Nr. 58. 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerands: Vierteljährl 3,30 M., monatl. 1,10 L wöchentlich 25 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pa. PostAbonnement: 1,10 Mari pro Monat Eingetragen in die Poſt Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart. für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements rehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. OS Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Geträgt für die sechsgespaltene Solonel. zeile oder deren Raum 60 Bfg., fürt politische und gewertschaftliche Bereins. imd Versammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgebrucie Bort 20 Big.( zulässig 2 fettgedruckle Borte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes meitere Borto Big. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Rummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin", Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplat, Nr. 151 90-151 97. Sonnabend, den 27. Februar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplag, Nr. 151 90-151 97. Kampfpause in Oft und West.- Gefechte in den Karpathen. Westlicher Kriegsschauplatz. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Der französische Tagesbericht. Amtlich. Großes Hauptquartier, den Paris, 26. Februar.( W. T. B.) Der gestern nachmittag 26. Februar 1915.( W. Z. B.) um 3 Uhr ausgegebene Tagesbericht lautet: Bei Von beiden Kriegsschauplätzen ist nichts Lombaertzyde hat unsere Artillerie ein Blockhaus und Wesentliches zu melden. Beobachtungsstellen zerstört. In der Champagne behaupteten wir unsere gestern errungenen neuen Erfolge und warfen alle Gegenangriffe zurück. Unsere Flieger warfen Oberste Heeresleitung. ** 60 Bomben auf Bahnhöfe, Züge und Ansammlungen. Die gefangenen Heerführer der zehnten wenn russischen Armee. Die Kartoffelnot. Seit Wochen herrscht in Berlin eine Kartoffelfnappheit, über deren Ursachen sich niemand im 11taren ist. Mögen auch teilweise Transportschwierigkeiten ( Sperrung einzelner Eisenbahnstreden für militärische Zwede und Eisenbahnwagenmangel) die Zufuhr von Kartoffeln vor übergehend gehemmt haben, den Hauptgrund für den Startoffelmangel bildet doch das absichtliche Zurückhaltent der Vorräte durch Händler und Landwirte. Selbst man in Betracht zieht, daß in Ostpreußen Das Bombardement, das kontrolliert werden konnte, war große Mengen Startoffeln verloren gegangen und versehr wirksam. In den Argonnen hielten wir bei Marie nichtet worden sind, daß weitere große Bestände als Thérèse sofort einen Angriffsversuch auf. 3 wischen den Berlin, 26. Februar. Aus dem Großen Haupt- Schweinefutter verwendet wurden und leider noch Argonnen und der Maas, im Walde bei Cheppy er- quartier wird uns geschrieben: immer verwendet werden, kann doch heute nicht ein solcher zielten wir neue Fortschritte. Unsere schwere Artillerie zerMangel an Kartoffeln bestehen, wie er von den Interessenten In den russischen amtlichen Mitteilungen wird die vorgetäuscht wird. Hier spielt vielmehr unzweifelhaft die Abstörte gepanzerfe Unterstände. Der Feind konnte die von uns erpberten Schüßengräben nicht zurückerobern. In oth- Ausdehnung der Niederlage in der Winterschlacht sicht der Startoffelverkäufer hinein, durch Einsperrung der Vorräte die Preise höher zu treiben. Leider haben dieser. ringen fand bei Parron eine Begegnung zwischen von Masuren entweder verschwiegen oder zu ver- Spekulation die maßgebenden Instanzen nicht energisch genug Patrouillen statt. Die Deutschen wurden in die Flucht dunkeln versucht. Auf diese Ableugnungen näher ein- Widerstand geleistet. Vor einiger Zeit sind die Preise für geschlagen. zugehen, erübrigt sich. Als Beweis der Größe Speisekartoffeln erhöht worden. Vorgestern hat der Bundesrat Paris, 26. Februar.( W. T. B.) Amtlicher Bericht von der Niederlage mag nur folgende Liste der Dienst- weiter gestern abend 11 Uhr: Jm Gebiete von Lombaert. stellungen der gefangenen Generale dienen. eine Erhöhung der Preise für Futterfartoffeln und Startoffelpräparate.( Startoffelmehl und Stärke) vorgenommen. An die Höchstpreise sind aber nur die Produzenten gebunden. Die Händler nehmen natürlich bei gesteigerten Preisen einen größeren Zuschlag, so daß die Belastung für die Stonsumenten viel größer ist, als sie in der Herauffegung der Höchstpreise für die Produzenten erscheint. Die Folge der Bundesratsmaßnahme war daher nicht etwa eine stärkere Zufuhr, sondern ein systematisches Fernhalten der Startoffeln von all den Märkten, wo Verordnungen über 3 y de brachte unsere Artillerie eine feindliche Batterie zum Vom XX. Armeekorps: Der kommandierende Schweigen und beschädigte sie schwer. Auf der Front von General, der Kommandeur der Artillerie, die Kom der Lys bis zur Champagne war der Tag verhältnis- mandeure der 28. und 29. Infanterie- Division und der mäßig ruhig. Im Gebiet von Souain und Beau 1. Infanterie- Brigade der 29. Infanterie- Division. Der Séjour dauerten die Operationen unter günstigen Be Kommandeur dieser letzteren Division ist bald nach der dingungen für uns an; insbesondere eroberten wir ein deutsches Schanzwerk nördlich von Lemesnil und dezimierten Gefangennahme seinen Verwundungen erlegen. und zerstreuten durch unser Feuer eine im Aufinarsch befind- Vom III. Armeekorps: Der Kommandeur der Kleinhandelspreise die unbeschränkte Ausbeutung der Konjuliche Kolonne. Südöstlich von Tahure erstickten wir das 27. Infanterie- Division und von dieser Division die menten hinderten. Deshalb waren in Berlin in den letzten Feuer einer feindlichen Batterie und brachten mehrere Kommandeure der Artillerie und der 2. Infanterie- Tagen überhaupt keine Startoffeln mehr zu haben. Das Oberkommando in den Marken hat nun vorgestern Munitionskästen zur Explosion. In den Argonnen zer Brigade. die Höchstpreise für den Seleinhandel gänzlich aufstörten wir am Meurissonsbach bei Four- de- Paris ein Block- Von der 53. Reserve- Division: Der Divisions- gehoben. Das wird zu neuen Preistreibereien benükt haus. Bei Marie Thérèse versuchten die Deutschen, in Kommandeur und der Kommandeur der 1. Infanterie- d einem Angriff vorzustoßen, sie wurden aber durch unser Feuer sofort aufgehalten. Der Berner„ Bund" über die Kämpfe in der Champagne. Brigade. = Von der 1. Sibirischen Kosaken Division: Ein Brigade- Kommandeur. ( W. T. B.) * Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 26. Februar.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 26. Februar 1915. Bern, 26. Februar.( W. T. B.) Zu den Kämpfen in der Champagne schreibt der Bund": Nach allem zu urteilen, versprechen sich die Franzosen hier doch noch Erfolge, denn selbst der offiziöie Temps" umschreibt am 28. Februar die Stämpfe als eine große Schlachthandlung und sagt von ihr, daß sie für die Franzosen gut stehe. Nun hat aber eine so große Aktion feinen Sinn, wenn In Russisch- Polen war gestern in den Gefechtsfie nicht mit dem Ziele eines strategischen Durchbruchs angeordnet abschnitten östlich Przedborz lebhafter Geschützkampf im Gange. wird. Also muß dieser glücken, um das Ergebnis mit dem Plan in Einklang zu bringen. Scheitert er, so ist nicht nur ein unter den günstigsten örtlichen Bedingungen unternommener Durchbruch steden in West galizien herrschte größtenteils Ruhe. geblieben, sondern damit auch ein ungünstiges Prognostikon für alle In den Karpathen scheiterten feindliche Angriffe im weiteren Versuche in diefer Richtung gegeben. Der Bund" stellt feit. Ondavatal sowie auf unsere Stellungen nördlich des Sattels daß die deutiche Front auch nicht örtlich durchbrochen sei und hält von Volovec. überhaupt einen Versuch für aussichtslos in Anbetracht des glänzend organisierten deutschen Straßenneßes hinter der Front. Die englische Verlustliste. London, 26 Februar.( T. U.) Die letzte englische Verlustliste umfaßt für die Difiziere die Tage vom 16. bis 18. Februar und für die Mannschaften vom 31. Dezember bis 10. Januar. Die Liste ist außerordentlich umfangreich. 33 Offiziere werden als getötet, 32 als verwundet angeführt. Ferner werden 4 Difiziere als vermißt angegeben. Sehr schwere Verluste hat das Suffolk- und das Geast Surrey- Regiment erlitten. Die Mannschaftsverluste sind gleichfalls außerordentlich schwer. Große Verluste an Toten haben besonders das Royal Warwickshire- Regiment, das Hampshire- Regiment, die Gardegrenadiere, das Westyorkshire- Regiment sowie das Northhamptonshire- Regiment erlitten. Diese Regimenter weisen auch eine große Anzahl Verwundeter und Vermißter auf. In den Kämpfen am Persischen Golf hat das Dorſetſhire- Regiment schwere Verluste erlitten. Oestlicher Kriegsschauplatz. An der übrigen Front nördlich der Weichsel und Bei Erstürmung einer Höhe wurden in den Kämpfen in Südostgalizien neuerdings 1240 Russen gefangen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes bon Hoefer, Feldmarschalleutnant. Vom österreichisch- serbischen Kriegsschauplatz. wie die gestrigen Vorgänge im Startoffelverkauf zeigten, nußen die Händler die neue Situation ohne Rücksicht auf die Konsumenten aus. Betrugen die erhöhten Kleinhandelspreise 50 bis 60 f. für 10 Pfund, so mußten gestern bereits 1 Mart dafür gezahlt werden. Gewiß mahnen die Organisationen des Handels ihre Mitglieder, nicht wucherische Preise zu fordern, und es werden auch strafpolizeiliche Maßregeln gegen solche Preiswucherer angedroht. Aber wie wenig derartige Ermahnungen und vereinzelte Bestrafungen wirksam sind, lehren die wirtschaftlichen Verhältnisse während der Striegsmonate zur Genüge. Es mag sein, daß im Westen, wo die Startoffelpreise ant höchsten stehen, die Startoffelknappheit etwas weniger fühlbar wird wie in Mitteldeutschland. Aber ein gerechter Ausgleich fann da nur durch Festsetzung von Höchstpreisen für den Groß und Kleinhandel für das ganze Reich geschaffen werden. Eine durch die Transportverhältnisse gerechtfertigte provinzweise Abstufung der Preise fann damit verknüpft werden. Aber auch diese dringend notwendige Festsetzung von Höchstpreisen für den Handel mit Kartoffeln wird erst dann den Stonsumenten wirklich dienstbar werden, wenn sie mit einer Beschlagnahme aller Vorräte durch und zugunsten der Gemeinden verbunden wird. Die Kommunen müssen das Recht und die Pflicht erhalten, ähnlich wie für den Brotkonsum so auch für die Versorgung ihrer Bürger mit Kartoffeln Sorge zu tragen. Erst dann werden die unleidlichen Verhältnisse aufhören, die wie aus der gesamten Presse Berlins hervorgeht zu großer Mißstimmung und Erregung in der Bevölkerung geführt haben. " Die überraschende Aufhebung der Höchstpreise für den Kleinhandel durch das Oberkommando bringt zwar den Eine neue Kampfperiode? Händlern die Möglichkeit, höhere Preise zu fordern. Aber die Landwirte und Großhändler sind auch damit noch nicht Petersburg, 26. Februar.( T. U.) Nach hier vor- zufrieden. Sie sehen, wie die Voss. 8tg." mitteilt, in der liegenden Meldungen sind die serbischen Truppen an ver- neuen Bekanntmachung nur den Vorläufer einer Ankündigung schiedenen Stellen von ihren Positionen an der Donau zu für neue Höchstpreise der Kartoffeln überrückgedrängt worden. Einzelne serbische Divisionen befinden ha u pt. Die Wirkung der Aufhebung könnte also die sein, sich auf dem Rückzuge, da ihnen das Vorhandensein über- daß zwar die Kleinhändler gerne verkaufen möchten, aber legener österreichischer Streitkräfte gemeldet wurde. Die Be- teine Startoffeln erhalten, weil die Produzenten auf eine richte betonen, daß die strategischen Bewegungen der serbi- weitere Erhöhung der Preise warten und die Vorräte zurückhalten. schen Truppen fast stets freiwillig ausgeführt wurden, ohne Wien, 26. Februar.( W. T. B.) Die„ Reichspost" meldet daß sie überhaupt in Berührung mit dem Gegner gekommen durchgreifenden Regelung der Kartoffelfrage entSolange die Regierung sich nicht zu einer einheitlichen aus Sofia: Wie die„ Dnewnit" aus Petersburg berichtet, ist waren. Eigentliche Gefechte hätten seit fast schließt, müssen die Stommunen aus sich heraus für ihre der ehemalige bulgarische General Radko Dimitriem, zwei Monaten nicht stattgefunden und die Operationen Bürger Startoffeln beschaffen. Ihnen steht es frei, Startoffeln Oberkonimandeur der Dritten russischen Armee, zum beider Gegner beschränkten sich fast ausschließlich auf Ar in großen Mengen von den Produzenten direkt zu erwerben Generalfeldmarschall ernannt worden. tilleriefämpfe. und dann im Kleinvertrieb an die Konsumenten abzugeben. Der ehemalige bulgarische General Dimitriew Generalfeldmarschall. " Einzelne Gemeinden haben damit bereits begonnen. Aber bisher reichten diese städtischen Kartoffelverfäufe bei dem großen Bedarf nichts aus. Die Städte müssen eben mehr atrs diesem Gebiete tun." Auch die Erhöhung der Preise für Futtertartoffeln und Kartoffelpräparate wird die Lebenshaltung der Massen weiter verteuern. Kartoffelmehl wird zur Brot bereitung verwendet. Preiserhöhung dieses Produkts führt notwendig zur Verteuerung des Brotes, da es Höchstpreise für Brot trop der dringlichen Forderungen der Sonsumenten nicht gibt. So haben die legten Bundesrats- und lokalen Maßnahmen eine allgemeine Belastung der Lebenshaltung gebracht, die von weiten Streifen bitter empfinden wird. Gerade das Interesse der Landesverteidigung gebietet es, hier Erleichterungen zu schaffen und nicht die wichtige Frage der Lebensmittelversorgung der Privatspekulation von Produzenten und Händlern zu überlassen. C Der türkische Krieg. Vermißte schwedische Dampfer. 17 die militä die humanste sei. Zum Glüd aber hat diefe völferrechtlich fon zeffionierte Aushungerungspolitif ihre natürlichen Grenzen. Taf Kopenhagen, 26. Februar.( W. T. B.) Berlingske ein ganzes Land ausgehungert werden könnte, dafür gibt es in der Tidende" meldet aus Malmö: Man ist ernstlich besorgt Geschichte kein Beispiel; es sind immer nur Schädigungen des über das Schicksal des schwedischen Dampfers Marie", Handels, Störungen der Wirtschaft, Beeinträchtigungen der Ernährung verursacht worden. Am leichtesten ließ sich der Englands Ostküste am 16. Februar verlassen hatte. Der rischen Machtmittel vorausgefest eine Insel aushungern, die für Dampfer Svecia" aus Gothenburg, der von Amerifa ihre Ernährung wesentlich auf die Zufuhr angewiesen ist. Tatfam, ist gleichfalls überfällig. Die Dampfschiffsreede- fächlich gab es während der zwanzigjährigen mit allen Machtreien haben ein Uebereinkommen mit den Maschinen- mitteln auch des Wirtschaftsfrieges geführten Kämpfe Napoleons 1. meistern getroffen auf Erhöhung der Unfallver- gegen England wiederholt auf der Jusel schwere Lebensmittelsicherung von 4000 auf 10 000 Stronen. Die Seeleute not. Unmöglich scheint dagegen ein solcher Versuch gegen ein Land, und die Feuerleute haben erhöhte Löhne erhalten, die wie das Deutsche Reich, gegen das eine völlige Absperrung gar nicht durchgeführt werden kann und zudem nur zu einem verhältnisSchiffsoffiziere verlangten eine Striegszulage und eine Ermäßig kleinen Teil seiner Ernährung des Auslandes bedarf. höhung der Unfallversicherung sowie eine Teuerungszulage. Anders steht es mit der Aushungerung im Landkrieg; sie ist Sie erhielten die ersten beiden Zulagen bewilligt, die lezie möglich. Belagerte Plätze fönnen durch Abschneidung der Lebenswurde ihnen abgeschlagen. Die Verhandlungen schweben noch. mittel zur llebergabe gezwungen werden. So wurde das größte Beispiel dieser Art die Pariser Millionenbevölkerung 1870/71 taisächlich an den Rand des Verhungerns gebracht Amerika und der Unterseebootskrieg. Kinder, Frauen, Greise, Aranfe, Verwundete und dadurch die Kapitulation erzwungen. -Kopenhagen, 26. Februar.( W. Z. B.) Nationaltidende" er fährt aus Washington, daß die amerikanische Regie. Wenn es aber auch schwerlich gelingen möchte, ganze Länder rung eine Erhöhung der Versicherungsprämien er nicht zu bezweifeln, daß die Wirtschaft und soziale Lage der Bewie Festungen durch den Sunger zum Frieden zu nötigen, so ist wäge. In maßgebenden amerikanischen Marinefreifen beginne sich völkerung durch die Sperrpolitik empfindlich geschädigt werden kann. Erneutes Bombardement der Dardanellen. Die Meinung zu bilden, daß England den Aktionsradius und die Die Mittel, solche wirtschaftlichen Breffionen auszuüben, find- soEntwicklungsmöglichkeiten der deutschen Unterseeboote start unter- weit die Absperrung zur See in Frage kommt das Beute und Konstantinopel, 26. Februar.( W. T. B.) Das Haupt- fchäzt habe. Die allgemeine Meinung gehe jezt dahin, feine Konterbanderecht, das seine letzte Steigerung in der förmlichen quartier teilt mit: Zehn große Panzerschiffe habe gestern Vogel- Strauß- Politit mehr zu treiben, und nicht Blockade erfährt. vormittag 10 Uhr ein Bombardement gegen die am Eingang der mehr zu tun, als ob es völlig gleichgültig wäre, wieviel Untersee- Man liest jetzt immer in der deutschen Presse, daß das SceDardanellen liegenden Forts eröffnet. Das Feuer dauerte bis boote sich in dem Fahrwasser um England bewegten. Englands kriegsrecht durch die Londoner Konferenz von 1909 völkerrechtlich 5 Uhr nachmittags dann zogen sich die Schiffe in der Richtung der maritime Vorbereitungen, so glänzend sie seien, schlössen bisher keine fit in gwiefacher Hinsicht nicht besonders glücklich. Denn erstens find geregelt worden sei. Diese Berufung auf die Londoner Deklaration Insel Tenedos zurück. Nach den gemachten Beobachtungen sind ein wirksamen Verteidigungsmittel gegen Unterseeboote ein. Wenn es jene Beschlüsse von keinem Staate ratifiziert worden, haben also Schiff des Feindes vom Agamemnon- Typ and zwei andere bisher nicht zu großen Zerstörungen gekommen sei, verdanke Eng- nicht die mindeste Rechtsverbindlichkeit. Dann aber sind die LonPanzerschiffe durch die von den Forts an der anatolischen Küfte ge- land dies nur den unausgesetzten Patrouillenfahrten. Es wäre aber doner Vereinbarungen ein vollkommener Triumph gerade der engfenerten Schüsse beschädigt worden. lächerlich, noch leugnen zu wollen, daß ein Gefühl starken Univillens Fischen Auffassung gewesen, da sie so wenig das radifale völferund eine Aufregung sich Englands bemächtige darüber, daß die rechtliche Prinzip der Inverleßlichkeit des Privateigentums an erfennen, daß sie vielmehr seine Aufhebung zum völkerrechtlichen deutschen Unterseeboote ihre Tätigkeit ungestraft hätten fortsegen Grundjag erheben. Natürlich hat auch die Schaffung eines Seefönnen, ohne daß es gelungen sei, sich auch nur eines einzigen zu kriegsentwurf, den 1913 für die Beziehungen der Kriegführen bemächtigen, was zu dem Eindruck führe, als ob alle bisherigen den das Institut für Völkerrecht in Orford ausgearbeitet hat, Vorkehrungen unzureichend seien. feinerlei Rechtswirfiamfeit; es ist lediglich der Versuch einer internationalen privaten Organisation von Bölferrechtsgelehrten. Der Seekrieg. Die Opfer der Unterseeboote. Anisterdam, 25. Februar.( Privattelegramm des Vorwärts".) Telegraaf meldet:„ Dafby" Die ,, Dacia" auf dem Wege. Das Seefriegsrecht hat nur Geltung, soweit es auf der zweiten Haager Friedensfonferenz geregelt worden ist. Die wichtigsten war ein im Jahre 1897 gebautes Stahlschiff und gehörte der London, 26. Februar.( W. T. B.) Meldung des Fragen aber find ungeordnet geblieben; es ist der Willkür überWesthartlepooler Firma Ropner. Die Bemannung sah Reuterschen Bureaus. Die„ Dacia", die am 2. Februar lassen, dem Herkommen, es ist Meinung, Wunsch. Forderung. So ist das Recht der Aushungerung zur See im wesentlichen die Torpedobahn unter dem Wasser, bevor das Norfolf in Virginia verlassen hat, wurde am 23. Februar unangetastet, wie in alten Zeiten, und es wird so lange herrschen. Schiff getroffen wurde. Die Explosion war fürchterlich. Es 400 Meilen westlich von Landsend gemeldet. Sie be- als nicht die Inverieblichfeit des Privateigentums zur See durch ist niemand verletzt worden. Das Schiff wurde 13 Stunden absichtigte, in den Kanal zu fahren; eine spätere Meldung gefest ist. Seute aber ist die Erbeutung der feindlichen, die Be schlagnahme der Konterbande führenden neutralen Handelsschiffe lang geschleppt, sant aber dann. Alle auf dem Schiffe An- besagt, daß sie ihren Kurs geändert und um die Nord- völkerrechtlich erlaubt, der Begriff der Konterbande zudem im weitewesenden wurden gerettet. spige von Schottland herumfahren will, um das Minen- sten Umfange gefaßt. Das Reuter- Bureau meldet, daß der Dampfer, Dept- feld zu meiden. ford" gestern bei Scarborough, vermutlich durch einen Torpedo, unterging. Die Mannschaft wurde mit einer einzigen Ausnahme gerettet. Das Schiff hatte 703 Zonnengehalt und ist im Jahre 1912 vom Stapel gelaufen. Die Eigentümer des Schiffes sind William Cory and Son in London. Die Mannschaft des Liverpooler Dampfers, Western Das Völkerrecht der Aushungerung. I. Beute und Konterbanderecht von dem schärfsten Aushungerungsmittel, der Blockade, sell gesondert gesprochen werden ist so alt wie der Krieg, so alt wie die Schiffahrt und die geschichtliche Menschheit selbst. Aus der englischen Arbeiterbewegung. Amsterdam, 26. februar.