Nr. 32. 5 Pfennig Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl 3,30 ML monatl. 1.10 möchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 art pro Monat Eingetragen in die Boft Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Marf. für das übrige Ausland Mart pro Monat Bostabonnements nehmen att: Belgien, Dänemarf, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. . Montagsausgabe 5 Pfennig Vorwärts 32.Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Baum 60 Pfg.. für politische und gewerffchaftliche Vereins. und Berfamminungs- Anzeigen 30 Bfg. Kleine Anzeigen", das fettgedrudie ort 20 Pfg.( guläffig 2 fettgebrudte Borte), jedes toritere Wort 10 Pfg. Stellengefuche und Schlafstellenan zeigen bas erste Bort 10 fg.. jedes meitere Bort 5 Bfg. Worte über 15 Buch. ftaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Summer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition is bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sezialdemokrat Berila Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplat. Nr. 151 90-151 97. Montag, den 1. Februar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplas, Nr. 151 90-151 97. 3 englische Dampfer durch ein deutsches Unterſeeboot Unterseeboot versentt Die Versenkung der englischen Dampfer. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Das Ende der portugiesischen Amtlich. Großes Hauptquartier, den Westlicher Kriegsschauplah. Republik? Der deutsche Bericht. Berlin, 31. Januar 1915.( W. T. B.) Nach einer 31. Januar 1915.( W. Z. B.) Reutermeldung aus London hat das deutsche Mit der Herrlichkeit der portugiesischen Republik scheint es Unterseeboot U 21 am 30. Januar früh den zu Ende zu sein. Die über Frankreich und England eingeIn Flandern fanden gestern nur Artillerie- laufenen Berichte über die legten Vorgänge in Lissabon sind englischen Dampfer Ben Cruachan in der kämpfe statt. Bei Cuinchy südlich der Straße La war ungenau und parteiisch gefärbt, immerhin ergibt sich daraus, daß die Offiziers- und Kasernenrevolten, die gegen irischen See versenkt. Der Mannschaft wurde Bassee- Bethune sowie bei Carency( nordwest- Ende Dezember in verschiedenen portugiesischen GarnisonZeit gelassen, das Schiff zu verlassen. Sie wurde lich Arras) wurden den Franzosen einzelne städten ausbrachen, ebenso wie die große Lissaboner Offizierspäter durch ein englisches Fahrzeug in Fleetwood Schützengräben entrissen. gelandet. Nach weiteren englischen Meldungen hat dasselbe Boot gegen Mittag desselben Tages tinen zweiten Dampfer westlich von Liverpool zum Sinken gebracht. Auch der Be- ein fahung dieses Schiffes wurde ermöglicht, sich vorher in Sicherheit zu bringen. Sie ist bereits in Liverpool angekommen. Der englische Bericht. London, 31. Januar.( W.T. B.) Wie das Reuterice Burcau meldet, hat das deutsche Unterfeeboot 21 gestern früh den Küstendampfer Ben Cruachan" aus North Shields durch Torpedoschuß versenkt. Der Kommandant ließ der 21 Mann starken Besatzung 10 Minuten Zeit, um in die Boote zu gehen. Die Leute wurden später von einem Fischerboot aufgenommen und in Fleetwood an der irischen See gelandet. Dasselbe Tauchboot fing gegen Mittag den Dampfer, Linda Blanche", der sich auf der Fahrt von Manchester nach Belfast befand, genau westlich von Liverpool ab. Die aus 10 Mann bestehende Besayung erfuhr die gleiche Behandlung, wie die des Cruachan". Ein gestern abend in Liverpool eingetroffener Dampfer berichtet, er habe beobachtet, wie das Unterseeboot noch einen dritten Dampf er vernichtete. „ U 21", dem der Streich gegen die englischen Handelsdampfer so gut glüďte, ist dasselbe Unterseeboot, das bereits am 5. Septem. her vor dem Firth of Forth den englischen Kreuzer Bathfinder" vernichtete. Späters versenkie„ U 21" bei Le Havre den englischen Dampfer Primo". " Westlicher Kriegsschauplah. Deftlicher Kriegsschauplak. Von der oftpreußischen Grenze nichts Neues. In Polen wurde bei Borzymow öfflich Lowicz russischer Angriff zurückgeschlagen. Oberste Heeresleitung. demonstration am 20. Januar vor dem Palast des Präsidenten der Republik viel ernsterer Natur gewesen find, als die von Lissabon aus verbreiteten offiziöfen Meldungen zugestehen wollen. Es find nicht nur einige wenige monarchische Offiziere gewesen, die revoltierten; faft das ganze Offizierkorps ist mit Schmerzlichste für die Staziken der Republik ist, die große der jezigen Aliquenwirtschaft unzufrieden; und was das Masse der Truppen steht nicht, wie bei früheren Revolten und bei dem Sturz der Monarchie im Oktober 1910, auf Seiten der Republikaner, sondern des reboltierenden Offizierkorps. Durch ihre Unfähigkeit haben die das Staatsruder führenden politischen Ideologen es glüdlich erreicht, daß nicht Der österreichische Generalstabsbericht. nur der größte Teil der gewerbetreibenden Schichten und der Bauern einer Wiederherstellung der sogenannten alten Wien, 31. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird ver- Ordnung geneigt sind, sondern daß auch in den Regimentern lautbart: 31. Januar 1915 mittags: der Armee, die gewissermaßen eine republikanische Tradition Am Dunajec und an der Nida herrschte gestern auf haben, sich der Republikanisums sehr verftüchtigt hat. Wie beiden Seiten lebhafte Artillerictätigkeit. Unsere in letter weit die Mißstimmung bereits gediehen ist, beweist am besten, 3eit schon mehrere Male mit guter Wirkung feuernde Ar- daß fürzlich selbst der Führer der republikanischen Reformisten tillerie hatte auch gestern Erfolg. Der Feind räumte in hef- Machado dos Santos verachtungsvoll dem Kabinett und tigstem Feuer einige Schüßeugräben. Auch an der übrigen Parlament sein Mandat vor die Füße geworfen bat- MachaFront in Russisch- Polen war zeitweise Geschützkampf. In den do dos Santos, der eigentliche Begründer und Retter der Karpathen verlief der Tag ruhiger. Im Waldgebirge wird iezigen Republik, denn er, damals noch Offizier der Marinenoch um einige knapp nördlich der Pakhöhen liegende Stellun- tionären Truppen von den föniglichen Regimentern umzingelt verwaltung, war es, der am 5. Oftober 1910, als die revoluund fast besiegt waren, die Marinemannschaften zum Stampf gen gekämpft. für die Republif aufrief und mit ihnen nach einem langen, die ganze Nacht dauernden Kampf die royalistischen Truppen niederwarf. Er war es auch, der als erster inmitten der siegenden Revolutionäre die Republik ausrief. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. von Hoefer, Feldmarschalleutnant. zu verkleinern. Die Franzosen verdienten nicht, wie Kinder behandelt zu werden, denen man das verheimlichen will, was sie Die Monarchie ist allerdings bisher in Portugal noch bereits seit Wochen wissen. Die Franzosen wollen den Tatsachen nicht wieder hergestellt. Borläufig ist nur der Kolonialgeneral ins Gesicht sehen, und hier sind die Tatsachen. Dank der Neutrali- Pimento de Castro von dem Präsidenten Arriaga mit der Fühtät Luxemburgs und Belgiens, und man muß es sagen, dant ihrer rung fämtlicher Geschäfte des bisherigen Ministeriums betraut wundervollen militärischen Vorbereitung, haben worden nichts anderes als eine halbverstedte Diktatur, die die deutschen Armeen beim Beginn der Feindseligkeiten cinen wahrscheinlich zunächst zu einer Art Militärherrschaft und Vorteil erlangt, der nach 6 Monaten noch anbauert. Sie schließlich wohl zu einer Wiederherstellung der Monarchie haben den Krieg in Feindesland getragen und das Feld der ruft führen wird. schen Invasion auf einen einen Teil Ostpreußens beschränkt, den Die Schuld an dieser Drehung im Kreise trägt das Hilfsquellen thres Landes diejenigen Belgiens und verschiedener radikal- liberale Regime, unter dem Portugal faft ununterDer französische Tagesbericht. französischer und polnischer Landesteile hinzugefügt, der Bevölke brochen seit der Revolution im Jahr 1910 gestanden hat. In Paris, 30. Januar.( W. Z. B.) Amtlicher Bericht konnten, das Vertrauen Deutschlands in den Sieg erhalten. In Bourgeoisrepublik genannt worden, und sicherlich verdient fie Paris, 30. Januar.