Nr. 57. 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: B Abonnements Breis pränumerands: Bierteljährl 8,80 M, monatl. 1.10 M möchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Belt 10 Pa. Boſt Ribonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost Zeitungs Breisliste. 11nter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mark pro Monat. Bostabonnements rehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltente Solonel. geile oder deren Raum 60 Big.. für politische und gewerkschaftliche Vereinss und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgcbrudte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgebrudte Morte), jedes weitere Bort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Sort 10 fg., jedes weitere Bort 5 Big. Borte über 15 Buchftaben zählen für zwei Borte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Ferusprecher: Amt Morikplatz, Nr. 151 90-151 97. Freitag, den 26. Februar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplat, Nr. 151 90-151 97. Einnahme einer starten russischen Position in Nordpolen. Der Seekrieg. Englische Sperrung des Kanals. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Die Angst vor sozialistischen Amtlich. Großes Hauptquartier, den London, 25. Februar.( W. Z. B.) Die Admiralität hat 25. Februar 1915.( W. Z. B.) gestern folgendes bekanntgegeben: Die Befahrung der See zwischen einer nordwestlichen Linie von 55 Grad 221 Minuten nördlicher Breite und 6 Grad 17 Westlicher Kriegsschauplatz. Erfolgen. Genosse Ed. Bernstein schreibt uns: „ Die Auseinandersetzung des Vorwärts" mit dem Genossen In der Champagne setzte der Gegner gestern zensch über dessen sozialistische Entdeckungen erinnert mich lebhaft an eine Unterhaltung, die vor jetzt etwa vierzig Jahren stattfand. Minuten westlicher Länge bis zu 55 Grad 31 Minuten nördlicher seine verzweifelten Angriffe fort; sie blieben, Breite und 6 Grad 2 Minuten westlicher Länge, einer südöstlichen wie die vorhergehenden, trotz der eingesetzten Personen: der Polizei- Jufpektor des Gefängnisses am Plößensee Linie von 55 Grad 10% Minuten nördlicher Breite und 5 Grad 24½ Minuten westlicher Länge bis zu 55 Grad 2 Minuten nördlicher Breite starken Kräfte ohne den geringsten Erfolg. und 5 Grad 402 Minuten westlicher Länge sowie einer südwestlichen Linie von A nach D und einer nordöstlichen Linie von B nach C ist für Schiffe aller Größen und jeder Nationalität ab 23. Februar vollständig verboten. Der ganze Verkehr, der durch den nördlichen Frischen Kanal zu gehen wünscht, muß sich zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang südlich der Rathlin insel abwideln. Nachts darf sich kein Schiff innerhalb vier Meilen von der Rathlininsel befinden. Sonst nichts Wesentliches. bei Berlin und der verstorbene Johann Mo st. Beuge: meine Wenigkeit. In den Jahren 1875 und 1876 büßte Most bekanntlich in der Strafanstalt am Plötzensee eine Strafe von anderthalb Jahren Deftlicher Kriegsschauplah. Die Gefechte am Njemen, Bobr und Narew Gefängnis ab, die ihm die damalige 7. Deputation des Berliner dauern an. Stadtgerichts auferlegt hatte. So oft als es die Regeln der Gefängnisverwaltung erlaubten, nämlich jede vierte Woche, pilgerte ich Die feftungsartig ausgebaute Stadt Praiz- ben damals noch sehr öden Weg hinaus, Most zu besuchen. Bei nysz wurde gestern von ostpreußischen Reserve- einem dieser Besuche nun, der uns im Zimmer des Polizei- Inspektors Dazu schreiben die, Times": Der Zweck dieser Ankündigung truppen nach hartnäckigen Kämpfen im Sturm des Gefängnisies zusammenführte, kam das Gespräch auch auf den ist, den größeren Teil des nördlichen Kanals zu schließen und den Ueber 10 000 Gefangene, über Sozialismus. Der Inspektor, beiläufig vielleicht derjenige Beamte Verkehr auf den Tag zu beschränken, um die Intersuchung der genommen. Schiffe, die vom Westen in die Frische See einlaufen, zu erleichtern 20 Geschüße, ein großes Lager von Maschinen- der Gefängnisverwaltung, der am wenigsten den Polizisten durchund es gleichzeitig feindlichen Schiffen zu erschweren, in dieser gewehren und sehr viel Gerät fielen in unsere blicken ließ, nahm das Wort: Gegend zu operieren. Dadurch wird wahrscheinlich der größere Teil des Verkehrs auf die Route um Südirland abgeleitet werden. Man Yanı annehmen, daß in dem verbotenen Gebiet fich Minen und audere Gefahren befinden, die die Paffage der Schiffe zu gefährlich machen. Der U- Bootkrieg. Nye: Am 23. d. Mts. nachmittags 3%, Uhr wurde hier eine starte London, 25. Februar.( 238. T. B.) Die" Times" men aus Erpiosion gehört. Später wurde gemeldet, daß ein unbekannter Dampfer von ungefähr 2000 Tonnen in Seenot ſei. Rettungsboote und Fischerfahrzeuge eilten zur Hilfe. Nach anderen Meldungen fuhren auch die Rettungsboote von Eastbourne und Newhaven aus. Es soll sich um einen Kohlendampfer gehandelt haben, der Feuer ges fangen hatte. Bureaus. Der Dampfer Rio Parana", der. nach PortoHand. " Eigentlich", bemerfte er, haben Sie doch hier, was Sie wollen Hier ist alles im großen eingerichtet, die Arbeit geregelt, die WirtIn anderen Gefechten nördlich der Weichsel shaft aufs zwedmäßigste bestellt, die Kost gesund, alles sauber und sind in den letzten Tagen 5000 Gefangene teine übermäßige Anspannung der Arbeitskräfte, das ist doch ein gemacht. großes Stüd Sozialismus." In Polen südlich der Weichsel besetzten die Meinen Sie?", antwortete Most. Dann laffen Sie mal erst die Russen nach einem mit fünffacher Ueberlegen- Schwedischen Gardinen entfernen und die Mauern niederreißen, dann heif ausgeführten Angriff das Vorwerk Mogily find Großwirtschaft und zeigen manche Vorteile dieser vor der ( südöstlich Bolimow). wollen wir weiter darüber reden. Die Einrichtungen hier Kleinwirtschaft. Aber mit dem Sozialismus haben sie nichts zu tun." Der Polizei- Juspettor lachte. Nun ja, daß noch ein gewisser und dem, was Sie hier vorfinden, kann ich mir schon denken. Aber es ist doch ein Kleines Muster „ Das dazu da ist, die kapitalistische Wirtschaft " Sonst nichts Wesentliches. Bemerkenswert ist, daß der bei Augustow gefangen genommene Kommandeur der russi unterschied besteht zwischen dem, was Ihnen als Ideal vorschwebt, Zwei englische Dampfer torpediert. schen 57. Reserve- Division deutsche Offiziere London, 25. Febuar.( W. 2. B.) Meldung des Reuterschen fragte, ob es wahr sei, daß das von den Deutferraio unterwegs war, und der Dampfer Harpotion", der schen belagerte Antwerpen bald fallen würde. zu schützen", gab Most troden zurüd. nach Newport News fuhr, wurden in der Höhe von Beachy Head Als ihm darauf die Lage im Westen erklärt Damit traf er den Nagel auf den Kopf. Nicht darauf kommt torpediert und versenkt. Die Bemannungen find gerettet, mit Ausnahme von drei Chinesen, die durch die wurde, wollte er nicht daran glauben, daß das es an, ob eine Einrichtung anders beschaffen ist, als die WirtschaftsExplosion umfamen. deutsche Westheer auf französischem Boden steht. Oberste Heeresleitung. Torpedo oder Mine? " 1 Kristiania, 25. Februar.( W. T. B.) Wie das Auswärtige Amt mitteilt, hat der Kapitän des Dampfers Regin" dem norwegischen Stonful in London berichtet, daß die Explosion eintrat, als die Mannschaft im Begriff war, nach einer Mine zit sehen, welche sie glaubte, passiert zu haben. Die Mann schaft hatte nichts von einem Torpedoboot gesehen. Das Schiff bewegte sich langsam, als die Statastrophe eintrat. * Loudon, 25. Februar.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Die Bemannung des Dampfers Western Coast" aus Liverpool ist in Portsmouth gelandet worden und berichtet, daß der Dampfer durch eine Mine oder einen Torpedo auf der Höhe von Beachy Head zum Sinken gebracht worden sei. Verlust an Menschen* Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 25. Februar.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 25. Februar 1915, mittags: In Russisch Polen keine Veränderung. An der westgalizischen Front brachte der Vorstoß einer Gefechtsgruppe, die den Russen östlich Grybow mehrere Stüßpunkte entriß, fünfhundertsechzig Gefangene und sechs Maschinengewehre ein. In den Karpathen ist wieder starker Schneefall ein getreten, der die Kampftätigkeit beeinflußt. Die allgemeine Sination hat sich nicht geändert. ordnung, der sie aufgepfropft ist, sondern wie sie sich organisch zu dieser und ihrer Entwicklung verhält. Die slöfter haben auch in ihrer Organisation manches, was sozialistisch aussieht. Aber went wird es darum noch beikommen, in ihnen einen Sieg des sozialistischen Prinzips zu erblicken? Das hieße ja auf den utopischen Sozialismus zurückfallen, wie er vor drei Menschenaltern kultiviert wurde. Ebenso mit den Ausnahmemaßnahmen zur zweckmäßigen Berwendung der Vorräte während des Krieges. Der Krieg hat zu allen Zeiten Durchbrechungen der gegebenen Wirtschafts- und Eigentums ordnung geschaffen, nie aber deren Weiterentwicklung. Daß im Krieg die Privatökonomie der Staatsökonomie weichen muß, iſt eine ganz banale Erfahrung, über die grundsätzlich alle Welt einig ist. Schon in den ersten Tagen des August 1914, che es noch feststand, ob auch England in den Krieg eintreten würde, wurde dort schon im Hinblick auf die Rückwirkungen des Krieges der Festlandmächte, existDer Angriff unserer Truppen in den Gefechten südlich haft die Nationierung der Nahrungsmittel in Betracht gezogen. So des Duje ste schreitet mit Erfolg vorwärts. In den Kämpfen schreibt das liberale„ Daily Chronicle" in seiner Nummer vom am 21. und 22. Februar wurden zehn Offiziere und drei- schreibt 3. August: London, 25. Februar.( T. 11.) Agence Havas tausenddreihundertachtunddreißig Mann gefangen. meldet: Die englischen Vertreter im Auslande dementieren In der Bukowina herrscht Ruhe. die Stockholmer Meldung, wonach ein englischer Truppentransportdampfer im Kanal versenkt worden sei. leben ist nicht zu beklagen, England dementiert die Vernichtung des Truppentransportdampfers. Westlicher Kriegsschauplatz. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes bon Hoefer, Feldmarschalleutnant. der feindlichen Berluftc. Auf einem sehr kleinen Zeile der Front, Der französische Tagesbericht. den wir eroberten, fanden wir bereits über sechshundert deutsche Baris, 25. Februar.( W. Z. B.) Amtlicher Bericht Tote. Nach Aussage von Gefangenen haben zwei durch unsere Arvon drei Uhr nachmittags. Es hat sich nichts Wichtiges seit tillerie aus ihren Stellungen vertriebene Regimenter über dreitausend in hem Bericht von gestern abend ereignet außer einigen glücklichen Mann, das sind über die Hälfte des Bestandes, verloren. Im Brulé Aktionen unserer Truppen bei Auberive fur Suippe und neuen walde bei Apremont find wir vorgerückt. Fortschritten nördlich Perthcs. „ Die zwei Seiten des Problems der Nahrungsmittel fürsorge sind die Sicherstellung unserer lleberfee- 3nfuhren und die Vorsorge für eine möglichst gleiche Verteilung im Publikum. Sollte die Notwendigkeit es erfordern, so wird die Regierung wahrscheinlich die Kontrolle der Lebensmittelvorräte in die Hand nehmen, um deren gleiche Verteilung sicherzu stellen." Es ist nur ein Beispiel davon, wie wenig man in dem Lande, dem der Genosse Lensch das Erzland des Kapitalismus erblickt, vor radikalen Eingriffen in die kapitalistische Dekonomie zurüc gefredt ist. Im Strieg oder während des Strieges nehmen eben die Menschen vieles als Gebot der Stunde hin, was sie zu normalen Erneuter Luftschiff- Angriff auf Calais. Paris, 25. Februar.( W. T. B.) Amtlicher Bericht von Mittwoch 11 Uhr abends: Zwischen Lys und Aisne Kopenhagen, 25. Februar.( W. T. B.) Berlingske Seiten abweisen und bekämpfen. So wenig man aus der seelischen herrschten zuweilen ziemlich lebhafte Artilleriekämpfe, die alle für uns Tidende" meldet aus Paris: Calais ist von einem deutschen Anspannung, deren der Mensch im Felde fähig ist, Schlüsse auf sein Die Bomben Berhalten im gewöhnlichen Leben ziehen fann, so wenig fönnen im günstig waren. In der Champagne nördlich von Zemesnil er Luftschiff neuerdings angegriffen worden. zielten wir neue Fortschritte und warfen mehrere Gegen verwundeten einige Personen, doch ist der angerichtete Ma- Kriege getroffene Maßnahmen, mögen sie noch so radikaler Natur angriffe zurück. Unsere Artillerie brachte auf den Maßhöhen mehrere terialschaden gleich Null. Die bei dem ersten Luftangriff fein, als Errungenschaften für die organische Weiterentwickelung der heutsche Batterien, zum Schweigen., Ergänzende Berichte präzifieren zerstörte Eisenbahnlinie ist wieder hergestellt, und der Bahn- Gesellschaft betrachtet werden, wie der Sozialismus sic erstrebt. Sonst wäre in der Tat Plötzensee ebenfalls Sozialismus. die besondere Bedeutung unseres Erfolges in Eparges und die Höhe verkehr vollzieht sich wieder ungestört. 0 Zum Bombardement des Bahnhofes von werden. Aber unbestreitbar sind die Dardanelten fäwer freier des Zentralkomitees der ruffischen sozialdemokrati. Calais. einnehmbar, da die mit Minen verteidigte enge Straße fchen Partei, Genosse Magimowitsch, das Wort. Er proburch von Liman Sanders und seine deutschen Offiziere testierte gegen die chaotische Vorbereitung der Konferenz und da Bon der Schweizer Grenze, 25. Februar.( T. 11.) In den vortrefflich hergerichtete Forts beherrscht wird. Trogdem zweifelt gegen, daß die offiziellen Vertreter der russischen sozialdemokratiBerichten der franzöfifchen Zeitungen über die Beschießung des Bahn- der Verfasser des Artikels nicht daran, daß die flotte, vielleicht von ichen Partei nicht eingeladen worden sind.( Der Redner selbst war hofes von Calais durch einen Zeppelin wird betont, daß das Luft- Landungstorps geftügt, eine Forcierung durchsetzt. nicht eingeladen, sondern nur zugelassen.) schiff mit großer Sicherheit auf sein Ziel lossteuerte. Es muß, so Genosse Maximowitsch sagte weiter: Die Stellung der russischen Der Marinerebatteur weist auch auf die wirtschaftliche Bedeutung sozialdemokratischen Partei sei bereits in ihrem Manifeste geheißt es in den Berichten, von einer ortskundigen Person gelenkt worden sein. Ein Mitarbeiter des„ Figaro", der sich im Bahnhof der Forcierung hin, die dem Getreide- und Delerport aus Rußland schildert worden. Jezt, auf der Konferenz, handelt es sich, bevor von Calais befand, stellte fest, daß durch die Erplosion der ersten und dem Import dahin ein breites Tor eröffnen würde. Der Hafen man zu den ernsten Fragen des Friedens usw. übergeht, darum, Bombe die Schienen und Schwellen in einer Länge von 15 Metern von Archangelst wurde mittels eines tanadischen Eisbrechers außer- festzustellen, ob überhaupt eine allgemeine sozialistische, revolutio weggeschleudert wurden, und daß ein Loch fünf Meter im Umfang ordentlich lange freigehalten, aber er war ungenügend. Es blieb näre Stellungnahme die Teilnehmer an der Konferenz vereinigt. und drei Meter tief im Eisenbahndamm ausgehoben wurde. „ Es handelt sich darum, festzustellen," fährt Genosse Magimowitsch hernach nur noch Bladiwostok übrig. fort, ob wir als Chauvinisten, als Pazifisten oder als Sozialdemo= fraten zusammengetreten sind." Der Redner verliest die Hauptpunkte der Erklärung des Zentralfomitees der russischen sozialdemo fratischen Partei. Flieger als Sicherheitspatrouillen über Paris. Paris, 25. Februar.( W. T. B.) Meldung der Agence Havas. Vergangene Nacht überflogen acht französische Flugzeuge Baris zu verschiedenen Stunden in einer durchschnittlichen Höhe von 1200 Metern. Nachtflüge zur Verteidigung der Stadt finden jetzt regelmäßig statt. Oestlicher Kriegsschauplah. Die Kämpfe bei Wirballen. Berlin, 25. Februar. Aus dem Großen Hauptquartier wird uns über die Kämpfe bei Wirballen am 10. Februar 1915 geschrieben: Unter den größten Anstrengungen, welche die tiefverschneiten Wege verursachten, waren die Truppen des Generals von Lauenstein am 2. Februar an den Feind herans gekommen und warfen diesen in leichten Kämpfen aus dem Schureller Forst hinaus. Wie aus erbeuteten russischen Befehlen hervorgeht, glaubte der Gegner sich vor dem deutschen Ansturme in eine bereits wohl vorbereitete Stellung Pillfallen- Stallupönen zurückziehen und dort behaupten zu können, aber der starke FlanKämpfe bei Artwin. " Ronftantinopel, 25. Februar.( W. T. B.) Die Agence Willi eingetroffenen Berichterstatter folgendes Telegramm: Die Kämpfe, Tefen, da der Präsident ihn bat, zuerst den Bericht der Mandat erhielt von ihrem auf dem Kriegsschauplage im Schwarzen Meere Genosse Maximowitsch konnte die Erklärung nicht zu Ende die in der 11 mgebung von Borticho nördlich Artwin seit einigen Tagen ausgefochten wurden, endigten mit einem vollen Vandervelde, Macdonald und Rubanowitsch Erklärungen ab, die prüfungskommission abzuwarten. Inzwischen geben Vaillant, Erfolge der türkischen Truppen. Dieselben besetzten nach einem von ihrer allgemeinen Stellungnahme entsprechen. Ticheteleprue aus unternommenen Angriffe wichtige Punkte. Die Als Maximowitsch nochmals das Wort ergreifen wollte, um Stuffen erlitten schwere Berluste und ergriffen die Flucht. Nuffische feine Rede zu Ende zu führen, wurde er abermals unterOffiziere mußten zur Anwendung von Gewalt schreiten, um die brochen. Er ersuchte sodann, eine Erklärung abgeben zu Flüchtigen zurückzuhalten, was beweist, wie tief die Moral der dürfen, warum er an der Konferenz nicht teilnehmen werde. Als ruffischen Truppen gefunten ist. Der Wali von Brussa meldet, ihm diese Möglichkeit nicht gewährt wurde, verließ er den Saal daß in der dortigen französischen Ordensschule, die jest in eine mit der Feststellung, daß die russische sosialdemokra= türkische Schule umgewandelt ist, in einer unterirdischen Höhlung tische Partei an der Konferenz feinen Anteil eine Anzahl Waffen, eine Dynamitbombe, 19 Pakete Dynamit und nimmt. Die Begründung dafür, sagt Genoffe Maximowitsch, Bünder aufgefunden worden sind. " www Die Meuterei in Singapore. gebe ich hier in einer schriftlichen Erklärung. Trok der Be mühungen Bruce Glaciers, Magimowitsch dazu zu bewegen, der Konferenz beizuwohnen, berläßt dieser unter Aufregung der Anwesenden den Saal. Somit hat die russische sozialdemokratische Partei fich an der Londoner Konferenz nicht beteiligt und hat gegen dieselbe energisch protestiert. Mehrere russische und polnische Delegierte hatten nicht die Möglichkeit, die rigorosen Formalitäten zu erfüllen, die in den letten Tagen Fremden beim Betreten englischen Gebietes von den englischen Behörden vorgeschrieben wurden. Amsterdam, 24. Februar.