( Privattelegramm des Coast" landete in Portsmouth. Das gestern bei Beach head sie nicht waffentragende Bevölkerung von den unmittelbaren Bir Vorwärts".) Die Lohnbewegung der englischen Arbeiter zeigt torpedierte oder minierte Schiff hatte 1166 Tonnengehalt und ist im Jahre 1913 gebaut worden. Deutsche Unterseeboote an der englischen Ostküste. London, 26. Februar.( L. 1.) Aus Aldeburgh an der englischen Ostküste wird gemeldet, daß ein englischer Minenräumer Signale nach der Küste sandte, die die Nettungsstation veranlaßte, das Rettungsboot nach dent nahegelegenen Leuchtschiff zu senden. Dort wurde das Rettungsboot dahin informiert, daß zwei deutsche Unterseeboote in der Nähe seien. Verschiedene Torpedobootszerstörer fuhren aus und versuchten die deutschen Unterseeboote zu beschießen. Irgend einen Er folg hatten sie jedoch nicht. Die Feldpost. Stategorien, namentlich die Dreher, legten die Die modernen völkerrechtlichen Bestrebungen zielen darauf ab, fungen des Krieges möglichst zu befreien. Man fucht also vor die überwiegende Tendenz zu einem Ausgleich mittels allem die Verteidigung zu schützen. Es ist klar, daß diese völker Lohnzulagen. Der Ausstand der 10 000 Metallarbeiter rechtlichen Anschauungen mit den rein militärischen Interessen in des Clydebezirks dauert indes fort. Es haben zwar einzelne, für Konflikt geraten müssen. Der erste militärische Grundſay iſt, ſo bekannt, daß seit dem 18. Februar sieben britische Schiffe zu zwingen. So muß, nach der utilitärischen Auffassung, gerade aber neie London, 26. Februar.( W. T. B.)" Die Admiralität gibi rajch wie möglich den Gegner niederzuwerfen und zum Frieden die Admiralität arbeitende Weriteur die Arbeit wieder aufgenommen, durch deutsche Unterfeeboote in den Grund gebohrt auch die nichtkriegführende Bevölkerung in Mitleidenschaft gezogen Arbeit nieder. worden seien, während 708 Dampfer von über 300 Tonnengehalt werden, damit sie zum Frieden drängt. Und da die Vernichtungs Der Doderfonflitt dauert infolge der Weigerung der jeder Nationalität in den britischen Häfen angekommen seien. In ſtrategie" nur durch den Angriff durchgeführt werden kann, erstreit meisten Unternehmer, mit dem Verband zu verhandeln, fort. Die das militärische Wölferrecht", das natürlich in Wahrheit ser am 24. Februar zu Ende gegangenen Woche haben 573 Schiffe immer nur einseitiges Nationalrecht sein kann, den Angriff zu Docker erwarten eine Vermittlung der Regierung, eventuell die ErEngland verlassen. In den acht Wochen vor dem 24. Februar besichern und zu schüßen. nennung eines Schiedsgerichts. trug die Gesamtziffer der einlaufenden Schiffe 5772, die der aus Die militärische Formel pflegt heute in der Fassung in aller Der Streif ber 200 Arbeiter des Northamptoner laufenden Schiffe 5507. Munde zu sein: Der am erbarmungslosesten geführte Krieg jei der humanste, denn er verfürze die schredlichen Leiden des Arieges. Regierungs- Verpflegedepots wurde durch die EinDer völkerrechtliche Schuß der Bevölkerung bleibt also feine stellung von Territorial- Soldaten gebrochen; die Arbeiter wurden Theorie, auf die man sich nur beruft, wenn man etwaige Angriffs entlassen. gelüfte der Bevölkerung als völkerrechtswidrig unterdrückt. Wäre Die Els wider Metallarbeiter der Firma Armstrong, es Wahrheit, daß der Krieg nur zwischen den Streitmächten geführt werden dürfte, so wäre ja nichts so verrucht wider das Whitworth u. Comp. haben die beschlossene Kündigung wegen der Böfferrecht gefrevelt, als jeder Versuch der Aus hungerung, Beschäftigung ungelernter Arbeiter bis nächste Woche zurückgehalten. der sich gegen die waffenlose Bevölkerung richtet. In Wahrheit ist Die Direktoren erklärten, die ungelernten Arbeiter nicht missen zu aber das Kriegsmittel der Aushungerung das älteste und bis zur Gegenwart völkerrechtlich privilegierte Striegsmittel. Sonit gabe können, da demnächst 8-10 000 Mann für die neugebauten Die Arbeiter fordern es ja feine Belagerungen im Landfrieg, fein Beute, Konterbande.| Munitionsfabriken notwendig würden. Garantien, daß die ungelernten Arbeiter nach dem Kriege entlassen und Blockaderecht im Seefrieg. nicht eigentlich erreichen, daß die Menschen Hungers sterben. Man Natürlich will man durch das Kriegsmittel der Aushungerung werden. Die Arbeiter fordern besonders die llebergabe einer jämtwill nur durch den Druck auf den Magen sie zum Frieden zwingen lidhe ingelernten Arbeiter umfassenden Namenliste an die Mitglieder getreu dem Grundsas, daß die rücksichtsloseste Kriegsführung der Gewerkschaft. Die Firma nahm diese Bedingungen an und vers 250 Gramm, zunächst zeitweise, seit dem 1. Februar dauernd bis| von den Postholern der Truppe in Empfang genommen wird. Hier zu 500 Gramm), aber keine Privatpakete befördert. Die Paket- wird auch die für die Heimat bestimmte Post aufgeliefert und unbeförderung ist also eine von der Feldpost völlig zu trennende gefähr auf demselben Wege nach rückwärts befördert, den die Angelegenheit, die auch in diesem Auffage nicht weiter verfolgt eidpost bis zur Front zurüdzulegen hat. Etma 2 000 000 Briefe täglich nehmen auf diese Weise ihren Weg in die Heimat. Findet Aus dem Großen Hauptquartier schreibt man uns wird. fiber die Feld post. Der heutige Krieg entreißt mit einem Alle in Heimatlande aufgegebenen Feldpostbriefe gehen von die Truppe feine Zeit, ihre Sendungen bei der Feldpostanitalt an besonders eingerichtete Brief aufzuliefern, so werden sie durch Feldpostschaffner abgeholt. Tie Schlage Millionen Menschen ihrer Häuslichkeit, ihrer gewohnten ben örtlichen Bostämtern friedlichen Beschäftigung, trennt sie von Verwandten und Freunden. fammelstellen, von denen augenblicklich 23 bestehen. In geldpostanstalten liegen oft dicht hinter der Front der fämpfenden Truppen und sind mitunter auch dem feindlichen Artilleriefeuer Infer Volksheer dient nicht der Durchführung einer Interessenpolitit. den Briefsammelstellen strömen alltäglich 8000 000 Es ficht für die deutsche Heimat. Was sie uns ist, das wurde sendungen zusammen, die hier nach den einzelnen Formationen ausgesetzt. Mancher brave Feldpostbeamte hat schon dessen Wirmanchem vielleicht erst recht flar, als er zu ihrer Verteidigung aus von Heer und Flotte sortiert und formationsweise in besondere kung am eigenen Leibe erfahren. Um endlich dem Briefverkehr der Armeeangehörigen unter30g. Zu ihr und zu den Lieben daheim wandern nach hartem Bojtbeutel verschlossen werden müssen. Da es etipa 14 000 verKampf die Gedanken der ruhenden Krieger. Diesen wiederum gelten schiedene Formationen gibt, so ist die beim Sortieren zu leistende einander Genüge zu tun und diesen nicht auf den Umweg über die sie Segenswünsche und Grüße der Daheimgebliebenen. Hier Ber- Arbeit recht erheblich. Die Sortierer und Sortiererinnen fernen Heimat zu verweisen, findet ein unmittelbarer Austausch zwischen da nicht nur Linie von Reserve und Landwehr, Landsturm und den einzelnen Armeen statt, der täglich Million Briefe usw. mittler zu sein, ist die große und schöne Aufgabe der Feldpost. will man ihre Leistungen richtig würdigen, so tut man gut, Erjab unterscheiden, sondern müssen sich auch mit Formationen von Heer zu Heer überbringt. Man sieht hieraus, daß der den Maßstab des Krieges 1870/71 an den gegenwärtigen Feldzug befreunden, die oft die allermerkwürdigsten Namen tragen. Neben Stellungskrieg den Soldaten schreiblustig gemacht hat. Aber auch nicht anzulegen. Dies gilt auch von der Feldpost. Es ist etwas einer Striegsbeutekommission" gibt es eine Autotolonne Audac", in anderer Weise gedenken die Truppen der Ihrigen daheim; gegen ganz anders, wenn statt einer Million Soldaten ein Mehrfaches einen fahrbaren Brieftaubenschlag" und eine Autogene- Schneide- 50 Millionen Mart vermittelt die Feldpost monatlich, meist in davon ins Feld zieht, und ob der Krieg auf einer oder Front oder und Taucherkolonne". Neben einem Landwehr- Brigade- Griaz fleinen Beträgen eingezahlt, nach der Heimat. Diese gewaltige Arbeit der Feldpost wird von rund 4000 ezwei Fronten geführt wird. Unsere Truppen standen vor 44 Jahren Bataillon Nr. X des Landwehr- Ersatz- Regiments" findet sich in Frankreich; heute stehen sie auch dort; aber es ist nur ein Teil eine. planmäßige Festungs- Fuß- Artillerie- Munitions- Kolonne amten und Unterbeamten belvältigt, für die es feine festgeschten Und nun Dienststunden, sondern nur einen der militärischen Lage angeder deutschen Macht, der hier kämpft. Denn andere Teile fechten des V. Bataillons Reserve- Fußartillerie- Regiments 3". an der ostpreußischen Grenze, in Russisch- Polen und Galizien. Der gar die zahllosen falschen Adressen! Troß aller bei den heimischen paßten ständigen Tag- und, wenn nötig, auch Nachtbetrieb gibt. Zweifrontenfrieg und die Vielseitigkeit der Kriegsschauplätze Bostämtern aufgewendeten Mühe gelangen Bojtsendungen zu in der Heimat befaßt sich allein bei den Striegssammelstellen und mußten unter Ausnutzung unseres vielgestaltigen und außer Sunderttausenden ins; geld, mit deneit zunächst nichts anzufangen Zeitpuntien ein Personal von etwa 14000 Köpfen mit dent Sorordentlich leistungsfähigen Eisenbahnneßes zu zahlreichen Truppen- ist. Man hat deshalb zu deren Bearbeitung mitten in Feindes tieren der Feldpost. Zum großen Teil sind es eingestellte Hilfeverschiebungen führen, wie sie die wechselnde operative Lage gebot. land eine besondere Feldausgleichstelle eingerichtet, bei der etwa fräfte, da die Post über 70 000 Mann zum Waffendienst abDiese Verhältnisse haben die Feldpost vor ganz besonders schwie- 40 besonders ausgesuchte Postspezialisten zur Heilung" der gegeben hat. Im Feldheere würdigt man die hingebende, in der Stille gerige Aufgaben gestellt. Daß auch sie zuerst lernen mußte, kranken" Briefe tätig sind. Sind die Postbeutel für die Formationen fertig, so werden sie leistete Arbeit der Feldpost in vollem Maße. Möchte man ihr auch ist felbstverständlich; wer hat dies in diesem Kriege nicht getan? Saiz die Feldpost mit Pferdewagen ins Feld. ziehen mußte statt den verschiedenen eitpunkten univeit der Grenze zugeführt. in der Heimat gerecht werden. Es heißt hier, den Ansprüchen entmit Automobilen, kann man einen Fehler nennen. Heute ist die Jede Armee verfügt über einen solchen und alle zusammen erhalten sagen, die im Frieden jeder an die Post zu stellen berechtigt ist, über 600 täglich etwa 30 000 Säde voll Briefe. Vom Leitpunkt geht die sich stets zu vergegenwärtigen, daß diejer Krieg in Wahrheit ein Hauptsache, daß die Feldpost die nötigen Autos hat und daß die geldpost, nachdem sie die bei Beginn des Feld- Boit auf die Eisenbahnetappenstrecke der betreffenden Armee in folcher unseres ganzen. Voltes ist. Auch seine in der Heimat verzuges vorhandenen außerordentlichen Schwierigkeiten überwunden besonderen Postsonderzügen, die zuweilen mehr als 20 Waggons bliebenen Mitglieder wirken in ihrer Art am Kriege mit, müssen hat, allen billigerweise an sie zu stellenden Anforderungen voll aufweisen, nach dem Etappenhauptort und von diesem aus teils sich dessen Bedingungen bis zu einent gewissen Grade anpassen. durch Bahn, teils durch Kraftwagen zu den einzelnen Feld post- Wie im Felde aber gilt es auch daheim, in dieser Zeit fleinliche gerecht wird. Solche bestehen bei allen höheren Kommando- Bedenken und Klagen zurücktreten zu lassen vor der Freude an Ein Blick auf die Organisation der Feldpost zeigt uns den anstalten. riefenhaften Apparat, der hier in Tätigkeit getreten ist. Vorausbehörden( Oberkommandos. Generalfommandos, Divisionen). Die jeder redlichen Arbeit, die unserer großen, heiligen Sache gilt. ( W. T. B.) geschickt sei, daß die Feldpost nur Briefe und Päckchen( bis zu Feldpostanstalten sind die Ausgabestellen für die Feldpost, die hier Feldpost sprach, während der Taufenden Verhandlungen feine ungelernten[ bemerkt das Blatt, es stelle fich zur Aufgabe, den breiten Schichten 1 Arbeiter einzustellen. In Midlothian streifen 2000 3ementarbeiter und Tab at arbeiter. erhöhung durch. Die Dubliner Hafenarbeiter setzten cine LohnDer Landarbeiterverband fordert die bisher verweigerte direkte Verhandlung mit den Unternehmern, da sonst die Sündigungen überreicht werden würden. Bei den Eisenbahnen ist ein Ausgleich bis auf teilweise Konflikte wegen Wertstattarbeiten durchgesetzt worden; dagegen entstand ein Konflikt zwischen den Eisenbahnkompagnien und der Reterung, weil die Kompagnien verlangen, daß der Staat zwei Brittel der 5½ Pfundmillionen betragenden Striegszulage bezahle Es ist vorläufig noch feine Einigung möglich. Termin für Ablieferung von Decken. der Arbeiterbevölkerung, auf denen der Krieg mit seiner ganzen Berlin, 26. Februar.( W. T. B.) Um hervorgetretenen Zweifelt Schwere lastet, allseitige ideale Hilfe zu bringen. Soweit es unter zu begegnen, wird darauf hingewiesen, daß der letzte Ablieferungsden obwaltenden Verhältnissen möglich ist fährt das Blatt fort- termin für die aus den Ergebnissen der Reichswollwoche her werden wir uns bemühen, ihnen beizustehen, damit sie sich in dem gestellten Deden an die Heeresverwaltung oder an die von dieser Wirrwarr der Erscheinungen, Tatsachen und Stimmungen des Tages dafür bestimmten Abnahmestellen, fotveit dafür Bezahlung geleistet zurechtfinden, Wege finden für gesunde Bestrebungen der Selbsthilfe werden soll, der 28. Februar ist. Später eingehende Decken können und der Verteidigung vor den schweren Folgen des Krieges und nur wie Liebesgaben behandelt werden. sich eine sichere Basis schaffen inmitten des Chaos der Weltfatastrophe. Die Unruhen in Singapore. Aus Industrie und Handel. Petersburg, 26. Februar.( B. T. B.) lleber die Unruhen Weizenanbau auf Rübenfeldern und Freigabe von Sacharin. in Singapore melden die russischen Zeitungen: Die Anwesenheit des japanischen Kriegsschiffes Jodo" wird in In Shanghai sind mit Rücksicht auf die Unruhen in Singapore bereits am ei japanische Kreuzer angefommen. 800 nder in Singapore haben das Haus zerstört, in dem die deutschen Kriegsgefangenen festgehalten worden waren. Gegen weitere Zerstörungen haben die Engländer ein Freiwilligentorps Der Regierungsentwurf über den Gerichtshof zur Ver- organisiert, in dem sich auch Japaner befinden. bütung von Streits begegnet bei der Arbeiterschaft scharfer Kritik. Der Generalsekretär des Gewerkschaftsverbandes Appleton Singapore erwartet. erklärte, die Gewerkschaften hätten selbst das meiste zur Beilegung der. Skonflikte getan. Bon 650 jährlichen Stonflikten sei die Stonfliktszahl des legten Quartals 1914 auf 100 zurüdgegangen, davon scien 92 vor dem Striege entstanden. Seit dem Beginn des Krieges brachen 16 Streits aus und immer waren die, Unternehmer die Angreifer. Ein Gerichtshof, der über die Existenzfragen der Arbeiter entscheiden soll, sei herausfordernd. " Die Daily News" begrüßen, daß im Unterhaus über Abänderung dieses Gesetzes beraten wird. Daß die Arbeiter bei der Entscheidung unvertreten sein sollen, sei nicht nur einfältig, sondern herausfordernd. 29. Daily News" begrüßen ferner das im Unterhause beratene Gefeß über die Abänderung der zu Beginn des Krieges beschlossenen Aufhebung des bürgerlichen Gerichtsverfahrens. Das traditionelle Briten recht auf die Jury sei in der ersten Konfusion überhaftet aufgehoben worden. Die jezige Vorlage gebe allen Zivilpersonen ihr gewöhnliches bürgerliches Recht, ausgenommen in einem Invasionsfall, zurüd. Die Unabhängige Arbeiterpartei und der Krieg. bes " * Amsterdam, 25. Februar.( Privattelegramm des Vorwärts") Daß die Revolte in Singapore mehr war als eine Meuterei wegen Avancements, geht selbst aus dem offiziellen Bericht hervor, der 14 getötete Zivilisten, darunter eine Frau, nennt. Bezeichnend ist auch, daß das meuternde Regiment aus Mohammebanern Ostpunjas rekrutiert wird. Um dem drohenden Mangel an Brotgetreide zu begegnen, wird jetzt von allen Seiten aufgefordert, alle zur Verfügung stehenden und für diesen Zweck geeigneten Bodenflächen mit Brotgetreide zu bebauen. In einem Dresdener Blatte peist mun der dortige Sanitätsrat Dr. Schanz darauf hin, daß diese Aufforderung gerade in den Fällen wahrscheinlich nicht den gewünschten Erfolg haben werde, wo ein Erfolg am leichtesten herbeizuführen sei: auf den Ländereien des Buderrübenbaues. Schanz tritt dafür ein, daß jetzt und in 3ukunft mehr Weizen statt der Zuckerrüben angebaut werde. Eine solche Aufforderung würde jedoch so lange erfolglos bleiben, als der Rübenbau und die Zuckerproduktion ein lohnenderes Geschäft für die Agrarwirtschaft wären. Aus diesem Grunde empfiehlt er die Freigabe von Sacharin in Deutschland, um eine scharfe Stonfurrenz gegen den Zuckerrübenbau herbeizuführen. Sacharin, das 500mal süßer als Zuder, jei als Würze von größter Bedeutung, und auch bei ständigem Genuß völlig unschädlich für die GesundVersammlungsverbot in Italien. heit. Wörtlich heißt es dann in dem interessanten Artikel:„ In Rom, 26. Februar.( W. T. B.) Die Agenzia Stefani meldet: feinem anderen Lande ist der Gebrauch von Sacharin so erschwert. Mit Rücksicht auf die internationale Lage beschloß der Ministerrat, wie in Deutschland. Eine einzige Fabrik ist zu der Fabrikation den Präfekten die Anweisung zu erteilen, Versammlungen, ermächtigt, der Preis ist vorgeschrieben, die Einfuhr über die sowie alle die öffentliche Ordnung gefährdenden Demon- Grenzen ist verboten und wird streng überwacht. Dem freien ftrationen zu untersagen, auch in Zotalen, welche sonst für das Publikum bestimmt sind. Zusammenstöße. Die ungarische Presse und die Zensur. Verfehr ist es entzogen, und die Apotheker dürfen es auf ärztliche Anordnung und in größeren Quantitäien unter Ausfüllung eines Formulars, ähnlich einem Giftschein, verkaufen.... Es ließe sich diese Würze bei der Herstellung von Genußmitteln sehr wohl reichlich verwenden, beispielsweise bei der Herstellung von Likören, Limonaden, Fruchtkonserven, Mostrich, in der Brauerei. Bäckerei, Stonditorei und zum Verfüßen des Stärtesyrups." Wenn dem Rate, die Zuderrübenfelder mit Weizen zu bebauen, gefolgt werde, dann fönne es fommen, daß im nächsten Jahre der Zucker fehle, und deshalb sei die Freigabe des Sacharins unter allen Umständen nötig und gmedmäßig. Letzte Nachrichten. Der Reggio nell'Emilia, 26. Februar.( Meldung der Agenzia Stefani.) Gestern abend fand im Theater Ariosto auf Beranlassung der nationalistischen Gruppe eine geschlossene Versammlung statt, in der der österreichische Reichsratsabgeordnete. Dr. Cesare Battisti ( Soz.) sprechen sollte. Als die Gingeladenen in großer Zahl zu der Amsterdam, 25. Februar.( Brivattelegramim Versammlung strömten, füllte sich der Theaterplatz mit einer feind Borwärts.) Für die zu Ostern in Norwich stattfindende feligen Menge, deren Haltung bald drohend wurde. Während eine Jahreskonferenz der Unabhängigen Arbeiterpartei Abteilung Sarabinieri Absperrungen vornahnt, würde sie das Ziel Dieser Vorschlag ist zweifellos beachtlich. Es sei bei der liegen 88 Resolutionen vor, die sich meistens auf den Serieg be- eines lebhaften Steinbombardements. Hierbei wurden wurden zahi Gelegenheit auch darauf hingewiesen, daß während der Kriegszeit ziehen. Zahlreiche Resolutionen billigen die Haltung des reiche Karabinieri, ein Polizeikommissar, ferner ein Hauptmann der Kleinverkaufspreis für Zucker noch um 2 Pf. pro Pfund geParteivorstandes. Gloucester gratuliert Reir Hardie und und ein Major der Karabinieri, der letztere schwer, verivundet. Als stiegen ist, obwohl infolge des Ausfuhrverbots Zucker im UeberMacdonald zu ihrer glänzenden Bewahrung der Partei- eine Abteilung von Karabineri bei dem Transport eines ver- fluß vorhanden ist und der Preis infolgedessen wesentlich fallen prinzipien. Bradford fordert eine Kontrolle der britischen Anstands- wundeten Kameraden mit Steinen beworfen wurde, gab sie Feuer. müßte. Das wurde aber verhindert dadurch, daß die Regierung politik und lehnt alle Verpflichtungen gegen andere Nationen ohne Durch die Schüsse wurde eine Person getötet und fünf sehr bald einen amtlichen Preis zum Schuße der Produzenten Personen wurden verwundet, von denen eine in der Nacht gestorben festsetzte und die Kontingentierung anordnete. Außerdem ist in Barlamente zustimmung ab. Weiter fo.dert Bradford eine Rüstungs- ist. Es sind ferner drei Starabineri verwundet und elf leichter ver- Deutschland die 3udersteuer sehr hoch, pro Pfund chiva 7 Pj., beschränkung, keine Abtretung von Ländern ohne die Befragung des letzt worden. Zwei Schuyleute erlitten Wunden, zwei Quetschungen. so daß in normalen Zeiten in England deutscher Zucker billiger Boltes. Yeovil fordert den Parteivorstand auf, eine Kampagne zur Zur Wiederherstellung der Ordnung wurden Abteilungen von ist wie in Deutschland. Unter diesen Umständen verdient der Beendigung des Krieges zu erwägen. Starabineri gefandt und der Generalüispettor des Ministeriums des Vorschlag des Herrn Dr. Schanz, cines befannten praktischen ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der gestrigen Auflage.) Innern mit einer linterfuchung beauftragt. Die Staatsanwaltschaft Arztes, volle Beachtung. hat die Untersuchung eingeleitet. ( Siehe auch 1. Beilage.). England und die Dardanellenfrage. London, 26. Februar.