Nr. 28.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerands: Sierteljahr 3,50 90 monatl. 1.10 R roochentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Stummer 5 fg. Sonntags. nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt 10 g. Bost Abonnement: 1.10 Mturk pro Monat Eingetragen in die Boit Zeitungs Breisliste Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2.50 art, für das übrige Ausland Mark pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Solland, Italien, Luremburg, Portugal Rumänien Schweden und die Schweiz Cricheint täglich. • Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechegebaltene folonel. zeile oder deren po 2- g., für boltasche und gewersfcaftliche Bereins. imb Berfammlungs nzeigen 30 ,, Kleine Anzeigen", das fettgeprudie Bort 20 fg.( autäfig 2 fettgedrucke Borte), jedes weitere out 10 Big: Stellengeiche Schlafftellenan geigen bas erste od 10 Big., jedes meitere Sou o Bfg. Worte über 16 Such staben zählen fic amei Borte. Shjeruie fie die nachite Rumer music bis 5 1hr nachmittags in der Ghedition abgegeben merben. Die besition ift bis 7 uhr abends geoffact. Polegram- preffe: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplas, Nr. 151 90-151 97. Donnerstag, den 28. Januar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplay, Nr. 151 90-151 97. Der Uzjoter Baß von den Desterreichern wiedergewonnen. Erfolg der Sachsen bei Craonne. Westlicher Kriegsschauplah. Der französische Tagesbericht. Baris, 27. Januar.( W. Z. B.) Der gestern nachmittag ut 3 Uhr ausgegebene amtliche Kriegsbericht lautet: Auf der ferfront find die belgischen Truppen im Gebiet von Bervise Borgerückt. Bei Tagesgrauen haben die Deutschen gegen unsere Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Die Zensur in Oesterreich. Amtlich. Großzes Hauptquartier, den 27. Januar 1915.( W. I. B.) Weftlicher Kriegsschauplatz. Ernste Beschwerden auch der bürgerlichen Areije. Bei Nieuport und Ypern fand nur Artil- ichon ett langem einen nachdrüdlichen Stampf um das Schüßengräben östlich vern einen Angriff mit einem Bataillon leriekampf statt. unternommen, der sofort aufgehalten wurde. 300 Zote, darunter Dieser Angriff sollte von Kompagnien der zweiten Linie unterstützt nim auch den bürgerlichen Kreisen mitgeteilt und die So erschien in dieser Bochic beim Ministerpräsidenten dent und zwei Vizepräsidenten des Abecordnetenhauses, un Mus Wien wird uns vont 22. Januar geschrieben: Rochdem die sozialdemokratische Breffe in Oesterreich seit bißchen Menuungsfreiheit führt, das der Kriegszustand Bei Cuinchy südwestlich La Bassee versuchte überhaupt übriggelassen hat denn vorweg ist sie durch der Führer der Spitzenkompagnie, ſind auf dem Kampfplatz geblieben. der Feind gestern abend die ihm am 25. Januar die Militärzentjur auf das stärkste cingeengt worden werden, aber diese konnten unter dem sehr genauen Feuer unserer entrissene Stellung zurückzuerobern. Das Be- bat sich der Unwille über den berühmten weißen Fled" Artillerie aus ihren Unterständen nicht herauskommen. Bei La mühen war vergeblich, der Angriff brach in Regierung vernimmt nun auch von ihnen bittere Worte. Bassée, in Givenchy und Guinch richtete der Feind fünf unserem Feuer zusammen. Augriffe gegen die englischen Linien. Nachdem fic leicht vorgerüdt waren, wurden die Deutschen zurüdgeworfen. Sie ließen zahlreiche Die schon gestern gemeldeten Kämpfe auf zuerst eine parlamentarische Deputation, nämlich der PräfiTate und 60 Gefangene, darunter 2 Offiziere, auf dem Stampsplay. den Höhen von Craonne hatten vollen Erfolg. in, unter Hinweis auf die Seltianfetten der Zenfurvraris, Ter Angriff war von einem Diversionsversuche auf mehreren Stellen Die Franzosen wurden aus ihrer Höhenstellung zu erfuchen, feinen Einfluß dahin geltend zu machen, daß unserer Front begleitet gewesen. Zwischen den Straßen Béthune- westlich La Creute Fme. und östlich Surfebise ge- die zeniur. jongit nicht zwingende militärische Rücken Feind aus den Schühengrüben hervorzukommen. Er wurde aber worfen und auf den Südhang des Höhengeländes entgegenstehen, in einer den Bedürfnissen des Leſepublikums entgegenkommenden Weise gehandhabt merde". durch das Feuer unserer Artillerie und Infanterie augenblicklich angedrängt. Mehrere Stüßpunkte auf einer Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Dr. Syl schalten. Auf dem Rest der Front zwischen 2ys und Dise Ar- Breite von 1400 Meter wurden von den Sachsen veiter, batte zur Beschwerde einen versönlichen Aulos: cr Beim ersten wurde er im Sturm genommen, 865 unverwundete Fran- erörtert nämlich derzeit die Notwendiafeit einer innigeren 30sen gefangen, acht Maschinengewehre erobert, Deutschen Reich, und seine Erörterungen werden beharrlich ein Pionierdepot und viel sonstiges Material fonftssiert Roch ernster ist die Dentfchrift zu erten; die dem Ministerpräsidenten über Initiative des Herrenhauserbeutet. Niederösterreichischen Gewerbeverein, einer alten, foliden La Bassée und Aig Noulette- Francion versuchte der tillerieduell. Westlich von Craonne hat der Feind hintereinander zwei äußerst heftige Angriffe unternommen. Beim ersten wurde er zurüdgeworfen, beim zweiten drang er in unsere Schützengräben ein. aber durch einen energischen Gegenangriff gewannen wir beinahe das gesamte verlorene Gelände wieder. Der Kampf um dic vom Feinde auch besetzten Bruchstücke der Schützengräben dauert fort. In der Champagne, in der die Artillerie des Feindes eine geringere Tä wirtschaftlichen Berbindung Oesterreich Unaarns tit Dent Südöfflich St. Mihiel nahmen unsere Trup- mtaliedes, und Geheimen Rates Dr. Erner von dem tigkeit als an den vorhergegangenen Tagen zeigte, fchoffen unsere pen einen französischen Stützpunkt, Gegen- unternehmerbereinigung, dargebracht worden ist. In diefer Batterien wirksam auf die deutschen Stellungen In den Argonnen, im Gebiet von Saint Hubert, wehrten wir einen Angriffs. versuch ab. Im Elsaß verwendete der Feind scine Bombenwerfer gegen unsere Stellungen am Hartmannsweilerkopf, wo teine neuen Kämpfe stattfanden. Der Feind hat Thann, Lembach und Sennheim beschossen. Baris, 27. Januar.( W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 26. Januar, 11 Uhr abends. In der vergangenen Nacht warfen angriffe der Franzosen blieben erfolglos. In den Vogesen liegt hoher Schnee, der unsere Bewegungen verlangsamt. Deftlicher Kriegsschauplah. des Der russische Angriff nördlich Gumbinnen die englischen Truppen einen neuen Angriff bei Givenchy und La machte keine Fortschritte, die Verlufte Sassée zurüd und beschten schließlich im Gegenangriff die Stel- Feindes waren stellenweise schwer. Iungen des vorhergehenden Tages wieder. Der Kampf an der Straße In Polen keine Veränderung. Oberste Heeresleitung. Der neue Generalquartiermeister. Attlich. Großes Sauptquartier, den 27. Januar 1915.( W. Z. B.): Bethune- 2a Bassée war sehr heiß. Die Deutschen ließen bert 300 Tote zurück. Infolge des bereits gemeldeten heftigen Angriffes konnte der Feind gestern abend in unsere Schüßengräben zwischen Hurtebise und dem Walde von Toulon, westlich Craonne, einbringen, nachdem die Schühengräben durch Lufttorpedos vollständig zerstört worden waren. Wir machten dort eincu Gegenangriff. Den letzten Nachrichten zufolge war ein Teil des verlorenen Geländes wiedergewonnen. In den Argonnen unternahmen unsere Truppen zwei Angriffe bei St. Hubert und Fon Zum Generalquartiermeister ift an Stelle des zum Kriege taine- Madame. Wir konnten in den kürzlich verloren gegangenen minister ernannten General Wild v. Sohenborn der General Schüßengräben wieder Fuß fassen und mehrere deutsche Sappen zer- leutnant Freiherr von Freytag- Loringhoven ernannt ftören. Der Feind unternahm einen Gegenangriff, wurde jedoch in der Nacht vom 25. zum 26. zurüdgeworfen. Bon der übrigen Front ist nichts Wichtiges zu melden. Offiziere, über die ich aus dem Munde deutscher Offiziere oft worden. Der österreichische Generalstabsbericht. dam Regierungschef persönlich unterbreiteten Denkschrift finden sich Säße von einem für diese Beiten und für diese streise ganz bemerkenswerten Freimut. Die derzeitiae Saudhabung der Benfur habe tiefe Berftinumtung hervorgerufent", habe ..beinliches Aufsehen erregt"; es liege geradezu int Intereffe der Regierung, eine zu weifgehende Beschränkung des freien Wortes zu vermeiden und die Bildung einer öffentlichen Mei. muna zu fördern, ohne welche die Funktionäre der Regierung, die berufen sind und berufen fein merden, die wirtschaftlichen nd politischen Korfequenzen aus diefem Kriege richtunggebend 3 beeinfluffen, gar nicht in der Lage sein werden, ihre Mirfgaben in befriedigender Weise zu löfen": eine zu weitgehende Proffelung der freien Meinungsäußerung müiffe abichwächend quf die große Begeisterung wirfen, und es förutte statt deffent Berdrossenheit und Gleichgültigtcit cutreten": das alles find ficherlich sehr richtige Beobachtungen und Anschaungen, und es wäre nur zu minschen, daß die Regierung ich sie zu eigen macht. Jedenfalls beweist dieser Widersprich gegen die Benjur, daß sich auch die bürgerlichen Kreise der Gefahr der Heffelung der Preise bewust zu werden beginnen. Und schon das ist ein Fortschritt. Es wird die Refer vielleicht interessieren, das verwidelte System der österreichischen Zensur Pennenzufernen. Für die Presse in Desterreich gibt cs fett Kriegsausbruch ausnahmslos das, was man Benjur nennt; der UnterDie Kämpfe im Sundgau. fchied gegen die leibhaftige Zensur des Bormärz ist eigentlich Wien, 27. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird verlautir technischer Art, Man muß sich also nicht gerade die Gr Basel, 26. Januar.( 2. T. 9.) Oberst Müller schildert bart: 27. Januar 1915. Jm oberen Ungtale wurde laubnis zur Veröffentlichung verschaffen. bevor man etwas in berenen 3üricher Zeitung die überaus wütenden gestern der Gegner aus seinen Stellungen auf den Grenz- druden läßt: aber die Behörde fann jede 3eile pou Kämpfe im Sundgau, namentlich um die Söhe 425 weich Senn höhen beiderseits des Uzsoker Passes geworfen. Einer der der Veröffentlichung an sichließen- gleichgülheim. Er schreibt u. a.: Die Deutschen zollen namentlich den wichtigsten Karpathenpässe, um dessen Besitz im Verlauf des tig wie immer der Inhalt geartet ist, alio auch dann, wenn franzöfifchen Alpenjägern Lob. Ihrer gewandten, tapferen Haltung Feldzuges schon oftmals erbittert gefämpft wurde und der seit er einen geiezwidrigen Charakter abfolut nicht befist. Und aber fehlte die zähe Ausbauer, als der Erfolg dem Angriffsfeuer 1. Januar von den Russen befest, besonders stark befestigt und ihre Anordnung ist endgültiger Art, fie fann nirgendwie nicht fogleich enifprad), eine Erscheimmg, welche von den deutschen durch mehrere hintereinander liegende gute Steilungen zäh angefochten werden. Scheinbar find die weißen Flede", von Frontoffizieren aus anderswo festgestellt würbe. Sehr günstig verteidigt wurde, gelangte hierdurch nach dreitägigen denen die österreichischen Beitungen jest„ minneln". dasselbe, Tautet im allgemeinen das Urteil über die franzöfifchen ämpfen wieder in unseren Besit. Nordwestlich des was man in einigen auch früher und eben inner bemerkt genug Worte höchfter Anerkennung und Achtung hörte. Die Aus- zjoker Passes, sowie im Latorcza. und Nagyagtale dauern bildung der Truppe und die soldatische Haltung und Ausdauer feien die Kämpfe noch an. verschieben. Die aus älteren Leuten bestehenden Territorial- In Westgalizien und in Polen infolge Schnee- ger chtliche Rachsrüfung folgt: die staatsanwaltliche Stoutistruppen, welche jetzt vielfach auch als Gefechtstruppe in der Front gestöbers nur mäßiger Artilleriekampf. verwendet werden, werden von deutscher Seite nicht besonders hoch eingeidägt. In Anbetracht der febr fchwer anzugreifenden beherrschenden französischen Stellungen muß die Wiedergewinnung des öst lichen Teiles der Höhe 425 als schöner taktischer Erfolg und rühmliche Waffentat bezeichnet werden. Schwierig gestalten sich für die Franzosen in diesem Gelände die rückwärtigen Verbindungen betachierten Abteilungen im Gebirge schlimm bestellt. Aber auch die und damit die Verpflegungsverhältnisse. Das Wefferlingertal bietet wifchen Thann und Sennheim stehenden franzöfifchen Truppenteile teine großen Hilfsquellen mebr. Der Transport der Lebensmittel fcheinen unter Verpflegungemangel leiden. Wenigftens faben die über die Vogesenpäfte erfordert starten Verbrauch von Sträften und bei Sennheim gefangenen Frangofen abgemagert aus und flagten Beit; insbesondere ist mit der Berpflegung der eineren über Hunger. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Bat: aber das ist nur eine scheinbare Mehrlichkeit. Das be Bei lagnahme durch den Staatsanwalt, der aber dann eine ruht sonst auf der( in Desterreich unbegrenzten) vorläufigen tation bedarf der nachträglichen Bestätigung durch das Gericht, und fie fantu un dem fogenannten objektiven Berfahren auch angefichten werden was mun freilich nur sehr färgliche Schutzmaßregeln der Breßfreiheit sind, aber dem Konfiszieren doch immerhin eine Grenze jeben. Rest ist das anders, unc der Vorgang ist der folgende. Die Rettungen dürfen erit zmei Stunden nach cherreichung des Bilichteremplars verbreitet werden. Die Behörde und zwar ist es die Polizeidirektion kan wegen jedes beliebigen balts die Berbreitung Des Blattes untersagen, affo im Wesen die Verbreitung jedes thr amtößig erscheinenden Inhalts verhindern. Mio verfügt fic -fo fetzt sich die Rechtslage in die Braris um das dies oder jenes aus bent Blatte entfernt werden müsse. Und dann wird es eben aus der fertigen Platte ausgefragt. Wie es ein wird es eben aus der fertigen Platte ausgefragt. Wie es einmal in der Arbeiterzeitung wikig hieß: erit schreibt mans, Wenn eine derartige Rüdwärisbewegung beschlossen foird, wird sie sich die Nesolution für eine sofortige nationale Stampagne gegen für eine demp natürlich von den Deutschen ausgenukt werden, um den Neutralen die Geheimdiplomatie und als ein großer Sieg der Deutschen hingestellt zu werden. Deshalb fratische Kontrolle der Auslandspolitit aus. jei es gut, bereits jetzt zu sagen, daß es nicht an den Schwierig Weiter wurde eine Resolution gegen 5 Stimmen angenommen, feiten der jetzigen Stellung gelegen ist, sondern lediglich infolge taldann sett mans, dann gießt mans, dann fraßt mans, und tischer Erwägungen geschehe, wenn die Russen dazu übergehen, eine velche die Sozialisten aller Nationen auffordert, die Kriegsandere Stellung einzunehmen. " das Resultat ist der weiße Fled. Der jo geschilderte Vorgang, der fich auf das Gefes über die Buläffigkeit der Suspendierung der staatsbürgerlichen Rechte vom Jahre 1869 gründet, Der neue Polizeipräsident von Lodz. welche Suspendierung im vollen Umfange mit dem Tage des Kriegsausbruches in ganz Defierreich eintrat, läuft also darAmtlich. Berlin, 27. Januar.( W. T. B.) Der Geh auf hinaus, daß in Desterreich Feine Beile gebrudt Oberregierungsrat und Vortragende Rat in der Reichstanzlei werden kann, die zu drucken die Benfur nicht von Oppen ist zum Polizeipräsidenten von Lodz im Umerlaubt hatte- wenngleich sich dieses Erlauben technisch gegend bestellt worden. so darstellt, daß sie das Erscheinen nicht verboten hat. Neben dieser so gearteten absoluten Renfur der Vermaltungsbehörde steht aber noch die militärische Zenjur, und Der Seekrieg. die iſt auch in der Form Reniur. Es bedürfen nämlich alle Ueber die Seeschlacht in der Nordsee. in Desterreich die engsten Grenzen gezogen hat. mittel zu verweigern. Friedensbestrebungen. Stodholm, 27. Januar.( 2. U.) n den Präsidenten Wilfon hat die Zentralstelle der schwedischen Friedens- und Schiedsgerichtsvereinigung ein schriftliches Ansuchen gerichtet, die Initiative zu ergreifen, um auf der Konferenz aller neutralen Staaten ein Uebereinkommen zu erzielen, das den Friebensschluß herbeiführen und bie Reime für spätere friegerische Berwidelungen beseitigen soll. Die Kampagne gegen die Teuerung in England. Nachrichten, Darstellungen, Schilderungen aus dem Kriege einer eigenen Genehmigung, die entweder das KriegspreiseKopenhagen, 26. Januar.