料 Nr. 57. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Biertei jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Breisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Wis., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pig Inferate für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grpedition abgegeben werden. Die Ervedition ift an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Eernspredjer: 3mt I. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sozialdemokratie Meine Voraussage, daß die Agitation der Herren Dr. Lux und Dr. Badek unter der hiesigen Studentenschaft in maßgebenden sozialdemokratischen Kreifen bald mißbilligt werden würde, hat sich schnell erfüllt. Eine Versammlung im sechsten Berliner Wahlkreise hat ausgesprochen, daß das Proletariat von der warnt. Freitag, den 9. März 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. versucht worden wenigstens unseres Wissens nicht in Es regt sich wieder auf den Universitäten; und zu glauben, Deutschland. Daß den Studenten eine einflußreiche oder die Sozialdemokratie betrachte diese Regungen und Strebungen gar leitende Rolle, wie 1848 in Wien, heutzutage in mit Mißtrauen oder gar mit einer gewissen Eifersucht, das und Studentenfchaft. Deutschland und den übrigen Kulturländern nicht mehr zu heißt den Gipfel der Albernheit erſtiegen haben. Unter dieser Spigmarke wird seit einiger Zeit in fallen tann, das versteht sich für jeden, der einigermaßen Jeder Sozialdemokrat freut sich über diesen Fortschritt bürgerlichen Zeitungen unglaublich dummes Zeug ge- nachdenkt, von selber. Es ist das nur noch möglich sozialdemokratischer Ideen, wenn auch keiner sich über die schrieben. So ergeht ein Berliner Mitarbeiter oder die in wirthschaftlich und politisch zurückgebliebenen Ländern Bedeutung desselben Illusionen machen kann. Die deutsche Redaktion der Kölnischen Volks- Zeitung" sich in folgenden wie Rußland. Die studirende Jugend geht, mit Sozialdemokratie, welche Männer der Wissenschaft zu BahnBetrachtungen: verschwindenden Ausnahmen, aus der besitzenden Klasse brechern hat und auf dem Boden der Wissenschaft steht, hervor, und bewegt sich naturgemäß in deren Ideen und ist frei von jener Abneigung gegen die Studirenden Anschauungen. So lange das Bürgerthum noch politische und Studirten, die vor Beginn der sozialistischen Be deale" hatte, schwärmte auch eine große Anzahl der wegung unter einem Theil der deutschen Arbeiter Studentenschaft für Freiheit und ähnliche schöne Dinge. herrschte. Und wenn die Arbeiter auch heute noch Nach den sogenannten Freiheitskriegen", deren Folgen die mitunter gegen sogenannte akademisch Gebildete ein gewisses erwarten Studentenschaft nichts zu habe. blutigste Satire auf die verheißene Freiheit" waren, wurden Mißtrauen haben, so hat dies seinen Grund in den ErVorher hatte der sozialdemokratische Reichstags- Abgeordnete die deutschen Universitäten der Herd eines in seinen Zielen fahrungen, die mit manchem angeblichen Mann der Bueb in einem Vortrage über„ Klaffenkampf und Proletariat" allerdings höchst harmlosen Oppositionsgeistes. Die Burschen- Wissenschaft gemacht worden sind. Es richtet sich nicht erklärt, er erachte derartige Akademiker- Versammlungen nicht schaftler und die Schwarzen" von Jena und Gießen lieferten gegen die Wissenschaft, sondern gegen den Mißbrauch, nur für unnüß, sondern sogar als für die Partei gefährlich, Stoff für Hochverraths- und andere, Demagogen"-Prozesse; der mit dem Worte Wissenschaft getrieben wird. Nicht ta der Appell an die Studenten die Meinung erstehen lassen von Studenten gingen revolutionäre Putschversuche aus Alles ist Wissenschaft, was sich mit Federn der Wissenfönnte, als ob die proletarische Bewegung bei diesen ihren( wie der Sturm auf die Frankfurter Hauptwache); und die schaftlichkeit schmückt. Und der Aufenthalt auf der Etüßpunkt zu suchen hätte. Nicht eine„ Avantgarde brauche That des Studenten Ludwig Sand, der den Lump Universität giebt noch lange teine Wissenschaft, während die Sozialdemokratie, sondern ein proletarisches Heer": Ausdrücklich wurde vor dem Besuch solcher Versammlungen ge- Rozebue erstach, lebt im Gedächtniß des Volkes gleich der Arbeiter in der Schule des Lebens, um leben zu Vorwärts" hat über diese bemerkenswerthe zeitig ein Denkmal des Unverstands und heldischer Auf- können, sich eine Summe von praktischen Kenntniffen aneignen Versammlung berichtet, ohne ein Wort der Mißopferung. In Frankreich bildeten die Studenten und muß, die der studirenden Jugend abgehen. Wenn die billigung über den Versammlungsbeschluß auszusprechen. Akademiter( Militärschüler und Polytechniker) nach der studirende Jugend eine sozialistische Bewegung für sich Inzwischen hat bekanntlich eine vom Verein deutscher großen Revolution" die Avantgarde jeder Straßenrevolution. haben wollte, oder gar den vordersten, ja einen führenden Studenten einberufene und fast ausschließlich von Akademikern im Juli 1830 und im Februar 1848 waren die Pariser Play in unserer Armee beanspruchte, dann würde sie eine resuchte Versammlung stattgefunden, in der zwar viel über die Mary'schen Theorien gesprochen, aber doch mehr für den Anti- Studenten mit an der Spize; und wenn die Blusen- thörichte Selbstüberhebung befunden. Allein von den soziafemitismus Propaganda gemacht wurde. Von einem der sozial männer und die Jugend der Ecoles"( Hochschulen) zu- liftischen Studirenden Berlins und anderen Universitäten demokratischen Redner wurde gleich zu Beginn eine vorher fammengingen, dann Gnade der Dynastie! Das hat hat feiner je eine solche Ansicht geäußert, keiner je den schon im Vorwärts" abgedruckte Erklärung der Berliner sozial- aber mit dem Emporsteigen des Sozialismus aufgehört proletarischen Charakter der Bewegung geleugnet. Sie wollen, demokratischen Studenten verlesen, worin die Lettern bemerkten, und die reaktionäre Gesinnung der Eltern spiegelt sich soweit ihre Stellung es ihnen erlaubt, Schulter an Schulter an der Debatte sich nicht betheiligen zu können, da ihnen im wieder in der studirenden Jugend-in Frankreich, wie fämpfen mit den Arbeitern. Das ist ihr gutes Recht, Falle des öffentlichen Auftretens das consilium abeundi vom in Deutschland. Die Pariser Studenten haben es seit dem und wer das thut, ist uns willkommen. Getheilt sind die Universitätsrichter in Aussicht gestellt worden sei. Die Sache Juniaufstand von 1848 nur zu einigen Skandalen gegen Meinungen in unseren Reihen nur bezüglich der Art und liegt also so, daß die sozialdemokratische Arbeiterschaft von den vom Bürgerthum gehaßten Napoleon den Kleinen ge- der Zweckmäßigkeit des Vorgehens der sozialistischen einer Sonderbewegung der sozialdemokratischen Studenten nichts wissen will. Unter diesen Umständen dürfte die Sache bracht; und ihre letzte That war vergangenes Jahr Studenten. Hier wird die Praxis allmälig den Weg zeigen. bald wieder einschlafen." vor den Wahlen, als die Panama- Regierung das schmach- und an der nöthigen Unterstützung wird es nicht fehlen. Also die Kölnische Volkszeitung", die wir aus der volle Locspizel Attentat auf die ArbeitsMenge der Zeitungen deshalb herausgegriffen haben, weil börse verübte eine Standaldemonstration für höhere sie eins der wenigen gegnerischen Blätter ist, die nicht gleich( oder niedrigere?) Bordelle. Und nicht anders ist's mit aus dem Häuschen kommen, wenn von Sozialdemokratie die der studirenden Jugend Deutschlands, die unter der Rede ist, und die unter Umständen der Objektivität noch Bismarck'schen Aera, gleich der ganzen herrschenden Klasse, in Aus dem Reichstage. Der Marine Etat wurde fähig find. In vorstehender Notiz hat sie diese Fähigkeit wüster Servilität und rohestem Materialismus versunken allerdings nicht befundet. war, so daß die Pflanzstätten der Wissenschaft" zu Pflanz- heute, mit Ausnahme einiger Positionen, bei denen es sich um erste Raten für Neubauten handelt und welche ein Weder haben Lug und Zadek eine Agitation unter stätten der Völlerei, Paukerei, Streberei wurde. den Studenten begonnen, noch ist diese Agitation von Aber wie in den weitesten Volksschichten und nament Engagement des Reichstages für ca. 40 Millionen in sich maßgebenden sozialdemokratischen Kreisen mißbilligt" lich auch in einem Theile der bürgerlichen Elemente, aus schließen, nach den Vorschlägen der Budgetkommission beworden. Was man in allen sozialdemokratischen Kreisen denen die Studentenschaft sich hauptsächlich rekrutirt, eine willigt. Ueber die zurückgesezten Positionen soll morgen mißbilligen würde, das wäre der allerdings ganz Reaktion gegen den korrupt- barbarischen Geist der Bis- gleich nach Beginn der Sizung unter Namensruf abgestimmt aussichtsloje Versuch, eine besondere sozialistische march'schen Blut, Eisen- und Gründer- Aera eingetreten ist, werden. Da ein nicht geringer Bruchtheil des Zentrums Studentenbewegung zu organisiren. Das ist aber niemals so auch unter einem Theile unserer studirenden Jugend. mit Nein zu stimmen gesonnen ist, so tann die Position Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. V " Politische Leberlicht. Berlin, den 8. März. breit auf dem Tisch und dem Steinsiz in der Fenster- schlanken Halse, der unter der Gluth des Feuers rosig vertiefung, während sie auf dem ausgetretenen rothen schimmerte, und es beklemmte ihn, daß sie so schön war. Er Ziegelboden in einzelnen leuchtenden Flecken aufsprang, um tonnte es nicht begreifen, wieso ihm ein Glück, nach dem er [ Alle Rechte vorbehalten sich in allen Farben des Regenbogens in den Flaschen und sich lange gesehnt, nun so plöglich und unerwartet geGläsern wiederzuspiegeln, die Helene fast symmetrisch auf kommen war. einer umgestürzten Riste aufgestellt hatte. [ 62 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Auf dem ersten Treppenabsah machten Beide Halt und horchten auf das Pochen und Hämmern, das über ihren Köpfen erscholl. " Ist das der Kastellan, der da herumrumort?" fragte Konrad. „ Er schlägt im Saal Tische und Bänke auf," erklärte Helene. ,, Und diese kleine Thür?" " Führt nach der Küche." " Auch eine Küche haben wir?" Eine ambulante, kommunistische Küche, darin wird für Alle gekocht." Und schon heute brennt das Feuer auf dem Herd? Ich habe den Rauch emporsteigen sehen, er hat mich hierher geführt." Wirklich? aber da fällt mir ein, ich habe den Ressel am Feuer- Sie entschuldigen, ich muß wirklich nach sehen ich bitte, nur einen Augenblick." Sie schließen mich aus?" ,, Mein Gott nein, wenn Sie wollen-" Er wollte ſehr und so betraten die Beiden die Küche und ließen den Kastellan im oberen Stock ungestört forthämmern. Sie waren allein in dem engen, traulichen Raum, in dem Helene mit fleißigen Händen und sorglichem Sinn gewaltet hatte. Das Fenster mit den kleinen Bußenscheiben stand offen Sie erklärte ihm die Einrichtungen, die sie getroffen hatte, wies auf die mächtigen Brotlaibe, die auf einander geschichtet lagen; und auf die Kübel mit saurer Milch und ein das Gemüse. Und er ging hin und her, von ihr geführt und geleitet und betrachtete alles, nickte und lächelte und wußte doch nicht recht, was er sah, noch was er sprach. Er blieb wie in einem Rausche befangen. Ueber sie war indeß jene erhöhte Regsamkeit gekommen, jene Elastizität, die in der Spannung der Nerven liegt und dem Weibe einen bestrickenden Zauber verleiht. Auf dem Herd war das Feuer fast erloschen, aber es sollte nicht ausgehen. " Ich habe nur einen Kessel," sagte sie, und muß eines nach dem anderen kochen." Sie scharrte die glimmenden Kohlen zusammen und blies fie an... fie bückte sich um das Holz und legte es zu... bald brannte es lichterloh. Dann stach sie mit der Gabel den Schinken an, der im Kessel lag, und versuchte, ob er schon gar sei, aber er war noch zu fest, er mußte noch weiter tochen. Dazwischen rief sie ihm zu: Sehen Sie sich, Sie werden müde sein nach dem langen Marsch ich bin gleich fertig nehmen Sie dort im Fenster Blah." Er stand, die Arme gekreuzt, in der Nähe des Herdes und rührte sich nicht. Er verfolgte ihr Mienenspiel und jede ihrer Bewegungen, und die Sonne schien gerade hinein und lag ruhig und die sie mit den runden Armen vollführte, sah nach dem Sie fragte ihn, ob er nicht etwas essen wolle. " Danke, ich bin nur durstig." Leider ist das Bier noch nicht angekommen aber Glas Milch vielleicht?" Wenn Sie mir das geben wollten." Sogleich." Er fuhr empor. Das heißt, ich will es mir selbst holen," sagte er, vor dem Gedanken erröthend, von ihren Händen bedient zu werden. Sie lächelte. Ueberlassen Sie das nur mir; aber bitte, nehmen Sie zwei Gläser und stellen Sie sie auf den Tisch. Er that, wie sie geheißen, und sie brachte in einem Kruge die Milch und schenkte die Gläser voll. Und jeder griff nach dem seinen, und hob es ein wenig, zugleich mit den Augen und im hellen Klang klirrten die Gläser zusammen. Sie that einen tüchtigen Bug, er aber leerte das Glas, ohne es von den Lippen zu nehmen. Bitte noch einmal", bat er, ich bin ganz Durst." Es flang so eigenthümlich. Sie schenkte ihm ein und stellte den Krug auf den Tisch. Dann hatten sie beide Plaz genommen auf den Steinfißen zur Rechten und Linken. Oben hämmerte und klopfte es noch immer, vor dem Fenster sang eine Drossel. Helene wendete den Kopf ein wenig seitwärts und sah zum Fenster hinaus. " Das ist der Kirchthurm von Andelfingen, der da sind vier Tage für diese Debatten gerechnet. " " v. abgelehnt werden, wenn die Mitglieder der Linken zur rechten sich wohl so manche vernünftige Geistliche gedacht haben, kam. Der Vertreter der Klägerin, Rechtsanwalt Grelling, Zeit am Platze sind. daß der böse Sozialdemokrat Bebel dem Geiste des führte unter Berufung auf die vielbesprochenen Reden des Aus der Tebatte verdienen hervorgehoben zu werden Christenthums näher gekommen ist, als der geaichte Christ Kriegsministers aus, daß die Tendenz des verbotenen Stückes die Darlegungen über die Katastrophe auf der Branden Schall. eine durchaus sittliche sei; das höhere menschliche Recht burg", welche Singer anregte, und die in später Stunde wird in dem Stücke vertreten. Der Soldat, der von Legien vorgebrachten Beschwerden über die Anwendung geworden, seit dem unglücklichen Hofgang, wo dem Von und in der alten Raketenkiste ist es sehr still in dem Stüde seinen Quäler niedersticht, sei viel mehr der sogenannten Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen auf der spolternden Rörgler" ein überzuckerter Knebel in den Mund noch zu entschuldigen als der General Torpedo- Werkstatt Friedrichsort bei Kiel. Wie fast überall, gesteckt ward. Tiber irgendwo muß es doch heraus- das". Kirchhoff, der lange nicht so wehrlos ſei als ein geso scheinen auch auf dieser staatlichen Musteranstalt" die Gift und die Galle; und so hat es denn an sehr uner- biene und dem die Disziplin jede andere Wehr, auch die meiner Soldat, der einem brutalen Unteroffizier als Opfer Wohlfahrtseinrichtungen für die Arbeiter Fesseln unter warteter Stelle eine Explosion gegeben, nämlich in den Rosen verdeckt zu sein. der Deffentlichkeit versage. Das Oberverwaltungsgericht Nachdem die Kommission für den russischen Handels- Spalten des„ Kladderadatsch", der zwar durch die Bismarckvertrag heute ihre Arbeiten beendigt hat, soll am Sonn- Seuche auf den Hund gebracht worden ist, aber noch immer kehrte sich an diese Ausführung nicht, es stimmte nur dem abend bereits die zweite Lesung im Plenum beginnen. Es an ihr leidet, vermuthlich, weil der„ Nachfolger" es nicht Polizeipräsidium zu, daß die Darstellung des Stückes, welches der Mühe werth hält, ihn davon zu turiren. Wir er übrigens den militärischen Beschwerdeweg unrichtig darstelle, wähnten schon der standalösen Briefkastennotizen des Wig das Publikum des Alexanderplay- Theaters aufreizen müsse. Das Der Bundesrath überwies in seiner hentigen Sigung blattes a. D., und konstatirten sofort, daß die ordinäre, Erkenntniß der vorhergehenden Instanz hatte eine Erschütterung die Vorlage betreffend die zollfreie Ablaffung von Blei burschifos- rüpelhafte Art der Angriffe auf Friedrichsruher der öffentlichen Ordnung auch darin erblickt, daß in den Die Soldaten durch dasselbe das Vertrauen auf die röhren bei Verwendung zur Ausrüstung von Seeschiffen Arbeit hindeutet. Wir haben uns nicht getäuscht. dem 3. und 4. Ausschuß und ertheilte dem Entwurf eines Redaktion des„ Kladderadatsch" hat jetzt in einem von der Weisheit der Militärbehörden und die Achtbarkeit der Vorgesezten" Einbuße erleiden Gesezes wegen Verlängerung des bestehenden Handelsprovi Frankfurter Zeitung" mitgetheilten Brief zugestanden, foriums zwischen dem Reich und Spanien die Zustimmung. Daß die Schmutzwürfe erfolgt sind, weil die Angegriffenen tönnte. Als der Vertreter der Klägerin erwähnte, daß das Stück im Petersburger Hoftheater und in Paris zur das Verbrechen begangen haben, von Bismarc Aus der Währungsenquete- Kommiffion. Ten Mit abzusch wenten". abzuschwenken". Und weiter haben wir durch die Aufnahme angenommen sei, gab dieses dem Polizeigliedern der Silberenquete- Kommission sind, wie die Frankfurter Beitung" erfährt, jeht vom Reichsschatzamt die ersten fünf Hamburger Nachrichten", deren Chefredakteur zweifellos vertreter, Regierungsrath v. Voß, zu höchst nationaler Attenstücke mitgetheilt worden. Dieselben betreffen: 1. Bericht gut unterrichtet ist, dieser Tage erfahren, daß die Emphase Anlaß. Was niemals ein deutscher Dichter auf die Bühne gebracht habe, das habe Fräulein v. Schabelski über den Goldbergbau in Transvaal; 2. älteres Programm über Augegriffenen Herrn Herbert Bismarck zur Rebe ge- gewagt; und daß ihr Stück in Baris und Petersburg zur die Erörterung der Währungsfrage; 3. Entwurf eines Reichs- ftellt haben daß dieser aber nichts ,, volt münzgefeßes Antrag Graf v. Kanis 2c.; 4. Vorschlag des Di wußte" was Jeder, der den Herrn und dessen Helden- Aufnahme angenommen, sei sehr erklärlich; finde doch der rettors Königs; 5. Vorschläge zur Hebung des Silberwerthes muth fennt, vorher gewußt hat. Da wäre der Schimpf- Neid über unser, herrliches Kriegsherr darin seine Bevon Dr. Lexis; ferner graphische Darstellungen, betreffend den geist der alten Raketentiste also wieder einmal gründlich friedigung. Rubelfours und den Roggenpreis 2c. 3 Nummern. Weiter die reingefallen. Eeit er vorgestern mit verbissenem ugrimm Zum Fall Oppenheimer wird uns aus Straßburg Silberproduktion Deutschlands, Herrn Geheimrath der Welt auf die Nase band, daß der Kaiser beim neulichen geschrieben: In den letzten Verhandlungen des Reichstags gab Leuschner vorgelegt. Nr. 3 speziell ist der unveränderte, früher von Ackermann, in der letzten Session vom Grafen Besuch in Friedrichsruhe„ kein Wort über Politik", sondern sich der Kriegsminister alle Mühe, dem Genossen Dr. Oppen von Kanig eingebrachte Doppelwährungs- Entwurf. Die Nr. 4 nur von„ Lachsforellenzucht" mit ihm gesprochen hat, ist heimer dadurch eins aufzuhängen, daß er nachzuweisen versuchte, D. habe den Abg. Bebel verleugnet, troßdem er ihn am Bah enthält den folgenden Antrag des Mitgliedes der Kommission, fein Muds hervorgekommen aus der Raketentiste. hose empfangen habe. Wie Bebel richtig erwiderte, hat D. ihn Direktor Königs: Möglichst viele Staaten( worunter die VerDeutsche Einheit. Der Eisenbahn- Verkehr zwischen nirgends verleugnet. In dem vom Kriegsminister verlesenen einigten Staaten von Nordamerika und Britisch- Judien) einigen fich darüber: 1. daß die freie Goldprägung in allen betheiligten Leipzig und Berlin ist sehr bedeutend und in fort- Protokoll der Universität steht davon auch nicht ein Wort. O. Ländern, wo sie bisher bestand, aufrecht erhalten und daß die währender Zunahme begriffen; die Zahl der Eisenbahnzüge wurde hier auf eine Denunziation der Polizei hin vom Dis britisch- indischen Münzstätten der freien Silberprägung wieder ist aber seit Jahrzehnten dieselbe geblieben, so daß sie den Biplinaramt befragt, ob er zu den hiesigen sozialdemokratigeöffnet werden, 2. daß die bisherigen silbernen Kourant- und Bedürfnissen des Verkehrs keineswegs genügt. Jeder, der Führern Beziehungen habe; er erklärte der Wahrheit gemäß, daß das nicht der Fall sei, daß er nur von einem größeren Echeidemünzen allmälig aus dem Verkehr gezogen und einmal von Berlin nach Leipzig oder von Leipzig nach derselben Schriften beziehe. Er hat auch ebenso wenig durch Silber- Kourant, im Verhältniß von ca. 24: 1 geprägt, er- Berlin zu reisen hatte, weiß, daß die Züge stets überfüllt dem Bezirkskommandeur gegenüber eine ähnliche Aeußerung setzt werden, 3. daß dieses nene Silber- Kourant in jedem Staate, find. Wiederholt suchte man von sächsischer Seite die gethan. Wie er furz nach jener Unterredung mehreren Bekannten wo es geprägt ist, als gesetzliches Zahlmittel( Legal Tender) zugelassen wird, daß indeß kein Staat verpflichtet sein soll, die preußische Eisenbahn- Verwaltung zur Einlegung neuer Züge mittheilte, wurde er vom Bezirkskommandeur darüber gefragt, Münzen der Mittontrahenten in Bahlung zu nehmen oder deren zu bestimmen, jedoch immer vergebens. In den legten ob er ein thätiges Mitglied der Partei sei und als solches Umlauf zu gestatten, noch die eigenen Silbermünzen gegen Wochen wurde abermals ein Versuch gemacht und von der mit auswärtigen Führern in Verbindung stehe. Dies wurde der Gold einzuwechseln, 4. daß jeder Staat verpflichtet ist, auf ganzen Leipziger Handelswelt aufs lebhafteste unterstüßt Wahrheit gemäß in Abrede gestellt. Auf eine weitere Frage, ob Silberprägungen eine Prägegebühr von mindestens 10 pat. umsonst, die preußische Eisenbahn- Verwaltung hat wiederum er gebeimes Mitglied der Partei sei, erklärte er, daß er als Angehöriger der Universität keiner politischen Partei angehören zu erheben, daß es aber jedem Staate freistehen soll, tühl abgelehnt. Die servile Bettelei der Leipziger Pfeffer dürfe. Wer weiß, in welcher Weise die Angaben bei einem diesen Saz jederzeit bis auf 20 pCt. zu erhöhen oder fäcke", die preußischer sind als die Preußen, ist also ohne militärischen Verhör verwendet werden können, wird zugeben beliebig innerhalb dieser Grenzen zu verändern, 5. daß die den erwünschten Lohn geblieben. müssen, daß bei jeder Aeußerung eine gewisse Vorsicht am Playe Münzstätten der fontrabirenden Staaten verpflichtet sein sollen, auch für Private Silber zu prägen, jedoch mit der Einschränkung Wozu kein Geld da ist. Der Kustos der Universität ist. Es ist auch bewiesen, daß die Polizei die Denunziation an die a) daß die Prägungen von den neuen Silbermünzen nicht mehr Göttingen, Dr. Adalbert Roquette, hat eine andere Leute, die den Untergebenen des verflossenen Feichter un Militärbehörde gemacht hat. Kurz nach der Wahl wurden auch als 1 M. pro Jahr und pro Kopf der Bevölkerung in gleich Schrift über Bibliothekwesen veröffentlicht, aus welcher wir angenehm auffielen, vor die Kriminalpolizei beschieden, und mit mäßigen Monatsraten zu betragen brauchen, b) daß die Prä ersehen, daß in Preußen teine einzige Universis ihnen auf grund eines alten französischen Gesetzes ein sog. gungen streng nach der Reihenfolge der Ablieferung des Münztätsbibliothet mit ausreichenden Mitteln Niederlassungsprotokoll aufgenommen. Eine der ersten Fragen metalls unter Beobachtung der Monatsraten erfolgen. 