( Privattelegramm des fendruck, den die deutsche Offensive ausübte, zwang den Feind Vorwärts".) Die Haager Gesandtschaft teilt mit, daß zum Aufgeben dieses Planes und veranlaßte ihn, fich nach einer die Meuterei in Singapore durch Avancements und dritten gleichfalls vorbereiteten Stellung füdlich Wirballen zurüd- Eifersucht veranlaßt worden sei. Ein Teil des fünften leichten zuziehen. Es waren anderthalb russische Divisionen, die sich am Infanterie- Regiments verweigerte den Gehorsam. Die Lokal- komitees der sozialdemokratischen Partei Rußlands, und 2a. Ferner erlassen Martoff, Mitglied des OrganisationsNachmittag des 10. Februar dort einfanden und in Sydtkuhnen, truppen- Abteilungen des Shifregiments 36 und die gelandeten pinsky, Mitglied der polnischen sozialistischen Partei, in der Ribarth und Wirballen zur Ruhe übergingen. Obwohl man vom alliierten Flottensoldaten bewältigten den Aufstand. Die Auf- Berner Tagwacht" eine Erklärung, in der es heißt: Anmarsch der deutschen Kräfte wußte, hielt man es für ausge- ständischen töteten 33 Perfonen, auch einige Meuterer wurden schlossen, daß die Deutschen bei dem herrschenden Schneesturm an diesem Tage noch herantommen könnten. Man wiegte sich der- getötet. Eine große Sal gab sich oder wurde gefangen art in Sicherheit, daß man sogar auf das Ausstellen irgendwelcher genommen. Sicherungsposten gänzlich verzichtete. Nur so konnte es kommen, Der holländische Generalfonsul meldet, daß die holländische daß die Angreifer, die sich durch die Naturgewalten nicht aufhalten Kolonie wohlbehalten sei. ließen, noch am 10. Februar an die russische Unterkunft heranfamen, allerdings nur mit Infanterie und einigen Geschützen; denn alles übrige war in den Schneewehen stecken geblieben. Gs war abend, als Eyötkuhnen, und es war Mitternacht, als WirAmsterdam, 24. Februar.( Privattelegramm des ballen überfallartig angegriffen und erstürmt wurde. Auf der" Auf der Vorwärts".) Die Times" melden aus Washington Chauffee standen zwei russische Batterien mit 12 Geschützen und eine steigende Erregung des Publikums über Japan. Auch einer großen Anzahl von Munitionswagen anscheinend rastend. die Regierung wurde alarmiert. Sie ersuchte in kompetenten An sie kam die deutsche Infanterie ohne einen Schuß zu tun bis auf 50 Meter heran. Die sämtlichen Pferde wurden nieder geschossen und dann die Geschüße und Munitionswagen genommen. Der Rest der Bedienung flüchtete. Sowohl in Eydtfuhnen wie in Wirballen fam es dann zu nächtlichen Straßentämpfen, die mit der Gefangennahme von 10 000 Russen endeten. Die Zahl der Japan und Amerika. Sereisen um Aufklärung über die von China offiziell berichtete Protektoratsforderung. Jedenfalls besteht die Notwendigkeit, die Dinge klarzustellen, da England als Unterfüßer der Japanpolitik gilt. Gefangenen war so groß, daß man kaum wußte, was man mit Die chinesisch- japanischen Verhandlungen. ihnen anfangen sollte. Nach der Einnahme der beiden Orte fielen auch die dortigen Bahnhöfe in deutsche Hände, mit ihnen eine schier unermeßliche Beute. Es standen hier drei Lazarett- und ebensobiel Verpflegungszüge. Einer dieser Züge war der Lazarettzug der Zarin, der von dem Fürsten Lieven und zahlreichem Bersonal be gleitet wurde. In ihm fand der Stab des Generals v. Lauenstein ganz unerwartet ausgezeichnetes Nachtquartier. Die übrigen Züge waren mit einer großen Menge Hafer, ausgezeichneten Konserven, sehr viel Schokolade, ferner mit Stiefeln und Belzwesten in großer Rahl beladen. Jeder berittene deutsche Soldat mar imstande, eine Belzweste an sich zu nehmen; augenblicklich noch wichtiger war aber für die feit zwei Tagen auf eiserne Bortion angewiesene deutsche Truppe die Erbeutung von 110 russischen Feldtüchen, die fast durchweg mit warmem Essen gefüllt waren. Man kann sich den Jubel unserer fiegreichen Truppen vorstellen, als diese Beute in ihre Hand gefallen war. Es war augenblicklich der schönste Lohn für die junge Truppe, die an diesem Tage teilweise zum erstenmal ins Gefecht gekommen war und sich glänzend geschlagen hatte. ( W. T. B.) Der Krieg und die Kolonien. Gefecht bei Garub. Die Unterzeichneten befinden sich unter denen, die aus dem erwähnten Grunde verhindert wurden, rechtzeitig in London einzutreffen, um an den Verhandlungen der Konferenz teilzunehmen. Wir sehen uns daher veranlaßt, auf diesem Wege zu er flären, daß wir auf jeden Fall gegen die von der Konferenz angenommene Resolution gestimmt haben würden, weil die Resolution in ihrem wichtigsten Teile den Beschlüssen der internationalen Sozialistentongreffe ebenso diametral entgegensteht, wie der Anschauung der Mehrheit der russischen und polnischen Sozialdemokraten, die sich mit der Haltung der sozialdemo tratischen Dumafraktion einverstanden erklärten. Das Votum der italienischen Fraktion Auch die lettische Sozialdemokratie hat sich in einer Erklärung, die sie der Londoner Konferenz zugehen ließ, vollLondon, 25. Februar.( W. T. B.) In lebereinstimmung mit tommen auf den Standpunkt des Zentralfomitees der sozialdemo den Instruktionen aus Tofio nahmen, wie die" Times" aus tratischen Arbeiterpartei Rußlands gestellt. Beting erfahren, der japanische Gesandte und der erste Sekretär am Montag die Verhandlungen mit dem chinesischen Minister des Aeußern und dem Vizeminister über die japanischen For berungen wieder auf. Da es nicht möglich war, die Chinesen zur Annahme sämtlicher 21 Forderungen zu bewegen, begannen die Japaner mit der Besprechung der Shantungfrage. Die Chinesen machten den Japanern Gegenvorschläge und verlangten Abänderungen, die Japaner bestanden jedoch auf der Annahme der ursprünglichen Forderungen. Die Konferenz blieb erfolglos und wurbe vertagt. Die Absperrung Deutschlands. fährt fort: gegen den Krieg. Aus Rom wird uns geschrieben: Nach zweitägiger Diskussion, der auch der Sekretär des Parteivorstandes, Genosse Lazzari, beiwohnte, hat die sozialistische Parlamentsfraktion eine Tagesordnung Medigliani angenommen, in der fonstatiert wird: 1. daß die Zu fammenkunft der Sozialisten der Ententestaaten in London über die Ursachen und Zwecke des heutigen Strieges diefelben Ansichten ausgesprochen hat, wie sie die italienische Partei vertritt, indem sie London, 25. Februar.( W. T. B.) In der Sigung des Unter das Wesen der tapitalistischen Gesellschaft, Imperialismus und hauses vom 28. Februar erklärte Sir Edward Grey auf Expansionspolitik für ihn verantwortlich macht; 2. daß in dieser Anfrage, es werde von Zeit zu Zeit berichtet, daß für Italien Busammenfunft, trog der Anwesenheit franzöfifcher und belgischer und die Schweiz bestimmte Güter in deutsche Eisenbahn Delegierten Kritifen gegen die verfchiedenen Regierungen laut ge wagen verladen würden. Die italienischen und schweizerischen worden......; daß 3. die Beschlüsse der Zusammenkunft sich Behörden versicherten, daß eine gewisse Anzahl deutscher Wagen mit denen der Sozialisten der neutralen Länder decken, indem sie London, 25. Februar.( W. T. B.) Das Rentersche Bureau normalerweise auf italienischen und schweizerischen Bahnen verkehre meldet aus Garub vom 22. d. Mis.: Die Truppen des Brigades als equivalent für eine gleiche Babl italienischer und schweizerischer fich gegen jeden Gebietszuwachs aussprechen. Die Resolution... meldet aus Garub vom 22. d. Mis.: Die Truppen des Brigade Wagen auf deutschen Bahnen. Die Benutzung deutscher Wagen sei generals Madenzie sind unter dem Befehl des Obersten Deves heute also fein Beweis dafür, daß die Güter nach Deutschland bestimmt früh in Garub eingerückt. Eine vorgeschobene Abteilung hatte nachts die umliegenden Höhen besetzt. Sie fand, daß der Feind die Stellungen geräumt hatte. Die Hauptmacht fand keinen Widerstand. Stewart( Unionist) fragte den Premierminister Asquith, ob Frühmorgens zog Kapitän Demeillon mit einer Anzahl von es angesichts der Bedrohung durch Tauchboote in der Frischen See Aufklärern aus, um das Gelände zu erkunden. Sie saben gegen 9 Uhr nicht ratsam wäre, den Bau eines unterfeeischen anals einen deutschen Zug aus Aus tommen, der von fünfzig Reitern bon England na Irland in Angriff zu nehmen, um zufünftigen Blodadeversuchen vorzubeugen. Asquith antwortete, der gedeckt war, vermutlich um die Eisenbahn mit Dynamit zu zerstören. Die Soldaten Demeillons gaben Feuer auf 1800 yards Vorschlag sei unter den gegenwärtigen Umständen taum durch. und töteten fünf Mann. Die Truppe Demeillons rückte gegen den Feind vor, der sich zurüdzog. Bei diesen Operationen wurde die Abteilung Demeillons plöglich aus 70 yards Abstand beschoffen, wobei Demeillon und ein Soldat Paris, 25. Februar.( W. T. B.) Als Antwort auf die von verwundet wurden. Demeillon nahm eine neue Stellung ein, Deutschland ergriffenen Maßnahmen beabsichtigen die Verbündeten von der aus er das Feuer erwidern konnte. Bei einer zweiten nach einer Meldung des Journal" zu erklären, daß alles deutsche Salve wurde Demeillon wieder getroffen. Darauf zogen sich die Eigentum beschlagnahmt werden kann, unter welcher Flagge es auch Auffärer zurüd. Sie ließen die beiden Verwundeten immer fei, und daß jede für Deutschland bestimmte Labung gute zu unterstützen, das ernste Gewähr für die Aufrechterhaltung der in den Händen des Feindes, der sich etwa fünf Meilen Prise ist. Die schärfsten Untersuchungsmaßnahmen sollen angeordnet Neutralität böte( eventuell auch das heutige Kabinett), wurde abgelehnt. westlich von Aus befand. feien. führbar. werden. Englisch- französische Repressalien? Deutscher Fliegerangriff in Südwestafrika. Nachträgliches zur Londoner Konferenz. Die Fraktion erachtet es für ihre Pflicht, sich mit aller Energie den interventionistischen Strömungen zu widersetzen und sich zu wirksamer Aktion zugunsten der Beendigung des Strieges bereit zu halten, und pflichtet der Mesolution des Parteivorstandes für die Neutralität bei, die am besten den Inter essen des Proletariats und den der proletarischen Internationale entsprechen. In der Ueberzeugung, daß es heute im Interesse der der Verteidigung Neutralität liegt, die tiefernste Lage der arbeitenden Klaffen Italiens, die hauptsächlich durch die unzulänglichen Regierungsmaßnahmen gegen die Kornfrise und die Arbeitslosigkeit bedingt ist, in flares Licht zu setzen, beschließt die Parlamentsfraktion diefe Unzuläng lichkeit der Regierungsaktion einer unermüdlichen Stritit zu unterziehen, und dabei hervorzuheben, daß sie Hand in hand geht mit einer inneren Politit, die immer mehr von den wirtschaftlich und politisch reaktionären Schichten abhängt". Eine Tagesordnung Mufatti, die vorschlug, jedes Minifterium Schweden und die Weltkrise. London, 25. Februar.( W. Z. B.) Das Reutersche Amsterdam, 24. Februar.( Privattelegramm des Vor- Stockholm, 25. Februar.( W. T. B.) In der gestrigen Sigung Bureau meldet aus Garub( Deutsch- Südwestafrika). wärts".) Daily Telegraph" meldet aus Baris aus angeblich ber 8 weiten Rammer bat Lindhagen um die Erlaubnis, Gestern abend warf ein Flugzeug vier Bomben auf wohlinformierter Duelle: Sembat und Guesde hätten für die den Minister des Aeußern darüber zu interpellieren, ob der Reichsbritische Truppen herab, durch die ein Offizier Londoner Konferenz eine schriftliche Deklaration ausgearbeitet, welche tag nähere Mitteilungen über die Königszufammenfunft von den Belgiern unterstützt wurde. Sie tabelte die angeblichen in Malmö erwarten fönne und ob die schwedische Regierung und fünf Mann verwundet wurden. Das Flugzeug belgischen Greuel und die Berlegung der Neutralität. Als biefe Grallein oder zusammen mit den übrigen skandinavischen Regierungen wurde beschossen, entkam aber. Der türkische Krieg. stimmte. Ein franzöfifcher Deputierter versicherte, daß fortan eine tüble Stimmung herrschte. Gegen die Autonomie Polens. tlärung verlesen tourde, erhoben die Engländer heftigen Proteft Schritte zu unternehmen beabfichtige, um bei Schluß der Weltund erklärten, daß diefe Greuel unbewiesen feien, worauf trise im Interesse Schwedens wie aller anderen Böller für eine Vaillant die Engländer heftig angriff. Die Konferenz drohte vernünftige Rechtsordnung innerhalb der menschlichen mit einem Tumult abzubrechen, als die franzöfifche Delegation mit Gesellschaft einzutreten. Der Angriff auf die Dardanellen. schwacher Wehrheit der Streichung zweier bestrittener Bunte auAmsterdam, 25. Februar.( Privattelegramm des Vorwärts".) Nach einer viertägigen Bause in der britischen Pressen brachte am Montag die„ Times" einen Leitartikel, in dem sie schreiben: Der Dardanellenangriff würde, wenn er erfolgreich wäre, den Zustand auf dem Balkan sofort verändern. Konstantinopel würde tapitulieren müssen oder verwüstet und der Schwarzmeerhandel eröffnet werden. Den zaudern den Neutralen müsse ein Entschluß aufgezwungen Natürlich handelt es sich bei diesen Meldungen um Indis. fretionen, deren Richtigkeit sich der Nachprüfung entzieht. Moskau, 25. Februar.( W. T. B.) Nach der„ Birshewvija Wjedomosti" hat in Moskau eine Versammlung von Führern der gemäßigten rechten Parteien stattgefunden, auf der namentlich über die polnische Frage beraten worden ist. Das Ergebnis der Der„ Berner Tagwacht" wird ferner aus Bondon berichtet: Beratungen war, daß man es zwar für möglich hielt, eine örtliche Nach der Gröffnung der Konferenz durch den Genossen Reir Selbstverwaltung in Bolen einzuführen, daß man sich aber energisch Hardie und nach der Erledigung der Formalitäten nahm der Ber- gegen eine Autonomie Polens ausgesprochen hat. Der Austausch der deutsch- französischen Verwundeten. Bern, 25. februar.( W. T. B.) Nachdem die Einwilligung Frankreichs zum Austausch schwer verwundeter Kriegsgefangener im Bundeshause eingetroffen ist, find Oberst Bohnh und der Chefarzt des Schweizerischen Roten Kreuzes fofort nach Stonstanz aljereist, um mit den deutschen Behörden die Einzelheiten des Abtransportes der Verwundeten zu besprechen sowie an Ort und Stelle die weiteren Vorbereitungen zu dem Transport zu treffen. Kriegsbekanntmachungen. Meldepflicht der Landsturmpflichtungen. Amtlich. Berlin, 25. Februar.( W. T. B.) In cinem Erlaß der zuständigen Minister werden die unausgebildeten Landsturmpflichtigen der vom Aufruf betroffenen Jahrestlassen in Preußen darauf aufmerksam gemacht, daß sie sich bei der Ortsbehörde ihres Aufenthaltsortes zur Landsturmrolle anzumelden und beim Verziehen in einen anderen Bezirk ebenso bei den Ortsbehörden an- und abzumelden haben wie die Militärpflichtigen. Die ausgehobenen unausgebildeten Landsturmpflichtigen unterliegen der Kontrolle durch die Bezirkskommandos. Politische Uebersicht. Anerkennung der Arbeiterorganisationen. Gleiche Freiheit für die Preffe. vorgebracht worden seien. Aus der Aussprache ergab sich, Der nationalliberale Deutsche Kurier" glaubt Grund daß an maßgebender Stelle die Festsetzung von Höchstpreisen zur Beschwerde zu haben, daß nicht alle Zeitungen gleichmäßig das für Schweine in der nächsten Zeit nicht beabsichtigt sei, und Berbot der Erörterung von Friedensbedingungen innehalten. Er die Maßnahme unterbleiben werde, wenn nicht eine durchaus ungesunde Preisentwickelung es zur Notwendigkeit werden läßt. schreibt unter anderm: Entweder enthalten sich alle Zeitungen der Erörterung Die Regierung will also mit anderen Worte so lange der deutschen Kriegsziele, bis der Zeitpunkt dazu gekommen ist, warten, bis die Vieh- und Fleischpreise unerträglich hoch geoder die Regierung verzichtet, wenn sie das nicht zu erreichen trieben worden sind, um sie dann in dieser für die breiten vermag, jegt fchon auf die Befolgung ihres Buniches. Der Massen kaum erschwinglichen Höhe durch Verordnung festjezige Zustand ist jedenfalls unha it bar, daß ein Teil der zulegen! Schon seit langen ist die Preisentwidelung Presse sich durch nichts gebunden erachtet, während der übrige sich Welchen Grad soll der Fleischwucher " dem im Interesse des Burgfriedens ausgesprochenen Wunsche fügt." ungesund". Die Regierung möge sich also entscheiden und Ernst machen. So eigentlich erreichen, bis die Regierung Anlaß zum Einschreiten findet? Nach einem kurzen Fallen der Schweinepreise stiegen geht es nicht länger weiter!" Merkwürdigerweise macht das Blatt dabei denen einen Vor- sie ant vergangenen Sonnabend auf dem Berliner Viehmarkt wurf, die nicht im Sinne gewiffer, von der Nordd. Allg. Zeitung" wieder um eine Mart auf 108 M. Am Mittwoch- Markt crals romantische Eroberungspläne" bezeichneten Wünsche agitieren. fuhr der Preis eine Steigerung anf 110 M. Außerdem Der Kurier" scheint also z. B. die„ Post" und die„ Deutsche Tages- wurden 600 Schweine über Notiz bezahlt. Am Schlusse der erwähnten Aussprache wurde die Notzeitung" nicht zu lesen, wo fortgesetzt für„ neues Siedlungsland" starter Verminderung unferes Propaganda gemacht wird. Im übrigen schließen wir uns natürlich wendigkeit nur der Forderung an: Freigabe der Erörterungen über das Schweinebestandes durch alsbaldige Abschlachtung von Ge heimrat Dr. Jung besonders noch betont, mit Hinweis darauf, Striegsziel! daß Schweine bis zunt Gewicht von etwa 120 bis 130 Pfund Vielfresser seien, die einen viel zu großen Teil derjenigen Stoffe verzehren, deren wir für die Ernährung bedürfen. Dabei aber lehrten die vorgenommenen Zählungen, daß wir in den 5 Monaten des Krieges bei start vermehrter Schweineschlachtung ebensoviel 8 uw a ch 3 an Schweinen in Deutschland hatten, als der Verbrauch( reichlich 5 Millionen Stück) in den 5 Kriegsmonaten betrug. Die Wirkung der jezigen Massenschlachtungen von Schweinen soll durch Zählungen innerhalb kurz bemessener Abstände kontrolliert werden. Festlegung der Nebernahmepreise für Schweine im Enteignungsfalle. Die Mißstände in der Kartoffelversorgung. " Amtlich. Berlin, 25. Februar.