Nr. 6.- 82. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerands: Bierteljährl 8,30 m, monatl. 1,10 R wöchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt 10 Ba. Pofte Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Bost Beitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz ericheint tägil. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr. Beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 60 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsimd Bersammlungs- Anzeigen 80 fg. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedrucic Wort 20 Bfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafftellenantzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte fiber 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Summer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 1hr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin", Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplag, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 6. Januar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplas, Nr. 151 90-151 97. Fortschritte an der deutschen Front in Polen. Westlicher Kriegsschauplah. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Japans Rolle im Weltkriege. Der französische Tagesbericht. Paris, 4. Januar.( W. T. B.) Amtliches Commu niqué von 11 Uhr abends. Die einzigen bisher eingelaufenen Nachrichten betreffen das Ober- Elsaß, wo die Kämpfe in der Gegend um Sennheim mit großer Heftigkeit fortdauern. In der vergangenen Nacht verloren unsere Truppen einen Teil und die Kirche von Steinbach, bie fie später wieder er Schanzen westlich von Steinbach auf Höhe 425 wurden gestern von uns erobert. In der vergangenen Nacht gingen fie einen Augenblid infolge eines sehr heftigen Gegenangriffes verloren, aber die Dentuberten. Am Morgen eroberten fte das ganze Dorf.. Die deutschen schen konnten sich dort nicht behaupten. Die Stellung blieb in unseren Händen. Nami Chateau Salins Dieuze NANCY Selle Dombasle Lagarde StNikolas uneville Mosel Marque Bayon Blamont 0 10 20 Km Pfalzbg S Saarburg Marne Konat Yabern Lärchingen Cire Baccarat Wha Senddes Meur ortagn Charmes Rambervillers Thann Epinal Wasselnhi STRASSBG Schirmeck pb- Ehnheim ES Barr Saales Damhach Markirch Schlettsta S.Die Lennhard Bruyer Rappollw Kaisersby Corcieux Mosel Remiremont Turkhm Colmar 82 Gerardiner Münster Fontenay Plombieres 09 Luxeuil Lanter Lure Nesoul Vilersexel Breisach O Gebweiler Amarin Ensishm Serin MULHAUSEN Ramonchamp Thann Giromagny Steinbach Landser andern ta Chapelle Lörrach Belfort Damier Montbéliar Doubs Montbozon Audiscour kch Altkirch 9 a JUL BASEL Pfirt WELZ 10315 Karte zur französischen Offensive in Elsass. Rekrutierung des französischen Jahrgangs 1916. Amtlich. Großes Hauptquartier. den 5. Januar 1915.( W. T. B.) Französische und englische Publizisten haben die Ansicht ausgesprochen, daß Japan seine Betätigung in dem Kriege nicht auf den fernen Dsten zu beschränken brauche und daß den EntenteWestlicher Kriegsschauplah. mächten seine Mitwirkung auf dem europäischen Kriegsschauplatz willNördlich Arras sprengten unsere Truppen tommen wäre. Dieser zarte Wink findet bei den Japanern aber aneinen Schützengraben von 200 Meter Länge und scheinend wenig Verständnis. Die in Tokio erscheinende machten dabei einige Gefangene. Spätere Beitung Nichi Nichi" meint zu dem Vorschlage, ein größeres Gegenangriffe des Gegners scheiterten. In den jiapanisches Heer nach Europa zu schicken, daß der Plan wohl kaum Argonnen wurden mehrere französische Vorstöße laffe sich nicht wie das englische Berufsheer nach allen Himmelsrichzurückgewiesen. Ein französischer Angriff tungen und Gegenden schiden; feine Regierung habe ein Recht, ein zwischen Steinbach und Uffholz wurde im berartiges Heer zu einem Zwecke zu verwenden, der mit der Beschüßung Bajonettkampf abgeschlagen. Deftliche Kriegsschauplatz. " ausführbar fei. Ein auf die allgemeine Wehrpflicht aufgebautes heer und der Wohlfahrt des Vaterlandes nicht handgreiflich und direkt in Beziehung stehe. Eine Versendung von Truppen nach Europa sei auch mit Rücksicht auf die in China herrschende Unruhe nicht gefigungen Großbritanniens vor feindlichen Einfällen zu schützen. Das In Ostpreußen und im nördlichen Polen ist boten; jeden Augenblid fönne es dort zu einem mächtigen Aufstande die Lage unverändert. Unsere Angriffe östlich fominen. Man dürfe auch nicht vergessen, daß der Vertrag mit der Bzura bei Kozlow- Biskupi und südlich Großbritannien Japan in erster Linie verpflichte, die östlichen Bemachen Fortschritte, auch nordöstlich Belimow Blatt, ochi" argumentiert in ähnlicher Weise gegen die Verdrangen unsere Truppen östlich der Rawka über fendung von Truppen und meint ferner, daß die Verbündeten, wenn Humin und Höhen nördlich davon vor. Weiter fie die Teilnahme Japans auf dem europäischen Kriegsschauplage südlich bis zur Pilica sowie auf dem rechten wünschten, beſſere Gründe anführen müßten, als sie bisher getan-Pilicaufer hat sich nichts verändert. Zustand ia, selbst einen besseren Grund als den, daß sie allein Deutschland der Wege und ungünstiges Wetter hinderten seinen Verbündeten und habe den Wunsch, den Kampf abzufürzen; unsere Bewegungen. Oberste Heeresleitung. Bon den im heutigen Bericht des Großen Hauptquartiers ge nannten Orten liegen: Uffholz 12 Kilometer nördlich Senn heim; Kozlow und Biskupi 5 Kilometer südwestlrch Sochaczew, Sumin 18 Kilometer östlich Lowicz und 13 Kilometer füblich Sochaczew, Bolimow 15 Stilometer ostsüdöstlich 2owicz. nicht überwältigen können. Japan sympathisiere in jeder Weise mit aber es tönne fein Heer nach der anderen Seite der Erdfugel schicken. Das Hemd sei ihm näher als der Rod und es habe an das Glend zu denken, das ein solches Abenteuer über Japan heraufbeschwören: würde. " The Japan Weekly Chronicle", die in englischer Sprache in Tokio erscheinende europäische Zeitung, schreibt zu den Ausführungen der japanischen Presse, daß die finanziellen Gründe, die gegen das Unternehmen angeführt würden, wohl am schwersten wögen. Um ein Heer nach Europa senden zu können, müsse Japan in Europa Anleihen machen. Man müsse Japan wesentliche Gebiets erweiterungen oder bestimmte Monopolrechte zusichern oder die AnDer österreichische Generalstabsbericht. leihen als Bezahlung für geleistete Dienste und nicht als Schuld Wien, 5. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird ver- betrachten. Doch selbst wenn alle diese Hindernisse erfolgreich überlautbart: Wien, 5. Januar 1915 mittags: Am nörd- wunden würden, stellten sich der Versendung einer großen lichen und füdlichen Kriegsschauplake hat sich japanischen Streitkraft nach Europa große Schwierigkeiten in den Weg. nichts Wesentliches ereignet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes bon Hoefer, Feldmarschalleutnant. Zur Verschiffung der Truppen wäre ein ungeheurer Aufwand von Transport- und Begleitschiffen notwendig. Die Sprachenfrage sei ferner fein zu unterschäßendes Hindernis. England fönne wohl die ganze Ausrüstung und die Vorräte für ein japanisches Expeditions feien tapfer, doch könnten sie sich nicht ebenso auf ihre Sol- beer liefern, aber Frankreich oder ein anderes Land fönne dies nicht. daten verlassen, wie die Deutschen, die Desterreicher und Dies treffe besonders in bezug auf Waffen und Munition zu. Wenn Lyon, 5. Januar.( W. T. V.) Der„ Nouvelliste" meldet aus Ungarn. Der Offizier versichert schließlich, daß die im Felde japanische Truppen gegen Deutschland marschieren wollten, müßten Paris: Die Refrutierungsarbeiten für die Jahreslaffe 1916 baben begonnen. Die Untersuchungskommissionen stehenden österreichisch- ungarischen Truppen hart wie Stahl sie von Tokio oder Djaka aus operieren, gerade so wie es das erhielten den Auftrag, nur solche Leute in die Armee einzureihen, feien und bei weiterer Fürsorge für ihr körperliches Wohl britische Erpeditionsheer von London aus tun müsse. Vielleicht welche troß ihrer Jugend die Strapazen des Feldzuges auszuhalten auch den Winter siegreich durchhalten würden. Bei diesen würde es den Japanern leichter sein, von der ruffischen Seite den Männern sei jede Furcht vor dem Tode gefchwunden. vermöchten. Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplah. Zur Lage in Galizien. Die Verbündeten zu helfen. Es sei jedoch sehr wahrscheinlich, daß Rußland nur so viele Truppen im Felde halte, als es mit seinen spär Kämpfe in der Bukowina und den lich vorhandenen Eisenbahnen versorgen könne. Nach der Einnahme Karpathen. " Mailand, 5. Januar.( T. U.) Secolo" meldet aus Bukarest: Die Russen rücken schnell in der Bukowina vor und haben Sereth, Nadauz, Hatna, Zelleden und Suczawa besetzt. Die Desterreicher verschanzten sich bei Dornawatra der Forts an den Dardanellen und der Vernichtung der türkischen Flotte würde man vielleicht japanische Truppen über die sibirische Eisenbahn und Odessa schicken können. Aber auch das sei eine fast phantastische Idee. Der Seekrieg. Zum Untergang des Formidable". Wien, 5. Januar.( W. T. B.) Der Kriegskorrespondent in den Karpathen. der„ Reichspost" bringt. Schilderungen eines Budapest, 5. Januar.( T. U.) Im Unger Aomitat, wo Offiziers über die Lage der verbündeten Truppen in die Russen in der Silvesternacht mit großer Uebermacht einWestgalizien, die so starke Stellungen inne hätten, daß drangen, kam es, nachdem unsere Truppen bei Patafofalu er an ihre Bewältigung durch den Feind nicht glaube. Die und Kisveefgy ein Umgebungsinanöver der Russen vereitelt London, 4. Januar.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen von den Russen unternommenen Angriffe seien buchstäblich im hatten, bei Ligetes zu erbitterten Kämpfen, in deren Ver- Bureaus. Ueber den Untergang des Formidable" sagte ein geFeuer zerschellt. Ebenso stark seien aber die in mehreren lauf Oberst Osermak fiel. Es gelang, die Russen bei Csentos retteter Matrofe folgendes aus: Reihen hintereinander angeordneten russischen Linien. Die aufzuhalten. Aus strategischen Gründen wurden Nagyberezna Die meisten hatten sich zur Ruhe begeben, als die Explosion Russen titten jedoch an ausgesprochener Striegsmüdigkeit. und einige kleinere Ortschaften geräumt. erfolgte. Nachdem der Kapitän erkannt hatte, daß etwas Ernsthaftes Jeden Tag kämen Ueberfäufer herüber; sie klagten über Budapest, 4. Januar.( T. U.) Nach zweitägiger helden- gefchehen war, gab er Befehl, die Boote auszusetzen. Das war elende Verpflegung. Die russische Artillerie habe ihre Ueber- mütiger Verteidigung durch österreichisch- ungarischen Land- allein au Steuerbord möglich, da das Schiff nach dieser Seite überlegenheit eingebüßt und leide an Munitionsmangel. sturm nahmen die Russen die Stadt Suczawa ein. Die bolte. Als die Geretteten das Schiff verließen, sahen sie viele auf Prächtige Burschen seien die Rheinländer; sie griffen Russen rüden jetzt auf Dornawatra, die lette noch bem Achterdeck stehen, von denen die meisten ihre Pfeife oder eine wie Teufel an, fast zu tapfer, mit den Offizieren an der unbesepte Gegend in der Bukowina, vor. An- Bigarette rauchten. Der Kapitän stand mit seinem Hunde neben sich auf der Brücke, die Zigarette im Munde. Teine legten Worte taren: Spize, während die russischen Offiziere hinter der Schwarm gesichts der ungeheuren Zahl der Flüchtlinge organisiert die Saltet Euch gut, Leute, alles geht gut. Steine Panil! Zeigt Euch linie liegen oder hinter der Front, mit der Pistole in der rumänische Regierung die Bildung von Sonderzügen zur als Briten. Der Matrose wurde nach dem Untergang des Schiffes Faust, die Truppen zum Angriff vorschickten. Die Russen Beförderung der Flüchtlinge nach Desterreich. betoußtlos aus dem Wasser aufgefischt. Treibende englische Minen an der norwegischen Küfte. Die gesamte in Rüderikbucht und kolmanns[ Zeitungsnachrichten die feierliche Besizergreifung des Schuhgebietes tuppe zurüdgebliebene 3ivilbevölkerung wurde als durch die englischen Streitkräfte statt. Kriegsgefangene behandelt und nach Gefangenenlagern in Die wichtigsten Stationen des Inselgebietes wurden, Berlin, 5. Januar.( W. Z. B.) Laut norwegischen Pressenach der Kapkolonie geschafft. Die Männer sollen in einem Gefangenen- wie bereits gemeldet, von den Japanern besetzt. Ob die vor Berlin, 5. Januar.( W. Z. B.) Laut norwegischen Pressenach lager bei Pretoria, die Frauen und Kinder in einem anderen einiger Zeit aufgetauchte und später wieder dementierte Nachricht, richten find zahlreiche Minen an der Südküste Nor- lager wegens angetrieben, von denen eine durch die norwegischen Lager bei Pietermaritzburg untergebracht worden sein. Der zweite daß die Japaner das Juselgebiet an die australische Regierung abMarinebehörden geborgen und untersucht worden ist. Nach den Er- Gewährsmann schäßt die Zahl der in Lüderizbucht anvesenden getreten hätten, zutrifft, fonnte nicht mit Bestimintheit festgestellt gebnissen der Untersuchung steht, wie wir an amtlicher Stelle er- Weißen auf 500 Stöpfe. Noch am Tage der Besetzung seien davon werden. Samoa ist durch neuseeländische Streitkräfte befekt fahren, unzweifelhaft fest, daß es sich um eine englische Mine 200 Mann abgeführt worden. Am 26. September sei der Rest, handelt. In letzter Zeit haben viele zwischen der englischen Küste einschließlich des Gewährsmannes, abtransportiert worden, genau worden. Die deutschen Beamten wurden als Kriegsgefangene nach und dem Stagerat fahrende Dampfer ebenfalls treibende Minen 100 Personen, 56 Männer, der Rest Frauen und Kinder. Auf Neu- Seeland übergeführt. Den Schutz der Deutschen hat auf Angesehen. Angesichts diefer Umstände und bei der anerkannt schlechten einem Viehtransportdampfer seien die zivilen Kriegs- fuchen der Reichsregierung der in Apia residierende Konsul der Ankervorrichtung der englischen Minen ist als sicher anzunehmen, gefangenen nach Kapstadt gebracht worden. Die Verhältnisse an Vereinigten Staaten von Amerika übernommen. daß die in der Nordsee und an der norwegischen Stifte treibenden Bord dieses Dampfers seien elend gewesen. Minen ausnahmslos desselben Ursprungs find, wie die zahllos an der holländischen Küste angetriebenen, die von der holländischen Re- festigen. Die unbewohnten Häuser von Lüderitzbucht gierung fast ausschließlich als englische festgestellt worden sind. Die Engländer hätten sofort begonnen, die Stadt zu be seien zum Teil ausgeplündert worden. Das Krankenhaus habe man einfach annettiert und Kranken und Schwestern ausquartiert, ohne ihnen ihre Sachen mitzugeben. Die Engländer Der Krieg und die Kolonien. hätten dort ihr eigenes Lazarett eingerichtet. Beschießung von Daressalam. London, 5. Januar.( W. Z. B.) Das Reutersche Bureau meldet aus Nairobi: Die britischen Kriegsschiffe For" und" Goliath" haben am 15. Dezember Dar es Salam beschossen. Die Stadt hat großen Schaden erlitten. Alle Schiffe des Feindes wurden unbrauchbar gemacht, 14 Europäer und 20 Eingeborene wurden gefangen genommen. Die Engländer verloren einen Toten und hatten 12 Verwundete. Ueber Gefechte sei nicht viel bekannt geworden. Nur einige fleinere Vorpostengefechte hätten sich ereignet, z. B. bei Gras plak. Dagegen hätten die Deutschen am 24. September Walfischbucht erobert, das inzwischen freilich wieder von den Engländern besetzt worden ist. Die Kämpfe in den deutschen hebt ferner nachbrüdlich hervor, daß die Engländer unter Schuhgebieten. Der Friedenswunsch des Papstes. Frankfurt a. M., 4. Januar.( W. T. B.) Die„ Frankf. Beitung" meldet aus Rom: Auf die Bitte des Londoner Daily Chronicle" an den Papst um eine Aeußerung zu Beginn des neuen Jahres, ließ dieser durch den KardinalStaatssekretär Gasparri antworten, da er den Krieg nicht aufhalten könne, tue er alles, um seine schmerzlichen Folgen für die armen Gefangenen und die trostlosen Familien zu lindern. Er beschwöre die Regierungen der kriegführenden Staaten, dem schrecklichen Krieg ein Ende zu sehen, und fordere die Presse aller Länder auf, ihm mit aller Wacht bei dieser Friedensmision beizustehen. Aus den Berichten, so betont die Denkschrift des Reichskolonialamtes, geht zunächst hervor, daß Südwestafrika nicht die Offensive ergriffen, sondern die Angriffe der Engländer resp. sei die Feststellung des ziweiten Berichts, daß die Eroberung von der südafrikanischen Union abgewartet hat. Von Bedeutung dafür Walfischbucht durch die Deutschen erst am 24. September stattRom, 5. Januar.( W. T. B.) Eine Korrespondenz ergefunden hat, während nach englischen Quellen, die in der ersten fährt, daß die amerikanischen Sardinäle Gibbons, Denkschrift des Reichskolonialamtes benutzt wurden, die Eroberung Farley und O'Correl in der Absicht, ein 3usammenarbereits am 8. September stattgefunden haben sollte. Die Dent- beiten der Vereinigten Staaten mit dem schrift Mißachtung des Völkerrechts auch aus Lüderitzbucht, des Friedens und zur Linderung der Folgen des Krieges weiteres alle Nichtkämpfer und alle Frauen und Kinder als Kriegs- den Präsidenten Wilson gewandt haben. Dieser habe die Nach- gefangene außer Landes nach Konzentrationslagern gebracht Anregung sehr günstig aufgenommen und werde sehr wahrhaben. scheinlich einen außerordentlichen Gesandten Am 16. Dezember kam es bei Garub zu einem Gefecht, das, nach Rom entfenden, um den Papst zu seiner Thronbesteigung wie vor einigen Tagen nach einer Reutermeldung bereits mit zu beglückwünschen und zur Beruhigung der Geister und geteilt wurde, mit einer Niederlage der Engländer schnellen Lösung des europäischen Konfliks geeignete Abgeendet hat. machungen zu treffen. Das Reichskolonialamt hat einen zweiten trag zu seiner Denkschrift über den Krieg in unseren Kolonien erscheinen lassen, dem wir folgendes entnehmen: Das erste Gefecht, das in Deutsch- Südwestafrika stattfand, war das von Sandfontein. Von diesem Gefecht an der Südgrenze des Schutzgebietes ist allerdings nicht klar zu ersehen, ob es gegen deutsche Truppen oder gegen eine auf ständische Burenabteilung geliefert wurde. Bei diesem Kampfe soll der " Feind" einmal 120 Tote und 125 Verwundete, das andere Mal 120 Tote und nur 11 Verwundete verloren haben, während die Streitkräfte der Union 12 Tote und 11 Verwundete hatten.