( W. T. B.) Unterhaus. In Der Jouralistenverein in Dien hielt, wie die Boft" Beantwortung einer Frage betreffend die neuliche Rede des ruischen Ministers des Aeußern Siason ow, in der diefer mitteilt, am Dienstag eine Sigung ab, in der in folgender Weise Ein französisches Torpedoboot gesunken. franzöfi ettbärte, daß die Ereignisse an der russisch- türkischen Grenze gegen die Zenfurmaßnahmeit Stellung genommen wurde „ Anläßlich des Ausbruches des Strieges sind die Mitteilungen Boris, 26. februar.( 2. T. 8.) Amtlich wird mitgeteilt: politische und wirtschaftliche Probleme in Verbindung mit der yrage eines 8 u ganges Rußlands zu dem offenen der Preise mit Rüdsicht auf die Verteidigung der Jnteressen der Das franzöfifche Zotyebobant Dague" welches einen Seither wurde an der Lebensmitteltransport nach Montenegro begleitete, ist am 24. FeMeere der Verwirklichung näher bringen würden, erflärte Striegsbewegungen unter Aufsicht gelangt. Staatssekretär Grey: Das ist ein Bestreben, mit dem wir zuständigsten Stelle schon wiederholt fonstatiert, daß die ungarische bruar, abends 9 Uhr 30 Minuten, im Safen von Antivari auf eine bolle Sympathie haben. Die genaue Form, in der es Presse vom ersten Augenblick an sich auf die Höhe ihrer Aufgabe österreichisch- ungarische Mine gestoßen und gesunten. verwirklicht werden wird, wird zweifellos in den Friedens erhoben und sämtliche Maßnahmen der Regierung und der Heeres- Transport erlitt feine Unterbrechung; der Transportdampfer ist leitung mit der größten Bereitwilligkeit unterstützt hatte. Dennoch rechtzeitig zurückgekehrt. bedingungen bestimmt werden. haben wir von allem Anfang eingesehen, daß unter den schwierigen Beschädigter Handelsdampfer. Verhältnissen der gute Wille und die gute Absicht der Presse nicht Rußlands Zufuhrschwierigkeiten. Amsterdam, 26. Februar.( Privattelegramm bes genügen, sondern daß es notwendig sei, daß eingeweihte und mit Amsterdam, 25. Februar.( Privattelegramm des den militärischen Operationen vertraute Männer die Presse unter- orwärts".) Hier lief Heute der schwedische Tampier Vorwärts".)„ Telegraaf" meldet, daß ein Eisbrecher von stügen sollten, welche untersuchen könnten, ob der eine oder der varton" ein, welcher gestern abend auf eine Deine gelaufen 7000 Pferdefräften den gewöhnlich Ende Ottober geschlossenen Hafen andere Artikel nicht auf irgendeine Art den Interessen der Strieg war und Rotjiguale abgegeben hatte. Das Schiff war von einem von Archangelsk bis Mitte Januar freihielt dann wurde durch einen führung zum Schaden gereichen könne. Wir stellen jedoch fest, daß Fischdampfer von muiden hierher geschleppt worden. Es hat ein Schraubenbruch die Schiffahrt stilgesetzt. Einige Schiffe tamen bis die Zenfur in der Braris ihren wirtungstreis weit überschritten vier Meter großes Loch. Die Mannschaft ist wohlbehalten. und 60 erst von Archangelsf und konnten teilweise gelöscht werden. hat und in ihrer heutigen Anwendung die Presse Belästigungen konnte an Bord des Schiffes zurückkehren. Man hofft auch, ein erivartetes Schiff von Amerika mit 700 Passagieren aussetzt, die auch aus dem erwähnten Gesichtspunkte überflüssig erund sehr viel Frachigut zu löschen. Ju Archangelst sind ungebeure scheinen. Jene Zensur, die ausschließlich berufen ist, die Nach Vorräte, Hunderttaufende stohlentonnen aufgestapelt; ebenso Hunderte richten militärischen Charakters imd vom militärischen Interesse von Heeresautomobilen, Flugzeuge und Gewehre. Die Schmalspur zu überprüfen, streift auch Gebiete ab, die mit den Interessen der bali. nach Wolodga sei für den Transport ganz unzulänglich. Der Striegführung in gar feinem Zusammenhang stehen und wirkt nicht Bericht datiert vom 26. Januar: jedoch zeigt der gestern gemeldete blog als militärische, sondern auch als politische, ja jogar als Bericht der„ Times", daß der Schraubenbruch noch nicht repariert literarische Zensur, und macht mit ihrem schwerfälligem System worden ist. auch vom technischen Standpunkt die Arbeit der 3eitungsherstellung fast unmöglich. Der Ofener Journalistenverein protestiert auf das entschiedenste gegen solche Uebergriffe der Zensur und besonders dagegen, daß die Zenfur gegenüber Nachrichten, die ausschließlich innerpolitischen und belletristischen Charakters sind, ihre besonderen Gesichtspunkte oder ihren besonderen literarischen Geschmack zur Geltung bringt. Der Verein fordert nachdrücklich, daß die der Presse gegenüber geschaffenen " Russkija Bjedemosti" berichtet aus Zambow, daß im außerordentlichen Verfügungen in jenen Grenzen gewahrt werden Laufe des Januar durch die Stadt 11 910 deutsche Solo- mögen, innerhalb deren die Zensur noch immer die Interessen der riften gekommen sind, die aus den westlichen Gouverne- Striegführung fügen kann, ohne die Grundsäge der Preßfreiheit, ments nach Saraton und Archangelst verschickt worden sind. die den Interessen der Heeresleitung in feiner Weise widersprechen, Rietschmeldet: Die Arbeiter Nowosfiloff, Muraw- zu gefährden." jeff, Stujnezoff, Iwanoff, Hladnicheff. Stutuzoff und Nikolajeff, die zum Teil Wahlmänner für die Duma waren, sind zu 3 wangsarbeit bis sechs Jahren verurteilt worden, weil sie der sozialdemokratischen Partei angehören. Der Senat gab ihrer Berufung feine Folge. Aus dem Reich des Zaren. Petersburg, 26. Februar:( W. T. B.) Die Tolsto janer Beschtschento und Bjelenti wurden ivegen Berbreitung nicht erlaubter Schriften Leo Tolstois mit einem Jahr Gefängnis bestraft. Der Senat gab ihrer Berufung feine Folge. TP Angenehme Damen. Southampton gesperrt. London, 26. Februar.( I. U.) Die englische Admiralität hat den Behörden mehrerer bedeutender Häfen Englands eine Reihe weiterer Vorschriften zugehen lassen über erneute Beschränkungen in der Handelsschiffahrt. Genauere Einzelheiten hierüber sind zur Stunde noch nicht bekannt, doch steht bereits fest, daß mehrere Häfen, u. a. Southampton, von nun ab für die Handelsschiffahrt völlig gesperrt sind. Arbeiterausstand in Rom. Aus dem Haag, 26. Februar.( T. U.) Wegen des fortgefekten Steigens der Brotpreise traten, wie Reuter meldet, in Rom 8800 Arbeiter in den Ausstand. Es kam zn Tumulten auf den Straßen. Die Ausständigen unterbrachen die Straßenbahnverbindungen, so daß Truppen zur Wiederherstellung der Ordnung herbeigerufen werden mußten. ( Hamburger Nachrichten.) Per Typhus in einem russischen Interniertenlager. Petersburg, 26. Februar.( W. T. B.) Rjetsch" meldet: Unter den im Gouvernement Astrachan zwangsweise Internierten Frautfurt a. M., 26. Februar.( 2. T. B.) Die Frankfurter herrscht eine Typhusepidemic, die durch zu dichte Safernierung Seitung" meldet aus London: Eine große Anzahl englifcher hervorgerufen worden ist. Ihre Bekämpfung wird durch AerzteFrauen, an deren Spize Damen aus den ersten Gesellschafts- mangel erschwert. flassen stehen, richteten eine Betition an die Regierung, alle feindRustoje Slowo" meldet aus Warschau: tiden Fremden im dienstpflichtigen Alter zu internieren und 140 Juden und 40 Polen sind unter der Anschuldigung, auch alle Frauen aus dem Gebietsstreifen bis zu dreißig Meilen daß sie mit der deutschen Intendantur Geschäfte gemacht von der stifte zu entfernen. hätten, im Verwaltungswege nach Sibirien verbannt worden. Der angesehene Fabritant Stute in Riga ist nach Tomst verbannt worden, weil er sich abfällig über die Verhältnisse in Rußland geäußert hatte. Die Inspektion des Schulfreises Riga hat durch Zirkular den Gebrauch der deutschen und leftischen Sprache auch in Privatgesprächen der Schüler verboten. Kriegsbekanntmachungen. Pakete an deutsche Kriegsgefangene in Rußland. Nach einer weiteren Meldung der„ Njetsch" soll ein von der Regierung bereits ausgearbeitetes russisches Teemonopol unter Umgehung der Duma eingeführt werden. Es verspreche große Einnahmen, obwohl die Branntweineinnahme bei weitent höher gewesen sei. Wiederverhaftung der deutschen Flottenvereinler. Siem, 26. Februar. Nach dem Rußfija jedoniosti" sind die Mitglieder des Flottenvereins in Kiew, die befreit worden sind, nach ihrer Befreiung alle sofort wieder verhaftet ocPaketen an Kriegsgefangene in Rußland müssen einem Ber- den, angeblich aus anderen Ursachen.( W. T. B.) langen der russischen Berwaltung entsprechend fortant zwei Ju haltserklärungen beigefügt werden. Ein neues Arbeiterblatt in Petersburg. Am 13. d. Mets. erschien in Petersburg die erste Nummer des wöchentlich herausgegebenen Arbeiterblattes Sewerny Golos" ( Nordische Stimme). Es ist das erste Arbeiterblatt, das feit Beginn des serieges in Petersburg erscheint. In einem redaktionellen Artikel Empfänger dafür Zoll entrichten. " Chinesische Demonstrationen gegen die japanischen Forderungen. Amtlich. Berlin, 26. Februar.( W. T. B.) Nach einer Erflärung der ruffichen Regierung können den in Rußland internierten deutschen 3ivilgefangenen durch Vermittelung Petersburg, 26. Februar.( W. T. B.) In Tofio sind angeblich, des Striegsgefangenenbureaus beim russischen. Roten Krenz in nach Meldung russischer Zeitungen, von chinesischen Studenten St. Petersbura auch Palete zugesandt werden; jedoch müssen die politische Versammlungen gegen die japanischen Forderungen an China veranstaltet worden. 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Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl M. Klinkow, Triftstr. 69 Mr. 58. 32. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts“ Berliner Volksblatt. Die Handhabung der Zensur. Neber die Handhabung der Zensur unter dem Belagerungszustand herrscht selbst in fonservativen Streisen eine gewisse Inzufriedenheit, die in den Debatten in der verstärkten Budgetfommission des Abgeordnetenhauses deutlich zum Ausdruck geTommen ist. Da Blätter aller Barteirichtungen unter der Zenjur zu leiden haben, hielt die Kommission es für erforderlich, hierzu Stellung zu nehmen. " Der Evangelische Oberkirchenrat hat der Reinoldi- Gemeinde in Dortmund auf ihre Eingabe betr. Rehabilitierung des Herrn D. Traub eine Antwort erteilt, auf deren Inhalt ich nicht näher eingehe, deren Form und Tonart aber mit dem Geist unserer großen Zeit faum in Einklang zu bringen ist. Meine politischen Freunde behalten sich vor, nach dem Kriege auf dieses bedauerliche Borkommnis zurüdzukommen." Da die Fortschrittler sich so bescheiden erwiesen und der Minister eine Besprechung des Falles Traub im Plenum für dieses Jahr nicht zu fürchten braucht, so ist es verständlich, daß er die richtige Schlußfolgerung zog und den Fortschrittlern teine Antwort erteilte. In der Debatte über die Entlassung von Schul. Wie aus dem stenographischen Sigungsprotokoll hervorgeht, Hat der Berichterstatter der übereinstimmenden Ueberzeugung findern für gewerbliche und landwirtschaftliche der Kommission dahin Ausdruck verliehen, daß es nötig sei, 3 we de vertrat der Sozialdemokrat die Auffassung, daß soweit die Zensur in allen Teilen des Landes nach den gleichen wie irgend möglich der Unterrichtsbetrieb nicht nur auf Universitäten Grundsägen wahrzunehmen, sie hat deshalb der Regierung und höheren Schulen, sondern auch auf Volksschulen aufrecht er gegenüber die Erwartung ausgesprochen, daß in der Folge halten werden muß und daß Befreiungen vom Unterricht nur im dafür Sorge getragen werde, daß in allen Kommandobezirken äußersten Notfalle eintreten dürfen. Auf einen wesentlich anderen die Zensur völlig gleichmäßig gehandhabt wird. Es fehlte in Standpunkt stellte sich ein Kommissionsmitglied, das die Anregung der Kommission auch nicht an Stimmen, die der Meinung gab, die Dispensierung von Schülern und Schülerinnen zur Auswaren, daß die Einführung der Zensur für den ganzen Um hilfe in der Landwirtschaft möge erweitert werden, man möge den fang des Staates durch den Kriegszustand nicht geboten ge- jüngsten Jahrgang vorläufig zu Hause lassen und den ältesten mög wesen sei, sondern daß man sich auf die Grenzprovinzen hätte lichst vom Unterricht befreien. Wieder von einer anderen Seite beschränken und im übrigen volle Preßfreiheit hätte gewähren wurde dieser Vorschlag als bedenklich bezeichnet. Ein Beschluß wurde follen. Nur in zwei Bunften ist nach Auffassung der Kommission nicht gefaßt, der Kultusminister hat also freie Hand. int Interesse der Kriegführung die Zenjur für den ganzen Eine Polen debatte riefen die wieder in den Etat ein Imfang des Staates zu Recht eingeführt worden, nämlich mit gestellten Ostmarkenzulagen und die staatlichen Aufwendungen zur Bezug auf die volle Wahrung der Bedürfnisse der Landes- Förderung des deutschen Unterrichts in den östlichen Landesteilen verteidigung und mit Bezug auf die volle Wahrung des hervor. Der Pole, unterstützt von dem Sozialdemokraten und einigen inneren Friedens. Diese beiden Punkte bilden zugleich aber anderen Kommissionsmitgliedern, beantragte die Streichung dieser auch die Schranken; über deren Grenzen hinaus darf die Positionen, sein Antrag wurde jedoch mit großer Mehrheit abPreßfreiheit nicht beschränkt werden. Von diesen Er- gelehnt. Sounabend, 27. Februar 1915. eine amtliche Feststellung des Börsenpreises nicht stattfindet, dürfen in öffentlichen Bekanntmachungen oder in Mitteilungen, die für einen größeren Kreis von Personen bestimmt sind, zahlenmäßige Angaben darüber, welcher Preis für den Umsatz des Wertpapieres in Betracht kommt, insbesondere zahlenmäßige Angaben, die als Anhalt dafür dienen, zu welchem Preise das Wertpapier in lester Zeit gehandelt worden ist, nicht gemacht werden. Dies gilt auch für zahlenmäßige Angaben über Beränderungen der Preise. Ferner ist verboten, sich in öffentlichen Bekanntmachungen oder in Mitteilungen, die für einen größeren Kreis von Personen beftimint sind, zu Anaben der im Absah 1 bezeichneten Art zu erbieten. Der Reichskanzler kann Ausnahmen zulassen. Verboten sind danach nicht nur„ öffentliche Bekanntmachungen", wie z. B. Mitteilungen in der Tages- und Fachpresse, Anschläge in den Schaufenstern und anderen jedermann zugänglichen Anfündigungen, sondern auch Mitteilungen, die für einen größeren Kreis von Personen bestimmt sind". Es fallen darunter alle an eine Mehrheit von Personen gerichteten Kundgebungen, wie z. B. Kurszettel, Prospekte, Berichte und Ankündigungen, die der Kundschaft zugesandt werden, Anschläge oder Auslagen in den der Kundschaft zugänglichen Geschäftsräumen. Dagegen werden Einzelmitteilun gen, die im geschäftlichen Verkehr des Banfiers aus besonderer Veranlassung einem bestimmten Kunden gemacht werden, von dem Berbot nicht betroffen. Gleichzeitig mit der Verkündung des Verbots hat der Reichsfanzler folgende Ausnahme zugelassen: Bekanntmachungen oder Mitteilungen über Kurse aus ländischer Börsen für Wertpapiere, Geldsorten, Noten, Wechsel, Schecks und Auszahlungen sind bis auf iveiteres zulässig. Indianerunruhen. London, 26. Februar.( W. T. B.)„ Daily News" berichtet aus New York: Aus Denver wird gemeldet, daß in dem Indianer wägungen ausgehend hat die Budgetkommission der Regie- Auf allseitige Zustimmung stieß die Anregung des sozialdemo- Reservat an der Grenze des Staates 1 ta h ernste llnruhen rung gegenüber die Erwartung ausgesprochen, daß fie fratischen Mitgliedes, auf weiteren Ausbau des Kinderhort- ausgebrochen sind. Mehrere Gefechte haben stattgefunden, in denen dafür sorgen werde, daß die Zensur fortan sich auf wefens, das gerade jetzt in der Striegszeit von besonderer Be ein Weißer getötet worden ist. Die Stadt Bluff ist von den friegedie volle Sicherung der Interessen der Landesverteidi- deutung sei. Weniger Glüd haite unfer Genosse mit seiner Kritik rischen Indianern umzingelt; alle Verbindungen sind abgeschnitten. ging und die volle Wahrung des inneren Friedens des bekannten Ministerialerlasses, der sich gegen den Besuch höherer Man befürchtet ein Massafer; Truppen eilen zur Hilfe dorthin. beschränke. Man war ferner allgemein der Ansicht, Lehranstalten seitens solcher Kinder richtet, deren Eltern Angehörige daß es ein ungesunder Zustand ist, wenn die Zensur ungleich eines mit uns im Kriegszustand lebenden Staates sind. Der Erlaß mäßig gehandhabt, wenn in dem einen Landesteile verboten hat bekanntlich in der Praxis zu großen Härten geführt; abgesehen wird, was in dem anderen gestattet ist. Sind doch sogar davon muß seine Aufhebung aber auch aus grundsätzlichen Er.) Fälle zu verzeichnen, wo selbst innerhalb eines Armee- wägungen gefordert werden. Der Kultusminister will davon jedoc Kommandobezirks in dem einen Ort gestattet ist, was in dem nichts wissen, er erflärte, daß er die Verfügung im allgemeinen auf anderen verboten wurde. recht erhalte, da der ganze Unterricht„ patriotisch" zugespitzt sei, daß sie aber im einzelnen so weitherzig wie möglich angewandt werden Großen Unwillen erregte in der Kommission die völlige Unterdrückung jeder Erörterung positiver Friedensbedingungs- solle. vorschläge durch die Zensur. Man leitete daraus mit Recht Die amerikanische Einwanderungsvorlage. Kn. New York, 5. Februar 1915. Der Präsident Wilson hat über die reaktionäre Mehrheit des Kongresses gesiegt. Wie schon gemeldet, hatte er in einer prächtigen Kundgebung sein Beto gegen die Einwanderungsvorlage eingelegt, nach deren Bestimmungen das Asylrecht abgeschafft und die Einwanderung von Analphabeten verboten worden wäre. Eine Zweidrittelmehrheit des Kongresses wäre notwendig gewesen, um die Vorlage über den Kopf des Präsidenten hinweg zum Gesetz zu erheben. Fast wäre es geIungen, eine solche Mehrheit zusammenzubringen; denn der Einspruch Wilsons wurde nur mit einer Mehrheit von fünf Stimmen aufrechterhalten. Die knappe Mehrheit rührte von der fieberhaften Agitation her, die für die Vorlage betrieben wurde. Namentlich Herr Gompers, der Vorsitzende des amerikanischen Arbeitsbundes, machte sich in der Reihe der Reaktionäre bemerfdie Befürchtung her, daß bis gunt Friedensschluß Beschäftigung von Kriegsgefangenen in der Industrie. das deutsche Volk der der freien Meinungsäußerung über Die Elbinger Zeitung" teilt mit: 50 friegsgefangene die Friedensbedingungen beraubt werden fönne. Die Franzosen sind seit kurzem in der Waschinenfabrit von Kommission profestierte gegen diese diese Mundtotmachung. Somnick( Elbing) beschäftigt. des Volkes und verlangte im Gegenteil, daß ihm Gelegenheit gegeben werden müsse, seinen Willen und seine Meinung über Zwangsweise Einführung der Jugendwehren? die Friedensbedingungen entscheidend in die Wagschale zu verfen. Das klingt recht verheißungsvoll und könnte auf den In Mainz waren am 22. Februar die Leiter der rheinhessischen ersten Blick den Anschein erwecken, als ob plötzlich das Jugendwehren zusammen. Der Führer des Mainzer Jungbataillons, preußische Abgeordnetenhaus sich zum Vorkämpfer für die Hauptmann van Endt, beklagte sich darüber, daß viele junge Leute freie Meinungsäußerung in Deutschland aufgeworfen hätte. fein Verständnis für den Wert der Jugendwehren hätten. Sonst Wenn man den Dingen auf den Grund geht, dann kommt würden sie sich freiwillig den Jugendwehren anschließen. Auch der man freilich zu einem anderen Urteil, dann erkennt man, daß Vorsitzende des Jungdeutschlandbundes in Hessen, Generalmajor von es sich im wesentlichen nur darum handelt, der Propaganda Heyl, war unzufrieden und sprach sich für die zwangsweise bar. So gab er am Tage vor der Abstimmung eine Sonderfür eine Anmerionspolitik die Bahn zu ebnen. Einführung der Jugendwehren aus. Die gleiche Forderung Diese sonderbaren Vorfämpfer für Prefreiheit behaupten erhob Profeffor Peters( Worms), und alle Diskussionsredner unter ausgabe seines Blattes heraus, in der er die Bill verteidigte. Den Ausschluß der Analphabeten bezeichnet er als„ das nämlich, daß die Presse ungehindert durch die Zensur für stüßten diese Ansicht. Es sollen zur Erreichung dieses Zieles weitere praktischste, vorteilhafteste und geeignetste Mittel", um das schleunigen Frieden und gegen jede Landerwerbung eintreten Schritte getan werden. „ Ideal" der Befürworter der Einwanderungsbeschränkung dürfe, daß sie in diesem Sinne flau machen dürfe, daß man aber die gegenteilige Meinung nicht zu Worte kommen lasse Sparfames Umgehen mit dem Brot im Herre. 31 erreichen. Er malte die Gefahr an die Wand, die den Bereinigten Staaten nach dem Krieg durch einen gewaltigen 31und daß daraus im Auslande der Schluß gezogen werden Die Heeresverwaltung läßt es sich angelegen sein, stromt schwacher und invalider Menschen entstehen könnte, könne, daß das, was zweifellos nur die Ansicht einer ver- auf ein sparsames Umgehen mit dem Brot bei den Soldaten hin verschweigt aber dabei, daß derartige Einwanderer schon nach schwindenden Minorität" ist, die Auffassung des ganzen preußi- zuwirken. Der Tagessatz an Brot für die Truppen des Bejazungs- den bestehenden Gesezen ausgeschlossen werden können. Das schen und deutschen Volfes sei. Den Beweis dafür, daß tatsächlich nur heeres ist herabgejezt worden. Auch soll jest in den Kasernen das Sonderbarste an dieser Sache ist, daß es Herr Gompers ist, eine verschwindende Minorität des Boltes gegen eine Anmerions Brot nach Bedarf in der Weise verausgabt werden, daß nicht jeder der selbst ein Einwanderer ist, der sich so heftig für die Bepolitik ist, ist die Kommission schuldig geblieben, sie wird ihn einzelne Mann ein ganzes Brot erhält, sondern indem die auf schränkung der Einwanderung ins Zeug legen muß. Ein auch schwerlich erbringen können. Bir, die wir die Volks- einer Stube zusammenliegenden Mannschaften gemeinschaftlich ein amerikanisches Blatt bemerkt dazu, daß es der Feder des stimmung kennen, sind entgegengesetter Meinung. Die Mehr- oder mehrere Brote empfangen; erst nachdem dieses Brot verzehrt großen Humoristen Dooly bedürfe, um diese Satire in den heit der Abgeordneten mag einen anderen Standpunkt ein ist, wird nenes geliefert. Dadurch wird das lebrigbleiben von richtigen Farben auszumalen. nehmen, aber hinter dieser Mehrheit steht dant dem Drei- Einzelresten vermieden, und es steht zu erivarten, daß dieses VerDer Kampf für die Vorlage wurde unter dem Deckmantel, flassenwahlsystent nur eine verschwindende Minderheit der fahren, das auch in den Lazaretten eingeführt ist und sich dort die Qualität der Einwanderung zu heben, geführt. Bon der Wähler. bewährt hat, zu einer erheblichen Ersparnis an Brot führen wird. Abschaffung des Asylrechts hörte man kein Sterbenswörtchen; Die Regierung ließ in der Kommission erklären, daß sie Die in Bürgerquartieren mit Verpflegung untergebrachten und doch war gerade dies die einschneidendste Neuerung, wic grundsätzlich das Recht des deutschen Volfes anerfenne, bei Soldaten haben sich mit der Soft der Quartieswirte zu begnügen; der Präsident Wilson in seinem Einspruch hervorhob. Wie den Friedensbedingungen mitzusprechen, aber diese Meinungs- an Brot erhalten sie demnach keinen größeren Satz, als jetzt allge- leicht fann Amerifa wieder in die Lage kommen, den gehetzten äußerung solle erst bei Eintritt in die Friedensverhandlungen mein für die Zivilbevölkerung vorgesehen ist. freigegeben werden. Dieser Zeitpunkt erschien der Kommission Den Kriegsgefangenen wird nicht mehr Brot gewährt, Freiheitskämpfern Europas ein Unterkommen zu gewähren! Die Zeit ist leider in Europa noch nicht vorbei, in der dic ein viel zu später. Soweit allerdings wollte man nicht gehen, wie der Zivilbevölkerung zusteht. Besten der Völfer vor dem Galgen und der Berfolgung der daß man wie es von sozialdemokratischer Seite verlangt Thrannen fliehen müssen. In Rußland hat die Verfolgung wurde jeht bereits völlige Freiheit der Meinungsäußerung zurzeit sogar mit erneuter Stroft eingesetzt. Wohin sollen sich über die Friedensbedingungen gestattete, aber darin war die die Verfolgten wenden, wenn sie sich in den gewöhnlichen ZuSłommission sich einig, daß die Freigabe so zeitig erfolgen Als Anhalt zur Ermittelung der llebernahmepreise für fluchtsstätten, deren Regierungen mit dem 3arismus bermüsse, daß die öffentliche Meinung bei den Friedensverhand Schweine im Enteignungsfalle sind vom Bundesrat be- bindet sind, nicht mehr sicher fühlen fönnen? Und nun sollte Iungen voll zur Geltung gelangen kann. kanntlich die Preise an den letzten beiden Hauptmarkttagen im ihnen auch Amerifa versperrt werden! Diese Auffassung hat sich schließlich auch die Regierung zu anuar 1915 des Marktes des städtischen Viehhofes in Berlin be eigen gemacht, sie wird also zu der ihr genehm erscheinenden stimmt worden. Die„ Allgemeine Fleischer- Zeitung" weist nun vielen Fällen wie eine Verweigerung des Asylrechts gewirkt. Januar Auch die Bestimmung gegen die Analphabeten hätte in Zeit die freie Meinungsäußerung gestatten. Wir haben alle Veranlassung, schon seht nachdrücklichst darauf hin, daß an den genannten beiden legten Hauptmarkttagen Denn unter den Einwanderern der letzten Jahre befanden sich die Aufhebung der Zensur und die völlige Freigabe im Januar 1915 auf dem Berliner Viehmarkt für Schweine bis sehr viele polnische und russische Juden, die die brutale Ver100 Kilogramm Lebendgewicht( Klasse d) folgende Preise pro jeder Meinungsäußerung zu fordern. Die trieben. Nach den hier einlaufenden Berichten haben augenRegierung braucht nicht zu fürchten, daß dadurch Deutschland 100 fund notiert wurden: am 27. Januar Lebendgewicht 64-70, folgung der zaristischen Schergen aus der alten Heimat verden feindlichen Auslande gegenüber geschädigt wird. So viel Schlachtgewicht 80-87 M.; am 30. Januar Lebendgewicht 64-70, blicklich die Juden Bolens und Litauens entsetzliche Leiden auszuhalten. Viele der Ueberlebenden werden zweifelsohne Verantwortlichkeitsgefühl befigt jeder Redakteur, namentlich Schlachtgewicht 80-88 M. Diese Preise, die recht hoch sind, gelten nur für Zwangsläufe nach dem Kriege in Amerika Zuflucht suchen. Und nun wollte jeder sozialdemokratische Redakteur, daß er nichts veröffent der Sommunen. Im freien Verkehr stellen sich die Verkaufspreise man diesen Unglücklichen, von denen viele des Schreibens und licht, was eine solche Wirkung auslösen könnte. bekanntlich noch höher. Nicht um einzelne Mißbräuche und Verfehlungen der Zensur handelt es sich, sondern um das System, das zu be feitigen eines reifen Volfes und einer starken Regierung ivürdig wäre. Paul Hirsch. Mitglied des Hauses der Abgeordneten. Politische Uebersicht. Der Verkauf von Brot in den Kantinen ist verboten worden. Schweinepreise. Lesens unfundig sind, die Pforten der großen Republik der religiös und politisch Berfolgten vor der Rase zuschlagen! Hermes gestorben. Die letzte Statistik über Einwanderung zeigt, daß von Wie die„ Kreuz- Zeitung" meldet, ist ihr früherer Chefredakteur, Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat und Ministerial- den feit 1899 eingewanderten 1 121 159 Juden 24.6 Bros. direktor a. D. Dr. Justus Hermes, Freitag früh im fast beten unter den Bortugiesen, es waren 63.4 Bros. Auffallend Analphabeten waren. Am zahlreichsten waren die Analphavollendeten 62. Lebensjahre plöglich am Herzschlag verschieden. gering ist die Zahl der des Lesens und Schreibens unfundigen Verbot von Mitteilungen über Preise von Wertpapieren. Chinejen; unter 28 221 Chinesen gab es nur 2352 oder 8,4 Proz. Analphabeten. Die wenigsten Analphabeten kamen Berlin, 26. Februar.( W. T. B.) Der Bundesrat hat ein er von den nordwestlichen Zeilen Europas. Von den deutschen bot betreffend Mitteilungen über Breife von Wertpapieren Einwanderern( seit 1899: 866 209) waren 5,3 Proz., von den usw. erlassen, dessen lebertretung mit Geldstrafen bis zu 1000 M. oder mit Haft oder mit Gefängnis bis zu sechs Monaten französischen( 159 246) 7 Proz., von den böhmischen( 111 066) geahndet wird. Die wichtigste Bestimmung dieses Verbots hat 1,6 Proz., von den irischen( 251 476) 2,5 Proz., von den skandinavischen( 669 784) 0,6 Proz. und von den englischen ( 526 383) 1,1 Proz. Analphabeten. Die deutschen Ziffern werden wohl kaum stimmen, es sei denn, daß aus Deutschland Der Kultusetat in der Budgetkommission. Die verstärkte Budgetkommission des preußischen Abgeordneten Hauses beriet am Freitag den Kultusetat. Wenn auch in diesem Jahre die üblichen grundsäßlichen Erörterungen unterblieben, so wenn die Debatten doch in mancher Hinsicht von Bedeutung. Wir folgenden Wortlaut: heben daraus zunächst die Erklärung der Fortschrittlichen Volkspartei zum Fall Traub hervor: Solange für ein Wertpapier, das an einer deutschen Börje zum Börsenhandel zugelassen ist, infolge des gegenwärtigen Krieges Gültige Gemeindevertreterwahl. ein biel höherer Prozentjak Analphabeten ausgewandert wäre I was ber eigentliche Zwed und das Ziel des Generalftreits in wie zum Beispiel aus England. Bielleicht hat man zu den Petersburg( im Juli vorigen Jahres) war, und der der sozialdemo Nach heftigen Kämpfen eroberten unsere Genossen im März Deutschen viele Osteuropäer gezählt. Man kann nämlich im fratischen Arbeiterbewegung so fern stand, daß er beispielsweise 1918 in dem bei Danzig gelegenen großen Dorfe Obra weitere Auslande sehr häufig die Beobachtung machen, daß sich Per- daß die beiden sozialdemokratischen Arbeiterzeitungen bei Beginn Die Wahl wurde jedoch für ungültig erklärt, weil angeblich die Auslande sehr häufig die Beobachtung machen, daß sich Ber- nicht wußte was jedem organisierten Arbeiter belannt war zwei Siße in der Gemeindevertretung mit erheblicher Mehrheit. sonen aus Osteuropa, die auf ihrer Wanderung zuerst nach des Generalstreits von der Polizei unterdrückt wurden. Die zwei Wählerliste, die vorschriftsmäßig ausgelegen hatte, ungenügend Deutschland kommen und dort die Sprache lernen, einfach fleinen Blättchen schreibt er wegwerfend die vor dem Aus- gewesen sein sollte. Steuerdings hat die Gemeindevertretung die als Deutsche bezeichnen, wenn sie weiter nach Westen rücken. stand fchließlich noch zu bekommen waren, hatte der Geldmangel Wahl der Genossen Brill und Ortscheid für gültig erklärt. Stamentlich Arbeiter bedienen sich dieser Kleinen Kriegslist; ober die Polizei unterdrückt." denn die Fähigkeiten des deutschen Arbeiters werden überall Die Humanité" im Striege. geschätzt. Mit dem Siege des Präsidenten ist die Gefahr, die von der Einwanderungsvorlage drohte, jedoch noch nicht beseitigt. Die Befürworter der Vorlage sind sehr beharrlich. Sie haben schon angekündigt, die Vorlage in der nächsten Session wieder cinzubringen. Erwiderung. Was die angebliche Verfolgung der deutschen Arbeiter durch ihre ruffischen Klaffengenoffen betrifft, so steht die Beweisführung" des Genossen Kummer auf ebenso schwachen Zum erstenmal seit dem Beginn des Krieges veröffentlicht die Füßen. Er hatte in seinem Artikel gefchrieben: Von ihren Sumanité" am 15. b. t. wieber eine Aufstellung über ihre Vertafsengen offen, von denen sie in den Tagen der Trübfal breitung. Sie umfaßt nur das Seine- Departement. Man muß wohl Beistand erwarten durften, empfingen fie Flüche und wohl annehmen, daß der Verlust in der Provinz groß geweſen ist, schlimmeres." Worauf stützte sich diese wahrhaft ungeheuer- da gerade die großindustriellen Departements offupiert oder Kriegsliche Anschuldigung? Erstens auf Mitteilungen der bürgerschauplatz sind. Indes ist für die finanzielle Situation die Provinglichen Bresse( die naturgemäß ein Interesse hatte, den Nationalhaß auflage, an der fein Gewinn erzielt wird, nicht von Bedeutung. anzustacheln und vereinzelte Fälle zu verallgemeineru), zweitens auf Das Jahr 1914 hatte infolge der Vergrößerung des Blattes Erzählungen deutscher und österreichischer Arbeiter und Angestellten einen außerordentlichen Aufschwung gezeigt. Bon 46 328 im Ja aus Petersburg, Moskau, Riga uftv. auf der amerikanischen Bot- nuar stieg der Abfab auf 66 575 im Juni. Ja Juli betrug er schaft. Sie wären, so berichtet Kummer, von Unternehmern wohl infolge der beginnenden Ferienzeit 64 174. Dann begann Der Artikel des Bortvärts" in seiner Nr. 54: Ein Bericht ielbst oder auf Verlangen ihrer Kollegen stehenden der mit Einberufung der Reservejahrgänge rasch fortschreitende Fußes entlassen worden. über die Lage in Rußland, nötigt mich, folgendes zu erhellung leineswegs bazu berechtigt, der ruffifchen Arbeiter- bic Berkleinerung des Blattes auf 2 Serien- und zweifellos der Abgesehen davon, daß diese Dar- Abfall bis auf 24 915 im Dezember. Mitgespielt hat natürlich auch an sich böchst be Tod Jaurès, dessen Leitartikel dem Blatt eine Leserschaft weit Die beiden ruffifchen Delegierten, die in diesem Artikel fprechen, haft die Berantwortung für diefe au wenden sich gegen meinen Aufiaz in der„ Metallarbeiter bauerlichen Vorgänge aufzubürden, geht aus dem oben an- über den Streis der sozialistischen Arbeiterschaft hinaus gesichert Zeitung": Russische Arbeiter vor und beim geführten Schreiben des Genossen Kummer nicht hervor, inwiefern hatten. Jeht erscheint die Humanité" wieder vierseitig und die Kriegsausbruch, der persönliche Erlebnisse zur Zeit des die auf Grund einer Untersuchung abgegebene Erklärung der Auflage hat sich im Januar wieder auf 27 900 gehoben. Die Redaktion gibt zu, daß bei dem Verlust auch der Umstand Kriegsbeginns in Petersburg, harte Tatsachen enthält. Sie be- beiden Petersburger Delegierten, daß die Arbeiter lediglich in einigen streiten, daß damals unter der Petersburger Arbeiterschaft patriotische Fabriken die Entfernung der besonders berhaßten Meister ge- mitgespielt habe, daß das Blatt den in Frankreich politisch noch Stimmung geherricht habe, die Demonstrationen feien vom Böbel fordert hätten, nicht sehr wahrscheinlich sei. Richtig ist allerdings, wenig erzogenen Frauen zu wenig biete. Vielleicht noch stärker gemacht worden. Das ist in dieser Allgemeinheit unrichtig. An- daß es für die Betroffenen kein Troft ist, daß ihre Entlassung nicht dürfte sich aber die Tatsache geltend gemacht haben, daß der Franfänglich bildete diese Menschenforte sicherlich die friegschreienden auf den Nationalhaß, sondern auf einen sozialen Konflikt zurück- zofe im allgemeinen sein Blatt nicht abonniert, sondern einzeln Haufen, dann aber famen auch Arbeiter hinzu, was in meinem Auf- zuführen ist. Für uns Außenstehende jedoch, für die deutsche Arbeiters fauft, so daß sich die Gewöhnung an eine bestimmte Zeitung in fazz in der M.- 3tg." ja auch gejagt ist: flasie, ist es nicht unwesentlich zu erfahren, welche sozialen Ursachen der Familie seltener einstellt. Denn ebenso toie die widern: „ Anfänglich bestand, wie ich mich allabendlich überzeugen zu ben vereinzelten Ausschreitungen ruffifcher arbeiter gegen Die ſozialistische Bewegung in Griechenland. fonnte, der Kern des nach Krieg schreienden Haufens aus Stu- deutsche Angestellte geführt haben. benten, Kaufleuten und dergleichen, die Schale aus Ballonmügen, Verallgemeinerungen und Uebertreibungen, wie sie beispielsweise in Aus Athen kommt die Nachricht, daß seit kurzem dort ein neues Bopen und Gassenjugend. Doch das änderte sich schnell... dem Artikel Kummers zum Durchbruch kommen, lediglich die Be- fozialistisches Wochenblatt Socialismus" ericeint. Das Blatt wie Am Abend des 29. Suli marschierten Arbeiterhaufen, die nach ziehungen zwischen der deutschen und der russischen Arbeiterklasse auch die Bartei, welche ebenfalls jüngeren Datums ist, stehen in ihrer Sleibung zu urteilen, zur gutbezahlten Fabritarbeiterschaft zu vergiften geeignet sind, müssen die auf die Aufklärung der scharfem Gegensatz zu der gemäßigteren Arbeiterpartei, als derent gehörten... nach dem Newsfi, wo sie sich dem vor der Rebattion in Frage kommenden Vorfälle gerichteten Bemühungen unserer Führer der ehemalige Abgeordnete Drakoulès auch im Auslande der„ Betscherneje Wremja" harrenden Menschenhaufen anschlossen russischen Parteigenossen, die vom ersten Augenblid an bekannt ist. Diefe Partei bat ebenfalls ein Wochenblatt(„ Erevna"). gegen die Deutschenverfolgungen und nach der Kasanschen Kathedrale zogen." Stellung Die neue Partei verfügt über eine gute Organisation besonders in Die Wahrheit des legten Sages bestreiten nun die beiden nahmen und ihren deutschen Arbeitskollegen mit Rat und Tai der Hafen und Tabalindustriestadt Saloniti. Auch die dortigen russischen Delegierten; fie nehmen zu meiner Entschuldigung an, beistanden, das Ihrige beitragen, das Band ber internationalen recht zahlreichen Gewerkschaften sind ihr angeschlossen. Stummer war wahrscheinlich, wie es Ausländern bei furzem Aufent- Brüderlichkeit zwischen der Arbeiterklasse aller Länder wieder fester halt in einem fremden Lande be leicht paſſiert, nicht imstande, den zu knüpfen. schlechtangezogenen Böbel... von den industriellen Arbeitern zu unterscheiden, die im großen ganzen friegsfeindlich waren." Ich darf diese auf Roften meines Unterscheidungsvermögens ge machte Erklärung schon deswegen nicht gelten laffen, weil es äußerst bedenklich für meine Petersburger Klassengenossen wäre, wenn ein furzer Aufenthalt" von drei Monaten ein zwölfwöchiges Betrachten der Arbeiter in ihren Vierteln, an den Fabriten, beim Generalstreif nicht genügte, fie von dem schlecht angezogenen Böbel" zu unterscheiben. Aus der Partei. Angriffe auf den„ Borwärts". Seit einiger Zeit macht sich in einigen Bartettreisen eine gewisse Hege gegen den„ Borwärts" bemerkbar: der Vorwärts" habe seine Pflicht als Zentralorgan nicht erfüllt, da er nicht den Standpunkt der Fraktionsmehrheit bertreten habe. Neuerdings hat sich die Chemnitzer Boltsstimme" dieser Frage mit besonderem Eifer angenommen, getviß weil fic wegen der konfequenten Wahrung der sozialdemokratischen Grund säge im Frieden wie im Kriege sich besonders dazu berufen glaubt. Einfluß des Borwärts" auf Berlin und auf das Ausland beklagt wird. Der„ Borwärts" werde braußen allein beachtet, und das Bild, das man sich nach dem„ Vorwärts" von der deutschen Sozialdemokratie mache, entspräche nicht der Wahrheit. Die beiden ruffischen Delegierten behaupten dann in dem Borwärts artifel, die sozialdemokratischen Arbeiter versuchten auf eigene Faust gegen die patriotischen Demonstrationen. Gegendemonstrationen zu organisieren". Ein solcher Versuch, ber damals, als die mordspatriotische Bestie durch die Sie veröffentlicht neuerdings wieder eine Zuschrift, worin der schlechte russischen Gaffen heulte, außergewöhnlichen Mut heiichte, ist über alle Maßen erfreulich; freilich, noch erfreulicher wäre es für uns Deutsche Genossen und Landsleute, die wir in der Menschenfalle Petersburg steckten, geweien, wenn wir damals schon etwas davon gehört, gemerkt hätten. Wir ersehnten fie inbrünstig, wir erwarteten sie sicher; ich hätte gerne daran teilgenommen und über sie berichtet. Aber es ist leicht möglich, daß in einer solchen Großstadt eine Anzahl Leute, auch wenn sie ständig auf den Beinen find, friegsfeindliche Demonstrationen übersehen. Barteiliteratur. Seft 21 der„ Reuen Zeit" vom 26. Februar hat folgenden Juhalt: Dem Andenten Dimitrij Dahovits. Von 8. Topalovits. Der englische Handelskrieg. Von Auton Hofrichter. Die Situation in der Metallindustrie während des Krieges. Von Adolf Cohen. Striegsgeschichtliche Streifzüge.