Nr. 22.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerands: Bierteljährl 3,30 ML., monatl. 1,10 m., möchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 3 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt" 10 B. Boft Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post Seitungs. Breisliste. Unter treuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Marf pro Monat Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemar?, Holland, Italien, Luremburg, Portugal Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Seträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Bfg., fi politische und gemertschaftliche Bereine und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bi ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruc Wort 20 Big.( zulässig 2 fettgedrudie Borte), jedes meitere Bort 10 Pip. Stellengesuche und Schlafstellenia. zeigen das erste Bort 10 Bfg., jedes meitere Bort 5 Bfg. Borte über 15 Buch staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Summer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erbedition i bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegrammt- Adresse: Sozialdemokrat Berlin", Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morisplas, Nr. 151 90-151 97. Freitag, den 22. Januar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplatz, Nr. 151 90-151 97. Artillerie- und Schüßengrabenkämpfe. Der Angriff der deutschen Luftflotte. Rotterdam, 20. Januar.( W. T. B.) Der„ Rotterdamsche Courant" meldet aus London: Die Leute hatten hier allmählich den Glauben verloren, daß wirklich die Zeppeline tommen würden, aber nun sind sie doch hier gewesen und haben Bomben getborfen. Die Nacht war dunkel und still. Die Leute erzählen. daß, während Yarmouth von Explosionen erzitterte, niemand ein Zuftschiff ſehen konnte. In London wurden die Vorsichtsmaßregeln fofort verdoppelt. Die Special Constables( Hilfsschuleute) wurden aufgeboten usw., aber kein Zuftschiff erschien, obwohl der„ Daily Telegraph" versichert, daß eins an demselben Abend über Gravesend gesehen wurde. Die Blätter melden, daß die betroffenen Küstenstädte wieder ihr gewöhnliches Aussehen angenommen haben. Jeder ging morgens an seine Arbeit. Die Presse spricht ihre Entrüstung über den Mordanfall auf wehrlose Menschen aus, dem feine militärische Bedeutung zuläme. Die einzige Wirkung werde sein, daß die Entschlossenheit des englischen Volkes größer sein werde wie je. Die Nacht war ziemlich flar. Die Umrisse der Flugschiffe waren deutlich erkennbar. Zwei tamen um 8, Uhr aus der Richtung vom Sie blieben nur zehn MiMeer und ließen vier Bomben fallen. nuten und flogen dann oftwärts. Um 11 Uhr 45 Minuten fam wieder ein Luftschiff über die Stadt. Es tam aus dem Innern des Landes von Südwesten und flog nach Aussagen von Polizeibeamten fehr schnell. Es ließ feine Bomben fallen, während es über yarmouth flog. Es verschwand in östlicher Richtung. 10356 ingham NORD SEE Grewe Sunderland Hartlepool Whilby Scarborough York Hull Manchester Nottingham Birmingham Cheltenha Kings Lynm Peterborough Oxford LONDON Bristo Sheringfram Cromer 175 km Yarmouth Lowestoft 50 100 Kat AMSTERDAM S Gravenhage Utrecht Rafferd Holland Jpswich Harwich Graves Chalam Sherriess over Xcalaisim Boulogne Lille Portsmouth Newhaven Southamp Portland 31.Omer Frankreich Somme Simiehs Dieppe Cherbourg LeHavre Rouen Laiens Granvil Olse о Antwerpen BRÜSSEL Douai Maubeu PARIS ge La fere Laon Reims Marne Verdun Chalon s Tout Zum ersten Luftangriff auf die eriglische Küste. " Die Meldung des Großen Hauptquartiers Amtlich. Großes Hauptquartier, den 21. Januar 1915.( W. Z. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Küste und Lys fanden auch gestern nur Artilleriekämpfe statt. Der vorgestern von uns genommene Schüßengraben bei Notre Dame de Lorette ging heute nacht wieder verloren. Nordwestlich Arras griffen die Franzosen beiderseits der Chaussee Arras- Lille wiederholt an, wurden aber zurückgeschlagen. Zehn Jahre. ( 3um 10. Jchrestage des Blutsonntags in Petersburg.) Ant 22. Januar 1905 trug der Telegraph nach allen Rid tungen die Kunde, daß die Arbeiter Petersburgs, die in end lojen 3ügen, feiertäglich gekleidet, nach dem Winterpalai hinströmten, um dem Zaren ihre Forderungen zu überreichen. auf den Straßen und Plägen der Hauptstadt niederfortätscht und niedergemegelt wurden. Mit Heiligenbildern und Barenporträts waren sie unter Führung des Popen Ga pon vor das Schloß gezogen, um Bäterchen Zar" die Not ihres Daseins zu flagen. Doch die Salven der zarischen Leib cegimenter durchbohrten nicht nur die Heiligenbilder und Barenporträts, sie vernichteten auch mit Hunderten von Wienschenleben, den noch in den Massen wurzelnden Glauben an den Monarchen und verwandelten den friedlichen Zug des mischen Auftakt zur russischen Revolution. Petersburger Proletariats vor das Zarenschloß in den stürSüdwestlich Berry- au- Bac wurden den Franzosen zwei Schüßengräben abgenommen, die trotz lebhafter Gegenangriffe von uns be- hatte Beter v. Struve, damals der Wortführer der libe hauptet wurden. 11 Noch zwei Tage vor dem Blutsonntag in Petersburg ralen Opposition, in dem illegalen, im Ausland herauss gegebenen Organ der Liberalen Dswoboshdenije"( Befrei Französische Angriffe gegen unsere Stellun- ung) geschrieben:" Es gibt noch fein rebolutio näres Volf in Rußland!" Die stürmische revolutio gen südlich St. Mihiel wurden abgewiesen. näre Bewegung, die im Anschluß an die Petersburger BorNordwestlich Pont- a- Mousson gelang es, gänge fich über das ganze Reich ausbreitete, erbrachte den einen Teil der uns vor drei Tagen entrissenen Beweis, daß der russische Liberalismus, der sich schon damals Stellungen zurückzunehmen. Unsere Truppen auf der Borderszene des politischen Lebens spreizte und seine eroberten dabei vier Geschütze und machten gab, den wichtigsten Faktor der politischen Entwickelung Ruß lendenlahmen undgebungen" als politische I aten ausmehrere Gefangene. Um den Rest der ver- lands übersehen hatte die zu eigenem Leben er loren gegangenen Stellung wird noch gekämpft. wachte Arbeiterklasse. Dieser Faktor, den nur die In den Vogesen nordwestlich Sennheim Sozialdemokratie richtig eingeschätzt hatte, trat nun in den Vordergrund des russischen Lebens. Immer stärker an dauern die Kämpfe noch an. schwellend, führte die Bewegung der Arbeiterklasse, die in der Gärung der Bauernschaft und in der Unzufriedenheit des Bürgertums wichtige Bundesgenossen fand, zu dem Generalstreit im Oftober 1905, der die Regierung ant Deftlicher Kriegsschauplatz. In Ostpreußzen ist die Lage unverändert. Ein kleineres Gefecht östlich Lipno verlief für uns günstig, 100 Gefangene blieben in unserer Hand. Im Gelände westlich der Weichsel nordöstlich Borzimow schritt unser Angriff fort. Ein russischer Angriff westlich Lopuszno westlich Konskie wurde abgeschlagen. Oberste Heeresleitung. 30. Oktober zur Kapitulation vor dem Willen des Volkes absolutismus war geschlagen. Und selbst die 31vang. Die erste Breiche in der Mauer des Niederlage der Arbeiterklasse im Kampfe gegen die wiedervereinigte Macht des Kapitals und der feudalen Bureaukratie int Dezember 1905, ſelbſt die in den Jahren 1906/07 einsetzende Gegenrevolution, die die Hoffnungen der süd- gemäßigten Opposition auf eine„ friedliche Verständigung" mit der Regierung zunichte machte und dem Volke eine reaktionäre Verfassung aufzwang, vermochte nicht alle Früchte der Bewegung von 1905 zu beseitigen. zu beseitigen. 3war lag die Arbeiterklasse, die Hauptträgerin der Revolution, aus. zahlreichen Wunden blutend am Boden; zwar wurden Tansende und Abertausende der heldenhaften Kämpfer dem Henter überantwortet oder in die Zuchthäuser gesperrt; zwor wetteiferte die Bureaukratie mit den zu größerent politischen, Einfluß gelangten Schichten des Junkertums und der PlutoAn der fratie in der Knechtung der Volksmassen, in der Stärkung der zentralen Regierungsgewalt, in der Rückwärtsrevidierung der seinerzeit gemachten Konzessionen ein bölliges Zurück zu den vorrevolutionären Zustän1. den war aber unmöglich. War auch der politische Fortschritt ungeheuer erschwert durch die Fesseln des in seinem Kern nur wenig berührten Polizeistaates, war auch die Herrschaft der unter dem Banner des Nationalismus arbeitenden junterlich- plutokratischen Cliquen der Ausdruck der unvollendet gebliebenen Revolution von 1905, so bot doch selbst der steinige Boden des pseudokonstitutionellen Rußlands ganz andere Möglichkeiten für die politische Differen Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 21. Januar 1915.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 21. Januar 1915 mittags: Die Situation ist unverändert. ganzen Front nur stellenweise Geschützkampf. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Rotterdam, 20. Januar.( W. T. B.) Der Rotter- deutlich gesehen, die bei dem Geräusch der Motoren auf die damsche Courant" berichtet ferner über den deutschen Straßen lief. Es heißt, daß das Luftschiff in einer Höhe von 2uftangriff an der englischen Küfte: Polizeibeamte jagten 2600 Fuß flog. aus: Zwei Luftschiffe fuhren gegen 8 Uhr 30 Minuten über um die " Cromer. Sobald die Behörden Bericht erhalten hatten, daß Amsterdam, 20. Januar.( Privattelegramm des Vorwärts") zierung und Entwickelung des Landes, als das unter dem Luftschiffe über Yarmouth flogen, ordneten sie an, daß alle Die Times" berichtet, daß sich die Jarmuther Bevölkerung bleiernen Druck des Absolutismus stehende Rußland vor Lichter ausgelöscht werden sollten, so daß die ganze Stadt während des Luftschiffangriffes meistens daheim befunden habe. An 1905. Eine günstige wirtschaftliche Konjunktur beschleunigte im Dunkel lag. Die Luftschiffe flogen, wie es schien, rund scheinend seien öffentliche Gebäude nur wenig beschädigt diese Entwickelung und auf ihrem Boden sekte in den letzten und verschwanden, Stadt und ohne in Cromer worden. Auf Peters Road seien viel Häuser beschädigt; eine zwei bis drei Jahren ein neuer intensiver Prozeß der ParteiBomben abzuwerfen. Um 8 Uhr 45 Minuten flog ein Bombe fiel in die Nähe der Peterskirche, eine andere am Norfolk bildung und der Verschärfung der Klassengegensätze ein. Der Luftschiff über Sheringham. Es beschrieb einen Square, ohne Schaden anzurichten. Fünf unschädliche Bomben fielen äußere Ausdruck dieses Prozesses war die neue Bewe Bogen um die Kirche und war sichtbar geworden, als es in Shering sham. Sieben Bomben richteten in kingslynngung der Arbeiterklasse, die, auf viel breiterer Das Bensinckhouse wurde total vernichtet. Ein Grundlage als früher stehend, alle inneren Gegensätze des eine Bombe abwarf. Diese traf ein Haus und schlug durch großen Schaden an. das Dach bis ins Erdgeschoß durch, ohne zu erplodieren. 17jähriger Mann wurde im Bett getötet, Eltern neuen Regimes ausnüßte und, immer mehr an Boden geund ein Baby schwer verwundet. Die Lunte war beim Niederfallen abgerissen. Die Bombe berichtet, die Bombenwürfe bei Sandringham seien kurz nach der wickelung Rußlands in die Erscheinung zu treten. " Daily Telegraph" winnend, sich anschickte, wieder als treibende Kraft der Entfiel in ein Zimmer, in dem sich ein Mann, eine Frau und Abfahrt der Königsfamilie erfolgt. Dieser Entwickelungsgang ist durch den Krieg vorläufig, ein Kind befanden, die wie durch ein Wunder dem Tode Morgens wurden nordwestlich fahrende Flugzeuge über Gravesend unterbrochen worden. Genau so wie zu Beginn des russischentgingen. Es heißt, daß eine andere Bombe zwischen sichtbar. Die Londoner Spezialtonstabler waren nachts aufgerufen, japanischen Krieges haben die durch den Krieg heraufCromer und Sheringham niedergefallen ist, die eben- ebenso die Feuerwehr. beschworenen Umwälzungen auf die Arbeiterbewegung falls nicht explodierte. Die Luftschiffe verschwanden, nachdem Das Gerücht, ein Zeppelin sei bei Hunstanton lähmend eingewirkt. Es ist unrichtig, wenn behauptet wird, sie die Bomben abgeworfen hatten, seewärts. In Runton herabgeschossen worden, wurde dementiert. die russische Revolution von 1905 fei eine direkte Folge der wurde ein Zeppelin von, fast der ganzen Bevölkerung Niederlage Rußlands im Kriege gegen Japan gewesen. Die ( Fortsetzung auf der 2. Seite.) L Westlicher Kriegsschauplah. Der Seekrieg. Eine Prise des„ Kronprinz Wilhelm". Belvegung war vielmehr schon in den Jahren sor] dem japanischen Strieg in allen ihren potenziellen Bestandteilen gegeben. Schon in den Jahren 1902/03 erschiitterten die Massenstreits der Arbeiter, die Agrarunruhen Der französische Tagesbericht. der Bauern die Grundmauern des russischen Staates. Der Baris, 21. Januar.( W. Z. B.) Amtlicher Bericht London, 21. Jamuar.( T. U.) Wie offiziell gemeldet japanische Krieg führte zunächst eine Lähmung der Arbeiter- vom 20. Januar, 3 Uhr nachmittags. Zwischen Meer und Somme wird, hat der deutsche Hilfskreuzer Kronprinz und Agrarbewegung herbei. Aber die Tatsache, daß der im Gebiet von Nieuport ziemlich heftiger Artilleriekampf, während Wilhelm" eine neue Prise gemacht, und zwar den engliStrieg fich fern vom eigentlichen Rußland abspielte und fast dessen der Feind vergebens versuchte, unsere Brücke an der Bier- schen Dampfer„ Bellevue". den Charakter eines Kolonialfrieges trug, vor allem aber die mündung zu zerstören, während wir einen Teil seiner Berteidigungs- Die Mannschaft des Dampfers Bellevue" wurde von Tatsache, daß der Krieg beim russischen Bürgertum äußerst hissarbeiten bei Saint Georges und bei der Unionfarm zerstören dem englischen Dampfer Oranjo" in Ballive an Land geunpopulär war und nur den Wunsch bei ihm weckte, die japa- fonnten, die er stark organisiert hatte. bracht. Mit der Mannschaft des Oranso" zusammen benischen Bajonette möchten ihm den Spielraum im russischen Im Gebiet non pern und 2 en 3 Artilleriefämpfe von ver- finden sich die Mannschaften mehrerer anderer vom KronStaate erfämpfen, den es selbst zu erkämpfen nicht imftande änderlicher Heftigkeit. Sehr heftige Beschichung von Blangy bei Arras, bring Wilhelm" getaperten Schiffe. Es sind dies der" Mont mar, schuf eine günstige Atmosphäre für die Auseinander- der jedoch kein Zufantericangriff folgte. Agel", Anne Bretagne" und Union", im ganzen 68 Masegung mit dem Absolutismus. Bon der Somme bis in die Argonnen ist nichts aus dem trojen. Es ist in diesem Zusammenhang interessant, was Hugo Abschnitt von Soissons und aus den Abschnitten von Craonne und Gans in seinem Buche Vor der Katastrophe über Reims zu melden. In den Gebieten des Lagers von Chalons, " " die damaligen Stimmungen in Rußland berichtet, die er nördlich Berthes, beschoß unsere Artillerie sehr wirksam die wirksam die Die Die Opposition in Frankreich. Lob der deutschen Pioniere. Wir wollen nicht in eine Kritik dieses Verhaltens cintreten. Daß es von wesentlich illusionären Vorause ungen ausgeht, steht fest.... während seines dreimonatigen Aufenthaltes in Petersburg feindlichen Arbeiten. In den Argonnen griff der Feind im Gruriebei Beginn des japanischen Krieges fennen zu lernen Ge- wald sehr heftig einen unserer Schüßengräben an. Unsere Truppen, Legenheit hatte. Er schreibt, nicht nur gemäßigte Liberale, die einen Augenblic unter dem Anprall zurückwichen, gewannen durch reich: Der Widerspruch gegen die offizielle Bolitik der franMan schreibt der Berner Tagroacht" aus Franksondern auch viele Konservative hätten damals nur den einen wei energische Gegenangriffe zuerst den größten Teil, sodann die zösischen sozialistischen Partei wird immer nachdrüdlicher. Die Wunsch gehabt:„ Gotthilfuns, daß wir geschlagen werden!" Unfähig zum eigenen Kampf, defesselt durch Gesamtheit ihrer früheren Stellungen wieder und behaupteten sich dort. arteileitung steht auf dem Standpunkt, daß die Sozialdemo das brutale Regiment eines Bleh we, der die liberale östlichen Vorsprung unserer Schütengräben, aber unsere Truppen nicht der leste feindliche Soldat das französische und das Iehme, In mittels den nordals Opposition als nicht minder staatsgefährlich hielt wie die fürmten in den Erdtrichter vor und verhinderten die Deutschen am belgische Territorium verlassen habe. In diesem Sinne hat sozialistische Arbeiterbewegung, betrachtete die russische Zutritt. Nordöstlich Pont- a- Mousson und im Walde von le fich die Partei auch an dem Ministerium der nationalen VerBourgeoisie, obgleich sie sich äußerlich„ patriotisch" gebärdete, Brêtre setten wir uns 100 Meter vor den vorgestern eroberten teidigung beteiligt. Vor dem Eintritt der Genoffen Guesde jeden Sieg der Japaner über das russische Seer als ihren Schüßengräben fest, der Feind schritt gegen Tagesende erfolglos zum und Sembat stellte die Parteileitung in Verbindung mit eigenen Sieg über den verhaßten Absolutismus. Es ist klar, Gegenangriff. daß diese Stimmung der ruffischen Arbeiterklasse günstig war der Kammerfraktion die Bedingung, daß Frankreich sich streng Im Abschnitt von Thann Artilleriefämpfe, in denen wir die an die Verteidigungslinie halte, nicht auf Eroberungen ausund ihren Kampf gegen den Krieg wie gegen das herrschende gehe und daß der Friede geschlossen werde, sobald der Feind Regime erleichterte. Ebenso einleuchtend ist es aber, daß die Oberhand behielten. durch den Krieg frühzeitig herbeigeführte Auseinander- Paris, 21. Januar.