Nr. 52. and( a) Erscheint täglich außer Montage. Breis pränumerando: Vierrei jährlich 3,30 Mart, monatlic 1,10 mt, momentlich 28 Big frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Deiterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingert. in der Boit Zeitungs- Breislife far 1894 unter Nr. 6919. S 1100 nithi G Od r Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzende oner Deren Raum: 40 Bfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pig Inierate für die nächte Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Feritagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet.d modernsprecher: Amt I. 1508. 1291 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlins Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ein Jahrtausend zurück! Sonnabend, den 3. März 1894. " Also, die gesammte, unbequeme Arbeit, die Fabrikindustrie zumeist, soll durch Sklaven fremden Stammes verrichtet werden? Woher die nehmen, sagt der Verfasser Franzosen zu Kriegssklaven machen und sie dann an der Kette für uns arbeiten lassen, muthen wir dem Verfasser Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. nicht. Daß er meint, wir sollten etwa Ruſſen und Politische Leberlicht. Berlin, den 2. März. Zeitschrift des Jahres 1894 gelesen, oder ob man nicht zu-| heriger Vertreibung ihrer Bewohner. Hätten wir selbst die fällig das Machwerk eines mönchischen Stribenten aus der Macht dazu, so würde der heutige Stand unseres natioZeit der Karolinger in die Finger bekommen hat, als nalen Empfindens uns eine derartige Barbarei verbieten. germanische Freilinge und Edelinge ihr Land mit der Hilfe Aber glücklicherweise geht es ja überhaupt gar nicht einWir haben bereits wiederholt Gelegenheit gehabt, dem friegsgefangener Sklaven bebauten; oder ob uns das Buch mal, denn gegen ein Bolt, das eine solche barbarische Er interessanten Prozeß der Einsicherung sozialistischer Gedanken eines griechischen oder römischen Philosophen noch oberungspolitik treiben wollte, würden alle übrigen Völker die in die Bourgeois- Parteien unsere Aufmerksamkeit zu widmen. ein Jahrtausend weiter zurück versett in Zeit, Europas zusammenstehen, fester und siegessicherer noch, als die Stlavenherrschaft Symptome jener Einsicherungen sind die sozialpolitischen als mit den spizfindigsten sie es gegen Napoleon I. gethan haben. wurde. Systemen begründet Aber Betrachtungen, die von Zeit zu Zeit in gegnerischen Beit- philosophischen Es ist unmöglich, uns zurückzuiverfen um ein Jahr schriften oder in selbständigen Büchern und Broschüren an's nein, es ist wirklich so: die Grenzboten" vom 8. Februar tausend, in die Zeiten Karolingischer Eroberungs- und Licht kommen. Je nach der Parteistellung der Verfasser 1894. Doch darauf möchten wir unseren Kopf verwetten: Wirthschaftspolitik hinein. Unmöglich ist es aber auch wird dies oder jenes aufgenommen aus der sozialdemo- ein deutscher Philologe hat diese neuen Ziele und neuen bei dem gegenwärtigen Wirthschaftssystem zu verharren, fratischen Gedankenwelt, und aus der Mischung solcher Wege" ausgetüftelt. Nur im Kopfe eines deutschen Bhilo- unter dem unser Volk von Jahr zu Jahr mehr verkümmert. sozialistischer Bestandtheile mit Gedanken anderer Herkunft logen, vollgepfropft mit klassischen und germanistischen Es wird schließlich nichts anderes übrig bleiben, auch den erklärt sich dann die Buntscheckigkeit dieser Tagesliteratur. Reminiscenzen, kann absurdes und vernünftiges in so inniger Leuten nicht, die heute verwirrt nach neuen Zielen und Da kann man denn meist eine Wahrnehmung machen: Eintracht zusammenhausen. neuen Wegen suchen, als die Wege zu betreten, die der So lange die sozialistisch infizirten Bourgeois- Politiker in Sollen wir diese Vorschläge ernsthaft zergliedern? Sozialismus gebahnt hat, die neuen Wege zu einem Gegetreuer Anlehnung an sozialdemokratische Vorbilder sich Jmmerhin, manches treffliche, was die Grenzboten" gesellschaftszustande, der alle Ausbeutung beseitigt und allen an die Kritik des Bestehenden halten, liefern sie häufig sehr bracht haben, mag uns entschuldigen. Menschen die gleiche Entwickelungsmöglichkeit eröffnet. werthvolle Beiträge zum Verständniß unserer dringend heilsbedürftigen Zustände. Sobald sie aber selbständig weiter zu schaffen versuchen aus ihrem eigenen Jdeengehalt heraus, da kommit es zu derartigen Abgeschmacktheiten, daß man an der Hoffnung verzweifeln muß, sie zu einem richtigen Verständniß der sozialen Fragen gelangen zu sehen. Diesen nämlichen Eindruck haben wir leider auch doch noch nicht zu; für so verrückt halten wir ihn nicht; Aus dem Reichstage. Frühere böse Erfahrungen empfangen bei der Durchlesung einer im einzelnen ganz das müßte er erst selbst eingestehen. Mindestens scheinen Anlaß gegeben zu haben, bei der Auswahl des vortrefflichen Artikelferie in den„ Grenzboten": Neue muß er sich aber doch gedacht haben, daß wir neuen Kriegsministers neben den nothwendigen militärischen Ziele, neue Wege". Aus den Betrachtungen des Verfassers Kulis, Miethssklaven aus den Tropenvölkern, Chinesen Eigenschaften auch darauf zu achten, daß derselbe die Fähig über die heutigen Zustände, die an beißender Schärfe nichts oder Neger hier einführen sollen. Nehmen wir einmal an, zu wünschen übrig laffen, haben wir bei früheren Gelegen- das sei wirklich möglich; wir könnten Millionen chinesischer heiten einige packende Stellen mitgetheilt. Sie waren ganz Rulis in Deutschland für die Fabrikarbeit zusammenvon sozialistischem Geiste durchtränkt. Um so herber war schleppen, könnten dauernd alle schwere Arbeit auf ihre unsere Enttäuschung, als der Verfasser im letzten Artikel Schultern abwälzen die Folge würde die nämliche Kordem deutschen Volke die neuen Ziele und neuen Wege zu ruption sein, an der die antike Welt zu Grunde gegangen offenbaren versuchte. Nachdem er rückhaltlos anerkannt ist. Wenn irgend eine Lehre der Weltgeschichte unwiderlegt hatte, daß durch die kapitalistische Ausbeutung und die geblieben ist und sich immer wieder aufs neue bewahrheitet bureaukratische Knechtung unser Volk der Verkümmerung hat, so ist es die, daß ein Volt, dessen Kultur auf Sklaven zugetrieben wird, gelangt er zu folgenden Vorschlägen, unser arbeit beruht, nach kurzer Blüthe sittlich, körperlich und nationales Leben neu zu gestalten: geistig verfällt; wie ja auch in der modernen Gesellschaft die ausbeutenden Klassen längst vom Erdboden hinweg- Gelegenheit seine parlamentarische Gewandtheit zu zeigen, gefault wären, wenn sie nicht sich stets wieder erneuerten gab heute dem Minister unser Genosse Bebel, indem der durch frisches Blut und frische Kraft aus den arbeitenden selbe die bekannten Fälle Oppenheimer, Hertwig u. a. zur Boltsschichten. Der Grenzboten- Plan genügte gerade, um Sprache brachte. Unter der bekannten„ wiehernden" Heiterdas ganze deutsche Volk durch die Ausbeuterfäulniß dem keit der Rechten suchte der Kriegsminister die Vorwürfe unseres Genossen abzuweisen, hatte dabei aber das Malheur, Untergange zuzuführen. Doch die Kuliarbeit daheim will er ja noch ergänzen, daß er in einem sehr wesentlichen Punkte falsch unterrichtet Nach der Darstellung des Herrn Kriegsministers durch die Eroberung neuen Ackerbaugebiets in den Nachbar war. Wenn der verehrliche Grenzbote seinen Blick sollte Dr. Oppenheimer bei seiner Vernehmung in Straß ländern. auch noch nach Osten richtet, so kommt sein Vorschlag doch burg geläugnet haben, Beziehungen zu Bebel zu haben. wesentlich auf das nämliche hinaus, was der Bodenbesig- Auf die Erklärung Bebels aber, daß Oppenheimer das gar reformer Flürscheim einmal für unsere westlichen Marten nicht gesagt haben tann, ergab sich aus der Verlesung des geplant hat: Die Neubesiedlung fremder Länder nach vor- Vernehmungsprotokolls, daß Oppenheimer der Wahrheit Soll eine Nation den Namen eines Volkes verdienen, so muß die überwiegende Zahl seiner Angehörigen aus Grund besitzern bestehen; die Zahl der Besizlosen muß sich auf die wirthschaftlich Verunglückten beschränken, und ihre Gesammtheit darf nicht etwa einen förmlichen Stand, gar einen wirthschaftlich nothwendigen, geschweige denn, wie jetzt, den allernothwendigsten bilden. Erfordert die Produktionsweise Massen besitzloser, also unfreier Arbeiter, so dürfen diese nicht dem eigenen Wolf entnommen, sondern es müssen Menschen niedriger Rassen zu solchen Gflaven diensten verwendet werden." Man reibt sich die Augen und vergewissert sich noch mals, ob man diese Vorschläge wirklich in einer deutschen *** Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. [ Alle Rechte vorbehalten [ 57 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsty. Seine Haltung war ruhig, seine klare, wohltönende Stimme beherrschte die Versammlung, ohne sich zum Pathos zu erheben. " Genossen!" sagte er, wir haben die Stimmen des Hasses, der Erbitterung gehört, die die proletarischen Herzen durchwühlen und immer lauter in unseren Reihen ertönen, wahrlich, sie scheinen mir wohl berechtigt. Wir, die organisirten Arbeiter, schmachten heute als Rechtlose unter einem maßlosen Drucke-" Sozialistengeset", erscholl es rundum. teit befize, im Parlamente auch die Interessen seines Ressorts wahrzunehmen. Seitdem die+++ Sozialdemokraten sich erfrechen, sogar am Rückgrat des deutschen Reiches" ihre Kritik zu üben, genügt es nicht mehr, irgend einen Schweiger" an der Spitze des Kriegsministeriums zu haben, der Mann muß Rede und Antwort stehen können. In dem jezigen Kriegsminister ist zweifellos ein solcher Mann gefunden und außerdem verfügt derselbe auch sonst über Eigenschaften, die ihn als Vertreter im Parlamente geeignet machen. Nein, und wir werden uns dazu auch nicht von Euch behagen davon abwendet. Politisch Lied, garstig Lied, heißt provoziren lassen" rief Konrad lauter in den Saales bei ihm. Demgemäß hat er die Politik aus seinen ,, wir werden den Kampf konsequent um die Eroberung der Birkeln verbannt, aus seinen Vereinen. Er will ihr weder politischen Nacht führen!" auf der Bühne begegnen, noch im gesellschaftlichen Leben, und er liest von politischen Blättern nur die, die gesinnungslos seinen Interessen schmeicheln und weil er sie bezahlt, ihm feige die Wahrheit verhüllen. Die R se der Zustimmung waren anhaltender, aber auch der derspruch lauter geworden. Konrad fuhr un beirrt fort: " Die Parlamente haben an Vertrauen eingebüßt, wir werden sie erst zu echten, wirklichen Volksvertretungen machen. Aber um politische Macht zu erlangen und zu behaupten, brauchen wir auch politische Bildung." Wie sollen wir dazu " So ift's." Richtig." gelangen?"-" Uns fehlt die Zeit dazu," tönte es ihm entgegen. " Es ist wahr, wir können uns Wissen und Erkenntniß nur mühsam und mit tausend Opfern verschaffen, aber wir sehen ja, sie werden gebracht, diese Opfer. Lesen wir nicht alle unsere Blätter und Broschüren, auch wenn sie verApplaus und Lachen im Saale. Es ist ein infames Gesez, bestimmt uns zu verboten sind?" nichten, aber der Mann, welcher es über uns verhängt hat " " So ist er blind und will es bleiben, denn das Sehen thut weh. Wir Proletarier aber sind jeder Wehleidigkeit längst entwöhnt. Seit Jahren stehen wir in offenem Kampfe, wir haben uns täglich unserer Haut zu wehren und wir wehren uns! Und sobald wir dazu kommen, das staatliche Leben zu beeinflussen, dann werden wir es verjüngen und neu beleben. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Diese herrliche Dreieinigkeit, wir werden sie zur Wahrheit machen, denn Alles, was die Gesellschaft in Wirren und Widersprüche verivickelt und immerwährende Spaltungen erzeugt, all' die ungelösten Fragen der Konfession, der Rasse, der Nationalität, uns sollen sie nicht mehr trennen, für uns sind sie gelöst! Und stehe, schon drängt Und wir lesen auch die Blätter der Gegner und sich der Bourgeoisie eine neue Frage auf, kaum weniger wenn auch unser Vereins- und Versammlungsrecht uns ge- brennend als alle übrigen: die Frauenfrage. Ihre Frauen Die Bourgeoisie hat nommen, wo nur zwei der Genossen beisammen stehen, sind unzufrieden und unglücklich.. sprechen sie über Politik und suchen sich gegenseitig zu die Frau ökonomisch abhängig gemacht und zur Sklavin herabgedrückt, und diese wendet sich nun rebellirend gegen unterrichten. Unser Unteresse für politische und ökonomische Eut- die Bedrücker. So ersteht ihr fein geringer Feind im widelung ist eben überaus wach und lebendig, es ver- eigenen Lager, während wir in den Frauen unserer Klasse schlingt jedes andere, denn wir fühlen, das geht uns an, die tapfersten Mitstreiterinnen gewonnen haben. Kräftig, von dieser Entwickelung haben wir alles zu erwarten. willensstart und begeistert werden sie uns zur Seite stehen, So lange sie sich nicht zum Wahnwih steigert. Freunde, wir müssen flaren Sinnes bleiben, selbst mit dem So wird durch die Verhältnisse, so wird durch unsere sie werden uns nicht nur anfeuern, sie werden thätigen glühendsten Haß in der Seele, denn, merft es wohl, Ge- Klassenlage selbst uns der Geist geschärft und das Ver- Antheil nehmen an der großen Mission, die die Geschichte nossen, in unserer Besonnenheit liegt unsere Kraft. Darum ständniß, und hierin sind wir den Bourgeois weit über der Arbeiterklasse überwiesen hat, an der Wiedergeburt der werden wir in diesem Kampf uns nicht zu vereinzelten legen heute schon. Der Bourgeois hat keine Freude und Gesellschaft!" tein Interesse an politischen Dingen. Ihm erschienen die Ausbrüchen der Berzweiflung provoziren lassen." Seine Augen hatten sich wieder erhoben und diesmal „ Hört, hört! Das ist Feigheit, Schwäche!" gellte es staatlichen und gesellschaftlichen Zustände so unklar und traf sein leuchtender Blick mit einem ebenso leuchtenden zuwieder dazwischen. verworren, so unwahr und ungesund, daß er sich mit Un- sammen. Bismard!" ertönte ein gellender Zwischenruf. " Er wird seine absolutistischen Zwecke nicht erreichen er wird es vielmehr sein, der die Proletarier zu immer engerem Zusammenschluß treibt, zu einer großen mächtigen Organisation. Und so wird die Erbitterung selbst, die er geschaffen, unser Bundesgenosse sein " " Bravo- Bravo!" " gemäß nur Beziehungen zu den Straßburger Sozialdemotraten bestritten habe. Es ist anguerkennen, daß der Herr Minister seinen Irrthum durchaus loyal zugab, aber für ein erstes Debut ist ein solches Versehen immerhin ein Malheur. Sonst brachten die Debatten nichts von besonderer Wichtigkeit. Man müßte denn die in Aussicht gestellte Einrichtung, daß die Schullehrer in Zukunft, statt 6 Wochen gemeiner Soldat zu spielen, das Recht als Einjährig Freiwillige eingestellt zu werden erhalten sollen, als etwas besonders Wichtiges ansehen. 802 Bundesrath. In der am 1. d. Mts. unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Staatssekretärs des Junern Dr. v. Bötticher abgehaltenen Plenarfitung des Bundesraths wurde eine Aenderung der in die Vorschriften, betreffend die Zivilversorgung der Militäranwärter, aufgenommenen Bedingungen für die Erlangung des Forstversorgungsscheins beschlossen, und von dem Ge schäftsbericht des Reichs- Versicherungsamts für 1893 Kenntniß genommen. Die Borlagen, betreffend die zollfreie Ablassung von Etahlrohren und rohen unpolirten Röhren aus Kupfer bei der Verwendung zum Schiffsbau, und betreffend die allgemeine Rechnung über den Reichshaushalt für 1890/91 wurden den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Dem Ausschußantrage zu dem Entwurf von Vorschriften fiber die Gr streckung der Bersicherungspflicht nach dem Invaliditäts und Altersversicherungs- Gesez auf Hausgewerbetreibende der Textilindustrie wurde die Zustimmung ertheilt, ebenso dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Nenderung des Ge setzes über den Unterstützungswohnsiz und die Aenderung des Etraf- Gesetzbuchs in der vom Reichstag beschlossenen Fassung. Die Resolution des Reichstags, betreffend die Ausdehnung des Gesetzes über den Unterstüßungswohnsitz auf ElsaßLothringen, wurde dem Reichskanzler überwiesen. Endlich wurde über verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt. -OWN Zur Währungsenquete. In die Kommission behufs Erörterung von Wlaßregeln zur Hebung und Befestigung des Silberwerthes ist an Stelle des ausgeschiedenen Grafen v. Mirbach Herr Otto Wülfing zu M.- Gladbach als Mitglied berufen worden. か Ring durch die Nase, dem Vornehmen zum süßen Joch nud| Syndikate( Gewerkschaften) der kleinen Weinbauern zur leichten Bürde." Man wird dann begreifen, daß auch die gebildet, die, so gut es geht, gegen die Nebergriffe der Angegriffenen, wenn schon die Angreifer die Begriffe nicht zu Großweinbergbesißer und der Großweinhändler Front trennen vermögen, nicht lange zusehen, sondern daß fie fich machen. Diese Syndikate haben jezt an die Rammer eine einfach in ihrem Borne gegen die Kirche als Gesammtheit Betition gerichtet, in der sie ihre Bedrängniß durch den wenden. Daraus erklären sich auch die Aeußerungen einzelner Sozialdemokraten, mit denen man im Lande hausiren geht. Kapitalismus darlegen und Schutz fordern. Diese Petition, Allerdings ohne Erfolg. Ich sage, daß es eine unwahrheit die den Agrariern und Panamisten natürlich sehr fatal ist, ist, wenn behauptet wird, daß die Religionsfeindschaft und wird von unseren Genossen verfochten werden und zu leb die Religionsverfolgung ein Grundsatz der Sozialdemokratie haften Debatten Anlaß geben... find. Ganz die gleichen Vorwürfe wurden früher gegen Bei dieser Gelegenheit sei nachträglich bemerkt, daß Liberale, Freimaurer u. dergl. erhoben. Sie können, wenn es der Jaurès'sche Vorschlag auf Verstaatlichung des GetreideIhnen sonst beliebt und Sie die Macht dazu haben, ganz handels nicht, wie das in verschiedenen Zeitungen heißt, ruhig den Darwinismus von Staatswegen verbieten, die GANGO Naturwissenschaften in den Giftkasten sperren und jeden ein persönlicher Antrag des Genossen Jaurès war, sondern Universitätsprofessor auf das apostolische Glaubensbekenntniß ein Antrag der Fraktion, und daß er vollständig dem verpflichten. Dann würde ich es mit Dr. Raßinger halten Programm des Marseiller Kongresses vom Jahre 1892 und die alten Kirchenväter hernehmen, die uns genügendes entspricht. Material liefern. Sie dürfen jedoch nicht glauben, daß wir feit be Das Maifest der Arbeit. Von verschiedenen Seiten gegen die Wissenschaft und ihre Lehren gleichgiltig seien oder gar auf dem Standpunkt des Herrn Dr. Löber stehen, der und aus verschiedenen Ländern kommt die Nachricht, daß fagte, daß die ganze fogenannte moderne Bildung gegen die die Arbeiterorganisationen schon die Vorbereitungen für die Katechismusbildung so viel werth fei, wie ein Schwefelhölzchen würdige Feier des 1. Mai beginnen. Namentlich in gegen einen stolzen Hochwaldstamm. Auf dem Standpunkt Frankreich legen die Genossen einen großen Gifer an den stehen wir freilich nicht. Tag. In der Petite République" vom heutigen Tag Ich faffe mich also kurz dahin zusammen: Nach meiner fordert Allemane für morgen Abend zu einer allgemeinen Auffassung wird von der Trennung sowohl Staat wie Kirche gewinnen. Nach dieser Trennung wird die Kirche Konferenz der Pariser Parteigruppen und Arbeiternach wiel mehr faren umeren geeth offenbaren tönnen. Deganiſationen zur Besprechung ber zu treffenden MaßWir wollen die Kirche nicht verfolgen, wir wollen auf. O Eine Anzahl Eine patriotische Narrenfahrt. deutsch amerikanischer Militärvereine" haben irgend einem deutschen Militärverein einen festlichen Besuch in die Heimath zum Sedanstag angekündigt. Wir hätten gedacht, in Amerika hätten die Leutchen etwas Besseres lernen können. Aber freilich wir fennen ja das alte Lied: Es zog ein Gänslein wohl über den Rhein, Und kam als ganze Gans wieder heim." Statt über den Shein" kann man auch sagen: -V " " gerade das, was sie vollkommen autonom macht, sie von der Zu den jüngsten anarchistischen Attentaten wird uns Bevormundung des Staates loslösen und ihr das Recht überaus Baris unterm 26. Februar geschrieben: Je weniger in dem geben, ihre Angelegenheiten nach ihren eigenen Gesichts- Wahnsinn der Propagandisten der That", die selbst in den Hotels punkten zu entscheiden. Wir stehen der Kirche gegenüber auf niedersten Ranges, den sogenannten Hotels garnis, wo nur roleneutralem Standpunkte und gestehen uns nicht einmal das tarier verkehren, Bomben legen Methode ist, defto methodiſcher Recht zu, auf ihre Angelegenheiten, auch soweit sie finanzieller fuchen ihn die verschiedenen Parteien der herrschenden Klasse für Natur find, irgend welchen Einfluß auszuüben. Wir wollen, ihre Swede auszunügen. Die firchlichen Parteien, gleichgiftig, daß die Kirchenangelegenheiten aus dem Kultusbudget über- ob sie sich nun zur Republik bekennen oder nicht, verlangen die haupt entfernt werden, die Kirche soll sich von ihren Gläu- Rückfehr zu Gott", was in ihrem Munde so viel heißt, als den bigern die Unterfügung holen, die sie braucht. Damit soll Pfaffen in die Schule und die Klosterfrauen in die Spitäler; freilich nicht gesagt sein, daß wir da, wo besondere Mißstände die royalistischen Parteien wünschen die Rückkehr zur Monarchie, auftauchen, wo es fich um schlechte Behandlung Untergebener die wie die Gazette de france" erklärt, allein den Anarchismus handeln sollte, nicht eingreifen." besiegen und den Sozialismus ausrotten tann", während die Vollblutparteien der Bourgeoisie, die sich um Herrn Perier von Auzin gruppiren, wie man den gegenwärtigen Ministerpräsidenten wegen seiner Beziehungen zur reichsten französischen Von den Mockschöfen der konservativen Partei Grubengesellschaft nennt, ganz einfach verlangen, daß man die Sozialisten zu Paaren treibe. In der That sind ihnen auch suchte Herr von Hammerstein heute das Stöcker'sche„ Volk" die Anarchisten weniger gefährlich, als die Sozialisten, was zu schüttelit, Er war so emphatisch, daß wir nicht anders vielleicht auch erklärt, warum die Polizei, die bei allen ihren fo annehmen können, als das Bolt" müsse sich den Herren zahlreichen Haussuchungen noch feine einzige Bombe gefunden Konservativen vom Schlag Hammerstein sehr unbequem ge hat, täglich so viele anderswo findet. Ein sozialistischer Wahlfieg macht haben. Es ist kein konservatives Organ" ſagt st macht ihnen auch mehr Angst, als eine Bombenexplosion, da diese Herr von Hammerstein. Ja, was in aller