Nr. 16.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 M., monatl. 1,10 m, möchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 a. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich, Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat Postabonnements nehmen aft: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. OS Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Antonel zeile oder deren Raum 60 25fg.. für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big ,, Kleine Hnzeigen", das fettgebrudic Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgebrate Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 fg., jedes meitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buch ftaben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Rummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Sonnabend, den 16. Januar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplat, Nr. 151 90-151 97. Die deutschen Erfolge bei Soiffons. Die Meldung des Großen Hauptquartiers] Amtlich. Großes Hauptquartier, den 15. Januar 1915.( W. T. B.) Weftlicher Kriegsschauplah. Der österreichische Generalstabsbericht. unmöglich gemacht habe. Hieraus erklärt sich offenbar oud) die große Zahl der Gefangenen, die in die Hände der Deutschen gefallen sind. Wien, 15. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 15. Januar 1915. Welch strategische Bedeutung dem siegreichen Gefecht Während an der Front in Russisch Polen nur zufommt, läßt sich im Augenblick nicht übersehen. Anzu stellenweise Geschüß- und Maschinengewehrfeuer einsette, war nehmen ist, daß die Franzosen sich auf dem südlichen Misne gestern am Dunajecheftigerer Geschußkampfimufer in starf verschanzten Stellungen und erheblicher Stärfe Vor Westende zeigten sich gestern einige Gange. Besonders unsere schwerere Artillerie wirkte gut, festgesetzt haben und alles aufbieten werden, den deutschen Torpedoboote und kleinere Fahrzeuge, die sich fie schoß ein großes Magazin des Gegners in Brand und Truppen einen weiteren Vorstoß und eine Durchbrechung der der Küste bis auf etwa 14 Kilometer näherten. brachte nach einigen Schüssen eine seit mehreren Tagen gut französischen Verteidigungslinie unmöglich zu machen. Französische Angriffe beiderseits Notre placierte feindliche schwere Batterie zum Schweigen. Dame de Lorette nordwestlich Arras wurden In den Karpathen herrscht Ruhe. Zunehmender von unsern Truppen abgewiesen. Ein vor acht Frost beeinflußt die Gefechtstätigkeit. Tagen bei Ecurie nördlich Arras dem Feinde enfrissener, von Teilen einer Kompagnie besetzfer Schüßengraben ging uns gestern verloren. Die Kämpfe an dieser Stelle sind heute wieder im Gange. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: bon Hoefer, Feldmarschalleutnant. Die Schlacht bei Soissons. Wie dem aber auch sei, jedenfalls beweist der erfolgreiche und mit so großem Verlust für die Franzosen verbundene Vorstoß der deutschen Truppen die Energie der deutschen Secresleitung und ihre geschickte Fähigkeit in der Ausmuzung feindlicher Blößen. Die französische Darstellung. dame de Lorette. bereits mehrere Brücken und Stege weg, me I dje Paris, 15. Januar.( W. T. 3.) Amtlicher Berimt vom 14. Jannar, 3 1hr nachmittags. In Belgien behinderte Nördlich und nordöstlich Soissons ist das der Dunst das Artillericfeuer. Die Kanonade war darum um Nicu port und pern nicht weniger heftig. Belgische Abtei nördliche Aisneufer von Franzosen endgültig In dreitägigen erbitterten Kämpfen bei Soissons am lungen sprengten südöstlich Stuyveken sterke eine Form, gesäubert worden. Die deutschen Truppen er- nördlichen Aisneufer ist es den deutschen Truppen gelungen, welche dem Feinde als Munitionslager diente. Zwischen Lys nud oberten in ununterbrochenem Angriff die Orte unter Ausnutzung der Witterung und der durch die starken Dise und dem Gebiet von Lens zerstreute unfere Artillerie die Cuffies, Crouy, Bucy le Long, Missy und die Regengüsse hervorgerufenen mächtigen Anschwellung der bei Angres arbeitenden Feinde und beschoß wirksam die UnterGehöfte Vaurrot und Verreries. Unsere isne einen beträchtlichen Erfolg zu erringen. Wie stände und Schüßengräben südöstlich der Kapelle von Notre Beute aus den dreitägigen Kämpfen nördlich faffend berichtet, haben die deutschen Truppen die Franzosen die heutige Meldung des Großen Hauptquartiers zusammen- Nördlich Soissons heftige Kämpfe. Den ganzen Tag über fassend berichtet, haben die deutschen Truppen die Franzosen war die Aktion auf das Gelände lokalisiert, welches zwei nordöstlich Soissons beläuft sich jetzt auf rund 5200 Gefan- bei Soissons von dem nördlichen Ufer völlig zu vertreiben und nordwestlich Grouy gelegene Hügel umfaßt, von welchen gene, 14 Geschüße, 6 Maschinengewehre und vermocht. Die Ortschaften Cuffies, Crouy, Buc le mir nur die ersten Sänge befett hatten; zur Linken fam ein Gegenmehrere Revolverkanonen. Die Franzosen er- Long, Missy und die Gehöfte Vaugrot und Verangriff ein wenig voran, phne jedoch merklichen Fortschritt verliffen schwere Verluste, 4000 bis 5000 fote Fran- rerier sind nach erbitterten Kämpfen von den Deutschen zeichnen zu können; im Zentrum behaupteten wir froß der wiederzosen wurden auf dem Kampffelde gefunden, der genommen worden. Der amtliche französische Bericht holten Anstrengungen des Feindes unsere Stellungen um das Dorf bestätigt den Erfolg der deutschen Waffen. Er gibt zu, Grann. Aber im Osten vor Bregny mußten wir Rückzug südlich der Aisne lag unter dem Feuer daß die französischen Truppen das nördliche Ufer der Aisne rüdgehen. Das Hochwasser der Aisne schwemmic unserer schweren Batterien. hätten räumen und sich auf das südliche Ufer zurückziehen mir gefchlagen hatten, wodurch die Verbindun Wie sehr sich die Verhältnisse gegen müssen. Nur zwei Brückenköpfe nördlich der Aisne seien gen unserer Truppen gefährdet wurden. Unter frühere Kriege verschoben haben, zeigt ein Ver- noch gehalten worden. Ob auch diese beiden letzten französi diesen Umständen setzten wir uns auf der Strede zwischen Groun gleich der hier besprochenen Kämpfe mit Ereig- schen Stükpunkte auf dem nördlichen Ufer nicht gleichfalls und Misin auf dem Südufer des Fluffes feit, während die niffen von 1870. Wenn auch die Bedeutung der preisgegeben werden mußten, steht dahin. Die deutsche Heeresleitung gibt dic französischen Auf der übrigen Front an dem rechten und linken fer des Gefechte nördlich Soissons mit derjenigen der Berluste auf 5200 Gefangene, 14 Geschüße, 6 Maschinen- Aisne einfache Nanonade. In der Champagne war Schlacht vom 18. August 1870 nicht zu verglei- gewehre, mehrere Revolverfanonen und 4000 bis 5000 Tote Gebiet von Perthes fortgefest der Schauplak örtlicher Kämpfe chen ist, so entspricht doch die Breite des Kampf- an. Das wäre ein Gesamtverlust für die Fran Nördlich Beau Seisur sprengten wir Minenherde, um das Arfeldes annähernd der von Gravelotte- St. Pri- sofen von 10 000 Mann, der die Schwere der Gefechte beiten des Feindes zu behindern. Dieser glaubte, er fei angevat. Die französischen Verluste aber vom 12. binlänglich kennzeichnet. Nicht mit Unrecht weist die Meldung griffen, und befeste seine Schützengräben, gegen welche mir ein bis 14. Januar 1915 übersteigen aller Wahr- des Hauptquartiers darauf hin, daß die Berluste der Fran- heftiges Artillerie- und Infanteriefeuer eröffneten. Auf der übrigen scheinlichkeit nach die der Franzosen am 18. Au- en größer gewesen seien als bei der Schlacht bei rant ist nichts Nenes zu melden. Au- Gravelotte, wenngleich ihnen in dem Rahmen des gegen- Einer Meldung der„ Vossischen Zeitung". entnehmen gust 1870 um ein Beträchtliches. wärtigen ungeheuren Ringens eine ähnliche strategische Be- wir folgende weitere amtliche französische Darstellung: Feindliche Angriffe nördlich Verdun bei deutung nicht beigemessen werden könne. Genf, 15. Januar. Der amtliche französische Bericht Consenvone scheiterten. Die Franzosen führen diese Niederlage, wie bereits er- unseren Truppen durch einen Handstreich, die kürzlich von von gestern abend 11 Uhr lautet: In der legten Nacht gelang es Mehrere Vorstöße den gegen unsere Stellungen bei Ailly südöstlich St. wähnt, auf das Anschwellen der Aisne zurück, das mehrere Deutschen nordwestlich von Fouquescourt im Norden von Rone erMihiel wurden durch Gegenangriffe, nachdem geschlagene Brücken hinweggerissen und dadurch die Herbei- richteten Gräben umzuwälzen. Die Angriffe des Reindes in der fie stellenweise bis in unsere vordersten Gräben führung von Verstärkungen nach dem nördlichen Aisneufer Gegend von Soissons find aufgehalten worden. Wie im heutigen geführt hatten, unter schweren Verlusten für den Feind zurückgeschlagen. Im letzten Nachstoß eroberten unsere Truppen die feindlichen Stellungen, die aber nach Wiederaufbau unserer eigenen Stellung freiwillig und ohne Kampf während der Nacht wieder aufgegeben wurden. Ein unbedeutender Angriff bei Mesnil nördlich St. Die wurde von unsern Truppen abgewiesen. Im übrigen fanden in den Vogesen nur Artilleriekämpfe statt. Deftlicher Kriegsschauplatz. In Ostpreußen und im nördlichen Polen keine Veränderung. Die Angriffe in Polen westlich der Weichsel machten langsam Fortschritte. Bei Eroberung eines Stützpunktes nordöstlich Rawa blieben 500 Russen als Gefangene in unseren Händen, 3 Maschinengewehre wurden erobert. Heftige russische Gegenangriffe wurden unter schwersten Verlusten für die Russen zurückgeschlagen. Oberste Heeresleitung. Autreches | Brüdenköpfe auf dem Nordufer blieben. das um den Besitz deutscher Schüßengräben zweiter und dritter Linic. Neuville Nauro Cuffies Cuffies Vic's Aisne P Merlieux Blerancourt Nampcel Coucy le Chateau Creck Monk f Epagny Leuilly Anizy Pinon Laval Urcel Nanteui regny Vailly Soupir Chivreste Vicil- Arcy Braisné Maas MSMartin Courlieux SOISSONS Liversin Saconin Belley Bill ise 5 10 Km. 10843 Vierzy Karte zu den deutschen Erfolgen bei Soissons. = Nachmittagsbericht hervorgehoben wurde, hat das Anschwellen der Aisue, durch welches mehrere unserer Brücken zerstört wurden, die Berbindungen der auf den ersten Abhängen des rechten Ufers sperierenden Truppen sehr prefär gestaltet. Ez hinderte uns, ihnen Verstärkungen zu schicken. Das war der Heuptgrund des Zurückweichens dieser Truppen, welche unter schwierigen Bedingungen kämpften. Da wir gezwungen waren, einige Kanonen infolge des Zusammenbruchs einer Brücke im Stich zu lassen, haben wir sie alle un brauch bar gemacht. Von den Deutschen wurden Gefangene gemacht, besonders Verwundete, welche beim Zurückgehen nicht fortgeschafft werden konnten. Unsererseits machten wir eine bedeutende Anzahl von Gefangenen, welche den Bataillonen von jieben verschiedenen Regimentern angehörten. Es handelte sich also im ganzen um einen Teilerfolg unserer Gegner, der jedoch keinen Einfluß auf die Gesamtheit der Operationen haben dürfte. In der Tat ist es in Anbetracht der durch das Anschwellen der Aisne entgegengesezten Hindernisse und der durch uns getroffenen Dispofitionen dem Feind nicht möglich, südlich des Fluſſes dieſen Erfolg, der nur lokaler Natur ist, weiter auszubcuten. Von der übrigen Front wurde nichts gemeldet. Der Kampf an der Yser. Gestlicher Kriegsschauplah. Keine Einberufung des ungedienten Landsturms in Rußland. borwärts und drangen in Tanga ein, dessen äußerste Häusergrenze sie besetzt hielten. Trok des heftigen Feuers aus den Häusern, die mit Schießscharten versehen und stark für die Verteidigung eingerichtet waren, war es unmöglich, angesichts des dichten Busches und infolge der Berstreuung der Regimenter Verstärkung heranzubringen. Die Die Petersburger Retsch" meldet sichtlich offiziös: britischen Truppen gingen daher bei Dunkelwerden unbelästigt Aus hochautoritativer Quelle wird uns mitgeteilt, daß in eine befestigte Stellung etwa eine Viertelmeile zurück, von die in der Presse erschienene Meldung, es stehe in den nächsten wo es möglich war, die Küste zu gewinnen und sich wieder Lagen die Einberufung der Reichswehr zweiter einzufchiffen. Die Deutschen hatten zwei bis dreitausend se ategorie bevor, den Tatsachen nicht entspricht. Mann europäischer Truppen, während die unsrigen vierzehn Die Einberufung der Reichswehr erster Rate- Tage auf See gewesen waren. Der Angriff fand in einem gorie, die bisher noch nicht einberufen worden ist, ist von schwierigen Lande statt. Jedes im Busch versteckt liegende der Verfügung der Kreismilitärverwaltung abhängig. Von Haus war auf die Verteidigung vorbereitet. ihr hängt die Einberufung der noch nicht herangezogenen Reichswehrmänner erster Kategorie oder nur einzelner Jahresklassen derselben ab. Ein deutsche Sanitätsabteilung in russischer Der türkische Krieg. Ein französisches Unterseeboot vernichtet. Konstantinopel, 15. Januar.( W. T. B.) Das Große Hauptquartier teilt mit: Das französische Kopenhagen, 15. Januar.( W. T. B.)„ Birshewyja Unterseeboot" Saphir" versuchte sich dem Eingang in Wjedomosti" meldet, daß in Petersburg am 3. Januar mit die Dardanellenstraße zu nähern, wurde aber sofort der Warschauer Eisenbahn eine gefangene deutsche Sanitäts- durch unsere Artillerie zum Sinfen gebracht. Ein Teil Amsterdam, 15. Januar.( T. U.) Die" Tyd" meldet abteilung, bestehend aus den Aerzten Meier und Bezie der Besatzung konnte gerettet werden. von ihrem Kriegskorrespondenten aus Sluis: An der ser Maltow sti, den Krankenschwestern Müller, Schmidt, sieht der Streit nach den letzten Tagen vollkommen still, und Schilft, Materbreder, Daltig, Wakhecht, Die Kämpfe im Persischen Golf. beschränkt sich auf Artilleriegefechte, die hier und da einsehen. Feldscher Jägert, dem Mechaniker Brove und dem Jede größere Aktion würden durch die vielfachen täglichen Bäcker bachowski eintraf. Die Kriegsgefangenen erSturzregen vereitelt, welche die durch die Ueberschwemmungen hielten Tee und wurden unter Bewachung in das Nikolajewschon in Moräste verwandelten Felder in kleine Binnenseen hospital gebracht. verändert haben. Sobald jedoch wieder besseres Wetter eintritt, fann man auf bedeutende Ereignisse rechnen. Unter der größten Geheimhaltung sind seit ungefähr sechs Tagen große Truppenmassen aus England in französischen Küstenplähen gelandet und nach der serfront gesandt. Es sind wahrscheinlich die bis jetzt eingeübten Freiwilligentruppen des KitchenerHeeres. Die deutschen Fliegerangriffe auf Dünkirchen. Baris, 15. Januar.( T. U.) Gestern nachmittag sind von neuem drei deutsche Aviatiker über Dünkirchen erschienen. Sie warfen einige Bomben ab, die mehrere Häuser beschädigten. Von Tünkirchen flogen sie nach Malo lel bains. Hier schleuderten sie fünf Bomben ab, die sämtlich in der Nähe des Bahnhofes erplodierten und mehrer französische Proviantwagen beschädigten. Am gleichen Tage ist über Amiens ein deutscher Flieger erschienen und warf mehrere Bomben ab. Er wurde von einem französischen Morane- Gindecker verfolgt; jedoch gelang es ihm zu entkommen. Zwei deutsche Flieger niedergeholt? London, 15. Januar.( T. U.) Nach der„ Daily Mail" wurden zwei von den 14 deutschen Flugzeugen, welche DünKirchen überflogen, niedergeholt. Eins bei Dünkirchen und das andere bei Wulpen nördlich von Furnes. Der französische Gesamtverlust. Der Kreuz- 3tg." wird aus Brüssel gemeldet: In amtlichen französischen Kreisen wird der französische Gesamtverlust vom 4. August bis 20. Dezember auf nahezu eine Million Toter, Verwundeter und Gefangener angegeben, darunter 20 000 Offiziere. Genickstarre im kanadischen Kontingent? Loudon, 15. Januar.( W. T. B.)„ Daily Telegraph" meldet aus Montreal: Die hartnäckigen Meldungen, daß im fanadischen Kontingent Englands meningitis und andere Krant heiten ausgebrochen sind, riefen in Kanada große Beunruhigung hervor. Man ist vielfach der Ansicht, daß es besser wäre, das Kontingent nach der Front zu schicken, als es während der Ausbildung unter schlechten Bedingungen in England ruhmloser Krank heit und dem Tode auszusetzen. Der Führer unserer Gegner. Die Der Seekrieg. Der Angriff deutscher Unterseeboote auf Dover. London, 15. Januar.( 2. U.) Die Operationen der Engländer im Persischen Golf scheinen nicht von dem Erfolg gekrönt zu sein, den die Engländer erwarteten oder den fie bisher in der Heimat vorgespiegelt haben. Reuter berichtet, daß fürzlich in Bombay eine große Anzahl verwundeter englischer und indischer Truppen angelangt sind, die ihre Verlegungen am Persischen Golf erhalten haben. Die Leute sagen selbst, daß sie nicht immer so erfolgreich waren, wie sie hofften, da die Türken außerordentlich standhaft find und sich nach jedem, selbst für sie verlustreichen Gefecht ins Land zurückziehen, um nochmals in der Nacht anzugreifen. Diese Nachtangriffe fosteten den Engländern außerordentlich viel, da sie sie nicht erwarteten. Sehr oft ziehen sich auch die Türken zurüd, verschwinden in Terrainfalten und lassen die Engländer passieren, um dann nachber ein mörderisches Feuer auf sie von allen Seiten zu eröffnen. eine ganze Reihe englischer, fleinerer Detachements ist auf diese Weise vernichtet worden. Die Eröffnung der französischen Kammer. London, 15. Januar.( W. T. B.)„ Prez Association" erhielt von einem Augenzeugen folgenden Bericht über den Angriff deutscher Unterseeboote auf Dover: Sturz bor Mitternacht, nachdem die Scheinwerfer eine besonders lebhafte Tätigkeit entwickelt hatten, wurden mit Fernrohren Gegenstände erſpäht, die wie Beristope ausfaben. Die Scheinwerfer fongentrierten ihre Lichtkegel sofort auf die verdächtige Stelle. Bom östlichen Wellenbrecher wurden zwei Schüsse gelöst. Die Zeugen des Vorfalles glauben, daß die Periskope infolge des Feuers verschwanden, man weiß jedoch nicht, ob sie getroffen wurden oder sich durch freiwilliges Tauchen in Sicherheit brachten. Nach diesem Paris, 15. Januar.( W. T. B.) Bei Eröffnung der Im Laufe der Nacht wurde an Kammerfißung bestieg Deschanel die Präsidententribüne Vorfall schwiegen die Kanonen. Küste ein zweiter Alarm gegeben. Der Posten und führte in einer Ansprache aus: dem Admiralitätspier schien ein Licht entdeckt zu haben, das sich an verbotener Stelle bewegte. Der Poſten feuerte. Die Wache wurde herausgerufen, die Kiste abgesucht, aber nichts Verdächtiges entdeckt. Nach anderer Meldung war ein Patrouillenboot auf der Rückfahrt von der Untersuchung eines vorüberfahrenden Schiffes begriffen, als ein feindliches auch boot auf der Leeseite eripäht wurde. Die Batterie am Wellenbrecher feuerte zwei Schiffe. Nach einem dritten Bericht wurden Unterfeeboote nahe der Landspitze wahrgenommen. der auf dem Ein norwegisches Schiff von England aufgebracht. W. T. B. meldet: Kriftiania, 15. Januar. Die norwegische Amerikalinie hat von dem Kapitän des Dampfers Bergensfjord" folgendes Radio telegramm erhalten: Wir wurden 220 Meilen von Bergen entfernt auf der ges nehmigten Route angehalten. Ein englischer Kreuzer verhaftete zwei darauf trop Protestes nach Kirkwall ein, wo weder Baffagiere noch Fracht gelandet wurden. Ich erkenne die Absicht, alle Schiffe, gleich viel ob mit oder ohne Grund, aufzubringen. verbächtige Offiziere und sechs deutsche Berlader und brachte uns Frankreich sei seit Ausbruch des Krieges ein Herz und eine Seele. Die Klugheit der Deputierten werde diese moralische Einigkeit mit ihrer Pflicht der Kontrolle in Einklang zu bringen verstehen, welche in Zukunft energischer als jemals ausgeübt werden müsse. Hätte das Parlament mehr gewagt und mehr gewußt, würde Frankreich heute besser daran sein. Die erste Aufgabe der Kammer sei, die im Feld Stehenden und deren Familien zu unterstüt en, Maßnahmen zur Wiederher. stellung der verwüsteten Gebiete zu treffen und ge meinsam mit der Nation und der Regierung daran zu arbeiten, den Feind zu vertreiben, Belgien zu befreien, die Wiederein berleibung Elsaß- Lothringens in Frankreich vorzubereiten, gleichzeitig das Werk des Friedens und das wirtschaftliche Regime des nationalen Wiederaufbaus vorzubereiten und die Grundlagen für ein neues brüderlicheres und blühen. deres Frankreich zu schaffen. Um diese Aufgaben zu einem guten Ende zu führen, wollen wir an der Ruhe und Kaltblütigkeit des Landes und der Armee ein Beispiel nehmen. Deschanel betonte die Notwendigkeit des Ausharrens und der Geduld. Die Zeit sei in der langen Prüfung ein wert voller Helfer. Die beiden Kaiserreiche haben alle Sträfte aufge wendet. Dem Dreiverband schlugen die Stunden des Sieges noch nicht. Deschanel hob den Mut der Helden Der Krieg und die Kolonien. herbor, brachte die Leiden der Gefangenen und Verwundeten in GrPatrouillengefecht am Oranjefluß. innerung und verherrlichte das französische Volt, welches dant seiner großen Tugenden die höchsten Gefahren überstehe. Wir müssen, erklärte Deschanel, Vollstrecker seines Gedankens und Diener seiner Tapferkeit bleiben, schwören wir, bis ans Ende ohne Fieber, ohne Uebermut seine getreuen Sendboten zu bleiben, mit ihm die heiligste Pflicht zu erfüllen, welche jemals an die menschPretoria, 15. Januar.( W. T. B.) Nach einer amtlichen Meldung hat Kommandant Banzyl am 12. Januar Ramansdrift, den Hauptübergang über den Dranjefluß nach dem deutschen Gebiet, besetzt und ist nach dem Nordufer vorgerüdt, wo ein liche Familie herantrat. Deschanel stellte schließlich fest, welche Kampf mit einer deutschen Patrouille stattfand. Die Deutschen zogen sich in nördlicher Richtung zurüid. Sie wurden nach mittags zwei Meilen von der Drift überrascht. Ein Deutscher wurde getötet, einer verwundet gefangen. Der Rest zog sich gegen Sandfontein zurück. Kämpfe in Nigeria. Die Kriegsausgaben. Kopenhagen, 13. Januar.( T. U.) Der Berichterstatter der neuen Sympathien jenseits der Grenzen kund wurden, begrüßte Berlingske Tidende" hat bei seiner Rückkehr von der Front des die beiden auf dem Feld der Ehre für Frankreich gefallenen französischen Heeres nach Paris zusammen mit sechs seiner KolGaribaldi und brachte seine tiefe Dankbarkeit für General Tegen einen Besuch beim Oberkommandierenden der Verbündeten Garibaldi zum Ausdrud. Wieder einmal sei italienisches int Westen, General Joffre, gemacht. Der Empfang fand in Blut mit französischem Blut auf Schlachtfeldern Meaug statt. Der General traf wenige Minuten vor den Korgeflossen, damit aus Kriegsgreuel und Todesschatten die respondenten im Rathause der Stadt ein. Von seinem Automobil London, 15. Januar.( T. U.) Nach hier vorliegenden Wiel- fiegreichen Helligkeiten der ewigen Gerechtigkeit erblühten. wvehte eine Fahne, die mit derselben goldgefranzten Schleife ge= Die Rede Deschanels wurde sehr beifällig aufgenommen. schmückt war, die die Wagen der Armeeführer kennzeichnet, außer- dungen aus Nigeria dauern die Kämpfe zwischen den briitschen dem aber noch eine weiße, goldgestickte Borte trug, die allein dem und den deutschen Truppen unvermindert fort. Der Kampf ist Generaliffimus des Heeres vorbehalten ist. Das Aeußere des allerdings fast vollkommen ein Guerillafrieg geworden, da die Deut. Bei den Worten über Italien und Garibaldi erhoben Die Tagesordnung wurde durch Handerheben. Mannes, der den hartnädigen Widerstand der verbündeten Heere schen sich in das Inland zurückgezogen haben. Wie die„ Times" sich die Minister und klatschten begeistert Beifall. gegen die deutsche Armee organisiert, ist nach der Schilderung des Kamerun und Nigeria die Offensive ergriffen und den Engländern einstimmig angenommen und hierauf die Sitzung aufgehoben. berichtet, haben jedoch deutsche Streitkräfte an der Grenze zwischen dänischen Journalisten einfach, man fönnte sagen, einfach bürgerlich. Er ist eher unter als über mittelgroß, breitschultrig und verschiedentlich empfindliche Schlappen beigebracht, wie die offi- Nächste Sigung Dienstag. Präftig gebaut. Er hat schöne Augen und schöne Hände. Vielleicht ziellen Berichte selbst zugeben. So erfolgte ein leberfall deutscher ist sein Blick etwas müde und fern, wie häufig bei Leuten, die viel Truppen auf Jola, bei dem die Engländer 6 weiße Offiziere und 80 farbige Soldaten verloren. Die Deutschen hielten Jola bis Paris, 15. Januar.