Nr. 48.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis pränumerands: Bierteljahrt 8,86 DL, monail 1.10 WH möchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags Mununer mit auftrierter Sonntage Beilage Die Neue Belt 10 Big Bot 9bonnement: 1,10 Mar! pro Ronat Eingetragen in die Boft. Zeitungs Breisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Erideint täglich " Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions Gebühr Beträgt für die fechegelbaltene olonel. geile oder deren Naum Pig., for bolitische unth gemertschaftliche Bereins und erfammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das fettgedrudie Best 20 Big.( autäffig 2 fettgebru Borte), jebes weitere Wort 10 Bis Stellengefuche unb Schlafstellen zeigen das erste Bort 10 Bfg.. jedes weitere Wort 5 Bfg. Borte über 15 Buch ftaben zählen für zwei Borte. Infergte for bie nächfte Summer inden bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grbebition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm breffe: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Ferufbrecher: Amt Moritslag, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 17. Februar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsvrecher: Amt Morikslas, Nr. 151 90-151 97. Der grosse Sieg in Oftpreussen. Gestlicher Kriegsschauplah. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Die Haltung der französischen Die Kämpfe im Osten in russischet Darstellung. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 16. Februar 1915, abends.( W. Z. B.) Sozialisten. Wir haben gestern über die Beratungen der französischen In der neuntägigen Winterschlacht in Majuren" wurde die russische 10. Armee, die aus mindestens elf Infante. Petersburg, 15. Februar.( W. Z. B.) Der Generals rie und mehreren Kavalleriebivifionen be, stab des Generaliffimus gibt bekannt: Auf der it end, nicht nur aus ihren starkverschanzten Stellungen Partet berichtet. Die Reben zeigen nur allzu flar, wie schmer Front vom Niemen bis zur Weichsel fanden am öftlich der mafurischen Seenplatte vertrieben, sondern auch das Werk der Wiederaufrichtung der Internationale sein wird. 18. Februar ungefähr in denselben Gegenden wie am vorher über die Grenze geworfen und schließlich in nahezu völliger so wenig wir auch einen Zweifel an dem endlichen Gelingen gehenden Tage Kämpfe statt. Auf dem linken Weichsel- Ginkreisung vernichtend geschlagen. Nur Reste haben. Aus den Reden, namentlich aus der Sembats ist auch ufer herrschte der gewöhnliche Geschützkampf. In den fönnen in die Wälder östlich von Euwalfi und von Augustow der legte Grund aller Schwierigkeiten zu ersehen: es ist die Sarbathen wiesen wir hartnädige Angriffe der Dester- entkommen sein, wo ihnen die Verfolger auf den Fersen sind. Solidaritätserklärung der französischen Sozial. reicher bei Swidnik zurück. Bir rückten auf dem linken Ufer Die blutigen Berlufte des Feindes sind sehr demokratie mit ihrer Regierung und den anderen Parteien, des oberen San ein wenig vor, machten mehr als tausend start. Die Zahl der Gefangenen steht noch nicht feft, be fowie die IIustonen, die sie sich über Zwed und Ziel des Gefangene und eroberten fünf Maschinengewehre. Die trägt aber sicher weit überfünfzigtausend, Mehr Deutschen, welche die Höhen bei myto und Koziolta als vierzig Geschüße und sechzig Maschinen, Krieges machen. Sie meinen, daß eine Niederlage dessen, zwischen den Boskiden und Wischtow angriffen, wurden unter gewehre sind genommen, unübersehbares was sie den deutschen Militarismus nennen, einen Sieg großen Verlusten zurückgetrieben. Unsere Truppen unter- Striegsmaterialist erbeutet. der Demokratie, des Prinzips der Selbständigkeit und nahmen einen Gegenangriff von Luchla bis Wischkow und Seine Majestät der Kaiser wohnte den entscheidenden Ge- des Selbstbestimmungsrechts der Nationen und daher die vertrieben den Feind von einem Zeile der von ihm befestigten fechten in der Mitte unserer Schlchtlinie bei. Der Sieg wurde Garantie eines dauernden Friedens bedeutete. Sie überHöhen. Beträchtliche österreichische Kräfte gehen auf den durch Teile der alten Oittruppen und durch junge, für diese fehen dabei aber gerade das Entscheidende. Eine Niederlage Begen, die nach Stadworna führen, und in der Bukowina vor. Aufgabe herangeführte Verbände, die sich den altbewährten des deutschen Militarismus durch Strieg ist nur um den Kameraden ebenbürtig erwiesen haben, errungen. Die Preis einer Niederlage der deutschen Armeen zu haben, deren Leistungen der Truppen bei Ueberwindung widrigster Witte. rungs- und Wegeverhältnisse im Tag und Nacht fortgesetten Marsch und Gefecht gegen einen zähen Gegner sind über jedes Lob erhaben. Westlicher Kriegsschauplah. Generalfeldmarschall von Hindenburg leitete die Operationen, die von Generaloberst von Eichhorn und General der Infanterie non Below in glänzender Weise durchgeführt wurden, mit alter Meisterschaft. Dherste Heeresleitung. Der französische Tagesbericht. Baris, 16. Februar.( W. Z. B.) Amtlicher Bericht bon gestern nachmittag 8 Uhr. In Belgien beschoß der Feind unausgelegt unsere Schüßengräben in den Dünen. Unsere schwere Artillerie nahm die feindlichen Mörser unter Feuer. Wir eroberten quf ungefähr 250 Meter die längs der Straße Béthune- a Basiée errichteten Schüzengräben. Eine sehr lebhafte Kanpnade fand im Gebiete von ens und Albert, zwischen der Ancre und der Dise, in der Umgebung von Soissons und Verneuil nordöstlich Bailly statt. 16. Februar 1915.( W. T. 3.). In den Argonnen bei Bagatelle und Marie Thérèse ist der Stampf von Schüzengraben zu Schüßengraben immer noch sehr lebhaft; es erfolgte aber kein Infanterieangriff. Amtlich. Großes Hauptquartier, den Westlicher Kriegsschauplah. Feindliche Angriffe gegen die von uns bei St. Eloi genommenen englischen Schüßengräben wurden abgewiesen. Sonst ist nichts Besonderes zu melden. Deftlicher Kriegsschauplatz. 3wischen den Argonnen und der Maas hielten wir einen Angriffsversuch sofort auf. Zwischen dem Dorf und dem Gehölz von Malancourt in othringen gelang es dem Feinde, nachdem er unsere Vorhut zurückgeworfen hatte, die Höhe Signal Deron und die Ortschaft Norron zu besehen, er wurde aber durch einen Gegenangriff bis auf die Nordabhänge von Signal Degon zurückgeworfen. Hier behauptet Die Verfolgungskämpfe an und jenseits et sich noch in einigen Teilen der Schüßengräben. In den Bogesen wurde die deutsche Offensive auf beiden Ulfern der oftpreußischen Grenze nehmen weiteren sehr der auch gestern nicht fortgefekt; der Feind beschoß lebig- günstigen Verlauf. lich unsere Stellungen am Südufer. Auf dem Nordufer In Polen nördlich der Weichsel befehten murde das Vorgehen der Deutschen von unserer vorgeschobenen wir nach kurzem Kampf Bielsk und Plozk. Ciwa Stellung aufgehalten. Auf dem Langenfeldtopf im Walde von Remspach führten unsere Schneeschuhtruppen 1000 Gefangene fielen in unsere Hand. In Polen einen sehr glänzenden Gegenangriff an den Abhängen des südlich der Weichsel hat sich nichts Wesentliches Langenfeldtopfes aus. Am Nachmittag hat ein Schneesturm ereignet. eingefekt. Der Seekrieg. Sauptmaffe eben die deutschen Arbeiter bilden. Und die deutschen Arbeiter fönnen ebensowenig eine Niederlage wollen wie die französischen und englischen. In dem Moment, we die französischen Sozialisten die Fortsetzung des Krieges als notwendig proklamieren, zwingen fie dieselbe Stellungnahme allen anderen Gliedern der fämpfenden Internationale gleichfalls auf. Und ist eine solche Politik wirklich die Funktion her franzöfifchen Sozialdemokratie, bedeutet sie nicht die An. erkennung des Krieges auch unter den heutigen Verhält niffen als einer Methode sozialistischer Politik? 2 Diese Illusion päre bielleicht noch begreiflich, menn unfere französischen Genossen im Besiz der Staatsmacht pären. Aber sie selbst werden keinen Augenblid meinen, der Umstand, das zwei Genossen int Ministerium ſizen. würde ihnen bei der schließlichen Entscheidung allzu viel Einfluß geben. Nichts falscher als etwa die Berufung auf die großen Rebolutionstriege und ihre befreiende Mission. Gans abgesehen, daß diese Kriege in der napoleonischen Diktatur endeten, hat die Regierung der französischen Bourgeoisie von heute eine ganz andere historische Stellung und andere Ziele. als die Revolutionäre von 1789. Dem Frankreich pon heute diefelbe Befreierrolle zuzumuten wie den der großen RepoTution heißt daher nichts weniger als die imperialistische Bolitit Revolution. Bolt verwechseln mit den Ideen der größen franzöſiſchen So unbegreiflich eine solche Verwechselung aber schon an fich ist, sie wird es noch mehr, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die demokratischen Ziele, die Sembat durchsetzen will, nur erreicht werden können mit Hilfe der Armeen des In der ausländischen Presse haben die aben- Baren. Könnte man es zur Not noch verstehen, wenn auch teuerlichsten Gerüchte über unermeßliche Ver- nicht billigen, daß Sembat die militärische Hilfe des Zaren verteidigt, so hört jedes Verständnis dafür auf, daß Sembat lufte der Deutschen in den Kämpfen öfflich nicht einsieht, daß der Einfluß: Rußlands bei den Friedens. lufte der Deutschen in den Kämpfen Hollands Stellung zum Unterseebootskrieg. Bolimow( Anfang Februar) Aufnahme gefun- verhandlungen die Erreichung des von Sembat formulierten Amsterdam, 15. Februar.( Privattelegramm des den. Es wird festgestellt, daß die deutschen Ver- Friedensprogramms vollkommen illuforiſch macht. meldet, daß die holländische Regierung nach Erhalt ber deutschen lufte bei diesen Angriffen im Verhältnis zum Vorwärte".) Das Amsterdamer Handelsblab" Mufklärunganote über die Tauchbootsaktion die hervor erreichten hervor erreichten Erfolg gering waren. ragendsten Reeder zu einer Sonferenz einberufen hat. Diese Konferenz, an der der Auslandss und Marineminister teilnahmen, fand im Auswärtigen Departement statt. Ueber das Er gebnis erfährt das Handelsblad" folgendes: Der diffe. berlehr bleibt bestehen; aber die Schiffe follen möglich st bosfigtig fahren und bei dem Grscheinen eines Eau. boptes unermahnt stoppen. Von einer Nonvonierung ( Begleitung durch Striegsschiffe) wird abgefehen werden, Das aager Korrespondenzbureau wurde autoritativ ersucht, mitzuteilen, daß es raisam sei, daß die Bemalung des Schiffs rumpfes mit den Nationalfarben und dem Schiffsnamen möglichst hoch anzubringen sei, da der Schiffsunterteil durch das Periskop des unter dem Waffer fahrenden Tauchbootes nicht wahrnehmbar fei. Das Handelsblab" teilt ferner mit, daß die Stönigliche niederländische Dampferfompagnie vorläufig den Dienst nach Sabre, der in der deutschen Erklärung als besonders gefährlich bezeichnet wurde, eingestellt habe. Oberste Heeresleitung. Das Tragische der Situation liegt dabei darin, daß bas, was die französischen Sozialisten als ziet proklamieren und worin sie sich dem bekannten Friedensprogramm der englischen Unabhängigen Arbeiterpartei annähern, feine Veranlaffung zu tiefgehenden Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Sozialismus zu geben brauchte. Unmöglich aber ist Der österreichische Generalstabsbericht. es, das Ziel auf dem Wege zu erreichen, den die französischen Wien, 16. Februar.( W. T. B.) Amtlich wird ver- Sozialisten bis jetzt eingeschlagen haben. Denn die Demolautbart: 16. Februar 1915: fratisierung der europäischen Staaten, die Vorbedingung für Die allgemeine Situation in Russis: Bolen und weit galizien ist unverändert. Es die fünftige Schaffung der Vereinigten Staaten Europas, fanden nur Artilleriekämpfe statt. fann nicht pon dem Ausgang des Krieges erwartet werden, An der Karpathenfront wird heftig gekämpft; tann nicht erreicht werden durch den Kampf der Nationen un mehrere Tag- und Nachtangriffe der Rufsen gegen die Etel die Macht und den Markt, sondern nur durch das Ringen der lungen der Verbündeten wurden unter großen Verlusten des Parteien innerhalb der Nationen nach dem Kriege. Feindes, der hierbei auch vierhundert Mann an Gefangenen Unbegreiflich ist auch die Aeußerung Sembats über die berlor, zurüdgeschlagen, Stellung der deutschen Sozialdemokratie zur NeutralitätsHolland beschloß Proteste bei England und Die Aktionen in der Bukowina verlaufen günstig, die Holland bestreitet, daß die gegen die Neutralen erhobenen Beben Gefechten gegen den Pruth zurüdgedrängt. Südlich Deutschland." Telegraaf" erklärt den letteren als maßvoll. Serethlinie wurde überschritten, die Russen unter fortwähren. schwerden ihm gegenüber begründet seien; bezüglich ber Erklärung des großen Meerteils zum Striegsgebiet werden die gleichen Beolomea, wo sich größere Kämpfe entwidelten, machten benken erhoben wie früher gegen England. Der Protest macht das wir gestern über fünfhundert Mann zu Gefangenen. Anrecht der Neutralen auf eine vorherige Untersuchung geltend und Deutsland für die Folgen verantwortlig. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes bon Spefer, Feldmarschalleutnant, frage. Ein so vorsichtiger und fluger Politiker durfte nicht einen Ausspruch tun, der der Begründung entbehrt. Abgesehen von der Erklärung der Fraktion am 2. Dezember ist die Haltung der deutschen Partei durch Aeußerungen Haafes yns Troelstras im Het Volt" seinerzeit ganz flor dargestellt worden. Sembat hatte in feiner Weise eine Berechtigung, einen so schweren Vorwurf in so verletzender Form zu er- heben. Im übrigen aber vertrauen wir auf die Notwendig- leiten, die der ganze Verlauf deD Krieges bringen wird. Schon auf der französischen Konferenz hat sich die Opposition gegen die Politik der Klassensolidarität und der Illusionen bemerkbar gemacht. In London wird diese Opposition eine Unterstützung finden durch die Vertreter der Uu- abhängigen Arbeiterpartei Englands, die von Anfang an die Po- litik, zu der ihr Name sie verpflichtet, verfolgt und jede Solidarität mit den Regierenden abgelohnt hat. Und wir vertrauen trotz aller Enttäuschungen darauf, daß sich diese alte Erkenntnis bei unseren französischen Genossen doch wieder durchsetzen wird. Churchills Drohungen. London, 16. Februar. Im Unterhause brachte gestern Churchill den F l o t t e n e t a t ein. Er sagte u. a.: Nach sechs Monaten des Krieges, wo neue Gefahren und Schwierigkeiten in den Gesichtskreis getreten sind, haben wir allen Grund zufrieden zu sein mit dem Ergebnis der für die Flotte gemachten Anstrengungen, ivelche, voll bemannt und ausgerüstet, sich für alle unsere Be- dürfnisse als ausreichend erwiesen hat. Es hat Zeiten gegeben, wo die Hilfsquellen der Flotte bis zum äußersten an- geipannt waren. Australische, kanadische uud indische Kontingente waren unterwegs nacy Europa. Ein mächtiges deutsches Geschwader befand sich im Stillen Ozean. Zwei kleine deutsche Kreuzer und zwei Hilfskreuzer, das ist alles, was von den deutschen Vorbereitungen zum Angriff auf die Handelsstraßen übrig geblieben ist, und diese verbergen sich. Was die deutsche Drohung betrifft, so sehen wir uns einer Art von Kriegführung gegenüber, wie sie noch nie von einem zivilisierten Staate verwirklicht worden ist, aber man muß nicht glauben, weil der Angriff außergewöhnlich ist, daß keine gute Verteidigung dagegen möglich wäre. Wir erleiden natürlich Verluste. Aber ich glaube nicht, daß britische Lebensinteresscn getroffen werden können. Unsere Ant- wort wird vielleicht nicht ganz wirkungslos fein. Deutsch- land darf nicht in die Lage kommen, sein System von offenbarem Mord und Seeraub anzuwenden. Es ist aller Grund vorhanden, anzunehmen, daß der durch die englische Flotte verursachte wirtschaftliche Druck sich in Deutschland fühl- bar macht. Bisher haben wir die Einsuhr von Lebensmitteln nicht verhindern wollen. Wir haben neutrale Schiffe nicht daran gehindert, einen direkten Verkehr mit deutschen Häfen zu unterhalten. Wir haben ungehindert deutsche Ausfuhrartikel auf neutralen Schiffen durchgelassen. Die Zeit ist aber gekommen, wo man neu erwägen muß, ob einem Staate, der sich durch seine Politik systematisch außerhalb aller internationalen Verpflichtungen gestellt hat, der Genuß dieser Rechte nicht entzogen werden muß. Die verbündeten Regierungen werden eine neue Erklärung abgeben, um den Feind jetzt mit aller Kraft den Druck der Seemacht fühlen zu lasten. Lloyd George sagte in seiner Rede, noch die gemeinsamen Ausgaben der Verbündeten in dem am 31. Dezember Ivlö endenden Jahre dürften nicht weit hinter zweitausend Mil- lionen Pfund stO Milliarden Marl!) zurückbleiben; der britische Anteil werde etwa um hundert oder huudertfllnfzig Millionen größer sein, als der von einer der anderen Großmächte auszugebende Betrag. Die Verbündeten bekämpften die gesamte mobilisierte Kraft DoiitschlandS mit weniger als einem Drittel'.ihrer eigenen Kraft. Lloyd George betonte schließlich die Wirkung der Unterdrückung des Verkaufs von Alkohol in Rußland. � Vorsichtsmaßregeln üer norwegischen Reeüer. Kristiania, 16, Februar.(23. T. 83.) Dem Beschlüsse des Nor- wegischen Reederbundes gemäß wird von der Kriegsversicherung anheimgestellt, daß auf allen norwegischen Schiffen, die sich auf der Fahrt nach Großbritannien oder Frankreich befinden, sobald als möglich der Name des Schiffes und das Wort„Norge" mit großen und deutlichen Buchstaben angebracht wird, vor und hinter diesen Worten werden die Nationalfarben in vertikalen Streifen aufgemalt ein blauer Streifen in der Mitte, dann die weißen Streifen und am äußersten Rande die roten Streifen. die SuögetkommWon öes /lbgeorönetenhauses. Berlin, den 16. Februar 1316.(W. T. B.) Zu Beginn der heutigen Sitzung der verstärkten B u d g e t k o m m i s s i o n des?l b g e o r d n e t e n h a u s e s gab der Berichterstatter, Abg. Hoesch, einen Rückblick auf die bisherigen Verhandlungen über die allgemeinen wirtschaftlichen KriegSinaßnahmen auf dem Gebiete der Volkscrnährung, der Viehhaltung, der Feldbestellung sowie des Geldverkehrs, und stellte in diesem Schlußworte die Ueberein- stimmung der Kommission in allen wesentlichen Punkten fest. Er hatte im Einverständnis mit den Führern aller Parteien eine Reihe von Leit- sätzcn aufgestellt, in denen das Ergebnis der viertägigen Be- sprechung zusammengefaßt war. Die sämtlichen Leitsätze lourden einstimmig angenommen, wie der Vorsitzende zur leb- haften Befriedigung der zahlreich anwesenden Abgeordneten fest- stellte. Die Kommission ging darauf zu dem neuen Gegenstand des Beratungsplanes über: soziale Kriegssürsorge in Verbindung mit dem Gesetzentwurf über Beihilfen zu Kriegswohlfahrtsausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände. Der Berichterstatter, Abg. F r h r. v. Z e d l i tz und Ncukirch führte aus, die Fürsorge für die Familien der 5triegs- teiluehmer sei zufriedenstellend; allerdings sei die schematische Ge- Währung von Zuschlägen zu der Reichsunterstützung nicht bedenken- frei. Bei der Arbeitslosenunterstützung, die augenblicklich keine sonderliche Bedeutung mehr habe, müsse geprüft werden, ob der Arbeitslose wirklich keine Arbeit finde. Die Mietsunterstützung müsse auch den Interessen der Hausbesitzer gerecht werden. Das Mietseinigungsamt sei weiter auszubauen. Der Gesetzentwurf lasse es zwar an Richtlinien für die Unterverteilung fehlen; er halte aber doch den Gesetzentwurf für geeignet, wirksame Hilfe zu bringen und empfehle seine Annähme. Der Minister des Innern antwortete auf die Ausfüh- ruugen des Berichterstatters: Die Organe der Selbstverwaltung hätten sich in diesen schweren Kriegsmonaten ganz besonders her- vorragend bewährt. Insbesondere seien alle Maßnahmen der Stadt Berlin auf dem Gebiete der Kriegswohlsahrtspflege vorbildlich und großzügig. Er habe in Erlassen wiederholt darauf hingewiesen, daß die Kricgsunterstützungen nicht den Charakter der Armen- pflege tragen dürften, und weiterhin darauf, daß die vorgeschriebe- nen Mindestsätze für Familienunterftützungen nur die untere Grenze darstellen, daß daneben von den Gemeindeil erwartet werden müsse, daß sie im Bedürfnisfalle darüber hinausgingen. Die Familien der Kriegsteilnehmer müßten vor jeder Not bewahrt bleiben. Zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit geschehe das Mög- lichste. Bei der Regelung des Verhältnisses zwischen Mietern und Vermietern habe sich die Unterscheidung zwischen böswilligen und gutwilligen Schuldnern als schwierig erwiesen. Im Zlnfang des Krieges sei die Meinung aufgekommen, es entbinde der Krieg von allen Verpflichtungen. Nur Erleichterungen seien für die Kriegs- zeit geschaffen worden, die Verpflichtungen aber blieben bestehen. Er gestehe zu, daß der Hausbesitzerstand sich gegenwärtig in schwie- riger Lage befinde. Es sei aber nicht möglich gewesen, den Grund- besitzern durch unmittelbare Staatsunterstützungen zu helfen. Das wäre einer einseitigen Berücksichtigung eines einzigen Erwerbs- standes gleichgekommen. Das eingerichtete System der Miets- einigungsämter habe sich bewährt. Die Vollslreckbarkeit der Ent- scheidungen der Mietseinigungsämter für den weiteren Ausbau der Einrichtung.sei wohl erwägenswert. Der Gesetzentwurf, der dem Abgeordnetenhause vorliege, wolle aus den Mitteln des Staates zu den Beihilfen des Reiches noch einen Betrag von 113 Millionen für die Unterstützung der Gemeinden zur Verfügung stellen. Es be- stehe die Absicht, den Begriff der Ausgaben für Kriegswohlfahrts- pflege möglichst weit zu fassen. Es seien alle die Leistungen dar- unter zu verstehen, die freiwillig ohne Aussicht auf Erstattung und ohne Schaffung wirtschaftlicher Gegenwerte für minderbemittelte Ortseinwohner über das Maß der Friedensfürsorge hinaus aus Anlaß des Krieges seitens der Gemeinden gemacht würden. Nicht unter den Begriff der Kriegswohlfahrtspflege seien zu rechnen von den Kommunen vergebene Darlehen, Notstandsarbeiten und rein armen rechtliche Unterstützungen. Auf eine Anfrage des Berichterstatters erwiderte der Minister des Innern, daß für die vom Staat gewährte Unterstützung maß- gebend seien sowohl die Leistungsfähigkeit der Gemeinden wie die absolute Höhe der Leistungen. Ein K o m m i s s i o n s m i t g l i e d hielt es nicht für richtig, daß der Gesetzentwurf auch die ganz großen, gutsituierten Ge- meinden in gleicher Weise wie die leistungsschwachen begünstige, er hatte Bedenken, die Mietseinigungsämter durch Verleihung der Vollstreckbarkeit für die von ihnen herbeigeführten Vergleiche zu Gerichten umzuwandeln, regte Beihilfen der Wöchnerinnen der Kriegsteilnehmer aus dem kleinen Handwerker- und Landwirte- stände an, hielt eine staatliche Nachprüfung der Bedürfligkeitsfrage für Familienunterstützungen für nötig, beschwerte sich über die manchmal für bestimmte Gegenden besonders harten Einquartie- rungslasten und regte eine Prüfung wegen der Entschädigung hier- für an. In den Lazaretten möge tunlichst für eine paritätische Krankenpflege und Zulassung von Sanitätssoldaten geistlichen Standes zur Seelsorge gesorgt werden; auch der Seuchenbekämp- fung in den Gefangenenlagern möge die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ein zweites K o m m i s s i o n s m i t g l i e d bat den Btinister des Innern, auf Beseitigung der schematischen Unterstützungszuschläge und aus größere Individualisierung gelegentlich der Verteilung der 113 Millionen Mark hinzuwirken. Dem Minister sei darin beizupflichten, daß es für Reich und Staat nicht unbedenklich sei, an die Hausbesitzer selbständige Mietsunterstützungen zu zahlen, tatkräftige Hilfe sei aber dem durch den Krieg schwer bedrängten Grundbesitz zu gewähren. Die Mietseinigungsämter seien gesetzlich anders zu ge- stalten; Vergleiche müßten vollstreckbar sein. Lluf Neubcgebung von Amortisationshypotheken durch private Hypothekenbanken sei jetzt nicht zu rechnen; die auf landwirtschaftlicher Grundlage beruhenden Kredit- institute seien staatlicherseits zu unterstützen und konkurrenzfähig zu machen. Kommunale Kriegskrcditkassen für den Grundbesitz seien mit staatlicher Hilfe zu schaffen. Es sei, ähnlich der Geschäftsaufficht zur Vermeidung des Konkurses, für den Hausbesitz die Verwaltungsaufficht zwecks Vermeidung der Zwangsvollstreckung anzustreben. Ein drittes Kommissionsmitglied sprach seine Zu- stimmung zu dem Gesetzentwurf aus, warnte aber davor, Berlin und andere Großstädte von den Segnungen des Gesetzes auszuschließen. In der Kriegsfürsorge dürfe nicht reglementiert und nicht in die Selbstverwaltung eingegriffen werden. Allerdings sei es manchmal nötig, die Gemeinden an ihre Pflicht zu erinnern, denn viele Gemein- den hätten es an der nötigen Fürsorge fehlen lassen. Das Aeichsgesetz vom 28. Februar 1888 sei heute nicht mehr zeitgemäß. Das habe ja auch der Minister indirekt durch eine Reihe von Erlassen,- die an sich nur zu begrüßen seien, anerkannt. Bei Bemessung der Höhe der Unterstützungen müsse streng individualisierend vorgegangen werden. Der Begriff der. Bedürftigkeit lasse sich nicht allgemein festlegen. Empfehlenswert sei, das System der Gewährung von Mietszuschüssen, die aber nicht nur den Familien von Kriegsteilnehmern, sondern auch unverheirateten Kriegern mit eigener Wohnung gegeben werden sollten. Redner fordert schließlich den Zlusbau der kommunalen?lr- b eitslosenunterstützung in Verbindung mit einer Regelung des Ar- beitsnachweiscs. Ein vierter Redner rügte, daß die Unterstützung der Fa- Milien der in den Krieg gezogenen Staats- und Reichsarbeiter stellenweise von ihren Behörden den örtlichen Verhältnissen nicht angepaßt würden. Er empfahl, die Mietseinigungsämter von 2lb- gäbe mündlicher Gutachten bei den Gerichten zu betreiben. Er fragte an, ob Aufwendungen, die die Kommunen zur Ergänzung der WLchnerinnenfürsorge des Reiches im Interesse u:rterstützungs- bedürftiger Familien ins Feld gezogener Handwerker oder kleiner Kaufleute machten, aus dem preußischen 113-Millioncn-Fonds er- stattet werden könnten. Er empfahl ferner Bestimmungen, die einen größeren Schutz der Witwen gefallener Kriegsteilnehmer gegen Exmissionsklagen herbeiführten, ebenso Schutz von Familien zu immobilen Truppenteilen eingezogener Wehrmänner gegen Ex- missionsklagen. Hierauf gab der F i n a n z m i n i st e r nähere Auskunft über die Verteilung der staatlichen Unterstützung