Nr. 23. 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerande; Bierfeljäbrt 3.30 M., monatl. 1,10 M wöchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Well" 10 Bia. Bost Plbonnement: 1,10 Marf pro Monat Eingetragen in die Bost Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemar!, bolland, Italien, Luremburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Cricheint täglich. " NOSY Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Geträgt für die sechsgespaltene kolonel zeile oder deren Raum 60 fg., filc politische und gewerfidhaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das feitgedrudic Wort 20 Big.( guläffig 2 fettgebrudte Worte), jedes weitere Bort 10 Big. Stellengesuche und Schlafilellenat zeigen das erite Bort 10 Big, jedes meitere Wort 5 Bfg. Borte über 15 Buch staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Rumuner müijen bis 5 Uhr nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morisplas, Nr. 151 90-151 97. Sonnabend, den 23. Januar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplag, Nr. 151 90-151 97. Gruente französische Offensivvorstöße bleiben ergebnislos. Zum Luftangriff gegen England. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Eine Regelung des Konsums. Eine offiziöse deutsche Rechtfertigung des Luftangriffs gegen England. " Berlin, 22. Januar. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung schreibt: Der Luftfrieg. Die englische Presse hat den Angriff unserer Marineluftschiffe auf die Ostküste Englands als Amtlich. Großes Hauptquartier, den 22. Januar 1915.( W. Z. B.) Weftlicher Kriegsschauplatz. Anhaltender Regen schloß eine größere Gebölferrechtswidrig bezeichnet, ebenso wie sie dies seinerzeit bei der Be- fechtstätigkeit zwischen Küste und La Baffeefoießung englischer Küstenplätze durch unsere Streuzer getan hat. Ihre Kanal aus. Borwürfe find indessen auch diesmal gänzlich unbegründet. Uns wird geschrieben: Von allen Seiten kommen jcht Anregungen und Wor= schläge, wie wir haushälterisch mit unseren zur Ver fügung stehenden Nahrungsmitteln umgehen können und der Konjum geregelt und geordnet werden kann. Wir haben schon einmal darauf hingewiesen, daß alle die Vorschläge und Verordnungen, die darauf hinausgehen, durch gute Ratschläge und verständige Borstellungen an das Publikum zu appellieren, zu einem guten Teil wirkungslos bleiben. Außergewöhnliche Verhältnisse, wie der Arieg Bei Arras Artilleriekämpfe. Einer von der südwestlich Berry- au- Bac vor- jie auf dem Wirtschaftsgebiet hervorgerufen hat, erfordern außer gestern genommenen Schüßengräben wurde, da ordentliche Maßnahmen. Wenn solche Anordnungen im Interesse er durch die einstürzenden Mauern einer Fabrik der allgemeinheit notwendig sind, wirken 3wangsmaßregeln aus teilweise verschüttet war, aufgegeben und ge- gleichend gegen alle Bevölkerungsschichten. Insoumis Für die Verwendung von Zuftstreitfräften, insbesondere auch für die Befchießung durch solche, kommen im gegenwärtigen Kriege völkerrechtliche Vertragsbestimmungen nicht in Betracht. Die Haager Erklärung, betreffend das Verbot des Werfens von Geschossen und Sprengstoffen aus Luftschiffen, ist in ihrer früheren Faſſung abgelaufen und in ihrer neuen Faffung von Deutschland ebensowenig wie von Frankreich und Rußland ratifiziert worden, kanu uns daher auch sprengt. England gegenüber nicht binden. Die Haager Landkriegsordnung Ein französischer Angriff nördlich von Verund das Haager Abkommen über die Beschießung durch Seestreit- dun wurde leicht abgewiesen. fräfte haben nur den Landkrieg und den Seekrieg, nicht dagegen den Luftkrieg geregelt, finden also im vorliegenden Falle nicht an sich, sondern Nach den vorgestrigen Kämpfen südlich St. Es entscheidet nicht mehr der materielle Besitz, sondern alle müssen die Unbequemlich feiten über sich ergehen lassen. Gerade dieser Umstand versöhnt gewissermaßen gegen die Einschränkung, die der einzelne unangenehm empfinden kann. Sehr wichtig ist die Maßnahme, die darauf hinausgeht, die vornur insoweit Anwendung, als sie allgemeinen völkerrechtlichen Grund- Mihiel hielten sich kleinere französische Abtei- handenen Getreidemengen nicht der Biehfütterung zu überJägen entſprechen. Jamerhin fann es keinem Zweifel unterliegen, daß fungen noch unweit unserer Stellungen. Durch lassen. Aber es hat sich sehr bald gezeigt, daß dieſe Anordnung folche Grundfäge einer Beschießung durch Luftstreitkräfte nicht entgegenſtehen, wo sie eine Beſchießung durch Land- oder Seestreitkräfte gestatten. einen Vorsfoß wurde das Gelände vor unserer sehr wenig Erfolg hatte. Denn der Mangel an Futtermitteln hat Hiernach dürfen durch Luftstreitkräfte zunächst alle ver- Front bis zur alten Stellung der Franzosen ge- futter Anlaß gegeben, so daß gegenwärtig damit gerechnet wird, teidigten Bläge beschossen werden, da deren Beschiehung sowohlt säubert. durch Zwang unsere Bichbestände, zu vermindern, indem größere nach Artikel 20 der Landfriegsordnung wie nach Artikel. 1 des ertitel 2 des Haager Abkommens für Seestreitfräfte vorsieht. Datrotzdem zur Berivendung großer Mengen von Getreide zu Bieh mähnten Haager Abkommens zulässig ist. Der Beschießung unter Der Kampf um Croir des Carnes nordwest- bfchlachtungen vorgenommen werden, liegen weiter alle militärisch v verwendbaren Gin: lich Gin lich Pont- a- Moussons dauert noch fort. Ein Wir haben auch den Maßnahmen sympathisch gegenüber richtungen in unverteidigten Plägen, wie dies der Ar- starker französischer Angriff gegen den von uns gestanden, die darauf hinausgingen, die vorhandenen Getreides neben muß aber auch für den Luftkrieg der allgemeine wieder eroberten Teil unserer Stellung wurde borrate möglichst so einzuteilen, daß sie bis zur nächsten Ernte friegsrechtliche Grundsak gelten, daß Streitkräfte einer unter schweren Verlusten für den Feind zurück- toffelpräparaten erschien notwendig und konnte nur wirksamt sein, friegführenden Partei jeden gegen fie gerichteten geschlagen. feindlichen Angriff durch einen Gegenangriff crwidern dürfen. In den Vogesen nördlich Sennheim warfen Nach den vorliegenden Meldungen haben sich die deutschen unsere Truppen den Feind von den Höhen des Marineluftschiffe streng im Rahmen dieser Grundsäge Hartmannsweilerkopfes und machten zwei Offigehalten. Das Ziel ihrer Operationen war der englische Stüſten- ziere, 125 Mann zu Gefangenen. plaz Great Yarmouth; dieser gehört nach der amtlichen britischen monthly army list zu den„, coast defences", den Küstenbefestigungen, die in Friedens- und in Kriegszeiten von britischen Landstreitkräften besetzt sind und daher durch Luftstreitkräfte ohne weiteres beschossen werden dürfen. Die andern von unieren Luftschiffen auf ihrer Hin- oder Rückfahrt beschossenen englischen Plätze haben sich dieses Schicksal selbst zuzuschreiben; denn von ihnen aus sind unsere Luftschiffe zuerst beschossen worden, so daß es dahingestellt bleiben kann, ob sie auch ohnedies als verteidigte Bläge anzusehen sind. Uebrigens haben englische Luftstreitkräfte am 9. Dezember die unbefestigte Stadt Freiburg i. Br. beschossen und am 25. Dezember die unverteidigte bewohnte Insel 2 angeoog mit Bomben beworfen, obwohl von dort aus keinerlei Angriff auf sie erfolgt war. Von einer vorherigen Ankündigung der Beschießung, wie sie in Artikel 26 der Haager Landkriegsordnung und in Artikel 2 Abs. 1, Artikel 6 des Haager Abkommens vor gesehen ist, kann nach der Natur des Luftfrieges wie nach der im gegenwärtigen Kriege durch die Luftfahrzeuge beider Parteien befolgten Bragis selbstverständlich keine Rede sein. Deftlicher Kriegsschauplatz. In Ostpreußen ist die Lage unverändert. Am Sucha- Abschnitt schriften unsere griffe langsam fort. unseren Bedarf sicherstellen. Der Zusah von Kartoffeln und Starwenn diese Anforderung allgemein durchgeführt wird. Weniger medmäßig erscheint es schon, wenn jest vielfach aufgefordert wird, Kriegsbrot vom Bäder zu fordern, weil dieser Appell doch nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung befolgt wird. Allerdings wird man sich auch an die Konsumenten wenden müssen, um sie zu verständigen Maßnahmen zu veranlassen, denn nicht in allen Fällen können Verordnungen helfen. Man wird empfehlen müssen, daß möglichst vermieden wird, Brot zu Mahizeiten in Anspruch zu nehmen, wo anderer Ersak geschaffen iverAn- ben kann. Leider hat bei Frauen und Mädchen, die durchgehende Deftlich der Pilica nichts Neues. Oberste Heeresleitung. * Geschäftszeit haben und nicht am Familienmittagstisch teilnehmen, Die üble Gewohnheit mehr Eingang gefunden, als man erwarten sollte, daß an Stelle des Mittagsmahls Kaffee und Kuchen konsu miert wird. Das ist in der gegenwärtigen Zeit besonders zu tadeln, da für denselben Preis auch ein einfaches, unter Umständen nahrhafteres Mittagsmahl zu bereiten ist. Die Einfügung solcher unDer österreichische Generalstabsbericht. Wien, 22. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird ver- insofern ausüben, als wir mehr von dem vorhandenen Brotgetreide zweckmäßigen Mahlzeiten muß natürlich eine ungünstige Wirkung lantbart: 22. Januar 1915 mittags: aufzehren, als gegemvärtig bei sparsamer Einteilung notwendig Nördlich der Weichsel entwickelte sich gestern wäre. Es ist der Hinweis sehr angebracht, das möglichst viel Ge lebhafterer Geschützkampf; unsere Artillerie wirkte namentlich müse im Haushalt Verwendung finden muß. Hülsenfrüchte, die in dem südlichsten Nidaabschnitt und bei Checiny, wo der leider sehr im Preise gestiegen sind, enthalten einen hohen NährBahnverkehr der Russen durch Volltreffer auf eine Eisenbahn- wert. Auch bei dem vorliegenden Anlaß ist es zu bedauern, daß station empfindlich gestört wurde, mit besonderem Erfolge. dem Angriff Zivilpersonen zum Opfer gefallen find. Aber Auch südlich der Weichsel an Teilen der Front Ge- durch erhebliche Erhöhung der Weizen und KarIn letzter Zeit sind die Anregungen gefommen, ob nicht cine solche Möglichkeit kann die deutschen Streitkräfte nicht abschüskampf mit wechselnder Stärke. halten, alle völkerrechtlich zulässigen Mittel gegen einen Feind zu betoffelpreise diesem Uebelstand abzuhelfen sei. Wir müssen uns mit aller Entschiedenheit gegen diese Borschläge aussprechen. nugen, dessen Kriegführung mit völkerrechtswidrigen Mitteln rücksichtslos auf die Zerstörung unserer ganzen Volkswirtschaft hinarbeitet. Die Höchstpreise für Weizen und Roggen find so hoch, daß eine weitere Hinaufschraubung eine sehr starke Unzufriedenheit in den ärmeren und mittleren Volksschichten hervorrufen muß. Ganz abgesehen davon, daß eine Erhöhung der Kartoffelpreise eine ganz unerhörte schwere Belastung gerade der ärmeren Volksschichten bedeuten würde. Englische Preßäußerungen zu dem Luftangriff. Die Situation in den Karpathen ist unver ändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. von Hoefer, Feldmarschalleutnant. London, 22. Januar.( W. T. B.) Der Marineforrespondent der ist, geworfen hätten, so würden sie wirklichen Schaden angerichtet Times" bespricht den deutschen Luftangriff und schreibt: haben. Wenn sie wiederkommen, werden wir vernehmen, wie ein Es ist möglich, daß die Deutschen durch den Angriff das Ansehen Luftschiff niedergeholt wird. Die Wahrscheinlichkeit ihrer Rückkehr ihrer Luftschiffe, das durch die armielige Rolle der Luft- nimmt ab mit der Zunahme unserer Abwehrmaßregeln. Es kann erfreulicherweise hervorgehoben werden, daß in der Abschiffe bet dem englischen Angriff auf die deutsche Nordiee- London, 22. Januar. Daily Mail" findet es auffällig, wehr gegen die in Aussicht genommenen Maßnahmen große Intertüfte gelitten hatte, wiederherstellen und durch den An- daß bei dem Luftangriff die abgeworfenen Bomben verhältnis essentenkreise der Konsumenten übereinstimmend und geschlossen griff in England einen Zustand der Nervosität schaffen mäßig wenig an Zahl und klein an Umfang waren. Der angerichtete ihre Ansicht bekundet haben. Der vor kurzem gebildete Kriegswollten, um dadurch den Fortgang des Krieges zu be- Schaden sei vom militärischen Gesichtspunkte aus nicht der Nede wert geeinflussen. Man hoffte offenbar, dadurch die Absendung von wesen, die Explosionen hätten weder Banif noch Alarm unter der Zivil- ausschuß für Konsumenteninteressen, dem gegenBerstärkungen nach dem Festlande zu verzögern. Das Gegenteil ist bevölkerung erzeugt. Die Unternehmung scheine daher auf den wärtig die sämtlichen Gewerkschaftsgruppen, die Organisationen wahrscheinlich. Der Luftangriff sollte zwei Zwecken dienen, der Auf- ersten Blick mit einem völligen Fiasko geendet zu haben, aber es der Angestellten und Beamten, eine große Anzahl anderer Berufsflärung und der Beschießung, und ist nur als eine Probefahrt zu bestehe die Tatsache, daß Luftschiffe die englische Küfte erreicht vereine angehören, der eine Korporation von rund 7 Millionen betrachten, der bald weitere folgen werden. Das letzte Ziel dürfte haben, indem sie die mondscheinloſe, windstille Nacht benutzten, Mitgliedern vertritt, hat durch eine Eingabe an das Reichsamt des die wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte, die Städte, wo der Kriegs- und daß sie unversehrt heimgekehrt sind. Es sieht aus, als bedarf hergestellt wird, die großen Schiffswerften und Arsenale ob fie nur rekognosziert hätten, fie haben dann jedenfalls Innern klar und prägis zum Ausdrud gebracht, daß er dringend bilden. Die britischen Luftfahrzeuge müßten ebenso zur Abwehr zu einige Anhaltspunkte gewonnen, die sie nach dieser Versuchsfahrt be- bittet, von einer Erhöhung der Höchstpreise Abstand zu nehmen. In sammengezogen werden wie die Schiffe auf der See. nußen werden, und sie wissen jetzt genau, was sie bei günstigem der Eingabe hat man sich weiter mit dem Vorschlag beschäftigt, ob Archibald Hurd schreibt im„ Daily Telegraph": Wetter tun können. Wir müssen uns vorbereiten und einen Besuch Aus dem Angriff auf die wehrlosen Städte tann man ersehen, wie erwarten, bei welchem die Deutschen eine volle Ladung von Explosiv- nicht, wenn ein außerordentlicher Mangel an Brotgetreibe einmachtlos die Luftschiffe find. Wenn sie Bomben auf Chatham, stoffen und Brandbomben mitbringen werden. treten kann, die rationellste Art einer zedmäßigen Verteilung Sheernes oder selbst auf London, obwohl auch dieses unverteidigt! die wäre, daß jeder Familie entsprechend ihrer Stopfzahl die ca ( Fortsetzung auf der 2. Seite.) rechtigung zum Bezuge eines bestimmten Quantums Brot zur p Verfügung gestellt wird. Ueber die Schwierigkeiten der Ausführung solcher Verteilung ist man sich klar. Aber in der gegenwärtigen Zeit, wo soviel Kräfte hilfsbereit die Leiden mildern, wird sich auch hier die Möglichkeit finden, diejenige Organisation zu schaffen, die in der Lage ist, diesen Verteilungsmodus durchzuführen. Die Annahme, daß mit der Heraussetzung des Preises sparsamer in der Verwendung des Brotes umgegangen wird, läßt nur die vollständige Unkenntnis der Verhältnisse im Arbeiterhaus halt erkennen. Der Zwang zu einem Haushälterischen Umgehen ist heute schon durch hohe Preise für alle Nahrungsmittel und vor allem durch das unsichere und niedere Einkommen gegeben. Es tlingt doch wahrlich wie ein Sohn, wenn der Frau des Kriegers, mit ihrer Unterstützung von 12 M. und 6 M. für ein Kind, die in viclen Städten ohne jeden Zuschuß der Gemeinde üblich sind, noch der Brotforb höher gehängt und sie zu größerer Sparsamkeit durch Preiserhöhung erzogen werden soll. An Kartoffeln und Brot wird im Arbeiterhaushalt nicht zu sparen sein. Die Preiserhöhung bedeutet hier nur Erhöhung des Ausgabeetats und gerade die Einführung von Hungerrationen für einen großen Teil der Bevölkerung. Man könnte vielleicht behaupten, daß die Erhöhung der Weizenpreise nur den bemittelten Klassen den Konfum von Weißgebäd gestatten würde, diese aber die höheren Kosten tragen tönnten. Auf das Frühgebäck verzichten heute schon die Arbeiterfamilien; sie tun es ohne Murren, weil ihnen durch das Verbot der Nachtarbeit in Päckereien, eine sozialpolitisch sympathische Maßnahme, dieser Verzicht leichter gemacht wird. Aber allgemein den Weizenkonsum nur noch den bemittelten Volksfreisen überlassen, denn das wäre die Wirkung einer hohen Preislage, muß als eine schroffe zurücksetzung der ärmeren Volksschichten empfunden Müssen wir unser Brotgetreide einteilen, dann ohne Rücksicht auf Besitz und Rang, nein, jeder soll es fühlen: Es sind Kriegszeiten! werden. * Westlicher Kriegsschauplah. Der französische Tagesbericht. Am 20. Keine Einberufung des französischen Jahrgangs 1917. Paris, 22. Januar.( W. T. B.) Wie der„ Temps" meldet, ist zur Erklärung ermächtigt, daß die Einberufung der Jahresklasse 1917 niemals erwogen wurde. Die Offiziersausbildung in den neuen englischen Heeren. Paris, 22. Januar.( W. T. B.) Die gestern nachmittag er 3 Uhr ausgegebene amtliche Mitteilung besagt: Auf dem Plateau Notre Dame de Lorette fand in der Nacht vom 19. zum 20. Januar ein bereits gemeldetes Gefecht statt. fanden zwischen dem Meer und der Lys Artillerickämpfe statt. Südlich der Somme und der Aisne einige Artillerickämpfe, in deren Berlauf wir einige feindliche Batterien zum Schweigen Rotterdam, 21. Januar.( T. U.) Ein Korrespondent aus brachten. In der Champagne östlich von Reims haben wir im Nordfrankreich gibt dem„ Nieuwe Rotterdamsche Courant" Gebiete von Prosnes- les- Marquises und Moronvilliers deutsche eine interessante Auskunft über die Rekrutierung der englischen Schanzarbeiten zerstört, den Feind gezwungen, einige Schüßen- Offiziere. Als der Krieg ausbrach, verfügte England nur gräben zu räumen und die Explosion eines Munitionslagers über ein für jezige Verhältnisse kleines Heer und war feine Beau Séjour rückten wir Rede von einem bedeutenden Ueberschuß an Offizieren zur herbeigeführt. Nordwestlich von indem wir drei feindliche Posten durch Ucberrumpelung Errichtung von neuen Regimentern. Für Soldaten hat man wegnahmen und uns dort feſtſetten. Nördlich von Maffiges hat ein ausgezeichnetes Material in den sportgeübten jungen unsere Artillerie die Oberhand gewonnen. In den Argonnen ist Männern und für die untergeordneten Offiziersstellen wußte die Lage unverändert. Südöstlich von Saint Mihiel eroberten man sich zu helfen. Aus den Intellektuellen, die sich freiwir im Walde bei Apremont 150 Meter feindlicher Schüßengräben willig meldeten, wählte man die förperlich geeignetsten aus und schlugen einen Gegenangriff ab. Nordwestlich von Pont- à- unter Rücksichtnahme auf ihren Zivilberuf. Diejenigen, deren Mousson im Bois- le- Prêtre gelang es dem Feinde, durch täglicher Beruf es mit sich brachte, daß sie andere leiteten, einen heftigen Angriff zwanzig Meter von den 500 Metern in den wurden vorzugsweise aufgenommen. Sie wurden dann nicht eroberter Schützengräben zurück- mit Theorie belästigt, man brachte ihnen nur das praktisch vergangenen Tagen zuerobern; wir behaupteten uns aber fest in der Gesamtheit dieser Notwendige bei, und diese Ausbildung eignete sich glänzend Stellung. Im Abschnitt von Thann ist in der Gegend von für Infanterieoffiziere. Für Artillerie verfügte man glücklicherSilberloch, Hartmannsweilerkopf seit der Nacht vom 19. zum 20. cin weise über eine größere Anzahl von Offizieren und diese Infantericgefecht im Gange; in dem äußerst schwierigen Gelände wurde durch gelernte Ingenieure vergrößert. Der Gewährsrücken wir langsam vor. mann des Korrespondenten, der Advokat im Zivilberuf ist, von uns Paris, 22. Januar.