Nr. 334.-81. Jahrg. flbonnemcntS'Rcdingungen; WBonnraieitlS• ÄrstZ tronumecanbo; iSieücliii�rL 3,30 MI. monaiL 140 MI, wöch-ntlilti 25 Pfg. ftci in? HauZ, kwzslne Rümmer b Pfg, Sonntag»« itumtnci mit illustrierter Sonntag»« Scilage„Die Neue Seit" 10 P-'-t, Post« Klbonnement: UO Morl Vro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitung»« Preisliste. Unter Kreuzband für DeutiSsand und Oesterreich» Ungarn 2,50 Marl, für das übrige Ausland 4 Marl vre Monat. Postabonnement» nehmen an: Belgien, Dänemarl, .Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. Rumänien. Schweden und die Schwei». cmcim tiglKt Verlinev Volksblnkk. Zentralorgan der rozialdemokratirchen parte» Deutfchlands. ( 5 Pfennig) Die TnfertlonS'Gcböijr Beträgt für die sechsgesvaltenc Koloncl« Zeile oder deren Raitut 60 Pfg.. für politische und gewerlschaswchc Vereins- und Persmnmutngs-Anzeigen M P?z. „Aleine)»nr«igen". das fettgedrinkte Wort 20 Pfg. i zulässig 2 sellaedrt-lt- Worte), tedes weitere Wort 10 Pfg Stellengesuche und Schlafiiellonan- »eigen das erste Wort 10 Pfg,.-edrs wettere Wort 5 Pfg. Worte über ISLuch« stoben zählen tür zwei Worte. Inserate für die nächste tilummer müssen bis 5 Uhr nachmtttags in der strpedision nbgegeben werden. Die trrvediiion ist bis' Uhr abends geöffnet, Telegramm- Adresse: „SoziaUcmokrat Berlin". Redaktion: SW. 65, Linöenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz. Nr. lä» S0—»ä» S7. Dienstag, den ÄN. Dezember 1914. Expedition: SW. 68, Linöenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. l.'»»!>«— 1.>1!>?. Westlicher Kriegsschauplatz. Die französischen Tagesberichte. Paris, 28. Dezember.(SB. T. B.) Amtlicher Bericht vom 27. Dt- zembcr, 3 Uhr nachmittags. Zwischen dem Meere und der L Y s ruhiger Tag. Zeitweilig aussetzende Kanonade zwischen der Lys und der Aisne. Nichts im Aisnctal, in der Champagne Artillerie- tninps. Im PcrtheSgebiet unternahm der Feind nach heftigem Ge- fchützfeuer einen sofort durch Artillerie und Infanterie zurück- geschlagenen Gegenangriff aus die Schützengräben, welche er verloren hatte. In den Argonnen leichte Fortschritte. Südlich Saint- Hubert gewann eine Kompagnie hundert bis zweihundert Meter. Wir bombardierten eine Schlucht, wo der Feind mehrere Schützengräben räumte. Zwischen der Maas und der Mosel, östlich Saint Mihiel, wurden zwei deutsche Augriffe gegen die Rcdoutc BoiS Brule abgewiesen. Ein Luftschiff warf cvwa zehn Bomben a n f Nancy ab inmitten der Stadt, ohne irgendwelchen Grund militärischer Natur. Unsere Flugzeuge dagegen bombardicrtea einen Flieger schuppe» bei FraScaty, einen Bahnhof in Metz, wo Bewegungen von Eifenbahnzügen ge- meldet waren, und die Kaserne Saint-Privat in Metz. Im Ober« «4 s a ff verzeichneten wir neue Fortschritte auf den Senuheim be- herrschenden Höhen und schlugen dort mehrere Angriffe zurück. Anmerkung des W. T. B.: Warum einzelne Orlschasten in der Pofitwn de Nancy ohne unmittelbaren militärischen Zweck mit Bomben belegt worden sind, das hat der Bericht des Großen Hauptquartiers den französischen Unschuldslämmern inzwischen der- raten, ebenso daß ihre eigenen Bomben nur Lazarette getroffen haben. Andererseits ist uns zur Genüge bekannt, was eZ mit den angeblichen Erfolgen der großen Offensive auf sich hat, die Herr Joffre am 17. Dezember ankündigen muhte. Paris, 28. Dezember.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 27. Dezember, 11 Uhr nachts. Nachdem der Feind die ganze letzte Nach, sehr heftiges Artillerie- und Jnfanteriefcuer gegen unsere bei Laboisclle und in der Nachbarschaft liegende Schützengräben gerichtet hatte, führte er zwei aufeinander folgende Angriffe ohne jeden Erfolg aus. Wir behaupteten in der Nähe von Puisaleine die eroberten Schüttengräben.?lus den Maashöhen befestigten wir die Stellungen auf dem nahe des GalonnegrabenS eroberten Gelände. Saint Di6 wurde von ist/z bis 12 Uhr mittags heftig beschossen. Rückkehr des Kriegsministeriums nach Paris. Paris, 28. Dezember.(W. T. B.) Der„TemPS" glaubt melden zu können, daß das K r i e g s m i n i st e r i u m am 7. Januar nach Paris zurückkehren werde, wenn nicht un- vorhergesehene Ereignisse eintreten. Ein englischer prügelerlaß' gegen plündernde �ndier. Dic Berichte deutscher Truppen wie auch aufgefundene Aus- Zeichnungen des Feindes haben festgestellt welchen Plünderungen bisweilen französische Ortschaften durch Angehortge der verbun- d-ten Armeen ausgesetzt waren. Daß das französische Heer selbst daran nicht schuldlos war. ist durch mehr als etn Akten stuck dar« getan worden. Auch die Engländer haben es nicht verstanden, sich in dieser Hinsicht die Hände rein zu halten. Am fchwerstcn mögen sie durch die Ausschreitungen ihrer tndlfchen Truppen belastet sein. er-aß Fälle von Naub und Plünderung vorgekommen sind, a. daß Posten und Wachmannschaften daran dM�-n. � aus dem folgenden Memorandum sur die Offiziere tes indischen Armeekorps schließen: � � V-- 1-»« I, touMoaillct. Sndis«-, st. d» S-disch-- Gesetz unterstehenden Militarperso» i™v m �mnb bc, wäris im aktiven �'enst verübt wc � jedoch solche BefeblSsammlung deS Jnduchen Trme» mexpen, die schuldig Urteile nur gegen solche Personen gefa befunden wurden: � Eiqentum von Be. a) Grober Verstoye gegen Person J�ee-GesetzeS. wohnern des Landes nach 8 � des � Plündern. b) Einbruch in ein HauS zwecks Plunverung. sei es nach l-) oder noch§ 2a � deSs-lb-n-I- �§ 26 o Plündern als Posten oder auf Wacye u,». n°«§--»->»"«" s""" rufen, sollen stets damr, argen nach S � � Prozeßakten Urteilsspruch aus kärperltche Zuchtig S Ausnahme der ihnen zur Bestätigung zugemndt w �. � Berücksichtigung Fälle, in denen die Ueberwetiung m oereaft.st� Die Meldung ües Großen Hauptquartiers Amttich. Großes Haupkquarkier, den 28. Dezember 1914.(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bei Nieuporl erneuerte der Feind seine Angriffsversuche ohne jeden Erfolg. Er wurde dabei durch Feuer vom Meere her unterstützt, das uns keinerlei Schaden tat, dagegen einige Bewohner von Westende tötete und verletzte. Auch ein Angriff des Feindes gegen das Gehöft St. Georges, das er in seinen offiziellen Mitteilungen als in seinen Händen befindlich bezeichnet hat, scheiterte. Südlich Wer» wurde von uns ein feindlicher Schützengraben genommen, wobei einige Dutzend Gefangene in unsere Hände fielen. Mehrfache stärkere Angriffe des Gegners in der Gegend nordwestlich Arras wurden abgewiesen. Südöstlich Berdun wiederholte der Feind seine Angriffe, ebenfalls ohne jeden Erfolg. Das Gleiche war der Fall bei seiner Absicht, die gestern umstrittene Höhe westlich Sennheim zurückzugewinnen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Ostpreußen und Polen nördlich der Weichsel nichts Neues. Auf linkem Weichsel- ufer entwickeln sich unsere Angriffe trotz sehr ungünstigen Wetters weiter. Oberste Heeresleitungt ««* Der osierreichisihe Generalsiabsbericht. Wien, 28. Dezember.(W. T. B.) Amtlich wird der. lautbart: 28. Dezember 1914, mittags: Nördlich des Duklapasscs wichen unsere Truppen dem Angriffe der Russen in Stellungen naher am Karpathen- kämme aus. Zwischen B i a l a und D u n a j c c, im Räume nordöstlich Zakliczhn, wurden sehr heftige Angriffe des Feindes abgewiesen. Sonst hat sich ans dem nordöstlichen Äriegsschau- platze an unserer Front nichts Wesentliches ereignet. Im Süden herrscht, von einigen Grenzplänkeleien ab- gesehen, vollkommene Ruhe. Tic Serben sprengten wieder die Semliner Brücke. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. H o e f e r, Feldmarschallentnant. der Erfordernisse des Dienstes nicht ausführbar ist, sollen alle solche Fälle dem Generalauditeur des Indischen Armeekorps unterbreitet werden, zwecks Vortrag vor der Bestätigung. 3. Körperliche Züchtigung, auf Grund des§ 24(2) des In- dischen Armec-Gesetzcs, soll auf die Fälle beschränkt bleiben, in welchen sich Personen Vergehen laut oben erwähnten Absatz(I) zuschulden kommen ließen. 4..Körperliche Züchtigung darf nicht in Gegenwart von bri- tischen oder anderen europäischen Truppen oder Zivilisten voll- zogen werden. 5. Nach, der Ansicht des Armeekorpskommandanten sollte Raub in diesem Lande sehr streng bestraft werden: die ver- hängte Strafe sollte deshalb nicht unter der Höchststrafe bleiben. 6. Ein Ercmplar dieses Befehls soll im Besitz jede? britischen Offiziers der Artillerie ynd der Jndiichew Formationen im Fn. dischen Armeekorps sein. Ein Exemplar soll bei jedem Kriegs- gericht. das unter indischem Miliiärgesetz in dem Armeekorps abgehalten wird, vorbanden sein. W. E. O'Learb, Oberst. Stellvertretender Generaladjutani, Indisches Armeekorps. Tie Ausschreitungen der indischen Truppen müssen schwer ge- Wesen sein, sollen sie die hier getroffenen Maßnahmen einiger« maßen begreiflich erscheinen lassen. Denn es handelt sich um nichts Geringeres, als daß England den indischen Truppen gegenüber die Prügel st rase in Anwendung bri ngt. Es ist auch bezeichnend an diesem Memorandum, daß die Anord» nung getroffen wird: in Gegenwart britischer oder europäischer Truppen und Zivilisten darf die Prügelstrafe nicht vollzogen wer. den! Was im-Berborgenen geschieht, belastet das Gewissen dieser Kulturträger nicht. Hemmung öer italiemsihen Hanöelssihiffahrt öurch öie englisihe und ftanzosische Zlotte. Aus Rom wird uns geschrieben: Das..Giornale d'Jtalia" vom 22. Dezember veröffent« licht ein Interview, in dem die tiefgehende Unzufriedenheit der Genueser Reeder über die Lage zum Ausdruck koinmt, die die französische und namentlich die englische Kriegsflotte dem italienischen Handel zur See geschaffen hat. In dem Artikel wird zunächst die heutige Rechtslage des Scehandels der neutralen Länder dargelegt. Obwohl die letzten internationalen Verhandlungen über diesen Punkt bei dem Ausbruche des jetzigen Krieges noch zu keinem Abschluß gekommen waren, gelten doch die folgenden drei Regeln als feststehend: es sind zwei Listen der Waren aufzustellen,- die unbedingt und bedingt als Kriegskonterbandc anzusehen sind; weiter muß eine Liste die Waren verzeichnen, die unter keinen Umständen Konter- bände darstellen und deshalb nicht beschlagnahmt werden töiinen; schließlich darf die Möglichkeit der Fortsetzung der Reise in Feindesland bei den nach neutralen Häfen gesandten Ladungen Nie und unter keinen Uniständen zur Beschlag» nehmung von Waren führen, die nntcr den Begriff' der bc« dingten Konterbande fallen. Die dritte und letzte Regel, die für den Scehandel neutraler Länder geradezu lebenswichtig ist, hat England am 29. Oktober durch eine Order in Council mit einem Schlage abgeschafft und hat festgesetzt, daß alle be» dingt als Konterbande anzusehenden Waren an Bord neu- traler Schiffe, die nach neutralen Häfen gerichtet sind, be- schlagnahmt werden können, wenn es sich um Lieferung„an Order" handelt, wenn aus den Begleitpapieren der Name des Empfängers nicht hervorgeht oder die als Empfänger be- zeichnete Person in Feindesland ihren Wohnsitz hat. Damit war es mit dem Handel aller bedingt Konterbande darstellen- den Waren so gut wie ganz vorbei. Wenn die englischen Kriegsschiffe schon vorher die italienischen Kauffahrterfahrer vielfach angehalten hatten, um die etwa an Bord befindlichen einberufenen Deutschen und Oesterreicher als Gefangeile nach England zu führen, so wurde jetzt jedes Handelsschiff in Gibraltar angehalten. War schon vorher der Schaden gros; genug, da England sich nicht begnügte, die tatsächlich ein« berufenen Bürger gefangen zu nehmen, sondern in widerrccht- licher Weise sich auch der lediglich Dienstpflichtigen bemächtigte, wofür dann die italienischen Reeder von den Deutschen und Oesterreichern