( W. T. B.) Die Preise für Schlachtfchweine haben infolge des ausgedehnten Bedarfes der Heeresverwaltung, der behördlich angeregten starten Nachfrage der Bevölkerung und der umfangreichen freihändigen Ankäufe der Gemeindeverwaltungen feit Dezember 1914 start an gezogen. Nachdem den Städten und Landgemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern die Pflicht auferlegt ist, sich zur Umwandlung in Dauerware Schlachtschweine zu beschaffen, sind sie weiter Es ist ein Zeichen der Zeit, daß der Wert der Arbeiterorganis sprunghaft in die Höhe gegangen und haben jetzt einen derartigen fationen jetzt fogar von der Tribüne des preußischen Abgeord- Stand erreicht, daß die Ziele der Bundesratsverordnung vom Die Soziale Pragis" schreibt: Während die Brotfrage gut netenhauses herab nicht mehr bestritten werden kann. In 25. Januar 1915 ernstlich gefährdet erscheinen. demselben Parlament, von dem in legter Zeit alle Angriffe auf das Es ist daher notwendig, die Preise auf einen Stand zurüd- geregelt ist, wächst sich die Kartoffelfrage zu einer Stadtplage, Die zuführen, der zwar den Schweinehaltern einen mit Rücksicht auf die und zwar nicht nur für die unbemittelte Bevölkerung, aus. Koalitionsrecht der Arbeiter ihren Ausgang nahmen, Hörte man am Breissteigerung der Futtermittel angemessenen Gewinn gewähr- Kartoffelversorgung des städtischen Marktes ist vielfach sehr schlecht Donnerstag bei Beratung des Etats der Handels- und Geleistet, doch aber den finanziellen Schwierigkeiten der Gemeinden geordnet. Die Verkaufseinrichtungen der Städte für Kartoffeln aus werbeverwaltung einen Redner nach dem anderen die Ar- Rechnung trägt und einer übermäßigen Verteuerung der Fleisch eigener Erzeugung oder Lagerung arbeiten noch wenig wirksam; in beiter loben. Es mag dem ersten Redner, dem konservativen nahrung für die Bevölkerung vorbeugt. Den zur Erreichung dieses den Händlergeschäften sind Kartoffeln auch nach der neuen HöchstLandrat v. Haffel ja schwer gefallen zu sein, onzuerkennen, Erfolges von verschiedenen Seiten angeregten Vorschlag der Eindaß, wenn die Industrie es verstanden hat, sich in die führung allgemeiner Höchstpreise macht sich die Bundesratsver- preisfeftfegung für den Großhandel und für den Kleinhandel( z. B. veränderten Verhältnisse hineinzufinden, dies nicht zum ordnung nicht zu eigen. Es fann abgewartet werden, ob die in Berlin) schwer und zum Teil nur zu Bucherpreisen zu mindesten den deutschen Arbeitern Weiterentwickelung der Marktverhältnisse zu einer so einschneiden- haben. Denn wenn ein Händler Kartoffeln nur dann abgibt, falls zu danken ist, aber den Maßnahme drängen wird. der Käufer daneben etwas anderes kauft, daß der Händler sich mit hat damit indirekt zugestanden, wie unbegründet die Der Bundesrat hat aber ein Bedürfnis zu einer Preisfestlegung 10 bis 15 Prozent Aufschlag bezahlen läßt, so ist das KartoffelHaltung seiner Freunde in dieser Frage ist. Wir wissen uns frei von für den Enteignungsfall als Mittel zur Ausübung eines Drudes wucher. Bisher haben die verteuerten Höchstpreise noch keineswegs jeder Ueberschägung dieser Worte, ebenso wenig wie wir dem 206 zur Verminderung des Schweinebestandes insoweit anerkannt, als mehr Startoffeln dem menschlichen Verbrauch zugeführt als vorher. Der Gewerkschaften aus dem Munde des Handelsministers eine von der Enteignung Schweine bis zu 100 kilogramm LebendOhne Beschlagnahme und bezirksweise Enteignung, nach übertriebene Bedeutung beilegen. Aber eins fönnen wir mit Fug gewicht betroffen werden sollen, da gerade Schweine der unteren und Recht verlangen, nämlich, daß man dem deutschen Arbeiter Gewichtsklassen zum Zwecke höherer Gewinnerzielung vom frei- dem Bedarf der Gemeindeverbände kommen wir in der Kartoffelnicht nur so lange Gerechtigkeit zu teil werden läßt, wie man seiner händigen Verkaufe zurückgehalten werden, während zur Sicherung frage nicht vorwärts, und diese Frage darf nicht so zaghaft wie die bedarf, sondern daß man sich auch nach dem Kriege seiner erinnert der Brotgetreide- und Kartoffelvorräte ihre Abschlachtung besonders Brotgetreidefrage behandelt werden, sonst nehmen die Marttanjammdringlich ist. lungen der Hausfrauen beim Kartoffeleinkauf leicht einen u und daraus die richtigen Konsequenzen zieht. erwünschten Charakter an." Das war der Grundgedanke, der sich durch die Ausführungen des Genosse Hue, des Redners der sozialdemokratischen Frattion, zog, der nicht wie die bürgerlichen Redner bei Einzelheiten verveilte, sondern in großen Zügen ein Gesamtbild unseres WirtschaftsLebens entrollte und besonders nachdrücklich die Forderungen der Arbeiter vertrat. Namentlich verlangte er ebenso wie vor ihm Abg. Giesbers vom Zentrum den Ausbau der Arbeitsnachweise, und weiter die Beseitigung des parasitären Zwischenhandels, der dem Wolf die Lebensmittel verteuert, die Anerkennung der Organis fationen und die Aufhebung aller Bestimmungen, die die Freizügigkeit des Arbeiters beim Wechsel der Arbeitsstätte einzuschränken geeignet sind. In gleicher Weise vertrat Genosse Hue beim Bergetat die Interessen der Arbeiter. Die Verhandlungen dieses Etats selbst können wir an dieser Stelle übergehen, da gerade über die wichtigsten Fragen entsprechend einem Beschluß der Budgetkommission in der Fragen entsprechend einem Beschluß der Budgetkommission in der Deffentlichkeit nicht geredet werden durfte. Die nächste Sigung findet erst am Dienstag statt. In der Zwischenzeit soll die Kommission alle größeren Etats vorberaten. Unser Königsberger Parteiblatt erneut verboten. Die Königsberger Volkszeitung" ist wiederum verboten worden, und zwar diesmal auf drei Wochen. Das Verbot erfolgte mit folgender Begründung: An die Redaktion der Königsberger Volkszeitung" hier Sie haben in der Nr. 36 vom 22. 2. 1915 entgegen den Ihnen bekannten Bestimmungen des stellvertretenden Generalfommandos 1. A.-K. vom 9. 10. 1914 Ib Nr. 38114 Ziffer 15 an die Nachricht über das Gesamtergebnis der Schlacht in Masuren parteipolitische Ausführungen geknüpft, welche geeignet sind, die Einigkeit des deutschen Boltes zu stören. Das Erscheinen der Königsberger Volkszeitung" wird infolgedessen hierdurch vom 24. d. W. bis zum 16. März d. J. einschließlich verboten. Dieses Verbot erfolgt auf Grund des§ 9b des Gesetzes vom 4. Juni 1851. Es bleibt Ihnen überlassen, diese Verfügung in Ihrer Zeitung zu veröffentlichen, es dürfen jedoch daran feine Erörterungen geknüpft werden. Als Richtpreise im Uebernahmeverfahren sind daher Beträge feftgefeßt, die nach Preisgebieten und Gewichtsklassen abgestuft sind, und bei deren Ermittelung die Preise an den beiden letzten Hauptmarkttagen im Januar 1915 des Marktes des Städtischen Vichhofes in Berlin als Anhalt genommen sind. Die Marktpreise für Schiveine höherer Gewichtsklassen dürften sich dann ohne behördliche Maßnahmen von selbst in entsprechender Weise regulieren. 28eitere Verteuerung des Brotes in Aussicht. In der bürgerlichen Bresse lesen wir: Amnestic in Württemberg. Stuttgart, 25. Februar.( W. T. B.) Zum heutigen Geburtstag gab der König zugunsten der Kriegsteilnehmer einen Gnadenerlay heraus, der die Niederschlagung gerichtlicher Interfuchungen bei lebertretungen und Bergehen verfügt, die vor der Einberufung zur Fahne begangen wurden. Die deutsche Verwaltung in Ostpreußen. ,, Am 14. Dezember v. J. hatte der Bundesrat auf Grund des Nach der Vertreibung der Russen kehren die deutschen Behörden Gesezes über die Höchstpreise auch für die Erzeugnisse der Kartoffel- der Grenzbezirke Ostpreußens wieder an die Stätten ihrer früheren trocknerei und der Kartoffelstärkefabrikation, und zwar Flocken, Wirksamkeit zurück. Insbesondere sind die Beamten der Städte und Schnitzel, Walzmehl, trockene Kartoffelstärke und Stärkemehl, für der Gemeinden sofort zurückberufen worden. Der Betrieb auf den die vier Preisgebiete Höchstpreise festgesetzt. Mit Rücksicht auf die Bahnstre den Arys- Nitolaiten- Sensburg und Johannisburg- ArysEinführung dieser Erzeugnisse in die Brotbereitung wurde eine Lögen wurde wieder aufgenommen. Die Rückkehr der Flüchtlinge Organisation des Absages notwendig, um die Trodenfartoffeln ist nunmehr auch in den Kreisen Sensburg, Insterburg und Heideallgemein zugänglich zu machen. Der alleinige Bertrieb wurde frug freigegeben. daher der„ Trodenkartoffel- Verwertungs- Gesellschaft" übertragen. Die Gesellschaft ist in ihrer Betätigung wefentlich beschränkt worden durch die zu geringe Höhe der festgesetzten Höchstpreise. Ihre Herauf segung hat sich infolgedessen als notwendig herausgestellt, und eine Bundesratsbetanntmachung, die eine Erhöhung der Preise vornimmt, dürfte daher demnächst er tcheinen." Letzte Nachrichten. Die Stellungnahme der Independent Labour Party" zum Krieg. ( Privattelegram t Amsterdam, 25. Februar. Der Ostern in Norwich stattfindes Vorwärts".) Da derartige Kartoffelprodukte teilweise für Brot- denden Jahreskonferenz der englischen Unabhängigen Arbereitung verwendet werden müssen, wird eine weitere beiterpartei liegen 88 Resolutionen vor, die sich zumeist auf Verteuerung des Brotes die Folge der angekündigten den Strieg beziehen. Zahlreiche billigen die Haltung Verordnung sein. Es muß deshalb entschieden gegen solche des Parteivorstandes. Gloucester gratuliert Absichten Protest erhoben werden. Die Erhöhung der Preise ist, wie die nachstehende Notiz zeigt, inzwischen erfolgt. Der Austausch von verwundeten Kriegsgefangenen. Amtlich. Berlin, 25. Februar.( W. T. B.) Die französische Regierung hat sich mit dem Austausch der dienstuntauglichen Kriegsgefangenen einverstanden erklärt. Der Austausch wird voraussichtlich vom 3. März ab über die Schweiz erfolgen. Keir Hardie und Macdonald zu ihrer glänzenden Wahrung der Parteiprinzipien. Bradford fordert eine Kontrolle der britischen Auslandspolitik und lehnt Verpflichtungen Erhöhung der Höchstpreise für Futterkartoffeln gegen andere Nationen ohne Zustimmung des Barlaments und Kartoffelprodukte. ab. Auch fordert es die allgemeine Abrüstung und erklärt Amtlich. Berlin, 25. Februar. Der Bundesrat hat in seiner sich gegen Gebietsabtretung ohne vorherige Befragung der heutigen Sigung die höchstpreise für Futtertartoffeln betreffenden Völker. Yeovil fordert den Parteivorstand fowie für Erzeugnisse der Kartoffeltrodnerei und der auf, eine Kampagne zur Beendigung des Krieges in Erartoffelstärtefabritation wesentlich erhöht und gleich wägung zu ziehen. zeitig für den Absatz dieser Erzeugnisse durch die TrodenkartoffelFuttermittelmangels, der durch die Beschlagnahme des Hafers jüngst berwertungsgesellschaft erweiterte Vorschriften erlassen. Infolge des besonders scharf geivorden ist, und infolge der starken Steigerung der Futtermittelpreise, ist die Startoffel zurzeit gegenüber den übrigen Futtermitteln unverhältnismäßig billig. Daher sehen rechnende Land wirte davon ab, ihre Kartoffeln zur Kartoffeltrodnerei oder Stärkefabrikation zu verwenden, sondern verfüttern fie an ihr Vieb. Um bem entgegenzuwirken, hat der Bundesrat die Höchstpreise für FutterFranzösische Niederlage in Marokko. fartoffeln und Erzeugnisse der Kartoffeltrocknerei sowie der KartoffelMadrid, 25. Februar.( T. U.) Nach Meldungen aus Tanger stärkefabrikation bei den Produzenten erhöht, auf 35 M. für den Doppelzentner Kartoffelstärke, wodurch die Betriebe eine Wirtschafts- sollen französische Streitkräfte unter dem Kommando des Obersten möglichkeit erhalten, auch wenn sie Fabrikkartoffeln zu einem Preise Martin am Inauenfluß durch die Aufständigen eine schwere Schlappe von etiva 3 M. erwerben müßten. Der Kartoffeltrodnungs- erlitten haben. Die aus ungefähr 600 Mann bestehende französische Versammlungsverbot. Gesellschaft m. b. S. ist jetzt der Allein vertrieb sämtlicher Kolonne wurde von überlegenen marokkanischen Streitkräften des Das Stuttgarter Generalfommando verbot laut artoffelstärke und Startoffelstärtemebis übertragen nachts überrumpelt, so daß fie bereits furze Zeit, nachdem Marm ge„ Berliner Tageblatt" eine Versammlung radikaler Sozialverarbeitenden Industrien, wie die Textilindu Nahkampf mußten die Franzosen unter schweren Verlusten ihre Berliner Tageblatt" eine Versammlung rabitaler Sozial- worden. Sie erklärt damit auch die Pflicht, die Stärke blasen worden war, fich im französischen Lager befanden. Nach kurzem demokraten Württembergs, die im Sinne Liebknechts zu strie, in dem entsprechenden Umfang unter Mit Stellungen räumen. Sie verloren zahlreiche Tote und Gefangene. Parteifragen Stellung nehmen wollten. wirkung einer sachverständigen Kommission und Die Verwundeten nahmen sie mit sich. des Reichskommissars zu versorgen. Endlich hat diese Gesellschaft die Befugnis erhalten, Startoffeln für die ihr angeschlossenen Trodnereien usw. zu enteignen. ( W. T. B.) Königsberg i. Pr., den 23. Februar 1915. Der Gouverneur v. Pappriz Generalleutnant. Die alten Klagen. Niedergeschlagenes Verfahren. Innere Kolonisation und Siedlungsland". Petersburg, 25. Februar.( W. T. B.) Birshewhja Wiedo. nosti" meldet: Das Verfahren betreffend Sammlung für die In der Post" schreibt der Abgeordnete v. 8edlik deutsche Flotte ist eingestellt worden ohne jegliche Folgen für die über innere Stolonisation. Zum Schluß des Artikels heißt es: Ueber die Festsetzung von Höchstpreisen für Beteiligten; ausgenommen sind die deutschen Untertanen, von denen „ Abgesehen von dem, was an innerer Stolonisation schon Schlachtschweine hatten die Mitglieder des Hauptvor- faut bereits getroffener Verfügung die bei ihrer Freilassung eingewährend des Strieges im Zuſammenhange mit der Urbarmachung standes des Vereins Deutscher Wurstfabrikanten und der Vor- sogenen Kautionsbeträge einbehalten werden. Dies ist eine Erbon Moors und Debländereien durch Striegsgefangene zu unter- figende des Deutschen Fleischerverbandes im Reichsamt des viderung auf die Maßnahme Deutschlands, das sich weigerte, bei nehmen ist, wird die innere Kolonisation in großem Stile aller Innern eine längere Unterredung mit dem Geheimen Re- Freilassung der Russen die ihnen tonfiszierten Kostbarkeiten und dings erst nach Friedensschluß in Angriff zu nehmen sein. Auch gierungsrat Dr. Jung als Vertreter des Reichskanzlers. Geldsummen zurückzuerstatten. Allen übrigen Angeklagten werden schon deshalb, weil alsdann neues Siedlungsland uns Geheimrat Dr. Jung teilte, wie die Allgemeine Fleischer- die Kautionen voll und ohne Verzug ausgezahlt werden. Anmerkung des W. T. B.: Hierzu ist zu bemerken, daß in bor neue große Aufgaben stellen dürfte." Zeitung" berichtet, mit, daß die Festießung von Höchstpreisen Deutschland keinerlei Konfiskationen von Kostbarkeiten und GeldWoher weiß der Abgeordnete v. 3eblik, daß uns allerdings vom Bundesrat in Erwägung gezogen und Er- fummen bei gefangenen Russen vorgenommen worden sind. Die russinach dem Friedensschluß„ neues Siedlungsland" zur Verfügung mittelungen angestellt worden seien, daß dabei aber ebenso sche Regierung sucht offenbar einen Vorwand, um die recht beträchtstehen dürfte? wie eifrige Befürwortungen auch die allerlebhaftesten Bedenken lichen Stautionen der gefangenen Deutschen nicht zurückzugeben, Leipziger Straße Soweit Vorrat! A.WERTHEIM Königstraße G. M. B. 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Aal Pfd. 1.20 1.50 1.80 Matjes- Heringe Stück.. 10 15 20 Pf. Fische Kopf....... Phund Kabeljau ganzen Fischen, ohne 28 Pt. Schellfisch... Pfund 38 Pf. Heilbutt im Ausschnitt, Pfd. 70 PI. Frische grüne Heringe Mandel.. 34 Pt. Lebende Lausitzer Schuppen u. Spiegel- Karpfen Pfund.. 80 85 Pf. Lebende Schleie groß, Pfd. 95 Pf. Lebende Hechte. Pfund 88 Pf. Lebende Plötzen Pfund 45 Pf. Goldbarse...... Pfund 25 Pf. Vorschriftsmäßige Brot- und Mehlbücher..... Trianon- Theater 84 U.: Theater für Freitag, 26. Februar: Das Liebesnest. Berliner Theater Thr: Extrablätter!" 99 Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 7 Uhr: Lohengrin. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8 Thr: Volksbühne.Theater am Bülowplatz 8% U. Der Strom. Walhalla- Theater Zirkus Alb. Schumann Freitag, 26. Febr., Anf. 7, Uhr: Gr. Sport Vorstellung. Besonders hervorzuheben: Artur Saxon- Trio die stärksten Männer der Welt mit 8 Uhr: Krümel vor Paris. ihrer lebenden Automobilbrücke. Die Fledermaus. URANIA Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: Familie Plaschek. Helbring contra Helbring. Kleines Theater 8 Uhr: Jettchen Gebert. Komische Oper 8.10 U: Gold gab ich für Eisen. Komödienhaus 8 Uhr: Biedermeier. Lessing- Theater 8 Uhr: 2 × 2= 5. Lustspielhaus 8, U.: Die Orientreise. Sonnt. 3, U.: Das Leutnantsmündel. Metropol- Theater 8 Ubr: Woran wir denken! Montis Operetten- Theater 8 Uhr: Der liebe Pepi. National- Theater 8 Uhr: Wenn d. Landsturm kommt Residenz- Theater 8 Uhr: Die Schöne vom Strand. Rose- Theater 8 Uhr: Die heilige Not. Schiller- Theater O. Taubenstraße 48/49. 4 Uhr( Halbe Preise): 4 Claerons, 2 Dam.. 2 Herren i.ihr. hervorragenden Leistung. Weises 5 rollschuhlaufende und radfahrende Bären. Gebr. Ernst u. Oskar Schumann. Um 9%, Uhr: Um 9 Uhr: Ost und West. Auf d. Schlachtfeldern Ostpreußens Großes patriotisch. Schaustück Abends 8 Uhr: Die Vogesen und ihre Kampfstätten. 11 WINTER CARTEN De Letzte Woche: Johanna Terwin vom DeutschenTheater, Berlin, Jakob Tiedtke v. 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Drillinge, 2 Gestellmacher( Korbmacher) per fofort gesucht Stübben 16/4 straße 10( Laden). Photographengehilfe, tüchtiger, fofort gesucht. Meldungen 1-2 Uhr mittags oder 7-8 Uhr abends. A. Jandorf u. Co., Kottbuserdamm 1. Tüchtige Mechaniker verlangen sofort Odeon- Werke Weißensee, Berlin- Weißensee, Rebberstr. 20/25. 20 Bauschlosser Knorr- Bremse A.-G. Abteilung Lankwis, Charlottenstraße 31. sofort verlangt. 260/9 Motorschlosser Automobilschloffer und 11646 sofort gesucht Adlerwerke Berlin, Zimmerfir. 94. Tüchtige Geldichrankbauer berlangt Geldfaranffabrik Lindener, Gollnomstr. 43. Tüchtige Montagearbeiter und Nieter für Brücke nbau gesucht. zu melden bei Monteur Merkel, Bahnhof Friedrichstraße, Eingang Georgenstraße. Verantw. Redakt: Alfred Wielepp, Neufölln. Inferatenteil verantw. Zh. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Hierzu 1 Beilage u, Unterhaltungsb Nr. 57. 32. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. 02. Gizung, Donnerstag, den 25. februar, 1½ Uhr nachmittags. Am Ministertische: Sydow. Die Genehmigung zur Strafverfolgung des Abg. Wallbaum ( fonservativ) megen Breßvergehens wird nicht erteilt. Die Vorlage über die Erweiterung der Stadtkreise Essen und Oberhausen wird in dritter Lesung angenommen. Etat für Handel und Gewerbe. Berichterstatter Abg. Deser( Vp.) Wenn Freitag, 26. februar 1915. Der Handelsetat wird bewilligt. Das AnappschaftsKriegsgesetz wird von der Tagesordnung abgesetzt. Der Bergetat. wird Handelsminister Sydow: die gesteigerten nen Friedensjahr. Bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit haben des Ansehens Deutschlands in der Welt beitragen.( Beifall bei den die Gewerkschaften der verschiedenen Richtungen nüßlich mit Sozialdemokraten.) gewirkt und in dankenswerter Weise erhebliche Mittel zur Beschaffung von Arbeit, zur Unterstützung der Arbeitslosen und der Familien der Kriegsteilnehmer aufgewendet. Ich habe mich stets dafür ausgesprochen, daß die Arbeitsnachweise objektiv und unparteiisch nichts anderes tun sollen, als den geeigneten Mann an die richtige Stelle zu bringen. Mit Freuden hat die Regierung gesehen, wie sich das Kreditwesen schon nach wenigen Die jetzige Bergwerksproduktion beträgt 60 Proz. der Förde Wochen des Krieges wieder auf eine gesunde Basis gestellt hat. rung in der Friedenszeit. Das Ausbleiben der englischen Kohle, Durch ein Moratorium hätten wir unser Wirtschaftsleben nicht ge- die Weiterlieferung an unsere neutralen Abnehmer und die Anfördert, sondern auf den Kopf gestellt.( Bustimmung.) Dem para- legung von Kohlenlagern im Lande macht es nötig, die Kohlensitären Zwischenhandel wird nach Möglichkeit entgegengearbeitet. förderung weiter zu steigern. So übersteigt die Nachfrage nach Der Krieg hat gelehrt, daß sich das Handwerk noch mehr als bisher Arbeitskräften das Angebot, weshalb die Oberbergämter ermächtigt gibt der Ueberzeugung der Budgetkommission Ausdrud, daß das an den Gedanken der Organisation und der kaufmännischen wurden, Ausnahmen für die Beschäftigung jugenddeutsche Wirtschaftsleben die Prüfung durch den Krieg glänzend Schulung gewöhnen muß. Der. Zeitpunkt für eine Gröffnung der licher Arbeiter zu genehmigen. Jugendliche werden in bcund fräftig überstanden hat. Während von unseren Feinden kein Fondsbörse ist noch nicht gekommen. Die Darlehnskassen bieten schränkten Grenzen auch unter Tage mit leichten Arbeiten beschäfeinziger die Kriegsmittel in der eigenen Produktion herstellen kann, hinreichend Gelegenheit, Wertpapiere zu Geld zu machen. Zum tigt. 3u Ueberschichten wird kein Arbeiter gezwungen. Wenn ift Deutschland vollkommen unabhängig vom Ausland, ja, es fann Schluß stelle ich mit Genugtuung fest, daß neben der Landwirt- irgendwo, dann ist jetzt der gute Wille der Bergarbeiter, besonders sogar von dem reichen Schah seiner Waren seinen Verbündeten schaft Handel und Gewerbe, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer gleich viel wert.( Bustimmung.) Man findet ihn auch, wenn man nur die abgeben. Ueber die Angstperiode bei Beginn des Krieges sind wir mäßig dazu beigetragen haben, Deutschland durch den schweren ihm Arbeiterausschüsse über die Absichten der Verwaltung und die Nothinaus. Die Probuftion hat sich wieder zurechtgefunden, dant auch aufgezwungenen wirtschaftlichen Kampf zum glücklichen Biele hin- wendigkeit ihrer Maßnahmen aufklärt. Von Kriegsgefange der glänzenden Politik der Reichsban! und der vorbildlichen durchzuführen. nen werden nur gelernte Bergarbeiter, und dann nur nach freiLeistungen unserer Eisenbahnen, die auch durch zahlreiche Abg. Hué( Soz.): williger Meldung, sowie zu den gleichen Böhnen wie freie Aufträge das Wirtschaftsleben befruchtet und Arbeitsgelegenheit Arbeiter im Bergbau beschäftigt. Ein Teil des Lohns geht an die geschaffen haben. Wir alle haben die Bedeutung unserer gemäß nicht so behandelt und bewertet werden, wie wir das gewöhn- pflegungskosten, 25 Proz. bleiben den Gefangenen, so daß fie auch Der vorliegende Etat kann infolge der Kriegsereignisse natur- Militärverwaltung als Beitrag zu den Unterbringungs- und Ber= Leistungsfähigen. Staatsbetriebe erfannt. Die Kriegstrediteinrichtungen wurden nicht in dem Maße in Anspruch lich bei einem so wichtigen Etat tun. Ich muß mich daher auf genommen, als man angenommen hatte, es war vielmehr ichon einige summarische Bemerkungen beschränken, die allerdings viel- an der Höhe ihrer Leistungen interessiert sind. Der Lohnrüdder kräftigsten Arbeiter neu zusammengesetzten Kameradschaften nach furzer Zeit ein leberfluß an Kapital vorhanden. Dies recht- leicht hier und da nicht gerade angenehm flingen werden, gang war darauf zurückzuführen, daß die nach der Einziehung fertigt es, daß die Regierung dem vielseitigen Drängen nach Er- aber wie ich überzeugt bin, der Wahrheit entsprechen. im Anfang weniger leistungsfähig waren und in den ersten Kriegslaffung eines allgemeinen Moratoriums nicht nachgegeben hat. An wir unser Wirtschaftsleben bei Eintritt des Krieges beobachten, wochen die Gedanken aller weniger auf die Arbeit, als auf den müssen wir zugeben, daß die schlimmsten Befürchtungen, die wir die Stelle der Arbeitslosigkeit im Anfang ist ein Mangel vor dem Ausbruch des Krieges gehegt haben, sich nicht erfüllt haben Krieg konzentriert waren. Jetzt steigen die Löhne wieder. Freilich für ein ohnausgleich an qualifizierten Arbeitern getreten, dem hoffentlich durch das Wir müssen zugeben, daß sich das deutsche Wirtschaftsleben im VerZusammenwirken von Staatsregierung und Heeresverwaltung ein triebsüberschüsse sind infolge des Kriegsausfalls gesunken, die Ende gemacht werden wird. In schwieriger Lage ist allerdings das gleich selbst zu dem neutralen Ausland in verhältnismäßig günsti- ebensmittelpreise schwierig sein, denn die Beger Lage befindet. Es ist eine Neuorganisation fast der ganzen Baugewerbe. Auch unsere Ausfuhrinduſtrie hat dank der An- Volkswirtschaft eingetreten. die natürlich nicht ohne Stockungen und Kosten aber nicht in gleicher Weise. Zahlen doch die Staatsbergpassung der Industrie an die neuen Verhältnisse nicht so gelitten, wie vorher befürchtet werden mußte. Natürlich ist aber der normale Störungen erfolgen konnte, an denen die Schwächsten im Volfe werke an Unterſtüßung der Angehörigen der Kriegsteilnehmer wieder am schwersten zu tragen hatten Was wir nun vor uns nicht weniger als 4 Millionen Mart im Jahre. Hoffentlich ge= Umfang der Produktion nicht erreicht worden, schon weil ein großer sehen, ist das Ergebnis des Zusammenarbeitens einer Reihe von lingt es, ein Herabsinken des Bergarbeiterverdienstes zu Teil der Arbeitskräfte eingezogen ist, die Rohstoffversorgung macht Faktoren, die in Friedenszeiten, zusammengeschlossenen wirtschaft- berhüten. Der Bergbau kann kaum die Anforderungen an aber weit weniger Schwierigkeiten, zum Teil bank unserer glänzen. lichen und politischen Organisationen, nicht gerade harmonisch zu Rohlen und Erzen erfüllen. den Erfolge im Osten und Westen. Der Unternehmergewinn ist sammengearbeitet haben. Anfänglich war die Arbeitslosig= Abg. Hue( Soz.): geringer geworden, aber in einer so gewaltigen Zeit fann nicht die feit viel größer als die durchaus unvollkommene Höhe der Dividende ausschlaggebend sein, sondern allein die Frage, a mtliche Statistit sie erscheinen ließ. Allein die freien GeDa uns neue statistische Angaben fehlen, beschränke ich mich wie die Produktion aufrechtzuerhalten ist. Das Handwerk soll werkschaften zählt en anfangs September 370 126 arbeitslose Mit- auf wenige Worte. Wir wissen alle nicht, was der nächste Etat auch beim Wiederaufbau Citpreußens beschäftigt werden, wenn glieder= 21,2 Proz.: Ende Oktober hatte sich diese Zahl auf bringt, hoffentlich allen etwas Gutes! In den letzten Monaten eine Organisation gerunden wird, die imitande ist, die rechtzeitige 10,7 Proz. vermindert- es handelt sich um völlige Arbeitslosen steigt die Kohlenförderung erheblich. Es müßten unvorhergesehene Erfüllung der Lieferungen zu garantieren. Die großen Leistungen und seitdem ist die Zahl der Arbeitslosen fast ständig gesunken, Greignisse eintreten, die aber nicht zu erwarten sind, wenn der der Gewerkschaften in der Arbeitsvermittlung hat auch der so daß heute in sehr wichtigen Erwerbszweigen, namentlich in der Kohlenbergbau den Bedarf der Volkswirtschaft nicht vollauf sollte Minister anerkannt; nach dem Friedensschluß werden an die Ar- schweren Industrie, im Bergbau, von einer Arbeitslosigkeit nicht decken können. Das große mitteldeutsche Braunkohlenrevier hat beitsvermittelung, die nach allgemeiner Ansicht nicht Gegenstand die Rede ist, eher von einem Arbeitermangel, und zwar an geschulten im vergangenen Jahr eine nahezu ebenso hohe Förderung wie in des politischen Kampfes sein soll, besondere Anforderungen her- Arbeitern. Diese Entlastung des Arbeitsmarktes hat vor allem sehr günstigen Jahren. Zu Anfang des Krieges trat eine Preisseine Ursache in der außerordentlich starken Einberufung von treiberei in Rochfalz ein, die in den ProduktionsverhältAbg. v. Hassel( f.) Arbeitskräften zum Heeresdienst. Allein die freien Gewerkschaften nissen durchaus nicht begründet war. Deutschland ist eins der zählten bis Ende Oktober 660 000 zum Heere einberufene Mit- salzreichsten Länder der Welt; man wird dieser Preistreiberei glieder, und ähnliche Ziffern haben die anderen Gewerkschaften be- energisch entgegentreten müssen. Sehr wünschenswert wäre es, Es ist vorher von den gewerkschaftlichen Arbeiter- wenn die Landwirtschaft in weit höherem Maße zum Raliverbrauch kanntgegeben. organisationen manches gute Wort gesagt worden, und ich erwarte, übergehen würde, der heute noch teilweise ganz minimal ist. Dadaß das auch seine guten Früchte tragen wird. Die Gewerkschaften von würde die Kaliindustrie und auch die in ihr beschäftigte Arhaben ohne Unterschied der Richtung ihren ganzen Organisations- beiterschaft profitieren. apparat in den Dienst der Arbeitsvermittlung und der Arbeits- Die Erklärungen des Ministers über die Beschäftigung von lofenfürsorge gestellt. Allein die freien Gewerkschaften haben in Kriegsgefangenen im Bergbau werden zweifellos die den ersten fünf Kriegsmonaten über 23 Millionen Mark zur hier und da aufgetretenen Besorgnisse zerstreuen. In der Komalles getan werden muß, toas aus bürtig. Wir sind ohne Moratorium ausgekommen, die Geldbla familien ausgegeben.( Hört! hört!) Dieſe fustate Tätigkeit der mage Englands aber begann mit dem Moratorium und seinem Gewerkschaften hat erheblich zur Entlastung von Staat menschlichen Rücksichten zur Fürsorge für die Kriegsgefangenen auch jest wieder durch den Bantdistont von 10 Proz Hoffentlich gewinnt der Wechsel auf und Gemeinde beigetragen ch hoffe, daß diese gemein- getan werden kann. London niemals wieder feine frühere Bedeutung. Die Einigfeit wüßige Latigfeit in Butunit vollſtändig und in allen, Stouſequenzen Weiniſter, bag feineswegs can wang out by buyer be aller Erwerbsstände wurde nur zu Anfang gestört durch einen teil- anerkannt werden wird. Ich wurde daher unangenehm berührt gefangenen zur Arbeit ausgeübt werden soll. Aus Berichten aus weisen parasitären Zwischenhandel, dessen Bekämpfung beim dadurch, daß gestern der Landwirtschaftsminister von Schor- dem Ruhrgebiet kann ich mitteilen, daß die Gefangenen sich dort Minister in guten Händen ist und wobei alle Fachverbände mit- lemer in der Budgetkommission abfällige Aeußerungen sehr wohl fühlen und durchaus froh find, der schredlichen Langewirfen werden.. über die Organisation der Forstarbeiter getan hat. meile des Gefangenenlagers entgangen zu sein. Einmütig war die Abg. Giesberts( 8.): Wenn das schon an einer solcher Stelle geschieht, dann braucht man Kommission auch darin, daß der volle Arbeiterschuh den Diefer Krieg lehrt die Ueberlegenheit deutscher organisa- fich wahrlich nicht zu wundern, wenn auch nachgeordnete Behörden Kriegsgefangenen zuteil werden müsse wie anderen Arbeitern. torischer Friedensarbeit und deutscher Anpassungsfähigkeit. Ohne und namentlich Privatunternehmer von den Arbeiterorganisationen Nach der Erklärung des Ministers dürfen nur gelernte Bergarbeiter unter den Kriegsgefangenen unter Tage beschäftigt werden. die Organisation des Handwerks und Mittelstandes hätten diese nichts wissen wollen. In einem erfreulichen Gegensatz zu den Ausführungen des Besonders wird die Arbeiter die Erklärung befriedigen, daß die fich an den Kriegslieferungen nicht beteiligen können. Scharf zu Landwirtschaftsministers stehen die anerkennenden Worte des Beschäftigung der Kriegsgefangenen unter feinen Umständen zum mißbilligen ist, daß einzelne Heereslieferanten ihre Unentbehrlich- Sandelsministers über die Leistungen der Arbeiterorgani- Drücken der Löhne führen darf. Wir haben in der Kommission feit dazu ausnußten, übertriebene Preise zu fordern. Die Rege- fationen und ich hoffe, daß nach dem Kriege nicht der Kurs Schor- eine Reihe von wichtigen Arbeiterfragen behandelt, und ich hoffe, lung der Arbeitsnachweise hat der Induſtrie die Erfüllung ihrer lemer, sondern der Kurs Sydow gesteuert wird. Jezt bei der Um- daß meine Darlegungen über die hier und da noch auftretende Aufgaben ermöglicht, hat aber auch den dunklen Gristenzen einen gruppierung unserer Volkswirtschaft hat sich die eminente Be- Verhinderung der Freizügigkeit und schlechte BeStrich durch die Rechnung gemacht, jenen Leuten, die aus Heeres- deutung der Organisationen aller Stände gezeigt; man sollte sie handlung der Arbeiter den gewünschten Eindruck gemacht haben. lieferungen möglichst viel Geld herausschlagen, aber dabei die Ar- daher fördern und in ihrer Tätigkeit nicht hemmen. Die Arbeits- Was die Lohnfrage anlangt, so ist dringend zu wünschen beitslöhne möglichst herunterdrücken möchten. Das Arbeitsnachlosigkeit ist immer noch recht erheblich. Das beweist die und ja auch vom Minister sowie von Vertretern der Industrie und weisproblem muß auch nach dem Kriege im Vordergrunde der Be- Arbeitslosenstatistik der Gewerkschaften. Den paritätischen Nach der Kommission zugesagt, daß nach Möglichkeit die eingetretenen ratungen bleiben, aber außerhalb aller politischen und gewerk- weis, der nur dafür sorgt, daß der richtige Mann an die richtige Lohnsteigerungen weiter anhalten werden. Das ist absolut notschaftlichen Kämpfe stehen. Stelle kommt, haben die freien Gewerkschaften schon seit Jahren wendig mit Rücksicht auf die anormalen, geradezu wucherischen gefordert. Die Arbeitslosenstatistik liegt recht im Argen. Hätten Lebensmittelpreise. Entweder müssen die Löhne, was ich nicht für Abg. Dr. v. Woyna( fk.) wir auf Grund einer solchen Statistik bei Beginn des Krieges einen möglich halte, diesen wucherischen Lebensmittelpreisen angepaßt Ueberblick über die verfügbaren Arbeitskräfte gehabt, dann hätten werden oder, was ich für erreichbar halte, die Lebensmittelpreise manche Irrungen und Wirrungen vermieden werden können. Die müssen heruntergedrückt werden. öhne find in gewissen Gewerben zweifellos gestiegen. Die Erhöhung der Lebensmittelpreise hat diese Steigerung aber mehr als mett gemacht. Es werden geradezu antreten. spricht seine Bewunderung für die Anpassung der Industrie aus, die nicht zum geringsten den deutschen Arbeitern zu danken