. Mr. 21.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis pränumerando: Bierteljabrl 3,30 M. monatl. 1.10 roöchentlich 25 Bfg frei ins Haus. Einzelne Summer 5 Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 a. Bosto Abonnement: 1,10 art pro Monat Eingetragen in die Bost Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mark pro Monat. Postabonnements rehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg. Bortugal Summünicet, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für olitische und gemertschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Morte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafftellenan zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Bfg. Borte über 15 BuchStaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Ami Moritplas, Nr. 151 90-151 97. Donnerstag, den 21. Januar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplas, Nr. 151 90-151 97. Luftangriff auf englische Küstenpläße. Die Aktion der deutschen Luft- Deutsche Luftschiffe über Englands schiffe. London, 20. Januar.( W. T. B.)( Meldung des ReuterOstküste. Rumänien und der Krieg. Bisher hat Rumänien, obgleich es von Rußland und von Amtlich. Berlin, 20. Januar.( W. T. B.) einem beträchtlichen Teil seiner eigenen Bevölkerung zum fchen Bureaus.) Gestern abend um 19 Uhr erschien ein feindliches In der Nacht vom 19. zum 20. Januar haben riege gedrängt wird, seine neutrale Haltung im jetzigen Völkerkrieg gewahrt. Dennoch leidet auch dieses Land, wie Luftschiff über Yarmouth, das 10 Minuten über der Stadt Marineluftschiffe einen Angriff gegen einige fo viele andere neutrale Staaten, schwer unter den Kriegsblich und 5 Bomben abwarf. Drei Personen wurden befestigte Plätze an der englischen Ostküste wirkungen, im ganzen noch schwerer als die Schweiz, Holland sersprungen. Zwei der abgeworfenen Bomben fielen am Strande unternommen. Hierbei wurden bei nebligem und die skandinavischen Reiche, teils weil sein innerer wirtnieder. Das Luftschiff konnte, wegen der Dunkelheit nicht gefchen Wetter und Regen mehrfach Bomben mit Erfolg vom Auslande abhängiger iſt als der dieſer Staaten, teils werden, aber seine Motore waren deutlich zu hören, auch waren geworfen. Die Luftschiffe wurden beschossen, Sheringham und warf dort 2 Bomben ab, die jedoch sind aber unversehrt zurückgekehrt. getötet, mehrere Häuser wurden zerstört, viele Fenster find Flammen in der Luft sichtbar. Das Luftschiff fuhr dann nach teinen Schaden anrichteten. Auch über Cromer wurden Bomben geworfen. Um 11 Uhr erschien das Luftschiff über RingsIynn, wo es 4 Bomben abwarf. In Kingslynn wurden zwei Häuser zerstört und ein Haus beschädigt. In einem der Häuser wurde ein junger Mann getötet, während sein Vater unter den Trümmern begraben wurde. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes. gez. Behncke. * Aus dem Geräusch der Die Meldung des Großen Hauptquartiers Amtlich. Großes Hauptquartier, den 20. Januar 1915.( W. Z. B.) Motore crtannte man, daß das Luftschiff in östlicher Richtung fuhr. Auch aus Sandringham, dem Landsiz des Königs, mird berichtet, daß das Luftschiff dort erschienen sei. London, 20. Januar.( W. T. B.) Der in Yarmonth durch die Bombenwürfe des Luftschiffes angerichtete Schaden wird amtlich auf mehrere tausend Pfund Sterling geschätzt, der Schaden an Fensterscheiben allein Westlicher Kriegsschauplah. auf 100 fund. In Yarmouth sind zwei und in Kingslynn nur Artilleriekämpfe statt. cbenfalls zwei Personen getötet worden. Für das Gerücht, das Im Abschnitt zwischen Küste und Lys fanden Bei Notre Dame de Lorette nordwestlich Luftschiff sei bei Hunstanton herabgeschossen worden, liegt keine Arras wurde dem Feinde ein 200 Meter Inger London, 20. Januar.( W. T. B.) Die Times" melden Schüßengraben entrissen, dabei sind zwei Maaus Yarmouth, daß die meisten Einwohner sich bei der An- schinengewehre erbeutet und einige Gefangene Bestätigung vor. kunft des Luftschiffes in den Häusern befunden hätten; an den öffentlichen Gebäuden sei wahrscheinlich wenig Schaden angerichtet worden, dagegen seien viele Häuser in der Peters Road beschädigt worden. Eine Bombe sei nahe der Peterskirche, eine andere auf dem Norfolk- Square, gegenüber dem Haufe des Mayors, niedergefallen und habe ein tiefes Loch geschlagen. In Sheringham seien fünf Bomben geworfen, aber niemand getroffen worden, in Kingslyun feien sieben Bomben geworfen und großer Schaben angerichtet worden. Nach einer weiteren Meldung des Blattes seien in London für alle Fälle bereitgehalten worden. Eine Feststellung des holländischen Marinestabes. Haag, 20. Januar.( W. T. B.) Der Chef des Marinestabes teilt mit, daß die Luftschiffe, die gestern auf den nördlichen Inseln sichtbar waren, sich nicht auf niederländischem Gebiet bewegt hätten, sondern über der See in beträchtlichem Abstande von der Küste geflogen seien. Londoner Vorbereitungen gegen einen gemacht. In den Argonnen nahmen unsere Truppen einige feindliche Schüßengräben, an einer Stelle betrug unser Geländegewinn der letzten Tage wieder 500 Meter. nommen. Deftlicher Kriegsschauplatz. Die Lage im Osten ist unverändert. Oberste Heeresleitung. * Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 20. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 20. Januar 1915: weil seine politischen Parteien eine sehr verschiedenartige Stellung zum Krieg und zu den kriegführenden Mächten einnehmen und sich selbst wegen dieser Stellungnahme heftig befehden. Dazu kommt, daß die Regierung, wenn sie aud die Neutralität zu wahren sucht, sich nicht sicher fühlt, später doch noch durch die Ereignisse in den Krieg hineingezogen.zu werden und deshalb bereits allerlei wirtschaftliche Verordnungen getroffen hat, die dem inneren Frachtverkehr wie dent Außenhandel sehr hinderlich sind. Der Ministerpräsident Bratianu, ein Riberaler, nicht an Rußland kettet, sondern eine Politik abwartender Neutralität verfolgt. Nicht alle Kabinettsmitglieder haben jedoch diese Ansicht. Der Finanzminister Costinescu und einige andere Minister haben ausgesprochene Sympathien für Frankreich und Rußland und wünschen den Anschluß an die Eripelentente. Auch die liberale Partei nimmit feme einheitliche Stellung ein. Der größere Teil, der beonders die Bedürfnisse des Großhandels, vornehmlich des Erports von Agrarprodukten, in Betracht zieht, befürwortet mächten, ein anderer Teil hält ein Zusammengehen mit Rußglaubt, daß Rumänien am besten fährt, wenn es sich land für nützlicher. Im gangen hält sich jedoch die liberale Partei, da sie gegenwärtig am Ruder ist und auf die Haltung des Kabinetts, Rücksicht nimmt, in ihren politischen Stundtralität ein. Größere Gegensäße herrschen in der konsergebungen ziemlich zurück. Sie tritt für Wahrung der Neuvativen Partei. Marghiloman, der ParteiIm Walde nördlich Sennheim schrift unser führer, und ein Teil der älteren Mitglieder seiner Fraktion Angriff gut fort, der Hirzstein wurde genommen, Zeil aber unter Führung von Nikolae Filipesku fordern verfolgen eine ähnliche Politik wie Bratianu, der größere für die letzte Nacht Hilfsschusleute einberufen und die Feuerwehr 2 Offiziere, 40 Alpenjäger wurden gefangen ge- mehr oder minder entschieden den Anschluß Rumäniens an die Tripelentente. Die von Lake Jonesku gegründete und geführte sogenannte konservativ- demokratische Partei ist sogar direkt russenfreundlich in manchen Dingen russischer als die Russen selbst.. Während sie das 1878 nach dem russischtürkischen Kriege von Rußland seinem rumänischen Verbündeten abgenommene Bessarabien dem Zarenreich als Angebinde überlassen will, verlangt sie, daß. Desterreich die Bukowina, Siebenbürgen und einige andere kleine Landstriche Ungarns an Rumänien abtritt. Die sozialistische Partei fordert dagegen ebenfalls Aufrechterhaltung der Neutralität. Diese Streitigkeiten innerhalb der eigenen Bevölkerung Die allgemeine Lage ist unverändert. An haben die wirtschaftliche Unsicherheit, die sich als Folge der Kriegswirren einstellte, noch beträchtlich vermehrt und dazu der Front in Polen fanden, abgesehen von Patrouillen- kommen noch allerlei von der Regierung getroffene AusfuhrLondon, 20. Januar.( W. T. B.) Die Polizei erhielt fol- gefechten, nur Artilleriekämpfe statt. und Verkehrsbeschränkungen. Im Juli, besonders aber nach gende Instruktionen für den Fall eines Luftangriffe: Am Dunajec beschoß unsere Artillerie mit Erfolg Ab- dem Kriegsausbruch im August und September, ergoß sich. Jeder Schußinann, der Zeuge einer Bombenexplosion ist, hat sofort schnitte der feindlichen Infanterielinien und erzwang die zunächst ein starker Export von Weizen, Weizenmehl, Gerste, das Alarmzeichen zu geben und, wenn nötig, die Feuerwehr zu rufen Räumung eines stark befeßten Meierhofes. Eine eigene Ab- Mais, Erbsen nach Desterreich- Ungarn und Deutschland. Die fowie möglichst rasch die nächste Polizeiſtation zu verſtändigen.teilung drang bis an den Fluß vor, brachte dem Gegner Breise stiegen nach und nach für Weizen um 30 bis 40 Proz Wenn jemand verletzt wird, hat der Schuhmann sofort ärztliche Hilfe mehrere hundert Mann Verluste bei und zerstörte noch die vom und die Bauern wie die Getreidehändler machten gute Geherbeizurufen und selbst Beistand zu leisten. Der Kommandant schäfte. Da sich aber die Weizenernte um ungefähr 10 Milder Polizeistation muß alle geeigneten Maßregeln treffen und allen Feinde eingebaute Kriegsbrücke über den Dunajec. lionen Hektoliter niedriger herausstellte, als in den vorausIn den Karpathen nur unbedeutende Gegegangenen Jahren, verbot die Regierung, um für den Fall umliegenden Polizeistationen und der Hauptstation Meldung machen. Der Kommandant der Hauptstation telephoniert dem Zentralamt, das plänke L seinerseits die Admiralität und das Striegsamt verständigt und für die weiteste Verbreitung des Alarms sorgt. Im Falle eines Alarms werden Repetierpistolen an die Schuyleute verteilt. Luftangriff. Westlicher Kriegsschauplah. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. bon Hoefer, Feldmarschalleutnant. der Teilnahme an dem Krieg genügend Weizen im Lande zu behalten, die Ausfuhr von Weizen und Weizenmehl, ferner auch den Erport von Hafer und Bohnen, obwohl Rumänien im letzten Jahre das Fünffache an Bohnen erzeugt hat, als es gewöhnlich gebraucht. Man wollte in jedem Fall VorEs herrschte absolute Ruhe. Im Aisnetal östlich Soissons sorge für den Krieg treffen. Dagegen ist die Ausfuhr von und im Abschnitt bei Reims fanden Artilleriekämpfe statt. Nördlich Roggen, Gerste, Hirse, Mais und Hafer gestattet, aber in von Pont- à- Mousson eroberten wir neue Schanzarbeiten im Vergleich zu früheren Jahren ziemlich unbedeutend, da die Le Pretre- Walde, wo wie jetzt 500 Meter deutscher Schüßen- Regierung den Eisenbahnwagenpark für Mobilmachungsgräben besest haben. In den Bogesen herrschte Schneesturm. Ka- zwecke zurückhält und den Exporteuren nur in ganz geringen nonaden fanden hauptsächlich bei Ban- de- Sapt und im Abschnitt bei Thann statt. Der französische Tagesbericht. Baris, 19. Januar.( W. Z. B.) Amtlicher Bericht von 3 1hr nachmittags. In Belgien herrschte Schneesturm. Es fand eine zeitweilig aussehende Kanonade statt. Schnee fiel auch im Gebiete von Arras, wo unsere schwere Artillerie die feindlichen Paris, 20. Januar.( W. T. B.) Amtlicher Bericht von Batterien mehrmals zum Schweigen brachte. Wie schon gestern ge- gestern abend: Es wurde kein bemerkenswertes Ereignis gemeldet. meldet, entwickelte sich ein ziemlich lebhaftes Gefecht in La Boiselle, wo wir infolge des Brandes in der Nacht vom 17. Flucht der Bevölkerung aus Soissons. zum 18. Januar bei Tagesgrauen unsere Stellungen räumen mußten. Wir eroberten sie am 18. Januar bei Tagesgrauen wieder. Der Feind Paris: lüchtlinge aus Soissons erzählten, daß sich nur Lyon, 19. Januar.( W. T. B.)„ Nouvelliste" berichtet aus erneuerte seine Angriffe auf diesem Teile der Front nicht. Im Ab- noch 150 bis 200 Einwohner in Soissons befänden. Die Berschnitt bei Soissons folgte der Beschießung von St. Paul in der Nacht proviantierung fei nahezu unmöglich. Weder Bäder noch vom 17. zum 18. Januar kein Infantericangriff am geftrigen Tage. Schlächter feien mehr in Soissons. Waße Wagen für den Verkehr nach dem Auslande zur Verfügung stellt, so daß diese sich bei ihren Verfrachtungen hauptsächlich auf jene Wagen angewiesen sehen, die mit Einfuhrgut vom Auslande hereingekommen sind. Und zu dieser Ausfuhrbeschränkung kommen noch ver schiedene andere hinderliche Verfügungen, wie z. B. das Verſtaat; seine Induſtrie ist im ganzen gering. Soll seine wirtbot der Ausfuhr von Säcken. Rumänien aber ist noch Agrarschaft nicht stocken, so muß der Boden gute Ernte bringen und der sich in diesem Fall ergebende reiche Ueberschuß an Landprodukten seinen Weg zu guten Preisen ins Ausland nehmen. Da es jest daran fehlt, gerät die ärmere Bebölferung in eine immer fraurigere Lage. Die Arbeitslosigkeit in den Städten greift meiter und weiter um sich und der Kleine Bauer geht dem Ruin entgegen, zumal im Gegensat zu den Industrieerzeugnisfen und manchen Lebensmitteln die Breise für Schlachtvieh sinken, denn um das Vieh im Lande zu behalten, hat die Regierung auch die Ausfuhr von Lebendbich untersagt. Vielleicht könnte vermehrte Petroleumausfuhr wenig stens in bescheidenem Maße für den starken Rückgang des Der Seekrieg. Die Tätigkeit der„ Karlsruhe". Die Londoner Zeitung Nets" lagt fich aus San Juan auf Portorico melden, daß das deutsche Kriegsschiff Karlsruhe" immer noch ungehindert den Atlantischen Ozean durchfahre und im Berlauf der letzten 14 Tage nicht weniger als 11 Sandelsiiffe der Berbündeten versenkt habe. faßt, hat ebenso wie vorher schon die Sozialdemokratie der Schweiz und Italiens fich veranlaßt gefühlt, sich zu versammeln, unt sich über die herrschenden Zustände zu beraten, der Stimmung innerhalb der Arbeiterklassen ihrer Länder Ausdrud zu geben, und um die internationale Solidarität während der gegenwärtigen Krise aufrecht zu erhalten." In diesem Sinne werden eine ganze Anzahl Forderungen aufgestellt, die im wesentlichen den Beschlüssen des Kopenhagener Internationalen Stongresses von 1910 entsprechen: Nach Annahme dieser Resolution legt die Konferenz russischen Dumamitgliedern: landwirtschaftlichen Exports Erich bieten, denn die Petroleum. Die Zahl der beschlagnahmten deutschen folgenden Proteſt ein gegen die Verhaftung von fünf Handelsschiffe. gewinnung Rumäniens hat in den lezten Jahren einen beträchtlichen Aufschwung genommen. Sowohl 1912 wie 1913 hat Rumänien über 1,8 millionen Tonnen Erdöl produziert. London, 20. Januar.( W. T. B.) Der Jahresbericht der Doch die Benzinausfuhr ist ebenfalls von der Regierung verboten, und die Petroleumausfuhr schrumpft infolge des be- Londoner Versicherer gibt die Zahl der beschlagnahmten schränkten Frachtverkehrs und des Mangels an Eisenbahn- oder in Häfen zurückgehaltenen deutschen Schiffe mit wagen immer mehr zusammen, obgleich sich gerade jetzt Ge- 445 und einem Gesamttonnengehalt von 1004 826 Tonnen Tegenheit böte, nach Ungarn und Deutschland große an. 505 deutsche und 50 österreichische Schiffe suchten in Petroleummengen abzusehen. neutralen Häfen Zuflucht. Bei Ausbruch des Krieges wurden Und zu alledem kommt noch eine wesentliche Kredit- 79 britische Schiffe mit 172 988 Tonnen, die sich da einschränkung. Die Nationalbant hat zwar mit den anderen mals in deutschen Häfen befanden, aufgehalten. 45 britische Banken ein Abkommen getroffen, Schuldner, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können, die Schulden Schiffe von langer Fahrt mit 200 856 Tonnen- Fischdampfer borläufig zu stunden, um sie nicht zum Bankrott zu treiben, nicht eingerechnet- wurden seither von deutschen Kriegsschiffen aber neue Kredite werden nur guten Kunden unter beson- weggenommen. deren Bedingungen eingeräumt und was an Außenständen cintreibbar ist, wird eingetrieben. Der fleine Geschäftsmann erhält feinen Kredit, mag er ihn auch noch so nötig zur Fortführung seines Geschäfts gebrauchen. So ist Rumänien in eine schlimme wirtschaftliche Rage geraten, zum Teil durch den Einfluß des Krieges selbst, bielgeraten, zum Teil durch den Einfluß des Krieges selbst, biel leicht aber noch niehr, weil es meint, sich ständig aur Anteilnahme an den Bölferkrieg bereit halten zu müssen. Dieses ständige Bereithalten lähmt nicht viel weniger seine wirtschaftlichen Kräfte, als es der Kampf selbst vermöchte. Wenn fich Rumänien entschließen könnte, von jedem Eingreifen in die Kriegswirren abzusehen und unbedingt Neutralität zu beAuf eine Mine gestoßen. Amsterdam, 19. Januar.