Welt ist denn über schlimmstenfalls das Leben einzelner Stüßen des herrschenden fonservatio"? Der Bund der Landwirthe" liegt vielen das Meer". Systems bedroht, jeder sozialistische Wahlfieg aber das System Konservativen schon sehr schwer im Magen. Und wir sind selbst. Nun sollte die Bourgeoisie, wenn sie schon so thöricht überzeugt, Herr von Hammerstein( und das Häuflein um Der autikollektivistische Bauernschädel fängt in ist zu glauben, die aus den herrschenden Produktionsverhält ihn) wird gelegentlich noch manchen Maun und manches Frankreich ebenso gut an zu persagen, wie in Deutsch niffen erwachsende Bewegung durch Breßtnebel und sonst Blatt abzuschütteln haben, bis nur noch ein„ entlaubter land. Dick mag dieser Schädel sein; die Junker haben ja dergleichen bannen zu können, wenigstens fo viel Scham Jahrhunderte lang so viel auf ihm herumgehämmert, daß befizen, die Stamm" übrig ist und schließlich ein entwurzelter. von ihr großgepäppelten Propagandisten der dies sehr begreiflich ist; aber so dick ist er doch nicht, daß That" fiehe Andrieur Souvenirs d'un Préfet de Police Der Unfug des Adressensturms für das gegen er die Erkenntniß wuchtiger Thatsachen nicht durchließe. nicht den Sozialisten aufzuhalsen, die nichts Unsinnigeres fennen, wärtige Poftregiment dauert fort. Bann werden die und kann es eine wuchtigere Thatsache geben, als die, daß stalten zu wollen, deren Geschöpfe sie sind. Wie oft und in als durch Beseitigung einzelner Individuen Verhältnisse umgeHerren Stephan und Fischer diesem Unfug ein Ende machen, der Kapitalist, sei es in Gestalt eines Hypothekengläubigers welcher Form immer die Sozialisten dies aber erklären mögen. der doch nur für sie kompromittirend ist, da alle Welt sie oder des kapitalistischen Konkurrenten, den Bauer zu es wird von den Herrschenden und deren Dienern, weil es ihnen für ihn verantwortlich macht? Wie oft sollen wir Herrn Grunde richtet? In Deutschland bekundet sich die Er- eben durchaus nicht in den Kram past, ganz einfach ignorirt, Dr. Stephan noch das überaus unpassende dieses Kenntniß in dem Ruf: Nieder mit dem Juden oder was noch schlimmer, in fopbiftischer Weise verdreht, wie Vorgehens seiner Untergebenen vor Augen halten? ( Hypothekengläubiger) und Junker( fapitalistischen dies ber ministerielle Temps" eben mit einem diesbezüglichen der Ruf Ist der anch nicht ganz Jaurès'fchen Artikel gethan, ber in der Touloufer Dépêche" ere Bum bayerischen Kultusetat hielt der Genosse Konkurrenten). Vollmar in der bayerischen Kammer der Abgeordneten eine korrekt, sintemalen die Hypothekengläubiger der Bauern schien. In diesem gegen die Anarchisten gerichteten Artikel fagt Jaurès nämlich: längere Rede, aus der wir einige Stellen hier wieder nur zum kleinsten Theil Juden find, so zeigt er Was schlecht ist, das ist die gegenwärtige soziale Organi geben: doch, daß die Bauern auf der richtigen Fährte sind. fation und nicht diejenigen, denen diese Organisation zu gute ... Aus diesem Mißstande, daß Sie Kirche und Staat nicht und das gleiche gilt von den französischen Bauern. tommt. Wenn ein Arbeiter Kapitalist würde, wäre er bei Ge31 trennen wissen, erklären sich auch die Angriffe, welche gegen Die künstlich genährte Angst vor den Sozialisten, den legenheit ebenso hart, wie es nur der strengste Kapitalist sein Die Kirche aus Arbeiterkreisen erhoben werden, weil sie Boli Partageurs"( Theilern) ist ihnen geschwunden sie sind fann. In jedem Falle würde er ganz gelassen die Dividenden tik und Religion nicht zu unterscheiden wissen. Wenn man dahinter gekommen, daß die Partageurs" ganz wo anders sammeln. Man darf daher nicht den und den hassen oder beHandlungen begeht und eine Stellung einnimint, welche im Arzu suchen sind. Ueberall auf dem Land faßt der Sozialis brohen: Das ist ungerecht und auch nutzlos; denn sobald der beitervolle den Eindruck machen muß, daß die Kirche fich zu mus Wurzel. Zum Beispiel in der Bretagne, wo der eine verschwunden ist, nimmt ein anderer seinen Platz in derselben Reihe, in demselben sozialen Privilegium. Nein, was nöthig ist, macht, dann darf man sich darüber nicht wundern. Da erlaube Bauernschädel bisher am antikollektivistischsten war, und daß alle Beraubten, alle Unterbrückten der gegenwärtigen Gefellich mir, Sie an das Wort eines der Shrigen zu erinnern, an Jahrhunderte lang bereit, sich für Gott, König und Bater- schaft in gemeinsamer und beharrlicher Thätigkeit an dem AnSiehe Bandéerkriege!-bruch einer neuen Gesellschaft arbeiten." den großen Görres, der sagte: Die Prälaten, die den starren land an der Wand einzustoßenGlauben geschmeidig machen und die Lehre dem Bolte zum haben sich, was schon früher erwähnt ward, sozialistische Man kann doch wohl nicht deutlicher sagen, daß die Sozia bereiten Helfern der politischen und ökonomischen Machthaber Helene beugte sich ihm entgegen, ihre Augen, ihre Hände, ihre Lippen winkten ihm zu, brachten ihm gleich einer Huldigung ihr Entzücken dar. Seine Brust hob sich höher und er nickte ihr leise zu mit einem seligen Lächeln. Anhaltender und stürmischer Beifall umbraufie ihn nud als er jetzt geendet hatte, drängten sich die Genoffen an ihn heran, um ihm die Hände zu schütteln. Helene blieb unbeweglich auf ihrem Sige, in sich versunken und wie betäubt, bis die Hand ihrer Nachbarin fie berührte. Wir gehen, Adieu, es ist aus; aber Sie warten wohl noch auf Einen?" fügte sie schelmisch hinzu. Auch die übrigen Mädchen blinzelten zu ihr herüber und ficherten, während sie sich zum Fortgehen rüsteten, Helene hatte sich rasch erhoben. " Ich gehe auch," sagte sie. Und nun polterten Alle, eine hinter der anderen, Treppe herunter. die Sie tamen in ein dichtes Gedränge, das sie sofort auseinander riß. Wogengleich wälzte sich dieser Menschenstrom durch die enge Paffage des Café Keßler und gelangte durch die offenstehende Thür auf die Straße. Helene athmete auf, als sie im Freien war; die frische Luft that ihr wohl. Der Mond war heraufgestiegen, aber er erreichte nur die Dächer des schmalen Kruggäßchens. " " # " " Er blickte spähend die Straße hinauf und eilte dann in Aber diese vermochte nicht zu sprechen, sie weinte bitter derselben Richtung vorwärts. lich, faffungslos, unaufhörlich. Atschin hatte ihr den Tod Nataliens mitgetheilt. Suchte er fie? Dachte er sie noch zu erreichen? Ein Gefühl hoher Freude überkam sie und überwand die Schen, die sie thöricht nannte. Sie fühlte sich ihm in so Großem verbunden und wollte es ihm sagen. Sie ging ihm nach. Als sie nach dem Blage hinaustrat, sah sie Konrad mit einem Fremden in lebhaftem Gespräch. An der Ecke des Plates blieb er stehen und blickte aufwärtser überlegte einen Augenblick, dann nahm er den Arm des Mannes und Beide wendeten sich nach rechts. Sie sah ihnen einen Augenblick nach, dann ging fie durch die breite, monderleuchtete Straße aufwärts. Einfam war ihr Weg, die Gegend ringsum wie ausgestorben. Sie tam an dem Turnplay vorbei und weiterhin an den großen öffentlichen Gebäuden der Universität. Kein Licht, kein Laut drang heraus, sie waren zu dieser Stunde von Menschen verlassen, aber auf den mächtigen Quadern und vorspringenden Risaliten lag das Mondlicht klar und weiß, wie festgenagelt. Und an den prangenden Gärten schritt sie vorüber, wo hinter dichten Baumgruppen die Willen der reichen Besitzer versteckt lagen. Lazar trieb fich indeß auf den Höhen des Bürichberges ruhe und raftlos umher. Ohne Weg und Plan irrte er durch das junge Gehölz, das mit breiten Lichtungen wechselte, immer weiter trieb es ihn, als könne er sich und seinem Schmerze entfliehen. Er hatte den Hut fortgeworfen, das Hemd aufgerissen und meinte doch in dieser bleischweren Atmosphäre, die ihn umgab, zu ersticken, Er verlangte nach Luft. Dort oben mußte fie fräftiger wehen. Er haftete aufwärts mit ungleichen Schritten. Endlich erhob sich der Wind, aber er brachte ihm keine Erquickung, er war heiß wie der Samum, unter dem alles Leben verdorrt. Jetzt warf er sich der Länge nach in das Gras und war so matt, daß er. liegen blieb. Aber wenn auch seine Glieder den Dienst versagten, sein Gehirn arbeitete fieberhaft weiter. .0 a Er sah Natalie vor sich in dem weißen, lang herabwallenden Kleide, wie er sie zum letzten Male gesehen hatte, eine Gefangene in ihrem eigenen Hause... Er Die Zweige, von den sauften Strahlen durchflimmert, glaubte den Blick dieser stillen großen, melancholischen neigten jich ihr entgegen und mit Wonne nahm sie den Augen noch zu fühlen und den Vorwurf, den sie entfüßen Duft in sich auf, den dieſe milde durchleuchtete hielten, tiefer als damals, er zürnend vor ihr Sommernacht über sie ausströmte. Gie ging immer stand. Jm Zorn war er von ihr gegangen und Auf dem gegenüberliegenden Trottoir machte Helene aufwärts, den Kopf etwas gesenkt, Gedanken hingegeben, war nicht wieder gekommen. .. Er hat sie nicht mehr Halt, um Hut und Umhang, die sich im Gedränge ver- die ein Lächeln auf ihre Lippen zauberten. Ihr war, als gesehen.. jetzt ist sie todt.... begraben! schoben hatten, wieder in Ordnung zu bringen. sei fie lange, lange nicht so glücklich gewejen. So be Nicht er hatte an ihrem Bett gestanden,... nicht er hat Sie mußte nach dem kleinen, dunklen Giebelhause wußt glücklich, so innerlich ruhig und befriedigt vielleicht ihren letzten Seufzer gehört! Sie hatte auch nicht hinüber blicken, und nach den erleuchteten Fenstern des niemals. nach ihm verlangt. Sie hatte nicht ihn gerufen, als Café Keßler, die gleich der Thür weit offen standen. Und immer heller wurde es in ihr und in ihrer Seele fie fich sterbend fühlte!... Er stößt mit dem Kopf gegen sang sie die Worte des herrlichen Liedes nach, dessen be- den Boden; er ruft ihren Namen, sehnsüchtig und ver geisterter Klang ihr noch in den Ohren brauste: les jours zweifelnd, und klagt sich selbst an, von Reue gefoltert. de gloire sont arrivée!" Aber dann erhebt sich doch wieder die Stimme der Selbstvertheidigung. Sie hatte den Palmhof erreicht, ging leise die Treppe aufwärts und gelangte in ihre Stube. Die Menge hatte sich verlaufen, spärlich, in Abfäßen famen die Nachzügler; aber so oft die Thür nach dem Saal sich aufthat, drangen im brausenden Schwall die gewaltigen Töne der Marseillaise an ihr Ohr, von hundert Kehlen gesungen. Und wieder ging die Thür eine schlanke Mannesgeftalt trat heraus es war Konrad. Sie wollte ihn zurufen aber ihr stärker Klopfendes Herz schien sie zu hemmen und unwillkürlich drückte sie sich daß noch tiefer in den Schatten des dunklen Thorwegs, unter welchem sie stand. doch!" Ohne Licht zu machen, begann sie sich zu entkleiden, als ein leises Wimmern ihr Ohr traf. Sie trat an das Bett ihrer Freundin und bemerkte, sie sich angekleidet darüber geworfen hatte. " Sonja!" rief fie bestürzt, was ist's, sprich, sprich) Was hätte er anderes thun können, als er gethan? Und wenn sie nicht mit ihm ging, war es feine Schuld? Wahrlich nein, er konnte sich freisprechen. Er liegt eine Weile ganz still, ohne Bewegnng. Erinnerungen tauchen auf Längstvergessenes. ( Fortsetzung folgt.) listen feinen individuellen, sondern einen Klassenkampf führen und fund der Herzog von Devonshire meinte gestern in] des Materials oder die Richtigkeit der Konstruktion zu er nichts mit den Anarchisten gemeinsam haben. Der„ Lemps" indes, einer Ansprache an die Freiwilligen der Grafschaft Suffer, proben. Diese Forderungen werden unter strengster Juneder obige Stelle zitirt, behauptet:" Gin reiner Anarchist würde sich die heutige Situation gleiche der vor 35 Jahren, wo in haltung der gegebenen Vorschriften vor der Probefahrt erfüllt und nicht anders ausdrücken, und die von der Sekte inspirirten Verbrechen Frankreich eine nicht unnatürliche" Erregung darüber geherrscht sämmtliche Maschinentheile auf ihre Haltbarkeit in einer weit haben genau den von Herrn Jaurès definirten Charakter; sie richten habe, daß England Leuten Asylrecht gewähre, die auf seinem über ihre eigentliche Aufgabe hinausgehenden Dampfspannung sich nicht gegen den und den im besonderen", kurz, daß die Boden Attentate gegen hervorragende Persönlichkeiten des Aus- geprüft. Anarchisten gerade so denken wie die Sozialisten, daß die Attentate landes vorbereiteten, und solche Erregung fönne sich auch leicht in den Augen ihrer Urheber ebenfalls ein gemeinsames Be- jest wieder einstellen. mühen aller Beraubten, aller Unterdrückten der gegenwärtigen Gesellschaft, an dem Anbruch einer neuen Gesellschaft zu arbeiten, tonstituire" feed T- pa " Daß Jaurès im weiteren Verlaufe feines Artikels von der Organisation der Arbeiterklasse behufs der allgemeinen Emanzipation der Arbeiter spricht, das genirt den Temps" nicht; er nimmt ganz einfach teine Notiz davon, ebenso wenig, wie er davon Notiz nimmt, daß Jaurès von der Organisirung des arbeitenden Volkes behuss Erringung der politischen Macht spricht, was bekanntlich den Anarchisten ein besonderer Dorn im Auge ist. All dies beweist aber nur, daß der„ Temps" bewußt gefälscht und gelogen hat. Ohne Fälschungen, Lügen und Ver. drehungen kann die Bourgeoisie dem Sozialismus und dessen Vertretern eben nicht an den Leib rücken. Daß ihr dies aber alles nichts nüßen wird, das zeigt die steigende sozialistische Fluth und bald kommt der Moment, wo sie rufen wird: Rette, wer fich retten tann! " " Dor= Sofort nach Bekanntwerden des Unglücks auf der„ Brandenburg" habe er einen Sachverständigen nach Kiel geschickt und auf Die Anspielung bezog sich auf die Agitation gegen das eng- grund des erhaltenen Berichts müsse er erklären, daß es unbelische Asylrecht, die dem Attentat Orfini's folgte, und wenn man greiflicher Weise unterlassen sei, eine Sicherheitsvorrichtung an bedenkt, daß dieses nur im offiziellen Frankreich, bei der De- dem Ventil eines Dampfrohres anzubringen. zemberbande Bonaparte's, Entrüftungsausbrüche" zur Folge Der Staatssekretär des Marine Amts gab die Schilderung hatte, die Attentate der Henry, Ravachol ze. aber fast ganz der Ursache der erfolgten Explosion unter dem ausdrücklichen Frankreich gegen sich haben, so möchte die Situation heute noch Vorbehalt, daß er nur seine persönliche Ansicht ausspreche, die bedenklicher erscheinen. Trotzdem stimmt Bergleich zwar auf der Untersuchung eines Sachverständigen bafire, aber nicht, denn Orsini fand bis in sehr bürgerlich- honette feineswegs ein abschließendes Urtheil darstelle, weil solches erst Kreise hinein Beifall in England, mit den jezigen Bombenwerfern nach Abschluß der schwebenden militärischen und gerichtlichen sympathisiren aber, von einer fleinen Anzahl Anarchisten ab- Untersuchung und Feststellung des Vorfalls gefällt werden kann. gesehen, nicht einmal die revolutionären Arbeiter Englands. Nach Feststellung des vom Admiral nach Kiel geschickten SachAber in einer anderen Hinsicht ist die Reminizenz recht zeitgemäß. verständigen sei Material und Arbeit an den Maschinen der Sie mag Herrn Asquith eine Warnung vor dem Sirenengesang Brandenburg" ganz vorzüglich. Die weitere Untersuchung habe der Toryblätter sein. Jest versprechen ihm dieselben alle mög- jedoch ergeben, daß die Zeichnung eines Maschinentheils in die liche Unterstüßung, wenn er nur sich entschließe, Gesetzes- Wer Werkstatt zur Herstellung gegangen sei, ohne daß dieselbe dem schärfungen zu verlangen. Es ist nicht überflüssig, zu sagen," den Schiffsbau beaufsichtigenden Beamten des Marineamts- das fchreibt die Saturday Review",„ daß wenn das Gesetz uns Schiff ist auf der Werft des Vulkan" in Stettin gebaut Die Session ist geschlossen, die Seffion fängt an weitert werden kann." Und das konservative Blatt fordert Herrn worden und es hat sich ergeben, daß die nothwendige Sicherheitsnicht davor schützt, diese Unholde aufgehalft zu bekommen, es er- gelegen hat. Das Rohr ist genau nach der Zeichnung angefertigt heißt es für das englische Parlament, das in dem Asquith auf, sich darüber zu erklären. In gleicher Weise ver vorrichtung auf der Zeichnung fehlt. Nach Fertigstellung des Parlamentarismus erstickt. Gestern war das Unterhaus langte 1858 Disraeli von dem damaligen Whigministerium Dampfrohrs was es nicht möglich, den Mangel der Sicherheitszum letzten Mal in der dreizehn Monate langen Tagung laut ein Ausnahmegesetz gegen Attentatsverschwörer, als aber vorrichtung, die ihren Platz im Innern des Nohres hat, wahr1893/94 versammelt, und wie gar anders war die Stimmung Palmerston Daraufhin ein solches einbrachte und ein zunehmen, und so müsse der Staatssekretär bis auf Weiteres als an dem ersten Tag. Gladstone, der damals so tühn Theil der Liberalen und Radikalen, darunter auch glauben, daß die mangelnde Sicherheitsvorrichtung Ursache des und hoffnungsvoll mit seiner Homerule- Bill in die See Gladstone, ihm die Heeresfolge versagten, benutzte der schrecklichen Unglücks sei. stach, mußte gestern wehmüthig erklären, daß man die politische Harlequin Coningsby", wie der Chartistenführer Die bis in alle Einzelnheiten gehende Untersuchung werde Kirchspiel- Bill, zerfezt wie sie vom Oberhause sei, doch an legenheit und erklärte, er habe allerdings ein Attentatsgesetz verJones Disraeli damals titulirte, die günstige Ge- volles Licht in dieses traurige Ereignis bringen. nehmen möge, damit nur aus der Session überhaupt etwas langt, aber nicht diefes, stimmte mit seiner ganzen Partei da- handlungen abgebrochen werden. Die nächste Sigung der Kom Wegen des Beginns der Plenarsizung mußten die Verherauskomme. Alles andere ist den Wogen zum Opfer ge- gegen, und das Ministerium Palmerston woran freilich fein mission findet Morgen Vormittag statt, fallen. Er deutete dunkel auf die Nothwendigkeit einer Schade war- war gewesen. Mittlerweile hatte sich der Sturm" war gewefen. Mittlerweile hatte sich der„ Sturm" Auflösung hin, was die tampflustige Opposition gelegt und so hielt das Ministerium Derby- Disraeli es für flüger, In der heutigen Sigung der Waarenbezeichnungszu dem Rufe: Sofort! veranlaßte ein Ruf, die Sache beim Alten zu lassen. Kommission wurde die erste Berathung des Gefeßentwurfes zu den die Liberalen gefentten Hauptes anhörten. Bis jetzt hat sich Herr Asquith im ganzen fest gezeigt; das Ende geführt. Der§ 15 erfuhr noch eine Erweiterung durch Dann erfolgte der formelle Schluß der Session, heißt, er hat, wozu er als Polizeiminister ja verpflichtet war, einen vom Abgeordneten Schmidt eingebrachten Antrag als Ser freilich nur eine Formsache ist, denn schon am 12. d. M. fich nicht gescheut, allerhand Sicherheitsmaßregeln gegen Bomben 15a, wonach die ausländischen, in Deutschland zur Ein- und also nach 11 tägigen Ferien wird das Unterhaus recht zu schützen gesucht. Das erkennt auch Freund Cunninghame zuläffigen Bezeichnungen, auf Antrag und unter Sicherheitsfabrikanten zu ergreifen, aber er hat nach Möglichkeit das Asyl: Durchfuhr gelangenden Waaren, unter den bestimmten unwieder zusammentreten. Schwerlich mit demselben Premier Graham, sonst der Letzte, der den Liberalen Artigkeiten zu leiſtung des Verletzten von den Steuerbehörden zu beschlagminifter. So hartnäckig die Gladstone'schen Blätter auch fagen liebt, in einer Buschrift an das Daily Chronicle" nahmen sind. Der§ 18 ist abgeändert, jedoch die genauere noch das Bevorstehen des Ministerwechsels leugnen, so wird rühmend an. Er beschwört Asquith, fest zu bleiben. Caffe man Fassung und feine Stellung der nächsten Lesung vorbehalten. dieser doch unzweifelhaft in nächster Zeit erfolgen. Wahr- die fremden Anarchisten," schreibt er ut. a., wie bisher, so auch Durch eine Aenderung des§ 20 ist derselbe insoweit erweitert scheinlich wird Gladstone's Posten von dem jezigen Sekretär ferner nach England tommen. Mit allen feinen Fehlern ist und verschärft, als für den Bundesrath eine weitergehende des Aeußern Lord Rosebery eingenommen werden, einer England noch der beste Ort, Gewalt- Anarchisten zu kuriren. In Retorsion den fremden Waaren gegenüber festgesetzt ist. Auch fleißigen und tüchtigen Mittelmäßigkeit, die außerdem noch England können sie wenigstens unter Herrn Asquith den Mund dem§ 21 wurde ein anderer, entsprechenderer Inhalt gegeben. § die Eigenschaft hat, Rothschild zum Schwiegervater zu haben, aufreißen, und das Mundaufreißen ist das beste Sicherheits- Beim 22 wurde die Wichtigkeit desselben gerade für die NemMan fönnte Der Schwiegersohn Rothschild's Ministerpräsident von Groß erwidern, daß ja in Frankreich die darauf scheider und Solinger Industrie vom Neferenten hervorgehoben. Anarchisten auch britanien- das giebt etwas für die antisemitischen Staats sehr weitgehende Rede und Preßfreiheit genossen hätten, männer und Weltweisen! ohne sich damit zu begnügen, aber es sind nicht nur einzelne Geſetze, es ist das ganze politische Syſtem, das in Frage mon polizeiliche Steckbriefe gegen Sozialdemokraten. Im fummt, und dieses ist in Frankreich der Züchtung von Attentätern Braunschweigijchen stellte ein Gemeindeporstand einem günstiger als das englische. günftiger als das englische. Indeß, unbedingte Sicherheit bietet auch der festeste Ent- Arbeiter folgendes Führungsattest aus: schluß eines liberalen Ministers nicht. Die von dem Vorwärts" bereits gebrachte Antwort des Herrn Asquith auf die Anträge ventil, 50 Millionen Lire( 40 Millonen Mark) sollen in Italien für neue Gewehre ausgegeben werden. Italien schwimmt wohl in Gold, hat sicherlich keine Schulden und das Volk lebt ohne Zweifel ohne Sorgen, so muß ein Unkundiger denken, der diese Nachricht liest. Leider ist das Gegentheil wahr: das Volk hungert, das Land steht vor dem Bankrott, Crispi ist aber groß, ihm jubelt die bürgerliche Bresse zu! * Parteinachrichten. Dem Arbeiter H. B. hierselbst wird hierdurch bezeugt, Daß er sich stets gut geführt, bemerke aber, daß er Mitglied des f. 3. hier existirenden Sozialdemokratischen BerJahren find sozialdemokratische Bestrebungen des p. B. nicht wieder bekannt geworden. Gitter, den 4. Februar 1894, Der Gemeindevorstand. pice Appuhn. Fürwahr eine würdige Aufgabe, gewesene" Mitglieder eines aufgelösten" Vereins noch weiter zu verfolgen, trotzdem seit abren teine fozialdemokratischen Bestrebungen des B. mehr bekannt geworden". Die Zugehörigkeit zu einem sozialdemokra durch wirthschaftliche Vernichtung des Betreffenden- so will es tischen Verein kann durch nichts Geringeres gefühnt werden, als die heilige Ordnung. Verschiedene Praxis. Bei der Leichenschau über den bei London umgekommenen Anarchisten Bourdin er tlärte der gerichtliche Chemiter auf die Frage nach der Zusammensehung des Sprengstoffes, der den Tod verursacht: es sei nicht gut, solche Rezepte zu veröffentlichen, da sie mißbraucht werden des Schußzöllners und Fremdenheters Vincent zeigt, daß jedenseins gewesen ist. Seit dessen Auflösung vor ein paar tönnten. In Paris war die Praxis eine andere. falls schon die Kooperation der hiesigen mit den kontinentalen Dort ließ der oberste Bolizeibeamte o che für Woche, Polizeibehörden auf die Ueberwachung politischer Flüchtlinge Monate und Jahre lang nicht blos Sprengstoff- Rezepte, ausgedehnt ist, und damit ist die schiefe Ebene wenigstens mit einem Fuß bereits beschritten. sondern auch Anweisungen zur Herstellung von Spreng maschinen veröffentlichen. Und die französische Polizeipraxis, regelmäßigen Attentats Unterricht zu er theilen, hat sich, wie man sieht, vortrefflich bewährt. Anti anarchistische Demonstration beim Begräbniß Bourdin's. Aus London wird uns geschrieben: Die Beerdigung des verunglückten Anarchisten Bourdin gab letzten Freitag Anlaß zu einer Demonstration seitens des Publikums, wie sie sich die Theoretiker der Propaganda der That" schwerlich hätten träumen lassen. Wiederholt mußte die Polizei die den Todten zur letzten Ruhestätte geleitenden Anarchisten vor Mißhandlungen seitens der zischenden und feindselige Rufe ausstoßenden Menge schüßen, und ohne die Intervention der Polizei hätte die letztere nicht einmal vor der Leiche Bourdin's Halt gemacht. Es wurde in einem Moment ein energischer Bersuch gemacht, sich des Sarges zu bemächtigen, augenscheinlich um ihn womöglich zu zerstören und die Leiche auf irgend einen Echindanger oder dergleichen zu werfen. Eine rothe Fahne, die der Menge in die Hände fiel, wurde zerrissen und mit Füßen getreten, und als auf dem Kirchhofe ein Anarchist Miene machte, am Grabe des verstorbenen Genossen eine Ansprache zu halten, wurde er, noch ehe die Polizei ihn unterbrochen, von der Menge mit Rufen wie Keine Reden!"," hängt ihn", lyncht ihn", niedergeschrien, und wie der Zug zum Kirchhof nahm auch die Rückfahrt für die Leidtragenden zeitweise die Form einer Flucht an. die konservative" Ball Mall Gazette" darin barin erblickt, Darlamentarischres. Presse. Die ,, Rheinische Zeitung", welche gegenwärtig dreimal wöchentlich in Köln a. Rh. erscheint, soll in Bälde täglich herausgegeben werden, um den Kampf gegen die am gleichen Ort erscheinenden Hauptorgane der nationalliberalen Die Budgetkommiffion des Reichstages beschäftigt sich und ultramontanen Partei erfolgreich führen zu können". Der feit zwei Tagen mit dem Marineetat. Auf Antrag des Referenten Abonnementspreis wurde auf 2,10 Mart pro Quartal fest= Abg. Dr. Lieber beschäftigte sich die Kommiffion zunächst mit der Berathung des Indienststellungsplanes der Flotte. In dem Etat verlangt die Regierung für diesen Zweck folgende Bewilligungen: . 