Nr. 59. Abonnements- Bedingungen: abonnements. Preis pränumerande: Bierteljährl. 3,30 m, monatl 1.10 wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 a. Post2lbonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost Beitungs. Breisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 32. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 60 fg., für polttische und gewerkschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 80 fg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Morte), jedes weitere Bort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Bort 10 Pfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Morte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adreffe: ,, Sozialdemokrat Berita Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplat, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 28. Februar 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplak, Nr. 151 90-151 97. Teue Angriffe der Ruffen in Tordpolen. Westlicher Kriegsschauplatz. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Amtlich. Großes Hauptquartier, den 27. Februar 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplah. In der Champagne haben die Franzosen Der französische Tagesbericht. Paris, 26. Februar.( W. Z. B.) Um 3 Uhr nachmittags tourde a mtlich mitgeteilt: Die belgische Armee hat einen fleinen Schüßengrabenabschnitt, welchen sie vorübergehend verloren hatte, wiedergewonnen. Die Ent gländer haben einen deutschen Angriff in Belgien zurückgeworfen gestern und heute Nacht erneut mit starken und etwa hundert Meter auf der Straße nach La Bassée Kräften angegriffen. Der Kampf ist an einzelnen gewonnen. Im Aisnetal zeigte sich die deutsche Stellen noch im Gange, im übrigen ist der AnArtillerie ziemlich tätig; aber unsere Batterien brachten griff abgewiesen worden. Von den übrigen Fronten ist nichts Wesent- fich sie am Nachmittag zum schweigen. In der Cham- Nördlich Verdun haben wir einen Teil der pagne setten wir unsere Fortschritte fort und gewannen Gelände in dem Gehölze nordwestlich von Perthes französischen Stellungen angegriffen; das Geund nördlich von Le Mesnil- les- Hurlus. Im Maastal dauert fecht dauert noch an. der Stampf fort; bei Jumelles und Dornes zerstörten wir Unterstände für Maschinengewehre und feindliche Schüßen- liches zu melden. gräben. Im Bois Brule( bei Apremont) machten wir neue Fortschritte und vertrieben die Deutschen aus mehreren Verbindungsgängen zwischen ihren Schüßengräben; der Feind erlitt schwere Verluste und ließ zahlreiche Schilde und Gerätschaften zurück. Paris, 27. Februar.( W. Z. B.) Amtlich wird gestern abend 11 1hr bekanntgegeben: Geschütfeuer auf ber ganzen Front. In der Champagne dauerten unsere Fortschritte an. Indem wir zwei hintereinander liegende Reihen von Schüßengräben einnahmen, gelangten wir nördlich Le Mesnil bis zum Grat des von den Deutschen besezten Geländes. Westlich davon dehnten wir unseren Besit durch die Eroberung eines bedeutenden Stückes feindlicher Linien aus. Von den Argonnen bis zu den Vogesen ist nichts zu melden." Kein Ueberschreiten der holländischen Grenze durch deutsche Flieger. Keine Zugeständnisse in der Wahlrechtsfrage. Berlin, 27. Februar.( W. Z. B.) Jn. der verstärkten Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses erflärte heute auf Anregung der Kommission betreffend Wahlrechtsreform der Minister des Innern von Löbell, daß es bei seiner früher abgegebenen summarischen Erklärung hinsichtlich der Neuorientierung der inneren Politit sein Bewenden haben müsse. Er fönne nicht einzelne Materien herausgreifen und namentlich nicht solche, die Differenzen hervorgerufen hätten, wie die Wahlrechtsreform. Eine schwere Enttäuschung ist denen bereitet worden, die eingebildet haben, daß nach dem Kriege eine neue Hera in Gesetzgebung und Verwaltung hereinbrechen werde. Nach dem Verlauf der Wahlrechtsdebatten in der Sizung der verstärkten Budgetkominission des Abgeordnetenhauses von Sonnabend werden nun wohl auch diese Politiker, die sich auf- von der Irrigkeit ihrer Auffassung überzeugt sein müssen. auch in den Reihen der Sozialdemokratie zur Genüge finden, Deftlicher Kriegsschauplah. Nordwestlich Grodno, westlich Lomza und südlich Prasznysz sind neue russische Kräfte getreten, die zum Angriff vorgingen. An der Skroda südlich Kolno machten wir 1100 Gefangene. Von links der Weichsel ist nichts Besonderes zu berichten. ( Oberste Heeresleitung. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 27. Februar.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: Wien, 27. Februar 1915, mittags. An der polnisch- galizischen Front stellenweise lebhafter Geschükkampf. Nachdem gleich in der ersten Sigung des Abgeordnetenhauses unter dem Kriegszustand am 22. Oktober 1914 und erneut am 9. Februar 1915 unsere Freunde die Notwendigfeit der Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts betont hatten, ohne daß die Regierung es für nötig hielt, sich zu dieser wichtigen Frage zu äußern, brachte am Sonnabend in der Kommission ein fortschrittlicher Abgeordneter die Wahlrechtsreform zur Sprache. Am liebsten hätte er sich auch jezt in Stillschweigen gehüllt, um feinen Streit zu entfesseln. Aber ganz konnte er im Interesse des Ansehens seiner Partei die Frage nicht umgehen, und so begnügte er sich denn namens und im Auftrage seiner Fraktion mit der Erklärung, daß seine Freunde alsbald nach dem Kriege eine Wahlreform erwarten. Ihr prinzipieller Standpunkt, so fügte er hinzu, sei der gleiche geblieben und habe durch die Erfahrungen des Krieges eine weitere Stüße gewonnen. Das Gefühl, daß das Vaterland allen zu gleichen, Rechten gehöre, daß alle an der Gestaltung seiner Geschicke in gleichem Maße mitzuwirken haben, daß hier keine Stlassenunterschiede gemacht werden, habe zu der militärisch und moralisch so notwendigen Einigung beigetragen. Was für das Reich nötig und möglich gewesen sei, das sei auch für Preußen nötig und möglich. Seine Freunde forderten zwar grundsäglich die Uebertragung des Reichstagswahlrechts auf Preußen, sie seien aber auch schon mit der Einführung des geheimen und direkten Wahlrechts, wofür nach den programmatischen Erklärungen der Parteien eine Mehrheit vorhanden sei, zufrieden. Er bitte die Regierung, zu erklären, ob die allgemeine Wendung, die der Minister fürzlich gebraucht habe, daß fünftig eine Neuorientierung der inneren Politik zu erfolgen habe, sich auch auf die Reform des preußischen Wahlrechts beziehe. Wien, 27. Februar.( W. T. B.) Der Kriegsberichterstatter des Geschützen haben die feindlichen Schiffe gestern unsere äußeren Trot oder vielleicht gerade wegen dieser Bescheidenheit Fremdenblattes" telegraphiert seiner Zeitung: Die Kämpfe an Forts an den Dardanellen an einigen Punkten be- des fortschrittlichen Redners vermochte sich der Minister dem Nordabhange der Karpathen und im Abschnitt schädigt; trotzdem hatten wir nur einen Berluft von fünf des Innern zu einer Zusage nicht aufzuschwingen. Er von Stanislau haben derzeit ruhigen Charakter an- Zoten und 14 Verwundeten. Auch heute hat die feindliche berief sich auf seine frühere Erklärung, daß die Regierung die genommen. Gehemmt ist das Tempo unserer Aktion durch große Flotte die Beschießung fortgefest, sich aber am Nachmittag Notwendigkeit anerkenne, infolge des Krieges und der Einheit Schneefälle, die alle Bewegungen verlangsamen. Die Russen aus dem Feuerbereich unserer Batterien bei Sed ul Bahr zurück des ganzen Volkes ernstlich zu prüfen, in welcher Weise die zogen große Verstärkungen heran. Sie scheinen gezogen. Am 10. Februar hat ein französischer Kreuzer an der innere Politik auf wichtigen Gebieten den veränderten Zeitunserem Vordringen gegen den Dnjestr eine entscheidende Bedeutung Küste von Ataba etwa 100 Soldaten ausgeschifft; nach einem zwei- verhältnissen entsprechend geändert werden solle. beizumessen und konzentrieren hier alles, was sie an Kräften in Dft- stündigen Gefecht flüchtete der Feind unter Verlusten auf das Schiff dieser summarischen Erklärung müsse es galizien freibekommen fönnen. Die Situation ist uns insofern zurück. Trotz der Heftigkeit seines Geschütz- und Maschinengewehr- fein Bewenden haben, um so mehr, als es sich nicht günstig, als die Verhältnisse einen Bewegungsfrieg gestatten, in dem feuers hatten wir nur drei Tote und drei Verwundete. Amfterdam, 27. Februar.( W. Z. B.) Die Blätter melben aus bem Haag: Auf Ersuchen der niederländischen Regierung an die deutsche Regierung, eine Untersuchung anzustellen In den Karpathen ist die allgemeine Situation unwegen angeblichen Ueberfliegens niederländischen Gebietes durch verändert. Im Abschnitt Tucholka- Wyszkow wurde heftig deutiche Luftfahrzeuge in der Nacht vom 19. zum 20. Januar hat die gekämpft. Hier wurde ein neuerlicher Angriff auf die niederländische Regierung die schon früher mündlich und jetzt auch foriftlich erteilte Mitteilung empfangen, daß eigenen Stellungen im Opor- Tale nach erbittertem Nahkampf nach angestellter Untersuchung die Richtigteit obiger Anunter schweren Verlusten des Gegners zurückgeschlagen. Das nahme ganz ausgeschlossen sei. angreifende neunte finnische Schüßenregiment ließ drei hundert Tote und mindestens ebensoviel Verwundete an Ein Regiment aus englischen Geistlichen. unseren Stellungen zurück. 730 Mann des Regiments wurden London, 27. Februar.( W. Z. B.) In Glasgow werden unverwundet gefangen. Vorbereitungen getroffen, um ein Regiment von Geist- Südostgalizien dauern an. Die mit großer Hartnädigkeit geführten Kämpfe in Lichen aufzustellen. Oestlicher Kriegsschauplah. Schlachtenpause bei Stanislau. erfahrungsgemäß die Taktik der Verbündeten der schwerfälligen Positionstaltik der Russen überlegen ist. Der Angriffsgeist unserer Truppen ist vorzüglich, insbesondere bewähren sich die kroatischen Regimenter. Geistige Erkrankungen in der russischen Armee. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes bon Hoefer, Feldmarschalleutnant. Der Seekrieg. Vom U- Bootkrieg. Bei empfehle, aus dem ganzen Kompler der inneren Politik eine Frage herauszugreifen, noch dazu eine, die bisher Gegenstand von Differenzen zwischen Regierung und Parteien und zwischen den Parteien selbst gewesen sei. Man habe sich ausdrücklich dahin geeinigt, daß nach Möglichkeit alle Fragen jest ausscheiden sollen, die die Gefahr einer differentiellen Anschauung und einer Polemik in sich bergen. Hierzu gehöre die Wahlrechtsfrage, er müsse es sich deshalb versagen, in cinc Debatte darüber einzutreten. London, 27. Februar.( W. T. B.) Zwischen Rhyl und Petersburg, 26. Februar.( W. T. B.)„ Rußtoje Prestatyn wurden gestern Schiffstrümmer und ein SchiffsDen Nationalliberalen und dem Zentrum konnte die Slowo" bringt unter der Ueberschrift„ Verwundete Seelen" papier auf den Namen des Dampfers Raithmoor", ferner Kabineneinen ergreifenden Artikel über den großen Prozent- türen und andere Schiffsgegenstände gefunden. Wie verlautet, stammt Regierung gar keinen besseren Dienst erweisen, denn ihnen war dadurch Gelegenheit gegeben, wieder einmal einer fat psychischer Erkrankungen russischer Solbie Raithmoor" aus Newcastle on Thue. ,, Times" erfahren aus Eastbourne: Am 24. d. Mts., nach- klaren Stellungnahme auszuweichen. So begnügte sich denn daten. Die auf den Schlachtfeldern vorhandenen Lazarette mittags 3 Uhr 55 Minuten, ist mehrere Meilen von der Küfte ein der nationalliberale Redner damit, zu betonen, seien überfüllt. Der türkische Krieg. Zum Bombardement der Dardanellen. Konstantinopel, 26. Februar.( W. T. B.) Das Hauptquartier teilt mit: Durch eine siebenstündige Beschicßung mit schweren unbekannter Dampfer untergegangen. Ein Beobachter daß seine Partei nach wie vor eine Wahlrechtsreform in der hatte vom Lande aus eine Wassersäule und eine Rauchwolfe aufsteigen Richtung eines Pluralwahlrechts anstrebe und daß sehen. Bald darauf sei das Schiff versunken. Ein zweiter Dampfer, sie nach Friedensschluß sich in diesem Sinne bemühen werde. der in derselben Richtung fuhr, flüchtete gegen die Küste. Ein anderer Im gegenwärtigen Augenblick aber erscheine es wichtiger, den Dampfer, der in der Nähe war, nahm die Besatzung auf.-Der Sieg gegen unsere Feinde zu erringen, als noch so gerechte Kapitän eines in der Nachbarschaft befindlichen Fischdampfers sagte, politische Ziele zu verfolgen. Aehnlich das Sentrum. der Dampfer sei torpediert worden. Im Interesse der Wahrung des Burgfriedens, so führte sein Bertreter ous, hätten seine Freunde davon abgeſehen, die Arbeiter- in der Hauptsache Sandarbeiter-- wurden bei der Krieg Ein wesentlicher Unterschied ist zwischen diesen beiden Erflärungen nicht zu erblicken. Beide Parteien wollen für den Augenblick von einer Wahlrechtsreform nichts wissen, beide greifen zu derselben willfommenen Ausflucht, die einen, weil fie Gegner des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts sind, die anderen, weil sie zwar in der Theorie dafür eintreten, in der Praxis aber bisher im entscheidenden Moment noch immer versagt haben. Krieg und und die Kolonien. Englische Blockade der deutschostafrikanischen Küste. " verschiedenen inneren Fragen und auch die Wahlrechtsfrage Ausbruch des Krieges in Deutschland zurüdgehalten, und aufzurollen. Da die Frage aber einmal angeschnitten sei, gleichzeitig wurde ihnen verboten, den Ort ihrer Arbeitshalte er es für erforderlich, zu erklären, daß seine, Bartei noch stätte zu verlassen. Dies Verbot besteht noch, es wird bis auf auf ihrem früheren Standpunkt stehe, der so flar wie mög- weiteres aufrechterhalten. Auf den ersten Blick könnte diese lich sei. Maßnahme als durch den Krieg geboten erscheinen, im Haag, 27. Februar.