Nr. 10. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl 3,30 0, monatl. 1,10 möchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 fg. Sonntags summer mit illustrierter Sonntage. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Ba. Bost Elbonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Lucemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 32. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr Geträgt für die fechsgespaltene Kolonel zcile oder deren Naum 60 Big.. für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. Kleine Hnzeigen", das fettgedrudie Wort 20 Big.( zulässig 2 fettgedrudie Borte), jedes meitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafficllenan zeigen das erste Wort 10 Big., jedes weitere Bort 5 Big. Borte über 15 Budy staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Summer milen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 1hr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Ami Morikplats, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 10. Januar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplas, Nr. 151 90-151 97. Lebhafte Kämpfe im Zentrum der Weltfront. Westlicher Kriegsschauplatz. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Wirtschaftliche Kriegsfürsorge. Die französischen Tagesberichte. Der Bossischen Zeitung" wird aus Genf vom 9. Januar gemeldet: Der französische Bericht von gestern, nachmittags 3 Uhr, lautet: Die feindliche Artillerie zeigte gestern viel Tätigkeit in Belgien und in der Gegend von Arras. Die französische Artillerie antwortete lebhaft und wirksam. Unsere Infanteric er zielte einige Fortschritte. Bei Lombartzyde nahmen wir auf fünfzig Meter vor unseren Gräben einen vom Feind besetzten kleinen Hügel. Deftlich St. Georges gewannen wir Terrain und beGräben räumen, wo unsere Leute bis zu den Schultern eingesunken schwere Artillerie erzielte gute Resultate. Bei Blancsablon hat ein Amtlich. Großes Hauptquartier, den 9. Januar 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Regierungsmaßnahmen zur Sicherung der Lebensmittelversorgung während der Kriegszeit sind vielfach it merkwürdiger Verkennung des Charakters diefer Maßnahmen und des Wesens sozialistischer Forderungen als„ fozialistisch" Die ungünstige Witterung, zeitweise wolken- bezeichnet worden. Vielmehr muß man behaupten, daß die brucharfiger Regen mit Gewitter, hielt auch Maßregeln ängstlich allem dem aus dem Wege gehen, was gestern an. Die Lys frat an einzelnen Stellen wie ein Anjaz zu sozialistischer Regelung aussehen könnte. über ihre Ufer. Keine der getroffenen Maßnahmen widerspricht dem herrschenden System privatkapitalistischer Wirtschaft und erfekt Mehrere feindliche Angriffe nordöstlich etwa private Initiative durch planmäßige Organisation. eins der auch in Friedenszeiten vorhandenen Zwitchen glieder zur Vermittelung von Angebot und Nachfrage, wie sie die Willkür der Produktion notwendig macht, ist bisher ausgeschaltet worden. Im Gegenteil, die Spekulation treibt nahmen nocy wildere Blüten als zuvor; und das tastende, zögernde, vor jedem tieferen Einschnitt zurückschredende graben. Von einer ernsthaften Organisation der Produktion schädigten ernstlich die Steenstraate benachbarten feindlichen Soissons wurden unter erheblichen Verlusten Gräben im Raume Arras. Im Gehölz von Berthon var für die Franzosen zurückgeschlagen. mußten wir, ohne angegriffen worden zu sein, gewisse Stücke von Ein französischer Angriff bei Perthes( nördwaren. Links von Boiselle wurde unsere Grabenlinie weiter vor- lich des Lagers von Chalons) wurde unter schwe- tros und zum Teil infolge der wirtschaftlichen Kriegsmat getragen. Wir besißen den Weg von La Boiselle nach Avelu y. ren Verlusten für den Feind abgewiesen. Im Aisnetale war das Artillerieduell ziemlich lebhaft. Unsere Im Ostteil der Argonnen machten unsere Vorgehen, das die Regierung beinahe täglich zur Abänderung feindlicher Minenwerfer uns Verluste beigebracht. Am Truppen einen einen erfolgreichen Sturmangriff, und Erweiterung ihrer früheren Maßnahmen zwingt, ist Nachmittage jedoch hielten wir das Feuer der Deutschen auf. Ju nahmen 1200 Franzosen gefangen und erbeu- feineswegs dazu angetan, der Spekulation den Boden abzu Raume Reims wefilich des Bois des Zouaves sprengten wir ein teten einige Minenwerfer und einen Bronze- und Regelung der Konsumtion ist erst recht nicht die Rede. Blodhaus und besetzten neue Gräben auf 200 Meter vor unseren mörser; schlesische Jäger, ein Lothringisches Das wenige, was bleibt( Höchstpreisgesetze und Beschlag. Linien. Der Infanteriekampf zwischen Betheny und Prunay ist von zeriter Heftigkeit gewesen. Die Deutschen ließen zahlreiche Bataillon und hessische Landwehr zeichneten sich nahmerecht), steht so gut wie nur auf dem Papier. Die Tote auf dem Gelände. Unsere Verluste waren gering. Zwischen hierbei aus. Joncherch su Suippe und Souain brachten wir zu wiederholten Ein vorgeschobener, von uns nicht besetzter Malen feindliche Artillerie zum Schweigen. Wir wälzten die deut- Graben bei Fliren wurde in dem Augenblick gonnen westlich Hautechevauches sprengte der Feind durch Miner gesprengt, in dem die Franzosen von ihm Besitz einige unferer Gräben in der ersten Linie, die vollkommen zerstört genommen hatten. Die ganze französische Bewurden. Der darauf folgende heftige Angriff wurde durch Bajonett- satzung wurde vernichtet. schen Gräben um und zerstörten ihre Holzverschläge. In den Ar Zampf abgeschlagen. Wir machten Gefangene und behaupteten Höchstpreise werden, wie jeder Mann der Praris weiß. umgangen und das Beschlagnahmerecht nicht ausgeübt. Es soll hier nicht noch einmal die ganze Reihe der Ver. öumnisse und Mißgriffe im einzelnen erörtert werden; das ist an dieser Stelle an Hand der jedesmaligen RegierungsWiiniche sollen vorgetragen werden. deren Erfüllung die von perordnungen bereits geschehen. Nur die dringlichsten Tag zu Lag ernster werdende Frage der Volfsernährung zu In gewissen Streisen nimmt man diese Sorge allerdings lösen geeignet wäre. unsere Front auf einer Ausdehnung von 80 Metern, wo die Ver- Westlich und südlich Sennheim änderte sich schüttung unserer Gräben uns zwang, unsere Linie 20 Meter nach nichts. Die Franzosen wurden aus Ober- Burn- ehr leicht. Wenn man die Bevölkerung Tag für Tag zur rechts zu verlegen. Zwischen Maas und Mosel und von den haupt und den vorgelagerten Gräben in ihre Sparsamkeit ermahnt, glaubt man dort das wesentlichste Waashöhen iſt nichts zu melden. Den ganzen Tag über wehte ein Stellungen zurückgeworfen und ließen über 190 getan zu haben. Nun ist gewiß Sparsamkeit im Heftiger Sturm. Unsere Offensive nahm in der Gegend von Thann und Altkirch ihren Fortgang. Wir erzielten dort wichtige Resul- Gefangene in unseren Händen. Deftlicher Kriegsschauplatz. Die Lage im Osten ist bei anhaltend schlech- feit icher mit allen Lebensmitteln sehr sorgsam umgegangen. tate und nahmen die Gräben auf der östlichen Flanke der Höhe 425, wo es dem Feinde gelungen war, sich vorgestern wieder festzusehen. Darauf gewannen wir östlich dieser Gräben Boden. Weiter füdlich nahmen wir Oberburnhaupt. Gleichzeitig schritten wir in fem Wetter unverändert. Unsere Beute vom Richtung der Brücke von Asbach und Kolberg vor. Die feind- 7. Januar hat sich auf 2000 Gefangene und reichen, verzichtete schließlich darauf, sie zu beschießen und be- 7 Maschinengewehre erhöht. schränkte sich auf eine Beschießung des Hospitals von Thann, das wir geräumt hatten. liche Artillerie, welche vergeblich versuchte, unsere Botterien zu erOberste Heeresleitung. Verbrauch von Rebensmitteln und eine rationelle Berwertung von Speiseriidständen und Abfällen durchaus angebracht. In den breiten Massen wird aber mit Rücksicht auf das geringe Einkommen und den hohen Preis der Nahrungsmittel schon Das bessergestellte Bürgertum fann zwar durch größere Sorgiamkeit zum Ausgleich des Weizenmankos beitragen. aber in ernſten Zeiten sich nur auf den Erfolg von Ermahnungen zu verlassen, ist recht zweifelhaft. Da das auch von den Befürwortern des Sparinstems eingesehen wird, mehren sich die Forderungen nach Erhöhung der GetreideDer amtliche französische Bericht vom 8. Januar, 11 Uhr höchstpreise, was um so verständlicher ist, als jene Streise abends, lautet: Nördlich Soissons nahmen wir eine deutsche Redoute und eroberten zwei hintereinander liegende Grabenlinien auch meist an einer solchen Erhöhung materiell interessiert Der österreichische Generalstabsbericht. sind. Da indessen das Bedürfnis nach Lebensmitteln un und erreichten die dritte Linie. Drei feindliche Gegenoffensiven Wien, 9. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird verbedingt befriedigt werden muß, ist zunächst einmal fraglich, ob wurden zurückgeschlagen. In den Argonnen hat ein sehr hefti- lautbart: 9. Januar 1915 mittags: eine Preiserhöhung wirklich eine Einschränkung des in weiten ger Angriff auf der Höhe von Hautechevauchée uns zuerst zum Rüd- In West galizien, wo sich die Gegner zumeist bis reisen schon nicht sehr hohen Stoniums nach sich ziehen würde. zug gezwungen auf einer Frontlänge von einem Kilometer. Wir auf die nächsten Distanzen gegenüberstehen, wurde gestern ein Den Vorteil hätten dann nur die Produzenten und Händ unternahmen aber einen Gegenangriff und befesten unsere Stellun- Nachtangriff des Feindes auf den Höhen nordöstlich ler; die Lebensmittelversorgung wäre durchaus nicht geZakliczyn abgewiesen. gen wieder. Neuer deutscher Fliegerangriff auf Dünkirchen. London, 9. Januar.( W. T. B.)„ Daily Chronicle" meldet: Deutsche Flugzeuge erschienen neuerdings über Dünkirchen und warfen mehrere Bomben ab; niemand wurde getötet. Zwei deutsche Flugzeuge erschienen über Furnes. Neumusterung franzöfifcher Zurückgestellter. sicherter, und der Konjum und damit die Produttion anderer Nördlich der Weichsel danert der Geschützkampi minder wichtiger Konjumartifel würde zurückgehen. Würde Die Kirche einer größeren Ortschaft in Russisch- Polen man aber die Höchstpreise so sehr steigern, daß auch die breiten mußte gestern in Brand geschossen werden, da die Russen auf Wassen ihren Verbrauch an Lebensmitteln einschränken dem Kirchturme Maschinengewehre aufgestellt hatten. müßten, so würden zwar die Vorräte gestreckt, die Ernährung In der südlichen Bukowina und in den Kar- des Volkes aber schon jekt geschmälert, was man durch die pathen nur Plänkeleien. Kar- Maßnahme erit für die Zukunft erzielen wollte. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Paris, 8. Januar.( W. T. B.) Nach dem„ Echo de Paris" hat General Gallieni von allen seinem Bezirk unterstehenden Rekrutierungsbureaus einen Bericht eingefordert über den Gesundheitszustand der ausgemusterten und vorläufig zurüdgestellten Mannschaften, welche zum Waffendienst tauglich befunden, Kolonialinfanterie Raymond ist gefallen. aber noch nicht eingestellt, wurden. Das Blatt berichtet, daß diese Mannschaften demnächst zu irgendwelchen Dienstleistungen heranEin französischer General gefallen. Bordeaux, 9. Januar.( W. T. B.) Der General der ähnliche Maßregel getroffen werden. gezogen werden sollen; in der Provinz wird voraussichtlich eine Ungleiche Verteilung der Kriegsstrapazen. Basel, 8. Januar.( W. T. B.) Nach einer Meldung der Ein Sohn Vivianis unter den Kriegsopfern. National Beitung" aus Paris weist Gustav Hervé in der Paris, 9. Januar.( W. Z. B.) Meldung der Agence andere französische Blätter schon rügten, daß TerritorialT. Guerre Sociale" auf den schweren Mißstand hin, welchen auch Havas. Ministerpräsident Viviani wurde amtlich soldaten von 40 bis 42 Jahren schon monatelang ohne vom Tode seines jüngsten Sohnes benachrichtigt, welcher Bause und Erholung in den Schüßengräben fämpfen, während als Infanteriefoldet am 22. Auguft beim Angriff auf einen Tausende von jungen Leuten in den Depots liegen deutschen Schupengraben gefallen ist. und auch die Drüdebergerei vieler Soldaten nicht aufhören will. Bliebe die gesamte Weizen- und Roggenproduktion für die menschliche Ernährung zur Verfügung, so stände die Frage der Brotversorgung überhaupt nicht allzu kritisch. Der Einfuhr überschuß an Weizen betrug im Jahre 1913 etwa 17 Millionen Doppelzentner, der Ausfuhr überschuß an Roggen rund 8,8 Millionen Doppelzentner. Bei einer Gesamtproduktion von 122 Millionen Doppelzentner Roggen nicht allzu sehr ins Gewicht, wenn auch allerdings berückund 46,6 Millionen Doppelzentner Weizen fällt das Manko sichtigt werden muß, daß der Ausfall durch Ernteberwüstungen in Ostpreußen und im Eliaß und durch den gesteigerten Bedarf mobilisierter vergrößert Die wird aber nadurch schlimmer, daß die große Einfuhr not Futtermitteln diesmal ausfällt. Im Jahre 1913 wurden eingeführt: Millionen Doppelzentner Futtergerste. 30,87 Kleie Mais 14,14 9.19 Reisabfälle, Erbsen usw. Delfuchen 9 7,9 Die Landwirte griffen nun zu ihren Roggenvorräten,] ,, Emden Nr. 2" Jagd auf die englischen und französischen| Die Schweiz würde sich wegen ihrer geographischen Lage für um den Mangel an Futtermitteln zu erseßen. Die Höchst- Handelsschiffe macht. Man befürchtet englischerseits, daß den Austausch der Gefangenen zwischen Frankreich und preisgejeze fördern noch diesen Mißbrauch, denn die Preise den englischen Schiffen eine Reihe Handelsfahrzeuge schon Deutschland empfehlen, Rumänien für Desterreich- Ungarn und sind für Gerste und Roggen gleich hoch. Da in Wirklichkeit zum Opfer gefallen sind, da von ostindischen Hafenbehörden| Rußland, Holland für England und Deutschland. die Preise über die gesetzlich festgelegte Höhe noch hinaus mehrere Handelsdampfer als überfällig gemeldet worden geben, ist es natürlich für den Landwirt rationeller, eigenen find. Die Marinebehörden in Rangoon haben iegt eine billigen Roggen zu verfüttern, statt Gerste und andere teure öffentliche Warnung vor dem„ Ayesha" und der„ Orford" erFuttermittel zu kaufen. Das Verfütterungsverbot nüßt bis lassen mit einer genauen Beschreibung beider Schiffe. heute nichts, zumal jegliche Kontrolle über die Landwirte fehlt. Ob eine solche Kontrolle überhaupt Die allgemeine Wehrpflicht in England. London, 9. Januar.( W. T. B.) Im Oberhaus jagte Lord Haldane bei Erörterung der militärischen Lage, Englische Minen. der Aufforderung zum Eintritt ins Heer sei in mustergültiger Weise entsprochen worden. Es sei kein Grund, vorher zu sagen, wirksam durchzuführen ist, kann bezweifelt werden. Vielleicht Rotterdam, 8. Januar.( W. T. B.) Der„ Nieuwe Rotter- daß das Prinzip des freiwilligen Dienstes einen Fehlwird die Einführung von Höchst preisen für Futter- damsche Courant" meldet aus Grimsby: Hier wurde der schlag bedeute. Falls die Notwendigkeit der Dienstpflicht erwiesen mittel eine Besserung bringen. Kapitän eines Fisch dampfers zu einer Strafe von drei fei, werde die Regierung sich der Notwendigkeit fügen. Haldane Biel erfolgreicher wird der Ersatz von Futtermitteln Guineas verurteilt, weil er sein Schiff ohne Lotsen fuhr fort: Wir kämpfen für unsere nationale Gristen z; sein, wie er teilweise durch planmäßige Verwertung von durch das Minenfeld nach dem Humber gesteuert hatte. Das Blatt nur ein Sieg, der die Wiederkehr des früheren Zustandes ausSpeise und Küchenabfällen gewonnen werden kann. Die bemerkt dazu: Die fürzliche Behauptung der Times", daß die schließt, kann als befriedigend gelten. Die dem Lande gestellte Städte sollten endlich insgesamt eventuell durch Gesetz Engländer keine Minen gelegt hätten, ist also unrichtig, denn nur Aufgabe ist sehr schwer, aber keine Mühe und keine Hilfsquelle des gezwungen dazu übergehen, diese Abfälle zu sammeln und auf einem englischen Minenfeld kann ein englischer Lotse Bescheid Landes soll gespart werden, um die große Aufgabe zu einem glüdfann ein en den Schweinezüchtern zuzuführen bzw. selbst Schweinemastlichen Ende zu führen. anstalten einzurichten. Durch den Mangel an Futtermitteln sind viele zwungen gewesen, ihr Vieh abzuschlachten. So rechnet man, daß der Schweinebestand, der im Jahre 1913 rund 25 Millionen zählte, inr Laufe dieses Jahres bis auf die Hälfte herabgehen wird. Die Mahnung, Dauerwaren( Fleischkonserven, Dauerwurst und anderes) aufzuspeichern, kann wieder nur von wenigen Streisen befolgt werden, selbst wenn die Fleischpreise heruntergingen. wissen. und gerade die kleinen Biebzüchter ge- Der Nur planmäßige Bemühungen, die Viehbestände möglichst zu erhalten, kann vor einem Mangel und vor Teuerung während und nach dem Kriege bewahren. Ueberhaupt franken sämtliche Maßnahmen der Regierung daran, daß sie nicht einmal für eine längere Kriegszeit Genüge leisten, geschweige, daß sie für die Friedenszeiten weitausschauende Vorsorge treffen. Der Krieg und die Kolonien. Kämpfe in Kamerun. In der gestrigen Situng des Oberhauses führte Marquez of Crewe über die Vorbereitungen gegen eine Invasion aus, daß bereits Mitte Cktober die Lordleutnants der verschiedenen Grafschaften entsprechende Anweisungen erhalten hätten. Diese seien Ende Oktober und im Laufe des November abgeändert worden. London, 8. Januar.( T. 1.) Hier vorliegende Meldungen Die Vorbereitungen seien als eine Art Versicherung gegen mögliche aus Duala besagen, daß ein kleiner Teil der deutschen Streit Gefahren zu betrachten. Unter der Aufsicht der Lordleutnants fräfte, und zwar 10 Weiße und etwas über 100 Farbige, sich nach seien lokale Notausschüsse gebildet worden, welche die Einzelheiten einem Ueberfall einer englischen Patrouille durch das von den ausarbeiteten. Es sei nicht für wünschenswert erachtet worden, Engländern besetzte Gebiet durchgeschlagen hat und sich augen- für die Bildung dieser Ausschüsse allgemeine Anweisungen zu geben. blidlich auf der Johann- Albrechts- Höhe befindet. Diese von der Lord Curzon( Opposition) bemerkte hierzu, die Streitkräfte, Natur bereits sehr geschütte Höhe ist von der Handvoll Deutscher die in den einzelnen Grafschaften gebildet würden, seien, selbst noch weiter befestigt worden und trozt bisher jedem Angriffe. wenn sie eine Million Mann zählten, nublos, wenn der Notfall Eine Operation großen Stils wird gegen das kleine Fort eingeleitet eintrete, falls sie nicht unter direkte militärische Kontrolle gestellt werden müssen. würden, ja sie würden sogar eine große Gefahr darstellen, da sie vom Feinde vielleicht nicht als Kombattanten anerkannt würden. Landes unter eine entsprechende militärische Kontrolle gesteut Die Uebersicht über die tatsächliche Höhe der Vorräte Freigabe der Freigabe der deutschen Zivilgefangenen Er hoffe deshalb, daß die Organisation für die Verteidigung des von Neuguinea. wird wesentlich dadurch erschwert, daß die Regierung feinen allgemeinen Deklarationszwang durchgeführt hat. Alle Maßnahmen könnten die vorhandenen VersorgungsSydney, 9. Januar.( W. T. B.) Die Deutschen von schwierigkeiten viel leichter überwinden, wenn sie auf genauer Herbertshöhe reifen am 16. Januar mit dem Dampfer Kenntnis der Vorräte basieren würden. Augenblicklich er- Sonoma" nach San Francisco ab. Bei Uebergabe der leichtert der Mangel einer durchgeführten Deklaration das Insel wurde vereinbart, daß der Gouverneur und die Einsperren der Vorräte, wozu das im Gesetz vorgesehene auto- Bibilbeamten gegen Ehrenvort nach Deutschland matische Ansteigen der Höchstpreise den Anreiz bietet. n3urüdfehren dürfen. 101 deutsche Familien beabsichtigen, ländlichen Kreisblättern sollen sich sogar wenig verschminkte mit der Sonoma" zu reisen. Aufforderungen an die Landwirte zur Zurückhaltung der Vorräte befinden. Rigorose Durchführung des Beschlagnahmerechts auf Grund allgemeinen Deklarationszwangs wird hier allein Abhilfe schaffen können. Daraus wird dann weiter eine Innehaltung der Höchstpreise folgen; denn heute zahlt der Großeinfäufer gern höhere Preise, wenn ihm überhaupt nur geliefert wird. Der Seekrieg. Neues von der„ Emden"-Mannschaft. Vom südafrikanischen KriegsSchauplaze. Gefecht am Oranjefluß. würde. Lord Selborne tadelte, daß die Admiralität keinen Vertreter im Oberhause besitze, und sprach die Ansicht aus, es sei ver fehlt gewesen, eine Marinebrigade nach Antwerpen zu senden. Die Flotte unter Admiral Jellicoe solle nicht nur zu Patrouillon verwendet werden. Ihre Hauptaufgabe bestehe darin, die deutsche Flotte zu vernichten, wenn diese sich herauswage. Eine portugiesische Kundgebung. Lissabon, 9. Januar.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Der Senat drückte einstimmig sein Vertrauen zur Armee und Flotte aus. Die britische Armee. und die Armeen der Verbündeten wurden in dieses Vertrauensvotum einge, ichlossen. Die englische Antwort. London, 9. Januar. Dem Reuterschen Bureau zufolge ist eine sehr freundschaftlich und offenbergig gehaltene vorläufige Antwort auf die amerikanische Note gestern abgesandt worden. Amsterdam, 9. Januar.( W. T. B.) Das„ Allgemeen Handelsblad" veröffentlicht folgendes Reutertelegramm aus Pretoria: Amtlich wird gemeldet, daß füdafrikanische Truppen am 5. Januar Schuitdrift befezt haben. Sie hatten fünf Verwundete. Der Feind zog sich über den Dranjefluß zurüd, nachdem er alle Bryan teilte gestern spät abends mit, daß er Englands AntKopenhagen, 8. Januar.( T. U.) Die„ Berlinske Pontons und Boote zerstört hatte. Das„ Handelsblad" fügt hinzu, Tidende" veröffentlicht eine Reihe weiterer Informationen das Telegramm, das noch meldet, daß der Feind auf dem nördlichen wort auf die amerikanische Note empfangen habe, sie soll gemäß über die Taten der in Freiheit befindlichen„ Emden"-Mann- fer des Dranjeflusses geblieben sei, sei nicht klar, da Schuitdrift einer Verabredung zwischen dem Staatsdepartentent und dem englis schen Ausivärtigen Amt Sonntagnachmittag bekannt gegeben werden. schaft aus Rangoon. Danach bemächtigte sich die zirka fünfzig selbst am Nordufer liege, Mann starfe Mannschaft zunächst eines alten englischen DreiZeitungsverfolgungen in Rußland. masters namens„ Ayesha". In das Schiff bauten sie einige Kanonen und ein ihnen zur Verfügung stehendes MaschinenKopenhagen, 8. Januar.