Ar. 356.-31. Jahrg. fllwnnemfntS'BtdinjunfleB: *64 rtnemeittä- SrtiC Sxönutnet siit* i «itrteliähr� S,30 Ml, monoH. UO Mi, »SchenUick 25 Pfz. frri m» Hau«. Sinz-ln« Nummer 6 Pfg. Sonntag«, nummsr mit illustrierter Sonntag»- Scllage.Die Neue Welt» 10 P«z. Post» Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Sinaetragen in die Post-Zeituno«, PreiSlilte. Unter ltreujbanb für Deul'Sland und Oesterreich. Ungarn Marl, für da« übrige tluSIand » Marl pro Monat. PostaSouncment» nedmen an: Belgien. Dänemarl, Holland. Italien. Luzemburg. PortugÄ. iduliänien. Schweden und sie Schwei» «chll,l ligN». ( 5 Pfennig t Verlinev Volksblskk. Die TnfertionS'Gebattr IrftSgi Ar die f-chsgeipalie»-«olonel. letle oder deren Raum 60 Pfg jjn poktifche und gelverlschaflliche B-rein«. und Bersammlungs-Ri, zeigen P!q. -steine Ignrelgen". das fettaedruelte «ort SO � Pfg. tjuläsfig Sseltgednickie «orte). ,edc« loeitere Zi-ori 10 Pia Stellengeiüche und Schlafitellenun' " g-n da« erste Wort" eitere »iHr nachmittag« in der«p......... obgegeden«erden. Tie iärpedinon ist p!«> Uhr abend« geoisnct. •■7-T- w w rrr■' it UVIILU1- > eigen haS erste A«t 10 Psg.. sedc« wettere Lort 5 Pfg. äboiie über 15 Puch � iahleii für noei Barle. Inserate nachne biunnaer vilisieu vi« nachmittag« i» der Sxln-dino« Telegrauml-Adreffe: ..i«Ä,IsI«M»ill»> ktlii»". Zentfalorgan der fozialdeinokratifcbeti Partei Deutfchlands. :edh ;en ihr llc icki >1 6c- idb 11» litt »ft c ■ti 'u Je. ic w i« ri Ifi er z> rrt in. 10 Reöaktton: EW. t$> Lioüeastraße 3. gernfprech«»: Amt Morinplan. Nr. 1SI Sv- 151»7. Donnerstag, den 31. Dezember 1914. Expeüition: SV. öS, Linüenftraße Z. Reritiprecher: Amt Moritzplatt, Str. 151 90— 151 S7. Westlicher Kriegsschauplatz. Die„Times" über die Kriegsöauer. Nopenhag«», 80. Dezember.(T. U.) Der mllitärifche Mitarbeiter der.Times' veröffentlicht einen längeren Aufsatz über die Kriegs dauer, in dem ausgeführt wird, daß die von Frankreich in der Kampflinie verwendeten Truppenstärken in keinem rechten Verhältnis zu der Anzahl der ausgebildeten Mannschaften stehen, über die Frankreich wirklich verfüge. DaS hängt damit zusammen, daß Franl- reich in den Tagen des Friedens nicht über solche gewaltigen Bor- rate an Waffen und Munition sowie AuSrüswngSgegenstqnde der« füge, wie Deutschland in bewundernswerter Weise. Frankreich mnsie solche Vorräte erst schaffen, bevor cS daran denken könne, mit den Engländern und Belgiern zusammen die Deutschen aus Frankreich und Belgien ganz zu vertreiben. Daß Rntzland Polen nicht vom Feinde habe säubern können, sei auf daS Fehlen eines der mili- tärischen Situation entsprechenden Eisenbahnnetzes zurückzuführen, das sich um so fühlbarer mache, als die Deutschen und Oesterreicher im besetzten Polen ein vorzügliches, starkes Eisenbahnnetz besitzen. Die.Times* rät Ruhland zum Bau von strategischen Bahnen in Polen. Das sei zwar zeitraubend aber notwendig, da die Russen jetzt hinsichtlich der Truppenverschiebungen in Polen äußerst im» günstig gestellt seien und ein glücklicher Ausfall der kriegerischen Operationen ungeheuer erschwert werde, obwohl die Russen in Polen daS numerische llebergewicht über die Deutschen und Oester- reicher hätten. . Zraazofifthe Entschuldigungen. Pgri», SO. Dezember, iffi. T, B.) Sine offizielle Rote eeßdrt zu dem deutschen Bericht aus dem Großen Hauptguartier, welcher daS Bombardement von R a n c y als Repressalie für die Bombenwürfe französischer Flieger auf die o f f e n e- S t a d t Freiburg darstellt: Die französischen Flieger führten immer nur durch militärische Gründe veranlaßie Kriegsoperotionen aus. Sie trafen in Freiburg und Metz nur militärisch« Bauwerke. Ein französisches Luftschiff, welche« Saarburg überflog, bombardierte den Bahnhof und andere Punkte der Strecke Saarburg— Avricourt. Dagegen fielen deutsche Bomben in Naney mitten in die Stadt an eine Stelle, welche von jedem milttärischen Bauwerk entfernt liegt und wo keine Truppen versammelt waren. Diese Bomben konnten also nur Privathäuser der Bevölkerung treffen. Eine unwahre Sehauptung des„Dailp Telegraph'. Loudou, 30. Dezember.(28. T. B.) Dem.Daily Telegraph* wird aus Washington gemeldet: Reichskanzler v. Bethmann Hollweg hat versucht, die Anerkennung Argentinien? zu erlangen, daß Deutsch- land berechtigt sei, Belgien als Vasallenstaat zu annekiieren. Der Versuch ist vollständig mißglückt. Bei der letzten Konferenz der Diplomaten des lateinischen Amerikas in Washington, der Staats- sekretär Bryan beiwohnte, wurde eine geheime Resolution an- genommen, eine solche Anerkennung zu verweigern. N o t i, d e S W. T. B.: Die Erzählung des.Telegraph* über die deutschen Bemühungen in Argentinien beruht natürlich auf Erfindung. Die deutschen Verlufte vor Lombartzide. Berlin, 30. Dezember.(W. T. B.) Aus dem Großen Hauptquartier erfahren wir: Die Pressenach- richt, daß die Belgier in den Kämpfen bci Lombart- gide zweitausend Deutsche gefangen ge- nommen haben, ist vollständig erfunden. In den wochenlangen Kämpfen in der Gegend von Lom- bartzide und Nieuport haben die Deutschen an Toten. Ber- wundeten und Vermißten überhaupt nur etwa zwölf- hundert Mann verloren, und die Zahl der Vermißten, die allein gefangen sein könnten, ist dabei verschwindend gering. Auch die in der Pressenachricht geschilderten Nebcnnmstandc sind von Anfang bis zu Ende unwahr. Vorkehrungen gegen einen deutschen Lustangriff gegen London. London, 30. Dezember,(W. T. B.) Di- Marine- und Militär- behörden machen die Stratzenpaffanten auf die Gefahr durch Geschoß- teile und Kugeln aufmerksam, die von Kanoneu, welche man gegen feindliche Luftschiffe verwendet, beim Versuche eines Luftangriffes au? London abgeschossen werden würden. Die Zivilbevölkerung wird ausgefordert, womöglich in Kellern ihre Zuflucht zu suchen, sobald sie Schüffe höre. Englische Verstärkungen in Jrantreich gelandet. Rotterda«, 30. Dezember.(W. T. B.) Der.Rieuwe Rotter- damsche Eourant* meidet aus Havre: In den letzten Tagen find groß» Rengen englischer Truppe» nach Frankreich Die Meldung des Großen Hauptquartiers AmMch. Großes Hauptquartier, den 3V. Dezember 1914, vormittags.(W. T. B.ji Westlicher Kriegsschauplatz. Am das Gehöft St. Georges südöstlich Nieuport, welches wir vor einem überraschenden Angriff räumen mußten, wird noch gekämpft. Sturm und Wolkenbrüche richteten an den beiderseitigen Stellungen in Flandern und im Norden Frankreichs Schaden an. Der Tag verlief auf der übrigen Front im allgemeinen ruhig. Oestlicher Kriegsschauplatz. In Ostpreußen wurde die russische Heeres- kavallerie auf Pillkallen zurückgedrängt. In Polen rechts der Weichsel ist die Lage unverändert. Auf dem westlichen Weichselufer wurde die Offensive östlich des Bzura-Abschnitles fortgesetzt. Im übrigen dauern die Kämpfe am und östlich des Nawka-Abschnittes sowie bei Inowlodz und südwestlich fort. • Nach auswärtigen Mitteilungen hat es den Anschein, als ob Lowicz und Skierniewice nicht in unserem Besitz wären: diese Orte sind seit mehr als sechs Tagen von uns genommen, Skierniewice liegt weit hinter unserer Front. Oberste Heeresleitung. O* * Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 30. Dezember.(W. T. B.) Amtlich wird Verlautbart: 30. Dezember, mittags. In den K a r p a t h e n griffen unsere Truppen nördlich des U z s o k e r Passes an und nahmen mehrere Höhen. Nördlich des Lupkower Passes brachte ein Gegenangriff die Vorrückung der Russen zum Stehen. Weiter westlich ging der Feind mit schwächeren Kräften an einzelne Uebergänge heran. Nördlich G o r l i e e, nordöstlich Zakliczyn und an der unteren N i d ck brachen die russischen Angriffe unter schweren Verlusten zusammen. Im Räume ö st l i ch und s ü d ö st l i ch T o m a s z o w machten die Verbündeten Fortschritte. Auf dem Balkaukriegsschauplabe herrscht an der serbischen Grenze Ruhe. Nächtliche Angriffe der Monte- uegriuer auf Gat bei Avtovac und aus Lastva bei Trebinje wurde» abgewiesen. Der Stellvertreter des Chefö de« Geueralstabes vonHoefer, Feldmarschalleutnant. transportiert worden; in Havre allein sind schätzungsweise 40 000 Mann gelandet worden. vom österreichisch-russischen Kriegsschauplatz. Zur Lage in Galizien. Nichtamtlich. Wien, 2V. Dezember. Der Krieg«- berichterstatter der„Renen Freien Preise' Roda Roda erfährt über die militärische Lage folgende«: Nach dem„Echec" bei Lodz einerseits und bei B o ch n i a und L i m a n o w a andererseits mußte ei das erste Bestreben der Russen sein, sich der deutschen und österreichisch-ungarischen Umklammerung zu entziehen. Vor allem hieß eS. die gefährliche konvexe Front in eine mehr geradlinige um- zuformen. Indem der russische Generalissimus seiner schwer be- drohten südlichen Flanke mit großen Verstärkungen zu Hilfe kam, schaffte er sich die nächste und ärgste Bedrohung vom Leibe. Wir aber wurden dadurch genötigt, dem russischen Stoße schrittweise fechtend auszuweichen und auf de» Kamm der Karpathen zurückzu- gehen. Damit erlangten die Rusien auch den Vorteil, daß sie die mühe- und verlustreiche zwei Monate dauernde Einschließung von Przemhsl einstweilen noch nicht aufzugeben brauchten, dem aber der Nachteil gegenübersteht, daß sie einen großen Teil ihrer- Kräfte fern von dem Hauptkampffeld« m Ruisisch-Pclen festgelegt haben. Zur Angelegenheit öes dr. Weill. Von G. L e d e b o u r, M. d. R. Mit der Tatsache, daß der Brief, der unterzeichnet war: Georges Weill, ehemaliger Rcichstagsabgeordneter von Metz, nicht nur im„Figaro", fondern am 20. Dezember auch in der„Humanlt6". dem Parteiorgan der französischeu Sozialisten, verösfenllicht wurde, ist nunmehr der Eintritt Wcills in die französische Armee als zweifelsfrei feslgeslellt anzusehen. Man könnte seine Angelegenheit damit vorläufig ausschalten aus der öffentlichen Erörterung, wenn nicht frühere Freunde Weills in der Presse unrichtige Bchauptiingeu aufgestellt hätten, die im Interesse unserer Partei zurück» gewiesen werden müssen. In der„Stam Pf er s che n Korrespondenz" wird geichrieben: „Am 5. August, am selben Tag. vielleicht zur selben Ttuuds, daLudwigFrankals Freiwilliger in die deutsche?lrmee ein- trat, hat sich Georges Weill zum Dienst im französischen .Heere gemeldet! Die Tragik des Bruderkrieges kommt uns er- schütternd zum Bewußtsein in diesem jähen Aiiseiiiandergchen zmeier Freunde und Koinpsgenosscn. In unserer Erinnerung taucht eine Nische in der großen Wandelhalle des Reichstages aüf. an deren rundem Tisch an stillen Sitzungstagen Frank fast täg- lich zu finden war, neben ihm fast immer Weist, umher ein Kranz von Parlamentariern, deutschen und französischen Four- nalisten. Das Thema, das an diesem Tische fast ausschließlich besprochen wurde oder auf. da« man nach allerlei Ilmwegen doch immer wieder zurückkam, war die Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich." Es wird dann erwähnt, daß Frank und Weill für die Berständigling zwischen beiden Ländern rührig gewirkt hätten. Weiter heißt es: ..Erst die Kriegserklärung bewirkte jenen furchtbaren Um. schwung, der sich in seiner Meldung als französischer Kriegssrei- ioilliger kundgab. Frank und Weill nahmen am selben Tage die Flinte auf die Stbultcr, um gegeneinander zu kämpfen? Nichts gibt Anlaß daran zu zweifeln, daß Weill erst durch die seelische Katastrophe, die ihm der Ausbruch des Weltkrieges nerurfachle. zu feiner jetzigen für uns so tief beklagenswerten Stellungnahme gelangt ist. Solange er unter uns wirkte, war er kein Feind des deutschen Voltes. Sonst hätte er weder in der deutschen sozial- demokratischen Fraktion, noch im Kreise seiner engeren Freunde eilten Platz gefunden!" Richtig ist an dieser Darstellung Stainpsers, daß Weill mit Frank eng befreundet war, und daß er Frank jedenfalls ebensowenig wie andere seiner Parteigenossen hat ahnen lassen, wie es in seinem Innern eigentlich aussah. Die über- sckstvnngliche Schilderung, wie Frank und Weill zusammen in der Wandelhalle„Cercle" abgehalten habe», mag man dem betrübten Freundcsherzen Stampfers zugute halten. Für den„Kranz von Parlamentariern" wäre die Schilderung einigermaßen blamabel, wenn sie buchstäblich wahr wäre. Daß aber Weill auch zu jener Zeit sich vollends als Franzose gefühlt, wenn auch nicht öffentlich gegeben hat, geht ja deut- lich aus seiner Pariser Erklärung hervor, in der er betont, er habe als Elsaß-Lothringer„w i e a l l e a n d c r e n F r a n- z o s e n" fiir den Frieden gewirkt. Ein anderer Freund Wcills, ein jetzt verwundet im. Lazarett liegender bürgerlicher Journalist, hat ferner in der „Kölnischen Zeitung" einen Brief veröffentlicht, in dem es beißt: „Die politischen Freunde Weills, deren befaß der elegante, kleine Elsässer eine ganze Menge, ahnten Weills Entschluß. Vor einem Jahre schon machte Dr. Weill kein Hehl daran«, daß er mehr f r a n z ö s i s ch e r- a l s deutscher So» zialdemokrat sei. Sein Umgang Ivor die Lcbewelt. in der der Witz des fabelhaft korrekt angezogenen ElsässcrS Auf- sebcn erregte. Am sozialdemokralischcn Stammtisch bei Josth fehlte er. Dafür saß er im Ense„Größenwahn", spielte stundenlang Billard, und Schreioer dieser Zeilen ist oft in den frühesten Morgenstunden mit Um nach