( W. T. B.) Der Staatscourant" Grunde genommen aber handelt es sich um die Einführung schreibt: Der Minister des Aeußern bringt zur Kenntnis, daß die eines Arbeitszwanges für russische Arbeiter. Die russischen schreibt: Der Minister des Aeußern bringt zur Kenntnis, daß die Arbeiter bedürfen nämlich, wenn sie in Deutschland arbeiten britische Regierung mit Beginn der Mitternacht zwischen wollen, einer sogenannten Inlandslegitimation. Diese wird dem 28. Februar und dem 1. März die Blodabe der Küste ihnen aber nur dann ausgestellt, wenn sie einen neuen Ver- bon Deutsch Ostafrika und der anliegenden Jufeln an trag mit ihrem früheren oder einem anderen Arbeitgeber ein- gekündigt hat. Sie soll sich erstrecken zwischen 4 Grad 41 Minuten gegangen find. Weigern sie sich, so haben sie ihre In üblicher Breite und 10 Grad 40 Minuten südlicher Breite. Binnen haftierung zu gewärtigen, sie stehen also vor der Wahl, vier Tagen vom Inkrafttreten der Blockade ab gerechnet dürfen Weit offenherziger war der freifonservative inhaftiert zu werden oder aber Arbeit zu Bedingungen anzu- neutrale Schiffe das blockierte Gebiet ungehindert verlassen. Redner, der unumwunden zugab, daß gerade durch den nehmen, bei deren Festlegung sie nicht mitzureden haben. Krieg die Gegnerschaft seiner Freunde gegen eine Wahlreform Kennzeichnend ist es, daß sich von allen Mitgliedern der Komeine Verschärfung erfahren habe. Mit aller Entschiedenheit mission grundsäglich wieder nur der Vertreter der Sozial. trat er der Auffassung entgegen, daß die Erfahrungen des demokratie gegen eine solche Pragis aussprach. Wie Prieges auf eine völlige Demokratisierung unseres Wahl- vorauszusehen war, predigte er tauben Ohren. rechts hinweisen. Die Erfahrungen gingen vielmehr nach) Auch mit seinen weiteren Beschwerden über rigorose unter Befehl des Generals Botha bis auf einige von der Station Roessing vor. Die Truppen besetzten einer ganz anderen Seite; nicht die Demokratic, Handhabung des ohnehin schon fast völlig beseitigten Ber- Goanifontes, das ein wichtiger Bunft ist, weil sich dort gutes Wasser sondern eine starfe Staatsgewalt muß die Folge sammlungsrechts, über das Verbot der Niederlegung Goanikontes, das ein wichtiger Punkt ist, weil sich dort gutes Wasser des Strieges fein. Seine Freunde hätten zwar immer eine von Kränzen mit roten Schleifen, wie es noch jetzt in Breslau befindet, sowie ferner den Polizeiposten Nonidas, der sechs Meilen Der Feind hatte während der Nacht das der heutigen Entwvidelung entsprechende Reform des Wahl- besteht, und über die noch immer in Blüte stehende polizeiliche stromabwärts gelegen ist. rechts verlangt, sie hätten aber andererseits die Einführung ueberwachung von Angehörigen der sozialdemokratischen Lager verlassen. Das Postamt in Richthofen wurde durch den Feind eines gleichen Wahlrechts für Breußen von jeher als ein 1 n- Partei fand der Vertreter unserer Partei weder bei der Reglii o bezeichnet. An dieser Auffassung habe der Krieg auch nicht das mindeste geändert. Die Konservativen ich wiegen, man wird aber wohl nicht fehlgehen in der Annahme, daß ihr Standpunft sich dem der Freikonserbatiben nähert. Die Aufgabe, in entschiedener Weise die Rechte des Bolfes zu vertreten, war dem sozialdemokratischen Redner zugefallen. Zweifellos in llebereinstimmung mit der Gesamtpartei hob er hervor, daß seine Freunde keine Veranlassung hätten, sich der Auffassung anzuschließen, daß mit der Reform des Wahlrechts bis nach dem Kriege zu arten fei. Eine solche Zurückstellung dieser ungemein dringenden Aufgabe sei weder aus politischen noch aus technischen Gründen nötig. Technisch erfordere die Ausarbeitung eines Wahlreformgefeßes im Sinne der Demokratie weniger Mühe, als die tausend Maßnahmen äußerst komplizierter Art, die jetzt auf den verschiedensten Gebieten von der Regierung ergriffen sind, und was die politische Seite anbetreffe, so sei er erstaunt, daß man so offen bekenne, daß in dieser Frage die schwersten Meinungsverschiedenheiten heute noch herrschen. Gewisse allgemeine Redewendungen, die heute von der Presse und auch manchen offiziellen Vertretern des Staates gebraucht werden, müßten doch eigentlich dazu führen, daß man gar nicht mehr versteht, daß irgend jemand in Breußen und in Deutschland meinen könnte, daß uns das allgemeine Wahlrecht auch nur noch einen Tag verweigert werden dürfe. In der Zat sei alles beim alten geblieben, trotz der veränderten Verhältnisse hätte sich die Stellung der bürgerlichen Parteien zur Wahlrechtsfrage auch nicht um einen Deut geändert. Er dante dem Minister für seine Offenherzigkeit; freilich hätte er gar nichts anderes erwartet. Diese Offenherzigkeit werde nüßlich sein für die Entwickelung der politischen Verhältnisse gierung noch bei der Kommission Entgegenkommen. Paul Hirsch, Mitglied des Abgeordnetenhauses. Zum Untergang des Dampfers Regin". Kristiania, 26. Februar.( W. Z. B.) Aus den telegra phischen Aufklärungen, die das Ministerium des Aeußern von der Londoner Gesandtschaft erhalten hat, geht hervor, daß der Dampfer Regin" sich in einem britischen Minenfelb befunden hat, das Generalkonsulat in London nimmt an, daß das Schiff auf eine Mine gestoßen ist. das Schiff auf eine Mine gestoßen ist. Amerika und der Unterseebootskrieg. Zur Lage in Deutsch- Südwestafrika. London, 26. Februar.( W. T. B.) Ueber die Besetzung von Nonidas und Goanikontes meldet das Reuteriche Bureau: Bon Swakopmund aus operierend, rückte die nördliche Streitmacht verbrannt. Die Duma- Abgeordneten verurteilt. Die Petersburg, 27. Februar.( W. T. B.) Das Kriminalgericht verurteilte mehrere Sozial. demokraten, unter denen sich fünf Duma- Mitglieder befanden, zum Verluste aller bürgerlichen Rechte und zu Verbannungsstrafen. Duma- Mitglieder waren angeklagt, in ihrer Eigenschaft als Mitglieder der sozialdemokratischen Partei cine Agitation gegen den Krieg eingeleitet zu haben und für die Verbreitung des Gedankens, alle europäischen Staaten, mit Einschluß Rußlands, in demokratische Republiken umzugestalten, in Arbeiterkreisen eingetreten zu sein. London, 26. Februar.( W.T.B.) Die ,, Times" melden aus Washington: Die amerikanische Brefie schreibt, daß der Präsident, falls seine Borstellungen bei Deutschland und England scheitern, vielleicht geneigt sein werde, alle Ausfuhr nach den krieg Die russische Regierung hat also, wie aus diesem Urteil führenden Staaten zu verbieten. Ferner wird erklärt, hervorgeht, zum zweiten Male ein Attentat gegen die parla der Präsident fönne drohen, den Handel in konterbande zu ver- mentarischen Vertreter der russischen Arbeiterklasse vollbracht. bieten, um England zu nötigen, die Einfuhr von Nahrungsmitteln Nach den 37 sozialdemokratischen Abgeordneten, die dem ersten nach Deutschland zuzulassen. Die Bewegung zugunsten eines Ber- ,, Hochberratsprozeß" im Jahre 1907 zum Opfer fielen, find bots der Ausfuhr von Konterbande wird von der deutschen Bropa- nun die fünf Mitglieder der„ bolschewistischen" Fraktion in ganda in der Union unterstützt, gewinnt beim Bublifum Boden und der Duma von willfährigen Richtern zum Verlust aller nimmt an Bedeutung zu. Infolge der Aufhebung der Staats- bürgerlichen Rechte und zu lebenslänglicher Deportation berversicherung für Schiffe, die nach nordeuropäischen Häfen bestimmt urteilt worden. Während die Blüte der russischen Arbeiteraus herausgerissen dem Kampf unt die sind, vermutet man, daß die Prämien bei der Wiedereröffnung be- klasse, und politische deutend steigen werden. Das New Yort Journal of Commerce" soziale des Befreiung Proletariats, Blut dent auf vertritt die Anficht, daß der Passagierverkehr wahrscheinlich ziemlich ihr Schlachtfelde bergießen muß, aufhören, daß aber die Warenausfuhr von New York feine Ber- erhob der Zarismus sein Richtbeil gegen die parlamentarischen minderung erfahren wird. Vorfämpfer dieser zum Kriegsdienst gepreßten Proletarier, die in schwerster Zeit mutig und tapfer ihre Aufgaben erfüllten. in Deutschland, auch für die Entwickelung der Verhältnisse Eine neue amerikanische Note an England. Die nun verurteilten Genossen haben tros des über der während des Krieges. Unsere grundsätzliche Forderung bleibe Sozialdemokratie lastenden Ausnahmegesezes, das die Partei London, 27. Februar.( W. Z. B.)" Central News" er- zur illegalen" Eristenz verurteilt, nie ihre Zugehörigkeit zur aufrechterhalten, der Wunsch nach dem Wahlrecht werde neue Nahrung gewinnen, und zwar mit viel größerer Geschwindig- fährt, daß gestern im Auswärtigen Amt eine neue Note Partei verleugnet. Sie sind auch in ihrem Kampf gegen den feit als die Gegner meinen. des Präsidenten Wilson eingegangen ist. Man glaubt, Strieg nur die Willensvollstrecker der organisierten Arbeiterschaft In der Tat hat die Debatte gelehrt, daß sich in der daß sie unverbindliche Borschläge bezüglich der gewesen, eingedenk der Pflichten, die die Parteikongresse und Stellung der Parteien und der Regierung zu der wichtigsten Haltung Englands gegenüber der Einfuhr von die Beschlüsse der Internationalen Kongresse hnen aufFrage der Gegentart nichts geändert hat. Sache des Pro- ebensmitteln nach Deutschland enthält. erlegten. Ietariats mird es fein, zu geeigneter Beit die Bestrebungen für ein freies Wahlrecht in Preußen da aufzunehmen, wo es sie wegen der friegerischen Ereignisse zu unterbrechen gezwungen war. Erhöhung der Kriegszulage " Aber nicht nur die Wahlrechtsdebatten, sondern auch die für die norwegische Schiffahrt nach Lübeck. der Sozialdemokratie ein jähes Ende bereiten wird. Lorichte Kristiania, 26. Februar.( W. Z. B.) Die Soenden Berhandlungen über die übrigen mit dem Etat des Ministeriums des Innern im Zusammenhang stehender Fragen fiaeldsche Dampffiffsgefellshaft und die Jeloelehren ims, daß in Preußen alles beim alten bleibt. Recht charakteristisch sind in dieser Hinsicht die Debatten über die Behandlung russischer Arbeiter. Die russischen Sind die Haager Beschlüsse rechtsverbindlich? linie gibt, wie das Morgenbladet" meldet, bekannt, daß die Kriegszulage für die Schiffahrt nach bed am 1. März um 50 Pro3. erhöht werden wird. außer Kraft gesezt sind. So lange man erkennt, daß die Bestimmungen des Bölkerrechts sogar rechtsmäßig verlegt werden können aus Notwehr, in Rotstand, als Represalie, ist es in der Tat durchaus unerheblich, ob die im Saag beschlossenen Vereinbarungen im gegenwärtigen Kriege formell verbindlich sind. lebrigens wäre, um jenem Streit der Jesuiten zu genügen, wenig Es ist neuerdings, nachdent so ziemlich alle bölferrechtstens die Landfriegsordnung von 1899- die neue Fassung von 1907 lichen Vereinbarungen im stürmischen Wettbewerb der meicht im großen ganzen nur unwesentlich ab unter allen IlmVertragsmächte verlegt worden sind, die Frage aufgeworfen worden, ständen auch den Buchstaben nach in diesem Weltkrieg rechts nb bie Saager Beschlüsse überhaupt im heutigen Kriege verbindlich wirksam, da jene älteren Beschlüsse alle Kriegsparteien ratifiziert sind, und die Frage ist deutschoffiziös, unter Silfeleistung gewiffer haben und fie so lange in Kraft bleiben, bis die neuere Fassung Bölferrechtsprofessoren, berneint worden. allgemeine Rechtstraft erlangen würde. In einer Bolemit mit dem Reichsgerichtsrat bon Neutamp verficht eben wieder der Berliner Wölferrechtsprofeffor von Rifat seine Anschauung, daß wegen der" Solidaritätsklausel" der größte Teil der Abkommen, die im Saag getroffen worden sind, nicht rechtsverbindlich seien. Diese Stlaufel lautet: Die Bestimmungen dieses Abkommens finden nur zwischen den Vertragsmächten Anwendung und nur dann, wenn die Kriegführenden sämtlich Vertragsparteien sind." Liszt folgert daraus( Leipziger Zeitschrift für Deutsches Recht" 1915, Nr. 3):„ Auch zwischen Vertragsmächten gelten die Abkommen nur dann, wenn die Kriegführenden Vertragsparteien sind. Man fann es bedauern, daß diese weitere Voraussetzung aufgestellt worden ist; man kann es vielleicht noch mehr bedauern, daß die Vertragsmächte seit dem Jahre 1907 fo gar nichts getan haben, um die Staaten, die nicht unterzeichnet oder ratifiziert haben, zum Anschluß an die Abmachungen zu veranlassen. Aber alles Bedauern hilft über die Tatsache nicht hinweg, daß die Abkommen für die Kriegführenden nicht verbindlich find oder unverbindlich werden, wenn oder sobald ein einziger Staat am Kriege sich beteiligt, der nicht Vertragspartei ist." Da nun Serbien und Montenegro die Abkommen von 1907 nach Lisatnicht unterzeichnet haben, brauchte sich im gegen wärtigen Striege niemand um sie zu fümmern. Dagegen zürnt der engere juristische Fraktionsgenosse Liszts, Ernst Müller- Meiningen( Weltkrieg und Völkerrecht", Berlin 1915): Die ganze bölferrechtliche Geltung aller Abkommen und insbesondere die Landkriegsordnung von 1907 für die Heere der Ratifitationsstaaten abhängig zu machen von Montenegro und Serbien, wäre geradezu cine Lächerlichmachung des ganzen Völker rechts! Weil Montenegro nicht ratifizierte, follen die zeitweise auf dem ratifizierten Abkommen von 1899 basierenden, von den Großmächten unterzeichneten Humanitätsfäße von 1907 im Kriege zu Land und zu Wasser zwischen Deutschland und England oder Daran hat Frankreich und Deutschland keine Geltung haben? ficherlich kein Mensch gedacht. Jede Macht hätte diesen Gedanken als praktisch unmöglich zurüdgewiesen. Solcher Formalismus würde zum Unsinn." Gs fönnte als ein sehr müßiges Spiel des Verstandes und Biges erscheinen, die formelle Viechtsverbindlichkeit der Haager Befluffe zu untersuchen, nachdem fic praktisch im weiten Umfang Indeffen die Solidaritätstlausel" hat durch eine andere Bestimmung auf die man sich im Haag geeinigt hat, überhaupt ihre Bedeutung verloren. Moralisch fönnen die großen Stulturvölker nicht von den Beschlüssen, die sie selbst feierlich unterschrieben haben, entbunden werden, bloß weil aufällig Montenegro nicht mitgetan hat. Aber auch im strengsten Sinne formal rechtlich wird von den Leugnern der Verbindlichkeit der Haager Abkommen eine sehr merkwürdige, scheinbar ganz unlogische, in Wirklichkeit aber entscheidend bedeutsame Bestimmung der Haager Konvention übersehen. Die russische Regierung und der gesamte bürgerlich junkerliche Mischmasch, der sie stüßt, gibt sich wohl der Hoffnung hin, daß das nun statuierte Erempel" der Agitation Hoffnung! Die