( W. T. B.) Die Petersburger Tele gewehr ein. Diese Geschütze bilden zusammen mit einem Rom, 9. Januar.( W. T. V.) Zu der Frage der Aus- graphen- Agentur meldet aus Wilna, daß der Redakteur der wiederhergestellten alten Mörfer, der sich auf dent Ayesha" wechselung der friegsuntauglichen Gefangenen Beitung Kurjer Litowski" Narbut wegen des Artikels Befignahme befand, die gesamte Bewaffnung dieses Segelschiffes, das bemerkt Corriere d'Italia", daß autorisierte Persönlichkeiten einer fatholischen Kirche" zu 50 Rubel Geldstrafe und der augenblicklich die ganze Handelsschiffahrt in den ostindischen erflären, man werde bei der wirklichen Durchführung des Herausgeber der Zeitung Baranowski wegen eines Artikels Gewässern aufs höchste stört und beunruhigt und allen Ver- Blanes, der im Prinzip bereits angenommen sei, auf teine über den russischen Adel zu zwei Wochen Gefängniseinzel folgungen der englischen Kreuzer trott. Vor einiger Zeit prattischen Schwierigfeiten stoßen. In der Tat haft verurteilt worden ist. nun faperte der Anesha" einen ziemlich modernen englischen würde die Beförderung der als untauglich zum Kriegsdienst In Odessa ist auf Verfügung des Generalgouverneurs die Kohlendampfer Orford". Der größere Teil der deutschen befundenen Gefangenen nach einem neutralen Gebiet sehr geitung„ Obestija Nowosti" für die Dauer des Krieges ver Mannschaft siedelte auf den Dampfer über, der jetzt als leicht sein, und dort könnte die Auswechselung vor sich gehen. boten worden. Brotgesetze in früherer Zeit. Der Austausch der Gefangenen. " großen japanischen Nationalhelden Hideyoshi und Jyeysu um die Wende des 16. zum 17. Jahrhundert von selbst gegrabenen mannstiefent Erdlöchern aus mit Bogen und Pfeil, also Fernwaffen, gegen die geschlossen anrückenden, vor allem mit dem Schwerte fämpfenden Ritteraufgebote der Samurai- Scharen des Mikado oder vielmehr feiner allgewaltigen Shogune oder„ Hausmeier". Hier im fernsten Dften, in den Unabhängigkeitskriegen der Koreaner gegen Japan, ist nach M. v. Brandt, dem langjährigen deutschen Botschafter in China, übrigens auch um dieselbe Zeit das erste Panzerschiff primitivster Art gebaut worden. fort die königlichen Kornmagazine geöffnet, die Getreide als Vor-| der Urkultur in Babylonien, gewöhnlich gerechnet werden) zurückschuß gegen ein gar geringes Auff- Maaß zur Wieder- Erstattung zugehen, und zwar auf die Ainos, die anscheinend ersten Einwohner nach der Erndte" abgaben, aber selbst diese Maßregeln nüßten der japanischen Inselwelt; sie verteidigten sich noch zu den Zeiten der nicht viel, da die staatlichen Getreideborräte bei weitem nicht ausreichten. Deshalb schritt man zu der Grlaubnis der freien Zufuhr von Korn aus anderen Ländern, die vorher mit einem hohen 3oll belegt worden war. Aber auch damit wurde dem Uebel nicht abgeholfen, denn das Getreide war überall knapp. Es wurde fast gar nichts zur Stadt gebracht. Der Generalfiskal gab scharf Achtung", daß die Auftreibung" des Marktpreises unterbliebe, aber als ihnen die Preise festgesetzt wurden, brachten die Bauern erst recht nichts mehr zu Markte. Nun erhielten die Kriegs- und Domänenkammern den Auftrag, nachzuforschen, ob Getreide etwa mit Fleiß zurückbehalten und aufgeschüttet werde, um solches zum Nachteil des gemeinen Besten auf Wucher zu legen und dann desto teurer zu verkaufen."" Da denkt kein Mensch an die Billigkeit, da. ist im Handel und Wandel keine christliche Liebe mehr zu spüren," flagt ein Bericht über dieses gottlose Zurückbehalten des Korns". Von nun an durfte der Landmann an Getreide und Erbsen, an Furage und Viktualien nur behalten, was zu eigener Konsumtion und Wirtschaft notwendig gebraucht wird"; alles andere gehörte auf den Markt und wurde, mo nötig, durch hinlängliche Zwangsmittel" nach den Städten gebracht. Den Bäckern wurde befohlen, Gerstenmehl in den Brotteig zu schütten, denn die Erne hatte so wenig Roggen gebracht, daß auch den Deputanten meliertes Getreide, nämlich halb Roggen und halb Gerste," gegeben wurde. Allen Branntweinbrennern war der Verbrauch von Roggen verboten; dafür durfte fremder Branntwein gegen 9 Pf. Afzise fürs Quart in alle Städte eingeführt werden. Der Torschreiber, der sonst die Brot bringenden Bauern am Schlagbaum wenig höflich angelassen hatte, mußte jest laut föniglichem Befehl zu dem Landmann, der Getreide oder Brot hereinbrachte, sehr liebenswürdig sein und durfte ihm keine Weitläuftigkeiten und keinen Aufenthalt machen. Den Hausfrauen aber befahl das Brotgesek, allezeit Brot auf Vorrat zu legen, damit es jederzeit altbacken zu genießen wäre," denn dann wurde mit dem Brot, weiter gereichet, als wenn das Gesinde das Brot frisch weg isset und ein ziemlich Teil mehr aufzehret". Erst die gute Ernte von 1741 machte der. Not ein Ende, und nun war man der Brotgesetze und der strengen Kontrolle durch den Staat wieder einmal auf einige Zeit enthoben. Bei der ganzen Sachlage konnte sich aus jenem von der Not des Augenblicks geborenen Verteidigungsfniffe eines der Ausrottung an heimfallenden Naturvolles feine Taftit entwickeln, die irgendwo sonst auf dem großen Welttheater aufgenommen wurde; es dauerte vielmehr bis ins letzte Drittel des neunzehnten Jahrhunderts, bis die Engländer in Südafrika etwas Aehnliches antrafen. Von den wie vogelfreies Wild gehezten Buschmännern hatten die gutdisziplinierten Zuluhorden Ketschwayos die List übernommen, sich der Länge nach bis auf den Kopf in den Steppenfand einzuwühlen oder in fleinen Mulden einzuschaufeln, um den ahnungslos herankommenden Gegner durch blizschnelles Auftauchen und Ueberfall der Marschkolonne zu vernichten: so erlebten die britischen Truppen den berüchtigten schwarzen Tag" von Jiandula, bei dessen Besprechung Feldmarschall Wolseley einmal ausdrücklich die Zulu taktit" hervorhebt. Fast ein Vierteljahrhundert später griff die Burentaftik" diesen Gedanken der ausgiebigsten Geländeausnutzung mit Schaufel und Spizhacke auf, der dann, geradezu raffiniert aus gebildet, im russisch- japanischen Kriege einer der wichtigsten Sieges faftoren wurde. Seitdem bildet die Technik der Schüßengräben einent Teil der militärischen Ausbildung aller modernen Heere, in der die Truppen eine erstaunliche Uebung und Vollkommenheit erlangten -wie jetzt der Weltkrieg auf beiden Seiten zeigt. Die Beschränkungen, die durch die neuen Backverordnungen den Weißbrotessern auferlegt werden, können nur in unserem verwöhnten Zeitalter ein gewisses Aufsehen erregen, denn dem Menschen der Gegenwart ist ja das Weißbrot ein gewöhnliches Nahrungsmittel geworden, während es vor 100 Jahren noch als eine Delifatesse galt. Der Stulturhistorifer Gustav Klemm, der uns in die Haushaltung zur Zeit der Befreiungstriege einen intimen. Ein blic tun läßt, berichtet, daß damals noch vielfach zu Hause gebacken wurde; selbst in den großen Städten, wo der einzelne feinen Backofen mehr hatte, kaufte man sich noch das Korn selbst auf dem Martte, ließ es dann in der Mühle mahlen und trug das Wieht zum Bäcker, der daraus das Brot für eine bestimmte Familie herstellte. Ueberall handelte es sich dabei um Schwarzbrot, das allein auf den Tisch fam. Nur für Krante und bei besonderen Gelegenheiten gab es Weißbrot und Semmeln, die nicht im Hause selbst gebacken wurden, sondern die man beim Bäder für teures Geld einfaufte. Das Schwarzbrot, von dem man gleich auf einmal eine große Menge herstellte oder beim Bäcker backen ließ, wurde dann „ eingemacht", d. h. verschiedenen Prozeduren unterworfen, die es möglichst lange frisch hielten. Zahlreiche Mittel dieser Art waren in Schwange, und die Hausfrau war auf ein besonders gutes „ Broteinmacherezept" sehr stolz. Zustände, wie sie jetzt herbei geführt werden, wo man alltäglich sein frisches Weißbrot ins Haus bekommt, wenn auch nicht gleich frühmorgens, würden daher den Menschen vor 100 Jahren als ein großer Lurus erschienen sein. Das Wachsen des Weißbrotverbrauches ist erst sehr allmählich im 19. Jahrhundert eingetreten. Otto Bähr, in seinen Schilderungen einer deutschen Stadt etwa aus dem Jahre 1830, teilt mit, daß die wohlhabenderen Leute damals morgens Weißbrot zum Staffee aßen, aber meist ohne Butter. Kindern gab man wohl einen Weden" mit in die Schule, und das war dann für die Kleinen ein besonderer Leckerbissen. Am Nachmittag aber war noch allgemein Schwarzbrot üblich. Das Hauptgewicht legten demnach auch die Brotgesehe der Vergangenheit auf den Roggen, der stets das eigentliche Brotgetreide gewesen ist. Solche Brotgesetze find int 18. Jahrhundert, dem Jahrhundert des patriarchalischen Einen Anhalt für die schnelle Entwidlung unserer Ariege Absolutismus", besonders reichlich erlassen worden, und durch sie marine in den letzten Jahren liefert uns der Kohlenverbrauch. griff der Staat noch ganz anders in die Gewohnheiten und die Gewaren hierfür im Reichshaushalt angeseht für die Jahre 1911 bis schmäcker" der einzelnen ein, als es heute selbst in Kriegszeiten 1914 rund 19, 20, 23 und 27 Millionen Mart. Das ergibt innerá der Fall ist. Ein bezeichnendes Beispiel dafür bieten etwa die Die Vorgeschichte des Schühengrabens. Maßnahmen, die Friedrich II. sogleich bei seinem Regierungshalb vier Jahren eine Steigerung um 8 Millionen Mark oder unt antritt 1740 ergriff und die Ernst Consentius in seinem inhalt- Aus der Feldschlacht von einst, die noch 1871 die Entscheidung über 45 Proz. des Verbrauches im Jahre 1911. In der Hauptsache Nach den letzten borreichen Werk über das Alt- Berlin von Anno 1740 ausführlich dar- auf wildem, malerischem Blachfeld brachte, ist ein unterirdischer, benutzt unsere Kriegsflotte Ruhrkohlen. gestellt hat. minierender Krieg der Schüßengräben geworden. Wie so manche liegenden Aufstellungen des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats Der Sommer 1740 lieferte eine sehr schlechte Ernte, und da anderen Errungenschaften der modernen Kriegstechnik ist auch diese lieferte dieses im Jahre 1912 an unsere Kriegsmarine etwa schon vorher das Getreide extraordinair theuer" gewesen war, so nicht sozusagen über Nacht geschaffen worden, sondern erscheint in 950 000 Tonnen Kohlen im Werte von rund 17 Millionen Warf stiegen die Preise noch immer mehr. Der Scheffel Roggen, der am vergleichender historischer Beleuchtung als das Endglied einer länger Es wurden also nur für 3 Millionen Mark Kohlen außerhalb des 1. Juni 1 Tlr. und 12 Gr. fostete, hatte Mitte November den zurückreichenden interessanten Entwickelungskette. Die primitiven Ruhrbezirks bezogen. In der Hauptsache dürfte dieser Rest in Höchstpreis von 1 Tle. und 21 Gr. erreicht. Für den Scheffel Anfänge eines solchen Erdfrieges scheinen nach Oleott auf die Völker Ausland gedeckt sein, da allein für die im Ausland stationierten Weizen zahlte man gar 2 Tle. und 18 Gr. Nun wurden zwar jo- des alarodischen Stammes( zu denen auch die Sumerer, die Träger Schiffe 1912 nahezu für 5 Millionen Mark Kohlen im Haushalt " Der Kohlenverbrauch unserer Kriegsmarine. Eine Aeußerung Vanderveldes. Politische Uebersicht. Kriegswünsche. " Versammlungsverbote in Sachsen. Ein Bismarckapostel gestorben. In Sachsen konnten bisher öffentliche VolfsversammAmsterdam, 9. Januar 1915.( Privattelegramm lungen ungehindert stattfinden. Darin ist nunmehr eine des Vorwärts".) Die„ Daily Chronicle" veröffentlicht Wendung zum Schlechteren eingetreten. Reichstagsabgeein Interview Beers mit Vandervelde. Dieser sagte: Neben den handelspolitisch interessierten Imperialisten ordneter Genosse tidlen wollte in Grünhainichen, Ich bewundere die Haltung der deutschen Fraktionsminorität, meldet sich jetzt auch die Landwirtschaft mit besonderen Land- einem Orte seines Wahlkreises, in einer öffentlichen Vererwerbungswünschen. In einem Artikel der Deutschen sammlung über den Weltkrieg und die Aufgaben der begreife aber die schwierige Lage der Mehrheit. Durch das Tageszeitung", der u. a. die Wiederaufnahme des Antrages Arbeiterklasse sprechen. Diese Versammlung ist vom GeneralStimmen für die Kriegskredite bewilligte sie wohl der Re- Ranig befürwortet, fordert Dr. Dertel: kommando ohne Angabe von Gründen verboten worden. gierung die Mittel, Belgien und Frankreich anzugreifen, berhütete aber gleichzeitig die russische Invasion. Wegen dieser meiner Anschauung kritisierte mich der„ Temps", ober ich kann teine andere Haltung annehmen, da es immer mein Bestreben war, die Wiederherstellung der sozialistischen Parteien nach dem Kriege zu fördern. Wir müssen gegenseitige Beschuldigungen vermeiden. Die durch den Krieg geschaffene Lage ist. sehr verwickelt. Der sicherste Weg ist, daß jeder seine Pflicht gegenüber der nationalen und internationalen Gerechtigkeit und Freiheit nach bestem Wissen erfüllt. Ich glaube, daß der Krieg eine Lösung dieser verwickelten Lage im Sinne einer Beendigung nationaler Eifersucht und Unterdrückung finden wird. Das ist wenigstens die Richtschnur der demokratischen Bandervelde leugnete entschieden, daß Belgien seine Pflicht als neutraler Staat verlegt habe. Elemente unter den Verbündeten." Drohungen des mazedonischen Komitees. Sofia, 9. Januar.( W. T. B. Meldung der Agence Bulgare.) Das Komitee der mazedonischen Einwanderer veröffentlicht eine Erklärung, in der es heißt: Während der größte Teil der bulgarischen Deffentlichkeit der russischen Diplomatie vertraute und er wartete, daß die serbische Regierung gutwillig die Rückerstattung des geraubten mazedonischen Gebietes zugeftehen werde, das König Peter im Vertrage von 1912 als bulgarisch anerkannt hat, hat sein Sohn, der tatsächliche Herrscher Serbiens, in seiner Proklamation vom 17. Dezember allen Hoffnungen, in denen man sich naiverweise wiegte, entschieden ein Ende gesetzt. Nach dieser Proflamation ist Serbien entschlossen, feine mazedonische Beute von der Bregalnita bis Monastir zu behalten. Wir mazedonischen Bulgaren wußten dies. Wir können aber auch die in der Proklamation enthaltene große Fälschung, daß die Mazedonier, heldenmütig und von Liebe für das serbische Vaterland beseelt, gegen Desterreich- Ungarn fämpfen, nicht mit Stillschweigen übergehen. Zwar sind die unterjochten Mazedonier, die mit abscheulichen Gewaltmaßregeln ges zwungen werden, an der Seite ihrer Unterdrücker zu kämpfen, jeder Möglichkeit beraubt, den Prinzen Alexander Lügen zu strafen; aber ,, Genügt der Grund und Boden innerhalb der Reichsgrenzen nicht, so wird man darauf bedacht sein müssen, beim Friedensschluß womöglich neuen Boden jenseits zu Am Freitag ist der politische Schriftsteller und langjährige gewinnen. Wir halten es nicht nur für verfrüht, sondern für unflug, jetzt schon über etwaige Landerwerbungen im politische Redakteur der" Hamburger Nachrichten" Hermann einzelnen Betrachtungen anzustellen. Das aber darf und muß Hoffmann, der in den Jahren 1890-98 die Beziehungen der jetzt schon hervorgehoben werden, daß bei etwaigen Land- Hamburger Nachrichten" zum Fürsten Bismard vermittelte und erwerbungen das Ziel ins Auge gefaßt und im Auge behalten publizistischer Vertrauensmann Bismards nach seinem Rüdtritt war, 65 Jahre alt gestorben. werden muß, auch für die Landwirtschaft Neuland zu gewinnen. Das liegt nicht nur im Interesse der Landwirtschaft felbst, sondern im Interesse der gesamten Bevölkerung, der Siche rung Deutschlauds für die Zukunft." Das Mandat Weills. Berlin, 9. Januar.( W. T. B.) Nachdem das frühere Was in Interesse der Sicherung Deutschlands beim Mitglied des Reichstages Dr. Georg Weill feiner StaatsFriedensschlusse liegt, wird von der Mehrzahl der Bevölke- angehörigkeit durch Beschluß des Staatsministeriums in rung doch wesentlich anders beantwortet werden als von Elsaß- Lothringen vom 3. Januar 1915 verlustig erklärt ist Dr. Dertel. Gerade der gegenwärtige Strieg lehrt doch deut- und aufgehört hat, Deutscher zu sein, hat er seine Wählbarlich genug, wie wenig Landerwerbungen dauernde Sicherung Reichstag verloren. Der Präsident des Reichstags feit zum Reichstag und damit Sit und Stimme im zu bringen vermögen. hat infolgedessen den Stellvertreter des Reichskanzlers um Beranlassung einer Neuwahl in dem Wahlkreisc des früheren Abgeordneten Dr. Weill crsucht. Partei und vaterländisches Jutereffe. fraktion bei der nächsten Etatsdebatte nicht auf eine wirkliche Unsere Mitteilung, daß die sozialdemokratische LandtagsDiskussion der Etatsfragen verzichten will, veranlaßt die„ Poſt" zu folgender Bemerkung: Noch ein Opfer des Krieges. Ein zweites badisches Tageblatt der freisinnigen Richtung Von den Polen und Sozialdemokraten sind nach dieser Rich- ist unter dem Getöse des Krieges verstummt: die der fortschrittlichen tung hin zwar in der Verhandlung noch Vorbehalte gemacht Volkspartei dienende, Neue Konstanzer Abendzeitung.". worden, man wird indessen erwarten dürfen, daß beide Parteien Auch dieses bürgerliche Unternehmen, das unter dem Protektorat des sich, wie bei den Kriegstagungen im vorigen Jahre, zu einer, den demokratischen Landtagsabgeordneten und Rechtsanwalts Venedy; in Interessen unseres Vaterlandes während des Krieges entsprechenden Konstanz sehr oft eine gute Kampfarbeit leitete, stand nie auf dem Sachbehandlung bereit finden lassen werden. Sie werden festen Geldboden und konnte seine schwierige Finanzlage auch nicht sich selbst der Ueberzeugung nicht verschließen können, daß ein mehr durch die Errichtung einer G. m. 6. H. bessern. Die ZahlungsVerhalten, welches von der Staatsregierung und der großen Mehr- schwierigkeiten führten nun zum Konkurs. Landtagsersatzwahl in Sachsen- Meiningen. zahl der Landesvertretung, weil es mit den Interessen des Vaterlandes nicht voll vereinbar erachtet würde, auf die Beurteilung und Behandlung der betreffenden Partei nach dem Friedensschluß Für den Landtagswahlkreis Eisfeld macht sich eine Ersayvon erheblichem Einfluß sein könnte, und daß demzufolge das wahl nötig, da der bisherige Mandatsinhaber, Genosse Schülein, eigene Parteiinteresse auf ein den vaterländischen Interessen entsprechendes Verhalten in der bevorstehenden Land- nach Magdeburg berzogen ist. Die Regierung hat den Wahltermin auf den 18. Februar festgelegt. Von unserer Seite kandidiert tagssession hinweist." Genosse Red digau Salzungen, der zurzeit im Felde steht. Die - gestellt. = Die sozialdemokratische Fraktion bedarf dieser Ermahnung wir in das bulgarische Königreich Eingewanderten protestieren mit nicht. Sie wird selbst wissen, was den von ihr vertretenen bürgerlichen Parteien haben bis jetzt noch keinen Kandidaten aufum so größerer Erbitterung gegen diese Ausnuzung der unglück- Interessen des Volkes am besten entspricht. Im Volke sehnt lichen Lage unserer vom Schicksal heimgesuchten Stammesgenossen. Die man sich jedenfalls wie wir schon wiederholt festgestellt Kommunale Kriegsfürsorge. Hinmordung der männlichen Bevölkerung Mazedoniens, die, obwohl haben nach einer auf dem Boden der Immunität am In Justerburg hat die Stadtverordnetenversammlung auf sich ihre heiligsten Gefühle dagegen sträubten, in den vordersten besten zu erledigenden Sachbehandlung aller Fragen, die Antrag des Magistrats beschlossen, 50 000 W. zu bewilligen. Diese Neihen der serbischen Truppen dem Feuer ausgesetzt worden sind, durch den Krieg und während des Krieges aufgeworfen Summe soll zu Darlehen an Hausbefizer verwendet hat i en Haß gegen die Unterdrücker der Slawen Mazedoniens derart worden sind. angefacht, daß die Mazedonier ihr Vertrauen und ihren Trost einzig aus dem Gedanken schöpfen, daß sie am Vorabend der blutigen Abrechnung und der Befreiung stehen. Zwei französische Offiziere Eine notwendige Abwehr. 88 werden, damit sie ihre Hypothekenzinsen entrichten können und davor bewahrt bleiben, daß ihnen wegen des Mieteausfalls die Hypotheken gekündigt werden. In Lausanne erscheint unter der Redaktion von Dr. R. Bruda Sehr spät ist man an die Fürsorge für die armen seit Kriegsausbruch ein Wochenblatt„ Die Menschheit", die Kriegerfamilien herangegangen. Es wurde in derselben zum Teil wertvolle und interessante Beiträge in deuticher und frana Sigung beschlossen, an die bedürftigen Familien der Kriegsteil zöfifcher Sprache enthält. In der legten Nummer finden sich Ant- nehmer 50 Prozent Zuschlag zu gewähren. Gin Antrag, diefe gug aus der Kriegsgefangenschaft entwichen. worten auf eine Rundfrage über das fünftige Verhältnis von lage nur zu bewilligen, wenn sie ausdrücklich als Mietsentschädigung Deutschland zu Belgien, darunter auch eine des Reichstags- verwendet wird, wurde abgelehnt. abgeordneten Genossen Beus, die folgendermaßen beginnt: Torgau, 9. Januar.( W. T. B.) In der Nacht vom 8. zum 9. Januar sind aus dem Kriegsgefangenenlager Fort Zinna bei Torgau die kriegsgefangenen französischen Offiziere Oberleutnant de Moustier bom 31. RolonialInfanterieregiment und Wa harte von 214. Infanterieregiment entwichen. Das Signalement der beiden ist fol gendes: de Moustier 1,70 Meter groß, schlank und schwarzer Schnurrbart. Wabarte 1,68 Meter groß, hat furz geschorenes Haar und rötlichen Schnurrbart und trägt wahrscheinlich blauen Pelerinenmantel. Einer von beiden spricht deutsch. ,, Neutrale Staaten sind teine souveränen Staaten, sondern Revolution in Haiti. Schusstaaten derjenigen souveränen Staaten, die ihre London, 9. Januar.( W. T. B.) Die„ Times" melden. Neutralität garantieren. Sie sind Verlegenheitsprodukte, aus New York: In Haiti ist eine Revolution gegen die die daraus entstehen, daß zwei Rivalen das Land einer dem Regierung des Präsidenten Theodore ausgebrochen. Stap anderen nicht gönnen, aber auch die Eroberung nicht durchsetzen Haitien wurde angegriffen. Die ausländischen Interessen werden von den Vereinigten Staaten geschützt. fönnen." Der bürgerliche Berner Vind" bemerkt dazu:„ Wir erwähnen diese Auffassung nur furiositätshalber, ohne daß wir es für nötig hielten, dagegen zu polemisieren." Ministerwechsel in Japan. Auch wir verzichten auf eine Polemik, möchten aber bemerken, Tokio, 9. Januar.