Hause gepilgert. Weills Ab. ficht war längst. Franzose zu werden, da seine Eltern Volldlutfraiizosen waren. Llber im tiefsten Herzen barg er den Gedanken, Führer einer großen Partei zu werden. Die deutsche Sozialdemokratie, zu deren feinsten Köpfen er gehörte, batte ihn fallen lassen, als sie Wind von seinen ehrgeizigen Plänen bekam. Der geschniegelte und gebügelte Elegant paßte nicht in den derben Tost der sozialdemokratischen Reichstage- mehrheft. Aber rednerisch halte sie ihn nötig. Bei seinen Reden füllte sich dcr Saal des Reichstags, alle Parteien hörten ihm zu. Sein Ebrgeßz verstieß gegen das Programm. So ließ man ihn langsam fallen. Weill suchte sich andere Ziele: und zur Erreichung seines Lebenszieles: Führer zu werden, trat er I-tzt in die französische Armee ein. JaureS' Erbe wollte er bor Jabr und Tag schon werden. Er machte daraus kein Hebl. Run ist er Vollblut-Franzose geworden, der er längst inner- lich war." Wie aus diesen Mittcil irrigen hervorgeht, hgt Wei ll bürgerlichen Politikern gegenüber früher schon unzweideutig kundgetan, daß er sich als Franzose fühlte, was er seinen sozialdemokratischen Reichstagskollegen sorgfältig verschwiegen hat. Was der Billardefreund fönst noch über Weills Er- fahrungen in der Sozialdemokratie mitzuteilen weiß, ist .n, •'i r m r p| II:] rL I T| >•! »I j' V. fei r ii kl d! | l ! i natürlich auf dessen eigene Angaben zurückzuführen und wird ebenso wie die Zukunftsbilder, die Weill ihm vorgegaukelt hat. nicht geringe Heiterkeit in den Kreisen der deutschen wie der französischen Sozialisten erregen. Das ganze Geschwafel trägt den Fabrikstcmpel des Caf6s„Größxnwahn" deutlich an der Stirn. Das groteske Märchen, man habe ihn in der Fraktion ..fallen lassen" aus Besorgnis aus seinem vrogrammwidrigen Ehrgeiz, macht Weills Erfindungsgabe alle Ehre. Er kam erst 1912, noch nicht ganz 30 Jahre alt. in den Reichstag. Ein so junger Mann hätte sich doch erst durch längere Tätig kcit eine Position erwerben müssen, ehe man ihn überhaupt hätte..fallen lassen" können. Eine leitende Stellung konnte er naturgemäß noch gar nicht einnehnien, aber man hat ihn bereitwilligst wiederholt sprechen lassen, z. B. zum Kamerun Etat, weil ihm da interessantes Material zur Kennzeichnung der Landgesellschaften zur Verfügung stand. Konnte er es doch sogar noch in diesem Frühjahr mit Hilfe seiner Freunde durchsetzen, daß ein anfänglicher Beschluß der Fraktion, in der Zaberndebatte die Genossen Böhle-Straßburg und Emmel Mülhausen sprechen zu lassen, in letzter Stunde wieder unv gestoßen und an Emmels Stelle Weill selbst eingeschoben wurde. Und das beklagt sich dann darüber, man habe ihn „fallen lassen"! Wenn Weill bei vielen seiner Kollegen schließlich in Miß- kredit gekommen lvar, so hatte das eine ganz andere Ursache, als seine parlamentarische Betätigung. Es war bekannt ge- worden, daß er, um sich Informationen für die..Humamt6" zu holen, in der Redaktion des„Berliner Tageblattes" tag- täglich aus und ein ging, also mit einein Blatt in Geschäfts- Verbindung getreten war, das seit Jahren es sich zur Auf- gäbe macht, den radikalen Flügel der Partei systematisch zu bekämpfen und den revisionistischen Flügel ebenso systematisch zu begönnern. Wegen dieses Verkehrs zur Rede gestellt, gab Weill an, persönlich komme er mit den Redakteuren des „Tageblattes" fast gar nicht in Berührung: er lasse die Nach- richten meist durch seinen Sekretär holen. Man ging mit einem Achselzucken darüber hinweg: doch hielten viele von uns eine solche Nachrichtenschnorrerei bei dem„Tageblatt" über- Haupt für unverträglich mit der Stellung eines sozialdenw- kratischen Reichstagsabgeordneten. Es ist überhaupt mehr als zweifelhaft, ob dem Dr. Weill jemals der Ernst der Aufgaben und Pflichten, die er mit einem sozialdemokratischen Mandat übernommen hatte, zun? Bewußtsein gekommen ist. In der„Fränkischen Tagespost" wird angedeutet, daß er seine Ueberzeugung gewechselt habe so schnell wie seine Krawatte. Im Reichstag hat er sich jeden- falls durchweg zum äußersten rechten Flügel der Fraktion ge- hatten. Als es in der Fraktion anläßlich des Falles Lands- berg zu Auseinandersetzungen über das Verhältnis unserer Partei zur Monarchie kam, war Weill. der sich damals doch schon als Franzose gefühlt haben muß, einer der eifrigsten Befürworter einer weitgehenden Anpassung an monarchistische Ausfassungen. Danach könnte er auf dein neuen Schauplatz seiner Tätigkeit sich— je nach der Konjunktur— für Philipp von Orleans oder Viktor Napoleon erwärmen. Stach all solchen Erfahrungen glaube ich auch nicht an die großen Seclenkäinpfe, die nach Ansicht Stampfers dem llebertritk Weills in das französische Heer voraufgegangen fem sollen. Wer. wie er, trotz halb französischer Erziehung ejn Jabrzehnt lang in? Bereich der deutschen Sozialdemokratie seinen Wirkungskreis gefunden hat, vor allem, wenn er wirk- lichi. von innerem Drang getrieben, aufrichtig für die Aus- löhnung zwischen Frankreich und Deutschland eingetreten wäre, durste nie und nimmer beim Kriegsausbruch freiwillig gegen Teutschland die Waffen ergreifen. Wie ein wahrhaft fein empfindender Mann und großer Charakter sich in solcher Lage benimmt, dafür haben wir ein klassisches Beispiel aus der Zeit vor 199 Jahren. In ähn- liehe Loge wie Weill heute geriet damals Adalbert v. C h a m i s s o. Geborener Franzose, war er mit seinen Eltern zur Zeit der französischen Revolution nach Deutsch- land gekommen. Er ist dann mit dem deutschen Volk ver- wachsen, und seine deutschen Dichtungen haben ihm einen Ehrenplatz unter unseren Klassikern verschafft. Er fühlte sich beiden Völkern sinnes- und seelenverwandt. Als dann die Befreiungskriege Deutsche und Franzosen gegeneinander in die Waffen ricfeil, fühlte er sich innerlich zerrissen, da er„an den Weltereignissen nicht tätig Anteil nehmen durste". Um aus der unerträglichen Lage herauszukommen, übernahm er schließlich bei der Kotzebueschen Expedition eine Stellung als Naturforscher. In der Einleitung zu seiner Schilderung dieser„Reise um die Welt" fand Chamisso für seine Lage das treffende Wort:„Die Zeit hatte kein Sckwert für mich." Tie heutige Zeit hätte auch kein Schwert haben dürfen für Weill. Doch freilich, man darf ihn nicht mit dem Maß- stab eines Chamisso messen. Man sollte sich aber auch nicht über ihn entrüsten. Sein Verhalten löst ja verschiedenartige Empfindungen bei uns aus. Aber Entrüstung? Nein! Das wäre eine Gefühlsvergeudung. Sevolterungsabnahme in Warschau. Aach offiziellen russischen Quellen hat die Bevölkerung Warschau« in, Oktober um Löv 000 Personen oder mehr al« ein Drittel ob- genommen. In der ersten Hälfte de« November-trafen in Warschau 7S 000, in der zweiten MonatShSlkte weitere 125 000 Personen ein. darunter ein Viertel— also über 50000— Flüchtlinge au« dem Kampf- gebiet. Trotz de« ungeheuren Zustrom« von Flüchtlingen beläuft sich die Bevölkerung Warschau« auf 80—100 000 weniger al« zu normalen Zeiten. der Seekrieg. darftellung ües Kommandanten der„dresüen* über die Seeschlacht bei den Zaltlanüsinseln. London, 80. Dezember.(W. T. B.) Der gestrige „Daily Telegraph" berichtet nach einem Telegramn, der„New Aork Times" aus Buenos Aires vom 17. Dezember: Der Kommandant deS kleinen Kreuzers „Dresden" hat dem deutschen Konsul in Punta Arenas folgende Schilderung über den Kampf bei den Falklandsinseln gegeben: Das deutsche Geschwader verließ den Stillen Ozean und ging um Kap Horn nach den Falllandsinseln. Ehe eL dort ankam, sandte Admiral Graf Spee einen Kreuzer doraus, um festzustellen, ob englische Schiffe anwesend seien. Ter Kreuzer berichtete, daß zwei englischeKreuzer anwesend seien. Der Admiral traf sofort Vorbereitungen zum Kampf. Als wir unS den Inseln näherten, sahen wir nicht zwei, sondern sechs Kreuzer, aber der Admiral hielt an seinem Entschluß fest. Noch später bemerkten wir zwei Schlacht- kreuzer der Lionklasse am Eingange der Bucht. Die Wetterbedingungen waren ausgezeichnet. Der Admiral beschloß, mit„Scharnhorst" und„Gneisenau" den Kampf aufzunehmen und befahl den drei anderen Schiffen, sich zu zerstreuen. Das englische Geschwader wurde hierauf von„Scharnhorst" und„Gneisenau" angegriffen, während die kleinen Kreuzer„Leipzig",„Nürnberg" und „Dresden" versuchten, außer Schußweite zu gelangen. Die englischen Schiffe führten 81,3 Zentimeter-Geschütze, während die beiden deutschen Panzerkreuzer nur Ll-Zentimeter-Geschütze hatten. Der Kommandant der„Dresden" entnahm aus einem englischen Radiogramm den Untergang von„Scharnhorst" und„Gneisenau", wußte aber nichts über das Schicksal von „Leipzig" und„Nürnberg". Der Kapitän deS englischen Dampfers„O r i s f a" be- richtet, daß das englische Geschwader so wenig Kohlen an Bord hatte, daß einige Schiffe ihre Boote und alle anderen verbrennbaren Gegenstände verheizen mußten. Der Panzer- kreuzer wurde unter der Wasserlinie leicht beschädigt. Vorsichtsmaßregeln in Scarborough. London, 80. Dezember.(SS. T. B.) Der gestrig«.Daily Telegraph" meldet au« Scarborough vom 28. d.M.: Der Kommandant de« Bezirle« bat angeordnet, daß zwischen Via Uhr nachmittag« und?>/, Uhr morgen« innerhalb 5 Meilen von der Küste zwischen Saltbourn und Spurnhead von keinem ahrzeuge Azetylen, elektrische und andere starke Lampen enutzt werden dürfen. Alle Lichter in den Häusern, die auf See sichtbar sind, find auszulöschen oder a b- zublenden. Niemand darf ohne Ermächtigung Licht oder Feuer anzünden oder Feuerwerk abbrennen. Wer aus offener Straße auf Anruf nicht stehen bleibt, läuft Gefahr. Irschosten zu werden. /lcht Schiffe durch Minen versenkt. London, 80. Dezember. sW. T. V.) Die„Times" berichtet unter dem 2g. Dezember: Gestern sind vier englischeSchiffc durch Zusammenstoß mit Minen verloren gegangen, nämlich der Dampfer.Limaria", der lleine Dampfer.Cem' und zwei Fischer dampfer. Seit dem WeihnachtStage sind in der Nordsee acht Schiff» infolg» Von Minen zu Grunde gegangen. das Unterseeboot„Curie* verloren gegeben. Pari«, 80. Dezember. Amtlich wird gemeldet: Da« f r a n- zösisch« Unterseeboot.Curie", welche« von der Flott« abgesondert wurde, um allein militärische Operationen gegen vor Pola ankernde österreichisch-ungarische Kriegsschiffe auszuführen, ist zur festgesetzten Frist nicht zur Flotte zurückgekehrt. ES kann deshalb den Nachrichten der ausländischen Preste Glauben beigemessen werden, denen zufolg« dieie« Unterseeboot ver lenkt und die Zesatzung gefangen genommen wurde. der türkische Krieg. die Cxkommunizierung tzuffein Kemals. Konstantiuoptl, 30. Dezember.(W. T. B.) Eine a m t- liche Mitteilung gibt bekannt, daß gegen Hussein Kemal, Sohn deS ehemaligen Khcdiven Ismail Pascha, FetwaS erlassen worden seien, weil er versucht habe, die Souveränität der Türkei über die Provinz Aegypten. die einen integrierenden Teil des Osmanischen Reiches bilde, zu verletzen und durch seine fluchwürdige Handlungsweise die .lnstverfung dieser Provinz unter die Herrschaft Englands in die Wege geleitet habe. Die amtliche Mitteilung kündigt gleichzeitig an. daß beschlossen worden ist. Hussein Kemal seines Hanges und seiner Ehrenzeichen für verlustig zu erklären und ihn vor das Kriegsgericht de« vierten, für Aegypten zuständigen Armeekorps zu stellen. Dem Kommandeur dieses Korps sei bereits ein entsprechender Befehl zugegangen. Die in der amtlichen Mitteilung erivähnten FetwaS. drei an der Zahl, sind von der„Agence Ottomane" in türkischer Sprache veröffentlicht worden. Das erste Fetwa besagt: Wenn ein Muselmane sich England anschließt, das sich im Kriege gegen das islamitische Kalifat befindet, und versucht, Aegypten, das einen inte- grierenden Teil des Reiches bildet, aus den Staaten des Kalifats herauszureißen und unter die Herrschast Englands zu bringen, wenn er sich ferner zum Sultan ausrufen läßt unter dem Schutze der englischen Regierung, hat er dann das Verbrechen des Verrats gegen Gott, den Propheten und die islamittsche Gemeinschaft begangen? Antwort: Ja!— Das Fetwa ist unterzeichnet Hairi, Scheich ul Islam. Das zweite und dritte Fetwa erklären, daß. wenn dieser Muselmane in einer Auflehnung verharrt und dem Kalifen nicht gehorcht, er die schlimmsten Strafen der anderen Welt verdient und getötet werden kann. S-nst-ntiaopel, 30. Dezember. schließlichen Sorge um die Verwirklichung der nationalen Eiw heit geleitet ist, für die wir jüngst ungeheure Opfer gebracht haben. Mazedonien, das im Grunde ein bulgarisches Land ist und bleibt, trotz aller gegenteiligen Behauptungen, liegt den Bulgaren besonders am Herzen. Es ist sehr natürlich. daß die Beziehungen Bulgariens zu den anderen Staaten in erster Linie durch die Frage bestimmt werden, ob diese unsere nationalen Gefühle, die heutzutage stärker als je sind, zu durchkreuzen oder zu unterstützen wünschen. Maßregelung ruPscher Slätter. K-penh-gen, 29. Dezemberm Reich-lage verl»etcn._ --Der Krieg als Politischer Erzieher." ■Die„Kreuzzeitung" schreibt unter diesem Titel: „Auch in Oesterreich.Ungarn zeigt der Krieg ein- erzieherische- " Schon hat er der Habsburgischen Monarchie zwei unschätz- ew i n n e gebracht: die S tä r k u n g d e s d y n'a sti sche n Gedanken« und das Wiedererwachen des StaatSgesühlS. Einer der weniger politischen Köpfe Oesterreichs, der kärninerische Abge- ordnete Dobernig, Hai in der..Grazer Tagespost' darauf hinge. wiesen, wie dieser große Krieg in Oesierreich-Ungarn Kaiser und Volk mit unzerreißbaren Ketten aneinander schmiedet. Er hat die Deutschen aus ihrer begreiflichen Staatsverdrossenheit gerissen und ihnen neuen Glauben an den Staat eingeflößt.... Wa» der Abgeordnete Dobernig ausgesprochen'hat. wird in Oesterreich lebhaft erörtert und verdient auch in Deutschland Beachtung." Kraft. bare M SnMen milecet od! Dem MeMonM seWaen Seaosiea! An beu bei den Kämpfe» ii» Osten erbaltenen und keinen Wunden im Lazarett zu Dentich-Eylan erlegen i>t der Genoffe Otto Lütcke Biescnrhaler Stratzc IL. Wteilung 18. Sezirl 817 n. Am ii. Dezember erlag seinen Kunden im Ae'erve-Lozareti zu 1 Paderbom der Arbeiter(284/14 Willi Urtzkeitis Danziger Str. 8. Abteilung 4. Bezirk 524. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichetagswahlkr. Aut 20- Dezember starb im Lazarett zu KottbuS der Anweiser �osepk?svzsoossski 134/11 Sozialdemokr. Wahlverein Treptow-Baomsehalenweg. Sei- den Kämpfen im Osten fiel am 19. Dezember der Genoffe Maurer Ernst Zillmer GaAardstr. 25. Gruppe 17."48/17 Am 16. Dezember fiel im Osten der Genoffe, Zimmerer Viktor Klawikowski Kaffer-Friedrichstr. 69 Sozialdemokr. Wahlverein Kreit Niederbarnim. Bezirk Pankow. Bei den Kämpsen m Rußland fiel unser Funktionär, der Genoffe irdjloffct Karl Voß Sozialdemokr. Krelswahlverein Niederbarnim. Bezirk Erkner. Sozialdemokratischer Watilverein i, i SJerLReichstagswahlkreis. 15. Abt. Bez. 708. Am Montag, den 28. Dezember. verstarb unser Genoffe, der Kessel- schmied ?rlecjfick Klebe Wilhelmshavenzr Str. 42.. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerfftag, den 31. Dezember, nachm.'2 Uhr, von der Leichen- balle de? HeUand-KirchhojeS in Ptötzensee ans statt. Um rege Beteiligung ersucht 234/13 Der«orstand. 4. Abt. Bez. 550. Nachruf. Am Frtrtag, den 25. Dezember, verstarb unser Genoffe, der Schuh. macher 1 Friedrich Rothhahn Schliemannftr. 47. Ehre seine« Zlnbenke»: Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Der vorstand. Verhand der Brauerei- o. Mühlen- arbeitero. verw. Berulsgenossen Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern diene zur Nachricht, daß unser Kollege, der Brauer .Johann Czopnick verstorben ist. Ehre seine« Andenken? Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 3'/, Uhr. von der Halle des Bartholomäus- Kirchholes in Veißensee. Fallen» berger Chaussee, aud statt. Rege Beteiligung erwartet 47/10 vis Ortsverwaltung. Krankel- n. Sterhekasse der Im Älig. Verkehrswesen beseh. Personen und verw. Berulsgenossen „Eintracht"(V. a 0). Den Mitgliedern zur RaHricht, daß unser Vorfihender, Herr �nxust Möser (Beuffelstr. 31) am 28. d. MtS. geilmben ist. Ehre seine«««denke»: Die Beerdigung findet am Donnerstag,' den Zt. Dezember, nachmittags 4'/« Uhr, von der Kapelle der St. PhilippuS-Apostel- »icmeinde, MüllersN. 44/45 ikstke Seestraße) aus statt. 770b Der Borftan». Dienstag, den 29. Dezember, früh 7>/.. Uhr, entschlief sanst nach langem'ichwerem. mtt großer Ge- duld ertragenen Leiden, mein treusorgender licL-r Gatte, unser guter Bater, Schwiegervater und Großvater', der Mützenfabrikant Franz Wedemeyer im Aller von 65 Jahren. Um stille« Beileid bittet firau Aug. Wedemoyer und Kinder. Die Beerdigung findet am 2. Januar, nachmittags 2>/, Uhr, von der Halle de« städtischen Friedhofes m Friedrichsseide au« Sozialdemokratischer WahlTeretn Am 27. Dezember verstarb unser Parteigenosse Emil Franz Reuterstraße 67, 23. Bezirk. Ehre seinem Andenke«: Die Beerdigung findet beute, den 31. Dezember, nachmiuagj 2'/, Uhr, auf dem neuen Jälobi- Kirch hos, Hermannstraße, statt. vor Torwtancl. SoziaidemokratiseherVahtTereln Chariottenburg. Hierdurch zur Nachricht, daß unser Mttgtted, der Bauarbeiter Karl Müller Kaiterin-Augusta-Alle« 43 verstorben ist. Ehre seine« Andenke«: Die Beerdigung findet am Frettag, den 1. Januar, mittags>/,2 Uhr, von der de« � Lnisen-KirchboseS, Füi brunner Weg. aus statt. Rege Beteiligung erwartet 251/17_ Der vorstand. Verband d.Gemeiode-D.Staatsarb. Filiale CiroB-Berlln. Den Mitgliedern geben wir Hiermit Nachricht vom Tode deS Kollegen Julius Roinhoid Siebbold vom Lagerplatz Rudolfstraße -K�n-rlifation). Ehre leine« Andenke«: Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 2. Januar, nach- mittag«?/. Uhr, von der Hallades JriedhojeS in AhrenS- selbe aus statt. Um rege BeteiUgung bei der Bestattung de« Kollegen ersucht 36/17 Olo OrUvenraltong, Deutscher Roizarbeiterverband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Rachrtcht, daß unser Kollege, der Tischler Karl Mokl /Gubener Sir. 13) im Aller von 52 Jahre» ge- starben ist.»5/2 Ehre leine««»denken! Die Beerdigung findet a« Sonnabend, den 2. Januar, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- balle de« Zentral. Friedhofe« in FriedrichSsetde au» statt. Die Qrts0«rwali»»g. Allen Verwandten, Bekannten und Freunden zur Nachricht, daß mein inniggeliebter Mann Robert Kutxpdsl im Aller von Sl Jabrrn nach kurzem, aber schwerem Leiden am 28. Dezember verstorben ist. Mit der Bitte um stille Teil. nähme zeigt die« tiefbetrübt an Im Namen aller Hinterbliobonen: Witwe Johanna Bntnphal, Stralauer Platz 17. Di« Beerdigung findet heute Donnerstag, den 31. Dezember. nachmittags 3>/, Uhr, von der Halle de« St. Georgen-Friedhoie«, Landsberger Allee, aus statt. SozialdemokratischerVablvereiD f.d. Ueri.Reiehstagsvabikreis Gdrlitzer Viertel. Bezirk 205 I. Ten Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genoff«, der Arbeiter Luxen Richter Liegnitzer Str. 18 gestorben ist. Ehre seine« Andenke«: Di« Beerdigung findet heute Donnerstag, nachmittags 3 Ubr, von der Halle des Oit-Friedhofcs in Ahrensfelde aus statt. Bllrlltzer Viertel. Bezirk 205 II. Den Mtt gliedern zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Arbetter Hermann Rothe Reichenberger Str. 82 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am onnabcnd, den 2. Januar, nachmittags 2*/. Uhr, von der Halle des Ost-FriedhoscS in AhrenS- selbe aus statt Um rege Beteiligung eriucht vor Eorwtanel. Transportarbeiter-Verband. Bezirksverwaltong Gro6-Berlln. Ten Mitgliedern zur Nach- richt, daß unser Kollege, der Chauffeur �uxust �Voeser am 28. Dezember im Alter von 54 Jahren verstorben itt Ehre seine« Andenken! Di« Beerdigung findet a« Donnerstag, den 31. Dezember. nachmittags 2'/. Uhr, von der Leichenhalle de« PhilippuS-Apostel- Kirchhose» in der Müllerstraße aus statt._ \ arhro f. Den Mitglieder« serner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Dcoschiensührer Gottfried Eichmann am 27. d. M im Aller von 74 Jahren verstorben ist. Ehre seine« Andenke«: 69/15 Bin Bezirksverwaltong. Verband der Buch- und Stein- drockerei-Bilfsarbelter und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortawerwaltainc Berlin. Am LS. Dezember verstarb nach kurzem Kran.'-nlager untti Mitglied Emil Lewin im Aller von 60 Jahren. Ehre seine« Andenken: Die Beerdigung findet am Sonnabend. den 2. Januar. mittags 1 Uhr. aus de« Zentral. Friedho?« in FriedrichSseld« statt. 28/14 Bin Ortsvorwaltung. Zu Stelen stunden -©ie- Wochenschrist für Arbeiterfamilien wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. Allzu irüh und fern von iettien Lieben fiel in Rußland in/olgc KovffchusseS am 16. Dezember im Alter von 35 Jahren mein lieber Mann, wiser Bruder, der Zimmermann 9SA Villlor Klsviltovsln. In tiefem Schmerz Frau Anna Klawikowski. Pankow, Kaiser-Friedrich-Ztt. 69. Den Heldentod für« Baterland starb am 13. Dezember m Frank- reich mein unvergeßlicher Sohn, unser lieber Bruder, der Kriegsfreiwillige Gustav Honheiser im 24. Lebensjahre. Dies zeigt tiesbhirübt an Frau A. itrtixor, Str. Honbeiser, 25A Gulenbergftr. 4. Rub« sanst in fremder ttrde. Reuterswerke . S Make 4 Btirf. Buchhandlung vorwärts Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Manne« �rtiir Hirschfeld sag« ich allen Senoanblen und Bekannten. sowie den Taubensrennden, dun Sparvereut„Fester Wille", dem Wahlverein, dem Verband der Freien Gastwirte und der Bergschloß-. Brauerei meinet! besten Dank. 147A prau Elise Hirschfeld. Danksagung. Für die vielen Beweiie herzlicher Teilnahme und Kranzsvenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau und Mutter.inna Knothe. sage ich hiermit allen Verwandten und Be- kannten, besonder« dem Männer-Ge- sangverein„Hoffnung�- Lichtenberg sowie dem Genoffen Roffel für sein« trostvollen Worte am Sarge der Ver« swrbenen meinen innigsten Dank. van» Knotho/nebst Kind, 135A zurzeit Soldat. Danksagung. Für die vielen Bewette berzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranz- spenden bei her Beerdigung meines lieben Ranne«, des Expedienten Paul Winkler sagen wir allen Berwandtett und Bekannten, sowie den Auzefiellteti der Firma Ernst Jakob unseren herzlichsten Tank. tt»A Margarete Winkler nebet.klndero. KpSztatarzet s. Hont,. Horn-, Frauenleiden, nerv. Schwäche. Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata< Kinen in Dl. Homeyer Wi imteriuchung.. Fäden t. Horn usw. Filedrlclisli. 81,«Ki. Spr. 10— 2, 5—9, Sonnt. 11—?. Honorar«ähig. auch Teilzabl. Separate» Damenzimmer. I-Iat>»n Sm biott' lJ> Itrop ämxm Anzog td. Pzlttot maak AlMSM, tthkk. aene, ______ ukkk. dteaerk Zaiaien vom 23 Mmrkrnm. Moritz L*b*nd. Nmee U.fSimdÜ». Bön.i Obligationen der Lodzer Fabrik■ Eisenbahn- Oesellschaft. Einlösung; von Coupons und verlosten Stücken. Infolge des Krieges sind uns von der Lodr.er Fabrit-Eisenbalm-Cfeeellschaft Mittel rar Kill- lötrang der am 1. Januar 1915 fälligen Coupons und verlosten Stücke nicht angegangen. Mit c.em noch in unseren Händen befindlichen Guthaben der Gesellschaft(das nur einen Bruchteil der Beträge erreicht, welche für die Einlösung der Januarfälligkeiten und der Rückstände ans früheren Terminen erforderlich sind) verwahren wir im Interesse einer gerechten Verteilung wie folgt: Die Inhaber von hei ups sahlbaren. nicht»pfttep al» am!• Januar 1015 fälligen Coupons und verJosten Stücken von Obligationen der Lodier Fabrik-Eisenbalm-Gesellschaft, welche in der Lage sind, die Erklärung abrugeben bei Coupons: daß die Stücke, ru welchen die Coupons gehören,«ich in Deutschland befinden und deutsch gestempelt sind, und daß der Eigentümer kein Angehöriger eines feindüchea Staates ist, bei verlosten Stücken t daß der Eigentümer kein Angehöriger eines feindlichen Staates ist, werden aufgefordert, die Conpons bezw. die Stücke Mtt der ealsgrecbenden tehriflliebeii Erkldrurg und mit einer genapen Spezifikatien spätesten» bis nom SO. Janaar n. J. gegen Quittung bei uns einzureichen. Am 20. Januar nach Schluß der Conponskassen werden wir die Gesara;- pumme aller eingereichten Coupons und Stücke einschließlich derjenigen aus unssreu Depot« und eigenen Beständen feststellen; aus dem Verhältnis dieser Summe au dem in unseren Händen befindlichen Guthaben der Gesellschaft wird«ich ergeben, welcher Prosent- sata zur Auszahlung gelangen kann. Dieser Prozentsat» wird von u n z öffentlich bekannt g e geben werden. Die Leistung einer Teilzahlung auf den einzelnen Coupon oder das einzelne Stück ist nicht angängig, weil dabei eine Abstempelung der Coupons und Stücke(x•/, bezahlt! erfolgen müßte. Eine solche Abstempelung aber dürfen wir— da wir dazu keinen Auftrag haben— nicht vornehmen, damit n i ch t dnnch eine derartige Veränderung dez Coupoov- bezw, Stücketextes die Zahlungsverpflichtung der Eisenbzhn-QeselJ- schaft und des Garanten der Obligationen, d. i der Russi schert Regierung, für die Beträge von Coupons und Stüoken, welche jetzt nicht bezahlt werden können, irgendwie in Frage ge e t e 1 1 1 w i r d. Aus diesem Grunde werden wir diejenige Summe, welche auf den Gesamtbetrag der Conpoua oder Stücke des einzelnen Einreichers etttfäUf, datu verwenden, einen■« n tsprech« r.- denTeil seiner Conpons oder Stucke vall einzulösen? d»e übrige» Oonpons oder Stücke werden wir dem Einreiche r z u r ü c k g e b e p. Die in Coupon« oder Stücken ni cht darstellbaren Rest« der auf die einzelnen Einreicher ent> •fallenden Barbeträge werden wir auf Wunsch zur Auszahlung bringen, wir werden dann aber«4 neu Coupon oder ein Stück zurückbehalten müssen und dem Einreicher bescheinigen, daß er mir der Summe, um welche der Betrag des zurückbehaltenen Conpons oder Stückes den ihm daraui, ausgezahlten Barbetrag übersteigt, an einem Bestände von unbezahlten Coupons und verlosten Stücken von Obligatjopen der Gesellechaft beteiligt ist Wir behalten uns vor, die unbezahlt bfeibenden Coupons und Stücke in beliebigen Kummern und Appoints zurück zuliefern, da es aus technischen Gründen undurchführbar izt, eine Trennung der eingereichten Coupons und Stücke nach den einzelnen. E i u» reichern aufrecht zu erhalten. Die für die Einreichung erforderlichen Formulare sind an unseren Conponskassen erhältlich.