Nr. 351.- 31. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerande: Vierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 L wöchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 a. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel zelle oder deren Raum 60 Bfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Big.( zulässig 2 fettgebrudte Morte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenantzeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes mettere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". analen Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplats, Nr. 151 90-151 97. Donnerstag, den 24. Dezember 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplak, Nr. 151 90-151 97. Kriegstagung des franzöfifchen Parlaments. Die neue Schlacht in Polen. Westlicher Kriegsschauplah. Die französischen Tagesberichte. Baris, 22. Dezember, 3 Uhr nachm.( W. T. B.) Amtti wird mitgeteilt: Zwischen dem Meer und dem Lys fanden geftern nur Artillerickämpfe statt. Zwischen Lys und Aisne wiesen wir einen deutschen Angriff, der von Capench aus erfolgte, ab, und nahmen einige Häuser von Blangy. Infolge eines feindlichen Angriffs auf Momes und die benachbarten Schüßengräben konnten wir 2ihons wiesen wir drei Angriffe zurück. Deftlich und westlich von pagne und Argonnen umfassenden Abschnitt gab es unt 0 Die Meldung des Großen Hauptquartiers Die Sihung des französischen Amflich. Großzes Hauptquartier, den 23. Deember 1914, vormittags.( W. T. B.) Angriffe in den Dünen bei Lombartzyde und südlich Birschote wiesen unsere Truppen leicht ab. Bei Richsbourg l'Avoue wurden die EngParlaments. Paris, 22. Dezember.( W. T. B.) Präsident Deschanel eröffnete die Kammerſigung und erklärte in seiner Ansprache, die Vertreter Frankreichs müßten der Helden gedenken, welche feit fünf Monaten für das Vaterland fämpften. Frankreich sei niemals größer gewesen, niemals und nirgends habe man an dieser Stelle nicht merklich vorrücken. In der Gegend von länder gestern wieder aus ihren Stellungen ge- herrlichere Tugenden gesehen. Deschanel gedachte der berTracy- le- Bal machten wir einen fleinen Gewinn. Unsere Artillerie worfen; trotz verzweifelter Gegenangriffe wur- storbenen Deputierten, namentlich der auf dem Schlachtfelbe Aisne bis Reims fanden Artilleriekämpfe statt. In dem Cham- dem Kanal d'Aire a La Bassee den Engländern rungsertlärung. Sie lautet: Neht auf dem Plateau von Nouvron. In dem Abschnitt von der den alle Stellungen, die zwischen Richsbourg und gefallenen Barlamentarier. Darauf verlas Ministerpräsident Viviani die Regie Souain heftige Bajonettkämpfe. Bor Berthes enfrissen waren, gehalten und gefestigt. Seif In der jetzigen Stunde ist nur eine Politik möglich: Kampf Ies Hurlus nahmen wir drei deutsche Verschanzungen, 20. 12. fielen 750 Farbige und Engländer als ohne Gnade bis zur end giltigen, durch einen völlig fiegwelche cinc Schüßengrabenfront von 1500 Meter Länge Gefangene in unsere Hände, fünf Maschinen- reichen Frieben gesicherten Befreiung Europas. Dies ist der darstellen. Nordöstlich Beau- Séjour befestigten wir die vorund befesten alle Schüßengräben gewehre und vier Minenwerfer wurden er- gesichts diefes ihm unerwarteten Erscheinens dieſes Nationalgestern eroberten Stellungen Längs des Kammes des Calvarienberges. Im Gruriewald beutet. rückten wir fortgesezt vor. Bei Saint- Hubert wiesen wir einen An- In der Umgegend des Lagers von Chalons stonflittes verleugnete es das Recht und rief die Gewalt an; rauiches aufgescheucht worden. rauiches aufgescheucht worden. In den ersten Tagen des griff ab. Jm Bois- de- Bolante, wo wir einiges Gelände serloren hatten, nahmen wir Zweibrittel bes Gehölzes wieber. entwickelte der Feind eine rege Tätigkeit. An- es verachtete die Geschichte und schüßte ein einziges Gesez bor, das Zwischen den Argonnen und der Maaß machten wir leichte Fort- griffe nördlich Sillery südöstlich Reims, bei bes Intereffes, um Belgien zu verlegen und in Frankreich einschritte. Bei Vauquois nördlich des Waldes von Malancourt Souain und Perthes wurden von uns zum Teil aufallen. Seither hat die deutsche Regierung eingeſehen, daß man feindliche Schüßengräben zu erobern und zu behaupten. Auf dem unter schweren Verlusten für die Franzosen ab- bes Krieges auf die Werbündeten zu wälzen versucht, jedoch vergebgeschlagen. gelang es unseren Truppen, den Drahtverhau zu durchbrechen und rechten Maasufer im Confenvoyewald verloren wir das von uns vorgestern gewonnene Gelände und eroberten es nach heftigem Kampfe wieder. Bon den Maashöhen bis zu den Vogesen ist nichts zu melden. Paris, 23. Dezember.( W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 32. Dezember 11 Uhr abends. Nordwestlich Buisalaine führte zurückgewiesen. Südlich Barennes faßten wir gestern abend in Bourenilles Fuß. Unsere Angriffe dauerten fort und ließen uns heute enscheinend in Boureuilles und westlich Bauhnois vorrücken. Von der übrigen Front ist nichts Neues zu melden. der Feind gestern heftige Gegenangriffe aus. Alle wurden Der„ Bund" über die Offensive der Verbündeten. " verändert. einmütige Schrei des Parlaments, des Landes und der Armee. Anempfindens ist Deutschland aus dem Taumel feines Siegesmit der Meinung der Welt rechnen muß und hat die Verantwortung lich. Alle von den beteiligten Nationen veröffentlichten Dokumente, In Off- und Westpreußen blieb die Lage un- beutenbften Vertreter des edlen Italiens bezeugen den seit langem auch die in Rom gehaltene, aufsehenerregende Rede eines der befeststehenden Willen unserer Feinde, einen Gewaltstreich zu verDie Erklärung bringt weiter in Erinnerung, daß Frankreich beistimmten, die militärischen Vorbereitungen einzustellen und in Verhandlungen in London einzutreten. Hätte Deutschland zugestimmt, so hätte der Frieden noch in diefer legten Stunde erhalten werden können. Indem aber Deutschland die Rage brüsfierte, machte es den Krieg unvermeidlich. Benn es so in diplomatischer Hinsicht der Die Kämpfe um den Bzura- und Rawka- fuchen. Abschnitt dauern fort; auf dem rechten Pilica- und Rußland am 31. Juli dem englischen Borsalag ufer ist die Lage unverändert. Oberste Heeresleitung. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 23. Dezember.( W. T. B.) Amtlich wird Frieden im Reime erstickte, geschah es, weil es seit vierzig verlautbart: 23. Dezember, mittags. njere Operationen in Jahren unablässig das Ziel verfolgte, Frankreich zu erbrüden, Bern, 22. Dezember.( W. T. B.) Der Bund" vermutet in den Karpathen nehmen günstigen Verlauf. Im Latorcza- um zur Knechtung der Welt zu gelangen. Alle Aufklärungen den Vorstößen der Verbündeten auf dem westlichen Kriegsgebiet wurde ein russischer Angriffsversuch bei Volocz find bar jenes Tribunal der Geschichte gebracht, too für schaupla recht ernstliche Versuche, in die deutsche Front( Volovez) abgewiesen. Im oberen Ungtale machten unsere Bestechlichkeit fein Platz ist, und da Frankreich und seine Vereinzubrechen und sie, wenn möglich, zu sprengen. Er nimmt Truppen gestern bei Feny Vesvoelgy 300 Gefangene und bündeten trotz ihrer Anhänglichkeit an den Frieden den Krieg auf an, daß diese Angriffe bewegungen noch feineswegs abgeschlossen brangen weiter vor. Auch nordöstlich des Lubkower Passes in sich nehmen mußten, werden sie ihn bis ans Ende durchführen. feien, sondern sich auf der ganzen Front weiter entwideln der Richtung gegen Lisko gewann Angriff Raum. Das würden, bis vielleicht eine Stelle fichtbar würde, wo an den eigent offizielle Communiqué des russischen Generalstabes vom feine Ehre und somit auch sein Leben einfegte, wird Frankreich Getreu seiner Unterschrift im Vertrage vom 4. September, wo es lichen Durchbruch gebacht werden könnte. Strategisch genommen, müßte diese am ehesten am Nordflügel liegen, wo bisher schon die 18. Dezember behauptet, daß uns an dieser Front 3000 Ge- die Waffen erst niederlegen, wenn es das verlegte blutigsten Stämpfe tobten; doch würden bei einer so weit gespannten fangene und auch Geschüße und Maschinengewehre ab- Recht gerät, die gewaltsam geraubten ProFront wohl auch schlechthin verwundbare Stellen ausfindig zu machen genommen wurden. Diese Angaben sind erfunden. Unsere pingen für immer an das französische Baterland lein, um auch dort einzuhalen. Die allgemeine Lage im Westen fei hier aufgetretene Kampfgruppe verlor an Toten, Verwun geschmiedet, das heldenmütige Belgien in der Gejest start gespannt. Jeder Tag tönne leberrasdungen beten und Vermißten zusammen 2 Offiziere, 305 Mann. Nicht bringen. Beide Parteien würden ihr Letztes hergeben; sie seien ein ein Geschüt, nicht ein Maschinengewehr fiel in die Hände des ander ebenbürtige Gegner. Feindes. Die heftigen Kämpfe bei Krosno, Jaslo, Tuchow und am unteren Dunajec halten an. An diesem Flusse erneuerten die Russen auch in der vergangenen Nacht ihre vergeblichen, verlustreichen Angriffe. famtheit feines materiellen Bebens und seiner politischen Unabhängigkeit wiederhergestellt und ben preußischen Militarismus zerbrochen haben wird, 11 m auf Grundlage der Gerechtigkeit endlich ein neugeborenes Europa aufbauen zu tönnen. Die englischen Rüstungen. London, 22. Dezember.( W. T. B.) Daily Chronicle" ber öffentlicht eine Unterredung des franzöfifchen Deputierten 2ouquet An der Nida steht vorerst der Kampf. Nächst der Mün- danken Wenn wir diese Gewißheit des Erfolges haben, ber mit Lloyd George, in der der englische Schatzkanzler sagte, Englands Ausgaben betrügen für Heer und Flotte monatli dung dieses Flusses wurde eine Brüde des Feindes über die banken wir diese unserer Armee und Marine, welche uns gemeinsam 45 Millionen Pfund Sterling. England habe jetzt Weichsel in Brand geschossen. Südlich Tomaszow wurde mit der englischen Marine die Seeherrschaft gibt, unseren Truppen, über zwei Millionen Soldaten und Seeleute unter von unseren Truppen ein Nachtangriff kaukasischer Regimenter welche in Marotto Angriffe abfchlugen, die sich nicht wiederholten den Waffen. Seit Anfang Auguft habe man ohne Wehrpflicht etwa abgeschlagen. und unseren Kolonialfoldaten, welche vom ersten Tage an sich in Wir ver 1 Millionen Soldaten rekrutiert und man werde vielleicht auf Die Kämpfe unserer Verbündeten um den Rawka und zärtlicher Aufwallung zum Mutterlande wendeten. danken sie unserer Armee, deren Heldentum von unvergleichlichen 2½ Millionen kommen. Vor Beginn des Frühlings würden eine Bzura abschnitt dauern fort. An der ganzen halbe Million vorzüglich ausgebildete und sehr begeisterte Soldaten Front ist somit eine neue Schlacht im Gange. Führern zum Sieg an der Marne und zu dem Sieg in Flandern des Expeditionstorps verstärkt haben. und in vielen Kämpfen geführt wurde, verdanken sie der Nation, welche diesem Heroismus Einheit, Schweigen und Heiterkeit in fritischen Stunden zuzugesellen wuzte. So konnten wir der Welt zeigen, daß die organisierte Demokratie durch tatkräftiges Handeln Oestlicher Kriegsschauplah. G Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. von Hoefer, Feldmarschalleutreut. Times" über die Lage im Osten. sich an einen weiter füdlich gelegenen Punft zurückzuziehen. Dadurch ihre Größe bildet. Wir können der Welt zeigen, wie der " zu durchstoßen vermocht, aber sie haben die Russen gezwungen, ihrem Jdeal von Freiheit und Gleichheit dienen kann, das | London, 28. Dezember.( W. T. B.) Times" bespricht in wurde die Kampflinie ausgeglichen. Sollte es den Deutschen ge- Generaliffimus jagte, der gleichzeitig ein großer Solbat und einem Leitartikel die Lage auf dem östlichen Striegsschau- lingen, die Linie bei Opoczno oder sonstwo zu durchbrechen, so ein edler Bürger ist, daß die Republik auf die Armee stolz plaz und schreibt: Die russischen Truppen halten mit Erfolg den würde die Lage der russischen Armeen in Galizien, gegen die fein kann, welche sie ausbildete. So fonnten in diesem unheiligen fräftigen und plöglichen Vormarsch der deutschen und österreichischen 170 000 Feinde durch die Karpathen hervorbrechen, fritisch Kriege alle Tugenden unserer Raffe, welche man uns zuerkennt, Truppen über die Starpathen auf. Es ist jedoch ziemlich klar, daß werden. Wir hoffen, daß das nicht der Fall sein wird. Anderer nämlich Initiative, Schwung. Kühnheit und Waghalsigkeit in Erdie Russen weder in Galizien noch in Südpolen in erreichbarer Ent- feits ist es klar, daß berzweifelte Rämpfe bevorstehen scheinung treten, aber auch die, welche man uns abstritt, Ausdauer, fernung von Krakau stehen. Die Bedeutung dieser Operationen und daß Hindenburg die Invasion in Schlesien und den Fall Geduld und Stoizismus. Wir wollen affe diese Heroen grüßen. muß ohne Umschweife zugegeben werden. Den Deutschen gelang Krataus hinausgeschoben hat. Bolen wird für mehrere Eine Ration, welche solche Begeisterung zeitigen kann, ist unbergäng es nicht, die nördliche russische Flante zu umzingeln. Sie haben noch| Tage Hauptkriegsschauplas fein. Die dortigen Kämpfe lich. Im Schuße dieses Heldentums lebte und arbeitete die Nation. nicht den Widerstand der Russen nördlich der Karpathen zu werden mit großer Beklemmung verfolgt werden. Der zukünftige indem sie die Folgen des Krieges auf sich nahm und der bürgerliche brechen, noch die start befestigte russische Linie vor Warschaul Verlauf des Krieges hängt start von der dortigen Entscheidung ab. Friede turde niemals gestört. Di« Erklärung führt weiter auZ, datz die Regierung, bevor sie Pari-ä auf ausdrücklichen Wunsch der Militärbehörden verließ, in Ausübung der ihr vom Parlament übertragenen Rechte begonnen hatte, alle für den Bestand der Nation notwendigen Maßnahmen zu treffen. Sie erörtert ferner im Anschluß an die Erklärungen RibotS die Finanzlage, die die Lebensfähigkeit Frankreichs, die Sicherheit des Kredits und das Vertrauen beweise, das sie jedermann trotz des welterschütternden und armmachenden Krieges einflöße. DieFinanz läge ermögliche es, den Krieg bis zu dem Tage fortzusetzen, an dem die notwendige Vergeltung erlangt sein werde. Die Erklärung gedenkt der unschuldigen Kriegsopfer, bie bisher von den Kriegsgesetzen geschützt waren, die der Feind gefangen nahm oder niedermetzelte, um zu versuchen, die Nation, die un» erschütterlich blieb, in Schrecken zu versetzen. Gegenüber den Familien dieser Opfer habe die Regierung ihre Pflicht getan, aber die Schuld des Landes sei noch nicht gelöscht. Die Regierung schlägt zunächst die Eröffnung eines Kredites von dreihundert Millionen vor. Die Regierung der- pflichtet sich feierlich, die zahllosen Ruinen in den besetzten Departements wieder aufzubauen. Die Erklärung fährt fort: Indem wir mit dem Ergebnis der Entschädigung, die wir verlangen werden, rechnen, und die Hilfe und Mitwirkung de-Z Landes erwarten, wird die ganze Nation, stolz auf das Elend eines Teiles ihrer Kinder, die Pflicht der nationalen Einmütigkeit zu erfüllen wissen. Der Staat verkündigt so das Recht auf Entschädigung für die Opfer der Kriegsereigniffe und wird seine Pflicht in größtem Maße erfüllen. Der Tag des endgültigen Sieges ist noch nicht gekommen, bis dahin wird die Aufgabe hart sein und sie kann langwierig sein. Bereiten wir unfern Willen und unseren Mut darauf vor. Um die gewaltigste Ruhmes last, die das Volk tragen kann, zu erben, erklärt sich Frankreich im voraus zu allen Opfern bereit. Unsere Ver- bündeten wissen dies, und die neutralen Nationen wissen es auch; durch den maßlosen Feldzug falscher Nachrichten versuchte man ver- geblich deren Sympathien zu gewinnen, die uns jedoch erhalten blieben. Wenn Deutschland anfangs daran zu zweifeln vorgab, zweifelt es jetzt nicht mehr. ES steht fest, daß das französische Parlament nach einem vier Monate langen Kriege vor der Welt daS Schauspiel erneuert, das eS an dem Tage bot, an dem es namens der Nation den Fehdehandschuh auf nahm. Das Parlament befitzt alle Autorität, um dieses Werk zu erfüllen. ES ist seit U Jahren zugleich der Ausdruck der Garantie unserer Freiheiten. ES weiß, daß die Regierung willig sich seiner