- Eine nach Stapstadt gelangte Meldung erwähnt, daß Ende November über den englischen Stellungen bei überig bucht mehrfach ein deutscher Flieger erschienen sei, der auch Bomben geworfen habe, ohne allerdings sein Ziel, die Eisenbahn, zu treffen. Das Flugzeug sei erfolglos beschossen worden. Es handelt sich dabei um eins der beiden Flugzeuge, die bereits im Mai des verflossenen Jahres zu Verfuchszwecken nach Südafrika gebracht worden waren. Ueber die Besehung von Lüderizbucht durch die Engländer berichten zwei Angehörige neutraler Staaten, die in zwischen von den Engländern ausgewiesen worden sind. Nach dem einen Berichte erfolgte die Mobilmachung der Union gegen die deutschen Kolonien am 8. September 1914. Bereits am 19. September scien die Engländer dann mit zwei Kreuzern, vier Torpedobooten und zivölf Transportschiffen vor Lüderizbucht erschienen, ivo jie 8000 Mann gelandet hätten. Etiva zur gleichen Zeit oder turz nachher seien auch in Port Nolloth und in Swakopmund 8000 Mann gelandet worden. Diese Schäßungen find offenbar weit übertrieben, denn der zweite Gewährsmann spricht nur von 2000 Mann, die in Lüderitzbucht gelandet worden seien. Der Rest der Transportschiffe habe seine Reise nach Norden fort gesetzt. Den Deutschen war es gelungen, kurz vor Eintreffen der Engländer in Lüderitzbucht sich nach dem Innern zurüdzuziehen und dabei das gesamte rollende Eisenbahnmaterial der Rüderizbucht- Eisenbahn in Sicherheit zu bringen. Die Engländer brachten jedoch ihrerseits Eisenbahnbaumaterial mit und sollen sofort an die Wiederherstellung der Bahn gegangen sein. Unsere indischen Feinde. Ein Indientenner, der in der Lage war, sich mit gefangenen indischen Soldaten in ihrer Muttersprache zu unterhalten, schreibt der„ Voss. 3tg." u. a.: Am Sonntag, den 13. 12., besuchte ich mit einem Berliner Serrn sechs gefangene indische Soldaten, den Rest einer größeren Kolonne, die vor einiger Zeit in der Gegend von Festubert unweit La Baffée mit ihren englischen Offizieren in unsere Hände gefallen war. Die Leute lagen auf Matragen in einer Kochküche des französischen Arresthauses, die sie sich selbst als geeignet für ihren Aufenthalt ausgesucht hatten. Bei unserem Eintritt warfen fie die wollenen Decken ab, die ihnen reichlich zur Verfügung gestellt waren, sprangen von ihren Lagern auf und begrüßten uns stramm militärisch und zugleich mit allen Zeichen einer findlichen Zuiraulichteit. Es sind schlanke, gut gewachsene Leute mit rein arischen Gesichtszügen. Von Konfession sind sie Bramahnen, der Kaste nach ist der eine aus dem vornehmen Stamm der Misr, drei waren Stshatris( auch Radschputen oder Thakurs genannt), zwei gehören der Sekte der Sikhs an, die grundsählich Leute aus allen Staften aufnimmt, welche sich den Sagungen ihrer Seite unterwerfen, die aber augenscheinlich schon seit Generationen auf einen bestimmten Typ züchtet, d. h., sie nimint, wenn sie sich überhaupt durch Aufnahme oder Anheiratung ergänzt, augenscheinlich nur Leute eines bestimmten Körper und Gesichtstype auf; diesen Typ wies der Jüngere unter den beiden in vollendeter Schönheit auf. wie es ja auch in Kamerun und Togo gemacht worden fei, ohne Seiligen Stuhl in den Bestrebungen zugunsten herbeizuführen, fich mit einem dahingehenden Vorschlag an Der Austausch der Gefangenen. Mit portugiesischen Truppen ist es mehrfach zu 8usammenstößen gekommen. Doch betont die Denkschrift, daß die Offensive auch hier nicht von den deutschen Rom, 4. Januar.( W. Z. B.) Wie das„ Giornale Truppen ausgegangen ist. Bei dem ersten Zusammenstoß, bei dem d'Italia" erfährt, hat der Heilige Stuhl auf seine AnDeutsche die Grenzen Angolas überschritten haben sollten, habe es regung betreffend den Austausch friegsuntaugfich offenbar nur um ein Renkontre der portugiesischen Bosten- licher Gefangener von Deutschland, England, Desterbejagung mit herumziehenden zweifelhaften Elementen" gehandelt, reich- Ungarn, Rußland, Montenegro, Serbien und der die den Viehankauf auf ihre eigene Art betreiben wollten" und so Türkei günstige Antworten erhalten. Frankreich ließ heute in Konflikt mit den portugiesischen Posten geraten feien. Ebenso durch Vermittlung des belgischen Vertreters am Heiligen unwahrscheinlich sei die weitere Meldung, von einem deutschen Stuhl seine Zustimmung offiziös zu erkennen geben; die offiEinfall am 31. Oktober, bei dem zwei portugiesische Offizielle Antwort Frankreichs wird für heute abend erwartet. ziere und zahlreiche Mannschaften gefallen oder verwundet worden feien. Völlig unrichtig aber sei bie Meldung der Reuter- Eine internationale Inspektion für die presse, daß die deutsche Regierung der portugiesischen wegen der angeblichen Uebergriffe füdwestafrikanischer Truppen Entschuldigungen angeboten habe. Weber von einem deutschen Einfall in Angola noch von dem Angebot einer Entschuldigung sei in Berlin irgend etwas bekannt. www Nach einer über Madrid eingelaufenen Meldung vom 28. Degember foll es schließlich noch zu einem schweren Zusammenstoß zwischen einem portugiesischen Expeditionskorps und deutschen Truppen gekommen sein, wobei die Portugiesen eine schwere Niederlage erlitten. Die Verfolgung durch die Deutschen war so heftig, daß die flüchtenden portugiesischen Truppen nicht einmal den auf portugiesischem Gebiet befindlichen befestigten Play Naulila au halten vermochten, sondern an die deutschen Truppen verloren. Die Mitteilungen über die Kolonien in der Südsee bieten nichts wesentlich Neues. Neu- Guinea tourde von den englischen Truppen offupiert, nachdem, wie auch weitere Meldungen bestätigt haben, die deutschen Streitkräfte hartnädigen Widerstand geleistet haben, bei dem auch die schwarzen Polizeiiruppen sich sehr gut gehalten haben. Die kriegsgefangenen Deutschen wurden nach Sydney gebracht. Am 13. September fand dann nach englischen hinter fich und befanden sich in verhältnismäßig guter Verfassung. Eius scheint mir jedoch sicher; diese primitiven Menschen haben feinesfalls stärkere Nerven als wir, was sich wohl daraus erklärt, daß sie ihrem ganzen Wesen nach verträumte, große Kinder sind, denen die Nervenanspannung und der Nervendrill des scharf arbeitenden Europäers fehlt. Für die Beurteilung des militärischen Wertes der indischen Soldaten kommen auch die strengen rituellen Speisevorschriften in Betracht, die bei den einzelnen Bekenntnissen und Stajien verschieden sind. Die Brahmanisten essen kein Rind- und kein SchiveineFleisch, die Mohammedaner essen wohl Rind-, aber kein Schweinefleisch. Brahmanisten und Moslim effen Fleisch von Ziegen und Schafen, die durch den Halsschnitt von einem ihrer eigenen Beute getötet sind, die Siths jedoch essen solches Fleisch nur, wenn dem Zier durch einen Schivertstreich der Stopf abgetrennt ist. Die Speisen der Brahmanisten müssen von einem Mann aus der Brahmanentaste bereitet werden, andernfalls müßte sich jeder sein Effen selbst bereiten. Unser Weiß- und Schwarzbrot ist ihnen ungewohnt und unbekömmlich, sie baden sich ungefäuerte Brote. In den Schüßengräben, wo ihnen warme Speifen nicht zugebracht werden können, oder bei Gelegenheiten, für die bei uns die eiserne Nation bestimmt ist, führen sie in einem Beutel geröstetes Storn( Channa) mit, das ihmen aus Indien beschafft werden muß. Diese peinlich befolgten Speisejitten lassen sich natürlich bei den indischen Grenzraufereien gegen Stämme befolgen, die ebenso Vorschriften beobachten; in einem europäischen Kriege fann das unter Umständen zu einem beschleunigten Zusammenbruch führen. Gefangenenlager. Bern, 5. Januar.( E. U.) Auf Veranlassung des internationalen Roten Kreuzes sollen die Gefangenenlager in Frankreich und Deutschland einer internationalen Infpettion unterworfen werden, die sich auf Unterkunft, Verpflegung, Bekleidung und Be schäftigung beziehen wird. Diese Inspektion wird durch je eine Kommission ausgeübt, die für Deutschland aus dem nordamerikanischen und spanischen Gesandten, dem Fürsten von Hazfeldt und Artur Gugster, dem Präsidenten des schweizerischen Nationalrates gebildet wird. Eugster ist gestern nach Berlin abgereist, wo die Kommission über die Art ihres Vorgehens beraten wird. Falsche Friedensgerüchte. Rom, 5. Januar.( W. T. B.) Die Agenzia Stefani veröffentlicht folgendes: Da einige italienische Zeitungen Gerüchte veröffentlicht haben, wonach Rußland Schritte in Hinsicht eines Friedensschlusses unternommen habe, so dementiert der russische Botschafter derartige Gerüchte namens feiner. Regierung fategorijd. Rußland dente nicht daran, die FriedensSelbstverständlich haben die Engländer alle diese Schwierigfeiten gekannt. Die Frage der Verwendbarkeit indischer Truppen in Guropa wurde im Hinblick auf den wachsenden deutsch- englischen Gegenjas Ende der neunziger Jahre von Sachverständigen in den anglo- indischen Zeitungen eingehend erörtert. Erste Fachmänner haben sich deutlich dagegen ausgesprochen. Wenn diese Truppeit froßdem in Europa eingefekt wurden, so darf man wohl darin ein militärisches Armutszeugnis für England erblicken. Es hatte nicht genügend englische Truppen, seine anmaßende Politik durchzuführen und seinen Bündnisvertrag zu erfüllen. " Die indischen Truppen wurden um den 10. August herum mobil gemacht, nachdem die Gestellungsbefehle an die Urlauber einige Lage früher ausgegeben und eine große Anzahl von Transportschiffen in Bombay und Sarachi zusammengezogen worden waren. Sofort nach Eintreffen der Truppen in den Hafenstädten wurden sie aus den Eisenbahnzügen auf die Schiffe gebracht. Daß es in einen Strieg ging, merften die Leute aus den Vorbereitungen. Das Land des Krieges und der Feind wurde ihnen nicht genannt. Unterwegs erfuhren sie von anderer Seite nichts, denn die Zenfur wurde mit äußerster Strenge gehandhabt, und die Deutschen in Indien waren durch einen Revers auf Tod und Leben sofort nach der Kriegserklärung zu absolutem Stillschweigen über den Strieg gegenüber den Eingeborenen verpflichtet. Grit in Frankreich erfuhren sie, daß es gegen Deutschland gehe. Ob Deutschland ( Germany) eine Fabrit oder ein Fabrikant, ein König oder ein Rand, ein Gott oder ein Teufel fei, war ihnen unbekannt. Sie hatten von Germansilver"( Neusilber), von„ made in Germany Dann die Schwierigkeiten der Sprachen und Dialette! Die gehört. Sie hatten keine Vorstellung von dem Feinde. Erst nach Leute sprechen alle Hindujiani, die meisten fönnen auch die Sanskrit und nach wurden sie auf den Fahrten und Märschen durch Frank( Devanagri) oder arabischen Buchstaben lesen und schreiben. Eng- reich von den Franzosen durch Zeichen dahin unterrichtet, daß die Außer den Leuten hier vor uns und der größeren Solonne, lisch und andere Sprachen verstehen sie nicht. Nur eine verhältnis Deutschen Feinde der Menschheit seien, daß sie den Gefangenen zu der sie gehörten, hatte ich bisher einige mohammedanische Be- mäßig geringe Zahl englischer Offiziere spricht Hindustani. Alles und Verwundeten die Augen ausstechen, die Ohren und Nasen lutschen und eine Anzahl von den rein mongolischen Gurkhas als das macht die indischen Soldaten für den Aufklärungsdienst in abschneiden, die Sände und Füße abhaden. Nach vielfachen AusGefangene gesehen. Die letzteren sind nach ihren Sitten und nach fremdem Lande mur befdyränkt brauchbar, und bei dem großen fagen der von mir in ihrer Sprache befragten Gefangenen haben den Büchern, die sie lesen, ebenfalls Brahmanisten. Von allen Offigiersverluft fanu es vorkommen, daß fie völlig hilflos verden. englische Offiziere und Mannschaften die Leute ähnlich unterrichtet. indischen Gefangenen hatten die Gurkhas, die als besonders zähe Ferner die Schwierigkeiten des Klimas! Die Leute tommen So jaßen wir," erzählte ein Unteroffizier( Lance naik),„ an dem gerühmt werden, seelisch und körperlich am meisten gelitten. Sie durchiveg aus Gegenden mit 8 bis 11 Monaten Sonnenschein und Abend, bevor wir zum erjienmal den vordersten Schüßengraben hatten tagelang unter einem vernichtenden Artilleriefeuer ohne entsprechend heißem, trodenem Alima, vielleicht die Gurthas und befeßen sollten, in verzweifelter Stimmung um das Lagerfeuer Ablösung in den Schüßengräben gelegen. Ein Verwundeter hatte die mohammedanischen Stämme aus einigen Städten der Nord- und sagten uns: Lieber tot, als lebendig in die Hände der Deut sich nach einem deutschen Sturmangriff ohne Decke, Mantel, Speise westgrenze ausgenommen. Diese Leute werden nun hier im feuch schen fallen." Die verzweifelte Stimmung wich, als ein Feldund Trank in einen verlassenen Schüßengraben geflüchtet, der am testen Winkel Europas in den Krieg geführt. Obgleich die in unse- iebel( Jemadar) sich zu ihnen gesellte und ihnen zuraunte: Alles jelben Tage von uns ant anderen Ende bejezt wurde. Er ver- ren Händen befindlichen Gefangenen verhältnismäßig furze Zeit Schwindel, die Deutschen haben Nachrichten verbreitet, daß fie nach stedte sich unter einen Unterstand, vor dem ein toter Sith lag. den Unbilden des Klimas ausgefekt waren, husten sie alle. Sie dem Völkerrecht kämpfen." Es ist klar, man wollte diese einfachen, Hungernd, vor Durst verschmachtend und vor Kälte erfiarrend, lag husten so start, daß unsere Truppen bei nahe aneinanderliegenden unwissenden Leute, die den Feind nicht kannien und am Striege er sechs Tage und sechs Nächte und wagte es nicht, sich den deuts Schüßengräben am Husten die Anwesenheit der Judier merken. nicht das geringste Interesse hatten, durch Furcht zum äußersten schen Barbaren zu ergeben, die aus bestimmten Gründen jene Ginige von ihnen sind schtvindsüchtig, andere hatten die Ruhr, einer Aushalten veranlassen. Das ist gelungen, und die Gurkhas wurden Seite des Schüßengrabens nicht betraten. Als wir unsere Schüßen- die Straße, alle hatten Läufe. Die Leute, befonders aligediente infolgedessen furchtbar zusammengeschossen; von den 5500 Mann, linie weiter vorjchoben, trat er endlich mit letter Kraftanstrengung Unteroffiziere, fagten mir, fie würden bei monatelangem Aufent- die die indischen Truppen verloren haben, find die meisten ver hervor und wurde, während er an einer Runtelrübe seinen Hunger halt in den Schüßengräben durch eine längere scharfe Frostzeit mutlich Gurkhas. Was die Engländer über besondere indische stillte, von unserem Posten gefangen genommen. Die übrigen vollständig außer Gefecht gesetzt werden und bei nahkaltem Klima Schleich angriffe auf unsere Boften fagen, die uns Furcht und Echreden einjagen sollen, ist selbstverständlich Faber.... Gefangenen hatten augenscheinlich weniger schwere Erfahrungen einfach umfommen. frage zu diskutieren, bis nicht seine Gegner gezwungen sein würden, die Bedingungen anzunehmen, welche die Verbündeten als einzige Garantie eines dauernden Friedens betrachten würden. Die Verordnung über das Ausmahlen des Brotgetreides! wie das Verfütterungsverbot treten am 11. Januar 1915, die Verordnung über die Bereitung der Backwaren am 15. Ja Bevorstehende Tagung des Oberhauses. nuar 1915 in Kraft. Kriegsbekanntmachungen. Eine notwendige Warnung. Die oftpreußischen Flüchtlinge. Der Dberpräsident von Ostpreußen hatte mitgeteilt, daß die Bahl der aus Ostpreußen geflüchteten Personen insgesamt auf 500 bis 600 Tausend zu schätzen sei, wovon wahrscheinlich 200- bis 300 000 nicht mehr in die Heimat zurückkehren würden. Demgegenüber betont der Vorsitzende eines Ausschusses ostpreußischer London, 5. Januar.( W. T. B.) Der parlamentarische Bericht Flüchtlinge: es ist keine Rede davon, daß eine halbe Million oder erstatter der Zimes" erfährt, daß das Oberhaus in der bevor mehr Ostpreußen die Heimat verlassen haben. Die Zahl der Flücht stehenden kurzen Sigung Fragen über den Verlauf des linge ist auf 200- bis 300 000 zu fchäßen. Daß ein Teil, insbesondere Strieges während der letzten Wochen an den Minister richten wird. folche Personen, die schon in anderen Provinzen Verwandte wohnen Kitchener wird Gelegenheit haben, von neuem eine Erklärung Berlin, 4. Januar.( W. T. B.) Trotz der von der Bosiver- haben, endgültig fortbleiben wird, ist leider zu befürchten. Die abzugeben. Weiterhin wird sich das Haus mit der Rekrutierung waltung neuerdings wiederholt erlassenen Warnungen, feuergefähr große Heimatliebe bei der weit überwiegenden Zahl der Ostpreußen und Ausstattung der neuen Armee und dem noch immer ungelösten liche Gegenstände nicht mit der Post zu versenden, mehren sich die und die Maßregelt, welche der Staat ipäter zur wirtschaftlichen Problem, wie Informationen nach Deutschland durchdringen könnten, Fälle. wo Postsendungen, namentlich auch bei der Feldpost, sich selbst Förderung der Zurückkehrenden zu ergreifen entschloffen ist, bieten fowie mit der Lage der Zivilbevölkerung im Falle einer Invasion entzünden und dadurch zahlreiche andere Postsendungen vernichten. aber die Gewähr, daß bei weitem die Wiebrzahl der jetzt Geflüchteten Auch die Untersuchung eines am 6. Dezember, wie feiner Zeit mit zurückkehren wird. Darüber hinaus muß aber nach dem Kriege befaffen. Die Regierung wird wahrscheinlich aufgefordert werden, geteilt worden war, erfolgten Brandes eines Bostkraftwagens auf alles daran gesetzt werden, um durch Maßregeln der inneren über die Grundsäke, von denen sie sich bei der Organisation der der Etappenstraße mit Poft für das 18. Armeekorps hat ergeben, stolonisation und durch Förderung und Entwicklung aller GeHilfsquellen des Landes für die Fortsetzung des Strieges auf dem daß der Brand durch Selbstentzündung von Feldpostbriefen ent- werbe und vor allem durch Zurückführung von Deutschen aus dem Kontinent leiten läßt, flare Auskunft zu erteilen. standen ist. Zwischen den geretteten Sendungen wurden Benzin- Auslande nach Dstpreußen der schon vor dem Kriege menschenarmen feuerzeuge, Streichhölzer und andere feuergefährliche Gegenstände Provinz neues Blut zuzuführen. aufgefunden. Von der 50 Säde starken Bostladung sind 34 Briefsäcke verbrannt. Ihr Inhalt stammte von Ende November und Anfang Dezember und rührte hauptsächlich aus Frankfurt( Main), Hessen und Süddeutschland her. Amtlicherseits wird deshalb bor der Versendung feuergefährlicher Gegenstände durch die Post erneut und dringend gewarnt. Ueber die Behandlung schriftlicher Nachrichten und Beweisstücke in Kriegszeiten. Abonnentenversicherung gegen Seebombardements. London, 5. Januar.( W. T. B.) Die„ Daily News", die ihre Abonnenten bereits gegen die Gefährdung von feind lichen Luftangriffen versichert hat, hat einen neuen Fonds von 5000 Pfund Sterling zur Versicherung gegen eine Beschießung von der See her gebildet, unter der Bedingung, daß das Blatt nicht verpflichtet ist, mehr zu bezahlen, als der Fonds beträgt. Frankreich und Marokko. Baris, 5. Januar.