Nr. 344.- 31. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m wöchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer Big. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Belt 10 Pg. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post Zeitungs. Preisliste. Unter Areuzband füte Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland & Mart pro Monat. Bostabonnements rehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Beträgt für die jechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 fg., fir politische und gewerkschaftliche Bereins und Versammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedrudte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Erbedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Donnerstag, den 17. Dezember 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplat, Nr. 151 90-151 97. Englische Küstenpläße von deutschen Kriegsschiffen beschoffen Fortschritte der deutsch- österreichischen Offenfive in Polen. Eine Aktion der deutschen Flotte Die Meldung des Großen Hauptquartiers Organisation der LebensmittelAmtlich. Großes Hauptquartier, den gegen die englische Küste. 16. Dezember 1914, vormittags.( W. T. B.) Im Westen versuchte der Gegner erneut versorgung. ,, Deutschland ist allen seinen Gegnern über infolge seiner cin zweifellos wichtiges Gebiet, nämlich um die Volfsernährung, und hier ist auch das scheinbar Nebensächliche von Bedeutung. gierung und der Deffentlichkeit unterbreitet worden, die daBerlin, 16. Dezember. Amtlich.( W. T. B.) Teile unserer Hochseestreitkräfte haben einen einen Vorstoß über Nieuport, der durch Feuer Tönen seit Ausbruch des Strieges vartiert. Aber in der Braris organisatorischen Tüchtigkeit." Dieser Spruch wird in allen Vorstoß nach der englischen Ostküste gemacht seiner Schiffe von See her unterstützt wurde. ſieht man doch manches hapern und es tauchen Widerstände und am 16. Dezember früh die beiden befestigten Das Feuer blieb gänzlich wirkungslos. Der auf, die nicht gerade erbaulich sind. Zwei Beispiele verdienen Küstenpläge Scarborough und Hartlepool be- Angriff wurde abgewiesen, 450 Franzosen wur- wohl hervorgehoben zu werden, denn es handelt sich dabei um schoffen. Ueber den weiteren Verlauf der den zu Gefangenen gemacht. Unternehmung können zurzeit noch keine Mit- Auf der übrigen Front ist nur die Er- Gleich zu Beginn des Krieges sind von dem Vorstand teilungen gemacht werden. stürmung einer vom Feinde seit vorgestern zäh unserer Partei und den Gewerkschaften Vorschläge der Negehaltenen Höhe westlich Sennheim erwähnens- rauf abzielen, die Ernährung der Bevölkerung sicher zu stellen. werf. Es wurde darauf hingewiesen, daß bei dem Fortfall der ZuVon der oftpreußischen Grenze ist nichts fuhr von Futtermitteln( wie Mais, Kleie, Futtergerſte, Delfuchen und andere) die Durchhaltung des Viehbestandes auf Neues zu melden. In Nordpolen verlaufen Schwierigkeiten stoßen kann. Zur Abhilfe wurde unter anderent unsere Angriffsbewegungen normal. Es wur- empfohlen, die Küchenabfälle in den Großstädtent zur Sanpeine. den mehrere starke Stützpunkte des Feindes ge- leuchtend, denn selbst dem Laten dürfte flat, sein, daß es sich nommen und dabei etwa dreifaufend Gefangene da um ungeheure Mengen von Nährstoffen handelt, Die ver gemacht und vier Maschinengewehre erbeutet. geudet werden. In normalen Zeiten mag das hingehen, zuIn Südpolen gewannen unsere dorf im Ver- mal immerhin einige Schwierigteiten zu überwinden sind. Das Einsammeln und die Verarbeitung der Abfälle verurein mit den Verbündeten kämpfenden Truppen fachen Stoften, und bei niedrigen Preisen der Futtermittel kann Boden. Oberste Heeresleitung. Der Chef des Admiralstabes. ( gez.): v. Pohl. * Amsterdam, 16. Dezember.( Privattele. gramm des„ Borwärts") Reuterbureau meldet: Am Morgen wurden die Behörden von Scarborough von einem bevorstehenden Angriff auf die Küste benachrichtigt. Die Verteidigung wurde sogleich sorgfältig vorbereitet, die Artillerie und Infanterie besesten ihre angewiesenen Posten. Als das Bombardement begann, lag dichter Nebel. Viele Frauen und Kinder find im Nachtgewand geflüchtet. Es er: plodierten ungefähr 50 Granaten. Zwei Kirchen wurden beschädigt und viele Dächer durchgeschlagen. Der Kriegsminister teilt mit, daß das Bombardement auf Scarborough und Whitby von einem kleinen Schiff durchgeführt wurde. * Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 16. Dezember.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart 16. Dezember mittags: majt zu verwenden. Der ein sich herausstellen, daß die Elle länger ist als der Kram". Aber in der Kriegszeit ist eben die Elle eine andere geworden und auch der Kram. Stellt man den Nährstoff der Abfälle zur Verfügung für das Vieh, so bleiben Feldfrüchte für menschliche Nahrung bereit, die sonst an das Vieh verfüttert werden müssen, und angesichts dessen stellt sich die Kostenfrage ganz anders dar. Bedeutungsvoller war der Angriff auf Hartlepool Es hat nun zwar etwas lange gedauert, aber immerhin Das Newcastler„ Evening Chronicle" meldet die Teilnahme In Galizien und Südpolen wird der zurück haben im Dezember die Minister für Landwirtschaft und des von drei Kreuzern, die sofort von vier Torpedojägern ange- gehende Feind auf der ganzen Front verfolgt. Bei Lisko, Innern in Preußen ein Rundschreiben an die Stadtverwal griffen wurden. Der Kommandant der Westforts von Hartle- Krosno, Jaslo und im Bialatale leisten starke russische Kräfte tungen gerichtet, in dem eine solche Verwertung der Abfälle pool gibt den Beginn des Abzuges auf 8 bis 9 Uhr an. Der Widerstand. Im Dunajestale drangen unsere Truppen gefordert wird. Es wird hier berechnet, daß diese pro Kopf " Lloyds" teilt mit, daß der angerichtete Schaden sehr ansehnlich fämpfend bis Zakliczyn vor, auch Bochnia ist wieder von uns und Jahr 12 Kilogramm Trockenfutter ergeben können, was bei einer Bevölferung der Städte in Preußen von 20,5 Milfei. Eine Granate foll einen Gasbehälter entzündet haben. Nach genommen. In Südpolen mußten die feindlichen Nachhuten lionen Menschen rund 2,5 Millionen Doppetzentner ausmacht, cinem Gerücht sind 9 Tote in der Stadt zu verzeichnen. Die Abtei Whitby ist teilweise vernichtet. Die Kreuzer ver- überall nach kurzem Kampfe vor den Verbündeten weichen. ein sicher nicht zu verachtendes Quantum.- Zu bedauern it, In den Karpathen haben die Russen die Vorrückung daß die Verordnung reichlich spät kommt. Es haben sich schwanden in nordöstlicher Richtung. im Latorczatale noch nicht aufgegeben. Im oberen Tale der nämlich bereits Zustände herausgestellt. die nicht erbaulich Nadwornaer- Bystrzyca wurde ein Angriff des Feindes zurück- sind. So wurde zum Beispiel aus Schlesien berichtet, daß dort Ferkel in großer Zahl auf den Märkten angebotent gewiesen. Die Besabung von Przemysl unternahm einen neuer- werden und unverkäuflich bleiben, weil die Landwirte und geZeiten die Tiere ist ein bekanntes englisches Seebad an der felfigen Nordsee- lichen großen Ausfall, bei dem sich ungarische Landwehr auftaufen, jezt davon absehen infolge des Futtermangels. Es füste. Es ist Station der Linie York- Whitby der North. durch Erstürmung eines Stüßpunktes mit Drahthindernissen dürfte also so tommen, daß ehe das Futter durch Verwertung Eastern- Bahn; die Hauptbeschäftigung der Einwohner ist auszeichnete. Wie gewöhnlich wurden Gefangene und er der Abfälle disponibel ist, die Ferkel fehlen, weil die Züchter Scarborough liegt in der Grafschaft York an der Ostküste Englands und hat ungefähr 40 000 Einwohner. Es Schiffahrt und Fischerei. Whitby ist eine ebenfalls in der Grafschaft York geLegene Safenstadt mit Seebad mit über 12 000 Einwohnern. Es enthält die Ruinen einer um das Jahr 650 gegründeten Abtei. In Whitby wird besonders Heringsfischerei getrieben. beutete Maschinengewehre in die Festung gebracht. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Generalmajor. -in der Hauptsache Seleinbauern sie schlachten werden. Immerhin besser später als nie. Indessen hat das Rundschreiben die Hausbesitzer auf die Beine gebracht. Die Drganisation dieser Herren in Berlin protestiert gegen den Plan. Grund: Sie befürchten, daß ihnen Kosten erwachsen werden. Allzugroß dürften diese Hartlepool liegt in der Grafschaft Durham, nördlich die Fortschritte vom Bortage. In den Bogesen wurde der Bahnhof nicht sein. Es handelt sich um die Zweiteilung des Mülls, der Mündung des Tees, am nördlichsten Bunkte der Teesbay. von Game Art of weite Entfernung heftig beschoffen. Im um die Sammlung des als Futter verwendbaren Materials Die Stadt hat ungefähr 25 000 Einwohner. Der Hafen ist Elsaß war die Artillerie des Feindes ſehr tätig. Außer in Stein- in besondere Gefäße, gesondert von Kehricht, Asche, Scherben sehr günstig gelegen und ist mit großen Docks und Schiffs- bach, wo ein Angriff der deutschen Infanterie Fuß und sonstigem Müll. Die Stosten für diese Gefäße und die werften verjeben. Etwa 4 Kilometer von Hartlepool entfernt faffen konnte, behaupteten wir überall die früheren Fort- etwas höheren Kosten der Abfuhr zu tragen, dagegen sträuben sich die Hausbesizer. liegt West- Hartlepool mit über 65 000 Einwohnern, schritte. Auch hier wird besonders Schiffsbau und Fischerei getrieben. Die französische Presse kritisiert militärische haben werden. Beide Orte sind auch Seebäder. Westlicher Kriegsschauplah. Französischer Tagesbericht. Maßnahmen. Man darf gespannt sein, ob die Herren damit Erfolg Das andere Beispiel: In der Stadtverordnetenversammlung in Schöneberg wird von unseren Genossen der sehr verParis, 15. Dezember.( W. T. B.) Die letzten Anordnungen der nünftige Vorschlag gemacht, die städtischen Rieselgüter und Regierung bezüglich der Einstellung der früher zurüdgestellten brachliegendes Gelände nugbar zu machen für den Anbau Mannschaften scheinen in Frankreich Widerspruch zu finden. von Frühgemüse. Das hat insofern Bedeutung, als Deutsch„ Guerre Sociale" veröffentlicht eine Zuschrift eines Majors, lands Gemüsebau bekanntlich sehr viel zu wünschen übrig in der erklärt wird, daß eine große Anzahl verspätet Ein läßt und die Zufuhr von Gemüse aus dem Auslande int 2 somit einen Ansteckungsherd für ganze Garnisonen bilde. Diese hoffen wäre was zu Baris, 15. Dezember.( W. B.) des Krieges 8 Uhr nachmittags. Zwischen dem Meer und der Lys nahmen die wa chien und infolge schwächlicher Konstitution der Ansteckung ist also die Steigerung des einheimischen Anbaues von Aber selbst, wenn Engländer ein Heines Gehölz westlich von Whtfchaete ein, durch Tuberkulose und ähnliche Krankheiten leicht ausgefeßt sei und gewaltiger Wichtigkeit. der Krieg bald beendet wird ist Wir behaupteten das gestern gewonnene Terrain tros eines starken Mannschaften, so fährt der Major fort, werden die Garnisonen es von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung, went Gegenangriffs des Feindes. Zwischen der belgischen Grenze und der nicht verlassen, sie werben niederbrechen, bevor die Ausbildung im Frühjahre, in der Zeit, wo die Preise anziehen, Somme ist nichts vorgefallen. Zwischen der Somme und den beendet ist, und werden die Spitäler anfüllen. Wäre es nicht die Stadtverwaltungen über erhebliche Mengen Gemüse verArgonnen zeitweilig aussehende Kanonaden von geringer Intenſität. besser, fie nicht einzustellen, da sie die Armee nicht stärken, fügen, die sie auf den Markt bringen können. Denn zweifellos werden auf dem Lebensmittelmarkt selbst nach Beendigung In den Argonnen machten wir einige Fortschritte und behaupteten sondern nur schwächen fönnen? des Krieges nicht alsbald normale Zustände eintreten, und es[ rufig verteilt würden. Die Schweizerische Depeschenagentur fügt| feinem Anferplaz infolge eines eds gesunken; ein fann nur von Vorteil sein, wenn die Stadtverwaltungen durch hinzu, im Bundeshaus sei noch keine diesbezügliche Mitteilung ein- Teil des Schiffes befindet sich noch an der Oberfläche des ihr Angebot auf die Preise einwirken können, um dem Waren- getroffen. Wassers, die ganze Mannschaft hat das Schiff verlassen fönnen. wucher entgegen zu wirken. Aber gerade das scheint manchen Vertretern der bürger- Times" fordert energischere Kriegsführung Wie die Bossische Zeitung" meldet, gibt die britische " lichen Parteien ein Greuel. Kein Wunder: wer auf das London, 15. Dezember.( W. T. B.) Der militärische Admiralität bekannt, daß„ Messudije" von dem englischen UnterseeSprüchlein vom freien Spiel der Kräfte" eingeschworen ist, mitarbeiter der Times" schreibt: Der Krieg fann nur mit boot ,, B 11" am Sonntag torpediert worden sei. Nach dieser Dardem behagt ein derartiges Eingreifen der Kommunen nicht. dem schließlichen Sieg der Verbündeten enden, da 250 Millionen stellung tauchte das englische Unterseeboot trotz der schweren StröGeradezu beschämend sind aber die Einwände, die gemacht Menschen unter sonst gleichen Bedingungen 115 Millionen schlagen mung unter fünf Minenketten, worauf es ein Torpedo gegen werden. Da wird behauptet, es fehle an Dünger, an ge- müssen. Wenn wir aber nicht die Ereignisse beschleunigen können, Messudije", die das Minenfeld bewachte, abfchoß. Obgleich„ B 11" schulten Arbeitskräften, man habe keinen vorbereiteten Boden fönnten die gebrachten Opfer den von den Besiegten eifrig beschossen und von Torpedobooten verfolgt wurde, gelang es zur Verfügung. Freilich, wenn man vor jedem Hindernis erreichbaren Kompensationen die Wage halten, ihm doch, wohlbehalten zurückzukehren. Es tauchte wiederholt unter zurückschreckt und nur nach Schema F wirtschaftet, ist nichts so daß wir aus dem Sieg teinen Nugen ziehen würden. Der und hielt sich einmal fogar neun Stunden unter Waffer. Als man zu machen. Aber Fachleute wissen sehr wohl, daß von den Engländern begangene Fehler ist hauptsächlich mangelhafte vom Unterseeboot aus das letzte Mal„ Messudije" beobachtete, war man heutzutage auch in kurzer Frist den Boden Vorbereitung. Diese Dinge müssen am Ende des Krieges untersucht das Achterschiff im Sinfen begriffen. Die Meffudije" ist 1874 für den Gemüsebau herrichten kann. Es ist eine werden, und wenn gewisse Leute das erhalten, was sie verdienen, gebaut und 1903 umgebaut; sie faßt 9250 Tonnen und hat eine Frage der Arbeit, die man darauf verwendet, und an werden sie gehängt. Bejagung von etwa 600 Mann. Arbeitskräften ist kein Mangel. Den Dünger können mit Wenn alle Ziele des Krieges erreicht werden sollen, fann Leichtigkeit die Rieselgüter liefern. Das Beispiel von Paris, uns das mehrere Jahre fosten. Wir können von unseren neuen in dessen Umgebung die gadous der Hauptstadt zu inten- Rekruten vor nächstem Februar feinen Gebrauch machen. In diesem fibstem Gemüsebau verwendet werden, dürfte nicht gar zu größten aller Striege fommen vier Monate nach Ausbruch 5 Mann schwer nachzuahmen sein. An geübten Arbeitskräften ist in England auf jeden Kämpfer an der Front, und solange wir dies allerdings kein Ueberfluß. Indessen besteht bei einheitlicher Verhältnis nicht umkehren können, vermögen wir den Krieg nicht Organisation der Vorteil, daß die Kenntnisse einer kleinen so träftig zu führen, wie wir sollten. Der Feldzug in Ost afrika war besonders armselig. Anzahl von Fachleuten ausgenügt werden können, um zahlreiche Arbeiter zu dirigieren, und so steht die Sache jedenfalls Es ist eine Enttäuschung, daß der Krieg gegen die deutschen nicht, daß man beim Gemüsebau auf qualifizierte Arbeiter afrikanischen Kolonien nicht besser geplant und raicher durch angewiesen wäre, sondern jeder im Feld- und Gartenbau geführt wurde. Der Verfasser glaubt, daß Frankreich nicht so tätige Arbeiter fann unter verständiger Leitung die Arbeit viel Soldaten in die Stampflinie brachte, als es tatsächlich befiszt, und führt das auf Mangel an Ausrüstungsgegenständen zurück. Die tussen wiederum seien infolge mangelhafter Verbindungen sehr im Nachteil. Die Verbündeten müßten mehr tun, als bisher und müßten es besser tun. verrichten. Wir haben diese beiden Beispiele herausgegriffen, weil sie charakteristisch sind für die Behandlung wichtiger Aufgaben. Mit Deklamationen ist wenig getan. Es gilt praktische Aufgaben praktisch zu lösen. Die Widerstände zeigen nur, daß Eigennutz bestimmter Gruppen und Mangel an Initiative, Scheu vor Neuerungen dem Interesse der Allgemeinheit sich in den Weg stellen und überwunden werden müssen. Gestlicher Kriegsschauplah. Der Kampf um Lowitsch. Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplatz. Neuer Einbruch der Russen in Ungarn. Budapest, 15. Dezember.( 2. U.) Kaum war das Zempliner Komitat von den Nussen gesäubert, als aus dem Bereger Komitat der Einbruch einer neuen russischen Abteilung gemeldet wurde. Der Einbruch erfolgte diesmal nicht über die galisische Grenze, sondern tamm des Berederpasses. Bei Zanylan und Jezerszallas wurde das durch die Komitate Marmaros und Ung sowie über den Gebirgsweitere Vorrüden der Nussen durch unsere Truppen aufgehalten. Der türkische Krieg. Meldung des türkischen Hauptquartiers. Konstantinopel, 16. Dezember.( W. Z. B.) Mitteilung aus dem Hauptquartier. Eine russische RavallerieMailand, 16. Dezember.( 2. 11.) Der Petersburger Stor- brigade verstärkt, durch ein Bataillon Infanterie, hat ant Starker Geschützdonner in Westflandern. refpondent des„ Corriere della Sera" berichtet, die Deutschen machen 13. d. Mts. ein von unserem rechten Flügel entfandtes Rotterdam, 15. Dezember.( W. T. B.) Nach einer Mel- heldenmütige Anstrengungen, um sich Lowitsch zu bemächtigen, das Detachement in einer wichtigen Stellung angegriffen, ist aber -An der Grenze des dung des ,, Nieuwe Rotterdamsche Courant" aus als Snotenpunkt von vier Eisenbahnlinien als Schlüssel zur Haupt- zurückgeworfen worden. Truppen die Dostburg scheinen beide Armeen wieder in eine heftige stadt des alten Königreichs Polen anzusehen ist. Die Einnahme Wilajets Wan haben unsere Dostburg scheinen beide Armeen wieder in eine heftige Warschaus würde von großem moralischem Einfluß auf die Be- Offensive ergriffen; bei Sarai haben sie einige Attion gekommen zu sein. Seit heute morgen verarschaus nimmt man wieder starten Geschütdonner in südwest- völkerung Bolens sein und schon aus diesem Grunde machen die feindliche Stützpunkte angegriffen und im Sturm genommen. Ruffen große Anstrengungen, dem Vordringen der Deutschen erfolg- Eine unserer Abteilungen in Aserheidschan ist in der licher Richtung. reich zu begegnen. Die Not in Lille. Der Seekrieg. Bulwark" durch Selbstentzündung gesunken. Richtung auf Selmas( Diliman) in Persien vorgegangen. Bei Seldos am füdlichen Ufer des Urmiafees hat türkische und persische Kavallerie ein Rosatenregiment gefchlagen, welches 40 Tote und viele Verwundete verlor. Der Feind wurde auf Urmia verfolgt, ein russisches Dampfboot und die in Urmia befindlichen Munitionsvorräte geBasel, 16. Dezember.( W. T. B.) Nach den Basler Nach richten" hat die französische Stadt ille auf Anregung des deutschen Kommandanten die Hilfe des fchweizerischen Bundespräsidenten angerufen. In einem vom 28. November datierten Schreiben gedenkt der Bürgermeister des 1870 den Bürgern Straßburgs erwiesenen Wohlwollens London, 19. Dezember.( W. T. B.) Die Admiralität nommen und zerstört. Einzelheiten folgen. Persische und schildert sodann die traurige Lage der feit dem hat angezeigt, daß die Kommission, die den Untergang des Stämme fämpfen mit Begeisterung Schulter an 10. Oktober von aller Verbindung mit der Außenwelt abgeschnittenen Schlachtschiffes„ Bulwark" zu untersuchen hatte, zu dem Schluß Schulter mit uns gegen den Jahrhunderte alten Feind; Stadt Lille, deren Lebensmittel um so schneller erschöpft gekommen ist, daß die Explosion auf Selbstentzündung wir wissen von heldenhaften Taten aus diesem Stampfe. waren, als sie zahlreichen militärischen Requifitionen hätten genügen der an Bord befindlichen Munition zurückzuführen ist. Es Anschluß eines Kurdenführers an die müssen, auch die Zufuhr amerikanischen Stornes wegen der liegen keinerlei Anzeichen dafür vor, die die Annahme stüzen Besetzung des Düntirchener Hafens durch französische und würden, daß die Explosion durch Verrat an Bord des Schiffes englische Truppen abgeschnitten ſei. Der Bürgermeister Wie die Abend Roustantinopel, 15. Dezember.( W. T. B.) oder infolge einer Aktion des Feindes entstanden ist. bittet den Bundespräsidenten, der Zivilbevölkerung zu blätter erfahren, ist der persische Kurdenführer Ilhani, den die helfen, fie mit Nahrungsmitteln zu versorgen, vielleicht dadurch, Altes türkisches Linienschiff gesunken. Russen seit langem zu gewinnen trachteten, nach dem Einzuge der daß er sich an die produzierenden Länder wende. Die deutsche türkischen Truppen in Saudschbulat mit seinem ganzen Stamme, uns Regierung sei bereit, alle nötigen Garantien zu geben, daß Konstantinopel, 16. Dezember. Meldung der Agence Otto- gefähr zehntausend Mann, zur osmanischen Armee übergegangen, gelieferte Waren ausschließlich unter die bürgerliche Bevöllelmane. Das alte Linienschiff„ Messudije" ist auf um gegen die Russen zu kämpfen. auflum In Flandern. Türken. Große Requisitionen erfolgten für die Truppen, besonders an Brot,| find. Nach der Ansicht der Genossenschaftsleiter sind weitere VorFleisch und anderen Nahrungsmitteln. Aber Gent brauchte eine räte vorhanden, aber von Spekulanten frühzeitig aufgekauft Kontribution nicht aufzubringen. Das Verhältnis zwischen der worden, so daß die Preise sehr in die Höhe getrieben werden Gent, 8. Dezember 1914. Bevölkerung und dem Militär ist mir von den verschiedensten können. Zu den Produkten, die sehr knapp geworden sind, gehört auch das Salz, für das heute als Höchstpreis 20 Cent.( 18 Pf.) Während vor einigen Wochen ausschließlich Heeresmassen durch Gentern als durchaus gut bezeichnet worden. Zu einem sehr wesentlichen Teil ist das einem Manne, dem pro Kilo festgesezt wurden, ein Betrag, der hier hoch erscheint, da Flandern zogen und als Verkehrsmittel für Zivilisten lediglich das Automobil in Betracht kam, fährt jetzt von Brüssel nach Gent wieder glänzenden Organisator Eduard Anseele, dem leitenden Belgien jonit erheblich niedrigere Salzpreise hat als Deutschland. die Eisenbahn nach einem genauen Fahrplan. Allerdings wird da- Kopf der großen Genter Genossenschaft„ Vooruit" zu danken, der Auf einige allgemeine Gebrauchsartitel hat die Stadtverwaltung mit nur den allerdringendsten Bedürfnissen Genüge getan. Die auch seit Jahren an der Verwaltung der Stadt als Schöffe, d. h. Abgaben legen müssen, weil sie sonst außerstande sein würde, ihre brennendste Frage für Belgien ist im Augenblick, wie für die Wolfs- etwa zweiter Bürgermeister, hervorragend Anteil hat. Anseele Aufgaben zu erfüllen. Anseele hat sich jahrelang bemüht, für Auch auf der hat zum großen Teil die Verhandlungen mit den deutschen Befehls- Gent eine progressive Einkommensteuer durchzusehen. Die belgische massen die Ernährung sichergestellt werden soll. Fahrt durch Flandern sieht man häufig Trupps von arbeitslosen habern geführt, da er deutsch spricht. Er verstand es, all das zu Regierung hat den Plan vereitelt. Jetzt können die reichen EinMännern beisammenstehen. Aber selbst wenn die Leute verdienen beschaffen, was von der Stadt für die Truppen geliefert werden wohner nicht zu Gytrafteuern herangezogen werden, weil sie aus würden, wäre doch nicht sicher, daß sie genug Brot erhalten. Belgien mußte. Ihm verdankt die Bevölkerung, daß sie bisher nicht direkt dem Lande geflohen sind; die ärmeren find sämtlich zurückgeblieben. ist ein sehr fruchtbares Land. Durchaus falsch wäre die Annahme, Sunger zu leiden hatte. Die glatte Erfüllung der militärischen Nur einige tausend junger Leute gingen nach Holland oder Engwie ich auf land, weil sie befürchteten, daß sie zwangsweise zu deutschen daß das ganze Land durch den Krieg verheert worden wäre. Große Ansprüche hat wohl zur weiteren Folge gehabt, daß jebt der Stadttafe nur 50 000 Fr. monatlich Soldaten gemacht werden würden. Die große Genossenschaft hat dem Rathaus hörte Gebiete sind ganz verschont geblieben. Auf der 62 Kilometer langen Strede von Brüssel bis Gent sind nur zweimal Spuren vom Striege für die militärische Besaßung erwachsen. Um das Gemeinwesen also schwere Mühe, um ihrer Aufgabe gerecht werden zu können. su jehen. Die links von der Bahn liegende Stadt Termonde, die über die schwere Kriegszeit halbwegs glimpflich hinwegzubringen, Eine Verschärfung hat ihre Lage erfahren dadurch, daß sie mit wiederholt beschoffen wurde, ist nahezu zerstört. Ferner sind in dem ist Anseele unermüdlich fast Tag und Nacht tätig. Wenn er nicht einem Kostenaufwand von 2 Millionen Mart ein prachtvolles neues Dorfe Quatrecht, wo gekämpft wurde, wie eine Anzahl Gräber er- im Lande und außer Lande ist, um Nahrungsmittel zu beschaffen, Haus für alle ihre Bildungs- und Kunstbestrebungen erbaute, das fennen läßt, mehrere Häuser zerschossen und verbrannt. Ueberall wozu ihm die erforderliche Bewegungsfreiheit gewährt wird, dann am 15. August seinem Zived übergeben werden sollte; Einsind die Felder abgeerntet und zum Teil auch schon bestellt, da sitt er am Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer auf dem Rathause, ladungen dazu waren bereits an die Genossenschaften des Ausin dieser Gegend die Bevölkerung nicht geflohen war. Zuderrüben benn die Menge der zu lösenden Aufgaben ist groß. Die Genter landes verschickt und Jean Jaurès hatte eine der Eröffnungsreden zu halten versprochen. fönnen jetzt berladen werden, nachdem zahlreiche belgische Eisen- Arbeiter sind mehr als je feines Lobes voll. bahnwagen in deutschen Besitz gelangt find. An Gemüsen, Obst, Kartoffeln fehlt es denn auch nicht, ebenso ist Fleisch und Geflügel noch billiger als in Deutschland, trotz der großen Requisitionen für das deutsche Heer. Dagegen fehlt es sehr an Getreide in den vielen Landgemeinen mit Industriebevölkerung, besonders aber in Gent. Gent im Kriege. G. N. Die Genter Gewerkschaften find leistungsfähiger als die in den meisten anderen belgischen Städten. Den Vergleich mit den deutschen Gewerkschaften vermögen sie jedoch bei weitem nicht auszuhalten. Die Mitgliederbeiträge sind niedriger und jede deutsche Gent, 9. Dezember 1914. Industriestadt von der Größe Gents hat auch eine größere Zahl Auf dem Freitagsmarkt in Gent steht das eindrucksvolle von organisierten Arbeitern. Immerhin leisten die Gewerkschaften Zu neuer Blüte war diese uralte, in längst vergangener Zeit Denkmal des Jakob van Artevelde, der ein genialer und kraft- jetzt Beträchtliches zur Linderung der Not. Sie zahlen gegenwärtig reiche und mächtige Stadt wieder in den letzten Jahrzehnten ge- boller Vorfämpfer des Genter Bürgertums um die Mitte des an die arbeitslosen Mitglieder 6 Fr. pro Woche und 3 Fr. zahlt die langt. Nur ganz wenige Städte befißen solch wunderbare alte 14. Jahrhunderts war. Auf diesem Plaze erhebt sich auch ein Stadt dazu. Auch jeder unorganisierte Arbeitslose erhält aus der Bauten, die von vergangener Macht und Pracht zeugen. Gewaltige stattlicher, wenn auch etwas überladener Bau mit der Inschrift Stadtkasse wöchentlich 3 Fr. Den ganz Mittellofen gibt die Stadt Dome, noch heute Wahrzeichen für den kraftvollen Sinn ihrer Er- Ons Huis", das heißt: unser Heim, das Geschäftshaus der täglich einen Liter Suppe und ein Stüd Brot. Bei NotstandsErdarbeiten für einen neuen Hafen werden 4000 bauer, ragen dicht beieinander empor. Von stolzem Bürgerjinn großen Konsum- und Produktivgenossenschaft für Gent, in dem arbeiten gibt das mächtige Rathaus Stunde, dessen äußerer Schmud jedoch auch die Bureaus der Genter Gewerkschaften untergebracht find. Mann von der Stadt beschäftigt; sie verdienen wöchentlich 12 bis nicht vollendet wurde. Auf unermeßlichen Reichtum, der früher Wenn die proletarische Bevölkerung von Gent ohne Hungersnot 14 Fr. Als in Gent die Frage auftauchte, ob die Arbeiter zum geherrscht hat, deuten riesige Handelshäuser hin. Noch aus dem bis jetzt über die Kriegszeit hinweggekommen ist, so dankt sie das 12. und 13. Jahrhundert stammende architektonische Brachtstücke den von ihr selbst geschaffenen Organisationen und den Männern, Zeichen des Protestes gegen die deutsche Besetzung die Arbeit ruhen laffen sollten, rieten die Gewerkschaftsführer sehr dringend bon sind da. Mit einem reichen Bürgertum wetteiferten flandrische die an ihrer Spise stehen. Der äußere Eindruck von Gent ist der einer wohlhabenden dieser heroischen Geste ab. Wer Arbeit hat, geht seiner Beschäfti. Fürsten als Bauherren. Eines der imposantesten Denkmäler mittelalterlicher Schloßbaukunst ist die mächtige Burg der Grafen Stadt. 3war fehlt es nicht an gutfituierten und auch reichen gung nach. In den großen Flachsspinnereien wird wöchentlich von Flandern. Jebt ist Gent eine moderne Industriestadt geworden Beuten, aber die Masse der Bevölkerung besteht doch aus Arbeitern, 25 Stunden gearbeitet; die Unternehmer bezahlen 36 Stunden. mit zahlreichen Flachs- und Baumwollspinnereien, Webereien, Ma- die erst in hartem Ringen aus früher unerträglichen Verhältnissen Die Produkte gehen nach Deutschland. Die Zeitung Vooruit", die nach der Besetzung von Gent durch schinenfabriken und berühmt sind auch die großen Handels- etwas emporgekommen sind. Um die Lebensmittelversorgung der gärtnereien. Die Stadt zählt 170 000 Einwohner, in den Vororten Stadt hat sich der„ Vooruit" und sein hervorragendster Leiter die deutschen Truppen unter Zensur erscheinen konnte, war, wie Anseele außerordentliche Verdienste erworben. Die Fleischpreise in Deutschland mitgeteilt worden ist, fürzlich verboten worden. iwohnen etwa 50 000 Menschen. Reges Leben herrscht in Gent, ganz wie in Friedenszeiten. find, berglichen mit denen in Deutschland, nicht sehr hoch. Das Nach zehntägiger Dauer ist das Verbot wieder aufgehoben worden. Man fann fast glauben, in einer großen norddeutschen Stadt zu Kilo Koteletten foftet 2,20 Fr., ein Stilo Sped 1,80 Fr. Sehr Die Verhandlungen mit dem Zensor führt einer der Redakteure, sein. Sträftige blonde Menschen, flachshaarige Stinder erfüllen die empfindlich ist die Knappheit an Getreide und Mehl. In letter ber auch 10 Jahre lang in Deutschland tätig war und infolge Straßen, dazwischen Soldaten, die häufig sich mit den Einwohnern Zeit ist amerikanisches Getreide durch Vermittelung des Gesandten seiner genauen Kenntnis der deutschen Sprache es versteht, aufunterhalten, da die Verständigung für jeden, der plattdeutsch spricht, der Vereinigten Staaten über Holland eingeführt worden, nach tauchende Schwierigkeiten zu überwinden, so daß man hofft, sehr leicht ist. Von allen größeren belgischen Städten hat Gent dem England sein Einverständnis gegeben hatte. Aber der Vorrat weiteren Verboten vorbeugen zu fönnen. burch den Krieg am wenigsten gelitten, wenn auch naturgemäß die ist nicht groß. Von der Stadtverwaltung ist deshalb der Bevölke= Bevölkerung sehr schweren wirtschaftlichen Schäden ausgesetzt ist. rung die Brotration vorgeschrieben worden. Pro Kopf und Tag In und dicht bei Gent wurde nicht gefämpft. Die Stadt erfuhr also gibt es nur ein halbes Pfund. Die Stadt gibt Brotmarken aus, beinerlei Beschädigung, auch lag sie nicht auf dem direkten Wege, für die dann in den Geschäften das zulässige Quantum getauft den die deutschen Truppen nach dem Heere nahmen. Freilich werden kann. Die Knappheit der Portion wird um so härter waren die durchmarschierenden Kolonnen immerhin recht zahlreich.| empfunden, weil Erbsen, Bohnen usw. ebenfalls schwer zu haben lernen. Die führenden Männer in Gent sind davon überzeugt, daß die von ihnen geleiteten Institutionen durch den Krieg nicht nur einen dauernden Schaden nicht erleiden, sondern an Kraft und Macht gewinnen werden, weil alle Bevölkerungskreise den hohen G. N. Wert dieser Einrichtungen in der Zeit der größten Not schäzen Ein englisches Urteil über den heiligen ihrer Organiſation anzunehmen, deren Einführung unter den ob- nationale Komitee des Roten Kreuzes in Genf mit Beziehung auf Krieg". waltenden Umständen mit dem Zusammenwirken der anderen Par- deutsche Kriegsgefangene im Auslande wenden, teien für gut befunden werden sollte. Das nationale Programm müssen zur schnelleren Erledigung ihres Gesuches durchaus Sie müssen die Gefuche sehr leserlich auf Briefpapier von Amsterdam, 16. Dezember.