zivilrcchtlich verantwortlich gemacht wurden, so wurde er jetzt unerträglich. Frankreich hak sich der eng- lischen Maßnahme angeschlossen, und den beiden verbündeten Mächten�entgeHt kaum ein italienisches Schiff. Es wird auf offener See angehalten und wenn es irgend etlvas an Bord führt, was als bedingte Konterbande gäten kann, nach Gi- braltor, Toulon oder Marseille gebracht. Da die Lieferung „an Order" im Scehandel die Regel bildet, sieht sich fast jedes Schiff mit Beschlagnahme der Ladung bedroht. Es wird dem Kapitän anheimgegeben, den Beweis zu erbringen, daß die beanstandete Ware an ein neutrales Land. gerichtet ist und dort verbraucht werden wird. In Er- Wartung dieses Beweises tut er am besten, die beanstandete Ware auszuschiffen, um nicht wochenlang mit ferner ganzen Mannschaft in einem fremden Hasen festzuliegen. Die Folge dieses Zustandes ist, daß einmal der in Friedenszeiten blühende Transitverkehr nach der Tchweiz, der iinmer als Lieferung„an Order" erfolgte, ganz danieder» liegt. Außerdem sind aber zahllose italienische Fabriken ohne Rohmaterial, weil die Schisse mit Baumwolle, Kupfer, Petroleum, Kautschuk usw. in Gibraltar. Toulon oder Mar- seille festliegen. Sogar eine Ladung kupferner Leuchter ist von den englislben Behörden beschlagnahmt worden. Pro- testieren nützt gar nichts. Die Reeder sind in ihrer Ver- zweislimg auf den Gedanken verfallen, eine Art„Affidavit" einzuführen, eine vor einem auswärtigen Konsul abgegebene eidliche Erklärung, daß die Waren für den italienischen Konsum bestimmt sind. Man weiß nicht, ob das etwas nützen wird. Bis jetzt hat das Prisengericht in Gibraltar noch jede Beschlagnahme gutgeheißen. Daß es sich nicht nur darum handelt, die indirekte Der- sorgung der mitteleuropäischen Reiche zu verhindern, sondern daß auch die bewußte Absicht vorliegt, den italienischen Handel zu schädigen, geht aus den folgenden Tatsachen hervor. Ter nach Genua mit einer für die Schweiz bestimmten Weizen. ladung fahrende Frachtdampfcr„Mägda" wurde in Marieille angehalten und ihm bedeutet, seine Ladung hier zu löschen und von hier in die Schweiz zu senden; das neutrale Land wurde also versorgt(obwohl es den Weizen weitersenden kann), aber der Hafen von Genua wurde ausgeschaltet. Noch viel» sagender ist die von den Vereinigten Staaten England cch. gerungene Abmachung. Die Vereinigten Staaten brauchen Farben aus Teutschland. Deutschland ist bereit, sie zu liefern, beansprucht aber amerikanische Baumwolle als Gegenwert. Ta die Vereinigten Staaten natürlich Interesse daran haben, in Baumwolle zu zahlen, haben sie bei der englischen Regie- rung durchgesetzt, daß diese Baumwolladungen unter eng- lischer Kontrolle durchgelassen werden; nur muß die Fahrt über Rotterdam erfolgen, nicht wie bisher über Genua! In allen Tonorten lockt und droht England, damit Italien an seiner Seite an dem Weltkriege teilnehme; gehört nun die Unterbindung des italienischen Seehandels in das Register der Lockungen oder Drohungen? Das mag die englische Diplomatie entscheiden. Jedenfalls macht das heutige Ver- fahren England in den Kreisen der italienischen Handels- marine herzlich verhaßt. Fügt man die Beschießung des „Letimbre" imHafenvonMalta hinzu, die bei einigem guten Willen von feiten der englischen Behörden hätte ver- mieden werden können, so kann man den Italienern ihr Sprichwort nachfühlen:„Gott, schütze mich vor meinen Freunden, vor meinen Feinden kann ich mich selber schützen". die Spahls aus üett Schützengräben zurückgezogen. Lqim, 28. Dezember.(W. T. B.) Der.ProgrsS" meldet aus Pari»: Die marokkanischen SpahiS wurden von der Heeresverwaltung von der Front zurückgezogen, da sie sich für den Dienst in den Schützengräben und für den Erdkrieg unverwendbar erwiesen. Der„Progres'' erklärt. es handle sich keineswegs um eine endgültige Außerdienstsetzung, die Heeresverwaltung warte eine Gelegenheit ob. wo sie die kriegerischen Eigenschaften der SpahiS gewinnbringend verwerten könne. vom Ksterreichisih-ruPsihen Kriegsschauplatz. Ein ungarijches Dementi. Vudopest, 27. Dezember.(2S. T. B.) Das Bukare st er Blatt„Adeverul"' behauptet in seiner Nummer vom 22. De» zember, Ministerpräsident TiSza habe eS darauf angelegt, die rumänischen Truppenkörper der österreichisch» ungarischen Wehrmacht an sämtlichen Fronten des Welt- kriegeS in der vorder st en Reihe zu beschäftigen und auf diese Weise die systematische Ausrottung des ungar- ländischen RumänentumS herbeizufiihren. Der. P e st e r Lloyd' erklärt, daß dies eine unverschämte und um so dreistere, weil bewußte Lüge ist. Der.Pester Lloyd' sagt weiter: Gewiß ist, daß die rumänischen Truppen unserer Wehrmacht in heroischer Weise ihre Pflicht genau so erfüllen, wie die ungarischen, deutschen und die übrigen Regimenter. der Seekrieg. Zum englischen Fliegerangriff auf Cuxhafen. London, 28. Dezember. iW. T. B.) Ja de« Berichte der euglische» Admiralität über de» Angriff auf die deutsche Rordseeküste heißt eS: Drei euglische Flieger kamen auf Tauchboote«, die ihueu Beistaad leistete», zurück. Ihre Flugzeuge waren gesuukeu. Ei» Flieger wird»er« mißt. Sein Flugzeug wurde zwölf Kilometer von Helgolaud als Wrack geseheu. Sei« LoS ist unbekannt. Die Schlachten bei Dochnia unö Limanowa. Bon Hugo Schulz. ........ 23. Dezember 1914. Auf dem Schlacht felde von Limanowa erfuhr ich aus Mit» teilungen des Chefs deZ Äriegspressequartiers, ÄeneralstabSobersten v. Hoebn, soviel Wissenswertes über den Verlauf der Operationen und Kämpfe in Wesrgalizien, daß ich nun in der Loge bin, ein einigermaßen klares Bild des zweckvollen JneinaNdergreifenS dieser blutigen Begebenheiten zu gewinnen und ihre Bedeutung für den Gesanitverlauf deS gewaltigen Ringens in Polen zu erfassen. ES muß einer rückschauenden historischen Betrachtung überlassen bleiben. die Feldherrnleistung der österreichischen Heeresleitung allseitig zu würdigen, schon jetzt aber glaube ich mit gutem Gewissen sagen zu dürfen, daß sie an Kühnheit, Großzügigkeit und wohl auch an treff- sicherer Berechnung den Leistungen Hindenburgscher Strategie ebenbürtig ist. Ihre Erfolge haben nicht die blendende Anschaulichkeit wie etwa die ersten Hindenburgschen Siege in Ostpreußen, aber sie sind aus demselben Geiste geboren und sie sind nicht geringwertiger als jene. Festzustellen ist zunächst, daß ohne den überraschend kübnen Entschluß unserer Avmeeleitung, fast alle Kräfte aus Ga. lizien herauszuziehen und— zum Teile in unglaublich weit aus» holenden Rochadezügcn unter Benutzung aller Bahnlinien— nach Norden zu verschieben, jene sackartige Einschnürung der russischen Armeen nicht zustande gekommen wäre, deren würgender Gewalt sie sich schließlich nach verzweifelten Versuchen durchzubrechen, nur durch einen schleunigen Rückzug entwinden konnten. Man nruß sich nur vorstellen, welche hemmenden Bedenken zu überwinden ivaren, ehe es zu diesem Entschluß kam, der sich kleineren, ängst- licheren Geistern als ein Offenlassen deS ToreS nach Wien dar» stellen konnte, während man das Tor nach Berlin verrammelte. Tat» sächlich klappte zwischen Krakau und dem Karpathenwald, hinter dem sich indessen eine ansehnliche Streitmacht sammelte, um im Augen» blick der Gefahr aus den Pässen nordwärts vorzubrechen, zeitweilig eine gefährliche Bresche, die nur notwendig durch Kavallerie, Land- stürm und ein Regiment der polnischen Legion verschleiert werden konnte. Aber durfte man denn bedenklich sein in einem Augen. blick, wo es klar geworden war, daß der russische Angriff nunmehr vornehmlich nach Westen streben und nicht die Richtung auf Mähren, sondern die aus Brandenburg einzuschlagen scheine? Man durfte es freilich nicht, wenn man die Lage rein militärisch ansah, aber es ist menschliche Art, zunächst auf die Deckung der eigenen Hab« Bedacht zu sein und die Sorge darum in alle Erwägungen als lähmendes Gift einfließen zu lassen. Daß die österreichische Führung ihren Willen auf das klar geschaute Ziel einstellen konnte, ohne ihn durck menschliche Befürchtungen aus der Bahn drängen zu lassen, ist allein schon eine Leistung von hohem Rang. Daß sie aber, als der Feind in seiner Verzweiflung wieder die Richtung aus den rechten österreichischen Flügel nahm und ihn mit sebr überlegenen Kräften bedrängte, erst recht nicht aus dem Gleise geriet und unter ruhigem Verlaß auf die Widerstandskraft der Angegriffenen die bereit- gestellten— zum Teil aus der Hauptfront gezogenen— Reserven in weit ausweichendem, zeitraubendem Manöver gegen die Flanke des Angreifers führte, kann schon als eine strategische Tat von un- gewöhnlicher Konzeption angesprochen werden. Eine ängstliche Führung hätte sich da wohl entschlossen, kurzerhand den rechten Flügel von Krakau bis zu den Karpathen hin zu verlängern und ein« Englijcher Torpeöojager gesunken. London, 28. Dezember.(W. T. B.) Meldung des Reuter- scheu BureauS.* Ein britischer Torpedojäger lief während eines Sturmes auf der Höhe von Standrews in Schottland auf einen Felsen. Die Bemannung rettete sich in Booten. Die historische slbtei von whitbp ein wenig beschädigt. Zürich, 28. Dezember.(W. T. B.) Die.Züricher Zeitung' bringt den auStührlicden Bericht des.Wochenblattes' von Whilbh vom 18. d. MlS., wonach der den Ruinen der historischen Abtei zu» geiügte Schoden g a n z g e ri n g f ü g i g ist. Es sei deiner kenswcn, daß der erste Offizier der Küstenwache gerichtlich ausgesagt habe. nach seiner Ansicht seien sämtliche Schüsse auf die Signal» und Wachtstation gerichtet gewesen. Wenn einige Schüsse zu weit rechlS gegangen seien, so müsse dieser Um- stand einzig dem Schwanken der Schiffe zugeschrieben werden. Ein holländischer Dampser durch eine Mine versenkt. Lindau, 28. Dezember. Tos ReHt des Siekers und die Pflicht gegen die eigene üuntee ist es. das eroberte Land 3U finanziellen Leistungen heranzuziehen, die, unbeschadet späterer Kriegsentschädigung. in Form von Kontributionen aus dem Land gezogen werden. Wir' verlangen jetzt von Belgien eine binnen Jahresfrist ratenweise zu leistende Zahlung von 480 Millionen Mark. Wie manche andere, so haben sich nun freilich auch die Begriffe von Geld im Laufe des Krieges etwas verwirrt, und diese halbe Milliarde erscheint in den Augen mancher als eine lächerlich kleine Summe. In Wahrheit aber stellt sie die CSrenze der augenblicklichen Leistungsfähigkeit des durch den Krieg schwer mitgenommenen Landes dar. Die bisher durch Vernichtung von Werten in Belgien erlittenen Verluste wer- den schätzungsweise auf über 5 Milliarden Mark beziffert. Die Kontribution mutz zu diesen Zahlen dazu gerechnet wer- den und der ganze Betrag mutz von Belgien erarbeitet werden. denn in diesem Lande, dessen Reichtum in erster Linie auf seiner Industrie beruht, fehlt der kleine Rentner, der bei- spielsweise in Frankreich den grötzten Teil des Nationalver- mögens in barem Gelds und leicht realisierbaren Werten in Händen hält. Tie reichen Leute haben Belgien verlassen und ihre Gelder autzer Landes geschafft. Bares Geld ist daher nur iin geringen Matze zu erhalten. Will man also den gün- stigen Eingang der Kontribution sicherstellen, so mutz man die Quellen wieder erschließen, aus denen Geld fließt, d. h. man inutz sich bestreben. Handel und Wandel zu beleben, der In- dustrie und der Landwirtschaft auf die Beine zu helfen, kurz, überall die Möglichkeit des Geldverdienens zu fördern. Die deutsche Regierung, die sich diese Sorge angelegen sein läßt, handelt demnach in wohlerwogenem Interesse des Vater- landes und des ihr anvertrauten Gebietes." tzerve für üie üeutschen und österreichischen Gefangenen. Pari?, 28. Dezember.