- Die Listen über die zur Rückzahlung am 1. Januar 1913 gezogenen Obligationen sind noch nicht in unseren Händen; sie werden sofort nach Eintrefien veröffentlicht werden. -fvimwirir, 30 v�wber 1914«1/1« Mendelssohn& Co. S. Bleichröder. Direktion der Disconto-Gesellscfaafi. Berliner Handels-Gesellschaft. Aeitungs-Ausgabestellen und Inseraten-Annahme. Crntrnm: Awert Habnisch von 11— H/, und von i'lf—7 Mr. 2. Wahlkrel*: S. und SW.: Ackerstr. 174, am Koppenplatz. Geöffnet <2. Gustav Schmidt, värwawstr. an der Gneilenanstraße. Geöfinet von 9— 2 und von 4— 7 Uljr. 8. fiäahlArel«: St. Fritz. Vrinzenftr. 31, Hos recht» pari. Geöffnet von 11— 1'/, und von i'/r-' Nhr. 4. M ablbrei«: O Ii e n: Robert Vengel«. MarkuSstr. 36. Geöffnet von 9-2 und von 4—7 Uhr.— Karl Melle, PeterSbirrgerplatz 4 kLaden). Geöffnet von 9—2 und von 4— 7 Uhr- 4. Wahlkrrla. Südosten: Baul Böhm. Laufitzerplatz 14/15. Geöitnel von 9- 2 und von 4—7 Uhr. 8. IftahlkrHa: Leo Zucht. Jmmannelkirchstr. 12(Hof). Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Ubr. 6. V« ahlkrela ilioabltl: Solomon Jslevb. BilhelmShavener Etiaße 45. Geöffnet von 9—2 und von 4— 7 Ubr. Htz oeletli,»: I. Hönisch. Müllerftr. S4a Sck« Uttechter Str� Laden Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr..__.. Rosenthaler und«rnnfenborgrer Vor»t»dt;*, Nolgast Vattstraße 9. Geöffnet von 9—2 und von 4— 7 Uhr. e!»>Hn«lbi-t»iiiiSn: Fischer, Baftianstr. 6, Laden. Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr. SrhttnhanBrr Vorstadt: Karl Mar«,»retsenhagener Str. 22. Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr. Adlrrubot: Star l Sib war fl oft. BiSmankstr. 28. Geöffnet von 7 Uhr morgens bi« 8 Uhr abends. 4It.4!llo»lclie: Sllhelm Dürre, Köpenuker Str. 6. »»««»obnlonwo»: H. Hornig. Marienthaler str. IL. I. vor»»».««tntUonl»!. �opornke-b,«obAwovr.«ob»»- brttrk und Buch: Heinrich Bros», Müdlenslr. 5. Laden. Bobnadork, fi'»Ibrn»»rrg und»'Mlttrnkorat: Paul Ge Usch, BodnSdori, GenoffenswattSdallS.Parodie«-. tlbarlottonborM: Gustav Swarnderg, Sesenhetmer Str, 1. Geöffnet von 9— 2 und von 4—7 Uhr. Klrhwslde, ScbmOcbwit»: Oskar Mahl«. BiSmarlkfir. 4. klrbnor. Xon-lElttn»: Sm tl Jwang, Scharnwederstr. 10. Fr«- dr radort-fi'QterabnUvn, Eggerudort: Usjenwajjer, PeterShage«. Frledcnan, Steglitz. Bfldcnde, Cirt ß• Lichterfelde, I.nnb w lt»: H B« r n s e«, illsenftr. 5 m Steglitz. Geöffnet von 11— 1'l, und von i'/r-7 Uhr. FricdrlrbsbaKen, Flehtcnao, Babnadorf, SchAnelche, Kl.-(«cbt>nebeck: Ernst Verlman», FriedrichShagen, Köpe. nicker Sttage 15. 4» rbri»«: Franz Klei«, grirdrichstr. 19. Jobnnntatb»!, Budow i Max G ons chur, Parkstr 23 «anrlabor-t: OStar Schaarschmidt, Auguste-Vitivria-Ztr. 18. B ünt»a-H5 nntcrbntiaeu, v Ilde»«, Vlederletime: Friedrich B a u m a n n, Bahnhostu. 2, Eingang BeeSIowei Straße. I»ttpc»lcb: Emil Wißler. Kietzerstr. 6, Laden. Geötsnet vx morgen« 7 Uhr bi« abend« 8 Mr. Llehtenberg I Friedrichafelde. HohenaehSnhaonen Otto Seikel, Nartenbergstraß« 1(Laden). Geöffnet von 8>/,— 2 an von«'/»— 7 Uhr. Llcbtenberc II, Rnmmelabarf. ntralaa: v. Rosen tronz,«Ill-Boxhagen b6. Geöffnet von 11—1'/, und von 4'/,— 7 116: Bahladorf, Kamsdorf, Blcndorl: P. Heßberg. Keuli dors, Ferdinandsttaß« 17." v o u. Zlmrlendorf: August Leip. Tbauffeestr. 29. Barienfeldc: EmU Veinert. Berliner Str. 114 IL Kenenhacen, Hoppegarten: Gustav Bergmann. Solttrstr. Acabblln: M. Heinrich, Reckarftr. 2. im Laven.»eöffnei o-n9— irnd von i— 7 U4 1; Neukölln. Britz: Rohr. Siegsriedftraße 28.16 Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr. hMeder-gehfinewelde: Wilhelm Unruh. Brückenstr. 10. Tl. A onan em: Wilhelm I a p v«. Lutherstr. 2. 0b«P: 3a,Teb V-der.«Melmwenh-sftr. 17. Lad«: Geöffnet von 7 Uhr morgen» bi» 8 Uhr abend« Pankow. Mederachönbaaaen. Mordend, Fra.-Bneii Rißmann. Mühlenstr. 30.«eöfin von 11—1'/, und von 4'/,— 7 Uhr. Reinickendorf. Oat. Wilhelmarnh m.d SchOnhelz P. Gnrsch. Vrovinzfir. 56. Laden. Geöffnet o. 1i-1'/,u 4'/.-7 V 25llf£ ry�m0l'®ufUvl'au'tn- ehr. H a n i s ch k e. Doristr. 1 « �'Wilheim«aumier, Marlin slathetitr. 69, im Lade Geostnel von 9—2 und von 4—7 Uhr. 'V-it" 1«.*. Btaaben. Geegefeid im s. 5 n? i«°» p« n. Br, liege. 64. Geöffne! von 8 Uh morgen« bi« 5 Uhr abend«. Te*MlV-2?X�rWS,d�• Wittenan. Waidmaanalnsi VeJS a-u• Scneadorf, Ulrkeawerdci I � KeAin'rÄe"do,,f w»-"»- Baul»ieno vorfigwalde. Rauichsttas« ltt Geoffnet von 11-1'/, u von 4'/»— 7 Ui Dcitow: Vtthrim B o n o w. Teliow. Berliner Str. 16 Tcnipeibof: Jod. Strohn. Boru'fiastr 6° SSTPitSr**"3- "TSSÄffÄÄI.'ä'tt""»-"*■" �' �■•«•»eadorf: Paul Schuber Ä? S.1 1 � Str, L sämtliche Partrilittralur iowie alle siffeuschastlichen Werke werden gelic'e: Sonntag» sind ds« AnsgabefteAe« geschloffen. Lerantw. Aedakt.: Llfted Wielepp. N:ukolltt Lttseratenteil v«ra»tw. Th. Älock». Berlm. Druck u. Verlag: Lorwartt Dttchdr. u.>llerla�»anp Prog- de» gezahlten EntgStSl ioll Wege der Deilaration erklärt werden, daß unter des Verbot 'lilbzüge irgendwelcher Art" zu machen, auch„Abzüge für gelieferte Roh. und Hilfsstoffe" fallen.„. Ausschußreferent ist Tradtv. Brückner). . Ohne TiSkussion beschließt die Ver,ammlung nach den Aus 7" ön?n"Auchchuß für'Besoldete wind an Stellede�ve�ne» --tadw. Glauel lftr. Fr.) der Stadtv.«eckelsohn«<-oz.> ge wählt. � �- . Ten vom Magistrat vorgeschlagenen �laß von � M. Unnap- "?uer für den nominellen ö-gcntumSubergang d-S stucks der Berliner.zireirelimösen Gemeinde an den BUwvanswr G�aftsmörcr befurwo-t-t�� .. �städtv. Börner unter nabelet 6 MK/JAftA zur Eintragung der' Genannten als Eigentumer 'nd sie nur Treuhänder- g-lührt k�ben.'D.e Gemeinde � Ldlglich dem gesetzlichen Zwange gerolgt. Zu,, � Schwer fa'tc. die heiteficndc Umsatz'teuer keine HUNdhav� geoorei. Noch wie vor Aei� die Areirel'giöse Gemeinde lrm°n-umerm d-S ver Erlaß wird bes«Mon-n.« � s., i t» n a chw e i, soll für f-em Zentralverein für Arve Berliner »m durch den Krieg, insbesondere für Unt ng. � � tSloser, entstandenen Mehrausgaben eine weitere auheroroen Beihilfe von 5000 M. gewahrt Wersen. � �ie Versammlung gibt ihre ZuNttNMUNg.. lwn den Stadtvv. BarkowSki� und.Gen. a-. er folgender-Antrag ciNgcrmÄ wordn. �ebobene Tie Versammlung ersuch. d.n Mag�rw. d,e letzt aum l*- und Heilstätte., pflege � s- seren Auweifulig der Armend, retnon wicdc b r u i, g z-,i bring i n. die Verhand- ■�odtti. Hi-,»? ,Soz.) nimmt zunächst Beg� auf � ".von 1600 und 1910, welwe d'.' �dernr.org�™Xmn *.n dieser Richkung zum Gegen stai-deho-.«� � � ■ wr die besteoenden notoenbig ober chtne(«i zu unterscheiden, ob ine Ijeberweiiung zKSKAKL&*££%£**»° U ber zurückgewiesenen Anträge auf Entsendung'N-me oder Heimstätte, und teilt Aeußerungen leitender Aerzte dieser Stätten über die Notwendigkeit und Nützlichkeit dieses Zweige? der städtischen Gesundheitspflege mit.) Aus' allen diesen Aeußerungen ergibt sick, daß das für diese Zwecke ausgegebene städtische Geld sehr gut angelegt ist. Das Gleiche ergibt sich aus den Berichten unserer Schulärzte. Mehr als 3000 Kinder sind lOsO/ll zurückgestellt worden, weil sie für die Schule nicht in Betracht kommen konnten infolge ungenügenden Kräftezustandes, infolge von Rhachitis, Tuberkulose. Skrofulöse usw. Nach alledem hätte man erwarten sollen, daß der Magistrat alles daran setzen würde, diesem Elend der Großstadtkinder nach Möglichkeit zu steuern. Aber nach Ausbruch des Kriege» war die erste Maßnahme des Magistrats die Schließung einer Anzahl dieser Heimstätren. Nach einer Erklärung des Stadt- ratS Toflein in der Ärmendirektion hätten �uberhaüpt alle diese städtischen WobltätigkeitSeinrichtungen aus Sparsamkeitsgründen aufs äußerste eingeschränkt werdest müssen. Diese Sparsamkeits- Methode konnte die Armendirektion nicht mitmachen;. sie hat eine entsprechende Bitte an den Magistrat gerichtet, aber der Magistrat hat ablehnend geantwortet. So der zeitige Zustand der Sache. Dabei ist der finanzielle Effekt dieser SparsamkeitsmatzreMl bis zum 1. April ganze 70 000 M., wenn man sich aus die Verschickung der an offener Tuberkulose leideiiden Kinder beschränkt. Darum bitten wir. unserem Antrage zuzustimmen und das um so mehr in einer Zeit, wie der heutigen, wo Hunderttausende von Berlinern auf den Schlachtfeldern stehen und' alles getan werden muß. die heranwachsende Generation gesundheitlich möglichst zu fördern.. Stadtv. Sachs(A.L.) ist mit der Tendenz des Antrages ein. verstanden, beantragt aber Ausschüßbcratung. In dringenden Fällen müsse allerdings eingeschritten werden, Stadtrat Toflein: Wir sind gern bereit, im Ausschuß die Sache zu besprechen und werden Sie zahlenmäßig überzeugen, daß von einer..Härte", von der der Antragsteller, gesprochen hat, nicht die Rede sein kann. Der Magistrat hat getan, was er nach Lage der Verhältnisse tun konnte. Stadtv. Solmitz(Fr. Fr.): Wir stehen der ganzen Einrichtung nach wie vor wohlwollend gegenüber und wollen sie in normalen Zeiten auch noch weiter ausdehnen, halten aber den gegenwärtigen Augenblick für nicht geeignet, die städtischen Heimstätten für Kinder wieder zu eröffnen.(Hört! hört!) Gegen die Entsendung in Heim- stätten zu Winterkuren besteht in den Familien eine große Abnei- gung: in den jetzigen Kriegszeiten zeigt sich in den Familien eine noch größere Abneigung, sich von den Kindern zu trennen. Man soll noch einige Monate warten, dann wird sich da? Bedürfnis besser übersehen lassen. Stadtv. Dr. Weyl(-soz.): Die Ausführungen des Stadtrais entbehren jeder Durchschlagskraft. Unsere städtischen Anstalten können binnen zwei Tagen zur Verfügung stehen; es fehlt weder an Arzt- noch an Pflegepersonal, sondern nur am guten Willen des Magistrats. Mitten im Sommer hat der Magistrat die An- stalten geschloffen— eine gänzlich unsoziale Maßregel; man hat, obwohl das Geld bewilligt war, eine Anzahl von Vorgemerkten einfach nicht mehr auigenommen und die Verausgabung des be- willigten Geldes suspendiert? Auch ich verweise aus die gewaltigen Opfer an Menschenleben, welche der jetzige Krieg fordert; daraus resultiert doch erst recht die Verpflichtung der Stadt zur Er- Haltung und Förderung der kommenden Generation!' Die Gefahr der Einschleppung und Verbreitung von Seuchen steht doch heute auch vor der Tür. Wenigstens soweit es sich um bereits bewilligte Gelder handelt, sollte von der beantragten Ausschußberatung ab gesehen werden. Di« paar tausend Mark, die hier scheinbar ge spart werden, fallen nachher vervielfältigt aus unseren Armenetat. Siadtv. Cassel(A. L.).: Wenn der Magistrat bei Ausbruch eines so gewa-fkigen KtiegS zunächst zu sparen sucht, wo irgend gespart werden kann, so ist das nicht zu beanstanden, und eine so .scharfe Kritik, scheint mir daher nicht angebracht Ans der Aus- nhußberatung wiÄ- auch iw, Sinne der Anibagstelleb-' etwas Ge- deiblicheS herauskommen. Der Antrag geht an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. Zur nachträglichen Genehmigung unterbreitet der Magistrat der Versammlung den bereits am 20. d. M. in Wirksamkeit ge- tretenen Vertrag, durch welchen der Intendantur des 3. Armee- korpS die neue Heimstätte Blankenburg-Upstall zur Unterbringung gefangener Offiziere miet- weise für jährlich 7500 M. überlassen wird. Die Versammlung erteilt die Genehmigung ohne Diskussion. Stadtv. Dr. Knhlmonn(Fr. Fr.) berichtet über die Petitionen mehrerer Hausbesitzer und Anwohner der P u t l i tz st r a ß e um Abstellung der Hindernisse, welche der Rampenbau für den Verkehr zwischen den beiden Straßenfronten geschaffen hat. Nach erneuter Beratung empfiehlt der Ausschuß, die Petitionen, soweit sie die Freigabe des Bogens 4 des Rampen- baue? verlangen, dem Magistrat zur Erwägung zu überweisen, über die weiteren Petita jedoch zur Tagesordnung überzugehen. Die Versammlung tritt dem Ausschußantrage bei. Schluß•>4 7 Uhr._ )tzus Groß öerlin. Ausgebeutete Notlage. Unter vorstehendem Titel schreibt der vom Freiherr» v. Grotthuß herausgegebene„Türmer": „Der bitteren Notlage, die der Krieg gerade über die Musikerkreise heraufbeschworen hat, haben die meisten staat- lichen und städtischen Behörden dadurch Rechnung getragen, daß sie ihren in sicherem— wenn oft auch etwas knapp be- messenem— Brote stehenden Beamten das öffentliche Musi- zieren gegen Entgelt für die Dauer des Krieges unter- sagt haben. Dagegen nützen jene privaten Unternehmungen, die auf die berufsmäßige Mitwirkung der Musiker angewiesen find, deren Notlage in einer vielfach geradezu sündhaften Weise auS. Die Deutsche Bühnengenosfen- schaft hat in der ersten Kriegsangst das Stichwort von der Einheitsgage von 100 M. monatlich ausgegeben. Es klang sehr gut. daß so die bislang bestbezahlten Kräfte zum gleichen Kriegssold arbeiten sollten, wie die andern. Eine derartige Maßregel war aber nicht nur von vornherein undurchführbar, weil unsinnig, sondern auch ein ganz schlimmer Blender. Denn die Zugkräfte erhalten neben der Kriegsgage einfach— Spiel- Honorare, und zwar vielfach(z. B. am Nollendorf- und Berliner Theater) in einer Höhe, daß sie durch ihre vom Knnsfflandpunkt lächerlichen Forderungen ihre Kollegen- iäiaft noch in schlimmerem Maße erdrücken, als in Friedenszeiten. Aui die„Kriegsgage" berufen sich aber die Herren Direktoren. die vielfach bessere Ge-- fchäftc machen. als in Fricdenszeitcn, den kleineren Kräften gegenüber, die ohnehin übel daran sind und nur dank ihrer sozialen Organisation allmählich halbwegs menschenwürdige Bedingungen errungen haben. Die Choristen z. B. erhalten jetzt vielfach in Berlin nur 75 M. monatlich, die Orcheslermusiker 100. ja bloß 90 M. monatlich, wo sie vor dem Krieg 150 und 175 erhielten. Fa. die Not- laae der verzweifelten Leute zwingt, jedes Angebot anzu nebmen bat doch ein Theater die anfänglich vereinbarte Kriegs- aaqe von täglich-3 M. auf 2 M. herabgesetzt. Ebenso wucherisch benehmen sich die Kaffeehäuser, die für die aufreibende Tätigkeit ihrer Musiker jetzt 1 und 3 M., statt vorher 7 bis 8 M. und noch mehr be- zahlen. Dabei sind die Kaffeehäuser noch besser besucht, da ja auch die vielen Privatfestlichkeiten— damit übrigens ein weiterer Verdienst der Musiker— wegfallen. Den Vogel schießt natürlich wieder der so kulturförder- liche Kientopp ab. Während vor dem Kriege selbst in dem kleinsten Kientopp mindestens 5 M. für den Musiker gezählt wurden, spielen die Musiker heute für 2 bis 3 M. in demselben Dienst! Es gibt sogar Kinobesitzer, die bieten den Spielern(Musiker sind es jetzt vielfach nicht, sondern Dilettanten, stellungslose Kaufleute usw.) 1 M.