( W. T. B.) Die Blätter melden aus Bliffingen Heute mittag ist auf der Schelde auf der Höhe von Nieuwe sluis eine zur Marine gehörige Motoricaluppe auf eine Mine gestogen. Diefe explodierte. Das Fahrzeug mit feinen fünf Jufaffen, einem Offizier und fünf Gemeinen, wurde weit fort geichleudert. Von den fünf Opfern des Unglücksfalles wurden nur einzelne Körperteile gefunden. Der türkische Krieg. wahren, würde sich auch seine Wirtschaftslage weit günstiger Türkischer Erfolg gegen die Engländer. gestalten. Die Humanité" über die Kämpfe bei Soissons. Baris, 20. Januar.( T. U.) Während die gesamte Barifer Presse infolge der Niederlage von Soissons in eine neue maßlose Seze gegen Deutschland und die deutschen Truppen verfällt, äußert fich die sozialistische Humanité" wie folgt: Die Affäre von Soiffons muß uns zu einer Verdoppelung der Umsicht und Mäßigung beleben. Wir müssen Gegenwart und Zukunft mit Weisheit und falten Worten ins Auge faffen und uns nicht täuschen lassen, weder durch verdächtige Zeugnifie, die Deutschland als militärisch und wirtschaftlich erschöpft hinstellen, noch durch Versicherungen der Stubenstrategen, die uns einen leichten Sieg versprechen. Gewiß wir brauchen nicht an dem Sieg zu zweifeln, aber mehr als je ist es angezeigt, an seiner Leichtigkeit zu zweifeln. Das ist die Moral der Affäre von Soissons. „ Die fozialdemokratische Konferenz in Stopenhagen erfährt, daß fünf Mitglieder der rufischen Duma, welche zufammengetreten find, um einen Bericht für diese Konferenz auszuarbeiten, aus diesem Anlaß verhaftet worden sind. Die Konferenz spricht thre Sympathie aus für diese fünf Genossen und erhebt den schärfften Brotest gegen eine solche Handlungsweise gegenüber den gesetzlichen Bertretern der Arbeiterklasse." Weiter beschloß die Konferenz: Der Sozialdemokratie in den neutralen Rändern wird anheimgegeben, in ihren Parlamenten oder auf eine andere geeignete Beise sich an ihre Regierungen mit dem Ersuchen zut wenden, in Erwägung ziehen zu wollen, wie weit diefelben einzeln oder gemeinsam mit Aussicht auf Erfolg den kriegführenden Mächten ihre Vermittelung zur Erzielung eines baldigen und dauernden Friedens anbieten dürfen." Nachdem der Vorschlag betr. Einberufung eines internationalen Kongresses und einer größeren Stonferenz dent Internationalen sozialistischen Bureau überwiesen worden war, wurde die Konferenz mit Schlußworten von Troelstra, Branting, Magnus Nielsen und Stauning, sowie mit Hurrarufen auf die Internationale geschlossen. Bildung eines neuen Balkanbundes. Mailand, 20. Januar.( 2. 11.) Der römische Korrespondent des Corriere della Sera", der Beziehungen zu dem bulgarischen Konstantinopel, 19. Januar.( W. T. B.) Meldung des tür Gesandten Rizoto hat, schreibt, es sei sicher, daß Ghenadiew ſeine tischen Hauptquartiers. Während eines nächtlichen An- Reise auf Nom beschränke, was ihr eine besondere Bedeutung vera griffs gegen die englischen Befestigungen am Schatt leihe. henadiew und Nizow, beide aus Monastir, heute vielel Arab wurde der Feind überrascht. Er verlot 100 Tote und leicht die marfantesten Vertreter des bulgarischen Frredentismus, Verwundete. Eine englische Kavallerieabteilung verfuchte in der verfechten die Wiederabtretung eines Teiles von Mage Gegend bei Corna eine Abteilung unserer Infanterie zu überraschen. bonien als Vorbedingung zur Bildung eines neuen Balkanbundes. Der durch das Feuer eines Kanonenbootes gut unterstützte Angriff Gine Ginigung zwischen Bulgarien einerseits und Rumänien wurde mit großen Verlusten für die Engländer und Serbien andererseits sei erreichbar. Serbiens Widerzurüdgewiefen. Das Kanonenbost wurde gleichfalls ge- ftand gegen eine Gebietsabtretung an Bulgarien sei insbesondere in zwungen, fich zurückzuziehen. der legten Zeit erheblich schwächer geworden, dagegen iei Griechen land absolut unversöhnlich und widersetze sich namentlich dem Uebergang Monastirs an Bulgarien. Auch die albanische Bolitik Griechenlands jei zweideutig. Die Friedens- Konferenz in Kopenhagen. ( Bon unserem Storrespondenten) Die Drangfalierung Finnlands. 71 Kopenhagen, 19. Januar.( W. 2. B.) Nach russischen Zeitungsmeldungen hat der Gouverneur von Wiborg den Bürger, Die Verhandlungen am Montag, dem zweiten Tage der meister von Wilmanstrand Uimonen mit 6000 M. und die RatsDie„ Times" über die Lage bei Soissons. Konferenz, begannen mit der Verlefung mehrerer im Laufe herren Galzel und Weltonen mit je 3000 M. bestraft, weil fie London, 20. Januar.( W. T. B.) Die Times" melden aus des Sonntags eingelaufener Telegramme, z. B. von der sozial- fich geweigert hatten, ihre Stellen für balant zu erklären, die ihnen Baris vom 18. d. Mts.: Der Feind versuchte nicht, bei Soissons demokratischen Bartei in Italien, von der Streiskonferenz durch russische in Finnland ungesetzliche Urteile weggenommen über die Aisne vorzugeben, mate aber einen fräftigen Angriff auf Emaalands( Schweden), von dem russischen Auslands- Organi- worden waren. bas westlich davon gelegene utreches und auf rohon im fationsfomitee in Zürich usw. Die Frankfurter Zeitung meldet aus Stodholm: MaßDften. Das berechtigt zu dem Schluß, daß der Erfolg bei Soissons Im Anschluß an seine Einleitungsrede machte Stau- gebende finnische Persönlichfeiten haben unserem Korrespondenten für die Deutschen keinen Wert hat, wenn fie nicht auch in ben ning noch eine Reihe von Bemerkungen über den Anlaß zu versichert, daß die seit zwei Monaten mit erneuter straft einſegende benachbarten Zeilen der Front entsprechend Gebiet gewinnen. Die Deutschen bemühen sich offenbar, ben dieser Konferenz und deren Grundlage. Er legte darauf einen ruffische Gewaltpolitif eine nicht zu unterschägende UmNachdem Wibaut, wandlung der Stimmung in Finnland bewirft habe. Keil, den fie in die feindliche Linie getrieben haben, auszuveiten, Entwurf zu einem Manifest bor. um dann ohne Gefahr für die Flügel eine Forcierung des Fluffes Troelstra und Branting sich über diesen Entwurf ge- Die gleichen Vertrauensmänner, die unserem Korrespondenten bei zu verfuchen. äußert, wurde er zur sektionsweisen Behandlung den Dele- Ausbruch des Strieges jagten, daß die finnische Bevölkerung einem deutschen Einmarich ohne Parteinahme für oder wider gegenüber gierten übergeben. Die Konferenz, welche darauf wieder zusammentrat, fette stehen würde, erklären heute, man fönne bei einem Einrüden nun ihre Verhandlungen fort, bis ein aus vier Delegierten der Deutschen bestimmt auf eine Boltserhebung rednen, bestehender Redaktionsausschuß die endgültige Fassung der da auch der mongolische Teil der finnischen Bevölkerung, erbittert Resolution erledigt hatte. In diesen Ausschuß wurden die über die ruffischen Gewaltmaßnahmen, aufs äußerste gereizt fei. Genossen Stauning, Magnus Nielsen, Troelstra und Branting, mit Borgbjerg als Sekretär gewählt. Dieser Ausschuß schlug eine Resolution bor, in der es u. a. heißt: Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplatz. General Bakunin gefallen. Mailand, 19. Januar.( W. Z. B.) Nach einer Meldung des „ Secolo" ist der ruffische General Graf Bakunin während der erbitterten Rämpfe an der Dorna Watra in der Bukowina gefallen. Die polnische Legion im Felde. Bon Hugo Schulz. I. Südafrika und der Krieg. Kapstadt, 20. Januar.( Meldung des Neuterfchen Bureaus.) Die fozialdemokratische Konferenz in Kopenhagen, welche Sir Thomas Smartt, der führer der Opposition im Bertreter aus Holland, Schweden, Norwegen und Dänemark ums Barlament der füdafrikanischen Bereinigung, erklärte Sympathien und überall besonders in der Schusterstadt Mjochow| schritten hat, fist da noch mit zu Pferde. Einige hervorragende einen Teil der Jugend bereit, sich anzuschließen. Im Gefolge Künstler und Schriftsteller sind darunter, so der Dichter Sicros der marschierenden Jungschüßenschar wirkten die polnischen sozial- ewsti und der Publizist Strug. demokratischen Abgeordneten Daszynski, Moraczewski und Kle Die Erfolge Pilsudskis bei Kielce gaben in Galizien einen mensiewicz, der erstere, indem er die besetten Ortschaften zu poli- mächtigen Antrieb und von allen Seiten strömte die Jugend zu tischen Stüßpunkten der Befreiungsbewegung machte, die beiden sammen, um sich in die Freikorps einreihen zu lassen. Es schien anderen, indem sie die Berpflegung des Jungschüßenkorps organifierten und eine Art Etappendienst einrichteten. Moraczetosti ist auch heute noch der Intendant des Pilsudstischen Regiments, er versteht feinen Dienst mit erstaunlicher Umsicht unter oft außer ordentlich schwierigen Verhältnissen und hat dabei auch noch wiederbolt in der Feuerfront seinen Mann gestellt. alsbald geboten, diesen eine einheitliche Organisation zu geben, Kriegspreffequartier, 10. Januar. und so erfolgte dann am 9. September die Bildung der polnischen Im folgenden will ich erzählen, was ich über die Entwickelung Region. Sie sollte aus 4 Regimentern bestehen, aber da schon wenige Tage später die oftgalizischen Druschinen( Kampfscharen) und über die Leistungen der polnischen Legion, diejer eigenartigen aufgelöst worden waren, tamen nur drei Regimenter zustande. Freischarlertruppe, habe erfunden fönnen, die bekanntlich aus den Allerdings sehr starke Regimenter, denn die polnische Jugend OstJungschühenvereinen des russisch- polnischen Sozialisten und RevoTutionärs Biljudski hervorgegangen ist und den stärksten moSchon am 18. Auguft erreichte die kühne Freischar, die sich galiziens ftrömte tros aller Machenschaften in hellen Haufen herbei. ralischen Müdhalt an unseren polnischen Barteigenossen findet. inzwischen durch Nachschübe und durch Zugänge aus Russisch- s blieb aber bei den drei Regimentern, nur daß das Pilsudstische Als der Krieg ausbrach und die Schüßenorganisationen zur Bolen auf 2800 Mann verstärkt hatte, die Stadt Stjelce, wo sie sofort reikorps dermaßen verstärkt wurde, daß es eigentlich eine felb Die Legionäre Tat übergehen sollten, erhoben sich allerorten Schwierigkeiten und alle politischen Gefangenen befreite und die Amislotale bejezte. ständige Brigade der polnischen Legion bildet. Bedenken, die nur durch eine kühne Zat überwunden werden konn Drei Stunden später tamen die Russen mit Maschinengewehren schwuren den Landsturmeid und erhielten hierauf eine den Landten. Zu dieser entschloß fich Bilsudeti und überschritt am 6. Auguft und Geschützen. Die bloß mit Werndl- Gewehren bewaffneten turmformationen entsprechende Organisation. Die Rangabfiufun nachts mit 1500 Jungschüßen, die unter dem Vorwande einer Jungschuhen nahmen den ungleichen Kampf auf. Ihnen zur Seite gen sind dieselben wie in der Armee, nur sind sie nach der Funktion lebung ausgerückt waren, die russische Grenze. Die Freischar stand nur die Radfahrerabteilung Berliner Deutschmeister, die sich genannt und nicht nach der Charge. Es gibt z. B. feinen„ Hauptbestand zum allergrößten Teil aus ganz jungen noch nicht militär- fofort mit den polnischen Jünglingen in inniger Waffenbrüderschaft mann", sondern bloß einen Stompagnietommandanten", Pilsudski pflichtigen Beuten, zum geringeren aus Männern, die ihre Militär- zusammenfand und mit ihnen gemeinsam die Feuertaufe empfing. ift nicht Generalmajor, sondern einfach Brigadier". Von den pflicht hinter fich hatten. Einen sehr erheblichen Bruchteil aller- Die jungen Leute kämpften tapfer und schneidig, der Mangel an Heeresoffizieren, die sich schon früher für die Bewegung intereffiert dings, der sich später noch bedeutend vergrößerte, bilbeten jene Artillerie veranlaßte sie aber, alsbald die Stadt langsam zurüd- hatten, wurden nur sechs in der Legion gelaffen, darunter Obersttampferprobten Männer, bie, wie Pilsudski felbst, im Jahre 1906 gehend zu räumen und Stellung auf einem Hügel zu nehmen. leutnant Schiforski, der nun als Chef der Militärsettion des vor den Schergen der Ochrana( russische Geheimpolizei) hinter der auch dort konnten sie sich nicht behaupten und sie gingen vor der Regionsverbandes die organisatorischen Arbeiten leitet. Nach und schwarzgelben Grenspfählen Zuflucht gefucht und gefunden hatten. gewaltigen Uebermacht sie hatten eine ganze Brigade gegen sich nach wurden dann den Regimentern einige Heeresoffiziere polni Die polnische Gesellschaft verfolgte das Unternehmen Pilsubstis, bis an die Nida zurüd. Dort tam es am 15. August zu einem fcher Nationalität als Instrukteure überwiesen, die große Maffe das nicht lange geheim blieb, mit geteilten Empfindungen. Die zweiten Zusammenstoß. Die jungen Leute hatten sich rasch an der Regionsoffiziere aber erwuchs aus den Reihen der Legion Parteien der Linfen, bie fofort beschlossen, in den besepten Gebieten das Artilleriefeuer gewöhnt und als sie wahrnahmen, daß ihre felbft und es gibt derzeit in einem entlegenen Rarpathendörfchen, eine lebhafte agitatorische Tätigkeit au entfalten, stimmten mit alten Wernbl- Gewehre an Wirkung dem russischen Repetiergewehr das ich fürzlich besuchte, eine eigene Instruktionsschule, die binnen begeistertem Jubel zu, die Parteien der Rechten gerieten in tiefe nicht allzu sehr unterlegen waren, leifteten fie nicht bloß tapferen fürzester Frist fertige Fähnriche liefert. Daß es dabei mit rechten Bestürzung. Ihre Bedenten schienen auch in befreundeten Wiener Widerstand, sondern gingen alsbald auch zur Offensive über, die Dingen zugeht, davon habe ich mich überzeugen fönnen. Aber auch Kreisen Gindrud zu machen und Pilsubstis fühne Initiative blieb allerdings erst als einige Abteilungen Heeresinfanterie nebst einer die vom Oberkommando zur Inspizierung entsandten Generalstabe ohne moralische Unterstüßung. Sie wäre wohl am Ende auch ohne Batterie eingriffen, durchschlagenden Erfolg hatten. Die Ruffen offiziere scheinen davon überzeugt zu sein, denn fie haben sich materielle Unterstügung geblieben, wenn nicht bie militärischen räumten Fluchtartig zurüdflutend die Stadt Rielce und Pilsudsfis durchweg anerkennend geäußert. Den improbisierten Offizieren Kreise ihren Standpunt geltend gemacht und zu erkennen gegeben Scharen zogen nun, von der Bevölkerung freundlich begrüßt, wieder und Unteroffizieren ist ihre Aufgabe freilich insofern erleichtert, hätten, daß ihnen die Mitwirkung einer im polnischen Bolte popu- ein, um sich nur für drei Wochen festzusehen. Diese Zeit nutten als sie es mit einer hervorragend eifrigen und der Sache mit Be fären, schneidig geführten und von Begeisterung erfüllten Freischar fie nicht bloß politisch, sondern auch militärisch aus, indem sie sich geisterung ergebenen Mannschaft zu tun haben, die sich selbst dieganz willkommen sei. So fam denn später wenigftens eine Art nun auch eine Kavallerie schufen. Der Schöpfer und Anführer zipliniert und mit ihrer organischen, auf Solidarität gegründeten Stompromiß zustande, das der Region wohl reichlich Gelegenheit dieser Seitertruppe, die anfangs bloß aus 6 Mann bestand, ist der Manneszucht in alle Anforderungen des Dienstes rasch einlebt. fchuf, gegen bie ruffische Armee au fämpfen, ihr aber dafür die als sozialistischer Revolutionär gemeinsam mit Biljudski aus Ruß- Man darf nicht etwa glauben, daß es dabei bequem und lässig au Möglichkeit wesentlich einschränkte, der Jugend Russisch- Polens den land entflohene Belina. Diesem polnischen Lüßow gelang es, geht, es ist schon dafür gesorgt, daß sich das Gefüge nicht lodert. binnen wenigen Tagen 2 Estabronen Reiter aufzustellen, die in Bei Novytrag sah ich fürzlich eine leine Abteilung der Bilsudski Weg zur Befreiung zu zeigen. Diese Möglichkeit war allerdings schon anfange dadurch einiger- ihren schmuden historischen Uniformen mit der vieredigen Tschapta fchen Brigade, die fich eben zum Abmarsch formierte. Lauter maßen eingeschränkt, daß die Deutschen die hochentwidelten inbu- sehr stilgerecht aussehen, aber sich, auch trotz aller Mängel der Aus- stramme hochgewachsene Jungens, an der Spitze aber ein älterer striellen Gebiete Südwestpolens befeht hatten. Für Bilsubstis bildung, als fühne, schmeidige und überaus gewandte Aufflärer Mann von gedrungener, jedoch faft zwerghafter Erscheinung. Der Borstoß tam zunächst nur die Straße nach jelce in Betracht und bewährt haben, denen es bei mancher wilden verwegenen Jagd" hatte wohl bei seiner unzulänglichen Körpergröße niemals beim Damit gerade jene Gegend Stongreßpolens, deren Bevölkerung die gelang, den Stofafen eins auszuwischen und wertvolle Erkundungen Militär gedient, aber trotzdem hätte der alte Ererzierplat- Routinier geringste politische Regsamkeit hat. Dennoch fanden die 1500 Jung- zu erbeuten. Es sind meistens 18 und 19jährige Jünglinge, aber seine Freude daran gehabt, wie oft er herstellen" ließ, als die Schügen auf ihrem fühnen Borstoß überall offene und geheime mua manger ältere Mann, der schon das Landsturmalter über Doppelreihenwendung nicht gleich flappte, im Namen feiner Partei, der Aufruf Bothas an beide Nationalitäten zum Stampfe gegen Deutsch Südwest afrita müsse alle Barteirücksichten überwiegen. Smartt wandte sich ferner gegen den Bersuch, gerade vor dem Angriffsfeldzug gegen Deutsch- Südwest zwischen den Briten und den regierungstreuen Buren Zwietracht zu fäen. Es sei eine unaussprechliche Torheit,( 1) den Absichten und der Politik der Regierung Bothas zu mißtrauen, welche ftets die Frage eines Feldzugs gegen Deutsch- Südwest ehrlich dem Lande dargelegt Babe, sowohl was die Interessen Südafrikas, wie die Loyalität der Union zum britischen Reiche anbelange. Wenn die Union nicht selbst gegen Deutich- Südwest borginge, würden andere Teile des Reiches eingreifen. Jeder Südafrikaner britischer Herfunft müsse sich über die Unflugheit, Ungerechtigkeit und Undankbarkeit( 1) klar sein, den fableditgesinnten Urhebern des Aufstandes Gelegenheit zu dem Vorwande zu geben, daß fie der Regierung mißtrauten. Kriegsunluft in Portugal. Wien, 20. Januar.