(T. U.) Gustave Herve fordert in seiner „(Sutrte Social«' da» Publikum auf, ihm die Namen der Deutschen und Oesterreicher mitzuteilen, die sich seit Monaten im Gefängnis befinden, ohne daß bisher ein regelrechtes Verfahren gegen sie eingeleiter wurde. Herds will die Liste dieser Namen dann der Negierung überreichen, da eS sich um eine Frage bandelt, welche die Ehre Frankreichs und der Republik berühre. Die Schweiz warnt vor jeöer Verletzung Neutralität. ihrer Basel, 27. Dezember.<88. T. 83.) Wie die Blätter melden, hatte ein Mitarbeiter des„Petit Parisien' eine Unterredung mit dem Bundespräsidenten M o t t a, der u. a. erklärte, es sei der u n- e r s ch ü ttexliche Wille der Schweiz, die strengste Neu» t r g l i.t ä t zu wahren und niemals den geringsten Eindruck von Parteilichkeit irgendwo aufkommen zu lassen. Motta sagte: Wir wollen und dürfen nichts anderes sein als Schweizer, die» ist die einzige Haltung, ich betone es nochmals, die man von uns erwarten darf, die einzige auch, welche den Interessen aller gerecht wird. Woher auch der Angreifer kommen mag, er wäre für alle Schweizer ein Feind. Die schweizerische Armee würde unverzüglich in die Reihen der Feinde des Angreifers treten, das können Sie laut ver- künden. Ich möchte aber ebenso bestimmt hinzufügen, daß wir in dieser Beziehung gar keine Befürchtungen hegen. Ueber die Konter band« erklärte der Bundespräsident, es fei natürlich auch beim besten Dillen ausgeschlossen, solche Lieferungen mit Sicherheit zu ver- hindern. ES seien aber die schärfsten Matzregeln ergriffen, so dah auch nicht die geringste Kritik an der Haltung der Schweiz in dieser Frage gerechtfertigt sei. holländische postmpsterien. Aus Amsterdam schreibt man unS: Die„Frankfurter Ztg.' und nach ihr auch die„Kölnische Ztg.' haben daS eigentümliche Schicksal zur Sprache gebracht, das Briefschaften, die den holländischen Postweg sei es, datz sie von Holland nach Deutschland und Oester- reich oder in umgekehrter Richtung aufgegeben waren, berührt haben nach England und in die Hände des dortigen Zensors aeiübr't bat Die„Frankfurter Ztg.' konnte die phoiographische Wiederaabe eine? Briefumschlags veröffentlichten, dessen Irrfahrt umso auffollender war. als die Adresse d.e Zepp-lin-Werk- in kdriedrichShafen und der«bsendervermerk d,e HauS- adresse einer an h- rv° rr° g-n d er Stelle st.h.nd-n bolländischen Personltchkelt nannte. Einige hollandisch- Blätter haben den Vorgang allzu harmlos deuten wollen, Ein Lerseben scheint schon durch die sich auf einen au«- gedehnten Zeitraum erstreckenden Wiederholungen ausgeschlossen und Jmui»nmdfllich ist die Annahme, datz«ine fastche«orlierung in Oesterreich oder Deutschland die Schuld trage, da doch Postsäcke kür Enoland ieit Kriegsausbruch dort nicht ausgefertlgt werden. Ab- davon datz eS sich auch um Postsachen handelt, die von -.alland aiisoinaen Natürlich wäre es absurd. auS diesen Borfällen �ne Slaa�awon zu machen und etwa an eine NeutralitätSverleyung � an.wa.Uck r bolländ, sch-r Stellen zu glauben. Dagegen ist der wobl nicht uninlereisienen verbrecherischen MitzbrauchS s? d'- Regierung eine U�»m»ung fl � � organisierte eme Auillarmig und AbhMe°°n° auch durch eine «blettung auf den englischen � � Schreiber dieser «ttabrung b-M'g- /u w». � a(t8 � zg.... hier- L-' l- n«emachl bat. der � �„ Brief nach einem Mona. her abgeiandleil Vermerk„vom Zensor geöffnet' mit dem aufgedruckten engM-m.Het Volk' etfneU. Der S"eI" aaf,e mit Maschinenschrist gegeben, so datz ger.chiet Mtd bw OrtSangao- � Absender stand auf der Rück- em Verlesen au-ge ch!°'''N �' l t o r A d l e r angegeben. Di- seile des UmichlagS Genoss« Inhalts lag al'o nahe. vermillung eines.„j, datz eS sich in diesem Fall um Vielletchr wird der handelte, den P-rionenkrei«, eiiien emgeschriebeven � beschäsligen hat. enger mit dem sich die Unteti. � Erliäriliig der Post- und und benimm, er umgrenzen- � eolliam. B0m 24_ Dezember Dflegraphendiulnon, dte B«- n6 Diese Erklärung besagt, datz miuttlt, scheint wenig n � helvorgelufenen TeSorgaiiüotion infolge der durch dle Mobilisat � tür Oenerreich bestimmte de« VonbeiriebeS im Ser>l geraten seien. ES ist jedoch fest» Postüücke un'er d,e englt'we't gut diefen.Abweg' geioten gestellt, catz auch noch ,m~. nor flgetn nicht aus, wie Briefe, die si»o und diese Erklärung waren, von hier nach Eng« von Oesterreich nach H°uan darunter sogar eingeschriebene, dle tand weitergegangen smd»no Allerdings drängt sich doch eine beiondere vehan � ongliichei Seite oräanisierle Eni. der Einwand auf, datz eme mjtteis hm Zensurstempels geübt Wendung doch mckt Selv"v �gndelsblad' recht, auf eine gründ- hätte. Jedenfalls hat da«.»»S- V" lichere Untersuchung einzudting 500 Millionen rumänische Mllttärkredlte. � �(.**(%. U) Italienischen Meldungen 1uf.lftU mii«i* 5'"«»* MM««--- in Höhe von 300 Millionen Frank. Der„Figaro' wiegt sich in der Hoffnung, datz die politischen matzgebenden Kreise Rumäniens entschlossen sind, zugunsten des Dreiverbandes einzugreifen. Das einzige Hindernis sei bisher, so meint das Blatt. Bulgarien gewesen, doch habe jetzt der Dreiverband von dieser Seite vollkommenste Sicherheiten erhalten. („Köln. Ztg.') Portugals Sozialiften gegen eine Setelligung am Krieg. Zürich» 28. Dezember.(T. U.) Italienischen Meldungen zufolge hat die Zentralleitung der portugiesischen Sozialisten einen energischen Anspruch gegen den Krieg veröffentlicht. Keine Annexion von Tunis durch jrankreich. Paris, 28. Dezember.lung der straffen Ordnung und starken Leitung und liefert so in der Stärkung der Autorität aus sich heraus«in Gegengewicht gegen den poli- tischen und sozialen Gleichheitsgedanken. Die Notwendigkeit stärkster kriegerischer Krastentwickelung ,u Lande Und zu Wasser ist unserem ganzen Volke in Fleisch und Blut übergegangen, der Kampf gegen MtliiariSmuS und ManniSmuS gehört nunmehr in da« Museum politischer Rarüäteu. Dasselbe gilt von dem freihändlerischen Doklrmarismus..., i Tie Plünderungen in Ostpreuße«. Bor dem Königsberger Kriegsgericht hatten sich in zwei Verhandlungen nicht weniger al» 4 0 Personen zu verantworten. denen zur Last gelegt wurde, in Allenburg sOstpr.) während der Russenzeit geplündert zu haben. Obwohl der Magistrat nach dem Eintreten geordneter Verhältnisse hatte bekanntgeben lassen, datz jeder, der Gegenstände entwendet, sie ausliefern oder de» NachfS auf dem Marktplatz niederlegen sollte, war dieser Aufforderung niemand nachgekommen, so datz eine Haussuchung abgehalten werden mutzte. die zur Anklage gegen vierzig Personen führte. Ein Teil der An- geklagten wurde freigesprochen, der grötzere Teil dagegen erhielt Gefängnisstrafen bi» zu einem Jahre und fech« Monaten. Vom Jnsterburger Kriegsgericht wurden dreizehn Personen wegen Plündern» zu 18 Jahren, vier Monaten und zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Einige der Angeklagte« hatten die gestohlenen Gegenstände auf Wagen geladen und wollte« damit nach Rußland fahren. Vom T i l s i t e r Kriegsgericht wurde» drei Personen zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. I« A l l e n st e i n erhielt eine Wirtschafterin, die während der Russenzeit ihren Arbeitgeber bcstohlen hatte, zwei Jahr« und fech« Monate Gefängnis._ Die Mandate der Abgg. Wetterlö und Weist. Gegenüber einer Behauptung, die Regierung könne oder muffe" die Mandate der ReichStagSabgeordneten Wetterl« und Weill für ungültig erklären, führt eine Korrespondenz au«, da» gehe nicht an, allein der Reichstag könne das. ES heißt in der Korrespondenz „Im Artikel 27 der Reichsverfassung ist festgesetzt:„Der SieichStag prüft die Legitimation seiner Mitglieder und entscheidet darüber.' Diese Prüfung bezieht sich sowohl auf die Wahl wie auch darauf, ob während der Ausübung de» Mandat« die Borau«- fetzungen dafür weiterbestehen oder nicht. Der Reichstag allein kann mithin die Abgeordneten Wetterls und Weill ihrer Mandate für verlustig erklären. Erst wenn dies geschehen und der Reich»« regierung eine Mitteilung hierüber zugegangen ist, können Reu- wählen ausgeschrieben werden.' Diese Ausführungen treffen durchaus zu. Allein der Reichstag ist zur Entscheidung der Gültigkeit eine« ReichStagSmandat« zu« ständig, gleichviel ob eS sich darum handelt, ob der Abgeordnete zu Recht gewählt ist. oder darum, ob sein Mandat ungültig geworden ist. In den Fällen Wetterls und Weill käme wohl nur in Frage, ob die beiden Genannten ihr Mandat durch Unterzeichnung ihrer Erklärungen mit vxäsputö(ehemaliger Abgeordneter) oder durch andere Umstände niedergelegt haben. Vor einer Entscheidung über diese Frage mutz da» Material, au» denen möglicherweise auf ein« Niederlegung des Mandats geschloffen werden kann, in zweifelsfreier Form dem Reichstag vorliegen. Ob die Regierung da« ermöglichen kann, steht dahin._ Vom Treibe« der KriegSspekulaute». Die Preise für Kakaopulver sind seit Ausbruch de« Kriege« autzerordentlich gestiegen. In einer Sitzung der Aachener Lebens« mittelkommiffion wurde nun mitgeteilt, datz sich die gegenwärtige Situation gewinnsüchtige Firmen zunutze machen und ein Gemengsel al» Kakao aus den Markt bringen, da« größtenteils au» Kakaoschalen und Sägemehl besteht. Wer in FrredenSzeiten Kakao verkaufte, der mehr al« S Proz. Schalen enthielt, wurde bestraft. Heute werde» Stadtverwaltungen und Lazaretten ein Gemisch al» Kakao angeboten, dem 00 nnd mehr Proz. Schalen und Sägemehl beigemischt sind. Große Mengen dieses.Nahrungsmittels' sollen in der Zollniederlage Aachen lagern._ Städtischer Kartosselverkauf. Zum Preise von 4,20 M. für den Zentner verkauft jetzt die Stadt Köln Kartoffeln an jedermann. Jeder Käufer erhält nur eine» Zentner; für den Sack werden bei Rückgabe 26 Pf. vergütet. Wege« Landesverrats verurteilt. Wegen Krieg», und Landesverrates ist der Kätner Wilhelm Kogel aus Szargillen, Krei» Labiau, vom Kriegsgericht in König,« berg zu zehn Jahren Zuchthaus und zu Ehrverlust für die z.erche Dauer verurteilt worden. Kogel hatte cm seinem Wohnorte, >essen Umgegend die Russen bei ihrem Einbruch in Ostpreußen auf- suchten, dem Feinde die Verproviantierung durch geeignete Winke zu erleichtern versucht. Letzte Nachrichten. Der französische Landsturm. Mailand. 28. Dezember.(W. T. B.) Wie der Pariser Ver- treter des..Corriere della Sera" meldet, schickt Frankreich nunmehr den größten Teil seiner Landsturmreserven von den Uebungsplatzen des Sudens an die Front. Im MMg Mm Ms i>M KriesMWU seWiieii EkWsskii! Am 2A. Rovcrnber nel tat Osten der Schmied Ksi'I ttipvl Zorndorser Str. 35. Bezirk 405. ÜlS/14 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Relchstagswahlkr Hierdurch die traurige?!achricht, daß der Senosse WiZKeim Issnin Hosemannstr. 5, Abt. Ib. Bez. 4146, am 22. November(Totensonntag) ita Osten gefallen ist. 222/3 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 5. Berliner Reichstagswahlkr. In Frankreich infolge einer Verletzung durch ein Sprengstück er- legen ist der Stockarbeiter Paul Allrath Elbestr. 39. 6. Bezirk. Seim Sturm in fficstflmtbem am 20. Oktober gefallen der Tischler �rrst Feiler 245/20 Blbestr. 37. 6. Bezirk. Sozialdemokratischer Wahlverein NeukSIIn. Sei de» Kämpfen in Rußland fiel unser braver, arbeitZsreudiger Genosse, der Arbeiter Adolf Kosow Oberlandstr. 4, Inhaber des Eisernen Kreuzes, im 34. Lebensjahre. 194/1 Sozialdemokr. Wahlverein Tempelhot. SozialdemflkralisoheFWalilfErein f. d. 2. BefI. ReielistagswatilkrEis. Bezirk 133. Am 27. b. Mts. verstarb unser langjähriger Genosie, der Kohlen- Händler, frühere Schleifer IBöugrd Eitner Dieffenbachftr. 33.->- sisiiin....... _ Am 28. November iiet auf dem Schlachtielde im Osten unser treuer Sportsgenosse Bskar Ziege. In tiefer Trauer[291/9 Tportklub„Li steu SÄ". Am 25. Oktober fiel in Flandern | mein lieber Sohn, Bruder und | Neste Ernst Rohleder (Reg. Nr. 206) im Alter von 28 Jahren. 