( T. 1.) Die Unterdrüdung des Aufstandes in Marokko bildet eine Hauptforge in hiesigen parlamentarischen Kreisen. In fast allen Parteifizungen wird die Frage erörtert, wie sich die Stammer zu etwaigen Regierungsvorschlägen zu verhalten habe, und mit welchen Mitteln man am besten die drohende Gefahr abwenden Das Kriegsministerium teilt mit: Deutsche Gefangene in Marokko. Die„ Nordd. Allg. 8tg." veröffentlicht die Liste der in dem marokkanischen Lager Sebdou untergebrachten deutschen und öfterreichisch- ungarischen Staatsangehörigen. Inter den 301 Gefangenen befinden sich auch Frauen und Kinder; soweit man aus der leberficht erfahren kann, sind die Familien nicht getrennt worden. Behandlung der russischen Saisonarbeiter. Das stellvertretende Generalfommando des 19.( 2. sächsischen) Armeekorps erließ folgende Berordnung: In diesem großen und schweren Kriege, den unser Vaterland um Sein oder Nichtsein kämpft, ist es von höchster Wichtigkeit, daß alles das, was an einen unserer Krieger oder über ihn oder von Die russischen landwirtschaftlichen Arbeiter haben die Verpflich ihm geschrieben ist, sorgfältig aufbewahrt wird. Nicht nur als teure Erinnerung, sondern unter dem Gesichtspunkte, daß solche tung, auch während des Winters zu arbeiten. Es muß ferner darauf Schriftstücke möglicherweise einmal als Ergänzungen zu amtlichen gehalten werden, daß sie mit ihren bisherigen Arbeitgebern neue Arfeststellungen des Verbleibs von Vermißten oder Verwundeten oder beitsverträge über ihre Beschäftigung bis zum Herbst dieses Jahres abschließen. Manche unter ihnen haben sich geweigert, dies zu tun Gefallenen von größter Bedeutung werden können. Wer je in amtlichen Auskunftstellen Gelegenheit hatte zu be- und überhaupt zu arbeiten. Ein solches Berhalten kann nicht geduldet könne. Der Brennpunkt der ganzen Frage besteht in der Erwägung obachten, wie wenig sorgfältig Nachrichten aus dem Felde, 3. B. werden. Die Arbeiter werden darauf hingewiesen, daß die nicht der Alternative, entweder den Ereignissen vorläufig ihren Lauf zu Briefe oder Postkarten von Truppen, Feldwebeln, Stameraden, die Wehrpflichtigen unter ihnen auf unmittelbare Rüdbeförderung über lassen und sich dadurch eventuell einem Verluste der ganzen Kolonie den Tod eines Kriegers den Angehörigen mitteilen, von diesen die Landesgrenze nicht mehr rechnen können, und daß auch die und der hineingesteckten Milliardenwerte auf unbestimmte Zeit aus- natürlich aus Unkenntnis der Folgen behandelt werden; wie Abreise auf eigene Kosten über neutrale Länder in Frage gestellt ist. zusehen oder aber zur sofortigen Unterdrückung des Aufstandes neue, diese Schriftstücke verknittert, verwischt, beschrieben werden; wie Es wird ferner jedem, der sich weigert, zu arbeiten, angedroht, daß schwer entbehrliche Truppenmengen und schwer zu beschaffendes Geld man sie andern Händen anvertraut, jie mit der Post versendet, ins er alsbald in ein Gefangenenlager gebracht werden - der fühlt sich zu der wird, Dort wird er lernen zu arbeiten. Außerdem wird angedroht, herzugeben. Der Abgeordnete Delaroche, ein genauer Kenner Feld vielleicht auf Nimmerwiedersehen daß kein russischer Arbeiter jetzt oder im Frühjahr die Arbeitsstelle maroffanischer Verhältnisse, hat die zur Unterdrückung des Aufstandes ernsten Mahnung verpflichtet: " Bewahrt wie ein Kleinod alles, was ihr von solchen Schrift- verlassen darf, sofern sich sein Arbeitgeber bereit erklärt hat, ihn notwendigen Truppennachschübe auf mindestens 40 000 Mann und stüden erhaltet. Macht euch Abschriften oder lagt euch solche fertigen, unter angemessenen Bedingungen den Winter über zu behalten oder das sofort benötigte Geld auf ½ Milliarde Frank veranschlagt. Alle vergeßt dabei nicht scheinbar univichtige Kleinigkeiten, wie Stempel zu beschäftigen. Industrielle Betriebe dürfen keine landwirtschaftdie Versuche, Spanien zur Hilfeleistung bei den marokkanischen und Aufschrift, und sorgt womöglich für eine amtliche Beglaubi- lichen ausländischen Arbeiter annehmen." Schwierigkeiten zu bewegen, sind endgültig gescheitert. Es handelt gung der Abschriften. Gebt die Ürschriften nicht ohne Not weg sich jetzt also für das französische Parlament darum, herauszufinden, sie können verloren gehen, und damit Beweisstücke von unschäßwelches das kleinere der beiden Uebel ist. Verschiedene Parlamentarier barem Wert. Und was ihr mündlich erfahrt durch Kameraden haben privat ihrer Ansicht Ausdruck gegeben, daß es vernünftiger und andere stellt die Namen der Mitteiler fest, schreibt es auf sei, die Straferpedition bis zum Friedensschluß zu verschieben, da und laßt die Betreffenden es unterzeichnen, wenn es geht. Und schließlich vielleicht auch Maroffos Schicksal in Europa entschieden hütet das alles getreu und mit Liebe." würde. Diese gewiß nicht unvernünftige Ansicht wurde jedoch sofort als staatsgefährliche Schwarzseherei" bezeichnet, und die Stimmen verhalten ungehört. Neue Vorschriften über Brot- und Kuchenbereitung. An die Erfinder. Amnestie in Bayern. Der König begnadigte aus Anlaß seines 70. Geburtsfestes eine größere Bahl von Verurteilten, und zwar überwiegend Angehörige von Kriegsteilnehmern. Die Wirren in Albanien. Hom, 5. Januar.( W. T. V.) Giornale d'Italia" meldet aus Amtlich. Berlin, 5. Januar.( W. T. B.) Dem KriegsDurazzo. Die Schlacht zwischen den Truppen Eisad ministerium gehen noch immer Erfindervorschläge, Anerbietungen und gut gemeinte Ratschläge in überaus großer Baichas und den Aufständischen dauert in der Um Ihr Ausgang ist noch Zahl zu. Die Einsender mögen überzeugt sein, daß jede Anregung gebung von Durazzo erbittert fort. geivissenhaft geprüft wird, und daß die Heeresverwaltung diese von ungewiß. Die Aufständischen sind sehr zahlreich und ver patriotischem Sinn getragene Mitarbeit aller Voltskreise dankbar fügen über eine Menge Waffen. Essad Bascia, der nach anerkennt, sie wollen aber nicht erwarten, daß in jedem Falle eine Durazzo gekommen ist, um mit den Mitgliedern des Senats, Antwort an sie ergeht. Der Umfang, den die Geschäfte des Kriegs: den Vertretern der Fremden und anderen Notabeln über eine ministeriums angenommen haben, macht es erforderlich, jede nicht unbedingt notwendige Arbeit zu vermeiden und alle Kräfte der bessere Organisation des Widerstandes und der Verteidigung zu größten und wichtigsten Aufgabe dieser Zentralbehörde, nämlich der konferieren, wird sogleich zur Schlachtfront an die Spize der Versorgung unseres immer noch wachsenden Riesenheeres mit allem Truppen zurückkehren, die ihm treu sind, um mit den Aufständischen Notwendigen, zuzuwenden. zu kämpfen. Die Lage wird immer schwieriger werden. Das Anwesenheit beruhigt die Bevölkerung und die Fremdenkolonien, Panzerschiff„ Sardegna" befindet sich noch immer hier. Seine die sich in großer Bestürzung befinden. Berlin, 5. Januar.( W. T. B.) Der Bundesrat hat heute die Bestimmungen über die weitere Stred ung unserer Getreidevorräte nach mehreren Richtungen auf Grund der inzwischen gemachten Erfahrungen ergänzt und erweitert. Roggen ist fünftig mindestens bis zu 82 Proz., Weizen bis zu 80 Proz. durchzumahlen, wobei Zollfreie Sendungen an Kriegsgefangene in Rußland. die Landeszentralbehörden bei einer einzelnen Mühle aus Amtlich. Berlin, 5. Januar.( W. T. B.) Die russische Stebesonderen Gründen eine Ausnahme zulassen können. Sie gierung hat für Liebesgabensendungen und Postkönnen ferner wie bisher Roggen- und Weizenauszugsmehle, pakete, die für deutsche Kriegsgefangene in Rußland bestimmt aber nur bis zur Höhe von 10 Proz., zulassen. Weizen- find, die 3ollfreiheit zugelassen. mehl darf von den Mühlen fünftig nur in einer Mischung abgegeben werden, die auf 30 Teile Roggenmehl 70 Teile Weizeninehl enthält. Das gilt auch für die Kundenund Lohnmüllerei. werden. Politische Uebersicht. Erhöhung der Höchstpreise? wird ernster, weil die Aufständischen entschlossen sind, die Das Blatt führt weiter aus: Die Lage bei Durazza Stadt zu beseßen, von der sie nicht mehr weit entfernt find. Nach ganz neuen Meldungen, die gestern abend bei der Regierung eingetroffen sind, scheint eine gegenwärtige Gefahr aus= geschlossen zu sein, da die Streitkräfte Essad Paschas beDie Vorschriften über das Verfütterungsver trächtlich sind und unter dem fähigen Kommando Essads energisch bot find ebenfalls verschärft worden, so daß mahlfähiger Widerstand leisten. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß Roggen und Weizen nicht mehr verfüttert oder geschrotet und der Getreidevorräte werden wohl einen gewissen Einfluß aus eine bevorstehende 2andung italienischer Mat rosen Die neuen Verordnungen des Bundesrats zur Streckung die in Durazzo und anderen Orten umlaufenden Gerüchte über auch nicht mehr zur Futtermittelbereitung verwendet werden üben. Aber was zu Anfang des Serieges an entsprechenden nicht zu der Annahme führen dürfen, daß die Regierung zu einer darf. Das Verbot erstreckt sich auch auf Roggen und Weizen, Maßnahmen versäumt worden ist, könnte nur durch ein solchen Maßregel entschlossen sei; sie entspringen einzig der beder mit anderer Frucht gemischt ist, sowie auf Roggen- und schneidende Verordnungen wenigstens teilweise nachgeholt rechtigten Besorgnis der italienischen und anderen Fremdenkolonien. Sicher ist nur, daß die italienische Regierung entschlossen Weizenmehl, das allein oder mit anderen Mehlen gemischt, zur Brotbereitung geeignet ist. Endlich darf auch kein Die Mängel in der Regelung der Lebensmittelversor ist, die Sicherheit der Fremdenkolonien in Durazzo Brot mehr verfüttert werden, mit Ausnahme von gung liegen denn auch so deutlich vor aller Augen, daß all- zu gewährleisten. Zu diesem Zweck wird, falls die Aufverdorbenem Brot und Brotabfällen. Die Landeszentralbe- gemein weitere Maßnahmen gefordert werden. Allerdings ständischen dazu übergehen sollten, Durazzo unmittelbar anzuhörden können die Verwendung von Roggen und Weizen so- weichen die Forderungen jener Streise, die schon im Frieden greifen, ein Transportschiff zur Verfügung des Admirals eine der unsrigen ganz entgegengesette Wirt- Patris entsandt werden. Giornale d'Italia" bemerkt dazu, wie von Roggen- und Weizenmehlen zu anderen Zwecken als schaftspolitik vertraten, wesentlich von unseren Wün- daß schon diese Nachricht den Gedanken an eine Zandung auszur menschlichen Nahrung, noch weiter beschränken oder verschen ab. Immer energischer erheben sich in der rechts schließt, weil sie die Möglichkeit offen läßt, im Falle von bedroh stehenden Presse die Stimmen für eine Erlichen Ereignissen in Durazzo die bedrohten Fremden auf italieni Zur Bereitung von Roggen- und Weizenbrot dürfen Aus- höhung der Höchstpreise. So schreibt der Rektor der schen Schiffen unterzubringen. zugsmehle nicht verwendet werden. Weizenbrot muß Sandelshochschule Berlin, Professor Elzbacher, in der 30 Proz. Roggenmehl enthalten, das Weizenmehl kann dabei" Tägl. Rundschau": bis zu 20 Proz. durch Startoffelstärkemehl ersetzt werden. Roggenbrot muß auf 90 Zeile Roggenmehl, 10 Teile Kartoffelfloden, Startoffelwalzmehl oder Kartoffelſtärkemehl, oder 30 Teile gequetschte oder geriebene Kartoffel enthalten. Bei größerem Kartoffelzusah muß das Brot mit der Bezeichnung„ K" versehen werden. Statt Kartoffel fann Gerstenmehl, Hafermehl, Reismehl oder Gerstenschrot zugesetzt werden. Reines Roggenbrot, zu dessen Herstellung der Roggen bis zu mehr als 93 Proz. durchgemahlen ist, braucht keinen Kartoffelzusab zu enthalten. Weizenbrot darf nur in Stücken bis höchstens 100 Gramm hergestellt werden, die Landeszentralbehörden können hierüber zur Einschränkung des Weizenbrotverbrauchs anders bestimmen, sie können auch für Roggen und Weizenbrot bestimmte Formen und Gewichte vorschreiben. bieten. „ Will man das Uebel an der Wurzel fassen, so gibt es nur ein Mittel: Erhöhung der Höchstpreise. Man steigere den Höchstpreis für Roggen um 30 M., den für Weizen um 50 M. Das ist ebenso gut möglich, wie eine Erhöhung der Getreidezölle möglich gewesen ist. Man stoße sich nicht daran, daß dabei manchem ein unverdienter Gewinn in den Schoß fällt, denn den größten Gewinn von der Erhöhung der Höchstpreise hat die Gesamtheit. Man fürchte auch nicht den Groll der Verbraucher: die zahlreichen Kräfte, die sich jetzt den Fragen der Volksernährung widmen, werden imstande sein, die Verbraucher darüber aufzuklären, daß die Erhöhung der Höchstpreise nur um ihretwillen geboten ist. Die Verbündeten Regierungen werden sich ein Verdienst erwerben, wenn sie sich nicht scheuen, einen Fehler, d. h. die Festsetzung der jetzigen angeblich zu niedrigen Höchstpreise, der unter dem Druck einer starken Volksstimmung begangen wurde, nach den gewonnenen Grfahrungen wieder gutzumachen." Letzte Nachrichten. Die Wirren in Portugal. Lyon, 5. Januar.( W. T. B.) Republicain" meldet aus Lissabon: Die unionistischen Senatoren find dent Beispiel der unionistischen Kammerdeputierten gefolgt und haben gestern ihre Mandate niedergelegt. Da die durch die Verfassung geforderte Anzahl von Abgeordneten nicht mehr vorhanden ist, so können die Kammern nicht meh tagen. " Die Flucht aus Durazzo. Rom, 5. Januar.( W. T. B.)" Giornale d'Italia" meldet aus Brindisi: Die Einschiffung der Behörden und der italienischen Kolonie von Durazzo ging mit so großer Schnelligkeit vonſtatten. daß nach einer halben Stunde nicht nur die Personen, sondern auch Bei der Bereitung von Kuchen darf nicht mehr als die die Effekten, die wichtigsten Papiere und Werte in Sicherheit waren. Hälfte des Gewichts der verwendeten Mehle oder mehlartigen Die„ Sardegna" gab erst einen Kanonenschuß ab, als die Schüsse Stoffe aus Weizen bestehen. Die Landeszentralbehörden Professor Elzbacher muß selbst zugeben, daß eine Er der Misurata" nicht hinreichten, um das Gewehrfeuer der fönnen die Kuchenbereitung auf bestimmte Wochentage be- höhung der Preise wirksam nur den Verbrauch der minder Aufständischen zum Schweigen zu bringen. An Bord der„ Sarschränken. In Bädereien und Konditoreien, einschließlich bemittelten Wolfsfreise beeinflussen, d. h. verringern würde. degna" schifften sich der italienische Gesandte, der italienische Delegierte zur Kontrollkommission und die übrigen italienischen Beamten Hotelbäckereien und ähnlichen Betrieben, wird alle Nach t- Aus den zahlreichen Untersuchungen und statistischen Er ein. Auch der französische Gesandte und der serbische Geschäftsarbeit verboten. Roggenbrot von mehr als fünfzig hebungen über Haushaltsrechnungen wird er aber wissen, daß träger gingen an Bord. Der österreichisch- ungarische Geschäftss Gramm Gewicht darf erst 24 Stunden nach Beendigung des bei den Einkommensverhältnissen der Arbeiterschaft schon jetzt träger und der bulgarische Stonsul blieben in Durazzo. Badens aus der Bäckerei abgegeben werden. Backfähiges die Ernährung kaum ausreichend genannt werden kann. Eine Da man annimmt, daß Admiral Patris alle europäischen Vera Mehl darf nicht mehr als Streumehl zur Isolierung der weitere Verteuerung müßte zu noch größerer Einschränkung treter aufgefordert hat, sich auf die italienischen Schiffe zu begeben, Teigwaren verwendet werden. und zur Unterernährung weiterer Kreise führen. Da so wird das Verbleiben dieser beiden Bertreter in Durazzo viel be auch andere notwendige Existenzmittel Preissteigerungen er- iprochen. Ihre Weigerung soll darauf zurückzuführen sein, daß sie fahren haben, ist der vorgeschlagene Weg unausführbar. Eine sicher seien, von den Aufständischen gut behandelt zu werden. Die Erhöhung der Höchstpreise würde nicht nur den durchaus beslekten Nachrichten aus Durazzo laſſen hoffen, daß Effad Paſcha den Ansturm der Aufständischen wird zurückweisen können infolge der rechtigten Groll der Verbraucher, sondern auch eine wesent- leichten Berteidigung der Stadt, welche nur zwei Zugänge hat, die liche Verschlechterung der Lebensführung durch einige Geschüße und eine starke Anzahl von Bewaffneten ver breiter Majsen nach sich ziehen. schützt werden. Zur genauen Durchführung dieser Vorschriften erhalten die Polizeibeamten und die hierfür besonders beauftragten Sachverständigen das Recht, in die Mühlen, in die Bäckereien, in die Lager- und Geschäftsräume, in die Futterräume jeder zeit hineinzugehen, Besichtigungen vorzunehmen und Proben zu entnehmen. г Theater für Mittwoch, 6. Januar: Theater a. d.Weldendammerbrücke Berliner Theater 3 U.: Peterchens Mondfahrt. 8 Uhr: ,, Extrablätter!" Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Luther. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Zigeunerbaron. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Gasparone. 8 Uhr: Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Zwei leuchtende Punkte. Kleines Theater 8 Uhr: Jettehen Gebert. Komödienhaus 8 Uhr: Biedermeier. Lessing- Theater 8 Uhr: Jugendfreunde. 8 U.: 8.10 U.: Die deutsche Marke. Theater des Westens 8 Uhr: Waldmeister. Theater in der Königgrätzer Straße Zirkus Alb. Schumann. Mittwoch, 6. Jan., abends 7, Uhr: Gr. Sport Vorstellung. Um 9 Uhr: Das mit so großem Beifall aufgenommene patriot. Schau4 Akten 8 Uhr: Königin Christine. Stück aus der Gegenwart in Trianon- Theater SU.: Das Liebesnest. Volksbühne. Theater a. Bülowplatz Ost und West mit der phänomenalen Schlußapotheose. 400 Mitwirkende. 2 Musikkorps, Sängerchor. Vorh. d. neue Januar- Programm. 8 Uhr: Cutz von Berlichingen. Weise's Bären als Rollschuhläufer, Walhalla- Theater 8 U.: Die Forster- Christl. URANIA Taubenstr. 48/49. Nachmittags 4 Uhr( halbe Preise): Die Weichsel u. die masurischen Seen. Abends 8 Uhr: Geh. Reg.- Rat Prof. Dr. R. Eucken: Deutsche Wünsche und Hoffnungen im Jahre 1915. Verzeichnis über Hörsaalvorträge und über Vaterländische Vorträge hervorragender Gelehrter Januar und Februar kostenlos. im Radfahrer.Urian, d. männliche Orang Utang als Akrobat sowie Ernst u. Oskar Schumann's neueste Dress. u. d. übrig. Spez. Luisen- Theater. bis Sonntag: Saalid 8.15 Der Stahstrompeter. Sonnabend 4 Uhr: Dornröschen. Kindervorstellung: WINTER CARTEN Das Leutnantsmundel. SARRASANI Grete Wiesenthal. Metropol- Theater 8 Uhr: Woran wir denken! Montis Operetten- Theater 8 Uhr: Der liebe Pepi. Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 8 Uhr: Sein ganzes Glück. Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Die Hermannschlacht. Buschgeb. Tel. Norden 10408 Heute Mittwoch, den 6. Januar, nachm. 3 Uhr u. abends 7 Uhr: Zwei brillante Fest- Vorstellungen Täglich: Das vom Publikum 7 Uhr abends: und Presse glänzend beurteilte Eröffnungs- Programm. Robert Steidl sowie der glänzende neue Januar- Spielplan. Preise der Plätze: Parterre Parkett 1.- 6. N. 3,-M. Parkett fitz.. 1,50M. Reserv. Plaz. Tribune 2"| Gintvili 0,50 Loge und Terrasse 5,- M. Schiller- Th. Charlottenbg. Voigt- Theater. Casino- Theater. 8 Uhr: Nora. Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 8. Immer feste druff! llgemein- Verichiedenes Truftreie Cigarettenfabrik. Manoli- Zigaretten Dandy3Pf Jetzt auch mit und ohne Mundstück Bosnia Cigarettes! M. MAL- KAH Company Berlin N. 20 Pankstr. 