( W. T. B.) Amtlicher Bericht wurde nach einer kurzen Ausbildung auf Grund seiner u vom 21. Januar, 11 Uhr abends. Der Feind beschoß heftig unsere ſichtigkeit für Bureauarbeiten als Leutnant in der Intendantur Stellungen nördlich Notre Dame de Lorette und unternahm angesetzt. Selbst wenn noch ein Heer von einer Million aufdann um 5 Uhr morgens einen neuen Angriff, der sofort aufgehalten gestellt werden soll, fagt der Intendanturbeamte, so wird wurde. In der Champagne wurden zwei kleine Gehölze nörd- England genügend Offiziere mit praktischer guter Ausbildung lich von dem Gehöft Beau Séjour von uns besett. Ein feindlicher zur Verfügung haben. Gegenangriff war erfolglos. In den Argonnen unternahmen die Deutschen einen ernstlichen Angriff auf einen vorspringenden Winkel Der Seekrieg. unſerer Linie in der Umgebung von St. Hubert. Nach einer sehr Ein englischer Dampfer durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. " 1 heftigen Beschießung, die unsere Schüßengräben zerstörte, stürmten fic Ferner erhalten wir folgende Mitteilung: Rechtzeitige Vorkehrungen gegen Fleisch verzum Angriff vor, wurden aber durch das Feuer unserer Infanterie, schwendung und Fleisch not wünscht der Kriegsaus das mit seitlichem Artilleriefener verbunden war, zurückgeworfen. Rotterdam, 22. Januar.( W. T. B.) Der ,, Rotterdamsche schuß für Konsumenteninteressen in einer soeben an Im Gebiet von Hartmannsweilertopf kämpft man immer Courant" meldet aus Maasluis: Der von Leith nach Rotterden Reichskanzler und die Ministerien der Landwirtschaft, des noch. 2 m sil Er dam bestimmte englische Dampfer Durward" Innern und für Handel und Gewerbe gerichteten Eingabe. Fortsetzung der Kämpfe in Flandern. wurde von einem deutschen Unterseeboot augefordert darin Maßnahmen zur Verhinderung eines wegen der Futtermittelknappheit demnächst zu erwartenden übergroßen Amsterdam, 22. Januar.( T. U.) ( T. U.) Das„ Handelsblad" rufen. Die Mannschaft mußte binnen zehn Minuten das Auftriebes auf den städtischen Märkten, des infolgedessen zu berichtet aus Furnes vom 16.: Seit einigen Tagen ist wieder Schiff verlassen und wurde auf eigenen Booten durch das start fallenden Preises und der daraus resultierenden Gefahr eine Bewegung an der Front zu beobachten. In der Um- Unterseeboot nach einem holländischen Feuerschiff gebracht. Später wurde einer Verschwendung. Dafür sollen die Gemeinden, Konsumgenossenschaften, Fleischverarbeitungs- Unternehmungen und sonstige gebung von Nieuport sowie bei pern wird wieder heftig ge- Der Dampfer wurde darauf versentt geeignete Körperschaften, unter Ausnutzung des verringerten fämpft. Eine Anzahl fleiner Kanonenboote versucht, längs die Bemannung des„ Durward" durch ein Dampflotfenboot Preises, in großen Mengen frisches Fleisch auftaufen und in des Kanals von Furnes bis nach Nieuport zu dringen. Diese in Hoek van Holland an Land gesetzt und mit der EisenKühlhallen aufbewahren, sowie zu Räucher-, Pökel- und sonstigen Schiffe, welche nur wenig Tiefgang haben und schnell fahren, bahn nach Rotterdam gebracht, wo sie im Seemannsheim Dauerivaren verarbeiten und aufspeichern. Die Viehzüchter können das überschwemmte Land wie treibende Batterien be- Unterkunft fand. sollen veranlagt werden, angesichts der beschränkten Herstellungs- schießen. möglichkeiten von Dauerivare in Industrie und städtischen Haushaltungen, das Vieh, über ihren eigenen Bedarf hinaus, einzu- Der Berner Bund" über die Kriegslage. schlachten und erst allmählich auf den städtischen Markt zu bringen. Der Kriegsausschus glaubt auf diese Weise ein fatastrophenartiges Fleischangebot und späteren Fleischmangel im Interesse von Produgenten und Konsumenten hintanhalten ga lönnen. Das Echo im Auslande. Der türkische Krieg. Die Kämpfe im Kaukasus. Petersburg, 22. Januar.( W. T. B.) Der Generalstab der Nautafusarme e meldet: Am 20. Januar hat feine be beutende Unternehmung stattgefunden. Die Lage in Mesopotamien. Bern, 22. Januar.( W. T. B.) In seiner Erörterung über die Kriegslage hält es der Bund" für offenbar, daß die russische Heeresleitung sich jetzt in der Defensive befindet, die ihr von den Verbündeten aufgenötigt worden sei. Damit habe sie selbst den Schlußstrich unter ihre große Offensive gesetzt. Auch französische Quellen sprächen jetzt nur noch von einer glücklichen Defensive der Russen innerhalb des Weichselbogens. Es fehr sehr wohl möglich, Konftantinopel, 22. Januar.( W. T. B.) Der Befehlshaber der Budapest, 21. Januar.( W. T. B.) Die Blätter besprechen daß die Russen von ihrer legten erzentrischen Operation auf dem türkischen Truppen in Mesopotamien hat nach Blätter in begeisterten Artikeln den deutschen Luftangriff auf englische rechten Weichselufer noch ein„ retablissement stratégique" er- meldungen einen Aufruf an die Armee und die Bevölkerung er Städte. Pester Lloyd" schreibt: Die deutsche Luftflotte hofften. lassen, in dem er sie auffordert, den geweihten Boden gegen die wollte diesmal allem Anscheine nach nur eine fleine GeneralIm Westen habe sich die französische Offensive noch Engländer zu verteidigen, die den Islam ausrotten wollten. Alle probe zu fünftigen gewaltigen Aktionen veranstalten. nicht ganz ausgetobt, obwohl sie im ganzen als gescheitert weitere aus Mesopotamien eingetroffene Meldungen besagen, daß Abwehrmittel gegen einen wohlvorbereiteten Luftschiffgelten könne. Es fönne fich jetzt höchstens noch um die zweite arabische, furdische und schiitische Krieger in großer Menge zur angriff müssen sich in Zukunft als mehr oder minder phase handelt, die, auf die Erfahrungen der ersten gestützt, nun türkischen Armee strömen. Wie der" Tanin" erfährt, hat die illusorisch erweisen, wenn dieser Angriff bei Nacht erfolgt verschleiernd fortgeführt werde zur Vorbereitung großer Ope- französische Regierung der griechischen mitgeteilt, daß die und die Luftschiffe vor feindlichen Fliegerangriffen durch rationen, die in noch sorgfältig gewahrten Plänen lägen. Die Werften von St. Nazaire mit dem Bau des in Angriff ge eine eigene Fliegerflotte hinreichend geschützt sind. in der deutschen Generalstabsmeldung angegebenen Verlustziffern nommenen Dreadnoughts nicht fortfahren fönnen. zweifellos, daß man in England einen derartigen kombi- hält der„ Bund" für zutreffend. Das Blatt fagt ferner: Der nierten Luftangriff auf London befürchtet. Nach dem Erfolge Elan, mit dem die Franzosen immer wieder anlaufen, ist be= der Generalprobe zu urteilen, hat es ganz den Anschein, daß wundernswert. Die strategische Zwedmäßigkeit dieser verzettelten weder Beten noch Hoffen, noch die naiven Vorsichtsmaßregeln Offensive muß mehr und mehr bezweifelt werden: sie passe viels der englischen Regierung England vor einem solchen Schicksal leicht in gewisse politische Kombinationen, läßt sich aber mit der Konstantinopel, 22. Januar.( W. T. B.) Die Agence Milli" bewahren können. Das dicht bevölkerte England, namentlich unbedingten Notwendigkeit, Menschen zu sparen, nicht in Ein- erfährt, daß ein russischer Kreuzer, Askold" bei seinen die Riesenstadt London, gleicht seit diesem mächtigen Luftschifflang bringen. Es ist nicht gesagt, daß es vom Scheitern der franzö- Operationen im Mittelmeer offene unverteidigte Städte besuch einem Ameisenhaufen, in den eines Menschen Fuß ge- fischen Offensive zum Anseßen der deutschen nur ein Schritt ist, ob- der syrischen Küste beschossen hat. Ebenso unmenschlich handeln stapft ist. Das stolze englische Wort: Mein Haus, meine Burg! wird zuschanden! Die erste Vorprobe hat den Beweis wohl der Gegenstoß bei Soissons dazu verführen könnte. Eins aber die Russen im Schwarzen Meer, wenn sie die Gelegenheit hierzu ist gewiß: Die Dinge spitzen sich zur Krisis zu. finden. Solche Handlungen haben nur das Ergebnis, die osmanische erbracht, daß die Deutschen auch in dieser Waffengattung den ist gewiß: Die Dinge spißen sich zur Krisis zu. Nation dazu zu drängen, Vergeltung zu üben. Engländern turmhoch überlegen sind. Nüchterne Auffassungen in England und Frankreich. Es ist Amsterdam, 22. Januar.( W. T. B.) Eine Depesche des Reuterfchen Bureaus wendet sich gegen die amtAmsterdam, 21. Januar.( Pribattelegramm des liche deutsche Darstellung, daß der Luftangriff gegen befestigte Städte gerichtet gewesen ist. In der Meldung Vorwärts".)" Manchester Guardian" mahnt wird erklärt, Orte, wie Brancaster, Thornham und Holme in einer Besprechung der Kriegslage, die lokalen Vorteile nicht " Ein russischer Kreuzer beschießt eine unverteidigte Stadt. Vom südafrikanischen KriegsSchauplage. feien bloße Dörfer, Sheringham und Hunstanton seien nur zu überschägen. Soissons zeigte, daß die Deutschen durch die Erfolge des Burenkommandanten Mariz. fleine Badeorte. * 11 nuklose Menschenopfer. Kriegsbekanntmachungen. Kapstadt, 22. Januar.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Sendungen von Truppen nach Rußland nicht geschwächt seien. Der deutsche Angriff sei ebenso fraftvoll wie Bureaus. Die Buren haben unter Marig, Kemp, Schoeman, Baris, 22. Januar.( W. T. B.) Zu der Fahrt der die Verteidigung, und ein neuer Durchbruchsversuch und Stadler Blydeverwacht am 9. Januar in der Richtung auf Luftschiffe über England schreibt der" Temps" bei der Wetterbesserung sei sehr wahrscheinlich. Darum sei Rakob verlassen. Am 14. Januar waren Stemp mit einem großen kommando und einigen Kanonen in Utamas, Mariz und Schoeman die Luftschiffe seien nicht in das Innere Englands vor die Absendung von Verstärkungen sehr dringend. in Jerusalem und Blydeverwacht. Am selben Tage gerieten gedrungen, sie hätten sich in der Nähe des Meeres gehalten, um nötigenfalls dort Schuß finden zu können, wo sie bedeutend Einstweilen sei ein vorsichtiges Manövrieren nötig. 86. Mann der Regierungstruppen bei Langflip in eine General Cherfils warnt im„ Echo de Paris" alle und wurden gefangengenommen. Der Feind schwerer als über dem Lande zu entdecken seien. Die Fahrt der Luftschiffe, die nach Meinung des Temps" in Curhaven auf neuerlich vor zwecklosen Angriffen auf die uneinnehmbare rüdte 25 Meilen nach Enydas vor und griff am 17. Januar die gestiegen waren, sei, obwohl sie 500 Stilometer betrug, bedeutend Mauer deutscher Positionen. Ein Angriff sei unmöglich, bevor britische Hauptabteilung an und zwang sie mit einem ungefährlicher für Luftschiffe als die viel kürzere Fahrt, die nicht die Hindernisse der Drahtsperrungen weggeräumt seien, Verlust von 8 Toten, 20 Verwundeten und einer Anzahl Gefangener sie unternehmen müßten, um nach Paris zu gelangen, da sie die Artillerie zum Schweigen gebracht, die Infanterie in an- 8um Rüdzug. in diesem Falle die französische Schlachtlinie überfliegen und zugreifenden Stellungen erschöpft sei. Zurzeit seien Angriffe der Wachsamkeit der Abwehrposten um Paris entgehen müßten. Der Direktor des Observatoriums Bourges Abbé Moreur schreibt im„ Petit Journal": Die WitterungsDie Heeresverwaltung hat Anordnung getroffen, daß Zahlungen verhältnisse gestatten den Luftschiffen, auch zur Wintersfür Lieferungen und Leistungen möglichst bald nach der Ablieferung der geit nach Paris zu gelangen, sobald die Luftschiffe über Waren bewirkt werden, damit die Lieferanten und Unternehmer ihre 2000 Meter hoch fliegen. Wenn sie nachts mit abParis, 21. Januar. Dem„ Petit Parifien" zufolge ist ein oft recht umfangreichen Verpflichtungen pünktlich erfüllen können, geblendeten Lichtern führen, seien sie schwer aufzufinden. Die günstigste Jahreszeit für Luftangriffe sei das Frühjahr, das Militärzweidecker während einer lebungsfahrt abgestürzt und mitten und damit Stockungen in der Erledigung der ihnen erteilten Aufgrößte Hindernis der Regen. Man müsse sich auf die Mög- in Auteuil auf dem Duai de Javel zu Boden gefallen; der Führer träge vermieden werden. Die Bezahlung darf nur in solchen Fällen givingt. lichkeit eines Angriffes gefaßt machen und alle Maßnahmen und der Beobachtungsoffizier Hauptmann Jenary, wurden getötet, aufgeschoben werden, in denen das Interesse des Fiskus hierzu Ebenso hat sie darauf hingewiesen, daß auch die Kleinzur Abwehr treffen...Petit Journal" fügt hinzu: Der das Flugzeug zertrümmert. gewerbetreibenden nach Möglichkeit zu den Lieferungen heranArtikel Moreur' war bereits geschrieben, als der Flug der Amsterdam, 22. Januar.( Privattelegramm des Vor- gezogen werden sollen, da zurzeit gerade die kleineren Betriebe Deutschen über England bekannt wurde. Die Ereignisse bestätigen, wie man sieht, traurigerweise die Beobachtungen wärts".) Heute früh landete in Sorepolder ein vervielfach in ihrem Bestehen gefährdet sind, wenn ihnen keine Gelegenheit zum Absatz ihrer Erzeugnisse geboten wird. wundeter französischer Militärflieger. unjeres Mitarbeiters. Ein französischer Militärzweidecker abgestürzt. Zahlungen für Kriegsbedarf. Erklärung. In der ausländischen Presse, auch in einem Parteiblatt, findet fich die Nachricht, daß Liebknecht den Führern der Internationale Mitteilungen gemacht habe über eine veränderte Stellung der Parteiorganisationen zur Fraktionshaltung. Wie wir festgestellt haben, hat er eine solche Mitteilung an die Führer der Internationale nicht ergehen lassen. Im übrigen bemerken wir: Noch kürzlich hat die nach dem Organisationsstatut berufene zentrale Parteiförperschaft, der Vertreter aus dem ganzen Reiche angehören, keinen Zweifel gelassen, daß sie auch jetzt, wie in der Situng von September 1914, die Haltung der Reichstagsfraktion billigt. Trot unserer Erklärung im Vorwärts" vom 19. Januar find wieder in einigen ausländischen Parteiblättern Mitteilungen, sogar solche vertraulicher Art über Vorgänge in inneren Organisationsleben der Partei gebracht worden. Dieses parteischädigende Verhalten muß auf das entschiedenste verurteilt werden. In dieser ernsten Zeit, namentlich auch im Hinblick auf den Belagerungszustand, müssen wir von allen Parteigenossen dringend fordern, bei allen Aeußerungen sich der großen Verantwortlichkeit gegenüber der Partei bewußt zu sein. Berlin, 22. Januar 1915. Der Parteivorstand. Monarchistische Unruhen in Portugal. Lissabon, 20. Januar.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Halbamtlich wird gemeldet: Gestern abend revoltierten einige monarchistische Offiziere des 21. Kavallerie- Regiments und des 5. Infanterie- Regiments und versuchten, ihre Kameraden zum Aufstand zu überreden. Die Regierung wurde bald Herr der Meuterei. 61 Schuldige wurden verhaftet und alle nötigen Vorsichtsmaßregeln getroffen. Einige alte Rebellenführer, die die Grenze überschritten, wurden ebenfalls verhaftet. Kämpfe in Indochina. Fremdenfeindliche Maßnahmen in England. Regierung durch das Verbot des„ Golos" in so schmählicher Weise dokumentiert hat. Eine vernünftige Mahnung. Paris, 22. Januar.( T. 11.) Der Pariser Jurist Charles London, 21. Januar.( W. T. B.) Von dem Obersten Appellgerichte ist folgende Entscheidung getroffen worden: Ein Unterfan eines feindlichen Staates fann bei englischen Gerichtshöfen nicht Klage führen, außer wenn er unter dem Schutze der Strone steht, d. h. naturalisiert ist. Ein Angehöriger Gide warnt in einer Zuschrift an die„ Guerre sociale" vor Vereines feindlichen Staates tann angeklagt werden. Er kann jedoch nach dem Striege gegen eine Entscheidung, die vor dem Kriege gegen breitung der von der französischen Regierung zusammengestellten ihn gefällt worden ist, Berufung einlegen. In England eingetragene Berichte über angebliche Greueltaten der deutschen Armee. Gesellschaften mit feindlichen Fremden als Direktoren und Aktionären Der Bericht könne auf das neutrale Ausland nur abstoßend wirken. Die Blätter haben auch tatsächlich seine Wiedergabe ab= fönnen bei englischen Gerichten Klage führen. gelehnt. ** Englische Stimmungsmache. Amsterdam, 22. Januar.( Privattelegramm des Amsterdam, 21. Januar.( Privattelegramm des( Vor- Vorwärts"). Das„ Echo de Paris" fordert die Polizei wärts".) 3ur englischen Eendung verwundeter Belgier auf, gegen die Pariser deutschfreundliche Propaganda einzunach Südafrika bemerkt das„ Handelsblad", daß hier lediglich schreiten. Vor einigen Tagen wurde eine Flugschrift gegen eine Stimmungsmache unter philanthropischem Vorwand vor die französische Regierung und die Alliierten verbreitet. liege, da dort große Arbeitslosigkeit herricht und sicher keine Kolo- Das neueste Flugblatt, betitelt:„ Man belügt uns", vernisation beabsichtigt ist. Das Reuter- Bureau melde zwar die Verteidigt das deutsche Heer gegen die Greuelanklagen der brüderung der Belgier mit den Buren, indes möge England über offiziellen Unterſuchungskommiſſionen. derlei Mittel feine Jllufionen hegen. Es wird schwer sein, Bothas Gegner nach den Aufruhrprozessen umzustimmen. Fouries Hin richtung werde auf die Buren tiefer wirken als die Erzählungen belgischer Verwundeter, die selbst Erinnerungen an die Leiden des Burentrieges auffrischen könnten. Keine englische Briefzensur in den Niederlanden. Von der königlich niederländischen Gesandtschaft erhält die „ Nordd. Allg. Zeitung" folgende Mitteilung: Seit einiger Zeit werden in der deutschen Presse Notizen ver Die Reaktion in der Bourgeoisrepublik. öffentlicht über Briefe, welche von den Niederlanden nach zuschrift aus Paris, wonach die Führer der Opposition gegen die englischen Zensor geöffnet worden find. Diefe Notizen enthalten Unter diesem Titel veröffentlicht die„ Berner Tagwacht" eine Deutschland oder umgekehrt versandt und unterwegs von einem Haltung der franzöfifchen Bartei dadurch verfolgt werden, daß man allerlei Betrachtungen über die Ursache dieser bedauerlichen Vorgänge. fie mobilisiert. So ist plötzlich einer der Tapferften, Genosse Parteis Es sei hier festgestellt, daß die königliche Gesandtschaft von der sekretär Nicod, unter die Fahnen berufen worden. Auch Genojie niederländischen Regierung ermächtigt worden ist, in formellſier Monatte, der wegen der nationalistischen Versumpfung der Weise in Abrede zu stellen, daß eine offizielle oder stillschweigend Leitung des Gewerkschaftsbundes als Mitglied des Bundeskomitees zugelassene englische Zensur in dem niederländischen Post- und zurückgetreten ist, erhielt den Einrückungsbefehl. Merrheim, dem Metallarbeitersekretär, der auch in dieser schweren Zeit den Kopf Telegraphendienst besteht oder auch nur geduldet werden würde. oben behielt, stehe das gleiche Los bebor. Sollte sich diese Nachricht bestätigen, so wäre ein solches Vorgehen nicht scharf genug zu verurteilen. Der Krieg gegen die Republik. Aus Amsterdam schreibt man uns: Die Humanité" vom 9. Januar veröffentlicht nachstehenden interessanten Brief eines derzeit in einer Festung des Ostens stehenden Territorialsoldaten, der im bürgerlichen Leben Sekretär einer Parteiföderation des Pariser Beckens ist: Die Erklärung der Tatsachen ist lediglich zu suchen in irrtüm licher Versendung der betreffenden Briefe. Durch die Mobilmachung ist auch in Holland ein großer Teil der fähigsten Post- und Telegraphenbeamten zum Militär eingezogen und mußten dieselben durch ungeschulte Kräfte ersetzt werden. Da dieses teilweise ungeschulte Personal außerdem noch die durch den Krieg bedingten mehrfach wechselnden Versendungsrouten zu berücksichtigen hatte, ist es erklärlich, daß sich bisweilen ein Brief in einen falschen Postsad verirrt hat und für Deutschland bestimmte Briefe nach England und für England bestimmte Briefe nach Deutschland gekommen sind. Dergleichen Irrtümer sind nicht nur in Paris, 22. Januar.