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Vicomte daß diese Ansicht wohl sonst nirgends in der deutschen Sozial- Dura wurde zum Minister des Innern, Kano zum Minister für utschen Sozial Ackerbau und Handel ernannt. vorgesehen waren, die nur zum Teil aus dem Inlande bezogen demokratie geteilt werden dürfte. bzw. nachgesandt werden konnten. Ein delikates Problem. Norbert Jacques hat wie vorher England nun auch Frankreich während des Krieges besucht. Er gibt in der Frantf. 8tg." eine Reihe von auch der unor alt Geltung femme, wollen wir ſeine föſtleren Zeit zur Dar stellung des Problems der Henriette Labon hierher setzen: Jedes Kind der französischen Erde hat von blutigen Schandtaten gehört, mit denen die deutschen Soldaten die französischen Dörfer und Städte ausmordeten. Frankreich ist damit vor ein Problem gestellt, das nur mit peinlichster Verlegenheit, mit einer schmachbeladenen Aengstlichkeit behandelt werden kann. Denn schließlich, alle Frauen haben sie ja nicht getötet und bei einigen ließen sies beim nun ja, und... wie soll man sagen?... Gine folche brutale und schmachvolle Begegnung pflegt doch ebenso dem Naturgesetz unterivorfen zu sein, wie eine andere, und der Kinderreichtum der deutschen Frauen läßt o Graus den armen franzöftichen Frauen, die vom tierischen Blutdurst" verschont worden. sind, wenig Aussicht.. Also furzum: Was geschieht mit dem Bankert? Ja, Frankreich hat allerlei Sorgen heuer, und da ist die Besiegung der Deutschen wirklich die geringste. Man erwog hin und her, natürlich im Sprechiaal der Zeitungen, die das gern druckten, denn es ist doch immerhin, so schmachvoll es ist, auch pitant. Schließlich hatte man fich auf staatlich geleitete Gratis- Verhütungsinstitute geeinigt. Aber da fam Henriette Lebon. Henriette Lebon stieß in die Bronzepofaune. Sie schrieb ihre Meinung: " Monsieur," ſchrieb sie an den" Intransigeant", wenn ich durch einen„ Boche"( Spottname des Deutschen) vergewaltigt worden wäre und dieses Verbrechen hätte Folgen, so würde ich folgendes tun: Presse und Kardinal. → Die Italiener in Albanien. Rom, 8. Januar. Giornale d'Italia" meldet aus Bari Die Münchener Post" erhielt folgende Buschrift: vom 7. d. Mts.: Die Aufstandsbewegung hat sich über Kardinal- Erzbischof v. Bettinger hielt bei der Jahres- ganz Mittel albanien zwischen San Giovanni di Medua und schlußfeier in der Frauenkirche am 31. Dezember 1914 cine etwa dem Wojuza- Flusse ausgedehnt. In dem genannten. Hafenørt haben einstündige Ansprache, in der er auch faſt eine Viertelstunde lang die Moslems trotz des Waffenſtillstandes die Feindseligkeiten wieder über die glaubensfeindliche" Presse sprach und ungefähr sagte: aufgenommen und verhindern die Durchfuhr von Waren nach ..... Wenn Unglaube und religiöse Gleichgültigkeit so sehr Montenegro über den Bojana Fluß. Die italienische Reum sich greifen fonnten, so liegt das vor allem auch daran, daß gierung hat, um sich über die Lage Klarheit zu verschaffen, den die Katholiken, statt die glaubenstreue Presse zu halten, der kleinen Kreuzer Piemonte" nach San Giovanni di Medua glaubenslosen und glaubensfeindlichen" Eingang in ihre Häuser entsandt. gewährt haben. Hinaus mit dieser Presse aus Der griechische Gesandte Coromilas erklärte, daß der jebem katholischen Haus! Wenn auch die griechische Streuzer, der vor Durazzo erschienen ist, auf glaubenstreue Presse mit ihrem Leseinhalt nicht immer Antrag der dortigen griechischen Gesandtschaft und zu dem einzigen befriedigt, so darf das kein Grund sein, sie nicht zu halten; die gwed entsandt worden sei, im Falle einer Gefahr den griechischen Katholiken haben eben dann die Pflicht, zur Verbesserung ihrer Untertanen eine Zuflucht zu bieten. Presse beizutragen durch deren Unterstützung und Hebung, sei es durch ihren Geist, sei es durch Geld. Jeder für die nichtglaubenstreue Presse ausgegebene Pfennig ist eine Unterstützung der glaubensfeindlichen. Kräfte..." Was jagen Sie zu diesem Burgfrieden in der Kirche?" Die Münchener Post" bemerkt dazu: " Letzte Nachrichten. Nene Taten der deutschen Flieger. London, 9. Januar.( T. U.) Nach hier vorliegenden Informationen aus der Front in Nordfrankreich ist aber mals eine Taube über Haze brud erschienen, die aus der Richtung von Strazeene fam. Sie schleuderte drei Bomben hinunter, die jedoch nur Materialschaden anrichteten. Troyheftigen Bombardements und troß sofort aufgenommener Verfolgung seitens englischer Flieger, gelang es der Taube zu entkommen. Auch über. Armentières find von neuem deutsche ,, Was wir dazu sagen? Wir sind Gegner jeder Einengung der Redefreiheit auch in der Kirche und auch während der Kriegszeit. Es ist das gute Recht des Herrn Kardinals, mit fo viel Takt und Geschick, wie es seinem hohen Amte entsprechen mag, für seine Ueberzeugung zu wirken. Kardinal von Bettinger hat die Bedeutung der Presse erkannt. Er, der durch wiederholtes und inniges Zusammen Ich würde in einer unbegrenzten Zärtlichkeit das Kind erziehen, arbeiten mit der Sozialdemokratie eine ungewöhnliche polidas an der Schmach feine Schuld trägt. Wäre es nicht schließlich tische Schulung sich erworben hat, weiß den Wert der ParteiFleisch von meinem Fleisch, mein" Kind? Ich wäre bestrebt, aus preffe zu schägen. Und wenn er es, wohl in Anbetracht des lieger erschienen, die auf den Bahnhof Bomben herunterAber sobald er das Alter des Verstandes erreichte, so würde ich meihevollen Ortes, am Tage des hl. Silvester vermied, ausschleuderten und ihn schwer beschädigten. Kurze Zeit nach ihm einen ehrlichen Menschen und einen guten Franzosen zu machen. ihm das Geheimnis seiner Geburt entschleiern. Für semen drücklich von der Parteipresse zu reden und dafür den den Erscheinen der Tauben wurde deutscherfeits die Stadt unbekannten Vater wie für alle Deutschen zöge er daraus einen Ausdruck die glaubensstarke Presse" anwandte, so war das von schwerer Artillerie beschossen, zirka 10 Geschosse trafen, Has, den ich täglich neu anfchürte. Und der Zwed feines Lebens eben ein überaus taftvolles Zugeständnis an den Burgfrieden. von schwerer Artillerie beschossen, zirka 10 Gefchoffe trafen, den Germanen ichaden; ihnen schaden in den Geschäften, in den das Wort des Herrn Kardinalerabischofs v. Betfinger, unBeherzigen wir daher für uns und nach unserer Weise Häuser, überall große Verwüstung anrichtend. Interessen ihres Landes, in ihren materiellen und moralischen Interessen. Knabe oder Mädchen, mein Kind wäre der Apostel der jeres früheren Wahlfreundes. Sorgen wir für erRache und ein gut geleiteter Haß fann immer, an einem be- meiterte, Verbreitung der überzeugungsJunsbrud, 9. Januar. Bei Cortina in den Dolomiten wurde stimmten Bunft, seine Wirkung tun. starten sozialdemokratischen Presse. Das eine Landesschüßenpatrouille von einer Schneelamine erfaßt und in Und wenn aus Zufall dies Kind seinen Vater erkennen sollte, wird uns um so leichter, als ihr Inhalt im Gegensatz zur die Tiefe gerissen. Einer militärischen Rettungsaktion gelang es ,. so würde es ihn wie einen wütenden Hund töten weil ich ihm sogenannten glaubensstarken, das heißt der Zentrumspresse, alle bis auf einen Unterjäger, welcher nur als Leiche geborgen das geraten habe." den Leser durchaus befriedigt." werden konnte, noch lebend auszugraben. wäre klar: durch alle ehrlichen, aber direkten und energischen Mittel staOpfer einer Lawine. R Sortsetzung unseres sensationellen Saison- Ausverkaufs Fantasie- Mäntel 250 von Karierte Mäntel 450 von Astrachan Mäntel 1175 von an Samt- Mäntel 1275 von an zu noch weiter ermässigten Preisen! Blaue Kostüme 750 von Fantasie- Kostüme 675 Kleider Kinder Mäntel Blusen u. Röcke von von von an 750 Pf. 90 P an Der anhaltend enorme Zulauf, den unser Saison- Ausverkauf findet, ist wohl der beste Beweis, welch seltene Gelegenheit zum Einkauf sich hier bietet. C& A BRENNINKMEYER.G.M.B.H. Noch finden Sie reiche Auswahl ders in den niedrigen Preislagen besonin allen Abteilungen, aber säumen Sie nicht, diese ungewöhnliche Gelegenheit für sich und die Ihren auszunutzen. Königstrasse 33 Am Bahnhof Alexanderplatz Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. Einsetzer. Heute Sonntag, den 10. Januar, vormitttags 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Saal 3: Branchen- Versammlung. Zagesordnung: Achtung! Sonntags geschlossen! Chausseestr. 113 Beim Stettiner Bahnhof Bäckergesellen! Achtung! Dienstag, den 12. Januar 1915, nachmittags 3½ Uhr, in Kellers Festsälen( Inh. Paul Obiglo), Koppenstr. 29: Oeffentliche Italienverfammlung. Tagesordnung: Die Verordnung des Bundesrats vom 5. Januar 1915, betreffend: Sterbekasse ehem. Pflug'scher Arbeiter ( Hezelsche Kasse). Sonntag, den 24. Januar 1915, vormittags 9, Uhr pünktlich: General- Versammlung im Bereinshaus Berliner Musiker Kaiser- Wilhelm- Str. 31( früher 18m). Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Säzungsänderung des§ 4 Abs.e. 4. Neuwahlen von Vorstandsmit 1. Jahresbericht. 2. Wahl der Kommission und Telegierten. Verbot der Nachtarbeit und Ersparnis der vorhandenen gliedern( 1. Borfigender, Rendant und Tischler, Bezirk Nord- Osten. Montag, den 11. Januar, abends 81%, Uhr: Bezirksversammlung bei Merkmann, Große Frankfurter Straße 16. Tagesordnung: 1. Bericht vom letzten halben Jahr. 2 Aufstellung der Kandi. baten zu den Delegierten der Generalversammlung. 3. Verbandsangelegenheiten. Möbelpolierer, Norden. Branchen- Versammlung Getreidevorräte. Referent: Kollege Karl Hesschold. Der Junungsvorstand ist zu dieser Versammlung eingeladen. Die Mitglieder des Bäckerverbandes werden ersucht, für alle Fälle ihre Verbandspapiere mitzubringen. Einmütiges Erscheinen erwartet Die Verbandsleitung. Verband der Hut- und Filzwaren- Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands Ortsverwaltung Berlin. Achtung! Achtung! Hutarbeiter u. Arbeiterinnen Berlins. Montag, den 11. Januar, abends 81, Uhr, bei Günther, Dienstag, den 12. Jannar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Brunnenstraße 96. Rahmenmacher. Dienstag, den 12. Januar, abends 6 Uhr, bei Wühlisch, Staliger Straße 22: Branchen- Versammlung. Tagesordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Neuwahl der Kommission. Stockarbeiter. Engelufer 15, Saal 1: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Stellungnahme und Beschlußfassung über den Tarifvertrag mit den Strohhutfabrikanten. Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen, speziell die Strohhutnäher und Näherinnen, vollzählig in dieser Ber ammlung zu erscheinen, da es fich um Bahrung ihrer eigensten Interessen handelt. Erscheint daher alle in der Versammlung. Die Ortsverwaltung. Die Tarifkommission. 71/7 Verband der Schneider, Schneiderinnen Donnerstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr, bei Hermet und Wäschearbeiter Deutschlands. Nachfolger, Holzmarktstr. 21: Vertrauensmänner- Versammlung. Tagesordnung: Verbandsangelegenheiten und Aufstellung der Randidate nlifte zu den Delegierten der General- Versammlung. Achtung! Holzarbeiter. Sebastianstr. 37/38. Filiale Berlin. Tel Amt Mpl. 9737. Donnerstag, den 14. Januar 1915, abends 81 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engelufer 14/15. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom III. Quartal. 2. Erjazwabl zur Ortsverwaltung. 3. Bericht über die weiteren Verhandlungen wegen der Löhne für MilitärDie Zahlstelle 52 wird verlegt von Laufiger Str. 7 na arbeiten. 4. Das Drtsstatut über die Krankenversicherung der HausLaufiger Str. 46, bei Daus( 3um kleinen Rollkrug.) gewerbetreibenden. Mitgliedsbuch legitimiert: ohne dasselbe oder mit mehr als acht reftierenden Wochenbeiträu fein Zutritt. 165/8 Die Ortsverwaltung. Die Zahlstelle 69 von Kiefholz str. 35 nach Graetstr. 49, Bei Scholze. 95/11 Die Ortsverwaltung. 40/9 General- Versammlung Liepnerfchen Sterbe- und 2. Schriftführer). 5. Neuwahl der Revisoren. Mitgliedsbuch legitimiert! Der Vorstand. J. A.: G. Wegner, Bors. 8145* Offene Füße Krampfadergeschwüre, auch veralt. u. hartnäck., schmerzhafte Wunden, unerträgl. Jucken Kranken Unterfügungskaffe heilt ohne Nachteil die mild wirNr. 23 am Dienstag, 19. Januar 1915, abends 8 11hr, im Kaffenlokal, Linienftr. 8. Tagesordnung: 1. Bericht der Revisoren. 2. Kassenschreiberwahl. 3. Vorsteherwahl. 4. Vorsteher- Stellvertreterwahl. 5. Wahl eines Revisors und eines Stellvertreters. von 6. Antrag über Auszahlung Sterbegeld für die im Kriege gefallenen Mitglieder. 7. Verschiedenes. 8305 Der Vorstand. kende ,, Olinda- Salbe", besond. für empfindsame Leiden. Sofort kühlend und lindernd, da frei von jeder Schärfe. Zahlreiche Erfolge. M. 1. und 2.50. Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr. 4. Echte Nerz- Murmel- Kolliers bisher M. 60.jetzt nur M. 15.so lange der Vorrat reicht. Heines Werte Pelzwaren- Fabrik 3 Bände 4 Mark Buchhandlung Vorwärts Elapest Kalaver Leipziger Str. 58, I. Heute Sonntag 12-2 geöffnet. Pfundpakete wieder zugelassen! Mampes Feldpostpackung Spezial 28. Enthaltend: 1 ft. Flasche Mampe- Halb 11. Halb m. d. Schimmel. gespannt. 1. Flasche Dr. Mampes Bittere Tropfen. Kriegspostkarte. Preis 1 Mark. Zu beziehen durch die Ko lonialwaren urd Delika. teffen, Drogengeschäfte, Restaurateure und dergl. CARL MAMPE, Berlin SW 11. Verantw. Redakt.: Alfred Wieleyy, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl Ar. 10. 32. Jahrgang. 1. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sounfag, 10. Januar 1915. Aus der Partei. Nach Gotha und Eisenach folgt Nordhausen. Nunmehr ist auch die„ Nordhäuser Volkszeitung" unter Präventivzensur gestellt worden. Unser Parteiblatt bringt an der Spike seiner Nummer vom 8. b. M. folgende Verfügung: Bolizeiverwaltung def Stadt Nordhausen. Nordhausen, 7. Januar 1915. Das Stellvertretende Generalfommando des XI. Armeekorps in Caffel hat eine Vorzensur der Nordhäuser Volkszeitung" angeordnet. Es sind uns daher fortab regelmäßig die Bürstenabzüge vor Drucklegung zur Prüfung vorzulegen. Die Drudlegung darf erst erfolgen, wenn wir die Genehmigung erteilt Diese Anordnung tritt sofort in Kraft. haben. J. A.: Dr. Baller. Gewerkschaftliches. unseres Verbandes. Dort ersehe ich, daß rund 6400 Mitglieder 3,40 M. betrug, schwanft er jest zwischen 2,50 und 3,20 M.; nur verloren gegangen sind, von denen aber nur 2955 als zum Heeres- die alten Arbeiter erhalten noch den vollen Lohn. In der Bridienst einberufen gemeldet wurden. Es ist demnach ein Verlust fettfabrik wird bei derselben Arbeitszeit nur ein Schichtlohn von von rund 3500 Mitgliedern zu verzeichnen gewesen. Wie geht das 2,20 M. bis 3 M. gezahlt. Die Bergarbeiter müssen infolgedessen zu in drei Teufels Namen? Sind das alles Feiglinge, die sich hinter mit Wochenlöhnen von 16, 17 und 18 M. nach Hause gehen. Auf ins Auge sehen und dafür sorgen, daß Deutschlands Gane von den jetzt für den Wagen Kohlen nur 10 und 12 Pf., für den Wagen den warmen Ofen sehen, während ihre Brüder im Felde dem Tode dem Braunkohlenwerk in Zittel erhielten die Arbeiter früher für den Wagen Kohlen 14, für den Wagen Letten 12 Bf., während Schrecknissen des Krieges verschont bleiben? Heißt das etwa den Letten nur 10 Pf. gezahlt werden. Infolge dieser herabgedrückten Verband auf seiner Höhe erhalten? Ist das der Dank, welchen Lohnverhältnisse schlagen sich viele Bergarbeiter lieber mit Ge man denen abzustatten verpflichtet ist, die ins Feld zogen? legenheitsarbeiten durch; andere wurden abgekehrt, weil sie mit Es mag zugegeben sein, daß die Arbeitsverhältnisse in der den Verschlechterungen nicht einverstanden waren. Dem dadurch Seimat im allgemeinen nicht darauf zugeschnitten sind, um die entstandenen Arbeitermangel" suchen die Werke dadurch abzuOrganisationen vorwärts zu bringen. Das verlangt aber wohl helfen, daß sie sich um die Zuweisung von Kriegsgefangenen beauch kaum jemand. Zu verlangen ist jedoch, daß man mühen, von denen auf dem Braunkohlenwerk Herkules bereits 30 erhält, was die im Felde stehenden Kollegen auf- beschäftigt werden. Natürlich wird durch diese zwangsarbeiter die Lage der einheimischen Arbeiter noch mehr verschlechtert. Gegen gebaut haben. Wenn es uns vergönnt ist, die Heimit gesund die Ausnutzung der durch den Krieg geschaffenen Notlage der Arund mit heilen Gliedern wiederzusehen, dann werden wir Rechen- beiter durch die Unternehmer, deren Uebermacht die Arbeiter unter schaft fordern. Der Verband zahlte Unterstützungen über Unter den gegenwärtigen Zuständen geradezu ausgeliefert sind, muß mit stützungen, ist rechtschaffen bemüht gewesen, seine Mitglieder nach aller Entschiedenheit Stellung genommen werden. Möglichkeit gegen die natürlichen Folgen des Krieges zu schützen; er ist jederzeit im Interesse guter Lohn- und Arbeitsbedingungen tätig gewesen, hat seine Pflicht getan und ist wahrhaftig eines besseren Dantes wert, als der es ist, der ihm durch die FahnenEin Feldpostbrief an die Fahnenflüchtigen. Die Buchbinder- Zeitung" veröffentlicht folgenden Feldpoſt- schwere Strafe. brief: R....., den 25. Dezember 1914. Lieber...! Die Feldpost hatte mich in den letzten Tagen wieder einmal so gut wie vergessen. Jan besonderen vermißte ich das Eintreffen der ersehnten Zeitungen. Dafür ist heute der ganze Segen auf einmal ausgeliefert worden. Ich habe erhalten:" Buchbinder- Zeitung"," Correspondenzblatt"," Leipziger Volkszeitung", „ Chemnizer Volksstimme"," Vorwärts"," Leipziger Neueste Nachrichten" und diverse Nummern des„ Berliner Tageblatts". Da wir Landsturmleute in Feindesland mehr zu tun haben, als Zeitungen zu lesen, ist es natürlich ausgeschlossen, daß ich mich durch den heute ausgelieferten Segen hindurchzuarbeiten vermag. Die Blätter gehen aber trotzdem nicht verloren. Ihr Inhalt wird von meinen Kameraden verschlungen. Und was der eine übersicht, sieht sicher Der andere, so daß ich mich immerhin leidlich auf dem laufenden erhalten kann. flüchtigen abgestattet wird. Im Felde erwartet den Feigling schwere Strafe. Schwere Strafe soll aber auch dem Feigling hinter dem warmen Ofen werden. Er soll allgemeiner Verachtung anheimfallen. Die im Felde stehenden Kollegen erfüllen ihre schwere Pflicht! Erfüllt in der Heimat aber auch die cure! Wir erwarten, in der Heimat einen ungeschwächten Verband wiederzufinden. Wir erwarten, Kollegen und Kolleginnen anzutreffen, deren man sich nicht zu schämen braucht.... Deutsches Reich. G. 3. Der Krieg und die sächsischen Bergarbeiter. Wie in verschiedenen anderen Gegenden Deutschlands, so flagen auch die Bergarbeiter auf den Braunkohlenwerken des 3ittauer Bezirks über Lohnfürzungen und Schichtverlängerungen, die von den Unternehmern unter Ausnutzung der Kriegsnot durchgeführt werden, um sich auf Kosten der Arbeiter Extraprofite zu sichern. So war z. B. auf dem größten Wert des BeUnfere„ Buchbinder- Zeitung" verfolge ich selbstverständlich auch zirks, der Braunkohlengrube Herkules in Hirschfelde, die regel in meiner„ neuesten Stellung" mit besonderem Interesse. Das mäßige Schichtzeit vor Ausbruch des Krieges von 6 Uhr früh bis Studium derselben hat mich allerdings selten so recht befriedigt. 5½ Uhr abends, bei einer halbstündigen Frühstücks- und einer einDie ständigen Hinweise zur Erhaltung der Mit- stündigen Mittagspause. Jetzt wurde der Feierabend um eine halbe Stunde hinausgeschoben und an Stelle der einstündigen Mittagsgliedschaft wollten mir durchaus nicht gefallen. Ich habe sie pause wird oft nur eine halbstündige gewährt, so daß die Arbeiter für überflüssig gehalten, weil ich mir nicht zu denken vervon 12% bis 6 Uhr ohne jede Unterbrechung durcharbeiten müssen. mochte, daß es in diesen ernsten Zeiten Feiglinge gibt, die ihrer Auch jeden Sonntag wird gearbeitet; den Arbeitern werden Strafen Gewerkschaft den Rücken kehren. Ein Blick in das„ Mitteilungs- angedroht, wenn sie nicht zur Sonntagsschicht kommen. Troß dieser blatt" meiner Leipziger Kollegen hat mich indessen eines anderen längeren Arbeitszeit sind die Wochenlöhne um 3-6 M. niedriger belehrt. Noch mehr aber tut dies die Abrechnung vom 3. Quartal als vor dem Kriege. Während der Schichtlohn früher durchweg wirrenden Bildern erholt und dem folgen kann, was ich hier suche: das Erlebnis des Menschen. Im Lazarett der Gefangenen. Der Schweizer Rechtsanwalt Dr. Keller- Huguenin hat ein deutsches Lazarett besichtigt, in dem Kriegsgefangene gesund gepflegt merden, und gibt über seinen Besuch in der Neuen Zürcher 3tg." einen fesselnden Bericht: Zwiespältigen Sinnes stand ich vor dem stattlichen Tore der Bauschule zu X., die nun ein Lazarett für Kriegsgefangene geworden ist. Mit dem Willen, alles zu sehen und zu kosten, was mich dem Geiste des Krieges näher bringen könnte, stritt ein leises Bangen die Angst vor dem Häßlichen. Ich spreche mit ihnen, in ihrer Sprache, vielleicht im Tone der Heimat. Wie sie leuchten! Immer freundlich, ohne Zögern, tommt Antwort auf Antwort. Nicht einer, der mürrisch und abweisend schaut. Wählerisch waren die Franzosen nicht. Vier Leute mit Brüchen liegen hier. Nicht deutsche Geschosse: die Hernie( der Bruch) Tegte sie nieder. Und unser Doktor hat zwei operiert, kunstvoll und regelrecht! Wie die beiden dankbar sind! Und die zwei andern drängen: " Docteur, faites- moi l'opération!"( Herr Doktor, operieren Sie mich auch!) Ist das nicht ein närrisches Parador? Sie sehnen sich nach des Feindes Messer. Ein Blick ins Badezimmer, das weiße Wannen birgt dann stehe ich im Saale der Mohammedaner. Soziales. Die Einberufung zum Militärdienst. Kaufmännische Angestellte, die zum Militärdienst einberufen werden, müssen sich, bevor sie ihr Dienstverhältnis auflösen, vorher vergewissern, ob sie nicht mit einer Zuridstellung rechnen können. Sie haben sonst, wie sich aus einer am Freitag gefällten Entscheidung der 4. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts ergab, durch einen Gehaltsausfall einen erheblichen Schaden zu gewärtigen. Ein Expedient F., der bei der Beklagten, der Thorium- Glüh= förperfabrik, tätig war, wurde am 5. August als Unteroffizier der Landwehr zum Sanitätstorps einberufen. Vorher rechnete er mit seinem Prinzipal ab und bescheinigte, daß er sein Gehalt„ bis zu seinem Austritt" erhalten habe. Nach einer Woche, während welcher er auch seine militärische Löhnung erhielt, wurde d. zurückgestellt, er mußte aber gewärtig sein, jeden Tag einen neuen militärischen Gestellungsbefehl zu erhalten. Der Kläger verlangt nun, gestützt auf§ 63 des Handelsgesetzbuches, das Gehalt für 6 Wochen. Der beklagte Fabrikant hält sich zur Zahlung nicht für verpflichtet, denn er habe mit seinem Expedienten bei seinem Fortgang definitiv abgerechnet. Der Rektere habe sich auch nicht etwa vorbehalten, in das alte Dienstverhältnis wieder eintreten zu dürfen, wenn er zum Sanitätsdienst zurückgestellt werden sollte. Das Kaufmannsgericht wies den Anspruch des Klägers ab. Maßgebend für die Beurteilung sei, daß Kläger selber bescheinigt habe, daß er alles bekommen habe, was er bis zu seinem Austritt zu fordern hatte. ich dem Doktor vorschlagen kann, darauf zu verzichten, stehe ich mitten im Offizierszimmer.. Der Gedanke, daß die Herren mich als einen Neugierigen be trachten könnten, ist revoltierend. Doch meines Führers feiner Taft, der mich wie einen ärztlichen Kollegen behandelt, hilft darüber weg. Schon sind wir am Bette des ranghöchsten Offiziers, cincs Obersten, dessen Kopf man aus Neuvilles Bildern zu teunen Der nervus ischiaticus ist durchglaubt. Er ist übler Laune. infame Schmerzen. Ich bin artig, vielleicht artiger, schossen als die Situation erlaubt. Doch nein, kein Tadel spricht aus den Augen meines Führers. Ich frage ,, Mon Colonel" jo teilnehmend nach seinem Befinden, seinem Geschick, daß er mir gleich seinen Summer enthüllt:„ Oh, vous savez, tout irait bien, mais cette Rascher Entschluß führt mich durchs Tor, vom Passierschein des cuisine, oh, cette cuisine!"( O, wissen Sie, alles würde gut sein, Festungskommandos sicher durch den Doppelposten geleitet. Hinter aber diese Küche, diese Küche!) Ich wende ein, daß seine Soldaten Brettern, die das Vestibül abschließen, die Wache. Ihr Dienst ist füttern wie die Drescher. Er schüttelt matt den feinen Kopf: nicht gefährlich; aus diesem Hause will keiner fliehen! Auf dem Der Eindrud ist unerhört. Das Leiden nimmt diesen Wesen das„ Possible, moi je ne peux, ce que je donnerais pour une belle meiten Korridor seltsame Gestalten. In blauweiß gestreiften Menschliche: sie werden ein zahnes, dumpfes oder gutmütiges Tier. côtelette!"( Möglich, aber ich kann nicht. Was würde ich für ein Lazarettkleidern steden sie, weite Hosen, pludernde Röde, auf dem Gleich bei der Tür empfängt mich der schönste" Fall". Moham- gutes Kotelett geben!) Und auf meinen fragenden Blick tröstet Stopfe das französische Käppi, die belgische Polizeimüße. Unter med, so heißt der schwarze Kerl, hat den halben Kiefer verloren. Der Doktor, daß von des Festungskommandanten kameradschaftlicher dem Blicke des deutschen Soldaten, der sein scharf geladenes Gewehr Silflos hing die Zunge seitswärts aus dem Mund, als er antam. Milde das erschnie Stoteleit erbeten sei. Der„ Colo" quittiert unter dem Arm trägt, Franzosen auf deutscher Erde, humpelnd und Furchtbarer Durit plagte ihn. Da führte ihm unser Doktor die meinen Zuspruch mit einem leider zweifelnden Niden: Wie sollte hintend den Suppentopf tragend, den Boden wischend. Sonde durch die Nase und gab ihm zu trinken.„ Nie sagt er er glauben, daß aus der Hand von Barbaren ,, une véritable sah ich einen dankbareren Blick." Nun sitzt die Zunge wieder feit, côtelette"( cin wirkliches Kotelett) tommen könnte! und wenn erst Mohammeds Raubtierzähne nicht mehr wackeln, dann Wir gehen weiter: tommt der Zahnarzt und macht dem Mohammed einen neuen Kiefer, Der Abteilungsarzt erwartet mich. Ein behäbiger Herr, der über welchen der Chirurg die neue Backe schneidert, aus dem Fleisch, els Dolmetscher und Freund der Gefangenen hier waltet, folgt uns. das nun wie eine unförmliche große Lippe zart rojig gefärbt, die Dann schließt die Eskorte der Feldwebel, dessen Kompagniebuch alle weit geöffnete Mundhöhle umrahmt. Und Mohammed wird in nicht medizinischen Ereignisse verzeichnet. Gine breite Treppe führt seinem Hirne vergeblich fragen:" Warum schlug ich die Brüder uns hinan. Eine Doppeltür geht auf: ich stehe im großen Saal dieser Menschen tot?" der Abteilung des Dr. D., befroffen von dem erstaunlichen Bilde. Turkos die Menge. Sie reizen mich nicht, denn dort am Ende Der gewaltige Zeichensaal der Schule birgt an die hundert Betten. der Reihe sizzen zwei seltsame Gestalten: Kräftige Säulen teilen ihn in drei Schiffe, denen die Reihen der Eine Flut von Gedanken durchjagt das Gehirn. Doch weg ist has Bangen. Der Rücken wird straff, und die Hand faßt scharf schrecklich zu sagen- den Regenschirm. Im Hause der Helden. Betten entsprechen. Die Perspektive brechen ungeheure Wandtafeln, die Inder. die wie Flügeltüren an den Säulen hängen und dem Raum eine Niemand weiß, wie sie heißen, wer sie sind, was sie sind. Sie beinahe trauliche Gliederung geben. Ich schaue über die endlose sprechen feine uns befannte Sprache. Der eine verachtet den andern Zeile der weißen Betten, der weißen Tischchen, die daneben stehen, und lehnt alle Gemeinschaft ab: die Kaste. Der eine ein dumpjes der schwarzen Tafeln, die am Haupte jedes Kranten Namen und Tier, der andere ein zahmer, scheuer Mensch, der einzige hier, der Grad künden. Doch mein Führer läßt mir nicht Zeit, den tragisch den Stempel einer alten Geſiitung trägt. Er schaut mich ängstlich malerischen Reiz des Bildes auszukosten. Ich sehe noch eben, wie an, wie jedes neue Gesicht, das ihm erscheint; vielleicht bin ich bie erste Wandtafel kurz und bündig den Seesieg von Santa Maria der Henker, der ihn holt. Heute essen sie zum erstenmal mit ineldet. Dann stehe ich am ersten Bett, sehe dem ersten dieser Braven Appetit. So schwer haben sie den heimatlichen Reis entbehrt! Ob in die Augen. Sie sind ohne Furcht, ohne Haß. Mit grenzenlojem ihnen der Kohlbrei, auf dem die" Spazen" schwimmen, wohl beBertrauen bliden sie auf den Arzt, und ehe er ein Wort gesagt, hebt kommt? Der Doktor ziweifelt. der Mann die Decke hoch und enthüllt das Grauen. Seltsam, wie mächtig der Gedanke ist, der dies Haus erfüllt. Ich schaue talt und aufmerksam auf Wunden, kaum geschlossene, auf Narben, auf Verbände und traurig jammervolle Glieder. So gehts von Beit zu Bett. Wo ein Fall" liegt, verweilen wir. Das große Wunder dieser Kunst heißt: die Erhaltung der Glieder, die vor nicht allzu langer Zeit rettungslos der Säge und dem Messer zum Opfer gefallen wären. find. Der Dolmetsch erzählt von dem Professor, der's demnächst mit Sanskrit versuchen soll. Ich möchte dabei sein. Als ich das Haus verließ, saß der Mann der feinen Kaste mit einem leisen Hauch vergnüglichen Behagens auf dem scheuen Gesicht in einer Ede des Korridors auf einer Bank, um ihn lauter Franzosen, die ihn so freundlich, so ohne groben Scherz anuliten, daß sich sein hilfloses Herz erfreute. Ob er die Engländer liebt? Sie müssen ihm so unendlich wesensfremder sein als die Franzosen. Der Doktor spricht von der ungeheuren Heilkraft der schwarzen Menschen. Belgier, Franzosen, aktive und Reserveoffiziere. Der vorlegte der Reihe jagt mir, daß cr Advokat in Paris sei; er ist erstaunt, als ich ihm als confrère Suisse( Schweizer Kollege) gute Besserung wünsche. Und während wir plaudern, fällt mir der Nebenmann auf. Er steht vor seinem Bette, schlank und groß, ins Höchste veredelte germanische Männerschönheit. Ich wende mich halb um und frage den Kollegen: Enfin un camarade anglais?"( Endlich ein englischer Kamerad?) Doch faum ist's heraus, fo wendet sich der schlanke Held, der unser Gespräch verfolgt, mit rotem Kopf und sprudelt los:„ Oh non Monsieur! C'est degoûtant, tout le monde me prend ici pour Engländer!)... und ich entschuldige mich, rede von seinen Verun Anglais!"( nein, Herr. Schrecklich, jeder hält mich für einen bündeten, habe aber kein Glüd; er isill von den alliés nichts wissen und ist ohne Verständnis für eine rassen- theoretische Erörterung, die in ihm germanisches Blut vermutet. Wir gehen unversöhnt auseinander. Der Doktor erzählt mir, daß der Mann sein interessantester Patient jei: Professor in Paris, als Gemeiner gefangen und, weil er in der Umgebung der Soldaten lift, 11.3 Offizierszimmer versetzt. Er spricht offen und ehrlich und bittet dem Doktor alle Tage ein Stück Unrecht ab, das er den Deutschen getan. Das größte Wunder ist ihm und allen Offizieren: die einlichkeit. Seltsam, daß die Franzosen als epitheton orna.s ( schmückendes Beiwort) der deutschen Feinde ausgerechnet das„ sale" ( Schwein) wählen mußten! Doch nicht länger darf ich meinen vielbeschäftigten Führer aufhalten. Wir durcheilen den großen Saal, in dem die Leute gerade am Essen sind. Eine reizende Episode schließt diese Stunden, die mir ein Erlebnis ohnegleichen waren. Des Doktors prüfender Blick fällt auf einen jungen Franzosen, dessen Augen knabenhaft. Leuchten. Neben ihm steht leer der Ehnapf Dutzende liegen in Streckverbänden. Die Natur bildet ganze Stüde zertrümmerter Knochen neu und fest. Fiebertabelle und Röntgenbild, das Geschoß, das der Mann eifrig aus seinem Geld Giner, der behaglich in feinem Bette liegt, fant an puit cinem beutel holt, geben Kommentare, die Ruhmestitet meines Begleiters Bauchverband. Aus der Schußöffnung hängt ein undefinierbarcs, Da ist einer Bald geheilt; knapp ein Zentimeter die Verkürzung, Halbverdorrtes Etwas. Ausgetretenes Bauchfell; traz all den und blizzblank liegt der Löffel dabei. Rätselhaft! Bekam der stellt mit Stolz der Doktor fest. Ich wiederhole es französisch: der Schädigungen des Transports hat sich die Natur selbst geholfen. Mann nichts zu essen? Der Feldwebel meldet, daß der Bursche Mann strahlt! Dann sehe ich Arme, die in neuem finnreichen Ali ist sehr vergnügt. Das einzige, was Europa von den Schivarzen Hunger habe, schaut er zögernd und ängstlich vom Feldwebel zum Das Etwas wird weggeschnitten, und der Fall ist erledigt. Ben alles so sauber ausgeschleckt hat! Als ich ihn frage, ob er denn noch derweil er eben lub; ihm verspricht der Doktor, aus den Zeigefingern brauchen könnte: die unverbrauchte Naturkraft, die bringen sie Doktor wie ein kleiner Junge. Und als ihm der Wärter einen zweiten vollen Napf bringt, befomme auch ich ein wenig von dem neue Daumen zu machen, auf daß er Pflug und Hacke auf FrankBlick voll Dank. reichs Erde wieder führe. Der Saal der Schwerveripundeten ist kein Ort der Neugier. Da bliden mich zwei Augen todbang an: der allein verlor Unter den vielen nur ein Hoffnungsloser. Zungenschüsse, Bauch Deutschen die Gefangenen töten und quälen; ein jeder hatte eine Schulter und Arm, und quer über den Rüden läuft eine furchtbare schüsse. Die einzigen Narbe, deren Ursprung nicht ergründet ward. Aus einem geöffneten Dann nehme ich Abschied, danke herzlich und ehrlich, und stehe Bette schaut ein rundlich zartroter Knollen; ich frage:" Was hat der der Abteilung: der eine liegt auf dem Bauche Rückenschuß, der wieder draußen in der wogenden, geschäftigen Stadt. Welch ein Mann für eine furiose Geschwulst?" Mein Doktor lächelt: Ge- andere ist ein Typ. Wie anders diese Augen schauen. Kühl und civiges Rätsel! Dort, weit hinter den Türmen der Stadt fließen schwulst? Das ist der Stumpf des rechten Beines! Mir krampfte ohne jede Regung. Wir können's vertragen; die Franzosen Ströme des besten Plutes, das Europa sein eigen nennt, und hier das Herz. schauert's. Sie mögen die englischen Leidensgenossen nicht. mühen sich ärztliche Kunst, gütiger Sinn und rastlose Sorge, um So geht es weiter, Bon Belt zu tt, bis ich mich bon den ver- Dann ein neuer, freundlicher, beinahe eleganter Raum. Ehelujihjam zu heilen, was die Kameraden dort zerstören. uns nicht. englischen Soldaten Wie viele habe ich gefragt, ob sie wirklich glaubten, daß die Ausrede und alle schämten sich. Jalive 1912 ber Parteiveranstaltungen. 3. Wahlkreis. 9. Abteilung. Am Mittwoch, den 13. Januar: GeVortrag des meinschaftlicher Bahlabend im Gewerkschaftshause," Saal 3. Genossen Hans Weber. Niederschöneweide. Der Zahlabend fällt am Mittwoch aus. Unsere Generalversammlung findet in der nächsten Woche statt, die Einladung erfolgt nur durch die Bezirksführer. geladen. 120-000 M. unterschlagen. fich aber umt Truppen, die dieje Straße treuzten. Indessen tönnie) Der Staffenbote Leon Zebell, der im Jahre 1912 der das Kraftfahrgeses und die dazu erlaffene Bundesratsverordnung Kursteilnehmer in Neukölln! angewendet werden. Landwirtschaftlichen Zentral- Darlehnskaffe die Summe von Das Kammergericht schloß sich dem an, hob die Vorentschei- Heute Sonntag, den 11. Januar, fallen die Vorträge aus, da die 120 000 m. unterschlagen hat, stand gestern vor der 6. Straf dung auf und verwies die Sache zu anderweiter Entscheidung an Referentin erkrankt ist und ein Rorreferent nicht zu finden war. Auf der fammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichts- das Landgericht zurück. Freisprechung könne noch nicht erfolgen, Tagesordnung steht nur Bericht der Kommission und Rechnungslegung. direktors Wilfe. denn es komme möglicherweise, da es sich bei einer StraßenDer Angeklagte war seit dem Jahre 1910 bei der genannten freuzung um eine unübersichtliche Stelle handele,§ 18 der zum Darlehnskasse als Staffenbote angestellt. Am 22. Juni 1912 Kraftfahrgesetz unter dem 3. Februar 1910 erlassenen Bundesdem Angeklagten war seine Stellung zum 1. Juli aufgekündigt ratsverordnung in Betracht, wo bestimmt ist:" Auf unübersichtworden erhielt er von einem Kollegen, der den Auftrag eigentlichen Wegen, insbesondere bei Eintritt der Dunkelheit, unter lich ausführen sollte, einen Scheck in Höhe von 120 000 M. zum lich überall da, wo ein lebhafter Verkehr herrscht, muß lanasam anderem bei Straßenkreuzungen und Straßeneinmündungen, endInfasso bei der Dresdner Bank. Er erhielt 120 Tausendmark- und so vorsichtig gefahren werden, daß das Fahrzeug sofort zum scheine, die er auch zu seiner Bank zurückbrachte, ohne fie fofort alten gebracht werden kann." Toszumerden, da der Kassierer nicht mehr anwesend war und auch der zweite Kaffenbote zu Mittag gegangen war. Nach der Rückkehr des letteren wurde er von diesem aufgefordert, die 120 000 Mark statt seiner zur Reichsbaut zu tragen. Der Angeklagte ging nun zunächst nach einem Arbeitsnachweis, um zu versuchen, eine Stellung zu ermitteln. Als ihm dies wieder nicht gelang, kam die Versuchung über ihn und er beschloß, mit dem Schas, der ihm so durch Zufall in die Hände gegeben worden war, zu fliehen. Er machte dann auch eine wahre Jrrfahrt, die ihn nach Galizien, Barschau, später nach Paris und der Schweiz führte. Am 12. September 1914 erschien er plötzlich wieder in Berlin und steffte sich der Polizeibehörde. Von dem Geld besaß er nichts mehr. Nach seiner Angabe habe er in den zwei Jahren 40 000 M. verbraucht, der Rest von 80 000 M. soll ihm nach seiner Behauptung gestohlen worden sein. Er machte darüber etwas abenteuerliche Angaben. Als er in Chamoig weilte, jei der Krieg ausgebrochen und er sei gewillt gewesen, aus Sehnsucht nach der Heimat und aus Gewissensbijjen zurückzukehren. Bei seiner Ankunft auf dem Bahnhof habe dort ein gewaltiges Gedränge geherrscht, die aufgeregte Menge habe in ihm einen Deutschen erkannt, man habe wütend auf ihn losgeschlagen und ihm seine Handtasche mit dem Rest des Geldes gestohlen. Als die Polizisten auf ihn losstürmten, habe er die Flucht ergriffen, da er befürchtete, man würde ihn in die Fremdenlegion steden. Das Urteil lautete auf 3 Jahre Gefängnis unter Anrechnung von 3 Monaten Untersuchungshaft. Oberschöneweide. Am Mittwoch, den 13. Januar: Bahlabend in allen Bezirkslokalen. Die Frauen der Seriegsteilnehmer sind besonders einLichterfelde. Mittwoch, den 13. d. Mts., 82 Uhr, bei Wahrendorf, Balestraße: Gemeinsamer Zablabend. Ein Kriegsgewerbeamt für Ostpreußen. Nowawes. Die am Mittwoch, den 13. Januar, fällige MitgliederBeim Bundesrat ist die Errichtung eines Kriegsgewerbeamtes verjammlung des Wahlvereins findet erst am Donnerstag, den 14. Januar, für Ostpreußen( evtl. in Angliederung an die Kriegshilfs- abends pünktlich 8½ Uhr, im Lokale" Deutsche Feſtſäle"( H. Bolfgramm), fommission) auf Grund des§ 3 des Gesezes, betr. die Ermächti- Wilhelmstr. 41-43, Eingang, Friedrichstraße, statt. Vortrag des Reichstagsabgeordneten Frig Zubcil. gung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen usw., vom 4. August 1914 beantragt worden. Als Aufgaben diefes Amtes sollen insbesondere in Betracht kommen: Falschmeldung. Die Abenteuer eines Zigeunerprimas und zwar eines echten Sohnes der ungarischen Pußta bildeten gestern den Hintergrund einer Verhandlung, welche die 3. Straffammer des Landgerichts II unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Seligmann beschäftigte. Angeklagt war der Musiker und Artist Friedrich Steinbach wegen Vergehens gegen das Personenstandsgesek und intellektueller Urkundenfälschung. Der Angeklagic, welcher die deutsche Staatsangehörigkeit ermorben hat, gehört von frühester Jugend an einer reisenden Artistentruppe an. Neben feinen Künsten als Violinvirtuose betätigt er fich auch als Jongleur und Schlangenmensch. Diese Vielseitigkeit in Verbindung mit seinen schwarzen Loden und seinen schwarzen Glutaugen war die Ursache, daß er, als er vor einiger Zeit in Lüneburg auftrat, zahlreiche fleine Briefchen von Mädchenhand zugestellt erhielt. Der moderne Nigo" wich aber insofern von seinem berühmteren Vorgänger ab, als seine Wahl nicht auf eine Fürstin oder ähnliches, sondern auf ein einfaches Geschäftsmädchen fiel, obwohl dieje ihm gleich mitteilte, daß sie demnächst Mutterfreuden entgegensehe. Eines schönen Tages waren Zigeunerprimas und Geschäftsmädchen verschwunden, um bald darauf in Königswusterhausen als„ Herr und Frau Ernst und Kind" aufzutauchen. Der Angeklagte hatte das inzwischen geborene Kind als jein eigenes in die Standesamtsregister eintragen lassen. Gin Kollege denunzierte ihn. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 6 Wochen Gefängnis, welche als verbüßt angesehen wurden und entließ ihn aus der Haft. Fuhrwerk und Militärabteilungen. Die Frage der Anwendbarkeit der Berliner Polizeiver ordnung auf Fuhrwerke, die marschierende Militärabteilungen freuzen, prüfte in seiner legten Sigung das Kammergericht. Der Kraftomnibusführer Schuhmacher war wegen Uebertretung der Bestimmung der Berliner Straßen- Polizeiverordnung angeflagt worden, nach der Fuhrwerte geschlossen marschierenden Militärabteilungen auf den Fahrdämmen überall Raum zu geben haben. Der Angeflagte fuhr eines Tages mit seinem Omnibus ziemlich schnell die Blücherstraße hinunter und behielt das schnelle Tempo bis kurz vor der Brachvogelstraße bei. Als er jetzt bremste, war er nicht mehr in der Lage, den Kraftwagen vor einer Eskadron Dragoner, die aus der Brachvogelstraße kam und die Blücherstraße freuzte, zum Stehen zu bringen. Der Wagen fuhr vielmehr in die Militärgruppe hinein. Das Landgericht verurteilte den Angeflagten wegen fahrlässiger Uebertretung der angeführten Bestimmung. Auf Fahrlässigkeit wurde namentlich daraus geschlossen, daß der Angeklagte nach Annahme des Gerichts bei genügender Aufmerksamkeit hätte sehen müssen, daß ein an der fraglichen Ecke postierter Schuhmann den Arm erhoben hatte, um den Angeflagten schon weiter oberhalb der Straßenfreuzung zum Bremsen zu veranlaffen. Sch. legte Revifion ein. Der Bertreter der Oberstaatsanwalt. schaft beim Kammergericht Betonte, baß die fragliche Bestimmung der Straßen- Polizeiverordnung nicht zur Anwendung fommen fönnte, weil fie nach ihrem Wortlaut nur Truppen meine, bie benfelben Straßenzug benutzen, wie das Fuhrwert. Sier Hanbele es 1. die Vornahme von Untersuchungen über den gesamten Umfang der wirtschaftlichen Verluste in Industrie, Handel und Handwerk; 2. die Prüfung und Abschäzung besonderer Schadenersatzansprüche geschädigter Betriebsinhaber und die Erstattung diesbezüglicher Gutachten an die Kriegshilfsausschüsse usw.; Jugendveranstaltungen. Für die Arbeiterjugend Berlin Süd findet heute Sonntag, abends 6 Uhr, in der Arbeiterbildungsschule ein geselliger Abend statt. Mitwir tende u. a. Herr Fuhrmann( Rezitation) und Fräulein Gohstar( Lieder zur Laute). 3. die Mitwirkung beim Wiederaufbau zerstörter Städte Landsmannschaft der Krossener a. C. und Umgegend. Sonntag, und Dörfer, sowie nach Anhörung der Bauberatungsstellen die den 10. Januar, abends 7 Uhr: Sigung bei Abendroth, Adalbertstr. 61. Heranziehung tüchtiger Architekten, Bauhandwerker und Arbeitsfräfte; 4. die Wiederbesiedelung und Neubelebung verlassener Ortschaften mit Betriebsanlagen, Einrichtungen( insbesondere Elektrizität) und Personen, die dem ostpreußischen Gewerbe( der Industrie, den Handel und Handwerk) sowie der Landwirtschaft Nuzen bringen; 5. die Vermittelung von Arbeitsgelegenheit beat. Webertragung von öffentlichen Leistungen an einheimische Unternehmer und Lieferungsvereinigungen unter Zugrundelegung angemessener Preise; 6. die Versorgung des Gewerbes mit Handwerkzeug, Maschinen, Kohlen und sonstigen Bedarfsmitteln zur Behebung von Schwierigkeiten bei Fortführung geschädigter Betriebe. Eingegangene Druckschriften. Nom und Karthago. Tranerspiel von H. Beerwald. 39 Seiten. Seibstverlag, Berlin, Klopstodstr. 40. Weltkrieg und Völkerrecht. Eine Anklage geren die Kriegsführung Bon Dr. Müller- Meiningen. 3 M., geb. 6 M. des Dreiverbandes. Reimer, Berlin W 10. dem 1. Sufi 1914. Jedes Heft 30 Pf. Der Völkerkrieg. Heft 15 und 16. Eine Chronik der Ereignisse seit J. Hoffmann, Stuttgart. Das Forum. 1. Sahrgang. Heft 9. Herausgeber:. Herzog. Monatlich ein Heft. Jährlich 10 M.- Verlag, München, Leopoldstr. 