65. MurattiCigaretten Fordert nur KADDA- Cigaretten Kressin Kaucht Herbstoli Cigaretten Alkoholfr. Getränke Badstr 58. Badstr. 58. Mittwoch, den 6. Januar: ,, Muttersegen" ober:„ Die Perle von Savoyen". Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Wieder ein neuer Schlager. Der größte Erfolg seit Bestehen: Durch Dick und Dünn. stafseneröffnung 7 Uhr, Anf. 8 Uhr. 1 Sonntag 4 Uhr: Deutsche Mütter. Bolts- Luftiviel in 3 Aft. v. Hans Berg. Erscheint 2 mal wöchentlich. Phänomen MONA Die neue 33 LISA Qualitäte Cigarette äcker- u. Conditoreien R. Kleiner, Schulstr. 102 Max Kühl, Triftstr. 9 Felix Kynast, Dänenstr. 5. Carl Lindenberg, Lychenerstr. 4. W.Megow, Lichtenbg., Gärtnerst. 5 P. Müller, Willibald- Alexiss rate 43. G.Münch, Reinickendorf, Provinzsir.111 Carl Neuendorff, Sickingerstr. 76 P. Nitschke, Cadinerstr. 4. J.H.Popp, Amendestr.104, Reinickend.- Ost. Fr. Pribyl, Osnabrückerstr. 26. Osw. Rauhut, Gürtelstr. 27 Gust. Rautenberg, Metzerstr. 11 H. Saunus, Allensteiner Str. 26. Emil Schaller, Schreinerstr. 52. Paul Schmoll, Amsterdamerstr.9. Paul Schön, Kopenhagenerstr. 74. Adolf Schulz, Fiorastr. 78 Pank. Karl Schwarz, Thaerstr. 21 Filialen in allen Stadtteilen. Turban E. Weber, Provinzst.99, Reinickend.- 0 KarlWeinholz, Kamerunerstr. 57. Emil Werk, Samariterstr. S. Otto Wolff, Treptow, Krüllst. 16 Zachau, Gr.- Lichterf., Chausseest.858 Paul Zastrow, Stromstr. 33. Bandagen, Gummiwaren R. Bauke, Stralauer Str. 56. J. Kabelich, Rosenthalerstr. 25. E. Kraus, Kommandantensir. 55. Franz Abraham A. E. Lange, Brunnenstr. 166 Hamb. Messina- u. Römertrank- Kell, C.25 Bartelstr. 8a, Fernsp. Kgst.13708 Beleuchtungsgegenstände Büttner, A., Danzigerstr. 96. Bade- Anitalten Arkona- Bad, Anklamer- Str. 34. Bad Alt- Moabit 104 Liefr. aller Bad Krank.- Kass. Landsberger Str.107, H. Neusch, Breitest. 24, Spandau. Nicolai Nf. Linienstr. 127. M. Spranger, Reinickend. Str. 11. Beerdigungsanst., Sarginagz. J. Liszczinski, Gerichtstr. 30. Pankow, Berlin.St.13 0. Liedemit H. Petermeier, Strelitzerstr. 8. utter, Eler, Käle Dazu erstklass. Spez.- Striegsaufnahm. Reichs hallen- Theater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: ,, Unser Oskar" Anfang 8 Uhr. Militärpersonen und deren Angehörigen volltommen freier Zutritt zu den Stett. Sängern. Haben Sie Stoff? ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick. dauerh. Zutaten von 25 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenade 8, 11.( Stadtb. Börs.) Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Kriegführung Heer Flotte Militärische Fachausdrücke gemeinverständlich erläutert bon Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). Ernst Däumig für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10 Arbeiter Gesundheits- Bibliothek Tides Heft 20 Rg. * | Monats- Garderobe! I 4-500 getragene Anzüge 1. Herren: Smoking, Frad- u. Gehrod- Anzüge( auch z. verleihen), Winterpaletots und Ulster fowie von Savalieren getragene, fast neue Sachen( a.Seide), f. jed. Figur pass. in größter Auswahl 3. unübertroff. billigen Preisen. 1Tr., deshalb billiger wie i. Laden. WassertorHirsch Kieferbaum, straße 12/13 I. Preis 10 pf. In einer Zeit, in der die kriegedes Heerwesens im Vordergrunde des öffentlichen Interesses stehen, fann man sich nur dann ein richti ges Bild von den auf- und nieder. wogenden Zeitereignissen und der wildbewegten Handlung aur den verschiedensten Kriegsschauplätzen machen, wenn man die Bedeutung der Worte, die in der militärischen Organisation sowie in der Kriegswissenschaft gebräuchlich sind, rich. tig erfaßt hat. Daher sollte jeder diesen wichtigen einen Ratgeber besitzen. Auch die Soldaten im Felde werden ihn sehr begrüßen. Das Heft fann als Feldpoftbrief portofrei verfandt werden. Buchhandlung Vorwärts, Berlin GW., Lindenstr. 3 Bezugsquellen- Verzeichnis. Bierbrauerei.. Bierhdig. Blumen und Kränze M. Klinkow, Triftstr. 69 Brotfabrik ! Das Geheimnis! der Erhaltung des Leinens liegt in dem Gebrauche von Minlos'schem Waschpulver. Untenstehende Geschäfte empfehlen sich b. Einkauf. E ifen, Stahlwaren. Waffen. Molkereien Werkzeuge Herm. Braun, Landsbg. Allee 149. Grüner 49 Brauerei Bötzow Liebing's Zerpenschieuser Otto Belig Wrangelstr. 50. empfiehlt Qualitätsbiere ersten Ranges. Landbrot Zu fordern in allen Geschäften acao, Schokolad., Confitur. W. Adelung& A. Hoffmann SAROTTI Akt.- Braner.Potsdam. Eig.Niederl. Berlin SW, Tempelhofer Ufer. 15 Brandenburg a. H., Wilhelmsdorferst.110 Spez. Potsd. Stangenbier Berliner Kakao und Schokolade preiswert beliebt in jedem Haushalt. Filial. in Berlin Seiffert, E., and Vororten Bock- Brauerei Cyliax, G., empfiehlt anerkannt vorzügl.Biere OSW. Berliner Ur- Berliner, hell und dunkel Hempel. E., Müllerstr. 138 d. Luisenbrauerei Weißensee. Brauerei Königstadt feinste Qualitätsbiere. C. Habels Brauerei hell Habelbräu- dunke!. Weissbier Caramelbier Brauerel E. Willner Pankow. Löwen- Brauerei vorzügliche Faß- und Flaschen- Biere. Berl. Christinenst.14 Münchener Brauhaus Berlin und Oranienburg Brauerei Pfefferberg. Trink! Wanninger Bier! Vereins- Brauerei Teutonia, NW 67. Weissbier, C. Breithaupt, Gollnowstr.41, Liefer Concordia- Butterhandl. sämtlich. Krankenk. des Ostens Bruno Freche 15 DetailBad Börse, Dirksenstr. 50. Central- Bad Neuköln Anzengruberstr. 25. Koppenstr. 93 Diana- Bad sämtliche Bäder. National- Bad, Brunnenstr. 9. Naturheilbad, Stephanstr. 40 Bad Ostend Boxhag.- Str. 17 Lief all.Kassen geschäfte Gebr. Gause. Wilhelm Göbel 25 eigene Filialen. Passage- Bad Kottbuser August Holtz 15 DetailDamm 79. Reform- Bad, Wiener Str. 65. Schiller- Bad, Müllerstr. 153a. Silesia Bad Schlesische Str. 31. Bäcker- u. Konditoreien Asmus, Wilh., Ueckermünderstr. 11. F. Breitkopf, Exerzierstr. 19 a. Waldemar Brose, Driesenerst. 3 Hermann Buß, Grünauerstr. 12. Fritz Eichler, Bastianstr. 18. Emanuel Flögel, Mirbachstr. 25. Br. Friedrich, Eisenbahnstr. 31. Rob. Gebler, Wildenbruchstr.68. O.Görg, Wiesenstr.31, br.a.grane Rbm. E. Großberndt, Wittstockerstr.7. A.Großkinsky, Boxhagenerst.27. Otto Hoff, Chorinerstr. 13. Geschäfte. Hubertus, Butterhdlg. Straussberg Herm. Kunert, Culmstr. 29 Gebrüder Manns 48 eigene Detailgeschäfte Kosmalla, E., 4 DetailGeschäfte Nordstern“ ,, Mercur Schröter, R. 43 Derkaufsstellen 43 Gebr. Siegert Wiener Str.65. Butter, Eier, Käse. G. Brucklacher, Oranien A Elbertin, Ackerstr. 132. Carl Jung, Stromstr 31. Otto Lehmann, Neuk., Friedelst.9. Rühlmann, P., Müllerst.40b, E.Seest, Essigfabriken Gitschiner Glagow& Schwabe Straße 63. Timner- Essig überall erhältlich! Fische, Conserven Max Fisahn, Adalbertstr. 13. Filialeni.all Otto Romahn, Räucherw., Gr.Frankf.St. 153 Stadtteilen. P.Staehr, Fischbdlg. Räucherwar. Weidenweg 19 Fil. Frankfurt. Allee151/ 52 leilch- u. Wurftwaren W. Beck Inh.: Herm. Gorbsch Charlottenburg, Berlinerst. 68-69 Fleisch- und Wurstwarenfabrik C.Billerbeck, Charlottb., Krumme St.19 Franz Borusiak, Lübeckerstr. 26 Fr.Brauer, Neukölln, Walterstr.55 54 Frankfurter ute, mützen, Pelzwar. Kauft beim Hutmacher! Gebr. Beisse Müllerstraße 155. Huthaus Consum, Kastan.- Allee3 A.Lemaitre, Wilmadrf., Berlinorst.132. Schoerr, Herm., Wilmarsd.- St. 46. KottbuserDrost Wrangler Allee 113. Vester, E. Damm 18/19 Willy Dorfmann, Wienerstr. 62. Gust. Döbbel, Prenzlauerstr. 40. Bruno Dörr, Manteuffelstr. 39 Dresdn. Fleisch- Centr.Dresdnerstr. 17. Otto Elgner gang vom Flur. Gontardstr. 2 EinA. Fahl, Nklln., Liberdastr. 15 P.Fengler, Cop., Flemmingstr.33 E. Fensch, Allensteiner Str. 12. Fleischerei, Frankfurter Allee 150 Willy Gericke, Petersburgerstr.31 M.Grunwald, Kopenhagenerst.68. G.Herrmann, Lichtnbg., Oderst.< R. Holzhütter, Putbusserstr. 46. Rubrich, Ramlerstr. 23. Wilh. Kurs, Wrangelstr. 83 H.Leibnity, Nkiln., Schönstedtst.16 August Lincke, Alte Jacobstr. 26. H. Kittelmann, Lausitzerstr. 13 affee- Rosterei A. Zuntz sel. Wwe. Filialen und Niederlagen in allen Stadtteilen Nur reelle Qualitäten Anerkannt verteilhafte Bezugsquelle Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade etc. C. Braun, Eldenaerstr. 25 Wilhelm Freier, Bouchéstr. 80. H. Friedrich, Straßburgerstr. 43a F. Galle, Metzerstr. 38. Rud. Kiesel, Mirbachstr. 66. F. Lox, Belforterstr. 2. W. Gollert, Schlesischestr. 30. A. Siebert, Weißenburgerstr. 52. " Schweizerhof", Meierei und Milchkuranstalt. Emdener Str. 46.:: Tel. U 2595. Wodrich, Putbusserstr. 35. Mostrichfabrik Gitschiner Glagow& Schwabe Straße 63. Tamborini Mostrich überall! Nähmaschinen Gollnowstr. 26 Bellmann, E., Waschmaach. Littauer Nähmasch., Spandau 5 Jahre Garantie, Teilzahlung Nähm.- Spz.- Gesch., Potsdamerstr.10. Singer Nähmaschinen Läden in allen Stadtteilen. Optiker. Mechaniker Groß, Paul, Warschauerstr. 66. Schubert, Carl. Nklln. Bergstr.14 Photogr. Apparate M. Albrecht SO. Kottbuserstr. 3. Meierei C. Bolle A.-G. Berlin N.W.21 Alt Moabit :: 98/103:: Ältester und grösster Milchwirtschaftlicher Grossbetrieb Weine, Liköre, Fruchtfäfte E. Ballin& Co. Cognak- Brennerel Dampf- Likörfabrik Nur Qualitätsliköre. Hugo Beling 60 Filialen in allen Stadteilen. P. Kirchner& Co. Cognak-, Likörfabrik Kirchners Araber, Großd., Zur Sonne, P. Freudenberg. Frankfurter Allee, Ecke C.Gensler Kreutzigerstr. Liköre, Weins Frankfurter Ofte Albert Schulz Allee 156 Groß- Destillation, Ausschank. Act.Herm. Meyer& Co, Ges. ca. 550Verkaufsstell. Gr:-Berl. Oswald Nier 20 Filialen und Weinstuben Brunnenstr. 16 und Filialen Binz. Verk.z. Engr.Pr. Ignatz Sello auch Gelegenheitskf. Photo- Jansen, Hauptstr. 23. Photograph. Ateliera R. Maerz, Badstrasse 65. Rud.Obigt, N.Keinickendorferst.2 Planas Kottbuserstr. 5 Hamburger Kaffee- Importgeschäft R. Viering Kauf, Mieto, Teilzahlg. Emil Tengelmann Kaufhäuser Labke, Joh. Rostockerstraße 43. Paul Falkenstein Hochst. Str.1 Fleisch.u Wurstfabr. Paul Matschke, Thaerstr. 17 G. A. Müller Palisadenstr. 97. Tel-A.VII, 2634. Neu- Isenburg Frankfurt a. M igarrenfabriken JUHL 250 GESCHÄFTE G. Kaphun Verkaufsstellen in allen Stadtteilen. Carl Martienzen Cigarren- Fabrik Filialen in allen Stadtteilen. J. Neumann Richter& Franke 200 Niederlagen. Rabattmark. Kohlen, Koks, Holz, Briketts H. Geike, Gnesenerstr.1, E. Elbingerst. olonialwaren Spezialität: Frankfurter Würstchen Fritz Hübner, Schliemannstr. 11. A. Möbes Nchf. Fleischwaren u. Wurstfabrik Berlin N 24 Oranienburgerst. 41 K. Neiger, Nklin., Friedelstr. 21 G. Peiß, Andreasstr. 77b. GustavPfennig, Golzkowskyst.12 Jos. Ritzke, Stralauer Allee 31a H.Rose, Treskowst. 11, Markthallenhof. P. Schmatzhagen, Belforter Str. 11 Otto Schneider, Rostockerstr. 30 Otto Schreiber Hohenfriedbergerstr. 1. Paul Spenn, Kopenhagenerstr.35 Gustav Stolz, Hussitenstr. 44. E.Tharat, Reinickendorf, Scharnweberst.34 F. Wendt, Simon Dachstr. 37. P. Wunderlich, Bötzowstr. 38. Paul Zwarg, Landsberg. Allee 136. Haus- u.Küchengeräte G. Geiger, Schleiferei, Müllerst. 7 C.Bose, Provinzst.109, Beinickond.- Ost Franz Möws, Muskauerstr. 34 0. Pätsch, Schwedenstr. 18. FranzRichter, Malplaquetstr.25/ 26 Runge, Otto, Nklln, Hermannst 55. A.Silkinat, Milchhdig.Reinicknd.St.108 Erich Thiel, Weißs., Langhansstr. 139. Kurz- Weiß-, Wollw., Trikotag. M. Gardels Beusselstraße 76 Tauroggenerst. 10 Hoppe, E., Scharnweberstr. 52. Carl Klein, Höchstestr.16, N.O.18. Hermann Meyer, Schivelbeiner St. 11. Mehlhandlungen Muskanerstraße 44Neukölln, Elbestr. 33, Kaiser- Friedr. Bethke, Georg, Str. 64, Weserstr. 189, Friedelstr. 1 Treptow, Grätz- Straße 64. Roßschlächter elen E. Weidlich, Steglitz, Lindenstr.41. Schreibwaren 0. Prochnow, Nkila Hermannstr. 69 Schuhw., Schuhmach. K. Lück, Charl., Tauroggenerstr. 49. Petersohn, Osk., Müllerstr. 155. Selfen SconeewittchenBleichseifenpulver Alleinfabrikt.:Grubit, Potsdam Uhren u. Goldwaren Brunnenstr. Max Busse 175/177. Kniebusch, W., Frft. Chaussee96 Lehmann, Alb., Frankf. Allee 40 " Verlicherungen Deutschland" Berlin UnderbergBoonekamp Anerkannt bester Bitterlikör Sprit- und Likörfabrik Ringfrei M.& W. Müller Buckowerstr. 7/8. Zahnatelier W.Best, Skalitzerstr.62 E. Wrangelsir. M.Dresler, Grätzstr.701, Treptow. Britz St.Sorówka, Bäckerei, Rudowerst.34 Fredersdor Carl Schießer, Brot- und Feinbacker. Carl Tetzel, Brot- u. Feinbäckerei Königs- Wusterhausen G.Hübscher, Chren, Goldw., Bahnhfst.20 Kaufhaus Emil Bergmann Mahlsdorf Frau A. Pagel, Kolonial waren. Mariendorf E. Tietz, Bäck., Gr.- Beerenst.128. H.Wagner, Königst.11, Fleisch.- Wurstw. Neukölln Arbeiterversicherung Schützen- C.Kampfer, Bergst.137, Uhr., Gldw. Sterbekassenversicherg. straße 3 Krause, Kais. Friedr.St.79 Schweinesch. Fr. Panneck, Bergst 135, Lederw. irtichaften, Etablillemts 23 Wirtichaften, Etablillemts E. Schüler, ertzbergpl. Posamentier. Frese, Ernst 5 Geschäfte im 80. burg. Frz. Kamerowsky Reinickend.St.8. Gaege, Otto Charlotten Ernst Hoffmann Brückenstr. 1. errenH Bill. Bezugsqu. Oskar Hanke's Brotbäckerei Uhly& Wolfram Filialen in all. Stadtteilen en- u. Knabengard. Geschäfte in allen Stadtteilen Berlins sowie in Neukölln u. Treptow Genründet 1892. Kolonnenstr. 4. F. Pflugmacher, Colonnenstr. 43. Wrangelstr. Paul Reißriedrichstr. 138 J. Baer Badstr. 26, Ecke F. W. Sichter Welt. 75 und Filialen. Prinzen- Alles. Rosenthalerstr. 3. Dampf- Waschanstalt ErstoTrept. Dampfwäsch., Heidekampw.21 Fabisch& Co. Eckhaus Linienstr Cigarren handlungen Drogen und Farben Fr. Jendreyko, Ohmstr. 9. Günthers Stral.- Drog, Bödikerstr.31 Fanny Baumert, Lindowerst. 23 Leske& Slupecki, Schönh- Allee 70e F.Kiesewetter, Schivelbeinerstr. 16. W.Kleemann, Berg- Drogerie, Bergstr.37 C. Kuhlemann, Turmstr. 47. 55 Mebelmagazine P.Bock, Klosterstr. 8/9, Spandau, Geppert, Paul, Zossenerstr. 32. Obst, Gemüse L.Goege, Schulstr., Ecke Maxstr. A. Groll, Henningsdorferstr. 10. Schoneberg Hackepeter Hauptstr. 139. Die erste selbstspiel. Doppelgeige Patzenhofer J. Guggenberger. Rosentalerstr. 54. Riebeck- Ausschank Alexanderstr. 55- Tägl. Konzert O.Rohloff, Uferst.1, Brauereikönigstadt Original- Schultheiß- Ausschank Nieder- Schönhausen O.Stiem, Schlächter., Kais. Wilh.Str.74 K. Wilke, Schlächt.. Lindenstr.10. Spandau Karl Heinrich, Bäck., Schäferstr. Scheuerlein, Breitest.35, Fisch.-, Wrstw. Tempelhof J.Hohmann, Bäck., Friedr.- Wilh.- St.27. Weißensee P.Jürgen, Kolonw. Beri. Allee188. Thüßing's Drogerien Welßensee Otto Obst, Fl. u. Wurstw. Elsaßstr. 70 Wilhelmsrun Wendler& Ruthenberg, Kolonw.Hauptst.20 Zossen ' Alexanderpl., Rich. Schloßnies.' Warenhaus S. Cohen. R. Klinke, Weißens., Lehderst.120. Werder- Drogerie, Brüs Rudowerst. a. O. Kunze, Reinickendorfer St.14 Otto Zschalig neb.d.Markthalle Fritz Wolff, Naugarderstr. 45. Berantw, Nebatt.: Alfred Wiclepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl. Nr. 6. 32. Jahrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt Aus Groß- Berlin. Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 117 der preußischen Armee enthält Verlufte folgender Truppen: 136, 140, 141, 142, 143, 144, 145, 146, 148, 150, 152, 155, 156, 157, Nr. 2, 3, 4; Grenadiere zu Pferde Nr. 3; Ulanen Nr. 2, 10, 16. Nej.- Regimenter Nr. 3, 5, 22, 25, 45. Fußart.- Regiment Nr. 14. Bataillone: I. Garde, I und II. Nr. 2, II. Nr. 4, Nr. 6, 11. Nr. 7, Mittwoch, 6. Januar 1915. Klagen zu über die geringe Bezahlung der Postaushelfer. So wird uns unter dem Titel Kriegsgefangene und Hilfsbeamte der Reichspost geschrieben:„ Der Krieg schafft ganz neue wirtschaftliche Gebilde. Den Hilfsbeamten für den Innendienst ist unlängst eine ständige Vom Gemeindeschulwesen Berlins. Dazu gehören die in den Betrieben für Kriegsbedarf Beschäftigten, 1. und 4. Garde- Inf.- Reg.; 1. Garde- Ersatz- Inf.- Reg.; Garde- In Berlin haben in diesem Winter die Gemeindeschul- die Hilfsbeamten der Reichspost usw., die sich zum großen Teil aus Gren.- Reg. Franz; Gard- Füs.- Reg.; Garde- Schüßen- Bat.; Lehr- finder sich erheblich ge mehrt. Am 1. November 1914 wurden Arbeitslosen aller gewerblichen Berufe refrutieren. Während Inf.- Reg.; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füfilier- Regimenter den, wie die den Stadtverordneten jetzt vorgelegte halbjähr- nun die Militärbehörden den früheren Verdienstverhältnissen dieser Str. 1, 2, 7, 9, 11, 13, 15, 16, 20, 23, 26, 28, 34, 35, 39, 41, 42, 43, liche Zusammenstellung über die Klassenbesetzung der Ge- Gruppen Rechnung tragen, so daß diese mit dem Makel als Lohn44, 45, 46, 47, 49, 51, 52, 53, 54, 57, 61, 62, 64, 65, 70, 73, 75, 76, meindeschulen zeigt, 226 471 Gemeindeschulkinder gezählt. Am drücker nicht behaftet werden können, findet dies bei den Zivil77, 79, 83, 84, 85, 86, 87, 89, 92, 93, 95, 99, 110, 112, 114, 129, 132, 1. Mai 1914 hatte die Zählung 224 955 Gemeindeschulkinder behörden weniger Beachtung. Und am allerwenigsten bei der Reichs158, 160, 162, 163, 164, 165, 168, 171, 172, 173, 174, 175; Ersatz- ergeben, mithin hat das Winterhalbjahr 1914/15 einen Zu- postbehörde. So müssen sich die Hilfsbeamten für den Außendienst Regimenter Königsberg II, Nr. 28 v. Donap, Nr. 29 v. Rath; Res.- wachs von 1515 gebracht. Dagegen war im Sommerhalbjahr( Briefträger) noch immer mit einem„ Gehalt" von 3,30 Mart Inf. Regimenter Nr. 1, 8, 15, 16, 19, 27, 28, 32, 34, 37, 38, 39, 46, 1914 gegenüber dem vorigen Winter, wo am 1. November pro Tag begnügen. Irgendwelchen Erfag für abgetragene Kleidungs48, 49, 64, 67, 68, 77, 82, 86, 87, 109, 111, 116, 201, 203, 204, 205, 1913 in den Gemeindeschulen 225 540 Kinder saßen, ein Rückstücke erhalten sie nicht, die festangestellten Beamten erhalten ſie 207, 213, 227, 236; Landwehr- Inf.- Regimenter Nr. 8, 19, 20, 23, 24, gang um 584 eingetreten. Vom Winter 1913/14 zum Winter neu geliefert. Beiträge für Kranken- und Invalidenversicherung 25, 26, 27, 29, 35, 36, 48, 53, 73, 77, 81, 83, 84; Brigade- Ersatz- Ba- 1914/15 bleibt eine Zunahme um 931. Im Zunehmen ist kommen von dem geringen Gehalt voll in Abzug, so daß es für taillone Nr. 10, 56, 58; Landsturm- Bataillone Gelsenkirchen, Löhen I und II, I. Neustrelitz; Jäger- Bataillone Nr. 1, 3, 5, 8; Res- Jäger- die Gemeindeschulbesetzung erst wieder seit einigen Jahren, Berheiratete ein Stunststück ist, ihre Familie zu ernähren. Die Arbeitszeit ist eine längere, als sie im allgemeinen in der Bataillone Nr. 15, 20, 23; 2. Radfahrer- Komp. der Kavallerie- Brigade nachdem sie vorher mehrere Jahre hindurch beträchtlich nachCharisius; Maschinengewehr- Abteilung Nr. 6; Res.