( W. T. B.) Der Ministerrat hat denken, aber seinem Blick fehlt weder Klarheit noch Tiefe. zum Heramahen britischer Verstärkungen fest und zogen sich dann Haare und der Schnurrbart des Generals sind schneeweiß, aber wieder auf eigenes Gebiet zurüd, nachdem sie die Befestigungs- beschlossen, dem Parlamente eine Gesetzesvorlage zu unterbreiten, die außerordentlich stark entwickelten Augenbrauen, die angeblich werte der Stadt vernichtet hatten. Einen besonders fühnen Angriff wonach der Betrag für Ausgabe von Nationalberteidigungsgutan die Bismarcks auf dem Lenbachschen Porträt erinnern, haben unternahmen die Deutschen auf das von den Engländern bejezte, scheinen sowie gewöhnlichen Staatsschakgutscheinen auf drei eine rotgoldene Grundfarbe. Auffallend ist Joffres gedämpfte bereits auf Stameruner Gebiet liegende Nssa matang, durch den Milliarden erhöht wird. Sprechweise. Es flingt weder Kommando noch Fanfare in seiner Jm Senat. Stimme; er sagt deutlich, was er zu sagen hat, aber es kommt es ihnen gelang, die Engländer wieder zu vertreiben. Das Herannahen der Deutschen war dem Kommandanten der englischen ruhig und fast leise. Auch glänzt General Joffre nicht durch Truppen, Sir Milne- Howe fignalifiert worden, er hatte in aller Paris, 15. Januar.( W. T. B.) Jm Senat erklärte geftern äußere Bracht; auf seinen Aermeln trägt er einige ganz fleine Gile Schüßengräben ausnehmen lassen. Die Befestigung wurde Dubost, die Einigkeit und das gegenseitige Vertrauen der Sena Metallsternchen, sonst aber schmückt ihn weder Orden noch Band, jedoch von den Deutschen mit dem Bajonett gestürmt. Die EngDas Jahr 1915 werde ein entSchnüre oder Stickeveien. Man sagt von ihm, daß er keine poli- länder verloren an Toten und Verwundeten 5 Offiziere und über toren fei notwendiger als je. tischen Interessen habe und daß er das Gesellschaftsleben wie die 100 Mann. 6 weiße Offiziere gerieten in deutsche Gefangenschaft. fcheidendes Datum für Frankreich bilden. Deutschland berausche fich Best verabscheue. Ferner wird behauptet, daß General Joffre die Die„ Times" erklärt weiterhin: Die Lage der Deutschen ist an dem drohendsten Kaisertraum, den die Welt jemals gefannt habe, jezige Form der französischen Communiqués geschaffen habe, ja ungünstig, denn sie können weder neuen Proviant noch neue Du und schwelge jezt in Brand und Blut im Gegensatz zu dem fried. es wird jogar behauptet, daß er sie gewöhnlich selber diktiert. nition erhalten, noch können sie eigene Meldungen in die Heimat Nach den üblichen Höflichkeitsphrasen richtete Joffre einige fenden, da alle Kabel in unserer Hand find. Sie werden es aber lichen Frankreich. Deutschland habe die wissenschaft des Todes Worte an die Journalisten. Dabei ſagte er u. a.:" sch ersuche Sie, alles zu schildern, was Sie gesehen haben, ohne Fehler oder trotzdem noch lange aushalten, denn eine unerschütterliche Zuver organisiert. Der augenblickliche Kampf sei der fürchterlichste in der Sie, alles zu schildern, was Sie gesehen haben, ohne Fehler oder ficht auf den Steg ihrer Landsleute in Europa stärkt ihren Mut. Geschichte und müsse mit erbarmungsloser Vernichtung jenes mittelMängel zu verbergen, oder die Vorzüge, die Eindruck auf Sie gealterlichen Despotismus enden, welcher in so ungeheuerlicher Weise macht haben, zu überschäßen. Frankreich wünscht, daß die Völker, Der mißlungene Angriff auf Tanga. auferstanden sei. denen Sie angehören, die Wahrheit erfahren sollen, nichts anderes." Ohne die Stimme zu heben, fuhr der General dann fort: Frank- London, 15. Januar.( W. Z. B.)„ Daily Telegraph" reich hat diesen Krieg nicht gewollt, er ist uns aufgezwungen wor- meldet noch über den Angriff der Engländer auf Tanga: den, aber das Volk ist bereit, alle Opfer zu tragen, die von ihm Unsere Truppen tamen um 2 Uhr 30 Minuten unter das zum endgültigen Sieg( jusqu'au succés final)." General Joffre Feuer der Gewehre und Maschinengewehre. Die 101. Grenadrückte zum Abschied jedem der Herren die Hand, und während er diere kamen in einem dichten Busch unter heftiges Kreuzfich dann verbeugte, wiederholte er gedämpft und feit:" Der end- feuer, behaupteten aber ihre Stellung. Das Royal North daß nach der Frage des Gesundheitsdienstes die dringende Frage liche Sieg wird unser sein.( Le triomphe final, nous l'aurons.)" Lancashire- Regiment und die Kashmir Rifles tamen langsam der Interniertenlager erledigt werde, welche lein verlangt werden. Die Nation wird ihre Pflicht vollauf tun bis Hierauf vertagte sich der Senat auf Dienstag. Schwere Anklagen Hervés. Paris, 15. Januar.( W. T. B.) Gustave Hervé verlangt, Ruhresblatt der französischen Geschichte sei. Anfang Auguft habe ein Schwarm von Alarmisten der Bevölkerung in den Kopf gesetzt, das Land sei voller Spione. Spione habe es gegeben, Ein mildes Urteil. Bon der Schweizer Grenze, 14. Januar.( T. 11.) Parijer Kriegsbekanntmachungen. Fürsorge für invalide Kriegsteilnehmer. aber als die deutsche Lawine in Frankreich einbrach, sei es allzu Zeitungen berichten über folgenden vom Seegericht in Brest verhan Berlin, 13. Januar.( W. T. B.) Von dem Zentralkomitee der einfach gewesen, die Niederlage durch ungenügende Vorbereitung, delten Fall: Ein deutscher Reisender, der zwanzigjährige Kurt Neu- deutschen Vereine vom Roten Kreuz erfahren wir, daß die zahlenmäßige Unterlegenheit und Fehlen schwerer Artillerie Haus aus Hamburg, war im November durch ein französisches Schiff dieser Gesamtorganisation aller deutschen Vereine vom Roten zu erklären. Man habe einen Sündenbod finden müssen, auf dem holländischen Dampfer Tubantia" gefangengenommen und Kreuz zugewiesene Aufgabe, auch nach Aufgabe, auch nach dem Friedensschluß Diesmal seien Spione der Sündenbock gewesen. Die nach dem Kriegsschiff Charles Martell" übergeführt worden. Hier solchen bedürftigen Kriegsteilnehmern, welche infolge des Regierung habe den Kopf verloren und befohlen, alle Deutschen wurde er von dem auf Posten stehenden Marinereservisten Gueguen Krieges an ihrer Gesundheit geschädigt und dadurch in ihrem Erzu internieren. Die unglücklichen Opfer würden unter dem Johlen aus Concarneau erschossen. G. wurde wegen fahrlässiger Tötung werb beeinträchtigt worden sind, sowie deren Hinterbliebenen Unterder Bevölkerung in Eisenbahnzüge gebracht und in den Waggons unter Annahme mildernder Umstände zu einem Monat Gefängnis ftügung zu gewähren, soweit ihnen eine zureichende Beihilfe nicht Reich oder von anderer Seite zuteil wird, int eingepfercht. In den für ihren Aufenthalt bestimmten Städten verurteilt, welche Strafe durch die Untersuchungshaft verbüßt erachtet bom einer den heutigen heutigen Anschauungen über private Fürsorge würden sie zwischen zwei Reihen Soldaten und Schuyleuten in wird.( Wiederholt, weil nur in einem Teil der gestrigen Auflage.) angepaßten Weise und in freundschaftlicher Verbindung mit allen der Kriegsgefangenen. möglichster Stärkung unserer Volkskraft, von ihr Die Behandlung der Kriegsgefangenen. einschlägigen Organisationen unseres sozialen Lebens, unter Lokale geführt, wo nichts zu ihrem Empfang vorbereitet sei, und wo Männer, Frauen und Kinder wochenlang auf Stroh oder dem nackten Boden in widerlichem Durcheinander hausen müßten und wie Sträflinge behandelt würden. Man werde niemals die Zahl der armen Kinder fennen lernen, welche in diesen Zuchthäusern infolge des Elends und der Entbehrungen star ben, Dies sei eine schöne Reklame für Frankreich im Ausland. Das Parla ment solle Maßnahmen für eine würdige Behandlung der Internierten treffen, um den guten Ruf Frankreichs und die Ehre der Republik zu retten. Gegen die japanische Unterstützung. " Amsterdam, 15. Januar.( Privattelegramm des ,, Vorwärts".) Das„ Journal des Debats" veröffentlicht eine Zuschrift des Altvorsizers der Lyoner Handelskammer Isaac, der gegen die Abtretung Indochinas für die Hilfe der Japaner namens aller Mitarbeiter an der französischen wirtschaftlichen Expansion profestiert. Es lohnte nicht der Mühe, die deutsche Handelstyrannei abzuschütteln, wenn wir gleichzeitig kolonialen und ökonomischen Welteinfluß hingäben. Der ferne Osten werde fünftig der wichtigste Weltteil, auch Frankreich habe dort das Recht auf einen Platz. Indochina ist dort der Stützpunkt und die Preisgabe würde nur bedeuten, daß Frankreich nach dem Kriege verurteilt ist, keinen Anteil an den Weltbegebnissen mehr zu haben. Aber diese Auffassung ist wenig patriotisch. Frankreich darf seine Wünsche nicht auf historische Grenzgebiete beschränken. Das Vaterland darf alle Opfer für die Befreiung auferlegen, nur nicht solche, die Frankreichs Würde berühren. Die Japaner wären die ersten, uns zu verachten." Ein französischer Sozialist über die Weltpolitik. Aus Amsterdam schreibt man uns: Wir haben schon darauf hingewiesen, daß sich auch bei den französischen Sozialisten das Etreben undgibt, die treibenden Kräfte des Weltkrieges nicht durch die von der Regierung approbierte Brille zu betrachten. Diese zu nehmende elbstbesinnung kann man erfreulicherweise auch in der Humanité" wahrnehmen, allerdings weniger in den von führenden Barlamentariern gezeichneten Leitartikeln, wo die blanquistische Stimmung überwiegt, als in gelegentlichen Ausführungen über Einzelfragen. So scheint uns ein bloß mit den Anfangsbuchstaben R. L. gezeichneter Artikel über die Rückwirkung des Kriegs in Asien bemerkenwert, der schon in der Nummer vom 24. Dezember v. J. erschienen ist. Der Verfasser setzt darin, wie vorläufig noch fast alle seine Landsleute, den völligen über wältigenden Sieg der Verbündeten voraus. Er setzt auseinander, wie England und Rußland dann, nach Zerstörung der deutschen weltpofitischen Projekte, Asien unter sich aufteilen würden, und fährt dann fort: ,, Wo aber bliebe bei diesen Operationen der Anteil Frant reichs, bas durch den jezigen Krieg feine best en Industrien zugrunderichtet und einen Schaden erleidet, den die optimistischesten Beurteiler schon über 30 Milliarden schäzen? Die Antwort darauf sehen wir zur Stunde noch nicht. Und so kommen uns die prophetischen Sätze in den Sinn, die Fürst Kotschubeŋ im Juni geschrieben hat."- Der Artikelschreiber zitiert hierauf aus der im„ Correspondent" erschienenen und in den Preußischen Jahrbüchern" übersetzten Studie des russischen Schriftstellers den auf die kriegerische Zufpigung des weltwirtschaftlichen Konfliktes bezüg lichen Absatz, der mit den Worten schließt:" Bon zwei Dingen eines: entweder wird Deutschland einwilligen, mit Ergebenheit dem fortschreitenden Verfall seiner Industrie nnd seines Handels zuzusehen oder es wird die Frage durch die Gewalt der Waffen zu lösen trachten. In diesem Augenblick werden Frankreich und RußTand gezwungen sein, sich zu entscheiden und das Für und wider eines Kampfes zu wägen, der im Grunde die Aufrechterhaltung der Welt vorherrschaft des eng Iischen Handels zum Gegenstand hat. Und der Artikelschreiber der Humanité" schließt:„ Wir haben diesen starken Worten, die ihre volle Attualität bewahrt haben, nichts hinzuzufügen". Sicherlich, man fann und muß vom sozialistischen Standpunkt die wirtschaftlichen und die auf sie gegründeten politischen Auffaffungen des russischen Autors fritisieren, aber welcher Fortschritt immerhin von einer Auffassungsweise, die Ends Teilnahme am Krieg auf seinen„ Edelmut" zurüdführt und ben verbündeten Regierungen das Streben zuschreibt, den Imperialismus auszurotten, zu dieser Besinnung auf das, was in der Menschheitsgeschichte bewegende Kraft war und ist! Beginnende Einsicht. Es ist unverkennbar, daß sich in der legten Zeit in der frans zöfifchen Arbeiterbewegung ein Umschwung vorbereitet. Ganz abgesehen davon, daß die" Humanité" einen anderen Ton gegenüber dem zarischen Verbündeten Frankreichs angeschlagen hat, mehren sich in der französischen Arbeiterpresse die Stimmen, die vor den durch den Chauvinismus und Sozialpatriotismus_herbeigeführten Verwüstungen in den Anschauungen der klassenbewußten Arbeiter warnen. Dieser Umichwung tritt in noch trasserer Weise in den Arbeiterorganisationen hervor. So hat vor furzem Pierre Monatte, der Vertreter der Metallarbeiter in der französischen Gewerkschaftszentrale( Algemeine Konföderation der Arbeit), seinen Austritt erflärt, weil die Funktionäre der Zentrale, mit deren Sekretär Jouhaug an der Spize, eine Sprache führen, die nur der Nationalisten würdig sei. Den unmittelbaren Anstoß zum Austritt Monattes gab der Beschluß der Gewerkschaftszentrale, die Einladung zu der Internationalen Konferenz in Kopenhagen unbeantwortet zu lassen. Es ist hierbei bezeichnend, daß dieser Beschluß nur mit 22 Stimmen gegen 20 angenommen wurde. Bu lösen. Berlin, 15. Januar.( W. T. B.) Die Presse des feind beabsichtigt wird. Die Vorarbeiten dazu sind im Gange. lichen Auslandes behauptet, die Kriegsgefangenen in Das Rote Kreuz wird sich an das deutsche Volk mit der Bitte die es hiergit. Deutschland würden schlecht behandelt, im wenden, ihm die großen Mittel zu geben, braucht, und es steht zu erwarten, daß bei dem überall vorhandenen Gegensatz zu der Behandlung der Kriegsgefangenen durch entschiedenen Willen in Ergänzung der Staatshilfe- den Braven unsere Gegner. Eine durch„ Havas" verbreitete Note des zu helfen, die für uns ihre Gesundheit geopfert haben, und die zu französischen Striegsministeriums äußert sich in gleichem Sinne. unterstützen, deren Ernährer eingezogen oder gefallen ist, so reiche Andererseits herrscht in Deutschland vielfach die Ansicht, Mittel zusammenströmen werden, daß diese Aufgabe in einer des die feindlichen Kriegsgefangenen würden verwöhnt. deutschen Volkes würdigen Weise gelöst werden kann. Beides ist falsch. Die Kriegsgefangenen werden in Deutschland nach dem Völkerrecht und nach den Vorschriften, die diesem entsprechen, behandelt, nicht besser und nicht schlechter. So wird es auch weiter gehalten werden. „ Deutsche Grausamkeiten". Feldpostbriefe nach dem Feldherr im Gewicht über 250 Gramm bis 500 Gramm werden für die Zeit vom 1. bis einschließlich 7. Februar von neuem zugelassen. Die Gebühr beträgt 20 Pf. Die Sendungen müssen dauerhaft verpackt sein. Nur sehr starke Pappkasten, festes Padapier oder dauerhafte Leinwand sind zu verwenden. Für die Wahl des Ver= Amtlich. Berlin, 15. Januar.( W. T. B.) Das Journal officiell" verbreitet einen amtlichen französischen Gegenstände sind nach Umhüllung mit Papier oder Leinwand mus packungsstoffes ist die Natur des Inhalts maßgebend; zerbrechliche Bericht über deutsche Grausamkeiten. Der Bericht schließlich in starte Schachteln oder Kasten zu verpacken. Die Pädbildet den Gipfel in dem Lügenfeldzug, der seit Kriegsbeginn gegen chen, auch die mit Klammerverschluß verschenen, müssen allgemein Deutschland geführt wird. Er strost von den unerhörtesten Greuel- mit dauerhaftem Bindfaden fest umschnürt werden, geschichten. Die lediglich von Franzosen behaupteten Fälle werden bei Sendungen von größerer Ausdehnung in mehrfacher Kreuzung. als bewiesen dargestellt, ohne daß irgendeine Möglichkeit bestände, oder unbedingt haltbar auf ihnen zu befestigen und müssen deutlich Die Aufschriften sind auf die Sendungen niederzuschreiben sie unparteiisch zu untersuchen. Das deutsche Heer steht zu hoch, als daß es von diesem Schmut erreicht werden könnte. Es nimmt aber davon Kenntnis, zu welchen vergifteten Waffen ohnmächtiger Haß einen Gegner getrieben hat, der einst für ritterlich galt. und richtig sein. Außer fleinen Bekleidungs- und Gebrauchsgegenständen sind auch Lebens- und Genußmittel zuläffig, aber nur soweit, als sie sich zur Beförderung mit der Feld post eignen. Ausgeschlossen sind leicht verderbliche Waren, wie z. B. frisches Obst, frische Wurst; ferner feuergefährliche Zum Rücktritt Berchtolds. Gegenstände, wie Patronen, Streichhölzer und Taschenfeuerzeuge Mailand, 15. Januar.( T. 1.) Der„ Corriere della Sera" mit Benzinfüllung. Päckchen mit Flüssigkeiten sind nur meldet aus London: Der Rüdtritt Berchtolds sei dort Behälter enthalten und dieser in einen durchlochten Holzblock oder in zugelassen, wenn die Flüssigkeiten in einem starten, sicher verschlossenen als das wichtigste politische Ereignis seit Beginn des Krieges eine Sülle aus starter Pappe feit verpadt ist, und sämtliche Zwischenbetrachtet worden. Man glaubt, daß Berchtold zum räume mit Baumwolle, Sägeipänen oder einem schwammigen Stoff Frieden geraten habe, aber beim Kaiser auf Widerstand so angefüllt sind, daß beim Schadhaftiverden des Behälters die Flüssig= gestoßen sei.(?) Burians Wahl sei wohl auch durch seine feit aufgesaugt wird. speziellen Fähigkeiten zur Lösung der Finanzkrise mit veranlaßt worden. werden von den Bostanstalten unweigerlich zurüdgewiesen. Sendungen, die den vorstehenden Bedingungen nicht entsprechen, Der Staatssekretär des Reichsamts des Innern. Kraette. Militärwesten aus Seidenstoff. Das Kriegsministerium teilt mit: Die russische Unterdrückungspolitik. meldet: Aus Polen eintreffende Nachrichten besagen, daß die Lausanne, 15. Januar.( W. T. B.)„ Gazette de Lausanne" russischen Behörden in Galizien tein febr le b- litärivesten aus billigem Seidenstoff, wie er sonst zur Herstellung von haftes Gefühl für die Freiheit des Rechts aller Völker bezeigen. Ein Neujahrswunsch belgischer und französischer Kriegsgefangener. Die im Verdener Reservelazarett liegenden verwundeten Pelgier und Franzosen haben an den leitenden Arzt und die Schwestern ein Neujahrsschreiben gerichtet, dessen Inhalt auch unsere Leser interessieren wird. Das Schreiben ehrt nicht nur die Aerzte und das Pflegepersonal, sondern auch die Gefangenen. Es hat folgenden Wortlaut: " Sehr geehrter Herr Doktor!, Sehr geehrte Schwestern! Wir belgischen und französischen Soldaten, die im Hospital Wir belgischen und französischen Soldaten, die im Hospital zu Verden verpflegt werden, wollen den Anfang des neuen Jahres nicht vorübergehen lassen, ohne Ihnen unsere Wünsche darzubringen. Gine wahre Erleichterung für uns war es, bei unserer Antunft hier in Verden die korrekt heit und Liebenswürdigkeit der Mitglieder des Roten Kreuzes zu sehen. Im Hospital wurden wir angenehm berührt durch die vollfommene Hygiene und Sauberkeit der zu unserer Aufnahme bestimmten Räume. Wir danken Ihnen, Herr Doktor, und Ihnen, verehrte Schwestern, für die liebevolle Pflege, die Sie uns bis jetzt gewidmet haben, und die auch nicht einen Tag jich gemindert hat. Wir erwarteten nicht weniger von der großen deutschen Nation, die stets einen hervorragenden Plas in den Fragen der Hygiene und der Medizin eingenommen hat. Wir bedauern nur, daß der zwischen unseren Ländern herrschende Krieg uns in unserem Dante zu einer Zurüdhaltung zwingt, die Ihnen verständlich sein wird. Beim Jahreswechsel bitten wir Sie, geehrter Herr Doktor, und auch Sie, verehrte Schwestern, unsere aufrichtigsten Wünsche für Ihr Wohlergehen anzunehmen. In unsere Wünsche schließen wir die Mitglieder Ihrer Familien und alle diejenigen ein, die Ihnen lieb und teuer sind. Wir hoffen, daß beim Eintritt des Friedens Sie alle die Ihrigen wiederfinden werden, und daß Sie im Laufe dieses furchtbaren Kampfes vor schmerzlichen VerIusten bewahrt worden sind. Wir bitten Sie, Herr Doktor, dem Herrn Kommandanten unfere chrfurchtsvollen Wünsche übermitteln zu wollen. Vor einiger Zeit wurde darauf hingewiesen, daß sogenannte Wi Schirmen Verwendung findet, nicht empfohlen werden könnten. Selbstverständlich soüten hierdurch die Westen aus guter Seide, die naturgemäß einen weit höheren Preis haben müssen, in ihrer Güte nicht herabgesetzt werden. Die praktischen Eigenschaften, die Seide, namentlich auch in der Form von Wäsche hat, sind zu bekannt, als daß ihre Herabsehung beabsichtigt sein könnte. Bezweckt wurde lediglich, gegen die große Reklame für minderwertige Seidentvesten aus Schirm feide zu selde zu ziehen. Lezte Nachrichten. Wechsel in der Leitung des Reichsschahamts. Berlin, 15. Jan.( W. T. B.) Wie die Nordd. Allg. 3tg." von unterrichteter Seite erfährt, steht binnen kurzem eine Aenderung in der Beschung des Reichsich a ta mts bevor. Der Staatssekretär Sühn leidet schon seit längerer Zeit an einer fortschreitenden gichtischen Erkrankung, die ihm mehr und mehr auch in der Ausübung seiner amtlichen Tätigkeit hinderlich wird und den Gedanken an einen Rücktritt nahelegte. Er hat, wie selbstverständlich, nach Ausbruch des Krieges alle persönlichen Rücksichten zurücktreten lassen und weiter im Amte verharrt. Im ferneren Verlaufe der Dinge hat er sich jedoch davon überzeugt, daß er, wenn er die demnächst notwendige Neuordnung der Finanzen des Reiches nicht bloß vorbereiten, sondern auch abschließend durchführen wollte, noch eine Reihe von Jahren im Dienste verbleiben müßte, was sein Gesundheitszustand ausgeschloffen cr scheinen läßt. Es müßte aber unter allen Umständen vermieden werden, daß der Wechsel im Finanzreffort im Laufe der zu erwartenden neuen Arbeit eintritt. Der Reichsschahsekretär hat während der letzten Anwesenheit des Reichskanzlers in Berlin im Dezember 1914 Gelegenheit genommen, diefem seine Erwägungen vorzutragen. Der Kanzler hat sich, so sehr er das Ausscheiden dieses ausgezeichneten und hochverdienten Mitarbeiters bedauert, dem Gewicht seiner Gründe nicht entziehen können und die Befürwortung des Abschiedsgesuches zusagen müssen. Als Nachfolger ist der Direktor der Deutschen Bank, Wirklicher Legationsrat Professor Dr. Helfferich in Aussicht genommen. Wahrscheinlich wird seine Ernennung Möge dieses Andenken, das wir Ihnen, geehrte Schwestern, heute darbringen, Ihnen der Beweis unserer Dankbarkeit sein; zum Staatssekretär so zeitig erfolgen, daß er bereits den möge es Sie daran erinnern, daß überall und in allen Lagen Reichshaushaltsetat für 1915, der, wie bekannt, einen wesentSoldaten Verdienst und Aufopferung dankbar anerkennen. Wir lich formellen Charakter tragen wird, im Bundesrat und zweifeln nicht, daß Ihre Aufgabe nicht sehr dankbar ist; zweifels- Reichstag einbringen kann. ohne würden Sie lieber Ihren Landsleuten Ihre liebende Sorgfalt gewidmet haben. Denken Sie aber daran, daß Amtlich. Berlin, 15. Januar.( W. T. B.) In der„ Tries auch belgische und französische Frauen gibt, welche glüdlich sind, Ihren Landsleuten, die bune de Genève" wird behauptet, die deutschen Konsulate hätten die in ähnlicher Lage sind wie wir, nüßlich zu sein, in Italien anfäffigen Deutschen angewiesen, sich auf das erste und das Gute, was Sie hier an uns tun, Ihnen Beichen zum Verlassen Italiens bereit zu halten. Diese Behauptung ist völlig erfunden. anderswo bergolten wird einst. Möge das beginnende Jahr bald das Ende dieses furchtbaren Kampfes fehen, der die zivilisierten Völker Europas zerfleischt. Möge dieser gewaltige Streit der Waffen die Völker frei machen von der Reizbarkeit und Empfindlichkeit, die sie zu Feinden macht. Möge ein ehrenvoller und allen genehmer Friede dem Kriege bald ein Ende machen, damit die Völker, sich nun besser kennend, sich einander mehr achten und in Zukunft voller Eintracht an dem Glück und dem Gedeihen der großen Familie arbeiten, der wir alle angehören: der Menschheit. Verwirklicht sich dieser letzte Wunsch, so sind die Opfer, die von allen gebracht worden sind, nicht umsonst gewesen." Wir können uns dem Wunsche der Gefangenen nur aus vollem Herzen anschließen. Ein deutsches Dementi. Verbot einer Zeitung. Kopenhagen, 15. Januar.( W. Z. B.) Nach Mitteilung der„ Rietsch" vom 6. Januar ist die ,, Moskauer. Deutsche 3eitung" wegen schädlicher Nichtung, die sich in Angriffen auf England und Frankreich zeigt, verboten worden. Verbot der deutschen Sprache in Riga. Kopenhagen, 15. Januar.