( Privattelegramm schließt die Ausführung der Maßregeln ein, die durch die Abstim- folgendes beachten: des„ Vorwärts".) Lord Cromer sagt in einem Brief mungen im Parlament am 23. November beschlossen worden sind, großem Format( laufmännisches Format) schreiben. Der Umschlag an die„ Times": Es wird keinen Kenner des Orients ver- nämlich die Verteidigung des Landes und möglichst bald großem Format( laufmännisches Format) schreiben. Der Umschlag Rotes Kreuz( Croix Rouge), Agence des Prisonniers wundern, daß die Verkündigung des„ heiligen Krieges" miß- stattfindende Wahlen. Ohne die Verteidigung der Kolonien muß einfach die Adresse tragen: de Guerre, Genf( Schweiz). glückte, da der Einfluß des Sultans als Kalif seit den außer acht zu lassen, ist die Regierung entschloffen, zu kämpfen, um Konstantinopeler Ereignissen in den letzten Jahren sehr ge- dem Vaterlande die Garantie der Unabhängigkeit zu erwerben, wenn sunken sei, besonders da der Kalif sich mit den Ungläubigen sie überzeugt ist, daß die Zukunft des Vaterlandes auf dem Spiele verband. In bezug auf Aegypten sagt Cromer, daß der Ein- steht. fluß des Khedive gering ist und der Krieg einzig die völlige Loslösung Aegyptens von der Türkei bewirken könne. Kanada und der Krieg. London, 16. Dezember.( W. T. B.)„ Times" meldet aus To ronto: Der Führer der Liberalen, Sir Wilfried Laurier, hielt Der Krieg und die Kolonien. in Montreal eine Rede, in der er sagte, daß die Opposition die Kampf am Kongo und in Kamerun. Haltung der kanabischen Regierung zum europäischen Ariege unterstüte. Ueber die Monroedoktrin, sagte Laurier, die Doktrin könne nur in Washington ausgelegt werden. Wenn es Paris, 16. Dezember.( W. Z. B.) Kolonialminister Doumergue um die Existenz Kanadas ginge, würde er nicht wünschen, daß es hat dem„ Petit Parifien" die Lage am Kongo und in Kadurch die Monroedoftrin gerettet würde, sondern durch das merun auseinandergesezt. Danach operieren bort gleichzeitig drei fanabische Volt selbst. Im Falle eines deutschen Angriffes würde starke Kolonnen. Die erste, aus französischen und englischen Truppen er gern die Hilfe der Amerikaner annehmen, aber nie darum bitten bestehend, unter dem Befehl des englischen Generals Dobell, operierte Er wünsche vielmehr, daß die Stanadier sich auf sich selbst ver. längs der Küste und nahm Duala, Victoria und die Funkenstation ließen. Kamina in Togo ein. Die zweite Kolonne hatte das durch den Rongovertrag abgetretene Gebiet wiederzuerobern und dabei heftige Abwehr gegen die englische KonterbandeStämpfe zu bestehen, wurde aber von belgischen Truppen wirksam unterstützt. Die dritte Kolonne, englische und französische Truppen unter General Largeau, hat Rufferi eingenommen. Die Verbündeten haben ihre bisherigen Erfolge über die Deutschen erst nach schweren Kämpfen errungen. politik. Der Umschlag muß offen bleiben. Der Brief ist un frankiert abzusenden, und es ist für die Antwort teine Briefmarte, fein Rückschein und keine Antwortpoftfarte beizufügen. Die Briefe an das Rote Kreuz in Genf und von ihm find portofrei. Niemals find Postkarten zu Schreiben an das Rote Kreuz zu verwenden. Politische Uebersicht. Umgehung der Kartoffelhöchstpreise. Der Deutsche Kartoffelgroßhändlerverband( Siz Düsseldorf) hat folgenden Beschluß gefaßt:„ Die Bundesratsverordnung betreffend die Höchstpreise von Kartoffeln hat seit ihrem Bestehen eine Reihe ist än be hervorgerufen und zu umgehungen geführt, die es den Landwirten ermöglichen, höhere als die festgesetzten Höchstpreise zu erzielen. Es ist daher notwendig, daß Umgebungen entgegen gearbeitet wird. Ebenso ist aber erforderlich, daß die zuständigen Stellen die Verhältnisse unter Zuziehung der Vertreter des Startoffelhandels überprüfen und, falls sich die Vorschriften als undurchführbar erweisen, die Verordnung aufheben oder so ändern, daß sie der London, 16. Dezember.( W. Z. B.) Der Korrespondent der natürlichen Marktlage entspricht." Dieser Beschluß ist mit einer eingehenden Begründung dem Times" in Washington meldet: Das New Yorker Journal of Commerce" beklagt sich über die infolge der englischen Konter- Bundesrat zugestellt worden, der es sich hoffentlich angelegen sein bandepolitit entstehende entstehende Schwierigkeit, ununterbrochene läßt, für eine schleunige Beseitigung der Mißstände zu sorgen. " Eine neue Rede Salandras. Ueberfahrten für neutrale Schifie mit amerikanischem Fleisch und Die Kriegstagung des hessischen Landtags. anderen Lebensmitteln nach Rotterdam durchzusehen. Alle großen Der hessische Landtag trat am Mittwoch zusammen. Es ist ein Rom, 15. Dezember.( W. T. B.) Zum Schluß der Diskussion Fleis importeure seien durch die Zurückhaltung der über die Erklärung der Regierung im Senat legte Fleischsendungen getroffen und überschwemmten das Staats- außerordentlicher Landtag, der auf Grund eines zu beschließenden mit Protesten. Der Korrespondent schließt Notgefezes bis zu Ende des Jahres 1915 zusammenbleibt und die Senator Pedotti folgende Tagesordnung vor: Der Senat departement Bericht mit den folgenden Säßen: Die Frage Mandate, die im Herbst 1914 abgelaufen waren, bis dahin verhat die Erklärungen der Regierung zur Kenntnis genommen und seinen billigt fie; er erklärt seine Zustimmung zu der Erklärung der der Rüdwirtung unserer Handelspolitik auf die Bereinigten längert. rasche, sorgfältige Be= Das Präsidium des alten Landtags wurde wiedergewählt, Neutralität. Aber für den Fall, daß die Neutralität Staaten verlangt dringend eine ihrem 3wede nicht genügen sollte, war es das achtung, wenn nicht den deutschen Propagandisten eine wertvolle nur an Stelle eines Nationalliberalen wurde der Genosse Raab Recht der Regierung, für die vollständige Vor- Waffe in die Hände gespielt werden soll. Der Kongreß steht uns zum Schriftführer gewählt, so daß jetzt auch Sozialdemokraten in bereitung von Armee und Marine vorzuforgen. aufhörlich unter dem Drude der Kupfer- und Fleisch Gegensatz zu früher im Präsidium vertreten sind. Heute tönnen wir versichern, daß Armee und Marine mit ent- interessenten sowie von Fabrikanten von Wolle, Gummi, schlossenem Mut und fester Treue für alle Opfer bereit sind. Wenn Metallwaren und anderen Waren, die unser Embargo auf die Auses nötig ist, wird das Vaterland alles bis zum letzten Groschen und fuhr von Gummi, Wolle und anderen Nohmaterialien nach den Verlegten Mann hergeben.( Beifall.) einigten Staaten mit beträchtlicher Unannehmlichkeit bedroht. Diese Rubelosigkeit beginnt sich in Artikeln der Presse über unsere extreme Konterbandepolitik wiederzuspiegeln. Hierauf erklärte Ministerpräsident Salandra unter gespannter Aufmerksamkeit des Hauses, daß die einmütige oder beinahe ein mütige Zustimmung der Redner für ihn eine große Stärkung bedeute. Trotz der verschiedenartigen Auslegungen, welche die Re gierungserklärungen erfahren hätten, seien fie doch sehr klar. Er fage, wie jener alte franzöfifche Dichter: Wo der Buchstabe flar ist, ist ein dunkler Kommentar wertlos. Salandra fuhr fort: Wir wissen wohl, daß in Italien und im Auslande das Wort der Regierung mit patriotischer Besorgnis und mit Borurteilen verschiedenster Art erwartet worden ist. Es trat aber fein Ereignis ein, das unsere Haltung ändern konnte. Wir wissen, daß unsere Ber antwortlichkeit sehr groß ist, weil man uns völlige Handlungsfreiheit In Kriegsgefangenschaft. Während sonst die Eröffnung des Landtags im Schlosse stattfand, wurde sie diesmal vom Staatsminister in der Kammer vorgenommen. In seiner Rede wies der Staatsminister auf die unbeschreibliche Todesverachtung hin, mit der hessische Reaußerordentlich große Opfer gebracht hätten. gimenter Das Land sei mit ganz Deutschland politisch geschlossen. Um den inneren Frieden zu wahren, habe die Regierung eine Gesetzesvorlage vorgelegt, wonach die Wahlen zum Landtag und den Ges Genosse Dr. Dtto Bauer, Redakteur des„ Kampf" und meindevertretungen bis nach dem Kriege verschoben werden. Sekretär der deutschen sozialdemokratischen Fraktion des öfter- Die Vornahme der Wahlen erscheine im hohen Grade bedenklich, reichischen Reichsrats, der als Reserveoffizier in den Krieg weil die im Wahlkampf unvermeidlich hervortretenden Gegensäge zog, ist in russische Gefangenschaft geraten. Wie die Wiener im Ausland Zweifel an unserer innerlichen Festigkeit erweden könnten, Arbeiterzeitung" schreibt, ist ihm in Anerkennung tapferen Die Regierung werde weiter eine Vorlage bezüglich der Abänderung Verhaltens vor dem Feinde das Militärverdienstkreuz dritter des Finanzgefeges für 1914 vorlegen, wonach bis jetzt vorSelasse mit der Kriegsdekoration" verliehen worden. " Die Todesurteile von Casablanca aufgehoben. Auf privatem Wege find der Kölnischen Volkszeitung" Nache richten zugegangen, wonach das gegen drei deutsche Ansiedler in Maroffo ausgesprochene Todesurteil in Gefängnisstrafe von je zwei Jahren umgewandelt worden ist. Ueber die Begründung Dieses Urteils ist nichts bekannt. gewährt. Wenn es ein Glüd war, daß wir uns unter den gegenwärtigen Umständen an der Regierung befinden, so hoffen wir, daß es dies ist nicht für uns, die wir nichts find, sondern für das Vaterland, das alles ist!( Lebhafte Beifa Tsrufe.). Wir stehen an unferem Blage mit dem tiefen Gefühl für die hohen Pflichten, die uns die völlige Handlungsfreiheit, die uns gelassen wird, auferlegt. Tatsächlich bedeutet Ihr Vertrauen die Handlungsfreiheit. Was werden wir tun? Der Senator di San Martino hat uns Die deutsche Regierung hat die völlige Aufhebung dieses Urteils darüber in feiner Rede die Formel aufgestellt: Wir werden nur verlangt und sie wird sich, wie der„ Berliner Lokalanzeiger" mit italienische Bolitit treiben! Dhne den Wert der Nationen, oder der teilen fann, von den angedrohten schärfsten Repreffalien durch Gruppen der Nationen, die gegenwärtig kämpfen, herabzulegen, hat eine bloße Umwandlung der Todes- in Freiheitsstrafe nicht abbringen Italien in seiner Bergangenheit so großen Ruhm erworben, hat so laffen. biel für Zivilisation getan und hat fo viel Intergefehene Ausgaben von Schazanweisungen innerhalb der bereits bewilligten Kredite unbeschränkt statthaft sein sollen. Weiter foll eine Vorlage zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit in allen Landesteilen und eine Aenderung des Enteignungsgefeßes vor gelegt werden. Dem Hoftheater zu Darmstadt soll ein staatlicher Zuschuß in Höhe von 100 000 M. zur Deckung für den durch den Strieg entstandenen Fehlbetrag gewährt werden. Der Präsident der Ersten Kammer brachte ein Hoch auf den im Felde weilenden Großherzog, der Präsident der Zweiten Stammer auf die im Felde stehenden Truppen aus. Die Sozialdemokraten hatten sich bei dem Hoch schweigend erhoben. Um Schlusse gedachte der Präsident des gefallenen Abgeordneten Dr. Borheimer, auf dessen Platz ein Lorbeerkranz lag. Todesstrafe auf Brandstiftung. Der stellvertretende kommandierende General von Roehl effen die allgemeine Bibiliai felbit, baß die Aufgabe der Russisch- chinesische Verständigung wegen erläßt in den Samburger Blättern folgenden Simveis: eſſen und Ansprüche für sich sind. Heute hat wir daß Senator nun Molmenti der Mongolei. Russische Maßnahmen gegen deutsches Eigentum. Regierung sich erschöpft in der Bewahrung des Namens und der Zukunft unferes Landes.( Sehr lebhafter Betfall.) Frankfurt a. M., 16. Dezember.( W. T. B.) Die„ Frankfurter Barzelotti hat einige Vermutungen über den Verlauf des Zeitung" meldet aus Petersburg vom 13.: Berichte aus Kiachta Krieges angestellt. An uns ist es nicht, dazu unsere Zustimmung besagen, daß China und Rußland übereinkamen, die zu geben, daß mit philofophischer, geschichtlicher und geographischer Mongolei als autonomes and unter der Suzeränität Phantasie gearbeitet wird, weil ein möglicher Jrrtum nicht von uns, China 8 anzuerkennen. sondern von dem Lande bezahlt werden muß. Wir müssen den Ercigniffen vom Standpunkt Italiens aus folgen und danach unsere Handlungsweise bestimmen. Die Senatoren haben einstimmig, und unter ihnen der frühere Minister des Aeußern Canevaro, Amsterdam, 16. Dezember 1914.( Privattelegramm der durch sein einstiges Amt zu seinem Urteil vorzüglich befähigt ist, bersichert, richtig vorgegangen des Vorwärts".) Aus Petersburg meldet die" Times": gemeint, wir hätten unfere Neutralität nach zwedentsprechenden Berhandlungen zufolge einer Nachricht der„ Nowoje Wremja" müssen die Deutschen Aber wenn wir unsere Neutralität verschachert und Desterreicher ihre russischen Besitzungen binnen sechs Monaten hätten, so hätten wir sie auch entehrt.( Lebhafter Beifall.) Der verkaufen. Andernfalls würden sie öffentlich feilgeboten und, falls Senat hat von der Regierung feine weiteren Erklärungen verlangt, folcher Verkauf nicht gelingt, durch Bauernbanken enteignet werden. und Maragliano hat gesagt: Wir brauchen kein Wort weiter. Das Programm ist: Schweigen und handeln. Danach werde ich mich richten. Die Regierung wird in dem Augenblid, wo die Geſchide des zandes ihr anvertraut sind, nach ihrem Gewissen handeln, und sie bedarf des vollen und bedingungslosen Ber trauens des Landes durch Vermittelung der Volksvertretung. Wie es die Regierung bereits von der Stammer erhalten hat, erwarte nationale Rote Kreuz in Genf ist der Sache nachgegangen und fonnte ich es heute auch vom Senat. Ich bitte die Senatoren, welche Tages- feststellen, daß die Meldung des Lolalanzeigers" total erfunden ist. ordnungen eingebracht haben, fich zu einigen auf die Tagesordnung Das Genfer Rote Kreuz hat der Nordd. Allgem. Ztg." awei Briefe Bedotti, welche in einer flaren und einfachen Form die Erklärungen übermittelt, die inhaltlich übereinstimmen und deren einer lautet: Der Regierung vorbehaltlos billigt.( Sehr lebhafter, andauernder Beifall.) erklären sollen. Die von Salandra angenommene Tagesordnung Bebotti wurde einstimmig angenommen und das Ergebnis der Abstimmung mit sehr lebhaftem und langanhaltendem Beifall begrüßt. Hierauf vertagte fich das Haus. Beginn der französischen Kammerarbeiten. Paris, 16. Dezember.( W. T. B.) Der Budgetausschuß ber stammer trat am Dienstag zusammen. Der Deputierte Biou erklärte, niemand denke daran, das heilige Wert der Nationalberteidigung durch Parteihader zu stören; die Oppositionsparteien feien gewillt, die Regierung in jeder Weise zu unterstützen. Eine Erklärung der portugiesischen Regierung. Lissabon, 15. Dezember.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Aufgedeckter Schwindel. Der Berliner Lokalanzeiger" hatte die Nachricht verbreitet. deutsche Kriegsgefangene in Frankreich würden gezwungen, an ihre Angehörigen um Uebersendung größerer Geldbeträge zu schreiben, die dann von den Franzosen unterschlagen würden. Das Inter" Pau, le 18. Novembre 1914. An den Vertreter des französischen Roten Kreuzes. „ Ich habe Veranlassung darauf hinzuweisen, daß auf das Verbrechen der Brandstiftung nach§ 4 des Einführungsgesetzes zum Reichsstrafgesetzbuch und§ 8 des Gesetzes über den Belagerungszustand nach Erklärung des Striegszustandes verschärfte Strafbestimmungen in Anwendung kommen, nach denen dieses Verbrechen unter Umständen mit dem Tode zu bestrafen ist. Vorstehende Warnung ersuche ich ergebenst gefälligst öffentlich bekannt zu machen und zwar dort, wo russische und polnische Arbeiter zu verfehren pflegen, auch in diesen Sprachen." Deportation des früheren finnischen Landtagspräsidenten. Der langjährige finnische Landtagspräsident Swinhufwud, Mitglied der jungfinnischen Partei, ist auf Befehl des finnischen Finnland ausgewiesen und nach dem Gouvernement Tomst( Sibirien) Generalgouverneurs Se yn für die Dauer des Kriegszustandes aus deportiert worden. Dieser Tage traf Swinhufwud unter Militärestorte in Petersburg ein und wurde vorläufig im Untersuchungsgefängnis interniert. teilt Letzte Nachrichten. Der englische Admiralitätsbericht. London, 16. Dezember.( W. T. B.) Die Admiralität mit: Gine wichtige deutsche Flottenbe wegung fand heute früh in der Nordsee statt. Scare Hartlepool wurden beschossen. borough und Unsere Flottillen find an verschiedenen Punkten in Kämpfen verwidelt. Die Aktivu. wird fortgesetzt. Der türkische Tagesbericht. Konstantinopel, 16. Dezember.