Haltung der übergroßen Mehrheit der Sozialdemokratie Rußlands, wie namentlich der Kampf der in der Duma zurückgebliebenen zweiten sozialdemokratischen Fraktion gestatten feinen Zweifel, daß das Wert der berurteilten Abgeordneten weitergeführt werden wird. Mehr noch. Wie der Prozeß gegen die Fraktion der zweiten Duma auf Jahre In letzterem Falle gilt also anscheinend die ganze Konben tion nicht, somit auch nicht die angeführten Säße der Einleitung über die allgemeine völkerrechtliche Verbindlichkeit. Aber jene Säße sollten ja gerade feststellen, wie die Aufhebung der Verbindlichkeit in Artikel 2 gemeint sei. Welchen Sinn hätte es, folche Gr läuterung des Artikels 2 zu vereinbaren, wenn im Fall, daß die Bedingungen des Artikels 2 eintreten, auch die Erläuterung selbst außer Straft tritt. Das wäre der vollendete Unsinn, von dem man nicht annehmen kann, daß ihn alle großen Kulturstaaten der Welt besiegelt hätten. Mit anderen Der in der Einleitung aufgestellte Grundsak hat in Wirklichteit die Bedeutung, daß er unter allen Umständen ber bindlich ist, und gerade dann, wenn der Fall des Artikels 2 eintritt, wenn die in der angefügten Landkriegs ordnung enthaltenen Ginzelbestimmungen unverbindlich werden. Worten: die Konvention selbst, das Abkommen soll unter allen Umständen für die Vertragschließenden verbindlich sein, auch wenn das die einzelnen Fälle behandelnde Reglement, die Ordnung, unter den Umständen des Artikels 2 unwirksam werden sollte. Es würden dann eben alle Einzelheiten der Kriegsführung als die„ in Ermangelung eines schriftlichen Uebereintommens" nicht vorgesehenen Fälle" gelten, die nach der Absicht der Haager Vertragsmächte gleichwohl nicht der willtürlichen Beurteilung der militärischen Befehls= haber überlassen bleiben sollen". In der Einleitung des Abkommens über die Gefeße und Gebräuche des Landkrieges vom 29. Juli 1899, die auch in die Beschlüsse von 1907 übernommen wurden, heißt es: Solange, bis ein vollständiges Kriegsgesetzbuch festgestellt Hätten demnach die Haager Kriegs reglements, bei der werden kann, halten es die hohen vertragschließenden Teile für Zusammensetzung der Kriegsparteien im gegenwärtigen Striege, in zweckmäßig, festzusetzen, daß in den Fällen, die in den den einzelnen Bestimmungen keine formelle Rechtsgültigkeit, fo von ihnen angenommenen Bestimmungen nicht würden an deren Stelle dann die allgemeinen herrschenden Grundvorgesehen sind, die Bevölkerungen und Kriegführenden fäße" des Völkerrechts treten, wie sie sich aus den unter gesitteten unter dem Schuße und den herrschenden Grundsäßen Staaten geltenden Gebräuchen, aus den Gesezen der Menschlichkeit des Völkerrechts bleiben, wie sie sich aus den und aus den Forderungen des öffentlichen Gewissens herausgebildet Gefeßen der Menschlichkeit und aus den Forde haben". Da nun der Niederschlag der herrschenden völkerrechtlichen rungen des öffentlichen Gewissens heraus- Grundsätze die Haager Kriegsordnungen sind, so verpflichten jene gebildet haben. Sie erflären, daß namentlich Vereinbarungen eben doch, auch wenn Montenegro sie nicht unterArt. 1§ 2 der angenommenen Bestimmungen in zeichnet hat. Gher könnte man, bei der Anerkennung jenes fordiesem Sinne zu verstehen sind. mellen Einwandes, auf Grund der allgemeinen Anschauungen des öffentlichen Gewissens zu noch schärferen Einschränkungen der Striegsführung gelangen. Zu dieser Forderung des öffentlichen Gewissens gehört ganz besonders auch die 1907 auf deutschen Antrag beschlossene schadenerfaßpflichtige Haftung der Bertragsstaaten für Völkerrechtsverlegungen. Diese Haftpflicht, deren Erfüllung auch die am Die Borschriften der im Artikel 1 genannten Bestimmungen Kriege nichtbeteiligten Staaten garantiert haben, dürfte beim komfind für die vertragschließenden Mächte nur bindend im Falle menden Friedensschluß eine große Bedeutung haben. Auf diese cines Krieges zwischen zwei oder mehreren von ihnen. Diese Vereinbarung hat offenbar der Präsident der Vereinigten Staaten Bestimmungen hören mit dem Augenblid auf gezielt, wenn er wiederholt ein vorzeitiges Schiedsrichteramt verbindlich zu sein, wo in cinem Kriege zwischen mit dem Hinweis ablehnte: Am Tage, wo die Völfer Europas sich mei Bertragsmächten cine Richtvertragsmacht zum Friedensschluß vereinigen, wird die Verantwortung festgestellt werden! fich anschließt. Artikel 1 verpflichtet die Vertragschließenden, den Landheeren Verhaltungsmaßregeln im Sinne der Haager Beschlüsse zu geben; leider ohne die Verpflichtung hinzuzufügen, daß diese den Truppenführern erteilten Ausführungsinstruktionen veröffent licht werden müffen. Artifel enthält jene" Solidaritätsflaufel", die 1899 folgenden Wortlaut hatte: hinaus zum ÄuSgangspuukt der sozialdemokratischen Agitation im Lande wurde, wird die Verurteilung der fünf Abgeordneten der vierten Duma in der neu sich regenden Arbeiterbewegung mächtige Impulse wecken. Dieses Bewußtsein wird unsere verurteilten Genossen nach der sibirischen Steppe begleiten und ihnen den Mut und die Kraft geben, auszuharren, bis ein befreites Volk sie zu neuem Wirken heimholen wird. Zur Londoner Konferenz. Uns gebt folgende Erklärung zu: Infolge falscher Gerüchte über Teilnahme der russischen Sozialisten an der Konferenz, die am 14. d. M. in London getagt hat, erachten wir es als notwendig, folgendes zu erklären: Der Allgemeine Jüdische Arbeiterbund Ruß- l a n d s hat an der Londoner Konferenz nicht teilgenommen, wo- von diese in Kenntnis gesetzt worden war. In der Geschichte der Arbeiter-Jnternationale dürfte kaum eine zweite Konferenz auf- zlisiuden sein, die in gleicher Weise unter Ausschluß der Oeffent- lichkeit veranstaltet gewesen wäre. Ueber Einberufung und Zu- sammenstellnng der Konferenz, über ihre Aufgaben und die zur Erörterung vorgeschlagene Tagesordnung war nichts bekannt außer unbestimmter Gerüchte, die einige Tage vor Zusammentritt der Konferenz aus Pariser privaten Quellen hinterbracht wurden. Mehr noch: auf eine Konferenz der Sozialisten der.Entente*- landet haben die der Internationale angegliederten Organisationen der Sozialoemokratic Rußlands überhaupt keine Einladung er- halten. Mit derartiger Geheimtuerei wurden bisher nur Beratun- gen von Diplomaten abgehalten. Wir sind der Ansicht, daß sozialistische Konferenzen, bloß aus Vertretern von Ländern einer bestimmten Kriegskoalition zu- sammcngejtellt, im allgemeinen ein für die Sache der Annähe- rung der Proletarier der kriegführenden Länder gefährliches Mo- nient enthalten. Auf der Londoner Konferenz wurde diese Gefahr leider nicht unwirksam gemacht, sie offenbarte sich dort vielmehr in ihrer vollen Kraft. Die Losung: Krieg bis zum Ende, bis zum vollständigen Siege, fällt auch in der von der Konferenz angenom- niencn gemilderten Formulierung mit den Bestrebungen der Re- gierungen deS Dreiverbandes zusammen und kann seitens des Proletariats der gegnerischen Koalition einen vom Selbsterhaltungs- trieb diktierten Gegendruck hervorrufen, die Beziehungen in der Internationale noch weiter verschärfen und der Agitation der So- zialdemokratie für den Frieden hemmend entgegenwirken. Nicht minder verfehlt ist die Verschiebung des Zeitpunktes der Wieder- Herstellung der Internationale bis nach Beendigung des Krieges.... Die durch die Konferenz erfolgte Sanktionierung oer Befreiungs- illusionen, die mit dem Kriege im Zusammenhang stehen, muß in bohem Grade dazu beitragen, imperialistische Tendenzen zu fördern. Der Protest der Konferenz gegen einige Greueltaten der zaristischen Reaktion mildert zwar in gewisser Weise die verfehlte Haltung der Konferenz, ändert aber nichts an der Tatsache, daß ihre Be- schlüsse im ganzen genommen den Forderungen der internationalen proletarischen Solidarität nicht entsprechen. Die Sozialdemokratie Rußlands trägt für die Beschlüsse der Londoner Konferenz keine Vecantlvortung. Der Vertreter des QrganifationskomiteeS der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Rußlands uiri> der deS Zentralkomitees der Leninschen Fraktion verließen die Konferenz vor Erledigung ihrer Tagesordnung. Die nationalen sozialistischen Parteien: der Allgemeine Jüdische Ar- beiterbund, die Polnische Sozialistische Partei(„Lswitza"), die Sozialdemokratie Polens und Litauen? und die Lettische Sozial- Demokratie haben sich an ihr überhaupt nicht beteiligt. AuSlandZkomitee des Allgemeinen Jüdischen A rb e i t e rb u n d e S m Litauen, Polen und Rußland(„Bund"). Das Versammlungsverbot in Italien. Rom, 27. Februar.(fS. T. 93.) Am Schlüsse der gestrigen Kammersitzung beantwortete Ministerpräsident S a l a n d r a eine Anfrage über die Ereignisse von Reggio nell Emilia und das vom Ministerrate beschlossene Verbot von V e r- sammlungen. Er legte die bekannten Vorgänge von Reggio nell Emilia dar und drückte das Bedauern der Re- gierung über diese unerfreulichen Geschehnisse au». Weiter sagte er: Der Ministerrat hat eS für dringend notwendig erachtet, Maßnahmen zu treffen, um eine Wiederholung ähnlicher Tolsachen zu verhindern. Oeffentliche Versammlungen für oder gegen den Krieg find seit dem 6. August verboten. DaS gegen« ivärtige Verbot betrifft private Versammlungen, wenn diese in WirM»keit öffentlichen Charakter haben, indem jedermann eine Einladungskarte bekommen kann. Der Minister sagt, er der- traue daraus, daß die Kammer diese Maßregel gutheißen werde, die nichts anderes bezwecke, als zu verhindern, daß das alte schlimme Gift des Bürgerkrieges die italienische Seele vergifte.(Widerspruch auf der äußersten Linken, lebhafter Beifall auf den anderen Bänken.) Der Minister fuhr fort: In diesem Augenblicke ist es von höchstem Interesse, daß das Land möglichst wenig durch Störungen der öffentlichen Ruhe geschwächt werde, die die Kraft und das Ansehen Italiens in der zivilisierten Welt verringern würden.(Lebhafte Zustimmung und starker Beifall.) Nach den Erwiderungen der Fragesteller nahm S a I a n d r a wieder das Wort und führte aus: Die moralische Bereitschaft wird nicht durch Massenversammlunge» und Zusammenstöße bewirkt, sondern durch wohlüberlegte Sammlung und sittliche Zucht.(Leb- hafler Beifall.) Die Regierung will durch diese Maßregel die Rich- tung ihrer inneren Politik nicht verändern. Unter so schwierigen Verhälmissen erleidet die Freiheit in anderen Ländern, selbst in der Schweiz, weit größere Eiuschränkungeir. Salandra fügte dann hinzu, wenn mau die unlauteren Quellen gewisser Bewegungen in Betracht zieht, so wird die Kammer zu der Ueberzeugung kommen, daß die Regierungsmatzregel dahin abzielt, das Land vor j e d e m ungesunden fremden Einflüsse zu bewahren. Man weiß nicht, ob es der Nation be- stimmt sein wird, zu marschieren oder nicht; aber an dem Tage, da sie gerufen wird, wird die Nation einmütig den Befehlen des Vaterlandes und de§ Königs folgend, marschieren. Die Depmierten erhoben sich von ihren Sitzen und riefen unter äußerst lebhaftem Beifall: Es lebe Italien, es lebe der König! Nach dieser Kundgebung, die sich längere Zeit wiederholte, wurde die Sitzung geschlossen. Die englischen Kriegsausgaben. Loudan, 2S. Februar.(W. T. B.) Wie verlautet, wird Premier- minister A S q u i t h am Montag einen Ergänzuugskredit in Höhe von 37 Millionen Pfund Sterling für das am 31. März endigende Finanzjahr einbringe». Durch diesen Kredit, der für verschiedene Zwecke dienen soll, steigen die Ausgaben auf 362 Millionen Pfund Sterling(7 240 Mill. M.). Ferner wird ASguith einen u e u c u Kredit von 2öv Millionen Pfund (öOOO Mill. M.) für das kommende Finanzjahr fordern. j, Soziale Streitfragen in England. Amsterdam, 27. Februar.«P r i v a t t e l e g r a m m des„V o r w ä r t 5".) Die streikenden Metallarbeiter des Clydedistrikts lehnten am Mittwoch die anpe- botene Lohnzulage von dreiviertel Pence mit 8926 gegen 829 Stimmen ab.„Daily Stews" meldet, daß sich der König von England für die Beilegung des Streiks in diesen für die Kriegsverwaltung arbeitenden Werken interessiert habe. Die am Donnerstag im Unterhaus stattgefundene Debatte über die agrarische Kinderarbeit, in der Keir Hardie und Roberts sprachen, brachte befriedi- gende Erklärungen der Regierung, die stillschweigend die Suspendierung des Schulzwanges akzeptiert hatte, aber an- gesichts der Landarbeiteragitation zurückweicht. Der Sprecher des Landwirtschaftsamtes,«sir Harry V e r n e y, erklärte unter dem Hohngelächter der Agrarier, daß bei höherem Land- arbeiterlohn die Heranziehung städtischer, belgischer, dänischer und irischer, der Schulpflicht entwachsener jugendlicher Ar- bester, sowie die Heranziehung von Frauen ausreiche, dem Arbeitermangel abzuhelfen. Die Abneigung der Fräuen gegen die Landarbeit bestehe nur in den Distrikten, wo ge- ringe Löhne gezahlt werden. Der Vorsitzende des Erziehungsanttes P e a f e erklärte die Kinderarbeit für Physisch und moralisch schädlich. Gegen die von den Lokalbehörden verfügten Schulbesuchsenthebun- gen fehle eine gesetzliche Handhabe. Das Erziehnngsamt habe ihnen indes Vorstellungen gemacht und erhoffe auch die Wirkung der Debatte auf die Lokalbehörden. Die Bewegung üer Werftarbeiter. London, 27. Februar.(W. T. 8.)»Daily Telegraph� wird aus Glasgow gemeldet: Die Abstimmung unter den Handwerkern der CIhdewerften ergab eine überwiegende Mehrheit gegen An- nähme der von den Gesellschaften vorgeschlagenen Bedingungen. ES wird erwartet, daß die Regierung eingreifen wird. Auf den Newcastler Wersten ist eine Anzahl Arbeiter in den Ausstand getreten. Zur Sanierung ües„Daily Citizens Amsterdam, 27. Februar. tPrivattelegramm des „Vorwärts*.) Das P a rl a m en t s ko m it ew des Ge- werkschaftSkongresses und die Nationalexekuttve der Arbeiterpartei berieten am Donnerstag die von der letzten Nationalkonferenz beschlossene Hilfsaktion für„Daily Citizen*. Die Schwierigkeit besteht namentlich in dem jüngsten Urteil über die Ungültigkeit einer Aktienübernahme durch eine Gewerkschaft wegen ihres politischen Zweckcharakters. Die National- konferenz beschloß eine Neukonstituierimg der Citizen-Gesellschaft in einer Form, die den Gewerkschaften gestattet, etwas beizutragen. Einstweilen sollen die notwendigen hunderttausend Schilling individuell aufgebracht werden. Die Konferenz beschloß die Auf- Hebung der Londoner und die Beibehaltung der Manchester Aus- gäbe des Blattes. /lmerika unü Japan. Petersburg, 26. Februar.