an die Gemeinden. Er hob hervor, daß die leistungsunfähigen Gemeinden an erster Stelle unterstützt würden, danach aber auch auf Zahlung an solche Ge- meinden gesehen würde, die sich in besonders weitem Maße und in vorbildlicher Weise der Kriegsbcihilfe angenommen hätten. Der Minister erkannte ferner an, daß Wochenbeihilfen, die von den Ge- meinden über den Rahmen der reichsgesctzlich angeordneten Wochen- fürsorge hinaus geleistet würden, aus dem 113-Millioneu-Fonds erstattet werden könnten, wenn sie unter den Begriff der Kriegs- ivohlfahrtspflege fielen. Der Mini st er des Innern erwiderte auf eine Reihe von Anfragen und Anregungen der Vorredner. Es sei schwer, einen Maßstab für die Leistungsfähigkeit der Kommunen zu gewinnen. Die individuelle Bedürftigkeit könne von Fall zu Fall einer Revi- sion unterzogen werden. Die Fürsorge für die aus den Lazaratten entlassenen Verwundeten sei Gegenstand ernstester Sorge. Sie sei Sache des Reiches in weitester Weise. Es werde auch nach der Ent- lassung aus den Lazaretten weiterhin für die Verwundeten gesorgt werden müssen, bis zur völligen Wiederherstellung der Erwerbs- fähigkeit. Zur Lage des Hausbesitzes stellte der Minister fest, daß in bezug auf das Kreditwesen mehr geschehen müsse. Das System der Pfandbriefämter sei weiter auszubauen, und es sei daran zu denken, ihnen kommunale Institutionen anzugliedern, die sich mit Vergebung zweiter Hypotheken befassen. Eine Befreiung der Miets- einigungsämter auf Wunsch des Gerichts von der Pflicht, mündlich Bericht zu erstatten, sei erwägenswert. Zu der von einem'Abgeordneten erörterten Frage, ob in den Bestimmungen des Bundesrats über die Wochenhilfe während des Krieges der Kreis der Unterstützungsberechtigten richtig abgegrenzt sei, bemerkte ein Vertreter des Handelsministeriums, selbstverständliöh sei es erwünscht, die Wochenhilfe allen in die Wochen kommenden Ehefrauen von Kriegsteilnehmern, soweit Be- dürstigkeit vorliege, zukommen zu lassen. Jetzt noch eine gesetzliche Aenderung des Kreises der Berechtigten herbeizuführen, komme praktisch nicht mehr in Frage. Ilm Schlüsse der Sitzung gab der Direktor der Medi- zinalabteilung des Ministeriums des Innern Bericht über dieBekämpfungansteckenderKrankheitenaufdem Kriegsschauplätze und hinter der Front. Er wies hin aus die hervorragend günstigen Ergebnisse der Cholera- und Typhusimpfungen, die uns im Gegensatz zum feindlichen Auslande vor Epidemien vollständig bewahrt hätten. Der Gesundheitszustand in Deutschland sei, gerade was die erwähnten ansteckenden Krank- hcitcn anbetreffe, außerordentlich befriedigend. Die Uebertragung des irf letzter Zeit unter den russischen Gefangenen aufgetretenen Fleckfieber? werde durch vollständige Absperrung der Gefangenen von der Bevölkerung erfolgreich bekämpft, so daß die Gefahr einer breiteren Uebertragung nicht bestehe. Eine Einschleppung der in Rußland herrschenden Cholera- und Pestepidemie auf deutschen Boden sei bei den ausgezeichnet wirkenden sanitären Absperrungs- maßnahmen in keiner Weise zu befürchten. Nächste Sitzung Mittwochvormittag.(W. T. B.) Gneckenlanö unö öie Türkei. Konstantinopcl, 16. Februar.(W. T. B.) Die Agencc Milli veröffentlicht folgende Mitteilung: Die griechische Gesandtschaft hat mit der Erklärung, daß der Marine- attacho Kriezis durch einen Zivilbeamten beleidigt worden sei, gewisse Forderungen aufgestellt. Mit Rücksicht auf die zwischen beiden Staaten bestehenden guten Beziehungen und auf die strengen für derartige Fälle geltenden Regeln der internationalen Höflichkeit hatte die kaiserliche Regie- rung diese Forderungen angenommen und den griechischen Gesandten von der Annahme verständigt. Trotz des diesbezüglich erzielten Einver- ständnisses ist der helenische Gesandte vor- g e st e r n a b g e r c i st. Der Konflikt zwischen Japan unö China. London, 16. Februar. empfiehlt Qualitätsbiere ersten Ranges W. Adelung& A. Hoffmann Akt- Brauer Potsdam. Eig Niederl Berlin SW, Tempelhofer Ufer. 15 Brandenburga. H., Wilhelmsdorferst.110 Spez. Potsd. Stangenbier Berliner= Bock- Brauerei empfiehlt anerkannt vorzügl.Biers Osw. Berliner Ur- Berliner, hell und dunkel Hempel, E., Müllerstr. 138 d. Luisenbrauerei Weißensee. Brauerei Känigstadt feinste Qualitätshiere. C.Habels Brauerei hell Habelbräu- dunkel. Weissbier-Caramelbler Brauerei E. Willner Pankow. 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Füsilier-Negunenter Nr. 8, 14, 20, 21, 23, 26, 33, 84, 35, 36, 38, 40, 42, 44, 49, 52, 59, 61, 63, 66, 67, 68, 72. 74, 75, 78, 79, 82, SO. 84, 87, 93, 95, 99, 109, 113, 116, 117, 129, 130, 132, 136, 140, 141, 142, 149, 151, 152, 153, 154, 158, 160, 161, 166, 170, 175, 176, 226; Jnf.-Reg. Tietz; Res.-Jnf.-Regimenter Nr. 2, 3, 5, 7, 17, 20. 21. 25, 30, 31. 34. 35, 38. 48, 49, 67, 68. 80. 81. 83, 84, 88, 91. 93. 205, 207, 209, 217, 219, 229, 230, 231. 232, 235, 236, 237, 271, 272; Res.-Ersatz-Reg. Nr. 3; Landwehr-Jnf�Regimenter Nr. 3, 5, 8, 9, 18, 23, 33, 35, 39, 48, 75, 77; Kombiniertes Ers.-Bat. des Landwehr, und des Res.-Jnf.-Rcg. Nr. 10 und solches der Inf.- Regimenter Nr. 23, 63; Brig.-Ers.-Bat. Nr. 22; Landsturm-Bat. 2. Aachen, Burg, Neusalz a. O.; Jäger-Bat. Nr. 2, 4, 6, 14; Ref.- Jäger-Bat. Nr. 1, 5, 22; Maschinengewchr-Abt. III der Brig. v. Reitzwitz. 2. Garde-Dragoner; 2. Garde-Ulanen; Ulanen Nr. 13; Ref.- Ulanen Ztr. 1; Jäger zu Pferde Nr. 3; Landsturm-Estadron Rybnik. 3. Garde-Res.-Feldart.-Reg.; Feldart.-Regimenter Nr. 3, 14, 27. 38, 40, 43. 45. 17. 50, 51, 58, 73, 75, 76, 82; Res.-Feldart.-Rcgi- nrcuter Nr. 14, 17, 21, 49, 50. Laiidsturm-Futzart.-Bat. des XIV. Armeekorps. Pionier-Regimenter Nr. 23, 29; Pionier-Bataillone I. Nr. 1, T. Nr. r. Nr. 11, T. Nr. 17, II. Nr. 21, I. Nr. 26; III. Pionier- Ers.-Bat. Nr. 28; Pionier-Erf.-Bat. Nr. 9; Res.-Pionier-Komp.; schwere Minen werfer-Abt. des XVIII. Reservekorps. Telegraphen-Bat. Nr. 4; Fernfprech-Ilbt. des I. Reservekorps. Res.-Jnf.-Munitionskolonne Nr. 50 des XXV. Reservekorps; Art.-Munitionskolonne Nr. 3 des II. und solche des V. Armeekorps. Arbeiter-Bat. Mulhausen i. Elf. Res.-Sauitäts-Komp. Nr. 15 des Garde-Reservekorps und Nr. 15 des I. Reservekorps; Sanitäts-Komp. der Landwehr-Divifion Königsberg i. Pr.; Festungs-Lazarette Metz-Montigny, I. Posen; Freiwillige Krankenpflege(Rotes Kreuz). Train-Ers.-Abt. Nr. 5. Bezirks-Kommandos Bitterfeld, Sangerhausen, Trier. Kriegsbcklcidungsamt des X. Armeekorps. »» « Tic bayerische Verlu st liste Nr. 154 bringt Verluste des 1.. 2.. 4., 5.. 8.. 12., 13., 14., 15., 16., 17.. 18., 19., 20.. 21., 23. Jnf.-Reg.; Ros.-Jnf.-Reg. Str. 2. Der Schluß der sächsischen Verlustliste Nr. 108, deren In- halt bereits gestern mitgeteilt wurde, wird veröffenllickt. Die württembergische Verlustliste Nr. 117 bringt Ver- lustc des Gren.-Reg. Nr. 119, der Jnf.-Regimcntcr Nr. 120 und 121. «» * Außerdem wurde von Wolffs Bureau die zweite Ver- lustliste aus dem Schutzgebiet Dcutsch-Ostafrika aus den vom Kaiserlichen Gouvernement von Deutsch-Ojtafrika auf Umwegen eingegangenen Berichten veröffentlicht. /ins Groß-Serlin. Lanösturmmufterung. Ücmbihirm heran! Wer hätte fich's in Friedenszeiten träumen lassen, daß der unausgebildete Landsturm jemals zum aktiven Kriegsdienst notwendig werden würde? Dieser furchtbare Weltkrieg hat's nun zur Wirklichkeit gemacht, jene große Armee, die früher schlechthin als„untauglich" betrachtet wurde, sie erlernt jetzt in wenigen Monaten das zum Kriege Notwendigste. Das junge Volk der Landstürmer füllt bereits die Ka- fernen. Und Jahrgang auf Jahrgang rückt weiter heran. Abermals wie vor Jahren stehe ich denn im Musterungslokal. Dieselbe Umgebung wie früher; ein halbes Dutzend bewaff- neter Schutzleute empfängt uns am Eingang; im Gegensatz zu normalen Zeiten sind sie merklich sanfter und verbindlicher; Slot lehrt also nicht nur beten, sondern auch vernünftig denken. Indessen ist die bunte Gesellschaft der Musterungspflichtigen ganz die alte geblieben; fast mutet es an wie ein unverhofftes Wiedersehen. Alle Volksschichten und Berufe, vom Akademiker bis zum Gelegenheitsarbeiter sind hier eng beieinander; das- selbe Schicksal führt sie zusammen. Doch eine eigenartige otimmung kann man von allen Gesichtern lesen, deren Grund- ton Ernst, tiefster Ernst ist; unter diesem Druck flackert nur hier und da für einige Augenblicke Uebermut empor. Das macht die Kriegsmusterung, die für jeden eine Lebensfrage ist. Unter größter� Spannung beginnt nach langem Warten das Musierungsgeschäft. Die ersten Resultate sind für alle entscheidend.� Von der ersten Reihe sind alle tauglich be- fundcn: �nrantene und Pionier, Artillerie und Kavallerie, Arbeitswldat, Schreiber und Krankenpfleger, so wechselt es in bunter Reihe ab; keiner geht frei durch. Stunde um Stunde verrinnt,-vurch die hohen Bogenfenster leuchtet die wanne Februarsonne. Mit Hochdruck wird die Musterung durch- geführt. Viele Hunderte sind bereits abgefertigt— alle mit dem gleichen positiven Resultat. Endlich kommt eine hünenhafte, massige Gestalt aus dem AllerHeiligsten mit dem seltenen Freispruch. Ter Mann ist Schlächter von Beruf, aber durch und durch morsch; eine große Fleisch- und Knochenmasse ohne Kraft. Und bald darauf er- scheint der zweite„Untaugliche"; ein kleines spindeldürres Männchen, dessen Gewicht netto 78 Pfund beträgt. Zum Ar- beiten zu schwach, als Schreiber nicht geeignet. Der Stabsarzt mit der großen Hornbrille mißt und be- klopft mich und ruft dem Major mit dem großen Schnurrbart einige Zahlen und Buchstaben zu; er mustert mich vom Scheitel bis zur Sohle; über sein Gesicht huscht ein ironisches Lächeln und er bestimmt mich nach einigem hin und her zum Krankenpfleger. Ist es nicht nutzlicher, Wunden zu heilen, als welche zu schlagen? �. Zum Schluß sind alle Landsturmer wieder im großen Saale versammelt. Sie empfangen ihre Pässe mit dem ent- sprechenden Vermerk. Ein junger Unteroffizier auf hohem Postament verliest die Kriegsartikel und erteilt einige In- struktionen. Wir aste sind von dieser Stunde ab Soldaten des Beurlaubtenstandes; zu jeder Zeit kann die Einberufung erfolgen. Aber beruhigend fügt der Unteroffizier hinzu, daß es sicher noch mehrere Wochen dauern wird. Ter Major mit dem langen Schnurrbart hält eine kurze patriotische Ansprache ynd der Landsturm ist entlassen. Tie Mietsbeihilfe der Stadt Berlin. In der Generalversammlung der Haftpflichtversicherung der Berliner Grundbesitzer kam es zu einer lebhaften Debatte über die von der Stadt den Kriegerfrauen gezahlte Mietshilfe. Gegen den Magistrat und insbesondere gegen den Stadt- verordneten Cassel wurden Angriffe gerichtet wegen der Höhe der Mietsbeihilfen und insbesondere wegen dem sogenannten Nachlaßzwang. Herr Cassel, der Syndikus der Gesell- schaft ist, wies die gegen ihn gerichtete Angriffe zurück, bemerkte aber, daß er bereits angeregt habe, die Miets- beihilfeu zu erhöhen. Der Plagistrat benutzt die Gelegenheit, etwas über die Höhe der ausgegebenen Summe für Mietsbeihilfeu mitzu- teilen. Er läßt folgende Angaben verbreiten; „Die Mietunter st ützungen der Stadt Berlin für Kriegerfamilien haben sich im Januar auf � 629 240,98 M belaufen. Das bedeutet eine Erhöhung gegenüber dem De- zember 1914. in welchem der Betrag der Mietunterstützungen sich auf 292 083 M. belief, um 837 158,08 M. Es treten noch hinzu die an A r b e i t s l o s e gewährte Mietbeihilfen, die erst in der Entwickelung begriffen sind und die sich bisher genauen statistischen Vergleichungen entziehen, da der in Frage kommende� Gemeinde- beschluß erst im November gesaßt ist und die Gewährung von Mielbeihilfen an Arbeitslose von dem Bezug einer 4 Wochen währenden Arbeitslosenunterstützung bezw. von der Erfüllung einer gewiffen Karenzzeit und dem Empfang der Arbeitslosen- Unterstützung abhängig ist. Man muß danach annehmen, daß die früher errechnete Höhe eine Jahresbetrages von 10 Millionen Mark für Mietbeihilfen in der weiteren Entwickelung erreicht werden wird, dies um so mehr, als die Zahl der unterstützten Kriegerfamilien durch die Ein- berufung des Landsturms sich dauernd erhöht. Ferner ist zu berücksichtigen, daß bei allen städtischen Häusern die Mietbeihilfe sich dadurch vollzieht, daß die Stadt dem Mieter«ine Ermäßigung in Höhe des allgemeinen Nachlasses und der Mietbeihilfe zusammen gewährt. Hand in Hand mit dieser umfangreichen städtischen Fürsorge geht die Beihilfe, die die Landesversilberungsanstalt ihrerseits an Mieten leister und die gleickialls dem Hausbesitzer zugute kommt." Zu diesen Angaben müssen wir bemerken: Was die Miets- Hilfe für Arbeitslose betrifft, so sind die Bestimmungen der- artig gestaltet, daß diese Hilfe mehr auf dem Papier steht und ernstlich gar nicht in Frage kommt. Die Mietshilfe für die Kriegerfamilien kann nur richtig beurteilt werden, wenn sie eine genaue Uebersicht über die Zeit ermöglicht, in der sie und für die sie gegeben worden ist. In der Januarmiethilfe stecken noch Mieten für die vorher- gehenden Monate, keinesfalls besagt die vom Magistrat für Januar ausgezahlte Summe, daß nur Miete für Januar darin