10. Briefkasten der Redaktion. Das Kriegsgewerbeamt soll im übrigen innerhalb seines Wirkungskreises Anträge an Behörden, Kommunalverbände und Körperschaften des öffentlichen Rechts stellen und Umfragen über gewerbliche und wirtschaftliche Verhältnisse selbständig veranstalten. redts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend Gerichtszeitung. Schwindel mit vergrößerten Photographien. Ein Schwindel, vor dem wir nachdrücklich und wiederholt das Publikum gewarnt haben, kam am Freitag vor dem Reichsgericht zur Verhandlung. -Die furistische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hof von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Bahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnement& quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. die müffen. M. H. M. B. H. 5. S. 26. Der Kommen Sie in die Sprechstunde. 5. H. 36. Dhne nähere Kenntnis der Sachlage tönnen wir Ihre Frage nicht beantworten.- M. 1. Nein.. A. J. Ja. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über 2. T. Nein. R. V. Im Jahre 1913. Grete. 1. Durch 2. Des Vorwärts" Buchhandlung mündlich zu erledigen. gleichen. Fordern Sie ein Schriftenverzeichnis.( Unentgeltlich.) Das gibt gute Auskunft.- Jordan 15. Im vorliegenden Falle kann eine Beröffentlichung nicht erfolgen, da ähnliche Fälle leider sehr zahlreich find. D. B. 6. Sie haben kein Erbrecht. A. G. 32. Begen Krankheit der Unterleibsorgane landsturmpflichtig. Sie können also noch eingezogen Eine Berliner Firma betreibt unter den verschiedensten Be- werden. C. P. Tegel. Sie fönnen verpflichtet werden, zum Unterhalt zeichnungen wie Austria, Arcadia, Nizza usw. eine sogenannte des Sohnes beizutragen. Machen Sie aber geltend, daß Sie für Ihre potographische Vergrößerungsanstalt und sendet nach allen Rich- franke Frau usw. besondere Aufwendungen aus Ihrem Einkommen machen tungen Sammler und Reijende aus, welche Aufträge entgegen eie tönnten auf Herausgabe der Sachen beim Amtsgericht in Duisburg B. R. 7. Zurüdgestellt wegen Herzfrankheit. nehmen sollen. Diese Vertreter pflegen dann den Leuten, die flagen, müssen aber dort die Selage durch jemand vertreten lassen. sie aufsuchen, vorzureden, ihre Firma wolle im Orte ein 3weig- G. 1. 100. Die Schuldeputation. S. W. 15. Die Kinder der ver geschäft errichten und sei gesonnen, um sich einzuführen, für kurze torbenen Brüber erben mit. O. 5. 18. Wegen Unterleibsschaden Beit Bergrößerungen von Photographien weit unter dem Selbst- landsturmpflichtig. 100. B. Der Unterhaltsanspruch erlischt nicht mit dem fostenpreise, nämlich für 95 Pf., zu liefern. Durch den Hinweis, Tode des Vaters. Er steht dem Kinde auch dann zu, wenn der Vater daß es gut sei, die günstige Gelegenheit zu benußen, läßt sich vor der Geburt des Kindes gestorben ist. Der Erbe des Baters fann aber dann mancher bestimmen, eine Vergrößerung zu bestellen und das Kind mit einem Betrage abfinden in der Höhe des Pflichtteils, das die von dem Sammler vorgelegten Bestellscheine zu unterschreiben. dem Stinde gebühren würde, wenn es ehelich wäre. Er soll Ihnen zur Abbebung der Davon, daß die Vergrößerung nur Nebensache ist und daß die Chemann kann eingezogen werden. Unfallrente eine Vollmacht ausstellen. Besteller nur genötigt werden sollen, einen teuren Rahmen zu dem Bilde zu bestellen, wird hierbei nicht gesprochen. Nach einiger Zeit erscheint dann der Reisende der Angeklagte Blumenthal war ein solcher zeigt einen fogenannten Probedruck der Vergrößerung vor und belehrt die Besteller des Bildes darüber, daß den Großhandel in den Zentral- Markthallen,( Dhne Verbindlichkeit.) fie nunmehr einen Rahmen für das Bild auszuwählen hätten. Sonnabend, den 9. Januar. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, DhsenWenn die Besteller dann erklären, das falle ihnen gar nicht ein, fleisch) Ia 88-98, bo. IIa 81-87, do. IIIa 76-80; Bullenfleisch Ia 86-92, sie hätten schon dem Sammler gesagt, daß sie keinen Rahmen bo. Ila 76-84; Stübe, fett 66-70, do. mager 48-58; Greffer 65-76, 58-62, Bullen, dänische, 58-70; Kalbfleisch: brauchen, dann zieht der Reisende den von dem Auftraggeber Freffer, dänische, unterschriebenen Bestellschein hervor und beweist ihnen, daß sie Doppellender 135-145; Mastfälber Ia 100-110, do. IIa 85-90. Hammeleinen Rahmen bestellt haben, und daß etwaige mündliche Ab- fleisch: Mastlämmer 95-102; Hammel la 86-94, do. IIa 80-85; Schafe machungen teine Geltung haben. Wenn dann jemand auf seiner 83-90. Schweinefleisch: Schweine fette 84-90, sonstige 78-88; Gemüse, Magnum Weigerung, einen Rahmen zu bestellen, verharrt, so droht der inländisches: Startoffeln, Daberiche 50 kg 3,75; weiße Kaiserkronen Borree, bonum 3,75; Woltmann 0,70-1,00; Sellerie, Schock Reisende mit gerichtlicher Klage und schickt sich an, einen ent50 kg sprechenden Vermert auf den Bestellschein zu schreiben. Aus 10,00-25,00; Mohrrüben 2,75-4,00; Wirsingfohl Schod 4,00-10,00; Angst vor einem Prozeß mit all seinen Unannehmlichkeiten lassen Wirsingtohl 50 kg 5,00-6,00; Weiglob! Schod 3,00-8,00, 23eißfohl sich dann die meisten Leute dazu herbei, einen Rahmen nach den 50 kg 4,00-5,00; Rottohl, Schod 4,00-10.00; Rotfohl 50 kg 4,00 bis ihnen vorgelegten Mustern im Preise von 12-15 M., der aber 5,00; Grünkohl 50 kg 5,00-6,00; Stoblrüben 50 kg 3,50-6,00; Teltower in Wirklichkeit nur 6 M. wert ist, zu bestellen. In dieser Weise Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 3,00-10,00; 25,00-30,00, Meerrettich Schoo 6,00-14,00, hat der Angeklagte seine Geschäfte gemacht. Das Landgericht Rosenfohl 50 Detmold hat festgestellt, daß er in neun Fällen andere Personen Petersilienwurzel Schodbund 1,00-3,00; Zwiebeln 50 kg 10,00-12,00. durch die Drohung mit gerichtlicher Klage veranlagt hat, wider Apfelfinen: italieniſche 50 kg, 10,00-12,00, bito 200 Std 8,00-11,00, 300 St. 9,00-11,00, Murcia 200 St. 8,00-13,00, dito 300 Stud Willen einen Rahmen zu bestellen und daß er dadurch seiner Firma 8,00-14,00, Messina 160 St. 11,00-12,00, 200 St. 9,00-11,00, 300 St. einen widerrechtlichen Vermögensvorteil verschafft hat. Nur in 8,50-11,00. Messina Blut 80 St. 9,00, do. 100 St. 8,50-9,50, do. einem Falle ist ihm dies nicht gelungen. Das Landgericht ver- 150 St. 10,00. urteilte auf Grund dieses Tatbestandes den Angeklagten David Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Blumenthal wegen vollendeter Erpressung in neun Fällen und versuchter Erpressung in einem Falle zu acht Monaten Gefängnis. Montagmittag: Zunächst überall milde und vorwiegend bewölft, Das Reichsgericht verwarf die vom Angeklagten gegen das später etwas fühler und vielfach heiter; an den meisten Örten geringé Niederschläge. Urteil eingelegte Revision. 3.50; Schock kg 3,50-6,00; 3,50-3,75; Spinat Inventur- Ausverkauf Damenmäntel und Capes Staubpaletots.. Leinenmäntel... Wollene u. leinene Röcke Backfischmäntel Kinderpaletots u. Kleider Pelzkolliers und Mutten Korsette und Hüte...... bereits in Serie I enthalten zum Einheitspreise von..... Mark 1 Die Serien II III IV VI 50 10.- 15.- 20.- 25.- 35.bieten gleichfalls hervorragende Gelegenheiten V.MANHEIMER Oberwallstrasse 6-7 Ecke Jägerstrasse Nr. 10. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus Groß- Berlin. „ Hamster". Im Grünframladen, wo die dicke Nachbarsfrau täglich ein- und ausgeht, wird sie nur noch der„ Hamster" genannt. Diesen Namen verdient sie mit Recht, denn als Ende Juli die Kriegswolken den Horizont verdunkelten und ein Sturm auf die Lebensmittelgeschäfte einsetzte, konnte man wahrnehmen, wie sich auch die„ Dicke" mit der großen Markttasche in die mit Menschen dicht gefüllten Läden drängte. Shre soziale Bage gestattete es ihr, größere Einfäufe zu machen, und wenn es ihr gelungen war, mit gefüllter Tasche heil aus dem Menschengedränge herauszukommen, so lief fie zufrieden lächelnd nach Hause, um dort die eingekauften Waren fein säuberlich aufzustapeln. Wie glücklich sie sich schäßte, daß sie später einmal nicht Not zu leiden brauchte. O, sie hatte nichts vergessen, selbst Salz hatte sie nicht weniger als zehn Pfund gekauft. In ihrer freudigen Stimmung lief sie nach dem Gemüseladen, um den dort versammelten Frauen, die die kommenden Ereignisse besprachen, mitzuteilen, was sie alles eingekauft habe. Die kleine Gemüsehändlerin hatte ihr bereits zu verstehen gegeben, daß diejenigen Frauen, die in solcher Zeit sich massenhaft mit Lebensmitteln versehen, rücksichtslos gegen ihre ärmeren Mitmenschen handeln. Die Mitteilung der„ Dicken" aber, daß es ihr gelungen sei, noch zehn Pfund Salz zum Preise von drei Mark zu erlangen, löste unter den Frauen ein herzhaftes Gelächter aus.„ Aber Frau," hatte die Händlerin bemerkt, Salz fann ja gar nicht knapp werden, das ist ja ein einheimischer Artikel!" Bedrückt und beschämt zugleich hatte sich darauf die " Dicke" verduftet, während sich die anderen Frauen über sie lustig machten. Die von der Bevölkerung befürchtete Teuerung und Lebensmittelknappheit war dank der behördlichen Maßnahmen nicht in dem befürchteten Umfange eingetreten. Die Waren blieben zum Teil unter dem Preise, zu dem die dicke Nachbarsfrau ihre Vorräte eingekauft hatte. Hin und wieder wurde sie im Grünframladen gefragt, ob ihre Vorräte bald zu Ende seien. Sobald jedoch das Gespräch auf ihre ehemaligen Einfäufe kam, verschwand die„ Dicke". Sonntag, 10. Januar 1915. Freuden eines Bäckergesellen. Wir erhalten von einem Bäckergesellen folgende Zuschrift: Seit 2 Jahren ist mir der„ Vorwärts" ein guter Kamerad und wenn ich nahe daran war, zu verzweifeln an dem Elend eines Arbeiterdaseins, so war er es immer, der mir in irgendeiner Form Mut zusprach und neue Hoffnung weckte. öffentlichte Mahnruf In ein deutsches Haus gehört in dieser Zeit sagungsgemäß Unterstützung gewähren, Zuschläge im Gesamtfein Kuchen!" ist von der irrtümlichen Annahme eingegeben, als betrage von 17858,28 M. gezahlt. Hiervon trafen auf die freien verarbeite der Konditor besonders viel Weizenmehl. Dies ist je- Gewerkschaften 5263 Mitglieder mit 16 375,95 M.( und zwar doch nicht der Fall. Im Gegenteil spielt das Weizenmehl in der Metallarbeiter 2121 M., Holzarbeiter 5207,20 m. usw.). Backstube des Konditors eine verhältnismäßig recht untergeordnete 3. Die Landesversicherungsanstalt Berlin hat Rolle. Der Jahresverbrauch an Weizenmehl beträgt in jedem von 19 449 bei ihr eingegangenen, teils von den städtischen UnterKonditoreibetriebe durchschnittlich 40 Zentner. Alle etwa 6000 deutschen Stonditoreien zusammengenommen verarbeiten in einem stützungskommissionen ihr überwiesenen, teils von den Organisierten ganzen Jahre nur ungefähr so viel Weizenmehl, wie das deutsche ihr eingereichten Gesuchen 14 144 genehmigt. Gegenüber der Vorvoli täglich verzehrt. Die neue Bundesrats- Verordnung schreibt woche sind ausgeschieden aus der Unterstützung- Personen, hinzubekanntlich vor, daß nur die Hälfte des üblichen Weizenmehls in gekommen 206 Personen. Insgesamt sind 28 305 M. an 3806 Perden Konditorwaren verarbeitet werden darf. Sie erreicht damit sonen gezahlt worden.( Da die Organisierten hier nicht besonders eine im Verhältnis zur Gesamtheit der Vorräte gar nicht ins Ge- angeführt werden, ist zu bemerken, daß eine Anzahl Organisierter wicht fallende Ersparnis an Weizenmehl seitens der Konditoren, unter 2 und 3 doppelt gerechnet wird.) trifft diese aber mit jenen Bestimmungen in ihrer Existenzmöglichfeit um so schwerer. Wohl geben wir zu, daß eine Reihe unserer Waren mit Zusäßen von Roggenmehl verarbeitet werden können, ohne daß sie an Aussehen und Geschmad wesentliche Einbuße erleiden. Diese Erfahrung stüßt sich aber auf Versuche mit dem bisher im Handel befindlichen Mehle. Sobald aber das mehr ausgemahlene, also geringwertigere Mehl im Handel sein wird, wird die Ware unzweifelhaft nicht mehr der bisher gelieferten gleichen. Es ist für uns ein Vorteil, daß Zucker, Eier, Mandeln, Rosinen u. dergl. in weit größerem Umfange zur Herstellung der Konditorwaren verwendet werden als gerade Mehl. Aus diesem Grunde hoffen wir, dem Publikum auch fernerhin Waren bieten zu können, die seinem Verlangen und Geschmack entsprechen. Manche 3ei tungen haben die Konditorwaren als Zurus gewissermaßen gebrandmarkt. Auch diese Auffassung ist irrtümlich. Jeder Konditorware wohnt ein gewisser Nährwert inne, der in einem normalen Verhältnis zum Preise steht. Nachfolgendes Beispiel dürfte unsere beiden Behauptungen am besten beweisen. Zu einer 3- M.Torte werden 100 Gramm Mehl verarbeitet. Mit dieser 3- M.Torte fann man etwa 10 Personen in einer Mahlzeit jättigen. Will man diese Sättigung mit Butterbroten( Stullen, Schnitten) erreichen, so braucht man dazu für jede Person 3 Butterbrote. Diese 30 Butterbrote erfordern jedoch 1500 Gramm Mehl. Mit 100 Gramm Mehl stellt also der Konditor dieselben Nährwerte wie der Bäcker mit 1500 Gramm Mehl her! Der Konditor hieß früher vielerorts Zuckerbäcker. Dieser Name fennzeichnet sehr gut seine eigentliche Tätigkeit. Was sollte aber aus unseren großen Bucker vorräten werden, wenn den Zuckerbäckern das Gewerbe schließlich ganz unterbunden würde? Der Zucker ist es ja, welcher der Konditorware ihre hohen Nährwerte verschafft. Die Konditoren glauben es daher mit ihren vaterländischen Gefühlen vereinbaren zu können, wenn sie das Publikum bitten, nach wie vor Konditorwaren zu genießen, denn erstens sind diese kein Zurus, wohl aber Nähr- und Genußmittel, und zweitens kann beim Verbrauch von Konditormaren eben infolge ihres ganz geringen Weizenmehl- Inhalts niemals von einer auch noch so geringfügigen Verschwendung des Weizenmehls die Rede sein.". Der Nachwuchs. Aber so freudig überrascht wie heute habe ich ihn noch nie aus der Hand gelegt, als ich las, die Nachtarbeit in der Bäckerei fort aufgehoben werden. Es steht tatsächlich drin! Denn dreimal habe ich den Artikel gelesen und dreimal fand ich ihn gleichlautend, also feine Täuschung! Was doch der Krieg vermag! Selbst dem Unnachgiebigſtem trost er Reformen ab, die wir schließlich in unseren gewerkschaftlichen Kämpfen noch lange nicht erreicht hätten. Der Krieg, der mit ehernen Schritten durch die Lande zieht, bricht endlich auch die Widerstände, die den Bäcker abschlossen vom geord neten Familienleben und jeglicher Geselligkeit. Mit einem Schlage vernichtet er all die fadenscheinigen Einwände der jeglicher Neuc rung abholden Bäckermeister. Fast möchte man sich hinreißen lassen, zu sagen: Dank ihm! Aber schon taucht die Frage auf: Wird es so bleiben? Auch nach dem Kriege? Wird nicht der Konfurrenzneid dieses alte Uebel wieder hervorschleppen, zur gesundheitlichen Schädigung der Arbeiter in diesem Berufe? Hoffen wir es nicht. Denn wir, die wir daran sind, in den nächsten Tagen ins Feld zu ziehen, für uns wäre die Nachtruhe nur wieder ein schöner Traum gewesen! Aber wenn der Friede die Schlacken dieses Weltbrandes weggeräumt hat, dann rechne ich auf die Einsicht der Gesellschaft, daß es möglich ist, auch ohne Wiedereinführung der Nachtarbeit auszukommen. Arbeitermangel im Fuhrwesen. In letter Zeit beunruhigten sie die fortwährenden ErDie Wirtschaftsgenossenschaft der Berliner Grundbesitzer sowie mahnunngen um Einschränkung des Verbrauchs an Weizendie Platz- und Fuhrgeschäfte des Berliner Kohlenhandels Klagen mehl und Kuchenware. Alles könnte sie meiden, nur den über den Mangel an Arbeitern und Kutschern, obwohl sie bereit Kuchen nicht," hatte sie eines Tages gesagt. Nun, wenn Eigenartige Erfahrungen hat in Neukölln ein Mann gemacht, sind, die mit den Arbeiterorganisationen vereinbarten tariflichen andere es können, dann müssen Sie sich eben auch gewisse der feine verheiratete Tochter, nachdem der Gatte im Kampf gegen Löhne zu zahlen. Eine Versammlung der Fuhrgeschäfte des BerEntbehrungen auferlegen," wurde ihr von herumstehenden Rußland gefallen war, mit ihren drei Kindern zu sich nahm und liner Kohlenhandels beschloß deshalb an den Oberbürgermeister von Frauen entgegnet. Schier untröstlich wurde die„ Dice", als nun für die größer gewordene Familie ein anderes Quartier suchen Berlin sowie an sämtliche übrigen Kommunen eine Eingabe zu gar eine Frau betonte, daß die Knappheit des Weizenmehls mußte. In einem Hause der Friedelstraße gefiel ihm und feiner richten und zu beantragen, Notstandsarbeiten und alle nicht unund die behördlichen Maßnahmen den Kuchenkonsum mit der Frau eine Wohnung, und sie wurden mit dem wirt einig, daß nicht bedingt dringlichen öffentlichen Arbeiten einzustellen, Arbeitslosenund die behördlichen Maßnahmen den Kuchenkonsum mit der nur sie beide, sondern auf seinen Wunich auch die Tochter, die in und sonstige Unterstützungen nur an solche Leute zu zahlen, die Zeit von selbst einschränken würden. die Wohnung miteinziehen und aus der zu erwartenden Witwen pension zu der Miete beitragen würde, den Vertrag unterschreiben tatsächlich nicht arbeitsfähig oder nicht in der Lage sind, Arbeit follte. Zu dem Heldentod des Gatten äußerte der Wirt fich teil zu bekommen, Straf- und geeignetenfalls Militärgefangene für nahmsvoll, im übrigen aber erklärte er, Deutschland müsse siegen, die Arbeit auf den Kohlenpläßen zur Verfügung zu stellen, und venn selbst der legte Mann dafür geopfert werden müßte. Schon dahin zu wirken, daß mehr arbeitsfähige Frauen auf diesen Plägen war der Vertrag von dem Wirt und von den mietenden Eheleuten beschäftigt werden. Die gleichen Wünsche sollen dem Oberkom unterschrieben und nur die Unterschrift der Tochter sollte noch nach mando in den Marken und der Handelskammer zu Berlin vorgeliefert werden, da fiel es dem Wirt ein, sich nochmals nach getragen werden; auch sollen die öffentlichen Fürsorgestellen darder Zahl der Familienmitglieder zu erfundigen. Ihre Tochter auf aufmerksam gemacht werden, daß nur wirklich Bedürftige die hat ein Kindchen?" fragte er, worauf der Vater antwortete: „ Nein, drei." Das sei nicht gut, bemerkte die mitanwesende Unterstützung erhalten. Schließlich richtete die Verfammlung an Wirtin, doch hatten die Eheleute nicht den Eindruck, daß ihnen des- das Publikum die dringende Bitte, die von ihnen benötigten Kohlen wegen die Wohnung verweigert werden sollte. Als sie heimgingen, rechtzeitig zu bestellen und bei der Ausführung der Aufträge auf waren sie der Meinumg, sie sollten noch die Tochter zur Unter- die jetzigen großen Schwierigkeiten Rücksicht zu nehmen. zeichnung veranlassen, und es werde dann alles in Ordnung Es scheint leider in weiten Kreisen die Ansicht zu herrschen, als fein. The aber die Tochter ihre Unterschrift gab, erhielt der Vater folgenden Brief, den ihm der Wirt geichrieben hatte: Am anderen Tage hatte man sie mit ihrem„ Männe" anfommen sehen, schwer beladen mit Weizenmehl. Im Grünframladen wurde diese Beobachtung besprochen Diese Zeute versorgen sich wie die Hamster, über ihre Mitmenschen machen sie sich kein Gewissen," meinte die Händlerin. In dem Augenblick war die„ Dice" hereingetreten. So, num kann das Weizenmehl knapp werden, ich bin versorgt!" rief sie freudestrahlend. Der danebenstehenden Tagelöhnersfrau brannte es auf den Lippen ob dieser zur Schau getragenen Selbstfucht. Wieviel Mehl haben Sie denn gekauft?" fragte sie plöglich. Einen Zentner," erwiderte die„ Dice". ,, Aber Frau, wie können Sie fich bloß so viel Mehl hinstellen, wissen Sie denn nicht, daß sich das Mehl nicht lange hält?" Die„ Dide" wurde kreidebleich und stammelte nur noch ein schwaches Nein". Bassen Sie auf," entgegenete die Arbeiterfrau,„ da kommen die Würmer hinein und fressen Ihnen das ganze Mehl auf." Die Dice" geriet immer mehr in eine Verfassung, die ( ihres Bleibens im Laden nicht länger ratsam erscheinen ließ. Sie bezahlte rasch, was sie eingekauft und verschwand. Im Laden aber hörte man nur noch das Wort„ Hamster". werden. Kriegsdienst im deutschen Haushalt. „ Mit Rücksicht auf die Mieter der zwei Treppen gelegenen Wohnung kann ich Ihnen die Wohnung drei Treppen links nicht vermieten. Ihre Tochter hat drei kleine Kinder, so daß es sich also um zwei Familien handelt. Der Mieter zwei Treppen würde mit Recht sagen, daß er infolge der vielen Personen und ins besondere wegen der drei kleinen Kinder zu viel gestört werde, und würde ziehen. Darauf möchte ich es aber nicht ankommen lassen und bedauere, Ihnen die Wohnung nicht vermieten zu fönnen." Es ist richtig, daß Kinder zuweilen Störung verursachen und dadurch anderen Mietern lästig werden. Aber dem wird man in großen Mietshäusern schwer entgehen können, wie man hier ja auch manche andere Belästigung selbst kinderlose Leute mit in sei der Mangel an Kräften in bestimmten Betrieben ein Beweis dafür, daß viele Leute Unterstüßung bekommen, die nicht bedürftig sind. Es muß immer wieder betont werden, daß die arbeitskräftig. ſten Arbeiter zu den Fahnen einberufen sind, und daß kränkliche, schwächliche Personen die hier in Frage kommende Arbeit nicht leisten können, wogegen bei der Post der Andrang zu der Posthilfsarbeit, trotz des geringen Lohnes von 3,30 M. sehr erheblich ist. Ein Stubenarbeiter, wie der Lithograph, der Bildhauer, der Kaufmann, der Schreiber, kann eben die im Fuhrwesen verlangte Arbeit troß entsprechender Bezahlung beim besten Willen nicht leisten, selbst wenn der Lohn ein noch höherer wäre. Der falsche Unteroffizier als Autoschwindler. stören mitunter ihre Nachbarn mehr als nötig Ein raffiniertes Betrugsmanöver beschäftigt gegenwärtig die den Kauf nehmen muß. Gewiß hat jeder Wirt das Recht, Die Kriegszeit legt auch den Daheimgebliebenen erhöhte gegenüber einem mit Kindern gefegneten Mietsluftigen so wie Militär- und Polizeibehörden. Kürzlich erschien bei einem AutoPflichten auf; insbesondere sind es die Hausfrauen, die sich dieser Wirt zu verfahren, aber dann sollte er das doch lieber sogleich mobilbefizer in Meinickendorf- Rosenthal ein Unteroffizier in der der Situation anpassen müssen. Auf manche Gerichte muß auf dem ausgehängten Vermietungsplakat für jedermann bekannt Uniform des Kraftfahrer- Bataillons und erklärte, der Eigentümer verzichtet werden, andere können in anderer Form bereitet geben, damit unnötige Bemühungen erspart werden. Möglich ist, müsse