6. Taß es jedem Staate freistehen soll, für eigene oder private Rechnung versehen ist und daß wir in dieser Beziehung hinter dem war da:" Haben Sie gedient und sind Sie befördert?" Wozu Ausland England und Frankreich weit zurückstehen. wird eine solche Frage furz nach der Wahl an Leute gerichtet, auch mehr als das in 5 genannte Quantum zu prägen. Die ausgesezten Fonds find so gering bemessen, daß von die schon jahrelang in Straßburg leben? Vielleicht bekam Am 12. März tritt die Kommission wieder zusammen. dem MilitärDen Militarismus scheint man in direktem Gegen nicht ein Sechstel, von einer gar nicht ein Achtel der D. habe in" deutschfeindlichem" Sinne agitirt, ist vollständig den befidolirten Universitäten nicht die Hälfte, von anderen die Polizei über Nacht ein Interesse an verhältniß ihrer Schußbefohlenen? Die Behauptung endlich, sage zum klar ausgedrückten Volkswillen stellen zu wollen, erforderlichen Echriften gekauft werden kann. In den aus der" Luft gegriffen und durch das Universitätswie die folgende Mittheilung des Bayrischen Vaterland" übrigen deutschen Staaten, wo der Militarismus noch nicht protokoll direkt widerlegt. D. hat überhaupt nicht„ agitirt" beweist, falls sie wirklich den Thatsachen entspricht. Das so vollständig alles überwuchert und ausgesogen hat, ist es schon deshalb nicht, weil die Polizei jede Gelegenheit dazu unnicht ganz so schlimm, aber doch auch sehr schlimm, und möglich machte und am allerwenigsten im hier zu Lande ort? üblichen, protestlerischen Sinne. v. Burch torff in Bayreuth, ist als Rittmeister charakterisiri wird natürlich immer schlimmer. Im Interesse der Ehre unseres Parteigenossen Oppenheimer, worden. Lieutenannt v. Burchtorff hatte seinerzeit in Berned Den alten Ruhmestitel:„ Land der Wissenschaft und die viel besprochenen Echießereien verübt und dann sich wegen der Schulen" werden wir anderen mythisch gewordenen dem augenblicklich noch als attivem Soldaten die Hände gebunden „ Nervenüberreizung" in eine Heilanstalt begeben. Paifirt ist Ruhmestiteln bald nachwerfen müssen, wenn wir nicht als find, bringen wir den wahren Sachverhalt zur Kenntniß der Parteigenossen. ihm wegen jener Affäre nichts, wohl aber ist er jetzt befördert ganz erbärmliche Heuchler dastehen wollen. Preußische Wahlstatistik. Der Militärisch- Politischen Die Verstaatlichung der Bergwerke wollen unsere Korrespondenz zufolge wird die Statistik über die infolge Genoffen in sächsischen Landtage beantragen. des neuen Wahlgesezes eingetretenen Verschie= gericht. Ein Schauspiel„ Nothwehr von Elsa v. Scha- hauſe in Aussicht stellte, dem Landtag endlich in dieser General v. Kirchhoff vor dem Ober- Verivaltungs- bungen, die der Minister des Innern dem Abgeordnetenbelsti war vom Alexanderplay Theater zur Aufführung Woche zugehen. angenommen, aber durch die Polizei verboten. Der Bezirks Die österreichische Wahlreform begegnet großen ausschuß bestätigte das Verbot. Es handelt sich in dem Schwierigkeiten, die Konservativen wollen die direkten Stück um einen Soldaten, der von einem Unteroffizier aufs Wahlen faft ganz beseitigen und den größten Theil des äußerste mißhandelt und beschimpft wird und diesen nieder- Abgeordnetenhauses von den Provinziallandtagen wählen sticht. Die Verfasserin hatte Berufung beim Ober- lassen, was weder das Ministerium, noch die anderen Verwaltungsgericht eingelegt, die heute zur Verhandlung Parteien, noch auch die Wähler wollen. Das Bündniß Organ des Dr. Sigl schreibt nämlich: „ Der bayrische Premierlieutenant im 6. Chev.- Regiment, worden. Einige Blätter fügen dieser Nachricht ein„ Kaum glaublich" an. Wir halten im Gegentheil die Sache wohl glaublich, ist doch der pp. v. Burchtorff mit hohen Herren verwandt und hat die militärische Moral uns ganz gemeinen Zivilisten schon so wunderliche Ueberraschungen gebracht, daß wir das Erstaunen schon längst verlernt haben. Pastor Schall, der mit seinem orthodoxen Christen thum die Vertheidigung des Duells in Einklang bringen fonnte, wird jetzt im Volt" von einem evangelischen Geistlichen deshalb ziemlich energisch angegriffen. Es werden " herübersieht," sagte sie, ihn mit dem Finger bezeichnend, sehen Sie, wie das Kreuz jetzt auf der Spitze im Sonnenglanz funkelt, das ist hübsch." " Sehr hübsch," bestätigte er, aber er sah gar nicht nach dem Kreuze hinüber. Werden Sie während der Sigungen im Schlosse bleiben?" fragte er plöhlich. Sie wandte sich rasch nach ihm um. Wie Sie sie fannten? Kannten Sie sie denn?" Weil er der Erste war, der ihr gesagt hat, daß Er zuckte die Achseln und ein schalkhaftes und dabei er sie lieb habe, daß sie ihm das Theuerste auf der zärtliches Lächeln legte sich um seinen Mund. Welt sei... Kann denn niemand begreifen, welch' be Die Lene von damals ist noch gar kein richtiges stimmenden Eindruck das auf ein junges Herz macht? Frauenzimmer gewesen. All der alte Kram, mit dem man Die Sehnsucht ist da... die erwacht so früh... und anderen Mädchen die Köpfe anfüllt, hatte sie nicht beschwert. man prüft nicht und zweifelt nicht... Felsenfest glaubt Sie wußte wenig von den herkömmlichen Zierereien.... man, weil man ja alles glaubt, so lange man gut ist. sie wußte überhaupt nicht viel... Voll naiver, ursprüng- Und da ist niemand, der ein Mädchen von seinen Ja, es wird nöthig sein. Der Kastellan kann unmöglicher Kraft, hatte sie sich intellektuell doch langsam ent- Illusionen befreite, die so kindisch sind, und zugleich so lich alles allein besorgen. Sollen wir eine Andere dazu wickelt und man konnte sich leicht über ihr Wesen ungeheuerlich, wie sie nur ein Geschöpfchen haben kann, bitten? Ich bin einmal mit im Geheimniß, man hat mir täuschen... In ihr verlangte eben alles nach einem neuen das nichts weiß, nichts, gar nichts fennt und versteht... einen Vertrauensposten übertragen, und wenn ich mich auch Juhalt." nicht einmal seinen eigenen Körper- da bleibt denn alles etwas in der Reserve halte, so will ich doch meinen Posten dem Zufall überlassen... aber es giebt nicht immer glückbehaupten." liche Zufälle." Er sah ihr voll ins Geficht mit glänzenden Augen. Ich hätte es nie gedacht." " " Was?" Daß ich Sie als eine so tapfere Parteigenosjin wieder finden würde." Ich gehöre zu Euch, ganz und gar," sagte sie entschieden in einem fast leidenschaftlichen Ton und sie legte ihre Hand in die seine, die er ihr weit über den Tisch entgegengestreckt hatte und drückte sie feft. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie mich das glücklich macht, Helene, nachdent-" " Nachdem?" Sie hatte die Hand wieder zurückgezogen und ihr Blick wurde ernster, nachdem Sie sich gewöhnt hatten, mich als eine Feindin zu betrachten." Als eine Frau, die einer anderen Klasse angehört, mit anderen Interessen und anderen Bedürfnissen." " Die ich nicht hatte, die mir künstlich aufgepfropst wurden." Junerlich hätten Sie also immer zu uns gehört?" Ich glaube ja, das ist schon so in mir gelegen." Und es stimmte auch zu der Lene, wie ich fie tannte." Gin neugierig rascher Blick traf ihn aus ihren Augen. Aber man hat ihn ihr nicht gegeben." " Wer hätte es thun sollen? Die Mutter konnte nicht geben, was sie selbst nicht besaß, und der Vater? er Sie legte die Finger leicht über die Augen, die hatte den Kopf voll Sorgen, er mußte immer daran unteren Partien ihres Gesichtes zeigten ein nervöses Denken, wie kann ich die Kinder ernähren... sie zu er Bucken. ziehen hatte er feine Zeit und so hat er einzig durch Er sieht sie an sein Athem ist heiß stürmisch feine Unzufriedenheit den revolutionären Geist in sie ver- pocht ihm das Herz, ihr Bekenntniß hatte ihn tief erschüttert, pflanzen tönnen." aber er fürchtet, ein Wort zu sagen, daß ihr mißfallen und sie verlegen könnte. Und Lene's guter Freund- Konrad Ebner?" fragte sie. „ Ach " Ach der der hatte damals so viel mit sich zu thun... bei dem wogten die neuen Ideen noch ganz un geklärt durcheinander, da trug fie die Lene viel sicherer in ihrem jungen und begeisterten Herzen." So haben Sie die Lene gesehen so viel von ihr Ich habe die Lene sehr lieb gehabt," sagte er leise. Und doch haben Sie sie aufgegeben!" gehalten?" Ein rasch aufflammender Blick traf sie aus seinen Augen. Dann zogen sich die Brauen zusammen, und sich den blonden Schnurrbart streichend, starrte er auf den fchöngeaderten Marmor des Tisches. Als sie aber schweigend verharrt, neigt er sich ihr entgegen, das ist nun alles vorüber," sagte er ernst und gehalten." " Vorüber?" wiederholt sie, wie für sich hin. " Ich dächte so... Sie haben doch Ihre Ehe getrennt..." Forschend sieht er sie an und als sie leise nickt, steigt eine kräftige Röthe in seine Wangen und aus seiner Stimme flingt es wie zurückgehaltener Jubel: Sie hatten den Muth, ein Verhältniß zu lösen, das niemals ein sittliches gewesen ist, denn dieser Mann hatte in seinem unsäglichen Hochmuth sein Weib nie als seine Gleiche betrachtet. Gr Meinen Sie, daß es mir leicht geworden ist? Die hat dies Uebergewicht nicht aus seiner höheren Bildung ge Lene wußte nicht, was sie mir angethan.. fie hat sich schöpft die denti anders... auch nicht aus seiner auch nie darum gekümmert... Sie hat einen Anderen ge- höheren Sittlichkeit sondern einzig und allein aus seiner liebt und geheirathet." ökonomischen Ueberlegenheit. ( Fortsetzung folgt.) " B 1 männer. " -W * eid Schlimme Aussichten. In Frankreich ist, wie wir dem„ XIX. Siècle" dem Neunzehnten Jahrhundert" - entnehmen, eine neue Rauone erfunden, die viel weiter, viel akkurater und dreimal so oft schießt, wie die besten jetzt vorhandenen Kanonen. Die Schießproben, die XIII. Kommission. Deutsch russischer Handel 3 foeben bei Calais unter Aufsicht des französischen Kriegsvertrag. Gigung vom 8. März. Bor Gintritt in die Verministers stattfanden, sollen das denkbar befte Ergebniß bandlungen erklärt Minister v. Bötlicher, daß seine Erklärung gehabt haben.„ Die neue Kanone bedeutet für die Artillerie über die Aufhebung der Staffeltarise in dem Bericht der„ National eine ebenso große Revolution wie das kleinkalibrige Gewehr Beitung" nicht richtig wiedergegeben sei. Er habe nicht gesagt, für die Jufanterie", sagt das französische Blatt, und fügt ingrimmig hinzu: Das kostet uns 600 bis 700 Millionen Franks!" Und wir werden nicht besser wegkommen. O, dieser„ bewaffnete Friede"! " Gerichts- Beitung. Zu Unrecht fistirt und obendrein verurtheilt. Die V weil der großen Parteien scheint deshalb bald in die Brüche mit dem Denkmal in Berbindung bringen wollen, dann könnten gehen zu wollen und die Lösung der Wahlrechtsfrage fünft sie ja im März 1897 den Grundstein zu dem Denkmal legen. lich verschoben zu werden. Die Regierung hüllt sich über Aus prinzipiellen Gründen und wegen der schlechten wirthihr Wahlrechts- Projekt in Schweigen, doch verlautet in schaftlichen Lage beantragt Abg. Singer die Ablehnung der ReWien nach der Bossischen Zeitung" darüber das folgende: gierungsvorlage und damit zugleich den Antrag des Referenten. Berhaftung der Posamentiers Ehefrau Kulick, die schon so viel Abg. Dr. Lieber stellt den Antrag, statt der vom Referenten Staub aufgewirbelt hat, beschäftigte gestern wiederum das Gericht. Eine neue Wählerklasse soll geschaffen werden, die drei- beantragten Pauschalsumme die von der Regierung geforderte Frau Kulick war vom Schöffengericht von der Anklage des undpierzig Abgeordnete entsenden soll. Diese Wählerklasse soll Summe als erste Rate zu bewilligen. Der Redner begründet Widerstandes gegen die Staatsgewalt und der Beleidigung des alle industriellen und gewerblichen Arbeiter umfassen, die einer seinen Antrag damit, daß der Reichstag sich durch seinen Polizeipräsidiums freigesprochen worden, der Staatsanwalt legte Krankenkasse angehören, überdies sollen dieser Wählerklasse Befchluß jene Steuerträger eingereiht werden, die gegenwärtig wegen Inanspruchnahme von Reichsmitteln gebunden habe, verlangte jedoch, daß die aber Berufung ein. Die Angelegenheit dürfte noch in Erinne nicht den von der rung sein. Frau Kulick wurde eines Morgens verhaftet, zu geringer Steuerleiſtung kein Wahlrecht besitzen, die land- Regierung in dem vorliegenden Projekt beabsichtigten Umfang sie nicht die Wahrheit ihrer Behauptung, daß sie eine ihr auferwirthschaftlichen Arbeiter erhalten kein Wahlrecht. Die neue erreicht. Abg. Richter hält, in Rücksicht auf den einmal gefaßten legte Ordnungsstrafe von 3 M. bezahlt habe, zu beweisen vermochte. Wählerklasse wird nach Städten und Landgemeinden wählen. Beschluß, die schlechte Finanzlage nicht für einen ausreichenden Sie mußte mit Gewalt hinter den Ladentisch gezogen werden Die Landgemeinden wählen je nach den Beschlüssen der be- Grund, von der Bewilligung abzusehen. Er plädirt jedoch unter und zwei Beamte hatten zu thun, ihre Ueberführung nach dem treffenden Landtage entweder unmittelbar oder durch Wahl- Bekämpfung des Lieber'schen Antrages für Ablehnung der For- Polizeipräsidium zu bewirken. Sie soll dabei den Beamten ge Die Kreuz- Beitung" ist der Meinung, daß die Wahl einer Pauschalsumme, die er an sich für richtig hält, rechtfertigen tommnisse in einem Artikel geschildert, der die Ueberschrift: derung, weil die Voraussetzungen fehlten, welche die Bewilligung sagt haben, daß eine verft... Bummelei seitens der Polizei bungeni richtig vorliege. Das„ Kleine Journal" hatte damals dieſe Vorreform nicht im Parlamente, sondern außerhalb desselben würden. stattfinden wird. Der Druck der Agitation der Arbeiter Der Staatssekretär v. Bötticher befürwortet die Regierungs-" Kleinen Journal" zog sich dadurch eine Beleidigung zu, die Ein Gewaltakt der Berliner Polizei" trug. Der Redakteur des wird die Krone zur Oftroyrung eines demokratischen Wahl- vorlage, giebt jedoch event. dem Antrage Lieber den Vorzug. rechtes zwingen. Die österreichischen Parteigenossen werden An der weiteren Diskussion betheiligen sich die Abgg. Dr. mit seiner Verurtheilung zu einer hohen Strafe endete, obgleich der Kreuz- Zeitung" dankbar sein, daß sie ihrer Agitation Lieber, v. Kardorff, Richter, sowie Abg. Bebel, welcher unter festgestellt worden war, daß Frau Kulick die Geldstrafe that bereits bezahlt hatte und ein Versehen des schon jetzt diesen Erfolg verspricht. voller Wahrung des von Singer vertretenen, alle Denkmals- sächlich Amtsrichters vorlag. Der Staatsanwalt forderungen prinzipiell ablehnenden Standpunkts ausführt, daß betreffenden hielt in das der gestrigen Verhandlung freisprechende Die Gude Die Verstaatlichung der Eisenbahnen soll in Dester- für die bewilligenden Parteien die Einsehung einer einmaligen Pauschalsumme rathsamer fei, weil der Lieber'sche Antrag in amten hatten von ihrer vorgesezten Behörde den Auftrag, Erkenntniß des Vorderrichters reich zu Ende geführt werden. für verfehlt. Die Be seinen Konsequenzen nicht absehbar und höchstwahrscheinlich zur die Frau Kulick zu verhaften, sie mußten diesen Befehl ausführen Ausführung des jetzigen Projekts führen werde. Um den Fraktionen Gelegenheit zu geben, über die Vorschläge der Abgg. und die Angeklagte durfte sich nicht widersetzen, selbst wenn fie Lieber und Graf Limburg zu berathen, wurde die weitere Ver- das Opfer eines Versehens wurde. Er beantragte gegen fie eine handlung der Sache auf morgen vertagt. Geldstrafe von 30 M. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Friedmann führte aus, daß bisher in solchen Fällen, in denen die Beamten sich nicht in der berechtigten Ausführung ihres Berufes befunden hätten, stets ein freisprechendes Urtheil gefällt worden sei, der Umstand, daß im vorliegenden Falle die Schußleute nur die ausführenden Kräfte eines Befehls gewesen waren, der sich als unberechtigt herausstellte, könne darin nichts ändern. Außerdaß auch bei einem Nothstande von der Wiedereinführung der dem müsse berücksichtigt werden, daß Frau K. in mangelhafter Staffeltarife teine Rede sein könne. Der Ginn seiner Aus- Kleidung über die Straße geschleppt worden sei, da sei das führungen bedeute das Gegentheil. Sieran anknüpfend fragt Sträuben doch wohl nur eine natürliche Regung und das BeAbg. v. Bennigsen, ob es nicht möglich sei, die Staffeltarife schon wußtsein einer Auflehnung gegen die Staatsgewalt nicht vorfrüher als zu dem von der Regierung angekündigten Zeitraume banden. In dem Ausdruck Bummelei" sei eine Beleidigung Der Bombenfegen. Zum Bourgeoisiegen, Junker( 1. September d. J.) aufzuheben. Um hierüber genaue Auskunft nicht zu finden und bitte er deshalb wegen beider Bergehen um und Pfaffenfegen für die heilige Bombe" zu erhalten, soll ein Vertreter des Eisenbahnamts herbei Freisprechung. Der Gerichtshof hielt einen Widerstand für vorsollen Beipäter abgegebene Gr- liegend und verurtheilte hierfür die Angeklagte zu 10 M. Geldstrafe. Wolff'sches Telegramm meldete gestern Abend eine sozia: klärung geht dahin, die Eisenbahnverwaltung sei gefeßlich Eine gerichtliche Verurtheilung des Straßenelends. Gine ge liftifche durch Jaurès zu begründende- Inter: Das Abgeordnetenhaus habe früher gewünscht, diese Kündigunge maßgebenden Rechtsbegriffe grell beleuchtet, hat fürzlich das an eine sechswöchentliche Kündigungsfrist der Tarife gebunden. Eine Entscheidung, welche die im modernen Berufsrichterthum pellation betreffs verschiedener Briefschaften, die bei frist möge auf 3 Monate ausgedehnt werden und es sei daher Rammergericht in letter Instanz gefällt. Anarchisten" entdeckt worden sind. Jetzt erfahren wir, stets so verfahren worden. Man müsse bei der Aenderung der Gegen den bereits wiederholt wegen Bettelns vorbestraften daß die Polizei bei einer der letzten Haussuchungen in dem Tarife möglichst schonend vorgehen, von erblindeten Streichholzverkäufer" Jeder war eine neue Anklage Bette des Anarchisten" Journa de drei Bündel sehr Lieferungen abgeschlossen worden sei, die auf den billigen Tarifen wegen derselben Uebertretung erhoben worden. Das Schöffenmerkwürdiger Briefe gefunden; dieselben rühren von basiren. Jedoch werde man unterfuchen, ob ein früherer Termin gericht hatte auf Haftstrafe und leberweisung an Die Leuten her, die Geld für die Bereitung und möglich sei; er glaube, man werde die Staffeltarife bereits am Landes Polizeibehörde erkannt. Der Angeklagte legte Bedas Werfen von Bomben geschickt oder 1. Auguft aufheben können. Bei der Berathung der deutschen rufung ein und bestritt, überhaupt gebettelt zu haben. er Einfuhrzölle entspinnt sich über die Position Flachs eine längere Gegen ihn sei nur festgestellt, daß angeboten haben. Und unter diesen Personen Debatte. Abg. v. Manteuffel beantragt, für den Doppel- Leipzigerstraße, ein Schild mit der Inschrift Erblindet" auf sind verschiedentlich hochgestellte Personen, dazentner Flachs einen Zoll von 1 M. festzusetzen. Gegen diesen der Brust, aufgestellt und Streichhölzer feilgehalten habe. Gerunter Geistliche. Daß das ganze Adelsviertel in Antrag wird namentlich geltend gemacht, daß Flachs nach dem bettelt habe er nicht. Daß er Gaben, die ihm freiwillig gegeben Paris für die Anarchisten schwärmit, war längst bekannt, autonomen Bolltarif zollfrei ist und daß also zuerst auf dem würden, angenommen, tönne er nicht bestreiten, das fet aber wie daß die ganze aristokratische Presse Reklame für sie macht. Wege der Gefeßgebung überhaupt ein 3oll eingeführt werden nichts Strafbares. Die Straftammer verwarf seine Berufung; Jeht hat man etwas Greifbares. Und die bösen Sozialisten müsse. Auf grund der Meistbegünstigung würde aber auch dann dieselbe nahm an, daß der Streichholzverkauf nur ein Vorwand wollen die Sache nicht todtschweigen. Sie wollen zunächst Rußland nicht zur Zahlung eines Flachszolles verpflichtet sein. gewesen sei, um das Betteln zu verdecken. Der Angeklagte legte die Namen der Briefschreiber wissen. Und nicht blos Der Flachsbau ist in Deutschland sehr gering und ist dadurch Revision ein. Er führte zu seiner Bertheidigung an, daß er die Leinenindustrie gezwungen, hohe Preise für Flachs zu be- einen Gewerbeschein besitze Wenn der Bombenwerfer auf die Gouillotine zahlen. Der Antrag wird mit 17 gegen 10 Stimmen abgelehnt. bei sich geführt habe; das sei doch nicht die Art der zum Verkauf muß, danudarf doch der Bombenbesteller und der Gin vom Abg. v. Salisch gestellter Antrag, in dem Vertrage die Bettler. Die Armenunterstützung, die er bekomme, sei nicht ausBombenbezahler nicht frei ausgehen. Unsere Ge Worte nit Ausnahme der Baumwolle" zu streichen, wodurch reichend, und es sei ihm gesagt worden, er müffe etwas dazu noffen werden verlangen, daß die Herren Bourgeois, der Flachszoll auch für Baumwolle Geltung gehabt haben würde, verdienen. Da er dies nun thun wolle, dürfe man ihn doch nicht Aristokraten und Pfaffen, welche die Bombe gesegnet" und wird gleichfalls abgelehnt. Bei der Position Roggen beantragt wegen Bettelns bestrafen. Das Kammergericht erkannte auf den Bombenwerfern die anarchistische Munition geliefert Abgeordneter von Manteuffel einen 3oll von 5 Mark; Zurückweisung der Revision mit der Begründung, daß der Vorderhaben, auf die Anklagebant kommen. Auch Herr für Hafer einen solchen von Mart. Die sehr richter den Begriff des Bettelns keineswegs verkannt habe. Dazu Andrieux darf dann nicht vergessen werden. Wir sagten lange Debatte über diese Frage, in welcher die Agrarier ihren gehöre nicht ein ausdrückliches Ansprechen mit den Worten, vor Monaten: wenn jeder Polizist und Reaktionär, der ganzen Vertragsschmerzen noch einmal Ausdruck geben, wird sondern es genüge, wenn sich jemand so aufhalte, daß er die anarchistische Attentate gefördert, dazu gereizt und geholfen burch einen Schlußantrag beendet. Der Antrag des Abgeordneten Aufmerksamkeit der Vorübergehenden auf sich siehe und ihre v. Manteuffel wird mit 16 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Um Milothätigkeit in Anspruch nehme. hat, auf Lebenszeit ins 3uchthaus geschickt wird, die Berathungen noch heute zu Ende zu führen, erklären die dann werden die Attentate bald aufhören. In Frankreich Agrarier, daß sie sich jetzt nicht mehr an der Debatte betheiligen beamten. Einer der Fälle, in denen die Postbehörde einen Die Postbehörde und der gute Wandel ihrer Uuter. kann jetzt die Probe gemacht werden. und ihre Bedenken gegen den Vertrag im Plenum zum Ausdruck Unterbeamten wegen angeblicher außerdienstlicher Vergehen ent In Italien spricht man von der Auflösung des Par- bringen wollen. Bei der Schlußabstimmung über den Vertrag läßt, bevor die Angelegenheit gerichtlich zur Aburtheilung gelangt Par- wird derselbe mit 16 gegen 12 Stimmen angenommen. Von den ist, tam am Donnerstag an das Licht. laments, weil dasselbe wohl die Finanzvorschläge des Mi- 8 Kommissionsmitgliedern des Zentrums stimmen 5 dafür, 3 da-, tam am Donnerstag an das Licht. nisteriums Crispi verwerfen dürfte.das. In Afrika haben Portugiesen und Engländer auf einander geschossen. Parlamentarisches. Die gegen, von den Nationalliberalen stimmen 3 dafür, 1 dagegen. Bum Berichterstatter wurde Abg. Möller bestimmt. Die Bericht erstattung soll, um die Angelegenheit rasch erledigen zu fönnen, eine schriftliche sein. 