Nr. 31. Abonnements- Bedingungen: . bonnements Brets pränumerands: Bierteljähti 3,30 M., monail 1,10 möchentlich 25, Bfg.. frei ins Haus. Einzelne Summer 5 Big. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Belt" 10 Pa. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Boit Zeitungs Breisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mar!. für das übrige Ausland 4 Mark pro Monat Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg. Bortugal, Rumänien, Schweben und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 32. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene alone geile oder deren Raum 60 Big.. für politische und gemerfichaftliche Bereins imd Bersammlungs Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das fettgebrudte Mort 20 Big.( autaifig fettgedrudie Borte), jebes weitere 2ort 10 Rig. Stellengesuche und Schlafftellenan zeigen das erste Bort 10 Bfg.. jodes meitere Bort 5 Bfg. Borte über 13 Buch staben zählen für zwei Wore njerate für die nächste Yummer nüffen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ijt bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramin- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morizolas, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 31. Januar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplag, Nr. 151 90-151 97. Schwere Verlufte der Franzofen und Ruffen. Westlicher Kriegsschauplah. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Regelung des Brotverkaufs Das Scheitern der französischen Offensive. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 30. Januar 1915.( W. Z. B.) Berlin, 30. Januar. Bon unterrichteter Seite wird uns Wefflicher Kriegsschauplatz. geschrieben: Seit dem 17. Dezember 1914- dem Tage, an dem General Joffre die allgemeine Offensive befahl ist ein Die französischen Verluste in den Kämpfen voller Monat ins Land gegangen, ohne daß es den Ver- nördlich Nieuport am 28. Januar waren groß, bündeten gelungen ist, unsere ausgedehnten Linien an irgend über 300 Marokkaner und Algerier liegen fot in einer Stelle zu durchbrechen. Zwischen Reims und den ArDer Feind wurde durch unser gonnen haben die Franzosen besonders große Anstrengungen den Dünen. Der Feind wurde gemacht. Ihr Angriff begann dort am 20. Dezember und Artilleriefeuer auch gestern daran gehindert, sich brachte an diesem ersten Tage unbedeutende Teile unserer an die Dünenhöhe östlich des Leuchtturmes mit Schüßengräben in ihre Sand, Schüßengräben, die sich aus Sappen heranzuarbeiten. der allgemeinen Verteidigungslinie nach und nach feindwärts Südlich des Kanals von La Bassee entrissen heute nacht unsere Truppen den Franzosen im Anschluß an die von uns am 25. Januar eroberte Stellung zwei weitere Gräben und machten über 60 Gefangene. in Groß- Berlin. Nun endlich werden am 1. Februar alle int I. Endlich am 25. d. M. hat der Bundesrat von roer ihm durch Gejezz vom 4. August v. J. voni Reichstag cr teilten Vollmacht Gebrauch gemacht und die Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Michl im ganzen ei che angeordnet- eine Maßnahme, die von unserer Partei bereits im Oktober vorigen Jahres in unserm wirtschaftlichen Kriegsprogramm gefordert, in den Verhand lungen der Freien Kommission des Reichstages im Dezent ber abermals dringend verlangt und auch von zahlreichen Stadtgemeinden, so in Berlin bor 14 Tagen durch einstimmigen Beschluß aller Fraktionen der Stadiverord netenversammlung als unbedingt notwendig erklärt wurde. vorgeschoben hatten und einem konzentrischen Angriff daher Wenn die Vorräte an Getreide zur Ernährung der Bevölke besonders ausgesetzt waren. In ununterbrochenen Angriffen schwendung getrieben wird, namentlich, daß die unter den rung hinreichen sollen, so ist unerläßlich, daß keine Ver haben sich die Franzosen bemüht, diesen anfangs errungenen Vorteil zu erweitern. Täglich lag das vereinigte Feuer ihrer obwaltenden Verhältnissen viel zu tostbare Verwendung von schweren Batterien auf bestimmten Teilen unserer Front; Getreide zur Verfütterung ein Ende findet. Das hätte aller beinahe täglich stürmte die französische Infanterie gegen Im westlichen Teil der Argonnen unter- müssen, denn, wie die Tatsachen beweisen und wir vorausdings schon vor Monaten anbefohlen werdent unsere Gräben vor; immer dichter wurde das Totenfeld vor nahmen unsere Truppen gestern einen Angriff, sagten, find alle Wahnungen bei einem Teil der 2 and unserer Front, immer größer die Zahl der französischen Ge- der uns einen nicht unbedeutenden Gelände- wirte, Rücksicht auf die Ernährung der Bevölkerung zu Infanterie anfangs mit Aufopferung und Schneid an ihre gewinn einbrachte. An Gefangenen blieben in nehmen, nicht von dem gewünschten Erfolg gewesen! Aufgabe heranging. Die Berichte des französischen Nach- unseren Händen: 12 Offiziere, 731 Mann, er- Reiche vorhandenen Borräte von Weizen( Dinfel richtendienstes waren in den Wochen vor dem allgemeinen beutet wurden: 12 Maschinengewehre, 10 Ge- und Spelz) und Roggen, ferner die Borräte von Weizen, Angriff eigentlich nur noch ein. Robgesang auf die unwider schütze kleineren Kalibers. Die Verluste des Roggen, Hafer- und Gerstenmehl für die vor kurzent vou ſtehliche Gewalt der französischen ſchiveren Artillerie gewesen. Feindes sind schwer, 400 bis 500 Tote liegen auf Reich und den größeren Gemeinden gegründete Kriegsz Unter dem dauernden Eindruck dieser Berichte mußte in der dem. Kampffelde, das französische Infanterie- war für den Kommunalverband, in dessen Bezirk französischen Infanterie die Ueberzeugung Plaz greifen, Regiment 155 scheint aufgerieben zu sein. Unsere sie sich befinden.. Beschlagnahmt werden auch solche Borräte, daßsiebeicinem Angriff nur zu ernten haben würde, was die schwere Artillerie gejät. Sie Verluste sind verhältnismäßig gering. hat schnell einzusehen gelernt, daß man bei den Lobgesängen auf Französische Nachtangriffsversuche südöst- übergingen, soweit diese Vorräte an gedroschenem Getreide die französische schwere Artillerie einen Umstand völlig außer lich Verdun wurden unter schweren Verlusten acht gelassen hatte die Biderstandskraft unserer Infanterie! für den Feind zurückgeschlagen. In diesem Punkte stimmte die Rechnung nicht. Es war dann auch deutlich zu erkennen, wie die anfängliche Zuversicht der französischen Infanteric mit jedem neuen Angriff nachliek und sich nach und nach in die Ueberzeugung wandelte: es ist muglojes Blutvergießen, immer wieder gegen die deutsche Stellung anzurennen. Auch als die Franzosen frische Kräfte ins Feuer führten, brach deren unverbrauchte Kraft an dem den Brückenkopf öfflich Darkehmen an, be- vor der Ernte die Vorräte zu Ende gehen, vermieden werden In Ostpreußen griffen die Russen erfolglos zähen Widerstand unserer Infanterie zusammen. Es ist erwiesen, daß die französischen Offiziere schließlich auf ihre schossen unsere Befestigungswerke öfflich der fann, wenn tatsächlich die Bevölkerung nicht mehr als die Beute mit der nachgerade abgebrauchten Züge einzuwirken Seenplatte und versuchten südöstlich des Löwen- angegebene Menge verbraucht. juchten, daß wir ihre Gefangenen zu Tode quälen. Sie über- tin- Sees einen Angriff, der in unserem Feuernahme der Getreide, und Mehlvorräte. Im Anzeigenteil Am 1. Februar beginnt im ganzen Reiche die Auf sehen dabci ganz, daß diese Lüge weiter nichts beweist, als zusammenbrach. der heutigen Nummer macht der Magistrat Berlins daß die französische Infanterie durch Angst vor Schlimmerem Russische Nachtangriffe in Gegend Borzy- die Bestimmungen bekannt, die er betr. Aufnahme zur havon abgehalten werden soll, sich dem Feinde zu ergeben. Die Züge hat übrigens nicht viel genutzt. Die zahlreichen mom öfflich Lowicz wurden unter schwersten Ver- Sicherstellung der Brotberiorgung getroffen lusten für den Feind zurückgeworfen. Gefangenen aus den Stämpfen im Dezember, Januar sind zufrieden, daß der Krieg für sie beendet ist". Unserer Truppe aber haben diese Kämpfe bewiesen, daß sie keinen Feind zu scheuen hat selbst nicht die fameuse artillerie lourde" der Franzosen. ( W. T. B.) Der französische Tagesbericht. Nordöstlich Badonviller wurden die Fran30sen aus dem Dorfe Angomont auf Bremenil geworfen. Angomont wurde von uns besetzt. Deftlicher Kriegsschauplatz. Oberste Heeresleitung. Der österreichische Generalstabsbericht. Generalstabsbericht. Wien, 30. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 30. Januar 1915, mittags. 12 Getreide Gesellschaft beschlagnahmt, und die nicht mehr im Befiz. von Produzenten oder Händlern find, sondern bereits in das Eigentum anderer Bersonen und Mebl irgendwelcher Getreideart zujammen mehr als einen Doppelzentner( 200 fund) betragen. Int Privatbesig verbleibt für landwirtschaftliche Betriebe das Saatgut und das zur Ernährung der in ihnen beschäftigten Personen Erforderliche; hierfür ist auf den Kopf und Monat neun Kilogramm Brotgetreide oder statt je eines Silogramım Getreide achthundert Gramm Mehl festgesezt. Diese Mengen sind es ungefähr, die zur Ernährung der gesamten Bevölkerung bis zur nächſter Ernte in Deutschland vorhanden sind, so daß die Gefahr, daß hat. Nicht allein Bäcker und Mehlhändler, sondern auch jede Privatperson ist zur Angabe der in ihrem Befit befindlichen Vorräte ver pflichtet, falls diese von Getreide und Mehl irgendwelcher Getreideart zusamment mehr als 200 Bfund betragen; schwere Strafen sind für Nichtbefolgung dieser Anordnung angedroht. die Verordnung des Bundesrats, daß vom 1. Februar ab. die Um den Verbrauch von Getreide einzuengen, bestimmt Bäcker und Konditoren nur noch dreiviertel ihrer bisherigen Produktion Produktion herstellen dürfen! Paris, 29. Januar.( W. T. B.) Amtlicher Bericht von An der polnisch- galizischen Front herrscht, ab3 Uhr nachmittags. Gestern fanden nur einige örtliche Aktionen gesehen von kurzen Geschütkämpfen, größtenteils Ruhe. statt, welche alle günstig für uns waren. In Belgien, im Gebiet Die heftigen Kämpfe der letzten Tage führten in den Kar- Es wird also vom 1. Februar ab weniger Brot von Nieuport, faßte unsere Infanterie in der großen Düne Fuß, von welcher am 27. Januar die Rede war. Ein deutsches Flugzeug pathen zur Wiedereroberung der Pazhöhen. In zum Verkauf gelangen als bisher, aber immer wurde von unseren Kanonen heruntergeholt. In den Abschnitten den eine Woche andauernden schwierigen Aktionen haben die noch soviel, daß auf den Kopf und Monat ungefähr 9 kiloOpern und Lens und ebenso im Abschnitt Arras kam es zuweilen Truppen tros ungünstiger Witterungsverhältnisse mit größter gramm Getreide als Brot oder Wiehl verzehrt werden können. zu ziemlich heftigem Artilleriekampf und einigen Angriffen. Aus Ausdauer und Zähigkeit gekämpft, alle Terrainschwierigkeiten Regelung des Brotverbrauchs notwendig Immerhin ist zur Durchführung dieser Verordnung eine den Gebieten von Soiffons, Graonne und Reims ist nichts bei oft hoher Schneelage überwunden und hierdurch große und diese Ausgabe ist vom Bundesrat den Gemeinden zu melden. Zwischen Reims und Argonnen fanden wenig Erfolge erzielt. Dem Feinde wurden in Summe zehn übertragen. heftige Artilleriekämpfe statt. Es bestätigt sich, daß der deutsche An- tausend Gefangene und sechs Maschinengriff in Fontaine Madame, welcher in der Nacht vom 27. zum gewehre abgenommen. 28. zurückgeschlagen wurde, den Deutschen teuer zu stehen kam. Auf den Maas höhen und in Woevre verlief der Tag ruhig. In den Bogesen Artilleriekämpfe. An mehreren Stellen erstickten wir das Feuer feindlicher Batterien und Maschinengewehre. Wir befestigten überall unsere Stellungen auf dem am 27. Januar gewonnenen Ge- wurde Dünkirchen von mehreren Flugzeugen bombardiert. Der angerichtete Sachschaden war unbedeutend, aber mehrere Personen Paris, 30. Januar.( W. Z. B.) Gestern a bend 11 Uhr wurden getötet oder verlegt. In der Nacht vom 28. zum 29. Januar, wurde amtlich bekanntgegeben: Deftlich von Soissons machten zwischen 11 und 2 Uhr, warfen unsere Flugzeuge zahlreiche Bomben die Deutschen zwei Versuche, die Aisne zu überschreiten, auf die feindlichen Quartiere in den Gebieten von Laon, La Fère einen an der Mühle bei Roches, den andern bei dem von unseren und Soissons. Am Morgen des 29. Januar mußte ein deutsches Truppen besetzten Brückenkopf nördlich der Brücke von Venizel; beide Flugzeug östlich Gerbeviller landen; seine Infassen, ein Offizier und Angriffe wurden abgewi.jen. Am 28. Januar, mitten in der Nacht, ein Unteroffizier, wurden gefangen genommen. lände. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: bon Hoefer, Feldmarschalleutnant. Der Magistrat von Berlin hat zunächst von einem Teil der ihm durch die Bundesratsverordnung übertragenen Befugnissen Gebrauch gemacht und die Vororte haben sich ihm angeschlossen. Im Inseratenteil der hentigen Nummer find die Anordnugen des Magistrats bou Berlinbekanntgegeben. Die Benölferung wird aufgefordert, in der Woche höchstens 2 Silocromu Brot und Mehl zu verbrauchen; mer mehr Wiehl braucht, hat entsprechend meniger Anrecht auf Brot, der Gesamtverbrauch soll 2 Kilogramm( vier Pfund) nicht übersteigen. 3 wingende Borschriften erläßt die Borordnung für die Bäckereien, die, wie schon erwähnt, nur noch dret Viertel ihrer bisherigen Produktion herstellen dürfen, und für Weizen enthalten darf. Der türkische Krieg. die Gastwirtschaften, die nicht mehr als drei Viertel| Kuch en fchadlos halten, zu deffen Bereitung größere Mengen ihres bisherigen Verbrauchs ihren Gästen vorseßen dürfen. Weizenmehl verbraucht werden, schreibt der Magistrat von Für die arbeiten de Bevölkerung ist vor allem nichtig. Berlin vor, daß Kuchen nur noch 10 Prozent des daß die für sie zur Verfügung stehende Menge nun auch wirk- Such engewichts Mehl von von Roggen oder Beschießung eines Küstenplages durch die lich fäuflich ist, und nicht einzelne, ungeachtet der Mahnuntürkische Flotte. gen des Magistrats, sich mehr faufen als zwei Kilogrammi Für das neue Weizenbrot( Semme, das überall nun Brot und Mehl für Kopf und Woche, so daß für die andern 75 Gramm wiegen wird, ist von der Bäckerinnung auch ein Konstantinopel, 30. Januar. Der Große Generalnichts oder nicht genug übrig bleibt. Es könnte sich dann der Einheits preis, und zwar 5 Pfennig, festgestellt worden. st a b teilt mit: Die türkische Flotte hat am 18. Januar Vertrieb von Badwaren nicht so glatt abwickeln, wie gerade im Für Roggen brot ist zwar ein Einheits gewicht vorge- erfolgreich einen russischen militärischen Platz au Interesse der ärmeren Bevölkerung liegt. Deshalb haben schrieben, aber einen Einheits preis für alle Bäckereien der Westküste des Schwarzen Meeres beschossen. die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter Berlins dein wird es nicht geben. Wunsche des Berliner Magistrats entsprochen und ihm Ordner Die Vorortgemeinden haben sich den Bestimmun- Die englischen Streitkräfte in Aegypten. zur Verfügung gestellt, die den Auftrag haben, dahin gen des Berliner Magistrats angeschloffen, so daß vom zu wirken, daß der Verkehr.b o'r den Bäckereien sich in Ord- 1. Februar ab Groß- Berlin wenigstens bei der Regelung Aegypten betragen laut„ Giornale d'Italia" 180 000 Mann erster nung vollzieht. des Brotverbrauchs eine einheitliche Gemeinde geworden ist. Ein deutscher Fliegerangriff. Die Bekanntmachung des Magistrats, die im heutigen Anzeigenteil abgedruckt ist, wird auch an den Anschlagsäulen stehen und gleichzeitigein Aufruf der Gewerkschaftskommission Berlins, dem sich das Kartell der Christlichen Gewerkschaf- Paris, 30. Januar.( W. T. B.) Wie die„ Agence Havas" beten und der Verband Deutscher Gewerkvereine richtet, haben am Freitag mehrere Tauben Bailleul überangeschlossen hat. Der Aufruf hat folgenden Wortlaut: flogen und Bomben abgeworfen, die aber nur einigen Schaden in der Nähe des Bahnhofs verursacht haben.. An die arbeitende Bevölkerung von Groß- Berlin! Die arbeitende Bevölkerung hat das dringende Interesse, daß die zur Verfügung stehenden Vorräte an Brot, die zur Ernährung ausreichen, in richtiger Weise zur Verteilung gelangen. Wie aus der amtlichen Bekanntmachung ersichtlich ist, kommt auf den Kopf der Bevölkerung ein Wochenverbrauch von 2 Kilogramm Brot, mithin auf eine Familie von Mann, Frau und zwei Kindern wöchentlich 8 Kilogramm Brot, die im Laufe der Woche in den Bäckereien getauft werden können. Die Bädereien werden ausreichend Brot herstellen, sodaß ein Mangel nicht zu befürchten ist, wenn die amtlichen Vorschriften befolgt werden. Vom 1. Februar ab wird Brot nur noch nach dem Gewicht verkauft, und zwar gibt es von Weißbrot nicht mehr Schrippen und Brötchen, sondern nur ein Einheitsgebäck" Semmel" im Gewicht von 75 Gramm. Außerdem gibt es nur noch das nach, den gesetzlichen Vorschriften hergestellte Roggenbrot im Gewicht von 1, 1½ und 2 Kilogramm. Der Verbrauch von Mehl ist auf den wöchentlichen Die englische Verlustliste. London, 30. Januar.( T. U.) Die englische Verlustliste enthält die Namen von 8 getöteten und 4 verwundeten Offizieren neben einem vermißten. Dieser ist der Leutnant Birch vom Fliegerkorps. Die Liste nennt ferner die Namen einer großen Anzahl Unteroffiziere und Mannschaften aus den ersten Dezembertagen. Aus dieser Liste geht hervor, daß befonders die Feldartillerie- und Kavallerieregimenter- schwere Verluste hatten. Die 15. Husaren, die 9. Lanzenreiter sowie die 3. und 6. Gardedragoner litten besonders schwer. Oestlicher Kriegsschauplah. Der russische Generalftabsbericht. Nom, 30. Januar.( W. T.B.) Die englischen Streitkräfte in und 100 000 Mann zweiter Linie. Vom südafrikanischen KriegsSchauplatze. Maritz wieder auf deutschem Gebiet? London, 30. Januar.( W. T. B.) Das Reuterſche Bureau meldet aus Upington vom 27. Januar: Es heißt, daß Oberst Marit sich über die deutsche Grenze begeben hat, um größere Kanonen zu er= legten Gefechte war so higig, daß die Buren ein Maschinengewehr unbeschädigt zurüdlassen mußten. Bei den Buren befinden sich vier unbeschädigt zurücklaſſen mußten. Bei den Buren befinden sich vier deutsche Offiziere. langen. Das Gewehrfeuer der Regierungskommandos während der Die Forderungen der portugiesischen Offiziere. Brotverbrauch anzurechnen, sodaß dieser um die verbrauchte Generalstab meldet: Der 28. Januar verlief in Ost.monarchistische gewesen sei, solle zweitens alle in andere Menge Mehl einzuschränken ist. Wir erwarten daher von der arbeitenden Bevölkerung, daß sie ihren Bedarf an Brot in derselben Weise sich verschafft wie bisher, sodaß ein Andrang in den Bädereien vermieden wird. Ordner, die von den gewerkschaftlich organisierten Arbeitern Groß- Berlins im Einvernehmen mit dem Magistrat Berlin gestellt werden, haben den Auftrag, darauf hinzuwirken, daß der Verkehr vor den Bäckereien sich in Ordnung vollzieht. Die Ordner sind an weißen Binden, die den Aufdruck und Stempel Magistrat Berlin" tragen, kenntlich. Berlin, den 31. Januar 1915. aufzulösen. London, 30. Januar.( W. T. B.) Die„ Daily Mats meldet aus Lissabon vom 27. Januar: Die Blätte: drucken das von den Offizieren der Lissaboner Garnison an General Castro gerichtete Schreiben ab, welches vie Forderungen enthält, erstens die Regierung solle amit Petersburg, 30. Januar.( W. T. B.) Der Große lich erklären, daß die letzte Bewegung in der Armee feine Regimenter versetten Offiziere wieder in ihrer früheren preußen und auf den Fronten an beiden Ufern der Weichsel Truppe anstellen, drittens eine Amnestie erlassen unb ohne bemerkenswerte Veränderung. In den Wäldern nörd- viertens die im Amtsblatt veröffentlichte Belobigung der Zivillich von Pillfallen und Gumbinnen dauern die bevölkerung für die Unterstützung der Demokraten gegen die Kämpfe fort. In der Gegend von Borjimow wieder- Militärpartei zurücknehmen. holten die Deutschen ihre Angriffe, wurden aber unter großen Diario de Noticias" meldet, der Ministerpräsident General Verlusten zurückgeschlagen. Unser Gegneangriff in dieser Pimento Castro beabsichtige, den dem Ministerium des Gegend glückte vollständig. Wir vertrieben den Feind mit dem Innern angehörigen Ausschuß für die öffentliche Sicherheit Bajonett aus seinen Schüßengräben und nahmen ihm mehrere Maschinengewehre fort. In Galizien schreiten wir an den Pässen von Dukla und Wyschkow trop des erbitterten Widerstandes der Desterreicher mit Erfolg vorwärts, außer in der Gegend des Beskidenpasses, wo sich unsere Vortruppen angesichts der Offensive von numerisch überlegenen feind Voraussichtlich wird die Regelung des Brotverbrauchs lichen Kräften etwas gegen eine vorher angelegte Stellung fich ohne jede Störung vollziehen und vor allem jeder, auch zurückzogen. In den letzten drei Tagen machten wir an der ohne weitere Zwangsmaßnahmen, die durch die Umstände gebotene Begrenzung des Verbrauchs nicht über oben genannten Front über 60 Offisiere und 2400 Mann zu schreiten. Nochmals weisen wir darauf hin, daß diese Be- Gefangenen, erbeuteten drei Geschüße und zehn Maschinengrenzung von zwei Kilogramm sich auf Brot und auf Mehl gewehre. Aus der Bukowina ist nichts Neues zu melden. 3ufammen erstrecken, mithin diejenige Familie, die viel( Anmerkung des W. T. B.: Dieser Bericht ist beiMehl berbraucht, weniger Brot sich kaufen soll; artoffel. meh I fällt aber nicht unter diese Begründung. Damit nahe Wort für Wort durch den deutschen und den österreichischandererseits die wohlhabenden Kreise sich nicht allzusehr an ungarischen widerlegt.) Gewerkschaftskommission Berlins und Umgegend. Kartell der chriftlichen Gewerkschaften. Verband der deutschen Gewerkvereine. Der Spatenkrieg. In Naumanns„ Hilfe" lesen wir folgende interessante Aus führungen von Heinrich Fitschen: Jeder, der längere Zeit im Schüßengraben gelegen hat, wird mir zustimmen, daß von Tag zu Tag eine größere Wertschäßung des Spatens zu bemerken war. Wie schwierig war es, in der Garnison das Schanzzeug an den Mann zu bringen! Jeder suchte sich vom Tragen der unbequemen Last zu drücken. Ganz anders im Felde! Wo nur bei Lazaretten oder Verbandspläßen ein Spaten zu haben war, da griffen alle zu, einerlei, ob sie Treffen am Kragen hatten oder nicht. Wer glücklich in den Besitz des begehrten Werkzeuges gelangt war, der gab es nicht wieder her. Kein Wunder! Denn der Spaten ist unsere wichtigste Schuhwaffe im modernen Kriege. Mit seiner Hilfe vermögen wir unseren beiden Hauptfeinden, der Nässe ( Kälte) und den großen Geschüßen erfolgreich zu begegnen. 1. Mit dem Spaten tann man sich regen- und schrapnellsichere Unterstände bauen. Anfänglich fielen unsere Wohnungen infolge der mangelhaften Ausrüstungen mit Schanzzeug und unserer Unkenntnis ganz miserabel aus. Wir saßen bald, da Regenwetter einsette, dermaßen im Schlamm, daß manch einer sich hinter irgendeinen Baum hocte, um ſizend zu ruhen; daß einige wachend die Nacht verbrachten, um nicht die Nässe Herr über sich werden zu lassen. Die Nässe ist unter Umständen gefährlicher als die feindlichen Geschüße selbst. Unmerklich, unwiderstehlich dringt sie einem in die Knochen und läßt nicht locker, men sie einmal erfaßt hat. Im Lazarettzuge machte ich die Bes fanntschaft eines jungen bayerischen Kameraden. Erit 19 Jahre war er alt, hatte aber so schlimm Rheumatismus, daß er seinen Fuß nicht zu rühren vermochte. Fünf Tage hatte er stets nasse Füße gehabt, da mußte man ihm die Stiefel herunterschneiden, so geschwollen waren die Gelenke. Mußten wir diese junge Gefechtskraft wirklich einbüßen und num mit vielen Kosten wieder zurechtdoktern? Nein und abermals nein! Der Spaten hätte ihn gerettet. Gr aber hatte nicht gelernt, ihn richtig. zu gebrauchen. Er hatte auch, genau wie wir zuerst, wolfsgrubenähnliche Höhlen gebaut, Reisig. Stroh und etwas Erde darüber getan. Beim Regen sicherte die Nässe bald an den Wänden herunter; die hinaufgeworfene Erde rieselte zuletzt auf uns nieder, unser Strohlager wurde naß, unsere„ Höhle" unbewohnbar. Manch einer hockte trotzdem noch immer in seinem Bau". Hüsteln und Röcheln, Abgänge wegen Rheumatismus und Lungenfrankheiten waren die Folge. Da entschlossen wir uns, auf den Bau unserer Unterstände mehr Sorgfalt zu verwenden. Vor allen Dingen mußten wir mehr Schanzzeug her. beischaffen. Wir erhielten bei dem Verbandsplaye jowie im Lazarett zu M. so viele kurze Spaten, Beilpiden usw., daß fortan beinahe jeder einen Spaten hatte, während zuerst drei Mann etwa auf einen Spaten famen. Offiziere, geldwebel, Mannschaften, alle griffen zum Spaten und gaben ihn nicht wieder her. Nun konnte die Arbeit in Angriff genommen werden. Wir bauten ein Musterhaus. So hoch oder besser so tief, daß man drin stehen, so breit, daß man drin liegen konnte. Mit Dachpappe gedeckt, bot es Schuß gegen die Unbilden der Witterung, mit 30 Bentimeter hoher Erdschicht beworfen, gegen Schrapnells und Granatsplitter. Eine dice Strohschicht schüßt gegen die Kälte und Nässe von unten. Auch die Wände müssen mit Stroh gepolstert werden, wenigstens eine Wand, um sich anlehnen zu können.. Auf vorsichtig angelegten, nach hinten etwas abgeschrägten Stufen muß man schnell und gedeckt in den Schüßengraben bzw. das Revier der Kompagnie kommen können. Eine Tür Rahmen aus Aesten mit Dachpappe oder Zeltbahn schloß die Zugluft ab und geftattete das Anzünden von Kerzen, das Lesen und Rauchen. Hat man keine Dachpappe, so nimmt man Reisig, Stroh, Laub und Erde, oder Bretter, Türen, Fensterläden usw. aus den verlassenen Wohnungen. Das Blockhaus kann einfacher, meinetwegen auch niedriger sein. Wenn man auf Grundwasser stößt, muß man selbstverständlich Schluß machen. Trockenheit über Bequemlichkeit. „ Aber," fragte mich mancher, wie kann ich mich denn jo häuslich einrichten, wenn ich bald wieder vorivärts muß?" Zur Beantwortung dieses Einwandes müssen wir unterscheiden zwischen Bewegungs- und Stellungstämpfen. Bei ersteren ist an ein Einbuddeln nur in beschränktem Umfange zu denken. Meistens entwickeln sie sich nach ein paar Tagen zu richtigen Stellungsfämpfen, bei denen um jeden Fußbreit Boden schwer gerungen wird. Die Zeit, in der die Kämpfe an ein und demselben Tage entschieden wurden, ist endgültig vorbei. Wochen-, ja oft monatelang tann keine Entscheidung herbeigeführt werden. Ein Gewoge hin und her, ein Jneinanderverbissensein der Gegner, das ist die Signatur des modernen Kampfes, besonders an der langen Schlachtfront im Westen, die sich jetzt an das Meer anlehnt. Deshalb sollen wir uns bei unseren festen Unterständen einrichten, als seien sie für die Gwigkeit bestimmt. Müssen wir wirklich unsere Zelte abbrechen, was schadet's, wenn wir etwas mehr Fleiß angewendet haben, als unbedingt erforderlich war. Wir nehmen mit auf dem Schanzzeugwagen, was zu gebrauchen ist, und bauen das nächste Mal noch besser als zubor. Uebung macht den Meister. Es werden Nischen und. Börter eingebaut, um Tornister, Kochgeschirr, Feldflaschen usw. aufnehmen zu können. Es werden Stühle aus den leerstehenden Häusern geholt usw., so daß wir uns dort gemütlich fühlen können. 