stecke. Aber selbst wenn das der Fall wäre, so würde aus der vom Magistrat angegebenen Summe nur hervorgehen, daß trotzdem die vom Berliner Magistrat gewährte Mietsbeihilfe zu winzig ist. Bei 80 000 zu unterstützenden Kriegerfamilien — und unterstützt wird nur, wer bedürftig ist— beträgt die pro Familie geleistete Mietshilfe durchschnittlich noch keine 8 M., eine Hilfe, die wirklich nicht eine erhebliche genannt werden kann. Bei einer so geringen Mietshilfe müssen ja viele Mieter noch Mietsschulden anhäufen. Eine baldige Er- höhung der Mietshilfen liegt im Allgemeininteresse. Bei dieser Gelegenheit sollte aber mit allem Nachdruck auf eine loyalere Handhabung des Unterstützungswesens hingewirkt werden. Hierher gehört vor allen Dingen die generelle Bestimmung, wonach private Zuwendungen unter keinen Umständen angerechnet werden dürfen, wenn nicht gerade das volle Gehalt fortgezahlt wird. Weder darf die Kriegsunterstützung noch die Mietshilfe von einem Nebenbezug abhängig gemacht werden. Ueberhaupt erweisen sich die jetzt gezahlten Kriegsunter- stützungen angesichts der stark angezogenen Lebensmittelpreise mit jedem Tage unzulänglicher. Eine Erhöhung der Unter- stützungssätze ist nicht mehr zu umgehen; sie wird mit jedem Tage dringlicher. Der Magistrat muß schleunigst zu der Frage der Erhöhung der Mietsbeihilfen wie der Unterstützungssätze der Kriegsunterstützung Stellung nehmen. Die Aufnahme in die Brotkartenliste. Der Magistrat gibt bekannt: Es ist festgestellt worden, daß bei der Personensiandsaufnahme zum Zwecke der Ausgabe von Brot- karten trotz der Anweisung des Statistischen Amts mehrfach Aftermieter, Schlafleute und dergleichen nicht in die Hauslisten auf- genommen worden sind. Ein derartiges Verfahren entspricht nicht den Vorschriften. In den Fällen, in denen dies geschehen ist, ist erforderlich, daß die Hauswirte oder ihre Stellvertreter bei der Ver- teilung der Brolkarten die in die Liste nicht aufgenommenen After- mieter, Schlafleute usw. trotzdem berücksichtigen und auch die Haus- listen dementsprechend nachträglich ergänzen. Nebcr die Regelung des Brotkonsnms fand gestern nachmittag im Berliner Rathause unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Mermuth eine Besprechung von Ver- tretern der Groß-Berliner Gemeindebehörden statt. Erschienen waren neben Mitgliedern der Berliner Gemeindebehörden Ver- treter von Charlottenburg, Neukölln, Schöneberg, Lichten- berg, Wilmersdorf. Steglitz, Pankow, Lichterfelde. Weißen- see, Friedenau, Reinickendorf. Treptow, Tempelhof, Britz. Lankivitz, Mariendorf, Schmargendorf, Grunewald, Dahlem (Gut), Heerstraße(Gut), Marienfelde, Johannisthal, Nieder- Schöneweide, Tegel, Wittenau, Nieder- Schönhausen, Hohenschönhausen, Friedrichsfelde, Ober-Schöneweide, Stralau, Gutsbezirk Nieder-Schönhausen, Gutsbezirk Plötzensee, Grüne- wald-Forst und Heinersdorf. Es handelt sich darum, die letzten Maßnahmen zu be- raten, die zu treffen sind, um das einheitliche und gleichmäßige Verfahren in Groß-Berlin zu gewährleisten. Mit der Ausgabe der Brotkarten, die bekanntlich am 22. Februar in Kraft treten, wird am Freitag begonnen werden. An dem gleichen Tage sollen auch die Brotkommissionen, deren Bildung bereits erfolgt ist, ihre Tätigkeit aufnehmen. Vorsicht vor„lohnender Heimarbeit"! Die«Welt am Monlag" bringt ständig die folgende Annonce: Garantiert dauernd gutlohnende Heimarbeit erhält jede Dame durch leichte Handarbeit. Die Arbeit wird nach jedem Orte vergeben. Näh. durcki Prospekt mit fertig. Muster geg. Einsendung von 40 Pfg. in Marken bei Rosa Gebhordt, Scheidegg 5 i. Älgäu (Bayern). Reelles Versandgeschäft, erste Referenzen. Wer die 40 Pf. einsendet, erhält einen Prospelt, aus dem hervor« geht, daß zunächst 2v M. geopfert werden müssen für Stickrahmen, Stickschere, illusttierte Gebrauchsanweisung, Vorlagen nebst Stoff und Wolle für den ersten Stickereiauftrag und Honorar für bries- lichen Unterricht im Sticken. Dieser wird so lange erteilt, bis die Stickereien„so tadellos ausfallen", daß Auftrag auf Stickereien gegeben werden kann, durch den angeblich sich ein Verdienst von 20 bis 30 M. im Monat erzielen läßt. Für Arbeiterfrauen, die etwas verdienen wollen, dürfte die Sache doch ein wenig zu kostspielig sein. Bedauerlich ist es nur, daß die Bedingungen erst immer nach Einsendung eines bestimmten Betrages erkennbar sind. Schon allein dadurch wird die Anpreisung der„lohnenden Heimarbeit" zu einem einträglichen Geschäft für den Inserenten. Man muß schon zu der Annahme kommen, als sei es den Inserenten mehr um den Absatz der Stickmaschinen usw. zu tun. Dann sollte das aber offen im Inserat gesagt werden. Sicher werden viele Frauen aus Arbeiterkreisen die 40 Pf. opfern in der Hoffnung, Arbeit zu erhalten, die Verdienst bringt. Die weiteren Bedingungen aber zeigen ihnen, daß diese ihre Hoffnung vergeblich war. Solchen Annoncen gegenüber sollten Leute, die mit jedem Pfennig rechnen müssen, sehr vorsichtig sein. Zur Feuerbestattung. Das Kuratorium für das städtische Bestattungswesen hat beschlossen, dem Magistrat die Schaffung einer Hinterlegungsstelle für letztwillige auf die Feuerbestattung bezügliche Ver- fügungeu zu empfehlen. Diese Stelle soll im städtischen Friedhofsbureau im Rathause errichtet werden. Die Erklä- rungen sollen in ein llrkundenbuch eingetragen werden und können nach dem Ableben desjenigen, der die Feuerbestattung gewünscht hat, von den Angehörigen entgegengenommen werden. Dadurch erübrigt sich die Aufbewahrung dieser Erklärungen im Hause, die im Falle eines Todes bei der dann vielfach eintretenden Kopflosigkeit oft schwer zu finden sind. Ein begrüstenswerter Beschlust. Auf dem städtischen Friedhof in Friedrichsfelde soll einem Beschluß des städtischen Friedhofskuratoriums entsprechend ein Harmonium für die Friedhofskapelle angeschafft werden, um � dadurch den Beerdigungsfeierlichkeiten ein stimmungsvolleres Gepräge zu geben. Dieser Beschluß dürfte allseitig be- grüßf werden. Seit Jahren machte sich bei den Beerdigungs- feiern in Friedrichsfelde das Fehlen eines geeigneten Instruments in der Friedhofskapelle unliebsam bemerkbar. Nicht jeder kann einen Gesangverein zu Beerdigungen erhalten und selbst ein Doppelquartett ist für viele Hinterbliebene zu kostspielig, ganz abgesehen davon, daß es auch Sänger gibt, deren Gesang Steine zum Erweichen bringen kann. Die Kosten des Harmoniumspiels sollen mäßige sein, etwa 8 bis 10 M., und sollen selbst bei Hinzunahme eines Geigen- und Cellospielers etwa 25 M. betragen. Die einzelnen Sätze sind noch nicht festgesetzt, doch wird dies bald geschehen. Jedenfalls ist der Beschluß des Kuratoriums ein recht verständiger. Weitere Ausmusterung des ungedienteu Landsturms. Drei neue Jahrgänge des ungedienten Landsturms, und zwar die JahreSklafsen 1883—1885, werden jetzt ausgemustert werden; die Ausmusterung der Jahrgänge 1886 bis 1888 des ungedienten Landsturms für Großberlin hat jetzt ihr Ende erreicht. Die Termine sind wie folgt festgefetzt: Für Schöneberg und Wilmersdorf vom 22. Februar bis 8. März, für Charlottenburg bis zum 6. März, für Neukölln vom 18. Februar bis zum 4. März. Beitragserstattung der Angestelltenverstcheruug für Hinterbliebene von Kriegsteilnehmern. Nach Z 398 des Versicherungsgesetzes für Angestellte steht beim Tode des Versicherten seiner Witwe oder, falls eine solche nicht vorhanden ist, den zurückgelassenen Kindern unter 18 Jahren ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte der für den Verstorbenen eingezahlten Beiträge zu, bei freiwillig Versicherten sogar von drei Vierteln der Beiträge. Anspruch auf Erstattung der Beiträge haben nur die Witwe, die ehelichen und die diesen gleichgestellten Kinder unter 18 Jahren, nicht dagegen Eltern und Geschwister. Beizu- bringen sind von der W i t w e die standesamtliche Sterbeurkunde des Versicherten, die für gefallene Kriegsteilnehmer beim Standesamt des Bezirks zu erhalten ist, in dem der Ver- sicherte seinen letzten Wohnsitz gehabt hat, ferner die standeS- amtliche Sterbeurkunde und die Versicherungskarte der An- gestelltenversicherung; von empfangsberechtigten Kindern sind beizubringen die standesamtliche Sterbeurkunde der Eltern, die standesamtliche Heiratsurkunde der Eltern, die standesamtliche Geburtsurkunde der empfangsberechtigten Kinder und die Versicherungskarte der Angestelltenversicherung. Der Antrag auf Erstattung ist unter Beifügung der Urkunden, die für diesen Zweck von den Behörden gebühren- und st empelfrei ausgestellt werden, innerhalb eines Jahres nach dem Tode des Versicherten beim Rentenausschutz Berlin der Angestellten- Versicherung in Berlin-Wilmersdorf, Nikolsburger Platz 2, zu stellen.__ Vorgartenzwang. Der Grundbesitzer K. sollte vor seinem Eckgrundstück in der Maßenstraße nacki den Vorschriften der Berliner Vorgarten- Verordnung vom 27. Oktober 1855 Vorgärten anlegen. Behördlich vorgesehen war, daß von der Einfriedigung des Gartens bis heran zur Frontmauer des Grundstücks ein Rasenstreisen in der ganzen Ausdehnung von 3,50 Meier angelegt werden sollie. Mit Rücksicht auf die an der Maßcnsiraße gelegenen Schaufenster des Grundstücks hatte aber K. an der Hausfront entlang einen etwa 2 Meter breiten Streifen zum Betreten freigelassen, also nicht vorgartenmäßig an- gelegt. Nur der noch davor bis zum Gilter verbleibende schmale Streifen war als Rasenfläche hergestellt worden. Der Polizei- Präsident erließ deshalb eine Verfügung, wodurch K. aufgegeben wurde, den Vorgarten vorschriftsmäßig bis zur Fronlmauer durch- zuführen. K. focht die Verfügung durch die Klage beim Bezirksausschuß an und machte geltend, daß das öffentliche Interesse nicht eine Durchführung des Borgartens in der polizeilich verlangten Weise er- fordere. Er habe den beanstandeten Weg vor der Frontmauer aus- gespart, um die Schaufenster dem Publikum zugänglich zu machen. Die Polizei habe in zahlreichen Fällen in anderen Straßen mit Vor- gartenzwmrg derartige Anlagen genehmigt. Der Bezirksausschuß wie? die Klage ab. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte das Urteil mit folgender Begründung: Zweifellos habe die Anlage des Klägers den Vorschriften der gültigen Verordnung von 1855 nicht entsprochen. Der Kläger berufe sich nun auf die an anderen Stellen zugelassenen Ausnahmen. Darauf sei zu erwidern: Ein gewisses weites Ermessen der Polizei sei in diesen Fragen unvermeidlich. Solches Ermessen war auch hier zu üben. Der Verwaltungsrichter habe zu prüfen, ob überhaupt ein polizeiliches Ermessen erfolgt sei. Das fei der Fall. 8weifellos fei die Polizei von allein zulässigen I Bermißt. Ueber den Aufenthalt des Musketiers Paul Steeger, ein Vereinshaus eröffnet, Sas eines Ser allerschönsten Gepolizeilichen Gesichtspunkten ausgegangen, wenn sie dem Kläger eine Inf. Reg. 140, 1. Komp., verwundet am 5. Oktober bei Amicourt in bäude des Landes ist. Es enthält Bergnügungs-, Erholungs, an fich zulässige Ausnahme nicht in dem Umfange bewilligte, wie Frankreich, erbittet Nachricht Wilhelm Steeger, Berlin O, Münche Versammlungsräume und auch Hotelzimmer, wo die Mit es der Kläger wünscht. Bei den vom Stläger behaupteten Fällen, berger Str. 10. glieder oder Fremde logieren und ruhig arbeiten können. Auch wo Ausnahmen bewilligt wurden, sei eben die Polizei von einer anderen Beurteilung ausgegangen, was ihr Recht gewesen fei. Daß die jedermann zu unentgeltlicher Benutzung offensteht, ist im Monat Bereinshaus. Die Deffentliche Bibliothek und Lesehalle, SO, Adalbertstr. 41, in den Kolonien, auf der Insel Java, hat der Verband ein die Polizei andererseits Ausnahmen aus dem Grunde verweigere, Januar von 10 092 Personen besucht worden. In der Ausleihweil eine Häufung der Ausnahmen den Zweck der Borgarten- Bibliothek wurden 5010 Bände unterhaltende und belehrende beſtimmungen bereiteln fönnte, wäre eine als zuläffig zu erachtende Literatur nach Hause verliehen. In der Zeſeballe liegen zurzeit polizeiliche Erwägung. Nach alledem sei die polizeiliche Verfügung 536 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Nichtung aus. Das Institut ist werftäglich von 5-10 Uhr abends, Sonntags von Veröffentlichungen von Ankündigungen. 9-1 und 3-6 Uhr geöffnet. gerechtfertigt. Berlin, 16., Februar.( W. T. B.) Das Oberkommando in den Marken erläßt folgende Befanntmachung: Ich verbiete hiermit für die Dauer des Krieges und den Bezirk von Berlin und der Provinz Brandenburg die Veröffentlichung folgender Ankündigungen in der Presse: Aus der Partei. Zum Gedankenaustausch über den Krieg. Der Verband wurde jahraus, jahrein von den Ministern berfolgt; aber an jedem Jahresschluß steht er stärker und einflußreicher da als zuvor. Bei der Eröffnung des Vereinshauses waren ausschließlich Vertreter der Sozialdemokratischen Partei und der zentralisierten Gewerkschaften eingeladen. Die Verwaltung des Verbands liegt in den Händen von zwei Sozialdemokraten( ehemalige Motrosen, welche entlasseu wurden wegen„ antimilitärischer Eigenschaften"). Fast alljährlich werden einige Vorstandsmitglieder vom MarineMinisterium entlassen; aber ihre Bläge werden sogleich non Obwohl den Mitgliedern die Teilnahme an öffentlichen Unter dieser Ueberschrift bringt unser Essener Bartciblatt die anderen Matrojen eingenommen. 