( XII.) Von Fr. Mehring. Die Boltsernährung im Kriege. Bon Emamuel Wurm. Gewerkschaftliches. Ein Versuch am untauglichen Objekt. Der Erfüllung ihrer Aufgaben in den Weg gelegt wurden, Unter den Schwierigkeiten, die den Gewerkschaften bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in den Weg gelegt wurden, spielte neben dem§ 153 der Gewerbeordnung in der letzten Zeit vor dem Seriege auch die Entschädigungsflage Niemals hätte die verhängnisvolle Täuschung des sozialistischen cine immer größere Rolle. Der Arbeitswillige", der sich Auslandes über die Bedeutung der Liebknechtschen Schwarmgeifterei terrorisiert" fühlte, machte gegen die Organisation oder so vollkommen sein tönnen, wie sie ist, wenn das Zentralorgan" deren Vertreter eine Entschädigungsflage anhängig, urd nicht mit den Mehrheiten der Neichstagsfraktion, des Parteiausschusses und felten erzielte er den Erfolg, daß ihm für die Zeit, in der er der Parteiblätter einig und tätig gewesen wäre. Aber weil es, nicht arbeitete, eine größere Summe gezahlt werden mußte. mildest ausgebrüdt, läisig war, fonnten jene irrigen Anschauungen Von diesem Fortschritt in der Rechtsprechung wollte auch der auffommen, fonnten sich bei uns einige Stonventikel in Grotischler Georg N. in 2eipzig profitieren. Er war Berlin auftun und, wie schon so oft in früheren Tagen, unter der Das Urteil über die Berliner Parteigenossen brauchen wir wohl nur bekanntzugeben, ohne es fritisieren zu müssen. Die beiden russischen Delegierten berichtigen die von mir behauptete Berfolgung deutscher Arbeiter durch ihre russi schen Klaffengenossen dahin, es seien dies teine Arbeiter, sondern Meister gewesen. Dagegen will ich nichts eintenden, da es wohl möglich ist, daß in Rußland die Leute, die neben den paar Meistern schlecht informierten Schar der Nur- Vorwärtslefer ihre Anhänger unter Umgehung der vertraglichen Arbeitsvermittelung in und Technifern über ihre durch russische Arbeiter geforderte Ent- verben. Bei der Eigenart des Berlmer Parteilebens haben es Arbeit getreten. Der Vertrauensmann des Verbandes im dann diese kleinen Scharen in der Hand, den Willensausdrud Betrieb stellte ihn wegen seiner Organisationszugehörigkeit Taffung flagten, unter den Begriff Meister" fallen; denn es waren, wie ihre Antwort auf meine Fragen nach ihrem Lohn- und Arbeits- der Berliner Parteigenoiienichaft zu formulieren, Delegierte zur Rede und empfahl ihm schließlich, auf dem Bureau des verhältnis erraten ließ, hochqualifizierte, gutbezahlte Handwerker. wählen und sie auf bestimmte Beschlüsse festlegen zu lassen. Verbandes den Nachweisschein zu holen, der auch Unorganiwährend Aber Daß Berlin in allen Parteidiskussionen die Behauptung der beiden ruinischen Delegierten muß gegen mehr fierten dort anstandslos ausgefertigt wird. N., der sich als ich mich wenden, daß die Entlassung dieser Meister verlangt worden als eines Jahrzehnts auf der reaktionären( fälschlich fei, weil sie zur Zeit der Revolution gemeine Handlungen gegen ihre rubital" genannten) Seite lag und sich erst in neuerer Zeit dant" Syndikalist" bezeichnet, lehnte aber grundsäglich ab, fich in russischen Kollegen verübt hätten. Fast alle die Deutichen, der rübrigen Tätigkeit einer Handvoll tüchtiger die zwischen den beiderseitigen Organisationen vereinbarte auf deren Aussagen ich meine Darlegung in der Metallarbeiter- und verständiger Männer ein wenig von der platten Ordnung zu schicken. Da die Arbeiter des Betriebes mit ihm Beitung stützte, waren zur Zeit ber Revolution noch demagogischen braie losgemacht hat, ist im wesent- deswegen nicht zusammen arbeiten wollten, wovon der Bergar nicht in Rußland. Damit foll jedoch nicht bestritten lichen der Unzulänglichkeit des örtlichen Parteiorgans zuzu trauensmann A. dem Werfführer Mitteilung machte, schreiben." sein, daß nicht irgendwo die Entlassung deutscher Meister oder berwurde N. noch) am gleichen Tage entlassen. gleichen wegen ihrer Missetaten zur Zeit der Stevolution beim KriegsEr reichte eine Denunziation gegen A. ein und erreichte ausbruch von den russischen Arbeitern gefordert und durchgesezt auch, daß dieser wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbeworden wäre. Allein, sehr wahrscheinlich ist dies nicht. Denn selbst Was aber das Ausland anlangt, haben wir die Neberzeugung, ordnung zu 6 Tagen Gefängnis verurteilt wurde. Um aus bei der„ breiten ruffifchen Natur" ist nicht leicht anzunehmen, daß daß wir durch unsere Haltung sowohl der deutschen Partei und dem der Affäre auch einen materiellen Gewinn zu ziehen, ſtrengte sie einen tiefen Grimm gegen Meister und Kollegen ein Jahrzehnt deutschen Wolle als auch der Internationale einen guten und nüg er eine lage gegen den Deutschen Holzயம் betoahrt und ihn dann noch in Taten umsetzt. Jedenfalls", be Nichts hat mehr die Feind- arbeiterverband an auf Zahlung von 265,20 V. haupten die beiden russischen Delegierten weiter, handelte es sich lichen Dienst erwiesen haben. mur des feindlichen, Schadenersak, weil er angeblid) nach jenem Vorfall hier nicht um den Nationalhas, sondern um die Austragung Schaft des Auslandes angefacht( nicht Soll damit die Berfolgung der fondern auch des neutralen) nichts hat mehr dazu beigetragen, den 81% Wochen lang feine Arbeit gefunden habe. Diese Klage Deutschen in ein milderes Licht gelegt werden? Ein Trost fann es Strieg draußen zu einem populären zu machen, als gewisse überhiste suchte er mit der Behauptung zu stüßen, der Vorstand des für die Betroffenen, worunter fich deutsche( und österreichische) Ge- nationalistische Ausschreitungen in der deutschen Bresse, von denen sich Verbandes habe eine generelle Antweisung herausgegeben, noffen befinden, doch sicherlich auch nicht fein, wenn sie vernehmen, auch einige sozialdemokratische Organe, und von diesen vor allem das nach welcher die Verbandsmitglieder durch Weigerung des daß ihr hinauswurf aus Arbeit und Brot nicht auf Rationalhaß, Chemnizer, nicht freizuhalten wußten. Darüber hat ja Genosse Susammenarbeitens mit Unorganisierten deren Entlassung fondern auf die Austragung eines sozialen Konfliktes" zurück- Ed. Bernstein bereits in ausgezeichneter Weise das nötigste herbeiführen sollen. Da für diese unsinnige Behauptung Es läßt sich schließlich erklären, daß die ruffifchen Arbeiter den gefagt und in jüngster Zeit hat das Genosse Eisner an einem auch nicht die Spur eines Beweises zu erbringen war, wurde mit ihnen angestellten Deutschen nicht grün sind, denn nicht selten fonkreten Beispiel ausgezeichnet nachgewiesen. Indem der„ Vorwärts" N. vom Amtsgericht in Leipzig abgewiesen. sind sie Meister oder Vorarbeiter, die andern nehmen nachgerabe sich dessen enthalten hat, hat er nicht nur seine sozialistische Pflicht Nun strengte er eine lage gegen den Ver immer die hochbezahlten Bläge ein; dann betätigen sie die in der erfüllt, sondern auch, was an ihm lag, verhütet, daß der Haß gegen trauensmann A. an, der ihm die gewünschten 265,20 M. deutschen Ordnung gewordenen Eigenschaften, die der russischen Deutschland noch vermehrt werde. zahlen sollte. Das Amtsgericht erklärte auch diesen Anspruch Natur nun einmal nicht zufagen. Desfenungeachtet hielt und halte Im übrigen enthält die Zufchrift noch ein sehr wegwerfendes für berechtigt. Durch die Verurteilung des A. wegen Verich die Berfolgung der deutschen Meister usw. besonders in diefer Urteil über die Fähigkeit der Vorwärts"-Redaktion. Das ist nichts gehens gegen§ 153.G.O. jei erwiesen, daß er den N. zum Striegszeit für höchft bedauerlich; ihre Wirkung werden wir noch zu Neues und wir sind die letzten, die bestreiten wollten, daß an der Eintritt in den Verband habe bewegen wollen. Er habe sich spüren bekommen. Um einer Wiederholung vorzubeugen, als stille Warnung, babe ich diese unbestreitbaren Ausgestaltung des Blattes nicht noch manches zu beffern wäre. bes Werfführers als Mittel bedient, einen Drud auf N. ausAber wir wiffen auch, daß die Klage über die Unfähigkeit regel regel- bes Tatsachen damals veröffentlicht. mäßig erhoben wird, wenn die Richtung wieder mal nicht paßt. zuüben. Durch die Ankündigung der Entlassung durch den Aber über die Richtung und über die Stellung des Zentralorgans Werfführer habe St. noch bewogen werden sollen, dem Verband beizutreten. Also habe A. seinen Zwed durch eine überhaupt werden die hizigen Angreifer trop aller Ungeduld die Disfussion schon vertagen müssen, bis wieder volle Freiheit der Drohung erreichen wollen, und deshalb ist er dem N. nach Aussprache gegeben ist. Denu für Streiche à la Stuttgart ist in 823 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs zum Ersatz des Berlin feine Möglichkeit und, wie wir glauben, auch nirgends Schadens verpflichtet. Neigung. zuführen fei. Frig Rummer. einem Renner ruffischer Verhältnisse geschrieben: But dieser Ertviderung des Genoffen Summer wird uns von Die Erläuterungen des Genossen Kummer zu den gegen die Petersburger Arbeiterschaft erhobenen Anschuldigungen scheinen uns nicht stichhaltig. Gegenüber der fategorischen Erflärung der Dele gierten der Petersburger Arbeiter, daß die industriellen Arbeiter im großen und ganzen kriegsfeindlich" waren, und Auf die gestrige Erklärung der Genoffen Bansmer, 200ich daß Genosse Kummer wahrscheinlich den von der Polizei zusammengetriebenen ich echtangezogenen Böbel" von den industriellen und Samte erhalten wir vom Genossen Franz Scheffel eine Arbeitern nicht zu unterscheiden vermochte, fucht er sich damit Erwiderung, in der behauptet wird, daß Genoffe Liebknecht in herauszureben, es wäre äußerst bedenklich für meine Betersburger der betreffenden Versammlung von Schmugblättern der General Klaffengenossen, wenn ein furger Aufenthalt bon drei fommiffion gesprochen habe. Monaten. nicht genügte, sie von dem fchlechtangezogenen Dieser Behauptung steht die einhellige Erklärung der drei oben Pöbel" zu unterscheiden". Daß diefer Sab sehr überzeugend genannten Genossen gegenüber, die in der fraglichen Versammlung ist, glaubt Genosse Summer twohl selber nicht. Für den Kenner der russischen Berhältnisse jedoch fügt er sich harmonisch das Bureau bildeten. Betonen möchten wir noch, daß Genoffe Liebe in die ganze Betrachtungsart des Genossen Kummer ein, fnecht, der in dieser Angelegenheit jezt nicht zu Borte kommen fann, der zwar Anspruch erhebt, daß seine Schilderungen eruit genommen bereits an anderer Stelle die Anschuldigung, er habe eine solche werdeit, der aber in seinem Artikel in der Wietallarbeiterzeitung" Aeußerung getau, zurüdgewiefen hat. jelber naib eingesteht, er habe andere und sich vergeblich gefragt, Wir halten damit die Angelegenheit für erledigt. Ganz anders wurde die Angelegenheit vom 2 and. gericht Leipzig beurteilt, das als Berufungsinstanz zu entscheiden hatte. Es erflärte, daß wenn A. auch wegen Vergehens gegen§ 153 R.GO. verurteilt ist, dieses Vergehen doch nicht die Ursache des von St. geltend gemachten Schadens ist. Die Entlassung ist zwar unter einem vom Beklagten gewollt ausgeübten Drud erfolgt, aber eines Vergehens gegen § 240 R.St.G.( Nötigung) hat sich A. hierbei nicht schuldig gemacht. Der Beflagte fann auch nicht wegen widerrechtlicher Verlegung eines sonstigen Stechtes nach§ 823 Abi. 1 B.G.B. oder wegen Schadenzufügung in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise nach§ 226 B.G.B. dem Kläger haftbar gemacht werden, da," so heißt es wörtlich im Urteil, mit dem höchsten Gerichtshofe( au bergleichen RG Band 51, Seite 367 ff. und Band 64, Seite 61) daßen auszugehen ist, daß Streit und Boykott! B Deutsches Reich. nahmen angeordnet, die als Vorläufer eines GetreideausfuhrGünftige Lage auf dem Eisenmarkt. und nur damit hat der Beflagte gedroht an fich feine unerlaubten Mittel im wirtschaftlichen Kampfe find, Ueber die Bewegung der deutschen Seeleute im New Yorter monopole angesehen werden. und der 3 wed, den der Beklagte bei seiner Handlungsweise Hafen, welche fich gegen die Heuer- Reduzierung durch die Hamverfolgte, nämlich den Kläger in das Lager des Holzarbeiterver- burg Amerita Linie und den Norddeutschen Lloyd bandes herüberzuziehen, ebenfalls nicht als jittenwidrig richtete, erhält der Vorwärts" aus Neto York die folgenden Mitangesprochen werden fann Bezüglich der Anwendbarkeit des teilungen: § 823 Abs. 1 des BGB ist noch hervorzuheben, daß die Befugnis zu ungehinderter Verwertung der Arbeitskraft tein sonstiges Recht im Sinne dieser Gefeßesstelle ist, zu vergl. RG Band 58, Auf Grund dieser Ertvägungen wurde der Kläger mit seiner Schadenersasforderung abgewiesen und zur Zahlung der Kosten beider Instanzen verurteilt. Diese Entscheidung wird hoffentlich etwas dämpfend auf den Eifer solcher Leute wirken, die sich auf dem Wege der Entschädigungsklage gegen eine Gewerkschaft Vorteile zu verschaffen suchen. Seite 29." Berlin und Umgegend. Ju der Hauptversammlung des Roheisenverbandes wurde über die Martilage berichtet: Die überaus starte Nachfrage Schon am 5. August machten die genannten Geſellſchaften den in allen Sorten von Qualitätsroheisen hält an und der Abruf auf Versuch, Lohnkürzungen vorzunehmen reip. die ganze Mannschaft zu etatsbehörde. am 4. September tündigte dann die Hamburg- durch den Arbeitermangel und die ungenügende Eisenstein- Anlieferung Sie stießen dabei aber auf den Widerspruch der die getätigten Abschlüsse ist so start, daß die Hochofenwerke bei der Am Amerita- Linie an, daß sie die Gagen der Mannschaften ohne Unter- verursachten Erzeugungsverminderung faum in der Lage find, allen in Waffenversammlungen protestierten die Seeleute gegen dieſe eiseniorten wurde das Geschäft in den letzten Wochen viel lebschied der Charge auf eine Mart pro Monat( 1) herabfeze. Anforderungen gerecht zu werden. Auch in den Luremburger Rohdie hafter. Die Nachfrage von neutralen Ausland ist weiter schluß auf Lohnfült, ung bis auf weiteres faffen darauf den Entfallen. Ju Qualitätsroheisen werden Verkäufe nach Der Norddeutsche Lloyd trug sich zur gleichen Zeit mit der Ab- ziemlich ſtart. ficht, die Löhne staffelweise für Ledige auf ein Drittel. für Ver- bem Auslande infolge starken Inlandsbedarfs nicht abgeschlossen. Der heiratete auf zwei Drittel der Gage zu fürzen. Der Mindestag follte Bersand betrug im Monat Januar 61,61 Proz. der Beteiligung. für Berheirate nicht unter 60 M. im Monat betragen, für febiges Auch für den Monat Februar ist auf starten Versand zu rechnen, Bedienungspersonal tonnte er auf 10 bis 20 t. herabfinten. wenn auch die Januarziffer infolge der geringeren Zahl der ArbeitsOffiziere waren von der Gagentürzung ausgeschlossen. Diese tage nicht erreicht werden dürfte. Weiter wurde der Verkauf für Die Berliner Drahtarbeiter haben unter der Kriegswirkung ganz Bekanntmachung gelangte wohl durch das Versehen eines Lloyd- bas zweite Vierteljahr freigegeben und beschlossen, die Verkaufsbesonders gelitten. Abgesehen davon, daß ein erheblicher Teil der beamten zu früh an die Deffentlichleit und wurde zurüdgezogen. preise für Qualitäts- Robeisen( Haematit, Gießerei- Roheisen 1 und in der Branche Beschäftigten zum Heeresdienst einberufen wurden, Am 28. Oftober traten dann beide Gesellschaften gleichzeitig an haben von den Zurückgebliebenen in der Branche nur noch sehr ihre Mannschaften heran mit einem Borichlage, welcher dem B. Siegener- Zufazeisen, Buddelstahl, Spiegel- und Bessemereisen) wenige Arbeit. Wenn die Zahl der Arbeitslosen dennoch eine vers des Norddeutschen Lloyd entsprach. Berhandlungen zwischen zur Lieferung ab 1. April b. J. un 7 M. für die Zonne zu schwindend geringe ist, so ist das dem Umstand zuzufchreiben, daß ben gewählten Vertretern der Mannschaften einerseits und erhöhen. die meisten in der Kriegsindustrie Unterfommen gesucht und ge- den durch den Widerstand der Mannschaften glücklich einer Erhöhung der Spirituspreise. funden haben. Eine Zeit schien es so, als sollten die Drahtarbeiter Gagenfürzung entgangenen Kapitänen und Offizieren sowie den in der Anfertigung von Verbandsschienen einen Erfaz für den Vertretern der Gesellschaften auf der anderen Seite fanden am Die Spirituszentrale schreibt uns: sonstigen Ausfall an Aufträgen bekommen. Jegt werden 31. Oktober teils auf S. G.„ Vaterland", teils auf S. S. Kaiser Die Spirituszufuhren bleiben andauernd unzulänglich und fo diese Arbeiten im Erzgebirge von ganz billig entlohnten Kräften Wilhelm II" statt. Die Mannschaften wehrten sich. Wenn selbst weit hinter dem Bedarf zurück, daß die Spirituszentrale, die in hergestellt. Vom Metallarbeiter- Verband angestellte Ermittelungen den Gesellschaften das gefeßliche Recht zustehe, so dürfe das haben ergeben, daß von 26 Berliner Betrieben über die Hälfte moralische Recht in diesen Kriegszeiten nicht außer acht gelassen erster Reihe den Bedarf der Heeresverwaltung sicher stellt, sich geüberhaupt keine Drahtarbeiter beschäftigen und in den anderen find werden. Einer Kohnreduzierung oder voller Enfagung auf Löhnung nötigt sieht, die Zuteilung von Branntwein für die mit unvergälltem Bedienten Verbrauchszwecke, insbesondere anch nur noch vereinzelte tätig. fönne erst stattgegeben werben, wenn diese oder jene oder aber beide Branntweint Gesellschaften in Staatshände übergegangen feien. Die Ver- für den Trinfverbrauch, erheblich einzuschränken. Für den Die Mannschaft machte nun teils Monat März ist die Zuteilung von etwa 40 Proz. des durchschnittlichen handlungen verliefen refultatios. durch die Breffe und teils persönlich den Vorgesetzten den Ver- Monatsbedarfes der Großbetriebe, ein etwas höherer Satz für KleinDie in den Wagen- und Karosseriefabriken beschäftigten Arbeiter mittelungsvorschlag, die Löhne entsprechend der Arbeitszeit zu betriebe vorgesehen. Auch der Brennspiritusbedarf wird hatten im Jahre 1912 einen Zarifvertrag mit einer Anzahl Firmen türzen. Die gekürzten Gelder sollten dem Hilfsfonds für Striegs nicht mehr im bisherigen limfange befriedigt werden können; besonders abgeschlossen, der am 31. März d. Js. abläuft. Der Tarif ist von notleidende überwiesen werden. Auch das wurde abgelehnt. den Arbeitern gefündigt worden. Die Stellmacher beschäftigten fich Die Hamburg- Amerika- Linie begann mit der Abmusterung ihrer werden allmählich die Lieferungen für solche Zwede wegfallen, für in einer Branchenversammlung mit dem von der Tariftommiffion Mannschaften am 9. November 1914, der Norddeutsche Lloyd am welche Erfagstoffe vorhanden sind. Die weitere Versorgung des ausgearbeiteten Entwurf, der sich im wesentlichen auf dem alten Tage darauf. Nach vollzogener Abmusterung wurde eine Stommission Branntweinverbrauches wird im wesentlichen von dem Erfolge der auf Bertrag aufbaut. Die Hauptforderungen find: Aufbesserung der sämtlicher Berufe und Verbände( Transportarbeiter Verband, die Belebung der Branntweinerzeugung gerichteten Bemühungen abLöhne, Ausbau des Arbeitsnachweises und Errichtung einer Schlichtungs- Steward- Verein von 1907, Unteroffizier- Verein, Verein der Köche hängen. Hierbei sollen aber die in den Brennereien noch vorhandenen fommission. Zurzeit bestehen nur Fabrikausschüsse. fowie der übrigen in Betracht kommenden freien Gewerkschaften) au Startoffelborräte nach Möglichkeit für Speisestede zugunsten der In der Diskussion wurde verlangt, daß man hauptsächlich die den deutschen Botschafter Herrn Grafen von Bernstorff in Washington Voltsernährung aufbewahrt werden. Die Brennereien werden desAnfangslöhne bei der Aufbesserung berücksichtigen möge. Die Arentfandt. In Abwesenheit des Botschafters wurde die Kommission halb in verstärktem Maße auf die Verarbeitung von Rohzuder beiter wechselten sehr oft die Arbeitsstätten und fämen demnach von dem Botschaftsrat Prinz b. Hazfeld empfangen. Diefer vers meistens nicht zur Nugnießung der höheren Löhne. sprach, die Sache an zuständiger Stelle borzutragen. Ein am bingelenkt. Um die hiermit verbundenen Aufwendungen zu decken, Weiter einigte sich die Bersammlung dahin, daß die Bezeichnung 14. Dezember eintreffender Brief erkannte aber die Berechtigung der sind die Verkaufspreise durchgängig um 10 Mart für das selbständige Arbeiter" nicht mehr in den Tarif aufgenommen werden foll, an deren Stelle fei zu setzen:„ Staſtenmacher, Einbauer und Dampfer- Geſellſchaften unter Hinweis auf die entsprechenden Para- ettoliter beztv. um 10 f. für das Liter Brennipiritus erhöht worden. Helfer", eine Gliederung, die auch früher schon üblich war. Für graphen der Seemannsordnung an. Nun griff die amerikanische Gintvanderungsbehörde ein. DaraufStaftenmacher werden 85, für Einbauer 80 und für Helfer 75 f.bin fahen die Gesellschaften davon ab, ihre Mannschaften auf die Kein Brotgetreide für Spiritusbereitung. pro Stunde als Mindestlohn festgesetzt. Bezüglich der Abschlags- Straße zu fegen. Sie brachten diefelben auf Logierschiffe oder zahlungen bei Affordarbeiten soll eine andere Regelung als bisher ließen sie auch bei reduzierter Speiserolle in ihren alten Logis. Die dänische Regierung hat ein Verbot erlassen betreffend die erfolgen. Die bestehenden Löhne, soweit fie 85 Bf. nicht erreichen, Der Norddeutsche Aloyd musterte aufangs Januar 1915 noch eine Verwendung von Roggen, Beizen, Buchweizen, Kartoffeln sowie pon follen um 5 Pf., die Afforblöhne um 5 Proz. erhöht werden. Anzahl seiner Mannschaften, meist Unteroffiziere, ab, weil diese sich inländischer Gerste zur Spiritusbereitung, solange das VerDer Arbeitsnachweis der Berliner Holzindustrie soll von den ebenfalls mit einer Lohnkürzung nicht einverstanden erklären bot der Berfütterung von Roggen und Weizen besteht; den BrotStellmachern auch weiterhin in Anspruch genommen werden. hefe- Fabrikanten kann aber unter Umständen Dispens erteilt werden. Alle Meldungen von Streiks, Sabotage und Kätlichkeiten der Bei der Spiritusbereitung darf ausländisches Getreide, barunter Mannschaften find Erfindungen. Die Hamburg- Amerita- Linie brachte mais, mur verwendet werden, wenn die betreffende Menge von einer am 8. November einmal 17 Italiener durch 35 Polizisten an Bord Spiritus fabrit nach Dänemart eingeführt wurde. Die Verordnung der„ Vaterland". Der Vorgang fand auf feiten der Mannschaft gar teine Beachtung. Wie wenig von Streit die Stede sein fann, zeigt tritt sofort in Kraft. der Versammlungsbeschluß, daß die Leute, welche mit ungekürztem Heuervertrag an Bord bleiben, nicht abmustern dürfen. Tarifbewegung der Stellmacher. Das Oristarifamt für das Malergewerbe Groß- Berlins hat auf Antrag der Parteien nachstehenden Beichluß gefaßt: 1. Der Beschluß des Ortstarifamts vom 5. September 1914 betreffend Berkürzung der Arbeitszeit auf 7 Stunden usw. für die Dauer des Krieges wird hiermit auf Antrag der Parteien mit Ablauf Februar 1915 aufgehoben. Der Reichstarifvertrag tritt somit am 1. März 1915 in allen Buntten wieder in Kraft. 2. Um Arbeiter- Entlassungen aus Anlaß dieses Beschlusses vor zubeugen, fönnen Betriebe, in denen zurzeit ungünstige Arbeitsgelegenheit vorhanden ist, tm Einverständnis der dort beschäftigten Arbeiter eine fürzere Arbeitszeit vorläufig beibehalten, jedoch ist dieses dann dem Ortstarifamt zu melden. 