147A Frau L. Rohleder Neukölln. GEsangvErein Clier-SctiöDEWEider LiEdEftalEl (M. d. D. A..S..B.) Am erste» LeibnachtSseiertag verstarb plötzlich die Frau�unseres SanzeZbruderS Gustav Schmidt, Frau Anna Schmidt. Die Beerdigung findet Heute Dienstag, nachmittags 3'/, Ubr, statt. 53,16 Um pünktliches Erscheinen der Sänger ersucht Ter Lorstaud. Am 19. Sevtcmber verstarb in- solgc seiner Verlesungen in Frant- reich mein teurer Bräuligani. der Kananier 137A Klax Badack. Ottilie Päizold, AdlcrSHos, Ich kann Dir in cht- mehr bieten, Mit nichts mehr Dick crircun, Nicht eine Handvoll Blüten Au, Deinen Hügel streun. ZEntralfEFbaiid dEr ZiinniErEF DE'jtsEhlsnds. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Bezirk 2. Nachruf. Den BerusSgenosten zur Nach- richt, daß mij'cc Mitglied Leo Rönspies am SS. Dezember an einer HalZ- krankheit plötzlich verstorben»st. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung fand gestern auf dem Georgen- Kirchhot in Weißensee statt. 255/2 vor Torstand. Allen Verwandten und Be- iannien die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau ilnna Knothe - geb. Bogdan im Alter van 28 Jahren nach längerem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet deute Dienstag, den 29. Dezember. nachmittags 3 Uhr. von� der Lcickenballe des Gemcinde-Fricd- HoseS, Lückstraßc. auS statt. 756b Um stille Teilliahme bittet Hans Kuothc nebst Sind (zurzeit Soldat). Lichtenberg, Gl» her Str. 6, UäniiErelior REiniekEnflorl-Ost In Erfüllung der traurigen Pflicht geben wir hierdurch bekannt, daß al» erstes Odfer unseres Vereins unser lieber, braver SangcZbrudcr 53/15 Rodens Stiehl an den Folgen seiner im' fernen Osten erhaltenen schweren Ber- wundung am Mittwoch, 23. Dezember 1914, im Lazarett zu LandSderg a, W, verstorben ist. Ehre seinem Andenke» k Stumm stehen wir an Deinem Grabe Mit sangeSbrüdertichein Gruß; Nimm von uns bin die letzte Gabe In Deine stille, lalle Grusi. SMen Verwandten. Freunden und Bekannten die traurige Nach- richl, daß am 26. d. Mts. meine liebe Frau, unsere gute Mutier und Schwester 121A Anna 8chmidt nach kurzem, schwerem Leiden plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 29. Dezember, nachmittags 3'/. Uhr, von der Leichcnbaile des' Gcnteinde-Fried- holes. Obetschöneweide, aus statt. Im Namen der trauernden Hutterbtiebeneu 121A Gustav Schmidt. � Nachruf. In den Kämpfen in Rußland fiel am 5. Dezember unser Kollege der M. schinenarbester Adolf Kosow Tcmpelhof, Oberlandstr. 4. Wir betrauern in dem Toten einen Kollegen von wahrhaft edler Gesinnung. Er wird uns stets unvergeßlich bleiben. 149A Ehre seinem Andenken k Die Kollegen der Firma Trägerlagergemein- schast Tempelhof, Industrie- Am 25. Dezember, vormittags 9 Uhr, entschlici sanft nach kurzem. schwerem Leiden meine innig- geliebte Frau und Mutter, unsere gute Tochter, Schwester und Schwägerin 760b kVida GoIz geb. Kelling. im 24. Lebensjahre. Dies zeigen ttesbetrübt an Wilhelm Götz. Familie Kelling. Familie Kirchner. Die Beerdigung findet heute, nachmittags 21/j Uhr, von der Leichenhalle des Aentral-FriedHoses in FriedrichSselde aus statt. Allzufrüh und fern von seinen Lieben starb in treuer P'iichl- ersüllungiin Rußtand msolge eines KopsichusieS. am 5. Dezember, mein über alles geliebter, Heizens- guter.unoergeßlicherRann, meiner Kinder treusorgender Bater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Gefreite der Landwehr, Iiis.. Reg. 59, 6. Komp. 1WA Adolf Kosow im blühenden Aller von 34 Jahren. Ritter des Eisernen Kreuzes. DieS zeigt im Namen aller tratternden Hinterbliebenen im tiefsten Schmerze an Die tiefgebeugte Witwe Klara Kosow, Oberland ftr. 4. Ihm der Friede, uns der Schmerz. VErtand dEr Ireien Gast- und SehankwirtE DEutsclilands. (Ortsverwaltung Charlottenhurg.) Ten Kollegen zur Nachricht, daß die Frau unseres Kollegen PapsnfuB. 45/11 Marie Papenfuß geb. Kortr verstorben ist. Die Beerdigung findet deute DienStagnachmitlag 2 Ubr von der Halle des Luisen« lirchhoseS, Fürslenbrunncr Weg, aus statt. Um zahlreiche Be, teiligung ersucht 0er Verstand Tankfagung. Für die zahlreichen Beweise herz. licher Teilnahme bei der Beerdigung meiner Leben Frau, unserer guten Mutter Eriederike Reiche geb. I,aae sagen wir biermit allen Beteiligten unfern herzlichsten Dank. ssemilie P. Reiche und die im Felde stehenden Söhne und Schwiegersöhne. Otto Stange, Brnsl„ Hern».„ 12824 Reinh. Reich*, Karl Schert. Danksagung. Für die vielen Beweise berz. licher Teilnahme und die zahl- , eichen Kranz-peiidcn bei der Bc- erdigung meines lieben Mannes, des Rei'taurateurS 752b Otto Lade faxe ich allen meinen Gästen. Freunden und Bekannten meinen herzlichen Dank, Tie trauernde Witwe Martha Lade geb. Malonn. Danksagung. Für die rege Bctclligung und Kranzipenden Sei der Beerdigung meines lieben ManrteS und guten ValerS Ernst Raaskneciit sage ick allen Teilnehmern meinen herzlichsten Dank. �149A L,ui»« Haasknecht und Sohn. Slllmn- imö üralnimidertl von Roben Meyer, Jnh.i P. Golleta Marianurnstr. Z. Tel. Mpl. 346 Oskar Wollburg Trauer- Magazin Berlin N., BrunnenstraBe 56. 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Verlagsanstali Paul Singer Lc Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage». U»trrhaltung-dc Nr. 354. 31. Jalirgcug. Seilllge des Lsmillts" Kerliner Dsllisdllltt. wirtschaftliche Zolgen des Krieges in England. Moderne Kriege haben häufig zu wichtigen wirtschaftlichen Veränderungen geführt. Ein Land sah sich von den Rohstoffquellen abgeschnitten und mußte somit versuchen, einen Ersatz zu finden. So erfand man während der französischen Revolutionskriege in Frankreich die moderne Herstellung der Seife, nachdem die Eng. länder die Einfuhr der an den Küsten Spaniens und Portugals gewonnenen Pflanzenasche verhindert hatten. Die kriegerischen Zeiten Nach der französischen Revolution sahen auch die Anfänge der europäischen Zuckerrübenkultur. Jetzt scheint es, daß um- gekehrt England durch den Krieg gezwungen werden wird, den Anbau von Zuckerrüben und die Herstellung des Zuckers daraus vorzunehmen; denn die bisherigen Hauptbezugsquellen sind ihm verschloffen und es muß Quellen zur Deckung seines Zuckerbedarfs und des Rohstoffs für seine wichtige Zuckerwarenindustrie finden. Der unmittelbaren Notlage hat die englische Regierung durch den Ankauf großes Mengen Rohrzucker, die bis zur Mitte des nächsten Jahres genügen werden, abzuhelfen versucht, aber auch nur auf Kosten anderer Zuckerkonsumenten. Und da der Rohrzuckerbau in den Tropen keiner großen und schnellen Ausdehnung fähig ist, hat man den Bedanken gefaßt, in England selbst Zuckerrüben anzubauen und selbst Zucker herzustellen. Der Gedanke ist nicht neu. Schon vor 80 Jahren fing man in England mit dem Experimentieren an, aber es ist nie etwas Rechtes zustande ge- kommen. Zurzeit besteht in Cantley eine Zuckerfabrik, die aber auf dem letzten Loche pfeift. Sie wurde mit einem großen Kapital gegründet, erhielt einen Regierungszuschutz von 11 000 Pfund Sterling und genießt den Schutz eines Zuckerzolls in der Höhe von 1 Schilling und 10 Pence auf den Zentner(etwa 20 Proz. des Wertes). Die Schuld an dem Mißlingen der bis- herigen Unternehmungen wird den Finanzleuten in die Schuhe geschoben. Man hat deshalb die Forderung erhoben, der Staat möge selbst Zuckerfabriken errichten und damit den Landwirten einen dauernden und sicheren Markt bieten. Ter Vorschlags stößt jedoch bei den Freihändlern auf ent- schicdenen Widerspruch. Diese sind ferner auch durchaus nicht damit einverstanden, daß der Staat chemische Farbstoff» f a b r i k e n züchtet. Englische Industrien sind bekanntlich in hohem Grade von der chemischen Industrie Deutschlands abhängig. In Farbstoffen, Apothekerwaren. Photographenmaterialien und feinen chemischen Produkten für die Analyse beherrscht Deutschland dank seiner wissenschaftlichen Prodirktionsmethoden den Weltmarkt. Tie chemischen Fabriken Englands haben es nie verstanden, das Können und Wissen gebildeter Chemiker auszunützen; die eng- tischen Fabrikanten hatten kein Vertrauen zum Theoretiker und zogen es vor. in der alten, handwerksmäßigen Väterart fort- zuwurstcln. So kam es, daß die Herstellung von Anilinfarben, die in England erfunden wurde, in Deutschland ausgebildet und wirtschaftlich ausgebeutet wurde. Jetzt will die Regierung die Herstellung synthetischer Farbstoffe organisieren. Es verlautet. daß sie beabsichtige, auf die Tauer von 25 Jahren die Zinsen der Schuldscheine«ine Konsortiums, das sich zur Errichtung chemischer Fabriken gebildet hat. zu garantieren. Ter Plan hat bei den Frei- Händlern schwere Bedenken hervorgerufen. Sie sagen sich: Am Ende des Krieges wird die starke, tüchtige und gut organisierte deutsche chemische Jndmtrie jedenfalls versuchen, unsere auf- gepäppelte Industrie über den Saufen zu rennen; der Ruf nach dem Schutzzoll wird dann überwältigend wirken.— Doch auch ohne dieses wird die Lage der englischen Freihändler nach dem Kriege sehr schwierig sein. Ahnungslos sind sie mit in den he?- ligen Krieg gegen den deutschen Handel gezogen, der daS Feld für den Schutzzoll besser vorbereitet hat als 11 Jahre Tarifreform- Propaganda.__ Reg. Nr. 12; Res.-Fußartillerie-Bat. Nr. 19; Res.-Pion.-Kompagnien Nr. 53 u. 54; Res.-Sanitäts-Komp. Nr. 2; Etappen-Sanitäts-Depot 3; Leib-Gren.-Reg. Nr. 100; Gren.-Res.-Reg. Nr. 100; 2. Gren.-Reg. Nr. 101; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 101; 3. Jnf.-Reg. Nr. 102; 4. Jnf.-Reg. Nr. 103; Res.-Jnf.-Reg. Nr 104; 6 Jnf.-Reg. Nr. 105; 7. Jnf.-Reg. Nr. 106; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 106; 8. Jnf.-Reg. Nr. 107; Res.-Jnf.- Reg. Nr. 107; Landw.- Jnf.-Reg. Nr. 107; Schützen-(Füsilier-)Reg. Nr. 108; 9. Ins.- u. Res.-Jnf.-Reg. Nr. 133; 16. Jnf.-Reg. Nr. 182; Landst.-Jnf..Bat. Nr 2; Landst.-Jnf.-Bat. Pirna. 2. Ulanen-Reg. N. 18; 1. Husaren-Reg. Nr. 18. 5. Feldartillerie-Reg. Nr. 64; 2. Fußartillerie-Reg. Nr. 19; II. Pionier-Bat. Nr. 12; II. Pionier-Bat. Nr. 22; SanitätS-Komp. Nr. 1, XX Armeekorps. Die württembergische Verlustliste Nr. 84 enthält Verluste des Gren.- u. Landw.-Jnf.-Reg. Nr. 119; Jnf.-Reg. Nr. 120; Landw.- Jnf.-Regimenter Nr. 121, 124, 125; Landst.-Jnf.-Bat. Horb. Drag.-Reg. Nr. 26; Res.-Feldartillerie-Reg. Nr. 26; Feld- artillerie-Reg. Nr. 29; Feldartillerie-Reg. Nr. 49; Pion.-Bat. Nr. 13; Berichtigung früherer Verlustlisten. verluftlisten. ' Di- Verlustliste Nr. III der preußischen Armee SKK--K- Trupp; 1. u. 4. Gardc-Reg.;� Grenadier-, bzw. Infanterie-,� bzw. K£ k Ii ??-«t- 01, 42, 44, 40,.'j. OO, S2 -f". zu v. vlaly; O, �' CO 04 ga III 23 Ox jß oc efi fi", 66 68, 69, 71, 78, 82, 83, 84, 88, 04, vo, Iii, 201 20(�210 222 225 231, 237. 239; Reserve-Ersatz-Reg. Nr. 4; Land�ns Nr 1 11. 12, 19. 23, 33. 34. 35. 37. 47, 49. 84, p. NeAlanm�iges Landw.-Jnfi-Bat. Nr 4 � �Armee- '-°�..�-Reg�N?°A�n Nach); Landst.-Brig. Hoffmann; Landsr.- Bat°iL7lKnst7in. Eisenach, Glogau ll. � IMt°-burg Nn 87 2. E�..Mmchm�gewehc.Komp. dcs ' rn.» -»»- wswsg Ssässssstt? �«-»- Regimenter �°now.-Fuhartillerie-Mr.-cr. o Pionier-Bataillone I.. Garde. T �wmer-R�.m-nter Nr�lO. N,.3. P � 44. Res.-Pionier- Res.-Scheinwerferzug des X � � az�Feldluftschiffer- Reserve-Eisenbahn-Baukompagn-cn Nr. 23,.8. Feio.u.lianner U.4.; Fcldflicgertruppe... �.�cekorps; Res.-Artil- "�SSSSHS. � m WeÄ.' ia>S-Komp. Nr. 5; Feldlazareti Nr. 4 des II. Atmeckorp. Res.-Div.-Brückentrain Nr. 49. 