1. Anzeigen, deren Zert ganz oder teilweise chiffriert ift. bon uns veröffentlichte furze Kritif der Leipziger Volkszeitung Demonstrationen verboten ist, wäre eine Demonstration der 3. Anzeigen, in denen der Eindruck erwedt wird, als ob durch persönliche Beziehungen oder dergleichen Heeresaufträge vermittelt werden könnten, oder die sonst geeignet sind, das Ansehen der Heeresverwaltung zu schädigen. 2. Anzeigen unter Chiffre betreffend irgendein Gebiet brud. Daran knüpft die„ Arbeiterzeitung" folgende Bemerkung: Partei oder der Gewerkschaftszentrale undenkbar ohne die des Heeresbedarfs. Wir haben feinen Zweifel darüber gelassen, daß wir in der Amvesenheit einer Anzahl Mitglieder dieses Verbandes, und Frage der Bewilligung der Kriegskredite auf dem Standpunkt der zwar in Uniform. Weil sie an Straßendemonstrationen für Reichstagsfrattion stehen, deshalb maßen wir uns aber nicht das das allgemeine Wahlrecht z. B. nicht teilnehmen dürfen, ſtellen Recht an, Genossen, die einen anderen Standpunkt vertreten, als sie sich dabei mit ihren Fahnen an den Straßen entlang und Clique" und" Quertreiber" zu bezeichnen, wo sachliche Gründe Es verrät jedenfalls werden immer sehr lebhaft begrüßt. Die offiziellen Wortfür diese Auffassung vorgebracht werden. einen hohen Grad von Mangel an eigener Grundfabfestigkeit, wenn führer dieses Verbandes in der Zweiten Kammer sind Sozialman die andere Richtung mit jolchen Schlagworten abzutun sucht, demokraten. ohne dafür vollgültige Beweise zu erbringen. Die Meinungsfreiheit hat bei uns bisher immer in weitestgehendem Maße Hausrecht gehabt, so sollte es auch in Zukunft bleiben, denn dabei ist die Sozialdemokratie groß und start geworden." 4. Anzeigen, die sich auf die Bearbeitung und Lieferung bon Artilleriemunition oder auf die Lieferung von Maschinen und Geräten zu deren Herstellung beziehen. 5. Anzeigen, die sich auf Lieferungen aus dem neutralen Ausland beziehen. Bei sonstigen Anzeigen unter Chiffre ist diese von den Zeitungen durch andere, von dem betreffenden Verlag bestimmte Zahlen oder Buchstaben zu ersehen. Außerdem ist bei Aufnahme derartiger Chiffre- Anzeigen in jedem Falle der Name und die Adresse des Inserierenden so festzustellen, daß sie auf Ansuchen der Behörden umgehend mitgeteilt werden fönnen. Die Berliner Kartoffelknappheit. Ueber das Berliner Kartoffelgeschäft während der letzten Tage berichtet die" Deputation für den Startoffelhandel der Aeltesten der Kaufmannschaft": „ Es tamen einige kleine Bosten zur Anfuhr, doch genügten diese geringen Mengen beiweitem nicht zur Deckung des Bedarfs. Die Preise gingen daher auf den Berliner Bahnhöfen start in die Höhe und erreichten im Großhandel teilweise die für den Kleinhandel festgefetzten Höchstpreise. Die Umfäge blieben sehr gering, vom Güterbahnhof Charlottenburg wurden überhaupt feine Berfäufe gemeldet. Nach den Ermittelungen der Deputation wurden bom 11. bis 18. februar für 100 kilogramm gute, gesunde Ware, ab Berliner Bahnhöfen gezahlt: Daberiche Startoffeln 7,50 bis 8 M., Magnum bonum 7,50 bis 8 M., Woltmann 7 M., Silefia und andere runde weiße Speisekartoffeln 7 M." Wir haben schon darauf hingewiesen, daß Landwirte und Großhändler in Rücksicht auf höhere Preise mit dem Verkauf zurückgehalten haben. Jetzt, nachdem dieses Ziel erreicht ist, dürften die Verkäufe sich steigern. Leider nuß die große Masse der Bevölkerung diese spekulative Preispolitik teuer bezahlen. Die Berliner Gastwirte und die Bierpreiserhöhung. Die vereinigten Gastwirte- Korporationen nahmen gestern im Klubhaus in der Ohmstraße zur Frage der Bierpreiserhöhung Stellung. Die vereinigten Korporationen verurteilten einmütig das Vorgehen der Brauereien, welche, ohne die Maßnahmen der Regierung abzuwarten, eine Erhöhung der Bierpreise vorgenommen haben. Die Versammelten waren der Ueberzeugung, daß mit Rüdsicht auf die Erhöhung aller Bedarfsartikel, die Bierpreiserhöhung durch die Brauereien sowie alle sonstigen behördlichen Maßnahmen auch die Wirte im Prinzip eine Bierpreiserhöhung vorzunehmen gezwungen sind. Diese Erhöhung festzusehen und weiter zu verhandeln, wurden die Vorfienden der Korporationen als Kommission eingesetzt, welcher die entsprechenden Vorarbeiten übertragen sind. Die vielen Verfolgungen schaden der Organisation nichts. Im Gegenteil. Jekt umfaßt sie schon zwischen 80 und 90 Prozent der Kriegsmarinemannschaften( Unteroffiziere, Offiziere und dergleichen nicht mitgerechnet). Zu Anfang dieses Monats sind aufs neue zwei Vorstandsmitglieder entlassen wor den wegen„ grober Pflichtvergessenheit", weil man Verbands. schriften bei ihnen fand. Das wird wieder viele Beratungen im Parlament geben bei der nächsten Budgetberatung. Für die Leute ist das zunächst ein harter Schlag. Der eine namentlich hatte schon seit 15 Jahren nur gute Zeugnisse, ist ohne Strafe und würde in vier Jahren seine Pension befommen haben. Die Organisation aber fann solch Schlachtopfer gut unterstützen. Schon ist der eine bei dem Verband untergebracht worden und auch für seinen Schicksalsgenossen wird gesorgt werden. Berlin und Umgegend. Ueber den bekannten Angriff auf die preußische Landtags: fraktion im„ Hamburger Echo" schreibt die Freie Presse" in Elberfeld: " Für diese Leistung verdient das Hamburger Echo" entschieden zur Ordnung gerufen zu werden. Ganz gleich, wie das„ Echo" zu unserer Fraktionsmehrheit im Abgeordnetenhause stehen mag: es ist grundverkehrt und im höchsten Grade unbesonnen, in dieser Form gegen die Fraktion loszuziehen und so ihre Position im Parlament geradezu haltlos zu machen. It es eine Sache, den bürgerlichen Parteien auf diese Art die Möglich feit zu geben, jede Distussion mit den Vertretern der Sozialdemofratie abzulehnen mit dem Hinweise, daß die Partei selbst ja die Haltung der Landtagsfraktion nicht billige? Ein solches Vorgehen dient nicht der Einigkeit und Geschlossenheit der Partei, die das Hamburger Echo" oft genug für unbedingt nötig erflärt hat. Wir Die Berliner Steinarbeiter nahmen in einer Generalversamm fönnen nur erflären, daß uns in manchem die Erklärung der Tung den Bericht Winklers über die Geschäftsführung der Or sozialdemokratischen Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses ganisation in den Jahren 1913 und 1914 entgegen. Das Jahr besser zusagt, als die Erklärung der Reichstagsfrattion bom 1913 bildete das lebte innerhalb einer vierjährigen Tarifperiode in 2. Dezember. Und wir wissen, daß die überwiegende Mehrheit der Sandstein- und einer dreijährigen in der Marmorbranche Des der sozialistisch denkenden Arbeiter Preußens durchaus mit den Sandsteintarif hätte bereits in diesem Frühjahr sein Ende er Grundforderungen der Erklärung übereinstimmt. Die Auffaffung reicht, doch hatte der Verband in Anbetracht der tritischen Zeit ant des„ Hamburger Echos" würde fonsequenterweise dahin führen, daß Ende des Vorjahres, den lähmenden Folgen der Balkanivirren und unsere parlamentarischen Vertretungen weder Erklärungen ab der bevorstehenden großeh Betwegung im Baugewerbe es vorge geben, noch debattierend Wünsche des schaffenden Boltes vortragen zogen, von einer Kündigung des Tarifes Abstand zu nehmen. Auch dürfen welchen Mangel das„ Echo" bei den französischen bie Unternehmer unterliegen die Kündigung, so daß die ganze Sozialisten entschieden verurteilt hat." Tätigkeit der Organisation der Vorbereitung der im Frühjahr 1914 Die Bergische Arbeiterstimme" bemerkt unter dem Titel eintretenden Tarifbeivegung galt. Die schlechte Konjunktur des Schnurrige Schulmeisterei": 1. Quartals 1914 var wenig zu Fortschritten geeignet. Eine Gr " Anscheinend handelt es sich um ein Manuskript, das für die werbslosenzählung in der Mitte des Februar ergab 116 Arbeitslose Hamburger Nachrichten" bestimmt war und versehentlich in und 44 Stranke. Mit den von der Kontrolle nicht erfaßten Mildas Hamburger Echo" geraten ist." Zu dem Angriff des" amburger Fremdenblattes" gliedern war mindestens ein Fünftel des Mitgliederbestandes erwerbslos. In der Marmorschleiferei berdrängt der Wins auf die preußische Fraktion, die dieses Blatt bekanntlich eine„ Clique schinenbetrieb immer mehr die Handarbeit, so daß viele Arbeiter bon Hysterifern" genannt hat, fagt unser Magdeburger Parteiblatt ständig arbeitslos find. Hierzu trägt auch noch die scharfe Nontreffend: furrenz bei, die der Naturstein durch Kunststein usw. erhalten hat. Es wird gewig weite Streife intereffieren, zu erfahren, mit In der Sandsteinbranche fann das Organisationsgebiet als ab welcher Hochachtung über die sozialdemokratische Landtagsfraktion geschlossen gelten. Der Tarif ist allgemein durchgeführt. Nur die heute geschrieben werden darf, ohne daß eine allgemeine Ent- Sunststeinbranche gibt zu Besorgnissen Anlaß. Die oft schlechte rüstung auf solche- Bornehmheiten folgte. 3wedmäßig aber ist es, Beschaffenheit der Gerüste, durch die Gesundheit und Leben der daran zu erinnern, daß hinter diefer Clique von Syfterifern" Arbeiter gefährdet werden, wird in dem Bericht auch erwähnt. In rund 2% Millionen Reichstagswähler stehen und daß selbst unter dem preußischen Wahlrecht teine Frattion des Abgeordnetenhauses eine annähernde Zahl von Urwählerstimmen aufgebracht hat, als die Fraktion der„ also Blamierten". Wenn man es in dieser Zeit, da Hunderttausende dieser Wähler auf den Schlacht feldern stehen, für angebracht hält, ihre Vertretung im Abgeordnetenhaus zu beschimpfen, so darf man sich nicht wundern, wenn die Wähler sich darüber ihre eigenen Gedanken machen." Eine Gemeindevertreter- Konferenz Südbayerns. " der Grabsteinbranche sind dauernde Erfolge nur in den befferen und mittleren Geschäften zu erzielen. Die Verhältnisse in der Granitbranche( Straßenbau) haben sich nicht gebessert. Sit auch die Bezahlung durch das 1912 getroffene Abkommen mit den Granit bearbeitungsgeschäften geregelter geworden, so ist doch die Arbeit. teise und die Arbeitsverteilung die gleiche geblieben. Der Erfolg der durchgeführten allgemeinen Lohnbewegung war auf feiten des Verbandes. Fahrpreisermäßigungen zum Besuche Verwundeter. Die finanzielle Leistungsfähigkeit des Verbandes dürfte fich Die Eisenbahnverwaltung gewährt Fahrpreisermäßigungen nirgends deutlicher als in Berlin erwiesen haben. Bei 900 Mitzum Besuche tranker oder verwundeter Militärpersonen, also nach den Lazaretten. Die Ermäßigung beträgt die Hälfte des Auf Einladung des Gauvorstandes für Südbayern versammelten gliedern im Jahresdurchschnitt( die zum Heeresdienst eingezogenen tarifgemäßen Fahrpreises der 2., 3. oder 4. Wagentlasse so- sich, wie die Münchener Bost" berichtet, am Sonntag im Gewert Mitglieder mitgerechnet) ergab fich ein Kaffenwesen von über 100 000 wohl hin als auch zurück, aber nur für die Reisen von mehr schaftshause zu München 64 sozialdemokratische Vertreter aus 26 Mart in Einnahme und Ausgabe. Rund 90 000 m.( genau 89 307,02 jüdbayerischen Gemeinden, um über die wirtschaftlichen Maß- Mart) find den Mitgliedern allein in reinen Unterstützungen zu als 50 Kilometer Entfernung. Dazu muß ein Ausweis der nahmen, die infolge des Krieges den Gemeinden obliegen, Beratung gefloffen. Das Ortsvermögen ist allerdings infolge der gewaltigen Ortspolizeibehörde vorgelegt werden. Dieser soll enthalten, zu pflegen. Genosse Ed. Schmid erörterte in ausführlichem Vor- Anforderungen erheblich zusammengeschrumpft, von 25 615 M. am daß die Reisenden Angehörige franker oder verwundeter trage die wichtigsten Bunfte wie: die Finanzlage der Gemeinden, Beginn des Jahres 1914 auf 8867,12 M. am Ende desselben. Das deutscher Krieger sind. Zwei Kinder vom vierten bis die Etatsaufstellung, die Arbeitsbeschaffung, die Unterstützung der der Verband überhaupt noch über eine solche Summe verfügt, berzehnten Jahr werden als eine Person gerechnet, ein einzelnes fährt auf halber Fahrkarte. Zur Beerdigung von Kriegern werden unter denselben Bedingungen Fahrpreisermäßigungen ugelassen. Mit Gas vergiftet hat sich am Montag der Landwehrmann Baul 2. und seine Braut, die 41jährige Martha D., die bei einem Arzt in der Göbenstraße beschäftigt war. Beide Zeichen wurden beschlagnahmt. Betriebsunfall. Paul Kühn, dankt er nur der am 1. Mai 1912 eingeführten örtlichen Arbeitslofenunterstützung, deren Fonds nach den für diesen Zwed geleisteten Beiträgen und erhobenen Unterstübungen jest 10 969,70. betragen müßte. Nach dem vorhandenen Kassenbestand sind also schon 2102.58 M. des Arbeitslosenfonds für andere Swede berbraucht. Der Verband deutscher Steinbruch- und Steinmeßgeschäfte es ließ in seinem Verbandsorgan, dem„ Deutschen Steinbildhauer usw.", eine dahingehende Kundgebung, alle Tarife auch während der Kriegszeit einzuhalten, auch wenn einzelne Arbeiter fich au niedrigeren Tariffäben anbieten sollten. Die örtliche Ausgesteuertenunterstützung sollen in Zukunft nur diejenigen Mitglieder erhalten, welche mindestens 52 Arbeitslosen