2. Mit dem Spaten fann durch Anlegung von auf- und Schüßengräben die Angriffslinie immer weiter vorgeschoben werden. Es ist dunkel geworden. Die feindlichen Brummer haben ihre legten Abendgrüße herübergeschidt. Dann beginnt unsere Arbeit: Patrouillen tasten sich geräuschlos durchs Vorgelände und spähen aus, ob der Feind etwas merkt von unserem Vorhaben, und sichern uns gegen einen etwaigen Ueberfall. Pioniere folgen ihnen auf dem Fuße, prüfen den Boden Ünjar General schickte die Radfahrerkompagnie aus, nach und bestimmen den Plaz, wo ein neuer Schübengraben mit Erfolg Iangen Spaten zu fahnden und ließ in G. 6000 bestellen. Aus ausgehoben, ein neues Dorf" gegründet werden kann. Dann rüden den leerstehenden Häusern brachten die Radfahrer in ein paar mir heran mit unseren Spaten und wühlen uns hinein in die Grde, Stunden 90 Stück, die abends auf die Küchenwagen der Kompagnien tiefer immer und tiefer. Einige bauen die Brustwehr. Andere verteilt und zu Tal gefahren wurden. Obendrein versorgten uns stellen durch Zidzadgräben die Verbindung mit den rüdwärtigen die Radfahrer mit Dachpappe, Nägeln, Kneifzangen, Sägen usw. I gedeckten Stellungen. | Die Schweiz und der Krieg. Stockholm, 30, Januar.( T. U.) Der schweizerische Bundespräsident Motta hat sich, wie aus Mostau gemeldet wird, in einer dem Korrespondenten der Rustija Wjedomosti" gewährten Unterredung folgendermaßen geäußert: In der Schweiz ist man der festen Ueberzeugung, daß wir zwischen den Krieg führenden intervenieren müssen, um einen Friedensschluß herbeizuführen. Der Zeit puntt für eine schweizerische Intervention fei heute noch nicht gefommen. Für ihre bewaffnete Neutralität hat die Schweiz bis jetzt 110 Millionen Frank ausgegeben. Bern, 30. Januar.( W. T. B.) Das italienische sozialistische Blatt„ Avanti" hatte ein angebliches Interview des Der Gegner hört die Spatenstiche. Er merkt, daß etwas im Werte ist, weiß aber nicht, was und wo. Er knallt ins Blaue hincin. An Zielen ist natürlich nicht zu denken bei dem Nebel und der Dunkelheit. Ueberschüttet uns der Feind mit Salven oder Schnellfeuer, jo nehmen wir Deckung. Sendet er nur einzelne Schüsse, so ignorieren wir sie völlig, da erfahrungsgemäß die aufs Geratewohl abgefeuerten Schüsse selten Treffer erzielen. Natürlich wird mit Ablösung gearbeitet. Alle rückwärtigen Kompagnien haben ein bestimmtes Kontingent zu stellen. Wie weit wir uns in dieser Weise vormagen dürfen, richtet sich nach dem Gelände und der Entfernung vom Feinde. Sind wir auf einige 100 Meter heran, so dürfen wir uns nicht mehr über der Erde zeigen. Mannstief heben die langen Spaten die Erde heraus nach beiden Seiten des Laufgrabens. Immer mit Ablösung wird ge= wühlt, Tag und Nacht, soweit man schnell volle Deckung nehmen fann. Ist man so in die nächste Linie des Feindes gelangt, 100, 60, 40 Meter nur noch entfernt, so muß ein überraschender Angriff das Werk krönen, die feindliche Stellung zum Räumen bringen. Leise, ganz geräuschlos erheben sich im Morgennebel oder int Dunkel der Nacht die schweigsamen Männer des Spatens aus dem Schoße der Erde, der schüzenden. Jeder hat zwei Handgranaten und schleudert sie, sobald der Feind Lunte riecht, auf die gegnerische Stellung. Ein Höllenspettafel erhebt sich. Der Gegner wird aus dem Schlafe geschreckt. Er eilt an die Brustwehr. Er feuert ein paar Schüsse ab, trifft aber nicht viel, da um ihn die Hölle tobt, da sich Staffel über Staffel aus dem vordersten Schüßengraben erhebt und den kurzen Siegeslauf unternimmt. Bis zum ersten Schübengraben gibt es noch gar keine Verluste, da durch die Laufgräben Zug um Zug, Kompagnie auf Kompagnie automatisch nach vorn gezogen werden kann, ganz gedeckt. Vor allen Dingen wird durch diesen Unterlandskrieg" das feindliche Schrapnellfeuer ausgeschaltet. Ehe die Batterien gemerkt haben, wo der Angriff stattfindet, ist das Werk vollendet. Schlimmstenfalls können sie unsere rückwärtigen Lauf- und Schüßengräben bestreichen, und damit können sie uns feinen Schaden tun, wenn wir gut geschanzt haben. Den Raum zwischen den beiden äußersten Schüßengräben dürfen sie nur mit Vorsicht unter Feuer nehmen, da die Schrapnells bis 100 Meter streuen und somit Freund und Feind leicht getroffen werden könnte. Hin und wieder haben sich die Feinde, namentlich die Engländer, dermaßen fest eingeschanzt, daß selbst die kurze Spanne von 50 Metern nur unter großen Opfern zu nehmen sein würde. Sie haben ihre Stellungen mit Stahlplatten gedeckt, Drahtverhauc mit Startstromleitung bergerichtet und sind derartig verbarrikadiert, daß nur durch Ströme Blufes die Hindernisse hinweggeschwemmt werden können. Der moderne Krieg erfordert einen unendlichen Aufwand an Fleiß und Ausdauer. Jeder Infanterist muß zum Pionier werden, wenigstens soweit es sich um Feldbefestigungen handelt. Des Nachts wird gearbeitet, des Tages geruht. Dann werden wir, wenn auch langsam, so doch sicher ans Ziel gelangen. Der Spaten fiegt über die Granaten. Er ist der Schlüssel, der uns die feindlichen Stellungen öffnet. Durch die Spatenarbeit erhalten wir uns gefund, förperlich frisch und geistig regsam. Wir müssen zwar viel Schweiß bergießen, aber desto weniger Blut braucht zu fließen. Laßt uns sparsam umgehen mit letterem: Schweiß statt Blut! Vundesprasidenten Motta mit dem italienischen Abgeord- neten Morgan veröffentlicht. Die Schweizerische Depeschen- Agentur ist zu der Erklärung ermächtigt, daH der- Bundes- Präsident vor einigen Wochen den Besuch Morgaris emp- sangen habe. Im Laufe der Unterredung habe er auch die italienisch-schweizerischen Beziehungen berührt, jedoch nicht die Ermächtigung zur Veröffentlichung der Unterredung ge- geben, die übrigens in einigen Punkten ganz ungenau wiedergegeben worden sei. Nach üem Surenaufstanü. Blocmfoiiteln, 29. Januar. Meldung des Neuterschen Bureaus.) Gestern begann hier der Proz.eß gegen das Parlamentsmitglied B r a n d W e s z e l s. der des V e r r a t s a n g e k l a g t ist. Die Verhandlung wurde auf unbestimmte Zeil vertagt. Ein Antrag auf Freilassung Weszels gegen Bürgschaft wurde abgelehnt. Die Zeugen machten folgende Aussage: Die Abordnung, zu welcher der Angeklagte gehörte, suchte am 29. Oktober General H e r tz o g auf. D e w e t kam später hinzu. Die Abordnung sprach mit Dewet, der sich aber weigerte, ihr Gehör zu schenken. Darauf begab sich die Abordnung nach Prätoria, wo sie die Minister B o l h a und S m u t s aufsuchte. Als sie den Rücktritt Bothos forderte, erwiderte dieser: Ich bin fest ent- schlössen, nicht zurückzutreten, sondern den Ausstand zu unterdrücken. Dewet und Beyers müssen zu dem früheren Präsidenten Steyn gehen, der die Bedingungen kennt. Der Beklagte begab sich dann in seinen Wahlkreis," wo er. in einer Rede sagte, er wolle Lust und Leid mit den Buren teilen. In einer anderen Versammlung veranlagte er 599 Buren, sich der Bewegung anzuschließen. Ein Zeuge erklärte dag Weszels nach einem Besuch bei Maritz erklärt habe, sie würden zurückkehren und die Vierkleur in Pretoria hisien. Internationale Abhilfe. Die Petersburger Zeitung„Retsch", das Hauptorgan des russischen Liberalismus, regt in einem Leitartikel an, daß die kriegführenden Staaten zur Bekämpfung der durch den Krieg herausbeschworenen Greuel und Mißstände einander nähertreten sollen.„Nationale Unternehmungen"— schreibt das Blatt—„sind nützlich und notwendig... Aber ihre Arbeit bedarf der Nach- Prüfung und Ergänzung auf dem Wege der inter- nationalen Untersuchung. Man darf die Schwierig- leiten einer solchen internationalen Untersuchung nicht über- treiben.. Der Krieg hat den utopischen Internationalismus(?) der Sszialdemdkraten vernichtet(!), er hat aber den gesunden Internationalismus nicht zerstört, der auf der realen Gemein- samkeit der kulturellen Anschauungen und der Rechtsüberzeu- gungen der Mitglieder der einzelneu Nationalverbände basiert. Der Mechanismus der internationalen öffentlichen Meinung ist erschüttert, er. ist aber nicht unbrauchbar gemacht. Aus den Vor- schlag des Genfer Komitees des Roten Kreuzes sind Deutsch- land und Frankreich neulich übereingekommen, eine inter- na tionale.Kontrolle über die Behandlung der Kriegsgefangenen in beiden Staaten einzusetzen. Eine besondere. Kommission, bestehend aus dem spanischen und ameri- konischen Gesandten in Berlin und dem Vizepräsidenten des -schweizerischen Nationalrates werden die Behandlung der gefan- genen Deutschen in Frankreich kontrollieren. Das ist ein vor- treffliches und jeglicher Nachahmung würdiges Beispiel der inter- nationalen"Einwirkung auf'"die Kriegführenden."Es liegt . m b er kein Grund vor, sich lediglich auf die Be- Handlung der Kriegsgefangenen zu beschränken." "Wir halten diese Anregung für recht beachtenswert. Die naturalisierten Ausländer in Frankreich. Paris, 30. Januar.(W. T. B.) In der gestrigen Sitzung nahm die Kammer den Gesetzantrag an, welcher die Regierung zur U n- gültigkeitserklärung der Dekrete über die Naturali- s i e r u n g von Untertanen feindlicher Mächte ermächtigt. Die Pensionen öer Hinterbliebenen gefallener Solüaten in Frankreich. Äus A m st e r d a m schreibt man uns: In der„Humanite" vom 21. Januar finden wir einige Angaben über die Versorgung, die der französische Staat den Witwen und Waisen der im Krieg �gefallenen Soldaten gewährt. Vor allem wird nach dem Tode eine einmalige U n t e r st ü tz u n g gewährt, und zwar auch den Eltern des Soldaten. Sie betrögt für gemeine Soldaten und Korporale 1ö() Frank, für Unteroffiziere 200 Frank und steigt dann in- Staffeln von 100 Frank bis 300 Frank auf, die die Familie eines Generals erhält. Die Pensionen, auf die die Witwen und Waisen Anspruch haben, zeigen zahlreichere Ab» stufungen. Die Hinterbliebenen eines gemeinen Soldaten erhalten 665 Frank jährlich, die eines Korporals 675 und so geht es all- mählich hinauf bis zum Major, dessen Familie 2000 Frank bezieht. Von hier- geht es allerdings in wachsenden Sprüngen empor bis zum Divisionsgeneral, dessen Familie mit 5250 Frank Pension immerhin von allzu großen Sorgen befreit sein wird, namentlich wenn man bedenkt, welche Vorteile Offiziersfamilien auch in Frankreich bei der Erziehung und Versorgung ihrer Kinder ge- nießen. Immerhin bietet auch die Pension der Hinterbliebenen der gemeinen Soldaten noch mehr, als gemeiniglich an sozialer Für- sorgeleistung in Frankreich zu finden ist.(Abgesehen von einzelnen Arbeiterkategorien � wie den Bergarbeitern, die eine erträgliche Altersversorgung erobert haben.) Die Hinterbliebenen von Men- schen, die auf dem Schlachtfeld der Kultur und Reichtum schaffenden Arbeit gefallen sind, sind auch in Frankreich noch sticht der dürftigsten Existenz sicher. Bei der ungeheueren Menge von Opfern, die dieser Krieg fordert, ist aber auch bei den be- stehenden mäßigew Sätzen eine Belastung des Budgets gewiß, die dem sozialpolitischen Fortschritt weitere Hindernisse be- feiten wird. Auch wird wohl die Versorgung der Kriegs- invaliden künftig aus eine andere Grundlage gebracht-werden Müssen,. als sie' bisher hatte, wo den Invaliden die gesetzliche Sicherheit der Unterstützung abging. Militärische flrbeitshilfe. Paris, 30. Januar.(SC. U.) Die„Humanite" veröffentlicht ein interessantes Dokument, ein Zirkular, daS an die Arbeiter einer Maschinenfabrik gerichtet ist, die zurzeit große Aufträge für die französische Artillerie ausführt. In diesem Zirkular heißt es, daß das Militärpersonal, das zur Verfügung der Gesellschaft ge- stellt ist, nicht aufhört, Militär zu sein und der militärischen Kontrolle unterworfen zu werden. Seine Arbeit ist für Kriegs- Material reserviert und infolgedessen muß das Personal eine ganz besondere Aufmerksamkeit auf diese Arbeit richten und sich allen Anforderungen der Situation unterwerfen. Das Personal ist seinen andern Kameraden gegenüber bevorzugt, die nicht ihre militärischen Formationen verlassen haben. Im Falle ungenügen- der Arbeit oder aus irgend einem andern Grunde, der nicht mehr gestatfet, den Betreffenden weiter zu beschäftigen, wird er sofort 'den.'.MilitÄrbehörden überwiesen werden. Der Lohn beträgt pro Stunde für den Dreher 70 Centimes. Dieser Preis versteK sich für 1 jede Arbeit, Tag oder Nacht. Im Falle Stückarbeit geliefert wird, darf der Bonus nicht mehr als ein Viertel des Stundenlohnes -betragen..-, Die„Humanite" schreibt: Dieses Dokument ist an sich schon interessant, es ist jedoch noch interessanter, wenn man weiß, daß der Stundenlohn der Arbeiter in dieser Fabrik 1 Frank 20 Cen- times pro Stunde in Friedenszeiten betrug. Heißt es nicht, eine nationale Verteidigung mißbrauchen, wenn man sie zur Ausbeutung der Arbeit benutzt? Ist es nicht un- moralisch ,m höchsten Grade, als Drohung die Sendung zur Front auszusprechen und als eine Strafe dasjenige hinzustellen, das für Alle im gegenwärtigen Moment eine Ehre sein würde? Ein italienischer Kriegskongreß. IX. Der von der antideutschen Presse mit großem Schwall angekündigte„Kongreß" der italienischen Interventionisten hat in Mailand stattgefunden. Die anarchistische Genossin Maria Rhger, die allbekannte Madame Sorgue, Mussolini, der bekanntlich aus der italienischen Partei ausgeschlossen wurde, und andere prokla- mierten die Pflicht des Krieges gegen Deutschland. Daher müßte die öffentliche Meinung in diesem Sinne bearbeitet werdenl Der Genosse Scarpa, einer der Redakteure des Brüsseler„Peuple", hielt den üblichen Vortrag über die„entsetzlichen Greuel der Deutschen", der ihm großen Beifall brachte. Eine Anzahl Zustimmungsschreiben sollen eingegangen sein, darunter auch solche von Soldaten, die sich gegen die„jetzige bestialische Neutralität" Italiens wenden und energisch den Krieg fordern. Das„sozialistische" Blatt Mussolinis schließt seinen Be- grüßungsartikel mit den Worten:„Entweder Krieg oder Revo- lutionl" Es scheint übrigens, daß die ganze Veranstaltung besonders den Zweck hatte, den Einfluß und den Verbreitungskreis dieses Blattes zu vergrößern. Insgesamt waren 45 Gruppen auf dem „Kongreß" vertreten. Eine Ersinöimg. Amtlich. Berlin, 30. Januar.(W. T. B.)„Times" berichteten am 22. Dezember vorigen Jahres, daß der englische Vize- k o n s u l in Lille. Mr. Walker, obwohl er einen Arm gebrochen hatte, in brutaler Weise von den Deutschen in Gefangenschaft ge- führt worden sei. Wie die angestellten Ermittelungen ergeben haben. hat Walker trotz seiner Verletzung mühelos Rock und Paletot an- ziehen können, als er nach Teutschland abtransportiert werden sollie. Seine Festnahme erfolgte, weil er als britischer Vizekonsul noch in Lille weilte, obgleich die Stadt schon fünf Wocticn in deutswem Besitz gewesen war, und zwar als Gegeninatznahnie zu der Ver- Haftung der Deutschen in England. Walker genoß auf der Zitadelle von Lille besondere Bequemlichkeiten und durste den Besuch von Ver- wandten empfangen, die der Militärpolizei für das gezeigte Ent- gegenkommen besonderen Dank ausgesprochen haben. Die Behaup- lung. Walker sei brutal behandelt worden, beruhe also auf Erfindung. �Temps� über England. Paris, 30. Januar.(T. U.) Vor einigen Tagen brachte der Kriegskorrespondent.der„Times" im französischen Hauptquartier be- wegte Klagen über das geringe Verständnis, das die Franzosen der englischen Hilfe gegenüber zeigen, zur Sprache. Die Antwort darauf scheint ein überschwenglicher Artikel des Pariser„Temps" zu sein, in dem gesagt wird:„Außer seiner Kraftanstrengung zur See.hat Eng- land noch viel mehr getan, wovon vor einigen Monaten sich niemand hätte etwas träumen lassen. Es hat uns nicht allein sein Heer und seine Truppen aus Fndieil und den.anderen Kolönieu gesandt. Diese englischen"Streitkräfte sind außerordenklich stark und" ausgebreitet. Aber England hat beschlossen, vor keinem Opfer zurückzuschrecken, um so den endlichen Sieg zu sichern. Das ist auf eine unerwartete glän- zende Weise zum Ausdruck gekommen. Ein ganz neues Heer ist von Lord Kitchener geschaffen und organisiert worden. Kriegsminister Millerand hat während seines Besuches in England Gelegenheit ge- habt, die Truppen in Augenschein zu nehmen, die bereit waren, nach Frmikreich zu ziehe». Man muß die glänzenden Resultate bewundern, die Englands Energie geschaffen hat. Diese Resultate sind noch schöner, da diese neuen Streiiräfte formiert und ausgerüstet wurden, während nichts davon vorhanden war. kein Gewehr, kein Geschütz, keine Uni- formen. England hat alles angefertigt, was notwendig war, während die englischen Fabriken das Material geliefert haben, womit Frank- reich und Rußland angesichts des Stockens ihrer Industrie durch die Mobilisation nichts liefern konnten. Gleichzeitig hat England in Mesopotamien, Aegypten und Afrika die nötigen Truppen unterhalten, um die Anstrengungen der Deutschen im Zaum zu halten. Man weiß nicht, was man mehr preisen soll: Was England schon getan hat oder was es sich bemüht, zustandezubringen. Englische Spitzsinüigteiten. Amsterdam, 30. Januar.(Privattelegramm des„V o r w ä r t s".) Ein juristischer Mitarbeiter der „T i m e s" sucht nachzuweisen, daß die Einführung des d e u t- schen G e t r e i d e in o n o p o l s die Erklärung von Lebens- Mitteln als Konterbande rechtfertige, obwohl England und Amerika während des rusjisch-japanischen Krieges protestier- ten, als Rußland dies tat. Beide Staaten setzten damals auch durch, daß die Lebensmittel von der Konterbandeliste ge- strichen wurden, wenn sie nicht für die kriegführende Regie- rung bestimmt waren. Die„Times" gibt zu, daß die Ein- fuhr teilweise für Nichtkombattanten bestimmt sei: aber die Staatsregelung der Lebensmittelversorgung gebe die Gewiß- heit, daß zu allererst die Bedürfnisse der Militärmacht be- friedigt würden. Ein derart verfahrender Staat sei einer belagerten Stadt gleichzustellen. . Das„Handelsblad" fragt, ob vielleicht England bisher die Ausübung eines Druckes auf die bürgerliche Bevölkerung unterlassen habe. Nnzufrieüenheit unter öer englischen Arbeiterschaft. Amsterdam, 30. Januar.(Privattelegramm des „V o r w ä r t s".)„Daily Citizen" beweist in einem Leitartikel über„die Hunnen der Kohlenindustrie" die Unrichtig- keit des Vorwurfs, daß die Arbeiter daran schuld tragen, daß seit dem Kriegsbeginn 21 700 Bergarbeiter eine Lohnsteigerung und 175 000 Arbeiter eine Lohnminderung erfahren haben. Anderson protestiert in der„SDaily Citizen" gegen die vom Unkerrichtsamt protegierte Kinderausbeutung in der Landwirtschaft, wo elfjährige Knaben und Mädchen für 4 Schilling Wochenlohn' arbeiten müssen, weil die aus der Teuerung profitierenden Grundbesitzer den Erivachsenen keine anständigen Löhne zahlen wollen. Die jetzige Killderbeschäftigung gehe von den Feinden der heroisch, für ihre Besserstellung kämpfenden Laudarbeiter aus. Die Union aber versuche das Uebergreifen der KinderauSbeutüng auf die Industrie. Anderson ruft alle Arbeiterorganisationen zum Protest auf und fordert die parlamentarische Intervention. Die Üeutschen Gefangenen m �apan. Die in englischer Sprache in Japan erscheinende„Japan Weckly Chronicle" veröffentlichte am 3. Dezember 1914 folgen- den, von einem einheimischen Korrespondenten in Tokio stammenden Bericht: „Am Sonntag, den 2. November, herrschte in der Nachbarschaft der Station Schinagawa ein sehr lebhaftes Treiben. Menschenmassen drängten sich dort, um die deutschen Gefangenen zu sehen, die. n ich dem Hongwanjitempel in Asakusa geführt werden sollten. Der, Zug, mit dem sie kamen, erreichte die Station um 4 Uhr 10 Minuten nach- mittags, als sich die Herbstsonne eben entschloß, unter dem Horizont zu verschwinden und die Schinagawabucht der Dunkelheit zu über- lassen. Das neue Lager, wo die Gefangenen abstiegen, ist der See sehr nahe, und hier war die Menge, die sich angesammelt hatte, um die neuen Gäste zu sehen, so dicht, daß man sich nicht bewegen konnte. Immer neue Zuschauer kamen herbei und stellten sich zu beiden Seiten der Eisenbahnstrecke auf. Aus den Fenstern aller umliegenden �Häuser guckten Gruppen von Köpfep hervor wie Nester voll junger Vögel, die der Atzung harrten. Von Zeit zu Zeit erschollen laute Rufe aus verschiedenen Teilen der Menge, und man konnte auch die Stimmen der Polizisten und Soldaten vernehmen, die zu dem besonderen Zwecke aus den Azabu-Baracken geschickt worden waren. Auf dem dicht mit Menschen besäten Bahnsteig befanden sich-Herr Furukawa, Vizepräsident der kaiserlichen Eisenbahnverwaltung/ und Herr Aakahaschi, Stationsvorsteher von Schimbaschi. Das Rufen und Lärmen, das die Menge draußen kennzeichnete, drang nicht bis in die Station. Als die Gefangenen ausstiegen, stellten sie sich mit ihren Koffern und Decken in Reihen auf. Unter den Gefangenen befand sich einer, der, wie mir gesagt wurde, Riero hieß und sich ist einem nächtlichen Gegenangriff bei Schotagan ausgezeichnet hatte. Man sah eine junge Dame an jeden der Gefangenen Blumen austeilen; an jedem Sträutzchen war ein deutscher Gruß befestigt! Diese'Aus- teilung zog viel Aufmerksamkeit auf sich und schien der Menge Ver- gnügen zu machen; vielen aus der Menge war namentlich ein junger Bursche von etwa 15 Jahren sympathisch, der das Sträußchen ins Knopfloch steckte. Sympathie erregte auch eine deutsche Dame) die, ein Kindchen tragend, neben den Gefangenen einhermarschierte. Etwa nach einer halben Stunde setzte sich der Zug der Gefaiigenen in Bewegung. Beim Erscheinen der Gefangenen verdoppelte sich die Unruhe unter der Menge, da alle zu sehen wünschten, und die Polizei hatte eine schwierige Aufgabe, die Ordnung in der Menge aufrecht- zuerhalten. Die Gefangenen begaben sich nach dem Hongloan-jitempel mit der Straßenbahn und der Weg dahin war auf beiden Seiten dicht mit Menschen gefüllt. ES spielten sich lebhafte Szenen ctS, und einige der Gefangneen, deren Zahl im ganzen 313 betrug, grüßten aus den Fenstern der Wagen mit den Blumen, die sie auf der Station empfangen hatten. Es war etiva 6 Uhr als sie in ihrem DZPot an- langten, das von einer dichten Zuschauermenge umringt wäre' „Es sind mehr Zuschauer als Gefangene da", meinte einer der Zuschauer, und nicht ohne Grund, dachte ich. Aber es freute mich, zu sehen, daß die japanische Nation seine Kriegsgefangenen liberal behandelte, und es ist aufrichtigst zu hoffen, daß sie während- ihrer unfreiwilligen Gefangenschaft und bis zum Abschluß des Kampfes in Europa einen Eindruck von der japanischen Großmütigkeit Erhalten werden." Kriegsbekanntmachungen. Geldsendungen an deutsche Kriegs- und Zivilgefangene ..... m Frantreich. Für deutsche Kriegs- und Zivilgefangeue. ist Frankreich be- stimmte Geldsenbungmr gelangen- am- sichersten-mittels- Mstan- Weisungen in die Hände der Empfänger. H Postanweisungen werden gebührenfrei befördert, wenn De an der Stelle, die sonst für die Freimarken dient, den Vermerk „Kriegsgefangenensendung. Taxfrei." tragen. N Sie sind auf der Vorderseite des für den AuslandsverkcKr be- stimmten Formulars mit der Adresse der Oberpostkoutrulle in'Bern (Schweiz) zu versehen; auf der Rückseite des Abschnittes ist die Adresse des Empfängers der Geldsendung genau anzugeben. Als Empfänger ist niemals der Kommandant oder ein Börwaltungs- beamter des betreffenden Gefangenenlagers zu bezeichnen, sondern allein nur der Gefangene, für den die Geldsendung bestimmt ist. Die Angabe des Aufenthaltsortes des Gefangenen ist zur schnei- leren Ueberkunft der Sendung sehr wichtig; falls der Ort nicht bekannt ist, kann die Postanweisung auch ohne dessen Angabe ab- gesandt werden, der Ort wird dann im-französischen Kriegs- Ministerium ermittelt; wenn bekannt, ist wenigstens die„Region" anzugeben, in der der Gefangene sich aufhält. Die Postanweisungen sind schon bei dew deutschen Aufgabe- Postanstalten auf Fraukenwährung lautend einzuliefern. Für 100 Franken sind dabei, wie bei allen Postanweisungen nach der Schweiz, nach dem wechselnden Kriegskurse, seit dem 15. Dezember 87 Mark einzuzahlen.-' Größere Geldbeträge werden wahrscheinlich nicht auf einmal den Gefangenen ausgehändigt werden. Daher sind öftere Geld- sendungen in kleinen Beträgen den minder häufigen Sendungen größerer Beträge vorzuziehen. (Wiederholt, weil nur in einem Teil der gestrigen Auslage.) LeSte Nachrichten. Die Stimmung in Rumänien. Frankfurt a. M., 30. Januar.(W. T. B.). Die„Franjifurier Zeitung" meldet aus Rotterdam: Wie der„Nieuwe Rotier- damsche Courant" aus rumänischer Quelle meldet, hat in Bukarest die Nationalliga eine Volksversammlung abgehalten, um gegen die schändlichen Greueltaten der Russen in der Bukowina zu pro- testieren, wo eine ganze Zahl' von rumänischen Geistlichen aufge- hängt und andere nach Sibirien verbannt worden sind. Aus der gleichen Quelle wird gemeldet, daß die Niederlagen der russischen Streitkräfte in K i r l i b a b a und I a k o b e n y in der rumänischen Hauptstadt tiefen Eindruck gemacht hätten, ivie aus den Artikeln der rumänischen Presse hervorgehe. Ein französisches Torpedoboot gesunken. Paris, 30. Januar.(W. T. B.)„Temps" meldet: In der vergangenen Woche ist vor Nieuport das-französische Torpedoboot 219 untergegangen. 5 Mann dop Besatzung sind ertrunken, die 35 übrigen wurden gerettet. Die Todesurteile von Casablanca. Lpon, 39. Januar.(W. T. B.)„Progres" meldet ans Paris: Die Deutschen Ficke und G r u n d l e r, die am 13. Januar von dem Kriegsgericht Casablanca Wegen Unruhestiftung unter den Marokkanern und wegen Spio- nageverdachtes zum Tode verurteilt worden waren, sind am 28. Januar hingerichtet worden. Tie Strafe des Deutschen Brandt, der am 27. November unter ähnlichen Verdachtsgründen zum Tode verurteilt wurde, ist, da das vorliegende Beweismaterial nicht sehr schwerwiegender Natur war, in zehnjähriges Zuchthaus uwgewandelt worden...- HERMANN TIETZO LEIPZIGER STRASSE ALEXANDERPLATZ FRANKFURTER ALLEE Weisse Woche Stuben- Handtücher Stuben- Handtücher Jacquard- Gewebe Dutzend 550 660 850 1100 Stuben- Handtücher Drell- Gewebe Dutzend 590 675 825 1250 Stuben- Handtücher Gerstenk.