- Maschinengewehr- gelassen hatte. Vom Mai 1908 bis zum Mai 1912 sank die Industrie üblich ist, fie beträgt durchschnittlich 10 Stunden pro Tag. Abteilung Nr. 1 des I. Reſervekorps; Festungs- Maschinengewehr- Zahl der Gemeindeschulkinder von 228 907 auf 223 450, in Während der Festwochen natürlich weit darüber hinaus, eine Zulage Abteilung Nr. 31; Res.- Festungs- Maschinengewehr- Abt. Nr. 3. vier Jahren um 5457. Seitdem hat sie in erneuter Auf- von 40 Pf. pro Tag für eine mehrstündige Ueberzeitarbeit an jedem 2. Garde- Dragoner; 1. Garde- lllanen; Küraſſiere Nr. 2; Dra- wärtsbewegung( die nur einmal unterbrochen wurde) sich Tage- Wochen- oder Feiertag- während der beiden Festwochen goner Str. 1, 2, 6, 12, 13, 14, 15, 16, 19, 20, 22, 23, 24; Rej.- Dragoner in 2½ Jahren um 3021 erhöht, bis November 1914 auf fann als eine ausreichende Vergütung nicht erachtet werden. 1., 2., 3. und 5. Garde- Feldart.- Reg.; 1. und 3 Garde- Ref.- 226 471. Die Zunahme in diesem Winter ist so stark, daß sie zulage zugebilligt worden, so daß sie 5,50 beztv. 4,50 m. pro Tag Felbart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 2, 3, 4, 5, 10, 11, 14, 16, 18, auffällt. 23, 26, 27, 38, 39, 42, 50, 59, 60, 62, 63, 66, 70, 71, 73, 75, 80, 82; Dieſe ganze Kinderschar verteilt sich auf ickt 310 nor- erhalten. Warum ist eine gleiche Vergünstigung nicht auch den male Gemeindeschulen samt 20 Hilfsschulen und 3 Schulen Hilfsbeamten im Außendienst zuteil geworden? Man sollte erfür Schwerhörige, überhaupt 333 Schulen, die zusammen warten, daß ihnen wenigstens ein Gehalt in Höhe des ortsPionier- Regimenter Nr. 18, 19, 24, 25, 29, 30, 31; Pionier 5308 Klassen haben. Gegenüber dem Sommer sind nur die üblichen Tagelohns gezahlt wird, das wären für Berlin 4 Mark 1. Nr. 9, I. Nr. 10, Nr. 11, II. Nr. 11, I. und II. r. 14, I. und 11. normalen Schulen vermehrt worden, von 308 um 2 auf 310. pro Tag. Nr. 15, I. und II. Nr. 16, I. Nr. 17, I, Nr. 21; Pionier- Versuchs- Die Gesamtzahl der Klassen ist nur ganz wenig gestiegen, Kompagnie; 1. Landwehr- Pionier- Komp. des VIV. und XVIII. Ar- von 5300 um 8 auf 5308. Gemindert haben sich vom Sommeekorps; Schwerer Festungs- Scheinwerferzug Nr. 46. mer zum Winter die Oberklassen von 340 auf 336; im vorigen Militär- Eisenbahn- Direktion 11; Eisenbahn- Regiment Nr. 3; Winter, wo die jetzigen„ Oberklassen" noch Klasse I" hießen, Eisenbahn- Bautompagnien Nr. 17, 29; Eisenbahn- Betriebskompagnien waren 338 von diesen vorhanden. Vom Sommer zum WinNr. 6, 10; Feldfliegertruppe. 1. Munitionsfolonnen- Abteilung des Gardekorps; Etappen- Muni- ter haben dafür die jetzigen„ elaſſen I" sich gemehrt, von 1. Munitionsfolonnen- Abteilung des Gardekorps; Etappen- Muni- 634 auf 639. Die übrigen Klassen zeigen teils Mehrung, Sanitäts- Kompagnie Nr. 1 des Garde- Reservekorps; Rej.- Sani- teils Minderung." Oberklassen" gibt es noch nicht in allen täts- Komp. Nr. 12 des VIII. Reservekorps. Gemeindeschulen, doch in nahezu allen, in manchen sogar Train- Abteilungen Nr. 1 und 5; Part- Kommando 6 der 6. Ar- zivei. Die Zahl der Kinder in den Oberklassen" hat sich mee; Magazin- Fuhrpart- Kolonne Nr. 27. nicht viel geändert. In diesem Winter find es 5891 Knaben und 6089 Mädchen, im Sommer waren es 5767 Knaben und 6057 Mädchen; in den„ Klassen I" des vorigen Winters saßen Jedenfalls ist hierbei bedeutungsvoll, daß der ortsübliche Tage5743 Stnaben und 6066 Mädchen. Die Bejezungsziffer der lohn als Grundlage der Bezahlung genommen wurde. Und das, Klassen im einzelnen zeigt Aenderungen, und teilweise zum was hier für Kriegsgefangene festgelegt wurde, und zwar mit Besseren. Jetzt ist die Durchschnittsbesetzung für Oberklasse vollem Recht, das follte für die Hilfsbeamten der Reichspoſt, die 35,65, Staffe I 35,54, Stlasse II 41,23, Klaffe III 42,93, boch auf eine feste Anstellung nicht rechnen können, nicht mög Selaffe IV 45,72, Klasse V 47,32, Klasse VI 47,52, lich sein?" Klasse VII 49,25. Gegenüber dem Sommer sind diese 3iffern teils gestiegen, teils gesunken. Daß der Besetzungsdurchschnitt auch für die Aufnahmeklasse, die jetzige Selasse VII, gestiegen ist, muß man besonders bedauern. Für den gesamten Durchschnitt aus allen Klassen, mit Ausnahme der Vor- und Nebenklassen, ergibt sich gleichfalls eine Steigerung, von 48,52 auf 43,78. Sie dürfte hauptsächlich zu erklären sein aus der Verschlechterung, die bei den untersten Klassen eingetreten ist. tionsfolonne Nr. 58. Die sächsische Verlustliste Nr. 86 bringt Verluste des BrigadeErjak- Bataillons Nr. 45; des Brig.- Erf.- Bat. Nr. 63; des 2. Gren. Reg. Nr. 101, des 3. Inf.- Reg. Nr. 102; des Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 102; des Res- Inf.- Reg. Nr. 103; des 5. Inf.- Reg. Nr. 104; des Ref.- Inf.- Reg. Nr. 104; des Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 104; des Erjay: Bataillons, Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 104; des 6. Inf.- Reg. Nr. 105; des 7. Inf.- Reg. Nr. 106; des Res- Inf.- Reg. Nr. 106; des LandwehrInf.- Reg. Nr. 106; des 9. Inf.- Reg. Nr. 133; des 13. Inf.- Reg. Nr. 178; des 14 Juf.- Reg. Nr. 179; des 15. Inf.- Reg. Nr. 181; des Ref.- Inf. Reg. Nr. 241; des Ref.- Inf.- Reg. Nr. 244; des Res.- Juf Reg. Nr. 245. Aus der Partei. Totenliste der Partei. In Salzbrunn i. Schles. ist Genosse Frib Tittel, Geschäftsführer des Niederschlesischen Konsumvereins, im Alter von 39 Jahren an einem Nieren- und Leberleiden gestorben. Der Verstorbene hat neben seiner Tätigkeit in der Genossenschaftsbewegung auch der Partei seine Arbeitskraft geliehen. Bei der Gründung des niederschlesischen Parteiblattes, der„ Schles. Bergwacht", war er hervorragend beteiligt und gehörte bis zum Beginn seiner schweren Krankheit der Breßkommission dieses Blattes als Vorsitzender an. Daß sich trotz des niedrigen Gehalts noch immer viele um diefe Stellen„ reißen", wie von postalischen Vorgesetzten behauptet wird, kann kein Grund für die schlechte Bezahlung sein. bekanntgibt, sind zwischen Reichsamt des Innern und preußischem Wie der Zentralausschuß der Kriegsgemeinschaft im Baugewerbe Kriegsministerium Grundsäge für die Bezahlung der Kriegsgefangenen vereinbart worden, wonach ein ungelernter Arbeiter einen Tagelohn von 4 M. erhalten soll, gelernte Arbeiter entsprechend mehr. So werden bei Fortifikationsarbeiten für gelernte Arbeiter 6-8 M. pro Tag gezahlt. In Zweifelsfällen soll der Lohn für Striegsgefangene, die als gelernte Arbeiter beschäftigt werden, sich mindestens um 50 Proz. höher stellen, als der ortsübliche Tageohn des betreffenden Platzes beträgt. Der Schweineauftrieb auf dem Viehhofe. Der Schweineauftrieb auf dem hiesigen Viehhofe in den letzten drei Auftriebstagen des Jahres 1914 belief sich auf 18 925 am 30. Dezember, 28 656 am 23. Dezember und 23 699 am 19. Dezember, während er an den entsprechenden Tagen des Jahres 1913: 15 103, 19 483 und 16 005 betrug. An diesen drei Tagen war also der Auftrieb an Schweinen um 20689 stärker als an denselben Tagen des Vorjahres. Bekanntlich ist aber die gleiche Erscheinung schon in den Vormonaten September, Dftober und November bemerkt worden. Kleinere Backwaren. Der ortsübliche Tagelohn und die Postaushelfer. Man sollte meinen, daß Behörden bei Bezahlung des von ihnen angenommenen Personals nicht unter den für den Ort festgesetzten ortsüblichen Tagelohn herabgehen sollten. Denn dieser von den Die Bäckermeister von Groß Berlin haben am Montagabend Oberversicherungsämtern festgesetzte Satz ist ein Mindestias, der bei Berechnungen von Renten u. dgl. zugrunde gelegt wird. Gerade gemeinsam mit den Berliner Mehlhändlern eine Versammlung abin jetziger Zeit mit ihren erhöhten Ausgaben für Lebensmittelpreise, gehalten, die sich mit der gegenwärtigen Lage beschäftigte. Von den für Kleidung und Schuhe rechtfertigt sich ein Herabgehen unter diese Bäckermeistern wurde zum Ausdrud gebracht, daß sie bisher ohne Mindestiäge am wenigsten. Es gehen uns seit einiger Zeit lebhafte jeden Gewinn gearbeitet hätten, daß sogar vielfach mit Verlust die doppelter Vorsicht zu wiederholen. Zu diesem Zweck ging ich sogar| sehen, der mir hätte Auskunft geben können. Erst nach längerem so weit, auf den Frühzug von vornherein zu verzichten und dafür Suchen traf ich einen Krankenwärter, der so liebenswürdig war, Ein Lazarettbesuch mit Hindernissen. den Angriff auf den zweiten Zug um ſo zeitiger zu beginnen. mich ins Sekretariat zu führen und dort alle Liſten durchzusehen. " Eine wahre Geschichte. Der Briefträger hatte mir einen Feldpostbrief gebracht. Er enthielt die schmerzliche Kunde von meinem Freund Schmidt, daß er tags zuvor an meiner Wohnung vorbei ich wohne in einem Borort unmittelbar an dem Südring nach dem Lazarett Heilftätten B..... transportiert worden sei, um sich von einem ..leichten Bajonettstich" zu erholen, den er sich bei den Kämpfen vor Lodz geholt habe. Ein Bajonettstich! Donnerwetter, das mußte unangenehm sein. Mein Freund Schmidt hatte ihn zwar " leicht" genannt; aber was nennt so ein Krieger nach 150 Kampftagen nicht alles leicht! Ich fühlte, wie mein Mitleid Lawinenartig wuchs und beschloß, meinen Freund so schnell wie möglich zu besuchen. Um 9,15 Uhr stand ich bereits auf dem Bahnsteig. Da 9,20 Uhr Ergebnis:„ Vizefeldwebel Schmidt liegt hier nicht; vielleicht fragent regelmäßig ein Südringzug fährt, der mich in längstens 15 Minu- Sie einmal in B. 2." ten nach Charlottenburg bringen würde, mußte die Sache heute glücken. Doch, o Schreck, in meiner steigenden Anteilnahme an dem Bajonettstich meines Freundes Schmidt hatte ich ganz übersehen, daß es inzwischen Sonntag geworden war, und Sonntags fahren bekanntlich dank einer weisen Anordnung der Bahnverwaltung überhaupt keine Südringzüge. Ich begab mich nach B. 2, hatte auch das Glück, dort gleich auf das Schwesterndienstzimmer zu stoßen, und trug den anwesenden Schwestern die Frage nach meinem Freunde vor. Schmidt? Nein, einen Bizefeldwebel Schmidt haben wir hier nicht. Ist er denn lungenkrank?" Nein, sage ich, davon ist mir nichts bekannt. " Ja, wir haben hier nur Lungenkranke." „ So. Aber bitte, wo liegen denn die mit dem Bajonett Gcstochenen?" " Da müssen Sie nach dem Sanatorium gehen. Hier liegen überhaupt keine Verwundete." „ Aber mein Freund schrieb mir doch, er läge in den Heilstätten.. " Ich cilte zum Fahrdienstleiter", erhielt von diesem aber die beruhigende Erklärung, daß ich in Halensee, wohin mich der nächste Vollringzug bringen würde, sofort Anschluß" nach Charlottenburg haben würde. Ich kam auch richtig nach Halensee; aber wer nicht kam, das war der versprochene Anschlußzug, und meine sofort angestellten Erkundigungen hatten das niederschmetternde Am liebsten wäre ich gleich losgefahren, aber das ging doch Ergebnis, daß der nächste Stadtbahnzug erst 9,37 Uhr fuhr und" Ja, das ist schon richtig. Das Sanatorium gehört eben auch nicht. Erst mußten die nötigen Vorbereitungen getroffen werden. Charlottenburg erst 9,46 Uhr erreichte. Da ich von hier schon 9,48 zu den Heilstätten." Es ist bekanntlich in allen Krankenhäusern und Heilanstalten streng Uhr weiterfahren mußte, war kaum damit zu rechnen, daß ich in Was blieb mir übrig, als wieder den Rückzug anzutreten. Ich verboten, den Patienten Lebensmittel mitzubringen. Also beschloß den verfügbaren zwei Minuten vom Stadtbahnsteig durch die ging also nach dem Bahnhof zurück und von dort nach dem zehn ich, meinem Freund Schmidt nur ein Stück Butter, einen Hafen Sperre zum Billetschalter und von hier nach Lösung einer Fahr- Minuten entfernten Sanatorium. Der Portier auf der rechten Marmelade, eine Salami, einen Napffuchen, zwei Pfund Aepfel, farte rechtzeitig nach dem Fernbahnsteig gelangen würde. Aber Seite wies mich auf den Portier auf der linken Seite. Von hier ein Dußend Zigarren, ein Pädchen Tabat, zwei Tafeln Schokolade, der Herr" Fahrdienstleiter" wußte Rat:" Fahren Sie doch einfach wurde ich nach dem Verwaltungsgebäude geschickt, wo sich das eine Tüte Pfeffernüsse und drei gute Bücher mitzunehmn. Meine nach Grunewald; dort ist Umsteigestation und dort erreichen Sie Generalverzeichnis sämtlicher Kranken befinden sollte. In dem Frau war liebenswürdig genug, den größeren Teil dieser Dinge den Zug 7 Minuten später, so daß Sie Zeit genug haben, sich eine Verwaltungsgebäude waren alle Türen verschlossen und alle zu besorgen, während ich die Rauchwaren einkaufte und mich bei Fahrkarte zu besorgen." Das leuchtete mir ein und 10 Minuten Korridore leer. Ein Soldat, den ich schließlich traf, erklärte mir, der Eisenbahn vergewifferte, daß die Abfahrtszeit des Frühzuges später war ich in Grunewald, erstand unter Schwierigkeiten eine daß die Verwaltung Sonntags geschlossen sei und riet mir, einmal noch mit den Angaben meines durch den Krieg leider veralteten Fahrkarte und eilte im Laufschritt die Treppe hinauf, um an der in A. 1 zu fragen. Also ging ich nach A. 1. Zwei Wärter, die Kursbuches übereinstimmte. Sperre auf meine keuchend ausgestoßene Frage, ob der Zug nach B. ich in dem geöffneten Speisesaal fand, erklärten mir, daß ich mich So vorbereitet, begann ich mein Unternehmen am anderen schon eingelaufen sei, den trockenen Bescheid zu erhalten, daß der an die Oberschwester wenden müsse. Als ich aber fragte, wo die Morgen damit, daß ich den Frühzug richtig verschlief. Das war Zug seit dem 2. November nicht mehr in Grunewald halte..... Oberschwester sci, wurde mir der tröstliche Bescheid:„ Die schläft Pech! Aber nach meinem Kursbuch ging zwei Stunden später Ich will es dem Leser verschweigen, mit welchen Gefühlen ich jetzt!" wieder ein Zug. Und da der erste Zug genau zur selben Stunde danach die Heimreise antrat, wie schadenfroh mich( so schien es mir Da ich auf keinen Fall zurüdkehren wollte, ohne alles verfuhr wie früher, vermochte ich nicht einzusehen, warum es mit wenigstens) die Bahnbeamten anäugten und welchen Empfang mir fucht zu haben, um meinen Freund Schmidt zu finden, unternahm dent zweiten anders sein sollte. Also zog ich mit einer Sicher- schließlich meine Frau bereitete, als ich mit meinen sämtlichen ich troßdem einen Angriff auf das Zimmer der Oberschwester und heitszugabe von einer halben Stunde für alle Fälle um 10 Uhr Paketen, Gläsern, Tüten, Büchern wieder zu Hause anlangte. Es es gelang mir auch, wenn nicht sie, so doch eine andere Schwester zum Bahnhof. Wie auf allen Ringbahnhöfen gibt es hier nur eine mag die Mitteilung genügen, daß es mir gelang, zwei Stunden zu finden, die mir bereitwillig die Tafel zeigte, auf der sämtliche Es war auch ein Schmidt beschränkte Auswahl von Fern- Fahrplänen und diese hängen prak- später wirklich einen Zug nach B.... zu erreichen, und daß ich Patienten von A. 1 verzeichnet waren. tischerweise sämtlich auf dem Bahnsteig. Um zu ihnen zu ge- dort auch richtig eingetroffen bin. Ein Wegweiser, bestimmt, die darunter, aber nicht mein Freund, der Bizefeldwebel. Doch die langen, mußte ich also erst 10 Bf. opfern. Doch diese Ausgabe Orientierung zu erleichtern, erklärte: links Sanatorium, rechts freundliche Schwester wußte Rat. Nachdem ich ihr meinen biswurde glänzend belohnt; denn kaum hatte ich den richtigen Fahr- Heilstätten. Da mein Freund Schmidt„ Heilstätten" geschrieben herigen Leidensweg geschildert hatte, ermahnte sie mich wie einen plan ausfindig gemacht, so wußte ich es: der zweite Zug fährt seit hatte, wandte ich mich nach rechts, erreichte nach 10 Minuten auch Stranken zur Geduld und empfahl mir, doch einmal im Badehause" 14 Tagen eine Stunde früher! das Eingangstor und erkundigte mich bei dem Pförtner nach dem nachzufragen und, falls er dort nicht sei, in A. 3 mein Glück zu Da stand ich nun mit meinen sämtlichen Paketen, Tüten, Vizefeldwebel Schmidt. B. 4" lautete der lakonische Bescheid. versuchen. Gläsern, Büchern, ausgerüstet für eine achttägige Wanderfahrt, Ich eilte durch die ausgedehnten Parkwege und fand nach wieder- In dem Bestreben, diesem Vorschlage möglichst eilig zu entaber leider ohne Zug! Zerknirscht begab ich mich auf den Heim- holtem Fragen auch den bezeichneten Pavillon. Doch das Emp- fprechen, geriet ich zunächst in einen Krankensaal, dann in die weg, fest entschlossen, den Versuch am anderen Tage mit ver- fangszimmer war leer, das Bureau geschlossen und niemand zu Stüche. Als ich aber schließlich den Ausgang gewonnen hatte, war Backwaren hergestellt würden, und unter allen Umständen eine Verminderung des Gewichts der Backwaren bedinge, foll nicht das gesamte Bädergewerbe dem Untergange entgegengehen. Bisher ist das Gewicht der Backwaren vom Oberkommando festgelegt worden und die Bäckermeister fönnen willkürlich das Gewicht nicht verringern. Im gegenwärtigen Zeitpunkt, wo eine andere Zusammensetzung der Backwaren in die Wege geleitet ist für Weißwaren sowohl wie für Schwarzbrot wäre eine Aenderung des gegenwärtigen Zustandes vollkommen verkehrt und unangebracht. Im übrigen haben schon bei früheren Gelegenheiten Fachleute nachgewiesen, daß die Bäckermeister bei Herstellung von Backwaren unverhältnismäßig hohe Gewinne gemacht haben und schließlich sollten doch in erster Reihe die Intereffen der Allgemeinheit stehen und von diesem Gesichtspunkt die einzelnen Maßnahmen getragen sein. tagte Frau verließ nur hin und wieder ihre Kleine Wohnung im 12öhne der Bader, Lagers, Hilfs- und Transportarbeiter gegenüber Steller am Hof und unterhielt sich mit Nachbarinnen. Auch An- nicht länger ablehnend verhielte. Dann würden deren Klagen über gehörige besuchten sie nur selten. So kam es, daß es nicht auffiel, die A. E. G. verstummen. als sie seit acht Tagen nicht mehr zum Vorschein kam. Erst gestern benachrichtigte man die Polizei. Ein Kriminalbeamter des Reviers fand die alte Frau tot im Bette liegen. Die Leiche war schon stark verwest. Arbeiterbildungsschule. Die Bibliothek der Arbeiterbildungsschule ist am Donnerstag, den 7. Januar, von 8-9 Uhr abends geöffnet. Sie befindet sich Lindenstr. 3, IV. Hof rechts, 3 Treppen. W Warnung. Um Unglücksfällen vorzubeugen, wird hiermit unter Hinweis auf die Bestimmung des§ 30 Absatz 2 der Strom und Schiffahrts Polizeiverordnung vom 15. Oftober 1899 in warnende Erinnerung gebracht, daß das unbefugte Betreten des Eises sowie das unbefugte Schlittschuhlaufen auf den Die Polizei und Stromhiesigen Gewässern verboten ist. aufsichtsbeamten find angewiesen, auf die Beachtung dieser Bestimmung zu halten. Gasvergiftung eines Ehepaares. Der Metalldrüder Bruno Stein und dessen Ehefrau Maria nahmen gestern abend in ihrer Wohnung im Hause Malplaquetstr. 