die Mitglieder, welche der Zahlstelle Berlin schon vor dem 1. Mai marten geklebt haben. Ausgenommen von dieser Bestimmung sind 1912 angehört haben. Die franten Mitglieder werden den aus gesteuerten Arbeitslojen gleichgeachtet, und zwar gilt dies vom 1. Februar d. J. ab. Die Höchstdauer der Unterstützung beträgt 6 Monate. Angehörigen der Kriegsteilnehmer, die Lebensmittelversorgung usw. An der lebhaften Debatte nahmen die Genossen aus den verschiedenen Gemeinden regen Anteil. Nicht geringes Erstaunen rief die Mitteilung hervor, daß der Magistrat der Stadt Freising die Unterstübung der Angehörigen der Kriegsteilnehmer givar, wie es das Gesetz vorschreibt, nicht als Armenunterstüßung erachte, daß er sich aber vorbehalte, die armenrechtlichen Folgerungen aus diesen Unterstützungen bei etwaigen Berehelichungen und bei Heimat- oder Bürgerrechtserwerbungen zu ziehen. Der Unmut über dieses Vorgehen ist nur zu berechtigt, doch dürfte das eigentümliche Verhalten des Freisinger Stadtmagistrate wohl bald eine Sorrettur erfahren. Der Reparaturfchloffer Ed. Befolte war am Montagvormittag Schließlich wurde das Ergebnis der Beratungen in Leitfäßen und mit dem Delen einer stillstehenden Maschine beschäftigt. Während in einer Reſolution niedergelegt, die einstimmige Annahme fanden. dieser Tätigkeit wurde die Maschine von einem anderen Arbeiter in Gang gebracht. B. geriet dadurch mit dem Mittel- und Ringfinger Ser linten Hand in das Getriebe der Maschine und wurde so ein braver Parteigenosse, hat, wie die Breslauer Boftswacht beschwer verlegt, daß der Mittelfinger vollständig abgenommen werden richtet, am Freitag im Alter von 57 Jahren feine Augen für immer mußte. geschlossen. Jung und fräftig, trat er bereits unterm Sozialisten. Die Industriearbeiter, die in der Sektion 5 des Transportgesetz in die Arbeiterbewegung ein und diente ihr mit ganzem arbeiterverbandes organisiert sind, haben ebenfalls unter den EinDie achtjährige Schülerin Luise Boche, wohnhaft Weißensee, Herzen. Bald zählte er zu den wenigen Rednern, die Anfang der wirkungen des Krieges zu leiden gehabt. Besonders aber ist zu Elsaßstraße, wurde, als sie über den Fahrdamm der Berliner Allee neunziger Jahre in Breslau und Schlesien die gute Sache verbreiten bedauern, daß vielfach von den Unternehmern gar keine Rüdsicht rannte, von einem Auto erfaßt und umgestoßen. Die Räder des halfen. Auch gewerkschaftlich stellte Kühn seinen Mann, desgleichen auf die Lage genommen wird, so daß es mehrfach zu ernsthaften Straftwagens gingen so unglücklich über die Kleine hinweg, daß der in der so fruchtbringenden Kleinarbeit. In den Lese- und Dis- Differenzen gefommen ist. In einer Branchenversammlung fam das sowohl im Bericht des stellvertretenden Branchenleiters Ein anderer Unfall hat sich in der Grünauer tutierklubs des sozialdemokratischen Vereins war Kühn hervor. Schmidt, als auch in der anschließenden Aussprache zum AusTod sofort eintrat. Straße in Oberschöneweide ereignet. Beim Ueberschreiten des Fahr- ragend tätig; er zählte ferner zu den Gründern des Breslauer brud. Der ganze Unwille der Versammelten richtete fich vor allem dammes wurde die neunjährige Margarete Paulenz aus der KlaraParteivereins. straße von einem Militärautomobil überfahren und so schwer vers legt, daß fie in fast hoffnungslosem Zustand nach dem KöniginElisabeth- Hospital gebracht werden mußte. Die Kleine hat einen schweren Schädelbruch erlitten. Automobilunfälle. Diebstahl von Schafpelzen. Das Igl. Polizeipräsidium teilt mit: 1500 Schaffelle im Werte von 6000 m., fertig bearbeitet zu Belzzweden, find aus einer Fabrit in Alt- Ruppin im Laufe des Winters 1914/15 nach und nach gestohlen worden. Die Felle find rein weiß, schwarz und schwarzweiß geichedt. Es wird vermutet, daß diefelben in Berlin oder auch an anderen Drten in kleinen Posten zum Verkauf gelangt sind. veranstaltet Sonnabend, den 20. d. Mis., abends 8 Uhr, im Der Ausschuß der aus Frankreich vertriebenen Reichsbeutschen Lehrervereinshause am Alexanderplatz eine Versammlung der Ausgewiesenen. Gewerkschaftliches. Eine Gewerkschaft von Marinemannschaften. gegen die Art der Anwendung, die der Erlag der Feldzeugmeisterei durch die Unternehmer fand. Es ist auch hier die Firma Schwarztopff, über die am meisten geklagt wird. Dort ist durch den Betriche. leiter Nölle die ausdrückliche Zusicherung gegeben worden, dic Anfangslöhne auf 48 Pf. zu erhöhen und auch die übrigen Röhne aufzubeffern. Diese bestimmte Zusage ist lediglich den Schmieden gegenüber eingehalten worden. Im übrigen find aber nach wie vor Arbeiter mit 45 und sogar mit 42 Pf. Stundenlohn eingestellt worden. Energische Proteste blieben bisher ohne jeden Erfolg. Die holländische Kriegsmarine hat nur wenige fleine Bei anderen Firmen dagegen fand man doch etwas größeres Ver Schiffe mit einigen tausend Matrosen. Was aber außer den ständnis gegenüber den allzu berechtigten Forderungen der Arbeiter. Der Mitgliederbestand der Branche ist seit Kriegsausbruch Niederlanden kein Land hat, das ist eine Kriegsmarine, dienst eingezogen. Unter ihnen befindet sich auch der langjährige Gewerkschaft prachtvoll funktioniert. Der Bond van Minder Branchenleiter Fromke, der einen beifällig aufgenommenen welche gewerkschaftlich ausgezeichnet organisiert ist und deren auf 6624 zurüdgegangen. Von dieser Zahl find 2238 zum Heeres Marine Personeel" hat seinen Sitz in der Stadt Helder, einer Mahnruf und Gruß aus dem Felde an die Versammlung gerichtet der Kriegshäfen Hollands. Im vorigen Sommer hat er dort! hatte. Ausnutzung der Notlage erfolgt fei und gegen die guten Sitten verstoße. Außerdem habe das Chemnizer Gewerbegericht seit jeher den Standpunkt vertreten, daß den Gastwirtsgehilfen für ihre Tätigkeit vom Arbeitgeber eine Entschädigung zu zahlen sei. Aufhebung der Freizügigkeit. Kleine Nachrichten. Die Gesamtzahl der Erdbebenopfer. Nach einer vorläufigen Statistik, die noch um die Zahl der citva in den verschiedenen Hospitälern ihren Leiden Erliegenden zu vermehren sein wird, beläuft sich die Gesamtzahl der Opfer des Erdbebens in den Abruzzen auf 25 000. Am schwersten getroffen ist die Broving Aquila mit 23 747 Toten, es folgen Caserta mit 422 und die Provinz Rom mit 34 Toten. Avezzano hat, auf die Im Die Organisation der Friseurgehilfen hat durch die Kriegslage die Berklagle zur Nachzahlung des Lohncs verurteilt. In der] außerordentlich gelitten. Die Mitglieder befinden sich in der Haupt- Urteilsbegründung betonte der Vorsißende, daß der Abzug unter face in militärpflichtigen Alter. Leider hat ein großer Teil der Eingezogenen vergessen sich abzumelden, so daß diefelben ausges schlossen werden mußten. Nur 72 Dienstpflichtige famen ihrer Melde pflicht nach. Die Tarifbewegung hatte im Jahre 1914 440 schlüsse zur Folge. 120 find durch Auflösung des Be triebes gegenstandslos geworden. Mithin find noch 320 Tariffontrahenten vorhanden. Für einzelne Betriebe wurde der Streit beschlossen. Es streitten 6 Wochen 10 Friseure, während Der befannte Erlaß der Feldzeugmeisterei, der von Arbeit fechs andere wegen Streitbruchs ausgeschlossen werden mußten. Angebern zur Aufhebung der Freizügigkeit der Arbeiter benutzt Streitunterstützung wurden 381,00 t. gezahlt. Heber 40 Betriebe wurde die Sperre verhängt, von denen 33 durch Berhandlungen bei wird, spielte gestern in einer Verhandlung vor dem Gewerbe- Bevölkerung des Jahres 1911 berechnet, 96 Prog. der Einwohner berloren, nämlich 10 719 Personen. Es ist das die vollständigite gelegt werden konnten. Gemaßregelt wurden vier Kollegen. Die gericht eine Rolle. Zariffommission erledigte in sechs Sigungen 22 Beschwerden. In Einem Dreher der Firma Thiele war zu Ohren gekommen, Bernichtung, die je eine Stadt durch Erdbeben erfahren hat. Die fieben Fällen handelte es sich um Verstöße gegen den Tarifvertrag, daß er aus irgendeinem Grunde nicht mehr lange beschäftigt werden 3ahl der betroffenen Ortschaften beläuft sich nach dieser vorläufiin einem Fall um Tarifbruch. Arbeitslos waren am Anfang des würde. Er sah sich deshalb nach einer anderen Stelle um. Eine gen Statistik auf 85, ist aber sicher nicht vollständig. Zum BerBerichtsjahres 116, im Laufe des Jahres 475, also insgesamt solche, die für ihn sogar noch günstiger war, bot sich ihm auch gleich seien die Erdbeben anderer Jahrhunderte erwähnt. 591 Mitglieder. Vermittelt wurden 184 feste und 8057 Kurz entschlossen, nahm er die Gelegenheit wahr, feine Entlassung Baufe des 17. Jahrhunderts berechnet man die Erdbebenopfer in Aushilfsstellen, zusammen 8241 Vermittelungen. Im Jahre zu fordern, als ihm an einem Lohntag 24 M. einbehalten wurden Italien auf 80 000, int nächsten Jahrhundert auf 46 000 und in 1913 betrug die Zahl der Vermittelungen 11515. Die Drts- für 4 Granaten, die angeblich durch seine Schuld unbrauchbar ge- 19. Jahrhundert auf 24 300. Das laufende Jahrhundert lägt aber unterstützung für nichtbezugsberechtigte Mitglieder ist worden waren. Bei seinem Abgange erhielt er zwar eine ordnungsbon 4 auf 6 M. erhöht worden. Diese gelangt indeffen nur zur Aus- mäßige Arbeitsbescheinigung, bic in obengenanntem Erlag aber schon jetzt diese seine Vorgänger an Berwüstungszahlen weit hinter zahlung, wenn eine Aushilfsarbeit nicht nachgewiesen werden kann. geforderte Zustimmung der Firma zu seinem Eintritt in einen sich zurück. Das Erdbeben von Monteleone( 1905) fostete 533 MenDie Bibliothek ist von 380 auf 500 Bücher vergrößert worden. anderen Betrieb wurde ihm jedoch verweigert. Er beanspruchte schen das Leben, das von Ferruggano( 1907) 167. Es folgte die Diefelbe wurde 64 mal in Anspruch genommen. Die Bezirks- nunmehr in seiner Klage 1. Auszahlung des einbehaltenen Lohn Katastrophe von Messina mit 77 283 Toten. Wenn Messina in einteilung wurde im Laufe des Jahres vorgenommen, mußte in- betrages; 2. Ausstellung der verweigerten Bescheinigung und demselben Maße betroffen worden wäre, wie jetzt Avezzano, so dessen der Verhältnisse halber ruhen bleiben. 3. Schadenersatz für die Beit, die er wegen Fehlens der Bescheini- hätte diese Stadt allein rund 154 000 Tote gehabt. Die verhält= Die Einnahme der Lokaltasse betrug 7521,08 M., die Ausgabe 4869 M. Within bleibt gung ohne Arbeit ist, mit pro Tag 12 M. ein Bestand bon 2652 M. Für die Hauptkasse wurden Der Kläger erbot fich, auf Anraten des Gerichts wieder in nismäßig größere Zerstörung erklärt sich aus der ungcheuren Bucht 7498,60 r. vereinnahmt. Die Fachschule hatte eine Einnahme von den Betrieb einzutreten. Weil aber sein Plaz inzwischen bescht des Erdbebens von Avezzano, die das von Messina weit hinter sich 364,23 M. Die Arbeitslosenunterstützung betrug 2048,80 m., wurde, konnte die Firma nicht darauf eingehen und es entfiel zurüdlich. die Kriegsunterstüßung 269 M., die Lokalunterstützung 381 m. ihr somit jeder Grund, die beanspruchte Bescheinigung ferner noch Auf Antrag des Zweigvereinsvorstandes hat der Verbandsvorstand borguenthalten. Sie verpflichtete sich ferner, die einbehaltenen einen Kriegsfonds eingerichtet. Derfelbe soll gebildet werden aus 24 p. auszuzahlen und der Kläger nahm im übrigen seine Mage freiwilligen Beiträgen und Zuwendungen der Zahlstellen. Die beim zurüd. febrenden Mitglieder sollen aus diesem Fonds besondere UnterAeuße zu einer Entscheidung fam es also nicht. Aus einer Meuge ſtügungen erhalten. Die Jahresversammlung der Zahlstelle Berlin rung des Vorsitzenden war aber zu entnehmen, daß sich das Gericht beschloß, als erste Nate dem Fonds 300 M. zu überweisen. zur Entscheidung über die Bescheinigung und daraus entspringenden Schadenersazansprüchen nicht für zuständig hielt. Deutsches Reich. Unzufriedenheit der chriftlichen Gewerkschaften. Die Kölnische Boltezeitung"( Nr. 127) veröffentlicht eine Zu fchrift aus dem Generaliekretariat der chriftlichen Gewerkschaften über Strieg und Arbeiterbewegung". Darin wird zunächst anerkannt, daß in weiten Kreisen die Gewerkschaften jetzt anders beurteilt werden als vor dem Kriege. Dann aber heißt es: Das erfreulichste wäre nun, wenn das hier Gesagte allgemein festgestellt werden könnte. Das ist aber leider nicht der Fall; denn auch jetzt gibt es noch zahlreiche Arbeitgeber, die cine Gleichberechtigung ihrer Arbeiter nicht anerkennen, von einer Aufhebung bestehender Stoalitionsverbote nichts wissen wollen, bisher wenigstens feine Schritte nach dieser Richtung hin unternommen haben oder, wo folche feitens der Arbeiterorganisationen getan wurden, fie einfach ab gewiefen haben. Bittere Erfahrungen nach dieser Richtung hin hat namentlich eine Krankenpflegerorganisation machen müssen. Ebenso ist von den Straßenbahnbetrieben, privaten wie tommunalen, die Koalitionsverbote für ihre Angestellten und Arbeiter schon vor Jahren erlassen haben, bisher nicht bekannt geworden, daß fie diefe Verbote aufgehoben hätten. Sie bestehen also nach wie vor fort... Gerichtszeitung. Flebderer polnischer Arbeiter. Die Ueberschwemmung in Rom. * Corriere della Sera" meldet aus Rom daß die Ucherswemmungsgefahr immer mehr zunimmt. Der Liber ist wie im Jahre 1900 bis zu 