Mr. 18. 5 Pfennig Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pranumerando: Bierteljährl 3.30 M., monatl. 1,10 Mr., möchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Big. Bost Abonnement: 1,10 Marf pro Monat Eingetragen in die Post Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mark pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Halien, Luxemburg, Portugal Humänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Montagsausgabe Vorwärts 5 Pfennig 32.Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fech gespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 60 Bfg.. für Politische und gewerkschaftliche Vereins. und Berjamminungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedrudie Morte), jebes writere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafſtellenan zeigen das erste Wort 10 Vig., jedes weitere Wort 5 Big. Worte über 15 Buch. staben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Summer mijjen bis 5 Uhr nachmittags: in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition is bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Montag, den 18. Januar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplak, Nr. 15190-151 97. Das Ergebnis der Kämpfe bei Soiffons. Westlicher Kriegsschauplah. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Amtlich. Großes Hauptquartier, den Baris, 17. Januar.( W. Z. B.) Amtlicher Bericht 17. Januar 1915.( W. T. B.) Der französische Tagesbericht. Westlicher Kriegsschauplah. In Flandern beiderseits nur Artillerievon gestern nachmittag 3 Uhr. In Belgien Artikerickämpfe in den Gebieten von Nieuport und Ypern. Zwischen Lys und Somme besetzte der Feind in Notre Dame de Lorette bei Carench einen Teil der Schüßengräben wieder, welche er am 14. Januar verloren hatte. In Blangy bei Arras dauern unsere Fortschritte an. Der kampf. Feind unternahm einen energischen Angriff, welchem eine heftige Bei Blangy( östlich Arras) sprengten wir Beschießung voranging, gegen unsere Stellungen westlich. La Boiffelle. Wir schlugen diesen Angriff ab. Auf der ganzen Front ein großes Fabrikgebäude und machten dabei von der Somme bis zur Maas wird keine Infanterieaktion ge- einige Gefangene. meldet. In den Abschnitten von Soissons und Reims erzielte unsere Artillerie schäzenswerte Ergebnisse, nämlich die Zerstreuung eines in Sammlung begriffenen Regiments, die Explosion Von der übrigen Front ist außer Artillerieeiner feindlichen Batterie und die Zerstörung einer Schanzarbeit. kämpfen von wechselnder Heftigkeit und der An den Argonnen ziemlich heftige Artillerieaktion des Feindes Fortsetzung der Sappen- und Minenkämpfe völliger Zusammenbruch eines ziemlich lebhaften, gegen unsere nichts von Bedeutung zu melden. auf Fontaine Madame. Bon den Argonnen bis zu den Vogesen Schüßengräben bei Flirey gerichteten Angriffes. Infolge unseres Artillericfeuers mußten die Deutschen den Kamm nördlich Glemery räumen. Deftlich Pont- à- Mousson im Vogesenabschnitt Artilleriefampf auf der ganzen Front mit einigem Gewehrfcuer, besonders bei Tête de Faug. Im Oberelsaß ist die Lage unverändert. Baris, 17. Januar. Amtlicher Bericht von gestern 11 Uhr nachts. Nichts Wichtiges gemeldet, außer daß unsere Truppen einen Schüßengraben bei Berthes und ein Gehölz zwei- bis drei= hundert Meter vor unseren Zinien nördlich Beausejour eroberten. Der Kampf bei Soissons. T. In den Argonnen kleine Fortschritte. Sturm und Regen behinderten fast auf der ganzen Front die Gefechtstätigkeit. Deftlicher Kriegsschauplah. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. „ Echo de meint: Es gibt Leute, melche jede ſchlechte. Nachricht dazu, benußen, um alarm, au ſchlagen. Bir mußten, an einer Stelle etwas zurüd. Was ist dabei? Vergift man die vor einigen Tagen verzeichneten Fortschritte? Gerade Die Offenheit, mit der jeder Mißerfolg sofort berichtet wird, muß uns Vertrauen in die uns gemeldeten Erfolge schenken. Aber für die Alarmisten gelten nur schlechte Botschaften. Erfolge sehen sic nicht. Ein holländisches Urteil über die Kämpfe bei Soissons. Amsterdam, 17. Januar.( Privattelegramm des Vorwärts".) Der militärische Mitarbeiter des Nieuwen Courants" schreibt den Stämpfen in der Champagne eine mehr als gewöhnliche Bedeutung au. Er weist auf die unannehmbare französische Darstellung hin, daß die weggeschwemmten Brüden den Rückzug veranlaßt hätten. Denn wenn über die Aisne keine Verſtärkungen gesandt werden konnten, wie konnten die jenseits der Aisne stehenden Truppen sid) zurückziehen? Auch die französische Behauptung, daß dieser Teilerfolg nicht auf eine Totaloperation rüdwirfen fönne, jei annehmbar. Auch der Teilerfolg könnte den Durchbruch einleiten und den Rückzug der auseinondergerissenen Flügel erzwingen. Jedenfalls ist die fronzofiche Offenfive nicht nur mißalüdt, sondern habe einen wohlgelungenen Gegenangriff herbeigeführt. Im Argonnerwald famen die Deutschen 10 Sifometer voraus und festen ihren Erfolg jest westwärts fort. Sie eroberten die beherrschenden Norduferhöhen. Daß die Franzosen die nördlichen Brüdenköpfe und Dörfer festhalten, Vor etwa 4 Wochen wurde hier der all- fei schwer annehmbar. Richtig sei allerdings, daß bisher jeder baren Widerstand neutralisiert wurde. Doch wünschen wohl Anfangserfolg nachher verlorenging oder durch unüberwinddie ermüdeten Stämpfenden selbst irgendeine Entscheidung, gleichviel welche. Zeppelinfurcht in Paris. Bern, 17. Januar.( W. Z. B.) Der Bund" bemerkt gemeine Angriffsbefehl veröffentlicht, den der zur Kriegslage. Der Kampf bei Soissons hat im Rahmen des großen Krieges nur die Bedeutung französische Oberbefehlshaber kurz vor dem Zucines Gefechtes. Früher hätte man ihm die Bezeich- sammentritt der französischen gesetzgebenden nung Schlacht" nicht verweigern dürfen. In der Annahme, daß die angegebenen Zahlen richtig sind und daß die Leicht Körperschaften im Dezember erlassen hatte. verwundeten mit zurückgehen konnten, tommen wir zu einer Die Angriffsversuche der Gegner auf dem laufen Gerüchte um, Deutschland habe einen 3eppelin angriff Paris, 17. Januar.( W. Z. B.) Figaro" schreibt: Es Berlustziffer, die die vom 18. August 1870 vielleicht fogar beträchtlich übertreffen dürfte. Die Bedeutung einer Westkriegsschauplatz, die darauf einsetzten, gegen Paris beschlossen. Die Zeitung erteilt daher der BeEntscheidungsschlacht hat der Kampf aber nicht, wenn er auch haben die deutsche Heeresleitung in keiner öfferung Ratschläge, wie ſie täglich feststellen könne, ob ein anvon der Kampffraft beider Gegner zeugt und damit endete, griff erfolgen könne. Es genüge, sich einen Windmesser anzudaß die Franzosen östlich Soissons auf das linke Aisneufer Weise behindert, alle von ihr für zweckmäßig schaffen und die Windgeschwindigkeit abzulesen. Sobald diese fünf zurückgeworfen wurden und den südlichen Ausgang des Tales von Joſienne, die nördlichen Zugänge von Soissons sowie die erachteten Maßnahmen durchzuführen. Sie Sefundenmeter übersteige, sei ein Angriff sehr unwahrscheinlich, da dann die Zeppeline allzugroße Schwierigkeiten überwinden ganze Hochfläche von Vregny in den Händen der Deutschen haben dem Feinde an keiner Stelle irgend müßten, um nach BParis zu kommen. Die Windgeschwindigkeit in Lassen mußten. Wenn die französische Heeresleitung sich Soissons sichern und den Einbruch in ihre Linien, der in der nennenswerten Gewinn gebracht, während Baris sei zumeist größer. Infolge der scharfen Ueberwachung durch die französischen Flugzeuge, die den Zeppelinen an Beweglichkeit Durchschneidung der großen Längsverbindung Reims- Com- unsere Truppen nördlich La Bassee, an der und Angriffsfähigkeit überlegen feien, sei ein Angriff tagsüber piègne liegen würde, verhindern will, so wird sie alles daran ſehen müſſen, um die frühere Lage bei Soissons wiederher. Aisne und in den Argonnen recht befriedigende nahezu ausgeschlossen.. Jetzt aber nähmen auch die Nächte ab, und zustellen. Der deutsche Erfolg ist ein wichtiger 3ug in Fortschritte zu verzeichnen hatten. dem strategischen Brettspiel an der Aisne. Die Ueberlegenheit des planmäßigen Verfahrens der deutschen Seite, die sich immer deutlicher. damit verringere sich auch die Möglichkeit für die Zeppeline, einen erfolgreichen Angriff zu unternehmen. Die Bevölkerung habe jeden Luftkrieg. Die feindlichen Verluste während dieser Tag weniger Grund zur Beunruhigung. in der Etappe von Soissons am deutlichsten ausspricht, wird Zeit betragen an von uns gezählten Toten etwa Ein holländisches Urteil über den deutschen Sur Lage im Osten meint der Bund" bezüglich der 26 000 und an unverwundeten Gefangenen negenwärtigen Ruhe am Angelpunkt der österreichischen 17 860 Mann; im ganzen werden sie sich, wenn Front in Galizien: Die Russen scheinen Verstärkun- 17 Amsterdam, 16. Januar.