( W. 2. B.) Nationaltidende" schreibt Unjer Londoner Sorrespondent schreibt uns: Der Kriegsausschuss bureau( im Kriegsministerium) oder das Kriegspreiseqnar- in einem Beitartikel: 28enn man die Artikel der englischen der englischen Arbeiterbewegung veröffentlicht einen ausführlichen Bctier erteilt und innerhalb der, was man ja noch am cheſten neutraler Refer doch den Eindruck, daß die englische Bresse in hohem seine Vorschläge zur Behebung des Hebels. Bertreter aller Zeige Blätter über die Seeschlacht in der Nordsee lieft, hat ein richt über die Leuerung der Bebensmittel und madt begreifen kann, irgendeine Kritif feinen Raum findet. Doch Grade die Bedeutung des Sieges übertreibt. Die englische Breffe der Arbeiterbewegung zeichnen den Bericht, darunter die Genoffen diese Beniur wird ja überall gleich sein, und es kann da kein Land auf irgendwelche Originalität Anspruch erheben. erklärt fogar, der Sieg wäre eine Handlung der Gerechtigkeit Ramsay MacDonald, Ben Tillet, Robert Smillie, Robert Williams, Immerhin fann man sagen, daß man auch in dieser Hinsicht, gegenüber den Gewalttätern, die unbeschüßte Städte sowie hilflose Sydney Webb, W. S. Sanders und S. 8. Hyndman. Frauen und Kinder bombardiert haben. Sie vergißt dabei ganz, nämlich den reinen Berichten aus dem Kriege, der Preise daß der englische Admiral Fisher nach der„ Times" die Worte ge- fammengefaßt. Die erste erklärt, daß die wirksamste Aktion, die die Das Resultat der Untersuchung wird in zwei Resolutionen zu Dummheit. Schlag hart und schlag wo du kannst". Die englische fann, in der Behebung des Mangels an Schiffsraum besteht; die Res sprochen hat, das Wesen des Krieges ist Gewalttat, Mäßigung ist Regierung zur Herabsehung der Weizenpreise jetzt unternehmen Bresse übergeht auch völlig die Rechtfertigung der deutschen mili gierung solle sofort mehr Schiffe unter ihre Kontrolle bringen und tärischen Maßregeln. Die Aeußerungen der englischen Bresse sind selber Weizen aus Argentinien und Kanada zum Selbstkostenpreis nur der Ausfluß eines überspannten Tintenkrieges, der es selbst nach England transportieren. Die andere Resolution bezieht sich auf den neutralen Staaten schwer macht, immer Unparteilichkeit zu be- die mangelhafte Kohlenversorgung der großen Städte. wahren. Die Erscheinung, daß die Sieger den Sieg überschäßen, ist ber namentlich durch Beseitigung der lleberfüllung auf den Eisennicht neu. Häufig liegt die Schuld hierfür an falschen Berichten der bahnen abgeholfen werden müsse. Heeresleitung. Der starke Ausfall der Times" gegen die deutschen Schiffe fie flüchteten, sobald sie die englischen Schiffe sahen", ist unberechtigt. Das englische Geschwader war den Deutschen an Zahl und Stärke überlegen und es lag fein Grund für die deutschen Schiffe vor, den ungleichen Kampf aufzunehmen. Auch die deutsche Bresse beging in ihren Kommentaran Fehler, die darauf zurüdzu führen sind, daß ihnen der Bericht der englischen Admiralität noch nicht bekannt war. Zu allem dent kann ein erfahrener Sournalist nur fagen, daß bei dieser so gestalteten leberwachung der Preise eine faliche Einschäßung waltet. Man hat ja, so lange der Krieg tobt, und die Bliite des ganzen Volkes draußen in stündlicher Gefahr steht und die härtesten Unbilden auf sich nimmt, zu dent sonstigen Tageskampfe ohnedies nicht viel Neigung, und legt sich, die furchtbare Zeit vor Augen, in dem Maße und Ton der Kritik selbst und freiwillig Schranken auf. Also scheinen all die Vorsichts- und Vorbeugungsmaßregeln recht überflüssig. f. a. Die Lage in Nordfrankreich. Amsterdam, 27. Januar.( 2. Z. B.) Der Korrespondent der " The" meldet aus Iuis: Jm gegenwärtigen Augenbild vollzieht jich die Lebensmittelzufuhr in normaler Weise, so daß in pern fein Mangel herrscht. Trotz der schweren Leiden, die Opern infolge der Beschießung durchzumachen hatte, find 11 000 bon den 19 000 Einwohnern wieder zurüdgefehrt. Die Zerstörungen seien schiverer Natur. Von der berühmten Halle ist der große Turm gänzlich zerstört - nach Photographien, die vorgelegen haben, ist der große Turm zivar fchiver beschädigt, aber drei Seiten stehen nod), während van den übrigen Gebänden nur noch die Außenmauern und zwei leine Türmchen stehen, das Innere ist vollständig verwüstet. Von der St. Martin- Kirche stehen ebenfalls nur noch die Außenmauern. Die Zwangserziehungsanstalt für junge Leute ist nur leicht beschäbigt. Von städtischen Gebäuden steht nichts mehr. Einige hundert Häuser find schwer getroffen worden, wodurch eine Reihe von Straßen zum großen Teil vernichtet wurden. Zahlreiche Personen, darunter ganze Familien, sind getötet. Von den umliegenden Dörfern ist Besselaere am schwersten mitgenommen worden; dieser Plaß ist vollständig zerstört. Zonnebeeke zum Teil. Auch nach Moorslede ist nun auch Bajahendaale wieder in Händen der Deutschen. In Birschoote wissen fich die Verbündeten zu halten, ja machten jogar fleine Fortschritte. 9 London, 27. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird mitgeteilt: Alle britischen Kriegsschiffe, die an der Seeschlacht am Sonntag teilgenommen haben, sind zurückgekehrt. Der Kreuzer 2ion" und der Zerstörer Meteor" find be schädigt, aber der Schaden kann bald wieder hergestellt werden. Die englischen Berluste betragen 23 Tote und 29 Verwundete. Der Bericht bestreitet vor allem die in England jetzt vielfach aufgestellte Behauptung, daß die Weizenteuerung auf die Blockierung der Ostsee und des Schwarzen Meeres zurüdzuführen sei, die die rusfische Zufuhr, angeblich Englands wichtigste Versorgungsquelle, sperre. Gr beweist mit amtlichen Zahlen, eine wie geringe Rolle Rußland in der englischen Weizenzufuhr spielt. Die Preise der verschiedenen Weizenforten sind seit Januar 1914 von 35-88 auf 60-62 Schilling pro Quarter( 282 Liter) gestiegen. " " Die Hauptursache der Steigerung findet der Bericht in der enormen Steigerung der Schiffsfrachten. Seit Jonutar 1914 find die Getreidefrachten von New York nach Liverpool von 6 Schilling 5 Pence auf 31 Schilling 4 Bence gestiegen! Eine Ursache der Frachtenerhöhung ist die Beschlagnahme einer großen Anzahl von Dampfern für Kriegszwecke. Ferner", so heißt es in dent Bericht, hat die Tatsache, daß es der britischen Flotte gelungen ist, bie eben Meere von deutschen Handelsschiffen zu säubern, das ProEdinburg, 27. Januar.( W. Z. B.) Eine Anzahl Verwundeter blem verschärft. Es ist eine fonderbare gronie, daß aus der lebten Schlacht in der Nordsee wurde in Southberteuerte Nahrungsmittel die Frucht des Flotten Queensferry gelandet. Die Verwundungen find leicht. Morgen fieges fein follen." Das start verminderte Angebot von findet das Begräbnis von einem Offizier und fünf Schiffsraum hat natürlich den englischen Reedern die Gelegenheit geMann des deutschen Kreuzers Blücher" mit militäri geben, Wucherfrachten zu fordern. schen Ehren statt. Die Toten werden neben den Gräbern der Matrofen vom Kreuzer Pathfinder" beigesetzt. wurden. " Erbeutete englische Schiffe. London, 27. Januar.( W. 2. B.) Man fürchtet, daß die engDer Grund, weshalb Paschendale aufgegeben werden mußte, ist in lichen Schiffe Hemisphere" und" Engelsrn" von der dem schlechten Terrain zu suchen, das das Herbeischaffen von Artil- Sarlsruhe" oder dem„ Kronprinz Wilhelm" erbeutet ferie ungemein erschwerte. Baschenbaale wurde Tag und Nacht unter feindlichem Feuer gehalten; das Terrain verhinderte jede BorwärtsBerpegung. Sobald jich jedoch das Wetter wieder verändert habe, so prophezeite der Korrespondet, fönne man dort bedeutende Kämpfe etwarten; beide Parteien bereiten sich hierzu vor. Entlassene belgische Aerzte. Baris, 27. Januar.( W. T. B.) Die Die Agence Sabas melbet: 64 belgische Aerzte und Apotheker, darunter Generalarzt Steinfort, Oberarzt Hollevoet und Oberapothefer Steernen, welche bas Spitalin Antwerpen leiteten und gefangen ge= nommen nach Heidelberg übergeführt worden waren, sind, aus der Schweiz kommend, in Paris eingetroffen und nach Calais weiter gereift. Sie erklärten, sie seien in Heidelberg ziemlich gut behanbelt, aber als wirkliche Striegsgefangene betrachtet worden. Beförderung deutscher Heerführer. Ein Teil der„ Karlsruhe"- Besatzung interniert. London, 27. Januar.( W. Z. B.) Das Reutersche Bureau meldet aus Washington: Der englische Kohlendampfer Farn" mit einer deutschen, von der„ Karlsruhe" gestellten Besabung, wurde in San Juan de Portorico interniert. Steigerung der Frachten. London, 27. Januar,( W. T. B.) Das Reutersehe Bureau meldet aus Washington: Ein Bericht der Sekretäre des Schaamtes und des Handelsamtes an den Senat verzeichnet eine Steigerung der Frachtfäße für transatlantische Frachten bis zu 900 und 1150 Prozent. Der Bericht besagt, die Frachten seien willtürlich ohne Rüdsicht auf die Interessen des amerikanischen Handels zu Berlin, 27. Januar.( W. T. B.) Die heutige Sonder- einer nie dagewesenen Höhe emporgetrieben worden, und er schließt ausgabe des„ Militär- Wochenblattes" meldet: mit einer Befürwortung der Vorlage über den Ankauf von v. Bülow, Generaloberst, Chef des Grenadier- Regi- Schiffen. Der Bericht erklärt es für unrichtig, daß nur deutsche ments Nr. 12 und à 1. s. des 4. Garde- Regiments 3. F., Schiffe getauft werden könnten. Oberbefehlshaber der II. Armee, zum Generalfeldmarschall befördert. b. Einem, gen. v. Rothmaler, General der Kavallerie, à 1. s. des Kürassier- Regiments Nr. 4 und Oberbefehlshaber der III. Armee, zum General obersten befördert. Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplatz. Verlustreicher Kampf in der Bukowina. " 1 Der türkische Krieg. Ruhe an der Kaukasusfront. Der Bericht zeigt dann, daß nur 3 Prozent des gesamten britischen Schiffstonnengehaltes ertapert, vernichtet oder interniert worden sind. Rechnet man auch noch das Fehlen der deutschen Schiffe hinzu, bann ergibt sich immer erst noch ein Ausfall von 11 Prozent des ge= samten vor dem Kriege verfügbaren Schiffsraums. Nun sei zwar behauptet worden, daß die Regierung 25 Prozent des gesamten Commenraumes für Kriegszwede in Anspruch genommen habe, aber der Bericht hält diese Schätzung für start übertrieben. Als Ursachen der Frachtenerhöhung seien noch angeführt worden die Erhöhungen der Versicherungsprämien und ohn= erhöhungen in den Dods und auf den Schiffen. Beides hat aber nach dem Bericht in nur ganz unbedeutendem Maße stattgefunden. Die Frachtenerhöhungen seien überhaupt nicht fachlich begründet. Dic Reeder verstehen es aber, die Notlage in ihrem Interesse auszubeuten. Deshalb müffe die Regierung selber eine Anzahl Ozeandampfer zur Berfrachtung von Getreide requirieren und im Interesse der Gesamtheit im Betrieb erhalten. " Drohender Kohlenarbeiterstreik. Amsterdam, 26. Januar.( Privattelegramm des Vorwärts".) Eine gewaltige Mehrheit der Kohlengräber in York entschied sich für den Streit. Der Gewerkschaftsvorstand tritt am Mittwoch zusammen, um das Kündigungsdatum festzusetzen. Die Londoner Bädermeister erhöhten den Brotpreis. Die Wünsche der Kolonien. Amsterdam, 26. Januar.( Privattelegramm des Vorwärts".) Die Times" meldet aus Toronto, die fanadische Preffe diskutiere über die Abbaltung einer Reichskonferenz und balte einen größeren Einfluß des Dominions( Kolonien mit Der Kor Selbstverwaltung) in Reichsfachen für wünschenswert. Ronftantinopel, 26. Januar.( W. T. B.) Das Große refpondent bemerkt, niemand in Kanada glaube, daß England den Sauptquartier teilt mit: An der Saulaius front herricht fortgefent uhe. Am 28. Januar hat der englische Streuzer Doris einen Landungsversuch in der Umgegend von Alegandrette gemacht; die Engländer wurden aber gezwungen, sich unter dem Feuer unserer Küstenwachen zurückzuziehen, und verloren sieben Tote. Die russische Meldung. Amsterdam, 26. Januar.( Privattelegramm des Vorwärts".) Daily Mail" berichtet aus Bukarest: Die Russen eroberten den Bukowinischen Petersburg, 27. Januar.( W. Z. B.) Amtlich wird von Bahnhof Jacobeni nach einem Gefecht, wobei ein des Ischoroth und in der Richtung Dity fanden Kämpfe von Bahnhof Jacobeni nach einem Gefecht, wobei ein der taukasischen Armee mitgeteilt: In der Gegend jenseits ganzes russisches Regiment bernichtet wurde. untergeordneter Bedeutung statt. An den anderen Teilen der Danach besetzten sie den Distrikt Jacobeni. Auch Morning Front ist feine Aenderung eingetreten. Post" meldet Verluste der Russen, die durch elektrische Ber teidigungswerke durch die Defterreicher verursacht wurden, " fezt aber hinzu, daß die Ruffen sich nach Zerstörung dieser Die Agitation gegen den Krieg Werke zurückzogen. Oestlicher Kriegsschauplah. 23. in England. Amsterdam, 26. Januar.( Privattelegramm des Strieg vermeiden konnte, aber man ist der Ansicht, daß das Mutterland das Dominion nicht ohne Befragung in den Krieg hätte verwideln dürfen. Es hätte vorkommen föunen, daß über die Kriegsgründe Meinungsverschiedenheit Herrichte, was die Beziehungent zwischen den beiden Reichsstellen stören konnte; auch wäre eine Zu rateziehung des Dominions beim Friedensschluß ratsam. Australien habe vielleicht jetzt mehr indirekte Interessen am Striege, aber Stanada, welches Hunderttausende Soldaten und preden dürfen. Der Korrespondent meint, daß man dieſes Milliarden Dollar beisteuere, müsse bei der Endregelung mitöffentlich besprechen sollte, aber ohne unfreundlichen Ton; man wolle nur eine Reorganisation des Reiches. Ein irischer Abgeordneter gegen den Krieg. Unser Londoner Korrespondent schreibt uns: Das Blatt Jim Lartins„ The Irish Worter", das früher in Dublin erschien, aber wegen seiner ertrem englandfeindlichen Haltung von den Militärbehörden unterdrückt wurde, erscheint jetzt unter derselben Redaktion als„ Worter". Es wird in Die Rückzugsbewegung der Russen. Vorwärts".) Am Sonnabend billigte die Jahres- Glasgow gebrudt, aber auch weiterhin in Dublin verlegt und Amsterdam, 27. Januar.( 2. U.) Der Korrespondent des fonferenz der Londoner Föderation der Unabhängigen Arbeiter wird in Irland ungestört verbreitet. Wie der„ Labour Reader" mitteilt, hat es wenigstens " Daily Chronicle" beim russischen Heer meldet aus 3hrabow: Was partei gegen zwei Stimmen die Haltung des Nationalen auch hinsichtlich der russischen Offensive geschehe, es mag gefagt Parteifomitees gegen den Krieg und mig billigte ein irischer Barlamentsabgeordneter abgelehnt, die„ burgRedmond einzuwerden, daß die Rawka- Bzura für unbegrenzte Zeit gehalten werden die Rekrutierungs- Kampagne der Arbeiter. friedliche" Haltung des Irenführers fann und Barschau so Der irische Abgeordnete Laurence Ginnell ist noch keine Bestätigung hinsichtlich des Gerüchts erfolgt, wonach Partei. Eine Resolution, die ausspricht, daß die Verlegung hat sich in einer Rede in der Stadt Mullingar sehr Englands rechtfertigte, Krieg geäußert. Er ein Burüdziehen auf die Verteidigungslinie der Blonie in Erwägung gesogen worden ist, wenngleich viele Offi- erhielt nur 4 Stimmen. Angenommen wurde dagegen eine Strieg sei eine Schmach für alle beteiligteu Mächte und Lege ziere ein derartiges Zurückziehen für vernünftig vom rein strategi- Resolution, die Regierung aufzufordern, in die Friedens- die Bohlheit ihrer vielgepriesenen Zivilisation bloß. Wenn die schen Standpunkte aus betrachten. Man glaubt, daß die Stellungen bedingungen Rüstungsbefchränkung und Schieds- englischen Zeitungen die Deutschen Hunnen" nennen, so an der Blonie zu den besten der Welt gerechnet werden können. Igerichte mit 3 wangsgewalt aufzunehmen, ferner spricht sollten sie sich erinnern, daß die Engländer seit Jahrhunderten Japan und China. Gin „ Durch die ganz erheblichen Einkäufe, die jetzt seitens der Städte in Sped und Schmalz vorgenommen werden, find große Breistreibereien entstanden, wodurch es uns unmöglich wird, feste Preise herauszugeben und alle eingehenden Aufträge sofort zu erledigen. Vielmehr vermögen wir diese nur der Reihe nach und zum jeweiligen Tagespreise auszuführen." sich brüsten, Angelsachsen zu sein, also benselben Stamme an- 1, Tatbestandes" wurde die Zeitung für die Dauer des in Moskau laffen, Brofit aus diesen Massenauffäufen herauszuholen. zugehören, wie die Preußen. So weit grland ein e herrschenden außerordentlichen Schußes verboten. Der Heraus- deutliches Zeichen dafür ist auch eine Bekanntmachung der freie Meinung äußern fönne, fei es neutral. geber Dfereglowsti und der Nedakteur Steinberg wurden vergrößten Berliner Schweineegportschlächterei, in der es heißt: haftet Militärdiktatur in Portugal. Lissabon, 27. Januar.( W. Z. B.) Der Präsident Ariaga Frankfurt a. M., 27. Januar.( W. T. B.) Die Frankhat den General Primeta de Castro mit der Bildung furter Zeitung" berichtet aus Petersburg: Wie die eines neuen Ministeriums betraut. In dem neuen Petersburger Telegraphenagentur aus Beting meldet, verStabinet wird das militärische Element vorherrschen. langte China am 14. Januar die Abberufung der Ein demokratischer Staatsstreich? japanischen Truppen aus der Provinz Schantung. Japan berweigerte jedoch die Räumung des genannten Gebietes mit der Begründung, daß der Krieg mit Deutschland fortdauere. Londen, 27. Januar. Das Reutersche Bureau meldet aus Demokraten einen Staatsstreich versucht haben. Ste hatten eine Anzahl von Unteroffizieren gewonnen, die sich unter die Menge mischten und revolutionäre Rufe ausstießen. Die republikanische Gendarmerie beschlagnahmte verschiedene Automobile, die Dynamit und Bomben enthielten. Der neue Ministerpräfident General Castro, der seine Maßnahmen getroffen hatte, unterdrüdte den Berjuch mit Icichter Mühe. Madrid: Zeitungstelegramme aus Rissabon besagen, daß die Kriegsbekanntmachungen. Krieg und Dienstzeit. Der drohenden Preistreiberei fann nur mit höchstpreisen für Schlachtschweine begegnet werden. Für die Städte wäre die Versorgung mit Fleischvorräten dadurch sehr wesentlich erleichtert, weil sich dann der Profit der Zwischenhändler auf ein erträgliches Maß zurückschrauben ließe. Bas auf dem Getreides und Kartoffelmarkte möglich und nüglich war, darf auch auf dem Biehmarkt nicht versäumt werden. Abg. Aronsohn finanztechnischer Beirat in Polen. Der fortschrittliche Landtagsabgeordnete für Bromberg, Geheim Berlin, 27. Januar.