notwendigen Kontrolle unterzieht, daß sein Vertrauen zu ihr unbedingt notwendig ist, daß morgen wie gestern seiner Souveränität gehorcht wird. Eben diese Souveränität ist es, die die Macht der Kundgebung erhöht, von welcher eS bereits ein Beispiel gegeben hat. Um zu siegen, genügt da? Heldentum an den Grenzen nicht, es bedarf der Einheit im Innern. Wir müssen fortfahren, uns vor jedem Eingriff in diese heilige Einheit zu schützen. Heute wie gestern und morgen müssen wir den Siegesschrci der Mission des Baterlandes und das Ideal des Rechts in uns tragen. Dafür kämpfen wir. dafür kämpft auch Belgien, das diesem Ideal olles Blut seiner Adern hingab, England sowohl wie Nußland, das furchtlose Serbien und die kühne japanische Marine. Wenn dieser der gigantischste Krieg der Geschichte ist, so ist er eS, nicht weil die Völker nicht aufeinanderprallen, um Territorien und Absatzgebiete, eine Vergrößerung ihres materiellen Lebens und politische oder wirtschaftliche Lorteile zu erwerben, sondern weil sie aufeinanderprallen, um das Schicksal der Welt zu regeln. Deshalb wollen wir auch weiterhin morgen von einem Geiste beseelt sein. In Frieden und im Siege werden wir mit Stolz der tragischen Tage gedenken, denn sie werden uns mutiger und besser gemacht haben. V i v i a n i wurde von den ersten Sätzen an durch Bei- fallsrufe unterbrochen. Die Deputierten hörten stehend die Erklärung an und brachen in Beifall aus, als Viviani erklärte, Frankreich werde bis zur endgültigen Befreiung Europas kämpfen. Als er von den Sympathiebezeugungen dcS Auslandes und dein Willen Frankreichs, das heldenmütige Belgien wieder herzustellen und den preußischen Mili- tarismus zu zerbrechen, sprach, übertönten die Beifalls- rufe und die Rufe„Es lebe Belgien!" die Stimme Vivianis, welcher lange seine Rede unterbrechen mußte. Die Sätze über die Gewißheit des Erfolges, über den Genera- lissimus der Armee, die gefallenen Soldaten, die Festigkeit des Kredites und über die günstige Finanzlage fanden leb- haften Beifall. Am Schluß der Rede erhob sich ein Bei- falls st urm. Eine Anzahl Gesetzvorlagen wurde im Bureau der Kammer niedergelegt und soll morgen erörtert werden. Die Tribünen waren dicht besetzt. Sämtliche Botschafter und Ge sandten der Verbündeten und der neutralen Mächte waren anwesend, darunter Berfte und Tittoni. Alle Deputterten wohnten der Sitzung bei. Das Haus vertagte sich um 3>/z Uhr auf morgen. Im Senat eröffnete D u b o st die Sitzung mit einer Ehrung für das Andenken der verstorbenen Senatoren, ins- besondere des Senators Reymond(Departement Loire), welcher bei einem Erkundungsfluge in der Nähe von Toul vor dem Feinde gefallen ist. Er drückte sodann namens des Senats die Bewunderung für die Armee und ihre Führer und das Land aus._ der Seekrieg« französische Schiffsverlusie. Wien, 23. Dezember.(W. T. B.) Amtlich wird ver- lautbart:Das französische Unterseeboot„Curie" wurde, ohne zu einem Angriff gekommen zu sein, an unserer Küste von Strandbatterien und Wachfahrzeugen beschossen und zum Sinken gebracht. Der Kommandant und 26 Mann sind gerettet und gefangen genommen, nur der zweite Offizier wird vermißt. Unser Unterseeboot XII— Kommandant Linien- schiffsleutnant Egon Lerch— hat am 21. laufenden Monats vormittags in der Ottanto-Straße eine aus 16 großen Schiffen bestehende französische Flotte angegriffen, daS Flaggen- schiff Typ„Courbet" zweimal anlanciert und beide Male getroffen. Die darauf in der feindlichen Flotte entstandene Ver- wirrung, die gefährliche Nähe einzelner Schisse und der hohe Seegang bei unsichttgem Wetter verhinderten das Unterseeboot, über das weitere Schicksal des betteffenden Schiffes Gewißheit zu erlangen. Flottenkommando. Die französische Kriegsmarine besitzt vier Schiffe des Typs.Courbet" mit Namen.Jean-Bart",„Courbet",»France" und.Paris"; selbige gehören der neuesten fertigen Dreadnought-Klaffe an, sind in den Jahren 1911 und 1912 vom Stapel gelaufen, befitzen einen Tonnen- geholt von 23 467 Tonnen und entwickeln eine Geschwindigkeit von zwanzig bis zw-iundzwanzig Seemeilen. Ihre Armierung besteht aus zwölf Stück 36,6 Zentimeter-, zweiundzwanzig Stück 14 Zenli» meter-, vier Stück 4.7 Zentimeter-Gefchützen und vier Unterwasser- lancierapparaten. Auf dem Flaggenschiff, welches von Unterseeboot XU anlanciett wurde, dürste sich der Kommandierende der ftanzösischen Flotte Vizeadmiral Bau« de Lapeyröre befunden haben. Der Bemannungsstand deS Schiffes beträgt ungefähr 1100 Mann. Das Unterseeboot.Curie" gehört zu jenen 16 Unterseebooten, welche eine— und zwar moderne— Klaffe bilden und in der Bau« Periode 1910—1913 fertiggestellt wurden. Das Unterseeboot.Curie' hatte ein Deplacement von 400 Tonnen in ausgetaucktem und von SSO Tonnen in getauchtem Zu- stände, war mit 7 Torpedolancierrohren armiert und entwickelt« mit der 840 Pferdestärken befitzenden Maschine eine Oberflächengeschwmdig- keit von 12—13 und eine Unterwassergeschwindigkeit von 8— S See- meilen. Der Aktionsradius betrug bei«wer Fahrt von 10 Seemeilen 1400 Meilen. Eine amerikanische presisiimme über Englanüs Seeherrschaft. London, 23. Dezember.(W. T. B.) Der„Morning Post' wird aus Washington unter dem 21. Dezember gemeldet: Die .Washington Post' setzt ihren Angriff auf den britischen Militarismus zur See fort und schreibt bezugnehmend auf die Aeußerungen von Churchill:„Großbritannien geht auf daS Ziel absoluter Seeherr- chaft los. Der Militarismus zu Lande ist etwa» HaffenSwerteS, daS bekämpft und vernichtet werden muß und wenn alle Nationen Europas dazu helfen muffen, aber der Milita- rismus zur See ist etwas Bewunderungswertes, so lange eS britischer Militarismus ist." Das ist die britische Auffaffung, die die Welt annehmen soll! Die„Washington Post' fragt, wie sich die Vereinigten Staaten ongefichtS der britischen Flotte sicher fühlen können. Die britische Flotte sei für Amerika eine größere Be- drobung als die deutsche Armee. Die britisch« Flotte könne den Panamakanal und die amerikanischen Küsten bedrohen, die deutsche Armee könne dies nicht, da sie nicht transponiert werden könne. Die Bereinigten Staaten werden sich nie unter die britische Oberherrschaft beugen, ein britischer Angriff und eine britische Einmischung in den amerikanischen Handel seien geradeso unerträglich, wie ein deutscher Angriff und eine deutsche Einmischung sein würden. Wir haben, so schließt das Blatt, einen brinsclien Angriff gehabt, während die deutschen Einmischungen imaginär sind. Wenn England über Deutichland triumphieren und versuchen sollte, die Oderherrschast zur See in Mißachtung der Rechte und Jnieressen Amerikas aufzurichten, würde die amerikanische Natura wieder mit England Krieg fiihren. fiuf eine Mine geraten. London, 23. Dezember.(W. T. B.) Nach einer Lloydsnieldung ist der norwegische Dampfer.Boston' w der Nordsee auf eine Mine gestoßen und gesunken. Zwei tzapagüampfer von üen Engländern genommen. London, 23. Dezember.(W. T. B.) Die von den Engländern aufgebrachten deutschen Kohlendampfer bei den Falklandsinieln waren die Dampfer der Hamburg-Amerika-Linie.Baden' und »Santa Jsabell"._ die noröische Königskonferenz. Malmö, 20. Dezember.(Eig. Ber.) Am 18. und 19. dieses Monats sind die drei Könige der skandinavischen Länder hier zusammengetroffen, um nach außen die einmütige Neutralitätsvolitik ihrer Länder zu demonstrieren. Wichtige Beschlüsse hatte die Kon- ferenz nicht zu fassen, die waren schon vorher auf diplomati- schem Wege gefaßt worden. Aber die Demonstration als solche war bedeutsam genug. Sie zeigt zunächst, daß der jetzige Schwedenkönig aus der ernsten Situation, die der Weltkrieg geschaffen hat, die Konsequenzen zu ziehen bereit war und aus dem Schmollwinkel hervorzutreten sich entschloß, in dem sein Haus Norwegen gegenüber seit 1305 sich zurückgezogen hatte. Gustav V. soll in seinen jüngeren Jahren manche unbedacht- same Aeußerung gegenüber den Norwegern haben fallen lassen und große Sympathien dürfte er. der Mann der Aristo- kratie, für die demokratischen Kampfhähne auf der anderen Seite der Westgrenze seines Landes nie gehegt haben. Aber die Brandung des Weltkrieges an den Küsten der skandinavi- scheu Halbinsel eignet sich nicht für die Aufrechterhaltung persönlicher Sttmmilngen bei der Beurteilung der politischen Lage. Daß der Schwedenkönig das zur rechten Zeit begriffen hat, unterscheidet ihn in diesem Augenblick vorteilhaft von seinen heftigsten Gegnern nn eigenen Lande, die ihre Haltung während des Krieges von persönlichen Gefühlsmomenten mehr oder weniger beeinflussen lassen. Vom rein skandinavischen Standpunkte bleibt also die Initiative des Schwedenkönigs zu dieser Konferenz eine Tat. Zum erstm Male seit Jahrhunderten tritt, durch die Träger der höchsten Staatswürde personifiziert. S k a n- dinavien als ein Einheitliches. Ganzes, politisch auf die Weltbühne. Die Arbeiterklasse freilich hat seit 25 Jahren diese Einheitlichkeit versinnbildlicht und auf dem letz- ten skandinavischen Arbeiterkongreß vor zwei Jahren eine permanente Kommission eingesetzt, die in gemeinsamen Fra- gen die skandinavische Arbeiterbewegung vertritt. Und die Gewerkschaften der eiiczelnen Berufe haben seit langen Jahren Kartellverttäge miteinander geschloffen, die die Solidarität der skandinavlschen Arbeiter in den wirtschaftlichen Kämpfen fest begründet haben. Wegen ihres Skandinavismus sind besonders einzelne Führer der schwedischen Sozialisten oft aenug in der nationalistischen Presse angegriffen worden. Jetzt treten die Könige mit ihren Ministern der auswärtigen Angelegenheiten auf den gleichen Plan, besudelt von der gan- zen Presse der drei Länder. Unsere norwegische Parteipresse nimmt ztvar eine etwas reserviertere Haltung ein als die schwedische, aber auch sie ist mit dem Zweck der Konferenz einverstanden. Was die Arbeiter seit einem Merteljahrhundert mis freien Stücken getan haben, wird jetzt unter dem eisernen Zwang des Krieges hohe Staatsvolitik. Dazwischen liegen allerdings auch Annäherungsbesttebungen der Herr- schenden Klaffen. Die organisierten Unterneh- mer der dm Länder haben längst skandinavische Verein- wißt?hr, was öer Krieg bedeutet l Im„Vereins-Anzeiger", dem Organ des Maler-Verbandes, finden wir folgenden Feldpostbrief vom Ivestlichen Kriegsschauplatz: ..Ihr daheim habt keine Ahnung, welch namenlosen Jcnnmer, welch grenzenloses Elend und welch furchtbare Verwüstungen da? einzige kleine Wort, der nüchterne Begriff..Krieg' in sich schließt, icnd ich hotte es mir auch nicht so schrecklich vorgestellt. Bis zu diesem Augenblick habe ich Erlebnisse gehabt, die ich wohl nie im Leben vergessen werde und die den festen Grund dazu legten, nur für eins meine Geisteskräfte und Fähigkeiten zu opfern, wenn ich wieder heimkehren sollte, und das ist die Erhaltung des Völker- friedens. Tu solltest sie sehen während des Marsches, die ein- same» Häufchen Erde, welche«in primitives Kreuz ziert und etwa noch«in Helm. Was sind jene Hügel auf einsam weitem Felde? Soldatengräber, Ruhestätten Gefallener.-- Doch tveiter eilt unser Fuß. Die Lohe brennender Gehöfte und Dörfer zeigt uns den Weg zum Ziel, die Straße, die wir gegen den fliehenden Feind zu ziehen haben. Jämmerlich brüllend umkreist das elend verlassene Vieh die rauchenden Trümmerhaufen, an deren Stellen vor Stunden noch ihre Stallungen sich befanden. Die Menschen freilich flohen schon längst und sind vielleicht hinter der feindlichen Front. Der Morgen graut, wir machen Halt. Nicht lange, dann ziehen Flüchtlinge vorüber, bepackt mit arm- seliger Habe, Kinder und hilflose Greise und Frauen mit sich führend, Frauen, die vielleicht in einigen Tagen schon ihre Nieder- tunft erwarten. Alle ziehen sie vorbei, gebrochen, höflich, ernst und unterwürfig rufen sie uns halblaut ihr don jour iGuten Tag) zu. Mir steigt in der wunden Seele die Frage auf:„Ob diese wohl je ihr Heim, und wenn es noch so armselig ist, wiedersehen werden, oder ob die Furie Krieg sie auch zu elenden, obdachlosen Bettlern werden lassen wird? Wir halten in einem Dorfe, und ich benutze die Zeit, um mir das Innere der Häuser anzusehen. Ileberall an den Wänden hängen Heiligenbilder, doch daö ist wohl alles, was noch blieb, denn alles andere ist von den Engländern, die vor uns hier waren, kurz und klein geschlagen worden. AllcS liegt wirr und wüst um- her. und nur auf dem stabilen Eichentisch dcS guten Zimmer» stehen noch einige ha lbge leerte Rotweinflaschcn und Gläser. Gern würde ich einen Schluck trinken, doch die Vorsicht gebietet mir, mich zu beherrschen. Da— was ist das—?— Ein heulende« Pfeifen tönt durch den Lärm, welcher gedämpft zu mir hereindringt. Ich stutze unwillkürlich, doch nur für kurze Sekunden, dann, ein furcht- barer dröhnender Krach. Eine feindliche Granate ist auf der Straße, direkt vor dem Hause, in dem ich mich befinde, nieder- gesaust, hat ein Stück Pflaster aufgerissen, ein paar Fenster zcr- trümmert, zwei Pferde grauenhaft verstümmelt und einen Sol. baten furchtbar verletzt. Der Aermste windet sich stöhnend in seinem Blute, reckt sich noch einmal» als wollt« er sich auflehnen gegen den unerbittlichen Tod, dann sinkt er zurück und ist tot. Alles das war das Erlebnis einer entsetzlich kurzen Spanne Zeit. Ich ahnte nun, was der Krieg ist, doch sollte ich es zwei Tage darauf genauer erfahren. Früh schon, lange vor der Morgendäinmeruna. wurden wir geweckt. Ich hatte mit noch einem Kameraden, weil wir nirgends mehr ein Plätzchen fanden, auf das wir uns betten konnten, im Hühnerstall eines Bauernhofes geschlafen. Tie Hühner wirbelten in dem finsteren Stall, aus ihrer Nachtruhe aufgeschreckt, wild durch- «inander und ich hatte nicht übel Lust» mir solch ein Ding zur Zierde meines Kochgeschirr» und Füllung meines MagenS mitzu- nehmen, aber es ging nicht. Draußen im Hof ist reges Leben; fast lautlos huscht alles durcheinander im nächtlichen Dunkel. Der Feind ist in östlicher Richtung gemeldet; wir greifen an, raunt mir irgend- wer leise zu. Ich weiß genug. Also loS! Jede Kugel trifft ja nicht.— Ter Morgen dämmert. Wir haben uns gut eingegraben, doch ist noch kein Schuß gefallen. Mir fängt an, alles egal zu fein, nur schießen, ruhig schießen, ist mein Gedanke und mein Wille. Da— ein Schuß!— Der Feind hat unser« Stellung entdeckt, und in ein paar Minuten beult es und pfeift es. blitzt, kracht und donnert«S, ein wahrer Hagel von Granaten pfeift auS zwei Rich- tungen uns entgegen; doch die Bande schießt furchtbar schlecht, fast alle Gewehr- und Maschincngcwehrkugeln schlagen weit hinter unS zischend in den weißen fetten Zichorienacker; ab und zu krepiert eine feindliche Granate vor unserer Linie, ein Mann, der etwas vor liegt, wird zerfetzt, einige Verwundete beginnen zu stöhnen, Mannschaften und Offiziere fallen, doch weiter tobt der Kampf. Plötzlich ruft jemand mit lauter, scharfer Stimme:»Der Gegner geht zurück, lebhafter feuern." Ich liege hinter dem Erd- Haufen, denke weder an Tod noch Leben, lade mein Gewehr, ziele, drücke ab und lade wieder; doch fühle ich leise das Unheimliche. Lähmende dieser„Ruhe" in mir. Kurze Zeit nur noch und wir gehen im Sturm, mit ausge- pflanztem Seitengewehr vor.„Was mag das fein?' fragt'S in meinem öden Hirn,„wenn Du einem Engländer die blanke Waffe zwischen die Rippen rennst, daß er sich windet im Todeskampf wie ein Wurm?!' Doch halt— da liegt einer, er hält die Hand empor, mir entgegen.— Ich kann, ich will nicht hinsehen, in meiner Brust brennt eS, und ich wende mein Gesicht mit den feuchten Augen hinweg und haste, ,age vorbei. Es war ein lieber Kerl,«in guter Kamerad, ich kannte ,hn und schätzte ihn. aber meine Pflicht Heß- Weiter, vorwärts! DaS feindliche Jnfanteriefeuer schweigt schon -wig- Z-it. Da plötzlich rasselt und prasselt eS wie in S Hexenkessel. Wieder halt der Tod reiche Ernte in unseren Linien. W,r muffen halten und Deckung nehmen; die feindliche Artillerie macht einen Höllenlärm m,t ihrem Schießen und hat aus ie 60 Schuß vielleicht einen guten Treffer"Zttt am Späwc�mtttag Z der Gegner abgezogen. Rur von oben, irgendwoher. Ottern ein paar englische Maschinengewehre, doch sind sie auch mit unserem besten Fernglas mcht zu finden Endlich- irgendwer h�t Z en?! deckt auf hohen Baumen. ,m dichten Gewirr der Aeste und herbst. bch braunen Blattern verborgen; unsere Artillerie holt sie mit ein �Schüssen herunter, und als eS Abend wird, haben wir endlich itnb trarftn, emgetonfelt in unser Zelt, schlafen. .