(!) für den Abend. Ein Theater am Zoo, das jeden Abend bei den üblichen(zum Teil sogar erhöhten) Preisen gerammelt voll ist, zahlt seinen Musikern(da sind Musiker) 90 M. monatlich, während früher tarifmäßig 180— 200 M. zu zahlen waren und gezahlt wurden. Es scheint uns wenig aussichtsvoll, das Ehrgefühl dieser Herrschaften anzurufen.... Da muß doch wohl die Behörde ein- greifen. So gut die militärischen Oberbefehlshaber dem Wucher mit Nahrungsmitteln durch Höchstpreise zu steuern wissen, sollten sie dieser Bewucherung der notleidenden Arbeitnehmer durch Mindestsätze für die Entlohnung entgegentreten. Künstlerische Daseinsberechtigung haben diese Theater usw. alle nicht; wenn sie nun noch nicht einmal die elnfachsten sozialen Pflichten erfüllen— wozu bestehen sie dann über- Haupt?!"_ Mehr K- Brot! Vom Ministerium des Innern geht unS die nachfolgende Aufforderung zu: Immer wieder kann man hören, daß es mit der Ein- bürgerung des Kriegsbrotes(das heißt desjenigen Brotes. welches über 3 Proz. Kartoffelzusatz enthält und mit einem X gezeichnet ist) langsam, sehr langsam geht. In zahlreichen Ortsteilen unserer größeren Städte, besonders natürlich in den wohlhabenderen Gegenden, kann sich ein jeder durch An- frage beim Bäcker überzeugen, daß das X-Brot überhaupt nicht zum Verkauf gestellt wird. Es ist dies leider ein Zeichen dafür, daß unserer Bevölkerung der Ernst unserer Nahrungsmittclversorgung im Kriege noch nicht genügend ein- leuchtet. Es liegt ja nicht immer und überall in der menschlichen Natur, Vorsorge für die Zukunft zu treffen. Aber hier, wo von allen Seiten als ein dringliches volkswirtschaftliches Gebot im Kriege die Verbreitung von X-Brot anempfohlen wird, sollte doch endlich mit der Sorglosigkeit aufgeräumt werden. Wir wollen annehmen, daß allein diese bisher der Grund für die bedauerliche Tatsache war, daß X-Brot noch keine Kriegspopularität gewonnen hat;, denn frevelhaft wäre es geradezu, wenn etwa andere Gründe hierfür die Veranlassung bieten würden. Aber gesägt soll es doch werden, daß eine Minderbewertung des X-Brotes aus sozialen Gründen im höchsten Maße verwerflich wäre. Könnte man alle theoretischen Wünsche mit einem Schlage verwirklichen, so gäbe es in Deutschland, so lange der Krieg währt, nur Kriegsbrot einer Art und Oualstät. Gerade aber, weil sich diese ideale For- derung aus technischen Gründen' nicht ohne weiteres verwirk- lichen läßt, sollte jedermann das X-Brot als dasjenige ansehen, welches ihm die patriotische Ehro-als Nahrungsmittel vorschreibt.-. und jede Anschauung, als ob dieses Brot etwa eine Proletäri- sierung des Speisezettels für ihn bedeute, sollte er als un- patriotisch zurückweisen. Jeder soll bei seinem Bäcker X-Brot verlangen; er tut damit weder seinem Geschmack noch seiner Gesundheit etwas zuleide, denn es ist vollkommen erwiesen und immer wieder festgestellt worden, daß X-Brot ebenso ge- sund wie schmackhaft ist. Was'der einzelne durch den Konsum von X-Brot beweist, ist: daß er bereit ist, seine Nahrung schon jetzt so einzurichten, daß wir den Krieg auch auf diesem Gebiete durchhalten können. So kann und muß jeder, der es noch nicht getan hat, seine bisherige Sorglosigkeit in eine Mit- arbeit an unserer Nahrungsvorsorge verwandeln. .Kriegsdienst im deutsche« Haushalt." Der Nationale Frauendienst wird in feiner Abteilung für Konsumftagen von Hausstauen und Köchinnen so lebhaft in Anspruch genommen, daß er am 4. Januar eine besondere Beratungsstelle eröffnen wird. Im Zusammenhang mit der Geschäftsstelle(Berlin W. 30, Augsburger Sir. 61) soll sie im gleichen Hause in einem Laden täglich von 10 bis 12 Uhr und nachmittags von 4—6 Uhr geöffnet sein. Praktische Anleitungen und theoretische Ratschläge sollen dort von sachverständigen Hausstauen erteilt werden. Zum Verkauf gelangen Kriegskochbücher. Küchenplakate. Merkblätter. Koch- beutcl usw. Ausgeprobte Anweisungen für Speisezubereitungen für die verschiedensten Arten von Haushaltungen mit Be- rechnung der Kosten. Anweisungen für fleischlose Abend- Mahlzeiten, Wochenspeisezettel werden kostenlos verteilt. Auch schriftliche Anfragen werden wie bisher so schnell als möglich beantwortet werden. � Kartoffelverkauf der Stadt Berlin. Der Magistrat beabsichtigt, die von ihm beschafften Kartoffel« Vorräte zum Verkauf zu bringen und wird eine größere Anzahl»Ott Ständen in den städtischen Markthallen zu diesem Zwecke zur Ber« fügung stellen. Händler auS der Kartoffelbranche, welche sich an dem Kartoffelverkanf in den Markthallen beteiligen wollen,«üfl-rr sich umgehend bei der Inspektion der Zentralmarkthallen, Reu» Fricdrichstr. 24/27. in der Zeit von 8—12 Uhr vormittags melden. woselbst die Bedingungen für die Zulassung eingesehen werden können. Außerdem können Berliner Kartoffelhändler Kartoffeln au» de« städtischen Beständen zum Kleinverkauf in ihren eigenen Geschäfte» erhalten. Auskunft für diese Händler erteilt da» Bureau de» städtischen Güterdircktors im Stadthause, Stralauer Str. 15/22, HI. Der Pankower Bürgermeisicr Kühr ist bei den Kämpfen im --steil gefallen. Ter Oberbürgermeister Mermuth hat der Gemeinde- Verwaltung in seinem Beileidschreiben zum Ausdruck gebracht, daß die Treue und die hingebende Mitarbeit des Verstorbenen im AuS- schuß und in der Bersamnilung deS Zweckverbande» stet» in dank- barem Gedächtnis Groß-BerlinS bleiben wird. Ein braver Geuosse, Albert Grundmamr, Pücklerstraß« 29, hat für immer die Äugen geschloffen. Grundmann war einer von der alten Garde, der unter dem Sozialistengesetz mit in den vordersten Reihen stand. Sein Tätigkeitsfeld war der vierte Krei». Von Beruf Klavierarbeiter, zwangen ihn später die Verhältnisse, eure Gastwirt- schast zu gründen. Sorgen und Kümmernisse begleiteten ihn sein ganze» Leben hindurch, in den letzten Jahren packte ihn noch ein schwere» Leiden, da» die Sorgen vergrößerte. Lei allem war Gp. eftt aufrickitiger gerader Charakter, alle, die ihn kannten, werde» ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigimg findet heute Donnerstag, nachmittags 2'/» Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Eine große Sonditor-Verfanunluilg nahm am Dienstagabend im „Nordischen Hofe" in der Jnvalidenstraxe zu dem drohenden Back- verbot und der Festsetzung voir 33V, Proz. Roggenmehlzusatz Stellung. Zunächst gab der erste Borfitzende eilte Darstellung der gegenwärtigen Lage des»londitorengewerbc-Z und erstattete Bericht über eine iin Handelsministerium frattgefundene Konferenz. Der Redner hielt es für ratsam, der Regierung betreffend des Roggen- mehlzusatzeS so viel wie möglich entgegenzukommen, um so die Ein- führung der behördlich festgesetzten ,Back:age" zu verhindern. ES schlag fich hieran eine lebhafte DiSkusfion und nach eingehender Aus- spräche wurde eine viergliederige Kommission gewählt, die sich mit der Berliner Handelskammer, der Konditor- Fnnung und in letzter Instanz mir dem ReichSamt des Innern in Verbindung setzen soll, tun eine Klärung der bedeutsamer! Frage iui Intereffe des gesamten ÄonditorengeloerbeS herbeizuführen. Verschmelzung zweier berliner Ttadtverordnetcn- fraktionen. Die Fraktionen»Neue Linke" mit den Borfitzenden Rose- now und Hellriegel und die.Freie Fraktion" haben sö* zu einer grohen Bereinigung zusammengeschlossen. Ter Borfitzcnde der „Freien Fraktion", wie die neue Bereinigung auch in Zukunft heißen wird, ist Stadtverordneter Mommsen. Einige Mitglieder der l4 Herren umfassenden ehemaligen„Reuen Linken" haben fich noch vorbehalten, der„Freien Fraltion" beizutreten. Die„alte" Linke wird im neuen Fahre V0 Stitglieder. die Freie Fraktion 30 und die sozialdemolra- tische Fraktion-13 Mitglieder zählen. Die Ausstellung zweier Mustcrwohnungen in der Siedlung Britz der Baugenossenschast„Ideal" erfreute sich au den BeihnachtStaaen eines außerordentlich starken Besuches und bleibt aus diesem Grunde auch noch an den Januarsonntagen geöffnet. Die Ausstellung ist Sonntags zugänglich von 1l>— 4 Uhr. Interessenten, welche dieselbe wochentags aufsttchen, wollen sich an die Hausverwaltung wenden. Die Schule des Levens. Unter diesem Titel wird jetzt im „Eine?" Nollendorf-Theater am Rollendorfplatz 4 ein dreiakligeS Schauspiel aufgeführt, in welchem der berühmte nordische Künstler Waldemar Psilander die Hauptrolle spielt. Wenn das Schauspiel mehr nach seinem Inhalt beurteilt werden sollte, könnte man nicht gerade sagen, daß sich darin das wahre Leben spiegelt. Was hier geboten wird, ist lediglich eine willkürliche Kombination. Denn daß eS einem alten Kommerzienrat einfallen sollte, seinen Enkel, einen Freiherrn Benno von Thorn, wegen seines liederlichen Lebenswandels nach Amerika zu schicken, damit derselbe dort in harter Arbeit durch die Schule des Lebens von seinem Leichtsinn befreit wird, erscheint von vornherein sehr unwahrscheinlich. Auf diesem Unter- gründe ist das Schauspiel aufgebaut. Der junge Freiherr erhält, nach- dem erin Amerika völlig mittellos dasteht, auf Grund eines Empfehlungs- jchreibens seine» Großvaters in einer großen Schweineschlächterei Arbeit. Die Tochier seine» Prinzipals verliebt sich in den jungen flotten Mann. Der„Zufall" will es, daß Benno bald Privatsekretär des Betriebsinhabers wird und in dieser Stellung mit seinem Ehes in Begleitung dessen Tochter eine Europareise mitmachen darf. Zum Schluß wird im Hause des KommerzienratS die Verlobung gefeiert. Die Darstellung ist, wie daS m einem so vornehmen Lichtspieltheater von vornherein zu erwarten ist, äußerst kunstvoll, wie auch die anderen Darbietungen, namentlich im Drama„In TodeSmut", glänzende Reprosuktionen des Meeres in feinen mannig- faltigen Erscheinungen find. Hier zeigt es sich, daß daS Lichtipiel- thealer eine hervorragende Stätte der Belehrung und der Kultur fein kann. Vorbedingung natürlich ist riire glückliche Hand in der Auswahl des zur Darstellung gelangenden Stoffes. Di« Leiche eines zehnjährigen Knabe» wurde gestern früh aus der Spree gelandet. Wie festgestellt wurde, handelt es fich um den Schüler Georg Wengler aus der Kraurstraße 44, der seit dem 2. De» zember ve>mißt wurde. Der Knabe spielte an diesem Tage am Jnselspeicher und scheint dabei ins Waffer gefallen zu sein. Dte Leiche wurde beschlagnahmt und zur genauen Feststellung der TodeS» Ursache noch dem Schauhause gebracht. Ter Straßenhandcl, insbesondere mit Zeitnngtt, und anderen Drucksachen ist, nachdem die Vorarbeiten für die Hcrstellnng de? StraßenbahntunnelS unier dem Kaiser-Franz-Joseph-Platze beendet sind, vom beutigen Tage ab innerhalb desjenigen Stadt- teilcS wieder zugelassen, der im Norden von der Torotheenstraße und der Museumstraße, im Osten von der Kaiser-Wilhelm-Brück«, der Burgsttaße und dem Schloßplätze, im Süden von der Werder- straße und der Französischen Straße und im Westen von der Friedrichstraße umgrenzt ist. Straßrounfall. In der Langhansstraße in Weißeiisee bog Dienstagabend ein Viehtransportwagen kurz vor einem Straßen- babnzuge auf das Gleis und wurde angefahren. Infolge des An- pralles erlitten mehrere Fahrgäste geringfügige Quetschungen und Hautabschürfungen. Am Bahnwagen wurde die Voiderplattform eingedlückt und mehrere Scheiben wurden zertrümmert. Der Botanische Garte» in Dahlem ist am Sonntag, den 3. Januar, von 11 Uhr vorm. bis 4 Uhr nachm. dem allgemeinen Besuch geöffnet. Auf der Treptow. Sternwaric finden folgende Kinovorträge statt: Am Freitag, den l. Januar fNeujahrsiaa), um 3 Uhr:.Mit Ozeandampser von Bremen nach New Norl", um 5 Uhr:„DaS boheiilche Hochland und die KönlgSschlösser", um? Uhr:..Aus unieren Kolonien", am Sonnabend. den 2. Januar, um 5 Uhr;„Christoph KolinnbuS", am Sonntag, den 3. Januar, um S Uhr:.Theodor Körner", um 5 Uhr:„Aus unseren Kolonien", um 7 Uhr:.Unser Heer in Krieg lind Brieden", am Mittwoch, den 0. Januar, um 3 Uhr:„Aus unseren Kolonien". Aufierdem hält am Dienstag, den 5. Januar, um 7 Ubr Herr Dr. Archenhold einen Lichtbilder. Vortrag über:„Praktische Hebungen in der Beobachtung von Planeten und Äusiuchen der Sternbilder".