( W. T. B.) Amtlicher Bericht aus dem Land herausgeworfen fei. Eine weitere Bedingung setzung mit der Regierung nicht zur erforderlichen Reife gelan- vom 20. Januar, 11 Uhr abends. Gestern abend faßte der Feind in par, daß über die elias- lothringische Frage in gen und in den Massen noch feine feste Basis finden konnte. cinem unserer Schüßengräben nördlich von Notre Dame de einer Boltsabstimmung entschieden werde. Ist dieses Rief Die Situation, die der Weltkrieg in Rußland vorfand. 2orette Fuß, wurde jedoch heute morgen infolge eines Gegen erreicht, so würde der Rücktritt der beiden Genossen aus dem erinnert äußerlich an die Situation, die dort vor einem Jahr- angriffes daraus vertrieben und ließ mehr als 100 Gefangene in Ministerium erfolgen. zehnt geherrscht hat. Aber wie sehr unterscheidet sich die Hal- unseren Händen. Im Laufe der Nacht vom 19. zum 20. kam der tung der einzelnen Klassen zum Kriege von ihrer Haltung Angriff im Gebiet von Albert, südlich Thiepval, bis an unsere zur Zeit des russisch- japanischen Strieges. Der klassenbewußte Drahtverhaue, wurde jedoch hierauf zurückgeschlagen. Drei auf Teil des Proletariats, der aus der harten Schule der Gegen- einanderfolgende Angriffe auf La Boisselle erlitten dasselbe Schid Der oben geschilderte Standpunkt wurde bis jetzt von der rebolution gereift und gefestigt hervorgegangen ist, ist natür- fal. In den Argonnen wurde ein feindlicher Angriff bei Fontaine Parteileitung und von Vaillant in der„ Sumanité" mit lich in noch stärkerem Maße als vor einem Jahrzehnt ein aur Charmes nach einem Kampfe Mann gegen Mann zurückgeschlagen. allem Nachdruck vertreten. Aber schon anfangs Oftober proGegnerdes Krieges, ein einddes 3arismus testierte der Genosse Nicod, Parteisekretär der Fédération und der herrschenden lassen. Er steht aber jetzt des Departements Ain, gegen diese Politik. Als Vaillant, der ciner viel schwierigeren Situation gegenüber wie während Bern, 20. Januar.( W. Z. B.) Oberst Müller zollt in den Blanquisten nicht verleugnen tann, jede Zusammen. des japanischen Krieges. Die Kriegsereignisse spielen sich einem weiteren Artikel im Bund", in dem er die hervorragenden funft französischer Genoffen mit den Genossen anderer kriegjezt nicht in der fernen und unbekannten Mandschurei, son- deutschen Waldbefestigungen schildert, den deutschen Pionieren führender Ränder ablehnte, veröffentlichte Genosse Nicod dern zu einem großen Teil auf russischem Boden, in Bolen höchstes 2ob. Er schreibt: Wir fuhren durch ein Dorf, wo im„ Eclaireur de l'Ain" einen offenen Brief, in dem er mit und im Kaukasus ab. Bei der Bauernschaft und bei einem gerade eine Abteilung Pioniere bei der Mahlzeit war. General den Worten schloß: Teil der Arbeiterklasse ist deshalb die Anschauung verbreitet. b.., ber mich führte, ließ halten, um seine Bioniere au begrüßen. man müsse alle Sträfte aufbieten, um den heinatlichen Boden"" Guten Morgen, Exzellenz!" haute es im Chor zurüd. Auf den vor der feindlichen Invasion zu schützen. Erschwert schon diese arbeitsharten Gefichtern leuchtet freudiger Schein. Kurz drückt der Stimmung einen großzügigen Kampf gegen den Krieg, so wird General ihnen die Befriedigung über die besichtigten Arbeiten aus. sie durch die Haltung der Bourgeoisie noch weiter gehemmt. Der deutsche Offizier ist farg mit dem Lobe. Um so wirtsamer ist Sekt ist von dem heimlichen ,, Antipatriotismus" der russischen es, wenn es gespendet wird. Wenn eine Truppe Anspruch auf Bourgeoisie zur Zeit des japanischen Krieges teine Spur lobende Anerkennung hat, so sind es vor allem die deutschen mehr zu finden. In den verflossenen 10 Jahren hat die pioniere. Was sie in diesem Feldzuge leisten, im Eisens ruifische Bourgeoisie fich als selaise gefestigt; die oberen bahnbau, im Wiederherstellen zerstörter Bahnen, Straßen und Schichten der Bourgeoisie, die Vertreter des Handels- und Brücken, in Befestigungswerken und in technischen Arbeiten Industriefapitals, gewinnen mit jedem Jahre immer mehr aller Art, welche, 100 co sein muß, mit Lobesverachtung Einfluß auf die innere und äußere Politif; der großrussische dem feindlichen Feuer ausgeführt werden, ist uns Nationalismus im Innern und der Imperialismus nach erreicht und unübertroffen. Es wird einst int der außen hin gewinnen in ihren Reihen immer mehr überzeugte Striegsgeschichte einen hervorragenden und ehrenvollen Blaz Apologeten. Namentlich nach dem Eintritt der Türkei in einnehmen. ftedt eine unerschöpfliche Arbeitskraft die Reihe der kriegführenden Staaten erscheint der Krieg in und ein nie erlahmender Arbeitsgeist in diefer Truppe. den Augen der russischen Bourgeoisie als eine Bollendung nichts ist ihr zuviel, feine Aufgabe zu hoch gestellt. Im Kugelregen der historischen Mission" Rußlands im nahen Often, die dem und im Granatenhagel tut sie ihre Arbeit mit der gleichen Ruhe und russischen Reiche den Zugang zu den Weltverkehrsstraßen und Selbstverständlichkeit wie auf dem ülebungsplatz und in der Friedensdie ungehinderte wirtschaftliche Entwickelung sichern soll. garnison. Wiederholt bietet der General den arbeitenden Leuten Hierzu kommt noch die ideologische Verbrämung in Form des garnison. Wiederholt bietet der General den arbeitenden Leuten Hinweises auf die„ Befreiung" der Polen und Armenier, die feinen Gruß. Diese Art des Verkehrs des höchsten Vorgesetzten mit von der polnischen und armenischen Bourgeoisie besonders feiner Truppe ist keine leere, inhaltslose Förmlichkeit. Ich will meiner unterstrichen wird. Dies alles verleiht dem russi- Truppe tein Fremder sein. Die Leute sollen ihren Führer kennen," schen 3arismus im Rande eine Stärke, die agte General v. Z., das ist nicht ohne Bedeutung." er nie zubor besessen hat. Noch nie war der Stampf ,, Am Tage nach dem Attentat auf Jaurès sagte Sembat: In schwierigen Stunden werden wir uns immer zu fragen haben: wie würde Jaurès denken und was würde er in dieser Lage tun? Wäre Jaurès da, dieser große Sozialist würde trop der Schwierigkeiten für den Frieden fämpfen. Er würde in Beziehungen treten zu den deutschen Sozialdemokraten, er würde mit seinen starken Schultern den Stein vom Grabe wälzen, in dem heute das leblose Europa der Arbeit, der Wissenschaft und des Lebens ruht. Er würde es überzeugend, einfach, nicht achtend der Mutausbrüche der Scham und und des Kleinmutes, ohne Rücksicht auf das Geschrei demagogischer Politiker tun, die voraussehen, daß über den Frieden nur in Berlin berhandelt werden dürfe. Genoffe Vaillant! Für die Ehre unserer Partei, für die Ehre der Internationalen, aus Respekt für den großen Namen, der noch immer am Kopf unserer Zeitung steht, getauft mit dem fchönen Worte:" Die Menschheit", müssen wir die äußersten Anstrengungen zugunsten des Friedens machen und mit unseren deutschen Genossen zu diesem Zwede in Verbindung treten!" Diese Auffassung kommt namentlich in der Provinz und unter den eigentlichen Arbeitermassen immer stärker zur Geltung. Die Fédération des Departements Ain hat an die Parteileitung in Paris das Ansuchen gestellt, cs möge in nächster Zeit eine außerordentliche Sigung des Nationalrates der französischen Bartei einberufen werden. Int gegen den Barismus mit jolchen Schwierigkeiten verknüpft Der Krieg und die Kolonien. Der Begründung dieses Gefuches wurde ausgeführt, daß die wie in der jebigen Zeit, noch nie stand die sozialistische Avantgarde der Arbeiterschaft in Rußland einer solchen Welt von Feinden gegenüber wie während der Stürme des Weltfrieges. Sie feßt aber, wie stets, ihre Hoffnungen auf die fünftige innere Entwickelung, die ihr die„ Revanche" geben wird, deren Eintritt infolge des Ausbruchs des Krieges wohl berzögert, aber nicht unmöglich gemacht worden ist. Die Gruppierung der Streitkräfte am Oranjefluß. Bartei Stellung zur gegenwärtigen Situation nehmen müsse und ihre Meinung auszusprechen habe über den europäischen Krieg, über seine Ursachen und über die Mittel zur Lösung des Konfliktes. Gleichzeitig," hieß es in dem Schreiben peiter, glauben wir, daß es gut wäre, wenn die franzöanderen Sektionen der Arbeiterinternatio nale in Verbindung zutreten, um zu sehen, ob es nicht möglich sei, den Krieg, der ganz Europa in ein Blutbad verwandelt, abzukürzen durch eine energische Intervention aller sozialistischen Parteien." Kapstadt, 21. Januar.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Dranjefluglinieiiche Geftion versuchen würde, mit den ist jetzt ganz in unserem Befih. Der Feind steht jedoch noch in Waffen auf dem Unionsgebiet nahe der Ostgrenze des Portugiesische Verstärkung für Angola. Lissabon, 21. Januar.( W. T. B.) Ein neues Truppenfontingent ift gestern nach Angola zur Verstärkung der dortigen Truppen abgegangen. Amsterdam, 20. Januar.( Privatielegramm des„ Bordeutschen wärt8.) Die Nacht war hell und die Umrisse der Maschinen deut- deutschen Gebiets. lich erkennbar. Zwei Luftschiffe nahten von der Seeseite her um 8 1hr 30. Sie werfen 4 Bomben ab. Ein Luftschiff blieb zehn Minuten über Yarmouth und flog dann oftwärts. Um 11 Uhr 45 min. kam ein anderes Luftschiff von der Landseite aus dem Südwesten, warf aber leine Bomben. Die Polizei erklärt, teinerlei Nad richten über Raid empfangen zu haben. Die Behörden befahlen, die Lichter anszulöschen. Es wurden viele kontore im FischerDer türkische Krieg. hafen zertört und zwei Berfonen getötet. Ebenso Meldung des türkischen Generalstabes. Konstantinopel, 21. Januar.( W. T. B.) Der türkische Große Generalstab teilt mit: Die Angriffe der Russen auf der Front im Kauf asus wurden auf der ganzen Linie zum Das W. 2. B." schreibt: Nach den bisherigen Borgängen fann es nicht Wunder nehmen, daß Regierung und Presse Englands den Angriff unferer Luftschiffe Stillstand gebracht. auf die englische Küste nicht unbenugt vorüber gehen laffen würden, Nachrichten- Bureaus. um in schwersten Beschuldigungen gegen die deutsche Striegführung Ein Stimmungsbericht des Osmanischen fich zu ergehen, sie der Barbarei zu bezichtigen. Der ganzen Welt wird dies verkündet, in zahlreichen Funtiprüchen über den Ozean geschickt und in die entferntesten Teile der Erde gelabelt. Was ist an alledem bran? Nichts weiter, als daß unsere Luftschiffe, um zum Konstantinopel, 21. Januar. Das Osmanische Nachrichten Angriff auf den befestigten Blaz Great Barmouth zu gelangen, andere Bureau erfährt: Es bestätigt sich, daß die Bevölkerung von Tiflis Bläge überflogen haben, aus denen sie nachgewiesener- die Stadt zu verlassen beginnt, um sich ins Innere des Landes zu maßen befoisen worden sind, und deren Angriffe begeben. Die städtischen Behörden haben eine außerordentliche fie durch Abwerfen von Bomben erwidert haben. Summe bewilligt, um die Abreise der Familien der Beamten zu erDies geschah bei Nacht und bei nebligem regnerischen Wetter. Hat diese Nation, deren Flugzeuge am hellen Tage über der offenen leichtern. Sowohl Tiflis wie Kars ist vollständig von der Bevölkerung Stadt Freiburg i. Br. Bomben abwarfen, deren Schiffe wiederbolt geräumt worden. Die Regierungsgebäude, Mofcheen, die Kirche und offene Städte wie Daresfam, Bittoria( Kamerun), Swakopmund die großen Privatgebäude find in Lazarette verwandelt worden. Inbeschossen, ein Recht, den Entrüsteten zu spielen? Die Nation, die folge des Steigens der Lebensmittelpreise berrscht großes Elend. fein Mittel scheut, um ungeachtet völferrechtlicher Auffassungen und Selbst die russischen Offiziere sind überzeugt, daß Nußland den AnNeutralitätsbestimmungen ihre Abfichten durchzuführen? Der griffen der Deutschen im Norden und der Türken im Staufafus nicht Buftangriff ist ein anerkanntes Mittel moderner Seriegführung, widerstehen fann, sondern gefchlagen werden wird. Nachrichten zufolge, fofern er sich innerhalb der allgemeinen völkerrechtlichen Grundläge die aus unterrichteten osmanischen Kreisen hierher gelangt find, verhält. Unsere Luftfiffe haben sich innerhalb dieser fuchen die Engländer jegt, die eingeborene indische Bevölkerung für Grenzen gehalten. Die deutsche Nation ist durch Großbritannien gezwungen worden, um ihr Leben zu fämpfen. Sie fann fich zu gewinnen, indem sie ihr bisher verweigerte Freiheiten zu nicht gezwungen werden, auf irgend ein Mittel legitimer Selbstver- geftehen. Aber die Zunahme der Gärung zeige, daß alle diese Maßnahmen teidigung zu verzichten und wird auch nicht darauf verzichten im und angeblichen Sympathien der Engländer gegen die Jnder ungenügend Bertrauen auf ihr gutes Recht. feien, solange ihnen nicht eine unabhängige Verwaltung augesagt werde. Unter dem 30. Dezember hat die Parteileitung der Fédération de l'Ain geschrieben, daß einstweilen von einer Bersammlung des Nationalrates abgesehen werden müsse, da zehn der französischen Departements unter der Invasion leiden und eine Versammlung aller Delegierter nicht möglich wäre. Nach der Auffassung der Parteileitung soll der Nationalrat erst dann zusammentreten, wenn der Feind nicht mehr im Lande stehe. Die Parteileitung steht also noch auf dem gleichen Standpunkt wie zu Anfang des Krieges. Sie glaubt noch immer, werfen, wenn auch unverkennbar in der jüngsten Zeit einz daß es gelingen werde, den Feind aus dem Lande herauszuetwas weniger optimistische Beurteilung der militärischen Bage Blab aegriffen hat. Selbstverständlich wird die Auffassung der Parteileitung die Opposition nicht beschwichtigen. Genoffe Nicod, der Sekretär der Ain- Fédération, schreibt zu dem Briefe der Parteileitung: „ Wir teilen die Auffassung der Parteileitung, was die Zufammenberufung des Nationalrates betrifft, nicht. Nie hat es die Bartei nötiger gehabt als jest, sich zu versammeln, ihre Anfichten zu äußern und Beschlüsse zu fassen. Die Parteileitung ist nicht die ganze Partei, trotzdem handelt sie, wie wenn Unsere die Provinzorganisationen nicht bestehen würden. Gründe, die wir geltend gemacht haben, bleiben bestehen. dringen darauf, zu bedenten, daß der Krieg, selbst die Invasion, teine Hindernisse sind, das Leben der Partei fortzuseßen." 23ir Genosse Nicod fordert zum Schluß die Organisationen der übrigen Departements auf, sich dem Protest der AinFédération gegen das Vorgehen der Parteileitung anzuschließen und auf der Einberufung der Delegierten des Rationalrates zu beharren. Die nächsten Wochen werden zeigen, inwiefern auch in den anderen Teilen Frankreichs diese oppo. fitionelle Bewegung wächst... Die Konferenz in London. Die Haltung Portugals. für ceresztbede git liefern hätten, wofür der Höchstpreis von 22,40 M. bezahlt werde. Dieser Breis sei aber zu niedrig. Amsterdam, 20. Januar.( Privattelegramm des London, 20. Januar.( B. T. V.) Der Manchester Guardian" Da die Landwirte der Gemeinde schon viel Gutes erwiesen hätten, ,, Vorwärts".) Der franzöfifche Parteivon vorgestern berichtet: Die portugiesische Sammer hat beantragte er, den Landwirten für jeden verkauften borstand beschloß die Teilnahme an der Londoner Ston- einen Strebit von 7,2 Millionen Franten zur Anschaffung von Doppelgentner 3 M. aus der Gemeindekasse zu ferenz. Genosse 2 onguet erflärte in einem Leitartikel der Kriegsmaterial bewilligt. Der Striegsminister fagte, die Ste- vergüten! Trok des Widerspruchs des einzigen sozialbeno" Humanité", daß das Friedensprogramm, das die publik werde sich in den europäischen Sonflitt nicht trafischen Bertreters wurde also beschlossen! Die Landwirte crAbrüstung, Abschaffung geheimer Diplomatie, feine Band- inmifen fönnen, wenn sie nicht mehr Kriegsmaterial halten für ihren Safer demnach nicht nur den ansehnlichen Höchitschaffe und ihre Truppen gründlich ausbilde. preis, fondern einen Zaler für jeden Doppelgentner aus den Mitteln abtretung ohne Boltsabstimmung, obligatorisches Schieds- Mehrere Lissaboner Blätter eröffnen Sammlungen warner aller Steuerzahler. gericht, Internationalisierung großer Durchfahrten wie Darda- Kleidungsstücke für die Soldaten. nellen, Gibraltar, Panamafanal, Suezkanal, Stiel und die Neutralisierung des Meeres umfaßt, von allen Sozialisten der Die Resolution, die Bernardino Machado im Senat beantragt Allianzländer unterschrieben werden könne. Die reaftionäre hat und die mit Etimmeneinheit angenommen ist, lautet: Bei Beginn République Française" polemisiert gegen die Teilnahme an des neuen Jahres wünscht der Senat, der portugiesischen Armee und der Londoner Konferenz. Es sei hirnrissig, daß französische Flotte sein volles Bertrauen auf den endgültigen Erfolg des Minister an der Konferenz teilnehmen könnten. Guesde Geld auges auszusprechen, zu dem sie sich in diesem historischen und sem bat hätten stets gezeigt, daß sie die Parteipflicht Augenblicke einschiffen zur Verteidigung der Rechte und der höchsten Interessen der Nation. Zu derselben hoffnungsvollen Erwartung über die Ministerpflicht stellen. Das Landesinteresse müsse wünschen wir, mit diesem Ausdruck unseres Vertrauens umjere aufaber über dem persönlichen und dem Parteiinteresse stehen. richtigsten und herzlichsten Wünsche für den gerechten Sieg unseres untrennbaren Bundesgenossen England zu verbinden. " Die englische Friedensbewegung. Amsterdam, 21. Januar.( 3 ribattelegramm des Much von anderen Gemeinden dürfte man bald von ähnlichen Beschlüssen hören, denn der Gemeindevorsteher von Rünthe( der selbst Randwirt ist) teilte mit, daß der obige Antrag in einer Sigung der Gemeindevorsteher vereinbart worden. sei. Diese Liebesgabenpolitit foll also systematisch getrieben werden. Es dürfte noch von Interesse sein, daß in derselben Sizung den kinderarmen und tinderreichen Kriegerfamilien die Unterstützung nicht unerheblich gekürzt wurde! Kommunale Kriegsfürforge. Die städtischen Kollegien in Kiel haben in ihrer letzten Sigung auf Anregung der sozialdemokratischen Fraktion die Einführung einer Arbeitslofenfürsorge beschlossen. Doch darf die beschlossene Maßregel nicht als fommunale Arbeitslofenversicherung bezeichnet werden, sie ist vielmehr nur eine Kriegsfürforgemaßregel. Sowohl die Mehrheit des Magistrate wie auch die Mehrheit der bürgerlichen Flucht aus dem Gefangenenlager. . Vorwärts".) Die Ortsgruppe Hampstead der Un- Basel, 20. Januar.