( B. T. B.) Das Wiener Tagblatt" hat von zuverlässiger Seite folgende Nachrichten aus Lissabon er halten: Am 30. und 31. Dezember herrschte in allen afernen Bortugals heller ufruhr, der sich auch auf die Straßen fortpflanzie, als weitere Truppenteile nach den afrikanischen Solonien verschickt werden sollten. Tatsächlich hatten diese Truppen niemals die Bestimmung, nach egypten zu gehen, wie das Bolk befürchtete, sondern sollten nach den Kolonien gebracht werden. Die Boltemenge verhinderte die Einschiffung der Truppen, während auch die Offiziere sich anscheinend nicht die geringste Mühe gaben, den Widerwillen der Mannschaften gegen den Serieg zu bekämpfen. Trotz aller Energie vermochte die Regierung toum weitere 7000 Mann frischer Truppen aufzubringen, da der größte Teil der Behrfähigen das Land flucht artig berlaisen hat. In den portugiesischen Gewässern gebärdet sich die englische Flotte feit längerer Zeit als unumschränkte Herrin. Dem Ministerium Coutinho fcheint feine lange Dauer befchieden zu sein. Infolge der geringen Einfuhr- und Ausfuhrmöglichkeiten sind die wirtschaftlichen Verhältnisse des Landes die denkbar traurigsten. Italien gegen den Krieg. Rom, 19. Januar.( W. T. B.) Als der Advokat Romnaldi in Arezzo einen Vortrag beginnen wollte, der von Anhängern einer Intervention Italiens veranstaltet wurde, wurde er vom Publikum unter Rufen Nieder mit dem Kriege" daran berhindert. Es tam zu Tätlichkeiten. Die Anhänger einer Intervention mußten sich zurückziehen. Als gestern ebenfalls Parteigänger einer Intervention in Genua eine Rundgebung vor dem öfterreichisch- ungarischen Konsulat veranstalten wollten, wurden sie ebenso wie bei einem Versuch, vor dem deutschen Konsulat zu demonstrieren, von den Karabinieri vertrieben und fünf von ihnen berhaftet. operiert, die den Glauben erweden sollen, daß die Riga" irgendetwas mit der deutschen Sozialdemokratie oder auch nur mit deutschen Sozialdemokraten zu tun habe. Es mag am Blaze sein, die Aufmerksamkeit auf diese Organisation" zu lenten, und um ihre Methoden zu illustrieren, geben wir ihr lehtes„ Manifest" wieder. Es heißt darin: Schon sehen wir aus Aeußerungen der österreichisch- ungarifchen Presse, daß das vergewaltigte Proletariat der Doppelmonarchie endlich einsieht, daß die Wiener Regierung die verworfene Kreatur und der Gimpel der unmenschlichen militaristischen Clique von Berlin gewesen ist, und daß die Millionen von unschuldigen Frauen und Kindern, die in Not und Schmerz in Galizien leiden, einem Schicksal verfallen sind, das nicht weniger schmachvoll ist als das ihrer belgischen Brüder. Oesterreich versucht jetzt, der Tragödie ein Ziel zu sehen, und fleht die Hilfe des Vatikans an, um für sich Friedensbedingungen von den verbündeten Mächten zu erhalten. Friedensbedingungen von den verbündeten Mächten zu erhalten." as dem deutschen Wirtschaftsbau aber die breiteste und festeste Grundlage gibt, ist die glüdliche Verteilung unferer Kräfte zwischen Industrie und Sandwirtschaft. Ich glaube leine Störung des Burgfriedens zu begehen, wenn ich die Tatsache registriere, daß die Erstarkung der Produktionsfraft unserer Landwirtschaft die Zahlung felbft eines hohen Preises wert gewesen ist und die Beibehaltung der Grundlagen einer Wirtschaftspolitik bedingt, die die Ernährung des deutschen Voltes aus eigener Straft sichert. Nach den Erfahrungen des Krieges wird niemand mehr verkennen, daß die Stellung der Landwirtschaft nicht als Frage einer Erwerbsgruppe, sondern als Angelegenheit der Nation zu behandeln ist. Was der Krieg in Gestalt der gefeßlichen Preisregulierung, der Kriegs Getreide Handelsgesellschaft mit ihren besonderen Zweden usw. erzeugte, dürfte in den Tagen des Friedens nicht wieder spurlos verschwinden; diese Organisationsarbeit muß auf den Wegen verallgemeinert und vervollkommnet werden, deren Nichtung die Linien des auch von feinen( fonservativen) Urheberit vergessenen Antrags Kanig andeuten. Rein zweites Land industrialisiertes toürde Europas wie Deutschland bermögen, feine Stellung in Landwirtschaft und Industrie unabhängig von dem Ausland nach plözlicher Unterbindung des Außenhandels in seinen wesentlichsten Teilen zu behaupten. Hierin liegt die Gewähr der Unbesiegbarkeit, um so mehr, wenn, wie es jetzt geschehen ist, dem unwirtschaftlichen Verbrauch unserer wichtigsten Nahrungsmittel durch einschneidende Zwangsmaßnahmen entgegengetreten wird." = 3 In dieser Tonart geht es dann weiter mit Beschimpfungen und plumpen Verdächtigungen gegen die deutsche Sozialdemokratie. So sieht das Machwerk aus, das die Exchange Telegraph Company aus Amsterdam nach England telegraphiert. Auch die Namen der Mitglieder des Komitees der Deutschen Menschheitsliga", das dieses„ Manifest" zeichnet, werden in dem Telegramm gegeben. Sie find: Karl Bernstein, Emil Gott, Gustav Ochs, Franz Gaußen, Jakob Mamelsdorf, Konrad Schwabe, Ernst Schuster und Albrecht Zettel. Alles sehr gute deutsche Namen, von denen wir aber wir gestehen es bisher noch nichts gehört haben, am wenigsten in Verbindung mit der deutschen Sozialdemokratie. Aus inneren und äußeren Gründen kommen wir zu der Schlußfolgerung, Uebereinstimmung mit den Zielen und Wünschen des daß es sich hier um einen plumpen Schwindel handelt, der von obsturen Agenten einer der Dreiverbandsmächte ausgeheckt worden ist. Man fragt sich verwundert, auf wen derartige Mach werte einen Eindrud machen sollen. Wohl hat fich der Daily Citizen" durch die himmelschreiende Unwissenheit seiner Redakteure in allen Angelegenheiten der kontinentalen Arbeiterbewegung dazu verleiten lassen, einzelne Manifefte" dieser angeblichen Riga gleich den meisten bürgerlichen Blättern abzudruden. Aber auch der einfältigste eser des„ Citizen" hai wohl so viel selbständige Urteilsfähigkeit, daß er solche Sundgebungen nicht als wahre Münze hinnimmt. Der Genosse Keir Hardie dessen Erkrankung erfreulicherweise lange nicht so ernst ist, wie die Limes" gemeldet hatte hat dem„ Citizen" übrigens jest einen wohlverdienten Verweis für die Veröffentlichung dieser Schwindelmeldungen verabfolgt. Kriegsbekanntmachungen. Postfreiheit für Kriegsgefangene in Frankreich. Paris, 19. Januar.( W. Z. B.)( Meldung der Agence Havas.) Durch einen Erlaß ist den Kriegsgefangenen Bostfreiheit in den franzöfifchen Stolonien und Schutzgebieten außer in Marotto und Ein Telegramm des Mikado an den Papft. Tunis gewährt worden. Rom, 20. Januar.( T. U.) Der„ Osservatore Romano" veröffentlicht den Tert des Telegramms, das der Mikado dem Papfte in Beantwortung des Vorschlags, den Austausch felduntauglicher Kriegsgefangener betreffend, gesandt hat. Der Mikado erklärt: Wir stimmen von ganzem Herzen den menschenfreundlichen Gefühlen Gurer Heiligkeit bei. Wir becilen uns, zu versichern, daß auch Wir den lebhaftesten Wunsch haben, die Schrecken des Krieges nach Möglichkeit zu vermindern. Gleichgeitig teilen wir Eurer Heiligkeit mit, daß augenblidlich fein einziger unserer Soldaten sich friegsgefangen in einem feindlichen Bande befindet, und geben die feierliche Versicherung ab, daß alle in Japan befindlichen feindlichen Kriegsgefangenen auf das Wohlwollendste behandelt werden und keinerlei Not zu leiben haben. Politische Uebersicht. Der„ Braunschweiger Volksfreund" verboten. Der„ Braunschweiger Volksfreund" erhielt am Mittwoch morgen vom stellvertretenden Generalkommando in Hannover die folgende Zuschrift: ,, Stellvertretendes Generalkommando " Hannover, den 19. Januar 1915. ✗. Armeekorps, Abt. II B. Nr. 5084. An die Nedaltion des Voltsfreund" Braunschweig. Nachdem Sie wiederholt wegen des von Ihnen angewendeten gehässigen, den inneren Frieden gefährdenden Lones und Nichtbeachtung der gegebenen Vorschriften ver Die Lebensmittelteuerung in England. warnt sind, bringen Sie in der mir jetzt vorgelegten Nr. 300 London, 20. Januar.( 2. T. B.) Die Preise weist auf den Ihrer Zeitung vom 24. 12. 14 und Nr. 2 vom 4. 1, 15 außer merkwürdigen Gegenfaz bin, daß einerseits die ebensmittel- anderen die Grenze des Zulässigen hart streifenden Aufsäten preise außerordentlich in die Höhe gehen und andererseits die in dem Gedicht: Weihnachten 1914"( 2. Beilage Nr. 300) Dods fo mit Gütern aller Art überflutet sind, daß und dem Auffah Agitation"( Beilage Nr. 2) Ausführungen, man in ernster Verlegenheit ist, wie der Stauung abgeholfen werden die nach Inhalt und Wortlaut verlegend wirken und den föune. Sthalifabriken lönnen nicht genug Wolle bekommen, der inneren Frieden stören. Londoner Hafen aber strogt von Wolle. Aehnlich verhält es sich mit Es wird deshalb Ihnen hierdurch das anderen Artikeln. Die bestehende Organisation ist offenbar Weitererscheinen Ihrer Zeitung bis auf ganz unfähig, dem Bedarf gerecht zu werden. Die Schiffs weiteres berboten. Ebenso wird jeder Versuch ber bejizer tadeln die Dodarbeiter, denen sie Bequemlichkeit vorwerfen. boten, die Zeitung unter einem anderen Namen oder in Diese wieder schieben die Schuld auf die Schiffsbefizer und Kauf- anderer Form der Ausstattung erscheinen zu lassen. Zuwider Teute. Beide sind sich aber einig im Tadel der Hafenbehörde. handlungen gegen dieses Verbot werden nach§ 9 des Gesetzes Zeptere scheint in der Eat nicht so beweglich zu sein, wie man von über den Belagerungszustand mit Gefängnis bis zu einem ihr erwartete. Sie hat zwar die Zahl der verfügbaren Arbeiter ver- Jahre bestraft, wenn nicht nach anderen Gefeßen eine härtere mehrt, vermag jedoch in die Arbeitsverteilung keinen einheitlichen Strafe verwirkt ist. Zug zu bringen, so daß an manchen Stellen Arbeitslustige abDer Kommandirende General gelpiesen werden müssen, während an anderen nicht genug Hände gez. v. Linde- Suden." gefunden werden können. Die Lösung dieser Frage ist angesichte der großen Ausdehnung der Londoner Hafenanlagen besonders schivierig. Der Reichskanzler in Berlin. " Diese Ausführungen befunden eine sehr weitgehende Bundes der Landwirte. Die„ Deutsche Tageszeitung" quittiert dem Genoffen Kaliski noch ausdrücklich diese Gemeinsamkeit; sie schreibt unter dem Titel„ Ein sozialdemokratisches Zeugnis für unsere Wirtschaftspolitit": Unsere Lefer werden mit uns den Eindruck haben, als ob diese Worte mit einigen fleinen Abänderungen und leisen Ab= tönungen in der Deutschen Tageszeitung" ge= standen haben fönnten. Das sozialdemokratische Zeugnis für die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung unserer Wirtschaftspolitit ist uns befonders wertvoll, und wir werden uns gelegentlich auch nach dem Kriege darauf berufen. Nicht minder wertvoll ist die Bemerkung, daß die Stellung der Landwirtschaft nicht als Frage einer Erwerbsgruppe, sondern als Angelegenheit der Nation zu behandeln sei. Das ist ja die Auffassung, die wir immer vertreten haben, im Gegensage au Politifern, die Herrn Kalisti früher sehr nahe standen. Stur in einem Punkte tönnen wir ihm nicht ganz bei stimmen, nämlich darin, daß der Antrag Kaniz schon von feinen Urhebern vergeffen sein soll. Das ist nicht der Fall. Wir haben immer und immer wieder betont, bis in die legten Tage hinein, daß der Grundgedanke des Antrages Kanit sich unbedingt durchfegen müsse und durchsetzen werde." Maßnahmen gegen die Lohnbrücker. Die Zulassung zu Militärlieferungen ist an die Vorausseßung geknüpft, daß die zuständige Handelskammer die Zuverlässigkeit des Bewerbers bestätigt. Der preußische Handelsminister hat numme verfügt, daß diefe Bestätigung zu verweigern ist, wenn feststeht, dat die Bewerber für die von ihnen ausgegebenen Arbeiten tatsächlich nicht die ortsüblichen Löhne gewährt haben. Die Wirren in Haiti. Cap Haitien, 20. Januar.( W. Z. B.) General Velbrun Guillaume wurde durch einen Revolutionär, der fürzlich diese Seine Truppen haben begonnen, gegen Port- au- Prince zu marschieren, Stadt besezte, zum Präsidenten von Haiti ausgerufen. um die Regierung zu stürzen. Letzte Nachrichten. Eine Kundgebung der italienischen Partei. Frankfurt a. M., 20. Januar.( W. Z. B.) Die Frankfurter Zeitung" meldet aus Rom: Der in Florens versammelte Bor stand der sozialistischen Partei Italiens hat béschlossen, an dem Grundfas der Internationale feftzuhalten und den Abgeordneten Morgari nach dem Auslande zu entfenden, um die abgerissenen Fäden mit den sozialistischen Barteien der anderen Länder wieder anzuknüpfen. Der Parteivorstand ersuchte die Landesorganisationen, folche Parteimitglieder, die tros Aufklärung und Parteiparole Vereinigungen beiträten, welche 3talien zum Kriege aufhezten, aus der Partei auszu schließen. Nach langer Diskussion über das Verhalten ber sozialistischen Partei im Falle eines Verteidigungstrieges, wurde cine Tagesordnung angenommen, die den Serv6i8 mus verwirft und die Abhaltung von Bersammlungen und im ganzen Lande Kunbgebungen gegen den Krieg Der Reichskanzler v. Bethmann Hollweg ist zu kurzem auf den 21. Februar beschließt. Hervé für Freilassung der Zivilgefangenen. Aufenthalt in Berlin eingetroffen. Gustav Hervé tritt in seinem Blatt Guerre Sociale" für die Freilaffung der in Frankreich internierten Zivilgefangenen ein. Er bezeichnet es als eine Schmach für Frankreich, Hunderttausende unschuldiger Menschen wie Berbrecher zu behandeln. Cine Wehrsteuer in Rußland. Die zweite Kriegstagung des preußischen Landtags. Der preußische Finanzminister Dr. Lenze wird in der ersten Sisung am 9. Februar seine Rede zum Etat halten. Der Etat selbst wird in einem ganz unbestimmten Nahmen gehalten sein, weil fich die Gestaltung der Einnahmen und Ausgaben ganz unmöglich voraussehen läßt. Maßregelung eines italienischen Bolizeidirektors. Basel, 20. Januar.( W. Z. B.) Nach den„ Baseler Nachrichten" ist der Polizeidirektor von Genua wegen der Demonstrationen vor dem deutschen Konsulat seines Amtes enthoben worden. Eine Steuer für belgische Flüchtlinge. Paris, 19. Januar.( W. T. 2.) Der Petersburger Bericht Wie der Deutfche Kurier" schreibt, ist man in parlamentarischen erstatter des„ Temps" meldet: Brüssel, 20. Januar.( W. Z. B.) Seit Ausbruch des Krieges i Der ruffische FinanzStreifen fest entfchloffen, eine etwa berflüssige Redelu ft" minister hat dem Ministerrat einen Antrag über eine Striegsgang entschieden einzudämmen. Das nationalliberale Blatt schreibt oaren etwa eine halbe Million Belgier ins Ausland geflüchtet; die stener unterbreitet, wonach alle vom Militärdienst Be- dann noch:" Man nimmt an, daß mit allen Parteien eine Einigung Wohlhabenden unter ihnen sind bisher nicht zurückgekehrt und haben freiten besteuert werden sollen. Diejenigen, die wegen eines austande tommen wird. Der Schwerpunkt der ganzen Tagung wird sich so nicht nur einer Reihe von Verpflichtungen entzogen, welche förperlichen Gebrechens befreit werden, werden besteuert, wenn ihr natürlich in der vertraulichen Budgetfommission zu suchen sein, in ihren Mitbürgern im Baufe des Krieges erwuchsen, sondern sic Jahreseinkommen 1000 Rubel übersteigt. Alle anderen werden be- der alle Parteien vertreten sein werden." Man hofft, die Tagung schädigten auch die Interessen ihres Baterlandes erheblich. Einige Steuert, gleich viel welches Einkommen fic beziehen. in drei Wochen wieder schließen zu fönnen. Das Herrenhaus wird belgische Stadtverwaltungen gingen daher mit der Absicht um, die nur zwei oder brei Tage sich zusammenfinden. Abwesenden mit einer Sondersteuer zu belegen. Diesen geDarüber, was überflüssige Stedeluft" ist, dürften die Parteien sunden Gedanken aufgreifend, hat der Generalgouverneur untereinander sehr verschiedener Meinung sein. Auch haben vers diese Besteuerung feinerseits in die Hand genommen und einBien, 20. Januar.