( W. Z. B.) Amtlicher Bericht rung den Anblick des Feindes erspart und auch, so viel sie es Barteiblättern ist oft die portugiesische Republik eine von 3 Uhr nachmittags. Der 29. Januar war in feiner einem Wort, sie haben ungeheure Pfänder mit Beschlag belegt, die diese Bezeichnung; aber die Bourgeoisie ist nichts Einheitliches, Gesamtheit ruhig. In Belgicu Artilleriekämpfe. Bor sie beim Friedensschluß vorweisen wollen. Der Artikel beschäftigt sie selbst fegt sich wieder aus verschiedenen BevölkerungsGuinchh bei La Baffée war die englische Armee den Angriff sich dann weiter mit einer Uebersicht über die Streitkräfte, die schichten zusammen. Was in Portugal nach der Revolution dreier deutscher Bataillone zurück; der Feind erlitt große Verluste. Deutschland zur Verfügung hat, und über seine Bewaffnung, gesteht zur Herrschaft gelangte, das war nicht die Handels- und Nördlich Arras bei Neuville- St. Vaaft nahm unsere schwere Araber ein, daß bei Beginn des Krieges Deutschland in schwerer Industriebourgeoisie( in Portugal übrigens eine nur sehr tillerie eine deutsche Batterie unter Feuer und zerstörte deren Artillerie einen großen Vorteil über Frankreich hatte. Ebenso dünne Schicht), das war auch nicht der sogenannte gewerbliche Munitionskiften. In den Abschnitten Albert, Rohe, Soiffons, wußte Deutschland seine Flieger besser zu benuken als Frankreich. Mittelstand, das waren politisierende Professoren und Kentiers, Craonne, Reims und Perthes Artilleriekämpfe, welche oft ziemlich Der„ Matin" behauptet, daß inzwischen die französische schwere Literaten, Journalisten, Advokaten usw. Elemente, die in heftig und seitens unserer Batterien sehr wirksam waren. Im Artillerie der deutschen ebenbürtig geworden ist und daß die franzö- Portugal noch mehr als in anderen ökonomisch fortgeschritteBoewre bei Flirch sprengten die Deutschen eine Mine, welche fische Feldartillerie der deutschen überlegen sei. Der Artikel schließt nen Ländern, wo das entwickeltere Wirtschafts- und Bolks. unsere Schüßengräben zerstören sollte, welche aber nur einen eigenen selbstverständlich mit der Boraussicht des endgültigen Sieges über leben eine gewisse Korrektur ausübt, an einer verstiegenen zerstörte. Auf der übrigen Front nichts zu melden. Deutschland, der durch das Eingreifen der Neutralen nach der Ideologie und einer Ueberschägung reinpolitischer Fragen Baris, 31. Januar. Amtlicher Qriegsbericht von Meinung des Matin" herbeigeführt werden dürfte. gegenüber sozialwirtschaftlichen franken. gestern abend 11 Uhr: Es bestätigt sich, daß der Feind eine große Zahl von Toten auf dem Schlachtfeld nördlich von Lom Bombardement bei Westende. So faßte denn auch das neue republikanische Regiment, das man am richtigsten als eine Regierung liberaler Bolte die Freiheit zu bringen", das heißt die Preß- und durchzuführen, die für die ärmeren Volksklassen in Anbetracht Lehrfreiheit sowie allerlei liberale Verfassungsänderungen der Rückständigkeit des portugiesischen Landes teilweise ganz meldet man ein leichtes zurückweichen unserer Trup- Zum letzten Bombardements Dünkirchens. wertlos find; denn was nütt 3. B. den unteren Bolts ben und Stellungnahme auf einer neuen Linie, ungefähr 200 Meter schichten die schönste Preßfreiheit, wenn sie überhaupt nicht Mailand, 31. Januar.( T. U.) Ueber die Iegte Be- lejen können. Um die Bolksbildung ist es aber in Portugal hinter derjenigen, die fie befest hatten. Das Gelände war lebhaft schießung Dünkirchens durch deutsche Flieger wird noch ge noch weit schlechter bestellt als in Spanien, vielleicht schlechter umstritten, die Verluste des Feindes sind sehr groß, freilich hatten meldet: Am Donnerstag abend famen fünf oder sechs deutsche als in irgendeinem anderen Lande Europas; denn mehr als Aeroplane von Belgien längs der Küste her. Bei flarent, zwei falten Wetter waren die Schrauben weither hörbar. Die mei Drittel der Bevölkerung Portugals können überhaupt Glocken läuteten Sturm. Um 81 Uhr fiel die erste Bombe, nicht lesen und schreiben. bartzyde am Fuße der großen Düne sowie vor den englischen Rotterdam, 31. Januar.( T. 11.) Der Sonderkorrespondeologen bezeichnet, feine Aufgabe dahin auf, dem Linien bei La Baffée zurücklief. Es ist Meldung erstattet über eine dent des„ Nieuwe Rotterdamsche Courant" in Sluis meldet, ziemlich heftige Beſchichung von Arras, Ecurie und Rodlincourt. daß ein heftiges Bombardement bei Westende durch Auf dem Plateau von Nouvron brachten die Deutschen eine Mine die englische Flotte stattfindet. zur Explosion, jedoch ohne Ergebnis. Aus den Argonnen auch wir große Verluste. Der„ Matin" über die Kriegslage. Baris, 31. Januar.( T. U.) Der Matin" bringt in seiner dann folgten unaufhörlich Explosionen stundenlang. Drei Weg Geistes Kind die im Oftober 1910 eingesezte repuNummer vom 28. Januar einen Leitartikel mit der Ueberschrift: Stadtteile wurden besonders aufs Ziel genommen. Das blikanische Regierung war, bewies schon das einige Tage Der Jahrestag", in dem er an den 28. Januar 1871, das Datum Feuer der 75- Millimeter- Geschüge und Spezialabwehrkanonen nach der Gründung der Republik verkündete Programm. Es ber Kapitulation von Baris, erinnert. Baris hatte noch für drei war bergebens. Fünfzig Bomben, darunter 10 Brandbomben, lautet, furz zusammengefaßt: Tage Brot. Der„ Matin" erklärt, daß es unnötig sei, die franzöfifollen geworfen sein. Die Zahl der Opfer wird verschwiegen. schen Schwächen zu verschleiern und den Feind, den man betämpft, Dünkirchen bleibt fortan nachts im Dunkeln. 1. Alle Verträge und Verpflichtungen werden anerfannt; besonders geschäzt wird das Bündnis mit England, 2. Dezentralisation. Große Bollmachten für die Autonomie sollen den Provinzen und Städten gewährt werden. 3. Sparsamfeit. Die verschwenderischen Ausgaben unter den beiden letzten Königen sollen gründlich verringert und der herrschende Nepotismus und die Kor. ruption abgeschafft werden. 4. Rolonien. Die Republikaner geben das Vorhandensein großer Mißbräuche, die fast an Sklaverei grenzen, in den afrikanischen Kolonien zu. Eine besondere Stommission foll zu dem Zwecke der Reorganisation der Verwaltung entfandt werden. Der erste reformatorische Schritt wird die Behandlung der Eingeborenen als menschliche Besen sein. 5. Trennung von Kirche und Staat. Die religiösen Orden sollen aufgehoben werden. 6. Freihandel. den Kreisen der Geschäftstreibenden fürchtet, daß der Krieg schießung der feindlichen Truppen, die flüchten mußten, die die trostlose Finanzlage noch mehr verschlechtern, das Mirt Kasernen und Mehlmagazine beschädigt hat. Dasselbe Torfchaftsleben noch mehr fähmen wird, während ein großer Teil peboboot brachte bei Rizo zinei feindliche Batterien zunt des Offizierskorps die Absendung portugiesischer Truppen Schweigen, versenkte mehrere Feluken und beschädigte die nach afrikanischen Kriegsplätzen als einen Verkauf portugiesi- Kasernen. scher Soldaten an England ansieht und überdies der Ansicht ist, daß die portugiesische Armee viel zu schlecht ausgerüstet ist, um Ehren heimzubringen. Vielleicht gelingt es durch allerlei Bugeständnisse an das Offizierkorps die republikanische Staatsform noch einige Zeit zu fonservieren; aber es wäre nur eine Gnadenfrist das republikanische Regime hat ausgelitten. Ein suspendierter Bürgermeister. 群 Dienftmüdigkeit in Riga. Hamburg, 31. Januar.( W. T. B.) Nach einer Meldung der Hamburger Nachrichten" aus Kopenhagen berichtet„ Rußkoje Slogo" aus Riga: As hier die Nachmusterung des ungedienten Landst urms durch eine aus St. Petersburg eingetroffene Militärtommission stattfinben sollte, stellte sich heraus, daß sämtliche Landsturmpflichtige heimlich die Stadt verlassen hatten. Kein einziger Mann erschien zur Musterung. Sämtliche Gefängnisbirektoren Stußlands erhielten die Weisung, die dienstpflichtigen Sträflinge auszuwählen, damit sie in die Armee eingereiht würden. Der türkische Krieg. Der Baris, 31. Januar.