40 ein gemeinsames Bad in einer von Stein ohne polizeiliche Erlaubnis im Klosettraum auf gestellten Badewanne, die von einem Gasofen geheizt wurde. Nach furzem Verweilen verfiel Frau Stein in Ohnmacht. Als sie nach einiger Zeit erwachte und ihren Mann anrief, dieser aber kein Im Wintergarten sind eine Reihe alter Bekannter eingekehrt. Lebenszeichen mehr von sich gab, schleppte sie sich zu ihrer Nach- Herr Berzina mit seinen sprechenden Papageien, dann Herr Aman barin und bat diese, schleunigst einen Arzt zu holen. Jede Hilfe als Darsteller berühmter Persönlichkeiten ohne Maste und fam aber zu spät, Stein war bereits tot. Bermutlich ist er an Gas- Schminke"; auch Robert Steidl ist wieder da mit seinen Schlagern, vergiftung infolge mangelhafter Beschaffenheit des Ofens gestorben. die aber diesmal nicht so recht zu verfangen schienen. Unverwüstlich in ihrem Humor find noch immer Jülichs Rekruten, denen sich der fächselnde Komiter Paul Beckers würdig anreiht. Schöne Formen und graziöse Bewegungen verrät die Tänzerin Grete Wiesenthal, die in formvollendeter Weise ihren Brauttanz und den Donauwalzer zur Anschauung bringt. Gegen den Missionsschwindel. Unter obiger Ueberschrift hatten wir in der Nr. 353 des Vorwärts" vom 28. Dezember berichtet, daß der Polizeipräsident zu Frankfurt a. M. sich in einer Bekanntmachung gegen die GrundVerloren. Seine Invalidenrentenpapiere hat der Möbelmannsche Hausmission, deren Hauptsitz sich in Berlin, Invalidenstraße, befindet, gewendet habe. Der in der Notiz erwähnte Ge- polierer Wilhelm Krause, jest wohnhaft Büschingstr. 25, auf dem schäftsführer der Frankfurter Filiale, ein in Köpenid gebürtiger Wege von Wilmersdorf nach Berlin verloren. Die Papiere sind Herr Karl Biene, ersucht uns nunmehr in einer längeren Zufchrift ausgestellt 1901-02 und enthalten noch die alte Wohnung Georgenmitzuteilen, daß ihm Grundmann bei der liebernahme der Frank- firchstr. 25. Auf dem Wege Winsstraße bis Weberstr. 12 ist furter Filiale verschwiegen habe, daß gegen ihn ein Verfahren wegen ein fleines Paket verloren gegangen, das mehrere Berechnungen Betruges schwebe. Er, B., sei erstaunt gewefen, als eines Tages in enthält, deren Nichtbeibringung dem Verlierer große geschäftliche Das Paket ist gegen GrFrankfurt ein Kriminalbeamter bei ihm erschienen sei und Einsicht Unannehmlichkeiten bereiten würde. in die Geschäftsbücher genommen habe. Nachdem er später darüber stattung der Unkosten bei Kroner, Winsstr. 16, abzugeben. aufgeklärt worden sei, daß er sich strafbar machen würde, falls er die Filiale weiter leite, habe er, B., denselben Tag den Betrieb eingestellt. Von einem heimlichen Verschwinden aus Frankfurt fönne indeñen teine Rede sein. Er habe sich nach Köpenick begeben und dort Waldstr. 8 Wohnung genommen. Ein blutiger Streit. Zwischen zwei in der Zinnertschen Konservenfabrik zu Potsdam beschäftigten Schlächtergesellen entstand gestern früh ein Streit, bei Der dem schließlich das Messer die entscheidende Rolle spielte. Schlächtergeselle Julius Jlles glaubte von seinem Kollegen, dem Das von den Gesangvereinen„ Männerchor Oft" und„ Sängerchor Wedding" am 28. November in Obiglos Konzertsälen abgehaltene Konzert zum Besten einer Weihnachtsfeier für die Kinder Berliner Arbeitslosen hat einen Ueberschuß von 230 m. ergeben. Der Betrag ist den Kinderschußkommissionen des vierten und sechsten Kreises je zur Hälfte überwiesen worden. Gewerkschaftliches. Schlächtergesellen Leo Stenzel aus Hobendorf bei der Fabrikleitung Ums Koalitionsrecht der sächsischen Eisenbrach Jlles zusammen. Er wurde nach dem städtischen Krantenbaus übergeführt. Sein Zustand ist hoffnungslos. St. wurde von der Striminalpolizei in Haft genommen. Im Straßenbahnwagen vom Tode überrascht wurde vorgestern abend der 72 Jahre alte Kriminalwachtmeister a. D. Friedrich Antelmann aus der Bredowstr. 30. Antelmann wollte mit einem Wagen der Linie 23 nach Niederschönhausen fahren, um seinen Sohn zu besuchen. Auf dem Weddingplak fant er plötzlich auf seinem Size zusammen. Man brachte ihn nach der Hilfswache in der Lindower Straße, wo aber der Arzt nur noch seinen Tod feststellen konnte. Der 50 Jahre alte Tapezierer Robert Schlüßler aus der Stuttgarter Str. 19 bestieg abends um 8 Uhr in Charlottenburg einen Stadtbahnzug, um nach Berlin zu fahren. Zwischen Tiergarten und Bellevue erfrantte er plötzlich und als der Bug in Bellevue anfam, war er schon tot. Beide Beichen wurden beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. bahnarbeiter und Beamten. Die Reichssektion der Eisenbahner im Deutschen Trans. Die schnelle, Feldpoft". # Während man im allgemeinen darüber flagt, daß die Feldpost ihre Aufgabe nicht überall zur Zufriedenheit der von ihr Bedienten erfüllen kann, läßt die Volts- Zeitung" fie Leistungen voüführen, die den Neid des seligen Stephan hervorgerufen hätten. Am 3. Januar brachte die Volks- Zeitung" ihre zweite Notiz gegen den „ Vorwärts". An demselben Tage muß das Blatt schon in den Schüßengräben zur Verteilung gelangt sein, denn bereits am 4. Januar erhielt die„ Bolks- Zeitung" von einem Leser, der nach seinen Angaben für das Vaterland kämpft", mit dem Datum vom 3. folgenden Feldpostbrief": " Soeben lese ich in Ihrer Zeitung Nr. 4 vom 3. Januar 1915 die Ertviderung auf den Artikel vom Donnerstag betreffend„ Deutsche Arbeitergroschen nach Belgien". Geriet ich schon beim Lesen des ersten Artikels in Erregung über die Zumutung des Vorwärts", unsere fauer ersparten Groichen unseren schlimmsten Feinden zu kommen zu lassen, so muß ich konstatieren, daß er jetzt seine ganze Berdrehungskunst angewendet hat, um uns deutschen Arbeitern Sand in die Augen zu streuen. Also dazu haben wir, die wir jezt für das Vaterland kämpfen, jahrelang unsere Stassen gefüllt, um in der Not etwas Unterstügung zu bekommen! Wir sind ja von den Führern schon manches gewöhnt, denn nicht immer wird mit den Mitteln so verfahren, wie die große Zahl der Mitglieder es wünscht. Ich erinnere nur an die Gehaltserhöhungen der Beamten bei jedem Delegiertentag, ferner an die Errichtung von Verbandshäusern( Holzarbeiterverband), bei welchen wahrlich nicht sparsam umgegangen wurde. Aber alles dies wurde jezt vergessen, nur die neueste Leistung können wir nicht vergessen. Deutiche Arbeiter, welche im Felde stehen oder noch in der Kaserne sind, also nicht attiv in der Arbeiterbewegung stehen, werden Protest in ihrem Innern erheben, daß unsere sauer ersparten Groschen unseren schlimmsten Feinden eventuell zugesteckt werden sollen. Nicht jedem tapferen Krieger ist es gegönnt, Zeitungsnachrichten aus der Heimat zu erhalten. Dafür appellieren sie an ihre Genossen, die zu Hause bleiben, ein wachsames Auge zu haben über unfere Einrichtungen, damit wir, sollten wir gefund zurückkehren, und, was jeder einzelne Deutsche wünscht, den Sieg davontragen, unsere Organisation groß und start wiedersehen, wie wir sie verlafien haben. Das kann nur geschehen, wenn wir uns int Innern stärken und unsere Feinde auf jede Art und Weise unterDrücken." Wolfs zeitung" zuging, ist noch bemerkenswert die raiche EntAußer der Schnelligkeit, mit welcher diefer Feldpostbrief" der ichlossenheit, mit welcher die Redaktion des Blattes dem Anwurf des Briefschreibers gegen die Beamten des Holzarbeiter verbandes wegen ihrer Gehälter zur schnelleren Verbreitung verhalf. Die Angestellten des Holzarbeiterverbandes, die feineswegs zu den am glänzendsten Bezahlten gehören, waren die ersten, die bei Ausbruch des Krieges auf einen erheblichen Teil ihres Einkommens zus gunsten der Arbeitslosen verzichteten und der Verbandsvorsitzende verlor vor kurzer Zeit im Felde seinen einzigen Sohn. Deutsches Reich. verdächtigt worden zu sein und stellte ihn zur Rede. Die Aussprache hatte in der Frühstücspause einen neuerlichen Zusammenstoß zur Folge, in deffen Verlauf Jles dem St. mit einem starten Knuppel einen Schlag über Zur Eine wichtige Publikation des Bergarbeiterverbandes. Der Verband der Bergarbeiter Deutschlands gab unter dem zückte Stenzel ein mitgebrachtes Meffer gegen Illes und stieß es portarbeiterverband hat eine Eingabe an das sächsische Finanz Titel„ Die deutschen Bergwerfe" eine Broschüre von 288 Dftabseiten gerichtet, worin Hinweis auf die Zeitverhältnisse und die bereits aufgehobenen Verbote wegen fohlen-, Stali- und Erzbergwerke in Deutschland enthält. Die Schrift Mitgliedschaft der Eisenbahner bei Konsumvereinen und des wird für die Funktionäre und Mitglieder des Bergarbeiterverbandes Zeitungsverkaufs auf den Bahnhöfen die Forderung nach Ge- und für alle Gewerkschafter und Sozialpolitiker besonders wertvoll währung des freien Koalitionsrechts für alle Eisenbahner wie durch die Aufschlüsse über das Gefchäftsgebaren und die Gewinne der Aktiengesellschaften in der Montan- und Hüttenindustrie, der folgt gemacht wird: ,, Der unterzeichnete Vertreter der Reichssektion der Eisen- bergbaulichen Gewerkschaften" und vieler Privatzechen, die in ihr bahner des Deutschen Transportarbeiterverbandes ersucht das enthalten sind. Besonderer Wert wurde neben der Angabe der tgl. Finanzministerium im Einvernehmen mit der tgl. General- Ueberschüsse auch auf Mitteilungen über die Zahl und Tiefe der Schächte, die Belegichaftsgiffer, die Fördermenge und bei Syndikats direktion der sächsischen Staatseisenbahnen die Genehmigung gruben auch über die Beteiligungsziffer gelegt. Dem Bergarbeiterzur uneingeschränkten Freigabe des Koalitionsrechts an die verbande wurde die Veröffentlichung aller dieser Angaben möglich sächsisc en Eisenbahnarbeiter und Beamten zu erteilen, und gemacht durch die in seinem Zentralbureau in Bochum bestehende zwar dergestalt, daß es jedem Angehörigen der in den Bechenregistratur. Der Wert dieser Einrichtung wird durch das vorStaatsbetrieben beschäftigten Personen freisteht, sich zu orga- liegende Buch bewiesen. Für die praktische Gewerkschaftsarbeit nisieren, wo er will, vor allem auch in der Reichssektion der werden besonders die in dem Buche enthaltenen Gewinnziffern gute Eisenbahner des Deutschen Transportarbeiterverbandes, ohne Dienste leisten, da sie den Bergarbeitern ziffernmäßige Nachweise über die Rentabilität der deutschen Montanindustrie ermöglichen. daß ihm durch seine Dienststelle oder eine höhere Verwaltungs- Das Vorwort fagt zu diesen Gewinnausweisen u. a.: Aus ihnen stelle Schwierigkeiten in bezug auf seine persönliche Achtung, geht ohne weiteres hervor, daß der deutsche Bergbau große UeberEntlohnung oder in seiner Anstellung und seinem Vorwärts- chüsse abwirft.- Daß eine solche Schrift in der Zeit des tommen entstehen." Krieges erscheinen konnte, liefert auch wieder einen Beweis für In der Begründung dieser Eingabe wird noch darauf die ungebrochene Widerstands- und Tatkraft der dentschen Gewerkhingewiesen, daß in der jetzigen Striegszeit auch die orgafchaften. nisierten Eisenbahner, besonders bei den Truppentransporten, ihre Schuldigkeit getan und so wesentlich mit dazu beigetragen hätten, daß der Aufmarsch der deutschen Armeen so präzis habe erfolgen können. Sodann wird noch betont, daß es in der Hauptsache der Erziehung durch die deutschen Acht Tage tot in ihrer Wohnung gelegen hat die 68 Jahre alte Witwe Wilhelmine Strause, geborene Stadolf, die schon seit längerer Zeit in der Liebentvalber Str. 52 für sich allein haufte. Die bedas Glück mir außergewöhnlich gnädig, indem es mir schon vor dem Eingang zum Badehaus" die dort regierende Oberschwester entgegenführte. Aber das war auch alles; denn mein Freund, der Vizefeldwebel Schmidt, lag, wie sie mir bestimmt versicherte, auch im Badehause nicht. Meine letzte Hoffnung wäre jest A. 3 gewesen, wenn nicht eine Nachfrage der Oberschwester bei der gerade von dort kommenden Schwester Adele bereits die völlige Aussichtslosig- Gewerkschaften zu danten ist, wenn die im Felde stehenden feit des Versuches festgestellt hätte. Ich begann zu verzweifeln, fand aber doch den Mut, den beiden teilnahmvoll zuhörenden Schwestern noch einmal meine ganzen Erlebnisse vorzutragen und sie um ein sicheres Mittel zur Klärung der schwierigen Lage zu bitten. Das Ergebnis war die nicht gerade ermutigende Bemerkung, daß es auf der anderen Seite der Straße noch zwei Pavillons A. 2" und" A. 4" gäbe, in denen ich ja immerhin mal nachfragen könnte. Bestimmt." Massen beurteilen können, was bei diesem Kriege auf dem Spiele steht. Das fächsische Ministerium hat bislang eine Entscheidung noch nicht getroffen. von 26 M. Berlin und Umgegend. Aus Industrie und Handel. Steigerung der Schlachtungen. Wie stark die Viehzufuhr zu den Märkten gestiegen ist, geht' aus den jetzt festgestellten Ergebnissen der Schlachtungen in den öffentlichen Schlachthäusern des Berliner städtischen Schlachthofes im Monat November hervor. Es sind danach im November 1914 19 587 Rinder gegen 8453 Stück im November 1913 und 142 633 Schweine gegen 98 339 im November 1913 geschlachtet worden; im November 1914 also 11 184 Rinder und 44 294 Schweine mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Rückgang der englischen Kohlenausfuhr. Die A. E. G. und ihre ungelernten Arbeiter. Die Klagen der Bader, Lager-, Hilfs- und Transportarbeiter in Was halfs. Ich machte mich auf den angegebenen Weg, pas der A. E. G. über ungenügende Bezahlung und rigorose Behandlung sierte zunächst den Pförtner, der mich schon einmal fortgeschicht wollen auch jest während des Strieges nicht aufhören. Die UnDie britische Kohlenausfuhr teilt das Schicksal der Mehrzahl hatte, und gelangte nach einigem Suchen nach der Station A. 2. zufriedenheit dieser Arbeiter wächst von Tag zu Tag, da ihre LebensHier war jedoch alles wie ausgestorben. Weder im Schwestern- weise sich während des Krieges ganz bedeutend verschlechtert hat. der übrigen Zweige des Außenhandels des Inselreichs; sie ist in zimmer noch im Bureau war jemand zu finden, die übrigen Türen Die Lebensmittelpreise sind in den letzten Wochen gewaltig gestiegen, der bisher abgelaufenen Kriegszeit sehr stark abgefallen. Für die meist verschlossen. Meine einsamen Schritte durchhallten die während eine Lohnerhöhung bei diesen Arbeitern nicht eingetreten ersten vier Kriegsmonate zusammen ergibt sich laut Köln. 3tg." leeren Gänge, bis ich in einem seitlichen Korridor ein weibliches ist. Ein Stundenlohn von 46 Pf. bei einer 59stündigen Arbeitszeit ein Rüdgang um 10,96 Millionen Tonnen gleich 42,40 Proz. Wesen am Tische fizend sah. Ich stürzte auf sie los und fragte pro Woche ergibt einen Verdienst von 27,14 M. Hiervon geben Diese Menge verteilt sich mit 2,86 Millionen Tonnen auf den zum dreizehntenmal nach meinem Freund, dem Vizefeldwebel dann noch die Beiträge für die Kranken- und Invaliditäts- August, 2,41 Millionen Tonnen auf den September, 2,91 Millionen Schmidt. Sie sah mich mit großen Augen an, dann sagte sie lang- bersicherung in Höhe von 1,15 M. ab, verbleibt also ein Verdienst Tonnen auf den Oktober und 2,78 Millionen Tonnen auf den November. Verhältnismäßig am stärksten war die Abnahme im jam, jedes Wort betonend: Schmidt? Nein, Mitterhusen?" Daß ein verheirateter Arbeiter mit einem solchen Lohn nicht Auguſt mit 47,16 Proz.; die Besserung, welche darauf der SepNein, nein," protestierte ich, Schmidt heißt er, das weiß ich imftande ist, auch nur den geringsten Ansprüchen Rechnung tragen tember brachte( 87,0 Proz.), hielt nicht an; im Oktober betrug der zu können, die das Leben an ihn stellt, haben wiederholt auch " Ja, wir haben hier nur einen Leutnant Mitterhusen und einzelne Direttoren der A. G. G. anerkannt. Ein Entgegenkommen Rüdgang wieder 41,2 Proz. und im November 44,75 Broz. Am größten ist natürlich der Ausfall in den Lieferungen nach einen Herrn von Tesdorpf...." hat man der Arbeiterschaft trotzdem nicht gezeigt, sondern ist auch Ich hörte nicht weiter zu, sondern verließ fluchtartig das Ge- jetzt bestrebt, die Löhne der Hilfsarbeiter auf einer möglichst niedrigen Deutschland, das, sonst an zweiter Stelle unter den Bebäude, um mit meinen sämtlichen Paketen, Gläsern, Tüten, Stufe zu halten. In der Turbinenfabrik wurde einem Arbeiter, der ziehern englischer Kohle stehend, außer 132 000 Tonnen in den Büchern einen letzten Sturm auf A. 4 zu unternehmen. Was soll ichon acht Jahre in diesem Betriebe tätig ist und einen Stundenlohn ersten Augusttagen, in der Kriegszeit teine Tonne englischer Kohle ich weiter sagen? Nachdem ich erst in die Küche und dann in den von 48 Pf. erhält, auf seine bescheidene Frage um Gewährung mehr erhielt und damit gegen die entsprechenden vier Monate des Speisesaal geraten war, nachdem man mich erst in ein falsches einer Lohnzulage von dem Lagerchef geantwortet:" Es ist traurig Vorjahres einen Minderbezug von 3 Millionen Tonnen zu verZimmer geführt und zwei falsche Schmidt in ihrem Sonntag- genug, daß Sie acht Jahre hier arbeiten". Es ist wirklich kein Wunder, wenn die ungelernten Arbeiter zeichnen hatte. Die Lieferungen nach Frankreich, das der nachmittagschlummer gestört hatte, fand ich dort wer hätte das darauf verzichten, unter solchen Verhältnissen weiter zu arbeiten größte Abnehmer für britische Kohlen ist, gingen im August und noch geglaubt? wirklich meinen Freund, den Vizefeldwebel oder Arbeit anzunehmen. Das macht sich wohl auch für die A. E. G. noch mehr im September ebenfalls start zurüd, erholten sich dann Schmidt, und zwar in recht fideler Stimmung; denn seine durch sehr fühlbar, sonst würde sie nicht versuchen, vom Asyl Arbeitskräfte aber wesentlich im Oktober und waren im November sogar um ein deutsches Bajonett( gelegentlich eines Nachtangriffs) verursachte zu bekommen. Eine Erhöhung des Stundenlohnes um 4 Bf. bewegt eine Kleinigkeit(+ 6000 Tonnen) höher als in dem entsprechenden Verwundung war tatsächlich nur leicht, eine richtige Urlaubswunde. sich durchaus in den Grenzen der Bescheidenheit, und die A. E. G. Monat des Vorjahres. Da zurzeit weder die deutsche noch die Aber wer hätte das gedacht, daß ein Zazarettbesuch in einer fönnte bei einigermaßen gutem illen dahingehenden Wünschen belgische Kohle für die Versorgung des französischen Marktes in Berliner Heilanstalt mit soviel Hindernissen verbunden sein kann! wohl Rechnung tragen. Die Direktion der Turbinenfabrit lehnt Frage kommt, der davon in gewöhnlichen Jahren bis 10 Millionen Doch mir blieb keine Zeit zum Nachdenken. Kaum daß ich meine aber jedes Entgegenkommen ab. Sie braucht sich unter solchen Um Tonnen erhält, dazu auch das wichtigste französische Förderbecken sämtlichen Taschen entleert und alle mitgebrachten Sachen abge- ständen nicht zu wundern, wenn ihre langjährig beschäftigten, mit in den Departements in Nord und Bas- de Calais infolge der sich sämtlichen Taschen entleert und alle mitgebrachten Sachen abge- der Arbeitsweise vertrauten Arbeiter den Betrieb freiwillig verlassen. Dort