( W. Z. B.) Der„ Neuen Freien Preffe" trauliche Verhandlungen einer geheimen Kommission nur sehr heiflich für das ganze offupierte Gebiet geregelt. Laut Berordzufolge reist der Minifter des Auswärtigen Baron Burian am geringen Wert, wie die Erfahrungen mit der freien Reichstags- nung vom 16. Januar werden alle Belgier, welche nach KriegsausFreitag nach Berlin ab zum Besuche des Reichetanglers v. Beth- tommission von Anfang Dezember beweisen. Dort vorgebrachte mann Hollweg und des Staatssekretärs v. Jagow. bringliche Forderungen, hinter denen die Mehrheit des Volles steht, harren noch immer der Erledigung. Baron Burian in Berlin. Eine Schwindelorganisation. " Unsere Wirtschaftspolitik. Unser Londoner Korrespondent schreibt uns: Die englischen Blätter veröffentlichen von Zeit zu Zeit telegraphische Meldungen In den Sozialistischen Monatsheften" be aus Holland über angebliche Sundgebungen einer Deutschen schäftigt sich" Genosse Julius& alisti mit unserer Menschheitsliga", die sich an die Arbeiter der Welt" wendet wirtschaftlichen Kriegsrüstung". Seine Ausführungen gipfeln und ihre Manifefte in einer Form abfaßt und mit Redensarten in folgenden Säßen: bruch freiwillig ihren Wohnsitz aufgaben und bis 1. März 1915 nicht zurückfehren, zu einer Sondersteuer in Höhe des zehnfachen der für 1914 veranlagten Personalsteuer herangezogen. Um nur die Wohlhabenden zu treffen, ist eine nach der Bevölkerungszahl der Gemeinden abgestufte Mindeststeuergrenze feftgefeht. Der Ertrag fällt zur Hälfte den Gemeinden und zur Hälfte dem Generalgouvernement für 3wvede der Verwaltung zu. Es ist zu hoffen, daß die Verordnung dem Lande eine Anzahl steuerfräf= tiger Bürger zurüdführt oder Mittel schafft, um weitere Steuerbelastung möglichst entbehrlich zu machen. Fried Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplah gefallenen Genoffen! 3m Dften gefallen ist der Schriftseter( früher Restaurateur) 194/14 Willi Graupe Baumschulenweg, Stiefbolzftr. 256. Bez. I. Sozialdemokr. Wahlverein Treptow- Baumschulenweg. Alzu früh und fern von seinen Rieben starb in treuer Pflichterfüllung im Westen am 16. Dezember mein innigftgeliebter Mann, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Neffe und Cousin 58 Willi Polex Dbermatrose im II. Matrosen- Regiment. Dies zeigt im tiefen Schmerz an Emilie Pollex geb. Just. Sozialdemokratischer Wahlverein 1. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Am Montag, den 18. Januar, verstarb unser Genosse, der Gastwirt Richard Rittner Stephanitr. 31. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 21. Januar, nachmittags% Uhr, von der Salle des Städtischen Stirchhofes, Müllerstraße Ede Scestraße, aus itatt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Weißensee. Am 16. Januar 1915 verschied unser Mitglied, der Former August Stiller im 67. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, bon der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhojes, Roeldestraße, aus ftatt. Rege Beteiligung erwartet 18/18 Die Bezirksleitung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Sen Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Emil Tonat am 18. b. Mts. an Lungenleiden gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 21. Januar, nachmittags 2 Uhr. von der Leia enhalle des Neuköllner Stirchhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Den Stollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Former August Stiller am 16. d. Mts. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 21. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeindefriedhofes Weißensee, Röldestraße, aus statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen und Kolleginnen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, die Arbeiterin Hedwig Sulck am 12. b. Mts. an Lungenschlag gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! 130/16 Die Ortsverwaltung. Verein Berliner BuchdruckMaschinenmeister. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Rotationsmaschinenmeister Hans Fiẞ am Montag, den 18. Januar, plöglich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 21. Januar, nachmittags 2 Uhr, vom Tranter hause, Zemipliner Str. 5, aus nach Weißensee, Barthestraße, Hedwigs- Kirchhof, statt. 28/18 Um rege Beteiligung ersucht Berlin, Waldstr. 42. Nachruf. Wir geben hiermit allen Mitarbeitern und Kollegen die traurige Nachricht, daß in Erfüllung ihrer Pflicht unsere lieben Kollegen Paul Böttcher auf dem Schlachtfelde im Westen und 143A Otto Schneider als Vermessungsgaft der Seewebr bei einer Explosion ihren Tod ge funden haben. Wir bedauern aufrichtig ihren Tod. Die Kollegen der Firma D. W. F. Wittenau, Abt. Radiusschleiferei. Verband der Tapezierer Filiale Berlin. Am 18. Dezember 1914 starb im Lazarett in Jblow an seinen Freie Volfsbühne Donnerstag, den 28. Januar, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause( gr. Saal), Engelufer 15: General- Versammlung. 1. Vortrag: Herr Deri über Krieg und Kunst. 2. Geschäftsbericht des Vorstandes über das letzte Halbjahr. 3. Diskussion. Die Mitgliedskarte legitimiert. Der Vorstand. 244/15 In Vertr. Die Geschäftsstelle. G. Winkler. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse d. Zimmerer ( Ersatzkasse.) Oertliche Verwaltung Berlin. Donnerstag, den 21. Januar 1915, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 1: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Leistungen der Esattasse der Zimmerer und ist ein Fortbestehen der Kaffe als Ersatkasse der Zimmerer von GroßBerlin geboten? 2. Distusfion.- 3. Neuwahl eines Staffierers fir den Bezirk 7. 253/ 6* Der Vorstand. J. A.: R. Schröder. Verband der Sattler u. Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Treibriemenbranche. Sonnabend, den 23. Januar, abends 8, Uhr, in Schulz' Pracht. jälen, Münzstr. 17, Eingang Königsgraben: Verfammlung. Das vollzählige Erscheinen der Mitglieder erwartet Sterbekasse ehem. auf dem Schlachtfelde im Dilen Pflug'icher Arbeiter erhaltenen Wunden unser Mitglied Ernst Paul. Ehre seinem Andenken! 179/5 Die Ortsverwaltung. Deutscher Arbeiter- Mandolinisten- Bund. Nachruf. Am Donnerstag, den 14. Januar 1915, verschied unser Bundesgenosse Paul Dierke ( Milano) im blühenden Alter von 24 Jahren. Ehre seinem Andenken! 292/2 Der Vorstand. Am 18. Januar verstarb mein guter Mann, unser lieber Vater, der Mechaniter Franz Eckstein im 74. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Therese Eckstein und Kinder. Die Beerdigung findet morgen, am 22. Januar, nahm. 3 Uhr, in Ahrensfelde, statt. 9196 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau und unserer guten Mutter Magdalena Meyer geb. Dünst fagen wir allen Berwandten und Bekannten, dem Eparverein Hohe Kante" und Herrn Schütte unteren besten Dant. 9176 Erich Meyer nebst Sohn. Familie Höstermann. Sattler, Maschinennäher, Lederflanzer bitte ich zur Empfang nahme wichtiger persönlicher Mitteilungen mir ihre und ihrer Kollegen Wohnungsadressen umgehend zuzusenden. Porto wird ihnen vergütet. Fr. Lange, Berlin W 15, Pariser Str. 2. 215/ 16* Spezialarzt 1. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in Dr. Homeyer G u. Co. fonz. Laborat. j Blut unteriuchung., Fäden 1. 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Nr. 1 der Brigade Doussin; Ref.- linf.-Regiincnter Nr. I, 2. 5, 6, 7, 8, 10, 11, 12. 15, 19. 20, 21. 22, 23, 24, 30, 35, 86, 55, 56, 61, 66, 72. 80, 87, 116, 201, 202, 208, 200, 212, 217, 219, 223, 224, 231, 234; Landwehr-Jnf.-Regi- menter Nr. 2. 3. 4, 5, 6. 7. 8. 10. 11, 12. 13, 16. 17, 18. 22, 24. 25, 31, 33, 34, 35. 36. 39, 60, 72, 73, 74, 75, 81, 85; lieberplan- mähigcs Landwehr-Jnf.-Bat. Nr. 1 des 4. Armeekorps; Landwehr- Ersatz-Bat. Kulm; Brigade-Ersatz-Bat. Nr. 7, 34, 35, 70; Land- Ivehr-Brigade-Ersatz-Bat. Nr. 13, 21, 43; Landsturm-Bat. Biesheim, Brandenburg a. H., II. Heidelberg. Jaucr, Marienburg, Münster, Neusatz a.£., Perleberg. Posen, Posen Hl, Schroda, isprottau, Stolp; III. Landsturm-Ersatz-Bat. Hannover; Jäaer-Bat. Nr. 2, 5. 9, 14; Res.-Jäger-Bat. Nr. 4, 6, 15. 21; Radfahrer-Komp. Gröpplcr; Fesrungs-Maschinengewehr-Abteilungen Nr. 3 Graudenz und Nr. 4 Cöln. 1. Garde-T ragoner; Kürassiere Nr. 6; Dragoner Nr. 2, 10, 11, 15, 16; Husaren Nr. 9; Res.-Husaren Nr. 9; Ulanen Nr. 3 14, Jäger zu Pferde Nr. 3; Nes.-Ersatz-Eskädron des 20. Armee- korps; Landwehr-Eskadron des 1. Armeekorps;.1. Landwehr-Eskadron des 3. Armeekorps. 2. und 3. Garde- Fcldart.-Reg.; Feldart.-Regimentcr Nr. 5, 6, 14, 16, 19, 20, 21, 22, 24, 25, 33, 38; Rcs.-Feldart.-Ncgimentcr Nr. 7, 10, 17, 25. 1. Garde-Fntzart.-Reg; F utzart.-Rcgimenier Nr. 7, 10, 18; Res.-Futzari.-Regimentcr Nr. 4, 8, 13, 18, 20; 2. Res.-Futzart.- Batterie Nr. 23. Pionier-Regimcntcr Nr. 25, 29, 30. 31; Pionier-Bataillonc; I. Nr. I. Nr. 2. I. Nr. 4. I. Nr. 5, I. Nr. 6, II. Nr. 7. II. Nr. 8, II. Nr. 11, I. Nr. 16, II. Nr. 17, I. Nr. 26, II. Nr. 27; 55. Res.. Pionier- Komp. Eisenbahn-Ncg. Nr. 2; Nes.-Eisenbahn-Baulomp. Nr. 1; Fgrn- Iprcch-Abt. des 1., 5. und 11. Armeekorps; Funkcr-Abt. der Garde- Kavalleric-Division; Feldsliegertruppc. (F.l Artilleric-Munitionskolonne Nr. 2 des Garde-Reserve» korps; Ärt.-Munitionskolonne Nr. 7 des 2. Armeekorps. Fortifikation Borkum; IV. Armierungs-Bat. der Festung Graudenz: Armierungs-Bat. Nr. 12; FestungS-Baukomp. Ar. 47, 58, 79, 116 und Graudenz. Res.-SanitätS-Komp. Är. 19 des 5. Reservekorps: Sanitäts» Komp. Nr. 3 des 16. Armeekorps; Res.-Feldlazarett Nr. 79 des 24 Rcserverorps; Refervc-Lazarett II Braunschwcig, Iii Stettin ni d Aabcni, 2. Lazarert-Truppe des 11. Armeekorps; Freiwillige Sanitätskolonne Blankenburg i. Th. Train-Abt. Nr. 3 und 4; Divisions-Brückentrain Nr. 6; Ma» gazin Fuhrpark-Kolonne Nr. 38 des 25. Reservekorps; Feldbäckerci- Kolonne Nr. 1 des Gardetorps. Bahnhofskommandantur Pofen-Gerberdamm. Die bayerische Verlustliste Nr. 139 bringt Verluste des 1., 2., 6., 11. Jnr.-Reg.; Res.-Jnf.-Regimentcr Nr. 6, 8, 10; Res.-Fustart.-Reg. Nr. 2; 1. Pionier-Bat.; 2. Pionier-Vat.; Mili- tär-Eisenbahndirektiou 2. Die s ä chs i s cb c Verlustliste Nr. 95 bringt Verluste der Feld- artillcrie-Brigade 23; Jnf.-Reg. Nr. 107, 179; Res.-Jnf.-Rcgimenter Nr. 100, 101, 104, 107; Ersatz-Bat.. Res.-Jns.-Rcg. Nr. 103; Res.- Jäger-Bat. Nr. 25. 26; Pionier-Bataillone I. Nr. 12, II. Nr. 12, I. Nr. 22, II. Nr. 22; Res.-Piouier-Komp.; Landwehr-Pionier» Komp.; Pionier-Abt. der 8. Kavalleric-Division. Die w ü r t t c ni b e r g i s ch c Verlustliste Nr. 98 bringt Vcr- . 29; Res.-Feldart.-Reg. Nr. 51; Feldart.-Reg. Nr. 65; 2. Land- Hr-Pionier-Kouip.; 1. SanitätS-Komp.; Magaziu-Fuhrparl- Nr wehr� Kolonne?lr. 53. Die württc m bergiscbe Verlustliste Nr. 99 enthalt Ver- ig. Nr. 119; Jnf.-Reg. Nr. 120, 126. luste des Grenadicr-Reg. /ius Grsß-Serlin. Der Zeitungsbetrieb. Nur wenige, die des Morgens ihre Zeitung zur �and nehmen, haben eine Ahnung davon, was alles dazu gehört, um eine Zeitung fertigzustellen. Eine Reihe Produktionsprozesse sind nötig, um ein Blatt herauszubringen, und eine groste Industrie mit zahlreichen Arbeitern ist am Zcüungswesen interessiert. Da ist zunächst die Redaktion des Blattes, welcher die Aufgabe zufällt, den Lesestoff der Zeitung zu bearbeiten. Je nach den Ausgaben, dem Umfange und der materiellen Grund- läge einer Zeitung ist die Redaktion größer oder kleiner. Die Gebiete des öffentlichen Lebens sind so weitschichtig, so viet- gestaltig, daß in vielen Fällen ganz bestimmte Spezialkennt- nisse zur Bearbeitung einzelner Fragen erforderlich sind. Da wird die Redaktion unterstützt durch' geeignete Mitarbeiter außerhalb der Redaktion, und es ist eine der vornehmsten Auf- gaben eines Redakteurs, sich geeignete Mitarbeiter zu sichern, die auf Verlangen bestimmte Ausgaben zu erfüllen bereit sind. Der in einer größeren Zeitung einlaufende Stoff ist ein sehr weitschichtiger und bedarf gewissenhafter Sichtung und der Bearbeitimg, Und es dürfte kaum einen Beruf geben, der an die Nerven des einzelnen so hohe Ansprüche stellt, wie der eines Zeitungsredakteurs, hinter dem sozusagen immer der McÜeiir steht, und oft auf das Manuskript lauert. Geschäft ist Geschäft. Von einem höheren Beamten erhält die ,,M ü n ch e n e r Post die folgende Zuschrift: Ich hatte neulich dienstlich in Oesterreich zu tun und durch die Freundlichkeit der Bahnverivaltuug hatte man nur ein Halbabteil ein- geräumt. Diesem reservierten Halbabtcil verdaute ich höchst intet- träger, wohl gar eine„Exzellenz", und einem der anderen Mitreisen- den hiervon Mitteilung gemacht, denn nur so kann ich mir den fol- genden Porfall erklären. Nach ungefähr einer Stunde Fahrt klopfte es an die Tür meines Abteils und als ich öffnete, stand vor mir ein dicker, kurzbalüger Herr, mit sehr großen Händen begabt, cm denen sehr große Brillaiitrmge blitzten. Seine Kleidung trug einen gewissen reitsportlichen Zuschnitt und fein tiefschwarz gefärbter Schnurrbart lief in zwei nadelspitzen. in die Höhe gezwirbelten Enden aus. Auf meine Frage„Blas wünsche» Sie?" raschende von einer Konversation erwarten, und so lehnte ich vorläufig die falsche Titulatur nicht ab und forderte nicht den Kämmling auf, mich gefälligst in Ruhe zu lassen. _ Ich hatte mich denn auch in meiner Erwartung nicht getäuscht. Mein Mann ging gleich aufs Ganze und fiihr fort:„Exzellenz, ich fahre� wegen eines Lieseruiigsgeschästes von 8000 Pferden nach Wien." „To."„Ja, na Unsere Regierung nimmt jüngere Pferde als die deutsche, sie zahlch auch weniger."„So."„Die deutsche nimmt nur 5— l 2jährige. ü ufere zahlt sex im Durchschnitt 950 bis 1 100 Kronen für das Pferd." ,Do." �..Wissen Se, Exzellenz, wir haben jetzt ein Pserdeausfuhrveröot."„So."„Es wird aber nicht für Deutschland streng gelten, hat man mir aus unserem Kriegsministerium gesagt." ,.ch halte es für eine Sünde."„So— fo," Abermals brach das Gespräch ab, doch man sah dem Ticken an, jetzt werde er die Hauptlast von seinem bedrängten Herzen abladen, die Schnurrbartspitzen bebten förmlich vor innerlicher Erregung, als er wieder begann;„Millionen au einem einzigen Geschäft verdienen, das ist zuviel. Man verdient ja gcwig auch gern."„so?"„Aber wir machen de Sache viel billiger, lind unser.Kriegsministerium wird uns die Pferde auSsührcn lasten."„So."„Viel billiger. Bei meiner Seel und Ehr, ob's Exzellenz glauben oder nicht, ich verdiene nicht mehr als 50 Kronen am Pferd."„So???"„Na, es können auch sein 100."„So??" Nie liabe ich mehr verdient als 150, wenn ich fürs Militär liefere, mein Lebtag nicht. Aber ich lasse auch ver- dienen."„so so." Wieder eine Pause, diesmal eine für meinen Mann recht schwüle. Endlich sing er wieder au;„Exzellenz, was ich verdiene und was de Deutschen verdienen, das ist ein großer Unterschied. Man soll den Staat auch leben lasten."„So?"„Exzellenz, wir haben noch 260000 Pferde in Ungarn, die tauglich fürs Militär sind; die Deutschen ueh- meu die schwereren, wir die leichteren."„So."„Ja— und"— dem Manne perlte der schweiß in dicken Tropfen, während er nun auf den Hauptpunkt zu sprechen kam, von seiner niederen Stirn—„Exzellenz werden doch gewiß haben Verbindungen in die Ministerien in Berlin und anderswo, könnte man da nicht was machen?"„So, so." Der Dicke wagte aber doch nichl, das zu sagen, was ich erwartet hatte, sondern er ziienite nur bedeutungsvoll;„Es wäre doch so ein schönes Geschäft."