3. Es wird in Erinnerung gebracht, daß laut Reichstarifvertrag vom 1. März 1915 ab sich die Stundenlöhne um 2 Pf. erhöhen. Todes- Anzeigen Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen und Stolleginnen zur Nachricht, daß unser Mitglied, die Metallarbeiterin Anna Bergemann Neukölln, Ringbahnftr. 30 geftorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Februar, nad mittags 2 Uhr, von der Leichenballe des Semeinde- Friedhofes in Neutolin, Mariendorfer Weg, aus statt. Den Kollegen ferner zur Nachright, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Max Müller am 24. d. Mis. gestorben ist. Die Beerdigung findet Montag, den 1. März am nachm 4 Uhr, von der Reichenhalle des Sentral- Friedhojes in Friedrichsfelde aus itatt. Ehre ihrem Aubenken! Rege Beteiligung wird erwartet. 132/18 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein für Lichtenrade und Umgegend. Zahlstelle Mahlow. Nachruf. Sm Dften starb am 10. Januar 1915 den Heldentod unfer Genosse Wilhelm Klein aus Mahlow. Ferner starb ain 1. Februar 1915 nach langem Leiben unser Sozialdemokratischer Wahlverein Treptow- Baumschulenweg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Schneider Michael Gras ( wohnhaft Baumschuleustraße 72 bei Wenner) im 29. Lebensjahre verstorben ist. an Die Beerdigung findet Sonntag, den 28. Februar, nach mittags 2 11hr, von der Zeidjen. halle des Treptower GemeindeFriedhofes in Baumschulenweg, Stiefholzstraße aus ftatt. 190/15 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Bezirk Wedding. Am 25. Februar starb unfer Mitglieb, der Maurer Karl Steinfurth im Alter von 58 Jahren. Die Beerdigung findet am Montag, den 1. März, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Bhilippus Apostel Kirchhofes in der Seestraße aus, statt. Gleichzeitig zur Mitteilung, daß am 20. februar das Mitglied, der Euschaler Emil Reinholz infolge eines Unglüdsfalles in Stottbus verstorben ist. Ferner starb am 18. Februar das Mitglied, der Rabigspanner Hermann Neubert. Ehre ihrem Andenken! 143/20 Der Vorstand. wollten. Aus Industrie und Handel. Getreideausfuhrmonopol in Rumänien. Die rumänische Regierung hat nach der Konsular. Korrespondena" des öfterreichischen Handelsministeriums Maß-) Nachruf. An den Folgen der am 7. November auf dem Schlachtfelde erbaltenen schweren Verwundung starb im Lazarett als held für das Baterland am 20. Sebruar unser 659 Stollege, der Schloffer Johannes Rieber Unteroffizier der Landwehr, im Alter von 37 Sahren. Wir alle, die ihn kannten, wollen ihm ein dauerndes Anbenfen bewahren. Ruhe sanft! Die Kollegen der Schlosserei Lerm& Ludewig, Tempelhof. Danksagung. Allen lieben Verwandten, Freunden und Gästen sowie dem Gast- und Dem Schankwirteverein Beddmg, Russische Anleihe. Die russischen Santen haben in einer Verfammlung bcschlossen, die innere Anleihe im Betrage von 500 Millionen Rubeln zu übernehmen und im gleichen Verhältnisse unter sich zu berteilen, wie die letzte Oktober- Anleihe; sie soll mit 5 Prog. verzinst und zum Kurse vou 92 Prog. übernommen werden. Am 25. Februar, früh 9 Uhr, ftarb mein lieber Mann, guter Bater, Bruder, Ontel und Schwager, der frühere Gastwirt Rauchflub Freundschaftsherzg. bem Franz Schmalowsky. Sparverein Ameise, den Arbeitern und Arbeiterinnen der Firma Elektrotechnische Fabrit Dr. Fr. Eisner u. Co., Lindower Straße 18/19, der Brauerei Engelhardt, den Rollfutschern der Firma Bark u. Co. und dem Deut fchen Rancherbund für die uns in so reichem Maße bewiesene Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Baters den herzlichsten Dant. 34 Auguste Pohle und Kinder, Antonftrage 26. Ziehung 3., 4. u. 5. März Kölner Lotterie 5928 Gewinne und 1 Prämie # 70000 Hauptgewinn 1.günst Faile Hauptgewinn Elne Prämie M. 30000M M. 20000% 10000% Lose 1 M. aus ver 10 M. Porto und Liste 11 Lose schied Tausend H. C. Kröger 30 Pfennig extra. BERLIN W 8 Friedrichstr. 193 a. Erhältlich auch in allen Lotteriegeschäften. Fritz Meißner In Steien Stunden Wo? aus Glafow. Ehre ihrem Andenken! 190/14 Der Vorstand. Wochenschrift für Arbeiterfamilien Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. ist der schönste Ausflugsort? Immer noch Pichelswerder, beim Alten Freund. an der neuen Heerstraße Die tiefbetrübte Gattin nebst Tochter. Die Einäscherung findet am Montagmittag um 12 Uhr, im Strematorium( Gerichtfirage) statt. Sonntag 12-2 geöffnet. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme fowie die reichen Strangspenden bei der Beerdigung unferer lieben, guten Mutter, Schwieger- und Großmutter, der Witwe Pauline Dunkel geb. Franke fagen tvir allen Freunden und Befannten, insbesondere den Sängern des Neuköllner Männerchors unfernt 282 herzlichten Dant. Die trauernden Hinterbliebenen. Spezialität: Weite Größen! Nur noch bis Dienstagabend verkaufe ich: Elegante Sealplüschmäntel. Feine Astrachanmäntel( ganz lang, Ia Herrenfutter) Lange Wollplüschmäntel in best. Qual Reinseid. Plüschmäntel, a. Damassé gef. Halblange Sealplüschjacketts a. Ia Futter, Einfache Plüschmänt 1, glatt gearbeitet, . sonst bis 155.-, für 80.9 99 79.09 " 99 27 30.98.-," 40.. 140.-. 69.97 93 22 22 110.-, 55." 37 " 70.-. 32.aus 200.Echte Pelzmäntel bestem Persianer, Sealbisam, Electric, Orenburger, Skunksgarnituren, Nerz usw., nur besto Felle u. Kürschnerarbeit, Qualit.: jo nach 800.-, 600.-, 500.-, 250.-, 170.-, 110.statt 1400.-, 1000.-, 800.-, 450.-, 300. 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Der Umtausch findet bei der Umtauschstelle für die Kriegsanleihen", Berlin W 8, Behrenstraße 22, stait. Außerdem übernehmen sämtliche Reichsbankanstalten mit Stasseneimichtung bis zum 22. Juni d. J. die kostenfreie Vermittlung des Umtausches. Die Zwischenscheine sind mit Berzeichnissen, in die sie nach den Beträgen und innerhalb dieser nach der Nummernfolge geordnet einzutragen sind, während der Vormittagsdienstſtunden bei den genannten Stellen einzureichen; Formulare zu den Verzeichnissen können dort in Empfang genommen werden. Firmen und Kassen haben die von ihnen eingereichten Zwischenscheine oben rechts neben der Stücknummer mit ibiem Firmenstempel zu versehen. 2. Der Umtausch der Zwischenscheine zu den 5% Reichsschatzscheinen von 1914( Kriegs. anleihe) findet gemäß unserer Gude Januar veröffentlichten Bekanntmachung bereits seit dem 1. Februar d. J. bei der Umtauschstelle für die Kriegsanleihen", Berlin W 8, Behrens straße 22, sowie bei jämtlichen Reichsbankanstalten mit Stasseneinrichtung- bei legteren jedoch nur statt. noch bis zum 25. Mai Berlin, im Februar 1915. Reichsbank- Direktorium Havenstein. 1. Grimm. Beachten Sie meine 7 Schaufenster. Oskar Vollburg, 56-57 Brunnenstr. 56-57. Zur Einsegnung zu allerbilligsten Preisen in nur zohioker Ausführung schwarze, weiße, farbige Kleider aus Popeline Armur Voile Samt. 14,50 19,50 27,50 33,75 Beim Einkauf ein Spitzentuch gratis. Backfisch- Kostüme aus blau Cotelé m englisch. Stoffen in kleidsamen Fassons 8,50 13,75 21,50 28.Frühjahrs- Modelle Kostüme, Mäntel, Sportjacken etc. jetzt schon große Auswahl in entzückenden Neuheiten. Sonntags von 12-2 Uhr geöffnet. Trianon- Theater Theater für Sonnabend, 27. Februar: 8, U. Das Liebesnest. Berliner Theater BU.: Peterchens Mondfahrt. 8 br: Extrablätter!" 99 Deutsches Künstler- Theater Eröffnungsvorstellung: 7 Uhr: Egmont. 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Herodes und Mariamne. anzüge, Baletots, von Herrschaften bunten Küchen Riesenauswahl. Liefere Werkmeister, s Nr. 58. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 27. Februar 1915. Abonnementseinladung. gung Staates fügung der höheren Verwaltungsbehörde ohne Entschädi- vom Berliner Magistrat festgesetzten Preise für die städtischen des zugunsten eingezogen werden Kartoffeln bleiben bestehen und es müssen, wie wir an anderer fönnen. So einschneidend diese Maßregel erscheint, so ist jie Stelle unseres heutigen Blattes darlegen, unter allen Umdoch als Zwangsmittel gegenüber solchen Perionen, die die ständen Abhilfemaßnahmen getroffen werden. Eine Zeitung gehört zum Leben eines Kulturmenschen Interessen der Allgemeinheit den Rüdsichten auf ihre eigene Bequemwie das Brot zur täglichen Nahrung. Das politische und lichkeit hintanießen, gerechtfertigt. wirtschaftliche Leben ist so weitschichtig, so vielgestaltig, die Kenntnis aller Vorgänge in der Oeffentlichkeit so erforderlich, das ohne eine Zeitung nicht auszukommen ist. Gerade die jebige Zeit mit ihren großen wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen, mit den gewaltigen Kämpfen auf den Kriegsschaupläßen macht das Halten einer Zeitung zu einem nnabweisbaren Bedürfnis. Nicht jede Zeitung ist für jeden Leser geeignet. Nicht jede Zeitung hat die gleichen Bedürfnisse zu erfüllen, und jede Zeitung hat ein anderes Lesepublikum. Der Vorwärts" ist von jeher das Blatt der Berliner Arbeiter schaft gewesen. Er bemüht sich, die Wünsche der erwerbs. tätigen Bevölkerung zu berücksichtigen, soweit das in der gegenwärtigen Zeit überhaupt möglich ist, aber er kennt die Leiden und er kennt die Lage der breiten Massen. Der Vorwärts" erscheint täglich und kostet pro Monat 1,10 M. Der„ Vorwärts" kann auch im Wochenabonnement bezogen werden und kostet pro Woche 25 Pf. Bestellungen können bei jeder Botenfrau, bei unseren Zeitungsspeditionen und auch in der Hauptexpedition unseres Blattes, Lindenstraße 3, aufgegeben werden. Den billigen Ansprüchen derjenigen Automobilbesizer, die infolge des unmittelbaren in der neuen Verordnung begründeten Eingriffs außerstande gefekt werden, die von ihnen gelöste Steuerkarte auszunuzen, wird durch einen zurzeit in Vorbereitung befindlichen Beschluß des Bundesrates Rechnung getragen werden. Aus der Gewerbedeputation. Städtische Kartoffelpreise in Neukölln. Nachdem der Oberbefehlshaber in den Marken die festgesetzten. Höchstpreise für den Kleinverkauf von Speisekartoffeln in Groß- Berlin aufgehoben hat, könnte bei den Kartoffelhändlern, welche aus städtischen Beständen versorgt werden, dic Meinung bestehen, daß sie in dem Verkauf der Kartoffeln an unsere Bevölkerung hinsichtlich der Preise keiner Beschränkung mehr unterworfen sind. Wie 11113 vont amtlicher Seite Dic Um hervorgetretenen Mißständen auf dem Gebiete des Aus- mitgeteilt wird, ist eine solche Annahme unzutreffend. Kartoffeln stellungswesens, insbesondere bei sogenannten Schwindelausstellungen, Kartoffelhändler, die aus städtischen Beständen entgegenzutreten, soll eine Preisgerichtsordnung zur Einführung ge- entnehmen, sind vielmehr verpflichtet, an unsere Bevölkerung die 30 Pf. je 10 Pfd. langen. Ein vom Oberpräsidenten der Deputation zur Begutachtung Kartoffeln nach wie vor zum Preise von höchstens 60 vorgelegter Entwurf wurde seinerzeit einer Kommission zur weiteren Erledigung überwiesen, die in der letzten Sizung Bericht erstattete. abzugeben. Kartoffelhändler, welche gegen dieſe Grundsätze verstoßen, oder aber sich zu den städtischen Gutscheinen auf StartoffelDer Preisgerichtsordnung- Entwurf fand im allgemeinen die Zu- stoßen, oder aber sich zu den städtischen Gutscheinen auf Kartoffellieferungen noch Beträge zuzahlen lassen, haben bei Erstattung einer Stimmung der Deputation. Anzeige hierüber zu gewärtigen, daß ihnen die Ausweistarte ents zogen wird, und sie infolgedessen aus städtischen Beständen keine Kartoffeln mehr erhalten. Die Verkaufsstellen für städtische Kartoffeln sind durch rote plakate gekennzeichnet. Die Spekulation auf hohe Preise. Zur Erörterung über die Frage der Zuständigkeit der Gewerbedeputation betreffend die Aufsicht über die Innungs- FortbildungsDer Vorwärts" ist eifrig bestrebt, auf dem Gebiete der schulen war ebenfalls eme Kommission eingesetzt worden. Auf VorBerichterstattung sich die größte Objektivität aufzuerlegen. icblag dieser Kommission wurde beschlossen: Die Aufsicht über jämt Gerade dadurch glaubt er, auch der Allgemeinheit am wirkliche Innungsfachschulen wird. a) in allen Unterrichtsfragen und schultechnischen Angelegenheiten von der Fachschuldeputation, b) in samsten zu dienen und am besten zu nüzen. allen anderen Angelegenheiten von de Gewerbe deputation ausgeübt. Es wurde bei diesem Punkte der Tagesordnung ferner beschlossen: In einer Versammlung der Schöneberger Bädermeister hat ein Die gemäß§ 96 der Gewerbeordnung der Gewerbedeputation als Sachverständiger nach einem Bericht der Schöneberger Zeitung" Aufsichtsbehörde zustehenden Rechte( Ueberwachung der Befolgung ausgeführt: Ein Berliner Kartoffelgroßhändler, der über 1 350 000 gesetzlicher und statutarischer Vorschriften) werden, soweit es sich auf Entsendung von Vertretern zu den Innungsprüfungen handelt, auch Sentner Kartoffeln einkaufte, diese ursprünglich mit 2,50 M. für den auf schultechnisch gebildete Personen ausgedehnt. Bisher war die Zentner verkaufen wollte, schob die Verhandlungen hinaus, bis die Pragis, daß nur die Mitglieder der Deputation selbst solche Ver- Höchstpreise hinaufgelegt wurden. Und nun fordert er für den tretungen wahrnahmen. Diese Anregung bedarf noch der Bestätigung Zentner 5,75 M.( Hört! hört.) Es müßte tatsächlich ein Lebensdes Magistrats. mittelwuchergesetz in Straft treten, wonach diese Wucherer als LandesVom Vorstand und Aufsichtsrat der Handwerker- Verbandskasse verräter zu bestrafen wären. Groß- Berlin lag ein Antrag vor, die Garantieverpflichtung zugunsten einer Kommission, die zunächst den Umfang des Darlehnsgeschäfts dieser Kasse zu übernehmen. Die Deputation beschloß die Einsegung bei den einzelnen der Verbandskasse angeschlossenen Genossenschaften der auf dem Platz an der Rubensstraße ein so schnelles Ende fand prüfen und Vorschläge über die Höhe der von der Stadt Berlin und den Verein der Schöneberger Obst- und Gemüsehändler überetwa zu übernehmenden Garantiesunime machen soll. In diese tragen wurde, ist auch diesem Verein jezt entzogen worden, da die Kommission wurde auch Genosse Ritter gewählt. Stadtverordnetenversammlung beschlossen hat, daß Schöneberg den Berkauf auch fernerhin in eigenem Betriebe fortseßen solle. Schöneberger Rieselgut in Deutsch- Wusterhausen fann Kartoffeln nicht mehr liefern. Die Lebensmittelabteilung des Magistrats befaßt sich jetzt mit dem Plane, schleunigst an anderer Stelle Kartoffeln zu erhalten, die an verschiedenen Punkten der Stadt verkauft werden follen. Die große Entfernung des Verkaufsplatzes an der Rubensstraße im Friedenauer Ortsteil Schönebergs von den älteren Teilen der Stadt, z. B. von Alt- Schöneberg und von der Gegend am Beim Ausbleiben oder bei verspäteter Lieferung einer Nummer wollen sich die Postbezieher stets nur an den Briefträger oder die zu ständige Bestell- Postanstalt wenden. Erst wenn Nachlieferung und Aufklärung nicht in angemessener Frist erfolgen, wende man sich unter Angabe der bereits unternommenen Schritte an unseren Verlag. Feldpost- Abonnements. Wir weisen unsere Leser darauf hin, daß unsere sämtlichen Filialspeditionen wie die Hauptexpedition Feldpost- Abonnements auf den„ Vorwärts" zum Preise von Der städtische Kartoffelverkauf in Schöneberg, Das Die Deputation beschäftigt sich seit längerer Zeit mit der Frage: inwieweit der Krieg das Handwerk wirtschaftlich beeinflußt hat. Es wurde Kenntnis genommen von einem Fragebogen, der von einer hierzu besonders eingesetzten Kommission ausgearbeitet worden ist. Wiederholt ist an dieser Stelle über das gesetz- und statuten widrige Verhalten des Vorstandes der Berliner Schlofferinnung gegenüber dem Gefellenausschuß der genannten Jnnung berichtet worden. Die Schloſſerinnung unterhält einen Arbeitsnachweis, der dem bekannten Arbeitsnachweis der Berliner Metallindustriellen an geschlossen ist. Der Arbeitsnachweis der Berliner Metallindustriellen ist ein Nollendorfplatz herum, wurde von den Stadtverordneten lebhaft reiner Arbeitgebernachweis, bei dem nach den Sagungen die Mit- bemängelt, und die Errichtung mehrerer Verkaufsstellen wurde anmirfung der Arbeitnehmericaft grundsäglich ausgeschlossen ist. geregt. Siach§ 95 der Gewerbeordnung ist der Gesellenausschuß an allen Einrichtungen zu beteiligen, für welche die Gefellen Beiträge ent1,10 Mark monatlich entgegennehmen. Die Zeitung wird den im Felde Stehenden von unserer Hauptexpedition als Feldpostbrief täglich nachrichten oder welche zu ihrer Unterstützung bestimmt sind. Dazu ge gesandt. Bei Bestellung des Abonnements ist genau anzugeben, s welchem Armeekorps, Division, Brigade, Regiment, Bataillon, Kompagnie usw. der Empfänger angehört. Einschränkung des Verkehrs mit Kraftfahrzeugen. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Städtische Kartoffelversorgung in Charlottenburg. Die Kartoffelversorgung der Charlottenburger Bevölkerung wird hört nach§ 81a Ziffer 2 der Gewerbeordnung auch die Fürsorge für Die Schlosserinnung pfeift auf diese der Magistrat in der Weise sicherstellen, daß er von jetzt ab einer den Arbeitsnachweis. geießlichen Bestimmungen, wobei sie offenbar durch den Anzahl von Händlern Kartoffeln liefert, die unter städtischer Aufsicht Verband der Berliner Metallindustriellen indirekt unter- und Kontrolle in Mengen an die Bevölkerung abgeben ſtützt wird, denn sonst hätte lettere Organisation ihr werden und zwar zu einem vom Magistrat festgesezten Preise. Um Verhältnis mit der Berliner Schlofferinnung längst lösen können. preisregulierend auf den Kartoffelkleinhandel zu wirken, ist der Preis Bei der offenkundigen andauernden Verlegung der gesetzlichen und für diese Kartoffeln auf 55 Pf. für 10 Pfd. bemessen. Da der statutarischen Bestimmungen hatte die Innung noch den Mut, wiederholt bei der Gewerbedeputation den Antrag zu stellen, die Magistrat in nächster Beit erhebliche Kartoffelzufuhren zu erwarten vom Gesellenausschuß versagte Zustimmung zur Errichtung ihres hat, ist zu hoffen, daß der Startoffelmangel in Charlottenburg bald Arbeitsnachweiſes ergänzen" zu lassen. behoben sein wird. Wiederholt hat die Gewerbedeputation ein solches gefezwidriges Anfinnen abgelehnt. Die Schlosserinnung fehrt sich indessen nicht daran. In der Sigung der Deputation wurde das Verhalten der Schlofferinnung in Sachen des Arbeitsnachweises scharf verurteilt und beschlossen: Die Anordnung der Aufsichtsbehörde: " Brotpreiserhöhungen. Wie das Schöneberger Tageblatt" mitteilt, haben die dortigen Bäckermeister in einer am Montag abgehaltenen Versammlung beschlossen, die jetzt bestehenden Brotpreise zu erhöhen. Nach diesem Durch die der Anschluß des Innungsarbeitsnachweises an Beschluß müssen die Schöneberger Einwohner jegt für ein 2- Pfundden Nachweis des Verbandes Berliner Metallindustrieller aus Brot 50 Pf., für 3 Pfund 75 Pf. und für ein 4- Pfund- Brot 1 M. formellen Gründen beanstandet und der Innung die Einbezahlen. Die Bäckermeister gaben zur Begründung ihres Vorrichtung des Arbeitsnachweiſes unter Begehens an, daß die Stadt Schöneberg jetzt für das Roggenmehl obachtung der§§ 32 Abi. 4 und 22 Abs. 1 ihres 44 M. pro Doppelzentner von den Bäckermeistern verlange, während Durchführung zu bringen. Auf Grund dieses Beschlusses ist die Schlosserinnung zunächst in eine Ordnungsstrafe genommen worden. Auf Grund des§ 3 des Geieges über die Ermächtigung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen vom 4. August 1914 hat der Bundesrat unter dem 25. d. Mts. eine Verordnung erlassen, die eine Eirichränkung des Verkehre mit Kraftfahrzeugen zum Ziele hat. Die Notwendigkeit, mit den vorhandenen Vorräten an Gummi, Treiböl und Schmieröi hauszuhalten, rechtfertigt eine Maßnahme, die diese für unsere Industrien wichtigen Robstoffe einer in Kriegszeiten entbehrlichen Verwendung im Dienste des Statuts aufgegeben worden ist," es vordem 39 M. gekostet habe. Wer bis jetzt noch kein Mehl von Lurus und der Bequemlichkeit entzieht. Durch mit allen gefeßlichen Zwangsmitteln der Innung gegenüber zur der Stadt erhalten habe, bekomme 2 Sack zu 39 M. und 2 Sack die neue Verordnung wird der Verkehr von KraftfahrDanach kostet das Mehl im Durchschnitt 41,50 M. zeugen auf öffentlichen Straßen und Plägen von dem 15. März u 44 W. dieses Jahres ab von einer erneuten 3ulaffung abhängig geWar bei dieſen Preisen eine Brotpreiserhöhung notwendig? macht, die nur erteilt werden darf, wenn für den Verkehr des Fabr- Nach§ 126 a der Gewerbeordnung kann bekanntlich die Be- Wir fagen Nein! Wir verweisen auf die Maßnahmen der Stadtzeugs ein öffentliches Bedürfnis besteht. Diese fünftige Beschränkung fugnis zum Halten von Lehrlingen u. a. auch dann versagt werden, gemeinde Neukölln, die sie bis Ende Januar getroffen hatte. der Zulassung bezweckt vor allem die Ausschaltung aller er Fahr wenn gegen den Lehrherrn Tatsachen vorliegen, die ihn in sittlicher Die Stadtgemeinde hatte mehrere tausend Zentner Getreide zu zeuge, die iportlichen oder Vergnügungszwecken zu dienen bestimmt Beziehung zum Halten oder zur Anleitung von Lehrlingen