( W. T. B.) während des Krieges abgeleistete Dienstzeit wird später auf rat Aronsohn, Präfident der Handelstammer Bromberg, ist als finanztechnischer Beirat in die Zivilverwaltung die gesetzliche attive Dienstzeit in Anrechnung gebracht; dies für Rujiti Bolen einberufen worden. Geh. Kommerzienrat gilt auch für die mit der Berechtigung zum Einjährig Frei- Aronsohn ist Mitglied der Staatsschuldenkommission. Er gehört dem Abgeordnetenhaus seit 1903 at. willigen Dienst eingestellten Mannschaften. Amtlich.. Politische Uebersicht. " Irrlehren." " Die Möglichst billige Arbeitskräfte. An die Landwirtschaftskammer von Westpreußen ist voni Landwirtschaftlichen Verein Strachin das Ersuchen gerichtet worden, beim Generalfommando des 17. Armeekorps dahin vorstellig zu werden, Vorsorge zu treffen, daß genügend russische Ge fangene mit für den Zweck passenden Wachen( möglichst praktische Landwirte) der Landwirtschaft für das Frühjahr zur Verfügung gestellt werden, und daß deren Arbeit nach Möglichkeit verbilligt wird. Aus Industrie und Handel. Die Klage des Papstes. Nom, 26. Januar 1915. ( I. U.) Der Bapit hat ein Ronsistorium der neuernannten Bischöfe einberufen. In einer längeren Ansprache erklärt Benedikt XV. u. a.: Beim Anblicke dieser frommen Bersammlung können wir, meine lieben Brüder, es nicht vermeiden, Euch ein wenig bvon dem Herzenstummer bon neuem mitteilen, der Unsere Seele niederdrückt. Ach! Gin Monat folgt dem andern, ohne daß sich selbst nur die geringste Hoffnung Die freitonfervative Post" glaubt ihrer Festesfreude bliden läßt, daß diesem unheilvollen Kriege oder vielmehr diesem aus Anlaß von Kaisers Geburtstag nicht besser Ausdruck furchtbaren Blutvergießen ein Ende gemacht wird. geben zu fönnen, als daß sie unsere Partei angreift. Sie Wenn es uns auch nicht vergönnt ist, das Ende dieser Geißel herbei- fchreibt: suführen, so mögen wir wenigstens die furchtbaren Folgen ein Wilhelm II. erlebt in diesem Jahre die besondere Freude, wenig zu mildern versuchen. Wir haben bisher alles getan, was daß auch Millionen von seinen Untertanen, die, gleißnerischen in Unsern Kräften stand und werden Unsere Bemühungen auch in Irrlehren folgend, sich grundsäglich von König und Saifertum losgefagt batten, und auch dem Träger Zukunft fortsetzen. Doch hier endigt unfere apostolische Mission. der Krone feindlich gegenüberstanden, sich zu ihm zurückDie Reichsbant gibt bekannt, daß der Austausch der Zwischen finden, und bereinigt mit den sogenannten nationalen Streifen von Herzen ihm Glück und Segen zum neuen Lebens- fcheine zu der Kriegsanleihe vom 1. Februar refp. vom 1. Märg Ueber das Nähere unterrichtet jahre wünschen. Millionen und Abermillionen, die die dieses Jahres ab stattfinden kann. schwülen Julitage miterlebt haben und erschüttert die das Inserat in der heutigen Nummer. crften Donnerschläge des Weltkrieges Hörten, die mit ihrem Stailer und für ihren Staiser ins Feld gezogen sind, sie haben wieder erkannt, daß der beste Hort des deutschen Volkes das Kaisertum ist, und sie find wieder bereit, wie ihre Väter für Kaiser und Reich Gut und Blut binzugeben. Das ist eine Wandlung in der Gesinnung großer Maffen unseres Volles, die viele für nicht möglich gehalten und die dem Kaiser gewiß das will tommenste Geburtstagsgeschent sein wird. Mögen auch die Führer jener tönigsfeindlichen Bewegung, deren ganze Macht und Herrlichkeit mit ihrer Irrlehre steht und fällt, noch murrend abseits stehen. Die große Maffe ihres Anbanges, sie hat umgelernt und wird ihrer neuen Auf faffung auch im späteren Leben nicht mehr untreu werden." Daß die" Post" unsere Jdeale als gleißnerische JrrItalienische Kundgebungen gegen den Krieg. Nom, 26. Januar.( W. T. B.) Die Militär- Beitung Eiercito Italiano" führt aus, daß Italien, falls es sich am Rrieg beteilige, außer der Milliarde, die schon erforderlich gewesen sei, in einem Vierteljahre noch zirka drei Milliar= den Bire für Heeresbedarf würde aufbringen müssen. Avanti" meldet aus zahlreichen Ortschaften Kundgebungen gegen einen Krieg; stellenweise sind diese Proteste nicht ohne 3usammenstöße mit der Polizei abgelaufen, bei denen es Verwundete gab. Die russische Diplomatie über die Haltung die Haltung Jtaliens. Der Arbeitsmarkt im Dezember. Ueber die Rage des deutschen Arbeitsmarkts im Dezember.1914 berichtet das vom Kaiserlichen Statistischen Amt herausgegebene Meichs- Arbeitsblatt" in seinem Januarheft: Die erhöhte Beschäftigung, die sich im November auf deni gewerblichen Arbeitsmartt feststellen ließ, hat sich im Dezember im ganzen auf dem gleichen Stande behauptet. Verschiedenta lichen, mit der vorgerüdten Jahreszeit zusammenhängenden ge ringen Verschlechterungen der Beschäftigung stehen teilweise weitere Verbesserungen in anderen Industriezweigen gegenüber. Nach den Berichten der einzelnen Unternehmungen und Ver bände herrschte in den verschiedenen Gebieten des Stohlenbergbaucs auch im Dezember sehr lebhafte Nachfrage. Die Roheisenerzeugung Bor etwa zwei Wochen erschien in der„ Corriere della Sera" ein Aufschen erregendes Interview des Lehren" bezeichnet, wird feinen Sozialdemokraten davon ab- hob sich gleichfalls weiterhin. Auch die Eifengießereien, die Stahlrussischen Ministers des Aeußern, Siasonow, in dem dieser die russische Gesellschaft u. a. versicherte, Italien sei mit halten, ihnen weiter zu folgen. dem Dreiverband vollkommen solidarisch und werde sich ihm nach furzer Zeit attiv anschließen. Der preußische Etat für 1915. nommen worden. und Walzwerke, die meisten Zweige der Maschinenindustrie wie der elektrischen Industrie haben den Beschäftigungsgrad, der im Nobember erreicht wurde, nicht nur aufrecht erhalten, sondern zunt Teil noch weiterhin verbessern können, hauptsächlich infolge weiteret Aufträge seitens der Heeresverwaltung. Dieses Interview, das von der gesamten Presse als hocham 2. Februar zur Verteilung gelangen. Es wird ihm eine ZuDer Entwurf des preußischen Staatshaushalts für 1915 wird offizielle undgebung der russischen Regierung betrachtet wurde, sammenstellung der fachlichen Wenderungen beigefügt werden. Die Nachweisungen der Krantenfassen ergeben für die ini Beschäftigung stehenden Mitglieder eine geringfügige Abnahme, weckte einerseits in Italien Verstimmung, andererseits in Im wesentlichen sind bei den Einnahmen, soweit nicht, tpie nämlich der männlichen um 1,76 und der weiblichen um 0,15 Brez; Rußland eine größere Enttäuschung, da die einlaufenden namentlich bei den direkten und den indirekten Steuern, sehr be Vom 1. Dezember zum 1. Januar tritt regelmäßig ein Rückgang Nachrichten mit den Versicherungen des Ministers in trassem Widerspruch standen. Nun bringt die Peters. trächtliche Ausfälle in Beranlagungsfoll für 1915 mit Sicherheit ein, der meist stärker ist. im allgemeinen festgestellten günftigen Gestaltung der Be burger Zeitung„ Den j" eine Mitteilung, die die Vorgeschichte anzunehmen sind, die Etatsanläge von 1914 unverändert über- schäftigung entſprad eine fortschreitende Verringerung der Bei der Berechnung der Ausgaben ist man davon beitslosigkeit. Bon den 1,26 Millionen Mitgliedern, über der ministeriellen Kundgebung flarlegt und den Wert ähnlicher Communiqués des russischen Ministers des Aeußern ausgegangen, daß die zu erwartenden Ausfälle und der erhöhte welche 40 Fachverbände für den Dezember berichten, waren Bedarf des Schuldendienstes, um Einnahmen und Ausgaben im 7,2 Proz. arbeitslos gegen 8,2 Proz. im Vormonat. in einem merkwürdigen Lichte erscheinen läßt. Wie das Gleichgewicht zu halten, durch Einsparungen tunlichst eingebracht Nach den Berichten der Arbeitsnachweisverbände hat sich die erwähnte Blatt berichtet, wurde auf einer der im Ministerium werden mußt en. Solche Ausgabe verminderungen sind Zage des Arbeitsmartts in Berlin Brandenburg, wr des Aeußern stattfindenden Pressekonferenzen erklärt, daß unter Berzicht auf minder dringliche Aufwendungen, insbesondere in Schlesien und Schleswig- Holstein, in Hannover und in den benach das russische diplomatische Reffort keineswegs die rosigen barten Gebieten wie in Westfalen und Württemberg weiterhin Hoffnungen hinsichtlich Italiens teile. Es erfläre vielmehr den Etats der Unterrichtsverwaltung, ber Justiz günstig gestaltet. In Pommern herrscht gesteigerte Nachfrage nach kategorisch, man könne für die nächste Zukunft teinen erwaltung und der Bauberwaltung eingesetzt worden. Arbeitskräften, in Bofen besteht der Arbeiterbedarf weiter fort! Bu Umschwung in der Haltung der neutralen 8u einer Beschränkung in der Bemessung der Staatsverwaltungs. In Sachsen- Anhalt hat die Beschäftigung bemerkenswert zugeStaaten erwarten. Ssajonows Erklärung habe nur den ausgaben, die sonst einen Mehrzuschuß erfordern, führte auch die nommen. In Sefsen und Hessen- Nassau gestalteten sich die Ver3wed verfolgt, die öffentliche Meinung Italiens in Kenntnis Erwägung, daß sich weder die Dauer des Strieges noch der Aus- hältnisse für die Arbeitsuchenden weiterhin günstiger, ebenso ist im Rheinland weiterhin starte Nachfrage nach männlichen Arbeits? zu setzen, wie Rußland sich der albanischen Frage gabebedarf fünftiger Jahre zurzeit übersehen läßt". träften gewesen. In Hamburg fie in Bayern hat sich die allgegenüber verhalte. Rußland habe beschlossen, gegen die italienischen Truppenlandungen in Valona zwecks Verteidigung Unerledigte Vorlagen des Preußischen Landtags. gemeine Lage des Arbeitsmartis wesentlich besser gestaltet als in ber gleichen Zeit des Vorjahres. Das Verhältnis zwischen Angebot der italienischen Interessen in der Adria keine Einwendungen Außer den in unserem Leitartikel vom 27. Januar erwähnten und Nachfrage auf dem badischen Arbeitsmarkt war auch im abzu erheben. Dies habe Sjasonow dem Vertreter der„ Corrière Vorlagen sind im Landtage bisher unerledigt geblieben u. a. die gelaufenen Monat Dezember durchaus günstig; von einer Arbeits bella Sera" mitgeteilt, um die über diese Frage in Italien vom Abgeordnetenhause bereits angenommene, vom Herrenhause losigkeit in größerem Maßstab kann, mit Ausnahme von Pforzheim herrschenden Zweifel zu zerstreuen. aber abgeänderte Novelle zum Fürforgeerziehungsgefeß, der Geieg nirgends gesprochen werden. Außer dieser Erklärung hat aber der russische Minister entwurf betr. die Dienstvergehen der Beamten der Drts-, Land- und sich auch in recht bestimmter Weise über die allgemeine 3nnungsfranfenfassen, über den gleichfalls feine Verständigung erzielt Haltung Italiens geäußert und sich dadurch nicht nur ist, der Gefeßzentwurf betr. Eiweiterung des Stadtkreises effen, in Gegensatz zu der Wirklichkeit gestellt, sondern auch scharfe ferner eine endlose Zahl von Initiativanträgen, darunter alle die Zurechtweisungen in Italien hervorgerufen. Die obenstehende Anträge, die eine Aenderung des abirets zu den Stadt Mitteilung des Petersburger Blattes, die sich auf Infor- verordnetenwahlen betreffen, die Anträge betr. die Schulaufsicht, der mationen im Ministerium des Aeußern stützt, stellt deshalb Antrag betr. die Einwirkung von Armenunterftüßung auf öffentliche eine bemerkenswerte Desavouierung des Ministers des Rechte. Ein Teil diefer Anträge hat wenigstens schon die Kom Aeußern dar. Die Beilegung des Zwischenfalls von Hodeida. " Rom, 27. Januar.( 2. T. B.) Die Agenzia Stefani" meldet aus Maſauab: Einer Meldung aus Sobeiba zufolge hat der Bali von Jemen auf Anweisung der osmanischen Regierung den Muteffarif, den Kommandanten und den Gendarmerieoffizier Suffein fowie den Polizeikommiffar abgesetzt. Der Wali ernannte dann einen neuen Muteffarif und teilte mit, daß diefer in einigen Tagen eintreffen werde mit der Weisung, die Befehle der osmanischen Regierung volltominen zur Durchführung zu bringen. Englische Kriegskosten. Bafel, 26. Januar.( W. T. B.) Die„ Basler Nachrichten" melben: In der am 17. Januar schließenden Woche haben nach einer englischen Quelle laut Zwischenbilanz des Schab tanglers die englischen Kriegsausgaben 15,8 Millionen Pfund betragen, die bisherigen Gesamtfriegstoften 207 Millionen Pfund( 4140 Millionen Mark). " missionen passiert, dagegen find 34 weitere Anträge bisher noch nicht einmal im Blenum beraten worden. Hierzu gehören die Anträge auf Abänderung der Geschäftsordnung, Bekämpfung des Bauschwindels, Besserung der Lage des notleidenden Hausbefizes, ferner die beiden freifonfervativen Anträge, die einen stärkeren Schutz der Arbeitswilligen und ein gewaltsames Verbot des Maffenft reits zur Erzwingung des gleichen Wahlrechts fordern, weiter Anträge betreffend Verleihung des attiven Wahlrechts an mirtigaftlich felbständige Frauen und betreffend Einführung der geheimen Stimmabgabe bei den Gemeindevertreter wahlen, die Anträge der Fortschrittler betreffend Verantwortlichkeit der Minister, betreffend Neuregelung des Beamtenrechts und betreffend das Arbeitsverhältnis der Staatsarbeiter, der polnische Antrag auf Aufhebung des Verbots des Gebrauchs der polnischen Sprache in Versammlungen und endlich die fortschrittlichen und nationalliberalen Wahlrechtsanträge. Von den noch in Kommissionen stedenden Anträgen seien erwähnt der fortschrittliche betreffend die Förderung der Arbeitsnachweisverbände, der sozialdemokratische betreffend die Regelung des Jrrenrechts und der nationalliberale betreffend Horte für SchulWenn der Landtag will, findet er alfo Arbeit genug vor. Wucherpreise für Fleisch. finder. Die finanzielle Rüstung des Dreiverbandes. London, 27. Januar. In der Konferenz der verbündeten, Großmächte, die sich mit der Finanzlage befaffen soll und die in kurzem in Paris stattfindet, wird Ribot den Vorfiz führen. England wird durch Lloyd George, Rußland durch den Finanzminister Bart vertreten sein. Wie verlautet, werden die Bevollmächtigten über gegenseitige Silfe bei per Aufbringung zukünftiger Kriegsanleihen be schließen und ferner über Unterstützungen an andere be freundete oder verbündete Regierungen, deren geldliche Hilfs quellen unzureichend sind. Lieferung von Mehl. Ueber die Auslegung des Paragraphen 49 der Bundesrats Verordnung vom 25. b. Mts. Hat der Handelsminister auf ergangene Anfrage Bescheid dahin erteilt, daß bis zum Ablauf des 31. Ja nuar die Bieferung von Mehl an Behörden, öffentliche und gemeinnüßige Anstalten, Händler, Bäder und Konditoren auch auf, Grund von Abschlüssen zulässig ist, die in der Zeit vom 26. bis.. 31. Januar getätigt werden. Letzte Nachrichten. Wieder ergriffen. Ingolstadt, 27. Januar.( W. T. B.) Die Festungstommanbantur teilt mit: Der am Sonnabend abénd aus einem Fort entsprungene französische triegsgefangene Hauptmann ist am Montag in Innsbrud aufgegriffen und wieder nach Ingolstadt ein geliefert worden. Verbot eines Blattes vor seinem Erscheinen. Ein merkwürdiger Vorfall, der selbst in Rußland ohnegleichen dafteht, wird aus Moskau gemeldet. Dort sollte am 16. d. Mis. Die Rührigkeit der Städte im Ankauf von Fleisch- DauerEin türkischer Erfolg im Kaukasus. die erste Nummer des neuen Wochenblattes Naicha Sisn" ware ist sicher sehr zu begrüßen, aber wenn nicht schleunigst Konstantinopel, 27. Januar.( W. T. B.) Das Große ( Unser Leben) erscheinen. In der Nacht zum 16. wurde bei dem höchstpreise für Fleisch festgesetzt werden, wird sie zunächst Hauptquartier meldet: Im Kaukasus rückten unsere Herausgeber des Blattes, dem erblichen Ehrenbürger Diereglowsti, eine starte Breistreiberei für Vieh und Fleischwaren zur Truppen, von neuem zur Offensive übergehend, in der Richeine polizeiliche Haussuchung gemacht und bei diefer Gelegenheit Folge haben. In einer rheinischen Stadt hat die Stadtverwaltung tung auf Olti vor, warfen den Feind, der sich vor ihrer festgestellt, daß der im Fahnenabzug vorliegende Artikel Der den Fleischermeistern die Vorräte an Sped und Schinken schon mit Front befand, zurück und erbeuteten eine Menge Kriegs Krieg und unsere Aufgaben"( der natürlich noch der einem Aufschlag von 20 Pf. auf Sped und 40 Bf. auf Schinken ab- material. Die Ruffen äscherten während ihres Rüdzuges Beufur unterbreitet werden sollte) Aeußerungen enthalte, die für die getauft. Die Zwischenhändler, Viehhändler, Engrosichlächter und das russische Dorf Narwan ein, um das dort befindliche öffentliche Ruhe und Sicherheit schädlich seien. Auf Grund dieses Fleischermeister werden die günstige Gelegenheit nicht vorübergehen Kriegsmaterial nicht in unsere Hände fallen zu lassen. Luisen Theater Mr Donnerstag, 28. Januar: Der Statsfrompeter Arbeiter- Bildungsschule Berlin Berliner Theater 8 Uhr: 99 , Extrablätter!" Deutsches Künstler- Th. SUhr: Luther. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Der Freischütz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. SU.: Gasparone. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Zwei leuchtende Punkte. Kleines Theater 8 Uhr: Jettehen Gebert. Komödienhaus 8 Uhr Biedermeier. Komische Oper( a. d.Weiden8.10 U.: dammerbrücke) cute 8.15: Freitag täglich: Mein Leupold. Sonnabend 4 Uhr: Fran Solle. 10 11 ER ARTEN Letzte Woche! Grete Wiesenthal sowie der glänzende Januar- Spielplan. Kleine Preise! 