„So, so" und nun kam für ihn die Katastrophe, denn ich fuhr fort:„das war alles sehr iuterestemt, lieber Herr, was Tie mir da erzählt haben, und speziell die Auszählung des Profits von ge- wissen Pferdehändlern. Ihre„Entrüstung" über diese Herren ist ganz berechtigt, ich teile sie und werde versuchen, ihr an geeigneter Stelle geeigneten Ausdruck zu geben. Im übrigen, ich bin weder Exzellenz, noch 0- hätte. keine Gaul verdienen, so ist das— ua. isie wissen schon was. Uno nun machen Sie wohl die Tür von außen gefälligst zu." Ter Dicke stierte mich erst eine Zeitlang fassungslos an, dami erhob er sich, schritt langsam heraus und sagte nur:„Es wäre so ein schönes Geschäft, und wir sind bicl billiger als die Deutschen." Wie viele, die bald noch dicker als mein Ticker sein und nocki protzigere Ringe als er tragen werden, wird es nach dem Kriege bei uns geben? Sollen wir das Gesindel wirklich durch das' Blut, das auf den �chlachtselderit vergossen wird, mästen, und gibt es gar kein Mittel, seinem schuftigen Treiben Einhalt zu tun? Noch ist es Zeit, dagegen einzuschreiten, aber schreiten tvir bald ein: sonst bringt die Bande ihren Staub in Sicherheit, und wir haben»och zum Schaden den Spott! Sei üen französischen Mineuren. Im Pariser„Journal" schildert, wie wir dem„Hamburger Frcmdenblatt" eiitnehmen, Georg-s Prade einen Besuch in den französischen Schützengräben, bei dem ihn ein Gencralstäbsosfizicr bis auf etwa 60 Meter an die deutsche Linie heranführte, Sie gingen von dem vordersten Schützengraben, etwa 180 Meter von der feindlichen Front, aus.„Plötzlich wird es JKacht," erzählt Prade, „wie in einem Keller ohne Lufllocki. Der E r d g a n g, in den wir eintreten, ist eng, wir müssen uns bücken und wie Blinde vorwärts tappen. Da, ganz hiuteu, im Unendlichen, will es scheinen, erglänzt ein Licht— es ist in Wahrheit ganz nahe— der klastische optische Irrtum in der Dunkelheit. Unser Führer spricht leise mit zwei Männern.. Es sind Pioniere. Wir befindeu uns auf einer Art kleiiiem Platz, 60 Meter von der deutschen Linie. Unser erster Zickzackgang ist ein Annäherungsweg; jetzt sind wir im Parallelgaug zur feindlichen Linie. Von hier aus werden neue Annaherungs» gänge bis unter den deutschen Graben führen, damit er auf mehreren Punkten unterminiert und zu gleicher Zeit in ge- nügender Ausdehnung i» die Luft gesprengt werden kann, voraus- gesetzt, daß nicht... Sie oder wir! Welch ein Dasein! Der Schützengraben mit seinenl offenen Himmel, seiner Sonne, seinem Regen und Frost, ist ein Palast gegen diese Höhle des Schweigens und fürchterlicher Dunkelheit. Hier hat man' gar keine Sicherheit mehr. Ist die Erde ringsherum ein Schutz oder verbirgt sie den Feind? Und welcher Kamps, welcher Sieg, welcher Ted! Unsichtbar, stumm werden diese grausigen Gnomen der Erde, triumphieren oder sterben, ohne auch nur den Feind zu sehen, den sie töten werden oder der sie töten wird. Einer von beiden wird, ohne es zu wissen, in einem Augenblick aus der Nacht in den Tod befördert werden. Ter Pionierossizier. ein prächtiger Kerl mit klugem, nachdcnk- lichcm Gelehrtciikops, flüstert uns beim zitternden Schein der Grubenlampe zu:„Kommen Sie mit bis zum Ende des Lausch- ganges, in süns Meter Tiefe, kaum dreißig Meter von den Deut- scheu."... Ich werde nie dies gespensterhafte Bild vergessen, vor dem jede Radierung mit Reiubrandtschem Schwarz oder_Üicht erblaßt. Der kleine Kreis gelblicher Helle, der bärtige, wüste Kops des Pioniers, das. seine, cutscklostene Profil des Offiziers und das schwarze Loch, in daS sich der kniende Mann immer wieder htneiu- neigt und im Unbekannten das Geheimnis des Lebens oder TodeS zu erlauschen sucht. Wir kriechen jetzt fast auf allen Vieren und spüren unter unseren Füßen und Händen Stroh. Eine stille und lanigsame Arbeit wird dort hinten ausgeführt. Unaufhörlich, unaufhaltsam werden die Fühler weiter vorgestreckt, gräbt sich der ruhelose Maulwurf mit kleinen, regelmäßigen und sicheren Schlägen vor- wärts. Wir stecken die Köpfe zusammen und flüstern:„Hört man die Deutschen arbeiten?"—„Ja. aber es ist noch so undeutlich, so fern, daß man nicht" sagen kann, wo."—„Also?"—„Also müssen wir als Erste ankommen, sonst nichts!" Und vertrauensvoll, mir die Hand auf die Schulter legend, murmelte der Führer:.Wir kommen als Erste au; es muß sein!" Zurück ging es ans Tageslicht. Ter Lärm der Kanonen schien mir freundschaftlich, das Knattern der Maschinengewehre schien vertrauenerweckend. Die Sonne droben strahlte noch, die Leule gingen sriedliw in ihrem Graben hin und her, man atmete aus voller Lunge. Der Hauptmann, der nus geführt hatte, sagte beim Abschied vergnügt:„Auf Wiedersehen und ohne Furcht, wir kommen als Erste a-n!"... Nacki den bisherigen Meldungen des deutschen Hauptquartiers scheint es jedoch, daß unsere Pioniere gewöhnlich all Erste ankommen, Neben der Redaktion des Blattes spielt die Erpedition| Magistrats mit dem Berela Berliner Wolfereibefiber nochmals| Anweisung verlangte mit der Abänderung zur Annahme, daß zueine große Rolle; besonders ist es die Inseratenabteilung, die zur öffentlichen Kenntnis gebracht werden." für das Broiperieren einer Zeitung von ausschlaggebender Bedeutung ist. Und auch sie ist auf Mitarbeiter angewiesen. Ein großer Teil der Inserate wird durch sogenannte Atquifiteure der Zeitung gebracht; vor allem die der großen Geschäftshäuser, die ihre ujerate gleich für verschiedene 3ei tungen aufgeben. Auch die großen Annoncenerpeditionen, die fich über das ganze Reich und darüber hinaus ausdehnen, find Bermittler von Injeratenaufträgen. Die Streckung der Futtermittel. nächst die Heimstätte Heinersdorf eröffnet und daß Kinder, weldję an Blutarmut, Rachitis, Strophulose usw. leiden, sofort aujgenommen werden. Die Tiere rechnet Uns wird gefchrieben: Nationalbfkonomen und Behörden haben Die Krankenversicherung der Hausgewerbetreibenden für in eindringlichster und überzeugendster Weise den Nachweis geführt, Berlin tritt am 1. Februar in Straft. das Deutschland der Aushungerungspolitit Englands gegenüber nur standhalten kann, wenn mit den vorhandenen Vorräten an BrotKriegsausgaben der Stadt Berlin. getreide und Futtermitteln in rationeüfter Weise gehaushaltet wird. Wie die Zahl der in Berlin unterstüßten amilten von Ein wesentlicher Anteil an der Herstellung der Zeitung was uns nottut! Daß man aber noch bei weitem nicht überall und auf rund 82000, so baben auch die für diese Zwecke zur AusJeder Laie, jede Frau, ja jedes Kind ist jetzt darüber unterrichtet Kriegsteilnehmern dauernd gestiegen ist, im Dezember bis fällt dem Seterpersonal zu. Die wirtschaftliche Entwickelung hat auch hier schon eingegriffen und durch die Einführung der allenthalben der Wahnung zur Sparsamkeit mit der so foftbaren zahlung gelangten Beträge eine verhältnismäßig noch stärkere Segmaschinen manchen Schriftieber überflüssig gemacht. Ein Körnerfrucht Rechnung trägt. fann man täglich auf dem hiesigen Steigerung erfahren. Wie wir berichteten, betrug die im Degroßer zeu des subalts per Beitung wire uit out Set Schlachts und Biehhote beobachten. Aus Mangel an Futtermitteln ember gezahlte Summe etwa 3,5 Millionen Mart. DaTeil Inhalts der inajaine gesezt, einer außerordentlich sinnreich hergestellten ist bekanntlich der Viehauftrieb jetzt ein ungewöhnlich hoher. Ein nach dürfte der Bedarf für diese Aufwendungen auf ein Jahr be den auf etwa dreißig Millionen MortgeEinrichtung. Aber ganz kann der Schriftseter, der mit der Auftrieb von 20 000 Schweinen ist feine Seltenheit. Hand mühevolf Buchstaben an Buchstaben reiht, nicht erfekt fommen meistens abends hier an und werden am anderen Taue ichästen Betrag noch überioreiten. Es treten hinzu perden, zumaf, wenn es sich um einen komplizierten Sabbau Bande groß geworden ist, daß man vieh. vormittags gefchlachtet. Nun weiß jeder, der auf dem die Unterstützungen für die Familien der zu den Fahnen einhandelt, wie er vielfach im Injeratenteile von Auftraggebern Bande groß geworden ist, daß man Bieh, welches anderen berufenen auf Privatdienstvertrag Angestellten und Arbeiter. gefordert wird. Tags gefchlachtet wird, am Abend vorber nicht mehr füttert! Die Was die Arbeitslosenunterstütung anbelangt, fo erDer von den Sebern hergestellte, pon Storrektoren auf Fütterung wäre zwecklos, da eine Verdauung des Futters gar nicht forderte diese in den ersten drei Monaten rund 1.2 Million Mark. feine Richtigkeit geprüfte Sas ist aber nicht ohne weiteres für mehr stattfinden kann. Wenn nun auf dem hiesigen Viehhofe abends Dabei ist aber zu berücksichtigen, daß zurzeit die Verhältnisse auf Zeitungen mit größerer Auflage verwendbar. Jezt muß der die Transporte anlangen. so ist es allenfalls notwendig, da die dem Arbeitsmarkt außergewöhnlich günstig liegen. Ob trotzdem die Stereotypeur in Tätigkeit treten, um besondere Abdrücke für Tiere eine mehr oder weniger lange Reise hinter jich haben, daß Schägungen, die auf einen durchschnittlichen Monatsbetrag die großen Druckmaschinen herzustellen, eine Aufgabe, die ihnen eine Nation Futter verabreicht wird. Da die Tiere infolge von einer halben Million Wart gingen, nicht überqußerordentlich gewissenhaft ausgeführt werden muß. der Aufregung und des engen Zuſammenliegens in der Regel mehr schritten zu werden brauchen, läßt sich noch nicht übersehen. Jeden Einen weiteren Produktionsprozeb bildet der Druck der Durst als Gunger haben, würde es aber genügen, wenn ihnen neben falls ist kaum anzunehmen, daß der Jahresbedarf unter der Schätzung Zeitung. Die Zeitungstechnik ist hoch entwickelt. Die heutigen einer ausgiebigen Träntung 1 bis 2 Kito Gerste oder Gerstenschrot bleiben wird. Maschinen, welche den Druck der Zeitung besorgen, find wahre verabreicht wird. Was kann man aber anderen Tags auf dem Weiter schließen sich an die Kosten für Speifung BeKunstwerke, und es stecken in ihnen große Kapitalien; repräs Schlachthofe für Wahrnehmungen machen? Es zeigt sich da, dürftiger, die bis Anfang Januar nahezu eine halbe Million fentiert doch eine einzige große Rotationsmaschine einen Wert daß die Schweine 15-20 Pfund befter Gerfte, die Mart erforderten, sowie die Kosten für die Schulipeifung. von 60 000 bis 70 000 Wart. Und deshalb erfordert auch die natürlic vollkommen unverbaut und unverbraucht ift, Hier belaufen sich die Mehr aufwendungen in den Monaten August Bedienung und die Beaufsichtigung einer solchen Waschine im Magen haben. Diese Gerste hat ihren Zweck voll bis Dezember auf über 200 000 Mart. Während die Zahl der geübte Kräfte, zumal beim Zeitungsdruck mit der Minute ge- fommen verfehlt und könnte an anderer Stelle, bei der Mäftung an Schultinder verabreichten Mittagsportionen in den Monaten rechnet werden muß. Ein auch nur minimales zeitweiliges und Aufzucht von Bieb, beffere Verwendung finden. Es ist feines August bis September 1913 753 900 betrug, hat diefe Zahl für ben Bersagen einer Maschine beeinflußt die pünktliche Heraus- wegs Tierfreundlichkeit, die dazu führt, den Borstentieren eine der gleichen Zeitraum im Jahre 1014 eine Steigerung auf 2422 800 gabe des Blattes und löst bei den Abonnenten große Ema artig reichliche Henkersmahlzeit" au verabreichen. Nein, es ist die erfahren. pörung aus. Profitfucht der Händler, die hier wie überall den Ausschlag gibt. Ferner sind als Kriegsmaßnahmen der Stadt zu erwähnen die Die Händler kaufen die Tiere überall nach Gewicht auf! Jedes Beteiligung an der Seriegsgetreidegesellschaft, die Aufwendungen Tier erleidet durch die Reife einen mehr oder weniger großen Ge- für die Flüchtlingsfürforge, für die Sanitäts- und Kreditffieforge. wichtsverinst, und den wieder auszugleichen durch eine überreichliche die Beihilfen für Ostpreußen und Eliaß- Lothringen und dergleichen Fütterung, ist das Bestreben des Händlers. Werden am anderen mehr. Tage die Schweine gewogen, wiegt die verfütterte Gerstenmenge Was schließlich die Stadt auf dem Gebiete der Nahrungsnatürlich mit und da ein Kilo Gerste immerhin wesentlich billiger ist mittelversorgung geleistet hat, entzieht sich naturgemäß der als ein Stilo Fleisch, braucht man mit der ersteren nicht spariam Darstellung im einzelnen; doch erfordert diefe Attion einen Betrag, umzusehen. Daß es sich hier nicht etwa um kleinigkeiten, sondern der sich dem größten Ausgabeposten an die Seite stellen um ungeheuere Gewichtsmengen handelt, die der Volkswirtschaft läßt. verloren gehen, wird sofort flar, wenn man nur auf jedes Schwein drei Kilo unawed mäßig verfütterte Gerste berechnet. Denkt man daran, daß es sich ausschließlich um erstklassige Gerste( Braugerste) handelt, und bedenkt man weiter, daß es auf den anderen beutichen Schlachthöfen der Großstädte faum anders sein wird, so ist es feine lebertreibung, wenn man den unrationellen Verbrauch von Gerste im Reiche auf viele tausend Zentner pro Woche bes rechnet. Vielleicht sehen sich die städtischen Behörden die Sache ein mal an und ergreifen die notwendigen Maßnahmen. Um zwedmäßigsten dürfte sich wohl eine pro Stopf festgelegte Ausgabe an Futtermitteln erweisen. Jit der Druck der Zeitung vollendet, beginnt die Beförderung nach den Speditionen, wo eine Schar Zeitungsboten wartet, um das Blatt den Abonnenten ins Haus zu tragen. Allein für den Berwärts" find tagtäglich rund 1000 Bei fungsträgerinnen auf den Beinen, die sich mit der Zeitungszustellung ihr Brot verdienen. " Es ist eine ansehnliche Schar Kräfte am Werke, die zur Herstellung einer Zeitung benötigt werden. In Papierfabriken wird das Zeitungspapier hergestellt, Schriftgießereien fertigen die zum Sas notwendigen Schriften an, große Fabriken beschäftigen sich mit der Herstellung von Rotationsmaschinen, im Redaktions-, im Expeditions- und im Druckerei betriebe, überall find Hände" tätig, um ihr Teil zur Herstellung der Zeitung und zur Zustellung an die Leser beizu tragen, ganz abgesehen von dem allgemeinen großen Nachrichtendienst, der durch internationale Telegraphenbureaus ausgeübt wird und an dem gleichfalls weite Streife interessiert find. So ftellt sich, rein wirtschaftlich betrachtet, der Zeitungs. betrieb als ein Unternehmen dar, das weitverzweigte Veräftetungen aufweist und zahlreichen Perfonen Gristenz gibt, Ein Verbot einer Zeitung, wie es in den jebigen Seiten verschiedentlich erfolgt ist, schlägt deshalb auch in sozialer Beaichung sehr tiefe Wunden. Sammelt die Küchenabfälle! Keine Hebamme und kein Arzt! Von der Not einer Schwangeren, die ihrer fciperen Stunde ent gegenfah, wird uns aus dem Often der Stadt berichtet. Nach erfolglofem Verfuch, eine Stadthebamme holen au lajien, hatte die hilflose Frau eine Fehlgeburt. Am Abend desselben Tages wurde eine andere Hebamme um einen Besuch gebeten, doch mußte diese nach Lage der Sache jetzt erklären, daß die Hinzuziehung eines Arztes geboten fei. Sie selber bemühte sich, einen Arzt herbeizurufen, sie hatte aber keinen Erfolg und kam dann gleichfalls nicht Inzwischen war beim Armenvorsteher ein Stranfenidein besorgt worden, der die Hilfsbedürftige an einen Arzt, als den derzeitigen Vertreter des Armenarztes, wies, aufällig an denselben Arzt, den aur Wie aus zahlreichen Anfragen hervorgeht, sind weite Kreise der Abend die Hebamme anrief, aber nicht zu Haufe traf. Auf dem Berliner Bevöllerung noch nicht darüber unterrichtet, in welcher Schein war vermerkt, daß der Ehemann der zu behandelnden Frau Weise die für die Meichswolwede gesammelten entbehrlichen im Striege ist. Am Morgen des darauf folgendeu Tages stand die Kleidungsstücke, Decken, Teppiche, Borhänge uit. Verwendung Frau auf, widelte das tote Kind ein und trug es zu dem Arzt, der finden. um diese Zeit seine regelmäßige Sprechstunde abhielt. Sie versichert Reichswollwoche. Ferner werden wir gebeten, darauf aufmerksam zu machen, daß die Kutscher, die mit der übholung der gespendeten Gegenstände betraut sind, einen Ausweis des Roten Kreuzes von Berlin bei sich führen. Das Note Kreuz von Berlin bittet die Herren Hauseigentümer oder Berwalter dringend, sich in jedem einzelnen Falle bei der Abholung diesen Ausweis vorzeigen zu lassen. Seim und Heilstättenpflege. -gegangen. Der ganze Berlauf der Sache wenn er so war, wi er hier geschildert ist steht sehr im Gegenfag zu den Erform niffen der Schwangeren und Wöchnerinnenfürforge und gibt mancherlei zu denken. Im übrigen ist er uns ein Anlaß, ernent darauf hinzuweisen, daß gerade für die Striegszeit befondere Vorfehrungen zur Fürsorge für Schwangere und Wöchnerinnen getroffen worden sind. Zu den schon bestehenden Vereinigungen, die sich dieser Aufgabe widmen, tam nach Ausbruch des Strieges noch eine besondere von unseren Genoffinnen geschaffene Organisation mit Bei rechtzeitiger aleichem Zweck( Bureau: Engelufer 21). Melbung hätten von dort aus Schritte getan werden können, sich der Schwangeren anzunehmen und ihr die notwendige Hilfe und Pflege zu sichern. Durch die Verordnung des Oberkommandierenden der Marken Das Rote Kreuz von Berlin hai daher durch Vermittlung des daß sie ihm den Zwed ihres Kommens mitgeteilt und auch den über die Verwertung der Küchenaufälle ist der Antrag der sozial Verbandes Berliner Spezialgeschäfte bei einer Anzahl Berliner Strankenschein vorgewieſen habe, er aber habe geantwortet, jest ſei demokratischen Fraktion der Berliner Stadtverordnetenverfamma Firmen verschiedene vom Kriegsausichuß für warme Unterkleidung er für Arme nicht zu sprechen. Nachdem sie die Kindesleiche wieder lung überholt worden. Der Antrag dürfte daber in der nächsten hergestellte Gegenstände, Decken, hofen, Jacken, ausstellen lajien, um mit nach Hause genommen hatte, ließ an demselben Vormittag zu Stadtverordnetenverfammlung zurückgezogen werden, da er im zu zeigen, wozu sich die gespendeten Sachen berarbeiten lassen, ibrer leberraichung die zweiterwähnte Hebamme ihr melden, der Augenblick gegenstandsfos geworden ist. Das schließt nicht aus, Die Firmen, die dem Noten Kreuz ihre Schaufenster zur Aus- Arzt fel jetzt zu sprechen, die Frau solle au ihm kommen. Darauf daß die Frage der Müllverwertung in Berlin auch nach dem stellung der genannten Gegenstände zur Verfügung gestellt haben, trug sie das tote sind nochmals zu ihm hin, und er besichtigte es find folgende: S, Adam, Leipziger Str. 27/28, 3. B. Grünfeld, mit dem Ergebnis, daß er es so verstand die Frau für eine Striege in ernithafteste Erwägung gezogen werden muß. Jest dürfte alles daranzusehen sein, die getroffene Verord- Leipziger Str. 21, bolaapfel u. Schönemann, Königstr. 