16-17 Meter gestiegen. Jedoch verhindern die seinerzeit von den Pionieren hergestellten Befestigungen, daß eine 11eberschwemmung ähnliche Verheerungen herbeiführt wie 1900. Die Piazza St. Gaollo steht unter Wasser; auch das geld ber Militär- Schießstätte und die Uebungspläte und Wiesen von Aqua Cetofa und die Baraden beim Ziberufer. Die Kanäle find infolgedeffen überfüllt. Das Waffer steigt in den Kellern und in ver schiedenen Teilen der Stadt. Der Straßenbahnverkehr am Corso Bittorio Emanuele ist unterbrochen. Ein englisches Amazonen- Regiment. Eine erdichtete Geschichte. Daß cs Zeitungsschreiber mitunter sehr gut oder auch sehr es schlecht verstehen, sich eimas aus den Fingern zu faugen, bemeist folgende, am 15. Februar unter obiger Ueberschrift stehende Notiz im Sächsischen Boltsblatt" zu Zwidau: " " Das gemeingefährliche Treiben, welches russisch- polnische Gauner in der Umgegend des Schlesischen Bahnhofes zum Schaden dort ankommender polnischer Arbeiter entfalten, scheint trop aller Wie ein guter Wih klingt die Meldung der Progrès Phon", polizeilicher Anstrengungen nicht auszurotten zu sein. Die Schwie- daß zwei Regimenter Suffragetten unter dem Ober. rigkeit besteht darin, daß die immer in Gruppen arbeitenden Ver- befehl der Vicomtesse Castbreagh gebildet worden feien. Kitcheners brecher bequemen Unterschlupf in den zahlreichen in der Umgebung langer Widerstand sei endlich durch Fürsprache Asquiths sowie der des Bahnhofes belegenen Gastivirtschaften finden, wenn Gefahr Königin befiegt worden. Ein Regiment jei bereits organisiert und im Verzuge ist, ihre Wirksamkeit in eine andere Stadt verlegen enthalte ausschließlich Londonerinnen. Die Kompagnien beſtünden und erst nach Wochen oder Monaten zurüdfehren, wenn schon Gras aus je 500 Frauen. Bier Kompagnien bilden ein Bataillon, zwei über den Einzelfall gewachsen ist. Die 3. Straffammer des Land- Bataillone ein Regiment. Zugelassen feien Frauen im Alter von gerichts I hatte gestern schon wieder über drei Vertreter dieses 20 bis 40 Jahren. Sie sollen vorläufig als Signalistinnen, FeldBerbrechertyps, den Arbeiter Josef Kowalsti, Schloffer Alexander telegraphistinnen, Telephonistinnen, Stafetten, Wegemeister, AutoBawadi und Bäder Johann Knispel, zu befinden. Die Angeklagten, lenkerinnen Dienste versehen. Ritter des Kümmelblättchens und gewohnheitsmäßige Fledderer, die je nach Bedarf falsche Namen führen, haben in besonders raffi= nierter Weise am 19. Oktober einen Gaunerstreich ausgeführt. Als an diesem Tage der polnische Arbeiter Krasowsti auf dem SchlesiDie Zuſchrift stellt fest, daß die Militärbehörden vielfach durch schen Bahnhofe antam, redete ihn der dort herumlungernde StoBahrnehmung der Arbeiterinteressen zur Hochhaltung des Burgwalsti in seiner Muttersprache an und spielte den fürsorglichen friedens beigetragen hätten. Dann aber heißt es: Landsmann, der in der glücklichen Lage sei, dem Ankömmling eine Angesichts dessen sollte man erwarten, daß Betriebe, die dem Arbeitsgelegenheit bei einem Schachtmeister nachzuweisen. ATS In der Greizer Zeitung" ist folgendes Geschichten zu lesen: öffentlichen Intereffe dienen und so enge Berührungspunkte mit folder wurde der Angeklagte Zaivadi vorgeführt. Während der In Zwidau tam es dieser Tage in dem dichtgefüllten Magen den weitesten Bollsschichten haben wie die Straßenbahnen, schon ersten Verhandlungen beobachteten die Angeklagten, daß das ihnen einer Elektrischen zwischen den Insassen zu einer Unterhaltung. aus sich heraus ihren Angestellten und Arbeitern das folange in die Finger gefallene Opfer fein Geld in einem Zajchentuch auf natürlich über den Strieg. Eine Frau, wie es beren leider auch vorenthaltene Recht, jich gewerkschaftlich zu organisieren, jegt end der Brust unter der Weste verwahrte. Nun wurde ein ganz ver- noch, aber hoffentlich nur vereinzelt gibt, äußerte in leichtfertiger lich einräumten. Bei den Straßenbahnen in Aachen, Koblenz, schmitter Plan ausgeheat. Auf der Straße erschien der dritte Weise:" Mir ist es ganz egal, wenn auch der Krieg noch Jahre Neuwied, Dortmund, Hannover, Graudenz, Angeklagte, ein wiederholt vorbestraftes Subjekt, auf der Bild- dauert." Da erhob sich aus dem Gedränge ein Feldgrauer, ging Danzig, M. Gladbach, Duisburg Meiderich hat fläche, ließ verabredetermaßen sein Taschentuch fallen und stürmte ruhig und ohne ein Wort zu verlieren auf die Frau zu, verschic man darauf bisher leider vergeblich gewartet. Glaubt man denn nach kurzer Zeit mit der Behauptung auf seinen Kumpan Zawadi ihr ein paar tüchtige Chrfeigen und setzte sich ebenso ruhig wieder wirklich, daß mit einem solchen Verhalten dem Burgfrieden ge- mit der Behauptung ein: dieser habe das Taschentuch, in welchem auf seinen Plak. Die Frau lief in höchster Empörung zum Schaffdient sei? Wann endlich wird man denn in diesen Kreisen zu sich angeblich Geld befunden, gestohlen. Darauf große Entrüftung ner und verlangte Beistand gegen den Soldaten. Der Schaffner ciner gerechten Beurteilung der Arbeiterbewegung tommen?" der Insassen mußte fic Zu diesen Städten wird also auch jezt noch sogar den chriftlichen Behauptung verdichtete, daß dann der armselige Krajowski das öffnete die Tür, ließ halten und ersuchte die Beleidigte, fofort aus. Geld gestohlen haben und irgendwo an seinem Körper verbergen bem sehr dringenden Evsuchen des Beamten Folge leisten, und fic müsse. Man riß ihm die Beste auf und revidierte das Taschentuch, verschwand schleunigst in einer Nebenstraße. welches er auf der Brust trug und welches faft 50 M. in Papier- Bon maßgebender Stelle wird uns versichert, daß sich der ge geld enthielt. Man war so gütig, dent ganz verdußten St. zu schilderte Vorgang in 3wvidau nicht zugetragen hat. Die Geschichte glauben, daß es sich um dessen Eigentum handele, Zawadi war ist mithin von A bis 3 erfunden. fogar so freundlich, die Geldscheine der Sicherheit" wegen in einen Papierumschlag zu steden und ihm Vorsicht anzuraten, als er ihm den Umschlag überreichte. Der dankbare Krasowski hatte nicht beDas Bombenattentat in Sofia. merkt, daß 3. mit Taschenspielergeschidlichkeit einen anderen PapierDemt gestern von uns gemeldeten Bombenattentat während bes umschlag unterschoben hatte, der nur wertlose Papierfeßen ent hielt. Der Hermite bemerkte erst, als die Angeklagten etwas schleu- lastenbaus im Gemeindefafino zu Sofia find der Sohn des nig fich entfernt hatten, daß er Fledderern in die Hände gefallen früheren Striegsministers Bogadfchen und die Tochter des gegen Beide war. Dem Kriminalschuhmann Spallad gelang es nach einiger wärtigen Kriegsministers Fidschaff zum Opfer gefallen. Mühe, die Angeklagten als die Täter festzunehmen. wurden nach einer Meldung der Agence Bulgare" gestern beerdigt. hot war auch in diesem Falle der Ansicht, daß man solchem Ge- Zwei weitere Opfer des Attentats sind ihren Verlegungen erleger. findel, welches sich erfrecht, hier in der Reichshauptstadt ankommende Die Zahl der Toten wird sich wahrscheinlich auf ſechs erhöhen. Das Bombenattentat ruft eine um so größere Erregung hervor, polnische Arbeiter auszuplündern, mit den schwersten Strafen entgegentreten müsse Kowalsti und Sawadi wurden zu jc 3 Jahren als man den Tätern bisher nicht auf die Spur gekommen ist und die meisten Verlegten den besten Gesellschaftstreifen angehören. Gefängnis, Anispet zu 4 Jahren Suchthaus verurteilt." Viele glauben an einen politischen Hintergrund des Attentats; es wurden auch unter den Eerben zahlreiche Verhaftungen vorgenommen, doch gilt es auch für möglich, daß das Attentat von einem Anarchisten oder einem Jrrfinnigen begangen wurde. Arbeitern das Stoalitionsrecht verweigert. Rusland. Lohnerhöhung für die englischen Eisenbahner. Eine Konferenz zwischen den Direktoren und Angestellten der englischen Eisenbahnen hat zu einer beträchtlichen Lohnerhöhung für die billigeren Arbeitskräfte geführt. Aus Industrie und Handel. Einstellung der Mälzerei in Ungarn. Das ungarische Amtsblatt veröffentlicht eine Verordnung des Ministeriums, wonach die Malzfabriten sowie die malzerzeugenden Bierbrauereien mit einigen Ausnahmen nur jenes Malz aufarbeiten dürfen, das aus bis zum 15. Februar 1915 eingemalzter Gerste erzeugt wird. Später ift der weitere Betrieb einzustellen. Soziales. Entschädigung der Gastwirtsgehilfen auch im Krieg. Ein intereffanter Rechtsstreit über die Entschädigung der Gastwirtsgehilfen für ihre Tätig feit seitens ihrer Arbeitgeber beschäftigte das Chemnitzer Gewerbegericht. Jugendbewegung. - Der GerichtsMir so der Train!" ,, Mir sau Selden!" Die Jugendorganisationen der Schweiz entfalten gegenwärtig eine rege Bildungsarbeit. Das Organ der In den Münchener Neuesten Nachrichten" erzählt der KriegsBereine, greie Jugend", hat seinen Umfang criveitert, eine Reihe berichterstatter Emil Herold, der sich an der Westfront vor Arras von Settionen haben Vereinsbibliotheken geschaffen. Es besigen befindet, folgendes Iuftige und verbürgt wahre Heldengeschichtchen: Unter dem Einfluß der Rechtsprechung des Chemnitzer Ge- 16 Jugendorganisationen Bibliotheken, die zusammen über 2000 In einem Dorfe vor Arras wird eines Abends ein von der Front werbegericht hatten sich vor Zeiten die Chemnitzer Kaffeehaus- Bände umfassen. Die Zentrale versendet jeden Monat durchschnitt zurüdfehrender Generalstabsoffizier auf vier Soldaten aufmerf fam, die lauter, als man es sonst gewohnt ist, von ihren Heldentaten besizer entschließen müssen, ihren Kellnern ein, wenn auch nur lich 300 bis 500 Broschüren und Bücher an die Sektionen. In den einzelnen Sektionen pulsiert frisches Leben. Die der erzählen. Ja, mir san Helden," lalli einer, der nicht mehr ganz Fleines festes Gehalt zu zahlen. Nun benutzten eine Anzahl von größeren Orte halten jede Woche eine Bersammlung mit Vortrag nüchtern war. Solchene müaßt's bei der Infanterie mit der ihnen den Kriegsausbruch, um mit dieser Einrichtung wieder auf- und Diskussion ab, in den kleineren Orten werden solche Ver- Latern' suach'n. Mir san Helden! Mir vo der Train!' s Eiserne zuräumen. Unter anderem erhielten auch die sechs Kellner des sammlungen alle 14 Tage veranstaltet. Außerdem finden noch Streuz hat uns der Hauptmann versprocha und an Hunderter und Kronen- Cafés( Inhaberin Frau Brüdner) am 30. September durch vese- und Diskussionsabende statt. Gegenwärtig wird in mehreren acht Tage Urlaub. Und a Flaſch'n Schnaps ham ma aa g'friegt. den Geschäftsführer ohne jede Ankündigung einen Revers vor- Orten das Parteiprogramm in Kursen von acht und mehr Abenden Mir vo der Train! Wir san Helden, hat der Hauptmann g'jagt. gelegt, wonach fie für die Zukunft auf ihr monatliches Ge- den Jugendlichen erläutert. Einige Vereine haben noch Turn Und den Hunderter han ma an friegt. Weil mir tapfere Helden halt von 10 M. verzichteten. Aus Furcht, ihre Stellung abende und Gesangstunden eingerichtet. In sechs Orten stehen fan. Mir vo der Train! Mir hom den Schüßengraben crobert! zu verlieren, unterzeichneten die Kellner den Revers. Am den Jugendlichen täglich geöffnete Heime zur Verfügung. Donnerstag wurde eine Klage von zwei Sellnern vor dem Ge- Die Zentrale in Zürich veranstaltete vom 17. bis 27. Januar Dem Generalstabsoffizier fommt die Geschichte verdächtig var. werbegericht verhandelt, die insgesamt für Oktober bis De einen Vereinsleiterkursus, an dem 23 junge Männer und 6 Mädchen Er hält die vier für Leute, die vielleicht in einen Weinfeller geraten zember je 30 M. Lohn forderten. Herr Brüdner als Vertreter aus allen Gegenden der Schweiz teilnahmen. Der Unterricht ervaren und sich nun vagabundierend hinter der Front berumfreiben. streďte sich auf folgende Gebiete: Technische Vereinsführung( Bor. Man bringt sie zur Wache in den Arrest. Sie sind schwer gekränkt feiner verklagten Ehefrau erklärte, daß es ihm gar nicht eingetragender: Sigrift), Einführung in die Grundbegriffe der Arbeiter und erzählen abermals ihre Heldeniat. Nun wird zu ihrer Solonne fallen sei, sich am Striege zu bereichern. Sein Geschäft sei im belegung( Bortragender: Platten), Sozialistische Literatur( Vor- telephoniert." Jawohl, die sind in den Schüßengraben ablomme übrigen gut gegangen und er habe anderen Angestellten sogar zu tragender: Brenst), Rechtlicher Schuß der Lehrlinge und jugend- diert." Dian telephoniert in den Schüßengraben. Stimmt alles, gelegt. Auf die Frage, warum er nun gerade den Kellnern ihr lidhjen Arbeiter( Vortragender: Geschwendt), Führung der Vereins. was die Leute erzählen, Herr Kamerad. Wir haben gestern einen Gehalt abgezogen habe, wußte er teinen besonderen Grund anzu fasse( Vortragender Böhny), Führung von Erlursionen durch 300 franzöfifchen Schüßengraben mit einer Sappe von der Seite auf geben. Auf die Vorhalte des Vorsitzenden, Gewerberichter Weinide, logische Sammlungen( Vortragender: Bommeli), Geschichte und rollen müffen. Aus mancherlei Anzeichen mußten wir schließen, hin, geriet Herr Brüdner in Aufregung, so daß er mehrfach wegen Aufgaben der Jugendorganisationen( Vortragender: Münzenberg), daß die Franzosen Tretminen gelegt hatten, als sie sohen, daß sie Beleidigung der Gegenpartei und des Gerichtes mit Ordnungs- über Wanderungen, Bekämpfung des Alkohols, Zusammenarbeiten den Graben nicht lange mehr halten fonnten. Do stürmt sich ein strafen bedroht werden werden mußte. Der von Brüdner als Zeuge beider Geschlechter( Vortragende: Genoffin Schießer). Der Unter Schüßengraben schlecht. Es ist der sichere Tod für die ersten, die geladene Geschäftsführer Bilz mußte bekunden, daß auch er bei Uhr erteilt. An den Unterricht schlossen sich in den Abendstunden Den drei nächsten das Eiserne Kreuz! Wer wagt's? Die vier richt wurde vormittags von 9-12 Uhr und nachmittags von 2-6 hineinstürmen. Dem ersten das Eiserne Kreuz und 100 Mart! der Ankündigung des Gehaltsabzuges an die Kellner geglaubt habe, Besuche des Stadttheaters, von Versammlungen, Musikabenden haben sich gemeldet. Gott sei Dant, es waren feine Tretminen daß diese Maßregel mit dem Kriege zusammenhänge. Auf Grund usw. an. gelegt. Aber der Mut verdient Anerkennung. Sie können sich mit dieser Zeugenaussage und der übrigen Beweisaufnahme wurde( Wiederholt, weil nur in cinem Teil der gestrigen Auflage.) Recht ihrer Schdentat rühmen." www Da hat sich den vier fapferen Arrestanten schnell die Gefängnistür geöffnet. Ihr seid wirklich Helden, auch wenn Ihr jetzt eins zuviel getrunken habt. Ihr seid frei!" Die vier sehen sich einen Augenblick fragend an, dann sagte ihr Wortführer:" Ja, Helden san mir scho. Mir vo der Train. Aber i tät halt schön bitten.. Wenn ma halt hier bleib'n kunnten im Arrest, bis morg' in der Fruah. Weil's gar so mollig warm is hierin... Parteiveranstaltungen. 