18 Tie bayerische Verlustliste Nr. 129 meldet � iTIrFierr Nt'l- ßue Groß-öerlin. Mutterstellen in walü unü Part. Ter Weihnachtsschnee hat der Tierwelt, die in unseren märkischen Wäldern und in den Groß-Berliner Parkanlagen nomadisiert, die ersten Wintersorgen bereitet. Wir Groß- städter merken ja von dem winterlichen Ticrleben im Walde nicht viel. Wo die großen Waldstraßen sich schlängeln, die Eisenbahnen und Autos rattern. Tausende von Ausflüglern an schönen Wintertagen durchpassieren, um die Waldrodel- bahnen und die zugefrorenen Seen zu erreichen, da hat sich das Wild schon längst zurückgezogen. Wer aber die stillen, wenig. begangenen Waldgebiete liebt und mit gutem Orientierungssinn durch die Schneewunder stapft, der stößt bald aus Rehe und allerhand anderes Getier, das aus Nah- rungssorgen die Nähe des Menschen nicht mehr so wie in der wärmeren Jahreszeit scheut. Selbst den alten Schleicher Reinecke Fuchs nötigt der Hunger, zu geringerer Vorsicht. sobald der erste starke Schnee gefallen ist, kommen viele Waldtiere bis an die ersten Häuser der Dörfer und Villen- kolonien. wo Natur» und Tierschutzfreunde für Futterstellen gesorgt haben. Die Forstleute lassen das, was jedes Grün- rocks beste Freude ist, natürlich auch nicht im Stich, aber viel- fach wird das Winterfutter von Raubzeug wegstibitzt, und dann wittern die Rehe und Hasen, von Hunger getrieben, aus dem Walde heraus nach benachbarten �Ortschaften. Besonders Hasen und wilde Äaninchen werden diesmal in großer Menge beobachtet, weil infolge des Krieges die Jagd weit mäßiger als sonst ausgeübt wird. Um so zahlreicher werden die Löffel- männer noch der unfreiwilligen Schonzeit sein. Auch in unseren Parkanlagen ist die Tierwelt jetzt zu- traulicher geworden. Weg und Steg, Baum und Strauch sind verschneit, da wurde über Nacht Schmalhans zum Küchen- meister. Futterstellen sind auch hier eingerichtet, aber rings auf den Baumwipfeln warten die ewig hungrigen Krähen auf den ihnen genau bekannten freundlichen Mann, der daF allerdings nicht für sie bestimmte Futter aus einer großen Düte streut. Da bleibt für die Singvögel oft nicht allzuviel übrig, wenn nicht die krächzenden schwarzen Gesellen ver- scheucht werden. Drosseln und andere bei uns überwinternde Parkvögel ziehen daher bis in die benachbarten Straßen und bitten um milde Gaben, die reichlich auf Fensterbänken und Baikonen ausgelegt werden sollten, um die gefiederten Sänger nicht allzu sehr dgrben zu lassen. Freilich sahnt hier wieder der Frechling Spatz seine Domäne ab. Zu Hunderten hocken die aufgeplusterten Gassenbuben auf den Straßen und Vor- gärtenbäumen, beäugen geduldig die Fenster und stürzen sich, wenn die Hausfrau ihrer gedenkt, mit ohrenbetäubenden! Gekreisch auf die Winterbeutc. Es ist stets ein hübsches Schauspiel, diesen von Menschenhand erleichterten Daseinskampf der Tierwelt im Winter zu beobachten. An die österreichischen und ungarischen Wehrpflichtigen richtet das österreichisch-ungarische Generalkonsulat in Berlin eine Bekanntmachung, der wir folgende Punkte entnehmen: Die 1878 bis 1890 geborenen österreichischen, ungarischen und bosnisch-herzegowinischen Landesangehörigen, die bis einschließ- lich 1913 bei der Stellung oder Ueberprüfung„waffenunfähig" befunden oder im Wege der Superarbitrierung entlassen wurden, werden zwischen dem 2. Januar und 8. Februar 1915 einer militärärztlichen Untersuchung unterzogen. Diese findet in der Landwehrinspektion Berlin, General-Pape-Straße, zwischen 8 Uhr früh und 12 Uhr mittags statt. Am 5., 6. und 8. Februar 1915 zwischen 8 und 12 Uhr hat sich im Musterungslokale einzufinden, wer aus einem entschuldbaren Grunde an dem bestimmten Tage zur Unter suchung nicht erscheinen konnte. Einzufinden haben sich alle diejenigen der bezeichneten Jahrgänge, die in Groß-Verlin. Provinz Brandenburg, Provinz Sachsen und Herzogtum Bramischlveig sich aufhalten. Eine persönliche Vorladung er- folgt nicht. Die zur Musterung Erscheinenden haben ihre heimatlichen Ausweispapiere mitzubringen. Die Einrückung zur militärischen Dienstleistung der zum Landsturindienst mit der Waff� geeignet Besundenen ist einem späteren Zeitpunkte vorbehalten. Die Gemusterten haben daher einstweilen ihre Arbeit nicht asifzugeben. Alles Nähere, insbesondere über die einzelnen Gestellungstage, ist im Generalkonsulat zu er- fahren._ Einschränkung des Neujahrsbriefverkehrs. Mit Rücksicht auf die große Ueberlastung der Feldpost muß dringend empfohlen werden, den Neujahrsbriefverkehr an die Truppen im Felde nach Möglichkeit einzuschränken. jedenfalls aber aus die Absendung von inhaltlosen Scherz- karten unter allen Umständen zu verzichten. Von feiten des Kriegsministcnunch ist iin Slrmeeverordnungsblatt ein ent- sprechender Hinweis erlassen worden, der auch in der Heimat überall beachtet werden sollte. Aus der Berliner Grundstücks- und Wohnungsstatistik werden in dem kürzlicki erschienenen Jahresbericht der Steuer- deputation für das Sleuerjahr»913/14 wieder einige Hauptzahlen bekanntgegeben. Von 1912/13 zu 1913/14 mehrten sich die benutzten Grundstücke von 29«171 auf 29 110. und ihr Jahrcsnutzertrag stieg von etwa 514-'/,, Millionen Marl aus reichlich 524>/» Millionen, mit- hin erhöhle sich der Durchschnitt des Nutzertrages pro Grundstück von 17 702 M. auf 13 019 M. Die auf diesen Grundstücken vor» handenen Wohnungen einschließlich GeschäftSgelaffe usw. mehrten sich von 666 921 auf 671 353, mithin erhöhte sich der Durchschnitt des Nutzertrages pro Wohnung usw. von 771 M. auf 781 M. Der für die Besteuerung geschätzte gemeine Wert sämtlicher Grundstücke stieg von etwa 9309'/« Millionen Marl auf etwa 9443 Millionen. Ueberblickt man das letzte Jahrfünft 1903/09 bis 1913/14, so ergibt sich ein nur mäßiger Zuwachs an Grundstücken uno Wohnungen. Es mehrten sich die benutzten Grundstücke von 28 375 um nur 735 (— 2,6 Proz.) auf 29110, die Wohnungen usw. von 636985 um nur 34 368(— 5.4 Proz.) auf 671 353. In demselben Jahrfünft stieg der Jahresnutzertrag aller Grundstücke von rund 648 Millionen Mark um 56'/g Millionen l— 12,1 Pro,.) auf B24:I/S Millionen, der Durchschnitt pro Grundstück von 16 496 M. um 1523 M. 9.2 Proz.) auf 18019 M., pro Wohnung niw. von 735 M. um 46 M.(= 0,3 Prozent) auf 781 M. Die Schätzung des gemeinen Wertes aller Grundstücke ergab für das letzte Jahrfünft eine Steigerung von rund 8563 Millionen Mark um 880 Millionen(— 10,3 Proz.) auf 9443 Millionen. Die Berliner Brotpreise haben im R 0 v e m b e r, wie da? jetzt vorliegende Ergebnis der vom Statistischen Amt der Stadt aus- geführten Ermittelungen zeigt, sich weiter erhöht. AuS dem durchschnittlichen Gewicht des in 40 Bäckereien angekauften Gebäckes wurde der durchschnittliche Preis pro Kilogramm Roggenbrot für November mit 33,45 Pf. berechnet, während die Berechnung für Oktober, September, August, Juli 32.82 Pf., 32,19 Pf., 32,95 Pf., 29,65 Pf. ergeben hatte. Auf dieselbe Weise wurde als durchschnitt- licher Preis pro Kilogramm Weizenbrot(Schrippen) für November 58,43 Pf. gefunden, dagegen für Oktober, September, August, Juli 57,56 Pf.. 57,55 Pf.. 59,23 Pf.. 55,06 Pf. Eine rasche und be- deutende Steigerung im August, eine nur wenig wirksame Ab- schwächung im September, eine erneute Steigerung im Oktober und November— das ist der Verlauf der Brotpreisbewegung in den ersten vier Monaten seit Ausbruch de? Krieges. Für Anfang Dezember ergaben die Berwiegungen eine weitere Steigerung des Durchschnittspreises, beim Roggenbrot auf 33,81 Pf., beim Weizen- brot auf 59,77 Pf._ Großer Lederdiebstahl. Einbrecher haben im Laufe des zweiten Feiertages der Schäfte- fabrik und Lederhandlung von PomierSki, an der Ecke der Franz- und Schmidstraße einen Besuch' abgestattet. Am Morgen des zweiten Feiertages war an den im Erdgeschoß gelegenen Fabrik- und Ge- ichäflsräuinen noch alles in Ordnung. Als jedoch abends der Ver- Walter das Gas ansteckte, entdeckte er, daß die Eingangstür mit Gewalt erbrochen war. Es wurde festgestellt, daß Einbrecher für 15 060 M. Leder und fertige Schäfte gestohlen hatten. Der Haupt- teil der wertvollen Beule besteht aus fertigen Schäften, der kleinere aus Sohlenausschniuleder und Boxcalf- und Chevreauxoberleder. Das Boxcalsleder ist Marke„Freudenberg". daS andere kann nicht näher bezeichnet werden._ Teilung des HauptfernsprechamteS in Berlin. Im Berliner Fernsprechnetz unterscheidet man Fernsprechämter und Vermitlelungs- anstalten. Die Fernsprechämter leiten und beaufsichtigen den Be- trieb. Jedem der Fernsprechämter ist eine einzige VermittelungS- anstalt oder deren mehrere zugeteilt. So gehört zum Fernsprech- amt 3 die Vermittelungsanstalt Norden, zum Fernsprechamt 4 die Vermittelungsanstalt Moritzplatz, während daS Fernsprechamt 6 die Anstalten Kursürst. Lützow und Nollendorf beaufsichtigt usw. Dem Hauptfernsprechamt war bisher die Vermittelungsanstalt Zentrum sowie die selbsttätige Vermittelungsanstalt unlerstelll. Am I.Januar wird nun das Hauptfernsprechamt in zwei selbständige Aemter ge- teilt. Das eine führt dann die Bezeichnung„Fernsprechamt 1". ES leitet den Betrieb der von Berlin ausgehenden Fernleitungen. DaS andere erhält die Bezeichnung„Fernsprechamt 5", das es bekanntlich seit vielen Jahren nicht mebr gibt. Es ist ausschließlich für den Ortsverkehr des bisherigen Hauptfernsprechamts bestimmt. Ihm wird also die VermittelungSstello Zentrum unterstellt. Die Be- zeichnung„Hauptfernsprechamt" kommt dann ganz in Wegfall. Jnr Sprechverkehr der Teilnehmer tritt also die Aenderuug nicht in die Erscheinung. Man wird nach wie vor das Amt Zentrum ver- langen. lieber die weltpolitische Situation referierte Genosse Lieb- k n e ch t in einer vonzirka 250 Genossen besuchten Parteiversammlung in Friedenau. Nach ausgedehnter Diskussion erklärte sich die Versammlung mit den Ausführungen Liebknechts einverstanden. In einem Borortzuge verstorben ist gestern vormittag der 60 jährige Ingenieur A. Mähnert aus der Bellevuestr. 9 in Groß- Lichterfelde. Als gegen 10 Uhr ein Vorortzug von Lichterfelde auf den, Potsdamer Bahnhof einlief, bemerkte ein Bahnbeamtcr vom Bahnsteig aus, daß in einem Abteil zweiter Klasse ein älterer Herr. der sich in dem Waggonraum allein befand, offenbar ohnmächtig zusammengebrochen war. Der Besinnungslose wurde in das Stationsgebäude getragen. Ein hinzugerufener Arzt konnte jedach nur noch den infolge Herzschlages bereits eingetretenen Tod fest- stellen. Straßrnunfall. Beim Besteigen eines fahrenden Straßenbahn- Wagens ist am Sonntag Herr Joachim Bratt verunglückt. Er wollte am Kurmärkerplatz in Hundelehle während der Fahrt auf einen Straßenbahnwagen auslpringen. kam jedoch zu Fall und zog sich eine llaffende Kopfwunde zu. Der Verunglückte begab sich nach einer Privatklinik. Erhängt hat sich der 25 Jahre alte Straßenreiniger Eugen Richter aus der Liegnitzer Str. 18. Ein Schadenfeuer entstand in den Lagerkellern deS Warenhauses A. Behrendt, Schöneberg, Hauptstr. 11. Das Feuer konnte bald ge- löscht werden. Eine BetriebSciuschränkung findet nicht statt. Die Adresse des La»divchrmail»es Max Bacher, der zu Anfang des Krieges im Lazarett die Aufbewahrung der Sachen erneS Käme- raden überiiahin, wünscht der Reservist P. Schulz, 3. Komp. Ers.- Siegt. Königsberg, zurzeit beim Stabe der 9. gemischten Landwehr- Jnf.-Brigade, Telephonist im Felde(Osten). Bacher wurde am 20. August plötzlich von seinem Kameraden getrennt, so daß ihm die Adresse des letzteren unbekannt geblieben ist. Märchenvorlesimg. Am Sonntag, den 3. Januar, um'/„s Uhr. liest Lise Schmerzler in der Lesehalle der Gesellschaft für Ethuche Kultur, Rungestr. 