章 und Waaren " haben. sich in der Nach Unter dem Verdacht des wiederholten schweren Diebstahls stand gestern der Postbilssbote Friedrich Herbst vor der IV. Straftammer des Landgerichts I. Im Juli v. J. wurden dem Gärtner Lippe aus seinem Borgarten Yorkstraße 71 zu ver schiedenen Malen Blattpflanzen in Töpfen gestohlen. einiger Zeit tam Lippe zufällig in ein Haus einer benachbarten Die Wahlprüfungs- Kommission des Reichstags hat be Straße. Hier fand er auf dem Hofe mehrere Blumentöpfe, die des schlossen, dem Reichstag zu empfehlen, die Wahl des Abg. Preiß Regens wegen hinausgestellt waren. Er fand darunter ( 3. Elsaß- Lothringen) für giltig zu erklären. Ueber die Wahlen drei Stück, die er fofort als die ihm gestohlenen erbie er fofort aren der Abgeordneten Siegle( Stuttgart) und Dr. Böttcher( Waldeck) fannte. Auf Befragen erfuhr er, daß die Töpfe dem Die Budgetkommiffion verhandelte heut über die Forde wurde dagegen die Entscheidung ausgesetzt und sollen Er im Keller wohnenden Briefträger Herbst gehörten. Lippe rung, welche die Regierung zur Errichtung des Denkmals für hebungen gepflogen werden. Herr Dr. Böttcher hat nach den fand nur die Ehefrau anwesend, welche auf Befragen erklärte, ben verstorbenen Kaiser Wilhelm erste Rate werden 1 100 000 m. verlangt, während die Gesammt folute Mehrheit erhalten, sein Hauptgegner waren die Antifauft habe. Diese Behauptung wurde von Herbst bestätigt und Bate bunebe 1 1 100 300 gel in den Gtat eingefeht hat. Alls Feſtſtellungen in der Kommiſſion nur eine Stimme über die ab baß ihr Mann bie Bilanzen von einent, auf festen für das Denkmal auf 8 Millionen Mart veranschlagt sind. femiten. Ter Referent Abg. Graf Limburg erinnert fan den Reichstagsbeschluß vom Jahre 1890, durch welchen der Reichstag die Bel stimmung des Plates sowie die Gestaltung des Standbildes dem Raiser überlassen hat. Der Redner giebt eine Darstellung der weiteren Entwickelung dieser Angelegenheit, tritifirt das vorliegende Projekt des Denkmals, betont die außerordentlich hohen Kosten Unsere Parteigenossen in Elsaß- Lothringen leiden be: Siffelten, und will, um nicht die Verantwortung für die Er fanntlich noch weit mehr unter der Polizeiwillkür, als wir im richtung eines feinen Gefühlen nicht entsprechenden Denkmals zu Mutterlande". Die Diktaturparagraphen, die man bisher übernehmen, in Anerkennung der Konsequenzen des erwähnten noch nicht aufgehoben hat, tragen das ihrige dazu bei, den Reichstagsbeschlusses von 1890, die Summe von 4 Millionen wiedergewonnenen Brüdern" einen Vorgeschmack preußischMart als einmalige Bewilligung in den Etat einfeßen. Deutscher Ordnung zu geben. Kürzlich theilten wir mit, daß eine Gleichzeitig schlägt der Referent eine Resolution vor, nach Bersammlung in Colmar verboten worden war, in der über welcher weitere Bewilligungen aus Reichsmitteln für die Er- das Thema:" Die neue Gemeinde- Ordnung für Elfoß- Lothringen" gesprochen werden sollte. Nunmehr hat aber das Ministerium richtung des Standbildes nicht stattfinden sollen. Der Rorreferent Abg. Singer will den Streit über den Platz von Elsaß Lothringen gesprochen, die staatsgefährliche sowie die Art der Herstellung des Standbildes denjenigen Versammlung darf stattfinden. So viel Mühe, so viel Kampf Fraktionen überlassen, welche ein Bedürfnis nach einem Denkmal un eine einzige Versammlung. Wenn aber die Behörden glauben, für den Kaiser Wilhelm empfinden. Die sozialdemokratische daß die Sozialdemokraten zuerst müde werden, so irren -W Parteinachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches ze. im Termine mit aller Bestimmtheit aufrecht gehalten. Auffällig war es dagegen, daß der Angeklagte sich aus freien Stücken zum Gärtner Lippe begeben und demselben die Pflanzen mit 8 M. vergütet hatte, obgleich er selbst nur 2 M. dafür gegeben haben wollte. Er gab an, daß er ihm überstellte Postsekretär ihn dazu beredet habe, um die Sache aus der Welt zu schaffen. Er sei aber trobem aus dem Postdienst entlassen und unter Anklage gestellt worden. Nach längerer Beweisaufnahme hielt der Gerichtshof das Belastungsmaterial nicht für ausreichend, um daraufhin den Angeklagten zu verurtheilen; mit den verhängnißvollen Pflanzen im Arm verließ Herbst als Freigesprochener den Gerichtssaal blowguzt Eingelaufene Druckschriften. Der Sozialdemokrat", Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthreusband für März 50 Pfennig. Bom 1. April ab beträgt straße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Unter das Abonnement durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungs- Spediteure pr. Quart. 1,20, unter Kreuzband 1,80 M. Nr. 6 vom 10. März hat folgenden Inhalt: Die politische Lage in Desterreich. Briefe aus Bayern. die bürgerliche Ehe.- Reichstag. Politisches. Vom Lande. Parteinachrichten. Wie man uns behandelt. Politisches. Strindberg und Agrarisches. Rentengüter in Preußen. IV. Preußische Volksschulzustände. Die amerikanische Arbeitsstatistit. Bur Landagitation. I. Gewerkschaftliches. Arbeiterschutz. Arbeiterversicherung. Tobtenliste. Depeschen. Fraktion habe dieses Bedürfniß nicht. Der Redner stellt feft, fie fich. daß der Reichstag durch den früheren Beschluß weder die Be willigung der Geldmittel für das Denkmal aus der Hand gegeben, noch sich an eine bestimmte Zeit für diese Bewilligung Ein Zehdenicker Gastwirth macht durch Nr. 17 des gebunden habe. Ganz abgesehen von dem prinzipiell gegnerischen Behb. Anz." bekannt: Mein Lotal steht unterm heutigen Tage Standpunkt der sozialdemokratischen Fraktion gegen die Re- nur Gästen, die für Kaiser, König und Vaterland sind, offen. gierungsvorlage glaubt der Redner aber auch, daß die gegen Bersammlungen finden in sozialdemokratischen Beziehungen niewärtige Finanglage des Reiches absolut ungeeignet sei, berartige mals mehr in meinem Lokal statt." Hoffentlich ist Zehdenick mun Ausgaben zu bewilligen. Er erinnert daran, daß in Rücksicht gerettet. auf die schlechte wirthschaftliche Lage die Budgetfommission und -Wegen Hausfriedensbruch war der Dirigent der Reichstag eine Reihe von Bauten abgelehnt hat, welche von und mehrere Mitglieder des Arbeiter- Gesangvereins Sänger= der Militär- und anderen Verwaltungen als dringend noth- 1ust" zu Luckenwalde angeklagt, weil sie der Aufforderung wendig, ja als unaufschiebbar bezeichnet waren. Rom, 8. März. Eine Bombenerplosion veranlaßte den Die Ansicht der Kommission, in dem fünftigen Etatsjahr nur waren. Der Verein hatte am Grabe eines Vereinsmitgliedes Bruch aller Fenster des Kammergebäudes, auch der im Innern, das Allernothwendigste und unaufschiebbare zu bewilligen, gesungen. Um die Erlaubniß hierzu zu erhalten, hatte man den sowie der Gebäude in der Umgebung. Nur einzelne Abgeordmüsse diefer Forderung gegenüber unbedingt festgehalten werden. Herrn Pfarrer mit in den Kauf nehmen müssen. Dieser ent- nete waren noch im Kammergebäude. Polizisten und Militär Ge tönne Niemand behaupten, daß der Beginn des Baues eines fernte sich nach Anhörung des ersten Liedes; die Genossen aber fäuberten den Montecitono von der Menschenmenge, welche Denkmals nothwendig und unaufschiebbar sei, und auch der von hielten sich für berechtigt, weiter zu fingen, da das erste Lied sich sofort nach der Explosion daselbst versammelte, und be der Regierung betonte Wunsch, die Enthüllung des Denkmals unbeanstandet geblieben war. Die Klage, die bis vor den Strafe lebten die Zugänge. Von den Passanten wurden zwei leicht und im März 1897, am Tage der hundertjährigen Wiederkehr des fenat des Kammergerichts zu Berlin geführt wurde, mußte schließwei schwer verwundet. Unter den Verhafteten befindet sich ein Geburtstages des verstorbenen Kaisers stattfinden zu lassen, tönne lich zu gunsten der Angeklagten entschieden werden, nicht maßgebend sein. Wenn die Regierung und die zur Er richtung des Denkmals geneigten Parteien durchaus diesen Zaa des Todtengräbers, den Kirchhof zu verlassen, nicht gefolgt gillon n Verwundeter, den man für den Urheber der Explosion hielt. Am Thatorte ist ein großes Loch in die Straße geriffen; außer dem find Blutspuren sichtbar. Adolph Ernst- Theater. dimmt die Redaktion dem Bublikum Charley's Tante. Für den Inhalt der Inserate über breber star Safe, au ſeinem So, daß die Weſſingſpäne hopien Unserm lieben Kollegen, dem Metallheutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, gegenüber keinerlei Verantwortung Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. und die Drehbänke vor Freude einen Theater. Freitag, den 9. März. Opernhaus. 9. Sinfonie- Abend der töniglichen Kapelle. Schauspielhaus. Keine Vorstellung. Deutsches Theater. Der Talisman. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. König Richard III. Berl. Bock- Brauerei Leffing Theater. Madame SansFriedrich- Wilhelmäädt. Cheater. Die Brautjagd. Residenz- Theater. Der Maskenball. Vorher: Vermischte Anzeigen. Neues Theater. A Basso Porto. Central Theater. Ein gesunder Junge. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Der Südstern. Alexanderplatz- Theater. Die blonde Gina. Die Weber. National Theater. Ella.- Wildfeuer. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Wallner- Theater. Geschlossen. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. = Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Vorsteuung. Spezialitäten Baufmann's Variété. Spezialitätens Borstellung. Nene freie Volksbühne im Wallner- Theater. 214 Uhr. 453/16 Emilia Galotti. Sonntag, 11., 18., 25. März. Tempelhofer Berg: 55. Bock- Saison. Täglich:[ 2198b Gr. Militär- Concert. PassagePurzelbaum schlagen. [ 2194b Die Nihilisten von C. T. Sp. u. Co. Oskar- Prösterken bleibt Prösterken. Am 6. d. Mts. entschlief sanft nach furzem Krantenlager meine innigftgeliebte Frau, unsere theure Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante 15 6. Wahlkreis. Große öffentliche Sozialdemokrat Partei- Versammlung am Sonntag, den 11. März, in den Germania- Sälen, Chauffeestraße Nr. 103. Tagesordnung: 1. Bericht der Vertrauensleute. 2. Bericht der Revisoren. 3. Wahl der Revisoren. 4. Stellungnahme zum 1. Mai, Berschiedenes. 354/5 Jda Möser, Graphisches Gewerbe. geb. Theiss. Im Namen der Verwandten zeigt dies tiefbetrübt an 2212b Alfred Möser. Sonntag, den 11. März, Vormittags 10 Uhr, Die Beerdigung findet Sonntag, den im großen Saale der Berliner Bock- Brauerei: 11. März, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Parochial- Kirchhofes ( Borhagenerstraße) aus statt. Oeffentliche Versammlung Eine Frau mit 3 Kindern im Alter aller im graphischen Gewerbe besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen ( Buchbinder, Buchdrucker, Lithographen, Schriftgießer, Steindrucker, Stereotypeure, Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen). Tages Ordnung: von 5 bis 10 Jahren, welche der Mann verlassen hat, und die Kinder alle erfrankt sind, bittet Menschenfreunde um sie Panopticum. eine Unterſtügung, da ſfi: ſelber frant ist und nicht weiß, woher fie Brot 2. nehmen soll. Glockerau Geisdorf, Wienerstr. 45, v. II. D. Die von Fr. v. Schiller. Musik von Romberg. Dargestellt in 15 lebend. Bildern. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) New! Neu! Bummel- Fritze. Posse mit Gesang in 2 Bildern. Neues Variété- Programm. Entree 15 Pf., reservirt 30 Pf. R. Winkler. National- Theater. Kaufmann's Variété Große Frankfurterstraße 182. Gastspiel des Frl. Clara Hrabowska vom großherzoglichen Hof- Theater in Mannheim. Ella. Dramatische Phantasie in einem Aufzug von Henry John Smith. Mit Chören und begleitender Musik v. Paul Lorberg. Dirigent: Adolph Wiedecke. Regie: May Samft. Hierauf: Wildfeuer. Lustspiel in 5 Akten v. Friedr. Halm. Regie: Fritz Schäfer. Rasseneröffnung 6%, Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Novität! Bum 4. Male: Novität! Ein gesunder Junge. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Jean Kren. Musik von Julius Einödshofer. Anjang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 8/2 Uhr: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen " Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. mit bewegter VergangenMartin Bendix. Täglich: Auftreten des Brunwald heit Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung und Konzert von nur Künstlern 1. Ranges. Auftreten der Ballet- Gesellschaft Columbia( 10 Damen), Balletmeisterin Rosa Fricka. Auftreten der Elite- ParterreAkrobaten u. Pantomimentruppe Hermandez. Im Mädchen- Pensionat. Komische Pantomime mit Ballet. The Willon's, Doppel- Jongleure. Joië di Dios, Kostüm- Soubrette. Geschw. Howala, Duettiſtinnen. G. Cordes, Gesangs- Humorist. Sonntags 6 Uhr. Anfang:{ Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. ratweil'sche G Fernrohre per Stück 3,20 Mk. mit 4 feinen Linsen und 3 Auszügen. Vergrössern 12 Mal unter Garantie. 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In anbetracht der wichtigen Tagesordnung wird um zahlreiches und pünktliches Erscheinen gebeten. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 283/9 Der Einberufer. Verein Rhetorik empfiehlt sich Arbeitervereinen zur Aufführung von lebenden Bildern, Theaterstücken und Vorträgen gegen Untoftenerstattung. Unter anderm: Ravadol"- ,, an die Scholle gefesselt') An O welche Luft, Soldat zu sein". Der Verein tagt Mittwochs Abends 9 Uhr im Restaurant Friz Zubeil, Naunynstraße 86. Mitglieder werden aufgenommen. *) Obiges Stück erzielte trog der absprechenden Kritik im Vorwärts" in agitatorischer Beziehung Erfolg. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Empfehlenswerthe Schriften für die März- Tage. Agitations- Schriften: Bortheim, Mordspatrioten, Zur| Liebknecht, Hochverrath u. Revolu Erinnerung an die deutschen tion. 2202b 30 Pfg, Porto 5 Pfg. Robert Blum u. seine Beit. 6 Hefte à 25 Pfg, geb. 2 Mt., Porto 20 ẞfg. Bum 18. März und Verwandtes 20 Pfg., Porto 3 Pfg. Mary, Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte( NapoleonsStaatsstreich m 2. Dez.). 1 Mt., Porto 10 Pfg. Bürgerkrieg in Frankreich.( Rommune 1871.) 30 Pfg., Porto 5 Pfg. Kommunistenprozeß zu Köln, Enthüllung. über- 25 Pfg., Porto 5Pfg. Karl Marr vor den Kölner Geschwornen, 9. Februar 1849. 25 Pfg., Porto 5 Pfg. Chartistenbewegung in England. 25 Pfg., Porto 5 Pfg. Deville, Verschwörung Babeuf's. 25 Pfg., Porto 5 Pfg. Kaler, W. Weitling, seine Agitation und Lehre. 40 Pfg., Porto 5 Pfg. Kautsky, Klaffen- Gegenfähe von 1789. 50 Pfg., Porto 5 Pfg. Lassalle, Asenrede von 1849 gegen die Anklage, die Bürger zur Bewaffnung gegen die Königliche Gewalt aufgefordert zu haben. 40 Pfg., Porto 5 Pig Weber Verfassungswesen.- Was 15 Pfg., Porto 3 Pfg. nun? Macht und Recht. 35 Pfg., Porto 5 Pfg. Mary Engels, Kommunistisches Die französischen National- Werk- Manifest. 15 Pfg., Porto 3 Pfg. ftätten von 1848 und andere kleinere Wolff, Schlesische Milliarde( welche Aufsätze. 15 Pfg., Porto.3 Pfg. die schlesischen Junker bei AbKommune- General Dombrowski, lösung der Feudalrechte von den Leben und Thaten des 80 Pfg., Bauern erschwindelt hatten. geb. 1,50 Mr., Porto 10 Pfg. 20 Pfg., Porto 5 Pfg. Siftorische Schriften: In tische Aufschlüsse über die 1,50 Mt., Porto 10 Pfg. Becker, Revolutionäre Pariser Kommune. 1789-94. 1 Mt., Porto 20 Pfg. Bibliothek politischer Reden( aus der französischen und 48er Revolution). brosch. 1 Mt., geb. 1,30 Mt., Porto 30 Pfg. Blos, Französische Revolution. Badische Revolution v. 1849. Authen-| Buckle, Geschichte der Civilisation in England. 2 Bd., brosch. 13,50 M. geb. 16,-Mt., Porto 50 Pfg. Jacoby, J. Ges. Schriften u. Reden. 4 Bd., brosch. 6 Mt., Porto 50 Pfa Kautsky, Thomas Moore und sei terß brosch. 2 Mt. r Utopie. geb. 2,50 Mt., Porto 30 Pfg. Kolb, Kulturgeschichte der Menschheit. brosch. 16 Mt., geb. 19,50 Mt., Porto 50 Pfg. Lissagaray, Geschichte der Kommune 1871. brosch. 2,50 Mt., geb. 3 Mt., Porto 30 Pfg. Mignet, Französische Revolution 1789-1814. geb. 2 M., Porto 30 Pf. Schoenlant, Soziale Kämpfe vor 300 Jahren. 4 Mt., Porto 30 Pfg. Dramatisches: brosch. in 20 Hesten à 20 Pfg. Prachtbd. 5,50 Mt., Porto 50 Bfg. Deutsche Revolution. 1848-49. brosch. in 21 Heften à 20 Pig. Prachtbd. 5,70 M., Porto 50 Pfg. Großer deutscher Bauernkrieg. Prachtbd. 6,80 Mt. Porto 50 Pfg. Gedichte, Romane, Büchner, G., Dantons Tod. 40 Pfg., Porto 5 Pfg. Deutsche Arbeiterdichtung. Gedichte deutscher Proletarier. 4 Bände: 1. Hafenclever, Frohme und Lepp. 2. Audorf. 3. Lavant. 4. Regel. 5. A. Scheu. Heine, Atta Troll.- Deutschland. geb. 60 Pfg., Porto 5 Pfg. Hendell, Buch der Freiheit. 2 Bd. brosch: à 1,75 M., Prachtbd. 5 Mt., Porto 30 Pfg. Herwegh, Gedichte eines Lebendigen. 4,40 Mt., Porto 20 Pfg. pr. Bd. geb. 1 Mt., Porto à Bd. 10 Pf.- Neue Gedichte. 5 Mt., Porto 20 Pf. Dickens, Zwei Städte. Roman. 1,20 Mt., Porto 20 Pfg. Diederich, Winterfonnenwende. 25 Pfg., Porto 3 Pfg. Dult, Gedichte. Eleganter Pracht band 1,50 Mt., Porto 10 Pfg. Freiligrath, Gesamm. Dichtungen. 6 Bde. geb. 13,- Mt., Porto 50 Pfg. -Gedichte. geb. 4,40M., Porto 20ẞf. Heine's Werke, Boltsausgabe. 4 Bde. 6 Mt., Porto 50 Pfg. herausgegeben von Bölsche. 6 Bde. 13,50 Mt., Porto 50 Pig. Regel, Lichtstrahlen der Poesie. 3,50 Mt., Porto 20 Bfg. Sozialdemokratisches Liederbuch. 40 Pfg., Porto 3 Pfg. Liebknecht, Josua Davidsohn, wahrhaftige Lebensgeschichte. 30 Pfg., Porto 10 Pfg. Scävola, Französische Revolution. 10 Pfg., Porto 3 Pfg. 12 Jahre der Verbannung. 10 Pfg., Porto 3 Pfg. 12 Lichtdruckbilder in roth. Mappe mit Text. 1,50 Mt., Porto 30 Pig. Bei kleineren Bestellungen bitten wir den Betrag in Briefmarken gleich beizufügen, bei größeren per Bostanweisung einzusenden. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 Hierzu zwei Beilagen N 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 57. Parlamentsberichte. erstatter Deutscher Reichstag. 