— Mit dem großen Fernrohr werden Mond und Satuni beobachtet, außerdem stehen den Besuchern noch kleinere Fern- röhre zur kostenlosen Bersügiing, mit denen beliebige Objekte selbst ein- gestellt werden können. Freireligiöse Gemeinde. Am 1. Januar, vormittag? Il Uhr, Kleine Frantsurtcr Str. S: Festvortrag von Herrn ll. D ä u m i g.— Damen und Herren alS Gäste willkommen. Der Gesangverein Neuköllner Liedertafel ISIS(M. d. A.-S.-B.) gab am 1. Feiertag den Brrwnndeten im Neuköllner Krankenhau-, ein Vokalkonzert umer Leitung seines ChormeisterS, Herrn F. v. d. DricS. Die Vorträge wurden von den Verwimdeten mit großem Beifall anfgenommen. Bcrwifit. lieber den Ause»lthlütj>ort des MuSketierS Paul Steeger. Jnf.-Reg. 110. t. Komp.. verwundet am 5. Oll. bei Amicourt in Frankreich, rrlucht um nähere Angaben Max Steegei. Neukölln, Lilbtenrader Str. 14. — Ebensalls vermigt wird der Füvlier Erich Burchard von der 11. Komp. des III. Garde-RegimentS. Derselbe wurde am 15. September bei Reims ichwer verwundet. Auskunft erbittet grau Luise Burchard, Maybach- User 44145. B erkoren wurde am zweiten Feiertag in Neukölln aus dem Wege Emserstraße— Kirchhol— Berg- und TbomaSftraßc ein Siegelring mit rotem Stein, der ein werwolleS Andenken darstellt. Ter Ring ist gegen Belohnung bei G. Schuhmacher, Neukölln, Siegsriedstr. 57, abzugeben. Gewerkschaftliches. Ein vernünftiger Erlaß. Der Minister des Innern hat an die»iegierungs- Präsidenten und den Oberprästdenten in Potsdam einen Erlaß zugunsten der Beschäftigung stellenloser Handlungsgehilfen llet staatlichen Behörden gerichtet. ES heißt darin; „Insoweit es nicht gelingen sollte, diejemgen Arbeitgeber, denen ihre wirtschaftliche Lage die Beibehaltung der Gehilfen auch in den Zeiten geschäftlichen Niederganges jjejiaiiel. durch einen Appell an ihre Opferfreudigkeir und ihre stttliche Pflicht von der Ausübung der KündigungSbefugniS zurückzuhalten, muß jedenfalls der Versuch gemacht werden, die stellenlofen, nicht zum Heeres» dienst eingezogenen Handlungsgehilfen bei der Lergebmig ge- eigneter Arbeiten zu berücksichtigen. Ihre Verwendung wird bei- ipielsweise im Kanzleidienste in Betrocht kommen. ES geht irr diesen kritischen Zeiten nicht an. daß Kommunen oder staatlich« Behörden diejenigen Kräfte bevoizugen, die die billigsten sind. Freiwillig« Heuer, pensionierte Beamte und ähnliche in ihrem Nahrungsstond gesicherte Personen müssen aus dem Wettbewerb zugunsten der Bedürfligeren ausscheiden. Ich ersuche Sie. diese Gesichtsviinkie bei den in Betracht kommenden Stellen mit Nach- druck zu verlrelen."_ verlin und Umgegenö. Achtung, Stcinarbeitrr! Laut Tarifvertrag beträgt der Minimal- stundenlohn ab 1. Januar 1013: aj für Steinmetzen 93 Pf., b) für Marnrorsteinmetzeii. in der Werfstelle*3 Pf., außerhalb derselben 88 Pf., bei reinen Berictzfirmen 03 Pf. c) für Schleifer, Fräser, Dreher fauch solche, welche km der Kreissäge und Schleudermaildine beschäftigt find), in der Werkstelle 71 Pf., außerhalb derselben 76 Pf. Die Kollegen werden ersucht, etwaige Tarifverstöße im Verbands- bureau zu melden. Zentralverband der Steinarbeiter. Ortsverwaltung Berlin, Engelufer 13 I, Zimmer 7. deutsches Reich. Keine Höchstlohnfestseffung in den Leder- ausrüstnngsfabrike«. Der außerordentliche Bedarf air HecresaiisrüstungSstücken aus Leder hat eine starke Nachfrage nach Arbeitern hervorgerufen, wo- durch die Löhne der geübten Sattler über den Taris gestiegen sind. Einem Teil llnlernehmcr, hauptsächlich Zwischenhändlern, die erst vor wenigen Wochen die ihnen sonst fremde Fabrikation aufgenommen haben, ist der jetzt erzielte Verdienst der Sattler zu hoch, sie möchten für sich noch höhere Profite aus Kosten der Arbeiter herausschlagen. Bei diesem Bestreben genieren sie sich nicht, allerhand Märchen zu verbreiten, um die Arbeiter einzuschüchtern. DaS neueste auf diesem Gebiete ist die Behauptung, das Kriegsministerium habe Höchstlöhne für die Arbeiter der Militäreffektenbetriebe festgesetzt. Ilm der Sache auf den Grund zu gehen, fühlte sich der Vorstand de? Sattler« und Portefeuillerverbandes veranlaßt, beim Kriegsministerium anzufragen, was an dieser Behauptung wahres sei. Darauf ist unter dem 22. Dezember solgende Antwort eingegangen: „Auf die Emgabe vom 8. Dezember 1014 werden Sie er- gebenst benochrichligt, daß eine Fesrieyung von Höchstarbeitslöhnen für Arbeiter bei den Militärlieferanten nicht statt- gefunden hat." Es bleibt also bei dem bisherigen Zustand. Di« Unternehmer können mit den bei ihnen beschäfligteir Arbeitern über den Tarif hinausgehende Löhne vereinbaren. Auch dürfen sie ihnen höhere Kriegszuschläge als die am 20. August vereinbarten zahlen. Der- boten ist auf Grund der kriegsministeriellen Verfügung vom 8. Ol- tober, daß Unternehmer oder ihre Beauftragte Arbeiter anderer Be- triebe abspenstig machen unter Versprechungen höherer Löhne und Gewährung von Vergünstigungen und Prämien. Wer gegen dieses Verbot handelt, kann wegen unlauteren Wettbewerbes bestraft werden; auch werden ihm die Kriegslieserungen entzogen. Weihnachtsuutcrstültung im Zchueiderv erstand. In welchem Maße die Gewerkschaften für die wirtschaftlichen Opfer des Krieges zu sorgen fich bemühen, zeigt eine Zusammen- stellung des SchneiderverbondeS. nach der als Noistandsunterstützung 122 378,30 M, vom Schneiderverband ausgezahlt wurden. Davon entfallen aus ArbeitSlosenunteistützung rund 109 000 M, und auf Familienunterstützung 213 462 M. Der Vorstand bat trotz dieser Ausgaben beschloffen, allen Mitgliedern, die sich auf der Reise be> finden, ohne Rücksicht auf die Dauer ihrer Mitgliedschaft für die beiden WeihnachtSseiertage 4M. und auch für den ReujahrStag 2M. Unterstützung zu zahlen. Da außer der NotstandSunterstützung im 3. Quartal noch an Kranken- und Reiseunterstüyung sowie an Sterbegeld insgesamt über 38 000 M. ausgezahlt worden find, so übersteigen die Ausgaben um ein wesentliches die Einnahmen; es wird damit gerechnet, daß mindesten» 300 000 M. auS der Haupt« lasse an Unterstützungen mehr gezahlt, als an Beiträgen einge- nommen worden find, und zwar an Unterstützungen, die den Mit- gliedern über die statittarischen Rechte hinaus gewährt wurden. Kriegsopfer in den Gewerkschaften. Ter Textilarbeiter-Verband veröffentlicht eine Zusammen- stellung der Todesursachen der in diesem Jahre verstorbenen Mit- glieder. Danach verstarben 1027 Mitglieder, davon waren 847 männ- liche. Von den Verstorbenen werden 437 als im Kriege gefallen auf- geführt, also über 30 Proz. der Sterbefälle der männlichen Mitglieder aus Konto des Weltkrieges. Rus Industrie und Handel. Tic Regelung der handelspolitischen Beziehungen zu Oesterreich. Man schreibt uno: Die österreichischen und ungarischen Ber- eine der Mitteleuropäischen Wirlschaftsvereinigung haben zu der Frage einer engeren handelspolitischen Verbindung zwischen Teutschland und Qesterreich-llngarn Stellung genommen. Ties ist jedoch nicht, wie in Deutschland vielfach angenommen wird, eine Folge der gegenwärtigen Waffenbrüderschaft beider Staaten. Vielmehr wurde bereits aus der letzten gemeinsamen Tagung der deutschen, österreichischen und ungarischen Gruppen �er Mitteleuropäischen Wirtschaftsvereinigung der Beschlutz gefaht. mit Rück- ficht aus die bevorstehende Neuregelung der handelspolitischen Be- ziehungen zwischen beiden Ländern möchte innerhalb der einzelnen Gruppen die Frage einer Zollunion erwogen werden. Infolge- dessen waren bereits vor Ausbruch des Krieges die Vorarbeiten für die Prüfnng dieser Frage im Gange. Unser Handelsvertraz mit Qcstcrrcich-llngarn konnte am 31. Dezember 1913 sein Ende erreichen, wenn er 12 Monate vorher vcn einem der vertrag- schliehenden Teile gekündigt würde. Daß eine Kündigung im gegenwärtigen Augenblick, wo die Armeen beider Länder Schulter an Schulter gegen den aeminsamen Feind kämpfen, nicht erfolgen wird, ist selbitverständlich. Der Vertrag läuft infolgedessen noch weitere drei Jahre, also bis zum 31. Dezember 1917; zu diesem Zeitpunkt kann er durch Kündigung bis zum Ende des Jahres 1016 aufgehoben werden. Es stehen mithin noch zwei Jahre zur Verfügung, um über den Wcilerbcfiand oder eine Aufhebung de» Vertrage» schlüssig zu werden. Schon im Beginn dieses Jahre», als kriegerische Verwickelungen noch nicht in Aussicht standen, haben sich österreichische Interessentenkreise für eine einstweilige Verlängerung des Vertrages mir Deutschland ausgesprochen. Denn bevor rn Verhandlungen mit Teutschland eingetreten werden kann, müssen zuvor zwischen Oesterreich und Ungarn die Handel»- politischen Beziehungen neu geregelt werden. Berücksichtigt man nun. datz auch nach dem FriebenSschlutz. dessen Eintritt vorläufig noch nick,: abzusehen ist. noch eine geraume Zeit vergehen dürfte, bi» firr den Abschluß von neuen Handelsverträgen die Unterlagen gewonnen find, so mutz man zu der Uebcrzeugung gelangen, daß für eine Kündigung des deutsch-österreichisch-ungarischen Handels- Vertrages in absehbarer Zeit wohl auf keiner Seite ein Bedürfnis vorhanden sein wird,_ Gerichtszeitung. Briefe, die ihn nicht erreichten. Wegen versuchter Erpressung gegen eine Baronin von K. hatte gestern die 4. Strafkammer de» Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors U n g c r gegen den Oberpostassistenten Johannes G ü rtz i g zu ver- handeln. Ter Änilaae lag folgender Sachverhalt zugrunde: Die Baronin v. K., die Gattin eine» setzt als Lftizicr im Felde stehenden Guts- bcsitzers. unterhielt mit einem Baron ihrer Jugendliebe, hinter dem Rücken ihres Gatten ein Liebesverhältnis. Sic richtete, auch noch in den ersten Tagen nach.Kriegsausbruch, mehrere Bricie an ihren seinerzeit in Innsbruck weilenden Geliebten. in_ welchen sie ihre traurige Lage an der Seite des ungeliebten Gatien schilderte und ihn aufforderte, mit ibr nach Albanren zu fliehen, wo er in der dortigen Armee noch Ruhmeslorbeeren ernten könne. Mehrere dieser Briefe zählten zu denjenigen, die„ihn nicht erreichten". Denn sie fielen auf unaufgeklärte Weise in die Hände des auf einem hiesigen Postamt bcschäfiigt geivesenen Angeklagten. Eine gegen ihn eingeleitete Untersuchung wegen Verletzung des Brief- Geheimnisses verlief resuliailos.— Die Baronin v. K. erhielt nun eines Tages von dem Angeklagten einen Brief, in welchem er mitteilte, daß er durch Zufall Mitwisser ihres Geheimnisse» geworden sei. daß er aber bereit sei, zu schweigen, wenn ihm ein angemessenes Schweigegeld gezahlt werden wurde. Tie Baronin antwortete hieraus auch, der postlagernde Brief wurde dem An- geklagten aber nicht ausgehändigt, da inzwischen infolge des Krieges der polizeilich« Ausweiszwang bei der Abholung postlagern- der Briese eingeführt worden war. Tie Baronin wandte fich nun an die Berliner Kriminalpolizei und wenige Tage später wurde Gürtzig von dem Kriminalkommissar Dr. Kopp auf dem Postamt verhastet.— In seiner ersten Vernehmung bestritt er ganz ent- schieden, erpresserische Absichten gehabt zu haben. In einem wohl versehentlich unverschlossen gelassenen oder auch nachträglich von selbst aufgesprungenen Briefe in französischer Sprache sei von einer Flucht nach Albanien die Rede gewesen. Er habe in jener aufgeregten Zeit, als daS Goldautomobil und die Spione der Feind« im Vordergrund« de» allgemeinen Interesse» standen, sofort eine Spionagecmgelegenheit vermutet und deshalb, um dahinter zu kommen, um wa» cS sich handelt, jenen Brief an die Baronin geschrieben. Das Gericht sah einen Erprcssungsversuch für festgestellt au und erkannte gegen den Angeklagten auf eine Gefängnisstrose v»n 3 Monaten. Jugendbewegung. „Arbeiter- Jugend". Die soeben erschienene Rr. 1 des siebenten Fahrgangs hat u. a. folgenden Inhalt: Der Wille zur Tapferkeit.— Der FreiheiiSdichier Plate«. Bon Franz Diederich.— Franz. Ein Erlebnis au» der Lehrling»zeit. Bon Karl Löwe, Bielefeld.— Blumen im Schnee. Von Heinz Welten.— Der deutsch« Soldat und seine Sprache. Der Turm und die Dohlen. Eine Fabel.—„Ritter. Tod und Teufel". Gediibt von Konrad Ferdinand Meher. � Die Arbeiter- jugend in Thüringen während de» Krieges.— Aus der Jugend» bewegung.