( W. T. B.) Nach einer hier vorabhängigigen Arbeiterparte i nahm eine Resolution liegenden Blättermeldung aus Krasnojarst in Sibirien an, die die Arbeiterschaft auffordert, ihren Einfluß für sollen aus dem dortigen Gefangenenlager 140 deutsche, Stadtverordneten steht der Einführung einer fommunalen Arbeitslofenbaldigsten Frieden einzusehen, und den Barteivorstand österreichische und ungarische Gefangene ent- versicherung genau noch so wie vor einem Jahre ablehnend gegenersucht, eine nationale Aufklärungsfampagne in Erwägung zuichen fein; sie hätten die Wachtposten getötet und wären über. Die Arbeitslofenfürsorge in Stiel läßt viel zu wünschen im Besitz von Waffen. ziehen, und einen Drud auf die Regierung auszuüben, die amerikanische Vermittlung anzunehmen. Ein Birminghamer Meeting der Postaus helfer protestierte gegen die Lohnbemessung und forderte den Bostverband auf, ihre Forderung auf 30 Schilling Wochenlohn zu unterstützen. 70 iichträger von Billingsgate Market streiften am Dienstag. Sie fordern die Abschaffung des Lohnabzuges für Hilfs träger. 700 gischtonnen blieben unverladen. Internierungslager in Groningen geflüchteten englischen Offi London. 21. Januar.( E. I.) Einer der aus dem holländischen ziere, Unterleutnant Boot, ein Offizier der freiwilligen Marines referbe, ist mit drei Matrosen in England gelandet. Ale vier find aus dem Internierungslager in Groningen ausgebrochen. Die Leute erflären, daß sie nichts darüber sagen fönnen, auf welche Weise fie die Freiheit erlangt haben, da fie dadurch andere Leute, die ihnen zur Flucht verholfen haben, tompromittieren würden. Eine berechtigte Beschwerde. " übrig. Da aber nicht mehr zu erreichen war, hat die fozialdemo barüber gelaffen, daß sie ihre Forderung einer wirklichen Arbeitslosen tratische Fraftion für das Erreichbare gestimmt, aber feinen gweifel versicherung nicht aufgibt. In derselben Sigung gaben die Sollegten einer Rommiffion, die fofort gewählt wurde, die Vollmacht, bis zu 500 000 M. zur Beschaffung von Dauerware aus Schweinefleisch aufzuwenden, falls durch die notwendig werdende Abschlachtung eines Teiles bes deutschen Schweinebestandes eine Verschleuderung und Vergendung des Schweinefleisches drohen sollte. Städtische Versorgung mit Fleischwaren. Einer Anregung des Deutschen Städtetages folgend, hat die Stadt Gera 50 000. zum Anfauf von Fleischdauertvaren betvilligt. Ein politischer Prozeß. Die Erregung unter der englischen Arbeiterschaft. Amsterdam, 21. Januar.( ribattelegramm des Borwärts".) Die„ Daily Citizen" lagt die Regie. rung an, nur den Händlern zu helfen. Die Schiffseigner hätten einen unerhörten Profit. Die Transportfosten aus den französischen Häfen seien verdreifacht, jogar vervierfacht worden. Die, Norddeutsche Allgemeine Beitung" fchreibt Die Ausweise der Schiffstompagnien weisen auf die günstige unter dem Titel Ameritaniide Kriegslieferungen: Situation hin, während gleichzeitig große Majien hungern. Wie über London bekannt wird, hat in einer Sigung des Komitees Das Ernährungkomitee, welches alle Frauenorganisationen der des amerikanischen Repräsentantenhauses für auswärtige AnArdetter- und sozialistischen Barteien fowie die Genoffenfchaften um Denfichrift der Deutschen Regierung den Eindrud erwedt, als habe gelegenheiten der Vorsitzende Flood unter Berufung auf eine faßt, und bei Hausbesuchen verhungernde Familien antraf, organi fich Deutschland mit den amerikanischen 2ieferungen Rechtsantvalt und ehemalige Landtagsabgeordnete Dr. GoldIm Oftober vorigen Jahres richtete richtete der Münchener fierte eine Petition von 20 000 Frauen, in der die Zulassung von bot Kriegstonterbande an feine Gegner ab Frauen in dem Preiskomitee der Regierung und die staatliche gefunden. sch mit gegen den fortschrittlichen Landtagsabgeordneten BroDies ist ein großes Mißverständnis. feffor Dr. Quidde in einem Offenen Brief" eine Fülle Preistontrolle gefordert wird. Die von Herrn Flood angeführte Denkschrift räumt nur schwerer Angriffe, die in der Beschuldigung gipfelten, daß Quidde Auch die Gewerkschaftsfragen werden aluter. Die Protest ein, daß nach den geltenden Grundsägen des Völkerrechts Deutsch als Führer der deutschen Friebensbewegung ein bewegung bei den Eisenbahnern wächst. Zahlreiche Berland gegen Kriegslieferungen neutraler Privatpersonen an feine Verhalten an den Tag lege, das mit den patriotischen Pflichten bandsgruppen drängen das Erekutivkomitee, bei der Regierung ein- einde teine Handhabe zu einem rechtsförmlichen Einspruch eines deutschen Parlamentariers, vor allem in den gegentvärtigen zuschreiten. besitzt, so daß, wie es am Schluß der Denkschrift heißt, die Vers Beiten, nicht in Ginklang gebracht werden könne. Da Professor einigten Staaten zur Duldung solcher Lieferungen an fid befugt" Quibde gegen Dr. Goldschmit die Beleidigungsklage anstrengte, find. Selbstverständlich find nach völkerrechtlichen Grundsätzen gleichermaßen befugt, den Berhandlung. Dr. Goldschmit stützte sein Vorgehen zunächst auf aber die Vereinigten Staaten tam die Angelegenheit vor dem Münchener Schöffengericht zur ganzen Konterbandehandel mit allen friegführenden Ländern einen in der Münchener Zeitung" erschienenen Bericht über ein durch Erlaß eines Waffenausfuhrverbots zu unterdrüden, Interview, in dem es hieß, daß Quidde zu Beginn des Krieges zumal der international unerlaubte Waffenhandel mit England und einen längeren Aufenthalt im Haag benutzt habe, um eine private Frankreich einen Umfang angenommen hat, der die Neutralität Friedensaltion vorzubereiten und daß er sich bei diefer Gelegenheit Das Londoner Trade Council nahm einstimmig eine Resolution war nicht der amerikanischen Regierung, wohl aber des Ausländern gegenüber auch gegen den deutschen Chauvinismus über die Zeuerung an und forderte die Arbeiterpartei amerikanischen Boltes tatsächlich in Frage stellt ausgesprochen habe. Die Behauptung, Dr. Quidde habe im Juni um fo näher, auf, eine Parlamentsaftion einzuleiten, um eine Regierungsaktion Eine solche Maßnahme läge als Eng vorigen Jahres auf dem Pazifisten- Kongres in Lhon die Rückgabe. den nicht einmal international erlaubten ähnlich der staatlichen Kontrolle der Eisenbahnen und dem Zuder Ameritas mit Deutschland zuläßt, vielmehr auch die für nicht mehr aufrecht erhalten, doch fönne die offizielle Haltung der Handel der deutschen Reichslande gefordert, will Goldschmit als irrtümlich anlauf einzuleiten. Die Transportarbeiterunion von Südwales die Volkswirtschaft Deutschlands beftimmten Waren in ber rüdfichts- deutschen Friebensfreunde gerade in der elfaz- lothringischen Frage fordert die Verstaatlichung der Lebensmittelversorgung und Preis- lofesten Weise beschlagnahmt, so daß der ganze Handel Ameritas durchaus nicht als einwandfrei angesehen werden. Jedenfalls muje regelung der Lebensmittel; das gleiche verlangt der Vorstand des mit den Kriegführenden auf eine einseitige Begünstigung unserer der Pazifismus, obwohl man ihn bisher als Bewegung nicht ernst Fuhrwerksverbandes. Gegner hinausläuft. Ferner und dies wiegt für uns am zu nehmen brauchte, wenn er sich jest in diesem schweren Krieg Daily Citizen" stellt eine gleichzeitige eberarbeit und schwersten wird die Versorgung unserer Gegner mit amerikanischen rege, auf das allerentschiedenste bekämpft werden. Arbeitslosigkeit in den Dods fest. Die Doderlöhne feien Waffen zu einer der stärksten Ursachen für die Verlängerung Professor Dr. Quidde betonte als Kläger, daß er den Prozeß. genau so hoch wie vor dem Kriege. Daily Citizen" protestiert des Krieges; fie steht deshalb im Widerspruch mit den wieder in dieser Zeit gewiß gerne vermieden gesehen hätte. Ecinegegen die auf die arbeitsuchenden Doder ausgeübte Breffung holten Versicherungen der Vereinigten Staaten, daß fie eine Quiddes Angelegenheit im Haag habe teilweise dem Zwed gezum Heeresdienst. Den im Dienstalter stehenden Liverpooler baldige Wiederherstellung des Friedens wünschen und dazu mitwirken golten, die internationalen Beziehungen, die in den pazifistischen Dodern wird die Beschäftigung verweigert. Der Doderverband teilt wollen. Organisationen wirksam sind, nicht, wie es bei der internationalen mit, daß das Kriegsamt am Sonnabend eine Verfügung erlaffen Organisation der Sozialdemokraten geschehen sei, durch den Krieg habe, wonach die Arbeitsuchenden erst nach der militärärztlichen Unterzerstören zu lassen. Außerdem aber habe er vor allem vom Haag suchung, die die Untauglichkeit erweist, beschäftigt werden sollen. aus, gerade auf Grund seiner vielfachen guten Verbindungen zum Wild von Hohenborn Kriegsminister. Ausland, eine umfassende Aufklärungstätigkeit im vaterländischen Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Interesse geleistet. Quidde nahm schließlich den Pazifismus. Der Kriegsminister und Chef des Generalstabs des entschieden gegen die Entstellungen der Gegner in Schuh. Die Parlaments am 2. februar wird die Arbeiterpartei an Feldheeres, Generalleutnant von Falkenhayn, ist Friedensidee sei auch mit diesem Striege nicht erledigt; fie tebe, die Regierung die dringende Aufforderung richten, schärfere Maß- unter Beförderung zum General der Infanterie auf sein denn fie fei unvergänglich, wenn es auch noch Jahrhunderte dauern nahmen zur Versorgung der Bevölkerung mit aus- Ansuchen von der Stellung als Kriegsminister tönne, bis der hohe Gedanke zur Wirklichkeit werde. Die Ver reichenden Nahrungsmitteln zu vernünftigen Preisen zu enthoben worden. dächtigung der Friedensbewegung als antinational weise er mit treffen. Die Natur der vorzuschlagenden Abhilfe wird in einem Gleichzeitig wurde Generalmajor Wild von oben aller Energie zurüd. Bericht dargelegt, der von einem Unterausschuß des nationalen Ar- born unter Beförderung zum Generalleutnant zum Nach einer längeren Beweisaufnahme, deren Ergebnis der beiterkomitees vorbereitet wurde und heute veröffentlicht werden soll. Staats- und Kriegsminister ernannt. Er Borsitzende, Oberlandesgerichtsrat Maher, dahin zusammenfaßte, Es wird der Regierung vorgeschlagen, alle vorhandenen Vorräte verbleibt auf allerhöchsten Befehl im Großen Hauptquartier. Daß an Quibde weder als Mensch, noch als Abgeordneter, noch als an inländischem Beizen zum Breife von 35-40 Schilling Die Zeitung der Heeresverwaltung im Heimatsgebiet nimmt Deutscher auch nur der geringste Makel hängen geblieben sei, für das Quarter anzukaufen, ihn zu Marktpreisen zu ver, auch weiterhin Generalleutnant von Wandel einigten fich die Parteien zu einem Vergleich. Dr. Goldschmit Taufen, bei Erzielung eines Geminnes den Broduzenten eine Prämie wahr. erklärte darin, daß er sich überzeugt habe, daß zur Anzweiflung von fünf Prozent zu gewähren und den Nest dem Schazamte zu übergeben. Forderungen der Arbeiterpartei. London, 21. Januar.( W. Z. B.) Nach Zusammentritt des Aus der franzöfifchen Kammer. land Politische Uebersicht. Als General von Falkenhayn mit der Wahrnehmung der ber nationalen Gesinnung des Dr. Quidde keinerlei Grund vorGeschäfte des Chefs des Generalstabs des Feldheeres an liege. Dr. Goldschmit übernahm auch die Kosten des Verfahrens. Stelle des erfrankten Generalobersten von Moltke betraut wurde, harrten noch wichtige, im Verlaufe der ersten KriegsDie Ermordung von Jaurès. Paris, 21. Januar.(.. B.) Der Matin" berichtet: Die geit aufgetauchte Fragen organisatorischer und technischer Art fozialistische Sammergruppe hat befchloffen, 21 Unter- der Klärung. Ein Wechsel in der Besetzung der Stelle des Privattelegramm aus Amsterdam: In Ergänzung unserer neulichen Mitteilung meldet uns ein ausschüsse zu bilden, von denen sich jeder mit einer befonderen Frage Kriegsministers im Großen Hauptquartier war daher damals Die Gerichtsärzte erstatteten einen Bericht über Jaurès'. zu befaffen hat. Der Sefretär der Gruppe wurde beauftragt, den noch nicht angängig. Ein solcher ist heute unbedenklich ge- Mörder. Striegsminister au veranlaffen, eine ifte aller Armeeliefe- worben. Es ist deshalb getrennte Belegung der beiden feit wegen psychischer Mängel, die Willensschwäche und Mangel Sie tonttudieren auf geminderte zurechnungsfähig ranten sowie die Art der von der Heeresverwaltung mit diefen Stellen erfolgt. abgeschlossenen Verträge zu veröffentlichen. Die Unterausschüsse, geiftigen Gleichgewichts annehmen lassen. Sein Nachfolger als Striegsminister, Generalleutnant die vom Budgetausschuß mit der Prüfung der von der Armeeverwaltung Wild von Sobenborn, gehörte dem Kriegsministerium abgefchloffenen Stäufe für Seereszwede beauftragt worden sind, als Direktor des Allgemeinen Kriegsdepartements an; im Die Lage in Mexiko. haben beschloffen, das Kriegs- und Marineministerium um die Felde befand er sich zuerst als Kommandeur der 30. Division 23aibington meldet, hat nach einem dort eingetroffenen TeleLondon, 21. Januar.( W. T. B.) Wie das Reuterfche Bureau aus Bekanntgabe aller Altenstücke und Rechnungsbelege über die feit der und dann vom 27. November 1914 ab als Generalquartier- afbington meldet, hat nach einem dort eingetroffenen TeleMobilmadiung abgeschlossenen Käufe zu erfuchen." meifter." gramm des Generals Garza der mexikanische Konvent Gutierrez Die Rammer hat gestern einen Regierungsantrag auf Bild von Hohenborn ist wiederholt im Reichstage borgeschlagen, merito für neutral zu erklären und einen allPensionierung von Staatsbeamten angenommen, die hervorgetreten. Er dürfte in seinem Reffort und als Mit gemeinen Waffenstilstand herzustellen, mit der Absicht, Friedenswährend des Strieges vor dem Feinde fallen. glied des Staatsministeriums ganz den Bahnen seines Bor- berbandlungen einzuleiten. Eine ähnliche Note wird Carranza Flugblätter gegen die franzöfifche Regierung. aängers folgen. " übersandt werden. Letzte Nachrichten. Bon der Schweizer Grenze, 21. Januar.( 2. U.) Edo de ParisLiebesgaben für die Landwirtschaft. meldet, daß vorgestern Nacht in Paris Flugblätter verbreitet Wenn man bon vereinzelten nie zufriedenen Interwurden mit der Ueberschrift Man beligt uns!", in denen effenten abficht, dürfte wohl keine Meinungsverschiedenheit Verkauf eines erbeuteten russischen Schiffes. babor gewarnt wird, den von der Regierung über angebliche Grenel darüber bestehen, daß die von der Regierung festgesetzten Hamburg, 21. Januar.( W. Z. B.) Die vom Brisentafen der deutschen Truppen verbreiteten Angaben Glauben zu Höchstpreise für Getreide den Landwirten einen gang er gericht eingezogene ruffische Barr Pleione", die ichenfen. Das„ Echo de Paris" fügt hinzu, daß in dem Flugblatt ledlichen Nuhen abwerfen. 11m so befremdender muß ein 1093 Nettoregistertons groß ist, und mit Asphalt von fogar Auflagen gegen die französischen Truppen erhoben wurden, Beschluß wirken, den die Gemeindevertretung in Rünthe( Kreis Trinidad nach Bremen unterwegs war, ist heute meistbietend und verlangt von der Polizei, daß sie ernstlich die Verbreitung der Hamm i. W.) faßte. Der Gemeindevorsteher teilte in der lekten vorbehaltlich Zuschlags, mit Inventar für 33 500 m. nach artiger Flugschriften verhinderc. Sigung mit, daß die Landwirte ein bestimmtes Quantum Saferl Dänemark verkauft worden. Szermann Heute: Schlusstag! Lietz INVENTUR Theater für Freitag, 22. Januar: Berliner Theater 8 Uhr: ,, Extrablätter!" Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Luther. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Der Troubadour. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. U.: Gasparone. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Zwei leuchtende Punkte. Kleines Theater 8 Uhr: Ernste Schwänke. Komödienhaus 8 Uhr: Biedermeier. Lessing- Theater 8 Uhr: Jugendfreunde. Lustspielhaus 8 U.: Leutnantsmündel. Sonnt. 3 U.: Dorf und Stadt. Metropol- Theater 8 Uhr: Woran wir denken! Montis Operetten- Theater 8 Uhr: Der liebe Pepi. Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 8 Uhr: Sein ganzes Glück. Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Der Störenfried. Schiller- Th. Charlottenbg. Luisen- Theater. Scute 8.15: Heimat. Sonnabend 8.15: Das große Ringen.- Sonnab. 4 Uhr: Kindervorst. Dornröschen. Sonnt.8.15: Der wilde gelbe Mohu. SARRASANI Am 31. Januar 1915: Schluß der Berliner Spielzeit. Heute: Große Sportvorstellung. Sonnabend und Sonntag große Festvorstellungen 3 Uhr und Uhr. 7 WIND BARTEN Grete Wiesenthal. Robert Steidl sowie der glänzende Januar- Spielplan. Kleine Preise! 8 Uhr: Des Meeres u. d.Liebe Wellen Zirkus Alb. Schumann Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 84 Uhr: Immer feste druff! .125. Male: Theater a. d.Weidendammerbrücke 810Uhr: Verlorene Ehre. Sonntag 8 Uhr: Erstaufführung: Die schöne Marlene. Theater des Westens 8 Uhr: Polenblut. Sonnabd. 4 Uhr: Vater zieht ins Feld. Theater in der Königgrätzer Straße 7% U. Herodes und Mariamne. Trianon- Theater 8. U.: Das Liebesnest. Volksbühne. Theater am Bülowplatz 8. U. Der Strom. Walhalla- Theater S4U. Das Farmermädchen. URANIA Taubenstr. 48/49. 