( W. T. B.) Amtlich. Die unterzeichneten Kriegsgefangenen in Bau haben von einem Artikel des Berliner Lokalanzeiger" vom 29. Oktober, Abendausgabe. Kenntnis genommen, worin der Vorwurf erhoben wird, deutsche Kriegsgefangene feien von französischer Seite gezwungen worden, größere Geldbeträge von ihren Verwandten Die Kämpfe, die seit mehreren Tagen an der Ostgrenze des zu erbitten, welche in feinem Verhältnis zu den Bedürfnissen stehen. Es ist in Bau fein solcher Fall bekannt. Die Geldiendungen sind, soweit bekannt, ordnungsgemäß eingetroffen und werden den Empfängern in wöchentlichen Raten ausgezahlt. Lechern, Vizefeldwebel der Landwehr, 8. Komp. Inf.- Reg. Nr. 16. Richard Schild, Unteroffizier der Reserve, 7. Komp. Inf. Reg. Nr. 53. Ludwig Stier, Unteroffizier der Reserve, Feldart.- Reg. Nr. 21, 5. Batterie." Kriegsbekanntmachungen. Wilajeds Wan andauerten, haben zu unsern gunsten geendet. Die Stellung bei Sarai, die vom Feinde erbittert verteidigt wurde, ist nach einer umfassenden Bewegung unseren Truppen in die Hände gefallen. Der Feind zieht sich in der Richtung auf Rotbur zurück, verfolgt von unserer Ravalleric. Unsere Truppen sind in Sarai eingezogen. Ein englischer Kreuzer hat vergeblich einen unserer Wachttürme zwischen Jaffa und Gaza beschossen. Der russische Kreuzer Askold" hat zwei kleine Schiffe vor Beirut in den Grund gebohrt. Der Verlust des alten Rajernenschiffes Messudije" ist nach einer end" In einer Regierungserklärung führte Ministerpräsi Zur Auskunfterteilung über deutsche Kriegsgefangene. gültigen Untersuchung entweder der Berührung mit einer abAmtlich. Berlin, 16. Dezember.( W. T. B.) Perfonen, getriebenen Mine oder einem gegen dieses Schiff geschleudent Coutinho aus: Um die Abwesenheit aller Parteiabfichten hervorzuheben, ist die Regierung jederzeit bereit, jebe Aenderung in welche sich wegen Ermittelungen, Auskünften uff. an das Interderten Torpedo zuzuschreiben. SCHILLER SCHILLER SCHILLER HEINE HEIME HEINE HEINE REUTER REUTER REUTER GOETHE GOETHE 46 GOETHE Goethes/ Schillers 710 46 10 Heines/ Reuters Werte In je drei geschmackvollen Bänden ist das enthalten, was unsere großen Dichter und Denker an Unvergänglichem und Wertvollem geschaffen haben, und diese unversiegbare Quelle geistiger Erquickung, Erhebung und Bildung sollte in keiner Arbeiterwohnung fehlen. 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Füsilier- Regimenter Nr. 5, 11, 13, 16, 24, 32, 35, 37, 40, 42, 49, 54, 55, 58, 65, 67, 71, 72, 73, 76, 79, 80, 85, 95, 112, 113, 114, 115, 128, 132, 136, 138, 140, 141, 145, 147, 152, 153, 154, 163, 164, 165; Reserve- InfanterieRegimenter Nr. 8, 12, 16, 17, 20, 22, 23, 31, 32, 34, 35, 40, 53, 71, 72, 73, 88, 92, 116, 118, 202, 203, 204, 205, 206, 207, 208, 211, 235; Landwehr- Infanterie- Regimenter Nr. 4, 9, 12, 13, 22, 24, 31, 35, 36, 51, 76, 118; Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 8, 41; Landjturm- Bataillone Goldap, Gruppe, Jauer, Kreuzburg, Neiße, Neustrelitz, Osterode II; Jäger- Bataillon Nr. 10; Reserve- JägerBataillon Nr. 4. Donnerstag, 17. Dezember 1914. [ urlaubt worden waren, da sie jetzt zur Erfüllung ihrer aftiven Meist stehen die Vertreter einer bestimmten Zunft nebenDienstpflicht herangezogen worden sind, und die Angehörigen dieser einander. Zum Beispiel die Schlächter, die ihre Stände in Kategorie teinen Anspruch auf Familienunterstützung haben. einer Gruppe aufbauen. Dann die Gemüse- und Obstfrauen, Nicht in Betracht kommen ferner die Familien derjenigen Mann- die Fischhändler, der Kolonialwarenkrämer, der Rauchwarenschaften, die als Freiwillige gemäß§ 98 Ziffer 1 in Verbindung verkäufer, die Brotgeschäfte, die Frauen mit Butter, Giern und mit§ 24 der Wehrordnung zur Einstellung gelangen. Ebenso wenig fönnen die Angehörigen derjenigen Kriegsfreiwilligen, die Stäse, und gewöhnlich finden sich noch Zünfte weiterer Art ein, das 17. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, berücksichtigt werden. wie Böttcher, Geschirrhändler, Gärtner usw. Bald erscheinen Dagegen sind auch den Angehörigen derjenigen Kriegsfreiwilligen, auch die ersten Käuferinnen oder Stäufer, Hausfrauen, die außerhalb jeden Militärverhältnisses wie die als dauernd Köchinnen, Diener, auf manchen Märkten auch Soldatenuntauglich Ausgemusterten- stehen und sich im wehrpflichtigen burschen mit ihrer Gnädigen, sie alle kommen um zu sehen, Alter befinden, Familienunterstüßungen zu gewähren. 5. Gemäß§ 10 find die Unterstüßungsbeträge in balbmonat- zu bekritteln und zuletzt zu kaufen. Böse Zungen behaupten, lichen Raten, also am 1. und 16. jeden Monats vorauszubezahlen. daß auch Frauen von Hausbesigern da taufen. An Bublifum Fällt der Diensteintritt bzw. Sinmarsch(§ 10 Abs. 3 a. a. O.) in fehlt es jedenfalls nicht. Jede Frau hat so ihr bestimmtes die Zeit zwischen die Fälligkeitstermine, so ist die Unterstübung Prinzip und wohl auch ihre bestimmten Lieferanten. erstmalig vom Tage des Eintrittes oder des Abmarsches bis zum nächsten Fälligkeitstermin zu zahlen. Der Monat ist zu 30 Tagen Kürassier- Reg. Nr. 3; Drag.- Reg. Nr. 5, 17, 24; Ref.- Drag.- zu berechnen. Reg. Nr. 8; Hus.- Reg. Nr 1.. Felbartillerie- Regimenter Nr. 14, 21, 26, 34, 35, 38; Res.- Feldartillerie- Regimenter Nr. 3, 22; Landw..Feldart.- Abt. des I. und XIV. Armeekorps. I. Nr. 27. Fußart.- Reg. Nr. 7; Res.- Fußart.- Reg. Nr. 1. Pion.- Regimenter Nr. 19, 31; Pion.- Bataillone: II. Garde ( siehe Pion.- Reg. Nr. 31), II. Nr. 2, Nr. 6, 7, I. Nr. 11, II. Nr. 16, Eisenbahn- Baukomp. Nr. 26; Fernsprech- Abt. des XV. Armee. San.- Komp. Nr. 1 des V., Nr. 2 des XIV., Nr. 2 des XVII., Nr. 1 des XVIII. Armeekorps; Feldlazarett Nr. 10 des Garde= forps, Nr. 8 des XI. Armeekorps; Res.- Feldlazarett Nr. 31. Etappen- Fuhrparkfolonne Nr. 1 des Gardekorps. forps. * * Die bayerische Verlustliste Nr. 121 meldet Verluste des 1., 3., 4., 5., 6., 8., 9., 11., 12., 13., 14., 15., 16., 19., 20. Inf. Reg.; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 2, 10, 11, 12, 13; Rej- Jäger- Bataillone Nr. 1, 2; Ers.- Inf.- Reg. Nr. 1; Landw. Inf. Reg. Nr. 15; 1. Fußart.Reg.; 2. Pion. Eat., Speyer; 3. Pion.- Bat., Ingolstadt; Res- Pion: Kompagnien Nr. 1, 6; Fernspr.- Abt. Nr. 3; Res.- Fernspr.- Abt. 6; 2. Landw.- Pion.- Komp.; Schwerer Festungs- Scheinwerferzug Nr. 39; Festungsluftschiffer- Truppe Nr. 1. Die sächsische Verlustliste Nr. 76 veröffentlicht Verluste des Brig. Ers.- Bat. Nr. 63; Leib- Gren.- Reg. Nr. 100, Dresden; Gren.- Ref.- Reg. Nr. 100; Gren.- Landw.- Reg. Nr. 100; Landw. Inf-- Reg. Nr. 102; 7. Inf.- Reg. Nr. 106; 10. Inf.- Reg. Nr. 134; Ref.- Inf. Regimenter Nr. 241, 242, 245; 1. Jäger- Bat. Nr. 12; Ref.- Jäger- Bat. Nr. 12; I. Pion.- Bat. Nr. 22, Riesa; II. Bion.Bat. Nr. 22, Riesa. Auf Grund anderweiter Berechnung bereits gezahlte Familienunterstüßungen können nicht zurückgefordert oder bei künftigen Zahlungen in Abzug gebracht werden. Manche gehen erst einige Male um den Markt herum, um zu vergleichen. Bieder andere kaufen erst in der legten Stunde, weil es da billiger sein soll. Allmählich hat sich der Martt start belebt, der Strom bon Menschen schiebt sich nur langsam durch die engen Gänge. 6. Für die Mitglieder der nach§§ 6 und 7 a. a. D. ge- Elegante Damen erscheinen und beguden sich die Waren sehr bildeten Kommissionen find Gebühren für ihre Tätigkeit im Geseze gründlich durch die Lorgnette. Das Mädchen mit dem weißen nicht vorgesehen; der Gesetzgeber ist vielmehr davon ausgegangen, Häubchen steht dabei und wartet mit Tasche und Netz, um daß die Mitglieder dieser Kommissionen ihre Tätigkeit ehren- nach perfektem Kaufe die Gegenstände einzuheimsen. Daneben amtlich ausüben. Sollten die Mitglieder troßdem Gebühren besteht eine arme Frau in der Schürze, die ebenfalls lange anspruchen, so haben über die Frage, ob überhaupt und in welcher prüft, ehe sie in die Tasche greift nach ihren spärlichen Münzen. Höhe Gebühren zu zahlen sind, die Lieferungsverbände, denen Immer stärker schwillt das Stimmengewirr an, es wird aus. diese Kosten zur Last fallen, zu entscheiden. P 7. Was die im Ausland zurückgebliebenen Familien von in den gerufen, gefeilscht, gelacht und gezänkt. Das lektere sehr Dienst eingetretenen Mannschaften anlangt, so find die deutschen häufig. Mensch, haste Töne", schreit ein vollblütiger SchlächterVertretungsbehörden im Ausland, soweit es mit Rücksicht auf die, friegerischen Ereignisse möglich war, angewiesen worden, die im meister seinem Kollegen zu und schwingt einen Rappen Fleisch Ausland zurückgebliebenen Familien nach Maßgabe des Bedürf- wütend durch die Luft; sollte man det nich so' ner Nebelniffes, auch unter Ueberschreitung der Mindeſtſäße des Gelees, frähe um de Tolle hauen, det et man so sprizen tät, läßt mirsch erscht abschneiden und dann will ses nich!" au unterſtüßen.( Vergl. Runderlaß vom 22. September 1914 Nebenan ist eine Eierhändlerin mit einer jungen Frau V. 3818 Kehren diese Familien später nach Deutschland zurück, so ift der Lieferungsverband, innerhalb dessen der neue erste Aufenthalte- susammengeraten, und wenn man entscheiden sollte, wem von ort liegt, zur Zahlung der Unterstützung verpflichtet. beiden im Schimpfen die Palme gebührte, man fäme in Ver 8. Es wird darauf hingewiesen, daß auch denjenigen Ehe legenheit. Sie sind beide Meisterinnen in dieser Kunst. Wie frauen Unterstützung zu bewilligen ist, die von ihrem getrennt zwei Hähne stehen sie sich gegenüber, mit glutroten Stöpfen. lebenden Ehemann in Friedenszeiten die ihnen zustehenden Unter- Wann Se denken, Sie können mir für dumm verhaltungsbeiträge nicht erhalten haben; denn die Aussicht, diese koofen... während des Krieges zu erlangen, hat sich verschlechtert. Wie bei„ Na, mir schon lange nich, da müssen Se früher uffder Unterstübung der unehelichen Kinder, deren Vater in den Sie Ste Kriegsbient eingetreten ist, wird auch hier das Feststehen der Unterhaltungspflicht allein- ohne ihre bisherige tatsächliche Gr füllung in Friedenszeiten- als ausreichende Boraussetzung für den Unterstügungsanspruch anzusehen sein. stehen Jawoll, Sie, Sie, Sie denken, Sie können vor mir die leensten Eier raussuchen, und mit die jroßen machen Sie Staat..., da, sehen Se sich mal die Dingerchen an," die junge Frau zeigt einige Eier den Umstehenden ,,, folche Taubense de falsche Adresse..." Preußische Ausführungsvorschriften zum Stimmungen des vierten Abſages des§ 10 bes Geſetzes, betreffend eier will ſe mir in de Tasche schieben, da kommt se aber an Familienunterstützungsgesetz. Der preußische Minister des Innern hat zwecks Behebung bon Zweifeln und zwecks Beseitigung einer Reihe von gejewidrigen Benachteiligungen der Familien von Kriegsteil nehmern Ausführungsvorschriften erlassen, die im letzten Ministerialblatt veröffentlicht worden sind. Diese Vorschriften haben in einer Reihe von Fällen berechtigte Beschwerden abgestellt. So sind im Kreis Oberbarnim an eine Reihe Frauen, denen nur für ein oder zwei Kinder die Unterstüßung gezahlt, für die übrigen abgelehnt wurde( auf Grund der Ziffer 10 Abjat 2), Nachzahlungen erfolgt. Infolgedessen hat ein Gesuch um Bewilligung des Armenrechts zur Einflagung der zu Unrecht nicht gezahlten Beträge gegen den Streis und den Landrat zurückgezogen werden können. Die ministeriellen Anordnungen geben wir nachstehend wegen ihrer Wichtigkeit im Wortlaut wieder. Sie lauten: 9. Einzelne Spezialfälle geben mir Beranlassung, auf die Be Die Unterstützung von Familien in den Dienst eingetretener Mannschaften, vom 28. Februar 1888/4. August 1914 hinzuweisen, woLegen Sie doch größere, wenn Se fönnen!" schreit nach die Unterstüßungen dadurch nicht unterbrochen werden, daß die in den Dienst Gingetretenen als trant oder verwundet geit die Verkäuferin und entreißt unter dem schallenden Gelächter weilig in die Heimat beurlaubt worden sind. Handelt es sich um der übrigen Händler ihrer Partnerin die so gekennzeichneten Ariegsteilnehmer, die nicht wieder felbdienftfähig geworden find, jo unterliegt es teinem Bedenken, die Familienunterstüßungen im Falle des Bedürfnisses so lange weiterzahlen zu lassen, bis sie in den Genuß einer Militärrente treten, d. h. bis zu dem Zeitpuntte, zu welchem sie den ersten Betrag der Militärrente tatsächlich abheben. In gleicher Weise sind auch den Hinterbliebenen der im Kriege gebliebenen oder infolge einer Verwundung oder Kriegsdienstbeschädigung verstorbenen Personen die Kriegsfamilienunterstüßungen gemäß dem Schlußsage des§ 10 a. a. D. folange weiter zu gewähren, bis die Bewilligungen auf Grund des MilitärHinterbliebenengesebes tatsächlich zur Bebung gelangen. Bei einer verspäteten Zahlung der Militärbezüge ift von einer Rückforderung der Familienunterstüßungen abzusehen.( Runderlag vom 20. Oftober 1914 V. 4426-) Eier. Auch am Obststand gibt es Krach. Der Verkäufer hat aus den schönen, rotbackigen Aepfeln nach vorn eine verlockende Mauer aufgebaut, während hinten die kleinen und grünen liegen. PP Ich wer Ihnen die schönen aussuchen' s Pfund forn Groschen und die andern häng' ich mir an'n Weihnachtsboom, jawoll!" lärmt er und wirft eine Handvoll Aepfel wieder von der Wage herab. Nehmen Sie die Aepfel durcheinander, weiter verlange ich ja nichts, halb und halb, das ist doch nur recht und billig," beharrt die Käuferin. ,, Ach wat, halb und halb, ick nehm' se, wie se liegen und damit basta." 10. Schließlich wird noch ausdrücklich darauf aufmerksam ge" Drehen wir die Bude um, dann sind wir bald einig," 1. Die Familien derjenigen Mannschaften, die im Herbst dieses macht, daß eine wohlwollende und nicht etwa nach den GrundJahres ihre zwei- bzw. dreijährige Dienstpflicht vollendet haben fäßen der Armenpflege erfolgende Prüfung der Bedürftigkeitsfrage ruft ein Wizbold dazwischen. und nicht entlassen worden sind, erhalten vom 1. Oftober 1914 bei der Gewährung der Familienunterstübungen geboten ist und Aber nicht überall besteht Feindschaft, sehr oft findet man ab Familienunterstützungen. es namentlich feinem Bedenken unterliegt, die Unterstügungen auch rührende Beispiele von gutem und langjährigem Eine 2. Gemäß§ 1 des Gesetzes vom 28. Februar 1888 in der auch dann zu bewilligen, wenn arbeitsfähige Angehörige infolge vernehmen zwischen Kundschaft und Verkäufern. Das ist ein Fassung des Gesetzes vom 4. August 1914 sollen Unterstübungen augenblicklicher Arbeitslosigkeit in eine vorübergehende Notlage erhalten die Familien der Mannschaften der Reserve usw., sobald geraten find. Bon den Angehörigen der vor dem Feinde stehenden altes rungeliges Weiblein mit einem kleinen Tisch. Sie hat und ihre Diese Mannschaften bei einer Mobilmachung usw. in den Dienst Familienväter wird alles fernzuhalten sein, was nieberbrüdende hausgemachte Wurst, Butter, Eier und Honig Die faufen nur von ihr. Seit vielen Empfindungen in ihnen auszulösen geeignet ist. Dazu zählt die festen Abnehmer. die Jahren. Und nicht nur nackte Kaufgeschäfte spielen sich hier in einzelnen Fällen bekannt gewordene Verweisung an ab, nein, sie erhalten einen familiären Einschlag durch die öffentliche Armenpflege, die nicht gebilligt werden kann. Fragen nach den persönlichen Verhältnissen. Na, Mutter Kezin, wie geht's?" eintreten. Erst in " O mein, wie's alten Leuten geht, das Reißen meld't wieder." bestimmt." Diesen in den Dienst eingetretenen Mannschaften sind die jenigen des Beurlaubtenstandes gleichzustellen, die zum Heeres dienst einberufen worden sind, infolge der kriegerischen Ereignisse Die Unterstüßungen sind gemäß den§§ 5 und 6 des Gefeßes aber nicht mehr in der Lage waren, in die Heimat zurückzukehren, einheitliche Leistungen für die einzelnen Familien und können sofern den Lieferungsverbänden( durch Briefe usw.) glaubhaft nicht wahlweise für die Ehefrauen oder die Kinder bewilligt gemacht wird, daß sie als Kriegsgefangene im feindlichen Ausland werden. Ist die Unterstützungsbedürftigkeit einmal anerkannt, so als zurüdgehalten werden. den Kindern gewährt werden. So, so, und was machen die Buben?" 