(W. T. B.) Räch einer Meldung des Blattes„ R j e t s ch* sprach der amerikanische Gesandte in Peking den bestimmten Wunsch aus, daß der japanisch-chinesische Konflikt auf friedlichein Wege geregelt werde; sonst würden sich die japanisch-anierikanischen Beziehungen unbedingt verschärfen. Der Aufstand in Süd- china niinmt immer größeren Umfang an. London, 27. Februar.(W. T. B.)»Daily Telegraph* meldet aus Peking vom 25. Februar: Die V e r h a n d- l u n g e n zwischen Japan und China nehmen einen günstigeren Verlauf als erwartet worden ist. Die beiderseitigen Bevollmächtigten beginnen allmählich gewisse Punkte der Uebereinstimmung festzustellen. Man erreichte nach langen Verhandlungen das wichtige Ergebnis, daß Chinas Standpunkt anerkannt wurde, der dahin geht, daß die Fragen betreffend Schantung und Kiauffchou zu der Reihe von Problemen gehört, die erst bei Ende des Krieges gelöst werden können. Unruhen in Inöochina. Paris, 26. Februar. Der»Temps* meldet auS Kambodscha: Der Verwalter der Zivildienste von Jndochina, Truffot, welcher sich unter Bedeckung von Sl) Milizsoldatsn auf einer In- spektionsreise im Hinterland von Phuong befand, wurde in der Nacht zum 16. Januar von Phuongleuten, welche von deutschen Agenten(!) zur Empörung ausgestachelt waren, angegriffen. Er und vier Milizsoldaten wurden getötet, mehrere verletzt. Der Leich- nam TruffotS konnte geborgen werden. Nach demselben Blatt hat die SoeistsNationalede Chirurgie alle deutschen und österreichisch-ungarischen Mitglieder auS ihrer Mitgliederliste gestrichen. Lyo», 26. Februar.(88. T. 8.) Der»Nouvelliste* erfährt aus Paris, daß der Deputierte des Departements Gironde Emile C o n st a n t eine schriftliche Anftage an den Ministerpräsidenten richtete über die Maßnahmen, welche die Regierung zu treffen gedenke, um zu verhindern, daß Deutsche, welche seit dem Kriegsausbruch die Rationalität neutraler Staaten erwarben, nunmehr als Angehörige neutraler Staaten nach Frankreich zurückkehren können. Die Meuterei in Singapore. Amsterdam, 27. Februar.(Privattelegramm des „Vorwärts".) Der Exchange-Korrespondent, der Singapore lange Jahre kennt, kommentiert den Osfizialdericht über die Meu- terei. Die Tötung sovieler Zivilisten beweise, t�iß die Aufstän- oischen, die außerhalb kaserniert sind, in das Stadtmnere eiumar- schierten. Die Bedeutung des Aufstands geht auch aus den Hilfs- appells an den unabhängigen Sultan von Johore hervor. Die Deutschen sind seit Ausbruch des Krieges in Zdouzentrationslagern in der Nähe der Stadt untergebracht. Austausch von Konsularbeamten. London, 27. Februar.(W. T. B.) U u t e r h a u s. McKinnon Wood sagte in Beamwortung einer Anfrage, Verhandlungen seien im Gange, daß gewisse deutsche Konsularbeamte, die sich in England befinden, gegen britische Konsularbeamte in Deutschland ausgetauscht werden. Die Kohlennot in Frankreich. Ronen, 27. Februar.(T. II.) Die große Kohlennot Frankreichs ist u. a. dem Umstände zuzuschreiben, daß die in den Häfen an- langenden Schiffe infolge Mangels an Arbeitskräften nicht aus- geladen werden können. Der Minister Sembat wollte nun zu diesem Zweck 2000 belgische Flüchtlinge einstellen, jedoch waren die meisten für diese Harle Arbeit untauglich. Auf Ersuchen Sembat? hat nunmehr der KriegSministcr abkömmliche Reservisten und Terrkiorial« soldaten nach Rouen gesandt, die ständig mit dem Ausladen der Kohlendampfer beschäftigt sind, so daß Paris jetzt wieder mit Kohlen leichter versorgt werden kann. Der Sonderberichterstatter des Pariser„Journal*, der in Rouen Nachforschungen angestellt chat, ist zu dem Schluß gelommen, daß nach den jetzt getroffenen Maßnahmen der Kohlenmangcl dehoben sein dürfte. Ob England allerdings noch weiter Kohlen wird schicken können, darüber schweigt sich das„Petit Journal* auS. Flecktyphus in Englanö. London, 27. Februar.(W. T. B.) In mehreren Teilen des Landes ist Flecktyphus ausgebrochen. Im Unterhaus« erklärte ParlamenlSuniersekretär Tennant. der Flecktyphus herrsche in einigen Gegenden von Essex. Besondere Maßnahmen für die Ein- quartierungen und gegen die Ueberfiillung von Wohnungen seien getroffen worden. Das Locol Government Board gibt die bis- herige Zahl der Erlrankungsfälle in England und Wales mit an- nähernd hundert an.__ Kriegsbekanntmachungen. An die Angehörige« von Kriegsgefaugeueu! I. Bon den aus Frankreich nach Nordafrika übergeführten deutschen Kriegsgefangenen kommen nach vielen laut gewordenen Klagen'Briefe oder Postkarten anscheinend nur spärlich cm die An- gehörigen. Um hierin Abhilfe zu schaffen, ist es notwendig zu er- sichren, wie istelc Kriegsgefangenen von dort überhaupt schon ge- schrieben haben. Deshalb fordert das preußische Kriegs- Ministerium alle Deütschen, die nach sicheren, brieflichen Nach- richten einen AngeMigen in den n o r da f r i k a n i s ch c n fra n- zö fischen Gebieten als Kriegsgefangenen wissen, zu einer Mitteilung darüber auf. Dabei wäre anzugeben: „Name, Dienstgrad' und Truppenteil des Kriegsgefangenen. Wann(Allsendungstag) und von. welchem Orte in Nordafrika briefliche Nachrichten von ihm eingetroffen sind. Auch die An- gäbe von Mitgefangenen, Sir er namhaft gemacht hat, wäre er- wünscht.*,~ r Zu richten sind die Mitteilmigen an das Zentral. Nach� weisebureau des Kriegs Ministeriums, Referat V, Berlin NW. 7, Schadowstraße 9. II. Amtliche Listen der deutschen Kriegsgefangenen in Ruß- land sind Ins jetzt, ciitgegeu den völkerrechtlichen Abmachungen, nur spärlich eingegangen; sie umfassen nur einen Teil der mut- maßlichcn Gefangenenzähl. Auch unsere Verlustlisten können des- halb in den meisten Fällen bis jetzt nur„vermißt* melden. Vielleicht ist aber von vielen schon eine private Nachricht in die Heimat gelangt, die der anitlicken Stelle noch nicht bekannt ist. Deshalb wäre es von großem Werte fiir das Kriegsministerium, von allen Briefen-oder Postkarten Kenntnis zu bekommen, die von deutschen Kriegsgefangenen aus Rußland bisher an Angehörige gelangt sind. Hierüber werden, soweit es noch nicht geschehen ist, möglichst vollständige Angaben, ist gleicher Weise wie unter I, er, beten. III. Dem Kriegsministerium liegt ferner daran, auf Grund brieflicher, an Angehörige gelangter Nachrichten sichere Beweise dafür zu bekommen, welches kriegSgefangene deutsche Personal, das nach Artikel12 der Genfer Konvention frei- gelassen werden müßte, sich noch in Feindesland befindet. Ein Teil dieser'Nachrichten würde sich schon unter Angaben gemäß I und ll beiinden.'Besondere Mitteilungen hierüber werden also nur über die in Frankreich selbst und in England oder auch in englischen oder französischen Kolonien festgehaltc- neu Personen dieser Art erbeten(ebenfalls wie unter I). Es handelt sich dabei um 1. Feldgeistliche, 2. Sanitätsoffizier« und-Mannschaften, 3. Zahnärzte, Apotheker und Beamte der Feldscmitätsfvrma- turnen, 4. Alle im Dienst der freiwilligen Krankenpflege stehenden Personen. Warnung vor unzuverlässigen Auskunststelle«. Immer noch tun sich anläßlich deS Kriegszustandes private Auskunfistellen auf, um gegen Entgelt Auskünfte über Verwundete und Vermißte zu erteilen. Da diese Stellen gar nicht in der Lage find, genaue Auskünfte zu geben, weil ihnen hierzu das nötige Material fehlt, bedeutet ihre Inanspruchnahme eine unnütze GeldauSgabe für daS Publikum. Zur Auskunfterteilung ist das Z e n t r a l» N a ch w ei s e« Bur eau des KriegSmini st eriu in S(Dorotheenstraße 48) ge- schaffen worden, dem alle Truppen- und Lazarettmeldungen, sowie die Gefangenenlisten aus dem Auslande zugehen, so daß diese Stelle allem vollständige Auskünfte erteilen kann; zudem erfolgt die Auskunfterteilung des Zentral-Nachweise-Bureaus kostenlos. Letzte Aachrichten. Reichstagsersatzwahl. Hamburg, 27. Februar.(W. X. B.) Bei der heutigen Reichstagsersatzwahl im Kreise Schleswig 6: Pinne- berg-Elmshorn-GIückstadt wurde an Stelle des verstorbenen Abgeordneten B r a b a n d Stadtrat C a r st e n S gewählt.— Ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt. Wieder ein englisches Handelsschiff torpediert. Pari?, 27. Februar.(W. T. B.) Einer Meldung deS„Matin* aus Dieppe zufolge wurde ein englisches Handelsschiff bei Saint- Valery-snr-Somme torpediert. Ein Vertrauensvotum für Salandra. Rom, 27. Februar-(W. T. B.) Im Namen der unifizierten Sozialiften verlangte Tu rat i, daß auf die Tagesordnung von Dienstag anstatt des Postbudgets das Budget des Ministeriums des Innern gesetzt iverde, damit die Erlasse der Regierung, die darauf hinzielen, Versammlungen und jede andere für die öffentliche Ordnung gefährliche Umzüge zu verbieten, besprochen werden könnten..Ministerpräsident Salandra widersprach, indem er die Vertrauensfrage stellte. Er hob in seiner Rede hervor, daß die innere Politik des Kabinetts übrigens unverändert immer noch die sei, die sie bisher gewesen und die wiederholt den Beifall der Kammer gefunden habe. Der Vorschlag Tnrati wurde in namentlicher Abstimmung mit 314 gegen 44 Stimmen bei zwei Stimuienthaltungen abgelehnt. Alle Mitglieder der Partei der Konstiwtionalisten, die Radikalen mit einbegriffen, stimmten mit der Regierung. Gegen chic Regierung stimmten nur die Sozialisten und die Republikaner. Tie spanische Marinevorlage angenommen. Paris, 27. Februar. Ter„Temps" meldet aus Madrid: Vor Schluß der Session hat die spanische Kammer den Gesetzentwurf über die Erbauung von vier Kreuzern, sechs Torpedojägern, acht- undzwonzig Unterseebooten, drei Kanonenbooten, achtzehn Küstenpanzern sowie über de» Ankauf von Unterseeminen und Material für die Schisfsbauten aus den Wersten von Ferrol und Karthagena angenommen. Auch die Erbauung eines Schwimmdocks in Kcuiha- gena ist vorgesehen. Die Kredite, welche auf sechs Jahre verteilt sind, betragen zwei�undertfünfundsiebzig Millionen Pesetas. Leipziger Str. Königstraße A.WERTHEIM In dieser Woche: Großer Verkauf G. M. Rosenthaler Str. B. H. Moritzplatz In dieser Woche: Kleider- und Seidenstoffe Kleiderstoffe Schwarz- weiße Karos 1.15 Gestreifte Voile mittelfarbig, zirka doppelbr. Mtr. 110 cm. br., Mtr. 1.60 Mtr. 2.40 3 M. ca. 110 cm br.. Mtr, 3.40 Schotten blau- gran, relne Wolle Eolienne, gemustert, 110 cm breit, Mtr. Covert- Coating hell und mittelfarbig, streift 9 Meter Seidenstoffe Blusenseide enfarbig und re- 95P. Taffet schwarz, für Hutgarnituren.. Meter 1.05 Paillette In römischen Streifen, Meter 1.60 Chiné- Seide Japon für Blusen Besätze. und Meter bestickt, Neuheit für Blusen, Meter schwarzu.farbig 2.75 3 M. Bestickt Voile brethi: 3.80 Satin grenadine 4.90 Außer. 110 cm Mtr. 222 Volle- Krepp welß, mit Kordelstreifen, für Blusen und Kleider; 85 PL. 95 cm breit billig gewöhnlich Bedruckte Volle 110 cm breit... Meter 95 Pt. Kostümstoffe ca.130 cm cm breit Meter 2.75 Schwarz- weiße Karos 1.95 Gestr. Rockstoffe 130 c Gabardine einfarbig, 130 cm brett, Meter 3.40 Kostümstoffe gemustert, 130 cm breit, 3.75 Kostümstoffe meert, einfarbig, 130 cm 4.25 Schotten- grdn, 180 cm brett, 4.50 Waschstoffe breit. Bedruckt.Krepon .. ... Meter mit Streublümch, Mtr. 60 P Pf. Elsäss.Wollmusseline Römische Streifen 85 Pt. Gestr. Blusenkrepp Meter 65 Pt. Reinseld. Taffet schottisch kariert und in schwarzweiß... r. Meter Wollimit 1.20 Schwarz- weiße Karos doppelt breit, Mtr. Großer Handschuh- Verkauf mit Damen- Glacé- Handschuhe mit Druckknopf... Schwedische Damen- Handschuhe Backknopf Damen- Waschleder- Handschuhe mit Knöpfen 95 farbig mit Druckknopf 85 PL. Herren- Glacé- Handschuhe besteppt 1.65 Herren- Glacé- Handschuhe mit 95 Druckknopf Pt PL. Herren- Nappa- Stepper farbig mit Druckknopf 1.95 GARBÁTY CIGARETTEN VERSANDFERTIGE FELDPOSTBRIEFE DEUTSCHES FABRIKAT TRUSTFREI Berlin SO. 16. H.& P. Uder, Engel- afer 5. Haupt- Niederlage der k. k. österr. Tabak- Regie. Zigarren Zigaretten Rauchtabake. 