ist, die ihre volle Schuldigkeit getan haben. Die Arbeitslosigkeit ist gefchwunden, wer Arbeit haben will, fann fie finden. Mit Neid blickt das Ausland auf Deutschland, seine Arbeiterschaft, seine Technik und die glänzenden Leistungen seiner Volkswirtschaft. ( Beifall.) Abg. Dr. Beumer( natl.): Die gewerbliche Mobilmachung war der militärischen eben- Arbeitslosenunterstügung und für Unterstüßung von Krieger um Ausdruck gekomme, tagt hat, ist erfreulicherweise allgemein fordert die Regierung zur Hilfe für die ländlichen Handwerker auf. Abg. Rosenow( Vp.). wucherische Preise So wie geitern das vaterländische Werf der Landwirtschaft warm anerkannt wurde, so heute die Tätigkeit von Handel und Gewerbe, die allen anfänglichen Schwierigkeiten zum Troß durch ihre Anpassungsfähigkeit dazu gelangt sind, kräftig an der Schaffung der Grundlagen des deutichen Sieges mitzuarbeiten. für die wichtigsten Lebensmittel gefordert. Diese Wucherer und Wenn auch viele von den tüchtigsten Kräften eingezogen wurden, Preistreiber können direkt als Hyänen hinter dem Schlachtfelde beund wenn die Räume der Fabriken vielfach gar nicht für die neu- zeichnet werden, denn sie versündigen sich schwer an unseren vaterIhr Treiben ist unerhört und standalös. eingerichteten Fabrikationen geeignet sind, so vollzieht sich doch die ländischen Interessen. Arbeit zur Zufriedenheit der Heeresverwaltung. Unser Dank( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Wenn es ängstliche Gegebührt der Reichsbank und ihrem Präsidenten für die Organi- müter gibt, die befürchten, daß unsere Lebensmittel nicht aussation der Geldwirtschaft, den Eisenbahnen, den Handels- und reichen, so deshalb, weil diese Preistreiber mit den notwendigsten Handwerkskammern. Namentlich die Berliner Handelskammer hat Lebensmitteln ihr Unwesen treiben. Gewiß ist es in England und sich große Verdienste erworben. u. a. bei der Beruhigung der in Frankreich nicht besser und unsere englischen Freunde haben ihrer Eristenz bedroht gewesenen Angestellten und durch die Bei- im Parlament diesen Lebensmittelwucher mit den schärfsten Worten legung von Arbeitsdifferenzen. Es wird schwierig sein, im Frieden gegeißelt. Die Raffgier ist überall zu Hause. Was den Ausgleich zu finden für die augenblicklich gezahlten hohen nüßt eine Lohnsteigerung um 25 Proz., wenn die Lebenshaltung Löhne, denen zwar hohe Lebensmittelpreise gegenüberstehen, die um 50 Proz. verteuert wird? Je länger diese Mißwirtschaft anhält, aber für gewöhnliche Beiten kaum zu erschwingen sein werden; desto erbitterter wird die Stimmung des Volkes gegen diese bei der großartigen Haltung der Arbeiterschaft sind ihr diese Löhne Ausbeuter werden.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Mehr vollauf zu gönnen, und wir wollen, daß die Mitwirkung der Ar- als je ist jetzt notwendig, daß beiterschaft an der Aufrechterhaltung der Volkswirtschaft auch nach die Gleichberechtigung der Arbeiter Von den Vertretern der vier Bergarbeiterverbände ift der Reichsregierung die Schaffung eines Reichseinigungsamtes für den Bergbau borgeschlagen worden. Gelingt es, ein solches Amt zu schaffen, dann wird es nicht mehr nötig sein, daß wir mit unseren Klagen vor dieses höhe Haus tommen. ( Betfall.) Der Etat wird bewilligt. Damit ift die Tagesordnung erledigt. Nächte Sibung: Dienstag 1% Uhr.( Ministerium des Innern und Kultusministerium.) Schluß 5 Uhr. Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 159 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: 4. Garde- Reg.; Garde- Gren.- Regimenter Alexander, Franz und Nr. 5; Garde- Füs.- Reg.; Garde- Schüßen- und Garde- Ref.- SchüßenBat.; Lehr- Inf.- Reg.; Gren.- bziv. Inf. bzw. Füs.- Regimenter dem Kriege nicht vergessen werde. Die Schließung der Effekten auf allen Gebieten durchgeführt wird. Das wird nicht nur in der Nr. 3, 5, 8, 9, 10, 12, 15, 16, 17, 20, 22, 23, 24, 27, 30, 81, 83, börse und die Stillegung der Getreidebörse werden ruhig getragen Bevölkerung daheim eine bessere Stimmung auslösen, sondern es 34, 38, 41, 44, 46, 47, 56, 65, 66, 72, 73, 74, 76, 77, 79, 81, 84, im Interesse des Vaterlandes. Wir hoffen, daß die neue Kriegs- wird herausdringen zu unseren Brüdern in den Schüßengräben. 85, 87, 90, 92, 93, 95, 96, 97, 99, 109, 111, 112, 114, 116, 117, anleihe den gleichen Erfolg hat wie die erste. Die parajitären und es wird dem Feinde erst recht unmöglich werden, uns zu über- 129, 132, 136, 140, 141, 142, 145, 148, 151, 154, 155, 158, 161, Elemente weist der Kaufmannsstand weit von sich weg. Für die winden. In dieser Richtung werden auch die heutigen Worte des 167, 168, 171; Grs.- Reg. Königsberg III; Res.- Inf.- Regimenter Regelung der Arbeitsvermittelung dürften sich die bayerischen Ministers eine günstige Wirkung haben. Ein anderer Eindruck darf Nr. 1, 5, 7, 11, 16, 17, 18, 20, 23, 25, 26, 27, 31, 32, 34, 35, Maßnahmen als Vorbild empfehlen. Dem Handwerk müssen nicht einmal aufkommen, er ist aber durch gewisse Bekanntmachun- 38, 48, 52, 53, 57, 67, 73, 75, 76, 84, 86, 98, 109, 201, 202, 203, sowohl mehr Staatsaufträge als auch größere Kenntnisse zugeführt gen erweckt worden, die bei strenger Befolgung hätten dazu führen 204, 208, 209, 213, 215, 217, 218, 219, 221, 232, 237, 240; Res.werden. Für die Kleinkaufleute muß insbesondere beim Wieder können, die Freizügigkeit der Arbeiter zu beschränken. Seine Erf.- Regimenter Nr. 1, 4; Randw.- Inf.- Regimenter Nr. 7, 8, 9, aufbau Ostpreußens gesorgt werden. Militärbehörde hat das Recht, nichtmilitärpflichtigen Arbeitern be- 12, 13, 18, 25, 29, 31, 35, 36, 38, 39, 53, 56, 74, 75, 77, 80, stimmte Arbeitsstellen vorzuschreiben. Das ist ein Eingriff in 81, 99; Landw.- Ers.- Reg. Nr. 4; Ueberplanmäßiges Landw.- Inf.die Arbeitsvertragfreiheit, gegen den wir auch in Bat. Nr. 6 des 4. Armeekorps; Landw.- Grs. Bat. Kulm; Brig. dankt gleichfalls Handel und Gewerbe für die bewunderungswürdige dieser Zeit, wo wir allen Konfliktstoff vermeiden möchten, a u fs Ers.- Bataillone Nr. 12, 13, 34, 38, 42; Landw.- Brig.- Ers.- Bat. Garde- Landst.- Bat. Wünsdorf; Landsturm- Bataillone Anpassung. Nach der anfänglichen Stillegung der Exportindustrien, schärfste Protest einlegen. Wenn man sich mit den Nr. 42; auch der Luxus- und eines großen Teils der Textilindustrie gibt die Arbeiterorganisationen in Verbindung setzt, dann wird man auch I Braunsberg, 2. Görlitz, Kattowitz, 2. Mosbach, Preußisch- StarSteigerung der Beschäftigtenzahl den Beweis dafür, daß auch diese die Mittel finden, die derartige Bekanntmachungen überflüssig gard; Jäger- Bataillone Nr. 2, 4, 6; Ref.- Jäger- Bat. Nr. 4, 7; Erwerbszweige sich anderweit nüßlich zu machen verstanden haben. machen. Wenn dafür gesorgt wird, daß die Gleichberechtigung der Maschinengew.- Abt. Nr. 7; 1. Ers.- Maschinengew.- Komp. der Brig. Die Arbeitslofenziffer ist gegenwärtig günstiger wie zu Arbeiter nicht nur auf dem Papier steht, sondern auf allen Ge- Hoffmann; Festungs- Maschinengelo.- Trupp Nr. 33, Meh. Anfang des Krieges, ja selbst als zur gleichen Zeit im vorangegange- bieten durchgeführt wird, dann wird das zweifellos zu einer Hebung i 2. Garde- Ulanen; Dragoner Nr. 13, 15, 17, 19; Husaren Nr.?. Handelsminister Sydow i 3. Garde- Res- Feldart.- Neg.; Feldart.- Regimenter Nr. 11, 23, 24, 31, 74; Ref.- Feldart.- Regimenter Nr. 3, 6, 15, 44, 45; Fußart. Regimenter Nr. 1, 10, 14, 20; Res- Fußart.- Regimenter Nr. 5, 6, 20; Res.- Fußart.- Batterie Nr. 24. 8, 9, 14, 17; lanen Nr. 15, 16; Jäger zu Pferde Nr. 12; Landw.12febLiecht habe in einer Versammlung von Schmukbläffern der Die gesamte Ausstandsbewegung in der Stönigshütte hat damit ihr Sab. Reg. Nr. 2 des. 6. Landwehrkorps. Generalfommiffion gesprochen. Wir sind dieser Legende, die syste- Ende erreicht. matisch verbreitet wird, bereits in der Steinfeger- Beitung" entgegengetreten und wir wiederholen hier: Gs fann sich nur um eine am 13. Jamuar d. J. in Lichtenberg abgehaltene Versammlung handeln, in der eine entsprechende Behauptung auftauchte, die jedoch Bion.- Regimenter Nr. 18, 19, 29; Bion.- Bataillone: I. Nr. 2, von dem Bureau der Versammlung sofort unter Zustimmung der I. Nr. 3, I. Nr. 5, II. Nr. 10, I. Nr. 21, I. Nr. 26, I. und II. Versammlung zurückgewiesen wurde. Die Unterzeichneten, die das Nr. 27, Pion.- Erf.- Bat. Nr. 26; 76. Res- Pion.- Komp.; 2. Landw. Bureau der Versammlung bildeten, stellen nochmals mit aller BeBion. Komp. des 17. Armeekorps. stimmtheit fest, daß Genoffe Liebknecht die behauptete oder eine ähnLinien- Kommandantur Brüssel; Eisenbahn- Reg. Nr. 2; Eisen- liche Aeußerung nicht getan hat, wenn er auch an der bekannten bahn- Bautomp. Nr. 27; Fernsprech- Abt. des 2. Armeekorps; Internationalen Korrespondenz" sachlich scharfe Kritik übte. Etappen- Kraftwagen- Rol. Nr. 7 des 6. Armeekorps; Feldluft- Wir bitten, vorstehende Zeilen im Vorwärts" zu veröffent- find, damit nach Kriegsbeendigung nicht etwa durch Aufhebung der schiffertruppe. Inf.- Munitions- Kolonnen Nr. 1 und 7( beide ohne Angabe des Armeekorps); Art.- Munitions- Kolonnen Nr. 7 des Garde.- Reservekorps und Nr. 6 des 3. Armeekorps;( F.) Art.- MunitionsKolonne des 11. Armeekorps; Art.- Munitions- Kolonnen Nr. 4 des 27. Referbeforps und Nr. 29 der 51. gemischten Ers.- Brig.; Schwere Munitions- Kol. Nr. 8 des 1. Reservrkorps. Bark- Komp. I Breslau; Straßenbau- Abt. Nr. 4. San- Komp. Nr. 1 des Garde- Reserveforps, Nr. 2 des 11. und Nr. 3 des 16. Armeekorps; Res.- Feldlazarett Nr. 85; Kriegslagarett Nr. 123 des 23. Reserveforps; Kriegslazarett- Abt. Nr. 124 der 9. Etappen- Insp.; Res.- Lazarett Neuwied. lichen. Mit Barteigruß Sozialdemokratischer Wahlverein, Bez. Lichtenberg. Das Bureau. der Versammlung: Hans Bansmer, O. 112, Finowstr. 8. Emil Roof, O. 112, Scharnieberstr. 6/7, Richard Kam te, O. 112, Scharnweberstr. 55. Totenliste der Partei. In Karlsruhe starb am 23. d. M. der Parteigenosse Adolf Heising, der Gauleiter des Deutschen TabafarbetterGarde- Train- Abt.; Train- Abteilungen Nr. 4 und Nr. 6; Div. verbandes, im Alter von 48 Jahren. Neben seiner gewerkschaftBrückentrain Nr. 9; Landst.- Festungstrain des 15. Armeekorps; lichen Tätigkeit hat Heising, der schon ein Vierteljahrhundert in Landst.- Festungstrain Straßburg i. E.; Fuhrpark- Kolonnen Nr. 2 der Partei organisiert ist, während seines Aufenthalts in Baden des 5. Landwehrkorps, Nr. 38 des 11. Armeekorps, Nr. 31 des fehr fleißig mitgearbeitet an der Verbreifung der sozialdemokrati 17. Armeekorps und Nr. 1( ohne Angabe des Armeekorps); Res.Fuhrpark- Kol. Nr. 4; Magazin- Fuhrpark- Kol. Nr. 10 des 5. Armee- schen Grundsäße unter der Arbeiterschaft. Vor einigen Jahren hat forps; Feldbäderei- Kolonnen Nr. 8 der Armee- Abt. Gaede und des 1. Reserveforps; Etappen- Pferdedepot des 2. Armeekorps. * Der Schluß der fächsischen Verlustliste Nr. 112, deren Inhalt gestern mitgeteilt wurde, wird veröffentlicht. Die württembergische Verlustliste Nr. 124 bringt VerTufte des Juf- Reg. Nr. 124; Ref- Inf.- Reg. Nr. 247; Felbart. Regimenter Nr. 13, 49. Die Verlust lifte Nr. 19 ber Raiserlichen Marine wird veröffentlicht. Aus der Partei. ein schweres Leiden die Gesundheit des unermüdlichen Mannes untergraben. Als Seifing vor kurzem eine berufliche Tätigkeit im württembergischen Teile seines Gaues ausübte, befiel ihn eine ungenentzündung, die dem Leben des braven Genossen rasch ein Ziel setzte. Eine Frau und drei unversorgte Kinder trauern um den Toten, deffen Hinscheiden auch für Partei und Gewerkschaft einen herben Verlust bedeutet. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Eine Bezirksleiterkonferenz des Bäckerverbandes fand am 17. und 18. Februar in Hamburg statt. Sie beschäftigte sich neben einer Reihe von Verwaltungsangelegenheiten vor allem mit der durch dic neuen Bundesratsverordnungen geschaffenen Lage im Berufe. Nach eingebender Darlegung der Ursachen, die die Regierung zu dem Verbote der Nachtarbeit veranlaßten und gründlicher Debatte founte festgestellt werden, daß die bisherige Stellungnahme des Verbandsvorstandes zu der Frage allseitig gebilligt wurde. Einheitlich fam zum Ausdruck, daß alle nur denkbaren Vorbereitungen zu treffen Bundesratsverordnung die Nachtarbeit wieder eingeführt wird, sondern daß sie vielmehr dauernd aus dem Berufe der Bäder und Konditoren beseitigt bleibt. Weiter war die Konferenz der Meinung, daß nach wie vor alles daran gesezt werden soll, die jetzt durch die Behörden verschiedentlich zugelassene Sonntagsarbeit ivieder zu be feitigen. Gelingt dies nicht überall, so haben die Arbeiter als Erjaz einen Ruhetag in der Woche zu fordern. Aus Industrie und Handel. Erhöhung der Stahlpreise. In der Hauptversammlung des Stahlwertsverbandes wurde über die Geschäftslage berichtet. In Halbzeug hat sich der inländische Abruf in den letzten Wochen etwas gebessert, auch rechnen die Abnehmer mit stärkerer Beschäftigung in den nächsten Monaten. Der Verkauf für das zweite Vierteljahr wurde heute unter einer Breiserhöhung von 7,50 Mart per Tonne freigegeben. Gleichzeitig wurde die bisher gewährte Inlandsvergütung aufgehoben. Der Abiaz nach den neutralen Ausland hat ebenfalls eine Steigerung erfahren und die vorliegenden Aufträge sowie die Nachfrage laffen auch für die nächste Zeit einen Auslandsverfand in mindestens jeziger Höhe ertvarten. Eisenbahn- Oberbaumaterial: Bon der Preußischen Staatsbahnverwaltung ist ein Nachtragsbedarf in Kleineiſenzeug für das Rechnungsjahr 1915 aufgegeben. Auch die Sächsische StaatsbahitVerwaltung erhöhte ihren ursprünglich aufgegebenen Bedarf, so daß fie damit auf ungefähr drei Viertel des vorjährigen Bedarfs kommt, während die Bestellung der Bayerischen Staatsbahnverwaltung nicht ganz die Hälfte des vorjährigen Umfanges erreichte. Vom neutralen Auslande wurden wieder einige größere Aufträge hereingenommen. Jn Rillenschienen hielt sich der Abruf auf der gleichen Höhe wie in den Vormonaten. Das Inlandsgeschäft in den Nillenschienen ist gegenwärtig etwas ruhiger, im Julande sowohl wie im neutralent Die bayerische Verlustliste Nr. 156 bringt Verluste des 1., 2., 6., 7. 8., 10., 11., 12., 13., 14., 15., 16., 17., 19. und 21. Inf.Regiments; 2. Jäger- Bat.; Ref.- Inf- Regimenter Nr. 6, 7, 8, 11, 15, 20; Ref.- Jäger- Bat. Nr. 1; Ers.- Inf.- Reg. Nr. 2, 3, 4; Landſt.Inf.- Bataillone Bamberg, Würzburg; 2. Schweres Reiter- Reg.; Ref.- Kav. Reg. Dr. 5; 1., 6., 9., 12. Feldart.- Reg.; Res.- Feldart.Die Elektromonteure hatten was sich aus dem in ihrer Reg. Nr. 1; 1. Gri.- Feldart.- Abt.; II. Ers.- Feldart.- Abt.; 3. Fuzart Branchenversammlung am Mittwoch erstatteten Jahresbericht erReg.; Reichte Munitionsfolonne; Res.- Fußart.- Bat. Rr. 6; Bion. gibt in den Monaten April bis Juni eine sehr ungünstige Kon Reg.; 2. Pion.- Bat.; Res- Pion.- Komp. Nr. 6; Rej. Fernsprech- junktur und infolgedessen viele Arbeitslose. Im Juli besserten sich Abt. Nr. 1;. Ref.- Munitions- Kol.- Abt. Nr. 5; Res.- Inf.