8. Gemäß§ 4 a. a. O. ist zur Unterstüßung derjenige Liefe- müssen wenigftens die Mindeſtfäbe sowohl den Ehefrauen auch sich Im übrigen sind an die Familien der in den Kriegsdienst" Ja, der Jüngste hat gestern erst geschrieben, er war in rungsverband verpflichtet, innerhalb dessen der Unterstützungs bedürftige zur Zeit des Beginns des Unterstüßungsanspruchs seinen eingetretenen Arbeiter oder Lobnempfänger, welche in Reichs- und Galizien und hat einen Streifschuß, der Aelteste, der war zugewöhnlichen Aufenthalt hat. Dieser Lieferungsverband bleibt Staatsbetrieben dauernd beschäftigt waren, zunächst die Mindest- letzt in Arras, wo er jetzt ist, weiß ich nicht." auch beim Wechsel des Aufenthaltsortes zur Zahlung der Unter- fäße der reichsgesetzlichen Unterstübungen zu zahlen. ,, Na, sie werden beide wiederkommen, Mutter Kegin, ganz stügungsbeiträge, auch soweit sie die Mindeftfäße übersteigen, ver zweiter Linie und nach Maßgabe des dann noch vorliegenden Bepflichtet. Für die Höhe der Unterstützungen find nicht die an dem dürfnisses sollen die Reiche oder staatlichen Arbeitgeberbeihilfen Und das Gesicht der Alten leuchtet auf bei diesen Troftneuen Aufenthaltsort üblichen Säße maßgebend; entscheidend ist gewährt werden.( Der Runderlag vom 20. August 1914 worten. vielmehr lediglich die Bedürftigkeit. Liegt diese in demselben V. 2945 ist hiernach auszulegen.) Immer aufs neue wechselt das Publikum. Umfange vor, so werden die von dem verpflichteten LieferungsWenn ein Teil mit bauchigen Taschen nach Hause hastet, berbande ursprünglich festgesetzten Unterstübungen in denselben tommen andere von dort, um Vorräte einzukaufen. Alles Beträgen weiter zu zahlen sein. Behufs Nachprüfung der Verhältnisse der Unterstüßungsberechtigten haben sich die verpflichte-| wird teurer, an jedem Markttag haben sie aufgeschlagen mit ten den Preisen." Ein einziger Seufzer ist es, der den Markt beherrscht. Wo das hinführen foll? fragen einzelne. Die anderen zuden mit der Schulter. Wer soll da antworten. Sorgenschwer steht manche Frau da und rechnet und gribelt. Und dann fauft sie Surrogate, wo sie früher die beste Ware gekauft hat. orte in Verbindung zu sehen. Zur Unterstüßung der Schifferfamilien ist derjenige Liefe rungsverband gehalten, innerhalb dessen der Ort liegt, an dem der Schiffer gemeldet ist und seine Steuern bezahlt. 3 besonderen Fällen, namentlich dann, wenn die kriegerischen Ereignisse es notwendig machen, daß Familien von in den Der Minister des Innern. Im Auftrage: v. Jarozky. Aus Groß- Berlin. Auf dem Wochenmarkt. " " Ist das Palmona auch gut?" frägt eine junge Fraut zweifelnd und tippt mit dem Finger auf eins der viereckigen Er hat grimmige Gegner, der Berliner Wochenmarkt, und und in eingetretenen Buflucht zu nehmen gezwungen sind, müssen, befizer und die Inhaber der einschlägigen Geschäfte find ihm Dienst eingetretenen Mannschaften ihre Heimstätte zu verlaffen mehr wie einmal ging es ihm hart ans Leben. Die Hausihres gewöhnlichen Aufenthaltsortes nicht gewährt werden kann, fpinnefeind, aber auf der anderen Seite erfreut er sich ebenso Paketchen. Ich habe so was noch nie gebraucht", fügt sie barberenahe die Lieferungsverbände des Zufluchtsortes für sie vorbehaltlich großer Beliebtheit- nämlich bei den Hausfrauen. Ihnen mit verlegenem Lächeln hinzu. Von nun an wird sie es die gefeßliche der Erstattungspflicht des Reiches eintreten. militärischer Anordnung eine Festung verlassen haben. infolge stattliches Amazonenkorps bilden sie, die Frauen des Haushalts, und gekämpft haben sie schon mit Suffragettenmut um Irgendwo muß gespart werden, in der Küche geht's am ehesten, denn in den Magen fann einem niemand sehen Die im Gefeße zugeficherten Wohltaten sollen den Familien ihren geliebten Martt auf der Straße. Und während große, denten so viele, sträflich unbesonnen, und überlegen nicht, wie solcher Mannschaften zuteil werden, die in den Dienst eintreten. mit schwerem Gelde erbaute Markthallen, wo die Verkäufer verfehrt ein solcher Grundsay ist. So rückt Stunde um Stunde Es ist hiernach ohne Bedeutung, ob die Mannschaften auf Grund und Käufer gegen die Unbilden der Witterung geschüßt wären, vorbei. Und dann packen die Händler wieder ein und nur die Einberufungsorder in anderen den Dienst eintreten. Da gemäß§ 20,2 der Wehrordnung alle Wehrpflichtigen, welche mußten, erfreuen sich die Wochenmärkte unter freiem Himmel ole eri weder dem Heere noch der Marine zuzurechnen find, vom 17. bis des regsten Zuspruchs. Wer ergründet die Rätsel einer aum vollendeten 45. Lebensjahre dem Landsturm angehören, so Frauenseele! Der Verkauf vollzieht sich in der Woche an zwei befind auch anspruchsberechtigt die Familien derjenigen Mannschaften, die noch nicht militärpflichtig sind oder noch keine endgültige stimmten Tagen. Frühmorgens( es gibt auch Abendmärkte) Entſcheidung über ihr Militärverhältnis erhalten haben, infolge kommen die Verkäufer, teils aus der weiteren Umgebung der Mobumathung oder des Aufrufs zum Landsturm aber ein Berlins, teils auch aus den nächsten Vororten, mit Pferd und Kriegsdienst eingezogen werden oder als Kriegsfreiwillige ein. Ernährungsfragen. Der Nationale Frauendienst" hat eine Abteilung für Konsumfragen eingerichtet, die sich die Ernährungsfrage bejonders angelegen sein läßt. Diese Abteilung beginnt eine treten. Dagegen würden die Angehörigen derjenigen Militär- Wagen. Bald haben sie ihren Stand aufgeschlagen, manche Aufklärungsarbeit auf dem Gebiete der haushälterischeit bflichtigen nicht berüdsichtigt werden fönnen, die bei der diés in Gestalt eines Zeltes, andere haben bloß einen Tisch oder Lebensführung bei allen Schichten der. Bevölkerung. In einer jährigen Friedensaushebung tauglich befunden und vorläufig belauch den nicht, und legen ihre Waren auf der Erde aus. Zuschrift heißt es u. a.: Nicht um die einzelne Hausfrau zum Tparen hit Geld' zu veranlassen— das versieht sich in der jetzigen Zeit bei den meisten Frauen von selbst—, sondern in erster Linie um sie auf den weisen Verbrauch derjenigen Volks- Nahrungsmittel aufmerksam zu machen, die bis zur nächsten Ernte für alle gleichmäßig ausreichen sollen. Jede Frau kann Mitarbeiterin an einer guten Volksgesundheit werden, wenn sie daS ihre dazu beiträgt, nichts zu vergeuden!-schenkt Beachtung den Merkblättern(im Einzelbezug erhältlich gegen Freikuvert beim Hauptbureau, Augsburger-Str. 61), den Vorträgen, den praktischen Vorführungen im Kochen, die in allernächster Zeit jede Hausfrau anwerben werden, ihre Pflicht während der Kriegszeit in vollstem Matze zu erfüllen. Als Ergänzung zuin Merkblatt erscheint bei Vicweg n. Sohn iir Braunschweig die„Ernährung in der Kriegs- zeit", zusammengestellt von Prof. Tr. Eltzbachcr, Frau Hedwig Hehl, Prof. Tr. Carl Tppcnheimer, Prof. Tr. Mar Pubner und Prof. Dr. Nathan Zuntz(im Einzelbezug 1ä Pf. und Porto, von 10 Stück an 10 Pf., von 50 Stück an 8 Pf- fiir jedes Heft). Außerdem gibt Hedwig Heyl ini Verlag von Carl Habel, Berlin, ein„Kleines K r i e g s k o ch b u ch" zum Preise von 25 Pf. heraus(von 10 Stück an 20 Pf., von 50 Stück an 16 Pf.). Die Schriften werden auch von allen Buchhandlungen geliefert. Ein zweiter Aufruf wendet sich an die Frauen mit dein Ersuchen, die Kiichenabfälle zu Futterzwecken an Molkerei- bescher und dergleichen zu geben. Tas wird aber Schwierigkeiten machen, solange in Berlin der ministeriellen Auffordc- rung an die Gemeinden, eine Zweiteilung der Kiichenabfälle zu organisieren, nicht entsprochen ist. Endlich wird im Hinblick aus das Weihnachtsfest gebeten, vorzusorgen und beim Verbrauch von Weizenmehl zu sparen. Die Bitte an die Hausfrauen geht dahin:„Noch nie mag ein so eindringliches Wort von draußen an Euch ergangen sein, noch nie die Allgemeinheit das Recht gehabt haben, Euch in dieser Zeit beeinflussen zu wollen, Ihr deutschen Hausfrauen. Aber dieses Jahr, das so Besonderes gebracht hat, fordert Besonderes, um des kommenden Jahres willein Es verlangt schon heute Vorsorge! Selbst in Festtagen, die sonst sorg- losen Freuden gelten, sorgt vor! Zu Festtagen gehören in althergebrachter Weise die Christstollen, der Napfkuchen, das Wcihnachtsgebäck. Zu all dein aber gehört Weizenmehl, und unser Vorrat an Weizenmehl muß in diesem Jahre, der ge- schlossenen Grenzen wegen, bis zur nächsten Ernte reichen. Es handelt sich nicht darum, daß gespart werden soll, daß kein Geld für Naschwerk ausgegeben werden soll, sparen tun alle die. die es tun müssen, von selbst: aber am Weizeninehl muß gespart werden, es ist zu kostbar im Hiichlick auf unser Brot, auf unser Bedürfnis an Mehl zur Zubereitung unseres Essens, als daß es weiterhin wie bisher zu Naschwerk in den: Maße beansprucht werden dürfte, wie wir eS. dank unserer Friedensjahre unbekümmert tun dursten. Wir sind nicht gewöhnt an solche Mahnungen, deshalb nehmt sie Euch doppelt zu Herzen."___ Aenderung des �ortbildungsschulunterrichts? Durch die Presse wurde dieser Tage folgender Bericht der- breitet: .Die militärische Vorbereitung der Jugend an den Fort- bildungsschulen wurde bei einer Besprechung zwischen den Ber- tretern der städtischen Behörden und den beteiligten Körperschaften erörtert. Lutzer mehreren Stadträten und Stadtverordneten sowie dem Gesamtdirektor de-5 Berliner Foribildungsschulwesens Dr. Grundscheid nahmen die Vertreter der Handelskammer, der Aeltesten der Kaufmannschaft und der Handwerlskammer zu Berlin an der Beratung teil. Nach längerer Erörterung wurde folgender Vorschlag des Vorsitzenden der Bcrltner Handwerks- kammer. Obermeister Rahardt, angenommen: Statt, wie bisher. sechs Stunden sollen künftighin vier Stunden theoretischer linier- rickt erteilt und vier Stunden für die militärischen Uebungen freigegeben>o erden, und zwar in der Weise, daß in den Fällen, wo�sechs Stunden nacheinander ge- geben wurden, die ersten vier Stunden auf die militärischen Üedungen und die übrigbleibenden zwei Stunden auf theoretischen Unterricht verwendet werden. Für die ausgefallenen vier Stunden geben die Lehrmeister an einem Wochenabend weitere zwei Stunden von(5—8 Uhr für theoretischen Unterricht frei. Außerdem sollen Sonntags Geländeübungen, Märsche usw., eventuell ein kleiner FeldgotteSdienst stattfinden. 47 Lehrer haben ihre Dienste für die militärische Jugendvorbereitung zur Verfügung gestellt, 2500 Handwerkslehrlinge haben sich unter anderen freiwillig zu den Uebungen gemeldet. In neu» Schulbezirkeu sind besondere Kompagnien gebildet worden. Der Berliner Jnnungsausschuß hat dieser Regelung bereits zugestimmt, und auch der Vorstand der Berliner Handwerkskammern erteilte ihr in seiner letzten Sitzung seine Zustimmung." Wir möchten hierzu bemerken: Der Unterrichtsplan für die Fort- bildungsschulen ist durch Gemeindebeschluß festgelegt und kann nicht ohne Inanspruchnahme der Gemeindebehörden geändert werden- Wir halten deshalb den Bericht auch nicht für zutreffend, weil die Fortbildungsschulen dem Schüler in seinem gewerblichen Fortkommen nützen und forthelfen sollen. Was außer der Schulzeit geschieht, ist eine Sache für sich und kann nur freiwilliger Natur sein. ES wäre aber dock notwendig, wenn sich die Leitung des FortbildungSschul- wesenS öffentlich zu diesem Bericht äußern würde. Borficht vor Erzählung von Heldengcschichten. .Vom Musketier zum Leutnant!" Unter hoch» klingenden Stichworteu laufen durch die deutsche Presse immer noch Schilderungen der Heldentaten eines Musketiers, der es zum Leutnant gebracht haben soll, obgleich der„gepriesene Held" schon seit vier» zehn Tagen alS Schwindler entlarvt hinter Schloß und Riegel sitzt. Otto Fricke, so heißt der„Held", angeblich der Sohn eines ehe- maligen ZollaufsehcrS in Krosscn, soll erst im Westen gelämpft und dann, durch einen Zufall bei einem Transport nach dein Osten ge- raten, dort ein Hauptheldenstück geleistet haben. Er rettete, wie eS heißt, bei Suwalli einen österreichischen General aus russischer Ge« fangenschaft, nahm dabei den Russen wichtige Papiere, die sie von dem General erbeutet hotten, wieder ab und hatte so einen erheb- lichen Anteil an dem Siege von Suwalli. Der„Held" wurde natür- lich von Hindenburg beglückwünscht, zum Feldwebel befördert, erhielt da? Eiserne Kreuz erster und zweiter Klaffe und ebenso die erste und zweite Klaffe der österreichischen Tapferkeitsmedaille. Dann kam er wieder nach dem Westen, wurde zum Kaiser befohlen, erzählte diesem seine Heldentaten„wie ein Sohn seinem Bater", und der Kaiser klvpste ihm aus die Schulter und sagte, daS hast Du brav gemacht, mein Junge. Fricke wurde dem Korpskommandanten überwiesen und erfuhr von ,hm, als er sich bei ihm meldete, daß er zum Leutnant befördert worden sei. Diese Heldentaten frischt jetzt das„Berliner Tageblatt" nach dem „Hannoverschen Kurier" wieder auf. obgleich alle Erzählungen FrickeS von UnWahrscheinlichkeiten wimmeln und obwohl der„Held" schon vor 14 Tagen als Schwindler öffentlich gekennzeichnet wurde. Der Musketier-Leutnant Otto Fricke ist der Sohn eines Zeitung?- Händlers und von Jugend auf ein Taugenichts, zweimal wegen Eigentumsverbrechen» bestraft und ehemaliger Kürsorgezögling. Jetzt ist er 23 Jahre alt. Wo er sich überall herumgetrieben und geschwindelt hat, weiß man noch nicht. Die letzten drei Wochen hielt er sich in Neukölln auf. bis er dort vor 14 Tagen entlarvt und festgenommen wurde. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Eröffnung der„Ausstellung für Berwuudeten- und Äraukeu- Fürsorge im Kriege". Heute mittag, pünktlich 12 Uhr, findet in der Kuppelhalle des Reichstagsgcbäudes vor geladenen Gästen die feierliche Eröffnung der„Ausstellung für Ver- mundeten- und Kranken-Fürsorge ini Kriege" statt.