- Gewebe Duizend 625 790 890 1225 Küchen- Handtücher Küchen- Handtücher Drellgewebe, grau Dutzend 390 525 650 825 Extra billige Posten Damast- Tischtücher Stück 490 Reinleinen, 130/170 cm Jacquard- Tischtücher 130/ 160cm, reinleinen. Stück gebleicht, Dutzend korn... Dutzend 325 675 350 Jacquard- Mundtücher einleinen Dutzend 590 60/ 50cm Jacquard- Mundtücher 60/60 cm, Küchen- Handtücher GerstenStuben- Handtücher einlein Wäschebatiste 40% unter regulär. Preis Jacquard Dutzend 660 Louisianatuch Für Bett- und Leib- Wäsche Marke ,, Spezial" Coupon Coupon 10 Dir. 420 Tomor 830 Mtr. 20 Mtr. Louisianatuch Marte ,, giraSb zial" Coupon. Coupon 10 ir 590 Con 1170 20 Dir. Elegante Damen- Hemden Renforcé mit Stickereis Ein- und Anfah 350 490 Elegante 590 Louisianatuche 80 cm breit, Meter 40,48, 58, 70 Pf. Louisianatuche 130 cm breit, Meter 70, 85 Pf., 115 135 Gestreift. Satin 80 cm breit, Meter 60, 75, 90 Pf, 125 Gestreift. Satin 130 cm breit, Meter 95 Pt., 125 145 195 Prima Damast 80 cm breit, Meter 60, 70, 90 Pf., 110 Prima Damast 130 cm breit, Mtr. 95 Pf. 110 135 165 Laken- Daulas 150 cm breit, Mtr. 125 145 Laken- Daulas 160 cm breit, Mtr. 145 155 Pa.Hemdentuch ca 82 cm br., Mtr. 45, 55, 60, 70 Pf. Prima Renforcé ca 82 cm br., Mtr 45, 55, 70, 85 Pf. Damen- Wäsche Damenhemden mit bandgestickten 175 195 210 Passen, aus kräftigem Renforcé Fassonschnitt Damenhemden aus prima 155 195 250 Renforcé mit Stickerei Damenhemden. Tein. Ren- 275 295 350 Jorce mit Stickerei- Ein- u.-Ansatz Knieform mit reich Batist- Beinkleider garn.. 250 290 350 in verschiedenen Grössen.. a pr. Stoff., m Ia Batist- Hemden Sticke- 450 575 775 rei. sehr reich ausgestattet... aus Batist- Beinkleider prima 450 575 875 Stoff. m. Ia Stick, s reich ausgest Soweit der Vorrat reicht Tischwäsche Halbleinene Jacquard- Tischtücher Gr 130/130 Gr. 130/160 Stück 240 Gr. 160/220 Stück 510 Stück 310 Gr. 163/325 Stück 750 Gr. 160/160 Stück 380 Mundtüch. Dutz 575 Reinleinene Jacquard- Tischtücher Gr. 130/130 Stück 250 Gr. 160/220 Stück 625 Gr. 130/165 Stück 350 Gr 160/320 Stück 925 Gr. 160/165 Stück 425 Mundtüch. Dutz. 625 Renforce Marke„ Edel. weiß" 10 Meter 550 20.1090 Hemdentuch Marte ,, Haus. tuch" 10 Meter 650, 20. Elegante 1290 Untertaillen darunter auch amerikanische Form 95pf. 145 195 Elegante Prinz. Unterröcke Beinkleider Str. 135 175 185 Batist- Nachthemden 475 750 975 Dam. Beinfleid. vorzüglicher Gik elegant garniert 425 650 790 Beinkleider und Ansatz. Stickerei, gute Knieform. mit Ia Stickerei- Ein- 250 295 350 a. gut. SommerNachtjacken od. Winterstoff., 185 210 250 mit Stickerei- Garnitur....... Batist- Hemden reich garniert, in 250 290 350 verschiedenen Qualitäten... elegant garniert... aus Nachthemden Reima halsfrei, mit Stickerei Renforcé, 265 350 425 aus Nachthemden Renforce. mit Ia Stickerei mit breiten Unterröcke Stickereien reich garniert.. 4.90 575 675 490 550 690 weite Form, la Stickerei und Geidenband- Durchzug 325 325 550 Verlangen Sie unsern Spezialkatalog u. unsere 4seitige Beilage f. die Weiße Woche 99 Eltern und Frauen sendet Euren Söhnen und Männern im Felde Krügerol- Katarrh- Bonbons" sie erquicken auf weiten Märschen und sind beim Biwak in kühler Nacht der beste Schutz gegen Katarrhe. Krügerol- Katarrh- Bonbons sind millionenfach bewährt und zu haben in Apotheken, Drogen-, Konfitüren und besseren KolonialwarenGeschäften in Beuteln zu 15, 30 und 50 Pf. und sind eine wirkliche Liebesgabe. Ein Beutel zu 15 Pf. kostet ins Feld geschickt keln Porto. Verlangen Sie ausdrücklich ,, Krügerol" und achten Sie in Ihrem eigenen Interesse unbedingt darauf, nur die allein echten Krügerol- KatarrhBonbons zu erhalten. Weisen Sie alles andere energisch zurück und bestehen Sie auf Beutel mit dem Wort ,, Krügerol", denn wie bei jedem bewährten Mittel, so sind auch hiervon recht minderwertige Nachahmungen im Handel und zur Täuschung sogar in ähnlicher Verpackung. Fragen Sie wider Erwarten vergeblich nach ,, Krügerol", werden Ihnen die nächsten Bezugsquellen gern nachgewiesen. 975b Generalvertretung und Niederlage für Groß- Berlin in Berlin- Schöneberg, Akazienstraße 11. Fernsprecher: Lützow 4966. ( Kostprobe wird gegen Einsendung dieses Inserates gratis geliefert.) Persil reinigt und desinfiziert Krankenwäsche Henkel's Bleich- Soda. 84 Bbm Lindenstraße 114 gender neuen ,, Vorwärts" Restaurationsräume mit 2 Kegelbahnen gegen Dietsluftige erfahren Neubau gegenüber b. ( Befchäftshaufe bes find größere vorgesehen. näheres burch digentümer Bernh:& Gust. Simon, Lindenstraße 108( 10-1 18). Berantw. Rebatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Injeratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsb Nr. 31. 32. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt Die Kämpfe im Argonner Walde." werden. Sonntag, 31. Januar 1915. ständig zunimmt, so daß unmittelbar nach der Ablösung des Zahlung der Hypothekenzinsen in Abzug zu bringen. Die Fällig 2. Armeekorps den frischen Truppen sogleich 2 Offiziere, 250 Mann feit der Hypotheken müsse, soweit nicht freihändig eine Vereinbarung und 5 Maschinengewehre abgenommen wurden möglich ist, bis 6 Monate nach Beendigung des Krieges verlängert Bon weiteren dringenden sozialpolitischen Forderungen, die der Reichstag im Interesse der Allgemeinheit zu erfüllen hat, und die gleichfalls bereits von der sozialdemokratischen Fraktion er hoben sind, heben wir hervor: Aus den Gefangenenaussagen flingt starke Kriegsmüdigkeit hindurch, die wir aber nicht ohne weiteres berallgemeinern wollen, da der Gefangene ja nur allzusehr dazu neigt, dem Sieger zu Gefallen zu reden, um sich dadurch in eine günstigere Lage zu verjezzen. Weit schärfere Schlüsse vermag man aus dem Briefwechsel Aus dem Großen Hauptquartier wird uns ge- zwischen den Soldaten und ihren Angehörigen zu ziehen. Wie aus fchrieben: zahlpsen Briefen und Tagebuchaufzeichnungen hervorgeht, betrachten die Angehörigen den in die Argonnen entsandten fransöftschen Soldaten als Todeskandidaten und den aus diesen Kämpfen heil Entkommenen als einen, über deffen Haupt die Vorjehung gewaltet haben müsse. V. Rein zahlenmäßig lassen sich die bisherigen deutschen Erfolge in den Argonnen wie folgt ausdrücken. Bis Ende November hat der Feind eingebüßt: 1 300 Gefangene, 4 000 Tote, 13 000 Verivundete. Im Monat Dezember betrug die Zahl der Gefangenen 3000, fene der Toten und Verwundeten 8000. An Trophäen wurden in diesem Monat allein 21 Maschinengewehre, 14 Minenwerfer, Rechnet man die bisher im Januar gemachten 2500 Gefangenen und zäbli man etwa 4000 bis 5000 Tote hinzu, so ergibt sich französischerseits ein Gesamtverlust in den Argonnen von etwa 36 000 Mann. Ein ganzes Armeeforps ist also so gut wie aufgerieben, ährend die Verluste auf deutscher Seite nicht einmal den dritten Teil betragen. Wie sehr die Franzosen in den Waldkämpfen geTitten haben, geht allein schon aus der Tatsache hervor, daß sie immer neue Verbände in die Argonnen geschickt haben. Kämpften dort zuerst die Truppen des 2. und 5. Armeefords, so wurden diese bald verstärkt durch Kolonialtruppen und Marineinfanterie. Im Sanuar tauchten vorübergehend Truppen des 1. Armeekorps und die Garibaldianer auf; endlich wurden Mitte Januar neue, bisher bei pern verwendete Verbände in den Wald geschickt, um das anschewand völlig zusammengebrochene 2. Armeekorps abzulösen. Wie es mit der Verfassung der französischen Truppen in den Argonnen bestellt ist, das zeigen am besten jene Dokumente, welche Den französischen Gefangenen in Gestalt von Anordnungen, Befehlen, geheimen Erlassen, Briefen und Tagebuchaufzeichnungen 2 Revolverfanonen und ein Bronzemörser erbeutet. abgenommen wurden. den. eine Novelle zu dem Militär- Hinterbliebenengesek, durch den eine allgemeine Erhöhung der Bezüge der Kriegs= invaliden und der Renten der Witwen und Baisen herbeigeführt wird, eine Ausdehnung des Wöchnerinnenschutes auf alle Wöchnerinnen, deren Ehemänner erwerbslos sind, eine ausreichende allgemeine allgemeine Arbeitslosenfürforge. Ferner dürfte es an der Zeit sein, das Krankenkassen= not gejek vom 4. August 1914, das die Mehrleistungen beseitigte und die Stassenbeiträge erhöhte, schon jest wieder außer Kraft & ſeen. Ein Mitte Januar bei einem größeren erfolgreichen Angriffs= gefecht gefangen genommener französischer Stabsoffizier( Major Guinard) sagte aus: Der Angriff der Deutschen wurde mit bemunderungswürdiger Energie durchgeführt. Unsere Stellung war schnell durchbrochen. Meine Kompagnien hatten den Befehl, sich bis zum Aeußersten zu halten. Darum wurden alle, die nicht fielen, gefangen genommen. Ich selbst bekam einen Schuß in den Kopf und weiß von diesem Augenblick an nichts mehr. Ich bin zufrieden, daß ich verwundet bin, denn nun brauche ich den FortSind dies einige der dringlichsten sozialpolitischen gang des Krieges nicht mit zu erleben. Wir waren sehr schlecht orientiert über die Qualität des deutschen Heeres. Derartige Forderungen, deren Erfüllung möglich und nötig sind, so dürfte Leistungen hatten wir ihm nicht zugetraut. Andererseits hat man der Reichstag auch der in der Begründung der Kreditbewilligung die Russen weit überschäst. Für die von Joffre befohlene Offensive von der sozialdemokratischen Fraktion ausgesprochenen Erwartung haben die Franzosen nicht einmal thre beste und äußerste Kraft auf Aufhebung der Beschränkungen der Presse, soweit an allen Punkten eingesezt. Nachdem nun auch dieser Stoß keinen solche nicht durch militärische und militärpolitische Notwendigkeiten Erfolg gebracht hat, könnte höchstens nur noch ausländische Hilfe geboten sind, durch Stellung eines Antrages Raddrud zu geben den Feldzug günstig entscheiden. Von wem sollte diese Hilfe aber fommen? Rußland ist fertig, und England hat wohl Menschen, haben. In der Begründung der 5- Milliarden- Kredite hieß cs: aber fein Kriegsmaterial mehr einzusehen. Der Krieg kann zwar noch lange dauern, aber an eine Besserung unserer Lage glaube ich nicht mehr. Diese Auffassung verbreitet sich immer mehr, und deshalb ist es kein Wunder, wenn wir alten Soldaten traurig und deprimiert sind." Mögen die Franzosen in ihren Bulletins immerhin weiter von angeblichen Erfolgen in den Argonnen berichten, mögen sie fortfahren zu behaupten, daß sie bei St. Hubert und im Bois de Grurie Stellungen inne hätten, die schon längst einen Kilometer hinter der vorderen Linie der Deutschen liegen, durch alle diese Mitiel wird sich auf die Dauer nicht verheimlichen lassen, wer der Sieger in den Argonnen ist, ob derjenige, der unaufhaltsam vorwärts schreitet oder derjenige der gezwungen ist, Erlasse herauszugeben von der Art, wie sie im Auszuge soeben vorgeführt wurden. W. T. B. Arbeit für den Reichstag. Wir erwarten aber von der Reichsregierung auch Vertrauen zu unserem Volte, das im Kampfe für das bedrohte Vaterland einmütig zusammensteht. Die Ausdehnung, in der dic Verhängung des Kriegszustandes und die Beschränkung der verfassungsmäßigen Rechte, namentlich der Pressie, noch jekt aufrecht cr= halten werden, ist durch nichts gerechtfertigt, und ist geeignet, Zweifel an der Reife und Entschlossenheit des deutschen Volkes zu erweden. Die Handhabung der Zensur führt fortgesetzt zu Mißgriffen und wirtschaftlichen Schädigungen. Wir fordern schleunigste Abhilfe, gerade im Interesse gefchloffener Verteidigung und des Ansehens der Wohlfahrt des Deutschen Reichce. Dies Verlangen der sozialdemokratischen Fraktion wird, wie uns bekannt ist, auch von anderen Parteien lebhaft unterstützt. Politische Uebersicht. Zur Fleischversorgung. Da erwidert General Gourand, Kommandeur der 10. Division, in einem Zuſaße zu dem Tagesbefehl vom 28. Dezember die Klagen feiner Untergebenen mit den Worten:„ Sie werden daraus entnehmen, daß sich der Gegner bei der Wegnahme einer Stellung mit den gleichen Schwierigkeiten abzufinden hat wie wir. Das gibt zu denken, denn man denft oft wegen der eigenen Schwierigkeiten. Anstrengungen und Verluste nicht an jene, die auch der Gegner hat." Die Schmierigkeiten ermeijen sich aber auf französischer Seite als recht erhebliche, sonst würden die höheren Führer nicht so oft über die Untätigkeit und Bassivität der ihnen unterstellten Truppen Beschwerde führen. So enthält ein Mitie Dezember abgenommenes Befehlstagebuch folgende Weisungen:„ Es ist von der größten Von Tag zu Tage dringender wird ein geseßliches Eingreifen Wichtigkeit, auf der ganzen Front die Tätigkeit zu erhöhen. Die auf sozialem Gebiete. Bereits vor dem Zusammentritt des bisherige ist nach der Ansicht der Divisionsgenerale unzulänglich... Reichstags zu der Sizung am 2. Dezember hatten wir einen Es muß eine größere Angriffstätigkeit entfaltet werden. Wenn es schleunigen Ausbau der Fürsorge für die Familien Die Fleischversorgungsfrage wurde, wie die Allgemeine weiter geht wie bisher, werden die Deutschen uns zuvorkommen." der Kriegsteilnehmer gefordert. Das gleiche Verlangen Fleischer- Zeitung" mitteilt, and in einer im Reichsamt des Eine geheime persönliche Anweisung des fommandierenden Generals des 2. Armeekorps enthält folgende Säße: Der fom war von der sozialdemokratischen Fraktion gestellt und wird von Innern stattgehabten Besprechung mit Vertretern des Notwendig ist, nachdem durch Er- Deutschen Fleischerverbandes und der Landwirtschaft bemandierende General stellt mit Bedauern fest, daß die Gefechts anderen Parteien geteilt. tätigkeit sich ausschließlich auf die starre Vericidigung beschränkt, flärungen des Reichsamis des Innern der Kreis der Unterstügungs handelt. Von dem Reichsamt des Innern wird der Erlos trährend die Deutschen bei gleichen Berlusten mie die Franzosen berechtigten etwas erweitert ist, eine Wenderung des Unterstüßungs- ciner Anordnung zur Abschlachtung von einen Drittel immer erneut angreifen und durch Teilerfolge angefeuert were gefeßes insbesondere nach drei Richtungen: das Erfordernis der des sehr hohen Schweinebestandes des Reiches( 23 bis 25 MilMan hat sich an Intätigkeit gewöhnt und wartet rein Bedürftigteit muß völlig gestrichen oder durch den Wortlaut lionen Stüd) erfolgen, um mit den Futtermitteln für die passiv auf den feindlichen Angriff. Der Mann übernimmt seinen des österreichischen Gesezes ersetzt werden, die Unterstützungssäge Schweine auszukommen. Die dadurch zu erwartenden starken Bachtposten im Schüßengraben wie im Frieden vor einem Bulver- müssen erheblich erhöht und den Unterstützungsberechtigten muß Schweinezutriebe zu den Märkten böten den Städten Gelegenmagazin oder Proviantamt. Die Führer bleiben in ihren Gefechtsständen ſizen; jie führen die Bosten viel zu jelten auf ein fagbarer Anspruch eingeräumt werden. Im Anschluß heit, sich durch rechtzeitige Bestellung ihren Bedarf an DauerWir halten es für dringend erforderlich. und geben ihnen feine bestimmten Aufträge. Alle Führer bringen an die Ansprüche der Familien der Kriegsteilnehmer sollte ferner ware zu sichern. ihre Zeit in vorderer Linie in Langeweile oder Angit zu.... Es dafür gesorgt werden, daß wegen Verwundung oder Krankheit daß diese Anordnung mit Höchstpreisen für Bich verist unbedingt notwendig, daß dies anders wird.... Alle Abschnitts- aus dem Dienst Entlassene oder aus dem Lazareit Beurlaubie bis fnüpft wird, um die infolge der kommunalen Maßnahmen Tommandeure, die Bataillons- und Kompagnieführer müssen jeden zur Genesung ihres Anspruchs auf Rente oder Pension eine Unter eintretende und bereits eingetretene Fleischteuerung zu Tag in den vordersten Schüßengräben ihre Leute aufsuchen. stübung von wenigstens einer Mark für den Tag erhalten. Einen| lindern. Alle Truppenkommandeure haben ihre Untergebenen mit Angriffs Gefeßentwurf, der diesen Forderungen entsprach, hat die sozialgeift zu erfüllen." Zum Schluß heißt es:" Der kommandierende demokratische Fraktion im Dezember eingebracht. Er ist, weil General mill merken, daß die Franzosen den Deutschen das Gesetz Die Stadtverwaltung in 6In wird als erste vom 1. Februar vorschreiben. Wenn wir fühlen, daß wir ihnen überlegen sind, lediglich der Nachtragsetat im Plenum verhandelt werden sollte, dann werden die Deutschen weicher und die bisherige schwere Arbeit nur der freien Kommission vorgelegt und darf wohl auf 3u- ab nur noch das Backen von Einheitsbrot gestatten, und zwar wird leichter werden." Wie erwähnt, mußte inzwischen das ftimmung von allen Parteien rechnen, wenn er jetzt im Plenum ein Roggenbrot, ein Feinbrot und Zwiebad. Semmeln dagegen überhaupt nicht mehr. Sollte fich herausstellen, daß Zwiebad, der 2. französische Armeekorps aus den Argonnen zurückgenommen eingebracht wird. werden. Nicht minder dringend ruft nach Regelung die allseitig er für die Kranken notwendig ist, dennoch zu viel gekauft wird, so Dem Brigadegeneral Gossart( 5. franzönjches Armeekorps) hobene Forderung: es darf der Kriegsteilnehmer nicht wird vorbehalten, Zwiebad später nur durch die Apotheken fällt es auf Befehl vom 30. November daß der Dienst in den deshalb, weil er sich im Striege befindet, wirt- vertreiben zu lassen. Einschneidend find auch die Maßnahmen beSchüßengräben in bezug auf deren Einrichtung und auf Feuerschaftlichem Ruin entgegengeführt werden. Die züglich des Kuchens. Gleichfalls vom 1. Februar an darf in Köln disziplin viel zu wünschen übrig läßt." General Fouborge( 3. Die vision) tennt genau die schwierige Lage, in der sich die Truppen unterſtüßungen find so gering, daß eine Bezahlung der Miet- Suchen nur gebaden werden mit ganz bestimmten Mengen Zuder befinden, zweifelt nicht daran, daß sie diese überwinden werden. schulden in vielen Fällen unmöglich ist. Die Folge der Stundung und Mehl. ( 13. November.) Der Armeeführer will feinen Zoll zurückweichen. würde sein, daß der mühsam erworbene Hausrat nach dem Kriege Er wird unerbittlich gegen jeden Offizier und Mann einschreiten, auf Bersteigerungen wegen einer Mietsschuld verschleudert werde. der nicht bis zum äußersten die Stellung und den ihm anvertrauten Deshalb waren die weiteren von der Fraktion eingebrachten GePosten hält." jezentwürfe erforderlich: Einheitsbrot in Köln. Ueber unsere Verhältnisse hinaus. Im Tag" lesen wir: „ Wir haben uns alle, vom Millionär bis zum Arbeiter, in I. Unpfändbar und dem Zurüdbehaltungs- dem letzten Vierteljahrhundert getvöhnt, über unsere Verhält recht des Vermieters und Berpääters entnisse hinaus zu leben, nicht zum wenigsten über das natürzogen sind Haushaltungsgegenstände undliche Bedürfnis hinaus zu trinken und zu essen. Nur ein gedankenMabel im Werte bis 1500 M. loser Narr wird behaupten wollen, daß das ein Segen für unser Volk II. Während der Dauer des Krieges für Kriegsteilnehmer, geworden ist; daß unsere Sucht, uns bei allen möglichen und unmögderen Familien, Witwen und Waisen entstehende Schulden aus Mietsverträgen und Abzahlungsverträgen lichen Gelegenheiten im Wert und in der Fülle der Gerichte einander, werden auf 2 Jahre gestundet. wenn möglich, zu überbieten, ein Ruhmesblatt unseres völkischen DaDer Verfasser scheint die Lebensverhältnisse der Arbeiterschaft weder aus eigener Anschauung zu kennen noch sich in der Literatur über Haushalts- Statistik umgesehen haben. Sonst fönnte er nicht berartige Urteile fällen und in einem Atemzuge die Lebensweise von Millionären und Arbeitern nennen. Besteuerung von Flüchtlingen. Inzwischen gewannen aber die deutschen Truppen erneut Poden und auf französischer Seite stieg die Unluit am Kriege, die Zahl der dem Feinde in die Hand fallenden Soldaten und Maschinengewehre. Dagegen versuchte nun der Oberbefehlshaber der 4. Armee und das französische Große Hauptquartier der Ostarmee einzuschreiten. Anfangs Januar erschien, von der erstgenannten Stelle ausgegeben ein Grlag gegen die zunehmende Selbstverstümmelung bei den Leuten.„ Seit einiger Zeit", lautet dieser, sind eine Anzahl verdächtiger Verwundungen bei Mannschaften verschiedener Truppenteile, vor allem bei der Infanterie bemerkt Ob die Reichsregierung diese von der sozialdemokratischen seins gebildet hat." worden. Es hat sich ergeben, daß es sich um Fälle freiwilliger Ver. Fraktion im Dezember eingebrachten Anträge als Regierungsftümmelung handelt zu dem alleinigen Zwed, sich seiner Militär- vorlagen einbringen wird, entzieht sich unserer Kenntnis. Sollte pflicht zu entziehen." In Anlage 3 dieses Erlasses wird erläuternd sie es nicht tun, so dürfte die Fraktion sie als Initiativanträge Hinzugefeßt: Durch Kriegsgericht der 4. Armee vom 18. Dezember wiederholen. 1914 sind wegen Selbstverstümmelung zweds Verlassens des Auf dem Gebiete des Mietrechts muß ferner für die durch Schlachtfeldes verurteilt worden je 1 Mann der Regimenter 151, den Krieg in 3ahlungsunfähigfcit geratenen 34, 7, 149, 247, 336, 135 88, Jäger 21 und je 2 Mann vom Personen die Mietschuld erleichtert und beseitigt werden. 31 Rolonialregiment 24 und Jäger 19. Das Urteil ist am 19. voll- diejent 3wed sind eine Reibe Maßregeln erforderlich, die vielleicht Einer Beficuerung des Einfommens unterliegen in Preußen streckt worden." Eine Verfügung des Generals Joffre stellt feit, daß allein in im Berordnungswege, ſicher durch Geich durchgeführt werden deutsche Flüchtlinge aus Feindesland nicht, wenn sie sich vor der Zeit vom 20. November bis 15. Dezember der Eriaß von 315 fonnten. Sie gehen dahin, die Mieteinigungsämter sollten in ihrer Ausweisung mehr als zwei Jahre dauernd im Auslande quiStud Waihinengewehren angefordert worden fei. Nachdem der allen Mietstreitigkeiten vermittelnd eingreifen; ihre Aufgabe sollte gehalten baben und feinen Wohnfi in Preußen besigen. Ein WohnOberbefehlshaber turz die Schwierigkeit betont, die ein derartig es sein, nach billigem Ermessen die Mietschuld ganz oder teilweise fi ist nach dem preußischen Einkommensteuergeses nur dann vorumfangreicher Grjah bereite, weist er darauf hin, daß mohl nur zu erlassen, Verträge insbesondere beim Wechiel des Wohnorts hanben, wenn ein solcher unter Umständen begründet wurde, die auf ein Teil der Gewehre aus Mangel an Sorgfalt unbrauchbar ge- des Mieters zu lösen. Das gesetzliche Pfandrecht des Vermieters die Absicht einer dauernden Beibehaltung schließen lassen. Die Länge worden, daß dagegen aus den verhältnismäßig hohen Verlusten müsse aufgehoben werden, wenn der Mieter eine billigere Wohnung des durch den Krieg bedingten vorübergehenden Aufenthaltes in ganger Maschinengewehrzüge der Schluß zu ziehen fei, daß viele nehmen will und das Mieteinigungsamt zustimmt. Dem Ver- Preußen ist nicht entscheidend. Ein vorübergehender Aufenthalt in Maschinengewehre in Feindeshand gefallen feien. Dazu bemerkt mieter solle von der Gemeinde in diesen Fällen unter Aberfennung Inland begründet nicht den Wiedereintritt der einmal erloschenen ber Generalstab des 5 Armeekorps: Diese Verfügung tommt zu gelegener Stunde, da die schmachvolle Vanit der 5. Kompagnie des weiterer Forderungen an den Mieter% des Schadens ersetzt Steuerpflicht. Regiments 46 den Verlust von 2 Maschinengewehrzügen ge- werden. Der Tod des Kriegsteilnehmers müßte bei Jahresmieten foftet hat." bis zu 1000 M. die Angehörigen berechtigen, den Vertrag zum Ein anderer Joffrescher Erlaß richtet sich endlich dagegen, daß Schlusse des nächsten Monats zu kündigen. Den Gemeinden find Mit Gültigkeit vom 23. d. Mis. ist ein besonders ermäßigter so zahlreiche französische Soldaten in deutsche Gefangen haft ge- aur Bestreitung dieser Aufgaben aus Mitteln des Reichs Zuschüsse Ausnahmetarif für Seeslid zur Verwendung als Dünge. raten und verfügt, daß jeder gefangen gewejene nicht verwundete zu gewähren, welche in einem bestimmten Verhältnis zu den von mittel im Inlande eingeführt worden. Der neue Ausnahmetarif Soldat bei seiner Rüdkehr aus der Gefangenschaft einer Unter der Gemeinde selbst für Mietunterstützungen aufgewandten Mitteln hat bei außerordentlich niedrigen Frachtjähen noch besonders günstige suchung unterworfen wird." Dieser und der vorhergenannte Erlaß haben nicht zu verstehen und im übrigen nach der Leistungsfähigkeit der Gemeinden Beförderungsbedingungen. hindern vermocht, daß die Zahl der Gefangenen in den Argonnen abgestuft werden. Soweit infolge dieser Zeistungen die Gemeinde für die Zeit des Krieges cine Erhöhung der Steuer vom Grund*) Siche die Artikel und die Kartensfizze in Nr. 30 des Bor eigentum vornehmen muß, sollten die Grundeigentümer berechtigt ift auf Donnerstag, den 11. Februar, cinberufen worden. sein, ein Drittel diefes Steuermehrbetrages bei der nächsten Tagung wird wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein. märts". Förderung der Landwirtschaft. Der anhaltische Landtag Dic Generalpardon für Verheimlichung von Lebensmitteln. ganze Reich gelten. Sie sind durchschnittlich 15 Proz. höher als der p Der englische Kohlengräberftreif. Ant 1. Dezember fanb auf Anoyoming des Sumbesrats eine gegenwärtige Berliner Tarif, bebeuten alio für die anderen Crie Die„ Times" melben aus Sheffield: Die Streiffrage in BeſtAnordnung statistische Aufnahme der Vorräte an Getreide und Erzeugnissen der im Reich, wo bisher viel niedrigere Löhne gezahlt wurden, eine Vortsbire ist sehr fritisch, da die Bergleute in ihren Forderungen Getreidemüllerei statt. Offenbar ist damals mit der Angabe der wesentliche Aufbesserung. unnachgiebig sind. In allen Kohlengruben, deren Bejizer bisher wirklichen Borräte zurückgehalten worden, tros der Strafandrohungen. welche gegenivärtig bezahlt werden, bis zum 1. März weitergegabit vierzehntägige Ründigung eingereicht werden. Auf diese Außer diesem Tarifentwurf ist vereinbart, daß die Löhne, feine zugefiändnisse machten, wird in der nächsten Woche eine Um nun aber bei der am 1. Februar stattfindenden Feststellung der werden sollen. Dann soll der neue Tarif in Kraft treten. Für Weise dürften Mitte Februar die Belegschaften von 250 Gruben, vorhandenen Vorräte an Weizen und Roggen, fotvie an Weizen, die Ariegszeit soll auf die Säße des neuen Tarifs ein Zuschlag 40 000 Dann, feiern. Die Stohlenpreise steigen schnell; die Tonne Roggen, Hafer- und Gerstenmeht ein flares Bild zu bekommen, ist von 20 Proz, auf Tornister 30 Broz. gewährt werden, allen den Personen, die am 1. Dezember 1914 unrichtige Angaben Stohle hat einen Preis von 20 Schilling erreicht. Das National Höchstpreises. über ihre Borräte gemacht haben, Generalpardon zugesichert für den Fall, daß sie jetzt der Wahrheit die Ehre geben. Eine kommunistische EinDie Bersammlung diskutierte eingehend über das Ergebnis der Verhandlungen, wobei im allegmeinen zum Ausdrud fam, daß man ein besseres Resultat erivartet hatte. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. Da es sich um den Abschluß eines Tarifes für das ganze Reich handelt, so soll eine am heutigen Sonntag zusammentretende Konferenz von Vertretern des Gesamtverbandes die endgültige Entscheidung treffen. Auch die Organisation der Unternehmer hat noch zu dem Vertragsentwurf Stellung zu nehmen. Am Montag fommen bie Parteien noch einmal zusammen, um die Angelegenheit zum geborenenbewegung auf Java.gen Abschluß zu bringen. Aus Amsterdam schreibt man uns: Die holländischen Kolonien in der Südsee beginnen wieder einige Zeichen von ernster Unruhe zu zeigen. Diesmal handelt es sich nicht um Kämpfe wilder Stämme wie der Atjeh auf Borneo, die die Kolonialarmee jahrDeutsches Reich. Die Arbeitslosigkeit im Buchbindergewerbe. zehntelang in Atem gehalten haben. Sondern einerseits befürchtet Die graphischen Gewerbe leiden besonders unter den wirtman die Einwirkung der Verkündigung des heiligen Kriegsschaftlich ungünstigen Zuständen, die der Kriegszustand geschaffen auf die, an Stultur und Reichtum voranstehenden islamitischen hat. Und die Buchbinderei ist davon besonders betroffen. Das Bevölkerungselemente, andererseits treten soziale zeigte sich sofort bei Kriegsausbruch. Alle Buchbindereibetriebe Bewegungen unter den Eingeborenen hervor, die ihre Spige gegen die Holländische Verwaltung und das ökonomische System, dem sie dient, richten. Die Mohammedaner Javas haben ihre religiös- politische Solidarität schon während des türkisch- italienischen Striegs durch Geldsammlungen kundgegeben. Diesmal ist die Situation für die Regierung ernster, da die eng lische Seemacht, die Nähe Britisch- Judiens und die Gelüste Japans dringend mahnen, alles zu vermeiden, was als Verlegung der holläne dischen Neutralität gedeutet werden und als Vorivand dienen könnte, den unermeßlich reichen Stolonialbesis in den Sturm des Expansionskampfs der Weltmächte hineinzutreiben. Darum hat, wie die Zeitung Nieuwe Midden- Java" mitteilt, die Regierung an alle Verwaltungschefs ein vertrauliches Schreiben gerichtet, das sie crmahnt, die Bewegungen unter der mohammedanischen Bevölferung und die Auslassungen der inländischen Presse genau zu beauf sichtigen. Ginen ganz verschiedenen Charakter hat eine andere Propaganda, über die dasselbe Blait einen Artikel veröffentlicht, der in der ganzen Presse des Mutterlandes wiedergegeben wird. handelt sich um die Saministen, d. 5. um die Anhänger der Lehre des Agitators Samin, der 1896 im Kreis Blora aufgetreten ist und 1906 mit dreien seiner hervorragendsten Anhänger gefangen, verurteilt und verbannt wurde. Seine Lehre konnte jedoch nicht unterdrückt werden und griff von Blora in die benachbarten Kreise über. Gie tritt jebt mit größter Kühnheit hervor. Der Saminismus hat ausschließlich sozialen Charakter, sein Programm ist kom ſein P munistisch. Die wichtigsten Punkte sind: 1. Gemeinschaft des Besizes. 2. Gemeinschaftlicher Landbau. 3. Steuerverweigerung. 4. Berweigerung von Herrendienst. 5. Freies Eigentum qn Djafiivaldern. Der Gewährsmann des Blattes schätzt die Zahl der Ruhänger in Blora schon auf 6000 bis 8000. Sie bermehrt sich immerzu durch Zuzug aus anderen Bezirken, da man in Blora nicht mehr magi, gegen die Stenerberweigerer Gewalt anzuwenden. Der Bie richterstatter befürchtet, daß bei weiterer Duldung im Jahre 1915 die ganze Residenz( Proving) Rembang die Steuern beripeigern werde. Das Ende vom Lied werde sein:" Sol daten... Bajonette und Kugeln... Blut."- Der Sieg der europäischen„ Stultur" über naturwüchsige kommunistische Bewes gungen ist zweifellos. Die Illusionisten aber, die an eine ethische", friedsam völkererziehende Kolonialpolitik unter dem heutigen Wirt ſchaftsſyſtem glauben, dürften wieder einmal einer bitteren S täuschung entgegengehen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Ter neue Tarif der Militärsattler. Wie wir bereits mitgeteilt haben, fanden im Laufe der vergangenen Woche Verhandlungen über den Abschluß eines neuen Witärsatilertarifs statt. Der 19: 2 tereinbarte Bertine: Tarif läuft bis zum 31. März 1915. Die Vertrauensmänner des Sattlerverbandes hatten beschlossen, mit den interr chmern in Berhandlungen zu treten, aut nach dem Ablauf des clten Tarija cit en neuen Tarif mit einer Zahnaufefferung von 10 Prozent abzuschließen. Che dieser Beschluß a tsgeführt werden kounie, hatte der Kriegslederausrüstungsva.bard der internebaner feine Mitglieder verpflichtet, nicht iche table als den Berliner Tarif nebst 38 Prozent Ariegszusch'ag. Tiss Vorgehen des Huternehmerverbandes hat den iniah zu den jetzigen Berhard lungen gegeben, die vor dem Berliner Sewerbegericht stattfanden unter Teilnahme von Vertretern der Unternehmer, des Sattlerverbandes und der Militärbehörde. Das Ergebnis der Berhandlungen, die bis zum Sonnabendabend währten, wurde ciner gestern abend abgehaltenen, sehr stark besuchten Mitgliederversammlung der Militärjattler unterbreitet. fomitee der Arbeiter fordert unter anderem die Festsetzung eines Aus Industrie und Handel. Preiserhöhung für Zigaretten. " Uns wird geschrieben: Die Preiserhöhung für Zigaretten, die am 1. Februar d. J. auf Betreiben einer Anzahl von Zigarettenfabrikanten in Kraft treten soll, findet purchaus nicht, wie man sich glauben zu machen bemüht, die Sympathie aller beteiligten Kreise in der Tabakbranche. Es macht sich im Gegenteil eine recht rege Opposition dagegen bemerkbar, die von sehr bedeutenden, umjagfähigen Zigarrenhändlern ausgeht, die sich aber auch auf den größten Teil der Zigarettenfabrikanten auszudehnen beginnen, welche nicht der Preisschus- Konvention angehören, Aus dieser Sachlage heraus hat sich nun türzlich ein Schuh verband gegen die Verteuerung von gbaktamen ins Stoden, das Personal wurde entlassen oder mußte auf fabritaten" gebildet. Er ist von einflußreichen Bigarren unbestimmte Zeit ausfeßen. Die Arbeitslosengiffer schvoll in händlern Groß- Berline gegründet und nimmt ausschließlich wenigen Tagen auf viele Tausende an. Schon am Schlusse der Bigarrenhändler, teine Fabritanten, als Mitglieder auf. Man ist über 32 000 Mitglieder zählte. eriten Kriegswoche rechnete der Buchbinderverband der etivas in diesen Kreisen der Ansicht, und das tam auch in der am Mihe mit über 7000 Arbeitslosen; in woch abgehaltenen Versammlung lebhaft zum Ausbruch, daß es den nächsten Wochen stieg diese Arbeitstofenziffer auf 9800, 11' 400 namentlich in der jeßigen Zeit nicht angebracht sei, die Preise und 11 950 als höchster Stand am Schlusse der vierten Kriegswoche. für Zigaretten oder überhaupt für Tabaffabrikate zu erhöhen. Die Biele Aufträge der Privatkundschaft wie auch der großen Berleger allgemeine Wirtschaftslage ist gerade jest nicht günstig, der Berwurden zurückgezogen oder ihre Ausführung verschoben, so day in dienst der großen Wajse von Rauchern sehr schmal, die Kosten für den Buchbindereibetrieben in dieser Zeit ein absoluter Mangel an den notwendigen Lebensunterhalt sehr hohe, da wäre es nicht Arbeit vorhanden war. Auch in den verwandten Geschäftszweigen richtig, dem Publifum ohne besonderen Grund auch noch die Auwar die Arbeitsgelegenheit nicht besser, zumal diese bis zu einem legung höherer Preise als in gewöhnlichen Zeiten für Tabafsehr hohen Grade für den Grport arbeiten und da sie zum andern fabritate suzumuten, Ein Zeichen von Opferwilligkeit ist dies fait durchweg von anderen Industrien abhängig sind. Das trifft jedenfalls nicht zu nennen, denn wie notwendig der Tabak vor allem auf die Verpackungsindustrie zu, auf die Etuis- und unseren braven Truppen im Felde ist, hat sich jetzt erwiesen, Startonnagenfabrikation. Hier war jede Arbeitsgelegenheit mit und gerade jetzt die Preise zu erhöhen, heißt den Bersand einem Schlage vernichtet und die gesamte Arbeiterschaft brotlos. von Liebesgaben an Bigarren und Zigaretten nicht fördern, sonNeben den Tausenden, die vollständig arbeitslos waren, gab es dern eindämmen. Insgesamt betrachtet man in Zigarrenhändlernoch weit mehr, die mit einer start verkürzten Arbeitszeit rechnen kreisen die Maßnahme, die Preise für Zigaretten jest zu er mußten bis herab zu 5 und 6 Stunden wöchentlich. Nach und nach höhen, als sehr zweischneidig. Man befürchtet, wohl auch mit pakten sich auch die Buchbindereibetriebe und die der verwandten Recht, einen Rückgang des Konjums. Geschäftszweige der durch den Krieg verursachten neuen Sachlage Das konnte allerdings nicht verhindern, daß eine ganze Anzahl von Betrieben, darunter sehr gut fundierte, zufammenbrachen. Das heranrückende Weihnachtsfest, die Verpackungen für die geldpostsendungen, die aufkommende Kriegsliteratur milderten den eingetretenen Arbeitsmangel merklich, und auch das lleberipedijeln pieler Hunderter von Berufsangehörigen in andere Gewerbe bewirkte, das die gewaltige Arbeitslosengiffer allmählich wieder zurüdging, wobei die Ginberufung zum Militärdienst freilich auch eine ausschlaggebende Rolle mit spielte. Gegen Ende des Jahres war wieder eine Steigerung in der Zahl der Arbeitslosen festzustellen. in etwas a11. Im Grunde genommen sieht der Schutzverband gegen die Verieuerung von Tabatfabrifaten die Preisschleuderei als einen Zustand an, den nicht die Zigarrenhändler, sondern die Zigarettenfabrikanten verursacht haben. Diese unterbieten sich gegenseitig. indem sie den Händlern immer größere und höhere Rabatte auf die Fabrifpreise gewähren, wodurch nur flar hervortritt, daß die sogenannten Normal- Fabrifpreise in gar feinem Berhältnis zum ipahren Herstellungspreis der Zigaretten stehen. Der Verdienst on den in Betracht tommenden Marken beziffert sich auf eine Höhe bis 50 Bros. Die in dem Schußverband gegen die Verteuerung von Tabaffabrikaten zusammengeschlossenen Sändler meinen, dies jei für den reellen Händler ein piel zu hoher Rugen; sie begnügent sich mit eina der Hälfte desselben und lassen wie bisher die andere Hälfte den Rauchern zugute fommen. Dies soll num, so will es die Preisschußfonvention, eine Anzahl von Fabrikanten, anders werden. Diese wollen die Händler burch Rebers zipingen. ihre Marken in Zukunft zu dem von ihnen vorgeschriebenen Preise zu verkaufen oder sie wollen ihnen fernerhin feine Waren mehr liefern. Französische Ernie. Das französische Aderbauminifterium veröffentlicht statistische Zahlen über die diesjährige Weizenernie. Danach jind 1914 87 Millionen Beutner Weizen geerntet worden; die Vorräte beint Kriegsausbruch waren auf 5 Millionen Zentner geschäßt. Der normale Verbrauch Frankreichs beträgt 94 Millionen Zentner Weizen; also fehlten 2 Millionen Zentner, die zu importieren blieben. Heeren befekten Gebiete 7 700 000 Zentner Weizen, wodurch das Während die Höchstzahl in der 4. Woche 11 950 betrug, fiel die Zahl in der 20. Woche auf 3048. ut jest wieder auf 3326 zu teigen. Die Abnahme der Zahl der Arbeitslosen darf nicht unter Schäßt werden; denn es handelt sich bei dem Neuangebot von Stellen zumeist nur um furzfristige; auch hie verfürzte Arbeitszeit ist noch außerordentlidy weit verbreitet. In welchem Maße das gerade auf die Buchbinderei und deren verwandte Geschäftsgiveige zutrifft, zeigte eine Statistit, die der Buchbinderverband in der Woche vom 25. bis 81. Oftober aufnahm. Da ergab sich, daß in diefer Woche neben 6164 vollständig Arbeitslofen 8181 Mitglieder gezählt wurden, die verkürzte Zeit arbeiteten, davon 1486 mit weniger als der Hälfte der sonst üblichen Arbeitszeit. Feitgestellt wurde weiter, daß diese verkürzte Zeit Arbeitenden in dieser einen Woche eine Einbuße von 156 361 Arbeitsstunden hatten, zusammen mit den 6164 vollständig Arbeitslosen gar eine Einbuße von 489 187 Arbeitsstunden. Wenn man beachtet, daß das in der 18. Kriegswoche svar. zu einer Zeit, in der die Arbeitsgelegenheit schon sehr viel besser war als in den Wochen vorher, dann erhält man einen fleinen Begriff davon, welche gewaltige Einbuße der Krieg über die Arbeiterschaft der Buchbindereien und deren verwandten Branchen brachte. Im zweiten Halbjahr des Vorjahres meldeten sich insgesamt 26 872 Mitglieder des Buchbinderver- Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bemerkt dazu: Die bandes arbeitslos, d. h. im Durchschnitt war jedes Mitglied des Rechnung ist nicht richtig, weil die Bevölkerung des besetzten Achtels Berbandes einmal vollständig ohne Arbeit. 919 799 Arbeitstage des französischen Bodens von der Gente des eigenen Landes lebt, gingen dadurch berloren. Jeder Arbeitslosenfall dauerte demnach nicht aber von der Ernte der unbeschten sieben Achtel des franrund 34 Tage. Rechnet man dazu dann noch die Einbuße, die durch zösischen Territoriums. Zutreffend jedoch ist, daß für diese sieben die verfürzte Arbeitszeit entstand, dann erhält man ein rechichtel reichlich Brotgetreide in Frankreich vorhanden sein dürfte, tribes Bild von der Arbeitsgelegenheit im Buchbindergeiperbe und im Gegensas zu England, wo sich infolge des Wegfalls der deutschen von dem Notstand, der naturgemäß unter der Arbeiterschaft dieses Frachtreederet, von Migwachs in Australien und dem Ausfall der russischen Weizenzufuhr eine unerhörte Verteuerung der SecPerufes herrschen muß. frachten und eine empfindliche Steigerung des Breijes aller Lebensmittel und besonders, des Broies fühlbar macht. Ter Buchbinderverband war in der Lage, etwas zur Milderung der Mot zu tun. Rund 440 000. wurden an Unterstübungen ausgezabit, davon entfallen mehr denn 400 000 M. auf die fünf ersten Kriegsmonate. Zum Militärdienst einberufen sind 3827 Mitglieder, und 489 genügten beim Striegsausbruch ihrer regulären Dienstpflicht, so daß zurzeit 4316 Verbandsmitglieder unter den Fahnen stehen, von denen bereits 130 als gefallen gemeldet find. Ausland. Die englischen Zimmerer im Kriege. Dagegen jei die normale Produktion der von den deutschen Defizit auf 9 700 000 3entner erhöht worden sei. Es feien aber bereits im August rund 9% Millionen Zentner Weizen und Weizenmeht eingeführt worden, und die Gesamtlage fei deshalb befriedigend. Soweit die Statistik des französischen Ministeriums. Industrie in Belgien. Der Amsterdamer Telegraaf" berichtet, es sei angenommert worden, daß die belgische Rübenzudererzeugung im laufenden Jahre eine ganz geringe sein würde. Das jei jedoch ein Irrtum; fait alle Fabriken seien im Betrieb, insbesondere die in Wanze und Sun zwischen Lüttich und Namur, die zu den größten der Welt gehören, ebenso die Raffinerie von Tirlemont: die Rübenbauer hatten im vorigen Sommer die Hoffnung verloren, für ihre Ernte bezahlt zu werden; aber die Raffinerien hätten für 30 Millionen Frank Zuckerrüben gekauft und bezahlt. Schulze berichtete, daß die Verhandlungen mit der Verein Zu den stärksten Gewerkschaften in England gehört der Verband barung cines Tarifvertrages endeten, die für das ganze Reich der Zimmerer und Tischler, der sich auch auf die englischen Kolonien gelten soll. Der Bertrag jezt eine wöchentliche Arbeitszeit erstrect. In Großbritannien selbst zählt er rund 70 000 Mitglieder. Arbeitslosigkeit und Teuerung in Bulgarien. Im letzten Sommer, als die durch die große Bauarbeiter von 53 Stunden fest. Heberstunden sollen möglichst vermieden Infolge der durch den Krieg heraufbeschworenen Wirtschaftswerden, wenn sie notwendig sind werden die beiden ersten Stunden aussperrung entstandenen Schwierigkeiten gerade verschmerzt waren, Dem frise herrscht in Bulgarien eine große Arbeitslosigkeit, mit 25 Prozent, die weiteren Stunden, sowie die Sonntagsarbeit galten die Aussichten für das Baugewerbe als ausgezeichnet. Zunächst war die Bestürzung die in ihrer Wirkung durch die immer fühlbarer werdende mit 33% Prozent Aufschlag vergütet. Für 3 citlobnarbeiter machte der Strieg plöglich ein Ende. find folgende Grundlöhne vr pro Shinde festgesezt: Gelernte Sattler fehr groß, denn allenthalben wurde die Arbeit eingestellt. Wider Teuerung der Lebensmittelpreise verschärft wird. lleber den Um unter 20 Jahren 42 Pi., über 20 Jahre 30 Bf., Silfsarbeiter über Erwarten aber fonnte die Arbeitslosigkeit mit Erfolg bekämpft werden. fang der Teuerung geben folgende Daten Aufschluß. So foſtete 17 Jahre 32 Pf., über 20 Jahre 40 Pf., Hilisarbeiterinnen über Gleich bei Ausbruch des Krieges trat die Gewerkschaft, wie Daily 1 kilogramm Weißbrot im Jahre 1911 27 Cent., furze Zeit nach Aus 17 Jahre 22 f., Stepperinnen 30 Bf., sonstige Maschinenmähe- Citizen" meldet, an das Kriegsministerium heran und bot diefem die rinnen 25 Pf. Diese Löhne gelten als Grundlöhne für das ganze Dienste der Organisation für die jetzt erforderliche Arbeit an, vorauss bruch des Ballantrieges erhöhte sich der Preis auf 32 Cts. Dieses Reich. Es werden aber Ortsklassen gebildet, wie sie der Buch- gelegt, daß die früher errungenen Lobu- und Arbeitsbedingungen bei- Magimum aber blieb nicht lange bestehen. Mitte Januar dieses brudertarif vorsicht und werden in den verschiedenen Ortsklassen behalten würden. Dafür wollte der Verband Zimmerer und Tischler Jahres beirug der Preis schon 40 Cts. Der Preis des Schwarzbrotes Lohnzuschläge bis 20 Prozent gezahlt. Der Testere Sap fommt überall hin liefern, wo sie nur verlangt wurden. Abschriften dieses erhöhte sich von 22 Cts. pro Kilo( im Jahre 1911) auf 35 Cts. unter anderem für Berlin in Betracht. Hier würde sich also der Schreibens wurden vom Kriegsministerium an die kommandierenden im Januar dieses Jabres. Nach allgemeiner Auffassung tragen Sattlerlohn des alten Tarifs, der 55 Bi." beträgt, auf 60 Pf. er- Offiziere im ganzen Lande und von diesen auch an die Kontraktoren zu diefer Teuerung spekulative Manipulationen in der Hauptsache höhen. Die Löhne für jugendliche Arbeiter unterliegen der freien weitergegeben. bei. Gewisse Elemente, die die Situation ausnußen wollen und Bereinbarung. Fast 1000 Mann sind in den letzten S oder 10 Wochen auf Einen entschiedenen Fortschritt bringt der neue Tarif, indem dem Festlande, also in Frankreich und Belgien beschäftigt worden, vielleicht auf Striegsverwidlungen für Bulgarien spekulieren, treiben er die Heimarbeit in folgender Weise regelt: Arbeiter unter 45 um Baracken für die Soldaten, Stäte für die Pferde, Krankenhäuser die Preise in die Höhe Eine lebhafte Antiteuerungsbewegung wurde Jahren dürfen nicht als Heimarbeiter beschäftigt werden. Ausge- und dergleichen zu bauen. Sie erhielten einen Stundenlohn von von den beiden fozialistischen Parteien eingeleitet. nommen sind nur solche Personen, die wegen Gebrechlichkeit nicht in 1.12. bis 1,35 W., daneben Fahrgelb und einen Auslagenzufchuß. Boltsstimmung hat die Regierung bisweilen dadurch Rechnung geder Fabrit arbeiten fönnen, fowie Meister, die mindestens 3 Jahre lebrigens hat die Gewerkichaft angeregt, den weiteren Zustrom von tragen, daß die Maisausfuhr unter Festsetzung der Höchstpreise bereits selbständig sind, in der Hauptsache Brivatarbeit anfertigen und belgischen Berufskollegen nach England dadurch zu verhindern, daß verboten wurde. nicht mehr als zwei Hilfsarbeiter beschäftigen, die nach dem Tarif die Regierung sie für Militärarbeiten auf dem Kontinent beschäftige. entlohnt werden müssen. Werkstattarbeitern darf keine Arbeit mit Zahlreiche Mitglieder der Drganisation find in den Schiffsnach Hause gegeben werden. Zwischenmeister dürfen nur in be- werften, wie auch sonst in der Rüstungsindustrie beschäftigt. Wenn sonderen Ausnahmefällen beschäftigt werden und haben den Tarif gleich für Privatfundschaft fast keine Arbeit vorhanden ist, so waren John zu zahlen. Der Tarif soll auf drei Jahre abgeschlossen doch in den letzten Monaten von 70 000 Mitgliedern in der Organis werdeir, doch soll die Tariffommission im Januar 1917 zusammen- fation nie mehr als 1000 ohne Arbeit. Schlimmer dagegen ficht es treten, um über eine etwaige Erhöhung der Tariflöhne zu beraten, aus für die anderen Berufe des Baugewerbes, besonders für Ter zinette Referent Riedel besprach den umfangreichen Maurer, Stuffateure ufte., da es schwerer ist, für fic Erfagarbeit zu Affordtarif. Die Säge desselben sollen einheitlich für das finden. Aus der Frauenbewegung. Die Meinung der Soldatenfrau. Der Ein Kreisarzt hat der Regierung zu Düsseldorf berichtet, daß die Kinder unserer Strieger nicht in der richtigen Beife ernährt werden. Ein großer Teil der Frauen, namentlich der Arbeiter, begnüge fich Arbeiter Samariterbund, Rolonne Groß- Berlin. 2chrabend] aus Bequemlichkeit damit, ftatt ein warmes Mittagessen zu lodhjen, Zur Zeit und Weltlage Heft 4. Der Krieg und die Welt, die Kinder mittags mit Kaffee und Butterbrot oder mit Kuchen ab- haben in dieser Bode: 1. Abeilung Montag, 1. Februar, Köpenider wirtschaft. Bon Brof. Dr. S. Landesberger. 85 Pf.. Salzel, Bien 4. Straße 62. 2. bt. Montag, 1. Februar, Swinemünder Str. 42. 4. DBL. Was ich auf dem Kriegsschauplas fab. Offener Brief an Artur zuspeisen. Laut einer Erhebung der Rektoren in einer bestimmten Donnerstag, 4 Februar. Lichtenberg, Scharnweberstraße 60. 6. Abt. Conan Doyle von James D'Donnel Bennet. 50 f. G. Reinter Boche erhielten 15,8 Prozent der Düsseldorfer Volksschulkinder fein Donnerstag, 4. Februar, Charlottenburg, Bismardstr. 38. 3. Abt. Freitag, Berlin W 10. marmes Mittagessen. Die Regierung zu Düsseldorf hat daraufhin 3. Februar, Schöneberg, Borbergftr. 9. 5. Abt. Freitag, 5. Februar, die Kreisschulinspektoren ersucht, in den größeren Städten Erhebungen Neukölln, Stealbaffage. Anfang pünktlich 9 Uhr abends. Freireligiöse Gemeinde. Heute, Sonntag, den 31. Januar, bor. anzustellen, wieviel Schulkinder in der Regel kein warmes Mittag mittags 9 Uhr, Pappel- Ace 15/17; Neuföln, deal Bafsage"; Tegel, Bahnhofstr. 15, und Ober- Schöneteibe. Alarastraße 2: Fretteligiöse cijen erhalten. Vorlesung. Bormittags 11 Uhr, Kleine Frankfurter Str. 6: Vortrag van Herrn Dr. H. Sasse: Siliche Kampfesgründe“. Damen und Serren als Gäste willkommen. Dazu schreibt in der„ Deutschen Reichs- Zeitung" ( Nr. 22) zu Bonn, einem Zentrums blatt, eine christliche Sol datenfrau: " F Briefkasten der Redaktion. 2. 12. Zwischen Krieg und Frieden. Heft 14. Ein Wirtschafts- und Zollverband zwischen Deutschland und Oesterreich- Ungarn. Bon G. v. Philippovis. Heft 15. Der internationale Nachrichtenverkehr und der Krieg. Bon P. D. Fischer. Einzelb. 80 P. S. Hirzel, Leipzig. Bayerische Hefte für Volkskunde. Jahrg. 2 Heft 1. Schriftleitung: Dr. S. von der Lehen und Dr. A. Spamer. Sährl. 4 Hefte 5 M. Berlag C. A. Seyfried u. Co., München, Träumercien an französischen Kaminen. Märchen von R. v. Bolf: mann- Leander. 50 Pf. Breitkopf u. Härtel, Leipzig. Aerztlicher Ratgeber für die Soldaten im Feld. Von Dr. Milner. 30 Pf. W. Möschte. Leipzig, London und Paris im Krieg. Erlebnisse von Norbert Jacques. 1,50 M., geb. 2 M. S. Fischer, Berlin, Bülowstr. 90, Wirkung der Deutschen Sozialversicherung mit Nachtrag: Dic Sozialversicherung und der jetzige Krieg. Bon Dr. F. Zahn. Broschiert 3 9. 3. Schweizer, München. Volkswirtschaft und Krieg. Bon E. Jaffe. Geh. 75 Pj. J. C. B. Mohr, Tübingen. Der Deutsche Krieg. Heft 26. Das Geld im Kriege. Bost Dr. B. Böttger. Heft 27. Krieg, Auslandsbrutschtum und Breffe. Bon 2. Niessen- Deiters. Jedes eft 50 Pi. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. " Schlechte Hausfrauen? Auf das, was gestern aus Düsseldorf berichtet wurde, daß viele Kinder unserer Krieger aus Bea quemlichkeit der Mütter schlecht ernährt würden, möchte ich er- Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof widern, daß es doch nicht immer an der Bequemlichkeit der Frauen rechts, parterre, an Diontag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend liegt. Ich gehöre nicht zu diesen Frauen, und mir liegt von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieft aften bestimmten Anfrage vor allem das Wohl meiner Kinder am Herzen. Aber ich weiß, ein Buchstabe und eine Sabl als Mertzeichen beizufügen. Brieffide Antwort wich nicht erteilt. Anfragen, denen teine Übonnements quittung wie schwer es mancher Mutter wird, jetzt, wo der Ernährer ein beigefügt ist, werden nicht Deantwortet. Eilige Gragen trage man in der halbes Jahr im Kriege ist und die Nahrungsmittel immer teurer Sprechstunde bor. Berträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die werden, von der Reichsunterstügung allein ein kräftiges Mittag Sprechstunde mit. effen für mehrere junge Mäuler zu beschaffen. Viele Betriebe und Kavallerist 1. Diese Entscheidung liegt bei der Militärbehörde. M. Arbeitgeber haben zwar in hochherziger Weise den Frauen ihrer 2. 8. Der Antrag auf Unterſtügung braucht nicht neu eingereicht zu im Felde stehenden Angestellten Unterstüßung gewährt. Aber da werden. Winkler- Pankow. Wegen chronischer Unterleibaleiden zurüddurch fiel dann die Gemeindeunterstützung fort, und wir mußten gestellt. Die anderen Zeichen beziehen sich auf die Seehschärfe. Amtlicher Marktbericht der städtischen Marktballen- Direktion über ( Dune Berbindlichkeit.) unsere frühere Miete wieder bezahlen. Außer der Nahrung muß 1. Der Strafantrag erscheint uns berechtigt. 2. Machen Sie eine Eingabe den Großhandel in den Zentral- Martiballen. aber noch für Schubzeug und Kleider gesorgt werden. Das ist an den Gerichtsvorühenden, in der Sie darum Bitten, die Borstrafen in Sonnabend, den 30. Januar. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsender öffentlichen Verhandlung nicht zu verlesen... 2. Der Birt ift fieii Ia 77-87, bo. IIa 70-77. do. IIIa 66-70; Bullenfleisch la 75-80, in vielen Fällen gar nicht möglich. Wie schmerzlich nicht verpflichtet, Ste sieben zu laffen. J. P. 100. Die 16- B.- Marte do. Ila 67-74; Stube, fett 60-65, do. mager 50-55, bo. dänische und hart das besonders für diejenigen Frauen ist, die niemals ist zu leben. N. P. 66. Schlechte Zähne, landsturmpflichtig. 2.50-50; Fresser 53-66, Fresser, dänische, 42-55, Bullen, dänische, 32-64; fremde Hilfe in Anspruch genommen haben, können die wohl er- G. 23. Herzkrant, landsturmbflichtig. P. M. 21. Antrag ist bei der Stalbfleisch, Doppellender 125-135; Mastfälber Ia 90-103, do. IIa 65-88; messen, die den Ernährer noch zu Hause haben und ihr früheres Steuerfaffe zu stellen.- G.. 7. Die Kündigung ist zu spät eingereicht. Stalber ger. gen. 45-55. Hammelfleisch: Mastlämmer 90-96; Hammel Einkommen beziehen..." Sie hätte am 27. November im Besik des Birtes sein müssen. Ia 85-90, do. IIa 78-84;@djafe 80-84. Schipeinefleisch: Schweine 5. B. 17. Sie müssen die Gemeindeſteuer auch in Stettin sablen. fette 86-93, fonstige 80-85, bän. Sauen 72-75. 