100 Gold gab ich für Eisen. SARRASANI Lessing- Theater TU.: Peer Gynt Lastspielhaus 8. U. Leutnantsmündel. Metropol- Theater 8 Uhr: Woran wir denken! Montis Operetten- Theater 8 Uhr: Der liebe Pepi. Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 8 Uhr: Sein ganzes Glück. Schiller- Theater O. 8 Uhr: Nora. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 8 U.: Immer feste druff! Sonnt. 3, Uhr: Der Verschwender. Theater des Westens 8 Uhr: Polenblut. Theater in der Königgrätzer Straße 8. Uhr: Königin Christine. Trianon- Theater SHU. Das Liebesnest. Volksbühne. Theater am Bülowplatz 8% U.: Die Kreuzelschreiber. Walhalla- Theater SU. Das Farmermädchen. URANIA Taubenstr. 48/49. 4 Uhr( Halbe Preise): Die Weichsel und die masur. Seen. Abends 8 Uhr: Die Vogesen und ihre Kampfstätten. Hörsaal 8 Uhr: Prof. Dr. B. Donath: Von der fliegenden Kugel. Theater Folies Caprice 8% Possen- Theater Moritz wird energisch. Das Leutnantsfenster. Landwehrleute. Martin Kettner a. G. 8% bietet in seinen letzten I Vorstellungen Neue Darbietungen patriotische Nummern Dressurwunder komische Szenen " " " ❤ Aufzüge usw. Attraktionen Sensationen Lehrplan für das 1. Quartal 1915. Kurse im Schullokal Lindenstr 3, IV. Hof, rechts III. Sonntag: Naturwissenschaftliche Einzelvorträge mit Lichtbildern. Sonntag, den 81. Januar 1915: Die Sonne. Vortragender: Dr. Bruno Borchardt. Sonntag, den 7. Februar 1915: Die Triebkräfte der Entwickelung in der Natur. Sonntag, den 14. Februar 1915: Die Entstehung der Hand. Sonntag, den 21. Februar 1915: Menschwerdung. Vortragende: Kate Duncker. Sonntag: Zeitalter der Weltliteratur. Eine Einführung. ( 5 Einzelvorträge.) Sonntag, den 28. Februar 1915: Was ist Welfliteratur? Sonntag, den 7. März 1915: Weltliteratur der antiken Zeit. Sonnfag, den 14. März 1915: Weltliteratur der Renaissancezeit. Sonntag, den 21. März 1915: Weltliteratur des 18. Jahrhunderts. Sonntag, den 28. März 1915: Weltliteratur der neuesten Zeit." Vortragender: Dr. Franz Diederich. Eintrittspreis 10 Pi. pro Vortrag. Anfang immer 7 Uhr, Ende gegen 9 Uhr abends. Montag: Finanzwissenschaft( Steuer- und Zollpolitik). Die Aufgaben der Finanzwirtschaft. Die Geschichte der Besteuerung. Form und Wirkung der Steuern. Die Steuersysteme in Reich. Staat und Gemeinde. Die Monopole. Die Handelspolitik. Die Finanzpolitik des Reiches. Acht Vorträge. Erster Vortrag am Montag, den 1. Februar 1915. Vortragender: Emanuel Wurm. Dienstag: Kriegsgeschichte( II. Teil). -SchützenVolksheer gegen NaYPOGRAPHIA Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer Gegr.1879 Gormeister Alexander Weinbaun MOAS Sonntag, den 7. Februar 1915, abends? Uhr, in den ,, Konkordia"-Festsälen, Andreasstr. 64 KONZERT zum Besten der Angehörigen unserer im Felde stehenden, sowie der arbeitslosen Mitglieder. Mitwirkende: Adelheide Pickert( Sopran), Paula Weinbaum( AI), Alfred Wittenberg( Violine), Dr. Richard Calé( Violine), Alexander Schuster( Cello), Alexander Weinbaum( Klavier u. Harmonium). Eintritt 60 Pf. inkl. Programm u. Liedertexte. Garderobe 10 Pf. Kinder unter 6 Jahren haben keinen Zutritt! Eintrittskarten zu 50 Pf. sind zu haben bei P. Horsch, Engelufer 15; G. Schulz, Kottbuser Tor; im Vereinsbureau, Engelufer 15; bei K. Bielefeld, Gräfestr. 35; bei den Mitgliedern und in der„ Konkordia". Verkäufe. 4/2 Wäsche wird fauber gewaschen, Freien getrocknet, Lafen, Leibwäsche, vier Sandtücher 0.10. Abholung Sonnabends. Fun Minz, Küpenid. 9585 Gutenbergstraße 18. Niederwerfungsstrategie gegen Ermattungsstrategie. und Kolonnentaktik gegen Lineartaktik. Söldnerheer. Die militärischen Reformen in Preußen. poleons Untergang. Die Freiheitskämpfe der dreißiger und vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts. Die Eroberung Algiers Räumungsverkauf. Teppiche, durch die Franzosen und andere koloniale Kriege. Die Balkanjeşt 12,50, Künstlergardinen 3,95, Fletchpreise der Fleischhalten“ kriege in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der nord- Steppbeden 4,50, Plüschtischbeden Göbenft: age 1 mit Fidalen Bergs amerikanische Sezessionskrieg und seine Lehren. Der Krieg von 6,75, Stores, Bettbeden jekt enorm mannstraße 102, Botsdamer ftr. 105, Die FeldDie Reorganisation der preußischen Armee. billig. Vorwärts" lefer noch fünf Schöneberg, Hauptstraße 56, Haupt züge von 1864, 1866 und 1870/71 und deren militärische Folgen Brozent Gtrarabatt. Georg Lange ftraße 188, Bahnstraße 1, Sto Der Ausbau der stehenden Heera mit allgemeiner Wehrpflicht. Rachfolger, Chauffeeftraße 73/74 and burgerstraße 1, Bilmersdorf, Voigt- Theater. Der russisch- türkische Krieg 1877/78.- Die Epoche der Kolonial- Schöneberg, Hauptfirate 149. 625 blandoſtake 112, Kolonial- Schöneberg, nahe Berlinerkriege. Der russisch- japanische Krieg. Die Balkankriege 1912/13. Der gegenwärtige Weltkrieg und seine strategischen, taktischen und organisatorischen Formen. HEUTE großer Gala- Abend Badstr 58. Badstr. 58. Morgen Freitag, den 29. Januar: Schuld und Sühne. bon Ein Trauerspiel aus der Geschichte Frankreichs in 5 Aufzügen A. E. Brachvogel. Raffeners ffnung 7 Uhr. Ant. 8 Uhr Zirkus Alb. Schumann Heute, 28. Januar, Anf. 7%, Uhr: Gr. Sport- Vorstellung U. a.: Der fallende Mensch. Urian, Orang- Utang, als Akrobat. und Billardkünstler. Mery Jakly in ihrem Originalakt. Weise mit seinen 5 Bären als Radfahrer u. Rollschuhläufer. Gebr. Ernst u. Oskar Schumann. 9% Um 9 Uhr: Um Uhr: Ost und West Großes patriotisch. Schaustück aus der Gegenwart in 4 Akten m.d.phänom Schlußapotheose Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Wieder ein nener Schlager Der größte Gripig feit Beiten: Durch Dick und Dünn. Bolts- Lustspiel in 3 AIL v. Hans Berg. Dazu eritfiaff. bes- Kriegsaufnahm. Sonntag 4 Uhr: Deutsche Mütter. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: ,, Unser Oskar" Anfang 8 Uhr. Militärpersonen und deren Angehörigen volfommen freier Zutritt zu den Stett. Sängern. Gewerkschaftshaus. Der Verein der Naturfreunde hat am Sonntag, den 31. Januar, im großen Saal Lichtbilder- Vorführungen. Ueberrumpelung an der Themsemündrug( farbig). Die Sehenswürdigkeiten von London( farbig). Vortragender: Herr van Geldern. Eröffnung und Konzert 5, der Vorführungen 6 Uhr. Sonnabend, 30. Januar( abends): Sonntag, den 31. Januar: Mittag a Gebed 1 M. Blumenkohlsuppe Straftbrühe mit Einlage Bockbier- Anstich. Es ist uns wieder gelungen, einen größeren Posten Samburger Gänse zu fanjen imid verlaufen dieselben zu erstaunlich billigen Preisen. Gänsebraten mit Rotkohl Feines Tafelgeflügel und Wild. Kaviar auf Eisblod. 6 Stüd holland. Austern. Riefenstangenfpargel a Portion 80 Pf. Hecht, grün, mit löschen Kalbsriiden mit Rosentohi Ochsenbrust mit Meerrettichsauce Gänsebraten Kalbafricandeau Lammfeule Kompott oder Salat Speise oder Stäse Des großen Andranges wegen haben wir den Restaurationsbetrieb bergrößert und nehmen die ganzen HochparterreSäle zum Restaurationsbetrieb hinzu. Nachmittags 4 Uhr in der Säulenhalle: Kaffee und Promenaden- Konzert. Eine Taffe Kaffee und eine Kleine Konditorei 50. Pf. 1853. Acht Vorträge. Erster Vortrag am Dienstag, den 2. Februar 1915. Vortragender: Ernst Däumig. Donnerstag: Die Weltwirtschaft der letzten fünfzig Jahre. 1 Englische Weltwirtschaft und englisches Industriemonopol 1850-1870. 2. Die Erschütterung des englischen Monopols durch den aufkommenden Kapitalismus des Kontinents, besonders in Deutschland. 3. Die Umwälzungen durch die Weltwirtschaft auf agrarischem Gebiete; die internationale Lebensmittelkonkurrenz; Amerikas Aufstieg. 4. Die moderne Kolonialpolitik und die Jagd auf die Rohstoffgebiete. 5. Die soziale Klassenbildung; das Erwachen des Proletariats. 6. Die Konzentration des Kapitals; das Finanzkapital. 7. Die nationalisierenden Wirkungen der Weltwirtschaft; das Erwachen der geschichtslosen Nationen. 8. Der Weltkrieg als vorläufiges Resultat der Weltwirtschaft, Rückblick und Ausblick. Acht Vorträge. Erster Vortrag am Donnerstag, den 4. Februar 1915. Vortragender: Dr. Paul Lensch. Möbel. 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Die Bedeutung der Wissenschaft für die Arbeiterbewegung 1-2 hr mittags ober 7-8 ühr ( Wissenschaftlicher Sozialialismus). Die Wissenschaft von der Kupfer: effing! Aluminium! abends. Jandorf u Co., Belles gesellschaftlichen Entwickelung( Materialistische Geschichts- Ridel! Zimm, Zini, Blei, Duecfiber, Alliancefraße 1/2. auffassung). 2. Die Entwickelung der Arbeit bis zum Kapitalismus Staniolpapier, Platinaabfälle, Zahn gelingofrohen Berlafigt Kronen Silberabfälle, ( Wirtschaftsgeschichte). 3. Das Wesen des Kapitalismus( Volks- gebe. Goldsachen, ftrage 2 1. wirtschaftliche Grundbegriffe). 4. Das Proletariat( Statistisches). Softpreise! Detallfamelze Cohn, Neukölln, 5. Großkapitalismus und Imperialismus. 6. Kräfte und Wege des Brunnenstraße 25 und Kurse außerhalb des Schullokals. Freitag: Die wissenschaftlichen Grundlagen der modernen Arbeiterbewegung. proletarischen Entwicklungskampfes. Das sozialistische Endziel Sechs Vorträge. Erster Vortrag am Freitag, den 5. Februar 1915, abends 81% Uhr. Vortragender: Dr. Hermann Dunoker. Der Kursus findet im Lokal von Heinrich, Gr. Frankfurter Str. 30, statt. Für diesen Kursus haben die im 4. und 5. Wahlkreis zum Vorverkauf gelangenden Berechtigungskarten Gültigkeit. Vorortkursus in Lichtenberg. Sonntag: Wirtschaftsgeschichte. Von der Urzeit bis zum Kapitalismus. 1. Die Arbeit als Grundlage jeder Form von Wirtschaft, ja jedes menschlichen Daseins. Der Urkommunismus der Horde und der späteren Markgenossenschaft. 3. Das Wirtschaftsleben der auf Sklavenarbeit beruhenden antiken Gesellschaft. 4. Die Wirtschaft der mittelalterlichen Grundherrschaften. 5. Die Entwickelung der mittelalterlichen Städte und des städtischen Handwerks. 6. Kapitalistische Produktion durch Kooperation, Manufaktur, Maschinen. 7. Das Wesen des Kapitalismus. 8. Der Imperialismus und die Tendenzen zum Sozialismus. Acht Vorträge. Erster Vortrag am Sonntag, den 31. Januar, vormittags 10 Uhr. Vortragender: Wilhelm Reimes. Berlinerſtraße 76. 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Swienth Siebtreat, Charlottenburg, Stuttgarterplats 9, Gartenhaus III. 448 von Das Unterrichtsgeld beträgt für jeden Kursus 0.50 M. Es ist spätestens am zweiten Vortragsabend zu entrichten. Die Anmeldungen erfolgen nur im Schullokal am ersten Unterrichtstage. Die reichhaltige Bibliothek ist an den Unterrichtsabenden geöffnet, und zwar wochentags Alle Zuschriften sind 7-8 Uhr, Sonntags von 6-7 Uhr abends. zu richten an den Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin, Berlin SW. 68. Lindenstraße 3. 6/11 J Verschiedenes. critPatentanwalt Müller, Gitschinter fraße 16. Des Fahrens kundige 9625 Leute für auswärtige Niederlagen stellt ein Schultheiß- Brauerei A.-G., Abteilung IV. Niederschöneweide, Berliner Ch. 187. Schlosser, 60 9/16 Schmiede, Nietschirrmeister unb Nietwärmer für Eisenfonstruktionen und Fensterbau judit Hirsch, Dichtenberg, Herzbergstr. 140. Einrichter für Stahlappenfabrikation( Automaten- und Revolverbanke) bei hohem Lohn sofort für dauernde Stellung gesucht. 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Entsprechendes gift, wenn durch eine und dieselbe Handlung mehrere Anläßlich des Geburtstages des Kaisers sind die folgenden Strafgeseze verlegt sind.(§ 73 daselbst.) Gnadenerlasse ergangen: Ich will anläßlich der ruhm- und opferreichen Kämpfe dieses Feldzuges an Meinem Geburtstage allen Militärpersonen des aktiven Heeres, der aktiven Marine und der Schußtruppen, soweit nicht einem der hohen Bundesfürsten das Begnadigungsrecht zusteht, die gegen sie von Militärbefehlshabern verhängten Diszi= plinarstrafen sowie die von Militärgerichten des preußischen Kontingents oder vom Gouvernementsgericht Ulm verhängten Geld- und Freiheitsstrafen beziehungsweise den noch nicht vollstreckten Teil derselben aus Gnade erlassen, sofern die ihnen auferlegten Freiheitsstrafen sechs Monate nicht übersteigen. Ausgeschlossen von der Begnadigung sollen jedoch die Personen sein, 1. die unter der Wirkung von Ehrenstrafen stehen; 2. die während der Strafverbüßung, sofern diese bereits be= gonnen hat, oder während einer voraufgegangenen Untersuchungshaft sich schlecht geführt haben. Ist auf Geldstrafe neben Freiheitsstrafe erkannt, so ist die Geldstrafe nur dann erlassen, wenn die Freiheitsstrafe unter diesen Erlaß fällt. Gleichzeitig bestimme Jch, daß bei Vorschlägen auf Rüdversehung in die erste Klasse des Soldatenstandes von Einhaltung der vorgeschriebenen Fristen und Termine während des Krieges abgesehen werden kann. Ich beauftrage Sie, für die schleunige Bekanntmachung und Ausführung dieses Erlasses Sorge zu tragen. Großes Hauptquartier, den 27. Januar 1915. ( gez.) Wilhelm. An den Kriegsminister. ( gez.) Wild b. Hohenborn. Vorstehender Allerhöchster Gnadenerlaß wird zur Kenntnis der Armee gebracht. Die Ausführungsbestimmungen vom 1. August 1914 finden mit der Maßgabe entsprechende Anwendung, daß die bis zum heutigen Tage einschließlich verhängten Disziplinar und rechtskräftigen gerichtlichen Strafen, lettere, soweit sic unter den Allerhöchsten Gnadenerlaß fallen, erlassen sind. ( gez.) Wild v. Hohenborn. Der zweite Erlaß bezieht sich auf Kriegsteilnehmer, gegen die Berfahren schweben; erstreckt sich also nicht auf bereits Verurteilte. Der Erlaß lautet: Ich will in Gnaden genehmigen, daß die gerichtlich noch nicht eingeleiteten Untersuchungen gegen Teilnehmer an dem gegenwärtigen Kriege niedergeschlagen werden, so= weit sie vor dem heutigen Tage und vor der Einberufung zu den Fahnen begangene 1. Uebertretungen, oder 2. Vergehen mit Ausnahme derjenigen des Berrats militärischer Geheimnisse, oder 3. Verbrechen im Sinne der§§ 243, 214, 264 des Reichsstrafgesetzbuches, bei denen der Täter zur Zeit der Tat das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte, zum Gegenstande haben. Ausgc= Soweit in anderen Fällen die Niederschlagung der Untersuchung angezeigt erscheint, erwarte Ich Einzelvorschläge. schlossen von den Gnadenerweisen sind Personen des Soldatenstandes, gegen die wegen begangener Straftaten durch militärgerichtliches Urteil anf Entfernung aus dem Herr oder der Marine oder auf Dienstentlassung erkannt ist oder wird, sowie andere Berfonen, die mit Rüdsicht auf eine Straftat ihre Eigenschaft als Kriegsteilnehmer verloren haben oder verlieren werden. Die Minister der Justiz und des Krieges haben die zur Ausführung dieses Erlasses erforderlichen Anordnungen zu treffen. Wegen Niederschla= gung bereits gerichtlich eingeleiteter Untersuchungen gegen Teilnehmer an dem gegenwärtigen Kriege will Jch der Vorlegung eines Gesezentwurfes entgegensehen. Großes Hauptquartier, den 27. Januar 1915. ( gez.) Wilhelm. ( Folgen die Unterschriften der Staatsminister.) Die§§ 243, 244 und 264 umfassen Diebstahl- und Betrugsverbrechen. Das Kriegsministerium erläutert den Erlaz dahin: 1. Jm Sinne des Erlasses sind Kriegsteilnehmer auch die seit Der Mobilmachung bei im mobilen. Truppenteilen oder immobilen Militärbehörden eingestellten Heeresangehörigen. Me Zeitpunkt der Ginberufung zu den Fahnen gilt der Tag, an dem die Einstellung in das deutsche Heer, die Kaiserliche Marine oder Schußtruppe tatsächlich erfolgt ist. 2. Für das militärgerichtliche Strafverfahren findet der Erlaß insbesondere Anwendung, a) soweit die in§§ 7 und 8 der Militärstrafgerichtsordnung bezeichneten Militärpersonen wegen einer vor dem Diensteintritt oder vor der Wiedereinziehung begangenen Zuwiderhandlung gegen die allgemeinen Strafgeseze, b) soweit die in§ 5 Ziffer 1 und 2 der Militärstrafgerichtsordnung bezeichneten Personen des Beurlaubtenstandes wegen der dort angegebenen strafbaren Handlungen der Militärstrafgerichtsbarkeit unterstellt sind. Dagegen treten nach§ 9 der Militärftrafgerichtsordnung die zum Dienst einberufenen Personen des Beurlaubtenstandes und des Land sturms wegen der Zuwiderhandlungen, die sic vor dem Tage, zu dem sie einberufen sind, gegen die allgemeinen Strafgeseze begangen haben, nicht unter die Militärftrafgerichtsbarkeit. In solchen Fällen haben die bürgerlichen Strafverfolgungsbehörden über die Niederschlagung der Untersuchung zu befinden. 3. Militärgerichtlich noch nicht eingeleitet ist eine Untersuchung nur so lange, als durch den Gerichtsherrn das Ermittelungsver fahren noch nicht angeordnet oder, sofern von dessen Anordnung nach§ 156 Abs. 1 der Militärstrafgerichtsordnung abgesehen worden ist, die Anklage noch nicht verfügt ist. Der Erlaß umfaßt auch die in seinen Rahmen fallenden Straftaten, die erst von heute ab zur Kenntnis der Dienstvorgesetzten fommen, sofern sie vor dem heutigen Tage und vor der Einberufung den Fahnen begangen sind. 4. Hinsichtlich der unter den Erlaz fallenden Straftaten, wegen deren das Ermittelungsverfahren bereits angeordnet ist, steht ein preußisches Gesez zu erwarten, das die Niederschlagung der Unterfuchung ermöglicht. 