( W: T. B.) Der Gouverneur, von Riga hat das Verbot des öffentlichen demonstrativen" Deutschsprechens sowie der deutschen Schilder und Aufschriften unter Androhung von 3000 Rubeln oder 3 Monatent Gefängnisstrafe erneut eingeschärft. JANDORF 95% Woche 2 Schmortöpfe Emaille 16 and 20 o 95 PL 2 Kasserollen Emaille ca. 16 und 18 m 95 PL 3 Kasserollen Emaille a. 10, 14 und 18 cm 95 PL 1 Kaffeekanne Emaille, weiss oder nenblan, ca. 15 cm 95 PL. 2 Paar Manschetten garantiert 41ach gute 95 Pf. Qualität 1 Paar DamenHandschuhe Trikot, mit 2 Druckknöpfen 1. Brust- and Rückenwärmer Trikot 95 PL 4 Gläbsträmpfe 95 PL. 10 mit Blende 1 Küchenlampe 95 PL. 12 Gaszylinder mit Goldstempel 95 PL 1 MessingNachtlampe 95 PL. 1 Palmständer braun 95Pt. Ipatriotisches Bild Spittelmarkt Belle- Alliancestr. Gr. Frankfurterstr. Brunnenstr. Kottbuser Damm Wilmersdorferstr. Verlangen Sie bei Ginkäufen Rabattmarken. Verkauf nicht an Wiederverkäufer. Handarbelten Baumwollwaren Drell oder Gerstenkorn, mit Kante Pf. 1 Mittendecke, Kissenbe-| 3 Küchenhandtücher 95 zug oder Tischläufer 95 ripsartiger Stoff, neue Vorzeichnung Pf. teilig, vor1 Waschtischgarnitur gezeichnet Beklage nicht derMül und es ist so schön den Morgen, Arbeit gibt, zu sorgen für Menschen die man liebl 1 Wanddekoration Aida95 stoff. mit neuen Vorzeichnungen Pf. mit 95 1 Kissenfüllung Pflanzendaunen gefüllt, ca. 40x50 cm.. Pi. 95 PL. 95 Pf. K 95 Pf. 95 Pf. 1 Mittendecke mit Einsatz und Spitze und 95 imitierten Filet- Motiven.... 1 Tischläufer passend 95 Pf. 2 Deckchen passend.. 95 PL. Damen- Konfektion 1 Bluse Hemdform, aus ge- 95 Pf. mustertem Barchent 1 Bluse halsfrei, aus gemustertem Barchent mit Knopfbesatz aus gemustertem 1 Kinderkleid Barchent 95 pl. ca. 45-55 cm lang... aus Alpacka in vielen weiss Drell 3 Stubenhandtücher 95 Pf. 12 Poliertücher...... 95 Pf. 2 Stubenhandtuch- Abschnitte 95 gebleicht.... Pf. | Strümpfe schwarz oder farbig. 95% Porzellan 6Person. 1 Paar Damen- Strümpfe| 10 Speiseteller 95 Pr. gewebt, Reine, Wolle", 95 Pf. 1 Kaffeegeschirr 95 1 Paar Damen- Strümpfe 2 Vorratstonnen deko 95 Pl. Seide mit Musseline Oberteil 95 Pf. 1 Salz- od. Mehlmeste det 95 Pf. und Sohle, schwarz. 3 Paar Damen- Strümpfe schwarz, lang, Fuss ohne Naht 100- Gramm- Docke Strickwolle 95 schwarz oder meliert, gute Qualität ca. 40x50 cm 95 Pf. gelb. gebändert.. ge5 Poliertücher b.. 3 Jacquard Servietten95 3 Geschirrtücher Halbleinen, säumt u.gebändert 95 6 Geschirrtücher gesäumt und 1 Bohnertuch grün.. 95 Pf. 2 Meter Hemdentuch.... 95 Pt. 2 Meter Louisianatuch... 95 Pf. 2 Meter Wäschetuch 95 Pf. 1 Paar Damen- Strümpfe Flor- Musseline mit durch 95 Pf. brochenem Zwickel riert dekoriert 6 Gewürztönnchen Gold 95 Pi. dekor zusammen 6 Milchtöple Golddekor 95 Pf. 1 Essigflasche deko1 Oelflasche 1 Bratenplatte 1 Paar Damen- Strümpfe 1 Sauciere Seiden- Imitation, schwarz, 95 Pf. besonders haltbare Qualität 5 Paar Ersatzfüsse für DamenStrümpfe, schwarz oder lederfarbig 2 Paar Fusswärmer 95 mit angewebtem Futter 3 Paar Herren- Socken meliert, Fuss ohne Naht Baumwollwaren130 cm breit Pf. Daulas ca. 150 cm breit.... Einheitspreis Meter Vorhangstoff glit Bettsatin gestreift, ca.130cm breit.. ca.130cm breit Bettdamast geblamt, Louisianatuch Deckbettbreite.... 95 Deckbettbreite.. Köper- Inlettet od.rosarot, Züchen kariert, DeckbettBetikattun Wirtschaftsartikel breite. geblümt, Deckbettbreite.. schwarze 95 1 Unterrock Farben, mit 95P 1 Stahlblech- Bratpfanne 95 2Paar Ess- Bestecke Grife... Tressenbesatz... Kurzwaren 1 Armblattaille...... 95 PL. ca. 26 oder 28 cm. Verschiedenes m. Gummi95 FlaschenSchrank 3 Paar Armblätter Einlage... 1 Paar Damenstrumpfhalter 95 1 Stahlschere........ 95 PL 6 Dtzd. Wäscheknöpfe Zusammen 1 Pf. 1 Kaffeemühle 95 Pf. 4 Vorratsbüchsen dekoriert 95 Pf. 1 Briefkasten 95 Pf. 4 Dtzd. la Druckknöpfe 95 Flaschenschrank 95 p. 3 Stück Halbleinenband sortiert. 1 Herren- Artikel PL aus stark. 95 1 Paar Hosenträger Gummi, oder Band mit auswechselb.Teilen Pf. 1 Garnitur Vorhemd und Manschetten, moderno Muster 95 Pf. 1 Yachtklubmütze für 95 Pf. Herren für 1 Metall- asschlauch 1 Meter 95 95 Pl. 95 PL bestehend aus: 1 Putzbrett, 2 Fleischbretter, 1 Fleischklopfer, 1 Reibekeule 95 Pf. 1 Holzgarnitur 1 Soldaten- Mütze Knaben. 95 PL 1 Matrosen- Mütze mit Gar- 95 Pl. nierung 2 Stehumlegekragen moderne Form, 95 1 Petroleumkanne lackiert ca. 3 Liter verschied. Höhen 1 Küchen1PrinzHeinrich 95 Pf. beil 95 Pf. 6' AluminiumEsslöffel95 95 PÅ. Mütze für 95 Knaben 1 Halstuch grau, Reine Seide... 1 Knaben- Hose aus haltbaren gemus- 95 95 Pf. Krawatten Selbstbinder 95 oder Regattes, moderne Muster Pf. garantiert& fach, terten Stoffen, für 3-9 Jahre 3 Kragen mit umgelegten 95 Pf. Ecken, verschiedene Höhen tertig Griffen 6 Tischmesser mit schwarzen 95 12 Aluminium- Kaffeelöffel 95 PL. 1 Tranchierbesteck 95 PL. riert 95 Pf. zusammen 95 PI. 80061Kaffeekanne 1 Schöpflöffel 1 Schaumlöffel gross, mit Golddekor 95 PL 6 Kaffeebecher dekoriert od. mit Goldband 95 Pf. PL 1 Kaffeegeschirr 5 teilig, reich dekoriert, f. 2 Personen mit Gold1 Fleischklopfer dekor 1 Teesieb 1 Bratenplatte gross, mit reich Golddekor 95 Pf. 1 Teekanne gross, reich dekoriert 95 Pf. 1 Kaffeekanne 1 Milchtopf 95 PL. mit Gold1 Zuckerdose dekor 1 Tablett Huis Rasten 1 Heizrohr 95 PL. 1 Brotdoseal 95 Pf. lack. 95 Pf. Wichs Rasten 1 Putzkasten Zusammen 95 1 Wichskasten 95 Pl. Pf. 1 Handtuchhalter.... 95 Pf. zusammen 95 PL zusammen 95 PL 5 Kaffeetassen Untertassen 95 6 Abendbrotteller dekoriert 3 Alpaka- Esslöffel 95 Pf. 1 Butterdose 6 Alpaka- Teelöffel 95 Pf. 95 1 Alpaka- Füllöffel... 95 Pf. 1 Rosshaarbesen.... 95 Pf. Pf. 95 PL ver95 3 Paar Ess- Bestecke nickelt 1 Rosshaarhandfeger.... 95 Pf. 1 Teppichtandfeger..... 95 Pf. 1 Rosshaarhandfeger) zusammen 1 Müllschaufel... 95. Soda Sand Seife Pf. kor. 1 Sand-, Seife-, Soda- Garnitur de 1 Wasserleitungsblech dekoriert.. Schweizer Stickerel- EinStickerel- Ein- oder Ansatz in vielen Breiten und Mustern.... ca. 4.10 Meter Reste und Abschnitte in Stickerei, Spitzen, 1 Bürstentasche 1 Besenhandfach 2 teilig, Filz, fertig in hübsch. Rahmen 95 Pf. 95 PL 95Pt. gestickt 2 Vorhemden weiss oder farbig, weich 95P. Tül.... zum Aussuchen 1 Sportmütze aus gemusterten Stoffen für Herren oder Knaben 95P. 95 Pfennig reich dekoriert reich Golddekor 6 Eierbecher mit 1 Tablett... 1 Gemüseschüssel tief oder flach m. Golddekor 1 Kartoffelschüssel 95 PL. 95 Pf. zas. 95 Pf. zusamm. 95 mit Deckel und Golddekor, Pf. Selfen 5 Stück Maiglöckchenseife 95 5 gr. Stücke SalmiakTerpentin- Kernseife 95 1 Flasche EukalyptusMundwasser 95 Pl. 1 Flasche Bay- Rum 95 Pf. 1/2 Liter Franzbranntwein 95 12Pakete Waschpulver 95 wohlriechend PL 1 Paket Lichte 68 oder 95 PL 1 Brotkorb Emaille, oval, dekor. 95PL. 10 Stück 1 Petroleumkanne 95Pt. Emaille, ca. 2 Liter 1- Freundschaftsreifen Silber, 800/1000 gest. Pf. 1 Paar Manschettenknöpfe Tulasilber 95 PL 1 Marktasche mit Ecken und Lederhenkel, ca. 36 cm 95 PL 1 Handtasche 95 PL moderne Form 1 Paar HerrenHandschuhe Trikot, mit Druckknopf 95 PL 1 elektrische Taschenlampe Metallfadenbirne 95 PL. 1 Portemonnaie aus Leder, 1ür Damen oder Herren! 95 PL 1 Kleiderriegel mit 5 gelben Haken, ca. 80 cm lang 95PL Handbuchhalter mit Panecl, ca. 60 cm lang 95Pf. 1 Hocker braun 95 PL 2 Paar Herrensocken m. bestrektem Fussblatt o. Ringelmust. 93 PL 3 Paar Fusslappen 95 Pf. 1 Küchenhandtuch fertig 95 PL. Berantw. Redakt.: Alfred Wielepy, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drudu. Bezlag: Borwärts Buchdr.it. Verlagsanftall Paul Singer& Co, Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl Ht. 16. 33. Jahrgang. kilqr des Larmels" Keelim MsM 5onnal>tnd> 16. Jannar 19t5. Am politische Ueberftcht. Parteileben. ..Tag" macht der nationalliberale Abgeordnete D r. B ö t t g e r ein paar Benierkungcn über das Partei- leben vor, in und nach dem 5hricge, von denen wir die Ein- gangssätzc hervorheben wollen: »Das deutsche Parteileben sollte vor dem Kriege von starker Kräftezersplitterung, übertriebener Schärfe der Polemih'von Recht- haberei und von Unproduktivitär auf geistigem Gebiete heimgesucht fein. Man käme aus dem alten Dreh nicht recht heraus und läge vor den eigenen Reliquien und geschichtlichen„Forderungen', die aus weil abgelegener Vergangenheit in die Jetztzeit übernommen worden waren, auf den Knien. Die Gegensätze der Parteien würden zwar liebevoll gepflegt, hätten aber überaus starre Formen angenommen, sie wären zum Teil wirklich frei von organischem Leben, sie wären pctrefak: sverst einer:) geworden. Alle diese An- klagen konnte man oft von berufener und unberufener Seite hörn, und sie wurden nicht selten von unbefangenen Partei- männern bestätigt. Und doch gab eS und gibt es kein politisches Leben, wenigstens was die innere Politik an- geht, außerhalb dieser so hart angelassenen Parteien.' Wir stimmen dem Schlußsatz durchaus zu und möchten nur betonen, daß das innerpolitische Leben eines Staates auch in Kriegszeiteu nicht ruht und daß es auf die Gestaltung der äußeren Politik zurückwirkt. Für die Zeit nach dem Sricge erwartet Böttger wie so zahlreiche andere bürgerliche Politiker in Konsequenz der Haltung, die die sozialdemokratische Reichstagsfraktion ein- genommen hat, eine andere Stellung zu den„Fragen der Verteidigungsmittel": „Das werden aber alle Parteien— die radikalste Linke nicht anSgeschlosten— aus dem Weltkriege gelernt haben mästen, wenn ste nicht Schaden erleiden wollen, daß da? Deutsche Reich in zentraler Lage Europas und mit weltpolitischen Auf- gaben sich in den nächsten Fahrzehnten auf ungestörten Frieden nicht einrichte» kann, und daß darum die Fragen der Ver- teidigungömittel nicht mehr Gegenstand von Parteikämpfen sein können.' Es scheint unS charakteristisch, daß diese ZukunstSfragen unserer Partei so eifrig von bürgerlichen Politikern gelöst werden._ Ein Erlast des Kaisers. Scrlin, lö. Januar.(W. T. B.) Der.Reichsanzeiger' ver- öffentlicht nachstehenden Erlaß Seiner Majestät des Kaisers an den Reichskanzler: Im Hinblick auf den Ernst der Zeit ist auf Meinen Wunsch bereits angeordnet, daß aus Anlaß Meines bevorstehenden Geburts« tages neben den kirchlilben und Schulfeiern von den sonst üblichen festlichen Veranstaltungen abgesehen wird. In den langen Jahren Meiner Regierung bin ich daran gewöhnt, daß an diesem Tage Meiner in Tausenden von Telegrammen und Schriftstücken von Behörden, Vereinen und einzelnen Patrioten freundlich gedacht wird. Eine ähnliche Fülle teilnahmsvoller Kundgebungen könnte aber diesmal bei Meinem Aufenthalt in Feindesland leicht zu Störungen des telegraphischen und postalischen Dienstverkehrs im Felde führen und die Mir und dem Großen Hauptquartier obliegenden Arbeiten beeinträchtigen. Ich bin daher zu der Bitte geztvungen, in diesem Jahre von einem besoudcren Ausdruck von Glück- und Segens- wünschen Mir gegenüber abzusehen. Es bedarf auch eines solchen in der über unser Vaterland so unvermutet hereingebrochenen Zeit der Heimsuchung nicht. Habe ich doch mit inniger Befriedigung vielfach erfahren, welches starke Band der Liebe und des Vertrauens Mich und das Deutsche Volk in kraft- voller Einmütigkeit umschlingt. Ich danke im voraus jedem Einzelnen, der an Meinem Geburtstage treue Fürbitte für Mich vor den Thron des Höchsten bringt nnd Meiner freundlich gedenkt. Ich weiß Mich eins mit dem gesamten Deutschen Volk und seinen Fürsten in dem unser aller Herzen bewegenden Gebets- Wunsche, dessen Erhörung Gott der Herr uns in Gnaden ge- währen wolle: „Weiterer Sieg über unsere Feinde und nach ehren- vollem Frieden eine glückliche Zukunft unseres teuren Vater- landes!' Ich ersuche Sie. diese» Erlaß zur öffentlichen Kenntnis zn bringen. Großes Hauptquartier, den 13. Januar 191ö. Wilhelm I. R. Die nneheliche« Kinder i« der Hinterbliebene«- Versorgung. Den Wünschen nach Einbeziehung der unehelichen Kinder wie in die Kriegsunterstützung, so auch in die Hinterbliebenenunter st ützung der Kriegsteil- nehmer soll entsprochen werden. Die Regierung hat, wie der Bund für Mutterschutz mitteilt, durch ihren Vertreter die Zusage gegeben, daß zunächst provisorisch durch Verordnung, späterhin durch Ergänzung des Gesetzes von 1907 für die Hinterbliebenen unehelichen Kinder gesorgtz werden soll._ Tie Zcitungsverbote in Thüringen. Tos Kasseler„Volksblatt" bringt in seiner Donnerstag- nummer folgende amtliche Auslassung: „Das stellvertretende Generalkommando hat das für sieben Tage ausgesprochene Verbot der„Weimarischen Volks- zeitung" auf drei Tage herabgesetzt, weil das Blatt nach- gewiesen hat, daß der Aufsatz, der das Verbot veranlaßt hat, nicht aus der eigenen Redaktion herstainmte, sondern von einer anderen Zeitung übernommen war, und weil das stell- vertretende Generalkommando auf Grund persönlicher Be- sprechung mit den Vertretern der Zeitung die Ueberzengung erlangt hat, daß sie hinfort Verstößen gegen den vaterländi- schen Geist, der in der Gesamtheit aller Parteien einschließlich der Sozialdemokratie dauernd zum Ausdruck kommt, keine Aufnahme mehr gewähren wird. Tagegen hat sich das stellvertretende Generalkommando zu cinein Verbot des„Gothaer Volksblattes" gezwungen ge- sehen. Dieses Blatt hat von Anfang des Krieges an eine ganz besondere Stellung eingenommen. Als einziges des ge- samten Korpsbezirkes hat es häufig zu wiederholten Be- anstandungen und ernsten Verwarnungen Anlaß gegeben, weil es durch verhetzende Aufsätze und Bemerkungen dauernd den inneren Frieden zu stören silchte. In neuerer Zeit hat es insonderheit gegen die vaterländische Haltung der sozialdemokratischen Partei selbst scharf Stellung genommen. Um das der Zeitting bereits angc- drohte Verbot zu vermeiden, hatte das stellvertretende General- kommando zunächst ihre Stellung unter Vorzensur ange- ordnet. Das Blatt hat diese Maßnahme mit scharfen Protesten beantwortet und als einen gegen die sozial- demokratische Partei geführten Schlag bezeichnet, was nach dem Vorstehenden auch nicht die leiseste Berechtigung hat. Es hat ferner der ergangenen Anordnung �iwider gehandelt, indem es in seiner Nummer vom 9. Januar zwei verhetzende Artikel,„Die sozialdemokratische Fraktionspolitik unter Polizeischutz" und„Proletarische Solidarität", veröffentlicht bat, ohne ste zuvor der Zensur vorzulegen. Durch dieses Verhalten war das stellvertretende Generalkommando ge- zwungen, das Erscheinen des„Gothaer Volksblattes" bis ans weiteres zu verbieten."_ Die Generalversammlung des Bundes der Landwirte, die alljährlich Mitte Februar stattgefunden hat, ist vom Ober- kommando in den Marken verboten worden. Zur Wahl in Glatz. Eine ReichStagSersatzwahl findet in dem schlestschen Wahlkreise Glatz-Habels ch werbt statt. An Stelle des ge- storbcnen Landgerichtspräsidenten Sperlich wird das Zentrum gemäß dem einstimmigen Beschluß einer VertrauenSmännervcrsammlung in Glatz den Reichsgrafen Anton von MagniS auf Eckersdorf auf- stellen. Graf MagniS ist 52 Jahre alt und gehört zn den bekannten schlesischen Latifundienbesitzern. Er ist Fideikommiß- Herr auf EckerSdorf, Neurode. Niedersteine, Gabersdorf, AlbenSdorf Hausdorf und KischingSwalde w der Brastchaft Glatz sowie auf Straßnitz mit Welka und Prerau mit Zelatowitz in Mähren. Dem preußischen Herrenhause gehört er lebenslänglich an. Sperrung des Operationsgebietes im Ober-Elsast. Nach einer Verordnung des Generalkommando? in Karlsruhe ist den Ausländern vom 2<1. Januar ab die Zu- und Abreise im ober- elsässischen Operationsgebiet verboten. ftfleischermeifter gegen niedrige Höchstpreise. Das würltembergische Lberamt Rottweil hat kürzlich die Höchst- preise für Schweinefleisch auf 75 und 83 Pf. festgesetzt. Die Metzger- innung nahm dazu Stellung und verlangte, daß der Höchstpreis auf 00 Pf. festgelegt werde. Das Oberamt lehnt« aber nach Anhörung de» Gemeiiiderats das Verlangen der Fleischmneister ab, weil die Fleischermeister monatelang trotz der niedrigen Einkaufspreise das Schweinefleisch für Sl) Pf. verkauft haben und sich jetzt auf einmal mit einem geringeren Gewinn zufrieden geben könnten. Daraus antworteten die Fleischermeistcr mit der Einstellung des Verkaufs von Schweinefleisch. Man will nunmehr durch ver- mehrte Hausschlachtungen den Starrsinn der Fleischermeistcr zu brechen suchen._ Ucber die Beschäftigung der Kriegsgefangenen. In der Oeffenllichkeit scheint vielfach die Ansicht vertreten zu sein, daß die Kriegsgefangenen ihre Zeit hier nutzlos verbringen; jedenfalls erfolgen fortgesetzt noch von falschen Voraussetzungen ausgehende Anregungen zn vorteilhafterer Ausnutzung dieser Ar- beitskräfte. Hierzu wird uns von zuständiger Seite folgendes mit- geteilt: Von vornherein ist der größte Wert darauf gelegt worden, eine nutzbringende Verwendung der Kriegsgefangenen zu erreichen, ohne daß dadurch eine Beschränkung der Arbeitsmöglichkeiten der ein» heimischen Arbeitslosen eintritt. Zu diesem Zweck sind zahlreiche — staatlichen und gemeinnützigen Zwecken dienende— Arbeiten für die Gefangenen vorgesehen. Teils sind sie schon längst im Gange, teils noch in Vorl'ereitnng; an vielen Stellen, die nicht nahe genug bei den großen Gefangeneillagern liegen, werden be- sondere kleinere Lager eigens hierfür errichtet, wodurch natur- gemäß einige Zeit bis zum Beginn der Arbeiten vergeht. Tie Arbeiten erstrecken sich hauptsächlich auf die Kultivie- rung von Mooren und Oedländereicn in den Pro- vinzen Hannover, Schleswig-Holstein und Brandenburg, und auf Meliorationen in verschiedenen Provinzen, wodurch eine Vergrößc- rung der Anbaufläche und eine Erhöhung der Ernteerträgnisse er- reicht werden soll. Weitere nutzbringende Verwendung der Kriegs- gefangenen erfolgt bei der Regulierung unserer Flüsse und beim Ausbau der Wasserstraßen, beim Eisenbahn- und Wege- bau.— Von besonderer Bedeutung war die Hilfe, die ein großer Teil der Gefangenen, namemlich in den östlichen Provinzen(zn Zeiten bis über 10 Mg), der Landwirtschaft bei der Ein- bringung der Hacksruchternte geleistet hat. Nachdem der Arbcitsmarkt sich für die Arbeitslosen erheblich gebessert bat, erfolgt zurzeit auch schon eine Verwendung der Kriegsgefangenen zur Aushilfe in der Industrie und in gewerblichen Betrieben. Keinem Gesuch auf Ilcberlaffuug von Kriegsgefangenen zu Arbeiten wird aber entsprochen, ohne daß sich die zuständigen Zivilverwaltungsbehörden, in letzter Linie die„Reichszentrale der Arbeitsnachweise", davon überzeugt haben, daß für die betreffen- den Arbeiten keine einheimischen Arbeitslosen vorhanden sind. Daß in dieser Beziehung durchaus streng verfahren wird, beweisen am besten die mancherlei Klagen und Beschwerden darüber, daß die Heeresverwaltung mit der Uebcrlassung von Kriegsgefangenen nicht entgegenkommend genug sei. Vielfach hat das aber auch seinen Grund darin, daß es sich um Arbeitsgelegenheiten handelt, zu denen Kriegsgefangene natürlicherweise nicht herangezogen werden kön- nen, z. B. weil sie nicht abgesondert oder nicht genügend bewacht werden können. Soweit die Kriegsgefangenen nicht zur Außenarbeit heraus gezogen werden, findet sich ausgedehnte Verwendung ftir sie in den Lagern selbst, bei deren Errichtung und auf den Truppenübung?- Plätzen, bei Instandhaltung der Wege und im WirtschastLbetricb. Aus allen: dürfte somit hervorgehen, daß für die Kriegs» gefangenen reichliche Arbeitsgelegenheit gesunden ist. Maßnahme» der italienische« Negierung in Valona. Mailand, 15. Januar.(T U.) Die Bevölkerung ValonaS ist in der ganzen von den Italienern besetzten Zone aufgefordert worden, in fünf Tagen alle Waffen und Munition ab- z u l i e f e r n._ Die vatikanische Politik und die Nenfctalität. Einige Dinge, die gegenüber den großen Ereignissen der Zeit» gcschichtc ziemlich belanglos schienen, gewinnen in jüngster Zeit eine unleugbare Bedeutung und fangen an, ihr Gewicht jenen iutcr- nationalen Wirren gegenüber geltend zn machen, im Vergleich zn denen sie erst so bedeutungslos erschienen wareir. Als dcr neue Papst gewählt wurde, schien aS allen recht unwichtig, daß es diesmal ein„politischer Papst' war: die Sache schien nur ein anekdotenhaftes Interesse zu haben. Es zeigt sich aber jetzt, daß ein Papst, der Politik treiben und sein Wirken nicht auf das geistliche Heil der Kirche beschränken will, ein Faktor ist, mit dem man rechnen muß. Stimmungen bei öen Russen. ..... 11. Januar 1915. � Fanqprämien. Der rollende Rubel soll nun helfen. Großfürst Nicolai hat folgende Belohnungen ausgesetzt: für die Gefangennahme eines deutschen gemeinen Soldaten 10 Rubel, eines Unrcroffiziers 16 Rubel, eines Offiziers 25 Rubel; für l Maschinengewehr 56 Rubel. Laut Befehl des Großfürsten ist den Truppen das Aussetzen dieser Fangprämien bekanntgegeben worden.— Man scheint bei den Russen der Kampfesbegeisterung der Truppen doch nicht allzuviel zu vertrauen; der Rubel soll sie anfeuern. Ganz zweifellos ist min- destens ein sehr großer Teil des russischen Heeres des Krieges gründlich überdrüssig und folgt nur widerwillig den Kommandos zum Vorgehen. Das kann man auch aus den Bekundungen Gefangener, vornehmlich der lleberläuser, entnehmen. Auch noch andere Anzeichen sprechen dafür. So erhielt ein in Deutsch- land gefangener Russe aus seiner Heimat einen Brief, in dem es heißt:„Es wird hier bei uns von einem baldigen Friedensschluß gesprochen. Pakete, die an die Truppen geschickt werden, werden von den Behörden aufgemacht. Du möchtest wissen, was die Zei- tungen über den Krieg schreiben. Sie schreiben alle von Siegen, aber ob es wahr ist, weiß man nicht..." Der Brief wurde An- fang Dezember aus dem Gouvernement W. abgeschickt. Die Aus- sagen der Gefangenen darf man nicht allzu wörtlich nehmen. Sie erklären, mit wenigen Ausnahmen, sie wären schlecht verpflegt worden, hätten Hunger leiden inügen; mit solchen Erklärungen will man Mitleid erregen oder seine Tat beschönigen. Das russische Heer setzt sich aus den verschiedensten Elementen zusammen, ver- schieden in Charakter, verschieden in geistiger Entwickelung, mora- lischer Auffassung und kulturellen Gewohnheiten. Ich sah Ge- fangene, die stumpf dahintrabtcn, sah solche, die scheu umhcrblick- ten, andere, denen kindliche Naivität aus dem Gesicht sprach, wieder andere, die unter der Gefangenschaft moralisch litten, über deren Züge bittere Betrübnis ausgegossen lag; Leute mit intelligentem Gesichtsausdruck sehen teils zufrieden, teils niedergedrückt aus. manche dagegen schreiten stolz erhobenen Hauptes, ohne auch nur auf die Seite zu blicken, dahin; einige wieder starren wie Welt- verloren zu Boden. Direkt an der Front sah ich Ueberlaufer, die lachend angelaufen kamen, als freuten sie sich, ihren Führern ein Schnippchen geschlagen zu haben. Einige erzählten dann stolz, wie sie mit List der Aufsicht entkommen seien. Wenn all die ver- schiedenen Menschen ziemlich einmütig bekunden, daß ihren Käme- radcn der Kampf gründlich über sei, dann geben sie damit wohl der borherrschenden Stimmung den richtigen Ausdruck. Nack Aus- sage russischer Offiziere wird auch in ihre» Kreisen die Unlust, weiter zu kämpfen, mit jedem Tage größer. Das ist um so be- merkenswerter, als bei ihnen nicht schlechte Verpflegung die Ur- fache der Kampfesmüdigkeit sein kann. Gestern sprach ich mit einem russischen F e l d w e b e l, der mit etwa 666 anderen Gefangenen in der hiesigen Strafanstalt inter- niert ist. Der Mann, ein Lette, ist von Beruf Obergärtner; nach seiner eigentlichen Schulzeit hatte er noch eine siebenstufiae Ge- Werbeschule besucht. Sein sympathisches frisches Gesicht umrahmt ein blonder Bart. Mit seinen klugen blauen Äugen schaut er mich freimütig au.„Sie sind deutscher Abstammung," frage ich.— ..Ja," sagt er leise lächelnd.—„Sie möchten am liebsten nach Hause, nicht wahr? Alle Ihre Kameraden?"—„Gewiß!"— „Kampfeslust ist nicht vorhanden?"