- Munitions- bie Verhältnisse, die Zahl der Arbeitslosen nahm in erfreulichem Aol. Nr. 1; Magazin- Fuhrparkfolonne Nr. 9. Maße ab. Als der Krieg ausbrach. trat ein ungeheuerer Rückschlag Auslande. ein. Plötzlich stieg die Zahl der Arbeitslosen wieder und erreichte Auf dem Inlandsmarkt für Formeifen ist eine Besserung mit 186 in der dritten Augustwoche den höchsten Stand, der die Arbeits lofenziffer von Ende Juli verdoppelte. Bom September ab ging die eingetreten. Die Kundschaft sucht sich reichlicher einzudecken, ebenso Zahl der Arbeitslosen langsam zurück, aber nicht weil sich die Ver- zeigte der Eingang aus Lieferungsaufträgen eine merfliche Zunahme. hältnisse in der elektrischen Branche gebessert hatten, sondern weil die Der Verkauf für Formeisen nach dem Inlande für das zweite arbeitslosen Elektromonteure wieder zu ihren früheren, in der Metall- Vierteljahr wurde zu einem um 10 Mart pro Tonne er industrie erlernten Berufen zurückkehrten und dadurch Arbeit auf höhten Preise auch hier unter Aufhebung der Vergütung freiStriegsartikel fanden. Ende Dezember hatten die Elektromonteure nur noch 18 Arbeitslose. Wie der Strieg den Geschäftsgang in der gegeben. Im Auslande ist ebenfalls eine wesentlich bessere Kauflust elektrischen Branche ungünstig beeinflußt hat, so hat er auch in das eingetreten und auch der Abruf aus den neutralen Ländern ist reger. Organisationsleben der Glektromonteure störend eingegriffen, indem Die Berliner Handels- Gesellschaft ein großer Teil der Mitglieder, namentlich sehr viele Vertrauens männer, zum Heere einberufen wurden. Manche organisatorische erzielte im Vorjahr einen Bruttogewinn von 13,96 Millionen gegen Verbindungen wurden dadurch unterbrochen und konnten zum Teil 15,32 Millionen Marf im Jahre 1913. Der Reingewinn stellt sich bis jetzt noch nicht wiederhergestellt werden. Die Leitung der Branche auf 10,38 Millionen( gegen 11,75 Millionen). An Dividende werden ist natürlich bemüht, die Organisationstätigkeit neu zu beleben, doch 5 Prozent gezahlt. ist der Erfolg immer noch in Frage gestellt, weil die an erster Stelle tätigen Mitglieder der Branchenleitung mit ihrer Einziehung zum Walitär in nächster Zeit rechnen müssen. Es gibt keine Parteien mehr. Das„ Berliner Tageblatt" bringt in seiner gestrigen Morgenausgabe gleichfalls einen ausführliesen Bericht über die Rebe eines in Stuttgart. An der Spitze des Berichts befindet sich folgende Bemerkung der Redaktion: Angesichts des besonderen Interesses, das die telegraphischen Mitteilungen über die Stuttgarter Rede des Abgeordneten Wolf gang Heine erregten, haben wir Heine ersucht, uns das Manuskript seiner Rede zur Verfügung zu stellen oder sie für uns niederzuschreiben. Er hat diesem Wunsche entsprochen, und wir teilen hier die folgenden Hauptstellen aus der Rede mit." Genoffe Scheidemann ersucht uns um Abdrud folgender Zeilen: Ich habe am 29. Januar in einer geschlossenen Mitgliederversamm Turg zu Hamburg einen Vortrag gehalten, über den das„ Hamburger Echo" am nächsten Tage in sehr fonzentrierter Weise berichtet hat. Auf Grund dieses Berichts glaubte die Reipziger Volkszeitung" den Vorwurf gegen mich erheben zu können, daß ich unberechtigerweise die Genossen, die jest über die deutsche Sozialdemokratie für das Ausland forrespondieren, als Spigel hezeichnet hätte. Da mir das nicht im entferntesten jemals in den Sinn, viel weniger über die Zunge gekommen ist, ersuchte ich die Leipziger Volkszeitung" um eine Richtigstellung, die dann auch der Vorwärts" am 5. Februar zum Abdrud gebracht hat. Trob dieser Richtigstellung schrieb am 16. Februar unser Parteiblatt in Essen in einem Artifel wieder folgendes: Die zwei oder drei deutschen Sozialdemokraten, die die ausländische Parteipreffe mit Nachrichten über interne Parteivorgänge versehen, werden vom Genossen Scheidemann als Spiel bezeichnet." Deutsches Reich. Einstellung der Sonntagsarbeit im Bergbau. Kriegshilfe im Verbande der Fabrikarbeiter. Soziales. Auskunftspflicht bei dem Versicherungsgesek für Angestellte. Die Durchführung des Versicherungsgefees für Angestellte ist Aus Bergarbeiterfreifen war an das Generalfommando in feit dessen Infrafttreten eine der Hauptbestrebungen der Versiche Münster eine Beschwerde darüber gerichtet worden, daß im Ruhr- rungsorgane. Es müssen zu diesem Zwede zahlreiche persönliche Prübergbau Sonntags gearbeitet werde. Darauf wurde geantwortet: fungen und Ermittelungen vorgenommen werden. Für diese zicht Nach dem Bericht des Dortmunder Oberbergamts werde, ent das Direktorium der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte und sprechend den Wünschen der Belegschaften, auf feiner Zeche an Sonn- der Rentenausschuß auch die aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmer und Feiertagen gefördert. Dagegen find wöchentlich ein bis zwei freifen gewählten Vertrauensmänner heran. Ihre Tätigkeit scheint leberschichten eingelegt worden." sich im großen ganzen auch erfolgreich zu gestalten, da in der Regel den notwendigen Prüfungen in den Betrieben der Arbeitgeber nichts in den Weg gelegt wird. Immerhin kommt es vereinzelt vor, daß Angaben, die auf Grund des behördlichen Auftrages verlangt werden, Wie die meisten freien Gewerkschaften hat auch der Verband der verweigert werden. Durch dieses Vorgehen machen sich aber sowohl Ich schidie daraufhin der Effener„ Arbeiterzeitung" eine Be- Fabrikarbeiter den Familien seiner zum Kriegsdienst eingezogenen Arbeitgeber wie gegebenenfalls Versicherte strafbar. Der§ 215 des Mitglieder in den ersten Kriegsmonaten eine Unterſtügung aus Versicherungsgesetzes für Angestellte bestimmt ausdrücklich, daß die richtigung, die sie am 23. d. M. auch veröffentlicht hat. Ich bitte die Redaktion des Vorwärts", aus dieser Richtig- Verbandsmitteln ausbezahlt. Und zwar erhielten die Frauen mostellung einige tatsächliche Angaben übernehmen zu wollen. Nadhnatlich 8 M., für jedes Kind unter 14 Jahren erhöhte sich der Be- Arbeitgeber dem Rentenausschuß und der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte sowie den Beauftragten beider Auskunft über die trag um 50 Pf. Die Unterstützung wurde nicht unterschiedslos an dem ich festgestellt habe, daß ich das Wort Spikel nur im Anschluß alle Familien gegeben. Bedingung war vielmehr einjährige Mit- Zahl der Beschäftigten, den Arbeitsverdienst und die Dauer der Bean einen von mir in jener Hamburger Versammlung zitierten, mit Parabellum" unterzeichneten Artikel der„ Berner Tagwacht" gliedschaft im Verbande; außerdem sollten die Familien aus schäftigung zu geben haben. Ebenso müssen die Versicherten über gebraucht habe, also nicht etwa unter Hinweis auf zwei oder geschaltet werden, die aus anderen Quellen ein Einkommen be- ihre Beschäftigung und ihren Arbeitsverdienst aussagen. Es können drei", oder gar noch mehr Genossen, an Erfahrungen in der sozia- zogen, das sie gegen Rot sicherte. Trotz dieser einschränkenden also gegebenenfalls auch Personalangaben und, wenn nötig ,. VerBestimmungen war die Zahl der Empfänger noch recht groß. ficherungskarten von den Arbeitgebern eingefordert werden. Wenn listengesetzlichen Zeit erinnert habe, sagte ich weiter: Es erhielten im September 23 730, im Oktober 22 507 Familien die vorzunehmende Prüfung eine Rüdsprache mit einem Angestellten vom Verbande Unterstützung. Die ausbezahlte Unterstügungssumme betrug im September 208 030 W., im Oftober 202 773 M., in beiden erforderlich macht, so muß sie der Arbeitgeber gestatten. Auf eine unterstüßte Familie ents Auf Verlegungen der Auskunftspflicht stehen Geldstrafen bis zu 150 Marf. Monaten zusammen 410 804 2. fielen im September 8,78 M., im Oftober 9 M. Für den Monat Dezember zahlte der Verband als Weih- Gegen unrechtmäßige Befragimg sind die Arbeitgeber dadurch nachtsgeschent an alle Familien der zum Kriegsdienst ein geschüßt, daß jeder beauftragte Vertrauensmann eine Bestellung gezogenen Mitglieder, sowie an alle arbeitslosen und erkrankten seitens der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte besitzt, die cr Mitglieder eine Unterstügung von 4-6 M. pro Mitglied. Hierfür bei der Vornahme der Prüfung vorzuzeigen hat. wurden 159 934 M. aufgewendet. " " In diesem Artikel wurde der„ revolutionäre Teil der deutschen Sozialdemokratie" zu recht törichten Handlungen aufgefordert. Unter dem Sozialistengejek," so führte ich aus, haben wir Leute, die mit solchen Anforderungen an die Arbeiter herantraten, als Spizel bezeichnet. Jet, im Striege, Tiegt die Frage nahe, ob dieser Barabellum" nicht im Dienste einer ausländischen Regierung steht." Die Leipziger Volkszeitung" bemerkte damals zu meiner Richtigstellung: Akford und Kündigungsfrist. Sie könne zurzeit" nicht feststellen, zu was für Handlungen Ferner beschloß der Verband im September, allen arbeitslosen Parabellum in der„ Berner Tagwacht" aufgefordert habe. Da das bis auf den heutigen Tag anscheinend feine der wenigen aber ausgesteuerten Mitgliedern die Hälfte der zuletzt Wenn eine Kündigungsfrist besteht, dürfen vereinbarte Barteizeitungen vermocht hat, die sich wegen dieser angeblichen bezogenen Säge als dauernde Unterstüßung weiter zu bezahlen. Barabellum- Stränkung mit mir beschäftigt haben, bitte ich Sie, Hierfür wurden bis Anfang Februar rund( die genaue Summe ist Affordsäke nur herabgesetzt werden, nachdem die Reduktion Ihren Lesern mitzuteilen, daß es in dem von mir angezogenen noch nicht ermittelt) 200 000 Mt. ausgegeben. Vom 1. März ab wird, so lange vorher angekündigt wurde, wie die Kündigungsfrist Artikel der„ Berner Tagivacht" von dem revolutionären infolge der wesentlichen Besserung der Arbeitsmarktlage, diese Ausläuft. Zu diesem zutreffenden Grundsak bekannte sich gestern gesteuertenunterstützung nur noch für 4 Wochen gewährt. Dafür wird aber die nach Striegsausbruch aufgehobene krantenunter wieder die Kammer 2 des Gewerbegerichts. stützung in vollem Umfange wieder eingeführt. Teil der deutschen Sozialdemokratie" u. a. heißt: es ist nötig, daß er sich nicht damit begnügt, die offizielle Politik der Sozialdemokratie zu befämpfen. Er muß zu offenen proletarischen Aktionen übergehen... 67 Insgesamt gab der Verband der Fabritarbeiter in den ersten sechs Kriegsmonaten rund 800 000 M. für außerordentliche An anderer Stelle hieß es: Unterstützungen an seine Mitglieder. Die außerdem auf Grund des Wenn unsere Arbeit( nämlich die der" Parabellum"-Revolu- Statuts ausbezahlten Interſtügungssummen sind noch wesentlich tionäre!) schon einen größeren Kern von Klassenkämpfern ge- höher. Der Verband hat also Kriegshilfe" in sehr weitem limfange sammelt hat, da gehe man bei entsprechendem An- geleistet. lag auf die Straße; mag die Regierung die Landsturm leute gegen Proletarier aufbieten, die Brot und Frieden fordern." Ich darf es den objektiven Lesern überlassen, zu beurteilen, ob die von mir aufgeworfene Frage unter Siniveis auf meine persönlichen Erfahrungen unter dem Sozialistengesetz berechtigt. gcwesen ist oder nicht. Erklärung. Berlin O. 112, d. 24. 2. 15. An die Redaktion des Vorwärts". Hier. Werte Genoffen! Genosse Wolfgang Seine behauptet, im„ Borwärts" vom 21. d. M. nach dem Vorgang in der Steinsetzer- Zeitung", Genosse " Erfolgreiche Lohnbewegung der Heizer in der Königshütte O./6. Bei der Firma Pauly u. Pinner war eine Arbeiterin auf Sattlerarbeiten angestellt worden. Sie erhielt zunächst für die Dauer des Anlernens 15 Mt. Wochenlohn. Später arbeitete sie im Akkord und verdiente durchschnittlich 64 Mt. wöchentlich. lleber Sündigung war. teine Vereinbarung getroffen. Folglich galt die gesetzliche, vierzehntägige Frist. Eines Sonnabends teilte ihr der Meister mit, fünftig werde der Stüdpreis von 26 auf 17 Bf. gekürzt werden, für eine Frau sei der Verdienst viel zu hoch. Die Arbeiterin war natürlich mit der Kürzung keineswegs einverstanden. Zu einer Verständigung kam es nicht. Die Arbeiterin bekam vielmehr ihre Entlassung und flagte nunmehr auf Lohnentschädi Am 15. d. M. Hatten 16 Heizer des Eisenwalzwerks unter Ver- gung für vierzehn Tage, und zwar für eine Woche auf 64 M. cntlangen einer Lohnerhöhung die Arbeit eingestellt. Da ihnen eine sprechend ihrem Durchschnittsverdienst und für die zweite Woche Prüfung ihrer Forderungen zugesagt und eine Erhöhung ihres nur 28 M. Minderverdienst. Die Klägerin hatte inzwischen Lohnes in Aussicht gestellt wurde, nahmen sie nach zweistündigem Arbeit erhalten, aber nur 36 M. verdienen fönnen. Streit die Arbeit wieder auf. Die weitergeführten Verhandlungen Nach der oben wiedergegebenen Auffassung des Gerichts hätte haben nun zu dem Resultat geführt, daß den Heizern eine tägliche die Klägerin ihre Forderung zugesprochen erhalten müssen. Leider Lohnerhöhung von 26 Pf. bewilligt wurde. Bisher wurden gezahlt stellte sich aber heraus, daß sie bei ihrem Abgange nicht ausdrücklich 29 Pf. Stundenlohn und 40 Pf. tägliche Prämie, was bei 11stündiger die Weiterbeschäftigung auf 14 Tage beansprucht hat. Darin sah Arbeitszeit einen Tagesverdienst von 3,59 M. ergab. Nach der das Gericht ein stillschweigendes Einverständnis mit Lohnregelung wird jezt ein Stundenlohn von 35 Pf. gezahlt unter der sofortigen Lösung des Arbeitsverhältnisses und riet der Klägerin Fortfall der bisherigen Prämie. Der Lagelohn beträgt somit jeßt dringend, vergleichsweise gebotene 15 M. anzunehmen. Das tat 3,85 M., während die Forderung der Heizer 4 M. betragen hatte. sic denn auch. Stadtverordnetenversammlung. 5. Sihung vom Donnerstag, den 25. Februar 1915, nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher Michelet eröffnet die Sigung nach 5% Uhr. Vor Beginn der Sisung ist der Ausschuß für die Vorlage wegen Nachbewilligung von 350 000 M. für die Schulspeisung gewählt worden; ihm gehören auch Bruns, Heimann, inbe, Leid, Wurm( Soz.) an. Für die Vorbereitung von Wahlen zum Bezirtsaus schuß wird ein Ausschuß gewählt, dem auch Börner, Ewald, Tolksdorf( Soz.) angehören. Stadtv. Dove( Linke) berichtet über die Ausschußberatung der Vorlage wegen Ausdehnung der Tätigkeit der Miet einigungsämter. Der Ausschuß hat die Vorlage, wonach die bestehenden zehn Aemter auch für die Vermittelung in Schwierigkeiten zwischen Hypothekengläubigern Grundstüdseigentümern auständig sein sollen, nach eingehender Beratung abgelehnt und, der in erster Lesung von Heimann( Soz.) gegebenen Anregung folgend, einstimmig beschlossen, den Magistrat um eine Vorlage zu versuchen, nach welcher ein besonderes Sypotheken- Ginigungsamt errich tet wird. Gleichzeitig soll der Magistrat prüfen, ob nicht eine Ausdehnung dieses Amtes auf die Vororte erreichbar ist. Stadtrat Dr. Franz: Am 7. Januar hat die Versammlung den Antrag Galland besprochen, der die Ausdehnung der Kompetenz der Mieteinigungsämter in der in Rede stehenden Richtung forderte. Dem ist der Magistrat in seiner Vorlage gefolgt. Soll jekt gemäß dem Ausschußantrage verfahren werden, so würde der Standpunkt der Versammlung inzwischen ein wesentlich anderer " Als eine weitere Maßnahme zur reichlicheren Versorgung In der Besprechung erwiderte Realschuldirektor Kemsics, daß der Berliner Bevölkerung mit Kartoffeln ist auch die von dem doch in einem Punkt der Krieg die Schulgesundheitspflege beeinflußt Oberbefehlshaber in den Marken gestern verfügte einstweilige babe. Infolge häufigen Unterrichtsausfalles sei bei vielen Kindern die vorgeschriebene Versehungsreife nicht zu erreichen gewesen, so daß Aufhebung der Kleinhandelshöchstpreise für Startoffeln zu der Minister jetzt die schon immer gewünschte milde Beurteilung habe betrachten. Da nämlich die großen Städte im Westen, nament- empfehlen müssen. Von der militärischen Jugendvor= lich im Industriegebiet, welche nächst Berlin die größten Ron- bereitung meinte Kemsies, sie habe sich als eine militärische und sumenten der aus Ostdeutschland kommenden Kartoffeln sind, vielleicht politische Notwendigkeit herausgestellt". Sie liege im Zuge in ihrer Mehrzahl keine Höchstpreise für den Kleinhandel der Zeit, in andern Ländern sei sie schon viel früher eingeführt worden, mit Kartoffeln festgesetzt haben, so brachte der Großhandel und fie verde jetzt auch bei uns für nötig gehalten. In der Schule naturgemäß die im Often aufgekauften Kartoffeln nach dem werde sie zu wesentlichen Aenderungen führen, sogar in der Volfsanderer Seite geantwortet. Ein dritter Diskussionsredner toarnte, Westen, wo der Kleinhandel ihm höhere Preise zahlen kann schule". Für die Volksschule sei sie ja am wichtigsten, wurde ihm von als in Berlin, wo Höchstpreise für den Kleinhandel bestehen. wie Baginsky, vor Ueberschätzung der militärischen Jugendvorbereitung. Die Folge war, daß in letter Beit große Kartoffeltransporte Gehr viel wichtiger als sie sei Hebung der sozialen Lage unserer vom Osten über Berlin direkt nach dem Westen gingen. Die Jugend. Professor Benda sah in dem BegeisterungsKleinhandelshöchstpreise stellten somit im gegenwärtigen trubel", der die Jugend nun mal ergriffen" habe und schwer einZeitpunkt in gewissem Sinne ein Hindernis für die augen- zudämmen" sei, einen starken hysterischen Einschlag" und" biel Neublickliche Versorgung Berlins mit Kartoffeln dar. Um diesem ropathisches". Man müsse sich damit abfinden, daß nach unserem 3 begegnen, hat der Oberbefehlshaber nach eingehender Be- hypochondrisch- neurasthenischen Zeitalter ein manisches gefommen" ratung mit dem Oberbürgermeister von Berlin und mit Ber- fei. Erfreulich sei aber die eingetretene Minderung der Schülerselbsttretern der höchsten Staatsbehörden sich entschlossen, die am 17. Februar festgesezten Höchstpreise für den Kleinhandel mit Kartoffeln in Groß- Berlin bis auf weiteres aufzuheben. Gemeindefinanzen. Soweit es sich um die Ausgaben für morde. " 2 Bom städtischen Kartoffelverkauf. Der Kartoffelverkauf der Stadt Berlin wurde am Donnerstag dadurch erweitert, daß zu den bisherigen Verkaufsstellen in den Markthallen neue Verkaufsstellen an der SonnenSeit Wochen ergehen sich verschiedene Blätter in Prophezeiungen burger Straße und an der Paul Heyse Straße geloorden sein. Der Magiftrat hat also doppelten Anlaß zunäch darüber, wie hoch wohl die Gemeindefteuern der einzelnen Gemeinden hinzufamen, wo sich Kartoffellager der Stadt befinden. Auf den dic Stellungnahme der Versammlung abzuwarten. Stadtv. Galland( Linke): Das Prinzip ist ja gewahrt; der im neuen Etatsjahre sein werden. Wer die Gestaltung der gemeind- Lagerpläzen sah man am frühen Morgen ein reges Treiben zahlvon den Sozialdemokraten gewiesene Weg ist aber der weitaus lichen Haushaltungspläne fennt, wer da weiß, auf welch unsicherer reicher Arbeiterinnen, die mit Schippen und Gabeln anrückten, um die Hier eingemieteten" Kartoffeln von ihrer Erd- und beffere, aus Gründen, die ebenso sehr in der Sache wie in den Grundlage der diesmalige Etat aufgestellt werden muß, dem ist beBersonen liegen. Nur ein einheitliches Hypothekenamt gewähr- kannt, daß das für die städtischen Finanzminister eine recht schwere Strohhülle zu befreien. Händlern, die fich zur Uebernahme von Verkaufsstellen erboten hatten, wogen Beamte die Teistet einen wirklichen Erfolg. zu, und Sad auf Sad wurde Stadtv. Hinge( Soz.): Wir haben diesen Widerspruch des Aufgabe ist. Es war von vornherein llar, daß bei gesteigerten AusMagistrats heute eigentlich nicht mehr erwartet. Die überzeugen- gaben, vor allem aber bei geringeren Einnahmen mit den bis- Kartoffeln zentnerweise auf den Verkaufsständen ausgeschüttet. Das Geschäft widelte sich den Gründe, des Ausschusses scheinen auf ihn wenig Eindrud ge- herigen Gemeindeſteuerzuschlägen der Gemeindebedarf nicht zu im wesentlichen ebenso wie in den Markthallen ab, aber noch härter macht zu haben. Es handelt sich hier doch nur um eine Schöpfung decken sein werde. für die Dauer des Krieges, nicht um eine dauernde Institution. die Kriegswohlfahrtspflege durch die Gemeinden handelt, so lassen war dort draußen die Geduldprobe für die wartenden Käufer, die Die Versammlung beschließt nach