25/27, Märchen vor. Wegen deS starken Zuspruchs Eintritt nur gegen Karten, die in der Lesehalle schon jetzt kostenlos zu haben sind. Eine Besichtigung der Klosterkirche(0.. Klosterstraß-) nach einem Vortrage und unter Führung des Herrn Pfarrers Göhike findet statt am nächsten Mittwoch, den 30. d. 3)1., abends 8 Uhr. Oeffnuna der Kirche~1/., Uhr. Eintritt frei. Die Premiere im Aictropol-Thcater bildete in früheren Jahren im gesellt chastlichen Leben der Reichshauptstadt ein besonderes Er- ergnis. dem man unbedingt beigewohnt haben mußte,„um mitreden zu können". In diesem Jahre war das Bild etwas trüber die Stimmung gedämpfter; man trug den Luxus nicht so offensichtlich zur Schau wie früher. An die Stelle des früheren verstorbenen Sausdichters Freund ist ein Trifolium getreten. Leo Lechziger Franz Arnold und Walter TurszioSki haben Kollektivarbeit aeleiitet' was irch unter dem Titel:. W° r a n w i r d e n k e n" verbiratJn sieben Bildern find mehr oder minder lustige Einfälle aneinander- gereiht, Kneguhrlder der verschiedensten Art, wozu Jean Gilbert e,ne nicht unuble Musik geschrieben hat. Wie immer hat der Direktor SSKulz für eine prächtige Ausstattung gesorgt und als eine technische Leistung in hervorragendem Matze stellt sich ein Wald- brand in täuschender Natürlichkeit dar. Neben Guido Tielkcher treten Julius Sviclmann und Hugo Hummel, ferner die Damen Masary, Äeselh und i�laire Waldoff aus. Kou dcu„Neue Welt"-Einbanddctfeil für den Jahrgang 1914 lätzt die Buchhandlung BorwärtZ wegen des gegen die anderen Jahre deränderten llmfangcS der„Neuen Welt" nur so viele Exemplare anfertigen, wie bestellt werden. Wer den lausenden .Jahrgang der„Neuen Welt" einbinden lassen will, bestelle daher möglichst Haid eine Einbanddecke. Mus der Partei. AuS Stuttgart, Der Parteistreit in Stuttgart wird immer unerguicklicher. Vor einiger Zeit, nachdem die isluitgarter Genossen beschlossen hatten. au Stelle der nunmehr vom Genossen Keil redigierten„Tagwacht" zunächst auf die. E tz l i n g e r V o l k S z e i t u n g" zu abonnieren und ferner einen Verein zur Herausgabe einer neuen Zeitung für die Stuttgarter Genossen zu gründen, hat sich in Stuttgart ein Berein zur Förderung der„Schwäbischen Tag- wacht" niit einem Monatsbeitrag von 19 Pf. etabliert. In der Gründungsversammlung dieses Vereins wurde nun der Wunsch aus- gesprochen, den mit der Mehrheit der Stuttgarter Genossen nicht einverstandenen Genossen die Möglichkeit zu geben, in dem dem Landesvorstand treuen Stuttgarter Bezirk FangelSbach sich organisieren zu können. Der Stuttgarter LrtSorganisation wurde der Vorwurf gemacht, daß sie absichtlich die Abrechnung mit der Kreis- und Landes- organisation unterlasse. Die Stuttgarter Leitung wies diesen Bor- wurf mit der Begründung zurück, datz ja nicht sie allein, sondern neben ihr eine ganze Reihe anderer württembergischer Lrganisa- tionen die Abrechnung nicht vornehmen konnte, weil durch den Krieg grotze Lücken in die Reihen der unteren Funktionäre gerissen seien. Unterkassierer und andere zurzeit im Felde stehen. Dieser Tage hat eine Versammlung des Bezirks Fangels- b a ch stattgefunden, in der mitgeteilt wurde, datz die Vertreter des Bezirks zur letzten VertrauenSmännerversammlung der Stuttgarter Parteiorganisation nicht in ehr geladen worden seien. In der Diskussion wurde allseitig der Standpunkt vertreten, datz der Bezirk sich nunmehr selbständig machen müsse. Folgende Re- jolution wurde einstimmig angenommen: „Die Versammlung des Bezirks FangelSbach billigt eS, datz die Delegierten des Bezirks auf der KreiSgeneralversammlung sicb in- folge der heiligen persönlichen Angriffe auf den Landesvorstand mit diesem solidarisch erklärten und die Versammlung verlictzen. Die Versammlung bezeichnet die Ausschlietzung ihres Vorsitzenden aus der Vertrauensmännersitzung sowie die Entsendung von fremden BeitragSkassicrern zu den Mitgliedern dcS Bezirks als einen unerhörten RechtSbruch, der die Gemeinschaft mit deni Vorstand deS Sozialdemokratischen Vereins Stuitgart aufhebt. Die Ver- sammlung beauftragt den AuSschutz. die für«ine selbständige Verwaltung des Bezirks Vereins notwendigen Matznahmen zu treffen und sich direkt an die Kreis- und Landes- organisation anzuichlietzen." Weiter kam ein Zirkular der Stuttgarter Parteileitung zur Kenntnis der Mitglieder, in dem behauptet wurde, datz über Aeutzerungen bestimmter Genossen Denunziationen an die Polizei geschickt worden find. In der Diskussion wandte sich Genosse Mattutat sehr scharf gegen die in dem Zirkular enthaltenen Vorwürfe. Dieser neueste Streich qualifiziere sich, wie schon so viele frühere, als eine ehrlose Handlung im Sinne des «s 26 des Parteistatuts und er stelle daher nunmehr gegen West meyer den Antrag auf Ausichlutz aus der Partei. Nach weiterer Diskussion wurde dieser Antrag ein- stimmig angenommen. Hierzu ist zu bemerken, datz ein Antrag auf AuSschlutz aus der Partei nach§ 26 des Lrganisationöstatuls nur von einer Partei- organisation(Orts- oder Wahlkreis organisation), also nicht von dem Bezirke eines LrtSvereinS gestellt werden kann. Der Fall Wrill. Mehrere Parieiblätter haben bei der Behandlung deS Eintritts des R e i ch S t a g S a b g e o r d n e t e n W e i l l in die französische Armee an der Richtigkeit der Nachricht gezweifelt, weil der bekannte Brief WeillS im„Figaro" und nicht in der„Humanits" abgedruckt war. Der Brief ist auch in der„Humanits" vom 20. Dezember ab- gedruckt worden. ES kann danach nicht mehr daran gezweifelt werden, datz Weill als Kriegsfreiwilliger in die französische Armee eingetreten ist. Gewerksthastliches. Kriegsarbeitsgemeinschaft für üas Sau- gewerbe üer Provinz öranüenburg. Eine Versantmlung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- Vertretern des Baugewerbes und der Baunebengewerbe der Provinz Brandenburg fand kürzlich in der Handwerkskammer zu Berlin statt. Der Borfitzendc des Branden burgischen Unternehmerverbandes wies darauf hin, daß am 13. Oktober d. I. die Berliner Zentralverbändc eine Arbeitsgemeinschaft gebildet haben, die danach streben soll, zur Erhaltung der Volkskraft während des � Krieges die daniederliegende Bautätigkeit zu heben. Dieser Arbeitsgemeinschaft gehören rund si0(XX) Unternehmer und rund eine Million organisierter Arbeiter des Bau- gewerbes an. Die Versammlung sei einberufen, um einen Bezirksausschuß für die Provinz zu bilden. Zurzeit sei zwar in der Provinz Brandenburg von einer großen Arbeitslosigkeit nicht zu sprechen, es bestehe sogar Arbeitcrmangel für die meisten Handwerksbetriebe. Sobald aber die Baracfenbautcn und Schanzarbeiten fertig sein werden, werde sich auch die Arbeits- losigkeit bemerkbar machen. Da gelte es, vorzubeugen! Die Behörden würden sich, wie anderwärts auch, in der Provinz Brandenburg bei genauer Darlegung der Gründe und Ver- häftnifse den berechtigten Wünschen des gesamten Bauhandwerks sicherlich nicht verschließen. Den Ausführungen des Referenten wurde von allen Vertreter«: der Arbeitgeber und Arbeitnehmer beigestimmt und die Bildung der Arbeitsgemeinschaft für die Provinz Brandenburg beschlossen, der die verschiedenen Unternehmer- gruppen und Gewerkschaften der verschiedenen Richtungen an- gehören. Der Ausschuß soll Eingaben an sämtliche bauende Behörden der Provinz Brandenburg, Handels- und Hand- Werkskammer usw. ausarbeiten, um die schon beschlossenen Bauten möglichst sofort ausführen zu lassen und umgehend Mittel für weitere Bauten bereit zu stellen. Bei kapital- kräftigen Stellen soll auf Erleichterung der Kapitalbeschaffung hingewirkt werden, insbesondere soll die Errichtul«g von össent- lichen Hypothekenbeleihungs-Ansmlten angestrebt werden, um hierdurch auch die private Bautätigkeit zu heben. Ebenfalls soll an die HauSbefitzerorganisationen mit der Bitte heran« getreten werden, AusbesserungS- und Renovierungsarbeiten schon möglichst jetzt vornehmen zu lassen. Deutsches Reich. Ungiiustige Lohnentwickelung im Bergbau. Die vor einigen Tagen im„ReicbSanzeiger" veröffenilichio Statistik der prcutzischcn Bergarbeiterlöhnc im 3. Ouanal 1914 lätzt wieder einmal erkennen, datz das übliche Enilohnungssysiem im Bergbau ein sehr ungünstiges für die Arbeiter ist. In das fragliche Ouartal sielen zivei Kriegsmonate, und es ist wohl allen Konstx- menten bekannt, datz nach dem Kriegsausbruch keine Ermätzigung. sondern eine Erhöhung der Preise für fast alle Bergwerksprodutte. in erster Linie für Koble'n, Koks und Brikett? eintrat.„Erhöhung der Selbslkostei«", namentlich die„hohen Arbeiislöbne". wurden als Grund für die höheren Kriegspreise angegeben. Tatsächlich gehen selbsi nach den Angaben im„ReichSanzeiger". der sich auf die Lohnnach- weise der Werksbesitzer slützl, im allgemeinen die Bergarbeiterlöhne schon leit dem dritten Onartal 1913 zurück! Benützt man die Höhe der TurchschniitSlöbne im 3. Ouartak 1913 als Berechnungsbasis, so stellt sich heraus, datz der Lobnverlust der preutzischcn Bergleute sich seil Beginn deS 4. Luartals l9l3 bis Ende dcS 3. Onartals 1914 schon auf 111386665 Mark be- läuft! Davon entfallen auf dos 3. Quartal 1914 allein über 23 Millionen Marl und auf den rhemisch-westtälischen Koblenberg- bau insgesamt in den vier berechneten Quarialen über 8 2 1/4 M i l l. Mark Lohnverlust! Hierbei ist nichl etwa auch die Arbeiierzahl im 3. Quartal 1913 als Berechnungsziffer benntzl worden, sondern stelS nur die latiäch- lich in den betreffenden Monaten vorhanden gewesene Belegschaft. I», 2. Quartal 1914 wurden 767 177 Kohlen-, Erz- und Salzberg- leme im prcutzii'chen Staate beschäftigt, im 3. Quartal 1914 waren es noch 692 819: der Abgang resultiert aus de» Einberufungen zum Heere. Diese sind jedoch grötzer als die angegebene Differenz l 164 858 Mann) im 3. Quartal. Im Ruhrgebier allein kamen derzeit schon über 106 009 Bergleute zur Einberufung. Die io ent- standcnen Lücken im Arbeiterbestand sind teilweise durch Neu- anlegungen wieder ausgeglichen. Der angegebene Lohnverlust ist alio auf die Zahl der jeweils beschäftigten Arbeiter und wie gesagt, nach dem Lohnstande vom 3. Quartal 1913 berechnet. Im einzelnen ergeben sich die folgenden angegebenen durch- ichninlichen Lohnverluste pro Kopf. Der DurchschnitlSIohn pro Schicht betrug • 3. Quartal 3. Quartal "" 1913: 1914: Qberfchle«. Steinkohlenbergbau.. 3.68 M. 3,50 M. Niederschlei.,.. 3.45„ 3,42„ Halleschcr Braunkohlenbergbau.. 3,8<>. 3,70, Salzbergbau.... 4,23, 4,09. Klausthaler Salzbergbau.... 4,41, 4,28, Mansfelder Erzbergbau.... 3,70„ 3,58„ Sicgerländer Erzbergbau..,. 1.59. 4,05„ Rhem.-Westf. Steinkohlenbergbau. 5,42, 5,07. Saarbrücker Steinkoblcnbergban. 1.44, 4,25, Aachener Steinkohlenbergbau.. 4,97, 4,67, Sind schon diese Löhne für die schwere und leben-gesährliche Bergarbeit sicherlich nicht„hoch" zu nennen, der starke Lohndruck gerade in einer Zeit, in der die unerhörten.Kriegspreise" die Lebenshaltung der Bevölkerung enorm belasten, kann in keiner Weise entschuldigt werden. Da keine Ermätzigung. sondern fast oll- gemein eine Erböhung der BergwerkSproduktenpreiie seit dem Kriegs- auSbruch eingetreten ist, so hätten die©rubenbesiycr immerhin die im zweiten Quartal 1914 bereits reduzierten Löhne weiterzahlen müsse«. Aber die„Regelung der Löhne" wird durch die Gruben- besitzer völlig souverän gehandhabt. Tie Arbeiter sind nicht in der Lage, ihr Lohneinkommen auch nur für die nächsten Wochen zu berechnen, da alle Augenblicke die.Lohnschere" in Tätigkeit treten kann und tritt. TaS ist um so unhaltbarer, weil bekanntlich die Werksbesitzer durch ihre Syndikate die Verkaufspreise für eine Reihe von Monaten vorher einheitlich normieren und darum sehr wohl imstande sind, auch dem Arbeiter ein gewisses Lohneinkommen zu garantieren. Das geschieht aber nicht. Wenn man die Lohnstatistik überblickt, so findet man, datz die stärksten Lohnrückgänge im Gebiete dcS rheinisch- westfälischen Kohlensyndikats eingetreten sind! Der Lohnverlust pro Schicht der Kohlenbergleute beträgt im 3. Quartal 1914 gegen den gleichen Zeilraum 1913 in Oberschlesien.. 