4 Uhr( Halbe Preise): Die Weichsel und die masur. Seen. Abends 8 Uhr: Die Vogesen und ihre Kampfstätten. Theater Folies Caprice 8% Possen- Theater Moritz wird energisch. Das Leutnantsfenster. Landwehrleute. Martin Kettner a. G. Eisbahn 8% Täglich Kinderbeluftigung und Unterricht im Schlittschuhlaufen Schönhauser Allee 148. Heute 22. Januar, Anf. 7 Uhr: Gr. Sport- Vorstellung u.a.: Der fallende Mensch Urian, Orang- Utang, als Akrobat und Billardkünstler. Mery Jakly in ihrem Originalakt. Weise mit seinen 5 Bären als Radfahrer u. Rollschuhläufer. Barons Löwen- und Tigergruppe Gebr. 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Berbands- und Branchenangelegenheiten. Montag, den 25. Januar, Sonntag, den 24. Januar, vormittags 10 Uhr, Cifchler, Bezirk Neukölln. abends 8½ Uhr, im Rotal Ideal- Passage", Weichselstr. 8. Zagesordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2 Wahl der Delegierten zur General- Bersammlung. 3. Wahl der Bezirkskommission. Montag, den 25. Januar. Möbelpolierer, Bezirk Often. abends 8 Uhr, in den " Fürstenberger Festsälen", Frankfurter Allee 106. 2agesordnung: 1. Wahl der Delegierten zur General- Berjammlung. 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Montag, den 25. Januar, abends 8 Uhr, im Ge. Vergolder: wertschaftshaus, Engeluser 14/15( Saal 1). Zagesordnung: 1. 25 Jahre Vergolderorganisation. Referent: Kollege Spathe. 2. Bericht der Kommission. 3. Wahlen. 4. Branchenangelegenheiten." Schirmmacher und Schirmnäherinnen. Montag, den 25. Januar, abends 8 Uhr, bei Stein, An der Stralauer Brüde 3. Zagesordnung: 1. Bericht der Kommission und Neuwahl der selben. 2. Branchenangelegenheiten. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. u. 4. Quart. 2. Kassenangelegenheiten. 3. Neuwahl des Borstandes. 4. Berschiedenes. 292/1 Der Vorstand. Sattler, Maschinenmäher, Lederflanzer bitte ich zur Empfangnahme wichtiger persönlicher Mitteilungen mir ihre und ihrer Kollegen Bohnungsadressen umgehend zuzusenden. Porto wird ihnen vergütet. Fr. Lange, Berlin W 15, Pariser Str. 2. 215/ 16* Verkäufe. Monatsanzüge, nur wenig getragen, Baletots, Ulster, Hosen, Geselfchaftsanzüge werden spottbillig verlauft. Die elegantesten Anzüge find leihweise billig zu haben. Alt bekannte Firma. Már Beiß, Große Frankfurterstraße 88. * 22 Oris- Krankenkasse der Schloffer und verwandten Gewerbe zu Berlin. Die in der Ausschußsibung am 30. November 1914 beschlossene b änderung des§ 23 der Sagung bat unterm 31. Dezember 1914 die Ge nehmigung des Königlichen Ober Versicherungsamtes Groß- Berlin er. halten und tritt mit dem Tage dieser Bekanntmachung, als„ Erie Abänderung" zur Satzung, in Straft. Druderemplare der Abänderung fönnen im Staisenlofal in Empfang genommen werden. Berlin, 22. Januar 1915. Der Vorstand. A. Polzin, Borsigender. 280/3 Georg Müller, Schriftführer. mit Hustenanfällen und starter Berschleis mung findet wiri same Hilfe durd) Reichels Asthma Echte Asthmatropfen, be rühmt durch ihre Wirkung Zahlreiche Erfolgsberichte. Fl. 2.50. Otto Reichel, Berlin 49, Eisenbahnstr. 4. Zahngebisse, Goldiachen, Silberfachen, Blatinabfälle, sämtliche Metalle höcstzahlend. Sameizerei Christionat, Stopenideritrage 20 a ( gegenüber Manteufelrage). 1/ 12* Kupfer, Meifing, Sint, Zinn, Blei, Stanniolpapier, Goldiachen, Silber sachen, Platinabfälle, Quedfilber, Bahngebisse. Metallschmelze Cohn, Brunnenstraße 25 und Neukölln Berlinerstraße 76. 1/ 7* Fahrradgesuch. Schrader, Weber 5/ 7* Stanniolpapier, größere Posle it bis 3,00 tauft Edelmetall- Einkaufs. bureau, Beberstraße 31. 781* Teppich- Thomas, Dranienstr. 44 bottbillig farbfehlerhafte Teppiche, ftrage 42 Gardinen. 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Glede Berlin Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl Nr. 22. 32. Jahrgang. Verlustlisten. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 22. Januar 1915. alles erste Glanznummern. Bisher # schrecken für sich auszubeuten verstehen; faum ist eine Schlacht Löwen usw. oder ein Gefecht beendet, so wird das Ereignis, in dessen sind unferes Wissens zehn Bändchen Bändchen dieser SchundMittelpunkt selbstverständlich der unfehlbare Held steht, in der literatur erschienen. Abgesehen von dem ersten Bändchen sind Die Verlustliste Nr. 131 der preußischen Armee ent- verschrobensten Weise dargestellt. Wehrere Serien der be- es vorwiegend Französinnen, die im Mittelpunkt der Handlung kannten bunten Hefte mit ihren Grauen erregenden Titel- stehen; ihre besonderen Eigenschaften sind: Verrat, Treulosighält Verluste folgender Truppen: Stab der 80. Inf.- Brigade; 3., 4. und 5. Garde Juf.- Reg.; bildern find bereits erschienen, worin Verlogenheit, Roheit| feit, Sittenlosigkeit. Hier ein Eremplar:" Frau Elsies Mund 1. und 2. Garde- Res.- Juf.- Reg.; Garde- Grenadier- Regimenter urd Geistesarmut miteinander wetteifern in der sensationellen schreckte nicht davor zurück, die Lippen des Mannes zu küssen, Wo Alexander, Franz, Elisabeth, Augusta; Garde- Res- Jäger- und Verzerrung des Krieges. der die Waffe gegen ihren Gatten gerichtet hatte -Schüßen- Bat.; Lehr- Inf.- Reg.; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Da ist zunächst die Serie:„ Konrad Götz der Wander die Liebe herrscht, gibt's notwendigerweise auch Helden, gerFüsler- Regimenter Nr. 4, 6, 11, 12, 15, 28, 31, 33, 34, 35, 37, vogel", die bereits vor dem Kriege erschien, deren Inhalt aber manische Elefanten" und hinterlistige Franzosen". Und wenn 38, 40, 41, 42, 46, 53, 56, 57, 58, 64, 65, 66, 70, 72, 80, 83, 85, jetzt den Zeitereignissen angepaẞt ist. Die beiden Helden in der Wandervogelserie zum Schluß die beiden Musterknaben 87, 90, 93, 97, 109, 111, 113, 115, 118, 128, 132, 187, 138, 142, 144, Konrad Götz und der lustige Berliner Robert Wegner haben die in leuchtender Glorie dastehen, so enden die Liebesbändchen 145, 148, 152, 156; Reg. Nr. 1 der Brigade Doussin; Kombiniertes Reg. von Weber; Ersatz- Reg. Königsberg II; Rej.- Inf.- Regimenter Wunder und Gefahren aller fünf Erdteile erlebt. Da plötz- alle damit, daß sie sich kriegen". Darin besteht der UnterNr. 6, 10, 12, 16, 23, 26, 34, 38, 49, 51, 56, 57, 59, 65, 66, 80, lich brach der Weltfrieg aus. Staum haben dies die beiden schied; sonst aber gleicht sich der Schund wie ein Ei dem 82, 87, 90, 92, 93, 94, 99, 201, 213, 219, 221, 225, 227, 228, 229, lustigen Wandervögel erfahren, als sie schnell und entschlossen anderen. 231, 232, 233, 235, 236; Res.- Ersatz- Regimenter Nr. 1, 4; Landw. für die gute gute und gerechte Sache zu den Waffen Wir hielten es für notwendig, an wenigen Beispielen die Inf.- Regimenter Nr. 13, 18, 23, 28, 33, 34, 37, 65, 73, 77, 84; 87; griffen. Da es ihnen nicht möglich war, nach Gemeingefährlichkeit jener Literaturprodukte festzunageln; das leverplanmäßiges Landw.- Inf.- Bat. Nr. 6 des IV. Armeekorps; Deutschland zurückzukehren, waren doch alle Wege verstopft, ist um so mehr geboten, als der Völkerkrieg im Mittelpunkt Brigade- Erfaz- Bat. Nr. 7, 41, 80, 81; Landft.- Bataillone Deutsch alle Verbindungen unterbrochen, so zogen sie als Freiwillige dieser verderblichen Tätigkeit steht. Vergegenwärtigt man sich, Eylau II, Glatz, Neuſalz, Rawitsch I, II. Stolp; Jäger- Bataillone Nr. 7, 8; Res- Jäger- Bataillone Nr. 5, 14, 16, 20; Radfahrer- Stomp. mit den Verbündeten, den Desterreichern, in den Rache daß die lügnerischen, verrohenden Machwerke zu HundertNr. 49 des XXV. Reservekorps; Res.- Maschinengewehr- Abt. Nr. 5; Erieg gegen Serbien! Die hochinteressanten Abenteuer tausenden, ja zu Millionen Eremplaren namentlich in die Feitungs- Maschinengewehr- Abteilungen Nr. 3 und 5; Res.- Festungs- Konrad Göy', des Wandervogels, im Lande der serbischen Jugend wandern, so wird es verständlich, welche geistige und Maschinengewehr- Abt. Nr. 1. Hyänen werden von nun an in den folgenden Heften ge- sittliche Verwüstung damit angerichtet wird. Leider gibt es Kürajjiere Nr. 2; Dragoner Nr. 2, 8, 17; Husaren Nr.11, 12, schildert." Davon sind nun, soweit wir verfolgen konnten, zehn gegen die Pest der Schundliteratur fein anderes Abwehrmittel, 17; Ulanen Nr. 9, 13, 15; Jäger zu Pferde Nr. 11; Kavallerie- Reg. Hefte erschienen. als die öffentliche Brandmarkung und anderseits die planNr. 2 des VI. Landwehrkorps; 1. Landsturm- Eskadron des XIV. mäßige Aufklärung des Volkes. Armeekorps. 1. und 3. Garde- Rej.- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 9, 25, 27, 33, 38, 41, 42, 44, 46, 58; Rej.- Feldart.- Regimenter Nr. 11, 22, 29, 45, 50. Res- Fußart.- Regimenter Nr. 7, 9, 20. Pionier- Regimenter Nr. 19, 23, 29, 30, 31; Bionier- Bataillone: 1. Nr. 4, 1. Nr. 6, II. Nr. 8, 11. Nr. 16, 1. Nr. 17, 1. Nr. 28; Pionier- Ersatz- Bat. Nr. 9; 49. und 51. Res.- Pionier- Komp. Eisenbahn- Reg. Nr. 1; Fernsprech- Abt. des XVI. Armeekorps; Luftschiffertrupp Nr. 6; Festungs- Luftschiffertrupp Nr. 15; Feld fliegertruppe. 0 Die Natürlich waren die beiden Wandervögel auch Hauptpersonen bei dem Fürstenmord in Sarajewo. Der lustige Berliner gerät in Belgrad( ehe der Krieg ausgebrochen war!) Berlins Geburten und Sterbefälle in 1914. in serbische Gefangenschaft und wird gezwungen Mitglied der Der Bevölkerungszuwachs Berlins aus dem lleberschuß der Narodna obrana zu werden. Zweck dieses Vereins ist, seine Geburten über die Sterbefälle war im Jahre 1914 sehr viel geringer Mitglieder in der Bombenfabrikation und im Bombenwerfen als in 1913. Seit langem dauert die Minderung der Geburten an, 311 schulen„ eine Hochschule für Mörder und Attentäter". in den letzten Jahren aber hat sie stärker noch als zuvor sich fühlbar Das Jahr 1914 hat nun mit einer Geburtenzahl abDa werden eines Nachts sämtliche Vereinsmitglieder in das gemacht. Versammlungslokal geführt, das( wie schaurig!) fiebzig Stufen geschlossen, die hinter derjenigen des vorhergehenden Jahres um den unter der Erde liegt. Nach langem Warten erscheint der ganz ungewöhnlich hohen Betrag von rund 3500 zurückbleibt. Leichte Munitionsfolonnen- Abt. Nr. 1 des XX. Armeekorps; Oberste der Gesellschaft.„ Ein Wolf im Menschengewande fünf Jahre 1909 bis 1913 hatten 45 960, 44 188, 48 201, 42 581, Rej.- Munitionsfolonnen- Abt. Nr. 37; Leichte Munitionskolonne war er, ein bösartiger, toller Hund." Und beim trüben 40 832 Lebendgeborene gebracht, das Jahr 1914 dagegen brachte nur Nr. 1 und 3 des V. Armeekorps; Art.- Munitionstolonne Nr. 4 Dämmerschein der Lampen verkündet er unter atemloser Stille, noch rund 37 300 Lebendgeborene. Das ist für 1914 ein vorläufig des XX. Armeekorps; Etappen- Munitionstolonne Nr. 52 des VI. daß die Todesstunde des„ verruchten Thronfolgers" geschlagen festgestelltes Ergebnis, doch könnte es durch Nachträge aus verRef.- Sanitäts- Komp. Nr. 10, Nr. 12 des VIII. und Nr. 48 habe. Durch das Los werden zwei junge Leute zur Aus- späteten Meldungen höchstens noch um einige Dutzend verbessert des XXIV. Reservetorps; Rej.- Lazarett Kolberg; Freiw. Kranten- führung der Mordtat bestimmt; diese beiden Glücklichen werden. Zugenommen haben in 1914 die Sterbefälle, um rund 1600. ,, wurden jubelnd umarmt und gefüßt und man ermahnte sie, vor in den fünf Jahren 1909 bis 1913 starben( ohne Totgeborene) Pferdeerjaydepot des Gardekorps; Pferdedepot Nr. 2 des nichts zurückzuschrecken". Aber der lustige Berliner entflieht 31 844, 30 152, 32 307, 29 981, 28 065 Personen, für 1914 ergibt I. Armeeforps; Festungspferde- und-wagendepot Graudenz. alsbald aus der Gefangenschaft und wendet sich sogleich nach eine vorläufige Feststellung rund 29 650 Gestorbene( ohne Totgeborene). Artilleriedepots Mez, Straßburg i. E. und Thorn. Sarajewo, um das Verbrechen zu vereiteln; jedoch er trifft Die Zahl der Sterbefälle unterliegt manchen Schwankungen, fie fanit Kriegsbekleidungsamt des VIII. und X. Armeekorps. erst( aufgepaßt!) in dem Augenblick der Mordtat ein, er kann 3. B. auch durch Witterungseinflüsse gesteigert werden. Die Zunahme nur mit klagender Stimme rufen: zu spät, wir konnten die in 1911 und jetzt wieder in 1914 ist zum Teil durch eine trotz Geedlen Menschen nicht mehr retten!" Da liegt der Effekt. burtenrückgang eingetretene Mehrung der Säuglingssterbefälle ver= Die Phantasie eines jungen Burschen wird durch die Lektüre ursacht worden, zu der Hauptsächlich die heißen Sommermonate der eines solchen elenden Machwerkes zweifellos bis zur Siede- beiden Jahre beitrugen. Der Ueberschuß der Geburten über die hige aufgepeitscht. Armeekorps. pflege. Die bayerische Verlustliste Nr. 140 bringt Verluste des 5., 21., 22. Juf.- Reg.; 2. Jäger- Bat.; Res.- Juf.- Regimenter Nr. 12, 20, 21; Landw.- Inj.- Reg. Nr. 2; Etappen- Munitions- Berwaltung der 6. Armee. Aus Groß- Berlin. liner " Sterbefälle stellte sich für 1909 bis 1918 auf 14 116, 14 036, 10 894, 12 600, 12767, für 1914 aber nur auf rund 7650. In 1914 blieb der Geburtenüberschuß hinter dem für 1913 um rund 5100, d. h. um 40 Proz. zurück. Die sächsische Verlustliste Nr. 96 enthält Verluste der Inf.Da ist weiter die Geschichte von dem serbischen MörderRegimenter Nr. 100, 105, 133, 139, 181; Rej.- Inf.- Regimenter dorf( jeder Serbe ist überhaupt ein Mörder). Serbische Nr. 102, 241; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 102, 133; Brigade- Erf.- Bauern töten ohne Grund eine österreichische Sanitätskolonne. Bataillone Nr. 45, 48, 89; Erf.- Bat., Landw.- Inf. Reg. Nr. 102; Giner Patrouille wird durch eine schlißäugige Bäuerin" statt leberplanmäßige Etappen- Fuhrpart- Stolonne, XIX. Armeekorps; eines Wassertrunks eine gewaltige Bombe vor die Füße geSammlung von Wollsachen für unsere Krieger. 1. Munitionsfolonnen- Abt., XII. Armeekorps; Ref.- Munitions worfen. Jetzt folgt die furchtbare Rache der Desterreicher. Vom 18. bis 24. Januar findet in ganz Deutschland eine folonnen- Abt. Nr. 24; Ref.- Sanitäts Komp. 1, XII. Rei. Armice- Dorfen. forps; Rej.- Sanitäts- Stomp. 53, XXVII. Res- Armeekorps; Rei" Drauf und dran, rief Robert. Wegner, der wackere Ber- Sammlung von Wollfachen und Kleidungsstüden statt. Es fehlt den Die gefangenen Bauern werden türzerhand ge- draußen in Stälte und Nässe liegenden Kriegern an Decken Divisions- Brückentrain Nr. 54; Rej.- Fuhrpart- kolonne Nr. 87; FeldDarum hat sich ein Kriegsausschuß geJazarett 7, XIX. Armeeforps; und Nachrichten aus unvollständigen henkt. Da die Kugel und das Pulver zu wertvoll für sie und Unterkleidung. feindlichen Gefangenenlisten. waren, so begannen sie die Bauern an dem großen Baume, bildet, der mit Genehmigung und Unterstützung der maß der in der Mitte des Dorfplatzes stand, Einer nach dem anderen, erlitt dieſen zoo." aufzuknüpfen. gebenden Behörden eine Sammlung von Woll-, BaumwollSchließlich und Tuchsachen vornimmt. Auch wird sowohl Herren- als auch wird mit größtem Vergnügen" das ganze Dorf in Brand Frauenkleidung und Unterkleidung angenommen. Das einlaufende Dann zogen gesteckt. die Desterreicher von dannen, Material wird desinfiziert und sortiert, um dann zu Decken oder neuen Heldentaten entgegen, als leuchtende Vorbilder allen Kleidungsstücken verarbeitet zu werden. Man hofft, auf diese Weise voran allerdings die beiden Wandervögel. Aber es wäre schon in türzester Zeit unser Ostheer reichlich mit warmen Unterverfehlt, anzunehmen, die beiden Helden wären nur auf Kleidern und mit zirka 400 bis 500 000 Deden versorgen zu können. Neben vielen anderen beachtenswerten Errungenschaften serbischem Boden tätig ach nein; sie tämpften zugleich Die Organisation dieses großzügigen Werkes liegt in Händen hat uns der Strieg eine beängstigende Hochflut von Schund- in Ostpreußen gegen die Russen, und nächstens werden sie des Roten Streuzes. Die an sich ungeheuere Arbeit wird fast ganz literatur gebracht, und es wäre in der Tat notwendig, daß dazu noch in Frankreich mitwirken; über die technischen auf dem Wege der Liebestätigfeit durchgeführt. In Berlin z. B. fich die Kriegsfürsorge nicht allein auf das wirtschaftliche, Schwierigkeiten wird der routinierte Romanfabrikant schon haben sich die Bezirksvorsteher bereit erflärt, die zur Durchführung fondern auch auf das geistige Leben erstreckte. Abgesehen von hinwegkommen. Der werte Leser merkt's ja nicht. der Reichswollwoche notwendigen Arbeiten innerhalb ihres Bezirkes einem sehr großen Teil der Zeitungs- und Zeitschriftenliteratur, Auch der wohlbekannte Verlag für Volksliteratur und zu übernehmen. für die ber Strieg in Wort und Bild nichts als Sensation Sunst, Berlin SW., Gitschiner Str. 13, ist mit einer Seric Ebenfalls unentgeltlich hat der Verein Berliner Spediteure sich und Geschäft ist, hat sich die gröbste Schundliteratur des auf den Plan getreten Krieg und Liebe! Das zieht Krieg und Liebe! Das zieht verpflichtet, die Sachen von den einzelnen Sammelstellen nach der Völferkriegs für ihre niedrigen Zwecke bemächtigt. Es ist nicht wahr? Und die einzelnen Titel: Kriegsbräute, Der Hauptsammelstelle zu überführen. geradezu erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit und Finger- Erbfeind auf der Flucht, Die Schwerter der Franktireurs, fertigkeit die gewissenlosen Literaturfabrikanten die Kriegs- Deutsche Hiebe Krieg und Schundliteratur. Die polnische Legion im Felde. Felde. Biljusti erbielt mun den Befcht, den Weichſelabſchnitt zwischen Nation zu dienen. Im erſten Gefecht, das er als polnischer Legionär Vou Hugo Schulz. II. Schüler der höheren Lehranstalten sind gleichfalls zu diefer deutsche Liebe, Der Berrat von giebestätigkeit herangezogen worden, auch haben sich Studenten in glückliche polnische Stadt der schnaubenden Rachgier des Feindes[ schen Feldzug mitgemacht und dann trotz aller Aussichten auf eine zu überlassen. Sie zogen sich bis an die Weichsel zurück und glänzende Laufbahn die russische Armee