— Ein Kampf um„Jungvolk". Keine Nachrichten. Ein folgenschwerer Brand. Ei» gewaltiges Schadenfeuer entstand in Steingaden (Bayern) in der dortigen gräflichen Brauerei. Das Brau- gebäude wurde vollständig eingeäschert und große Malz- Vorräte und die ganze Braucreinrichtung vernichtet. Während der Löscharbeitcn stürzte eine Feuermaucr ein. Der Brauereibuchhalter und drei Feuerwehr- leute wurden getötet, neun andere Personeir schwer verletzt. Das Feuer soll durch einen Kaminbraud entstanden sein. Verwegene Flucht eines Tentschen. Im September wurde der 43 Jahre alle deutsche Ingenieur John Jürgen Kühr, ein Expert aus dem Gebiete der drahilosen Telegraphie und Herstellung von Sprengstoffen, in N e w c a st l e verhaftet, weil man in seiner Wohnung Explosivstoffe gefunden hatte. In der Gerichtsverhandlung wurde die Anklage zurückgenommen, Kühr jedoch zur Deportation verurteilt. Seitdem saß er im Gesängni» von Newcastle. Am dritten Seihnachlsfeiettage ist e» ihm gelungen, mit Hilfe eine» Bettuch«» über die vierzehn Meter hohe Gefängnismauer zu entkommen. Dre Polizei macht große Anstrengungen um den flüchtigen Deutschen wieder einzufangen. Teutsch-Polnisch für Feldsoldate». AuS vielen Feldpostbriefen klingt immer wieder die Klage, daß eS unieren Kriegern nicht möglich ist, eine Verständigung mit det Bevölkerung in Feindesland zu erreichen. Unser Berliner Parteiverlag gab daher vor längerer Zeit«in Sprachbüchleni iür unsere im Westen kämpfenden Truppen heran». Jetzt folgt rnw ein solche» für unsere Soldaten in Polen. Der Inhalt umlaßt alle» was nötig ist, um fich der polnischen Bevölkerung verständlich mache» zu können. Die Angehörigen unserer Krieger werden diesen sicher einet großen Dienst erweisen, wenn sie ihnen da» Svrachbüchlein ini Feldsenden. Der Preis beträgt nur 13 Pf. Der Ben an! kann al« Feldpostbrief portofrei geschehen. Vorrätig ist da» Biichleii' in allen Volksbuchhandlungen. Dort ist auch da» früher er ichienene Heftchen Deutsch- Französisch zun, gleichen Preis« noch z« haben._ Sturm in Holland. Ein heftiger Sturm hat in ganz Holland viel Schaden ver ursacht. An mehreren Stellen sind Leute durch umfallende Bau»! getötet worden. Bei Dmuiden strandele der Dampfer„Dell l a n d" und bei Hoek van Holland verunglückte da« deutsche Schi' „St. Nikolaus". Die Bemannung wurde gerettet. Gold nehme ich fax Eiscu. Der Gouverneur der Festung Köln macht bekannt, baß vielso' eiserne Fingerringe mit der Inschrift„Gold gab ich für Eisen"> den Handel gebrachi und zu hohen Preisen zum Kauf a» geboien würde». Unvereinbar mit der historischen Bedeulung iolckl Ringe sei der käufliche Erwerb: e» bestehe serner die Gefahr, dl da» Publikum geläuschi und die Vorstellung erwecki werde. der Ka» prei» werde im vaierländischen Jnteresie verwendet. Daher würd« da« Feilhalten und der Verkauf derartiger Ringe unter Androhu» einer Gefängnisstrafe bi« zu einem Jahr« v» boten._. Parteiveranstaltungen. Neukölln. Arn NeujabrStage veranltaltet dl« Jugendsektion et Wanderung noch Aeblendorf-Mitte— Jazd'chloß-Grunewald. Fahrgeld SO TrcfipunV: Ringbadiidai Neutoll» ubr fwh. Di« nächste Bersammlung ist am S. Januar. Nr. 356. 31. Iahrgasy. 2. Kkilxgt i>es JitBirls" Kerlim WsM DsaveMg, 31. Deze«Kttx Mus öer Serliner Mrbeiterbewegung im Jahre 1914. Das Flchc begann unter migünfttgen Erscheinwigen«fitr die Str. l-eirerschaft. Schon in dm letzten Monaten des Jahres I9l3 hatte sich gezeigt, dag wieder eine wirtschaftliche Krise einsetzte, die eine steigende Arbeitslosiglei: zur» r ausgebrochen und die Eutsciselung de« We'i- �?dh nerücki war. setzten IN Berlw Kund- gebuimen für»nd gegen de» Krieg ein dte Berliner Parleilcil.mg rine«nzabl iolksvcrsamnilungcn. tvclche gegen den Krieg protestterlcn und von Wiedens deinonsirinttn. Auf den Straße». , Ltllven veranstalteten unsere Parttigenossen De- monstrationm zugunsten de? Friedens. �lussust. Ii?1,.2-' f,i cn.uzi!1'* aem Tage der Verfiinbnim des KriegSziiitaird-s. durch bT,*ttn �urde. Der Versuch der Parteileitung, am ";19ufrJ'ine Anzahl öffastlicher Versammlungen zu- sichen Verbat abzuhalten, scheiterte ebenfalls an dem b-hörd- J, topV die Mobstmachimg angeordnet und die � � Dr>u,chla»dS am Kriege zur Tatsache geworden war. � welcher der Presse und dem Aer- � Beschränkungen auferlegte. Aus dem arßest-tBemcnimg trat zunächst eine völlia« Stille ein. de? Streik. Bald darauf wurde der neue Tarif abgeschlusjen. Am 30 gedachte der..Vorwärts" des Tages, an dem er vor "«tÄ'irÄ»-»»tsstarss ?'?.««"ÄU» S'X&Ä zwischen war auch e'" Teil der Sandsie!» «Szefperrt worden. Varteigetwisinnen nahmen sich der Kinder von Kriegsteilnehmern an, ste oryanmerten eine Kranken- und Wöchnerinneuhils-»nd stellten «tt» llntcrstützungskommissioncn zur Verfügung. Mne Ans�k. w�er in Schig. Sine Anzahl>werkschaslli�r«m� etne.den.l««We>l.. V-rhälttiisse» angepaßte Neuregelung de» ge- WÄÄL den der Löhne und der Arbeitszeit unter dem Gesichtspunkt, da, handene Arbeitsgelegenheit möglichst gleichmäßig unter beitsloscn verteilt ivcrde. September. Im 42. K.ominunalwahlbezirk, loo miolge der Mandat legung des Genossen Arons eine Nachivahl erforderlich war. am 6. ein Wvhtffugblott verbreite« und am 8. eine öffentlich munalwählerverfnmmlung abgehalten. Das war die erst? öffentliv Versammlung nach dem Ausbruch des Krieges. An ihre Genehmlgu» halte die Behörde die Bedingung geknüpft, daß keine Diskussto» stcr finden dürfe. Durch die am 13, vollzogene Wahl erhielt Genvß Seckelsoh« das Mandat des 42. Bezirks. Am l t. zog per„VorwürtS"«Redaktion. Expedition, Druckerc Buchhandlung! in sein neues Heim, Lindcnstr. 8, ein. Am 15. tagte i» BallfchmiedrrS Saal in der Babstrahe cii Volksversammlung, die sich mit dem. Thema beschäftigt«: ,,W ist der Mieternot abzuhelfen?" Am 22. wurde das Erscheinen de»„Vorwärts" für der T» verboten. Am 28. wurde der„Vorwärts" zum zweitenmal verbot?». Tie Berliner Gcwerkschaftslommission dielt am 28. in meiirschaft mit den Vertretern«rüderer Gewerkschaften ein« sammlung ab, die sich gegen da» Verhalten mehrerer Bot gemeinden auSipracb, welch« die gewerkschaftlichen Unterstützui von den durch die Gemeinden gewährten RotstandsunteriÄitzur abziehen wollten. Diese'Angelegenheit bat auch später noch m mnls die getvsrlschaftlichcn Instanzen oeschäftigt. Oktober. Am 1. konnte der„Vorwärts" wieder erscheinen unter vom Dbarkommando der Marken gestellten Bedingung, daß Thema„Kl«tffenkawpf und Klasscnhaß" in seinen Spalten r mehr berührt werde. Am 6. fanden vier Mitgltcdcrversammlungen be» Walch eint für den sechsten ReichStagSwahlkrris statt mit dem 2ge> „Die sozialen Aufgaben wäbreird des Kriege»". Das waren ersten nach?lu«Sbruch de» Kriege»«abgehaltenen Parteiversar langen, denen'bald darauf aucki ,n den anderen Wahlkreisen■ sammlungen mit dem gleichen Thema solgten. Am 22. hielt die Konsnmgenoffenichaft Berlin«nd Umge ibr« Generalversammlung ab. welche den Geschäftsbericht de» stände» entgegcnnahm. der eine» günstigen Stand der Gen schaftsbewcguug bekundete. Am 28. gedachten die Gold- and Silbe rarbeiter de-'- Bestehens ihrer Organisation.■ Gegen Ende deS Monats riß der Tod wreder zwe genossen aus unserer Mitte. Am 28. starb OSwalb seit vielen Jahren im Kieiie Niederbarnim für d «arbeitet hott«. Ihm folgte«am 30. Genosse Ernst ft vierten Berliner Wahlkreise liervorrogend tätig war. November. Bei den in mehreren Vororten pollzagenen Kemmi verzichteten unsere Parteigenossen, einer Anregung au licheu Kreisen folgend, mit Rücksicht auf den KnegSzus einen WaM kämpf, so daß den Parteien ihr Besitzstand a baten gewährleistet wurde. Am 17. beging der" Wahlverein Eharlottenburs den« seines 25jährigen Bestehens. Dezember. Am 7. starb Martin Etzel, der Vorsitzende des»erbar Brauerei- und Mühlenarbeiier, betrauert von den Gewer und Parteimitgliedern. Am 28. stellte ein« Versammlung des ilushilfsperson« Großen Berliner Straßenbahn FordenilPen auf Lohnert und Regelung der?lrb«it»z«it. � � Das Weihnachtsscst wurde den arbeitslosen Ritgl'.»�. Gewerkschaften sowie den?lngehörtgen ihrer Kriegt>& dadurch Serschönt. daß sie besondere llnt-rstützungen Verschieden- Partei- und Gewerkschastsorganisatiow nd� stalteten Weihnachtsfeiern für die Kinder der Arbeitslos Kriegsteilnehmer und brachten dadurch in trüber h- Schimmer von Freud- in vi-le notleidende Famnien..)■> Am 80, eröffnete die Neue freie Volksbühne ibr neue« Her „Volksbühne, Theater am Bütowpl-tz". So schloß da» im F-'ck de« snrchtbare» Weltkrieges itehend- Jabr mit«mem itm raaenden Frieden«, und Kultnrwerk ab. da« für die«uchtM v-w tlir ckrssck von örrtfiut in der Berliner Arbeiterschaft für alle Zeit von großer Bedeutu sein wird._. Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. Il3 der preußischen Armee en Verluste folgender Truppen: Feldintendantiir des 25. Re,ervekorps. Etappen-Kommandantur Nr. 5 de« lö. Armeetorp». Stab der Div. v. Breugel, der b. Garde-Jnf.-Brtg. und 25. gem. Landw.-Brig. � � � M � i 1., 3., 1. und 5. Garde- und 1. Garde-Res.-Reg.; Garde<< Regiln'ent'er'Al-xander und Franz; ÄaNu-.Jäger. und Gard« Jäger-Bat.; Gren.. bzw. Ins.- bzw. Füi.-Regimenter Rr. i d. 6, 7, 8, 9, 10, tf. 18," 15, 17" 20,'21. 26,' 28, 31, 32. 1 44 43, 46, 47, 5t, 33, 55. 38, 30. 60, 01, 63, 64. 63. 66, 69, I 76, 77, 75,-79. 80, 61, 83, 88, 90. 00, 109, 116, 136. 136, 14 143, 143, 146, 147. 149, 151, 138, 134, 139. 170. 11 1T5 Jnsi-Rigimenter Nr. 2, 6, 7, 10, 12. 16, 34, 38. Ji 39, 61, 6-1, 65, 66, 76, 80, 93, 109, 20 l. 209, 210; Nr. 2; La»div..J»f..Regimenter Nr. I. 3. 6. 7. 11,' 28. 35. 37. 47, 31. 52, 66, 84 90: Vri«.�rs..Bsto 29, 51, 83; Laildw.-Brig.-Srs.-Bat. Nr. 2V: Ueb Landw.-Bat. Nr. l des 1. Armeekorps; Landsi.-Bal« Striegau; Jäger-Bat. Nr. 10; Res.-Juger.Bataillon« 14; zesiungs-Radf.-Komp. Graudcnz; Maschineugew Festtiiigs-Maschliieugetv.-Abtcilungen Nr. tz, 11. Stab der 4. Div.: 1. Garde.I>r«'g.; 2. und 3.< Gren. zu Pferde Nr. 3; Drag. Nr. 14; Rcs.-Drag. N Nr. S. 5. 10; Nes.-Hiisaren Nr. 1. 4; Ulanen Nr. l.. Ulanen Nr. 5; Jäger zu Pferde Nr. 3; Res.-Kav..« I. ksiarde-Rcs.- und 6. Garde-Frldart.-Reg.;} menter Nr. 7, 10, 38, 41. 31, 53, 57, 61, 62, 63, 71 Rcs.-Feldart.-Regiment er Rr. 1, 36; Landst.-Abt. de« korps. 2.«äX'.rde.Rell-Außart.-Reg.; Kußari. Regimenter 10. lö. 20; Res.-Fußart.-Regimeiner Nr. 1, 17; La Bat. Nr. 2; Fußart.-Ers.-Bai. Nr. 22: 2. Res.-Fußmst Pion.-R-gimenter Nr. 1V. 20. 23. 21. 25, 20 Bat.sillonc: l Nr. 2, I. Nr. 3. II. Nr. 3,!.! I. Nr. 0, II. Nr. 10, I. Nr. 13. II. Nr. 15. t. Sir I. und II. Nr. 21; Piow-Bat. Weber(früher N Bat. Nr. 1b; 13., 49. und 52. Ret.'.-Eis«nbahn-l Res..Etse»bahn.Äomp. iRiiMmer nicht angegebei de» 1. Armeekorps; Fernspr.-Abteilungeii oe? 1. korps; Feldsliegertrupp«. Jiifanterie-MunitionSkoloniien Nr. l d-s 6.> de* Ii. Armeekorps; Fe ldartilkerw-Munitionsko! 8.. ArtiUerie-Munition�kolonne Nr. ö des Ö.,' nition-'olonne Nr. 4 dc� 14., Artillerie-Munitioi und 9 des 15. Armeekorps. San�Komp. Nr. 1 deS Garde-Refervekorps 15. Armeekorps; Rcs.-Sau.-Komp. Nr. 49; F-Idst 2. Armeekortz». 3. k>. Xl I %i. 5tr. 6; KorpS-BruFentrain iti 10. Armeskarps; es.�ßrovianl-Kol. Nr. 18 des 7. Reserve�orpS; Leichte -ol. Nr. 6 des S., Proviant-Kol. Nr. 1 des 15. Armee- .-Fichrpark-Kol. Nr. 1 des'2. und Nr. ö des k>. Armee- Hrpark-Kol. Nr. S de» 10. Armeclorps; fteftungS-Zuhr- Nr. 20 de- 13. Armerforp«; Res.-Fudrpart-Kok. Nr. 62; Fuhrpark-Kol. Nr. 14 des 10. Armeekorps;??eldÄäckerei- l des 10. Armeekorps. bayerische Verlwrlisie?!r. 131 meldet Verluite des b-Reg. München; 1.. 2.. 7., 13., IS.. 17.. 18.' 20., 21., .-Reg.; Res.-Jns.-Regimenter Nr. 2, 4, 11. 12, 20; Brig.- rs.,Bat. Nr. 12; Res.-Jöger-Bat. Nr. 1: 1. Ulonen-Reg. Bam- �rg; 2., 5., 6., 8., 11. Feldart.-Reg.; 6. Art.-Munitions-Ävl. des Armeekorps; Etappen-Fuhrpark-Kol. Nr. 1 des 2. Armeekorps; es.-Autzart.-Reg. Nr. 3; 1. Pion.-Bat. München; Rei.-Fernspr.» St. Nr. 6; Schivere Propiam-Kol. Nr. 4 des 2. Armeekorps. Die Truppen der s ä ch>' i s ch« n Berlustlifte Nr. 83 und gesrern reilK sämtlich aufgerührt worden. Außerdem sind in dieser Liste einige der in Gefangenschaft findlichen Angehörigen der smimschen Armee aufgeführt. n Zum Mietsrecht. geht daraus hervor, daß gegen die acht bisherige» Redakteure des Blattes auf über zwei Jahre Gefängnis und SOCXZ Mark Geldstrafe erkannt wurde. Trotzdem konnte sich unser Parteiorgan halten und es kann heute mit Genugtumig als Erfolg seiner Tätigkeit feststellen, daß in Sachsen-Meiningen zur letzten Reichstagswahl 26 434, in Lchwarzburg-Rudolstadt 10167 Stimmen für die Sozialdemokratie abgegeben wurden, während im Meininger Landtag neun, im Rudolstädter Landtag acht Parteigenossen eingezogen find. Soziales. Genosse Litfin sendet uns auf unsere Darlegung vom 23. Teer eine längere Ausführung, in der er betont, daß der Bericht eine Versammlung des Bezirks 4 der Verwaltungsstelle in, den wir der Nr. 32 des„Freien Gastwirt" entnahmen, ist. Er schreibt u. a.: ..