2. 41. Bruchanlage, zurüdgestellt.- D. 77. Erfrankungen der Haut, land- inländisches: Startoffeln, Daberiche 50 kg 0,00; weiße Staiserkronen sturmbflichtig, 0.00; Magnum bonum 0,00; Borrce, Woltmann 0,00-0,00; Schod 0,50-1,00; Sellerie, Schock 4.00-7.00; Spinat 50 kg 8,00-22.00; Mobrrüben 3,00-4,00; Wirsingkob! Schod 4,00-10,00; Wirsingtohl 50 kg 5,00-6,50; Beigtobl Schod 4,00-9,00, Beißfohi 50 kg 6,00-6,50; Roffohl, Schod 4,00-10.00; Stotfohl 50 kg 4,50 bis 6,00; Grünkohl 50 kg 6,00-10,00; Stoblrüben 50 kg 3,50-7,00; Teltower Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 4,00-12,00; Rosenfohl 50 kg 20,00-28,00, Meerrettich Schoo 6.00-14.00; Beterfilienwurzel Schodbund 1.00-8,00; 3wiebeln 50 kg 13,00-14,00, Apfelsinen: italienische 50 kg 8,00-11,00, bito 200 Stud 8,00-9,00. Die Rentenansprüche der Kriegsteilnehmer und deren Hinter: 300 t. 9,00-10,00, Murcia 200 St. 8,00-18,00, bito 300 Stüd bliebenen. Herausgegeben vom Borstand des Berbandes der Bergarbeiter 8,00-14,00, Messina 160 St. 10,00-12,00, 200 St. 7.00-9,00, 300 St. Deutschlands. Selbstverlag in Bochum. 8,00-10,00. Messina Blut- 80 St. 8,50-9,00, bo. 100 St. 7,00-8,75, bo. Relieffarte der Gegend von Nanch Zuneville. Relieffarte 130 t. 7,00-10,00. Spanische 420 St. 15,00-21,00, Do. 714@t. 18,00 von Aegypten und dem Suezkanal. Je 25 Bf. Frands, Stuttgart. bis 23,00, do. 1061 St. 24,00-36,00, bo. 420@t. large 28,00-80,00. Aufruf an die sozialistischen Frauen aller Länder. Der Aufruf, den die internationale Sefretärin sozialistischer Frauen, Genoffin Klara gettin, erließ, ist, wie einem schweizerischen Parteiblatte aus Paris geschrieben wird, von den französischen Frauenorganisationen über ganz Paris als Flugblatt verbreitet worden. Dem Aufrufe wurden einige Worte der Sympathie für die internationale Sekretärin beigegeben und die Aufforderung an die französischen Frauen, kraftvoll für den Frieden zu wirken. Bezeichnend für die„ freiheitlichen" Zustände in Frankreich ist die Tatsache, daß der Aufruf der Genossin Zetkin im„ Eclaireur de l'Ain Ionfiziert wurde und an seiner Stelle der weiße Fled prangi. Nur noch kurze Zeit 8 Rottbus S. 1. Die Frant bat leinen Anspruch auf Unterstügung. ür großjährig erklärt ist, kann sie das Geld abheben. 2. Ein Gnadengesuch ist für diese Sache nicht zulässig. 8. 2Benn die Person Tausend. Rein. Eingegangene Druckschriften. Kriegs: Debefchen 1911.( Dezember.) 10 Pf. Boll u. Bidardt, Berlin. 28.2 Gemüse, M 08 Inventur Leiser Ausverkauf Enorm billige Angebote 0981 Jise JLSE Briketts besitzen größte Heizkraft 003 Rum Original Reichel: Schuhhaus größten Stils neaul um Effenz Jamaita mit zur vorteilhafteffen Selbstbereitung It. Rezept 2 Liter fogleich trintfertig, von vollem, fräftigem von über Geschmad, das natürliche, unverkennbare, start duftende Aroma alten Jamaila Rums enthaltend. Borzüglich zu Tee und Grog. Qualität ,, Einfron" 85 Pfg.,| Ertra ,, Dreifron" 1,35 M. Man mache die Probe und vergleiche Qualität mit Preis. In Drogerien erhältlich Echt in Originalft. Lichtherz ben aber nur. mit Marfe Benn nicht zu haben, wenbe man fich an Otto Reichel, Berlin SO., Eisenbahnstr. 4 Fernsprech Anschlüffe: Amt Meritplat 4751, 4752, 4753 Bollständiges Rezeptbuch zur Herstellung fämtlicher Litore, Punschertrafte ufw. gratis und franko. Carl Mampe Kerim N Mampe Halbu Halb Ueberall zu haben! mit dem Schimmelgespann Preis 2 Mark. Nachahmungen zurückweisen Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis, Harn- u. FrauenleidenEhrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10 uchführung, Steuersachen, ilanz, Akkord. GeschäftsaufSchmidstr. 41, Amt Mpl. 18819 auch auswärts. 3entral- Kranken- u. Sterbekaffe d. Bauarbeiter Deutscht. H.REWALD Inventurverkauf! „ Grundflein zur Einigkeit Pelzwaren Verwaltungsstelle Neukölln. Dienstag, den 2. Februar, abends 8 1hr: 151/10] Versammlung bei W. Kraft, Kirchhofstr. 13. Tagesordnung: Albrechnung vom vierten Duartal, Jahresbericht. Neuwahl der örtlichen Berwaltung und Verschiedenes. Spezialarzt 1. Haut, Harn, Frauenleiden. nerv. Schwäche, Beintranke jeber Art, Ehrlich Hata Sturen in 1. Co. fold. Laborat, j Blut: Dr. Homeyer untersuchung., Fäden 1. Harn usw. gegenüber Fabrik und Lager von Stolas, Krawatten, Militär- Pelzwesten, Pelzhüten, Pelzjacken, Muffen, Pelzen, Kindergarnit. usw. Nur reelle Ware, von der einfachsten bis zur elegantesten. Tausende Sachen auf Lager. Auch Einzelverkauf zu billigen Preisen. Sonntags geöffnet. F. Kalmann, Kürschnermeister, nur Kommandantenst.15 1. Etage, b. d. Beuthstraße. Tel.: Zentrum 3917. Gegr. 1894 Metallbetten Holzrahmenmatragen, Kinderbetten, billigst an Private. Statalog ftci. Eisenmöbelfabrik Suhl i. Thür. Friedrichstr. 81, mopsitum: Reuters Werke Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Zeilzahl. Separates Damenzimmer. Gardinen Portieren Teppiche 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Gardinenhaus Bernhard Schwartz nur: Berlin C, Wallstr. 13( Spindlershof). Noebied Gardinenhaus Bernhard Schwartz einfach bis elegant: gefchmadfb., preisw..dauerhafs! In allen Abteilungen Gelegenheitsboften unter Brets Musw. Aufträge werd. poftfrei v. Ran. effektniert Umtausch hereitmilligft. Sonntags aefchloffen Heines Werte Wo? 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts postfrei, Kataloge: umgehend ist der schönste Ausflugsort? Immer noch Pichelswerder, alt der neuen beim Alten Freund. Seerstroke A.WERTHEIM G. M. B. H. Leipziger Str. Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz WEISSE WOCHE Extra- Verkäufe in allen Wäsche- Abteilungen mit Stickerei- Ein- und Ansatz.... Damenhemden Damen- Nachthemden aus Renforcé Stickerei, mit Kragen Wäsche Garnituren Damenhemden Maglöckchenaus gutem Renforcé mit Stickerei- Ein- und-Ansatz Damenhemden Damen Beinkleider dazu passend.. 1.95 2.45 2.85 1.95 2.45 2.85 Damen Nachthemden dazu passend 3.50 4.25 4.50 Tischläufer und Mitteldecken mit Einsatz u. Spitze, Siück 70 P Pf. Stickerei... dazu passend 2.95 2.55 Damen- Beinkleider Damenhemden mit Stick.- Ansatz Damen- Beinkleider a. gut. Madapolam 3.10 dazu passend dazu pass. 3.35 Damen- Nachthemden 5.35 Kaffeedecken waschecht bedruckt, schwere Qualität 130x170 Künstler Muster 160 × 160 160x225 3.60 4.30 6 M. 2.10 2.70 3.75 5.25 Bettwäsche Deckbettbezüge Louisianatuch 3.50 3.75 4.65 Kissenbezüge dazu passend.. 1.05 1.10 1.35 Damast- Garnituren je 1 Deckbett, 2 Kissen 9.75 Baumwollene Bettlaken Grösse ca 150x200 cm 1.95 Grösse ca. Grösse ca. 2.95 160x225 cm 2.70 160x250 cm Mitteldecken reinleinen, jacquard, mit Hohlsaum Stück 1.25 Saison- Ausverkauf Waschstoffe Weiß Batist gestreift und gemustert, für Blusen u. Herrenwäsche. Breite 80: m sonst das Mtr. 1.25-1.90 Jetzt Mtr. Zephyr farbig, für Blusen und Herrenwäsche, Breite 80 cm sonst d Mtr. 90-1.50 Jetzt Bedruckt Perkal 95 Pl. 65.75 Pl. HerrenHemden, Breite 80 cm. 20mst das Meter 60-90 Pf.. Jetzt Meter 40 Pt. sonst Meter 5.00... Jetzt Meter 300 Gestickter Voile weißer Grund mit farbigen Mustern, Breite 120 cm Waschbare Kunstseide das Meter 2.40... jetzt Meter 120 Damenstrümpfe Farbge einfarbig gemustert, Breite 70 cm, sonst in vielen Farbentönen 300 sonst... Paar 4.25 sonst Paar 2.20 170 Damen- Sportjacken gestrickt, im Preise bedeutend zurückgesetzt, Jetzt 1950 14.50 1250 Knaben- Sport- Garnit. ( Jacke, Gamaschen, Mütze, Handschube) sonst 18.50 Jetzt 1250 Handarbeiten Tischdecke grau Etamine. aufgezeichnet für Stil- od. Plattstich, Gr. 160X160 statt11.50 Oberdecke erdfarbig, Etamine, aufgez. Plattstich, Gr. 80X80 statt 4.00 von 12.00 schwarz 12.75 b.17.50 Woll- Blusen farbig, schwarz und weiß 500 500 sonst 700 750 1800-21.00 900 Seiden- Blusen farbig zur Hälfte des bish. Preises Damen- u. Backfischkleider in reis zur Hälfte des Unterröcke Wolle, früber 5 25 schwarz.. .. Jetzt 350 farbig bisher. Preises früher 7.25 bis 9.50 Jetzt 600 Seidene Unterröcke zur Hälfte des bish. Preises sonst bis 9.75 .. jetzt Morgenjacken... Jetzt 650 sonst 13.75 bis 1925 Morgenröckerst 520 sonst 11.50 875 sonst 19. bis 50 sonst 28.9-1350 bis 36.- 1900 bis 27.sonst 10,- b. 00 Stick.- u. Spitzen Unterröcke jetzt 7 bis 2000 Kämmäntel, Morgenjacken 6.25 3200 Prinze Bröcke sonst 9.35 bis 56.625 Unterleibchen bis 20 sonst 4.80 und 5.75 Jetzt 3 is Damen- Beinkleider sonst 2.80... Wäsche- Stickerei Stücke 4 Meter ... Jetzt 358.50 bis 35.00 6 bis 2500 00 Tragekleidchen sonst 5.75 bis 45.- jetzt 2902250 Kinderhäubchen 30 bis sonst 1.75 bis 14.00 jetzt 90 i 700 30 Ueberziehjäckchen 230 135165 265 Pi bis sonst 3.80 bis 11.- Jetzt 250 725 Erstl. Zierjäckchen sonst 3.25 bis 575 jetzt 20 325 bis 10 bis Woll- Artikel für den Felddienst 600 zu wesentlich zurückgesetzten Preisen. Vom 1. bis 7. Februar: Feldpostbriefe bis 500 Gramm zulässig sen, für Bill- oder Platina 220 Braut- Ausstattungen Kissenplatte buntfarbig vorgewebt 80 Pt. Java, Gr 50x50 cm.. statt 1.20 Landeshuter Leinenund Gebildweberei Größtes Spezialhaus der Welt für Leinen u. Wäsche in jeder Preis! age sind der hervorragende Sonderzweig meines Hauses F.V.Grünfeld Schlafdecken Halbwoll. Jacquard grau oder mode, mit farbiger Borde. 875 Gr. 140 x 190 cm.. Reinwoll. Jacquard weich, schönste Musterausführungen. Gr. 150 X 205 cm.3.00 10.00 1600 Kamelhaar- Decken mit griechischer od. Jacquard- Borde. 1150 22.00 20.00 17.50 15.00 Tüllgardinen. Fenster 2 F.ügel elfenbeinfarb. 2 Flügel je 108X320 cm Fenster= 1 Obergard. 65x250 cm Elfenbein Halbstores Erbstüll. 550 10⁰⁰ mit schwerer Bandarbeit, Klöppel- 1275 einsatz und Filetkaros.. Halbfert. Blusen in Voile, Batist. Leinen handgestickt, sonst 12,00 bis 30.00, Jetzt 650 Halbfertige weiße Batistbis 2000 Stickereiblusen sonst 4.50... Jetzt 275 Halbfertige und abgepaste weiße Stickereikleider sonst 18.00 bis 40.00 700 bis 2500 jetzt Lein.Decken mit Klöppelspitz., Handdurchbr u.Handsticker. Größe 137x137 125X125 90x90 75 × 75 43 × 125 früher 25. 12.- 7.50 7.50 24 Jetzt 1600 1500 800 450 450 Handgearbeitete Oberdeck., Läufer, Tischdeck. zum Teil bis auf 1/3 im Preise ermässigt Berlin W 8 Leipziger Straße 20-22 Verantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co. Berlin SW. Nr. 31. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Veriuſtlisten. Sonntag, 31. Januar 1915. Die württembergische Verlustliste Nr. 104 bringt Ver- gesellschaft den Deutschen Transportarbeiterverband in Berlin in Juste des Brig.- Erjazz- Bat. Nr. 54; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 119; Anspruch, indem sie geltend macht: durch die Verleitung zu dent Fusilier- Reg. Nr. 122; Landw.nf- Reg. Nr. 123; lanen- Reg. Sumpathiejtreit habe der beklagte Verband gegen den Tarifvertrag Die Verlustlite Sr. 137 der preußischen Arme e enthält r. 19; 1. Ersatz- Abt. Felbart. Reg. Nr. 29; I. Eriaz- Abt. Feldart.- verstoßen; aus der Vertragsbestimmung: daß eine Kündigung Verluste folgender Truppen: Reg. Nr. 65; 2. Zandm.- Pionier- Komp.; II. Munitions- Kolonnen zieds Lösung des Arbeitsverhältnisses für beide Teile während der Abteilung. Dauer des Vertrages ausgeschlossen sei, folge, daß während der ganzen Vertragszeit die Arbeiter ihr Arbeitsverhältnis überhaupt nicht beendigen durften. Armee- Oberkommando der 4. Armec. Etappeninspektion des 4. Armeekorps. Verkehrsinspektion Namur. 3. und 5. Garde- Reg.; 1. und 2. Garde- Erjaz- Reg.; Garde Grenadier- Regimenter lerander, Franz und Nr. 5; GardeSchüßen- und Garde- Rej.- Schüßen- Bat.; Lehr- Inf.- Reg.; Grenadier bzw. Infanterie- bzw. Füfilier- Regimenter Nr. 1, 3, 4, 6, 7, 10, 13, 16, 17, 21, 23, 24, 26 27, 28, 33, 35, 36, 37, 40, 41, 93, 99, 109, 111, 113, 116, 117, 118, 128, 129, 132, 140, 141, 42, 52, 53, 56, 58, 62, 65, 68, 69, 76, 78, 82, 84, 85, 86, 89, 91, 142, 143, 144, 146, 148, 150, 153, 154, 156, 166, 167, 175, 176; Inf. Reg. v. Bülow der Brigade v. Reizwiz; Res- Inf.- Regimenter Nr. 3. 7, 9, 11, 15, 18, 19, 23, 26, 28, 35, 46, 48, 51, 53, 55, 79, 82, 88, 87, 91, 93, 110, 202, 203, 207, 210, 226, 227, 228, 237, 240; Rej. Ersatz- Reg. Nr. 3; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 1, 2, 3, 7, 8. 13, 18, 23, 24, 26, 27, 30, 32, 34, 36, 38, 46, 53, 61, 81, 84, 83, 110; Landw.- Ersatz- Regimenter Nr. 1 und 2; Landw.- ErsatzBat. Kulm; Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 5, 7, 8, 9, 16, 41, 42, 81, 83; Landiv.- Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 14, 27; LandSturm- Bataillone III. Coblenz, Frankfurt a. O., II. Gleiwib, Kreuzburg, Münster II, Rybnit, II. Saarbrüden, Schrimm I, Nr. 29; Kombiniertes Landst.- Bat. I. Cosel; Jäger- Bataillone Garde- Ref.- Dragoner; Dragoner Nr. 14, 18, 24; lanen Nr. 13; Jäger zu Pferde Nr. 7. Nr. 1, 2. 1. Garde- Feldart.- Reg.; Gelbart.- Regimenter Nr. 3, 5, 18, 38, 39, 43, 44, 47, 53, 56, 60, 74, 82, 83, 84; Rej.- Feldart.- Regimenter Nr. 5, 12, 20, 43, 44, 45. Nr. 5. Fußart.- Regimenter Nr. 5, 7, 11, 18, 20; Res- Fußart.- Reg. Bionier- Regimenter Nr. 19, 23, 29, 31; Pionier- Bataillone: I. Nr. 2, 1. Nr. 3, I. und II. Nr. 4, II. Nr. 6, II. Nr. 7, I. Nr. 10, II. Nr. 11, I. Nr. 14, Nr. 15, II Nr. 15, I. Nr. 17, I. und II. Mr. 26, 1. Nr. 27; Pionier- Ersatz- Bataillone Nr. 11, 21; 2. Landw. Pionier- Komp. des 18. Armeekorps. Fernspr. bt. des 8. Armeekorps; Feldfliegertruppe. Art.- Munitionsfolonne Nr. 7 des 2. Armeekorps. Baufolonie Nr. 1 Büttich. Die Marine Verlust liste Nr. 15 wird veröffentlicht. it ande Aus der Partei. Erklärung. der sozialdemokratischen Das Landgericht Magdeburg und das Oberlandesgericht Nauma burg haben die Klage abgewiesen. In seinen Entscheidungsgründen führt das Oberlandesgericht aus: Eine Vertragsverlegung seitens des Beklagten würde nur vorliegen, wenn seine Mitglieder In der Berner Tagwacht" vom 22. Januar sind Mitteilungen zur Erlangung besserer Arbeitsbedingungen für sich selbst den gemacht worden über meinen Austritt aus dem Vor- Streit begonnen hätten. Nun haben aber im vorliegenden Fall die bei dem Beklagten organisierten Hafenarbeiter und Rangierer Reichstags= Fraktion und andere damit in Zusammenhang stehende Tat- die Arbeit nur niedergelegt, um den Boot.sleuten und Deckmannfachen. Ferner wird dann die eventuelle Veröffentlichung der schaften zu günstigeren Arbeitsbedingungen zu verhelfen. Es war Gründe, die mich zu dieser Amtsniederlegung bewogen haben, an- also ein sogenannter Sympathieſtreif. Ein solcher aber war in gekündigt. Alle diese Ausführungen stüßen sich offenbar auf eine sich die Klägerin auf die Vertragsbestimmung über den Ausschluß Tarifvertrage dem Beklagten nicht verboten. Mit 11nrecht beruft Buschrift, die ich am 9. Januar an eine größere Anzahl Reichstagsfollegen gerichtet hatte, um ihre Unterstützung für einen An- einer Kündigung. Diese Bestimmung ist im Sinne des Beklagten trag auf schleunige Zusammenberufung der in Uebereinstimmung mit dem Magistratsrat v. Schulz in Berlin raftion zu gewinnen. der in Tariffragen und Arbeiterstreitigkeiten eine große Sachkunde In dem Rundschreiben eines Fraktionskollegen, sowie in einer besißt, dahin auszulegen, daß nur eine Kündigungsfrist ausgeVersammlung in Berlin wurde mir nun diese Veröffentlichung schlossen sein sollte, daß also die Klägerin jeden einzelnen Arbeiter in dem Schweizer sozialdemokratischen Blatte zur Last gelegt. die Arbeit aufgeben konnte. Auf den Tarifvertrag läßt sich der täglich entlassen und andererseits der einzelne Arbeiter täglich Völlig mit linrecht! Ich erkläre hiermit ausdrücklich, daß der Schadensanspruch der Klägerin hiernach nicht stüben. Aber auch Berner Tagwacht" ohne mein Wissen diese Information zuge nicht auf die§§ 823, 826 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Ein Ver gangen ist. Was die Tatsache meines Austritts aus dem Fraktionsvorstand stoß gegen die guten Sitten ist zu verneinen. Weder der Zwed ambetrifft, jo habe ich natürlich um jo weniger Grund, fie der des Streiks, noch die zu seiner Durchführung angewandten Mittel Deffentlichkeit vorzuenthalten, als die Varteigenossen ein Anrecht so gehen über das zulässige Maß hinaus. darauf haben, das zu erfahren. Im übrigen beschränke ich mich hier auf den Hinweis darauf, daß ich die Gründe für diesen Schritt in der nun endlich erzielten Fraktionssizung am 2. Februar eingehend darlegen werde. Zehlendorf, 30. Januar 1915. G. Ledebout. " Soziales. Das Reichsgericht hat dieses Urteil bestätigt und die von der Klägerin eingelegte Revision zurüdgewiesen. In der Begründung hieß es: Eine unerlaubte Handlung ist mit Recht vom Oberlandes. gericht verneint worden. Ebenso läßt die Auslegung der Kündi gungsklausel einen Rechtsirrtum nicht erfenuen. Die Richtigkeit dieser Auslegung ergibt sich ohne weiteres aus der Sache selbst. Es ist völlig ausgeschlossen, daß der Wille des Verbandes bei Abschluß des Tarifvertrages dahin gehen konnte, die Arbeiter einein. halb Jahr lang bei der Klägerin zu binden. Die einzige zweifela Schadenersatzklage gegen einen Arbeiterverband. hafte Frage ist die, ob im Fall eines Tarifvertrages dem Arbeit Mit einem interessanten Streitfall aus dem nehmerverband gestattet ist, einen Sympathiestreit zu veranlassen, wenn im Vertrag selbst über einen solchen Streit nichts bestimmt Gebiete des gewerblichen Arbeits- Tarifberist. Es ist zu prüfen, ob nach Sinn und Zweck des Tarifvertrages im vorliegenden Falle anzunehmen ist; daß ein Sympathiestreit durch den Vertrag ausgeschlossen sein sollte. Diese Frage ist im wesentlichen Sache der Auslegung durch den Tatrichter, wobei auch Wenn das die allgemeinen Verhältnisse zu berücksichtigen find. für unzulässig erklärt hat, weil es sich dabei um Dinge handelte, Oberlandesgericht im vorliegenden Falle den Sympathiestreit nicht die mit dem vom Beklagten geschlossenen Tarifvertrag, mit dessen Ziel und 3wed nichts zu tun hatten, so ist das nicht rechtsirrtümlich. Landw.- San. Komp. Nr. 24 des 24. Referbeforps. Divisions- Brüdentrain Nr. 28; Reichte Proviant- Kolonne Nr. 2 des 18. Armeekorps; Feldbäckerei- kolonne Nr. 2 des 20. Armee- tragsrechts hatte sich am Freitag das Reichsgericht zu forps; Ref.- Feldbäderei- Kolonne Nr. 9 des 7. Reserveforps und Nr. 32; Landw.- Feldbäckerei- Kolonne Nr. 2 des 6. Armeekorps. Gefangenenlager Cottbus. Garnisonverwaltung Colmar Der Schluß der bayerischen Verlustliste Nr. 144 bringt Verluste der 16., 17., 19. Inf.- Reg.; 1. Jäger- Bat.; Ref.Inf.- Reg. Nr. 5, 10, 20, 21; Brig.- Ersatz- Bat. Nr. 2; Landst.- Inf.- Bataillone Bayreuth und Kaiserslautern; Ref.- Feldart.- Regimenter Nr. 1, 6; Rej.- Munitionsfolonne Abteilung I und V; Res.- Fußart.- Reg. Nr. 2; Pionier- Regiment; 2. und 3. Pionier- Bat.; Ref.- PionierKomp. Nr. 6. Die sächsische Verlustliste Nr. 100 enthält Verluste der Inf. Regimenter Nr. 101, 102, 103, 104, 105, 108; der Res.- Inf.Regimenter Nr. 101, 106, 107, 133, 242, 245; Landw.nf.- Reg. Mr. 100; Brig- Erjazz- Bataillone Nr. 45, 46, 63; Ersatz- Bataillone: Inf. Reg. Nr. 101, 102; Gren.- Landw.- Reg. Nr. 100; K. S. Gijen bahnbau- Komp. Nr. 8; Feldart., 19. Armeekorps, Abteilung 12, Feldlazareit 3, 12. Armeekorps Lieferanten der Konsumgenossenschaft Berlin u.Umgegend. befaffen. Es fragte sich, ob ein Arbeiterverband aus dem von ihm mit einem Arbeitgeber abgeschlossenen Tarifbertrag auf Schadenersat in Anspruch genommen werden kann, wenn die vom Tarifvertrag betroffenen Arbeiter zugunsten anderer Arbeiter in einen Sympathiestreif eintreten. Der Sachverhalt des Streifs war folgender: Am 3. Januar 1912 ist zwischen der Aktiengesellschaft Speditions- und Elbfchiffahrtskontor in Schönebeck und dem Gau 9 Befreit Geschäftsverkauf von einer Schuld? ( Siz Magdeburg) des Deutschen Transportarbeiterverbandes auf Die 5. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts verneinte die Zeit vom 1. Januar 1912 bis 30. Juni 1913 ein Tarifvertrag mit Recht diese Frage in einem zur Entscheidung gekommenen abgeschlossen worden. Mitte Februar 1913 traten die Deckmann Rechtsfalle. Ein von einem Gehilfen verklagter Kaufmann wollte schaften und Bootsführer der Aktiengesellschaft, die von diesem eine Schuld dadurch von sich abwälzen, daß er einwandte, das Tarifvertrag nicht betroffen waren, in einen Streit zweds gün-| Geschäft gehöre ihm nicht mehr, es sei in den Besitz eines anderen stigerer Regelung der Sonntagsruhe und Nachtarbeit. Zur Unter- übergegangen, der es mit allen Lasten übernommen habe. Das ftübung des Streits erklärten am 4. April 1913 die bei der Firma Kaufmannsgericht entschied, daß hier der Fall einer„ kumulativen beschäftigten, unter den Tarifvertrag fallenden Hafenarbeiter und Haftung" borliege. Es hafte nicht nur der Eriverber, sondern Rangierer einen Sympathiestreit und legten Sie Arbeit nieder. auch der Veräußerer eines Geschäfts. Beklagter müsse darum für Wegen des ihr hierdurch entstandenen Schadens nimmt die Attien seine Verbindlichkeiten einstehen. Grosser Reste- Verkauf 000000 Zum Selbstaussuchen Alpaka- Roben helle, mittlere u. dunkle jede Farben, elegante Qual.. Robe 5 Meter doppeltbreiter Stoff Reinwollene Roben einiarbig. helle. mitt2.45 jede 2.90 lere und dunkle Farben, Robe 5 Meter doppeltbreiter Stoff Zurückgesetzte Roben in verschiedenen Farben, jede keine Warpstoffe, 6 Meter Robe doppeltbreiter Stoff. 1.95 Robe 2.85 Kostümstoff- Roben jede schwere Konf ktionsstoffe, 130 cm breit Kostümrock- Kupons jeder elegante Konfektionsstoffe, 130 cm breit.... Busen- Kupons Rock 1.45 jede 85Pt. gute Tennis- Qualitäten, mod.Strelten, jederKupon Bluse enthält 2 Meter Stoff Leibwäsche Elegante Phantasiehemden Rumpf handgestickt Achselschlusshemden mit handgestickter Madeirapasse Achselschlusshemdon Reste und Abschnitte Kleider- und Seidenstoffe 130 cm breit Mtr. Blaugrüne Schotten doppeltbreit, Mtr. 85 Pl. Schwere Kostüm- und Rockstoffe, 85 PL. Reinwollene Stoffe doppeltbreit, Mtr. 55 Pf. Alpakastoffe doppeltbreit Mtr. 45 Pl. Hauskleiderstoffe schwere Qual., Mtr. 38 Pt. Reinwoll. Blusenflanelle Mtr. 75 Pf. Schwarz- weiss kariert doppel breit Mtr. 58 Pt. Reinwollene Musseline 75 cm breit Mtr. 45.Pf. Reinwoll.Kammgarne 110 cm breit Mtz. 1.10 Reinwollene Tuche doppeltbreit. Mtr. 1.25 Seiden- Eolienne ca. 110 cm breit. Mtr. 1.75 Mtr Pt, Pl. Waschmusseline a. 80 cm breit. Mtr. 20 Pt. Zephir Stoffe extra breit..... 25 Aparte Krepons neue Muster Mtr. 45 Pt. Stickerei- Volants 110 cm breit.. Mtr. 90 Reinseidene Merveilleux..... Mtr. 90 Pt. Reinseidene Taffete nur schwarz Mtr. 80 Pt. Waschseide einfarb. und gestreift Mtr. 75 Pl. Reinseid. Blusen- Streifen Mtr. 80 Pt. Reinseid. Krepp- Stoffe Mtr. 90 Pf. Reinseid. Schotten m Atlasstreif. Mtr. 1.45 Reinseid. Duchesse doppeltbreit. Mtr. 2.25 Reinwoll. Kammgarnstoffe 130 cm br., nur marine Mtr. 1.45 00000000 Wäschestoffe 0000000000000 Zum Selbstaussuchen 1.95 Batistblusen mit Stickerei...... 85 Pf. Veloursblusen mit Satin- Krawatte. 95 Pt. Voile blusen mit farbig. Ueberkragen 195 Waschseiden- Bluse moderne Form 4.95 Kostümröcke Riegelu. Knopfgarnier. Blaugrün karierte Kostümröcke 3.85 Waschunterröcke leinenfarbig.. 1.25 Tuchunterröcke mit Sutachebesatz Satinunterröcke in vielen Farben. 1.95 Klotunterröcke mit Plissee volant.. 2.95 Astrachan Mäntel moderne Form.. 17 50 Kind.- Flauschkittel 3 Grössen, durchw. 95 Pt. Rodel Mützen weiss u. farbig.. 65 Pt. Plüsch- Bettvorlagen gefüttert.... 48 Pt. ... 1.25 Korsettschoner weiss u. farbig... 28 PL. Jacquardservietten 60x60 ges. Dtz. 1.95 Jacquardtischtücher 110x120 98 Pf. Jacquardtischtücher 110x130 125 Jacquardtischtücher 110x165 1.65 0000000 Bettwäsche Reste Abschnitte Fertige Bettbezüge 1.95 Hemdentuch Mtr. 24 PI. Bettdamast Bettbreite Mtr. 85 Pf. Deckbett mit 2 Kissen 3.35 Wäschetuch... Mir. 28 Pt. Bettsatin Bettbreite Mtr. 78 Pt. Fertige Damastbezüge 1.75 Haustuch Mtr. 38 Pt. Bettzüchen Bettbreite Mir. 65 Pl 5.75 im im Wäsche Linon. Mtr. 35 Pt. Bettcretonne Bettbreite mit Hohlsaum- und Stickereimotiven Knieber kleider 1.45 Louisianatuch.... Renforcé Rest 2.95 mit Stickerei- Ein- und Ansatz..... 1.45 3.25 Croisébarchent Handtu.hstoffe. 1.95 2.75 Stickerei Unterröcke mit breitem Stickereivolant Mtr. 40 Pt. Bettinlett Bettbreite... 35 Pt, Lakendaulas Bettbreite Mir. 38 Pt. Lakenhalblein, Bettbreite Mtr. 25 Pt. Bettlinon Bettbreite. Rest Mtr. 75 Pt Mtr. 78 Pf. Mtr 55 Pf. Mtr. 88 Pt. Mtr. 68 Pt. Deckbett mit 2 Kissen. Fertige Bettinlette resa oder ro. gestreift. Küchenhandtücher Gerstenkorn, ges. u. gebänd." I Dtzd. Stubenhandtücher kräftiges Drellgewebe.... 1 Dtzd. Raufhaus Singer& CO Chausseestr.61-62 Lieferanten der Konsumgenossenschaft Berlin u. Umgegend. Verband der Freien Volksbühnen Sonntag, 31. Januar nachmittags 22 Uhr: Deutsches Theater: Jedermann. Nachmittags 3 Uhr: Bollsbühne, Theater am Bülowplay: Die Kreuzelschreiber. Schiller Theater Charlottenburg: Uriel Acosta. Lessing- Theater: Liliom. Montis Operetten Theater:: Der lachende Ehemann. Deutsches Opernhaus: Fra Diavolo. Abends 8 Uhr: Volksbühne, Theater am Bülowplat:. Göz von Berlichingen. Montag bis Sonnabend: Streuzelschreiber. Die Theater für Sonntag, 31. Januar: Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter!" 99 Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Luther. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Fra Diavolo. 8 Uhr: Tiefland. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8 Uhr: Maria Stuart. 8 Uhr: Gasparone. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: Familie Plaschek. Helbing contra Helbing. Kleines Theater 8 Uhr: Jettchen Gebert. $ 12 U: Liebelei. Montag: Liebelei.. Komödienhaus 8 Uhr: Biedermeier. Komische Oper( a. d.Weidendammerbrücke) 34, U.: Verlorene Ehre. 8.10U.: Gold gab ich für Eisen Lessing- Theater 8 Uhr: Liliom. 8 Uhr: Ein Volksfeind. Lustspielhaus 8 U.: Dorf und Stadt. 8 U.: Leutnantsmündel. Metropol- Theater 8 Uhr: Woran wir denken! Montis Operetten- Theater SUhr: Der lach. Ehemann.. 8 Uhr: Der liebe Pepi. Residenz- Theater Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 3 Uhr: Muttersegen. 8 Uhr: Sein ganzes Glück. Schiller- Theater 0. SARRASANI Sonntag, den 31. Januar: Nachm. Uhr 2 Abends Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstagswahlkreis. 8 Dienstag, den 2. Februar, abends 8 Uhr, in den Kammerfälen, Uhr ABSCHIEDSTeltower Straße 1: Mitglieder- Versammlung. Zagesordnung: 221/ 3* 5. Unserem Genossen Paul Töllner nebst Frau die zur 9815 Genossen und Genossinnen des 3. Bez. Niederschöneweide. 