abspielenden Kämpfe teine Kohlen liefert, so ist die Zufuhr liefert hatte, da mußte ich auch schon eilen, um den nächsten An- Es läge im Interesse der Gesellschaft selbst, wenn die A. G. G., deren schlußzug nach Berlin zu erreichen. Mein Freund, der Vizefeld- Reingewinn im legten Geschäftsjahr 18 892 641 M. betrug, der wirt- von England höchst dringlich, und wenn sie nur in dem vorjährigen webel Schmidt, aber grollte:„ Ein verflucht kurzer Besuch!" schaftlichen Lage ihrer hartbedrängten Arbeiterschaft Berständnis Umfang erfolgt, bei weitem nicht ausreichend, den vorhandenen Und Recht hat cr! entgegen brächte und sich einer durchgreifenden Aufbesserung der großen Bedarf zu deden. Die aus Frankreich bereits ertönenden Asazcn über Kohlcnmangcl und übermäßige Kohlcupreisc sind daher nur allzu verständlich. Besonderes Interesse können auch die Lieserungen nach Italien beanspruchen, da dieses Land für die Deckung seines Koblenbedarfs in dem jetzigen Kriege noch mehr wie sonst auf die englische Kohle angewiesen ist. wo ihm deutsche jetzt auf dem Seeweg nicht zugeführt werden kann. Auch in Italien dürfte sich mit der Zeit ein erheblicher Kohlenmangel einstellen; an britischer Kohle erhielt es in den vier Kricgsmonaten annähernd% Millionen Tonnen weniger als in der entsprechenden vorjährigen Zeit; dazu kommt der fast vollständige Wegfall des Bezuges aus Teutschland, denn der Versand über den Gotthard ist bisher nur geringfügig ge- loesen. Holland hatte für August und September einen Mehr- bezug an britischen Kohlen von 117 00!) Tonnen aufzuweisen; ihm stand jedoch für Oktober und November wieder ein Ausfall von 15U 000 Tonnen gegenüber. Eine Zunahme weisen in der Kriegs- zeit bisher nur die Lieferungen nach den skandinavischen Ländern auf; für Dänemark ergibt sich ein Mehr von 101 000 Tonnen, für Schweden von 54 000 Tonnen und für Norwegen von 125 000 Tonnen. In wie hohem Matze die Absperrung Rußlands ge- lungen ist. zeigt die Tatsache, daß dieses Land, welches im August noch 100 000 Tonnen erhalten halte, in den drei folgenden Monaten zusammen nur noch 38 000 Tonnen einführen konnte. Auch dieser Gegner wird gegenwärtig schon unter Kohlenmangel leiden, ist ihm doch auch die Kohlenzufuhr aus Deutschland abgeschnitten und außerdem seine eigene Förderung, im besonderen durch die Be- setzung des Dombrowa-Beckcns durch unsere Truppen, stark her- abgedrückt. Die südamerikanischen Staaten, die sonst ein sehr aufnahmefähiges Absatzgebiet für britische Kohlen dar- stellen, haben ihre Bezüge stark vermindert; im Oktober betrug der Rückgang 213 000 Tonnen und im November 208 000 Tonnen. Möglicherweise ist hier nordamerikanischer Wettbewerb im Spiel. der der britischen Kohle in diesen Gebieten Boden abgewinnt. Die K o k s a u s f u h r, die an sich nicht sehr bedeutend ist, hat sich besser gehalten als die Kohlenausfuhr; ihre Abnahme betrug bei einem Gesamtversand von 449000 Tonnen nur 00 000 Tonnen, dagegen verlor die Brikettausfuhr bei insgesamt 179 000 Tonnen 372 000 Tonnen, d. h. zwei Drittel. Die Bunkerverschif- f u n g e n verzeichnen für die vier Kriegsmonatc bei insgesamt 5.2 Millionen Tonnen einen Rückgang um rund 2 Millionen Tonnen, ein Verhältnis, das einen Rückschluß auf die Einschrän- kung im Schiffahrtsverkehr Großbritanniens zuläßt. Kriegsgeschäftemacher überall. In Genua ist man nach dem..Corriere d'Jtalia" einer Ge- nossenschast von Kaufleuten und ehemaligen Offizieren auf die Spur gekommen, die für das französische Heer Waren ausführen wollten, deren Ausfuhr verboten ist. Vierzigtausend Kilo Trikotwaren, für die ein Ausfuhrschein nach Palermo gefordert worden war, die aber nach dem Eingeständnis der ver- Imfteten Exportcure nach Nizza gebracht werden sollten, wurden beschlagnahmt. Man entdeckte ferner, daß noch zehntausend Tonnen Waren im Hafen lagern, die aus allen Teilen Italiens stammen und von einer Kommission französischer Offiziere zusammenge- bracht waren, die alle Fabriken Oberitaliens besuchten, und alles, was für das Heer nützlich ist, wie Stiefel, Leinwand, Tuche für Uniformen usw., zusammengekauft hatten. Man beschlagnahmte ferner einen zwischen der Militärintendantur Nizza und einer Firma in Oberitalien abgeschlossenen Vertrag, nach dem eine große Menge Trikotwaren für das französische Heer gegen Vor- auözahlung von 300 000 Lire geliefert werden sollte. Die italienische Regierung verfolgt mit Energie jeden Ver- such einer Umgehung der Ausfuhrverbote; sie hat vor einigen Tagen vierzig nach Frankreich bestimmte Waggons in Turin be- schlagnahmt und vierzig andere Waggons, die nach Genua unter- Wegs waren, sollen dort sequestriert werden. Auch ein aus New f'lork über Neapel in Genua emgetroffener Dampfer„Rotterdam" ist von den italienischen Behörden beschlagnahmt worden, weil Kricgskonterbandc an Bord gefunden wurde. Soziales. Schlägerei und Betriebsunfall. Damit ein Unfall der Unfallversicherunasvflicht unterliege. ist erforderlich, daß es ein Betriebs unfall sei. Die Voraussetzungen eines solchen sind zweierlei. Der Verletzte muß erstens zur Zeit des Unfalls in dem Betriebe be- sefiäfügt sein, seine Tätigkeit oder Verrichtung also mittelbar oder unmittelbar durch den Betrieb veranlaßt sein oder ihrer Zweckbestimmung nach dem Betriebe dienen, ferner aber muß der Betriebsunfall in ursächlichen Zusammenhang mit dem Betriebe und dessen Zusammenhang gebracht wer- den können. In der Rechtsprechung neigte die Praxis entgegen dieser Begriffsbestimmung in zunehmendem Maße da- hin, Unfälle als außerhalb des Bannes des Betriebes liegend zu erachten, wenn ein Verschulden von Mitarbeitern vorlag. So sind früher öfters Unfälle als Betriebsunfälle erachtet, die Arbeiter durch Neckereien oder Raufereien von Mitarbei- tern im ftfabriksaal oder unmittelbar außerhalb des Betriebes durch auflauernde entlassene Mitarbeiter erlitten. Die Rechtsprechung neigte und neigt aber immer mehr dazu, solche Be- triebsunfälle als nicht innerhalb des Bannes des Betriebs ereignet zu konstruieren. Eine kleine erfreuliche Ausnahme von dieser niit dem Gesetz unvereinbaren Neigung macht der nachstehend jetzt vom bayerischen Landesversicherungsamt in einer Rekursklage der Holzindustrieberufsgenossenschaft ent- schiedene sfall: Ein Sägereiarbeiter wurde von einem Werkmeister im Be- triebe derart mißhandelt, daß er dadurch erwerbsbeschränkt wurde. Die Berufsgenossenschaft lehnte den Anspruch auf Rente ab, da die Erwerbsbeschränktheit nicht durch einen Betriebsunfall im Sinne deS Unfallversicherungsgesetzes erfolgt sei. Das ObcrvcrsicherungS- nmt Augsburg als Berufungsinstanz erkannte die Rentenansprüche an und die Berufsgenossenschaft erhob hierauf Rekursklage beim Landcsversichcrungsamt. Dieses hat nun auf Zurückweisung der Rekursklage erkannt und damit sind die Rentenansprüche des Ar- beiters in letzter Instanz anerkannt worden. Aus der Urteilsbegründung ist hervorzuheben:„... Allerdings ist eine Körperverletzung, die einem Arbeiter von einem Mitarbeiter zugefügt wird, nicht schon deshalb als ein Betriebsunfall anzusehen, weil sie während des Betriebes und am Orte des Betriebes bei- gebracht worden ist; sie muß vielmehr in ursächlicheni Zusammen- hange mit dem Betriebe stehen. Diese Voraussetzungen sind hier gegeben. Der Streit, in dessen Verlauf die Mißhandlung er- folgte, ist nicht auf persönliche Differenzen zurückzuführen, es hat sich vielmehr um eine.Meinungsverschiedenheit über die im Be- triebe des Sägewerks bewirkte Lagerung von Baumstämmen ge- handelt; die Veranlassung zu dem Streit und zu der sich an diesen anschließenden Körperverletzung hat also im Betriebe beruht. Nach Aussagen der im Strafverfahren gegen den Werkmeister vernommenen Sachverständigen ist dieser eine hochgradig aufgeregte Person, die bei der geringsten Reizung ihrer Sinne nicht mehr mächtig ist und dem Anreiz zu Gewalttätigkeiten nicht widerstehen kann, weshalb er auch von der Anklage wegen Körperverletzung in Anwendung des is 51 des Strafgesetzbuches freigesprochen worden ist. Mit Recht hat das Oberversicherungsamt angenommen, daß die Beschäftigung eines derartigen Menschen in einem Betriebe für die übrigen dort beschäftigten Arbeiter eine ständige Gefahr, die ihren Grund in dem Betriebe hat, bildet, daß also der Miß- handelte einer BeKiebSgefahr unterlegen ist. Gerichtszeitung. Die lustige» Weiber von Herinsdorf. Das Ende einer Landpartie, welche Fronen„unter sich" unternoinmen hatten, spielte in einer Verhandlung wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Beamtenbeleidi- gung eine Rolle, welche gestern die Berufungsstrafkammer beschäftigte. Angeklagt war die Gastwirtsfrau Emma K., deren Ehemann in der Jnvalidenstraße ein größeres Lokal betreibt. �. Die Angeklagte war mit einer Frau F. eng befreundet. Als eines Tages die Ehemänner der beiden von einer sogen. Herrenpartie stark angesäuselt heimkehrten, beschlossen die beiden grauen sich dadurch zu rächen, daß sie am nächsten Tage ohne männliche Begleitung auf eigene Faust eine Landpartie unternehmen wollten. Die beiden Frauen fuhren in ihren neuesten Sommerkleidern nach Hermsdorf, wo sie mitten im Walde von einem fürchterlichen Platzregen überrascht wurden. Am ganzen Leibe triefend kamen sie schließlich in einem Lokal an, wo sie zunächst für eine gehörige innere Erwärmung sorgten. Ein 10-Pf.°Orchestnon wurde sodann ununterbrochen in Anspruch genommen, da sich zufällig auch zwei tanzlustige Herren einfanden, und bald war die verdorbene Sommertoilette vergesien. Tie Lustigkeit erreichte schließlich ihren Höhepunkt, als sich beim Be- zahlen der Zeche herausstellte, daß die beiden Frauen allein für 5 M. Bier und Kognak vertilgt hatten. Kaum waren die beiden„Stroh- Witwen" in die frische Luft gekommen, als sich die Wirkung de? Alkohols bemerkbar machte; am schlimmsten war es, als sie endlich auf dem Bahnhof anlangten. Als die Freundin der Angeklagten nicht mehr die Treppe hinaufkam, wollte ihr ein hilfsbereiter Herr behils- lich sein, doch„halb zog sie ihn...", mitten auf der Treppe ver- sagten dem Hilfsbereiten die Kräfte und er samt der dicken Dame purzelten die Treppe hinunter. In der Bahnsteigsperre wurde Frau F. von einem Anfall von Seekrankheit heimgesucht, welcher zur Folge hatte, daß sich der buchstäblich davon„betroffene" Bahnbeamte nach- her krank meldete und sich am nächsten Tage eine neue Uniform bc- schaffte. Diese Katastrophe führte zu einen: lebhaften Wortwechsel, als von den Frauen die Reinigungslosten bezahlt Iverden sollten. Die Angeklagte packte dabei ihr ziemlich umfangreiches Schimpfwörter- lexikon aus und benutzte endlich den soeben zur Reinigung benutzten Scheuerlappen als Waffe.— Die Folge dieser lieblichen Szene war eine Anklage wegen Widerstands und Beleidigung, welche mit der Verurteilung der Angeklagten zu 8 Tagen Gefängnis vor dem Schöffengericht endete. Gegen dieses Urteil legte Frau K. Berufung ein. Vor der Straftammer bat die Angeklagte, sie doch um Gottes willen nicht ins Gefängnis zu schicken, sie habe diese Landpartie schon tief bereut und allen Schaden wieder gut gemacht.— Das Gericht ließ auch Milde walten und verurteilte die Reuige unter Aufhebung des ersten Urteils nur zu einer Geldstrafe von 190 M. Ein Feldposträuber. Der vorbestrafte Hausdiener Lorenz Schröder, der sich noch wegen anderer Straftaten vor der Straflammcr zu Magdeburg zu verant- Worten hatte, wurde allein wegen der Beraubung eines Feldpost- Pakets(Liebesgabe) mit zwei Jahren sechs Monaten Zuchthans be- straft. kleine Nachrichten. Unbekannte Helden. Unter dieser Ueberschrist veröffentlicht unser Elberfelder Parteiorgan, die„Freie Presse", folgende Betrachtung: Es ist Heldenzeit. Was wir bald nur noch aus der Sage kannten, was zun: Außerordentlichen geworden war, das ist heute wieder Wirklichkeit und geschieht jeden Tag: Menschen wachsen gewaltig über sich selbst, ihr Schicksal und ihr gewöhnliches Matz hinaus und toerdcn zu Helden. An dem, was bisher„über die Kraft" ging, zerbrachen Tausende; nun gewinnen sie daran ihr Heldentum. Viele erlangen einen leichten Heldenruhm an weithin sichtbarer Stelle; die Taten von Tausenden werden nach ihnen ge- nannt und ihnen zugewogen. Andere hob der Mut, die Kraft, der Geist über die anderen hinaus oder auch nur das Glück oder die Gelegenheit, die Gunst der Stunde. Sie tragen fortan ihren Heldenruhm wie einen Edelstein, der durch sein Blinken das Auge anzieht. Wer aber kennt jene unbekannten Helden, jene Namenlosen, die ihre Heldentat in der Stille begingen, ohne Zeugen? Jene Zahllosen, die nicht mit der gewaltigen Geste des Kampfes starben, sondern an irgendeinem fernen verlorenen Posten still und stumm wurden in einem Heldentum der Ausdauer, der lautlosen Pflichterfüllung, der Gewissenhaftigkeit bis zur Selbstvernichtung! Ehre sei jenen Stillen und Unberühmten, jenen Helden hinter der Front, deren stilles Heldentum oft allein das laute und stürmende der anderen ermöglicht hat. Zu ihnen gehören vor allem die F r a u e n. Was die Frauenwelt eines kämpfenden Landes mobil macht an seelischen und moralischen Kräften, das zählt kein Bericht auf, keine Zahlen können es künden. Tausende beweisen ihr stilles Heldentum, indem ihr Opferwille siegt über die sehnsüchtige Weich- heit des Herzens, das genießen und lieben, hegen und pflegen möchte. Ändere, indem sie Last um Last auf das tapfere Herz häufen und doch nicht erliegen, nicht der Arbeit und nicht den Sor- gen und nicht der Sehnsucht und nicht dem Groll und nicht dem Zweifel, und als mutiges Weib allein das Schiff der Familie durch die Wellen steuern. Wieder andere, indem sie den grausamen inneren Feind, das herzfresiende Weh bezwingen und keine Träne aus ihren Augen quellen lassen. Und wer kennt jenes unbekannte Heldentum der Jugend, dessen innere Art darum nicht weniger wertvoll ist, daß es seine Taten in der Phantasie, in der Sehnsucht, im süßen Traum des Hofsens begeht? Oder aber auch schon in einem Sieg über die rauhe Wirklichkeit, die ihre zarte Jugend nicht verschont hat. Es gibt Kinder, die ihre verzweifelnde Mutter trösten und das Heldentum des Vaters in der Seele weiter leben und dadurch stärker werden als ihr Schicksal. Durch alle Blätter ging das Heldentum jenes belgischen Buben, der sein Geschwister, einen zarten Säugling, von der erliegenden Mutter weg von Land zu Land trug auf seinen eigenen schwachen Armen. Wie manches Kind überspringt so seine Jahre und reift plötzlich heldenhaft zur Kraft und zum Leid des Erwachsenen heran. Dampferkatastrophen. Aus Nagasaki meldet ein Telegramm, daß der sapanische Dampfer„Daito mar» 2", von Daily nach Osaka mit einer Ladung Steinkohlen unterwegs, am 31. Dezember bei Port Hamilton ge- funken ist. 24 Mann der Besatzung sind ertrunken, acht konnten gerettet werden. Der norwegische Dampfer„Bjorgven" ist auf der Reise von New Jork nach Gothenburg, nördlich Rockall, gestrandet. Ueber das Schicksal der Besatzung wird nichts berichtet. Schneeschäden im Reiche. Durch starken Schneefall sind in Hannover, Braunschweig und Halle umfangreiche Fernsprechstörungen verur- sacht worden. In der Stadt Braunschweig dürsten etwa drei- tausend Teilnehmerleitungen gestört fein. Vielfach hängen die Telephondrähte auf den Leitungsdrähten der elektrischen Straßenbahnen, so daß Dienstagvormittag der Straßenbahnbetrieb in der Stadt e i n g e st e l l t worden ist. Der Tabakarbeiter im Felde. Dem Fachblatt des Tabakarbeiterverbandes schreibt ein Mit- glied aus dem Felde: Es ist keine Kleinigkeit, was wir im Felde leisten müssen, und die unangenehmen Einwirkungen auf den Körper sind mancherlei Art. Zuerst furchtbare�Märsche und nun das Aushalten in nassen Schützengräben, stellt Euch einen Zigarrenmacher vor, der nicht mehr die Elastizität� der Jugend besitzt, der jahrelang stramm vorm Brett gesessen und Wohl auf die Minutenschusterei, aber nicht aufs Marschieren mit schtverbepackten Affen eingerichtet ist. Wer immer Muskelarbeit verrichtet hat, dem fällt es nicht so schwer. Zu Anfang war es denn auch für mich taum zu ertrage» und ich dachte mehr als ein mal, daß ich zusammenbrechen würde. Aber allmählich ge tvöhnt sich der Körper an größere Strapazen, die Muskeln, soweit ein Zigarrenmacher überhaupt welche hm, ichmerzen nicht mehr so sehr. Und dann denkt Euch weiter in die Situation eines Zigarrenmachers im Felde hinein: Da hat man die langen Jahre im Zimmer gesessen, abgesperrt von der Luft, selbst ein Fensterchcn darf ja manchmal nicht geöffnet werden, denn ein Hauch frischer Lust ist„Zug", und da glauben die Kollegen schon, sie müssen sterben. Nun sitzen wir Stuben- bewohner wochenlang im morastigen Schützengraben, unser Zeug wird auch vom Regen tagelang nickt trocken, Verhältnisse also, die auf einen Zigarrenarbeiter erst recht ungemütlich wirken und ihn bedrücken können, namentlich, wenn matt als alter Landwehrmann schon in Jahren ist, die unter uns Tabakarbeitern schon als ans Greisenalter grenzend empfunden werden. Aber schließ- lich hat man zum„Empfinden" nicht allzuviel Zeit und Gelegen- heit, und wenn es nur Halbweg- geht, halt man sich gerade und macht mit. Ich habe nur den einen Wunsch, falls mich die Kugel verschont, daß ich nicht mit einem Knacks nach Hause komme, damit ich meine Familie weiter wie bisher ernähren kann. „Kriegsgefangen". Ein wohl einzig dastehendes Kriegserlebnis hat der Mission- kandidat Oswald Kraft aus Kirckheilingen in Thüringen durchgemacht. Seine Angehörigen erhielten vor einiger Zeit die Nach- richt. daß ihr als Reservist eingezogener Sohn Oswald am 11. Oktober in Rußland gefallen sei. Tatsächlich aber war ei von seiner Truppe abgesprengt worden und geriet weit hinler die russiscke Gefechtslinie. In einem halbverbrannten, verlasiencn russischen Dorfe gab ihm ein mitleidiger polnischer Bauer Zivil- kleidung, und nun versuchre K. in dieser Verkleidung wieder zu den Seimgen zu gelangen. Aber die Versuche schlugen fehl, er wurde im Gegenteil von den Deutschen gefangen ge- nommen. Seiner Erzählung wurde nicht geglaubt, und die Ab- sckiebung in das Russengefongenenlager bei Magdeburg war die Folge. Hier glückte es dem Pseudorussen endlich, seinen Vater tele- graphisch von seinem Mißgeschick zu verständigen. Das Zeugnis de- Vaters, daß es sich wirklich um seinen Sohn handle, bewirkte dessen sofortige Freilassung. Inzwischen ist er wieder zu seinem Truppenteil zurückgekehrt.__ Parteiveranstaltungen. Jugendsektion. 4. Wahlkreis. Heute Mittwoch, abends 8'/, Uhr: Versammlung in de»„Andreas-Feitsälen", Andreassw. 