1. Für den auswärtigen Dienst: 15 Schiffe mit einem Geldaufwand von 2. Für Schul- und Uebungszwecke • 10 3. Bu anderen Zwecken u. A. 1 Yacht zur Verfügung des Raisers mit 877 280. 4. Zu Probefahrten 8 053 070 m. 10 618 990 " 709 010 " " 361 430 Busammen 14 742 540 97. gesetzt. Wie die' ,, Göttin der Gerechtigkeit" zu strafen weiß. In einem Bericht über den Stand der Presse, der in einer Parteiversammlung in 3 wid au gegeben wurde, wurde hervor. gehoben, daß die Redakteure der Reuß. Bolkszeitung" seit 11/2 Jahren bereits 17 Monate Gefängniß zudiktirt erhielten. Die brave, Juftitia". Ein außerordentlich rasches Wachsthum zeigt die Es liegt mir fern, die Bedeutung diefer Manifestation zu übertreiben. Die Masse der Manisestirenden bestand nicht aus Sozialdemokratie in Galizien. Namentlich greift die sozialdemo den besten Elementen, weder des Bürgerthums, noch der Ar- sekretärs der Marine sowie einiger Kommissionsmitglieder, nament- um sich, da sich an derfelben sowohl die polnische als ruthenische Nach langen Erörterungen des Referenten, des Staats- fratische Propaganda in den bäuerlichen Streifen außerordentlich beiterklasse, Gerade die Nichtbefizenden dürften vielmehr vor lich des Abg. Richter, beschloß die Kommission die Abfegung bäuerliche Bevölkerung lebhaft betheiligt. So schreibt die Köln. vor- sekretárs wiegend durch Mitglieder derjenigen Schicht vertreten gewesen einer Bauschalsumme von 500 000 m., deren Bertheilung auf Bolts- Zeitung": Wir haben auf das Wachstum der Sozialbez sein, die uns die Anarchisten verbieten, Zumpenproletarier" zu die einzelnen Titel der Marineverwaltung überlaffen wird. demokratie in ganz Desterreich schon wiederholt hingewiesen. In nennen-durch Straßenlungerer, die die Instinkte des Proletariers verloren haben, wenn sie sie je besessen, und die beantragt, was jedoch gegen die freisinnigen und sozialdemo- herrschende furchtbare Noth und die absolute Unfähigkeit der Abg. Richter hatte die Absetzung von 12 Millionen Mark Galizien ist die beste Vorkämpferin der Sozialdemokratie die dort unmittelbar von der Bourgeoisie leben. Der Troft, den fratischen Stimmen abgelehnt wurde. herrschenden Gewalten, irgend etwas zur Abhilfe derselben zu daß selbst der Abhub von Liffon- Grove teine Spur Bu den Ausgaben des ordentlichen Etats übergehend, bean- thum. Allein durch die Ueberschwemmungen des letzten Herbstes von Sympathie mit den„ Genossen" der Autonomie gezeigt hat", tragte der Referent die Ablehnung der für das Marine- Ober- wurde ein Schaden von Millionen angerichtet, ganze Gemeinden ist meiner Ansicht nach deshalb auch vom Bourgeoisstandpunti fommando verlangten Stellenvermehrung. Die Marineverwaltung faben sich, von allen Mitteln entblößt, als Bettler dem Nichts aus recht wenig werth. Dieser Abhub" ist unter normalen Ver- fordert für diesen Zweck drei See- Offiziersstellen, sowie eine An- gegenüber und der öffentlichen Milothätigkeit anheimgegeben, hältnissen der Bourgeoisie überhaupt nicht gefährlich. Er ist bei zahl Bureaubeamter, Rangleidiener und endlich die Beschaffung während ihre Vertreter" unthätig in Wien saßen und um ihren öffentlichen Vergnügungen, bei Jagden, Pferderennen 2c. ihr von Bureauräumen. Der Referent beantragt die Ablehnung aller Ministersite feilschten. Nun seßen sie ihre Hoffnung auf die eifriger Mitläufer, warum sollte er für Leute Sympathien an aus dieser Anforderung resultirenden Etatsposten. Der Chef der Sozialdemokratie, von der sie eine bessere Vertretung ihrer den Tag legen, die, wenn auch in verkehrter Weise, die Bour. Marineverwaltung, Admiral Hollmann, erläutert in eingehendem Interessen erhoffen und diese Hoffnung wird sie nicht täuschen. geoisie auszurotten suchen? Die Schwärmerei der Anarchisten für Vortrag die Nothwendigkeit der Mehrforderung, welche jedoch diese Gesellschaftsklasse ist durchaus einseitig. Most und andere einstimmig abgelehnt wird. haben das wiederholt im Gefängniß erfahren, und am Freitag hat es sich von Neuem gezeigt. Bei der nächsten Etatsposition( Gehalt des Staatssekretärs) bringt der Abg. Müller( Gagan) die Unglücksfälle zur Sprache, welche auf Baden" und" Brandenburg" passirt sind. Bezüglich des Unglücksfalles auf der Baden" bemängelt der Redner, daß die Hinterbliebenen( Wittwe und drei Kinder) des verunglückten Lieutenants zur See nicht genügend unterstüßt werden. Nach den Mittheilungen, welche der Abg. Müller hat, soll Wichtiger ist, daß das mehr zuschauende Publikum diese Elemente gewähren ließ, daß selbst fein Arbeiter die Stimme gegen die Insultirung des Leichenzuges erhob. Wer nicht feind felig demonstrirte, that auch nichts, die Feindseligkeiten zu hindern. Der Abhub" interpretirte nur in feiner Art die Empfindungen die Unterſtüßung pro Jahr 370 M. betragen. der Masse der Bevölkerung. Wie diese denkt, kann man leicht erfahren, wenn man sich vor den Laden der Zeitungsverkäufer Bezüglich der Brandenburg" wünscht der Redner über die stellt, wo Beitungen mit Juustrationen der vermutheten gräßlichen Ursache des Unglücks und den augenblicklichen Stand der UnterArt der Bourdin'schen Berunglückung aushängen. Serves him fuchung Aufklärung, indem er zugleich den über den Unfall im right"( gefchieht ihm recht) ist das faft einstimmige" Urtheil, das Reichs- Anzeiger" veröffentlichten Artikel, der statt aufzuklären man zu hören bekommt. So wenig ist diese anarchistische Bomben und zu beruhigen, verwirrend und beängstigend gewirkt habe, einer Kritik unterzieht. taftit geeignet, selbst in einer Zeit allgemeiner Gährung„ Propaganda" zu machen. " " Der Staatssekretär des Reichs- Marine- Amts verweist rück sichtlich des auf der„ Baden" ums Leben gekommenen Lieutenants Agitation für ein Gesetz gegen politische Flüchtlinge auf die zahlenmäßige Darlegung, die von einem seiner Kom in England. Unser Londoner Korrespondent schreibt: missare gegeben werden wird, und äußert sich über das Unglück Die anarchistische Bombentaktit giebt den Realtionären aller der Brandenburg" in längeren Auseinandersetzungen etwa fol Art unerschöpflichen Stoff zu Hezereien gegen politische Flücht- gendermaßen: linge. Die Saturday Revierw", die zwar lange nicht mehr die Der vom Abg. Müller bemängelte Artikel im Reichs An Bedeutung, die sie früher einmal gehabt, die aber immer noch zeiger" habe zur Beruhigung des Publikums dienen sollen. Es als das Drakel einflußreicher fonservativer Kreise gilt, verlangt fei irrig, wenn aus dem Artikel gefolgert werde, die Marinein ihrer neuesten Nummer ein schärferes Gesez gegen Ausländer, verwaltung benuße die Probefahrten der Schiffe, um die Güte " B " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Die Thüringer Tribüne"( Erfurt) theilt berichtigend mit, daß ihr Redakteur Genosse Hülle wegen Be leidigung des Stadtbauraths Kortüm nicht zu 100 M., wie sie zuerst und nach ihr auch unser Blatt angegeben, sondern zu 500 m. Geldstrafe verurtheilt wurde. Freigesprochen wurde Hülle von der Anklage, den Lehrer Möbius be leidigt zu haben, von dem behauptet worden war, daß er zwei Kinder mittels Rohrstocks gemißhandelt habe. Der Wahrheitsbeweis fonnte in vollem Umfange erbracht werden. Briefkaffen der Redaktion. G. E. Der Saz: Das Wort Gott ist nichts als eine leere Tafel, auf der nichts steht, als was Du selbst baranf geschrieben", stammt nicht von Luther und kann nicht von ihm stammen. Er ist viel späteren Datums, und sagt wesentlich dasselbe, was Feuerbach sagte: Gott hat nicht den Menschen, sondern der Mensch hat Gott geschaffen. 2. W. 32. Wir müßten einen langen, durchaus nicht in den Rahmen unseres Blattes passenden Artikel schreiben, wollten wir Sie über Wesen, Eigenschaften und Wirkung des Sublimat genügend aufzuklären versuchen. Sie werden wohl einsehen, daß das nicht gut geht. Schlagen Sie ein Konversationslegiton nach. Alter Abonnent 94. Jude. Für den Inhalt des Inierate über Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Todes- Anzeige. nimmt die Redaktion dem Bublikum Ein Blitzmädel.beiter und Arbeiterinnen zur Nachricht, gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 3. März. Opernhaus. Die Medici. Schauspielhaus. Die Minnekönigin. Verbotene Früchte. Deutsches Theater. Der Herr Senator. Berliner Theater. Recht. Posse mit Gesang in 4 Atten von Costa. Musik von C. Millöcker. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. In Vorbereitung: Novität! Novität! Ein gesunder Junge. Boffe mit Gesang u. Tanz v. Jean Kren. Adolph Ernst- Theater. Aus eigenem Charley's Tante. Den Mitgliedern des Verbandes der im Vergoldergemerve beschäftigten Ardaß das Mitglied, der Vergolder Conrad Ekstein an der Proletarier- Krankheit verstorben ift. Die Beerdigung findet am Sonntag, Nachm. 21/2 Uhr, vom Krankenhaus Der Freireligiösen Gemeinde, Pappel am Urban nach dem Begräbnißplaz Allee, statt. Leffing- Theater. Madame Sans- Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. unser Kollege und treuer Genosse, der Gêne. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Die Brautjagd. Residenz- Theater. Der Maskenball. Vermischte Anzeigen. Neues Theater. A Basso porto. Central Theater. Ein Blizmädel. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Der Südstern. Alexanderplat- Theater. Das Heirathsbureau. Hierauf: Charley's Tante. National Theater. Die blonde Gina. Die Weber. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. American Theater. Lumpen- Susamme, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Wallner- Theater. Geschlossen. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. V Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Vorher: Um zahlreiche Betheiligung ersucht 635/9 Die Ortsverwaltung. Hiermit die traurige Nachricht, daß Maurer Wilhelm Figule schweren Leiden am 1. März verParodistische Posse mit Gefang in 1 Att Sonntag, den 4. März, Nachmittags von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Die Bajazzi. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Heute, Sonnabend: Grosses humoristisches ☛Bock- Fest! Extra- Vorstellung. Gratis- Verloosungu. s. w. R. Winkler. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: National- Theater. Spezialitäten- Borstellung Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Novität: Die blonde Gina. Boltsstück mit Gesang in 1 Aft von Julius Neue. Hierauf: Novität: Die Weber" Schauspiel in 4 aften v. Carl Peters. Regie: May Samst. Rasseneröffnung 6½½ Uhr. Anfang 712 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 81/2 Uhr: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Mlbum) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Brunwald heit " und Konzert von nur Künstlern 1. Ranges. Auftreten der Ballet- Gesellschaft Columbia( 10 Damen), Balletmeisterin Rosa Fricka. Auftreten der Elite ParterreAkrobaten u. Pantomimentruppe Hermandez. Ein Liebesabenteuer. Komische Orig. Pantomime. Fräulein Berkany, Kostüm- Soubrette. The Willon's, Dopp. Jongleure. Geschw. Gläser, Gesang- u. Instrument. Duettisten. G. Cordes, Gesangs- Humorist. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. S Passagenach Freie Volksbühne. Morgen, Sonntag, 4. Abtheilung( National- Theater): Kabale und Liebe. Beginn der Vorstellung: 2 Uhr. " # Berloosung: 1 Uhr. Für die 1. Abtheilung im Lessing- Theater: Sodoms Ende. Drama in 5 Atten von Hermann Sudermann, Beginn der Vorstellung: 22 Uhr. " Verloosung: 12 Jm Anfang des Monats März wird Herr Börner( Bahlstelle V) nach dem vis- à- vis gelegenen Hause Ritterstr. 15 verziehen. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk. SW., Solmsstr. 24. storben ist. Die Beerdigung findet Achtung! Achtung! Stellmacher! Achtung! aus statt.[ 2093b] Die Kollegen. 4 Uhr, vom Neuen Jakobi- Kirchhof Sonntag, den 4. März, Vorm. präzise 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38: Versammlung 57129 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme und die zahlreichen Kranzspenden des Fachvereins der Stellmacher Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: [ 285/10 Der Vorstand. bei der Beerdigung meines innig geliebten Mannes Carl Zöller sage ich allen 1. Der von der Innung 1886 anerkannte Lohntarif und dessen InneFreunden und Bekannten, auch dem haltung. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Fabrikpersonal meinen tiefgefühltesten Um zahlreiches Erscheinen ersucht Dant. Ww. Zöller, geb. Schulz. Verein der Lithographen, Steindrucker u. Berufsgen. Deutschlands. Filiale Berlin.) Montag, 5. März, Abends 82 Uhr, bei Philipp, Rosenthalerstraße 38: Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Rigdorf. Am Sonntag, den 4. März, Vormittags 102 Uhr, im Lokal des Herrn Hoffmann, Bergstraße 133: Vereins- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Siegerist über Gewerbegerichte. 2. Diskussion. Vertrauensmänner- 3. Rottbuser Konferenz, event. Wahl eines Delegirten hierzu, und VereinsVersammlung. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet Die Verwaltung. 491/5 I. Nachtrag Angelegenheiten. Gäste willkommen. Achtung. 432/13 Die Ortsverwaltung. Achtung. Oeffentliche Versammlung zum Statut d. Orts- Krankenkasse aller im Getreide beschäftigten Verfonen der Nadler und Siebmacher. Laut Beschluß der General- Versammlung vom 7. Januar 1894 wird§ 17 umgeändert wie folgt: Mitgliedern, welche sich eine Krant. heit vorsätzlich oder durch schuldhafte Betheiligung an Schlägereien oder Raufhändeln oder durch Trunkfälligkeit zugezogen haben, wird ein Krankengeld nicht gewährt. Vorstehender Nachtrag tritt mit dem Tage der Genehmigung in Kraft. Der Vorstand. am Montag, den 5. März, Abds. 8 Uhr, int ,, Hensel's Salon", Invalidenstraße Nr. 1. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Die Arbeitslosigkeit und ihre Ursachen". Referent: Genosse Thieme. 2. Distusfion. 3. Stellungnahme zur Beschidung des Kongresses zu Pfingsten nach Halle a. b. S.- Kollegen, erscheint alle mit Euren Frauen in der für Euch so wichtigen Versammlung. Mit kollegialischem Gruß Karl Peetz, Bertrauensmann, Stralsunderstr. 60. 494/1 Verein der Maschiniften u. Heizer Berlins. gez. W. Kusche, Vorsitzender. Vorstehender Nachtrag wird hierdurch 298/10 genehmigt. 2085b Panopticum. Berlin, den 14. Februar 1894. Die Glocke von Fr. v. Schiller. Mufit von Romberg. Dargestellt in 15 lebend. Bildern. Der Bezirks- Ausschuß. J. N. 547. Kayser. Achtung Rixdorf! Den Mitgliedern des Sozialdemofratischen Vereins ,, Borwärts zur Senntniß, daß die Bibliothek sich beim Genossen Wurbs, Ziethenstraße 70, Josephine Deiclisseur. Sanssouci", part. links, befindet. mit bewegter VergangenMartin Bendix. Täglich: Auftreten des besten Bauchredners d. Jeztzeit H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix, sowie Hugo Schulz, Alfred Bender. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 62 Uhr. ratweil'sche Bierhallen GB Kommandantenstr.77-79. Aelt. u, größt. Etablissem. Berl. Täglich abwechselud. Programm bei freiem Entree der ersten Wiener Damenkapelle Mikloska't und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. 111/8 Der Vorstand. Kottbuserstr. 4a. Sonntag, den 4. März 1894: Stettiner bitter bereut zurück. Ich nehme hiermit die Beleidigung gegen meine Schwester, Frau Amtage, Sänger 2099b G. Gorges. Wer hilft Genossen mit einem Darlehn von 40, Mark vor Ermission? Adressen unter E. K. Postamt Boeckh2102b Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Straße. Hiermit warne ich jeden, meiner Frau Luise, geb. Hamann auf meinen Namen etwas zu borgen, da Großes Programm! ich für nichts auftomme. Zum Schluß: „ Im Manöver". Ensemble von Mensel. Montag: Viktoria- Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Circus Renz, ( Karlstraße.) Sonnabend, den 3. März cr., Abends 71/4 Uhr: 2090b Otto Ohnesorge. Berl. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg: 55. Bock- Saison. 20876] Täglich: Gr. Militär- Concert. Auf auf zur fröhlichen Jagd! Po kurze Zeit! Präuscher's anat. Museum. Gr. Sport- Schauftück v. Dir. Fr. Renz, Rehlkopftuberkulose, KehlkopfParforce- u. Kastadenritt. Meute von polyp, Brustfellentzündung, 40 Hunden. Lungenentzündung, Lunge mit TuberAußerdem: b. oftpr. Hengit Blondel tuloſe, Herz mit Klappenfehler, Magen u. Monstre- Tableau von 60 Pferden, mit Entzündung, mit Geschwüren, vorgef. v. Hrn. R. Renz; Pas de deux, Leber- und Milzkrankheiten. Täglich Auftreten des ger. v. Mis Rose u. Mr. Franconi; Schuhkanal durch fünf Körper, Fräulein Miss Wobb, sen Spiele in der Luft, täglich für erwachsene Herren, Dienstag b. tautai. Soden Wer. Wassiliams Gladiatorenkampf, Taubenkönigin, mit ihren 24 dressirten Tauben. SS d. ikarischen ausgef. v. d. Troupe Daineff; die Hand- Akrobaten Gebr. Detroit, u. s. w. Sonntag: 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr: Gr. Komiker- Vorstell.; Sonntags Unf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Abends 7/2 Uhr: Auf auf zur fröh3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro lichen Jagd! Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. Fr. Renz, Direktor. Säle für Versammlungen Rechtsbureau. des Königlichen Amtsund Festlichkeiten richtersa. D. AlteJakobstraße 130. Gewissenhafter Rath in allen sind noch an verschiedenen Tagen Angelegenheiten. Unbemittelten unentzu haben. und Freitag für Damen. Castan's Panoptikum. Grossartige Ausstellung Viele Novitäten! geltlich. Auch Sonntags. 1088b Irrgarten. Illusionen. Märchen- Cyclus. Sonntag, den 4. März, Nachmittags 5 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Versammlung. Tagesordnung wird in der Versammlung befannt gemacht. Der Vorstand. J. A.: H. Holz, Muladstr. 21. Buchhandlung des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen: Zweite vermehrte und verbesserte Auflage Die soziale Lage der Tabakarbeiter Deutschlands zusammengestellt nach den Ergebnissen des Kongresses der Labakarbeiter zu Berlin vom 19.- 25. November 1893. Im Auftrag des Kongresses herausgegeben von der Kongresskommission. Preis 50 Pf., franko nadh auswärts 60 Pf. Wiederverkäufern entsprechenden Rabatt, Auf 120 Seiten Großoktav wird in Tert und zahlreichen Tabellen der ziffernmäßige Nachweis für die elende und traurige Lage der Tabatarbeiter erbracht, deren Nothlage der Reich 3schatsekretär v. Posadowsky in der Reichstagsfizung vom 11. Januar schlankweg mit der Behauptung wegdiskutirte, die Lebenslage der Arbeiter sei in den letzten Jahren durch die allseits gestiegenen Löhne wesentlich gehoben worden. Da das Material nach einzelnen Provinzen und Städten geordnet ist, Wochen- und Affordlöhne gesondert aufgeführt und daneben ausführliche Angaben über Wohnungsmiethe, Zahl und Beschaffenheit der verfügbaren Räume, Ernährung. furz über alle Lebensverhältnisse der Tabatarbeiter mitgetheilt sind, so bietet die Broschüre gerade jezt für die Beurtheilung der Tabatsteuer. Vorlage und deren Folgen, für die soziale Lage der Tabakarbeiter das fachkundigste Material. Daneben ist sie aber auch ein werthvoller Beleg zur Frage der sozialen Lebenslage der Arbeiter überhaupt. Zahlreichen Bestellungen sieht entgegen Buchhandlung des ,, Vorwärts". 321/20 Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplas Kinderwagen, größtes Lager Berlins. Muster bücher gratis. Theilzahlung 9 gestattet. 500 Mark zable ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte kinderwagen- Lager Berlins ha be. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. F. Metzner. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 52. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 61. Sigung vom 2. März 1894. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Bronsart v. Schellen dorff, v. Spis, vom Haag. das Wort tann. Sonnabend, den 3. März 1894. 11. Jahrg. Abg. Graf Oriola( natl.) weist darauf hin, daß einige vorhandene brauchbare und gute Kasernen nicht benutzt werden, während andere, die gleichfalls noch brauchbar und gut sind, demnächst angeblich aufgegeben werden sollen. In Gegenden, wo solche Kasernen vorhanden sind, sollte man diese nicht unbenutzt lassen und dafür nicht neue bauen. Der Kriegsminister möge eine genaue Uebersicht über diese Kasernements geben, damit man über das Bedürfniß an Kasernenbauten orientirt werde. darin: Ihr habt die Ehre, in der Hauptstadt bei| lehrer seinen Dank aus. Die heutige Erklärung des Minister meiner Garde zu stehen.( Präsident v. Leve how werde ganz besonders freudig von den Lehrern begrüßt werden. bemerkt, daß es nicht üblich sei, die Person des Auch nach dem französischen Gesetz seien die Volksschullehrer zum Monarchen in die Debatte zu ziehen.) Das hat mir auch einjährigen Dienst zugelaffen. Allerdings laufen im Lehrerstande fern gelegen; ich will nur die betreffende Aeußerung in die arme Teufel genug herum; aber daran wird die Durchführung Debatte ziehen, weil sie mir nothwendig schien zur Beurtheilung dieser Aenderung nicht scheitern. Die Berathung des Etats wird mit dem Militäretat der hier vorgebrachten Dinge. Es wurde weiter darin aus: fortgesetzt. Abg. Haffe( natl.): Der Lehrermangel, welcher für Preußen gesprochen...( Präsident v. Levehow: Herr Abgeordneter, die Durchführung der Maßregel zur Zeit noch nicht zuläßt, be= Bei dem Ausgabeposten, Gehalt des Kriegsministers" ergreift ich habe Sie ersucht, abzubrechen in diesen Ausführungen.) Ich steht für Sachsen nicht mehr. Wer das Seminar abfolvirt hat, will also ganz allgemein sprechen. Soldat soll also fünftighin befigt eine höhere allgemeine Bildung als diejenigen, die durch Abg. Bebel( So.): Der Kriegsminister hat bei der ersten nur werden können, wer sein Vaterunser zu beten im stande ist. die Preffe gegangen sind und die höheren Schulen bis zur Berathung auf meine Ausführungen in bezug auf den bekannten Danach sind also Juden von vornherein ausgeschlossen, ferner Sekunda besucht haben. Diese Bildung qualifizirt ihn durchaus Hannover' schen Spielerprozeß geantwortet, er finde es unerhört, daß alle Atheisten oder Angehörige einer nicht christlichen Religions- zum Einjährig- Freiwilligen. Ein großer Theil der Lehrer ist man nachgerade anfange, die Betrüger bei Seite zu lassen und gemeinschaft. Dann wäre auch hier die Konsequenz, die Bestim- ja zur Beit nicht in der Lage, die finanzielle Last zu oie Betrogenen auf die Anklagebant zu schieben, blos weil mung in die Militärgefeßgebung aufzunehmen, daß, wer sein tragen, aber auch δα werden sich Auswege finden. sie Offiziere seien und den höheren Ständen angehören. Baterunſer nicht beten kann, auch nicht kaiserlich deutscher Soldat Daß der Volksschullehrer mit der Waffe dient, liegt im Interesse Ich war damals nicht in der Lage, auf diese An- werden soll. Wohin wir allerdings dann kommen, mögen Sie der Armee und seiner selbst. schuldigung zu antworten. antworten. Heute muß ich nachdrücklich sich selber vorstellen. Wenn diese Dinge im Ausland bekannt Abg. v. Manteuffel: Herr Bebel hat seiner Zeit angedeutet, oie Unterstellung zurückweisen, als wenn ich die Sache werden, sind sie nur geeignet, uns lächerlich zu machen. Sie daß die Nothlage der Landwirthschaft damit zusammenhänge, nur zur Sprache gebracht hätte, wie es sich um Offiziere handelte, stehen mit der allgemeinen Rechtsgiltigkeit in grellſtem Wider daß die Söhne der Großgrundbesiger in Hannover viel Geld die ich in der öffentlichen Meinung herabsetzen wollte. Der spruch.( Beifall links.) verspielten. Die Entdeckung, daß der Roggenpreis mit dem ErKriegsminister wird aber zugeben müssen, daß die in jenem Prozeß Kriegsminister Bronsart v. Schellendorf: Daß die Reit- folg des Hazardspiels zusammenhänge, war Herrn Bebel vorzu Tage getretenen Erscheinungen weit über Deutschland hinaus fchule in Hannover eine Hochschule für die Spieler ist, ist mir behalten. Die Nachricht der Zeitungen, daß konservative Ab den allerunangenehmsten und peinlichsten Eindruck gemacht haben. nicht bekannt. In vier Jahren find 35 Offiziere in derartige geordnete ihren Abschied als Offiziere fordern werden, ist falsch Es wäre wunderbar gewesen, wenn aus der Mitte der Volksver- Untersuchungen verwickelt gewesen; ein großer Theil diefer Pro- und erfunden; die Abgeordneten, die das Recht zum Tragen der tretung ein solcher Vorgang nicht zur Sprache gebracht worden sesse spielt garnicht in Hannover, sondern in Wiesbaden und Uniform haben, sehen in diesem Recht auch eine heilige Pflicht. wäre. Der Kriegsminister hat weiter erklärt, daß das gesammte anderswo. Meiner Ansicht nach gehört der ganze Spielerprozeß Die Lehre der Sozialdemokratie steht in direktein Widerspruch Offizierkorps einstimmig das leichtsinnige Schuldenmachen und garnicht zu den Dingen, über welche der Reichstag verfassungs- mit unserer gesammten staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung, das Hazardspiel verurtheile, nicht ein Einziger es begünstige. mäßig berathen oder irgend etwas beschließen kann.( Wider- und daher muß die Armee, welche diese Ordnung aufrecht er Dem widerspricht die Thatsache, daß gerade die Reitschule in spruch.) Aus der Reitschule gehen alle Jahre zahlreiche tüchtige halten soll, naturgemäß darüber wachen, daß solche Lehren Hannover eine Art Hochschule für die Vorbereitung des Spiels in Reitlehrer hervor; zahlreiche Offiziere, welche sich in der Front Aufnahme in der Armee nicht finden oder doch möglichst der Armee ist, und es ist verwunderlich, daß gerade der Kriegs- vorzüglich bewähren und die im Ernstfall trotz der Bedenken des wenig verbreitet werden. Thun diese Leute ihre Pflicht und minifter hiervon nichts weiß, der bis furz vor seinem Abg. Bebel für die Armee die Kastanien aus dem Feuer holen. Schuldigkeit als Soldaten, so werden sie selbstverständlich Amtsantritt, wie vor ihm der gegenwärtige Reichs- Herz und Nerven der jungen Herren zu stärken, ihren Charakter ganz ebenso wie die anderen Soldaten behandelt; daß sie aber tangler Kommandeur Des zehnten Rorps gewesen ist, zu ftählen, ist die Aufgabe des Instituts, nicht aber der Spielsucht nicht in Stellungen gebracht werden, welche eine gewisse Autorität das in Hannover seinen Siz hat. Es wird mir weiter zu fröhnen u. dergl. Am 7. November 1893 sprach Herr Bebel an sich haben, ist ebenso selbstverständlich. Schlösse man die mitgetheilt, daß eine ganze Reihe von Ravallerieregimentern be- davon, daß die Ordre gegen die Verschwendungssucht in der Armee Sozialdemokraten von der Dienstpflicht aus, so wäre das ein reitwilligst das Taschengeld den nach Hannover zur Reitschule nicht befolgt würde. Die allerhöchsten Ordres werden befolgt. Nachtheil; gerade durch die Dienstpflicht werden die Sozialtommandirten Offizieren zur Verfügung stellt, womit sie gerade Wer sie nicht befolgt, wird bestraft oder verabschiedet. Daß einer demokraten gebeffert oder wieder vernünftig gemacht.( Heiterkeit. der Verschuldungssucht und dem Spiel Vorschub leisten. Kürzlich über die Stränge schlägt, tommt in allen Berufsständen vor; Ruf bei den Sozialdemokraten: Gezüchtet!) Selbstverständlich hat noch ein hochtonservativer Herr in der Krenz- Zeitung" entscheidend ist, daß die leitenden Personen dafür sorgen, daß müssen Sie gegen Christenthum und Armee fämpfen, weil diese einen Nothschrei erlassen über das Schuldenmachen der Offiziere, niemand über seine Verhältnisse wirthschaftet. Das militärische beiden die festesten Stüßen der Monarchie sind und weil Sie welche den Eltern so viel Sorge bereiten. Es sind meistens die Gigerlthum ist mir unbekannt. Was die Herren darunter ver- die Monarchie bekämpfen.( Beifall rechts.) Söhne von Agrariern, welche dann nach Staatshilfe rufen. stehen, ist offenbar, daß der Lieutenant immer mit sauberem Herr Plöh wird ganz genau wissen, welche Personen an der Rock erscheint und auch ferner erscheinen wird( große Unruhe Börse spielen und welche Verluste man an der Börse haben links), daß auf demselben die Flecke nicht zu sehen sind von dem Es sind nicht allein in dem Prozeß in Bezug auf die Schmuß, mit dem sie in der Presse fortwährend beworfen werden. angeklagten Offiatere sehr milde Urtheile ergangen, sondern Die Broschüre Videant consules! stammt nicht aus angesehenen, auch in den ehrengerichtlichen Verfahren so milde U sondern aus mißvergnügten Offizierskreisen. Die Zahl der theile, daß der Höchstkommandirende diese Urtheile zur Offiziere, welche das Abiturienteneramen machen, hat sich von Deiteren Entscheidung zurückgewiesen hat. Damit im 1878 bis jegt von 31 auf 39 pCt. gesteigert. 842 Offiziere haben Widerspruch steht allerdings das Verfahren gegen den studirt. Das geistige Niveau des Offizierkorps ist also nicht im bekannten Vertheidiger Ahlwardt's, des Rechtsanwalts Hertwig, Sinfen begriffen. Herr Bebel sprach auch vor den brillant ver- Generallieutenant v. Fund: Schon aus dem einfachen der ehrengerichtlich seiner Stellung als Reserve- Offizier enthoben laufenen Manövern der Schweiz. Auswä cige Urtheile über Gebote der Sparsamkeit werden brauchbare Kasernen nicht leer wurde, weil er die Würde seines Standes nicht hinreichend ge- unsere Manöver lauten aber ganz ebenso zufriedenstellend; man gelassen werden. Sind einzelne Kasernen leer gelassen worden, wahrt" habe. Dabei hatte er weiter nichts gethan, als für seinen fann von geistiger Inferiorität unserer Diniziere daher auch nicht so ist dies aus zwingenden Gründen geschehen, vorwiegend wegen Klienten ein möglichst mildes Strafmaß zu erzielen. Wo soll das reden. Was Herr Bebel aber über favalleristische Leistungen aus der Truppenverschiebungen nach der Grenze. Das sind aber nur enden, wo ist da noch die Grenzlinie zwischen bürgerlicher und Erfahrung" gesagt hat, trifft auch nicht zu. Beim Manöver ganz vereinzelte Fälle gewesen. rein militärischer Thätigkeit? Durch die Presse ging kürzlich die kann man aber über solche Dinge keinen Eindruck gewinnen. Abg. Graf Roon( dt.): Ich bin einer derjenigen Offiziere, Notiz, daß eine Anzahl von konservativen Reichstags- Abgeordneten Auf dem Schlachtfeld sieht das ganz anders aus; ich weiß nicht, welche angeblich ihre militärische Stellung von ihrer parlamen in Konsequenz einer bei dem Diner des Ministerpräsidenten Grafen ob Herr Bebel schon eins gesehen hat.( Heiterfeit.) Das flein- tarischen Thätigkeit nicht zu trennen vermögen. Es fällt uns das Eulenburg gethanen Aeußerung des Kaisers ihr Abschiedsgesuch falibrige Gewehr bringt es feineswegs mit sich, das die Kavallerie gar nicht ein. Herr Bebel ist sehr unvorsichtig und sehr leichtals Reserve oder Landwehr- Offiziere einzureichen beabsichtige. zu abdiciren hat. Der Fall Oppenheimer ist streng nach dem gläubig gewesen, sonst müßte er doch wissen, daß 5/8 von Wenn das so weiter geht, wird schließlich keine Partei mehr Gesetz behandelt worden. Junge Mediziner können, nachdem sie allem, was in den Zeitungen steht, erlogen ist. Wir werden übrig bleiben, deren Angehörige in der Armee bleiben können, ihr Doktoreramen gemacht haben, den zweiten Theil des Dienst- unferer parlamentarischen Pflicht eingedent fein und danach wenn sie nicht auf eine Meinungsäußerung verzichten wollen, jahres als Unterärzte abdienen. In diesem Fall aber werden handeln, wenn es nicht anders geht, als allergetreueste der Regierung unangenehm ist. Gegen die Maß bestimmte Forderungen erhoben; sie müssen nach der Gesinnung Opposition. Die Sozialdemokraten haben sich hier in reine regelung sozialdemokratischer Militärs hat natürlich keine den Anforderungen entsprechen, welche wir für einen Vorgesetzten Kommando Angelegenheiten des allerhöchsten Kriegsherrn einPartei etwas auszusehen. So wurde einem jungen fordern müssen. Herr Oppenheimer erschien nach dem ersten halben gemischt. Die Ansprachen des allerhöchsten Kriegsherrn gehen Mediziner, dem Dr. Oppenheimer in Straßburg, es abgeschlagen, Jahre nach Führung, Leistung und Gesinnung wohl für einen Sie garnichts an. Wir müssen dankbar sein für alles, was gefein zweites Halbjahr als Unterarzt in der Armee abzudienen, Borgesetzten geeignet. Er promovirte in Straßburg. Da wurde schieht, um die Disziplin in der Armee aufrecht zu erhalten. obwohl er das dazu erforderliche Dienstzeugniß beizubringen im im vorigen Jahre dem Bezirkskommando Mittheilung gemacht, Wir sind auch dankbar dafür, daß in der Armee auch für eine stande war, blos weil er sich bei den legten Reichstagswahlen daß der Herr sich sehr lebhaft an der sozialdemokratischen Agita fittliche Erziehung gesorgt wird, die auf Gottesfurcht, der unvorsichtiger Weise in meiner Gesellschaft hatte sehen lassen. tion für Herrn Bebel betheiligt habe. Das war sein gutes Wurzel der Treue beruht; diese Verhältnisse dürfen hier nicht zu Dies war der Militärbehörde von der Polizei gemeldet worden Recht. Bei der disziplinarischen Untersuchung verleugnete Gefpött gemacht werden.( Präsident v. Leve how ersucht den und Dr. Oppenheimer wurde bedeutet, er habe nunmehr seine Herr Oppenheimer Herrn Bebel. Ich finde das nicht Redner, solche Ausdrücke zu unterlassen.) Wenn Herr Bebel Dienstzeit abzudienen wie jeder andere, also ohne Aussicht auf schön.( Heiterkeit.) Nachher aber, als Herr Bebel nach Straß meint, Juden würden mit jenen kaiserlichen Worten ausAvancement. In dem erwähnten Zeugniß wird anerkannt, daß burg kam, ging er auf den Bahnhof und betheiligte sich an dem gefchloffen, so müsse er das zurückweisen, wenn damit gesagt sein er in jeder Beziehung seine volle Schuldigkeit gethan habe und Empfang desselben; ein Parteiführer von der Bedeutung des sollte, daß die Juden in der Armee besondere Rücksicht verdaß auch in bezug auf seine Gesinnung nicht das ge- Herrn Bebel reist heutzutage nicht mehr inkognito.( Heiterkeit.) Dienten. Große Passion für die Armee hatten die Juden bisher ringste Bedenten vorliege. Der Kriegsminister hat meine Biernach traten die bereits aufgestiegenen Bedenken gegen die nicht gezeigt. Frage, ob die Militärbehörde ein allgemeines Ueber Gesinnung des Herrn bei den Borgesetzten in verstärktem Maße Abg. Bebel( Soz.): Die Ausnahmestellung der Volksschullehrer wachungssystem über die Militärpflichtigen hinsichtlich ihrer auf und Herr Oppenheimer wurde zurückgewiesen. Weshalb der im Militärdienst war hervorgerufen durch den Lehrermangel und fozialdemokratischen Gesinnung eingeführt habe, verneint, fie er- Fall hier aufgebauscht wird, begreife ich nach diesen dürren dieser begründet in der jämmerlichen Bezahlung der Lehrer. führe dies auf irgend einem anderen Wege. Ein solches allge Thatsachen nicht. Wir können doch nicht Leute in der Armee Nachdem aber der Lehrermangel infolge einer auskömmlichen meines Ueberwachungssystem existirt allerdings, zwar nicht von zu Vorgesetzten machen, die wider Willen ihre Funktionen aus Besoldung in Sachsen z. B. gänzlich geschwunden ist, in Preußen feiten der Militär, aber der Zivilbehörden. Die Militär- üben; wer den Fahneneid leistet, nur um der Strafe zu entgehen, und anderen Staaten hoffentlich bald schwinden wird, liegt fein behörden erhalten dann die bezüglichen Meldungen. Ich habe tann uns keine Garantie bieten. Wenn ich die ganze Grund mehr vor, das alte Privilegium fortbestehen zu lassen, die Beweise in Händen. Die Regierung der Pfalz hat in Boll- sozialdemokratische Fraktion unter mir als Rompagnie geschweige ein neues Privilegium in Form des Einjährig- Freizug einer vom fgl. Ministerium des Innern unter dem 17. August gehabt hätte, den ersten Tag wäre es vielleicht gewilligen- Dienstes zu schaffen. Wir müssen entschieden dagegen 1885(!) ergangenen Weisung die nachgeordneten Organe auf- gangen, den zweiten Tag hätte es einen Krach gegeben, der protestiren, daß dies Privilegium des Geldbeutels auf weitere gefordert, diejenigen Personen zu denunziren, welche sich vor nicht mehr gut zu machen gewesen wäre.( Stürmische Heiterkeit.) Kreise ausgedehnt wird, ganz abgesehen davon, daß eine ganze ihrem Eintritt in die Armee als Sozialdemokraten irgendwie be- Der Fall Hertwig beweist doch auch nichts. Herr Hertwig hat Anzahl von Lehrern wegen Mangels an materiellen Mitteln von merkbar gemacht haben. Es wurden auch solche denunzirt, die auf wiederholte Aufforderung, sich über eine in der Presse er- diesem Vorzuge gar feinen Gebrauch machen würde. Die Lehrer mit der Sozialdemokratie gar nichts zu thun gehabt hatten. Es wähnte Thatsache zu äußern, beharrlich nicht geantwortet. Wer mögen also zwei Jahre dienen oder die Dienstzeit für alle abgekürzt liegt mir ferner vor ein Erlaß der töniglichen Amts in einem Dienstverhältniß in der Armee steht, muß antworten; werden. Bum Offizierkorps aber muß jeder zugelassen werden, der hauptmannschaft zu Annaberg vom 5. Juni 1890 mit er ist mit einigen Monaten Festung bestraft worden. Eine dazu seine Fähigkeit aufweist, ohne Rücksicht auf seine materiellen der Ueberschrift Geheim", gerichtet an die Herren Gendarmen Organisation zur Ueberwachung der Sozialdemokraten besteht mittel. Die Herren v. Manteuffel und v. Roon brauchten sich und endlich ein Erlaß des Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission bei uns nicht. Wir legen Werth darauf, zu erfahren, welche über mich nicht so zu echanffiren. Ich habe die Meldung über zu Dessau vom 18. April 1893, beide im gleichen Sinne. Diese Militärpflichtige zielbewußte Sozialdemokraten sind; ob sie sich den Abschied konservativer Abgeordneten aus dem OffizierErlasse beweisen, daß ein ausgedehntes Ueberwachungs- und einmal in einer Versammlung befunden haben, ist uns völlig verbande dem Volt" entnommen. Die Mittheilung ist 8 bis Spionirsystem über ganz Deutschland verbreitet ist. Auch in der gleichgiltig. Die Sozialdemokraten von der Militärpflicht 14 Tage durch alle Blätter gegangen, ohne daß irgend einer der Armee werden, wie mir mitgetheilt wird, einzelne Personen unter zu befreien, wäre ganz gegen das bestehende Gesetz.( Beifall Herren Veranlassung genommen hätte, die Notiz richtig zu stellen. eine ganz besonders scharfe ueberwachung gestellt. Die Namen rechts.) Wäre dies geschehen, dann hätte ich nicht nöthig gehabt, darauf der Leute, die in irgend einer Weise als Redner, Führer oder Abg. Nöfice( wild) regt die Frage der Ableistung der zurückzukommen. Ich habe den Fall nur angeführt, um nachsonst agitatorisch auftreten, werden in den Verleslisten blau an- Dienstpflicht durch die Volksschullehrer an. Der Landesverein zuweisen, wohin es führen muß, wenn die politische Gesinnung gestrichen. Eolche, welche sozialdemokratische Versammlungen preußischer Volksschullehrer fordere die Zuerkennung des Rechts als Maßstab für militärische Tüchtigkeit angesehen wird. Das besuchen, werden roth angestrichen. Ferner werden die als des einjährigen Dienstes für die Seminar- Abiturienten. Nach Desaveu trifft nicht mich, sondern das„ Volt" und die anderen Sozialdemokraten denunzirten Refruten möglichst von dem der Aufhebung der Ersatzreserve- Einrichtung sehen die Lehrer fonservativen Blätter. Wenn also Herr v. Roon meint, 5/6 dessen, Regiment, für das sie ausgehoben wurden, später ab- in der geltenden Vorschrift, wonach sie nur fechs Wochen was in der Presse stände, sei erlogen, so mag er diese Erfahrung geschoben nach kleinen Garnisonen, wo wenig Arbeiter zu dienen brauchen, nicht mehr einen Vorzug, sondern eine wohl bei seiner Parteipresse, vielleicht auch der Kreuzbevölkerung eristirt. Ich bin freilich der Meinung, Burückseßung; sie wollen nicht mehr als Soldaten dritter Klaffe Beitung", gemacht haben, nicht bei der unfrigen.( Dho! wenn die Sozialdemokratie, nachdem sie nach Aufhebung des gelten. rechts.) Er sowohl wie der Kriegsminister haben mir Sozialistengesetes sich unter gleichen Rechtsbedingungen in Kriegsminister Brousart von Schellendorf: In Ver- das Recht abgesprochen, mich in Kommandosachen zu mischen, Teutschland bewegen fann, wie die anderen Parteien, dennoch bindung mit dem Kultusminister erwäge ich diese Frage schon das täme uns verfassungsmäßig nicht zu. Wenn es die Presse nach Ansicht der Militärbehörde eine so gefährliche Partei ist, längere Zeit. Im Prinzip find wir bereits in Ueberein- thut, so haben wir Abgeordnete mindestens dasselbe Recht, und daß sie besondere Ausnahmemaßregeln, ein besonderes Ueberstimmung. Es ist nur schwierig, die Sache in Wirklichkeit um- ich lasse mir dieses Recht nicht nehmen, denn für die Einrichwachungssystem erfordert, dann ist es viel fonsequenter, die An- zusehen, ohne die Intereffen der Unterrichtsverwaltung zu tungen, welche wir kritisiren, werden von uns die Mittel verhänger der Sozialdemokratie vom Militärdienst auszuschließen. schädigen. Es wird über ein Uebergangsstadium verhandelt. langt. Der Kriegsminister hat gemeint, die Ordres Sr. Majestät ( Heiterfeit links.) Diese Konsequenz halte ich für richtig, ob- Abg. Rickert ist über diese Auskunft sehr erfreut. Redner wohl die Leute, welche als Sozialdemokraten in die Armee wünscht über den Stand der Revision der Militär- Strafprozeß treten, meist mit zu den besten Soldaten gehören. Wir erleben Ordnung eine Erklärung der Militärverwaltung. überhaupt im Deutschen Reich wunderbare Dinge. Es vergeht Kriegsminister Bronsart von Schellendorf: Ich halte fast fein Jahr, in dem uns nicht neue Ueberraschungen geboten nicht für ausgeschlossen, daß die für die Zivil- Prozeßordnung werden, namentlich auf dem Gebiet, das hier in Frage steht. geplanten Aenderungen nicht ohne Rückwirkung bleiben werden Jm vorigen Herbst hat der Höchstkommandirende bei Gelegen- auch für die Militär- Strafprozeß- Ordnung. heit der Rekrutenvereidigung in Berlin eine Rede gehalten, die Abg. Weiß- Nürnberg( freis. Bp.) spricht dem Kriegs unwidersprochen durch die ganze Presse ging. Es hieß minister für seine Erklärung in Sachen der Bolts- Schul- der Offiziere, die hohen Rockfragen, die Stiefel mit langen die " hier handelt es sich um die Verschwendungs- und Spielsucht der Offiziere- würden jeder Zeit berücksichtigt und beobachtet. Wenn das so wäre, so wäre Niemand froher darüber als wir. Aber trotz der allerhöchsten Ordres des Kaisers und des Prinzen Georgs von Sachsen und trotz aller Bestrafungen sind wiederholt Militärmißhandlungen vorgekommen, wie ich später nachweisen werde. Den Ausdruck militärisches Gigerlthum" habe ich nicht erfunden, er bezieht sich auf die Auswüchse in der Bekleidung Abg. Förster( Antisemit) tritt für eine Erleichterung des Ueber tritte aus den unteren Chargen in die Offiziercharge ein. Weshalb den jüdischen Soldaten das Baterunser verhaßt sein solle, sei ihm unverständlich. Kriegsminister Broufart v. Schellendorff verlieft den Text der Vernehmung des Dr. Oppenheimer; er müsse danach seine vorherigen Ausführungen trotz der Ginwände des Abg. Bebel aufrecht erhalten. Abg. Ofann( natl.) tritt der Ansicht des Abg. Bebel ent gegen, daß den Lehrern das Privileg des einjährigen Dienstes nicht verliehen werden dürfe. Damit stelle Herr Bebel die Lehrer unter ein Ausnahmegesek. Die Schnabeln, die meilenweit in die Straße ragen( Heiterkeit), die und die Beschlüsse derselben sind dem Kriegsminister zugegangen, macht, das Kammergericht hat meinen Standpunkt vollfominen Bügelfalte im Beinkleid( Burufe) und vieles andere. Ich muß aber es ist bisher in dieser Angelegenheit nichts geschehen. Es gebilligt; ich kann deshalb nicht von meiner Auffassung abgehen, aber entschieden dagegen Verwahrung einlegen, als wenn ich ein giebt über 20 000 Mufiter im Heere und die Konkurrenz gegen die auch nicht das Urtheil des Kammergerichts als eine juristische Vertreter der Schmußfinfen wäre.( Große Heiterfeit.) Bivilmufifer ist im Wachsen wie die Mißstimmung der letzteren. Ungeheuerlichkeit betrachten. Es handelt sich nicht um einen Ich bin persönlich ein Freund der Reinlichkeit.( Heiterkeit.) Den Militärmusikern wird die Konkurrenz noch dadurch erleichtert, Gingriff in die Gewissensfreiheit des Vaters und des Kindes, Ich betrachte es als das erste Zeichen eines gebildeten Mannes, daß sie auf grund ihres Militärpasses ermäßigte Fahrpreise auf sondern um einen Eingriff in die Erziehungsfreiheit, der gesetzänßerlich reinlich dazustehen, und verlange es von jedem, wenn den Eisenbahnen haben. Mit ihren Vorstellungen bei den Militär- lich gestattet ist. Ich verfahre sehr milde, ich verlange nicht es die Verhältnisse ihm erlauben, und vom Soldaten erst recht, behörden haben die Zivilmusiker bisher wenig Erfolg gehabt. einen tonfessionellen Unterricht, sondern nur einen geordneten der sich die Uniform nicht selbst zu kaufen braucht. Aber wenn Es hieß immer, daß man wegen des ungünstigen Dienst Unterricht; die Dispense sind bereitwilligst ertheilt worden, nur ich Auswüchse in der Kleidung kritisire, darf man mir doch nicht einkommens den Militärmusikern das öffentliche Konzertiren nicht in dem einen Berliner Falle nicht, wo es sich nicht um einen propper and helt i unterstellen, daß ich neidisch fei, weil die Offiziere besonders verbieten könne. Ich meine, das Offiziertorps, welches doch die Religionsunterricht handelte, sondern um einen sozialdemokra propper und nett in der Uniform zu gehen pflegen. Mit Bezug größten Annehmlichkeiten durch die Militärkapellen hat, und dessen tischen Vorbereitungsunterricht. Ich befinde mich dabei vollständig auf die Broschüre Videant consules" habe ich nicht selbst bas Mitglieder oft an einem Abend tausende von Mark verfpielen, sollte auf dem Boden der Praxis meiner Vorgänger und trete Ihnen Urtheil gefällt, daß die Militärliteratur Deutschlands hinter der dazu beitragen, daß das Diensteinkommen der Militärmusiker nicht etwa mit juristischem Eigenfinn entgegen. Frankreichs an Werth zurücksteht, denn ich habe darüber, befon- fich besser gestaltet, indem das Offiziertorps größere Buschüsse an die Abg. von Zedlin- Neukirch( ft.) stimmt dem Minister zu ders über die franzöfifche Literatur fein sachverständiges Urtheil, Mufitforps zahlt. Das geschieht aber nicht. Dieser Umstand des und wendet sich dann gegen die geftrigen Ausführungen Bachem's. sondern nur im Hinblick auf den Werth, den man überall, auch geringen Diensteinkommens tann doch nicht als maßgebend be- Die katholische Abtheilung des Kultusministeriums war eine hier im Reichstag der Broschüre beigelegt, erklärt, daß eine trachtet werden, um die Uebelstände, unter denen die Zivil- Quelle des Kulturkampfes und deshalb ist es erfreulich, daß der große Wahrscheinlichkeit für dieses Urtheil spräche, zumal musifer heute leiden, dauernd aufrecht zu erhalten. die Broschüre von hochangesehener sachverständiger Seite Kriegsminister Broufart von Schellendorff: Soweit ich der fatholischen Referendare eine fo geringe ift, liegt nicht an ausgegangen fein soll. Wenn sie von einem mißvergnügten weiß, ist über eine bezügliche Petition des deutschen Musiker- der Nichtberücksichtigung der Katholiken, sondern daran, daß aus Offizier ausgegangen sein foll, so war er eben mißvergnügt über verbandes bereits eine Resolution in der Kommission befchloffen fatholifchen Kreisen nicht Aspiranten genug hervorgehen. Die Einrichtungen in der Armee. Wenn das verboten ist, so beweist worden; die Sache wird also später zur Sprache tommen. Herr mechanische Wertheilung der Beamtenstellen nach Ronfeffionen das gerade, daß der militärische Druck von oben gewisse Hertwig hat vor Gericht die Offiziere des Kriegsministeriums wäre die größte ungerechtigkeit. Redner widerspricht der ErMeinungsäußerungen über Einrichtungen der Armee nicht zu gefragt, ob sie sich nicht in einem Widerspruche zwischen ihrem richtung einer besonderen katholischen Universität, denn die läßt, wenn sie den vorgefaßten Meinungen oben nicht ent- Fahneneid und ihrem Beugeneid befinden. Das ist doch etwas Wissenschaft sei nicht tonfeffionell und eine katholische Wissenschaft sprechen. Mit dem Hinweis auf die schweizerischen Manöver start.( Heiterkeit.) fei keine Wissenschaft mehr.( Unruhe im Zentrum.) Daß Herr habe ich gemäß unserem Standpunkt beweisen wollen, daß man Rropatfcheck fich im Gegensatze zu feinem Verhalten in der nicht eine stehende Armee mit zwei- oder dreijähriger Dienstzeit Voltsschul Kommission jest sur fachmännischen Schulaufbraucht, um muftergiltige Manöver auszuführen. Die Kritit ficht an Stelle der geistlichen bekannt hat, ist erfreulich. über die Manöver in Elfas- Lothringen ging durch die ganze Daß die Frage des polnischen Sprachunterrichts nicht mit poPreffe, wonach jener Kavallerie- Angriff nicht auf eine bereits litischen Fragen in Verbindung stehen soll, fei erfreulich. perschüttete Infanteriegruppe gemacht wurde, sondern im freien Eltern werden ihre Kinder in den polnischen Religionsunterricht Gelände auf gut gedeckte Infanterie, so daß im Ernstbringen wollen, damit sie an dem polnischen Sprachunterricht fall tein Mann und Tein Pferd Davon gekommen theilnehmen können und schließlich tommt man wieder zu dem wäre. Der Hauptgrund zur Maßregelung des Oppenheimer früheren Zustande zurück. Die polnischen Bestrebungen werden soll darin gelegen haben, daß er vor der Universitätsbehörde gebadurch geradezu aufs neue belebt. Die Staatsregierung überfettgnet habe, daß er mit mir in Verbindung stehe. Das ist un nimmt damit eine schwere Verantwortung.( Beifall rechts und denkbar, meil Oppenheimer in Straßburg mit mir offen verfehrt bei den Nationalliberalen. Bischen bei den Polen.) hat und selbst Universitätsprofefforen ihn an meiner Seite ge- Abg. Müller- Sagan( Frf. Bp.): Unter die Zahl der Lehr- Kultusminister Boffe: Die Regierung ist sich der schweren fehen haben, er auch fein Geheimniß aus feiner Gesinnung ge- anstalten, welche Berechtigungszeugnisse zum einjährigen Dienst Verantwortung wohl bewußt; die Wege, die eingeschlagen macht hat. Er kann den Universitätsprofessoren höchstens die ausstellen dürfen, sind bisher die Schullehrer Seminare nicht werden, werden auch dem Vorredner zeigen, daß ein Schade ganz forrette Antwort gegeben haben: Was ich für eine Ge- aufgenommen. Ge fragt sich also, ob die Seminare soweit nicht entsteht. In deutschen Gemeinden besteht kein polnischer jimmung habe, geht Sie nichts an." Er ist auch nicht von der vorgeschritten sind, um diese Berechtigung fordern zu können. Religionsunterricht, deshalb fann auch fein polnischer SprachUniversitätsbehörde, fondern von der Straßburger Bolizeibehörde Der Reichstag wird diese Frage zu prüfen haben. So lange das unterricht eingeführt werden. Gerade die von mir befragten der Militärbehörde denunzirt worden. Die Aeußerung des Kriegs- Institut der Einjährigen besteht, sollte man es auch den Lehrern Deutschen haben sich mit diesen Maßregeln einverstanden erklärt. minifters, daß die Armee wiffen müsse, ob sie zielbewußte An- zugänglich machen. Daß das Deutschlernen beeinträchtigt wird, ist nicht richtig. hänger unferer Partei in ihrer Mitte habe, beweist schlagend, Abg. Bebel( Soz.): Gewiß hat Jeder ein Recht zum Einjährig Denn die Kinder müssen erst einige Jahre deutsch unterrichtet daß zwifchen Polizei und Militär eine fortgefegte Kom- Freiwilligen- Examen, der die Vorbildung dazu nachweist, aber worden fein, ehe fie am polnischen Unterricht theilnehmen können. munitation darüber stattfindet, ob die eintretenden Soldaten dieje Vorbildung ist nur durch materielle Mittel zu erreichen und Den polnischen Unterricht ganz zu verbieten, ging nicht an, so lange Sozialdemokraten sind. Nach meinen Bekundungen in insofern war ich berechtigt, von einem Privilegium zu sprechen. man nicht auch den polnischen Religionsunterricht befeitigen wollte, ber Kommission follen ble Sozialdemokraten nur ge- Ich nehme es den Lehrern gar nicht übel, daß sie ihrerseits ver zu deffen Verständniß der polnische Sprachunterricht nothwendig ist. zwungen den Fahieneid leisten, und solche Leute will man fuchen, sich dieses Privilegium nuhbar zu machen, aber wir sind Abg. Rickert( frf. Bgg.) führt aus, daß der Minister bei nicht zu Führern berufen. Ohne den Fahneneid würde die nicht dafür zu haben, eine bezügliche Henderung der Gesetzgebung früherer Gelegenheit schon eine Maßregel, wie die jetzt in AusArmee in ihrem inneren Zusammenhang und ihrer Schlagfertig- herbeizuführen. Aus den Mittheilungen des Kriegsministers geht zu ficht genommene, angedeutet habe; auch Graf Bedlis habe ähnfeit nicht um ein Saar verlieren. Der Fahneneid bedeutet hier meiner Freude flar hervor, daß Oppenheimer den Umgang mit mir liche Maßnahmen beabsichtigt, aber damals haben die Konfer so wenig wie bei einem Beamten, der Unterschlagungen begeht, vor dem Straßburger Universitätsgericht nicht abgeleugnet hat. In vativen feinen Widerspruch erhoben. Der Staat tann mit feinen aber nicht wegen Gibbruchs, sondern wegen dieses nach bürger- dem ganzen Attenstück ist nicht mit einem Wort von meiner Machtmitteln das Deutschthum nicht heben, die Deutschen felbft lichen Begriffen strafbaren Vergehens bestraft wird. Auch fon- Person die Rede, nur von Mitgliedern oder Führern der sozial- müffen start genug sein zur Abwehr des Polenthums. In bezug fervative und religiöse Leute wollen vom Fahneneid nichts wiffen. Semokratischen Partei in Straßburg. Der Kriegsminister würde auf den Religionsunterricht der Dissidentenkinder ist Redner mit Die Sozialdemokraten find zu fluge Leute und wissen sich den für seine Person nur vorbringen, was er wisse, meint er. Wir dem Minister nicht einverstanden. Man habe leider dem Minister Verhältnissen zu aktomobiven. Wir heulen mit den Wölfen, wo find vielfach auf das angewiesen, was wir sehen und hören, gegenüber feine Machtmittel; die Frage muß im Schulgefeße et wir müssen. Unser verstorbener Hasenclever hat als Unteroffizier wir tönnen nicht alles aus eigener Kenntnißnahme vorbringen, ledigt werden und wird hoffentlich in dem Sinne erledigt, wie gegen Frankreich gefochten und er war damals fogar Abgeord es fragt sich nur, ob das Mitgetheilte uns richtig erscheint. fie vom Minifter v. Mühler gehandhabt wurde. Uner: neter. Wenn der Kriegsminister als Kompagniechef mit unserer nur solches habe ich hier vorgebracht, sonst würde ich es über freulich sei die Bevorzugung der Geistlichen im Schuldienst; Frattion nicht auskommen zu tönnen meint, so tommt das auf haupt nicht vorgebracht haben. Bezüglich des Vaterunsers haben te werden nicht nur von den Prüfungen, sondern auch von eine Probe an.( Seiterkeit.) Die Sozialdemokraten thun in der die Herren Werner und Förster mich misverstanden. Ich habe bem praktischen Vorbildungsdienst entbunden, sodaß sie zum Armee auch aus innerer Ginsicht ihre Pflicht, denn Disziplin Bezug genommen auf den von hoher Stelle geäußerten Wunsch, Schaden der Lehrer in die höheren Stellen und in den Aufsichts muß in der Armee ebenso sein, wie in unserer Partei. Sozial jeder Soldat müsse sein Baterunser beten tönnen, und gejagt, dienst bineinkommen. Uebrigens würden für den Aufsichtsdienst demokratische Offiziere tönnen Sie ausschließen, sozialdemokratische wenn daß zum Requifit eines guten Soldaten gehöre, durch Fachmänner leicht die nöthigen Personen gefunden werden. Unteroffiziere und Feldwebel haben Sie in Hülle und Fülle in dann müßte man konsequenter Weise diejenigen, die es nicht Man sollte im Interesse der Gesundheit der Kinder nicht vor der Armee. Im Kriege würden Sie dieselben vieltausendfach beten, Juden, Atheisten oder Diffedenten vom Militär freilassen. dem flebenten Jahre mit dem Unterricht beginnen. als Führer von Kompagnien und Zügen gebrauchen, da die Es ist mir gar nicht eingefallen das Waterunser herabzusehen. Minister Boffe: Ich will diese Frage gern erwägen. Ich Taftit dahin geht, die Offiziere zunächst kampfunfähig zu machen. Sobald ich aber das Wort Christenthum oder Religion fallen tann ein allgemeines Schulgefeh jetzt nicht vorlegen; ich möchte Im nächsten Strieg, der uns hoffentlich noch recht fern liegt oder laffe, verlieren die Herren da drüben die Besinnung.( Oh! aber, da es doch endlich einmal dazu kommen muß, den Weg uns fieber ganz erspart würde, der aber so ausfiele, daß wir den rechts.) Ich habe gar nicht chriftlich religiöse Einrichtungen dafür gut pflaftern in Bezug auf die Einzelfragen; fo. B. in legten Mann und den letzten Groschen brauchen, würden Sie lächerlich machen wollen. Wenn Herr v. Manteuffel das Bolt" Bezug auf die Dotation. Bezüglich der Besetzung der Rettorenfroh sein, daß die Sozialdemokraten an Ihrer Seite stehen. von sich und seiner Partei abschüttelt, so freut mich bas, bisher stellen durch Theologen habe ich teinen Dispens neu eingeführt; Ebenso wenig wie mit den Sozialistengeset tönnen Sie habe ich das Boll" um so mehr zu den konservativen Organen er bestand schon früher. durch solche Mittel die Ausbreitung unserer Lehren verhindern. rechnen müssen, als Herr Stöder zu ihm in nächster Beziehung Abg. v. Chuern( ntl.): Die meisten vorgebrachten Dinge Dafür sorgen die Agrarier in erster Linie, daß die Sozialdemo- fteht. Uebrigens würde ich eine Nachricht ähnlichen Inhalts fann der Kultusminister gar nicht allein regeln; das Zentrum tratie in immer weitere Kreise der Bevölkerung bringt.( Bu nicht einen Tag unwidersprochen durch die Presse gehen follte entsprechende Anträge einbringen, fo z. B. bezüglich der Kirchstimmung links, Lachen rechts.) Wenn ich gesagt habe, daß die lassen. Herr v. Manteuffel verlangt für den Offizier hofsfrage, bezüglich des Altkatholiken- Gesetzes zc. Die Frage der Bäter der jungen Leute in der Reitschule zu Hannover zumeist besondere Gigenschaften". Eigenschaften und Fähigkeiten Alterszulagen für die Geistlichen evangelischer und katholischer in den Reihen der Agrarier zu suchen seien und daß infolge der tommen schließlich auf dasselbe hinaus. Es steht Konfession hängt mit dem Gölibat der letzteren zusammen, das Spielwuth der Rothstand in die agrarischen Streise gedrungen jedenfalls fest, daß in vielen Kriegen- ich erinnere an die große wir nicht aus der Welt schaffen können. Die Bewilligung für fet, fo habe ich Herrn v. Manteuffel gegenüber das Bertrauen französische Revolution, den nordamerikanischen Sklaven den Berliner Dom hängt mit der Kirchennoth nicht zusammen, zit der Bekanntschaft der persönlichen Verhältnisse seiner Partei- befreiungstrieg und den Krieg Frankreichs mit Deutschland im deshalb liegt fein Anlaß vor, tatholische Kirchen in Berlin zu genossen die Anwesenden natürlich immer ausgenommen Jahre 1870 bedeutende Offiziere ohne die Qualitäten gebauen. Ebenso steht es mit der katholischen Universität. Die ( Heiterkeit) daß er das, was ich hier ausgeführt habe, leider kämpft haben, die heute von den Offizieren verlangt werden. Polen verlangen ja vielleicht, nachdem sie einen polnischen Erzviel mehr für wahr hält, als er selbst zugeben will. Der geringe So wird es wahrscheinlich auch in dem bevorstehenden Riesen- bifchof haben, auch eine polnische Universität. Gegen solche Beifall seiner Parteigenossen bei seinen diesbezüglichen Be- tampie fein. Forderungen würde sich ein lebhafterer Sturm als gegen das mertungen mag ihm beweisen, wie wenig sie zutreffend sind. Schulgefeß erheben; denn der Staat würde damit selbst als Daß das Kartenspiel auf den Roggen- und Weizenpreis Einfluß Kulturträger sich absehen. Katholische Medizin tönnte man noch übe, habe ich nicht behauptet. Aber daß die Ausgaben mancher allenfalls paffiren lassen; denn nach den großen Erfolgen der junger Herren ihren Vätern Ursache geben, zu wünschen, daß Kneipp'schen Kur und des Lieber'schen Thees fönnten ja schon Sie Preise von Roggen und Weizen möglichst hoch stehen, das ist Abg. Schall( of.) eine Vermehrung der Militärgeistlichkeit zwei Lehrstühle würdig besetzt werden.( Große Heiterfeit.) ganz gewiß. Wir als Vertreter der arbeitenden Klassen haben an; er bittet ferner um Beseitigung der harten Bedin Abg. Neubauer( Bole) verlangt für Westpreußen diefelben aber keinen Grund, mitzuhelfen, daß die Herren das Geld begungen, daß die Feldgeistlichen bei ihrem Uebertritt in eine Maßregeln, die der Minister für Poſen in Aussicht getommen zur Befriedigung ihrer noblen Passionen.( Beifall Pfarre sich den Zutritt zur Wittwentasse durch Nachzahlung der nonimen habe. links.) gesammten über 1000 m. betragenden Beiträge ertaujen müssen. Minister Boffe tann für Westpreußen bei der anderen Lage Abg. v. Karborff( ft.): Natürlich kann der Lehrer nur Generallieutenant von Spin: Bis jetzt sind Anträge der der dortigen Verhältnisse eine ähnliche Maßnahme nicht in Ausunter den Voraussetzungen zur einjährigen Dienstzeit zugelassen Kommandobehörden oder der Feldpröbste auf Vermehrung der sicht stellet. werden, welche fonft vorgeschrieben find. Wie den Lehrern Militärgeistlichkeit nicht abgelehnt worden. Die erwähnte Härte Abg. Stöcker( t.): Abgesehen von dem Berständniß des finanzielle Erleichterungen zu gewähren sind, diese Frage bleibt für die in ein Zivilamt übertretenden Geistlichen besteht aller- Religionsunterrichtes soll die Schule die Kinder zum Gebrauche wohl vorläufig in suspenso. dings; ihre Abstellung auf dem Verwaltungswege hat sich als der deutschen Sprache anhalten. Denn Kinder können schließlich Abg. Werner( Antisemit) tommt auf den Rechtsanwalt undurchführbar erwiesen. Doch haben die Geistlichen durch die nur in einer Sprache unterrichtet werden.( Buruf: In der Hertwig zurück. Nach der disziplinarischen Bestrafung wegen Bildung einer Genossenschaft eine befriedigende Lösung angebant. Muttersprache!) Die Kinder find Preußen, müssen also Deutsch Ungehorsams sei gegen diefen ein Disziplinarverfahren eingeleitet Nach einer furzen Grwiderung des Abg. Schall wird das lernen. Wenn sie Polnisch lernen sollen, muß das dem Privat worden, weil er die militärischen Sachverständigen, seine Rapitel bewilligt und um 1/26 Uhr die Fortsetzung der Berathung unterricht überlassen werden. Zu einem bloßen Schul- Dotations= militärischen Borgefegten nicht rücksichtsvoll genug behandelt auf Sonnabend 2 Uhr vertagt. gefet fönnen wir uns nicht entschließen. Wir verlangen ein haben sollte. Das sei sehr befremblich. Es scheine danach, als ganzes Schulgefeß, um ben umstürzenden Tendenzen ob ein Rechtsanwalt Reserves oder Landwehroffizier nicht fein entgegenzutreten. Die Lage ist niemals so günstig ge fönne. Der Kriegsminister werde hoffentlich noch nähere wefen wie jekt.( Bustimmung rechts und im Zentrum.) Austlärung geben. Den Lehrern wünschen auch die Auf anderen Grundlagen als der Zedlig'sche Entwurf tann ein Antifeniten den einjährigen Dienst und zwar mit staatlicher Schulgesetz nicht aufgebaut werden. Der Sturm, der sich das Unterstügung. Schließlich plädirt Redner für die Belassung der gegen erhoben hat, war gemacht. Daß auch Volksschullehrer zu vorhandenen Garnisonen in Hersfeld und Rothenburg Kreisschulinspektoren berufen worden, ift zu billigen, aber die an der Fulda, wo die Stadtgemeinden fostspielige Rafernements Abg. Träger( fr. Vp.) tommt auf die Frage des Religions Geistlichen sind nicht ohne weiteres als ungeeignet zu betrachten, gebaut haben. Die paar Juden ließen sich sehr wohl bei jedem unterrichtes der Diffidentenkinder zurück, die gegen den Willen denn sie haben oft genug im Schuldienst gestanden. Redner Armeekorps in ein Halbbataillon stecken und von jüdischen ihrer Eltern in einen Tonfessionellen Religionsunterricht hinein- dankt dem Minister für die Berücksichtigung der Wünsche der Difizieren befehligen, dann werde man ja ſehen, wie triegstüchtig gezivungen würden. Gin Urtheil des Kammergerichts habe aller- Generalfynode und bittet um die Ausdehnung der Predigerdie Juden seien. dings zu gunsten der Schulbehörden entschieden, aber das Land- seminare, damit die Geistlichen mit guter praktischer Borbildung Abg. von Manteuffel verwahrt sich gegen die Replit gericht in Halle hat in einer Berufungssache anders entschieden. ins Amt fommen. des Abgeordneten Bebel. Bum Offizierexamen müsse zu Für alle diejenigen, denen es mit ihren religiösen Ueber Minister Boffe dankt dem Vorrebner für die in Aussicht gelaffen werden, wer die Eigenschaften zum Offizier hat, seugungen Gruft ist, enthält das Verfahren des Kultusministers gestellte Unterstützung des Schulgefeges; er werde dabei nicht aber jeber, der blos die Fähigkeiten dazu bat einen tiefen Gingriff in die Gewissensfreiheit und wider die Unterstügung nehmen, wo er fie finde; jest tönne Die Sozialdemokratie werde schließlich und durch die Lehren des spreche bem allgemeinen Landrecht, wonach Rinder, er aber ein Schulgesetz nicht vorlegen. Ein Systemwechsel der Christenthums überwunden werden( Lachen bei den Sozialdemo- denen Religion in der öffentlichen Wolfsschule nicht gelehrt Regierung liege nicht vor, sondern gerade ein konsequentes Vorfraten). Aus dem Kampfe der Sozialdemokraten gegen das werde, zum Religionsunterricht nicht angehalten werden fönnen. wärtsschreiten, das nur durch den polnischen Privatunterricht Christenthum erklärten sich die ganz unqualifizirbaren Angriffe Daß die Religion zu den Gegenständen des öffentlichen Unter- unterbrochen war. der Sozialdemokraten gegen das Baterunfer.( Lebhafter Beifall richts gehöre, mache dabei feinen Unterschied, denn es gebe keinen Abg. Porsch( 3.): Auf dem Schlachtfelde, auf dem der rechts.) allgemeinen Begriff Religion". Die Gewissensfreiheit ist nicht Bedlis'sche Schulgefeßentwurf lag, lag mehr als ein Minister; Abg. Tukauer( So.): Ich möchte eine Angelegenheit zur erst durch die Berfassung eingeführt worden, sondern sie besteht das Geses enthielt nicht alles, was wir wünschten, aber vieles Sprache bringen, die fchon in früheren Jahren hier erörtert schon im Allgemeinen Landrecht. Gute. Wenn es dem Minister gelingen sollte, ein Gesez wieder wurde, nämlich die Uebelstände, unter denen die Zivilmusifer in- Kultusminister Dr. Boffe: Ich habe eine Wenderung meiner vorzulegen, wird er die Unterstüßung nicht, wo er sie findet, folge der Konkurrenz der Militärmusiker leiden. Die Leute haben Auffassung des verfassungsrechtlichen Standpunktes in dieser Frage sondern daher nehmen müssen, wo der Bedlig'sche Entwurf ihre Beschwerden in einer Petition dem Reichstage unterbreitet von einer veränderten Bragis des obersten Gerichts abhängig ge- ste gefunden hat.( Buftimmung rechts und im Zentrum.) Ein Das Kapitel Kriegsministerium" wird bewilligt, desgleichen ohne Debatte die Kapitel„ Kaffenwesen"," Intendanturen" im preußischen, sächsischen und württembergischen Etat. Beim Kapitel Militärgeistlichkeit" regt Abgeordnetenhaus. 26. Sigung vom 2. März. Vormittags 11 Uhr. Am Ministertisch: Bosse und Kommissarien. Die Berathung des Kultusetats wird fortgefeßt und awar beim Ministergehalt. 4 In Velten find neuerdings wegen der dort herrschenden Diphtheritis sämmtliche Schulen geschlossen worden. Da in Belten Mangel an Pflegerinnen herrscht, sollen am Donnerstag solche von Berlin dahin abgereift fein. Schuldotationsgefeh halten wir nicht für möglich, man spricht von Jeder Wähler muß dem Wahlvorstand mündlich zu Protokoll| Frauen in Abwesenheit ihrer Männer unter dem Vorwande aufinent Schullehrerbefoldungsgeseh. Wir werden es einer wohlwollen erklären, wem er feine Stimmen geben will. Er hat so viele fchwaßt, es sei vom Hausherrn bestellt worden. Das Buch ist den Prüfung unterziehen, da für die Lehrer etwas geschehen muß. Personen zu bezeichnen als zu wählen find. Gewählt find die eines der üblichen auf die Sinnlichkeit spekulirenden SchundDie Kinder follen in erster Linie christlich unterrichtet werden, jenigen, welche bei der ersten Abstimmung die meisten Stimmen werke. also zunächst in der Muttersprache; dann folgt erst der Unter- und zugleich mehr als die Hälfte der Stimmen erhalten haben. richt in der deutschen Sprache.( Buftimmung im Zentrum.) Hat sich bei der ersten Abstimmung eine unbedingte StimmenRedner besprach dann die Handhabung des Ordensgefeßes, be- mehrheit nicht ergeben, so werden von denjenigen Personen, sonders auch für die Seelsorge der Sachsengänger feien Ordens- welche die meisten Stimmen erhalten haben, so viele auf eine Leute zweckmäßig zu verwenden. Daß die Thätigkeit derfelben engere Wahl gebracht, daß die doppelte Anzahl der noch zu Anlaß zu tonfessioneller Zwietracht gegeben, sei nicht bekannt wählenden Mitglieder erreicht wird. Bei der zweiten Wahl ist geworden. Das Wohlwollen des Ministers muß anerkannt die unbedingte Stimmenmehrheit nicht erforderlich. Im Ehescheidungs- Prozeß des Dr. Prager gegen seine werben, er hat nur das Gefeß angewandt, aber solche Gesetze sind inzwischen begnadigte Frau hat die erste Instanz lediglich auf Bei Stimmengleichheit entscheidet das Loos. doch nicht für die Ewigkeit; man sollte sie den veränderten Verdie erfolgte Verurtheilung wegen eines ehrenrührigen Ber hältnissen entsprechend umändern. Jesuiten hat man das Eine polizeiliche Hausfuchung wurde am Freitag Morgen brechens bin die Scheidung ausgesprochen. Frau Dr. Prager Salten von fojialpolitischen Vorträgen verboten, während man in der Wohnung des Vertrauensmannes für den vierten Wahl- bat, wie jest berichtet wird, gegen diese Entscheidung Berufung Salten von sozialpolitischen Vorträgen verboten, während man treis, Franz Schulze, Oppelnerstr. 3, vorgenommen. Der werthe sozialdemokratische Agitatoren unbehindert ließ. eingelegt. ( Hört! im Zentrum.) Da knirscht der innere Mensch, wenn man so etwas Besuch galt, wie die Beamten dem Vertrauensmann mittheilten, Verhaftet wurde am Donnerstag ein 15jähriger Bursche, hört, und das macht sich nachher bemerkbar. Die Wieder Biederbuch. Das Resultat war Null, wenn man nicht das bem er beschäftigt war, 15 Pfund Butter und verschiedene Büchsen dem bekannten„ ondoner" Sozialdemokratischen der beschuldigt ist, dem Kaufmann Müller, Gubenerstr. 12, bei einrichtung einer katholischen Abtheilung würde durchaus zu eine von den Beamten beschlagnahmte Exemplar des begehrten Konserven gestohlen zu haben. einer Desorganisation des Ministeriums nicht führen. schlechte Aussicht auf Avancement hält viele Katholiten von dem Buches, welches der Vertrauensmann in seinem Privatbesitz hatte, Betreten der Beamtenkarriere ab. in Betracht zieht. Die Um 42 Uhr wird die weitere Berathung auf Sonnabend 11 Uhr vertagt. Kommunales. Die Affäre mit dem betrunkenen Gendarm in Nowawes, Asphalt. Recht intereffante, fachtechnische Untersuchungen auch in der letzten dortigen Gemeindevertreter- Sigung zur Sprache die dort vor einigen Tagen bedeutendes Aufsehen erregte, wurde der Berliner Straßenoberfläche haben den Magistrat von Char- gebracht. Der Gemeindevertreter Stirt fragte an, ob jedermann Tottenburg veranlaßt, das alte Steinpflaster der Berliner Straße verpflichtet sei, einem Gendarm auf dessen Wunsch Beistand zu demnächst entfernen und durch Asphalt ersehen zu lassen. Berlin leisten und sich im Weigerungsfalle einer Bestrafung ausfeze, hat zur Zeit über 114 Millionen Quadratmeter Asphaltpflaster, fowie ferner, wer dafür aufzukommen habe, wenn ein Bürger das älteste davon ist 1874 in der Markgrafenstraße gelegt wor- bei solchen Hilfeleistungen verwundet oder gar getödtet würde. Im Stats- Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung, den und hat jetzt noch, wie durch eine Kommission vor dem Der Amtsvorsteher Mücke versprach, nähere Grfundigungen der gestern seine erste Sigung abhielt, brachte der Stadtverordnete Hause Markgrafenstr. 47 eingehend tonstatirt wurde, eine Stärke darüber einziehen zu wollen. Des weiteren fragte Herr Damm Singer beim Etat der städtischen Krantenhäuser zur Sprache, von über 4 Bentimeter. Besonders bemerkenswerth ist, daß das an, ob es wahr sei, daß der Gendarm Preuße an jenem Abend daß der Magistrat Leuten, die in einem flädtischen Krankenhause felbe während der 20jährigen Benuhung niemals eine Straßen- den Herrn Amtsvorsteher nicht respektivt habe. Herr Mücke verpflegt wurden und sich zur ratenweisen Erstattung der Roften sperre gweds Vornahme von Reparaturen erfordert hat. Man erklärte, weder Herr Preuße, noch ein anderer Gendarm habe verpflichtet hatten, dennoch das Wahlrecht entzieht, wenn sie nur nicht bat festgestellt, daß bei Steinpflaster 1. Klaffe nach längstens derartige Neußerungen gethan, doch möchte er die Erwartung pünktlich die Zahlungstermine innehalten und fündigte einen Antrag 12 Jahren eine Umlegung nothwendig ist, wenn es annähernd aussprechen, daß darüber nichts veröffentlicht bei Gelegenheit der Berathung des Armenetats an, nachdem einer Asphaltbahn an Gute gleichkommen foll; daher hat wohl werde; als ein anwesender Berichterstatter dieses Anfinnen im diese Angelegenheit generell geregelt werden soll. Ferner theilte auch der Berliner Magistrat für das Rechnungsjahr 1894/95 an öffentlichen Interesse ablehnte, wurde die Debatte über diesen der Magistrat mit, daß die Verwaltung der städtischen Umpflasterungen 3/4 in Asphalt und nur 4 in Steinpflafter vor Gegenstand bezeichnender Weise in nicht öffentlicher Krankenhäuser, veranlaßt durch die fortwährenden Klagen, die gesehen. Sigung fortgesett. wird. Margarine wenigstens nicht mehr für das Bestreichen des Die Gewissenhaftigkeit der Armenvorsteher tritt be Brotes zu benutzen, und hat nunmehr wieder die aus fonders tragisch in folgendem Fall zu lage. Ein Arbeiter im Sparfamteitsrücksichten so lange verpönte Butter anwenden Süden der Stadt, der seit Dezember ohne Beschäftigung ist, ging Beim Etat der Park und Gartenverwaltung rügte am 25. Januar zum Armenvorsteher seines Bezirks, um sich bei Singer die niedrigen Durchschnittslöhne der bei derselben be- bemfelben eine Unterstützung auszuwirken, bie er in besseren schäftigten städtischen Arbeiter, die nach dem Etat auf 2,75 W. Beiten wieder zurückzuerstatten fich verpflichtete. Der Vorsteher festgesetzt sind. Auf eine diesbezügliche Anfrage theilte der gab dem Bedrängten den Bescheid, am 10. Februar wieder Magistrat außerdem noch mit, daß in diesem Durchzukommen. An diesem Tage wurde ihm eine Unterstützung in schnitt noch die Löhne der Vorarbeiter, die 3,50 M. be- Aussicht gestellt und vorgestern, am 1. März, erhielt er diefelbe tragen, inbegriffen sind, während die niedrigsten Löhne im Betrage von sechs Mark baar ausgezahlt. Within hat der nur 2,25 M. betragen. Singer bezeichnete diese Löhne Mann mit seiner darbenden Familie nicht ganz sechs Wochen als bei weitem nicht ausreichend für den nothwendigsten Lebens auf die sechs Mark zu warten gehabt. unterhalt und beantragte bemgemäß den Lohnfah auf 2,75 m. bis 3,50 M. feftzufeßen. Der Antrag wurde gegen die zwei Stimmen der Sozialdemokraten vom Ausschuß abgelehnt. oida Tokales. Eine rothe Sahne, bie an einem patriotischen Festtage der legten Eine revolutionäre Strömung fu höheren Schichten. in Zeit auf dem Schloß des Prinzen Heinrich in Falkenhaide bei Potsdam lustig wehte, hat bei den patentirten Staatsstüßen ein nur zu gerechtfertigtes Aufsehen erregt. Zum Glück stellte sich heraus, daß es keine verwegene Proletarter waren, welche die An die Mitglieder des Wahlvereins des 4. Berliner Fahne auf dem Schloß aufgehist hatten, sondern daß der Reichstags- Wahlkreises. Die Verbreitung des vom Wahl- Sturmwind sich eine gegen die Etikette verstoßende Handlung verein befchloffenen Flugblattes foll Sonntag, 4. März, erlaubt hatte. Er hatte nämlich die beiben gebräischen Streifen 8 Uhr Vormittags, erfolgen. Noch einmal ergeht an Euch die funstgerecht von der deutschen Trikolore abgetrennt und nur das bringende Mahnung, Euch recht zahlreich an der Verbreitung zu feurige Roth lustig weiter wehen lassen, bis der Berwalter das betheiligen. Die Flugblätter find in folgenden Lokalen in schlimme Unheil merkte und die Fahne des revolutionären Empfang zu nehmen: Proletariats schleunigst entfernte. Süd- Osten: Zoltsdorf, Görligerstr. 58. brittelih, Faldenfteinftr. 14. Spindler, Heichenbergerfir. 118. Schayer, Reichenbergerstr. 54. Frig Bubeil, Naunynftr. 86. Rohr, Naunynftr. 78. Hoffmann, Wrangelfir. 82. Oftett: 91879 910 W. Lock, Restaurateur, Friedrichsbergerstr. 11. J. Hente, Restaurateur. Blumenftr. 38. anderen V " er sich 10 216 Mitglieder, 370 weniger als Gnde 1892. Dem Rückgange Der Verein gegen Verarmung" zählte Ende 1893 der Mitgliederzahl entspricht ein Rückgang der Beiträge von 78 818 Mart in 1892 auf 76 332 Mart in 1898. Dagegen find die Geschenke von 5337 Mart auf 7643 Mark gestiegen, wozu 1893 noch ein Legat von 40 000 Mart tam. Gefallen ist die Bahl der Unterstützten von 4607 auf 4441, die Summe der Unterstübungen von 92 889 auf 88 334 Mart. Das Vermögen ist von 150 694 auf 189 740 Mart gestiegen. Die in den meisten dieser Bahlen erkennbare Rückwärtsbewegung, die in der am Montag abgehaltenen 24. Jahresversammlung vom Vorsitzenden besonders hervorgehoben wurde, datirt nicht erst seit 1898. Der Mitgliederein Maximum mit 12 847 Mitgliedern erreicht, so baß et fet, Schwund begann bereits nach 1885. Ende 1885 hatte der Berein Der Rückgang der Zahl der Unterstützten begann nach 1889, in in den folgenden 8 Jahren um 2131 Mitglieder vermindert hat. welchem Jahre noch 4789 Personen, also rund 800 mehr als in 1893, unterstützt wurden. Das Bedürfniß, den Verein in Anspruch zu nehmen, dürfte dagegen seit 1889 nicht ab, fondern zugenommen haben, wenigstens ist das bei den meisten dem Jahre, nach welchem man, wie gesagt, anfing, die Zahl gewefen. Das Vereinsvermögen ist feit 1889, alfo feit der Unterstützten herabzumindern, von 139 169 auf 189 740., alfo um mehr als 50 000 Mart gestiegen, in dem Jahrzehnt 1883-93 sogar von 79 310 auf 189 740, also um mehr als Zu der Doppelblutthat in Groß- Lichterfelde meldet uns 110.000 Mart. Das ist ein Beweis, daß man im Berein gegen ein Berichterstatter, daß der Gärtner und Kutscher Rudolf Berarmung" gut zu wirthschaften versteht. Der Niedergang des Helbig, nachdem er die That zugestanden hatte, auch das Messer Vereins hat zwar zu einer Minderung der Zahl der Unteraus dem Versteck in die Hände der Polizei geliefert hat. Es ist stützten geführt, aber dem Wachsthum des Vereinsschatzes hat es ein neues Gärtnermesjer mit frummer Klinge. Mit den scharfen nicht gefchadet. Zum guten Wirthschaften gehört beim Verein und gefährlichen Waffe konnten naturgemäß die tödtlichen Ver- gegen Verarmung" auch die Befolgung des Grundsatzes, mög= legungen mit Leichtigkeit beigebracht werden. Die Blutspuren, lich ft wenig zu unterstützen. Wieviel in den letzten Jahren die Selbig an Rock und Weste trug, rühren von seiner eigenen abge wiesen worden find, wiffen wir nicht. Derartige Bahlen Kopfwunde her, die ihm nach seiner Aussage Rury beigebracht werden von den Wohlthätigkeits"-Vereinen ebenso, wie von hat. Die Angaben Helbigs decken sich mit dem Befunde der der Armen- Direktion des Magistrats nicht gern veröffentBehörde. D. Babel, Restaurateur, Frankfurter Allee 90. Danach ist er der zuerst Angegriffene gewesen. Der licht, obwohl nur bei Summirung der Zahl der Unterstützten traurige Borgang hat übrigens die öffentliche Aufmerksamkeit und der Abgewiesenen der Umfang des vorhandenen Nothftandes A. Böhl, Restaurateur, Rüdersdorferstr. 8. G. Tempel, Restaurateur, Langestr. 65. auch noch auf das Maß von Menschenliebe, das in Lichterfelde einigermaßen zutreffend beurtheilt werden könnte. Im Verein Krause, Restaurateur, Landsberger Allee 152 geübt wird, aufmerksam gemacht. Gleich nachdem die an der gegen Verarmung" betrug 1890( ober 1891?) die Zahl der UnterBlutthat betheiligten Personen und noch andere Gäste des Schanke füßungsuchenden( oder der Unterstüßungsgesuche, soviel wir W. Zippte, Restaurateur, Grüner Weg 14. wirths Kube das Lokal verlassen hatten, find laute Hilfe uns erinnern, rund 12 000, während die Zahl der Unterstützten Feller, Restaurateur, Breslauerstr. 27. rufe sowohl von dem Wirth, der mit einem Hausdiener vor sich nur auf rund 4700 belief. Zu dem großen Unterschied in H. Radtte, Restaurateur, Krautsstr. 48. Lange, Restaurateur, Elisabeth- u. Waßmannstraßen- Ecke. worden. Ja selbst die Militärwache der Schüßenkaserne hat die Jahresversammlung, daß die Burückweisung von Ge ange, Reftaurateur, Glifabeth- u. Waßmannstraßen- Ecke der Thür stand, als auch von anderen Personen gehört diefen beiden Zahlen bemerkte der Borsigende in der damaligen F. Wilte, Restaurateur, Andreasstr. 26. Rufe vernommen. Trogdem hat sich niemand veranlaßt gefühlt, suchen ebenfalls zu den Aufgaben des Vereins gehöre. Die Gemeindevertretungs Wahlen finden in den Land über die Ursache des Silfegefchreis Erkundigungen einzuziehen, Der Verein liefert feinen Mitgliedern bekanntlich auch gemeinden der Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, ja der Polizei ist nicht einmal gleich Nachricht zugegangen. Bur ein Schild mit der Aufschrift Gegen Bettelei!", das an die Pommern, Bosen, Schlesien und Sachsen im Laufe des März statt. Untersuchung fonnte daher erst geschritten werden, nachdem die Flurthür genagelt wird und" die Bettler ungefähr ebenso Wir fiellen nachstehend die hauptsächlichsten Bestimmungen beiden Verlegten am nächsten Morgen etwa gegen 7 Uhr todt abschreckt, wie etwa ein Namensschild mit dem Zusaz„ Schuhder für diese Wahlen inbetracht kommenden Landgemeinde- Ordnung aufgefunden waren. Damit eben haben alle Personen, zu denen mann". Gegen einen mäßigen Jahresbeitrag erhalten die MitDom 8. Juli 1891 zufammen. die Rufe gedrungen sind, eine schwere Verantwortung auf sich glieder also einen höchst wirksamen Schuß gegen die BettelAngehörige der Landgemeinden sind mit Ausnahme der nicht geladen. Aller Wahrscheinlichkeit nach hätten die beiden Ver- plage". Daraus erklärt sich vielleicht auch die immer noch argefeffenen fervisberechtigten Militärpersonen des aktiven Dienst wundeten durch ein rechtzeitiges ärztliches Eingreifen vor dem außerordentlich hohe Mitgliederzahl. Dieser Berein hat überstantes diejenigen, welche innerhalb des Gemeindebezirts einen Verblutungstode gerettet werden können. Die Entschuldigung, haupt die höchste Mitgliederzahl unter allen Wohlthätigkeits" Wohnsitz haben. Einen Wohnsiz hat Jemand an dem Ort. an die namentlich der Wirth anführt, daß eine undurchdringliche Vereinen. Die allermeisten haben weniger als 1000 und viele welchem er eine Wohnung unter Umständen inne hat, die auf Finsterniß geherrscht habe, dürfte als Einwand nicht gelten baben fogar noch keine 100 Mitglieder. Ob der neuerliche RückDie Abficht dauernder Beibehaltung einer folchen schließen Laffen. fönnen. Uebrigens hätte auch die Militärwache eine Patrouille gang des Vereins gegen Verarmung" wirklich nur, wie der Gemeindeglieder sind alle Gemeindeangehörigen, welchen das Ge- entfenden können, da sich der blutige Vorgang nur in ganz ge- Vorfißende in der Jahresversammlung bemerkte, auf die größer meinderccht zusteht. Das Gemeinderecht umfaßt das Recht zur ringer Entfernung von der Kaserne abfpielte.-Helbig ist dem werdende Zersplitterung der Wohlthätigkeit" zurückzuführen ist, Theilnahme an dem Stimmrecht der Gemeindeversammlung, Untersuchungsgefängniß eingeliefert worden. vermögen wir nicht zu entscheiden. oder wo die letztere durch eine gewählte Gemeindevertretung ersetzt ift, d. i. bei Gemeinden über 40 Wahlberechtigten, zur Theilnahme der Firma Eduard Lehmann, Antlamerstr. 54-55, beschäftigte meldet wird, zum April eintreten. Von diesem Zeitpunkt ab, Ein Denunziant. Der öffentlichen Beachtung sei der bei Eine Erweiterung des Stadtbahnverkehrs foll, wie ge an den Gemeindewahlen sowie das Recht zur Bekleidung un Buchhalter Otto Heidenbein preisgegeben, der sich unter also vom Beginn des Sommerfahrplans an, werden die Vororts. befoldeter Aemter in der Verwaltung und Vertretung der ganz besonders bezeichnenden Umständen einer Majestäts- süge von und nach Ertner über die Stadtbahn geleitet, und diese Gemeinde. Das Gemeinderecht steht jedem selbständigen Gemeinde- beleidigungsdenunziation schuldig gemacht hat. Der Heidenhein Büge werden dann auf jeder Stadtbahnstation halten. Angehörigen zu, welcher 1. Deutscher, 2. im Besitz der bürger in demselben Geschäft thätigen Böttcher Gustav Stört über die fartenpreise für den gesammten Vorortsverkehr an und berichtet war an einem Tage Anfang November vorigen Jahres mit dem Ein Berichterstatter fündigt ferner eine Ermäßigung der Zeitlichen Ehrenrechte ift, 3. feit einem Jahre in dem Gemeinde Kaiser Wilhelmsbrücke gefahren und hat letteren jezt, nachdem weiter, daß auf der gesammten Ringbahnstrecke mit Beginn des bezirk feinen Wohnfit hat, 4. teine Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln empfängt, 5. die auf ihn entfallenden Ge- bereits über vier Monat verflossen, wegen einer Majestäts. Sommerfahrplans der Viertelstundenverkehr eingerichtet werde. meintefteuern bezahlt hat und ferner 6. entweder a) ein Wohn auf die auf dem Schloß wehende Standarte begangen haben Abends gegen 7 Uhr am Artonaplatz die schon bejahrte Fran beleidigung denunzirt, die Stört bei diefer Fahrt in bezug haus in dem Gemeindebezirk befigt oder b) von seinem gesammten foll, Störf flärt den Fall so auf, daß der Heidenhein, der ihm Seichter, Schwedterstr. 34, Hof 2 Treppen. Die Verlegte möchte Bon einem Zweirad überfahren wurde am 20. Februar, innerhalb des Gemeindebezirks belegenen Grundbesige einen Jahresbetrag von mindestens 3 M. an Grund- und Gebäude- feindlich gesinnt sei, ihm die Schuld an seiner bevorstehenden die Beugen dieses Borfalles zur Stelle haben und bittet dieselben, 8 Entlassung aus dem Geschäft beimesse. Aus Rache habe ber Steuer entrichtet oder c) zur Staats- Einkommensteuer veranlagt ift oder zu den Gemeinde- Abgaben nach einem Jahreseinkommen Buchhalter dann die gänzlich unbegründete Denunziation be- sich bei ihr zu melden. von mehr als 660 m. veranschlagt ist. Als selbständig gangen. Der Denungiant ist etwa 80 Jahre alt, von fleiner Aus Furcht vor Strafe hat sich das Dienstmädchen des wird nach vollendetem 24. Lebensjahre ein Jeder betrachtet, Statur, pocennarbig und trägt einen kleinen Schnurrbart, Restaurateurs S. Herrmann in der Elisabethstr. 