— Nach Schluß der nur kurzen Feier wird die Ausstellung dem Publikum zugänglich gemacht werden. An den folgenden Tagen wird sie bereits von 10 Uhr morgens an geöffnet sein. An jedem Spätnachmittage finden zwei Lichtbildervorstellungen statt. Ferner wird im Rahmen der Ausstellung im Haupt- sitzungssaalc des Reichstagsgebäudes eine Reihe von Vor- trägen hervorragender Fachleute stattfinden. Den ersten dieser Vorträge wird bereits am Eröffnungstage, abends 8'/« Uhr, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Rubner halten. Das Thema lautet:„Unser tägliches Brot. Eine Betrachtung in der Kriegszeit." Für den Besuch der Ausstellung ist der Preis von 50 Pf. festgesetzt worden. Diese Karte berechtigt auch zum Besuch der Lichtbildervorstellungen und des Vortrages. Außerdem werden Dauerkarten zum Preise vom 5 M. aus- gegeben. Alle Sonnabende gelten als Ausnahmetage, an denen der Besuch einschließlich der Lichtbildervorträge und des Vortrages nur 10 Pf. kostet. Warnung an die Hausfraue«! Die Deutsche GaS-Sparlichl-Zentrale bietet durch Agenten oder Reisende den Hausfrauen Leuchtgas- und KochgaS-Regulatoren zum Preise von 4,90 M- an. In dem Bertrag, der den Hausfrauen zur Unterschrift vorgelegt wird, heißt eS, daß die Anbringung probe- weise erfolgt und zwar für die Dauer von drei Monaten. Im Falle der Kündigung will die genannte Gejellschaft die Apparate unentgeltlich entfernen. Will der Käufer von dem Kauf der Apparate Abstand nehmen, so hat er mindestens einen Monat vor Ablauf der dreimonatlichen BenutzungSftist schriftlich zu kündigen. andernfalls er verpflichtet wird, die Apparate zu behalten. Die Hausfrauen lassen sich meist beschwatzen und sich diesen GaSspar- apparat anbringen, wobei sich dann herausstellt, daß von GaS- ersparnis gar nicht die Rede ist. Sie kündigen dann und zwar durch einfachen Brief. Wahrscheinlich kommen diese Kündigungen selten oder gar nicht in die Hände der Gesellschaft und es erfolgt darauf durch ihren juristischen Beistand Dr. Max Schröder die Auf- sorderung, die 4, SO M. zu zahlen und dazu 2,05 M. als Gebühren für den Anwalt._ Keine Weihnachtsbäume an die Front senden. Es gibt Leute, die unserem Transportwesen doch etwas gar zu viel zumuten. Um den Weihnachtsbaum zu ersetzen, hat die Industrie kleine Weihnachtsbäumchen hergestellt, die im Feldpostbrief verschickt werden können. Daß aber auch Leute wirkliche Weihnachtsbäume verschicken wollten, geht aus folgender Mahnung an das Publikum hervor, die durch das Wolfische Telegraphenbureau verbreitet wird:„Berlin, 16. Dezember. Wegen der ausgedehnten Transporte von Liebesgaben und Weihnachtspaketen ist es leider nicht an- gängig, auch noch Weihnachtsbäume in das Etappen- und Operationsgebiet mitzuführen." Die Mahnung ist begreiflich. Man wird sich freuen, wenn schon die Weihnachtspakete alle ankommen. Vom Schnellzuge getötet. Einen schrecklichen Tod hat der 45 Jahre alte Bahnwärter Her- mann Ladewig aus Karlshorst gefunden, der in der Nähe der Station in Dienst war. Als er in der Nacht zum Mitiwoch die Strecke kontrollierte, kehrte er nicht wieder zurück. Später fand man auf den Schienen den schrecklich verstümmelten Leichnam des Mannes. L. war unter den nacktS gegen t2 Uhr vorüberfabrenden D-Zug geraten und vollständig verstümmelt worden. Auf welche Weise sich der Unfall abgespielt hat, konnte nicht aufgeklärt werden. Selbstmord eines Zwölfjährigen. Wie wir gestern mitteilten, wurde auS der Spree die Leiche eines Knaben gelandet, dessen Kopf vollständig zerstückelt war. Durch die gerichtliche Untersuchung konnte festgestellt werden, daß diese Verletzungen wahrscheri'ltch von Dampserschrouben herrühren. Auch die Periönlichkeit des Knaben ist jetzt ermittelt worden. Es handelt sich nm den 12 jährigen Schüler Artur Reetz auS der Cuvrystr.. der Selbstmord veinbt haben soll, da er befiirchlete wegen einiger dummen Streiche wieder von seinem Pflegevater nach dem Waisen- Hause gebracht zu werden._ Auf der Straße vom Tode überrascht. In den gestrigen Abend- stunden fand ein Schutzmann auf dem Bassinplatz in Potsdam einen unbekannten Mann»n sterbendem Zustande vor. Ehe«in Arzt zur Stelle sein konnte, war der Mann schon tot. Ein Herzschlag scheint seinem Leben ein Ende gemacht zu haben. Ein Autounfall ereignete sich gestern vormittag an der Ecke der Haupt- lind Mühlenstraße. Der Lenker eines GeichäftSdreirad- automobilS wollte beim Umbiegen um die Ecke von der Hauptstraße einem entgegenkommenden Wagen ausweichen; bei der schlüpfrigen Beschaffenheit des StroßenpflasterS kam aber hierdurch der Wagen ins Schleudern; die Steuerung versagte und daS Auto fuhr direkt aus den Bürge, steig. Zum Glück für die Vorübergehenden prallte der Wagen gegen einen Laiernenpsahl, der total zertrümmert wurde; auch das Auto wurde stark beschädigt. Der Lenker erhielt schwere Rippenbrüchc usw. und wurde in das nahegelegene St. Norbert- Krankenhaus gebracht. Ein gefährlicher Kellerbraud beschäftigte die Feuerwehr in der Marienburger Str. 8. Dort standen mehrere Verschlüge in Flammen und bei der Ankunft der ersten Löschzüge war schon der Keller total verqualmt. Nur durch energisches Wasiergeben gelang eS, eine wertere Ausdehnung des Brandes zu verhüten. Das Mütter- und Kinderheim des„Bundes für Mutter- schütz", S ig maring er Str. 25, nimmt hilfsbedürftig werdende Mütter sowie Mütter mit ihrem Kinde auf. In der Auskunftsstelle wird täglich von 9 bis 1 Uhr, Dienstag und Freitag auch von 7 bis g Uhr abend» unentgeltlich Rat und Auskunft über Unterkunft, ärzt- lichen Beistand, Rechtsschutz. Vermittlung von Pflegestellen, Arbeits- Nachweis usw. erteilt._ Ter Wahre Jakob gelangt des Weihnach'.Sfestes wegen schon in dieser Woche zur AuS- gäbe. Bon Freitag früh an ist er bei allen Kolporteuren und Händlern zu haben. Auch die Abonnenten erhalten ihn Freitag. Die Susgabe an Händler erfolgt bereits in der Rächt von Donnerstag zu Freitag von 1 Uhr morgens ab. Weihnachtsfeier«. Tchöneberg. Der Gesangverein„Schöneberger Männerchor" ver» aniraltet gemeiniam mit dem grauenchor an, 13. Dezember eine Weih- nachtsfeier im Klubhaus, Hauptstr. 5. Da sich die Chore zu allen Ber- anstaltungen der Arbeiterschaft zur Bersügung stellen, find alle Ganges- freunde zu diesem Fest freundltchst eingeladen. Eintrittsgeld wird nicht er- hoben. Rowawes. Der Wahloercin und daS Geiverkschastskartell veran- stalten am Sonnlag, den 20. Dezember, nachmittags 4 Uhr, im Singcrlchen Saale, Pricfterstr. 31, eine Weihnachtsfeier. Nach Beendigung der Feier, die in einer Ansprache, Vokal- und Juflrumentalkonzert, Deklamationen usw. bestehen wird, erfolgt die Bescherung der Kinder verstorbener Mitglieder. Die Mittel zu der Bescherung wurden vom Lahloerein, von einzelnen Eewerkschastcu und Private» sowie durch Prioaliautmlungen ausgebracht. Das Gebrüder Herrnfeld-Theater bereitet für die Weihnacht-- feiertage ein vollständig neues Programm vor. außerdem finden an allen drei Weihnachtsfeiertagen Nachmittagsvorstellungen unter Mit- wnlung der Direktoren Amon»nd Donat Herrnseld'statt. Ms öer Partei. Ein PartcivcterVn gestorben. In Dortmund starb in hohem Alter von 71 Fahren der Genosse Martin Bürger. In Kastel wurde er gebore», doch Dortmund ist seine eigentliche Heimat geworden. Als er hier im Jahre 1867 zuzog und sich als Handwerksmeister selbständig machre, wurde gerade der ,Orl-verein deS Allgemeinen Deutschen Arbeilervereins gegründet. Gleich schloß er sich an und die alten Prolokolle aus den Jahren nach dem Feldzuge von 1870/71 zeugen von seiner temperamentvollen Werbetätigk««t. Sein Hauptverdienst um die Bewegung erwarb sich Bürger während der Sckreckensjahre der isozialisienverfolgung. Die Dortmunder Genoffen brachten alle die verbotenen Schriften und Zeitungen in einem städtischen Gebäude unter, wo sie am sichersten lagerten. Bürger aber leitete den Vertrieb. Zur bestimmten Stunde wurde ganz Dortmund und Umgegend mit dem„Sozialdemokrat" belegt, ohne daß jemals der eifrigen Polizei, die täglich Haussuchungen ab- hielt, es auch nur je gelungen wäre, die Verbreiter oder den Leiter des Vertriebs zu eihaschen. Bürger hatte die Werbetätigkeit längst jungen Kräften überlassen, aber der Sache, der er ein langes Leben lang gedient hat, ist er bis zum Tode treu geblieben. Zurückgenommener Strafautrag. Gegen den deraniworilichen Redalteur der Breslauer„Volks- wacht", Genossen Förster, schwebte noch eine Anklage wegen Be- leidigung der Polizei, begangen in einem Artikel über die Beschlag» nähme der roten Kranzschleifen bei der Beerdigung der Genossin Burgund. Vorige Woche sollte die Verbandlung sein, sie wurde aber aufgehoben und dem Angeschuldigten ging jetzt folgender Bc- scheid zu: Der Erste Staatsanwalt. In der Strafsache gegen den Redakteur Franz Förster auS Breslau wegen Veröffentlichung des Artikels„Polizeilich gestörter Leichenzug" in Nr. 69 der„Vollswacht" vom 23. März 1914 er- öffne ich Ihnen, daß der Herr Polizeipräsident mit Rücksicht auf die jetzt obwaltenden Verhältnisse den Straf- antrag unter dem 4. Dezember 1914 zurückgenommen hat. _ Holle. „Arbeiter-Jugend". AuS dem Inhalt der soeben erschienenen Rr. 26 deS sechsten Jahrgangs heben wir hervor: Weihnachten 1914. Von Jürgen Brand.— Vom Kampf um die GewerbeaufsichiSbeamten.— Das verzauberte Städtchen.(Schluß.)— Wie die Kanone entstand. (Mit Abbildungen.) Von Hans Bourquin.— Ein Grab am Wege. — Die Fremdwörlerjagd. Von Fritz ElSner.— Innere Kämpfe. Gedicht von Gideon Gum.— Wie wir mit Erfolg arbeiten. Bon Paul Meitzer usw._ Gewerkschaftliches. der Krieg, Sie Arbeitslosigkeit unö Sie öerliner Gewerkschaften. Nach einer Mitteilung des Magistrats, die wir am Dienstag veröffentlichten, hat die Stadt Berlin bis zum 29. November 1 432 077 M. Unterstützung an Arbeitslose ge- zahlt. Bekanntlich gewährt die Stadt zu den gewerkschaftlichen Arbeitslosenunterstützungen einen Zuschuß von 50 Proz. mit der Einschränkung, daß die gewerkschaftliche und die städtische Unterstützung zusammen nicht mehr als 12 M. betragen darf. Von der angegebenen, durch die Stadt ausgezahlten Gesamt- summe kommen auf diese Zuschüsse 506 189 M., während 925 888 M. auf die sticht gewerkschaftlich Organisierten ent- fallen. Diese Angaben des Magistrats erfahren eine be- achtenswerte Ergänzung durch eine Aufstellung der Berliner Gewerkschaftskommission, die sich auf denselben Zeitraum wie die Mitteilung des Magistrats bezieht. Die Ausstellung zeigt, was die der Gewerkschaftskommission angeschlossenen Organi- sationen vom 1. September bis 29. November an Arbeitslosen- Unterstützung in Groß-Berlin gezahlt haben, und dann berück- sichtigt sie das Gebiet der Stadtgemeindc Berlin für sich und stellt fiir dieses Gebiet die gewerkschaftlichen Unterstützungs- leistungen mit denen der Stadt in Vergleich.— Die von der Gewerkschaftskommission aufgestellte Tabelle ist folgende. Die Tabelle bestätigt die schon aus anderen Veröffent- lichungen bekannte Tatsache, daß die mit dem Kriegsbeginn eingetretene außergewöhnlich große Arbeitslosigkeit von Woche zu Woche zurückgegangen ist. Wenn die Tabelle, soweit sie sich auf das Stadtgebiet Berlin bezieht, in den ersten drei Wochen ein dem nicht entsprechendes Bild zeigt, so liegt das daran, daß nicht alle Gewerkschaften nach Kalenderwochen rechneten und deshalb erst von der vierten Woche an die Ab- rechnungen insgesamt nach Kalenderwochen erfolgten. Wenn auch die Arbeitslosenziffer erfreulicherweise ständig zurück- gegangen ist, so hatten doch die Gewerkschaften Groß-Berlins am 29. November noch rund 19 500 Arbeitslose. Dazu kommen noch die Arbeitslosen der anderen Organisationen. die allerdings nur einen kleinen Prozentsatz der Mitglieder- zahl der freien Gewerkschaften aufweisen, sowie die nicht organisierten Arbeitslosen, deren Zahl sehr erheblich sein muß. Sehen wir doch aus der Mitteilung des Magistrats, daß er an Nichtorganisierte fast doppelt soviel gezahlt hat als an die Organisierten. Hieraus folgt allerdings nicht, daß die Zahl der nicht organisierten Arbeitslosen fast doppelt so groß ist wie die Zahl der arbeitslosen Gewerkschaftsmitglieder, denn der städtische Zuschuß, welchen diese erhielten, war wohl in den meisten Fällen geringer als die Säße von 4 M. für Ledige und 5 M. für Verheiratete, welche diejenigen erhielten, die feine gewerkschaftliche Unterstützung bezogen. Man darf aber wohl annehmen, daß die Nichtorganisierten mindestens eine ebenso große Zahl Arbeitslose stellen wie die Gewerkschaften. Demnach würden wir in Groß- Berlin am 29. November wenigstens 50 000 Arbeitslose gehabt haben, und wenn die Bahl seitdem in demselben Verhältnis zurüdgegangen sein sollte wie vordem, so hätten wir jetzt noch 35 000 bis 40 000 Arbeitslose in Groß- Berlin. Das mag im Rahmen der heutigen Wirtschaftsordnung als ein nicht besonders ungünstiges Verhältnis gelten, aber für die Tausende, die unter der Arbeitslosigkeit leiden besonders sind es die Angehörigen der Holzindustrie, des Baugewerbes, der graphischen Berufe, der Lurusindustrien ist das kein Trost. Das Vorhandensein einer so großen Zahl von Arbeitslosen zu einer Zeit, wo viele Berufszweige infolge von Heeresarbeiten Hochfonjunktur haben, ist eine Mahnung an die Gesellschaft, die soziale Fürsorge, welche aus der Kriegsnot geboren wurde, nicht als eine vorübergehende Einrichtung zu betrachten, sondern sie zu einer dauernden Institution zu machen. 62 Pfennig Stundenlohn. anderen Berufen Beschäftigung gefunden hat, konnte der Vorstand 30 Stunden Mehrarbeit für zwei Marf mutet das die Aufhebung der Notstandsunterstützung für den 19. Dezember und die Auszahlung einer Weihnachtsunterstützung beschließen. Die Einzelheiten dieser Unterſtügung- die wir bereits in Str. 383 des Berliner Nachtwach Institut des Nachtwach- Institut GrundVorwärts" mitgeteilt haben wurden der Versammlung vom beiibervereins seinen Wächtern zu. Ein Wächter, der gestern vor dem Gewerbegericht eine angeBorsigenden Mietz vorgetragen und debattelos entgegengenommen. Deutsches Reich. Gewerkschaftlerfrauen. Ferner hatte die Versammlung eine Eriagwahl vorzunehmen messene Entschädigung für seine Mehrarbeit im Monat Nofür das dem Heere angehörende, zurzeit schwer verwundete Bor- vember forderte, bemaß seinen Anspruch auf 30 Stunden a 40 Pf. stands- und Beiratsmitglied Bischoff. Gewählt wurde Bail gleich 12 Mr. Die beflagte Firma wendete ein, der Kläger habe in den Beirat, Kaiser in den Vorstand und Mau als Ersatzmann schon im Oktober die Mehrarbeit geleistet, bei der damaligen Lohnzahlung aber keine Ansprüche gestellt, woraus sein Einverständnis zum Beirat anstelle des im Felde stehenden Kollegen Clajus. zu erkennen sei. Der Kläger dagegen behauptete, die Unzufriedenheit sei eine allgemeine gewesen. Dem Vorstand sei das auch nicht unbekannt geblieben. Er bildete dann eine Kommission. Diese habe sich schließlich mit der oben dargestellten Regelung einverstanden erklärt. Erst jezt habe er, der Kläger, geglaubt, für seine Wir berichteten bereits mehrfach über das wadere Verhalten Person vorgehen zu dürfen und habe das bei der Lohnzahlung im von Gewerkschaftlerfrauen, wie es aus Anlaß des gegenwärtigen November getan. Deshalb fordere er auch nur für diesen Monat. Weltkrieges zutage trat. Der„ torrefpondent für Deutschlands Buch Bezahlung der Ueberstunden. bruder" kann den schon festgestellten Fällen einen neuen hinzufügen. Das Gericht sprach dem Kläger durch Urteil den geforderten Gine einfichtsvolle Buchdruckerfrau hat in Breslau die ihr an- Betrag zu. Die Firma habe gewußt, daß die Wächter nicht eingewiesene Unterstützung aus Ortsvereinsmitteln dankend abgelehnt. verstanden waren und deshalb konnte die Vereinbarung auch nicht Dieses Schreiben gehört auch zu den Zeugnissen dieser Zeit, von als zustandegekommen angesehen werden. Die nächste Lohnzahlung denen man mit Hochachtung sprechen kann. Es lautet in der Haupt- war für den Kläger der geeignete Zeitpunkt, jeine Mehransprüche geltend zu machen. Die geforderte Bezahlung der Ueberstunden sei Auf Wunsch meines Mannes übersende ich mit herzlichem mit 12 Mt. als angemessen zu betrachten. Dank an den Verband die mir gütigft gewährte einmalige Unter- Bemerkt sei noch, daß der Kläger bei täglich zirka 12 Stunden tügung zurück. Nach genauer Prüfung unserer Verhältnisse sind Dienst nach über siebenjähriger Dienstzeit ganze 90 Mr. Gehalt wir zu der Ueberzeugung gelangt, daß es unter Umständen beim Monat bezog. dürftigere Kollegen gibt, und wäre es daher ein Un= recht, wenn diese hierdurch gefürzt wären. fache: Arbeitslosenunterstützung in Würzburg. Ausland. Gerichtszeitung. als Miete an ihn zahlen. Ein andermal erklärte er, er habe dafür gesorgt, daß die Frau keine Mietsunterstügung von der Stadt erhalte. Als die Frau dem fortwährenden Drängen, Gewerkschaftsjubiläum. Der Reichsverein der Buchdruderei den Laden dem Wirt zu überlassen, nicht nachgeben wollte, bilfs und Beitungsarbeiter Desterreichs feierte lub der Kläger sie zunächst zu einem„ Sühnetermin" nach dem fürzlich den 25 jährigen Bestand der ersten Organisation in diesem Amtsgericht. In dem Termin tam die Frau so gut wie gar Berufe. In welch zufriedenstellender Art die Organisation während nicht zu Bort. Wegen der Behandlung, die ihr im Termin ihres 20jährigen Bestandes sich entwickelt hat, davon geben die aus Anlaß dieses Jubiläums im Fachblatt genannten Zahlen deutlich zuteil wurde, hat sie Beschwerde eingelegt. Stunde. Im Jahre 1889, unmittelbar nach der Gründung, gehörten durch den Rechtsanwalt Wilhelm Walther Klage aufBald darauf strengte der Hauseigenütmer Abramowsky ihr 195 Mitglieder an, am Ende des Jahres 1918 wurden 2191 ge- Räumung des Friseurladens nebst Wohnung an. zählt. Die Einnahmen stiegen vom Jahre 1890, dem ersten vollen Infolge ihrer früheren Erfahrungen in dem Sühnetermin" bat die Vereinsjahr, von 1744 M. auf 45 619 M. im Jahre 1918. Und die Frau den Rechtsanwalt Dr. Siegfried Beinberg. Frau den Rechtsanwalt Dr. Siegfried Weinberg. Ausgaben, lediglich nur für Unterftligungen, erhöhten sich in der ihre und ihres Mannes Rechte wahrzunehmen. In der jetzt stattgleichen Zeit von 697 9. auf 27 345. Die Gesamteinnahmen gehabten mündlichen Verhandlung vor feit der Gründung bis zum Ende des Jahres betrugen 404 308., Berlin- Mitte legte der Wertreter der Betlagten in die Ausgaben für Unterstügungszwede 214 367 M. Mehr als die Hälfte aller Einnahmen wurden an die Mitglieder in Form von eingehenden