( W. T. B.) Nach einer Mitteilung des Kolonialministeriums an die Zeitungen haben im November in Indochina kämpfe zwischen chinesischen Räubern und Schmugglern und Grenzposten stattgefunden, bei denen mehrere Soldaten, darunter ein europäischer Sergeant, getötet wurden. Die Räuber und Schmuggler erlitten große Verluste und wurden über die chinesische Grenze zurückgeworfen. Anfang November brachen im Gebiete des oberen Roten Flusses Unruhen aus. Die Bergbewohner waren von chinesischen und anamitischen Agi-„ Hier geht das Leben in gewohnter Eintönigkeit weiter. Wir Holland vorgekommen, sondern es sind auch von den Posttatoren aufgestachelt worden, sie griffen die Posten von Trai- leiden viel mehr unter dem Mangel an Lektüre als unter dem verwaltungen anderer Staaten früher und besonders in der jetzigen hutt und Bacha an. Die Aufständischen wurden auseinander- Elend des Krieges. Es ist sehr schwer, sich Zeitungen zu vergetrieben, die Ordnung wurde wiederhergestellt. Die Rädels- schaffen, die unsere Jdeen verteidigen. Dafür haben wir die bürgerführer wurden verhaftet und vor ein Striegsgericht gestellt. lichen Zeitungen im Ueberfluß und unter ihnen vor allem die Die Ereignisse berührten die allgemeine Ruhe in Tontin Croig"( das populäre Organ der extremen Klerikalen). Es sind geeignete Maßnahmen ergriffen, um Wiederholungen nicht; die Bevölkerung gibt auch ferner alle Beweise der ErWie überall macht sich die klerikale Propaganda solcher Fälle tunlichst vorzubeugen. gebenheit. überaus stark geltend. Die Kirche vermehrt ihre Kundgebungen, " " " um eine möglichst große Anhängerschaft an sich zu ziehen. Aber wenn der Gottesdienst am Sonntag übervoll ist, braucht man daraus noch nicht zu schließen, daß die Zahl der Bekehrten gewachsen ist. viele gehen zum Zeitvertreib hin, weil es keine anderen Spaziergänge gibt. toa noi abest Kriegszeit solche Fehler beim Sortieren der Briefe begangen worden. Von der Regierung im Haag sind in der Boltsvertretung diesbezüg liche Angaben gemacht worden. Vorgehen gegen einen italienischen Vizekonsul in Belgien. Die„ Nordd. Allg. 3tg." schreibt: Der italienische Vizekonsul Greppi in Lüttich hatte fich strafbar gemacht, weil er trotz der Warmung seines vorgeichten Koniuls und entgegen einem ihm bekannten ausdrücklichen Verbot des Gouvernements gewohnheitsmäßig den Briefverkehr mit An gehörigen der belgischen Armee bermittelte. Greppi wurde durch Feldgerichtliches Urteil des Gouvernements Lüttich vom 19. Januar zu Aus Rück wei Monaten Festungshaft verurteilt. sicht auf die befreundete italienische Regierung hat der Generalgouverneur in Brüssel dem Verurteilten die Strafe im na denwege erlassen. Greppi ist seines Amtes enthoben worden und hat Lüttich und das belgische Gebiet sogleich zu verlassen. England und die Vereinigten Staaten. London, 22. Januar.( W. T. B.)„ Times" melden aus Washington vom 20. Januar: Die New Yorfer Blätter befassen sich mit der Frage der Dacia, in der„ Sun" und New York Herald" England recht geben. Der Korrespondent der„ Times" fügt jedoch Ich habe das Glück gehabt, in meiner Kompagnie einigen hinzu, diese Breßkommentare fönnten nicht als Bild der amerikanischen organisierten Pariser Parteigenossen zu begegnen. Wir alle nehmen öffentlichen Meinung genommen werden. Der Westen müsse erst die gegebenen Umstände und ihre Lehren wahr, um die Saat gehört werden, und dieser fümmere sich weniger um das Völkerrecht, unserer Ideen auszuftreuen. als um die Unverleglichkeit des amerikanischen Wir lesen zusammen die Ausschnitte aus der„ Sumanité", die Handels und der amerikanischen Flagge. mir meine Frau hin und wieder einschickt. Aber wir alle Hermann Nid der schreibt in der Staats- Zeitung": Washington fürchten sehr, daß der Krieg für die Republik unheilvoll wird suchte die Geschäftsleute von Zeit zu Zeit zu überreden, sie und daß die Krankheit, die wir bei unseren Feinden ver müßten einsehen, daß eine Rückwirkung des europäischen Krieges nichten wollen: der Militarismus, ansteckend wird und unvermeidlich fei. Die Geschäftsleute werden sich jedoch unser eigenes and ergreift. Darum wünschen wir, der Tatsache bewußt sein, daß die Bürden des Unglüde, daß ein endgültiger Sieg all dem Elend und all der Schlächterei die ihnen auferlegt werden, von Großbritannien herrühren, und ein Ende mache und uns ermögliche, den so unglücklich unterdaß Washington stillschweigend zustimmt. Ich glaube, wie ich die brochenen Kampf für den Triumph unserer Ideen fortzusehen." Amerikaner fenne, daß sie sich diese Behandlung weder von Seiten Dieser Brief ist sicher nicht frei von den Illusionen, die derzeit Londons noch Washingtons lange gefallen laffen werden. Solche einen großen Teil der in der Arbeiterbewegung Frankreichs voranPolitik schlägt zu unserem eigenen Nachteile aus, wir müssen fest stehenden Politiker beherrschen. Jaurès hat wohl sein Buch nicht Die Versenkung des Durward". bleiben und unsere Schiffe, wenn nötig in Begleitung von Kreuzern, des Fortschritte der antidemokratischen Mächte im Toben des für eine ausgesonnene Zukunft geschrieben. Aber die Beobachtung Amsterdam, 22. Jauar.( Privattelegramm des nach den neutralen Ländern schicken, um das Recht zu erzwingen, Wölferhasses ist sicher beachtenswert und sollte wohl auch die Re- Bericht über die Versenkung des Dampfers Durward". „ Vorwärts".) Das Handelsblad" bringt einen Rotterdamer die Meere zu befahren und mit neutralen Ländern Handel zu treiben, daktion der„ Humanité" zum Nachdenken darüber bewegen, ob Dieser Bericht zeugt von der Jrrigkeit des Berichts des antideutschen „ Times" melden ferner aus Washington vom 19.: denn jeder Tag verloren ist, an dem sie nicht in die Kriegsfanfare wie es uns beliebt. # Der stößt. " Letzte Nachrichten. Telegraafs", daß die Deutschen mit dem Brauch, bei HandelsFührer der Opposition im Repräsentantenhause, Mann, schiffen ihr äußerstes zur Mannschaftsbergung beizutragen, geverlas gestern eine drahtlose Depesche, die er von einem seiner Ein neuer Zensurstreich. brochen hätten. Kapitän Wood empfing gestern nachmittag 3 1hr Wähler erhalten hatte, der zufolge der Dampfer„ Neuamsterdam" der Holland Amerika Linie in Sehweite Paris, 22. Januar.( W. T. B.) Humanité" schreibt: eine zweimalige Weifung des Tauchboots, beizudrehen. Er versuchte, mit Bolldampf die Territorialwasser zu erreichen. Schließlich löste bon New or Die in Paris erscheinende russische sozialistische das Tauchboot einen Schuß aus, worauf" Durward" stoppte. Die von dem britischen Kreuzer Caronia angehalten Tageszeitung„ Golos" ist von der Polizei ver- Deutschen kamien an Bord des Schiffes, forderten von den Offizieren worden ist. Er sagte: Wie herzerfrischend ist es, auf die alten Tage von Grant und Fish zurückzugehen und zu Absolutismus und die Reaktion auf das schärfste lassen des Schiffes. Das Tauchboot schleppte schnell bereitboten worden, jedenfalls weil sie den russischen Deutschen kamen an Bord des Schiffes, forderten von den Offizieren die Schiffspapiere und gaben der Mannschaft 10 Minuten zum Verkritisiert hat. gemachte Schaluppen nach dem Feuerschiff, welches die Mannschaft aufnahm; in diesem Moment wurde ein Knall gehört. Zu dem Verbot wird uns noch geschrieben: Dieser Vorfall rief in der holländischen Handelswelt große Era regung hervor. Eine Wiederholung dieser Tauchbootattacken würde die Unfallprämien emporschnellen lassen; der Transport würde allein auf neutralen Schiffen möglich sein, deren Monatsmietpreise. schon verdreifacht worden sind. Angesichts der Gefahr blieb das Dampfboot nach Harwich heute im Hafen, während andere englische Dampfboote aus Rotterdam abfuhren. sehen, daß wir damals die Nerven hatten, den Franzosen zu erflären, sie sollten ihre Kriegsschiffe von den Eingängen zu unseren Häfen fernhalten und den Handel des Landes nicht belästigen, und sie blieben daraufhin weg. Wir sind gewiß eine neutrale Macht, aber wir haben doch noch einige Rechte und sollten darauf be= Nur wenig mehr als vier Monate hat das tapfere kleine Blatt stehen, daß diefe Rechte respektiert werden. egiſtiert, aber welche Fülle von Anregung hat dieses Drgan gegeben, Manns Erklärung fand Zustimmung und lebhaften Beifall. in dem die bekanntesten Führer der russischen Sozialdemokratie, ohne Mann kommt aus dem mittleren Westen; was er sagte, entspricht Unterschied der Fraktionen, zu Worte kamen. Man kann ohne der dortigen Anschauung über Englands Politik zur See. Uebertreibung behaupten, daß der„ Golos" durch die freie Diskussion Die Washington Post" wendet sich dagegen, daß der durch den Weltkrieg heraufbeschworenen Probleme sehr viel zur England durch Aufstellung von Kriegsschiffen vor den ameri- Klärung der Anschauungen in unserer russischen Bruderpartei kanischen Häfen, durch eine allesumfassende Stonterbandenliste und durch beigetragen hat. Manch hartes Wort ertönte in den Spalten Das Elend in Polen. Beschlagnahme der Ladungen den Handel der Vereinigten des„ Golos“ auch gegen die deutsche Sozialdemokratie, Staaten von der See vertreibt. Sie schreibt: Die Vereinigten viele ungerechtfertigte Uebertreibungen schlichen sich in die dort er- Mailand, 22. Januar.( W. Z. B.) Der Kriegsbericht. Staaten fämpfen um Gerechtigkeit für alle Nationen. Sie befolgen schienenen Artikel hinein, die an der Haltung unserer Partei Kritit erstatter des„ Secolo", der die russische Front vor Warschaut die wahre Neutralitätspolitit, mit allen Nationen be- übten. Aber seine Hauptaufgabe sah der„ Golos" besuchte, berichtet: Hunderte polnischer Bauern flüchten in freundet zu sein und keine Partei zu ergreifen. Sie verteidigen das nicht in der Kritik des Auslandes und der aus entsetzlichem Zustande und halbverhungert durch die fumpfiRecht des eigenen Volkes, sich durch den gewohnten friedlichen Handel ländischen Bruderparteien. Er richtete vielmehr seine gen und verregneten Gegenden nach Warschau. Alle erzählen den Lebensunterhalt zu verschaffen. Die Angriffe Großbritanniens heftigsten Angriffe gegen die russische und die ihr verbündete von schrecklichem Elend, da es an Lebensmitteln fehlt und müssen aufhören, wenn die Freundschaft zwischen beiden Bölkern französische Regierung er führte einen unabläisigen Kampf alles in Trümmern geschossen und verbrannt wurde. Zwischen fortbestehen soll. gegen die in der französischen Presse( mitunter auch in der Warschau und Rawka lagern mehr als 20 000 Flüchtlinge. " Journal of Commerce" spricht die Meinung aus, GrogHumanité") betriebene Stimmungsmache zugunsten des russischen britannien solle im Falle der„ Dacia", da das Schiff schon Barismus, wie gegen die sozialpatriotischen Tendenzen, die hier und Die türkische Hauptquartiermeldung. beladen war, als der Einspruch erhoben wurde, eine Ausnahme da auch in die Reihen der russischen Sozialdemokrate Eingang fanden. So erfüllte der„ Golos" auf eigenem Boden in Konstantinopel, 22. Januar.( W. T. B.) Das Hauptquartier machen. Die„ Dacia"-Angelegenheit. schwerster Zeit seine Pflicht, und die fortgesetzten Eingriffe der veröffentlicht folgenden Bericht: Die Hauptstreitkräfte der französischen Zensur, wie das jetzt auf Betreiben aus Petersburg er- Ruffen, denen es, wie gemeldet nicht gelungen war, unseren linken Amsterdam, 22. Januar.( Privattelegramm des folgte Verbot des Blattes sind der beste Beweis, daß die auf Flügel zu umzingeln, zogen sich vor unserer Gegenoffenfive Vorwärts".) Das Washingtoner Staatsdepartement flärende Tätigkeit unserer russischen Genossen bei den maßgebenden zurüd. Unsere Truppen verfolgen den Feind. teilte den Schiffseigentümern der„ Dacia" den Beschluß der Stellen" in Paris und Petersburg auch entsprechend gewürdigt" Am 21. Januar versuchten englische Streitkräfte unter englischen Regierung mit, daß sie das Schiff im Fall eines worden ist. lleber diese Tatsache hinaus bleibt es ein unerhörter dem Schuße von drei Kanonenbooten eine Offensive gegen unsere Ausfahrens beschlagnahmen werde. Die Eigentümer ant- fandal, daß die französische Regierung in einem Augenblick, wo Truppen, die sich bei Korna befinden, wurden aber vollständig besiegt worteten, sie würden troßdem ausfahren, um das Urteil des schon in der französischen Presse gegen die Zensur Protest erhoben und gezwungen, sich mit großen Verlusten zurückzuziehen. Unsere Prijengerichts herauszufordern. wird, ihre Abhängigkeit von dem Machtspruch der Petersburger Verluste sind unbedeutend. " 95% JANDORF Woche 95 Spittelmarkt Belle- Alliancestr. Gr. Frankfurterstr. Brunnenstr. Kottbuser Damm Wilmersdorferstr. Es versäume Niemand von dieser äusserst günstigen Einkaufsgelegenheit ausgiebigsten Gebrauch zu machen. Konserven Kohlrabi in Scheiben........... 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Theater amBülowplatz Berliner Theater 3 Uhr: Peterchens Mondfahrt. 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Luther. Luisen- Theater. Casino- Theater. 814 Uhr: Die Kreuzelschreiber. 15: Zum lezlenmal: Das große Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Z. 1. Male: Walhalla- Theater 814 U. Das Farmermädchen. URANIA Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr: 4 Uhr: Kindervorst. Dornröschen. 8.15 Ringen. Sonnt. 3lor: 8.legtenmal: Vom Glück vergessen.- 8.15: Heimat. Theater Folies Caprice 84 Possen- Theater Deutsches Opernhaus, Charlottenb. Die Vogesen und ihre Kampfstätten. Moritz wird energisch. 8 Uhr: Der Zigeunerbaron Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 814 U.: Gasparone. Sonntag 3 Uhr: Jugend. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Zwei leuchtende Punkte. Kleines Theater 8 Uhr: Z.25.Male: Der Hexenkessel Komödienhaus 8 Uhr: Biedermeier. Lessing- Theater 8 Uhr: Jugendfreunde. Lustspielhaus 8, U.: Leutnantsmündel. Sonnt. 3, U.: Dorf und Stadt. Metropol- Theater 8 Uhr: Woran wir denken! Sonntag Wohltätigkeits- Vorstellung: 2 Uhr: Woran wir denken! Montis Operetten- Theater 8 Uhr: Der liebe Pepi. Residenz- Theater 8 Uhr: Hörsaal 8 Uhr: Prof. Dr. P. Schwahn: Erdbeben. Zirkus Alb. Schumann Sonnabend, 23 Januar, Anf.71/ Uhr: Gr. Extra- Vorstellung Urian, Orang- Utang, als Akrobat und Billardkünstler. Der fallende Mensch. Weises 5 rollschuhlaufende u. radfahrende Bären. Barons Löwen- u. Tigergruppe( Parodie) Gebr. Ernst u. Oskar Schumann. Um 9% Uhr: Un 9 Uhr: Ost und West. Sonntag, den 24. Januar: 2 Große Vorstellungen nachm. 3%, u. abds. 7, Uhr. Nachm. hat jeder Erwachsene 1 Kind unter 12 Jahren f rei, jd.weit. Kd. unt. 12 J. halb. Preis. In beid. Vorstellg.: Ost u. West. WINTER CARTEN Krümel vor Paris. Grete Wiesenthal Rose- Theater 4 Uhr: Dergestiefelte Kater 8 Uhr: Sein ganzes Glück. Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Husarenfieber. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Der Störenfried. Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 8, U.: Immer feste druff! Sonnt. 3 Uhr: Der Verschwender. Robert Steidl sowie der 1 glänzende Januar Spielplan. Kleine Preise! Morgen: Nachmittag Uhr- Vorstellung Nachmittag Kinder nachmittags halbe Preise! Das Leutnantsfenster. Landwehrlente. Martin Kettner a. G. 8% Voigt- Theater. Badstr 58. Badstr. 58. Morgen Sonntag, den 24. Januar: Wieder ein neuer Schlager. Der größte Erfolg seit Bestehen: Durch Dick und Dünn. Bolts Lustspiel in 3 Att. v. Hans Berg. Sonntag 4 Uhr: Deutsche Mütter. Dazu erittiaff. Svez. Kriegsaufnahm SARRASANI Am 31. Januar Schluß Sonnabend, 23. u. Sonntag, 24. Jan., 3 Ubr Der Leiermann u. sein Pflegekind. nachm. und Montag, den 25. Januar: Benefiz für den Oberregisseur Bach. Schuld unt Sühne. Staffeneröffnung 7 Uhr. Anj. 8 Uhr. abends 72 Uhr: des Berliner Gastspieles. brillante FestVorstellungen Kartenvorverkauf an d. Zirkuskassen und bei H. Tietz. Gewerkschaftshaus. Sonntag, den 24. Januar 1915 Ausschuß für Volksunterhaltung. Im großen Saal: Volkstümlicher Vortragsabend Volks- und Soldatenlieder, ernste und heitere Rezitationen. Musikvorträge. Eröffnung und Konzert 5 Uhr. Sonnabend, den 23. Januar: Bockbier- Anstich u. Schlemmer- Abend. Sonntag, den 24. Januar: Mittag a Geded 1 M. Spargelsuppe Kraftbrühe mit Einlage Lachs mit Butter Majonnaise von Krabben Lucca- Augen Brima holländische Summern, frisch, Hammelrüden mit Teltower Rüben lebend, durchschnittlich zirka 1 Pid., die ½ Hummer mit Remoulade 80 Pf. Br. holl. Austern, schwere, fette Ware, 6 Stück 80 Pf. Theater a. d.Weidendammerbrücke Reichshallen- Theater. Beluga- Kaviar, grau und grobkörnig 810Uhr: Verlorene Ehre. Sonntag 8 Uhr: Erstaufführung: Gold gabich für Eisen Theater des Westens 8 Uhr: Waldmeister. 4 Uhr: Vater zieht ins Feld. Theater in der Königgrätzer Straße 8 Uhr: Rausch. Trianon- Theater 8. Das Liebesnest. Sonnt. 3, U.: Die Waise aus Lowood. Stettiner Sänger. 99 Zum Schluß: Unser Oskar" Anfang 8 Uhr. 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Ju der Zeitschrift„ Das Neue Deutschland" tritt der freifonservative Abgeordnete Freiherr von Zeblik und Neuzira mit großer Entschiedenheit für eine Erörterung des Kriegszieles in der Deffentlichkeit und in der Presse ein. Er schreibt u. a.: Eine weise Obrigkeit wacht mit Argusaugen darüber, daß nicht bloß die Tagespresse, sondern auch die periodische Presse Dieses Thema( Friedensbedingungen) streng als Sträutchen Rührmich nichtan behandelt.... So ist das deutsche Volt in bezug auf die Friedensforderung tatsächlich mundtot. Sonnabend, 23. Jannar 1915. vertreten, in der ihr gelebt habt und in der eure Arbeit, eure obfett, also von noch nicht zubereitetem Fett, erleichtert wird 28iffenfchaft, eure Runft groß geworden find. Der Tag muß ja Auf Grund des Fleischbeschaugefeges ist derartiges Fett gegenwärtig Tommen, an dem diese Gemeinschaft wieder aufgenommen wird. als frisches Fleisch zu behandeln, von der Einfuhr demnach ausDann wird alle jene, die sie jest verleugnet oder gar geschmäht geschlossen. Das erscheint unter den obwaltenden Verhältnissen haben, ein Gefühl der Beschämung beschleichen. Erspart es euch mißlich, da Deutschland im Durchschnitt 11%, Millionen Doppelzentner und eurem Volte. Bleibt euer Friedensarbeit treu, Fett jährlich aus dem Auslande bezieht, für deren Ausfall- soweit damit ihr fähig seid, an dem Werke der Verbindung mitzuarbeiten, die transatlantischen Zufuhren in Betracht kommen - teilweiſe das eurer nach dem Striege harrt! Seid die Brüdenköpfe, die intakt Erfaz sich schaffen ließe, wenn das Rohfett aus unseren Nachbarerhalten bleiben müssen, damit die Brücken, die heute allerorten ge- ländern zugelassen werde. Die Einfuhr erscheint unbedenklich, da fprengt wurden, wieder hergestellt werden fönnen. das Robfett in unverarbeiteter Form als Nahrungsmittel nicht berwendet wird. Bern, Ende Januar 1915. " * Gebet für den Frieden. Erschüttert durch die Schrecken eines Krieges, der Völker und Nationen verheert, fliehen wir, o Jesu, zu Deinem liebevollsten Herzen als zu unserer höchsten Zuflucht; von Dir, o Gott der Erbarmungen, erflehen wir seufzend das Ende der furchtbaren Geißel; von Dir, König des Friedens, rufen wir unter Gelöbnissen den ersehnten Frieden herbei. Die Kriegstagung des reußischen Landtags umfaßte nur eine Sigung. Der Sigung ging eine vertrauliche BeDer Papst hat verordnet, daß in jeder Metropolitan-, Kathe- sprechung voraus. Die wichtigsten Vorlagen betrafen den kredit von dral, Pfarr- und Ordenskirche Europas am 7. februar( am 1000 000 m. für Zwede der Kriegsunterstützungen und eine ZeichNur maßlose bureaukratische Ueberhebung Sonntag Sexagesima dieses Jahres) und in den Diözesen außer nung von 100 000 m. für eine Striegskreditbank. Sämtlichen VorKurzsichtigkeit oder übermäßige Angst- halb Europas am 21. März, am Passionssonntag, geeignete Feiern lagen wurde debattelos zugestimmt. Eine