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Gerade die jetzige Zeit mit ihren großen wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen, mit den gewaltigen Kämpfen auf den Kriegsschaupläßen macht das Halten einer Zeitung zu einem unabweisbaren Bedürfnis. neue find nur ausnahmsweise bei dringendem Bedarfe vorgesehen. der staatlichen Besizergreifung von den Brotgetreidevorräten laut Dieser ist bei der Post in etwas größerem Umfang als bei den wurden, weist die Eingabe darauf hin, daß die Vorräte nach der übrigen Verwaltungen hervorgetreten. Ausgeschieden sind im ordent- Enteignung sehr wohl in den Mieten und Lagern bleiben können, lichen Etat alle Ausgaben, welche während des Krieges aus den bis sie von den durch eine Startoffelberteilungsstelle dazu bevoll. befonders bewilligten Kriegskrediten bestritten werden und deren mächtigten Gemeinden unter Vermittelung der landwirtschaftGestaltung nach dem Friedensschlusse sich vorerst nicht übersehen lichen Genossenschaften oder der Handelsfachleute zum Transport läßt. Dies gilt insbesondere durch die Kartoffelbesitzer bis zur nächsten Bahnstation und zur beim Reichsheer: weiteren Beförderung und Verteilung an den gemeindlichen oder bei der Marine: von den Ausgaben für den Bau, die Grundreparatur und die Armierung von Schiffen sowie für die Beschaffungen auf verfehrstechnischem Gebiete. eint von den Angaben für Waffen, Munition, Feldgerät und privaten Kartoffelverkauf abgerufen werden. Der Kriegsausschus Festungen; will sogar von einer Einbeziehung der in Privathaushaltungen befindlichen Vorräte in die Beschlagnahme abgesehen wissen, da im Gegensatz zu den Verhältnissen beim Brotgetreide Mißbrauch dort ausgeschlossen erscheint. Ferner soll aus den Nicht jede Zeitung ist für jeden Leser geeignet. gleichen Gründen von einer Zuteilung auf den Kopf der Bevölke Nicht je de Zeitung hat die gleichen Bedürfnisse zu erfüllen, Bei den Einnahmen sind im allgemeinen die Anfäße des Jahres rung abgesehen, dafür aber die strafrechtliche Bestimmung erlassen 1914 übernommen. werden, wonach kein Haushalt von etwa 4 Köpfen mehr als einen und jede Zeitung hat ein anderes Lesepublikum. Der Der lleberschuß des Rechnungsjahres 1913 von rund 20 952 318 3entner fünftig eingelegen darf. Die durch eine Beschlagnahme Borwärts" ist von jeher das Blatt der Berliner Arbeiter- Mart wird gemäß§ 4 des Gesetzes vom 3. Juli 1913, betreffend der Kartoffeln vergrößerte Futtermittelnot der Landwirte will schaft gewesen. Er bemüht sich, die Wünsche der erwerbs. die Feststellung eines Nachtrage zum Reichshaushaltsetat für das der Kriegsausschuß in Kürze durch eine mit allen landwirtschafttätigen Bevölkerung zu berücksichtigen, soweit das in der Rechnungsjahr 1913( Reichs- Gesegbl. S. 499), zur Deckung der lichen Organisationen gemeinsam einzureichende Eingabe um gegenwärtigen Zeit überhaupt möglich ist, aber er kennt die durch die Heeresverstärkungen von 1913 entstehenden einmaligen schleunige Einführung von Höchstpreisen für FutterLeiden und er kennt die Lage der breiten Massen. Ausgaben bereitgestellt. Der Vorwärts" ist eifrig bestrebt, auf dem Gebiete der Berichterstattung sich die größte Objektivität aufzuerlegen. Gerade dadurch glaubt er, auch der Allgemeinheit am wirk. samsten zu dienen und am besten zu nüten. Der Vorwärts" erscheint täglich und kostet pro Monat 1,10 M. Der Vorwärts" kann auch im Wochenabonnement bezogen werden und kostet pro Woche 25 Pf. Bestellungen können bei jeder Botenfran, bei unseren Zeitungsspeditionen und auch in der Haupterpedition unseres Blattes, Lindenstraße 3, aufgegeben werden. * Beim Ausbleiben oder beiberspäteter Sie. ferung einer Nummer wollen sich die Post bezieher ftets nur an den Briefträger oder die zu ständige Bestell- Postanstalt wenden. Erst wenn Nachlieferung und Aufklärung nicht in angemessener Frist erfolgen, wende man sich unter Angabe der bereits unternommenen Schritte an unseren Verlag. Feldpost- Abonnements. Wir weisen unsere Leser darauf hin, daß unsere sämtlichen Filialspeditionen wie die Hauptexpedition Feldpost- Abonnements auf den Vorwärts" zum Preise von 1,10 Marf monatlich entgegennehmen. Die Zeitung wird den im Felde Stehenden von unserer Hauptegpedition als Feldpostbrief täglich nachgesandt. Bei Bestellung des Abonnements ist genau anzugeben, welchem Armeekorps, Division, Brigade, Regiment, Bataillon, Kompagnie usw. der Empfänger angehört. Der Reichsetat für das Jahr 17 1915. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" beröffentlicht einen Ueberblid über den Reichshaushaltsetat auf das Rechnungsjahr 1915. Aus den Vorbemerkungen sei das Folgende mitgeteilt: mittel beheben. Höchstpreise für Kartoffeln. Beim außerordentlichen Etat werden 10 042 342 000 m. an gefordert. Davon find 10 000 000 000 2. für Ausgaben aus Anlaß bes Krieges bestimmt. Der preußische Handelsminister sowie der LandwirtAus der tabellarischen Uebersicht sei mitgeteilt, daß Ein- schaftsminister und der Minister des Innern führen. nahmen 3 323 081 431 Mart balanzieren. Bemerkenswert ist dabei, präsidenten aus, daß ihnen durch die Presse und aus den Kreisen und Ausgaben des ordentlichen Etats Etats mit wie eine Sorrespondenz berichtet, in einem Erlaß an die Regierunge daß unter den fortdauernden Ausgaben ein Betrag von rund der Abgeordneten viele Beschwerden zugegangen sind, wonach von 534 Millionen für Verwaltung des Reichsheeres und der den Verkäufern im Stleinhandel Aufschläge auf die Produzentenpreise Kaiserlichen Marine weniger figuriert, und unter den ein- gelegt und von den Käufern notgedrungen gezahlt worden sind, die maligen Ausgaben für die gleichen Posten 470 Millionen die in einem früheren Erlaß angegebenen Spannungen weit überweniger ausgeworfen sind. Diese Ausgaben werden, wie aus schreiten und zum Teil den Charafter wucherischer Ausden Vorbemerkungen ersichtlich, aus den besonders bewilligten beutung des Publikums tragen, ohne daß die zuständigen Kriegstrebiten bestritten. An Striegskrediten für das Behörden sich dadurch zur Festsetzung von Kleinhandelshöchstpreisen Etatsjahr 1915 werden aber 10 Milliarden gefordert. beranlaßt gesehen haben. Im Anschluß daran trifft der Erlaß u. a. Beachtenswert ist ferner, daß unter den fort folgende Bestimmungen: dauernden Ausgaben der für die Reichsschuld aus- Mit Rücksicht auf die Erhöhung der Kartoffelhöchstpreise ist es geworfene Betrag auf 1267 668 816 M. angewachsen, das geboten, dafür zu sorgen, daß die Preise im sleinhandel über heißt gegen das Vorjahr um 1018 255 010 W. gestiegen ist. ben Produzentenhöchstpreis nicht weiter hinausgehen, als dies nach Dieses Mehr von rund einer Milliarde stellt offenbar die Einräumung des nötigen Zwischengewinnes für die Händler unVerzinsung der Kriegsanleihen dar, die im verflossenen Jahre bedingt erforderlich ist. Dies kann nur erreicht werden, wenn 10 Milliarden betrugen und durch die für das Jahr 1915 überall da, wo sich die Neigung zu einer jenes Maß überschreitenden vorgesehene Anleihe von weiteren 10 Milliarden auf 20 Milli- Steigerung der Preise im Stleinhandel zeigt, öchstpreise für arden anwachsen werden. den Kleinhandel festgesetzt werden. Wir erfuchen daher, vou Der ganze Etat ist, wie die Vorbemerkungen der Re- amts wegen die Entwickelung der Kleinhandelspreise für Stargierung selbst hervorheben, unter den gegenwärtigen Ver- toffeln im Auge zu behalten und bei den zuständigen Behörden hältnissen nur als eine formale Grundlage für die Führung( Magiftrat, Landräten) auf die Festseßung von Kleinhandelshöchstdes Reichshaushalts anzusehen, da sich die wirklichen Ein- preifen zu bringen, wo es nach den oben dargelegten Gesichtenahmen des Reiches zurzeit noch in feiner Weise übersehen puntten angezeigt ist. Sollten sich Schwierigkeiten für die Bildung laffen. angemessener Kleinhandelspreise daraus ergeben, daß der Großhandel einen unangemessenen Aufschlag auf die für die Erzeuger geltenden Höchstpreise. legt, so ersuchen wir Sie um Bericht, um prüfen zu fönnen, ob und inwietveit durch Festsetzung von Großhandelshöchstpreisen Abhilfe geschaffen werden kann. Vor Ablauf des Krieges und vor Feststellung seiner Er gebnisse wird sich auch nicht überblicken lassen, wie sich der Stand der Reichsfinanzen fünftig für das Deutsche Reich gestalten wird. Politische Uebersicht. Das Königsberger Zeitungsverbot. Der Gouverneur bon Sönigsberg hat das am Mittwoch erlassene Verbot der Königsberger Volts. zeitung", das auf drei Wochen bemessen ivar, am Sonnabend wieder aufgehoben. Schweinepreise bei Zwangsenteignung. Der Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bundesratsverordnung über die zu entrichtenden Schweinepreise bei Zwangsläufen durch die Kommunen. Während nach der Befanntmachung vom 25. Januar Schweine mit über 100 Stilogramm Lebendgewicht nach dem Durchschnitt der beiden letzten Hauptmarkttage bezahlt werden müssen, setzt die neue Ver ordnung eine Preisstala für Schweine von 60 bis 100 Rilogramm Lebendgewicht fest. Diese Stala bewegt sich für die Broving Brandenburg zwischen 50 und 64 M. auf je 50 Stilogramm Lebendgewicht. Russisch- polnische Arbeiter. Das Berl. Tageblatt" schreibt zum Verbot: Nach der Leipziger Boltszeitung" hatte der gerügte Artifel zunächst das Verdienst Hindenburgs hervorgehoben. Dazu habe das Blatt aber noch bemerkt, daß ohne die Gewerkschaften, ohne das Roalitionsrecht, ohne die durch die Arbeiterbewegung errungenen Lohnerhöhungen und die Schonung menschlicher Arbeitskraft Dit preußen nicht hätte befreit werden können. Nicht nur habe Hindenburg über den Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch gesiegt, sondern Vor der Straffammer zu Detmold hatten sich am auch das allgemeine Stimmrecht und das Koalitions- Donnerstag zwei russische Landarbeiter zu verantworten, weil Der Krieg verlangt einerseits alle Mittel des Reichs in erster recht über den Absolutismus. Auf Grund diefer Inhalts- sie die Anordnung des kommandierenden Generals vom Linie für Kriegsawede bereitzuhalten; andererseits macht es die angabe, die wir im Augenblic nicht nachprüfen tönnen( fte ist au- 5. Ottober übertreten haben sollten, wonach die russischen Unsicherheit der Lage unmöglich, die Bedürfnisse des treffend. Die Redaktion des" Borwärts"), erwartet das Leipziger Arbeiter im Winter an ihren Arbeitsorten bleiben müssen. Rechnungsjahres 1915 zurzeit mit genügender Blatt eine Rüdgängigmachung des Verbots, da es auch in Dit Die Angeklagten wurden zu je zwei Monaten Gefängnis Suverlässigteit einzuschätzen. Der Etat kann daher preußen noch feine Gefährdung des Burgfriedens bedeute, wenn vorerst nur den Zwed verfolgen, die durch Artikel 69 der Reiche der Anteil der Arbeiterbewegung und deutscher Staatseinrichtungen, verfassung vorgeschriebene Grundlage zu schaffen, auf der die Ber- wie das allgemeine Stimmrecht, in deutschen Siegen betont wirb." waltung in der bisherigen Weise fortgeführt und die Rechnung ge legt werden kann. Demgemäß bildet er eine Wiederdes holung allgemeinen nur die Etats für 1914, durch im in welcher berurteilt. Bei dieser Gelegenheit wurde die Frage gestreift, ob die Anordnung des tommandierenden Generals Unter Präventivzensur. rechtsgültig sei, sich also mit den bestehenden gesetUnser Elberfelder Parteiorgan, die Freie Preffe", anwaltschaft bejahte die Frage. Es handele sich hier um ein Unser Elberfelder Parteiorgan, die" Freie Preffe", lichen Bestimmungen in Einklang bringen laffe. Die StaatsBeitablauf bedingten Aende- wurde unter Präventivzensur gestellt, weil sie die Festsetzung im Interesse der öffentlichen Sicherheit erlassenes Verbot, wie rungen und Ergänzungen vorgenommen sowie die wenigen höherer Höchstpreise für Startoffeln durch den Bundesrat als es der§ 9 des Gejeges über den Belagerungszustand vorausneuen Maßnahmen hinzugefügt sind, welche sich auch in der gegen eine Maßnahme zugunsten der interessierten Streise bezeichnet feze. Der kommandierende General habe zudem ein Gutwärtigen Kriegszeit als unerläglich erweisen. Erst wenn der Krieg hatte. beendet ist und die Verhältnisse sich geklärt haben, wird in Frage kommen, den so aufgestellten Etat durch Ergänzungen oder Nachfräge weiter den Bedürfnissen anzupassen. Jm einzelnen ist über die Gestaltung des Etats folgendes hervorzuheben: Bei den fortdauernden Ausgaben des ordentlichen Etats find foweit als möglich berücksichtigt: die Regelung der Gehälter nach Dienstaltersstufen, die Ergänzung der Ansäge für die 1914 nur auf einen Teil des Jahres bewilligten Maßnahmen der Heeresvermehrung auf den vollen Jahresbedarf und auf volle Stärken, die Fortschreibung der nach bestimmten Grundsägen ausgestatteten Fonds namentlich für Bauunterhaltung und auch die Veränderungen in den Ausgabeansägen, die sich aus dem Durchschnitt der Vorjahre, aus wechselnden Breisverhältnissen oder aus tatsächlichen Betriebsbedürfnissen ergeben. Im Etat des Auswärtigen Amtes sind die diplomatischen und fonislarischen Vertretungen im feindlichen Ausland vorläufig in Wegfall gekommen. Verbotene Schriften. Das Generalkommando des 7. Storps hat für den Storps. bezirk den„ Weitervertrieb, den Verkauf und die Ausstellung" der Schriften:„ Das Menschenschlachthaus"( bon Lamszus) und den, Kalender des Deutschen Bauarbeiterverbandes für 1915" verboten. Die Notwendigkeit von Brottaren. Die Kreisdirettoren und Bürgermeister des Herzogtums Anhalt beschlossen, für ihre Verwaltungsbezirke für Roggenmehl einen Höchstpreis von 34 m. einschließlich Sad festzusehen, damit die Bäcker angehalten werden können, für 65 Pf. 4 fund Brot zu liefern. Weshalb muß die Bevölkerung Groß- Berlins für vier Pfund Brot 90 Pf. bis 1 M. zahlen? Auch in Berlin sollte man sich zur Festsetzung von Höchstpreisen für Brot entschließen. Beschlagnahme und Verteilung der Kartoffelbestände. a chten des Professors Lukas an der Universität Münster eingezogen, das ebenfalls die Frage nach der Rechtsgültigkeit bejahe. Das Gericht schloß sich diesen Ausführungen an. Spionitis. In der„ Täglichen Rundschau" schreibt Professor Dr. Dibelius: „ Es gehört zu den bekanntesten Erscheinungen jedes Krieges, namentlich der ersten Kriegsmonate, daß überall im eigenen Lande Spione auftauchen, daß aber die Zahl der wirtlichen Späher und Landesverräter gering ist gegenüber der unendlichen Menge von Spionen, die eine aufgeregte Phantasie der Bevölkerung zu erblicken glaubt. Auch in Deutschland ist zu Beginn dieses Krieges der berühmte Choleraarzt von 1866 und 1870 wiedergekehrt, der angeblich unsere Brunnen mit scheußlicher Bosheit vergiftete, und er ist glüdlicherweise diesmal ebenso ein Mythus gewesen, wie seine Vorgänger in früheren Seriegen. Aber die Spionitis hat sich bei uns nur in harmloser Form gezeigt. In England dagegen hat die Spionenangst nad gerade groteske Formen angenommen, denen gegenüber auch die lächerlichsten Ausgeburten französischer Spionenriecherei anfangen, unendlich harmlos zu erscheinen." Wir haben es von Beginn des Krieges an als unsere Aufgabe Die fortdauernden Ausgaben der Verwaltung des Reichsheeres, des Reichsmilitärgerichts und der Verwaltung der Kaiserlichen Marine Zur Beseitigung der bestehenden großen Kartoffelnot und der werden während des Strieges aus Kapitel 6 der Ausgaben des außer sich immer stärker bemerkbar machenden Misstimmung der minder- betrachtet, gegen die übertriebene Spionenriecherei im eigenen ordentlichen Etats bestritten. Da sich die Dauer des Krieges nicht bemittelten Bevölkerung fordert nunmehr der Kriegsausschuß für Lande uns zu wenden, selbst wenn sie im Auslande noch schlimmer den gewesen sein sollte. voraussehen läßt, so ist vorläufig je die Hälfte des Jahresbedarfes Konsumenteninteressen in einer ausführlichen Eingabe an bei den Etats dieser Verwaltungen und bei dem vorerwähnten