„??. borgen, beim Antreten, fehlen viele unserer �eute tot v-clle.cht veaoundet oder versprengt. Am Abend schon h«� ich alle meme Knochen eingehend befühlt, um mich zu üSug� daß ich mit heiler Saut davongekommen bin. Man moa fi* & s« t Z" ni4"■Är&SÄ;- s: »»'■■«'>« SÄ?* ir&w s machen höchstwahr, cheinlich Zivilisten. gehen' Den unheimlichsten Eindruck machte aus mi/f.»„k r-*. meiner Kameraden das heulende Pfeifin$ l Wir lagen einmal auf e.nem Z>�rienfild d� ��"�?°�"- heit. dieses genau ,u bcmVrk�>�U.� � � � Belege". zerrten, ich fühlte jedesmal, wie W v«r- bjÄf b» Wum.' U Hatletn � �f�eschützen von sehr legierung bestellen die nin�kl i1- ait* emel weißen Stahl- «i?,c Pappel von' u�N���inanderreißen. Ick. sah Stamm bis ins iffinrf• Zentimeter Durchmcsßer, deren Äffw wurde. Tݰ" C,nem''°Nen Splitter ge- Mensch gut getroffen wink' k von e,nem solchen Stück ein gehört nuht*u den Seiwk.-*" fiaC5ae. Körper in Fetzen zerreißt, deTÄ e�nen®0ti8e Woche begruben wir auf die B�befimmen�t�' � Granatzünder in barungen zur Bekämpfung der Arbeiter getroffen._ Und rein kapitalistisch hat der jetzige Münster des Auswärtigen in Schweden, der Organisator des schwedischen Finanzkapitals, Wallenberg, enge Beziehungen zu den Nachbarländern zu schaffen gewußt. Es würde gewiß zu weit gehen, wollte man den jetzt bekundeten Skandinavismus der Staatswürden- träger als etwas Fertiges ansehen, aber er ist doch das Glied in einer Kette, die einst die Länder näher miteinander verknüpfen wird. Ter Zwang der Tatsachen hat das recht schnell zuwege gebracht. Der Seekrieg insbesondere der englische Handels- rrieg, hat die neutralen skandinavischen Staaten in eine schwierige Lage gebracht. Hinsichtlich ihrer Einfuhr lind sie unter englische Souveränität geraten. England kontrol- liert die nach Skandinavien destinierten Schiffsladungen genau und besümmt, was eingeführt werden darf und was nicht. Es schreibt auch die Fahrstraßen vor. die von den skandinavischen Schiffen passiert werden dürfen. Die Aus- fuhr ist als natürliche Folge des Krieges Einschränkungen unterworfen. Wirtschaftlich leiden also die neutralen Staa- ten unter dem Kriege ähnlich so wie die Kriegführenden selbst. Dazu kommt eine neue Gefahr für die Unabhängigkeit. Rußland ist von den europäischen Meeren infolge des Krieges ausgesperrt. Ter Hafen von Archangelsk, über den es von England Kriegsvorräte. Waffen. Mmition und Verbandszeug erhielt, ist jetzt vereist. Es sieht nur eine wirk- same Möglichkeit, diese Vorräte zu ergänzen: den eisfreien norwegischen Hafen N a r v i k und die schwedische Lapplandbahn für diesen Zweck frei zu bekommen. Tie Freigabe käme einem Neutralitätsbruch Schweden-Nor- wcgens gleich, eine gegen Deutschland gerichtete unfreundliche Handlung. Eine solche kann zum mindesten Schweden nicht begehen, wenn es seine ureigensten Interessen nicht preisgeben will. Und auch Norwegen wünscht nichts sehnlicher, als seine staatliche Neutralität aufrechtzuerhalten. Die Drei- königskonferenz hat vor aller Welt offenbart, daß in diesem Punkte Einmütigkeit bei allen drei Ländern besteht. Auch die Lapplandbahn wird neutral bleiben, und man ist ent- schlössen, diese Neutralität eventuell mit der Waffe zu ver- teidigcn. Im offiziellen Kommunique ist ferner ausgesprochen worden, daß dieses Zusammenwirken der drei Reaierungen auch in Zukunft bei großen gemeinsamen Fragen fortgesetzt werden soll. Auch das ist ein erfreuliches Ergebnis der Kon- ferenz, dos allseitig in Skandinavien gebilligt wird. Die Ar- beiterklasse insbesondere kann eine solche Politik des Einver- nehmens nur unterstiitzem__ Eine merkwürdige Meldung. Einer Meldung aus Havre zufolge sollen die Genossen Gueide und Sem bat. die bekanntlich dem französischen .Ministerium der Bolksverteidigung� angehören, auf eine Anregung des Ministerpräsidenten Viviani an die Dumamitglieder der äußersten Linken ein Telegramm geHlbtet haben, in dem sie ihren Kameraden nahelegten, ihre scharfe Opposition gegen die Negierung aufzugeben und die Haltung der französischen und eng- lischen(?) Arbeiterparteien einzunehmen. Wenn diese Nachricht wahr sein sollte, verdient die HandlungS- weis« GueSdeS und ScmbatS scharfe Verurteilung. Wir glauben auch nicht, daß eine solche Beeinflussung unserer russischen Genossen Erfolg haben dürste. Nach den Seußerungen der einflußreichsten russischen Genosien und Parteizentren zu-urteilen, verharrt die russische Sozialdemokratie bei ihrer scharfen Opposition gegen die Regierung nicht nur weil sie mit der Regierung des Zaren keinen .Waffenstillst and' schließt, sondern vor allem weil sie den Krieg ouS prinzipiellen Gründen bekämpft. die Verteidigung des öurenführers Pretoria, 22. Dezember.«Meldung des Reuterschen BureauS. Hauptmann Kourie sagte vor dem Kriegsgericht aus, er mache als Holländer den Engländern schwere Vorwürfe über ihr Verhalten m Südafrika Sie verletzten die Traditionen der Buren, wo sie Gelegenheit dazu fänden.' Kein Engländer würde ander- fühlen ol- er. wenn er unter Fremdherrschaft gestellt würde. Er betrachte e- als größere Ehre, vor dem Kriegsgericht als Gefangener zu stehen, als Ossizier der britischen Armee zu sein. JKach seiner Ueber zeugung ständen genug Mann im Felde, um Südafrika zu retten Er bitte um Gnade nicht für sich, sondern fLr s-.n-n Bruder und die anderen, die unter seinem Einfluß und Befehl gestanden hatten Da- Kriegsgericht fand b e i d- F o u r i-- schuldig m.lderte aber das Urteil für den jüngeren. Der älter- wurde be. Tag-Sanbruch erschossen. Erschießung eines Predigers in Riga Frankfurt-. M.. LS. Dezeinbcr. Nach einer Meldung der .Fraulfuner Zeitung' ouS P«- e r S b u rg ist der.Rowo,- Wremja zufolge der protestantische Pfarrer Vo Riga erschossen worden, weil er angebl.ch auste.zende Pred.gten gegen die Regierung gehalten habe. Eine irische Demonstration. London. 22. Dezember.«W. T. B.) Polizei und Militär haben don der.Liberty Hall' in Dublin, dem Hauptquartier der An- standen:.Wir dienen weder Irland'. dem Komg Kriegsbekanntmachungen. Geldsendungen s°°»-»«>' in Rußland. In der Presie wurde kürzlich die mchtamtsiche Nachricht ver- breiw," die'.Mische Regierung hätte die Sicht an deut'che Kriegsgefangene allgemem betrüge an deuttwe bezieh, sich»ich, auf B oft o n wer �""��ben ergangenen amt- Kriegsgefangene in Rußland, die nach e„nbeanftandet aus- '«den Erklärung der ruisi.chen P°s««wa'ung � 8'Wl>l, werden. Die Rachnch, kann«om'l"ur G � empfiehlt anderem Wege an die Gefangenen S o �icht nur nach steh hiernach, Geld an deutiche Kri«gSgeiana�_ �_ allgemein Rußland, sondern au»"ach. Frankreich und Sig B»g "ur durch Postanwetsung zu versenden. »Weisellos der sicherste ist. � politische Uebersicht. Burgfriede." rf ,«U, Anlnd d-- friebenä" dar. Sie schreibt dazu. „Die geistliche Behörde hat gegen Traub eine«Entscheidung von wichtiger grundsätzlicher Bedeutung gefällt; diese Grundsätze können durch den Krieg in keiner Weise geändert werden. Wollte man wegen des Kriege- wichtige Entscheidungen grundsätzlicher wie tatsächlicher Art. die im Frieden ge- saßt wurden, in größerem Umfange aufheben, so läme man zu Konsequenzen, für die niemand, welcher politischen oder son- stigen Richtung er auch angehören mag, schließlich die Verant» Wartung würde übernehmen können! Der Gottesfriede zwischen den Parteien ferner hat doch zu seiner wesentlichsten Borau-» setzung nicht etwa die Aushebung von Grundsätzen, die vielmehr unverändert in Geltung bleiben, sondern die Aus- rechterbaltung de- Status guo ante; oder, negativ au-gedrückt, die Zurückstellung jede- Kampfe- um die Durch- setzung der verschiedenen Anschauungen und Grundsätze. Mit der Aufrechterhaltung de- Status quo zwischen den verschiedenen Gruppen unseres Volles und mit einem solchen Ruhen de- Kampfe- um die nun einmal vorhandenen grundsätzlichen MeinungSverrschiedenheiten aber wäre e- gleichfalls nicht zu vereinbaren, wenn man wicktige grundsätzliche Entscheidungen, die während deS Friedens gefallen sind, einzelnen Personen zu L ebe in der KriegSzeit aufheben wollte. WaS wir hier zur Angelegenheit Traub ausgeführt haben, gilt auch auf allen anderen in Frage kommenden Gebieten. Ein wirklicher.Burgfriede" kann nur durch die Achtung vor dem Status quo gesichert werden." Nach Auffassung der„Deutschen Tageszeitung" bedeutet der„Burgfriede" also nicht, daß„man"(d. h. die Regierung oder die bürgerlichen Parteien) seine grundsätzliche Stellung etwa zu den Gewerkschaften oder den politischen Arbeiter- organisationen geändert habe oder ändern wolle. Aus dem „Burgfrieden" folge vielmehr, daß die Arbeiterorganisationen sich mit dem„status quo", das heißt ihrer bisherigen Be- Handlung durch Regierung und Parteien zufrieden geben müßten, ohne ihre eigene grundsätzliche Auffassung zur Geltung bringen zu wollen. Das„Berliner Tageblatt" widerspricht zwar dieser AuS- legung des„Burgfriedens" entschieden. Es sieht vielmehr in dem bekannten Wort des Kaisers„eine Absage an die bisher in Geltung gewesene Staatsmaxime" der unterschiedlichen Be- Handlung von Parteien. Aber im Interesse der politischen Klarheit wird man jedenfalls schon heute nicht übersehen dürfen, daß zwei verschiedene Auslegungen des„Burgfriedens" möglich sind._ Die kommenden Etatsberatungen. Die„Neue Gesellschaftliche Korrespondenz" weiß mit- zuteilen, daß auch die Regierung bei den kommenden Etats- beratungen auf den Notbehelf einer„Freien Kommission" ganz verzichten will: .Wenn der R e i ch S t a g im März zur Beratung de- Etats für Ivld wieder zusammentritt, wird man dieses.Freien AuS- schusieS' nicht mehr bedürfen. Man wird den Etat natürlich nur in großen Grundlinien festlegen und nebenbei andere zeitgemäße Fragen erledigen. Bor allem die der Kriegerunterstützung und der Hinterblicbenenfürsorge. Man rechnet auf eine Tagung von etwa acht Tagen. Vorher wird im Februar der preußische Landtag ebenfalls zur Etatsarbeit zusammenlommen.' Auch hier nimmt man an, daß die Tagung wenig mehr als acht Tage in Anspruch nehmen wird." Wenn die Parteien aber auch nur einigermaßen gründ lich den Etat durchberaten wollen, werden acht Tage wohl kaum dazu ausreichen, zumal das deuffche Volk dringlich darauf wartet, daß die durch den Krieg brennend ge wordenen Fragen endlich ohne irgendwelchen Zwang erörtert und dadurch der Lösung näher geführt werden können. Höchstpreisäberschreituuge«. In Köln ist der Marst schon seit Wochen von Kartoffeln entblößt. Der Höchstpreis für Konsumenten hat sich als vollkommen unwirksam erwiesen, weil die Landwirte ihre Vorräte festhalten und nur dann abgeben, wenn ihnen ein wesentlicher Betrag über den Höchstpreis gezahlt wird. In der letzten Stodtverordneienversamm« lung sagte der Erste Beigeordnete Dr. Adenauer. eS sei ein offenes Geheimnis, daß die Händler in den rheinischen Kartoffelgebietetr den Landwirten 1 bis 2M. über denHöchstpreiS von S.OS M zahlen müßten, wenn sie überhaupt Kartoffeln bekommen wollten. (£t habe sich durch Einsichtnahme in die Originalrechnungen der Kartoffelgroßhändler davon überzeugt. DaS Material sei der Regierung zur Veranlassung deS Nötigen übergeben worden-: Falls die Stadt Höchstpreise für den Kleinhandel festsetze, würden. die Händler überhaupt nicht mehr in der Lage sein. Kartoffeln� na» Köln zu liefern. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß darauf, billigere Kartoffeln auS dem Osten zu beziehen, die für' etwa 4,20 M. für der Zentner durch die Stadt verkaust werden sollen. Bisher sind Kartoffeln unter 5—6 M. der Zentner in Köln überhaupt nicht zu haben. Auch auS den Kreisen der Stadt- verordneten— im Kölner Rathause sitzen nur bürgerliche Ber« treter— wurde betont, daß der Wucher mit Kartoffeln nicht so weiter geben könne. Die Stadt Köln hat ferner Kartoffelvorräte angesammelt, die erst dann verkauft wrrden sollen, wenn andauernder Frost die Zu- fuhr von auswärt» hindert. Schließlich hält sie auch Borräte von Heringen und von Sauerkraut bereit. Diese Waren falleir auf den Markt kommen, wenn die Teuerung noch stärker geworden sein wird, nach den Worten de- Oberbürgermeisters gegen das Frühjahr Hirn Der preußische Landtagsabgeordnete v. Waldow, der der konservativen Partei angehörte, ist gestorben. Er vertrat den LandtagSwahlkreiS Friedeberg-ArnSwalde seit 1900.■ Im Parlament ist er nicht wesentlich hervorgetreten. Wehrbeitragszahlung auch nach dem Tode. Der preußische Finanzminister hat in einem Erlaß an die Steuerbehörden darauf hingewiesen, daß die Wehrbeitragsschuld eines verstorbenen Beitragspflichtigen eine Nachlaßschuld ist, an deren Fälligkeit der Tod des BeitragSpstichtigen nichts ändert. Nur die Bewilligung von Stundung oder die Entrichtung von anderen al» den gesetzlichen Teilbeiträgen erlischt mit dem Tode de- Beitrag?. Pflichtigen. Dem Erben, der die gesetzlichen späteren Teilbeträge zum Voraus zablt, steht demnach auch das Recht deS Zinsabzuges nach§ 51 Absatz 2 de- Wehrbeitragsgesetzes zu., Die Mandate der Abgg. Wetterls und Weill. In den beteiligten Reichsämtern befaßt man sich eingehend mit der Frage, wie die Mandate dieser beiden Abgeordneten zur Er ledigung gebracht werden können. Beide bezeichneten sich in der ranzösischen Preffe als ebemalige Reichstagsabgeordnete, darin liegt aber kein formeller Verzicht auf da- Mandat. Jnfolgedeffen find sowohl Wetterlö al« auch Weill immer noch Mitglieder des Deutschen Reichstag-. Der Reichstag kann au- eigener Entschließung nicht» tun, denn da- Recht, ein Mitglied dauernd auszuschließen, oder ihm das Mandat abzuerkennen, steht ihm nickt zu. Die Hand. haben aber, die der Reichsregierung durch die Gesetzgebung geboten werden, find auch nicht völlig einwandfreier Natur. Wir hören darüber folgendes: Verhältnismäßig einfach liegt noch der Fall Weill. Hier gelangt zunächst zur Anwendung der K 27 des Staatsangehörigkeitsgesetzes, der bestimmt: „lftn Deutscher, der sich im Ausland aufhält, kann feiner StaatSangehörigketl durch Beschluß der Zentralbehörde seines HeimatstaateS verlustig erklärt werden, wenn er im Falle eines Kriege» oder einer Kriegsgefahr einer vom Kaiser angeordneten Aufforderung zur Rückkehr keine Folge leistet." Diese Aufforderung zur Rückkehr ist durch den Aufruf der Wehr- Pflichtigen bis einschließlich de- Landsturm- ergongen. Dazu kommt dann noch die Verordnung vom 15. August 1914 zum Reich«- und StaatSongehörigkeitsgesetz. die bestimmt: „Alle im Heere, in der Marine oder in sonstigen Kriegsdiensten feindlicher Mächte stehenden Deutschen haben sich unverzüglich in da« Inland zurückzubegeben." Diese Bestimmung würde— immer die Richtigkeit de» vom Figaro' veröffentlichten Briefe« vorausgesetzt— auf Weill zutreffen, der naiv dieien Angaben am 5. August in da» französische Heer ein- getreten ist Diese Handlung würde'zudem den Tatbestand deS Landesverrat» erfüllen. Der Statthalter von Eliatz-Lothringen hätte also, nach vorangegangener molqlaier Aufforderung an Weill. nach Deuiswland zurückzukehren, den Verlust der Staatsangehörigkeit aus- zusprechen. Damit entfällt dann die Voraussetzung de» Artikel 20. 