verlassen hatte, um seiner der Dunajec- Mündung und Szculin zu decken. Damals erfolgte mitkämpfte, wurde er tödlich getroffen. Er rief noch:" Der nächste eben jene Umgruppierung, die das Oberkommando nach den Zugkommandant übernimmt das Kommando!", dann starb er. Auch Schlachten bei Grodek und Rawaruska beschlossen hatte. Biljudski die beiden Regimenter des F. 2. v. Dursti vollbrachten an den Ostfaßte seine Aufgabe in offensiver Weise auf und behauptete sich farpathen sehr beachtenswerte Waffentaten. Am 12. Oktober entschied Die oberste Leitung der Regionen ist einem General polnischer nicht nur durch 14 Tage auf dem jenseitigen Ufer der Weichsel, ihr Eingreifen bei Marmaros- Szigeth die Schlacht zu unseren Nationalität, dem Feldmarschalleutnant von Dursti übertragen sondern hielt den Feind mit kühnen Vorstößen, die oft 20 Kilo- Gunsten. Dann jäuberten sie den wichtigen Bantyrpaß vom Feinde worden, nachdem der erste Kommandant Generalmajor a. D. meter lang einwärts griffen, dermaßen in Schach, daß die Russen und bauten dort eine sehr gangbare Etappenkommunikation, den Baczynski, dem diese Aufgabe nicht lag, zurückgetreten war. Stabs- jegliche Offensive einstellten und zur Ueberzeugung famen, die Weg der Legionen". Bei Nadworna und Molotow hielten 8000 chef des Feldmarschalleutnants v. Dursti ist der Generalstabs- polnischen Jungschüßen müßten nur die Vortruppe sehr starker Mann mehrere Tage 26 000 Ruffen Stand, sie mußten sich dann zum hauptmann v. Zagorski. Die Brigade Pilsudski, die immer nur in Sträfte sein, die unmittelbar hinter der Weichsel stehen. Fast jeden Rückzuge nach Ungarn entschließen, wo sie auch heute noch in den KarRussisch- Polen und in Westgalizien kämpfte, hat allerdings einen Tag gab es kleine Gefechte, in denen die Legion fast immer sieg- pathen hervorragend kämpfen. Ich besuchte lezzthin die Kader- Station der polnischen Legion gang selbständigen Wirkungskreis und steht mit dem Legions- reich blieb, obgleich sie zumeist gegen Uebermacht focht. Der kommando, das die Aktionen der beiden in den Ostkarpathen schwerste Kampf fand bei Czarkowez statt. Dort wurde eine Ab- in einem kleinen Karpathendörfchen, das ganz den Charakter eines kämpfenden Regimenter leitet, nur in losem Zusammenhang. Bei teilung Jungschüßen von sehr starken russischen Kräften an- Striegslagers gewonnen hat. Hier werden die neueinrückenden gefallen. Die Jungschüßen hielten troß außerordentlicher Ver- Freiwilligen abgerichtet, hier ist ein Spital für verwundete Pilsudski befindet sich auch der Artilleriehauptmann B., der von der Armee der polnischen Legion zugestellt wurde, damit er ihr uste und obgleich sie schließlich fast aufgerieben waren, solange Legionäre, dann die Offiziersschule, die Bureaus der Militärsektion eine Artillerie improvisiere. Er löste diese Aufgabe in geradezu stand, bis Hilfe kam, worauf sich die Russen, obgleich noch immer in und des Nationalkomitees, an dessen Spitze die Abgeordneten Jaerheblicher Ueberzah! schleunigst zurückzogen. Mit welcher Erbitte- worski, Daszynski und German stehen, und schließlich das Pressehervorragender Weise, obgleich ihm von der Militärverivaltung rung die polnischen Freischärler fämpften, bezeuge folgender Vorfall: bureau, das unser Parteigenosse Dr. Kot leitet, in dem eine Anzahl nur eine geringe Zahl alter Gebirgsgeschüße zur Verfügung ge- eine ihrer Patrouillen, aus 6 Reitern bestehend, wurde im Städtchen von Schriftstellern und Publizisten tätig sind. Hervorragende Arbeit stellt wurde, natürlich ohne Panzerschilde, ohne Rohrrücklauf und Willaka von einer ganzen Kosakensotnje überfallen und zersprengt. leisten die weiblichen Mitglieder der Legion, nicht nur als Strankenmit Schwarzpulverpatronen, deren Dampfentwickelung das Ver- Ein Reiter namens Lorenz, den unsere polnischen Parteigenossen als pflegerin, sondern auch in einem aufreibenden täglich bis spät nachts borgenhalten der Stellungen sehr erschwert. Hauptmann B. verſah emen ihrer besten Vertrauensinänner bezeichneten, konnte nicht mehr währenden Bureaudienst; an ihrer Spike ſieht Frau Dr. Radionska. seine Geschüße mit selberzeugten Seilbremsen, richtete sich binnen entkommen und wurde umzingelt. Statt sich zu ergeben, schoß er fünf Zufällig machte ich die Rückreise mit dem Artillerichauptmann 2. fürzester Frist etliche Dußend intelligenterer Legionäre zu Stojafen vom Pferde und richtete dann den letzten Schuß aus seinem zusammen und hatte dadurch die willkommene Gelegenheit, über die Artilleristen ab und ging dann reſolut ins Zeug, mit dem Erfolge, Revolver gegen sich. Lebensgefährlich verletzt geriet er dann doch in Entstehungsgeschichte der Regionsurtillerie und ihrer Leistungen indaß die Russen vor den pulverdampfenden fleinen Dingern, die Gefangenschaft. Auch an der zweiten Offensive in Russisch- Polen formiert zir werden. Da mengte fich plötzlich ein Fahrtgenosse ins oft auf recht nahe Distanzen heranfuhren und nicht selten in der hatte die Brigide Pilsudskis hervorragenden Anteil. Ein den Deutschen Gespräch, ein Bankdisponent aus Budapest, der jcht ats ReserveSchwarmlinie Stellung suchten, ganz gewaltigen Respekt bekamen. augeteiltes Bataillon focht mit vor Warschau, vier andere unter leutnant Dienst macht:" Du entschuldigst," sagte er zu Hauptmann B., Besonders dem Pilsudskischen Regiment, das von den 5 Batterien Biljudski standen fünf Tage lang vor Jwangorod im Feuer und unter es ist ja alles recht schön, was Du von der Legion erzählst, aber 2 befam, erwies sich diese Artillerie recht nüßlich, und in mancher nahmen bei Lasti einen erfolgreichen Bajonettangriff. Im Gefecht haben denn diese Leute die richtige Disziplin und Subordination? Ich gefährlichen Lage vermochte sie sogar rettend einzugreifen. An bei Nadworana fiel einer ihrer tapfersten Offiziere, der Charkower habe da neulich einen gesehen, der an einem Vorgesetzten vorüberging, gefährlichen Lagen fehlte es bei Biljudskis Freischar nicht; schon Universitätsprofessor Kunizki, der ebenfalls unserer Partei angehört ohne ihm zu jalutieren."" Dis mag schon vorkommen, mein die Art ihrer Verwendung zu kühnen Unternehmungen, die mehr hatte. Bis zum Beginn der nächsten großen Offensive Anfang Lieber," erwiderte der Hauptmann lächelnd dem Disponenten, ich den Charakter des Kleinkrieges haben, brachte es mit sich, daß sie November stand die Brigade in der Nähe von Wolbrom und blieb in habe aber wiederholt gesehen, wie meine Stameraden dem Feind ihre mitunter arg in die klemme geraten mußte. Es ging dabei nicht ständiger Fühlung mit dem Feinde. Bei einem überaus kühnen Auf- Grüße sandten, und das geschah immer so stramm, wie es nur jemand ohne bedeutende Verluste ab, aber dem taktischen Geschick der klärungsmarsch Wolbrom- Krakau schlüpfte sie in der Lücke zwischen wünschen mag. Aufrichtig gesagt, habe ich mich, obgleich ich ein alter Führung ist es doch immer noch gelungen, den rettenden Ausweg zwei feindlichen Armeekorps durch. Bei Krzywoploci" fiel der Kom- Armeeoffizier bin, nicht um die Salutierdisziplin der Legion geküm= zu finden. Nur mit Widerstreben entschlossen sich die Regionäre, pagniefommandant Paderewski, ein Bruder des berühmten Mujikers, mert, sondern bloß um ihre Feuerdisziplin; die ist aber tadellos, das als es notwendig geworden war, Kjelce zu räumen, und die un- ein früherer russischer Stabshauptmann, der den ganzen mandschuri- tannst Du mir glauben!" den Dienst der Wolfammlung gestellt. Als Ruriofum mag erwähnt] Die Zahl der Pferdewagen fant im Krieg von 450 auf 295. TropEin sozialdemokratischer Wahlfieg. werden, daß ein Student cinen mit Sammelstüden bepadten Kinder- dem sind die Leistungen der Gesellschaft nicht im gleichen Einen bemerkenswerten Wahlfieg erfochten unsere Genossen in wagen selbst ablieferte. Verhältnis zurüdgegangen. Die Automobile legten von Januar dem holsteinischen Städtchen Heide, dessen Stadtparlament bisher von August bis De vollständig sozialistenrein war. Bei der legten regelrechten Wahl in An die Hausfrauen ist denn auch ein Aufruf ergangen, alle ent- bis Juli 9 553 173 Kilometer zurück, behrlichen und zweddienlichen Gegenstände herauszusuchen und den zember 2900 588. Auf die Friedensmonate kommen im Durchschnitt November hatten unsere Genossen mit Rücksicht auf den sogenannten 1 364 739 Kilometer, auf die Kriegsmonate 580 118 Kilometer. Die Burgfrieden auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten verzichtet. Legitimierten Abholern auszuhändigen. Der Erfolg war bis Pferdewagen fuhren bis Juli 10 027 700 Kilometer, von August an Nun wurde aber nachträglich ein Mandat frei und unsere Genossen jezt ein höchst erfreulicher. erfreulicher. Hier sieht man man erst, was 5 213 900 Kilometer, auf den Monat 1 432 540 Kilometer und stellten an den Bürgerverein den Antrag, das Mandat der Arbeiter in den Haushaltungen steckt und vielleicht dem Motten- 1 042 780 Kilometer. Sm ganzen Jahr leisteten die Automobile schaft zu überlassen, die bisher im Stadtparlament nicht vertreten ici, frag verfallen würde, fäme nicht der Krieg mit seiner 12 453 761 Kilometer, die Pferdewagen 15 241 680 Kilometer. Die aber doch gerechterweise auch eine Vertretung beanspruchen könne. Ter dringlichen Bitte. Kasten und Kisten werden durchsucht, Kleider und Zahl der beförderten Berfonen hatte bis Ende Juli fast 100 Millionen sozialdemokratische Verein schlug seinen Borfizenden. den Genossen Wäsche geprüft und fürchterliche Musterung gehalten. In den erreicht, genau 99 037 864. Vom 1. August an wurden noch harder als Kandidaten vor." Mit der baltlofeu Ausrede, aus dem Zweigfammelstellen häufen sich die Bündel. Unter- und Oberkleider, 48 708 701 Personen befördert, im ganzen alfo 147 746 065 gegen Stadtparlament müsse die Politit ferngehalten werden, lehnten die Deden, Portieren, Teppiche, Zäufer und was sonst noch alles findet bis Juli 506 980, von August an 198 806. In jedem Friedensmonat demokratischen Vereins zu überlassen. Um aber zu zeigen, daß sie 168 360 252 im Vorjahre. Auf Zeitfarten fuhren 700 786 Personen, Bürgervereinler es ab, das Mandat dem Kandidaten des sozialsich hier zusammen. Manche Sachen bergen ein Stück wurden durchschnittlich 14 143 195 Personen befördert, 9 741 740 von der Arbeiterschaft doch eine Vertretung gönnen, stellten sie einen Familiengeschichte, alle fozialen Schranken werden über August an. Maurerpolier als Kandidaten auf, der der Sozialdemokratie natürlich schritten, das Border- und Hinterhaus findet sich in fernsteht. Unsere Genossen hielten an ihrer Kandidatur fest und bei der Sammelstelle zusammen. Die Hose des kleinen Beamten der Wahl am Dienstag wurde der Vorsitzende des V.reins, jebe und Die zerschlissene Steppbede der Frau Kommerzien zur Verblüffung des Bürgervereins, zum Stadtverordneten gewählt. rat ruhen friedlich nebeneinander, der gleichen Bestimmung harrend. Und alles muß erst ob Border oder Hinterhaus das Fegefeuer durchwandern, d. h. es muß sich desinfizieren lajien, zu welchem Zweck die Inſtitutionen mit solchen Einrichtungen diese zur freien Verfügung gestellt haben. Alles wird genommen, was nur einigermaßen verwendbar ist nur jene Familien werden gebeten, nichts zu verabfolgen, in denen anstedende krant. heiten graffieren. Es laufen viel neue Waren ein, denen natürlich der Läuterungsprozeß erlaffen ist. Von den Zweigsammelstellen kommen die alten Sammelstücke in die Desinfektion, um von dort zu„ Skroll", wo die Hauptfammelstelle sich befindet, gebracht zu werden. Kalt und leer bligen die Fenster des Krollschen Etablissements in den winterlichen Tiergarten hinein. Hohl flingt der Tritt des Besuchers in den Räumen, die jahrzehntelang dem Frohsinn und der Kunst gewidmet waren und an denen die Spighacke bereits die ersten Spuren des Zerstörungswertes hinterlassen hat. Bald wird das historische, allen alten Berlinern wohlvertraute Gebäude verschwunden sein, nachdem es noch im Sterben Striegsdienst" leisten mußte. Berge von Kleidern, Decken, Teppichen ragen verstreut in den weiten Sälen auf. Alles geordnet und wohlgeschichtet. Bald werden neue Ladungen eintreffen und das bekannte Wort:„ Viel Geschrei und wenig Wolle" Lügen strafen. Und wie Phönig aus der Afche werden aus diesen alten Lappen und Lumpen neue und brauchbare Gegenstände erstehen, mit denen unsere armen Brüder, weit draußen auf polnischer und ruffiſcher Erde, ihre von Kälte steifen Glieder erwärmen fönnen. Stempelung der Meß- und Wiegegeräte. Die Gewerbetreibenden werden daran erinnert, daß am 1. Januar 1915 für zahlreiche Meß und Wiegegeräte die in der Eichbordnung vorgeschriebene zweijährige Frist zur Nachstempelung abgelaufen war. Die polizeilichen Konlajiener Stempelung der genannten Geräte erforderlich gemacht. Es trollen haben in letzter Zeit häufig Bestrafungen wegen unterempfiehlt sich, die etwa unterbliebene Stempelung schleunigst nach die unser Berliner Barteiverlag, die Buchhandlung Bortvärts, zuholen. Die amtliche Prüfung des Standes der Friedrichsberger Bank ist nunmehr. wie uns gemeldet wird, beendet. Nach der buchmäßigen, auf den 30. September 1914 bezogenen Bestandsaufnahme betragen die Schulden der Bank unter Ausscheidung der Genossenschaftsguthaben und Reserven 29 Millionen Marf, dason find 20,7 Mill. Mart Spar- und Depofitengelder, 2,4 Millionen Mark find Darlehen, die von größeren Geldinstituten der Bank gegeben worden find, 1,6 Millionen Mart betragen die Hypothekenschulden auf dem eigenen Grundbefiz. Die von der Bant zum Diskont gegebenen Wechsel belaufen fich auf 4,3 Millionen Mark. Diefen Passiven stehen als Vermögenswerte gegenüber: 14 Millionen Mark Wechielforderungen der Bant, an offenen Forde rungen einschließlich der G. m. b. H.- Anteile 11,8 Millionen Mark, in eigenen Grundstücken angelegt 3,5 Millionen Mark und an mündelficheren Effekten etwa 2,8 Millionen Mart. Feuer in einer Luxuspapierwarenfabrik. Der Depeschenwechsel des britischen Auswärtigen Amtes. In der Broschürenferie, Dokumente zum Weltkrieg". herausgiebt, gelangte soeben das III. Heft zur Ausgabe. Es gibt den 2. Teil des englischen Blaubuches, und zwar den Depeschen wechiel des britischen Auswärtigen Amtes wieder. Der Preis des Seftes ist 50 f. Als nächstes Heft wird das, russische Orangeheft" zur Ausgabe gelangen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. An diesen Die Korbmacher hielten am Mittwoch ihre Branchenversammlung ab. Nach dem Quartalsbericht der Kommission war ein Streit und mehrere Maßregelungen zu verzeichnen. In Friedenszeiten waren 80 Betriebe vorhanden, jetzt nur noch 46, die aber dreimal so viel Arbeiter beschäftigen als früher die 80. Mit der Gestellbrande, die vormals sehr gut stand, ging es im legten Jahre nicht so günstig vorwärts. Durch den Krieg hat sich die Lage jedoch gebeffert. Einige Betriebe haben schon Abzüge vorgenommen. Aus dem Bericht der Zentralfommission ist zu entnehmen, Ein größerer Brand entstand in der Nacht zum Donnerstag in daß zu Anfang des vorigen Jahres in den füd- und der Luxuspapierwarenfabrit von Heymann u. Schmidt, Schönhauser norddeutschen Korbmacherzentren eine rege Agitation entfaltet worden Allee 164. Die Vorräte auf dem Boden des 3. Quergebäudes, die ist. Auch wurden entsprechende Flugblätter verteilt. aus Bappe und Papier bestanden, sind mit dem Dachstuhl ein Raub Arbeiten fegte der Krieg ein Ende. Es wurden Arbeitszeiten bis der Flammen geworden. Die Feuerwehr hatte bis gestern mittag zu 100 Stunden in der Woche festgestellt. Desgleichen, daß die an der Brandstelle zu tun. Gefängnisarbeit im Korbmacherberuf keine so große Konkurrenz darstellt, wie die Unternehmer immer behaupten. So arbeiten Der Stadtverordnete Louis Sachs ist gestern früh plöglich an Beim Rangieren schwer verlegt. 3. B. in Preußen etwa 300 Gefängnisiniassen auf wirkliche einem Herzfchlage verstorben, Der Verstorbene gehörte feit 1886 der Ein schwerer Unglüdsfall hat sich Mittwoch auf dem Güter- Korbarbeit. Durch den Krieg ist die Zentralfommission nicht Stadtverordnetenversammlung an und wirkte in zahlreichen städti- bahnhof Lichtenberg- Friedrichsfelde zugetragen. Dort wurden Güter- überflüssig geworden, wie zuferst angenommen wurde; vielmehr fchen Berwaltungen in sehr eifriger, selbstlofer Weise. Er war be- wagen rangiert und der Hilfsweichensteller Gustav Wölfe aus der hat sich ihr Arbeitsfeld erheblich erweitert. Die Militärbehörde hat sonders in der Armendirektion, in der Heimstätten- und in der Frankfurter Allee 214 wollte turz vor dem Herannahen mehrerer bestimmt, daß die Löhne nicht unter den im Orte für die betreffenKrankenhausverwaltung tätig. In feinem privaten Zeben gab Louis bon der Lokomotive abgestogener Waggons eine Weiche umstellen. den Berufsarbeiter gültigen stehen dürfen. In Deutschland zahlen Sachs nicht unerhebliche Mittel her zur Unterstützung der Armen und Dabei wurde W. von dem ersten der Waggons erfaßt, umgestoßen die tarifmäßigen Löhne 72 Betriebe mit 2251 Arbeitern, 80 Betriebe und geriet unter die Räder des Wagens. Der Bedauernswerte mit 5031 Arbeitern dagegen nicht. Die Zentralfommiffion wurde Notleidenden, und man fann Herrn Louis Sachs nur nachrühinen, wurde furchtbar zugerichtet; der linte linterschenkel wurde ihm voll- wiedergewählt, desgleichen die Kommiſſion, die jedoch noch erweitert daß er gern und freudig Hilfe geleistet und manche Träne ge- ftändig zermalmt, der rechte ichter gequetscht und außerdem erlitt wurde. Außerdem nahm die Versammlung noch die Wahl der Kantrocknet hat. W. Schwere Verlegungen am Stopf und an den Armen. Der Ber- didaten für die Generalversammlungen vor. Schulferien für 1915. Die Schulabteilung der königlichen Nte- unglückte wurde nach dem Auguste- Viktoria- Stranfenhause gebracht, Der gierung zu Botsdam hat mmmehr für sämtliche öffentlichen Schulen wo sofort der linte Unterschenkel abgenommen werden mußte. in ihrem Bezirk die Schulferien für das Schuljahr 1915 festgelegt. Bustand des Schwerverletzten ist sehr bedenklich und es erscheint sehr Für Berlin und Vororte sowie Jüterbog, Oranienburg, Potsdam, fraglich, ob er dem Leben wird erhalten werden können. Spandau und Strausberg gilt folgende Ferienordnung: Osterferien vom Mittwoch, 24. März, bis Donnerstag, 8. April, Pfingstferien Straßenunfälle. Als Mittwocmadmittag gegen 5 Uhr der Kaufvom Freitag, 21. Mai, bis Freitag, 28. Mai, Sommerferien vom mann Mar Mirisch an der Straßenbahnhaltestelle vor dem Hause Freitag, 2. Jufi, bis Dienstag, 10. August, Herbstferien Dorotheenſtr. 