Verfassungsänderung, meierei tönnte die Fortdauer dieses Zustandes bis zum für den Frieden veranstaltet werden. In dem vom Papste für wonach der im Felde stehende Fürst für die Dauer seiner Abwesen Friedensschluß selbst wünschen. Das deutsche Bolt ist nachgerade den Frieden verfaßten Gebet heißt es u. a.: heit der Fürstin Regierungsvollmacht erteilt, wurde gegen die mündig, es hat einen Rechtsanspruch darauf, daß zwei sozialdemokratischen Stimmen angenommen. feine Stimme bor den Verhandlungen gehört und bei diesen gebührend beachtet wird. Würde es gesvaltsam an der rechtzeitigen Erhebung seiner Stimme gehindert, so wird es bei der Stärke der Strömungen seiner Seele ficher in den Zustand eines überhigten Refsels bei geschlossenem Sicherheitsventil geraten. Wird nicht rechtzeitig das Sicherheitsventil freier Aussprache in der Presse geöffnet, so ist die Befürchtung einer Explosion nicht abzuweisen. Daß dadurch in erster Linie die Staatsgewalt und ihre Träger gefährdet würden, bedarf der näheren Darlegung nicht. Es er scheint daher als eine elementare Forderung der Staatsflugheit, daß unserem Volte die Möglichkeit gegeben wird, rechtzeitig feine Meinung über die Friedensbedingungen frei auszu sprechen. Erscheint es daher ausgeschlossen, die öffentliche Erörterung unserer Forderungen für den Frieden bis nach dessen Abschluß zu verhindern, so kann es sich daher in Wirklichkett nur fragen, zu welchem Zeitpunkte zwedmäßig die Sperre aufzuheben sein wird." Nun erscheint dem Abgeordneten v. Zedlig freilich der Zeitpunkt noch nicht gekommen. Zunächst müsse auf einer Der Fronten der volle Sieg errungen werden. Dann erst könne und solle„ der Voltswille träftig einsehen und einen sehr wirksamen Hebel für die zweifellos schwierigen Friedensverhandlungen liefern": Durch Dein göttliches Herz hast Du in der Welt die Liebe entzündet, damit nach Entfernung aller Zwietracht unter den Menfchen nur die Liebe herrscht; während Du auf dieser Erde weiltest, warst Du von zartestem Mitleid für die menschlichen Geschicke bewegt. O möge Dein Herz auch in dieser Stunde, so schwer für uns durch solch unheilbollen Saß, durch solch entsetz liches Blutvergießen, sich rühren lassen! Habe Mitleid mit so vielen, wegen des Schicksals ihrer Söhne ängstlich besorgten Müttern, Mitleid mit so vielen ihres Hauptes beraubten Familien, Mitleid mit dem armen Europa, über das so viele Ruinen kommen! Flöße den Herrschern und den Völkern eine friedfertige Gesinnung ein, lege bei die Streitigkeiten, die die Nationen zerreißen, gib, daß die Menschen sich wieder die Hand zum Frieden reichen, Du, der Du um den Preis Deines kostbaren Blutes sie zu Brüdern gemacht hast." Politische Uebersicht. Das Parteileben im Kriege. " Hiernach erscheint die Erwartung berechtigt, daß mit dem Zeitpunkt, zu dem die jetzt noch einer öffentlichen Erörterung entgegen- Daß während des Krieges das Parteileben nicht einstehenden Bedenken hinfällig werden, dieser Erörterung freie schlafen darf, daß es vielmehr Pflicht ist, dieses Leben zu Bahn gegeben wird. Weiter wird angenommen werden dürfen, pflegen, wird von allen Seiten, Konservativen und Liberalen, daß, wenn dies vor der bevorstehenden parlamentarischen anerkannt. Tagung noch nicht angängig sein sollte, dem Reichstage wie Ueber die Frage, wie diese Aufgabe zu lösen ist, finden dem Landtage bindende 8usicherungen nach dieier wir im Berliner Börsen- Courier" ein paar treffende BeRichtung gegeben werden. Denn das Gegenteil würde mit den merkungen, die auch für die sozialdemokratische Parteitätigkett Anforderungen vorbeugender Staatskunst faum in Einklang zu von Interesse sind: bringen sein. In Ermangelung eines solchen Sicherheitsventils wäre die Befürchtung parlamentarischer Explosionen nicht ganz abzuweisen. Selbst nicht solcher in der Vollfizung. Wer sich die Wirkung eines solchen Ausbruchs vergegenwärtigt, wird ohne weiteres anerkennen, wie angebracht hier das Miquelsche Beuge vor" ist." Das ,, Berliner Tageblatt" bemerkt mit Recht zu dem Zedlitzschen Aufruf: Wir stimmen dem Freiherrn v. Sedlig insoweit bei, als wir es gleichfalls für sehr bedenklich halten würden, wenn die freie Diskussion über die Friedensbedingungen zu weit hinausgeschoben, oder vollends, wenn der Versuch gemacht würde, sie überhaupt zu unterbinden. Kriegstagung des württembergischen Landtages. brutar zu einer auf zwei Tage berechneten Kriegstagung einberufen Der Landtag des Königreichs Württemberg ist auf den 2. Feworden. Reisen nach Feftungen. Das stellvertretende Generalkommando des Gardekorps weist darauf hin, daß nach kriegsministerieller Verfügung zur Reise nach einer in der Nähe des Kriegsschauplazes gelegenen Festung es der vorherigen schriftlichen Erlaubnis des Gouverneurs oder Komman danten des Plages bedarf. Für Reisen nach Festungen, die nicht in der Nähe des Kriegsschauplazes gelegen sind, genügen polizeiliche Ausweispapiere. Postverkehr mit Belgien. Von jetzt ab sind, ebenso wie im Verkehr zwischen Deutschland, Brüssel und Verviers, auch im Verkehr zwischen Deutschland und Vor- und Nachbarorten von Brüssel und Verviers gewöhnliche und eingeschriebene offene Briefe, Postkarten, Drucksachen, Warenproben und Geschäftspapiere in deutscher und französischer Sprache, sowie Telegramme in offener Sprache zugelassen usiv. Telegramme aus den belgischen Orten in deutscher und französischer, nach diesen nur in deutscher Sprache. Mitteilungen über Rüstungen, Truppenoder Schiffsbewegungen oder andere militärische Maßnahmen sind unter allen Umständen verboten. In den Telegrammen müssen bei der Auflieferung Name und Wohnung des Absenders angegeben sein. Auf Verlangen müssen sich Absender und Empfänger über ihre Bersönlichkeit ausweisen. Die Tagen und Tarife sind diefelben wie im Verkehr mit Belgien vor dem Kriege. Ein Zeitungsverbot in Böhmen. Das Wochenblatt der tschechoslawischen Sozialdemokratie Nordböhmens, Jestedsky) Obzor“(„ Der Bote von Jeschken") in Reichenberg wurde in allen Instanzen verboten, ebenso die Herausgabe eines anderen Blattes an seiner Stelle. Liste der in der Seeschlacht bei den Falklandsinseln Geretteten des Kreuzergeschwaders. Wir denken vor allem daran, daß das Vereinsleben auch jetzt nicht einschlafen darf, wo zu großen öffentlichen Versammlungen parteipolitischer Art des Burgfriedens wegen feine Gelegenheit ist. Man kann auch Parteipolitik treiben, ohne dabei sich in Belemit gegen andere Parteien zu ergehen. Man suche sich in geschlossenen Vereinsversammlungen in die eigenen Parteigrundsäge zu vertiefen, von ihnen aus die politischen Tagesfragen zu erörtern, wenn diese jezt auch zumeist auf dem Gebiet der auswärtigen Politik liegenJadaß sie gerade auf dem Gebiet der auswärtigen Politi! liegen, sollte weniger ein Hindernis, als ein Antrieb sein, sie zu behandeln. Es ist ein Fehler fast aller deutschen Parteien, daß 2. Auf Vollständigkeit kann die Liste keinen Anspruch machen; fie sich viel zu einseitig mit der Erörterung innermöglicherweise sind einzelne nicht als gerettet gemeldeten Offi. politischer Fragen beschäftigen und die auswärtige Politik ziere und Mannschaften auf einem der Begleitdampfer eingeschifft vernachlässigen. Diesen Fehler gut zu machen, ist diese Kriegszeit gewesen. wie geschaffen. Da kann in den geschlossenen Vereinsversamm lungen und auch, soweit es nicht durch die Militärbehörde untersagt wird, in öffentlichen Versammlungen für die Aufklärung über die auswärtige Politik Deutschlands einmal recht gründlich gesorgt Ein Aufruf des internationalenie geſchaffen. Friedensbureaus in Bern. In einer am 6. und 7. Januar in Bern stattgehabten außer ordentlichen Sitzung des Rates des internationalen Friedensbureaus wurde ein Aufruf an die Intellet tuellen aller 2änder befchloffen, dessen Hauptstellen lauten Ein halbes Jahr des Krieges ist nun über das alte Europa dahingegangen. Nach immer türmt sich aus den Leibern der er schlagenen Jugend aller Völker Hügel auf Hügel, wandeln sich die Stätten der Arbeit und der Kultur weiter zu Schutt und Ruinen. Millionen, die vor wenigen Monaten noch in Fleiß und Gesundheit die Werte des Friedens betrieben und in Glück und Zufriedenheit geschafft haben, find dem Leben entrissen worden, stechen als Kranfe oder Krüppel dahin oder dämmern in Elend und Verzweiflung. Die Hoffnungen, die die Menschheit vor wenigen Jahren erfüllten, als fie die Schwelle des zwanzigsten Jahrhunderts überschritt, scheinen vergessen zu sein. In Haß und Erbitterung getaucht, ist ihr: Einnen nur auf Vernichtung gerichtet, auf rüdsichtsloses Bertrümmern alles dessen, was ihr noch gestern als heilige Attribute einer fortgeschrittenen Zeit erschienen ist. werden." " # Der Börsen Courier will dabei wohl mit Rücksicht auf die von Zedlig angegebenen Gründe( siehe Artikel in der Beilage)- weniger an die Erörterung der Friedensbedingungen denken, als an allgemeinere Fragen der auswärtigen Politik: Die auswärtige Politik bietet auch sonst Stoff genug, nicht minder die Frage, was unsere Aufgabe nach dem Kriege innerhalb des Parteilebens in der Friedens zeit sein wird. Lassen wir dies nicht außer acht! Was wir neben der Erfüllung der allgemeinen vaterländischen Pflichten während der Striegszeit an Zeit und Straft übrig behalten, das sei auch in Kriegszeiten, ohne daß es einen Kampf mit parteipolitischen Gegnern zu geben braucht, der vermieden werden muß der Pflege unseres Parteilebens gewidmet. Wir verfändigen uns sonst an den staatsbürgerlichen Pflichten, deren Erfüllung auch nach dem Striege in der dann hoffentlich recht langen Friedenszeit von uns gefordert werden wird." Und dennoch! Mitten durch diese blutige Finsternis zieht sich ein Das liberale Blatt steckt also die Aufgaben des Parteileichter Schimmer, ein leises Hoffen, der noch verschwommene Ge- lebens durchaus nicht eng. Erkenntnis der Gegenwart und danke, daß ein Tag erscheinen wird, wo all dieser Jammer beendet, Vorbereitung der zukünftigen Parteiarbeit sollen danach wo die Vernunft wieder zur Herrschaft, die Menschheit wieder zum einen gleich breiten Raum in den Erörterungen einnehmen. Bewußtsein ihrer selbst gelangt sein wird. Wir wissen heute noch nicht, wann dieser Tag kommen wird. Aber, daß er kommen muß, das wissen wir. Zeit des Wahn& obliegt. Krieg und Versammlungsleben. Das Stellvertretende Generalfommando für das Den Gedanken an diesen Tag wachzuhalten ist heute in noch 12. sächsische Armeetorps hat am Freitag folgende höherem Sinne Menschlichkeit, als das Heilen der geschlagenen Wunden. Verordnung erlassen: Von jetzt ab bedürfen nicht nur VorIhn vorzubereiten ist die beiligste Pflicht, die Menschen in dieser träge rein militärischen Inhalts der polizeilichen Genehmigung, sondern überhaupt alle Vorträge, die sich in irgend einer Und euch, ihr Männer des Wissens und des Könnens, ihr geistigen Beziehung mit dem Krieg befassen, sei es in politischer, wirt Führer der Menschheit, die ihr berufen seid, die Fahne der Kulturschaftlicher, technischer oder sonst einer anderen Hinsicht. Von hochzuhalten und sie, wie es eure Vorgänger getan, auch in den allen genehmigungspflichtigen Vorträgen sind vollständige finsterſten Zeiten rein zu balten, euch obliegt diese Pflicht! Diese heilige, diese unendlich bedeutungsvolle Pflicht, die in solcher Schwere Manuskripte mindestens acht Tage vor der geplanten Abhaltung bei der zuständigen Behörde einzureichen. höchstens in Jahrhunderten einmal auferlegt wird. Die Verordnung bezieht sich demnach nicht nur auf öffentliche, sondern auf alle Vorträge bezw. Versammlungen. Milderung des Fleischeinfuhrverbotes. Nicht, daß es eures Amtes wäre, für die Beendigung des Krieges einzutreten, zum Frieden zu mahnen. Das liegt nicht in eurer Gewalt. Es liegt in der Macht der Menschheit, Kriege zu vermeiden; aber den einmal entfesselten Krieg vorzeitig abzukürzen, liegt jen seits ihrer Kraft. Euch bleibt nichts anderes übrig, als Zu dem Beschluß des Bundesrats, vorübergehende Einfuhreuch rein zu halten von den Schlacken des Hasses. erleichterungen eintreten zu lassen, wird, anscheinend offiziös, geIhr sollt heute nicht rechten und badern, nicht anklagen und beschrieben: schuldigen. Wenn euer Herz noch so voll davon ist, schweigt! Durch diese Verordnung wird bezweckt, dent deutschen Bedarf an Wollt ihr aber reden, so müßt ihr die Gedanken der Gemeinschaft Fett eine Hilfsquelle dadurch zu eröffnen, daß die Einfuhr von 1. Von S. M. S. Scharnhorst" niemand gerettet. A. G. M. S.„ Gneisenau". Nicht verwundet: Korvettentapitän Hans Bochhammer, Kapitän leutnant Johann Busch, Stabsarzt Heinr. Herm. Claus, Oberleutnant Hans Rotthaus, ferner die Leutnants Adolf Fleischer, Heinrich Klinticht, Sydney Jessen, Thomas Frhr. Grote, Emil Heinr. Matthies, Hugo Schr. v. Lamezan, Frank Aschmann, Joachim diezmann, Hans Pfuelf, Marine- Ing. Karl Friedr. Meyer, Obermaschinist Wilhelm Schulz, Bizesteuermann Alfred Schumann, Maschinist Karl Bode, Maschinist Peter Nahr, Bootsmann Johannes Stuben, Maschinist Wilhelm Rieth, Maschinist Hermann Dettmer, Bootsmaat d. R. Eduard C. Hengler, Oberbootsmaat d. R. Robert Lange, Maschinistenmaat Ludwig Bohlen, Obermaschinistenmaat Georg Stallmann, Bootsmaat Hermann Vollmar, die Mechenitermaate Wilhelm Forner, Gustav Treptow, Paul Schüße, Torpedobootsmaat Georg Unkelbach, F.- T.- Obermaat Heinrich Wilgenbus, Torpedoheizer Wilhelm Deutsch, Obermatrose Artur Moller, die .- T.- Gasten Ernst Richter, Hans Fleischer, Friedr. Hendrich, Otto Graul, die Matrosen Joseph Dozer, Paul Stegel, die Reserveheizer Gustav Grner, Franz Marciniak, Matrose Georg Hartjen, Matrose Ernst Kordes, Heizer Christian Mueller, die Matrosen Karl Schmidt, Karl Otten, Joseph Wachowski, Robert Mah, Herm. Warmt, August Hilfer, die Obermatrosen Johannes Hagenah, Hermann Botthajt, Eduard Sierig, Johannes Hilper, die Matrosen Otto Fischer, David Wehlus, Karl Block, August Merjer, Torpedooberheizer Karl Joge ( Goge), Obermatrose Hugo Willmer, Matrose August Klamet, Torpedomatrose Julius Schmidt, Oberheizer Heinr. Broker, die Obermatrosen Ferd. Hecker, Albert Schmidt, Heizer Johann Wagner, Matrose Peter Theis, Oberheizer Karl Dovern, Heizer Franz Kochansti, Obermatrose Frizz Hardt, Stückmeister Richard Karschke, Heizer Nikolaus Gerhards, die Matrosen Artur Pittelkow, Franz Adler, Theodor Schaefer, Dedoffizier Wilh. Philigg, Obermatrose Ludwig Bernhard, Decoffizier Wilh. Stephan, Obermatrose August Leschin, Matrose Hans Sitorsti, Stüdmeister Gotthilf Volz, Matrose Ernst Mattner, Heizer Wilhelm Ridert, Matrose Georg Kolb, die Heizer Karl Schäfer, Karl Bermann, Anton Zeigenhohn, Decoffizier Karl Emerid, die Matrosen With. Nowad, Robert Mah, Obermaat With. Reiß, Torpedo- Obermaat Paul Schops, die Bootsmaate Franz Gericke, Erich Gartnier, Bootl.- Maat Theodor Bose, die Masch.- Maate Otto Stradlinger, Paul Wollenzien, die Obermatrosen Karl Buchheit, Karl Otto, Erich Braak, Emil Friedrichs, Paul Sandberg, die O.- Art.- Mech.- Anw. Herm. Bader, Walter Seuer, die Oberheizer Bruno Zimmermann, Gustav Messarius, Herm. Kreschamm, Karl Stoll, Adolf Kahl, Adolf Wernsdanfer, Roleslauf Grabowski, Karl Krautſcheidt, die Matrosen Heinrich Beckmann, Willy Dalkeweir, Wilh. Aust, Wilh. Gruß, Thomas Solm, Christian Simonsen, Anton Jansen, Friz Deilfe, Gustav Hirn, Konrad Fraß, Diedrich Dose, Heinr. Osterhoff, Hans Juergens, die Signalgasten Heinr. Pannenbacker, Wilh. Thondorf, Bimmermannsgast Ludwig Hudoffsty, Torpedomatrose Karl Wicher, Art.- Mech.- Gast Robert Godbarjen, die Heizer Jakob Krupp, Heinr. Schlingmann, Ferdinand Guth, Leo Kibler, Freiw. Ernst Soße, die Matrosen Heinr. Steinmann, Karl Hebinger, Artur Wendt, Ernst Meyer, die Obermaate Ferd. Will, Heinr. Wolff, TorpedoObermaat Karl Kabelit, Oberwachtmeistermaat Frizz Stuhne, Schreiber Friedr. Steimann, Obermafchiniftenmaat Herm. Seibel, 1 Borsigende riz Müntner erstattete einen Geschäftsbericht Mitglied des Verwaltungsrates ber Obermaschinistenmaat Ernst Boß, Signalmoat Fritz Wilkes, die namentlich über das letzte Duartal des verflossenen Jahres. Was Eisenbahngesellschaft Salonifi- Monaftir, Matrosen Hermann Blod, Otto Schleicher, Heinrich Nimme, Hell- bie Wirkungen des Strieges angehe, so sei von erheblicher Bedeutung Bant für orientalische Unternehmungen in Zürich, muth Schucany, Friedr. Baate, Dirt Seemann, Johann Seins, die staatliche Anerkennung von Unterstützungsbeihilfen für Arbeits- Betriebsgesellschaft der orientalischen Eisenbahnen, Konstantinopel, Wilhelm Meißner, Torpedomatrose Georg Müller, Matrose Alfred lose durch Kommunen und Staat. Es werde eine Aufgabe der Bagdad- Eisenbahn- Gesellschaft, Belfa, Schuhmachersgast Kurt Schulze, die Heizer Karl Kruje, organisierten Arbeiter sein, dafür zu sorgen, daß derartiges in Johann Manetowsky, die Matrofen Wilhelm Meyer, Tann Hinriks. Friedenszeiten nicht wieder vergessen werde. Der Mitgliederstand Banque d'Outremee in Brüssel, Berwundet: Oberleutnant Heinrich Anfer, Gesicht, linter Arm, steigerte sich im ersten Quartal 1914 auf 10 039. Später trat ein Ostafrikanische Eisenbahngesellschaft, linker Schenkel verbrannt, nicht ernstlich, Leutnant Heinrich Hante, Rüdgang ein namentlich infolge der militärischen Einziehung von Deutsch- Ostafrikanische Gesellschaft zu Berlin; leicht verwundet, Maschinistenmaat Wilh. Eberhardt, linker Arm mehr als 3000 Berliner Kollegen. Das dritte Quartal schloß mit Mitglied des Aufsichtsrates der Fates De verbrannt, nicht gefährlich, Matroje August Rogge, Kopf und linker einem Mitgliederftande von 6701. Am Schluß des vierten Quartals Bergmann Elektrizitätswerte, Arm verbrannt, nicht gefährlich, Stückmeister Friß Mankel, Gehirn- war die Mitgliederzahl wieder auf 6816 gestiegen. Da jezt in die Bergmann Elektrizitäts- Unternehmungen; schale verletzt, nicht ernst, Matrose Alex, Segaber, Berlebung am städtischen Betriebe Leute aus anderen Berufen eingetreten seien, fo Sentralausschußmitglied und stellvertretender De linfen Ohr, nicht gefährlich, Overmatrose Friedr. Karl, Kopfivunde, würde voraussichtlich ein weiteres Steigen zu verzeichnen getoefen putierter der nicht ernst, Obermatrose Grich Neumann, Leib und Kopf ver- fein, wenn nicht für die Zeit des Burgfriedens bestimmt worden brannt, nicht ernst, Obermatroje Hans Menzel, Geficht und rechtes wäre, daß während des Krieges ein lebertritt aus einer Gewert- Reichsbank zu Berlin. Bein verbrannt, nicht ernst, Heizer Erich Korner, Quetschung verschaft in die andere nicht stattfinden solle. Das ist ein Geschäft! schiedener Gliedmaßen, nicht ernst, Matrose Otto Hempe, Kopf- leber die Tätigkeit und über Vorgänge im legien Quartal machte wunde, nicht ernst, Heizer Franz Rensch, Leib verbrannt, nicht Redner eine Reihe von Mitteilungen." Neben verschiedenen günstigen In der Generalversammlung der Kölner Meggerinnung tam ernst, Obermatrose Peter Briffer, verwundet am rechten Hinter- Resultaten, so zum Beispiel in der Frage des Krankengeldzuschusses bei unter anderem auch die Preistreiberei für Leder zur Sprache. Das teil, nicht ernst, Matrose Karl Virgin, beide Arme und Gesicht ver- Unterbringung in Heilstätten, fonnte er auch ungünstige Bescheide bei wurde mitgeteilt, daß ein Kölner Stnochen- und Lumpenhändler brannt, nicht gefährlich, Heizer Anton Spitz, Gesicht verbrannt, mitteilen. So ist der Antrag der städtischen Rieselgutarbeiter, an nicht ernst, Obermaschiniſtenmaat Heiur. Streie, leicht verwundet, Stelle der gemischten Entlohnung durch Barlohn und Deputat ledig- fürzlich nach Brüffel fuhr und dort für 8000 M. Häute faufte. Matrose Starl Gundermann, leicht verwundet, Bootsmaat Frißlich Barlohn treten zu lassen, abgelehnt worden. Die Antwort ging Innerhalb 10 Minuten habe er diese Häute an die HeeresBebel, Berlegung an Bänden und Füßen, Matrose Philipp Preuß, dabin, daß man in den städtischen landwirtschaftlichen Betrieben die verwaltung für 68 000 9. weiterverkauft! In der gleichen VerBruch des rechten Mittelfingers, Matrose Otto Schröder, Hände Entlohnung durch Geld und Deputat nicht aufgeben wolle, weil sie fammlung beschlossen die Metzger, einen Antrag an die maßgebenden und Unterarme verbrannt, Mairose Bernhard Busboom, Bunden auch im Intereffe der Arbeiter liege. Man ist also in dieser Be- Stellen zu richten, wonach diese das Leder, das nicht zu militärischen an beiden Unterarmen, Matrose Johann Romers, rechtes Bein ver- ziehung anderer Meinung wie die Arbeiter. Ferner ist auch die von Sweden gebraucht werde, zur Deckung des Zivilbedarfs zu normalen den Arbeitern gewünschte Bildung eines Arbeiterausschusses für die Preisen abgeben solle. B. S. M. S.