unfind, verweist aber auch den öffentlichen Verkehr in gesteigertem geeignet ericheinen lassen. Auf Grund dieser Bestimmung hatte die östpreisen gekauft, und war bei diesen Preisen in der Lage Maße auf die sonstigen Transportmittel wie Eisenbahnen, Straßen- Deputation in einer früheren Sigung mit Stimmenmehrheit be- noch mit einem kleinen Gewinn das Mehl für 31,50 M. an die bahnen, Pferdebroichken usw. schlossen, einem Schneidermeister B. die Befugnis zum Halten von Bäckermeister abzugeben. Wird so einerseits Vorsorge dahin getroffen, daß von den rund Rebrlingen abzusprechen, weil dieser im Kontubinat lebte! Wir verpflichten, ein 3- Pfund- Brot für 45 Pf. zu liefern. Ist der Preis 50 000 Straftwagen, die zurzeit uoch im Verkehr sein dürften, in mögen uns dieser sonderbaren und philisterhaft anmutenden Deduktion des Mehles nur um ein Drittel gestiegen, so mußte es im gleichen Zukunft etwa die Hälfte von den Straßen vernicht anzuichließen; sie ist bisher unseres Wissens auch von keinem Verhältnis möglich sein, ein 3- Pfund- Brot für 60 Pf. zu liefern. schwinden wird, so sind doch anderseits Ausnahmen in ge- Kommentator der Gewerbeordnung vertreten worden. Der Preis für ein 3- Pfund- Brot ist ja auch schon längst durch die nügendem Umfang vorgesehen, um berechtigten Interessen auch Auf erhobene Beschwerde des Schneidermeisters hatte sich der Berliner Bäckermeisterversammlung auf 68 Pf. festgesetzt worden. fernerhin zu genügen. So soll der Verkehr mit Kraftomnibussen Stadtausichus mit der Angelegenheit erneut zu beschäftigen. Zuzu neuen Preissteigerungen liegt aber nicht der geringste Anlaß vor. und Straiteroichten, wenn auch in eingeschränktem Maße, einer Enticheidung ist es nicht gekommen, da inzwischen die Frau Es wird daher höchste Zeit, daß die Groß- Berliner Kommunen aufrechterhalten werden. Insbesondere werden bei der Zulassung verstorben ist. von Lastkraftfahrzeugen die Bedürfnisse des Gewerbebetriebes ange- Es wurde beschlossen, dem Stadtausschuß mitzuteilen, daß die Brot- und Gewichtpreis festsetzen, damit eine lebervorteilung der messene Berücksichtigung finden. Da gleichzeitig die Heeres- Deputation an der Aufrechterhaltung der Anordnung fein Interesse Bevölkerung vermieden wird. verwaltung es sich angelegen sein lassen wird, den militärischen mehr habe. Kraftfahrzeugverfehr im Heimatverkehr so weit einzuschränken, als Vor Eintritt in die Tagesordnung erfolgte die Einführung des die militärude Notwendigkeit es irgendwie zuläßt, darf mit einer Stadtv Rettig und des Bürgerdeputierten Schlossermeister Winter wesentlichen Ersparnis an Gummi, Treiböl und Schmieröl für die an Stelle der bisherigen Mitglieder Stadtv. Förster und Bürger- in Zukunft mit Sicherheit gerechnet werden. deputierten Steuer. Aus Groß- Berlin. Zur Kartoffelnot. Die Bäckermeister mußten sich aber verKurse für stotternde Schulkinder. Die städtische Schuldeputation hat im Schuljahr 1913/14 12 Schulfreisen insgesamt 29 Heilkurse für stotternde Gemeindeschulkinder eingerichtet. An diesen Kursen waren Da als Zeitpunkt, nach dem der Verkehr nur auf Grund 365 Schüler, und zwar 295 Knaben und 70 Mädchen, beerneuter Zulassung gestattet ist, erst am 15. März d. Js. festteiligt. Die Leitung der Kurse lag in den Händen des gesezt worden ist, die Erneuerungsanträge indessen schon jetzt zulässig sind, ist die Gewähr gegeben, daß, von vereinzelten AusDirektors Schorsch von der städtischen Taubstummenschule. nahmen abgesehen, eine rechtzeitige Entscheidung über die Anträge Die Abschlußprüfungen fanden im März in Gegenwart erfolgen wird. Immerhin kann allen denjenigen, die auf die fernere Es der Schulinspektoren, Schulärzte und Rektoren statt. Zulassung ihres Fahrzeuges nach Maßgabe der neuen Bestimmungen wurden 332 Kinder geprüft. 221 Stinder fonnten als völlig glauben rechnen zu dürfen, in ihrem eigenen Interesse nur die Die Aufhebung der für Berlin festgesezten Kleinhandels- geheilt bezeichnet werden, das sind 66,8 Proz. Die ent schleunige Stenung des Antrags bei den mit der Ausführung dieser Berordnung betrauten höheren Verwaltungsbehörden in Berlin preise für Startoffeln hat in weiten Streisen überrascht und eine sprechenden Ziffern der Jahre 1911, 1912 und 1913 lauten dem Polizeipräsidenten angeraten werden. Diese höheren Ver- Reihe Händler, die sich schon bisher nicht an die vorgeschriebenen auf 62, 62 und 66 Proz. Nur bei 3 Kindern war die Bewaltungsbehörden sind diefelben Stellen, die nach der Verordnung Preise gehalten haben, beeilen sich, die Kartoffelpreise in die handlung erfolglos geblieben. Bei 108 Schülern war eine vom 3. Februar 1910 über die Zulassung der Kraftfahrzeuge zu ent Höhe zu schrauben. Schon gestern wurden 70, 75 Pf. bis erhebliche Besserung eingetreten, und eine erhebliche Anzahl scheiden haben. 1 Mart für 10 Pfund Kartoffeln verlangt und auch bezahlt. dieser als gebessert bezeichneten Kinder ist dann noch im NachEine selbständige. Strafbestimmung enthält die Verordnung nicht, da ein Verstoß gegen ihre Bestimmungen schon auf Grund Die Leute sind froh, überhaupt Kartoffeln zu bekommen. All- turius völlig geheilt worden. Es haben auch Versuche mit bes§ 23 des Gesetzes vom 3. Mai 1909 strafbar wäre. Indessen gemein wird gejammert über diese hohen Preise und gefragt, einer neuen Heilmethode stattgefunden, doch hat sich ergeben, fieht die Verordnung vor, daß solche Straftfahrzeuge, die ohne was das noch werden soll, wenn dieser Preistreiberei kein daß die Erfolge mit dieser Methode weit geringer waren, als eine erneute Zulassungsbescheinigung nach dem 15. März Riegel vorgeschoben wird. Die Folge dieser hohen Preise muß die Erfolge, die mit den in den städtischen Kursen angewandten auf öffentlichen Straßen oder Blägen verkehren, durch Ver eine noch stärkere Unterernährung der Bevölkerung sein. Die Methoden erzielt werden. Geschäftsstatistik der Arbeitslosenfürsorge der Stadt Berlin für die Woche vom 8.- 14. Februar 1915. 1. Bei den 23 städtischen Geschäftsstelten find 706 Gefuche eingegangen; es wurden abgelehnt 217, an die Landesversicherungsanstalt Berlin verwiesen 75, bewilligt 430. Aus gefchieden aus der Unterstüßung( überwiegend wegen Wieder cintritts in Arbeit oder Erwerb) sind 899 Personen. 1510 männliche und 8081 weibliche Personen bezogen Unterſtüßung int Gesamtbetrage von 39 864 M., davon je 4 M. 8091 Per sonen, je 5 M. 1500 Personen. folgen. Die Regulierung ber Rirdgasie von der f Richardstraße bis zum Denkmalsplay wurde ebenfalls genehmigt. Kleine Nachrichten. Heiteres aus Flandern. Der vorgelegte Kostenanschlag über den Neubau der staatlichen Baugewerkschule in der Leinestraße, der mit 1 175 000. einschließlich Grunderwerbsfoften abschließt, wurde In der Bremer Bürgerzeitung" lesen wir: Aus Gründen der genehmigt, besgleichen eine Benderung des Vertrages, welcher mit Gefundheits- und Reinlichkeitspflege ließ ein höherer Sanitäts der preußischen Unterrichtsverwaltung über die Errichtung offigier auf dem Striegsichauplate in Flandern folgende Anweisung eines staatlichen Gymnasiums für Knaben in Neukölln an die Drietommandanten ergehen: abgeschlossen werden soll. Die Borlage über den Bau eines Hungviebstalles auf dem Riefelgut Boddinsfelde zog Bürgermeister Dr. Weinreich zurück, da zuvor der Versammlung eine Denkschrift über die städtische Viehzucht unterbreitet werden soll. 2. Von der Stadt wurden an 3851 Mitglieder von In den Vertrauensmänner- Ausschuß für die Wahlen der 15 Arbeiter und Angestelltenorganisationen, Schöffen und Geschwornen wurde u. a. auch Genosse die selbst fagungsgemäß Unterstützung gewähren, Zuschläge Busty delegiert. Hiervon int Gefanttbetrage von 13 314,06. gezahlt. trafen auf die freien Gewerkschaften 3587 Mitglieder mit 12231,75 W.( und zwar Metallarbeiter 1530,70 M., Holz arbeiter 8811,85 M. usw.). Zeichnungen auf die zweite Kriegsanleihe des Deutschen Reiches " Wo Feldlatrinen nicht durchführbar sind, sind Fässer mit Dedeln in entsprechender Anzahl aufzustellen, welche zur Aufnahme von Fäkalien dienen. Diese müssen genügend groß und gut transportabel sein, mit seitlichen Defen, in die Stangen geſtedt werden können." Ein Feldwebel, dem offenbar die Bedeutung des Fremdworts Fätalien" nicht bekannt war, erstattete barauf folgende Meldung: Da die Chevauleger( baherische Kavallerie) im Herstellen von starten mit ſeitlichen Dejen versehenen, gut transportablen Fäkalien nicht ausgebildet sind, bittet die Kommandantur behufs Interweisung in diesem Dienstzweig Abstellung eines Sanitätsdienstgrades auf die Dauer von drei Tagen." Hoffentlich find inzwischen die tapferen Chebauleger in der gewünschten Herstellung genügend unterrichtet worden. Drei Tage find dafür jedenfalls mehr als genug. Verwendung der Brotkarten in Neukölln. Ueber die Verwendung der Brottarten herrschen in der Neufölner Bevölkerung noch berichiebene Unflarheiten. In den Kreifen der Bädermeister hat die Meinung Blaz gegriffen, daß die Ab3. DieLandesversicherungsanstalt Berlin trennung der Abschnitte für das zu liefernde Frühstück entweder am hat von 20 674 bei ihr überhaupt bis 18. Februar 1915 ein Anfang oder am Schluß der Woche stattfinden könne. Ein solches gegangenen, teils teils von den städtischen Unterstützungs- Verfahren ist unzulässig. Von einigen Bäckermeistern ist sogar er fommissionen ihr überwiesenen, teils von den Organisierten flärt worden, daß sie bei Lieferung von Frühstück der Brotfarten ihr eingereichten Gesuchen 14 860 genehmigt. Gegenüber der feitens der Einläufer nicht bedürfen. Ein solches Verhalten hat die Eine Familie durch Gas vergiftet. Vorwoche sind hinzugefommen 29 Personen. Insgesamt sind Bestrafung der Beteiligtent zur Folge. Die größte luficherheit besteht über die Behandlung der Brotkarten der Gastwirtschaften. Ein Einer Meldung aus Köln zufolge wurde der vierzigjährige Stauf 10476 M. an 1519 Personen gezahlt worden. großer Teil der Bäder hat es abgelehnt, den Schantwirten ohne Anweisung man Neijfeffli mit seiner Frau und seinem zehnjährigen Töchterchen, und ohne Brotfarten Brot zu verkaufen. Die erlassene Verordnung durch Gas vergiftet, tot in seiner Wohnung aufgefunden. Ob ein rechtfertigt eine solche Handhabe nicht, da die Schankwirte das Brot Unglüd oder Selbstmord vorliegt, steht noch nicht fest. Der Gasin der Absicht gewerblicher Weiterveräußerung entnehmen und infolgedessen zum Bezuge von Brot und Wiehl nach der bestehenden hahn stand offen. Verordnung ohne Aniveifung befugt find. In den Schantwirtschaften darf Brot allein überhaupt nicht abgegeben werden, sondern nur Brot in Verbindung mit Speisen. Das Brot ist dann besonders Was die Wucht des Erdbebens in den betreffenden Ortschaften 3 bezahlen und darf nur gegen Abgabe einer Brotmarle ver abfolgt werden. Auch Butterbrote und belegte Brote dürfen noch am Leben gelassen hat, scheinen Sturm und Waffer. ver. nur gegen Brotmarten abgegeben werden. Die Schankwirte nichten zu wollen. Der Liri und viele fleinere Gebirgsflüsse sind find in der Entnahme von Brot und Mehl selbstverständlich aus ihren Ufern getreten und haben die Baraden unter Bafier gebeschränkt und müssen den Einkauf und Verbrauch zu getverblichen Zwecken in den von ihnen zu führenden Büchern nachweisen. In fezt. Nicht genug damit, hat ein Orfan zahlreiche Baraden In der Zeit vom Ausbruch des Strieges bis zum 3. Dezember v. 33. Soweit der Verbrauch durch Abgabe an Gäste stattgefunden hat, umgestürzt und die gelte abgeriffen. Das fürchterliche sind bei der städtischen Sparkasse in Berlin eine Million Mart in baben sie die erforderlichen Brotabiajnitte dem Revier vorzulegen. Wetter macht das Problem der Wiedererstehung der Ortschaften un Gold eingezahlt und von der Staffe an die Reichsbant abgeführt Nach dieser Sachlage empfiehlt es sich für die Bäckermeister, über geheuer schwierig. Noch befinden sich) annähernd 20000 Iü1worden. Seit dem 3. Dezember bis heute find weitere 2110 000. die Abgabe von Brot an Schankwirte ein besonderes Buch zu führen, Linge aus dem Erdbebengebiet in Rom. Man fann sie nicht zurüc in Gold bei der Sparkasse eingezahlt worden, so daß bisher aus welchem sich der Name und die Wohnung des Schankwirts sowie schiden, ehe die Baraden vollendet sind, und der Baradenbau liegt 3110 000 M. an den Goldschatz der Reichsbank abgeliefert werden der Umfang der Brot- und Mehllieferung ergibt. danieder, solange das Unwetter witet. Juzwischen sind in Rom Lonnten. die überlebenden Familien in Sofpitälern und Ainlen versprengt, und die Hauptstadt selbst ist zum zweiten Male vom Hochwasser bcin der Zeit vom 27. Februar bis 19. März d. J. werden im Rathaus, Haupteingang an der Königstraße, 1 Treppe, Vorraunt zum Sigungssaal der Stadtverordneten, in der Zeit von 8-8 1hr entgegengenommen. Die bei Deckung des Preises der Auleihe zu benügenden Sparbücher sind bei der Zeichnung vorzuzeigen, werden aber von der Sparkasse nicht in Verwahrung genommen. Goldsammlung bei der Sparkasse. An der Goldjammlung will sich auch die Direktion der Treptower Sternwarte beteiligen, indem sie jeden, der 20 M. in Gold gegen Papiergeld an der Stasse der Sternwarte eintauscht, eine Freitarte im Werte von 1 M. zur Beobachtung mit dem großen Fernrohr verabfolgt. Dazu lassen Arbeiter sich gebrauchen? T " Nahrungsmittelfürsorge in Johannisthal. Die Wut der Elemente im Erdbebengebiet. Aus Rom wird uns geschrieben: In der letzten Sigung der Gemeindevertretung wurde bedroht, das unter anderem mehrere Flüchtlingenaiyle von jeder Ver schlossen, da die im Herbst angekauften Kartoffeln bereits ausgegeben bindung abschneidet! Die von allen ersehnte Rückkehr zum normalen find, weitere 1000 Zentner zu beschaffen. Zur Versorgung mit Leben in den Dörfern wird durch das anhaltende Unwetter verFleisch und Wurstwaren sind 20 000 m. bereit gestellt. Die Vertretung beschloß ferner, 50 Zentner Klippfische, 100 Zentner Reis hindert und der Jammer der unglücklichen Opfer verlängert. und 1500 Zentner Prepfohlen einzukaufen. Auch will die Gemeinde 1 waggon Petroleum einkaufen. Mit der leberweisung von Ländereien zur Bestellung mit Gemüse oder Kartoffeln wird am Sonntagvormittag 10 Uhr begonnen werden. Die Gemeinde beabsichtigt, auch den zur Bestellung notwendigen Dünger zu besorgen. Vergebung von Ackerland. Neberschwemmungen in Südfrankreich. Die schweizerische Depeschenagentur meldet aus Grenoble: Jm Gebiete von Grenoble find zahlreiche Lawinen niedergegangen, die Ueberschwemmungen verursachten. Die Fabriten und Elettrizitätswerke mußten stillgelegt werden, der Verkehr ist stellenweise unterbrochen; mehrere Süge sind stecken geblieben. Da der Schneesturm noch andauert, ist eine Besses rung der Lage vorläufig nicht zu erwarten. Der Sachschaden ist sehr bedeutend. Ein bulgarisches Kriegsgerichtsurteil. Die Agence Bulgare meldet: Das Kriegsgericht in Rustschuk hat in der Angelegenheit der Kapitulation des 33. und 34. Regiments das Urteil gefällt, die gelegentlich des Einmarsches rumänischer Truppen in Bulgarien int Jahre 1913 gemeutert und fich den Rumänen ergeben hatten. Der Oberstleutnant und zwei Majore wurden zum Tode durch den Strang verurteilt, cin Major und 15 Referve Leutnants, die gleidh falls zum Tode verurteilt worden waren, wurden gemäß den von der Sobranje angenommenen Gesetzen begnadigt. Dem Kino ist als Stoff für feine auf Sensation abzielenden Darbietungen auch der Streit willkommen. Selbstverständlich sind von einem Streit wie von dem meisten, was es in Kinos zu sehen gibt Aufnahmen nach der Natur" in der Regel nicht zu haben. Auch Streiffzenen müssen, damit man sie im Film festhalten und sie dann vor staunenden Kinobesuchern vorüberzappeln lassen kann, mehr oder minder naturwahr" von Schauspielern und einer dazu Als Statisten bei gemieteten Statistensdbar gemimt werden. Auch die Pankower Gemeinde will an ihre Bürger StartoffelArt und und Gemüseland abgeben. Es handelt sich um etwa 130 Morgen, Stinoaufnahmen dienen Gelegenheitsarbeiter aller viele auch Arbeitslose, denen mit den paar Groschen die gleichmäßig in Barzellen von Morgen Fläche zur Verteilung Verdienst mal wieder für einen Tag geholfen ist. Nun hat eine gelangen follen. Das Land wird gepflügt, reichlich mit Natur- und Filmgesellschaft die feine Jdee" gehabt, in einer richtigen Fabrik Kunstdünger und mit Aussaat fig und fertig hergerichtet. Den Pächtern unter Verwendung von Arbeitern des Betriebes einen Streit auf verbleibt lediglich die Sorge für weitere geeignete Pflege und die zunehmen. Wird man's glauben, daß eine Fabrikleitung derartiges ipätere Ernte. Die Gemeindevertretung setzte den Pachtpreis pro 25 M. fest. Sollten die Selbstfosten der Gequtheißen und gestatten lönnte, und daß Arbeiter, die Arbeit und Parzelle auf vorläufig 2 meinde diesen Betrag nicht erreichen, so wird die Bachifumme ver Brot haben, sich hierzu hergeben möchten? Schauplaß solcher geminten Streitfzenen", die für das Kino ringert. Von der Bacht find 7,50 M. fofort anzuzahlen und der Nest aufgenommen wurden, war fürzlich die Fabrit von R. A. Hartmann in wöchentlichen Naten zu 50 f. zu begleichen. Die nähere Regein Rudow. Leiber trugen viele der dort beschäftigten Arbeiter fein lung mit den Pächtern usw. wurde einer dreigliedrigen Kommission Bedenken, sich dabei als Statisten gebrauchen zu lassen. Sie hatten übertragen, der Genofie Kubig vorsteht. Interessenten, welche von die Aufgabe, sich zusammenzuscharen, möglichst aufgeregt zu tun, mit diefer Pachtgelegenheit Gebrauch zu machen beabsichtigen, wollen unden Armen umherzufuhtelu und wohl zur Erzielung einer verzüglich in den beiden Panlower Verlaufsstellen der Konsum Jugendabteilung. Die Bersamms naturwahren" Stimmung und eines entsprechenden Gefühls- genossenschaft( Berliner und Brehmestraße) Auskunft über Lage der lungen der jugendlichen Mitglieder von 18-21 3Jabren finden am Mitt ausdruckes zu schreien:„ Das lassen wir uns nicht gefallen! Parzellen und alles weitere in Empfang nehmeit. woch, den 3. März, abends 8 Uhr, in nachstehenden Lokalen statt: Strad Schönhauser Allee 134a, Sterfin, Pantstr. 60, Rietschmann, Gerichtstr. 74, Raus! Raus!" Den bedrohten" Arbeiter, dem diese Rufe Spende für ein Krüppelheim. und Schröder, Stromstr. 36. galten, stellte ein Schauspieler dar, wobei er feine Angst" durch die tollsten Grimassen auszudrücken sich bemühte. Ein Regisseur Referenten sind die Genossen E. Neumann, C. Döring, H. Schulz und Unlängst hat eine Amerikanerin 100 000 9. zu dem Zwecke gemachte den streiflustigen" Arbeitern die Schreierei und ümber stiftet, die Leiden der vom Kriege Betroffenen zu lindern. Der E. Reuter. Treptow Banmichuleuweg. Sonntag, den 28. Februar, vormilings fuchtelet recht wirkungsvoll vor, bis alles nad) Wunsch gelang. Auch weitaus größte Teil dieser Summe ist dem„ Dstar- Helene- Heim für 8 Uhr, wichtige Sandzettelverbreitung in allen Bezirken. ein ganz Rabiater", der einen Holzichlägel schwingen mußte, fehlte eilung und Erziehung gebrechlicher Stinder" in Zehlendorf über- Alt- Glienicke. Heute abend 8 Uhr in Lokal von Fris Bahr, nicht in dieser Szene. Sie endete damit, daß die Schreier, taub wiesen worden, das sich mit anderen Organen der Deutschen Ver- Köpenider Str. 45: Mitgliederversammlung. gegenüber allen Beruhigungsversuchen, die Arbeit hinschmissen und einigung für Strüppelfürsorge E. V. die Aufgabe gestellt hat, Kriegs- Bankow. Die Genossen der Bezirke 1, 2, 3, 4, 6, 8, 10, 11, 12 und die Fabrik verließen. Alles das mimten sie zur Zufriedenheit des invaliden, die den Berlust von Gliedmaßen und dauernde Beein- 14 treffen sich am Sonntag früh pünktlich um 8 1hr in den ZahlabendRegiffeurs. Die Filmgesellschaft, die für ihr Werk so willige Helfer trächtigung ihrer Bewegungsfreiheit erlitten haben, wieder arbeits- lofalen. Svandau. Morgen, Sonntag, vormittags 8 Uhr, treffen fich fämtgefunden hatte, ließ sich nachher nicht lumpen. Den Teilnehmern fähig und erwerbstätig zu machen. liche Parteigenossen in ihren Zahlabendlokalen zweds Bornahme einer spendete sie Bier, und einige Hauptbeteiligte erhielten noch eine Ver wichtigen Agitation. gütung in barem Gelde. " " Hausfrauenberatungsstelle in Wilmersdorf. Nun wird man's wohl bald erleben, daß der mit Hilfe schauDer Nationale Frauendienst in Wilmersdorf, Brandenburgisches spielernden Arbeiter zustandegebrachte Streiffilm" die Runde durch firage 11, Ede Säcfifchestraße, im Laden, hat eine Beratungsstelle die Ninos macht. Da werden dann die Kinobesucher sich darüber „ belehren" fönnen, wie die organisierte Arbeiterschaft és treibt" und nachmittags von 4-6 Uhr in allen die Kriegsfüche betreffenden es für Hausfrauen eröffnet. Auskunft wird vormittags von 10-1 Uhr und wie es bei Streits zugeht." Fragen erteilt. Kleine Nachrichten. An der Ecke der Prinzen- und Annenstraße Zweckverbandswahlen in Neukölln. Die Ergänzungswahlen zum wedverband für Groß- Berlin bog Donnerstagabend ein beladener Rollwagen fo furg bor einem wurden am Donnerstag in gemeinsamer Sigung der Stadt- herannahenden Straßenbahnwagen der Linie 28 auf das Gleis, daß Von den der Führer des letteren seinen Waggon nicht mehr rechtzeitig zum verordnenversammlung und des Magistrats angenommen. zehn Vertretern und zehn Eriazmännern schieden je fünf aus. Es stehen bringen konnte. Der Lastwagen wurde angefahren und in wurden wiedergewählt: Bürgermeister Dr. Weinreich und die folge des Anpralles stürzte der Stutscher Richard Lehmann von Stadtv. Abraham und Emmeluth als Vertreter, Stadtrat Dr. Mann seinem Sig. Er erlitt eine Verlegung der Wirbelsäule und mußte und die Stadtv. Boegelte und Winter als Eriagmänner, neu- nach dem Krankenhause Bethanien gebracht werden. In der Nacht gewählt: Stadtrat Fischer und Stadtv. Scholz( Soz.) als Vertreter zum Freitag geriet ein Automobilomnibus in der Frankfurter Allee in Brand. Als die Feuerwehr erschien, brannte der Omnibus lichterund Stadtrat Thiemann und Stadtv. Groger( Soz.) als Ersatz- toh, so daß fräftig gelöscht werden mußte. männer. * Der Boltstunstabend in Weißensee findet nicht in der Aula des Realgymnasiums, sondern in der Aula der 4. Gemeindeschule in der Wilhelmstraße statt. " Parteiveranstaltungen. Sechster Wahlkreis. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten 2indenstr. 3, IV, Sof rechts, parterre, aut Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend bon 5 bis 6 Uhr statt. Jeber für den Brieftasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Sabl als Mertseiden beizufügen. Briefliche Anfragen, denen keine Abonnements quittung Ellige Fragen trage man in der antwort wird nicht erteilt. beigefügt ist, werben nicht beantwortet. Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und bergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. Nein. . 907. Aus jenem Gebiet fennen wir einen solchen Drt nicht. B. K. 112. Davon fann feine Stebe fein. Ihre Sendungen be obl aber gibt es einen Ort mit diesent Namen im südiveſtlichen Ungarn. Stadtrat Dr. Wann, Rathaus, zu richten. 6. 3. 12. 1-4. Benden fommen Sie anstandslos ausgeliefert... 9. Ra; Gesuche find an Sie sich an das Haupttelegraphenamt in der Französischen Straße, Ede Oberwallstraße. Alles Nähere erfahren Sie dort. 23. R. 27. Vielleicht P. B. 90. gelingt es Ihrem Schwager, wenn er sich an den Sozialistischen Lefethub Baris wendet: 49 Rue de Bretagne S. 111. Durch Zahlungsberebl.- Abzahlung 44. Schiden Sie file jeden Fall den Widerspruch beim Gericht ein. 58 830. G. Wenn die In der Neuköllner Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag wurden zunächst die wiedergewählten Stadtverordneten Sander Der Turnverein" Fichte" veranstaltet am Sonntag, den Frau noch nicht ausgesteuert ist, muß die Krankenlaise zahlen. M. G. 37. Sie sind aus jedent Militärverhältnis ausgeschieden und Schwarze( Soz.) durch den stellvertretenden Vorsteher 28. Februar, nachmittags 1/4 bis 26 1hr, ein Zusammen. B. 145. Wegen Erfrankung der Lymphgefäße dienstuntauglich. Dic M. H. 50. Scholz eingeführt und ersterer wieder als Vorsteher gewählt. Die Vorlage des Magistrats auf Regulierung des turnen seiner sämtlichen Lehrlingsabteilungen erfte Bezeichnung bezieht sich auf Erkrankung der Augen. Das turnerische Die Mitspieler haben Anspruch auf einen event. Gewinn. Sie fönnten Gertrud 41. Mittelbuschweges von der Köllnischen Allee bis zur neu in der städtischen Turnhalle Gormannstr. 4. erbanten städtischen Desinfektionsanstalt fand durch den Vertreter Programm umfaßt allgemeine Freiübungen, Riegenturnen, Hindernis die Beiträge für die einzelnen Siebungen einflagen. Auschließend findet in den Borussia 1. Sie werden zur Zahlung verpflichtet fein. 2. Wegen Lungenkrankheit der Altbürgerlichen, Stadtv. Voigt, Widerspruch. Dieser be eilbotenlauf und Spiele. Eine dienstuntauglich; der Bruder ist bienstfähig, geringe Hauterkrankung. antragte Ablehnung, da wegen der gesteigerten Materialpreise und fälen". Aderstr. 6/7, ein Lichtbildervortrag: fagen. Höchstens durch Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Das fomnit der erhöhten Arbeitslöhne die Kosten zu hoch würden, und behauptete, Wanderung durch die dermart" statt, wozu der Ein-.. 25, 1. Sie müssen dafür nicht auflommen. 2. Das ist schwer zu Zu beiden Veranstaltungen find 174. Eine Einziehung balten wir für ausgeschlossen. daß auch Arbeiter jezt nicht zu haben sein dürften. Stadtv. Sloth trittspreis 20 Pf. beträgt. 5. V. 13. Die Ansprüche Die wesentlich auf das Gutachten des Arztes au. ( oz.) trat dem entgegen, weil einerseits die unglaubliche Beschaffen Interessenten, befonders Jugendliche, herzlich eingeladen. heit der Straße eine Henderung bringend erheische und andererseits Berliner Arbeiterschaft sei wiederholt darauf aufmertjant gemacht, tönnen nach Beendigung des Feldzuges noch geltend gemacht werben. von einer Erhöhung der Arbeitslöhne für Steinfeger usw. so wenig daß der Verein in allen Stadtteilen Schüler und. 17. Begen übermäßiger Fettleibigkeit dienstuntauglich. Begen Krantin heiten des Lymphsystems dienstuntauglich. Wegen chronischer Nerven Steinfeger it. To wenig üferinnen, sowie Lehrlingsabteilungen G. M. 12. Der Vertrag ist durch den von Arbeitermangel die Rede Der Monatsbeitrag beträgt bei frankheit dienstuntauglich. R. R. 23. Gegen hördliche Arbeitslosenstatistit weise im Gegenteil die doppelte städtischen Turnhallen unterhält. Weitere Auskunft erteilt be- Strieg nicht gelöst. Sie hasten für die Miete. 6. 11. 70. Sn Auch Stadtrat Mier ersteren 25 Pf., bei legteren 35 Pf. die Steuerzahlung ist nichts einzuwenden. Ziffer gegenüber dem Vorjahr nach. diesem Falle werden Sie veriveigern die Unterhaltungspflicht befürwortete lebhaft die Vorlage, worauf diese angenommen wurde. reitwilligst die Geschäftsstelle, SO 16, Stöpenider Str. 108. tönnen, onit müßten Sie bei durch Krankheit verursachter ArbellsDie Straßenbauten int Luisenstadtkirchenunfähigkeit für den Unterhalt auskommen. Gelände gingen zur nochmaligen Borberatung an die Tiefbau deputation zurüd, wohingegen die stegulierung der Donau straße und deren plagartige Erweiterung vor dem neuen Stadtbad ( stosten 53 800 W.) allgemeine Zustimmung fand. Der vollständige Ausbau soll jedoch erst nach Fertigstellung des Neubaues der städtischen Spartasse an der Ecke Nichard- und Ganghoferstraße erivic 12 Allgemeine Kraufen und Sterbekaffe der Metallarbeiter ( 2. a. G.) Samburg. Filiale Baumschulen weg. Sonnabend, 27. Februar, abends 8 1hr: Mitgliederversammlung im Zotal von Boche, Baumschulenftr. 67. Allgemeine Familiensterbefasse. Sonntag, den 28. Febritar: Babl und Aufnahmetag von 3-5 Uhr im Restaurant, Gerichtstr. 12/13 und Budower Str. 14. E. G. bis Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland Zountagmittag: Troden und vielfach heiter, in den Tagesstunden mild, in der Nacht zu Sonntag an den meisten Orten, besonders in BinnenJande, leichter Frost. Nr. 58. 32. Jahrg. Bezirks Beilage des Vorwärts" für Süden- Weffen Bezirks- Beilage Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 160 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: 14. Armeeforps; Intendantur. Soziales. Formales Recht. 27. februar 1915. Mit sonders gemeingefährlichen, daß er nicht wie andere Gauner die Restaurants aufsuchte, sondern den Warteräumen vielbeschäftigter Aerzte und anderen in der Oeffentlichkeit stehenden bekannten Persönlichkeiten, die eine bestimmte Sprechzeit hatten, Besuche ahstattete. Auf diese Weise gelang es ihm, in ganz kurzer Zeit aus 11m den Wartezimmern mehrerer Aerzte zehn Paletots zu entwenden. meine Marte. Eine bittere Enttäuschung erlebte Gines Tages erschien er in der Wohnung des Oberbürgermeisters 8. Reservekorps, Feldgendarmerietrupp des Generalfommandos. auf ihre alten Tage die Botenfrau Emilie Baerichte in Haken. Wermuth in der Klosterstraße und ließ sich durch das öffnende Stab der 50. Nej.Inf.- Brigade; 1., 2. und 3. Garde- Reg.; berg bei Fehrbellin, die für ihren Lebensabend durch Inva- Dienstmädchen bei diesem anmelden. Kaum hatte das Mädchen das Wartezimmer verlassen, als der Angeklagte den auf dem Korridor 1. Garde- Ersatz- Reg.; Grenadier- Regimenter Alexander, Elisa- lidenbeiträge ausreichend gesorgt zu haben glaubte. Die Frau wurde eines zunehmenden Bruchleidens wegen für hängenden Paletot des Oberbürgermeisters ergriff, sich ihn anzog beth, Augusta und Nr. 5; Lebr- Inf.- Reg.; Grenadier- bzw. Infan terie- bzw. Fusilier- Regimenter Nr. 2, 7, 9, 20, 21, 23, 28, 32, 35, erwerbsunfähig erklärt und widerspruchslos wurde ihre Invali- und damit verschwinden wollte. Durch die Aufmerksamkeit des 36, 40, 43, 48, 52, 54, 55, 56, 61, 65, 67, 68, 69, 84, 85, 86, 87, dität anerkannt. Schon 1908 mußte sie ihren Beruf aufgeben und Hauspförtners, der sofort den Paletot wiedererkannte, gelang es 88, 93, 95, 98, 99, 109, 115, 128, 132, 135, 186, 141, 142, 143, um ihrer Rechte nicht verlustig zu gehen, klebte sie freiwillig weiter. endlich, dem gefährlichen Diebe das Handwerk zu legen. 146, 149, 150, 151, 153, 156, 159, 160, 164, 166, 171, 175; Juf.- Reg. Als sie nun auch aus ihren Leistungen ihren Anspruch geltend Rücksicht darauf, daß es sich um einen gewerbsmäßigen Verbrecher machte, rechnete ihr die Versicherungsträgerin nach, daß sie die handelt, erkannte die Straffammer dem Antrage des Staatsanwalts Nr. 1 der Brigade Doussin; Kombiniertes Inf.- Reg. v. Weber; Wartezeit nicht erfüllt habe, denn in der Zeit vom 12. Oktober 1910 gemäß auf 4 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. menter Nr. 3, 6, 12, 15, 20, 21, 23, 31, 35, 37, 38, 46, 48, 51, bis 1912 have sie statt 20 nur 19 Marken geklebt. Es müsse ihr 61, 65, 72, 75, 78, 81, 91, 93, 94, 98, 109, 110, 201, 205, 206, 212, daher die Rentenzahlung verweigert werden. Vor dem Oberversicherungsamt in Potsdam hoffte sie durch 219, 223, 227, 238, 239, 271; Landwehr- Infanterie- Regimenter Urteil dennoch zu ihrem Recht zu kommen. Das Kollegium verMit dem Selbstmord eines wegen Mordversuchs angeklagten Nr. 9, 10, 11, 13, 18, 19, 32, 47, 52, 55, 61, 76, 99, 109, 110, mochte aber den formales Einwand nicht außer Acht zu lassen und Täters fand eine Ghetragödie ihren Abschluß, welche am nächsten 118; Landsturm- Reg. Nr. 109; eberplanmäßige Landwehr In- mußte dem Standpunkt der Landesversicherungsanstalt beitreten Montag das Schwurgericht des Landgerichts III unter Borsiz des fanterie- Bataillone Nr. 3 und Nr. 5 des 4. Armeekorps; Lands und wegen Richterfüllung der Wartezeit ihren Anspruch als er- Landgerichtsdirektors Benzura beschäftigen sollte. Unter der Anwehr- Erjoh- Bataillon Kulm; Brigade- Eriaz- Bataillone Nr. 7, 9, loschen erklären. Die Frau ist umso schlimmer daran, als sie nicht flage des Mordversuchs an seiner Ehefrau sollte sich der Töpfer15, 27, 32, 33; Landwehr- Brigade- Ersatz- Bat. Nr. 42; Landsturm- mehr instande tit, das Versäumte nachzubezahlen, weil sie bereits meister Hermann Weide aus Charlottenburg vor den Geschworenen Bataillone II Braunsberg, II Breslau, 1. und 3. Coblenz, für erwerbsunfähig erkannt ist. verantworten. Der mehrere Jahre verheiratet gewesene W. lebte IV Darmstadt, 3. Freiburg, Gelsenkirchen, 2. Siegburg, Tilsit und Der Fall lehrt wieder recht deutlich, daß es nötig ist, in sehr unglüdlicher Ebe. Anläglich einer häuslichen Szene zog Nr. 52; Reserve Jager- Bataillone Nr. 2, 3, 4, 18, 19; Feitungsfolche formale Härten zu beseitigen, die jede Altershoffnung W. plößlich einen Revolver und gab auf seine Fran einen Schuß Maſchinengewehr- Komp. Nr. 2; Ref.- Feitungs- Maschinengewehr zertrümmern. Mit vollem Recht wendeten sich seinerzeit nicht ab, der diese in den Unterleib traf; er ſelbſt jagte sich die Sieger Regiment der Garde du Corps; Garde- Ref.- Dragoner; Ki- nur unsere Genossen, sondern auch später der erste Präsident rafficre Nr. 6, Dragoner Nr. 4, 5, 6, 11, 13; Reserve Dragoner des Reichsversicherungsamts Dr. Bödifer gegen das KlebeNr. 5, 8; Husaren Nr 1, 7, 8, 11; Reserve- Qusaren Nr. 9; Ulanen system, das naturgemäß solche materiellen Unbillgkeiten nach Nr. 5, 13; Jäger zu Pferde Nr. 5, 13. sich ziehen muß. Abt. Nr. 8; Feld- Maschinengewehr- Zug Nr. 38. Stab der 4. Feldart. Brig.; 2. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart. Regimenter Nr. 2, 14, 22, 44, 45, 47, 50, 58, 69, 76; Reserve- Feldartillerie- Regimenter Rr. 29, 44, 47, 52. Eisenbahn- Reg. Nr. 1; Eisenbahn- Baufomp. Nr. 7. Inf. Munitionsfolonne Nr. 4 des 11. Armeekorps; LandwehrJuf. Munitionsfolonne Nr. 4. Arbeiter- Bat. Königsberg i. Pr. Sanitäts- Stomp. Nr. 1 des 1. Armeekorps; Nr. 2 des 15. und Nr. 2 des 16. Armeekorps; Nr. 3( ohne Angabe des Armeekorps); Reserve- Sanitäts- Komp. Nr. 6 des 6. Reservekorps und Nr. 2 ( ohne Angabe des Armeekorps); Feidlazarette Nr. 7 des 16. Armeetorps und Nr. 9( ohne Angabe des Armeekorps); Hilfs- Lazarettzug Proviantfolonne Nr. 4 des 11. Armeekorps; Reserve- FuhrparkSolonne Nr. 17 des 6. Reservekorps; Feldbäckereifolonne Nr. 1 des 9. Armeekorps. Pir. 6. Gerichtszeitung. Wieder eine bestrafte Startoffelhändlerin. Selbstmord im Untersuchungsgefängnis. in die Schläfe. Die beiden Verletzten wurden vollständig wieder hergestellt. Weide hat gestern nacht in einem Anfalle geistiger 1mnachhung Hand an sich gelegt. Als der Aufseher morgens seine Belle betrat, entdeckte er, daß sich W. an seinem Halstuche aufgefnüpft hatte und die Totenstarre bereits eingetreten war. Ueberschreitung der Höchstpreise. Su interessanten Erörterungen über die Höchstpreise und den Geschäftsbetrieb der Konsumvereine kam es am Donnerstag vor dem Reichsgericht. 1. und 2. Garde- Fußart.- Reg.; Fußart.- Regimenter Nr. 3, 9, 15; Reserve- guzart.- Regimenter Nr. 2, 14, 17, 18; LandwehrFußart.- Reg. Nr. 5. Pionier- Regimenter Nr. 23, 31; Garde- Pion.- Ers.- Bat.; Ein Verstoß gegen die vorgestern aufgehobene VerordVom Landgericht Göttingen ist am 28. November neben Vionier- Bataillone: 1. und II. Nr. 2. I. Nr. 4, 1. und II. Nr. 6, nung des Oberbefehlshabers in den Marken betr. die Fest12 und 11. Mr. 8, 1. Nr. 14, II. Nr. 15, I. r 16, III. r. 16, feßung von öchst preisen für Kartoffeln führte den Leitern einer Genossenschaftswolkerei der Lagerhalter der Salzderheldener Zweigstelle des Konsumvereins Einbeck, Heinrich Bionier- Erf. Bat. Nr. 2; Reserve- Pionier- Bat. Nr. 32; 44. und gestern die Marktverkäuferin Frau Schneider aus Char Behrens in Salzderhelden, wegen Bergchens gegen das Gesetz betr. 92. Reserve- Pionier- Komp.; 1. Landwehr- Bionier- Komp. des lottenburg vor die 1. Straffammer des Landgerichts III. die Höchstpreise zu einer Geldstrafe von 20 Mart verurteilt worden. 6. Armeeforps; 1. Landsturm- Pionier- Komp. des 7. Armeekorps; Da dem Magistrat von Charlottenburg vielfach Klagen von Der Landrat des Kreises Einbeck hatte amt 3. September den Minenwerfer- Abteilung des 21. Armeetorps. Hausfrauen über Nichtinnehaltung der Höchstpreise seitens der Höchstpreis für ein halbes Pfund Butter auf 60 Pf. festgesetzt. Kartoffelhändler auf den Wochenmärkten zu Ohren gekommen rozdem hat die fragliche Molkerei im September und Oktober in waren, wurde von der Stadtverwaltung eine besondere Beamtin Salzderhelden für ein Pfund Butter 1,22 M. und 1,30 M. verlangt angestellt, welche die Preise auf den Wochenmärkten feststellen, und der Angeklagte Behrens hat in der gleichen Zeit die Butter und diejenigen Händler, welche sich nicht an die Höchstpreise für 1,30 M. verkauft. Behrens will sich nicht schuldig gemacht haben, hielten, unnachsichtlich zur Anzeige bringen solite. Die betreffende da er selbst 1,22 M. Habe bezahlen müssen. Geschädigt sei durch den Kontrollbeamtin stellte u. a. fest, daß die jeßige Angeklagte auf Staufpreis von 1,30 M. niemand, denn die Mitglieder erhielten den dem Wochenmarkt in der Spreestraße und am nächsten Tage auf Reingewinn später zurück. Das Landgericht war der Ansicht, daß dem Friedrich- Karl- Platz für Daberfche Kartoffeln nicht den vor es hierauf nicht ankomme, und erklärte den Angeklagten für straf geschriebenen Höchstpreis von 40 Pfennigen, sondern 45 Bfennige bar, da er die festgesetzten Höchstpreise gekannt hat. In seiner verlangte. Die Folge war die Strafanzeige und die Erhebung der Revision rügte der Angeflagte Verkennung des Tatbestandsmert. jetzigen Anklage. Das Gericht hielt die Angeklagte troß ihrer Ein- mals des Höchstpreises. Dieser könne nur in Frage fommen bei wendungen für überführt und verurteilte sie dem Antrage des wirklichen Verkäufen, nicht aber bei Barenbetrieb durch einen Staatsanwalts gemäß zu 30 Mark Geldstrafe. Konsumverein, der die Waren seinen Mitgliedern zum Selbkostenpreis liefere, allerdings indent cr die Einkaufspreise etwas erhöhe und den leberschuß am Ende des Jahres an die Mitglieder aus sable. Der Reichsanwalt hielt diesen Einwand für unbegründet. lerdings sei das Gefeß erlassen worden, um übertriebenen Preis mußen. Aber daraus könne nicht geschlossen werden, daß das Gesek spekulativer Weise die Konjunktur zugunsten einzelner auszu steigerungen vorzubeugen, welche lediglich dazu bestimmt sind, in nicht angewendet werden soll, wenn im einzelnen Falle eine lebervorteilung ausgeschlossen ist, wie dies bei Konsumvereinen der Fall sein möge. In einem Konsumverein werden ja allerdings die Gewinne den Mitgliedern später zugeführt, aber es könne dies doch nicht von allen Mitgliedern gesagt werden. Denn mancher trete vorher aus und mancher wieder ein. Außerdem sei der Geschäftsverkehr der Konsumvereine nicht unter allen Umständen allein auf die Mitglieder beschränkt. Wenn der Angeklagte noch sage, die Verordnung des Landrates sei ungültig, weil sie feine Strafandrohung enthalte, so sei dieser Einwand hinfällig. Das Gesez schreibe in keiner Weise vor, in welcher Form die fraglichen Be Militär- Bauamt Königsberg i. Pr. III. Infanterie- Regimenter Nr. 100, 104, 105, 106, 107, 108, 134, 139; Die Sächsische Verlustliste Nr. 113 bringt Verluste der Reserve- Infanterie- Regimenter Nr. 102, 104, 106, 107, 133, 245; Landw.- Inf. Reg. Nr. 104; Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 45, 46, 64; Jäger- Bat. Nr. 12, 13; Reserve- Jäger- Pat. Nr. 12, 13; PionierBataillone I. Nr. 12, 11. Nr. 12; 1. Nr. 22, II. Nr. 22; 1. PionierErsatz- Komp. 2. Bat. Nr. 22; Reserve- Pionier- Komp. Nr. 53, 54; Landwehr- Pionier- Komp. des 12. Armeekorps; Train- Ersatz- Bat. Nr. 12; Korps- Schlächterei Nr. 4, 12. Reserve- Armeekorps. Die Württembergische Verlustliste Nr. 125 bringt Verfuste des Brigade- Ersatz- Bat. Nr. 52; Füfilier- Reg. Nr. 122; Candwehr- Inf.- Reg. Nr. 123, 124; Feldart.- Reg. Nr. 29; I. Erjakbt. Feldart.- Reg. Nr. 65; I. Munitionskolonnen- Abteilung. Das Erkenntnis fann leider in der Berufungsinstanz nicht aufrecht erhalten werden. Nach§ 2 Abi. 2 des Strafgefeßbuchs muß Freisprechung erfolgen, da die Verordnung vor der Aburteilung aufgehoben war. Beschlagnahme der auf höchstens 3,50 Mart fann allein der Preistreiberei ein Kartoffelborräte und eine allgemeine Breisfestießung Ende machen. Unerbetener Besuch beim Oberbürgermeister. Ein gewerbsmäßiger Paletotdieb, der in der Wohnung des Oberbürgermeisters Wermuth auf frischer Tat abgefaßt worden war, wurde gestern in der Person des schon vielfach vorbestraften Schreibers Artur Rosenberg der Straffammer des Landgerichts I vorgeführt. Der Angeklagte betrieb als Spezialität Baletotdiebstähle, und zwar gestaltete er dieses edle Handwerk dadurch zu einem beA Kostüm ,, Straßburg" 360° blau, grün und mode M. Damen- Mäntel- Fabrik Paul Linck an der KaiserNeukölln, Reuterstraße 63 Friedrich- Straße Bitte auf die Hausnummer zu achten. Frühling 1915 Legen Sie Wert auf Reelle Damen- Konfektion? 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Landgericht Dortmund zurückverwiesen. Im übrigen wurden die 3 D 15/15.) Revision dieses Angeklagten und der beiden Angeklagten Hartwig und von dem Eſche sowie die Revision der Staatsanwaltschaft als Berliner Straße 53 Neukölln gegenüber Rathaus unbegründet zurückgewiesen. Urteil im Ohmprozeß. In der Revisionsverhandlung vor dem 5. Straffenat des Reichsgerichts gegen den ehemaligen Direktor der Niederdeutschen Bank Ohm und Genossen wurde, wie uns telegraphisch gemeldet wird, gestern nachmittag das Urteil verkündet. Auf die Revision des Angeklagten Ohnt wurde das Urteil gegen diesen Angeklagten aufgehoben, soweit er wegen eines Vergehens gegen§ 88, Abjat 3 Aus meinen vielen reichhaltigen Abtellungen empfehle speziell Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, ben 28. Februar, vorm. 9 11hr, Pappel- Allee 15-17; Neukölln,„ Idealpassage"; Tegel, Bahnhofstraße 15, und Ober- Schöneweide, lavaftr. 2: Freireligiöse Vorlesung. Bormittags 11 Uhr, Kleine Frankfurter Ch. 6: Bortrag des Herrn Dr. B. 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