4 der Verfafiung, wonach zum Abgeordneten nur wählbar ist, wer einem Bundesstaat seit mindesten» einem Jahre angehört. Mit dem Verlust der Staatsangehörigkeit wäre nach dieser Auffaffung da, Mandat oo ipso erloschen. Schwieriger liegt die Sacke mit Wetterlö. Er steht in keinem militärpflichtigen Verhältnis mehr, ist überdies auch über da« m'litärdienstpflichtige Alter hinaus, ist vermutlich nicht in den ranzöfiichen Staarsdienst eingetreten und hat zweifellos da« Recht, ich seinen Wohnsitz zu nehmen, wo er will. Seine deutsche Staats- angebörigkeit verliert er erst dann, sobald er die Staatsangehörigkeit in Frankreich auf seinen Antrag erworben hat. Ob letztere» ein- getreten ist. dürfte während des Kriege« kaum festzustellen sein. Wetierlö wird bekanntlich wegen Landesverrats verfolgt. Bei Ber- urteilung wegen dieses Rente« kann auf Verlust de« Reichstag«. Mandats erkannt werden. Alle diese Wege sind aber umständlich und e« ist deshalb nicht auSgeschloflen, daß dem Reichstag, der am 2. März wieder zusammentritt, ein- Vorlage auf Abänderung oder Ergänzung der Reichsverfassung zugehen wird. Verurteilung eines belgisches Geistlichen. Die„Köln. Ztg." meldet von der holländischen Grenze: SuS Brügge wird der„Tijd" gemeldet, daß der Geistliche Beyart, der vor Einiger Zeit in Haft genommen wurde, durch da« Kriegsgericht wegen Absendung eine» Berichte« an die Feinde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden sei. Zur Abbüßuug dieser Strafe sei. er nach Deutschland gebracht worden. In Brügge fänden täglich Verurteilungen wegen llebermittelung von Briefen und änderet Vergehen statt. Letzte Nachrichten. die österreichijche darstellung öes Rückzuges in Serbien. Wien, 23. Dezember.(W. T. B.) Meldung des Wiener k. k. Tel.-Korr.-Btireaus. Amtlich wird bekanntgegeben: Die nach dem siegreichen Vorgehen in Serbien erfolgte Zurück. nähme unserer Kräfte hat verschiedene, teilweise ganz nnbegründete Gerüchte entstehen lassen. Es soll da. her hiermit auf Grund jener Erhebungen, die ohne Verzugs auf Allerhöchsten Befehl durch eine hohe militärische Ver- trauensperson an Ort und Stelle gepflogen worden sind, Auf« klärung gegeben werden. Nach den erkämpften Erfolgen hatte das Oberkommando der Balkanstreitkräfte die Erreichung des idealen Zieles aller Kriegführung, die völlige Niederwerfung des Gegners, ins Auge gefaßt, dabei ober den zu überwindenden Schwierigkeiten nicht genügend Rechnung getragen. In»- folge der Ungunst der Witterung waren die wenigen, durch unwirtliches Terrain führenden Nachschublinien in einen solchen Zustand geraten, daß es unmöglich wurde, der Armee die notwendige Verpflegung und Munition zuzuführen. Da gleichzeitig der Feind neue Kräfte ge»• ammclt hatte und zum Angriff überging, mußte die Offensive abgebrochen werden und war es ein Ge» bot der Klugheit, die Armee nicht unter ungünstigen Verhält» nisten zum entscheidenden Kampfe zu stellen. Unsere in Sorbien einged-rungenen Streitkräfte sind. den widrigen Verhältnissen nachgebend, zurückgegangen, sie sind aber nicht geschlagen, sie sehen ungebrochenen Mutes neuen Kämpfen entgegen.— Wer unsere braven Truppen nach dem beschwerlichen Rückzüge gesehen hat. der mußte erkennen, welch hoher Wert ihnen innewohnt.— Daß wir- bei diesem Rückzüge empfindliche Verluste au Mann und Material hatten, war unvermeid- I i ch. Hierbei sei festgestellt, daß die über das Maß unseres- Verluste verbreiteten Nachrichten über die Tatsachen WM- hinausgehen. Seit einer Reihe von Tagen stehen- die von- allerbestem Geiste beseelten Truppen in guten Unterkünften:' sie werden mit allem Erforderlichen versehen, sie harren ihrer Verwendung. Bisher kam es an der Grenze nur-zu im-- bedeutenden Plänkeleien zwischen Patrouillen. Seine Majestät geruhten, den bisherigen Oberkomman- danten auf seine aus Gesundheitsrücksichten ge. stellte Bitte vom Kommando zu entheben und an seine Stelle Seine k. und k. Hoheit den General der Kavallerie Erzherzog Eugen zu ernennen. Die Nach- richt daß Höchstderselbc das so wichtige Kommando über die' Balkan, treltkrafte ubermmmt. wird in der Armee in der der Herr Erzherzog höchstes Vertrauen und begeisterte Per-. ehrung genießt, mit dankbarem Jubel aufgenommen werden. Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplaz 234/9 gefallenen Genoffen! In den Stämpfen im Besten fiel der Maschinenarbeiter Franz Buchholz Gerichtstr. 84.( 10. Abteilung. Bezirk 651.) Am 9. Dezember fiel in den Gefechten im Osten Adolf Klöhs Gartenstr. 13.( 11. Abteilung. Bezirk 633.) Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Im Diten fiel unser Genosse, Bezirksführer und Mitglied der Gewerkschaftskommission, der Wehrmann 196/19 Richard Scheibe Sozialdemokratischer Wahlverein Lichterfelde. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Köpenicker Viertel. Bezirk 196 II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Maurer Ernst Hausknecht Lübbener Straße 10, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 26. Dezember, mittags 12 Uhr, von der Leichen halle des Urban Krankenhauses nach dem Emmaus- Kirchhofe, Hermannstraße, statt. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schmelzer Willi Klingbeil geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet amt Freitag, den 25. Dezember, der nachmittags 3 Uhr, von am Leichenhalle des Heilig Kreuz Kirchhofes in Mariendorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 218/13 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für Steglitz. Am Sonntag, den 20. Dezember, starb unsere treue Genoffin Frau Auguste Zander ( 9. Bezirk). am Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 25. Dez( 1. Weihnachtstag), nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Stegliger Friedhofes aus statt. Die Sänger treffen sich auf dem Friedhofe. Um rege Beteiligung ersucht 196/20 Der Vorstand. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Ge fchäftsfutscher Joseph Dietrich von der Firma Franke, Sebastianftraße, am 21. Dezember im Alter bon 37 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 24. Dezember, nachmittags 3, 1hr, von der Reichenhalle des Hedwigkirchhofes, Neinidendorf- West, Berliner Str., aus statt. Um rege Beteiligung wird ersucht. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Hausdiener Max Hoffmann von der Firma Butt u. Lachmann, Leipziger Straße, am 20. d. M., im Alter von 40 Jahren ber storben ist. Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 24. d. M., nach, mittags 2 Uhr, im Krematorium, Baumschulentweg, statt. 11m rege Beteiligung wird ersucht. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Arbeiter Richard Scholz am 20. d.., im Alter 44 Jahren verstorben ist. bon Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 24. d. M., vormittags 10 1hr, von der Leichenhalle des Moabiter Aranfen. hauses nach dem Herz- Jesu- Kirchhof, Müllerstraße, statt. Ehre ihrem Andenken? 69/12 Die Bezirksverwaltung. Zentralverband der Maschinisten u. Heizer sowie Berufsg. Deutschl. Geschäftsstelle Groß- Berlin. Bezirk Moabit. Am Sonntag, den 20. Dezember, verstarb unser Mitglied, Stollege Karl Geißler. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 24. Dezember, nachmittags 2 Uhr, in dem Stre matorium in der Gerichtstr. 37, statt. 153/17 Die Ortsverwaltung. Heines Werke 3 Bände 4 MartBuchhandlung Vorwärts O Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 129/11 Ada Nachruf! Den Kollegen ferner zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Fraser Wilhelm Rohleder am 18. d. Mts. an Nierenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Volks- Feuerbestattungs- Verein „ Groß- Berlin". Am Sonntag, den 20. Dezember, starb unser Mitglied, Herr Max Hoffmann Berlin, Reichenberger Straße 125. Die Einäscherung findet heute, nachmittags 2 Uhr, im Krematorium Treptow, Stiefholzstraße, statt. Rege Beteiligung erwartet 291/8 Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und schönen Kranzipenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Wilhelm Robleder fage allen Beteiligten, insbesondere den Herren Meistern und Kollegen der Firma Gebrüder Bolzany aul diesem Wege meinen herzlichsten Dant. 1180 Bitive Martha Rohleder. Teppich- Thomas, Dranienstr. 44] Für unsere libillig farblichlerhafte Zeppide, große Gelberipamis, Winterpaletois Kinder! Des Krieges wegen statt 2 M. für 1,20 M. für jedes Buch werden abgegeben folgende gut ausgestattete und mit vielen Bildern versehene Märchen und Jugendschriften Märchen von Gebr. Grimm Märchen von Andersen Eine Reise ins Märchenland von Mäding Hinaus ins Freie von Mühlmeister und Otto Ernst Blumenmärchen v. Kreidolf Bruder Lustig. Kinderlieder von Ferdinands Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Lindenstr. 3 468 Kaufgesuche. 108/ 1* Gardinen. 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Blenz, Vorsitzender. 0. Wonitzki, Schriftführer. Ulster, Paletots, Anzüge für Herren und Jünglinge 279/16 212/161 verkauft, um bis Weihnachten zu räumen, für jeden annehmbaren Preis Engros- Lager, Hoher Steinweg 11, II. Kleine Anzeigen. Verkäufe. Pelzftolas! Monatsgarderobe von Herrschaften Herren Ravalieren, abonnierten moden, wenig getragen, erfitlajjige Maßverarbeitung. echten Stoffen, teils von Hofschneidern auf Seide, Fuchsgarnituren. Stuntsstolas. Spottbillig! BettenWinterulster, Winterpaletots, Cuta Jadett verkauf. Winterpaletots. Kammgarnhofen, Winter, mays, joppen. Herrenanzüge. Prachtteppiche anzüge, Gehrodanzüge, Fradanzüge, Gardinenauswahl. Rodanzüge. Unübertrefflich billiger Plüschportieren. Steppdeden. Tischdecken. Aussteuer- Berkauf. Adolf Rosenberg, Berlin, 133/6 wäiche. Uhrenverlauf. Schmudiachen. 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Rebatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Injeratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsantali Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Interhaltungsbl. Nr. 351. 31. Jahrgang. Verlustlisten. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donerstag, 24. Dezember 1914. hübschen Dorf Woltersdorf lichtet und wir den Blick nach rück- station. Die Ursache der Erplosion steht noch nicht fest. Ju märts wenden. Vor uns rechts wird der Bauersee sichtbar. der Gastwirtschaft hielt sich im Augenblick der Explosion glückWir gehen bis zur Kirche ins Dorf und biegen hier rechts licherweise niemand auf. Die Verlust liste Nr. 109 der preußischen Armee ab, indem wir dem Gleis der von Friedrichshagen kommenden euthält Verluste folgender Truppen: Oberkommando der Armeeabteilung v. Strank. Etappen- Inspektion I: Feldgendarmerie- Trupp. Stab der 6. Brigade und der Brig. Nr. 227/228. 1. Garde- Dragoner; Garde- Husaren; 3. Garde- lanen; Rei Garde- Ulanen; Schwere Reserve- Reiter Nr. 2; Kürassiere Nr. 7, 8; Dragoner Nr. 4, 10, 11; Husaren Nr. 5, 7, 11, 15; Ulanen Nr. 7; Reserve- Ulanen Nr. 6; Jäger zu Pferde Nr. 1, 4, 6, 12, 13; Komb. Landw.- Kab.- Reg. des XVII. und XX. Armeekorps; Reserve- Sav.Abt. Nr. 49; Landst.- Eskadron des V. Armeekorps. Feldart.- Regimenter Nr. 5, 33, 36, 40, 45, 47, 52, 54, 55, 56, 76, 80, 84; Re- Feldart.- Regimenter Nr. 7, 20, 43, 49, 51; 1. Landw.- Batteric, des IX. Armeekorps; Landw.- Abt. des I. Armee forps. " T Weihnachten ohne Tannenbaum. elektrischen Straßenbahn folgen. So kommen wir in südlicher Richtung über den fast ringsum von Wasser umschlossenen Der ungewöhnliche Mangel an Tannenbäumen hat diesmal dazit Werder", der aus bebauten und unbebauten alten Sand- geführt, daß Tausende von Berliner Familien das Weihnachtsfest dünen besteht, wie man des Näheren ersehen kann, wenn man verleben müssen, ohne, wie alljährlich, einen Christbaum anzünden 1., 2., 3. Garde- Reg.; Garde- Gren.- Reg. Nr. 5; Garde- Jäger über eine geographische Starte der Gegend verfügt. Wo wir, nach zu dürfen. In den letzten Tagen hat sich ein solcher Mangel an und Garde- Res.- Jäg.- Bat.; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Fusilier- Regimenter Nr. 1, 2, 5, 9, 10, 13, 17, 21, 23, 24, 25, 26, dem Passieren zweier Wasserläufe die vielbesuchten Restaurants Bäumen herausgestellt, daß es vielen Tausenden in Großberlin nicht 28, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, der Woltersdorfer Schleuse erreichen, machen wir linksum und vergönnt sein wird, im eigenen Heim den Christbaum zu schmücken. 48, 49, 55, 62, 66, 67, 69, 70, 71, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 90, 95, haben nun bald zur Rechten die steilen Abhänge der Kranich. Die Preise, die für die Tannen gestern genommen wurden, waren Der Vorrat an Tannen war nahezu 128, 135, 142, 143, 144, 145, 148, 150, 152, 153, 160, 161, 165, berge( die Besteigung des Aussichtsturmes lohnt sich an flaren geradezu Bucherpreise. und für die wenigen noch vorhandenen Bäume 170, 171, 172; Reserve- Infanterie- Regimenter Nr. 8, 9, 10, 11, Tagen), zur Linken den zur idyllischen Schmalheit aus- erschöpft unglaubliche Preise verlangt und auch bezahlt. 15, 16, 17, 19, 22, 23, 25, 26, 32, 34, 36, 38, 39, 40, 49, 56, 71, gezogenen südlichen Zipfel des Kalkfees. An seinem steilen wurden 77, 79, 92, 98, 202, 203, 215; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 10, 11, fer entlang, einige Meter über dem Wasserspiegel, führt der Für einen Baum, der sonst 1 Mart tostete, wurden 10 M. so auf dem Engrosmarkt 18, 20, 22, 23, 26, 28, 36, 38, 39, 40, 46, 48, 53, 60, 75, 77, 110; Fußpfad dahin, stets durch frischgrünen Nadelwald. Das See- bezahlt. An einzelnen Stellen, Brig. Ers.- Bataillone Nr. 8, 11, 12, 13, 14, 16, 20, 22, 28, 31, 33, 34, 35, 49, 50; Landst.- Bataillone Allenstein I, Bartenstein, Beuthen bad Rüdersdorf taucht auf, still und leer. Der See wird auf dem Tempelhofer Feld sowie am Lehrter Bahnhof, gab es förmi. Oberschl., I und II Breslau, Brieg, Deutsch- Ehlau, II Gleiwit, langsam schmäler und sein nördliches Ende verengt sich bei liche Kämpfe um Tannen. Auf dem Küstriner Platz wurde das Goslar, Königsberg I, Konig, Dels, Osterode, Neufahrwasser, Neu- der Kolonie Rüdersdorfer Grund zum schmalen, schiffbaren Publikum gegen Händler handgreiflich, verprügelte den Baumhaldensleben, Neusalz, Neustadt, Sondershausen, Weißenfels; Kalf- Graben". An der Stelle, wo der eigentliche See auf- händler und nahm ihm die Bäume ohne zu bezahlen einfach fort. Feftungs- Boots- Abteilung Königsberg i. Pr.; Jäger- Bataillone hört und die Kolonie beginnt, gehen wir rechts auf Gestern nachmittag wurde im Norden das Gerücht verbreitet, daß Nr. 2, 4; Reserve- Jäg.- Bataillone Nr. 2, 4, 16. wärts, 100 wir die Landstraße erreichen und auf am Lehrter Güterbahnhof größere Transporte frischer Tannen eindieser die Kolonie durchschreiten, an niedrigen, geruh- getroffen seien. In Massen strömten die Menschen sofort nach dem ſamen Häuschen mit winterlichen Vorgärten und herum- Bahnhof, sie warteten aber muglos. Enttäuscht zogen sie wieder ab. vorbei, bis wir am sogenannten Die Kleinhändler hatten ihre Bestände bereits am Montag ausvers Streifenden Kazen Sessel", dem berbreiterten Nordende des Kaltgrabens, das tauft. Um wenigstens etwas Grünes zu Weihnachten im Zimmer eigentliche Zentrum von„ Kaltberge Rüdersdorf" erreicht zu haben, teilten sich viele in die Bäume, indem jeder einen Vorrat haben. Wir gehen geradeaus weiter über den freien Platz am Aeste bekam. Der Glücklichste erhielt die Spige als„ Sonderbaum". Wasser und gelangen auf eine nordwärts führende Straße, Wiele haben sich noch heute aus weiter abgelegenen Orten Weihdie an einer mit einer steinernen Sonnenuhr gezierten nachtsbäume unter erheblichen Kostenaufwänden kommen laſſen. Kreuzung auf die nach Tasdorf führende Chaussee trifft. In der Nähe dieser Kreuzung führen hier und da hübsche Kreuzwege in den Wald, auf den Schulzenberg und an den Rand Der riefigen Kalksteinbrüche, deren zum Teil wassererfüllte Tiefen sich plößlich unseren Blicken öffnen. Der Anblick dieser romantischen, in die Tiefe gehenden Berglandschaften wird auf den Flachländer nie ihre Wirkung verfehlen. Manche der Wege find durch Tafeln als verboten bezeichnet, aber es bleibt genug übrig, um angenehme Spaziergänge an den hohen Monat Dezember aus. Ufern der Felsbrüche zu ermöglichen. An schönen Punkten Die juristische Sprechstunde fällt heute ans. find Bänte angebracht, und leicht kann man die schiefen der auf einander lagernden Kalkstein Richtungen Das Angestelltenversicherung und der Krieg. Meer schichten verfolgen. der Trias Urzeit von Mollusken im Uns wird berichtet: Die Berliner Vertrauenshat sie abgelagert und Myriaden Staltschlamm begraben. Urkräfte haben später diese männer der Angestelltenversicherung hielten Muschelfaltscholle emporgetragen, und nun arbeiten viele in diesen Tagen eine Versammlung ab, in der u. a. die flir Fabriken, deren Schlote überall über die Hügel ragen, und die Reichsversicherungsanstalt durch den Strieg entstandene Der Obmann berichtete, daß die Tausende von Händen an dieser für das Flachland so seltenen Lage erörtert wurde. Gabe aus urgrauer Vorzeit. Reichsversicherungsanstalt zunächst durch die Wir gehen nachher wieder zurüd zur Tasdorfer Chaussee Einberufung ihrer Beamten sehr start betroffen und finden oder erfragen nun leicht die Richtung zum Bahn- wurde, da von zirka 900 männlichen Beamten zirka 570 hof Rüdersdorf, der recht abseits vom Drte liegt. Die Züge im Felde stehen. Es entstand auch der Zwang, die Heilfahren mit gemessenen Abständen. Wenn wir den Zug 3.43 verfahren zunächst ganz einzustellen, da aus dieser Abteilung erreichen( der uns viel Zeit zum Wandern läßt), so sind wir drei Viertel der Beamten ins Feld gingen. Um den Wünschen über Fredersdorf gegen 5 Uhr wieder im Osten Berlins. Auf dieser Strede halten wir aber nicht in Stralau Rummelsburg. Etwaiges Umsteigen zur Ringbahn erfolgt auf dem Schlesischen Bahnhof. Reserve- Fußari,-Regimenter Nr. 11, 16. Bion.