6699999999 Arbeitermöbel. Die Ausstellung im Gewerkschaftshaus ist geschlossen. Die Möbel können aber täglich bis 7 Uhr abends in Vorstellungen. Vortrag. Referenten die Reichstagsabgeordneten Rich. Fischer und Hugo Haase. der Fabrik von Casino Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Wieder ein neuer Schlager. Der größte Erfolg seit Bestehen: Durch dick und dünn. Volks- Lustspiel in 3 Att. v. Hans Berg. Dazu erstklass. Svez.- Kriegsaufnahm. Sonntag 4 Uhr: Deutsche Mütter. T Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Weihnachtsabend Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Verband der Freien Volksbühnen. Theater am Bülowplatz. Sonntag, den 7. Februar, mittags 12 Uhr: 1. Konzert mit dem Philharmonischen Orchester unter Leitung von Oskar Fried Klavier: Artur Schnabel. Programm: Beethoven: Weihe des Hauses, Klavierkonzert Es- dur, C- moll- Sinfonie. Karten zu 75 Pfennig einschließlich Garderobe 244/17 Der Vorstand. Schafabfälle fauft Hirschfeldt, Dibbelt& Rothe Zeughofstraße 20 Winsstraße 60. Antwort Postkarte. besichtigt werden. Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. Mitglieder- Versammlungen Erkstr. 8. Montag, den 1. Februar 1915: Bautischler Neukölln abends 5%, Uhr, bei Gütig, Schützen- dank und in den Zahlstellen des Verbandes der Freien Volksbühnen. Bautischler, Bez. Wedding, Moabit n. im graben von Meyfel. Anfang 7/2 Uhr. Theater Folies Caprice 8 Possen- Theater Moritz wird energisch. Das Leutnantsfenster. Landwehrlente. Martin Kettner a. G. Zirkus Alb. Schumann Heute Sonntag, den 31. Januar: Große Vorstellungen 2 nachm. 3½ u. abds. 7'/, Uhr. 2 Nachm. hat jeder Erwachsene 1 Kind unter 12 Jahren frei, jedes weit. Kind unt. 12 Jahren halben Preis. In beiden Vorstellungen ,, Ost und West". Großes patriotisch. Schaustück In beiden Vorstellungen reichhaltiges Programm! Artur Saxon- Trio mit ihrer lebenden Automobilbrücke. Der fallende Mensch. Urian- Orang- Utang. Weises. 5 Bären. 8% Voigt- Theater. Badstr. 58. Uhr Husarendeber.Badstr58 Schiller- Th. Charlottenbg. Heute Sonntag, den 31. Januar: 8 Uhr: Uriel Acosta. Schuld und Sühne. 8 Uhr: Der Störenfried.merspiel aus der Geschichte Thalia- Theater: 3 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Uhr Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 3 U. Der Verschwender. 8 U.: Immer feste druft! Theater des Westens Frankreichs in 5 Aufzügen. Morgen Montag, den 1. Februar:. Der Veilchenfresser. Stasseneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. am Palast- Theater Zoo 84 an der Theaterkasse( von 102 Uhr), bei Wertheim, im InvalidenGARBÁTY CIGARETTEN VERSANDFERTIGE FELDPOSTBRIEFE DEUTSCHES FABRIKAT istration TRUSTFREI and 844 rbzdA bnu si Vom 1. bis inkl. 4. Februar Gastspiel 8 Uhr: Rund um die Liebe Wir Barbaren!! 3 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn, Theater in der Königgrätzer Straße Zeitgemäßes Lustspiel in 4 Akten. 7% U: Herodes und Mariamne. 200000000000000000 Trianon- Theater 3, U: Die Waise aus Lowood. 8, U. Das Liebesnest. Volksbühne. Theater am Bülowplatz 3 Uhr Die Kreuzelschreiber. 8 U: Götz von Berlichingen. Walhalla- Theater 81 U.: Das Farmermädchen. URANIA Taubenstr. 48/49. Abends 8 Uhr: Die Vogesen und ihre Kampfstätten. Montag 4 Uhr( Halbe Preise): Die Weichsel und die masur. Seen. Montag 8 Uhr: Die Vogesen und ihre Kampfstätten. Luisen- Theater. 315r: Der wilde gelbe Mohn. August Götzes Restaurant Bierklause Weißensee, Berliner Allee 238. Empfehle allen Freunden und Befannten mein 52062* Familien- Lokal. Gute Speisen und Getränke. Mittags- Tisch. Jeden Sonnabend und Sonntag: Künstlerkonzert. abends 8 Uhr, bei Sachs, Lindower Str. 26. Gesundbrunnen abends 8 Uhr, Bautischler, Bezirk III abends 8, Uhr, bei Gliefche, Tischler Kopenhagener Str. 74. Often Montag, den 1. Februar, abends 8 Uhr, bei Fredersdorf, Frankfurter Allee 24, alte Nummer 127. Deftliche Vororte Montag, den 1. Februar, abds. 84, Uhr, Allee 53, alfe Nummer. in der Niebed- Brauerei, Frankfurter Straße 60. Bezirk Often III abends 6 Uhr, bei suth, Barschauer Nord- Ost Montag, den 1. Februar, abends 6 Uhr, bei MerkIn dieser Versammlung müssen auch die Sargtischler und Brauereitischler erscheinen. mann, Große Frankfurter Str. 16. Um allen in Spandau und in sonstwelchen Betrieben mit Schichtwechsel arbeitenden Kollegen Gelegenheit zur Wahl der Delegierten zu geben, können die Kollegen vom Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Bezirk Nord- Oft bis. 10 Uhr ihre Stimme abgeben. Süd- Westen Montag, den 1. Februar, abends 5 Uhr, in Habels Weißensee ebberstr. 122. Montag, dert 1. februar, 8 Uhr, im Prälaten, Ober- Schöneweide den 1. Februar; abends 8 Uhr, bei Warneke, Wilhelminenhofstr. 18. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Bericht des Obmanns. 2. Wahl der Delegierten. 3. Verbands und Branchenangelegenheiten. ご Das Erscheinen sämtlicher auch der in anderen Gewerben tätigen Kollegen erwartet 60 s to lo Die Ortsverwaltung: Gemeinsame Gemeinsame bad and sizes Vertrauensmänner Versammlung aller Bezirke und Brandjen am Donnerstag, den 4. Februar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 4. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstagsabgeordneten Robert Schmidt über: Der Krieg und die wirtschaftliche Lage der Arbeiter. 2. Diskussion: Zeitungs- Ausgabestellen und Inseraten- Annahme. Zentrum: Albert habnisch, Aderstr. 174, am Roppenplag. Geöffnet bon 11-1, und von 4-7 Uhr.. 2. Wahlkreis: S. und SW.: Gustav Schmidt, Bärwaldste, 42, an der Gneisenaustraße. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. 3. Wahlkreis: St. Friz, Brinzenstr. 31, Hof rechts part. Geöffnet von 11-1, und von 4-7 Uhr. 0000000004. Wahlkreis: Often: Robert Wengels, Markusstr. 36. Geöffnet bon 9-2 und von 4-7 Uhr. Karl Melle, Petersburgerplaz 4 J. Baer( Laden). Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Ecke Badstr.26 Prinz- Allee Herren- und KnabenModen, Berufskleidung. Elegante Paletots, Ulster, Joppen in jeder Preislage. Gr. Stofflager z. eleg. Maßanfertigung Billigste, feste Preise. Täglich Mein Leopold Spezialhaus für solide 8.15 Uhr: 11 10... WINTER CARTEN Teppiche Heute 2 Vorstellungen 2 Wachm 3 Uhr Abends 8 Uhr Letztes Auftreten des glänzenden Januar Spielplans. " Kleine Preise! Kinder nachm. halbe Preise! Montag, den 1. Februar: Neuer Spielplan! Prachtstücke 6.-, 10.20.- bis 800.- Mark Portieren, Möbelstoffe, Schlafdecken, Gardinen, Steppdecken, Wolldecken( fürs Feld) Deutsches Teppichhaus Emil Lefevre Berlin S Oranienstr. 158 kostenlos und Spezialkatalog portofrei. 4. Wahlkreis, Süd often: Baul Böhm, Laufiperplaz 14/15. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. 5. Wahlkreis: 2eo 8ucht, Immanuelkirchstr. 12( Hof). Geöffnet bon 11-1, und von 4-7 Uhr. 6. Wahlkreis( Moabit): Salomon Jofeph, Wilhelmshavener Straße 48. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Wedding: 3. Hönisch, Müllerstr. 34a Ede Utrechter Str., Laden Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt: A. Bolgaft attstraße 9. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Gesundbrunnen: Fischer, Bastianstr. 6, Laden. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Greifenhagener Str. 22. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Adlershof: Karl Schwarzlose, Bismarckstr. 28. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Alt- Glienicke: Wilhelm Dürre, Köpenider Str. 6. Baumschulenweg:. Hornig, Marienthaler Str. 13, I.. Bernau, Röntgental, Zepernick, Schönow, Schönbrück und Buch: Heinrich Brose, Mühlenstr. 5, Laden. Bohnsdorf, Falkenberg und Falkenhorst: Paul Gensch, Bohnsdorf, Genossenschaftshaus Paradies". Charlottenburg: Guftav Scharnberg, Sesenheimer Str. 1. Ges öffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Mah Eichwalde, Schmöckwitz: Dstar Mahle, Bismardstr. 4. Erkner, Nen- Zittau: Emil Zwang, Scharnweberstr. 10. Fredersdorf- Petershagen, Eggersdorf: Uffenwasser, Petershagen. Friedenau, Steglitz, Südende, Groß- Lichterfelde, Lankwitz: S. Berniee, Alsenstr. 5 in Steglig. Geöffnet von 11-1, und von 4-7 Uhr. Friedrichshagen, Fichtenau, Rahnsdorf, Schöneiche, Kl.- Schönebeck: Ernst Bertmann, Friedrichshagen, Köpenider Straße 18. Grünau: Franz Klein, Friedrichstr. 10. Johannisthal, Rudow: Var Gonighur, Parkstr. 23 Karlshorst: Dslar Schaarschmidt, Auguste- Vittoria- Str. 18. Königs- Wusterhausen, Wildau, Niederlehme: Friedrich Baumann. Bahnhofstr. 2, Eingang Beestower Straße. Köpenick: Emil Bigler. Riegerstr. 6, Laden. Geöffnet von morgens 7 Uhr bis abends 8.Uhr. Lichtenberg I, Friedrichsfelde, Hohenschönhausen: Otto Seitel, Wartenbergstraße 1( Laden). Geöffnet von 8-2 und von 4-7 Uhr. Lichtenberg II, Rummelsburg. Stralau: Rosenfranz, Borbagen 56. Geöffnet von 11-14. und von 4-7 Uhr. Mahlsdorf, Kanlsdorf, Biesdorf: P. ezberg, Raulsdorf, Ferdinandstraße 17. Mariendorf: August Reip. Chauffeeftr. 29. Marienfelde: Emil Weinert, Berliner Str. 114 IL Neuenhagen, Hoppegarten: Gustav Bergmann, Königsallee Ede Gartenstraße. Neukölln; M. Heinrich, Nedarftr. 2, im Laden. Geöffnet pon 9-2 und von 4-7 Uhr; Neukölln. Brig: Rohr, Siegfriedstraße 28/29. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Nieder- Schöneweide: Wilhelm Unruh, Brüdenstr. 10, II. Nowawes: Wilhelm Jappe, Lutherstr. 2. Ober- Schöneweide: Alfred Bader, Wilhelminenhofstr. 17, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Pankow Niederschönhausen, Nordend, Frz.- BuchGeöffnet holz, Blankenburg: Rigmann, Mühlenstr. 30. von 11-1, und von 4-7 Uhr. Reinickendorf Ost, Wilhelmsruh und Schönholz: P. Gurich, Provinzstr. 56, Laden. Geöffnet v. 11-1%, u. 4-7 Uhr Schenkendort b. Königs- Wusterhausen: Chr. Hantschte, Dorfstr. 10 Schöneberg: Bilhelm Bà umier, Martin Lutherit. 69, im Zaden. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Spandau, Nonnendamm, Staaken, Seegefeld und Falkenhagen: toppen, Breitestr. 64. Geöffnet von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends." Waidmannslust, Hermsdorf, Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Freie Scholle u. Reinickendorf- West: Baul eienait, Borsigwalde, Rauchstraße 10. Geöffnet von 11-1, u. von 4-7 Uhr. Teltow: Wilhelm Bonow, Teltow, Berliner Str. 16. Tempelhof: Joh. Krohn, Borussiastr. 62. Treptow: Rob. Gramen z, Stiefholzstraße 412, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 1hr abends. Weißensee, Heinersdorf: R. Fuhrmann, Sedanstr. 105, part. Geöffnet von 11-1, und von 4-7 Uhr. Wilmersdorf, Halensee, Schmargendorf: Paul Schubert, Wilhelmsque 27. Tegel, Borsigwalde, Wittenau Zeuthen, Miersdorf: Ernst süttig Zeuthen, Miersdorfer Str. 14. Zossen: Matuschet, Marktur. 5. Sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen Werte werden geliefert Sonntags find die Ausgabestellen geschlossen. Β Todes- Anzeigen B Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplaz gefallenen Genoffen! Im Dezember verstarb im Lazarett in Rußland der Kohlenhändler Hermann Günther Manteuffelstr. 120, Bezirk 172. Am 18. Januar verstarb im Lazarett im Elsaß an Wundstarrkrampf der Former Adolf Keller Mirbachstr. 69, Bezirk 366 I. Am 12. Januar fiel im Westen der Arbeiter Ferdinand Laudahn Liebigstr. 43, Bezirk 350. Am 20. Januar fiel im Osten der Maurer Paul Kretschmer Simon- Dach- Str. 15, Bezirk 323. Am 22. Oktober verstarb im Lazarett in Rußland der Former Hermann Köckert Memeler Str. 80, Bezirk 325. Am 22. Januar verstarb im Lazarett in Frankreich der Tischler 219/10 222/6 262/2 246/8 Paul Behrend Borhagener Str. 32, Bezirk 336 I. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. In den Kämpfen in Flandern siel im Dezember der Bäder Robert Rüdiger Hirtenstr. 20, Bezirk 449. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 5. Berliner Reichstagswahlkr. In den Kämpfen in Belgien fiel am 1. Januar der Drudereiarbeiter Franz Böhm Korsörer Str. 20, 7. Abteilung, Bezirk 581 a. Am 12. Januar in den Stämpfen im Westen der Gastwirt Richard Imiela Rykestr. 28, 4. Abteilung, Bezirk 517. In den Gefechten im Westen fiel der Friseur Otto Moritz Fehrbelliner Str. 26, 2. Abteilung, Bezirk 495. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Im Felde gefallen der Mechaniker. Walter Baumert Der Maurer Brusendorfer Str. 5, 11. Bezirk. Max Donat Kaiser- Friedrich- Str. 175, 8. Bezirk. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln, Am 4. Dezember 1914 starb int Reservelazarett zu nutno in Rußland infolge Jeiner Verwundung unser Genosse, der Bildhauer 190/1 Robert Jäckel d Sozialdemokr. Wahlverein Trebbin. Kreis Teltow. Verband der Gemeinde- u. Staatsarbeiter Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß folgende Kollegen auf dem Schlachtfelde gefallen sind: Stanislaus Stroinski, Gaswerk Tegel Heinrich Kunde, Röhrensystem Karl Reinhardt, Kanalisation Karl Schulze, Charlottenburg Joseph Nickel, 4. Revier- Jnspektion Karl Herrmann, Straßenreinigung Adolf Mindt, Neukölln 41/16 Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband 96/7 Zahlstelle Berlin. Jm Felde starben folgende Mitglieder: Willi Gerhardt, Modelltischler im Kampf gegen Rußland. Paul Schelze, Bolierer im Kampf im Dsten. Erich Hubeck, Tischler 21 Jahre alt, gefallen am 13. 1. in Frankreich. Otto Haenisch, Tischler 29 Jahre alt, auf dem Felde der Ehre gefallen. Ernst Weiß, Klavierarbeiter am 2. 11. 14 im Kampf gegen Rußland. Johann Ziegler, Klavierarbeiter am 4. 12. 14 im Gefecht bei Lowicz. Albert Schmidt, Maschinenarbeiter am 13. 1. 15 im Kampf gegen Frankreich. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutsch.Metallarbeiter- Verband Verband der Brauerei und Mühlenarbeiter Verwaltungsstelle Berlin. Es starben folgende Mitglieder im Felde: Paul Pawlik, Nadler geb. 20. 5. 1892 zu Lichtenberg. Erich Schwabedahl, Mechaniker geb. 13. 8. 1890 zu Berlin. Gustav Möller, Klempner geb. 2. 2. 1878 zu Schwiebus. Ernst Junker, Schloffer geb. 8. 7. 1878 zu Brandenburg. Paul Naumann, Schloffer geb. 13. 9. 1879 zu Nienburg. Paul Wenzlow, Maschinenarbeiter geb. 29. 10. 1883 zu Osterburg. Gustav Gutjahr, Metallarbeiter geb. 30. 11. 1881 zu Welsleben. Otto Jeschkeit, Gürtler geb. 14. 4. 1891 zu Berlin. Fritz Waaske, Metallarbeiter geb. 7. 10, 1891 zu Berlin. Theodor Richtsteig, Schraubendreher geb. 1. 4. 1887 zu Tempel. Georg Wassermann, Gürtler geb. 25. 4. 1885 zu Berlin. Theodor Buchholz, Dreher geb. 1. 12. 1887 zu Stolzenberg. Aug. Panzenhagen, Gürtler geb. 4. 10. 1890 zu Berlin. Kurt Weise, Kernmacher geb. 26. 10. 1881 zu Berlin. Rudolf Selle, Schloffer geb. 18. 3. 1889 zu Krampfes. Rudolf Pörschke, Werkzeugmacher 131/9 geb. 5. 1. 1888 zu Georgenthal. Franz Fiedler, Schnittarbeiter geb. 15, 8. 1873 zu Berlin Richard Mauritz, Metallarbeiter geb. 10. 10. 1892 zu Berlin. Karl Roß, Maschinenarbeiter geb, 11, 11. 1879 zu Raj Glienide, se Ernst Eggert, Former geb. 21. 10. 1882 zu Pajewalt. Edwin Kästner, Schloffer geb. 24. 3. 1890 zu Siebleben. Herm. Köckert, Former geb. 9. 10. 1882 zu Berlin. Reinhold Lauter, Metallarbeiter geb. 29. 12. 1889 zu Waldau. Johann Müller, Kerumacher geb. 28. 8. 1875 zu Martesheim. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung." Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Kollegen! Fritz Grothe, Friedenau Artur Zander, Neuköllu Max Bergemann, Berlin Gustav Pfirschke, Neukölln Maximilian Peczinski, Steglitz Julius Seifert, Steglit Karl Jüttner, Berlin Ernst Pohl, Bankwit Otto Brohmann, Schöneberg Hans Noske, Steglit Die Kollegen der Firma C. P. Goerz, Friedenau. 9665 und verwandter Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Als Opfer des Weltkrieges starben folgende Kollegen: Fritz Fehling, Flascheubiermitfahrer Brauerei Niebed. Reinhold Pein, Flaschenkellerarbeiter Brauerei Schultheiß, Abteilung II. Fritz Kasche, Autobremser Löwenbrauerei, Abteilung II. Siegfried Beil, Brauer Münchener Brauhaus, zurzeit altiv. Richard Kukorow, Brauer Brauerei Schultheiz, Abteilung IV. Anton Groß, Stallmann Brauerei Pazenhofer, Niederlage Lichtenrade. Franz Neubacher, Refervefahrer Brauerei Königstadt. Herm. Kettner, Flaschenbiermitfahrer 47/16 Brauerei Pfefferberg. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. In Erfüllung seiner schweren Pflicht fiel am 13. Januar bei den Kämpfen in Frankreich mein innigstgeliebter unvergeßlicher Mann, guter Bruder, Schwager und Neffe, der Gefreite der Referbe August Panzenhagen vom 20. Infanterie- Regiment. In tiefstem Schmerz Anna Panzenhagen geb. Walle Martha Panzenhagen, als Schwester. Neukölln, Selchower Str. 6. Die Gräber, die nicht Kranz noch Denkmal tragen, Die einsam und verlassen liegen, ganz allein, Die schließen oft mit allen ihren Klagen, Das beste Herz, den größten Dulder ein. Ruhe fauft! Allen Kollegen und Freunden zur Nachricht, daß unser ehemaliger Kollege, jetziger Geschäftsmitinhaber Roman Lehmann, Feldwebel der Reserve im Reserve- Infanterie- Regt. No. 64, Inhaber des Eisernen Kreuzes, am 20. Dezember 1914 bei den Kämpfen im Osten gefallen ist. Wir werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Die Angestellten der Firma Carosserie Gebr. Lehmann. Sozialdemokratischer Wahlverein 1. d. 2. Berl. Reichstagswahlkreis. Bezirk 110. Am 28. Januar berstarb unser langjähriger Genosse, der Tischler Gustav Haenel, am Solmsstr. 44. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 1. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Thomas Kirchhofes, Neutölln, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. 0 Fern von der Heimat und seinen Lieben starb am 23. Dezember in Ruße land mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, mein herzensguter jüngster Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Schwiegersohn, der Wehr mann 9775 Otto Zesch, Ref Inf. Reg. Nr. 3, im blühenden Alter von 36 Jahren. Dies int zeigen tiefften Schmerz an Witwe Klara Zeich geb. Penschinsky und Kinder. Witwe Klara Zeich als Mutter. Witme Marie Penschinsky als Schwiegermutter. August Zesch als Bruder. Karl Zeich als Bruder, zurzeit im Felde. Pauline Zeich als Schwägerin. Fritz Felten als Schwager. Marie Felten als Schwester. Bergebens ist nun alles Hoffent Auf eine frobe Wiederkehr; Weil Du den Heldentod erlitten, Sit diese Hoffnung nun nicht mehr. Num rube sanft in fremder Erde Von diesem schweren Kampfe aus! Uns ist nun nimmermehr beschieden Ein freudig Wiedersehn zu Haus. Dem Auge fern, dem Herzen ewig nah. Nachruf. Am 18. Januar 1915 fiel bei einem Sturmangriff in Frankreich unser Kollege 9736 August Panzenhagen. Sein Andenken wird stets in uns weiterleben. Die Kollegen der Firma Georg Wolf G. m. b. H. Starlstr. 18. Deutscher Holzarbeiterverband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Maschinens arbeiter Rudolf Grunow Wilhelm- Stolze- Straße 34 im Alter von 63 Jahren ver storben- ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 1. februar, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung wird erfucht. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Gustav Haenel Solmsstraße 44 im Alter von 75 Jahren ver storben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 1. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes der Thomas Gemeinde in Neukölln, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 96/8 Die Ortsverwaltung. Turnverein„ Jahn Treptow- Baumschulenweg. Den Heldentod fürs Baterland fand am 21. Januar unser langjähriger Turngenoffe, der Oberheizer. 185/16 Paul Schrodt in fernen Gewässern. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Den Heldentod sand am 13. Januar 1915 bei einem Sturmangriff im Westen unser geliebter Sohn, Bruder, Schwager und Neffe, der Tischler Karl Reinisch Gefreiter im Pionierbataillon 3, im Alter von 24 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Ernst Reinisch nebst Familie Neukölln, Harzerstr. 24/25. Allgemeine Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Drechsler u. deren Berufsgenossen G. 86, Hamburg. Berwaltungsstelle Berlin 0. Rach langem Arantenlager berschieb am 28. Januar unser Mitglico, der Elfenbeinschniger Karl Krengel. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Sontag, den 1. Februar, nachmittags 3 11hr, im städtischen Strematorium( Gerichtstraße) statt. Zentral- Verband der Böttcher, Weinküfer u. Hilfsarbeit. Deutschl. Filiale Berlin. Als Opfer des Weltkrieges in Frankreich starb am 15. Dezember 1914 unser braver Kollege Alfred Horschke im Alter von 30 Jahren. Gin ehrendes Andenken be wagit ihm 22/9 die Filiale Berlin. In den Kämpfen bei Soissons fiel utser lieber Sohn und Bruder, ber Steinseher Gustav Krause durch Kopfschuß. Familie Krause, Michaelfirchstr. 42. Allzu früb und fern von der Heimat starb an schwerer Ver roundung in den Kämpfen vor Soiffons im Lazarett zu Montgarni am 15. Januar unser lieber Sohn, Bruder, Neffe und Eniel, der Füfilier Otto Kurka A Leib- Grenadier- Regt. 8, 12. Stomp. im blühenden Alter von 22 Jahren. Dies zeigen tiesbetrübt an ant Die trauernden Eltern und Geschwister, Berlin, Seestraße 119. Su einem Gefecht im Dsten Januar schwer ver10. mundet und am selben Tage nach feiner Einlieferung ins Lazarett gestorben ist unser lieber, herzensguter Sohn, Bruder und Schwager, der Buchdruder Karl Höch Erjak- Reservist im Reib- BrenadierRegiment Nr. 8 aus Malchin i Medlbg. im eben vollendeten 27. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen zeigt dies tiefhetrübten Herzens an 9916] Emil Höch als Bruder nebst Frau. Er war so gut, er starb zu früh, Ser ihn gefannt, vergißt ihn nie. fm der Friede, uns der Schmer z. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands. Den Mitgliedern zur Nachricht, das unjer kollege Heinrich Leimbach om 28. d. MR. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 1. Februar, nachmittags 3 11hr, von der ReichenSalle des Thomas- Kirchhojes in Neuföln, Hermannstraße, aus itart. 170/4 Der Vorstand. Auf dem Schlachtfelde im Seften fiel am 11. Januar mein innigitgeliebter Mann, treusorgender Bater meines Kindes, der Behrmann Willi Böhl im Alter von 30 Jahren. Dies zeigt schmerzerfüllt an Frau Anna Böhl. Shm ist wohl, uns bleibt der Schmerz, Schlununere sanft, Du gutes Herz. 480 Verband der Bureauangestellten. Ortsgruppe Groß- Berlin. Nachruf. Am 28. Januar verstarb unser Sollege, Arantenfaffenangestellter Gustav Haenel früher Innungsfrankenkasse der Zischler) int 76. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 1. Februar, nachmittags 4, Uhr, von der Leichen: halle auf dem Thomas- Kirchhof in Neuföln, Hermannstraße, aus 49/2 tatt. Um zahlreiche Beteiligung der Kollegen erjucht Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Elekto monteur Karl Fuhrmann am 23. d. Mts. an Zungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 181/10 Die Ortsverwaltung. Allzufrüh und fern von je nen Lieben fand den Heldentod fürs Baterland am 13. Januar in den Kämpfen im Westen unser inniggeliebter Sohn und Bruder, der Reservist Alfred Mitschke 20. Infanterie- Regiment im Alter von 24 Jahren. Dies zeigen an im tiefsten Schmerz: Joseph Mitschke und Frau als Eltern[ 978b Max und Otto als Brüder Schwägerin und Braut. Er ging von uns mit schwerem Herzen Und hoffte auf ein Wiedersehn; Doch größer ist jetzt unser Leiden, Da dieses nicht mehr fann geschehn. Er war so gut und starb so früh, Wer ion gekannt, vergißt ihn nie. Du gutes Herz, rub' still in Frieden, Ewig beweint von Deinen Lieben. Rube janit in fremder Erde! Um 22. Januar starb, bei den Stämpfen in Frankreich ber: wundet, mein lieber Mann, unjer Sohn und Bruder, der Reservist Paul Behrend im Alter von 27 Jahren im Feldlazarett zu Guise. Ruhe sanft in fremder Erde! Die trauernden Hinterbliebenen: Emma Behrend Familie Behrend. Bei den Kämpfen in Frankreich fiel am 14. Januar unser lieber Kollege und Mit arbeiter Bernhard Taute. Sein aufrichtiger Charakter und sein kollegiales Verhalten sichern ihm bei uns ein dauerndes Andenken. 9905 Das Personal der Buchdruckerei Ad. Haußmann. Zentralverband der Lederarbeiter und-Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin I. Den Heldentod auf dem Schlachtselde fand unser Mitglied, der Handschuhmacher Karl Louis Klöpfer. Ehre seinem Andenken! 133/10 Der Voritand. Auf dem Felde der Ehre starb den Heldentod für's Baterland in Frankreich unjer lieber Stollege, der Grenadier Wilhelm Jäger im Alter von 21 Jahren. Wir betrauern sein allzufrühes Hinscheiden und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 4A Die Kollegen der Firma Julius Schloß, Lederwarenfabrik, Berlin. Nachruf. werter Fern der Heimat siel im Besten 24. August unser Sollege, der Schlosser am Rudolf Selle. Wir werden ihm allezeit ein ehrendes Andenten bewahren. Die Kollegen der Firma J. L. Bacon. 1412 Allzufrüh und fern von seinen Lieben starb am 21. Januar 1915 an seinen schweren Verwundungen im Lazarett zu Freiburg i. Dr. unser herzensguter, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder und Neffe, mein unvergeßlicher Bräutigam, der Landsturmmann Fritz Nicolai 9 Arbeiter Kompagnie Berlin II im 23. Lebensjahre. 10045 Im tiefsten Schmerz Albert Nicolai und Frau, Hannchen, Willi. Walter u. Georg als Geschwister. Anna Rhode als Verlobte. Er ging von uns mit schwerem Herzen Und hoffte auf ein Wiederseh'n, Doch größer ist jetzt unser Leiden, Da dieses nicht mehr fann gescheh'n, Du treues Herz, ruh still in Frieden Ewig beweint von Deinen Rieben Deutscher Transportarbeiter- Verband Bezirk Groß- Berlin. Folgende Kollegen sind im Felde gefallen:. Gustav Bork, Geschäftskutscher Eduard Haberland, Straßenbahner Paul Haehre, Bader Willi Popoczelski, Geschäftsdiener Arthur Simon, Geschäftsdiener Robert Tönies, Droschkenchauffeur Wilhelm Ziem, Droschfenchauffeur 70/13 Ehre ihrem Andenken: Die Bezirksleitung. Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Bez. Lichterfelde Im Felde find folgende Kollegen gefallen: Wilhelm Bartel, Fliesenleger Ernst Brettschneider, Maurer Max Donath, Bersetzer Hermann Fuhrmann, Fahrstuhlarb. Fritz Grommas, Fahrstuhlarbeiter Martin Helling, Maurer Otto Hoffmann, Maurer Friedrich Klein. Silfsarbeiter Ferdinand Krause, gifsarbeiter Paul Kretschmer, Maurer Artur Lamotte, Fliesenleger Paul Maaß, Butzer Franz Radtke, gifsarbeiter Richard Rüpp, Maurer Leo Sander, Maurer Ernst Zillmer, Maurer W Lichterfelbe Neukölln " " Charlottenburg Friedenau Moabit " Neukölln Charlottenburg " · " Bedding Ditent II Moabit Norden I Norden II Wedding Treptow Bankow Ehre ihrem Andenken! Ferner starb am 25. Januar infolge eines Unglüdsfalles der Maurer 145/16 wideWilhelm Heinze( Bez. Süben) Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 1. Februar, nachmittags 31, Uhr, von der Halle des Thomas- Kirchhofes in der Hermannstraße aus statt. Kraft- und Ringsport- Verein Eintracht Britz“ ( Mitglied des Arb.