sofort der Heeresverwaltung sein Automobil zur Verfügung Dazu kommt die vornehmste Aufgabe, mit Brot daß er den Leuten eine andere Wohnung in seinem Hause, die er stellen. Er müsse einige schwerverwundete Dffiziere abholen. ihnen anfänglich empfohlen hatte, jetzt als Ersaz überlassen Der Unteroffizier" trat so sicher auf und stellte seine Forde und Mehl besonders haushälterisch umzugehen. Die breiten hätte, doch Die breiten hätte, doch in dem Brief den wir unverkürzt wiederVolksmassen müssen das ständig tun, aber auch sie sollen gegeben haben steht davon nichts. Zu der Furcht vor Störung rung so dringlich, daß ihm der Autobefizer vollen Glauben schenkte. dem Ernst der Zeit nach Möglichkeit Rechnung tragen. Am durch Kinder past schlecht, daß der Wirt soeben erst von der Vor der Abfahrt erklärte der vermeintliche Unteroffizier, falls er Montag, den 11. Januar, abends 8 Uhr, finden in Berlin Notwendigkeit geiprochen hatte, für das deutsche Vaterland den legten bis zum nächsten Morgen mit dem Kraftwagen nicht zurück sei, dann die Heeresverwaltung das Auto erworben. Der Be zehn vom Nationalen Frauendienst veranstaltete Versamm- Mann, wenns sein müsse, dranzusetzen. Man hat oft gefagt, einem Bolt habe lungen an folgenden Stellen statt: Zentrum: Friedrich- iei ein möglichst reichlicher Nachwuchs zu wünschen, damit es in einem fizer folle dann zum Zahlbureau kommen und sich dort die AnkaufsWilhelms- Universität, Kaiser- Franz- Joseph- Plak, Sörsal 32, Kriege möglichst viel dranzusetzen habe. Jener zum Opfer des bescheinigung abholen, auf die ihm später das Geld ausgezahlt letzten Mannes bereite Hauswirt verweigert dem finder werde. Ahnungslos ließ der Besizer den„ Unteroffizier" davon Handelshochschule, Spandauer Straße 1: Westen: Abge- reiden Mieter die Wohnung, weil er einen durch die fahren. Als das Automobil am folgenden Morgen nicht eintraf. ordnetenhaus, Leipziger Straße 4, Festsaal: Süden: Kaiser- tinder sich vielleicht gestört fühlenden anderen Mieter nicht ver- machte sich der Besitzer auf den Weg, um sich den Ankaufsschein bei liches Patentamt, Gitschiner Straße 97/103; Osten: Städ- lieren will. der Militärbehörde zu holen. Dort wußte man nichts von der tisches Margareten- Lyzeum, Ifflandstraße 9/11; Norden: ganzen Geschichte. Beim Kraftfahrerbataillon mußten nun sämtliche Städtisches Schiller- Lyzeum, Panfstraße 41; Nordwesten: Unteroffiziere antreten, doch fand der Autobefizer den betreffenden Städtisches Dorotheen- Lyzeum, Wilhelmshavener Straße 2; Unteroffizier nicht heraus. Jegt blieb fein Zweifel mehr, daß er Charlottenburg: Rathaus, Berliner Straße 72/73; einem dreisten Gauner in die Hände gefallen war. Schöneberg: Chamissoschule, Barbarossaplak 5; ich tenberg: 2hzeum, Rathausstraße 8. Ansprachen werden halten: Dr. Gertrud Bäumer, Professor Peter Bergell, Professor Dr. J. Boas, Dr. Frieda Duensing, Professor Dr. Paul Elzbacher, Dr. von der Heide, Frau Hedwig Sent, Professor Dr. S. Jastrow, Dr. Käte Kalisfy, Dr. Marie Elisabeth Lüders, Profeffor Dr. Karl Oppenheimer, Helene Simon, Professor Dr. Waldemar Zimmermann. Der Weizenmehlverbrauch der Konditoren. Zu der neuen Bundesratsverordnung über die sogenannte Stredung" der Weizenmehl- Vorräte versendet der Verband Deuticher Konditoren- Innungen, Siz Berlin, folgende zuschrift, die wir zum Abdruck bringen, um auch den anderen Teil zu Wort tommen zu lassen: Der in vielen deutschen Tageszeitungen verBefferung des Sparkassenbetriebes. Bei der städtischen Sparkasse ist in den letzten sechs Geschäftstagen täglich etwa 2 Million Mark mehr eingezahlt als abgehoben worden. Im neuen Jahr bis zum 8. Januar belaufen sich die Mehreinzahlungen bereits auf mehr als 3 Millionen Mark. Arbeitslosenfürsorge der Stadt Berlin. Geschäftsstatistik für die Woche vom 14. bis 20. Dezember 1914. 1. Bei den 23 städtischen Geschäftsstellen sind 1445 Gesuche eingegangen; davon wurden abgelehnt 294, an die Landesversicherungsanstalt Berlin verwiesen 188, bewilligt 1041. Ausgeschieden aus der Unterstützung( überwiegend wegen Wiedereintritts in Arbeit oder Erwerb) sind 1097 Personen. 15 240 Personen bezogen Unterstüßung im Gesamtbetrage von 63 281 M., davon je 4 M. 12 919 Personen, je 5 M. 2821 Personen. 2. Von der Stadt wurden an 5668 Mitglieder von 15 Arbeiter- und Angestelltenorganisationen, die selbst Auch ein Autobesitzer in der Pantstr. 58 ist in gleicher Weise geprellt worden. Der Schwindler hat den gleichen Trid angewendet. Spenden für das Oftheer. Nachdem Berlin schon wiederholt für Kriegsleistungen außerhalb seines Weichbildes namhafte Beträge beigesteuert hat, so für die Kriegsschäden in Ostpreußen und Elsaß- Lothringen, für Wollsachen, für Weihnachtssendungen an das Heer und vieles andere, wobei auf den Westen und Osten gleichmäßig Rücksicht genommen worden ist, hat der Magistrat nunmehr einen Betrag on 150 000 art bewilligt als Spende zur Beschaffung von Pelzen für das Ostheer, um unseren im Osten fämpfenden Truppen den Widerstand gegen den dortigen starten Winter zu erleichtern. Ein Gastspiel in der Provinz. Um den Gefühlen des Dantes Ausdrud zu geben, den das ihren Standpunkt erneut motiviert zur Geltung zu bringen. Gleich- Ein gar nicht abzusehender Schaden für unsere Boltswirtschaft, Vaterland unseren im Osten fämpfenden Truppen und ihrem ruhm- zeitig wurde beschlossen, die Säße festzusetzen, die bei Gewährung daß es an Trüffeln fehlt. Auch die Gewißheit, daß an Austern, reichen Führer schuldet, wollen bekanntlich die deutschen von Mietszuschüssen als Mindestfäße für den 2ebensunter- Kaviar, Masthühnern und Brotfrusten für die" Personalichnißel" Städte auf Anregung des Städtetages Mittel fam- halt zu gelten haben. Diese Mindeſtsäge betragen für eine Frau fein Mangel ist, kann den Schmerz über die fehlenden Trüffeln nicht meln, welche den besonderen Bedürfnissen dieses Heeres ent- 30 M. pro Monat, für eine Frau mit einem Kinde 40 M., mit zwei ganz betäuben! sprechend, zur Beschaffung von Pelzstück en verwendet werden Kindern 50 M. und mit drei Kindern 60 M. Vom vierten Kinde an werden nur noch pro Kind 8 M. mehr gerechnet, alfo 68, 76 usw. In allen den Fällen, wo dieses Einkommen nicht überstiegen wird, erhalten die Frauen auf Antrag stets noch MietsFür über 40 000 M. Juwelen erbeuteten Einbrecher, wahrschein zuschüsse von 50 Proz. der vollen Wohnungsmiete. Diese Zuschüsse lia Berliner, in der Nacht zum Sonnabend bei dem Juwelier dürfen jedoch nicht mehr wie höchstens 30 M. pro Monat betragen. Brückmann in der Georgstr. 13 zu Hannover. Die Eina Bei den Aufsichtsbehörden soll die Genehmigung zur Aussetzung brecher verschafften sich zuerst Eingang in ein Banfgeschäft, das im der Tilgung der Anleihen im Etatsjahr 1915/16 beantragt werden; ersten Stockwerk des Hauses liegt, bohrten ein Loch in den Fußdie Genehmigung dürfte eine Erleichterung des Etatsbedarfs von boden und ließen sich durch dieses in das im Erdgeschoß gelegene airfa 4 Million Mart betragen. Goldwaren und Juwelengeschäft ein. Hier erbrachen sie alle Behältnisse und stahlen darauf für über 40 000 M2. goldene Armbänder, Broichen, Ringe, Halsketten usw., die zum größten Teil mit Edelsteinen besetzt sind. Da vermutet wird, daß die Diebe ihren tofi baten Schazz in Berlin zum Verkauf bringen werden, wurde aud die hiesige Kriminalpolizei sofort von dem großen Einbruch unter richtet. sollen. Die bisher gezeichneten Beträge belaufen sich auf 1% bis 2 Millionen Mark. Es bewilligten u. a. München( einschließlich privater Beiträge) 110 000 M., Dresden, Leipzig und Danzig je 100 000 M., Köln 75 000 M., Mannheim 71000 M., Chemnik, Frankfurt a. M., Magdeburg, Bojen je 50 000 M., Charlottenburg, Dortmund, Königsberg, Stettin je 30 000 M., Stuttgart 25 000 Mr., Plachen, Cassel, Duisburg, Halle, Potsdam je 20 000 wt., Altona, Barmen, Bochum, Elberfeld, Karlsruhe, Gelsenkirchen je 15 000 Mark usw. Den Stadtverordneten wird alsbald eine entsprechende Vorlage zugehen, Gegen das Backen in Privatwohnungen. Wie wir einem Bericht entnehmen, hat der Obermeister der Bäderinnung, Herr Schmidt, im Hinblick auf den großen Einkauf von Weizenmehl durch Berliner Hausfrauen im Handelsministerium angeregt, die neue Bundesratsverordnung auch auf das Backen in Privatwohnungen auszudehnen, da der Zweck der Verordnung doch die Sparsamkeit an Mehl sei. Der Handelsminister hat versprochen, die Anregung zu erwägen. So sehr wir alles unterstüßen, den Zwed der Verordnung zu erreichen, so glauben wir doch, daß die Durchführung eines solchen Verbots in Berlin nicht möglich sein dürfte. Soll allseitig die Garantie für Sparsamkeit an Nahrungsmitteln gewährleistet wer den, so müssen alle Mehlvorräte vom Staate cingezogen und von ihm und von der Kommune die Verteilung von Brot in die Hand genommen werden. Nahrungssorgen haben die 34jährige Verkäuferin Auna Schubert aus der Blumenstr. 92 in den Tod getrieben. Da sie bereits drei Monate stellungslos war, nahm sie in ihrer Verzweiflung einen Gasschlauch in den Mund und vergiftete sich. Als sie aufgefunden wurde, war Hilfe nicht mehr möglich. Wenn nur das Herze jung ist. aus der Gerhardtstr. 11 geriet am Freitagmittag am ReichstagsStraßenunfall. Die 53 Jahre alte Friseurin Wilhelmine Kinder gebäude beim lleberschreiten des Fahrdamines unter einen Kraftwagen und erlitt so schwere innere Verlegungen, daß bei dem Trans- Braut, in Grimmen i. P. an den Traualtar getreten. Aus den allIn reichlich vorgerückten Jahren ist im verflossenen Jahre eine port nach der Charité der Tod eintrat. jährlich am Jahresbeginn bekanntgegebenen Auszügen der Kirchen bücher von Grimmen ergab sich, daß im verflossenen Jahre eine Braut, die zum Altar geführt wurde, 86 Jahre, Monate und acht Tage alt war. Allerhand Achtung vor so viel Mut! Vermister Krieger. Der Soldat Kurt Grzanna der 1. Komp. Rej.Juf. Regt. 205 wird seit dem 10. November vor Dirmuiden vermißt. Um Auskunft ersucht Gustav Grzanna, Althoffite. 11, Berlin- Steglitz. Kleine Nachrichten. Die Armen! Hier wohnt nicht der Russenschuster, sondern ein Deutscher diese Aufschrift zeigte ein Platat, das vor einigen Wochen im Laden In der„ Voffischen Zeitung" wehklagt der Küchenchef des Hotel eines Schuhmachers in der Streitstraße in Spandau ausgehängt Kaiserhof" in einem Artikel über die Kriegsnote der feinen wurde und die Aufmerksamkeit des Publikums erregte. Hierdurch Küche": fühlte sich ein anderer in derselben Straße wohnhafter Schuhmacher, Unsere Feinde haben zu allen anderen unangenehmen Eigender russischer Nationalität ist, getroffen und er ging zur Polizei, schaften auch noch die: daß gerade bei ihnen die ausgesuchtesten welche die Entfernung des Plakats veranlaßte. Auch wurde gegen Delikatessen wachsen. Wir müssen uns ohne Trüffeln den ersterivähnten Schuhmacher Anklage wegen öffentlicher Be- behelfen! Für den einzelnen eine Sleinigkeit, für den KüchenTeidigung erhoben, worüber vorgestern vor dem Schöffengericht verleiter eines vornehmen Gasthauses eine sehr peinliche Angelegenheit. handelt wurde. Der Angeschuldigte gab an, daß er das Plakat aus Die Trüffeln, die auf deutschem Boden gedeihen, sind äußerst spärdem Grunde in seinem Schaufenster angebracht habe, weil über ihn lich und lassen sich im Geschmack bei allem Patriotismus das Gerücht verbreitet worden sei, er sei ein Russe;' dadurch wären nicht mit französischen vergleichen. Aber mag die Trüffel noch entihm viele Kunden entfremdet worden. Andererseits sagte der als behrlich sein der Verzicht auf frisches Gemüse und frisches Dbst Zeuge vernommene russische Schuhmacher aus, daß er durch das ist geradezu schmerzlich und es muß ausgesprochen werden Blatat in seinem Broterwerb schwer geschädigt worden sei. Der nicht alle Gäste nehmen es stillschweigend hin, daß man ihnen jetzt Gerichtshof erachtete den Angeklagten für schuldig und verurteilte ihn Konserven vorfest, zu einer Beit, wo fie früher englische Treibhaus bohnen und frischen Stangenfpargel aus zu 3 M. Geldbuße. Argentinien mit Lust vertilgten. Artischoden und Auberaines fehlen gleichfalls. Ein braver Genoffe, Paul Kestin, ist unserer Partei in der Kaserne zu Prenzlau durch den Tod entrissen worden. Von Beruf Bautechniker, hatte der Verstorbene seit Jahren das Amt eines Gemeindeverordneten in Waidmannslust inne, wo er in der selbstYosesten Weise im Sinne der sozialdemokratischen Partei wirkte. Auch wir verlieren in dem Verstorbenen einen geschätzten Berichterstatter über die kommunalen Vorgänge innerhalb seines Wirkungsbereichs. Bei allen Freunden und Bekannten, die Kleftin als treuen Genojien und Menschen kennen gelernt haben, wird er in dauernder Erinnerung bleiben. Opfer des luwetters. Aus Bad Oeynhaufen wird gemeldet: Beim Abbruch der alten Weserbrüde ist Freitagvormittag infolge des Sturmes und Hochwassers das eiserne Bahngerüst, cingestürzt, und hat dabei den darunter befindlichen Kahn zertrümmert. Mehrere Arbeiter, wahrscheinlich vier Mann, darunter Vater und Sohn, sind er trunten. Zwei fonnten sich reiten. Kriegführung Heer Flotte von Preis 10 Pf. Ungeheuer schwierig ist die Versorgung mit feinen Fischen. Der Transport ist verlangsamt und ich habe manche angst volle Stunde zugebracht, ob die Silvesterladung überhaupt zur rechten Zeit eintraf. Auch in dieser Beziehung fehlt uns das Ausland. Steinbutt, Seezunge, Hummer aus unseren eigenen Fischereibezirken, aus Holland und Norwegen find in der Qualität vorzüglich, der Laie merkt gar keinen Unterschied. Aber der Küchenfachmann, dessen Pflicht es nun einmal ist, dem Publikum Militärische Fachausdrücke nur das Erlesenste vorzufegen, weiß, daß gemeinverständlich erläutert die Ware vom Fischmarkt zu Grimsby, die er früher bezog, Mehr als 1 Million Mark Spareinlagen hat die städtische Spar- noch vortrefflicher war. Austern sind glücklicherweise in Ebenso steht es mit Ernst Däumig Lajie zu Charlottenburg in den erfien fünf Geschäftstagen des Ja- ausgezeichneten Qualitäten zur Stelle. nuars zu verzeichnen. Es sind insgesamt 1379 348 M. eingezahlt, aviar, froßdem alle Ware, die hier auf Lager ist, vom FrühDagegen nur 294 691 M. abgehoben worden, so daß die Mehr- jahrsfang stammt. Er ist in besten Sorten reichlich genug boreinzahlungen in diesen Tagen die Rückzahlungen um 1 084 657 m. handen, um über die nächsten Monate teine Sorge aufkommen zu laffen. Auch für Mast hühner ist gesorgt, wir bekommen sie aus überftiegen. Belgien. Mögen aber die Sorgen von uns Küchenmeistern auf gar zu Einschränkung der Kriegsunterstüßung in Niederbarnim. üppige Neigungen schließen lassen- man irrt sich. Auch wir geben Nochmals beschäftigte sich die Reinidendorfer Gemeinde- uns die größte Mühe, dem Ernst der Zeit Rechnung vertretung mit der vom Kreis Niederbarnim vorgenommenen Kürzung zu tragen. Ift man früher etwas leichtfertig mit dem Material der Kriegsunterſtügung für finderreiche Familien oder folchen, die umgegangen, so ist man jetzt peinlich bestrebt, nichts umkommen Die Kartoffeln müssen auf das feinste geschält bon privater Seite( Arbeitgeber) Zuwendungen erhalten. Veranlassung zu lassen. zu der neuen Verhandlung bot die Antwort des Landrats auf den werden. Hat man früher alle Schnipsel fortgeworfen, um die am 5. November von der Gemeindevertretung beschlossenen Protest. Prismen der Röstfartoffeln schön gleichmäßig herauszubekommen, Die Antwort versucht das Verhalten des Kreisausschusses mit der so wird jetzt aus der Kartoffel herausgewirtschaftet, was gewirtschaftet Behauptung zu rechtfertigen, daß es nicht Aufgabe der Lieferungs werden kann. Brotfruften- einst zum Schweinefutter verbände jei, den gesamten Unterhalt der Familien der Striegs- geworfen werden jetzt gemahlen und für die Panier teilnehmer sicherzustellen, sondern es soll durch Gewährung von der Personalschnigel verwendet. Im Brotverbrauch wird Unterstützungen der Unterhalt der hilfsbedürftigen Familien er nach Kräften gespart und die Einführung des K- Brotes für das Leichtert werden, das übrige fei Aufgabe der Gemeinden und Personal steht unmittelbar bevor. Es ist bedauerlich, daß es sich Der privaten Liebestätigkeit. Die Gemeindevertretung beschloß, beim Publikum noch nicht eingebürgert hat." Besonders preiswert: KriegerLiebesgaben Lungenschützer, Leibbinden Lederwesten, Seidene Westen Wasserdichte Unterhosen Wolljacken, Handschuhe Halsbinden, Hemden Schlafsäcke n einer Zeit, in der die kriegedes Heerwesens im Vordergrunde des öffentlichen Interesses stelsen, fann man sich nur dann ein richtiges Bild von den auf- und niederwogenden Zeitereignissen und der wildbewegten Handlung auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen machen, wenn man die Bedeutung der Worte, die in der militärischen Organisation fowie in der Kriege. wissenschaft gebräuchlich find, rich, tig erfaßt hat, Daher sollte feber diefen wichtigen fleinen Ratgeber befihen. Auch die Soldaten im Feide werden ihn sehr begrüßen. Das Heft fann als Feldpoftbrief portofrei verfandt werden. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 3 Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10 Militär- Taschen- Oefchen Kohle 10 Std. ertra 25 Pi, für mit 10 prima Glühlohlen Wif. 1, Benzin tabletten für alle gelblodjer 100 sid. ART. 1,50. Margonal, Berlin, Fidicinstraße 38. 210/5 Inventur- Verkauf zu außerordentlich billigen Preisen: Ein großer Posten aus guten u. haltbaren Stoffen gefertigte Winter- und SommerHerren- Anzüge, Ulster, Paletots zu den Serienpreisen M. 25.- 28.- 32.jetzt zum Einheitspreise M. 18.00 36.- 39-4228.00 Aenderungen zum Selbstkostenpreis 45-48.- 54.60.- 68.- 75.38.00 48.00 Zu ebenfalls bedeutend herabgesetzten Preisen: Westen, Hosen, Lodenjoppen, Pelerinen, Wettermäntel, Schlafröcke, Hausjoppen, Pelze u. Pelzjoppen Jünglings- und Knaben- Kleidung Leineweber Berlin C. Bosstraße 34 Köllnischer Fischmarkt 4.5-6 Fischerstraße 1 Scien Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genossen! Im Lazarett zu Lille verstarb an den in Frankreich erhaltenen Wunden unser Genosse, der frühere Brzirksführer 235/5 Otto Reimann Roloniestr. 129. 19. Abteilung. Bezirk 826. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Bei den Kämpfen im Osten gefallen ist der Hobler Paul Wilhelm Sophie- Charlotte. Str. 33. Ebenfalls bei den Stämpfen im Osten gefallen ist der Dreher Richard Hennig An seiner Verwundung im Lazarett verstorben ist der Tischler Eduard Graße 251/18 Spandauer Str. 13. Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Im Lazarett zu Königsberg i. Pr. verftarb am 11. Dezember 1914 unfer Mitglied, der Schmied 194/8 194/9 260/1 Albert Krause Kaiserin- Augusta- Str. 70. Sozialdemokr. Wahlverein Tempelhof. Im Osten gefallen die Genossen Walter Rogatzki Karl Brümmer Sozialdemokrat. Wahlverein Köpenick. Am 29. Dezember fiel in Frankreich durch Kopfschuß Genoffe. Otto Hoffmann Gruppe 11, Kaiser- Friedrich- Str. 69. Sozialdemokr. Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Pankow. Verband der Gemeinde- u. Staatsarbeiter Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß folgende Kollegen aus dem Schlachtfelde gefallen sind: 41/2 Otto Korn, Gasanstalt Danziger Straße Julius Dudda, Straßenreinigung Paul Neugebauer, Gasanstalt Gitschiner Str. Valezian Peck, Wasserwerk Westend Hugo Schadow, Städtisches Obdach Julius Bulgrin, Röhrensystem Jakob Gendera, Euglische Gasanstalten. Georg Tietz, 32. Revier- Inspektion. Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband 69/19 Bezirk Groß- Berlin. Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Paul Bahn, Droschkenchauffeur Gustav Ermler, Geschäftsdiener Willi Evert, Rollkutscher Heinrich Foshagen, Juduftricarbeiter Albert Heyn, Geschäftskutscher Ignatz Kalmuczack, Geschäftsdiener Max Korte, Geschäftsdiener Wilhelm Pfeiffer, Geschäftsdiener Hans Pokat, Kellerarbeiter Paul Seidel, Bierfahrer Friedrich Schulz, Lagerarbeiter Otto Tomczak, Straßenbahner Albert Wannagat, Warenhausdiener Otto Werny, Backer. Ehre ihrem Andenken! Die Bezirksleitung. Verband der Fabrikarbeiter Deutschl. 3/1 Verwaltung Groß- Berlin. Gefallen sind unsere Mitglieder: August Ludwig, Bezirk Ertner. Otto Mehlmann, Bezirk Dften. Emil Krause, Bezirk Dsten. Karl Mummelthei, Bezirk Weißensee. Martin Melzer, Bezirk Neukölln. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Am 20. Dezember 1914 fiel als Opfer des Krieges unser lieber Freund und Kollege, der Unteroffizier im Res.- Inf.- Reg. 64 Max Fleischer. Als einer der Ersten zu den Waffen einberufen, hatte er viele Gefechte im Osten ehrenvoll überstanden, bis ihn die tückische Kugel jetzt dahinraffte. 3/20 Ein bleibendes Andenken ist ihm bei uns gesichert! Die Kolleginnen und Kollegen der Firma C. P. Goerz A.-G. Abt. Photo III. Deutsch.Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Es starben folgende Mitglieder im Felde: Max Schumacher, Schloffer geb. 26. 10. 86 zu Rheinstein Fridolin Kleemann, Schloffer geb. 7. 10. 83 zu Obernodwit Georg Wegehaupt, Klempner geb. 4. 12. 91 zu Fürstenwalde Ewald Kuhnke, Schleifer geb. 27. 11. 83 zu Berlin Willi Hartmann, Maschinenarbeiter geb. 5. 12. 91 zu Berlin Julius Winkler, Dreher geb. 18. 10. 91 zu Liebstedt Otto Schönfeld, Metallschleifer geb. 12. 12. 84 zu Velten Rudolf Miers, Maschinenformer geb. 24. 5. 89 zu Grünau August Kasimir, Metallarbeiter geb. 12. 2. 86 zu Insterburg Adolf Wegner, Dreher geb. 16. 5. 78 zu Berlin Albin Müller, Schloffer geb. 21. 2. 97 zu Hagen Hans Heinkel, Schloffer geb. 29. 11. 85 zu Ulm Erich Millarch, Metallarbeiter geb. 21. 1. 93 zu Alt- Drohein Ernst Herrmann, Gürtler geb. 12. 5. 82 zu Torgau Ernst Krause, Schloffer geb. 6. 4. 90 zu Schönlante Max Kottmus, Helfer geb. 6. 6. 80 zu Berlin Ernst Halle, Fräser geb. 28. 6. 83 zu Frankfurt Karl Hipel, Schmied geb. 26. 1. 86 zu Boltersdorf Fritz Seipt, Schloffer geb. 21. 12. 81 zu Schönfließ Franz Drona, Fräser geb. 10. 2. 78 zu Berlin Fritz Schulz, Bohrer geb. 10. 1. 87 zu Berlin Max Götze, Fahrstuhlmonteur geb. 3. 6. 82 zu Ludenwalde Julius Zunk, Fräser geb. 17. 9. 78 zu Neukölln Hubert Cohnen, Schloffer geb. 22. 12. 89 zu Biersen Richard Hennig, Dreher geb. 14. 9. 77 zu Königsberg Otto Schmoldt, Gürtler geb. 15. 1. 86 zu Berlinchen Wilhelm Lange, Metallarbeiter geb. 14. 2. 96 zu Friesad Otto Vogel, Revolverdreher geb. 17. 5. 80 zu Gera Paul Seiffert, Drüder geb. 4. 10. 90 zu Berlin 130/4 Karl Haupt, Nieter geb. 29. 10. 82 zu Sudenburg Paul Wilhelm, Hobler geb. 7. 7. 82 zu Charlottenburg Ehre ihrem Andenken! Nachruf! Die Ortsverwaltung. Am 30. September 1914, nachmittags zwischen 2-3 Uhr, starb infolge eines Schrapnellschusses auf dem östlichen Schlachtfelde unser Arbeitnehmer- Vorstandsmitglied Herr Richard Hennig. Wir verlieren in dem Gefallenen einen äußerst pflichtgetreuen und fleißigen Mitarbeiter. dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Charlottenburg, den 9. Januar 1915. 280/1 Der Vorstand d. Allgemeinen Ortskrankenkasse f. d. Stadtkreis Charlottenburg. Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Als Opfer des Weltkrieges starben folgende Kollegen: Joseph Säckel, Brauer. Brauerei Gabriel u. Nichter." Johann Bochinski, Flaschenbierfahrer. Brauerei Pakenhofer, Niederlage Zehlendorf. Ferdinand Schlömp, Faßmitfahrer. Brauerei Bökow. Paul Schulz, Flaschenbierfahrer. Löwenbrauerei, Abteilung II. Ernst Brückner, Faßbierfahrer. Brauerei Pakenhofer, Abteilung Spandau. Anton Lüdtke, Handwerker- Hilfsarbeiter. Brauerei Pakenhofer, Abteilung II. Fritz Ullrich, Faßbierfahrer. Genossenschaftsbrauerei Friedrichshagen, Niederlage Stralau. Otto Hoffmann, Flaschenkellerarbeiter. 47/13 Brauerei Schultheiß, Abteilung IV. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Verband der Gemeinde- u. Staatsarbeiter. Nachruf. In tiefe Trauer wurden wir versetzt durch die erschütternde Nachricht, daß auf den Schlachtfeldern im Osten in Erfüllung seiner schweren Pflicht als Landwehrunteroffizier im 48. Reserve- Infanterieregiment unser lieber Kollege Hugo Schadow am 22. Dezember gefallen ist. Er war 33 Jahre alt. Wir haben in ihm einen tüchtigen Mitarbeiter verloren. der zwar erst wenige Monate in seinem Ehrenamt als Beisitzer wirkte, aber schon Jahre vorher als Vertrauensmann treu der Sache seiner Kollegen gedient hat. Seine glühende Hingabe für die Arbeiterbewegung und seine lautere Gesinnung berechtigten zu der Hoffnung, daß er auch an dem neuen Posten, auf den ihn das Vertrauen der Groß- Berliner Kollegenschaft gestellt hatte, Tüchtiges zu leisten berufen war. Sein Andenken wird bei uns hoch in Ehren bleiben. 41/1 Berlin, den 8. Januar 1915. Sozialdemokratischer Wahlverein 1. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 10. Abt. Bez. 616. Am Mittwoch, den 6. Januar, verstarb unsere Genossin Henriette Czmock Stettiner Str. 58. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heule Sonntag, den 10. Januar, nachmittags 8 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Pauls- Kirchhofes in der Seestraße aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 235/4 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiterverband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler August Grzegorz ( Kaplerstr. 13) im Alter von 65 Jahren ver storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 10. Januar, nachmittags 3, 1hr, von der Leichenhalle des Friedhofes der Luthergemeinde in Lanfwik aus statt. 95/12 Die Ortsverwaltung. Männerchor d. Transportarbeiter. M. d. D. A.-S.-B. Am 18. Oftober 1914 fiel auf dem Schlachtfelde im Dsten unser lieber Sangesbruder Max Korte. Bir werden ihm ein dauerndes, ehrendes Andenken bewahren. 53/10 Der Vorstand. Stumm schläft der Sänger! Nach langen, bangen Wochen ward uns die traurige Nachricht, daß mein lieber Sohn, Bruder, Bräutigam, Neffe und Cousin, der Reservist Alex Strietzel ( Infant. Reg. 64, 10. Stomp.) am 28. August 1914 im blühenden Alter von 26 Jahren den Tod auf dem Schlachtfelde in Frant reich fand. 50A Dies zeigen tiefbetrübt an Wwe. M. Strietzel nebst Sohn, Lieschen Schendel als Braut Neukölln, Pflügerstr. 13. Bergebens ist nun alles Hoffen Auf eine frohe Wiederfchr; Weil Du den Heldentod erlitten, Ist diese Hoffnung nun nicht mehr. Der Verbandsvorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für Schöneberg. Bezirk 3. Am 7. Januar verstarb unser langjähriges Mitglied, der Maurer ( Puker) Reinhold Selle im Alter von 48 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 11. D. Mis., nachmittags 3 Uhr, von der Reichen halle des II. Schöneberger städtischen Friedhofes Eythstraße( Blante Hölle), aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Treffpunkt für Mitglieder des Gesangvereins Schöneberger Männerchor 3 Uhr auf obigem Friedhof. 16/1 Allzu früh und fern von seinen Licben starb am 28. Dezember im Dsten den Heldentod mein geliebter Mann und treusorgender Bater meiner Kinder, unser guter Bruder, Schwager, Onkel, Sohn und Schwiegersohn, Wehrmann im 48. Sufanterieregiment Otto Berndt im 38. Lebensjahre. an Dies zeigen im tiefsten Schmerz 12820 Martha Berudt geb. Schauer und Kinder Bitwe M. Berndt als Mutter Familie Schütt Familie Gallien Klara Berndt Ernst Berndt( zurzeit im Felde) Karl Berndt( zurzeit im Felde) Witwe Schauer als Schwiegermutter. Du mußtest uns zu früh verlassen Und von den Deinen gehen, Wir können es immer noch nicht fassen, Daß wir uns nicht mehr wieder sehen. Lieber Bater, ruh' in Frieden, Unsere Liebe deckt Dich zu. Leicht sei ihm die fremde Erde! Allen Freunden, Kollegen und Parteigenossen die traurige Nachricht, daß mein lieber Bater, der Maurer( Puker) Reinhold Selle am 7. d3. Mts. im Alter von 152 48 Jahren verstorben ist. Dies zeigen tiefbetrübt hiermit an Frida Zickert als Tochter Alfred Zickert, Schwiegersohn. Die Beerdigung findet Montag, den 11. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des II. Schöneberger städtischen Friedhofes, Eythstraße( Blanke ölle), aus statt. ant Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenhauer. Filiale Neukölln I. Den Kollegen die traurige Nachricht, daß auf dem Schlachtfelde im Osten unser Freund Artur Cettel gefallen ist. Wir merden sein Andenken in Ehren halten. 258/15 Die Ortsverwaltung. ArbeiterRadfahrer- Bund ..Solidarität“, Mitgliedschaft Lichtenberg. Den Bundesgenossen die traurige Nachricht, daß unser Genosse Willi Resa in den Kämpfen bei pern am 1. Januar 1915 it Erfüllung jeiner Pflicht gefallen ist. Einen unserer besten Mitglieder reiß! der Tod aus unseren Reihen und werden wir ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Leicht sei ihm die fremde Erde! 12/16 Der Vorstand. Als Opfer des grausamen Weltfrieges fiel bei den Kämpfen in Rußland unser Freund Richard Hennig. In ihm verlieren die Charlottenburger Metallarbeiter einen stets arbeitsfreudigen und opferbereiten Kollegen. Sein Ande..ken werden wir immer in Ehren halten. Bezirk Charlottenburg des Deutschen MetallarbeiterVerbandes. 130/3 Als Opfer des Weltkrieges starb am 23. Dezember auf dem Schlachtfeld im Westen mein guter und stets hilfsbereiter Freund Albert Manzke Unteroff. der Res. im Res.- Inf.Stegt. 207, 11. Komp. Sein Andenken wird bei mir nie berlöschen. Fritz Olm, Tempelhof, den 9. Januar 1915. Kaiser- Wilhelmstr. 8. 54A Am 2. Januar 1915 fiel auf dem Schlachtfelde in Frankreich) unser lieber Stollege, der Schriftjezer Friedrich Siebenhüner Landwehrmann im GrenadierRegiment 12. Wir halten sein Andenken in Ehren! 852b Die Kollegen der Buchdruckerei Br. Pezold Nachflg. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht. daß unser Kollege, der Arbeiter Erdmann Kouck im Alter von 64 Jahren ver storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 11. d. M., nachmittags 3 1hr, von der Leichenhalle des Friedhofes in Ahrens: felde aus statt. 69/20 Die Bezirksverwaltung. Am 24. Dezember starb im Lazarett Komina( Russ.- Polen) unfer lieber Sohn, guter Brude: und Bräutigam Willi Pfeiffer vom 128. Inf. Regt.( fr. 33. Füs. Regt.) im 24. Lebensjahre. Dies zeigen tiesbetrübt an Franz Metzler, Luise Metzler, vert. Pfeiffer, Martha Woelckner, als Braut, Franz Pfeiffer, als Bruder nebst Braut, Familie Woelckner. Die Gräber, die nicht Kranz noch Denimal tragen, Die einsam und verlassen liegen, ganz allein, Die schließen oft mit allen ihren Slagen, Das beste Herz, den größten Dulder ein.[ 8576 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Gürtler Hugo Kuhlmann am 10. d. Mts. an Gehirnleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 12. Januar, nachmittags 3% Uhr, von der Leichen halle des alten Jakobi- Kirchhofes, Neukölln, am Rollkrug, aus statt. Nege Beteiligung erwartet 130/5 Die Ortsverwaltung. Am 5. Januar erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein inniggeliebter Mann, unser treuforgender Vater, lieber Sohn, herzensguter Bruder und Schwa= ger, der Wehrmann Otto Hoffmann A im 36. Lebensjahre seinen Verwundungen, Kopfschuß, im Lazarett zu Portain erlegen ist. Im tiefsten Schmerz Gertrud Hoffmann geb. Bormann und Kinder. Wwe. Wally Hoffmann geb. Tangel, Mutter. Pankow, Kaiser- Friedrichstr. 69. Wir können ihm nichts mehr bieten, Mit nichts mehr ihn erfreuen, Nicht eine Handvoll Blüten Auf seinen Hügel streuen. R.M.Maassen G.m b.H. M/ T N: Datum: M. P. 1854 Hostinus latt 59 2/1/00 1. Hantil. 39 18M. M " 50 1. Lik, 1600 Rock 1. Bluse. 8350 1. Pels Palet 220 110.00 50 Jumina stall 326-1635 Auswahlsendungen können nicht gemacht werden. Umtausch ausgeschlossen. Aenderungen werden berechnet. 臘 Bei den Kämpfen im Westen am 9. September schwer verwundet und in französische Gefangenschaft aeraten, fand den Helben od jürs Vaterland an seinen erhaltenen Wunden am 16. Dezember unser unvergeßlicher Sohn Richard Rupp Grenadier im 3. Garde- Neg. 3.. Dies zeigen tiefbetrübt an Die Eltern und Geschwister Familie Rupp nebst Brant Martha Hofe, Rösliner Str. 5. In Ersüüung seiner schweren Bflicht fiel auf dem östlicher Ariegsschauplage der Dreher Richard Hennig. Wir verlieren in ihm einen unserer Besten und werden sein Andenken in Ehren halten! Die Kollegen der Firma Loeb u. Co., Charlottenburg. [ 25a Den Heldentod für's Vaterland starb am 9. September im Osten mein innigftgeliebter, herzensguter und unvergeßlicher Mann, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Gefreite der Reserve 282 Hermann Klabunde im blühenden Alter von 26 Jahren. In tiefstem Schmerz Frau Martha Klabunde geb. Bielke. Du mußtest uns so schwer verlassen Und von Deinen Lieben geh'n, Ich fann es immer noch nicht faffen, Daß wir uns nicht mehe wiederseh'n. Du warst so gut, Du starbst so früb, Wer Dich gekannt, vergißt Dich nie. Rube sanft! Allzu früh und fern von seinen Lieben fand am 14. November im Often den Heldentod mein geliebter Mann und treusorgender Bater meiner Kinder, unser guter Bruder, Schwager, Onkel, Sohn und Sawiegersohn, der Wehrmanu im 59. Infanterie- Regt. Karl Rademacher im Alter von 39 Jahren. Dies zeigen in tiefitem Schmerz an 856b Martha Rademacher, geb. Lübke, und Kinder. Du mußtest uns zu früh verlassen Und von den Deinen geben, Wir fönnen es immer noch nicht fassen, Daß wir uns nicht mehr wiedersehen. Lieber Bater, iuh' in Frieden, Unsere Liebe deckt Dich zu. veicht sei ihm die fremde Erde! Hierdurch die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwieger- u. Grogmutter, Schwägerin und Tante Henriette Czmak im Alter von 50 Jahren nach 30wöchigem Stranfenlager storben ist. ver= 104A Um stille Teilnahme bittet Otto Czmak, Stettiner Str. 58. Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen PaulsKirchhofes, Seestraße, aus statt. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Verstorbenen den Stollenen der N. A.- G.. dem Wahlverein, dem Metallarbeiter Verband, der Sterbekasse der Wagenbauer, Freunden und Bekannten sagen wir hiermit herzlichen Dant. Stöpenick. Berta Rittermann und Tochter. 145 Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Bezirk Schöneberg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 7. Januar unser Mitglied, der Buyer Reinhold Selle verstorben ist. am Die Beerdigung findet Montag, den 11. d. Mts., nachmittags 3 11hr, von der Halle der Schöneberger Gemeindefriedhofes, Blanke Hölle", aus statt. Ferner starb am 8. d. Mts. unser Mitglied, der Stuffateur Albert Jänicke. am Die Beerdigung findet Montag, den 11. d. Mts., nachmittags 4 Uhr von der Halle des Beibsemane- Kirchhofes in Nordend aus statt Ehre ihrem Andenken! Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 20. Dezember infolge Kopischusses in Rußland unser jüngster unvergeßlicher Sohn, guter Bruder, Schwager, Onfel und Bräutigam, der Gefreite der Gardeschützen Karl Zeidler im 24. Lebensjahre. an Dies zeigen in tiefstem Schmerze Julius Zeidler und Frau, Familie Reddecker, Familie Schaedler, Paul Zeidler und Braut, Ida Zeidler, 2 Claire Niehlé als Braut. Schöneberg, Sedanstr. 16, 16, Berlin, Aurora, Lichterfelde. JR J. Baer Badstr.26 Prinz- Allee Ecke Herren- und KnabenModen, Berufskleidung. Elegante Paletots, Ulster, Joppen in jeder Preislage. Gr. Stofflager z. eleg. Maßanfertigung Billigste, feste Preise. Manusötn unnatürl. Blutröte des Gesichts, Blutäderchen. Pusteln usw. bes seitigt am sichersten Marubin". Seit ist. 25 Jahren mit mirtsamsten Erfolgen erprobt. M. 2,50. Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr.4. Inventurverkauf! Pelzwaren Fabrik und Lager von Stolas, Krawatten, Militär- Pelzwesten, Pelzhüten, Pelzjacken. Muffen, Pelzen, Kindergarnit. usw. Nur reelle Ware, von der einfachsten bis zur elegantesten. Tausende Sachen auf Lager. Auch Einzelverkauf zu billigen Preisen. Sonntags geöffnet. F. Kalmann, Kürschnermeister, nur Kommandantenst.15 I. Etage, b. d. Beuthstraße. Tel.: Zentrum 3917. Gegr. 1894 Spezialarzt i. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art. Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. Blut: Dr. Homeyer untersuchung.. Fäden 1. Harn usw. uchführung, Steuersachen, Friedrichstr. 81, gegenüber ilanz, Akkord. Geschäftsaufsicht, erste Ref. M.Silberberg. Schmidstr. 41, Amt Mpl. 13319 auch auswärts. Peek& Cloppenburg Inventur- Verkauf Preiswerte Angebote in allen Abteilungen Sehr vorteilhaft! Banoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Sonorar mäßig, auch Teilzabi. Separates Damenzimmer. BERLIN C, Gertraudtenstraße 25-26-27 Herren- Anzüge Ulster Paletots Herren- Beinkleider Joppen. Westen Kleidung für junge Herren Sehr billige gute Knaben- Kleidung Gehpelze und Pelzjoppen Unterkleidung für Krieger Fortsetzung unseres inventur usverkaufs zu ungewöhnlich billigen, bis zu 60% ca. 3800 Kostüme M. In bekannt guter Verarbeitung, auch in Backfisch- u. Frauengrößen Pelz775 14.75 2450 35.- waren c. 4600 Kostümröcke M. ca. M. In verschiedensten Stoffen 190 290 4.75 625 875 ganz besonders preiswert Ein Posten 6800 Blusen Modell- Kostüme aus verschiedenen Stoffen ermäßigten Preisen... 4200 Mäntel ca. aus modernen Stoffen einfarbig u. gemustert M. 775 12.50 1950 2250 ca. M ca. bisher 160-650 M. 165 290 390 4.90 590 jetzt 60-180M. Maassen M. 2300 Kleider aus aparten, modernen Stoffen 375 975 1350 1950 2950 5200 Kinderkleider Mäntel und Jacken 375 550 775 87 G. m. Oranien- Platz und H.Leipzigerstr.42 Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp. Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchbruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 10. 32. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Suntag, 10. Januar 1915. Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 121 der preußischen Armee enthält erluste folgender Truppen: ' des XII. Armeekorps; 2. Landsturm- Batterie des XVIII. Armeeforps. Reg. Nr. 124; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 125; Inf.- Reg. Nr. 126; Inf. Reg. Nr. 180. Drag.- Reg. Nr. 25; 4. Landw.- Ger. Feldart.- Regimenter Nr. 13, 49, 65. Verluste durch Krankheiten. Generalfommando bes XVI. Armeekorps; Stäbe der 1. Inf-- Mr. 10, 1. Nr. 11, I. Nr. 17, I. Nr. 21, 1. str. 27; 50. eomp Aus Industrie und Handel. ivision, der 48. Res.- Inf.- Division; der 69. Ref.- Inf. und der • Inf.- Brigade; 1., 2., 3., 4. und 5. Garde- Inf.- Reg.; 2. Gardeund Garde- Füsilier- Reg.; Garde- Gren.- Regimenter erander, Franz, Elisabeth; Garde- Ref.- Jäger- Bat.; Grenadier-, zw. Inf., bezw. Füsilier- Regimenter Nr. 1, 2, 3, 4, 6, 8, 9, 12, 14, 15, 16, 20, 21, 22, 23, 24, 33, 34, 35, 37, 39, 40, 41, 42, 44, 45, 46, 53, 55, 58, 59, 60, 63, 64, 76, 79, 81, 85, 87, 89, 96, 98, 109, 110, 111, 112, 113, 115, 118, 129, 132, 3, 137, 140, 142, 143, 144, 149, 151, 154, 156, 157, 160, 161, 4, 165, 166, 167, 168, 169, 173, 174; Ref.- Juf.- Regimenter Nr. 1, 5, 8, 9, 11, 13, 15, 20, 22, 24, 26, 35, 38, 40, 49, 53, 59, 66, 79, 80, 81, 82, 87, 93, 94, 98, 110, 111, 130, 205, 207, 8, 209, 210, 213, 214, 219, 233, 235, 239, 240; Rej.- Ersatz- Reg. 4 und Ersay- Reg. Nr. 29 v. Rath; Landw.- Inf.- Regimenter . 3, 4, 5, 7, 18, 21, 22, 32, 39, 47, 51, 53; Gemischtes Landwehr2. Garde- Fußart.- Reg.; 2. Garde- Res.- Fußart.- Reg.; Fußart.Regimenter Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10; Ref.- Fußart.- Reg. Nr. 2, 3, 4, 6, 8, 11, 15, 16, 20; 2. Res.- Fußart.- Batterie Nr. 26. Pionier- Regimenter Nr. 19, 24, 25, 29, 31; Pionier- Bataillone: I. Garde, Nr. I. Nr. 4, Nr. 6, 8, I. Nr. 9, I. Res.- Komp.; 2. Landw.- Pionier- Komp. des VI. Armeekorps. Eisenbahn- Bat. Nr. 4; Telegraphen- Bat. Nr. 3; Fernsprech= Abtlg. des XI. Armeekorps; Luftschiffer- Bat. Nr. 4; Feldfliegertruppe. F.- Munitionsfolonne Nr. 8 des VII. Armeekorps; ArtillerieMunitionskolonne Nr. 2 des XVI. Armeekorps. Ref.- Sanitäts- Komp. Nr. 8 des VIII. Reserveforps. Res- Fuhrpark- Kolonne Nr. 25 des IX. Reservekorps; zeugmeisterei. Mißerfolg der holländischen Anleihe. Saag, 8. Januar. Wie halbamtlich mitgeteilt wird, betrugen Millionen Gulden nur 85 Millionen. Wenn die letzten Tage der bis Donnerstag die Zeichnungen auf die Staatsanleihe von 275 Zeichnungsfrist keine besseren Ergebnisse bringen sollten, werden Feld- in Kraft treten müssen. Man hat den Eindruck, daß die kleinen eventuell Anordnungen über eine obligatorische Anleihe Kapitalisten in weitem Umfange der Aufforderung zur Beteili= gung entsprochen haben, daß aber die Zeichnungen Wohlhabenderer teiligung des Auslandes ist nichts bekannt. Bezirks- Kommando II Oldenburg. Bewachungs- Kommando des Gefangenenlagers Altengrabow. weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Ueber eine BeFranzösische Anleihe in England. Die Bank von England fordert mit Zustimmung der eng Betrage von zehn Millionen Pfund Sterling auf. Die Marine- Verlustliste Nr. 14 ist veröffentlicht. tf- Reg. Nr. 77/78, 78, 81, 84, 99; Brig.- Ersatz- Bataillone Nr. 5, Regimenter Nr. 102, 104, 106, 134, 139, 177; der Ref.- Inf.- Regi- lischen Regierung zur Zeichnung einer französischen Anleihe im Die sächsische Verlustliste Nr. 90 bringt Verluste der Inf.27, 29, 39, 42; Landsturm- Bataillone Cöln, Deutsch- Eylau II, annheim, Münster II; Jäger- Bataillone Nr. 8, 14; Res.- Säger- menter Nr. 102, 133, 242, 244, 245; der Landw.- Inf.- Regimenter Res.- Säger- Nr. taillon Nr. 20; Festungs- Maschinengewehr- Abteilungen Nr. 1, Jäger- Bat. Nr. 13; des Res.- Jäger- Bat. Nr. 13. taillon Nr. 20; Festungs- Maschinengewehr- Abteilungen Nr. 1, Nr. 102, 133; der Brig.- Erf.- Bataillone Nr. 47, 48, 88, 89; des 11; 1. Ersatz- Maschinengewehr- Komp. des XVII. Armeekorps. Garde- Kürassiere; Kürassiere Nr. 2; Schwere Res.- Reiter 12; Dragoner Nr. 1, 5; Husaren Nr. 17; Ulanen Nr. 2, 4; Rej.anten Nr. 3; Jäger zu Pferde Nr. 3, 4, 6, 10; Erfah- Kavalleriegiment des VI. Armeekorps; Landw.- Kavallerie- Reg. Nr. 2; Landwehr- Eskadron des Gardekorps. 5. Feldart.- Prigade; 1. Garde- Rej.- Feldart.- Reg.; 6. GardeIdart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Str. 8, 9, 24, 30, 38, 40, 47, 50, 59, 60, 61, 66, 69, 82; Ref.- Feldart.- Regimenter Nr. 5, 7, 9, 44, 47; 2. Landwehr- Feldart.- Abteilung des X. Armeekorps; Landwehr- Batterie des XI. Armeekorps; Landsturm- Batterie OOOO Lieferanten der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. Ooo Garde- Reiter; Karabiner- Reg.; Ulanen- Reg. Nr. 17. Feldart.- Reg. Nr. 48; Res.- Feldart.- Reg. Nr. 53. Fußart.- Reg. Nr. 19; Res.- Fußart.- Reg. Nr. 19. Bion.- Bataillone I. Nr. 22, II. Nr. 22; Res.- Pion.- Komp. San- Komp. 3, XII. Armeekorps. Ref.- Fuhrpark- Kol. Nr. 86. Nr. 54. Rüdgang der Staatseinnahmen in Italien. Das erste Sc mester des laufenden Budgetjahres ergab ein Weniger an Staatseinnahmen von 58 Millionen einschließlich des Rückgangs der Gctreidezölle um 25 Millionen. Die übrigen Rüdgänge sind durch den Stillstand der Geschäfte infolge des Krieges verursacht. Rüdgang der englischen Ausfuhr. Die Ausfuhr Englands im Die württembergische Verlustliste Nr. 89 veröffentlicht Dezember weist einen Rüdgang von 17 Millionen Pfund auf. Auch Verluste der Brig. Grs.- Bataillone Nr. 52, 54; Ref.- Inf.- Reg. die Einfuhr ist um 3½ Millionen Pfund zurückgegangen. Dic Nr. 119; Inf.- und Landw.- Inf.- Reg. Nr. 120; Inf.- und Landw. Gesamtausfuhr des Jahres 1914 ist um 95 Millionen, die Einfuhr Inf.- Reg. Nr. 121; Gren.- Reg. Nr. 123; Inf. und Landw.- Inf. um 71 Millionen Pfund niedriger als diejenige des Vorjahres. OOO Unser bekannter, alljährlich nur einmal stattfindender OO InventurVerkauf beginnt morgen, Montag, den 11. Januar und bietet eine ganz besonders Günstige Gelegenheit zu enorm billigen Einkäufen Wäsche und Wäschestoffe! Hemdentuch 80 em brelt........ Stück 20 Meter 6.40 Fertige Bettbezüge Deckbettu. zwel Kissen, Garnitur 3.35 Damast- Bezüge Deckbett u. zwei Kissen, fertig genäht 5.75 Deckbettinlett rot od. rosa- rot gestreift. fertig genäht 2.95 Weisse Bettlaken Bettbreite gesäumt 1.10 Gerstenkornhandtücher gesäumt u. gebänd. Dtzd. 195 Stubenhandtücher Drellgew., ges. u. gebänd. Dtzd. 1.95 Wischtücher gesäumt und gebändert Dtzd. 135 1.10 Rolltücher mit eingewebten Figuren. Fertige Wäsche! Damenhemden mit Spitze oder Langette Damenbeinkleider mit Langette Phantasiehemden mit breiter Stickerel. Achselhemden mit Stickerei und Hohlsaum. .95 PL. ..90 Pf. 1,10 1.48 Kniebeinkleider mit Seidenbanddurchzug....... 