5. Sobald im Einzelfalle feststeht, daß der Erlaz Anivendung findet, ist dies unter Absehung von der Anordnung des Ermitte lungsverfahrens durch den zuständigen Gerichtsherrn auf der Strafanzeige, dem Tatbericht usw. zu vermerken. Da nach näherer Bestimmung des Erlasses Personen, die wegen anderer Straftaten aus dem Heere usw. entfernt werden, von dem Gnadenerweise ausgeschlossen bleiben, so ist die Niederschlagung des Verfahrens erst dann endgültig zu verfügen, wenn der Beschuldigte aufgehört hat, Kriegsteilnehmer zu sein, ohne daß ein von der Wohltat des Erlasses ihn ausschließender Umstand eingetreten ist. Dieser Verfügung bedarf es nicht, wenn vorher die Verjährung der Strafverfolgung eintritt. Wegen Bescheidung desjenigen, der die Strafverfolgung beantragt hat, ist§ 247 der Militärstrafgerichtsordnung zu beachten. 7. Die in dem Erlaz Allerhöchst angeordneten Einzelvorschläge auf Niederschlagung der Untersuchung sind auf dem Dienstivege an den Präsidenten des Reichsmilitärgerichts zu richten. Voraussetzung ist jedoch auch hier, daß das Ermittelungsverfahren noch nicht angeordnet, und daß die Straftat vor dem heutigen Tage und vor der Einberufung zu den Fahnen begangen ist. 8. Ergeben sich über die Anwendbarkeit des Erlasses im Einzelfalle Zweifel, so ist die Entscheidung des Kriegsministeriums einzuKriegsministerium, den 27. Januar. In Vertretung: gez. v. Wandel. In Bayern und Baden sind von den Monarchen entsprechende Gnadenerlasse veröffentlicht worden. Stimmen aus der Parteipresse. Der Karlsruher Volksfreund" wendet sich in seiner Dienstagnummer wiederholt gegen die Genossen, die in der ausländischen Parteipresse schreiben. Er schreibt in einer Notiz: Die Irreführung der öffentlichen Meinung u. a.: des Auslandes nähren auf eine Abbrödelung des Geistes der Ginigkeit in Deutschland? Ueberlegen sie sich nicht, daß sie damit, gewig ungewollt und unbewußt, die Schrecknisse des Krieges verlängern helfen? Heißt das Gegenteil fordern, etwa den Krieg berherrlichen? Gibt es eine solche Verbrechernatur unter uns, die dies wollte? Nein! es handelt sich um nichts mehr und nichts weniger, als daß wir den Willen und die Fähigkeit fordern, durch= zuhalten, mitzuhelfen, den Kämpfern, die sich für uns opfern, Die Nervenfraft und die Seelenstärke bis zu einem dauernden Frieden zu erhalten. Eine interessante Rechtsfrage. Eine interessante Rechtsfrage beschäftigte das Oberkriegsgericht des stellvertretenden 10. Armeekorps zu Hannover.§ 31 des Strafgesetzbuchs bestimmt:„ die Verurteilung zur Zuchthausstrafe hat die dauernde Unfähigkeit zum Dienste in dem deutschen Heere und der Kaiserlichen Marine zur Folge". Die Frage, um die es sich dreht, ist nun die: Wird ein mit Zuchthaus Vorbestrafter aus Versehen in das Heer eingestellt, und begeht er hier militärische Delikte, insbesondere Fahnenflucht, ist er dann strafbar? Mit aller Deutlichkeit sei es hier ausgesprochen, daß die Auffassung der erdrückenden Mehrheit der deutschen Sozialdemokratie über die Pflichten und Aufgaben, die wir der Internationalen schulden, nichts gemein hat mit dem wurzelosen Kosmopolitismus von Rosa Luxemburg, Troßfy, Pannefock und Konsorten. Dies festzustellen, ist im Hinblick auf die Folgen ,, welche das Treiben dieser Literaten für die deutsche Sozialdemokratie haben könnte, notwendig geworden. Es ist nachgerade an der Zeit,& raftur zu reden und die unange- Inspektion zu Hannover stellte das Verfahren ein, weil der Angebrachten Rüdsichten gegen diese Klique fallen zu lassen. Seit Jahren haben diese Herrschaften mit ihrer Parteiretterei" eine Strise über die andere in der Partei heraufbeschworen und systematisch alle Wege verrammelt, die dahin führen könnten, daß die deutsche Sozialdemokratie ihren politischen Einfluß zur Geltung bringen kann. Ihre jezigen Treibereien sind eine herausfordernde Brüstierung der gewaltigen Mehrheit der deutschen Sozialdemokratie, der gegenüber man sich mit bloßen Protesten nicht mehr begnügen darf, wenn nicht in der deutschen Sozialdemokratie die Zustände einreißen sollen, die wir seit Jahren leider in Stuttgart haben und gegen die man viel zu spät die entsprechende Gegenaktion eingeleitet hat. Videant consules!" Der„ Volksbote" in Stettin schreibt im Anschluß an die bekannten Erklärungen des deutschen Parteivorstandes: " Wir halten es nicht für richtig, daß gerade jetzt führende Parteigenossen versuchen, in ausländischen Parteizeitungen gegen die deutsche Partei Stimmung zu machen. Ihr ganzes Vorgehen offenbart doch nur eine riesige Portion von Stieinlichkeit, die einem sozialdemokratischen Parteiführer eigentlich recht schlecht steht. leberdies kann mit den Informationen" gar nichts erreicht werden. Wenn in der deutschen Partei grobe Fehler gemacht worden sind, dann müssen doch vor allem die deutschen Parteigenossen darüber aufgeklärt werden. Eine solche Möglichkeit gibt es aber jezt einfach nicht.... Was hat es also für einen 3wed, fortgefezi Angriffe zu machen? Die betreffenden Genossen wollen sicher unserer Bewegung dienen. Sie mögen sich aber gesagt sein lassen, daß sie das gerade Gegenteil davon erreichen. Merfen sie denn nicht an dem vergnügten Häudereiben gewisser Parteifreise, welche Dummheiten sie begehen? Genau so wie das systematische und oftmals geradezu gewaltsame er vor= zerren von Presstimmen unserer ausländischen Bruderparteien, lediglich zu dem Zwed, diese Parteigenossenfreise zu verdächtigen und ihr Ansehen in den Augen der deutschen Parteigenossen herabzuwürdigen, entschieden ver urteilt werden muß, so kann auch das von dem Parteivorstand fritisierte Tun einiger Genossen unter keinen Umständen gebilligt werden." Genosse Hugo Poetsch veröffentlicht in der Chemnißer Volksstimme" einen Artikel„ Durchhalten", in dem es u. a. heißt: Gin 32 jähriger Krieger Kempe war in das Heer eingestellt worden; seine Vorstrafen mit Zuchthaus hatte er verschwiegen. Er ernannte sich selbst dann zum Sergeanten, legte sich Sergeanteiabzeichen an und log dem Sergeanten seiner Abteilung vor, der Hauptmann habe ihn zum Sergeanten befördert. Dann fuhr er zu seinen Schwiegereltern nach Wangerin in Pommern, blieb dort ohne Urlaub. lange Beit, bis er am 24. September festgenommen wurde. Er wurde wegen Fahnenflucht und Belügens eines Vorgefesten unter Anflage gestellt. Das Kriegsgericht der Landwehrlagte nach§ 31 Str.-G.-B. zum Heeresdienst unfähig war und Das mithin der militärischen Gerichtsbarkeit nicht unterstehe. Oberkriegsgericht fam zu einer entgegengesezten Auffassung und verurteilte den Angeklagten jest zu 5 Jahren und 1 Tag Gefängnis, sowie zur Versegung in die zweite Klaffe des Soldatenstandes. Das Gericht nahm an, S. sei durch seine Einstellung Soldat geworden und dem Militärgesez unterstellt. Daran ändere§ 31 des Str.-G.-B. nichts. So wie nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts eine zur Eidesunfähigkeit verurteilte Person dennoch abermals wegen Meineids bestraft werden kann, wenn sie einen Meineid leiste, so bestehe trotz der gesetzlichen Unfähigkeit zum Heeresdienst die Möglichkeit des Hecresdienstes und damit die Strafbara feit von Delikten während des Heeresdienstes. Im übrigen sei der Angeklagte nach der Behrordnung der Landsturmpflicht unterworfen. Er konnte danach ausgemustert und wegen feiner Vorstrafen auch ausgeschlossen werden. Letzteres jei aber bis jetzt nicht geschehen, so daß die Zugehörigkeit des Angeklagten zum Heere erwiesen sei und daraus ohne weiteres die Zuständigkeit des Militärstrafgesetzbuchs folge. Der Verurteilte soll die Absicht haben, beim Reichsmilitärgericht Revision einzulegen. Von den beiden Gründen, die das Oberkriegsgericht anführt, dürfte der erste durchschlagend sein. Was den zweiten Grund anlangt, so lauten die einschlägigen Bestimmungen der Wehrordnung wie folgt:§ 20, 3iffer 1. Der Landsturm hat die Pflicht, im Kriegssalle an der Verteidigung des Baterlandes teilzunehmen; er kann in Fällen außerordentlichen Bedarfs zur Ergänzung des Heeres und der Marine herangezogen werden."-$ 20, 3iffer 11 Bei Aufruf des Landturns bleiben von der Heranziehung zur Ergänzung des Heeres und der Marine ausgeschlossen: Personen, welche zit Zuchthausstrafe verurteilt sind, dauernd." Ferner sind nach § 100 der Wehrordnung die zum Landsturm Aufgerufenen den Militärstrafgesetzen und der Disziplinarstrafordnung unterworfen. Als der Angeklagte gewissermaßen widerrechtlich in den Dienst eintrat, war der Landsturm noch nicht aufgerufen. Der Angeklagte war auch, soweit aus der Berhandlung ersichtlich war, nicht als Landsturm eingezogen. Deshalb dürften diese speziell den Landsturm und die zu Zuchthausstrafen Verurteilten betreffenden Bestimmungen der Wehrordnung nicht zur Anwendung gelangen. Allerdings tritt Durchhalten, die notwendigen Mittel zur Kriegführung bewilligen, heißt den Sieg wollen. Nicht bloß wollen, ihn miterfämpfen helfen. Nun gibt es ein kleines Häuflein trotz der Unfähigkeit zum Heeresdienst der zur Zuchthausvon Barteigenossen, die der Bewilligung wohl zustimmen und auch meinen, die Genossen im Felde müßten ihre Pflicht tun, die Strafe Verurteilte nach der herrschenden Ansicht erst durch die fich aber im übrigen auf den Standpunkt stellen: Der Krieg ist seitens der Militärbehörde vorzunehmende Ausmusterung nicht unser Krieg, mehr als unsere Pflicht haben wir nicht zu aus der Landsturmpflicht. Das Reichsmilitärgericht dürfte tun. Konsequent ist das natürlich nicht. Danach hätten wir nicht dem vom Oberkriegsgericht in erster Reihe angeführten mithelfen dürfen an all den Maßnahmen zur Milderung der Not, Grunde wohl beitreten, da die Militärgeseze nirgends Raunt zur Festigung des wirtschaftlichen Lebens im Innern des Landes. dafür lassen, daß ein durch ist oder sonst widerrechtlich- in Was würden dazu wohl die Hunderttausende von Arbeitslosen das Heer Eingetretener den Militärgeseben nicht unterstehe, fagen, die, man mag die einzelnen Hilfsaktionen noch so gering und die angeführte, in der Theorie freilich umstrittene Aneinschätzen, doch der bittersten Not entrückt sind. Sollten wir etwa passive Resistenz üben? Sollten wir z. B. nicht die Hand dazu sicht des Reichsgerichts von der obersten Rechtsprechungsbieten, die Ernte hereinzubringen? Nicht alles tun, die Gemein- behörde des Militärs für zutreffend erachtet werden dürfte. den vorwärts zu drängen auf der Bahn sozialer Fürsorge für die Arbeitslosen und die Familien der Krieger? Was gehts uns an, es ist ein fapitalistischer Krieg", das Elingt so forsch und so prinzipienfest. Und ist doch weiter nichts als der misglückte Versuch, die unverstandenen Geschehnisse in das enge Bett ihrer Dogmen hineinzuzwängen. Daß der Kapitalismus oder sein„ Kind, der Imperialismus," den Krieg, wie alle Kriege in letter Linie verschuldet hat, wissen wir nachgerade auch. Das bringt uns aber nicht weiter. Wenn wir die Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Imperialismen" nicht verhindern können, müssen wir uns doch für den einen oder anderen entscheiden. Der Beweis, daß der kosakische, der englische Imperialismus der beffere wäre, ist bisher noch nicht erbracht. Für das deutsche Proletariat ist der Bestand des Deutschen Reiches trotz alledem in erster Linie vonnöten." An einer anderen Stelle schreibt Poetsch: Aus der Partei. Kommunale Kriegsfürsorge. Unter diesem Titel erschien soeben eine Broschüre aus der Jeder des Genossen Landtagsabgeordneten Paul Hirsch im Berlage der Buchhandlung Vorwärts, Berlin. Das Heft enthält in allgemeinen Umrissen eine fachliche Uebersicht über die wichtigsten Geschehnisse deutscher Stadt- und Landgemeinden auf dem Gebiete tommunaler Kriegsfürsorge. in den Dienst eingetretener Mannschaften. Aus dem Inhalt erwähnen wir: 1. Unterstützung von Familien 2. Die Fürsorge der Erwerbslafe: die Vermittlung von Arbeit, die Bereitstellung von Gemeinden für ihre Angestellten und Arbeiter. 3. Fürsorge für Arbeit; Erwerbslosenunterstützungen.. 4. Fürsorge für das Kredita bedürfnis. - 5. Fürsorge für den Hausbesik.- 6. Krankenfürsorge. 7. Fürsorge für die Ernährung. 8. Organisation und Aufbringung der Mittel. „ Wenn wir all diese Seelennot( die der Kämpfer in der Front) uns gegenwärtig halten, dann muß uns daheim ein Ge= fühl der Sch am beschleichen, wir fühlen uns dann so gering. Die Broschüre wird jedem, der sich für die Sozialpolitik interAber auch von einem heiligen Zorn werden wir erfaßt gegen die Miesmacher und Schwarzfeher, die mit ihrer Schreibereichsiert, vor allem jedem Kommunalpolitiker, wertvolle Dienste im Inland und in der ausländischen Presse ob gewollt oder leisten. Der Preis beträgt 1 M. Die Vereinsausgabe fostet 50 Pf. nicht in der Tat aber dazu beitragen, daß der Krieg verlängert, die Leiden unserer Genossen vergrößert werden. Wenn z. B. kürzlich besonders häufig eingehende Schilderungen von grauenerregenden Verwundungen gebracht werden, so ist das eine Versündigung an unseren Brüdern da draußen. Denn man bedenke, unsere Presse wird in den Schüßengräben gelesen! Wissen unsere Soldaten nicht viel beffer, als die in der warmen Redaktionsstube Sibenden, daß der Krieg schrecklich ist? Muß man ihnen das Gemüt noch mehr belasten mit Bildern des Glends und des Grauens? Und muß man die Angehörigen daheim mit solchen Bildern quälen? Ferner eine Frage: Besteht unsere Aufgabe darin, alle Ein Händler in Hannover hatte, wiewohl der Höchstpreis für Taten und Untaten des feindlichen Auslandes zu entschuldigen, ein Kilo Kartoffeln auf 10 Pf. festgeseit war, von einer Frau, zu beschönigen oder gar zu vertuschen? Und das gerade jetzt? die 3 Pfund Kartoffeln verlangte, die Kartoffeln mit 6 Pf. für Oder, wenn einzelne aus jener fleinen Gruppe von Partei- das Pfund verkauft. Er war zu 75 M. Geldstrafe verurteilt. In genossen nicht müde werden, dem Auslande vorzutäuschen, hinter der Revision rügte er, es sei im Urteil nicht festgestellt, daß er ihr stünde eine große Macht, die sich täglich vergrößere, bedenken den geforderten Preis erhalten habe, es sei nur gesagt, er habe sie da nicht, daß sie auf diese Weise immer wieder die Hoffnung den Preis verlangt. Das Reichsgericht verwarf die Revision. Gerichtszeitung. Ueberschreitung der Höchstpreise. Das Reichsgericht hatte sich am Dienstag abermals mit einer Verurteilung wegen Ueberschreitung der Höchstpreise zu berantworten. Es hatte dabei die Frage zu beantworten, ob schon das Fordern zu hoher Preise strafbar sei, und hat diese Frage bejaht. Die herzlichsten Glüdwünsche 31 seinem 63. Geburtstage ffrem alten bewährten Genoffen 49 August Kleemann. Die Genossen des 339. Bezirks. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 2. Berl. Reichstagswahlkreis. Bezirk 83. Am 25. Januar verstarb unser Mitglied Hermann Nagel, Dordstraße 61, im Alter von 41 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 29, Januar, nachmittags 3, Uhr, von der Halle bes Chriftus Stirchhofes, Lichten rader Chauffee, aus ftatt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Am 26. Januar starb plöglich infolge Herzlähmung unser einzig guter Bater, der Buchdruder Wilhelm Jung aus Ebersivalbe im 82. Lebensjahre. 9605 Diese Anzeige widmen feinen Freunden und Betannten mit der Bitte um stille Teilnahme Die tieftrauernden Töchter Klara und Elise Jung. Die Beerdigung findet statt am Freitag, den 29. Januar, nachmittags 4 Uhr, von der Zeichen. halle des alten St. Thomas- Kirchhofes, Neuköln, Hermannstr., aus. TYPOGRAPHIA. Den werten Mitgliedern dte traurige Nachricht, daß unser altes, treues Ehrenmitglied und Mite begründer, Kollege Wilhelm Jung am 26. Januar im Alter von 81 Jahren verstorben ist Seit stets reges Interesse für unseren Verein sichert ihm ein bleibendes Gebenten Recht zahlreiche Beteiligung, be fonders der Sänger, eripartet Der Vorstand. Beerdigung fiche vorstehend. Verband d. Gemeinde- u.Staatsarh. Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Stollegen Albert Brehme ( Invalide) von der Seltion Stanalisation. Ehre seinem Andenken! Beerdigung am Donnerstag, den 28. Sanuar, nachmittags 2%, Ubr, vom Trauerbause( Sam Ieritr. 11) aus nach dem Himmel fahrts- Stirchhof in Nieder- Schönhausen. Um rege Beteiligung bei der Bestattung des Stollegen erjudit 41/18 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Reinickendorf West. Am 25. Januar starb nach langem Leiden unser Genoffe Wilhelm Lode Eichbornstr. 92. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 28. Januar, nachm 4 Uhr, von der Reichenhalle des Gemeinde Friedhofes, Humboldtstraße, aus statt. U Um rege Beteiligung ersucht 260/10 Der Vorstand. Infolge einer in Belgien zugezogenen Krankheit starb am 26. Januar im Razarett in Brandenburg a.. unser einziger Sohn Artur Nickel, Behrmann im 35. Ref.- 3nf. Reg., im bollenbeten 32. Lebensjahr. Dies zeigt tiefbetrübt an Familie Noman Nickel, 9595 Neukölln, Reuterstr. 50, Arbeiterschwimmverein Südost. Den Mitgliedern die traurige Rachricht, daß unser die Schwimmmartin Mitglied, Erna Lagamek eb. Schlänz Sonntagabend verschieden ist. Bir werden ihr ein dauerndes Andenten bewahren. Die Beerdigung findet Heute Donnerstag, den 28. Januar, un 3, Uhr, von der Leichenhalle des Gemeindefriedhofs Neukölln am Mariendorfer 28eg statt. Der Vorstand. Gesangverein Freier Männerchor" Nowawes. Si Kampfe fürs Baterland fielen auf den Schlachtfeldern Rußlabs mifere Sangesbrüder Gustay Glenz, Hermann Ziehe. 