66. Sigung vom 8. März. 2 Uhr. Am Bundesrathstische: Hollmann, v. Boetticher, v. Marschall, Graf v. Posadowsty. Die zweite Berathung des Reich 3 haushaltsetats für 1894/95 wird fortgesetzt beim Marine Etat. Beim ersten Kapitel der Ausgaben: Marine Kabinet und Ober- Kommando ergreift das Wort der BerichtAbg. Lieber( 3.): Für die Kommission war das wesentlichste Ergebniß der Erörterungen über das Unglück auf dem Schiffe Brandenburg", daß Vorkehrungen getroffen werden follen gegen die Wiederkehr solcher Unglücksfälle und zwar nicht blos bei den neu zu bauenden Schiffen, sondern auch bezüglich der schon fertigen Bauten. Bezüglich der Fürsorge für die Hinterbliebenen der Berunglückten herrschte zwischen dem Staatssekretär des Reichsmarineamts und des Reichsschaamts, sowie der Kommission Einverständniß darüber, daß in der Unterstüßung derselben bis an die äußerste Grenze des Zulässigen gegangen werden soll. " " Freitag, den 9. März 1894. " " " 11. Jahrg. Savarie gehabt. Die Leistungen des Vulfans" waren bis| Dagegen müßte man in erster Linie vorgehen. Die Beschränkung dahin für die Marine ausgezeichnet. Wenn jetzt an dem der Indiensthaltung läßt sich durchführen, ohne an dem eigentBultan" ein Matel haften bleibt, so darf ich doch von ihm lichen Grundplan der Indiensthaltung selbst zu rütteln. annehmen, daß er sich auch fürderhin befleißigen wird, die Staatssekretär Hollmann: Die Abstriche bringen die Reichsbesten Arbeiten zu liefern und unter allen Umständen, wenn er Marineverwaltung in igroße Verlegenheit, wo sie sparen soll. Schuld hat, nichts versäumen wird, das zu fühnen und Denn der Plan ist sparsam aufgestellt worden, sowohl für das ähnliche Vorfälle zu vermeiden. Die Spree" des Nord- Kreuzergeschwader, als für die einzelnen Stationen des ausdeutschen Lloyd", die auch vom Vulkan" gebaut ist, wurde mit wärtigen Dienstes und für die Schulschiffe und die Torpedoeiner so mächtigen Maschine ausgestattet, wie sie bis dahin noch bootsflottille. nicht fonstruirt war. Sie erlitt einen Unglücksfall an einem Gegen die Stimmen der Freisinnigen, der Sozialdemokraten Ventil. Der Vulkan" theilt mir mit, daß dieses Ventil nicht und der süddeutschen Volkspartei wird der Antrag Richter abseiner eigenen Konstruktion entstammte, sondern vom Lloyd" ihm gelehnt und der Antrag der Kommission angenommen. auferlegt war. Bei der Brandenburg" hat der„ Vulkan" etwas Beim Kapitel„ Naturalverpflegung" wird infolge der AbVorzügliches geleistet, die Leistung geht über das Geforderte hin- striche beim vorigen Kapitel für die Verpflegung der Mannaus. Mit großer Freude konstatire ich, daß jedenfalls bei dem schaften am Lande ein Betrag von 51 050 m. mehr angesezt. Unglück das Personal seine vollste Schuldigkeit gethan hat und Die Kapitel Bekleidung"," Garnisonverwaltungs-" und sein Verhalten über alles Lob erhaben ist. Ich konstatire auch Servirwesen"," Wohnungsgeld- Zuschuß" ,,, Sanitätswesen",„ Reise-, mit großer Genugthuung, daß das Unglück nicht auf mangelhaftes Marsch- und Frachtkosten" und" Bildungswesen" werden ohne Material oder liederliche Arbeit, sondern auf die fehlerhafte Debatte genehmigt. Konstruktion zurückzuführen ist. Darin liegt eine gewisse Beruhigung, da an der Stelle, wo man es in Zukunft abwenden fann, vielleicht etwas versehen ist, aber nicht beim Material, wo man nie drinsißen kann und kein Urtheil hat. Das Haus tritt jedoch dem Kommissionsantrage bei. Die Kapitel: Reichs- Marine- Amt, Seewarte, StationsIntendanturen, Rechtspflege nnd Seelsorge werden ohne Debatte bewilligt. Beim Kapitel: Geldverpflegung werden 1441 M. abgestrichen. " " 2 " Beim Kapitel Instandhaltung der Flotte und der Werftanlagen" empfiehlt auch Von den einmaligen Ausgaben hat die Kommission gestrichen Millionen Mark von den Ausgaben zur artilleristischen Ansrüstung von 4 Panzerschiffen, 400 000 M. von den Ausgaben für Beschaffung von Geschützen für die Befestigungen der unteren Glbe und 666 600 M. Buschuß zu den einmaligen Ausgaben. ( Anleihe.) Ferner sind gestrichen 1 000 000 mm. zum Bau eines großen Trockendocks bei der Werft zu Kiel. Abg. Kruse( ntl.) für die Werftbeamten die Einführung der Dienst Alterszulagen, namentlich für die Werkmeister; ferner Abg. Singer( Soz.): Der Staatssekretär des Reichs- Lingens( 3.): Bei solchen Dingen muß mit der größten bittet er die Werftsekretäre den Intendantursekretären gleich zu Marine- Amts hat in der Budgetkommission allerdings nur seine Vorsicht vorgegangen werden, deswegen wollen wir das Ergebniß stellen. persönlichen Ansichten über den Unglücksfall auf der Branden- der Untersuchung abwarten. Für die Katholiken ist noch nicht Staatssekretär Hollmann giebt eine eingehende Darlegung burg" geäußert, ich habe aber zu viel Respekt vor seiner Sach- überall genug gesorgt. Die Post- und Eisenbahnverwaltungen haben der Verhältnisse der verschiedenen Kategorien von Beamten auf fenntniß, als daß ich nicht doch denselben einen Werth beilegen manche gute Maßregel getroffen, so daß der dritte oder vierte den Werften, wie der Intendantursekretäre, Weftsekretäre, Konmüßte. Die Angelegenheit muß hier vor dem Plenum verhandelt Sonntag den Arbeitern frei bleibt. Beim Militär aber werden ſtruktionszeichner, Werftleute, Werfführer und Werkmeister. werden, allerdings unter Vorbehalt eines endgiltigen Urtheils die Soldaten nur jeden vierten Sonntag zur Kirche geführt. Theilweise sei das Durchschnittsgehalt verschiedener Kategorien bis zum Abschluß der gerichtlichen Untersuchung, weil das Land Redner verweist ferner darauf, daß die neu eingestellte Mann in den letzten Jahren schon um 200 M. erhöht worden; im allunser Schweigen hierüber nicht verstehen würde. Der Staats- schaft durch einen Gottesdienst auf die Eidesleistung würdig vor- gemeinen erreichten die Beamten das Höchstgehalt in der Mitte sekretär hat als Grund für das Unglück das Fehlen einer bereitet werden müßte; auch für die bessere religiöse Erziehung der fünfziger Jahre und hätten keinen Grund zur Klage. Aller Sicherheitsvorrichtung angegeben. Es entsteht aber die Frage, der Schiffsjungen müffe Sorge getragen werden. dings wolle man gern auf ihre Wünsche Rücksicht nehmen, sei wen das Verschulden hier trifft. Es werden nach den. Mit- Staatssekretär Hollmann: Diese feierliche Vorbereitung aber bisher beim Finanzressort damit noch nicht durchgedrungen. theilungen des Staatssekretärs auf die Privatwerften beauf- findet statt. Die Marine- Mannschaften werden, wenn sie am Bei der allgemeinen Einkommenverbesserung der Beamten würden fichtigende Baubeamte geschickt, um den Schiffsbau in allen lande sind, öfter als alle vier Wochen zur Kirche geführt. Bei auch die Wünsche der Werftbeamten erfüllt werden können. Stadien entsprechend kontrolliren zu können. Keine Zeichnung gutem Wetter werden sie, so oft es geht, von Bord an das Land Das Kapitel wird bewilligt, ebenso ohne Debatte die Kapitel soll in der Werkstatt angefertigt werden, welche nicht das Visum in die Kirche geschickt. Für die religiöse Erziehung der Schiffs Waffenwesen" und Befestigungen". eines solchen Beamten trägt. Dies ist aber hier der jungen wird dadurch Sorge getragen werden, daß sie hinfort dem Beim Kapitel„ Torpedo- Werkstatt" ergreift das Wort Fall gewesen. Ich habe keinen Zweifel, daß, wenn fatholischen Marinepfarrer in Riel anvertraut werden; es handelt Abg. Legien( Soz.): Auf der Torpedowerkstatt in Friedrichss die Ansicht des Staatssekretärs von der Ursache des sich um 65 Schiffsjungen auf 2 Schiffen. ort ist der Arbeiterausschuß in seinem selbstverständlichen Recht Unglücks zutrifft, der Vulcan" für alle Folgen Abg. Müller- Sagan( Vp.) weist darauf hin, daß der Reichs- der freien Meinungsäußerung von dem dortigen Direktor bes zivilrechtlich verantwortlich zu machen ist. Auch der Staats- Anzeiger ehe noch die Untersuchung abgeschlossen war, schon mit schränkt und mit fortwährenden Drangfalirungen verfolgt. Dort sekretär hat keinen Zweifel darüber gelassen, daß energisch dahin seinem Urtheil bei der Hand war; der Artikel hat aber statt zu besteht auch eine Kantine, welche zuwider den Erklärungen des gewirkt werden wird, ihm die Verantwortlichkeit aufzuerlegen. beruhigen, nur große Beunruhigung hervorgerufen, denn es schien Staatssekretärs, daß derartige Anstalten nicht zur Erzielung von Unbegreiflich bleibt, daß die Zeichnung dem kontrollirenden Be- fo, als ob die Probefahrten dazu benüßt würden, um die Leistungs- Gewinn benutzt werden sollen, dazu verwendet wird, um ueberamten nicht vorgelegt worden ist. Der Staatssekretär theilte fähigkeit der Maschinen gleichsam an dem Schiffspersonal zu schüsse heraus zu schlagen, von welchen dann auf Kosten der mit, daß gleichzeitig mit der Brandenburg" drei andere Schiffe erproben. Dazu ist uns das Leben jedes Schiffsjungen zu lieb. Arbeiter Wohlfahrtseinrichtungen geschaffen werden. Zu der kaiserlichen Marine auf dem„ Bulfan" gebaut wurden, daß Der Staatssekretär hat ja auch erklärt, daß alle Theile geprüft diesen sogenannten Wohlfahrtseinrichtungen müssen nur ein beaufsichtigender Beamter der Werft zur Verfügung ge- werden, daß also die Erklärung des Reichs- Anzeiger" falsch der Konsumverein und die Zwangs- Spartassen gerechnet werden: standen habe und daß dieser eine Beamte nicht in der Lage war, war. Die Thatsache aber ist festgestellt worden, daß es an Wie unmündige Kinder werden die Arbeiter hierbei behandelt. jede nothwendige bis ins Detail gehende Kontrolle zu vollziehen; dem nöthigen Beaufsichtigungspersonal für Schiffsbauten ge- Je mehr sich das Bestreben ausbildet, den Fabrikeinrichtungen es übersteige das die Kraft eines einzelnen Beamten. Damit feht hat. Die Mehrheit der Kommission ist zu der Ueberzeugung eine mehr konstitutionelle Form zu geben, desto schärfer zeigt sich war man in der Kommission vollständig einverstanden; das gefommen, daß es besser gewesen wäre, man hätte nicht so viel das Bestreben des Unternehmerthums, die Kosten der Wohlfahrtstann auch ein Laie begreifen. Aber daran tnüpft sich die Frage, Schiffe zu gleicher Zeit gebaut. Ich will mein Urtheil über das einrichtungen auf die Arbeiter abzuwälzen. Redner führt dann wie kann die Marineverwaltung zugeben, daß eine so wenig ge- Unglück auf der„ Brandenburg" bis zur beendeten Untersuchung noch einige besonders eklatante Fälle von Drangſalirungen der nügende Beaufsichtigung stattfindet, und ob nicht ein wesentlicher zurückstellen, aber ich bitte auch die Konsequenzen zu zieher. Arbeiter durch den Direktor der Torpedo- Bauwerkstatt an und Theil der Schuld infolgedessen die Marineverwaltung trifft. und die Neubauten der Marine so lange zurück zu stellen.( Bei- bittet den Staatssekretär, Abhilfe zu schaffen. Deshalb sollte man lieber eine Vermehrung des Aufsichts- fall links.) Staatssekretär Hollmann: Wenn irgendein Staatsbetrieb, personals als eine Vermehrung der Schiffsbauten vornehmen. Die Budgetkommission hat die Mehrforderungen für Bureau- so ist gerade die Torpedowerkstatt eine Musteranstalt, wo sehr Der Staatssekretär hat der Schiffsbaukunft des„ Vulkan" volle beamte gestrichen; es werden dadurch im Ganzen über 26 000 m. viel für die Arbeiter geschieht durch allerlei Wohlfahrts- EinAnerkennung gezollt; ich bin nicht in der Lage, dieses Urtheil erspart. richtungen. anzugreifen; aber für die Marineverwaltung, welche die schwere Staatssekretär Hollmann motivirt die Mehrforderung kurz Die übrigen Ausgaben des Ordinariums werden ohne De Verantwortung für die Gesundheit der Mannschaften und das mit der Vermehrung der Geschäfte, namentlich der Amiral batte bewilligt. nach vielen Millionen zählende Material hat, darf auch das stabsarbeiten auf grund der Erfahrungen bei den Manövern. felfenfesteste Vertrauen auf die Solidität des„ Vulkan" nicht hinreichend sein, um nicht für das erforderliche Personal zur Beaufsichtigung zu sorgen und zwar um so mehr, als auch ein anderes auf dem„ Bulkan" gebautes Schiff, die Spree", bei seiner ersten Abreise und auch bei seiner Heimkehr schwere Havarie an den Maschinen gehabt hat. Daher ist sowohl dem Beim Kapitel: Betrieb der Flotte" sind folgende „ Vulfan" als auch der Marineverwaltung ein Theil der Schuld Abstriche von der Budgetkommission beantragt: 84 520 m. Zuzuzuschreiben, und zwar der legteren um so mehr, als der Staats- lagen, 330 310 M. für Schiffsverpflegung, 173 030 M. für Besekretär selbst mitgetheilt hat, daß zur Revision auf den Privat- triebsmaterialien und 5920 m. verschiedene Ausgaben, zusammen werften nicht blos ein Schiffsbaumeister vorhanden ist, sondern 593 780 M. ein ganzer Stab diesem zur Seite steht. Ich möchte bitten, daß Abg. Richter( frs. Vp.): Ich habe den Eindruck in der der Staatssekretär hier die Erklärung, die er in der Kommission Kommission gehabt, daß das Zentrum in diesem Jahre der Marine abgegeben hat, wiederholt, daß nämlich für den Fall, daß dem gegenüber sich freigebiger erwiesen hat als es in der Sache und bei „ Vulkan" irgend ein Verschulden nachgewiesen wird von der gegenwärtigen Finanzlage gerechtfertigt ist. Ich muß daher im der Regierung unnachsichtlich vorgegangen werden wird. Plenum unseren Antrag aufnehmen, 1 Million mehr abzusetzen als Hat sich die Marineverwaltung davon überzeugt, ob auf den die Kommission Ihnen vorschlägt. Im Ganzen betragen die anderen auf dem Bulkan" erbauten Schiffen die nothwendige, Kosten der Indienststellung in diesem Jahre 2 131 000 m. mehr 7. Sigung vom 8. März 1894. 1 Uhr. hier fehlende Sicherheitsvorrichtung vorhanden ist? Ich wünsche, als nach dem Etat des vorigen Jahres. Wenn wir also Am Ministertische: Graf zu Eulenburg, v. Schelling daß es der Marineverwaltung gelingen möge, die Wiederkehr 1 500 000. abfeßen, so ist dieser Etat immer noch 631 000 M. und Kommissarien. solcher Vorkommnisse zu vermeiden und dies kann dadurch ge besser gestellt, als der des vorigen Jahres. Der Abstrich des Neu berufen sind in das Haus Ober- Bürgermeister Hofschehen, daß die verfügbaren Kräfte nicht übermäßig angespannt vorigen Jahres betrug 600 000 M. Es wird also durch unseren mann- Königsberg und Prof. Förster Breslau. werden. Man sollte lieber mit dem Bau von Schiffen einhalten, Antrag dasjenige Maß von Indienststellung ermöglicht, das im Zur einmaligen Schlußberathung steht der Gesezentwurf, als das Leben so vieler deutscher Mitbürger auf das Spiel laufenden Etatsjahr von der Regierung gefordert war. Von betr. die Haltung des Ausführungsgesetzes zum deutschen Ge zu setzen. einer Erschütterung der Grundlagen der Indienststellung tann riichtsverfassungsgefeße in Helgoland, welcher Abg. v. Massow( dk.): Ein endgiltiges Urtheil über das mithin feine Rede sein. Allerdings ist eine planmäßige Ver- nach Empfehlung durch den Prof. Dernburg angenommen beklagenswerthe Unglück auf der„ Brandenburg" fann erst gefällt mehrung des Personals vorgesehen, der Kommissionsantrag aber wird. werden, nachdem die technische und gerichtliche Untersuchung zum greift gewissermaßen der Personal Bermehrung noch vor. In einmaliger Schlußberathung wird nach dem Bericht des Abschluß gekommen ist. Meine Partei wird dies abwarten und Im neuen Jahr soll die füdamerikanische Station etatsmäßig Grafen Königsmarck der Rechenschaftsbericht über die Konfich deshalb heute an der weiteren Debatte nicht betheiligen. mit einem Schiff des Kreuzergeschwaders besetzt werden. Das folidation preußischer Staatsanleihen durch Kenntnißnahme für Abg. von Kardorff( Rp.): Keine Partei wünscht eine sehr ist nicht nöthig. Ferner ist es möglich, die ostafrikanische Station erledigt erklärt. große Vermehrung unserer Flotte. Wir wollen aber unsere mit einem statt mit zwei Schiffen zu besetzen, da, nachdem der Der Gefeßentwurf betreffend den Handel mit Antheilen und Flotte auf dem bisherigen Niveau erhalten, nach Maßgabe des Sultan von Zanzibar seine Souveränetät eingebüßt hat, der Abschnitten von Loosen zu Privatlotterien und Ausspielungen Flotten Gründungsplanes. Alles was wir jetzt an Panzerschiffen Grund dafür fortgefallen ist. In diesem Jahre sollen zum ersten wird auf Antrag der Justizkommission( Berichterstatter Professor besitzen, dient nur zum Schuge unserer Küste und ist nicht ge- Mal der Panzerflotte auch zwei Kreuzer beigegeben werden durch Dambach) genehmigt. eignet auf die hohe See, den atlantischen Ozean hinauszugehen. Indienststellung während des ganzen Jahres. Warum soll schon Ueber die Petition des Rentier C. Baumgart in Hannover Diese Schiffe müssen wir aber haben, um der russischen Flotte in diesem Jahre damit begonnen werden? Wenn zu einer außer- und Genossen um Abänderung der hannoverschen event. in der Ostsee gewachsen zu sein. Von diesem Stand- ordentlichen Uebung mit einer Besatzung aus dem Beurlaubtenstande Städte Ordnung will die Kommission für kommunale punkte herunterzugehen würde eine schwere Schädigung unserer mehrere Panzerschiffe für zwei Monate in Dienst gestellt werden Angelegenheiten zur Tagesordnung übergehen. Das Haus bevaterländischen Interessen sein, und ich hoffe, daß sich dafür müssen, so muß dafür die normale Indienststellung beschränkt schließt nach dem Antrage der Kommission. niemals eine Majorität in diesem Reichstage finden wird.( Bei- werden. Die Kaiseryacht„ Hohenzollern" braucht nicht das ganze Der Bericht der Kommission für Handels- und Gewerbefall rechts.) Jahr hindurch in Dienst gestellt zu sein, was täglich 1000 M. Angelegenheiten über die Nachrichten von der Verwaltung der Staatssekretär des Reichs- Marine Amts Hollmann: Ich toftet; würde deren Indienststellung auf vier Monate beschränkt, Preußischen Staats- Bergwerke, Hütten und Salinen während muß aus sehr nahe liegenden Gründen davon abstehen, hier so würden 240 000 m. erspart werden. Auch nach dem Abstrich des Etatsjahres 1892/93 wird durch Kenntnißnahme erledigt. dieselben Erklärungen abzugeben, wie in der Kommission. Das werden immer noch 600 000 m. mehr für Indienststellung be- Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Reichs Marine Amt hatte, als es Kunde von dem schweren willigt als im Vorjahre. Das Ordinarium der Marine ist in Der Präsident hatte ursprünglich die Absicht, die Unfall erhielt, selbstverständlich das vitalste Interesse daran, den letzten vier Jahren von 41 auf 51 Millionen gewachsen. Novelle zum Gesetz über die Kirchenverfassung und Synodalsofort an Ort und Stelle möglichst festzustellen, welche Ursachen Bei so erheblicher Steigerung haben wir alle Ursache zu sparen ordnung auf die morgige Tagesordnung zu sehen. Da aber die das Unglück herbeigeführt haben, denn die Reichs- Marine- und wollen deshalb nicht nur 500 000, sondern 1 500 000 Mart Kommission schriftlichen Bericht beschloffen hat, so behält er sich verwaltung ist sich der großen Verantwortung bewußt, die sie abstreichen. vor, die Vorlage am nächsten Donnerstag zur Berathung zu in erster Linie für alle diese Fälle hat, und sie denkt Abg. Bachem( 3.) verwahrt das Zentrum gegen den Vorstellen, da es erwünscht sei, sie noch vor Pfingsten an das auch gar nicht daran, diese Verantwortung in irgend einer wurf, daß es zu freigebig gewesen wäre. Eshabe im Ordinarium Abgeordnetenhaus gelangen zu lassen. Weise auf irgend jemand abzuschütteln. Ehe das Gericht ent- erheblich abgestrichen und im Extra- Ordinarium über 3 Millionen Schluß 21/2 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr( Gesetz schieden hat, läßt sich ein abschließendes Urtheil, auch von meiner abgesetzt. Weitere Ersparnisse wären sehr angenehm, wenn sie entwurf betr. das Pfandrecht an Privatbahnen und Kleinbahnen; Seite, nicht fällen. Selbstverständlich hat die Marineverwaltung ohne Schädigung des Dienstes möglich wären. Aber bei stärkeren Berichte.) das allerhöchste Interesse daran, daß sich solche Fälle nicht wieder Abstrichen würde namentlich der auswärtige Dienst und die Ausereignen, und es sind die Vorkehrungen dagegen getroffen. Ich bildung leiden. halte es für meine Pflicht, hier für den Vulkan einzutreten, mit Abg. Richter( Freis. Vp.): Die Abstriche im Extradem hier nicht sehr glimpflich verfahren ist. Bis zur Stunde Ordinarium bedeuten nicht viel; es ist nur gestrichen, was des Unglücks auf der Brandenburg" haben wir nur die besten an weiteren Raten nicht in diesem, sondern erst im Erfahrungen mit der Arbeit des Bulfans" gemacht. Wir haben nächsten Jahre zahlhar wird. Dagegen find für Neubauten Kapitel Universitäten, bei demselben bringt = Die Abstimmung über die drei Titel: Panzerschiff„ Ersah Preußen" und Kreuzer Ersatz Leipzig" je 1 000 000 M. und Aviso" Ersay Falte" 1 200 000 M., wird auf Antrag der Abgg. Richter und Genossen ausgesezt. Schluß gegen 6 Ühr. Nächste Sigung: Freitag 1 Uhr.( Fortsetzung der Etatsberathung, Vorlage betreffend Aufbebung des Identitätsnachweises. Herrenhaus. Abgeordnetenhaus. 31. Sigung vom 8. März 1894. 11 Uhr. Am Regierungstische: Bosse und Kommissarien. Die zweite Berathung des Kultusetats wird fortgesetzt beim Abg. Graf Hoensbroech( 3.) die bekannten Vorgänge an auf allen Schiffen niemals Unfälle zu beklagen gehabt, die an die ersten Raten bewilligt und damit die Verpflichtung fehlerhaften Konstruktionen lagen. Wir haben keine wesentliche zur Bewilligung von 39 Millionen Mark übernommen worden. der Bonner Universität bei Gelegenheit der letzten Geburtstags= feier des Kaifers zur Sprache. Nachdem die katholischen Geheimrath Stauder: Die Pflichtstundenzahl ist durch die| 14 102 300 M. an Gehältern erforderlich. Außerdem hat der Korporationen es abgelehnt hatten, sich an einem Rommerse neuesten Ministerialerlaffe feineswegs zu ungunsten der Lehrer Ausschuß folgende Resolution vorgeschlagen: zu zu betheiligen, in welchem ein Toast auf den Fürsten Bismard verändert worden. Die Möglichkeit der Heranziehung der Lehrer Gleichzeitig erfucht die Versammlung den Magistrat, ausgebracht wurde,( Hört! hört! bei den Nationalliberalen) wandten zur Höchstzahl brauchen wir, um den Etat der Anstalt aufzu in Erwägung zu ziehen, ob es sich nicht empfiehlt, zur sie sich an den Rektor mit der Bitte, einen eigenen Kommers ab- stellen; im Einzelnen wird aber auf die persönlichen Verhältnisse Herabminderung der beständig wachsenden halten zu dürfen. Der Reftor ertheilte zwar die Erlaubniß dazu, aber der Lehrer so große Rücksicht genommen, daß man eher von einer Kosten für die Gemeindeschulen auf eine er erklärte dem betreffenden Vertreter der katholischen Studenten: Entlastung sprechen kann. Vermehrung der Stellen für Lehrerinnen hinzuwirken. Sie stören durch Ihre Eristenz den konfessionellen Frieden, Sie Abg. Kropatscheck: Berechtigt ist die Beschwerde über die Stadtv. Kreitling beantragt følgende Abänderungen: provoziren durch Ihre Existenz, Sie sind nicht existenzberechtigt. Lage der Hilfslehrer. Ihre Misère wird nach meiner Meinung 1. Lehrer an den Gemeindeschulen( mit Ausschluß der und Lehrer am Waisenhause. AnfangsEin solches Vorgehen muß die akademische Freiheit und zugleich durch den Normaletat insofern noch gesteigert, als dieser das Hilfslehrer) er auch das richtige Verhältniß zwischen Lehrern und Hörenden Ueberangebot fortdauern lassen und die Möglichkeit des gehalt 1600 Mart, Höchstgehalt 4000 Mart. einer ordentlichen gefährden. Der Rektor war zu jenem Urtheil weder fachlich noch Avancements fortdauernd beschränken wird. Auch bas reichen vom Tage der Anstellung in formell berechtigt. An Herrn Camphausen scheinen die Gr Mißverhältniß bezüglich der Pflichtstunden wirkt hier ver- Lehrerstelle nach 27 Dienstjahren in neun Steigungen von je drei eiguiffe der letzten 20 Jahre Spurlos vorübergegangen zu sein. fchlimmernd ein. Dienstjahren, und zwar in den ersten sechs Steigungen zu 300 M., Ich hoffe, daß der Minister diesen Standpunkt nicht theilt und in den letzten drei Steigungen zu je 200 M. 2. Die Dienstzeit dafür sorgen wird, daß die katholischen Korporationen gerade so an auswärtigen Schulen und an hiesigen Privatschulen wird behandelt werden wie die übrigen.( Beifall im Zentrum.) zur Hälfte angerechnet. Als Anfangstermin für die außwärtigen Schulen gilt der Tag der definitiven Anstellung. 8. Lehrerinnen an den Gemeindeschulen: Anfangsgehalt 1200 M. Höchstgehalt 2200 M. Bu erreichen vom Tage der Anstellung ab nach fünfzehn Dienstjahren in fünf Steigungen von je 3 Jahren zu je 200. Abg. Ofgem( n.): Ich fann die Anrede des Rektors der Bonner Universität an die katholischen Korporationen nur in vollem Maße billigen. Der Minister sollte gegen alle fon. feffionellen studentischen Verbindungen vorgehen, es wird durch dieselben nur der fonfessionelle Frieden gestört. Feinfühlig" soll es von den fatholischen Studenten sein, daß sie nicht an einem Kommers Theil nehmen wollen, an welchem ein Trinkspruch auf den Mitbegründer des Deutschen Reiches ausgebracht werden sollte! Und solche Studenten sollen später unfere Ver. waltungsbeamten werden! Das wäre eine schöne Parität! Noch einmal ich billige das Vorgehen des Rektors vollkommen.