1.48 Weisse Untertaillen mit Stickerel 48 Pf. Grosse Posten angestaubte Wäsche und einzelne Exemplare Damen- und Herren- Hemden, Nachtjacken, Beinkleider, Unterröcke, Kinderwäsche usw. Bedeutend unter Preis! Trikotagen und Strümpfe Herren- Futterhemden Herren- Normalhosen Damenstrümpfe extra lang Herrensocken...... .. • Zum Selbstaussuchen! Schwarze und farbige Seidenstoffe Reinseidene Merveilleux nur schwarz. Jetzt Mtr. 90 PL Reinseidene Taffete nur schwars..... Jetzt Mtr. 75 Pt. Waschseide einfarbig und gestrelft..... Jetzt Mtr. 75 Pf. Reinseid. Blusen- Streifen apart. Muster jetzt Mtr. 80 Pt. Reinseid. Foulards Restbestände Jetzt Mtr. 45 PI. Reinseid. Krepp- Stoffe viele Farben.. jetzt Mtr. 90 Pt. Reinseidene Damassées nur schwarz. Jetzt Mtr. 1.25 Reinseid. Schotten mit Atlasstreifen.... Jetzt Mtr. 1.45 Reinseiden Duchesse doppeltbreit..... Jetzt Mtr. 225 Halbfertige Blusen aus reinwollenem Batist, mit reicher Seidenstickerei jetzt Jede Bluse 95PT. Grosse Posten Waschstoffe zur vollständigen Räumung Waschmusseline ca. 80 cm breit..... jetzt Mtr. 20 Pf. Zephir- Stoffe extra breit, neue Muster.. jetzt Mtr. 25 PL. Aparte Crepons neue Muster.. jetzt Mtr. 45 Pt. Gemusterte Frottéstoffe in versch. Farb., jetzt Mtr. 48 PL Weisse Stickerei- Volants ca. 110 cm breit, jetzt Mtr. 90 Pt. Weisse Frottéstoffe ca. 130 cm breit.. jetzt Mtr. 65 Pf. Weisse Stickerei- Stoffe ca. 120 cm breit, jetzt Mtr. 90 PI. Weisse Stickerei- Volants f. Kinderkleid., jetzt Mtr. 50 Pt. Reinwollene Musseline ca 80 cm breit. jetzt Mtr. 45 Pf. Grosse Posten einfarb. Kleiderstoffe marine, bleu, grün, bordeaux, schwarz, nur dunkle Farben, doppeltbreit jetzt Meter 58Pt. Kurzwaren und Weisswaren Seidenpesätze.. Meer 1 Pi. Nähnadeln, Brief, 25 St 1 Pf. Fingerhute... Stück 1 P Stleteknöpfer.. Stück 1 Pf. Waschbesätze Spachte damenkragen 40 Pf. Kindergarnituren... 50 Pf Damenmu kragen 45 Pf. Schwarze Seidenkrag 85 Pf. Pikes- Blusenwesten. 95 Pf. Pikee- Kindergarnitur 1.25 Spachtelpassen 2.25 1.95 38 P ..30 Pf. Damen- Handschuhe imitiert Schweden...... 48 Pt. Kinder- Trikotanzüge Militär- Futterhandschuhe Frack- Korsette prima Drell, mit Strumpfhalter.... .. 86 Pf. ... 75 PL. 1.65 Veloursblusen mit Satin- Krawatte. Batistblusen mit Stickerel ... 95 Pf. ... 85 Pf. Reinseidene Blusen, modern verarbeitet... 3.75 Tüllblusen mit Seidenripsgarnitur. . 1.95 . 1.45 .. 3.50 Kostümröcke moderne Stoffe, mit Knopfgarnitur. 1.50 .. 5.45 Loden- Capes 130 cm lang... ** Jakonett schwarz, weiß, grau..... Taillen- Köper grau Prima- Qualität..... Kleider- Satin viele Farben, 80 cm breit.... Faillefutter schwarz und grau Jackettfutter 100 cm breit.. Meter 27 Pt. Meter 39 Pt. Meter 50 Pr. Meter 45 Pt. Blaugrün karierte Blusen mit Samtgarnitur 195 Flauschmatinees mit Satinblende Klot- Unterröcke warm gefüttert. Astrachan- Mäntel moderne Form......... 17.50 Kinderkleider in 5 Grössen, karierte Stoffe... 2,75 Kinder- Flauschkittel to 3 Grössen, durchweg 95 Pt. 2 bis 3 cm breit, Meter 3 Pf. Kragenstäbchen Dizd. 4 Pf. Lockennadein 15 Pack 5 Pt. Waschknöpfe, 16lin. Diz. 4 Pt. Bettsenkel.. Garnitur 6 Pt. Renforcéköperband, St. 5 Pt. Stiefelknöpfe, 12 Diz. 10 Pt. mit Sehkragen... 1.10 Reinseid Libertyband 18 cm breit, Meter 95 Pt. Reinseid Chinéband 17 cm breit, Meter 1,10 Futterstoffe Meter 85 Pt. Schwarze und farbige Kleiderstoffe Blaugrüne Schotten neue Karos, doppeltbreit Mtr. 80 PL. Schwere Kostüm- u. Rockstoffe 180 cm breit Mtr. 85 Pt. Reinwollene Stoffe Restbestände, doppeltbreit Mtr. 55 P!. Hauskleiderstoffe schwere Qual., keine Warpstoffe Mtr. 38 PL. Reinwoll. Blusenflanelle neueste Streifen. Mtr. 75 PL. Schwarz- weiss- karierte Stoffe doppelbr., Mtr. 50 Pt. Reinwoll. Voiles u. Marquisettes breit, Mtr. 75 PL. Reinwoll. Kammgarnstoffe ca. 110 cm breit Mtr. 1.10 Reinwollene Popeline ca. 110 cm breit.. Mtr. 1.10 Reinwollene Kammgarnstoffe 130 cm breit Mtr. 1,45 Seiden- Eolienne Restbestände, ca. 110 cm br., Mtr. 1.75 Reinwollene Tuche nur schwarz, doppelbreit. Mtr. 1,25 Köper- Samt garantiert florfest. Mtr. 1,35 110 cm Zur Einsegnung! In Anbetracht der jetzigen enorm billigen Preise ist es sehr zu empfehlen, sich schon jetzt mit allem, was auf die Einsegnung Bezug hat, in ausgiebigstem Masse zu versorgen Grosse Posten schwarze reinwoll. Stoffe Restbestände in einzelnen Roben hervorragend billig! Zum Selbstaussuchen! Gr. Sortim. Alpaka- Roben helle, mittlere und dunkle Farben, eleg glanzreiche Qualit. 5 Meter doppeltbr. Stoff Jede Robe Jede Gr. Sortim reinwoll. Roben einfarbig, helle, mittlere u. dunkle Farben, Robe enthaltend 6 Meter doppeltbreiten Stoff Gr Sortim. zurückges Roben in bellen, mittleren und dunklen Farben. Keine Warpstoffe 6 Meter doppeltbr. Stoff jede Robe Schwere Kostümstoff- Roben jede Konfektionsstoffe, 130 cm breit... Robe Kostümrock- Kupons jeder Konfektionsstoffe, 130 cm breit... Rock Gr. Posten Blusen- Kupons jede gute Tennis- Qualitäten, moderne Streifen, Bluse Jeder Kupon enthält 2, Meter Stoff 2.45 2.90 1.95 2.85 1.45 85. Pf. Kaufhaus Singer& Co, Chausseestr. 61-62 OOO Lieferanten der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. OO OOO Zur gefl. Orientierung sind fast alle hier angebotenen Waren in unseren Schaufenstern zur Ansicht ausgestellt 000000 Verwendet ,, Kreuz- Pfennig"-Marken Großer Inventur- Verkauf Nach beendeter inventur sind unsere noch halben Preis herabgesetzt reichhaltig sort. Lager zum Teil bis auf den Plüsch- Mäntel Jacketts Astrachan- Mäntel auch für starke Damen vorrätig Wert 27-90, jetzt 18, 24, 27, 33, 39, 48, 62 M. Abend- u. Theater- Mäntel Wert 15-68, jetzt 9, 12, 15, 21, 27, 32, 42 M. Paletots, Ulster aus haltb. Stoffen Wert 15-45, jetzt 7, 9, 11, 15, 18, 21, 27 M. Eskimo- Paletots u.= Mäntel Wert 21-75, jetzt 12, 15, 18, 21, 27, 33, 42 M. Besonders aus haltb. ca. 150 Jackettkleider Stoff., fein gestreift und kariert, Jackett auf Futter M. 650 sehr praktisch im Tragen blau und schwarz 1650, 2250, 27, 33, 45 M. Jackett- u. Paletot- Kleider Wert 18-95, jetzt 850, 12, 1650, 21, 30, 38, 45 M. Kostümröcke, blau und schwarz, Wert 12-33, jetzt 575, 750, 11, 1350, 18, 21 M. Garnierte Kleider auch schwarz Wert 42-125, jetzt 2850, 36, 42, 48, 55, 68 M. preiswert: ca. 320 wollene Blusen ganz go. füttert, nur gediegene Stoffe, uni und gestreift, M. Sielmann& Rosenberg Kommandantenstraße, Ecke Lindenstraße Sonntags von 12-2 Uhr geöffnet. 375 12 Schaufenster2 Häuser vom Dönhoffplatz. Kanarienhähne, tabellose Welb Platinabfälle, Goldfachen, Silver chen, billigst, Jensch, Neukölln, Bodestraße 6/7. +29 Verkäufe. 45 Seiferthähne, 50 Weibchen, Hermannplatz 6. Pfandleihhaus. 2 große Hedregale, 120 Einsatzbauer, Jedermanns Kaufgelegenheit, Ertra wegen Aufgabe spottbillig, Wilmers. billiger Bettenverkauf, Wäscheverkauf, dorf, Brandenburgischeftr. 46, Portier. Gardinenverkauf, Teppichverkauf, Kanarienhähne, Zuchtweibchen, Belzfachen, Herrenanzüge, Herren- verkauft Arnold, Schwarzkopffftr. 20. paletots, Goldsachen, Riesenauswahl. Belzftolas allerart jest Räumungspreise! Bettenverkauf. Herrengarderobe. Prachtteppiche. Gardinen auswahl. Steppdecken. Tischdecken. Aussteuerwäsche. Uhrenverkauf. Schmuchfachen. Spottbillig! Leihhaus Warschauerstraße 7. 2929 Feinite getragente! Mag- Herrenanzüge, Paletots, Ulster von Herrfchaften gebraucht, für jede Figur paffend, Anschaffungspreis bis 100 M. billig, 10-30, Hosen 3-8, Burschengarderobe. Deutsches Garderobenhaus, Große Frankfurterstraße 116 I. In Freien Stunden. Wochenschrift für das arbeitende Volt. Romane und Erzählungen. Abonnements, wöchentlich 10 Bf., nehmen alle Ausgabestellen des Vorwärts" entgegen. Brobehejte gratis. * Monatsanzüge und Sinter uffter von 5 Mart sowie Hosen von 1,50, Gebrodanzüge von 12,00, Brads von 2,50, fowie für forpulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Breifen, aus Pfandleihen verfallene Sachen fauft man am billigsten bei Naß, Muladstraße 14. Zintwaschfäffer, Sober, Sihwannen, Badewannen, afchtöpfe, Spezialfabrik, Reichenbergerstraße 47, zejern 5 Prozent. 48* Monatsgarderobe, auch neue Garderobe, Ulster, Joppen, Gehrod anzüge spottbillig Neue SchönhauserStraße 12, eine Treppe. 3/31 Bortieren, Bass Bettdecken! Prachtvolle 5,75, 7,50, 9,75, Brautbetten 12,75, 15,75. Saunenbetten 19,50, 22,50. Neue Aussteuerwäsche ſpottbillig! Teppiche! Gardinen, Tischdecken, Steppdeden, Diwandeden, Belzstolas, Uhren, Stetten. Inventurpreise! Alles spottbillig nur Pfandleihe, Brunnenstraße 47, I. 32st* Bronzegastronen, Gaszuglampen, Gaswandarme, Gaspendel, Tocher, Gelegenheitskäufe. Schröder, Hochstraße 48. 288* Monatsgarderoben Hans vertauft spottbillig erstklassige, wenig getragene, fast neue Jadettanzüge, Gehrodanzüge, Smokinganzüge, Fradanzüge, Ulfter, Paletois, Cufawayanzüge, gestreifte Beinkleider, Bauchanzüge großes Lager. Halpern, Rosenthalerstraße 4. Stein Ladeneingang. Nur eine Treppe. 0 Geld! Geld! fbaren Sie, wenn Kanarienroller, flottsingende, 5,00, Aussuchen, Stanik, Trešdowstraße 45. 5/2 Kanarienhähne, I. Preisvögel und hohe II., Ausverkauf jetzt 10,00 und 8,00. Ausstellung 1914 wieder 4/6 goldene Medaille, Samoaftr. 9. Kanarienhähne, Weibchen, Urban 8426 ftraße 185, Restaurant. Sohlleder, Schäfte, Leisten, Rühl, Schöneberg, Bahnstraße 43. Geschäftsverkäufe. Café, fünf Jahre letzter Hand, Miete 3200, billig zu verkaufen, da Inhaber ledig und Landsturm. Erfragen Café, Gubenerstraße 32. Möbel. 20 Prozent Rabatt während des Krieges auf sämtliche Möbel. Viele gebrauchte Möbel billig. Sofa 36,-, Stleiderschrant 36,-, Tisch 15.-, Bettstelle 28, Moderne Arbeiter möbel. Ehrlich, Alte Schönhauserstraße 32. 375* Bequeme Teilzahlung bei magiger Anzahlung, Möbelschak, Brunnenftraße 160, Gingang Anflamerstraße Vollständige Wohnungseinrichtung 225.- bei Glas, Rosenthalerstraße 57, born III.( Gewerblich Händler ver beten. 2/ 17* auf Briefen, Karten und so weiter. bis Zahngebisse 50,00, Quecksilber! Blattlachen, Stanniolbapier! Goldwatten, gold, Militärtreffen, Subjer! Messing, Zinn, Aluminium. Nidel! Bint, Blei jezt Höchstpreise Edelmetall, Eintauisbureau Weber straße 31, Telephon.( Abholung.) 78* Kupfer, Meijing, Bint, Zinn, Blei, Stanniolpapier, Goldsachen, Silber jachen, Platinabfälle, Quedfilber, Bahngebisse. Metallschmelze Cohn", Brunnenstraße 25 und Neukölln, Berlinerstraße 76. 1/ 7* Zabugebiffe, Goldiachen, Silber fachen, Blatinabjälle, sämtliche Metalle höchstzahlend. Somelzerei Christionat, Ropentderftrage 20 a( gegenüber Manteuffelfrrage). 1/12 Fagerdstokauf, Schwände Linienftrage 27. 3/2 Fahrrusgesuch. Schrader, Weber2/ 14* straße 42. Goldschmelze tauft Platin, Silber, Gebisse, Duedfilber, alle Metalle. Nieper, Stöpeniderstraße nur 157. Kaufe Kupfer, Mesfin g, Zinn, Blei, Lötzinn, Zint, Notguß, Messingipä ne, alle Metalle, höchitzahlend. Schermer, Langestraße 19. Unterricht. +47 GARBÁTY CIGARETTEN TRUS ANTIT fűr Qualitätsraucher Charlottennähe 87 Heine Bot nungen sofort billig. 6876* Joedlpaffage Neukölln. Woh-; nungen, ein, zwei und drei Zimmer. Warmwasserversorgung und-heizung und Bad. Drehrolle im Hause. Ausfunft: Stirsch, Weichselstraße 8, Aufgang 17, I, oder Bureau. 107/ 10* Landhaus, 2 Stuben und Küche, Beranda, Garten, Miete 29 Mart, zum 1. April zu vermieten. Waid mannslust, Ahornstraße 44.+85 Grünauerstraße 3, große Berliner Küche und zweifenstriges Zimmer, 23,00, 1. April 8465 Zimmer. Balfouzimmer, fauber, Bad, möbliert, fofort vermietbar. Kundinger, Neukölln, Hobrechtstraße 80, born 2 Treppen. 8535 Zimmer, 1 auch 2 Herrn, mit Biano. Luisenufer 28, 4 Treppen. Schlafstellen. Arbeitsmarkt. Stellenangebote. 30 Korbmacher auf runde Körbe gesucht. Loewenstein 11. Rokott, Schlüterstraße 24. 3/8 Wellblechichloffer für dauernde Arbeit bei guten Löhnen gesucht. König, Rüden u. Ko., KolonieStraße 89-90. Flinker Bueche, der Rad fant tann, verlangt Zertilfabrikan, Lehrterstraße 18/19. 38 Tüchtige Schlosser( auf War teile), selbständige Kunst-, Bauschler usw. sofort für dauernd. Mars, Schöneberg, Monumentenstraßes. Geschäftsfuticher, fautionsfg, wird bei gutem Verdienst eingeit. Offerten unter P. E. 104 Rolf 14 Mosse, Bornholmerstraße 1. Privatreisende, boher Berd it, Viktoriarōsei, riefiger Umsatz. 16 Schlosser sucht Weinitschte Lichten Söngstraße 56. berg, Rittergutstraße 128. ** Händler, Haufierer auf ig Kunstichtoffer, Kunstschmiede, pulver sucht Zwirner, Sychr tüchtige, selbständige, bei hohem Lohn ftraße 117. Hoher Verdienst. 1 Korumacher bei hohem Lohmid und dauernder Beschäftigung von Material vengt erster Kunstschmiede Berlins gesucht. genügendem II. Adressen unter L. 3 Haupterpedittion E. Schlesinger Co., Sut des Vorwärts". 8506 straße 4-5. Maschinensteller, geübter, mög lichst aus der Briefumschlagbranche, liche Glieder verlangt Hensel, Peela berlangt Albert Labus, Alexandrinen- allee 24. straße 22. 8436 Privatreisende, Frauen,) er Solzbildhauer- Lehrling auf 73 117 Sattler auf Felltornister, Teil- Verdienst, riefiger Umjak. Biha arbeit, Ia Zuschnitt, dauernd, höchste rösterei. Stönigstraße 50. Löhne. Meldungen im Fabrikgebäude, auch Sonntag 9-1 Uhr, Molkenmarft 5. 850b Schlosser, Metalldre her u. Schide werden gesucht. Lehrbriefe und igZiffige Sattler für Geschirre fo- nisse zu richten au das Sigl enfort gesucht. Prezel, Große Ham- bahn- Werkstättenamt 1, Schneidehl burgerstraße 32. 245/7 Tüchtige Vorarbeiter für Geſchi Tüchtiger Radspanır Aelterer Mann fann einwohnen. Brigerstraße 16, of III lints. 8416 Schlafstelle, Boche 2,50. Dragoner itrage 36 I. 8485 Schlafftelle, billig. Töpfer, Reichen bergerstraße 157, of III.+12 Schlafstelle für Herrn, 13,00, Flurcingang. Staligerstraße 27 IV, fattlerei jofort gesucht. Prezel, Große Unterricht in der englischen Busch. +12 Hamburgerstraße 32. 245/6 Schafftelle, Sprache. Für Anfänger und Fort1 bis 2 erren. Korbmacher auf runde und edige geschrittene, einzeln oder im Birfel, +12 Geschoßförbe gesucht. Köpenicker wird englischer Unterricht erteilt. 4/1 Schlafstelle, Herrn, 12,00, feparat. ftraße 74. Auch werden Ueberlegungen anG. Swienty Liebknecht, Blumenstraße 76, born III rechts. gefertigt. 20 Korbmacher auf Geschoßkörbe Charlottenburg, Stuttgarterplas 9, Saubere Schlafstelle allein. 98er bet bestem Material fofort geGartenhaus III. 448 Naunynstraße 88, Seitenflügel II, fucht. Heidenreich, Lichtenberg, AltAutomobilführers, erfuafige Witwe Bölz. +12 Borhagen 28, im Laden. ftellungssichere Ausbildung, 100 Mart Auch Abendkurse. Ratenzahlung. Stopeniderstraße 116. Möbel! Für Brautleute günstigste Gelegenheit, sich Möbel anzuschaffen. mit fleiner Anzahlung schon Stube und Küche. An jedem Stüd deutlicher Breis. Nebervorteilung ausgeschlossen. Bei Strankheitsfällen, Arbeitslosigkeit anerkannt Rücksicht. Möbelgeschäft meister, Goldftaub, Boffenerstraße 38, Ede Gneisenaustraße. " 21978* Mariamenstraße 48 III links. Leitender Redakteur 230/3 Elektrotechnit, Maschinenbau, Eisenkonstruktion, Ausbildung: Bert für den Fränkischen Volksfreund" per sofort, eventi. per 1. April Konstrukteur. gesucht. Gehalt bis 3000 M., sowie Anstellung nach den Bedingungen Prospekte des Vereins Arbeiterpresse". Offerten unter Bewerbung" an den Fränkischer Volksfreund in Würzburg erbeten. Technifer, Semester- Anjang April. Gewerbe Berlag 2901 gratis. Bolytechnisches Institut, Inhaber 2. Barth, Ingenieur, Berlin, Chausseestraße 1. Klavierfurjus grafis, jedermann, Musikakademie Klavierüben frei. Dranienstraße 63, Moripplag. Moebel- Boebel, Morikplatz 58. Spezialität: Ein- und Zweizimmereinrichtungen. Billigste Preise! Stube und Küche 218,-, 346,-, 463,- bis 1000,-. 2 3immer und Stüche 463,-, 582,-, 656,-, 740,- bis 2000, Schlafzimmer 188,-, eiche 345, eichne Speisezimmer 329, 439,-, Bettstelle mit Matrage 30,-, Trumeau 36,-. Berkauf Fabrikgebäude. MusterBuch gratis! Sonntags 12-2 geöffnet! Verschiedenes. " Gegen guten Lohn für Automobil DrahtipeinRäder gesucht. Loeb& b., 6. m. b... Charlottenburg, Fritestraße 27/28. Sattler zuverlässige nnd tüchtige Sat auf Pferdegeschirre und Let waren fürgeeresbedarf in dauere gut bezahlte Stellung gesu Pers. Vorstellung von 8-9 t morgens erwünscht. 291/15 C. Maquet G. m. b. werben einige tüchtige Dreiradfahrer und Handwagenboten eingestellt. Sofortiger Antritt. 4/4 4/19 Kaffee- Handels- Aktiengesellschaft, Halensee, Johann Georg- Str. 19. Wir füchen: Tüchtige Dreher, sowie einige Hobler für dauernde Arbeit bei hohem Lohn. Sie im Leihhaus Rojenthaler Tor, farbig und lafterte Stüchen: Bolfter Abholung täglich. Fernsprecher Stönig Abtlg. Röhrig& König, Maschinenfabrik Linienstraße 203/4, Ede Rosenthaler ftrage, faufen. Anzüge 9.-, Ulfter, Baletots 5.-, filberne ühren 3.-, goldene Damenuhren 8.-. Goldwaren. Brillanten. Fahrräder, alles enorm billige Striegspreise. Auf Uhren dieijähriger Garantieschein. Eigene Wertstatt. Sonntags 12-2 geöffnet. 33s Monatsanzüge, Baletots, großes Lager, jede Figur, fauft man am billigsten beim Fachmann; jebe Menderung nach Wunsch in eigener Werkstatt. 5 Prozent billiger für Borwärtsleser. Fürstenzelt, Schneidermeister, Rosenthalerstraße 10." 95* Inventurverkauf. Damenhemden mit geftidter Basse 1,25, Herren hemden 1,5, Bettbezug 2,75, Stopjfissen 0,85, drei Handtücher 0,80. Zehn Meter Hembentuch 3,00. möbel im 183 Patentanwalt Müller, Gitschiner straße 16. Unftreitbar billig bei reellster Bedienung fauft man modernste Wohn- Neue Königstraße 87, liefert tadellose Dampfwäscherei Gustav Brauns zimmer, nußbaum, eiche, mahagoni; Speisezimmer, Herrenzimmer; Schlaf- Wäsche. Drei Handtücher 0,10, Laten simmer, alle Holz und Stilarten; 0,10, Bezüge 0,15. Rein Bertauschen. stadt 12925. Berliner Möbelhaus" M. Sirschowit, mir Südosten, StaKaltstopferei Große Frankfurters 23995* ligerstraße 25. Illustrierter Statalog str age 67. gratis! 138* Hebamme Heg, Münzstraße 10, 300 Mart bertauje nagelneue, Rähe Alexanderplat. Untersuchung +82 wunderbare Nußbaum geschnitte 2 Mart. Norden 5287. prachtvolle Wohnungseinrichtung, Wer Stoff hat! Fertige Anzug direkt Möbel 16,00. Kaczynski, Richtenbergerstraße 9. Küchenmöbel 65,-, tischlerei Rehmert, Große Hamburger ftraße 4. 8545 Selten billiger Möbelverkauf, Schlafzimmer, echt eiche, wunderbare Ausführung, fomplett 350,-! Kücheneinrichtung mit Abwäsche 65,-, Anfleideschrant mit Spiegel 55,-, Moquetsoja 50,-! Englische Bettstelle, Matraße 40,-. Biele Einzelmöbel. Möbelhaus Dsten. Andreasstraße 30. Fahrräder. Feiner große Boften elegante MusterFahrräder, guterhaltene, fotie twäsche bis zur Hälfte des Wertes. Mittwod) und Donnerstag, nach- Motorzweirad, spottbillig. Kämmemittags: Stoffrefteverfauf. Wäschereit, Große Frankfurterstr. 14, Hof. fabrit Salomonsty, Dirdsenstraße 21, leganderplatz. Edeltanarien, 4/3 Musikinstrumente. Kriegshalber verkauft Bracht pianino für Spottpreis. Frau Hart wig, Neukölln, Reuterstraße 85. † 29 Pianinos, volltönend; gebrauchtes, friegshalber spottbillig. Stripschinski, Kopenhagenerstraße 5. 4/15 Vermietungen. Wohnungen. Idealsiedlung Brih, Nähe Nat baus, Einfamilienhäuser und Woh numgen in Mehrfamilienhäufern mit und ohne Garten. Verwalter Hofmann, Eberstadtallee 3. Sonntags bon 10-4 Uhr Ausstellung von Musterwohnungen. 107/ 9* Magdeburg- Sudenburg. Schmiede, Schlosser, Klempner sofort gesucht 215/ 10* Melchiorstraße 39. hohen Löhnen und Kriegszuschlag Vahnhof Kaiſer- Friedrichſt Gelernte Sattler, auf Wilitärarbeit ſtellt ein bei bet dauernder Beschäftigung Reinhardt, Köpenicker Str. 10 a. Neutoun. Wohnungen, ein und zwei Zimmer. Warmwasserversorgung in Küche und Bad. Drehrolle im Hause. Austunst: Berwalter Rüden, Brusenborjerstraße 2-5, Aufgang 25, I Hornstein, Mareschstraße 14/16, Auf gang 35, II. 107/ 11* Arbeiterinnen werden gesucht. 4/20 Militäreffektenfabrik Johannisstr. 20-21. Johannis! 30 Korbmacher fofort gesucht für Munitionsförbos und Drillinge und auch für arbeit auf runde Weidenförbe, Ligstraße 4, part. 11 Tüchtige Autoschlær 45 gegen hohen Lohn. Adlerwerke, Zimmerstr. 94. Als Werfführe wird zu fofort ein Korbmachermeister 10 zur Leitung der Fabrikation on Drillingen und Geschoßkörbemesucht. Vorstellungen Sonnaben nd Sonntag bis 5 Uhr nachmitta in Westend Platanenallee 7. Sofort verlangt werden Dreher für Karusselbänke, Dreher für Kopfbänke, Dreher für kleinere Bänke Werkzeugausgeber von Carl Haffe u. Wr Striftianiaftr. 116a Fahrtuhlmonter für dauernde Beschäftigung bechtftündiger Arbeitsgen fucht 470 Chr. Sonntag G. m. b., Elisabethufer 28/29. Schmiede u. Schloer für dauernde Beschäftigung geit. Ed. Puls, Berlin- Temhof Tüchtige Sattt für Tornister suchen sofort Bhd. mann, Seydelftr. 12/13. q. 1. urer Zurückgefeht! Ulster, Paterots, Anzüge, zurückgebliebene Maßgarde robe und Modelle verkauft enorm billig. Schneidermeister Ringel, Chausseestraße 31. Zuchtweibchen, sechsteilige Hedfeinrichtung, Schulz. 8496 Liegnizerstraße 21. Monatsanzüge, Baletots, Ulfter, Herrenpelz, Größe 50, echt Satbfragen, gut erhalten, Gesellschaftsanzüge, auch Teibweise, ipottbillig. Weiß, Schneider meister, Bilmersdorferstraße 63 I, frither Wilmersdorferstraße 125. Berantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u.Berlag: Borwarts Buchdruderet u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Kaufgesuche. Volockhaus, zwei Stuben, Surthe 35,-, tube, Küche 25,-, Hinter haus, Stube, Südhe 18,-, 21,-, einzelne Süchen und Stuben 11,50, 15, Verwalter, Stopeniderstr. 193. Neukölln, am Bahnhof. für Maler Blatin, Goldsachen, Silbersachen, und Tapezierer, 2 oder 3- ZimmerBahngebisse, Stanniol, Quedfilber, wohnung mit Zubehör, Borderhaus, Glübftrumpfafche fauft Blumel, mit viel Hausarbeit. Saalestraße 18, Auguststraße 19. 4/18 245/ 5* Hauswirt. Tornister- Fabrik, Augsburger Straße 73. Der Gesamtauflage heutigen Nummer liegt eivrospekt der Firma Bauer& le., Berlin SW. 48, Fridchstraße 231, betr. FormentTabletten, bei.