juristischen Ausführungen dar, daß nach dem Sinne und unterstügungen zurüdgezahlt. Rechnet man nun noch die jebr tveit- Zweck der Kriegsgelege und unter Berücksichtigung des jittlichen gehenden Besserungen der Arbeitsverhältnisse hinzu, welche die Drejens ber Che eine lage gegen die Ehefrau eines Kriegsteilnehmers auf Räumung Die Beklagte bewohne nicht auf ganisation für die Mitglieder errang, so fann man ermessen, was sie zulässig jet Grund ihres eigenen Mietrechtes, sondern in erster Linie für diese bedeutet. auf Grund des Mietrechtes ihres Ehemannes die Wohnung. Gr wies auf die ungeheuerlichen Folgen hin, die es habent müßte, tvenn es möglich wäre, gegen die Ehefrauen der Kriegsteilnehmer mit Ermissionstlagen vorzugehen. Aus Industrie und Handel. Petroleumnot in Berlin. dem Amtsgericht nur Der Vertreter des Klägers trug demgegenüber die befannten, mit den juristischen und moralischen Gefeßen unvereinbaren Räumungsklage eines Hauseigentümers. Nachdem die sozialdemokratischen Anträge auf Einführung der Eine eigenartige Auffassung von den Rechten der KriegsDie gesetzliche Arbeitslosenunterstützung aus öffentlichen städtischen Arbeitslosenversicherung zweimal abgelehnt worden Mitteln muß fommen. Die Ansätze dazu, welche in den 3u- waren, hatten unsere Genojien jetzt endlich trop liberal- zentrums teilnehmer scheint der R entier Abramowsky zu haben, schüssen der Gemeinden gegeben sind, haben gezeigt, daß fie parteilicher Schwierigkeiten Erfolg. Die Arbeitslosenunterstützung der Eigentümer der Häuser Bayreuther Straße 45, Manteuffelist beschlofien. Die Sagungen ſeben eine Barunterstüßung für durchführbar ist und daß sie am besten unter Mitwirkung der alle Arbeitslosen, die schon vor bem 1. Januar 1914 am Orte wohnstraße 106/7 und Mustauer Straße 16 iit Der Friseur Witt Gewerkschaften durchgeführt werden kann. Die Gewerkschaften haft waren, bor, und zwar 50 Bt. für erwachsene männliche Ar- hat in dem Hause Manteuffelstraße 106 einen Laden und die bieten eine zuverlässige Garantie für die Kontrolle der Arbeiter, 40 Bf. für deren Ebefrau und 20 Pf. für jedes Kind unter dazugehörige Wohnung gemietet. Die Ehefrau hat den Verbeitslosen, denn ihre Mitglieder besuchen die Kontrollstellen 15 Jahren, ferner 50 Bf. für erwerbstätige Frauen und Mädchen trag unterschrieben. Der Wirt drängte die Frau, sie solle nicht nur wegen der Unterstützung, sondern in erster Linie über 18 Jahren und 40 Pf. für erwerbstätige junge Leute beiderlei den Laden freigeben. Die Frau lehnte das ab, da der wegen der Arbeitsvermittlung. Die Listen der Ar- Geschlechts zwischen 15 und 18 Jahren. Die Unterstützung wird für Laden mit der Wohnung zusammenhängt und ihr Mann ihr beitsnachweise sind sichere Beweismittel 7 Tage in der Woche, also auch für Sonn- und Feiertage bezahlt. erklärt hatte, sie solle unter feinen Umständen den Laden dafür, daß wirklich Arbeitslosigkeit vor- Der Höchstbetrag der Unterſtügung ist für eine Familie 2 M. pro freigeben, damit er nach seiner Rückkehr sein Gewerbe wieder dafür, daß wirklich Arbeitslosigkeit vor- Zaa und 14 M. pro Woche. Die Unterstützungen von Gewerkschaften ausüben könne. Wenn der Wirt einen anderen in den Laden liegt. Anders ist es bei den Unorganisierten. Wir wollen werden auf die städtische Unterſtügung zur Hälfte angefege, so gehe die Stundschaft verloren. Von der Frau verdurchaus nicht sagen, daß man ihnen ohne Ausnahme zu rechnet. Eine Begrenzung der Unterstüßungsdauer ist nicht vor- feze, so gehe die Kundschaft verloren. Von der Frau vertrauen kann, sie würden sich unberechtigterweise in den Genuß gefehen. Die Unterstützung wird nach einer fiebentägigen Karenzzeit langte der Rentier, fie folle die Hälfte der Kriegsunterstützung von Unterstützungen sezen, aber das haben die Erfahrungen gewährt. Die Kosten betragen monatlich etwa 7000 M. der letzten Wochen bewiesen: die Unorganisierten wollen zwar die Unterstügung haben, aber daß sie sich einer regelmäßigen Kontrolle unterziehen müssen, davon wollen sie nichts wissen. Wer ist übrigens sicher, daß ein Unorganisierter, der ja nicht gehalten ist, längere Zeit als die Abstempelung seiner Kontrollfarte erfordert, auf dem Arbeitsnachweis zu verweilen, nicht nach Erledigung der Kontrolle sich an die Arbeit setzt und am nächsten Tage wieder eine Stunde für die Kontrolle opfert? Bei den Arbeitern und Arbeiterinnen der Heimindustrie, die wahrscheinlich den größten Teil zu den nur von der Stadt unterstützten Arbeitslosen stellen, gibt es, sofern sie feiner Gewerkschaft angehören, feine Möglichkeit einer unbedingt ficheren Kontrolle. Nur die Gewerkschaften können ihre Mitglieder unbedingt zuverlässig fontrollieren. Sehr lehrreich ist die Tabelle der Gewerkschaftskommission infofern, als sie zeigt, in wie hohem Maße die Gewerkschaften die Stadt Berlin finanziell entlastet haben. Durch die jetzige Gewährung von Arbeitslosenunterstützung hat ja die Stadt zugegeben, daß die Pflege dieses Unterstützungszweiges eine joziale Pflicht der Allgemeinheit ist. Nun sehen wir, daß die Stadt in 13 Wochen 234 257 M. mehr an die Arbeitslosen hätte zahlen müssen, wenn es feine gewerkschaftliche Arbeitslofenunterstützung gäbe und die Stadt deshalb jedem Arbeitslojen ohne Ausnahme den Durchschnittssak von 4,50 M. hätte zahlen müssen. Wer kann angesichts dieser gewerkschaftlichen In Berlin macht sich gegenwärtig besonders in den von der Anschauungen gewisser Hausbefizer vor. Seiner Ansicht nach berühre Leistungen noch die so oft aufgestellte Behauptung wieder- ärmeren Bevölkerung bewohnten Stadtteilen eine recht fühlbare das Recht und die Pflicht der Ehefrau, die Wohnung des Mannes Petroleumnot bemerkbar. Vielfach ist das Petroleum überhaupt zu holen, die Arbeiter täten besser, wenn sie die Gewerkschafts- nicht zu beschaffen. Der Verein der Berliner Kolonialwarenhändler, 3 teilen, nur bas innere Berhältnis zwischen den Ehegatten. Das Gericht schloß sich den Ausführungen des Vertreters der beiträge sparten. Die Summe von rund 926 000 m., welche der sich mit diesen Mißständen befaßte, stellte fest, daß die Petroleum Beklagten an und wies die Räumungstlage mit Recht die Stadt Berlin denen zahlte, welche keine gewerkschaftlichen gesellschaften bei der Abgabe von Petroleum bestimmte Geschäfte to stenpflichtig ab. Beiträge leisteten und deshalb keine gewerkschaftlichen Unter- bevorzugen, die ihrerseits wieder dem Publikum nur dann Petrostübungen erhielten, ist eine treffende Widerlegung der ge- leum abgeben, wenn gleichzeitig auch andere Waren getauft werden. werkschaftsfeindlichen Redereien. Die Unorganisierten haben Eine weitere Feststellung ging dahin, das die Petroleumvorräte noch zwar die Gewerkschaftsbeiträge gespart", dafür aber der auf Jahre hinaus reichen, daß die Gesellschaften aber abfichtlich mit Stadt Berlin doppelt soviel gekostet als die dem Verkauf zurückhalten. Diesem Zustande wird nun wohl lings hat der 53jährige Arbeiter Julius Steinbacher, jeitens der zuständigen Behörde ein Ende bereitet werden. Wolffs der gestern der 1. Straffammer des Landgerichts III borGewerkschaftsmitglieder. Das darf nicht ver- Telegraphenbureau meldet amtlich: Wie wir hören, werden auf geführt wurde, die Hilfsbereitschaft mildtätiger Menschen in gessen werden. dem Mineralölmarkt aus spekulativen Rüd= Wenn die Gewerkschaften Groß- Berlins in 13 Wochen fichten Bestände zurüdgehalten. In diesem Falle wird der unverschämtesten Weise ausgebeutet. Der Angeklagte, der 1872 370 M. an ihre Arbeitslosen gezahlt haben, so ist das die Reichsverwaltung nicht zögern, durch Aufnahme einer äußerlich einen durchaus Zutrauen erweckenden Eindruc eine anerkennenswerte soziale Leistung. Wie das Verhältnis Vorratserhebung mit Deflarationsawang und macht, hat schon verschiedene Jahre seines Lebens in Zuchtzwischen den von den Gewerkschaften und den von den Vor- Beschlagnahme der Bestände einem solchen Treiben ein häusern zugebracht. Er stammt aus Ostpreußen und hat sich Ende zu machen. feine Kenntnis der dortigen Verhältnisse in schwindelhafter ortgemeinden aufgewandten Unterstüßungssummen ist, Diese Maßnahme wäre natürlich zu begrüßen. Notwendig Weise zunuze gemacht. fonnte nicht festgestellt werden, weil die Gemeindeunter- wäre aber auch ein Eingreifen auf dem Gebiete der Lebensmittel- Ein hiesiger Rechtsanwalt, der sich zur Aufnahme zweier preußistüßungen in den Vororten sehr verschieden sind und sich nur versorgung. scher Flüchtlinge bereit erklärt hatte, erhielt eines Tags im Sep zum Teil an die gewerkschaftlichen Unterstützungen anlehnen. tember von der Fürsorgestelle für die ostpreußischen Flüchtlinge die Bezüglich der Stadt Berlin ist noch zu sagen, daß sie, wie die Anfrage, ob er bereit sei, zu dent ostpreußischen Lehrer, den er Mitteilung des Magistrats besagt, als Zuschuß an Gewerkbereits beherbergte, noch einen Flüchtling zu übernehmen. Hinzu gefügt wurde:„ es handle fich um einen ganz besonders traurigen schaftsmitglieder 506 189 m. gezahlt hat, während die Tabelle Fall, um einen Befizer, der all sein Hab und Gut verloren habe. der Gewerkschaftskommission nur 482 313 M. angibt. Das Zehn Mark Monatsgehalt für eine Krankenpflegerin. Auf die telephonische Rückfrage, ob der Herr auch einivandfrei erklärt sich so: das Mehr von 23 876 M. in dem MagistratsDie traurige Lage vieler Krankenpflegerinnen fand eine legitimiert sei?" erfolgte nach der Vekundung des Zeugen die Antbericht kommt auf die Organisationen, welche der Gewerkschaftskommission nicht angeschlossen sind: Hirsch- Dunckersche trasse Beleuchtung in einer Verhandlung, die dieser Tage vor wort: Ja wohl, hier find Herren, die ihn schon jahrelang So schien alles in Ordnung. Steinbacher, der nebenber und Christliche sowie verschiedene Handiungsgehilfen- und dem Charlottenburger Gewerbegericht stattfand. Es flagte fennen. liche Tränen rollen lassen fann, fam als Pflegling zu dent Angestelltenvereine, im ganzen 12 Organisationen, die, nach dort eine Pflegerin gegen das Charlottenburger Schwestern- großes schauspielerisches Talent befigt und sogar nach Bedarf wirk Rechtsanwalt, wo er als flüchtiger Besizer aus Chotfuhnen" dem Verhältnis der städtischen Unterstützungssummen be- heim" auf Zahlung von 36 M. Gehalt. Die Klägerin war vor dem Kriege gegen ein Monatsgehalt von herzlich aufgenommen und fünf Tage hindurch beftens verpflegt rechnet, alle zusammen nicht ganz 5 Proz. der Mitgliederzahl 30 m. mit 14tägiger Kündigungsfrist angestellt, an Ruhetagen und mit Unterkleidern ausgestattet wurde. Er erzählte eine der freien Gewerkschaften haben. Auch ein Beweis dafür, erhielt sie außerdem freie Kost und Wohnung. Bei Kriegsausbruch furchtbar wehleidige Geschichte: Danach seien russische Kosakens daß die freien Gewerkschaften in ihrer Bedeutung für die wurde von den Schwestern verlangt, sie sollten für ein Drittel des horden eines Nachts in sein Dorf gekommen, hätten geplündert und praktische soziale Fürsorge allen anderen Organisationen weit bisherigen Gehalts weiterarbeiten. die Leitung des auch sein Gehöft in Brand gesteckt. Vor Schred jei seine Frau überlegen sind. Schwesternheims" behauptete, wären alle Schwestern, einschließlich plöglich tot umgefallen. Er selbst sei geflohen, habe sich mehrere der Klägerin, damit einverstanden gewesen. Lettere bestritt jedoch, Tage und Nächte im Walde herumgetrieben, und als dann die zu der Gehaltsverminderung ihre Zustimmung gegeben zu haben. Rosafen wieder abgezogen, habe er sein schuldenfreies Befigtum Berlin und Umgegend. Sie verlangte das Gehalt vom 1. August bis zum 6. September, durch Feuer zerstört und unter den Trümmern den berkohlten Leich Die Situation im Malergewerbe war in den ersten Wochen des dem Tage der Auflösung des Dienstverhältnisses, und zwar unter nam seiner Frau vorgefunden. Aber das schlimme 20s des an scheinend Bedauernswerten war damit noch nicht erschöpft: Eines Krieges äußerst ungünstig. Die Panit, welche der Kriegsausbruch Berechnung des bollen Monatsgehaltes. Das Gewerbegericht verurteilte das Schwesternheim" zur Morgens teilte der zweite, von dem Rechtsanwalt beherbergte beranlagte, hatte die Arbeitgeber ergriffen und viele derfelben waren fo fopflos geworden, daß sie die angefangenen Arbeiten liegen Bahlung des geforderten vollen Gehaltes. Es könne, so heißt es in Flüchtling mit, daß dem Steinbacher eine furchtbare Mitteilung ließen, in der Meinung, fie würden infolge des Kriegszustandes der Begründung, gang dahingestellt bleiben, ob die Vereinbarung geworden sein solle: ein Landsmann, den er aufällig in Berlin ge mitgeteilt, nach seiner Angabe keine Bezahlung erhalten. Nach und nach trat jedoch die ruhige vorliegt oder nicht. Denn eine etwa getroffene Abrede im Sinne geworden sein solle: ein Landsmann, den er zufällig in Berlin ge= Ueberlegung wieder in ihre Rechte, die Arbeiten wurden wieder auf der Beklagten sei nach§ 138 des Bürgerlichen Gesetzbuches als daß sein ältester Sohn, der im Felde stehe, bei Verdun gegenommen und die außerordentlich große Arbeitslosigkeit ließ nach. nichtig anzusehen; sie würde gegen das Anstandsgefühl aller ehrbar, fallen und fein zweiter Sohn aus Verzweiflung über die Immerhin war sie noch so start, daß sich der Hauptvorstand ver- billig und gerecht Denkenden verstoßen, das Gehalt einer An- schweren Schicksalsschläge trübsinnig geworden sei. Es wurde anlagt fah, für die Zeit des außergewöhnlichen Notstandes eine gestellten, die eine so schwere und aufopferungsvolle Tätigkeit aus als sehr begreiflich angefehen, daß der fast verzweifelte Mann die Arbeitslofenunterstützung einzuführen. Wie am Dienstag in der zuüben hat, auf ein Drittel zu kürzen und von 30 M. auf 10 M. Sehnsucht hatte, so schnell wie möglich nach Hause reisen zu können. Mitgliederversammlung der Filiale Berlin ausgeführt wurde, hat der zu setzen. Gab die Klägerin wirklich dazu ihr Einverständnis, so und da war es wieder der mitbherzige Rechtsanwalt, der sich bereit erklärte, dem S. 800 M. gegen einen Schuldschein vor Verband diese Leistung durchführen können trop der schweren finanziellen tat sie das nur aus Not. § 138 B.G.B., der bestimmt:„ Ein Rechtsgeschäft, das zuschießen, nachdem dieser noch bestimmte Angaben über seine Dpfer, die er bei der vorjährigen Lohnbewegung bringen mußte. Bis Mitte September lag ber Malerberuf fast völlig brach. Da sich gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig", ist wiederholt angeblichen Verwandten gemacht hatte. die Berhältnisse seitdem gebeffert und ein Teil der Arbeitslosen in gegen Hungerlöhne in Anwendung gebracht. Soziales. Wie " Ein Schwindler als Flüchtling. linter der Maste eines o stpreußischen Flücht" troffen, habe ihm nämlich " Als S. dann plöglich ohne Abschied verschwunden war und Der Staatsanwalt beantragte 2 Jahre Zuchthaus. Das Gericht ging aber mit Rücksicht auf die bodenlose Dreistigkeit und Gemeinheit, die der Angeklagte an den Tag gelegt, über den Antrag weit hinaus und erkannte auf fünf Jahre Zuchthaus, fünf Jahre Ehrverlust und 300 m. Geldstrafe. Kleine Nachrichten. Grubenkatastrophe in Japan. Das Bureau Reuter meldet aus Tokio, daß in Fukuokan 800 Bergarbeiter infolge einer Minenerplosion verschüttet wurden. Nähere Einzelheiten über das Unglück liegen bis zur Stunde noch nicht vor. Ganz was Feines. Für Feinschmecker, die auch in der jetzigen blutig- ernsten Zeit ihrem gewohnten Lebensgenuß nicht entsagen wollen, bringt die Wiener Neue Freie Presse" in ihrer Nummier vom 13. Dezember folgende Angebote: " Briefkasten der Redaktion. -O einige Telegramme an die Verwandten als unbestellbar zurüd- 1 zu verwöhnt und Blastert und lebten ja meistens ohne Nachdenken an dem die Handlung begangen ist. gekommen waren, war es flar, daß der so bedauerte Flüchtling" in den Tag hinein, nur auf Geschäft und Vergnügen bedacht. Durch Stundung der Steuern. 2. Wenden Sie sich an das Kriegsministerium, E. D. 21. Durch die Unterschrift Ihrer Ehefrau ein dreister Schwindler war. Er wurde später im Oldenburgischen diese Katastrophe werden viele Menschen auf andere, beffere, Dorotheenſtr. 