( W. Z. B.) Matin" meldet aus Ranch: Der Präfett des Departements Meurthe et Moselle hat den Bürgermeister einer größeren Gemeinde bes Begiris Ranch auf 15 Tage von dem Amte suspendiert, da dieser am 13. Januar auf ein deutsches Flugzeug, das die Gemeinde überflog, geschossen hatte. In dem Erlasse betont der Präfekt, daß ein 3ivilist dürfe, selbst wenn ein feindlicher Flieger auf offene Ortschaften bejetten Aatich bis Bir el Dneidar mit Vorbosten, unter feinen Umständen zu den Waffen greifen Bomben oder Fliegerpfeile herabwerfe. Der Fehler des Bürger- ebenso bejezten sie mit schwachen Abteilungen Morjahorch und meister3 sei um so größer, als er der Gemeinde mit gutem Beispiel Birmabelur. borangehen müſſe. Oestlicher Kriegsschauplah. Der russische Bericht. Kämpfe am Suezkanal. Aus Kairo meldet Bureau Reuter: Die Türfen Freitag morgen griff eine türkische Rekognoizierungsabteilung von Bir el Dneidar aus englische Borposten östlich von Rantara an und schlut fie zurück. Die englischen Verluste waren ein ndieroffizier, ein Soldat tot, vier verwundet; der Feind ließ vier Tote in Koebri. Mit Wachtposten bei Suez fand eine kleine nächtliche Demonstration statt, wurde aber zurückgewiesen. Ein schönes Programm: Autonomie der Provinzen, Reor. ganisation der Kolonien, Freihandel! Nichts für die breite Boltsmasse, auch nichts für die gewerbetreibende Bourgeoisie und die Bauernschaft. Autonomie der Provinzen und Städte, das bedeutet für portugiesische Verhältnisse: Auslieferung des Provinzial- und Stadtregiments an die herrschenden örtlichen Aliquen, an das sogenannte Razifentum. Reorganisation der Kolonien heißt Ausbau der Stolonialberwaltung, Unterbringung von Verwandten und Bekannten der Regierenden in Rolonialämter. Und nun gar Freihandel! Für Freihandel sind in Portugal nur die dort ansässigen fremden Handelshäuser, einige erportierende Großgrundbesizer und die große Masse der Angehörigen der sogenannten freien Berufe, die französische und englische Industriewaren möglichst billig einLaufen möchten; nicht aber die gewerbetreibenden Schichten, die unter der auswärtigen Ronkurrenz leiden, beträgt doch die Petersburg, 31. Januar.( W. Z. B.) Der Große Gene. Ausfuhr noch nicht die Hälfte der Einfuhr. Tatsache ist, soll ralstab teilt mit: In der Gegend der Wälder von Bill. in Portugal eine nennenswerte einheimische Industrie er fallen und Gumbinnen dauern die Kämpfe an. Hier Die japanische Intervention. stehen, so ist, wie die Dinge dort nun einmal liegen, das erste und in der Gegend des Dorfes Lebegallen warfen wir Baris, 31. Januar.( W. T. B.) Die Frage einer japa Erfordernis der Schutz der einheimischen industriellen Pro- die Deutschen durch einen Gegenangriff mit dem Bajonett nischen Intervention in Europa, welche von der duftion vor dem Preisdruck der überlegenen ausländischen zurück. Auf dem linken Weichfelufer bei Borii- Bresse eine Beitlang nicht berührt wurde, beginnt anscheinend in om erneuerten die Deutschen in der Nacht vom 29. Januar im Zusammenhang mit den Rüdschlägen, welche die franzö Industrie. Sicherlich haben die Arbeiter und fleinen Gewerbe- und am folgenden Tage ihre Angriffe auf unsere Stellun jische Armee in der lezten Zeit erlitt, wieder den Gegenstand treibenden, die fich 1910 an den Stämpfen gegen die royalisti- gen; sie wurden aber überall unter großen Berluſten zurück- lebhafter Erörterungen zu bilden. Der„ Lemp 3" erklärt, schen Truppen beteiligten, nicht für Freihandel und städtische geschlagen bis auf einen Graben, der in der Hand des die japanische Regierung habe offiziell ihren Standpunkt noch liquenwirtschaft gefämpft. Was fie erstrebten, war eine Feindes blieb. In der Gegend des Dorfes Jidowice schei- nicht zu erkennen gegeben, doch stehe fest, daß das Eingreifen Sebung ihrer sozialen Lage, Befreiung von dem enormen terten am 29. Januar zwei Bersuche der Deutschen, die Offen. Japans von territorialen Konzessionen nicht abhänge. Japan Steuerbrud, Bewegungsfreiheit zur ungehinderten Vertre- five zu ergreifen. wünsche nur, seine wirtschaftliche Entwickelung zit An der Front der Karpathen, zwischen den Bässen fördern. Die Kosten der Intervention seien nicht ungeheuertung ihrer Interessen. Den portugiesischen Arbeitern, soweit sie nicht durch die radikalliberale Ideologie eingefangen find, von Dukla und Wychkoff, nehmen die Kämpfe allmählich den fich im Vergleich zu den Kosten, die jede Kriegswoche den wäre jedenfalls das Bugeständnis des vollen Koalitionsrechts Charakter einer allgemeinen Schlacht an. In dieser Gegend Berbündeten bereite. Jedes Baudern vor einem Zusammenweit lieber gewesen, als alle Verheißungen des obigen republi- haben die Desterreicher Abteilungen aus den benachbarten schlusse mit dem Volfe vom fernen Osten müsse vor der Erfanischen Programms. Vor allem hätte es die erste Sorge Gebieten und anderen Teilen der Front zusammengezogen wägung schwinden, daß der Bestand Frankreichs und aller der neuen Regierung sein müssen, das traurige Schulwesen und bemühen sich, durch das Tal des unteren San und auf freien Länder auf dem Spiele ſtehe. Man dürfe auf die japazu heben, die feudalen Agrarberhältnisse zu reformieren, bor- den Straßen, die über die Pässe nach Sambor und Stry nische Intervention nur verzichten, wenn es feststehe, daß sie nehmlich das alte Salbpachtsystem zu beseitigen, der Vergeu- führen, vorzugehen. Während des 28. und 29. Januar waren auf unüberwindliche Hindernisse stoße. Darüber könne nur dung der Staatseinnahmen durch Verkleinerung des über die Kämpfe in den Karpathen an mehreren Stellen der Front ein Schritt, den eine von der Bedeutung der Frage durchmäßigen und zum Teil ganz überflüssigen Beamtenstabes zu für uns ungünstig. Ganz besonders glücklich war unser Srungene diplomatische Stelle in Tofio unternehmen müßte, wehren. In allen diesen Beziehungen hat aber die republi- Angriff in der Gegend des Dorfes Nijnia Polianka, jüdwest- Selarheit schaffen. fanische Regierung gar nichts geleistet. Auch die verheißene lich Doukly, wo wir durch Bajonettangriffe die feindlichen Sparsamkeit ist ausgeblieben. Das republikanische Regiment Gräben genommen haben. Ebenso glücklich war unsere hat bisher durchaus nicht billiger gewirtschaftet, als früher Offensive an der Front südwestlich Jasliof und Balgrod und unter dem monarchischen System die Herren Franco und füdöstlich von Ludoviski, wo unsere Truppen in einem Seftor Tereira de Souza. bei einen Eisenbahnknotenpunkt die feindliche Stellung erSo hat denn das republikanische Regiment sich nach und reicht haben. An diesen beiden Tagen haben wir von neuem nach alle Sympathien verscherzt, wie es denn auch in den ver- mehr als fünfunddreißig Offiziere und zweitausendfünfhun floffenen vier Jahren weder an royalistisch- flerifalen Nedert Mann zu Gefangenen gemacht und zwei Maschinenvolten, noch an Arbeiter- und Bauernputschen gefehlt hat. gewehre und eine Ranone erbeutet. Außerdem haben unsere Den Gnadenstoß scheint ihm die Absicht, an den Kriegen anderen Truppen Gefangene gemacht, deren Zahl noch nicht gegen Deutschland und Desterreich teilzunehmen, ge- genau feststeht. geben zu haben. Nicht, weil die portugiesische Be- Am 25., 26. und 27. Januar haben unsere Torpedo völkerung deutschfreundlich ist; die große Mehrheit boote einige türkische Segelschiffe bersentt. Am wünscht zweifellos Frankreich und England den Sieg, 28. Januar hat eins unserer Torpedoboote einen fühnen Ansondern weil, wie die Haltung des Senats beweist, man in Aus dem Erdbebengebiet. Som, 25. Januar 1915. Eröffnung des russischen Reichsrats. Petersburg, 31. Januar.( W. T. B.) Bei Gröffnung der Session des russischen Reichsrats hielt Ministerpräsident Goremyfin folgende Ansprache: Eine Kaiserliche Berordnung hat den Reichsrat nach einer Bause von sechs Monaten wieder zufammenberufen. Heute wie vor einem halben Jahre geht der Reichsrat inmitten des Widerhalls des Kriegssturms an seine Arbeiten. In einem solchen Augenblic werde ich mich fura faffen, denn die Zeit fordert Taten, nicht Worte. Mit vorbehaltlosem Glauben an die göttliche Vorsehung, welche die Initiative unferes Monarchen segnete, mit festem Vertrauen in die Zeitung unseres erlauchten, durch den Willen des Souveräns an die Spike der ruffigriff auf Trapezunt ausgeführt, wo es nach einer Be- schen Armee gestellten Generalissimus, mit unerschütterlicher Hoffdarum nicht teilnahmslos gegen andeve. Wir haben schen hervor gehoben, wie alle, auch junge Mädchen und halbwüchsige Burschen, in ihren zerstörten Ort zurüdzukehren suchen, um ihre Toten zu bergen. Sie wissen, was sie erwartet, aber sie fürchten sich nicht. Gin dreijähriges Waisentind übergab ich einer Frau aus Avezzano, die es als Kind eines benachbarten Tischlers erkannte. Obwohl sie selbst drei kleine Kinder hatte, betreute sie es rührend. Unter den Hunderten von Menschen, die auf Britschen und Feldbetten in dem großen Lagerraum lagen, saß die Frau versonnen mit dem Kinde auf dem Arm. Das Kleine hatte eine leichte Wunde auf der Stirn, und die Frau drückte das Kind an sich und sagte leise, was nicht für das Kind und nicht für meine Ohren bestimmt war: " konnte der Stein nicht etwas größer und schwerer sein und Dir das Stöpfchen eindrücken, anstatt Dich so allein auf der Welt zu lassen, so ganz allein?" Es flingt wie sentimentale Journalisten. erfindung, aber es ist buchstäblich wahr. Sie sagte es sanft und mütterlich und legte dabei die arbeitsharte Fauft fest um den braunlodigen Rinderkopf Wlmosen nehmen." in Avezzano hat eine Frau unter den Trümmern geboren, hatte die Nabelschnur