18 Pfennig . Niederschlesien.. 3 im Saargebict... 19. . Aachener Bezirk. 30 . Ruhrgebiet... 35 Also ausgerechnet in dem Bezirk, wo dank dem LSirken des Kohlensyndikats di- Zechen den reichsten Ueberi'chutz abwerfen, ist der Lobndruck am stärksten! Dieselbe Ersabrung wurde gemacht während der GeschästSabsiauung von 1908 ab bis 1910. Während dieser Zeit ging der Jahreslohn dcS Bergarbeiters durchschnittlich zurück in Niederschlesien. um 48 M. im Aachener Bezirk., 76. in Oberschlesien.. 78, im Saargebiet.. 85. „ Ruhrgebiet.. 210, Mithin war auch damals der Lohndruck' weitaus am stärksten im Gebiet der rheinisch- westfälischen SyndikalSzechen! Die Lohn- polisik dieser Zechen, die notorisch zu den gewinnreichsten in Deutsch- land gehören, ist alle» andere nur nicht rühmenswert in sozialer Beziehung. Wenn irgendwelche Werke finanziell imstande sind, ohne nennenswerte Lohnreduzierungen auch über ae'chäftSflaue Zeiten hinwegzukommen, dann sind es die rheinisch-westfäliichen. Wir sehen aber, tatz gerade sie. im krassen Widerspruch zu der andauernden Lobhudelei deS Kohlensyndikats als ein„vorbildlich gemeinnütziges Institut", den anderen mit dem ärgsten Lohndruck das schlechteste Beispiel geben. ftus Industrie und yanöel. Zur neuen italienischen Anleihe. Die neue Mtlliardenanleihe der italienischen Regierung, die in den ersten drei Tagen schon zur Hälfte gedeckt worden ist. stellt nach einer langen Periode finanzieller Enthaltsamkeit die erste grötzere Emission de» italienischen Schatzes dar. Seit dem Jahre 1894 haben sich die italienischen StaatSsinanzen auf die grötzte vparfamkeit der- legt, der erst die Ausgaben des lybischen Krieges ein Ende gesetzt haben. Den,„Giornale dJialia" zufolge betrugen der Zuwachs der Staatsschuld in den Jahren von 1894 bis 1908 in den Haupt- sächlichen Staaten Europas: in Italien.... 185 Millionen Fr. oder 1.56 Proz. in Frankreich..- 1890,,» 6,42„ im Deutschen Reiche 9033.»« 74,16, in England»-• 1122,,» 6.69„ in Oesterr.-Ungarn. 2930... 21.74. Erst im Jahre 1812 fingen die neuen Emissionen an, für den Tripoliskrieg. Auch die heutige Anleihe kann nicht als„Kriegs- anleihe" eines etwaigen künftigen Kriege« angesehen werden, sondern dient zur Deckung bereits gemachter Ausgaben und soll für den Au«- fall von Einnahmen auskommen, der sich allerdings zum großen Teil aus der internationalen Lage ergibt. Der Hattdelstrieg. Der russische.Regierungsbote"(„Prawitelstny Wjeftnil") vom 25. und 28. November d. I. teilt mit, datz in den Handel»« und Jndustriekreisen der Gouvernements Kiew. Podolien und Bolhynien ein Rundschreiben in Gang gesetzt worden ist, worin die Geschäfts- Welt zum Boykott deutscher und österreichffch-ungarischer Waren auf« geforderl wird. In Petersburg ist eine Liga gebildet morde»., die den Zweck verfolgt, deutsche und österreichische Waren zu boykottieren. Es soll auch aus die Entfernung deutscher und österreichisch-ungarischer An- gestellten und Arbeiter aus Rutzland hingewirkt werden. In Frankreich sind fünf Organisationen zum Boykott beut- scher Ware» gebildet worden. In England ersöheinr seit Mitte Oltober eine eigene Monats- söbrift. deren Zweck es ist, den deutschen und den österreichischen Handel sowohl von den inländischen als auch von den ausländischen Märkten zu verdrängen. Zur Unlerstützung der englischen Fabrikation sollen Sachverständige sowohl nach Deutschland als auch nach Oester« reich geschickt werden, um dort die Muster und Preise von Export- waren erschöpfend zu sammeln. Wie aus Ottawa s K a n a d a) gemeldet wird, ist eS zur Kennt- nis der Regierung gekommen, datz kanadische Geschäftshäuser von amerikanischen Firmen Angebote erhalten, ihnen deutsche und öfter- reichisch-ungarische Waren liefern zu wollen. Darauf hat der kanadische Handelsminister. I. D. Rid, eine amtliche Erklärung erlassen, der zufolge solche Angebole nicbtS anderes seien, als ein Verlud), das Einfuhrverbot feindlicher Waren zu umgehen. Auch auS den Ver« einigten Staaten eintreffende deutsche oder österreichische Waren sollen mit Beschlag belegt werden. Wie dem„Rjetsch" aus Tokio gemeldet wird, begannen der Hofhalt des Mikado, die Mandschureibahn, einkge Ministerien und grotze Privatbetriebe mit der Boykotlierung deutscher Fabrikale. Frauzöfischr Wolle. In der München-Gladbacher Handelskammer wurde aus Grund von Erhebungen der Fabrikontenkommisfion mit geteilt, datz im Bezirk R o u b a i x für dreihundert Millionen Mark Rohwolle aufgefunden worden ist, mit deren Abtransport nach Deutschland begonnen wurde. Soziales. Krieg und Arbeitsvertrag. Die Oktobernummer der Zeitschrift„Gewerbe- und Kauf- mannspericht" enthält einen Aufsatz über das Thema: Krieg und Arbeitsvertrag von Professor Oertmann. Oertmann gibt zwar mit Baum zu, daß es kein richtiger Grund zur Kündigung eines auf längere Zeit geschlossenen Arbeitsvertrages ist.„wenn der Betrieb des Arbeitgebers infolge der Kriegsläufte unrentabel oder sogar geschlossen wird".„So- lange die Stillegung des Betriebes von dem eigenen, wenn auch wirtschaftlich noch so gerechtfertigten Willcnsentschluß des Unternehmers abhängt, darf er die Folgen nicht durch Entlassung(fristlose Kündigung) auf die Angestellten und Arbeiter abwälzen." Anders liege es aber, wenn die Weiter« führung des Betriebes geradezu unmöglich gemacht wird. gleichviel, ob durch militärische oder sonstige behördliche An- ordnungeii oder kraft totsächlicher Ereignisse, zum Beispiel feindlicher Einbruch, Beschießung, Bombenwersen. Brand usw. Solche Fälle lägen nicht mehr innerhalb des wirtschaftlichen Risikos des Unternehmers. Weshalb hier die Grenze des wirtschaftlichen Risikos des Unternehmers aufhöre und das wirtschaftliche Risiko auf den Arbeiter oder Angestellten abgewälzt werden soll, gibt Oert» mann nicht an. Es ist müßig über die von Oertmann lon- struierten Fälle zu streiten. Liegen solche vor. so werden auch die Gerichte zu urteilen nicht in der Lage sein und der Staat oder das Reich wird nach siegreich durchgeführten, Krieg aus der Kriegsentschädigung sowohl den durch die Unbill des Krieges besonders getroffenen Arbeitgeber wie die Arbeit- nehmerentschädigungen durchzusetzen haben. Auf die Ausführungen Oertmanns gehen wir aus einem anderen Grunde ein. Oertmann nimmt an in solchen Fällen, wie den von ihm geschilderten, sei auch die Arbeitsleistung als solche unmöglich geworden. Aus dieser Unmöglichkeit folge aber nach§ 323, daß der Arbeiter für diese Zeit keinen Lohn erhalte. Ter Grundton feiner längeren Darlegungen ist der, daß§ 323 B.G.B, auf den Arbeitsvertrog in Kricgszeiten Anwendung finden könne. Diese Ansicht Oertmanns trifft nicht zu. Sie führt zu Konsequenzen, die auf das höchste das Interesse des Arbeiters schädigen und findet im Gesetz keine Stütze. Bei der großen Autorität, deren sich Oertmann mit Recht auf dem Gebiete des Obligationenrechtes außerhalb des Arbeitsvertrages er« freut, ist es notwendig, auf diese Frage ausführlicher einzu- gehen. Wir haben bereits früher aus der Judikatur des hiesigen Koufmannsgerichts einen Fall anführen müssen, der durch die irrige Theorie Oertmanns beeinflußt ist. Oertmann übersieht ebenso wie bei der Frage der Auf« rechnung auf den Lohn, der er falsch und in irriger Zitierung eines Reichsgcrichtsurteils die Möglichkeit einer Zurück« beHaltung des Lohnes gegenüberstellt, daß für den Arbeits« vertrag, soweit der Gläubiger in Betracht kommt.§ 293 B.G.B, der stärkere, allein anwendbare Paragraph ist. Der allgemeine 8 293 und der speziell für den Arbeitsvertrag geltende 8 615 haben eine bewußte Abweichung vom Grund- satz des 8 323 für den Arbeitsvertrag geschaffen. Die un- gemeine, über die KiiegSzeit hinausreichcnde Wichtigkeit dieser Rechtsfrage zwingt uns, auf das Thema etwas aus- führlicher einzugehen. 8 323 B.G.B, schreibt vor: Wird die aus einem gegenseitigen Vertrage dem einen Teil« obliegend- Leistung infolge eine» Umftandes unmöglich, de» weder er noch der andere Teil zu vertreten hat, so verliert cc den Anspruch auf die Gegenleistung.... Es sck, reibt aber vor: § 293. Der Gläubiger kommt in Verzug, wenn er die io« angebotene Leistung nicht annimmt. 8 616 lautet: Kommt der Diensrberechtigtc mit der Annahme der Dienste m Verzug, so kann der«erpflichteie für die infolge dcS Verzug» nicht gelemeten Dienste die vereinbarte Vergütuna verlangen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein � Es ist. wie mit Recht Baum in der'„Juristischen Wochen- fchnft bei Behandlung desselben Themas hervorgehoben hat, sLnrf zu unterscheiden: Liegt Unmöglichkeit der Leistung (§.. W. �er liegt Unmöglichkeit der Annahme vor? Unmöglichkeit der Leistung liegt zum Beispiel vor. lvenn der Ar- oeiter.�wl Heere einberufen oder durch Dienstleistungen>n> Kindlichen Ausland oder in Gegenden des Inlandes an der Dienstleistung verhindert ist. Es ist zu scheiden, ob die Dienst- leisiung sur den Arbeitnehmer unmöglich von ihm nicht an- geboten werden kann oder ob sie nur für den Arbeitgeber un- verwertbar ist. �st der Arbeiter bereit und imstande, die DienMistung auszuführen, falls ihm der Arbeitgeber die Gerätschaften zur Verfügung stellen, ihm die Gelegenheit zvr Arbeit geben würde, der Arbeitgeber aber nicht in der Loitze, bte Dienste anzunehmen, weil zum Beispiel die Rohstoffe ihm fehlen oder Abnehmer ihm fehlen, so liegt Annahmeverzug vor und es kommt K 615 B.G.B, zur Anwendung. Freilich ist zur Anwendung des§ 293 erforderlich, daß die Dienst- leistung tatsächlich angeboten ist. Zum Annahmeverzug im?inne des§ 293 ist k c i n e r l e i V e r s ch u l d e n des Arbeitgebers erforderlich. Auch der völlig unverschuldete Verzug ist Annahmeverzug des Gläubigers. Dieser Grundsatz ist entgegen der gemein- rechtlichen Theorie, insbesondere auf Grund eingehender Dar- legungen des Professors Kohler im Bürgerlichen Gesetzbuch zum Siege gelangt. In der ersten Kommission des Bürger- lichen Gesetzbuchs versuchte man noch einen Ausweg. Man wollte diejenigen Fälle des Verzuges des Arbeitgebers nicht zum Verzug gerechnet wissen, in denen„die Weigerung durch gerechte Gründe entschuldigt wird". Das lehnte die Kom- Mission ab und erklärte ausdrücklich:„Es genügt die nackte Tatsache der Nichtannahme der ange- botenen Leistung seitens des Gläubiger s", um den Gläubiger in Verzug zu setzen. So blieb es auch in der zweiten Kommission. Daran hat auch das Reichsgericht festgehalten. Eine einzige, hier nicht interessierende Aus- nähme von dieser Milderung wurde im§ 292 geschaffen. Der im Z 293 niedergelegte Grundsatz ist eine Konsequenz des all- gemeinen Prinzips, daß der in der Regel wirtschaftlich Stärkere auch die durch Zufall entstehenden Nachteile zu tragen habe. Die Aufrecherhaltung dieses Prinzips liegt im sozialpolitischen Interesse. Tic Unanwendbarkeit des§ 323 auf Arbeitsverträge ist durch den§ 615 geschaffen. Man mag in dem einen oder anderen Falle zunächst glauben, es geschehe dem Gläubiger durch Ausschließung des § 323 und durch Anwendung der§8 293 und 615 Unrecht. Dem ist aber nicht so. Es liegt hier auch keineswegs ein Sonderrecht des Arbeiters vor. Man denke nur an den Miet vertrag. Auch Oertmann ist weit davon entfernt, etwa zugunsten des Mieters, der zum Kriege eingezogen ist, den Z 323 zur Anwendung zu bringen und dadurch den Mieter von seiner Verpflichtung zur Mietszahlung zu befreien. Man mag bedauern, daß eine solche Anwendung unmöglich ist, aber man muß das Gesetz anwenden. Auf dem Gebiete des Ar- beitsvertrages aber heißt die Verdrängung der 88 293 und 615 durch den 8 323 eine krasse Verletzung des gegebenen Rechtes. Es wäre zu wünschen, daß die Gewerbe- und Kaufmanns- gerichte die 88 293 und 613 überall da zur Anwendung bringen, wo lediglich eine Nichtverwcrtbarkcit der Dienste des Angestellten oder Arbeiters vorliegt und nicht die Unverwert- barkeit in eine Unmöglichkeit im Sinne des 8 323 umdeuten. Hat der Arbeiter seine Dienste angeboten, so muß ihm Lohn gezahlt werden. Bislang hat der übergroße Teil der Ge- werbe- und Kaufmannsgerichte der Versuchung widerstanden. den§ 323 in irriger Weise auf Arbeitsverhältnisse zur An- Wendung zu bringen._ Zahlung für den Totensonntag? Um die Bezahlung des Totensonntags handelte es sich gestern in den Klagen zweier Musiker. die bei der Kammer 6 des GcwcrbegerichtS zur Entscheidung standen. Angeklagt waren die Inhaber des..Cafe Moritzplatz". Die Sachen lagen beide wie folgt: Durch polizeiliche Verfügung war allgemein den Cafetiers untersagt, am Totensonntag konzertieren zu lassen. Tic Folge davon war. daß die Kläger am Sonn- abend um 12 Uhr nachts schließen und am Sonntag erft um 1s Uhr nachts wieder beginnen konnte». Die vereinbarte Spielzeit lief sonst von abends 8 Uhr bis morgens um 3 Uhr. Tic Beklagten wollen nun die Spielzeit der beiden angeführten Tage nur mit einer TageSgaae bezählen. Die Kläger dagegen behaupten, es fei lichen Fällen— Bußtagen usw.