„ Nürnberg". auf den städtlichen Rieselgütern Beschäftigten als zurzeit nicht Die Lage auf dem Roheisenmarkt. In der Hauptversammlung Nicht verwundet: Geschüßführer Paul Rasch, Signalgast Paul tunlich" abgelehnt worden. Redner faßte sich dahin zusammen, daß die Drganisation den des Roheisenverbandes wurde über die Marktlage berichtet: Das Collrep, die Heizer Michael Hansner, Paul Duplic, Matrose d. R. Krieg überdauern werde. Pflicht der Stollegen wäre es, den zu Geschäft in Qualitätsroheisen ist außerordentlich lebhaft. Fast Walter Lehr. fammenhalt zu wahren. .wundet. Verwundet: Matrose d. N. Nikolaus Schuldt, Kopf und Hand verbrannt, Bootsmaat Rudolf Kohler, leicht verwundet. Den Kaffenbericht vom vierten Quartal erstattete Karl Soff- fämtliche Abnehmer find mit Aufträgen überaus ft art befoåfmanu. Im vierten Quartal erst machten sich die Folgen des tigt, was in einer sehr regen Rachfrage nach Qualitätsroheisen C. S. M. S.„ Leipzig". Krieges in den Kaffenverhältnissen bemerkbar. Verschiedene Ein- zum Ausdrud tommt. Da die Erzeugungsfähigkeit der HochofenNicht verwundet: Kapitänleutnant Walter Köhler, Oberleutnantnahmeposten gingen gegen die Vorzeit zurüd. Die Hauptfaffe verfe infolge des bestehenden Arbeitermangels und der erheblich 3. S. Walter Schiwig, Leutnant z. S. d. R. Harold Jenjen, Steuer- balancierte mit 51 236,65 M. Unter ihren Ausgaben befanden sich verminderten Eisensteinzufuhr sehr beschränkt ist, ist es nicht möglich, leute Emil Tanton, Hans Thomas, Geschüßführer Nitolas Wayand, 22 670 M. für Seihnachtsunterstützung, wovon 22 400 m. den Frauen den starten Anforderungen der Abnehmer ftets zu entsprechen. Die Bootsmaat Michael Schweiber, Torp.- Maschin. Paul Siebert, die der im Felde befindlichen Kollegen zuflossen, während 270 M. die Nachfrage vom neutralen Ausland ist lebhaft. Mit Rücksicht auf Matrosen Otto Schack, William Hoerer(?), Mag Schulze, die Arbeitslosen erhielten. Die Zahl der arbeitslosen Kollegen war zu die starte Inlandsnachfrage ist indes von Auslandsverläufen in Die Lofalfasse hatte im vierten Seizer Sepp(?) Anton, Karl Asel(?)( Ayzelt), Matrose Hartelt(?), der Zeit in Berlin eine geringe. vom Qualitätseisen ganz Abstand genommen worden. Der Versand die Stüdmeister Gustav Hoerle, Harry Keine, Matrose Rudolf Quartal eine Einnahme von 22 648,34 M. Mit dem Beſtande betrug im Monat Dezember 52,67 Proz. der Beteiligung, der Januardritten Quartal, der 70 624,06 m. betrug, ergaben sich also 93 272,40 m. Da 31 678,54 9. ausgegeben wurden, so verblieb am 1. Januar ein Bestand von 61 598,86. Wettig. Verwundet: Leutnant 3. S. d. St. Hans Keilhac. * Die Besaßungen der Begleitdampfer Santa Isabel" und Baden" sind im ganzen Umfange gerettet. Die namentliche Liste der Besatzung dieser Dampfer folgt später. Gewerkschaftliches. Lohnsicherung durch das sächsische Kriegsministerium. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Lackierer beschäftigten eine vom Verband der Maler einberufene Versammlung für die in Wagen und Karosseriebetrieben beschäftigten Berufsangehörigen. Mit dem Krieg ist eine Umwälzung in der Branche der Ladierer eingetreten. Die Betriebe, die sonst Lugusfahrzeuge herstellten, sind jetzt zur Militärarbeit übergegangen. Trotz dieier Tatsache sind in einem Teil der Ladiererbetriebe die Löhne zurüd gegangen. In einem Betriebe werden 20 M. Anfangslohn gezahlt. leberhaupt wurde über die große Verschiedenartigkeit der Löhne gellagt. Die Verfammlung nahm dann noch eine spezialisierte Aufstellung der Löhne und fordpreise auf, um eine Unterlage für weitere Maßnahmen zu erhalten. versand wird vorausfichtlich gegen den Bormonat eine Erhöhung aufweisen. In den 2ugem burger Roheisenwerken ist das Gefchäft weniger lebhaft, da die Beschäftigung in den Gießereien mit den Artikeln, zu deren Herstellung Luxemburger Eisen Verwendung findet, nicht befriedigend ist. Das Kalifyudikat im Kriege. Aus dem Gessäftsbericht geht hervor, daß der Kaliabiaz im Jahre 1914 etwa 156 Millionen Mark beträgt, während er im Jahre 1913 192 Millionen Mark gewesen ist. Berfidfichtigt man, daß Ende Juli 1914 ein Mehrabsag von 11 Millionen Mart zu verzeichnen war und daß somit auf einen Jahresabfaz von etwa 210 Millionen Mart art gehofft werden konnte, so hat der Strieg der Kaliindustrie einen Abfaverlust von mehr als 50 Millionen Mart veruriacht. werden. Die Herstellung von Transportkörben für Artillerie geschosse ist ein Gewerbe, das gegenwärtig start floriert und Den Korbmachern ausreichende Beschäftigung gewährt. Db- Eine zweite Versammlung der gleichen Brande fand am Die Gesellschafterversammlung wurde in Stenntnis gesetzt, daß gleich die Militärbehörden angemessene Preise zahlen, gibt es Donnerstag statt, und zwar diesmal für die in den Militäreffekten und Helmbetrieben beschäftigten Arbeiter. Die Verhältnisse auch infolge der Kriegsereignisse die Berhandlungen zur Bindung der viele Unternehmer, die sich an die getroffenen Lohnverein Stefer Branche haben sich durch den Krieg wesentlich verändert. Die Werte nicht fortgesetzt werden können. Es soll deshalb über die barungen nicht halten und bemüht sind, den ganz annehm- Ladierer find in weit stärterem Maße als früher zur Militärarbeit Verlängerung des Syndifats in einer neuen Gesellschafterbaren Nußen, der ihnen normaler Weise zufließt, auf Kosten herangezogen. Die Arbeitsmethode selbst ist eine andere geworden. versammlung auf Grund eines neuen Vertragsentwurfs verhandelt der Arbeiter zu erhöhen. Die Durchführung solcher Mani- Damit hat sich auch die Frauen und Heimarbeit in weitem pulationen fällt ihnen um so leichter, als bei dem starken Arbeiter Maße eingebürgert. Die Frauen lommen abends und holen sich 50 bebarf viele berufsfrembe Arbeiter und Arbeiterinnen in der oder mehr Helme, die sie ant nächsten Morgen ladiert wiederbringen. Geschoßkorbfabritation beschäftigt werden. Dazu kommt, daß In den Werkstätten selbst find auch viele Frauen tätig, in einem Betriebe zwifchen 30-60. Diese arbeiten ebenfalls in Atlord. die Löhne der Korbmacher in normaler Zeit recht Betriebe zwischen 30-60. sie niedrig sind, wobei sich wobei sich der Druck, der in manchen enn flea. B. in diesem Betriebe in der Woche nicht 13 M. berder Druck, der in manchen dienen, werden sie am Sonnabend entlassen. So nehmen auch sie Gegenden sehr stark verbreiteten Heimindustrie recht fühlbar zum Zeil noch Arbeit mit nach Hause. bemerkbar macht. Die Storbmacher in diesen zurückgebliebenen Sollen sich die Zustände bessern, so muß die Organisation und Gegenden verdienen auch bei schlecht bezahlten Geschoßkörben deren Bestrebungen unter diesen Arbeitern mehr wie bisher zur weniger; der Ertrag der Einfuhrzölle sant in dem gleichen Zeitimmer noch mehr, als bei ihrer gewöhnlichen Arbeit, sie er- Geltung fommen, schweren aber durch ihre Bedürfnislosigkeit ihren organisierten Kollegen den Kampf um angemessene Löhne. Löhne für Militärarbeiten! Ridgang dus französischen Handels. Baris, 21, Januar. Der„ Zemps" bringt die amtliche Statistit über den Außenhandel Frankreichs in den ersten zehn Monaten des Jahres 1914. Die Einfuhr betrug 5 692 675 000 gr., also 1 139 708 000 r. weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, die Ausfuhr 4421 676 000 r., also 1 217 435 000 Fr. raum um 113 020 000 r. Maisausfuhrverbot in Bulgarien. Um in die Geschoßforbfabrikation Ordnung zu bringen, Eine Anzahl Beschwerden wegen zu niedriger Bezahlung der Sofia, 22. Januar.( Meldung der Agence Bulgare.) Um ber hat der Vorstand des Deutschen Holzarbeiter Militärarbeiten wurden bisher ohne Unterschrift und Abreffenangabe Spekulation im Handel mit Lebensmitteln, namentlich mit Bodenberbandes mit dem Vorstand des Bundes der Storb- des Beschwerdeführers eingesandt. macherinnungen Vereinbarungen getroffen und Mindest werden und bitten wir daher, entweder die Unterschrift und Adressen Ausfuhr von Mais au berbieten und die Gemeinderäte Derartigen Beschwerden fann in feinem Falle nachgegangen produkten, entgegenzutvirken, hat die Regierung beschlossen, die preise für die verschiedenen Sorten Geschoßkörbe festgelegt. angabe mit dem Hinzufügen, ob der Beschwerdeführer Mitglied des au beauftragen, felbft die Preise der verschiedenen Waren festDiese Preise werden in einer größeren Zahl von Betrieben Diese Preise werden in einer größeren Zahl von Betrieben Verbandes ist, einzusenden oder von der Beschwerbeführung über zusetzen und zu Zwangsrequifitionen gegen jene gezahlt und Unternehmer und Arbeiter stehen sich haupt Abstand zu nehmen, da anonymen Zuſchriften lein Wert bei- Händler zu schreiten, die sich weigern sollten, sich diesen Preisen angut dabei. Die Drganisation der Storbmachermeister gemeifen werden fam. zupassen. Besondere Maßnahmen werden im übrigen von der Sobranje nach ihrem Zusammentritt beschlossen werden, Die Ortsverwaltung des Schneiderverbandes. Deutsches Reich. Auf Reklamation der Heereslieferanten wurden in einzelnen Stäbten Militärfatler auf beschränkte Zeit vom aktiven Kriegsdienst urlaubung nur bei dem Arbeitgeber, der sie reklamiert hat, an der beurlaubt mit der ausdrücklichen Verpflichtung, während der BeFertigstellung von Heeresausrüstungen tätig zu sein. Vereinzelt ist Soziales. Wöchnerinnenhilfe. ist aber solche, daß sie außer stande ist, ihre Mitglieder zur Junehaltung der getroffenen Vereinbarungen anzuhalten. Diese würden gänzlich in der Luft schweben, wenn sich nicht der Deutsche Holzarbeiterverband der Sache fräftig annehmen würde. Der Vorstand des Deutschen Holzarbeiterverbandes hat sich nun in Verfolg dieser Aufgabe an die in Betracht kommenden obersten Militärbehörden gewandt. In einer ausführlichen Eingabe hat er die Verhältnisse dar gelegt, eine Reihe von Firmen in verschiedenen Teilen des es nun vorgekommen, daß aus irgend welchen Gründen Beurlaubte Bei Besprechung der Bundesratsverordnung über Wöchne Neiches namhaft gemacht, die zum Teil weit unter dem die Arbeitsstelle gewechselt haben. Auf Beschwerde von Unternehmern rinnenhilfe vom 3. Dezember 1914 hoben wir bedauernd hervor, daß vereinbarten Preise zahlen, und gebeten, die Firmen, denen solcher Arbeiten hat das preußische Kriegsministerium eine Verfügung die Verordnung sich im Gegensatz zu den Vorschlägen des Prodie Anfertigung von Geschoßkörben übertragen wird, zur erlassen, nach der alle Arbeiter, welche vom Militärdienst zurückZahlung der vereinbarten Löhne anzuhalten. Dieses Vor- gestellt oder wegen Arbeiten für die Militärverwaltung von der fessor Mayet nur auf die Ehefrauen von Striegsteilnehmern, nicht gehen hat jezt einen beachtenswerten Erfolg erzielt. Die Truppe beurlaubt worden sind, die Pflicht haben, fich bei dem aber auch auf die Frauen Arbeitsloser, Handwerker, fleiner GeHolzarbeiter Beitung" veröffentlicht das folgende Schreiben zuständigen Bezirkskommando, und die noch nicht schäftsleute oder anderer Erwerbsloser bezieht. Leider ist zu einer gemusterten und ausgebildeten Landsturmpflichtigen bei Ausdehnung nach dieser Richtung hin zurzeit wenig Aussicht. des sächsischen Striegsministeriums: ben zuständigen Griagtommissionen zu melden," fobald Der Kreis der Wöchnerinnen ist durch§ 8 der Verordnung Striegsministerium. jie die Arbeitsstelle verlassen haben, von welcher sie reffamiert nur insoweit weiter als der Kreis der Kriegsteilnehmer, als da wurden. Ferner haben diese Firmen dem zuständigen Bezirkskommando oder der Ersakkommission die Namen der reflamierten nach alle gegen Krankheit versicherten Wöchnerinnen, die Anspruch kommando oder der Erfaglommission die Namen der reklamierten auf Wochengeld nach§ 195 ber R.-B.-O. haben, aber nicht auf Arbeiter, die die Arbeit nieberlegen, sofort mitzuteilen. Nr. 8192 I B/ 14. Zum Schreiben vom 23. 12. 14. Dresden N. 6, ben 13, 1. 15. Bei weiterer Vergebung von Geschoßtorb lieferungen werden die Bieferanten auf Zahlung der vom Verbande festgestellten Mindest stüd Iöhne verpflichtet werden. Von den in Ihrem Schreiben aufgeführten Firmen hat nur die Firma Stoll- Witwig Aufträge für bie fächsische Heeres verwaltung; die Grörterungen wegen der von ihr gezahlten Löhne find noch nicht abgeschlossen. J. A.: gez. Hoepner. An den Deutschen Holzarbeiter- Verband z. H. des Herrn Theodor Leipart Berlin SO. 16. Die Absicht des Kriegsministeriums, sich bei der weiteren Vergebung von Geschoßtorblieferungen auch um die gezahlten Arbeitslöhne zu fümmern und die Zahlung der vereinbarten Mindestlöhne zur Bedingung zu machen, verdient volle Anerkennung. Die Bestrebungen des Holzarbeiterverbandes, in der Geschoßtorbfabrikation Ordnung zu schaffen, erfahren da. durch eine wertvolle Förderung. Berlin und Umgegend. Aus Industrie und Handel. angen haben. In Stelle Der neue Reichsschatzsekretär. Für die frühere Betätigung des neuen Reichsichatzsekretärs ist eine Zusammenstellung feiner Boften in der Privatindustrie charakte ristisch. Neben seinem Amt als Direktor der Deutschen Ban! De fleidete Dr. elfferich Bosten als Wochenhilfe, weil sie nicht Frauen von versicherten Kriegsteilnehmern sind, dennoch einen einmaligen Beitrag von 25 M., BeiHilfe bis zu 10 M. für Hebammenbienste und ein Stillgeld au ber langen haben. An Stelle der 25 M. Entbindungskostenbeitrag und 10 M. für Hebammendienste kann die Stasse allgemein freie Behandlung durch Hebamme und Arzt sowie die erforderliche Arznei bei der Niederkunft und bei Schwangerschaftsbeschwerden beschließen. Sieht die Sagung diese Behandlung bereits vor, so kommen gleichfalls die Geldbeiträge in Fortfall. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ascherslebener Maschinenbau A.-G., Aschersleben, Tempelhofer Feld.- G. für Grundstücksverwertung, Berlin; stellvertretender Vorsigender des Aufsichtsgericht mit Streitigkeiten um die Weihnachtsvergütung zu befaffen. rats der Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen, Berlin, Kameruner Schiffahrtsgesellschaft in Hamburg; Der Streit um die Weihnachtsvergütung. Mehr als in früheren Jahren hat sich diesmal das KaufmannsAn manchen Tagen hat oft eine einzige Stammer mehrere Fälle zu erledigen, in denen Angestellte wegen der unterbliebenen Zahlung der sogenannten„ Gratifikation" lagbar werden. Die Prinzipale stüben ihren ablehnenden Standpunkt meist auf die Tatsache, daß weder die Höhe der Vergütung, noch die Zahlung selbst vertraglich Vorsitzender des Verwaltungsrates der Société Commerciale Belge- Allemande du Congo in Brüssel; stellvertretender Borsigender des Verwaltungsfeftgelegt wurde, es sich mithin um eine Zuwendung Handele, die rats ber Die Berliner Gemeindearbeiter und der Krieg. Die filiale Groß- Berlin des Verbandes der Anatolischen Eisenbahngesellschaft, Gemeindes und Staatsarbeiter hielt am Donnerstag Safengesellschaft Haidar- Bascha, im Gewerkschaftshaus eine Generalversammlung ab. Der Handelsbank für Ostafrika; in freiem Belieben des Chefs stehe. Ist aber in den früheren Jahren die Vergütung immer gezahlt worden, so erblickt das Kaufmannsgericht darin mit Recht meist das Plakgreifen eines Ge. wohnheitsrechtes. Diesen Standpunkt nahm auch die 5. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts in ihrer lehten Sigung in einem| in Abrede, feinen Angestellten versprochen zu haben, ihnen nicht| Dezember 1914 waren Sie vorübergehend invalide. Diese Zeit gegen die Stablflaschen- Industrie- Gesellschaft" gerichteten Pro- zu fündigen. Nichtsdestoweniger hat ihn das Kaufmannsgericht umfaßt jedoch nicht 26 Wochen. Ihr Rentenantrag mußte daher seffe ein. Die Klägerin hatte brei Jahre hintereinander eine Vorfihenber Senator Dr. Plathner) sur Sahlung des Klage als unbegründet abgelehnt werden." regelmäßige Weihnachtsvergütung in Höhe des Monatsgehalts er bag an und für sich der Krieg auf die Rechtsverhältnisse feinen der Versicherungsanstalt und ihrer Bertrauensärzte haben, um anspruches verurteilt. In den Gründen führte das Gericht aus, Wieviel Gebrechen muß denn ein Arbeiter nach Ansicht halten. Aus diefer Tatsache folgerte das Kaufmannsgericht, daß Einfluß habe. Wenn jedoch, wie in dem vorliegenden Falle, an- als invalide zu gelten? Und ist die Versicherungsanstalt der ihr auch für das vergangene Jahr die Vergütung zustehe, und sprach läglich des Krieges von dem Brinzipal ein geringeres Gehalt au- Ansicht, das Gefek hindere fie an Anerkennung einer Inva ihr eine solche in Höhe von 125 M. zu. geboten und von dem Personal angenommen worden sei, so müsse man annehmen, daß unter solchen Umständen das Personal auf lidität- weshalb verschafft sie den tatsächlich Erwerbslosen ferneres Bleiben rechne, das dann einen gewiffen Gegenwert in nicht Arbeitsgelegenheit? sich berge. Dabei ist die Versicherung, nicht fündigen zu wollen, gar nicht einmal nötig, allein die Tatsache der vorgenommenen Reduzierung der Gehälter genüge schon, um den angedeuteten Rechtszustand zu schaffen. Neberstunden vor dem Jnnungsschiedsgericht. In dem gestrigen Artikel unter diefer Ueberschrift muß es heizen: Beim Innungsschiedsgericht klagte er auf Bezahlung von 71( nicht fieben) Ueberstunden, welche er in der Zeit vom 25. November bis zum 19. Dezember gemacht hatte." Gehaltsabzüge und Kündigung. Auf den von uns wiederholt betonten Standpunkt, daß stillschweigende Vorausfegung einer Gehaltskürzung nach Kriegsausbruch die sei, daß das Personal für die Dauer des Serieges behalten wurde und demnach die Kürzungen bei vorzeitiger Kündigung nachverlangen könne, hat sich auch das Kaufmannsgericht Hannover gestellt. Dort flagte gegen eine Firma eine Verkäuferin auf Zahlung von Gehaltsabzügen im Betrage von 83,13 M. Von der Firma warcu nach dem Kriegsausbruche allgemeine Reduzierungen der Angestelltengehälter borgenommen worden, wobei der Inhaber der Firma versichert haben soll, niemand kündigen zu wollen. Zwischen lekterem und der Klägerin tam es am 14. November zu Diffe. renzen, worauf der Prinzipal die Klägerin zum Vierteljahresschluß fündigte und ihr während der Kündigung wieder das volle Gehalt zahlte. Der Anspruch der Klägerin umfaßte die vorher erfolgten Abzüge und itügte sich auf die Auffassung der Klägerin, daß die von dem Beflagien vollzogene Kündigung ihn auch für die zurüdTiegende Zeit zur ungefürsten Gehaltszahlung, also zur Nach zahlung der gekürzten Beträge verpflichten. Der Beklagte stellte Noch nicht invalide? Briefkasten der Redaktion. Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen leine Abonnement& quittung Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Rindenstr. 3, IV. Sof Nach wie vor zeigen Entscheide der Versicherungsanstalten, rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend wie dringend notwendig eine flare Gesegesvorschrift ist, die von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftast en beftimmten Anfrage der bedauerlichen Auffaffung einen Riegel vorschiebt, daß tatt ein Buchstabe und eine Zahl als Merlzeichen betzufügen. Briefliche fächlich infolge ihrer Arbeitsunfähigkeit erwerbslos Ge- beigefügt ist, werden nicht beantwortet, Eilige Fragen trage man in ber wordene noch immer nicht als invalide im Sinne der Ver- Sprechstunde vor. Berträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in bie ficherungsgesetzgebung gelten. Nachfolgend cine Illustration Sprechstunde mit. zu dieser Praxis. Oberschöneweide 100. Da die Gemeinde für Eberswalde feine Ge Der Heizer Ziebarth, ein Mann von 68 Jahren, hatte bei der meindeunterstützung zahlt, so bat Ihre Schwägerin leider nicht mehr zu verlangen, 3. 6. 75. Kommen Sie in die Sprechstunde Versicherungsanstalt Berlin die Invalidenrente beantragt. 3. ist$. G. 27. Nein. G. 3. 78. Sie haben nur Anspruch an die Ersatztrant und nicht mehr imstande, feinen Lebensunterhalt zu ver- falſe. A. B. 12. 1. Nein. 2. Nein, es fann aber Klage erhoben dienen. Der Antrag wurde mit folgender Begründung abgelehnt: werden. 3. Soweit die Sachen Ihnen gehören, tönnen Sie auf Heraus. Nach dem im gegenwärtigen Verfahren über Ihren gegenwärtigen gabe dieser Sachen beim Amtsgericht lagen. 4. Der Mann ist zum Unter Gesundheitszustand abgegebenen ärztlichen Gutachten vom 9. Sep- balt der Frau verpflichtet. Der von Ihnen angegebene Grund reist nicht tember, 30. Oftober und 29. Dezember 1914, bebindern die bei zur Scheidung aus. 5. Sa, das ist binfällig. C. 23. 36. Sie können Ihnen festgestellten Krankheiten( Lungenblähung, Gefäßverfaltung, nur Privatflage anstrengen, müfet aber vorher einen Sühnetermin beint Leistenbruch, Nervenfchwäche, Fingergicht, Blattfüße, geringe zum 1. April Den Berwalter müffen Sie mit zulaffent. A. N. 84. Schiedsrichter beantragen... 100. Sie haften für die Miete bis Schwerhörigkeit) Sie noch nicht derartig in Ihrer Erwerbsfähigkeit, Sie müssen die Beiträge für die Angestelltenverficherung zahlen.. 70. daß Sie bereits als Invalide anzusehen wären. Während der Gr- Die Prügelftrafe ist in Zuchthäusern formell noch nicht ver frankung des rechten Fußes von Mitte Oftober 1914 bis Mitte boten, fie tommt wohl aber höchft selten noch zur Anwendung. Dem Andenten unferer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genoffen! Am 7. Januar verstarb im Lazarett zu Neustadt der Former 285/16 Otto Bütow Böttcherftr. 2. 17. Abt. Bez. 804. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Sozialdemokratischer Wahlverein Köpenick. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Genossin, Frau Marie Tietz gestorben ist. am Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. Januar, nadj miltags 3 Uhr, vom Trauer banje, Müggelheimer Straße 22, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 194/17 Der Vorstand. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Sollege, der Arbeiter Edmund Bühring am 21. b. Mts. im Alter von 46 Jahren verstorben ist. am Ehre seinem Andenken: Dia Beerdigung findet Montag, den 25. b. Mis., nach. mittags 3%, Uhr, von der Leichen balle des Elisabeth Kirchhofes, Bollantstraße, aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Sollege, ber Arbeiter Richard Schulz am 19. d. Mts, im Alter von 19 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 24. 8. Wis., nach. mittags 3 Uhr, von der Leichen halle des fatholischen Stirchhofes, Weißensee, Wörthstr. 17, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksverwaltung. 70/7 Erst heute wurde uns zur Ge wigheit, daß unser braver skollege, der Mechaniker Walter Baumert Unteroffizier d. R., Neukölln in den Kämpfen in Frankreich den Heldentod fürs Baterland starb. Alle, die ihn gekannt haben, wiffen, was wir verlieren. 1472 Die Kollegen der Drahtlosen i, Fa. C. Lorenz. Am 20. Januar, 114, Uhr nach s perstarb unsere liebe Tochter und Schwägerin Frida Fröhlke nach langem Leiden im 21. Lebens. jahre, 143A Die Beerdigung findet am Montag, den 25. Januar, nachm 3 Uhr, auf dem Anstalts- Friedhof zu Landsberg a. d. Barthe statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Ortsverwaltung Neukölln 1. Am 19. Januar verstarb unser langjähriges Mitglied Heinrich Stenzel. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 24. Januar, nachmittags 8 Uhr, von der Leichen halle des Brizer Gemeinde- Fried hofes, Chauffeestraße 145, aus ftatt. 258/17 Die Filialverwaltung. Am 21. d. Mts. früb 7 Uhr entfchlief fanit mein innigftgeliebter lann, unfer guter Bater, Schwieger, Pfleges, Großvater und Dnkel, der Rentner August Korpion im vollendeten 77. Lebensjahr. In tiefem Schmerz Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 24. b. M., nach mittags 3, Uhr, von der Leichen. halle des Neuen Treptower Ge meindefriedhofes in Baumschulen meg aus ftait. Allzu früh und fern von seinen Lieben starb am 3. Dezember auf dem östlichen Striegsschauplas den Heldentod fürs Vaterland mein inniggeliebter, guter, unverges ücher Mann und treuforgender Bater, unser lieber Bruder, Schwager und Better, der Landwehrmann Emil Miers im Infanterie- Regiment Nr. 59, 7. Kompagnie, im vollendeten 33. Lebensjahre. Dies zeigen tlefbetrübt an Frau Berta Miers geb. Raguse, nebst Sohn, Berlin Niederschöneweide. Er ging von uns mit schwerem Herzen Und hoffte auf ein Wiedersehn, Doch größer ist jetzt unser Leiden, Da dieses nicht mehr fann geschehn. Er war so gut, er starb so früb, Wer ihn gekannt, vergißt ihn nie. Du gutes Hera, rub still in Frieden, Ewig beweint von Deinen Lieben. Rube sanft in Feindesland! Danksagung. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme und vielen Stranz Spenden bei der Beerdigung meines mir durch Berlegung im Felde ver storbenen lieben Mannes, des Gefreiten 924b Richard Lange Deutscher Metallarheiter- Verband Orts- Krankenkasse Achtung! Maler. Achtung! Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Fräfer Hermann Hentschke amt 20. d. Mis, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 23. Januar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle bes Gethsemane Stirchhofes in Nieder- Schönhausen aus statt. Rege Beteiligung erwartet 130/19 Die Ortsverwaltung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Strangspenden bei der Beerdigung meines lieben Baters, Schwiegervaters und Großvaters August Stiller fagen wir allen Berwandten, Sreunden und Bekannten, insbesondere Herrn Dr. Schütte für die trostreichen Borte am Sarge des teuren Entfchlafenen, sowie dem Arbeiter Sängerbund, den Arbeitskollegen der Firma E. Hau ichild- Stralau, den Mitgliedern des Wahlvereins Weißensee, den Mit gliedern des Deutschen MetallarbeiterBuchbinder und verwandter Gewerbe zu Berlin. Die in der Ausschußsihung vom 24. November 1914 beschlossene Sakungs- Menderung hat die Geneh migung des Königlichen Ober- Ber ficherungsamtes erhalten und tritt am 24. Januar cr. in Straft. Der§ 24 der Sagung erhält dem nach folgende Fassung: Rassenmitgliedern, die nach §10 freiwillig in der Kaffe ver. bleiben, wird, wenn sie sich nicht im Bezirk der Staffenärzte auf halten, statt der Strantenpflege bas halbe strankengeld gewährt. Berlin, den 22. Januar 1915. R. Gottesmann, Fr. Keefe. Borsigender. Schriftführer. Krankenunterstützungs- und Sterbekassenverein Berlin- Friedenau. Montag, den 21. Februar 1915, vormittags 10 Uhr: außerordentliche Montag, den 25. Januar, abends 18 Uhr: Oeffentliche Versammlung im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 5. Zagesordnung: Neuwahl für die ausscheibenden Mitglieder bes Schilfenaus schusses gemäß§ 41 des Jnnungsstatuts. Wahlberechtigt find die bei Inuungsmitgliedern beschäftigten volljährigen Gehilfen, welche sich im Befite der bürgerlichen Ehrenrechte befinden. Wählbar in jeder Gehilfe, welcher 1. volljährig ist und fich im Befihe der bürgerlichen Ehrenrechte befindet, 2. zum Amte eines Schöffen fähig it($ 8 31 unb 32 des Gerichtsverfassungs- Gesetzes), 3. im übrigen den Anforderungen des§ 129 der Gewerbeordnung entspricht. Der Jnnungsvorstand: F. Rettig, Obermeister, Auguftftr. 83. Der Gehilfenausschuß; J. A.: A. Rostin, Beißensee, Berliner Allee 251. Abends 9 Uhr: Versammlung fämtlicher im Malergewerbe beschäftigten Personen. Tagesordnung: Wahl der Gehilfenbeifizer zum Junungsschiebsgericht und Innungsstatuts und SS 3 und 4 des Nebenstatuts des InuungsStellvertreter für die Jahre 1915 und 1916(§ 3 3iffer 4 des ausschusses). zur Teilnahme an den Wahlen ist nur berechtigt, wer das 25. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens einem Jahre im verbandes unseren herzlichten Dant. Generalversammlung Bezirke bes Schiedsgerichts Wohnung oder Beschäftigung bat. 143A Handjernstr. 61. Tagesordnung: Die trauernden Hinterbliebenon. Hermann Stiller als Sohn im Restaurant Klabe, Friedenau, zurzeit im Felde, Schwiegertochter u. Enkeltochter. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes und Bruders Johannes Fiß jagen wir allen Freunden und Bes fannien, den Kollegen der Firma Uuftein u. to.( Abteilung B. 3. 8.) sowie dem Verein Berliner Buch brud- Maschinenmeister unseren aufrichtigsten Dant. 9256 Familie W. Fia, Templiner Str. 5. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden 1. Antrag der Generalversamm. lung vom 19. Januar auf Auf. lösung des Vereins. 2. Wahl der Liquidatoren. 292/3 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. H. Müller. E. Reiche. Monats- Garderobe!! 4-500 getragene Anzüge f. Herren: Smoking, Frad u. Gebrod- An züge( auch 3. verleihen), Winterpaletots und Ulster fomie bon Stavalieren getragene, fast neue Sachen( a.Seide), f. jeb. Sigur paff. in größter Auswahl 3. unübertroff. Ehrlich- Hata- Kur( Daner 12 Tage) billigen Preisen. Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. 12r., deshalb billiger wie i. Raben. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10 Hirsch Kieferhaum, straße 12/13 I. Theater Hochbahn SANSSOUCI Kottbuser Str. 6 Kottbuser Tor. Moritzpl. 14814. Morgen Sonntag, den 24. Januar: Gastspiel 1914" Gastspiel ** Kriegszeitposse i. 4 Akt. m. Gesang v. Otto Reutter u. M. Reichardt. Beginn 8 Uhr. Konzert 7 Uhr. Rauchen gestattet! Preis 50 Pf., 75 Pt. 10 Pf. Steuer. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9-1 Uhr und von 4-7 Uhr. Montag, den 25. Januar 1915, abends 8%, Uhr: Bezirksversammlung für den 14. Bezirk in den Moabiter Bürgerfälen, Beusselstraße 9. Tagesordnung: jagen wir allen Verwandten und Be- der Bezirksleitung. 3. Distuffton. 4. Neuwahl der Bezirksleitung. 1. Vortrag des Kollegen Wilhelm Siering. 2. Jahresbericht fannten, insbesondere der Firma Flatom u. Co., ferner dem Athletenflub Germania, dem Transport. arbeiterverband, dem Wahlverein und den Mietern des Hauses Dderberger Straße 36 unseren innigften Dant, Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Metallarbeiter flotizkalender 1915 Witwe Gertrud Lange und Kinder, Stück 60 Pf., find im Bureau und bei den Bezirkslasfierern zu haben. Doerberger Str. 36. 130/18 Die Ortsverwaltung. Die Personen, welche zum Amte eines Schöffen unfähig sind, find nicht wahlberechtigt. Wählbar zum Mitgliede des Schiedsgerichts ist, wer das 30. Lebensjahr vollendet hat, in dem der Wahl vorangegangenen Jahre für fich oder seine Familie Armenunterstügung aus öffent lichen Mitteln nicht empfangen oder die empfangene Armenunterstützung zurückerstattet hat und im Bezirle bes Schiebs gerichts seit mindestens zwei Jahren wohnt oder beschäftigt ist. Personen, welche zum Amte eines Schöffen unfähig find, tönnen nicht berufen werden. 920b Der Gehilfenausschuß: J. A.; Albert Rostin, Altgehilfe, Weißensee, Berliner Allee 251. Sonntag 12-2 geöffnet. Größte Auswahl! Spezialität: Weite Größen Billigstes Angebot! Feinste Plüschmäntel futter, sonst b. 190.-, für aufreinseid. Damassee- 69.Warget Wollplüschmäntel best. Fabrik echte sonst b. 126.- 45, Tante Sealplüschmäntel bol 80.echte warme sonst bis 192.Praktische Mohair- Astrachanmäntel Langost 25.bis 64Gediegene Ulster sonst bis 54....... 15.mollige Feinste Ulster sonst bis 104.-..... 25.Echte Gummimäntel sonst 49,-, für.. 15.E chte holst. 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Die Gläser lagt uns heben, Seid nicht dumm und stimmt mit ein: Inser Kaiser, der soll leben Und im Kampfe Sieger sein!" Schweigend saß die rote Runde, Dann was meint ihr, was geschah? Kräftig, wie aus einem Munde, Scholl ein donnerndes Hurra! -WO ist Beim Zusammenstoß mit einem Schleppdampfer crtrunken. Ein trauriger Vorgang hat sich auf der Havel ereignet. Der 21 Jahre alte Kaufmann Hermann Malzahn aus Rathenow hatte die Absicht gehabt, bei Hohennauen auf einem Handkahn über die Havel zu setzen. Es war bereits finster und der Kahn hatte feine Beleuchtung. Als dann ein Schleppdampfer herangefahren fam, ver mochte der Führer das Boot nicht zu sehen. Es kam zu einem Zusammenprall zwischen beiden Fahrzeugen, wobei M. über Bord gcschleudert wurde und ertrank. Auszeichnung der Landesversicherungsauftalt Berlin. Der Landesversicherungsanstalt Berlin ist für ihr Modell der großen Beeliger Heilstätten auf der Ausstellung in Malmö die Königliche Medaille verliehen worden. Die Beelizer Heilstätten, die bekanntlich seit Bes ginn des Krieges zum größten Teil als Lazarett eingerichtet sind, beherbergen zurzeit rund 1000- verwundete und franke Soldaten. Selbst größere Gemeinden in der näheren Umgebung Berlins erfreuen sich noch nicht sämtlich einer ihrer kommunal politischen Entwickelung angemessenen Zuhörertribüne in Sigungssaale der Gemeindevertreter. Mehrfach sind in dem Sigungsraum, nur durch eine Holzschranke von den Gemeinderäten getrennt, einfach eine Anzahl Stühle und Tische aufgestellt, wo auch die Pressevertreter zusammen mit dem Publikum Plaz nehmen müssen. Das Rote Haus in Berlin genießt den Vorzug einer sehr geräumigen, leicht zugänglichen, an der ganzen einen Längswand schönen Stadtverordneten Sigungssaales hoch eingebauten Tribüne, die nur den Nachteil hat, daß die stets in ansehnlicher Zahl erscheinenden Vertreter der Presse Die Sanierung der Friedrichsberger Bank. in langer Linie vor dem Publikum ſizen, während sonst in Die Lichtenberger Stadtverordnetenversammlung beschäftigte größeren Parlamentssälen die Journalisten- Tribüne neben den sich am Donnerstag abermals eingehend mit der Friedrichsberger übrigen Tribünen angeordnet ist. Durch die Anordnung im Bank. Anlaß bot ein von bürgerlichen Vertretern eingebrachter Roten Hause find Gehörs- und Sehstörungen beim Publikum, Antrag, der den Magistrat auffordert, die Lage der Bank zu prüfen und Vorschläge zu machen, in welcher Weise eine Hilfsaktion seitens da es auch hier im journalistischen Betriebe naturgemäß etwas der Stadt möglich sei. Genosse Wiske gab dazu folgende Era lebhaft zugeht, kaum zu vermeiden. Häufigere Besucher der Das Gedicht trägt die Ueberschrift„ Zeitbild"; der Verfasser klärung der soz. Fraktion ab:„ Wir stehen auf dem Standpunkt, Zuhörertribüne kommen aber über die sich zeitweise bemerk uns nicht bekannt. Es soll schon auf Unterhaltungsabenden für daß die Stadtgemeinde mit dem Privatinstitut Friedrichsberger bar machenden Störungen, die schließlich in keinem Verwundete zum besten gegeben worden sein. Dem Lehrer hat lebernahme einer Garantic die Stenerzahler Lichtenbergs unter Bant" nichts gemein hat. Sie ist auch nicht in der Lage, durch Barlamentsjaal fehlen, bald hinweg, wie ja überhaupt es so gefallen, daß er es für geeignet und würdig hielt, in das mitänden schwer zu belasten. Aus diesem Grunde halten wir eine cine gewisse Anpassungsfähigkeit dazu gehört, den Ber- Programm der Schulfeier zum Geburtstag des saifers auf- Prüfung der Verhältnisse der Bant durch den Magistrat für überhandlungen zu folgen. Wer zum erstenmale die Tribüne Die Befürworter des Ana cines größeren Parlaments besucht, ist gewöhnlich nicht be- genommen zu werden. Als er es in delasse la vorlas, fand er flüssig und lehnen den Antrag ab." damit den vollen Beifall der Jungen. Auf seine Frage, trags betonten, daß nur dann eine Garantie übernommen werden friedigt. Er erhält eigentlich nur einen Gesamtüberblick und nimmt mehr in das Auge als in das Ohr auf. Die einen wer es für die Feier lernen wolle, meldete sich ein öfter solle, wenn die Prüfung ergäbe, daß die Stadt damit kein Rijifo Redner haben ein sehr schwaches Organ, das selbst den sorg eines im Drt sehr bekannten Sozialdemokraten. zu Deklamationen verwendeter Schüler, zufällig der Sohn eingehe. Ihnen wurde entgegengehalten, die Banten, die bereit seien, ein Darlehen von vier Millionen zu gewähren, würden fältigsten Journalisten zu schaffen macht; die Stimme anderer sagte der Lehrer, es freue ihn, daß gerade Dem Jungen sicher die Garantieübernahme nicht fordern, wenn sie nicht die schallt durchdringend nach allen Seiten, wird auch mit dem das Ge- Ueberzeugung gewonnen hätten, daß die Lage der Banf eine überdicht vorzutragen bereit sei. größten Lärm fertig. Von keinem Parlament ist die Unruhe dem deklamationseifrigen Sohn des Sozialdemokraten redit flar, was erquidliche Schauspiel, daß Genosse John durch sein Verhalten Wohl erst zu Hause wurde aus pretäre ist. Im übrigen bot die Debatte das äußerst uns zu trennen, die oft auch die Präsidentenglocke nur mit Mühe das Gedicht bedeutete. Nachdem ihm sein Vater hierüber die Augen seine Fraktionskollegen Brühl und Rössel veranlaßte, gegen zu dämpfen vermag, und nur wenn einer der Führer zu geöffnet hatte, erklärte der Junge am anderen Tage in der Schule, ihn zu polemisieren. John hatte den außergewöhnlichen Weg geeiner wichtigen Frage spricht, tritt Mäuschenstille und ge- er wolle so etwas nicht auffagen.„ Na ja, ich kann Dir's ja nach- wählt, in einem bürgerlichen Blatte dem Lichtenberger Anspannte Aufmerksamkeit auf allen Bänken des Hauses ein. Im allgemeinen stört aber die Unruhe im Sizungsjaal, Feier des Tages entsprechendes Gedicht. Aber der Lehrer verzichtete der damals zur Beratung stehenden Petition der Bant, beren fühlen," meinte jetzt der Lehrer, und er gab ihm ein anderes der zeiger" heftige Angriffe gegen Brühl und alle diejenigen Stadt. verordneten zu richten, die der Auffassung zustimmten, daß, bei durch viele Privatgespräche der Herren Stadtväter veranlaßt, doch so sehr, daß neulich die Preise um Einschränkung gebeten stimmte einen Schüler einer anderen Klasse dazu, es zu lernen und nicht nur darum, eine Prüfung der Bankverhältnisse zu beschließen, nun nicht etwa ganz auf das Gedicht von den„ Sozi", sondern be- Interessenten nicht mitzuwirken häften. Es handelte sich damals hat, um ihre Pflicht erfüllen zu können. bei der Feier vorzutragen. sondern, falls die Prüfung günstig ausfalle, gleichzeitig in die Garantieübernahme für die Viertelmillionenanleihe einzuwilligen. Genosse John hat sich nun in der gestrigen Sitzung obwohl in zwischen eine Aussprache stattgefunden hat nicht entschließen fönnen, jeine Haltung zu ändern. Er hielt im Gegenteil seine Vorwürfe, wenn auch in etwas eingeschränkter Form, aufrecht, was den Widerspruch der beiden Genossen hervorrief. Sie wendeten sich aber auch gegen das durchsichtige Manöver, den Unwillen der diejenigen Stadtverordneten ablenken zu wollen, die nach pflichtSparer von den wahrhaft Schuldigen des Zusammenbruchs auf gemäßem Ermessen ihre Entscheidung treffen. Besondere Aufmerksamkeit verdient ferner die Anfrage Brühls, wann und in welcher Höhe Vorstandsmitglieder der. Bant plöblich Geld zu Häuserregulierungen brauch ten und der Bank entzogen haben. Mit 18 gegent 22 Stimmen erhielt der Magistrat den Auftrag, in eine Prüfung der Angelegenheit einzutreten. Diesem Antrag haben auch fünf Mitglieder unserer Fraktion zur Annahme verholfen, die durch Fraktionsbeschluß zum Gegenteil verpflichtet waren. So groß die Tribüne im Roten Hause auch ist, sieht man sic leider meistens faum zur Hälfte besetzt. Es muß schon ein besonders großer Tag" sein, wenn der Tribünen- Nuntius mit bedauerndem Achselzucken sagen kann: Alles besetzt! Dann feunt man mit einiger Beobachtungsgabe unter den Zuhörern auch die Interessentengruppen heraus, die zu dem häufig er Ist nicht das Gedicht eine eigenartige Juustration zu dem oft gebrauchten Wort„ Es gibt keine Parteien mehr!". Bekanntmachung. Oberkommando in den Marken. -Berlin, 22. Januar.( W. T. B.) Das Verbot des Obercine metallische Seite berührenden Verhandlungsgegenstand kommandos betreffend Veräußerung von Decken wird dahin int engster Beziehung stehen, sich eifrig Notizen machen eingeschränkt, daß von jetzt ab die Veräußerung von Decken und auch nicht mit temperamentvollen Ausbrüchen des an Einzelpersonen zur Deckung des eigenen Bedarfs gestattet ist. Beifalls oder Mißfallens zurückhalten. Der Zeitungsbericht gibt ja gewöhnlich nur ein sehr bescheidenes, nicht selten tendenziös zurechtgeftugtes Bild der Berhandlungen. Deshalb ziehen viele Interessenten es vor, sich an Ort Von der Berliner Gemeinde- Wertzuwachssteuer. und Stelle zu überzeugen, wie die Stadtväter sich zur Sache Der Apotheker Roch batte sein Grundstück an der Großen Frankstellen, und mit besonderer Genugtuung wird es begrüßt, furter Straße in Berlin veräußert. Auf Grund der Berliner Gewenn ihr Stadtverordneter ihnen nach dem übervollen meinde- Wert zuwachssteuerordnung vom 15. März 1910 wurde er Herzen redet. Da gibts dann auf der Tribüne zuweilen ein durch den Magistrat zur Wertzuwachssteuer mit 23 700 M. herangar nicht schüchternes Bravo, das die rügende Glocke gewohnerlös 689 000 M., der Anschaffungswert aber nur 511 887 m. be 1. Notstands unterstüßungen und Mietsbeihülfen Von den weiteren Beschlüssen sind als wichtig zu erwähnen: gezogen. Der Magistrat ging davon aus, daß der Veräußerungsheitsmäßig in Gang segt. Auch die Tribünen- Habitués find tragen habe, so daß mit einem Wertzuwachs von rund 177 000 m. tönnen auch solchen Personen gewährt werden, die ihren Aufregelmäßig anzutreffen. Sie haben die schöne Zeit, jahraus zu rechnen wäre. enthalt seit 1. Juni 1914 wenn auch nicht in Berlin- Lichtenberg, so jahrein zu den meisten Sigungen zu erscheinen, sind mit Koch erhob Einspruch und wollte freigestellt fein. Er machte doch in der Provinz Brandenburg gehabt haben. 2. Für den Gebräuchen des Hauses vertraut, kennen jeden Stadt- in erster Linie geltend, die Berliner Gemeinde- Wertzuwachssteuer- die Stadt Lichtenberg wird die Einführung der hausgewerb vater und ſizen stillvergnügt auf ihrent Stammplat ordnung sei ungültig. Zum mindesten aber sei die Steuer von Lichen Krankenversicherung beschlossen. Gleichzeitig ober parlamentieren wader mit. Sie wiſſen natürlich 23 700 92. auf 3159 M. zu ermäßigen. wurde einem Sahungsentwurf zugestimmt, der mit dem von der am allerbesten, wie in Kommunalpolitik gemacht werden muß,. beim Bezirksausschuß. Dieser sezte die Steuer auf 15 563 M. feſt. Nachdem der Magistrat den Einspruch verworfen hatte, flagte Stadt Berlin bereits angenommenen übereinstimmt. Aus Mitteilungen des Magistrats ging hervor, daß die schnit und es ist nach ihrer Ansicht nur jammerschade, daß nicht sie Der Kläger und der Magistrat legten Revision ein. beschlossene Errichtung einer Schulzahnklinik verschoben werden selbst da unten ein fräftiges Wörtlein mitreden dürfen. Das Oberverwaltungsgericht erkannte am Freitag auf die beiden mußte, da es nicht möglich sei, einen geeigneten Leiter zu bea Das Interesse der Deffentlichkeit an den Stadtverordneten- Rechtsmittel, daß die Vorentscheidung aufzuheben und die Sache zu kommen! Ferner wurde mitgeteilt, daß die städtischen Arbeiter, sisungen sollte noch weit lebendiger werden, auch in der nochmaliger Entscheidung an den Bezirksausschuß zurüdzuverweifen entsprechend einem früheren Beschluß, jetzt die auf Wochentage ent Frauenwelt. Man hat es ja gerade im Berliner Roten Hause sei. Das Gericht, das die Berliner Wertzuwachssteuer schon fallenden Feiertage bezahlt erhalten. Ausgenommen sind nur die so leicht und bequem. Starten werden, weil leberfüllung der mehrfach für gültig erklärt hat, ging natürlich auch in Hilfsarbeiter. Der Magistrat teilte ferner mit, daß er an der bis Tribünen eine Seltenheit ist, nicht ausgegeben. Jeder Er- diesem Falle von ihrer Gültigkeit aus. Die Zurückverweisung herigen Praris festhalte, Krankenhauskosten als Armenunterwachsene erhält ohne weiteres Zutritt und kann hier, wenn er fäße über Anrechnungen von Leistungen und Aufwendungen nicht Mitteilungen des Magistrats und behielten sich vor, neue Anträge der Sache an den Bezirksausschuß erfolgte, weil dieser die Grundstützung zu betrachten. Unsere Vertreter polemisierten gegen die öfter kommt, manches lernen. ganz richtig gewürdigt hat. Unter anderem wurde in der Be- zu stellen. gründung hervorgehoben, falsch sei die Auffassung des Bezirksausschusses, daß im Verwaltungsstreitverfahren selber neue Angaben über anrechnungsfähige Beträge nicht gemacht werden könnten Um Irrtümer zu vermeiden, machen wir darauf aufmerksam, Die oft gerugte Unfitte, in der Schule sich vor urteilslofen beziehungsweise wenn sie erst im Verwaltungsstreitverfahren gemacht daß unser Redaktionskollege John nicht Mitglied der Lichtenberger Kindern über die Sozialdemokratie zu äußern, scheint auch in der würden, nicht berücksichtigt werden dürften. Es fönnten sehr wohl Stadtverordnetenversammlung ist. Striegszeit noch nicht ganz abgekommen zu sein. In Marien- noch im Verwaltungsstreit Angaben über solche anrechnungsfähigen felde hat in der Gemeindeschule ein Lehrer den Einfall ge- war, gemacht und berücksichtigt werden. Beträge, deren Anrechnung im Einspruchsverfahren noch nicht beantragt Ein falscher Revisor ist wieder eifrig an der Arbeit“. Der habt, zum bevorstehenden Geburtstag des Kaisers für die Revisor" führt sich mit der Vorspiegelung, daß er im Auftrage des Hauswirtes die Klingelleitung. die Türen oder deren Schlösser, die Edulfeier ein Gedicht einstudieren zu lassen, das sich mit der Sozialdemokratie und ihrer Haltung in diesem Kriege beschäftigt. Rollvorhänge der Fenster, die Gas- oder Wasserleitung usw. nach zusehen habe, bei den Mietern ein und stiehlt aus den Räumen, int Es schildert, wie ein Tugend Sozi", größtenteils in Landwehr- Klagen über die Löhne, die bei Arbeiten für Heeresbedarf ge- denen man ihn allein läßt, was er an barem Gelde und Schmuckuniform, durch ein Stammtischgespräch über den Krieg um- zahlt werden, fehren immer noch wieder. In Neukölln hat bei einem sachen findet. Der Schwindler, der jetzt wieder auftritt, sucht gefrempelt werden und dann schließlich alle miteinander Herrn Helmich( Thüringer Str. 41), der für Militär- Unterhosen die namentlich Häufer auf, in denen der Wirt gerade größere Ausdem staiſer ein„ donnerndes Hurra" darbringen. Vielleicht eine Unterhofe gegen einen ihr zugesicherten Lohn von 15 Pf. in Art aus, indem er damit rechnet, daß viele Mieter jegt im Felde Schneiderarbeit liefert, eine arbeitsuchende Frau zunächst als Probe besserungen vornehmen läßt. Er nüßt auch den Krieg in seiner fönnte hier einer fragen, warum das nicht ein Stoff sein soll, der Auftrag erhalten. Sie hatte die zugeschnittenen Hosen zusammen stehen, und daß die Frauen vertrauensseliger sind und ihm Echulkindern geboten und zur Verschönung einer Kaiser- Geburtstags- zunähen, auch Knöpfe anzunähen, aber nicht die Knopflöcher zu weniger scharf auf die Finger sehen. Der Revisor" kommt feier benutzt werden kann. Die beste Antwort auf diese Frage wird machen; Garn mußte sie dazu geben. Die Frau verstand, daß auch bald als Elektrotechnifer, bald als Tischler, dann wieder sein, das Gedicht selber wortgetreu wiederzugeben. Es lautet: nachher, wenn bei guter Leistung ihr Arbeit gegeben würde, als Rohrleger oder Schlosser, je nach dem Auftrage, den er vornicht mehr als 15 Pf. pro Stück gezahlt werden jolle. spiegelt. Er ist etwa 1,65 bis 1,70 Meter groß, 25 bis 27 Jahre Nav Anfertigung der Probe wußte sie, wie viel Mühe alt und unterſetzt, hat ein rundes, blaffes Gesicht und trägt ein sie damit gehabt hatte, und sie lehnte es ab, für einen solchen Lohn weiterzuarbeiten. Schließlich machte Herrn Helmichs Ehefrau noch Umstände wegen der sofortigen Auszahlung der 15 Pf. für die Probes arbeit, weil nicht Lohnag sei und sie erst ihren Mann fragen müsse: Die arbeitsuchende Frau antwortete ärgerlich, sie verzichte auch auf die 15 Pf. und ging ohne jeden Lohn davon. Wie hoch mag wohl der Profit des Herrn Helmich und aller etwa noch an dieser Lieferung beteiligten Zwischenpersonen sein? Die Militärverwaltung zahlt betanntlich gut. ,, Keine Parteien mehr." Saßen jüngst ein Duhend Sozi Um den Stammtisch durstentbrannt. Schüßend hing als genius loci Bebels Brustbild an der Wand. Die Gelegenheit benutzend, Debattierten ſie enorm; Aber neune von dem Dutzend Erugen Landwehruniform. Nicht wie sonst drum ging die Rede Stolz vom Wachstum der Partei; Nur von kriegerischer Fehde Scholl's wie lautes Kampfgeschrei. Und der eine fagte:„ Kinder, Donnerwetter, Baraplui! Sozi bin ich drum nicht minder, Weil ich für das Reich erglüh'. Sind wir nicht vom gleichen Stamme D5 aus Nord, aus Süd, aus West? Hält uns nicht die gleiche Flamme Warm am deutschen Herde fest? Eine glänzende Entlohnung. Totgequetscht. braun- und schwarzkariertes Jackett, graugestreifte Beinkleider, einen großen Hut und schwarze Schuhe. Mitunter ist er auch in Hemdsärmeln und ohne Kopfbedeckung, als ob er gerade aus einer benachbarten Werkstatt kommt. Zusammenstöße. Zu einem Zusammenstoß eines Automobils mit einem Straßenbahnwagen tam es am Donnerstag in Charlotten burg. An der Ecke der Bismard- und Wilmersdorfer Straße fuhr ein Kraftwagen gegen die hintere Plattform eines Straßenbahnwagens der Linie 10. Bei dem Anprall wurde eine Scheibe des Autos zertrümmert und die Iniassen des Kraftwagens, Oberleutnant Ein tödlicher Unglüdsfall hat sich auf dem Spandauer Staats- v. Meerscheidt- Hüllessem und Oberingenieur v. Reizenſtein, erlitten güterbahnhof in Spandau ereignet. In der vorlegten Nacht war der durch umherfliegende Glassplitter Schnittwunden im Gesicht. Die 26jährige Rangierer Kußen mit dem Rangieren und Zusammenstellen beiden Herren nahmen die Hilfe der nächsten Unfallstation in An In der Bergvon Güterwagen beschäftigt. Als er zwei Waggons zusammen- spruch und ſeßten dann ihre Fahrt fort. fuppeln wollte, die sich in Bewegung befanden, geriet er zwischen Straße in Neukölln fuhr ein Triebwagen der Straßenbahnlinie I auf einen an der Ecke der Rosenstraße haltenden Zug der die Buffer und erlitt eine so schwere Brustquetschung, daß er an Linie 47 auf. Infolge des Zusammenstoßes erlitten vier Fahrgäste ihren Folgen bald darauf starb. Der Unglüdsfall war leider uns ganz leichte Verletzungen. An beiden Bahnwagen wurde die Platt beachtet geblieben und erst am nächsten Morgen fand man die Leiche form beschädigt, an dem einen auch drei Scheiben zertrümmert. Eine des R. auf, die polizeilich beschlagnahmt wurde. Störung entstand infolge des Unfalles nicht. Ein weiterer Zus fammenstoß zweier Straßenbahnwagen ereignete sich in der Nonnen- I Deffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Benukung| bankprozeß verkündet. Bankdirektor Hein wurde zu sieben Modammallee. Dort fuhr ein Zug der Spandauer Straßenbahn an für jedermann, SO., Adalbertstraße 41. Geöffnet werktäglich von naten Gefängnis und 300 Mt. Geldstrafe, Kaufmann Siedeeinen an der Haltestelle Ecke der Brunnenstraße stehenden Bug der 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 Uhr und Danzig zu neun Monaten Gefängnis und 900 Mt. Geldstrafe, Linie 164 auf. Drei Fahrgäste erlitten geringfügige Verlegungen 3-6 Uhr. In dem Leſeiaal liegen zurzeit 536 Zeitungen und Bankkassierer Thurau zu 300 Mt. Geldstrafe und Prokurist Bohl und begaben sich ohne Hilfe nach ihren Wohnungen. Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. zu 200 Mt. Geldstrafe verurteilt. Den Angeklagten wurden milGegen 12 Uhr mittags fuhr am gestrigen Freitag vor dem Auf Anfragen teilen wir mit, daß zur Benuzung der Bibliothek dernde Umstände zugebilligt und der Aufsichtsrat wurde beschuldigt, Hause Brunnenstr. 18 ein Autoturmwagen der Großen Berliner jede Person berechtigt ist, die das 14. Lebensjahr überschritten und pflichtwidrig gehandelt zu haben. Straßenbahn gegen die Vorderplattform eines Waggons der Linie 36. ihren Wohnsiz oder ihre Beschäftigung in Groß- Berlin hat. Wer Infolge des Anpralles wurde das Auto schwer, der Bahnwagen sich über Wohnung und Beruf durch Vorzeigung des Verleicht beschädigt. Zwei Fahrgäste des Wagens der Linie 36 erlitten bandsbuches, des Wahlvereinsbuches, Krankenkassenbuches, Mietsgeringfügige Verlegungen und begaben sich nach ihren Wohnungen. vertrages oder ähnliche Papiere ausweisen fann, erhält eine LeseDer Unfall hatte eine Betriebsstörung von 22 Minuten Dauer zur farte unentgeltlich ausgestellt; diese Lesekarte gilt zunächst für ein Folge. Während dieser Zeit wurden die Wagen der Linien 11 und Jahr; sie wird nach Ablauf nach Kontrolle etwaigen Wohnungs31 über Weinbergsweg, Kastanienallee und Beteranenstraße ab- wechsels ohne weiteres bon Jahr zu Jahr verlängert. gelenkt. Kleine Nachrichten. Russische Nächte. Ein Groißscher Genosse schreibt der Volkszeitung für das Der Männerchor Fichte- Georginia 1879" gibt unter Leitung feines Chormeisters Th. Gervais am Sonntag, 24. Januar, zum Muldental" vom russischen Kriegsschauplatz: Du müßtest einmal die Felder sehen, wie sie von Granaten zerBesten der Familien seiner im Felde stehenden sowie der arbeitslofen Mitglieder in der fönigl. Hochschule für Musik ein Konzert. wühlt sind. Fürchterlich! Löcher von 2 Meter Tiefe und 4-5 Meter Mitwirkende sind: Kgl. pr. Kammerfängerin Frau Marie Goeße, Durchmesser. Wenn wir nachts Stellung beziehen, können wir uns Herr Adolf Watermann( Pianist), Herr M. Levizki( Flügel), Claus nicht genug in acht nehmen, daß wir uns in diesen Löchern nicht den May- Kienast( Geige) und Felix Rob. Mendelssohn( Cello). Anfang Hals brechen. Die ganze lur ist übersät von Eisenstüden in allen Größen, bis zur untrepierten Granate. Zuckerhüte, um die man ehrfurchtsvoll herumgeht. Stadtverordnetenwahl in Schöneberg. In Schöneberg fanden gestern zwei Ersagwahlen zum Stadtparlament statt, die infolge Ausscheidens der Stadtverordneten Beck und Kraas notwendig geworden waren. Im vierten Bezirk der ersten Abteilung wurde für den bisherigen Vertreter Beck Oberlehrer Professor Dr. Water( Freie Fraktion) mit 21 Stimmen gewählt. Nachfolger des Stadtv. Kraaz wurde im dritten Bezirk der zweiten Abteilung Regierungs- 72 Uhr. baumeister Schiller( Liberale Fraktion), für den 80 Stimmen abgegeben wurden. Auslegung der Gemeindewählerlisten. Pankow. Die Wählerlisten liegen im Rathaus Zimmer 25 wochenfags von 8-3 Uhr aus, Sonntag und am 27. d. M. von 9-1 Uhr. Die Benossen Restaurateur Gaßmann, Kreuzstr. 14, und Nigmann, Vorwärts" Spedition, Mühlenstr. 30, sind bereit, für diejenigen, die verhindert sind, Einsicht zu nehmen. Alt- Glienicke. Die Wählerliste liegt im Gemeindebureau aus. Da einer unserer Genolien in diesem Jahre aus der Vertretung ausscheidet, ist es Pflicht jedes Wählers, die Liste einzusehen. Wer dazu keine Zeit hat, fann fich an folgende Genossen wenden: May Winkelmann, Konjum, Rudower Str. 59, und Karl Schmidt, Faltenberg, Akazienhof. Eichwalde. Die Wählerliste liegt auch am Sonntag, den 24. Januar, vormittags von 11-12 Uhr, im Rathause, Grünauer Straße, zur Einsichtnahme aus. Märchenvorlesung. Am Sonntag, den 24. Januar, von 1/4 bis 25 Uhr, liest Wendelina Reichenbach in der Lesehalle der Gesellschaft für ethische Kultur, Rungestr. 25, Märchen vor. Eintritt frei, für Kinder und Eitern. In freien Stunden" mit Feuer in einer Nähmaschinenfabrik. In der Teßten Nacht hatte die Berliner Feuerwehr längere Zeit in der Stallschreiberstr. 59 zu tun, wo in der Nähmaschinenfabrik von H. Bötticher ein Brand aus gekommen war, der erst bemerkt worden war, als die Fenster von der Hize plazten. Erst gegen Morgen konnte die Wehr wieder abrücken. Die Entstehung war noch nicht zu ermitteln. Gefunden wurde beim Lichtbildervortrag am 18. Januar im Gewerkschaftshaus eine Boa. Dieselbe ist im Bureau des vierten Wahlkreises, Stralauer Plaz 10/11, abzuholen. Sarrajanis letzte Vorstellungen bringen noch einmal ein volltommen neues Programm. Nach den bis jest getroffenen Vereinbarungen ist es der Direktion leider nicht möglich, das jetzige Berliner Gastspiel über den 31. Januar hinaus ausdehnen zu können. Heute Sonnabend, den 23. Januar, und morgen Sonntag, den 24. Januar, 3 Uhr nachmittags und abends 71 Uhr, veranstaltet die Direktion je zwei Fest- Vorstellungen. Der Kartenvorverkauf an den Zirkustassen( Tel. Norden 10 408) und an den Theaterkassen der Barenhäuser von H. Tiek hat bereits eingesetzt. Gerichtszeitung. Neue Verordnungen des Bundesrats. Die Dörfer find fast vollständig zusammengeschossen, die Einwohner geflohen; die paar Häuser, die noch stehen, dienen uns, wenn wir aus den Schüßengräben abgelöst werden, als Wärmquartier. An der Zerstörung von dem Uebriggebliebenen tun wir dann noch ein Unumgängliches. So haben wir alles Brennbare, wie sämtliche Stafetzäune, Scheunen- und Stalltüren, Hausgeräte zum Heizen der Stuben und Kochen von Kaffee oder anderen Delikatessen benutzt, da anderes bei einem Regiment draufgeht und gebraucht wird, davon kannst Du Feuerungsmaterial nicht zu beschaffen war. Was da in drei Wochen Dir gar keinen Begriff machen. Wir liegen hier von den Russen 800 Meter auseinander, das heißt die Hauptschüßengräben; die vorgeschobenen Posten und Feldwachen find vielleicht bloß 300 Meter. Es ist selbstverständlich, daß da öfter Die Flinten knallen. Nachts ist es immer am tollsten. Nun schießen die Russen bekanntlich hoch und schaden dabei den hintern Leuten mehr als denen, die sie treffen wollen. Dazu schoß noch die russische Artillerie ein Duhend Granaten herüber, und sie hatten beinahe Glück. Die Höhe hatten sie mit ihrem Ziele, nur 100 Meter weiter rechts, und sie hätten unsere ganze Kompagnie schon beim Antreten zusammengeschossen. Scheinwerfer operierten und machten die Nacht zum Tag, und tatsächlich wunderbar, bald besser als am Tage war alles auf weite Entfernungen zu erkennen. Aber auch der russische Scheinwerfer, der ein nicht minder guter Apparat war, nahm uns gründlich unter die Lupe. Wir dachten an dem Abend, die Russen wollten einen Nachtangriff machen, und dasselbe dachten die Ruſſen von uns. Unsere Artillerie schwieg vollständig und nach drei Stunden hatte sich der Sturm gelegt, wir konnten wieder einrüden. Später hat es fich herausgestellt, daß sich der russische Angriff bei Nowo- Radomsk bis zu uns fortgepflanzt hat. So vergeht Tag für Tag und Nacht für Nacht, aber unvergeßlich werden mir bleiben diese unheimlichen finstern russischen Nächte. Jugendveranstaltungen. Charlottenburg. Jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen finden im Streise gleich altriger Kameraden. Das Heim ist geöffnet: Wochentags 7-10 Uhr, Sonntags 4-1/, 10 Uhr. Freitags: Mädchenabend. Montags und Donnerstags: Diskussionsabend, Mittwochs: Reigenübungen. Freitag, den 22. Januar: Vortrag der Genossin Bölz: Ober- Schöneweide. Sonntag, 24. Januar, früb 7 Uhr, Wanderung Arbeiterjugendbeim, Rosinenstraße 3, eine Stätte der unterbaltung im ein neuer Halbjahrsband. Der Schatz guter Erzählungsbücher, den unser Berliner Parteiberlag seit Jahren für das arbeitende Volk herrichtet, hat sich um ein neues Stück vermehrt: über 600 Seiten start liegt ein neuer Durch die Verordnungen des Bundesrats vom 7. August und Band der von Preczang redigierten Wochenschrift„ In freien Stunden" 22. Oktober 1914( Reichs- Gejetbl. 