—„Bei vielen nicht; der Krieg hat ja keinen Zweck, keiner liebt den Krieg, aber Nationalität muß sein."—„Na, Iiier können Sie es aushalten," meint ein Ober- leutnant.— Zögernd erwidert der Feldwebel:„Ja... aber..." — Ich sage zu ihm:„Sie möchten doch lieber an der Front sein!" — Er blickt mich einen Augenblick an und erklärt dann lebhaft: „Ja, gewiß."—„Die andern sind aber lieber liier," wende ich ein. —„Ja, die meisten wollen nicht mehr kämpfen."—„Ist das wegen der Verpflegung? Viele Gefangene sagen, sie hätten nicht genug zu essen bekommen."— Rasch und energisch entgegnet der Feld- webel:„Das sagen sie nur; die Verpflegung ist gut."—„Wie ist die Beköstigung?"—„Im Felde bekommt der Mann täglich zwei Pfund Brot und zweimal warmes Essen."— Und dann erzählt er weiter, daß von unvermeidlichen Ausnahmen, abgesehen, die Lebeiismittelzufuhr auch stets klappie. Wir stehen auf dem Hof; cS wird gerade Mittagessen ausgc- teilt. Ter Feldwebel, der mit noch drei russischen Einjährigen zu- sammen als Aufseher fungiert, ruft einige Leute, die sich vordrän- gen, und ohne Mütze oder Rock erschienen sind, zur Ordnung. Es scheinen wilde Gesellen darunter zu sein. Der Feldwebel mußte sich sogar beim Kommandanten über einen seiner Kameraden, der tätlich gegen ihn geworden war, beschweren. Und einer der Ein- jährigen wurde seines Vertrauenspostens enthoben und mit Arrest bestraft. Trotz Verbotes hatte er bei den Kameraden russisches Geld eingesammelt unter dem Vorgeben, es gegen deutsche Munge eintauschen zu wollen. Für ungefähr IM Mark bekam er zu- sammen. Am anderen Morgen überraschte er seine Kameraden mit der Mitteilung, das Geld sei ihm gestohlen worden.„Manchem hat er die letzten Kopeken geiiommeu", bemerkte der Feldwebel. Jeder Gefangene hatte seine Portion empfangen; ungefähr ein Drittel von ihnen kam zum zweiten Male mit dem Geschirr und empfing»och eine Portio». Jeder kann sich mittags sattesscn. Es gab Graupensuppe und aus den Mann IM Gramm Fleisch. Dazu bekommt jeder täglich 1 Pfund Brot. Für den Nnssen, der ein starker Broresser ist, mag das etwas knapp sein, aber es ist zwei Drittel der Portion, die der deutsche Soldat im Felde be- kommt. Wir ließen uns je einen Teller voll Suppe auffüllen; sie mundete vortrefflich, nur leere Teller kamen von uns zurück, sind es srand da noch ein voller Kessel, obwohl alle„Kapitulanten" be- friedigt waren.— Bon keinem der gefangenen gemeinen Soldaten hörte ich, daß er wieder an die Front wolle. Sie wollten lieber in Gefangen- schaff bleiben, bis der Krieg zu Ende sei. Sic wüßten uickl. wofür sie sich totschießen lassen sollten.„Auch die Offiziere wlsjen nicht, lvarum Krieg ist", sagte einer.—„Niemand will mehr kämpfen", sagte ein anderer. Ein Infanterist vom 221. Regiment erklärt: ..Bei jeder Kompagnie ist nur noch ein Offizier. Die Soldaten und Offiziere haben keine Lust zum Kriege." Nur die Furcht, auf Kommando der Offiziere von den hinten liegenden Mannschaften oder den Offizieren selbst erschossen zu werden, halte viele zurück. Ich habe den Eindruck gewonnen, daß die Russen, wenigstens hier im Osten, keine große Zahl vollwertiger und aus- gebildeter Mannschaften mehr unter den Truppen haben. Viele der in der letzten Zeit gemachten Gefangenen sind so unwissend und schwerfällig, daß selbst mit Hilfe eines Dolmetschers von ihnen nichts zu erfahren ist. Deutsch sprechen können nur sehr wenige unter den Gefangenen. Ein großer Teil hat eine nur kurze mili- tärische Ausbildung hinter sich. Zwei der erwähnten Einjährigen waren nur vier Wochen lang ausgebildet worden und mutzten dann gleich an die Front. Im allgemeinen sind jedoch auch die in den letzten Wochen gesangen genommenen Russen in guter körper- sicher Verfassung und gut ausgerüstet. Manche tragen Pelzmützen; wie sie angeben, sind das Liebesgaben.— Die offenbar vorhandene Unlust zum Weiterkämpfen hat nach alledem nicht Entbehrungen zur Ursache; sie entspringt der pchchischcu Verfassung der Truppen. Plan hat die Geschichte eben satt! K ü w e l l, Kriegsberichterstatter. Benedikt XV. hat von Anfang an der italienischen Res gierung gegenüber eine versöhnliche Haltung angenommen. Man erinnert sich noch des Erstaunens, den es erregte, als er dem sterbenDi San Giuliano, einem im Amt befindlichen Minister des „ Usurpators", den apostolischen Segen sandte. Bei der Regierung fand er sehr weitgehendes Entgegenkommen, da Salandra ein flerifal gefütterter Konservativer ist. Dieser Tage hat die Regierung dem Papst ein Sugeständnis gemacht, um das frühere Päpste vergebens vorstellig geworden sind: man hat den Offizieren die Zugehörigkeit zum Freimaurerorden untersagt. Der Batilan hat mit Dank dafür quittiert, indem er durch den Grafen Dalla Torre, den Präsidenten der größten direkt vom Heil. Stuhl abhängenden flerifalen Organisation in ganz Italien, erklären ließ, daß die Neutralität der italienischen Katholiken nicht absolut ſei, wie die des Papstes, der den internationalen Charakter der Kirche verförpere. Die Katholiken seien in erster Linie national gesinnt und daher zum Kriege bereit, wenn das Wohl des Vaterlandes dies erheischen sollte. Neutral feien sie aus praktischen, nicht aus prinzipiellen Gründen. Wir sind also geradezu in den Flitterwochen cines Einverständnisses zwischen Regierung und Vatikan; in diesem Idyll ist die Gewährung des Erequaturs an Mons. Caron als Erzbischof von Genua, welches Erequatur bekanntlich im vorigen Jahre wegen der politischen Stellungnahme Earons veriveigert worden war, mur eine nebensächliche Episode. Kämpfe in Indien. Aspenhagen, 14. Januar.( 23. T. B.) Nationaltidende" bringi eine Meldung der„ Central News" aus Bombay, wonach englische Truppen an der Nordwestgrenze Indiens in Beludschistan Kämpfe mit wohlbewaffneten Eingeborenen hatten, die verschiedenen Stämmen angehören. Die Engländer hätten nur sechs Tote gehabt. Die Begebenheit sei pofitisch bedeutungslos. Rüftungstreibereien im amerikanischen Senat. Washington, 14. Jan.( W. T. B.) Der Senat hat eine vom Senator Lodge eingebrachte Resolution angenommen, in der der Kriegssekretär ersucht wird, die vom Generalstab vor Ausbruch des europäischen Krieges ausgearbeiteten Bor4. Bei der Du Pont Powder Co. Schießpulver für 12 Mil- glaubt. Neben Randgütern, Jagden und städtischen Wohnhäusern lionen Dollar, teils für Englands, teils für Frankreichs Rechnung. Handelt es sich in beträchtlichem Umfange auch um Wälder zur Aus5. Bei der Union Metallic Cartridge Co. in Bridgeport( Conn.) beutung für industrielle Zwecke sowie um industrielle Unternehmungen 8 Millionen Batronen wöchentlich für die französische Regierung, überhaupt. Nach amtlichen russischen Angaben beziffert sich der in fowie 20 Millionen Patronen für England, darunter angeblich ausländischen Händen befindliche Grundbesiz innerhalb des eurofolche mit Weichkugeln, alfo eine neue Sorte Dumdum- Geschosse. päischen Rußlands auf mehr als 350 000 Heftar. Davon entfallen 6. Bei der Autocar Co. 200 Panzerautomobile mit Maschinen- die größten Anteile auf Beffarabien( über 50 000), Wolhynien( über gewehren ausgerüstet. 40 000), Estland( über 30 000), Cherfon, Nowgorod und Petersburg 7. Bei der Wright Co. in Detroit( Mich.) eine größere Anzahl( über 20 000). Diefer Landbefiz von Ausländern soll noch ständig Flugzeuge.( Von dieser Bestellung find bereits über Vancouver mit im Wachsen begriffen sein. Es liegt in der Natur der Sache, daß dem Dampfer Nowgorod" zehn Wagenladungen nach Rußland die Befizer fast ausschließlich Staatsangehörige von Deutschland abgeliefert worden.) und Desterreich- Ungarn find. 8. Bei der Crucible Steel Co. Artillerie- Munition im Werte von zwölf Millionen Dollar, sowie 4000 stählerne Pfeile zum Abwerfen von Flugzeugen. Bei diesen Bestellungen handelt es fich, wie die Boff. 8tg." schreibt, nur um solche, deren Eingang und Annahme zweifelsfrei feftgestellt werden konnte. In Wirklichkeit sind die eingegangenen und teilweise bereits ausgeführten Bestellungen auf Kriegsmaterial viel größer, was sich schon aus der amerikanischen Ausfuhrstatistik ersehen läßt. Zweifellos haben die für England, Frankreich und Rußland bestimmten Kriegslieferungen erheblich dazu beigetragen, daß die Nobemberausfuhr über New York auf 86 Millionen anschwoll, gegen 194 Millionen im Oftober, 150 im September und 110 Millionen Dollar im Auguft, besonders da die Baumwollausfuhr noch nicht 2 Millionen Ballen in dieser Saison erreicht hat gegen rund 5 Millionen Ballen im selben Zeitraum des vorigen Jahres, Gefährdung deutschen Grundbefizes in Rußland. Wenn das jetzt vorliegende Enteignungsgefeg Gefegestraft erbält, so müßten die ausländischen Grundbefizer wohl auf baldige Veräußerung ihres Befizzes bedacht sein, was gerade während des Kriegszustandes die größten Schwierigkeiten hat. Firmen und Bersonen, deren Interessen durch den Gegenstand berührt werden, wollen sich umgehend mit dem Handelsbertragsberein, Berlin W9, Köthener Str. 28/29, in Verbindung fegen. Anleihe in Schweden. einem Bantensyndikat eine fünfprozentige Staatsanleihe Stockholm, 15. Januar. Die Reichsschuldenverwaltung hat mit von 35 Millionen Stronen abgeschloffen, die unmittelbar auf dem einheimischen Geldmarkte ausgeboten werden wird. Erhöhung des Zuderkontingents. Der Bundesrat hat beschlossen, die Menge des bis Ende April des Jahres zum steuerpflichtigen Inlandverbrauch abzulassenden Der Grundbefitz ausländischer Staatsangehöriger in Rußland, Buders um 15 Hundertteile zu erhöhen. Die fogenannte sperrfreie welcher durch das gegenwärtig der Duma vorliegende Enteignungs. Menge für die ersten 8 Monate des vom 1. September 1914 laufengefeß gefährdet wird, ist viel umfangreicher, als man im allgemeinen den Betriebsjahres beträgt also 40 Hundertteile des Kontingents. Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. amichläge, in benen eine mobile mee bon nabes Mitglieder- Versammlungen 460 000 Mann und die von ihr benötigte Munition vorgesehen wird, dem Senat zu unterbreiten, sowie gleichzeitig die Menge der am 1. Januar d. I. verfügbar gewesenen Munition anzugeben. Aus der Partei. Die Neußische Tribüne" fonnte aut 16. Januar das Jubiläum ihres 25jährigen Bestehens begehen. Zuerst Kopfblatt des Erfurter Parteiorgans erschien bie Reußische Tribüne" atveimal, vom 1. Mai 1890 bis 31. August 1892 dreimal wöchentlich, von da ab täglich. Vom 1. September 1892 bis 30. September 1906 wurde die Neußische Tribüne" in einer Privatoruderei hergestellt, jeit 1. Oftober 1906 in der in Gera errichteten Filiale der Leipziger Volkszeitung". Im ersten Jahrzehnt des Bestehens hatte das Blatt eine Reihe schmerer Brogeffe zu bestehen, Insgesamt find bis jetzt gegen die verantwortlich zeichnenden Sebafteure 54 Jahr Gefängnis und Geldstrafen in Höhe von insgesamt 2500 m. verhängt worden. In einem Falle wurde der Verantwoorliche zur Ermittelung des Einfenders eines strafbaren Artikels 3 Wochen in Beugniszwangshaft genommen. Seit 9. Januar 1915 steht die Tribune" unter Präventiv zenjur. Totenlifte der Partei. Tischler, Bez. Charlottenburg Sonntag, den 17. Januar, vormittags 10 Uhr, im ,, Boltshans", Rofinenstr. 3. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Neuwahl der Funktionäre und der Delegierten aur Generalversammlung. 3. Berbands- und Branchenangelegenheiten. Kistenmacher. Dienstag ,. den 19. Jannar, abends 8 1hr, in den ,, Andreas- Festsälen", Andreasftr. 21. Tagesordnung: 1. Sabresbericht. 2. Neuwahl der Kommission and ber Delegierten zur Generalversammlung. Modell- und Fabriktischler Mittwoch, den 20. Januar, abends 8 Uhr, im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12. Tagesordnung: 1. Jahresbericht der Stommiffion. 2. Bahl der Delegierten zur Generalversammlung. 3. Berbands- und Branchenangelegenheiten. Die Kollegen der Firma Moldenhauer find hierdurch besonders eingeladen. 95/16 Die Ortsverwaltung.. Deutscher Metallarheiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Rom, 11. Januar 1915. Ein schwerer Verlust hat den italienischen Sozialismus und vor allem die Mailänder Parteibewegung durch den am 9. Januar eingetretenen plöglichen Too des Parteigenoffen Luigi Majno getroffen. Mit Recht sagt der Avanti" von ihm in seinem Nachruf:„ Er war ein Mann der Saat und der Arbeit, nicht der Ernte." Still und unbeachtet hat er jahrzehntelang schwere Parteiarbeit getan: als sozialistischer Stadtverordneter, als Vertreter eines Mailänder Wahlkreises im Barlament, als Rechtsvertreter unferer Genoffen in zahllosen Pro- Sonntag, den 17. Januar 1915, vormittags 11 Uhr: zeffen. Immer hat er sich nur nach der Arbeit, nie nach Ehren und Ehrenstellungen gebrängt. Man wollte ihn in diesem Frühjahr Telephon: Amt Norden 185, 1289, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9-1 Uhr und von 4-7 Uhr. Branchen- Versammlung zum Bürgermeister von Mailand machen, aber er lehnte das An- der Emaillierer u. verwandter Berufe gebot der Partei ab. Majno war ein Rechtsgelehrter von großer Bedeutung. Von seinen zahlreichen Werken ist der Kommentar zum italienischen Strafgesetzbuch und der zur Strafprozeßordnung am meisten befannt. Er war jahrelang ordentlicher Professor des Strafrechts an der der Universität Pavia und gab das Archiv für Psychiatrie und Strafrecht heraus. Bis zulegt war er Neftor der Mailänder Handelshochschule. Er ist im Alter von 62 Jahren ganz plöblich einem urämischen Anfall erlegen, wenige Stunden nachdem er in einem wichtigen Prozeß gesprochen hatte. Majno war ein stolzer unabhängiger Charakter, boll Güte und Bescheidenheit. Gleich nach dem Bekanntwerden seines Todes wurde auf dem Mailänder Rathaus die Fahne auf Halbmast gehißt. Die Stabtberordnetenfißung wurde zum Zeichen der Trauer aufgehoben; auch die Gerichte ber Stadt vertagten ihre Verhandlungen. im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 3. Tagesordnung: 1. Bericht der Branchenkommission. 2. Diskussion. 3. Neuwahl Branchentommiffion. 4. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Montag, den 18. Jannar 1915, abends 6 Uhr: Bezirks- Versammlung für den 20. Bezirk in Frankes Festsälen, Badstraße 19. Zagesordnung: 1. Jahresbericht der Bezirksleitung. 2. Distuffion. 3. Neuwahl Die Partei schuldet Majno ein dankbares Gebenten. Er hat unermüdlich für unsere Sache gewirft und wird vor allem als der Bezirksleitung. 4. Bezirksangelegenheiten und Berschiedenes. Verteidiger der Sozialisten bei allen wichtigen Prozessen unerfehlich sein. Mit echt nannte man ihn in der Partei das Opfer aller Ohne Mitgliedsbuch fein Zutritt. I. Mohrenstraße 37 a ( Kolonnad.) nahe Jerusalemer St. Westmann II. Große Frankfurt. Straße 115, nahe Andreasstr. Bitte genau auf Firma und Hausnummer zu achten. Passendes anch für stärkste Figuren. Kaufen Sie jetzt! Sie zahlen später weit über das Doppelte! Echte reinseidene Plüsch-| Echte Sealplüschmäntel, mäntel, feinste Krefelder lang auf reinseid. DamasseeQualität, sonstig. Preis 110.-, futter( für stärkste Figuren) 150.-, 185.-, soweit Vorrat für soweit Vorrat für 75.Echte Wollplüschmäntel auf Ia Herrenfutter, 10 Jahre Garantie, sonst 84.-, 96.-, 128.soweit Vorrat für 49.- bis 68.Echte Gummimäntel, sonst bis 49.-, für 15.Gummilayamăntel jetzt 15.85.Praktische, mollige, gediegene Ulster( auch für stärkste Figuren), sonst bis 84.-, für 25.Fantasie- Ulster ohne Rücksicht auf Wert und Preis, sonst bis 49.-, soweit Vorrat für 15.Echte Lodenmäntel, sonst bis 44.-, für 15.Lodencapes, sonst bis 24-, für 8% Röcke und Blusen 75%, ermäßigt. Prachtvolle Modellkostüme blau, grün, Kammgarn, Seide, Wolle( Frauengrößen) soweit Vorrat in 4 Serien I. 50.- II. 35.- III. 20.- IV. 10.sonst 225.- sonst 135.- sonst 72.- sonst 48.Sonder Trauermagazin. Abteilung Sonntag 12-2 geöffnet. Sonnabend bis 9 geöffnet. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis, Harn- u. FrauenleidenEhrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10 Carmen SylvaCigaretten Trustfrei! Spezialarzt DRUCK ARBEITEN Dr. Opfer der politischen Verfolgungen", weil er mit seiner beruflichen Die Bibliothek des 20. Bezirks befindet sich bei Schuldt, in guter Ausführung Tätigkeit für alle eintreten mußte und stets bereittvillig und unermüdlich eintrat. Aus Industrie und Handel. Der Kurs der Kriegsanleihe ist gestern an der Berliner Börse auf über 100, also über den Nennwert gestiegen. Die fünfprozentige Anleihe wurde befanntlich im September zu 9712 ausgegeben. Seither ist also der Kurs um 212 Prozent gestiegen. Amerikas Kriegslieferungen. In der Boss. 3tg." wird folgende Liste von Aufträgen, welche die Regierungen der Verbündeten bisher in Ameita erteilt haben, veröffentlicht: 1. Bei der Remington Arms Co. 200 000 Gewehre, Kaliber 303, und 100 000 Gewehre, Kaliber 7 Millimeter, nebst 13 000 000 Patronen. 2. Bei der Bethlehem Steel Sorp. 40-50 Geschüße, Kaliber 9,2 Zoll, nebst Probkasten.( Ein Teil dieses Auftrages, 35 Bahnwagen füllend, im Werte von 2 Millionen Dollar, tourde bereits im Dezember über Vancouver auf dem Dampfer Nowgorod" nach Wladiwostock verschifft.) 900 Geschüße, Kaliber 6 Zoll( Haubigen), nebst dazugehörigen Brozkästen. Ablieferung muß innerhalb 18 Monaten erfolgen. " 3. Bei der Colt Patent Firearms Mfg. Co., Hartford( Conn.), 50 000 Revolver und 1500 Maschinengewehre. Wegen weiterer größerer Aufträge stand die Firma Mitte Dezember noch in Unterhandlungen, Putbuser Straße 25. Metallarbeiter- Notizkalender 1915 Stud 60 Pf., find im Bureau und bei den Bezirksfaffieren zu haben. 130/8 Die Ortsverwaltung. VORWARTS Buchdruckerel und Verlag SW.68 Lindenstraße 3 Peek& Cloppenburg Inventur- Verkauf Preiswerte Angebote in allen Abteilungen Sehr vorteilhaft! f. Hauts, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkrante jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat, j Blut Homeyer untersuchung., Fäden 1. Han usw. Friedrichstr. 81, gegenüber Banoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mähig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. BERLIN C, Gertraudtenstraße 25-26-27 · Herren- Anzüge. Ulster- Paletots Herren- Beinkleider Joppen Westen Kleidung für junge Herren Sehr billige gute Knaben- Kleidung Gehpelze und Pelzjoppen Unterkleidung für Krieger Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplah gefallenen Genossen! Am 13. Dezember fiel bei den Kämpfen in Rußland der Genosse Georg Berndt Schönleinstraße 28 Bezirk 130. 207/18 Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 2. Berliner Reichstagswahlkr. An seiner Verwundung im Diten starb am 9. Januar im Lazarett Charlottenburg unser Genosse Paul Krüger Gürtelstraße 29. 10/18 Sozialdemokrat. Kreis- Wahlverein Niederbarnim, Bez. Lichtenberg. Im Zazarett zu Thorn verstarb infolge Bauchschusses am 29. Dezember 1914 unser Mitglied, der Zimmermann August Kasemir. Sozialdem. Wahlveroin Niederbarnim, Bez. Rosenthal. Turnverein„ Fichte™ Berlin Mitglied des 99 Arb.- Turnerbundes. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser lieber Turngenoffe der 9. Männerabteilung Karl Koch Unteraftaler der Reserve, Inhaber des Eisernen Kreuzes seinen in Belgien am 14. 10 1914 erlittenen schweren Verlegungen am 18. Januar 1915 erlegen ift. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. Jamuar, nachmittags 2 Uhr, von der Reichenhalle des Garnisonfriedhofs in der Müllerstraße aus ftatt. Rege Beteiligung wird erwartet. Berner fielen im Kampf fürs Baterland: Karl Sassen, 1. Männer- Abteilung als Gefreiter der Landwehr am 20. 11. 1914 in Rußland. Georg Berndt 3. Männer- Abteilung als Unteroffizier der Reserve am 15. 12. 1914 in Rußland. Fritz Borchert 13. Männer- Abteilung als Kriegsfreiwilliger am 10. 11. 1914 in Belgien. Bruno Hirsch 15. Männer- Abteilung als Ersatzreservist am 28. 10. 1914 in Belgien. Ehre ihrem Andenken! Deutscher Transportarbeiter Verband. 10 Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nach richt, daß unser Kollege, der Autoführer Fritz Manke von von der Firma A.-B.-G. am 13. b. Mts. im Alter 59 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuköllner Be meinde- Friedhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Nachruf. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Ind. Arbeiter Paul Duchateau bon der Firma Bergmann E. 6. am 6. d. M. im Alter 19 Jahren tödlich verunglüdt ift. bon Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Mineralwafferarbeiter Karl Link am 2. d. Mis. im Alter von 54 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! 70/2 Die Bezirksverwaltung. Verband der Sattler u. Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Den Kollegen hiermit zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Taschner. Gustav Hanke Werkstatt D. Sindel berftorben ist. 158/2 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 16. d. M., nachmittags 2 Uhr, von der Leichen. balle des Sentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Sahlreiche Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. In seiner Pflichterfüllung starb am 5. Januar in Rußland unser Sparbruder Paul Haedke ben Helbentot. 34A Bir bellagen in ihm den Ber luft eines treuen und braven Borstandsmitgliedes und merten fein Andenten stets in Ehren halten. Sparverein ,, Froh und Heiter", Berlin N. Sozialdemokratischer Wahlverein Treptow- Baumschalenweg. Den Mitgliedern zur Ruhricht, daß unser Genosse, der Buchhalter Wilhelm Kohl ( Baumschulenweg, Ernststraße 24.) plöglich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. Januar, nach mittags 8 Uhr, auf dem Treptower Gemeinde- Friedhof in der Stiefholzstraße( Bahnstation Baum Ichulenweg) ftatt. 194/12 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter V. a. G., Hamburg. Filiale Baumschulenweg. Am 12. Januar berstarb unser langjähriges Mitglied Wilhelm Kohl. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Friedhofes in Baumschulenweg, Stiefholzstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 130/9 Die Ortsverwaltung. am Als Opfer des Weltkrieges fiel in treuer Pflichterfüllung ersten Weihnachtsfeiertag bei den Stämpfen in Flandern durch einen Stopfichus unjer heißgeliebter Sohn, Gatte, Bruder, Schwiegerjohn, Schwager, Neffe und Better, der Reservist im Res. Infanterieregiment Nr. 206 1379 Gustav Lüderitz im blühenden Alter von 25 Jahren. In tiefster Betrübnis Hugo Lüderitz nebst Frau, als Eltern, Adlershof. Klara Lüderitz geb. Kluge, als Gattin. Hermann Lüderitz Karl Lüderitz( zurzeit als S.M.S. Braunschw.) Brüder William Lüderitz Julius Kluge nebst Frau, als Schwiegereltern. Emma und Martha Lüderitz, als Sawägerinnen. Marie Krumnow geb. Kluge, als Schwägerin. Otto Krumnow, als Schwager. Ber ihn gelannt, weig was wir berioren. Leicht sei ihm die fremde Erde. Heines Werke 3 Bände 4 Mart. Buchhandlung Borwärts Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein inniggeliebter Sohn, unser guter Bruder, Schwager, Bräutigam und Dnkel, der Modelltischler Karl Koch Unteroffizier der Reserve im 2. Reserve Dragoner- Regiment Schwedt a. D., Inhaber des Eisernen Kreuzes, im Alter von 25 Jahren, ſeinen am 14. Ditober 1914 in Westflandern erhaltenen Wunden am 18. Januar 1915 im Hilfslagarett Hamburg erlegen ist. 8796 Dies zeigen im tiefsten Schmerz Witwe Koch als Mutter. Gustav Koch als Bruder nebst Frau u. Kindern. Otto Koch als Bruder nebst Frau. Max Anton nebst Frau geb. Kto ch als Schwester. Margarete Koch als Schwefter. Gertrud Menz als Verlobte. Familie Menz als Schwiegereltern, Petersdorf im Riesengebirge. an Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. Januar, nach mittags 2 Uhr, von der Leichenballe des Garnison Friedhojes, Müllerstraße, aus statt. Deutscher Holzarbeiterverband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dak unser Kollege, der Modelltischler Karl Koch Weddingstr. 