mit den Zähnen abgetrennt und mit ihren Haaren zugebunden. Dann hatte sie das nadte Kind an ihrem Leibe warmgehalten, zipei Tage lang. Als sie hervorgezogen wurde, war ihre einzige Sorge, das Kind werde vor Kälte sterben. An sich selbst Bon drei ver= dachte sie gar nicht. Beide werden leben bleiben. schütteten Kindern bat ein jedes immer nur um die Rettung des andern! Es ist ein zäher martiger Schlag. Man sieht es an der geringen Wehleidigkeit der Kinder, an dem festen primitiven Gin zwölfjähriges Mädchen mar drei Tage lang Lebenswillen. mit den Leichen der Ihrigen und mit einem lebendigen Schwein in einem Keller verschüttet. Das Schwein fraz von den Leichen und suchte das Kind zu beißen, das sich drei Tage lang mit einem Stein erfolgreich zur Wehr sehte, bis man es rettete. Warum ist uns das geWer die Ueberlebenden von Messina nach dem großen Erdbeben gesehen hat: erstarrt und ohnmächtig, unfähig, irgend etwas zu tun, jeden Beistand von außen erwartend, in dem fonnte wohl die Vermutung auftauchen, es hier mit einer spezifischen„ Erdbebenverfassung" der Nerven und des Seelenlebens zu tun zu haben. Das furchtbare Geschehnis hatte nichts übrig gelaffen als bebende Angst, die sich meist in lautem Jaminern fundgab, und eine sich zäh anklammernde Sucht nach Beistand, eine Sucht, die feine Rüdsicht fannte und kein Bedürfnis anderer neben dem eigenen Ich habe mich gefragt, ob bei dieser unglaublichen Standhaftiggelten ließ. Der Selbsterhaltungstrieb schien teine andere Forms mehr zu haben als die des Beschlaglegens auf die Energien der keit und Tüchtigkeit etiva der Religion ein wesentlicher Einfluß zutomme. Nach dem, was die Leute sagen, ist das nicht der Fall. Mitmenschen. Ganz anders aber ivar die Erdbebenwirkung bei der Wir fuchten eine stillende Frau für einen verhungernden Sie fügen fich der Tatsache; soweit sie Gott als deren Ursache Bevölkerung der Abruzzen. Dieser harte Gebirgsschlag hat dem Unheil, das die Natur über ihn brachte, eine ganz andere Auf- Säugling und fanden gleich eine, die ihn neben ihrem Buben an die ansehen, was vor allem die Frauen tun, tröstet sie das anscheinend nahme gewährt. Tief in sich geschlossen haben diese Leute ihr Leid Brust legte. Die Leute helfen einander mit schlichter Selbstver gar nicht, sondern verwundert sie nur. fast ohne ein Wort der Klage, in einer Haltung, die dem oberfläch ständlichkeit, nehmen aber nur zögernd und widerstrebend fremde fchehen?" fragen fie und wissen sich feine Antwort. Immer wieder bitten sie um Entschuldigung, unserer Mehr als in der Religion dürften diese Leute eine große Hilfe an. lichen Beobachter als Apathie erscheinen fonnte, die aber die stillen verstedten Tränen als teusch verborgenes Menschenleid erkennen zu bedürfen. Man hätte sie nadt aus den Trümmern gezogen, Schulung für ihren Charakter in der Auswanderung gefunden Sie find gewöhnt an die Leiden des Zwischendeds, an lichen. In brei Nächten auf dem römischen Bahnhof habe ich darum sähen sie so unordentlich aus. Wenn sie eine helfende Hand haben. einige Tausend an mir vorüberziehen sehen und Hunderte auf das brauchen, so erklären sie das erft: ste hätten ſoundsolange unter das Leben in der Fremde, an eine Umwelt, die ihnen ganz aus den Trümmern unter den Steinen, wie sie sagen gelegen und Feinden zu bestehen scheint. Sie sind gewöhnt, sich von den Ihren erste Nachtlager betten helfen, das man ihnen fern von der zer: fönnten sich nicht ordentlich bewegen. Manche der heute Obdach zu trennen, hinauszugehen ins Ungewisse, in das sie gestern die störten Heimat bot. Nur einige alte Frauen jammerten laut: bei allen anderen, selbst bei den halbwüchtigen Knaben und Mädchen, lofen waren bis vor kurzem wohlhabende Beute:" Ich habe vielen Not trieb und heute das Erdbeben treibt, " Forte e gentile" nennt das italienische Sprichwort den biefer in sich gefehrte Schmerz, an den sich unsere Trofiworte nicht Almosen gegeben," sagte mir eine Frau, und muß jetzt selber Abruzzesen. So hat er sich in dieser schwersten aller Stunden herantvagten. Ich sah einen elfjährigen Jungen weinen, stille Gesunde Männer, denen wir Essen anboten, lehnten es ab. wirklich bewährt: tüchtig und liebenswürdig. Züchtig und start im bittere Tränen, ohne Schluchgen, wie alte leiderfahrene Leute Sie feien heil, man solle an die Verwundeten denten. Und diese Dulden und Tun, liebenswürdig im Annehmen der ihm gebotenen weinen. Ein städtischer Schuhmann suchte ihn zu trösten; es fonnte Männer hatten seit 24 Stunden nichts gegessen und waren im Hilfe. Ohne dem Unglück die ihm stets geschuldete Achtung zu ja sein, daß die Eltern gerettet worden waren. Der Knabe jah Begriff, nach Avezzano zurüdzukehren, wo sie kein Brot fanden! berjagen, kann man doch nicht umhin, einen Bergleich anzustellen uns groß an:„ Vater liegt unter den Steinen; und wie kann Mutter Am rührendsten ist die Sorge, die auch die Verschütteten für zwischen der Ari, wie Messineser und Abruzzesen das ihre trugen. am Zeben fein, wo ich fie selbst tot ausgegraben habe?" Das Kind andere, für ihre Angehörigen oder ihre Retter bewiesen. In Geje, Und das Ergebnis des Vergleichs ist die feststellung einer unag nicht und trant nicht, forgte unermüdlich für die kleineren von wo fast die ganze Bevölkerung den Tod fand, grub man am zweiten gebeure Ueberlegenheit des Landvolks:. Ueberlegenheit ihm geretteten Brüder und schlief erst gegen Morgen im Sigen ein, Tage ein 15jähriges Mädchen aus. Sobald der Stopf frei lag, Nervenfraft, an Mut, an helfender und gebender Güte, an Seelendie fleine schmußige Faust an die Wollbede geklammert, mit der er fragte es: 3ft Mutter gerettet?" lächelte über die bejahende Ant- adel. mort und starb. Nach 5 Tagen hat man zwei Halbwüchsige, einen Gerade in der Tüchtigkeit und dem Werte dieses Landvolks Nicht stumpf sind diese Menschen, sondern start, von einer Burschen und ein Mädchen gerettet, die sich durch die Trümmer liegt die Gewähr dafür, daß es die Wunden schnell ausheilen wird. Seelenstärke, die der Städter unterschäßt, weil er sie nicht begreifen gut berständlich machen konnten. Immer wieder baten die beiden Seine Männer werden ihre Sütten wieder auf dem Boden bauen, fann. Ein Mann mit dem knochigen, durchfurchten Gesicht des Berschütteten ihre Retter, sich doch auszuruhen: Sie könnten gern der sie verraten hat, werden weiter das Feld beackern, das so farge Landmannes, jenem Gesicht, aus dem sich die Jahre nicht ablesen warten! Aehnliche Episoden sind zu hunderten zu verzeichnen. Frucht trägt, und der fruchtbare Schoß der Weiber wird schnell Laffen, weil die Ueberarbeit schon in früher Jugend ihre Furchen Solange in diesen Menschen das Leben erhalten blieb, be- Ersatz stellen für die überreiche Ernte des Todes. Und die prächzicht, lag schlaflos die ganze Nacht, ohne zu flagen, ohne sich zu hauptete sich auch ihre ländliche Eigenart. Ami fiebenten Tage tigen Kinder, die wir heute sehen, die in all den Jammer der rühren. Ob er etwas brauche, ob er Schmerzen habe? Er schüttelt hat man in Avezzano ein junges Mädchen ausgegraben, das mit Gegenwart ihre Daseinsfreude, ihr Lachen und Spielen tragen, den Kopf. Hat er einen der Seinen verloren. Der Mann schludt einem Sad Korn auf dem Rücken aus dem zweiten Stod in den sie werden der Not der Gegenwart Meister werden und langsam und sagt dann heifer: Von 13 Söhnen ist mir einer geblieben." Seller gestürzt war, mit den Füßen auf dem Leichnam der Mutter. auch der Not, die von Urbäter Zeiten überkommen ist und die Und von diesem einen, einem Soldaten, weiß er nur, daß ein Die Schuttmassen, die sie umgaben, verhinderten jede, auch die dieser Leute starten Naden unter das Joch des Besizers und des Offizier ihn ausgegraben und auf einer Tragbahre fortgeschafft fleinste Bewegung, mit Ausnahme der bes linken Unterarmes. Priesters beugt. hat. Er flagt nicht, findet auch nicht, daß man ihm irgendwelche Sie hatte sich so oft mit der linken Hand Raum zum Atmen ge- Das Unglüd der Abruzzen ist namenlos, der heutige Jammer Beachtung schulde: man ficht ihm an, daß sein Kopf mühsam ar- schaffen und auch einen Apfel zum Effen erreicht. Als man sie ist nicht auszusagen: aber in den Beuten, die es traf, liegt eine beitet, um sich in der neuen Wirklichkeit zurechtzufinden, die ihm nach fieben Tagen endlich ans Licht brachte, war ihr erstes Wort: frohe Verheißung: ihre Dörfer werden aus den Trümmern aufvon heut auf morgen 12 Kinder genommen hat. Entschuldigt, daß ich so aussehe,"; dann bat fie, man folle die erstehen, der gäbe, furchtbare Schlag dieser Bergbewohner wird 0. 