( Privattelegrammt gen abzuwarten, die mir noch in Einschiebungen von Re- man für die Berechnung der Verwundeten das des Vorwärts".) Der belgische Kriegsberichterstatter fruten der Reichswehr bestehen könnten. des et Bo It" stelt gegenüber weitverbreiteter Meinung Erfahrungsverhältnis von 1: 4 einsetzt, ab- feit, daß die Fliegerangriffe zumeist nicht größtmögliche gesehen von Kranken, nicht beobachteten Toten Menschentötung, sondern eine strategische Absicht verfolgen. Der legte deutsche Fliegerzug wollte nicht die seropfer und Vermißten", auf mindestens 150 000 rächen, sondern das Dünkirchener Rathaus, als sis des belgischen Militärkabinetts, treffen, und auch die dortigen Wasserreservoirs, um nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Die französische Auffassung. Unsere Gesamtverluste im gleichen Zeit- militärisch bejekten Orte des Wassers zu berauben, die Paris, 17. Januar.( W. T.B.) Die französische Presse erflärt im allgemeinen, der Rückzug der franzö sischen Truppen hinter die Aisne bei Soissons habe Mann belaufen. teine besondere Bedeutung, zumal die Deutschen den Fluß nicht hätten überschreiten können. Nur wenige Blätter geftchen ein, daß es sich um eine bedeutende affion handelte. raum erreichen noch nicht ein Viertel dieser Aktion So schreibt Oberstleutnant Rousset in der„ Liberté": Infolge der energischen deutschen Angriffe mußten die Franzosen das 3ahl. Plateau von Vregnn räumen, wodurch ein allgemeiner Rüd= zug herbeigeführt wurde. Dieser Rückzug führte die Franzosen bis auf das linte Aisneufer, teil, so sagt man uns, das Hochwasser fährdet hatte. Dies ist allerdings ein Grund. Die Hecresleitung welche wir erlitten haben, möglichst wenig Folgen hat. Oberste Heeresleitung. einen Teil der Brücken weggeschwemmt und die Verbindungen ge- Der österreichische Generalstabsbericht. muß aber Maßnahmen treffen, damit die schwere Schlappe, bart, 17. Januar 1915, mittags: Die Situation ist un Wien, 17. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird verlaut. " Petit Journal" schreibt: Der Rüdzug, der infolge des verändert. In Polen, am Dunajec und im Raume südlich Hochwassers geboten erschien, ist immerhin ein zusammen- Tarnow Geschützkampf, der mit wechselnder Intensität den bruch unserer Offensive an dieser Stelle. Der Zhoner" Progres" schreibt: Der Feind kann den tak ganzen Tag hindurch anhielt. In den Karpathen herrscht Ruhe. fischen Erfolg, so klar er auch ist, nicht ausnüßen. Aber unsere Offensive ist durch die Anstrengungen der Armee Klud zusammengebrochen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. bon Socfer, Feldmarschalleutnant. Dods und Torpedoboote in Grund bohren, ferner die saferne in Rue Caumertin, unt die dort mit Gewehren den Deutschen entgegengestellten Soldaten zu töten. Am 9. Januar besuchte ein Zeppelin Calais, richtete indes dort wie in Veurne nichts aus. Er enwich den bei Gravelines und Calais aufgestellten Spezialkanonen und kehrte nach Dünkirchen zurüd, wo er 30 Bomben warf. Der völkerung aufgefordert, bei Fliegergefahr daheim zu bleiben. Dünkirchener Bürgermeister hatte nach dem Blutigen Angriff vont 30. Dezember einen Protest angechlagen, und die BeDemzufolge forderten die Bomben wenig Opfer. Der Zielpunkt des liegerangriffs war das Flugzeugdepot, das indes unbeschädigt biter. Der zitierte Striegsberichterstatter ist ein ehemaliger Redakteur des Peuple" und steht der belgischen Parteileitung fehr nahe. Seine abschließende Kennzeichnung des aussichtsLofen Raufgrabenstreits ist daher sehr bemerkenswert. Kriegsbekanntmachungen. Dank der Armee für die Weihnachtsspenden. Die Konferenz war in jeder Beziehung überaus erfolgreich und hat weit größere ersprießliche und wichtige Arbeit geleistet, als in diesen Resolutionen zum Ausdrud kommt. Der Seekrieg. Englische Maßnahmen gegen eine Landung. Berlin, 17. Januar.( W. T. B.) Treusorgende Liebestätigkeit London, 17. Januar.( W. T. B.)" Daily Mail" berichtet: Die in der Heimat aus allen Kreiſen der Bevölkerung hat es ermög- Erregung unter der englischen Arbeiterschaft. Anweisungen für die Zivilbevölkerung für den Fall einer deutlicht, daß reichliche Weihnachtsgaben allen unseren Mannschaften schen Landung werden jetzt in jedem Kirchspiel Norfolks an- im Felde zugeführt werden konnten, und daß diese Fürsorge ein Amsterdam, 16. Januar.( Bribattelegrammt geschlagen. Alle Pferde, Maultiere, Esel, Automobile, Wagen, neues Band knüpfte zwischen Volk und Heer. Ob hart am Feind des Borwärts".) Die Erregung der englischen ArKarren, andere Gefährte, Geschirre usw. müssen sofort nach einem im Schüßengraben, ob auf den Eisenbahnen oder Marschstraßen beiterschaft über die Teuerung findet ihren Ausdruck darin, der Etappe, ob als Kranker oder Verwundeter im Lazarett, ein bestimmten Plaze gebracht werden, sobald die Behörden den Not- jeder erhielt Zeichen herzlichen Gedenkens aus der Ferne. Und daß die„ Daily Citizen" die Kriegsberichte auffallend hinter stand in dem Bezirk proklamieren. Wenn sie nicht fortgebracht auch der Sanitätsmannschaften des Heeres, der Krankenpfleger und die wirtschaftliche Kampagne zurüdstellt und auf die Erwerden können, müssen sie vernichtet oder unbrauchbar gemacht Schwestern ist durch besondere Beranstaltungen hervorragend höhung des Tonnenpreises Kohle von 12 auf 3 Schilling werden. Das Vieh muß auf den Straßen weggetrieben werden. gedacht. hinweist. Sie greift die Schiffseigner wegen der unmotivier. Vich, das sich in der Nähe des Feindes befindet, muß zusammena Allen, deren Opferfreudigkeit unseren Mannschaften diese ten Buchertarife an. Verschiedene Arbeiterkomitees fordern getrieben und nach einem bestimmten Orte gebracht werden, wo hohe Weihnachtsfreude schuf, und deren hingebende Arbeit das das Eingreifen der Regierung gegen den Kohlen- und GeSchutz vorhanden ist; im Notfalle muß es getötet werden. Un- Sammeln der Gaben bewirkte und die Schwierigkeiten der Zufuhr treidewucher. Der Nationale Arbeiterfriegsausschuß wählte ausgedroschenes Getreide braucht nicht ohne besonderen Befehl ver- erfolgreich überwinden half, ihnen allen sei auf diesem Wege der zur Untersuchung ein achtgliedriges Subfomitee, darunter nichtet zu werden. Der Befehl zur Zerstörung des Eigentums herzlich fte Dank der Armee dargebracht. Sidney Web b, Anderson, Macdonald, SyndDer Generalquartiermeister: Wild von Hohenborn, Generalwird, soweit es die Umstände erfordern, schriftlich gegeben werden. man, den Vorsitzenden des Gewerkschaftskongresses, edmajor. Der Chef des Feldsanitätswesens: v. Schjerning, Wer dem Befehl, sein Eigentum zu zerstören oder unbrauchbar zu Generalstabsarzt der Armee. Der Kaiserliche Kommissar und don, Genossenschaftsverbändler, Williams Sto, der machen, nicht nachkommt, verliert allen Anspruch auf EntschädiMilitär- Inspekteur der Freiwilligen Krankenpflege: Friedrich Sekretär des parlamentarischen Komitees des Gewerkschaftsgung. Ohne behördlichen Befchl soll niemand Brücken, EisenbahnFürst zu Solms- Baruth. fongresses. Bowerman tadelt, daß die Regierung ihre material, elektrische Licht- und Kraftstationen, Telegraphenanlagen, Bemühungen zur Preiskontrolle eingestellt habe, die ZeueWasserwerke, Schleusen oder Quais zu zerstören versuchen. Die rung sei besonders drückend, weil vielfach nur kurze Zeit geZivilbevölkerung soll, wenn sie keinen anderen Befehl erhält, ruhig arbeitet werde. Das neugewählte Parlamentsmitglied zu Hause bleiben. Anderson fordert die Nationalisierung der KauffahrteiVon unserem 2ondoner Korrespondenten. schiffe. Die Arbeiterpartei werde eine Barlamentsdiskussion Die schottische Landesorganisation der Unabhängigen Arbeiter- illiams, erklärt, die englischen Reeder mißbrauchen fordern. Der Sekretär des Transportarbeiterverbandes, partei hat soeben ihre Jahrestonferenz in Glasgow abgehalten. Es ihr durch die Ausschließung der deutschen Schiffe tatsächlich waren 82 Delegierte erschienen, die 76 Drtsorganisationen vertraten. gewonnenes Monopol. Die Docker und Seeleute hätten Vor Eingang in die Tagesordnung fam es zu einem fleinen Zwischen doppelten Rohn fordern können, die Reeder aber stellten ihr fall. Es wurde die Entdeckung gemacht, daß sich unter den Zuhörern eigenes Interesse dem Volfsintereffe voran. Die Verteuerung vier Geheimpolizisten befanden. Die Behörden scheinen der Transportarbeit beträgt 10 Broz., die Schiffseigner also recht neugierig darauf zu sein, was die J. 2. P. tut und aber schlagen 400 Broz. auf. plant. Nach einiger Diskussion wurde beschlossen, der Konferenz einen vertraulichen Charakter zu geben, worauf die Geheimpolizisten höflich hinauskomplimentiert wurden. Kanadische Unterseeboote. London, 17. Januar.