81, two er foeben einen Wagen der Linie N. verlaffen vom Mittwoch, 29. September, bis Donnerstag, 7. Oftober, hatte, den Fahrdamm überschreiten wollte, wurde er von einem PostWeihnachtsferien vom Mittwoch, 22. Dezember 1915, bis Freitag, auto umgestoßen. M. erlitt eine Quetschwunde am rechten Ferner machen wir auf die am Freitag, den 22. d. M., abends 7. Januar 1916. Das Schuljahr 1915 endigt am Dienstag, Interidentel und innere Verlegungen. Ec fand in der Charité Auf- 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 14, stattfindende Ber11. April 1916, mit welchem Tage die Osterferien des Schuljahres nahme.- Gin anderer Unfall ereignete sich in der Hardenbergstraße. trauensmännerfigung aufmerksam. Die Kollegenschaft in allen Schuh1916 beginnen. In den anderen Städten mit höheren Lehranstalten, Als dort der 81jährige Geheime Regierungsrat Dr. jur. Job. Krech fabriken möge zu dieser Vertreter entfenden. Auch die in den Militärfür die bisher die Ferienordnung von Berlin nicht genehmigt war, den Fahrdamm überschreiten wollte, wurde er von einem Straßen- effektenbetrieben zahlreich beschäftigten Schuhmacher haben Vertreter gilt dieselbe Ferienordnung mit Ausnahme der Sommerferien, die bahnwagen der Linie R erfaßt und zu Boden geschleudert. Die 3 entienden, da die recht verschiedenen Lohnsäge in diesen WertBereits am 3. August, und der Herbstferien, die um eine Woche Verlegungen waren so schwer, daß der Verunglückte furze Zeit dar- ftätten eine Besprechung erheifchen. später, am Donnerstag, 11. Oftober, enden. Die Festfegung der auf starb. Sommer- und Herbstferien für Schulen in den übrigen Orten bes Regierungsbezirks Potsdam erfolgt durch die Landräte und KreisSchulinspektoren im gegenseitigen Einverständnis und nach Anhörung der Drtsschulbehörden. Kriegsfürsorgewünsche der Charlottenburger Stadtverordneten. Warnung vor einem Schwindler. worden war Achtung, Schuhmacher! Von der Kollegenschaft der Firma S. Carich, Rungestr. 20, ist uns eine neue Beschwerde zugegangen. Ein Mitglied des Arbeiterausschusses- welch letterer, wie wir fürz lich mitteilten, gelegentlich einer Verhandlung schlecht behandelt wurde jezt ohne jeglichen Grund entlassen. Die Arbeiter, die dies als eine Maßregelung anfaben, wurden durch eine Kommission deswegen vorstellig, wobei der Firmeninhaber dieselbe mit der lakonischen Bemerkung abtat, daß ihm das Gesicht des Entlassenen nicht mehr gefalle. Zentralverband der Schuhmacher. Ortsverwaltung Berlin. Deutsches Reich. Streiffonds der Unternehmer für Unterstützung von Arbeiterfamilien. Und Den Mangel an Petroleum und Streichhölzern hat ein angeb licher Agent Ernst Kersten benutzt, um zahlreiche Geschäftsleute aus der Provinz um erhebliche Summen zu prellen. Auf diesbezügliche Der Verein der Schubfabrikanten in Weißenfels a. S. hat beAnnoncen, die in den hiesigen Tageszeitungen erschienen, iezte schlossen, den größten Teil seines Vermögens den Angehörigen der fich Kersten schriftlich mit den Inierenten in Verbindung zum Militärdienst einberufenen. Arbeiter seiner Mitglieder als Die Stadtverordnetenverfammlung vom Mittwoch war völlig und verkaufte ihnen größere Posten Petroleum und Streich Liebesgabe zur Verfügung zu stellen. Das ist allerdings eine dem Ausbau der Kriegsfürsorge gewidmet. Zunächst wurde nach hölzer unter der Bedingung, daß der größte Teil des Staufnüglichere und vernünftigere Verwendung solcher Gelder als die dem Vorbilde von Berlin einstimmig die Einführung der preises vor Absendung der Ware an das Postichedfonto 21196 Krantenversicherung der Hausgewerbetreibenden zum 1. Februar d. J. befchloffen. Die Versammlung konnte eingesandt würde. Die verkaufte Ware hat Sterften jedoch nie ab- zur Bekämpfung der sozialen Bestrebungen der Arbeiter. gesandt. Kersten ist etwa 38 Jahre alt, 1,78 Meter groß, ichlant, darum auch möchten wir das Vorgehen der Weißenfelser Schuhder bezüglichen Magistratsvorlage um so unbedenklicher ohne vor unfelblond, hat fleinen dunklen Schnurrbart, blaffes, längliches fabrikanten ihren Kollegen an andern Orten wie allen Unternehmern herige Ausichußberatung zustimmen, als sich die WirtschaftsGeficht und war befleidet mit einem schwarzen Winterüberzieher und zur Nachahmung empfehlen. Mit den Millionenopfern, die die Tage der Allgemeinen Ortsfrankenkasse durch den Krieg nicht ver- schwarzem steifen Filzhut. Die eine Hand des ersten foll ver- Gewertschaften zur Unterstützung ihrer Mitglieder und deren Anschlechtert hat. Eine direkte Ertveiterung der Kriegsfürsorge bedeuten zwei von früppelt fein, naberes ist hierüber jedoch nicht bekannt. Anscheinend gehörigen gebracht, haben die Arbeiter schon längst allen Unterallen Fraktionen gemeinsam gestellte Anträge, von denen fich der hat Kersten Berlin verlassen, um anderweitig feine Betrügereien nehmern das beste Beispiel gegeben. Besonders wird darauf hingewiesen, daß eine auf den Ausbau der Wöchnerinnenfürforge, der fortfegen zu lönnen. zweite auf die Gewährung von Mietbeihilfen an Kriegsteilnehmer Sterften nur Geschäftsleute aus der Provinz geschädigt hat. ohne unterstützungsberechtigte Angehörige bezieht. Die Anträge lauten: Auslegung der Gemeindewählerlisten. A. Der Magistrat wird erfucht, Rofenthal- Nordeud. Die Listen liegen im Amtsgebäude, Haupt 1. die Bestimmungen über die Unterstügung der Kriegsteil- straße 94, wochentags von 9-3 Uhr und Sonntagsvormittag von 9-1 Uhr nehmerfamilien dahin zu ergänzen, daß Mietbeihilfen auch für im aur Einsicht mis. Sm Berhinderungsfalle übernehmen die Genossen Felde stehende Kriegsteilnehmer selbst gezahlt werden können, Milbrodt, Walderfeestr. 5, und Schüßler, Blankenfelder Straße, das fofern diefe feine Angehörige haben, die auf seriegsunterstützung Anspruch haben; 2. bei dem Bundesrat oder der zuständigen preußischen Behörde dahin vorstellig werden, daß auch in diefen Fällen seitens des Reiches die Wiedererstattung eines Teiles der pon den Gemeinden geleisteten Ausgaben erfolgt. B. Der Magistrat wird ersucht, Ginsehen. Kinderveranstaltungen in Neukölln. Sonntag, den 24. d M., findet eine Schneepartie durch die Königsheide nach Johannisthal. Restaurant Senftleben, statt. Treffpunkt um 12, Ular an den Sammelplägen. Abmarich pünktlich um 1 Uhr vom Richardplag. Für Fahrgeld und Kaffeelochen find 20 Bi. mitzubringen, Sinder unter 10 abren 15 Pf. Außerdem der nötige Mundporrat. Ziederbücher nicht bergessen. Aus der Partei. Ausland. Die englischen Hutmacher im Kriege. Schon die letzten 1½ Jahre vor dem Kriegsausbruch bedeuteten für die englischen Filzbuimacher eine vorher im gleichen Maße ungekannte Krijenzeit. Der Krieg verschlechterte die Situation natür ich noch mehr. Am 8. August waren 41 Mitglieder der fleinen Hutmachergewertschaft arbeitslos, am 22. Auguft dagegen 1146. Die Arbeitslosenunterstützung erforderte über 37 000 M. gegen 2500 M. im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. In einer Konferenz mit den Unternehmern gelang es jedoch. Vereinbarungen über eine bessere Verteilung der vorhandenen Arbeit zu treffen. Dadurch ging die wöchentlich erforderliche Summe für Arbeitslosenunterstützung auf auf 4000-6000 2. zurück. eine Vorlage einzubringen, derzufolge die gemäß Bekanntmachung Ueber sonstige Maßnahmen des Verbandes berichtet der„ Daily des Bundesrate vom 3. Dezember 1914 denjenigen Wöchnerinnen, Citizen"( 12. Januar 1915) u. a.:„ Die Arbeitgeber werden durch deren Ghemänner eine hinreichende Bersicherungszeit bei einer den Vorstand der Arbeitergewerkschaft darauf aufmerksam gemacht, Serantentasse zurückgelegt haben, gewährte Wochenhilfe in gleichem daß, obwohl gewisse Märkte ihnen infolge des Krieges veischlossen Umfange allen triegsunterstützungsberechtigten Wöchnerinnen gefeien, andere gefunden werden könnten, da Desterreich und Deutschwährt wird; die entstehenden Kosten sind zunächst von der Stadt land vorher Hüte im Werte von 40 Millionen Mart jährlich ausa zu zahlen, doch ist beim Bundesrat zn beantragen, daß die ents Unverantwortliche Schwägereien. Zu einem Schweizer Parteiblatt führten. Es sei ihnen deshalb möglich, die nötige Information sprechende Regelung für das ganze Reichsgebiet eintritt. finden wir neuerdings Mitteilungen über angebliche interne bierüber vom Handelsamte zu erhalten und diese Märkte zu Beide Anträge, die einmütig angenommen wurden, werden Drganisationsvorgänge in unserer Partei. Müßten folche erobern. Es fchten, daß die Unternehmer mit dem Handelsamte voraussichtlich auch die Zustimmung des Magistrats finden. deshalb soon in Verbindung waren, und dabei feststellten, daß ein Ebenso wahrscheinlich ist es, daß der Magistrat einem weiteren Mitteilungen schon in Friedenszeiten als unberechtigte Ver- Teil der von Deutschland und Desterreich egportierten Hüte nicht Beschluß der Versammlung beitreten wird, der die Ausdehnung der öffentlichungen aufs fchärffte zurückgewiesen werden, so find dem Stile der bei ihnen üblichen Produkte entspricht. Sie eriuchten Befugnisse des Mieteinigungsamtes auf Streitigkeiten zipifchen fie in der jegigen geit geradezu unverantwortlich, die Funktionäre der Arbeiter, ihnen bei der Einfegung einer Hyphthefengläubigern und Hausbefigern beztvedt. da fie geeignet sind, dem Parteileben die größten äußeren Rörperschaft behilflich zu sein, die ermächtigt wäre, folche Kriegsmärtte" befondere Preise festzusetzen. Die von Wir möchten die den Arbeitgebern gemachten Anstrengungen, in diesen neuen Die Wirkung des Krieges auf den Omnibus. Der Omnibus hat und inneren Schwierigkeiten au bereiten. faffen waren bislang night befonders die Wirkungen des Strieges mehr als die anderen großstädtischen bestimmte Erwartung aussprechen, daß ein solcher Unfug fich Märkten Fuß au Verkehrsmittel zu spüren. Während 1914 im Frieden die Zahl der nicht wiederholen wird, und überhaupt das dringende Erfuchen erfolgreich. Die Schwierigkeit der britischen Fabrikanten ist zunt beschäftigten Personen bis zu 3654 geftiegen war, fiel fte in den an unsere Genossen im Ausland richten, doch einige Vorsicht bei der großen Teil auf den Umstand zurückzuführen, daß fie mit dem Kriegsmonaten bis auf 2178. In den ersten sieben Monaten des ihrer Produkte nicht fonfurrieren können." Jahres waren bis zu 245 Automobile gleichzeitig in den Betrieb Behandlung deutscher Parteiangelegenheiten walten zu lassen und niedrigen Herstellungspreise bei der besseren Herstellung und Dualität Das ist das alte Märchen von der Konkurrenz der„ billigeren" eingestellt gewesen, während deren Babt im Striege bis auf 90 fant. nicht allen möglichen, zum Teil recht zweifelhaften Informationen deutschen Arbeiter, das so viel schon zu dem unter den englischen Pferde waren im Frieden bis zu 4776 eingestellt, im Kriege 3179. Verbreitung zu geben. für am 21. 209 und am 28. November 240, Arbeitern bestehenden Vorurteil gegen ihre deutschen Klaffengenossen fannten Firma Schloffer Franke, Admiralfir. 18d, gearbeitet. Der 1 ansah, entdeckte er, daß sie bereits mit Tinte entwertet waren. 11 beigetragen hat. Wochenlohn betrug 34 M. bei neunstündiger Arbeitszeit. Seit dem sich vor Berlust zu bewahren, ließ sich der Angeklagte dazu verleiten. Die Organisation der Hutmacher zählte 3358 männliche Mit- 15. November vorigen Jahres wurde infolge Kriegsaufträge als zufällig der Schantwirt P. derartige Marten brauchte, fie in glieder, davon waren arbeitslos am 7. November 177, am 14. 199, Sonntags gearbeitet und wochentags jeden Tag zwei Ueber dessen Quittungskarte zu kleben und die darauf befindlichen Ent wertungszeichen mit Tinte dick zu überschreiben. Diese Fälschung stunden gemacht. Am Bußtag wurde auch acht wurde bei Ablieferung der Starte entdeckt und hatte für den an Stunden gearbeitet. Die Bezahlung der Ueber- geklagten sehr üble Folgen, da der betreffende Paragraph der stunden wurde von Franke verweigert. Nau- Reichsversicherungsordnung ohne Zubilligung mildernder Umstände Tas Gericht nahm mann nahm seine Entlassung. Beim Innungsgericht flagte er als Mindeststrafe 3 Monate Gefängnis fennt. auf Bezahlung von sieben Ueberstunden, welche er in der Zeit vom das Vorliegen mildernder Umstände an und verurteilte den Ange25. November bis 19. Dezember gemacht hatte, sowie auf Aus- flagten zu nur 100 Mark Geldstrafe. stellung eines ordnungsgemäßen Zeugases. Soziales. Die deutschen Bergarbeiter im Jahre 1913. Die Knappschafts- Berufsgenossenschaft verzeichnet nach ihrem vor einiger Zeit erstatteten Rechenschaftsbericht für das Jahr 1913 insgesamt 1978 versicherte Betriebe mit 918 805 Arbeitern. Insgesamt wurden 1458 620 230 M. Röhne gezahlt oder pro Arbeiter und pro Jahr 1587,52 M. Die Zahl der versicherten Betriebe ist jeit 1906 um 208 zurückgegangen, die Zahl der beschäftigten Arbeiter dagegen um 229 537 gestiegen. Der Jahresverdienst eines Arbeiters ist von 1293,04( 1906) auf 1587,52 M. oder rund gerechnet um 294,50 M.( 1913) gestiegen. Diese Steigerung berech tigt indeffen nicht zu der Annahme, daß der Lohn bei normaler Arbeitszeit gestiegen wäre, sondern die Steigerung des Lohnes des cinzelnen beruht in der Ueberstundenarbeit. Ein düsteres Bild in dem Leben der Bergarbeiter bilden die Unfälle. Die Zahl der gemeldeten Unfälle im Jahre 1918 betrug 133 710 gegen 121 517( 1912). Das ist eine Steigerung um 12193, oder die Steigerung im Jahre 1913 war fast noch ein. mal so hoch wie 1912( 6848). Die Zahl der gemeldeten Unfälle ist von 22 497( 1886) auf 133 710 im Jahre 1913 gestiegen. 1886 tamen auf 1000 versicherte Personen 65,45 gemeldete Unfälle, 1913 Dagegen 145,53. Die Zahl der Unfälle nach Wochentagen gegliedert, zeigt folgendes Bild. Es entfallen von den gemeldeten Unfällen im Jahre 1913 auf den Sonntag 3152 Donnerstag 21 201 Montag 20 087 Freitag Dienstag 28 051 Samstag 34 027 21 848 Mittwoch 21 844 Zusammen 188 710 Das Jnnungsgericht wies den Kläger ab. Kläger stände im Wochenlohn und da könne keine Mehrbezahlung, wenn mal ein paar Ueberstunden gemacht würden, verlangt werden. Gegen die Entscheidung wird Berufung eingelegt werden. Es entspricht dem Recht und Geses, daß überall, wo eine beftimmte Arbeitszeit festgelegt ist, eine Ueberschreitung der Arbeitszeit zu bezahlen ist, gleichviel, ob Wochenlohn oder Tagelohn oder Stundenlohn besteht. Das ist auch herrschende Rechtsübung. Eine Ausnahme findet sich nur hier und da höheren Angestellten gegenüber. Weniger Nahrung für Landarbeiter und Gesinde. Einer für alle, alle für einen" dieser große soziale Grundfaz sollte unsere ernste Zeit beherrschen und darüber hinaus Geltung erlangen. Von diesem Standpunkt aus ist die Mahnung zum Sparen zu verstehen. Ganz anders malt sich im Stopf eines Einsenders an die Ostpreußische Zeitung" die Welt. Der rät zu einem entschieden zu verwerfenden System, das darauf hinausläuft, troß der Möglichkeit ausreichender Ernährung die Arbeiter schlecht zu nähren, diese darben zu lassen. au Bolizeiverordnung gegen Teppichklopfen. Die 9. Straffammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Dr. Schwarze hat in einer Strai fache die Polizeiverordnung vom 15. Juni 1914, betreffen das St I opfen von Zeppichen auf Höfen, die an Wohngebäude grenzen, für ungültig erflärt. Gänsegeschnatter vor dem Reichsgericht. Eine Frau war wegen Hebertretung dieser Bolizeiverordnung vom Schöffengericht verurteilt worden und hatte Berufung einge legt. Wie der Vorsitzende des längeren ausführte, ist die Verord nung um deswillen ungültig, weil sie ihre Stüße im§ 6 des Gesetzes über die Bolizeiverwaltung vom 11. März 1815 nicht findet. Allerdings ist in Ziffer i des§ 6 des Polizeiverwaltungsgejekes bcstimmt, daß alles andere, was das besondere Interesse der Gemeinden und ihrer Angehörigen betrifft, polizeilich geordnet werden fann; es muß fich aber um Anordnungen handeln, welche im beson deren Interesse der Gemeinden geboten erscheinen und durch eine naheliegende Gefahr für die Gemeindeangehörigen begründet sind. Run will die Polizeiverordnung offensichtlich verhindern, daß über Soweit es sich un mäßiger Lärm und Staub verursacht wird. Die Zahl der entschädigungspflichtigen Unfälle das sind folche, die nach Abschluß des Heilverfahrens bzw. nach Ablauf der übermäßigen Lärm handelt, steht der Polizeiverordnung der dreizehnten Woche noch erwerbsstörende Folgen hinterlassen haben, § 360 II entgegen; die Polizei kann in dieser Beziehung keine An ijt von 13 397( 1912) auf 13 763 im Berichtsjahr gestiegen. Im ordnungen treffen, da diese Materie schon gefeßlich geregelt ist. Die Polizeiverordnung steht auch nicht mit§ 10 des Allgemeinen Jahre 1886 famen auf 1000 versicherte Personen 6,60 entschädiLandrechts II, 17 im Ginflang. Es handelt sich nicht um Beseitigung gungspflichtige Unfälle, im Jahre 1918 dagegen 14,98. Das Bild Es heißt da: An dem guten Willen der Hausfrauen auf dem einer bevorstehenden Gefahr oder um eine naheliegende Bahr gestaltet sich indeffen noch krasser, wenn man die schweren Unfälle Lande, zu sparen, werde es wohl nirgend fehlen. Wohl aber fehle scheinlichkeit einer Gefährdung von Leben und Gesundheit, son also solche, die dauernde völlige Erwerbsunfähig- es an den guten Willen des Gefindes hierzu, daran scheiterten alle dern um eine bloße Belästigung. Was den Schuß von Leben und Feit zur Folge haben oder den Tod herbeiführen, betrachtet. Die Sparsamkeitsversuche der Hausfrau. Man könne nicht anders als Gesundheit gegen Staub betrifft, so wird dieser durch das preußisch. Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgange ist von 2028( 1912) fagen, daß das Gesinde auf dem Lande bezüglich der Be- Gesez vom 28. März 1905 betr. die Maßregeln gegen die Uebertrag auf 2121( 1913) gestiegen; in Prozentziffern tamen 1886 auf 1000 versicherte Personen 2,13, im Jahre 1913 dagegen 2,31 tödliche peifung sehr verwöhnt sei. Auf dem Lande feien für barkeit ansteckender Krankheiten geregelt. Die Polizeiverordnung will einer Belästigung entgegentreten, die aber eine unmittelbare lufälle. Maffenunfälle, d. s. solche, bei denen 10 oder mehr das Gefinde fünf Tagesmahlzeiten vorgesehen. Gefahr nicht bildet. Etwas ganz anderes ist es, wenn es sich um Versonen verlegt werden, haben sich im Jahre 1913 6 ereignet. Es wird nun angeführt, daß die Leute Feinbrot mit Butter, Stur orte handelte, in denen im Interesse der Stranten Staub Bei diesen wurden allein 57 Personen verlegt und 30 getötet. Schmalz oder Honig, Milchsuppe, Schnaps, Staffee, zu Mittag möglichst fern zu halten ist; in dieser Beziehung hat das KammerIm Kampfe um ihre und ihrer Angehörigen Gristenz haben pro Person dreiviertel fund Fleisch. Ge- gericht schon Entscheidungen getroffen, die aber auf Großstädte, die Die Straf die deutschen Bergarbeiter also furchtbare Opfer an Leben und müse usw. erhielten. Die Hausfrau hätte gerade damit ja mit Staub angefüllt sind, sich nicht beziehen. Gesundheit bringen müssen. tun, das Essen für das Gesinde zu bereiten. Die fammer hat aus allen diesen Erwägungen die Polizeiverordnung Arbeitsleistung jezt im Winter entspräche kaum dem Wert der für ungültig erklärt und die Angeklagte freigesprochen. Tagesbelöstigung. Dazu fämen aber noch die hohen Monats= löhne, die sonstigen Vergünstigungen und freiwilligen Zu wendungen, um ja das Gesinde in guter Stimmung Die Frage, ob der Nachbar Gänsegeichnatter und Gänsezu erhalten. Die Hausfrauen tämen schön an bei dem Ge- dunggeruch sich gefallen laffen müsse, beschäftigte am Donners finde, wollten sie ihm bei einer einzigen dieser fünf Tagesmahl- tag einen Ziviljenat des Reichsgerichts. Nach§ 906 BGB. zeiten das Brot entziehen oder das Quantum verringern oder darf der Eigentümer eines Grundstücks die Zuführung von Der Dienstag steht demnach mit 23 051 Unfällen an erster durch Zusatz Kartoffeln von( K.- Brot) die Beschaffenheit des Brotes ändern. Gerüchen, Geräusch und ähnlichen von einem anderen GrundStelle, ihm folgt der Samstag mit 23 027. Als Ursache der hohen Das Gesinde bestehe aufs Volle! So lange die Dienstherrschaft stick ausgehenden Einwirkungen verbieten, sofern diese Eininfallsiffer am Dienstag ist, nach dem Bericht, das Feiern habe, habe sie mit allem herauszurüden, wenn die wirkungen die Benugung seines Grundstüids nicht nur un vieler Bergleute am Montag anzuschen." Der Berichterstatter glaubt fich dafür auf eine Aeußerung des Bergbeamten Dienstherrschaft auch noch so sehr sparen möchte und für ihre eigene wesentlich beeinträchtigen oder die beklagte Benugung des für den Bezirk Süd- Beuthen aus dem Jahre 1912 stüßen zu Berfon auch spare. Aehnlich verhalte es fich mit den Nachbargrundstücs nach den örtlichen Verhältnissen bei tönnen, wo man, um das Feiern am Montag zu verhindern, Instmannsfamilien, auch die feien gewöhnt, aus Grundstücken dieser Lage ungewöhnlich ist. Auf diesen Parafür das Anfahren am Montag Prämien ausgesetzt hat. Nach dem dem Vollen zu schöpfen. Run Tomme einer diefen graphen stigte der Eigentümer Krüger in Weißensee eine Bericht sagt der Beamte darüber: Die Lohnprämien von 10 Proz. Leuten mit dem Anfinnen zu sparen, sich einzuschränken oder die Schadensersatzklage gegen den Gänsemäster Belziger in für regelmäßiges Anfahren hat sich weiter gut bewährt; sie wurde Verpflegung zugunsten von Brotersparnissen abzuändern! Vergebliche Weißensee, Bistoriusstraße 35/37. Das Geschnatter, das in der an 94 Proz. der Arbeiter ausgezahlt." Der Berichterstatter sagt, lühe! Da all biele Leute für die tägliche Notdurft und Nahrung Hauptzeit durchschnittlich 6000 Gänse täglich verursachen, die darauf bezugnehmend: wenn dem Dienstag nicht der Blaue Montag" vorausginge, dann würde die Zahl der Unfälle am Diens- persönlich nicht aufzufominen brauchten, fehle ihnen jedes Verständnis unterlassene Abfuhr des Gänsedungs und die Belästigung Montag" vorausginge, dann würde die Zahl der Unfälle am Diens Effenfidhiparenlaffe. tag sicher geringer sein." Diefe Behauptung scheint etwas dafür, daß auch am Ejien sich sparen lasse. Und so machten durch Fliegen und anderes Ungeziefer, das die Gänse heran Jühn! Einmal deshalb, weil im Jahre 1912 nicht der Dienstag, fie den guten Willen der Hausfrau und der Dienstherrschaft zu zögen, hätten ihm in einem Jahre 7100 Mart Mietsverlust fondern der Samstag die höchste Unfallgiffer aufweist; schanden. Sparen" fei für diese Leute ein Begriff, den sie über verursacht. Diesen Schaden müsse der Gänsemäster ihm erzweitens ist es merkwürdig, daß der Berichterstatter über die Urhaupt kaum jemals kennen gelernt hätten, denn in eine Notlage fegen. sachen der hohen Unfallziffer des Samstags sich aus schweigt. feien fie nie gekommen. Sobald es einmal knapp werde, Das Landgericht Berlin III wies die Klage ab. Das KammerDenn im Berichtsjahr 1913 kommen auf den Dienstag 23 051 und werde sofort mit höheren Zohnforderungen an den Arbeitgeber heran- gericht erachtete hingegen den Schadensersasanspruch dem Grunde auf den Samstag 23 027 Unfälle. Da dem Samstag kein Blauer getreten und der habe sich auf dem Lande einfach zu nach für gerechtfertigt. Der Beklagte hätte Borkehrungen gegen die Montag" voraufgeht, so wird man die Ursachen der hohen Unfallziffer schon anderwärts suchen müssen. In Wirklichkeit liegen die fügen. Das Gebot„ Du mußt" fenne das Gesinde wohl kaum Sinwirkung der Folgen der Gänseansammlung treffen müſſen. Dinge bei objektiver Beobachtung der Verhältnisse wohl so, daß die und nehme damit eine Ausnahmestellung in unserem Staatswesen as die Frage der Ortsüblichkeit der Belästigung betrifft, so fördem Beklagten zugegeben werden, daß die Bistoriusitraße in eines Ursache der hohen Unfallziffer in der übermäßig fangen ein. Das Gefinde sei der stärkste Brotverbraucher mit ländlichen Gewerbebetrieben durchfesten Ortsteil von WeißenArbeitszeit, in dem Gedingsystem und in unzu- im Staat und mit einem Drittel weniger wie bisher könne es sehr fee liegt. Es sei aber nicht erwiesen, daß von den anderen BeIänglichem Schub für Leben und Gesundheit der gut auskommen. trieben( Schweinemästereien und dergleichen) eine gleiche Belästi Bergarbeiter zu suchen ist. Das Rezept, das diefer Menschenfreund für die Land- gung ausgeht. Der Beklagte hätte beweisen müssen, daß die in der Der wirksamite Schuh für Leben und Gesundheit der Arbeiter arbeiter und das Gesinde vorschreibt, findet sicherlich nicht den Umgegend befindlichen anderen Mästereien in gleicher Weise störend ist eine durchgreifende leberwachung der Betriebe und der Erlaß von Unfallverhütungsvorschriften. Wie Beifall irgendeines Besizers, der mitanzufassen gewohnt ist auf das Eigentum des Klägers einwirken. Das sei aber nicht geWo sich Neigung zeigen sollte, die schehen. sieht es indessen damit aus? hütungsvorschriften gab die Berufsgenossenschaft insgesamt patriotische Pflicht zur Sparsamkeit im Sinne des Einsenders hauptsächlich geltend, daß die Nichtortsüblichkeit der Einwirkungen Für den Erlaß von Unfallver- und die Arbeit achtet. Mit der hiergegen eingelegten Revision machte der Beklagte 4136,62 M. aus; davon entfallen: auf den Genossenschaftsvorstand zu verhöhnen, muß dies entsprechend niedriger gehängt werden. und das Verschulden des Betlagten nicht ausreichend seitgestell 2953,75, auf die Sektion I( Bonn) 652,32, Seftion II( Bochum) jeien. Das Reichsgericht hob das Urteil des Kammergerichts auf 128,80, Sektion III( Clansthal a..) 208,35, Settion IV( Salle) und wies die Sache zur nochmaligen Verhandlung und Entschei83,40 und Geftion V( Waldenburg i. Schl.) 110 M. Für die Ueberdung an das Rammergericht zurüd. wachung der Betriebe wurden bei der Berufsgenossenschaft ins gesamt 8908,73 M. ausgegeben; davon entfallen: auf die Settion II 1652,08, Settion III 300, Sektion IV 6453,13, Seftion V 157,42, Seftion VII( 3widau) 236,60 und Sektion VIII( München) 109,50 Mart. 17 Insgesamt verausgabie die Knappschaftsverufsgenossenschaft für den Arbeiterschuß im Berichtsjahr 13 045,15 M. oder pro Betrieb rund gerechnet 6,50 M., gleich pro Arbeiter und Jahr 1,43 Bf. aus. An die Vorstandsmitglieder und sonstigen Vertrauenspersonen wurden für Taggelder, Ersaz barer Auslagen usw. die Summe von 75 291,61 M. ausgegeben. Davon kommen allein auf den Genossenschaftsvorstand 7676,96 M. An Rentenentschädigung wurden im Berichtsjahr 28 781 216,60 Mark gezahlt, davon erstmalige Stenten 4 131 710,06 M. Die Durch schnittsrente zeigt uns ein recht interessantes Bild. Die Vollrente betrug bei den Sektionen I 845,42 M., II 930,53 M., III 751,10 M., IV 736,47 M., V 692,45 M., VI 770,21 M., VII 758,09 M., VIII 793,10. Im Durchschnitt betrug die Rente für eine Person bei der Sektion: I. 33,02 Prozent der Bollrente • • II. 30,59 . 279,19 M. 284,65 " " " P III. 38,51 289,27 " " " " IV. 27.25 " " " P V. 32,74 " " " VI. 29 01 " " VII. 31,72 " " 200.67 226,71 223,41" 240,44 276 00 " " " " " VIII. 34,80 Für die ganze Berufsgenossenschaft beträgt die durchschnittliche Vollrente 840,64 M.; die Durchschnittsrente für eine Person betrug 30,78 Proz. der Vollrente gleich 258.79 M. Im Kampfe um ihre Eristenz haben die Bergarbeiter auf dem Schlachtfelde der Arbeit von 1886 bis 1913 an Opfern gebracht: 35 599 Tote, 2099 dauernd völlige Krüppel, 59 696 dauernd teilweise Krüppel und 114 092 vor übergehend erwerbsunfähige Krüppel. | " Ein hoher Schaden. Die Firma AsheI m flagte gestern vor der Sammer& des Gewerbegerichts 328 M. Schadenersak gegen einen neunzehnjährigen Buchdruckmaschinenmeister ein. Aus Industrie und Handel. Russische Anleihen. Der Beklagte war an einer Ziegelbruckpresse beschäftigt. Eines Tages brach während des Betriebs das Lager des Grzenterhebels. Die Untersuchung ergab, daß der Bolzen des Hebels sich festgefressen hatte und dadurch wahrscheinlich der Bruch hervorgerufen war. Die Firma behauptet mun, das Festfressen des Bolzens wäre auf lange Zeit versäumtes Delen zurückzuführen. Durch dieses In Ergänzung der vor einigen Tagen gebrachten Mitteilung. schuldhafte Verhalten sei der Beklagte ihr schadenersaßpflichtig ge- daß französische und englische Kreditinstitute Rußland einen Arcworden. Die Maschine mußte völlig demontiert werden, um repa- bit bis zur Söhe von 1% Milliarden Franken cinriert werden zu können. Daraus erklären sich die hohen Kosten. Die als sachverständige Zeugen vernommenen Obermaschinenmeister und Montagemeister vermochten nicht zu behaupten, daß unbedingt mangelhaftes Delen die Ursache war. Es seien auch andere Ursachen möglich. Abgesehen von einer Delftelle habe sich die Maschine als stets gut geölt erwiesen. Das Gericht wies den Schadenerfazanspruch ab, weil ein ur sächlicher Zusammenhang zwischen dem Schaden und einem Verschulden des Beklagten nicht nachgewiesen ist. Gerichtszeitung. Verwertung entwerteter Invalidenmarken. Wegen Verwendung entwerteter Invalidenmarken stand gestern der Schumann Hermann Thinius unter Der Anklage des Bergehens gegen die Reichsversicherungsord nung vor der 6. Straffammer des Landgerichts I. geräumt haben, bringt die Rukija Wedomosti" nachstehende Einzelheiten über diese Finanzoperation: „ Baut Mitteilungen aus vollkommen autoritativer Quelle wird dieser Kredit auf folgender Grundlage eingeräumt: England diskontiert die von der russischen Staatsrentei für die Dauer von sechs Monaten, aber mit dem Recht der eventuellen Prolongierung für ein weiteres Halbjahr herausgegebenen furzfristigen Schatzscheine in Höhe von 40 Millionen Pfund Sterling, aber unter der Bedingung, daß dieser ganze Betrag zur Dedung der Schuldverpflichtungen oder der in England gemachten Bestellungen verwendet werde. Sollte aber Rußland einen Teil diefer Summe für die Bezahlung von Lieferungen in Amerika oder einem anderen Staate verwenden müssen, so ist Rußland verpflichtet, England zwei Fünftel der für diesen Zwed erforderlichen Summe in Gold zu bezahlen. Banken und Industrie- und Handelsfirmen, unter Verpfändung von Andererseits räumt die Französische Bank den russischen Wertpapieren und unter der Garantie der ruffischen Reichsbaut, Der Angeklagte hatte vor langerer Zeit mit dem ihm befreun- cinen Stredit von 500 Millionen Franken unter folgenden deten Tischlermeister Dienst eine Bierreise unternommen, bei Bedingungen ein. Die russische Bank oder Firma, die französische welcher letterem das Geld ausging. Der Angeklagte lich ihn zebu Baluia braucht, deponiert ihre Wertpapiere, die die in FrankMart und erhielt von D. als eine Art Sicherheit breißig Invalidi reich gewünschte Kreditsumme sicherstellen, in der russischen Reichstätstlebemarten über je 48 Pf. As der Angeklagte dieses Pfand bant, die eine Bestätigung ausstellt, daß sie die Papiere empfangen ablehnen wollte, erklärte D. im Scherz, er solle die Marken nur habe, daß deren Wert der erbetenen Summe gleichkomme, und daß behalten. Der eine oder der andere von ihnen könne ja sterben sie sich verpflichte, die etwaige Differenz bei der Abrechnung zu und in Geldfachen höre bekanntlich auch die Freundschaft auf. Diese decen. Auf Grund dieser Bestätigung gewährt die Französische bielfach gebrauchte Redensart erwies sich in dem vorliegenden Falle burch eine eigentümliche Zufallsfügung als zutreffend. Denn einige Bank der betreffenden Firma den erwünschten Kredit. Die AbTage nach diesem Zusammensein verstarb D. plöslich. Als sich der rechnung erfolgt nach Abschluß des Krieges nach dem norbe- Angeklagte die ihm als Pfand übergebenen Marken nun genauer I malen Kurs des russischen Goldrubels in Franken." Dieie Zahlen verpflichten dringend zur Erfüllung der Forde rung: Mehr Bergarbeitersup. Neberstunden vor dem Jnnungsschiedsgericht. Eine völlig verkehrte Auffassung über Vertragspflichten zeigte ein Urteil, das das Innungsschiedsgericht fällte. Der Heizer N. Naumann hatte zirka 7 Jahre bei der Mic versichert wird, sind die Unterhandlungen über diese Finanzoperationen in England bereits abgeschlossen. Die Unterhandlungen mit Frankreich jedoch seien im legten Augenblick auf technische Schwierigkeiten gestoßen, die aber leicht beseitigt werden dürften. Zur Beschlagnahme von Getreidevorräten. Berlin, 21. Januar. Von der Kriegsgetreidegesellschaft mit be schränkter Haftung, Berlin, wird uns geschrieben: Bekanntlich hat die Zentralstelle zur Beschaffung der Heeresverpflegung und die Kriegsgetreide G. m. 6. S. in Berlin nach dem Höchstpreisgesetz das Recht der Beschlagnahme von Roggen und Weizen. Von der Beschlagnahme, der, falls der Betreffende nicht daraufhin freiwillig das Getreide der beschlagnahmenden Organisation überläßt, die Enteignung folgt, werden häufig 2 and wirte betroffen, die den fraglichen Getreidevorrat bereits früher bertauft, aber noch nicht abgeliefert haben. Der Landwirt, der nur das Erzeugnis seines Grund und Bodens, nicht etwa„ Getreide" schlechtweg zu verkaufen pflegt, wird, wenn ihm sein Vorrat auf diese Weise entzogen wird, von früber eingegangenen Lieferungsverpflichtungen befreit. In sehr vielen Fällen würde er dadurch auf Kosten seines Käufers einen nicht zu rechtfertigenden Gewinn erzielen, wenn er statt eines früher mit seinem Käufer vereinbarten billigeren Preises den zur Zeit der Beschlagnahme geltenden Höchstpreis erhielte und der frühere Käufer leer ausginge. Dies wäre um so unbilliger, als der Händler, der vom Landwirt gekauft und auf Grund dieses Kaufes weiterverkauft hat, meist wohl sich von seinen Verpflichtungen nicht befreien fann und zur Erfüllung derselben anderswo sich zum Tagespreis eindecken muß. Bon vielen Seiten wird lebhaft Beschwerde darüber geführt, daß das Verfahren der mit dem Beschlagnahmerecht ausgestatteten Organisationen zu dieser bedauerlichen Folge führe. Dies ist aber unzutreffend. Es wird dabei die Vorschrift des Paragraphen 281 des Bürgerlichen Gesetzbuches übersehen. Hiernach ist zwar in dem erwähnten Fall der Landwirt von seiner Lieferungspflicht befreit, er muß aber gegen Zahlung des mit seinem ersten Käufer vereinbarten Staufpreises den Anspruch auf Zahlung des Preises des Getreides gegen die beschlagnahmte Organisation abtreten, weil er diesen Anspruch gerade infolge des Umstandes erlangt