69, Frucht von sechs Monaten erklärte. An ihr selber nahm er feine nung möglichst gewissenhaft durchzuführen. Es kann nur all. Leiser Nachft, Tauben, Ede Friedrichstraße, N. M. Maaßen, Untersuchung vor, und sie hat seitdem auch feinen Arzt weiter be ſeitig begrüßt werden, wenn die Küchenabfälle als Wiebnahrung Dronienfir. 05, Ferdinand Neumann, Leipziger Str. 51, Beef mübt und ist dann wieder ihrer häuslichen Beschäftigung nady Verwendung finden. Wir sind sicher, daß gerade die Arbeiterschaft. Cloppenburg, Gertraudtenstr. 35/27. Groß- Berlins es an der Siffe für die Durchführung der Verfügung nicht fehlen lassen wird, Die Berliner Gewerkschaften haben sich fürzlich schon im zustimmenden Sinne geäußert und wir find überzeugt, daß es nicht bei den Worten bleiben wird. Gerade die Arbeiterschaft hat ein feines Empfinden dafür, daß bestimmte Berie nugbar gemacht werden. Und in den Küchenabfällen steden crhebliche Werte; nicht für den einzelnen, sondern für die Gea famtheit. Nur einer ffeinen Mühe muß sich jede Frau im Haufe interziehen. Sie muß alle Kartoffelschalen, Abfälle von Gemüsen so Mit dieser für unfere ärmere Bevölkerung fo außerordentlich und Früchten, von Brot und Badwaren, welche aur Biebfütterung wichtigen Frage hatte sich am Dienstag der von der Stadtverord fich eignen, in ein besonderes Gefäß werfen und an die im Hause netenverfammlung eingefegte Ausschuß zu beschäftigen. bestimmte Sammelstelle befördern. Die Abfälle dürfen nicht mit Uniere Genoffen machten darauf aufmerksam, daß der Magiftrat Aiche permengt werden. Mehr wird von keiner Hausfrau verlangt. bei Ausbruch des Strieges die Entfendung von Kindern in Von der Hoch- und Untergrundbahn. Biofe Frauen haben bisher schon eine solche Trennung vorge- Heim und Heilstätten fast vollständig aufgehoben habe, nommen und die Abfälle der Vichfütterung zuführen lassen. Mögen denn es feien nach dem eigenen Ausspruch des Magistrats schäftigten fich am Dienstag noch einmal eingehend mit den BohnDie Aushilfsbediensteten der Hoch- und Untergrundbahn Besich alle Frauen diesem Beispiel anschließen; es liegt im Interesse vertreters noch Kinder verschickt worden, bei denen und Arbeitsverhältnissen des Betriebes. Diese Aushilfen, von denen der Allgemeinheit! die offene Tuberkulose bereits ausgebrochen war. Die von viele ihren früheren Beruf infolge des Krieges aufgeben mußten, beDer Magistrat weit in einer Bekanntmachung noch besonders Magifirat und Armendirektion im Jahre 1907 angenommene Anlagen sich über die sehr minimale Bezahlung von 4 M. pro Arbeitsauf die neue Verordnung hin, die auch Vorschriften für die Grund- weisung verlange aber die Entfendung aller derjenigen Kinder, bei tag und über die Behandlung durch einzelne Aufsichtsbeamte. siüdseigentümer enthält. Er fagt: denen der Armenarat die Notwendigkeit bescheinigt habe. Wenn Weiter wird über den Dienst geflagt, der des öfteren zerrissen ist „ Da es sich nur um pflanzliche ofälle handelt, wird die Bes sich jetzt der Magistrat darauf berufe, daß eine ganze Reihe von und den Bediensteten nicht einmal Zeit zum Essen, geschweige denn reitstellung geeigneter Behälter den Grundstückseigentümern, wie Anstalten gefchloffen feien, so treffe doch den Magistrat selbst die zum Berrichten der Notdurit läßt. Bei einer Arbeitszeit von 10 bis anzunehmen ist, Schwierigkeiten kaum bereiten. Dahingegen würde Schuld, da er bereits Anfang August die Schließung fämt 10% Stunden und noch mehr ist es schwer möglich eine Pause von 1/4 Stunde zu erhalten, obwohl der Dienst sehr anstrengend ist die Erfüllung der weiteren Vorschriften ihnen erhebliche Weite- licher Heimstätten verfügt und die Armenärzte angewiefen habe, und alle Gedanken zufammen genommen werden müffen. rungen verursacht haben, wenn es dem Magistrat Berlin nicht ge- feine Kinder dorthin zu schicken. Zum mindesten sei zu verlangen, Durch das Steigen der Preise für Lebensmittel und alle Belungen wäre, hier einen Ausweg zu finden. Der Verein Berliner daß der Magistrat von solchen schwerwiegenden Maßnahmen der barfsartikel ist es dem Aushilfsperfonal nicht möglich, sich die ErWolfereibefizer hat sich nun dem Magistrat gegenüber vertraglich Armenverwaltung und den Stadtverordneten Stenntnis gegeben hätte. nährung angedeihen zu lassen, die der sehr anstrengende Dienst era berpflichtet, von jedem Berliner Grundstück, dessen Eigentümer es Auch von bürgerlicher Seite wurde das Verfahren des Magistrats fordert. Sie beauftragten die Organisation der Transportarbeiter jezt verlangt, vom 1. februar d. S. ab regelmäßig und in gesig verurteilt, doch fuchte man nach einer Abschwächung des fozial- mit der Wahrung ihrer Interessen und faßten einstimmig folgenden nelen 3pifchenräumen diese gesondert gesammelten Speisereste ab demokratischen Antrages; man wollte dem Magiftrat nicht allzu Entschluß: zufahren und zur Viehfütterung zu verivenden, und zwar ohne ein wehe tun. Entgelt für die Abfuhr zu verlangen. Wenn der Grundstüdő- Die Magistratsvertreter suchten die Klagen dadurch zu ente eigentümer einen geeigneten Behälter für die Sammlung der träften, daß fie ausführten, fehr große Ersparnisse feien nicht ge= Nahrungsmittelrejte auf seinem Grundstück zur Verfügung stellt, mast, auch befänden sich immer noch 200 Kinder in Heilstätten, die Bekanntmachung des Oberkommandierenden auf dem Grund- Der Magiftrat habe die Pflicht gehabt, die größte Spariamkeit stud anschlägt und den Anschlag dauernd erhält, und endlich dem während des Krieges eintreten zu lassen. Es wurde dem entgegens Verein Berliner Molkereibejizer E. V., Geschäftsstelle S. 59, gehalten, daß in früheren Jahren jeden Monat auch während Boechstr. 24, Fernsprech- Anschluß: Morigpiah 6971, auffordert, die des Winters 200-400 Anträge zur Erledigung gekommen seien Nahrungsmittefreite von seinem Grundstück abzuholen, so hat er und daß die Verfügung des Magistrats eine große Härte fei. die ihm durch die Bekanntmachung des Oberbefehlshabers auferleg handle fich um das Leben und die Gesundheit der Kinder unserer ten Verpflichtungen erfüllt. Das Wichtigste ist also, daß jeder ärmeren Bevölkerung und jest müſſe erft erst recht alles Grundstüdseigentümer unverzüglich dem genannten Verein eine daran gesetzt werden, um diese jungen Menschenleben zu erhalten, geeignete Nachricht zukommen läßt. Im Laufe des Tages wird wo durch den Krieg ungeheure Lüden gerissen werden. Surch eine Bekanntmachung an den Anschlagfäulen der Erlah des Schließlich gelangte der Antrag unserer Genossen, welcher die Oberbefehlshabers nebst einem Himveis auf die Vereinbarung des Wiederaufnahme der Gutsendung von Kindern nach der früheren! Es Resolution. Die heute am 19. Januar 1915 in der Anhaltischen Ressource tagende Beriammlung des Aushilfsperionals der Berliner Hochund Untergrundbahn sind nach eingebender Beratung dazu gekommen, der verehrlichen Betriebsverwaltung genannten Betriebes nachfolgende Regelung ihrer Lohn- und Arbeitsverhältnisse vorzuiclagen: a) Ein Mindestlohn von 5 M. pro Tag für alle Dienstgruppen. b) Gewährung freier Tage wie den Angestellten unter Bes zahlung. c) wird am freien Tage Dienst getan, dann extra Bezahlung. d) Bezahlung der Ueberstunden( von 20 Minuten an) mit 60 Pf. pro Stunde. e) Regelung der Arbeitszeit inkl. Bausen. 1) Abschaffung der Reinigungsarbeiten. g) Besfere, menschenwürdige Behandlung seitens der Aufsichtsbeamten. Die Versammelten Bebauern aufrichtig, in der jezigen Reit des Krieges Forderungen an die Unternehmerin stellen zu müssen, jedoch die überaus start gestiegenen Breise für Lebensmittel und Bedarfsartikel stellen die Existenzmöglichkeit bei dem jezigen Lobn direkt aufs Spiel. Das Aushilfsperſonal ſegt voraus. daß auch der Hochbahn Verwaltung, diefe Berhältnisie nicht unbekannt sind, und hofft daher auf eine geneigte Sufage. Die Hoch- und Untergrundbahn sollte den Wünschen des Berfonals nachkommen, um den Mangel an Berional und den ständigen schiet desselben zu vermeiden. Sie würde das an AusBildung wieder doppelt sparen; haben doch in den letzten Tagen nicht weniger als 30 Leute den Betrieb wieder verlaffen, die mit ihm schon genügend vertraut waren. Im Interesse des Verkehrs und der Sicherheit wäre es nur zu wünschen, die Angelegenheit baldigst zur Zufriedenheit beider Teile zu regeln. Kriegsausschuß für Volksernährung. Aus der Partei. Falsche Informationen. Der Parteivorstand bat in seiner gestrigen Veröffentlichung dargelegt, in welcher irreführenden Weise die Sozialisten anderer vänder manchmal durch zuschriften einzelner Genoffen aus Deutschland informiert" werden. Den dort gegebenen Proben möchte ich für meine Berfon noch eine hinzufügen, die zeigt, welche Aufschlüsse bisweilen die deutschen Sozialisten Ameritas von Deutschland aus über die Ursachen des Weltkrieges erhalten. Gs geschieht dies in dem Parteiblatt New Yorker Volkszeitung", der von Berlin aus Informationen" gegeben werden. Nachdem der Korrespondent erwähnt hat, daß es in Deutschland eine Militärpartei gäbe, fährt er wörtlich fort: Diefe Militärpartei stand vor dem Siege vor der Alter native: Krieg oder eine furchtbare Niederlage im Prozeß gegen Rosa Luxemburg." wahren. Mit anderen Worten: Der gegenwärtige Strieg ist von Deutsch In Berlin hat sich unter dem Namen„ Kriegsausschuß für land begonnen worden, um die Militärpartei von der ihr drohenden Voltsernährung" eine Organisation gebildet, die eine ein- furchtbaren Niederlage im Prozeß gegen Rosa Luxemburg zu beheitliche Aufklärung der Groß- Berliner Bevölkerung, be= fonders der Arbeiterfrauen und der Frauen des Mittelstandes folcher Weife informiert werden, die Haltung der deutschen soziale Das Sozialisten, die über die Triebkräfte des Weltkrieges in über preiswerte und schmackhafte Ernährung während des demokratifchen Bartei nicht begreifen können, liegt auf der flachen Krieges bezweckt. Vorträge und Sochübungen sollen diesem hand, wie es nicht minder flar ist, daß solche Informationen es Zwecke dienen. Der Aerzteausschuß von Groß- Berlin, der erschweren, mit den anderen sozialistischen Barteien zu einer Vers Nationale Frauendienst, die Zentralfommission der Kranken- ständigung zu gelangen. tassen, die Abteilung Kriegswohlfahrtspflege des Roten Sechs Zeilen nach der oben zitierten Auskaffung, in der er mit Streuzes usw. ,, haben sich in den Dienst der Sache gestellt, wenigen lapidaren Strichen der Welt die wahre Ursache des Krieges nachdem besonders Herr Geb. Medizinalrat Prof. Dr. Rubner enthüllt, sagt der Berliner Korrespondent der New Yorker Volkszeitung weiter: in den vorbereitenden Sigungen eindrucksvoll darauf hinEin trauriges Kapitel ist die geradezu entsegliche Unkenntnis gewiesen hatte, daß die in Deutschland vorhandenen Vorräte der tatsächlichen Verhältnisse selbst in Kreisen der Gebildeten." groß genug sind, ein Knappwerden der Nahrungsmittel zu Wer die tatsächlichen Verhältnisse so klar durchschaut, um die berhindern, wenn nur die richtigen Nahrungs Genoffin Rosa Luxemburg zum intellektuellen Urheber des gegen mittel benutt werden. Erster Vorsitzender ist Herr wärtigen Weltkrieges zu machen, hat freilich ein Recht, über die Wirklicher Geheimer Obermedizinalrat Ministerialdirektor entfeyliche Unwissenheit anderer Menschen zu jammern. Dr. Kirchner; stellvertretende Borsigende find Fräulein A. Gerisch. Dr. Gertrud Bäumer und Herr Kassenrendant Sto. blenzer, Schriftführer Herr Sanitätsrat Dr. Albert Moll, Berlin W. 15, Surfürstendamm 45. An diesen sind alle Zuschriften zu richten. Auskunftsstelle über Verwundete in Vereinslazaretten des XII. Korpsbezirks. Gewerkschaftliches. Die Beschäftigung in der Metallindustrie. hirster Arbeitszeit. Im weiteren Verlauf des Krieges trat dann eine Verbesserung der Beschäftigungszahl ein. Im Laufe des Jahres wollte man eine Rentralfommission für die Kistenmacher im Reiche bilden. Man fand die Unterstüßung Der Antrag bedeutender Zahlstellen des Holzarbeiterverbandes. auf Bildung der Zentralkommission war auf dem lebten Verbandstage dem Borstande überwiesen worden. Es war nun auch schon zuin 27. September 1914 eine Konferenz zweds Schaffung der Sentralfommiffion einberufen, wozu auch schon Anträge vorbereitet waren. Infolge des Kriegsausbruchs mußte auch diese Ingelegenheit für die Dauer des Strieges zurückgestellt werden. In der Jahresversammlung der Branche wurden nach dent Bericht der Branchentommiffion durch Bre dit in diefe gewählt: Haute, Precht, Bannad, Siebert, Dudert, Bernhard Krause, Nichard raft, Gustav Gramsch, August Krüger und Bernhard Sprung. Die Lubn- und Arbeitsverhältniffe der Zigarettenfabrik Zellermeyer sind schon des öfteren Gegenstand der Grörterungen gewefen. Dieser Tage beschäftigten fic eine Betriebsversammlung, in welcher der Gauleiter Robert Heusschel des Tabatarbeiter verbandes referierte. Nicht allein, daß die Löhne der im Betrieb beschäftigten Arbeiterinnen bedeutend niedriger find, als in allen tände vorhanden, die sich besonders in lebice Zeit mehren. 3 anderen Betrieben der Branche, so sind auch allerlei andere Mißdiesem gefellt sich bei den Arbeiterinnen und Arbeitern noch das Gefüst vollkommener Rechtslosigkeit. Wiederholt hatten die urbeiter dieser Firma den Verfuch gemacht, ihre Wünsche durch eine von ihnen gewählte Kommission der Fabriksleitung poriragen zu laffen, eine Gepflogenheit, die in allen Zigarettenfabriken sowie in fait allen anderen Fabriten üblich ist. Als nun neuerdings wieder der Versuch gemacht wurde, durch eine von den Arbeitern gewählte Kommission der Firma die Wünsche der Arbeiter vorzutragen, wurde auch or Empfang dieser Kommission glatimea abgelehnt. Am anderen Tage wurde den Zigarettenmachern mitgeteilt, daß Sonnabend darauf ihr Arbeitsverhältnis gelöit fei. Selbit em Verwandter des Firmeninhabers erklärte dem Comann der Fabrifommission, daß dies eine Folge des Vorstelligwerdens fet. Daraufhin versuchte der Gauleiter, mit der Firma zu verhandeln, um die Angelegenheit in Güte zu regeln. Herr Schnur, der Inhaber bes Betriebes, lehnte aber jedwede Verhandlung mit dem Deutschen Tabatarbeiterverbande ab. In der Betriebsversammlung führte der Gauleiter des Verbandes aus, es sei schwer zu verstehen, wie eine Firma, die auch ganz besonders an den Secreslieferungen beteiligt sei, jo rücksichtslos gegen die Arbeiter vorgehen könne. voll bestätigt, ja darüber hinaus festgestellt, daß auch eine Arbeiterin entlassen wurde, weil sie Einladungen zu der Fabritsbesprechung im Betriebe verbreitet habe, wogegen früher den Arbeiterinnen deswegen keinerlei Schwierigkeiten gemacht wurden. m Schluß der Versammlung wurde eine Resolution angenommen, in der gegen das rigorose Vorgehen der Firma Zellermeyer protestiert und die Gauleitung und Ortsverwaltung beauftragt wird. einmal diefe Angelegenheit dem Oberkommando in den Marken zu unterbreiten. In der Diskussion wurden die Mitteilungen des Referenten Ausland. Schon im Laufe des zweiten Kriegsmonats konnten nach Der Landesausschuß der Vereine vom Roten Kreuz im den Berichten von Unternehmern die im August durchgeführten Stönigreich Sachsen hat seit Witte Dezember in Dresden- A. Betriebsschließungen und Betriebseinschränkungen in der ( Marienstr. 