-A.-B.) Den Sportfollegen hierdurch die traurige Nachricht, daß im Westen injolge Krankheit unser lieber Kollege, der Tambour Albert Janke Inf. Reg. Nr. 20 im blühenden Alter von 22 Jahren verstorben ist. Sein follegialisches Verhalten fichert ihm ein dauerndes Andenken. 282 Der Vorstand. Am 8. Januar 1915 starb im Feldlazarett zu Jezow den Heldentod jürs Baterland mein lieber Bruder, der Ersatzreservist Gustav Bergemann im blühenden Alter von dreiundzwanzig Jahren. Der Vorstand. Bei den Kämpfen in Polen fiel am 30. Dezember mein innigst geliebter, unvergeßlicher Mann und treusorgender Bater meiner Kinder, der Behrmann an Adolf Mind im Alter von 39 Jahren. Dies zeigen in tiefften Schmerz Elisabeth Mind geb. Tabbert nebst Kindern, Gustav und Kari Mind als Brüder nebst Familien. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Strang spenden bei der Beerdigung unseres geliebten, unvergeglichen indes Martha Schlesier fagen wir allen Verwandten, Freunden, Bekanntmachung. Aufnahme zur Sicherstellung der Brotversorgung. Nach der Verordnung des Bundesrats vom 25. d. Mts. findet am 1. Februar eine Aufnahme der Getreide und Mehlvorräte statt. Das für jede Haushaltung bestimmte Erhebungsformular ist beim Hauss befizer oder Hausverwalter zu entnehmen und vom Haushaltungsvorstande bis zum 5. Februar auszufüllen. Die Eintragungen müssen nach Zentnern erfolgen. Fehlende Formulare sind beim zuständigen Bezirksvorsteher zu beschaffen. Diejenigen Haushaltungsvorstände, die das Formular am 1. oder am 2. Februar ausgefüllt haben, fönnen es beim Hausbefizer oder beim Hausverwalter wieder abgeben, von dem es am 3. oder 4. Februar abgeholt wird. Alle and ren Ha shaltungsvorstände haben das Formular bis zum 5. Februar portofrei an das Statistische Amt der Stadt Berlin, Bost strage 16 III, einzusenden. Die Aufnahme erfolgt zur vollständigen Sicherstellung der Brotversorgung. Die sorgfältigste Ausfüllung ist daber eine unabweisliche, vaterländische Pflicht, welcher jeder nachzukommen hat. Wer die geforderten Anzeigen nicht in der gefesten Friit beantwortet, oder wer wissentlich un richtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 M. bestraft. Es tritt ferner die Fortnahme der bei der Anzeige nicht au gegebenen Vorräte ohne Entschädigung ein. Ein Anzeigepflichtiger, der am 1. Dezember 1914 Vorräte verschwiegen hat, bleibt straffret, wenn er fie jest richtig angibt. Berlin, den 30. Januar 1915. Magistrat der Königlichen Haupt und Residenzstadt Berlin. gez. Wermuth. Sicherung unserer Brotversorgung. Ein jeder kennt die Absicht unserer Feinde, uns auszuhungern. Dieser Plan wird an unserer Kraft und an unserem Willen zerschellen. Lebensmittel find genügend vorbanden, wenn in verständiger Wirtschaft hausgehalten wird. Keiner braucht zn barben, aber jeder hat die Pflicht, deat früher reichlichen Verbrauch auf das Notwendige zu beschränken. Die Bekanntmachung des Bundesrats vom 25. Januar 1915 begrenzt daher die Herstellung von Badwaren vom 1. Februar 1915 ab auf drei Biertel der bisherigen Menge. Dem fann und muß sich jeder einzelne in seinem Verbrauch anpassen. An Brot und Mehl find für die Ernährung einer Person in der Woche feinesfalls mehr als 2 Kilogramm er forderlich. Wie die Erfahrung lehrt, fann man sich auch häufig mit einer geringeren Menge begnügen. Es stehen uns ja neben dem Brot auch andere billige Lebensmittel, insbesondere Kartoffeln, zur Verfügung. Aus gesetzlichem und vaterländischem Gebot trifft daher jeden die Pflicht, über das Höchstmaß von 2 Kilogramm Brot und Mehl unter feinen Umständen binauszugehen, wohl aber mit weniger auszufommen, wenn dies zu seinem Unterbalt genügt. Bon denen besonders, deren Lebenshaltung die auss reichende Ernährung mit anderen Nahrungsmitteln geftattet, muß unbedingt erwartet werden, daß sie ihren Brotverbrauch um so stärker vermindern. Schwierigkeiten werden sich im Anfang kaum vermeiden lassen. Wir menden uns an den vaterländischen Sinn und das Verständnis unserer Mitbürger mit der Bitte, sich willig den nachfolgenden Anordnungen, die das allgemeine Wohl gebietet, zu fügen. Steiner dränge zu den Verkaufs stellen; seinen Wochenbedarf taufe jeder nach und nach an den einzelnen Tagen ein. Zur Reaelung des Brot- und Meblverbranche wird gemäß§ 36 der Bekanntmachung vom 25. Januar 1915 mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde folgendes angeordnet: § 1. Die Entnahme von Brot und Mehl ist nur mit der Beschränkung zulässig, daß auf den Kopf der Bevölkerung an Roagen- und Weizenbrot sowie Roggen, Weizen, Hafer- und Gerstenmehl, und zwar Brot und Mehl insgesamt, für die mit Montag, den 1. februar 1915, und jedem weiteren Montag beginnende Kalender woche höchstens 2 Kilogramm entfallen. Dies gilt ohne Rücksicht darauf, in welchem Gemeindebezirk die Entnahme erfolgt. § 2. Für Gaft- und Schankwirtschaften wird die Entnahme von Brot und Mehl dahin beschränkt, daß auf die einzelne Birtichait an Noggen- und Weizenbrot sowie Roggen, Weizen, Safer- und Berstenmehl, und zwar Brot und Mehl insgesamt, für die mit Montag, den 1. Februar 1915, und jedem weiteren Montag bea ginnende Kalenderwoche höchstens das Siebenfache der Menge entfällt, die drei Vierteilen des durchschnittlichen Tagesverbrauchs bom 1. bis einschließlich 15. Januar 1915 entspricht. § 3. Für Brot werden folgende Einheitsgewichte vorgeschrieben: 1. Für Weizenbrot 75 Gramm. Dies gilt nicht für Zwiebad; er ist nach Gewicht zu verfaufen. 2. Für Roggenbrot ein oder einundeinhalb oder zwei Kilogramm. § 4. Kuchen darf( an Roggen- und Weizenmehl insgesamt nicht mehr als 10 Proz. des Kuchengewichts enthalten. § 5. Zuwiderhandlungen werden gemäß§ 44 der Bekanntmachung von 25. Januar 1915 mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 M. bestraft. § 6. Die Anordnung tritt mit dem 1. Februar 1915 in Straft. Berlin, den 30. Januar 1915. Magistrat der Königlichen Haupt- und Residenzstadt. Bekannten und Kollegen unseren Achtung! tiefgefühlten Dank. Grünthalergez Wermuth. Achtung! Schneider- Innung zu Berlin. Familie Schlesier, straße 11. 980b Dies zeigt tiefbetrübt an Elsa Bergemann. Leicht sei ihm die fremde Erde! Nach langem Hoffen die traurige Nachricht, daß mein lieber, un vergeßlicher Mann, unser lieber Bruder, Sohn, Schwager, Schwiegersohn und Onker, der Wearmann Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau fagen wir allen Teilnehmern, insbesondere der Firma A. Dunski für die Kranzspende und Achtung! Behufs Vornahme der Wahlen zur Ergänzung des Gesellens Ausschusses werden gemäß des Statuts der Vereinigten Innungen zu Berlin, die bei Mitgliedern der Schneider- Innung beschäftigten Gesellen, rbeiter und Arbeiterinnen, Hausdiener. überhaupt alle Personen, weldje im Geschäftsbetriebe eines Jnnungsmitgliedes tätig sind, Montag, den 1. Februar d. 3., abends 8 Uhr, Herrn Reimann unseren aufrichtigen nach dem Lokale Wilkes Festfäle, Sebaftianstr. 39, hiermit eingeladen. Dant. Julius Hanisch nebst Kindern. Paul Gedamke Sterbekasse Nr. 56. am 11. September in Rußland im blühenden Alter von 28 Jahren gefallen ist. 1006b Dies zeigen tiesbetrübt an Witwe Pauline Gedamke nebst Verwandten. Berlin, Kaplerstr. 3. Leicht sei ihm die fremde Erde. Am 28. Januar verschied unser Kastenangestellter und Kollege Gustav Haenel im 76. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand und die Angeftellten d. Jnnungskrankenkasse der Tischler.. Die Beerdigung findet Montag, den 1. februar, nachmittags 4%, Uhr, von der alle Des alten Thomas- Kirchhofes aus statt. am 280/7 Berlin. Die nächste Ordentliche Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Gesellen- Ausschusses. 2. Ergänzungswahl der Ersatzmänner des Gesellen- Ausschusses. 3peite Bersammlung 9 Uhr. Tagesordnung: Neuwahl von 8 Beisitzern und 2 Erfaßmännern für das InnungsSchiedsgericht. Zum Mitgliede des Schiedsgerichts soll nur berufen werden, wer das 30. Lebensjahr vollendet, in dem der Wahl vorangegangenen Jahre für fich oder seine Familie Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln nicht General- Versammlung erhalten oder die empfangene Unterſtügung zurüderſtattet hat. findet am Mittwoch, den 10. Februar 1915 werden. abends 8, Uhr in Funkes Gesellschaftshaus, Triftstr. 63, statt. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Bericht der Revisoren. 2a. Nachtrag 31§4, betreffs Auszahlung des Sterbegeldes Sinterbliebene Gefallener. att 3. Wahl der ausscheidenden Bor standsmitglieder. 4. Wahl der Revisoren. 5. Wahl der Ersatpersonen. 6. Anträge und Verschiedenes. Der Vorstand. 292/11 Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung des Kassenbuches gestaltet. Berfonen, welche zum Amte eines Schöffen unfähig sind( G. B. G. vom 27. Januar 1877[ R.-G.-B. 187, S. 41]§§ 31, 32), fönnen nicht berufen 165/12 Bur Teilnahme an den Wahlen(§§ 3 und 4) ist nur berechtigt, wer das 25. Lebensjahr vollendet hat. Berlin, 28. Januar 1915. Im Auftrage des Gesellen- Ausschusses: Gustav Gebauer, Raumerstr. 34. Schneider Innung Berlin: Karl Vieten. Obermeister. Garantie- Batterien 24 Pt. Militär- Anhängelampe mit Batterie und Metallfad. 1.75 Armee Leder Anhängelampe zum Anschnallen 2.90 ans Koppel mit Batterie und Metallfadenbirne Lantenienerzeug à 20, 2 St 35 Pf. Feldkocher. 10 und 20 Pf., Handwärmer. Hartspiritus, Dose Im Felde fehlt Wasser und Seife! grosse Tube ,, Wasche dich" m. 6 Papier- Handtüchern 50 Pf Gasglählichtwerke ,, Nordstern", Köpenickerstr. 30 a Gr. Frankfurter Str. 107 und Reinickendorfer Str. 13 Verantwortlicher Redakteur: Alfred Wtelepy, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderet u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. r. 31. 32. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus Groß- Berlin. Ordner zur Regelung des Brotverbrauchs. Die Berliner Gewerkschaftskommissie braucht gegen Bezahlung für einige Tage& ontrolleure; fie wünscht deshalb, daß sich Arbeitslose am Sonntag und Montag vormittags von 9 bis 12 Uhr im großen Saale des Gewerkschaftshauses einfinden, um auf diese Tätigkeit vorbereitet zu werden. bereit erklärt, solche Entlassenen aufzunehmen, die vom Bunde empfohlen werden. Für Entlassene, die wegen Alkoholismus interniert waren, fann hier jedoch nicht eingetreten werden. Sonntag, 31. Januar 1915. Während in normalen Zeiten bei starkem Schneefall genügend Arbeitskräfte zur Verfügung standen, scheint es jetzt nicht mehr der Fall zu sein. Der Hauptgrund dürfte darin zu suchen sein, daß zahlreiche Arbeiter eingezogen sind und für diese in den in Betracht kommenden Industrien durch Neueinstellung von ArKränkliche, Berliner Brotpreise bis Januar 1915. Die vom Statistischen Amt der Stadt Berlin regelmäßig aus- beitern aus anderen Berufen Ersaz geschaffen purde. Eine große geführten Ermittelungen des Brotpreises aus Gebädankäufen in Anzahl von Arbeitern, die sonst in den Wintermonaten feierten 40 Bädereien ergaben als durchschnittlichen Preis pro Kilogramm und sich für die Arbeiten der Schneebeseitigung besonders eigneten, Roggenbrot in 1915 zu Anfang Januar 34,97 Bf., dagegen in haben in der Anfertigung von Militärausrüstungsgegenständen 1914 Mitte Dezember 34,67 Pf., Anfang Dezember 33,81 Bf. Der lohnenden Verdienst gefunden. Nun erfordert aber die Beseitigung Monatsdurchschnitt war für Dezember 34,53 Pf., dagegen für des Schnees unzweifelhaft eine gute Gesundheit. November 33,45 Pf., Dtober 32,82 Bf., September 32,19 f. fchwächliche Arbeiter kommen für diese Arbeit nicht in Betracht, August 32,95 Pf., Juli 29,65 Pf. Beim Weizenbrot( Schrippen) wollen sie nicht starke Erkältungen usw. riskieren. Mit Recht hat wurde als durchschnittlicher Preis pro Kilogramm ermittelt in 1915 der Vorwärts" darauf hingewiesen, daß es manchem Arbeitszu Anfang Januar 62,46 Bf., in 1914 um Witte Dezember 62,78 Pf., pilligen infolge seines defekten Schuhwerks einfach unmöglich ist, Anfang Dezember 59,77 Pf. Hier war der Monatsdurchschnitt für die Arbeit zu übernehmen. Es muß gestreckt werden; da auch die Dezember 61,93 Bf., November 58,43 Bf., Oftober 57,56 f., Soften für die Reparaturen des Schuhwerks erheblich gestiegen sind, September 37,55 Pf., Auguſt 59,23 Pf., Juli 55,06 Pf. Der vird auch hier gespart und das Schuhwerk erst dann in Reparatur Dezemberdurchschnit stand über dem Julidurchschnitt beim Roggen- mission Berlins und Umgegend hat sich daher, gleich nach dem gegeben, wenn es oft schon zu spät ist. Die Gewerkschaftskombrot um 16½ Proz., beim Weizenbrot um 12½ Proz. ist 17 Der Einuhrschluß in der Silvesternacht. Eine für Gastwirte bemerkenswerte Verhandlung fand gestern vor dem Amtsgericht Berlin- Wedding statt. Bekannt. lich war auf Veranlassung des Oberkommandierenden der Marfen angeordnet worden, daß in der Silvesternacht sämtLiche Lokale angesichts der jetzigen ernsten Zeit um 1 1hr nachts geschlossen werden sollten. Gestern stand ein Gastwirt vor mägig die Preise in den einzelnen Bädereien mehr oder wandt und den Vorschlag gemacht, neben einer Erhöhung des bisVon dem Durchschnitt aus den 40 Bäckereien weichen regel- ersten starken Schneefall, an die Stadtverwaltung( Magistrat) als auch an die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn ge Gericht wegen Uebertretung der Polizeistunde. Er hatte ein minder weit nach oben und nach unten ab. So wurde Anfang andt und den Vorschlag gemacht, neben einer Erhöhung des bisStrafmandat von 4 M. erhalten, weil er nach der Polizei- Januar 1915 ermittelt beim Roggenbrot als niedrigster Preis herigen Lohnes, der erheblich hinter dem ortsüblichen Lohn zurüdfiunde am 31. Dezember noch Gäste in seinem Lokal geduldet 26,50 Bf., als höchfter 38,28 Pf., beim Weizenbrot als niedrigfter blieb, Holzschuhe zum Ueberziehen über die Stiefel der Arbeiter hatte. Auf Aufforderung eines Schumannes hat der Gait Breis 42,92 Pf., als höchster 75,76 Pf. Beim Roggenbrot i beitern zur Verfügung zu stellen. Bezüglich des Lohnes hat der anzuschaffen und diese wie das andere Arbeitsgerät, den Arpirt um 12 Uhr sein Lokal geschloffen. Vor dem Schöffen die Spannung zwischen den niedrigsten und den Vorwärts" ja schon die Mitteilung gemacht, daß derselbe pro Tag gericht gab der Gastwirt an, er und mit ihm viele Gastwirte höchsten Preisen nicht mehr so groß, wie es sonst in der seien der Ansicht, daß die Verordnung ein längeres Aufhalten Zeit vor dem Kriege war. Anfang Juli 1914 wurde ermittelt als der Großen Berliner Straßenbahn liegt eine Mitteilung nicht vor. um 50 Pf. erhöht worden ist, allerdings nur von der Stadt. Von der Lokale über ein Uhr hinaus habe verhindern wollen, daß niedrigster Preis 21,55 Pf., als hödster 35,71 Pf. Die höchsten Der Magistrat Berlins schrieb, daß er die Anregung bezüglich der man aber in Interessentenkreisen der Meinung sei, in der Preise des Roggenbrotes find jetzt nicht viel höher als vor dem Holzschuhe für sehr dankenswert, aber praktisch nicht für durchSilvesternacht habe man bis 1 Uhr das Lokal offen halten Ariege. Dagegen waren vor dem Kriege die niedrigsten Preise sehr führbar halte. Es käme bei den großen Holzschuhen das unsichere fönnen. Es habe sich die Praxis herausgebildet, daß die viel niedriger als jetzt. Anfang Januar 1915 war der niedrigste Gehen auf der glatten Schneebahn in Betracht. Da sich aber die Volizei in der Silvesternacht den Gastwirten wegen der Preis um 4,95 Bf., der höchste nur um 2,57 Pf. höher als Anfang Arbeiter in den großen Verkehrsstraßen schnell und sicher bewegen Bolizeistunde feine Schwierigkeiten mache. Ein als Beuge Juli 1914. Die Spannung zwischen dem niedrigsten und dem müßten, ließe sich die Einführung nicht durchführen. Sind dieje erschienener Schußmann sagte auf Befragen aus, daß die höchsten Preis betrug Anfang Juli 1914 noch 14,16 f., 66 Proz. Gründe rein sachlicher Natur und haben diefelben etwas für sich, Bolizeistunde maßgebend sei; wer sein Lofal länger offen des niedrigsten Preises von damals, Anfang Januar 1915 aber nur so können die Gründe der Großen Berliner Straßenbahn als nicht halten wolle, müsse das auf dem Revier nachsuchen und einen 11,78 Pf., 44 Proz. des niedrigsten Preises von jetzt. Stempelbogen von 1,50 M. lösen. Das sei im vorliegenden 11,78 Pf., 44 Proz. des niedrigsten Preises von jetzt. stichhaltig angesehen werden. Diese erklärte in ihrer Antwort, Falle nicht geschehen und das Lokal jei bis 12 11hr, also über Aufrechterhaltung der Versicherungsansprüche. daß die Verteilung der Holzschuhe über die weit ausgedehnten die Polizeistunde hinaus geöffnet gevejen. Früher habe für Berlin am Silvester die sogenannte freie Nacht bestanden, die gestelltenversicherung warnt bon Der Ortsausschuß der Berliner Vertrauensmänner der An- Streden auf Schwierigkeiten stoßen würde. Dann aber würden die Schuhe leicht abbanden kommen, da jetzt schon die Arbeiter die vorübergehend fei seit einigen Jahren fortgefallen. Der Amtsanwalt meinte, ftellungslosen Angestellten davor, ihre Ansprüche an die Versicherung vielfach das Arbeitsmaterial einfach auf der Strede liegen laffen. die Tatsache der Ueberschreitung der Polizeistunde stünde fest. berfallen zu lassen. Nach dem Versicherungsgesetz für Angestellte Die Schuhe würden dann leicht von Dritten mitgenommen iverDie Verordnung des Oberfommandierenden der Marken, nicht müffen, um die Anwartschaft aufrecht zu erhalten, zunächst in jedem den. Hieran würde auch der eingedrückte Brennstempel-- wie länger als bis 1 1hr die Lofale offen zu halten, sollte doch Kalenderjahr mindestens 8 Beiträge gezahlt werden. Wer alfo in vorgeschlagen nichts ändern. Diese Gründe erscheinen uns recht eine Einschränkung des Gastwirtsverkehrs mit sich bringen, einem Jahre weniger als 8 Monate versicherungspflichtig beschäftigt fadenscheinig und sind wir nach wie vor Ansicht, daß bei einigernicht aber zugleich eine Ausdehnung der Polizeistunde von war, ohne daß er einen geſetzlichen Hinderungsgrund hatte( wie maßen gutem Willen sich ein Weg finden laſſen dürfte, den Ar11 bis 1 hr. Eine solche Annahme jei durchaus falsch und es Krankheit, Heeresdienst usw.), hat die fehlenden Beiträge selbst zu beitern zu einem Schuß für ihre Füße bei ihrer Arbeit zu verhelfen. müffe Verurteilung eintreten. Zu einer Entscheidung fam das Ralenderjahre rüdständig geblieben sind, noch im Laufe des darauf diesen Grund in Berüdjichtigung ziehen; des weiteren aber auch zablen. Das Gefez läßt jedoch zu, daß Beiträge, die in einem Wenn man also Geſchrei anstimmmt über Zentemangel, ſollte man Gericht nicht, die Sache verfiel der Vertagung, da die Frau folgenden Kalenderjahres nachgezahlt werden. Rückstände für des Gastwirts selber geladen werden soll. das Jahr 1914 fönnen also noch während des laufenden den, daß die Arbeiter wohl beanspruchen können, den ortsüblichen Jahres beglichen werden, durch Einzahlung der an der Zahl 8 John zu erhalten. Durch eine Bekanntmachung des Oberkom fehlenden Beiträge auf das Postichedtonto( rotes Formular) der mandos ist angeordnet worden, daß der Arbeitgeber, der gefanReichsversicherungsanstalt für Angestellte in Wilmersdorf. gene Soldaten beschäftigt, hierfür den ortsüblichen Lohn zu zahlen hat. Würden also zur Arbeit der Schneebeseitigung gefangene Soldaten verwendet werden, so wäre dafür der ortsübliche Lohn zu entrichten, während jezt die Entlohnung an die Arbeiter hinter diesem ortsüblichen Lohn zurückbleibt. neuem Opfer der Kälte und der Glätte 97 Hilfe für die Frrenanstaltsentlaffenen. Seit Jahrzehnten liegt das Gebiet der sozialen Fürsorge für die Gebesserten oder Geheilten, die aus Jrrenanstalten entlassen Für Angestellte, die infolge ihrer Stellungslosigkeit nicht in de werden, noch zum größten Teile brach. Beil man sich um diese Lage sind, die Mittel für die freiwilligen Beiträge, die übrigens pro Monat nur 1,60 m. zu betragen brauchen, aufzubringen, läßt Unglüdlichen nicht genügend fümmerte oder genug getan zu haben das Versicherungsgesetz jedoch noch eine weitere Erleichterung zu. glaubte, wenn fie der notdürftigsten Armenpflege überwiefen Gemäß§ 50 Abjat 2 fönnen sie eine Stundung ihrer Bei sourden, konnte das Vorurteil gegen alles, was aus dem Jrren- träge erbitten. Der Antrag muß an die Reichsversicherungsanstalt Hause kommt, verallgemeinerns immer weiter fressen. In der für Angestellte vor Ablauf desjenigen Kalenderjahres neuesten Nummer der Blätter für die Berliner Armen- und gerichtet werden, in dem sonst die Nachzahlung fehlender Bei- find Freitag und in der gestrigen Nacht vier Männer geworden. Baisenpflege betont Magistratsrat Dr. Gordon, daß es Pflicht träge noch möglich wäre. Für Rückstände aus dem Jahre 1914 Auf dem Grundstüd Lindenstr. 103 fanden Hausbewohner gestern der bürgerlichen Gesellschaft sei, vor allem die Arbeitskraft müßte also der Antrag vor Ablauf des Jahres 1915 eingehen. Die morgen einen Mann besinnungslos auf dem Flur liegen. Ein Schutzdes gebesserten Kranten, die ja in der Regel das einzige Ver- Verrechnung von Pflichtbeiträgen ausgeglichen werden. dadurch für den Angestellten entstehende Schuld fann späterhin durch mann brachte den Erstarrten nach der Hilfswache am Tempelhofer Ufer und dort stellte der Arzt fest, daß er erfroren und tot war. mögen des wirtschaftlich Schwachen ausmache, zu erhalten und Die Geschäftsstelle des Berliner Drtsausschusses Nach Papieren, die man bei ihm fand, ist der Verstorbene ein wiederherzustellen, also auch die dem Bedürftigen bei seiner Rückkehr der Vertrauensmänner, W 35, Flottwellstr. 4, I, gimmer 5, 49 Jahre alter, aus Krotoschin gebürtiger Schiffer Ernst Lehmann. in das bürgerliche Leben vielfach entstehenden großen Schwierigkeiten ist jederzeit gern bereit, nähere Auskunft zu erteilen, am besten in Roch lebend wurde gestern morgen vor dem Grundstüd Kraut auszuschalten. Der Verfasser begrüßt es deshalb mit Genugtuung, ibrer Sprechstunde, die täglich von 1 bis 3 1hr abgehalten wird. Straße 38 ein unbekannter Mann von etwa 45 bis 50 Jahren aufdaß die feit 2 Jahren bestehende städtische Beiratstelle für Jrren- Auswärtigen Versicherten wird eine Nachfrage bei ihren zuständigen gefunden. Er wurde nach dem Krankenhaus am Friedrichshain geschafft, starb aber bald nach der Aufnahme. Wahrscheinlich auch anstaltsentlassene, die jetzt für die aus den städtischen Frrenanstalten Ortsausschüssen empfohlen. infolge Erfrierens. Der Mann ist mittelgroß, hat blondes Haar, etwas Herzberge, Dalldorf und Buch entlassenen empfehlenswerten BeDer Frost und die Eislaufflächen Berlins. Glaze und einen blonden Schnurrbart und trug ein braundürftigen eintritt und allerdings immer noch einen Versuch darstellt, bereits viel Gutes gestiftet habe. Er führt zum Beweise der erfpriek- läufe in der Umgebung Berlins angefangen, fich mit einer Eisdecke Durch den Frost der letzten Tage haben die Seen und Fluß schwarz fariertes Jadett, eine dunkelgrüne Hofe und eine grau braunfarierte Sportmüße. Der 48 Jahre alte Händler St., der lichen Wirksamkeit der Beiratstelle eine Reihe erfolgreicher Fälle an, zu überziehen. Da nun der Eislauf in freier Natur eine große für fich allein in der Püdlerstr. 9 im Keller wohnte, wurde auf dem von denen hier einige, um die öffentliche Hilfstätigkeit auf diesem Anziehungskraft auf alle Freunde dieses schönen und gesunden Rücken liegend aufgefunden. Ein Arzt stellte fest, daß er tot unb Gebiete anzuregen, furz wiedergegeben feien: Sports ausübt, so fann, wie das Berliner fönigliche Wasserbauamt erfroren war. Der 30 Jahre alte Rangierer Georg Berganer Eine 36 Jahre alte, durch ihre geistige Erkrankung verschuldete schreibt, nicht eindringlich genug vor einem zu frühzeitigen Betreten aus der Dunderstr. 