( Beifall links; Bifchen im Zentrum.) Geh. Rath Stander: Wir beklagen den Mißstand des Zubrangs zur akademischen Lehrerkarriere auch, tönnen aber daran nichts ändern. Noch heute sind Hilfslehrer aus 1886, ja aus 1885 ohne jede Remuneration. Doch haben wir ja auch in anderen Branchen eine solche Wartezeit. Abg. v. Schenckendorff( natl.): Die Fachschulbildung muß neben diefen Reformschulen und im Anschluß an dieselben viel mehr gepflegt werden, und gerade hierauf hätte der Minister ein besonderes Augenmerk zu richten. Minister Boffe: Die höheren Fachschulen so auszubilden, daß fie an unsere höheren Lehranstalten angegliedert werden fönnen, wäre wohl eher Sache des Handelsministers. In der vorstehenden Resolution will Stadtv. Schwalbe die gesperrt gedruckten Worte gestrichen wissen. Vom Stadto. Singer wird beantragt, das Anfangsgehalt für die Kommunalschullehrerinnen auf 1400 M. festzusetzen. Abg. Seyffardt Magdeburg( natl.): Die Lage der Hilfslehrer Nach den an die Spitze der Vorlage gestellten allgemeinen ist eine besonders traurige. Der Normaletat ist eingeführt, um Bestimmungen soll die Anstellung der Bureau- und Unter endlich einmal die Ersparungen an Lehrergehältern bei den beamten vom ersten Tage des Kalenderquartals erfolgen, der auf Abg. Porsch( 3): Hätten die tatholischen Studenten die Kommunen zu beseitigen; was geschieht jetzt? An dem Titel zur das Datum der Zustimmung der Bersammlung folgt, desgleichen Bedeutung des diesmaligen Kaisers Geburtstages in Rücksicht Durchführung des Normaletats find nicht weniger als 200 000 m. zu die Bewilligung der Alterszulagen. Im übrigen gilt zufrieden. auf den Fürsten Bismarck vorausgesehen, so hätten sie sich gern gunsten der allgemeinen Staatsfonds als nicht erforderlich abgesetzt". stellende Aintsführung als Boraussetzung für die Bewilligung Den Beamten und Lehrern soll ein Rechtsan dem Kommers betheiligt. Aber erfahrungsmäßig werden die Gleichzeitig hat man die ganzen 80 000 M., die im vorigen der Zulagen. Bismarck und Sedan- Kommerse benutzt, um die Gefühle der Etat zur Umwandlung von Hilfslehrerftellen in etatsmäßige anspruch auf Bewilligung eines bestimmten Diensteinkommens Katholiken aufs tiefste zu verlegen, und deshalb war es in der Oberlehrerstellen ausgeworfen waren, auf ganze 300 Mart nicht zustehen. That feinfühlig, daß die katholischen Studenten eine Theilnahme reduzirt! ablehnten. Wir halten die katholischen Studentenforporationen im Gegensatz zu Herrn Olzem und dem Professor Camphausen nicht nur für existenzberechtigt, sondern für existenznothwendig. Abg. Graf( Elberfeld) tommt nochmals auf die Frage der Konfeffionelle Streitigteiten sollen diefe Rorporationen nicht be Pflichtstunden zurück. Der betr. Grlaß stehe mit den Forderungen fördern, sondern den Glauben ihrer Mitglieder stärken. Ich habe der Schulkonferenz durchaus in Widerspruch. Nach den neuen auch von konfeffionellen Streitigkeiten an den Universitäten nichts Lehrplänen bedürfe der Lehrer viel gründlicherer Borbereitung bemerkt, auch an solchen, die vorwiegend von evangelischen als vordem. Nach dem Erlaß würden event. 4-500 Hilfs Studenten frequentirt werden. Wir müssen gegen die Beleidigung lehrer brotlos, und das sei ein äußerst beklagenswerther Miß der katholischen Studenten durch den Rektor Gamphaufen entstand. schieden protestiren.( Beifall in Zentrum.) Geh. Finanzrath Germar bestreitet die Ausführungen des Vorredners bezüglich der Zwecke des Normaltarifs. Abg. Dr. v. Jazdzewski befürwortet eine Scheidung der deutsch und der polnisch redenden Schüler auf den Gymnafien der Provinz Posen und verlangt, daß die polnische Literatur auch den polnischen Schülern zugänglich gemacht werde. Die polnischen Lehrer, die noch in anderen Provinzen thätig seien, sollten nach Posen zurückberufen werden. Minister Bosse: Die Vorwürfe wegen des polnischen Sprachunterrichts an den höheren Lehranstalten find doch nicht begründet. Es ist ein fakultativer polnischer Unterricht von 16 bis 18 Stunden wöchentlich, der allerdings weniger an die Literatur anknüpft, sondern den praktischen Zweck verfolgt, gut polnisch sprechen zu lernen. Wir haben zu viel unbesoldete Hilfs lehrer; um durchschlagend zu helfen, dazu reichen unsere Mittel nicht aus. Der große Andrang früherer Jahre hat diesen Uebel stand erzeugt. Im letzten Jahre hat aber schon eine gewisse Befferung sich bemerkbar gemacht. Ein bis zwei Hilfslehrer werden an jeder Anstalt wohl immer beschäftigt werden. Die weitere Berathung wird um 4/4 Uhr auf Freitag 11 Uhr vertagt. Der Präsident theilt mit, daß er, wenn die Etatsberathung nicht rascher voranschreite, von morgen ab die Buhilfenahme von Abendsizungen vorschlagen wird. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Nachmittag 3 5 Uhr. Diese allgemeinen Bestimmungen" werden nicht beanstandet. Die Vorschläge der Vorlage betreffs der Ober- Stadt: fetretäre, Sekretäre, Bureau- Assistenten, Steuererheber, Rathswaagemeister, Grundstücke aufseher, Stadtfergeanten, Magistratsdiener und Arbeitshausaufseher werden ohne Debatte ges nehmigt. fladsy Die Rektoren sollten nach der Borlage ein Anfangs gehalt von 3360, ein Höchstgehalt von 4160 M.( in 2 Steigungen von je 400 M.) erhalten. Der Ausschuß will 3 Stufen von 3400, 8800, 4200 M., dazu freie Dienstwohnung oder Miethsentschädigung von 800 M., freies Brennmaterial im Werthe von 90 M. Die Rektoren petitioniren um Gleichstellung mit den fogenannten eximirten Sekretären, den jezt fog. Oberstadtfekretären, welche 5100-6000 m. erhalten, wenigstens aber für eine Steigung von 8500-4500 M. Stadt Hentig befürwortet letzteren Antrag. Der Ausschußantrag wird angenommen. Für die Lehrer hatte die Borlage ein Anfangsgehalt von 1600, ein Höchstgehalt von 3700 M. vorgeschlagen, welches in 27 Jabren zit erreichen war. Der Ausschuß hat( f. o.) das Anfangsgehalt herab, das Maximalgehalt heraufgesetzt. Stadtv. Gaffel referirt über die eingegangenen Petitionen. In Berück fichtigung des darin enthaltenen Materials hat der Ausschuß namentlich beschlossen, die im hiesigen und auswärtigen öffentlichen oder Berliner Privatschuldienst zugebrachte Dienstzeit voll anzurechnen; die Anrechnung von nur der Hälfte der Dienstzeit wurde abgelehnt. Da der Anfangstermin vom Tage der bestandenen ersten Prüfung berechnet werden soll, Das Anfangsgehalt fiktiv auf 1200 Mart berabgesetzt. Nach Mittheilung der Regierung würde die Genehmigung des Etats nicht erfolgen, wenn nicht die auswärtige Dienstzeit voll angerechnet wird; der Ausschuß habe diese Forderung des Ministers als berechtigt anerkennen müssen. Aus diesem Grunde sei auch der Antrag Kreitling abzulehnen. wird Stadtv. Kreitling: Mein Antrag hat vornehmlich einen taktischen Zweck. Für den Ausschußantrag können wir nur dann stimmen, wenn der Magistrat erklärt, auf den Ausschußals die von dem Kämmerer und dem Schulrath so sehr bekämpfte Lehrerpetition. Nach längerer weiterer Debatte über diesen Gegenstand er greift das Wort Minister Boffe: Die Darstellung des Thatbestandes durch den Grafen Hönsbröch ist vollständig richtig, bis zu dem Augenblick, wo die Unterredung mit dem Rektor stattfand.( Stürmische Heiterkeit). Im Ganzen und Großen auch einschließlich dieser Unterredung. Nach dem an mich erstatteten Berichte des Rektors ( den den Minister verliest) hat er den Herren erklärt: Ich weiß nicht, worauf Sie Ihre Existenzberechtigung gründen wollen gegen tatholisch- theologische Bereine habe ich nichts, wenn aber Mediziner und Juristen sich zusammenschließen, um die Interessen der katholischen Kirche zu wahren, so fann ich eine Berechtigung dafür nicht erkennen; ich würde Ihnen ich weiß ja, daß Sie das nicht thun werden sogar rathen, sich aufzulösen. Grst 14 Tage später sind sie nochmals bei ihm erschienen und über reichten ihm einen Protest, in welchem sie gegen die Beleidigung protestirten( hört! hört!). Der Rettor erklärte, er habe sie nicht beleidigt und nicht beleidigen wollen. Damit war die Sache erledigt, nur die Presse fuhr fort, sich des Falles an zunehmen: ein Blatt verlangte sogar die Absetzung des Rektors. Die Sache hat ihre ernste Bedeutung. Die legale Existenzberech tigung der Korporation ist ganz außer Zweifel, die hat auch der Rektor ihnen nicht absprechen wollen. Er hat die innere Berech tigung, die Zweckmäßigkeit, die Einwirkung derartiger Verbin dungen auf das tonfessionelle und akademische Leben in Zweifel gezogen. Ueber diese Frage sind die Ansichten sehr verschieden. Daß die Verbindung den fonfessionellen Frieden gestört hätte, Oeffentliche Sigung vom Donnerstag, 8. März antrag einzugehen, denn derselbe erfordert 112 000 Mart mehr, hat der Rektor nicht gesagt, sondern nur die Möglichkeit der Gefährdung desselben der Deputation vor Augen geführt. Thatfachen, aus denen sich ergebe, die katholischen Verbindungen hätten Die Vorlage betreffend den Ankauf verschiedener Parzellen Stadtv. Borgmann: Wir stimmen für den AusschußDiefen Frieden gefährdet, find nicht zu meiner Kenntniß gefommen. bebufs besserer Begrenzung der Riefelfelder wird ohne Debatte antrag. Das Wettrennen um die Gunst der Lehrerschaft brauchen Ich erkläre, daß ich es für besser gehalten hätte, der Rektor hätte sich angenommen. wir nicht mitzuztachen.( Na, na! Seiterkeit); in dieser Beenthalten auf diese Frage einzugehen namentlich in der heutigen Die Vorlage betreffend den Ankauf eines Grundstücke zu ziehung sind wir Ihnen längst um eine Najenlänge voraus. Beit. Daß aber die Aeußerung in der freundlichsten, dem Ver Gemeindeschulzweden an der Siemensstraße,( Große Heiterfeit.) Der Antrag Kreitling begiebt sich auf einen fehr von Rommilitonen zu Kommilitonen entsprechenden Weise östlich der Emdenerstraße ist vom Ausschuß mit der Modifikation ungangbaren Weg. Wir müssen die auswärtige Dienstzeit voll gethan worden ist, steht fest. Die Studenten selbst sind dem angenommen worden, daß ein anstoßendes Restgrundstück von anrechnen. Wenn auch den fetten Jahren magere gefolgt find, Heftor mit einem Freimuth begegnet, der ein starkes Vertrauen der Grundrenten- Gesellschaft mit erworben werden soll. Gleich- so müssen doch hier endlich Verpflichtungen erfüllt werden, die in die wohlwollende Haltung des Rettors vorausfebt; es heißt zeitig soll der Magistrat ersucht werden, sich das für eine der Stadt feit langem obliegen. Mit der schlechten Finanzlage in dieser Anrede: Ob Magnifizenz Einsehen in unsere Berechti- weitere, westlich der Beusselstraße noch zu errichtende Gemeinde- foll man uns nicht tommen; man hätte schon vor jwei Jahren, gung hat, ist uns ziemlich gleichgiltig.( hört! hört! und Beschule nothwendige Terrain rechtzeitig zu sichern. statt die Einkommensteuer auf 70 pet. herabzusehen, die Mittel wegung.) Da scheint mir denn doch eine Art Kompensation Ohne Debatte beschließt die Versammlung nach dem Aus hierfür sehr bequem haben können. eingetreten zu sein. Ich halte damit die Sache für abgethan. Schußantrage. Stadtschulrath Bertram: Jm Ausschußantrag handelt es Nach einer großen Zahl weiterer Reden über diesen Gegen- Der wegen Regulirung der Gehälter der städtischen Beamten sich rechnerisch um eine Erhöhung des Durchschnittsgehalts um stand schließt die Diskussion. und Lehrer nach dem Systeme der Dienstalterszulagen 400 M. Die Beständigkeit der Stimmung für diese Erhöhung Nach einer Nethe persönlicher Bemerkungen wird der Zuschuß niedergesetzte Ausschuß hat von den zahlreichen Abänderungs: im Ausschuß ist dem Magistrat ebenso unerwartet gewesen, wie für die Universität Bonn bewilligt. anträgen die nachfolgenden angenommen: die Forderung der Anrechnung der gesammten auswärtigen Ebenso werden die Zuschüsse für die Akademie zu Münster Bei den Rettoren der Gemeindeschulen:' Das Gehalt Dienstzeit. Kommt es darauf an, bie Lage der Lehrer zu verbessern, und das Lyceum Hosianum in Braunsberg bewilligt, auch besteht aus freier Dienstwohnung oder 800 M. Miethsentschädi- so ist nicht gerade dieser Weg der geeignetste. Der Ausschuß will u. a. folgende Resolution angenommen: Die Regierung aufgung und Gewährung von freiem Brennmaterial im Werthe von dem Boltsschullehrer auch die Zeit anrechnen, die er gar nicht im Boltszufordern, in Erwägung zu nehmen, ob nicht in Bufunft 90 M. Außerdem in baarem Gehalt 1. Stufe bis zur 6jährigen schuldienste zugebracht hat. Der Antrag Kreitling ist ganz un von der Anstellung von Universitätsturatoren im Hauptamte ab: Dienstzeit 8400 M., 2. Etafe bis zur 12jährigen Dienstzeit zweckmäßig; mit ihm wäre gar nichts zu erreichen. Man darf gefehen werden könne. 8800 M., 8. Stufe nach 12jähriger Dienstzeit 4200 M. Die freie aber aus Begeisterung für das Bolksschulwesen Berlins nicht Der Antrag der Polen, den Fonds von 100 000. für Dienstwohnung respektive die Miethsentschädigung wird im Werthe Stipendien für Studirende behufs späterer Verwendung derselben von 800 Mt. bei der Pensionirung dem Gehalte als pensions in Westpreußen, Posen und Oppeln als besonderen Titel zu fähig hinzugerechnet. ftreichen, wird nach kurzer Befürwortung durch den Abg. von Jazdzewski vom Hause abgelehnt. Eamit ist das Kapitel Universitäten" erledigt. In Kap. 120 find an laufenden Ausgaben für die höheren Lehranstalten 8 154 841 2., 290 116 M. mehr als im Vorjahre ausgeworfen. Die Vermehrung der Staatszuschüsse ist in sehr zahlreichen Fällen durch einen Rückgang der Schülerfrequenz veranlaßt. Die Tribüne für das Publikum ist überfüllt. Bei den Lehrern an den Gemeindeschulen( mit Ausschluß der Hilfslehrer) und Lehrer am Waisenhause. 1. Das Maximal gehalt der Lehrer an den städtischen Gemeindeschulen wird auf 4000 M. festgesetzt; 2. als Anfangsgehalt gilt ein Gehalt von 1200 M.; dasselbe wird erhöht nach zwei Jahren auf 1600 M., nach 4 Jahren auf 1900 W., nach 7 Jahren auf 2200 M., nach 10 Jahren auf 2500 M., nach 18 Jahren auf 2800 M., nach 16 Jahren auf 3100 9., nach 19 Jahren auf 3400 M., nach 22 Jahren auf 3600 M., nach 25 Jahren auf 8800 W., nach 28 Jahren auf 4000 9.; 8. der Anfangstermin wird berechnet vom Tage der bestandenen ersten Prüfung; in Anrechnung fommt die im hiesigen und auswär tigen öffentlichen Schuldienst oder im Berliner Privatschuldienst zugebrachte Dienstzeit. 4. Lehrer, welche die zweite Prüfung noch nicht bestanden haben, fönnen in die Gehaltsstufen von 1600 9. ab nicht einrücken. über das mögliche hinausgehen. Die Vorschläge des Ausschusses stellen sehr hochgestellte Forderungen an die städtischen Finanzen; wenn 6-7 pet. Ginkontmensteuer mehr erhoben werden sollen, dürfte der Rückschlag nicht ausbleiben.d Nachdem Stadtv. Schwalbe den Ausschußantrag empfohlen, regt Stadtv. Sentig an, daß der Zwang für viele Lehrer, auswärts zu wohnen, durch geeignete Maßregeln beseitigt werden möge, und protestirt gegen die Aeußerung des Stadto, Borgmann, daß die Lehrerschaft schon sehr stark sozialdemokratisch set.( Inruhe und Widerspruch; Rufe: Ist gar nicht gesagt worden!) Gin Lehrer könne nur dann gedeihlich wirken, wenn er vo religiösem Geist erfüllt und national gesonnen sei, die Parteirichtung sei schließlich, welde sie wolle. An namentlicher Abstimmung werden die Ausschuß anträge mit 101 gegen 5 Stimmen angenommen. Für die Lehrerinnen soll das Höchstgehalt von 2200 9. nach dem Ausschußantrag nach 10 Jahren erreicht werden; nach dem Antrag Singer würde es nach 8 Jahren er reicht werden. Abg. Wetekamp( frs. Vg.): Mit den neuen Lehrplänen ist den Lehrern eine ganz erhebliche Mehrbelastung aufgebürdet worden; für die Ober- und ordentlichen Lehrer hat man die frühere Marimal Zahl der Pflichtstunden zur Normalzahl gemacht. Diese Üeber bürdung muß Lehrer und Schüler gleichmäßig schädigen. Die Ersparniß, die auf diese Weise gemacht wird, muß später in schlimmster Weise bei der Erhöhung der Pensionssumme wieder aufgewogen werden. Mit der Mehrbelastung geht bei manchen Die Lehrerinnen sollen als Anfangsgehalt 1200 und Lehrerkategorien sogar eine Verminderung der Bezüge Hand in alle 2 Jahre 200 M. Zulage bis zum Höchstgehalt von 2200 M. Stadtv. Gerstenberg will das Anfangsgehalt auf 1830 M., das Marimalgehalt auf 2100 2. festsetzen, die nach Hand. Grund zur Unzufriedenheit ist also einigermaßen vor erhalten. handen. Ich bitte den Minifter, den Erlaß betreffend die Die Oberlehrer an den Gymnasien, Realgymnasien, 15 Jahren erreicht werden, und befürwortet diese Vorschläge als Marimalpflichtftundenzahl rückgängig zu machen und die Frage Ober- Realschulen und Realschulen erhalten die ihnen durch das einen annehmbaren Mittelweg. 112%, M. monatlich seien für der Maximalschülerzahl im Sinne der Vorschläge der Dezember- Gesetz vom 25. Juli 1892 zugewiesenen Beträge und außerdem eine Lehrerin, die wohnen, essen und sich kleiden müsse, noch tonferenz zu regeln. Ferner spricht sich Redner gegen den zu jeder eine pensionsberechtigte Ortszulage von jährlich 200 m. sehr wenig. häufigen Wechsel der Klassenlehrer aus und verwirft das System, Die auswärtige Dienstzeit wird dein Staatsgesetz gemäß voll in Stadischulrath Bertram widerspricht den gestellten An welches den Lehrer eine längere Reihe von Jahren in einer und Anrechnung gebracht. trägen und dem Ausschußantrag. Ein Zeitraum von 10 Jahren derfelben Klaffe siyen läßt. Der Minister möge in dieser Hinsicht Die an den höheren Mädchenschulen angeftellten sei auch noch viel zu kurz. Wandel schaffen und die Lehrer mit ihren Klaffen wenigftens akademisch gebildeten Lehrer werden im Gehaltsbezug gleich- Stadtv. Borgmann: Die Gründe für unsern Antrag bis zu einem gewiffen Puntte aufrücken lassen. Auch müsse gestellt mit den Oberlehrern der Realschulen, die mit ihnen im becken fich genau mit denen des Stadty. Gerstenberg. Die den Lehrern ein gewisses Recht zugestanden werden, innerhalb gleichen Dienstalter sind; für die Lehrerinnen Anfangsgehalt Lehrerinnen müssen ein höheres Anfangsgehalt haben, weil sie ihrer Hauptfächer auch wirklich Unterricht zu ertheilen. Auf die 1800 M., Höchstgehalt 2400 m., au erreichen nach 18 Dienft- fpäter zur Anstellung gelangen. Das Maximum wollen wir Schulreformfrage eingehend, bemerkt Redner, daß die Entwicklung jahren in 6 Steigungen von je 3 Jahren zu je 100 m. aber deshalb nicht beschneiden, um die Pensionsverhältnisse der des höheren Schulwesens auf weitere Zurückdrängung der alten Im übrigen hat der Ausschuß die Magistratsvorlage un- Lehrerinnen nicht ganz erheblich zu verschlechtern. Wir treten hier Sprachen hinarbeitet. Die bisherigen Menderungen hätten sehr verändert angenommen. auch nicht etwa aus politischen Gründen für die Lehrerinnen gut gewirkt, genügten aber nicht. Frantiurt a. M. habe den Der Mehrbedarf gegen die bisherigen Normen begiffert sich ein; was ich in der Beziehung vorhin ausführte, hat Herr Was die Politik betrifft, so Sankenswerthen Bersuch unternominen, auf gemeinsamem latein- auf 1 284 897 9., wovon 18 440 M. auf die Rettoren, 851 320 Sentig ganz falsch verstanden. lofem Unterbau Realschule und Gymnasium aufzubauen; derartige Mark auf die Lehrer, 365 137 M. auf die Lehrerinnen ent- wünsche ich Herrn Hentig noch ein recht langes Leben, damit er von der Krankheit, an der er jetzt leidet, noch genese. Versuche sollten auch an staatlichen Anstalten gemacht werden, fallen. Im ganzen find nach dem neuen System pro 1894/95 möglichst an einer in jeder Proving. Stadio. Kreitling bemerkt, daß der Ausschußverschlag bittet| flagranten Beweis dafür lieferte die vergangene Woche, in der] Angesichts einer solchen Komödie ist es nur au erklärlich, daß nicht weniger als vier Häftlinge von der Stralauerstr. 3/6 für in einem Flugblatte an die Arbeiterinnen und Arbeiter des Ber einen Tag ins Hotel Alexanderplat" ziehen" mußten. liner Werks der Firma Siemens und Halste von einem Arbeiter Also, hütet Eure Zungen! der Firma folgende Aufforderung ergangen ist: ,, Unterzeichneter bittet seine Mitarbeiter und Mitarbeite mit dem 10jährigen Turnus auf einem Bufall beruhe und um Annahme seines Antrages, eine 15jährige Stala fest zustellen. Stadtv. Horwit tritt für den Antrag Gerstenberg ein. In persönlicher Bemerkung protestirt Stadtv. Hen tig gegen genommen. Gemeindeschulen und höhere Lehranstalten. Auf den die ihm von der sozialdemokratischen Fraktion immerfort wider: 20 städtischen höheren Lehranstalten waren im Schuljahr 1893/94 rinnen, der Versammlung am 9. März fern zu bleiben, fahrenden beleidigenden Angriffe; diefelben könnten ihn nicht 13 029 Schüler, macht pro Anstalt im Durchschnitt 651 Schüler. weil die Deffentlichkeit ausgeschloffen ist; es darf kein Arbeiter treffen, drückten aber das Niveau der Versammlung herab. ( Unruhe.) Auf 198 Gemeindeschulen waren am 1. Juni 1893 180 756 SchulStadtv. Singer: Ich muß zur Geschäftsordnung dagegen finder, macht pro Schule im Durchschnitt 913 Kinder. Die wagen, etwaige Mißstände zur Sprache au bringen. Die Folge protestiren, daß es jemand in diesem Saale gestattet wird, unter höchste von einer höheren Lehranstalt erreichte Echülerzahl belief wäre Entlaffung. Wer sind die Einberufer?" protestiren, daß es jemand in diesem Saale gestattet wird, unter sich auf 839, die höchste von einer Gemeindeschule erreichte. Zahl Ein Eisenbahn Unfall, bei dem glücklicherweise teine dem Deckmantel einer persönlichen Bemerkung eine ganze Fraktion auf 1410. Welcher Sturm der Entrüstung sich wohl in der bür Menschenleben vernichtet worden sind, hat sich am Mittwoch der Versammlung derart zu beleidigen. Vorsteher Langerhans: Ich habe keine Bemerkung gerlichen Presse erheben würde, wenn man es einmal versuchen Morgen geger: 7 Uhr auf der Station Grunewald ereignet. Der wollte, die Kinder der Besitzenden in den höheren Schulen in Güter zug 465, der von Sangerhausen nach Berlin bestimmt war, gehört, die das Niveau der Versammlung herabgedrückt hätte. Stadtv. Borgmann: Wer den Stadtv. Hentig von seinem derselben, Gesundheit und Unterrichtserfolg schädigenden Weise sollte gestern( Mittwoch) Vormittag um 10 Uhr 55 Minuten in das Gütergeleise ersten Auftreten in diesem Saale beobachtet hat, wird mir zu- zusammenzudrängen, wie es mit den Kindern der Besitzlosen in Grunewald einlaufen. Um das Geleise 1 S zu erreichen, muß der Zug etwa vierzig Meter vom Bahngeben, daß man gerade von seinem Auftreten die Möglichkeit der den Gemeindeschulen geschieht! Wirkung behaupten tönnte, die er soeben bezeichnet hat. Jah Freistellen find auf den 20 städtischen höheren Lehranstalten hofe eine große Kurve durchlaufen. Als der erste Güterwagen, habe Herrn Hentig nicht im Geringften verlegt, wenn ich ihm im Schuljahre 1893/94 1184 bewilligt worden, davon 229 ander hinter dem Schußwagen ging, die Biegung erreicht hatte, fahen Stationsbeamte, daß eins von seinen Rädern abbrach. ein recht langes Leben wünschte, fo lang, daß er von der Krank Lehrerföhne und dritte u. s. w. Brüder, 955 an bedürftige Der Wagen sprang sofort aus den Schienen, und der Maschinen heit, an der er leidet, dem Antisemitismus, noch genesen tönne. Schüler. Alle Freistellen zusammen machten 9 pet. Der Geführer, der durch Winke auf den Unfall aufmerksam gemacht ( Stadtv. Hentig: Das hatte ich nicht verstanden, ich danke! famintfrequenz aus, d. h. unter je 100 Schülern hatten 9 eine wurde, wollte den Zug zum Stehen bringen. Dies gelang aber führer, der durch Winke