- Regimenter Nr. 24, 30; Pion.- Bataillone: I. Garde, II. Nr. 1, II. Nr. 2, Nr. 3, 4, 5, 6, 8, I. Nr. 15, I. Nr. 21, Ersatz Nr. 5; Versuchs- Komp.; Landm.- Komp. Nr. 1 des IV. Armeekorps. Kriegs- Sanitäts- Kolonne Nr. 2. * Die bayerische Verlustliste Nr. 126 meldet Verluste des 5., 13., 14., 17., 19., 21. Inf. Reg.; Ref.- Inf.- Regimenter Nt. 4, 10; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 9; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 7; 1. und 2. Gem. Landw.- Brigade; Ref.- Kav.- Reg. Nr. 5; 3., 4., 5., 6., 7., 8., 10. Felbart.- Reg.; Reserve- Felbart.- Regimenter Nr. 1, 5, 6; Erf.- Div. der Felbart. Munitionsfol.; Reserve- Fußart.- Reg. Nr. 3; 2. Pion. Bat Speyer; 2. Landw.- Pion. Komp.; Fernsprech- Abt. 2. Die württembergische Verlustliste Nr. 82 veröffentlicht Verluste des Inf. Reg. Nr. 180; Ref. Jnf.- Reg. Nr. 247; Ulanen- Reg. Nr. 20; Feldart. Reg. Nr. 49; Ref.- Feldart.- Reg. Nr. 54; Vion. Bat. Nr. 13; Erj.- Bat. Landw.Inf.- Reg. Nr. 119( Verluste infolge Strankheit). Aus Groß- Berlin. Von Erkner nach Rüdersdorf. Die Kämpfe am yserkanal. Vier Gasarbeiter verunglückt durch Gasexplosion. Einuhrschluß der Kassen und Bureaus. Sämtliche öffentlichen Kassen mit Ausnahme der Post werden am Heiligabend mit den Bureaus der Regierung, der Gemeinden und anderer Behörden um 1 Uhr geschlossen. Der Frauen Leseabend für Groß Berlin fällt im der Versicherten gerecht zu werden, hat die Reichsversicherungsanstalt jedoch so schnell als irgend möglich Abhilfe zu schaffen versucht, und bereits seit mehreren Wochen ist das Heilverfahren in vollem Umfangewieder aufgenommen. Die Einnahmen aus Beiträgen sind erfreulicherweise lange nicht in dem gefürchteten Umfange heruntergegangen. Sie betrugen in den Monaten August- Oftober rund 29 Millionen Mart gegen rund 34 Millionen Mark in denselben Monaten Die Reichsversicherungsanstalt muß jedoch Der Vorortzug trägt uns nach Osten über die Stadtbahn. Anwohner der Ringbahn steigen in Stralau- Rummelsburg um, indem sie bei der Ankunft auf diesem Bahnhof nach dem Bahn freig E fragen, falls sie in diesem Punkte nicht schon Bescheid wissen sollten. Durch den fleißigen Osten und das betrieb same Dstvorland von Berlin geht die Fahrt, an Rennbahnen, Kolonien und Drtschaften vorbei in den hochragenden Kiefern wald, der immer mehr dunkle Wachholderbüsche als Unterholz zeigt. Mit jedem Aufenthalt wird der Zug leerer, und in Eine schwere Gaserplosion erfolgte gestern nachmittag des Vorjahres. Ertner pflegt nur noch ein kleineres Häuflein auszusteigen. Nicht nur mit der weiteren Entfernung und mit der Kriegslage furz vor 2 Uhr im Hause Wolgaster Str. 8. Die Detonation mit einer sehr erheblichen Zunahme der Anträge auf Heilhängt dies zusammen, sondern auch mit dem Umstande, war weithin hörbar, und durch den gewaltigen Luftdrud verfahren rechnen, von allen denen, die verwundet und frank daß der Verkehr der Personendampfer auf auf den Seen wurden fast sämtliche Scheiben des Hauses sowie der benach aus dem Felde zurückgekehrt sind oder noch zurückkehren gegen Rüdersdorf jetzt ruht. So schön die Fahrt über das barten und gegenüber liegenden Gebäude zertrümmert. Det werden. Sie steht daher auf dem Standpunkt, daß sie auch Wasser ist, so lohnend ist es dennoch, die Strecke auch zu Fuß Explosionsherd lag im Keller des Vorderhauses, wo gestern Mittel für Kriegsfürsorge aller Art nicht in allzu großem llmzurückzulegen. Vom Bahnhof Erfner aus links hinauf auf vier Gasarbeiter damit beschäftigt waren, an der Gasleitung fange aufwenden darf. Der Bericht des Obmannes der Berliner die Chaussee nach Woltersdorf. Sie ist still und einladend Reparaturen vorzunehmen: Die vier Arbeiter erlitten mehr Vertrauensmänner über die Bereitstellung von 1 Million Mart um diese Zeit. Mehrere Reihen schlanker Birken, vor etwa oder weniger schwere Verlegungen und mußten ärztliche Hilfe für den Wollausschuß wurde auch ohne weitere Aussprache einem Vierteljahrhundert gepflanzt, bilden hübsche Alleen in Anspruch nehmen. Die Einrichtung einer über dem Keller entgegengenommen. Das Direktorium hat sich im übrigen neben der Chaussee für Fußgänger. Auf der anderen Seite liegenden Gastwirtschaft wurde vollständig demoliert; der Fuß- vorbehalten, noch weitere Summen qufzuwenden, ohne daß der Straße zieht parallel mit ihr ein sauberer Fahrradler- boden wurde stellenweise durch die Gewalt der Explosion auf- bisher Beschluß über die Verteilung gefaßt worden ist. Die Versammlung nahm ferner den Geschäftsbericht der Weg durch die Kiefern. Rechts unten, vom alde noch ver gerissen. Die Feuerwehr rückte auf den Alarm„ Gaserplosion, deckt, liegt der Flatensee. Er wird erſt ſidar, wenn nach Menschenleben in Gefahr!" sofort mit mehreren Löschzügen Schriftführerin Fräulein Gertrud Israel entgegen. etwa dreiviertelstündiger Wanderung der Wald sich bei dem an und brachte die verunglückten Arbeiter zur nächsten Unfall- Die Geschäftsstelle des Drtsausschusses( Flottwellstraße 4 I), Mann gefangen nehmen konnten. In den Dachluken waren| fiel. Es war ein Ringen Mann gegen Mann und ohne Ende. Maschinengewehre aufgestellt. Aber wir holten die Bedienung aus Immer schärfer rückte uns der Feind auf den Leib. Sein Gefecht den Petten. Kaum war das Dorf gesäubert, nahten neue Feinde mehr, ein gegenseitiges Abwürgen. Die Schanzen mußten gestürmt Ein Wehrmann aus Charlottenburg, der jetzt als und wieder wogte der Kampf hin und her. Unsere Zahl war sehr werden, das war klar, denn sie hielten die ganze Kampffront auf. Verwundeter in einem deutschen Lazarett liegt, schreibt über die gering. Wir wurden immer mehr in die Enge getrieben. In dieser Der Feind schrie:„ Ergebt Euch!", aber das spornte nur noch mehr Situation wünschten wir, daß es Abend wäre oder die Preußen an. So viele unserer Kameraden hatten schon ins Gras beißen Kämpfe am ferkanal: Die Feldartillerie schoß auf 100 Meter Entfernung mit müssen und dann sollten wir uns ergeben? Alles, was sich noch Der Feind, Belgier, Engländer, Franzosen, Turkos und Indier, tämen. Mit den Kolben hatte sich stark verschanzt. Wir lagen in der Mitte der langen Front Aufschlagzündern immer in die feindliche Sperrlinie hinein. End- einigermaßen wehren konnte, schlug dazwischen. bei Steyem. Der Feind wurde von uns aus Kehem herausgeworfen. lich, um 9 Uhr abends, kam Hilfe. Ein Freiwilligenkorps ſetzte an schlugen wir den Feind aus seinen Verschanzungen, daß die Feßen Wir besetzten den Westrand des Dorfes und wollten uns dort ver- unserem linken Flügel ein und war imstande, Dirmuiden einzu- flogen. Die Wut war unbeschreiblich. Jeder Zentimeter Boden ist schanzen. Der erste und zweite Zug schanzten. Dann zog sich der nehmen. Erleichtert atmeten wir auf! zu früh! Denn zweimal dort mit Blut erkauft worden. Um 3 Uhr früh erhielt ich den Schußz, erste Zug 100 Meter zurück. Diesem Zuge gehörte auch ich an. Die wurde Dirmuiden von uns genommen und zweimal wurde das Frei- Um 7 Uhr fam Hilfe von einem Reserve- Infanterieregiment. Die französische Artillerie sandte uns einen Hagel von Schrapnells zu. willigenkorps wieder zurückgetrieben. Am dritten Tage schlugen Toten und Verwundeten lagen haufenweise beieinander. Diejenigen, Rabenschwarze Nacht. Die 7. Kompagnie hielt die linke Hälfte, die wir den Feind bis an den Verkanal zupid. 700 Meter vor dem die noch laufen konnten, suchten über die Brücke zurück zum Ver8. Stompagnie die rechte Hälfte des Dorfes. An den Eingängen selben gruben wir uns unter schwerem Schrapnellfeuer des Feindes bandsplab zu gelangen; aber traurig erging es den armen Samestanden Doppelposten. Die anderen buddelten sich ein. Auf einmal auf freiem Felde ein. Kaum waren wir im Graben, nahmen uns raden, welche Beinschüsse hatten und nicht mitkonnten. Sie mußten. ein Schrei. Die Belgier, Franzosen und Engländer tamen auf auch noch drei feindliche Maschinengewehre unter Feuer. Zirka drei das heftige Schrapnellfeuer des Feindes ruhig über sich ergehen Strümpfen an und überrannten den Posten. Die Mannschaften ent- Tage mußten wir in dieser Stellung verbleiben, ohne uns Proviant lassen. Es waren Helden, die das Kommando ergriffen hatten uns tamen; der Unteroffizier flog in einen Graben, die Feinde gingen holen zu können; selbst unser Bedürfnis mußten wir im Graben vorwärts stürmten, und alle Kameraden beugten sich unter ihren über ihn hinweg. Die Züge eilten an die Gewehre. Unser Zug- verrichten. Alles, was sich draußen sehen ließ, wurde niedergeschossen. Willen und führten aus, was sie befahlen. führer ging unerkannt mitten unter dem Feinde die Dorfstraßen Wir waren in eine heifle Situation geraten. Statt der erhofften entlang. Im gegebenen Moment trat er in ein Haus, die Kompagnie Ruhe kam jetzt der Befehl, daß unser Bataillon den jerkanal über in Volkshaus seine Wohnung hat, verbunden. Anderen Tages ging gab eine Salve ab und im Moment war der Feind verschwunden. schreiten solle. Bioniere hatten eine leichte Bohlenbrüde über den es nach Oftende. Im Hotel Thermes war das Lazarett eingerichtet. Zwei Züge von jeder Kompagnie sollten hinüber, Es wurde sofort eine Operation an mir vorgenommen und„ verIn dem einen Hausgang war der Feind, im anderen haben wir die Kanal gebaut. Nacht gestanden. Als etwas Ruhe war, wurde eine Patrouille ge- von uns der erſte und zweite zug. Ein großer Brummer aus den schiedene Juwelen" aus meinem Kopf herausbefördert. Anderen Ein Schiffsgeschüßen des Feindes schlug die Bohlen ins Wasser. Die Tages ging es per Bahn über Gent nach Brüssel, von da über bildet, die nach dem Feinde fahnden sollte. Ich war dabei. Unteroffizier und sechs Mann machten wir uns mit aufgepflanztem Bioniere legten eine neue Bohle. Zwei Mann befanden sich darauf, Lüttich, Aachen, Köln, Bonn nach Diez. Hier liege ich im Lazarett, Seitengewehr, den Finger am Abzug, auf die Suche, hinaus in die da wurde sie durch ein neues Geſchoß mit ſamt den Leuten in den das sich direkt an der Bahn befindet. Jenseits der Lahn erhebt sich schwere Nacht: wir hatten unser Testament gemacht. Aber alle anal gerissen. So unter ständiger Lebensgefahr famen wir end- das Siebengebirge, eine wunderbare Aussicht. Die Verpflegung ist Gräben absuchend, fanden wir keinen Feind und kehrten nach einer lich hinüber. der drüben war, ruischte in den Kanalfumpf und ganz gut, das Befinden leidlich. Auch die Verpflegung während der Stunde wohlbehalten zurück. Das grausige Gestöhn der Verwundeten mußte von den Kameraden geangelt werden. Dann ging es, auf weitägigen Fahrt war gut, speziell in Deutschland. durchhallte die Nacht. Hungernd und frierend erwarteten wir den dem Bauche rutschend, vorwärts, immer die Kanalböschung entlang, das sich besonders auszeichnete, wurde uns vorn und hinten hineina Morgen. Ein Zug lag im Schüßengraben, wir anderen ſtanden im bis wir unsere Stellung erreicht hatten. Es waren nur 800 Meter gestopft. Zwei Geschoßsplitter, die mir der Feind in den Kopf geHausflur. Beim Morgengrauen trat ein belgischer Major mit einem Berthel dann begann ein hartes Ringen. Wir waren nur fandt hatte, wurden hier noch vom Arzt herausgeholt. Ich habe ove Rabe aus ben pause. Er ſprach mit seinen Leuten, als ob gans 4 Meter vom Feinde entfernt. Der Feind wollte uns in den stanal auf dem Kopf eine 7 Zentimeter lange Wunde, das Geschoß ist zirka Stehem ein maz. Gben hatte in Schädelangezündet, als ein Schuß aus dem Schüßengraben seinem Leben bald. Einen nach dem anderen von uns trifft das Kommando. Der decke mit aufgerissen. Ich bin knapp mit dem Leben davon ge ein Ende machte. Das war der Auftakt zum Straßenkampf. Sin Feind warf Schwefelbomben, die den ganzen Kanal erleuchteten und fommen, Efliche Wochen werde ich wohl im Lazarett verbringen und her wogte der Kampf, bis wir die Oberhand hatten und 200 uns die Luft verpesteten. Einer nach dem anderen der Unferigen müſſen. Im Laufe des Tages wurde ich vom Oberarzt 2., der bei uns In Koblenz, " Sprechstunden täglich 1-3 Uhr, erteilt Rat in Versicherungs- Schulpflicht ausscheidenden Kinder. Man sieht, wie die Anteil- Frankfurter Allee ein 30- Marlichein verloren. Der Finder wird gebeten, angelegenheiten und ist in der Zeit ihres Bestehens, feit siffer für Klaffe I fidh andauernd gebessert hat. Dementsprechend gegen Belohnung den Fund bei H. Sandros, Lichtenberg, Sonntagftr. 33, März d. J., von mehr als 600 Personen in Anspruch ge- bat fie für die Klaffen II und III sich verringert, während Seitenfl. 1 r. rechts, abzugeben. die Klaffen von IV abwärts, deren Anteile ja überhaupt kaum Zirkus Schumann. Die Direktion des Zirkus Schumann hat nommen worden. Interessant war aus dem Bericht, daß, ins Gewicht fallen, in den legten Jahren feine nennenswerte ende- noch zum Feſt eine neue Pantomime_herausgebracht.„ Ost und während im Sommer die weitaus größte Zahl der Anfragen rung mehr batten. Von 1909/10 bis 1913/14 verringerte sich die e st" betitelt sich das patriotische Schaustüd, das Herrn Burkhardtsich auf Raterteilung bei der Stellung von Anträgen auf Anteilziffer für Slaffe II von 29,04 Broz. bis auf 25,62 Bros., für Footit zum Verfasser hat. Der erste Aft spielt in Galizien: Das Heilverfahren bezogen, seit Striegsausbruch immer selaffe III von 15,67 Broz. bis auf 13,78 Broz. Benn aus den Volk" ist gerade auf dem Markt verfammelt, als die Mobilmachung wieder nach Arbeitslosenunterstützung gefragt lassen I, II, III die Oberstufe zufammengefaßt wird, so ergibt für befannt wird. Die Wehrfähigen eilen zu den Fahnen, rührende worden ist. Aber auch sonst ist die Geschäftsstelle vielfach in der sie sich in dem Jahrfünft eine nur mäßige Steigerung, von zu Abschiedsizenen spielen sich ab. Nicht lange dauert es, brechen die Lage gewesen, Mißverständnisse aufzuflären und die Arbeit fammen 91,21 Broz. auf zufammen 91,62 Broz. Auch die Kinder, Russen ein und üben unter der erichredten Bevölkerung ihr Arbeit- sammen Ruſſen nehmer auf die richtigen Wege zur Vertretung ihrer Inter- die leider schon vor Bollendung der Schulpflicht von weiterem Schul- Plünderungswerk aus, Teile der webrlofen Bevölkerung mit fich essen zu weisen. Auch Arbeitgeber haben mehrfach besuch dispensiert werden, damit sie vorzeitig dem Broterwerb nach fortführend. Bald naht die Rettung. Die Desterreicher nehmen den Auskunft erbeten, insbesondere über Beitragsentrichtung sowohl gehen können, müssen sämtlich wenigstens die Oberstufe besucht Stampf auf und bleiben siegreich. Der zweite Aft spielt in Belgien, haben. Rechnet man diese Kinder noch hinzu in 1913/14 waren wo aus den Häusern auf die einziehenden Deutschen geschossen wird bei Einberufung ihrer Angestellten wie bei Gehaltstürzungen. es 1671 so hat in dem Jahr fünft 1909/10 bis 1913/14 der Anteil und wo die Angegriffenen sich gegen diefe Angriffe zur Wehr sehen. Es sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß jetzt der Oberstufe an der Gesamtzahl der nach Vollendung der Schul- Der dritte Aft führt uns auf französischen Boden und bringt eine der Verfall der Ansprüche derjenigen Versicherten, die stellungs- pflicht ansgeichiedenen und der vor Vollendung der Schulpflicht dis- ganze Reihe Striegsepiioden. Franzosen und ihre Kolonialtruppen Ios sind, oder es im Laufe des Jahres waren, verhindert pensierten Stinder sich erhöht von 91,83 Proz. auf 92.15 Proz.