33 geriet vorgestern abend lurz vor 10 Uhr in und verarmte Näherin wird interniert, der fleine Haushalt aufgelöst, der noch nicht genügend tragfähigen Eisdede gewarnt werden. An folge der Glätte auf der Ringbahn in der Nähe der Prenzlauer die erwerbsunfähige Mutter in ein Altersheim gebracht. Nach der vielen Stellen wird trok andauernden Frostes überhaupt keine ge- Allee mit dem Fuß in eine verfchneite Weiche und fonnte sich nicht nügende Festigkeit des Eises eintreten. So bleibt überall dort, wo schnell genug mehr befreien. Ein Rangierzug faßte ihn und schleifte Entlassung wird der Gebeſſerten in einem Bäichegeschäft Stellung Fabriken oder Stläranlagen, wie zum Beispiel an der Oberspree ihn 80 Meter weit, bevor der Führer ihn zum Stehen bringen konnte. besorgt. Sie kann bald wieder einen eigenen Haushalt gründen und der Dahme, ibre warmen Kondens- oder Abwässer in den Jezt lag der Verunglückte mit zerschlagenen Gliedern tot auf den und ihre Mutter zu sich nehmen. Flußlauf leiten, die Eisdecke in der Regel so schwach, daß sie beim Schienen. Betreten zusammenbricht. Ebenso muß der Eisläufer große Vorsicht gebrauchen, wenn er sich den Brüden nähert. An diesen wird der Flußquerschnitt durch die Flußpfeiler und durch die in den Fluß Das Mahn und gwangsverfahren bei der Steuereinziehung hineinragenden Brückenzufahrten eingeengt, so daß durch den ver- wurde in Berlin im Steuerjahre 1913/14( 1. April 1913 bis fleinerten Flußquerschnitt das Wasser mit vergrößerter Geschwindig 31. März 1914) merklich öfter als im vorhergehenden nötig. Einz feit fließt. Infolgedessen kommt es an den Brüden häufig zu feiner ziehen waren diesmal 3622 504 Steuerposten, gegenüber 3 583 418 geschlossenen oder doch nur zu einer schwachen Eisdecke. Als weitere im Vorjahre. Es wurden nach erfolgloser Vorlegung der SteuerGefahrpunkte sind die Stellen zu bezeichnen, an denen die zahl- quittungen im letzten Jahre 941 889 Mahnungen, im vorlegten reichen Eiswerke und die Anwohner ihren Eisbedarf decken oder von Fischern die Eisfischerei betrieben wird. An diesen Stellen wird die nur 904 558 angeordnet. Auf je 1000 einzuziehende Steuerposten Ein 48 Jahre alter Handlungsgehilfe, schon siebenmal in Frren- Gisbildung immer wieder unterbrochen. Zwar sollen alle diese entfielen diesmal 260 Mahnungen, gegenüber 255 im Vorjahre. Den anstalten interniert und zuletzt in Trunksucht verfallen, hält wegen Stellen durch aufgestellte Eisstücke oder Strohwippen als gefährlich weitaus größten Anteil an den Steuerposten und an den Mahnungen ſeiner nervösen Unſtetigkeit im laufmännischen Betriebe nicht aus. gekennzeichnet werden, aber häufig genug werden diese Abgrenzungen haben die Staats- und Gemeinde Einkommensteuer nebst Er erhält Barkarbeit, führt sich hier tadeños und unterstügt noch fahrläffig ausgeführt oder mutivillig beseitigt, so daß der Eis- Ergänzungssteuer. Sie zufammen lieferten im legten Jahre 3 150 417 seine alte Mutter. laufende in bedenklicher Weise gefährdet wird. Dazu kommt noch, Steuerposten und 831 608 Mahnungen. Das ergibt hier auf je Echwierig geftaltete fich die Hilfe für einen 46 Jahre alten bag bis zur Berhängung der Schiffahrtssperre die Schiffahrt durch 1000 Steuerposten 264 Mahnungen, gegenüber 261 pro 1000 im starke Schleppdämpfer aufrecht erhalten wird, die eine Fahrrinne für Vorjahre. Klempner, der aus einer Trinkerfamilie stammt und nach mehr die Schiffahrt offen halten, und auf diese Weise in der Fahrrinne jährigem Landstraßenleben vom Arbeitshaus ins Jrrenhaus die Bildung einer tragfähigen Eisdecke verhindern. Wie werden nun die Mahnungen erledigt? Entweder leistet gefommen war. Mit Unterstügung von Abstinenzvereinen lehrte er Auf der Spreestrecke von Berlin bis Friedrichshagen und auf der Steuerschuldner noch Zahlung, oder es wird zur Pfändung gezu seinem Berufe zurüd und verfügt heute fogar über ein Spar- der Tahme von Köpenic bis Niederlehme wird überhaupt keine schritten, die freilich sehr oft nichts bringt. Jm legten( bezw. vortassenbuch. Schiffabrtssperre angeordnet, io daß auf diesen Stellen durch das letzten) Jahr wurde nach Mahnung noch gezahlt in 468 847( 479 175) Ein 42 Jahre alter Kaufmann, der das Gymnasium bis Dber immer erneute Wiederaufbrechen der Fahrrinne keine vom Ufer zu Fällen, zur Pfändung geschritten in 473 042( 425 383) Fällen, prima besucht hat und mehrere Sprachen beherricht, war schon fer zusammenhängende Eisdecke entstehen kann. Auch an den Fähr fruchtlos in 406 387( 365 611) Fällen davon. Die Zahlungen 17 Monate in einer megilanischen Frrenanstalt. Aus Herzberge ent- in die in der Entstehung begriffene Eisdede Rinnen herzustellen, um die fruchtlosen Versuche. Auf je 1000 Mahnungen famen 498( 630) stellen sind die Fähr inhaber gezwungen, beim Eintritt des Frostes find seltener geworden, häufiger die Pfändungen und ganz besonders lassen, hat er sich mit Hilfe der Beiratstelle zum gutbezahlten Buch- mit eisernen sähnen die Fahrgäste überzuießen. Das sich auf diesen Bahlungen und 502( 470) Pfändungen, darunter 431( 404) fruchtlose halter emporgearbeitet. Rinnen bildende Eis ist zunächst zu schwach, um die Laſt eines Bersuche. Zurüď zuführen ist dieses Gesamtergebnis hauptsächlich In allen diesen und zahlreichen anderen Fällen wären die Ent- Menschen zu tragen. Es wird daher eindringlich geraten, zum Tassenen ohne das bilfreiche Eintreten des Fürsorgeamtes höchst- Schlittschuhlaufen und zum Eissegeln nur die Flächen zu benutzen, auf den Einfluß der größten Gruppe, der Staats- und Gemeindewahrscheinlich nicht wieder auf einen grünen Zweig gekommen und bald die polizeilich freigegeben und sicher abgegrenzt sind. Einkommensteuern nebst Ergänzungssteuer. Hier hatte das von neuem der Anstaltspflege verfallen. Natürlich glückt die Hilfe Als lebergänge sind nur die Fährstellen zu benußen, da hier die letzte( bezw. vorlegte) Jahr auf je 1000 Mahnungen 466( 499) nicht immer, aber gegen die früheren Zustände ist das Erreichte von Fährpächter dafür verantwortlich sind, eine sichere Fußgängerbahn Zahlungen und 534( 501) Pfändungen, darunter 455( 428) fruchtloje. größtem sozialen Werte. herzurichten und den llebergang über etwaige offene Fahrrinnen mit starken Rähnen zu bewirken. Eine 40 Jahre alte Heimarbeiterin verfällt durch den Tod ihres Mannes in Gemütskrankheit. Die drei schulpflichtigen Kinder kommen in Waisenpflege. Nach fast einjährigem Anstaltsaufenthalt wird die Wohnungseinrichtung ausgelöst, eine neue Wohnung gemietet, Arbeit beschafft und ein Mietsguichuß gewährt. Dret Monate später erhielt die Mutter auch ihre Kinder zurück. Dem Schuhmacher Sch. wird nach dreimaliger Anstaltsbehandlung ein fleiner Laden gemietet, eine Reparaturwerkstatt ein gerichtet und Arbeit beschafft. Eine die gleichen Zwede verfolgende Fürsorgestelle hat jezt auch der bekannte Bund für Frrenrecht eingerichtet, an den sich auch zahlreiche aus Provinzialirrenanstalten entlassene Bersonen um Hilfe Berlin im Schnec. Der Steueregekutor. Warnung vor falschen Gerüchten. Das Oberkommando in den Marfen meist darauf hin, daß Zu diesem in Nr. 30 unserer Zeitung enthaltenen Auffah mir die Verbreitung falscher Gerüchte über die mit uns verbündeten Armeen durchaus unstatthaft ist und wenden. Die Borstände verschiedener Arbeiterfolonien haben sich uns aus Gewerkschaftskreisen geschrieben: gegen die Verbreifung solcher Gerüchte ebenso energisch vor-] gegangen wird wie gegen diejenigen, die etwa über die eigene elma über die eige Armee falsche Gerüchte ausstreuen. Gerichtszeitung. werden fleißig Sammlungen veranstaltet, die allein schon in Pittsburg 15 000 Dollar ergeben haben. Aber auch zum Kriege kommt es hier schon mal. Daß ich Dir erzähle: Gin Arbeitskollege von Wahnsinn oder Verbrechen? mir war auf einer Hochzeit. Von den Gästen bildeten Deutsche Ein Wiederaufnahmeverfahren, welches eine vor zirka erwedenden Wirkungen von ale and spirits" erwachte bei den Arbeitslosenfürsorge in Vorbereitung. und Engländer zwei ungefähr gleiche Teile. Unter den lebenAm Schluß der letzten Gemeindevertretersfigung in Rowaives 10 Jahren erfolgte Verurteilung eines Beamten zu einer Hochzeitsgästen das Nationalgefühl, und als die heilige Flamme sprach Genosse Singer fein Bebauern darüber aus, daß die Borlage schweren Zuchthausstrafe zum Gegenstand hat, wird demnächst, zu der erforderlichen Höhe emporgelodert war, formierten sich die über die Einführung der bereits seit Monaten in Vorbereitung be- mie aus Rottbus gemeldet wird, das dortige Landgericht, beiden Nations( sprich: Näjch'ns") in Schlachtordnung und gingen findlichen Arbeitslosenfürsorge auch in dieser Sigung noch nicht zur beschäftigen. gegenseitig zur Offensive über. Der Angriff erfolgte von beiden öffentlichen Beratung gefommen sei und betonte die Dringlichkeit der Im März 1905 wurde der Lokomotivführer Heinrich Weinicke Fronten mit solcher Schneid, daß ein Neutraler mit der gebotenen Frage. Herr Syndikus Golisch erwiderte, daß die Vorlage nach aus Berlin von der Straffammer des Landgerichts Kottbus wegen Eile die Friedenspräliminarien einleitete, indem er ohne lange einer nochmaligen eingehenden Beratung in der Finanzłommission Sittlichkeitsverbrechens zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach- Formalitäten zu der Hochzeit die Polizei zu Gaste bat. Diese bestimmt auf die Tagesordnung der nächsten Gemeindevertreterfigung dem W. diese Strafe in dem Zuchthause zu Sonnenburg verbüßt Herren jäumten auch nicht, der ehrenden Einladung Folge zu kommen werde. hatte, wurde von seinen Söhnen und Verwandten, die sich jämt- leisten, ja sie nahmen das Gastrecht in dem nach Lage der Sache lich in angesehenen Stellungen befinden, ein Wiederaufnahme- nur irgend möglichen Umfange in Anspruch, indem sie die nichtDas Briefmarkenpapier gehört der Post! In Treptow war's. verfahren mit der Behauptung betrieben, daß W. zurzeit der uniformierten Gäste fortführten und sie nach den heiligen Hallen Hinter dem Schalterfenster sigt ein jüngerer Beamter. Bitte, für Begehung der Tat ganz unzipeifelhaft geistesfrank gewesen sein brachten, in denen man die Rache beleidigten Nationalstolzes nicht zwei Mart Fünfpfennigmarken!" Bedächtig greift der Beamte in müsse. Die Straffammer stellte sich jedoch damals auf den fennt. Am Morgen nach der denkwürdigen Hochzeitsnacht mußte eine neben ihm liegende Mappe, bolt eine der grünen Papiertafeln Standpunkt, daß das Gutachten des Anstaltsarztes in Sonnen- jeder der Kombattanten 10 Tollar Kriegstontribution zahlen und heraus, löst die gewünschte Martenmenge und beginnt, ebenso be- burg, welches das Vorliegen einer Geisteskrankheit verneinte, aus- jedem blieb von der englisch- deutschen Hochzeit die Erinnerung. dächtig das anhängende unbedruckte Klebepapier abzutrennen. Ent- reichend sei. Im vergangenen Jahre wurde W. wegen vorhandener Mit besten Grüßen schuldigen Sie, das ist wohl eine ganz neue Verordnung? Seit Geisteskrankheit entmündigt und einige Zeit lang der Anstalt wann bekommt man denn die Klebeftreifen, die sich zu Hause so gut Herzberge überwiesen. Mit dem erneuten Antrage auf Wiederverwenden lassen, nicht mehr mit?" Der Beamte lächelt und sagt aufnahme des Verfahrens wurde nunmehr ein Gutachten des Geh. höflich: Bedauere sehr, das ist so Borschrift. Ich darf Ihnen das Sanitätsrats Dr. Otto- Herzberge eingereicht, in welchem gesagt Klebepapier nicht mitverkaufen." Sprady's und warf die abgetrennten wurde, daß eine sehr große Wahrscheinlichkeit dafür spreche, daß Streifen in den- Papierkorb. W. schon zurzeit der Tat geistestrant war. In dem gleichen Sinne Wer löst so schreibt uns eine Leferin das Rätsel? In äußerte sich ein von dem Medizinalfollegium eingefordertes Oberderfelben Zeit, in der der Beamte die Streifen umständlich abtrennt gutachten. Das Landgericht Kottbus hat daraufhin die Wiederund dabei vielleicht noch die Marken verlegt, fann mindestens eine aufnahme des Verfahrens angeordnet. der gerade in jeßiger Zeit die Postschalter stark belagernden Personen abgefertigt werden. " Verhaftung eines Sittlichkeitsverbrechers. Ein gefährlicher Kinderfreund, der 39jährige„ Reiseingenieur" Karl Hoos aus Charlottenburg, der unter der Maste eines Schulrats, Turnlehrers, Kinobesizers usw. junge Mädchen, zumeist Schülerinnen höherer Mädchenschulen, an sich zu loden verstand, um sich dann an ihnen zu vergehen und dieses schamlose Treiben fast drei Jahre hindurch freiben fonnte, obwohl er von zahlreichen Staatsanwaltschaften steckbrieflich verfolgt wurde, ist am Freitag durch die Kriminalpolizei dingfest gemacht worden. Hygienische Vorträge der Zentralkommiffion der Krankenkassen. Kleine Nachrichten. Im Schüßengraben. -Schwerer Unfall beim Rodeln. Eucr..." Ein schwerer Unglüdsfall bat sich am Freitagnachmittag auf einer Rodelbahn in Lengerich i. Westf. zugetragen. Ein mit fünf Kindern besetzter Schlitten fuhr gegen einen Baum, wobei drei Kinder so schwer verlegt wurden, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Solidaritätsgefühl. Einem in der Königsberger Volkszeitung" veröffentlichten Soldatenbrief entnehmen wir folgende Zeilen: .. Es gibt wohl nirgends eine bessere Gelegenheit, das Solidaritätsgefühl wirken zu lassen, als im Kriege. Du wirst ja wisser, daß ich die ersten Monate in der Front als Wehrmann fämpfte, eine auf den andern angewiesen. Stand ich als Doppelposten auf irgendeinem Fled mit meinem Kameraden zusammen, ganz gleich, ob derselbe Lehrer oder sonst etwas war, stets war das Handeln und Fühlen des einen auch das des andern. Das Verbandsorgan der Steinseßer veröffentlicht folgenden Brief und machte es beim Dienst oder in den Pausen sein, stets war der eines im Felde stehenden Berufskollegen: Lieber Schwandike! den 19. November 1914. " Du willst wissen, wie es uns noch geht? Nun gui! Wir sind beide noch frisch und munter und verlieren unsern angeborenen rheinischen Pflastererhumor nicht, und da kann es fommen, wie es will. Manchmal, da wird es ja einem ganz anders ums Herzchen, falt, naß und Fourage knapp, aber der liebe Gott verläßt ja bekannt- Tagen mußten wir nach dem Schüßengraben der 8. Kompagnie, lich feinen Deutschen. Großfeuer in Schöneberg. In den gestrigen Morgenstunden brannten auf dem Grundstück Speyerer Straße 21 die Dachstühle des Vorderhauses und rechten Seitenflügels in vollem Unifange, auch ein Teil des linken Seitenflügels war bereits von den In T... war unsere Mußezeit wirklich auf fünf Tage berechnet. Flammen erfaßt. Die Schöneberger Feuerwehr war in voller Nun liegen wir wieder im Schüßengraben. Als wir hierher famen, Stärke zur Stelle, außerdem auch ein Löschzug der Wilmers- da meinte es der Himmel wirklich gut mit uns. Nichts wie dorfer Feuerwehr. Aus sieben Schlauchleitungen wurde Wasser Regen; es regnete in Strömen und wir waren naß bis auf die gegeben. Nach längerer Zeit gelang es, das Feuer zu bewältigen. Saut. Durch die Unterstände rieselte gleichfalls das Wasser, so daß Die Dachstühle des Vorderhauses und rechten Seitenflügels find wir dort noch nässer wurden als im Freien. Da haben wir gefroren vollständig niedergebrannt. Ueber die Ursache des Feuers konnte wie die Schneider und find bald fortgeschwommen. Bei diesem Wetter nichts mehr festgestellt werden. haben wir im Schüßengraben stehend und im größten Regen eine Karnevalssibung abgehalten. Zum Vortrag kam" Verdum op de Wipp", dann„ Das Neueste us dem Schößegrave"," Schüßengraben mit Wasserspülung"," Wie unser Kompagnieführer in Paris einzog" usw. usw. Dieses ganze Programm wurde unter strömendem Regen abgewidelt und im Trapp ging es den nassen Schüßengraben auf und ab. Aber viele Kameraden haben sich doch einen tüchtigen Schnupfen geholt; ich natürlich auch. Peter Schuhmacher, dem es ebenso erging, fagte zu mir: Hätte mer doch cene hee!" Du weißt doch, was er Am Montag, den 1. Februar 1915 spricht im Bürgersaale des damit meinte: einen guten bergischen oder Münsterländer Korn. Und Berliner Rathauses Herr Dr. 2. 3ung über das Thema:" Erich muß jagen, ich hätte selbst drei Mart dafür gegeben. Aber nährungsfrage im Ariege". behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein, es geht auch so. Am Donnerstag, den 4. Februar sprechen über: Ifohol Nun haben wir Frost! Des Nachts ist es schon ordentlich talt hier. Besonders das Patrouillengehen ist jetzt eine Sache, an der ich keinen Spaß mehr habe. Dieses Schleichen oder stundenlange Stilliegen auf dem Bauche ist fein Vergnügen mehr. Die Franzosen find auch nicht mehr so höflich wie anfangs. Sie statten uns feinen Besuch mehr ab, sondern sie begnügen sich damit, uns ihre Artillerie auf den Hals zu heben. Die Artilleriegeschosse fliegen über und um uns. Gestern ist ein Kamerad ein Opfer derselben geworden. Er ruht mm still. Die Zentralfommission der Krankenkassen Berlins und der Bororte veranstaltet auch in diesem Jahre wiederum hygienische Borträge, die nachstehend aufgeführt sind. Der Zutritt zu diesen Vorträgen ist unentgeltlich. und Gesundheit" Herr Dr. E. Rosenthal in der Gemeindeschule Rigaer Str. 81/82, Herr Dr. J. Moses in der Waldenser Str. 20/21, Herr Dr. J. Friedeberg in der Eberswalder Str. 10 und Herr Dr. J. 3 adet in der Stalizer Str. 55/56. Am Freitag, den 5. Februar 1915 sprechen über das Thema: Nervenkrankheiten" in den Aulen der nachbenannten Gemeindeschulen Herr Dr. Alfr. Bernstein in der Tilsiter Straße 4/5, in der Bankstr. 17 Herr Dr. H. Hirschfeldt, in der Basteurstr. 5 Herr Dr. D. Stulz, in der Bergmannstr. 28/29, am das Noch stärker in die Erscheinung tritt das Solidaritätsgefühl im Schübengraben. Hier ist wirklich der Kummer und die Sorge des einzelnen die des ganzen Schüßengrabens. Vor wenigen weil dort eine Anzahl Verwundeter vorhanden war. Da hättest Du Solidarität sehen können. Wie ängstlich fragten die Wehrleute, ob die Verwundungen schwer ſeien, wie besorgt fragten sie nach den Wünschen der Verwundeten, wie bereitwillig gaben sie ihnen ihren lebten Schlud aus der Feldflasche, obwohl sie es selbst noch notwendig brauchten. Da wurde nicht lange gefragt: Wer ist es? Ja selbst die revierkranken Leute schleppten auf Leitern die Verwundeten aus der vorderen Linie, obwohl ihnen die russischen Kugeln um die Ohren pfiffen, und keiner fragte: Was ist der Mann, wer ist es? Nur teilnehmende Sorge. Ja, das ist echtes Solidaritätsgefühl! Parteiveranstaltungen. " Vierter Wahlkreis: Jugendsettion. Mittwoch, den 3. Februar, abends 8, Uhr, in den Andreasfeitsälen, Andreasstr. 21, fleiner Saal. England und die EngVortrag des Genossen Sassenbach über: ander." Die Genossen und Genofjinnen werden ersucht, für zahlreichert Befuch zu agitieren, da der Referent die Dinge aus eigener Anschauung fennt. Schöneberg. Die Versammlung des Wahlvereins findet Dienstag, den 2. Februar, abends 8%, Ubr, in den Reuen Rathaus'älen", Meininger Str. 8, statt. Bortrag des Reichstagsabgeordneten Frik Zubcil. Ohne Mitgliedsbuch keinen Zutritt. Pankow Schönhausen. Verein Arbeiter Jugendheim. Dienstag, den 2. Febr., abends 8%, 116r, findet im Lokale von Meißner, Tagesordnung: Bantow, Schloßitraße, die Generalversammlung statt. 1. Bericht des Borstandes. 2. Die fernere Gestaltung unseres Bereins. 3. Verschiedenes. Steglit- Friedenau. Eine Jugendweihe für unsere Drte findet in diesem Frühjahr nicht statt. Wir empfehlen den Genossen, deren Kinder jest die Schule verlassen, an der Jugendweibe in Berlin teilzunehmen und bitten sie, ihre Adressen zu diesem Zweck abzugeben bei Wilhelm Bied, Steglit, Schadenruthe 2, und Rich. Seidel, Südende, Lichterfelder Str. 27. Lankwitz. Die für Sonntag, den 31. Januar, nachmittags 1,3 11br, angefekte Berjamin lung findet wegen Berhinderung des Referenten, Genossen Zubeil, nicht statt. Jugendveranstaltungen. Neukölln. Sonntag, den 7. Februar, nachmittags 5 11hr, findet bei Barts. Hermannſtr. 49, die Feier des 10 jährigen Bestehens der Jugendbewegung statt. Wir liegen jetzt zu dreien in einer neuen„ Villa". Gestern Nacht hatten wir noch großen Umbau an unserer neuen Behaujung. Da Marheinefeplay, Herr Dr. G. Flatau. Am Montag, den 1. Februar spricht in der 2. Gemeindeschule haben wir gearbeitet wie die Wilden. Wir haben tatsächlich gedampft Berlin- Briz, Bürgerstr. 23, Herr Dr. E. Fuld über das Thema: vor Schweiz. Der alte Unterstand wurde erst abgedeckt, Verhütung und erste Behandlung bei Magen- Schaufeln mit den ungenügenden Werkzeugen in der mit Stroh verund Darmfrankheiten". mengten Erde soll der Kuckud holen, Sann ging es in den Wald In Charlottenburg spricht am Mittwoch, den 8. Februar in sum Bäume fällen. Im Dunkeln werden die Bäume ausgesucht und der 12. Gemindeschule, Sophie- Charlotte- Str. 69/70, Herr Professor gefällt. Drei Stämme genügen. Die Stämme werden von den Dr. G. Guttmann über das Thema:„ Augen- und Ge- esten befreit und über das Loch gelegt, darauf kommen starte Aeste, schlechtsfrankheiten".( Nur für Männer.) dann dünne und zuletzt Laub und Stroh. Eingedeckt wird zum Schluß In Berlin- Friedenau, im Gymnasium am Maybachplatz, spricht der Unterstand mit einer starken Schicht Erde. Der ganze Bau kostet am Montag, den 1. Februar Herr Professor Dr. A. Pintu über viel Arbeit. Nun geht es an die Herstellung der inneren Einrich,, Krebskrankheiten und ihre Betung". Die Möbel" werden in die Wand eingelassen, dann Stroh Schöneberg. Heute sindet bei Henkel, Meininger Str. 8, ein Vortrag und das Gepäck herein, als Türen dienen die Zelttücher und fertig des Herrn E. Reuter über: Das alte Rom und sein Untergang" statt. Steglitz- Friedenau. Heute Sonntag: Tagespartie nach Birkholz. Also nun kann das Leben in dem Schüßengraben weitergehen. Treffpunkt: 7 Uhr im Jugendheim, Kniephofstr. 59. Eventuell SchlittGeld haben wir auch genug. Es hat hier keinen Wert, da man schuhe mitbringen. Montag, den 1. Februar, abends 8 Uhr: Lese abend im„ Heim" In Berlin- Lichtenberg, in der Gemeindeschule Kronpringen- wenig zu faufen friegt. Wir schiden das Geld meistens nach Hause, über Ballensteins Lager". straße 10, spricht am Donnerstag, den Mittwoch, den 3., und Freitag, den 5. Februar: Gesangsabend 4. Februar Herr denn los werden kann man hier feines, höchstens beim Kartenspiel, Dr. W. Brund über das Thema:" Verhütung von Hals-, dem hier ausgiebig gehuldigt wird. Nasen- und Ohrenfranfheiten". Eben sind 60 französische Gefangene gemacht worden, Sonntag, den 7. Februar: Unterhaltungsabend im Heim" aus Chorgesang, Ju Neukölln, in der Albrecht Dürer- Oberrealschule, Emser darunter ein Offizier. Die Leute waren halb erfroren und Anlaß des einjährigen Bestehens unseres Jugendheims. Straße 134/137, spricht am Freitag, den 5. Februar Herr Sanitäts- iaben jämmerlich aus. Doch nun will ich schließen. Es grüßt Rezitation, Lieder zur Gitarre, Mandolinenvorträge. Beginn: 4 Uhr. rat Dr. A. Schönfeldt über das Thema: als und Dich und Familie und alle Kollegen Lungenerkrankungen, besonders Schwindsucht und deren das Thema: tämpfung". In Berlin- Lichtenberg, in der neuen Schule Marktstr. 10/11, ist die neue Wohnung. spricht am Dienstag, den 2. Februar Herr Dr. H. Feilchenfeld über das Thema: Auge und Arbeit". Verhütung". In Berlin- Pankow, in der 2. Gemeindeschule, Grunowstr. 17, spricht am Donnerstag, den 4. Februar Herr Dr. H. Levin über das Thema: Hygiene des Auges". Gerhard Leidens und Peter Schumacher. Ein Stimmungsbild aus Amerika. Eine Solinger Familie stellt unserem dortigen Parteiblatte den Brief eines ihrer in Amerika lebenden Verwandten In Berlin Reinickendorf- Ost, in der 1. Gemeindeschule, zur Verfügung. Der aus der Stahl- und Eisenstadt Pittsburg Lindauer Straße, spricht am Mittwoch, den 3. Februar Herr stammende Brief gibt ein fostbares Stimmungsbild über die WirDr. K. Me her über das Thema:„ Der Alkohol als Volks- fungen, die der Weltkrieg auf die bunt zusammengewürfelte Befrankheit"..( Mit Demonstrationen.) völkerung Amerikas ausübt. Unter anderem wird geschildert, wie In Berlin- Reinickendorf- West, in der 5. Gemeindeschule, es auf einer Hochzeit, an der Deutsche und Engländer teilgenommen Auguste- Viktoria- Allee 37, spricht am Donnerstag, den 4. februar haben, zu turbulenten Szenen gekommen ist, so daß die Polizei Herr Dr. 2. Zunz über das Thema: ygiene von die Hochzeitsgesellschaft für den Rest der Nacht in Arrest hat führen Schwangerschaft und Wochenbett".( Nur für Frauen.) müssen. Ob sich unter den Arrestanten auch das junge Ehepaar In Berlin- Schöneberg, in der Gemeindeschule, Feurigitr. 57/58, befunden hat, teilt er leider nicht mit. Doch lassen wir den Briefspricht am Dienstag, den 2. Februar Herr Dr. W. Friedländer schreiber selber reden: über das Thema: Krieg, Alkohol und Geschlechts= frankheiten".( Nur für Männer.) In Berlin- Steglit, in der Gemeindeschule, Plantagenſtr. 8/9, spricht am Mittwoch, den 3. Februar Serr Professor Dr. H. Saife über das Thema; Oygiene des Chres". In Berlin- Weißensee, in der Aula der 4./6. Gemeindeschule, Wilhelmstr. 41, spricht am Freitag, den 3. Februar Herr Dr. S. Dy bisbanski, praft. Arzt, über das Thema:" Blutungen". ( Nur für Frauen.) Sämtliche Vorträge beginnen pünktlich abends um 8 Uhr. Arbeiterbildungsschule. Der im Lehrplan für heute Sonntag, den 31. Januar, angefündigte Lichtbildervortrag Die Sonne" fann wegen der Erfrankung des Vortragenden nicht stattfinden. Am Montag, den 1. Februar, beginnt der Kursus, Finanzwissenschaft" des Genossen Emanuel Burm. Eintrittsgeld für den acht Abende umfassenden Kurfus 50 Pf. Für Arbeitslofe unentgeltlich. Zu den Veranstaltungen der Arbeiterbildungsschule hat jedermann Zutritt. Die Bibliotbet ist Sonntag von 6 bis 7 1hr, Montag von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Im Zirkus Sarrajani werden die beiden heutigen Gala- Abschiedsvorstellungen das Berliner Gastspiel Sarrajanis im Busch gebäude beschliezen. Wir haben Euern lieben Brief erhalten und uns sehr ge= freut, von Euch wieder einmal was zu hören. Ueber den Krieg erhalten wir jest von Deutschland zuverlässige Nachrichten. Die faustdicen und handgreiflichen Lügen, die früher von London und Paris aus uns überfielen und uns oft erschreckten, wagen sich jetzt nicht mehr so offen hervor. Nur die Russen und Serben suchen das große und freic Amerika noch immer in ihren schmierigen Lügenbeutel zu stecken. Bekanntlich erscheinen hier die Zeitungen dreimal täglich, so daß wir immer über den Stand der Kriegsdinge unterrichtet sind. Lieber Friz! Die Deutschen in Amerita schlagen fejt mit, wenn auch nicht mit Waffen, so doch mit Worten. Vom deutschen National- Bund wird der amerikanischen Regierung manches unter die Nase gerieben. Du mußt nämlich wissen, daß der jezige Präsident mehr englisch als deutsch gesinnt ist. Das Bolf ist ziemlich ruhig, troßdem alle Nationen und besonders alle Briegführenden Nationen hier start vertreten find. Bunt geht es an den Zeitungsgebäuden zu, die alle wichtigeren Nachrichten nach dem Eintreffen aushängen. Tagsüber stehen dort viele Peschäfti. gungslose, denn die Arbeitslosigkeit ist hier außerordentlich groß und viele Fabriken lassen nur drei bis pier Tage in der Woche arbeiten. Bei diesen Ansammlungen kommt es schon mal vor, daß die eine oder andere Partei die Feindseligkeiten eröffnet, bis der Friedensengel in Gestalt eines langen Policeman jänftiglich Def auf die stürmischen Wogen gießt. Von deutschen Gesellschaften im„ Heim". Frauenleseabende. Montag, den 1. Februar, abends 8% Uhr: Oberschöneweide. Bei Pamp, Wilhelminenbojitrage. Wilmersdorf. Bei Schilling, Lauenburger Str. 21. Bortrag. Dienstag, den 2. Februar, abends 8%, Uhr: Köpenick. Bei Golnow, Rosen, Ede Kirchstraße. Vortrag des Genossen Boied. Nowawes. Bei Hiemfe, Wallstraße. Borlesungen aus den Werken bekannter Dichter. des Donnerstag, den 4. Februar, abends 8, Uhr: Dritter Wahlkreis. Im Gewerkschaftsbaus. Engelufer 15. Bortrag Genossen Mirus über:" Der Konsum in Striegszeiten". Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Nieder- Schönhausen. Dienstag, den 2. Februar, nachmittags 6 Uhr, Diese Sigungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. im Rathaus. Geschäftliche Mitteilungen. Die Firma er mannies hat in ihren drei großen Säusern eine Weiße Woche eingerichtet. Durch umfangreiche Dekorationen wird dem Be In den Warenhäusern A. Jandorf u. Co. hat die Weiße Woche sucher die gewaltige Fülle des Lagers vor Augen geführt. begonnen. Die Beige Woche der Firma A. Bertheim hat bereits ihren Anfang genommen. In reizenden Gruppen sind die mannigfaltigsten Era zeugnisse der Leinenindustrie in den Lichthöfen der großen Warenhäuser ausgeftellt. Im Warenhaus H. Joseph u. Co., Neukölln, dauert die Weiße Woche bis 6. Februar. Das Kausbaus Wilhelm Joseph, Schöneberg, Hauptstr. 163 und Größgörschenstr. 1, fündigt die weiße Woche an. Die lie Bergbau- Aitiengesellschaft teilt mit, daß ein Mangel ihrer 3lje- Britetts auch während der Zeit des Krieges nicht eins treten fann.