den Ausschußvorschlägen. diese Ausgaben sich gar nicht übersehen. Es ist auch keine Klarheit unter freiem Himmel auf feuchtem Boden ausharren mußten. Das Armenamt XIII soll in zwei Armenämter Ge- vorhanden, in welchem Umfange eine Rüderstattung an die ein- um 8 Uhr der Verkauf begann, hatten vor beiden Lagerpläßen sich sundbrunnen" und" Wedding" geteilt werden; dem zelnen Gemeinden aus Reichs- und Staatsmitteln erfolgt. Dazu schon Hunderte von Personen angesammelt, und den ganzen Vorersieren würden 20, dem letzteren 33 Armenkommissionen ange- tommt, daß diese Ausgaben nicht aus laufenden Mitteln zu beden mittag hindurch war der Zuſtrom von Kaufluſtigen so stark, daß hören. Die Unterbringung soll in städtischen Diensträumen in der Bab str. 10/ 10a und in der Malplaquetstraße erfolgen. sein werden, sondern aus Anleihen genommen werden müffen. es bis zur Abfertigung manchmal sehr lange dauerte. sonders der Sonnenburger Straße mußten, weil hier Die Versammlung gibt ihre Zustimmung. Dieser Umstand ist aber für einen Etat von großer BeDie Arbeiter wasch- und lnfertunftsräume deutung. Es ist ein großer Unterschied, ob die Millionen zeitweise tausend und mehr Personen in Reih' und Glied im Osthafen sollen einige bauliche Aenderungen und Ergän- ausgaben in einen Etat eingesetzt werden nur Zinsen standen, viele sich eine Wartezeit von einer bis zwei Stunden Die Zahl der Verkaufsstände war gering: zungen erfahren, für welche an Kosten 13910 M. veranschlagt find. und Tilgungsraten. Die Fertigstellung des Etats aber drängt. wir zählten an der Baul- Heyse- Straße acht, an der Sonnenburger Die Vorlage wird ohne Debatte angenommen. Aus diesen Gründen haben die Kämmerer der größeren Gemeinden Iung des Brot und Mehlverbrauchs, insbesondere von 200 000 M. allen Seiten Hilfe, man darf sagen -oder ant " Keile" anboten. Als BeEs ist leider nicht Für die Durchführung der dem Magistrat nach der Verordnung Groß- Berlins Zusammenkünfte gehabt, um den Verfuch zu einer Straße gar nur ſechs, während gerade hier die große Käuferschar des Bundesratz vom 25. Januar auferlegten Aufgabe der Rege- Verſtändigung über die Höhe des festzuseßenden Gemeindezuschlages ſehr viel mehr Verkaufsstände erfordert hätte. Schuyleute sorgter So weit für die Einrichtung des Systems der Brotkarten und der zu machen, denn auch auf dem Gebiete des Steuerwefens zeigt sich dafür, daß jeder Neuankommende sich hinten anreihte und kein Brotkommissionen fordert der Magistrat einen vorläufigen Kredit wie auf allen anderen Gebieten das Elend der kommunalen Ber- Ungeduldiger sich vor anderen den Vortritt erzwang. rissenheit Groß- Berlins. Es ist für die einzelnen Gemeinden wir die Dinge beobachten konnten wir haben beide Bläge mehrfach besucht spielte am Vormittag alles sich in Stuhe ab. Oberbürgermeister Wermuth: Diese Vorlage fann nicht vor nicht gleichgültig, welchen welchen Steuersat die Nachbargemeinde Merger erregten nur die Versuche mancher Käufer, sich einer übergehen, ohne daß anerkannt wird, wie einmütig und entgegen erhebt. Eine definitive Verständigung scheint aber nicht tommend Berlin und die Vororte die Einführung der Beschränkung möglichst großen Kartoffelborrat zu sichern und mit Hilfe von Charlottenburg und Schöneberg, und der Kontrolle des Verbrauchs an Brot und Mehl auf sich zustande gekommen zu sein. genommen haben. Die Einführung der Brottarte für 4 Millionen die im Vorjahre schon 110 Proz. Gemeindezuschlag erhoben, Familienangehörigen die pro Stäufer auf 20 Pfund festgesette Menschen war gleichwohl nicht leicht; aber es ist uns dabei von haben bereits 140 Proz. für dieses Jahr vorgeschlagen, die Zu- Höchstmenge zwei- oder dreimal zu kaufen. An der Sonnenburger zugeströmt. Des schönen Stimmung der Stadtverordneten dieser Gemeinden steht noch aus. Straße hörten wir, wie unbeteiligte Zuschauer einem Mann. Zusammenwirtens der Stadtverwaltung mit Mitgliedern dieser Berlin, Lichtenberg, Wilmersdorf und Neukölln werden gleichmäßig den sie als Doppelkäufer beobachtet hatten und seine 40 Pfund verehrten Versammlung brauche ich nicht besonders zu gedenken; vorgehen und allem Anschein nach 125 Proz. erheben, wenn nicht wegschleppen sahen,„ Reile" aber für die freundliche Mitarbeit, welche die Bürgerschaft in allen neuerdings eine andere Vereinbarung getroffen wird, obwohl auch immer leicht, solchen Kunden auf die Finger zu ſehen und ihren Teilen, Berufen und Klassen, welche, um einzelne heraus diese Gemeinden in ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit sehr ber der Bustrom, weil nun auch schulpflichtige Kinder in großer Zahi ihrem Kaufeifer entgegen zu treten. Am Nachmittag steigerte sich zuheben, die Reiter unserer städtischen Schulen und die übrigen Borsigenden und Mitglieder der Brottommiissonen, welche die schieden geartet sind. Es ist kein Geheimnis, daß zahlreiche Vorort der Zustrom, weil nun auch schulpflichtige Kinder in großer Zahl fämtlichen Berliner Hausbefizer, welche die Gewerkschaften, welche gemeinden in materieller Beziehung recht ungünstig stehen und viele famen. Auf dem Platz an der Sonnenburger Straße zeigte sich, die Frauen, welche auch unsere Jugend geleistet haben und noch Ausgaben, die in Berlin aus laufenden Mitte In bestritten daß die Polizei auf die ihr jegt geftellte Aufgabe nicht vorbereitet leisten, wollen wir mit dem wärmsten Dant quittieren.( Beifall.) werden, wie beispielsweise Schulbauten, seit Jahren aus Anleihe mitaniahen. Warum ließ die Polizei die Kauflustigen nicht mehr, war. Wir verzichten auf eine Schilderung der Auftritte, die wir So zeigt sich auch in finanzpolitischer Beziehung in den Gemeinden wie am Vormittag, auf dem umzäunten Blag warten, sondern wies Bielleicht werden wir fie thränenden Auges scheiden sehen, wenn Groß- Berlins eine recht verschiedenartige Gestaltung, die wieder in fie auf Bürgersteig und Fahrdamm? Den Andrängenden fuchten einmal der Friede sie wieder hinweg scheucht; dann wird der lehte der ganzen Struktur der einzelnen Gemeinden ihre Begründung nie in einer Weise zu wehren, die uns an manches Straßenbild Zeichen der Grinnerung an eine große 3eit, in der wir uns findet. Ein Groß- Berlin, das ein einheitliches Wirtschaftsgebiet früherer Jahre erinnerte. Viele machten sich auf den Heimweg, ohne Selbstzucht und Beschränkung auferlegten, um den Feind nieder- bildet und gerade jest in vielen Fragen einheitlich arbeiten mußte daß fie die Möglichkeit eines Einkaufs erhalten hatten. Für die ringen zu helfen.( Wiederholter lebhafter Beifall.) allerdings unter großem Zeitverluste muß auch fommunal- Fortsetzung der Kartoffelverkäufe an dieser Stelle wäre vielleicht gut politisch zufammengelegt werden. Nur dann werden die vielen Un- empfehlen, daß man schon am Zauneingang den Verkehr durch) auträglichkeiten, die in dem Bestehen vieler Einzelgemeinden ihre Nummernausgabe zu regeln suchte. Ursache haben, beseitigt werden. Voraussetzung ist allerdings, daß ein solches kommunalpolitisches Gebilde eine wirklich freie SelbstUnd was eine gute Selbstverwaltung leisten verwaltung erhält. fann, das hat sich in dieser schweren Zeit gezeigt, und auch die Re- anzeigen: gierung hat das offen anerkannt. 1nmittelbar nach ihrer Geburt kommt die Brotkarte uns schon mitteln decken. wie ein lieber after Bekannter vor.( Heiterkeit, Rufe: Na, na!) der kleinen Papierblättchen in unseren Händen bleiben als ein Der Kredit von 200 000 m. wird bewilligt. Die Heimstätte Heinersdorf ist vom Magiftrat entsprechend dem Versammlungsbeschluß vom 28. Januar wieder eröffnet worden. Es ist beabsichtigt, die aus Anlaß des Krieges vorschuß weise gezahlten 520 000 M. an Zuwendungen( 250 000 m. für Ostpreußen, 100 000 M. für Elsaß- Lothringen, 150 000 m. zur Anschaffung von Liebesgaben für Berliner Truppen, 20 000 20. für den türkischen„ Roten Halbmond") aus den Vorbehaltsmitteln im Etat für 1914 zu decken. Der Krieg und die Schuljugend. Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden. Die Wirkungen des Krieges auf die Schuljugend wurden im Nachdemt noch für die Erweiterung der Pumpstation des Radialsystems I der Sanalisationswerte 400 000 M., ferner jährlich Berliner Verein für Schulgesundheitspflege vom 4000 M. auf 5 Jahre zur Mietung neuer Amtsräume für die Gesichtspunkt des Arztes betrachtet. Die Urteile, die man da zu hören Steuertasse III im Hause Kurfürstenstr. 143 bewilligt worden bekam, waren größtenteils ungünstig. find, schließt die öffentliche Sizung gegen 7 Uhr. Aus Groß- Berlin. Kriegshumor. zu Jm Berliner Lokal- Anzeiger" lesen wir unter den Geburts. ,, Seine Ankunft zeigt an May Egon W.... " gut geratener, gesunder Kriegs- und Sonntagsjunge. Wird bestätigt durch May und Margarete W..... Armeelieferanten. Berlin W, Kurfürstenstr. 27." Prof Baginsky, Direktor des Kinder- Krankenhauses der Stabt Jn Berlin W fcheint man auch in schweren Zeiten noch Sinn Berlin, gab in einem einleitenden Vortrag ein Bild der für unseren für Humor zu haben. Nachwuchs bestehenden Gesundheitspflegeeinrichtungen und ihrer schon für Humor zu haben. eingetretenen oder noch zu erwartenden Beeinflussung durch den Krieg. Sehr abfällig äußerte er sich über die vielen Kriegs- Kindergärten", Aufhebung der Höchstpreise für Kartoffeln. die alsbald ins Leben gerufen wurden, um der noch nicht schulpflichtigen Amtlich. Berlin, 25. Februar.( M. T. B.) Meine Jugend mehr Stätten der Bewahrung zu schaffen. Er sprach von der Anstedungsgefahr, zu deren Abwehr man inzwischen eine BeaufBekanntmachung vom 17. Februar 1915 über die Festsetzung sichtigung durch Aerzte eingeführt habe, ferner von den bisherigen von Höchstpreisen für den Kleinverkauf von Mängeln der Ernährung, die er auch heute noch beklagen müsse. BeSpeisekartoffeln in Groß- Berlin O. Nr. strebungen, den Kindern dort eine ausreichende Ernährung zu sichern, 19 194 wird hiermit aufgehoben. Die Aufhebung tritt sofort in Kraft. Der Oberbefehlshaber in den Marken von Ressel, Generaloberst. Ein umstrittenes Stadtverordnetenmandat. An Stelle des verstorbenen Stadtverordneten Louis Sachs mußte am 24. Februar eine Erfaswahl im 16. Bezirk der 1. Abteilung vorgenommen werden. Es standen sich im Zeichen des Burgfriedens atvei liberale Kandidaten gegenüber. Von den 42 eingeschriebenen wählern gaben 32 Wähler ihre Stimme ab und jeder der Kandidaten erhielt 16 Stimmen. Jezt muß eine Stichwahl angeordnet werden. hat diese das gleiche Ergebnis, entscheidet das Los. Zur Regelung des Brotverbrauchs. Gestern fand im Berliner Rathause unter Borsitz des Oberbürgermeisters Wermuth zur weiteren Besprechung der Brot verbrauchsregelung eine Sigung statt, an der u. a. neben dem Obermeister und den Altmeistern der Bäckerinnungen Vertreter der Großbäckereien teilnahmen. feien jetzt im Gange. An den Einrichtungen der Schulgesundheitspflege habe der Krieg nichts geändert, aber der Einfluß auf die Schuljugend forbere nach einer anderen Richtung hin die Aufmerksamkeit des Arates. Wie gewaltig der Krieg die Jugend gepadt habe, könne man an gewissen seltsamen Erscheinungen sehen, die da zutage geAmtlich. Berlin, 25. Februar.( W. T. B.) Die Er- treten feien. Wehrfach sei vorgekommen, daß Kinder unter dem Einfahrung hat ergeben, daß zurzeit die Versorgung der Bevölke- drud von Kriegs- und Siegesnachrichten in Efstaje gerieten, die in rung von Groß- Berlin mit Kartoffeln gewiffen Schwierig. cinem Falle geradezu einen Zustand des Zusammenbruchs und der Im Hinblick auf noch immer vorkommende Verstöße soll mit feiten unterliegt. Eine Reihe von Ursachen sind der Heran- Bewußtlofigkeit herbeiführte. Durch Darbietung der Kriegsnachrichten schaffung von Kartoffeln in der letzten Zeit hinderlich ge- in geeigneter Form könne die Schule den Eindruck auf die Kinder der größten Strenge darauf gesehen werden, daß eine wesen. Zum Teil hat der Frost die Entnahme der Kar- mildern, eine beruhigende Wirkung auf ihr Gentüt ausüben und ihnen Abgabe oder Entnahme von Brot ohne Abtrennung toffeln aus den Mieten auf dem Felde verzögert, zum Teil einige Widerstandsfähigkeit geben. Dazu sei aber erforderlich, daß der Abreißfeine erfolgt. Auf Innehaltung des für jeden nicht die gleichmäßige Arbeit der Schule gestört werde durch die Bäder festgefegten Badkontingents( Dreiviertel des früheren Umfages) waren die Arbeitskräfte und Gespanne auf dem Lande knapp häufigen Unterrichtsausfall, der für die Kinder nur eine neue Quelle foll streng geachtet werden. und endlich konnten die Bahntransporte vielfach nicht schnell der Aufregung sei. Größte Aufmerksamkeit müsse man auch der Ferner wurde festgestellt, daß von jeder Bäckerei allwöchentlich, genug ausgeführt werden. Da diese Umstände zum größten Schulspeisung widmen. Hier dürfe man sich nicht durch Redensarten nnd zwar erstmalig am nächsten Montag, die bei ihr ein Teil vorübergehender Art find, berechtigt eine gewisse augen- und Reklame" abhalten lassen, zu prüfen, ob sie ausreichend fei. gelieferten Brotfartenabschnitte fortiert nach den vier Arten( 25, blickliche Knappheit der Kartoffelvorräte nicht zu Bedenken Baginsky ging dann auch auf die Frage des Schulturnens ein, dem 50, 100, 250 Gramm) bei der zuständigen Brotkommission abzu für die dauernde Versorgung der Reichshauptstadt. Zu einer er mehr Freiheit durch stärkere Pflege von Spiel und Wanderung liefern sind mit genauer Angabe des Gewichts der Abschnitte jeder solchen Besorgnis liegt um so weniger Grund vor, als die wünschte. Für militärische Vorbereitung der Jugend wollte er vom einzelnen Sorte. Gesichtspunkt der Schulgesundheitspflege sich nicht besonders erwärmen. Stadt Berlin und auch einige andere Gemeinden Groß- Auch werde eine überstürzte Einführung dieser Neuerung schwerlich Berlins aus ihren Mitteln erhebliche Kartoffelbestände be- einen großen militärischen Erfolg vorbereiten. Wohl aber habe die schafft haben, durch deren teilweise Abgabe sie einem vorüber- bisherige Erziehung unserer Jugend sich in diesem Kriege für das gehenden Mangel begegnen können. deutsche Volt bewährt, Es wurde noch darauf hingewiesen, daß jede lleberschreitung dieser Vorschriften unnachfichtlich Bestrafung und auch Schließung des Ladens zur Folge haben müßte. Die ant der Sitzung beteiligten Bertreter des Bäderci gewerbes haben es übernommen, ihre Berufsgenossen über ihre Pflichten aufzuflären. Zur Befprechung und Klärung etwaiger Zweifelfragen soll bis auf weiteres allwöchentlich eine Zusammenkunft stattfinden. Ein größerer Brand alarmierte gestern früh um 8 Uhr die Berliner Feuerwehr nach der Urbanstraße 87, wo in einer Militäreffettenfabrik Helme und Helmföpfe usw. brannten. Das Feuer ist angeblich durch einen Trockenofen entstanden und konnte innerhalb einer halben Stunde gelöscht werden. Kleine Nachrichten. Die 18jährige Paula Sch., die bei dem Oberlehrer Dr.B. in der Kaiser- Friedrich- Straße in Neukölln in Stellung war, wurde von ihrer Dienstherrin in leblosem Zustande in der Küche liegend aufgefunden. Neben der Lebensmüden lag eine bis auf den letzten Tropfen geleerte Lysolflasche. In hoffnungslojem Zustande wurde die Sch. nach dem städtischen Krankenhause gebracht. In der Chauffeestraße in Mariendorf trat eine Frau Schulz turz vor einem in der Richtung nach Berlin fahrenden Straßenbahnwagen der Linie 96 auf das Gleis und wurde umgestoßen; sie erlitt eine leichte Gehirnerschütterung und wurde nach dem Briger Krantengaus gebracht. Der Kutscher Gustav Winkler wurde in der Markitraße in Reinickendorf beim Ueberschreiten des Fahrdammes von einem Straßenbahnwagen der Linie 32 erfaßt und umgestoßen. Winkler trug einen doppelten Bruch des linken Unterarmes davon; er fand im Rudolf- Virchow- tranfenhause Aufnahme. Für 3000 M. Militär- Ferngläser erbeuteten Schaufenstereinbrecher in der Nacht zum Donnerstag auf dem Grundstück Mittelstr. 9-10. Sie schlugen dort ein großes Loch in die Schaufensterscheibe der Rathenower Optiker- Kompagnie und räumten alles aus, was sie bequem erreichen fonnten. Die gestohlenen Gläser haben zum Teil schwarze, zum Teil feldgraue Gehäuse. In einem Straßenbahnwagen der Linie 45 wurde Mittwoch abend ein unbekannter Mann vom Tode überrascht. Rechnungen, die man bei ihm fand, lauten auf den Namen eines Maurers Neuendorf. In einer Stanfwirtschaft in dem Hause Richardstr. 162 starb plößlich der 65 Jahre alte Handelsmann Albert Zipfel aus dem Hause Nr. 24. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Volkskunftabend in Tempelhof. Sonnabend, den 27. Februar, abends 8 Uhr, findet in der Aula der 1. Gemeindeschule, Manteuffelstr. 