( Die marichieren auf, englische Truppen schließen sich den französischen an. werden muß. Nach dem Versicherungsgesez für Angestellte Angabe 98,46 Pro3. für 1913/14 im Schuldeputationsbericht ist Der Kampf beginnt; große Menichenmassen stehen zusammen. jind zur Aufrechterhaltung der Ansprüche im Laufe falfch; fie beruht auf einem Rechenfehler.) Erheblich mehr Kinder Einzelfämpfe entwickeln sich zu Fuß und zu Pferde und ichließlich bis zur Oberstufe zu fördern, wird vielleicht überhaupt faum mög- wird der Sturm auf eine Festung markiert, der mit dem Siege der des Kalenderjahres mindestens 8 Beiträge einzuzağlen. lich fein, aber man braucht hierin nicht einen Mißerfolg der Ge- Deutichen endet. Dazu spielen die Kapellen patriotische Weisen. Jeder Arbeitnehmer, für den im Jahre 1914 weniger Beiträge meinbeschule zu sehen. Bünschen muß man, daß immer mehr die Mit der Nationalhymne Deutschland, Deutschland über alles" entrichtet worden sind, muß vor Jahresschluß den Rest der Schwächlinge, die in der normalen Gemeindeschule beim besten Willen schließt die Vorstellung, die einigermaßen noch erträglich ist. Biele Monatsbeiträge in Höhe von je mindestens 1,60 M. entrichten. nicht weiterzubringen find, rechtzeitig erkannt und an Hilisichulen verwundete Krieger, die Zuhörer waren, lachten bei einigen Episoden Bescheinigte Krankheitszeiten oder Militärdienstzeit sind bei- abgegeben werden. Immer feltener wird dann der Fall vorkommen, und meinten, daß es im Striege etwas anders zugebe. Es ist ein tragsfrei. daß in der normalen Gemeindeschule ein Kind bis zur Vollendung gewaltiger Apparat, der in Bewegung gefeßt wird; etwa vierder Schulpflicht noch in der Mittelstufe oder gar noch in der Unter- hundert Menschen sind oft auf der Bühne und in der Manege. Wir haben schon besseres im Zirkus Schumann gesehen. stufe hängen bleibt. Warnung vor Seidenwesten. Ungültige Vorschrift der Berliner Verordnung über das Reinigen der Schornsteine. Die Berliner Polizeiverordnung über das Schornsteinfegerivesen in der Fassung vom 9. Januar 1866, die Vorschriften über das Reinigen der Schornsteine im Berliner Kehrbezirk trifft, bestimmt im§ 2: In diesem Kehrbezirk dürfen nur die von den zuständigen Be hörden bestellten Bezirks- Schornsteinfegermeister das Schornstein fegergetverbe ausüben." sich Der Zirkus Sarrajani eröffnet am ersten Feiertag, den 25. Des zember, nachmittags 3 Uhr, feine Vorstellungen im Gebäude des Birkus Busch mit einem reichhaltigen Progranim. Das Berliner Aquarium hat foeben eine große Sendung von Geetieren und Meerespflanzen aus der zoologischen Station bei Trieft erhalten, die ihre noch nicht zweitägige Reije ausgezeichnet überstanden baben. Außer einer großen Menge von Seepferdchen find befonders eine Anzahl verschiedenartiger Lippfische, eine Schar junger Geisbraffen, zwei prächtige Snurrhäbne, eine Sammlung von Seesternen und Seeigeln und ein Trupp riesiger Seespinnen erwähnenswert. Ein vor furzem eingetroffener Tintenfisch erfreut sich besten Wohlseins und läßt sich Fische und Krebse gut schmeden. Durch marktschreierische Angebote werden sogenannte Das Ergebnis der Steuereinziehung Militärwesten aus Seidenstoff als Stälte- und Nässeschutz empfohlen. Die hierzu verwendeten Seidenstoffe für die war in Berlin im Steuerjahr 1913/14, wie der jetzt vorliegende Der Zoologische Garten hat einen neuen Zuchterfolg in feiner Herstellung von Schirmen können keineswegs als geeignetes Jahresbericht der Steuerdeputation erkennen läßt, wieder nicht Material für Militärwesten angesehen werden. Sie sind zu besonders günstig. Der Bericht hebt diesmal hervor, daß in einer langen Reihe von alten und neuen Häusern an der Tierdünn, um Wärme zu spenden, und die Appretur der Stoffe das Gesamtergebnis hinter den Erwartungen zurüdblieb, und fagt: gartenfeite untergebrachten Rinderiammlung zu verzeichnen, indem bietet nur geringen Schutz gegen die Feuchtigkeit. Zudem" Der Grund hierfür ist die Zunahme der Arbeitslosen in einigen diese um ein Kalb der indischen Gayals oder Stirnrinder vermehrt steht der Preis der Seidenwesten in gar keinem Verhältnis Berufsklassen". Im ganzen waren für 1913/14( einschl. Reste aus wurde. Diefe feltenen, mächtigen, schwarzen Wildrinder des hinterzu dem für andere sogenannte Militärwesten. Während für dem Vorjahr) an Gemeindesteuern, Staatssteuern, Reichszuwachs indischen Dichungels baben bell gefärbte Beine, während bei den Seidenwesten 6 bis 12 Mart gefordert werden, sind Westen steuer, Kirchensteuer aufammen 170 Millionen Mart einzuziehen, erst ganz einfarbig schokoladenbraunen Jungen dieie hübsche Zeichnung aus imprägnierten Stoffen mit oder ohne Wolffutter in aber die Einziehung brachte nur 158 Millionen, 89,88 Bros. des merkwürdigerweise bei der Geburt nicht gleich vorhanden ist. bester Ausführung zum Preise von 3 bis 5 Mark erhältlich. etwas schlechter als diesmal war es in 1912/13 mit 89,66 Pro3 nach der Seite brängende Stirn so ausgeprägt, wie bei ihnen, was Ghre; denn bei feiner Rinderart ist die breite, die Hörner ganz bester Ausführung zum Preise von 3 bis 5 Mart erhältlich. Steuersolls. Aehnlich ist Jahr für Jahr das Gesamtergebnis: noch Bezeichnung Etirnrind"- Bos frontalis machen die Tiere alle während es in 1911/12 mit 90,17 Proz. etwas besser war. Der im Verein mit dem gewaltigen Muskelhals namentlich dem alten Fehlbetrag fegte sich zusammen aus Beträgen, die wegen Nichtver- Stier etwas Drohendes und Imponierendes verleiht. pflichtung oder wegen Unbeitreiblichkeit niedergeschlagen werden Der Arbeiter- Mandolinistenbund gab am Sonntag, den 20. De mußten, und aus Resten, die unbezahlt ins nächste Jahr hinüber- zember den Verwundeten im Reservelazarett Striegervereinshaus Rüd- ember den Verwundeten im Reservelazarett Striegervereinshaus gingen.( Daß das Einziehungsergebnis regelmäßig durch Rüd- Chauffeestraße ein Konzert, daß mit großem Beifall aufgenommen zahlungen noch weiter verringert wird, soll hier außer Betracht wurde. bleiben.) Die nach ihrer Höhe wichtigsten Steuern sind die Eintommensteuern: in 1913/14 belief ihr Steuersoll allein auf reichlich 108 Millionen Mart, wobon etta 58 Millionen Mart der Staat und über 50 Millionen Bei den Einkommensteuern ist Wegen Uebertretung der Verordnung war vom Landgericht der Mark die Gemeinde forderte. Hauseigentümer( Nießbraucher) Otto zu einer Geldstrafe verurteilt auch die Betrachtung des Einziehungsergebnisses von befonderem worden, weil er die Schornsteinreinigung in dem Hause seit dem Interesse, und am ehesten muß hier fich der Einfluß einer Mehrung 1. Januar 1914 nicht mehr durch den Bezirks- Schornstein- der Arbeitslosen zeigen, die in dem neuesten Bericht der jeger, sondern durch einen anderen Schornsteinfegermeister bor- Steuerdeputation so betont wird. Nur bei der Staatseinkommenfteuer gibt der Bericht die Unterscheidung in Einkommen unter nehmen ließ. Das Kammergericht hob das Urteil auf und sprach den 3000 m. und Einkommen über 3000 M., die für diese Betrachtung Angeklagten frei, indem es von folgenden Erwägungen ausging: unentbehrlich ist. Da zeigt sich, daß in 1913/14 gegenüber dem Der§ 77 der Gewerbeordnung deute zwar an, daß nach Ein- Vorjahr das Einziehungsergebnis bei den Einkommen über 3000 m. führung von Kehrbezirken bestimmten Schornfteinfegern bestimmte sich etwas gebeffert, aber bei den Einkommen unter Bezirke ausschließlich zugewiesen werden können. Ob durch die Zu- 3000 Mart sich noch weiter verschlechtert hat. Von Einkommen 30. Dezember, um 5' Uhr:„ Aus fernen Landen". Mit dem großen Fern weisung gleichzeitig allen anderen Meistern jede Tätigkeit im Be- über 3000 M. wurden diesmal 45 088 414 M. Steuern verlangt und rohr wird der Mond und Saturn beobachtet. ein, das gingen 42 295 328 M. girte untersagt und damit ein Bannrecht gegenüber den anderen es Weihnachtsveranstaltungen. 3 Schornsteinfegern, zur ausschließlichen Heranziehung der bestellten gegenüber 93,47 Proz. im Vorjahr. bringen, brachten Fünfter Wahlfreis. 1. Abt. Am dritten Weihnachtsfeiertag, nach Bezirksmeister, begründet werden könne, darüber sei, da das Reichs- 3000 m. sollten 12 895 093 M. 9 354 739 M., nur 72,55 Proz., gegenüber mittags 4 Uhr, findet in den Unions- Festsälen, Greifswalder Str. 222/223, recht in dieser Beziehung feine Ermächtigung gebe, lediglich das aber nur Der Fehlbetrag des Einziehungs- für die Kinder der im Felde stehenden und arbeitslosen Genossen der Landesrecht entscheidend. Für Polizeiverordnungen auf diesem Ge- 73,04 Proz. im Vorjahr. Bartei eine Weihnachtsbescherung statt. Von 6 Uhr an: Gemütliches Beibiet fomme in Preußen nur§ 6g des Polizeiverwaltungsgefeges, ergebnisses belief sich im lezten Jahr bei den Einkommen über sammensein. Entree frei. Programm 10 Pf. Lichtenberg. Am eriten Weihnachtsfeiertag, nachmittags von 5 Uhr neben§ 10, Zeil II, Titel 17 des Allgemeinen Landrechts, in Be- 3000 W. auf 6,19 Proz., nämlich 3,37 Proz. Abgang wegen Nichttracht. Danach liege der Polizei ob die Fürsorge gegen Feuers- verpflichtung, nur 0,38 Proz. Ausfall wegen Unbeitreiblichkeit, an, findet im Lotal von Paul Schwarz, Möllendorfstr. 25, die Weihnachtsgefahr. Daß diefer Gesichtspunkt hier allein maßgebend sei, erkenne 2,44 Proz. Reste. Bei den Einkommen unter 3000 m. war an den feier des Wahlvereins statt. Durch die Mitwirkung des Neuen Tonfünftlerorchesters( Franz Hollfelder) sowie Paul Mantbehs Luftige Sänger wird auch der Ministerialerlag vom 5. Februar 1907 an, welcher die Ein- 27,45 Proz. Fehlbetrag des Einziehungsergebnisses beteiligt der Ab- den Gästen ein genußreicher Abend geboten. Bir ersuchen, sich rechtzeitig richtung von Kehrbezirken betreffe und besage: gang wegen Nichtverpflichtung mit 12,65 Proz., der Ausfall wegen mit Billetts zu versehen, die in den bekannten Stellen zu haben sind, da Die Errichtung der Kehrbezirke diene lediglich feuerpolizeilichen Unbeitreiblichkeit mit 11,19 Proz., die Reste mit 8,61 Broz. In den die nicht verkauften am 25. Dezember, nachmittags 2 Uhr, im Lotal von Wilhelm Schulz, Stronprinzenftr. 47, abgeliefert werden müssen. legten fünf Steuerjahren war bei dieser Einkommensgruppe das Nieder Schöneweide. Am eriten Weihnachtsfeiertag, nachmittags Intereffen." Bros., 75,59 Proz., 73,60 Proz., 3 Uhr: Beihnachtsfeier im Waldhaus", Berliner Str. 31. Gesangs Daher könne die Polizei nur die zur Abwendung der Feuers- Einziehungsergebnis 75,89 An den Fehlbeträgen 24,11 Broz., vorträge des Beiangvereins„ Oberipree", Märchenvorlesungen mit Lichtgefahr erforderlichen Vorschriften im Wege der Polizeiverordnung 73,04 Proz., 72,55 Proz. erlassen. Die Polizeibehörde könne also insbesondere einen 24,41 Broz., 26,40 Proz., 26,96 Prog., 27,45 Proz. war im be- bildern, Kinderbescherung, turnerische Vorführungen des Arbeiter- Turn vereins Frisch- Frei". Eintritt frei. positiven Kehrawang vorschreiben; das heißt, fie fonderen der Ausfall wegen In beitreiblichteit beteiligt mit fönne berordnen, daß zu einer bestimmten Zeit 10,24 Proz., 10,03 Broz., 10,52 Broz., 10,65 Broz., 11,19 Proz Man durch die von ihr bestellten Bezirts- Schornsteinfeger- beachte die hier eingetretene Steigerung! meister alle Feuerungsanlagen gereinigt werden. Die Polizeibehörde könne aber nicht ein( negatives) Zwangsrecht gegen die find 98,81 Proz. Die Einkommen unter Steuern Ein folgenschweres Fahrstuhlunglück Hauseigentümer und nicht ein Bannrecht gegenüber den übrigen ereignete sich gestern vormittag Leipziger Straße 122-123 im Schornsteinfegermeistern durch Verordnung begründen. Das heißt, sie dürfe den Hauseigentümern nicht berbieten, außer den Porzellangeschäft von P. Radday. Dort riß das Aufzugfeil des polizeilich vorgeschriebenen Reinigungen durch die Bezirks- Schornstein- Fahrstuhls und der Fahrsinhl stürzte aus dem zweiten Stod in die feger noch weitere Reinigungen durch andere Meister Tiefe. Hierbei wurde der Fahrstuhlführer Franz Ludwig schwer vornehmen zu lassen, und sie dürfe nicht den andern Meistern verlegt. Er erlitt einen Bruch des linken Fußes und anscheinend unterfagen, noch solche weiteren Reinigungen, neben denen innere Verlegungen. Ferner wurden eine Frau Dr. Weinreich sowie der Bezirks- Schornsteinfegermeister, auszuführen. Denn eine Reinis eine Frau Bostrat Pafchle anscheinend schwer verlegt. Sie erlitten gung durch andere Meister, die noch neben der von den Bezirks- Rippen- und Rüdgratquetidungen. Die Berliner Feuerwehr war meistern auszuführenden Reinigung vorgenommen werden, fönne eine Feuersgefahr nicht hervorrufen. Daraus folge, dag die zitierte Bestimmung des§ 2 der Verordnung, weil sie ein Reinigen durch andere Meister als Bezirksmeister überhaupt ausiließe, ungültig fei. Die weitere Folge sei, daß Angeklagter nicht auf Grund der Verordnung verurteilt werden könne, sondern freigesprochen werden müsse. Der Kern der Entscheidung ist also: schnell zur Stelle und schaffte die Berlegten nach dem ElisabethKrankenhause. Der Fahrstuhlführer wurde in der Unfallstation in der Kronenstraße behandelt. Der Bruch des Fahrstuhlfeiles ist ber mutlich auf zu starke Inanspruchnahme der Fahrstuhleinrichtung zurüdzuführen. Auf der Treptow: Sternwarte finden folgende Ainovorträge ſtatt: Um Freitag, den 25. Dezember( 1. Beibnachtsfeiertag), um 3 Uhr:" Das bayerische Hochland und die Königsschlösser", um 5 Uhr: Theodor Körner"; am Sonnabend, den 26. Dezember( 2. Beihnachtsfeiertag), um 3 Uhr: „ Sitten und Gebräuche fremde: Bölfer", um 5 Uhr: Mit Dzeandampfer von Bremen nach New Yort", um 7 Uhr: Bom Monte Rosa zur afrikani ihen Küste"; am Sonntag, den 27. Dezember, um 3 Uhr: Interessante Bilder aus Italien, um 7 Uhr: Theodor Körner"; am Mittwoch, den Oranienburg. Eine Weihnachtsfeier findet am zweitent Weihnachtsfeiertag im Lotal Waldhaus Sandhausen", Schüßenstr. 34, statt. Für Kinder: nachmittags 3 Uhr. Zur Aufführung gelangt: Frischen und die Tannenfee", Märchenvorlesungen, Deflamationen, Stonzert und Gefang. Für Erwachsene: abends 8 Uhr. Sur Aufführung gelangen zwei Einafter:" Die Feinde" und" Die Hasenpfote". Stünstlerische Leitung und Regie: Eugen Bolff. Mitwirkende Herren: Adolph Schröder vom Komödienhaus, Georg Harmuth vom Leffing- Theater, Heinz Sander vom Theater am Nollendor play. Abwechselnd Stonzert, Gesang, Borträge. Gewerkschaftliches. Feiertagsruhe im Friseurgewerbe. Da die Friseure an allen Sonn- und Festtagen zur Ver fügung stehen müssen und so das ganze Jahr hindurch nicht einen einzigen dieser Tage vollständig frei haben, so ist die Organisation seit 15 Jahren bemüht, auf Grund des§ 41b der Gewerbeordnung den Geschäftsschluß an den drei zweiten Feiertagen herbeizuführen. So große Fortschritte diese Reform Lebensgefährlich verunglückt ist am Dienstagnachmittag gegen auch seitdem gemacht hat, sie scheiterte an verschiedenen Drten 3 Uhr ein Herr Mag Duarlig. Du. hatte einen Zug der Straßen-. B. Berlin, Breslau, Chemnik, Dresden, Leipzig an dem Die Polizeibehörde darf durch Polizeiverordnung nach Errich- bahnlinie 28 benugt und sprang vor dem Haufe Müllerstr. 59 während Widerstand der Innungen. Der Verband der Friseurgehilfen tung von Kehrbezirfen vorschreiben, daß alle Feuerungsanlagen der Fahrt vom Hinterperron des Triebwagens ab. Er fam dabei hat, wo es möglich war, seinen Mitgliedern die Freigabe der zu beſtimmten Zeiten durch von der Behörde dazu bezu Fall, geriet mit den Beinen unter den Soußrahmen und erlitt zweiten Feiertage durch Tarifvertrag gesichert. Diese Position stellte Bezirts- Schornsteinfegermeister gereinigt einen Bruch der Wirbelsäule, Bruch des linken Armes und Schädel- ist aber nur dann aufrecht zu erhalten. wenn das werden müssen; sie darf aber nicht bestimmen, daß daneben kein bruch. Er wurde in bedenklichem Zustande nach dem Paul- Gerhardt- Publikum die Friseurgeschäfte an den zweiten Feiertagen meidet. anderer Schornsteinfegermeister reinigen darf. Dem Kriegszustande Rechnung tragend, mußte der Verband allerdings in all den Fällen, wo der Meister im Felde steht und der Gehilfe das Geschäft allein zu versehen hat, davon absehen, daß den Gehilfen der zweite Weihnachtsfeiertag freigegeben wird, da sonst diese Geschäfte geschlossen bleiben müssen, während die Konkurrenzgeschäfte offen halten. Dennoch stift gebracht. Vor dem Hause Steinmegstr. 85 in Neukölln lief das 2 jährige Mädchen Schadow furz vor einem herannabenden Straßenbahnwagen der Linie C beim Spielen auf das Gleis und wurde umgestoßen. Die Kleine geriet mit dem linken Bein unter den Schußrahmen und erlitt einen Bruch des linken Oberschenkels. Sie wurde nach dem Krankenhaus Budow gebracht. 3 Von den Leistungen der Gemeindeschulen Berlins meldet die Schuldeptation in ihrem jest erschienenen Jahresberich, für das Schuljahr 1918/14 wieder einen Fortfritt. Die 3ab der Kinder, die bis zur Bollendung der Schulpflicht den Lehrgang der Gemeindeschule vollständig oder doch fast ganz durchgemacht Städtischer Kunstabend in Neukölln. Die Stadtgemeinde ber- richtet die Gehilfenorganisation im Interesse der Durchführung hatten und aus der obersten Klasse abgingen, hat sich weiter erhöht. In dieser Hinsicht hat gerade das Schuljahr 1918/14- bas legte anstaltet am Dienstag, den 29. Dezember, abends 81 Ubr, in der der Zweitfeiertagsruhe an das Publikum, insbeso.idere an leider, in dem für die Berliner Gemeindeschule noch ein flares Aula der Realschule, Boddinſtr. 34 41, einen Bolkslieder- und Balladen- die organisierte Arbeiterschaft das Ersuchen, Achttlassensystem bestand besonders gut abgeschloffen. Nach Boll- abend mit Herrn Stonzertiänger Artur van Eweyt unter Mitwirkung am zweiten Weihnachtsfesttage ben Barbier endung der Schulpflicht gingen im Schuljahre 1918/14 bon ben des Herrn Prof. Mayer- Mahr( Klavier). Es gelangen Berte von unb Friseurgeschäften ferngubleiben. Am Gemeindeſchulen 24411 sumber ab, bavon aus Stlaffe I 12 fowie am Sonntag, den 27. De 52,27 Prog., aus Stlasse II 6254 25,62 Prog., aus Klaffe III Breife bon 50 Bf. für Gaalpläge und 30 Bf. für Ballonpläge sind gember, find die Friseurgeschäfte bis 1 und 2 Uhr mittags 3331 13.73 Proz, aus Klasse IV 1254 5,14 Proz, aus zu haben bei der Buch- und Kunsthandlung Bergwald, Berliner Stelajje V 3061,25 Broz, aus Klajien VI, VII, VIII zusammen Straße 56, Bucbandlung Seidler, Bergstr. 42, Buchhandlung Bluhm, geöffnet, so daß diesem Wunsche leicht entsprochen werden kann. 450,18 Bros., aus Nebenklassen 442= 1.81 Prog. Die oberste Kaiser- Friedrich- Str. 207, Budhandlung Prochnow, Hermannfir. 69, Straffe, d. h. die Klasse 1" ber bisherigen Numerierung, seit der Juhl, Staiser- Friedrich- Str. 247/248, und den Vorwärtsspeditionen Imbenennung als Oberklajje" bezeichnet, entlies in ben Tegten Redarftr. 3 und Siegfriedftr. 28/29. " Deutsches Reich. Gewerkschaftsorganisation und Krieg in Ostpreußen. fünf Schuljahren 1909/10 bis 1913/14 46,50 Proz., 48,51 Proz., Verloren. Am Montagabend, ben 21. Dezember, zwischen 6 bis Unter welchen Schwierigkeiten die gewertschaftliche Organifation 49,22 Bros., 30,60 Broz, 52,27 Pros. aller nach Vollendung der 8 Uhr, wurde auf bent Bege Sonntagstraße- Renbachfrage- boghagen- ber Arbeiter in Ostpreußen durch den Einfall ber Stuffen zu leiben hatte, geht auch aus einem Bericht hervor, den der Gauvorsteher des Buchdruckerverbandes für den Gau Oftpreußen in einer Mitgliederversammlung in Königsberg erstattete. Durch das Vorbringen der ungeheueren russischen Heeresmassen am Anfange des Strieges wurde der gesamte Handel und Wandel in Ostpreußen schwer geschädigt, teilweise sogar zum Stillstande gebracht. Die Drudorte östlich und südöstlich von Königsberg haben beinahe alle fehr gelitten. Am schwersten traf der Krieg die Städte Angerburg, Gumbinnen, Johannisburg, Osterode, Hohenstein, Stallupönen, Neidenburg, Arys, Gerdauen und Lyd( die letzten sechs Orte find fast voll ständig zerstört). Auch die Drudereien in diesen Städten find teil weise start mitgenommen. Der Druckerei Stadtlich in Gumbinnen haben die Ruffen arg mitgespielt. Der Inhalt der Sezkästen bildete bei ihrem Abschied einen großen ungeordneten Haufen. Glücklicherweise blieb das Sez- und Druckmaschinenmaterial unbeschädigt. und dem Ziel dienen, alle Straft für die rückhaltlose Durchführung| 100 000 M., deren Zinsen bedürftigen Kriegsteilnehmern zu des Krieges zusammenzufassen, ist heute und noch für lange Zeit fein fließen sollen. Die Witwe des jüngst verstorbenen WarenhausRaum, und ihnen würde die Reichsbant sich unweigerlich versagen befizers Leonhard Tiek stiftete 100 000 m., deren Zinsen zu Sti. und mit allen Kräften entgegentreten. pendien für Studenten der Kölner Handelshochschule bestimmt Gerichtszeitung. Verrat militärischer Geheimnisse. Aus diesen Erwägungen heraus hat das Reichspankdirektorium find. beschlossen, den Bankfaz um 1 Broz. auf 5 Broz. herabzuiezen. Der Zentralausschuß erklärte sich hiermit einstimmig einverstanden. In Uebereinstimmung mit der Diskontherabjegung der Reichsbant dürfte voraussichtlich auch der Zinsfuß der Darlehnstaffen von 6 auf 5% Prog. ermäßigt werden. Ebenso dürfte der Zinsfaz für Darlehen auf die Kriegsanleihen seitens der Darlehnstassen um ein volles Prozent auf 5 Prog. ermäßigt werden. Ein Diebstahl an geheimen Starten des Admiralstabs der Die Krisis im Kohlensyndikat. Marine und anderen Gegenständen lag einer Anklage wegen Um eine Verhandlungsfrist für das Zustandekommen eines Bergehens gegen das Gesetz betr. den Verrat militäDie Druckerei der Ender Zeitung" ist vollſtändig vernichtet. Hier neuen Syndikatsvertrages zu gewinnen, hatte sich die übergroße rischer Geheimnisse und Diebstahls zugrunde, die war es den Buchdruckern während der ersten russischen Einfälle noch mehrheit der Mitglieder im Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikat gestern die 5. Straffammer des Landgerichts I unter Vorfis bergönnt zu arbeiten jedoch stand hinter jedem Sezer verpflichtet, freihändige Verkäufe bis zum 1. Oftober 1915 nicht des Landgerichtsdirektors WiIfe beschäftigte. Angeklagt jedoch stand hinter jedem Gezer ein russischer Infanterist mit geladenem Gewehr und hatte obendrein, damit die Spige" das Werk fröne, noch das vorzunehmen. Diese Verpflichtung muß von allen Mitgliedern war der aus der Untersuchungshaft vorgeführte Photograph Es wurde aber Felix Schrader. Bajonett aufgepflanzt. Wiele Buchdruder haben mit der unterschrieben sein, wenn sie bindend wirken soll. übrigen Einwohnerfchaft ihr Heil in der Flucht suchen müssen. Ihr schon in der Sigung des Syndikats vom 11. Dezember bekannt, Die Anflage legt dem Angeklagten zur Bait, ein photoHeim und all ihre Habe ist zum Teil vollständig zerstört und ver- daß einige beteiligte Werke auf diese Verpflichtung nicht eingehen graphisches Objektiv im Werte von 1200 Mt., zwei Patete Lentanichtet. Die Tilfiter Verbandsmitglieder haben während der wollten und ihre Unterschriften berweigerten. Unt fie schließlich papier, eine photographische Blatte und ferner 21 geographische ruffischen Herrschaft treu ausgehalten. Bon den sonstigen Drts- doch dem Mehrheitsbeschluß zugänglich zu machen, gab man der Karten mit militärischen Aufzeichnungen dem Admiralstab der vereinen in Ostpreußen find noch altionsfähig Königsberg, Allenstein, Opposition eine Bedenfzeit bis zum 20. Dezember ohne damit das Marine entiendet zu haben. Wegen dieser Starten war zuerst ein Memel und Braunsberg. Lyd. Insterburg, Lögen- Rastenburg haben Biel zu erreichen. Den Mitgliedern des Syndikats ist folgendes Verfahren wegen Landesverrats gegen den Angeklagten eingeleitet Schreiben zugesandt worden: worden. Das Reichsgericht eröffnete aber nur das Verfahren ihre Tätigkeit ganz einstellen müssen. Die Papiere und Bücher diefer Wir benachrichtigen Sie, daß alle unsere in Betracht kom wegen Bergehens gegen die Bestimmungen des Gesetzes betr. den Ortsvereine befinden sich unter Obhut des Gauvorstandes. So menden Zechen den Verpflichtungsschein vollzogen haben mit Aus- Verrat militärischer Geheimnisse, nach welchen sich derjenige strafmancher Buchdrucker hat auch noch persönlich mit den Russen Benahme der Gewerkschaft Victoria bei Kupferdreh, welche nicht zu bar macht, der sich vorsätzlich und rechtswidrig in den Besitz von fanntschaft machen müssen. So wurde Buchdrucker Bramer zum veranlassen gewesen ist, die Verpflichtung einzugehen. Der Ver- Karten oder Schriftstüden seßt, deren Geheimhaltung aus miliPolizeimeister von hd ernannt! Das Dokument dieser pflichtungsschein der Gewerkschaft enthält den Zusatz:" Alle vor- tärischen Gründen geboten ist, ohne dabei die Absicht gehabt zu Ernennung wurde mit Bleistift auf einem Stückchen Papier ge= stehenden Verpflichtungen gelten nicht für unsere sogenannten haben, sie in einer bie Sicherheit des Reiches gefährdenden Weise schrieben. Seine erste Aufgabe bestand darin, die geforderte Kriegs- Dauerberträge und deren Verlängerungen. Die Gewerkschaft zu gebrauchen. Vor Gericht bestritt der Angeklagte, der kurze tontribution von 75 000. aufzutreiben. Bei einem andern Buchhat sich außerstande erklärt, diesen Busas fallen zu lassen, da sie Beit aushilfsweise in der Vervielfältigungsabteilung des Admiraldrucker in Neidenburg erlaubte sich ein Kosat eine Hausiuchung" einige der Dauerberträge, mit denen sie schon in den jebigen tabs beschäftigt gewesen war, sich strafbar gemacht zu haben. Die abzuhalten und hieß, allerdings unter vergeblichem Protefte feitens Syndikatsvertrag eingetreten ist, vor einiger Zeit erneuert habe." Verhandlung über den Diebstahl an den Materialien wurde öffentdes Betroffenen, die Vereinsgelder mitgehen. Einem Ferner haben einige der Zechen, mit denen wir ein Verkaufs- lich geführt, dagegen wurde bei der Erörterung des Diebstahls an Heilsberger Buchdrucker wurde auf der Straße bon ebensolchem abkommen getroffen haben, bei Ginsendung der Verpflichtungs- den Karten auf Antrag des Staatsanwalts wegen Gefährdung der Gentleman das Anfinnen gestellt, ihm Uhr, Stette und Börse zur scheine darauf verwiesen, daß schon seit Abschluß der Verkaufs- Staatssicherheit die Deffentlichkeit ausgefchloffen. Nach längerer Aufbewahrung(!) zu übergeben, jedoch mit negativem Erfolge. Mit abkommen Verträge bestanden haben, welche über den 31. De Verhandlung erkannte das Gericht auf neun Monate Gefängnis Inapper Not entrann der so Angegangene der Rache des Kosalen. zember 1915 hinausgehen und uns seinerzeit angemeldet worden unter Anrechnung von einem Monat der erlittenen UnterEin ihm fura folgender Tischler wurde das Opfer des Russen. find. Bei der Gesellschaft Trier werden sich infolge von Optionen, fuchungshaft. die den Abnehmern eingeräumt worden sind, noch weitere Verpflichtungen über den 31. Dezember 1915 hinaus ergeben, die unberbindlich auf bis zu 100 000 Tonnen jährlich geschätzt werden, und von der Bergiverksgesellschaft Hermann find, zum Teil Unter der Anklage der schweren Urkundenfälschung und ebenfalls auf Grund von Optionsrechten der Abnehmer, von den des Betrugs hatte sich gestern der Reisende Robert Kerst ent uns angemeldeten Verträgen einige über den 31. Dezember 1915 vor dem Strafrichter zu verantworten. Der Angeklagte war hinaus verlängert worden, wobei es sich um eine Gesamtmenge von einer hiesigen Buchhandlung als Provisionsreisender anbon 50-60 000 Tonnen jährlich handelt. Auf Veranlassung von Geheimrat Dr. Kirdorf bitten wir Sie hierdurch, uns bis zum gestellt worden, welche bald nach Ausbruch des Krieges damit 31. b. M. mitzuteilen, ob Sie fich auch bei dieser Sachlage begonnen hatte, ein patriotisches Werk" zu vertreiben. Dieses an die von Ihnen ausgesprochene Verpflichtung gebunden halten. in einzelnen Teillieferungen abgegebene Bert fostete zusamRheinisch- Westfälisches Kohlensyndikat. gez.: Stüppers. Janus." men 50 M., hatte aber nach Ansicht Sachverständiger einen Ob sich die Mehrheit jezt noch auf die eingegangene Ver- wirklichen Wert von noch nicht 10 m. pflichtung festlegen wird, ist nicht vorauszusehen. Fest steht, daß Zumeist erschien der Angeklagte bei den Ehefrauen, deren durch die Haltung der Zechen Langenbrahm und Victoria fich neue Männer im Felde standen, und begann diese dann mit einer ausSchwierigkeiten für das Zustandekommen des neuen Shnbitatsbertrages ergeben haben. Aber diese Schwierigkeiten können wendig gelernten patriotischen" Rede zu bearbeiten, die gewöhn schließlich noch überwunden werden. Beide Zechen weisen kaum lich damit endete, daß der Angeklagte mit Pathos betonte, daß es ben hundertsten Teil der Gesamtbeteiligungsziffer bes Synditats eigentlich eine Pflicht jeder deutschen Frau fei, fich im Interesse auf; ein neu hinzutretendes größeres Werk weßt die Scharte aus, des Vaterlandes" ein derartiges Wert auzulegen. In vielen Fällen die der Austritt dieser beiden Gruben dem Syndikat schlagen tönnte. verschwieg der Geschäftspatriot, daß es sich um ein ziemlich teures So hat sich bekanntlich der preußische Bergfistus schon entschloffen, Buch handele, und die zumeist in sehr bescheidenen Verhältnissen mit feinen Ruhrgruben dem Syndikat beizutreten. Mio ist durch lebenden Frauen sich mit der Bestellung eine große Laft aufbürdedie Saltung der genannten Werke der Bestand des Kohlensynbitats ten. Gine große Anzahl anderer Frauen war wiederum nicht nicht gefährdet. Was das Syndikat zerfekt und schließlich zu wenig überrascht, als ihnen einige Zeit nach dem Besuche des AnAuflösung bringt, sind andere Schwierigkeiten, insbesondere die Rivalität zwischen reinen Zechen und Hüttenzechen, die Frage der geklagten die bisher erschienenen Teile des Werkes ohne Bestellung Verkaufsorganisation u. a. Diese Fragen werden erst in der zugesandt wurden. Es stellte sich heraus, daß der Angeklagte, un tommenden Bechenbefizerversammlung am 23. Januar zur Be- die Provision zu erschwindeln, in diesen Fällen die Bestellscheine ratung und Erledigung gelangen. gefälscht hatte. Vor Gericht war der Angeklagte geständig.. Das Urteil gegen ihn lautete auf ein Jahr Gefängnis unter Anrechnung von einem Monat der erlittenen Untersuchungshaft. Ausland. Hochkonjunktur in der englischen Schuhindustrie. Aus der bekannten Schuhstadt Northampton berichtet die„ Times" über eine außergewöhnliche Hochkonjunktur. Gleich zu Beginn des Krieges wurden eine Minion Paar Schuhe für die französische Armee angefertigt. Kürzlich nun wurde den Fabrikanten mitgeteilt, daß die englische Regierung für die nächste Zeit regelmäßig 200 000 Baar wöchentlich benötige. Bisher schon bezog fie 140 000 Baar Schuhe jede Woche. Sie zahlt 18-19 M. pro Baar gegen 15 M. zu Anfang des Krieges. Die Erhöhung der Preise wird damit begründet, daß den Arbeitern höhere Löhne gezahlt werden müssen, und daß Leber um rund 25 Broz. im Preise gestiegen ist. Aus der Partei. Ein fozialdemokratischer Stadtverordnetenvorsteher in München. Das Münchener Gemeinde tollegium wählte am Mittwoch mit 35 von 58 abgegebenen Stimmen den Gemeindebevollmächtigten Broturisten Bitti zum Vorsteher. Das Zentrum gab bei der Bahl weige Stimmzettel ab. Zum zweiten Borsteher wurde der Gemeindebevollmächtigte Buchdrudereibefizer Schoen( liberal) gewählt. Der Führer der französischen Lehrergewerkschaften gefallen. In den Kämpfen an der Küste fiel am 30. Oftober der Sekretär des französischen Lehrerverbandes, der Genosse Chalopin. Der Kaffierer derfelben Gewerkschaft, Berry, war einige Tage zuvor gefallen. Chalopin und viele feiner Kollegen haben in den lezten Jahren Disziplinarstrafen, Maßregelungen usw. über sich ergehen lassen müssen, weil sie es wagten, die Lehrer zur gewerk fchaftlichen Betätigung heranzuziehen. Auf dem denkwürdigen Lehrer. tongreß in Chambery wurde der Anschluß an die all. gemeine Arbeiterbewegung fowie Unterstützung der antimilitaristischen Propaganda befchloffen. Seitdem fannte die Verfolgungswut der Regierung feine Grenzen mehr. Aus der Redaktion des Popolo d'Italia". zahlreicher italienischer Blätter batten wir die Meldung gebracht, Soziales. Und nachher? Ein Geschäftspatriot. Kleine Nachrichten. Drei Kinder erstickt. " In der Wohnung des zu den Fahnen einberufenen Landwehrmannes Romanowski in Bochum entstand Diens tag abend ein Feuer. Drei Kinder, die von der Mutter im Bimmer eingeschloffen waren, wurden von der Feuerwehr in bewußtlosem Zustande ausden verqualmten Zimmern ins Freie gebracht, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Ane brei Kinder, von denen das älteste fünf Jahre, das jüngste sechs Monate alt war, hatten bereits den Tod gefunden. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sind zurzeit nicht zu übersehen. Daß es später auch für Deutschland einen Weltmarkt geben wird, ist sicher; aber unter welchen Bedingungen sich der gegenseitige Berkehr vollziehen wird, läßt sich nicht voraussagen Rom, 19. Dezember.( Eig. Ber.) Auf Grund der Nachrichten ba tappt man im Dunkeln, und alle Vorarbeit hat keinen 3wed. Es gibt aber ein schmerzvolles Gebiet, auf dem die Vorsorge bak ber frühere Parteigenoffe Gaetane Salvemini und der und Vorarbeit nicht zeitig genug eingeleitet werden kann, und das fpiritualistisch philofophische Schriftsteller Breazelini dem ist das Gebiet der Fürsorge für alle durch den Krieg körperlich GeRedaktionsbestand der Mussolinischen Tageszeitung angehörten. Diese schädigten. Ihre Zahl wird groß sein, aber so sehr sie auch anSalvemini ist überhaupt nicht für die schwellen mag: das Reich hat die Pflicht, für sie in ausreichender Meldung bestätigt sich nicht. Beteiligung Italiens am Striege und hat deshalb, weil er der Weise zu sorgen. Vorbereitende Maßnahmen sind nun dieser heutigen internationalen Lage gegenüber noch zu feiner flaren Stellungnahme gekommen ist, ein bisher von ihm in Florenz Tage vom Verbande westfälischer Arbeitsnachweise beraten und beherausgegebenes Bochenblättchen, die„ Unita" eingeben laffen. schloffen worden. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn diese AnAm Mittwochmorgen gegen 4 Uhr fuhr der von Vohwinkel Prezzelini ist zwar Mitarbeiter des Popolo d'Italia", gehört aber regungen dahin führten, daß überall im Reiche pen heimkehrenden Kriegern gezeigt wird, in wie großzügiger Weise vorgegangen tommende Militäraug M 10" zwischen Haltepunkt Zoologischer nicht der Redaktion an. werden soll. Garten und Bahnhof Elberfeld- Steinbed auf den Eilgüterzug 6069, Dr. med. Bechner aus Münster behandelte in einem Vortrage welcher vor dem Einfahrtssignal hielt. Von dem Militärzug ent die Fürsorge für Verwundete und die Unterbringung der im gleifte die Maschine. Ein weiterer Unfall ist dem Militärzuge Kriege Berlegten mit dauernden Schäden und deren Anpassung an nicht zugestoßen. Die drei legten Wagen des Eilgüterzuges neue Berufe. Es gelte eine geeignete Organisation zu schaffen, wurden zertrümmert, ein Pferd in diesem Wagen getötet. Gin des Güterzuges wurde verlegt und Aus Industrie und Handel. Unfall eines Militärzuges. Die Diskontermäßigung. Die Reichsban! bat gestern ihren Zinsfag von 6 auf 5 Brozent, die sich diefer Leute annehme; die in dieser Beziehung in der Hilfsschaffner den zombardzinsfuß für Darleben gegen Berpfändung von Effekten jozialen Gesetzgebung vorhandene Lücke müßte ausgefüllt werden. Städtischen Krankenhaufe übergeführt. Der Unfall wurbe berbor. und Baren von 7 auf 6 Prozent herabgefeßt. Zur Begründung auch den jungen Leuten, denen die volle Erwerbsfähigkeit nicht gerufen durch lleberfahren des Salt zeigenden Signals am Saitedieser Maßnahme führte der Reichsbantpräsident u. a. aus: Der Weihnachtsmann der Kriegsgefangenen. Wie ein Telegramm aus London meldet, find bisher wiedergegeben werden könne, lasse sich jedenfalls soweit helfen, daß punkte Zoologischer Garten durch den Militärzug. Das deutiche Wirtschaftsleben ist in den legten Monaten immer das„ Bild des Leierkastenmannes aus früheren Zeiten fast ganz mehr wieder in normale Bahnen eingelenkt, die wirtschaftliche Arbeit aus der Erscheinung gedrängt werde". Krüppelheime und ähnliche hat sich immer weiter organisiert und den veränderten Ver- Anstalten müßten die fünstlichen Gliedmaßen gebrauchen lehren, bat angepaßt, der Beschäftigungsgrad hat im ganzen wie auch Kriegsin den meisten scheidet sich überwiegend faum noch von Friedenszeiten. Der Geld- verbsfähig zu machen und ihnen dann die ihnen zustehenden gefangenen in England eingetroffen. marft weist eine bereits seit längerer Zeit anhaltende Geldflüssigkeit auf, und die Depofiten der Banfen wie die Einlagen der Sparkassen find trog der ibuen für die große Striegsanleihe entzogenen Beträge wieder in erfreulichem Wachstum begriffen. und unterRenten zu beschneiden. Der Verbandstag nahm Leitfäße des Landeshauptmanns Dr. Hammerschmidt an, in denen die Einrichtung besonderer Organi. fationen unter Angliederung an die Landesversicherungsanstalten uft. verlangt wird. Es soll die Bildung gleichartiger Einrichtungen schusses gefördert werden. Jugendveranstaltungen. Pankow- Niederschönhausen. Am 26. Dezember( 2. Beihnachts. Der Stand der Reichsbant ist durchaus befriedigend, ibre Aktionskraft dank dem in immer weitere Kreise dringenden Verständ- im ganzen Reichsgebiet und die Errichtung eines Reichsarbeitsaus feiertag) findet die Weihnachtsfeier für die arbeitende Jugend in Bantom nis für ihre Bedeutung und ihre Aufgabe und dank der durch unser ganzes Volf gebenden Mitarbeit an der Stärkung ihres Goldbestandes von Woche zu Woche und ohne jebe Unterbrechung gewachsen, und vei den großen Goldmengen, die noch in Privathänden sind, und da der wöchentliche Zuftrom an Gold bisher noch nichts weniger als abgenommen hat, dürfen wir die Hoffnung begen, daß diese Stärfung fich auch noch weiter fortsegen wird. im Roland", Wollantfir 113, statt. Das Programm besteht aus Mufit, Es ist wertvoll, daß schon jetzt die weitesten Kreise an diese Gefang, Resitationen, Reigentänzen und Lebenden Bildern aus der Jugendbewegung". Eintrittskarten für Erwachsene 10 Pi., Jugendliche unter 18 Jahren frei sind im Jugendheim, Vantow, Maximilianftr. 48a, große Aufgabe erinnert werden, denn es gilt eben beizeiten ein. zu haben. Beginn 5 Uhr. Tegel: Borfigwalde. Am 1. Weihnachtsfeierlag veranstaltet die zugreifen. Arbeiterjugend in ihrem Heim, Tegel, Bahnhofstr. 15, eine Weihnachtsfeier bestehend aus Prolog, Festrede, Gesang, musikalischen Borträgen der So selbstverständlich es ja ist, daß jede Art von„ Rentenquetscherei" von vornherein ausgeschlossen sein muß ebenso be Bir glauben deshalb, trop des ungewöhnlichen Zeitpunktes, der stimmt darf man auch wohl der Erwartung Ausdrud geben, daß Jugendlichen und gegenseitiger Bescherung. Eröffnung des Heims 3 Uhr. deutschen Wirtschaftsarbeit nunmehr eine Erleichterung und eine weitere bie typische Erscheinung des mit Kriegsorden behängten Leier- inten Hilfe für die Ueberwindung der aus dem Kriege erwachsenen taftenmannes jezt nicht nur faft, sondern ganz„ aus der ErSchwierigkeiten bieten zu dürfen, vertrauen aber, da die Dauerscheinung gedrängt wird". des Kriegs nicht zu überfeben und eine besonnene und zielbewußte Schonung und Bufammenhaltung unferer Kräfte vielleicht noch lange nötig sein wird, auch darauf, dass diese Maßnahme nur in diesem Sinne verstanden und nicht zum Anlaß werden wird, irgend. Zuwendungen an Kommunen. Eingegangene Druckschriften. Die reine Wahrheit über die Ursachen bes europäischen Welt. frieges. 15 Cents. A. A. Strauß, New York City. 104 Best 89 th. Street. Schlachtenbummler. Striegsnovellen von A. Baron v. Roberts. Voltsstimme Kalender 1915. 70 Heller. Verlag:„ Volksstimme", Große Schenkungen nahm die Stadtverordnetenversammlung wie eine fpetulative Ausnügung der Mittel und des in Köln in ihrer Lebben Gigung entgegen: Der berstorbene Rentner( Stronen Bücher.) 1 M. Kronen- Berlag, Berlin SW. 68. Strebites ber Reichsbant au versuchen. Für Geschäfte und Be Edelmann vermachte seiner Waterstadt 3 Millionen Mark für firebungen, die nicht der wirtschaftlichen Arbeit des deutschen Volkes Krankenhaus und Wohltätigkeitszwede. Frau v. Stein schentic Budapest 7. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Spf rechts, part cre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen feine Abonnements quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen, trage man in der Sprechstunde vor. Verträgt, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die erhalten können. W. 32. Herzkrank; nur landsturmpflichtig. 6. 11. 13.50; Magnum bonum 3,75: Bolimann 3,50-3,75; Borree, Wegen Krümmung eines Fingers nur landsturmpflichtig. 2. H. 34. Schod 0,70-1,00; Sellerie, Schod 3,50-6,00; Spinat 50 kg 12,00-20,00 Wegen asthmatischer Beschwerden geringeren Grades mur landfturm- Mohrrüben 2,50-3,00; Kohlrabi Schod 0,00; Wirsingkohl Schod pflichtig. M. K. 53. Eine ausführliche Beantwortung Ihrer 4,00-10,00; Wirsingfohl 50 kg 3,50-4,50; Weißtobl Schod 3,00-8,00, Frage finden Sie im Borwärts" bom 23. Dezember unter Weißkohl 50 kg 2,50-3,50; Rotfohl, Schod 4,00-10,00; Roitobl 50 kg 3,50 Anspruch bei der Kaffe. bis 4,00; Grünkohl 50 kg 2,00-5,00; Stohlrüben Schod 3,00-5,00; Teltower von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage Wochenbeihilfe. Erheben Sie den Stüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 3,00-10,00; Blumenfohl, Erfurter, 100 St. 00,00-00,00, Rojentohl 50 kg 20,00-25,00, Meerrettich Schod 4,00-12,00, Beterfilienwurzel Schodbund 1,00-3,00; den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über Radieschen Schodbund 2,50-3,00; 3wiebeln 50 kg 7,50-8,50; Stürbis ( Ohne Verbindlichkeit.) 50 kg 0,00-0,00. Apfelsinen: italienische 50 kg 10,00-12,00, dito Mittwoch, den 23. Dezember. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Dhsen- 200 Stüd 8,00-11,00, 300 St. 9,00-11,00, Murcia 200 St. 11,00-13,00, fleisch Ia 88-97, do. IIa 82-87, do. IIIa 75-81; Bullenfleisch la 84-89, bito 300 t. 10,00-14,00, ejjina 160 St. 11,00-12,00, 200 St. 10,00 bis do. IIa 74-81; Stühe, fett 64-68, do. mager 46-50; Freffer 64-72, 11,00, 300 St. 10,00-11,00. Fresser, dänische, 53-60, Bullen, dänische, 58-70; Stalbfleisch: Doppellender 130-140; Masttälber Ia 100-110, do. IIa 85-99. Hammeldas mittlere Norddeutschland bis fleisch: Mafflämmer 85-93; Hammel Ia 76-85, do. IIa 70-76; Schafe Freitagmittag: Ueberall fühl, überwiegend bewölkt und nebelig. Defter 74-80. Schweinefleisch: Schweine fette 78-83, sonstige 72-78; Gemüse, wiederholte, im Osten etwas stärkere, im Westen größtenteils geringere inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 kg 3,75; weiße Staiserkronen Niederschläge, hauptsächlich Schnee. Sprechstunde mit. Die juristische Sprechstunde fällt heute aus. V. S. 56. Bei Wochenlohn dürfen Feiertage nicht abgezogen werden. Sündigungszeit besteht jetzt ebenso wie früher. 11. 49. Zehlendorf. Herzletdend; Sie können noch eingezogen werden. W. U. 2. Wenden Sie sich an die Firma. Sie sind beide zur Zablung verpflichtet. 2. 47. Benn die Mietsbeihilfe 50 Proz. beträgt, werden Sie nicht mehr Blutarme u. Kranke Heute Donnerstag: Geschlossen. Berliner Theater An allen drei Feiertagen: 8 Uhr: ,, Extrablätter!" Deutsches Künstler- Th. Am 1. und 2. Feiertag: 3 Uhr: Der große u. d. kleine Klaus. 8 Uhr: Luther. 3. Feiertag 3 Uhr: Jugend. 8 Uhr: Luther. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 1. Feiertag 7 Uhr: Lohengrin. 2. 8 " 9 3. 8 " " " 9 Oberon. Undine. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Freitag und folgende Tage: 3. Uhr: Die Barbaren. 8 Uhr: Gasparone. Gebr. Herrnfeld- Theater An allen drei Feiertagen: 3 Uhr( halbe Preise): So leben wir. 8 Uhr: 2 leuchtende Punkte. So leben wir. Kleines Theater An allen 3 Feiertagen 3, Uhr: Nachmittagsvorstellung. Am 1. und 3. Feiertag 8 Uhr: Jettehen Gebert. Am 2. Feiertag 8 Uhr: Das Fest der Handwerker Komödienhaus An allen 3 Feiertagen: 8 Uhr: Biedermeier. Lessing- Theater Am 1., 2. und 3. Feiertag 3 Uhr: Liliom. Am 1. und 2. Feiertag. 8 Uhr: Jugendfreunde. Am 3. Feiertag 7%, Uhr: Peer Gynt. Lustspielhaus An allen 3 Feiertagen 3 Uhr: Nachmittagsvorstellung. 1. Feiertag 81 Uhr: Wolkenreiter. 2. u.3.Feiert. 81/ U.: Leutnantsmündel Volksbühne( Montis Operettenth.) An allen 3 Feiertagen: Uhr: Der lachende Ehemann, 8 Uhr: Der liebe Pepi. Residenz- Theater An allen 3 Feiertagen: 3 Uhr: Nachmittagsvorstellung. 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater An allen 3 Feiertagen: 3 Uhr: Nachmittagsvorstellung. 8 Uhr: Lohmeyers Kinder Schiller- Theater 0. 1. Feiertag: Nora. " 3. Krieg im Frieden. Johannisfeuer. Schiller- Th. Charlottenbg. An allen 3 Feiertagen 3 Uhr: Nachmittagsvorstellung. 1. Feiertag 8 Uhr: Z. erstenmal: Husarenfieber. 2. Feiertag 8 Uhr: Die Neuvermählten. Amphitryon. 3. Feiertag 8 Uhr: Husarenfieber. Thalia- Theater An allen 3 Feiertagen: 3 Uhr: Nachmittagsvorstellung. 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. Am 1. und 2. Feiertag: 3, U.: Aschenbrödel. $ U.: Immer feste druft! 3. Feiertag, nachm. und abends: Immer feste druff! Theater a. d.Weidendammerbrücke. Jeden Abend 8.10 Uhr: Die deutsche Marke. 2. 1. Feiertag 3, Uhr: Heimat. 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Theater des Westens. An allen 3 Feiertagen; 8 Uhr: Waldmeister. Theater in d. Königgrätzer Straße. 1. u. 3. Feiertag 8 Uhr: Bausch. 2. Feiertag 8 Uhr: Königin Christine. Trianon Theater. An allen 3 Feiertagen: 31, Uhr( zu kleinen Preisen): Der Hüttenbesitzer. 8 Uhr: Das Liebesnest. Walhalla- Theater An allen 3 Feiertagen: 3 Uhr: Nachmittagsvorstellung. 8%, U.: Die Förster- Christl. Metropol- Theater. Morgen zum 1. Male: U. Woran wir denken. Ab trinken während der Rekonvaleszenz feurig süssen 25. Dezember TäglZWEI Vorstellungen Gallerie II.Rg. nicht numm. 40 60 II.Rg. I.Rg. I.Rg. Wetterausfichten für Santa Lucia Stärkungs. Fl. 1.50 Nachahmung. bitie zurückzuweisen. nummeriert nicht numm. nummeriert 89 89 149 Seiten Balkon Mittel Balkon 1,99 149 I Parkett I Parkett 1,99 2,49 2,49 2,99 Tribüne Loge... Fremd. Loge- 399 Mittel Loge- 399 Sämmt. Preise verstehen sich ausschliesslich Kartensteuer. Nachm.f.Kinderu.Militär b.z. Feldwebel HALBE- PREISE. URANIA Taubenstraße 48/49. Rotwein u. 2.-. Käuft in Apotheken, Drogerien u. Delikat.- Gesch. 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Berufsgenossen Donnerstag, den 24. Dezember ( Heiligabend): Geschlossen. 2 Morgen Freitag, 25. Dezember: große Vorstellungen 2 nachm. 3, u. abends 7, U. Nachm. hat jeder Erwachsene ein Kind frei unter 12 Jahren. In beiden Vorstellungen: Weise's 5 dressierte Bären. C. Baron's urkomische TigerLöwengruppe( Parodie). Urian, der Orang Utang als Akrobat Abends 7, Uhr: Ost und West Großes patriotisches Schaustück aus d. Gegenwart i. 4 Akt. 10 11 WINTER ARTEN 6 Heute geschlossen! An den 3 Feiertagen je Berlins. B. a. G. Sonntag, den 24. Januar 1915, nachmittags 4 Uhr, in Kubes Festfälen, Dresdener Straße 96: Mitgliederversammlung Tagesordnung: 1. Bericht des Vorsitzenden. 2. Bes richt des Kajjierers. 3. Diskussion. 4. Wahl des Vorstandes. 5. Wahl der Rechnungsprüfer, der Kranten besucher, des Schiedsgerichts. 6. Innere Kassenangelegenheiten. 740b Quittungsbuch legitimiert! Der Vorstand. F. Lutz, Vorsitzender, Waterloo- lljer 9. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. 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