auf den Unfall aufmerksam gemacht ( Stürmische Heiterkeit.) Freistelle. Im Schuljahre 1892/93 wurden im ganzen 1305 Frei- wurde, wollte den Zug zum Stehen bringen. Dies gelang aber Der Ausschußantrag wird mit dem Antrage Kreitling an- ftellen bewilligt, das sind 10 pGt. der Gesammtfrequenz. Ueber erst unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude; denn der Druck der diesen Prozentsatz geht die Zahl der Bewilligungen nicht hinaus. schwerbeladenen nachfolgenden Wagen war so groß, daß der Zug Bezüglich der übrigen Lehrer und Beamten Rategorien: Begabte, aber bedürftige Jungen haben also wenig Aussicht, eine trotz des entgleisten Wagens weitergeschoben wurde. Dabei mußte aber eine Katastrophe eintreten: es wurden elf Wagen, welche Direktoren, Oberlehrer, ordentliche Lehrer, Vorschul- Lehrer und ihren Fähigkeiten entsprechende Ausbildung zu erhalten. Düngerfalze führten, zum Theil völlig zerdrückt und aus den Lehrerinnen an den Gymnasien, Realgymnasien, Ober- RealProfit die Mahlzeit! Den Armen und Glenden wird Echienen geworfen. Die Unglücksstätte bietet ein Bild arger schulen und Realschulen, sowie an den höheren Mädchenschulen, bekanntlich in Berlin in reichstem Maße der Tisch gedeckt, so daß Verwüstung und der Güterverkehr ist auf längere Zeit ferner technische Lehrer, Schuldiener, Turnwarte und Turnlehrer, sowie betreffs der Direttoren der Taubstummen- Schule und ein herrschender Nothstand absolut nicht anzuerkennen ist. Von gehemmt. Die Ursache des Unfalles ist bereits aufgeklärt. der Blindenanstalt werden durchweg die Ausschußanträge an- jeher ist man bemüht gewesen, von obrigkeitlicher wie von Bwischen den Haltestellen Müchendorf und Drewitz ist ein abgenommen. Bezüglich der Zurnwarte und Turnlehrer wird auf privater Seite den Armen und Glenden die wärmste Fürsorge gesprungener Radreif aufgefunden worden, der zu dem zuerst Antrag Schwalbe zusätzlich beschlossen, daß anderweit in angedeihen zu laffen. Insbesondere ist das Bestreben darauf entgleisten Güterwagen gehört. Dieser vierarige Wagen hat also einem städtischen Schulamt zugebrachte Dienstzeit zur Hälfte an- gerichtet gewesen, auf dem Tische des Armen die Fleischfost nicht die mehrere Meilen betragende Strecke bis zum Bahnhof Grunefehlen zu lassen. Da aber in den Tayameterdroschten vorerst wald troß der Beschädigung sicher zurückgelegt. Daß von dem gerechnet werden soll. Die Gesammtabstimmung ergiebt die Annahme der Vorlage noch nicht in ausreichendem Maße Pferde abgenutzt werden, um Fahrpersonal niemand verunglückt ist, hat darin feinen Grund, mit großer Mehrheit. zur menschlichen Nahrung geeignet zu erscheinen; da auch das daß ein Wagen mit Bremsersiz, der sich unter den später entZu der vom Ausschuß beantragten Resolution betr. Staninchenfleisch trotz aller Kaninchenausstellungen und Kaninchen- gleisten befand, in Belzig wegen einer heißgelaufenen Are ausdie Vermehrung der Lehrerinnenstellen bemerkt der Referent, festessen sich als Voltsnahrungsmittel" nicht einbürgern will, so gefeßt werden mußte. machen feien. Die finanzielle Ersparniß würde sehr bedeutend sein, perforgung für die Armen. Berlin besikt bekanntlich einen da das Lehrergehalt im Durchschnitt 2800 m, der Lehrerinnen Bentral- Schlachthof, auf welchem, abgesehen von den kleineren eifern jetzt die jüdischen Geistlichen löblich in der Beschränkung M., der Lehrerinnengehalt nur 1700-1800 M. betrage, eine Erfegung ausschlachtungen der Gänse, Hühner zc., sämmtliche Schlach der Redefreiheit nach. Die„ Nordd. Allg. 3tg." meldet: Die von 100 Lehrern durch Lehrerinnen also eine Ersparnis Bei dieser Zentralisation des Schlachtens und bei der ein- jüdischen Friedhöfen bewährt wurde, ist seit den Vorgängen beim von 100 Lehrern durch Lehrerinnen also eine Ersparnis tungen der Thiere zu Ernährungszwecken vorgenommen werden. Redefreiheit, die bisher gebrauchsmäßig bei Trauerfeiern auf von rund 100.000 M. bedeute. Der Antrag habe aber auch den Zweck, das weibliche Geschlecht überhaupt stärker geführten strengen Fleischkontrolle kann es nicht ausbleiben, daß Begräbniß des früheren Rechtsanwalts Dr. Moll sehr beschränkt aber auch den Zweck, das weibliche Geschlecht überhaupt stärker bedeutende Quantitäten Fleisch als zur menschlichen Nahrung hiesigen Gemeinde, des Justizraths Meyer, darf jetzt kein Baie zum Unterricht in der Berliner Volksschule heranzuziehen, da an worden. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Borstehers der Lehrern Mangel, an Lehrerinnen aber, die auf Anstellung ungeeignet beanstandet werden, die bisher der Abdeckerei über- hiesigen Gemeinde, des Justizraths Meyer, darf jest tein Baie Ge ist begreiflich, daß manches fühlende auf den jüdischen Friedhöfen das Wort nehmen. Die FriedhofsStadtv. Singer: Ich bitte, den Antrag abzulehnen. herbem Schmerze ergriffen wurde. Wie viele arme Menschen Umständen mit Gewalt zu unterbrüden. Menschenherz beim Anblick dieser verworfenen Fleischmassen von Menschenhers beim Anblick diefer verworfenen Fleischmassen von beamten find angewiesen, Uebertretungen dieses Gebots unter Zweifellos wird er durch die von Herrn Schwalbe beantragte tönnten damit gefpeift werden? Und wenn man dann aus unsere jüdischen Mitbürger die inständige Bitte zu richten, wenigDie lettere graufige Drohung läßt es rathsam erscheinen, an Streichung einiger Worte etwas schmackhafter, Begründung des Antrages durch den Referenten läßt nur Prozessen erfuhr von Fleischdiebstählen aus der Abdeckerei und unsere jüdischen Mitbürger die inständige Bitte zu richten, wenigden Schluß zu, daß die finanzielle Seite des Antrage in erster von Schlächtern, die bereitwillige Abnehmer des Fleisches waren, itens bei Begräbnissen, nach Möglichkeit ihre Sucht nach blutigen Händeln zu bezähmen. Linie fieht. Dieser Antrag bedeutet nichts, als daß die Lehrerin so kann man sich nicht wundern, wenn der Wunsch gehegt Händeln zu bezähmen. zur Lohndrückerin für den Lehrer werden soll.( Sehr richtig!) wurde, dieses Fleisch direkt an die Konsumenten zu bringen Dazu möchte ich nicht die Hand bieten. Ich stehe auf dem Standpunkt, und zwar auf legalem Wege. So ist denn seit einigen Jahren brachten, befindet sich, wie uns mitgetheilt wird, ein Irrthum. auch meinerseits zu wünschen, daß die Zahl der Lehrerinnen eifrigst experimentirt worden, um zu erforschen, ob und in wie Nicht der Arbeiter Kabermann hat mit dem Meffer gestochen, mit bestimmten Krankheiten besondern er ist gestochen worden und zwar von dem Arbeiter vermehrt werde; aber aus andern Gründen. Ich würde es weit das Fleisch von für einen wesentlichen Vortheil halten, wenn zunächst ein- bafteten Thieren noch als Nahrungsmittel verwerthet", d. h. Schirphahn. mal in den unteren Klassen der Gemeindeschulen überhaupt verfauft werden kann. Diese Versuche sind, wie bürgerliche Wozu eine Reserve- Offiziers- ltniform nüglich ist. Einer uur Lehrerinnen unterrichten sollten, weil das erziehliche Moment Blätter frohlockend meinen, nun endlich von einem praktiſchen der nothleidendsten Landwirthe, der soeben wie er ging und in der Hand einer Lehrerin beffer aufgehoben ist als in der eines Erfolge getrönt worden. Es sollen nämlich gegenwärtig zwei stand zwangsweise seine Besizung räumen mußte, ist der Lehrers.( Stadtv. Spinola: Na also!) Ich würde über- Rohrbeck'sche Apparate in einem besonderen Raume auf dem Gutsbesitzer N. in einem Dorfe dicht vor den Thoren Berlins. haupt wünschen, daß Knaben und Mädchen zusammen unterrichtet Schlachthofe aufgestellt werden. In diesem Raume darf das Gerichtsvollzieher waren feine täglichen Gäfte, doch hatten diewürden. Kein befferes Mittel fann es geben, das moralische leisch von Thieren, welche bis zu einem gewissen Grabe mit felben keine leichte Arbeit bei ihm, denn er setzte den Bollstreckern Element der Schulen auf ein höheres Niveau zu heben. Bersucht behaftet sind, unter behördlich- fachverständiger Aufsicht der Gerichtsbefehle nicht nur passiven, sondern auch aktiven Element der Schulen auf ein höheres Niveau zu heben. fterilisirt und dann als Nahrungsmittel verkauft werden. Man Widerstand entgegen, so daß sich dieselben genöthigt sahen, in Wir brauchen ja blos nach der Schweiz zu erblicken, 100 diefe Art eingeführt ist. fieht, in Berlin kommt nichts um, abgesehen von Menschen. jedem Einzelfalle einen Gendarm zur Bedeckung mit auf den Würde aus diesem Grunde eine Vermehrung der Lehrerinnen und so wird fortab auch das perljüchtige Fleisch nicht mehr Herrensitz zu nehmen. Nach einer solchen Pfändung äußerte der hier angestrebt und sähe die Schulverwaltung diesen Grund als umkommen, der Abdeckerei werden die feisten Braten entzogen Herr Gutsbesitzer entrüstet zu seinen Leuten:„ Wenn der Gemaßgebend an, dann würde ich dem Antrage gern zustimmen. und diese in ein Voltsnahrungsmittel umgewandelt werden. Gerichtsvollzieher noch einmal in Begleitung von maßgebend an, dann würde ich dem Antrage gern zustimmen. wird Eingang finden in weite Kreise des Volles, in Gartüchen Gendarmen auf den Hof kommt, dann werde ich Heute hat der Antrag eine ganz andere Bedeutung. Der Ausschuß will durch seine Resolution, wenn es nicht die Absicht ist, ist es die und Speisehäusern wird das sterilisirte Fleisch dem Roßfleische ihnen zeigen, wie sie sich einem Reserve- LieuWirkung, das, was er mit dankenswerther Munifizenz den Konkurrenz machen und der Bedarf wird nicht gedeckt werden tenant gegenüber zu benehmen haben. Die Gendarmen sind Soldaten und wenn ich meine Lehrern gegeben hat, mit der andern Hand wieder zurücknehmen, tönnen. Profit die Mahlzeit! indem er billigere Arbeitskräfte einzustellen sucht. Solches gu Vier Armenärzte will die Stadtverwaltung zum 1. April Offiziers Uniform anlege, werde ich sie schon beschließen hat die Versammlung feine Veranlassung, und ich d. I. einstellen und zwar zwei infolge Ausscheidens ihrer zur Raison bringen!" Gerichtsvollzieher und Gendarmen kann daher in diesem Augenblick nicht einmal für die durch den bisherigen Inhaber, nämlich im 66. Bezirk( Hasenhaide, Gräfe- ließen nicht lange auf sich warten. Als die Beamten auf den Antrag Schwalbe veränderte Resolution stimmen, um die Ver- und Fichtestraße) und im 67. Bezirk( am Wedding) und zwei in Hof famen, beauftragte der Herr Gutsbesitzer einen Dienstmann fammlung vor Mißdeutung ihres Beschlusses dafür zu bewahren, daß neu zu errichtenden Bezirken, davon einen in der Gegend der Geist, ihm schleunigst seine Uniform zu bringen. Der Bote tam auch nur die Möglichkeit jener Argumentation auftommen fann. Pappel- Allee, Weißenburger- und Hagenauerstraße und den in dem Augenblick zurück, als die Beamten eben bei dem Herrn Wenn ich unterrichtlich die Lehrerinnen mit den Lehrern gleichstelle, andern in der Gegend des Viehhofs und der Frankfurter Allee. eintraten, und meldete:" Gnädiger Herr! Die Uniform tann will ich sie auch gleich befoldet haben, nicht aber sie deswegen ich nicht bringen, die ist versiegelt. An dem Spinde, in welchem in die Schulen einführen, weil sie billiger sind. Die Resolution Die überklebte Sinnlichkeit ist wieder freigegeben worden. die Uniform hängt, tlebt ein großes blaues Siegel, mitten auf D. Reinfels von dem Polizeilieutenant eines Reviers in der daß für diesen Vorschlag sehr gewichtige Gründe geltend zu verfiel man auf einen anderen sinnreichen Gedanken der Fleisch- Den berufenen Vertretern des modernen Christenthums warten, Ueberschuß ist, Art des Unterrichts bereits wiesen wurden. Beim Statspiel. In dieser Lokalnotiz, die wir in Nr. 44 wird einen guten Theil von dem, was die Bersammlung heute Bor einigen Wochen berichteten wir, daß dem Schriffteller Hans dem Schlüsselloche!" Tableau! ashem Ausgang wurde beschlossen hat, wieder wegnehmen. Wegen Körperverlegung mit tödtlichem Ausgang wurde Stadtschulrath Bertram: Jm mittleren Theil seiner Rede Friedrichstadt aufgegeben worden sei, im Titel der Broschüre: hat Herr Singer sehr wirksam für den Ausschußantrag ntit Ehe, Liebe, Sinnlichkeit", das letztgenannte Wort überkleben zu am Mittwoch Nachmittag der Weber Karl Sch. aus Weißenfee dem Antrag Schwalbe gesprochen. Die Besoldung der Lehre- affen. Auf die Beschwerde des Verfassers ist obige Anordnung in seiner in der Straßburgerstraße belegenen Wohnung verrinnen erfolgt nach festen Normen; Don Lohnbrücken fann also seitens des Polizeipräsidiums rückgängig gemacht und den in Mit haftet. Sch. hatte am 5. Februar in Gemeinschaft mit seiner doch nicht die Rede sein, wenn überhaupt von Lohn leidenschaft gezogenen Buchhandlungen mitgetheilt worden, daß Frau aus einer geringfügigen Ursache seinen Nachbar Böttcher hier gesprochen werden darf. Der Gedanke, in den unteren Klaffen die betreffende Anordnung ohne Auftrag der zustehenden höchsten derart zugerichtet, daß dieser vorgestern an einer im Rücken ervon Lehrerinnen unterrichten zu lassen, ist ein sehr beachtens Behörde erlassen worden fei; die Sinnlichkeit ist also gerettet, haltenen Verwundung vor einigen Tagen gestorben ist. werther. Noch 1874 fand ich zahlreiche Mädchenschulen in Berlin und die Sittlichkeit, wenigstens nach der Auffassung des tugend vor, die feine Lehrerin besaßen. Allmälig hat sich das nöthige Personal strengen Herrn Polizeilieutenants, unterlegen. Der Verfasser aber gefunden und ist der Muth bei den Lehrerinnen, neue Fücher zu fann sich für die seiner Broschüre aus der Tugendboldhaftigkeit übernehmen, gewachsen. Die Bereinigung der Geschlechter wird eines Vertreters der hohen Polizei erwachsenen Reklame beallerdings von englischen und amerikanischen Schulmännern für danken. die höheren Klassen nicht befürwortet. Stadtv. Meyer II: Jch stimme für die Resolution in der Form, wie Kollege Schwalbe vorgeschlagen hat, aus den vom Kollegen Singer fo trefflich entwickelten Gründen. Diese Gründe find so start, daß es des schwachen gar nicht bedarf, der die Finansfrage betrifft. Nachdem noch Stadtv. Schwalbe für den modifigirten Antrag gesprochen, bekämpft Stadtv. Hentig die Konipetenz der Versammlung, über Fachfragen, wie die Qualifikation des weiblichen Geschlechts zum Lehrerberuf zu entscheiden. Stadtv. Kreitling bleibt dabei, daß der finanzielle Hintergrund die treibende Kraft für den Antrag ist, und bittet um Ablehnung. Die Resolution wird nach dem Antrag Schwalbe mit geringer Mehrheit angenommen. Eine außerordentliche Sigung findet am nächsten Dienstag zur Etatberathung statt. Schluß 10 Uhr. Lokales: Schon wieder ist von einem Schultnaben ein Selbstmordverfuch verübt worden. Aus Furcht vor der Strafe hat sich gestern Nachmittag gegen 5 Uhr der 12jährige Schüler Mag Mulack, Kottbuser Damm 12, bei den Eltern wohnhaft, vom Maybach Ufer aus in den Landwehrkanal gestürzt, er wurde jedoch von Schiffern, ohne Schaden genommen zu haben, aus den Fluthen gezogen und nach der elterlichen Wohnung gebracht. Der Kleine war längere Zeit heimlich hinter die Schule ge gangen und dieses Vergehen war den Eltern gemeldet worden. Aus Furcht vor förperlicher Büchtigung hat der kleine M. dann den Selbstmordversuch begangen. Postalisches. Zur Erleichterung für das Publikum bei Verzollung der mit der Post vom Ausland eingehenden zoll pflichtigen Pacete besteht im Einverständniß mit der Steuerverwaltung für Berlin die Einrichtung, daß auf Verlangen der Empfänger die zollamtliche Schlußabfertigung von gewöhnlichen Packeten und von Sendungen im Einzelwerthbetrage bis zu 1000 m. durch Vermittelung der Postbeamten erfolgen fann. Der todtgeglaubte Deserteur Beschatnick, dessen Uniform, Diese Sendungen werden nach der Verzollung sorgfältig wieder wie wir berichteten, am 25. Februar an der Schlesischen Brücke verpackt, amtlich verschlossen und den Empfängern mit der gefunden wurde, lebt und ist am Mittwoch Mittag in die Kaserne nächsten Packetbestellfahrt zugeführt. Für die Bestellung und die des Kaiser Franz Grenadier- Regiments eingeliefert worden. Gin Erfüllung der Bollförmlichkeiten seitens der Post wird für jedes Nixdorfer Gendarm hat ihn bei einem Kutscher unter dem Heu Backet bis zum Gewicht von 5 Kilogramm eine Gebühr von versteckt gefunden. B. soll f. 3. aus Furcht vor der Strafe 20 Pf. erhoben, bei schwereren Packeten tritt das tarifmäßige desertirt sein. Bestellgeld hinzu. Für die Wiederverpackung der Packete kommt eine Gebühr nur dann in Ansaß, wenn dadurch baare Auslagen Nach Dalldorf! Das geistige Befinden des stud. jur. entstanden sind. Von dem Eingang einer zollpflichtigen Post- Ostrowsky, der im Breslau- Berliner Eisenbahnzuge am Montag sendung wird der Empfänger bei der Bestellung der zugehörigen ein junges Mädchen gemißhandelt hat, hat sich von Stunde zu Packetadresse in Kenntniß gefeßt. Wünscht er die zollamtliche Stunde dermaßen verschlechtert, daß die Ueberführung desselben Schlußabfertigung durch die Post, so hat er die mit der Packet- nach der Charitee zum Zweck der Exploration seines Geistesadreffe zugestellte gedruckte Erklärung zu vollziehen und beide zustandes nicht zur Ausführung gebracht werden konnte, obwohl Gegenstände dann dem Briefträger wieder zurückzugeben oder biefelbe bereits angeordnet war. phim Der Arzt des UntersuchungsDas Gewerbegericht hat wie jedes andere Gericht die soweit es sich um Bollpackete ohne Werthangabe handelt Gefängnisses, Geb. Sanitätsrath Dr. Lewin, hat dem UnterBefugniß, Ungebührstrafen nicht nur in Geld, sondern auch durch unter Briefumschlag mit der Bezeichnung hierin Bolladressen" suchungsrichter angezeigt, daß Ostrowsky zweifellos hochgradig Beschränkung der persönlichen Freiheit des Betroffenen( In an die betreffende Postverzollungsstelle zu übersenden, wofür fein geiftestrant und gemeingefährlich ist und darauf ist D. dem Berliner Polizei- Präsidium zum Zwecke der Internirung in der haftnahme auf einen oder mehrere Tage) zu verhängen. Dies Porto berechnet wird. Die hat bereits mehr als eine der Parteien, welche sich auf dem Einige bei der Firma Siemens u. Halske beschäftigte städtischen Frrenanstalt zu Dalldorf überwiesen worden. Gewerbegericht ein Stelldichein gaben, in recht unliebsamer Arbeiter haben bekanntlich am 27. Februar der Welt das be: Ueberführung sollte noch am Donnerstag Nachmittag erfolgen. Weife empfinden müssen. Es ist angebracht, an dieser Stelle schämende Beispiel geboten, daß sie ihre Pflichten gegenüber der Die Brieftasche des Studenten. Als ehrlicher Finder darauf aufmerksam zu machen und jedem flagenden Arbeiter an organisirten Arbeiterschaft dreist verleugneten und fich offen als hat sich der Droschlenkutscher W. erwiesen, der heute Morgen in zurathen, sich nicht durch seine, wenn auch noch so berechtigte ergebene Diener ihrer Arbeitsherren bekannten. Die Vertreter feinem Nachtvehikel zweiter Güte eine Brieftasche mit aufEntrüftung über den Gegner 2c. zu einer„ Ungebühr vor Gericht" der ehrliebenden Arbeiterschaft verfehlten natürlich in einer gesprungenem Schloß auf dem Boden liegen sah. Sein letter binreißen zu lassen. Sind die Vorsitzenden im allgemeinen Berjammlung nicht, diese Leute in einer Weise moralisch abzu- Fahrgast war in der Taubenstraße eingestiegen und hatte sich der Philippstraße fahren fahren lassen. Der Kutfcher auch ziemlich nachsichtig, so ist doch keine Partei davor sicher, strafen, daß es ihnen heute noch juckt, und es ist daher nur zu mach die Tasche schon auf dem Fundbureau auf ab: bei der Wahl zu starter" Ausdrücke einmal einen Tag erklärlich, daß gewissermaßen zu ihrer Rehabilitirung auf heute wollte ale mehrere Bapiere aus derselben herausfielen. brummen" zu müssen. In der Natur des Gewerbegerichts liegt Abend eine Versammlung angeordnet worden ist, in der die liefern, es, daß so mancher sich dort mehr gehen läßt", wie er es vor getreuen Knechte auf den Herrn, dem sie dienen, das vorschrifts- Das veranlaßte ihn, sich den Inhalt der Tasche in der nächsten Destillation vorerst genauer anzusehen. Die Tasche enthielt eine dem sogenannten ordentlichen Gericht thun würde. Einermäßige Loblieb zu sirgen haben werden. Vergnügungsverein Im Brand". Jeden Freitag präzise 9 Uhr Abends bei Ferd. Germer, Landsbergerstr. 105: Sigung. Anzahl Visitenkarten des Cand. med. X., einen Pfandschein über nach dem Krankenhause gebracht. Vor dem Hause Jerusalemer-| 27. März stattfindenden Konferenz der deutschen Maurer in Crimmitschau. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berline. eine versette Uhr, einen dito über einen versetzten Hohenzollern- ftraße 8 wurde eine Frau durch einen Geschäftswagen über- 2. Der Pfusch- Bau der Innungs- Maurermeister Lachmann und Zauber. Abends erkrankte eine Sonntag, den 11. März, Abends 6% Uhr, im Lotale zum Freischütz", Fruchtmantel, die unquittirte Quartalsrechnung der Wirthin, die dito fahren und am Bein schwer verletzt. unquittirte eines Schneidermeisters und einen Liebesbrief von Frau in ihrer Wohnung, in der Putbuserstraße, und wurde, da traße 36 a( oberer Gaal): Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer. Vortrag des Genossen Dr. Heymann über: Die Nervenschwäche Fräulein Martha im Restaurant X. Der Droschkenkutscher zog sie sich anscheinend vergiftet hatte, nach der Charitee gebracht. des Menschen und die gegenwärtige Gesellschaftsordnung. Nach der Verfammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. es unter diesen Umständen vor, die Brieftasche dem Verlierer Im Laufe des Tages fanden fünf fleine Brände statt. nach der Wohnung zu bringen. Er hat auf jeden Finderlohn verzichtet und war froh, daß er von dem Bruder Studio nicht noch für seine Zeitversäumniß um 3 M. angepumpt wurde! Polizeibericht. Am 7. d. M. Morgens wurde ein Mann in seiner Wohnung in der Willibald- Alexisstraße erhängt vorgefunden. Ein Dienstmädchen versuchte sich in der Wohnung seiner Herrschaft, in der Tresckowstraße zu vergiften. Es wurde -W Versammlungen. Maurer Berlins und Umgegend. Deffentliche Versammlung am Sonntag, en män, wormittage 10 Uhr, in der Braueret Julius Bogom, Prenzlauer Allee. Tagesordnung: 1. Wahl der Delegirten zu der am 26. und Achtung, Zimmerer! Sonntag, den 11. März, Vorm. 10 Uhr: Bezirks- Versammlung des Vereins der Zimmerer Berlins u. Umg. für den Süden und Westen in Habel's Brauerei, Bergmannstraße Nr. 5-7. Tages- Ordnung: 1. Die Nothwendigkeit der Verkürzung der Arbeitszeit und wie ist dieselbe zu erreichen? Referent: Genosse Behrend. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Zutritt hat jeder Zimmerer. E 2. Diskussion. 