30 das Leben welcher einen eigenen Sausstand hat, sofern ihm nicht das Auf der Polizeiwache gestorben. Am Donnerstag um zu nehmen versucht. Es war entdeckt worden, daß das Mädchen Berfügungsrecht über bie Verwaltung feines Vermögens 43/4 Uhr wurde im Bereiche des 73. Polizeireviers der 45 Jahre bei der vorigen Herrschaft einen Diebstahl begangen hatte, und da burch richterlichen Beschluß entzogen ist. Die§§ 45-48 der alte obdachlose Arbeiter Josef Gottwald wegen Bettelns abgefaßt die Arme fürchtete, vor den Strafrichter zu kommen, so machte Landgemeinde- Ordnung treffen die Bestimmungen über Ruben und nach der Wache gebracht. Raum war er dort angekommen, fie erst einen Vergiftungsversuch und, als derfelbe mißlungen des Gemeinderechts, über das Stimmrecht nicht angesessener Grund- als er todt zusammenbrach. Der Todte wies teine äußeren Be war, einen solchen, sich zu erhängen. Sie wurde hierbei rechtstücksbefizer, juristischer Personen u. f. w., über die Ausübung schädigungen auf, auch soll der Mann nicht vor Hunger todt seitig bemerkt und heute früh 8/2 Uhr nach dem Krankenhause des Stimmrechts durch Vertreter u. f. w.( Die Wiedergabe dieser umgefallen fein; vielmehr fonstatirte ein Arzt als Todesursache befördert. Die großen Diebe haben es bekanntlich nicht so eilig Bestimmungen verbietet der Raum.) Die Gemeindewahl findet in Schlaganfall. mit dem Umbringen. 3 Klaffen statt, die nach Maßgabe der Steuereinschägung ge- Gin geisteskranker Arzt foll in Berlin praktiziren. mädchen, im Garten des Hauses Elisabethstr. 80 fich zu erhängen, Polizeibericht. Am 1. b. M. Morgens versuchte ein Dienstbildet find. Grundstücksbefizer sein. Die Gemeinde- Verordneten werden auflichen Standesvereine wurde nach der Deutschen med. Wochen Krankenhause am Friedrichshain gebracht. In der MaschinenMindestens 2/3 der Mitglieder der Gemeindevertretung müssen In der letzten Sigung des Geschäftsausschusses der Berliner ärzt nachdem es vorher Gift genommen hatte. Es wurde nach dem 6 Jahre gewählt. Alle 2 Jahre scheidet aus jeder Klaffe 1/3 der schrift" auf eine empfindliche Lücke im Aerzterechte hingewiesen. fabrit von Hoppe, Gartenstr. 9-12, gerieth Vormittags ein Es kam dort die Thatsache zur Sprache, daß ein unzweifelhaft Schloffer, als er einen Treibriemen auf eine Welle legen wollte, neue Wahlen ergänzt. Für die Wahlberechtigung ist die von geistestranker Arzt die ärztliche Thätigkeit ausübt. Er ist dazu in das Getriebe und wurde auf der Stelle getödtet. In seiner 15.- 30. Januar ausgelegte Wählerliste maßgebend: nur wer in in der Lage, da er sich, weil nicht gemeingefährlich im üblichen Wohnung in der Dennewigstraße, versuchte ein Mann sich mittels diefer aufgenommen ist, ist wahlberechtigt. Auf das Ausliegen Sinne, auf freiem Fuße befindet. der Listen hatten wir seinerzeit hingewiesen. Die Wahl ist eine öffentliche und mündliche. Gewarnt sei vor einem Schwindler, der mit einem Buch Das Menschensystem" haufiren geht und dasselbe namentlich eines Rajirmessers die Pulsadern an beiden Händen zu öffnen. Nach Anlegung eines Verbandes wurde er nach dem Elisabeth= Krankenhause gebracht. Bon der Kurfürstenbrücke sprang ein Gerichts- Beifung. obdachloser Arbeiter in der Trunkenheit in die Spree. Er wurde eine Gefängnißfirafe von einer Woche gegen Schuster| der unfreiwilligen Komit. Dieser Oberlehre" kennzeichnet sich jedoch mittels Rettungsballes, anscheinend ohne Schaden ge- beantragte. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Leopold Meyer, wohl am besten dadurch, daß er Robespierre für einen Sozialisten nommen zu haben, aus dem Wasser gezogen und nach der sah nicht ein, warum man dem unbescholtenen Angeklagten nicht erklärte. Weiterhin sagte er: Wie ganz anders gehe es doch in Charitee gebracht. Im Laufe des Tages fanden drei kleine Glauben schenken solle. Wenn beispielsweise ein Student mit einer Studentenversammlung wie in einer sozialdemokratischen Brände statt. dem Schaufaften auf der Straße betroffen wäre, würde man zu. Da steht zunächst am Eingang ein Teller, in den jeder seiner Behauptung, daß er sich nur einen Scherz habe leisten 10 Pf. zu legen hat.( Rufe: Hier auch!) Nun, das mag ja wollen, doch wohl Glauben zumessen. Ein Gegenbeweis sei zur Deckung der Unkosten erforderlich sein. Da werden aber dem Angeklagten doch nicht gebracht. Der Gerichtshof hielt es außerdem im Saale Broschüren verkauft!( Rufe: Hier auch!) immerhin für möglich, daß der Angeklagte nicht die Absicht einer Und welcher Blödsinn wird dort feil geboten.( Rufe: Hier auch!) Dr. Luy räth dem Referenten und den Vorrednern der rechtswidrigen Zueignung gehabt und zog es deshalb vor, ein freisprechendes Urtheil zu fällen. gegnerischen Seiten, ehe sie über den Sozialismus reden, ihn fennen zu lernen. Gegen Wangemann's Ausführungen über die Aussichtslosigkeit der Sozialdemokratie zeigt er an den Beispielen der Kartelle, wie die Sozialifirung der Produktion vor unseren Augen sich geht. Redner spricht seine Freude daß das kleine Häuflein der sozialistischen ( Lebhafter Protest) So, dann war es nicht Wiß# von Versammlungen. Dor . Vermischtes. " Im Prozeß Paasch und Genossen erkannte der Gerichts. hof am Freitag dahin, daß die, Angeklagten Radelli, Hille, Nie: mann, und Dr. Wesendonk der Beleidigung nicht schuldig und deshalb freigesprochen seien. Dagegen sei der Angeklagte Minde der Beleidigung in zwei Fällen und des Preßvergehens für schuldig befunden und deshalb zu zwei Monaten Gefängniß und 100 Mart Geldstrafe verurtheilt worden. Der Die Akademiker Versammlung im Feenpalaft am darüber Gerichtshof hatte angenommen, daß Minde vor Heraus: 1. März war sehr stark besucht. Die Zahl der Versammelten Studenten zwei große Versammlungen habe zusammentreiben gabe der beiden Broschüren Offener Brief" und Auf- wird verschiedentlich auf 1500 bis 2000 geschäßt. Auch einige fönnen. deutsche Wähler zum Kampf!" dem Inhalte der Sozialdemokraten hatten sich eingefunden, um gegenüber den begierde, sondern Neugierde. Nachher sprach Herr stud. Sarfelben Kenntniß gehabt hatte und daher auch den beleidigen Ausführungen der Antisemiten und Christlich- Sozialen den way im nationalen Sinne und im liberalen Dr. Ka h. Reichsden Charakter fannte. In Betreff des Angeklagten Dr. Standpunkt der sozialdemokratischen Partei zu vertreten. Wesendonk sei der Gerichtshof zu der Ansicht gekommen, daß er tags- Abgeordneter Freiherr von Langen vernichtete mit viel an den Beleidigungen teinen Antheil gehabt. Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärte zunächst Herr Behagen und wenig Wiz die Sozialdemokratie in der StudentenEr habe nur stud. med. Sarway, der Vorsitzende des V. d. St., daß er nach schaft. Nach einer nochmaligen Ehrenrettung des Antisemitismus irrige Beleidigungen beseitigt und feine neuen hinzugefügt. In den Informationen, die er beim Rektor und Universitätsrichter durch stud. Göhre, der erklärte, man könne den Antisemiten vielleicht der Verbreitung des Buches„ Eine jüdisch- deutsche Gesandtschaft" eingezogen hätte, er den sozialistischen Studenten dringend ab- Dummheit, aber keinen Egoismus vorwerfen, wurde eine Resolution müsse das Preßvergehen gefunden werden. rathen müßte, öffentlich als Sozialdemokraten aufzutreten, da sie angenommen, in der das Bureau der Versammlung beauftragt Sämmtliche beanstandete Broschüren seien mit den dazu dann sicher einer Maßregelung von seiten der Behörde gewärtig wurde, vor der Universitätsbehörde vorstellig zu werden, daß gehörigen Platten und Formen zu vernichten und den beleidigten sein müßten. Dr. Lur verliest danach die den Lesern des B." jedem Studirenden das Recht der freien MeinungsPersonen die Publikationsbefugniß im Reichs- Anzeiger" und der bekannte zuschrift der sozialistischen Studenten der Universität äußerung unbehindert von Staats- und Universitätsbehörden ,, Staatsbürger- Zeitung" zuzusprechen. Berlin.( Siehe Sprechsaal im„ V." vom 1. März.) gewährleistet werde. Während man zur Abstimmung über eine Ein Volksgericht vor Berufsrichtern. Vor dem Land- Hierauf versuchte der Referent, Herr Otto Eichler, die zweite Resolution schritt, in der gegen das Eindringen der gericht München II wurden in den letzten Tagen einige Haberer Kette von Mißverständnissen aufzudecken, die sich seiner Ansicht vaterlandslosen Sozialdemokratie in die Studentenschaft protestirt abgeurtheilt, welche das Unglück betroffen hatte, bei dem Haber- nach durch die Lehren von Malthus, Ricardo und Mary insofern wurde, verließen die sozialistischen Studenten den Saal, um den felbtreiben im letzten Herbit abgefaßt zu werden. Gegen alle ziehen, als jeder dieser Nationalökonomen auf den Irrthümern vorauszusehenden hurrahpatriotischen Kundgebungen zu entgehen. diese Unglücklichen wurde auf verhältnismäßig hohe Strafen er- seines Vorgängers seine Theorie aufgebaut hätte; speziell Mary, So erklärte es sich, daß diese Resolution nahezu einstimmig tannt; der Tagelöhner Thomas Mayrock erhielt am 27. Februar der legte dieser Unglückseligen, habe diese Konfusion dadurch ver- angenommen wurde. nicht weniger als 1/2 Jahre Gefängniß. Bemerkenswerth ist, größert, daß er seine nationalökonomischen Lehren auf die daß gegenüber der Aeußerung des Staatsanwalts, es müsse gegen Hegel'sche Philosophie zu gründen suchte. Wir können nun die Haberer bar barisch(!) vorgegangen werden, der Rechts- unseren Lesern nicht zumuthen, dem Herrn in das Labyrinth anwalt Bernstein als Vertheidiger entgegnete, die Gerichte hätten seiner unklaren Ausführungen, aus dem er selbst nicht mehr nicht barbarische, sondern gerechte Strafen auszusprechen. Der herausfand, zu folgen; ebenso übergehen wir die mehr oder Für Autographenwütheriche. Folgende„ Postkarte" Ro berühmte Strafrechtslehrer Berner habe die alte Bon jetzt ab tönnen GeAb weniger gelungenen, freiwilligen oder unfreiwilligen Witze dieses feggers findet sich im Heimgarten": schreckungstheorie als roh und falsch bezeichnet, da Herrn, denen er auch den ihm beim Verlassen der Redner- suche um Autographen wieder berücksichtigt werden, denn ich habe sie den Menschen nicht strafe, weil er etwas gethan, bühne zu Theil werdenden rauschenden Beifall verdantt. einen Schreiber aufgenommen, der bevollmächtigt ist, diese in sondern damit Andere es unterlassen. Die Vertheidi Ledebour wendet sich gegen den Referenten; er führt der meinem Namen auszufertigen." gung beabsichtigt, gegen das Urtheil Revision beim Reichs- Versammlung in großen Zügen die Grundlage der Marrschen gericht einzulegen. Auch Tags vorher hatte in einer Lehre vor. Redner tommt nun auf den Nationalismus zu ähnlichen Straffache( vermuthliche Betheiligung des 31jährigen sprechen, das Steckenpferd derer, welche die„ vaterlandslose" Diensttnechts Hilarius Limberger an dem Haberfeldtreiben bei Sozialdemokratie bekämpfen. Er verwies darauf, daß die falsche Aßling, Gericht Ebersberg, in der Nacht vom 7. auf den 8. Ot- Auffassung des Begriffes Nation die Staatslenker zu ähnlichen tober) der Staatsanwalt die Forderung gestellt, es müsse gegen unheilvollen Maßnahmen verleitet habe, wie seinerzeit der Verdiesen Terrorismus" rücksichtslos vorgegangen werden. Diese fuch allen Einwohnern eines Staates die nämliche Religion aufBerhandlung endete mit Vertagung und Aufhebung des Haft- zuzwingen. Daraus seien die schrecklichen Religionsfriege im befehts. 16. und 17. Jahrhundert entstanden. So halte man es jetzt für Selbstredend werden die Haberer bei nächster Gelegenheit gerechtfertigt, den Einwohnern eines Staates die nämliche zeigen, daß die von dem Landgericht geübte Abschreckungs- Nationalität aufzuzwingen. Der Irrthum der Vertreter Nationalismus bestehe darin, daß sie methode nichts müßt. Die strengen Berurtheilungen werden den dieser Art von Briefkaffen der Redaktion. vralten Volksgebrauch nicht ausrotten, sondern nur Erbitterung Abstammung, Staatsangehörigkeit und Sprachgemeinschaft in 2. W., Langestraße. Wie können Sie sich so sehr über einen Topf werfen.( Unruhe, Zwischenrufe.) Auch er den Sozialist" entrüften. So wie Sie haben wohl auch alle Herr Landgerichtsdirektor Alexander Schmidt vom Land- fei national, aber nur in bezug auf das geistige Leben, anderen Leser des„ Vorwärts", die nicht mit der anarchistischen international in bezug auf das staatliche Leben. Als Brille der Redakteure des" Sozialist" unser Blatt lesen, herausgericht 1 in Berlin, so schreibt die Berl. 3tg.", hat seine Ent- der Redner, durch einen Zwischenruf provozirt, erklärte, daß gefühlt, daß wir Dr. Gumplowicz entlasten, seine Freisprechung laffung nachgesucht und gedenkt zum 1. April in den Ruhestand für ihn sich nicht die schönsten Erinnerungen der deutschen Ge- im Revisionsverfahren ermöglichen wollten. Einzig richtig an zu treten. Herr Schmidt zählte feit einer Reihe von Jahren zu schichte an die Hohenzollern knüpften, da machten sich die ge- der Darstellung des„ Sozialist" soll sein, daß G. Abstinenzler Den bekanntesten Strajkammer- Vorsitzenden Berlins. In der Art, fränkten Herzen unserer Hurrahpatrioten in einem wahren war. Für seine erbliche Belastung sprechen eine Reihe von Mitwie er die Verhandlungen leitete, erinnerte er etwas an den Sturme der Entrüstung Luft, so daß die Versammlung auf einige theilungen, die uns von genauen Kennern seiner Familie zugefrüheren Landgerichtsdirektor Lüty, nur unterschied ihn von Minuten vertagt werden mußte. Redner schloß darauf mit der gangen sind, die wir aber aus leicht begreiflichen Gründen nicht diesem sehr vortheilhaft eine sich stets gleich bleibende Objektivi Aufforderung an die Studenten, nicht mit gesenktem Blick in veröffentlichen können. Die Niederträchtigkeit gegen unseren Getät. Am Ende des vorigen Jahres erregte der unter seinem das Philisterland zurückzuschleichen," wie es in einem bekannten nossen Schoenlant richtet sich von selbst. Daß sich für dieselbe Vorsitz gefällte Freispruch in dem Majestätsbeleidigungsprozeß Studentenliede heißt, sondern als freie Männer für die Volks- auch kein Schimmer von Beweis erbringen läßt, wird jedem flar gegen den Schriftsteller Harden wegen seiner freimüthigen gründung das größte Aufsehen. Bei der Vertheilung der Ge- freiheit, insbesondere für das Recht der freien Meinungsäußerung sein, der Schoenlant fennt. Uebrigens existiren 3000 Beugen einzutreten. schäfte für das laufende Jahr wurde Herr Schmidt durch Befolgte und sie hin und wieder begleitete, ging zur Aus dem starken Beifall der der Rede dafür, daß an der Sache fein wahres Wort ist. G. G. Die Zentralisation der Orts- Krankenkassen hat mit schluß des Präsidiums an eine Biviltammer verseßt. Diese Maß- nüge hervor, daß mehrere Hunderte der Anwesenden mit dem Parteistandpunkt garnichts zu thun. Eine Orientirung über regel dürfte für ihn der Anlaß gewesen sein, seine Entlassung ihren Sympathien auf Seiten der Sozialdemokratie standen. Diese Angelegenheit finden Sie am besten in dem Artikel, der einzureichen. Traube schließt sich dem Vorredner im wesentlichen an. von der Kommission für Zentralisation der Orts- Krankenkassen In einer Dezembernacht wurde der Kutscher Wilh. Dr. Jordan ereifert sich über den jüdischen Geist im Rapita im Vorwärts" veröffentlicht ist. Schuster von einem Wächter in der Waßmannstraße betroffenr lismus und Sozialismus. Vikar Wangemann ermahnt die R. T. In diesem Fall ist nichts zu machen. als er einen leeren Schaukasten auf dem Rücken trug. Schuftee akademische Jugend zu prüfen, ob die Motive für ihre Ableh- A. M. Die Adresse des Genossen Beus ist Anhalt, Redaktion erklärte auf Befragen, daß er den Rasten in einer Thürnisch- nung des Sozialismus, reine seien. In warmen Worten schil- des Boltsblatt", gefunden habe und im Begriffe stehe, denselben zum Polizei- dert er den Nothstand im Proletariat und ruft zu dessen Be- Alter Abonnent 6. Beantragen Sie beim Amtsgericht I, bureau zu tragen. Der Wächter hielt dies für die bekannte Aus- fämpfung auf. Selbstverständlich weiß er zur Abhilfe nur die Neue Friedrichstr. 13, Sühnetermin. Nach dem Termin müssen rebe vieler Diebe, ebenso die Polizei und ebenso der Staats- Palliativmittelchen der chriftlich- sozialen Reform anzugeben. Sie einen Anwalt nehmen. Der Prozeß tann etwa 1 Jahr anwalt, der im gestrigen Zermine vor dem Schöffengericht| Stadtv. Hentig bot der Versammlung den Typus eines Redners dauern. erzeugen. " Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 5. März, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobstraße 48a: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtv. Frih Wilke über: Die Bedeutung des 1. Mai." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes. Die Kollegen werden höflichst ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. 474/15 Der Vorstand. Gesangverein Männer- Chor St. Urban. Sonnabend, den 3. März 1894: Grosser Wiener Masken- Ball in den Sälen des Etablissement Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Anfang 8 Uhr. Um 12, Uhr: Demastirung. Um 1 Uhr: Grosser humoristischer Aufzug fowie Aufführung. Alen Anwesenden einen gemüthlichen Abend versprechend, ladet zu regem Besuch ein 447/12 Der Vorstand. Billigste Bezugsquelle! Wecker- Uhren, bestes Fabrikat, 2,40, 3 und 4 Mark. Wanduhren mit Schlagwerk 3,50, 4 und 5 Mark. Reparaturen unter Garantie gut und billig. H. Schneider, Uhrmacher und Optiker, Brunnenstraße 40. Oranien- Bad, Oranienstr. 44 Dampfkasten- Bad. Einpackung in seidenen Laken. Massage. Mitglieder sämmtlicher Vereine zahlen nur pro Bad mit Packung und Massage 75 Pfennige. Außerdem Schwefel-, Sool- Sit- und Wannenbäder. 3 Wannenbäder mit Seife und Handtücher 1 Mark. 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März 1894. 01 Dersammlungen. Gun 11. Jahrg. eigenen Kreisen Bertreter in die Gemeindeverwaltung zu und materiellen Nothstand auch noch die öffentliche Brandmarkung| Wilmersdorf auf sanitärem Gebiete zu bessern bereit ist, wie sie hinzutritt. Und auf solche Weise hofft man die Restanten zu feine Hand gerührt hat, den Nothstand des Winters zu steuern, bessern". car ja den bei der Straßenreinigung beschäftigten Arbeitern feinen höheren Lohn als 2,50 M. pro Tag gewährt, während sie bei der Steuerveranlagung die Arbeiter möglichst hoch bedenkt. Hieraus ergebe sich die Nothwendigkeit für die Arbeiter, aus ihren Wir fordern die Kollegen auf, in richtiger Erkenntniß ihrer Im sechsten Wahlkreise fand am 1. d. Mts. eine von wählen. Mit der Aufforderung zu kräftiger Agitation schloß der eigensten Interessen, durch zahlreiches Abonnement das neue dem Vertrauensmann August in einberufene öffentliche Bolts Referent. Nach kurzer Diskussion sprach sich die Versammlung Organ zu unterstüßen, damit es das werden kann, wozu es versammlung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter durch einstimmige Annahme einer Resolution für Betheiligung der Gemeindewahl an aus energische Agitation bestimmt ist: eine scharfe und schneidige Waffe in unserem Bueb über„ Klassenkampf und Proletariat" sprach. In seinem und wählte eine Rommission von fünf Mitgliedern gerechten Kampfe gegen Ausbeutung und Unterdrückung, ein Vortrage berührte der Referent auch die Studentenfrage, hierzu Unter dem zweiten Wegweiser und eindringlicher Mahner für die große Masse der veranlaßt durch die„ Akademiker- Versammlung". Redner war zur Vorbereitung der nächsten Schritte. Gleichgiltigen. überzeugt, daß es sozialdemokratische Studenten gebe, glaubte Punkt der Tagesordnung empfahl Mattutat den Arbeitern Stur bei reger Betheiligung der Kollegenschaft kann das aber nicht, daß durch jene Versammlung, die mehr eine Komödie Wilmersdorfs, die Errichtung eines Gewerbegerichts von der Blatt dazu beitragen, daß unser Biel, den Berufsangehörigen gewesen sei, die Zahl derselben auch nur um einen vermehrt Gemeindevertretung zu fordern. In der Diskussion trat auch ein ein menfchenwürdiges Dasein zu verschaffen, recht bald er wurde. Redner erachtete jene Versammlung nicht nur für unnük, Mitglied des Berliner Gewerbegerichts dafür ein und verbreitete jonbern jogar als für die Partei gefährlich, da der Appell an sich über die verschiedenen Belugu beauftragte die Bersammlung Alle Anfragen und Sendungen sind zu adressiren an: die Studenten die Meinung eritehen lassen tönnte, als ob die Wahlmodus. In einer Resolution beauftragte die Versammlung B. A stor, Berlin N., Tresdowstr. 16. proletarische Bewegung bei diesen ihren Stützpunkt zu suchen den Gemeindevertreter aus der Arbeiterschaft, für die Einführung olve Die Agitationstommiffiondbätte. Nicht braucht die Sozialdemokratie eine Avantgarde, am eines Gewerbegerichts einzutreten. Unter Verschiedenem tadelten der Berliner Bureau- Angestellten. folche die Studenten, sondern ein mehrere Redner, daß die Gemeindeverwaltung einigen älteren, hja J. A.: F. Schulz. proletarisches Heer.( Stürmischer Beifall.) Auch Augustin mit Familie versehenen Arbeitern nur 1,50 M. pro Tag Lohn jene Versammlung für vollständig zwecklos, zahlt. Dem Gemeindevertreter Schnuz, der f. 3. durch Arbeiter= An die Händler und Händlerinnen in Berlin nnd erklärte Umgegend! Der Unterzeichnete ladet hiermit sämmtliche Händler warnte vor dem Besuche derartiger Versammlungen und stimmen mit gewählt worden ist, wurde in längerer Debatte beund Händlerinnen, die ihren Beruf auf der Straße und in stand vollständig auf dem Standpunkte des Referenten. Auch deutet, daß er über seine Thätigkeit die Deffentlichkeit hätte mehr Lokalen nachgehen müssen, zu einer Besprechung ein bebufs Grün- die sonstigen Diskussionsredner äußerten fich im Sinne der Vor wissen lassen sollen, als bisher geschehen. dung einer Vereinigung zur gegenseitigen Unterstützung. Diese redner und wurde einstimmig eine Resolution angenommen, Versammlung findet am 6. März Nachmittags 2 Uhr im Lokale des Herrn Joel, Andreasstraße 21, statt. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht der. Einberufer Hermann Quade, Stallschreiberstr. 57. reicht wird.sds Achtung, Schuhmacher! Am Montag, den 5. d. M. finden von den Filialen des Vereins deutscher Schuhmacher drei Versammlungen statt und zwar für die erste Filiale bei Feindt, Weinstraße 11. Vortrag über:" Gefängnißarbeit". Referent Paul Jahn. Für die zweite Filiale bei Brüning, Rosenthalerstraße 11/12. Für die dritte Filiale bei Werner, Bülowstraße 59. Referent Dittmar. H. Sperber, Weidenweg 5. Lohukämpfe der Maler, Lacirer, Anstreicher 2c. stehen bevor in Frankfurt a. M., Nordhausen, Greiz und Fürstenwalde.. Die Postbriefträger in Dresden und in Chemnit sollen abwechselnd des Sonntags feiern dürfen. Es soll in Zu funft in diesen Städten nur eine Briefbestellung am Sonntag Morgen stattfinden. Sollten die Reden der sozialdemokratischen Abgeordneten zum Postetat doch nicht so ganz ohne Wirkung geblieben sein? welche der Uebereinstimmung der Versammlung mit dem Referenten Ausdruck giebt, sowie der Ueberzeugung, daß das Proletariat von der Studentenschaft nichts zu erhoffen habe, und daß nur der als Parteigenosse anzuerkennen sei, welcher für seine Ueberzeugung auch seine wirthschaftliche Existenz aufs Spiel zu setzen bereit sei. Zu Verschiedenem" forderte Meßmann zum Austritt aus der Landeskirche auf. " Der Gauverein Berliner Bildhauer theilt uns berichtigend mit, daß seine Stellenvermittlung nicht, wie es im gestrigen Versammlungsbericht hieß, Montag 3, sondern an den Sonntag Vormittagen ausfallen soll, und zwar vom 1. April ab. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplähen Vortrag. beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin 1. Montag, den 5. März, Abends 8% ühr: Mitglieder- Bersammlung. Sozialdemokratischer Agitationsverein für Arnswalde- Friedeberg, Sonnabend, den 3. März, abends& Uhr, in Tempel's total, Langeſtraße 65: Generalversammlung. Bericht des Vorstandes und Kassirers. Erfahwahl des erften Vorsitzenden und des zweiten Kassirers. Neuer Berliner Handwerker- Verein. Sonnabend, den 8. März, Abends 9 Uhr, im Restaurant G. Hahn, Neue Königstraße 73: Vereinsversammlung. Unterhaltungsabend mit Tanz. Achtung, Schäftebranche! Sonnabend, den 3. März, Abends 9 Uhr, Wallstraße 20: Deffentliche Versammlung. Vortrag. Verein deutscher Schuhmacher. Bersammlungen am Montag, den 5. März, Abends 9 Uhr: Filiale i bet Feindt, Weinstr. 11. Bortrag des Filiale 2 bei Brüning, Rosenthalerdenen San über Gefängnißarbeit. ftraße 11-12. Filiale 3 bei Werner, Bülowftr. 59. Tischler- Verein. Sonnabend, den 3. März, Abends 9 Uhr, Melchiortraße 15: Versammlung mit Damen. Vortrag des Magnetopathen Herrn Verein der Rügenwalder. Sonnabend, den 3. März, Abends 9 Uhr, Betpatgerfir. 134: Gigung. Gäste wilkommen. Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeinde- Schule. Sonn abend, den 3. März, Abends 9 Uhr, im Restaurant Richet, Koppenftr. 58: Vortrag des Herrn Lehrer Kalb über: Professor Serk' Neues in der Phyſit. Gerling. Der Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend hielt am 19. Februar seine Monatsversammlung ab. in derselben referirte Genoffe Dr. Heymann über das Thema Schule und Kirche." Hierauf erfolgte eine überaus lebhafte Debatte über die angeblichen Fehler, welche sich der ArbeitsEthische Gesellschaft. Sonntag, den 4. März, Abends 6 Uhr: Zwei Da Henke vermittler ente habe zu schulden tommen lassen. Da Hente Bersammlungen. 1. In Gratweil's Bierhallen, Kommandantenftr. 77-79. nicht erschienen war, wurde beschlossen, die Angelegenheit als Referent: Herr Dr. med. Baul Bernstein über„ Der Altoholismus und das ersten Punkt auf die Tagesordnung der nächsten Monats Broletariat" 2. In Seefeldt's Lotal, Grenadierstr. 33. Referent: Herr versammlung zu setzen. Die Kollegen der Firma Carl Dr. Joel über: Religion und Sittlichkeit". Müller u. Co., Blücherstr. 35, waren von der Fachkommission Bormittags 10% Uhr: Bortrag des Fräulein Jda Altmann über„ ErziehungsFreireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 4. März, Humanistische Gemeinde, Kommandantenstr. 79. Sonntag, den 4. März, Fabrikanten ist, echt u. a. auch daraus hervor, daß die Stonto- häufig des Sonntags und nach Feierabend zu arbeiten. Nach Bormittags 10% Uhr: Bortrag des Herrn G. G. Schäfer fiber: Uebergang bes Wie hochgeschraubt der Konkurrenzkampf unter den eingeladen worden und wurde ihnen zum Vorwurf gemacht, früchte". gewährung an die Abnehmer von Waaren eine immer größere furzer Diskussion erklärten die Kollegen sämmtlich, in Zukunft christlichen Zeitalters in ein neues Zeitalter: wird. So zahlen die Fabrikanten in Annaberg im sächsischen nicht geschehen, dem Verband anzuschließen. Die Abrechnung Erzgebirge ihren Kunden bei Begleichung der Rechnung bis zu 14 pCt. Stonto. Daß unter diesen Umständen das Geschäft einem Weihnachtsvergnügen ergab eine Gesammteinnahme von reelles nicht mehr sein fann, ist ebenso flar, als es sicher ist, daß 114,95 W. und eine Ausgabe von 82,50 M., sodaß ein Bestand von 32,45 m. verbleibt, über dessen Verwendung wegen der die Arbeiter die ganze Beche dieses sauberen Geschäfts bezahlen vorgerückten Zeit der nächsten Versammlung zu befinden überlaffen bleibt. Nachdem noch beschlossen worden, am 18. März Straßenkehrer im Frack. Gin fleines Panama hat man einen Kranz auf den Gräbern der 1848er Freiheitskämpfer in Madrid entdeckt. Der Alkalde( Bürgermeister) batte, um niederzulegen, folgte Schluß der Versammlung. etlichen guten Freunden Gelder aus der Stadtkaffe zuwenden zu fönnen, ein neues Amt begründet, der ernannte sie zu„ Straßenfebrer Brigadiers", und als solche bezogen sie ein ganz anfiändiges Gehalt. Dagegen wurden 200 wirkliche Straßenkehrer aus Sparsamkeitsrücksichten entlassen. Die Hauptsache bleibt, daß der Mensch sich zu helfen weiß. müffen. W Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Oft Schule, Martusstraße 31: Unter icht in Rechnen. Sud- Of- Schule, Reichenbergerstr. 138: Unterricht in: Boltsthümliche Medizin. In allen unterrichtsfächern tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borstbender Ad. Neumann. Alle Menderungen im Bereinstatender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rirdorf, Sermann- u. Knesebeckfraßen- Ecke bet Beyerle. 2yrania, Landsbergerstraße 81 bei Musehold. Sanges: Echo, Naunynstraße 86, bet Bubeil. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. Glück zu Hand in Hand 2, Gesundbrunner Frisch auf, Borwärts 7, Immer 1 Deckert. Die Ortskrankenkasse für das Barbiergewerbe beschäftranz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Prinzen- Allee 57. Esmeralda, Fruchtstr. 70 bet Nitsche. Steder: tigte sich in seiner letzten Generalversammlung mit der Aenderung des§ 17 des Statuts der befagt, daß Geschlechtskranke 12 Monate teine Unterstützung beanspruchen können. Nach längerer Debatte wurde eine Aenderung abgelehnt. Die Mitglieder der Freien Vereinigung" bekämpften auf's lebhafteste diese ftimmung. Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bet Heinecke. riebrichsberg,' Rummelsburger, Brinzen- Allee 10. tummelsburg, Goethe- und Kantstraßen- Gde bet Greinert. grün, Tegel, Spandauerstr. bei Rentner. Frisch auf 2, Schönwalde in Lorbeerzweig, GminemünderBeber Mart bei Restaurateur Schulz. straße 35 bet Queitsch. Frete Glocken, Stalizerstr. 104, bet 28inter. Gangesfreund, Dragonerftr. 32. bei Ramlowsty.- Deutsche@iche 2, Brandenburg a. 6, Sauptstraße, Wintal's Salon. erEin Impfgeguer- Prozeß spielte sich am 27. Februar in Erfurt ab. 7 Personen hatten sich vor der dortigen Straftammer zu verantworten, weil sie sich geweigert hatten, ihre Die Mitglieder der Ortskrankenkasse der Sattler Kinder impfen zu lassen. Die Angeklagten wurden zu geringen flärten sich in einer Versammlung am 24. d. Mts. nach einem Geldstrafen verurtheilt. Referat des Kollegen Tannhausen für die Zentralisation der Ortstassen. B " " 7 Privat Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend ale Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten an: P. Senter, Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Sonnabend: Theaterverein Aurelia, Mendelssohnstr. 9 bet Miethe Abends 9 Uhr. Bergnügungsverein Ginigteit, Manteuffelstr. 67, Abends 9 Uhr. Der Stadtrath zu Gera hat sich mit den vom GemeindeGeselliger Verein Deutsche Eiche, Kohlen- üfer bei Pech. Bithertlub rath hinsichtlich des zu errichtenden Gewerberichts gefaßten Be- Der Fachverein der Firmenschilder Brauche hielt am Gemütitate it, zindenfir. 105, im Bürgergarten. Nordflub Ge= Theaterveretn schlüssen einverstanden erklärt. 27. Februar eine gutbesuchte Generalversammlung ab. fettigteit, Prenzlauer Allee 26, bei Drühler, alle 14 Tage. Der Raffenbericht ergab einen Bestand von 48,91 M. Dem effing. Langeftr. 9, bei Riezereti. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Bant Eine sehr vernünftige Verfügung ist seitens des Präfi- kassirer wurde Decharge ertheilt. Der Verein zählt gegenwärtig nidel'icher Mufitverein allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, denten und des Ersten Staatsanwalts des Landgerichts Glatz an 27 Mitglieder. Bum 2. Punkt der Tagesordnung erstattete Kollege Ecke Forsterſtraße, Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute die Juſtizbehörden dieſes Bezi Nagel Abrechnung über den lette Gift. Die von oben erband der mania, jeben legten Conn felben erfucht werden, behuss herbeiführung einer Vereinfachung ein Reingewinn von 81 m. erzielt wurde. Die Forderung von Bühnenverband Sonnabend im Monat bet des schriftlichen Verkehrs alle Kurialien, wie Hochwohlgeboren, 16 M., welche der Verein an das ehemalige Mitglied Hiller hat, Seichnis, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglödchen, Wohlgeboren, gehorsamst, ehrerbietigst, ergebenit", als überflüssig wird den Kollegen Kerkau und Neumann zur Eintreibung über- Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr, penickerAbends 9 Uhr bet Schulz, Brunnenstr. 116.- Theaterverein Berliner wegzulaffen. wiesen. In das Vergnügungs- Komitee wurden neugewählt Hauser ftraße 55a. Theaterverein Lessing. Jeben ersten und legten Gonn Die Mißwirthschaft der kapitalistischen Produktionsweise und Kerkau, sowie Nagel als Obmann desselben. Unter Ver- abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bet Rudolph, Strautir. 6.wird grell beleuchtet durch die Zustände in der Diamantindustrie. schiedenem" beschließt die Versammlung, am 18. März einen Theatergesellschaft en eta, Sigung mit Damen jeden Sonnabend Abend 9% Uhr bet Pape Kolbergerstr. 22. Theatergesellschaft Edelweiß, In Amsterdam sind schon seit vielen Monaten von den Kranz auf den Gräbern der Märzgefallenen niederzulegen. Die Sonnabend 9% Uhr, eizung mit Damen bei Ravul Abree, Chorinerstr. 53. 16 000 direkt in diesem Fache beschäftigten Arbeitern beinahe Vereinsversammlungen finden jeden legten Dienstag im Monat Bultania, 9 Uhr, Sigung in Täger's Gesellschaftshaus, Gartenstr. 13-14. Fidelttas. Verein Morgenstern, 9 Uhr, Sigung mit Damen im Restau12 000 arbeitslos. Neuerdings ziehen viele schon halb verhungerte statt. rant von Krone, Wörtherstr. 11. Nach der Sigung Fidelitas. TheaterDiamantarbeiter nach Antwerpen, in der Hoffnung, daselbst Der Frauen und Mädchen Bildungsverein( Filiale verein Bohemia bei Kummer, Ackerstr. 13, Sizung und Aufnahme neuer Beschäftigung zu finden. Auch da werden sie aber enttäuscht; Nord) hielt am 28. Februar seine Monatsversammlung ab. Herr tiger Betulita, Sigung 8z uhr, bei Schröder, Wienerftr. 316 Geselliger Verein Freundschaft, jeden Sonnabend Abend 9 Uhr imm denn nach dem zu Antwerpen erscheinenden Fachorgan, De Dr. Joel hatte das Referat übernommen. Wie sollen wir Restaurant Bauß, Blumenstr. 10, Sigung mit Fidelitas. Diamantbewerber" sind auch da hunderte von Diamant- uns ernähren?" lautete das Thema. Dr. Joel theilt die Ant- Vergnügungsverein Lustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Vergnügungsveretn Azalia 9% Uhr bei B. Heindorf, Barnimitr. 16. arbeitern ohne Beschäftigung. Die Hauptursache dieser schlechten Zustände liegt darin, daß wort der dicht auf die" Der Mensch braucht zu feiner 9 ur mendelssohnſfir. 9. – Vergnügungsverein& armen Sylva Sigung Bergnügungsverein Lustige Becher Abends Wissenschaft wichtige Frage in die ganze Diamantindustrie beherrscht wird von einem einzigen Ernährung täglich an Eiweiß 130 Gramm, an Fett 75 Gramm, inde jeben Sonnabend Uhr bei Grawe, Brunnenſtr. 147. 9 Uhr im Restaurant von D. Wits, Mariannen- Ufer 2.- Geselliger Verein Eyndikat De Boers Diamond Mining Comgany" in London. an Kohlehydraten 450 Gramm. Dazu gebraucht er auch Alfalien gnügungsverein Sarmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends& Uhr, Dieses Syndikat, das alle Minen in Süd- Afrika an sich gezogen und ebenso ist die Beschaffenheit der Luft, die er einathmet, von Blumenstr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Theaterverein Freunden hat, hat die Preise des Rohdiamanten derart in die Höhe ge: großer Bedeutung für die Verdauung. Der Redner verbreitete treis 9 Uhr, im Restaurant Kaporte, Solmsftr. 1. trieben, daß der geschliffene Diamant verhältnißmäßig nicht Lustig, Sigung Abends 8 ½ Uhr, bei Falbe, Reichenbergerstr. 149. genügend bezahlt werden kann, der Absatz also geringer wird sich dann auch auf dem Gebiet der Fälschung der Lebensmittel, Rauchtiub Blaue Qua fte, Connabend 9 uhr bet Wilde, M., Böhlertfix. 3. die jo fortgeschritten sei in ihrer Kunst, daß die untersuchende Rauchtlub Dornröschen, Gizung Abends 9 Uhr, bei Krüger, FennDie Erfindung neuer Maschinen macht die Zukunft für die Wissenschaft ihr kaum zu folgen vermöge. Jedenfalls fei fie Rauchttub Giserne Pfeife, Mittwoch und Sonnabend Sizung bet ftraße 6. Rauchklub Weiße Wolfe, Bernauerstr. 14, bei Henoch. diefer immer voraus. Eine wirklich genügende Ernährung sei meinert, Adolfftr. 20, Abends 8 Uhr. Schieß- Klub Fein Korn, Köp= Militärischer Boykott. Die fächsischen Militärbehörden nun für den Arbeiter bei seinen fargen Löhnen nicht möglich nickerstr. 23a, Restaurant Saun, tagt Sonnabend und Montag. begehen fortgesezt Verstöße gegen das Gefeß, ohne aber, wie und so müsse dieser vom eigenen Körper zehren und seine Kräfte Rothe Reite, Abends 9 Uhr bet Steuer, Weinstr. 22. Bücklerstr. 55. Verein ehemaliger Schüler der das bei Sozialdemokraten nur zu gern und oft geschieht, von versagen vor der Zeit. Genoffe Degen, Frau Noack, Frau Schilling, bobifcher Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bet kart dem Staatsanwalt gefaßt zu werden. Auch der neue Taschen- Ludwig, Fräulein Löwenherz sprachen zu Punft 3 der Tages: 30. Gemeindefchule, Abends Uhr, Restaurant Freitag, Koppen straße 65. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant falender für die Garnison Dresden" auf das Jahr 1894 betreibt ordnung: Verschiedenes, da von Punkt 2: Diskussion in An- Boite, Kolbergerfir. 23. Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinftr. 22. diesen groben Unfug". Gegen 70 Geschäftsleute, Bigarren betracht der Ausführlichkeit des Joel'schen Vortrages Abstand Statklub Revolution Kartenklub Nulle tagt händler, Gastwirthe u. f. w. werden dort aufgeführt als für genommen worden war. Die Versammlung war eine gut be bends Reichenbergerstr. 78, bet Faustmann. die Soldaten verboten". So betreibt die Militärbehörde fuchte, was wohl der rührigen Agitation der Filiale, die Tags jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Humboldhein, Hochstr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bet Buttte, Graudenzerstraße 2. ungehindert und ungestraft Geschäftsschädigungen zahlreicher zuvor einige Tausend Handzettel vertheilte, zu danken ist. Statflub Ginigtett bet Grube, Martendorferstraße, Ecke Solmsstraße. Bürger, die doch durch Steuerzahlen ebenfalls gezwungen sind, Touristenverein Wanderlust Abends& Uhr im Restaurant Märkischer diese selbe Behörde mit zu unterstügen. Und wird nun die ArSof, Admiralstr. 18c. beiterschaft zu gleichen Schritten gezwungen, so wettert man Deutscher fojialdemokratischer Teseklub in Paris. Rue St. Sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Bergegen die Vergewaltigung und den Terrorismus der Sozialund us der fammlung; reiche Bibliothek, Zeitungen, französischer Unterricht. demokraten". alte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1840 begründete London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der kommunistische Arbeiter- Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Fachverein der Photographen. Jeden Sonnabend bei Knoblauch, Kommandantenftr. 15, Abends 9 Uhr. Dansk Forening Freja", Oranienstr. 51. Modeaften horbag ver. " Diamantarbeiter noch dunkler. Ju Marienfelde tagte am 18. Februar die Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins für Mariendorf und Umgegend. Das In derselben referirte Genosse Friz Hansen über: Proletariat in der alten und neuen Zeit". Dem anderthalb ftündigen, sehr lehrreichen und interessanten Vortrage folgte eine längere Diskussion, an der sich der Referent und mehrere Redner betheiligten. Nachdem noch unter Verschiedenem mehrere Reduer gesprochen, fand die Versammlung ihren Schluß. Hundert und sechszehn Personen moralisch degradirt. Warum? Weil sie die Steuern nicht bezahlen fonnten. Diese praktische Sozialreform, die darin besteht, daß man Steuer reftanten verbietet, in Gastwirthschaften zu verkehren, wird jetzt auch in Möckern bei Leipzig geübt. Nach der famosen In Wilmersdorf fand am 28. Februar eine öffentliche Rt. 9. Befogende ere velkommen. Steuerrestanten- Ordnung vom Jahre 1886 tönnen Steuerrestanten Volksversammlung statt, in welcher Genoffe Mattutat aus Berlin in dieser Weise gestraft werden; obendrein werden deren Namen zu den bevorstehenden Gemeindevertreter- Wahlen referirte. Redner in den Gastwirthschaften öffentlich ausgehängt, so daß zu dem zeigte, wie wenig die Bourgeois Gemeindevertretung von elkommen. Vers Vergnügungsverein Rauchklub Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Induſtrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen, Mitgliedschaft Berlin. Montag, den 5. März a. c., Abends 8½ Uhr, Alte Jakebstr. 75: Mitglieder- Versammlung. = Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Borchardt über:" Die Gestalt der Erde und ihre Beziehung zur Sonne". 2. Ergänzungswahl zur ArbeitsnachweisRommission. 3. Mitgliedschaftsangelegenheiten. 458/15 Heute Abend in der Berliner Ressource": Stiftungsfest. Anfang des Ronzerts präzise 81/2 Uhr. " Um zahlreichen Besuch bittet Achtung! Große Der Vorland. Achtung! Volks- Versammlung Montag, den 5. März, Abends 8 Uhr, Zagesordnung: Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr, Rosenthalerstraße 38: Dorfrag von Fräulein Ida Altmann: Erziehungsfrüchte". Gäste sind sehr willkommen.[ 441/11 Tischler- Verein. Sonnabend, den 3. März 1894, Abends 9 Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung mit Damen. Tagesordnung: Vortrag des Magnetopathen Herrn R. Gerling. Ausgabe der Billetts zum Oster- Vergnügen. Vereingangelegenheiten. 333/13 Der Vorstand. in Ahrends' Brauerei, Moabit, Thurmstraße Nr. 26-27. Freie Kranken- und BegräbnissVortrag über: Die Steuervorlagen und die Frauen des Proletariats. kasse der Schuhmacher Referentin: Genoffin Klara Zetkin- Stuttgart. und Berufsgenossen Berlins( E. H. 27). Außerordentliche Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen, besonders der Frauen, ersucht Die Frauen- Agitationskommission. Generalversammlung Dies ist die letzte Versammlung, in der Genoffin Zetkin vor ihrer Abreise am Montag, den 12. März, Abends 8 Uhr, im Lokal Fischerstr. 25, bei Herrn Garste. Tagesordnung: 1. Statutenänderung. ( Her absetzung der Beiträge.) 2. Innere Angelegenheit. Mitgliedsbuch legitimirt. referirt. Achtung! Vergolder! 460/20 Achtung! Große öffentliche Versammlung aller im Bergoldergewerbe beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Montag, den 5. März, Abends 8½ Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10/11, Tagesordnung: 1. Der 1. Mai und wie gedenken wir denselben zu feiern?" Referent: Genosse D. Nät her. 2. Diskussion. 3. Rechenschaftsbericht des Delegirten der Gewerkschaftskommission. 4. Neuwahl des Delegirten. 5. Der Streit der Kollegen in Burg bei Magdeburg und Verschiedenes. Kollegen und Kolleginnen, kommt alle und seid pünktlich am Plazze! Die Agitations- Kommission. 358/17 Achtung! Former! Achtung! Zentral- Verband der deutschen Former, sowie aller in Eisen- und Metallgießereien beschäftigten Arbeiter. ( Zahlstelle Berlin.) 154/16 Montag, den 5. März, Abends 8 Uhr, im Colberger Salon, Colbergerstr. 23: Versammlung. Tagesordnung: 1. Wahl eines 1. Bevollmächtigten, 1. Rassirers und 1. Schriftführers. 2. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 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Gegen die salbungsvollen Reden Lieber's und Schall's fonstatirt Bebel in seiner scharfen und schlagfertigen Weise den Widerspruch zwischen chriftlichen Redensarten und chriftlicher Praxis und weist an den geschichtlichen Vorkommnissen die Thatsache nach, daß die Vertreter des Christenthums allezeit und überall jede Form wirthschaftlicher Ausbeutung: Sklaverei Leibeigenschaft freie" Lohnknechtschaft -im Interesse der jeweilen herrschenden Klassen zu vertheidigen verstanden haben trotz der entgegenstehenden theoretischen Lehren des Christenthums. Am Montag, den 5. März, erscheint: 3weite Auflage Don 443/18 Antisemitismus und Sozialdemokratie. Bon A. Bebel. Preis: 20 Pfg. Porto 3 fg. Wiederverkäufern Rabatt. Am Dienstag, den 6. März, erscheint: Gegen Gottes- und Bibelglauben. Zwei Schriften von Dr. A. Douai. I. ABC des Wissens für die Denkenden. II. Eine Antwort an die Bekenner des Theismus. Preis: 30 Pfg. Porto 5 Pfg. Wiederverkäufern Rabatt. Bom Standpunkt der naturwissenschaftlichen Erfahrungen aus legt der Verfasser in dieser Schrift in einzelnen Kapiteln( Gott, Unfterblichkeit, die menschliche Willensfreiheit) die Unhaltbarkeit der Beweise" dar, die von den Vertretern des Gottes- und Bibelglaubens für das Dasein eines persönlichen Gottes und den göttlichen Willensakt der Weltschöpfung angeführt werden. Den momentan schlechten Geschäftsverhältnissen Rechnung tragend, verkaufen wir von heute ab: Herren- Paletots von 8 M. an Hrn.- Paletots, jonit 13-24 M., jezt von 12 M. an Srn.- Valetots, jouit 24-36 M., jekt von 18 M. an Hru.- Anzüge, souft 15-25 M., jezt von 9 M. an Hrn.- Anzüge, sonst 25-40 M., jezt von 18 M. an Hru.- Jaquets, sonst 10-12 M., jezt von 5 M. an Hrn.- Hosen, soust 4-9 M., jezt von 2,50 M. an Burschen- Paletots, soust 12-20 M., jezt von 6 M. an Burschen- Anzüge, sonst 10-25 M., jezt von 5 M. an Knaben- Paletots, joust 5-12 M., jezt von 2,50 M. an Knaben- Anzüge, font 4-12 M., jegt von 2,50 M. an Schlafröcke, eleg., sonst 12-24 M., jezt von 8 M. an Reisemäntel, schwarze Salonanzüge, Frads spottbillig. Einsegnungs- Anzüge zu halben Preisen. Diese Preise stehen in keinem Verhältniß zu den stadtüblichen Detailpreisen. Selbst für die korpulentesten Herren sind passende Garderoben in jeder Auswahl fertig. 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