hat, der seine Leistungen unmöglich macht. nichtet werden, noch bevor sie das Licht der Welt erblickt haben, getötet werden vor der Taufe. Bußte nichts von den zahl losen Ghebrüchen, von der entsetzlich um sich greifenden Unsittlichkeit unter Jünglingen und Jung frauen, selbst unter der zarten Jugend. Wußte nichts... doch es ist unmöglich und auch unnötig, alles aufzuzählen, womit unter den Völkern gefrevelt worden ist. Nicht darüber dürfen wir uns widern, daß Gott die furcht bare Zuchtrute des Krieges über die Wölfer hat kommen lassen, sondern höchstens darüber, daß er solange gewartet hat. Eine Frau, die sireng religiös gewesen sein will, sollte doch wissen, daß Gott nicht bloß gütig und barmherzig, sondern auch heilig und gerecht ist. Hat er nicht schon beim Propheten gerufen:„ Ein Sohn ehrt seinen Vater und ein Knecht seinen Herrn; bin ich nun der Vater, wo ist dann meine Ehre, bin ich der Herr, wo ist dann die Furcht vor mir?" Er hat die Menschen geliebt und gesegnet, aber er hat sie auch gestraft bei der Sintflut, bei dem Brand von Sodom und Gomorr ha. Er liebt sie auch heute noch, aber er weiß sie auch zu treffen mit seinem strafenden Arm, wenn sie von ihren Sündenwegen nicht lassen wollen. Und selbst, wenn er die Wölfer straft, hat er doch nur ihr Bestes im Auge. Er will sie mahnen und drängen zur Umfehr, wie der verlorene Sohn im Elend in sich ging und umfehrte. Er will sie zur Einsicht, Buße und Befehrung führen, damit sie nicht evig verloren gehen. Was der Heiland einst zu Jerusalem gesagt, das gilt jetzt uns allen:„ Wenn doch auch du es erfänntest, was dir zum Frieden dient." Möge es aber von feinem von uns heißen: Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen." " 1 Kriegserlebnisse eines türkischen Konsuls. Der in Wien eingetroffene türkische Generalkonsul aus Odessa i amil Bei hat einem Mitarbeiter der„ Neuen Freien Presse" folgende Mitteilungen über seine Erlebnisse gemacht: Nach der Befchießung von Odessa durch die türkische Flotte am 29. Oftober tam, da ich der Spionage beschuldigt wurde, Gendarmerie in mein Haus und durchwühlte meine Papiere. Nach viertägiger Beobachtung wurde ich im Gefängnis in einem täfigartigen steinernen Verließ untergebracht, das ich täglich zu einer viertelstündigen Promenade im Gefängnis verlassen durfte. Bei einem solchen Spaziergang fah ich einmal von weitem den österreichisch- ungarischen Generalfonsul Baumgartner und den VizeMitt anderen Worten heißt dies: Den Unterschied zwischen dem fonjul& illunger, die sich schon seit drei Monaten im GeKaufpreis des früheren Staufgeschäftes und des Preises, den die be- fängnis befanden. Endlich am 28. November durfte ich, nachdem schlagnahmende Organisation( Bentralstelle zur Beschaffung der die türkische Regierung sich mit Erfolg an den italienischen BotHeeresverpflegung oder Kriegsgetreide Gesellschaft) dem Landwirtschafter in Petersburg gewandt hatte, mit meiner Familie und zahit, hat der erste Käufer, nicht der Landwirt, zu bedem Vizekonsul Tahir Bei, der gleichfalls im Gefängnis unteranspruchen. Aus der Frauenbewegung. Aufgaben der Frauen. Jit einer Frauenkonferenz des Kreises NiederBarnim hielt die Genossin Arendsee ein Referat über: „ Unsere Aufgaben in der Organisation". Sie schilderte, wie die Aufgaben, die sonst in erster Linie gestanden haben, durch den Krieg zunächst in den Hintergrund gedrängt wurden. An ihre Stelle traten namentlich die Hilfsaktionen, bei denen sich überall- wo sie nicht ausgeschlossen wurden die Frauen als wertvolle Helferinnen und Beraterinnen gezeigt haben. Der Krieg habe aber auch in bisher nicht gekanntem Maße die proletarischen Frauen in das Erwerbsleben hineingezogen und ferner, ihrer Stellung in der Familie durch die Abwesenheit des im Felde stehenden Mannes eine Selbständigkeit gegeben. Daraus sei auch die erfreuliche Erscheinung zu erklären, daß in höherem Maße als je zuvor das politische Verantwortlichkeitsgefühl der Frauen erwäche. Diese Strömung müsse gefördert werden, denn in deren machtvollem Anschwellen allein liege die Gewähr für die Era ringung der Rechte un Freiheiten, die man ihnen bisher noch immer vorenthalten hat. In der anschließenden Diskussion wurden die von der Rednerin vorgetragenen Gefichtspunkte allseitig als richtig anerkannt. Ein weiteres, wichtiges Tätigkeitsgebiet der Frauen, das des Kinderschutzes, soll dadurch nachdrücklicher gefördert werden, daß der Kreis in Bezirke eingeteilt wird. Vier Ge nofsinnen wurden von der Konferenz gewählt, um die erforderlichen Arbeiten einzuleiten und zu regeln. Kleine Nachrichten. Notstandsmaßnahmen für das Erdbebengebiet. Nach einem Telegramm aus Rom hat der italienische Ministerrat folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Für den Augenblick eine Summe von 30 Millionen zur Hilfe für die vom Erdbeben betroffenen Gegenden auszuwerfen; 2. die Steuern für die in Mitleidenschaft gezogenen Gegenden vorläufig aufzuheben; 3. ein Moratorium von sechs Monaten für Wechsel und Handelsverpflichtungen der Provinz Aquila und im Bezirke von Sora zu erlassen und die Lehrergehälter in den Erdbebengebieten sicherzustellen. * Rom, 21. Januar. Zahlreiche Einwohner haben heute nachmittag um 1 Uhr 30 Minuten einen leichten Erd stoß wahrgenommen. In der Tat verzeichneten im geodynamischen Inſtitut die Erdbebenmesser um 1 Uhr 30 Minuten einen ziemlich starken Erdsto ß. Man schägt die Zahl der aus den vom Erdbeben heimgesuchten Gegenden hierher gekommenen Flüchtlinge auf achttausend Personen. Alle werden sorgfältig in ein Verzeichnis eingetragen. Die Ankunft von Verlegten und Flüchtlingen dauert an. gebracht war, unter strengster Bewachung nach Petersburg reisen, wo mein erster Besuch dem italienischen Botschafter galt. Dieser bemühte sich darum, meine Heimreise zu ermöglichen. Doch dauerte es fast einen Monat, bis ich Petersburg über Finnland verlassen durfte. Parteiveranstaltungen. Vierter Wahlkreis( Petersburger Vierte!). Der Diskutierabend für Frauen findet gemeinschaftlich statt am Montag, den 25. Januar, abends 8, Uhr, in den Prachtsälen des Dftens, Frankfurter Allee 151/152, Vortrag mit Lichtbildern über eine Reise durch die Ballanstaaten. Bortragender: Genosse A. Wiesloch. Neukölln. Die Fortsetzung der Mitgliederversammlung findet heute abend 8 Uhr bei Bartsch. Hermannstr. 49, statt. Röntgental- Zepernick. Die Genossinnen und Genossen werden gebeten, sich am Sonntag, den 24., vormittags 1.10 Uhr, im Lokal von August Lange, Siemensfir. 10, einzufinden. Wichtige Angelegenheit. Buch. Am Sonntag, den 24. Januar, vormittags 10 Uhr, im Zokal von Piotrowsky: Ertrazusammenkunft. Wichtige Tagesordnung. Jugendveranstaltungen. Jugendabteilung 2. Kreis. Sonntag, den 24. d. M.: Besichtigung des Postmuseums. Treffpunkt: 12 Uhr vor dem Museum, Ecke der Leipziger und Mauerstraße. dam- vienewig- Michendorf. Treffpunit 7 Uhr: Germania- Bromenade. Briz- Burkow. Sonntag, den 24. Januar: Wanderung nach PotsFahrgeld 1,50 M. Abfahrt pünktlich 7 Uhr. Deden, Proviant, Liederbücher, Schlittschuhe mitbringen. Eingegangene Druckschriften. Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Zuteressen der Arbeiterinnen ist uns soeben die Nr. 9 des 25. Jabrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Internationale Solidarität und Friedenswille der Frauen aller Länder. Wochenhilfe während des Krieges. Von Gustav Hoch. Der englische Nadikalismus und der Krieg. Bon Eduard Bernstein. Die Wiedereinführung der aufgehobenen Strankenversicherung der Hausgewerbetreibenden. Von Fr. Kleeis.- Ge= wertschaftliche Rundschau. Genossenschaftliche Rundschau. Von H. F. Notizenteil. Mit den Beilagen: Für unsere Mütter und Hausfrauen und Für unsere Kinder. Die„ Gleichbeit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf. Durch die Boit bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljähr lich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Jahresabonnement 2,60 Mart. Vom Wahren Jacob ist socben die 2. Nummer des 32. Jahrganges Der Preis der Nummer ist 10 Pf. Probenummern sind jederzeit durch den Verlag J. H. W. Die Nachf. G. m. b. H. in Stuttgart sowie von allen Buchhandlungen und Kolporteuren zu beziehen. Krieg. Gedichte der Zeit von D. Sattler. 15 Cents. Published by Rudolph Rochow, 67 Wall Street, New York. Volksbücher Hejt 38. Der Lateinschüler. Von H. Heffe. 30 Pf., geb. 70 Bf. Deutsche Dichter- Gedächtnis- Stiftung, Hamburg- Großborstel. Der Weltkrieg 1914. Darstellung der Ereignisse in Wort und Bild. on E. J. Malkowsky. Heft 11-20. Jedes Heft 10 Pf. Enylin u. Laiblin, Reutlingen. Der Sendling. Erzählungen von A. Paquet.( Hausbücherei Bd. 53.) Geb. 1 M. Deutsche Dichter- Gedächtnis- Stiftung, Hamburg- Großborstel. Erinnerungsblatt zum 9. November 1914 an S. M. S. Kreuzer " Emden", Kommandant: Fregattentapitän v. Müller. 2 M. W. Schwalbe, Emden. Mit Herz und Hand fürs Vaterland. Kriegsliederbuch, herausHaje u. Becker, Leipzig. gegeben von R. Plattensteiner. 20 Pf. Aus Avezzano wird gerichtet, daß dort ebenfalls um 1 Uhr Briefkasten der Redaktion. 30 Minuten nachmittags ein Erdstoß wahrgenommen wurde. Einige Mauern stürzten ein. Später wurden aus den Trümmern, die noch Die furistische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof vom letzten Erdbeben herrühren, zwei Frauen und ein Kind ge- rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 1hr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage borgen, die sich bei guter Gesundheit befanden und unverlegt ist ein Buchstabe und cine Bahl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche waren. Eine Kriegspredigt. In dem„ Katholischen Kirchenblatt für Bonn und Umgegend" ( Nr. 2) lesen wir unter der Ueberschrift:„ Warum hat Gott diesen Strieg zugelassen?": Eine Zeitung schrieb dieser Tage, eine Frau habe ihr erflärt: Bis jet bin ich streng religiös gewesen, aber ich kann nichflänger mehr an die Existenz eines Gottes glauben, denn sonst würde er diesen Krieg nicht zugelassen haben." Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. 1 2. M. 58. Enteinem Antrag beim Kriegsministerium. M. V. K. 32. Bird wohl nur zum Sanitätsdienst kommandiert werden. A. B. 60. Rein. .. 82. Sie haben Anspruch auf Unterſtükung. Bertrages tingen. G. 0.17. Melden Sie sich doch bei der Militärbehörde. scheidet die Militärbehörde. 6. S. 48. Sie müßten auf Lösung des Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Marktballen.( Ohne Berbindlichkeit.) Dunnerstag, den 21. januar. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsenileijch Ia 80-90, do. Ila 73-80, do. IIIa 69-73; Bullenfleisch la 76-82, do. Ila 69-76; Stühe, fetf 65-68, do. mager 50-58, do. dänische 50-58; Grejjer 55-68, Fresser, dänische, 40-50, Bullen, dänische, 56-68; Kalbfleisch, Doppellen der 125-135; Mastfälber la 95--105, do. Ila 65--80; Kälber ger. gen. 45-55. Hammelfleisch: Maſtlämmer 90-95; Hammel la 82-90, do. Ila 76-81; Schafe 76-82. Schweinefleisch: Schweine jette 86-94, sonstige 82-86, dän. Sauen 00-00. Gemüse, inländisches: Startoffeln, Dabersche 50 kg 0,00; weiße Staiserkronen 0.00; bonum Magnum 0,00; Woltmann 0,00--0,00; Borree, Schock 0,70-1,00; Sellerie, 7,00-20,00; Schock Spinat 50 kg 3,50-7,00; Mohrrüben 3,00-4,00; Birjingfohl Schod 4,00-10,00; wirfingfobl 50 kg 5,00-6,00; Weißfob! Schod 3,00-8,00, Weizkohl 50 kg 4,00-5,00; Stotfool, Schod 4,00-10.00; Rotfobl 50 kg 3,00 bis 5,00; Grünkohl 50 kg 6,00-1000; Sobhüven 50 kg 3,50-6,00; Teltower Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märtische Rüben 50 kg 3,00-10,00. kg 25,00-35,00, Meerrettich Schock 6,00--14,00; Beterfilienwurzel Schockbund 1,00-3,00; 3wiebeln 50 kg 12,00-13,00, 300 Apfelsinen: italienische 50 kg 10,00-11,00, dito 200 Std 8,00-9,00. St. 9,00-10,00, Murcia 200 St. 8,00-13,00, dito 300 Glück 8,00-14,00, Mejjina 160 t. 11,00-12,00, 200 t. 9,00-11,00, 300 1. 8,50-11,00. Messina Blut- 80 St. 9,00, do. 100 St. 7,00-8,75, do. 150 St. 7,00-10,00. Rosenkohl 50 Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Sonnabendmittag: Sm Dften zunächst noch vielfach heiter, in den anderen Gegenden überwiegend bewölkt, mit größtenteils geringen, im Nordwesten etwas stärkeren Niederschlägen und oftwärts fortschreitende langsame Er wärmung. Scie Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genossen! Am 7. Januar verstarb im Lazarett zu Neustadt der Former Otto Pitow Böttcherstr. 2. 17. Abt. Bez. 804. In den Kämpfen im Besten fiel der Heizer Hans Zellmer Cösliner Str. 4. 17. Abt. Bez. 798a. Am 18. November fiel in der Schlacht bei Redz der Maurer 235/16 Bruno Richter Sidingenstraße 8. 14. Abt. Bez 691a. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Auf dem Schlachtfelde in Frankeich fiel am 25. Dezember 1914 im Alter von 25 Jahren der Genosse Gustav Lüderitz. Im Dsten siel am 30. Oftober 1914 im Alter von 24 Jahren der Genosse 191/16 Robert Heinrich. Sozialdemokrat. Wahlverein Adlershof. Bei den Kämpfen im Osten fiel am 23. Dezember 1914 der Gastwirt 194/15 August Reischke Friedrich Wilhelm- Str. 99. Sozialdemokratischer Wahlverein Tempelhof. GN. Freie Turner" schaft Schönholz Als Opfer des Weltkrieges fiel bei den Kämpfen im Westen unser braver Turngenosse Hans Lienard im jugendlichen Alter von 22 Jabren. Wir verlieren in dem Gefallenen einen äußerst pflichtgetreuen und fleißigen Mitarbeiter, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. 185/16 Der Vorstand. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Stellerarbeiter Otto Junker von der Firma Meyer, Wattstraße, am 12. d. Mts. im Alter von 46 Jahren verstorben ist. 70/6 Ehre seinem Andenken! Die Bezirksverwaltung. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht. daß am Dienstag unser guter Vater, Schwiegervater und Großbater Heinrich Stenzel verstorben ist. 28A Die Beerdigung findet am Sonntag, den 24. Januar, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenballe des Briger Gemeinde- Friedhofes, Coaujjeeftr. 145, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Nachruf. Im Dienste des Vaterlandes starb am 20. Januar an den Folgen eines im Besten erhaltenen Bauchschusses unser lieber Sohn, Bruder und Schwager, der Wehr 923b mann Emil Schulz Ritter des Eisernen Streuzes 1. u. 2. Selaffe, im 34. Lebensjahre. In der Ferne ruhe janst! Jur tiefsten Schmerz Die trauernden Eltern und Geschwister. Berlin O., Schreinerstr. 18. Allen, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter Auguste Hanisch nach langem Leiden im 63. Lebensjabre sanft entschlafen ist. 50A Dies zeigen tiesbetrübt an Julius Hanisch und Kinder. Görlizer Str. 38. Beerdigung: Montagnachmittag 3 Uhr von der Halle des Friedboj s in Ahrensfelde. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Vaters Wilh. Jappe sage ich allen Verwandten, Freunden, Bekannten und den Vereinen, ins besondere dem Reichstags- Abgeord neten Herrn Frik Zubeil für die trosreichen Worte am Sarge meinen herzlichsten Dank. Die trauerude Tochter Ch. Jappe. Danksagung. Für die Beweise aufrichtiger Teil. nahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters Ernst Fahrenwald O. W. 100. Wenden Sie sich in erster Linie an die Stelle, bei der Sie das Paket ausgegeben haben. 3. Casawa. Zentralfomitee vom Roten Kreuz, Berlin, Preußisches Abgeordnetentaus. St.. 11. Uns nicht erinnerlich. A. S. 16. Grenadier- Regt. Prinz Karl von Preußen R. O. 99. Nein... 1. u. 2. Ja. Brandenburgisches Nr. 12. E. R. 400. Wenn Sie sich mit dem Mann nicht einigen können, A. X. 30. Ihre Sün müssen Sie Klage beim Amtsger cht erheben. digung ist um einen Tag zu spät erfolgt. 23. 41. Das Gehalt gilt als bevorrechtigte Forderung. R. P. 89. Wenden Sie sich an das Diere Frau wußte also wohl gar nichts von allen den nächstgelegene Hilfskomitee des Nationalen Frauendienstes. Die Adressen Sünden, die unter den Völkern Europas begangen wurden und sind in der Tabelle" Sur Aufklärung für Rat- und Hilfesuchende" im„ Bors den Zorn Gottes herausforderten. Bußte nichts von all der märts" vom 21. Januar aufgeführt. M. 41. 1. Wenn der Frau die Entheiligung des Sonntags, wußte nichts von Wirtschaft gehört, nicht. 2. Ja. 3. Machen Sie einen Vertrag auf GüterF. F. 107. der maßlosen Genußsucht, G. S. 30. 1. Nein. 2. Beim Amtsgericht. der scha mtrennung. Wenn Sie nicht zum 1. April den Laden losen leidertracht, der unfere Jungfrauen und Die Frage ist zweifelhajt. räumen wollen, müßten Sie durch eine Feststellungsflage beim Amsgericht Wußte nichts Frauen sich gebeugt. Ent= von der gerichtlich feststellen lassen, ob der Vertrag als gefündigt gilt. P. 2. 40. weihung der Ehe, die, Gott sei es geklagt, von fremdem Dringen Sie auf Lösung des Lehrvertrages. O. 3. 100. Das kann Lande über unsere christliche Familie hereingebrochen. Bußte die Steuerbehörde verlangen. O. P. 203. Geringer Herzfehler, aber nichts von den vielen Tausenden von Kindern, die alljährlich ver- dienstjähig. Bolton 17. Bersuchen Sie cs mit. Berantwortlicher Redclicur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Injeratenteil verantw.: Z. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. von H. 8. Ja. Am 18. Januar 1915 verstarb unser Genosse 235/15 Richard Rittner. Ein ehrendes Andenten be= wahren ihm Die Genossinnen u. Genossen des 6. Kreises, 15 Abt., Bez. 721. fagen allen Kollegen, besonders den Ortsverwaltungen Berlins und Um gegend sowie der Filiale II für den warmempfundenen Nachruf unseren 40 herzlichsten Dank. Marie Fahrenwald, Hamburg, Barmbeder Straße 9, Franz Würger als Sohn mit Frau.