428/13 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Holz- und Bretterträger Berlins u. Umg. am Sonntag, den 11. März, Vormittags 10 Uhr, im Lokal des Herrn Möring, Aomiralstraße 18c( Märkischer Hof). Tages- Ordnung: Grösstes Billigste Lager. Preise. Beste Marken. Gesundheit garantirt. Roh- Tabak. Reelle Bedienung. Geöffnet den ganzen Tag. Um geehrten Besuch bittet 1. Bortrag des Genoffen Da stig. 2. Diskussion. 3. Bericht des W. Hermann Müller Delegirten der Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl desselben. Hierzu find fämmtliche Bretterträger und Brettschneider ganz besonders Der Einberufer: F. Fahrenson. eingeladen. 186/2 Neue Friedrichstr. 9. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins!! Roh- Tabak!! Sonntag, den 11. März, Vormittags 11 Uhr, im Lokal des Genossen Wilke, Andreasstraße Nr. 26: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Wilfe über: Unternehmergewinn und Arbeitslohn. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 129/15 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 11. März, Vormittags 10 Uhr: Außerordentliche Drechslerversammlung im oberen Saale des Herrn Boltz, Alte Jakobsiraße Nr. 75. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Sektionsbildung der Drechsler im Holzarbeiter- Verband. Referent: Kollege Dost; Korreferent: Kollege Wiedemann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 432/16 Das Erscheinen aller organisirten Drechsler ist unbedingt nöthig. Die Ortsverwaltung. Bufolge vielfach an uns ergangener Ersuchen machen wir hierdurch bekannt, daß von jetzt ab der Billet- Verkauf für Wannenbäder, Natürliche Soolbäder, Schwimmbassin und Douchebäder in unseren sämmtlichen Berliner Anstalten I Mittwochs Sonnabends und bis 9 Uhr Abends ausgedehnt wird. 2203b Admiralsgarten- Bad. Die Direction. Engros- Schlächterei u. Wurstfabrik Berlin S., von Fr. Linke& R. Burdach, Dieffenbachstrasse 52. empfiehlt Wiederverkäufern und sparsamen Hausfrauen ihr reichhaltiges Lager vorzüglicher Fleisch- und Wurstwaaren zu erstaunlich billigen Preisen. Jeden Montag und Donnerstag Kopffleisch, Rinderlungen, Herzen und Leber zu Ausnahmspreisen. Jeden Mittwoch vorzügliche Grützwurst und Sonnabends frische Blut- und Leberwurst. Schleuniger Ausverkauf der Resthestände aus der [ 2206b J. 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Ter Beleidigung zweier Polizeibeamte wird der Genosse Messing von dem Landgericht schuldig Den Beamten befunden. Buße, 1 Monat Gefängniß. war der schwere Vorwurf der Verlegung der Eidespflicht gemacht. Leipzig. Die gegen den Genossen Wetter erkannte dreimonatliche Gefängnißstrafe wegen durch die Presse be gangener Beamtenbeleidigung in 3 Fällen ist rechtskräftig geworden. Das Reichsgericht verwarf die Revision. 3. Neustadt- Oberschlesien. Genosse Recker, Vorsitzender n Freitag, den 9. März 1894. 16. München. Wegen unehrerbietigen Betragens vor Ge richt Genosse Cohn 5 M. Geldstrafe. Beim Weggang bedeckte Genosse Cohn das Haupt, ehe die Thür des Amts: zimmers fich hinter ihm geschlossen hatte. du sobim 11. Jahrg. die Arbeitslosigkeit in unserer Branche ist, lasse ich die Zahlen der Arbeitsuchenden hier folgen, im Monat Dezember 38, im Monat Januar 74, und dieses nur in einer Filiale, während wir für Berlin und Umgegend deren 4 haben. Diese Zahlen 17. Kaffel. Der Redakteur des" Hessischen Volksblattes", reden eine beredte Sprache. Wir müssen aber auch an Euch die Genosse John, erhält wegen Bürgermeister- Beleidigung Aufforderung richten, zum Agitationsfonds Euer Scherflein beimeine Geldstrafe von 60 M. auch in zweiter Instanz zu zutragen, damit wir die arbeitslosen Kollegen, die an uns heranerkannt. treten, unterstützen und andere Pflichten erfüllen können. Dortmund. Zu je 10 M. Geldstrafe die Genossen Block Alle Vertrauensmänner und auch diejenigen Kollegen, welche und Voigt wegen Beleidigung eines Buchdruckereibesitzers bei der früheren Agitationskommission Vertrauenspersonen waren, in Wattenscheid. werden ebenso dringend gebeten, am Sonntag, den 11. b. M., Vormittags 10 Uhr, beim Genossen Friz Wilke, Andreasstr. 26, pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Achtung, Schneider! im Streit. Da unsere wirthschaftliche Misere nicht länger zu Rendsburg. Hierorts befinden sich die Schneidergesellen ertragen war, forderten wir eine 15 prozentige Lohnerhöhung und die Beseitigung der Nachtarbeit. Diese geringen Fordefich die Inhaber der zwei größeren Werkstellen Feldbusch und rungen wurden von den Kleinmeistern bewilligt, dagegen weigern Thomsen, wo 12 Gesellen beschäftigt werden, die Forderung zu allerorts, haltet den Zuzug nach hier fern, damit wir den Sieg bewilligen, wodurch die Arbeitsniederlegung erfolgte. Kollegen erringen, denn unser Sieg ist Euer Sieg. Die Revision des Genossen Block gegen das auf 100 M. Geldstrafe lautende Urtheil wegen Beleidigung der Gendarmerie von Wickede wurde von dem Reichsgericht verworfen. Breslau. Der Tischler Robert Kornetti wegen Majestätsbeleidigung und Beleidigung eines Sicherheitsbeamten 10 Monate Gefängniß. 18. Stendal. Sieben Vorstandsmitglieder des ArbeiterBildungsvereins wegen Verstoß gegen das Vereinsgesetz je des Arbeiter- Bildungsvereins, von der Antlage der Be- 10 M. Geldstrafe.- Von der gleichen Anklage der Beamtenbeleidigung freigesprochen. Die Kosten des Ver- vollmächtigte des Maurerverbandes freigesprochen. fahrens wurden der Staatskasse auferlegt. Dresden. Wegen groben Unfugs wurden die Genossen Hamburg. Von der Anklage, einen Fabrikanten beleidigt Kühne, Knoch, Wießner, Pezold und Frau zu haben, Genosse Pfannkuch freigesprochen. Auch Hanisch zu 15 M. Geldstrafe und 2 bis 3 Wochen erkannte das Gericht auf Erstattung der gehabten Selbst. Haft verurtheilt. Genoffe Hennig erhielt 14 Tage Haft. auslagen. Kottbus. Töpfer Albert Hartwig wegen Majestätsbeleidigung 6 Monate Gefängniß. 6. Halle a. S. Das Landgericht als Berufungsinstanz sprach den Genossen Methe von der Anklage des Haus friedensbruchs frei. Methe hatte in Priestes die Wahl tontrollirt. Er wurde, trotzdem er sich als Wähler aus weisen konnte, von dem Wahlvorsteher aufgefordert, das Lokal zu verlassen, weil die Identität nicht nachgewiesen abi sei. Das Landgericht begründete sein Urtheil: Der Jdentitätsnachweis werde in dem Gesetz nicht verlangt. Magdeburg. Wegen Berübung groben Unfugs, begangen durch Boykottaufforderung drei Genossen je vier Wochen 21 Haft. " Deffan. Genosse Schöp3, Redakteur des„ Anhalter Bolksblatt", wegen Unternehmer- Beleidigung 50 M. Geldstrafe. 8. Weimar. Die Boykott- Androhung, zwecks Rückgängig. machung mehrerer Arbeiterentlassungen, sieht das Land gericht als Erpressungsversuch an, und verurtheilt den Genossen Meyer wegen 2 Fällen zu 6 Wochen Gefängniß. Beantragt waren 42 Monat und Verlust der Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren. München. Genosse Schmidt, Redakteur der„ Münchener Post", wegen Beleidigung elfässischer Richter 4 Monate Gefängniß. Die Klage war eine private. " Hamburg. Der verantwortliche Redakteur des„ Hamburger Echo" wegen Beleidigung des Altonaer Magistrats 600 M. Geldstraje. Antrag: 2 Monate Gefängniß. , Magdeburg. Fünf Genossen von der Anklage, groben Unfug verübt zu haben, freigesprochen. Die Strajthat bestand in den Worten Protestversammlung gegen den Sedansrummel", welche Plakate trugen. " Dessau. Redakteur und Verleger des Anhalter Voltsblatt", die Genossen Peus und Frante, wegen Ber leidigung eines Gendarmen je 30 M. Geldstrafe. " " 〃 Nordhausen. Genosse Glocke aus Berlin wegen Haus friedensbruch 50 M. Geldstrafe, und Genosse Lucius 1 Monat Gefängniß wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt. Die Straftyaten resultiren aus dem Besuch einer antisemitischen Versammlung. Schkendin. Genosse D. Sillier wegen Beleidigung und Berrufserklärung 2 Monate Gefängniß. Gera. Verworfen wurde die Revision gegen das Urtheil, das den Genossen Trognig, Redakteur der Reußischen Volkszeitung", wegen Beleidigung zu 3 Monaten, und Hermann Rhenderlein wegen Verbreitung fraglicher Zeitung zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. 8. Kirchheimbolanden. Für die„ ostentative Niederlegung eines Kranzes auf das Grab eines Verstorbenen" muß ein Genosse 2 M. Sühne zahlen. 12. Berlin. Genosse Schröder, Redakteur des„ Vorwärts", wegen Beleidigung der Verwaltung des Leibregiments Nr. 100 in Dresden 1000 W. Geldstrafe. Antrag der Staatsanwaltschaft 3 Monate Gefängniß. Genosse Enders, Redakteur des„ Vorwärts", 6 Wochen Gefängniß wegen Beleidigung der Postbehörde. In beiden Fällen hatten sich die Korrespondenten als unzuverlässig erwiesen. . Johannisthal. Die Genossen Wegner und Elze jr. dwegen Veranstaltung einer öffentlichen Tanzmusit, wozu die polizeiliche Erlaubniß verjagt war, je 15 Mark Geldfrafe. Wegen des gleichen Vergehens wurden die Genossen John und Garlipp freigesprochen. 1 Zwenkan. Das Landgericht Leipzig bestätigte das schöffengerichtliche Urtheil, welches einen jungen Genossen, wegen Tragens republikanischer Abzeichen, rothe Federn auf dem Hut, zu 3 Tagen Gefängniß verurtheilte. 13. Berlin. Der Redakteur des in polnischer Sprache erscheinenden Parteiblattes, wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen, 4 Monate Gefängniß. Der Staats: anwalt hatte nur 2 Monate beantragt. Eine aus gleicher Ursache erhobene Anklage gegen den Genossen Reßler, Redakteur des Voltsblattes für Teltow- Beeskow", endete mit Freisprechung des Angeklagten. Mülhausen. Wegen unerlaubten Druck von Plakaten bezw. der Beihilfe, die Genossen Martin 80 und Genoffe Kranz 40 M. Geldstrafe. Genosse Doppler wurde freigesprochen. 14. Leipzig. Genosse Wittich war vom Schöffengericht wegen Beleidigung des Rechtsanwalts Dr. Hans Blum zu einer Geldstrafe von 500 m. verurtheilt. Das Landgericht sette die Strafe auf 150 M. herab. " Mannheim. Das Landgericht verurtheilte den Genossen Albert Süßkind wegen Beleidigung des Großherzogs zu 2 Monaten Gefängniß. Die Beleidigung war in der 5 Hiße des Wahlkampfes gefallen. " " 19. Bochum. Der Vorstand des Verbandes deutscher Bergarbeiter wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz frei gesprochen. Schröder und Bunte waren aus der Strafhaft vorgeführt. 20. Erfurt. Genoffe Hülle wegen Fabrikantenbeleidigung 14 Tage Gefängniß. " Deffau. Wegen Beleidigung durch die Presse Genosse Schops 100 M. Geldstrafe und ein Genosse aus Göthen 1 Monat Gefängniß. 21. Mittweida. Wegen Verstoßes gegen das Vereinsgefeß Genosse 3erche 20 M. Geldstrafe. Dresden. Genoffe Gottlieb Knöfel wegen Beleidigung des Gemeinderaths Berggießhübel 1 Monat Gefängniß. 22. Erfurt. Von zwei Anklagen wegen Majestätsbeleidigung Genosse Hülle freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte 9 Monate für den Einzelfall, und eine Gesammtstrafe von 1 Jahr 3 Monaten beantragt. Eine Beleidigung von Militärpersonen trug Hülle eine Strafe von 50 M. ein. Antrag 1 Monat Gefängniß. 23. Wahlershausen bei Kaffel. Mittels Boykotts groben Unjug verübt zu haben, kostet dem Genossen Hohmann 40 M. B..ße. " " " " Erfurt. Genosse Hülle wurde von der Anklage der Gendarmenbeleidigung freigesprochen, dagegen wegen Beleidigung eines Polizeibeamten zu einer Geldstrafe von 100 M. und wegen des gleichen Vergehens, begangen gegen einen städtischen Beamten, zu 300 M. Geldstrafe verurtheilt. Berlin. Eine in seiner Eigenschaft als Redakteur des Teltower Volksblattes" begangene Bürgermeisterbeleidigung trägt dem Genessen Gustav Kepler eine Geldstrafe von 50 M. ein. Antrag 3 Monate Gefängniß. Düsseldorf. Die Genossen Gewehr and Linyweiler Die Streitkommission. Aufruf! Die Lage der Budapester Silberbesteck- Arbeiter war infolge der niedrigen Akkordpreise eine unhaltbare. Sie stellten an ihre Arbeitgeber die Forderung einer 15 prozentigen Lohnerhöhung, die jedoch ohne weiteres zurückgewiesen wurde. Kollegen und Parteigenossen! Bei 80 Arbeiter, zumeist Familienväter, sind wie ein Mann in den Lohnkampf getreten und dieses solidarische Zusammengehen verdient unsere Anerkennung, legt uns aber auch die Pflicht auf, fie in ihrem Kampfe nach Möglichkeit zu unterstüßen und ihren gerechten For derungen zum Siege zu verhelfen. Unser Wahlspruch: Einer für alle, alle für einen, muß sich hier bethätigen; niemals hat uns Kollegen ein gleicher Ruf falt gelassen, so wollen wir auch diesmal das Gleiche erhoffen und auf Eure thatkräftige Unterflüßung rechnen. Gin jeder trage sein Scherflein bei und der Sieg ist ein sicherer. Ein Streiffomitee hat sich konstituirt, worunter Karl Gärtner zum Kassirer bestimmt wurde, an dessen Adresse VIII Vig- utcza Nr. 4 etwaige Briefe und Gelder zu senden sind. Mit kollegialem Brudergruß Das Romitee. Der Streit der Spremberger Weber ist beendet und war zu ungunsten der Arbeiter. Es haben sich leider genügend Frauen und Mädchen gefunden, die die Arbeit bedingungslos aufgenommen haben. Es ist dies von neuem eine Lehre, wie viel unter den arbeitenden Frauen noch zu thun ist, um zu verhindern, daß sie sogar bei Lohnkämpfen als Streitbrecherinnen auftreten. Damit nun aber auch die Arbeiter, die es wagten, gegen die beabsichtigte Lohnvertürzung um 10 Prozent zu murren, für ihre Frivolität" gezüchtigt feien, hat der Herr Fabrikant an alle Fabriken Sprembergs, vielleicht auch an auswärtige, folgenden Brief gesandt: Mittheilung der Firma Louis Blüth u. Co. Spremberg, den 5. März 1894. je 30 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Polizei- Namen derjenigen Arbeiter anzugeben, von denen wir glauben, Hiermit erlauben wir uns Ihnen höflichst untenstehende beamten. 24. Breslau. Von der Anklage, Gebräuche und Einrichtungen daß dieselben als Rädelsführer der bei uns erfolgten Arbeitsder katholischen Kirche öffentlich beschimpft zu haben, der einstellung anzusehen sind. ( Folgen 10 Namen.) Genoffe Josef Austler aus Pöpelwitz freigesprochen. Also die schwarze Liste par excellence. Arbeiter sind schon Hannover. Sechs Genossen aus Hameln wegen Bergebens gegen die Sabbathordnung angeklagt, freigesprochen. häufig genug wegen einfacher Verrufserklärungen hinter Schloß Delift: Flugblatt Vertheilung während des Gottesdienstes. und Riegel gebracht worden, und da wir in einem Rechtsstaat 26. Wurzen. Tie früheren verantwortlichen Redakteure der wohnen, wo vor dem Gesetze alle gleich sind, werden wir Herrn Wurzener Zeitung", die Genossen A. Thiele und Blüth wohl bald im Gefängniß sehen oder nicht? 2. Diehl, je einen Monat Gefängniß wegen Beleidigung eines Rathssekretärs. 27. Kiel. Die Genossen Ströbel und Klüß als verant wortliche Redakteure der Schleswig- Holst. Volts- 3tg.", je eine Woche Gefängniß, Ersterer wegen Bürgermeister- und Letzterer wegen Fabrikantenbeleidigung. Markraustädt. Wegen Bürgermeisterbeleidigung Genosse Gustav Schubert 2 Wochen Gefängniß. Königsberg. Genosse Denkmann, Redakteur der Bolts- Tribüne", wegen Majestätsbeleidigung 5 Monate Gefängniß. Antrag 8 Monate. " " 28. Altona. Bon der Anklage der Majestätsbeleidigung Genoffe Franz Dietrich, Hamburg, freigesprochen. Strafantrag 4 Monate Gefängniß. " " Dresden. Mittels Strasbefehls wurden dem Redakteur der Sächsischen Arbeiterzeitung", Genossen Eichhorn, 6 Tage Haftstrafe diftirt. Delitt: Grober Unfug durch Boykotterklärung. Bremen. " " Zur Lohubewegung der Schneider. Wie wir der ,, Fränk. Tagespost" entnehmen, haben bereits mehrere große Firmen in Nürnberg die Forderungen der Schneider bewilligt und den Lohntarif unterzeichnet. Eine Hebammen- Organisation ist vorige Woche in Zürich gegründet worden. Gegen 200 Vertreterinnen dieser schwierigen Kunst hatten sich aus allen Theilen der Schweiz zusammengefunden. Der neue Verein bezweckt, den Stand nach außen zu vertreten, demselben Achtung und Ansehen zu verschaffen, an gemessene Bezahlung der Dienste herbeizuführen, Bildung und Förderung von Lokalfektionen, Fürsorge für Alter und Krankheit der Mitglieder und Unterstützung bedrängter Kolleginnen. Diese Zwecke sollen erstrebt werden durch Fachvorträge seitens der Herren Aerzte, Verbreitung und Förderung des Vereinsorganes Schweiz. Hebammen- Zeitung", durch einen alljährlich statt findenden Hebammentag und durch Gründung einer Kranfen, Sterbe, eventuell Alterskasse. Ein Zentralvorstand aus 8 Mitgliedern wurde gewählt; der Sitz desselben ist in Zürich. Offenburg. Der Vormittag trug dem Genossen Nedakteur Adolf Geck 6 Wochen und der Nachmittag 14 Tage Gefängniß ein. Beide Strafen wurden wegen Fabrikanten- Kein Vergnügen ohne- Polizei. Jn Crimmitschau soll der Rath beschloffen haben, daß vom 1. Juli ab jeder Verein beleidigung erkannt. 1 Monat Gefängniß Genosse Julius nur einmal jährlich Genehmigung zur Abhaltung eines öffent Bruhus als verantwortlicher Redakteur der Bürgerlichen Vergnügens erhalten soll und zwar mit der Bedingung, zeitung" wegen Beleidigung des Redakteurs des Bremer daß der Ertrag des Vergnügens zu wohlthätigen Zwecken abgeCourier". liefert wird. Ueber die Einnahmen und Ausgaben des Vereins Nenstadt Schl. Von der Anklage, Flugblätter öffent- ist binnen acht Tagen nach dem Vergnügen Rechnung abzulegen. lich ohne polizeiliche Genehmigung verbreitet zu haben, wenn ein Verein diese Abrechnung unterläßt oder zu wenig Ueberschuß erzielt, bekommt er überhaupt feine Erlaubniß Genosse Höflich freigesprochen. wieder. Selbst die Thatsache, daß die Nachricht aus Sachfen Leipzig. Durch Verwerfung der eingelegten Revision ist das gegen den Genossen Schmidt aus Osberghausen, tommt, fann uns nicht veranlassen, ihr ohne weiteres Glauben wegen Fabrikantenbeleidigung auf 14 Tage lautend, rechts zu schenken. träitig geworden. Das gleiche ist der Fall mit dem auf 2 Monate Gefängniß lautenden Urtheil gegen den Genossen Karl Raue in Iserlohn, Redakteur der Märkischen Arbeiter- Zeitung", wegen Beleidigung einer Anzahl Fabrit meister Iserlohner Fabriken. Insgesammt wurde erkannt auf 3202 Mark Geld und Jahre, 8 Monate, 1 Woche und 2 Tage Gefängnißstrafe. Der Parteivorstand. Soziale Lebericht. Verbesserungen auf dem Gebiete des Schulwesens allerdings recht eigenthümlicher Art werden gegenwärtig in Plauen i. V. vorgenommen. Der Stadt Gemeinderath hat 300 M. bewilligt zur Errichtung eines Rargers behufs fo= fortiger Bestrafung renitenter Fortbildungsschüler". Statt Prügel Einsperren immerhin ein Fortschritt. trisur Durch Beschränkung der Tanzluftbarkeiten sucht man jetzt allerorten die" Sittlichkeit zu heben". Für Braunich weig und Umgegend ist bestimmt worden, daß öffent licher Tanz nur alle 14 Tage stattfinden dürfe. Klubs und Vereine sollen zwar von dieser Verfügung nicht berührt werden, An alle in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holz- d. b. wenigstens nicht dann, wenn nicht jedermann Zutritt hat und nicht nach Ueberzeugung des Ortsvorstehers eine Umgehung plähen beschäftigten Arbeiter! Kollegen! Unsere Lohn der Verfügung der Zweck der Vereinigung ist". Aber wie leicht Berlin. Einer Beleidigung des Ministers v. Berlepsch und Arbeitsbedingungen sind so schlecht, daß wir mit allen uns tann in der Phantasie des Ortsvorstehers ein solcher Zweck vorwird Genosse Schröder, Redakteur des Vorwärts", zu Gebote stehenden Mitteln eine Besserung derselben erstreben schuldig befunden, und zu einer Geldstrafe von 150 M. müssen. Wir sehen auf der einen Seite das stetige Wachethum liegen, und wir kennen zur Genüge den ausgeprägten Spürsinn verurtheilt. des Rapitals in immer weniger Händen und auf der anderen der Herren Gemeindevorsteher, namentlich wenn Arbeitervereine in Betracht kommen. Seite die Proletarisirung der Arbeiter. In innigem Zusammenhange damit steht das Anwachsen der Reserve- Armee, die unsere Lage immer unerträglicher macht. 16. Düsseldorf. In seiner Eigenschaft als verantwortlicher Redakteur, sollte sich Genosse Lingweiler einer Beschimpfung der christlichen Kirche schuldig gemacht haben, wofür der Staatsanwalt eine Sühne von 6 Monaten Ge fängniß für nöthig erachtete. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung. " " " 16. Hamburg. Genosse Gustav Stengele, Redakteur des Hamburger Echo", wegen Beleidigung der Polizeiverwaltung in Gelsenkirchen, begangen in einem Häsonne ment über Polizeimaßregeln während des letzten Bergarbeiterausstandes, 6 Monate Gefängniß. Der Staatsanwalt batte 4 Monate beantragt. Au Gewerbestatistisches aus Preußen. Im Etatjahr 1893/94 waren in Preußen gewerbe- und betriebssteuerpflichtig u. a.: Darum, Kollegen, organisirt Euch, und denke keiner, es gehe 3389 Gewerbetreibende mit einem Geschäftsertrag von 50 000 m. auch ohne ihn. Gedenket der Worte unseres Karl Mary: Prole- und darüber oder wenigstens 1 Million Mark Anlagekapital, tarier aller Länder, vereinigt Euch!" Um zu beweifen, wie groß 8854 Gewerbetreibende mit 20-50 000 Mart Ertrag oder 150 000 " bis 1 Millionen Mark Kapital, 72 897 Gewerbetreibende mit liches und historisches Recht sich decken; dasselbe würde den Die Mechaniker und verwandten Berufsge= 4000--20 000 Mark Ertrag oder 30-150 000 Mart Kapital, bis jetzt denkbar höchsten Grad von Kulturvollkommenheit noffen hielten eine gut besuchte Versammlung am 7. März in 353 800 Gewerbetreibende mit 1500-4000 Mark Ertrag oder darstellen.( Großer Beifall.) Dr. Leo Arons zeigte den Arminhallen ab. Der Vorsitzende, Kollege Neumann, 3-30 000 Mart Kapital. Als Geschäftsertrag wird betrachtet, hierauf an einigen Beispielen, daß die Bourgeoisie nicht nur mit referirte über den ersten Punkt der Tagesordnung: Ist es mög was nach Abzug aller Betriebskosten und der Abschreibungen, bezug auf die Arbeiterklaffe sich gegen den Fortschritt in Wiffen- lich, in diesem Jahre in unserer Branche den Achtstundentag unter Ausschluß der Zinsen für Anlage- und Betriebskapital und schaft, Kunst und Technik sträubt, sondern daß sie es auch a b= durchzuführen? Der Redner beleuchtete die Verhältnisse in der der Schulden, übrig bleibt. solut thut, wenn es in ihrem Interesse liegt. Die Ver- Branche, wie sie sich nach dem siegreich verlaufenen Streit im Ueber einen bemerkenswerthen Rechtsstreit, den der sammlung beschloß dann, durch den Vorstand am 18. März auf Jahre 1890 herausgebildet haben. Die neunstündige Arbeitszeit Arbeiter und Nachtwächter Martin gegen die Versicherungsden Gräbern der Freiheitskämpfer von 1848 einen Kranz nieder wird fast nirgends mehr innegehalten, ebenso wenig sind die Kollegen im ftande gewesen, die Bezahlung der Ueberstunden mit anstalt für Sachsen- Anhalt führte, hat jüngst die erweiterte legen zu lassen. 