66, der nächste Volkskunstabend statt. Mitwirkende: Resi Langer Rezitation; Lois van Laar Bioline; Leo Kestenberg- Klavier; Gottfried Zeelander- ViolonEintrittstarten a 20 f. find in den örtlichen Verkaufsläden der Konsumgenossenschaft und an der Abendkasse zu haben. cello. Gerichtszeitung. Bäckermeister und Landwirte vor Gericht. Vergehen gegen die Verordnungen, die zur Sicherung unserer Volfsernährung erlassen sind, kamen gestern vor der Straffammer des Landgerichts III zur Verhandlung. Der Bäckermeister Josef Langer zu Charlottenburg war angeflagt, gegen die am 5. Januar erlassene und am 15. Januar in Kraft getretene Verordnung über die Bereitung von Badware verstoßen zu haben, indem er am 15. Januar sogenannte„ Knüppel" feilbot, zu deren Herstellung er nur Weizenmehl verwendet hatte, während nach§ 3 jener Verordnung 30 Proz. Roggenmehl darin enthalten sein müssen. Die Anzeige war von einem Fachkollegen und Konkurrenten erstattet worden, der sich darüber ärgerte, daß die Knüppel in dem Geschäft des Angeklagten äußerlich viel zarter und weißer aussahen, als es nach der Verordnung möglich war. Der Angeklagte gab zu, etwa für 1,50 M. Weizenbrot dieſer Art ohne Verwendung von Roggenmehl in Verkehr gebracht zu haben, entschuldigte sich aber durch besondere Umstände, die daran schuld gewesen sein sollen. Staatsanwaltschafts- Assessor Erich nahm den Anzeigenden gegen das Odium, das einem folchen vielfach anhaftet, in Schuß: es liege im Interesse der Sache, daß die Bädermeister, die solche Verfehlungen bemerken, sie zur Anzeige bringen, dann werden wir Erfolg haben mit den Gefeßen, die zum Wohl des Vaterlandes auf dem Gebiete der Ernährung des Volfes erlassen sind. Dem Antrage des Staatsanwalts entsprechend wurde der Angeklagte zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. Vor derselben Straffammer standen die 2 andwirte Julius Riez und Paul Weber aus Münchehofe wegen Vergehens gegen die Verordnung vom 5. Januar d. J., monach mahlfähiger Roggen und Weizen nicht mehr verfüttert und nicht zur Futterbereitung verwandt werden darf. Bei einer auf ihren Höfen am 17. Januar vorgenommenen Revision fand man in der Futterfiste und an der Häckselmaschine deutliche Zeichen, daß die Verordnung nicht befolgt worden war. Das Urteil lautete auf 40 M. bezw. 50 M. Geldstrafe. Hier haben Sie das Geld, aber ich stelle Strafantrag." Eine Schöffengerichtsverhandlung in Striegau i. Schl. brachte einen recht unerfreulichen Vorfall an die Deffentlichkeit. Der Sohn des Arbeiters Herrmann hatte im Herbst Aepfel von den Bäumen geworfen. Der Amtsvorsteher Nickel sandte darauf der ihr Mann lag um diese Zeit verwundet Striegerfrau Herrmann im Bazarett, während sie selbst hochschwanger war und für sechs Kinder zu sorgen hatte einen Strafbefehl über 10 M. Als die Frau nicht zahlen konnte, zog ihr der Amtsvorsteher, entgegen den gefeßlichen Bestimmungen, die 10 M. von der Kriegsunterstügung ab. Der verwundete Herrmann suchte Hilfe beim Bezirkskommando. Von hier aus wurde dem Amtsvorsteher klar gemacht, daß er der Frau die zurüdbehaltenen 10 M. zuzustellen habe. Als die Kriegerfrau trotzdem 14 Tage vergeblich auf das Geld wartete, ließ fich Herrmann vom Arbeitersekretär Daubenthaler einen Brief an den Amtsvorsteher auffezen, in dem in entschiedener Weise die Zustellung des Geldes an die arme Familie gefordert wurde. Als sich die Familie endlich das Geld holen konnte, warf der Amtsvorsteher dem verwundeten Landwehrmann das Geld auf den Tisch mit den Worten: So, hier haben Sie das Geld, aber ich stelle Strafantrag. Und so geschah es. Der Krieger wurde wegen des an sich berechtigten Mahnbriefes wegen Beleidigung zu 10 M. und der Arbeitersekretär zu 15 M. berurteilt. Die Kriegsrente, die der verurteilte Vaterlandsverteidiger bezieht, beträgt monatlich 10 M. Hoffentlich spricht ihn die Berufungsinstanz von Strafe und Kosten frei. Hindern sie daran formale Rechtsnormen, so wird sich der zuständigen Instanz die Frage aufwerfen, ob Vorschriften einer Anklage gegen den Amtsvorsteher wegen des unberechtigten Abzugs von der Kriegsunterſtüßung entgegenstehen. Der vorstehende Fall sollte dem Reichstag Veranlassung dazu geben, die Nichtauszahlung der Kriegsunterstüßung unter Strafe zu stellen, und den Beteiligten endlich ein Recht auf Einklagung der Unterstüßungen zu geben. Kleine Nachrichten. Vereitelter Mordanschlag. Messina BlutGemüse, inländisches: Kartoffeln, Daberse 50 kg 0,00; meiße Raiserfronen 0,00; Magnum bonum 0,00; Woltmann 0,00-0,00; Porree, Schoo 0,70-1,50; Sellerie, Schoď 5,00-10,00; Spinat 50 kg 15,00-25,00; Mohrrüben 6,00-7,50; Wirsingkohl Schod 8,00-14,00; Wirfingfohl 50 kg 9,00-10,00; Weißtohl Schod 8,00-14,00, eißkohl Einen Doppelraubmord, den zwei Berliner Verbrecher 50 kg 9,00-10,00; Rottohl, Schod 8,00-15.00; Rotfohl 50 kg 9,00 bis in Leipzig verüben wollten, fonnte die Leipziger Kriminalpolizei noch in 10,00; Grünkohl 50 kg 10,00-14.00; stoblrüben 50 kg 5,00-6,00; Teltower Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 4,00-12,00; legter Stunde vereiteln. Bei einer alleinstehenden Dame, die am Rofentohl 50 kg 20,00-30,00, Meerrettich Schod 6,00-14,00; Postplage in Leipzig wohnt, hatte ein Mann, der eine auffallend Beteriilienwurzel Shodbund 4.00-6,00; 3miebeln 50 kg 15,00-16,00, schwere Taiche bei fich trug, ein Zimmer gemietet. Da die Rhabarber, Hamburger, 100 Bd. 8-14. Apfelsinen: italienische 50 kg 16,00-18,00, dito 200 Stüd 8,00-9,00. 300 St. 9,00-10,00, Murcia Wohnungsinhaberin Verdacht schöpfte, machte sie die Kriminal- 200 St. 13,00-18,00, dito 300 Stüd 10,00-15,00, Messina 160 St. polizei aufmerksam, die in Abwesenheit des Mieters die Tasche 10,00-12,50, 200 St. 8,00-13,00, 300 St. 8,00-13,00. durchsuchte. In dieser befanden sich zwei schwere Hammer, 80 St. 8,50-900, bo. 100 St. 7,00 8,75, do. 150 St. 7,00-10,00. ein Dolchmesser und eine Schlinge. Als der Mieter in der Spaniſche 420 St. 22,00-30,00, do. 714 St. 26,00–30,00, do. 106 ± St. 28,00-32,00, do. 420 St. large 23,00-40,00. Wohnung erschien, wurde er verhaftet. Nach beharrlichem Zeugnen legte der Verbrecher schließlich ein volles Geständnis ab. Es handelt sich um den 32 Jahre alten Musiklehrer Bergemann aus Berlin, der erst im vergangenen Jahre aus der Strafanstalt in Die turistische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 8, IV. Dot Blögensee entlassen worden war. Bergemann hatte, wie er ein rechts, parterre am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uor, am Sonnabend gestand, in Gemeinschaft mit einem Manne, den er nicht näher kennen von 5 bis 6 Uhr statt Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage will, den Plan gefaßt, einen vermögenden Berliner Privatmann nach ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Antwort wird nicht erteilt. Leipzig zu locken und ihn dann in einem eigens dazu gemieteten beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Zimmer zu ermorden und zu berauben. Vorher gedachten Sprechstunde vor Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die die Verbrecher die Zimmervermieterin beiseite zu schaffen. Der Privat- Sprechstunde mit Kinooperateur 32. Das fommt ausschließlich auf die Solidität der mann war gestern in Leipzig angekommen. Durch das rechtzeitige Eingreifen der Leipziger Polizei wurden die geplanten Mordtaten Baan.-P. 61. Erhalten Sie in unserer Buchhandlung, Lindenstr. 3. verhindert. Der verhaftete Bergemann hatte, wie weiter berichtet wird, in einer Leipziger Tageszeitung ein Jnierat erlassen, wonach eine alleinstehende Dame bei einer ebenjolchen ein möbliertes Zimmer fuche. Es meldete sich unter anderen auch die erwähnte Wohnungsinhaberin. Bald darauf erschien bei ihr Bergemann, der das Zimmer angeblich für seine Arbeitgeberin mieten wollte. Er erkundigte sich zunächst, ob die Dame die Wohnung auch ganz allein inne babe und ließ eine Handtasche zurück, die er dort einige Tage laffen wollte. Diese enthielt die erwähnten Werkzeuge, aus denen die Kriminalbeamten ersaben, daß ein Mord geplant war. Schließlich wurde er auf der Straße von Beamten beobachtet, wie er in ein Haus der Karlstraße zu feiner Geliebten ging. Dort wurde er auch feiner BerZunächst leugnete Bergemann nach verhaftet. Straftat irgendeine geplant haben. U Dann haftung, gab er unter der Wucht der Beweise zu, in Berlin von einem Un bekannten zu der Tat angestiftet worden zu fein. Die beiden hatten in Berlin in der Tagespresse Inserate erlassen, nach denen Berge mann Vertrauensstellungen zu bergeben hatte. Der Zwed dieſer Annoncen sollte sein, einen vermögenden Privatmann nach Leipzig zu loden, wo er beraubt und ermordet werden sollte. Der eingetroffene Herr hatte denn auch 10 000 M. in Wertpapieren bei fich und war fest entschloffen, die Vertrauensstellung mit Deponierung der Kaution von 10 000 m. anzunehmen. Ein großer Steuerhinterziehungsprozek bereitet sich in Eitorf bei Köln vor. Dem Epritfabrikanten G. Boetticher werden Steuer hinterziehungen in Höhe von mindestens 15 Millionen Mark vorgeworfen, die sich auf 18 Jahre verteilen. Für einen Zeitraum von 33 Monaten ſteht die Summe von 2300 000 M. ziemlich genau fest. Die Untersuchung, die noch einige Monate dauern wird, wurde dadurch erschwert, daß die Geschäftsbücher angeblich bei einem Brande im Jahre 1913 vernichtet wurden. Als man die Versandbücher der Güterabfertigung Eitorf beranziehen wollte, ergab sich. daß eigentümlicherweise gerade die Bücher, die auf Boettichers Spritversand Bezug haben, gestohlen waren. Boetticher wurde verhaftet, aber gegen eine Staution von 1 Million Mart freigelassen. Diese Million wurde vom 8olfistus mit Beichlag belegi. Mehrere Wochen befand sich der Angeschuldigte in reiheit. Da wurde plötzlich das Versteck der angeblich vernichteten Geschäftsbücher entdeckt. Damit waren die Beweise geliefert und Boetticher wurde aufs neue verhaftet. Briefkasten der Redaktion. denen Anfragen, Briefliche feine Abonnementsauittung 5. M. 29. 1. u. 2. Werden Sie sich an den Deutsch- Ruifiichen Berein, Berlin SW. 11, Hallesche Str. 1 I, in der Zeit zwischen 9-4 Uhr. G. 17( oder C. 17). Tragen Sie Ihre Wünsche dem Chefarzt vor. Nur dieſem ſteht das Recht der Entscheidung zu. F. S. 1915. 1. Nach für immobile, sondern für mobile Truppen. 2. Welches Lowiß ist gemeint? Informationen, die wir erhalten haben, gilt der Betrag von 15,90 nicht 3. Nur mit militärischer Genehmigung. schreiben. Es gibt keinen arderen Weg, als an die angegebenen Stellen sich nochmals um Auskunft zu wenden. D. M. 4. Ja, sie dürfen M. O. 87. Nein. E. P. 700. De Wartezeit für die Eingebung der Ehe nach dem Tode des ersten Ehemannes beträgt zehn Monate. Es kann aber Verfürzung diefer Wartezeit erwirkt werden. Die Frau muß dann ein Zeugnis einer Hebamme beifügen und einen diesbezüglichen Antrag an das Amtsgericht einreichen. Die Anmeldung beim Standesamt kann durch Ihre Braut bicheben unter Borlegung der Geburtsu- funden, der Heiratsurkunde und des Totenscheins. 5. G. 50. Das Mädchen gilt als Handelsangerellte und hat, wenn nichts vereinbart ist, eine sechswöchige Kündigung Quartalseriten. Klagen zum Sie beim Kaufmannsgericht 7. S. 36. Die zweite Ausmusterung bedeutet: Dienstuntanalich Eine patere wegen Steijbeit oder Krümmung eines Fingers. M. 9. Ja. Einziehung ist aber immer noch nicht ausgeschlofen. Edith 16. Die Erlaubnis wird nicht so schnell erteilt werden. Sie fönnen's aber mit einer Eingabe beim Justizminister versuchen. 5. 3. 30. Sie fönnen unter Beibrin jung eines Attestes der Gesundheitspolizei auf Lösung des Vertrages flagen, wenn der Wirt Sie nicht vom Vertrag entbindet... W W. 7. 1. Eine Verpflichtung besteht für die Wirtin nicht. 2. Sie muß ern flagen. Sie haften aber für Laden- und Wohnungsmiete. 2. O. 45. Der Anspruch auf Alimentation lann auch während diefer Beit geltend gemacht werden. Berlin 100. 1. Da wir den fommunalen Steuerzuschlag von dem Orte nicht kennen, fönnen wir Ihre Frage nicht beantworten. 2. Ja. 3. Stommunale Steuern müssen Sie auch dort zahlen, nur Staatssteuern nicht. M. 3. A. Wegen Hauterkrankungen dienstunfähig. F. W. 79. Wegen Herzerfianfung dienstunfähig.- 6. 17. 1. Sie muß alle Unternügungsbezüge angeben. 2. Leider ist dagegen nichts zu machen. D. R. Ja. G. Sch. 2. Sie geiten als Handelsangestellte und fönnen nur iechs Wochen vorher zum Quartalsschlußz kündigen 2. G. 7. 1. Ein An spruch auf eine solche Einrichtung in der Wohnung haben Sie nicht. 2. Reflamieren Sie bei der Landesversicherungsanstalt wegen Ihres Ge fuchs. Ohne weiteres zahlt die Driskrankentasse nichts dazu. Sie müssen vorber erst die Zustimmung der Stasse einholen.- H. S. 30. Verjährung tritt ein, wenn die Scheidungstlage nicht innerhalb 6 Monate von dem Zeits punite an erhoben wird, in dem der Ehegatte vom Ehebruch Stenntnis erlangte. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Sonnabendmittag: Zunächst im Diten noch vorwiegend trübe und öfter Aufbeiterung des Betters; nachts wieder an den meisten Orten Froit. wiederholte, im allgemeinen geringe Niedersa läge; im Westen allmäaliche Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 4. Abt. Bez. 541. Nachruf! Am Sonnabend, den 20.Februar, verstarb durch Unfall unser Ge noffe, der Bauarbeiter Lettestr. 2. Ehre seinem Andenten! Ein fiebenjähriges Kind als Lebensretter. Aus der italienischen Provinz Sondrio wird über eine interesante Lebensrettung berichtet. Eine Frau, Giuditta Ronco, die die Aufgabe hat, den Zollmächtern auf dem Baß Fescagno die Lebensmittel zu bringen, machte fich trot bohen Schnees im Schlitten mit ihrem Emil Reinholz siebenjährigen Knaben auf den Weg, wurde aber von einem heftigen Schneesturm überrascht und mit dem Handschlitten in eine Felsipalte Dem Knaben gelang es, sich aus dem Schnee herauss geschleudert. zuarbeiten, und allein, in finsterer Nacht, machte sich das Kind auf den Heimweg, verirrte sich dabei und seine Hilferufe wurden nach achtstündigem Steigen in Schnee und Sturm in der Nähe des elterlichen Hauies gehört. Das Kind, aufs äußerste erschöpft, ging mit dem Vater und mehreren Zollwächtern zurüd und fand richtig die Stelle, wo die Mutter im Schnee begraben war. Es gelang, die schon Bewußtlose ins Leben zurüdzurufen, und sie ist jetzt außer Gefahr. Raubmord in Kalkutta. Nach einer Meldung der„ Central News" aus Raltutta brangen am 22. d. M. Banditen in das Geschäft eines Reishändlers ein, erschossen ihn und stablen 1833 Pfund Sterling. Ein Kraftwagenführer, der sich weigerte, fie in Sicherheit zu bringen, wurde ebenfalls erich offen. Bisher wurden feine Berhaftungen vorgenommen. Parteiveranstaltungen. Die Beerdigung hat am 24. Februar in Stottbus bereits stattgefunden. 262/16 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Pankow. Am Montag, den 22. Februar, berstarb nach langem schwerem Leiden unser Genosse, der Tischler Paul Hoffmann im 51. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, nachmittags 4, Uhr, bon der Halle des neuen Pantomer Friedhofes in Schönholz aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksleitung. Tempelhof- Mariendorf. Die Jugendsektion hält heute abend im 242/11 Sonntag, den 28. Februar: Jugendheim einen Distutierabend ab. Wanderung nach Dahlemiz, Rangsdorf. Abfahrt 7 Uhr vom Bahnhof Marienfelde. Fahrgeld 40 Pf. Jugendveranstaltungen. Tempelhof- Mariendorf. Sonntag, den 28. Februar: Wande. rung nach Wannsee, Catrow, Nedlig, Votsdam, Wannsee. Treffpunkt für Tempelhof 17 Uhr Fr.- Karl- Straße, für Mariendorf 7 Uhr Bahnhof Mariendorf. Fahrgeld 50 Bf. Adlershof. Sonntag, ben 28. Februat, findet eine Partie unferer Jugendlichen nach Fredersdorf- Rüdersdor- Ertner statt. Fahrgeld 80 Pf. Abfahrt pünftlich 6.36 früh vom Bahnhof Adlershof. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über den Großhandel in den Bentral- Martthallen.( Ohne Verbindlichkeit.) Donnerstag, den 25. Februar. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Dchsenfleisch Ia 80-93, do. Ila 72-82, bo. IIIa 65-70; Bullenfleisch la 72-84, do. Ila 68-72; ühe, fett 62-68, do. mager 51-58, do. dänische 48-55; Fresser 60-70, Fresser, dänische, 48-60, Bullen, dänische, 53-64; Ralbfleisch, Doppellender 120-130; afttälber la 80-95, do. IIa 65-75; Stälber ger. gen. 45-55. Hammelfleisch: Maftlämmer 88-98; Hammel la 81-86, bo. IIa 78-80; haie 80-87. Schweinefleisch: Schweine, fette 96-111, sonstige 84-95, dän. Sauen 72-75, dän. Schweine 75-80. Henkel's Bleich- Soda Zentral- Verband der Töpfer a. Berufsgenossen Deutschlands. Filiale Groß- Berlin. Am 22. Februar ist unser Kollege Paul Hoffmann ( Bezirk Bantom) im Alter von 51 Jahren einem Lungenleiden erlegen. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, den 26. Februar, nachmittags 4%, Uhr, auf dem Ges meinde Friedhof Pankow in der 6 Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Bezirk Wedding. Am 23. Februa: starb unser Mitglied, der Maurer Fritz Kohnert im Alter von 59 Jahren. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 27. februar, nachmittags 4 Uhr, von der Halle res Gnaden- Kirchhojes, Barfus. straße, aus statt. 145/19 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungssteile Berlin. Nachruf! Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Bauanschläger Paul Rast am 20. d. Mts. an Gehirnschlag gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 132/16 Die Ortsverwaltung. Beerdigungsverein der Zimmerleute Groß- Berlins. Den Mitgliedern zur Nachricht. daß unser Kamerad Rob. Küchenmeister Riefestr. 8 am Dienstag, den 23. Februar, abends gegen 9 Uhr, nach langem, schwerem Leiden im Alter von 76 Jahren an Lungenschwindsucht verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Eindscherung erfolgt am Sonntag, den 28. februar, mittags 12 Uhr, im städtischen Are matorium, Gerichtstraße 37/38. Der Vorstand. 11666 Schönholzer Heide, Bahnhofftrahe Reuters Werte Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 3 Bande 4 Mark Buchhandlung Borwärts Das Beste zum Einwelchen der Wäsche sowie zum Putzen, Scheuern und Spülen. Altbewährt und unerreicht! HENKEL& Co., Düsseldorf. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielevy, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Tb. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderet a. Bertagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW.