Nr. 35. 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerando: Bierteljährl 3,30 m, monatl. 1,10 wöchentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 3 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Belt" 10 Bq. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost ZeitungsBreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Suremburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Insertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Stolonel. geile oder deren Raum 60 Big., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedrudie Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgebrudte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellengu zeigen das erste Wort 10 Big., jedes meitere Wort 5 Pig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Rummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutfchlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 151 90-151 97. Donnerstag, den 4. Februar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplag, Nr. 151 90-151 97. Deutsche und österreichische Erfolge über die Russen. Westlicher Kriegsschauplatz. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Fleisch, Brot oder Kartoffeln? T. Amtlich. Großes Hauptquartier, Der französische Tagesbericht. Paris, 2. Februar.( W. Z. B.) Amtlicher Bericht 3. Februar 1915.( W. T. B.) von 3, Uhr nochmittage. Der 1. Februar war durch eine Verdoppelung der Heftigkeit des Artilleriekampfes auf beiden Seiten und durch eine Reihe deutscher Angriffe, welche übrigens untergeordnete Bedeutung hatten, getennzeichnet. Alle diese Angriffe wurden mit im Verhältnis zu den von den Deutschen eingesetzten Mannschaftsbeständen schweren Verlusten für die Deutschen zurückgeschlagen. an, welche sich längs der Straße Béthune- La Bassée den Die Lektüre der bürgerlichen Bresse entbehrt für den aufmerksamen Reser feit längerer Zeit nicht einer gewissen Komik. Auf der ersten Seite findet man pathetische Ermahnungen, mit dem Brot zu sparen und dafür andere Nahrungsmittel Stellun- Fleisch und Kartoffeln) zu genießen. Auf der zweiten Seite wird man über die Notwendigkeit unterrichtet, Vich abzuschlachten, mit Rücksicht auf den Bichbestand nicht allzu viel Sleisch zu genießen, fleischlose Tage" einzurichten und lieber andere Nahrungsstoffe zu gebrauchen. Und ein paar Spalten weiter trifft man dann auf die Feststellung, daß auch der Kartoffelbestand nicht sehr reichlich sei, und daß man aud damit sparsamt umgehen müsse. Also, man mag sich saft Westlicher Kriegsschauplah. Französische Angriffe gegen unsere gen bei Perthes wurden abgewiesen. Auf der übrigen Front fanden nur Artilleriekämpfe statt. Deftlicher Kriegsschauplah. Oberste Heeresleitung. * nicht gejagt, daß nicht zurzeit eine zweckmäßigere Verteilung aller dieser Nahrungsstoffe möglich wäre. In Belgien entwickelte die deutsche schwere Artillerie Von der ostpreußischen Grenze nichts Neues. besondere Tätigkeit längs der Front der belgischen Truppen, In Polen nördlich der Weichsel haben die effen, woran man, will, immer wird man, um die beliebte namentlich gegen verschiedene Stügpunkte, deren sich diese seit Kavalleriekämpfe mit dem Zurückwerfen der Bhraseologie zu gebrauchen, sich am Vaterlande versündigen. einiger Zeit im fergebiet bemächtigt hatten. Um pern Russen geendet. Allein die Zusammenstellung dieser Ermahnungsepisteln fanden stellenweise sehr heftige Kanonaden statt. Zwischen zeigt die Absurdität der Aufforderungen. Gewiß ist es notSüdlich der Weichsel führte unser Angriff wendig, und in Kriegszeiten besonders, sparsam und rationell Lys und Somme griffen Teile eines deutschen Regiments ' einen englischen Posten bei Cunncey warfen östlich Bolimow zur Eroberung des Dorfes mit allen Nahrungsmitteln umzugehen. Aber bei diesen Erihn zuerst zurück, doch besetzten nach einer Reihe von Gegen- Humin; um Wola- Szydlowiecka wird noch ge- mäßige Berwertung zu erzielen, sondern es wird jedesmal mahnungen handelt es sich ja nicht allein darum, eine zwed* ngriffen die Engländer das verlorene Gelände wieder, rückten kämpft. Seit dem 1. Februar sind hier über eine Einschränkung mit dem einen Nahrungsmittel auf birun weiter vor und bemächtigten sich feindlicher Schüßen- 4000 Gefangene gemacht und sechs Maschinen- Kosten der anderen befürwortet. Nun sind aber alle drei gräben. Die im gestrigen Abendbericht gemeldete Attion, gewehre erbeutet worden. Russische Nacht- lichem Maße vorhanden. Und es hat daher wenig Sinn, den Nährstoffe, Brot, Fleisch und Kartoffeln, nicht in allzu reichabwickelte, war für unsere Infanterie besonders glänzend. angriffe gegen unsere Stellungen an der Bzura Eriak des einen durch die anderen zu fordern. Damit ist Die deutschen Mannschaftsbestände betrugen anscheinend wurden abgewiesen. mindestens ein Bataillon. Die beiden ersten Angriffe zerschellten in unserem Feuer, beim dritten gelang es ihnen, in einen unserer Schüßengräben einzudringen. Ein sofortiger Bajonett- Gegenangriff gestattete uns aber, den Feind zurückzuiverfen. Nur einige Deutsche konnten ihre Schützengräben wieder erreichen, alle anderen wurden gefangen genommen oder getötet. Zwischen der Somme und Dise, In den Ost- Beskiden wurden neue schr heftige Anlängs der Front an der Aisne, ist kein bedeutendes Ereignis griffe, die auch nachts andauerten, wieder unter schweren zu melden, außer einem deutschen Angriff gegen Beau- Verlusten der Russen zurückgeschlagen. Die Kämpfe im mont- Hamel, welcher nicht erneuert wurde. Unsere mittleren Waldgebirge nehmen einen günstigen schwere Artillerie beschoß den Bahnhof in Noyon, wo Ver- Verlauf. Die verbündeten Truppen, die gestern vom Feinde stoffe zu beschaffen. Der reiche Mann"( um dies biblische proviantierungsoperationen des Feindes stattfanden. Sie rief hartnädig verteidigte Höhenstellungen eroberten, machten Wort zu gebrauchen, da der treffendere, sozialwissenschaftliche zwei Explosionen hervor, deren Rauch 2 Stunden in der tausend Gefangene und erbeuteten mehrere Begriff heute verpönt ist) wird trotz der gesteigerten BrofLuft hängen blieb. Jm Gebiete von Perthes fahren wir Maschinengewehrc. fort, planmäßig vorzurücken. Wir besezten das kleine Gehölz nordöstlich des Dorfes wieder. Jm Woewre versuchte der Feind, am Westvorsprung des Waldes von La Bouchot( nordbstlich Troyon) einen sofort aufgehaltenen Angriff. Von der Front in Lothringen und den Vogesen ist nichts zu melden. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 3. Februar.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 3. Februar 1915 mittags: Was das Brot anbetrifft, so ist durch die bekannte Bundesratsverordnung bereits eine gewisse Regelung und Beschränkung des Konsums angeordnet worden. Nach den Erfahrungen der wenigen Tage seit dent 1. Februar zeigt sich aber, daß die jetzige Kontrolle die Innehaltung eines Verbrauchs von 4 Pfund pro Kopf und Woche durchaus nicht gewährleistet. Es besteht heute die Möglichkeit, daß jemand in verschiedenen Läden sogar derselben Straße seinen Bedarf schlimm, wenn nicht gerade die Kreise darunter leiden würden, über diese Grenze hinaus decken kann. Das wäre nicht sehr über diese Grenze hinaus decken kann. Das wäre nicht sehr die am wenigsten die Möglichkeit haben, sich andere Ersazpreise leicht größere Broteinfäufe machen können. Mag das In Polen und Westgalizien ist die Situation auch im Moment für den„ armen Mann" keine Nachteile unverändert. Es herrschte größtenteils Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Feldmarschalleutnant. haben, so wird das doch in den späteren Monaten sich unangenehm bemerkbar machen. Es wird also nichts übrig bleiben, als schon jetzt zum Brotmarkensystem überzugehen. Erst dann ist eine Garantie dafür gegeben, daß jedem Konsumenten nur soviel Brot geliefert wird, als er nach den Verordnungen wirklich verbrauchen darf. Die Abverringern, daß zeitweilig ein Mangel an Mehl und Brot Möglichkeit eines vorübergehenden Ausbleibens hingewiesen eintritt. In offiziösen Auslassungen ist ja bereits auf die und darauf vertröstet worden, daß die begüterte Bevölkerung zum Ersatz Fleisch, die ärmeren Schichten aber Kartoffeln genießen sollen. wurden in der Nähe von Dünkirchen schwer beschädigt Paris, 3. Februar.( W. T. B.) Amtlicher Bericht aufgefunden. Sie werden augenblicklich einer Ausgabe von Brot gegen Marke oder Karte wird auch die Gefahr vom 2. Februar 11 Uhr abends. Zwischen dem Meer und besserung unterzogen. Man glaubt, daß die Flugzeuge an der Lys versuchte deutsche Artillerie die unserige unter Feuer den letzten Angriffen auf Dümfirchen teilnahmen und von zu nehmen; der Versuch war aber erfolglos. In dem Granaten getroffen wurden. Die Insassen konnten im Schuhe Arrasabschnitt war während der ganzen Nacht vom 1. der Dunkelheit fliehen. In der Nähe des Bahnhofes Dün zum 2. Februar Gewehrfeuer, ohne daß ein Infanterieangriff firchen wurde auch eine deutsche Flugzeugschraube gefunden. crfolgte. Bei Soissons beschädigten wir die Batterien des Belfort, 3. Februar.( W. T. B.) Meldung der Agence Havas. Feindes und warfen in St. Paul einen Angriff einer Abteilung Ein deutsches Flugzeug überflog am gestrigen Nachmittag Infanterie zurück. Neue Fortschritte sind zu verzeichnen bei Belfort. Es wurde beschossen und von franzöfifchen Flugzeugen Perthes Les Hurlus, am Rande des Waldes, dessen verfolgt. Das feindliche Flugzeug entfloh. Besetzung durch unsere Truppen früher schon gemeldet wurde. London, 3. Februar.( W. T. B.) Londoner Blätter beIn den Argonnen bei Bagatelle warfen wir einen deutschen richten, daß Montag ein deutsches Luftschiff über Passy Angriff zurück. Im Elsaß fand eine Nachtkanonade in Uff- Bomben abgeworfen habe. Holz statt. Gegen Unterburuhaupt machten unsere Truppen Fortschritte. H Wie steht es nun mit der Fleischversorgung? Die den Städten auferlegte Verpflichtung, Fleiſchdauerordentlichen Steigerung der Fleisch, insbesondere der waren zu beschaffen, hat bekanntlich zu einer ganz außer waren zu beschaffen, hat bekanntlich zu einer ganz außerSchweinepreise geführt. Auf allen Märkten sind in den letzten Tagen die Vieh- und Fleischpreise hochgetrieben worden, weil die Vertreter der Stadtverwaltungen und Proviantämter große Bestände auffauften. Soll also die Be völkerung statt Brot Fleisch kaufen und verzehren, so wird Ausschiffung englischer Truppen in Havre. es notwendig, daß auch hier eine gewisse Regelung des Konfums eintritt. Vor allen Dingen ist die Einführung Tätigkeit der deutschen Flugzeuge. Hamburg, 2. Februar.( W. T. B.) Den Hamburger von Höchstpreisen für Vich und Fleisch dringend Paris, 3. Februar.( W. T. B.) Der„ Temps" meldet: Ein Nachrichten" wird aus Brüssel gemeldet: Nach Nachrichten erforderlich. Von den jetzigen hohen Preisen haben nur die deutsches Flugzeug überflog Ranch und warf Bomben aus Le Havre hat die englische Truppenausschiffung Produzenten und Händler Borteil, der Staat, die Kommunen und Pfeile ab, welche, ohne großen Schaden anzurichten, im Viertel dortfelbst am 15. Januar begonnen und dauert und die Konsumenten mur Nachteile. Nicht nur find jetzt des Güterbahnhofes niederfielen. Durch das Plagen einer Bombe ununterbrochen fort. Die bisherigen Angaben, die von die Fleischpreise unerschwinglich hoch, auch die von den Hunderttausenden sprechen, sind jedoch zweifellos über Städten aufgekauften Dauerwaren werden zu einem Preise ist ein& nabe im Schulhofe leicht verlegt worden. Zwei deutsche Flugzeuge überflogen Luneville. trieben, da täglich nur etwa drei- bis viertausend Mann ge- abgegeben werden müssen, der den Zweck der Versorgung in Eines wurde bei Vathimenil zur Landung gezwungen, das andere landet werden. Die englischen Transportschiffe tommen alle von Frage stellt. Oder will sich die Regierung auch hier wieder Portsmouth. Eine förmliche Sperrung des Hafens von Le Havre erst dann zu Maßnahmen entschließen, wenn sie zu spät Ein deutsches Flugzeug warf Bomben über Rewegen diefer Truppenfandung ist nicht beabsichtigt, aber jeder kommen und das gewünschte Ziel nur mangelhaft erreichen? miremont ab. Eine Bombe plagte vor dem Schulhause, jedoch kommerzielle Hafenverkehr ſtockt, weil alle Baffins fortwährend voll Die Erfahrungen mit den Brot find bitter genua. englischer Transportschiffe sind. Für die Kartoffel, die als Ersatz für Brot empfohlen und tatsächlich schon in reichem Maße benutzt wird, cutfam. tourde niemand verletzt. Auf die Fabriten in Chaufontaine und die Automobilfabrif gorraine Dietrich wurden von Flug- Viereinhalb englische Kompagnien vermißt. find Höchstpreise allerdings schon festgesetzt worden. Aber die zeugen Bomben geworfen. Sie verursachten aber nur geringen London, 3. Februar.( W. T. B.) Wie der„ Daily Interessenten fordern fortgesetzt eine Erhöhung dieser HöchstWie der„ Daily preise. Und da bisher die Regierung diesem Wunsche nicht Materialschaden. Chronicle" erfährt, werden seit den legten Stämpfen bei entgegengetreten ist, steht wohl leider zu erwarten, daß man Paris, 3. Februar.( W. T. B.)„ Petit Parisien" meldet a Bassée vier und eine halbe Kompagnien diesen Forderungen nachgeben wird. Soll aber die Startoffel aus Dünkirchen: Zwei deutsche Flugzeuge der britischen Garde vermißt. in größerem Uurfange als Ersatz für den um ein Viertel ge fürzten Breffonfum in Frage komunen, so darf diese Maß- panse, bis dahin Haffen wir noch keinen Treffer. Um 11 Uhr] nahme nicht durch eine Herauffegung der Kartoffelhöchstpreise begann das Feuer wieder, es griffen auch englische Zerstörer mit durchkreuzt werden. Es würde damit notwendig nicht eine Wolltreffer, von beiden Schornsteinen war darauf eine einzige an." Blücher" scheerte aus der Linie, erhielt dabei aber mehrere Beränderung, sondern eine Beschränkung des e- große Flamme und nun erstarrte uns das Herz. Er mußte samten Nahrungsmittelverbrauchs verbunden sein. So- Maschinenschaden haben, er blieb immer mehr zurüd. Da erschien lange eine ausreichende Ernährung aller Volksschichten ein Beppelin am Himmel, von uns froh begrüßt, trozdem er uns möglich ist, muß alles getan werden, um eine wirklich gleich wenig helfen konnte. Unser Admiral wollte den Blücher" retten, mäßige Verteilung der zur Verfügung stehenden Rebens- denn immer noch schlugen die Granaten auf ihn ein, keine Hundert mittel auf alle Konsumentenschichten durchzuführen. Meter von uns entfernt schlug Salve auf Salve ein. Wir haben Riefenglück gehabt, daß wir keinen Treffer hatten. P finanziellen Kredit Berweigert haben, jisen nun, entgegen den Normen selbst des russischen„ tonstitutionellen" Rechts, im Ge fängnis, und die zaristischen Richter werden in furzer Zeit be rufen sein, die politischen Kriegsgefangenen des Zarismus laut einem Artikel des Strafgesetzbuches abzuurteilen, der das Bestreben, die bestehende Staatsordnung umzustürzen," mit Zwangsarbeit bestraft." Weiter wendet sich der Aufruf dagegen, daß der„ Hochverratsprozeß" gegen die fünf sozialdemokratischen Dumaabgeordneten selbst in der sozialistischen Presse der kriegführenden Bei uns ging das Signal hoch:" Torpedoboote angreifen!" Staaten meist„ bom Standpunkt der sogenannten nationalen Die militärpflichtigen Belgier. Das Herz schlug doch etwas anders bei dem Gedanken: nun hinein Aufgaben" des betreffenden Landes ausgeschlachtet worden ist. ins feindliche Feuer! Aber wie der Sturm jausten wir mit den Er appelliert besonders an die sozialistischen Barteien der mit Berlin, 3. Februar.( B. T. B.) Die holländische Zeitung Tele- Booten dem Feinde entgegen. Viele Hunderte haben gestern den Rußland verbündeten Staaten, sich in ihrem Berhalten zu dem graaf" läßt sich aus Overpelt in der belgischen Provinz Limburg Tod gefunden und wir können Gott danken, daß wir noch einmal neuesten Gewaltakt der russischen Regierung nicht durch soge. Berichten, daß alle dort ansässigen jungen Belgier vom davongekommen find. Aber Rache haben auch wir genommen, ein nannte staatsmännische Erwägungen bestimmen zu lassen, die Militärgouverneur den Befehl erhalten hätten, sich auf dem Rathaus englischer Panzerkreuzer ist auch gesunken, und sonst hatte der letzten Endes nur die Stellung des Zarismus zu stärken verzu melden, um in das deutsche Heer eingestellt zu werden. Feind auch noch starke Verluste. Heute sind wir unter den Surras mögen. Der Telegraaf" felbft gibt den Bericht seines, wie er fagt, zu der anderen Kameraden in den sicheren Hafen eingelaufen, fohlen, verlässigen Korrespondenten mit Vorbehalt wieder und läßt die und dann wird es wieder raus gehen, aufs neue dem Feinde entFrage offen, ob nicht eine unrichtige Auslegung des deutschen Befehls gegen. Ich muß nun schließen. Sonst geht es mir gut, hoffentlich) durch untergeordnete Beamte vorliege. auch Guch. Viele Grüße an Euch alle. Euer Theodor. In der Tat ist an der Nachricht kein wahres Wort. Wohl find die militärpflichtigen Belgier zu einer KontrollverfammI ung einberufen worben; aber es wurde den deuten versichert, daß Eine Blockade der deutschen diefe Kontrollversammlungen lediglich den Zweck hätten, eine Ueberficht über die im Lande verbliebenen Wehrpflichtigen zu behalten. Eine Absicht, sie in das deutsche Heer einzustellen, be= stehe nicht. Im übrigen war der Militärgouverneur schon am 1. November vorigen Jahres Gerüchten gleichen Inhalts durch einen zweisprachigen( deutsch und flämisch) Anschlag in der Provinz Limburg entgegengetreten. Der Berichterstatter des Telegraaf" hat also in diesem Falle mag er auch sonst noch so zuverläffig fein fein Blatt in irreführender Weise unterrichtet. Der Seekrieg. Von der Nordsee- Blockade. London, 3. Februar.( W. Z. B.) Die„ Central News" erfährt aus Paris, daß der englische Dampfer, taria", der bei Havre torpediert wurde, im Hafen gesunken ist. Ein Teil der Ladung sei gerettet worden. London, 3. Februar.( W. Z. B.) Meldung der„ Central Netos". Die„ Shipping Gazette" segt eine Belohnung von 500 Pfund Sterling für die Bemannung desjenigen Handelsschiffes ans, das zuerst ein deutsches Unterseeboot zum Sinten bringt. Küste? Unser Londoner Korrespondent schreibt uns: Verschiedene Anseichen deuten darauf hin, daß man fich neuerdings in England mit dem Plan beschäftigt, eine formelle Blockade der deutschen Küste zu versuchen. Es ist eine der Ueberraschungen des gegenwärtigen Krieges, daß die völkerrechtliche kommerielle Blodade feindlicher Säfen und Stüftenstriche fast überhaupt feine Rolle spielt. Die Erklärung dafür liegt natürlich in der Umwälzung der Fløttentechnik, der wachsenden Bedeutung der Seeminen und der Unterjeeboote. Die Blockade in hergebrachter Weise, wo die Kriegsschiffe des einen Kriegführenden vor den Küsten des anderen ständig Bacht hielten und auf neutrale Blockaderenner" Jagd machten, ist im heutigen Striege fo gut mie gänzlich unmöglich geworden. Heutzutage würde von einer solchen blockierenden Flotte balb nichts übrig bleiben, die Minen und namentlich die Unterfceboote des blockierten Staates würden ein Schiff der Blockademacht nach dem andern in die Tiefe senten. " Indent der Zarismus alle Vorteile seiner internationalen Lage ausnutt, rechnet er mit Bestimmtheit darauf, daß die Regierungen des republikanischen Frankreichs und des parlamentarischen Englands feinen Finger rühren werden, um den Trägern der republikanischen Idee in dem monarchischen Polizeistaat Rußland zu Hilfe zu kommen Wird man nun in Zukunft jagen müssen, daß die sozialistischen Parteien des Westens sich gegenüber dieser Gefahr blind gestellt und den Opfern ihrer sozialistischen Pflicht, die den von allen Sektionen der Internationale unterzeichneten Kongresbeschlüssen treu blieben, den Rüden gekehrt haben? Wird der Trupp der Internationale, der im Norden Rußlands die Fahne der internationalen Solidarität hochhielt, die den Händen vieler anderer entsant, von seinen älteren Brüdern nicht unterstüt .werden? Wir sind zurzeit der Möglichkeit beraubt, unmittelbar an die öffentliche Meinung des europäischen Proletariats zu appellieren. Uns bleibt nur übrig, uns mit diesem Aufruf an die Arbeiterpreffe und an einzelne sozialistische Gruppen und Politifer zu wenden. Wir geben keine Ratschläge und empfehlen keine Wege. Wir zweifeln nicht, daß die Sozialisten, die ihren Verpflich tungen gegenüber den russischen Abgeordneten wie gegenüber sich selber nachkommen wollen, Mittel und Wege finden werden, laut die Wahrheit zu sagen und die Aufmerksamkeit des europäischen Proletariats auf das Verbrechen zu lenken, das gegenüber einer seiner Sektionen verübt wird. Und sie werden es un verzüglich tun, denn das Richtbeil der zarischen Gerechtigkeit iſt bereits gezüdt und kann im Laufe der nächsten Wochen auf die Köpfe unserer mannhaften Freunde niedersausen." folche formell erklären zu müſſen. Die Blockade hat für die stärkere Die bulgarische Sozialdemokratie Durch die Konterbandepolitik, die England in den ersten Monaten des Krieges den Neutralen aufzuerlegen verstanden hat, konnte England alle Wirkungen der Blockade erzielen, ohne eine folche formell erklären zu müssen. Die Blockade hat für die stärkere Flottenmacht den Vorteil, daß überhaupt keine neutralen Schiffe in die blodierten Häfen einlaufen dürfen. Wenn man aber fast jede denkbare Ware für Konterbande erklären kann, dann kann man ich natürlich die Mühen und Gefahren einer Blockade ruhig sparen. Nun aber, wo England auf den Einspruch der Neutralen seine Konterbandepolitik einigermaßen mildern und Waren, wie z. B. die Baumwolle auf die Freilijte stellen mußte, gewinnt die Frage der Blockade wieder Interesse für die Engländer. und der Krieg. Genosse G. Ahrtow, der Sekretär der bulgarischen Sozial demokratie( Engherzen) schreibt uns: Sofia, 25. Januar. Die bulgarische Arbeiterschaft hegt ein lebhaftes Interesse an einer allseitigen Wufflärung der Verhält nisse, die für die internationale Sozialdemokratie durch den Krieg geschaffen worden sind. Mit Rücksicht darauf gaben das ParteiParis, 2. Februar.( W. T. B.) Der Temps" betont den Ernst der Lage, die durch die Tätigkeit deutscher Unter fee boote gefchaffen ist und schreibt: Ein Ereignis von größter Der Flottenfachmann des„ Daily Chronicle" beschäftigt sich in Bedeutung hat den 30. Januar gekennzeichnet. Ein deutsches Unterseeboot drang an diesem Tage in die Frische See ein und tat dort einem, wie es scheint, inspirierten Artikel mit dieser Frage. Da die hergebrachte Methode der Blodade wegen der Minen, Unterseeboote blatt Rabotnitscheski Vjestnik" und die Parteizeitschrift„ Novo feine Anwesenheit fund, indem es ein Handelsschiff von über und Luftfahrzeuge heute nicht gangbar ist, so müssen, meint eBrjeme" die Urteile mehrerer Theoretiker und hervorragender Ge8000 Tonnen in den Grund bohrte. Dies eben andere Methoden angewendet werden. 3war muß eine ist die erste Verwirklichung der Absichten der deutschen Blockade, um vöfferrechtliche Gültigkeit zu haben wirfjam" sein, noffen ausländischer Bruderparteien, wie die Kautskys, Plechanows, Gelegentlich des Admiralität, den Krieg gegen den englischen Handel mittels d. h. die blockierende Flotte muß im großen und ganzen auch tat- Vanderveldes, Mehrings, Trozkys u. a. wieder. Unterfecbooten durchzuführen und diese Aktion auf alle Territorial- sächlich imstande sein, eine Durchbrechung der Blockade zu verhin- Aufenthaltes des Genossen Parvus, der auf dem Wege von gewässer Großbritanniens auszudehnen. Die Deutschen haben dies dern, aber es ist doch nicht nötig, jo führt der Gewährsmann Konstantinopel nach Berlin fich für einige Tage in Sofia aufhielt, des„ Chronicle" aus, daß die blodierenden Schiffe in Ziel planmäßig verfolgt; ihre Unterseeboote sind immer weiter vor der Nähe ber blodierten& üfte feien. Die Blodade ersuchte diesen das Zentralfomitee der sozialdemokratischen Arbeitergebrungen, jetzt eins bis in die Frische See, d. h. in das Herz Eng könnte doch in der Meerenge von Dover und am nörd- partei( Der„ engen"), in einem Vortrag vor den Sofioter Arbeitern lands. Der„ Temps" erklärt jeboch schließlich, Deutschland verfüge lichen Eingangsur Nordsee zwischen Schottland und Nor- seinen Gesichtspunkt über die Bage flarzulegen. Zu diesem Zwede mur über wenige Unterseeboote, die die lange Fahrt zum Angriff auf wegen wirksam" durchgeführt werden. Freilich ist es eine Bedin- berief das Zentralfomitee am 24. d. M. in den größten Theatersaal den englischen Handel unternehmen könnten. gung der völkerrechtlichen Gültigkeit der Blockade, daß fie allen Neu- eine öffentliche Versammlung ein, an der über 4000 Personen beiltralen gegenüber gleichmäßig ausgeübt werde, während die neue Methode der Blodade weder holländische noch dänische Schiffe daran hindern würde, deutsche Häfen anzulaufen, aber der Marinemit arbeiter des„ Chronicle" hält das für bedeutungslos, weil ja Solland und Dänemark auch durch Benutzung des Landweges die Blockade umgehen könnten. Ob diese Argumentierung aber den Bereinigten Staaten so ohne weiteres einleuchten würde? Der Mitarbeiter des Daily Chronicle" scheint dabei aber noch etwas anderes zu vergessen. Er merkt nicht, daß er mit seiner Ar gumentierung auch die völkerrechtliche Berechtigung der von Admiral Der Nebner ftellte im besonderen die Eroberungsbestrebungen b. Tirpis angedrohten Blodabe der englischen Küsten, aum mindesten der Ostküste, durch deutsche Unterseeboote Ruglands auf der Balfanhalbinsel dar und betonte nachdrüdlichst, sugibt! Was er aber wohl schwerlich beabsichtigt hat! Aber in das es ein Lebensinteresse für die Balkanvölker sei, sich in dieser folcher Weise wie die neue englische Blockade könnte auch die deutsche ernsten Zeit entschieden dem kulturwidrigen und reaktionären russiUnterseeblockade wirksam" ausgeübt werden. schen Absolutismus zu widersehen, um ihre nationale Selbständigkeit vor der drohenden Todesgefahr zu retten. Ein Geheimbefehl der englischen Admiralität Serlin, S. Februar.( 28. T. 8.) Alus sicherer Quelle wird folgender Geheim befehl der englischen Admiralität bekannt: Wegen des Auftreten deutscher Unterseeboote im englischen und irischen Kanal follen fofort alle englischen Handelsfchiffe neutrale Flaggen hiffen und alle Abzeichen wie Reedereizeichen, Namen usw. verdeden. Hausflaggen sind nicht zu führen. Diefer Befehl ist geheim zu halten. Eine amerikanische Stimme über die Untersee- Blockade. " Loudon, 3. Februar.( W. Z. B.) Der Daily Mail" zufolge sagt die New York World" zu dem Angriff des deutschen Unterfeebootes in der Frischen See: Der Angriff vom Sonnabend ist eine Warnung für den größeren Teil des britischen Handels. In Zukunft werden die Verbindungswege zwischen New York und Liverpool, so gut sie auch in der Mitte des Dzeans abpatrouilliert werden mögen, in der Nähe der englischen Küste Gefahren aufweisen, Das Blockaderecht war schon vor dem Auftauchen der neuen technischen Flottenverteidigungsmittel ein Anachronismus, eine der unhaltbarsten Grundsähe des Seekriegsrechts. Es bei den heutigen Verhältnissen mittels juristischer Spisfindigkeiten aufrechterhalten wollen, wäre nicht nur ein reaktionäres Beginnen, sondern wahr scheinlich auch von vornherein zum Mißerfolg verurteilt. Der türkische Krieg. Die russische Meldung. T. nahmen. Zunächst besprach Parvus ausführlich die Stellungnahme der deutschen Sozialdemokratie zu dem Kriege, die den Anlaß zu den erbitterten Angriffen gegen sie gaben, und wies nach, daß die deutsche Partei, die ehrlich und mit aller Entschlossenheit bis zum legten Tage für die Aufrechterhaltung des Friedens gekämpft habe, angesichts der unmittelbaren Gefahren für die europäische Demotratie von seiten des russischen Barismus nach dem Kriegsausbruche nicht anders handeln konnte, als sie handelte. Parvus vertrat jedoch die Ansicht, daß es unter den gegebenen Verhältnissen für die neutralen Baltanländer ratsam sei, sich den 8entralmachten Europas anzuschließen, worin wir mit ihm keineswegs einstimmen können. Die bulgarische Sozialdemokratie ist entschieden gegen den Krieg. Ihre Parlamentsfraktion brachte noch in der Herbstsaison der Sobranje den bekannten Antrag ein, womit fie die Regierung aufforderte, fich mit den Regierungen der übrigen neutralen Staaten zu verständigen, um gemeinsame Schritte bei ben Kriegführenden zum Zwede einer baldigen Beendigung des Strieges zu unternehmen. In einem zweiten Antrage forberte unsere Fraktion gleichzeitig die Regierung auf, unverzüglich in die nicht außer acht gelassen werden dürfen. Das bedeutet Petersburg, 3. Februar.( W. Z. B.) Der General. für die Bereinigten Staaten ebenso Unannehmlichkeiten, wie tab der Rautajus- Armee teilt in seinem amtlichen für Großbritannien und Frankreich). Die Frachtsäge und die Bericht vom 1. Februar mit: An der Front der Armee fand Bersicherungen werden in die Höhe gehen. Bis jetzt vermochte Verhandlungen mit den Regierungen der Nachbarstaaten einzudie Seemacht der Verbündeten, den neutralen Handel mit den verbündeten Ländern zu schüßen und mit Deutschland und fein bemerkenswerter Kampf statt. Desterreich- Ungarn zu unterbinden. Benn aber feindliche Die Verhaftung der sozialdemoZauchboote an dem Ausgang der britischen Handelsroute am Werte sind, laufen wir Gefahr, die Hauptmärkte zu verlieren und haben verschiedene andere Komplikationen zu gewärtigen. Fratischen Duma- Abgeordneten. Der Bedarf an amerikanischen Schiffen wird jekt größer sein als je. Ein Augenzeuge über die Seeschlacht in der Nordsee. Folgender Matrofenbrief wurde uns zur Verfügung gestellt: S. M. S. Roftod", den 25. 1. 1915. Lieber Gmil! Meinem Versprechen nachkommend, will ich Dir turz das gestrige Gefecht, welches Du auch in der Zeitung lesen wirst und welches wir mitgemacht haben, mitteilen. Am Samstagabend fuhren wir mit 4 großen Kreuzern, 4 fleinen Kreuzern und Torpedobooten zu einem Borstoß in die Nordsee. Wir als Führer der Torpedoboote, deshalb wir auch bei den großen Kreuzern blieben, während die anderen fleinen Kreuzer die Aufklärung hatten. Sonntag früh stießen die kleinen Kreuzer auf den Feind. Das Gefecht begann um 8 Uhr, um 9 Uhr griffen unsere Panzerfreuzer mit ein. Nun wurde die Sache ernster, es war eine gründliche Feuertaufe. Salbe auf Salve rollte über das Meer, ganz schauerlich, dieses Pfeifen und Krachen. Auf beiden Seiten brach bald fener aus, welches aber immer bald gelöscht mar. Rinks und rechts, überall schlugen die Granaten ein, alle jchwerstes Kaliber, 34,5 Zentimeter Um 10 1hr war Gefechts. Der Berner Tagwacht" wird aus Paris geschrieben, der„ Golos", das russische sozialdemokratische Tageblatt in Paris, sei deshalb geschloffen worden, weil er am 17. Januar einen Protest gegen die Verhaftung der fünf sozialdemokratischen Dumaabgeordneten in Petersburg veröffentlicht hatte. In diesem Aufruf, der betitelt ist:„ An das Gewissender Internationale!" heißt es nach dem uns vorliegenden Original: Die Berhaftung der Arbeiterabgeordneten war die Antwort des Barismus auf die politische Saltung, die die russische Sozialdemokratie, in strengem Gintlang mit ihrem Programm und ihrer Auffaffung der Aufgaben des Proletariats und feiner internationalen 3flichten, feit Beginn des Krieges eingenommen hatte. -w treten zivecs Abschlusses eines Baltanbündnisses auf der Basis ihrer gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen zur gemeinsamen Berteidigung gegen die Eroberungsflut der kapitalistischen Großmächte. Kurz, die bulgarische Sozialdemokratie gab nach dent Ausbruche des Krieges die Bosung des Friedens und der Balkanföderation aus. Auf diesen Standpunkt unerschütterlicher denn zuvor aus harvend, fann unsere Partei feinesfalls Barbus zustimmen, daß Bulgarien sich nun an die Seite der Zentralmächte, d. h. Deutschlands und Oesterreich- Ungarns, stellen solle, denn wir müßten in diesem Falle unsere Losungen aufgeben und zusammen mit der auftrophilen Regierungstoalition unser Band zum Krieg hetzen. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß die Aufgabe der Arbeiterlaffe in den neutralen Ländern ist, diese nicht in den Weltkrieg hineinzutreiben, sondern im Gegenteil mit ihrer ganzen Araft für den baldigen Abbruch des Krieges zu wirken. Eine Beteiligung Bulgariens an dem gegenwärtigen Weltkrieg würde unser schon so hartgeprüftes Land nicht nur vollständig ruinteren, sondern es auch verheerenden feindlichen Invasionen preisgeben, um vielleicht zum Berlufte unserer nationalen Unabhängigkeit zu führen. Dagegen urit aller Entschiedenheit zu kämpfen, ist die wichtigste Aufgabe des bulgarischen Broletariats in dem gegenwärtigen Zeitpunkte. Die ruffifche bürgerliche Bresse eine andere gibt es zur zeit in Rußland nicht hat entweder den Racheatt der Regierung gutgeheißen oder ist gleichgültig an ihm vorübergegangen, Im übrigen schließen wir uns vollständig dem Genoffen Barbus ohne ihn, wenn auch nur vom Standpunkt der Verlegung der in dem an, was er über die Gefahr ausführte, die der russische elementaren Rechte der Bolfsvertretung, zu betrachten. Die Bro- 8arismus für die europäische Demokratie und insbesondere testversuche der Arbeiter und der studierenden Jugend wurden, für die Freiheit der Balkanländer darstellt. Die mächtige und unter Zustimmung der öffentlichen Meinung der befizenden Klassen, roh unterdrückt. Fünf Bertreter des Klassenbewußten beweiskräftige Rebe Parvus' in diesem Punkte war ein neuer Proletariats Rußlands, die zusammen mit den übrigen sozial- Schlag gegen die russischen Handlanger und die russophilen Para demokratischen Abgeordneten dem Zarismus den politischen und teien in Bulgarien. Zur Neutralität Norwegens. Die„Kölnische Zeitung� bringt unter der Ueberschrift Norwegische Neutralität folgendes Berliner Telegramm: „Der frühere norwegische Staatsmini st er K o u n o w hatte vor kurzem in einer Studentenversammlung eine Rede über die neutrale Stellung Norwegens gehalten und dabei geäußert: Unbeschadet der Neutralität müsse die öffentliche Meinung mehr zu Wort kommen als bisher und zu Tat- fachen. wie das Schicksal Belgiens, auch zu belgischen und französischen Angriffen und Beschuldigungen gegen Deutschland ent- schiedenere Stellung nehmen. Das Verhältnis Norwegens zu Deutschland sei zwar in diesem Kriege stets freundlich gewesen. Die Shnrpathien der Norweger seien aber überwiegend auf Seiten der Entente, wie das bei den alten Handels- und Kulturbeziehungen Norwegens zu den West- mächten nicht anders zu erwarten sein. Englands Sieg gelte als selbstverständlich. Die Oeffentlichkeit billige zwar die Politik des skandinavischen Zusammenhaltens, sie müsse aber nähere Auf- schlüffe über die von Norwegen mit den anderen skandinavischen Regierungen getroffenen Vereinbarungen verlangen. da bei der Lerschiedenheil der auswärtigen Interessen der Fall doch möglich sei, daß die norwegische und die schwedische Politik in Gegensatz geraten. Die Kritik, die der Staatsminister Konnow an der Ber- abrelning der skandinavischcn Staaten hielt, berührt uns nicht. Air glauben nicht, daß sie in Norwegen selbst viel Boden findet. Dagegen können wir nicht vorbeigehen an den Aeußerungen, m denen der frühere Staatsminister seinen Landsleuten eine Partei- nähme für Belgien und für England anzuraten scheint. Sollte dies die Absicht des Ministers gewesen sein, so würden wir eine solche öffentliche Aufforderung zu Sympathiekundgebungen für unsere Gegner mit der Neutralität Norwegens schwer in Einkkmg bringen können. Air verlangen nicht, daß irgend jemand seine liicsühle zu unseren Gunsten kommandiere; was wir aber von den Neutralen erwarten können, ist besonnene Zurückhaltung und Ver- meidung einer Parteinahme in Fragen, die nicht spruchreif sind. Air nehmen an, daß wir sür diese Auslegung der Neutralität auch tu"Norwegen die übergroße Mehrheit der öffentlichen Meinung auf unserer Seite haben werden, und hoffen uns nicht zu täuschen, loenn wir voraussetzen, daß die Rede des StaatSministers Konnow in der norwegischen Oeffentlichkeit selbst nicht unwidersprochen bleiben wird. Die Folgerungen, die Deutschlands Feinde aus den Erklärungen des Staatsminifters Konnow ziehen könnten, würden vielleicht diesem selbst nicht erwünscht sein. England, das die nor- wegischen Schiffahrtsinteressen so wenig rücksichtsvoll behandelt hat. kann duuh solche Aeußerungen nur in der Meinung bestärkt werden, daß es sich mit Norwegen noch mehr erlauben darf." Erklärungen in üen britishen Parlamenten. Im Oberhaus teilte Lord Erewc mit, die Regierung beab- sichiige nicht, Vorlagen einzubringen, die im Zeichen des PorteigegensatzeS stehen, sondern sich ausschließlich auf Arbeiten zu beschränken, die die Fortsetzung des Krieges betreffen. Das Unterhaus trat zur Wiederaufnahme der ordentlichen Session zusammen. Bonar Law sagte, obwohl die Verantwortung für die Kriegsühruug bei derRegieiung liegen muffe und obwohl eS der Opposition freistehe, Kritik zu üben oder sich der Kritik zu ent- halten, werde die Opposition sich nur durch nationale Rücksichten und nicht durch das Parleiinteresse leiten laffen, wenn sie Kritik übe. A S q u i t b führte aus, die Regierung übernehme die alleinige Ver- amwortung für die Kriegführung, aber mache nahezu täglich der Opposition Mitteilungen über diplomatische und andere Fragen. Die Opposirion habe der Regierung unschätzbare, patriorische Mit- Wirkung geleistet. Eine Kunögebung üer De«t1 gefertigt. 6. Emienty= Liebknecht, Charlottenburg, Stuttgarterplay 9, Gartenhaus III. 448* Verschiedenes. Patentanwalt Müller, Gitschiner straße 16. Kunitstopferei Große Frankfurter 23998* straße 67. Wäsche wird sauber gewaschen, Freien getrodnet. Laten, Leibwäsche, 4 Handtücher 0,10. Abholung Sonnabends. Frau Paul, Köpenid, Grü 297480 nauerstraße 30 a. Vermietungen. Wohnungen. Charlottenstraße 87 Heine obnungen sofort billig. 6876* Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Bauschlosser für dauernde Arbeit Musikinstrumente. bei guten Löhnen gesucht. König, Bettdecken! Prachtvolle 5,75, 7,50, Orchestergeige mit Formetui 18,-, Süden u. Co., Koloniestraße 89/90. 9,75, Tüchtige Schlosser und Schmiede 15,75. fofort spielbare große Gitarrezither Daunenbetten 19,50, 22,50. Reue mit hundert Unterlegnoten 10,-, für Eisen- und Wellblechkonstruktion Aussteuerwäsche spottbillig! Teppiche! Mandoline, Raute, Gitarre, Harmo bei gutem Lohn stellen sofort ein Portieren, Gardinen, Tischdecken, nium mit eingebautem Spielapparat Wolf Netter u. Jacobi, Adlershof. Steppdeden, Dipandeden, Belaftolas, verkauft friegs balber billig Ernst, Uhren, Ketten. Inventurpreise! Alles spottbillig nur Pfandleihe, Brunnen. ftraße 47, I. Kinderwagen und Klappwagen, gut erhalten. Fingerhuth, Gitschiner strage 62. 10256 Dranienstraße 166, III. Kaufgesuche. Suche einen tüchtigen Selavier 1026g spieler für Sonnabend und Sonntag. Koch, Restaurateur, Neukölln, Weichsel+100 strage 8. Kupfer! Meffing! Auminium! Ridel! Zinn, Zint, Blei, Quecksilber, Stanniolpapier, Platinaabjälle, Zabn Gilberabfälle, gebisse. Goldfachen, Höchstpreise! Mietallschmelze Cohn", Brunnenstraße 25 und Neukölln, Berlinerstraße 76. Anstreicher, fchwindelfrei, die auch rüsten fönnen, für Flensburg sofort gesucht. Deutsche Steinholzwerke, Heidestraße 15, 1. 10245* Verkäuferinnen, tüchtige, für die Abteilungen Lebensmittel, Delikatessen und Aufschnitt sofort gesucht. Meldungen 1-2 Uhr mittags oder 7-8 Uhr abends. A. Jandorj u. Co., * Belle- Alliancestraße 1/2. Möbel. Preise nur jetzt im Ariege, nie wiederkehrend: Englische Bettstelle 28, Ruhebett 24, englischer Antleideschrant mit Wäscheabteil und Facettespiegel 88, derfelbe etwas kleiner 63 Mart, Bücherschrank, Trumeau 30, Zahngebine, Goldiachen, Silber. Chaiselonguebede 9,50, Bertilo, Slei- tamen, Blatinabfälle, sämtliche Metalle derschrank mit Verglasung 48, Soja höchstzablend. Sameizerei Christionat, ( gegenüber 36, großer Teppich 21, wundervolle, topeniderftrage 20& 1/ 12* billige Schlafzimmer, herrliche, billige Manteuffelfrage). Wohnzimmer, Süche siebenteilig 58, Schreibtisch 38, Ausziehtisch 16, Rohr Fahrradgeſuch Linienſtraße 27. Flotten Geld- Lose à M.3.30 tub 3,50, Baihtoilette 19. Ehrlich, Fahrradgesuch. Schrader, Weber straße 42. 10/17 Alte Schönhauserstraße 32. Platinabfälle, Zahngebisse bis Möbel für jedermann: Kleider 50,00, Goldsachen, Silber lachen, schrank 8, 12,-, 18,-, 94, Duedfilber, Stanniolbapier 3,00. Sinn, Ridel, Zylinderbureaus 35,-, Bettstelle mit Subjer, Messing, Matrage 14, Betten Stand 10,-, Aluminium, Zint, Blei, icht Höchst Moquetsofa 35,- Stücheneinrichtung preife! Edelmetall Eintaursbureau ( Ab enorm billig. Möbelhaus Dften, Beberstraße 31, Telephon. Andreasstraße 30. 558 holung.) usw. ESW. Porto und Liste extra 30 Pig. empfehlen und versenden Lud. Müller& Cich- Bafchtommtobe 10, Werderscher Berlin W. Markt 10 Telegr.- Adr. Glücksmüller. 1 Arbeiter Möbel! Für Brautleute günstigste Gelegenheit, fich Möbel anzuschaffen. Mit fleiner Anzablung schon Stube und Küche. An jedem Stüd deutlicher Gesundheits- Bibliothek Breis. äebervorteilung ausgeschloſſen. Jedes Heft 20 Prg. Bei Krankheitsjällen, Arbeitslosigkeit Unterricht. 752* erstklassige Automobilführer, anerkannt Rüdficht. Möbelgeschäft ftellungssichere Ausbildung, 100 Mart Goldftaub, Zoffenerstraße 38, Ece Auch Abendfurje. Gneisenaustraße. 2901 Köveniderstraße 116. Korbmacher 50 auf 98er viereckige Munitions. förbe werden eingestellt. Abgangs. bescheinigung des legten Arbeitgebers erwünscht. C. Kramer& Co, Wallstr. 25. Schreiberlehrlinge für sofort gesucht. Stellennachweis des Verbandes der Bureauangestellten. Meldungen 9-12, O Dirdjenſtr. 4 I. werden bei Lagerarbeiter hohem Lohn sofort eingestellt H. Rosenthal, Lichtenberg, Rittergutstr. 110/113. Arbeitsbursche Ratenzahlung. für Fräserei gesucht. Stahlwaren21978 fabrik, Sebastianftr. 7. 11/5 Verantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inferatenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl Nr. 35 82. Jahrgang. Scilnw des Jorniärts" Sttift Jlolbtiliitt. Donnerstag 4. Februar 1915. Zur Entstehungsgeschichte öes Krieges. Wien, 3. Februar.(W. T. B.) Tas heute erschienene R o t b u ch enthält 6g Aktenstücke und reicht vom 29. Juni bis zum 24. August 1914. Es beginnt mit den Meldungen der Vertreter in Belgrad, Uesküb und Nisch über den Beifall und die Freude, mit welchem die Aachricht von der Ermordung des Erzherzog-Thron- s o l g e r s aufgenommen wurde. Am 4. Juli sprach der Präsident der französischen Republik gegenüber dem Botschafter Grafen Szecsen die Ueberzeugung aus, die serbische Regierung werde bei der gerichtlichen Untersuchung und der Verfolgung eventueller Mitschuldiger das größte Entgegen- kommen zeigen. Einer solchen Pflicht könne sich kein Staat ent- ziehen. Am 21. Juli führte der österreichisch-ungarische Gesandte in Belgrad, Freiherr von Giesl, in einem längeren Berichte aus, das Attentat habe die Serben in dem Glauben bestärkt, daß der Zer- fall Oesterreich-Ungarns in kürzester Zeit bevorstehe, und habe zu ihrem Haß gegen die Monarchie nun auch die Verachtung gesellt. Am 22. Juli wurde Freiherr von Giesl beauftragt, am näch- sten Tage der serbischen Regierung die Note zu über- reichen, die gleichzeitig samt dem bekannten Kommentar den österreichisch-ungarischen Botschaftern zur Mitteilung an die frem- den Regierungen übersendet wurde. Am 24. entledigten sich die Botschafter dieses Auftrages. Der Botschafter in London, Graf Mensdorff, wurde beauftragt, auch darauf zu verweisen, daß es Serbien in der Hand gehabt hätte, den ernsten Schritten, die es erwarten mußte, die Spitze ab- zubrechen, wenn es spontan das Notwendige vorgekehrt hätte, um auf serbischem Boden eine Untersuchung gegen die serbischen Teil- nehmer am Attentat einzuleiten. Sir Edward Greh erwiderte dem Botschafter, er würde bereit sein, die Angelegenheit als eine nur Oesterreich-Ungarn und Serbien berührende zu betrachten, besorge aber, daß mehrere Großmächte in einen Krieg verwickelt werden könnten. Als Graf Szapary sich dem Mini st er Ssasonow gegen- über seines Auftrages entledigte, unterbrach ihn dieser mit der Be- merkung, er wisse, daß es sich um einen Borwand handle, Serbien mit Krieg zu überzielpm, worauf der Botschafter erwiderte, Oester- reich-Ungarn sei die friedliebendste Macht der Welt, was sie an- strebe, sei nur die Sicherung ihres Territoriums vor fremden revo lutionären Umtrieben und ihrer Dynastie vor Bomben.— Nach fünfstündigem Ministerrate empfing Herr Ssasonow den deutschen Botschafter und erklärte ihm, die Angelegenheit sei eine europäische und Rußland könne die eventuelle Absicht Oesterreich-Ungarns Serbien aufzuftessen(ckevorer), nicht ruhig hinnehmen. Graf Pourtales entgegnete, Oesterreich-Ungarn sei nur daran gelegen, Serbien die verdiente Züchtigung angedeihen zu lasten. Der russische Geschäftsträger in Wien, Kudaschew, den Graf Berchtold am 24. vormittags empfing, sagte, man sei in Rußland immer besorgt gewesen, ob nicht unser Schritt die Form einer Demütigung für Serbien annebmen werde, was nicht ohne Rückwirkung in Ruß land bleiben könnte. Graf Berchtold entgegnete, eine solche Absicht liege ihm völlig fern, das Ziel der k. und k. Regierung bestehe- ledig lich darin, die unhaltbare Situation Serbien gegenüber gu kläreiu Am nächsten Tage erschien der'russische Geschäftsträge«-beim ersten. SektionSchef Baron Macchio und drückte den Wunsch aus� daß die in unserer Note an Serbien angegebene Frist verlängert werde, damit die Mächte Zeit hätten, die Grundlagen unserer Mitteilung und die beigelegte Denkschrift über die großserbische Propaganda zu prüfen. Baron Macchio antwortete, daß unsere Note an die Mächte nur den Charakter einer Information gehabt habe und wir unsere Aktion als eine nur wiS und Serbien berührende Angelegenheit betrachteten. Am 23. um 3 Uhr nachmittags wurde laut Telegramm des Daran G'esl in Serbien die allgemeine Mobilisie- r u n g abgeordnet. Erst drei Stunden später, knapp vor Ablauf der in unserer Note gestellten Frist, wurde die serbische Ant- wort in Belgrad dem Gesandten Giesl übergeben, der sie für un- genügsAd erklärte und mit dem Gesandtschaftspersonal die Stadt verließ. Am 25. sandte Graf Berchtold dem Botschafter in Petersburg, Grafen Szapary, eine Instruktion, die mit den Worten beginnt: ,.Jn dem Augenblick, wo wir uns zu einem ernsten Vorgehen gegen Serbien entschlossen haben, sind wir uns natürlich auch der Mög- lichkeit eines sich aus der serbischen Differenz entwickelnden Zusammenstoß mit Rußland bewußt gewesen. Wir konnten uns aber durch diese Eventualität nicht in unserer Stellungnahme gegenüber Serbien beirren lasten, weil grund- legende staatspolitische Konsiderationen uns vor die Rotwendig- keit stellt-«, der Situation ein Ende zu machen, daß ein russischer Freibris! Serbien die dauernde ungestrafte und unstrafbare Be- drohun� der Monarchie ermögliche. Für den Fall, daß Rußland den Moment für die große Abrechnung mit den europäischen Zen- tcalmüchten bereits für gekommen erachten sollte und daher von vornher--"-! zum Kriege entschlossen wäre, erscheint allerdings nach- stehende Jnstruicrung Eurer Exzellenz überflüssig. Es wäre aber immerhin denkbar, daß Rußland nach der eventuellen Ablehnung unserer Forderungen durch Serbien und angesichts der sich für uns ergebenden Notwendigkeit eines bewaffneten Vorgehens mit sich selbst zu Rate ginge und daß es sogar gewillt sein könnte, sich von den kriegslustigen Elementen nicht mitreißen zu lassen." In der Instruktion wird dann ausgeführt, daß Oesterreich-Ung«rn teritorial saturiert sei und daß, wenn ihm der Kampf mit Serbien aufgezwungen werde, dies kein Kamps um territorialen Gewinn, sondern lediglich ein Mittel der Selbstverteidigung und Selbster- Haltung sein werde. Ferner, daß die Bewegung, die in Serbien gegen die Monarchie genährt werde, das monarchische und dyna- stische Interesse bedrohe und daß das konservative, kaisertreue Rußland, wie wir annehmen müßten, ein energisches Vorgehen gegen diese Bedrohung aller staatlichen Ordnung begreiflich und sogar notwendig finden werde. Wir seien stets der Ansicht ge- Wesen, daß das Erstarken der Balkanstaaten zur staatlichen und politischenSeft-ständigkeit unseren Beziehungen zu Rußland zum Vorteil erreichen würde, auch alle Möglichkeit eines Gegensatzes zwischen uns und Rußland beseitigen würde und waren immer i bereit, die großen politischen Interessen Rußlands bei unserer � Politischen Orientierung zu berücksichtigen. Eine weitere Duldung der serbischen Umtriebe hätte unseren Bestand als Großmacht und daher auch das europäische Gleichgewicht, dessen Erhaltung Ruß- j kands wohlverstandenes Interesse sei, in Frage gestellt. Am 26. telegraphierte Graf Szapary aus Petersburg, der deutsche Botschafter habe dem Minister Ssasonow in ernster Weise von den russischen Mobilisierungsgerüchten ge-! sprachen und hinzugefügt, Mobilisierungsmaßnahmen seien ein � höchst gefährliches Druckmittel, und wenn in Deutschland einmal t auf den Knopf gedrückt werde, sei die Sache unaufhaltsam, worauf Minister Ssasonow unter Ehrenwort versicherte, bisher sei kein Pferd und kein Reservist eingezogen und es handle sich lediglich um vorbereitende Maßnahmen in den Militärbezirken Kiew, Odessa, vielleicht Kasan und Moskau.— Infolge der Erklärungen des deutschen Botschafters habe dann der Kriegsminister Suchomlinvw den deutschen Militärattache zu sich gebeten und ihm dieselbe Ver- sicherung ebenfalls unter Ehrenwort gegeben. Wenn Oesterreich- Ungarn die serbische Grenze überschreite, würden die auf Oester- reich-Ungarn gerichteten Militärbezirke mobilisiert, unter keinen Umständen die an der deutschen Front; man wünsche dringend Frieden mit Deutschland. Der Militärattache erwiderte, daß auch die Mobilmachung gegen Oesterreich-Ungarn als sehr bedrohlich angesehen werden würde. Am selben Tage teilte Graf Berchtold unseren Botschaftern bei den fremden Mächten den Abbruch der diplomatischen Be- Ziehungen zu Serbien mit, der erfolgen mußte, weil die serbische Regierung unsere Forderungen, welche wir zur dauernden Sicherung unserer von ihr bedrohten vitalen Interessen an sie stellen mutzten, abgelehnt habe. Graf Berchtold fügte hinzu: Zu unserem Bedauern und sehr gegen unseren Willen sind wir dadurch in die Notwendigkeit versetzt worden, Serbien durch die schärfsten Mittel zu einer grundsätzlichen Aenderung seiner bisherigen feindseligen Haltung zu zwingen. Am 27. Juli setzte Graf Szapary dem Minister Ssaso- n o w in längerer Unterredung auseinander, daß man in Rußland irrtümlicherweise Oesterreich-Ungarn einen Vorstoß auf dem Balkan und einen Marsch nach Salonichi oder gar nach Konstantinopcl im- putiere. Es handle sich um Selbsterhaltung und Notwehr. Bei einer solchen könne man sich durch gar keine wie immer gearteten Konsequenzen beirren lassen. Ssasonow erwiderte, dieses ihm ge- schilderte Ziel sei vollkommen legitim, aber der Weg sei nicht der sicherste. Die Mitwirkung von österreichisch-ungarischen Funktio- nären in Serbien und die Entsetzung der Offiziere und Beamten, die Oesterreich-Ungarn bezeichnen würde, sei in dieser Form un- annehmbar. Diese Punkte wurden von dem Grafen Szapary teils interpretiert, teils als notwendig erklärt.. Am 27. ermächtigte Graf Berchtold den Grafen Szapary tele- graphisch, sich Ssasonow gegenüber dahin auszusprechen, daß, solange der Krieg zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien lokalisiert bleibe, die Monarchie irgendwelche territoriale Erwerbungen nicht beab- sichtige. In einem zweiten Telegramm ersucht Graf Berchtold den Grafen Szapary, da der Punkt betreffend die Beteiligung von k. und k. Funktionären bei der Unterdrückung der serbischen Umsturzbewegung den besonderen Widerspruch Ssasonows hervorrief, ihm vertraulich mitzuteilen, daß damit nicht eine Tangierung der Souveränität Serbiens beabsichtigt war, son- der» an die Errichtung eines mit den serbischen Behörden koope- rierenden Sicherheitsbureaus nach der Art der analogen russischen Einrichtungen in Paris gedacht wurde. Am 28. telegraphierte Graf Szögyeny, der englische Vermitt- lungsvorschlag, daß Deutschland, Italien, England und Frankreich zu einer Konferenz in London zusammentreten sollten, sei von Deutschland mit der Begründung abgelehnt worden, daß es für Deutschland unmöglich sei, seinen Bundesgenossen in seiner Aus- «inandersetzung mit Serbien vor ein europäisches Gericht zu ziehen. ''""Am 28."zeigt'Graf Berchtold dem serbischen'Ministerimn- des Äeußern-telegraphisch- an, daß sich OesterrcichUngarn-von- diesem Augenblicke an als mit Serbien im Kriegszustände befindlich betrachte. An diesem Tage telegraphierte Graf Berchtold dem Grafen Szögyeny, daß der Greysche Konfsrenzvorschlag, insoweit er sich auf unseren Konflikt mit Serbien bezieht, angesichts des eingetretenen Kriegszustandes durch die Ereignisse überholt erscheine. Graf Berchtold teilte in seinem Telegramm unserem Botschafter in Berlin einen Bericht des Grafen Meiisdorff über dessen Gespräch mit Sir Edward Grey vom 27. Juli mit. Danach war der englische Minister des Aeußern sehr enttäuscht darüber, daß wir die serbische Antwort als ganz ablehnend behandelten. Er, Sir Edward Grey, hätte, als er eine Konferenz vorschlug, geglaubt, diese Antwort würde eine Grundlage liefern, auf welcher die vier Regierungen, während sich sowohl Oesterreich-Ungarn als auch Rußland jeder militärischen Operation enthalte, ein befriedigendes Arrangsment ausarbeiten könnten. Wenn Oesterreich-Ungarn entschlossen sei, unter allen Umständen mit Serbien Krieg zu führen, und wenn es Rußland nicht dazu bewegen könne, ruhig zu bleiben, seien die Möglichkeiten und Gefahren unberechenbar. Die nach den Manövern in' Ports- mouth konzentrierte Flotte würde vorläufig dort bleiben. Den Grafen Mensdorff ersuchte Graf Berchtold, unsere kriti- schen Beawrkungen zur serbischen Rote mit Sir Edward Grey durchzusprechen und ihm klarzulegen, daß das serbische Entgegenkommen nur ein scheinbares war..Da die serbische Regierung wußte, daß uns nur eine vorbehaltlose Annahme unserer Forderungen befriedi- gen könne, ist die serbische Taktik klar zu durchschauen. Serbien konzedierte, um Eindruck auf die europäische Oeffentlichkeit zu machen, mit allerlei Vorbehalten eine Anzahl unserer Forderungen, darauf bauend, daß es nicht in die'Lage kommen werde, seine Zu- sagen zu erfüllen". Am 28. Juli überbrachte Botschafter Schebeko dem Grafen Berchtold einen Vorschlag Ssasonows, unseren Botschaftern in Petersburg zu einer Fortsetzung des Gedankenaustausches über unsere Forderungen an Serbien zu instruieren. Graf Berchtold lehnte mit den Worten ab. eine Verhandlung über den Wortlaut der von uns als unbefriedigend bezeichneten Antwort könnte bei uns niemand verstehen und niemand billigen; übrigens habe Serbien die Mobilisierung angeordnet, bevor es uns seine unpe- nügende Antwort übergeben ließ. Trotzdem hätten wir noch drei Tage zugewartet. Am selben Tage erschien auch der englische Botschafter beim Grafen Berchtold. Auf seine Bemerkung, die serbische Ant- wort scheine die Möglichkeit zu bieten, die Grundlage für eine Ver- ständigung abzugeben, erwiderte Graf Berchtold, der englische Staatssekretär könne wohl kaum gründlich orientiert sein über die schwerwiegende Bedeutung der zu-lösenden Fragen für die Mon- archie. Insofern Sir Edward Grey dem europäischen Frieden dienen wolle, würde er gewiß nicht auf Widerstand bei uns stoßen; er müsse jedoch bedenken, daß der europäische Friede nicht dadurch gerettet würde, daß sich Großmächte hinter Serbien stellen und für dessen Straffteiheit eintreten. Selbst wenn wir auf einen solchen Ausgleichsversuch eingehen wollten, würde dadurch Serbien nur. umsomchr ermutigt, auf dem-bisherigen Pfade weiterzugehen, was � den Frieden binnen der allerkürzesten Zeit abermals in Frage| stellen würde. Am 28. ersuchte Graf Berchtold den Botschafter Grafen Szoe- gveny, sich sofort zum R e ichskanzler oder zum Staats- s e k r e t ä r zu begeben und es dem Berliner Kabinett zur dringen- i den Erwägung zu unterbreiten, ob nicht Rußland in freundschaft» licher Weise darauf aufmerksam gemacht werden sollte, daß die für den Fall einer Ueberschreitung der serbischen Grenze angekündigte Mobilisierung der vier gegen Oesterreich-Ungarn gelegenen russi- schen Militärbezirke einer Bedrohung Oesterreich-Ungarns gleich-- komme und daher, falls sie tatsächlich erfolgte, sowohl von der Mon- archie als auch vom verbündeten Deutschen Reiche mit den weitest- gehenden militärischen Gegcmnaßregeln beantwortet werden müßte. Inzwischen hatte der deutsche Botschafter in Wien mitgeteilt, daß sich Sir Edward Grey an die d e u t s ch e Regierung mit der Bitte gewendet habe, sie möge ihren Einfluß in Wien geltend machen, damit hier die Belgrader Antwort entweder als genügend betrachtet oder als Grundlage für Besprechungen unter den Kabinetten airgenommen werde. Der deutsche Botschafter war beauftragt, diesen Vorschlag dem Wiener Kabinett zur Erwägung zu unterbreiten. In Beantwortung dieses Schrittes ließ Graf Berchtold dem deutschen Botschafter am 29. Juli ein Memoire zu- kommen, in welchem ausgeführt wurde, daß die serbische Antwort in den meisten Punkten Vorbehalte formulierte, die den Wert der j gemachten Zugeständnisse wesentlich beeinträchtigten, und daß die Ablehnung gerade jene Punkte betreffe, die einige Bürgschaft für die tatsächliche Erreichung des angestrebten Zweckes enthielten. „Die k. u. k. Regierung", so heißt es in dem Memoire weiter,«kann ihre Ueberraschung über die Annahme nicht unterdrücken, als ob ihre. Aktion gegen Serbien Rußland und den russischen Einfluß auf dem Balkan treffen wollte, denn dies hätte zur Voraussetzung, daß die gegen die Monarchie gerichtete Propaganda nicht alleinserbischen, sondern auch russischen Ursprungs wäre. Wir sind bisher immer von der Ansicht ausgegangen, daß das offizielle Ruß- land diesen der Monarchie feindseligen Tendenzen fernstehe, und unsere gegenwärtige Aktion richtet sich ausschließlich gegen Serbien, während unsere Gefühle für Ruhland, wie wir Sir Edward Grey versichern können, durchaus freundschaftliche sind." Das Memoire schließt wie folgt:„Wenn sich im übrigen das englische Kabinett bereit findet, seinen Einfluß auf die russische Regierung im Sinne der Erhaltung des Friedens zlvischen den Großmächten und der Lokalisierung des uns durch die jahrelangen serbischen Umtriebeaufgezwungenen Krieges geltend zu machen, fo kann dies seitens der k. und k. Regierung nur begrüßt werden." Am 29. Juli meldete der Botschafter in Paris, Graf Szecsen, daß F ra n k r e i ch unzweifelhaft gewisse militärische Vorbereitungen treffe. Botschafter Graf Szoegyncy meldete, die deutsche Regierung habe an diesem Tage neuerdings nach Petersburg telegraphiert, daß Deutschland durch die Fort- setzung der jetzigen militärischen Rüstungen veranlaßt werden könnte, zu mobilisieren. Dem Grafen Szapary machte Minister Ssasonow am 29. Juli Bemerkungen über die Abgeneigtheit Oesterreich-Ungarns, zu dis- kutieren, und über die über das notwendige Maß hinaus fort- gesetzte und daher gegen Rußland gerichtete österreichisch-ungarische Mobilisierung. Graf Szapary sagte, über den Konflikt mit Serbien lasse sich nicht diskutieren; aber Oesterreich-Ungarn werde immer bereit sein, über österreichisch-ungarische und russische Interessen mit Petersburg Fühlung zu nehmen. Ssasonow erwiderte, wenn wir Serbien unsere Bedingungen aufzwängen, sei dies für Serbien ein Vasallentum, durch welches das Gleichgewicht auf dem Balkan, das ein russisches Interesse sei, gestört werde. Auf die Bemerkung .Szaparys, daß die Mobilisierung unserer südlichen Korps keine' Bedrohung' Rußlands sei und daß dem militärischen Lizitiercn ein rasches Ende bereitet werden sollte, meinte Ssasonow, er werde dies dem Generalstabschef mitteilen, denn dieser sehe Seine Majestät alle Tage. In dieser Unterredung machte Ssasonow dem Botschafter Mitteilung von einer gleichzeitig erfolgenden Mobili- sierung in ziemlich weitem Umfange. Die Truppen würden bereit» stehen für den Fall, als Rußlands Balkaninteressen gefährdet würden. Die Verfügung sei harmlos. Graf Szapary machte den Minister in ernsten Worten auf daS Gefährliche dieser Verfügung aufmerksam. Der russische Botschafter in Wien teilte dem deutschen Bot- schafter Herrn von Tschirschky die Mobilisierung mit und fügte hinzu, Rußland sei in seiner Ehre als Groß- macht gekränkt und genötigt, entsprechende Maßnahmen zu treffen. Am 39. telegraphierte Graf Berchtold dem Grafen Szapary, er sei bereit, die einzelnen Punkte der Note Herrn Ssasonow er- läutern zu lassen und bei dieser Gelegenheit entsprechend der durch Schebeko verdolmetschten Anregung die unsere Beziehungen.zu Rußland direkt betreffenden Fragen einer vertrauensvollen, freund- schaftlichen Aussprache zu unterziehen. Am 39. eröffnete der englische Staatssekretär dem Botschafter Fürsten Lichnowsky, daß ihn Ssasonow haben wissen lassen, er sei nach der Kriegserklärung Oesterreich-Ungarns an Serbien nicht mehr in der Lage, mit Oesterreich-Ungarn direkt zu verhandeln,' und spreche daher die Bitte aus, England möge seine Vermittelung wieder aufnehmen unter der Voraussetzung der vor- läufigen Einstellung der Feindseligkeiten. Der deutsche Botschafter in Wien teilte dies dem Grafen Berchtold mit, der am 31.- durch den Grafen Szoegyeny in Berlin bekanntgeben ließ, daß er trotz der russischen Mobilisierung bereit sei, dem Vorschlage Sir Edward Greys, zwischen uns und Serbien zu vermitteln, näherzutreten, doch sei die Voraussetzung dafür, daß unsere militärische Aktion gegen Serbien einstweilen ihren Fortgang nehme und daß die russische Mobilisierung zum Stillstand komme. Am 31. traf jedoch folgendes Telegramm unseres Botschafters in Petersburg hier ein: Heute früh Order zur allgemeinen Mobilisierung der gesamten Armee und Flotte erfolgt. Von den folgenden Depeschen sei noch das Telegramm des Grafen Berchtold vom 11. August an den Botschafter Grafen Mens- dorff erwähnt, welches lautet:„Französische Regierung hat ihren hiesigen Botschafter beauftragt, seine Pässe mit der Motivierung zu verlangen, daß ein österreichisch-ungarische» Armeekorps nach Deutschland entsendet worden, sei, wodurch es der deutscheu Heeresleitung ermöglicht würde,' ihre Truppen aus den deutschen Gebieten zurückzuziehen, � welche von unseren Abteilungen besetzt seien. Diese Maßnahme' cnseres Gencralstabes bedeute eine militärische Hilfeleistung an Deutsch- land. Eure Exzellenz wollen zur Kenntnis der'englischen Rc- gierung bringen, daß den an zuständiger Stelle eingeholten In- formationen zufolge die ftanzösischerseits aufgestellte Behauptung unbegründet ist." Ten Schluß des Rotbuches bildet die Mitteilung des Grafen Berchtold an den Botschafter Freiherrn von Müller in Tokio, daß Seiner Majestät Schiff„Elisabeth" den Auftrag erhielt,- m Tsingtau mitzukämpfen, und daß der Botschafter mit Rücksicht auf das Borgehen Japans gegen das unS verbündete Deutsche Reich seine Pässe verlangen möge.(W. T. 23J Arbeitslosenfürsorge und Arbeitsnachweis. Arbeitsnachweis schaffen. Auf diesem Gebiet herrschen aber in damit in das gesamte Parteileben einzugreifen. Es follen aljo Groß- Berlin erschredende Zustände. Es gibt hier 300-400 Arbeits- schon jetzt die bekannten, uns nicht in jedem Falle förderlich genachweise, teils von Unternehmern, teils von Arbeitern der ver- wesenen Nichtungskämpfe innerhalb der Partei, planmäßig und zielbewußt organisiert werden. Das widerspricht schiedensten Organisationen eingerichtet, dazu kommen dann noch aber ganz und gar dem, was. Genosse Legien in Kiel den Nieler cine Reihe paritätischer oder kommunaler Arbeitsnachweise. Diese Arbeitern angeraten hat. Wenn man gerade jekt diesen Borstoß Die Gewerkschaftskommission veranstaltete am Dienstag eine Bersplitterung der Arbeitsvermittelung ist mit schuld an den Weiß- unternimmt, so spricht ja vieles für das bessere Gelingen, als Bersammlung, wo der Referent Eugen Brüdner über das ständen in der Arbeitslosenfürsorge. Jede Gemeinde glaubt, der wenn es zu einer späteren Bett gefchehen würde. Wir fragen aber: oben angegebene Thema unter anderem folgendes ausführte. durch sie unterstützte Einwohner muß durch ihren Arbeitsnachweis Ist das alles überhaupt notwendig? Wir möchten das verneinen. Die feit Jahren von den Vertretern der Arbeiterschaft gestellten gehen. Da werden dann, weil bei vielen derartigen Nachweisen Die Entwidelung der Verhältnisse außerhalb unserer Partei wird Anträge auf gefeßliche Regelung der Arbeitslosenfürsorge sind stets nur wenig Stellen gemeldet werden, die Arbeitslosen gezwungen, uns schon den richtigen Weg weisen, den wir zu gehen haben und auf Widerstand gestoßen. Als der Ausbruch des Krieges eine große jede Arbeit anzunehmen, auch wenn sie gar nicht zur Ausführung ben wir auch gehen müssen. Dieser Entwickelung fich jetzt hemintend in den Weg zu stellen, halten wir für einen bedauerlichen Arbeitslosigkeit mit sich brachte, griffen die Gewerkschaften mit derselben geeignet sind. Die Zustände, welche in Groß- Berlin auf in den Weg zu stellen, halten wir für einen bedauerlichen Fehler Kann man sich aber durchaus nicht mäßigen, dann ihrer Unterstützung helfend ein. Sie haben vom Ausbruch des dem Gebiet des Arbeitsnachweises herrschen, können nicht aufrecht- meine man es doch aufrichtig mit der Partei und mit den ParteiStrieges bis Ende Oftober 12 776 000 m. und bis Ende des Jahres erhalten werden. Nicht die Unterstützung der Arbeitslosen, sondern genoffen, die jekt leider nicht unter uns weilen fönnen und warte 1914 faft 20 Millionen Mark für Arbeitslosenunterstüßung aus- die Beschaffung von Arbeit ist die Hauptsache gefälligit mit allen Erörterungen und Auseinanderſegungen, bis gegeben. Als die Arbeitslosigkeit in der ersten Zeit des Krieges Natürlich zu angemessenen Löhnen und unter Innehaltung der wir wieder alle beisammen sind. Denn die aus den Schüßengräben erschreckend zunahm und die Arbeitervertreter in den Gemeinden Tarifbedingungen, wo solche bestehen. Die Arbeitslosenfürforge. Kommenden werden wohl auch einiges auf dem Herzen haben." Anträge auf Arbeitslosenfürsorge stellten, fanden sie auch bei den ist ein Teil der sozialen Gesetzgebung. Es ist ja jest von ber Angehörigen bürgerlicher Parteien ein williges Ohr. Besonders schiedenen Seiten betont worden, daß durch die soziale Gesetzgebung in Berlin tourden die auf Arbeitslosenfürsorge gerichteten Maß- das Boit nicht wie es vor dem Kriege gefagt wurde ber nahmen mit ungewohnter Schnelligkeit durchgeführt. Die Ge- weichlicht, sondern widerstandsfähig gemacht worden ist. Wenn meindebehörden bedienten sich dabei der Mitwirkung der Gewerk- fich jetzt Bestrebungen bemerkbar machen, welche die Arbeitslosenschaften und Angestelltenorganisationen. Dies System hat sich, wie fürsorge beseitigen wollen, so wenden wir uns gegen dieses Treiben. Oberbürgermeister Wermuth und Stadtrat Fischbed er- Wir fordern, daß die Arbeitslosenfürsorge nicht aufgehoben oder flärten, gut bewährt. Als sich später, namentlich durch Arbeiten eingeschräntt, sondern erweitert wird, daß die Mißstände beseitigt für den Heeresbedarf, wieder mehr Arbeitsgelegenheit bot und die und die Arbeitsvermittelung einheitlich geregelt werde. Zahl der Arbeitslosen abnahm, hielten die Leitungen der Gewerkschaften darauf, daß ihre Mitglieder auf. den Arbeitsnachweisen die für sie geeignete Arbeit annehmen mußten, falls ihnen nicht die Unterstützung entzogen werden sollte. Selbstverständlich wurde dabei Rücksicht auf den Beruf des Arbeitslosen genommen und von niemandem verlangt, daß er eine Arbeit annehmen müsse, für die er nicht geeignet ist. Im Gegensah dazu steht das Verhalten einer Reihe tommunaler Arbeitsnachweise, die die Annahme von Arbeit berlangen ohne Rücksicht darauf, ob sie der Betreffende auch berrichten kann. Nach einiger Zeit trat in einzelnen Spezialberufen ein gewiffer Mangel an Arbeitskräften ein. Diesen Umstand benukien die Gegner der Arbeitslosenfürsorge, um gegen diese Einrichtung Sturm zu laufen. Unternehmer haben an die städtische Tiefbauverivaltung Eingaben gerichtet, worin sie sich beklagen, daß sie nicht genug Arbeiter bekommen könnten. Anscheinend war es diesen Unternehmern nur um eine Verlängerung der Lieferfristen zu tun. Die betreffenden Unternehmer behaupten, sie hätten sich an den Arbeitsnachweis chriftlicher Bauhandwerker, an den Dienst an ArbeitsIpfe und ähnliche Nachweise gewandt, hätten dort aber keine Arbeiter bekommen können. Den großen Arbeitsnachtveis der Unternehmer im Baugewerbe und den Arbeitsnachweis des Bauarbeiterverbandes haben die betreffenden Unternehmer nicht benutzt. Da hätten sie Arbeiter genug bekommen können. Vielleicht fehlt es den betreffenden Firmen auch deshalb an Arbeitern, weil sie zu geringe Löhne zahlen. Auch die Verkehrsinstitute flagen über Mangel an Arbeitskräften und die Große Berliner Straßenbahn hat dadurch erreicht, daß der Polizeipräsident von Berlin den Magistrat ersuchte, Unterstützungen in Gestalt von Suppenmarken nur benen zukommen zu lassen, die nachweisen können, daß sie sich bei der Großen Berliner Straßenbahn vergebens um Arbeit be= müht haben. Die organisierten Arbeiter braucht man nicht erst gegen die Unterstellung au fchüßen, daß sie wegen einiger Suppenmarken auf die Annahme von Arbeit verzichten. Wenn es folche Gewerkschaftsmitglieder gäbe, würden die Gewerkschaften geeignete Maßnahmen gegen fie treffen. Auch die Königliche Eisenbahndireflion flagte über Mangel an Arbeitern; fie fönne trotz der großen Zahl arbeitslofer Holzarbeiter feine Solzarbeiter bekommen. Infolgedeffen teilte der Magistrat bem Holzarbeiterverbande mit, daß Holzarbeiter, welche Anspruch auf die städtische Unterstützung erheben, nachweisen müßten, daß fie bei der Eisenbahnbirektion fich vergebens um Arbeit bemüht hätten. Darauf wandte sich der Holzarbeiterverband an die Eisen bahndirektion und erhielt den Bescheid, daß ein Bedarf an olzarbeitern gar nicht vorhanden sei. Auf eine persönliche Anfrage bei der Eisenbahndirektion wurde dem Holzarbeiterverbande noch mitgeteilt, daß die Eisenbahnverwaltung den Arbeitsnachweis der Holzarbeiter nicht benußen brauche, weil sie immer genug Vormeldungen von, Arbeitsuchenden habe. Ufo, erst flagt man über Arbeitermangel und dann stellt sich heraus, daß gar kein Bedarf an Arbeitern vorliegt. In der Woche: An GewerkschaftsAn Nicht organisierte 92 385 M. 88 877 In der Diskussion beleuchtete Riedel vom Transportarbeiterverband die Lohn- und Arbeitsverhältnisse des Aushilfspersonals der Großen Berliner Straßenbahn. Kunze vom Schneiderverband führte eine Reihe von Fällen an, wo die allgemeine Abteilung des paritätischen Arbeitsnachweises in der Rüderstraße versuchte, unter Hinweis auf Entziehung der städtischen Unterstützung, an Zwischenmeister Arbeitskräfte für die Hälfte des üblichen Lohnes zu vermitteln. Hierzu bemerkte örten, alle diese Fälle seien uit Aus nahme eines noch bekannt gewordenen von der zuständigen Stelle im Sinne der Beschwerdeführer erledigt. Bon einem Vertreter des Gemeindearbeiterverbandes wurde noch mitgeteilt, daß die städtischen Gaswerte an ihre Revier inspektionen eine Verfügung erlassen haben, wonach bei Annahme von Arbeitern mit großer Vorsicht verfahren und jeder Arbeiter gemeldet werden soll, der die Arbeit nicht annimmt, weil ihm der Rohn zu gering ist. Schließlich wurde die nachstehende Resolution einstimmig angenommen: Die am 2. Februar 1915 im Gewerkschaftshause zu Berlin bagende Verfamanlung der Gewerkschaftsfunktionäre erklärt: Nach den bisherigen Erfahrungen mit der Arbeitslosenfürsorge liegt abfolut kein Grund vor, dem Drängen verschiedener Arbeitgebertreise stattgugeben und eine Einschränkung oder gar Aufhebung der Arbeitslosenfürsorge eintreten zu lassen. Die Gewerkschaften find es bisher getoefen, die große Summen für die Arbeitslosenunterstützung aufgebracht und dadurch manche Not gelindert haben. Gs bedeutet daher nur eine Anerkennung diefer Seite der Tätigkeit der Gewerkschaften, wenn Staat und Kommunen die Zuschüsse an die Gewerkschaftsmit glieder weiter Teiften. Sind irgendwelche Misstände bei der Arbeitslosenfürsorge zutage getreten, dann müssen die Gewerkschaften hierfür die Berantwortung ablehnen, da dieselben alles getan haben, das Heer der Arbeitslosen zu vermindern; bei den Richtorganisierten fehlt den Gewerfchaften jede andere als moralische Einwirkung. Aus der Partei. Erklärung. Wir erhalten folgendes Schreiben: 3. G. Gegenüber dem in Ihrer heutigen Nummer veröffen lichten Fraktionsbeschluß bemerke ich: 1. Ich habe gegen die Kriegstrebite gestimmt, weil die willigung der Kriegskredite nach meiner Ueberzeugung nicht nuL den Intereffen des Proletariats, sondern auch dem Parteiprogrammi und den Beschlüssen internationaler Kongresie schroff widerspricht, und weil die Frattion nicht berechtigt ist, einen Verstoß gegen Programm und Parteibeschluß vorzufähreiben. Ich habe diefen meinen Standpunkt dem Fraktionsvorstand in einem Briefe vom 3. Dezember v. 3. dargelegt. 2. Jrreführende Mitteilungen über Parteivorgänge habe i nicht verbreitet. Die. Fration, die zur Faffung eines Beschluffes über diesen Punkt gar nicht zuständig war, hat meinen Antrag, die Entscheidung hierüber bis zu einer gründlichen Aufklärung über allerhand Behauptungen auszusetzen, abgelehnt. Berlin, 3. Február 1915. " R. 2icbined t. Wirkungen in die Ferne. Jm Düsseldorfer Tageblatt", einem Zentrumsorgan, lejen wir folgendes: Die Mehrzahl der sozialdemokratischen Blätter und fast alle Gewerkschaftsorgane beobachten im gegenwärtigen Strieg eine vaterländische Haltung und betonen die Gemeine famkeit der Intereffen der Arbeiterklasse und der übrigen Klaffen, wenn auch nicht im allgemeinen, so doch im Krieg. Gine Wendung der Partei und vor allem eine Scheidung der Geister in der Sozialdemokratie fündigt sich an. Schwankend und unsicher aber war bisher die Stellung des Vorwärts", des Zentralorgans. Es nahm lebhaft das feindliche Ausland gegen manche Vorwürfe in Schuh und feine Gegnerschaft gegen den Arieg tam öfters entschieden zum Ausdruck, so daß andere sozialdemokratische Blätter fragten, ob denn das Zentralorgan nicht die Pflicht empfinde, die Politik der Reichstagsfraktion zu vertreten und zu berteidigen. Ueber die Borgänge in Stuttgart berichtete im Vorwärts" Herr Weitmeier, der ungefähr auf bem Standpunkt Liebknechts steht, wie denn Liebknecht ja auch in Stuttgart ein Vertrauensvotum belam.... Man konnte die unentschiedene und tadelnswerte Haltung des Borwärts" nicht ganz dem Parteivorftande zur Last legen, denn es war ein offenes Geheimnis, daß Breßtommiffion, Berliner Genossen und Gewer schaftsführer ihren Einfluß in verschiedenem Sinne geltend machten und den Reballeuren scharf gujebten, fo daß fie fich dadurch retteten, daß fie meist gar nichts fahrieben. Von Diefen Museinandersehungen erwähnte ce nichts, man erfuhr aber aus anderen Quellen davon. Jekt hat das 3entralorgan eine deutsche Sajentung borgenommen. In den legten Tagen brudte es unter Stimmen aus der Parteipresse" gerade die patriotischsten Aeußerungen der sozial. demokratischen Provinapresic ohne Bemerkung ab. jowie auch einen zum Durchhalten" auffordernden Artikel Scheidemanns, ebenfalls aus einem Provingblatt. Offenbar haben die Gewerkschaftsführer in dem Konflitt Das Düsseldorfer Zentrumsblatt zeigt sich über unsere NeDer Stettiner Boltsbote" beschäftigt sich in einem Zeit- daktionsführung so gut informiert", daß wir glauben, einer so artifel in feiner Ausgabe vom 2. Februar techt bedenkliche An- roßen Sachtunde" gegenüber auf jede Erwiderung verzichten zu Beichen" mit der von uns bereits gewürdigten Bersammlung der tönnen. Berliner Gewerkschaftsfunktionäre. Unser Parteiblatt schreibt: Für Mitande, die bei Auszahlung der Arbeitslosenunterfrüßung an Nidhtorganisierte eingetreten find, ist nach Ansicht der Versammlung die Beripfitterung im Groß- Berliner Arbeitsnachweiswesen verantwortlich zu machen. Die Verfammelten fordern daher die Schaffung eines einheitlichen Arbeitenachweises für Groß- Berlin, beruhend auf fachlicher Gliederung und paritatischer Verwaltung.. Sie beauftragen den Ausschuß der Gewerkschaftskommission Berlins und Umgegend, alle geeigneten Schritte zu tun, diese Bereinheitlichung herbeizuführen. Stimmen aus der Parteipreffe.fiegt. Soffentlich endgültig." Gewerkschaftliches. Die Gewerkschaft als Trust. " Der Vorsitzende der Generalfommission, Genosse Begien; hat dieser Tage in einer Bersammlung in Kiel zum Ausdruck geUebrigens spielt hier auch die Lohnfrage eine Rolle. Wenn bracht, daß er sich im Gegensatz zu vielen anderen Partcidie Große Berliner Straßenbahn ihr Aushilfspersonal tros aller genossen. D. Red. wegen der von der Regierung ergriffenen Borstellungen ungenügend bezahlt und die Aushelfer im Postdienst sozialen Kriegsmaßnahmen bezüglich ihrer Lebensdauer auch nach New York, 15. Januar 1915.( Gig. Ber.) nicht einmal den ortsüblichen Tagelohn erhalten, dann darf man dem Ariege feinerlei Hoffnungen und Grivartungen hingebe, und Eins der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Arbeitersich nicht wundern, wenn sich die Arbeiter nach solchen Arbeitsstellen er hat deshalb mit vollem Recht darauf hingewiesen, daß jede nicht drängen. Das gekennzeichnete Verhalten macht den Einbrud, irgendwo beabsichtigte Berſplitterung der Arbeiterbewegung auf bewegung der Vereinigten Staaten fand vor wenigen Tagen seinen das entschiedenste bekämpft werden müsse. Legien meinte, die Abschluß. Das Oberlandesgericht hat nämlich das Urteil gegen als wolle man Arbeiter haben, die mit jedem Lohn zufrieden find, Ginigkeit und Geschlossenheit der Partei werde nach dem Kriege die organisierten Hutmacher von Danbury, Connecticut, bestätigt, und wenn man solche nicht bekommen kann, dann sucht man notwendiger fein als bisher. Das ist ganz unsere Meinung und die von den Bundesgerichten in New York verurteilt wurden, Stimmung gegen die öffentliche Arbeitslosenfürsorge zu machen. wir möchten auch feine Gelegenheit unbenutzt vorübergehen lassen, Die Gewerkschaften verlangen nicht zu viel, wenn sie erflären, ohne unferen Freunden und der ganzen Arbeiterschaft dies immer Schadenersatz in der Höhe von 202 000 Dollar an die Firma D. E. Rowe u. Co. zu zahlen. Es ist somit endgültig befchloffen daß Staat und Gemeinde verpflichtet sind, die Rasten der Arbeits- wieder ans Herz gelegt zu haben. Um diese Gefchloffenheit zu erzielen, find gute Beispiele stets worden, daß die 186 Mitglieder der Hutmacherorganisation zu Tosenfürsorge tragen zu helfen und dadurch Not und Glend von den zu Arbeitslosen fernzuhalten. Uebrigens fommen die Gemeinden sehr begrüßen. Die Prediger diefer notwendigen Einheit und Ge- Danbury persönlich für den Schaden aufkommen müssen, den fie schloffenheit sind in erster Sinte berufen, als Vorbilder zu wirken. der erwähnten Firma durch den anläßlich des Sutmacherstreifs gut dabei weg, wenn sie die Arbeitslosenfürsorge in Gemeinschaft wie steht es hiermit aber in Wirklichkeit? Da hat in Berlin am mit den Gewerkschaften durchführen. Das beweisen die bisherigen 27. Januar unter Vorfik des Reichstagsabgeordneten törst en bes Jahres 1902 erklärten Boykott zugefügt haben sollen. Die Leistungen auf diesem Gebiet. Der Zuschuß, den die Stadt Berlin eine Konferenz der Gewerkschaftsvorstände stattgefunden, zu der Verurteilung erfolgte auf Grund des Shermanschen Antitrustgesetes den Arbeitslosen zahlte, betrug: auch die Partei zwanzig Eintrittskarten erhalten hatte. In dieser vom Jahre 1890, von dem anfänglich niemand ahnte, daß es auf Konferenz hat derfelbe Genefje Legien, der in Kiel so lebhaft Arbeiterorganisationen anwendbar sei, da sich seine Spise gegen für die Ginmütigkeit der Partei eingetreten ist, das Thema be- die Beeinträchtigung des zwifchenstaatlichen Verkehrs richtete. Aber handelt:„ Warum müssen die Gewerkschafts funktionäre sich man überwand die Schwierigkeit durch eine findige Auslegung des mehr am inneren Parteileben beteiligen?" Der Redner erörterte Boykotts, den man als eine Beeinträchtigung des zwischenstaatlichen in seinen 24tündigen Ausführungen die Frage der Kreditbeilli Verkehrs bezeichnete. gung sowohl bei uns wie im Auslande; er tritifierte stark den Borwärts", weil er feiner Meinung nach vollständig versagt habe Die Zahlen der unterstützten Personen in denselben Wochen in seiner Aufgabe, die Genossen über die Lage zu informieren; er verurteilte das Vorgehen einiger Parteigenoffen, die durch falsche find folgende: Informationen in der ausländischen Parteipresse die deutsche haben und forderte daher die dreifache Summe nebst einigen 10 000 Partei schädigen; wandte fich ferner in scharfer Weise gegen den Bildungsausschuß von Niederbarnim, der Referenten mit Rednermaterial gegen bie Saltung der Parteimehrheit ausgerüstet habe und schlußfolgerte schließlich aus alle dem, daß sich die Gewert Aus diesen Zahlen ergibt sich, daß mit der Sänge der schafts funktionäre mehr am inneren Parteileben beteiligen Unterstüßungszeit die Zahl der unterstüßten Gewerkschaftsmit- müssen. Wir halten das Vorgehen der Berliner Gewerkschatfsvorstände glieder rapid abgenommen hat, die Zahl der Nichtorganisierten da. gegen viel weniger zurüdgegangen ist. Die Nichtorganisierten nicht für geeignet, die Geschlossenheit der Partei foften der Stadt also erheblich mehr als die Organisierten. Dies 8u fördern. Im Gegenteil. Wir betrachten es als einen gewaltsamen Borstoß gegen die Partei und damit als Diefer num endlich erledigte Hutmacherproach hat in der GeVerhältnis erklärt sich daraus, daß die Gewerkschaften von Anfang eine ich were Schädigung der Parteieinheit. Bisher an bemüht waren, ihre Mitglieder durch die Arbeitsnachweise wieder galt es nicht nur als Recht, sondern als Pflicht jebes Bartei schichte der amerikanischen Arbeiter eine ähnliche Bedeutung wie in Arbeit zu bringen, während sich die Unorganisierten eniger um genoffen, sich am Parteileben ganz zu beteiligen, soweit er nicht der Taff- Bale- Entscheid in der Geschichte der Arbeiterbewegung Arbeit bemühen. Es scheint auch, als ob viele Richtorganisierte durch andere, ebenso notwendige Tätigkeit in der Arbeiterbewegung Großbritanniens. Er führte zur Annahme des Clayton- Gefeßes, die Unterstützung bezogen haben, obgleich fie Arbeit hatten. Seit davon zurüdgehalten wurde. Dabei tennen wir feinen Unter das die Gewerkschaften bator behüten foll, fernerhin mit dem einiger Zeit ist ja nach dieser Richtung eine größere Stontrolle aus- fchied zwischen dem inneren und dem äußeren Parteileben, auch Antitrustgesete in Stonflikt zu geraten. Das Clayton- Gesetz ist geübt worden und dadurch erklärt sich wohl der Rüdgang der Zahl nicht zwischen den Gewerkschaftsfunktionären und den übrigen der Lohn der demokratischen Partei für die Unterstügung, die die Mitgliedern der Gewerkschaft. Wenn nun jetzt die Funktioder unterstützten Unorganisierten. mitglieder 21.- 27. 9. 14 19.- 25. 10. 14 28.- 29. 11. 14 O · 50 253 M. • 11.- 17. 1. 15.. 37 496 25 581 17 304 " " " " 75 388 55 188 " " 16 946 Gewerkschaftsmitglieder, 22 439 Nichtorganisierte 12 423 8 193 5 350 M " 21539 18154 13 249 Nach den Bestimmungen des Antitrustgesetzes fann der Kläger das Dreifache des erlittenen Schadens beanspruchen. Die Firma Löwe u. Co. behauptete, für 80 000 Dollar Schaden erliften zu Dollar Advokatengebühren. Als Verklagte erschienen ursprünglich 197 Mitglieder und Beamte der Hutmacherorganisation, von denen mittlerweile 11 gestorben find. Mehrere von ihnen befizen ihre eigenen Häufer, die feit dem ersten, jetzt bestätigten Urteil mit Beschlag belegt worden sind. Doch wahrscheinlich wird die hohe Strafe von der Gesamtheit der organisierten Arbeiter Amerikas aufgebracht werden; denn der Prozeß wurde in Wirklichkeit von biefer und dem Fabrikantenbund ausgefochten. Die Frage der Arbeitslosenfürsorge ist eng verbunden mit der Parteigenossen befenders aufgefordert werden, so tann das nur laffen. Aber die Ansichten über den Wert dieses Gesetzes find Die Frage der Arbeitslosenfürsorge ist eng verbunden mit der äre der Gewerffchaften zu der selbstverständlichen Pflicht jedes Arbeiterschaft dieser Partei bei den legten Wahlen hat zuteil werden Frage der Arbeitsbermittelung. Wenn man eine geben einen Zwed haben, in einem bestimmten Sinne und nach sehr verschieden. Die einen feiern es als den Freibrief der Arbeit, regelte Arbeitslojenfürsorge will, denn muß man einen geregelten einer besonderen Richtung hin in das Getriebe der Partei und der den Gewerkschaften Befreiung von Einhaltsbefehlen, die Begali fierung des Streife und des sekundären Bohloffs( S. H. des Böhkötts, Strieges eine befrächtliche Belebung der Beschäftigung eintrat, die der über den Verbraucher der Waren einer boykottierten Firma vorher zu wünschen übrig ließ. Das sei den zahlreichen Aufverhängt wird) gebracht hat. Die anderen behaupten, daß das trägen auf Kriegsrüftung zu danken. Der Betriebsgewinn betrug Clayton- Gesch alles beim alten laffe und zitieren den Herrn Webb, darum 7734 193 M. gegen 5 091 569 M. im Vorjahre; nach Abzug Den Borsitzenden des Justizkomitees, der bei den Beratungen um der Untoften und der um über 600 000 m. erhöhten Abschreibungen die Mitte des vorigen Jahres erklärte: berbleibt ein Reingewinn von 3 524 439. gegen 1937 731 " Ich erkläre daher wieder und ich glaube, für jedes ein- Mart im Vorjahre! | gefne Mitglied des Justizkomitees sprechen zu können, daß, falls dieser Absatz( 18) den sekundären Boykott legalisieren sollte. so würde nicht ein Mann dafür stimmen. Es ist nicht die Absicht des Komitees, ihn zu autorisieren." Verlegung der Lodzer Textilfabriken. Der Warschauer Surjer Warszatvsti" schreibt in seiner Nummer vom 28. Dezember: Aus Groß- Berlin. Zur Regelung des Brotverkaufs in Berlin. Es dürfte keinem Zweifel unterliegen, daß in absehbarer Zeit der Brotverbrauch jest umgrenzt und durch eine Markenausgabe festgelegt wird, wenn die Mahnungen, sich einzu schränken, nicht allseitige Beachtung finden. Aus unserent Lesertreise werden wir gebeten, auf einen besonderen Umstand bei Festlegung des auf den Stopf festgesetzten Quantums Brot aufmerksam zu machen. Es soll bekanntlich pro Woche und Es wird ferner darauf hingewiesen, daß das Clayton- Gefeh Die Birzewhja Wiedomosti"( Börsen- Nachrichten) teilen mit, Stopf nicht mehr wie zwei Kilogramm Brot und Mehl verin dem tapitalistischen Kongreß fast einstimmig angenommen wurde. Man begegnet daher vielfach der Ansicht, daß das Gesetz nichts als daß Fabrikanten und Industrielle aus dem Lodger Tertilrayon, braucht werden. Es sei doch aber ein großer Unterschied, ob ein Beruhigungsmittel ist, das man dem Herrn Gompers, dem benen es gelungen ist, die wertvollen Maschinen wegzubringen, die in einer Familie mehrere Kinder schulentlassen sind und tägVorsitzenden des Arbeiterbundes, für seine politischen Dienste schul- Absicht haben, ihre Tätigkeit nach Wilna zu verlegen und dort lich ihre Stullen zur Arbeit mitnehmen müssen, oder ob big war. Gompers ist bekamilich ein Gegner der selbständigen iltalen oder auch selbständige Unternehmungen zu eröffnen. Aus fleinere Kinder vorhanden sind; auch in den besseren Familien Arbeiterpolitik; und um den Glauben wach zu halten, daß der diesem Anlaß werden in Petrograd Unterhandlungen mit den würden vielleicht zwei Kilogramm Brot nicht gebraucht. Es mächtige Borsitzende des amerikanischen Arbeiterbundes die politi- Sereditinstituten von Wilna und Petrograd geführt, um diese Ation wird die Frage aufgeworfen, ob sich da nicht ein Ausgleich schen Marionetten in Washington tangen lassen tann, mußte man 34 unterstützen. Die Stadtverwaltung von Berdianst will an die schaffen ließze? Lodzer Fabrikanten eine Delegation absenden, um denselben dic ihm das Clayton- Gesetz schon schenken. Verlegung der Fabriten von Lodz nach Berbians! vorzuschlagen. den Hektoliterpreis um 3-4 Stronen erhöht. Biervertenerung. Die österreichischen Brauereien haben Doch sollte felbst das Gesetz alles das sein, was seine Lobredner von ihm behaupten, so bedeutet dies noch lange nicht, daß es auch mirklich zur Anwendung gelangen wird. Denn zuerst muß das Oberlandesgericht seine Ansicht über das Gefeh noch aussprechen. In den Bereinigten Staaten hat sich der Kapitalismus in der Richtergewalt eine schier unüberwindliche Schuhwehr geschaffen. Die Richter haben die weitgehendste Befugnis der Gesetzesauslegung und sie und nicht die Boltsvertreter bestimmen, ob ein neues Gefeh mit der Verfaffung übereinstimmt oder nicht. Uebrigens wird die Wirksamkeit des Clayton- Gesetzes bald erprobt werden. In Chi cago hat man kürzlich je einen Geschäftsagenten der Waschinisten, Maschinenauffezer und Laftwagenführer wegen Berschwörung des zwischenstaatlichen Handels" verhaftet. Es handelte sich um Maschinen, die von der Vort Manuf. Co. in New York für eine Eisfabrik in Chicago gefandt worden waren und dort auf den Geleisen der Eisenbahn vom 10. bis 20. Januar 1912 unausgeladen liegen blieben, weil sich Gewerkschafter weigerten, die Streitbrecher produkte dieser arbeiterfeindlichen Firma auszuladen, weiterzubefördern oder aufzusehen. Es muß sich nun in Bälde entscheiden, was es mit der„ bill of rights" der amerikanischen Arbeiterschaft auf sich hat, ob die Gewerkschafter nach wie vor auf Grund des Shermanschen Antitrustgesetzes verurteilt werden können. Berlin und Umgegend. nehmen: " Breiserhöhung von Zigaretten. " bei Iteuer Die Verlängerung der Nord- Südbahn. Unter dem Borfit des Stadtverordneten- Vorsteherstellvertreters Geh. Justizrat Caffel trat der Stadtverordnetenausschuß zur Bors beratung der Magistratsvorlage über den Bau der Anschlußftrede der Schnellbahn Nord- Süd von der Belle- Alliancestraße nach Neutöln und den Vertrag zwischen der Stadt Berlin und der Stadt Auf die in Nr. 31 abgedruckte Bufchrift erhalten wir eine Ent- Neukölln über die Beseitigung des Engpasses in der Hafenheide und semung aus Zigarrenhändlerfreifen, der wir folgendes ent- am Hermannplaz sowie über den Neubau der Thielenbrüde, die. einheitliche Beleuchtung der Hafenheide und des Nottbuser Dammes Die jogenannte Breisschuhfonvention" nennt sich Zigaretten- und die Herstellung eines Zuganges zum Bahnhof Köllnische Heide schutzverband, E. V."( Sth Hamburg), und besteht nicht aus über Berliner Gebiet im Berliner Rathause zusammen. Stadtbaurat einigen Fabritanten", sondern bildete sich auf Betreiben des Geh. Rat F. Krause erläuterte in einem längeren Vortrage dic Deutschen Zigarrenhändlerbundes"( Siz Berlin) und des Ver- Geh. Rat F. Krause erläuterte in einem längeren Vortrage die bandes deutscher Zigarrenladeninhaber"( Gig Hamburg), dem sich technischen Fragen, die Stadträte Dr. Franz und Sauffe fowic fchon bis Mitte Januar 54 der namhaftesten, größten und am Magistratsaffeffor Dr. Simm gaben zu den juristischen Fragen in den Verträgen Erklärungen ab. Die Nord- Südbahir meisten fre.uentierten Fabrifanten angeschlossen hatten. am zur Gneisenaustraße Gine falsche Auffassung ist es, daß die Fabrikanten die Händler- foll bis 1. März 1918 1918 fertig schaft dazu zwingen wollen, zu den von ihnen vorgeschriebenen gestellt sein. Die Endstrede nach Neukölln bietet geringere Preisen ihre Marten zu bertaufen. Im Gegenteil rührt dieser Schwierigkeiten und dürfte nur eine furze Bauzeit beanspruchen. Stampf gegen die Preisschleuderei von den Händlern her.. Dem Die Neufölner Anschlußbahn wird in das Tarifsystem der Berliner Fabrikanten kann es gleich sein, au welchem Preise der Händler Schnellbahn miteinbezogen. In diesem System hat die Stadt Berlin seine Ware verkauft. Daher sind es gerade die Händler, welche Schnellbahn miteinbezogen. In diesem System hat die Stadt Berlin die Fabrikanten dahin brachten, daß sie sich durch Revers ber einen Staffeltarif in Aussicht genommen, nach welchem in der ersten pflichteten, ihre Marten nur an solche Wiederverkäufer abzugeben, Tarifzone für die Zurücklegung einer Strede von fünf Stationen die sich durch einen Gegenrebers verpflichten, die Marken nur zu in dritter Wagentlaffe der Fahrpreis auf 10 Pfennig und, fails dem von den Fabrikanten festgeschten Preise zu verkaufen und nicht eine höhere Klaffe eingerichtet wird, auf 15 fennig nors damit zu schleudern. Gedient ist danrit mur dem Händler und von miert wird. Solange diefe Tariffektsetzung für einen Zeil der Bereiner Breiserhöhung fann teine Rede sein, denn eine 2- Pfennig- liner Nord- Südbahn gilt, ist sie auch für die Fahrten, an denen die Die Berliner Fabrikarbeiter im Jahre 1914. Bigarette toftet eben 2 Bf. Wer aber für 8 f. 8 Stüd 2- Pfennig- Stadt Neukölln beteiligt ist, beizubehalten. Die Berliner Station Dieser Tage waren die organisierten Fabrikarbeiter Berlins Bigaretten verkauft, schleudert die Ware und untergräbt damit die Kaiser- Friedrich- Platz wird als Durchgangsation im Gewerkschaftshaus versammelt, um den Jahresbericht der Bahl- Gristenz der gangen Branche. stellenleitung entgegenzunehmen. Da die beiden ersten Quartale Daß es einigen bedeutenden umsagfähigen" Zigarren- diesem Tarif nicht mitgerechnet. Jemand, der über diese Station im Zeichen der Krise kanden und ein Teil der Betriebe des Agi- händlern sehr lieb sein würde, wenn die Preisschleuberei so weiter hinwegfährt, kann danach in dritter Klasse für 10 Pfennig fechs weit fahren. tationsgebietes berthirst arbeitete, fonnte die Agitation nicht so er- ginge, ist sehr erklärlich, denn sie begiehen große Posten von den Stationen Einbau Durch den folgreich betrieben werden wie im Vorjahre. Geführt wurden im Fabritanten und erzielen dadurch hohen Rabatt. Der fleine Stationen darf der Tarif, wie auf der Stadtersten Halbjahre 4 Angriffsbewegungen, die neben Lohnerhöhun- Händler ist in Anbetracht feiner wirtschaftlichen Lage dazu nicht bahn, nicht berteuert werden. Die für den gen wesentliche Verbesserungen des Arbeitsverhältnisses, wie Ge- istande und erhält bei seinen fleinen Boften nur niedrigen Berliner Frühverkehr vorgesehenen Bergünstigungen fommen währung von Sommerurlaub, Tarifabschluß usw. brachten. Gine Rabatt. Aus diesem Grunde fommt der kleine Händler oft beffer auch der Neuköllner Strede zugute. Die Stadt Neukölln bezahlt an Abwehrbewegung wurde durch einen sechswöchigen Streit erfolg weg, wenn er seine Ware von den Schleuderbaronen" bezieht, da Berlin für diese Zugeständnisse 200 000 M. Mach Fertigstellung der reich beendet. Vier weitere Bewegungen mit 270 Beteiligten diese oft den Rabatt der Fabrikanten bei Abgabe von fleinen Boften wurden bei Ausbruch des Krieges abgebrochen. überbieten. Die Schleuberbarone" verkaufen aber nicht nur an Schnellbahn wird man Gelegenheit haben, vom Ringbahnhof NeuUeber den Stand der Arbeitslongkeit geben die folgenden Händler, sondern geben ihre Ware auch direkt an den Konsumenten öln aus bequem jeden Berliner Fernbahnhof und das Innere bout Wochenauszüge einen Ueberblick. Gs betrug die Zahl der Arbeits- ab, und zwar zu Fabrikpreisen; da bleibt dem kleinen Händler Berfin zu erreichen. Umsteigen auf die Schnellbahn:„ GesundLosen: in der 30. Woche( vor Kriegsausbruch) 218 Männer und nichts weiter übrig, als auch zu denselben Breifen zu verkaufen, brunnen- Neuföln" fann man dann am Hermannplay, am Blücher5 Frauen; in der 37. Woche( nach Kriegsausbruch) 571 Männer play ist die Hochbahn zu benußen, an der Leipziger Straße die. und 130 grauen; in der 52. Woche 77 Männer und 66 Frauen ihm fehlt aber der hohe Rabatt und damit auch der Gewinn. Bemerkenswert ist der hohe Bestand