministeriums, Dorotheenitr. 48. Benn ohne Erfolg, dann an das Rote Streuz in Kopenhagen. fich nicht mehr zu melden. B. A. 34. Die im Gesetz bestimmie Dürftigkeit wird nicht vorliegen, weshalb Ihnen die Unterstüßung veriveigert wird. H. K. 15. Das ist uns unbekannt. F. 99. 1. Nein. 1. Ja. A. D. 100. Sie können den Vertrag fündigen. Der Birt fann für die rückständige Wiete Sachen einbehalten, fie aber während der Dauer des Krieges 8. P. 41. Der Birt fann Ansprüche an die Erben stellen. nicht vertausen. 2mtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Marktballen.( Ohne Berbindlichkeit.) Montag, den 14. Dezember. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Dchfen fleisch Ia 86-95, do. Ila 80-85, do. IIIa 73-79; Bullenfleisch la 82-87, bo. Ila 72-78; Stübe, fett 62-66, do. mager 45-49; Fresser 62-70, Freffer, dänische, 46-52, Bullen, dänisme, 60-70; Stalbfleisch: Doppellender 125-135; Mastfälber la 88-100, bo. Ila 75-87. Hammel fleisch: Mastlämmer 75-86; Hammel la 69-74. do. Ila 64-68; Schafe 63-68. Schweinefleisch: Schweine fette 78-83, sonstige 67-76; Gemüle, inländisches: Kartoffeln, Daberiche 50 kg 3.75-4,00; weiße Kaiserfronen 3.50-3,75; Magnum bonum 3,75-4.00; Woltmann 3,50-3,75; Porree, Schod 0,70-1,00; Sellerie, Gajod 3,50-6,00; Spinat 50 kg 6,00-15,00 Mohrrüben 2,00-3,00; Stohlrabi Schod 0,60-0,80; Birjingfohl Schod globi 50 kg 2,50-3.00; Stottoh, Schod 4,00-1000; Roitohl 50 kg 3,50 4,00-10,00; irfingfohl 50 kg 3,50-4,50; Weiglobl Schod 3,00-8,00, bis 4,00; Grünkohl 50 kg 3,00-500; obliüben chod 3,50-5,00; Teltower Weißfohl Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 3,00-10,00; Buimen to bl Erfurter, 100 St. 00,00-00,00. Noientohl 50 kg 15,00-22,00, Meer rettich Schod 5,00-12,00, Petersilienwurzel Schodbund 1,00-3,00; In einem fleinen Orte bei Nordhausen sollte eine bekannte Drts- Nadieschen Schodbund 0,00-0,00; Siebeln 50 kg 7,50-8,50; Stürbis 50 kg 6,00-7,00. Apfelsinen: italienische 50 kg 10,00-12,00, dito persönlichkeit, ein Reservebauptmann, im Felde gefallen fein. Das 200 tüd 9,00-11,00. 300 t. 10,00-11,00, Murcia 200 St. 15,00-18,00, Lokalblatt brachte emen herzlichen Nachruf, der allen Leuten bito 300 t. 15,00-18,00, Mesfina 160 St. 11,00-12,00, 200 t. 10,00 bis überaus wohl gefiel und sogar das uneingeschränkte Lob des Ge- 11,00, 300 t. 10,00-11,00. fallenen" fand. Aus einem Lazarett erhielt nämlich die Redaktion folgende anerkennende Zuſchrift: Tiefbewegt habe ich soeben den mir gewidmeten Nachruf geleien. Nun weiß ich doch wenigstens, was ich im Leben wert gewesen bin. Hauptmann X. 9. 3, zurzeit verwundet." Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Mittwochmittag: Ueberall ziemlich mild und vorwiegend bewölkt mit weit verbreiteten, im Westen und an der Küste meist ziemlich starken, im Südosten geringen Regenfällen.