17) eine Auskunftsstelle errichtet, in der Nachricht deutschen Metallindustrie zum Teil wieder aufgehoben werden. zu erhalten ist über die Belegschaft der Vereinslazarette, Ge- Ja, es waren sogar die Betriebe, die mittel- oder unmittelbar nesungsheime und Privatpflegeftätten des Bezirkes vom an den Kriegslieferungen beteiligt find, gezwungen, Ueber XII. Armeekorps. Durch Nachrichtenaustausch mit der Nach- stunden oder Wechselschichten einzuführen und, soweit dies die richtenstelle in Leipzig ist eine Ausdehnung des Auskunfts- Räumlichkeiten und Einrichtungen gestatteten, auch neue dienstes für das XIX. Storps ermöglicht, sodas also tatsächlich Arbeitskräfte einzustellen. In Betracht kommen da insbe die Auskunftsstelle den Bereich von ganz Sachsen umfaßt. fondere die Waffen, Munitions- und Waggonfabriken, Die Bewegung der Kohlenarbeiter von Yorkshire. Besonders ist darauf hinzuweisen, daß selbstverständlich auch Schiff, Automobil- und Flugzeugbau und die Werke und Am nächsten Mittwoch wird ein Referendum unter den Kohlenüber in Sachsen untergebrachte nichtfächsische Seeres- Betriebe für Geschüße und sonstige Kriegsfahrzeuge. Für arbeitern von Vortigire abgehalten werden. Wenn diefes Referendum angehörige und über Desterreicher und Ungarn diese Unternehmungen steht denn auch ein besonders glän- eine Zweidrittelmehrheit bringt, so ist der Streit von 50 000 stohlenAuskunft erteilt wird. Ferner übernimmt die Aus- zender Profit in Aussicht, während die Arbeiter nur durch arbeitern beschlossene Sache. kunftsstelle die kostenlose Vermittelung von Anfragen nach Ueberstunden und unter äußerster Anspannung aller Kräfte Revolverkugeln im Wirtschaftskampf. Kriegsgefangenen und Vermißten, da sie mit allen Nachweise- einen Wehrverdienst erzielen können. Selbst der Berein deuts stellen des In- und Auslandes in Verbindung steht. In Theodore Roosevelt im Staate New Jerien fam es uadi scher Waschinenbauanstalten hat auf Grund einer Umfrage einem Telegramm zu einem Revolverkampf zwischen mehreren festgestellt, daß die Striegszeit auch in diesem Industriezweig Hundert streifenden Arbeitern einer chemischen Fabrik und der voraussichtlich ohne allzu nachteilige Folgen überwunden Bolizei. Ein Arbeiter wurde getötet, neunzehn verlegt, davon drei werden wird. Demgegenüber gibt es allerdings auch noch schwer. einige Zweige in der Metallindustrie, in denen die Wiederauflebung des Geschäftsganges äußerst langsam vor sich geht. Es sind dies die Edelmetall, die Uhren- und die Metallspielwarenindustrie sowie das Metallschlägergewerbe. Auslegung der Gemeindewählerlisten. Nawawes. Die Wählerliste für die Bablen zur Gemeindevertretung liegt während der Dienftitunden in den Bureauräumen, Lindenstr. 56 links, aus. Wäbler, die am Tage teine Zeit haben, tönnen die Einsichtnahme in die Wählerliste auch den Genossen Way Singer, Briefterstr. 31; Stari Grubl. Brienerür. 69, oder Ernst Zöllner( Lagerhalter des Skonsumvereins), Sieten ftraße 18, übertragen. Lichterfelbe, Die Gemeinbewäblerliste liegt auch am Sonntag Lantwis. Die Liste liegt werftäglich von 9 bis 3 Uhr im Rathause ( Einwohnermeldeamt) aus. Genosse Bilhelm Richter, staiser Wilhelm Strane 35, ist auf Wunsch bereit, die Einsichtnahme für die Wähler zu von 11 bis 2 Uhr zur Einsichtnahme auf dem Rathaus aus. besorgen. Arbeitslosigkeit in der Metallindustrie ergibt sich aus den geEin recht übersichtliches Bild über den Rückgang der werkschaftlichen Arbeitslosenzählungen. In den in Frage kommenden fünf Organisationen waren im Durchschnitt von 100 Mitgliedern arbeitslos am Ort und auf der Reise zu Ende: Juli. Auguft September Dhober November 1914 Poldalaias 93770 1913 2,9 2,3 1912 1,8 91.2 2,5 1,2 18,7 2.7 1,2 8,9 3,2 2.7 1,8 3,0 1,5 Soziales. " Durchhalten." Es mehren sich die Fälle, in denen Brinzipale fich derjenigen Angestellten, die seinerzeit mit einer Gehaltsherabjebung einverstanden waren, unter nichtigen Vorwänden zu entledigen suchen. Gegen dieſe das Prinzip des„ Durchhaltens" brechenden Arbeitgeber wandte sich die 5. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts in einer bemerkenswerten Entscheidung. 11 Uhr noch in der Wohnung gehört. Als die K., die in Berlin Arbeitstage in der Metallindustrie noch weiter anhält. Aber Es wäre nur zu wünschen, daß die Besserung der beschäftigt ist, geſtern früh nicht zur Arbeit erschien, fragte der Arbeit leider muß das nicht unbedingt eintreten, da nach den Ergebs geber an, weshalb sie fortgeblieben sei. Dadurch wurde man erst aufmerksam darauf, daß sich die K. noch nicht nach Berlin begeben nissen der wöchentlichen Arbeitslosenzählungen im deutschen hatte. An der Wohnungstür nahm man bere 18 einen Gasgeruch Metallerbeiterverband die Arbeitslosenaiffer von 3,9 in der wahr, der nichts Gutes abnen ließ. Nachdem die Hausbewohner in dritten, auf 4,0 in der vierten Dezemberwoche gestiegen ist. das Zimmer eingedrungen waren, fanden sie die beiden Lebens- Allerdings keine freudige Aussicht für die deutschen Weetallmilden nur noch als Leichen vor. Sie waren im Schlafe durch das arbeiter. ausströmende Gas getötet worden. Der Tatbestand ergab. daß Selbstmord vorlag. Das Motiv zu der Tat ist jedoch unbekannt. Der Hebung der Volksernährung galt eine Veranstaltung der Laubenkolonisten Berlins und Umgegend, die am Dienstag in Obiglos Festjälen in der Koppenstraße stattfand und die sehr zahl reich besucht war. Das Referat hielt der Geschäftsführer des Das beklagte Schuhwarenhaus Stiller hatte sich auch bei Srien Deutschen Vereins für Wohnungsreform, Herr Dr. Mangold, der ausbruch mit feinem Bersonal auf der Basis einer Gehaltsherabfich über die Bedeutung der Laubenkolonien für die Voltsernährung febung geeinigt. Eines Tages im Dezember v. J. verlangte der verbreitete. In der Diskussion wurde auch das Projekt erörtert. Inhaber des Geschäfts von dem Rayonchef M., er solle das Personal brach liegendes Baugelände mit Startoffeln zu bebauen. Die Ver Die Durchschnittsarbeitslofenziffer hat sich demnach zum Puben der Fensterscheiben anhalten. M. bat jedoch den Chef, fammlung brachte zum Ausdruck, daß der Zweckverband, die Stadt- innerhalb der ersten vier Kriegsmonate von 21.2 auf 5.2 ver- er möge das lieber seiber den Damen sagen. Wie W. als Jeuge verwaltungen Groß- Berlins, die laudbesigenden Kirchengemeinden mindert. Jedoch verglichen mit den Ergebnissen der beiden workäuferinnen diese Arbeit anzubieten. Der Chef jagte dann au in der Verhandlung erklärte, war es thin peinlich gewefon, den und privaten Terrainbesiger ersucht werden soüen, mehr als bisher Vergleichszeiten, namentlich gegenüber dem Jahre 1912, ist der Klägerin D.:" Wenn der Hausdiener nicht da ist, müssen Sie für die Forderungen der fleinen Gartenbejizer und Laubenkolonisten die Differenz noch eine erhebliche. Den Durchschnitt( 52) felber einen Lappen nehmen und die Schaufenster_pußen." einzutreten, die gerade zur Striegszeit viel zur Hebung der Bolts- überschreitet im November 1914 nur der deutsche Metall- Die Verkäuferin darauf keine Antwort gab, fube St. fort: Sie ernährung beitragen können. arbeiterverband mit einer Arbeitslosenziffer von 5,3. Ver- fönnen überhaupt froh sein, daß Sie Beschäftigung haben. Meine Doppelselbstmord. Im Hause Lehderstraße 112 wurde gestern hältnismäßig die wenigsten Arbeitslosen hatte der Kupfer- Frau fährt herum in die Quartiere der Armen und sicht, was es morgen der Doppelfelbstmord eines Liebespaares entdeckt. Die Urschmiedeverband. In dieser Organisation stellte sich die Ar- für Elend gibt. Also nehmen Sie einen Lappen und puben Sie beiterin Else Stafche hatte im Haufe Nr. 112 in der dritten Etage beitslosenziffer im November 1914 auf nur 1,1 gegen 2,9 im das Fenster." Frt. D. erwiderio darauf nur das eine Wort ein einzelnes Zimmer inne. Vorgestern hatte sie den Besuch ihres November 1918. wohl". Der Jubaber erblickte in diefer Antwort eine RefpettBräutigams, des Arbeiters Nich. Schulz. Beite wurden abends um gericht die beklagte Firma, der Klägerin die ihr von Beginn des losigkeit und kündigte der Klägerin. Auf den Antrag der Klägerin hin verurteilte das KaufmannsKrieges gekürzten Gehaltsbeträge nachzuzabien. In der Begrünbung beißt es: Wenn ein Chef in Kriegszeit dem Bersonal die Weiterarbeit unter Serabjehung des Gehalts anbietet, so übernimmt er damit nicht eine öffentliche Arbeitslosenfürsorge. Das Personal willigt vielmehr in eine oft erhebliche Winderung des Ginkommens in der Erwartung, daß es über den Krieg hinaus gesichert ist, und der Prinzipal übernimmt die Verpflichtung, das Personal zu halten, soweit es irgend seine Sträfte gestatten. Ein wichtiger Grund zur Kündigung lag in diesem Falle nicht vor, Es Ein tödlicher Straßenunfall hat sich am geftrigen MittwochnachDie Branche der Riftenmacher hatte bereits im Jahre 1913 ist menschlich verständlich, wenn die Klägerin, von der eine solche mittag gegen 8 Uhr im Osten ereignet. In der Willenstraße bielt mit einer ziemlich großen Arbeitslosigkeit zu rechnen. 1914 war Arbeit noch nie verlangt worden war, im ersten Moment stubig zur genannten Zeit ein Bierwagen der Berliner Bockbierbrauerei und diese im ersten halben Jahr eine ganz gewaltige, was auch den wurde und nichts erwiderte. Daß das Werlangen bei ihr keine ber Rutcher Seits ſome der Mitfahrer waren mit dem Abladen ungünstigen Verlauf der infolge der Maifeier, erfolgten Aus. befondere Freude auslöfte, kann man wohl begreifen. Das zweite beschäftigt, als plöglich ein Kraitwagen in ziemlich schneller Fahri sperrung zur Folge hatte. Bei Ausbruch des Krieges wurde die Verlangen des Beklagten aber war eine Kränkung der Klägerin, so dicht an dem Bierwagen vorbeifuhr, daß Lemke von dem Auto Arbeitslosigkeit noch größer. Der geltende Tarif lief bis zum der von ihm angeschlagene Ton entbehrte völlig der Berechtigung. erfaßt und umgerissen wurde. Der Bebauernswerte geriet dabei 1. August 1914. Die Unternehmer versuchten, in der Branche Die Sündigung der Klägerin iſt zwar zulässig, aber der Beklagte unter das Automobil, wurde überfahren und erlitt so schwere innere einen Tarif einzuführen, mit dem man nicht aufrieden sein konnte. muß die Differenz bis zu dem Gehalt, das die Klägerin normaterund äußere Berlegungen, daß er blutüberströmt und besinnungslos Die Kommission arbeitete damals einen Gegentarif aus. Bevor weise zu beanspruchen hätte, nachzahlen. liegen blieb. Der Verunglückte wurde nach der Rettungsstation am aber ein Abschluß in der Tariffrage möglich war, brach der Krieg Görliger Babnhof gebracht, wo der Arzt aber nur noch den bereits eingetretenen Tod feststellen konnte. Wer ist der Tote? Vor dem Neuköllner Grundstück Wiefenufer Nr. 1-2 wurde am Dienstag die Leiche eines noch unbekannten Mannes aus dem Wasser gezogen. Der Tote, der schon längere Beit im Wasser gelegen bat, ist zirfa 40-45 Jahre alt. Er war bekleidet mit einer braungestreiften Hoie, einem blauen Jackett und einem Ueberzieher. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Berlin und Umgegend. aus. So endete die Angelegenheit schließlich damit, daß die Arbeitgeber sich einem Beschlusse des Arbeitgeber- Schubverbandes anfchloffen, wonach die Säze des abgelaufenen Tarifs während des Strieges weiter gezahlt werden sollen, Trezdem versuchen folche Unternehmer, die Konferventisten herstellen, Abzüge au machen. Einige dieser Unternehmer meinten, sie fönnten fonit nicht zurechtkommen. Dem steht entgegen, daß die Heeresverwaltung an sich gute Preise zahlt. Jene Aeußerungen lassen sich nur so erklären, baß sich die Unternehmer gegenseitig unterbieten, Gerichtszeitung. Zum Kriegsnotgeses. Das Gesey betr. den Schuh der infolge des Krieges an Wahrnehmung ihrer Rechte behinderten Personen vom 4. August 1914 bestimmt im§ 3 3iffer 2: Das Brozeßgericht hat auf Antrag des Bartei vermöge ihres Dienstverhältnisses zu den mobilen Teilen Vertreters die Ausfezung des Verfahrens anzuordnen, wenn eine Arbeiterbildungsschule. Heute Donnerstag, den 21. Januar, ist über die Beschäftigung in der Branche gemacht. Diefe eritredten Ende August wurden, soweit es möglich war, Feititelungen die Bibliothek von 8-9 Uhr abends geöffnet. Sie befindet sich sich auf 51 Betriebe, in denen vor dem Kriege 546 istenmacher der Land- oder Seemacht gehört. Lindenstr. 3. IV. Hof, rechts 3 Treppen. beschäftigt waren. Von diesen 51 Betrieben hatten zwei geschlossen. In den übrigen 49 Betrieben waren zur Zeit der Feststellung nur Nun herrscht in Theorie und Rechtsprechung noch ein Zivienoch 372 Kistenmacher beschäftigt, also 68 Proz. Davon waren 274 spalt der Ansichten über die Frage, ob in einem Rechtsstreite, in im Holzarbeiterverband, 7 in anderen Organisationen und 91 un- dem eine offene Handelsgesellschaft flagt oder verklagt ist, das Verorganisiert. 165 Kistenmacher in 31 Betrieben arbeiteten bei verfahren auf Grund jener Bestimmung ausgesetzt werden kann, wenn Der wahre Jakob erscheint voraussichtlich Freitag früh. Die Ausgabe an Händler erfolgt bereits in der Nacht von Donnerstag zu Freitag von 1 Uhr morgens ab in der Expedition des Borwärts", Lindenstr. 3. einer der Gesellschafter sich im Felde befindet. Es liegen darüber widersprechende Ansichten nicht nur der Theoretiker, sondern auch widersprechende Entscheidungen einzelner Senate des Kammergerichts vor. Kleine Nachrichten. Zwei Kinder erstickt. Mittwoch, den 20. Januar. Ieisch: Rindfleisch ber 50 kg, Dahlen. fleisch Ia 82-91, do. IIa 74-80, do. Ia 70-73; Bullenfleisch la 78-83, bo. Ila 70-77; the, jett 65-68, do. mager 50-58, do. dänische 50-58; rejser 60-72, Fresser, dänische, 40-50, Bullen, dänische, 58-70; Kalbfleisch, Toppellender 125-135; Mastfälber Ia 95-105, bo. IIa 65-80; Stälber ger. gen. 45-55. Hammelfleisch: Mastlämmer 90-95; Hammel Schweinefleisch: Schweine la 82-90, do. Ila 76-81; Schafe 76-82. fette 80-86, sonstige 75-79, dän. Sauen 00-00, Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Daberjaje 50 kg 0,00; weiße Staiser kronen 0.00; Magnum bonum 0,00; Woltmann 3,50-3,75; Borree, Schod 0,70-1,00; Sellerie, Schock 3,50-7,00; Spinat 50 kg 7,00-20,00; Mohrrüben 3,00-4,00; Wirsingkohl Schod 4,00-10,00; Wirsingfobl 50 kg 5,00-6,00; Weizkohl Schod 3,00-8,00, Weizkohl 50 kg 4,00-5,00; Rotkohl, Schod 4,00-10.00; Rotkohl 50 kg 3,00 bis 5,00; Grünkohl 50 kg 6,00-1000; Stoblrüben 50 kg 3,50-6,00; Teltower 50 kg 12,00 16,00, Märfiiche Rüben 50 kg 3,00-10,00, 50 kg 25,00-35,00, Meerrettich Schock 6,00--14,00; Petersilienwurzel Schockbund 1,00-3.00; Zwiebeln 50 kg 12,00-13,00, Apfelsinen: italienische 50 kg 10,00-11,00, dito 200 Stüd 8,00-9,00. 300 Ct. 9,00-10,00, Murcia 200 St. 8,00-13,00, dito 300 Stüd Rüben Die Blätter für Rechtspflege" veröffentlichen wieder eine Ein bedauerliches Unglück hat sich in der oberschlesischen OrtReihe von Beschlüssen des 5., 6. und 10. Zivilsenats des Kammer- fchaft 3alenze ereignet. In Abwesenheit der Eltern entstand in gerichts, in welchen jene Frage bejaht wird. In diesen Beschlüssen dem Schlafzimmer eines Eisenbahnbeamten ein Brand. Als die wird übereinstimmend ausgeführt: Der Zweck des Gesetzes vom Nachbarn eindrangen, fand man die beiden Kinder erstickt vor 4. August 1914 sei, die zu mobilen Truppenteilen gehörenden Kriegs- Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. teilnehmer während dieser Zugehörigkeit zu schüßen und sie davor zu bewahren, daß sie in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten während Mitgefühl in Feindesland. dieser Zeit nicht oder nicht genügend wahrnehmen können. Dieser „ Steinarbeiter" finden wir den folgenden charakteristischen Zweck des Gesezes würde nicht erreicht werden, wenn man die Brief eines Arbeiters, der bei einem Landsturmbataillon im Westen Ausschung des Verfahrens gegen die offene Handelsgesellschaft steht: nicht zulassen würde, falls auch nur einer ihrer Gesellschafter nicht Am ersten Weihnachtstag haben wir einen Ausflug gemacht in zu den mobilen Truppenteilen gehört. Im Beschluß des 6. Zivil- die Umgegend von 2. Die Gegend ist sehr schön. Wir waren bis senats vom 4. Januar 1915 wird u. a. gesagt:„ Das Verfahren ist..., einem großen Dorf mit herrlicher Kirche im Barockstil, ge= 8,00-14,00, Messina 160 St. 11,00-12,00, 200 t. 9,00-11,00, 300 St. gegen einen Gesellschafter auf Grund des Gesetzes vom 4. August kommen. Hier hat die Schlacht arg getobt. Schwer beschädigt sind die Kirche und die Häuser des Oberdorfes. 