arbeitsloser Frauen. Zu Untergrundbahnen nach Treptow, Moabit und der Schönhauser Alice Diefen völlig Arbeitslofen tamen nach Kriegsausbruch viele Mitbezt. Lichtenberg. Am Bahnhof Friedrichstadt und am Ringbahnhof glieder, die mit wesentlich verkürzter Arbeitszeit arbeiteten. BeWedding ist Gelegenheit zum Umsteigen nach verschiedenen sonders hart war das für die Arbeiter der chemischen Industrie, Un Richtungen. der Invalidenstraße ist Anschluß an den bie teilweise recht geringe 2öhne beziehen. Begründet wurden die Stettiner Bahnhof. Ferner ist eine Verlängerung von der Maßnahmen der Firmen mit Mangel an Stohmaterialien und und ein Pendel, Stodung des jabes. Seute fönnen diese Schwierigtetten als Die Berlutlife Str. 140 bez preußijden Armee Seeftraße nach Reinickendorf vorgesehen berkehr von der Gneisenaustraße nach Tempelhof. Der abzum großen Teil gehoben betrachtet werden. Betriebseinschrän- enthält Verlufte folgender Truppen: 1968 fungen, vielfach auch Schließung der Betriebe, find zu verzeichnen geschlossene Vertrag gilt bis Stab der 43. und 44. Infanterie- Brigade. und verlängert sich in der Papier- und Pappen, Mustschallplatten, Magnesia, 1., 2. und 3. Garde- Regiment; 2. Garde- Ersatz- und 2. Garde auf zehn Jahre, wenn er nicht drei Jahre vorher gekündigt wird. Kunststein, Blumen- und Blätterindustrie. Mittlerweile haben Reserve- Regiment; Garde- Grenadier- Stegintenter Franz, Elisabeth Der Hermannplaz erhält Zugänge zu den beiden Schnellbahnen ein Teil der Betriebe die Produktion wieder aufgenommen. und Nr. 5; Garde- Süßen- Bataillon; Grenadier zip. Infanterie- nach dem Gesundbrunnen und der Nord- Südbahn. Die BaufluchtDie Abnahme der Mitgliederzahl ist geringer als allgemein bzw. Süffter- Regimenter Nr. 4, 8, 9, 10, 13, 18( fiehe auch n linien mußten deshalb etwas geändert werden. Ueber den Neubau angenommen wurde. Die Zahlstelle Berlin hatte Ende 1913 ins- Reg. v. Reinhardt), 25, 27, 28, 30, 32, 34, 35, 37, 38, 46, 47, 48, gefamt 3037 Mitgliedr, am Jahresschluß 1914 betrug die Mit- 49, 52, 53, 59, 61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 70, 71, 72, 77, 81, 88, ber hielenbrüde wurde eine Einigung erzielt. Die alte gliederzahl 6500, eingezogen zum Seeresdienst find 2125 Mit- 92, 95, 88, 116, 128, 129, 135, 140, 144, 148, 149, 155, 157, 161, Holzbrüde soll durch eine massive Brüde erfegt werden. Der glieder. An Unterfügungen berausgabte im vergangenen Jahre 162, 164, 165, 166, 169, 170, 172, 173; Inf.- Neg. v. Reinhardt; Stottbuser Damm soll nunmehr einheitlich mit Breßgas von Berlin. die Haupttaffe 125 825,60 M. Die Ausgaben der Lokaltasse be- tes- nf- Regimenter Nr. 1, 3, 8, 11, 12, 21, 24, 25, 27, 29, 30, beleuchtet werden und die Hafenheide einheitlich von Neukölln mit trugen 66 742,45 M. An Unterstützungen für die Frauen der 34, 35, 48, 56, 59, 61, 72, 92, 111, 203, 205, 213, 218, 219, 227, elektrischem Licht. Der Einspruch der Stadt Berlin gegen den BeKriegsteilnehmer wurden aus der Hauptkasse 3860 Dt., aus der 228, 238, 258; 2andr.- Inf- Regimenter Nr. 3, 5, 7, 13, 22, 23, 25, bauungsplan von Neukölln für die Köllnische Heide wurde zurüdLotaltasje 7842 M. gezahlt. Den Arbeitslosen und Kranten wurde 29, 30, 32, 34, 35, 36, 49, 52, 61; 2andw.- Ers.- Inj.- Reg. Nr. 4; zu Weihnachten gleichfalls eine Ertraunterstübung gewährt. Alles Brigade- Erf.- Bataillone Nr. 5, 6, 7, 10, 13, 14, 26, 36, 42, 50, Sogen und ein Zugang zum Bahnhof Kölnische Heide über in allem hat die Zahlstelle die ersten sechs Striegsmonate fehr gut 58, 81; Landin.- Brigade Erf.- Bataillone Nr. 20, 20/30( fiche Zandw. Berliner Gelände bewilligt. Diesen wichtigen Abkommen stimmte überstanden. Aber der Krieg hat auch das Wort voll bestätigt, Grf.- Inf.- Reg. Nr. 4), 30; Landst.- Bataillone Breslau, Gnefen, der Ausschuß einstimmig zu, so daß damit die Ieşten Hinderwelches der Verbandsvorstbende in Stuttgart aussprach: Unser Mönigsberg i Pr. Ramsdorf O.- Schl., 2öken I, Mannheim, niffe für das große Wert als beseitigt gelten können. Verband ist eine absolute Notwendigkeit! Münster III, Neufalz a. D., Bofen, Solingen, Striegau; JägerBataillone Nr. 1, 5; Neferve- Jäger- Bataillone Nr. 6, 9, 10, 11, 19, 21; 1. Grjah- Maschinengewehr- Rompagnie des V. Armeekorps. Dragoner Nr. 12, 16, 18; Sufaren Nr. 1, 3, 16; Ulanen Nr. 2, 9, 15; Jager zu Pferde Nr. 5, 9, 12; Feldkavallerie- Reg. Nr. 1 des VI. Armeeforps; Kavallerie- Abt. der 41. genrischten Grjah- Brigade. 2., 3. und 6. Garde- Feldart.- Reg.; Felbart.- Regimenter Nr. 5, 6, 7, 8, 11, 14, 18, 23, 25, 33, 34, 35, 43, 44, 47, 50, 51, 69, 71, 72, 73, 74, 80; Ref.- Feldart.- Regimenter Str. 10, 15, 16, 36, 43, 45, 46, 49, 50. Der letzte Vierteljahresbericht meist in der Haupttaffe eine Einnahme und Ausgabe von 30 482,40 M. auf. Die Einnahme der Lotalfaffe beträgt 15 749,79 M., der eine Ausgabe von 20 461,48 Mark gegenübersteht. Der Lokakkaffenbestand beträgt 45 168,31 M. Rusland. Mobilisation zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Aus der Schweiz wird über ein etwas neues Mittel zur Be fämpfung der Arbeitslosigkeit berichtet. Um wenigstens einen Teil der zahlreichen arbeitetofen Uhrenarbeiter im bernischen Jura zu berforgen", soll ein Freiwilligenbataillon" der 2. Division ge bildet werden. Statt den Arbeitstofen von Staats wegen aus reichende Unterstützung zu gewähren, will man sie also der Welitärbehörde in Sold geben. Das dürfte, wenn nicht politiche Gründe maßgebend find, cin voltowireshaftlich sehr fragwürdiges Experiment bedeuten. Aus Industrie und Handel. Deutschlands Handel mit Amerifa. zu" Verlustlisten. 2. Garde- Fußart- Reg.; Fußart.- Regimenter Nr. 4, 10, 11, 16, 18; Nes.- Sugart.- Reg. Nr. 8; Landw.- Fußart.- Bail. Nr. 2; MörferSteg. Nr. 6. Pion- Regimenter Nr. 19, 24, 29; Bion- Bataillone: I. Nr. 1. I. und II. Nr. 2, II. Nr. 3, I. und II. Nr. 4, I. Nr. 8, I. und II. r. 16, I. r. 17, I. r. 21, I. Nr. 26, I. Str. 27; 1. Bandw. onp. des I. und des XIII. Armeekorps; 2. Landw.- Komp. des XV. Armeekorps; Minenwerfer- Bug des XIV. Armeekorps; Minenwerfer it. bes XXI. Armeeforps; Scheinwerfer- Bug des VII. Armeetorps. Feldfliegertruppe. * Auffällige Löhnungsgleichheiten. Aus den Klagen, daß bei Arbeiten für Heeresbedarf die Ausführung durch zwischenmeister nur zu leicht den Arbeitern eine Sehmälerung ihres Lognes bringt, empfehlen wir folgende Proben der Beachtung. Bor furzem berichteten wir, daß einer arbeitsuchenden Frau bei einem privaten Arbeitgeber für die Näharbeit an HufeisenStroheinlagen 2% P. pro Stüd angeboten wurden, während diefe Frau für dieselbe Leistung bei der Berliner Arbeiterkolonie ( Steinickendorfer Straße) 4 Bf. pro Stüd erhalten hatte. Hierzu tird uns aus den Erfahrungen, die eine Frau mit einem anderen privaten Arbeitgeber, einem Geflechtferanten Turnowski in 28timersdorf ( Shaperftr. 31) machen mußte, jest mitgeteilt, daß sie bei ihm für die Reharbeit an Hufeffen- Strobemlagen fogar mur 1½ Pfennig pro Stüd erhielt. Daß die Arbeitertolonie wahrscheinlich nichts baran verdient, sondern wohl nur einen Anteil für eigene Untoften einbesült, fann so große Unterschiede ber Löhne micht hinreichend erklären. Und worauf soll man es zurückführen, daß auch von den privaten Arbeitgebern der eine noch beträchtlich weniger als der andere zahlt? Selarer scheint ein Fall zu liegen, der aus der Tornisterbranche bekannt wird. Da hat ein und derselbe Arbeitgeber, ein Kaufmann Schendel in Charlottenburg( Spreeftr. 9), für gleiche Arbeit plöglich einen geringeren Sohn gezahlt, indem er den bisherigen Lohn unt ein Sechstel herabfente. Die Näharbeit an tornifter ähnlichen Taschen hatte er zunächst mit 3 Mart pro Dußend bezahlt, gegen Ende Januar aber erklärte er, fortan fönne er nur noch 2,50 Mart pro Dutzend geben, und das tat er dann auch. Nach dem Grund der Lohnfürzung gefragt, soll er geantwortet haben, es sei ein Konfurrent aufgetreten, der die Arbeit billiger anbiete, aber dem werde er doch Wenn das zutrifft, so würde das Geschäft nicht überlaffen. auch ihm die Sieferung jest geringer bezahlt, so daß er den Arbeitslohn herabbrüden mußte. Wie hoch mag jezt fein Profit fein? Fortifitation efte Bohen; 2. Festungsbau- Komp. Mainz; Armierungs- Bataillon Nr. 16 des XX. Armeekorps. Einem Berichte des„ Daily Telegraph" aus New York Ersatz- Schendel Ref.- Sanitäts- Komp. Nr. 16 des III. Reservetorps; Sanitätsfolge zeigt der Handelsausweis der Bereinigten Staa- Komp. Nr. 2 des VIII. Armeekorps; Sanitäts- Komp. der 10. Grjahten für Dezember gegen den gleichen Monat des Vorjahres Division; Felblazarett Nr. 5 des XV. Armeekorps. Fuhrpart- Rolonne Nr. 6 des Garde- Reserveforps; Pferdedepot cine Abnahme der Einfuhr aus Großbritannien um Nr. I des V. Armeekorps. 13 500 000 Dollar, aus Frankreich um 11 Millionen Dollar, cus Deutschland um 10 Millionen Dollar, aus Rugland, Staften und Belgien um je 5 Millionen Dollar. Die Ausjuhr stieg im selben Monat nach Großbritannien um 20, nach Stalien um 17, nach Holland uni 2 Millionen Dollar, fie fiel dagegen im Vergleich zum Vorjahr nach Deutschland um 31 Millionen, nach Belgien uni 5 Millionen, nach DefterreichUngarn um 3 Millionen und nach Mußland um 4 Millionen Dollar. Im Gefantrefultat ist also die amerikanische Ausfuhr gesunken. Kriegsgewinne. Der Geschäftsbericht der Rheinischen Metallwarenund Maschinenfabrik in Düsseldorf, der mit dem 30. September 1914 abschließt, stellt fest, daß bald nach Beginn des Die bayerische Berlustliste Nr. 147 veröffentlicht Berluste des Inf.- Leib- Reg. München; 3., 7., 9., 11., 15., 16., 17., 19. Inf. teg.; Steinf.- Regimenter Nr. 2, 7, 8, 10, 14, 16, 20, 21. Berichtigungen früherer Verluftiften. Die fächsische Verlustliste Nr. 102 meldet Berlufte der 23. Referve- Division; Inf.- Regimenter Nr. 101, 102, 103, 104, 105, Arbeitgeber der hier gefchilderten Art liefern nicht direkt 108, 134, 182; Nej.- Inf.- Regimenter Nr. 100, 101, 106, 133, 242; Bandi.- Inf.- Regimenter Nr. 101, 102, 104; Brigade- Grf.- Bataillone an die Militärverwaltung. Sie liefern an Firmen, die Nr. 45, 46; Landw.- Erf.- Seg. Nr. 5; Landi.- Brig. Grj.- Batl. Nr. 48; große Aufträge von Arbeiten für Heeresbedarf übernehmen und sie Grj.- Bataillone: Landw.- J.- Regimenter Nr. 100, 101, 102; tej. in flemeren Teilen an 8wischenmeister weitergeben. An den von Jäger- Bafl. Nr. 25; Felbart.- Regimenter Nr. 12, 28, 32, 48, 64, der Militärverwaltung gezahlten Preifen- fie zahlt nicht wenig 68, 77, 78; tes- Gelbart.- Regimenter Str. 12, 23, 24, 53; 1. Gri.wellen all die fich dazwischen schiebenden Personen verdienen, bt. bes elbart. Reg. Nr. 28. ehe der Arbeiter feinen Lohn erhäft. Die Marine berlustliste Nr. 17 wind veröffentlicht. Die Friedhofsinschrift. Tvölkerung feien die Voltstüchen ba! Herr Souchon letzten brachte. Die Schwerverletzten wurden ins Spitm gebracht, Der richtige Wortlaut des Spruches, welcher, wie wir in teilt danach nun die Einwohner von Lichterfelde in Bolksfüchen- und während die Leichtverletzten der häuslichen Pflege übergeben wurden. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht aufgeklärt. unferer Dienstagnummer schrieben, einem„ Lofal- Anzeiger"- Rollschinken- Bürger ein.- Zeitgemäß und geschmackvoll! Leser, ohne daß er ihn je gesehen, auf die Nerven gefallen Die hausgewerbliche Krankenversicherung im Gemeindeist, ist folgender: bezirk Charlottenburg. Schafft hier das Leben gut und schön! Kein Jenseit ist, fein Aufersteh'n! Bombenanschlag auf eine Eisenbahnbrücke. Nachdem mit Beginn des Krieges die Vorschriften der Ein Telegramm aus New York meldet, daß ein Anschlag Reichsversicherungsordnung über die hausgewerbliche Kranken- verübt wurde, der den Zweck hatte, die Bahnbrüde der Kanada Dazu schreibt uns der Genosse Adolf Hoffmann, versicherung außer Kraft gesetzt waren, haben die städtischen Pacificbahn zwischen Vanceboro im Staate Maine und der sich seit dem 1. Januar behufs einer schweren Blasen- Körperschaften zu Charlottenburg eine neue Sagung St. Croig in Neubraunschweig mit Dynamit zu spren operation im Rudolf- Virchow- Krankenhause und auf dem Bege für die hausgewerbliche Krankenversicherung beschlossen. Diese gen. Ein Mann wurde auf der amerikanischen Seite der Brücke der Besserung befindet, als Vorsitzender der Berliner ist vom Bezirksausschuß zu Potsdam bestätigt worden und unter dem Verdacht, daß er die Explosion verursacht habe, verFreireligiösen Gemeinde: Dieser Spruch befindet am 1. Februar d. J. in Kraft getreten. Nach dem neuen haftet. Offiziell wird erklärt, daß die Brüde nur leicht beschädigt sich seit länger denn ein Menschenleben über der Innen Statut erfolgt die Versicherung der Hausgewerbetreibenden in sei. Weiter meldet das Reutersche Bureau aus Montreal, daß die seite unseres Friedhofportals in der Pappel- Allee, während Charlottenburg ausschließlich bei der Charlottenburger Explosion nur eine kurze Verspätung für die die Brücke passierendraußen nach der Straße nur der Name der Gemeinde zu allgemeinen Ortstranfenfasse. Sämtliche Haus- den Züge zur Folge hatte. lesen ist. Wessen Nerven also so ungemein empfindlich sind, gewerbetreibende sind, soweit sie nicht nach§ 168 der Reichs- New York, 3. Februar.( W. T. B.)( Meldung des Reuterdaß sie die Meinung„ Andersdenkender" nicht ertragen können, versicherungsordnung versicherungsfrei sind, dem Versicherungs- schen Bureaus.) Zu dem Dynamitanschlag gegen die Brücke von braucht nur das Eigentum dieser Gemeinde nicht zu betreten, zwang unterworfen. um sich vor jeder Aufregung zu bewahren. Was würde wohl der Betreffende sagen, wenn sich„ Andersdenkende" über Inschriften und Mottos christlicher Kirchhöfe aufregten? Wer die Meinung„ Andersdenkender" nicht ertragen tann, fordere sie nicht heraus, indem er ihnen seinen Besuch aufdrängt. Nochmals die Unzulänglichkeit der Berliner Mietunterfügungen. Es wird uns geschrieben: Warnung vor Erhöhung der Brotpreise. Der verulkte Zensor. Vanceboro wird weiter berichtet: Der Verhaftete gab an, Werner b. Horn zu heißen und 37 Jahre alt zu sein. Er gestand ein, das Dynamit zur Explosion gebracht zu haben, weil Kanada ein Feind Der Magistrat teilt mit: Es sind Klagen darüber laut ge- jeines Vaterlandes sei. Er sagte, er könne nicht ausgeliefert werworden, daß einzelne Bäcker die Einschränkung ihres Betriebes zum den, weil dies ein politisches Vergehen sei. Anlaß nehmen, die Preise für das nunmehr vorgeschriebene Einheitsgebäck zu erhöhen. Inwieweit diese Magen berechtigt find, wird vom Magistrat zurzeit geprüft. Sollten in der Tat ernstliche Un- In der englischen Zeitschrift The Argonaut" findet sich folgenzuträglichkeiten auf dem Gebiete der Preisbildung sich ergeben, so des lustige Geschichtchen. Alle von englischen Soldaten nach Hause würde nur übrig bleiben, die der Gemeindeverwaltung zugewiesenen geschickten Briefe gehen durch die Hände eines Bensors. Ein Soldat, von dem vier oder fünf Briefe durch den Zensor zusammenBefugnisse anzuwenden. Nach gegenwärtiger Lage der Verhältnisse gestrichen worden waren, beschloß, dem gestrengen Herrn einen muß angenommen werden, daß für das Kilogramm Schwarz- Streich zu spielen, und schrieb daher ans Ende seines nächsten brot der Preis von 45 Pf. und für das Einheitsweiß Briefes: Gud bitte unter die Marke." Der Brief wurde brot im Gewicht von 75 Gramm der Preis von 5 Pf. in üblicher Weise von dem Zensor geöffnet und gelesen. Es dauerte eine ganze Weile, bis es diesem gelang, die Marke mittels durchaus zureicht. Dampf zu lösen, aber seine Gefühle tann man sich besser ausmalen als beschreiben, als er die folgenden Worte las:„ War fie schwer loszukriegen?" " Gegenüber der vom Schutzverband für deutschen Grundbesitz an den Berliner Mietunterstützungen geübten Kritik verlantbart aus Magistratskreisen in den Berliner Tageszeitungen, daß die Gemeinden mit den höchsten Unterstützungen willkürlich herausgegriffen feien. Demgegenüber muß festgestellt werden, daß die Berlin benachbarten Vororte mit zahlreicher ärmerer Bevöfferung genannt Um Zweifel zu zerstreuen, sei festgestellt, daß unter dem Begriff worden sind, und daß in allen Vororten, die mit Berlin verglichen Zwieback in der Bekanntmachung des Magistrats vom 30. Januar 1915 werden können, die Mietunterstützungen wesentlich höher find, als in nach dem allgemeinen und nach dem hiesigen örtlichen SprachBerlin selbst. Diese Erscheinung ist um so auffälliger, als Berlins gebrauch nur der auf beiden Seiten geröstete Zwieback zu ver Steuerkraft beträchtlich höher als die der betreffenden Vorort- stehen ist. gemeinden ist. Wenn der Höchstsatz der Unterstützung auch 15,- M. beträgt, so tritt dieser Fall nur äußerst selten, nämlich bei finderlosen Frauen ein. Die Durchschnittsunterstützung beträgt noch nicht 10,- m. monatlich, d. h. jährlich 120, M., bei weitem nicht 50 Proz. der Durchschnittsmiete für eine Zweizimmerwohnung. 300 000 Mark für die Beschaffung von Fleischdauerware bewilligte die Gemeindevertretung von Nieder- Schönhausen Mit dem Einkauf wurde als erfte Rate in ihrer legteu Sigung. ein von dem Kriegsausschuß gewählter Ausschuß beauftragt, dem die Genossen Hiege und Genossin Frau Tietz angehören. Ein von den Im übrigen entspricht die Behauptung, daß in Berlin die in den beiden Hausbesigervereinen gestellter Antrag auf Heranziehung der übrigen Gemeinden übliche Beschränkung der Unterstügung auf höch zurzeit brachliegenden Ländereien zur landwirtschaftlichen Bebauung, stens 50 Proz. der Miete fehle, nicht den Stadtverordnetenbeschlüssen wurde auf Vorschlag unserer Genossen dahin erledigt, daß der Geauf Grund der Vorlage vom 13. November 1914 für Kriegsteil- meindevorstand sich mit der kürzlich gegründeten Gesellschaft für nehmerfamilien und vom 25. November für Erwerbs- und Ar- landwirtschaftliche Verwertung von Baugelände in Verbindung setzen soll. Ferner wurde mitgeteilt, daß bezüglich des Bewohnens der beitslose. Dachwohnungen die Regierung immer no ihren ablehnenden Standpunft einnehme. An Unterſtüßungen wurden bis 31. Januar 1915 folgende Summen verausgabt: für die Krieger und deren Angehörige 21 000 m., an Erwerbslofenunterstüßung 3094 m., für Notstandsarbeiten 8300 M. Für die Kaiser- Wilhelm- und Waldowstraße wurde Herr Sticke als Armenbezirksvorsteher gewählt. Zur Wahl der von uns vorgeschlagenen Genossen konnte sich die Kommission nicht auf schwingen. Es muß gegenüber der Auslassung aus Magistratskreisen besonders betont werden, daß der Staats- und Reichszuschuß( 12 mia. Mark für Januar) absolut sicher ist, und daß dieser Zuschuß auch für die Mietunterstützungen berechnet ist.( Vgl. Zentralblatt für das Deutsche Reich 1914, S. 619.) Nicht verständlich ist es daher, wie Zweifel in diese Tatsache gesetzt werden können. Nicht dringend genug muß also gefordert werden, daß das bisher unzulängliche Vorgehen Berlins durch eine Ordnung ersetzt wird, die den wirklichen Bedürfnissen gerecht wird." Wie ein Hauswirt um Miete mahnte. In Charlottenburg ist es im Hause Christstraße 30, als der Eigentümer eine hier wohnende Kriegerfrau zu Beginn des Februar um Miete mahnte, zu einem sürmischen Auftritt gekommen. Die Frau, die zum Oktober aus Steglitz zuzog, schuldet vom Dezember ab noch die Miete, weil Charlottenburg ihr die Mietebeihilfe verfagt hat. Der Hauswirt entschloß sich jetzt im Februar, die Micterin in ihrer Wohnung aufzusuchen, sie verweigerte ihm aber zunächst den Zutritt, weil sie im Augenblick nur sehr notdürftig befleidet mar. Während sie die halb geöffnete Flurtür wieder zu drücken wollte, er aber sie offenzuhalten sich bemühte, erhielt die Frau mit der Tür einen Stoß ans Gesicht, so daß sie eine blutende Berlegung an der Lippe erfitt. Jetzt flüchtete sie mit lautem Hilfegeschrei in die an demselben Morridor liegende Wohnung der Nachbarin und mußte von dort aus mitanhören, wie draußen der Hauswirt in Ausdrücken, die er nicht aus dem Komplimentierbuch genommen hatte, feinem Grimm Luft machte. Mit der Ankündigung, bis zum Nachmittag müsse er seine Miete haben oder er werde zum zweiten Male raufkommen und bann solle sie sehen räumte er schließlich das Feld. Die Frau lief darauf zum Mietecinigungsamt und weiter zum Polizeibureau, wo man ihr einen Schuhmann mitgab, in dessen Begleitung sie dann den Heimweg antrat. Der Schuhmann suchte auch den Hauswirt auf, um ihm die nötigen Belehrungen guteil werden zu lassen. Einsteilen hat der Hauswirt seinen Besuch bei der Mieteschuldnerin nicht wieder holt. Aus der Armenverwaltung. Straßenbahnentgleisung auf der Moltkebrücke. Ein schwerer Unfall ereignete sich gestern vormittag auf der Moltkebrücke. Ein Straßenbahnwagen der Linie 7, der die Brücke passieren wollte, sprang in der Kurve aus dem Gleis und fuhr mit ziemlicher Gewalt über den Bürgersteig gegen das steinerne Geländer der Brücke. Einige Damen erlitten vor Schreck einen Nervenchoc, erholten sich bald wieder, da das Geländer standhielt und der Straßenbahnwagen infolgedessen quer über dem Bürgersteig stehen blieb. Bei dem Anprall war ein erheblicher Teil des Brückengeländers herausgerissen worden, und die Brückenpfeiler wiesen starke Beschädigungen auf. Auf welche Ursachen die Entgleisung des Bahnwagens zurückzuführen ist, bedarf noch der Aufklärung. Selbstmord eines Gymnasiasten. Der 16 Jabre alte Sohn des Schankwirts Jänisch. Taubenstr. 53, hat sich am Dienstag auf dem Abort des Geschäfts mit dem Halstuch erhängt. Der Knabe zeigte in letzter Zeit ein etwas absonderliches und menschenfeindliches Wesen. Das Verbot der Verwendung von Neutralölen und Fetten zur Herstellung von Schmier- und Leimseife wird dahin geändert, daß die im deutschen Arzneibuch genannten Seifenpräparate: 1. Sapo kalinus, 2. Sapo kalinus venalis, 3. Liquer Cresoli saponatus nicht unter das Verbot fallen. Straßenunfälle. Die 61 Jahre alte Witwe Pauline Lehmann aus der Mulachstr. 2 wurde am Montagabend um 10 Uhr an der Ecke der Kaiser- Wilhelm- und Heiligegeifstraße, beim Ueberschreiten des Fahrdammes von einer Kraftdroschke überfahren und so schwer verlegt, daß sie gestern im Krankenhause am Friedrichshain starb. Ein Straßenbahnzusammenstoß, bei dem sieben Personen verletzt In der Nummer vom 31. Januar veröffentlicht das„ Gemeinde- wurden, ereignete sich Dienstagnachmittag auf dem Kaiser- Franzblatt" einen Bericht über eine Versammlung der Armen- Josef- Platz. Ein Wagen der Linie 43, der aus nördlicher Richtung fommissionsvorsteher am 23. Oktober 1914. Es wird befremden, tam, entgleiste und flog gegen einen Wagen der Linie 53, der ihm daß dieser Bericht nach reichlich einem Vierteljahre erst erscheinen auf dem anderen Gleis begegnete. Der Anprall war so heftig, daß konnte. Für Interessenten hat eine solch späte Veröffentlichung beiden Wagen der Vorderteil eingedrückt wurde. Verlegt wurden im gar feinen Wert, da vieles veraltet und überholt sein dürfte. ganzen sieben Personen, die sich jetzt in ärztlicher Behandlung in Bemerkenswert aus dem Referat des Bersizenden der Armen- ren Bohnungen befinden. direktion, Herrn Stadtrat Deflein, ist die Feststellung, daß in Berliner Asylverein für Obdachlose. Jm Monat Januar d. J. einigen Fällen Armenvorsteher die Geschäftsanweisung verkannt nächtigten im Männerasyl 14 852 Personen und im Frauenasyl und als Hausbesizer schuldige Miete für sich selbst von den be- 2525 Personen. willigten Unterstüßungen in Abzug gebracht haben. Gine solche Handlungsweise vertrage sich nicht mit der ehrenamtlichen Tätigfeit Leider geschieht das viel öfter, als es der Armendirektion befannt wird. Lebensmittelbeschaffung in Lichterfelde. " Parteiveranstaltungen. Dritter Wahlkreis. 2., 8., 9. AbSonntag, den 7. Februar 1915, nachmittags 52 Uhr, findet im großen Sacle des Gewerkschaftshauses ein Lichtbildervortrag statt über, Bilder vom Baltan", auf genommen vom Genossen Legien. Eintrittskarten a 20 Pf. find bei den Funktionären zu haben. Mittwoch, den 10. Februar 1915: 8ablabend. Drei Abteilungsversammlungen. 1., 5., 4. Abteilung bei Glissing, Wassertorstraße 68: Vortragender Emil Eichhorn. teilung im Gewerkschaftshause, großer Saal: Vortragender Dr. Rudolf Breitscheid. Thema für beide Versammlungen:" Staats- und völker 3., 6., 7., 10. Abteilung bei Wille, Sebastianrechtliche Stellung Belgiens". straße 39: Die letzten 50 Jahre wirtschaftlicher Entwicklung in Deutschland". Vortragender Dr. H. Dunder. Tegel. Sonnabend, den 6. Februar, abends 8 Uhr, findet im Strandschloß am Tegeler See ein Lichtbildervortrag über„ Eine Reise durch die Baltanstaa en" statt. Bearbeitet von C. Regien. Jugendveranstaltungen. Charlottenburg. Freitag, den 5. Februar, 8 Uhr: Vortrag von Frau Bohm- Such:" Der junge Arbeiter und die junge Arbeiterin im Jugendheim". Sonntag, den 7. Februar, vormittags: Besuch des NaturkundeMuseums. Abmarsch 10 Uhr vom Jugendheim. Nachmittags 6 Uhr: Versammlung der Jugendlichen. Unterhaltungsabend. Montag, den 8. Februar: Diskussion. Dienstag, den 9. Februar, 81, Uhr, Vortrag: Die deutsche Sprache Frauen- Leseabende. Dritter Kreis. Heute Donnerstag, den 4. Februar, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15. Vortrag des Genossen Mirus über:" Der Konsum in Kriegszeiten". Signngstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Bohnsdorf. Donnerstag, den 4. d. M., im Lokal von M. Schulze. Diese Sihungen sind öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Eingegangene Druckschriften. Von Die Sozialdemokratie nach dem Kriege. Bon E. Belger. 60 Concordia, Deutsche Verlagsanstalt, Berlin SW. 11. Nr. 117. Guttentagsche Sammlung Deutscher Reichsgesetze. Nr. 118. Militär: Darlehnskaffengcies. Von Salomon u. Bud. hinterbliebenengeiet. Von Rechnungsrat. Neh. Nr. 119. Reichsgesek über die Kriegsleistungen. Von Justizrat Dr. A. Heiberg und Dr. Schäffer. England und die zondoner Deklaration. Prof. Dr. H. Pohl. 111 Seiten. 3. Guttentag, Berlin W. 10. „ Ostdeutsche Volkszeitung". Insterburg im Dezember 1914. Beiträge zum Einfall der Russen in Ostpreußen 1914. Russenzeit und Verlag der Ostdeutschen Volkszeitung" in Jnsterburg. Interburg. 2 M., durch die Post 2,20 M. Untersuchungen über die Lage der Musikinstrumentenarbeiter, Statistische Erhebung des Deutschen Holzarbeiterverbandes. 1 M.- Selbstverlag, Berlin SO. 16. Oesterreichische Finanzen und der Krieg. Von F. Meisel und A. Spiethoff. Beg. 80 Bf. Dunder u. Humblot, München und Leipzig. Weshalb die Deutschen im Auslande unbeliebt sind! Von Prof. Dr. N. Jannasch. 50 Bi. Verlag des„ Export", Berlin W 62. Die Ukrainische Staatsidee und der Krieg gegen Rußland. von Dmytro Donzow. 1 M. C. Strok, Berlin S 14. Alle Karten der Kriegsschauplätze in 3 Serien zu je 6 Blatt. Serien 1,50 M. F. A. Brockhaus, Leipzig. Hand- und Retsekarte von Oesterreich Ungarn. Auf Leinwand in Taschenformat 3,50 M. G. Freytag u. Berndt, Wien 7. 3 D Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof Arbeiterbildungsschule. Heute Donnerstag, den 4. Februar, beDie rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend ginnt der Kursus des Genossen Dr. Paul Bensch über eine Zahl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche Weltwirtichaft der legten fünfzig Jahre". Schul- von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage Anfragen, feine Abonnements quittung lokal Lindenstraße 3, IV. Hof rechts 3 Treppen. Anfang 29 Uhr ist ein Buchstabe und denen abends. Kursusgeld für 8 Vorträge 0,50 M. Die Bibliothek beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der ist von 18-19 Uhr geöffnet. Die Gemeindevertretung nahm in ihrer lesten Sizung von der Der wahre Jacob erscheint am Freitag früh und wird an diesem Händler können den Errichtung einer Kartoffeltrocknerei auf dem Riefelgute er ben Tage an die Abonnenten ausgegeben. Abstand, da die Rentabilität eines solchen Unternehmens erit bei ahren Jacob bereits in der Nacht von Donnerstag zu Freieinem zu verarbeitenden Quantum von 30 000 Zentnern Startoffeln tag, von 1 Uhr morgens ab, in der Expedition des Vorwärts, Lindenerreicht werden fann. Dieses Quantum tann aber auf dem Gute straße 8, erhalten. zu nicht produziert werden. Dagegen wurde beschlossen, dem Antrag Vermißt. Der Reservist Richard Pauligt von der 11. Kompagnie des des Nahrungsmittelaussouffes auf Beschaffung von Fleischvorräten Nese ros- Anfanterie- Regiments Nr. 93 wird seit dem 12. Oktober( Stampf bis 200000 Mart zuzuftimmen. Aus den Aus bei Jangorod) vermißt. Nachrichten über den Verbleib des Vermißten führungen der einzelnen Redner ging hervor, daß im Nahrungs- find an Frau Pauligt, Neukölln, Emser Straße 26 II, zu richten. mittelausschuß über die Frage der Voltsernährung ziemlich weit auseinander gehende und nicht sonderlich praktische Auffassungen herrschen. Es wäre richtig und wünschenswert gewefen, in diesen Ausschuß auch eine Anzahl Gemeindebürger ohne Unterschied zu wählen. Kleine Nachrichten. Antwort wird nicht erteilt. Sprechstunde vor. Sprechstunde mit Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die E. K. Genaue Auskunft über Ihre Frage erhalten Sie im Kriegsminiſterium. - P. P. S. 84. Eine Verpflichtung besteht für die Firma nicht. T. 21. Sie fönnen Schadenersat für das abbanden gekommene Batet 1 berlangen. A. G. 78. 1. Sie haben 50 Bf. Stempel zu zahlen. 2. Ja. K. R. 2. 200. Wegen Blutaderknoten nur landfurmpflichtig. -F. 5. 24. Sie selbst fönnen E. 79. Das entscheidet der Militärarzt. die Abschriften nicht machen; Sie müssen Duplikate von der Sterbeurkunde verlangen. Adl. 99. 1. Nein. 2. Unterfügung wird nur für Ihre Kinder gezahlt. 5. 68. Wenn Sie bisher dort nicht versichert waren, fönnen Sie nicht Selbstzahler werden. Der volle Wochenbeitrag fann erhoben werden. Günbelstr. 57. Ja. Neukölln 100. Landsturm ohne Waffe. P. A. 23. Stellen Sie Antrag auf Unterstüßung bei der Steuerkasse. St. 17. Zeigen Sie bei der Bestellung den Aufnahmeschein für die Heilanstalt vor. A. V. Bichert 21. Sie müssen die Stewer zahlen. M. R. 30. Die Wirtin fann sich an den Sachen schade .. 36. 1. Dagegen dürfte wohl faum ein Einwand los halten. E. B. Köpenick. Nein. M. S. 93. Die Möbel gehören dem überlebenden Ehegatten W. V. Viersen. 1. Sie sind verpflichtet, Steuern zu D. Nein. zu erheben sein. 2. Herzfrank; nur landsturmpflichtig. Schwerer Eisenbahnunfall in Oesterreich. Erwähnt wurde, daß sich unter den zum Einkauf vorgesehenen Fleischwaren zirka 400 3 entner feines gefochtes Raiseler Wie aus Wien gemeldet wird, fuhr Mittwoch früh ein PerRippespeer in Dosen von 10-18 Pfb. und zirka 400 Bentner fenenzug auf den vor der Station Gerasdorf haltenden, in Wienfeiner getochter Rollichinten ohne Knochen in eben solchen Oftbahnhof um 6 Uhr 55 Min. früh fälligen Prager Schnell- im voraus. Dosen befinden. Es wurde darauf hingewiesen, daß fich derartige Fleischzug bei dichtem Nebel auf. Von den in den letzten Wagen des zahlen. 2. Die Frau soll es mit einem Antrag versuchen. waren, die ein Proletariermagen sonst zweifellos auch sehr gut vertragen Schnellzuges befindlichen Reisenden wurden vier Personen Wetteraussichten für würde, wegen des zu hohen Preise für die Voltsernährung nicht eigne. Aber der Vorsitzende des Nahrungsmittelausschusses Schöffe Dr. schwer und 15 leicht verlebt. Der Schnellzug, dessen zwei wärts fortschreitende Zunahme der Bewölkung, an der Stüfte ausgedehnte, Souchon erklärte, daß es sich hier um Maßnahmen für den not- letzte Wagen entgleisten, setzte mit den unbeschädigten Wagen die Freitagmittag: Ziemlich mild. Zunächst zeitweise aufklarend, dann oftleidenden Mittelstand handle, für die ärmere Be Fahrt nach dem Wiener Ostbahnhof fort, wohin er auch die Ber- weiter binnenwärts mehr vereinzelte, meist geringe Regenfälle. Verantwollyer Debetone: Alfeeb telepp, Neuioun. Fe den fencere verano.: Eb. Glode, Berlin. Drunk u. Verlag: Botwarts Budhoraderet u. Verlagsanstatt Bank Singer& Co., Berlin SW. = das mittlere Norddeutschland bis