25 pCt. aufrecht zu erhalten; das Gleiche gilt von der Forde Spruchkammer des Reichs- Versicherungsamtes, welche sich nur Die lokalorganisirten Konfektionsschneider hatten am mit Prozessen von grundsätzlicher Bedeutung zu befassen hat, 5. März eine öffentliche Versammlung bei Nieft in der Weber- ung des Minimallohns von 21 M. Frage man nach den Aussichten, welche die Lohnbewegung in diesem Jahre habe, so muß verhandelt. straße. Kulite erstattete den Bericht über die Verhandlungen mit Bedauern fonstatirt werden, daß von den ca. 1800 Kollegen, Martin, der eine Invalidenrente beanspruchte, wurde vom mit den Geschäftsinhabern Bär Sohn. Veranlassung zu der Arzt für invalide erklärt, da er körperlich und geistig in seiner Unterhandlung war ein Reklame- Inserat genannter Firma; das- welche in Berlin beschäftigt werden, taum 300 thatsächlich ordas- ganisirt sind; forge man vor allem dafür, daß die Kollegen ganifirt find; sorge man vor allem dafür, daß die Kollegen Erwerbsfähigkeit fast völlig beschränkt fei. Die Versicherungs- felbe wurde in einer vorhergehenden Versammlung dem Bureau ihrer Pflicht bezüglich der Organisation und der Sammlung zum anstalt für Sachsen- Anhalt lehnte aber den Anspruch des Klägers eingereicht, und dieses verpflichtet, Untersuchungen in den Ge- Streitfonds gerecht werden, dann läßt sich weiter über den Achtab, da er noch jährlich 300 m. verdienen könnne. Gegen diesen schäften Bär Sohn vorzunehmen über die Existenz resp. Be stundentag reden. In der Diskussion trat bei allen Rednern eine Bescheid, der am 19. September dem Kläger zugestellt werde, schaffenheit der im Inserat angegebenen eigenen Wertstellen. 3u Uebereinstimmung insoweit hervor, daß allgemein die Situation legte der Gemeindevorsteher Jacob aus Nixdity fristzeitig am einem endgiltigen Resultat gelangte man nicht. Bär schlug vor, als nicht besonders günstig bezeichnet wurde. Kollege Berger 7. Oktober Berufung ein und machte geltend, Kläger fet aus die Konfektionsschneider möchten eine Genossenschaft gründen, er wendet sich gegen die Apathie der Kollegen, die glauben mit dem feinem Dienst entlassen und verdiene nichts mehr. Das Schieds: selbst wollte sich verpflichten, die produzirte Waare zu verkaufen: 50 Pf.- Beitrag pro Woche allen Verpflichtungen nachgekommen gericht zu Zeit wies jedoch die durch den Gemeindevorsteher ferner schlug er die Kontrollmarke vor. Hierauf ging die Komeingelegte Berufung als unzulässig zurück, da der Gemeinde- mission nicht ein, verlangte vielmehr die Errichtung einer eigenen sein, man sollte sich Mühe geben, die Arbeiterinnen mit zur vorsteher nicht zu denjenigen Personen gehöre, die nach den Werkstätte von den Geschäftsinhabern. Die Firma sagte die welche bei Beurtheilung einer solchen einschneidenden Frage in Organisation heranzuziehen. Nät her erörtert die Umstände, §§ 63, 77, 79 des Invaliditäts- und Altersversicherungsgefeßes be- Errichtung einer Werkstätte für 10-20 Mann zu. Bestimmter welche bei Beurtheilung einer solchen einschneidenden Frage in rechtigt seien, Berufung einzulegen. Nunmehr legte Martin selbst am Bescheid sollte im März erfolgen. Alle drei Kommissions- noch weiter ventilirt werde, ehe man zu einem bindenden Bebetracht gezogen werden müssen. Redner wünscht, daß die Frage 23. Oftober Berufung ein und bat um zubilligung einer Rente. Auf mitglieder ergingen sich sodann in die bekannten Angriffe auf schlusse komme. Folgender Antrag wurde einstimmig angenommen: grund des§ 77 des Invaliditäts- und Altersversicherungs- den Verband( zentrale Organisation der Schneider, Schneide- Die 2c. Versammlung beschließt:„ Das Bureau der VersammGesetzes wies aber das Schiedsgericht auch den Kläger ab, da rinnen und verwandten Berufsgenossen), in Anschuldigungen lung wird beauftragt, in nächster Zeit eine weitere Verdie Berufung nicht binnen vier Wochen nach Zustellung des Be- einzelner nicht anwesender Personen und der Agitationskommission fammlung mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen, damit scheides beim Vorsitzenden des Schiedsgerichts eingelegt worden der Schneider und Schneiderinnen Berlins. die Frage des Achtstundentages in den einzelnen Werkstätten noch wäre. Hiergegen legte der Kläger Revision beim Reichs- Geschäftsinhaber Bär erklärte die Kommission für eine näher besprochen werden kann". Kollege Hamann erstattete Versicherungsamt ein; gleichzeitig machte der Gemeindevorsteher Unterkommission der bestehenden öffentlichen Agitationskomission Bericht über die Abrechnung vom vorjährigen geltend, die Gemeinde sei an der Sache interessirt, da Martin der Schneider und Schneiderinnen gehalten zu haben. In dieser Streit bei Groo3 u. Graf. Einnahme beträgt 1753,88 M., daselbst heimathsberechtigt sei. Das Reichs- Bersicherungsamt Annahme habe er in der stattgehabten Versammlung seine zu für Streifunterſtüßung wurden verausgabt 1100 M., insgesammt erklärte die Vorentscheidung für unzutreffend, sah den Gemeinde- sage resp. Vorschläge gemacht. Da jedoch die Kommiffion mit 1268,70 M. Von dem Bestande befindet sich nur ein Theil vorsteher als Vertreter des Armenverbandes als nothwendigen der Agitationskommission durchaus nichts gemein habe, wie er( 117,15 M.) in den Händen der Revisoren, den Rest( 378,03 m.) Streitgenossen an, hob das Urtheil der Vorinstanz als verfehlt nachträglich erfahren, fühle er sich durchaus nicht an fein ge- hatte der bisherige Vertrauensmann Ziegler für sich verbraucht; auf und wies die Sache an das Schiedsgericht zurück. gebenes Wort gebunden. Die anläßlich des vorjährigen Streits mit einigen hundert Mark hat derselbe auch die Schraubendreher von ihm bewilligten Lohntarise hängen in seinen Geschäften vor- und Metallarbeiter geschädigt. Die Revisoren haben nur mit Der Pariser Gemeinderath und die Arbeitsbörse. Aus schriftsmäßig aus, und er habe seitdem strenge nach denselben großen Schwierigkeiten des Genannten habhaft werden können, Paris wird uns unterm 6. März gefchrieben: Die Regierung arbeiten lassen. Er erkenne die Forderungen der Agitations- der sich als das Opfer der ungünstigen Verhältnisse, wie sie in mehläßt gegenwärtig ein Reglement für die von ihr widerrechtlich kommission an und fühle sich auch verpflichtet, von deren Argefchloffene Arbeitsbörse ausarbeiten, das ganz einfach den beitsnachweis seine Leute zu nehmen. reren zur Verlesung gelangten Briefen geschildert wurden, bezeichnet. Zweck bat, die Gewerkschaften unter die Botmäßigkeit des Hutmacher Völkel gab Aufklärung über das Kontroll- Nach längerer Debatte wurde der Antrag auf sofortige Anzeige Ministers des Innern zu bringen. Unter solchen Umständen ver- marken- und Genossenschaftswesen, verwahrte sich aber energisch bei der Staatsanwaltschaft abgelehnt und beschlossen, den neu zichten die Arbeiter natürlich darauf, in die Arbeitsbörse zurück- gegen die verschiedenen beschuldigenden Aeußerungen über ein- 34 wählenden Vertrauensmann zu bevollmächtigen, den 3. aufzukehren, die ja vom Gemeinderath übrigens auch nicht geschaffen zelne Personen, verurtheilte die Anschuldigungen der Agitations- zufordern. innerhalb 8 Wochen die Sache zu ordnen, anderenfalls dann ohne weitere Rücksicht vorgegangen wird. Die Schraubendreher wurde, um der Willkür der Regierung, sondern um den Eman- kommission der Schneider und Schneiderinnen, und bedauerte zipationsbestrebungen der Arbeiter zu dienen. Dies wurde ihr die leidige Streitigkeit über die Organisationsform. wollen, wie mitgetheilt wurde, sich auf nichts derartiges einlassen, sondern einfach Anzeige erstatten. Es werden sodann die auch in der gefirigen Sigung des Gemeinderaths deutlich genug zu verstehen gegeben. Da wurde nämlich, um die Regierung zu Ju einer öffentlichen Versammlung der Händler, Namen derjenigen verlesen, welche mit Sammellisten, Marken hindern, die Arbeitsbörse für ihre Zwecke auszunügen, ein von 36 Ge- die am 6. März bei Joel tagte, wurde die Gründung einer und Liedern im Rückstande sind und vom Kollegen Neumann meinderäthen unterzeichneter Antrag eingebracht, der dahin geht, das Vereinigung der Lokal- und Straßenhändler der Bericht des Vertrauensmannes, soweit er schriftlich vorlag, in der Rue du Château- d'Eau gelegene Gebäude, tas eigens behufs In- und Händlerinnen beschlossen. Als provisorischen Vor- vorgetragen. Als Vertrauensmann der Mechaniker wurde Kolftallirung der Zentral- Arbeitsbörse errichtet wurde, einer anderen stand wählte man: Nitschte zum 1. Vorsitzenden, Quaade lege Gabriel gewählt, falls derselbe frank oder arbeitslos Bestimmung zuzuführen. Auf die Frage des Seinepräfeften, das zum 2. Vorsitzenden, Gutmann zum Schriftführer und wird, tritt laut Beschluß der Versammlung Rollege Knittel an ist des Vertreters der Regierung, warum dies geschehen soll, ant- utter zum Kassirer. In der Diskussion wurde als besonders seine Stelle. wortete Pica u als Einbringer des Antrags: Sie wissen wohl, vortheilhaft die Ausgabe von Mitgliedskarten erachtet( gleich Johannisthal, Nieder- Schönweide. Am 5. d. Mts. fand Herr Präsekt, daß in einer allgemeinen Versammlung 129 von den Kellnern), um der Arbeiterschaft, die hauptsächlich das Ab- in der" Boroussia- Brauerei" zu Nieder- Schönweide eine Volts135 Gewerkschaften erklärt haben, daß sie in die Arbeitsbörse satzgebiet der Händler umfaßt, einen Hinweis zu geben, woher Versammlung statt, in welcher der Stadtverordnete Th. Megner uur dann zurückkehren werden, wenn dieses Gebäude uns in sie ihren Bedarf entnehmen kann. Folgende Resolution fand über das Thema:" Betheiligen wir uns an der Gemeindewahl" Wirklichkeit gehören wird. Die Arbeitsbörse darf nicht vom danach einstimmige Annahme:" Die Versammlung hat sich zu referirte. In der Diskussion wurde die Kandidatenfrage der Minister des Innern verwaltet werden. Die Arbeiter werden einer freien Vereinigung zusammengethan und stellt sich hiermit einzelnen Orte zur Sprache gebracht; und zwar sind aufgestellt: zurückkehren wenn der Gemeinderath Herr seiner Im- auf den Boden der modernen Arbeiterbewegung. Sie verpflichtet Für Nieder- Schönweide: Kaufmann Steinfeld( Eigenmobilien sein und sie den Arbeitern zur Verfügung sich, voll und ganz für die Interessen ihrer Mitglieder einzu- thümer), Cigarrenhändler Kurth( Miether). Für Neu- Treptow stellen können wird." Noch schärfer erklärte Grébauval: treten, ebenso ersucht sie die Arbeiter in Berlin und Umgegend( Baumschulenweg) Restaurateur Bischoff( Eigenthümer), Arbeiter Sämmtliche Ver Es handelt sich zu wissen, ob die Arbeitsbörsen Gemeinde- oder um Unterstützung in ihren Bestrebungen. Schechert( Miether). Für Johannisthal konnte kein Kandidat Regierungsinstitutionen sind, ob sie von den Städten geschaffen sammelten verpflichten sich, durch eifrige Agitation für die neu- aufgestellt werden, da ein Genosse, welcher zugleich Eigenthümer wurden, um der Kontrolle des Gemeinderaths zu entgehen und gegründete Organisation voll und ganz einzutreten." ist, nicht vorhanden ist. Zum dritten Punkt der Tagesordnung sammt den Gemeindesubventionen dem Ministerium des Innern freulichen Anfang machten 33 Mitglieder durch Entrichtung des machte der Genosse Elze der Versammlung bekannt, daß er sein untergeordnet zu werden. Ohne uns zu befragen, ist die Arbeits- Beitrittbetrages, welcher auf 50 Pf. festgesetzt war, während der Umt als Vertrauensmann niederlegen müsse, da er nicht mehr börse geschlossen worden, ohne uns kann sie der Minister des monatliche Beitrag 30 Pf. beträgt. Die erste Versammlung in der Lage ist, dasselbe so zu verwalten wie es ihm bisher, Innern wieder öffnen. In einem Munizipalgebäude wollen findet am Freitag, den 20. März, um 2 Uhr, bei Seefeldt in der möglich war. An Stelle des Genossen Elze wurde nun der, aber natürlich wir die Herren sein. Wo nicht, soll das Grenadierstraße statt. Genoffe Wagner aus Nieder- Schönweide als Vertrauensmann Ministerium es kaufen und mit seinen eigenen Mittelu Die Klempner diskutirten am 6. März in einer gut gewählt. Mit dem Amt als Vertrauensmann hatte der Genosse und unter seiner Verantwortlichkeit verwalten. Wir wer: befuchten öffentlichen Versammlung„ die Bedeutung des 1. Mai". Elze auch zugleich sein Amt als Lofal- Kommissionsmitglied niederden uns nicht zu Mitschuldigen der Regierung machen, die Der Referent, Textilarbeiter Petersdorf, trat für eine ener- gelegt und es wurde daher der Genosse Schäfer in Johannisthal die sozialistische Bewegung mit allen Mitteln zu erbrücken fucht. gische Demonstration zwecks Erringung des Achtstundentages als Lokal- Kommissionsmitglied eingesetzt. Wenn der Staat eine Arbeitsbörse für in seinem Solde stehende durch strittes Ruhenlassen der Arbeit ein. Schmidt stimmte In Rigdorf nahm am 7. März eine leider nicht sehr stark Gewerkschaften haben will, dann solle er sie schaffen, wir werden dem Referenten zu. Drange und Selchow riethen unter besuchte öffentliche Versammlung den Bericht der sozialdemo thm nicht die unserige überliefern". Jm ähnlichen Sinne Hinweis auf die wirthschaftliche Depression von einer allgemeinen fratischen Gemeindevertreter über ihre Thätigkeit entgegen. prachen noch mehrere andere Gemeinderäthe. Schließlich wurde Arbeitsruhe ab; die jetzige schwache gewerkschaftliche Organisation Genossen Schröder, Schenk und Hesse machten nach einander der Antrag der zumeist aus Sozialisten bestehenden Arbeits- tönne die etwa daraus entstehenden Konsequenzen nicht auf sich Mittheilungen über das Schicksal der von ihnen in der Gemeindetommission überwiesen, um die verschiedenen Seiten der Frage nehmen. Ein Kampf gegen das jezt mehr denn je gekräftigte vertretung gestellten Anträge. Danach sind bisher Anträge auf u studiren und einen eingehenden Bericht darüber zu erstatten, Kapital sei von vornherein aussichtslos. Leute, die sich um keine Erhöhung des Lohnes und Verkürzung der Arbeitszeit der GeDem die überwiegende Majorität des Gemeinderaths sicherlich Organisation fümmern, seien gewöhnlich die größten Schreier, meinde- Arbeiter sowie auf Uebernahme der Gemeinde- Arbeiten, beipflichten wird. Und welcher Art dieser Bericht sein wird, doch müsse ihnen das Recht, in dieser Frage mitzubestimmen, ent- wie Kanalisationsauschlüsse und Pflasterung, in eigene Regie oas läßt die geftrige Verhandlung voraussehen. schieden abgesprochen werden.( Beifall.) Nach dem noch Reinhardt abgelehnt worden, ebenso ein Antrag auf Speisung armer Schulund Ellendt im Sinne des Referenten und eine Anzahl finder. Bei der Vergebung der Kanalisationsarbeiten haben Redner gegen eine allgemeine Arbeitsruhe gesprochen hatten, ge- unsere Genossen wenigstens durchgesetzt, daß der Unternehmer, langte folgende Resolution zur Annahme:" Die 2c. Versammlung ein Berliner, mindestens 75 pet. der Arbeiter aus Rigdorf selbst beschließt, in anbetracht der heutigen wirthschaftlichen Verhältnehmen muß. Bei der vor anderthalb Jahren eingerichteten Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten nisse von einer Feier des 1. Mai nach den Wünschen des Refe- Fortbildungsschule ist nach halbjährigem Bestehen das Schulgeld renten Abstand zu nehmen und sich an den Beschluß des Kölner Berliner Wahlkreis hielt am 7. März im Rennefahrt'schen Barteitages zu halten. Der zu wählende Vertrauensmann ist beseitigt worden. Anschlagfäulen aufzustellen, wollte sich die Gemeindevertretung bisher nicht bereit finden lassen, Lokal in der Tennewißstraße eine Versammlung ab, in welcher jedoch verpflichtet, am Vormittag des 1. Mai eine öffentliche vorgeblich aus Furcht vor den hohen Kosten, während Genosse Pfannkuch über das Thema:" Dient die Sozial Versammlung einzuberufen für alle arbeitslosen Klempner und unsere Genossen auf das hohe Interesse, welches schon allein demokratie dem Kulturfortschritt?" referirte. Redner knüpft an diejenigen, bei denen ein Rubelassen der Arbeit sich ermöglicht." unsere Partei zur Vermeidung der vielen Geldstrafen an der die Behauptung der Gegner an, die Sozialdemokratie bedeute in Bum Bertrauensmann wurde Schmidt gewählt, und ihm auf Aufstellung der Säulen hat, hinwiesen. Bei dem Antrag auf ihren Zwecken und Zielen den Untergang der Kultur, die Ver: hinderung des Fortschritts. Er bemerkt hierzu, gerade das gegeben, im Laufe der nächsten Woche eine öffentliche Versamm: Speisung der armen Schulkinder hat sich ein bürgerlicher Gelung einzuberufen zwecks Berichterstattung des früheren Ver- meindevertreter erdreistet, zu behaupten, wenn Kinder in die Gegentheil sei wahr. Wolle nicht die Sozialdemokratie einen trauensmannes Spohnholz, sowie der Delegirten zur Ge- Schule kämen ohne zu Hause warmen Kaffee bekommen zu haben, Gesellschaftszustand herbeiführen, in dem der Allgemeinheit zu werkschaftskommission und der Beisiger zum Gewerbegericht. so liege das nur daran, daß die betreffenden Mütter zu faul gute fomme, was heute wenige, die Herrschenden, genießen: alle winter bemerkte zum Schluß, so viel Blech" sei bei den feien, rechtzeitig aufzustehen! In der Diskussion beklagten vermateriellen und geistigen Errungenschaften der Kultur! Gine fo Klempnern von gewiffer Seite lange nicht geredet worden. schiedene Redner sich darüber, daß der Antrag auf Errichtung geartete Gesellschaft wäre doch sicherlich lein Rückschritt, auch ( Stürmische Heiterfeit.) fein Stillstand der Kultur, sondern ein ganz eminenter Fortschritt, der Fortschritt. Ihn zu ermöglichen, erftrebe die Sozial- Die Volksversammlung, welche am 7. d. M. in Weimann's demokratie die politische Macht, das hauptsächlichste Mittel zu Bollsgarten tagte, war seit längerer Zeit die erste größere Verder zu seiner Herbeiführung unumgänglich nothwendigen Um sammlung, welche auf dem Gesundbrunnen abgehalten werden wandlung der Produktionsmittel aus Einzel- in Kollektiv- fonnte, da noch immer fein Saal zu haben ist und auch der besig. Mit Jug und Recht könne man fulturwidrig, Weimann'sche Saal erst seit furgem frei ist. Die Versammlung fortschrittfeindlich nennen, was diesem Streben der Arbeiter war denn auch trotz des überaus schlechten Wetters von Frauen partei entgegengestellt werde, die Verfuche, sie politisch und rechtlich und Männern recht rege besucht und folgten die Anwesenden mit zu entiündigen, Unterdrückungsmaßregeln aller Art 2c. Die bürger- Interesse einem Vortrage des Dr. Weyl über die Fragen: liche Gesellschaft sei auch um deswillen dem Kulturfortschritt Warum ist das arbeitende Volk arm und was muß es thun, hinderlich, weil die von ihr untrennbare materielle Noth der um sich vom Joche des Kapitalismus zu befreien?" Aus dem Briefkaffen der Redaktion. großen Masse des Volkes die Intelligenzen, welche dieselbe auf- Bortrage, der darauf angelegt war, die Unaufgeklärten, IndiffeG. Schonert, Bernauerstr. 28. Weenn Sie beweisen weist, nicht zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Eigenheiten renten, Gleichgiltigen aufzuflären und zum Nachdenken über die tommen lasse; weil mit der wirthschaftlichen eine geistige Noth fozialen Verhältnisse anzuregen, vermochten auch die Fort tönnen, daß ein Einschreibebrief mit Ihrer Kündigung rechtzeitig des Volkes im innigen Zusammenhange fiehe, die nicht zu be- gefchritteneren Belehrung zu schöpfen und wurde derfelbe mit dem Hauswirth zugestellt worden ist, daß er aber die Annahme verRedner knüpfte an willkürlich weigert hat, so ist das so gut, als hätten Sie gekündigt. Sie müssen feiligen, sondern zu stärken und zu vermehren, die bürgerliche reichem Beifalle belohnt. Gesellschaft durch ihre berufenen Vertreter geflissentlich unter aus dem Leben herausgegriffenen Momenten an und veran von dem Hauswirth eine Erklärung fordern, daß er Ihr Recht nehme. Wirkliche Bildungsmöglichkeiten auf den Gebieten des schaulichte in allgemein verständlicher Weise, wie das arbeitende zum Ausziehen am 1. April anerkannt, und wenn er die nicht Wissens und ästhetischen Fühlens würden absichtlich dem Bolte Bolt zum größten Theile selber schuld fei an den Verhältnissen, giebt, schnell eine Feststellungstlage erheben. Die Sache ist aber heute vorenthalten. Aber nicht nur dies; die Bildungsstätten, in denen es lebe und daß es nur durch eigene Kraft eine Besse- nicht einfach, nehmen Sie sich einen Rechtsanwalt. A. D. Das Antragsrecht des Beleidigten dauert 3 Monate, welche die Arbeiterklasse aus sich selbst herausschaffe in ihrem rung dieser Verhältnisse herbeizuführen vermöge. Frau Ludwig Drange nach Fortschritt, würden obendrein von der Klaffengesell- redete in trefflicher Weise den Frauen zu Herzen, sich den Be und beginnt mit dem Tage, an dem er von der Beleidigung ge schaft bezw. ihren Organen zu untergraben, unmöglich zu machen strebungen der Sozialdemokratie anzuschließen, sich zu bilden und hört hat. gesucht, im Interesse ihrer Eristenz. Die Sozialdemokratie diene aufzutlären und erntete gleichfalls reichen Beifall. Tie Disdeshalb hervorragend dem Kulturfortschritt, wenn sie die tussion, in welche auch Frauen eingriffen, erhielt ein viel materielle Grundlage zu schaffen trachte für die geistige Hebung geftaltiges Gepräge und bewegte sich im allgemeinen in dem des Voltes, nicht einzelner Schichten desselben, wenn sie sich Gedankengange des Referenten. Zum Schlusse wurde die Lokalbemühe, dem ganzen Bolte die Theilnahme am Genuß aller frage des Gesundbrunnen nochmals zur Sprache gebracht und Kulturerrungenschaften zu sichern. Das letzte Ziel der Sozial die arbeitende Bevölkerung, insbesondere auch die geselligen, demokratie sei ein menschliches Gemeinwesen, in dem natür Vergnügungsvereine 2c. an ihre diesbezüglichen Pflichten erinnert. behörde gestellt werden. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Derlammlungen. " Den er eines Gewerbegerichts noch immer teine Erledigung auf dem Landrathsamt gefunden hat. Auch über die beträchtliche Sterblichkeit im Krankenhause und sonstige Vorkommnisse darin wurden Klagen laut. Als Kandidaten für die am Montag stattfindende Gemeindewahl wurden die Genossen Schulze und Schimtese einstimmig aufgestellt, nachdem dieselben auf Verlangen erklärt hatten, ihr Mandat niederlegen zu wollen, falls dies eine sozialdemokratische Volksversammlung im Laufe der Zeit einmal fordern sollte. Katuske. Die Krankenkasse, bei der der junge Mann hätte gemeldet werden müssen, ist zuerst verpflichtet. Die Kasse tann dann Erstattung vom Chef fordern. Volckel. Der Antrag auf Bestrafung des Ehegatten wegen Ehebruchs muß innerhalb drei Monaten nach Rechtskraft des Scheidungsurtheils bei Gericht, Staatsanwaltschaft oder Polizei