1 infolge einer auf dem Kriegs. Schauplas in Belgien am 14. Dttober erhaltenen Verwundung im Alter von 25 Jahren ver: storben ist. Ehre seinem Andenken! am Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Garni son- Friedhof in der Müllerstraße statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Karl Schultke Schreinerstr. 55 im Alter von 49 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 16. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Zeichen halle der Samariter- Gemeinde in Ahrensfelde aus statt. 95/17 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schweißer Bernhard Laugk am 13. b. Mts. an Lungenleiden geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 16. Januar, nachmittags 4 Uhr. von der Leiden Salle des Georgen Kirchhofes in Weißensee aus statt. Den Kollegen und Kolleginnen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, die Arbeiterin Walli Drägert am 13. b. Mits. an Lungenleiden gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet are Montag, den 18. Januar, nachmittags 3, Uhr, von der Leichen halle des Elisabeth- Stirchhofes in der Prinzen Allee 66, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer Gustav Schlichting am 12. b. Mts. an Qungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 130/10 Die Ortsverwaltung. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Ortsverwaltung Neukölln. Am 13. Januar verstarb unser langjähriges Mitglied Stefan Helminsky ( 1. Bezirk) im Alter von 45 Jahren an Lungen leiden. 45/16 am Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet Sonntag, den 17. Januar, nach mittags 4 Uhr im Strematorium, Riefbolaftrage, statt. Die Ortsverwaltung Den Heldentod fand bei einem Sturmangrifi in Russisch- Polen mein lieber Mann und guter Bater, der Behrmann Willi Graupe, Landw. Eri, Bataillon 11. Im tiefften Schmerz Frida Graupe und Kind. Treptow, Kiefholzftr. 256. 189 Am Donnerstag, den 14. Januar, verstarb plöglich infolge Schlaganjalls unser lieber Stollege und Mitarbeiter, der Schriftseter Gustav Pfaron im 45. Lebensjahre. Wir ver lieren in ihm einen treuen Freund und braven Stollegen und werden ihm ein dauerndes Andenken be: mahren. Das Personal der Buchdruckerei E. Heckendorff. Die Beerdigung findet am Montag, den 18. d. W., nachnt. 3%, Uhr, von der Leichenhalle des Gethfemane- Mirchhofes, Nieder- Schönhausen- Nordend, aus statt. 8855 Allen Bekannten und Berwandten die traurige Nachricht, daß unser Vater und Schwager, der langjährige Expedient des Vorwärts" und der Brauden18A burger Zeitung" Wilhelm Jappe verstorben ist. H Dies zeigen tiefbetrübt an Die Tochter Charlotte Jappe, Bruder, Schwager u. Schwägerin. Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 2 Uhr von der Leichenhalle, Goethestraße in Rowawes, aus statt. Verkäufe. Belaftolas: allerart jett Näumungspreise! Bettenverlauf. Herren garderobe. Prachtteppiche. Gardinen auswahl. Steppdecken. Tischdecken. Aussteuerwäsche. Uhrenverkauf. Schmuckfachen. Spottbillig! Leibhaus Warschauerstraße 7. 29298 Hermannplat 6. Pfandleibhaus. Jedermanns Staufgelegenheit, Extra billiger Bettenverlauf, Wäscheverkauf, Gardinenverkauf, Teppichverkauf, Belzsachen, Herrenanzüge, Herrenpaletots, Goldfachett, Riefenauswahl. Hiermit die traurige Nachricht, baß mein lieber Mann, Vater, Sohn, Schwager und Onkel Gustay Wittstruck Kameruner Str. 46 nach schwerer, am 16. Dezember erhaltener Bermundung am 25. Dezember im St. Josepblazarett zu Lille an Schädelbruch verstorben ist. 34a Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Hedwig Wittstruck nebst Tochter. Dn mußteft uns so schwer ver= laffen Und von den Deinen geh'n. Wir können es immer noch nicht faffen, Daß wir uns nicht mehr ibleder: feb'n. Monats- Garderobe! 4-500 getragene Anzüge f. Herren: Smoking, Frads u. Gebrod- nzüge( auch z. verleiben), Winterpaletots und Ulster fowie von Stavalteren getragene, fast neue Sacher( a.Seide), 1. jed. Figur paff. in größter Auswahl z. unübertroff. billigen Preisen. 12r., deshalb billiger wie i. Raden. Wassertor. Hirsch Kieferbaum, straße 12/13 I. Teilzahlung. 0,50 wöchentlich, Herren, Damen-, Kindergarderobe, Möbel, Garbinen, Bortieren, Teppiche, Steppdeden, Tischdecken, Bilder, Gas. fronen, Kinderwagen. Kredithaus Quisenstadt, Köpeniderstraße 77/78, Ede Brüdenstraße, nahe Jannowigbrüde. 588* Ankleideschrank 50,-, Spiegelfpind mit Spiegel 30,-, Moquett sofa 50,-, Büfett mit eleganter Schnikeret 135,-, Süche mit Abmäiche 50,-, Bücherschränke, Diplo matentische, Umbaue, Schlafzimmer. Speisezimmer, Herrenzimmer für dic Hälfte des Wertes. Möbelhaus Ditent. Andreasstraße 30. 3580 Kaufgesuche. Kupfer, Meifing. Zint, Zinn, Blei. Stanniolpapier, Goldsachen. Eilberfachen, Blatinabfälle, Duedsilber, Zahngebisse. Wietallschmelze Cohn". Brunnenstraße 25 und Neufön. Berlinerstraße 76. 1/ 7* Zahngebisie. Goldiachen. Silber lachen, Blatinabiälle, iämtliche Metade höitzablend. Sameizerei Chriftionat, Stopenideritraße 20 a( gegenüber Manteuffeliraġei. 1/ 12* Platinabfälle, Goldsachen, Silberiagen. bis Zahngebisse 50,00, Stanniolbabier! Cuedfilber! Blattgold, Goldwatten, Militärtreffen, Rubier Messing, Zinn, Aluminium, Ride!! Zint, Blei jest Hönpreise! Edeimetall Eintauisbureau Beber Straße 31, Telepbon.( Abholung) 7&* Sahrradankauf Linienstraße 27.* Fahrradgesuch. Schrader, Weberftrage 42. 5/ 7* Unterricht. Unterricht in der englischen Sprache. Für Anfänger und Fortgeschrittene, einzeln oder im Zirkel, wirb englischer Unterricht erteilt. Auch werden Ueberlegungen angefertigt. G. Swienty Liebknecht, Charlottenburg, Stuttgarterplaz 9. Gartenhaus III. 445* $ Verschiedenes. Patentanwalt Müller, Gitschinerftraße 16. Leibhaus Moritplat 58a! faufen Sie spottbillig von Stabalieren wenig getragene sowie im Versak ge wefene Jadette, Rodanzüge, Ulster, Baletots, Serie I: 10-18, Serie II: 20-30 Mart, größtenteils auf Seibe. Gelegenheitskäufe in neuer Maßgarderobe, enorm billig. Riefenposten Seibe, früher bis 150, jest 20-35 M. Kleider, Kostüme, Plüschmäntel, auf Scyloffer sucht einen Teilhaber Marber, Nerz, Füchsen, früher bis abrit. Große Posten Belaftolas in Stunts, mit Stapital Einlage zwecks einer Offerten Großet, Cuvry 200, jest 20-75 Mart. Große Aus- ftraße 28. +12 wahl in Herren- Behpelzen, Gelegen Die Beleidigung gegen Frau heit in Damen-, Reise-, Wagenpelzen. Buezfowski, Winsstraße 27, nehme Extra- Angebot in Lombard gewesener biermit zurüd. Frau Hagedorn, Teppiche, Gardinen, Bortieren, Friedrichsfelderstraße 29. Betten, Wäsche, Uhren, Brillanten, Goldwaren enorm billig nur Morit plag 58a I. 88* Geld! Geld!( baren Sie, menn Sie im Leihhaus Rofenthaler Tor, Linienstraße 208/4, Ede Rosenthalerſtraße, laufen. Anzüge 9., Uster, Baletots 5.-, filberne ühren 3.-, gol bene Damenuhren 8.-. Goldwaren. Brillanten. Fahrräder, alles enorm billige Striegspreise. Auf Uhren drei jähriger Garantieschein. Eigene Werk ftatt. Sonntags 12-2 geöffnet. 335 Feinste getragene! Maz- Herrenanzüge, Paletots, Ulster von Herr Inventur- Ausverkauf! Elegante chaften gebraucht, für jede Figur Herrenanzüge, Baletots und Ulster paffend, Anschaffungspreis bis 100 m. nus feinsten Maßstoffen zu sehr billigen bidig, 10-80, Sosen 3-8, Burschen Preisen. Billige Hofen. VersandGermania, garderobe. Deutsches Garderobenhaus Unter den haus, Große Frankfurterstraße 116 I. Bettdecken: Brachtvolle 5,75, 7,50, 9,75, Brautbetten 12,75, 15,75. Daunenbetten 19,50, 22,50. Neue Aussteuerwäsche spottbillig! Teppiche! Bortieren, Gardinen, Tischdecken, Steppdeden, Diwandeden, Belgftolas, Uhren, Ketten. Inventurpreise! Alles spottbillig nur Pfandleihe, Brunnen 328* straße 47, I. Monatsanzüge und Winter ulfter von 5 Mart sowie Hofen von 12,00, 1,50, Gebrodanzüge bon Frads von 2,50, fowie für forpulente Figuren, Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Pfanbleiben ber. fallene Sachen fauft man am billigsten bei Nay, Muladstraße 14. Ekartoffeln, Zentner 3,25, früh * Linden 21. Monatsanzüge, Baletots, großes Bager spottbillig. Fürstenzelt, Rosenthaleritraße 10. Schaf- Nadtpelze, 15 Stud, gu ver geben. Preisangabe an die Spedition Betersburgerplatz 4. +91 Möbel. Wohnungseinrichtung. Herrliche Küche 167 Glas, Rosenthaler ftrage 57, In.( Gewerblich Händler verbeter. Vermietungen. Wohnungen. +47 Charlottenstraße 87 Meine Bohnungen sofort billig. 6875* Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Tüchtige Schlosser für Wellblechund Eisen- Konstruktion stellen bei gutem Zohn sofort ein Wolf Netter u. Jacobi, Adlershof bei Berlin. langt. Prezel, Große HamburgerSattler für Geschirre sofort ver5/ 16* ftrage 32. 245/ 12* Möbel! Für Brautleute günstigste Tapezierer für Geschirre fofort Gelegenheit, sich Möbel anzuschaffen. Mit fleiner Anzablung schon Stube Derlangt. Bregel, Große Hamburgerftraße 32. 245/ 13* * und Küche. An jedem Stück deutlicher Breis. Jebervorteilung ausgeschloffen. Schuhmacher für Geschirre sofort Bei Krankheitsfällen, Arbeitslosigkeit verlangt. Brezel, Große Hamburger 5-7 Uhr Aderhalle Stand 198. anerkannt Rücksicht. 245/ 14* Möbelgeschäft ftrage 32. Singermaschi ne, 10,00, gutnähend, Goldstaub, Bossenerstraße 38, de Selbständiger Arbeiter, der Neanderstraße 27, Seitenflügel. 6/4 Gneisenaustraße. 2901* Schliffplüsche für Mäntel- Konfettion pressen und fertig machen fann, auf Zum so fortigen Antritt bei dauernder Beschäftigung und guter bauernde Stellung gegen hohen Lohn Bezahlung werden tüchtige Motoren- Schlosser gesucht. 215/14 gesucht. Distretton zugesichert. Ges Offerten mit Zobnansprüchen und Seugnisabichriften erbeten. Daimler- Motoren- Gesellschaft Verkaufsstelle Magdeburg. Baggermeister u. Lokomotivführer werden auf unseren Abraumbetrieben im Helmstedter Braunkohlen. Revier noch eingestellt. auf Meldungen sind zu richten an: Betriebsleitung Döring& Lehrmann Akt.- Grf., Alversdorf 1. Br. Sattler Geschirre Armeesättel Kummete fällige schriftliche Angebote unter K. L. 7086 an Rudolf Moffe, Stöln, erbeten. 6/ 1* Tüchtige Schwarzblechschlosser für Blech und leichte Stonstruktionsarbeiten finden dauernde Beschäftigung. Autogena, Gyerzterstraße 6.1+62 Vorarbeiter auf Lebermanschetten berlangt Krüger, Aderftraße 68a. Automobilfchloffer, tüchtige, fucht fofort bet bohem Lohn Automobil Betriebs Aftien Gesellschaft, Fenn ftraße 31. Werkmeister oder Vorarbeiter, der in der Helms oder Riemen Fabrikation bewandert ist. Albert Schön, Ritterstraße 90. 8826 Korbmacher, 30 Drillingsarbeiter verlangt Weftphal, Kommandanten straße 61. 8836 Auszieher auf Drillinge verlangt. Fischerbrücke 16. 8806 Chauffeure für Geschäftswagen sucht 6/5 fojort bei bohem Rohn Automobil Betriebs Aftten Gesellschaft, Fennstraße 31. 5 0 * Mechaniker sucht sofort bei hohem John Automobil- Betriebs- AktienGesellschaft, Fennstraße 31. Fahrstuhlführer sofort gesucht. Riemenzenge aller Art meldungen 10-12 Uhr vormittags bei höchften Affordsägen sofort gesucht. Ebenso erstklaffige geübte Lederzuschneider ( gelernte Sattler) Lederstanzer. oder 4-7 Uhr nachmittags in der Bersonal Berwaltung.. Jandorf u. Co., Belle- Alliancestraße 1/2. Dreißig Korbmacher auf Drillinge verlangt. Charlottenburg, Berliner Str. 53. Bu melden Meldungen wochentags bis abends 9 Uhr, Sonntags bis 1 Uhr mittags. Sonntag von 9-12 und Montag. Heeresausrüstungsgesellschaft m. b. H. Berlin W. Potsdamer Str. 27a. Werkfalt- Klempner, die bereits bakteriolog. Brutschränke hergestellt haben, sofort gesucht. 6/3 Vereinigte Fabriken f. Laboratoriumsbedarf, Berlin N., Scharnhorststr. 22. Theater für Sonnabend, 16. Januar: Theater a. d. Weidendammerbrücke Berliner Theater 8 Uhr: Peterchens Mondfahrt. 8 Uhr: Extrablätter!" Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Luther. 810Uhr: Die deutsche Marke. Sonntag 3 Uhr: Verlorene Ehre. Theater in der Königgrätzer Straße 8 Uhr: Rausch. Theater des Westens 8 Uhr: Polenblut. 4 Uhr: Vater zieht ins Feld. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. Trianon- Theater 8 Uhr: Oberon. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8%, U.: Gasparone. Sonnt. 3 Uhr: Der Hüttenbesitzer. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Zwei leuchtende Punkte. Kleines Theater 8 Uhr: Ernste Schwänke. Komödienhaus 8 Uhi: Biedermeier. Lessing- Theater 8 Uhr: Jugendfreunde. Lustspielhaus 8, U.: Leutnantsmündel. Sonnt. 3, U.: Dorf und Stadt. Metropol- Theater 8 Uhr: Woran wir denken! Montis Operetten- Theater 8 Uhr: Der liebe Pepi. Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 8 Uhr: Sein ganzes Glück. 4 Uhr: König Drosselbart. Schiller- Theater 0. 8 Uhr: 7.1. Male: Der Störenfried. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Husarenfieber. Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 8 U.: Immer feste druff! 84 U.: Das Liebesnest. Volksbühne. Theater am Bülowplatz 81/4 U.: Dar Strom. Drama von Max Halbe. Walhalla- Theater 84 17. Das Farmermädchen. URANIA Taubenstr. 48/49. 4 Uhr( Halbe Preise): Hochbahn Theater Kottbuser Tor. SANSSOUCI Kottbuser Str. 6 Moritzpl. 14814. Heute Sonnabend, und Sonntag, den 17. Januar: Gastspiel ,, 1914" Gastspiel Kriegszeitposse in 4 Akten mit Gesang von Otto Reutter und M. Reichardt. Preis 50 Pf., 75 Pf. 10 Pf. Steuer. 10 11 Beginn 8 Uhr. Konzert 7 Uhr. Rauchen gestattet! WINTER CARTEN Grete Wiesenthal. Die Weichsel u. die masurischen Seen. Robert Steidl 8 Uhr: Adrian Mayer: Der Grenzkamm und die Kampfstätten der Vogesen. Hörsaal 8 Uhr: Der Kreisel als Kempaß u. als Geschoß. SARRASANI Bei jeder Vorstellung: Die prunkvolle, orient. Szene Im Reiche des Islam u. das übrige Riesenprogramm. Sonnabend 16. Januar 3 Uhr 71, Uhr 2 7 Sonntag 17. Januar 3 Uhr Uhr. Fest- Vorstellungen sowie der glänzende Januar Spielplan. Kleine Preise! Morgen: Nachmittag Uhr- Vorstellung Kinder nachmittags halbe Preise! Zirkus Alb. Schumann Sonnabend, 16.Januar, Anf.7, Uhr: U. a. Neu! Der fallende Mensch. Weises radfahrende u. rollschuhlaufende Bären.- Urian, d.männl. Orang- Utang, als Billardkünstler. Gebr. Ernst u. Oskar Schumann. Um 9 Uhr: Um 9% Uhr: Ost und West. Sonntag, den 17. Januar: Theater Folies- Caprice 2 Große Vorstellungen 84 Possen- Theater Moritz wird energisch. Das Leutnantsfenster. Landwehrleute. Sonnt. 3, Uhr: Der Verschwender. Martin Kettner a. G. llgemein- Verichiedenes Truftreie Cigarettenfabrik. Manoli- Zigaretten Dandy3Pf ការ ព Jetzt auch mit und ohne Mundstück Bosnia Cigaretten! MAL- KAH Company i Berlin N. 20 Pankstr. 65. MurattiCigaretten Fordert KADDA- Cigaretten nur Kressin Raucht Herbstoli Cigaretten Alkoholfr. Getränko Franz Abraham Hamb. Messina- u.Römertrank- Koll. C.25 Bartelstr. 8a, Fernsp. Kgst.18708 Beleuchtungsgegenstände Büttner, A., Danzigerstr. 96. Bade- Anitalten Arkona- Bad, Anklamer- Str. 34. Liefr. Bad Alt- Moabit 104 eller Bad Krank.- Kass. Landsberger Str.107, Erscheint 2 mal wöchentlich. Phänomen 8% nachm. 3½, u. abds. 7, Uhr. Nachm. hat jeder Erwachsene 1 Kind unter 12 Jahren frei, jd.weit. Kd. unt. 12 J. halb. Preis. In beid. Vorstellg. ungekürzt: Ost und West. Voigt- Theater. Badstr. 58. Badstr. 58. Heute Sonnabend, den 16. Januar: ,, Das Geheimnis der alten Mamsell" oder Haß und Liebe. Schauspiel in 3 Abt., 5 Aft. u. 1 Vorsp.: ,, Die Gauklers Tochter. Rasseneröffnung 7 Uhr, Anf. 8 Uhr. Verwendet ,, Kreuz- Pfennig"-Marken Luisen- Theater. 4 Uhr: Frau Holle. 8.15 Uhr tägl.: DerStabstrompeter. Sonntag 3 Uhr: Zum 50. Male: Vom Glück vergessen! Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: ,, Unser Oskar" Anfang 8 Uhr. Militärpersonen und deren Ans gehörigen voll tommen freier Zutritt zu den Stett. Sängern. Großer Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Wieder ein neuer Schlager. Der größte Erfolg seit Bestchen: Durch Dick und Dünn. Bolts- Lustspiel in 3 Att. v. Hans Berg. Dazu erftilaff. Spez.- Kriegsaufnahm. Sonntag 4 Uhr: Deutsche Mütter. A usstellung für Verwundeten- und Kranken- Fürsorge Im Kriege Heute Abend 8 Uhr. Im Hauptsitzungesaai des Reichstags( Eingang II) Geb.Medizin- Krohne Vortrag Rat Prof. Dr. ,, Krankenpflegepersonal und Krankenhauswesen in Preussen". für Ausstellung und Vortrag Eintritt 10 Pf. Inventur- Verkauf Nach beendeter inventur sind unsere noch halben Preis herabgesetzt reichhaltig sort. Lager zum Teil bis auf den Plüsch- Mäntel Jacketts Astrachan- Mäntel auch für starke Damen vorrätig Wert 27-90, jetzt 18, 24, 27, 33, 39, 48, 62 M. Abend- u. Theater- Mäntel Wert 15-68, jetzt 9, 12, 15, 21, 27, 32, 42 M. Paletots, Ulster ans haltb. Stoffen Wert 15-45, jetzt 7, 9, 11, 15, 18, 21, 27 M. Eskimo- Paletots u.= Mäntel Wert 21-75, jetzt 12, 15, 18, 21, 27, 33, 42 M. Besonders aus haltb. 1650, sehr praktisch im Tragen blau und schwarz 2250, 27, 33, 45 M. Jackett- u. Paletot- Kleider Wert 18-95, jetzt 850, 12, 1650, 21, 30, 38, 45 M. Kostümröcke, blau und schwarz, Wert- 12-33, jetzt 575, 750, II, 1350, 18, 21 M. Garnierte Kleider auch schwarz Wert 42-125, jetzt 2850, 36, 42, 48, 55, 68 M. preiswert: Stoff, fein 50 ca. 320 wollene Blusen ganz geca. 150 Jackettkleider 650| gestreift und kariert, Jackett auf Futter M. füttert, 375 nur gediegene Stoffe, uni und gestreift, M. Sielmann& Rosenberg Kommandantenstraße, Ecke Lindenstraße Sonntags von 12-2 Uhr geöffnet. Bezugsquellen- Verzeichnis. ierbrauerei., Bierhdig. Blumen und Kränze M. Klinkow, Triftstr. 69 Brotfabrik Untenstehende Geschäfte empfehlen sich b. Einkäuf. lfen, Stahlwaren, Waffen, Molkereien Werkzeuge Herm. Braun, Landsbg. Allee 149. Grüner Weg 49 Wrangelstr. MONA Die Brauerei Bötzow Liebing's Zerpenschleuser Otto Belig neue 3 LISA Qualitäts Cigarette Acker- u. Conditoreien R. Kleluer, Schulstr. 102 Max Kühl, Triftstr. 9 Felix Kynast, Dänenstr. 5. Carl Lindenberg, Lychenerstr. 4. W.Megow, Lichtenbg., Gärtnerst. 5 P. Müller, Willibald- Alexisatraße 43. G.Münch, Reinickendorf, Provinzstr.111 Carl Neuendorff, Sickingerstr. 76 P. Nitschke, Cadinerstr. 4. J.H.Popp, Amendestr.104, Reinickend.- Ost. Fr. Pribyl, Osnabrückerstr. 26. Osw. Rauhut, Gürtelstr. 27 Gust. Rautenberg, Metzerstr. 11 H. Saunus, Allensteiner Str. 26. Emil Schaller, Schreinerstr. 52. Paul Schmoll, Amsterdamerstr.9. Paul Scion, Kopenhagenerstr. 74. Adolf Schulz, Florastr. 78 Pank. Karl Schwarz, Thaerstr. 21 Filialen in allen Stadtteilen. Turban E. Weber, Provinzat.99, Reinickend.- 0 KarlWeinholz, Kamerunerstr. 57. Emil Werk, Samariterstr. S. Otto Wolff, Treptow, Krüllst. 16 Paul Zastrow, Stromstr. 33. Zachau, Gr. Lichterf., Chausseest.858 andagen, Gummiwaren R. Bauke, Stralauer Str. 56. J. Kabelich, Rosenthalerstr. 25. E. Kraus, Kommandantenstr. 55. A. E. Lange, Brunnenstr. 166 H. Neusdi, Breitest. 24, Spandau. Nicolai Nf. Linienstr. 127. M. Spranger, Reinickend. Str. 11. Beerdigungsanst., Sargmagz. J. Liszczinski, Gerichtstr. 30. 0. Liedemit Berl. Christinenst.14 Pankow, Berlin.St.13 H. Petermeier, Strelitzerstr. 8. utter, Eler, Käfe Gollnowstr.41.Liefer, CONC Cia- Butterhandi. sämtlich. Krankenk. des Ostens Neuköln Bruno Freche 15 DetailBad Börse, Dirksenstr. 50. Central- Bad Anzengruberstr. 25. Koppenstr. 93 Diana- Badamtliche Bäder. National- Bad, Brunnenstr. 3. Naturheilbad, Stephanstr. 40 Bad Ostend Boxhag.- Str. 17 Lief all.Kassen geschäfte Gebr. Gause. Wilhelm Göbel 25 eigene Filialen. Passage- Bad Kottbuser August Holtz 15 Detail Damm 79. Reform- Bad, Wiener Str. 65. Schiller- Bad, Müllerstr. 153 a. Silesia Bad Schlesische Str. 31. Bäcker- u. Konditoreien Asmus, Wilh., Ueckermünderstr. 11. F. Breitkopf, Exerzierstr. 19a. Waldemar Brose, Driesenerst. 3 Hermann Buß, Grünauerstr. 12. Fritz Eichler, Bastianstr. 18. Emanuel Flögel, Mirbachstr. 25. Br. Friedrich, Eisenbahnstr. 31. Rob. Gebler, Wildenbruchstr.68. 0.Görg, Wiesenstr.31, br.u.grune Rbm. E. Großberndt, Wittstockerstr.7. A.Großkinsky, Boxhagenerst.27. Otto Hoff, Chorinerstr. 13. Geschäfte. Hubertus, Butterhdlg. Straussberg Herm. Kunert, Culmstr. 29 Gebrüder Manns 48 eigene Detailgeschäfte Geschäfte Kosmalla, E., 4 Detail,, Nordstern Mercur * empfiehlt Qualitätsblere ersten Ranges. Landbrot Zu fordern in allen Geschäften late 50. G. Brucklacher, Oranien straße43 A Elbertin, Ackerstr. 132. acao, Schokolad., Confitur. Carl Jung, Stromstr 31. W. Adelung& A. Hoffmann SAROTTI Akt.- Brauer.Potsdam. Eig.Niederl. Berlin SW, Tempelhofer Ufer. 15 Brandenburg a. H., Wilhelmsdorferst.110 Spez. Potsd. Stangenbier Berliner Kakao und Schokolade preiswert beliebt in jedem Haushalt. Filial. in Berlin Seiffert, E., and Vororton OttoLehmann, Neuk., Friedelst.. Rühlmann.P., Müllerst.40b, E.Beest, Essigfabriken Gitschiner Glagow& Schwabe Straße 63. Timner- Essig überall erhältlich! Fische, Conserven Max Fisahn, Adalbertstr. 13. Filialen i.all Otto Romahn, Räscherw., Gr.Frankf.St.133 Bock- Brauerei Cyliax, G., Stadtteilen. P.Stach, Pischadig, Ranchor var empfiehlt anerkannt vorzügl.Blere Osw. Berliner Ur- Berliner, hell und dunkel Hempel, E., Müllerstr. 138 d. Luisenbrauerei Weißensee. Brauerei Königstadt feinste Qualitätsbiere. C. Habels Brauerei hell Habalbrau dunkel. leilch- u. Wuritwaren W. Beck Inh.: Herm. Gerbsch Charlottenburg, Berlinerst. 68-69 Fleisch- und Wurstwarenfabrik C.Billerbeck, Charlottb., Krumme St.19 Franz Borusiak, Lübeckerstr. 26 Fr.Brauer, Neukölln, Walterstr.55 Drost Wrangel 54' Brunnen 26 Willy Dorfmann, Wienerstr. 62. Frankfurter Allee 123. Gust. Döbbel, Prenzlauerstr. 40. Bruno Dörr, Manteuffelstr. 89 Weissbier Caramelbier Dresdn. Fleisch- Centr.Dresdnerstr. 17. Brauerei E. Willner Pankow. Löwen- Brauerei verzügliche Faß- und Flaschen- Biere. Münchener Brauhaus Berlin und Oranienburg Brauerei Piefferberg. Trinkt Wanninger Bier! Vereins- Brauerei Teutonia, NW 87. Weissbier, C. Breithaupt, Gontardstr. 2 EinOtto Elgner gang vom Flur. A. Fahl, Nkiln., Liberdastr. 15 P. Fengler, Cop., Flemmingstr.33 E. Fensch, Allensteiner Str. 12. Fleischerei, Frankfurter Allee 150 Willy Gericke, Petersburgerstr.31 M.Grunwald, Kopenhagenerst.68. G.Herrmann, Lichtnbg., Oderst.4 R. Holzhütter, Putbusserstr. 46. Hubrich, Ramlerstr. 23. H. Kittelmann, Lausitzerstr. 13 Wilh. Kurb, Wrangelstr. 83 H.Leibnit, Nklin., Schönstedtst.16 August Lincke, Alte Jacobstr. 26. C. Braun, Eldenaerstr. 25 Wilhelm Freier, Bouchéstr. 80. H. Friedrich, Straßburgerstr. 43a F. Galle, Metzerstr. 38. Rud. Kiesel, Mirbachstr. 66. F. Lox, Belforterstr. 2. W. Gollert, Schlesischestr. 30. A. Siebert, Weißenburgerstr. 52. Schweizerhof", Meierei und Milchkuranstalt. Emdener Str. 46.:: Tel. U 2595. Wodrich, Putbusserstr. 35. Mostrichfabrik Gitschiner Glagow& Schwabe Straße 63. Tamborini Mostrich überall Räucherwarahmaichinen Weidenweg 19 Fil. Frankfart. Allee151/ 52 Ute, Mützen, Pelzwar. Kauft beim Hutmacher! Gebr. Belsso Müllerstraße 155. Huthaus Consum, Kastan.- Allee 3 A.Lemaitre, Wilmsdrf., Berlinerst.132. Schoerr, Herm., Wilmarad.- St. 46. Vester, E. amb 18/19 Kaffee- Rosterel A. Zuntz sel. Wwe. Filialen und Niederlagen in allen Stadtteilen Nur reelle Qualitäten Anerkannt verteilhafte Bezugsquelle Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade etc. Hamburger Kaffee- Importgeschäft Emil Tengelmann Kaufhäuser Hochst. Str.1 Rostockerstraße 43. Paul Falkenstein Rabattmark. Luebke, Joh. Fleisch.u Wurstfabr. Paul Matschke, Thaerstr. 17 G. A. Müller Palisadenstr. 97. Tel-A.VII, 2634. Neu- Isenburg igarrenfabriken JUHL 250 GESCHÄFTE G. Kaphun Verkaufsstellen in allen Stadtteilen. Carl Martienzen Cigarren- Fabrik Schröter, R. Falen in allen Stadtteilen. 43 Derkaufsstellen 43 Gebr. Siegert J. Neumann 200 Niederlagen. Wiener Str.65. Butter, Eier, Käse. Richter& Franke Frankfurt a. M Spezialität: Frankfurter Würstchen A. Möbes Nchf. Fleischwaren u. Wurstfabrik Berlin N 24 Oranienburgerst. 41 K. Neiger, Nklin., Friedelstr. 21 G. Peit, Andreasstr. 77b. GustavPfennig, Golzkowskyst.12 Jos. Ritzke, Stralauer Allee 31a H.Rose, Treskowst. 11, Markthallenhof. P. Schmatzhagen, Belforter Str. 11 Otto Schneider, Rostockerstr. 30 Otto Schreiber Hohenfriedbergerstr. 1. Paul Spenn, Kopenhagenerstr.35 Gustav Stolz, Hussitenstr. 44. E.Thurat, Reinickendorf, Scharnweberst.34 F. Wendt, Simon Dachstr. 37. P. Wunderlich, Bötzowstr. 38. Paul Zwarg, Landsberg.Allee 136. Haus- u.Küchengeräte G. Geiger, Schleiferei, Müllerst. 7 Frz. Kamerowsky Reinickend.St.6. Bill. Bezugsqu. Kohlen, Koks, Holz, Briketts H. Geike, Gaesenerstr.1. B. Elbingerst. Kolonialwaren C.Böse.Provinzst.109, Reinlekend.- Ost Fritz Hübner, Schliemannstr. 11. Franz Möws, Muskauerstr. 34 0. Pögsch, Schwedenstr. 18. Franz Richter, Malplaquetstr.25/ 26 Runge, Otto, Nklla, Hermannst.55. A.Silkinat, Milchhdig.Reinicknd.St.108 Erich Thiel, Weißs., Langhansstr. 139. Kurz-, Weiß-, Wollw., Trikotag. M. Gardels Beusselstraße 76 Tauroggenerst. 10 Hoppe, E., Scharnweberstr. 52 Carl Klein, Höchstestr.16, N.O.18. Bellmann, E., Waschmasch. Gollnowstr. 25 12 Schaufenster 2 Häuser vom Dönhoffplatz. Meierei C. Bolle A.-G. Alt Moabit Berlin M.W.2198/ 103:: Ältester und grösster Milchwirtschaftlicher Grossbetrieb auf Briefen, Karten und so weiter. Felne, Liköre, Fruchtiäite E. Ballin& Co. Cognak- Brennerel Dampf- Likörfabrik Nur Qualitätsliköre. Huge Seling 60 Filialen in allen Stadteilen. P. Kirchner& Co. Cognak-, Likörfabrik Kirchners Araber. Littauer Nähmasch., Spandau Großd., Zur Sonne, P. Freudenberg. Nähm.- Spz.- Gesch., Potsdamerstr.10. Frankfurter Allee, Ecke 5 Jahre Garantie, Teilzahlung..Gensler Kreutzigerstr. Liköre, Weins Singer Nähmaschinen Läden in allen Stadtteilen. Optiker. Mechaniker Groß, Paul, Warschauerstr. 66. Schubert, Carl, Nklln. Bergstr.14 Photogr. Apparate M. Albrecht ht SO. Kottbuserstr. 3. auch Gelegenheitskf. Photo- Jansen, Hauptstr. 23. Photograph. Atellors R. Maerz, Badstrasse 65. Rud.Obigt, N.Keinickendorferst.2 R. Vierling, Plencs Kottbuserstr. 5 Vierling Kauf, Miete, Teilzablg. Roßschlächtereien E. Weidlich, Steglitz, Lindenstr.41. Schreibwaren 0. Prochnow, Nkila Hermannstr. 69 Schuhw., Schuhmach. K. Lück, Charl., Tauroggenerstr. 49. Petersohn, Osk., Müllerstr. 155. Selfen SchneewittchenBleichseifenpulver Alleinfabrikt.:Grubits, Potsdam Uhren u. Goldwaren Max Busse Brunnenstr. 175/177. Kniebusch, W., Frit. Chaussoo96 Lehmann, Alb., Frankf. Allee40 Hermann Meyer, Schivalbeiner St. 21. erficherungen enthandlungen MuskauerBethke, Georg, re Neukölln, Elbestr. 33, Kaiser- Friedr. " Deutschland" Berlin Frankfurter Otto Albert Schulz Allee 156 Groß- Destillation, Ausschank. Act. Herm. Meyer& Co, Ges. ca. 550Verkaufsstell. Gr:-Berl. Oswald Nier 20 Filialen und Weinstuben Brunnenstr. 16 und Filialen Binz. Ignatz Sello in Verk.z. Engr.Pr. UnderbergBoonekamp Anerkannt bester Bitterlikör Sprit- und Likörfabrik Ringfrei M.& W. Müller Buckowerstr. 7/8. Laimateller W.Best, Skalitzerstr.62 E. Wrangelstr. M.Dresler, Grätzstr.701, Treptow. Britz St.Sorówka, Bäckerei, Rudowerst.343 Fredersdorf Carl Schießer, Brot- und Feinbacker. Carl Tegel, Brot- u. Feinbäckerel Königs- Wusterhausen G.Hübscher, Chren, Goldw., Bahnhist.20 Kaufhaus Emil Bergmann Wahlsdorf Frau A. Pagel, Kolonialwaren. Mariendorf E. Tlotz, Bäck., Gr.- Beerenst. 128. H.Wagner, Königst. 11, Fleisch.- Wurstw. Neukölln Arbeiterversicherung Schützen- C.Kampfer, Bergst, 137, Uhr., Gldw. Sterbekassenversicherg. straße 8 Krause, Kais. Friedr.St. 79Schweinesch. Fr. Panneck, Bergst 135, Lederw. Str. 64, Weserstr. 189, Friedelsir. 2 Wirtfchaften, Etabliffemts E. Schüler, Hertzbergpl. Posamentierw Treptow, Grätz- Straße 64. Frese, Ernst 5 Geschäfte im SO. burg. Reinickend.St.6. Gaege, Otto Charlotten Ernst Hoffmann Brückenstr. 1. Kolonnenstr. 4. F. Pflugmacher, Colonnenstr. 48. 75 Cuvrystr. Oskar Hanke's Brothäckerei Uhly& Wolfram Filialen in all. Stadtteilen erren- u. Knabengard. Dampf- Waschanstalt Paul Reiß Friedrichstr. 138 J. Baer Badstr. 26, Ecke F. W. Sichter Ecke Cuvry str. 78 Geschäfte in allen Stadtteilen Berlins Bowie in Neukölln u. Treptow Gearündet 1892. Erste Trept. Dampfwäsch., Heidekampw.21 Drogen und Farben und Filialen. Cigarrenhandlungen GünthersStral.- Drog.Bodikerstr.31 Fanny Baumert, Lindowerst. 23 F. Kiesewetter, Schivelbeinerstr. 16. W.Kleemann, Berg- Drogerie, Bergstr.37 C. Kuhlemann, Turmstr. 47. Fr. Jendreyko, Ohmstr. 9. Prinzen- Allee. Rosenthalerstr. 3. Fabisch& Co. Eckhaus Linienstr Leske& Slupecki, Schönh.- Alles 70e Otto Zschalig neb.d.Markthalle Andreasstr. 55 Möbelmagazine P.Bock, Klosterstr. 8/9, Spandau. Geppert, Paul, Zossenerstr. 32. Cbst, Gemüse Fritz Wolff, Naugarderstr. 45. L.Goege, Schulstr., Ecke Maxstr. A. Groll, Henningsdorferstr. 10. Schöneberg Hackepeter Hauptstr. 139. Die erste selbstspiel. Doppelgeige Patzenhofer J. Gaggenberger. Rosentalerstr. 54. Riebeck- Ausschank Alexanderstr. 55 Tägl. Konzert O.Rohloff, Uferst.1, BrauereiKönigstadt Original- Schultheiß- Ausschank Bieder- Schönhausen O.Stiem, Schlächter., Kais. Wilh.Str.74 K.Wilke, Schlächt.. Lindenstr.10. Spandau Karl Heinrich, Bäck., Schäferstr. Scheuerlein, Breitest.35, Flsch.-, Wrstw. Tempelhof J.Hohmann, Back., Friedr.- Wilh.- St.27. Weißensee P.Jürgen, Kolonw. Berl. Allee188. Thüßing's Drogerien Weißensee Otto Obst, Fl. u. Warstw.Elsaßstr. 70 Wilhelmsru Wendler& Rathenberg, Kolouw.Hauptst.20 Zossen R. Klinke, Weißens., Lehderst.120.1 Werder- Drogerie, Britz. Rudowerst. 5al O. Kunze, Reinickendorfer St.14 Alexanderpl., Rich. Schloßnies. Warenhaus S. Cohen. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantto.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruderei u, Berlagsanstalt Paul Singer& Co. Berlin SW. Br. 16. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Erdbebenkatastrophe worden sind. heute wieder: in Italien. Sonnabend, 16. Januar 1915. Ohne frische Schrippe. fidh fein Raum für eine solche Anordnung des Bundesrats. Sie der Stadtverwaltung den Großhändlern empfindliche Konläßt sich auch keineswegs auf§ 3 des Gesetzes über die Er- furrenz gemacht werde, namentlich soweit die Kartoffelsorten mächtigung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen zweiter Qualität in Frage kämen. Hier würde einstweilen stützen. Da offiziell der Wortlaut noch nicht vorliegt, ist wohl der Großhandel völlig ausgeschaltet, da er zu den vom Maanzunehmen, der Bundesrat habe lediglich eine Novelle zu dem gistrat festgesezten Preisen nicht liefern könne. Er müsse sich Je größer die Uebersicht über die Katastrophe, wie sie Gesetz betreffend den Schutz der infolge Krieges an Wahrnehmung deshalb mit dem Vertrieb der ersten Qualität, wie beispielsStalien in einem Jabrfünft das zweitemal heimgesucht hat, ihrer Rechte gehinderter Personen im Auge. Zur Vorlegung einer weise Magnum bonum und Daber, begnügen lassen, da diese desto schrecklicher stellt sie sich in ihren Einzelheiten dar. solchen Novelle an den Reichstag ist der Bundesrat sicherlich be- Marken vom städtischen Verkauf nicht geführt würden. AllerWenn das neueste Erdbeben in seinen Folgen auch nicht fügt, Gesetz würde eine solche Novelle aber erst durch Zustimmung dings müßte eine andere Preisregulierung erfolgen, da der den Umfang erreicht hat, den die über Wessina int Jahre des Reichstags werden. Wir hoffen zuversichtlich, daß alle Par- jekt antlich vorgesehene Höchstpreis keinerlei Handelsnutzen im 1908 hereingebrochene Statastrophe herbeiführte, so weisen die teien ohne Unterschied den Versuch, in dieser Weise die Lage der gewährleiste. Um hier eine Aenderung herbeizuführen, wählte näheren Darstellungen doch darauf hin, daß, abgesehen von Kriegsteilnehmer zu verschlechtern, einhellig ablehnen würden. die Versammlung eine Kommission, die unter Vorlegung von den sonstigen Verwüstungen auch diesmal wieder Tausende, und Vermieter müssen wir im Gegenteil betonen: nicht der Ver- kommando in den Marken den Beweis erbringen soll, daß der Aus der Beobachtung der Rechtsstreitigkeiten zwischen Mieter Belegen, Originalrechnungen und Frachtbriefen dem Obervielleicht sogar Zehntausende von Menschenleben vernichtet mieter, sondern der Mieter und insbesondere der Kriegsiebige Höchstpreis von 4 Mark pro Zentner nicht durchzuhalten Nachstehende Meldungen über die Katastrophe geben wir teilnehmer bedarf dringend bei weitem vermehrten sei, und daß sich eine Erhöhung auf 4,35 Mark rechtfertige. Schutzes. Statt langer Ausführungen ein Fall aus der Praxis: Hoffentlich wird das Bestreben, den Kartoffelpreis zu er Rom, 15. Januar. Der„ Messagero" schreibt: Nach den Be Die Frau eines Kriegsteilnehmers wird verklagt, weil ihr Wann, höhen, abgewiesen. Das ist um so mehr notwendig, als in rechnungen glaubt man, daß" elstausend Menschen in der im August zum Felde eingezogen war, die im Juli zum 1. Diebiger Zeit die Bevölkerung sich mehr der Kartoffel zuwendeir Avezzano begraben find. In Cappadocia sind alle tober gemietete Wohnung nicht bezogen hatte. Der Mann hatte lebiger Zeit die Bevölkerung sich mehr der Kartoffel zuwendeir Häuser unbewohnbar, die Kirche ist eingestürzt, die Bevölkerung mitgeteilt, daß er infolge seiner Einziehung den Vertrag rüd- muß. Wenn das Vorgehen des Magistrats eine preisdrückende Tendenz hat, so kann man dasselbe nur begrüßen. fampiert im Freien auf dem Schnee. In Castello Fiume sind gängig machen müsse. Die Frau wird für den Oktober auf fast alle Häuser eingestürzt. Man hat bis jest zwanzig Tote Bahlung von Viiete verklagt. Der Mann bittet und erhält Urlaub hervorgezogen, befürchtet aber, daß weitere dreißig sich unter den und will seiner Frau im Termin beistehen. Die Frau erklärt, Trümmern befinden. Bon Alba Fncense ist nichts übrig ge- fie sei nichts schuldig; der Richter redet ihr zu, doch anzuerkennen. Gestern morgen mußte der Kaffee ohne die gewohnte. blieben. Es scheint, daß niemand gerettet worden ist. Die Als der Mann nunmehr das Recht seiner Frau wahrnehmen will, frische Schrippe verzehrt werden. Wer gewohnt war, zunt Hälfte von Scurlola Marsicana ist eingestürzt, die Kapelle ist läßt ihn der Richter nicht zu Worte kommen, er staffee etwas zu effen, begnügte sich mit Brot. Auch der Backnur noch eine Ruine. Hunderte von Toten liegen unter den klärt ihm rundweg, nicht er, sondern seine Frau vorgang konnte erst um 7 Uhr beginnen, und es wurde dann Trümmern. Von mehr als 900 Einwohnern sind nur dreißig sei vertlagt. Die Frau wohl hierdurch eingeschüchert mit aller Haft gearbeitet, um doch noch einen bestimmten Teil dem Tode entgangen. Halb Magliano de Marji ist erfennt an, zur Zahlung der Wiete verpflichtet zu sein, wiewohl der Bevölkerung mit frischer Backware zu bedienen. Die zerstört. Die Zahl der Toten dürfte dort dreizehn blieb nichts anderes übrig, als gegen dies Verfahren, seine ehe- schiedenen Kreise der Bevölkerung mit dem neuen Zustande ihr die Wohnung nicht eingeräumt war. Dem Kriegsteilnehmer nächsten Tage werden lehren, in welcher Weise sich die verhundert betragen. Der Ort Cese ist vollständig zerstört. Von mehr als 500 Einwohnern sind nur 30 heil geblieben. männlichen Rechte ihm zu nehmen, schriftlich Protest zu erheben. abfinden. Cappelle Marsi ist vollständig eingestürzt. Dreizehn Gegen derartige Beeinträchtigungen des Rechts unserer Feldgrauen hundert Opfer liegen unter den Trümmern. San Benedetto wäre Schutz notwendig, nicht aber dagegen, daß hier und da der mit der Beitreibung der Das Rote Kreuz von Berlin veröffentlicht folgenden ist ebenfalls zerstört. Dreitausend Menschen, fast die ganze auseigentümer Schwierigkeiten Bevölkerung des Ortes, find begraben. Ebenso find Ortuccio Aufruf: Berliner Hausfrauen! Gebt für die Reichswollwoche und Gioia del Marci zerstört, in denen 2400 bezw. 3500 Die in der Begründung aufgestellte Behauptung, im Reichstag alle entbehrliche wollene und baumwollene Sachen( HerrenBewohner lebten. Pescina ist zu Dreivierteln zerstört. Die sei allgemein eine Einschränkung des Gesetzes vom 4. August als und Frauenkleidung, auch Unterkleidung und Tuche usw.). Toten werden auf viertausend geschäst; das ist die Hälfte notwendig bezeichnet, kann als richtig nicht zugegeben werden; wohl Verschnürt sie in Pafete und übergebt sie den Hausverwaltern. der Bevölkerung. aber wissen wir von durchaus zuverlässiger Seite, daß im Reichstag Die Abholung erfolgt von dort durch uns vom 18. Januar von allen Seiten eine bessere Fürsorge für die Faab. Rotes Kreuz von Berlin, Markgrafenstr. 40." milien der Kriegsteilnehmerverlangt worden ist. Es ist auch von der sozialdemokratischen Fraktion ein dahin gerichteter Gesetzentwurf eingebracht worden. Hier wäre es notwendig, und zwar dringend notwendig, endlich gegen Mißstände Abhilfe zu = Ein Flüchtling aus Magliano del Marsi berichtete dem ,, Messagero", daß in dieser Gegend fünfzehnhundert Menschen getötet worden sind. Die Zahl der Ueberlebenden betrage dort etwa zweihundert. Es sei eine Feuers brunst ausgebrochen, welche das Zerstörungswerk vollendet habe. Die Hilfsaktion. Rom, 15. Januar. Durch föniglichen Erlaß ist der Generalinspektor im Ministerium des Innern Dezza zum föniglichen Kommissar ernannt und mit Vollmacht ausgestattet worden, um unter direktem Befehl des Ministeriums des Innern für alle aus dem Erdbeben vom 18. Januar sich ergebenden Notwendigkeiten Sorge zu tragen. Der Erlaß gibt außerordentliche Verfügungen, ähnlich denen bei dem Erdbeben von Messina, über die Zuerkennung von Besiz und Eigentum, über Feststellungen von Todes fällen und den Mündelschuh verlassener Kinder sowie über die Ausführung von Arbeiten. Auswärtige Hilfe dankend abgelehnt. Wiete hat. schaffen. Aus Groß- Berlin. Kriegssonntag. 11 Die Wollwoche. Die Rückverwandlung einer Autobus in eine Pferdclinic. Omnibuslinie 9 Schönhauser Tor- Schöneberg wird am Sonntag zum legtenmal mit Automobilen betrieben. Am Montag wird fie mit Pferdebetrieb wieder aufgenommen. Die Umwandlung bringt verschiedene Vorteile mit sich. Infolge des Mangels an Automobilen fonnte die Linie nur in großen Abständen bedient werden. Mit Hilfe der Pferde laufen die Wagen wieder etwa alle sieben Minuten, perktags von 6.16 bis 9.39, Sonntags bis 9.59. Die Pferdelinie fann auch durch die Pallas, Gleditsch zur Grunewaldstraße geführt werden, so daß diese wieder Verbindung erhalten. Ein Berlin steht noch auf dem alten Fled. Die Menschen weiterer Vorteil sind die Monatskarten und mehrere Fünf- PfennigMenschen- Strecken. massen, die sich am Sonntag durch die Straßen bewegen, Aus der Jrrenanstalt entlassen wurde der Schriftsteller Sebaldt, sehen im sechsten Striegsmonat noch fast genau so aus, wie vor dem Kriege. Etwas ruhiger und ernster vielleicht, aber dessen Internierung wir dieser Tage meldeten. das erfennt auch nur der Einheimische, der mit Berliner Leben und Treiben eng verwachsen ist. Eine gewisse gegenseitige Eine Fürsorge für die Kleinkinder, Rücksichtnahme im öffentlichen Verkehr ist eingezogen. Jeder d. 6. für die Kinder vom 1.- 6. Lebensjahre, hat neben der SäugRom, 15. Januar.„ Giornale d'Italia" schreibt: Gine fremd- einzelne ist bemüht, nicht laut und lärmend zu sein, weil all- lingsfürsorge die Stadt Charlottenburg seit dem 1. April ländische Botschaft hatte in höflicher Weise den Wunsch geäußert, gemein empfunden wird, Ivas mir 1911 eingerichtet. Gerade für diese Altersstufe, in der die Grundder dramatischen im Auslande eine Aktion zugunsten der vom Erdbeben Betroffenen Entwickelung der Zeit schuldig sind. Selbst die belage für die körperliche und geistige Entwicklung gelegt und der einleiten zu dürfen, ebenso wie damals bei dem Erdbeben von Kern für manche spätere Erkrankung aufgenommen wird, ist eine rühmte Berliner ,, Schnodderigkeit", Messina.„ Giornale d'Italia" fügt hinzu, daß die offiziös befragte nicht die schließlich gar sorgfältige ärztliche Ueberwachung dringend geboten. In jeder der fo übel gemeint ist, hat fich eingetapfelt. Charlottenburger Säuglingsfürsorgestellen werden besondere Wochenitalienische Regierung kurz heraus erklärte, daß im gegen Trohalledem würde man kaum äußerlich spüren, daß Krieg sprechstunden für Kinder vom 1. bis zum vollendeten wärtigen Augenblid feine auswärtige unter die halbe Welt erschüttert, wenn nicht so viele Verwundete 6. Lebensjahre abgehalten. In diesen Sprechstunden werden stügung angenommen werden könnte. Diese Ant- an Stöcken und mit Armbinden über die Straßen wanderten. in regelmäßigen Zwischenräumen zunächst solche Kinder, die bis zum wort beruht auf der heiflen und ernſten internationalen Lage Die ausgestellten eroberten Kanonen im Stadtinnern sind schon vollendeten 1. Lebensjahre bereits die Fürsorgeſtelle besucht haben, und richtet sich ebenso gut an die neutralen Mächte wie an die wieder etwas Bekanntes, der siegkündende Fahnenwald tritt weiter vorgestellt. Zugelassen werden jedoch alle Kinder im Alter friegführenden.„ Giornale d'Italia" billigt die Entscheidung der nach der ersten freudigen Erregung seitener in Erscheinung, nicht besucht haben. von 1-6 Jahren, auch wenn sie die Säuglingsfürsorgestellen vorher Regierung, welche dem allgemeinen Empfinden und der öffent- und auch der Singsang in den Cafés hat sich weisere Mäßiunentgeltlichen spezialärztlichen Rat über die für das Gedeihen des Mütter und Pflegemütter erhalten dabei lichen Meinung entspreche. gung auferlegt, die der opferreichen Kriegslage angemessener Stindes gebotenen Maßnahmen und die Vermeidung von Schädlichist als das allzu geschäftsmäßig angetünchte Lärmen in den feiten. Eine ärztliche Behandlung findet nicht statt. Diese Klein Lokalen. findersprechstunden werden an folgenden Tagen abgehalten: Eine anfechtbare Bundesratsverordnung. # Das Bedürfnis des Sonntagsnachmittags Spazierganges Säuglingsfürsorgestelle I, Berliner Str. 187: Mittwoch 2-3 Uhr; macht sich sogar stärker als sonst um diese Jahreszeit bemert- II, Wilmersdorfer Str. 111: Dienstag 2-3 Uhr; III, Kirchplaz 5a: Man strebt hinaus auf die Straße, vor die Tore, um Freitag 1-2 he; IV, Nehringfir. 11: Dienstag 2-3 1hr; seine Sachen ein wenig an der frischen interluft zu erleichtern Auquite- Viktoria Haus, Mouwigstraße: Mittwoch 2-3 Uhr; V, Kaiserin- Augusta- Allee 102: Dienstag 2-3 Uhr; VI, Kaiferin Nach einer Notiz int gestrigen„ Reichsanzeiger" hat der und hat doch nicht die alte Auswahl, den Sonntag möglichst VII, Horstweg 28: Donnerstag 2-3 Uhr. Die Mütter und PflegeBundesrat einem Entwurf über die Bekanntmachung über die Ver- angenehm„ totzuschlagen". Der vorläufige Mangel an Schnee- mütter, die zugleich einen Säugling und ein größeres Kind in der tretung der Kriegsteilnehmer in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten und Eisbahnen reizt auch die Massen noch nicht zu weiten Fürsorgestelle vorstellen wollen, fönnen ausnahmsweise auch die am Donnerstag seine Zustimmung erteilt. Die Bekanntmachung Sonntagsfahrten ins Vorortland hinein. Man beschränkt größeren Kinder in der Säuglingssprechstunde mitvorstellen. Die selbst ist im Reichsanzeiger" noch nicht enthalten. Wohl aber ist sich auf die allernächste Umgebung, und hier ist stellenweise Einrichtung der Fürsorge für die Kleinkinder hat sich bisher sehr gut der angebliche Inhalt der Verordnung nebst Begründung in der der Zustrom gewaltig. In Treptow, um nur einen idyllischen bewährt und kann den Müttern und Pflegemüttern der Kinder zum Bossischen Zeitung" mitgeteilt. Wenn in der Tat der in der Punkt herauszugreifen, wandern viele Tausende durch den eifrigen Besuch nicht dringend genug empfohlen worden. " Bossischen Zeitung" wiedergegebene Inhalt niit der Verordnung Park und den Plänterwald. Hier ist schon um 4 Uhr in den Fünf Monate Kriegsfürsorge in Ober- Schöneweide. selbst übereinstimmt, so muß gegen die Verordnung Protest er- großen Wintersälen der bekannten Sommerlokale, wo fast In der letzten Gemeindevertretersizung wurde Bericht erstattet hoben werden. Denn sie ist geeignet, den durch einstimmigen Be- überall Gratismusik die bedrückten Herzen aufheitert, kaum schluß des Reichstags und Bundesrats im Gesez vom 4. August ein Stuhl mehr leer. Tausende, denen selbst der Kaffee schon über die bisherigen Ausgaben der Kriegsfürsorge. Danach find bis 9. Januar 1915 verausgabt: Für Familienunterstützung 1914 den Striegsteilnehmern gewährten Schutz ganz erheblich au zu teuer ist, begnügen sich freilich mit dem Luftschnappen. 290 688 m., für Zuschüsse zur Erreichung des Existenzminimums beeinträchtigen. Nach dem Gesetz von 4. August 1914 muß ein Die Tanzbeine sind auf höheren Befehl eingerostet. So muß 11 936 M., für Arbeitslose 8820 M., Mietszuschüsse an die Familien Prozez gegen einen Kriegsteilnehmer während der Dauer des auch die leichtlebige Jugend die allgemeine Solidarität mit der Kriegsteilnehmer 34 244 M., Mietszuschüsse an Arbeitslose Kriegszustandes ausgesetzt werden. Diese Aussehung ist unseres machen. Man sist stundenlang und hält den Daumen auf 1220 M., für Gemeinde- Strankenpflege 1259 M. und vom Nationalen Erachtens selbstverständlich, sie ist notwendig, um die Sorge um dem Beutel. Es sind keine glänzenden Einnahmen für die Frauendienſt 9141 M. Insgesamt 357 303 M.- Am 31. Dezember Gastwirte und Saalbefizer, aber sie manifestieren sich durch". Beschluß der Gemeindevertreter die Mietszuschüsse erhöht und in der und 1. Januar erfolgten die größten Auszahlungen, da nach einem Schon in früher Abendstunde ebbt es langsam zurück zur angegebenen Zeit vom 1. September ab nachgezahlt wurden. Stadt. Auch hier ist der Sonntagsverkehr und das Sonntags- Bom Ausbruch des Krieges bis zum 31. Dezember wurden geschäft trotz aller Kriegseinflüsse noch recht annehmbar. Die gezahlt: Für Familienunterstützung 255 050 M., Zuschüsse Verwendung sämtlicher großen Brauereisäle als Lazarette ur Erreichung des Eristenzminimums 10 083 kommt wieder anderen Erholungsstätten zugute. Man lebt nicht üppig, aber die größeren Restaurants und Cafés, selbst die Theater, Zirkusse und Kinos haben über den Besuch nicht zu flagen. Und so kann, wer aus der Fremde zu uns kommt, daheim erzählen, daß die deutsche Reichshauptstadt nach wie vor von ruhiger, würdiger Zuversicht beseelt und nicht mal von Kriegsnervosität" befallen ist. Prozesse den in den Krieg Gezogenen fernzuhalten. Es soll nunmehr nicht eine Novelle zum Gesez, sondern eine Verordnung g des Bundesrats die Bestellung eines Vertreters zulassen, wenn die Bestellung zur Verhütung offenbarer unbilligkeiten erforderlich erscheint. Ebenso soll der Anspruch auf Aussehung eines Rechtsstreits in vermögensrechtlichen Dingen abgelehnt werden können, wenn die Ausfehung nach den Umständen des Falles offenbar un billig ist. Diese Bestimmungen sollen auch rückwirkende Kraft Begründet wird diese auffallende Verschlechterung des bestehenden Zustandes damit, daß insbesondere die Zahlung von Mietsschulden aus Böswilligkeit unterlassen sei. erlangen. Der städtische Kartoffelverkauf. m. ant Arbeitsloje 8264 M., an Mietszuschüsse der Familien der Kriegsteilnehmer 5543 M., Mietszuschüsse an Arbeitsloje 751 M., für Ge9141 M. Insgesamt 290 088 M. Das macht eine monatliche Ausmeindefrankenpflege 1256 M. und vom Nationalen Frauendienst gabe von rund 65 000 M. Wenn auch ein Teil der Kosten vom Reiche und dem Streise zurüderstattet werden, so bleibt dennoch eine ganz nennenswerte Summe für die Gemeinde an Ausgaben übrig. Sehr gering erscheinen die Ausgaben für die Arbeitslosen. Es ist dabei zu bemerken, daß unser Ort fast ausschließlich nur metallindustrielle Werte beherbergt und diese, da sie Heeresaufträge haben, sehr stark beschäftigt sind, so daß von einer außer gewöhnlichen Arbeitslosigkeit keine Rede sein kann. Auch in der Gemeinde- und Amtsverwaltung machte sich der Krieg recht fühlDemnach soll also ein Kriegsteilnehmer deshalb, weil er am Kriege teilnehmen muß, unter Vormundschaft gestellt werden dürfen, und der Vormund( Vertreter) soll über sein Vermögen Der städtische Kartoffelverkauf erfolgt in den Marktunter Umständen verfügen dürfen, ohne daß der Kriegsteilnehmer hallen im Kleinverkauf, auch direkt durch die städtische Gutsauch nur in der Lage ist, den Mann zu instruieren? Gewiß ist verivaltung für Händler von 50 Zentnern an. Dieser Engros- bar. Wurden doch von der erstren zum Heeresdienst einberufen das nicht die Absicht der Verordnung, aber die notwendige verkauf scheint aber den Großhändlern ein Dorn im Auge der Gemeindevorsteher, der besoldete Schöffe und 25 weitere Beamte. Folge. zu sein. Das fonnte man in der Generalversammlung des Aushilfsbeamte eingestellt werden. Um die Unterstützungsausgaben Bon der Amtsverwaltung fieben Beamte. Dementsprechend mußten Die Verordnung ist auch rein formell unzulässig; der Bundes Vereins der Breliner Kartoffelhändler erfahren, die sich ant für eine noch längere Dauer des Krieges zu sichern, wurde berat hat kein Recht, das Gesetz vom 4. August 1914 ohne Zu Montag mit dem städtischen Kartoffelverkauf beschäftigte. schlossen, bei der Landesversicherungsanstalt der Provinz Branden stimmung des Reichstages zu verschlechtern. In dem Gesetz findet Die allgemeine Ansicht ging dahin, daß durch das Vorgehen burg 100 000 27. sowie eine von privater Seite angebotene Anleihs 8 ben 125 000 t. zu 5% Broz. und volles Geld aufzunehmen, so daß für den Schluß des Jahres 1892 auf 1562 angab. Diese Zahl bis jetzt 500 000 M. an Anleihen aufgenommen find. bermutet. Leblos aufgefunden wurde gestern früh gegen 6 Uhr vor einem Hause der Eichhornstraße die zirka 60jährige Händlerin Th. Sabadil aus der Saaleftr. 12/13 zu Neukölln. Der Tod war schon vor mehreren Stunden eingetreten. Als Todesursache wird Lungenbluten Arbeiterbildungsschule. Morgen Montag, abends 7 1hr, findet der erste naturwissenschaftliche Lichtbildervortrag statt. Genosse Dr. B. Borchardt spricht über„ Gestalt und Bewegung der Erde". Schullokal: Lindenstr. 3, 4. Hof rechts III. Eintrittspreis 10 Pf. Die Bibliothet ist von 6-7 Uhr abends geöffnet. Die Hörer der Arbeiterbildungsschule lönnen gegen Borzeigung ihrer Rarte und einer weiteren Legitimation( Mietskontraft usw.) eine Refelarte erwerben. Die Beselarte wird unentgeltlich verabfolgt. Nicht identisch. Der Kellner Mar Kaließ, Nigaer Straße 5, teilt uns mit, daß er nicht identisch sei mit dem Arbeiter Mag Staließ, der fürzlich zwischen Reinickendorf und Schönholz eine schwere Bluttat berübte. Gewerkschaftliches. Noch ein Jubiläum in ernster Zeit. Wie die Holzarbeiter- Zeitung" jüngst der vor 25 Jahren erfolgten Gründung des Bergolderverbandes gedenken fonnte, so gebenft fie in ihrer lezten Nummer der Zentralorganisation der Rorbmacher. Korbmacher- und Vergolderorganisation sind beinahe gleichzeitig ins Leben getreten. Schon vorher hatte es einen Korbmacher- Bund" gegeben, der im Jahre 1873 gegründet worden war, aber keine erhebliche Bedeutung erlangt hat. Er hatte seinen Siz in Hamburg; über seine Geschichte ist jedoch wenig bekannt. Sein Ausbreitungsebiet ging faum über die Städte Hamburg, Altona und Ottenser hinaus. Noch ehe er, wie die anderen Gewerkschaften, im Jahre 1878 durch Ausnahmegese weggefegt wurde, dürften sich ihm einige andere Orte angeschlossen haben; insbesondere ist das von dürfte aber nicht richtig gewesen sein, denn im zweiten, Quartal wies die veröffentlichte Abrechnung nur 991 Mitglieder auf, und in der Folge trat ein weiterer Rückgang ein; Ende 1894 zählte der Verband 581, Ende 1895 nur noch 526 Mitglieder. Deutsches Reich. Roch etwas vom Burgfrieden. In Arnswalde haben die den Lohntarif gekündigt. Die Firma Putsch hat sich an dieser Töpfermeister Gustav Heyn und Hermann Teste den bestehenKündigung nicht beteiligt. Kleine Nachrichten. war inzwischen unter den Mitgliedern immer lebhafter geworden. haus in Hannover wurde fürzlich von einem größeren JuristenDas Verlangen nach dem Anschluß an den Holzarbeiterverband Juristenbesuch in einem Gewerkschaftshause. Das GewerkschaftsIm Juli 1894 veranlaßte deshalb der Vorstand eine Urabstimmung, follegium zur freiwilligen Information über seine Einrichtungen an der sich 15 Bahlstellen beteiligten. Das Ergebnis war 147 und die damit zusammenhängenden Bestrebungen der freien GeStimmen für den Anschluß und 142 dagegen. Bei diesem Stimmen- werkschaften besucht und eingehend besichtigt. Alle Teilnehmer der berhältnis galt der Antrag als abgelehnt. Als trotzdem einige Besichtigung sprachen sich sehr befriedigt und anerkennend über das Bahlstellen den Anschluß an den Holzarbeiterverband vollziehen Gesehene aus. wollten, wurde das von dessen Leitung nicht zugelassen. Die Lage des Korbmacherverbandes gestaltete sich indessen immer ungünstiger. Die Jahreseinnahme hatte im Jahre 1894 2611 M. betragen; im Jahre 1895 waren es nur noch 2214 M. Da schlug der Vorstand zu Beginn des Jahres 1896 den Mitgliedern vor, die fällige GeIn Brandenburga. H. brach Donnerstagnachmittag in einem neralversammlung nicht mehr abzuhalten, sondern durch eine Urabstimmung über das Schicksal des Verbandes zu entscheiden. In Arbeitsschuppen des Artilleriedepots durch bisher dieser Urabstimmung stimmten 302 Mitglieder für den Anschluß unaufgeklärte Ursache ein Feuer aus, das auf seinen Herd beschränkt an den Holzarbeiterverband und 74 dagegen. Der Anschlug war werden fonnte. Jufolge einiger während des Feuers erfolgter also beschlossen und er wurde am 1. Mai 1896 vollzogen. Wit Explosionen hat eine Anzahl von Arbeitern mehr oder weniger schwere Verlegungen davongetragen. etiva 400 Mitgliedern und einem Vermögen von 511 M. trat der Der durch das Feuer verursachte Materialschaden ist nicht bedeutend. Korbmacherverband zum Holzarbeiterverband über. Feuer in einem Artilleriedepot. Ein verhängnisvoller Lawinensturz. Ein Telegramm aus Sitten( franz. Schweiz) meldet: Das Dorf Obergestel en in Oberwallis ist Donnerstagmorgen durch eine Sawine teilweise zerstört worden. Biele Stellen sind dem Erdboden gleich gemacht worden. Die Einwohner konnten sich noch rechtzeitig aus den Häusern flüchten. ,, Gott strafe England." Unter dieser Ueberschrift bringt das Dortmunder Tageblatt" folgendes Gingesandt: In einer hiesigen Volksschule grüßte der Lehrer seit einiger Zeit die Klasse mit den Worten:" Gottstrafe England!" Wenn man auch inhaltlich mit diesem Gruße einverstanden ist, so verliert er bei regelmäßiger Anwendung doch an Wert. Hoffentlich wird der Gruß- Reformator von vorgesezter Stelle Ernst und pädagogisch ist das Verfahren auch von zweifelhaftem eines Besseren belehrt." Nach dem Anschluß an den Holzarbeiterverband hat sich die Bahl der organisierten Korbmacher rasch vermehrt. Ende 1896 waren es schon 827, ein Jahr später 1282. Die Steigerung der Mitgliederziffer hat in der Folgezeit angehalten, aber nicht in dem erwartetem Maße. Ende 1913 gehörten dem Verband 2592 Norbmacher an, darunter 145 weibliche und 8 jugendliche. Nach der Gewerbezählung im Jahre 1907 waren in den Betrieben der Korbmacherei 15 048 Arbeiter beschäftigt und von den 11 736 Unternehmern in Alleinbetrieben, die damals gezählt wurden, dürften die meisten ihrer sozialen Stellung nach ebenfalls zu den Arbeitern gehören. Das Agitationsgebiet ist also in der Korbmacherei noch sehr groß. Die Zentralfommission der Korbmacher entwickelt denn auch seit langem einen anerkennenswerten Gifer. Die Korbmacherei ist eine der wenigen Zweige der Holzindustrie, die während Die Anpassung an die neuen Verhältnisse durch Errichtung des Krieges in Blüte stehen. Das ist eine Situation, die für eine von lokalen Fachbereinen scheint bei den Korbmachern längere rege Werbearbeit recht gründlich ausgenügt werden muß. Vor allem Zeit beansprucht zu haben. Auch hier ging Hamburg voran, wo wäre zu wünschen, daß die Korbmacher selbst endlich erkennen, Wiedereröffnung der Spielhölle von Monaco. int November 1882 ein Fachverein der Korbmacher gegründet wie sehr sie sich seither geschädigt haben, indem sie die unver- Wie der Frantf. Zeitung" aus Baris gemeldet wird, hat die wurde. Im Jahre 1889 veröffentlichten die Magdeburger Korb nünftigen Preisunterbietungen der Unternehmer durch ihr Ver- Kasino- Gesellschaft in Monaco seit Jahresbeginn die Pforten macher einen Aufruf zur Abhaltung eines Kongresses. Dieser halten förderten. Das 25jährige Jubiläum der Zentralorganisation der Spielfäle wieder eröffnet. fand in den Tagen vom 27. bis 29. Dezember 1889 in Magdeburg der Korbmacher gibt hoffentlich den Anstoß zu einer energischen statt unter Teilnahme von 27 Delegierten, die 30 Orte vertraten. Agitation für die Ausbreitung des Verbandes in diesem BerufsDiese verhältnismäßig starke Beteiligung läßt darauf schließen, zweig. daß schon eine Reihe lokaler Korbmacher- Fachbereine bestand. Berlin bekannt. Der Kongreß beschloß die Gründung eines Zentralverbandes, als dessen Sitz Hamburg bestimmt wurde. Als Berater hatten die Korbmacher den Regierungsbaumeister Reßler zu ihrem Kongreß zugezogen, und der von ihm herausgegebene Wanderbursche" wurde zum Verbandsorgan gewählt. An dessen Stelle trat bald danach das„ Vereinsblatt". Nach ganz kurzer Zeit schon hatte sich die Verbandsleitung mit Neßler überworfen und vom 1. Juli 1890 ab wurde die in Hamburg erscheinende Neue Tischler- Zeitung", das Organ des Deutschen Tischlerverbandes, als Publikationsorgan des Korbmacherverbandes bestimmt. Daß der Korbmacherverband es zu einer sonderlichen Blüte gebracht hätte, fann eigentlich nicht gesagt werden. Gleich nach der Gründung des Zentralverbandes setzte zwar eine lebhafte Lohnbewegung ein, aber es war sehr schwer, bei den Korbmachern das Verständnis für den Wert einer dauernden Organisation zu weden. Berlin und Umgegend. Parteiveranstaltungen. Sechster Wahlkreis. Jugendabteilung. Am Mittwoch, den 20. Januar, abends 8 Uhr, finden die Versammlungen der jugendlichen Mitglieder von 18-21 Jahren in nachfolgenden Lokalen statt: Schröder, Stromstr. 36, Nietschmann, Gerichtstr. 74 und Mersin, Pantstr. 60. Die Genossen der Schönhauser Vorstadt beteiligen fich an TestDie Zahlstelle Berlin des Schneiderverbandes nahm am genannter Bersammlung. Referenten sind die Genossen Eichhorn, Neumann Donnerstag den Geschäftsbericht vom 3. und 4. Quartal vorigen und Döring. Der Vorstand. Jahres entgegen. Der Kriegsausbruch hat sowohl auf die EinTempelhof- Mariendorf. Jugendsettion. Morgen Sonntag: Bande nahmen als auch auf den Mitgliederbestand ungünstig eingewirkt. rung durch den Grunewald. Treffpunkt 7 Uhr Bahnhof Tempelhof. für Unterstübungszwede find in beiden Quartalen ins- Fahrgeld 40 Pf.- Montag, den 18. Januar: Diskutierabend im Jugendgesamt 25 981,77 M. ausgegeben worden. Kunze berichtete über heim. Dienstag, den 19. Januar, abends 8 Uhr, bei Bensched, Sie Verhandlungen wegen der Löhne für Militärarbeiten. Chauffeeftr. 27: Beginn des Vortragstursus des Genossen Döring. Nebenbei teilte Redner noch mit, daß in der Phantasiewesten- Imperialismus und Strieg". branche die in der Kriegszeit reduzierten Preise durch Eingreifen der Organisation wieder auf ihre tarifliche Höhe gebracht wurden. Was die Militärarbeiten betrifft, so handelte es sich um die Söhne für Gefangenen und Landsturmmäntel. Die Verhandsind noch nicht zu einem Endergebnis gelangt. Dagegen konnten lungen betreffs der Löhne für Gefangenenmäntel und Litewken die Preise für Landsturmmäntel( sogenannte Bozener Mäntel) auf gebessert werden. Die erste Generalversammlung des Norbmacherverbandes war Mit dem Gewerbegericht ist bereinbart worden, daß Beauf den 22. Februar 1891 nach Wittenberg einberufen; fie fonte schwerden der Arbeiter wegen der Militärarbeiten nicht mehr in aber dort nicht abgehalten werden, weil der Wirt das Rofal ver- Form von Klagen beim Gewerbegericht oder Schiedsgericht vor. weigerte. Die Delegierten siedelten infolgedessen nach Luckenwalde gebracht werden sollen, vielmehr wird die Organisation mit dem über. Nach Mitteilung des Kassierers zählte der Verband in dieser betreffender Unternehmer in Verbindung treten. Wenn die Verhandlung erfolglos bleibt, so tritt die Schlichtungskommission vom 3eit 1459 Mitglieder. Die zweite Generalversammlung fagte Gewerbegericht in Funktion. Jedoch wird sich die Organisation vom 2. bis 5. April 1893 in Erfurt, während gleichzeitig der Holz nur der organisierten Arbeiter annehmen. Für Leute, die feine arbeiterfongreß, auf welchem die Gründung des Holzarbeiterver Opfer bringen wollen, kann der Verband keine Zeit und Geldmittel bandes beschlossen wurde, in Kassel tagte. Der Vorstand des opfern. Es ist festgestellt, daß Frauen in zwei Wochen von ihrem Korbmacherverbandes hatte sich vorher für den Anschluß an den Unternehmer nach dem Tarif 30-40 M. zu wenig erhalten haben. zu gründenden Holzarbeiterverband ausgesprochen, die General- Unter diesen Umständen können die Arbeiter und Arbeiterinnen versammlung lehnte jedoch den Anschluß mit 8 gegen 4 Stimmen sehr wohl die paar Groschen für den Verband aufbringen. ab. Die Amtsenthebung des Verbandsvorsitzenden wurde von der worden ist auf dem Gebiet der Versicherung, indem in furzer Redner berichtete dann noch über einen Fortschritt, der erzielt Generalversammlung gutgeheißen, und sein Ausschluß aus dem Beit die Versicherungspflicht für Hausgewerbetreibende in GroßVerband beschlossen. Der Kassierer gab einen recht optimistischen Berlin trieder eingeführt wird und die Betreffenden somit der Bericht über den Stand des Verbandes, dessen Mitgliederzahl er Ortstranfenfasse unterstellt sein werden. Nur Sonnabend noch Sonntag 5 Montag Dienstag Tage Mittwoch Schöneiche und Umgegend. Der Bablabend für alle Bezirle findet heute Sonnabend, abends 81%, Uhr, bei Mar Mann in Schöneiche statt. Frauenveranstaltungen. den 18. Januar, 8%, Uhr, in der Neuen Philharmonie, Köpenider Str. 96/97: Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, Vortrag: Der Strieg und die Frauen". Referentin: Bally Sepler. Gäste, Männer und Frauen, willkommen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 17. Januar, vorm. 9 116r, Neukölln, Idealpaffage Tegel, BahnhofBappel Allee 15-17; straße 15 und Ober- Schöneweide, Klarastr. 2: Freireligiose Borlesung. Bormittags 11 Uhr, Sleine Frankfurter St. 6: Bortrag von Herrn A. Fischer:„ Erziehungsfragen. Das Alter von 14-20 Jahren". Damen und Herren als Gäste willkommen. Allgemeine Kranken und Sterbefaffe der Metallarbeiter ( V. a. G.) Hamburg. Filiale Berlin 5. Heute Sonnabend, den 16. Januar, abends 8. Ubr: Mitgliederversammlung bei Thiel, Rüderstr. 7. Filiale Berlin 6. Sonntag, den 17. Januar, bormittags 10 Uhr: Mitgliederversammlung bei Mertens, Bernauer Str. 82. Arbeiter- Turnverein Schöneberg. Heute Sonnabend, den 16. Jamuar, abends 8, Uhr: Generalversammlung bei Ebrecht, Meininger Str. 8( Tunnel). Sonntagmittag: Sehr mild, zeitweise auftlarend, aber noch vorherrschend Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis trübe und nebelig mit weitverbreiteten, im Südosten meist geringen, im Westen und im ganzen Rüstengebiete etwas stärkeren Regenfällen. Inventur- Verkauf zu außerordentlich billigen Preisen: Ein großer Posten aus guten u. haltbaren Stoffen gefertigte Winter- und SommerHerren- Anzüge, Ulster, Paletots zu den Serienpreisen M. 25.- 28.- 32.jetzt zum Einheitspreise M. 36.- 39.- 42.18.00 28.00 Aenderungen zum Selbstkostenpreis 45.- 48.- 54.60.- 68.- 75.38.00 48.00 Zu ebenfalls bedeutend herabgesetzten Preisen: Westen, Hosen, Lodenjoppen, Pelerinen, Wettermäntel, Schlafröcke, Hausjoppen, Pelze u. Pelzjoppen Jünglings- und Knaben- Kleidung Leineweber Berlin C. Robftraße 54 Köllnischer Fischmarkt 4.5-6 Fischerstraße 1 Bezirks- Beilage des„ Vorwärts" für Süden- Weffen. Nr. 16. 32. Jahrg. Verlustlisten. Die Bayerische Verlustliste Nr. 136 bringt Berlufte des 4., 8., 10, 12, 13., 14., 15., 16., 17., 20., 21. und 23. Inf. Reg. Der Schluß der Sächsischen Verlustliste Nr. 92, deren Die Verlustliste Nr. 126 der Preußischen Armee ent- Inhalt bereits gestern mitgeteilt wurde, wird veröffentlicht. hält Verluste folgender Truppen: Oberkommando der 7. Armee. Generalfommando des 14. Armeekorps. Die Württembergische Verlustliste Nr. 94 bringt Verlufte des Landw.- Inf.- Reg. Nr. 119; des Jnf.- Neg. Nr. 120; der Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 121, 122, 123; bes Inf.- Reg. Nr. 124; des Landsturm- Bat. Ellwangen; des Drag.- Neg. Nr. 26. Soziales. Kündigungsausschluß durch Arbeitsordnung. Stäbe der 15. Res.- Inf. und der 43. Inf.- Brigade; GardeGrenadier- Regimenter Elisabeth und Nr. 5; Garde- Res.- Inf.Reg.; Garde- Füsilier- Reg.; Garde- Jäger- und Garde- Res.- JägerBat.; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füsilier- Regimenter Nr. 8, 9, 10, 11, 12, 15, 22, 24, 26, 27, 30, 31, 32, 36, 59, 60, 62, 64, 65, 66, 67, 69, 70, 71, 75, 80, 81, 83, 85, 88, 89, 91, 92, 93, 95, 96, 98, 116, 117, 118, 128, 130, 135, 153, 154, 165, 168, 169, 171, 175, 176, Reg. Alfken; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 5, 19, 24, 30, 32, 35, 36, 40, 67, 68, 71, 82, 84, 87, 88, 91, 93, 94, 110, 116, 118, 204, 205, 210, 212, 213, 215, 216, 219, 221, 226, 227, 229, 233, 235; Res.- Ers.- Reg. Nr. 2; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 10, 18, 20, 22, 26, 34, 37, 55, 60, 84, 87, 116, 118; Landw.- Inf.Bataillone Bernburg und II. Westfäl. Breslau; Landw.- Erfaz- Bat. Kulm; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 25, 35, 40, 43, 76, 79, 81; Landw.- Brig. Ers. Bat. Nr. 42; Landsturm- Bat. Allenstein II. II. Breslau, I. Darmstadt, II. Meh, Neusalz a. O. I, Trier II; Jäger- Bat. Nr. 3, 4, 8, 10, 11; Ref.- Jäger- Bataillone Nr. 5, 7, 14, 15, 16, 21, 24; Maschinengewehr- Komp. der Landsturm- Brig. Hoffmann. Kürassiere Nr. 2, 7; Husaren Nr. 5, 8, 11, 17; Ulanen Nr. 9; Jäger zu Pferde Nr. 4, 11. 1. Garde- Nes.- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 2, 3, 10, 19, 21, 25, 34, 42, 44, 45, 50, 82; Ref.- Feldart.- Regimenter 2. Garde- Fußart.- Reg.; Fußart.- Regimenter Nr. 1, 4, 7, 10, 11, 20; Res.- Fußart.- Regimenter Nr. 11, 13, 20. Pionier- Regimenter Nr. 18, 29, 31; Pionier- Bataillone: Diesen Betrag zahlte die Firma nach Belehrung freinvillig, II. Nr. 2, Nr. 3, II. Nr. 11, I. Nr. 14, I. Nr. 15; Pionier- Abteilung ohne es auf ein Urteil ankommen zu lassen. der 2. Kavallerie- Division; 48., 50. und 52. Res.- Pionier- Komp.; 1. Landw.- Pionier- Komp. des 6. und 11. Armeekorps; Schwerer Festungs- Scheinwerferzug Nr. 46. Nr. 14, 25, 45, 46, 47, 49. 16. Jannar 1915. rechneten Teils bleibt jedoch steuerfrei, solange fie fich bei der Fahne befinden. Unteroffiziere und Mannschaften des Beurlaubtenstandes find nach ihrem Zivildienfteinkommen unter Ausschaltung des Militäreinkommens zu veranlagen. Soweit fie unter 3000 M. zu beranlagen sind, bleiben sie, solange fie im aktiven Heeresdienst stehen, fteuerfrei. 6. Unterstützungen für die Angehörigen gesetzlicher Art oder fortgesetzte Lohnzahlungen bleiben stenerfrei. Zinsen von Wertpapieren usw., auf deren Beitreibung im Auslande nicht zu rechnen ist, sind nur, insoweit sie tatsächlich im Laufe von 1914 eingegangen sind, steuerpflichtig. Gerichtszeitung. Schuldlos sich des Mordes bezichtigt! Ein Werkzeugmacher der Firma Hoffmann u. Co. klagte gestern vor der Kammer 5 des Gewerbegerichts auf eine Lohnentschädigung wegen fristloser Entlassung. In der Firma wurde am 27. Nobember eine Arbeitsordnung ausgehängt, in der Kündigungsausschluß vorgesehen war; am 2. Dezember erfolgte die Entlassung des Klägers. Dieser trat am 8. Dezember in andere Beschäftigung. Demnach lag die Rechtslage so: Eine Kündigungsfrist war nicht Tat einer Unschuldigen blicken, die sich selbst des Mordes an In tiefes soziales Elend unserer Verhältnisse ließ die vereinbart; Kläger hatte also zunächst Anspruch auf die gesetzliche vierzehntägige(§ 122 der Gewerbeordnung). Die am 27. November ihrem Kind bezichtigt hatte, um dem angeblich getöteten ausgehängte Arbeitsordnung enthält eine Abänderung des bis Sinde Unterhalt zu verschaffen. In dem Wiederaufnahmedahin geltenden Zustandes. Diese tritt nach§ 134a Abs. 4 der Ge- verfahren, das gestern vor dem Schwurgericht des Landwerbeordnung. frühestens zwei Wochen nach ihrem Grlaß in gerichts III unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Hesse Geltung". Für den Kläger galt also der Kündigungsausschluß verhandelt wurde, kam dieser Fall zur Verhandlung: ein erit ab 11. Dezember. Lis zu diesem Zeitpunkt hätte er Ent- Mädchen hatte sich tatsächlich der Ermordung ihres eigenen schädigung fordern können und auch zugesprochen bekommen müssen. Seindes bezichtigt und hatte deshalb unschuldig eine Lediglich die Tatsache, daß er am 8. Dezember bereits wieder Arbeit fand, ermäßigte seinen Anspruch auf 35 M. für insgesamt längere Gefängnisstrafe berbüßt. 5 Tage. • Die Steuerveranlagung der Kriegsteilnehmer in Breußen. Eisenbahn- Reg. Nr. 2; Eisenbahn- Baukomp. Nr. 27; Fernspr.- Der preußische Finanzminister hat an die VeranlagungsAbt. des 8. Reservekorps und des 16. Armeekorps; Funker- Kom- behörden eine Reihe Weisungen erlassen, deren wichtigste wir hier mando der 7. Armee; Feldluftschiffer- Abt. Nr. 4. anführen. Sanitäts- Komp. Nr. 1 des 7. Armeekorps; Res.- Sanitäts- 1. Die Pflicht zur Steuererklärung besteht auch für die FeldKomp. Nr. 12 des 8. Reservekorps und Nr. 49; Feldlazarett Nr. 11 zugsteilnehmer. Sie können aber in der Heimat Vertreter, z. B. des 6. und Nr. 11 des 20. Armeekorps; Res.- Feldlazarett Nr. 38 die Ehefrau, auch ohne besondere Vollmacht, bestellen. Der Kriegsdes 8. Reserveforps; Festungs- Hauptlazarette Königsberg i. Pr. teilnehmer kann auch ohne das übliche Formular seine Erklärung und Posen; Kriegslazarett- Abt. Nr. 1 des 1. Armeekorps; Kranken-| abgeben in Briefform. transport der Etappen- Inspektion der 4. Armee. 2. Die Frist zur Erklärung verlängert fich für ihn, wenn er Train- Abteilung Nr. 1, 17, 20, 21; Train- Ersaß- Abteilung in Deutschland von seinem Wohnort entfernt weilt, auf drei Nr. 18; Brüdentrain der 2. Garde- Res.- Div.; Korps- Brüdentrain Wochen; weilt er im Ausland, auf sechs Wochen. Ueberschreitundes 1. Armeekorps; Div.- Brückentrain Nr. 6 und Nr. 33; Leichte gen der Frist sind straflos. Proviant- Kolonne Nr. 6 des 2. und Nr. 6 des 9. Armeekorps; Brobiant- Kolonne Nr. 26; Festungs- Verpflegungs- Kolonne Nr. 5; Armierungs- Fuhrpark der Intendantur Posen; Fuhrpart- Kolonnen Nr. 2 des 1., Nr. 4 des 4., Nr. 3 des 7. und Nr. 4 des 8. Armeeforps; Res.- Fuhrpark- Kolonne Nr. 50 des 8. Armeekorps; Fuhrpart- kolonnen Nr. 29 des 10. Armeekorps, der 3. Jnf.- Div. und Nr. 14; Magazin- Fuhrpart- Kolonne Nr. 2 des 1., Nr. 21 des 20. Armeekorps, der 7. Etappen- Inspektion, Nr. 22, Nr. 32, Nr. 42 und Faber; Etappen- Fuhrpart- kolonnen Nr. 4 des 5. Armee forps und Nr. 1; Festungs- Fuhrpart- Solonne Nr. 4 Königsberg i. Pr., Ref.- Bäderei- Kolonne Nr. 3; Feldbäderei des 2. Armeeforps. Feld- Proviantamt Nr. 9 der 2. Garde- Res.- Div. und Proviantamt Königsberg i. Pr. Bezirkskommando Halle a. S. 2. Bei der Veranlagung der Offiziere, Militär- und Zivilbeamten der Militärverwaltung ist das Friedenseinkommen, das der Steuerpflichtige bezogen haben würde, wenn der Krieg 1914 nicht ausgebrochen wäre, zugrunde zu legen. Ist die bei Ausbruch des Krieges bekleidete Dienststellung erst im Laufe des Jahres 1914 erreicht worden, so wird das mutmaßliche Diensteinkommen dieser Friedensstelle zugrunde gelegt. Mobilmachungsgelder find außer acht zu lassen. Für die Zeit der Zugehörigkeit zu einer Kriegsformation ist das gesamte Militäreinkommen der Offiziere usw. steuerfrei. 4. Die einberufenen aktiven und pensionierten Reichs-, Staatsund Kommunalbeamten werden mit dem vollen Zivildiensteinkommen veranlagt, ohne Rücksicht darauf, daß ihnen ein Teil der Kriegsbesoldung hierauf angerechnet wird. Das gesamte Militär einkommen einschließlich des auf das Zivildiensteinkommen angeAuf der Anklagebank mußte das 22jährige Dienstmädchen Martha Nitschke Platz nehmen. Am 19. Februar 1913 saß die Angeklagte an derselben Stelle, um sich unter der Anklage des Totschlags an ihrem 7 Monate alten Kinde zu verantworten. Auf Grund ihres eigenen Geständnisses sah das Schwurgericht seinerzeit folgenden Sachverhalt als festgestellt an: Die Angeklagte, welche die Tochter eines in Breslau wohnhaften Handwerksmeisters ist, wurde von ihrem Vater verstoßen, als sie außerehelich schwanger wurde. Sie fuhr nach Berlin und fand hier in einer Entbindungsanstalt Aufnahme. Das Kind, ein kränklicher Knabe, wurde von der Angeklagten, die sich als Dienstmädchen vermietete, in Pflege gegeben, wofür sie 27 M. monatlich bezahlen mußte, so daß ihr von ihrem Lohne nur 3 M. übrig blieben. Als sie diesen Dienst verlor und eine andere Stellung annahm, in der sie nur 18 M. Lohn erhielt, konnte sie das Pflegegeld nicht mehr bezahlen. Sie mußte das Kind abholen. Das blieb von diesem Augenblic an verschwunden. Als der Vormund des Kindes und später das Vormundschaftsgericht nach dem Verbleib des Kindes forschten, machte die Angeklagte alle möglichen Ausflüchte. Sie nannte dann alle möglichen Adressen, wo sich das Kind befinden sollte. Da sich ergab, daß diese Adressen nicht stimmten, entstand der Verdacht, daß die N. das Kind gewaltsam beseitigt habe. In einem anhängig gemachten Strafverfahren wegen Mordes legte die Angeklagte unter Tränen und Schluchzen das Geständnis ab, daß sie ihr Kind getötet habe. Sie schilderte dann in aller Ausführlichkeit, wie sie an jenem Lage ganz verzweifelt umhergeirrt sei und nirgends habe das Kind unterbringen können, da die Leute alle 20 M. und mehr Sie sei dann immer weiter nach Pflegegeld verlangt hätten. Norden gekommen und schließlich am Tegeler See angelangt. Hier habe sie in der Verzweiflung das Kind, das ja doch krank und fiech Die an dem Tatorte vorgewesen sei, in das Wasser geworfen. genommenen Nachforschungen nach der Leiche führten zu keinem Resultat. Suter Lefeftoff in der Kriegszeit ie illuftrierte Wochenschrift, In Freien Stunden" bringt auch im Kriege ihren Lesern feffelnden Unterhaltungsstoff. Die weltgeschichtlich hochbedeutsame Zeit, in der wir leben, zwingt mehr als je dazu, den seichten, nichtsfagenden Leseschund aus Arbeiterkreisen zu verbannen und das Augenmerk auch in der Unterhaltungslektüre auf große Dinge zu richten. Unsere Wochenschrift„ In Freien Stunden" dient diesem Ziel, indem fie, Anfang Januar beginnend, veröffentlicht: Um die Freiheit Geschichtlicher Roman aus dem deutschen Bauernkriege von 1525 von Robert Schweichel Die größte deutsche Bauernerhebung hat in diesem Roman ihre künstlerische Darstellung gefunden. Der Verfasser führt uns gleich im Anfang in eine höchst lebendige, charakteristische Szene, die schlagend offenbart, um was es in diesen verzwei felten Kämpfen der Bauern ging: um die Befreiung von den brückenden Feudallaften, um einen gerechten Anteil an Grund und Boden, Wild und Fischfang und firchliche Freiheit. Das Auftreten Luthers gab der längst vorhandenen Unzufriedenheit einen mächtigen Aufschwung und verschaffte dem politischen und wirtschaftlichen Kampf eine religiöse Grundlage; denn das Evangelium sah in allen Menschen Brüder und wandte sich hauptsächlich an die Mühseligen und Beladenen. Darüber hinaus sahen Weiterblickende das Heil in der Errichtung eines nationaldeutschen, christlichen Reiches- ein Umstand, der im Hinblick auf den Weltkrieg der Gegenwart von besonderem Interesse ist. Schweichel beginnt mit dem Aufstande in Rothenburg und führt uns dann mit sicherer Hand durch die wesentlichsten Ereigniffe und Kämpfe jener großen Zeit. Nicht etwa in trockener Aufzählung der Tatsachen, sondern, wie es sich von einem In Freien Stunden erscheint wöchentlich als 24 Seiten starkes Heft zum Preise von 10 Pfennig. Jedes Seft bringt außer den Romanen Auffäße( zum Teil auch illustriert) und Notizen aus allen Wissensgebieten, Grizzen oder kurze Erzählungen, sowie Scherz und Gatire. Der Unterzeichnete bestellt bei der Buchhandlung Vorwärts, Berlin GW. 68 Lindenstraße 3 In Freien Stunden" nebst einer Gratis- Kunst beilage zum Preise von 10 Pfennig wöchentlich frei ins Saus Name:. Ort und Wohnung: Diesen Bestellschein nimmt auch der Zeitungsbote entgegen. Kunstwert von selbst versteht, durch Widerspiegelung jener Zeit in den Seelen der Menschen. Da treten uns ebensowohl die einfachen Repräsentanten der großen Masse, wie die geschichtlichen Führer jener großen Bewegung entgegen. Da flingt eine Liebesgeschichte in Kampf und Streit hinein, und Poesie vereinigt sich mit Sistorie, um uns jene weltbedeutenden Ereignisse menschlich näherzubringen. Alles in Allem: Dies starke Wert eines Mannes, der mit Serz und Tat stets auf Seite des schaffenden Voltes stand, muß das brennende Intereffe jedes Arbeiters, jeder Arbeiterin finden. Wer den Roman schon kennt man fann ihn gern zweimal lesen!- hat hier Gelegenheit, sich eine illustrierte Ausgabe für wenig Geld zuzulegen, denn das Werk wurde von Prof. Damberger- München mit künstlerischen Bildern geschmückt. Neben dem Hauptroman bieten wir unsern Lesern zunächst Sewastopol Novelle von Leo Tolstoi In dieser höchst zeitgemäßen Novelle führt uns der berühmte russische Dichter in die Zeit des Krimkrieges, da die vereinigten Armeen der Franzosen, Engländer, Türken und Sardinier den ersten Kriegshafen der russischen Flotte im Schwarzen Meer einschlossen und eroberten. Der Verfasser befand sich als junger Offizier in der Festung und schildert aus eigener Anschauung tiefergreifend Leben, Leiden und Kämpfe der Verteidiger, ihren Mut und ihr Verzagen, ihre Tugenden und Laster. Er beschönigt nichts, er verschweigt nichts.- Da Sewastopol auch im gegenwärtigen Kriege eine bedeutende Rolle spielt, Hafen der russischen und Angriffsobjekt der türtischen Flotte ist, werden die meisterhaften Schilderungen Tolstois mit außergewöhnlichem Interesse gelesen werden. Da angenommen werden mußte, daß die Angeklagte das Kind in einem Anfall höchster Verzweiflung getötet hatte, wurde nicht Anklage wegen Mordes, sondern nur wegen Totschlags erhoben. Wegen dieses Verbrechens wurde die Angeklagte von dem Schwurgericht III unter Zubilligung mildernder Umstände zu 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Diese Strafe hat die Angeflagte in der Strafanstalt Kottbus voll verbüßt, und zwar, wie fich jcht herausgestellt hat, unschuldig. Es ergab sich nämlich, daß die ganze Geschichte von der Tötung Sie hatte das des Kindes von der Angeklagten erfunden war. Kind seinerzeit bei einer Frau G. in Pflege gegeben und sich dabei einen falschen Namen beigelegt, da sie ja doch nicht zahlen konnte und doch wollte, daß das Kind Pflege erhalte. Die Pflegemutter behielt das Kind auch längere Zeit ohne Bezahlung, schließlich wandte fie fich jedoch an die Behörde. 8ur größten Ueberraschung aller Beteiligten ergab fich, daß es sich um das Kind der jeßigen Angeklagten handelte. Von der Staatsanwaltschaft tourde sofort ein Wiederaufnahmeverfahren zugunsten der Angeklagten eingeleitet, über welches gestern vor dem Schwurgericht verhandelt wurde. Das Urteil lautete dem Antrage des Staatsanwalts gemäß auf Freisprechung. Die Geschworenen veranstalteten, da die Angeklagte zurzeit ohne Stellung ist, eine Sammlung, welche einen größeren Betrag ergab. Außerdem bot fich ein Geschworener an, der Angeklagten eine Stellung zu verschaffen. Bestrafung wegen Ueberschreitung der Höchftpreise. Das Reichsgericht nahm in einer am Donnerstag von ihm verhandelten Straffache an, der kommandierende General sei auf Grund des Belagerungszustandes und des§ 3 des Gesetzes vom 4. August 1914 zur Festsetzung von Höchstpreisen ermächtigt und die Uebertretung sei im Staat Bremen an bestimmte Formen der Bekanntmachung nicht gebunden. Die von einem Schlächtermeister, der Schweinefleisch um 5 Pf. über den Höchstpreis hinaus verkauft hatte, eingelegte Revision wurde verworfen. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe unb eine Zahl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine Abonnements quittung beigefügt ist, werben nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Berträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. M. R. 77. 1. t. 2. Nein. 5. K. 15. Kann bei Erteilung der Schanktonzession mitbestimmend fein; die Dauer ist unbegrenzt. 3. D. A. 69. Die Wirtschaftsgegen Kaiser Brikett KAISER BRIKETT ist für Ofenheizung am besten und am billigsten! Bäcker- u. Konditorelen Allgemein., Versch. R. Schellenberger, Café u. Condit. Neukölln, Bergstraße 25/26. Badeanstalt. Lindenbad, Lindenstr. 109) Soolquelle. Friedrichst.8. Lief.a.Kass. Bettfedern Berta Pfeffer Wienerstr. 17 Laden Cigarren und Tabake AloisHein Thüringerst.37Nkiln. Tel.- Amt Neukölln 788. W. Salzmann, Berlinerstr. 93, forner kostenl. Rat in all. Prozeß- u. Strafs. Grünauer G. Stürzebecher Str. 31 Hermannst.124 JohannSauer Bahnhof Hermannst. Admiralstr. 26 H. Schneider Moritzpl11485 Sanderstraße 3 Wilke Cigarren, Cigaretten Cigaretten, trustfrei Bebel- Cigaretten stände gehören dem überlebenden Ehegatten im voraus. G.. 13. 13.50; Magnum bonum 3,75; Wolfmann 3,50-3,75; Burree, Jedenfalls nicht. M. B. 31. Er fann Sie verklagen, wird aber mit Schod 0,70-1,00; Sellerie, Schock 3,50-7,00; Spinat 50 kg 7. S. 103. Die Berechtigung für die 10,00-25,00; Mohrrüben 3,00-4.00; Wirsingkohl Schod 4,00-10,00; der Klage sicher abgewiesen. Anzeige war gegeben.- C. U. 1. Es ist Ihnen zu empfehlen, die Ber- Wirsingtohl 50 kg 5,00-6,00; Weiglobl Schod 3,00-8,00, Weißkoht zu Ihren Ungunsten ausfallen. ficherung weiter zu zahlen. S. O. 16. Eine Entscheidung würde ficher 50 kg 4,00-5,00; otfohl, Schod 4,00-10.00; Rotkohl 50 kg 3,00 bis 2. K. 33. Die von Ihnen auf- 5,00; Grünkohl 50 kg 6,00-7,00; Stohlrüben 50 kg 3,50-6,00; Teltower geführten Personen find erbberechtigt. 8. B. 7. Die Fran hat An- Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 3,00-10,00; spruch auf Striegsunterstügung. Reichen Sie wegen der Verweigerung Rosenkohl 50 kg 30,00-35,00, Meerrettich Schock 6,00--14,00, Beschwerde ein. M. K. 99. Für die Kündigung fommt zunächst Petersilienwurzel Schodbund 1.00-3,00; 3wiebeln 50 kg 12,00-13,50. die Bestimmung des Mietsvertrages in Frage; Ihre sonstigen Maßnahmen Apfelsinen: italienische 50 kg, 10,00-12,00, bito 200 füd 8,00-11,00, erscheinen uns nicht vorteilhaft für Sie. St. 9,00-11,00, Murcia 200 St. 8,00-13,00, dito 300 Stüd fölln, Schön. Das liegt im Belieben der Gläubigerin. Die Anfechtung 8,00-14,00, Messina 160 St. 11,00-12,00, 200 t. 9,00-11,00, 300 St. durch eine Stlage erscheint uns nicht aussichtsvoll. Kirchensteuer. 8,50-11,00. Messina Blut- 80 St. 9,00, do. 100 St. 8,50-8,75, do. Wir haben eine solche Publikation nicht finden tönnen und find 150 St. 9,00-10,00.. daher der Ansicht, daß Ste zur Zahlung berpflichtet find W. S. 81. Nein. Eingegangene Druckschriften. Neu- 300 Dr. E. v. Philippovich. 9 M., geb. 10 M. J. C. B. Mohr, Tübingen. Grund rik der politischen Oekonomie. 2. Band. 1. Teil. Bon Wir armen Mänuer. Stizzen von H. Wiesenthal. 1,30 M., geb. 1,80 M. Mattha, Berlin N 28. Zur neuen Kunst. Von A. Behne.( Sturm- Bücher 7.) 50 f. Berlag Der Sturm", Berlin W 9. --O Das Forum. 1. Jahr, Heft 9. Herausgeber M. Herzog. Monatlich ein Heft. Jährlich 10 M. Berlag München, Leopoldstr. 10. Vorträge für die Kriegszeit. Heft 3 und 4. Je 35 Bf. Das Kriegsrecht.( heft 50 der Staatsb.- Bibl.) 40 Bf. Hauswirtschaftliche Rezepte. geft 9-11. Je 10 Pf. Boltsvereins- Verlag, MünchenGladbach. Bankpolitik von Dr. F. Somary. 6 M., geb. 7 M. J. C. B. Mohr, Tübingen. Der Deutsche Krieg. Heft 24. Die deutsch- türkische Waffen: Heft 25. Der Krieg und die Sozial: brüderschaft von E. Jadh. demokratie von A. Fendrich. Jedes Heft 50 Pf. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart- Berlin. Kriegsgedichte von W. Blak. 50 Pf. Selbstverlag, Weinheim, Luisenstr. 2. Innen- Dekoration. 26. Jahrgang. Januarheft. Die gesamte Woh nungskunst in Bild und Wort, herausgegeben von Hofr. A. Koch. Einzelpreis 3 M. Jährlich 20 M. Verlagsanstalt A. Koch. Darmstadt. The war and Amerika von H. Münsterberg. Brosch. 1,60 m. B. Tauschnig, Leipzig. Amtlicher Marktbericht der städtischen Martthallen- Direttion über den Großhandel in den Zentral- Marktballen.( Dhne Berbindlichkeit.) Freitag, den 15. Januar. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Dasenleisch la 84-93, do. IIa 76-82, do. IIIa 72-76; Bullenfleisch Ia 80-85, bo. Ila 72-81; Rühe, fett 65-69, do. mager 44-57; Freffer 63-74, Freffer, dänisce, 48-55, Bullen, dänische, 58-70; Kalbfleisch: Doppellender 130-140; Mastfälber Ia 98-108, bo. IIa 73-83; Stälber ger. gen. 45-55. Hammelfleisch: Maftlämmer 90-95; Hammel Ia 82-90, do. IIa 76-81; Schafe 80-86. Schweinefleisch Schweine fette 78-83, sonstige 70-77, dän. Sauen 66-72, Gemüse, inländisches: Startoffeln, Dabersche 50 kg 3,75; Deige Staiferkronen : Bezugsquellen- Verzeichnis Berlin- Süden Erscheint wöchentlich einmal Bierhandlung. Biergroßhdlg. Rosansky, Coponickor Strasse 28. Tel. Moritzplatz 14092. Dentist A.Kutzner Sprechstunde 9-7. Friesenstr. 20 Eisen-, Stahlw., Waffen 30. Ain Kaiser Friedrichstr. 6 Stahlw.Haus-, Küchgr. Wrangelstr. 19, Otto Jacob Werkzeuge. Albert Kniehase Skalitzer straße 46b. Fahrräder, Nähmaschinen H. Scheller& Co., Berlinerstr. 83 Spez.: Fahrräd., Zubehörteile billigst O. u. Rep. mit der roten Fahne bill, Neukölln, Hermanstr.Bi gesetzlich geschützt überall zu haben. Berlin 0. Collnowstraße 4. Bäckerei Nordsterns. Braun Inh. Gust. Müller Filialen im Süden, Osten u. Umgebung. C. Anders G.Bröge Okerstr. 11. Spez. Gates schmackh. Bret Leykestr. 18. gutes großes Brot Erich Benthin, Falkstr. 12. Arthur Friedrich, Reichenberger Straße 95 Drogen und Farben Alir. König Parfümerie W. Ongerathen Drogen, Farben Weisestraße 22. B. Olsen Waldemarst.64. Adalbertstr. 60 Farb., Drog., Selfen Fleisch- u.Wurstwaren Rob. Gallert, Knesebeckst. 3 Rich. Gusinde Adalbert A. Gemeinhardt, traße 92, Herm. Hierse, Thüringerstr.17. F. Klaiki Wissmannstraße 48. Lieseberg, Jahnstraße 19. Neukölln Mariendorfer Strasse#. Fritz Nagel Radloff Nklin., Allerstr. 37 Anerkanntgat.Kuchonw. Fritz Richter CopenickerStrasse 117. Oranienstraße 17. Fabrik fein.Wurst- u- Fleischw. August Fenger Grünauer Str.& Fabrik fein. Wurst- u. Fleischw Gute Bedienung. Billig.Praise Rich. Grieger Kottbuser Damm 14 Wurst, Speck, Schinken. Rich. Deckert, Wienerst.33. Skalitzerstr. 98 Joh. Rücker, Ratiborstr. 17. Fr. Fritsch Work Felix Schulze N. Sprem H. Kunert Prinzenstr. 13 Ernst Siegwald bergerstr. 6. Mittenwalder Straße 44 Köllnisches Ufer 73 Schillerpromenade29 Otto Weirich F.Wendi Anerkanntgute Kuchenw Beerdigungs- Anst. ff. Fleisch- a. Warstwar. Heinr. Matzker Herrmann Str. 228 Paul Müller, Friesenstr. 22. W.Oestreich, Bergmannst.22. G. Regber Karlsgarten 16 1. Fleischw. u.Aufschn. Jul. Grieneisen. Reich, Schönleinstraße 13 Neukölln Berlinerstr. 7-8. Tel. 1286. R. Sahib Lessingstr. 18. Holz- und Metallsargfabrik mit eigenem Fuhrpark. Feuerbestattung Otto Rengers Wienerstr. 28. Melchiorstr 17 C. Bosel Tel. Moritzpl. 176. Max Fuchs Prank. Allee nuri 70. Oppelnerstr. 1. P.Mosemann, Reichenbergerst. 120 Feuerbestatt. inel. Nebengeb. 150 Mk. ff. Aufschnitt. Falkstraße 2 P. Schmidt Pa. Fleisch- Warstw Br. Scholz, Glogauer St. 28. Wilh. Schulz, Grünauer St. 2. Kottbus. Damm 12 P.Steinike Spez. Aufschnitt. Emil Wenger, Böckhstraße 6 Fab.ff.Fleisch- u. Wurstwaren G.Zlekow, Reuterstr. 33, Spez Fleisch- u. ff. Wurstwaren Fischhandlungen u. Räucherwaren Brückenstr. 5 a. W. HeppeRaucherw. tgl. frisch Herrenartikel Herrenartikel HE. Bellert, Prinzenstr. 31. Wrangel- Haus, Wrangelst.42. Ecke Sorauer Strasse. Herrengard. Fr. Kling Auch Stoffzugabe Kaffee- Versand Lausitzerstraße 51 Gerold KAFFEE Untenstehende Geschäfte empfehlen sich bei Einkäufen Hute und Herrenartikel Schirme Kriegführung Heer Flotte Militärische Fachausdrücke gemeinverständlich erläutert von Ernst Däumig Preis 10 Pf. In einer Beit, in ber die friegedes Heerwesens im Vordergrunde des öffentlichen Interesses stehen, fann man sich nur dann ein richti ges Bild von den auf- und nieder wogenden Zeitereignissen und der wildbewegten Handlung aur den verschiedensten Kriegsschauplätzen machen, wenn man die Bedeutung der Worte, die in der militärischen Organisation sowie in der Kriegswissenschaft gebräuchlich sind, rich, tig erfaßt hat. Daher sollte jeder diesen wichtigen fleinen Ratgeber besitzen. Auch die Soldaten im Felde werden ihn sehr begrüßen. Das Heft fann als Feldpostbrief portofrei versandt werden. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Lindenstr. 3 Huthaus Norden Albert Wilke Schlesischest. 9 Dresdenerstraße120. Brunnenstr. 52. Badstr. 65. Chausseestraße 55. Konfituren A. Deparade, Waldemarst. 61 Schokolade, Kakao, Bonbons. Mehlhdig., Kolonialwar. Hintz Adalbertstr.34, Mehlhandig. u.Kolonialw. Schirmmacher Stahlwaren Neukölln Milch- Schmidt Neukölln Hermannstr. 53 n. Hermannstr. 95/96 Berlinerstr. 75 Bergstr. 157 Kais.Friedr.- Str.246, Eckellermannpl. Butter nur eig. Fabrikation in eig. Meiereien hergestellt. Badeanstalt: Hohenzollernplatz 9 Liefer. sämtl. Krankenkassen G. Brucklacher, Oranienst.43 C. Dittmann Seifen Ernst Werner Wrangelstr. 24 Seifen, Drogenartikel. Mariendorf Joh. Pietsch, Gneisenaust.97 Greffenius Chausseestr. 279. A. Schleinitz, Mariannenst.14 Lehranstalt. Zur Selbstanfertigung Ihrer Garderobe erhalten Sie vorzügliche Anleitung ohne Vorkenntnisse im Lehr- Instit. Irmer, Neukölln Kaiser- Friedrich- Straße 201. Vor-, Nachm.- und Abend- Kurse. KottbuserLinoleum, Wachstuche H.Schönwald Nchfl. obser Molkereien Foppmann Hermann Hardel Milch, Butter, Käse Kettbuzerdamm 8. Neukolln Jägerstr. 9 Neukölln Kirchhofstr. 42 Kunze, Molkerei Uhren, Goldw. H. Arendt Berlinerstr. 42 Cöpenick Gustav Richter Cöpenick. Oberschöne weide. Eigene Werkstätten für mod. Wohnungseinrichtungen mit elektrischem Betrieb. Auf Wunsch sende Vertreter M. Lichtenstein Nacht. D. Cohn Schloßstraße 25. Herren- u. Damenkonfekt. Manufakturwaren -Fr.Scholz Grünstr. 21 Mehl. Hülsenfrücht., Margarine Bürstenfabrik Carl Schimitzek Wild- Geflügel- Fische.Bürstenfabrik Möbel- Lager 0. Dornbusch Bergstraße 28. Drogenhaus Richter Inh.: Paul Timm, Kais. Fried.- St. 81. M. Fliegenschmidt Max Schüppel Optik, Trauringe u. Reparatur. preisw. Bergmannstr. 9. Neukölln, Bergstr.3. Bei Kauf 5% Rabatt F. Dörbandt Köpenickerst. 69 gegründet 1866. S. Fenske, Kottbus.Damm 96 Streng reel, anerkannt bill. Neukölln G. Schönemann Berlinerstr. 73 Mittenwalder St. 1 C.Schubert Reparaturwerkst Weine, Fruchtsäfte Liköre Hermannstrasse 212 Selfen, Drogen, Farben. L. Wolschnick Böhmischestr. 13, Ecke Niemeizstr. Obst, Gemüse, Fische, Räucherw., Wild, Geflügel. G.v.Ahnden, Cigarr.- u. Cigaretten- Handlg., Boddinstr. 59 E.Blankenburg, Schuhwarenh Prinz Handjery- Strasse 86. C.Bott, Holzsch., Filzst., Pant. Arb.- Schuhe, Hermannstr.254 F. Höchst Steinmetzstr. 117 pr. Fleisch- a. Warstw. W. Lorenz, Weichselstr. 62, tert. Schuhwar. n Reparatur- Werkst. Zig Zigaret. Emil Moritz, Knesebeckst. 33 E.& M. Leydicke Schleuder- Linke Bert. Str. 26 Molk., Neukölln, O.Ortmann Schöne weid.St.19 Bouchéstr. 15 A. Pahl Elektr. Butteref Bei gemeinfamem Be- ErnstSchär, Teupitzerstr.109 zug Preisermäßigung Heinr. Sprenger Notizt. 53 Berlin, Lützowstr. 94 Verlang. Sie Preisliste Kurz-, Weiß-, Wollwaren M. Schöneberg Mariendorferstraße 16 an der Zossenenstraße A. Beseler Chamissoplatz ǎ Mariendorferst.19 Kino- Theater Kuckuck- Lichtspielhaus Grußles Theater Neuköllns Damm 92 1000 Plätze Wöchentl. 2 mal Programmw. Erstkl. Vorführung. Sol. Preise. Kolonialwaren, Delikat. Alwin Bogen damm 7. Kottbuser Neukölln. Britz, Drews& Koller Schillerprom.7 A.Lehmann Chausseest. 75. Kopfstr. 44 Rich. Seela Km Wasserturm. am S.-W. Möbel- Fabr.u.Magazine P. Lackenmacher, Johannista Friedrichstr. 3, Tel. 916, Obersch A. Pfeiffer Reuterstr.88, gebr. u. neue Möbel bill. Obst, Gemüse Herm. Lingk Schudomastrasse 42-44. Falkensteinstr. 33 F.Zingler Spez. Elstische. Papier- u. Schreibwaren K.Wießner Nchf., Blücherst.8. Sattler- u. Lederwaren P.Gelinowsky S.-W. 61 Blücherstr. 19. Schuhw.u. Besohlanst. F.Darmer, Nostizstr. 36 Torwärtsloser 5% B.C Neukolla Berlinerstr.59 J. Czapiewsky L.Kuntzsch Kottbuserdamm 20-30 Schuhw., Fabrikpreise Reparat.- Werkst. G. Walenta Hagelbergerst. 14 Manteuffelstr. 56 Wäsche-, Kurz-, Wollw. M.Höbn Neukölln W.Simon, Belle Alliancest.14a Kais. Friedrichstr.235 Zahnpraxis P. Kurthspr- St. 9-7, Tel. N. K. 9483 Alt- Glienike Neukölln, Bergstr. 59H Kolonial w., Delik. Rich Bade Straße am Falkenberg 38 EmilLorenz Rudower Str. 33. Kolonialw., Delik. G. Schellenberger, Grünauerstr. 1 Fleisch- und Wurstwaren. Adlershof P. Krüger, Kind- u. Schweineschl. Bismarckst, 65 Hoffmannst. 17 Baumschulenweg Molkerei W.Reineke Baumschalenst.33 Nieder- Schönewelde Zahnpraxis F. O. Kerssen, Brückenstr. 5 a. Wunsch Zahlungserleicht. A. Dehmelt. Fleisch- Wurstw. Brückenstr. 6. Berufskleidung R. Wüsthof Brückenstr. 11. H.Zobel Bäcker, Konditore Berlinerstraße 111. Otto Königs Cannerstr. 30/31 Milch, Backwaren. Fleisch- u. Wurstw. 0.Kramer Weserstrasse 213. Kolonialw., Delikat., W. Nebel Mainzer Strasse 22. E. Opitz Fabrik f. Fleisch- u. Wurstw.Richardst.11 P. Pietsch Fleisch- u. Wurtw. Knesebeckstr. 150 Buch- u.Papierhdl. R.Schmidt Kais. Friedrichst.28 Musikhaus Otto Schnötke, Anzengraberst. 27 E. Berlinerstr. Eisen- u. Stahlwar. Th.Sellach Hermannstr. 48. Weserstraße 47 All.Unkrodt zu jed.Tagesz.fr. Ware Jan Winsch, Sp.- Farbenhdl., Hohenzollernplatz 1. T. 1219. Johannisthal A.Hochhaus Kais. Wilh.-St. 13 Kolonialwaren Kalkberge- Rudersdorf Max Wolf Bäckerei, Konditore: Mittelstr.16, Kalkberge WilhelminenOber- Schöneweide Edison- Drog, hofstraße 13. Spree- Drogerie W. Munke Siemensstr.7 Trinkt Vehis Champagner- Brause Schlächterei Gehrhardt Wilhelminenhof St. 41 R. Grafe Bäcker. u.Konditor. Laufener Str. 4. Laurenz Str. 2. Handschuhfabrik, Herrenartikel Felix Britzkow, Grün Str. 4. R.Hannig, Schloßstr.22, Uhren Goldw., Optik, eig Rep.- Wkst Müggelhmral.13/ 14 Fr.Herrmannrr. Brot- u. Backwar Mineralwasser Kühnemund Parisiusstr. 24. A.Magerfleisch, Schioßstr.24, Lederw., Polster- u. Repwkst. Schloßst.17Herrenort P. Menzelate, Krawal., Wäsche Schloßstr 24 Konditor.u.Café Franz Neumann o Bahnhofstr. 25 Paul Nicolai Eisenwaren Optiker Löhbach, Grünstr.11 Brillen Kneifer. ff.Fisch.-, Wurstw. Fr.Richter Grün Str. 12. Rosenst. 16. Roßschlächterei C. Redslob F.Schippel tf.Fisch.-, Wurstw. Parisiusstr. 24. G. Scriverius apoth. Köpenick 1683 priv. Stadtp Berlin. St.3. Schloß- Apotheke HugoSchüssler fabrik, Weinhdig Grinstr.6. Likor Beerdigungs- Institut W. Stephan, Kietzerstr. 4 Herren- Moden Wilhelm Wille Grünauer Str.2 Mariendorf Hubertus- Drogerie Str. 36 Chaussee Eisenw., WirtschaftsR. LOOSCartik. Chausseest. 294 Treptow Feine Fleisch- und Warstwar. Willi Kärnbach, Grätzstr.19/ 20 Tel. Mtzpl. 10 043 Grabmanns Festsaal and Restaurant Am Treptower Park Ecke Elisenstraße. Hermann Hundertmark Restaur. u. Gart. Elsenstr.110 Brot- u.Feinbäck. KariKolditz Beermannstr. 6. M.Pulvers Bouchést. 18. Neukölln Schinkestr. 12. Zigarr., Zigaret R. Rudolph Posam- Weil- a. Wellwar. Grätzstr. 22 Baumschulenw., BaumEug. Schön schulenstr. 95, Schuhw. PaulTetzlaf Elsenstr. 108. Fein- Bäck.- u. Kondit US Königs Wusterhaus. Inh. Gust. Müller Schloßstr. 4 Beckmann Spiel- Schreib- Papw. Berantwortlicher Rebatteur: Alfreg Bielepp, Reukölln. Für den Inseratenteil verantwo.: Th. Glede, Berlin, Drud n. Berlag: Borwärts Buchdruderet a. Berlagsanstalt Baul Singer& Co, Berlin SW.