3.- 0. Soldaten entfernen, fie fönne fich so nicht sehen laffen. Ebenfalls stärker sein als Tod, Schreden und Verwüstung. den Kleinsten vor der Kälte schützte. Wenn fie aber ihren Jammer nach innen tehren, fo find fie ant nung auf die eriviesene Tapferfeit unserer siegreichen Truppen und in dankbarer Anerkennung der Verdienste unserer Verbündeten er marten wir mit sicherer Ruhe die Entscheidung des großen Stampfes, den wir nicht veranlaßt, sondern angenommen haben. Indem ich Sie aus Anlaß der Wiederaufnahme Ihrer regelmäßigen Arbeiten begrüße, erlaube ich mir, die Gewißheit auszudrüden, daß Ihre Tätigkeit von dem Bewußtsein der außergewöhnlichen Wichtigkeit der gegenwärtigen Umstände durchdrungen sein wird, und daß Sie sich von demselben patriotischen Feuer leiten lassen werden, das der Reichsrat vor sechs Monaten zur Schau trug und das der Kaiser und Rußland von Ihnen erwarten. Die russischen Kriegskosten. Moskau, 31. Januar.( W. T. B.) Rußkoje jedomosti" schreibt in einer Uebersicht über die russischen finanziellen Ver= hältnisse im Kriege: Der Krieg kostet Rußland monatlich 200 bis 350 Millionen Rubel. Nach einer Uebersicht des Finanzministeriums hatte Rußland am 14. Januar 1915 einen Goldbestand von 1158 Millionen und in England einen Goldfonds von 170 Millionen Rubeln und 3030 Millionen Schabanweisungen im Umlauf. England und Frankreich haben Rußland einen Kredit von 1500 Millionen Frant eröffnet. von Futtermitteln nicht rechtzeitig beschritten worden sind, mission, der die Vorschläge erläuterte, sondern daß die konserbleibt leider kein anderer Ausweg als ein umfangreiches Ab- bative Fraktion die Einladung zu dieser Sonderkonferenz erschlachten. Damit das Vieh nicht sofort auf den Markt ge- gehen ließ, müßte bedenklich stimmen. In Wahrheit sind aber worfen wird und der Ernährung in den kommenden Monaten die Angaben der D. T." über den Zweck der Konferenz 311verloren geht, hatte der Landwirtschaftsminister den Städten treffend, und deshalb erscheint uns das Vorgehen allerdings zunächst empfohlen, Bestände von Dauerwaren anzulegen. auffällig, wenn auch nicht gerade überraschend. Ende Januar hat der Bundesrat diese Anregung obligatorisch gemacht. In der bekannten Verordnung vom 25. vorigen Das Wahlresultat in Hamburg. Monats heißt es: Nach amtlicher Feststellung sind im Wahlfreis Ham,, Grenzen unserer Humanität“. „ Die Städte und Landgemeinden mit mehr als 5000 Ein- burg III, wo am Freitag Genoffe Stubbe ohne Gegenwohner sind verpflichtet, zur Versorgung der Bevölkerung mit kandidaten zum Reichstagsabgeordneten gewählt wurde, Fleisch einen Vorrat an Dauerwaren zu beschaffen und ihre 41 783 Stimmen abgegeben worden. Davon waren 79 zerAufbewahrung ficherzustellen. Die zuständige Behörde bestimmt splittert, 41 704 lauteten auf Stubbe. Die Zahl der Wahlden Umfang und die Art des zu beschaffenden Bedarfs." berechtigten betrug 212 403. Die Wahlbeteiligung betrug also nicht ganz 20 Broz. 1912 betrug die Zahl der WahlbeDiese Verordnung hat aber zu einer höchst unangenehmen rechtigten 182 193; bdavon entfielen auf unseren verstorbenen Wirkung geführt. Während sonst ein Zwang zum Abschlachten Genossen Metzger 91 444, auf den Fortschrittler 44 193 und sicher einen reissturz für Vieh und Fleisch hervorgerufen den Nationalliberalen 21 645 Stimmen. hätte, hat die starke Nachfrage der Kommunen eine erhebliche Preissteigerung für Vieh und Fleisch zur Folge. Jede Gemeinde hat begre: flicherweise das Bestreben, sehr rasch Diese Ueberschrift trägt ein Artikel, gezeichnet b. Z. B.", die verordnete Menge von Dauerwaren zu beschaffen. Und den die treuzzeitung" beröffentlicht; in diesem Artikel wird diese Situation nuken die großen Viehzüchter und die dagegen Stellung genommen, daß die deutsche Verwaltung Die Lebensmittelteuerung in England. Swischenhändler zu ihrem eigenen Vorteil aus. Der kleine fich bemüht, die Bevölkerung der befesten GeLondon, 31. Januar.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Der Bauer, der nur ein paar Schweine aufzieht, muß seine Tiere biete vor einer Hungersnot zu bewahren. Der Ausführende Ausschuß des Allgemeinen Gewerkschaftsverbandes hat zu dem Preise abgeben, den ihm der Viehauffäufer bietet. Verfasser führt aus: in einem Manifest die Regierung aufgefordert, dringende Maß- Ihm werden die Preise diftiert. Die kapitalkräftigen regeln zu ergreifen, um die fünftliche Stauung in den Häfen Großzüchter, Schweinemastanstalten und Großgrundbesizer von London und Liverpool zu beseitigen dadurch, daß sie andere Säfen diftieren dagegen selbst den Kommunen und den für die Einfuhr von Lebensmitteln öffnet und das Verfahren der Ladenfleischern die Preise, was zur Steigerung auch der Brisengerichtshöfe beschleunigt, so daß die Prisen baldmöglichst für Transportzwede zur Verfügung ständen. Die Regierung wird ferner aufgefordert, die gesamte Weizenzufuhr an sich zu nehmen. Englische Parlamentarier im Kriege. London, 30. Januar. Westminster Gazette" stellt fest, daß fich 190 Mitglieder des Oberhauses und 200 mit glieber des Unterhauses im Kriege befinden. Von den Interhausmitgliedern feien etwa 50 Liberale, die Mehrzahl der übrigen Unionisten. Die Unzufriedenheit in Indien. London, 31. Januar.( W. Z. B.) Einer Meldung des„ Dailh Telegraph aus Rattutta zufolge wurden in Ferozpur die Ver. handlungen gegen mehrere Sikhs, die des Mordes zweier Polizeioffiziere angeflagt waren, beendet. Es hat sich herausgestellt, daß sie in Indien eine Revolution entfachen wollten. Die Angeklagten wurden für schuldig befunden. Das Urteil wird später verkündet werden. Fremdenüberwachung in Rumänien. Bukarest, 31. Januar.( W. Z. B.) Ein vom Minister des Junern in der Kammer unterbreiteter Gefeßentwurf über die Kontrolle der in Rumänien lebenden Fremden bestimmt: Alle in Rumänien lebenden Fremden haben sich längstens zehn Tage nach der Veröffentlichung des Gesetzes bei den Ortsbehörden zur Erlangung eines Aufenthaltsscheines zu melden. Alle Zureisenden müssen sich binnen acht Tagen nach ihrer Ankunft melden. Der Entwurf sieht ferner eine genaue Ueberwachung aller Hotels, Kaffeehäuser und Singspielhallen vor, sowie die Einfegung von Behörden in jeder Stadt, ewlche die Zahl und die Bewegung der Einwohner nachzuweisen haben. Deutschlands Wirtschaftskraft. Kopenhagen, 30. Januar.( W. 2. 2.)„ Nationaltidende" meldet aus London: Edward Holden, Direktor der großen London Cith and Midlandbant, erklärte in der Jahresversammlung der Bant, Deutschland sei imstande, eine neue Anleihe von fünf Milliarden unterzubringen. Es könne damit den Arieg weitere sechs Monate führen. Deutschland habe große Anstrengungen gemacht, den Goldvorrat der Reichsbank zu erhöhen. Da dieser jetzt 106 Millionen Pfund beirage, so sei es nicht flug, mit dem Ende des Krieges infolge Goldmangels Deutschlands zu rechnen, da dies frühestens in zwölf Monaten oder noch später der Fall sein könnte. Die Todesurteile in Casablanca. Lyon, 30. Januar.( W. T. B.)" Progrès" meldet aus Paris: Die Deutschen Fide und Grundler, die am 13. Januar von dem Kriegsgericht Casablanca wegen Unruhestiftung unter den Maroffanern und wegen Spionageverdachts zum Tode verurteilt worden waren, find am 28. Januar hingerichtet worden. Die Strafe des Deutschen Brandt, der am 27. November unter ähnlichen Verdachtsgründen zum Tode verurteilt wurde, ist, da das vorliegende Beweismaterial nicht sehr schwerwiegender Natur par, in zehnjähriges Zuchthaus umgewandelt worden. Kriegsbekanntmachungen. Eine Warnung. Amtlich. Berlin, 30. Januar.( W. T. B.) Wieder ist ein Bostwagen dadurch in Brand geraten, daß sich unter Den Bostsendungen feuergefährliche, selbstentzündliche Sachen( Benzin und Zündfeuerzeuge, Streichhölzer usw.) befunden hatten. Es wird nochmals auf das Verbot der Beriendung feuergefährlicher Gegenstände hingewiefen. ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der gestrigen Auflage.) Höchstpreise für Vieh und Fleisch. Detailpreise führt. So wird aus dem Rheinland berichtet, daß eine Stadtverwaltung den Fleischermeistern sämtliche Vorräte an Speck und Schinken mit einem Aufschlag von 20 Pf. pro Pfund auf Speck und 40 Pf. auf Schinken des Einkaufspreises abfaufte. Auch stiegen in diesem Gebiete die Preise für fette Schweine in einigen Zagen um 10 M. pro Bentner. Ein weiteres Beispiel. Schon einige Tage nach der Wahnung des Landwirtschaftsministers erließ die größte Berliner Schweineerportschlächterei Ernst Biesold u. Sohn folgende Bekanntmachung in der gewerblichen Fachpresse: Eine Bevölkerung zu ernähren auf Kosten der Deutschen, der die Möglichkeit absichtlich von ihrer eigenen Regierung und deren Bundesgenossen genommen wird, sich mit Hilfe der neutralen Mächte selbst zu helfen, wäre nichts weiter als ein Wahnfinn. England, dieser Freund Frankreichs und Belgiens, bildet sich ein, wir Deutsche wären diesem Wahnsinn verfallen, wenn es jest, nachdem Millionen Einwohner ihrer Verbündeten in unsere Hand gegeben sind, noch den Versuch macht, eine Getreidezufuhr nach Belgien und über die Schweiz bzw. Italien nach Frankreich aus Amerika zu verhindern. Einem solchen verbrecherischen und verräterischen Treiben gegenüber kann nicht oft und Iaut genug betont werden, daß kein deutscher Soldat aus Not seinen Riemen auch nur ein Loch enger schnallen darf, ehe die bon uns befesten Gebiete dem Hungertyphus preisgegeben sind." Wir sind davon überzeugt, daß die deutsche Verwaltung es entschieden ablehnen wird, einem derartigen Vorschlag Rechnung zu tragen. Kriegsbeute in Frankreich. Durch die ganz erheblichen Einkäufe, die jetzt seitens der Städte in Sped und Schmals vorgenommen werden, find große Preistreibereien entstanden, wodurch es uns unmöglich wird, feste Preise herauszugeben und alle eingehenden Aufträge sofort zu erledigen. Vielmehr vermögen wir diese nur der Reihe In den großen französischen Industriestädten, nach und zu jeweiligen Tagespreisen auszuführen." die jetzt in unserem Besiz sind, wie Roubair, Tourcoing und Lille, Die Tagespreise gehen aber von Tag zu Tag in die haben unsere Truppen ganz außerordentlich große Vorräte Höhe. Seit den Monaten August und September ist in an den verschiedensten Rohmaterialien und Fertigfabrikaten beBerlin frischer Speck um rund 100 Proz. im Preise ge- schlagnahmen können, deren Wert auf etwa 1 Milliarde Frank stiegen. Aus einer im Berliner Tageblatt" veröffentlichten geschätzt werden kann. Kommerzienrat Fränkel aus München, Preistabelle geht weiter hervor, daß der Preis für 50 Stilo ein bekannter Wollfachmann, der im Auftrage der baherischen Regramm Lebendgewicht Schweine von 55 bis 57 m. im Juli gierung Nordfrankreich bereiste, machte, wie der Konfettionär" 1914 bis auf 87 bis 89 M. in Mitte Januar in die Höhe mitteilt, in der Münchener Handelskammer darüber interessante Angaben. Außer sehr großen Vorräten an Wollen, Kammzug, geschnellt ist. Derartige durch nichts gerechtfertigte Preissteigerungen Wollabfällen, Baumwolle, Häuten, Fellen, Leder, Fettstoffen, Mefönnen nur vermieden werden, wenn sich der Bundesrat schleu- tallen usw. wurden auch große Mengen an Halb- und Ganzfabrinigst zur Festsezung von Höchstpreisen entschließt. Nach taten erbeutet; so fanden z. B. unsere Truppen, als sie in Lille Mitteilungen einer offiziösen Sorrespondenz soll der Bundes- cinrüdten, auf dem dortigen Bekleidungsamte Hunderte von Stücken rat indessen die Absicht haben, nur Höchstpreise für Schweine- bollständig neuen Militärtuchs vor, die als französisches Staatsfleisch einzuführen, von Höchstpreisen für Schlachtvieh eigentum von der deutschen Militärverwaltung beschlagnahmt und ( Schweine) aber abzusehen. Das würde die Kommunen in zu Deden und Fußlappen für unsere Truppen zusammengeschnitten eine sehr peinliche Lage bringen. Sie würden dadurch den wurden. Die Militärberivaltung hat verschiedene Fabriken in den Landwirten und Zwischenhändlern ausgeliefert, auf die sie bei bejezten Gebieten wieder in Betrieb gesetzt; so arbeiten z. B. in dem Zwang zur Beschaffung von Dauerwaren angewiesen sind. Nordfrankreich drei Deckenfabriken unter ihrer Kontrolle. Besondere Denn wenn die Kommunen nach der genannten Verordnung Wirtschaftsausschüsse sind überall mit der Sicherung der vorauch das Recht des Auffaufs erhalten, so sind sie doch nach gefundenen und beschlagnahmten Rohstoffe betraut worden. § 3 dieser Verordnung verpflichtet, dem Verkäufer Sen Durchschnitt der an den beiden vorhergehenden Hauptmarkttagen ermittelten Preishöhe zu erstatten. Warum die Regierung von der Festseßung von Höchstpreisen für Vieh Ab. stand nehmen will, ist nicht recht einzusehen. Bei dem Brotgetreide hat man es gerade umgekehrt gemacht; dort gibt es wird mitgeteilt: Die Uebergänge im karpathischen für Getreide, aber nicht für Mehl Höchstpreise. Auch dort haben sich vielerlei Uebelstände durch die verschiedene Behandlung des unausgemahlenen und des verarbeiteten Getreides er geben. Die Mißstände müssen um so größer sein, wenn man bei der Fleischnahrung zwar die Preise von Fleisch, aber nicht von Vieh festlegen will. Beides ist vielmehr notwendig, wenn man das Ziel erreichen will: eine für längere Zeit sicher ioker Paß und der Sattel von Vereske und jener von gestellte ausreichende Ernährung der Bevölkerung mit Fleisch. Wizskow haben in den letten Monaten des öfteren den BeDieses Biel muß um so mehr im Auge behalten werden, als fiber gewechselt. Das anliegende Terrain nördlich und füddie Einschränkung des Brotkonsums eine stärtere Ergänzung lich dieser Uebergänge ist infolge der vielen Kämpfe von der Nahrung durch Fleischgenuß notwendig macht. Aber Schüßengräben durchzogen, sowohl ein Angriff von Nord als nur bei billigen Vieh- und Fleischpreisen wird es der Be- von Süd hat den Widerstand mehrerer hintereinander liegenvölkerung möglich sein, sich diesen Ersatz zu beschaffen. Politische Uebersicht. " Letzte Nachrichten. Der Kampf in den Karpathen. Wien, 31. Januar.( W. T. B.) Vom Oberkommando Waldgebirge südöstlich des Lupkower Sattels waren schon wiederholt der Schauplas der heftigsten Kämpfe. Von den großen Operationen in Russisch- Polen und Westgalizien weit entfernt, bildeten sie ständig Anziehungspunkte für den Gegner, um durch ihre Besißnahme den Einbruch nach Ungarn auf verschiedenen Wegen offen zu halten. Namentlich der ber Stellungen zu überwinden. Nachdem es Ende Dezember unseren Truppen gelungen. war, nach viertägigen heldenmütigen Kämpfen den Uzsoker Paß den Russen zu entreißen, mußte unsere dort kämpfende Gruppe am 1. Januar vor überlegenen feindlichen Kräften Zur bevorstehenden Landtagstagung. erneut die Kammlinic aufgeben und auf die nächste HöhenGenosse Hirsch teilte Sonnabend im Vorwärts" mit, linie zurückgehen. Seit diesem Tage blieb der Paß in den daß an demselben Tage, an dem im Ministerium des Innern Händen des Feindes, dem es in weiterer Folge auch gelang, eine Besprechung von Vertretern aller Fraktionen stattge- sowohl im Ungtale als auch bei anderen Uebergängen immer funden habe, zwei Stunden vorher die bürgerlichen mehr in den gegen Süden führenden Tälern Raum zu gcParteien zu einer Vorbesprechung zusammenge- winnen. So hielten an dieser Front bis vor einigen Tagen kommen feien, von der man die Sozialdemokratie unsere Truppen in den Stellungen bei Revhely, südlich ausdrücklich ausgeschlossen habe. Vezerszallas und Volovec, sowie bei Defermezoe, Nemet Die Deutsche Tageszeitung" bemerkt dazu, fie Mokra und Körösmezö. Wiederholte Versuche des Feindes, fährt fort: wisse nicht, ob eine solche Besprechung stattgefunden habe, und weiter durchzustoßen, wurden immer wieder abgewiesen. Die hierauf zur Wiedergewinnung der Paßhöhen an" Das würde aber unseres Erachtens nicht auffällig gefeßten Angriffe führten überall zu vollem Erfolg. sein, da der Zwed dieser Besprechung jedenfalls gewesen seinn mehrtägigen, durch Terrain und Witterungsverhältnisse würde, ein einheitliches Verhalten der bürgerlichen Parteien auch außerst erschwerten Kämpfen wurde Stellung um Stellung in den Verhandlungen mit der Sozialdemokratie herbeizuführen. Wie die Dinge liegen, kann darin eine unberechtigte Burüdjehung der Sozialdemokratie nicht gefunden werden, und wir würden es kaum verstehen, wenn die sozialdemofratische Fraktion von einer solchen Aeußerlichkeit ihre Haltung abhängig machen wollte." Eine andere Deutung finden wir in den vielfach offiziös bedienten„ Berl. Politischen Nachrichten". Dort ausgeführt: " Der Ausfall der Futtermitteleinfuhr hat bekanntlich die Viehzüchter trotz aller Verbote dazu bewogen, Brotgetreide als Futtermittel zu gebrauchen. Dadurch sind für den menschlichen Konsum ungeheure Mengen von Brotgetreide verlorengegangen. Um dieſem unhaltbaren Zustande ein Ende zu machen, ist in Aussicht genommen worden, durch AbSchlachten von Bieh in größerem Umfange die Zahl der Kon- wird furrenten für menschliche Nahrungsmittel zu beseitigen. Der im bergangenen Jahre rund 24 bis 25 Millionen zählende Schweinebestand