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet aus New York: Einer Depesche aus Montreal zufolge veröffentlicht das kanadische Milizdepartement, um übertriebenen Gerüchten entgegenzutreten, die Erklärung, daß acht unter seeboote bei der kanadischen Vicker- Gesellschaft in Bau sind. Der türkische Krieg. Die schottische J. L. P. Aus allen Großstädten wird eine steigende Erregung gemeldet. In Glasgow, Birmingham, Leeds stellten die Gewerkverbände die Teuerungsziffern fest. Der Untergang der„ Saphir". Zwischen dem Oberpostmeister und dem Telephonverband Nach einer Aussprache des schon damals fräuflichen und in brach ein Konflikt aus, da der erstere die Diskutierung eines Konstantinopel, 17. Januar.( W. T. B.) Das Haupt- zwischen leider schwerer erkrankten Genossen Keir Hardie wurde großen Teils der Forderung verweigerte. Der Verbandsquartier teilt Einzelheiten über die Versenkung über die eingebrachten Refolutionen beraten. Die erfte Resolution vorstand lehnte eine Verhandlung auf dieser Basis ab. des französischen Unterfeebootes Saphir" enthielt eine Bekräftigung des internationalen Glaubens Der militärische Redakteur der Daily Citizen" mit, das am Eingang der Dardanellen zum Sinfen gebracht der J. 2. P. und wurde einstimmig angenommen. meint, die Deutschen bewiesen durch die schnelle Konzentrawurde. Das Unterseeboot wollte sich dem Eingange der| Eine Resolution, die die Ausstoßung aller jener tion und die überlegenen Kräfte eine bemerkenswerte GeschickDardanellen nähern, ohne sich zu zeigen. Hierbei stieß es mitglieder der J. 2. P. forderte, die die Re- lichkeit. Ihr Erfolg ſei indes vorläufig weniger unmittelauf eine Mine und sank. Die Bemühungen unserer Motor- trutierungstampagne der Regierung unter bar. Die weggerissenen Aisnebrüden waren im September boote, die Ueberlebenden der Besabung zu retten, bilden eine edle Antwort auf die Unmenschlichkeiten, die von unseren ſtützen, wurde abgelehnt. An deren Stelle wurde ein von den Engländern erbaut und taten seither aute Dienste. Die Deutschen werden aus dem Erfolg hauptsächlich moraliFeinden begangen worden sind. Amendement angenommen, das die Mitglieder der J. 2. P. schen Nutzen ziehen. Das Hauptquartier berichtet weiter: Unsere im auffordert, Unsere im auffordert, die Rekrutierungslampagne nicht Amsterdam, 17. Januar.( Privattelegramm des Raufafus operierenden Truppen feßen seit zu unterstügen. einigen Tagen an der Grenze einen erbitterten Eine von der Glasgower Ortsgruppe eingebrachte Resolution, Borwärts".) Die„ Daily Citizen" jetzt ihren TeucrungsRampf gegen die Russen fort, die beträchtliche die den Vorstand der J. 2. P. zu seiner friegsfeindfeldzug fort und berichtet von der wachsenden Erregung in den Berstärkungen erhalten haben. lichen Haltung beglüdwünscht und Bedauern Provinzen. 8000 Bristoler Mitglieder der Docker- llnion fordern barüber ausspricht, daß Mitglieder der parla- eine Lohnerhöhung. Die Reeder beschuldigen in der kapitalistischen mentarischen Arbeiterfraktion mit Bertretern Bresse die Doder, daß sie durch hohe Wochenlöhne von 4 bis 5 Bfund der Bürgerlichen an Rekrutierungs- Berjamm- dic Teuerung verursachten. Ben Zillett weist im Wochenblatt Lungen teilnahmen, wurde angenommen. der Hafenarbeiter die Böswilligkeit dieser Behauptung nach, der Durchschnittslohn betrage 30 bis 35 Schilling pro Woche. Es ſei auch unwahr, daß im Londoner Hafen überreiche Arbeitsgelegenheit vorhanden sei, wenngleich mehr Nachfrage als gewöhnlich sei. Der Generalsekretär der Docker- Union, Segton, weist dasselbe für bruch des Krieges feinen außerordentlichen Parteitag Liverpool nach, wo die Doder ihre Lohnforderungen wegen des ein berief, um über die Haltung der Partei im Kriege zu ent- Krieges zurüdstellten. scheiden. Türkische Beschuldigungen. Konstantinopel, 17. Januar.( W. Z. B.) Der Kommandant der türkischen Armee im Stautasus teilt amtlich mit, daß die Russen wie die Wilden gegen das Völkerrecht Eine Resolution, die den Austritt der J. 2. P. aus der und die Geseze der Zivilisation handeln. Während ihres Rückzuges haben sie ihren eigenen Landsleuten, die muselmani- Arbeiterpartei für den Fall forderte, daß der Parteitag ber schen Glaubens sind, die Augen ausgestochen, Greise und schußlose Arbeiterpartei die Haltung der Fraktionsmehrheit zum Kriege billigen Kinder getötet. Als sie gezivungen waren, sich aus dem türkischen sollte, wurde abgelehnt. Dagegen wurde eine Resolution an Gebiet zurückzuziehen, in das sie bei Beginn der Feindseligkeiten genommen, die bedauert, daß die Arbeiterpartei beim Auseingefallen waren, haben sie die waffenlose Bevölkerung als Gefangene mitgenommen und all ihr Hab und Gut und ihr bares Geld mit Beschlag belegt, ohne den davon Betroffenen hierüber irgendein Schriftstück auszustellen. Außer diesen Handlungen der Einstimmig wurden Resolutionen angenommen, die die Arbeiter Feigheit tun die Russen etwas, was feine Nation und kein zivilifiertes Heer zu tun wagen würde: Sie greifen die Feldhofpitäler partei auffordern, für die Berstaatlichung der Rüstungsindustrie, für das an, hauen die Verwundeten in Stücke und weigern sich, was ihrer Berbot des Rüstungserports einzutreten. Ferner wurde gefordert, daß Barbarei dic Krone auffeßt, den Roten Halbmond, der durch die fein Strieg ohne die vorherige Zustimmung des Barlaments erklärt Genfer Konvention als neutral anerkannt ist, anzuerkennen. Die werden dürfe; einstimmig wurde auch gegen die geheime Diplos türfische Regierung macht es sich zur Pflicht, diese Handlungen matie protestiert und die demokratische Kontrolle der auswärtigen der Barbarei der zivilisierten Welt zu unterbreiten. Politik gefordert. Oesterreichische Landsturmmusterung schon viel Kunst ins Bolt der Reichshauptstadt getragen hat. in Berlin. I der schönen Heimat wohl. Da wieder ein bekannter Pianist, der Ziemlich viel Wiener, lebhaft und lustig." I wor scho aan Tag Soldot", erzählt einer, wia i zur Präsentierung fumm, findt der Dofter an schwarn Herzföller und da hab'ns mi superarbitriert." hab'ns wenigst'ns fa Uniform net braucht!" erwidert ein Landsmann aus einem anderen Hiab"( Stadtbezirt) unter der Heiterkeit der übrigen. In der österreichischen Provinz hat man die Wiener gern, man ist ein bissel stolz auf die altberühmte Stadt. Das wir Desterreicher in Deutschland einmal in einem föniglich preußischen Militärgebäude dienstlich zu erscheinen haben würden, hätten wir noch vor einem halben Jahre nicht gedacht. Jetzt wird in der Kgl. Landwehrinspektion an der ganz militärischen GeneralPape- Straße zu Schöneberg der Landsturm der Donaumonarchie Beim Hereintreten sprach alles noch hochdeutsch; jest ist man gemustert. So hat man es uns verlautbart" und über Auftrag" unter sich, und die Zunge spricht wieder die Laute der Kindheit. Des A. und f. Generalfonsulats strömen alltäglich die 3wodel", Sind Ungarn da? Ungarn!" ruft's aus dem Gang, in den wie man uns hier bisweilen bundesbrüderlich nennt, nach dem das Zimmer mündet. Ein Konsulatsbeamter fragt's. Einer meldet " obbezeichneten" Gebäude, das bei uns zu Haus, weil es Militär sich. Gehen Sie außen herum und beim nächsten Eingang hinein!" beherbergt, wohl als eine„ Ubikation" gelten würde. Das wiederholt sich alle Viertelstunden. Landsturmmusterung ist A ein Transleithanien? Die Daily Citizen" bezeichnet die Lage der Unorganisierten und die der Familien von Kriegsteilnehmern als unerträglich. Die Teuerung in England. London, 17. Januar.