3hr Anbenten wird stets in uns jortleben. 4/3 Der Vorstand. Allen Freunden und Betten die traurige Nachricht, daß am Dienstag, den 26. Januar, nah mittags 4 Ubr, nach langemt, schwerem Leiden unjere liebe Zochter und Schwester Helene Biedermann im 25. Lebensjahre verschieben ist. Dies zeigt tiefbetrübt an Familie Louis Biedermang Berlin- Lichtenberg, Scheffelstr. 9. Beerdigung: Sonnabend, nachmittags 3, Uhr, Friedhof Mars zabn.Abfahrt: 2.42 LichtenbergFriedrichsfelde. 12A Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schleifer August Potschien am 25. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 28. Januar, nachmittags 4 Uhr, von der Reichenhalle des Safobi- Kirchhofes, Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 131/6 Die Ortsverwaltung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Heinigange unferer Reben Mutter und Schwiegermutter Wilhelmine Singuhr geb. Jurk sprechen wir unfern aufrichtigen Dant 3615 Alfred Singuhr Frida Singuhr geb. Schmidt. aus. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10 Spezialarzt O 1. Sant, Sarn, Frauenleiben, nerv. Schwäche, Beintrante jeber Art, Chrlich Hata Kuren in 2ến, fong. Laborat Blut untersuchung., Fäden i. Harn usw. Dr. Homeyer Friedrichstr. 81. gegenüber Banoptifum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Lindenstr. 3 Socben erjäjien: Verband der Sattler and Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Achtung! Militärsattler! Sonnabend, den 30. Januar, abends präzise 6 Uhr, in„ Obiglos Feftsälen"( früher Keller), Koppenstraße 20: Außerordentliche Versammlung. Ms einziger Punkt steht zur Tagesordnung: Bericht über die Verhandlungen zur Schaffung eines neuen Tarifvertrages. Nur Mitglieder unseres Verbandes haben Zutritt, wenn sie sich durch Vorzeigung des Mitgliedsbuches ausweisen können. Vollzähliges und ganz pünktliches Erscheinen ist unbedingt notwendig! -138/ 3* Die Ortsverwaltung. Freie Volksbühne Steinarbeiter. Heute Donnerstag, den 28. Januar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause( gr. Saal), Engelufer 15: General- Versammlung. 1. Vortrag: Herr Deri über Krieg und Kunst. 2. Geschäftsbericht des Vorstandes über das letzte Halbjahr. 3. Diskussion. Die Mitgliedskarte legitimiert. Der Vorstand. 244/ 15* In Vertr. Die Geschäftsstelle. G. Winkler. Eine wichtige Neuerscheinung! Krieg und Sozialdemokratie Drei Auffäße von Konrad Haenisch preis 25 Pfennig Die drei Abhandlungen führen folgenbe Ueberschriften: Die Sozialdemokratie und der Krieg Der deutsche Berrat" an der Internationale/ Burgfriede u. Klaffenkampf Buchhandlung Vorwärts Lindenstraße 3. Die Zarengeißel Obligationen der Lotzer Fabrik- Elsenbahn- Gesellschaft. Sturmschreie ans hundert Jahren. Dichtungen von Plateu, Chamisso, Beranger, Herwegh, Freiligrath, Keller, Turgenjew, Björnson, Hendell, Gorki, Preczang, Diederich u. a. Herausgegeben von Dr. Franz Diederich. Preis 50 Pf. Die Ziebungsliste über die per 2. Januar 1915 verlosten Obligationen ist uns erst jetzt zugegangen. Die Liste ist im Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger", im Berliner Börsen- Courier, in der Berliner Börsen- Zeitung" und in der Frankfurter Zeitung veröffentlicht worden und im übrigen an unseren Kassen erhältlich. Diejenigen verlosten Stücke, welche in Gemäßheit unserer Be kanntmachung vom 30. Dezember 1914 bei der Verteilung des noch in unseren Händen befindlichen Guthabens der Lodzer FabrikEisenbahn- Gesellschaft berücksichtigt werden sollen, müssen spätestens bis zum 12. Februar d. J. bei uns eingereicht werden. Berlin, Frankfurt a. M., den 27. Januar 1915. Mendelssohn& Co. Direction der Disconto- Gesellschalt. Bekanntmachung. S. Bleichröder. Berliner Handels- Gesellschaft, 1. Die Zwischenscheine zu den 5% Reichsschaganweisungen von 1914( Kriegsanleihe) können vom 2. 1. Februar d. J. ab in die endgültigen Schagantveijungen mit Binsfeinen umgetauscht werden. ſtatt. Außerdem übernehmen sämtliche Reichsbankanstalten mit Staffeneinrichtung bis zum 25. Mai d. I. Der Umtausch findet bei der Umtauschstelle für die Striegsanleihen, Berlin W 8, Bebrenitraße 22, die kostenfreie Bermittlung des Umtausches. Die Zwischenfcheine sind mit Verzeichnissen, in die sie nach Serien und innerhalb der Serien nach Beträgen und Nummern geordnet einzutragen find, während der Bormittagsdienststunden bei den genannten Stellen einzureichen: Formulare zu den Berzeichnissen Lönnen dort in Empfang genommen werden. Firmen und Staffen haben die von ihnen eingereichten Zwischenfcheine oben rechts neben der Stüd, nummer mit ihrem Firmenstempel zu versehen. Der Umtausch der Zwischenscheine zu den 5% Schuldverschreibungen des Deutschen Reiches von 1914( Kriegsanleihe) 1. Ottober 1924 findet vom 1. März d. J. ab umfündbar bis bei der Umtauschstelle für die Kriegsanleihen", Berlin W8, Behrenstr. 22, sowie bei sämtlichen Reichsbankanstalten mit Kaffeneinrichtung 22. Junt ftatt. Die Auszahlung der Ausgesteuerten- Unterstützung erfolgt am Sonnabend, nachmittags von 3 bis 6 Uhr. Bezugsberechtigt sind diejenigen ausgesteuerten Kollegen, welche in diesem Monat 3 Bochen arbeitslos sind oder waren. Die nichtbezugsberechtigten arbeitslojen Kollegen werden ebenfalls erfucht, fich am Sonnabend zu melden, im Berhinderungsfalle telephonisch oder schriftlich. Kollegen, welche ihre Mitgliedsbücher zieds Ausstellung eines neuen noch nicht abgegeben haben, werden ersucht, dies umgehend zu tun. 173/5 Zentralverband der Steinarbeiter. Ortsverwaltung Berlin. Engelufer 151. Telephon Amt Morigplak 113 71. Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Geschäftsstelle: C 54, Mulackstr. 10 I. Fernspr.: Amt Norden 4513. Sonntag, den 31. Januar 1915, nachmittags 2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( gr. Saal): General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht vom IV. Quartal 1914, desgl. vom Jahre 1914. 2. Diskussion. 3. Wahl von Ersatzbeisigern zum Hauptvorstand. 4. Verbandsangelegenheiten. Stollegen! Die jebige schmere 3eit macht es Euch allen zur dringenden Pflicht, in dieser Bersammlung zu erscheinen. 47/14 Der Eintritt zur Bersammlung ist nur gegen Buch oder Kontrollkarte gestattet! Die Ortsverwaltung. Deutscher Bauarbeiter- Verband. Zweigverein Berlin. Bureau: Engelufer 15, Zimmer 53. Geöffnet von 9 bis 1 Uhr vormittags und von 5 bis 7 Uhr nachmittag Sektion der Putzer. Sonntag, den 31. Januar 1915, vormittags 10 Uhr: Mitglieder- Verfammlung im Lokal des Genossen Fritz Wilke, Sebastianstr. 39. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Seffionsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert! Bollzähliges Erscheinen erwartet Der Vorstand. Sektion der Kunftsteinverfetzer. Montag, den 1. Februar 1915, abends 8 Uhr: Mitglieder- Verfammlung im Saal 2 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15. Sektion der Steinholzleger. Mittwoch, den 3. Februar 1915, abends 8, Uhr: Mitglieder- Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Sektion der Tiolierer. Donnerstag, den 4. Februar 1915, abends 8% Uhr: Mitglieder- Verfammlung im Lokal des Genoffen Fris Wilke, Sebaftianftr. 39. lungen aufmerfiam gemacht und zum Besuche aufgefordert. Die Angehörigen obiger Sektionen werden auf die VersammDer Vorstand des Deutschen Bauarbeiter- Verbandes. 145/ 14° Zweigverein Berlin. Carl Mampe Berlm N Mampe Halbu Halb mit dem Schimmelgespann Preis Bei letteren jedoch nur bis zum Ueberall zu haben! 2 Mark. Im übrigen gelten für ihn die für den Umtausch der Reidsschaganweisungen getroffenen Bestimmungen. Reichsbank Direktorium Berlin, im Januar 1915. Havenstein b. Grimm Nachahmungen zurückweisen Nr. 28. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ein Vorschlag zur Hebung der eben. Getreideproduktion. Uus geht folgende Zuschrift zu: * * Eine der wichtigsten Fragen, die jetzt die Gesamtheit des deutschen Boltes beschäftigt, ist ohne Zweifel: die Ernährung 3- Regimenter Nr. 100, 104, 134, 177, 178, 179, 181, 182; Rej.- Inf. frage. Selbst wenn der Strieg in nächster Zeit zum Abschluß käme und normale Verhältnisse eintreten würden, müßten wir mit der Tatfache rechnen, daß für längere Zeit hohe, sehr hohe Getreides und Futtermittelpreise bestehen bleiben, die die breiten Massen schwer bedrücken würden. Es kann dieses Jahr eine Migernte bringen, wir tönnen schließlich auch eine Refordernte haben. Niemand weiß es. Eine um und vorsichtige Regierung muß aber mit den schlechtesten Ernteerträgnissen rechnen, wenn sie auf alle Fälle das Wohl der Bevölkerung wahrnehmen will. Jedenfalls haben wir das größte Jnteresse daran, daß die nächste Ernte eine sehr gute wird. Deshalb möchte ich die Frage auf Ernte eine sehr gute wird. Deshalb möchte ich die Frage auf werfen, ob es nicht im Interesse der Boltsernährung angebracht wäre, von feiten des Reiches große Mengen alibüngemittel an tleine und mittlere Landwirte gratis abzugeben. Bei mittleren Betrieben fönnte die Bedürftigkeit vielleicht dadurch geregelt werben, daß die, die icon regelmäßig derartige Düngemittel angewandt haben, als nicht bedürftig angesehen werden. Doch will ich diese Frage vollständig offen lassen. Deutschland hat die größten Kalilager der Welt und gier könnten sehr billig zu Selbstkosten dem Seiche große Mengen zur Ber. fügung gestellt werden, die dann das Reich gratis an die Landwirte abgibt. Das wäre ja in erster Linie ein Geschent an die Landwirte, aber die dadurch erzeugte größere Menge von Getreide und Futtermittel aller Art muß auf die Preise im Herbst und im nächsten Winter einwirken. Jeder Mann im Volke hat das größte Interesse daran, daß wir dieses Jahr eine Retordernte bekommen. Biele Landwirte haben kein Geld, künstliche Düngemittel zu kaufen, viele haben dazu nicht den Mut; sie arbeiten nach alter Schablone weiter. P Diese Verteilung von Düngemitteln fönnte mit Borträgen verbunden werden, und so tönnte dieses Verteilen zum ausgezeichneten Propagandamittel für Kunstbüngung und schließlich zur Hebung der Ertragsfähigkeit des Bodens in ganz Deutschland führen. Die bayerische Verlustliste Nr. 144 bringt Verluste des Juf.- Leib- Reg.; 2., 3., 4., 6., 7., 9., 11., 13. und 15. Inf- teg. Die sächsische Verlustliste Nr. 99 bringt Verluste der Inf. Regimenter Nr. 102, 244; 2andw.nf.- Regimenter Nr. 102, 183; 18; Res.- Jäger Nr. 12, 25; Fußart.- Regimenter Nr. 12, 19; Pion. Bandit.- Bataillone I, Dresden, Pirna; Jäger- Bataillone Nr. 12, Bataillone I. Nr. 12, II. Nr. 12, 1. Nr. 22, II. Nr. 22; Ref. Bion- Komp. Nr. 53 und 54. Aus Groß- Berlin. Donnerstag, 28. Januar 1915. Ref.- Fuhrpart- Stol. Nr. 29 bes 10. Reserveforps. zu Parzellen Herrichten Tassen, jedoch wünscht sie keine ZaubenBewachungskommandos der Gefangenenlager Rottbus, Halbe, folonien". Das Land soll in Rosen von etwa ½ Morgen pro Familie vergeben werden, der etwaige Nest auf Stosten der Gemeinde Kriegsbekleidungsamt des 4. Armeekorps. den von ihr Unterstützten überlassen werden. Genosse Meyer begründete den Antrag unserer Fraktion u. a. auch damit, daß hier sehr gut die Ernährung nicht nur für einen wesentlichen Teil des Ortes, sondern, in Verbindung mit der Groß- Berliner Bewegung derselben Richtung, auch um Berlin herum sichergestellt werden könnte; er hob auch den Wert der Eigenbebauung in ethischer und sozialer Beziehung hervor und erläuterte noch des näheren die bereits im Vorwärts" wiedergegebene Materie. Der Gemeinde gutes und Abgabe an die Bächter, sowie die nötige Bodenabsondeempfahl er außer den nötigen Borarbeiten den Ankauf des Saatcung für die dahin passenden Feldfrüchte. Die Verpachtung müsje aber selbst, ohne sogenannten Generalpächter. geschehen. Herr v. Borsig erklärte, der Sache ebenfalls sympathisch gegenüberzustehen, meinte aber, daß in Rücksicht auf den großen Arbeitermangel, der eine Selbstbestellung taum erwarten ließe, die Ausnutzung des Bodens ganz der Gemeinde überlassen merben müßte; später sei dann die ganze Grnte allgemein der Bevölkerung zugänglich zu machen. Genosse alfes hob noch den allgemein beobachteten Gifer beim Ginzelparzellenbau hervor. Die Gemeindevertretung erklärte fich mit der Hergabe ihrer eigenen mehr die weiteren Anregungen auf Privatbesitzer, Stirchengemeinden Ländereien einverstanden. Die Grundstückskommission wird nun usw. zu betreiben haben. Der bisher am Hafen befindliche elettrische Drehkran ist von der Militäriverkstat Spandau in Anspruch genommen und ihr von der Gemeinde vorläufig gegen eine monatliche Entschädigung von 400 M. Leihweise überlassen worden. Der Kran soll nun der Militärbehörde gegen Erstattung der Anschaffungsfoften( 28 000 M. nebst 7000 M. Entschädigungszuschlag zur vollständigen Verfügung gestellt werden; lehteres wurde in die geheime Sigung zur Beratung verwiesen. Am Schluß stimmte die Vertretung einem zu erlaffenden Ortsstatut betreffend die Erhebung eines Zuschlages zur Reichszuwachssteuer u. Auch für Tegel hat diese Steuer nicht den erwarteten Ertrag geliefert; Tegel hatte bereits vor 1909 eine Gemeindezuwachs steuer, die nach Inkrafttreten des neuen Gesezes bis 1. April 1915 jährlich 38 523 M. einbrachte; nach diesem Termin dürfen nur noch 35 Broz. der veranlagten Steuer in die Gemeindekasse fließen. Die Beratung, den Ausfall durch Gemeinde zu schläge zu decken, foll bis zur Kriegsbeendigung vertagt werden. Einschränkung der Freifahrt von Militärpersonen. Das Wolffsche Bureau meldet: I. Aus militärischen Gründen fällt vom 1. Februar d. 3. ab für Militärpersonen Hochbahn und den Omnibuslinien für die Zeit von 9 Uhr ( auch Verwundete) die Freifahrt auf allen Straßenbahnen, der abends bis 6 Uhr morgens fort. II. Die Hochbahngesellschaft, die Große Berliner Straßenbahn und die Allgemeine Omnibus- Aktiengesellschaft fönnen bom 1. Februar d. 3. ab aus Betriebsrücksichten die unum schränkte Freifahrt von Militärpersonen nicht mehr gewähren. Sie gewähren freie Fahrt auch weiter an verwundete Unteroffiziere und Mannschaften gegen Vorzeigung eines Ausweises. Diese Ausweise sind Leipziger Plat 14( Geschäftsstelle der Straßenbahn) zu empfangen, von den Lazaretten usw. auszufüllen und nach Heilung des Inhabers an die Geschäftsstelle zurückzusenden. Auch für den dienstlichen Dordonnanzenverkehr der Militärbehörden und Truppenteile bleibt freie Fahrt bestehen. Die Ordonnanzen sind von den Behörden und Truppenteilen mit entsprechenden Ausweisen zu versehen. Die drei genannten Verkehrsgesellschaften gewähren allen anderen Unteroffizieren und Mannschaften ermäßigten Fahrvreis derart, daß für beliebig lange ununterbrochene Fahrstrecken auf der Großen Berliner Straßenbahn, der Hochbahn( Militärkarte III. Alaffe) und bei Autoomnibusfahrten 10 Pf., bei Pferdeomnibusfahrten 5 Pf. zu zahlen sind. Bei Gröffnung der Sigung teilte der stellvertretende Vorsteher Sanitätsrat Dr. Röjer die armenärztliche Pragis Reichelt mit, daß an Stelle des im Felde stehenden Dr. Hennide ausübe und vom 1. Februar ab auch noch Dr. Rosenthal als weiter Stellvertreter fungiere. Genoffe Maffa empfahl, bei der bevorstehenden etasmäßigen Neuregelung jeben am Orte pratti zierenden Arzt zur Armenaratpflege zuzulassen. Todessturz dreier Flieger. Die freie oder ermäßigte Fahrt für Offiziere, Sanitäts-, Veterinär- Offiziere und obere Militärbeamte kommt bei In Johannisthal hat sich am letzten Dienstag mittag cint Das läge vollständig im Interesse des ganzen Boltes. diesen Gesellschaften in Fortfall. Daß Kali allein nicht ausreicht, sondern dazu noch Thomasmehl usw. III. Freie Fahrt für alle Militärpersonen bleibt vor- fchwerer Unfall ereignet, der mit dem Tode dreier Flieger endete. gehört, kann die Ausführung dieses Vorschlages nicht hindern, sondern läufig bestehen bei der Straßenbahn der Stadt Berlin Gegen 2 Uhr war der Flieger Müller, der vor einigen Tagen das Biloteneramen gemacht hatte, mit einem 2. G. V.