soll etwa auf die Hälfte reduziert werden und auch 10 Proz. des Großviehs sollen abgeschlachtet werden. Das ist trok der wenig tröstlichen Aussicht, daß in einigen Monaten die Preise weiter steigen werden, leider notwendig. Vielleicht hätte eine bereits zu Beginn des Krieges einjebende Organisierung zur rationellen Verwertung der Süchenabfälle, wie sie jetzt in den großen Städten( auch in Wenn weiter nichts erörtert worden wäre, als nur die Berlin) unternommen wird, ein wenig dem Mangel an Futter- Vorschläge über die Etatsaufstellung, dann wäre der Ausmitteln abgeholfen. Jetzt, nachdem außer diesem noch andere schluß der Sozialdemokratie erst recht nicht zu verstehen. Auch Wege zur Schonung der Getreidebestände und Beschaffung der Umstand, daß nicht etwa der Vorsitzende der Budgettom. erobert, tros herangeführter russischer Verstärkungen und zahlreicher vom Feinde versuchter Gegenangriffe täglich Raum gewonnen und zuletzt überall die Panhöhe erreicht. In diesen schwierigen Kämpfen haben die hier verwendeten, verhältnismäßig schwachen Truppen außerordentliches geleistet. Durch die Besißnahme aller lebergänge ist die seit der legten russischen Gegenoffensive in der zweiten Hälfte des Dezember am öftlichen Flügel und in der Mitte etwas zurüdgedrängte Karpathenfront wieder hergestellt. Die Einladung ist von der den Vorsitz in der Budgettommission führenden fonservativen Fraktion ausgegangen. In der Bersammlung hat der Vorsitzende der Budgetkommission die drei Deutsche Unterseeboote an der französischen Nordküste. von dem Finanzminister zur Diskussion gestellten Vorschläge Paris, 31. Januar.( W. T. B.) Amtlich wird geüber die Statsaufstellung vorgetragen und erläutert. Nach langer Diskussion hat man sich dann einstimmig dafür entschie- meldet: Ein deutsches Unterfeeboot schoß am Sonnden, daß es fich empfehle, es auch für 1915 bei der alten Uebung abend vormittag auf Höhe Cap d'Antifer den englischen der Aufstellung eines vollständig neuen Etats bewenden zu Dampfer, Takomaru" an und versenkte ihn. Französische laffen." Torpedoboote retteten die Besaßung. Ein deutsches Unterseeboot beschoß am Sonnabend nachmittag in denselben Gewässern den englischen Dampfer faria", dieser verfant jedoch nicht; er konnte unter dem Schuße französischer Torpedoboote nach Havre geschleppt werden, Aus Groß- Berlin. Ordner zur Regelung des Brotverbrauchs. jases herzustellen. Hierzu iourde bom Vorstandstische ausgeführt.| 23. 66, Mauerstraße 63-65, vorschriftsmäßig ausgefüllt bis zum daß der Verdienst der Bädermeister durch das ausfallende Biertel 15. Februar 1915 einschließlich einzureichen. ihrer Produktion nahezu verloren gehe, denn gerade an dem letzten An diese Stelle find auch alle Anfragen zu Viertel der Produktion sei der für die Eristenz des Geschäfts errichten, welche die vorliegende Verfügung bcforderliche Gewinn erzielt worden. Um unter der Herrschaft der treffen. neuen Bestimmungen die Existenz der Bädermeister sicherzustellen, werden folgende Mindestpreise empfohlen: Die Bestände sind in gleicher Weise fortlaufend alle 3 Monate ( erstmalig wieder am 1. Mai) aufzugeben unter Einhaltung der Die Berliner Gewerkschaftstommission braucht Die 75- Gramm- Semmel 5 Pf., das Roggenbrot von Einreichungsfrist bis zum 15. des betreffenden Monats. gegen Bezahlung für einige Tage Kontrolleure; fie 2 fund 45 Pf., das 3- Pfund- Brot 68 Pf, das 4= Ein schweres Brandunglück ereignete sich vorgestern end in wünscht deshalb, daß sich Arbeitslose heute, Montag vor- fund- Brot 90 f., 3wicbad das Pfund 60 Pf. Pantow, Brehmestraße 25. In Abwesenheit der Mutter machte mittag, von 9 bis 12 Uhr im großen Saale des Gewerkschaftshauses Unter diese Preise soll kein Bäckermeister herabgehen. Wer höhere fich der 6 Jahre alte Willi Pietsch an der Kochmaschine zu schaffen. cinfinden, um auf diese Tätigkeit vorbereitet zu werden. Preise bekommen kann, dem legen die Bäckerinnungen nichts in Plötzlich gerieten die Kleider des Kindes in Flammen. Auf die den Weg. Diese Mindestpreise seien unbedingt notwendig, wenn Entsegungsschreie des fleinen P. eilten sofort Nachbarn herbei, die Bäckermeister in dieser schweren Zeit ihre wirtschaftliche Existenz fonnten aber nicht mehr viel helfen. Im Krankenhause erlag der aufrechterhalten wollen. Einen Appell an die Bevölkerung rich fleine B., dessen Bater sich im Felde befindet, gestern Nacht seinen tete die Berjammlung durch einstimmige Annahme folgender Rejo- Verlegungen. Jm Konzertsaal. Dichter und dichter füllten sich die Stuhlreihen. Bei Ausbruch des Krieges, der die Menschheit gleich einem gewaltigen Naturereignis überraschte, war die in diesem Saale gepflegte Runst bedeutungslos geworden. Und die Träger dieser Kunst janken in dem wirren Getriebe der Welt elend zu Boden. Es schien, als sollte das Höchste, zu dem der Mensch im Raufe seiner Entwidelung sich aufzuschwingen vermochte, mit einmal ausgelöscht werden aus dem Reiche des Geistes. Doch es schien nur so-Inmitten dieser Welttragödie ergriffen die Wahrer und berufenen Vertreter der Kunst das Ruder, um sie gerade in dieser schicksalsschweren Zeit in den Dienst der Menschheit zu stellen. Und die Menschen besannen sich ja, sie fühlten sich fogar hingezogen zu jener Kunst, von der sie einen Ausgleich des Schmerzes und der Sorge zu erwarten hofften. Sie suchten sie, weil sie an unmittelbarsten wirken sollte auf ihr Gemüt. Der Saal füllte sich wieder von Menschen, die in der Musik die friedliche Trösterin der gebrochenen Seele sahen. Sie saßen da, erst niedergedrückt, teilweise lispelnd fich gegenseitig ihren Schmerz mitteilend. Und als da oben auf der Bühne das Orchester einsetzte, wurde es heller im Antlitz dieser Menschen. Erst klagend, den Schmerz der Seele suchend, riß der Chor in gewaltigen Afforden die Zuhörer empor, als sollte die Musik ihnen sagen: Ihr seid hier, um Euch zu erheben über die Kümmernisse Eures Lebens!"... Den Zuhörern wurde es offenbar, von welch gewaltiger Wirkung die Musik ist. Sie vermochte nicht nur zu flüstern, stürmen, rauschen, lieben und zürnen, sondern auch mit magischer Gewalt das menschliche Innenleben erfassen. Auf den Flügeln ihres Rhythmus brachte der Wohlflang der Musik den Bedrückten Trost und Stärkung. Und diese Kunst zwang die Zuhörer nicht zu bestimmtem Denken, sondern ließ ihnen, um mit Schiller zu sprechen, die Freiheit des Gemits in dem lebendigen Spiele aller seiner Kräfte". Sie war der Freiheit gewidmet und diente dem künstlerischen Zweck, die Menschen zu beglücken. Und unter denen, die nur von ferne und infolge VerLuftes eines ihrer Angehörigen das Wehklagen unserer Kriegszeit vernehmen, saßen zahlreiche Ariegsinvaliden, in heren Seelenleben das Durchlebte noch nachzitterte. Hier in diesem Saale verstummten ihre schauerlichen Erlebnisse. Die Macht der Musik ließ sie inne werden, daß die musikalische Kunst die zermürbten Herzen aufrichtet und der Konzertsaal eine Stätte ist, zu der sich der Mensch flüchten kann, wenn Schmerz und Trübsal ihn zu bezwingen drohen. Brotversorgung und Brotpreise. Iution: Das Ergebnis der Reichswollwoche. 50 000 Deden. „ Abermals wendet sich das Bäckergewerbe an die Bevölkerung Noch liegen abschließende Ziffern über das Ergebnis der Reichs. Berlins. Niemand braucht Hunger zu leiden. Für ausreichende Ernährung der Bevölkerung ist Sorge getragen, denn die Magistrate wollwoche nicht vor, doch kann bestätigt werden, daß es weit glänzenund Gemeinden Groß- Berlins haben die Verteilung ausreichender der ist, als irgend vorauszusehen war. In Berlin allein find Mengen Mehl an Bäder übernommen und sichergestellt. Niemand über 500000 Pakete im Gewichte von 5 Pfund bis 5 Zentner soll mehr Brot, als für den nächsten Tag notwendig ist, faufen, um eingeliefert worden. Friedenau hat 400 Aubifmeter Sammlungsnicht die Bäckerläden von dem nötigsten Material zu entblößen. ergebnis aufzuweisen. Auch in auswärtigen Städten sind die ErWer Brot auf Vorrat tauft, handelt dem Geist der Verordnung gebnisse nicht geringer. Die Stadt Görlitz z. B. kündigte die Liefezuwider. Jeder muß sich einschränken und sich bemühen, dem Sinn rung von 15 000 Deden in drei Waggons an, Frankfurt a. M. jogar der Verordnung Rechnung zu tragen. Das geschieht nicht nur im eigenen Interesse, sondern man dient damit dem Vaterlande. Eine neue erstklassige Barieté- Bühne ist am Sonnabend im SüdDas Bädergewerbe Berlins erivartet von der gesamten Be- often Berlins eröffnet worden. Jm Grunde genommen handelt es sich bölferung, daß