21. Vortrag de- Genossen W Scholz über-..Die Resormationszeit." Neukölln. Jngendfektion. Der Diskussionsabend der Jugendscktion findet heute, Mittwochabend. l/s9 Uhr statt. Tempelhof» Mariendorf. Jngendscktton. Heute abend L'/> Uhr im Jugendheim: Diskutier abend. Jugenöveranstaltungen. Tteglih-Friedenau. Mittwoch, den 6. Januar, abends 8 Uhr, im Jugendheim, dUiiepos.. Ecke Jeverstraße. Vortrag des Genossen Filg über: „Meine Reise nach Kamerun." Freitag, den 8. Januar, abends 8 Uhr, im Heim: Fortsetzung des Vortrages des Genossen Pieck über„Die grosse sranzösischc Revolution". Eingegangene Druckschristen. Universal. Bibliothek: S721.«orwärts mit Gott.' Zeitbild von A. Ohorn.— 5722. Dokumente zur Geschichte de» Krieges 4014. Land 2. Herausgegeben von W. v. Massow.— 5723. Madame Paulinr. Erzählung von I. va» Dewall.— 5724. Tripelententc. Komödie von F. Dörmann und A. Eilgel.— 5725/26. Ter Kamps im Spessart. Erzählung von L. Schiicking— 5727. Bettcr Achim und zwei Ztzorst- geichichtc». Von C. Cölestin.— 5728/29. Da» Buch der Schach- meister. artien. 4. Teil. Herausgegeben von I. Mieses.— 5730. Dir sieden Jräulei» von Gyurovich. Erzählung von F. Herczeg.— Einzc! nummer geh. 20 Pf.— PH. Rcclam. Leipzig. Kunst und Kunstler. Heft 4. Monatsschrift für bildende Kniist und Kunstgewerbe. Vierielj. 6 Mi B. Easstrer, Berlin, Dersslingerstr. 15. Deutsche Revue. MonatSschrist, herausgegeben von R. Fleischer. Viertels. 6 M. Deutsche VerlagSanslalt, Stuttgart. öriefkasten üer Redaktion. Tie iuristislbe Sprechstunde findet für Wonnenten Lindenstr. 8, IV. Hof rechts, part'rrc, am Montag dt- Freitag von 3 blö ü Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr stall. Jeder für den B r i e s k a st e n bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizusügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsauitluiig beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Svrechsiunde bor. Bcrträgc, Schriftstücke»nd dergleichen bringe man in dir Sprechstunbe mit. A. d. 47. Durch das Role Kreuz in Kopenbagen.— A. M. IVO. Uns ist davon nichts bekannt.— M. K. 40. 1. Warten Sie zunächst ab was der Arzt veranlassen wird, und wenden Sie sich dann nochmal mit einem Gesuch an den Armenvorsteher. 2. Beleidigungsklagen find vor den, Schöfiengerichl anzubringen.— P. K. 25. 1. Vorsitzender ist Richard Beicr. Berlin 17. 65, Müllerftr. 153. Fragen Sie dort an. 2. Unter den Linden 38. Geöffnet von 9—6.— M. M. Atanteusfelftraste. Nein, Amtlicher Marktbericht der städtilchen Marktballen-Direktion über den Grosshandel in den Zentral-Marltballen.(Ohne Verbindlichkeit.) Dienstag, den 5. Januar. Fleisch: Rindfleisch Per 50 IrK'. Ochse::« fleisch la 90—100, do. Ha 83—89, do. Ula 78—82; Bullensleisch' la 83—94. do. IIa 78-86; Kühe, feil 66—70, do. mager 48—58; Fresser 67—78, Fresser, dänische, 53— 60, Bullen, dänische, 58— 70; Kalbfleisch: Doppellender 135— 145; Mastlälber la 105—115, do. IIa 90— 104. üammci- fleisch: Mastlämmer 95—102; Hammel la 86—94. do. IIa 80—85; Schafe 83—90. Schweincslessch: Schweine seile 85— 92, sonstige 80— 84; G e müi c, inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 kg 3,75; weisse Kaiserkronen 3.50; Magnurn bonurn 3,75; Wöstmann 3,50—!!,75; Porree. Schock 0,70-1,00; Sellerie, Schock 3,50-6,00; Spinat 50 kg 15,00—30,00; Mohrrüben 2,80— 3,60; Wirsingkohl Schock 4,00—10,00: Wirsingkohl 50 kg 5,00-6,00; Weisskohl Schock 3,00—8,00, Weisslobl 50 kg 4,00; Rollohl, Schock 4,00—10 00; Nollohl 50 kg 4,00 bis 4,50; Grünkohl 50 kg 5,00-8,00; Kohlrüben Schock 5,00-6,00; Teliower Rüben 50 kg 12,00—16,00, Märkische Rüben 50 leg 3,00—10,00; Btunien- kohl. Erfurter. 100 St. 00,00-00,00. Rosenkohl 50 kg 25,00—30,00, Meer- rettich Schock 4,00—12,00, Petersilienivnrzel Tchockbund 1,00—3,00; Radieschen Schockbund 0,00—0,00; Zwiebein 50 kg>0,00—11,00— Apseisinen: italienische 50 kg 10,00—13,00, dito 200 Stück 8,00— 11,00, 300 St. 9,00—11,00, Murcia 200 St. 8,00—13,00, dito 300 Stück 8,00—14,00, Messiua 160 St. 11.00—12,00, 200 St. 9,00-11,00, 300 St. 8,50—11,00. Mesfina Blut- 80 St. 9,00, do. 100 St. 8,50-9,50, do. 150 St. 10,00._ Wetteraus, ichteu für das mittlere Rorddeutschland bis Tonnerstaguiittag: Zunächst noch vorwiegend trübe und nebelig, init wenig veränderten Temperaturen, an den Kilsiciiorteil, besonders im Binnen- lande, geringe Niederschläge; im Küstengebiete langsame Aufheiterung und etwas kälter. Scied Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genossen! Im Westen gefallen Adolf Supplies, Schloffer Bodestr. 34. 15. Bezirk. 246/4 Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 2. Berl. Reichstagswahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Gastwirt Fritz Golz ( Bezirk 137, Planujer 95) am Montag verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, nachmittags 32 Uhr, auf dem neuen Jakobi- Kirchhofe, Hermannstraße, statt. Um rege Beteiligung bittet 207/17 Der Vorstand. Nachruf. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Bruder und Schwager Karl Wolff Boigtstr. 26, nach langem, schwerem Reiden am 31. Dezember gestorben ist. Es war uns nicht vergönnt, ihn auf seinem legten Gange zu begleiten, da wir zur Zeit eine Todesnachricht nicht erhalten haben. 4A Um stilles Beileid ersucht Heinrich Wolff nebst Frau, geb. Lorenz. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Petersburger Viertel. Bez. 367 II. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Schlosser Karl Wolff Voigtstr. 26 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung fand in Beelitz statt. 218/19 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht. daß unser Mitglied, der Schlosser Karl Wolff geftorben ist. Ehre seinem Andenken! 129/19 Die Ortsverwaltung. Verband der Lithographen, Steindrucker u. verwandten Berufe ( Deutscher Senefelder- Bund). Nachruf. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser Kollege, der Kupferdrucker 108/7 Otto Geisler am 11. November bei den Kämpfen in Westflandern durch Kopfschuß gefallen ist. Sein Andenken werden wir dauernd in Ehren halten. Die Verwaltung Berlin V. Allzufrüh und fern von seinen Lieben fiel in den Kämpfen gegen Rußland, am 30. Dezember, mein Geißgeliebter, unvergeßlicher Mann, der Kinder treusorgender Bater, der Wehrmann Paul Schelze im blühenden Alter von 35 Jahren. Dies zeigt im tiefstem Schmerze an Die trauernde Witwe und Kinder. 4A Er ist dahin, den meine Seele liebte, Der treue Gatte und der Kinder Glück, Er ist dahin, der nie mein Herz betrübte Und läßt uns hier im tiefsten Schmerz zurück. Wer ihn gekannt, wird unsern Schmerz verstehen. Rube sanft, Du edles Herz. Sozialdemokrat. Kreiswahlverein Niederbarnim. Bezirk Weißensee. Nachruf. Am 31. Dezember verstarb unsere Genossin Klara Neumann im 34. Lebensjahre. Ehre ihrem Andenken! 18/16 Die Bezirksleitung. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 13. Abt. Bez. 685. Am Sonntag, den 3. Januar, verstarb unser Genosse, der Porzellandreher Gustav Lange Alt- Moabit 49. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 6. Januar, nachmittags 2, Uhr, von der Leichenhalle des Erlöser- Kirchhofes in Stahnsdorf aus statt. Um rege Beteiligung wird ersucht. Der Vorstand. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Spandau. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Frau unseres Borsitzenden Ida Böttcher geb. Bittkow Hamburger Straße 96 im Alter von 43 Jahren plöklich verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, 7. Januar, nachmittags 23 Uhr, von der Halle des Friedhofes in den Kisseln aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 45/13 Der Vorstand. Verband der Tapezierer Auf Filiale Berlin. dem Schlachtfelde im am 12. Dezember 178/20 Often fiel unser Mitglied Franz Hartmann. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Hierdurch die traurige Nachricht, daß unsere liebe Kollegin Anna Reichow im Alter von 36 Jahren an den Folgen eines Unglücksfalles plöt lich verschieden ist. A Die Kollegen und Kolleginnen der Firma Matthes u. Schwabe: Des Lebens Abschiedsstunde, Sie schlug für Dich so früh, Du gingst dahin so schnelle, Vergessen werden wir Dich nie! Nachruf. Auf dem Felde der Ehre im Often fiel unser lieber Kollege, der Schlosser( Wehrmann) Fridolin Kleemann. Leicht werde Dir die fremde Erde! Die Kollegen der Firma A. Herrmann u. Co., Grüner Weg 117. Am 28. Dezember starb an den Folgen eines Bauchschusses im Feldlazarett Mlodzieczyn mein innig geliebter Mann, Bruder, Schwager und Onkel, der Unters offizier Eduard Haberland im 33. Lebensjahre. 12 Witwe Anna Haberland. Du treues Herz, ruh still in Frieden, All' mein Glüd nahmst Du mit hin, Nur für mich zu streben, War Deine höchste Pflicht. Ich fann Dir nichts mehr bieten, Mit nichts mehr Dich erfreu'n, Nicht eine Handvoll Blüten Auf Deinen Hügel streu'n. Nuhe sanft so fern von Deinen Rieben! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Stranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Wilhelm Kurz sage ich allen Verwandten und Bekannten sowie dem Personal der Firma R. Blume meinen besten Dank. 25A Frau Witwe Kurz. Danksagung. Kleine Anzeigen. Verkäufe. Teppich Thomas, Dranienstr. 44 spottbillig farbfehlerhafte Teppiche, Gardinen. Vorwärtslejern 5 Prozent Extrarabatt. 108 zum Vollständige Wohnungseinrichtung 225. bei Glas, Rosenthalerstraße 57, vorn III.( Gewerblich Händler ver beten. 2/ 17* Brit, Jahnstraße 72, Stube, Küche, Balkon, zum Februar. mmer. +77 Vordmer, möbliert, Alleinmieter, 12,00, Witwe Doepel, Rodenbergstraße 27, barterre. +73 Arbeitsmarkt. Schlafstellen. Schlafstelle, Woche 2,50, Dra Kleiderschrank, Bertifo 28, gonerstraße 36, I links. Spiegelspind mit großem Spiegel, 8176* echt Nußbaum, 35,-! Parcelsoja Schlafstelle, Herrn, separat, 12,00, 55,-, englische Bettstelle mit Matraße Blumenstraße 76, vorn III rechts. Hermannplatz 6. Gilt 40,-, Schreibtische, Umbaue, Büfeit, Biandleibhaus. Kriegswegen ertra- reichgeschnigt, 95,-! Möbelhaus billiger Bettenverkauf, Wäscheverkauf, Osten für Gelegenheitskäufe, AndreasGardinenverkauf, Teppichverlauf, ftraße 30. Pelzsachen, Pelzgarnituren, Goldsachen, Uhrenverkauf, Kettenverkauf, Wandbilder, Festgeschenke, Riesen auswahl, Herrenanzüge, Winter paletots, Herrenulster, Winterjoppen, Herrenhojen, Burschensachen. Jeder manns Einkaufsquelle, Hermann play 6. In Freien Stunden. Wochenschrift für das arbeitende Bolt. Nomane und Erzählungen. Abonnements, wöchentlich 10 Bi., nehmen alle Ausgabestellen des Vorwärts" entgegen. Probehejte gratis. 548 Möbelverkauf! Kommen, sehen, staunen, kaufen! Striegshalber Ge Stellenangebote. schäftsaufgabe! Kleiderspinden 24,00, Tüchtige Motorschlosser gegen hoher Bertiko 24,00, Marmorwaschtische Lohn sofort gesucht. 18,00, 22,00, Plüschlofas 14,00, 30,00, Simmerstraße 92/94. 45,00, Küchenmöbel, fomplett 38,00, Schlafzimmer, Wohnzimmer, billigst Dresdenerstraße 107-108. Reizende Küche! Büjett dreitürig, moderne Anrichte, komplett 3082 achtteilig, prima Emaillelad, 85 Mart! Reichhaltigste Auswahl! haus", # straße 25. Pelzstolas! allerart jetzt Räumungspreise! Bettenverkauf. Herrengarderobe. Prachtteppiche. Gardinen: auswahl. Steppdecken. Tischdecken. Uhrenverkauf. Aussteuerwäsche. Schmucksachen. Spottbillig! Leihhaus 2929 Warschauerstraße 7. nur Südosten, „ KüchenStalizer: 138* Kaufgesuche. Adlerwerke, 8046* Lohn sofort gelucht. Tüchtige Autoschlosser gegen höhen Adlerwerke, Berlin, Zimmerstraße 92/94. 8035* Tüchtige Schlosser verlangen Defar Frig& Co., Eisenacherstr. 44.* Tüchtige Schmiede verlangen Oskar Frizz& Co., Eisenacherstr. 44.* Schloffer auf Baubeschlag, dauernde Beschäftigung, verlangt Heinrichs, Tempelhof, Ringbahnstraße 42. 8165 Zuschucider bei hohem Lohn sucht 2/20 Lerch, Mühlendamm 3. Sattler bei hohem Lohn sucht Lerch, Mühlendamm 3. 3/1 Draufschläger, Schmiede verlangt und Neukölln, Streligerstraße 66. +36 1/ 7* Einige tüchtige Schlosser suchen sachen, Blatinabfälle, sämtliche Metalle Bennigsenstraße 25. Zahngebiffe, Goldiachen, Silber Carl Otto Nachfolger, Friedenau, +91 höchstzablend. Sameizerei Christionat, Chauffeure, Schloffer, tüchtige, Stopeniderirage 20 a( gegenüber für Geschäftswagen sucht sofort bei Manteuffelstraße). * 1/ 12* bohem Lohn Automobil- BetriebsFahrrad gesuch. Schrader, Weber- Attien- Gesellschaft, Fennstraße 31 2/ 14* Fahrradankauf, Schwandtke, Linienstraße 27. Monatsanzüge und Winter ulster von 5 Mark sowie Hosen von 1,50, Gehrodanzüge von 12,00, Kupfer, Messing, Zint, Zinn, Blei, Stanniolpapier, Goldsachen, Silberfachen, Platinabfälle, Quecksilber, Zahngebisje. Metallschmelze Cohn", Brunnenstraße 25 Berlinerstraße 76. Fracks von 2,50, sowie für korpulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Pfandleihen verfallene Sachen kauft man am billigsten bei Nay, Muladstraße 14. Bettdecken! Prachtvolle 5,75, 7,50, straße 42. 9,75, Brautbetten 12,75, 15,75. Daunenbetten 19,50, 22,50. Neue Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Blumen- Aussteuerwäsche spottbillig! Teppiche! spenden bei der Beerdigung unserer einziggeliebten Tochter und Braut Elwine Schneider jagen wir allen lieben Verwandten, Freunden und Bekannten, dem Vorstand vom Turnverein Fichte, be: sonders der 6. Frauenabteilung und den Turngenossen sowie Herrn Harndt und den Sängern unseren herzlichsten 20 Dank. Die tiefbet übten Eltern und Bräutigam Artur Lubach. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Blumenspenden bei der Beerdi gung meines lieben Mannes, des Hilfsarbeiters Oskar Stanke jage ich allen Verwandten und Bekannten, insbesondere dem der Brauerei und Verbande Mühlenarbeiter u. verw. Berussgenossen meinen herzlichsten Dank. Frau Marie Stanke 2/18 und Sohn Heines Werke 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Blumen- und Kranzbinderei von Robert Meyer, Inh.: P. Golletz Mariannenstr. 3. Tel. Mpl. 346 Nur ganz kurze Zeit Inventur- Ausverkauf!! Reinseidene echte Plüschmäntel auf reinseidenem Damasseefutter, auch für stärkste Figuren, sonst bis M. 170.Inventurpreis 78.Gediegene echteste Pelzmäntel beste Kürschnerarbeit, Sealbisam, Seal- Elektrik, Persianer, Kani, sonst bis 1200.900.-, 750.-. 600.-, 420.-, Inventurpreis, je nach Qualität, 600, 450.-, 300.-. 150.-, 75. Praktische Wollplüschmäntel, Inveer 49.M. lange Ein Posten ein- Ulster facher u.fescher sonst bis M. 89.-, für 25.preis Ca. 2000 St. Ulster kurante glatte gute Qual., sonst bis 49.-, für 15. und 12.gediegene SchneiderWunderbare, Modellkostüme, arbeit, sonst bis 225.-. elegante 150. 90.65.-, 5.-, 50.-, 25.-, 13.43.-, für Ein Post. echte Gummimäntel Ein Lodenkostüme Posten sonst bis 48. 15.48.15.- soweit Vorrat für sonst bis 58.20.soweit Vorrat für Lodencapes, sonst bis 19.-, soweit Vorrat für 8%, Lodenmäntel, 99 " 58.-, ท 99 15.Sonder Trauermagazin. Abteilung I. Mohrenstraße 37 a ( Kolonnaden.) Westmann Sonntag 12 bis 2 Uhr geöffnet. II. Große Frankfurt. Straße 115 ( nahe Andreasstraße). * Portieren, Gardinen, Tischdecken, Steppdecken, Diwandecken, Pelzstolas, Uhren, Ketten. Inventurpreise! Alles spottbillig nur Pfandleihe, Brunnenstrage 47, I. Unterricht. 3/ 2* 325* Unterricht in der englischen Taschenbuch für Gartenfreunde. Sprache. Für Anfänger und FortEin Ratgeber für die Pflege und sach- geschrittene, einzeln oder im Zirkel, wird englischer Unterricht erteilt. gemäße Bewirtschaftung des häuslichen Auch werden Uebersezungen an Bier-, Gemüse- und Obstgaitens von Mar Hesdörfer. Zweite vermehrte gefertigt. 6. Swienty Liebknecht, Charlottenburg, Stuttgarterplay 9, Gartenhaus III. Auflage. Mit 137 Tertabbildungen. Preis 3,50 Mart. Expedition Bor. wärts, Lindenstraße. Möbel. Bequeme Teilzahlung bei mäßiger Anzahlung, Möbelschap, Brunnenstraße 160, Eingang Anilamerstraße 20 Prozent Rabatt während des Krieges auf sämtliche Möbel. Viele gebrauchte Möbel billig. Sofa 36,-, Kleiderschrank 36,-, Tisch 15,-, Bettstelle 28,-. Moderne Arbeiter: möbel. Ehrlich, Alte Schönhauserstraße 32. 448* Tüchtige Sattler auf Tornister gesucht. 100 Mart Wochenverdienst. Tornisterfabrik Augsburger Str. 73, nahe Hochbahn Nollendorfplatz. 138/ 7* Werkzeugmacher Für die Werkzeug- Ausgabe eines Werkzeug- und Maschinenhaues wird eine geeignete Person, welche solche Posten bereits inne gehabt hat, sofort gesucht. Offerten unter H. 3 HauptVerschiedenes. Expedition des„ Borwärts". Patentanwalt Müller, Gitschinerstraße 16. Vermietungen. Wohnungen. Charlottenstraße 87 fleine Woh378* nungen sofort billig. Schlosser, Dreher, 138/ 9* Fräser, Revolverdreher werden bei sehr gutem Verdienste eingestellt H. Büssing, Automobilfabrik, Braunschweig. Schlosser, Schmiede, Kupferschmied- Schweißer werden sofort verlangt Berlin, Brandenburgstr. 81. 215/ 80* Schlosser, Dreher stellt sofort ein Panzer A.-G., N, Badstraße 59. Schmiede, Schlosser, Klempner sofort gesucht 215/ 10° Melchiorstraße 39. 6875* Wirklich tüchtige Schlosser als Monteure gesucht. Bernburger Maschinenfabrik A. G., Bureau Berlin SO. 26, Elisabeth- Ufer 53 I. Zu melden vormittags zwischen 9-11 Uhr. 8155 Tüchtige Schloffer, Schweißer, Kupferschmiede für bauernde Be schäftigung bei hohen Löhnen sofort gesucht. Heinrich Timm, Wäscherei- Maschinenfabrik, Berlin- Reinickendorf- Ost. Sattler zuverlässige nnd tüchtige Sattler auf Pferdegeschirre und Lederwaren fürgeeresbedarf in dauernd e gut bezahlte Stellung gesucht. Pers. Vorstellung von 8-9 Uhr morgens erwünscht. 2/ 13* C. Maquet G. m. b. H. Militäreffektenfabrik Johannisstr. 20-21. Johannishof. Große Berliner Straßenbahn. Wir stellen noch Schaffuer und Fahrer ein und zwar vorzugsweise für unsere Bahnhöfe Neuköйn( Köαnische Allee), Brih( Gradestraße), Weißensee( Berncastler Str.), Moabit ( Wiebestraße), Halensee( Westfälische Straße) und Westend( Spandauer Straße). Anmeldungen unter Vorlage der Militärpapiere Branden burgstraße 76/77, wochentags 8 bis 10 Uhr vormittags. 25 M. Saution sind zu stellen. Wagenwäscherinnen werden eben. falls eingestellt und zwar auf un seren Bahnhöfen Reinickendorf( Pantower Allee), Niederschönhausen ( Nordend), Tempelhof( Kaiserin Augustastraße), Tegel( Schloßstraße), Ackerstr. 3/4, Lichterfelde( Chauffecstraße), Moabit( Wiebestraße), Halen Westend see( Westfälische Straße), Schönhauser ( Spandauer Straße), Allee 123. Persönliche Anmeldung beim Bahnhofsvorsteher. Die Direktion. Tüchtige Bauschloffer ſtellt ein Th. Schmidt& Herkenrath G. m. b. H., SO. Forsterftr. 5/6. Schneider auf Landsturm- Röde und Hosen gesucht, die große Bosten liefern fönnen. Textilfabrikation Lehrterstr. 18/19. Verantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u, Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.