�n der Versammlung berichtete der Bezirksleiter P i e t s ch, die Ortsverwaltung eine aus drei Kollegen bestebende Miei- ;ungskvmmission gewählt habe. Es wurde bemängelt, daß in Kommission nicht jeder von den sechs Bezirken vertreten sei. u meldete sich mein Kollege Krone zum Wort und bemerkte, eine solche Kommission überhaupt überflüssig sei, da der..Bor s" die Sache bereits genügend geklärt habe. Auf Grund r Ausführungen habe ich gesagt, daß die Anschauungen» -es irrig sind. Tie Frage sei noch nicht geklärt, selbst unter sten sei noch Streit darüber, Tic allgemeine Auffassung sei gegen die im Felde befindlichen Mieter das Verfahren ein- lt werden müsse, jedoch haben die Gerichte auch schon anders eilt. Bei dem Geschäftsmann komme nicht wie bei dem Ar und Beamten nur die Wohnung, sondern das Geschästslokal ige. Es sind Fälle bekannt, wo nicht nur Amtsgerichte, son- - ch Landgerichte der Frau wohl die Wohnung belassen, für '-irslokal jedoch aus Räumung erkannt haben. geklärt sei aber, was zu geschehen habe in den Fällen, rt nicht zu den Wafien berufen und durch den Krieg .st, seinen vertraglichen Pslickten nachzukommen. aeine, das sei durch den„Vorwärts" bereits geklärt. � Ausfübrungen de»„Vorwärts" bei ihm Verwirrung Ner handelt es sich aber um die Mebrzabl der Fälle. auf hingewiesen, daß in diesem Fall ein sehr wichtiger e große Rolle spiele. Tie meisten Geschäfte in Groß- a durch Kauf von einer Hand in die andere. Der Ler- -ch nur möglich, wenn die Verkäufer des Geschäfts für £ die Bürgschaft für den pünktlichen Eingang der Miete .en. Tic Gerichte haben in ständiger Spruchpraris ent- daß der Bürge zuerst in Anspruch zu nehmen sei. Für ,»nr:e trifft auch nicht zu, daß die Frau nur als Bürge komme, lein Hauswirt schließt einey� solchen Vertrag. t den Schankwirt der Laden nur vermletet, wennJNann als Mieter auftreten. Es wird daher bei dem Schank- �«sächlich jeder Fall anders liegt, wohl auch von Fall zu Wieden werden. .ade weil ich Verantwortlichkeitsgefühl besitze, was mir der r de» Artikels abspricht, richtete ich an die Versammelten rgende Mahnung, alle Kollegen mögen bestrebt sein, dahin rn. daß sich jedes Mitglied in allen Fällen sofort mit den in Verbindung letzt und von niemand etwas unter- •f,,y:rde, bevor der Rat dieser Funktionäre eingeholt sei. sührungen enthielten also etwas ganz anderes, als /> 'Qfi n Bericht wiedergegeben in. Wird nach diesen meinen en von den Mitgliedern unsere» Verbandes verfahren. �jrd--c allen Fällen eine richtige Beratung im Sinne des„Vor- �"-Artikels stattfinden. Z!ch möchte noch bemerken, daß eins nicht für alles paßt. Das -tSgewerbe unterscheidet sich von den meisten Gewerbebetrieben urch, daß es ein konzessioniertes Gewerbe ist und bin yiel zu vorsichtig und mutz mir gerade aus Verantwortlichkeits- jhl versagen, meine Erfahrungen auf diesem Gebiet im gegen- rtiaen Augenblick öffentlich zu erörtern, später bietet sich wohl u reichlich Gelegenheit." Paul Litfin. hat Genosse Litfin danach nicht das ausgeführt, was der stastwirt" ihn sagen läßt, so entfallen natürlich auch unsere ihön gerichteten Bemerkungen. Hat ein Landgericht auf Räu» z GcschäfislokalS gegen die Ehefrau eines KriegSteilneh- rnnt. so hat es das Gesetz verletzt. Uns ist kein einziger Fall bekannt geworden. Hat das Landgericht etwa als erste so erkannt, so wird das Urteil seine Korrektur beim crgerichi finden. Eine Exmission ist aus den früher wieder- rgelegten Gründen nach Ansicht deS Reichsgericht« und aller rächt kommenden erheblichen Kommentatoren, auch wenn umungsurteil erfolgt sein sollte, unzulässig. rchaus nicht unaufgeklärt ist die Frage, wie eS in den lieae. in denen der Gastwirt soder sonstige Mieter) nich' ..... i»»» ♦ 5.,»,"Ffitf Siofe» firrS mir* tatiiXA« «Sa- t gerufen ist. Auf diese Fälle sind, wie wir wieder- haben, die Bundesratsverordnungen vom 7. und ! anwendbar. Danach hat der Richter, wenn die ws es rechtfertigt und eine Zahlungsfrist dem Ver- cen unverhältnismäßigen Nachteil bringt, das Recht ch die Pflicht), eine mit der Verkündung des Urteils , h l u n g s f r i st von längstens drei Monaten zu ner anzuordnen, daß die wegen der Nichtzahlung r nicht rechtzeitigen Zahlung nach dem Vertrag ein- mungspflicht nicht eintritt oder nur unter be- igungen, z. B. für den Fall der Richlcinhallung vom iner Ratenzahlungen, einzutreten Hab«. Tie Rechts- a nicht unklar, wohl aber für viele Fäll« unbefrie» Mus See Partei. Ein Jubel äu«. w 1913 werden«Z 25 Jahre, daß in Rudolstadt -r des„Bolksblatt". beute.Saalfelder Parteiorgan für Sachsen-Meiningen und Schwarz« ?richien. Da sich damals die Parteibewegung in den AnfangSstodien befand, hatte da« nen ait besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen, und �nfangSjahren der Verleger und Gründer, jetziger 'cter Arlur tz o s m a n n. neben seiner Eigenschaft ' noch als Setzer, Drucker und Expedient fungieren. fand üi Rudolstadt keine Heimstätte. Trotz der Soziolistengesstze» mußte es am IS. April �maligem Titelwechsel sein Domizil in dem entfernten nieiningischen Städtchen Saalfeld die damals in Rudolstadt herrscherrde Blatt zu vernichten drohte. Daß auch >n Regime MeiningenS unser Parteiorgan seinen it und Recht noch teuer genug bezahlen mußte. « Redakteur: AlUeb �9i Untersagung eines Gewerbebetriebes„als Bauunternehmer und Bauleiter". Eine prinzipielle Entscheidung fällte das Oberverwal- tungsgericht. Sie betraf die Auslegung des K 35 Absatz 5 der Gewerbeordnung, wo bestimmt ist; „Ter Betrieb des Gewerbes als Bauunternehmer und Bauleiter sowie der Betrieb einzelner Zweige des Bau- gewerbcs ist zu untersagen, wenn Tatsachen vorliegen, welche die Unzuverlässigkeit des Gewerbetreibenden in bezug auf diesen Gewerbebetrieb dartun." Auf Grund dieser Bestimmung hatte die Polizeiverwaltung von Halle a. S. gegen den Klempner und Unternehmer Bau au? Untersagung des Gewerbebetriebs als Bauunternehmer und Bau- leiter geklagl. ES wurde geltend gemacht. Bau sei mit Bezug auf das Gewerbe finanziell unzuverlässig, auch entbehre er der rech- nischen Zuverlässigkeit, die für einen Bauleiter notwendig sei. Er sei gelernter Klempner und ihm fehle jede berufliche Vorbildung und Sachkunde für da» Baugewerbe. Trotzdem habe er bei mehreren Bauten die Bauleitung selber in der Hand gebobi, da ein gewisser O., der als Bauführer bezeichne: worden sei. tat- sächlich nur als Srrobmann angesehen werden konnte. Bau bestritt, daß die ihm geniachten Borwürfe zuträfen. Ter VezirkSaueschuss in Merseburg erkannte nach Erbebungen dabin, daß dem Beklagten allerdings wegen finanzieller Unzuver- lässtgkeii der Betrieb deS Gewerbcs als Bauunternehmer zu unter- sagen sei. daß aber die Klag- der Polizeiverwaltung abzuweisen sei, soweit sie auch die Ilniersagung des Gewerbes als Bauleiter verlange. Ter Betrieb des Gewerbes als Bauleiter könne ihm deshalb nicht untersagt werden, weil an den von ihm geleneten Bauten technische Mangel nicht zutage getreten seien. DaS OberverwaliungSgericht als Berufungsinstanz hörte noch die Handwerkskammer und die Handelskammer gutachtlich darüber, ob der Begriff des„Gewerbes als Bauunternehmer und Bauleiter" im Sinne des§ 35 der Gewerbeordnung ein einheitlicher Begriff sei. Die beiden Korporationen bejahten dieS. Auf denselben Standpunkt stellte sich ein Ministerial-Kommissar. Das Oberverwaltungsgericht hob darauf die Vorentscheidung auf und erwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung und Ent- scheidung an den Bezirksausschuß zurück. Begründend wurde aus- geführt: Ter Gerichtshof gehe davon aus, daß der im Gesetz(K 35) gebrauchte Ausdruck Bauunternehmer und Bauleiter ein einheit- licher Begriff sei und nicht getrennt werden könne. Tas habe der Senat aus Grund der eingeholten Gutachten angenommen. TaS Erkenntnis deS Bezirksausschusses, so wie eS gefaßt fei, sei daher ein unmögliches. Er habe daS Gewerbe als Bauunternehmer und Bauleiter getrennt in zwei Gewerbe, während daS Gesetz nur ein Gewerbe damit meine. Das Urteil des Bezirksausschusses müsse darum aufgehoben werden, da nur die gänzliche Abweisung der polizeilichen Klage oder die gänzliche Untersagung des Betriebes deS Gewerbe? als Bauunternehmer und_ Bauleiter in Frage kommen könne. Tie Sache sei noch nicht spruchreif. Sie müsse an den Bezirksausschuß zurückverwiesen werden, damit� er den einzelnen Tatsachen nach allen Richtungen noch einmal nähertrete. Nahrungsmittrlversorgung. In der Fleiscki Vernichtungsanstalt zu Rüdnitz bei Berlin wurden in der letzten- Woebe Fleischkonserven zur Ber- nicktung eingeliefert. Das Fleisch ist durch einen FadrikationS- fehler in den Tosen verdorben. Man sollte gerade jetzt die größte Vorsichl walten lassen, damit das Verderben großer Massen von Nahrungsmitteln verbindert wird. Es geht da nicht allein um den persönlichen Schaden des fraglichen Fa- brikanten, sondern eS geht um die Interessen der Gesamtheit. Tie Heeresverwaltung hat vor einiger Zest schon Gelegenheit genommen, den Flei'chkonservensabriken nahezulegen, die Rachtorbeit einzu- schränken, weil sie mit Recht befürchtet, daß dabei in s-nnärer Hm- ficht nicht so einwandssrei gearbeitet werden kann wie am Tage. Sie ist auch sonst sehr bemüht, in den Fabriken, die Fleischkonserven für den HeereSbedarf herstellen, allen Grundbedingungen der Hygiene Geltung zu verschaffen und hat auch schon öfters eingegriffen, wo Ritzstände in dieser Hinsicht offensichtlich wurden. Wenn Fleischkonserven der Vernichtung anheimfallen, so kann die Ursache hierfür vielleicht auch darin liegen, daß h�rue alle möglichen Leute, die in ihrem Leben noch kein« cfleiich- kontervenfabrik gesehen haben, Betriebe eröffnen und die fachmän- nische Leitung oft Personen übertragen, die schon jahrelang nicht mehr in dem Berus tätig waren und denen für die Konservierung d«S Fleische« jedwede praktische Kenntnisse abgehen. Zu folgern ist dar- aus, daß, ehe solche Lieferungen vergeben werden, zunächst zu prüfen ist, ob der Betrieb die erforderliche fachmännische Leitung hat, damit der Vernichtung großer Massen von Nahrungsmitteln nach Möglich- kcit vorgebeugt wird. Die RahrungSmittelproduktion darf nicht Ob- jekt proftthungriger Unternehmer werden. Sriefkaftea üer Reüaktion. Di« iuriftisS«»precSfwnd« findet Tür HJonnenUn Linde»««. 8, IV. Hof rart-tre. am Montag bis Freitag von 8»it S Uh», am Zern, abend von 5 tu« u»t statt. Jeder für den B r i« f l a tt e n deitimmten Ansteige i't ein lPuckistad« und eine Zadl alt Merkzeichen beizufügen. 5? ri etliche Antwort wirb nicht«rtetlt. Anfragen, denen kein«»bomiementsauittung beigefügt ist. weeden nicht veantworut. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. vertenge,«chrifUMe»nd dergleichen»ringe«NN m die Sprechstunde»it. „ �'"ß; 100. 1. Darüber iiud»vir nicht mfonniert. 2. Ja.—<8. ,' Erkundigen Sie«ch beim Polizeipräsidium Berlin. Abteilung für ottp-eußische iflüchtlmge.—«. M. Spandau. Aus medizinische Diagnose - uns unmöglich einlassen.— I. H. 18. Di« Maschinisten Letten iu den DeiefrLfteren. Die Marinemannschaften de» veurlaubtimftandez uiiterfteden dem BezirÜlommando ihre« Ausentkalltortet « Jll?• Di« Gemeinde kann darauf Beschlag legen.— K. tt. 12. I. Afthmattsch« Beschwerden. 2. Erkrankung der Zunge. Z. Unterleib«- o 21 wenftuntauglich-«.«R. L Die Zeichen kennen wir nicht. Labien von dem Tag« an. an dem Sie sich den 500. Venn den Arbeitgeber bei der «*�1 trifft, dann können®e mit Erfolg ~®e rnüffen einen Anwalt zu Ihrer Ver- a�Lv"-«.«tegltch. 40 Ps. und 1 M.- 8.«. 80. fL cl" ,, �ündigung nicht extra vermerkt ist, daß die Frau auch den Mmn zu Sbrer«hnb,gm,g ,o ist der virt Zu, Recht. einmal �'»!'«w?i? Gerrchteenticheidunzen böherer Instanzen kann der .Äfy 9�«»ochttbbn nicht ohne weiteres gepsandri K» d?» der IaKr-sverdtenft 1500 M. übersteigt Sit müßten 'irnlA-fn/M�SiW antchemend ungerechten LodnbejÄlaanabmc an das leinen«uven V-rslarbene müßt« bei Lebzeiten Zte-A«'°«.'w-»Ich��.n. bei nun Person, die ein öffentliches unfädigleit größerer 9��1SSSSSS&t »««umng werden Sie nicht rtchttg M�hZten. MrlürDoierstaiiJl.ilezIir. Berliner Theater Pl' v-:„Eitrablätter!" Deutsches Künstler-Tb. 7,/iü: Lutber. Dentsches Opernhaus. Cbarlottenb. 7Ubr: Zigennerbaron. Frledrteh• Wllhelrnstädt. Theater. 7"iü: Casparone. Cfebr. Herrnfeld-Theater 8Ulir So leben wir! Zwei leuchtende Punkte. Kleines Theater 8 � Ernste Schwänke. Komödien haus 8 UhT: Biedermeier. Lessing-Theater 71,3 ü: Jugendfreunde. Lustspiclhans 7"''u Leulnantsmündel. Hetropol-Theater. Woran wir denken! Ifontls Operettentheater. 7 Uhr» jjgp jjgjjg pgpj Residens-Theater 7'/3 u>: Krümel Tor Paris, i Rose-Theater 8 1:hr: Sein ganzes Glück. SchiUer-Theater O. 8 rhr: Heillgenwald. Sehiiler-Tb. Charbottenbg. 8 LThr: Busarenfieber. Thalia-Theater 7 Karn'rad Mnne. Theater am Ifollendorfpl. 7»/, ll.c Immer feste dratl DerVerscöweiiiler Theater a. d.Weidendammerbrficke. 7 Uhr: Die deutsche Marke, j Morg. S'�ühr: Vater zieht int Feld. Theater des Westens. 7 � Waldmeister. Theater in d. Königgrätzer Straße. Ziehung am 7.-9. Januar L Deutsche Luftfahrer- otterie 7364 mit 90 0/0garant. Qew.zu«. M. 200000 ! 60000 1 30000 I 20000 Los% ä 3 Mark bei freier Zusen- du/lg des Loses und Gewinnliste empfiehlt und versendet* Carl Heintze, Mlil W. Unter den Linden l U.: Rausch. Trlanon-Tbeater. 7ül,r Das Liebesnest. Volksbühne, Theater amßülowpiatz Götz fou BerliehiDp. Walhalla-Theater ü-: Die Förster-Christi URANIA Tn78<4n».,r 4 Uhr(Halbe Preise): Die Veiehsel und die msiir. Seen. Abends 8 Uhr: Die Weichsel und die masurischen Seen. 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Dezember: „Im Altenteil" oder: De» Täters Segen bsnet den Kindern HttaBcr, Raffenetöffn. 7 Uhr. Slnfong 8 Uhr. �-keeäoi' Ff) lies Capfioo »d* fouen-rhcMtr 8*, SKorltc wird energlscta. Dm Lentnnntsfenater. I-nndwehrleate. Martin Kettner a. C. BV* Letztes Aultroton TM Ferdinand Bonn sowie der glänzende Dezember-Spielplan! SM" Kleine Preise. Freitag, den 1. Januar: Qrete Wiesenthal sowie der nene Januar-Spielplan. Wegen Vorbereitungen für das Januar• Programm f ndet am 1. Januar keine Kachmitcags- Vorstellung statt! Reiebsbatlen-Tbeater. ir Sänger. Heute: Gr. Silvester- Prcgrantni! Anfang 8 Uhr. itinmnnimmiinnnininninnininiiinnnniiiinnnmuniiiiii J tu ü Itiiäli Damen loche, schwarz u. farbig, KostümstoBe. neueste Master, Astrachans, Krimmer, Seldenplüscfa Sammet, Seide usw. Paletots. Jacketts. 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