sie für die schwere Zeit Verständnis zeigt und Rüd- um keine neue Schöpfung, sondern nur um eine Umgestaltung des alten bekannten Lotals Sanssouci", Rottbuser Str. 6/7. In sicht nimmt, wenn die schwierige Aufgabe der Neueinteilung nicht diesem prächtigen Botal fanden ursprünglich Konzerte, Bälle und gleich so Gemeingut wird, wie es die Bevölkerung sonst ge- andere Beranstaltungen statt, später traten längere Zeit die Hoffmannschen Sänger auf. Auch die Arbeiterschaft hat. noch ehe der Saal wohnt ist." für andere Zwede hergerichtet wurde, sehr oft ihre größeren Versammlungen und Vergnügungen dort abgehalten. Die neue Direktion des Etablissements, das den Namen" Vittoria Palast" trägt, glaubt Stadtviertel vorhandenen Bedürfnis Rechnung zu tragen. Daß sie den durch die Vorführung guter Spezialitäten einem gerade in jenem ernsten Willen hierzu hat, bewies das am Gröffnungsabend aufgestellte Programm. Was hier geboten wurde, unterscheidet sich durchaus nicht von Berlins ersten Varietébühnen. Berta Steinert als Kunstschützin leistete mit ihren Assistenten erstaunliches. In Anton Sattler lernten wir einen prächtigen Jodler kennen. Auch die Exzentrik und Komik ist mit guten Piecen vertreten. Hanna und Bert führten interessante flassische und Phantajietänze auf, und in Paul Gorradini hat das neue Unternehmen einen Tanzfomiter gewonnen, der selbst schwer mütige Besucher in eine fröhliche Stimmung versehen kann. Auch sonst bot das Programm noch viel Interessantes. Bei den mäßigen Eintrittspreisen dürfte das Unternehmen bald auf starten Zuspruch rechnen Bestandsmeldung und Beschlagnahme von Metallen. Das Oberkommando in den Marken veröffentlicht eine Verfügung, worin die Bestandsmeldung und Beschlagnahme von upfer, Midel, 3inn, Alumnium, Antimon und Hartblei am 1. Februar angeordnet wird. Für die Meldepflicht und die Beschlagnahme ist der am 1. Februar 1915, mittags 12 Uhr, bejtehende tatächliche Zustand maßgebend. Von der Verfügung betroffen sind insbesondere nachstehend aufgeführte Betriebe und Personen: gewerbliche Betriebe: Schlossereien, Schmieden, Werkstätten aller Art, Fabriken aller Art, Ziehereien, Walzwerke, Gießereien, Hüttenwerte, Zechen, Bauunternehmer, Gas-, Wasser und Elettrizitäts- Lieferungsgesellschaften tommunaler, öffentlich- rechtlicher und privater Art, Privatwerften, Betriebe für Güterbeförde. fönnen. rung fommunaler, öffentlich- rechtlicher und privater Art, wie Eisenbahn- und Schiffahrtsgesellschaften, Reedereien, Schiffer und bergleichen; Handelsbetriebe: Händler, Lagerhalter, Spediteure, Agenten, Kommissionäre und dergleichen; Personen, welche zur Wiederveräußerung durch sie Metalle oder andere bestimmte Gegenstände der in§ 1 aufgeführten Art in Gewahrsam genommen haben, auch wenn sie im übrigen tein Handelsgewerbe betreiben. Die Meldung hat unter Benuhung der amtlichen Meldescheine für Metalle zu erfolgen, für die Vordruce in den Bostanstalten 1. und 2. Klasse erhältlich find; die Bestände sind nach den vorgedruckten Klassen getrennt anzugeben. In denjenigen Fällen, in welchen genaue Berte nicht ermittelt werden können( z. B. der Reingehalt von Erzen), find Schätzungswerte einzutragen. Dem Meldepflichtigen wird anheimgestellt, gleichzeitig mit der Meldung auf besonderem Bogen ein Angebot zum Verkauf Die heute in Kraft tretende Verordnung über den Verbrauch eines Teiles feiner Bestände oder der ganzen hon Brot und Mehl veranlaßte den Zweckverband der Bäder- Bestände einzureichen. Diese Angebote werden der Kriegsinnungen, eine Versammlung der Bäckermeister einzuberufen, metall- Aktiengesellschaft weitergegeben, die in erster Linie als die gestern unter ungeheurem Andrang im Konkordiajaal Räufer für das Kriegsministerium in Frage kommt. Weitere Meldungen irgend welcher Art darf die Meldung nicht tagte. Jm wesentlichen handelte es sich darum, den Bäckermeistern technische Hinweise für die Durchführung der neuen Bestimmungen enthalten. zu geben. Bekanntlich sind die Bäckereien durch die Verordnung verpflichtet, von heute ab nur drei Viertel ihres bisherigen UmUnserer Kollegint zur Fran Rüggebrecht und ihrem Gatten Silberhochzeit die herzlichste Gratulation. Die Kolleginnen der Zeitungsspedition Petersburger Plan 1. 666666# 99999 Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein Autogene Schweisser für dünne Bledhje bei hohem Lohn fofort gesucht. Apparate u. Maschinenfabrik, Berlin- Schöneberg, Bennigsenstr. 21/22. am Palast- Theater Zoo. 811 814 Nur bis inkl. 4. Februar: Wir Barbaren! Zeitgemäßes Lustspiel in 4 Akten. 1. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Spezialarzt Köpenicker Viertel. Bezirk 182 II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Parkarbeiter Albin Hascheck ( Schlejijchestr. 6) verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 2. Februar, nachmittags 2 Uhr, von der Halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um- rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Am Freitag, den 29. Januar, verschied nach langem, schwerem Leiden meine inniggeliebte Frau Rosa Kinzel geb. Splieth im ter von 65 Jahren. Dies zeigt tiefbetrübt an Joseph Kinzel. Die Beerdigung findet am Montag, 1. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neufölner Gemeinde Friedhofs aus statt. Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10* St. Jakobs- Balsam Hausmittel I. Ranges von Apotheker C. Trautmann, Basel. Eingetr. Schutzmarke. Bow. Heilsalbe für Wunden u. Verletzungen jeder Art, off. Beine, Krampfadern, Brandschaden, Ausschl., Hämorrhoid., Flechten. In den Apotheken a M. 1.60 Gen.- Depot: St. JakobsApotheke, Basel. 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Recht teuer zu stehen fam ihr Aberglaube am Sonnabend einer Frau B. aus Wilmersdorf. Sie wurde von einer Wahrsagerin in ihrer Wohnung aufgesucht und war, als die Deuterin der Zukunft ihre Behausung verließ, zwei Trauringe, eine goldene Damenuhr, zwei Baar goldene Ohrringe, zwei silberne Armbänder, eine silberne und eine goldene Halskette und dazu noch alles Bargeld losgeworden, was sie bejaz. Kleine Nachrichten. Die Liebestragödie, die sich am Mittwoch ut einem Hotel in der Invalidenstraße abspielte, ist jetzt aufgeflärt worden. Es handelt sich um ein Stettiner Liebespärchen, das dort ges Auf der Eisbahn vom Tode meinjam in den Tod gegangen ist. überrascht wurde der 76 Jahre alte frühere Tischler Wilhelm Kaas aus der Weichselstraße 15 zu Neukölln. Der alte Mann war auf der Eisbahn in der Weserstraße 102 mit Schneefegen beschäftigt, als er plößlich zu Boden fiel und regungslos liegen blieb. Aus der Spree gelandet wurde gestern die Leiche des 45 Jahre alten Arbeiters Otto Domnit, der zuletzt in der Kreuzigerstraße zu Lichtenberg wohnic. D. gab seine Wohnung dort am 30. Dezember v. J. auf, nachdent ihut seine Frau im November gestorben und sein Sohn zum Militär eingezogen war. Wie es scheint, hat er bald nach der Aufgabe seiner Behausung den Tod im Wasser gesucht. Die Zeiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Dienstagmittag: Vorwiegend trübe, im Küstengebiete ausgedehnte, weiter binnenwärts mehr vereinzelte, meist geringe Niederschläge; Temperaturen in der Nähe des Gefrierpunktes. DRUCK ARBEITEN sprechender Beteiligung werden Kurse in anderen Stadtgegenden errichtet in guter Ausführung liefert Anmeldungen am ersten, evtl. auch am zweiten Unterrichtsabend. Anfragen beantwortet Alex Urban, Schöneberg, Bahnstr. 44. 292/10 Der Vorstand. 3. A: Dstar Schlager, 1. Borfizender, Keine kaiten Füsse mehr, an: wenn Sie uni. gestrickten Haus- u. Straßenschuhe tragen. Stetn Brennen d. Füße, f. Schweißfüße, geschwoll. Gelenke ,! Krampfad..! Benenentz., t.Hühneraugen, LBallen, 1. Druck a. empf. hochlieg. Behen, 1. Gicht, t. Rheumatismus mehr: schmiegend.weich.elaftisch, ausdünstungs ähig. Garantie für fichere, danernde dilfe, auch m den berzweifeltsten Fällen, u. absolute Brauchbarkeit uni. geftridten Schuhwerks. Telephon Königstadt 1150. Weichhaltiges Lager in sehr warmen, mittelvarmen und kühlen Stridarten, jeder itterung inte jeder Eigenart der Füsse entsprechend. Illustr. Preisliste frei. 141 Strickschuh- Fabrik W., Potsdamer Str. 100, RosenWinzer& Co., O., Krautstr. 52, thaler Strasse 59, NO., Grosse Frankfurter Str. 94. Mähe Marfusitr, SO Kottbuser Str. 21 L. Charlottenburg, Kantstr. 125, Räbe Leibnizitz., Wilmersdorf, Auguftaftr. 33, Räbe Detmolderstr amburg, Kaifer- Wilhelm- St.3, Leipzig, bann tr.17-19.Brestau. 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