- Flugzeug aufge= es müßten dazu geeignete Mengen von den anderen Düngemitteln( Virchow- Krankenhaus- Hermannplay, Stettiner Bahnhofstiegen und verließ das Felb in der Richtung auf den Teltowlanal beigegeben werden. Behrenstraße), bei der Berliner Elektrischen Straßenbahn zu. Sturz vorher war Feldwebel Konrad mit Leutnant Böhmer auf Soweit die Zuſchrift. Wir möchten dazu bemerken, daß( Behrenstraße- Treptow, Mittelstraße- Pankow, Mittel- einem Abatros- Doppelbeder abgeflogen und wollte nach einem RundPreußen bereits jegt die Möglichkeit hat, dem Vorschlage straße- Niederschönhausen, Mittelstraße- Buchholz, Mittelfluge nach Johannistal zurückkehren. Während der Mbatros- Doppelwenigstens teilweise zu entsprechen. Die vom Bandtage bewilligten ftraße Stojenthal), bei den Straßenbahnen des Kreises beder im Gleitfluge herniebertam, verfuchte die Luftverkehrsmaschine außerordentlichen Krebite follen auch zur Unterstügung der vom Teltow und bei den Straßenbahnen der Berliner Ostbahnen hochzugehen. In einer Höhe von etwa 50 Metern über dem Boden Striege geschädigten Landwirte und Landwirtschaft dienen. Neben in Oberschöneweide. Saatgut, Vieh und Maschinen tönnen und werben wohl auch Düngemittel abgegeben werden. noch Auf der Suche nach Kriegsbeutestücken. Ferner tönnte für den beabsichtigten Zived bas talisyndikat Hausfuchungen wurden in den legten Tagen in größerer Anzahl Berangezogen werden. Aus dem Propagandafonds wären Summen burch die Bantower Kriminalpolizei vorgenommen. Auf Grund von für ben gedachten Zived bereitzustellen. Schon in Friedenszeiten anzeigen, die bei der Behörde eingelaufen waren, hieß es, daß eine fanden die in der Zuschrift gewünschten Vorträge und Belehrungen Reihe von Kriegsteilnehmern, die in Bantom wohnen, fich eroberte statt. Das wäre nur auszubauen und unter den Beutestücke angeeignet hätten. Um nun der Sache auf den Grund Landwirten wird man wahrscheinlich willigere Ohren als je finden, au geben, wurden bei den in Frage stehenden Berfonen HausSchließlich aber sollte das Kalisyndikat felbft Dünger gratis ab- fuchungen veranstaltet, die jedoch ein negatives Ergebnis hatten. geben. Das Syndikat hat sich feit der staatlichen Regelung einer sei bemerkt, das nach einer Bekanntmachung des KriegsMonopolitellung erfreut, die ihm auf Rosten der in- und aus- minifteriums Beuteſtücke nicht Privateigentum find, sondern abländischen Verbraucher hohe Gewinne sichert. Jest in Kriegszeiten geliefert werden müssen. sollte es wenigstens einen Teil davon in Gestalt von Gratisabgaben für Propagandazwede abgeben. Ebenso wäre eine allgemeine Ermäßigung des recht hohen Kalipreises durchaus am Plaze. Da Preußen felbft mehrere Kaliwerte befigt und zusammen mit anderen Bundesstaaten großen Einfluß auf das Syndikat be fizt. follte es für die Preisermäßigung eintreten. Allerdings müssen die Maßnahmen sofort geschehen, um noch für die neue Ernte nugbringend zu werden. Verlustlisten. Die Verfuffliste Nr. 186 Der preußischen Armee enthält Berluste folgender Truppen: Etappen- Kommandantur Nr. 10 des 14. Armeekorps. Familientragödie. stießen die beiden Flugzeuge zusammen. Der Zusammenprall war so getvaltig, daß beide Apparate in der Luft zerschellten und zu Boden jtürzten. Alle drei Flieger famen unter die Trümmer der Flugzeuge su liegen und fanden sofort ben Tod. Der vom Flugplak im Automobil eintreffende Arzt konnte den Verunglückten teine Hilfe mehe bringen. Selbstmord einer Kriegerswitwe. Aus Gram über den Tod ihres Mannes, der als Bandwehrmann vor dem Feinde fiel, hat sich die 29 Jahre alte Kaufmannsfrau Klara Sieler aus der Driesener Straße 5 das Leben genommen. Die junge Witwe sprang Dienstagnachmittag aus ihrer im vierten Stockwert belegenen Wohnung auf die Straße hinab, wo sie befinnungslos liegen blieb. Sin Arzt konnte nur noch den Tod infolge schoerer innerer Berlegungen feststellen. Die 2ciche wurde nach dem Schauhauſe gebracht. Erhängt hat sich Mittwochnachmittag der 31 Jahre alte Arbeiter Dachstuhlbrände. Wegen eines großen Dachstuhlbrandes wurde Bernhard Sanft aus der Oberstr. 41 zu Neuköün. Hanft, der mit in der vorletzten Nacht die Berliner Wehr nach Pankow gerufen. feiner Frau und feinen beiden Stindern, dem vier Jahre alten Sohn Dort stand das Haus Mühlenstraße 35 in Flammen. Weit Hilfe Erich und dem fünf Jahre alten Sohn Sturt im vierten Stockwert ber Bantower Ortsfeuerwehr gelang es, den Brand auf den DachGin anderer großer des Hauses Dferstr. 41 wohnte, wurde als Ersayrefervist gleich nach ftuhl und das obere Geschoß zu beschränken. Ausbruch des Krieges eingezogen. Berwandte schrieben ihm fürglich, Dachstuhlbrand alarmierie am Mittwochabend die Feuerwehr nach daß seine Frau schwer erkrankt und nach dem Krankenhaufe gebracht der Karlstraße 31. Dort stand der Dachstuhl des Medizinischen worden sei. Hanft fuhr darauf nach Hause, wo er befalog, mit den Warenhauses" gegenüber dem Zirkus Schumann in großer Ausbeiben Kindern aus dem Leben zu scheiben. Vormittags legte er Stelle und es gelang, den Brand auf den Dachstuhl zu beschränken. dehnung in Flammen. Die Wehr war mit mehreren Zügen zur die kleinen ins Bett, öffnete den Gashahn und erhängte sich dann. Die Entstehung war nicht zu ermitteln. Nachbarn nahmen nachmittage den starten Gasgeruch wahr, öffneten bie Wohnung und entdeckten die Verzweiflungstat des Mannes. Maßnahmen zur Lebensmittelversorgung in Charlottenburg. Die Bibliothek der Arbeiterbildungsschule, die allen Hörern unentgeltlich zur Verfügung steht, ist heute, Donnerstag, den 28. Januar, von 8-9 Uhr abends geöffnet. Sie befindet sid) Lindenstr. 3, IV. Hof rechts 3 Treppen. 1. und 4. Garde- Regiment; 2. Garde- Gri.- Reg.; Garbe- Gren. Der Feuerwehr gelang es, das fünfjährige Söhnchen Kurt wieber Regimenter Franz und Augusta, Garde- Füs- Reg.; Gren bat. ins Leben zurückzurufen. Die Leichen des Mannes und des vierInf. bzw. Füs.- Regimenter Nr. 1, 2, 8, 4, 6, 7, 8, 12, 15, 18, jährigen Erich wurden von der Polizei beschlagnahmt. 24, 25, 26, 27, 28, 30, 81, 82, 83, 84, 86, 37, 39, 41, 42, 43, 44, Senfurschwierigkeiten durch die Berliner Theaterzenfur werden 45, 46, 47, 49, 50, 51, 58, 61, 64, 66, 68, 69, 70, 72, 78, 80, 88, die Direktion des Birkus Sarrasani veranlassen, die Spielzeit in 95, 97, 98, 109, 110, 112, 113, 115, 116, 117, 118, 180, 181, 182, den nächsten Tagen zu beenden. Es ist der Direktion nicht möglich), 135, 186, 145, 149, 152, 155, 157, 162, 165, 167, 169, 173, 174, bie Genehmigung zur Aufführung des Manegeschauftücks„ Europa Das Stück ist in Dresden bereits 175, 176; Erf. Reg. Stönigsberg I; Res.- Inf.- Regimenter Str. 1, Die Deputation zur Beratung von Maßregeln gegen die Lebens in Flammen zu erhalten. Es wäre bedauerlich, wenn durch 2, 3, 5, 6, 12, 13, 15, 17, 19, 21, 29, 87, 88, 46, 48, 60, 64, 66, mittelteuerung ist am Dienstag, unmittelbar nach Bekanntgabe der 75mal vorgeführt worden. 73, 81, 82, 88, 84, 86, 88, 92, 98, 111, 116, 204, 219, 220, 221, neuen Bundesratsverordnung zufammengetreten. Nach eingebenden Schluß des Birtus mehr als 300 Angestellte brotlos werden sollten. 224, 227, 228, 238, 256, 287, 289; Ref.- Gri.- Reg. Nr. 3; Bandw. Beratungen wurde beschlossen, dem Magistrat zu empfehlen, ben in Berlegung der Straßenbahnlinie 17. Am 1. Februar wird die. Inf.- Regimenter Nr. 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 12, 15, 24, 33, 34, 37, ber Berordnung vorgesehenen Ausschuß aus den Mitgliedern der Köthener Straße wieder eine Straßenbahn erhalten, indem die 39, 46, 48, 61, 66, 72, 73, 78, 109; Bandm.- Gri.- Reg. Nr. 4; Landiv. Deputation zu wählen. Weiter wurde ein gemeinsames einheitliches Gleise, die früher von der städtischen Bahn in Anspruch genommen Inf.- Bat. Bernburg; Ueberplanmäßige Landw.- Inf.- Bataillone Borgehen mit den anderen Gemeinden Groß- Berlins befürwortet. wurden, jetzt von der Großen Berliner Straßenbahn benutzt Nr. 4 und 5 des 4. Armeekorps; Brig.- Grf.- Bataillone Nr. 5, 8, um die Meischversorgung sicher zu stellen, sind bereits vor Monaten werden. Vom nächsten Montag an wird die Linie 17 Moabit 16, 79, 81; Bandw. Brig. Grf.- Bat. Nr. 41( siehe Bandw.- Fri.- Seg. erhebliche Borräte angekauft worden. Jest soll auch mit dem Anbau Greifswalder Straße vom Schöneberger Ufer nicht mehr durch die Nr. 4); Bandit.- Bataillone Aachen, Antlam, Bromberg, II. Kaffel, bon Gemüse und Kartoffeln vorgegangen werden. Die unbebauten Schöneberger Straße, sondern durch die Küthener Straße am PotsDeutsch- Ghlau II, Graudenz. Insterburg 1, Königsberg, Jübeck, Grundstücke im Weichbilde der Stadt sollen an Laubenkolonisten und damer Bahnhof vorbei und durch die Königgräger Straße zum AnNeufahrwasser, Neusalz a. O., Oppeln, Rawitsch; Landst.- Ers. Bat. sonstige Interessenten für diesen gwed abgegeben werden. Endlich halter Bahnhof und weiter wie bisher führen. Die ganze Zinic erNr. 3. Elberfeld; Jäger- Bat. Nr. 6; Feftungs- Maschinengew.- Ab- trägt man fich mit dem Gedanken, auch die Stiefelfelder in den hält auf diese Weise auch Verbindung mit dem Potsdamer Play. teilungen Nr. 4 und 11. Dienst der Nahrungsmittelversorgung zu stellen. Söheres Kav.- Kommando Nr. 1; 1. Garde- Drag.; Küraffiere Ein braver Genosse ist unferer Partei in Bernau durch den Die Lehrstellenvermittelung des städtischen Arbeitsnachweises Tob entriffen worden. Am 26. Januar starb nach längerem Leiden Nr. 6, 7; Dragoner Nr. 12, 13, 14, 20; Sufaren Nr. 10; lanen Charlottenburg, der mit der Zentralstelle für Bebrstellenvermittelung im 55. Lebensjahre der Schuhmacher Genoffe Franz Mittelstädt. Nr. 2, 14; Jäger zu Pferde Nr. 1, 3; Res.- Ers.- Est. des 17. Armee in Berlin fowie mit dem Charlottenburger freiwilligen Erziehungs- Der Verstorbene bekleidete feit 1904 ein Ehrenamt in der 3. Garde Feldart. Reg.; Felbart.- Regimenter Nr. 6, 7, 10, beirat in ständiger Beziehung steht, beginnt für die zu Ditern zur Organifation und stellte sich stets bereitwilligit bei Parteiarbeiten Garde- Feldart.- Reg.; Entlaffung fommenden Schüler am 1. Februar. In Verbindung 34, 43, 46, 50, 65, 67; Reſ.- elbart.- Regimenter Nr. 6, 44; Landiv. mit der Zebrerschaft und den Schulärzten wird die geiftige und zur Verfügung. Die Beerbigung findet heute Donnerstag, den Felbart. Reg. Nr. 2; Ueberplanmäßige Batterie G der Festung förperliche Eignung für den gewählten Beruf festgestellt. Die Ver 28. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Chauffeeſtr. 9, Fußart. Regimenter Str. 1, 3, 8, 10, 18, 15; Stef.- Fugart.- te mittelungstätigkeit findet am Montag, Mittwoch und Donnerstag aus ftatt. Die Genoffen werden ersucht, den Verstorbenen die Tetzte Ehre zu erweisen. gimenter Nr. 7, 17; Landft.- Fußart.- Bat. Nr. 14 und solches bes jeder Woche ftatt und ist für beide Teile fostenlos. 14. Armeekorps; Mörser- Regimenter Kr. 6, 12. Arbeiter- Samariterbund, Kolonne Groß- Berlin. Freitag, den Bion.- Regimenter Nr. 18, 20; Bion. Bataillone: 1. Nr. 3. Die Ausnutzung der umfangreichen Gemeindeländereien 29. Januar, pünstlid' s Uhr abends findet unsere GeI. und II. Str. 6, II. Nr. 17, 1. Nr. 21; Pionier- Belagerungstrain Tegels. neralversammlung statt. Das Erscheinen sämtlicher WitBosen. Beinung von Feld- und Gartenfrüchten regte ein Antrag glieder ist unbedingt notwendig. Zutritt nur mit Mitgliedsbuch. Ses dortigen Gemeindevorstandes wie auch ein solcher unserer Genossen und der Kolonie" Freie Stolle" in der letzten Gemeinde- beiden Rovitäten Familie Blaschet" und Helbing kontra Helbing" am Jm Gebrüder Gerrufeld Theater findet die Erstaufführung der vertretersizung an. Sonnabend, den 30. Januar, statt. Beide Komödien aus der Feder Anton Die Berwaltung will das Gemeindeland durch Motorpflüge, unb Donat Herrnfelds schildern das Leben der Jehtzeit in altuellster und die unentgeltlich zur Verfügung gestellt würden, umarbeiten und origineüfter Weise. Die Herrnfeldiaben So leben wir und wei forps. Meh. Fernsprech- Abt. des 16. Armeekorps; Felbffiegertruppe; Straft. fahr- Bat.: Kraftfahrtruppen der 8. Armee. Armierungs- Bat. Nr. 10 des 3. Armeekorps; Festungs- Fuhrpark Posen. Freiwillige Krankenpflege( Notes Streus). = und find Billetts für Sonnabend heute bereits zu haben. Gewerkschaftliches. Kein Bedarf an deutschen Arbeitskräften für Belgien. Bie der Verband deutscher Arbeitsnachweise auf Grund amtlicher Auskünfte mitteilt, sind in der Bevölkerung über den Bedarf an deutschen Arbeitskräften für Belgien vielfach irrige Anschauungen verbreitet. Teuchtende Bunte gelangen nur noch heute und morgen zur Aufführung| Krieges auf die fächsische Metallindustrie. Wie aus der Aufstellung vom des Gefeßes Betreffend den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 4. Quartal hervorgeht, ist die Mitgliederzahl auch in dem Quartal zurück- mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft. Ueber Kriegsdienst im deutschen Haushalt spricht heute abend gegangen, und zwar von 59 874 auf 51 007 oder um 8867. Seit dem II. Der stellvertretende fommandierende General des 1. Armeca 8 Uhr in Ober- Schöneweide, Lokal Wilhelminenboj, in einer 1. juli 1914 refp. mit Beginn des Krieges fiel die Mitgliederzahl von forps hat angeordnet, daß die russischen Saisonarbeiter bis zum von der Zentrale des Nationalen Frauendienstes einberufenen Versammlung 87 673 auf 51 007, alfo um 36 666. Davon sind zum Militär ab- 14. März weder in Krankenkassen zu versichern, noch Invaliden= Fräulcin Dr. Lüders Berlin. Der Zutritt ist frei. gemeldet 32 132. Es bleibt demnach noch ein weiterer Rückgang versicherungsbeiträge für sie zu zahlen sind. In Krankheitsfällen von 4534. Davon muß man die Wehrabgereisten mit 2288 noch in hat der Arbeitgeber Arzt und Apotheker unentgeltlich zu stellen. Abzug bringen, so daß 2251 aus anderen Gründen ausgeschieden| Der den russischen Arbeitern zu zahlende Tagelohn wird bis zum find. Hier dürfte zweifellos eine große Zahl dabei sein, die eben- 14. März auf 0,50 m. für Männer und 0,40 Mt für Frauen, falls zum Militär eingerückt sind, sich aber nicht abgemeldet haben. Mädchen und Burschen nebst freier Wohnung, Heizung und dem des Strieges als günstige Gelegenheit benußten, aus der Organisation bezeichneten Arbeiter und Arbeiterinnen haben die Arbeit gegen uch eine Anzahl hier mitgerechnet werden, die den Ausbruch üblichen Kartoffel, Milch- und Protdeputat festgesetzt. Die vorauszuscheiden. Vielleicht haben die Ausgeschiedenen nunt, nachdem diese Entschädigung aufzunehmen und die Arbeitgeber diese Entes zu spät ist, eingesehen, was für einen Fehler sie mit ihrem schädigung zu leisten. Buividerhandlungen hiergegen sind mit Ge Austritt begangen haben. Die Beitragsleistung ist wie im dritten fängnis bis zu einem Jahre strafbar. Duartal, so auch im vierten Quartal bedeutend unter 12 geblieben; sie beträgt ohne beitragsfreie Warken 11,32, mit beitragsfreien 12,01. Ge find insgesamt 38 011 Beitragsfreie Warfen umgefeßt Die Aussichten, deutsche Arbeitskräfte in Belgien unter worden. Die Beitragsleistung im Jahre 1914 hat felbstverständlich auch unter den Einwirkungen des Krieges gelitten. Sie beträgt zubringen, find für abfehbare Zeit gering. Soweit bisher in ohne Hinzurechnung der beitragsfreien Marlen 47,56 pro Mitglied Belgien hier und da deutsche Arbeitskräfte verwandt worden und Jahr; mit beitragsfreien Marken stellt sich die Beitragsleistung find, hat es sich fast immer um besondere eilige, im militäri- auf 48,67. lingebeure Anforderungen wurden an die Arbeitslosen schen Interesse auszuführende Arbeiten gehandelt, bei denen unterstützung des Verbandes gestellt. Jm 3. Vierteljahr wurden für belgische Arbeiter nicht verwandt werden konnten, weil sie diefen Zived 729 801 M., im 4. Sterteljahr 407 572 M., im ganzen entweder nicht für zuverlässig genug gehalten wurden oder Halbjahr also weit über 1 Millionen ausgezahlt. sich aus nationalen Gründen selbst zurückhielten. Solche Arbeiten sind aber fünftig kaum mehr zu erwarten. Für Arbeiten anderer Art gibt es in Belgien selbst ein so großes, nach Hunderttausenden zählendes Angebot, daß die vorHandenen nicht durch die Heranziehung auswärtiger Arbeitsfräfte vergrößert werden fönnen. Berlin und Umgegend. Das Beschäftigungsverhältnis der Berliner Metallarbeiter Hatte zunächst nach Ausbruch des Krieges sich ungünstiger gestaltet. Beint Kriegsausbruch waren arbeitslos 4823 männliche und 230 weiche Kollegen. Die Woche darauf schnellte die Zahl der männlichen Arbeitslofen auf 8939. Woche für Woche erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen bis auf über 10 000. Von der 39. Woche, nach der Neuzientierung der Industrie in bezug auf die Kriegsarbeit, ging die Urbeitslosigkeit in der Berliner Metallindustrie immer mehr zurüd. In der dritten Woche des neuen Jahres waren nur noch 1677 männliche und 434 weibliche Verbandsmitglieder arbeitslos. Vielfach handelt es sich dabei auch nur um einen Wechsel. Die Eisenmöbelbranche nahm nach einem Bericht des Branchenleiters in einer Branchenversammlung gleich mit Kriegsbeginn einen erheblichen Aufschwung, da hier die Lazarettbetten angefertigt werden. In verschiedenen Betrieben trat eine Erhöhung der Lohnjäße ein. Anders war es in der Schwarzblech branche. In ihr war bei Ausbruch des Krieges ein vollständiger Stillstand eingetreten. In einzelnen Betrieben sind ja dann neue Kräfte eingestellt woorden, nachdem man sich um Kriegsarbeit bemüht hatte. In einem Betriebe wurden alle männlichen Arbeiter entlassen und weibliche Bersonen eingestellt. Die freigewordenen Arbeiter haben zum Teil hei anderen Firmen Arbeit bekommen. In der Möbelschloßbranche war zur Zeit des Kriegsausbruches nichts zu tun. Berschiedene Betriebe wurden geschlossen, in anderen Betrieben wurde die Zahl der Arbeiter reduziert. Die Arbeiter dieser Branche haben auch heute noch unter dem Kriege schwer zu leiden, wenn auch ein Teil in anderen Betrieben, wo Militärarbeit gemacht wird, unter fam. In den Betrieben für gelochte Bleche besteht ein Tarif, der auch jest innegehalten worden ist, aber auch diese Gruppe hatte zu leiden. Eine Konjunktur, wie sonst zu dieser Jahreszeit, ist nicht vorhanden. Kündigung des Schmiedetarifs. In den Betrieben der Schmiedeimungsmeister trat mit dem Ausbruch des Krieges eine fast vollständige Arbeitsstodung ein. Die meisten der damals bei Jnnungsmeistern beschäftigten Gesellen wurden arbeitslos, fanden aber bald Beschäftigung