360, 449) ist den Personen, die abgeschlossen vor, der sechsunddreißigste Halbjahresband des be im Ausland ihren Wohnsitz haben, sowie den juristischen Personen, kannten Unternehmens. Damit haben wir nun eine eigene, durch die im Ausland ihren Siz haben, bis zum 31. Januar 1915 unter neue gutgedruckte Bilder von May Engert belebte Ausgabe des jagt, vermögensrechtliche Ansprüche, die vor dem 31. Juli 1914 großen fernigen märkischen Romans bon Aleris:„ Die entstanden sind, vor inländischen Gerichten geltend zu machen. Das Hosen des Herrn von Bredow" und zugleich eine Ausgabe Verbot bildet die erforderliche Gegenmaßregel gegenüber den im von Otto Ernsts Bildungsroman" Semper Semper der Jüngling", Ausland ergangenen Moratorien und schützt zugleich wirtschaftliche zwei Autoren, die zu den lebendigen unserer Zeit gehören, Interessen der am Auslandshandel beteiligten inländischen Schuldweil sie Menschliches mit echtem Humor erfassen und volkstümlich- gesunder Straft wiedergeben. Fünf gute Erzählungen ner, die durch den Krieg besonders betroffen sind. Da die für den Grlaß des Verbots maßgebenden Gründe unter den gegenwärtigen von Björnson, Hartmann, Tolstoi, Krauß, Nieriz stehen daneben, Verhältnissen fortbestehen, hat der Bundesrat in der Sizung vom eine Menge Wissenswertes ist in kleineren Aufsägen geboten und 21. Januar die Wirksamkeit des Verbots bis zum 30. April 1915 wer nach unterhaltendem Scherz verlangt, auch dem wird geholfen. berlängert. Die Ausgabe dürfte den Büchereien in Verein und Haus willkommen Die Befugnis, Ausnahmen von dem Verbote zuzulassen, steht sein. Sie ist ein Schmuck innen und außen und damit hoffentlich nach wie vor dem Reichskanzler zu. Von dieser Befugnis ist bisein guter Werber auch für die Wochenschrift. her in weitem Umfange Gebrauch gemacht worden, indem das VerDer Band toſtet auf gutem Papier gedruckt in Leinen gebunden bot für den einzelnen Prozez oder das Vollstreckungsverfahren aufert der Bildung für die weibliche Jugend. Anfang 8 Uhr. 4 M., der Halbfranzband 5 M. Die Wochenschrift„ In freien Stunden" kostet 10 Pf. pro Heft. Alle Volksbuchhandlungen halten unsuchen der Partei nach Prüfung der Umstände des Falles außer nach den Gosener Bergen. Tagesproviant und Liederbuch ist mitzuKraft gesetzt ist. Die bereits bewilligten Ausnahmen behalten auch bringen. den Band vorrätig und nehmen Bestellungen auf die Zeitschrift gegenüber dem verlängerten Verbot ihre Gültigkeit. Eine weitere Verordnung befaßt sich mit den Protestfristen für die Grenzbezirke. Nach der Verordnung vom 17. Dezember v. J. läuft bei solchen in Elsaß- Lothringen, Ostpreußen oder einzelnen Teilen Westpreußens zahlbaren Wechseln, bei denen der Zahlungstag vor dem 1. Januar 1915 eingetreten ist, die Protestfrist fünf Monate nach dem Zahlungstage, jedoch frühestens mit dem 1. Februar 1915 ab. Hiernach würde die Protestfrist für Wechsel, bei denen der Zahlungstag in den August fällt, am 1. Februar, und für Wechsel, bei denen der Zahlungstag im September oder Oktober eingetreten ist, im Laufe des Februar oder März ablaufen. Der Bundesrat hat nunmehr durch eine neue Berordnung für die in Frage stehenden Grenzgebiete die Frist in der Weise abermals perlängert, daß sie in keinem Falle vor dem Ablaufe des 31. März d. J. endet. entgegen. Der Deutsche Arbeiter- Wanderbund Naturfreunde" hält am Sonntag, den 24. Januar, in den„ Pharus- Sälen" in der Müllerftraße 142 einen Lichtbildervortrag Die Lüneburger Heide" ab. Anfang 7 Uhr. Im Berliner Aquarium ist ein Paar höchst eigenartiger, im borigen Sommer zum ersten Male lebend eingeführter Tiere, zur Fortpflanzung geschritten: die brasilianische Wassermühle hat vier durchaus fräftig entwickelte, lebende Junge zur Welt gebracht, die mit den beiden alten Tieren ein Aquarium im zweiten Stockwert, gegenüber den Waranen, bewohnen. Die Fortpflanzungsweise dieser, zu den Lurchen oder Amphibien gehörigen Geschöpfe, dir in ihrer äußeren Erscheinung wegen des vollkommenen Fehlens von Gliedmaßen vielmehr einem aalartigen Fische gleichen, war bisher unbekannt. Man wußte nicht, ob die Jungen, wie die Kaulquappen der Frösche und Molche, zunächst durch Kiemen atmen. Es hat sich nun herausgestellt, daß diese, wie bei anderen Blindwühlen, wohl schon vor der Geburt verloren gehen, so daß die Jungen fofort luftfchöpfend an die Oberfläckte des Waffers steigen müssen. : Elbinger Vereinsbankprozeß. Elbing, 22. Januar. Nach mehrtägiger Verhandlung wurde heute gegen 2 Uhr morgens das Urteil in dem Elbinger VereinsTegel- Borfigwalde. Sonntag, den 24. Januar, nachmittags: Gefelliges Beisammensein und Kaffeekochen im Jugendheim. Besuch der Jugendgenossen aus Hohen- Neuendorf. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 24. Januar, vorm. 9 11hr, Neukölln, dealpassage"; Tegel, BahnhofPappel- Allee 15-17; Vormittags 11 Uhr, Stleine Frankfurter Str. 6: Vortrag von ftraße 15, und Ober- Schöneweide, Selarastr. 2: Freireligiöse Vorlesung. Damen und Herren als Gäste Herrn E. Rotter:" Leben und Tod". Allgemeine Kranken und Sterbekasse der Metallarbeiter ( V. a. G.) Hamburg. Filiale Pankow. Sonnabend, 23. Januar, abends 9 Uhr: Mitgliederversammlung bei Schröter, Florastraße 5 u. 6. willkommen. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Deutschen Wagenbauer Mitgliederversammlung bei Grieger, Lessingstr. 9. ( 2. a. G.) Neukölln 1. Sonntag, den 24. Januar, vormittags 9, Uhr: Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Sonntagmittag: Beitweise aufflavend, aber überwiegend bewölkt; Temperaturen in der Nähe des Gefrierpunktes; nirgends erhebliche Niederschläge. Inventur Ausverkauf bi bi's Stiller 50% Gegr. 1867 ZU und mehr sind unsere freise ermäßigt! Nr. 23. 32. Jahrg. Bezirks Beilage des Vorwärts" für Süden- Wellen. Bezirks- Beilage Verlustlisten. 23. Jannar 1915. Das Geheimnis Gottes von Barnim Wilhelmi. Geh. 2,50 M. Fallenverlag, Schöneberg, Alazienstr. 7. Berliner Gemeinderecht. Bd. 12. Gewerbeangelegenheiten. Geb. 3,80 M. 3. Springer, Berlin W. 9. Was die Soldaten fingen. Soldatenliederbuch. Taschenformat. 147 S. W. Schmidtunz. München- Wien. Sanitäts- Komp. Nr. 3 des IV. und Nr. 3 des XVI. Armeekorps; Sanitäts- Komp.( ohne Angabe der Nummer) des VII. Armeekorps; Ref.- Sanitäts- Komp. Nr. 17; Festungs- Sanitäts- Komp. Nr. 3 des XV. Reservekorps; Festungs- Sanitäts- Komp. der 21. LandwehrDie Verluftliste Nr. 132 der preußischen Armee enthält Brigade; Feldlazarett Nr. 3 des XX. Armeekorps; Ref.- Feldlazarett Verluste folgender Truppen: Mr. 14; Kriegslazarett- Abt. Nr. 2 des Garde- Reservekorps und Nr. 2 Langens Kriegsbücher. Band 1. Unsere Bayern Anno 14. Bon des XVIII. Armeekorps; Freiwillige Sanitäts- Kolonne des XVII. Lena Christ. Band 2. Kriegshumor. 1. Teil. Von E. Buchner. Armeekorps. Band 4. Der Tod in Flandern. Kriegsnovellen von A. Köster. A. Langen, München. Train- Abteilungen Nr. 6, 8, 11 und 18; Fuhrpark- Kolonne Nr. 5 Jeder Band 1 M. Die deutsche Voltsernährung und der englische AushungerungsAllegander; 1. Garde- Rej.- und Garde- Füfilier- Reg.; Garde- Schüßen- des VII. Armeekorps; Etappen- Bäckerei- Kolonne Nr. 1 der 4. Armee. plan. Dentichrift, herausgegeben von P. Elzbacher. 1 M.-§. Vieweg u. Sohn, Braunschweig. Generalfommando des XXV. Reserveforps. Stab der 3. Res.- Division, der 34. Jnf.- Division und der 41. gemischten Ersatz- Brigade; 2. und 3. Garde- Reg.; Garde- Grenadier- Reg. Bataillon; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füsilier- Regimenter Nr. 5, 11, 13, 19, 20, 22, 23, 26, 30, 35, 37, 38, 39, 43, 44, 46, 51, 56, 59, 60, 65, 67, 70, 73, 75, 81, 82 84, 88, 89, 95, 97, 99, 111, 112, 113, 114, 115, 117, 118, 131, 132, 135, 141, 150, 152, 153, 154, 156, 162, 163, 164, 167, 169, 170, 173, 175; Ersatz- Regimenter Königsberg I und Nr. 28 v. Donop; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 6, 7, 10, 11, 13, 16, 17, 23, 24, 28, 32, 37, 39, 40, 53, 71, 80, 86, 87, 91, 92, 93, 94, 109, 118, 205, 207, 217, 218, 221, 231, 234; Res.- ErsatzReg. Nr. 4; Landwehr- Inf.- Regimenter Nr. 5, 6, 11, 13, 20, 22, 24, 30, 37, 39, 40, 52, 72, 80, 81; leberplanmäßiges Landwehr- Inf.- Bat. Nr. 2 des IV. Armeekorps; Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 6, 15, 26, 49, 50, 76, 83; Landwehr- Brigade- Ersatz- Bat. Nr. 38; LandsturmBataillone Koblenz, Insterburg, Kosten, Kreuzburg, III. Mez, Mosbach, Mülhausen i. E., Münster, I. Saarbrücken, Trier, Wiesbaden; Jäger- Bataillone Nr. 3, 5, 6, 10, 14; Res.- Jäger- Bataillone Nr. 3, 8, 11, 19; Inf.- Ersatz- Radfahrer- Komp. der 1. Kavallerie- Division; Festungs- Maschinengewehr- Zug Nr. 12. * Die Sächsische Verlustliste Nr. 97 bringt Verluste der InfRegimenter Nr. 101, 102, 103, 108, 178, 182; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 101, 106, 107, 133, 241, 243, 245; Brig.- Ersatz- Bat. Nr. 46; Landwehr- Ersatz- Reg. Nr. 5; Landwehr- Brig.- Ersatz- Bat. Nr. 48; JägerBat. Nr. 12; Res- Jäger Nr. 13; Karabinier- Reg.; Ulanen Nr. 18, 21; Res-- Ulanen; Husaren Nr. 18, 20; Kavallerie- Ersatz- Abt. Nr. 12. Die Württembergische Verlustliste Nr. 100 enthält VerJuste des Brig.- Ersatz- Bat. Nr. 54; Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 123; Inf.- Reg. Nr. 124; Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 124; Feldart.- Reg. Nr. 13; Ersatz- Abt., Feldart.- Reg. Nr. 29. Parteiveranstaltungen. wwwww 927 Die deutsche Sprache von heute. Bon W. Fischer.( Aus Natur und Geisteswelt. Band 475.) 1, M., geb. 1,25 M. B. G. Leubner, Leipzig. Vor und nach dem 4. August 1914. Hat die deutsche Sozialdemokratie abgedankt? Von Julian Borchardt. Preis 30 Bi. Berlag der Lichtstrahlen, Berlin- Lichterfelde, Hedwigstr. 1. Der Krieg 1914 in Wort und Bild. Heft 8 und 9. Jede Woche erscheint ein Hest. 30 Pf. Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., BerlinLeipzig. Kürassiere Nr. 1, 3, 4; Dragoner Nr. 7, 16, 24; Jäger zu Pferde ein Ausflug nach Saatwinkel statt. Abmarsch morgens um 8 Uhr vom 50-58; Fresser 55-68, Fresser, dänische, 40-50, Bullen, dänische, 56-68; Nr. 10; Res.- Kav.- Abt. Nr. 49. 2. und 3. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 25, 27, 30, 31, 33, 35, 39, 44, 50, 52, 54, 72; Res.- Feldart.- Regimenter Nr. 14, 15, 43, 48; 1. Landsturm- Batterie des VII. und 2. des XVIII. Armeeforps. Charlottenburg. Jugendsektion. Morgen Sonntag findet Wilhelmplaz. Rückkehr mittags. Gäste willkommen. Alt- Glienicke. Sonntag, den 24. Januar d. J., nachmittags 3 Uhr, im 2okal von Wilhelm Dürre, Köpenider Str. 6: Mitgliederversammlung. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Eingegangene Druckschriften. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Markthallen.( Ohne Verbindlichkeit.) Freitag, den 22. Januar. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Dchienfleisch Ia 80-90, do. IIa 73-80, do. IIIa 69-73; Bullenfleisch la 76-82, do. IIa 69-76; Stübe, fett 65-68, do. mager 50-58, do. dänische Stalbfleisch, Doppellender 125-135; Maftfälber Ia 95-105, bo. Ila 65-80; Hammelfleisch: Mastlämmer 90-95; Hammel Stalber ger. gen. 45-55. Ia 82-90, do. IIa 76-81; Schafe 76-82. Schweinefleisch: Schweinc Gemüse, fette 86-92, sonstige 82-86, dän. Sauen 00-00. inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 kg 0,00; meiße Kaiserfronen 0,00; Magnum bonum 0,00; Woltmann 0,00-0,00; Borrec, Schoo 0,70-1,00; Sellerie, Schock 3,50-7,00; Spinat 50 kg 7,00-20,00; Mohrrüben 2,75-4,00; Wirsingkohl Schod 4,00-10,00; Heft 16 der Neuen Zeit" vom 22. Januar 1915 hat folgenden Wirsingfohl 50 kg 5,00-6,00; Weißtohl Schod 3,00-8,00, erßfohl Rotkohl 50 kg 3,00 bis Inhalt: Friedlicher Imperialismus? Von Spectator. Die österreichischen 50 kg 4,50-5,50; Rotfohl, Schod 4,00-10,00; Bewerkschaften im Kriege. Von Julius Deutsch. Striegsgeschichtliche 5,00; Grünkohl 50 kg 6,00-10.00; Stohlrüben 50 kg 3,50-6,00; Teltower Zur Literatur über finanzielle Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 3,00-10,00. Streifzüge.( VII.) Bon Fr. Mehring. 50 Literarische Nosenkohl kg 25,00-35,00, Meerrettich Schod Mobilmachung und Kriegführung. Von Gustav Editein. 6,00-14,00; Rundschau: G. Edstein: Dr. Karl Helfferich. Deutschlands Volkswohlstand Veterfilienwurzel Schockbund 1,00-3,00; Zwiebeln 50 kg 12,00-13,00, 1888-1913. K. K.: Fridtjof Nan en, Sibirien, ein Zufunftsland. Apfelsinen: italienische 50 kg 10,00-11,00, dito 200 Stüd 8,00-9,00. H. Fleißner: Jahrbuch des Zentralverbandes deutscher Konsumvereine 300 St. 9,00-10,00, Murcia 200 St. 8,00-13,00, bito 300 Stüd 1914. R. Woldt: Victor Cambon, Frankreich bei der Arbeit. Notiz 8,00-14,00, Messina 160 St. 11,00-12,00, 200 St. 9,00-11,00, 300 St. Fortifikation Graudenz; Armierungskolonne Nr. 12; Schanz Sp., Die schweizerischen Aktiengesellschaften. Anzeige: Robert Danneberg, 8,50-11,00. Messina Blut 80 St. 9,00, do. 100 St. 7,00-8,75, do. arbeiterkolonne Nr. 6 und 8. Die Refrutenschulen der internationalen Sozialdemokratie. 150 St. 7,00-10,00. 2. Garde- Fußart.- Reg.; Fußart.- Regimenter Nr. 1, 5, 6, 7, 10, 14, 15, 17, 18; Res.- Fußart.- Regimenter Nr. 3, 4, 9, 16; LandwehrFußart.- Reg. Nr. 6. Pionier- Regimenter Nr. 19, 23, 25, 29, 31; Pionier- Bataillone: II. Nr. 1, II. Nr. 2, I. Nr. 8, 1. Nr. 9, II. Nr. 11, II. Nr. 14, I. Nr. 15, III. Nr. 16, I. Nr. 17, I. Nr. 21, II. Nr. 21, 11. Nr. 27; Pionier- Ersatz- Bat. Nr. 17; 43. und 52. Res- Pionier- Komp.; Res.Scheinwerferzug Nr. 25 des XXV. Reserveforps. Eisenbahn- Baukomp. Nr. 12; Feldfliegertruppe. Ref.- Inf.- Munitionsfolonnen Nr. 47 und 50. 19216) Suter Lefeftofj in der 05 Kriegszeif ie illustrierte Wochenschrift ,, In Freien Stunden" bringt auch im Kriege ihren Lesern fesselnden Unterhaltungsstoff. Die weltgeschichtlich hochbedeutsame Zeit, in der wir leben, zwingt mehr als je dazu, den seichten, nichts. fagenden Leseschund aus Arbeiterfreifen zu verbannen und das Augenmerk auch in der Unterhaltungslettüre auf große Dinge zu richten. Unsere Wochenschrift„ In Freien Stunden" dient diesem Ziel, indem sie, Anfang Januar beginnend, veröffentlicht: Um die Freiheit Geschichtlicher Roman aus dem deutschen Bauernfriege von 1525 von Robert Schweichel Die größte deutsche Bauernerhebung hat in diesem Roman ihre künstlerische Darstellung gefunden. Der Verfasser führt uns gleich im Anfang in eine höchst lebendige, charakteristische Szene, die schlagend offenbart, um was es in diesen verzweifelten Kämpfen der Bauern ging: um die Befreiung von den drückenden Feudallasten, um einen gerechten Anteil an Grund und Boden, Wild und Fischfang und kirchliche Freiheit. Das Auftreten Luthers gab der längst vorhandenen Unzufriedenheit einen mächtigen Aufschwung und verschaffte dem politischen und wirtschaftlichen Kampf eine religiöse Grundlage; denn das Evangelium sah in allen Menschen Brüder und wandte sich hauptsächlich an die Mühseligen und Beladenen. Darüber hinaus sahen Weiterblickende das Seil in der Errichtung eines nationaldeutschen, christlichen Reiches- ein Umstand, der im Hinblick auf den Weltkrieg der Gegenwart von besonderem Interesse ist. Schweichel beginnt mit dem Aufstande in Rothenburg und führt uns dann mit sicherer Hand durch die wesentlichsten Ereignisse und Kämpfe jener großen Zeit. Nicht etwa in trockener Aufzählung der Tatsachen, sondern, wie es sich von einem In Freien Stunden erscheint wöchentlich als 24 Geiten starkes Heft zum Preise von 10 Pfennig. Jedes Heft bringt außer den Romanen Aufsätze( zum Teil auch illustriert) und Notizen aus allen Wissensgebieten, Skizzen oder kurze Erzählungen, sowie Scherz und Gatire. Der Unterzeichnete bestellt bei der Buchhandlung Borwärts, Berlin SB. 68 Lindenstraße 3 ,, In Freien Stunden" nebst einer Gratis- Kunst betlage zum Preise von 10 Pfennig wöchentlich frei ins Saus Name:. Ort und Wohnung: Diesen Bestellschein nimmt auch der Zettungsbote entgegen. Kunstwert von selbst versteht, durch Widerspiegelung jener Zeit in den Seelen der Menschen. Da treten uns ebensowohl die einfachen Repräsentanten der großen Masse, wie die geschichtlichen Führer jener großen Bewegung entgegen. Da klingt eine Liebesgeschichte in Kampf und Streit hinein, und Poesie vereinigt sich mit Sistorie, um uns jene weltbedeutenden Ereignisse menschlich näherzubringen. Alles in Allem: Dies starte Wert eines Mannes, der mit Herz und Tat stets auf Seite des schaffenden Volkes stand, muß das brennende Interesse jedes Arbeiters, jeder Arbeiterin finden. Wer den Roman schon kennt man fann ihn gern zweimal lesen!- hat hier Gelegenheit, sich eine illustrierte Ausgabe für wenig Geld zuzulegen, denn das Werk wurde von Prof. Damberger- München mit künstlerischen Bildern geschmückt. Neben dem Hauptroman bieten wir unsern Lesern zunächst Sewastopol Novelle von Leo Tolstoi In dieser höchst zeitgemäßen Novelle führt uns der berühmte russische Dichter in die Zeit des Krimkrieges, da die vereinigten Armeen der Franzosen, Engländer, Türken und Sardinier den ersten Kriegshafen der russischen Flotte im Schwarzen Meer einschlossen und eroberten. Der Verfasser befand sich als junger Offizier in der Festung und schildert aus eigener Anschauung tiefergreifend Leben, Leiden und Kämpfe der Verteidiger, ihren Mut und ihr Verzagen, ihre Tugenden Da und Laster. Er beschönigt nichts, er verschweigt nichts. Sewastopol auch im gegenwärtigen Kriege eine bedeutende Rolle spielt, Safen der russischen und Angriffsobjekt der türfischen Flotte ist, werden die meisterhaften Schilderungen Tolstois mit außergewöhnlichem Interesse gelesen werden. 1916 Kriegspflichten! Heiligste Pflicht der Arbeiter in diesen ernsten Zeiten ist es, den von ihnen selbst geschaffenen Organisationen die Treue zu bewahren. Ein jeder organisierte Arbeiter fülle in den Organisationen die durch den Krieg gerissenen Lücken aus; werbe nach besten Kräften für die Arbeiterorganisationen! Haltet Treue, tretet ein in die sozialdemokratischen Wahlvereine, werdet Abonnenten des Vorwärts". 铃 Beitrittserklärungen zu den Wahlvereinen werden entgegengenommen im Berliner Verbandebureau, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, 3. Hof, Aufg. IV, 3 Tr. Bestellungen auf den„ Vorwärts" nehmen die Hauptexpedition, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, sowie alle Filialexpeditionen entgegen. Feldbrief- Mappe enthaltend 5 vorschriftsmäßig bedruckte Feldpost- Briefumschläge nebst Briefbogen, 5 vorschriftsmäßig bedruckte Postkarten Preis 10 Pf. Buchhandlung Vorwärts Lindenstr. 3. Kaiser Brikett KAISER BRIKETT ist für Ofenheizung am besten und am billigsten! Bäcker- u. Konditoreien Bäckerei Nordstern Inh. Gust. 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