4. Kreis. Donnerstag, den 18. Februar, abends 84, Uhr, finden folgende Lichtbilder porträge slatt: 1. In Kellers Feitsälen, Stoppenstr. 29: Die Kunstschäße in Belgien und Nordfrankreich." Vortragender: Genosse Barenthin. 2. Im„ Elysium", Landsberger Allee 40: Indien als Stüßpunit Der englischen Weltherrschaft." Vortragender: Genosse A. Bieloch. Neukölln. Jugendsettion. Heute, pünktlich 9 Uhr, findet der dritte Vortrag des Philosophiekursus statt. Dr. Dunder:„ Die sozialistische Moral." Mariendorf. Die Mitgliederversammlung findet Mittwoch, den 17. Februar, abends 8 Uhr, im Restaurant Preuß, Kurfürstenstr. 44, statt. Vortrag des Genossen Dr. Meyer über: Striegssozialismus." Mitgliedsbuch legitimiert. Frauenleseabende. Karlshorst. Heute Mittwoch, den 17. Februar, in der„ Sonne", Dönhoffstr. 26: Vortrag des Genossen Boldt über:" Französische Stultur und französisches Volk". Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Rosenthal. Donnerstag, den 18. Februar, abends 6 Uhr, im Sigungssaal des Verwaltungsgebäudes, Hauptstr. 94. Borsigwalde- Wittenau. Donnerstag, nachmittags 7 Uhr. Tempelhof. Donnerstag, nachmittags 5 Uhr, im GemeindeSigungszimmer, Dorfstr. 42. Spandan. Donnerstag, nachmittags 5 Uhr, im Sigungssaal des neuen Rathauses. Diese Sihungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige it be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. B Todes- Anzeigen Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplaz gefallenen Genoffen! Bei den Kämpfen im Osten fiel unser Genosse Otto Losenski. 260/20 Sozialdemokrat. Wahlverein Niederbarnim. Bez. Reinickendorf- Ost. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 4. Abt. Bez. 543a. Nachruf. Am Freitag, den 12. Februar, verstarb unsere Genossin Frau Anna Krüger. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung hat bereits am 15. d. Mts. auf dem Zentral Friedhof in Friedrichsfelde stattgefunden. 262/11 Der Vorstand. Deutscher Buchbinder- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser Kollege, der Präger Franz Schulz plöglich gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Donnerstag, den 18. Februar, nachmittags 4 Uhr, auf dem Thomas- Kirchhof in Neukölln statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 24/11 Die Ortsverwaltung. Theater für Mittwoch, 17. Februar: Berliner Theater 8 Jhr: ,, Extrablätter!" Deatsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Der Troubadour. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8 Jhr: Gasparone. Gebr. Herrnfeld- Theater Uhr: Familie Plaschek. Helbring contra Helbring. Kleines Theater 8 Uhr: Der kategorische Imperativ Komische Oper 8.10 U.: Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Max Küng geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 17. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhofes in Oberschöneweide aus ſtatt. Rege Beteiligung erwartet 132/9 Die Ortsverwaltung. Die Beerdigung meiner lieben Frau Frida Mummert geb. Münchow findet heute Mittwoch, den 17. d.M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane Kirchhofes, Niederschönhausen Nordend, aus statt. Um stille Teilnahme bitten PaulMummert nebsteindern, 1114b] Oberberger Str. 19. Haben Sie Stoff? ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick. dauerh. Zutaten von 25 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenade 8, 11.( Stadtb. Börs.) Montis Operetten- Theater 8 Uhr: Der liebe Pepi. National- Theater Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hot rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend don 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftast en bestimmten Anfrage Antwort wird nicht erteilt. ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Anfragen, denen keine Abonnements quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Berträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. 5. 2. 5. Wennt Ihr Austritt im Jahre 1913 vorm Amtsgericht schon erfolgt ist, haben Sie für 1915 feine Kirchensteuer mehr zu zahlen. War is business. 1. Das ist jetzt völlig ausgeschlossen. 2. Sa, weil Königin- Anisedie Verjährungsfrist jest um ein Jahr verlängert ist. Straße. 1. Da wird jekt wenig zu machen sein. 2. Das ist kein Grund zur Lösung des Vertrages. Ludwig 6. Wenn die Ebe nicht geschieden ist, hat Ihre Frau Anspruch auf Unterstügung. Emma 200. Die Elternz müssen nochmals wegen Auszahlung der Unterstützung mahnen. E. 62. Ja. E. B. 89. Von der Gemeinde Berlin fann Ihre Mutter feine Unterstützung bekommen. Aber wenn die Gemeinde, in der sie wohnt, feine Zuschläge zahlt, muß ihr doch die staatliche Unterstütung gezahlt werden. Paluch 48. Damit können wir Ihnen leider nicht dienen. F. M. 1. So allgemein gehalten läßt sich diese Frage nicht beantworten. Am billigsten stellt sich wohl das medizinische Fach. Die Gegenfrage ist so leicht Amtlicher Marktbericht der städtischen Maritballen- Direktion über überhaupt nicht positiv zu beantworten. 2. S. 16a. 1. An Nerven den Großhandel in den Zentral- Markthallen.( Dhne Verbindlichkeit.) schwäche leidend. 2. Darüber erischeidet der Militärarzt.- E. Sch. 0438. Dienstag, den 16. Februar. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, OchsenUrsache und Zweck des vermeintlichen Geräusches ist uns leider auch nicht fleisch Ia 83-93, do. IIa 74-82, do. IIIa 70-73; Bullenfleisch la 76-84, bekannt. m. p. 36. Wenden Sie sich unter Darlegung des Sach- Do. IIa 68-76; Stübe, jett 62-68, do. mager 51-58, do. dänische verhaltes schriftlich an Dr. Zadet, Dresdener Str. 109. M. 35. 48-60; Fresser 60-72, Fresser, dänische, 50-65, Bullen, dänische, 55-70; Privatanstalten fönnen wir nicht empfehlen. Am besten würden Sie tun, stalbfleisch, Doppellender 120-130; Maittälber Ia 80-90. do. IIa 65-75; u. 9. Köpenick. Im 2. Band des Berliner Adreßbuches, 4. Teil, Seite 174, la 81-90, do. Ila 78-80; haie 80-90. Schweinefleisch: Schweine, jette wenn Sie sich mit dem Lehrer Ihres Sohnes ins Einvernehmen jegen. Kälber ger. gen. 45-55. Hammelfleisch: Mastlämmer 90-100; Hammel finden Sie Adressen von graphologischen Auskunfteien. Koſtenpunit uns 96-105, sonstige 82-96, dän. Sauen 72-75. dän. Schweine 75-80. nicht bekannt. F. K. 2. 88. 1-3. Wird verschieden gehandhabt, je Gemüse, inländisches: Startoffeln, Dabersche 50 kg 0,00; weiße Staiserkronen nach Erfordernis. 4. Ja. R. K. 99 und S. J. 87. 1. u. 2. Nein. 0,00; Magnum bonum 0,00; Woltmann 0,00-0,00; Borrec, 2. H. 32. In Lazaretten befindliche Unteroffiziere und Mannschaften Schod 0,70-1,50; Sellerie, Schod 5,00-8,00; Spinat 50 kg erhalten dort nicht die Löhnung, die ihnen bei der Truppe zustand. Die 12,00-24,00; Mohrrüben 6,00-7,00; Wirsingkohl Schod 8,00-14,00; Lazarettlöhnung ist gan; gering; ihre gegenwärtige Höhe ist uns nicht be- Wirsingtobl 50 kg 9,00-10,00; Weißkohl Schod 8,00-14,00, Weißkohl fannt. D. B. Sch. 15. Aus Kadettenanstalten werden nur Senaben 50 kg 9,00-10,00; Rotkohl, Schock 8,00-15,00; Rotkohl 50 kg 9,00 bis aufgenommen, die nach Herkunft, Erziehung, förperlicher Entwickelung und 10,00; Grünkohl 50 kg 10,00-14,00; Stoblrüben 50 kg 5,00-6,00; Teitower wissenschaftlicher Vorbildung für die Offizierslaufbahn geeignet erscheinen. Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 4,00-12,00; Meerrettich 50 kg 20,00-30,00, Schod 6,00--14.00; Der jährliche Erziehungsbeitrag beträgt 800 M. Söhne ehemaliger Rosenkohl oder ottiver Difiziere erhalten Ermäßigungen. Sie scheinen aber Petersilienwurzel Schodbund 4.00-6,00; 3wiebeln 50 kg 15,00-16,00, wohl Kadetfenanstalt mit Unteroffiziervorschule zu verwechseln.*. Ja. Rhabarber, Hamburger, 100 Bd. 12-15. Apfelsinen: italienische 50 kg R. 2. 65. Sie können aus Lösung des Vertrages beim Amtsgericht 8,00-14,00, dito 200 Stüd 8,00-9,00. 300 St. 9,00-10,00, Murcia flagen. Ob der Wirt schadenersaßpflichtig zu machen ist, erscheint uns 200 St. 8,00-13,00, bito 300 Std 10,00-15,00, Messina 160 St. zwei elhaft. 5. 2. 100. Ja. F. M. 200. Der Wirt kann auf 10,00-12,50, 200 t. 8,00-13,00, 300 St. 8,00-15,00. Messina Bluts Erfüllung des Vertrages flagen. Die Sachen sind anscheinend nicht pfänd 80 St. 8,50-9,00, do. 100 St. 7,00-8,75, do. 150 St. 7,00-10,00. bar. Der über 28,85 M. wöchentlich betragende 2ohn aber fann gepfändet Spanische 420 St. 18,00-30,00, do. 714 St. 20,00-23,00, bo. 1061 St. werden. E. S. 30. Nein, erst vom Tage der Verheiratung an. A. T. 133. Kauf bricht nicht Miete; der Mietsvertrag behält also feine 22,00-25,00, do. 420 St. large 23,00-40,00. Gültigkeit. G. M. 2000. Nein. M. G. 100. Die Frau ist nur einmal versicherungspflichtig. A. B. 88. Eine nochmalige Musterung ist möglich. Sch. 52. 1. Wenn Jür Austritt an dem von Ihnen angegebenen Datum vorm Amtsgericht erfolgt ist, brauchen Sie für 1915 feine Kirchensteuer mehr zu zahlen. 2. Soviel wir wissen, für die Garde angesetzt Im Besten fiel unser lieber Kollege, der Tischler Adolf Bothe Ein ehrendes Andenken werden ihm stets bewahren Die Kollegen der Firma D. Dischleit, Admiralstr. 18 b. Am 15. Februar, mittags 1 Uhr, verschied nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Mutter, Großund Schwiegermutter, die Witwe Berta Manz im Alter von 66 Jahren. Dies zeigen tiesbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Berlin- Lichtenberg, 16. Febr. 1915. Türrschmidtstr. 6. Die Einäscherung erfolgt am 18. Februar, mittags 12 Uhr, im städtischen Krematorium, Gerichtstraße 37/38, 48A Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner geliebten, unvergeßlichen Frau und Mutter 58A Johanna Tesch sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten meinen innigsten Dant. Robert Tesch. Frida Tesch. Alfred Tesch nebst Mutter. Metallbetten Holzrahmenmatraßen, Kinderbetten, billigst an Brivate. Katalog frei Eisenmöbelfabrik Suhl i. Thür. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis, Harn- u. FrauenleidenEhrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Sprechstunden 11-2 u. 5-8. In Kriegszeiten soll man sparen! Sparsame Hausfrauen verwenden nur noch Rauer's Mischunden pro Pid. 90 Pl., 1,10 M., 1,20 M. den durch bewährte Kaffee Ersatzmittel Verbilligten Bohnenkaffee Kaffee- Rösterei Rauer& Co. 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Lessing- Theater 8 Uhr: Jugendfreunde. Lustspielhaus 8. U. Die Orientreise. Metropol- Theater 8 Uhr: Woran wir denken! Theater am Nollendorfpl. 8 U.: Immer feste druff! Sonnt. 3, U.: Der Graf v. Luxemburg. Theater des Westens Zirkus Alb. Schumann Mittwoch, 17. Febr., Anf. 7, Uhr: Gr. Sport- Vorstellung. Besonders hervorzuheben: Das Saxon- Trio die stärksten Männer der Welt mit ihrer lebenden AutomobilBrücke. 8 Uhr: Rund um die Liebe Neu! Der lebende Kreisel in Theater in der Königgrätzer Straße 8 Uhr: Hedda Gabler. Trianon- Theater 84 U. Das Liebesnest. der Luft. Neu! Weise mit seinen 5 Bären. Um 9 Uhr: Um 9 Uhr: Ost und West. Großes patriotisch. Schaustück aus der Gegenwart in 4 Akten. 11 WINTER! INTELT BARTEN 8 Johanna Terwin vom Deutschen Theater, Berlin, Jakob Tiedtke v. Lessing- Theater, Berlin, in: Landwehrmann und Pikarde Zeitbild von Otto Reutter. 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M.: Durch dick und dünn. Freitag, 26. Februar: Erstaufführung des neuen Lustspielschlagers. Sonnt. 4 Uhr: Durch Klippen u. Wellen Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantto.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdrüderei u wertagsunital: Paul Singer& Co., Berlin SW.