in anderen Betrieben der Metallindustrie, die für den Kriegsbedarf arbeiten. Besonders im Wagenbau tamen viele der arbeitslosen Schmiede unter. Mit der Zeit fanden auch die Innungsmeister wieder Arbeit, größtenteils bei der Herstellung von Fahrzeugen für milt tärische Zwede. An Stelle der früher bei den Innungsmeistern beschäftigt gewesenen Gesellen traten solche, die von außerhalb, besonders aus den Grenzgebieten, zugezogen waren. Gegenwärtig find etwa 600 Gesellen, 130 Lehrlinge und eine Anzahl Hilfsarbeiter bei Jnnungsmeistern beschäftigt. Die Konjunktur int Schmiedeberuf ist eine gute. Die Löhne sind wohl durchweg erheblich über die im bestehenden Tarifvertrag festgesetzten Mindestlöhne 50 Pf. für Stoogesellen, 60 Pf. für Beschlagschmiede- gestiegen, und zwar nicht nur in den anderen Betrieben der Eisenindustrie, sondern auch in den Werkstätten der Innungsmeister. Die Tarif löhne sind also tatsächlich überholt und entsprechen den gegenwärti gen Zeitverhältnissen nicht mehr. Aus diesen Gründen beschloß eine am Dienstag abgehaltene Versammlung der bei Innungsmeistern beschäftigten Schmiede, den bis zum 31. März d. J. laufenden Tarifvertrag zu kündigen. Die Versammlung beauftragte den Gefellenausschuß in Verbindung mit der Ortsverwaltung des Metallarbeiterverbandes, einen neuen Vertragsentwurf auszuarbeiten und mit dem Jnnungsvorstand in Verhandlung zu treten. bleibt. Ausland. Die Arbeit der holländischen Gewerkschaften in der Krise. Kleine Nachrichten. Wenn es taut. Ebenso sind jest ist Tauwetter eingetreten und da folltet Ihr mal den Dreck Wir hatten einige Tage Frost und eine schöne Schneedede, aber jest ist Tauwetter eingetreten und da solltet Ihr mal den Dreck sehen. Wenn wir nicht im Schüßengraben sind, liegen wir, so heißt es in einem Feldpostbrief der Chemnizer Boltsstimme", im Walde versteckt, und da haben wir uns nun ein Haus aus Baumstämmen gebaut, 5 Meter lang, 3 Meter breit und anderthalb Meter hoch. dazu aus schwachen Stämmen einen Tisch, aus Rasen einen Dfer. Der Fußboden ist mit Stroh bedeckt. Als es gefroren war, war es ganz mollig; denn es wurde den ganzen Tag gefeuert. Holzmangel leiden wir nicht; wer ein Stüd jägt eben einen Baum ab. Aber jetzt, wo der Aus Amsterdam wird gefchrieben: Am 3. Januar fand sier Holz braucht, eine Konferenz der Vorstände der holländischen Geverfichaften mit Regen jeglichen Tag Herniederrieselt und alles similzt, sind die den Vertretern der örtlichen Arbeiterjekretariate statt. Diefelbe sollte Stiefel ständig voller Schlamm, und der Schmuz wird in über die Maßnahmen Beraten, welche zur Unterstützung der Arbeits- die Bude geschleppt, so daß das Stroh bald ganz übel aussieht. lofen wie auch der Familien der Eingezogenen weiter zu treffen sind. Das Dach ist nicht wetterfest, und im Schlafe tröpfelt es fortwährend Schimpfend stehen wir auf und verstopfen die Das einleitende Referat hielt der Vorsitzende der Landeszentrale. auf das Gesicht. der Genosse Dubegeeft. Derfelbe fonnte den Nachweis bringen, Rize im Dache. Dann legen wir uns wieder hin, und schon ist daß dank der Tätigkeit der Gewerkschaften das Unterstüßungswesen wieder das ganze Gesicht naz. Jetzt sind aber die Bauarbeiter in fast allen Gemeinden des Landes in den letzten Monaten ganz herausgesucht und Bauen uns gute Winterhütten. erheblich verbessert werden konnte. Unter dem Einfluß der von der Leute beschäftigt, in unserem Lager einen Brunnen zu graben. gewerkschaftlichen Bresse systematisch betriebenen Agitation hat sogar Das nächste Dorf hinter unserer Gefechtslinie heißt der Kriegsminister die Bürgermeister des Landes aufgefordert, die dort liegt unsere Bagage. In diesem Orie herricht eint Unterſtügung für die Familien der zu den Truppen Einberufenen Tun und Treiben, wie Ihr Euch laum vorstellen könnt. nicht zu knapp zu bemessen. Hunderttausende von Gulden sind auf Wir haben eine Dreichmaschine in Betrieb gesetzt, eine diese Weise für die Gewerkschaftsbewegung zurückgewonnen worden. Mühle in Gang gebracht und richten eine elektrische Anstalt Das bisher Geschehene tann aber auch für die Arbeiterklasse ein. von uns aufgebaut wird, ist natürlich feineswegs genügen, besonders wenn man die lange Dauer und die nichts im Vergleich zu dem, was verwüstet wird. Was wir andauernde Steigerung der Lebensmittelpreise in Betracht zieht. Die brauchen, nehmen wir, nicht an Lebensmitteln, aber an Bau Zentrale der Gewerkschaften hat nun für dieses Gebiet ein neues Pro- material, und da wird genommen, wo es iſt. Wer ein Brett braucht, gramm ausgearbeitet, wonach die Barunterstügung erhöht und durch reißt es von einer Scheune oder von einem leeren Hause los, und Lieferung von Bekleidung, Feuerung und Nahrungsmittein zu billigen wenn kein trockenes Feuerholz da ist, müſſen Dachsparren an die Breijen burch die örtlichen Kommissionen oder Behörden ergänzt werden Seihe. foll. Alle Unterstützungen sollen in bar ausgezahlt werden. Auch Es wäre natürlich jeder Mensch froh, wenn wieder Frieden wäre, in der Frage der Mieten ist schon ein Fortschritt zu verzeichnen, aber wir glauben, daß wir noch nicht die Hälfte hinter indem jest in etwa 30 Gemeinden die Einrichtung besteht, daß die uns haben. Na, wenigftens Ihr seid außer Gefahr, über Euren Hälfte oder gar Dreiviertel der Miete durch die Unterstützungs- stöpfen pfeift es nicht, und daß Deutschland nicht vom Kriege verfommissionen übernommen werden kann. Aber auch das hat nicht heert wird, ist immerhin ein ungeheurer Erfolg. vermocht, die Hausbefizer zu besonderem Entgegen fommen zu ver= anlassen. Daher fordern die Gewerkschaften. Daß die Unterſtügungskommissionen nicht nur einen Teil der Miete zahlen, sondern auch durch Vereinbarung mit dem Hausbesitzer dafür sorgen, daß von dem Mieter nichts weiter eingefordert werden kann. Auch wird die Ausdehnung und eine besondere Ausführung der Notstandsarbeiten berlangt. Die Gewerkschaftskommission wird 20 Mitglieder der Vorstände als Delegationen zu den einzelnen Bürgermeistern und Unterstügungskommissionen senden, um in all diesen Dingen ein einheit liches Borgehen zu erzielen. Aber was " Feuer!" Ein Mitarbeiter schreibt der Wiener Arbeiterzeitung":„ Abends auf der Plattform der Elektrischen. Unter den Fahrgästen vielc Soldaten, viele Verwundete.„ Extraausgabe!" schreit es aus dem Menschengewühl immer wieder auf. Plöglich erklingt eine Trom pete und schon hört man wuchtiges Wagengedröhn. Es brennt. Die Feuerwehr fommt. Man redt den Hals, man blidt erregt dent Wagen entgegen. Sie rattern schwer vorüber. Und im selben Augenblick durchzuckt es einen seltsam. Wan ist erregt! Irgendwo ist eine Lampe vom Tisch gefallen? Ein Teppich brennt? Oder ein Die von etwa 300 Delegierten beschickte Konferenz stimmte dem Vorhang? Oder ist ein Funke aus einem Ofen gesprungen und hat vorgeschlagenen Programme zu. Dem Vorstande wurde wegen seines einen Barfettstreifen geschwärzt? Mächtige Rettungswagen faulen energiichen Vorgehens während der jezigen Krise volle Anerkenmmg durch die Straßen, alles macht ihnen Play, alles schaut ihnen geUnd zur gleichen Stunde tobt der Weltzu teil. Nur einige Redner forderten eine stärkere Agitation. Das spannt und erregt nach. aber lehnte der Vorstand ab, der zunächst abwarten will, ob die ges frieg, Tausende Menschen liegen in Lachen und in Lehm, Tausende planten Maßnahmen durchgeführt werden. Im anderen Falle jedoch stecken Städte in Brand, mifende verbrennen röchelnd und wird man eine schärfere Agitation wie auch Demonstrationen ver- rettungslos. Eine Welt zudt and versinkt in Flammen ohne Mag anstalten. Angesichts der mit der bisherigen Taftit erreichten Eremo Ziel. Aber ein Teppich brennt, ein Parkerfireifen wird verfolge dürfte aber hierzu vorläufig noch fein Anlaß vorliegen. fengt und sie eilen zu Hilfe..." Soziales. Nachbesteuerungsrecht bei der Zuwachssteuer. Das Oberverwaltungsgericht hat jekt die grundsätzlich wichtige Entscheidung getroffen, daß eine Nachbesteuerung bei der Zuwachssteuer zulässig ist, wiewohl darüber nichts im Gejez enthalten ist. Briefkasten der Redaktion. Die faristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3. IV. Sof rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefitche feine Abonnements quittung Antwort with nicht erteilt. Anfragen, denen Gilige Fragen trage man in der beigefügt ist, werben nicht beantwortet. Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. O. E. 26. P. D. 43. P. K. 17. Ro8. 1177. Die Spezialbestimmungen über Macherlöhne find uns Der Magdeburger Magistrat hatte einen Besther unter An- nicht befannt, da diese Fragen nur dienſtlich gevegelt werden. Der Löhmungs. Wette, nahme eines Grwerbswerts von 6 M. pro Quadratmeter veranlagt. fag von 83 Bi. it den gesetzlichen Vorschriften entsprechend. Das focht der Besizer als zu hoch an. Im Klageverfahren be- sasenheide. Stehendes Heer und sogenannte Bürgergarde. gutachtete der Sachverständige, der Erwerbswert sei nur 4,50 M. Darüber sind wir nicht in Kenntnis gefekt: raten Ihnen die städtische 25 2. Es gibt mehrere dieser Zeitungen; im Adreßbuch Teil II, für den Quadratmeter gewesen. Die nunmehr aussichtslose An- Sparkasse. finden Sie vielleicht die gewünschte Adresse. Rothe 2. Die Neffen und Nichten sind erbberechtigt. H. B. 48. fechtingstlage zog der Besizer zurüd. Darauf veranlagte der 2. Band, Magistrat den Besizer unter Zugrundelegung des auf 4,50 M. Der Gutsbesiger fann dem Mann das Deputat entziehen. Sch. 14. gehenden Gutachtens zu einer Nachsteuer. Der vom Besitzer an- Für den Sohit, der für den Unterhalt beigetragen hat. gerufene Bezirksausschuß hielt die Nachsteuer für gejeklich unzu kommen Sie mit Ihren vielen Fragen in die Sprechstunde. Ursula. lässig. Anders das Oberverwaltungsgericht. Dies hob unter fol- Sie sind aus dem Militärverbalmis noch nicht völlig entlassen. Die Musikinstrumentenbranche hat naturgemäß unter den gender Begründung das Urteil auf: Wenn auch das Zuwachs Sie haften auch in der Striegszeit für den Bertrag. Bersuchen Sie eine Breithaupt. Die erste Bezeichnung bedeutet: Kriegswirkungen am meisten zu leiden, denn der Beschäftigings- steuergesez von einer Nachbesteuerung nicht ausdrücklich spreche, Einigung im Buten. O. 8. 199. grab hängt fast ganz vom Erport nach dem Auslande ab. Wenn so sei doch anzunehmen, da es eine Nachbesteuerung nicht aus- Wegen Berlegungen oder Strankheiten geschwächt, dem Landsturm über1. mid 2. Nein. 3. Ja. K. 3. 100. Herzfehler, landsturmpflichtig; nicht ein erheblicher Teil der Branchenangehörigen auf Militär- schließe, daß auch in Zutwachssteuersachen das Nachbesteuerungs- wiefen; die zweite: Herzfeffler, aber felbbientfähig. Sch. 23. 1. Ja. 2. Nein. Sie arbeiten bezw. in anderen Berufen beschäftigt wären, dann sähe es recht gegeben sei. Es sei an feine andere Schranke gebunden, als sie fömmen woch eingezogen werden. recht trostlos aus. Gerade deshalb waren aber auch die scharfen an die zehnjährige Frist des§ 57 des Gesetzes, worin bestimmt fönsten aber aus Lösung des Vertrages bein Gewerbegericht flagen. W. 13. Die WöchnerinnenWorte ganz am Plaze, die der Branchenleiter in einer Versamm- sei: Der Anspruch auf die Zuwachssteuer verjährt in zehn Jahren. 3. Durch Klage beim Geiverbegericht. lung gegen jene Firmen richtete, welche die Lage zu ganz beträcht- Die Frist beginnt mit dem Schlusse des Jahres, in welchem unterstügung muß für die Dauer von acht Wochen gezahlt werden. lichen Lohnreduktionen ausnußen. Besonders wurde die Firma der Anspruch auf die Steuer entstanden ist; im Falle der Sicher. E. 5. Bir glauben nicht, daß deswegen eine Anstellung als Lehrer R. 99. Diensuuntauglich. Sie sieben jedenfalls in P. 26. Der Betreffende ist nicht verJakob genannt, wo gewiffe Affordpreise um 10-30 Prozent heitsleistung(§ 48) nicht vor Ablauf des Jahres, in welchem ummöglich wäre. teinem Militärberhältnis mehr. herabgesezt sein sollen. Die Versammelten stimmten dem Vor- die Sicherheit erlischt. Da ein solcher Fristablauf nicht vorliege, sicherungspflichtig. fchlage zu, daß die Branchenkommission zunächst weiter im Amte o müsse der Bezirksausschuß nunmehr materiell entscheiden. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direffion über den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Ohne Berbindlichkeit.) Die Zuschneider besprachen am Dienstag ihre Lage. Es wurde Mittwoch, den 27. Januar. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsenüber schlechte Preise getlagt, auch waren schon Differenzen zu ver 1. Der ftellvertretende tommandierende General des 17. Armce- fleisch Ia 80-90, do. IIa 73-80, do. IIIa 69-73; Bullenfleisch la 76-82, bo. IIa 69-76; Stübe, fett 65-68, do. mager 50-58, bo. dänische zeichnen, die jedoch geschlichtet werden konnten. Es bürgert sich forps erläßt eine Bekanntmachung, in der es heißt: jezt auch ein neuer Uebelstand ein: Die Unternehmer verlangen In lezter Zeit haben sich die Fälle von Unbotmäßigkeit der 50-58; Fresser 55-68, Fresser, dänische, 42-55, Bullen, dänische, 52-64; zum Teil nicht mehr Zuschneider, sondern„ Ausschneider", bezw. russischen Schnitter, Fluchtversuche derselben und Ungehorsam Kalbfleisch, Doppellender 125-185; Maitfälber Ia 95-105, bo. Ila 65-80; Hammelfleisch: Mastlämmer 90-98; Hammel Zeichner und Ausschneider", denen dann erheblich geringere als gegen die Befehle, den Ortsbezirt nicht zu verlassen, vermehrt. Stalber ger. gen. 45-55. la 85-90, bo. IIa 78-84; Schafe 80-85. Schweinefleisch: Schweine die üblichen Preise geboten werden. Es wurde in der Versamm- Sämtliche Behörden haben mit der größten Energie gegen jebe fette 86-92, sonstige 82-85, ban. Cauen 00-00. Tung flipp und flar ausgesprochen, daß jeder die Zuschneiderpreise Berfehlung dieser zwangsweise im Lande zurückgehaltenen Ruffen inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 kg 0,00; weiße Kaiſertronen Magnum Daher bestimmt der stellvertretende fomman- 0.00; bonum 0,00; Boltmann 0,00-0,00: Borree, zu fordern und zu erhalten habe, der Zuschneidearbeit leiste, auch einzuschreiten. Sajod 0,50-1,00; Sellerie, Schod 3,00-6,00; Spinat 50 kg menn er unter einer anderen Bezeichnung eingestellt werde. Gleich- dierende General im Interesse der öffentlichen Sicherheit: seitig wurde aber auch darauf hingewiesen, daß die Arbeiter, die 1. a) Russische Arbeiter, die sich einer Unbotmäßigkeit oder 8.00-22.00; Mohrrüben 2,75-4,00; Birjinglob! Schod 4,00 10.00; fich zu solchen Preisen engagieren lassen, selbst schuld find. Immer einer Widerseßlichkeit gegen die Arbeitgeber oder deren Vertreter Wirsingfohl 50 kg 5,00-6,00; Beigtohl Schod 3,00-8,00. Bigtoht 50 kg 4,50-5,50; Rottohl, Schod 4,00-10,00; Rottobl 50 kg 3,50 bis hin wird der neuen Umgehungsmethode der schärfste Widerstand schuldig machen, entgegengesetzt werden. Die Unternehmer fönnen um so mehr an= b) alle Personen, welche sich der Aufwiegelung oder Aufhebung 700; Grünkohl 50 kg 6,00-10,00; Rohlrüben 50 kg 3,50-7,00; Seltower Nüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 8,00-10,00; Meerrettich 50 kg 25,00-32,00, Schod 6.00--14,00; ständige Löhne zahlen, als ja auch die Heeresverwaltung durchaus russischer Arbeiter zum Zuwiderhandeln gegen ein obrigkeitliches Nosentohl anständige Preise gewährt. Gebot oder gegen eine Anordnung der Arbeitgeber schuldig machen, Beterfifienwurzel chodbund 1,00-3,00; 3wiebeln 50 kg 18,00-14,00. desgleichen, wer in aufrührerischer oder aufheherischer Weise Miß- Apfeljinen: italienische 50 kg 8,00-11,00, bito 200 Stud 8,00-9.00. vergnügen oder Unzufriedenheit in bezug auf die gegenwärtige 300 St. 9,00-10,00, Murcia 200 St. 8,00-13,00, bito 300 Stüd oder zukünftige Regelung des Arbeitsverdienstes oder über die 8,00-14,00, Messina 160 St. 10,00-12,00, 200 7.00-9.00, 300 St. aus Anlaß des gegenwärtigen Krieges getroffenen obrigkeitlichen 8,00-10,00. Mejjina Blut- 80 St. 8,50-9,00, bo. 100 St. 7,00-8,75, do. Anordnungen zu erregen sucht, werden festgenommen und gemäß 150 St. 7,00-10,00. Spaniſche 420 St. 17,00-21,00, bo. 714 Ct. 18,00 § 9 des Gefeßes betreffend den Belagerungszustand vom 4. Juni bis 25,00, do. 1061 St. 24,00-36,00, bo. 420 St. large 23,00-30,00. 1851 mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland Deutsches Reich. Maßnahmen gegen die ausländischen Arbeiter. Gemüse. Die sächsischen Metallarbeiter und der Krieg. Die Zeitung des 4. Bezirks( Sachsen) des Deutschen Metallarbeiterverbandes versendet soeben eine Aufstellung über die Mitgliederbewegung und Beitragsleistung im 4. Vierteljahr 1914 jowie über die feit dem 1. Juli zum Militär Einberufenen und die im 2. Der Verkauf von Alkohol in Gestalt von Branntwein, Li- Freitagmittag: Vielfach heiteres, aber noch veränderliches Frostwetter, im 2. Halbjahr 1914 ausgezahlte Arbeitslosenunterstüßung. Die Auf- fören, Rum Arraf, Roginat, sowie Südwein an russische Arbeiter Süden und östlich der Oder an den meisten Orten wiederholt leichte Stellung ermöglicht interessante Einblicke in die Einwirkungen des ist verboten. Zuwiderhandlungen hiergegen werden gemäß§ 9b Schneefalle. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. bis