( W. T. B.) Daily Telegraph" schreibt: Während die englische Flotte die Meere freihält, haben die Reeder die Frachten derart erhöht, daß die Lebensmittelpreise in England so hoch sind, als wenn die deutsche Flotte uns große Zufuhren elende Klaue zu führen: 3ch kann das nicht lesen; tönnen Sie da was Tejen?" Und nun noch ein Raum, wo auf das Blatt eine Nummer gedruckt wird- hoch im 40. Tausend schon. Und dann Ja, bin ich denn ein Dußend Jahre jünger und wieder beint Dreher zur Affentierung? Freilich, so groß ist das Lokal nicht, wie dort der riesige Bersammlungssaal- aber sonst dasselbe Bild: Männer, die sich rasch aus- oder anziehen, halbnadte Gestalten dazwischen. Nur ruhiger gehts hier zu als einst auf der Landstraße- Hauptstraße, wo man die Schrammeln unten in der Gaststube fideln und manchen Angeheiterten gröhlen hörte: S. u. t. Infanterie- Reeegiment und der neuen --So!" -dbHoch- und Deutschmeistaaa- Nummro vier." Mit naďtem Oberkörper wird angetreten und endlich steht man Am Tor stehen zwei preußische Musketiere Posten." Dester Landessache und daher nicht beiden Staaten gemeinsam, sondern vor dem Herrn Regimentsarzt. Fesch schaut er aus in der hechtreicher? Dort hinten rechts, am Wellblechschuppen." Schon auf jeder macht das für sich. Geht auch durch die Wellblechbude an der grauen Uniform, mit seinen Gamaschen au dem Wege vom Ringbahnhof haben sich die Einzelnen zusammen- Bapestraße das Grenzflüßchen, gibt's auch hier ein Zis- und Offizierskappe, die der Mannschaftsmüze ähnlich, nur etwas höher gefunden und einander zunächst mal natürlich die Heimat, die„ ZuDie ungarischen Böcke werden von uns und fester ist. Die drei goldenen Sterne vorn am Kragen glitzern tändigkeit" abgefragt. Mein Gefährte ist aus Nordböhmen und österreichischen- na, sagen wir Widdern gefonbert. Da ihrer im elektrischen Licht. Freundlich und mit anheimelndem leicht schon seit acht Jahren in Berlin. viel weniger sind, hat die Magyar firalhi"( föniglich ungarische) tschechischen Anklang ertönts:" Warum finds bei der Stellung Ein langer grauer eiferner Schuppen, innen durch hölzerne Musterungsstelle wohl größere Pausen, und deshalb läßt fie fich freikommen? No, das wird ja seitdem besser geworden sein. Fehlt Wände in Zimmer geteilt. Der Ofen in der Mitte kriegt den ab und zu einen zukünftigen Bata", wie man in Ungarn die Ihnen was? Ham's Beschwerden? Drehens Ihnen um. Raum nicht recht warm, zu oft geht die Tür auf. Und alles raucht Soldaten aus der Tiefebene väterlich- gutmütig nennt, holen. Frei. Der Schreiber unterstreicht auf dem Landsturmblatt das Zunicht gemeinsames Zigaretten, auch hier in einem ärarischen Gebäude- echt öfterHeer Landwehr" und dann zurück, angezogen, fertig, raus, ab. reichisch! Zeit haben wir, gewartet muß werden, also schauen wir lich, die Wiener wissen es schon wieder besser:" Dö machn gwiz treffende:" Zum Waffendienst geeignet a Paprika zum Frühstück, und da holns die Ungarn zamm. Wenn die Einberufung kommt, müssen die Tauglichen zu uns die Leutin an. Ein paar ältere Männer, besorgte Angehörige Plöglich dringt unser Heerhaufen in machtvoller Offensive ihrem Heimatskommando. Gäbe es ein. t. 2andsturmregiment vielleicht, oder Musterungspflichtige, die an ihrem Tag nicht dranes würde ganz stattlich werden, denn jeden Tag kommen gekommen sind. Alle Uebrigen sind aus einem Jahrgang. Mert in das enge Defilee des Uszoker- Passes, das uns vorgelagert ist. Belin würdig, wie verschiedenalterig sie aussehen! Alles durcheinander: Aber schon schallt es von vorn:" Zurück! Was drängens denn, so viele, daß eine ganze Anzahl„ vertagt" werden muß, soll der Aber, meine Herren, Bauhandwerker und Kopfarbeiter, Fabrikmenschen und Hausterer. Sie kommen schon alle dran. Zurück! Aber die heimatliche Völfermischung kommt wenig hervor. Die gehns doch zurück!" O goldne Jugend, da uns so oft, beim Um Betrieb zur festgefekten Stunde abgebrochen werden. meisten sind Deutschösterreicher oder Berlin hat sie deutsch ge- gang zu Fronleichnam, oder wenn der Kaiser tam oder auch bei macht. Nur die polnischen Juden haben ihr charakteristisches Aus den Demonstrationen auf der Ringstraße das altehrwürdige wohin bist du entschwunden sehen behalten. Da steht einer, das bleiche feine Gesicht von Polizei-, Barud!!!" ertönte Die über das Erdbeben in den Abruzzen allmählich zahlreicher schwarzem Kräuselbart umrahmt und aus tiefliegenden schwer- Wir sind einsichtige Männer, sogar Väter geworden und gehorsam er versammeln wir uns wieder in dem besseren Raum von vorhin fließenden Nachrichten lassen erkennen, daß die Katastrophe von Avezmütigen Augen schauend. Wäre er kräftiger und größer würde im weißen Burnus und in den Kopfbinden des Beduinen und warten, bis uns die militärisch völlig unausgebildeten Tritt- zano eine der schwersten Erschütterungen ist, die das von Beben ja häufig heimgesuchte Italien im Laufe der Jahrhunderte befallen hat, gute Figur machen. Ach, die Beduinen sie kämpfen noch auf dem ling"" frieren. Boden ihres Landes und nicht in Wassergräben.... Aber unser Unterdessen werden die Aussichten eifrig erörtert. Jeder weiß beziffert sich doch die Zahl der Toten auf mehrere Zehntausend. Im Altertum jah Italien von dem bekannten Ausbruch des Vesuv im Mann ist nur ein gedrückter kleiner Handelsmann aus Baranow, was anderes, aber er weiß es ganz gewiß. IIe nehmens!" " No, Jahre 79 abgesehen von dreißig hams nur einen genommen!" zwei schwere Erdbeben: das eine tötete zur Bezirk Tarnobrzeg( sprich: Tarnobscheg) in Oftgalizien dort, Ah, woher Sturzsichtigkeit Beit des Kaisers Flavius, im Jahre 19, eine Viertelmillion Menschen, wo es jest am Russischsten ist. Wo mögen seine Angehörigen sein mit die Gläser brauchens fa Angst net habn!" die Opfer des anderen, das im Jahre 526 zur Zeit des Kaisers geflüchtet nach Wien oder nach dem fremden, fernen Deutsch- spielt gar feine Rolle, aber schlechte Zähne, wenn einer hat!" böhmen; auf einem Industriedorf vielleicht leben sie von den Aber dann endlich werden wir in das Zimmer eingeladen, Justinian stattfand, forderte ebensoviele Opfer. Vernichtende Kata70 Hellern, die die Regierung pro Kopf und Tag zahlt, unter lauter mo auf Grund der vorgelegten Heimatspapiere und der münd- strophen aus dem Mittelalter werden uns im Jahre 1137 gemeldet, Gojims" und ohne Schoichet", der ihnen das Fleisch koscher lichen Angaben die blauen Landsturmlegitimationsblätter ge- to Catania dem Erdboden fast gleichgemacht wurde und 15 000 Tote machen könnte. schrieben werden. Jetzt wirds ernst und still, zumal der eine der unter seinen Trümmern begrub, somie im Jahre 1456, wo ein AusDa ein großer Blonder in Lodenjoppe und Müße, wortfarg schreibenden Herren mit Recht betont, daß bei dem Lärm keiner bruch des Besubs in Neapel 40 000 Menschen forderte. Im folgenden und erstaunt. Der Typus des Böhmerwälder Holzknechts oder Zins- was verstehen fönne. Jest kann man alle die Angaben bernehmen. Jahrhundert( 1531) wurde Lissabon von einem schweren Erdbeben bauern; was mag den nach Berlin geführt haben das Elend in Irgend ein Gemeindeschreiber im weiten Waterlande scheint eine heimgesucht, wobei 30 000 Menschen umtamen, während die bekannte " -Was Erdbeben verschlingen. abgeschnitten hätte. Das Blatt verlangt dringend, daß die Negic, hiergegen nichts geschehe, so fourde die Produktionskraft des Landes, Frage, die in dieser Stunde nicht boll beantwortet werden kann. rung eine Kontrolle über die Seefahrt und den Handel ausübt, in ein beunruhigendes Mißverhältnis zum Konsumbedarfe treten und G3 wird die Zeit kommen, wo geprüft und untersucht solange der Krieg dauert. der Export werde zurüdgehen. Zum Siege auch auf wirtschaftlichem werden wird, wie es möglich war, daß wir in, dieser Weise von Gebiete sei jetzt eine ungeheure wirtschaftliche Anstren- ciner ganzen Welt haben überfallen werden können, und dann gung unbedingt nötig. wird man auch die Schuld erkennen. Doch diese Echuld mag gelegen haben, wo es sei, und die diplomatische Kunst hätte vielDie Kopenhagener Konferenz. Kopenhagen, 17. Januar.( Privattelegramm des„ Borwärts".) Entgegen den im Auslande ver. breiteten Meldungen nimmt an der Konferenz fein Vertreter aus Belgien oder aus einem der anderen der kriegführenden 2änder teil Die französischen Sozialisten und der Krieg. schluß wurde nicht gefaßt. wwwww Regierung und Parlament in Portugal. Teicht auch besser sein können darüber kann kein Zweifel beLissabon, 17. Januar.( Weldung der Agence Havas.) stehen: dieser Krieg mußte kommen, wenn nicht jest, so doch später. Die Kammer sprach am letzten Montag dem Rabinett Steine diplomatische Kunst hätte es fertig gebracht, Frankreich von ein Vertrauensvotum aus, dagegen sprach der Se- seinen Revanchegelüften zu befreien, keine diplomatische Kunst nat mit 27 gegen 26 Stimmen dem Kabinett sein miwilligen Aufgeben der Führerrolle des Slawentums veranlaßt, und Rußlands Auge vom Bosporus abgelenkt und es zum freitrauen aus. was England betrifft, so hätte es erst recht keine diplomatische Kunst gegeben, die England dazu gebracht hätte, uns auf der Sce als ebenbürtig anzuerkennen. Die Aufgaben Japans. Son, 17. Januar.( W. T. B.) Der„ Républicain" meldet aus Paris: Die sozialistische Gruppe trat am 15. Januar in der Kammer zu einer Beratung zusammen, welcher Petersburg, 16. Januar. Nach einer Meldung der„ Nowoje Bemerkenswert ist auch, was Herr v. Heydebrand über den Sembat und Guesde sowie der belgische Minister Vander= Wremja" hat Graf Okuma in der Zeitung„ okumin" cr- Frieden und die künftige Politik ausführte:" Der Frieden darf belde beiwohnten. Dieser unterbreitete den Vorschlag der englischen und belgischen Sozialisten bezüglich einer eventuellen 3 utlärt, Japan habe größere Aufgaben als über das Schicksal der un- nicht nur ein Frieden der Diplomatenkunst sein, sondern einer, den fammenkunft der Sozialisten der verbündeten bedeutenden deutschen Kolonien zu verfügen. Seine Aufgabe be- das ganze deutsche Volk versteht und billigt: eine Sicherung Staaten, um die Bedingungen, unter denen der Krieg stehe darin, Europa die Augen über die wirkliche Bedeutung unserer Verhältnisse, würdig unserer Opfer. Nichts wäre fortgeführt werden solle, zu prüfen, und ihre Gesichts- Japans zu öffnen. Der Stille Ozean liege schon im Be- furchtbarer, als wenn dieser gewaltige Strieg ausginge mit einer punfte über den Krieg darzulegen. Die Gruppe ist dem reich des japanischen Einflusses. Die Japaner könnten jetzt das Enttäuschung für unser Volt. Schon manchmal hat uns die Feder Vorschlag im allgemeinen günstig gestimmt, fic ist jedoch für eine Prestige ihres Reiches zu einem hohen Aufschwung bringen. Ein verdorben, was das Schwert geleistet hatte. Jekt wo wir allein Weiterführung des Krieges bis zum vollstän= digen Siege der Verbündeten. Ein endgültiger Be- unbewaffneter Frieden sei kein wahrer Frieden, da die Diplomatie in der Welt stehen, werden wir auch allein maßgebend über ohne militärische Unterstübung machtlos sei. Die Verstärkung der das zu bestimmen haben, was schließlich werden soll. Bis dahin Armee und Flotte Japans jei notwendig. müssen wir alles aufbieten. Die Bertlüftung unseres Baterlandes ist mit dem Krieg verschwunden. wäre ein außerordentlich großer Gewinn, wenn aus diesem Ringen so manches von dem nicht wiederkehren würde, was wir vorher gegeneinander gehabt haben. Gewiß, die wirtschaftlichen, ozialen und beruflichen Gegensäge werden bleiben, aber ändern kann und muß sich die Art, in der man einander gegenübertrat. Manches, was man nicht für möglich gehalten hätte, ist nun als innere Wahrheit erkannt und bei Kritik oder Tadel werden wir uns nach dieser Feuer- und Bluttaufe sagen müssen, daß wir jetzt anders zueinander stehen. Man wird niemals vergessen, daß der Gegner einst das deutsche Vaterland mit verteidigt hat. Schon das allein wird ein Segen sein für unser deutsches Volk. Darüber hinaus aber dürfen wir zubersichtlich hoffen, daß aus diesem Weltkrieg Deutschland siegreich hervorgehen wird." Die Zenfur in Frankreich. Amsterdam, 17. Januar.( Privattelegramm des Vorwärts".) Viviani will nach der Nüdkehr der Regierung die 3enjur unter seiner persönlichen Zeitung reorganisieren. Er bot dem Genossen Varenne die Chefleitung an, welcher die Annahme von der Zustimmung der sozialdemokratischen Fraktion abhängig machte. Die Fraktion beschloß eine Resolution, in der ausgesprochen wird, daß die Zensur ausschließ lich militärische und diplomatische Nachrichten betreffen dürfe und die Regierung die öffentliche Meinung mündig behandeln sollte. Varenne hat darauf die Uebernahme der Leitung abgelehnt. Eine Gruppe journalistisch tätiger Deputierter und Senatoren beschloß unter dem Vorsik von Clemencéau einstimmig, auch mit der Zustimmung von Reaktionären, eine Erklärung gleichen Inhalts und wählte eine Abordnung zur Besprechung mit Viviani. Die Temps" weist darauf hin, daß das Gesetz vom August 1914 die Vorzensur ausschließe. Viviani berufe fich auf das Gesetz von 1849 über den Belagerungszustand. Die Temps" höhnt:„ Wer leugnet noch, daß Frankreich das Baterland der Freiheit ist?" Otuma schließt seinen Artikel mit der Erklärung, daß, falls es der Regierung nicht gelingen werde, sich in den Wahlen die Mehrheit zu sichern, das Kabinettjeinen Abschied nehmen werde. „ Rußkoje Slowo" bringt aus Tokio einen großen Auszug aus japanischen Blättern, die alle den Hilferuf Bichons ablehnen, teils höflich, teils schroff. Das Blatt Ajahi" bemerkt besonders scharf, wer andere zum Siege brauche, habe schon verloren. Die deutschen Angestellten in London. London, 17. Januar.( W. T. B.) Vicle 2ondoner Sotels, die nach Ausbruch des Krieges ihre deutschen und österreichischen Angestellten entließen, um Schwierigkeiten bei der Erneuerung ihrer Lizenzen zu entgehen, beginnen die alten Angestellten wieder aufzunehmen. Die belgischen Flüchtlinge. Bafel, 17. Januar.( W. T. B.) Den„ Bafeler Nachrichten" zufolge sind nach den Feststellungen des aus Holland zurüdgekehrten Ministers Helleputte im ganzen 900 000 Belgier nach Holland geflüchtet. Inzwischen ist die Zahl auf 200 000 zurückgegangen. Etwa 500 000 find nach Belgien zurückgekehrt. Backbeschränkungen in Belgien. Vollmar über den Krieg. Genosse v. Vollmar antwortete auf eine von der Kopenhagener fonservativen Zeitung Nationaltidende" an ihn gerichtete Frage über die Stellung der deutschen Sozialdemokratic um Kriege mit folgendem Schreiben: „ Sie wünschen, daß ich Sie darüber unterrichten soll, welche Haltung der deutsche Arbeiterstand zum jezigen Krieg cinnimmt. Zur Beantwortung dieser Frage bedarf es nicht vieler Worte. Es ist wohlbekannt, welches Ziel die politische und wirtschaftliche Vertretung des Die französische Kammertagung. Arbeiterstandes sowohl als auch die Sozialdemokratie in den freien Lyon, 17. Januar.( W. T. B.)" Progrès" meldet: Die Kon= Fachvereinen erstreben, welche harten Stämpfe sie seit vielen Jahren ferenz der Vorsitzenden der großen Kammerausschüsse Brüffel, 17. Januar.( W. T. B.) Zur Einschränkung mit den Regierungen und den herrschenden Klaffen geführt haben. der Kammergruppen beschloß, wöchentlich zusammenzutreten des Wohllebens und zur vermehrten Erhaltung der Aber jetzt, wo Deutschland von außen bedroht ist, müssen die inneren und ferner, die dringenden Angelegenheiten auf die Tagesordnung der Landesvorräte für die Brotbereitung hat der General- Kämpfe in den Hintergrund treten und auf eine günstigere Zeit verRammer zu setzen, so namentlich die Ratifizierung der von der Regie- gouverneur angeordnet, daß die Herstellung feiner Bad- schoben werden. Gegenwärtig ist das deutsche Volt in seiner Gesamtrung erlassenen Dekrete bezüglich der Naturalisierung und des Ver- waren aller Art in den Bäckereien, Konditoreien und Gasthäusern heit nur von einem einzigen unzähmbaren Willen durchdrungen, nämbotes, Handelsbeziehungen mit Deutschen, Oesterreichern und Ungarn nur am Mittwoch und am Sonnabend jeder Woche stattfinden darf. lich das Vaterland, seine Unabhängigkeit und seine Kultur gegen die zu unterhalten. Die Kammer soll ferner über eine neue Geschäftsordnung beraten. Die Ersatzwahl für die ausgeschiedenen Mitglieder der Ausschüsse wird am 28. Januar stattfinden. Deutsches und französisches Wirtschaftsleben. Politische Uebersicht. " Feinde ringsum zu verteidigen und nicht früher zu ruhen, bis dieje besiegt sind. Es gibt keinen Deutschen, der nicht jedes noch so große Opfer brächte, wenn es verlangt wird, um dieses Ziel zu erreichen. Wenn man hieran im Auslande zweifelt, wird man eine große Enttäuschung erleben." Der Neichskanzler über den Krieg. In der Frankfurter Zeitung" wird mitgeteilt, daß die New York Die Haltung der Polen im preußischen Landtag. Aus Beuthen meldet Wolffs Telegraphenbureau: Basel, 16. Januar.( W. Z. B.) Wie die National- Beitung" Nach dem Borwärts" hat der radikal- polnische Abgeordnete meldet, stellt Edgar Milhaud in einem Leitartikel ber umb. Trampczynski in der Besprechung beim Minister Times" ein Interview ihres deutschen Korrespondenten mit dem deutnité" die außerordentlich glänzende Organisation des Innern eine Bolenbebatte in der Blenarii- ichen Reichskanzler veröffentlicht, das am 14. Dezember stattfand. des Wirtschaftslebens Deutschlands zum Zwecke der una anläglich der bevorstehenden Tagung des Breußischen v. Bethmann Hollweg sprach sein Bedauern darüber aus, daß die enge Abwehr von Kriegsschäden und die Verteidigung gegen die Blockade Bandtags in Aussicht gestellt. Demgegenüber schreibt der lische und die französische Zensur eine Kontrolle über die Rabel aus dem Stande des französischen Wirtschaftslebens gegenüber. Hier hiesige„ Katholik": übten, weshalb die deutschen Ansichten drüben nicht genügend zum fehle es an einer ähnlichen gielbewußten Kraftanstrengung. Das Es darf nicht aus dem Auge gelassen werden, daß wir uns Ausdrud kommen könnten. Dann kam er auf Belgien zu sprechen, Moratorium habe zum Marasmus geführt, da die Großmitten im Striege befinden, in welchem das deutsche Wolf unter dessen Schidjal er bedauerte; doch die amtlich veröffentlichten Dokubanken dem Handel den Kredit entzogen hätten, und eine große Hingabe sämtlicher Kräfte um seine Griftens tämpft und aus mente haben dargetan, daß England und Frankreich die VerArbeitslosigkeit in bestimmten Berufsgebieten herrsche und diesem Grunde in höchster patriotischer Begeisterung sich be- lehung der belgischen Neutralität arrangiert hatten, bevor noch der wieder Arbeitermangel in anderen. Der Eisenbahnverfindet. In einem solchen Augenblic opponieren, bedeutet Strieg ausbrach. Der Reichskanzler betonte ferner, daß Großbritannien fehr und der Postdienst ließen auch zu wünschen übrig. Benn soviel als sich der allergrößten Entrüstung des deut- feine Konterbandebcrfügungen nicht allein im Hinblic fchen Wolfes aussetzen. Zudem hat derselbe Krieg die auf absolute Konterbande, also hinsichtlich des Kriegsmaterials, cr= polnische Frage auf den ersten Blah gerüdt und kann in lassen habe, sondern vor allemt gegen die deutsche Industrie und gegen der Lage der Polen die feit der Teilung Bolens größten Um die Nahrungsmittelzufuhr, und dies mit dem Gedanken, Deutschland wälzungen herbeiführen. Im Falle des Sieges hält der preußische auszuhungern und wirtschaftlich zu ruinieren. Aber," so erklärte der Staat das Schicksal der Polen in der Hand. Angesichts dieser Reichskanzler, Deutschland war für eine derartige Sache vorbereitet. Umstände müssen wir danach trachten, uns die Geneigtheit Sie find," äußerte er zu dem Korrespondenten, hier bei uns gewesen der Regierung und das Wohlwollen der deutschen und haben unsere Berhältnisse kennen gelernt. Wir haben genug VorNation zu gewinnen. Es nahen neue Zeiten, und es entwickeln räte auf lange hinaus. Auch Kupfer, Petroleum und Kautschuk befich neue Verhältnisse, und wir haben die Pflicht, voraussehend fiben wir auf lange Zeit. Die britischen Einschränkungen schaden den zu sein und neue Grundlagen für unser Verhält- neutralen Staaten mehr als sie Deutschland schaden. Sie haben auch die Bereinigten Staaten in Mitleidenschaft gezogen." Gine schr nis zum Staate und zum deutschen Wolfe zu schaffen. Der preußische Landtag und der Reichstag haben die bemerkenswerte Erscheinung dieses Krieges sei die AnpassungsTendenz, durch Einmütigkeit der Beschlüsse nach außen die Straft fähigkeit der deutschen Industrie. Ueber die Finan= des Staates und die Einigkeit seiner Bürger zu dokumentieren. 3ierung des Krieges bestände nicht die geringste BeunruhiWer sich dem entgegenstellt, muß sich dem Unwillen der gung. Ich wollte, sagte der Reichskanaler, diesen Krieg nicht. Während Regierung und des deutschen Volkes aussehen. Der Mangel Statastrophe des Jahres 1755, die in fast ganz Europa zu spüren tar, gegen 60 000 Opfer forderte. Inzwischen hatte in Neapel im Jahre 1623 eine neue Statastrophe 70 000 Menschen zugrunde gerichtet, und nur 8 Jahre später raffte ein gewaltiger Besuvausbruch wiederum 30 000 hinweg. Die Opfer diefes Bulfanausbruches starben fast augenblicklich und hatten nicht, wie es bei den meisten Erdbeben der Fall ist, unter entfehlichen Qualen zwischen den Trümmern der eingestürzten Häuser ihr Leben auszuhauchen; sie wurden vom Tode überrascht, als sie die stark erhitte Luft einatmeten, die sich unter dem gewaltigen Druce des Bultanausbruches plötzlich überall hin verbreitete. Im selben Jahre( 1693) wurde auch Sizilien von einer Bebenkatastrophe heimgesucht, die 54 Städte, darunter das schon mehrmals zerstörte Catania und 300 Dörfer vernichtete; die Zahl der Toten wird mit 60 000 angegeben. Im japanischen Erdbebengebiet forberte 1703 bas Beben von Yeddo über eine Viertelmillion Menschen. Zwei Jahre später erzitterten die Abruzzen an fast denselben Stellen, die heute von einem schiveren Erdbeben heimgesucht worden sind. Die Zahl der Toten belief sich damals auf 15 000. 1724 wurde die Westküste Südamerikas von einem schweren Erdbeben heimgesucht; das Micer stieg bei Callao 80 Fuß über seinen gewöhnlichen Stand, drang meilenweit landeinwärts, zerstörte die Stadt und ließ nur wenige ihrer Bewohner ant Leben. Von den 23 Schiffen, die in Hafen von Callao lagen, gingen 19 mit Mann und Maus unter. Die chinesische Katastrophe aus dem Jahre 1731 foll 100 000 Opfer gefordert haben. Ein kalabrisches Grdbeben vom Jahre 1783 zerstörte zahlreiche Dörfer und Städte und foftete 30 000 Menschen das Leben, während das Beben von Caracas aus dem Jahre 1812 20 000 Menschen tötete. 1823 wurde die Insel Japa von einem Bulfanausbruch mit schwerem Beben betroffen. Der bis dahin ruhige Galungung fing am 8. Oktober plötzlich an zu speien, die Injel erzitterte, glühend heißer Schlamm wurde durch die Luft geschleudert, fiel auf die Dörfer und Ansiedelungen nieder und zerstörte dort alles Leben. In den Tälern bildeten sich große Lavaströme, so daß die Bewohner auf die Spiben der Hügel flüchteten. Doch schließlich drang die dampfend heiße Schlammasse auch bis dorthin vor, und die Eingeborenen mußten lebendigen Leibes in der ficdenden Flüssigkeit extrinfen. Weitere Statastrophen des 19. Jahrhundert find die jübitalienische( 1851) mit 40 000, die peruanische( 1868) mit 25 000, die javanische des Jahres 1883, die auf einen Ausbruch des Krakatau surudzuführen ist, mit 170 000 und die chinesisch- japanische des Jahres 1891 mit 30 000 Opfern. Unter Spionageverdacht verhaftet. an Wohlwollen dieser beiden Faktoren kann fatale Folgen haben fünf Jahren habe ich eifrigst an guten Beziehungen zu England gebei Regelung der polnischen Angelegenheiten nach dem Kriege, arbeitet, aber ohne Erfolg, nicht durch meine Schuld. Der ReichsAngelegenheiten, die hundertfach wichtiger sind, als die Dis- kanzler erwähnte schließlich, daß die englische Regierung, indem sie eifrigst die russische Kriegspartei ermutigte und die britische Hilfe in kussion über Positionen des preußischen Etats. Wenn es sich darum handelt, die prinzipielle Stellung zu wahren, so ist hierzu Aussicht stellte, den Krieg näher und näher gebracht habe, der geeignete Ort die Landtagskommission, die über den Etat beraten wird. Dort kann jeder der Abgeordneten, also auch der Es wird uns mitgeteilt, daß ein Wiener Genosse, Dr. Mar Hor= polnische Abgeordnete, in vertraulicher Weise seine Ansicht kundgeben. Dort wird niemandem der Mund verschlossen, und dort wit, der österreichischer Staatsangehöriger ist, Mittwoch abend in ist auch die geeignete Stelle zur Verständigung. Aus den oben Kattowit, wo er vorübergehend weilte, auf der Straße von einem Beangeführten Gründen würden wir es als der polnischen Sache amten der politischen Polizei angehalten worden ist und unter dem schädlich ansehen, wenn die polnische Fraktion sich dem Verdacht der Spionage dem Kattowißer Gerichtsgefängnis überliefert Beschluß sämtlicher Landtagsparteien für die Plenarsizung nicht Horwitz ist ein in der Internationale bekannter Genosse, und auschließen wollte. wurde. Verbot der Vermittlung ausländischer Arbeiter. Wir wollen dazu nur bemerken, daß die sozialdemo- wir nehmen bestimmt an, daß der Verdacht sich recht bald als irrig kratische Fraktion sich bei der Besprechung im Mini- herausstellen wird. fterium in feiner Weise gebunden, sondern sich ihre Entscheidung vorbehalten hat. Eine Sigung hat die sozialdemokra tische Graftion, wie uns mitgeteilt wird, bisher noch nicht abgehalten. Eine Rede Heydebrands. Auch in unserem Jahrhundert sind schon einige schwere Bebenfatastrophen zu verzeichnen, bei denen Mutter Erde" viele Tausende Auf einer Feier zum Gedächtnis der vor 44 Jahren erfolgten ihrer Söhne verschlungen hat. So fanden beim Ausbruch des Mont Gründung des Deutschen Reichs sprach Sonntag in Magdeburg Pelée auf der Insel Martinique( 1902) 30 000 Menschen den Tod, der Führer der deutsch- konservativen Partei, Reichs- und Landtagsund die fürchterliche Statastrophe von Messina am 2. Weihnachts- abgeordneter Dr. von Heydebrand und der Lase. Der feiertage des Jahres 1908 forberte 90 000 Opfer. Das Erdbeben von Redner führte aus, daß die militärische Lage zu den besten ErSan Franzisko am 18. April 1906 zerstörte in drei Tagen fast die ganze Stadt und richtete einen ungeheuren Schaden man beziffert wartungen berechtige und sagte u. a.:" Mancher wird sich schon die ihn auf anderthalb Milliarden Martan, forderte aber nur 437 Frage vorgelegt haben: mußte dieser Krieg kommen, mußte er Menschenleben, uns so ziemlich allein in der Welt finden? Das ist eine schwere Der preußische Minister für Handel und Gewerbe hat unter dem 31. Dezember auf Grund des§ 8 des Stellenvermittlungsgesetzes antgeordnet, daß den gewerbsmäßigen Stellenvermittlern jede Vermitt Tungstätigkeit für Ausländer, die im Jahre 1914 als landwirtscha liche Arbeiter oder als Dienstboten in landwirtschaftlichen Betrieben tätig gewesen find oder eine solche Beschäftigung suchen, bis auf weiteres verboten ist. Ein konservativer Landtagsabgeordneter gestorben. Der konservative Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Glogau- Lüben, Graf von der Recke- Volmerstein zu Friedrichswalde, Kreis Lüben, ist nach längerem Leiden in Wiesbaden gestorben Aus Groß- Berlin. Sturmschäden. Auf schlüpfrigen Wegen. Erettungen abgezogen, so ändern fich Sie Burchschnitte ber warfigen Teuerung Ste Feiertage nicht entfablet wurden. cier Sostenjake sehr merklich. Tas Kinderfrankenhaus hat Erstattungen tage, die in die Woche fallen, werden mit 5 M. in Abzug gebracht. beinahe garnicht, durchschnittlich nur 0,35 M. pro Tag und Stopf. Die Hilfsboten sind der Auffassung, daß bei einem so großen Dagegen war im Krankenhaus Gitschiner Straße gegenüber den Institut eine solche Ausgabe keine Rolle spielen könnte. mäßigen Selbstfosten, der Erstattungsbetrag verhältnismäßig hoch, Als völlig ungenügend wird die besondere Entschädigung be trachtet, die die Hilfsboten für die Wahrnehmung des Sonntagsa Der gewaltige Sturm, der am Sonnabend und in der pro Tag und Kopf 2,33 M. Von den übrigen Anstalten hatte das machdienstes erhalten. Für eine Zeit von 6 Stunden werden 2 M. Nacht zum Sonntag tobte, hat in Groß- Berlin schwere Schäden Krankenhaus Urban 2,34 M., das Krankenhaus Moabit 2,16 M.. bezahlt. In den Depositentassen wird jekt von morgens 8 Uhr verursacht. Es fegten zeitweise Sturmwellen von ganz un- das Krankenhaus Friedrichshain 1,95.M., das Virchow- Krankenhaus bis abends 10% Uhr gearbeitet. Auch für diese Mehrleistungen gewöhnlicher Stärke dahin, so daß selbst hochstämmige Bäume 1,14 M. Nach Abzug dieser Beträge bleiben als ungededte Selbst- werden teine entsprechenden Entschädigungen gewährt. Leicht umgefnickt wurden. Der Windbruch in den Anlagen fosten durchschnittlich pro Tag und Kopf im Krankenhaus Friedrichs- amten erhalten 2 M., während die Hilfeboten mit 1 M. abgespeist und Forsten ist ein ganz erheblicher, und besonders die Stellen, hain 2,73 M., im Krankenhaus Moabit 2,51 M., im Krankenhaus werden. Sie stehen eigentlich noch schlechter wie die Burschen, die die frei belegen sind und der Gewalt des Orfans besonders Urban 2,30 M., im Virchow- Krankenhaus 3,52 M., im Krankenhaus außer 1 M. noch 40 Pf. für Abendbrot erhalten. Der bereits vor Monaten ausgesprochene Wunsch, den Hilfsboten einmal einen ausgesetzt waren, hatten empfindlich zu leiden. An einzelnen Gitschiner Straße 1,59 Mt., im Kinderkrankenhaus 5,13 M. Noch Anzug zu gewähren, harrt gleichfalls noch seiner Erfüllung. Aber Stellen war der Sturm auch von starkem Hagelschlag be- größere Unterschiede ergeben die Zinsen des Grundeigentums- nicht nur die Hilfeboten, sondern auch die angestellten Boten halten gleitet. und Inventarwertes. Der Zinsenbetrag pro Tag und Kopf ist am in dieser Zeit der zunehmenden Teuerung ihre Entlohnung für zu geringsten bei der räumlich beschränkten Anstalt Gitschiner Straße nicdrig. Haben doch Leute, die bereits auf eine fünfjährige Tätig mit nur 0,44 M., ami höchsten 1,23 M. beim Virchow- Krankenhaus, feit zurückblicken können, ein Gehalt von 110 M. pro Monat; die das weiträumig angelegt und an Inventar reich ist. Es folgen dann Steigerung beträgt jährlich 50 M. Bei etwas gutem Willen könnte Gin verschwiegenes Mädchenquartier hatte der Invalide Guftav das Krankenhaus Moabit mit 1,17 M., das Krankenhaus Urban mit die Direktion der Deutschen Bank den niedrig entlohnten Boten Marzahn in seiner Wohnung im Hause Grünstr. 3 zu Potsdam ein 1 M., das Krankenhaus Friedrichshain mit 0,97 M., das Kinder- ein Entgegenkommen zeigen. Sie selbst muß schon aus eigenent das Dazivischentreten der Polizei gestört, die das Nest aushob und den eigentums, und für ihn ist die Stadtgegend mitbestimmend. verschont bleiben. gerichtet, und sein gewinnbringendes Geschäft wurde unliebsam durch krankenhaus mit 0,74 M. Den Ausschlag gibt der Wert des Grund. Intereſſe dafür sorgen, daß dieselben vor wirtschaftlichen Nötcu Quartiergeber wegen Kuppelei dem Richter zuführte. Nach der Mobil- Werden diese Zinsen hinzugefügt, dann erhält man die sehr unmachung begann M. sein verschwiegenes Treiben. In seiner Wohnung gleichen Kostensätze, die wir eingangs schon nannten: Krankenhaus gewährte er jungen Mädchen, die teils beschäftigungslos waren, teils Die neue Pferdeomnibuslinie 9 der häuslichen Zucht für einige Zeit entflohen waren, Unterkunft und Friedrichshain 3,70 M., Krankenhaus Moabit 3,68 M., Krantenhaus Betöftigung gegen die Verpflichtung, in Schäferstündchen mit unbe- Urban 3,30 M., Virchow- Krankenhaus 4,75 M., Krankenhaus Git- wurde am Sonntag, den 17. Januar, vorläufig zum Teklen fannten Männern einzuwilligen, die er selbst von der Straße hinauf- schiner Straße 2,03 M., Kinderfrankenhaus 5,87 M. Die An- Male mit Automobilen befahren. Für Montag früh 6 1hr schiate. Zuerst war er in seiner Supplertätigkeit auf die Bereitwillig- rechnung der Zinsen kann noch ihre besonderen Wirkungen haben. 16 Dinuten ist die Wiederaufnahme des Pferdebetriebes Der Pferdeomnibus bringt wieder die Fünffeit seiner Aufwärterin Therese Kl. angewiesen, die ihm eine Freun Sobald bei einem Krankenhaus der Wert des Grundstücks durch vorgesehen. din mitbrachte. Aus der Bekanntschaft entwickelte sich eine drei bloße Neuabschätzung steigt" oder die Gebäude durch Neubauten Pfennigteilstrecken und das billige Monatsabonnement. Wenn es Wochen dauernde Freundschaft. Die Aufwärterin Elisabeth St. war und das Inventar durch Neubeschaffungen an Wert gewinnen, be- auch etwas langsamer geht, so kann man den Pferdeomnibus doch mit seinem Anfinnen einverstanden und erlaubte ihrem als„ Onfel" an jeder Stelle besteigen und verlassen. Mit besonderem wohl= geltenden Wirt selbst zutraulichkeiten. Auch die übrigen Mädchen einflußt das die„ Selbstkosten". Vom vorlegten zum letzten Jahre wollen betrachten die umgewandelte Linie die Bewohner der Ballashurften sich nicht spröde zeigen. Marzahn verlangte von dem von den sind erhöht worden der Grundeigentumswert bei drei Anstalten, der und Gleditschstraße, die vom Montag an wieder OmnibusverbinBesuchern entrichteten Geld seine Abgaben. Für das Florieren seines Inventarwert bei fünf Anstalten. Ueberdies hat man die Zinsen dung erhalten. In der Gleditschstraße liegt Stopfsteinpflaster auf Unternehmens forgte er selbst, indem er auf der Straße Interessenten diesmal nicht mehr mit 3½ Proz., sondern wegen der allgemeinen moorigem Grunde, das die schweren Automobilomnibusse nicht veraufmerksam machte, daß„ oben" Mädchen seien. Mit der Zeit ents Steigerung des Zinsfußes mit 4 Proz. angerechnet. Das trug. Wegen des Mangels an Automobilen konnten diese auf der wickelte sich ein lebhafter Verkehr, und die verschiedensten Streise, Zivil Mehr an Zinsen des Grundeigentums- und Inventarwertes, soweit Linie 9 auch nur alle 15 Minuten verkehren, ein Abstand, der üb die Geduld des Großstädters geht. und Militär statteten dem Mädchenquartier, das die Nähe der Polizei- es aus der Zinsfußsteigerung allein herrührt, ist beim Krankenhaus direktion nicht gescheut hat, Besuche ab. Auf der Anklagebant mußten Gitschiner Straße mit 5% Pf., beim Kinderkrankenhaus mit neben Marzahn drei Mädchen unter der Beschuldigung der gewerbs- 91 Pf., beim Krankenhaus Friedrichshain mit 12 Pf., beim mäßigen Unzucht Platz nehmen, die vierte war ausgeblieben, im Vorverfahren hatte sie jedoch ebenfalls ein Geständnis abgelegt. Durch Krankenhaus Urban mit 12½ Bf., beim Krankenhaus Moabit mit die in nichtöffentlicher Sigung durchgeführte Beweisaufnahme wurden 14% Pf., beim Virchow- Krankenhaus mit 154 Pf., an der für das die Tatbestandsmerkmale des§ 181a eriviejen. Es wurde nachgewiesen, Teßte Jahr herausgerechneten Selbstkosten" pro Tag und Kopf daß M. von Frauenspersonen, die gewerbsmäßig Unzucht trieben, beteiligt. unter, Ausbeutung ihres unfittlichen Erwerbes teilweise den Lebensunterhalt bezog, ihnen Schuh gewährte und förderlich war. Der Staatsanwalt beantragte gegen M. 6 Monate Gefängnis, gegen die bier Mädchen je eine Woche Haft. Dic Potsdamer Straffammer erfannte nach dem Antrage und wies in Berücksichtigung des Strafmaßes auf die Gemeingefährlichkeit des Treibens und die Scham Lofigkeit der Handlungsweise hin, die große sanitäre Gefahren heraufheschworen habe, da die unangemeldet wohnenden Mädchen bei ihrer Entfernung aus dem Quartier sofort als Geschlechtstrante im städtischen Krankenhause behandelt werden mußten. " Stadtverordneten- Erfahwahlen in Charlottenburg. Totgefahren. Ein tödlicher Straßemunfall ereignete sich am Sonnabendabend in Reukölln. Dort wurde die 61 Jahre alte Frau Auguste Büschel, geborene Hoffmann, aus der Berliner Str. 21 von einem Kraftomnibus der Zinie 4, der von Berlin kam und nach dem Ringbahnhof Neukölln fuhr, umgestoßen und überfahren, als sie vor ihrer Wohnung den Fahrdamm überschreiten wollte. Die Verunglückte erlitt so schwere innere und äußere Verlegungen, daß der Arzt der Unfallstation in der Steinmetzstraße, wohin fie gebracht wurde, nur noch ihren Tod feststellen konnte. Kleine Nachrichten. Für die aus der Charlottenburger Stadtverordnetenver fammlung ausgeschiedenen Herren Straßenbahnhofsvorsteher Rern( 3. Abt.), Architekt Harnisch( 2. Abt.) und Konsul a. D. Ritten( 1. Abt.) finden am 8. Februar 1915 für den Wahlbezirk der 3. Abt. und am 9. Februar für die 2. Abt. in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 7 1hr nachmittags und ant Ihren Brandwunden erlegen ist das fünfjährige Töchterchen 10. Februar in der 1. Abt. von 10 Uhr vormittags bis 3 Uhr Dora des Eisenbahnbeamten Stolzenberg aus der Grünthaler nachmittags Ersatzwahlen statt. Die zu wählenden Stadt- Straße 38.- Gin Bosträuber wurde am Sonnabend auf dem Hauptpostamt in der Spandauer Straße festgenommen in dem Augenverordneten brauchen nicht Hausbesizer zu sein. blick, als er mit einem Pakete verschwinden wollte, das er von einemt vor dem Gebäude stehenden Wagen genommen hatte. Vier Spik buben wurden festgenommen, weil sie in einem im Zentrum der Stadt belegenen überwachten Gebäude, in dem ein Verein seine Feit vertreter" ausgab und die tollsten Heldentaten erzählte. Der Mann Siebesgaben zusammenbringt, Baren entiendeten. genommen wurde ein Heldenschwindler, der sich als Offiziersitellhat viele Beute hineingelegt, war aber nie Soldat gewesen. Es ist ein der Polizei bekannter Hochstapler und Gauner August Neugetaucr. Die Wollwoche. Veranstaltungen. Bon den Krankenhauskosten der Stadt Berlin. Die Berliner Strankenhausdeputation bringt in ihren Jahres. Berichten regelmäßig ein Rechenerempel, das die Selbstkosten des Strantenpflegebetriebes zeigen soll. Berechnet wird da für die einzelnen Anstalten der Selbsttostenjak" pro Kranten aus den Ausgaben unter Abzug der Erstattungen von Pflege- und Be Friesdecken zur Verfügung gestellt, die bisher im alten RatDer Magistrat der Stadt Berlin- Schöneberg hat 380 dienungskosten und unter Zuschlag der Zinsen vom Grundeigen hause als Fenstersdnb gebraucht und nach Beziehen des neuen fume- und Inventariert. Nach diesem Verfahren ergab sich im Etatsjahr 1913/14 als„ Selbstkostenjak" pro Kopf und Tag für das Rathauses entbehrlich wurden. Die Reichswollwoche wird in Krankenhaus Friedrichshain 3,70 M., für das Krankenhaus Moabit Schöneberg dergestalt abgehalten, daß freiwillige Sanunler 8,68 M., für das Krankenhaus Urban 3,30 M., für das Virchow( Schüler im Alter von 13 Jahren an) die Wollipenden aus Strantenhaus 4,75 9., für das Krankenhaus Gitschiner Straße den Haushaltungen abholen und sie nach den Transport. 2,03 m., für das Kinderkrankenhaus 5,87 W. Die recht erheblichen wagen befördern. Von da aus werden die Sachen sofort Unterschiede zwischen den einzelnen Anstalten erflären sich großen zur Desinfektionsanstalt gebracht und dort desinfiziert. Die Zuteilung der Arbeit an Heimarbeiterinnen erfolgt sodann Vierter Wahlkreis. Am Montag, den 18. Januar, findet in teils aus dem geschilderten Berechnungsverfahren, bei dem weder im neuen Rathause in der Ausstellungshalle. Schöneberger Gewerkschaftshaus ein Lichtbildervortrag statt:„ Bilder vom der Abzug von Erstattungen noch der Zuschlag der Abzug von Erstattungen noch der Zuschlag von Binsen zu rechtfertigen ist. Läßt man die Abzugs- beschäftigungslose Heimarbeiterinnen und kriegsunterstütz- Striege". Vortragender ist Genoffe H. Barenthin. und Zuschlagsbeiträge weg, so ist der Selbstkostensatz für das ungsbedürftige Personen werden zum Bearbeiten der Decken Krantenhaus Friedrichshain 4,68 m., für das Krankenhaus Moabit herangezogen werden. 4,67 M., für das Krankenhaus urban 4,64 M.. für das VirchowStrankenhaus 4,66 M., für das Strankenhaus Gitschiner Straße Die Klagen der Aushilfsboten bei der Deutschen Bank 3,92 M., für das Kinderfrankenhaus 5,43 M. Bei den vier ersten wollen nicht verstummen. In lezter Zeit ist zwar eine minimale Strantenhäusern ist diesmal eine fast völlige Uebereinstimmung Aufbefferung der Entlohnung erfolgt und die Probezeit aufgehoben festzustellen. Auffallend billig wirtschaftet das Krankenhaus Git- worden, trozdem glauben die in gewissen verantwortlichen Stelschiner Straße, das nur Frauen aufnimmt. Bei dem Kinder- starte Zurüdsegung gegenüber den Festangestellten zu haben. Dies frankenhaus ist, weil hier besondere Aufwendungen( für verhältnis um so mehr, als zwischen ihrer Dienstleistung und der der Festmäßig viel Personal, für mehr Hausbedürfnisse usw.) nötig sind, die angestellten tein Unterschied besteht. Besonders hart wurde es ungewöhnliche Höhe des Kostenjakes begreiflich. Werden nun die bei den Hilfsboten empfunden, daß ihnen in der Zeit der gegenDeutscher Transportarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Spandau. Den Mitgliedern zur Nachricht. daß am Donnerstag, den 14. Januar, unjer Stollege. der Kutscher Gustav Reich nach langem Krankenlager verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 18. Januar, nachmittags 23, Uhr, von der Halle des Friedhofs in den Kisseln aus statt. Um rege Beteiligung bittet Die Ortsverwaltung. Nach langen Leiden und kurzem aber schwerem Krankenlager vers schied unsere liebe, unvergeßliche Mutter, Groß- und Schwiegermutter, die Witme Emilie Popp geborene Planert, Graetzstraße 69 im Alter von 752 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am 19. Zaruar, nachmittags 3, Uhr, von der Halle des St. Thomaskirchhojes, Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Spezialarzt Dr. med. Karl Reinhardt. Prinzenstr. 64 f. Geschlechtskrankheiten. Harnleiden, Schwäche, Ehrlich- Hata- Kuren, Blutund Harn- Untersuchungen. Institute: zwischen Dresdener und Annenstraße. Sprechst. 5-7, Sonntags 10-11. Potsdamer Str. 117 a. d. Lützowstr., Sprechst. 11-2 8-10 U. abds, Sonnt. 11-1. Aufklärende 48 Seiten starke Broschüre gratis und postfrei in verschlossenem Kuvert. Herren- Vortrag findet statt am Donnerstag, d. 21. Januar, abends 10 Uhr, in den Fürstenberg- Sälen, Rosenthaler Straße 38 über Harnleiden, wirksame und kurpfuscherhafte Behandlungsmethoden, mit Demonstrationen an naturSyphilis, getreuen Wachsmodellen und das neue Heilmittel EHRLICH- HATA 606. Eintritt frei. Fragebeantwortung. Gipsarbeiter, welcher die Fabrikation von Gips platten im Afford übernimmt, gesucht. Meldungen Baugeschäft Potsdamer ftraße 121 E von 10-3 Uhr. N Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- u Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10 Deutscher Arbeiter- Wanderbund Die Naturfreunde" ( Ortsgruppe Berlin). Sonntag, den 24. Januar 1915, in den Pharussälen, Müllerstraße 142: ,, Die Lüneburger Heide" Vortrag mit Lichtbildern, gehalten von dem Genossen Ostrowski. KONZERT der musikalischen Abteilung unter Zeitung ihres Dirigenten Herrn R. Vorpahl. Einlaßkarte 20 Pfennig. Anfang Punkt 7 11hr. Eaalöffnung 5 Uhr. Einlaßtarten find zu haben in der Geschäftsstelle, Frik Kruje, Mariannenstraße 11, Blankenstein, Schillingstraße 17/18, Hense, 2/2 Bohenstraße 19, Horsch, Engelufer, und in den Pharusjälen. 3. A.: Fritz Krusc. " Johannisthal. Dienstag, den 19. Januar, abends 8% Uhr, im Arbeiterheim Restaurant Lindenhof", Friedrichstr. 61: Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: Vortrag: and und Leute auf dem Balkan." Referent: Genosse Emil Dittmer. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Dienstagmittag: Veränderlich, vorherrschend wolkig, im Often und im Küstengebiete mit weitverbreiteten, im Südwesten mehr vereingelten, im allgemeinen geringeren Niederschlägen; Temperaturen nahe bei Nul Wer auf Reinlichkeit hält wasche seine Kochtöpfe, Fleischbrett, Löffel, Gabeln usw. nur mit einer Auflösung von Minlos'schem Waschpulver und spüle mit reinem Wasser nach. Keine kalten Füsse mehr, an: wenn Ste unt. gestrickten saus. u. Straßenschuhe zagen. Ketn Brennend. Füße, t. Schweißfüße, t. geichwoll. Gelenke ,! Krampfad., Venenentz., 1.Hühneraugen, 1.Ballen, t. Druck a. empf. hochlieg. Beben, t. Gicht, t. Rheumatismus mehr: schmiegend, weich, elaftifch, ausdünstungs ähig. Garantie für sichere, dauernde Dilfe, auch in den verzweifeltiten Fällen, a abfolute Brauchbarkeit uni. geftriften Schuhwerks. Telephon Königstadt 1150. Wetchhaltiges Lager in sehr warmen, mitteljeder und kühlen Stridarten. 141 varmen itterung foote jeder Eigenart der Füsse entsprechend. Illustr. Preisliste frei. Strickschuh- Fabrik Winzer& Co., O., Krautstr. 52, thaler Strasse 69, NO., Grosse Potsdamer Str. 100, RosenFrankfurter Str. 94, Nähe Martustr., SO Kottbuser Str. 21 L. Charlottenburg, Kaniftr. 125, Nähe Leibnizstr., Wilmersdorf, Auguftaftr. 33. Näbe Detmolderstr. amburg, Kaiser Wilhelm- St.3, Leipzig, Bannitr.17-19. Breslau. Seuichets 42, Dresden, Brunger Str. 22. Müncher, Rakmannbi.4 II, Cöln, 3eugbausftr. 1. Chemnitz, Toftft, 3 Rerantwortlicher Redakteur: Ernst Däumig, Steglit. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drudu. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.