— beide Tage voll Üblich, in ähmioirn(juucn—"i'u*—„im zu entschädigen oder aber eine ander« Regelung besonders zu vor- cinbaren...„„.., Das Gericht hat sich, gestützt aus§ 323 deS Bürgerlichen Geietz. buchs, zu der Ansicht der Beklagten bekannt und die Kläger abge- wic'cn Ergänzend fügte der Vorsitzende hinzu: Würden anstatt der tägliche» Bezahlung feste Wochenbezüge vereinbart sein, dann sei der Fall anders zu beurteilen. � � � � Die Entscheidung ist zutreffend, die Begründung geht aber fehl 8 223 B.G.B, trifft auf den Arbeitgeber nicht zu. Anwendbar ist nur der 8 293 B.G.B., wie wir oben dar- n. Ter Arbeitgeber hatte im vorliegenden Falle aber .___ tr Oi'.. S/i»« flTVA/itf avfiyfnt tfl Snmt nicht zu stürm Pflichtigen kam es zwischen der StaatsanFalh schast und dem Untersuchungsrichter in einem Ermittelung� verfahren gegen die Bierhändler Bernhard und Edmund S Am 15. August d. I. wurde bekanntlich durch Kaiserliche Ver- ordnung der Landsturm aufgerufen. Am Tage darauf erfolgte die Verhaftung der Brüder S-.'weil ihnen zur Last gelegt wurde, sich auf ihrem im Norden Berlins gelegenen Laubengrundstück eines Verbrechens gegen den Z 176,3 St. G.B. schuldig gemacht zu haben. Der Untersuchungsrichter am Landgericht III lehnte den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Eröffnung der Voruntersuchung ab, weil nach dem Aufrufe des Landsturms die beiden landsturmpflich- ngen Verhafteten auf Grund des Gesetzes vom 11. Februar 1888 dem MilitLrftrafgcseqbuch unterworfen seien. Die vierte Straf- kammer des Landgericht» III, die von der Staatsanwaltschaft an- gerufen wurde, trat dieser Auffassung jedoch nicht bei, da die Unterwerfung der aufgerufenen Landsturmpflichtigen unter die Militärgesetze vor ihrer Einstellung ins Heer nur eine beschränkte sei und die Militarstrafgerichtstarkcit sich auf Sittlichkeitsver- brechen nicht beziehe. Das Verfahren nahm daher Fortgang, doch wurden die beiden Angeschuldigten kurz darauf aus der Unter suchungshaft entlassen, weil die Ermittelungen die Glaubwürdige icit der Mädchen erschüttert hatten. Dem obenerwähnten Rechtsgrundsatz haben sich im übrigen sämtliche anderen Strafkammern angeschlossen. kleine Nachrichten. Des Gatten Heimkehr. AuS Warnsdorf wird der„Wiener Arbeiterzeitung' be- ricktet: Ein gebürtiger Warnsdorfer, der Reservist Ed. F.. Konditor, derzeit wohnhaft in G.. der an den Gefechten in den Karvathen teilnahm, hatte sicki beide Füße erfroren. Mit einem Verwundeten- tranSport kam er nach Wien, wo sich sein Bruder, der dort Lehrer ist, seiner annahm und ihn verpflegte. Von dort reiste er über Reichenberg nach Grottau. In einem Schreiben hatte F. seine Frau gebeten, ihm bis nach Reichenberg entgegenzukommen. Als nun Frau F. im Reichenberger Bahnhof die Stiege hinaufgehen wollte, gewahrte sie einen gebrechlichen Mann mit weißen Haaren, der mit aller Mühe, auf zwei Stöcke sich stützend und mit einer Hocke am Arm. dem Bahnsteig zuging. Aus Mitleid wollte sie dem Manne die Hocke abnehmen und ihm gehen helfen. Doch wer begreift ihren Schmerz, als sie nach einigen Worten den Fremden erkannte:eS war ihr eigener Mann. Bewußtlos brach die Frau zusammen. Herr F. weilt nun in Leitmeritz und bc« findet sich, wenn auch langsam, auf dem Wege der Besserung. Ein schlechtes Andenken. Stadtrat Karl Pierer in Altenburg, der seit dem Jahre 1003 in städtischen Diensten stand, war seinerzeit als Hauptmann mit in» Feld gezogen, wo er den Heldentod erlitt. Der Bürgervor- stand halte ihm deshalb einen ehrenvollen Nachruf gewidmet. Wie sich jetzt herausstellt, hat sich Pierer während feiner Amtsführung llnierschlagungen in Höhe von etwa 30000 Mark zuschulden kommen lassen. Lichtsirahlen. 5. Jahrgang Nr. 3. MonaMihe? Bildungsorgan für denkende ArbeUer. Herausgegeben von F. Borchardt. 10 Pf. Lcldfwerlag, Berlin-Lichtcrfclbe. Hedwtgstr. 1. Reurftc Erfindungen und Erfahruugcu. 42. Jahrg. Heft 1. Herausgegeben von Dr. L. Vanino. 70 Pf. A. Hartlcben, Wien 1. Serbische Generalstabskarte. Ln zwei Farben. 1. Kr. G. Freytag u. Berndt, Wien 7. Das große Lächeln. Roman von E. Groag. 312 S. C. Koncgen, Wien 1. Standarte» weh» und Fahnen. Lieder aus großen Tagen. AuS- gewählt von R. Geheeb. Geb. 3, SO M. A. Langen, Ätünchen. »rieg dem deutschen Handel. Uebersctzung des Wertes: The War on German Trade. Bon aibney Whitmann. 1 M. O.®. Zehrseid, Leipzig._ Sriefkaften der Redaktion. Tic juristische Sprc»iiunde findet für Abonnenten Lindeuftr. Z, IV. Hof rechlS. part'crc, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den B r i e f l a st e n b-iliimnlcn Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine AbonncmcntSquitlung beigefügt ist, werden nicht bcantworlcr. Eilige Fragen trage man in bei Sprechstunde vor. vertrage, Schrittstülkc und dergleichen bringe man in die Sprrchsiundc mit. Grunewald 144. 1. Für das vaterlose Kind beträgt die Rente 168 W. jährlich i für das cllernlofe Kind 240 M. 2. An daö BczirkSkominando. 3. Die KriegSunterstützung wird solange gezahlt, bis die Festietzung der Rente erfolgt ist.— Q. T. 2» der von Fhnen aiigcgebciicu Höhe fordern könncii. können wir ohne ausreichende Kenntnis der Sachlage nilvt bcurlcilen Klage tönnte» Sie beim Berliner Gewerbcgcricht anstrengen — Streitfrage. 1. Das Eiserne.Kreuz 1. Klasse wird für ganz besonde: Auszeichnungen vor dein Feinde verliehen, wenn der Auszuzeichnendr schon Inhaber deS Eisernen Kreuze« 2. Klasse ist. Sehr häiiiig werden aber auch beide Auszeichnungen zu gleicher Zeit verliehen. 2. DaS Eifern. Krcu, 2. Klasse wird am Bande im Knopslops, daS 1. Klasse ohne Band aus der linken Brustseite getragen. t, Iii ij be- ild leq ten» Ter Arveliqeuer itunn, wi 111.�1.111,1.11(jwmw uwi nicht zu zahlen, weil kein Angebot der Arbeit erfolgt ist, denn das Angebot einer verbotenen, strafbaren Handlung, wie es das Musizieren am Totensonntag ist. kann als Angebot in rechtlichem Zinne nicht erachtet werden. Gerichtszeitung. Die Gerichtsbarkeit über Landsturmpflichtige. Zu Erörterungen vrinzipieller Art über die Zu» ftändigkeit der Zivilgerichte bei Land- Ter Sparstrumpf. AuS Aerbst berichtet die.Magdeburgische Feitung": Kommt da dieser Tage ein alles Mütterchen aufs hiesige Postamt, um auch ihr Gold gegen anderes Geld einzutauschen. Der Schalterbeamte ist naiürsich gern dazu bereit, und nun packl das Mütterchen ein schweres Taschentuch aus dem Korbe und legt dem Beamten sage und schreibe 5000 Mark in eitel Goldstücken dabin. Ei gibt der Frau 800 Marl davon zurück, da er nicht mehr Geld zum Einwechseln bat. Aus den Rat eines Herrn geht das Mütterchen nun mit dem übrigen Golde zur Landesbank, um auch dieses einzutauschen. Befragt, wie sie mit eineminal zu soviel Geld komme, entgegnete die alle Frau, daS Gold habe sie ichon so lange liegen, als ihr Mann tot sei, nämlich— 21 Jahre. Als man ihr riet, doch nicht so viel Geld im Hause zu behalten, wo«S gestohlen oder durch einen Brand vernichtet werden konnte, lehnte die Frau mit dem Bemerken ab:„Ich will es man lieber mit zu Haufe nehmen. Es liegt ja dort schon so lange." lind so tat sie auch. ßrauen- Leseabende. Heruisdors. Mittwoch, den 30. d. Mtl., 8'/: Uhr, bei Eggebrecht Albrechtslr. 1. Rezitationen._ Eingegangene Druckschriften. Kriegsdokumente. Der Dcllkrieg 1314 in der Darstellung der zeitgenössischen Presse. 1. Bd. Von E. Buchner. 3 M, geb. 4 M. A. Longen, München. Unser Handel mit unsere« Feinde«. Von R. Dietrich. 1.Z0 M. — Ter Krieg im Wondel der Jahrtausende. Vortrag gehalten von Professor Dr. H. R. v. Frisch. 1 M. Dunckcr u. Humdlot. München und Leipzig. Politische Briefe über den Weltkrieg. Skizzen von L. v. Lieie. 2 M. Dunckcr u. Humblot, München und Lewzig. Jahrbuch für daS 9. Geschäftsjahr 1915 der ständige« AuS- ftellungekommiision für die deutsche Industrie. 286 S. Verlag. Berlin XW 40 Kriegsdepcschen 1911.(November.) 40 Pf. Boll u. Pickardt, Berlin NW 6. Wir verleumdeten Elsasser. von E. I. D Kleber.(Grenzmarken Rundschau, Hest 1.) 63®.~ I. F Lehmann. München. Amtlicher Marktbericht der städtische» Marktballcn-Direktion über den Großhandel in den Zenlral-Martlhallcti.(Ohne Vcrbindlichkei!. Montag, den 28. Dezember. Fleisch: Rindfleisch per 50 icx, Ochfen flcifch la 88-97, do. IIa 82—87, da. ITIa 75-81; Bullenfletick la 86—01 do. IIa 76—83; Kühe, fett 64—68, do. mager 46—50; Fresser 64—72. Fresser, dänische, 53— 60, Bullen, dänische, 58—70; Kalbfleisch; Doppellender 130—140; Mastläiber la 100— HO, do. IIa 85—09. Hammel fleisch: Maltlämmer 88—96; Hammel la 79—88. do. IIa 73—78; Schafe 77—83. Schweinefleisch: Schweine fette 78—83. sonstige 72—78; K e m ü i e. inländisches: Kartoffeln, Dabcrsche 50 k» 3.75; weiße Kaiserkronen 3.50; Magnum bonurn 3.75; Aolimann 3,50— 3,75; Porree. Schock 0,70-1,00; Sellerie, Schock 3,50—6,00; Svinat 50 kg 20,00—26,00 Mohrrüben 2,50—3,00; Kohlrabi Schock 0,00; Wirsingkohl Schock 4.00—10,00; Wirsingkohl 50 kg 3,50— 4,50; Weißkohl Schock 3,00—8,0'. Weißkohl 50 kg 2,50—3,50; Rotkohl. Schock 4,00—10 00; Rmkobl 50 kg 3,5" bis 4,00: Grünkohl 50 kg 5,00-10 00; Koblrüben Schock 3,00-5,00; Teltowc: Rüben 50 kg 12,00— 16,00, Märlischc Rüben 50 kg 3,00—10,00; Blumen kohl. Ersurter, 100 St. 00.00—00.00. Rosenkohl 50 kg 22,00—26.00, Mcei rettich Schock 4,00—12,00, Petersilienwurzel Schockbund 1.00—3.00 Radieschen Schockbund 2,50—3,00; Zwiebeln 50 kg 7,50—8,50; Kürbi 50 kg 0,00—0,01).— Ülpjcljinen: ilalicnijchc 50 kg 10,00—12,00, du. 200 Stück 8,00—11,00, 300 St 9,00—111)0, Murcia 200 St. 11,00— 130"- dilo 300 St. 10,00—14,00, Mcssiiia 160 St. 11,00-12,00,200 St. 10,00 Hi 11,00, 300 St. 10,00—11,00. Wctterausstchten für das mittlere Norddeutschland bis Mittmochmittag: Ostwärts fortschreitende weitere Erwärmung. Vor wiegend trübe, windig und weitverbreitete Niederschläge, hauptsächlich Rege;,. tylvezter-piillLed aoeh In Feldpoat- Packung Punsch Royal........ k nasche l60 und 90 k. von Rum. Arrak, Glühwein..* nasche 2soundl35 m. Sherry u. Schlummer-Punsch.. k Hasche 300 und l60 m. Ananas, Burgunder-Punsch.. a nasche 400 und 2' 0 m. W Jamaika-Rum, Arrak, Kognak . Franz. and deutzch«- Scnnuuiwrlne.■ Uowlen• lloae], Bowlen- Extrakte. 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