48. E. 90. Der Erfolg ist zweifelbaft. festgenommen, wo er einen Diebstahl begangen hatte. ernstere Gedanken gebracht. Wir merken es jetzt schon allenthalben haften Sie beide für den Bertrag. W. J. 19. Der Mann hätte für einen Monat noch Gehalt zu bean und werden es erst recht merken nach dem Krieg, denn Not lehrt spruchen; darüber hinaus erscheint uns der Anspruch nicht begründet. D. Sch. 47. beten, das hört man aus so vielen Feldpostbriefen heraus. Und die E. C. 32. Sie haben keinen Anspruch auf Wochenbeihilfe. in der Not diefes Krieges zu einer ernsteren Auffassung ihres Lebens Wenn der Ehemann 6 Wochen ununterbrochen oder 26 Wochen( nicht zugekommen sind, werden später dabei bleiben. Unser Herrgott fammenhängend) vor Beginn der Kriegsteilnahme Mitglied einer Krankenhält durch den Krieg mal eine fleine Ansprache an fasse war, so hat die Frau Anspruch auf Wochengeld und Stillgeld vont Nigo 23. die Menschen und zeigt ihnen mal, was sie in Wirklich- 3. Dezember ab bei der Kasse, der der Mann angehört hat. 1. Für Unterhaltsgelder des unehelichen Kindes fönnen Unfallrenten gefeit sind." pfändet werden. 2. Ja. A. B. 10. Von einer Weihnachtsbescherung der Kinder von Kriegern aus städtischen Mitteln ist uns nichts bekannt. G. 283. Wahrscheinlich U. 2: wegen Fettleibigkeit untauglich.. 5. F. 99. Der Wirt tann Sachen einbehalten, sie aber während des 2. B. S. O. 37. Der Ehemann hat als Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hof Strieges nicht verkaufen. R. B. Eine Klage scheint nicht aussichtsrechts, part rre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend Erbe Anrecht auf die Sachen. E. 2. 89. 11. 27: Qungenfrant, 1. 49: Herzfrank. Sie bon 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkast en bestimmten Anfrage los zu sein. ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche werden wahrscheinlich nicht mehr eingezogen. Lassen Sie sich eine Be Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen feine Abonnements quittung scheinigung von der Firma ausstellen. G. B. 49. 1. Herzfrank. 5. M. 110. beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der 2. Nein. 3. Das ist möglich. Die Zeichen haben leine B. Sch. In 30 Jahren. H. A. 15. Wegen Kurzsichtigs Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Bedeutung. feit dauernd untauglich. O. S. 26. 1. Nein. 2. Eine Klage erscheint Sprechstunde mit. Fr. R. 4. Die Einzelheiten sind uns nicht mitgeteilt. Spezielle uns aussichtslos; sie wäre zuständig je nach der Höhe des Dbjekts in Leipzig. 3. Die Eltern, Auskunft erhalten Sie beim Verband der Schneider, Sebastianstr. 37-38. beim Amtsgericht oder Landgericht 2. 39. Sie fönnen ruhig dorthin adressieren und können Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direttion über fich auch auf dem Postamt darüber Sicherheit verschaffen. den Großhandel in den Zentral- Martthallen.( Ohne Verbindlichkeit.) P. G. 1. Wir fönnen Ihnen leider hierbei nicht behilflich sein. Mittwoch, den 16. Dezember. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, OchsenBielleicht bemühen Sie sich zum Metallarbeiterverband, Linienſtr. 83-85. E. 3. 144. Auch die Kriegsgetrauten haben Anspruch auf Unter- fleisch Ia 86-95, do. IIa 80-85, do. IIIa 73-79; Bullenfleisch la 82-87, stübung. Im Falle des Todes erhält die Witwe eines gemeinen Soldaten do. IIa 72-78; Stühe, jett 62-66, do. mager 45-49; Fresser 62-70, Fresser, dänische, 46-52, Bullen, dänische, 60-70; Kalbfleisch: M. M. 1901. Die Zeichen haben keine Bedeutung. Doppellender 125-135; Mastfälber Ia 88-100, do. Ila 75-87. HammelM. W. 34. Der Mann haftet für den Vertrag, wenn er aus dem fleisch: Mastlämmer 75-86; gammel la 69-74, do. Ila 64-68; Schafe Felde zurückkehrt. Bewirten Sie die Kündigung der Wohnung durch, den 63-68. Schweinefleisch: Schweine fette 78-83, sonstige 67-76; Gemüse, Ehemann. P. P. Sie müssen sich melden. E. 88. Wegen Nervenleiden dienstuntauglich. 3. 45. Wegen geringer Abweichung der Wirbel- inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 kg 3,75; weiße Staiserkronen 3,50; Magnum bonum 3,75; Woltmann 3,50-3,75; Borrec, fäule zurüdgestellt. V. 51. 1. Begen Unterleibsbrüchen landsturm- Schod 0,70-1,00; Sellerie, Schod 3,50-6,00; Spinat 50 kg 10,00-18,00; pflichtig. 2. Wegen chronischer Leiden der Unterleibsorgane dienstuntauglich. Kohlrabi Mohrrüben 2,00-3,00; Schock 1,00; Wirsingkohl Schoo W. 3. 1000. 1. Der Wirt kann auf Erfüllung des Vertrages flagen. 4,00-10,00; Birjingfohl 50 kg 3,50-4,50; Weiglohl Schod 3,00-8,00, 2. An Privatpersonen nicht. M. 5. 20. Begen chronischer Leiden der Weißfohl 50 kg 2,50-3,50; Rottohl, Schod 4,00-10.00; Roitohl 50 kg 3,50 Unterleibsorgane dienstuntauglich. P. V. 100. Das entscheidet die bis 4,50; Grünkohl 50 kg 3,00-5,00; Stohlrüben Schod 3,50-5,00; Teltower F. R. 29. Das Leiden fann sich gebeffert haben, Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 3,00-10,00; Blumenmelden Sie sich beim Bezirkskommando. R. K. 206. Sie können event. fohl, Erfurter, 100 St. 00,00-00,00, Rosenfohl 50 kg 15,00-22,00, MeerKlage beim Amtsgericht auf Lösung des Vertrages erheben.- W. R. 49. Ja. rettich Schod 5,00-12,00, Petersilienwurzel Schockbund 1.00-3,00; S. W. 71. Der monatlich 125 M. übersteigende Verdienst kann gepfändet Radieschen Schodbund 0,00-0,00; 8wiebeln 50 kg 7,50-8,50; Stürbis werden. P. Sch. 45. Das fommt auf die Entscheidung des Militärarztes an. 50 kg 6,00-7,00. Apfelsinen: italienische 50 kg 10,00-12,00, dito F. H. 96. Herzfrant; aber noch diensttauglich. H. K. 111. Schrift 200 Stüd 9,00-11,00, 300 t. 10,00-11,00, Murcia 200 St. 15,00-18,00, liche oder mündliche Mahnung unterbricht die Verjährung nicht. Treiben bito 300 St. 15,00-18,00, Mesfina 160 St. 11,00-12,00, 200 St. 10,00 bis G. R. 96. Sie haften für 11,00, 300 St. 10,00-11,00. Sie die Schuld durch Zahlungsbefehl ein. den Schaden. 2. F. 49. Besser ist es, er meldet sich. M. P. 555. Wetteraussichten Melden Sie Ihre Ansprüche beim Landratsamt an. für das mittlere Norddeutschland unterstügungen gewährt der Vaterländische Frauenverein, Polizeipräsidium, Freitagmittag: Noch überall ziemlich mild, zeitweise heiter, jedoch sehr Zimmer 144. 5. S. 27. 1. Nein. 2. Geldstrafe bis zu 300 M. oder unbeständig mit öiter wiederholten, im Rüstengebiete vielfach starten, Gefängnis bis zu drei Monaten. 3. In drei Jahren von dem Zage an, sonst schwächeren Regenfällen. Ein reifes Weib von hoher Innenund Außen kultur mit tiefem Geistes- und Seelenleben, das tampfesfroh im Alltag steht, sucht Sorrespondenz mit nur geistig hochstehendem, vornehm denkendem, älterem Herrn( am liebsten Fünfziger). Gefällige Offerten unter„ Mein Wille ist mein Schicksal" an das AnkündigungsBureau dieses Blattes. * Einsames liebes Weib, Mitte Dreißig, ersehnt brieflichen Gedankenaustausch mit nur vornehmer Persönlichkeit. Unter Chiffre„ Endlich nicht allein 35" an das Ankündigungs- Bureau dieses Blattes. Die Liebe höret nimmer auf auch in Kriegszeiten nicht bei reifen Weibern von hoher Innen- und Außenkultur". Ein frommer Mann über den Krieg. Dem Geburtstagsbriefe eines frommen Mannes an seine Nichte entnehmen wir die folgende Stelle über die Ursachen des Krieges: Der Krieg ist schon ein Weltgericht, und wir fönnen nicht mal fagen, daß er nicht nötig gewesen wäre. Die Menschen waren " Blutarme u. Kranke 400 m. jährlich. Militärbehörde. trinken während der Rekonvaleszenz feurig süssen Theater für Donnerstag, 17. Dezbr.| Zirkus Alb. Schumann. Berliner Theater 8 Uhr: „, Extrablätter!" Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Jugend. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Fra Diavolo. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Geschlossen, Gebr. Herrnfeld- Theater. 8 Uhr: So leben wir! Kleines Theater 8 Uhr: Wohltätigkeitsvorstellung Bunter Abend. Komödienhaus 8 Uhr: Wie einst im Mai. Lessing- Theater 8 Uhr: Jugendfreunde. Lustspielhaus 8. U. Wolkenreiter. Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 8 Uhr: Mit vollen Segeln. Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Die Neuvermählten. Amphitryon. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Der Seeräuber. Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 81%, U.: Immer feste druft! Mittw., Sonnnabd., Sonnt. nachm. Aschenbrödel. Theater a. d.Weidendammerbrücke. 810Uhr: Heimat. Sonnt. 3, Uhr: Vater zieht ins Feld. Theater des Westens. 8 Uhr: Polenblut. Theater in d. Königgrätzer Straße. 8 Uhr: Königin Christine. Heute abend 7, Uhr: Gr.equestr. Vorstellung Kleine Preise. Auftreten der Gebr. Ernst u. Oskar Schumann mit ihren neuesten Schul- und Freiheitsdressuren. Bolero, spanischer Reitakt. Herz, phän. Kapriolenspringer. Der Zwölferzug Rappen usw. Auftreten der 4 Arconis. 4 Salvanos, Kunstradfahrer. Der Wunder- Elefant ,, Jumbo" und die übrigen Kunstkräfte. 11 1 65 ARTEN Ferdinand Bonn sowie der von Publikum und Presse glänzend beurteilte Dezember- Spielplan. De Kleine Preise! Sonntag, 20.Dez. nachmitt. 3 Uhr Vorstellung Kinder nachmittags halbe Preise. Ungekürztes Programm! Voigt- Theater. Badstr. 58. Badstr. 58. Donnerstag, den 17. Dezember 1914: Die Schule des Lebens. Schauspiel in 5 Auſz. v. Grnſt Raupach. Kaffeneröffn. 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Wieder ein neuer Schlager! Santa Lucia Stärkungs- Fl. 1.50 Nachahmung, bite zurückzuweisen. Rotwein u. 2. Käufl in Apotheken, Drogerien u. Delikat.- Gesch. Reichshallen- Theater. Spezialarzt Stettiner Sänger. 99 Weihnachtsprogramm! Zum Schluß: Unser Oskar" Anfang 8 Uhr. Freitag, 18. Dez.: WohltätigkeitsVorstellung zum Besten einer WeihnachtsBescherung. Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10. Weihnachtsbäume 50 u. 60 Pf. Schönhauser Allee 148, Puhlmanns Theatergarten. 6905 Gewerkschaftshaus. Verband der Kupferschmiede hält am Sonntag, den 20. Dezember, zwischen 3 u. 6 Uhr nachm. seine Weihnachtsbescherung für die Kinder der im Felde stehenden Männer ab. Während dieser Zeit fonzertiert Direktor Blau mit seiner Stapelle. Zwischen 6 und 7 Uhr findet cine Gratisverlosung ebenfalls für die Kinder statt. Die vier Gewinne sind eine Gans, ein Hase, eine Ente und ein Fasan. Von 7 Ubr ab beginnt die Fidelitas. Es gelangt zur Aufführung: Die lustigen Kupferschmiede". Mitwirkende folgende: Der musikalische Stupferschmied: Herr Kühne, Kupferschmieds Tochter: Frl. Saupe, Gesang: Herr Bischoff als Zithervirtuose, Geschwister Hecht im Gesangsduett. Eintritt gegen Entnahme eines Programms für 10 Pf. Hierzu wird freundlichst eingeladen. Sonnabend, den 19. Dezember: Metallarbeiter- Jugend Lichtbildervorführungen, u. a. Die Entdeckung des Weinstocks von Hildesheim im Jahre 1413 und Kunstschäße von süddeutschen Städten. Musikalische Vorträge und Rezitationen, vorgetragen von der Jugend. Einlak 7 Uhr. Beginn der Vorführungen 8 Uhr. Sonnabendabend den 19. Dezember: Konzert der „ urfidelen Keferloher“. Ein großer Posten Böhmischer Fasane a Portion 70 Pf. a Portion 70 Pf. Der größte Erfolg seit Bestehen! Meher Mafthuhnm. Birnenkompott Durch Dick und Dünn. Dazu erstklassige Spezialitäten. ist eröffnet. Der Borverlauf für die Feiertage Volksbühne( Montis Operettenth.) Sonntag 4 Uhr: Friede auf Erden" 8. U. Die vier Gewinner. Walhalla- Theater Uhr: Die Forster- Christ'l. URANIA Taubenstr. 48/49. 4 Uhr( Halbe Preise): " Bierländer Ente mit Rotkohl a Portion 70 Pf. Jeder Theater Folies Caprice Mann 84 Possen- Theater Leutnantsfenster. Fest steht und treu... Landwehrleute. Die Weichsel und die masur. Seen. Martin Kestner a. G. Abends 8 Uhr: Auf den Schlacht8% Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rohr leger Franz Wisniewski gestorben ist. Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 17. Dezember, nachmittags 14 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofs in Buch aus statt. Den Kollegen ferner zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Ernst Schröder Eisenbahnstr. 33, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 18. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Am 7. d. Mts. starb unser Mitglied, der Fräser Max Klingenberg Friedrichstr. 232. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. 129/8 Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein innig geliebter, unvergeßlicher und herzensguter Mann, Sohn, Bruder, Onkel und Schwager Sonntag, den 20. Dez. Paul Wilhelm Gedeck a 1 M. Hühnersuppe Kraftbrühe mit Einlage Lachs mit Butter Kalbsrüden mit Rosenkohl Wildschweinsbrust Böhmischer Fasan Hamburger Kalbsteule Rehbraten Kompott oder Salat Speise oder Käse. Sonntagabend: Große Posten Rehe, Hafenrücken und Damwild mit Grünfohl a Portion 80 Pf. Große Zufuhren pon Bierländer Enten, Gänsen, Puten und muß?!? Fasanen mit Rotkohl a P. 80 Pf. seiner Frau den Betrieb im Ges werkschaftshaus gezeigt haben!!! Lauenburger Maftkälber und Sachsenwalder Heidschnucken und Schweine a Portion 70 Pf. Trianon- Theater 814 Uhr. 11hr. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse feldern Ostpreußens. Alwin Neuß in„ Selbst gerichtet" Carmen SylvaCigaretten Trustfrei! Blumen- und Kranzbinderei von Robert Meyer, Inb.: P. Golletz Mariannenstr. 3. Tel. Mpl. 346 :: Erstklassige Briketts:: Michel M.8.50 f. 1000 Stück, Riesenformat 7, Halbsteine 85 Pf. für 1 Zentner feinst. Brennholz billigst. Michel- Brikett- Vertrieb Neukölln, Knesebeckstr. 148. Telephone: 1610 u. 2133. der Zimmerer( Ersatzkasse) Dertliche Verwaltung Berlin. Donnerstag, den 17. Dezember, abends 8%, Uhr, im ,, Gewerkschaftshause", Engelufer 15( Saal 5): Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. und 3. Duartal. 2. Der Krieg und die Krankenkassen". 253/ 5* Referent: Kamerad F. Wellsow. Der Vorstand. J. A.: Rich. Schröder, Berlin O., Tilfiter Str. 7, b. IV. im 33. Lebensjahre den Heldens tod am 1. Dttober in Rugland gefunden hat. Dies zeigt tiefbetrübt an Bw. Anna Wilhelm. Schlummre sanft in Feindesland, du treugeliebtes Herz! Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin, Bezirk O. I. Am 13. Dezember cr. starb das Mitglied. Robert Irrgang. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am 17. d. Mts. von der Halle des Georgen- Kirchhofes, Landsberger Allee, aus statt. Die örtliche Verwaltung. Reuters Werte Buchhandlung Vorwärts 3 Bände 4 Mart # bis Freie Turnerschaft Neukölln- Britz. Mitglied des ArbeiterTurner- Bundes. Am 18. Dltober fiel in den Kämpfen in Westflandern unser lieber Turngenosse und Mitglied des Musikkorps Walter Kemnitz Ref.- Inf. Reg. 206. Sein liebenswürdiger Charafter sowie sein Interesse für den Ver ein werden ihn uns unvergeßlich machen. Ehre seinem Andenken! 185/3 Der Vorstand. Zentralverband der Steinarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Am 14. d. M. starb unser Kollege, der Sandsteinmet Wilhelm Schulz 37 Jahre alt, an Lungenentzünbung. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet beute nachmittag 3 Uhr, auf dem Garnifon Kirchhof in der Müllerstraße statt. Um rege Beteiligung ersucht 173/2 Die Ortsverwaltung. Am. 3. November fiel in Frant reich unser einziger lieber Sohn, Bruder und Schwager Wilhelm Schure Leib- Grenadier- Reg. Nr. 8 im 23. Lebensjahre.. ม S Б id e t Wer ihn gekannt, weiß unsern Schmerz, h g f Zapfer zog er hinaus mit hoffendem Herz. Er war unsere Hoffnung und unser Glüd, Nun fehrt er nimmer zu uns zurüď. Die tranernde Familie Albert Schure. Güstebiese, den 15. Dezem ber 1914. Charlottenburger Liedertafel. Bei den Kämpfen im Osten ist am 1. Oktober unser langjähriges Mitglied, der Sangesbruder Paul Wilhelm gefallen. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand. 53/11 Warnung vor Ankauf von Nachahmungen des echten Kapitän- Kautabats! Jedes Stück( Rollen oder Bündel wird nur berpadt und mit Ausdruď: " Kapitän- Rautabat", gefeßlich geschützt, geliefert. Verkaufsstellen, wo die kleinen Tabatdosen gratis zu haben find, weist gern nach: Carl Röcker, Berlin, Grüner Weg 119( Telephon: Ast. 3861). Berantwortlicher Rebatteur: Alfreb Bielevy, Neufölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchbruderei u. Werlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. " e f "