1914 unterbrochen; die Unterbrechung ergreift aber auch die anderen Beklagten. Denn die Klage ist auf Grund einer Gesellschaftsschuld erhoben, für die die Gesellschafter gemäß§ 128 des Handelsgeseßbuches als Gesamtschuldner haften. Da ein besonderer Verpflich tungsgrund ihnen gegenüber nicht geltend gemacht ist, kann das Rechtsverhältnis allen Beklagten gegenüber nur einheitlich festgestellt werden, sie sind notwendige Streitgenossen(§ 62 der Zivilprozeßordnung). Die einheitliche Entscheidung setzt aber eine einheitliche Verhandlung voraus, ein Verhandlungstermin kann also so lange nicht anberaumt werden, als nicht alle Beklagten rechtsgültig geladen werden können." Auf völlig entgegengeseztem Standpunkt steht ein Beschluß des 23. Zivilsenats, welcher besagt:" Die offene Handelsgesellschaft kann nach§ 124 des Handelsgesetzbuches unter ihrer Firma lagen und verklagt werden. Sie ist daher parteifähig und muß im Prozeß als selbständiges Rechtssubjekt behandelt werden. Bei der Klage gegen eine offene Handelsgesellschaft sind mithin nicht die Personen der einzelnen Gesellschafter verklagt, sondern Beklagte ist die offene Handelsgesellschaft als solche. Der Umstand, daß ein Gesellschafter in Felde ist, kann die Aussehung nicht rechtfertigen, denn der einzelne Gesellschafter ist, wenn nur die Gesellschaft verklagt ist, nicht Partei." 8,50-11,00. Messina Blut- 80 St. 9,00, do. 100 St. 7,00-8,75, Do. 150 St. 7,00-10,00. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Freitagmittag: Im Südosten anfangs noch ziemlich heiter und leichter Frost. im Westen und längs der Küste, später auch öhlich der Dder in den Tagesstunden mild und größtenteils bewölkt, ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Theater 8 Uhr: ,, Extrablätter!" 48/49. Abends 8 Uhr: Auf den Schlachtfeldern Ostpreußens. Hörsaal 8 Uhr: Prof. Dr Löb: Der Mann ist im Krieg. Zwei Tage vor der Schlacht ge= Hier trafen wir eine Familie mit neun lebenden Kindern an. bar die Frau ihr zehntes Kind. Im Keller verbrachte die Aermste ihr Wochenbett. Das kleinste sind verstarb alsbald an Krämpfen. Heute leiden diese Armen noch bittere Not. Nachdem ich mir noch mancherlei erzählen ließ, schrieb ich der Frau meine Adresse auf, damit sie sich eine Weihnachtsgabe holen könnte. Als wir unt 1 Uhr zur Barade zurüdfamen, habe ich unter den Kameraden Theater für Donnerstag, 21. Januar URANIA Taubenstr. eine Sammlung von Lebensmitteln veranstaltet. Gefammelt habe ich sechs Brote, etwa 60 Suppenwürfel, drei Pfund Katao, Butter, Speck, Schmalz, Zigarren, Hemden, Taschentücher, Kerzen und eine Menge Süßigkeiten aller Art. Einige andere Kame= raden stifteten noch Reis, Kaffee und Konserven. Als die Frau, wie verabredet, mit einem Manne zu uns fam und den Haufen der Sachen fah, die ich gesammelt hatte, we inte sie bitterlich. Gar manchem wetterharten Landsturmmann, der zusah, rollte eine Träne in den Deutsches Opernhaus, Charlottenb. Es war für mich und die Kameraden ein Werk der Nächstenliebe, ein Bart. Nie im Leben werde ich diefe Szene vergessen. 8 Uhr: Oberon. Erjazz für dasjenige, was wir am Weihnachtsfeste entbehren mußten. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Für unsere Lieben zu Hause konnten wir nichts tun, so haben 8 U.: wir es denn hie- getan in Feindesland. Es hat uns allen Gasparone. wohlgetan, diesen Armen über die bitterste Not hinweggeholfen zu haben. Am andern Tage sind wir nach einem andern Dorfe V. gegangen. Auch hier haben wir Schokolade, Tabak und Zigarren ver= teilt. Die Einwohner waren sehr liebenswürdig und dankbar." Großfeuer. Welche von beiden Auffassungen trifft zu? Unseres Erachtens die des 5., 6. und 10. Zivilsenats, die sich für Aussehung des Verfahrens ausspricht. Der Zweck des Gesezes muß das entscheidende sein. Die formalrechtliche Konstruktion des 23. Zivilsenats, nach Nach einer Meldung aus Trenton im nordamerikanischen Staate der die aus den beiden Kriegsteilnehmern Schulze und Müller be- New Jersey) zerstörte ein Feuer die Werke der John A. Roeb stehende offene Handelsgesellschaft Schulze u. Co. etwas ganz ling Sons Company im Werte von einigen Millionen Dollar. anderes sei als die beiden Kriegsteilnehmer, läßt sich von der formal- Da diese Gesellschaft isolierte Telephon- und Telegraphendrähte für juristischen Hülle täuschen und übersieht den Kern, den wahren Kriegszwecke sowie Geschirrteiten für Artillerie herstellt, vermutet man Brandstiftung. Inhalt einer offenen Gesellschaft. Aus Industrie und Handel. Getreiderequisition in Oesterreich. Wien, 20. Januar. Wie das Fremdenblatt" erfährt, hat die gestern abgehaltene Ministerfonferenz die Requisition der in Desterreich befindlichen Getreidevorräte beschlossen, falls sich die Notwendigkeit hierzu ergeben sollte. Die Mitteilungen, die über die in Desterreich noch verfügbaren Getreidevorräte erfolgt sind, lassen die Behauptung zu, daß der Stand der Vorräte als überaus befriedigend anzusehen ist und daß eine eventuelle Requisition ganz erhebliche Resultate erzielen würde. Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Adlershof. Heute Donnerstag, abends 6% Uhr, im Gemeindeamt, Bismardstraße 1. Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Luther. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Zwei leuchtende Punkte. Kleines Theater 8 Uhr: Jettehen Gebert. Komödienhaus 8 Uhr Biedermeier. Z. 25. Male: Lessing- Theater 8 Uhr: 2 × 2-5. Lustspielhaus 8. U.: Leutnantsmündel. Metropol- Theater Diefe Sitzungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be 8 Uhr: Woran wir denken! rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Allgemeine Familiensterbekasse. Sonntag, den 24. Januar, Bahl- und Aufnahmetag von 3-6 lor, im Restaurant Gerichtstr. 12/13, und Budower Str. 14. Eingegangene Druckschriften. gemeine Striegszeitung. Wöchentlich 1 Hest 25 Pf. Deutsche Verlagsanstalt, Illustrierte Geschichte des Weltkrieges 1914. eft 12-15. A. Stuttgart- Berlin. Briefkasten der Redaktion. In der Sizung wurde auch eine Verordnung betreffend neue Backvorschriften besprochen. Allerfeits wurde der festen Gutschlossenheit Ausdruck gegeben, alle zur Sicherheit der Volksernährung notwendigen Maßnahmen mit vollster Energie zu treffen. rechis, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend Kriegsgetreidegesellschaft in Desterreich. Unter Mitwirkung der Wiener Banken soll jetzt in Desterreich eine Getreideeinkaufs- und Handelsgesellschaft nach deutschem Muster errichtet werden. Die Verhandlungen stehen vor dem Abschluß. Enteignung der Weizenmehlvorräte in Dänemark. Die„ Hamburger Nachrichten" erfahren aus Kopenhagen: Die Regierung beschloß die Enteignung der gesamten in Dänemark befindlichen Vorräte an Weizenmehl. Sie verfolgt damit die Absicht, einer drohenden Preissteigerung entgegen zu wirken. Der Wert der gesamten Vorräte wird auf 2 Millionen Kronen geschäßt. Krieg und wirtschaftliche Krise. Der Londoner Bankier Becket führte bei der Jahresversammlung der Handelskammer in Leeds aus, daß die wirtschaftliche Krise, in die der Krieg England gebracht habe, den finanziellen Weltstatus um hundert Jahre zurückbringen würde. Selbst nach dem Friedensschluß bestehe nur eine Aussicht auf dunkle Zeiten. Deutsche Schiffe in England. London, 20. Januar.( W. T. B.) Die Admiralität hat beſchloſſen, eine Anzahl beschlagnahmter deutscher Kohlendampfer auf eigene Rechnung fahren zu lassen, und zwar zus nächst die Dampfer Henry Fürst" und Albert Clement". " Der deutsche Grundbest in Rußlaud. Montis Operetten- Theater 8 Uhr: Der liebe Pepi. Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 8 Uhr: Sein ganzes Glück. Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Husarenfieber. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Nora. Die juristische Sprechstunde finbct für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftast en bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche Thalia- Theater Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen leine Abonnements auittung 8 Uhr: Kam'rad Männe. beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Berträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. Theater am Nollendorfpl. 8. 8% U. Immer feste druff! Schöffe 12. Sie werden durch eine ärzliche Bescheinigung glaubhaft nachweisen müssen, daß die Krankheit, die sie zum Amt eines Schöffen un fähig macht, in Wirklichkeit besteht. Der Schöffe betommt für jeden Sigungs- Theater a. d.Weidendammerbrücke dienst eingezogen werden. tag 5 M. Diäten. 3. 47. Stann selbstverständlich noch zum Militär- 8.10 U.: Die deutsche Marke. R. B. 30. Begen Lungenleidens dienstuntauglich. W. A. 1. Wegen Erkrankung der Augenlider dienst untaugli.. 9. 3. 200. Sie haben Anspruch auf Unterſtübung. 8 Uhr: Waldmeister. Wenden Sie sich mit Ihrem Antrag an die Steuertasse unter Borlegung . v. 32. 1. Ja. 2. Nein. eines Ausweises, daß Ihr Mann im Felde steht.. D. 96. Ja. Theater des Westens 6. S. 27. 1. Es wäre schon besser, Theater in der Königgrätzer Straße in unsere Sprechstunde. 2. Der Wirt ist nicht verpflichtet, einen Mieter vir fönnten Einsicht in den Vertrag nehmen; vielleicht kommen Sie 8 Uhr: Königin Christine. zit nehmen. 3. Sie tönnen deshalb die Wohnung nichi räumen. 4. Der Trianon- Theater Wirt fann die Sachen einbehalten. 5. Ja. R. B. 25. In lateiniſcher 8, U. Das Liebesnest. Schrift. Sonst die Jynen bekannte deutlich geschriebene Adresse. F. D. 476. Beim Landgericht. 2. Ja. 3. Nein. 4. Die Kosten trägt unterliegende zu die en su empfehlen, bie Bersicherung zu zahlen.- 8. 40. Begen Gr 8 U.: Götz von Berlichingen. B. 8. 101. Ja. 7. S. 63. Es ist Volksbühne. Theater amBülowplatz frankung der Gelenke landsturmpflichtig. wird auch jetzt sofort vollstreckt. 2. B. 200. Die Strafe Luisen- Theater. - 2. 73. Wegen Krampfadern landsturm Walhalla- Theater pflichtig. A. M. 301. 1. Ja. 2. Ja. 3. Nein, nur eine Unterstügung 844 U: Das Farmermädchen. an die Mutter wird gezahlt. Gilt 1915. Erheben Sie Widerspruch gegen den Zahlungsbefehl und kommen Sie mit der Klage in die Sprech K. 3. 24. Verbieten Sie durch eingeschriebenen Brief dem tunde. Wirt vor allen Dingen den Verkauf der Sachen. Lagergeld hat er nur zu Heute 8.15 u. Sonnabend: Das große beansbruchen, wenn er den Nachweis erbringt, daß er Lagergeld gezahlt hat. ingen.- Freitag: Heimat.- Sonn S. K. 5. 1. Die Mutter hat 250 M. zu beanspruchen; sie muß aber abend 4Uhr: Dornröschen.- Sonnt. besonderen Antrag stellen. 2. Die Namensänderung fann jederzeit ge- 3 Uhr: Bom Glück vergessen. vom Roten Kreuz in Berlin, Leipziger Snaße 13. 2. Diese Erklärung muß -Die Sprengmittel im Kriege. Bei SARRASANI im Buschgebäude entfesselt täglich Stürme von Beifall der kleinste Mann der Welt als Besieger Englands. Heute großer Sportabend. Casino Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Wieder ein neuer Schlager. Der größte Erfolg seit Bestehen: Durch Bick und Dünn. Bolts- Lustspiel in 3 Att. v. Hans Berg. Dazu erfttiass. Soez.- Kriegsaufnahm. Sonntag 4 Uhr: Deutsche Mütter. Zirkus Alb. Schumann Heute 21. Januar, Anf. 7, Uhr: Gr. Gala- Vorstellung u.a.: Der fallende Mensch Urian, der männl. Orang- Utang, als Akrobatu. Billardkünstler. Mery Jakly in ihrem Originalakt. Weise mit seinen 5 Bären als Radfahrer u. Rollschuhläufer. Barons Löwen- und Tigergruppe Gebr. Ernst u. Oskar Schumann. Um 9 Uhr: Um 9 Uhr: Ost und West. Großes patriotisch. Schaustück aus der Gegenwart in 4 Akten m. d. phänom. Schlußapotheose ARTEN Grete Wiesenthal. Robert Steidl sowie der glänzende Januar- Spielplan. Kleine Preise! schehen. E. 2. 106. 1. Zentralfomitee des Preußischen Landesvereins 8.15 Ultr: Der wilde gelbe Mohn. Voigt- Theater. der Vater an Gerichtsstelle abgeben.- Brotbeutel. Brotbeutel. Alte Barteigenossin Reichshallen- Theater. A.... g": Rennen Sie uns Ihre Wohnung. 5.. 101. Rein. Nach einer Meldung der jetsch" wird die russische Gesetzes5. G. 800. Benden Sie sich an die FrauenB. R. 100. Rein. vorlage über die Liquidation deutschen Grundbesitzes gegenwärtig flinik in der Ziegelstraße. 5. 4. Wegen allgemeiner Körperschwäche . 100 Proz umgearbeitet. Die Grundzüge der neuen Borlage sind: Deutscher landfiumplichtig, kann aber noch eingezogen werden. Grundbesitz soll beschränkt sein in einem Streifen von 100 Werst wäre es, Sie tämen mit den Akten zu uns in die Sprechstunde. ist die volle Rente. Sie haben jedenfalls feine höheren Ansprüche. Besser P. B. von der südlichen und 150 Werst von der westlichen Grenze. Die 1000. 3wei Jahre. R. 25. Wenn Sie die Kündigung rechtzeitig F. M. 6. Borlage betrifft nur Personen, die jetzt noch zu den Untertanen der dich eingeschriebenen Brief geschickt haben, ist fie gültig. F. B. 20. Nein. 2. B. 12. Wiederholen Sie bitte Ihre Frage. Rußland feindlichen Mächte gehören. Die Frage über Personen, Die Höhe des Honorars ist von mancherlei Umständen abhängig,.. die nach dem 21. Dezember 1870 russische Untertanen wurden, soll davon, wie lange Zeit der Arzt zu der Untersuchung bedurfte, ob er sonst bebesonders behandelt werden. Aus der Frauenbewegung. Sozialdemokratischer Frauentag in der Schweiz. Der Zentralvorstand des Schweizerischen Arbeiterinnenvereins veranstaltet auf Sonntag, den 7. März, wie seit Jahren den sozialdemokratischen Frauentag. Es werden wieder in allen Teilen des Landes Versammlungen abgehalten, in denen in Verbindung mit der Frage des Frauenstimmrechts auch das Thema„ Die Frauen und der Krieg" besprochen werden soll. In jeder Versammlung werden wieder eine Genoffin und ein Genosse referieren. sondere Verrichtungen vornehmen mußte usto. Anscheinend ist der Betrag von 20 M. angemessen. A. W. 10. Sie müssen die Stosten allein tragen. 8. S. 1419. Sie müssen ein neues Armenattest baben. Der Rechtsanwalt wird jedenfalls schon Befriedigung von der Gegenpartei erhalten haben. Der Mann haftet nicht für die Schulden. J. S. 25. 1. Ja, wird aber wahrscheinlich jetzt nicht mehr berücksichtigt. 2. Das Gesuch ist bei der Stellung mitzubringen. Salutie 83. 1. Der Unterhaltsanspruch fann trotzdem geltend gemacht werden. 2. Der Betreffende muz natürlich einen Paß haben.- O. S. 14. Wenn Lebensgefahr vorhanden war, fonnte der Arzt zur Amputation schreiten. Die Forderung hierfür ist etwas H. Sch. 39. Gie hoch, aber trotzdem tamn der Arzt soviel verlangen. 2. G. Brit 100. Sie müssen Steuer zahlen. werden die Strafe bier abbüßen tönnen. Selbstbeschäftigung wird Ihnen nicht gestattet werden. H. K. 35. Die Steuerzahlung hat damit nichts zu tun. Sie haben 2. K. 35. Die aber auch sonst keinen Anspruch auf Unterstützung. Frau erbt, die Kinder Das Pflichtteil beträgt die Hälfte vom gesetzlichen Erbteil. M.. 97. Sie find natürlich an den Lehrvertrag gebunden und können nicht ohne weiteres fündigen. 31 Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Marttballen.( Dbne Verbindlichkeit.) Stettiner Sänger. Zum Schluß: ,, Unser Oskar" Anfang 8 Uhr. Militärpersonen und deren Ans gehörigen vollfommen freier Zutritt zu den Badstr 58. Badstr. 58. Morgen Freitag, den 22. Januar: Der Leiermann u. sein Pflegekind. A Original Volfsstüd in 5 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Staffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Theater Folies- Caprice 84 Possen- Theater Moritz wird energisch. Das Leutnantsfenster. Landwehrleute. Stett. Sängern. Martin Kettner a. G. Kopfläuse mit Brat vernichtet radikal Goldgelst. W. Z. 75 198. Farb- u. gesuchlos. Reinigt d. Kopfhaut v. Schuppen u. Schinnen, beförd. d. Haarwuchs, verhütet Krankheit d. Kopfhaut, Haarausfall u. Zuzug neuer Parasiten. Wichtig f. Schulkinder. Tausende v. Anerken..ung. Echt nur in Kartons à 1.00 u. 0.50 M., niemals offen ausgewogen. In Apotheken u. Drogerien. Man weise Nachahmungen zurück, die z. Zwecke der Täuschung vielfach ähnlich klingende Namen tragen, und achte genau auf die Firma d. alleinig. Fabrik. Rademacher& Co., Siegburg, und d. Namen Goldgeist! Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 8%