Kriegs- Reichskanzler die Beschlagnahme und Verteilung der KartoffelSozialismus und Konsumvereine. fonds angesetzt. Es ist auch mit Rücksicht auf die Unsicherheit der bestände. Er hält diese Maßnahme für die jetzt allein noch Die Chemnizer" Bolfsstimme" richtet unter Berufung auf hier obwaltenden Verhältnisse in dem Heeres- und Marineetat für mögliche Lösung der Schwierigkeiten, die durch die Erhöhung die fortdauernden Ausgaben nur eine Gesamisumme mit der Maß- unserer Höchstpreise für die Kartoffeln, infolgedessen auch für unsere Polemik gegen Genossen Dr. Lensch die„ bescheidene AnMehl, Flocken, Stärke und dadurch der frage" an uns, für was wir eigentlich die Konjumvereine gabe eingestellt, daß sie nach den Bestimmungen des Etats für das Startoffelprodukte Rechnungsjahr 1914 verwendet wird. Brotpreise, andererseits auch wieder der Fleisch, Fett- und ansehen: Da sie die Organisation des Verbrauches zur GrundMilchpreise entstanden sind. Gegenüber den mannigfachen Ein- lage ihrer Tätigkeit machen, sind sie also nichts weiter als Gebilde wänden gegen die Beschlagnahme, die in gleicher Weise auch vor der privatkapitalistischen Wirtschaft?" Die einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats beschränken sich auf die Fortführung bereits begonnener Maßnahmen, - llnfcrc Antwort findet die wißbegierige' Cbemnitzcrin in dem Protokoll des Magdeburger Parteitages von 1910 auf Seite 489. Die in Magdeburg angenominene Resolution über Genossenschafts- Wesen deckt sich mit unseren eigenen Anschauungen. Sie lautet folgendermaßen: ,.Die Konsumvereine sind Organisationen zur Erzielung wirtschaftlicher Vorteile, indem sie durch direkte Uebermitt- Inng der wichtigsten Gebrauchsgegenstände des täglichen Bedarfs an die Konsumenten deren Kaufkraft erhöhe». Die allgemeine Verteuerung der Lebensmittel und der not- wendigsten Gebrauchsgegenstände, die vor allem eine Folge der -.. �oll- und Wirtschaftspolitik des Deutschen Reiches ist, hat die breiten Volksmassen in steigendem Maße auf die Nütz- ! i ch k c i t des Zusammenschlusses in Konsumentengenossenschaften hingewiesen. Je mehr die Massen den Konsumvereinen beitreten und dort ihre Bedürfnisse decken, desto mehr steigert sich die Leistungsfähig- teil dieser Organisationen auf wirtschaftlichem Gebiete. Je mehr die Mitglieder der Konsumvereine mit den Mitgliedern der sozial- demokratischen Partei und der freien Gewerkschaften identisch werden und von deren G e i st erfüllt sind, desto besser können sie wertvolle soziale Arbeit leisten durch Schaffung vor- bildlicher, mit den Gewerkschaften vereinbarter Lohn- und Arbeits- Verhältnisse für ihre Angestellten.... Die sozialdemokratische Partei vertritt die Interessen der Konsumgenossenschaften in der Presse und den parlamentarischen Körperschaften wider die Angriffe der Gegner. Dieses Eintreten für die Konsumvereine entspricht den... Interessen des Prole- tariats, denn die genossenschaftliche Tätigkeit ist eine wirksame Er- gänzung des politischen und gewerkschaftlichen Kampfes für die Hebung der Lage der Arbeiterklasse. Der Parteitag fordert die Genossinnen und Genossen dringend auf, in diesem Sinne zu wirken und die im Geiste der modernen Arbeiterbewegung geleiteten Konsumvereine zu unterstützen." Rückkehr ostpreustischer Flüchtlinge. Der Landeshauptmann der Provinz Ostpreußen hat als Staats- kommissar für das Flüchllingswesen im Einvernehmen mit dem Oberbefehlshaber im Osten folgende weitere Teile der Provinz Ostpreußen den Flüchtlingen für die Rückkehr freigegeben: Ten Stadtkreis Tilsit, den Landkreis Tilsit südlich der Memel und den westlichen Teil des K r e i s e s R a g n i t, der im Norden durch den Memelstrom und die Szeszuppe, im Süden durch die Jnster und zwischen der Szeszuppe und Jnster durch eine Linie begrenzt wird, die von der Szeszuppe zur Jnster über?kaujeningken zu ziehen ist. Berufung ins Herrenhaus. Der König hat auf Vorschlag der Albertus-Universität zu Königsberg den Ordentlichen Professor Geheimen Regierungsrat Dr. Braun- Königsberg als Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit berufen.— Dr. Braun vertritt das Lehrfach für Zoo- I o g i c. '-Verhaftung eines polnischen Pfarrers. Wie die„Kreuz-Zeitung* nach dem»Dziennick Poznanski" mit- teilt, ist der katholische Pfarrer Czaplawski in Szyny, Kreis Kulm, wegen schwerer Beleidigung des deutschen Heeres verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis nach Moabit gebracht worden. Das Polenblatt„Lech" ist. wie die„Kreuz-Zeitung" nach der„Gazeta Ludowa" meldet, „wegen angeblicher Mißverständnisse mit den Militärbehörden" für die Gesamtdaner des Krieges eingestellt worden. Ablehnung des Einwanderungsgesetzes. Washington, 27. Februar.(T. U.) Mit einer Mehrheit von nur fünf Stimmen hat das Repräsentantenhaus in Washington den Gesetzentwurf abgelehnt, der die Einwanderung von neuem beschränken und zum Teil abwehren will. Der Präsident hatte zuvor sein Veto für einen derartigen Gesetzentwurf ausgesprochen. IL Abgeordnete stimmten dagegen statt dafür, wie sie es vor einigen Wochen getan hatten. Internationaler Protest gegen den Zarismus. In Bern fand am Dienstag eine Protestversammlung statt gegen die Verfolgung der russischen sozialistischen Duma- Mitglieder. Es sprachen außer dem Schweizer sttationalrat Genossen Grimm der italienische Abgeordnete M o r g a r i aus Turin und Genosse Gräber für die französische Schweiz. In einer Protestresolution, die einstimmig von der Vcrsamm- lung angenommen wurde, heißt es: „Das internationale Meeting der bernischen Sozialdemoklatie protestiert mit tiefster Entrüstung gegen den Anschlag der zarischen Regierung auf die heldenhaften Vertreter der russischen Arbeiter- Ilasse. die unter der Diktatur des Säbels und des Galgens den Kampf gegen den Krieg aufgenommen hatten. Ihren Protest richtet die Versammlung nicht nur gegen den blutigen Zarismus, sondern auch gegen die sogenannten freiheitlichen Regierungen Englands und Frankreichs, die durch ihre finanzielle und materielle Unterstützung des Zarismus ihm seinen Kreuzzug gegen das Volk, seinen Ver- nichtungszug gegen die spärlichen Ansätze der politischen Freiheit in Rußland erst ermöglichen." Eröffnung des südafrikanischen Parlamentes. Kapstadt, 27. Februar.(W. T. B.) Meldung des Reuterschen BureauS. Der Generalgouverneur hat in feierlicher Weise das Parlament eröffnet. Er erinnerte an den Aufstand und kündigte die Einbringung von Gesetzentwürfen zur Erlangung der Indemnität für die Regierung wegen der Proklamierung des Be- lagerungszustandes, für Bestimmungen über die Bestrafung der Ausständischen und für die Entschädigung der loyal gebliebenen Bevölkerung für ihre Verluste an. Neben diesen Entwürfen sollen nur Maßnahmen betreffs der Finanzen und des Krieges erledigt werden. Das Budget soll mit größter Sparsamkeit aufgestellt werden. Als Stellvertreter des Premier- Ministers verlas General Smuts in der Zweiten Kammer eine Depesche des P r e m i e r m i n i st e r s B o t h a, in der dieser sein Bedauern darüber ausdrückt, daß. seine Abwesenheit in D e u t s ch- S ü d w e st a f r i k a ihn verhindere, an den Sitzungen teilzunehmen und die Hoffnung ausspricht, daß sowohl an der Front als auch im Parlament die Gegensätze der Parteien und Nationali- täten verschwinden würden. Botha spricht sich besonders für eine milde Behandlung der Aufständischen aus. Stimmen aus öer parteipresse. Stimmungen und Illusionen. Unter diesem Titel lesen wir in unserem Elberfelder Parteiblali: Die Ereignisse wiegen schwerer als die Worte, die ihnen folgen. Diese Erkenntnis bewahrt denkende Sozialdemokraten unter anderem davor, den gegenwärtigen Diskussionen in der Partei, so heftigen Charakter sie manchmal annehmen, über- mäßige Bedeutung beizulegen. Wohlgenierkt, solange die De- batte sich mit Handlungen beschäftigt, die nun schon der Vergangen- heit angehören und über deren Für und Wider nicht einmal völlig frei gesprochen oder geschrieben werden kann. Jßaä diese Auseinandersetzungen anbetrifft, so halten wir es iit der Meinung, wonach die Partei nach dem Kriege so uligeh auch nur in diesem— gibt es keinen Klassenunterschied.... Was Genosse Heine und Kolb befürworten, ist ein„Umlernen" der Sozialdemokratie. Sie betreiben, angesichts eindringlichster Leitionen für die unumgängliche Notwendigkeit des Sozialismus, den Versuch, das proletarische Bewußtsein dem bürgerlichen an- zunähern, nicht umgekehrt. Der Antrieb dazu entwickelte sich bei ihnen aus der gründlichen Verkennung der Haltung der Partei- Mehrheit beim Kriegsausbruch und der Umstände, unter denen die Partei heute wirken muß. Sie halten ihre eigenen Stimmungen und Illusionen für Dinge, die der Partei zu eigen sind. Es ist reine Stimmungsmache, zu meinen, daß in der Partei ein Be- dürfnis vorhanden sei, in der Weise Einfluß zu gewinnen, wie Heine es ausmalt. Ueber Ministerposten und Hoffähigkeit geht der Weg zur Macht für die Sozialdemokratie nicht. Guesde und Sembat sind gerade keine beweiskräftigen Objekte für diese Meinung.... Weil die Stimmungen und Illusionen der Heine, Kolb und Genossen unter den der sozialistischen Aufklärung nicht günstigen Verhältnissen der Gegenwart die gefährliche Anschauung erwecken könnten, daß nach dem Kriege der politische und soziale Kampf an Schärfe verlieren werde und es somit nicht in gleichem Maße wie früher einer starken, grundsätzlich klaren und kampfgewillten Sozialdemokratie bedürfe, deshalb lehnen wir sie mit aller Eni- schtedenheit ab. Das zu sagen, schien uns nicht unnütz, denn wenn schon Zukunstsgeibäude errichtet�werden müssen, dann auf den Fundamenten, die die niemals packender als jetzt begründeten Ge- dankeugänge des wissenschaftlichen Sozialismus und die nur zu klar erkennbaren sozialen und politischen Entwicklungstendenzen der Gegenwart uns liefern. Die„Dresdener Volkszeitung" schreibt: Zu den gestern von uns mitgeteilten Erörterungen des Ge- nossen Wolfgang Heine über die Zukunft der deutschen Arbeiter- bewegung ist zunächst folgendes zu bemerken: Da wir uns noch in der schweren Kriegszeii befinden, ist es nicht möglich, die von Heine behandelten Fragen, die von größter Tragweite sind, mit der Ruhe, Gründlichkeit und Ausgiebigkeit zu behandeln, die ihnen gebührt. Genosse Heine hätte aber nicht übersehen sollen, daß es jetzt auch nicht möglich ist, eine geordnete Aussprache über den ganzen großen Komplex der von ihm herangezogenen Probleme vor unseren Parteigenossen herbeizuführen, und daß die Gegner seiner Auf- fassungen in der Partei gegenwärtig in der Vertretung ihrer An- sichten in starkem Maße blchindert sind. Wir können serner nicht erkennen, welche Umstände zu so eiliger Aufrollung der parteitakti- schen Zukunstsangelegenheiten schon in der Jetztzeit nötigen sollten. Aus diesen Erwägungen heraus halten wir es nicht für er- forderlich, jetzt in eine ausführliche Besprechung der Heincschen Anschauungen einzutreten, und begnügen uns mit einigen Hin- weisen. Nicht richtig ist das Wort des„V o r w ä r t s", daß es sich in Heines Darlegungen um eine„Umwandlung der Sozialdemokratie in eine nationalsoziale Resormpartei" handle. Dies ist nur ein Schlagwort, dessen Gebrauch nicht zur Klärung der Probleine bei- trägt.(W i r meinen damit die Tendenzen, der Arbeiterbewegung die Anpassung an die bürgerliche Gesellschaft durch sozialpoliti- sche Reformen als Ziel zu setzen, statt der U e b e r w i n d u n g der bürgerlichen Gesellschaft durch den Sozialismus. Der Sozialismus mag dabei für die einzelnen Vertreter dieser Anschauungen ein entferntes Ziel bleiben, für unsere Stellung in der Gegenwarts- Politik spielt er keine wesentliche Rolle. Red. d.„Vorwärts".) Heine erklärt an mehreren Stellen setner Rede, daß er an den Grundsätzen der Sozialdemokratie festhält und daß es sich für ihn lediglich um die Parteitaktik handelt, um die Mittel und Wege, auf denen die Arbeiierftassc am besten zur Erfüllung ihrer Forderungen und Ziele gelangen könne. Aber auch die partcitaktifchen An- schauungen Heines enthalten nichts Neues. Es ist bekannt, daß ein Teit unserer Partei seit längerer Zeit diese Anschauungen als die richtigen angesehen hat. Die Frage ist jetzt nur, ob durch den großen Krieg sich solche Veränderungen begeben, daß die Gesamt- partes Anlaß haben kann, sich einer Taktik zuzuwenden, die sie früher nicht für anwendbar erachtet hat. Heine begeht den Irrtum, daß er unsere politische Taktik allzu einseitig, als bestimmt von dem Willen unserer Partei allein er- scheinen läßt. Er wünscht einen gewissen Verlauf der Geschehnisse, er glaubt an diesen Verlauf, und so tritt er mit lebbaftem Eifer für das von ihm gewählte Parteiverhalten ein. Die Parteitaktik wird aber- natürlich nicht allein von uns abhängen, sondern vor allem auch von den anderen Kräften und Mächten des wirtschaftliche» und politischen Lebens, von den gegnerischen Klassen und Parteien, von der Gestaltung der gesamten Verhältnisse nach der Beendigung des Krieges. Wer aber ist imstande, heute schon vorhersagen zu wollen, wie sich alles nach dem Kriege gestalten wird? Es gibt Pessimisten, die der Meinung sind, nach dem Kriege würden die Anerkennungen der Gleichberechtigung, die nur der Not der Zeit entsprungen seien, wieder beseitigt werden, würde» die Unterdrückungen, über die die deutsche Arbeiterschaft zu klage» hatte, wieder erneut und vielleicht sogar verschlimmert werden. Heine dagegen ist sehr optimistisch, er sieht auf Grund der Kriegs- erlebniffe die Wege der Arbeiterklasse zur völligen Gleichberechtigung weit geöffnet. Wir halten den Pessimismus für unberechtigt, wir halten es aber auch nicht für richtig, sich rofahcllen Hoffnungsfclig- leiten zu verschreiben. Wir halten es für durchaus unmöglich, in den jetzigen Stunden bereits sicheren Ausblick in die Zukunft zu tun. Wir stehen in einer Zeit gewaltigster Völkererschütterungen und es muß als unwahr- scheinlich gelten, daß aus dieser Weltkaiastrophe ein Zeitalter her- vorgeht, in dem alles genau so weiter fortgesetzt werden wird, wie es zuvor gewesen war. Es muß mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß auch die Arbeiterklasse eine Neuorientierung ihrer Politik wird eintreten lassen müssen, nicht um ihre bisherigen Grundsätze zu verlassen, sondern um mit veränderten, durch neue Verhältnisse gebotenen Mitteln ihre Verwirklichung anzubahnen�. Das alles aber ist heute noch nicht zu übersehen. Vom weiteren Kriegsverlauf und von der Art des Friedens- schlusses wird die zukünftige innere und auswärtige Politik des Deutschen Reiches, der Negierung und der vorherrschenden Klasse» abhängig sein, und von der gesamten Gestaltung der inneren und auswärtigen Politik wiederum werden die Maßnahmen abhängen, die zu treffen die Sozialdemokratie für nötig halten wird, um die Lebensinteressen der merktätigen Volksmassen erfolgreich zu ver- treten. Vor allem möchten wir den Wunsch aussprechen, daß jeder Parteigenosse, wenn er es für nötig hält, parteitaktische Erörtc- rungen anzustellen, das eine nicht aus dem Auge läßt, das uns jetzt mehr denn je als das wichtigste erscheint: die Rücksicht auf die Notwendigkeit, die Partei in Einigkeit zusammenzuhalten. Welch? Politik auch immer die deutsche Arbeiterschaft in Zukunft verfolge» wird, sie wird ihre Politik> ur dann mit Kraft und Erfolg Hand- haben können, wenn sie i>-nere Zerfleischung und Zersplitterung fernhält, wenn sie die Klärung der Meinungsverschiedenheiten sachlich und kameradschaftlich durchführt, wenn sie die imposante Einigkeit aufrecht erhält, die stets ihre Stärke war. ** * „Parabellum". Gestatten Sic mir zu der am Freitag vom„Vorwärts" ver- össcnttichten Zuschrift des Genossen S ch e i d e m a u n folgende Be- merkungen: Es kann in Deutschland keinen Genossen geben, der die von Parabellum heute in der„Berner Tagwacht" versochtenc Politik schärfer und rücksichtsloser bekämpft als ich. Es wäre ein Unglück für die deutsche Sozialdemokratie, wenn diese Politik in unserer Arbeiterschaft je Wurzel faßte. Aber die von �scheidemaiin angedeutete Möglichkeit, daß„dieser Parabellum im Dien sie einer ausländischen Regierung steht", möchte ich weit zurückweisen. Ich kenne den Genossen, der heute unter dem Namen Parabellum schreibt, seit einer Reihe von Jahren sehr genau und erkläre auf Grund dieser Kenntnis den von Scheide- niann angedeuteten Verdacht für völlig unhaltbar, ioeim ich auch durchaus begreife, wie bei Genossen, die Parabellum nicht persönlich kennen, durch feine neueren, im höchsten Matze bedauer- lichen Veröffentlichungen eine derartige Vermutung entstehen konnte. Man mag Parabellum für einen ganz und gar ver- rannten Fanatiker halten: ein Spitzel und Verräter ist er jedenfalls nicht! Dafür öffentlich Zeugnis abzulegen, hielt ich mich um so mehr für verpflichtet, weil, wie gesagt, in der«ache selb st niemand Parabellums Politik schroffer ablehnen kann als ich. Bei dieser Gelegenheit eine Bemerkung allgemeiner Natur! Die Meinungsverschiedenheiten zwischen uns haben einen solchen Grad erreicht, daß ihre gründliche und restlose Austragung unvermeidlich geworden ist. Desto mehr aber sollten wir uns hüten, diese Austragung durch persönliche Verdächti- gungcn zu vergiften. Und zwar gilt das für beide Seiten! Was soll es zum Beispiel nützen, wie es gelegentlich in Versammlungen geschehen ist, die Genossen von der Opposition kurz- weg als„Anarchisten" zu beschimpfen? Damit sind ihre Argu- mente, die man sachlich doch so leicht zu Boden schlagen kann, wahrlich nicht widerlegt! Und auf der anderen Seite: wozu soll es dienen, wenn die„Berner Tagwacht" in Zuschriften ans Deutschland Genossen, die die Sache des 4. August in der Oeffentlichkeit mit Eifer und Geschick verfechten, als charakterlose Streber ver- dächtigt? Was soll es, wenn wir, die wir konsequent die Frnktions- Politik vertreten, als„Nationalsoziale" charakterisiert werden oder wenn man uns gar mit dem Beiwort:„nationalliberole Regie- rungspartei" schmückt? Gerade weil wir, auf beiden Seiten wohl, allmählich zu der Ueberzeugung gekommen sind, daß in der Sache s e l b st die Wahrscheinlichkeit einer Verständigung immer mehr schwindet, ge- rade deshalb sollten wir uns durch solche persönlichen Angriffe das Leben nicht ganz überflüssigerweise noch saurer machen, als eS sowieso schon ist. K o n r a d H a e n i s ch. Zu dem Schluß der Zuschrift möchten wir nur bemerken, daß wir für die Zukunft optimistischer sind als Genosse Haenisch. Die harken Tatsachen werden der Arbeiterklasse schon eine sehr eindeutige Politik aufzwingen und die Verständigung wird sich dann schon einstellen. Die„Leipziger VolkSzeitnng" bemerkt hierzu nocki: „Nachdem wir nun sehen, was Scheidemann anzuführen hat, müssen wir erklären, daß die Aufforderungen Parabellums aller- dings eine starke Verkennung der Sachlage verraten und Unheil anrichten könnten, wenn sie Gefolgschaft fänden, daß Scheidemann aber deshalb durchaus nicht das Recht hat, Parabellum als Spitzel zu verdächtigen. Das„Hamburger Echo" hatte seinerzeit zu unserer Kritik der Scheidemannschen Rede bemerkt, daß Man unter dem Sozialisten- gesetz nicht gefragt habe, ob jemand, der die Partei verderbenbrin- gcnde Wege führen wollte, dabei die Absicht hatte, ihr zu schaden oder nicht, sondern daß man ihn ohne weiteres als Spitzel bezeich- nete. Das ist richtig, ist aber keine Rechtfertigung des Verfahrens Scheidemanns in der jetzigen Zeit. Unterm Sozialistengesetz befand sich die Partei in einem Zustande der Notwehr, in dem sie vieles tun mußte, was ihr heute eben nicht erlaubt ist. Damals mußte und durfte man, um Schlimmeres zu verhüten, summarisch ver- fahren, auf die Gefahr hin, einem einzelnen Unrecht zu tun. Heute, wo die Richtung der Partei, die Scheidemann vertritt, volle Freiheit der Rede und der Schrift hat, über den größten Teil der Partei- presse verfügt, ist das Mittel nicht mehr erlaubt, daS einst in ganz anderer Lage zulässig war." Aus der Partei. Parteiliteratur. Karl Kautsky: Nationalstaat, Imperialistischer Staat und Staatenbund. 80 Seiten 80. Broschiert. Preis 50 Pf. Nürnberg. Fränkische Verlagsanstalt und Buchdruckerei. G. m. b. H. 1915. Das vorliegende Schriftchen stizziert die auswärtige Politik der Sozialdemokratie, die sich aus ihren Grundsägen und Zielen ebenso wie aus den gegebenen historischen Bedingungen und ökonomischen Bedürfnissen ergibt. Ihr wird die auswärtige Politik des Imperialismus gegenübergestellt, es werden ihre Ursachen und ihre Ziele dargelegt und gezeigt, daß fie für die bürgerliche Gesellschaft selbst immer mehr eine Gefahr und ein Hindernis weiteren Fortschreitens wird. Die Ueberlegenheit der sozialistischen über die imperialistische Politik schon für die Gegenwart und die nächste Zukunft ist das Endergebnis der Schrift. Die Darstellung ist einfach und leicht verständlich. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 17 177 764 m. gegen 6 608 850 m. im Borjahre. Der Bermögens- 1, beffen Erfag naturgemäß wegen Mangels an geeigneten räften best and beträgt 9 682 796 M. oder 1107 138 M. mehr als im ganz besondere Schwierigkeiten bietet. Gleichwohl ist es uns unter Vorjahre. Aufbietung aller Mittel noch gelungen, bie Betriebseinschränkungen leber die Wirkungen, die das Kriegsgewitter auf die chriftlichen allmählich bis auf 16 Broz. gegen bas Borjahr wieder zu beheben, Gewerkschaften hatte, liest man eigentümlicherweise in dem Jahrbuch noch wenig. Desto eingehender beschäftigt man sich mit dem Ver- so daß zum Schlusse des Berichtsjahres annäherub wieber ein Ausgleich zwischen Betriebsleistungen und Berkehr erzielt morben ist." halten der freien Gewerkschaften im Striege. Günftiger Stand der Reichsbank. " Unter der Wucht der friegerischen Ereignisse find bann vollends die freien Gewerkschaften zu einem Verhalten veranlaßt worden, durch das im vollen Umfange bestätigt In der Sitzung des Zentralausschusses der Reichsbank führte wird, daß die christlichen Gewerkschaften von der Vorsitzende, Präsident der Reichsbank Dr. Havenstein, im Anallem Anfang an auf dem richtigen Wege geschluß an den neuesten Ausweis folgendes aus: wesen sind, den eine Gewerkschaftsbewegung in ihrer Auch während des lebten Monats hat sich der Stand der Stellung zu den großen Fragen des Volks- und Staatslebens Reichsbank sehr befriedigend entvidelt, und die anhaltende große einichlagen muß." Flüssigkeit des deutschen Geldmarktes prägt sich auch in den Ziffern Dasselbe Thema wird in einem Auffaze„ Der Krieg und die des Status aus. Grundsätze der christlichen Arbeiterbewegung" fortgesponnen. Aus Schon die Ultimoanspannung war infolge diefer Geldflüssigkeit einem Sage im Sorrespondent für Deutschlands Buchdrucker" Der wesentlich geringer als in den Vorjahren, und die Rüdzahlung des deutsche Michel wird für die Folgezeit in vielen Dingen um- privaten Verkehrs auf Wechsel uno Lombardtonto haben sich im zulernen haben" schließt man ohne weiteres, daß dieses Umlernen Laufe des Februars ebenso fortgesetzt wie die bei den Darlehns hauptsächlich oder nur bei den freien Gewerkschaften und der Sozial- tassen. demokratie notwendig sei. Man behauptet, der Krieg habe der Die Inanspruchnahme der Reichsbank und der Darfrüheren Stellungnahme der freien Gewerkschaften in wesentlichen lehnskassen durch den privaten Verkehr, d. h. Wechsel- und LombardPunkten die Grundlage entzogen und hofft auf beftige fonto der Reichsbank und Darlehen bei den Darlehnskassen mit innere Erschütterungen des sozialistischen Drga Ausschluß der Kriegsanleihedarlehen, ist jest sogar geringer als nisationsförpers." Desto glänzender, gerechtfertigter und in irgendeinem der Vorjahre, und die Rückzahlung der Darlehen für die Kriegsanleihe bei den Darlehnstassen hat sich weiter in Zobn- hoffnungsfreudiger stehen die christlichen Gewerkschaften da: Die ristlichen Gewerkschaften brauchen sehr erfreulichem Maße fortgesetzt. Am 23. Januar standen an nicht umzulernen. Der Krieg mit seinen Begleit- solchen Darlehen noch 508,1 Millionen Mark aus, am 23. Februar erscheinungen hat ihre Grundsätze in feinem Puntte erschüttert. nur noch 376,3, und auch diese werden voraussichtlich bis zu den Im Gegenteil: diese haben eine glänzende Bestätigung ersten Einzahlungsterminen auf die neue Kriegsanleihe zum allererhalten. Es braucht nichts revidiert" zu werden." größten Teile abgebürdet sein. " verfügbarer Gelder, der das ganze Volk durchziehenden hingebenden Entschlossenheit und der dankenswerten Mitarbeit, die die gefamte Presse und ebenso unsere Banken, Sparkassen und Genossen= schaften in Aussicht gestellt haben, die neue Anleihe wiederum einen starken Erfolg erhoffen läßt. Die Berliner Töpfer im Jahre 1914. Zu Anfang des Jahres standen die Köpfer in einer betvegung. Es handelte sich um die Wiedereinführung eines die Forderungen der Arbeiter berücksichtigenden Tarifs. Der frühere Tarif bestand schon seit längerer Zeit nicht mehr. Vergebens waren feit Jahr und Tag Versuche gemacht worden, ein geregeltes Tarifverhältnis wiederherzustellen. Alle Verhandlungen waren daran Und dann folgt auf jeder Seite die gleiche Betonung der Selbst- Die Vermehrung der gesamten Kapitalanlage bon gescheitert, daß die Innung nicht nur die Forderungen gerechtigkeit. Es ist jetzt ja unmöglich, die bleibenden Gegenfäße 3777 Millionen Mark am 23. Januar auf 4079 Millionen Mark Der Arbeiter ablehnte, sondern die Lohnverhältnisse noch zwischen uns und den christlichen Gewerkschaften in der Presse zu am 23. Februar fällt ausschließlich auf die Ansprüche des Reichs. ungünstiger gestalten wollte. Schließlich stellte die Junung biskutieren. Aber einen Dämpfer auf ihre Ueberschwenglichkeit haben Aber auch sie werden mit den Einzahlungen auf die neue Kriegsohne Mitwirkung der Arbeiter einen Tarif auf, der maß sie sich inzwischen schon von einer anderen Seite geholt. Die anleihe bald stark zurückgehen, da bei der großen Ansammlung gebend sein sollte. Doch dieser Tarif wurde nicht allgemein inne-" Deutsche Arbeitgeberzeitung" schreibt nämlich in der gleichen gehalten. Verschiedene Unternehmer zahlten weniger, als ihr eigener Sache: Tarif bestimmte. Die Verhältnisse waren dadurch unerträglich ge= „ Daß jedoch die Notwendigkeit jeglicher Revision ihrer früheren worden. So war die Situation in den ersten Monaten des Jahres Grundsäze so kurzerhand und mit solcher Entschiedenheit abgelehnt 1914. Ulm wieder zu einigermaßen geregelten Lohnverhältnissen zu werden könne und müsse, das ist vielleicht eine etwas fühne Bekommen, verbängte der Zentralverband der Töpfer die Sperre über hauptung, die man als einen Ausfluß der Begeisterung dieser Die Erwartung, der ich in der letzten Sihung Ausdruck gab, die Firmen, welche zu niedrige Löhne bezahlten. Diese Maßnahme großen Zeit gewiß gern entschuldigt, die man aber doch um der daß der Goldschatz der Reichsbank auch noch weiterhin und hatte den Erfolg, daß die wieder aufgenommenen Tarifverhandlungen Sache willen richtigstellen muß. Es ist nicht die Stunde, an hoffentlich noch lange Zeit durch den freien Entschluß weiter Kreise schließlich zu einer Verständigung führten und Ende Mai ein zwischen frühere Auseinandersetzungen zu erinnern, aber wenn die christs unseres Volkes wachsen werde, hat sich auch in dem letzten Monat beiden Parteien vereinbarter Taaifvertrag vor dem Gewerbegericht lichen Gewerkschaften ernstlich mit sich zu Rate gehen, so werden in sehr erfreulicher Weise erfüllt. Seine Zunahme hat sich sogar abgeschlossen wurde. Damit hatte die Berliner Lohnbewegung ihr sie auch in ihrem früheren Verhalten manchen Puntt finden, der verstärkt. In den letzten 4 Wochenausweisen hat der Goldbestand Ende erreicht. ebenfalls einer gewissen Revision fähig und bedürftig ist. Es um über 109 Millionen Mark gegenüber 70 Millionen Mark in Der fürzlich herausgegebene, in der Generalversammlung der wird nichts schaden, wenn sich im neuen Deutschland" auch diese den voraufgegangenen 4 Wochen zugenommen. Der Bestand an Töpfer diskutierte Jahresbericht der Filiale Groß- Berlin sagt, diefe Organisation zu einer noch höheren Auffassung der Solidarität Scheidemünze hat sich um 3 Millionen Mark verringert, der an Lohnbewegung habe keine sehr großen Vorteile gebracht, doch sei der aller Volksgenossen und Volksschichten entschließen möchte!" Reichskassenscheinen um 1 Million Mark erhöht. jezige Zustand dem tariflosen ganz entschieden vorzuziehen. Ueber Und doch steht schon in dem Jahrbuch, daß die christlichen GeDer Noten umlauf ist trotz der Erhöhung der gesamten die Lage des Arbeitsmarktes jagt der Bericht: In Berlin und Umgegend werkschaften von dem Standpunkt der Solidarität Kapitalanlage um über 300 Millionen Mark nur um 152 Millionen war die Arbeitslosigkeit im Beruf ganz gewaltig. Die Kollegen der Volksgenoijen" ausgehen. Was hülfe es also den Mark gewachsen, und ihm steht eine Zunahme des Metallbestandes wandten sich mehr und mehr anderen Erwerbszweigen zu. Jede freien Gewerkschaften, wenn sie sich auch zu diesem Standpunkt be- von 106 Millionen Mark gegenüber. Von der Zunahme des NotenArbeitsgelegenheit wurde ergriffen, da die Not durch die jahrelange fehrten? Es wird schon richtiger sein, sie betonen und vertreten umlaufes entfallen auf die kleinen Noten 54 Millionen Mark; ihr Krisis aufs höchste gestiegen war. Durch den Ausbruch des Krieges auch nach dem Kriege die besonderen Interessen der Arbeiterklasse. Umlauf betrug am 23. Februar 2021 Millionen Mark, ihr bisher wurde die Arbeitsmöglichkeit im Beruf noch weiter beschränkt. Die höchster Umlauf am 31. Dezember 1914 2127 Millionen Mark. Arbeitslosen fanden aber Beschäftigung in Waffen-, Metall-, Die fremden Gelder haben sich gegen den 23. Januar um 99 Konservenfabriken, in der Sattlerei, in den ElektrizitätsMillionen Mark auf 1723 Millionen Mark erhöht; diese Vermehwerfen, bei der Straßenbahn und der Post. Etta 600 Mitrung entfällt ausschließlich auf die öffentlichen Gelder. glieder arbeiten zurzeit in anderen Erwerbszweigen, während nur noch rund 150 im Töpfergewerbe geblieben sind. Der günstigste Stand der Arbeitelofenziffer war im Juli, nämlich 130. Bei Beginn des Krieges schnellte die Arbeitslosenziffer in die Höhe verteilt in diesem Jahre eine Dividende von 6 Prozent. Der Abschluß zeigt im Vergleich mit dem Vorjahre folgenund erreichte am 5. September mit 533 den höchsten Stand, um dann wieder langsam zu sinken. An der Arbeitslosigkeit waren im des Bild: Laufe des Jahres sämtliche Mitglieder beteiligt. Durchschnittlich famen auf jedes Mitglied im Jahre 116,2 Tage Arbeitslosigkeit. Im Vorjahr betrug die Durchschnittszahl, 114. Am Anfang des Jahres zählte die Filiale 1209 Mitglieder, am Schluß des Jahres aber nur 927. Das ist ein Rückgang von 282. Da aber 309 Mitglieder zum Militär eingezogen sind, so hat die Filiale einen Zuwachs von 27 Mitgliedern erhalten, der darauf zurückzuführen ist, daß sich die Töpferträger 25 bis 30 an der Zahl kurz vor dem Ausbruch des Krieges dem Verbande an schlossen. " Aus Industrie und Handel. Die Große Berliner Straßenbahngesellschaft Einnahmen Ausgaben Ueberschuß Abschreibungen und Rücklagen Reingewinn. Dividende. 1914 M. 1913 NOM. 42-371 149 26 004 956 45 775 318 26 844 539 16 366.193. 18 930 779 4857 195 5 132 999 9.373 578 6 565 900 6 Proz. 8. Proz. Dem Geschäftsbericht entnehmen wir folgende AusDie Kasse wurde durch Ausgaben für Unterstützungszwecke start führungen:„ Die ersten sieben Monate des Berichtsjahres bis zum belastet. Es wurden gezahlt an Arbeitslose 15 066 M., an Stranke Kriegsausbruche zeigten, wie die zweite Hälfte des Vorjahres, ein 5186 M., an Ausgesteuerte 3596 M., an Streifende 5869 M., an Nachlassen des Verkehrs infolge der Betriebsausdehnungen Reisende 1207 M., in anderen Unterstüßungszweigen 2141 M. Im allgemeinen zeigt sich, daß die Organisation im Kriegs. jahre in keiner Weise zurückgegangen ist und deshalb der Zukunft ruhig entgegensehen kann. Deutsches Reich. Die christlichen Gewerkschaften. Die Dedungsverhältnisse sind sehr befriedigend. Der Notenumlauf ist trotz seiner Steigerung durch Gold mit 48,6, durch Metall mit 49,7 Prozent gedeckt, gegen 47,8 und 49,0 Prozent am 23. Januar. Die gesamte Bardeckung hat sich infolge der starken Abnahme der Darlehnskaffenscheine von 56,2 auf 53,8 Prozent vermindert, die Gold- Deckung sämtlicher täglich fälliger Verbindlichkeiten ist trop der Erhöhung des Notenumlaufs und der fremden Gelder von 35,1 auf 35,4 Prozent gestiegen, also nach wie*** vor sehr zufriedenstellend.". " Die„ notleidende" Zündholzindustrie. Bei Ausbruch des Krieges war es besonders die Zündholzindustrie, die heftig jammerte und nach staatlimer Hilfe schrie, weil sie durch den Krieg ihr Abiazgebiet im Ausland verloren habe und so vor den Ruin gestellt sei. Daß dies Geschrei sehr übereilt war und die Zündholzfabriken trotz des Krieges ein sehr gutes Geschäft machen, das beweist der Geschäftsbericht der Zündholzfabrit Union" in Augsburg, eine der bedeutendsten Zündholzfabriken der Hoch- und Untergrundbahn, der Kraftomnibusse und der Deutschlands, die neben der Fabrik in Augsburg noch Filialen in Städtischen Straßenbahnen. Während der letzten Monate stand unser Marienstein und abelschwert betreibt. Das Unternehmen Unternehmen unter den Einwirkungen des Krieges und seinem Ein- erzielte im Jahre 1914 trotz der fünf Kriegsmonate nach reichlichen Abfluß auf die allgemeine wirtschaftliche Lage. Wenn auch die ersten Schreibungen und Zurückstellungen einen Reingewinn von Tage der Mobilmachung eine Steigerung des Verkehrs mit sich 931 648 Mark gegen 695 566 Mark im vorhergehenden Jahre. brachten, so sant dieser doch im Laufe des ersten Kriegs- Als Dividende werden 15 Proz verteilt, im Vorjahr 12½ Proz. monats um 13 Proz. gegen das Vorjahr und verringerte Trotz der fünf Kriegsmonate tonnte also der Reingewinn ganz Das vor kurzem im christlichen Gewerkschaftsverlag zu Köln erfchienene Jahrbuch für 1915 gibt Aufschluß über den Stand der sich weiter bis auf 15 Proz. im Monat Dezember. Anderer- erheblich gesteigert und die Dividende erhöht werden, ein christlichen Gewerkschaften bis zum Schluß des Jahres 1913. Die feits waren wir durch die unerwartete plögliche Einberufung Resultat, das sich mühelos erreichen ließ, indem man den Preis für Mitgliederzahlen weisen bei den bedeutendsten Verbänden Stillstand, von über 50 Proz. unseres Betriebspersonals gezwungen, die Be- das Fabrikat bis zu 50 Proz. erhöhte, das heißt das Kriegsrisiko wenn nicht Rückgang auf, was auf das Daniederliegen des Arbeits- triebsleistungen anfänglich um 25 Proz. zu verringern, da ein Ersatz von den Konsumenten tragen ließ. marftes und auf den Einfluß der im Jahre 1913 auf dem Höhe- für die über 25000 Einberufenen nicht sofort, sondern nur allmählich punkt stehenden sozialen Reaktion zurückgeführt wird. Die gesamte herangebildet werden konnte. Wenn wir auch von vornherein eine Eingegangene Druckschriften. Mitgliederzahl aller christlichen Verbände ging, im Durchgrößere Anzahl von Frauen unserer eingezogenen Fahrschnitt der Jahre 1912 und 1913 berechnet, von 344 687 auf 342 785, bediensteten- über 600- nach kurzer Ausbildungszeit in den Anzengruber- Verlag, Wien 10. Zarismus, Panslawismus, Krieg! Von R. Charmaz. 1 M. alio um 1902= Proz. zurück. Vom Jahresende 1912 zum Jahres- affnerdienst übernehmen fonnten, io hatten wir bei der ende 1913 aber betrug der Rückgang 9195= 2,6 Proz. Wetteraussichten f für das mittlere Norddeutschland ziffer für 1912 stellte sich auf 350 930, diejenige für 1913 auf 341 735 Einstellung von männlichen Aushilfskräften mit außergewöhnlichen Montagmittag: Deftlich der Oder noch troden und vielfach heiter, im Mitglieder. Besser war die finanzielle Entwicklung. Im Schwierigkeiten zu fämpfen, um so mehr, als auch der größte Teil Westen oftwärts fortschreitende Bevölkung, Erwärmung und später, beJahre 1913 vereinnahmten die christlichen Gewerkschaften insgesamt unseres ständigen Lehrpersonals zu den Fahnen einberufen worden sonders an der Küste leichte Regenfälle. Srtebrißtraße 179 Tauentienstraße 20 Rönigstraße 3+ Leipziger Straße 65 Oranleaftrabe 470 Die Leiser? Moabit, Zurmfroße so 011erstraße 3a Oranienstraße 34 Reukölln, Bergfir. 1/8 Friedenau, Rheinftr. 16 Einsegnungs- Stiefel bis פן Sehr preiswert! H'R Friffahine Jacken PetSer Kleider sowie Mäntel, Kleider, Blusen, Kostüm- Räcke. Täglicher Eingang aparter, gefchmackvoller Neuheiten m.46 Jackenkleid Für junge Damen aus marine, schwarz oder grün Rammgarn 12 49 Jackenkleid Bus mod. schwarz- wel kariertem Rammgarn m. 76 Fesches Rostum aus Copert Co m. .98 Modell- Rostüm aus marine Rammgart Verein f. Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 1. März, in der Neuen Philharmonie, Rōpenider Straße 96/97, großer Saal: Lichtbildervortrag: Die Entwicklung der deutchen Malerei zu Dürer u. Grünewald. Referent: Dr. Deri. Gäste( Männer u. Frauen) willkommen. 52/17 Der Vorstand. EINLADUNG. Wir zeigen von Montag, den 1. März an in den Auslagen unserer beiden Häuser, sowie im Erdgeschoß unseres Hauses Leipziger Straße die neuesten Erzeugnisse deutscher Frauen- Moden, welche erstmalig ohne ausländischen Einfluß geschaffen wurden. R. M. MAASSEN G. M. B. H. Besonders empfehlenswert für die Herren Gross- Einkäufer. Maassens R.M. a Oranien Platz Berlin Leipzigerstr. 42 Deutscher Holzarbeiter- Verband Verband der Bureauangestellten Deutschlands Verwaltung Berlin. Bureau: Rungestraße 30. cl. Amt Morikplak 10623, 3578. Bezirk Wedding, Gesundbrunnen, Moabit. Montag, den 1. März, abends 8 Uhr: Verband der Schneider, Schneiderinnen Mitglieder- Versammlung und Wäschearbeiter Deutschlands. Sebastianstr. 37/38. Filiale Berlin. Tel. Amt Mpl. 9737. Herren- Maßschneider. Montag, den 1. März, abends 8½ Uhr: in Feibels Festsälen, Kolberger Straße Nr. 28. Lichtbilder- Vortrag: Ortsgruppe Groß- Berlin Bureau: 0. 27, Dircksenstr. 4, 1 Tr. Telephon: Alexander 3170. Dienstag, 2. März 1915, abends 8 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15: Versammlung aller Angestellten der Orts-, Betriebs-, Innungs- u.Vorortskrankenkassen Groß- Berlins. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Mothholz, Direktor des statistischen Bureaus der Landesversicherungsanstalt Berlin, über: Witwen- und Waisenrente und Witwen- u. Waisengeld nach der Reichsversicherungsordnung. 2. Aussprache. 3. Branchenangelegenheiten. 49/4 We Rollegen und Stolleginnen werben zu dieser Bersammlung freund Ein Befuch der Kriegsfchauplätze in Oftpreußen. ficht eingeladen, und bitten wir um pünktliches Erscheinen. Der Vortrag Vortragender: Rollege Ahlemeyer. dienstag. 2. März, abbs. 8½ Uhr, ist in ber gegenwärtigen geit für die Staffenangestellten von ganz besonderer Bichtigkeit. Die Branchenleitung. J. A.; G. Wiesner. Ober- Schöneweide Volks- Feuerbestattungs- Verein bei Warncke, Wilhelminenhofstr. 18. Mitglieder- Versammlung Kammacher: Dienstag, bett 2. März, abends 8 1hr, im Umbreas in den Arminhallen, Kommandantenstr. 58/59. Tagesordnung: 166/3 1. Die Einführung des Reichstarifes und welche Maß( Wittenberg), Andreasitr. 26. Tagesordnung: 1. Bortrag des Sollegen Leopold. 2. Berbands. und Branchenangelegenheiten. Es ift dringend erwünscht, daß auch die Kolleginnen an der Bersammlung teilnehmen. nahmen haben wir zu treffen. 2. Branchenangelegenheiten. Bezirk Often 1, 2, 3, Nordosten u. östliche Vororte. 3. Berschiedenes. Angesichts diefer wichtigen Tagesordnung ist jeder Herren: Makschneider verpflichtet, zu erscheinen. Nur Mitglieder mit nicht über 8 reftierenden Wochenbeiträgen haben Zutritt. Die Kommission. Achtung! Wäsche, Blusen-, Achtung! Mittwoch, den 3. März, abends 8 Uhr: Gemeinsame Mitglieder- Versammlung in den Prachtsälen des Oftens, Frankfurter Allee 48. Lichtbilder- Vortrag: Groß- Berlin. Dienstag, den 16. März 1915, abends 8 Uhr, in den Musikersälen, Berlin, Kaiser- Wilhelm- Str. 31: Mitglieder- Versammlung. Zagesordnung: 1. Borstandsbericht und Sassenbericht. 203/3 2. Wahl des Borstandes, des Schiedsgerichts und deren Stellvertreter. 3. Ernennung der Revisoren für das fommende Jahr. 4. Beratung etwaiger an den Borstand gelangter Anträge. 5. Berschiedenes. Mitgliedskarte legitimiert! Schürzen, Krawatten-, Korsett- und Ein Befuch der Kriegsfchauplätze in Oſtpreußen age bar an berfelben fich vi frii chau Dänden des BoxWäsche- Arbeiter u. Arbeiterinnen Mittwoch, den 3. März, abends 81, Uhr, in der Brauerei Böhow, Prenzlauer Allee 242( am Prenzlauer Zor): Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartel Der Vorstand. Anträge zu dieser Versammlung find bis spätestens acht Vortragender: Rollege Ahlemeyer. vor Stattfinden zu fitenden G. Menning, Berlin N. 65, Müllerstr. 36, au Zu den Lichtbilder Vorträgen sind die Frauen der Kollegen stellen(§ 9. Abfak 1 des Statuts). freundlichst mit eingeladen. Berolina", Fliesenleger- Produktivgenossenschaft( E. G. m. b. H.), Schöneberg, Sachsendamm 44, in Liquidation. Bilanz ver 28. November 1914. Vaffiva. Allgemeine Branchen- Versammlung. Vertrauensmänner Versammlungen Kollegen. Kolleginnen und Heimarbeiterinnen! Sorgt dafür, haf alle Mitglieder und Branchenangehörigen diese wichtige Ver fammlung besuchen. Ganz besonders sind die Arbeiterinnen der jenigen Geschäfte, wo während der Kriegszeit Lohnkürzungen vorgenommen find, hiermit eingeladen. Die Kommission. Aktiva. Mittwoch, den 3. März, abends 5½ Uhr, im Lindenhof Staffatonto. Johannisthal, Friedrichstraße: Sämtliche Vertrauensmänner der Holzarbeiter, welche auf dem Flugplatz beschäftigt find. Verband der Sattler u. Portefeuiller Modelttifchler: ghee S Ortsverwaltung Berlin. Branchen- Versammlungen Mittwoch, den 3. März, abends 8%, Uhr, Mittwoch, den 3. März, Militärbranchenben Brachifalen„ Alt- Berlin", Blumenftr. 10. Linoleumleger u. Teppichnäher: abbs. Suhr, bei WeihWagen-, Auto- n. Flugzeugbranche: Mittwoch, den 3. März, nacht, Grünftr. 21. abends 8, 1hr, im ,, Gewerkschaftshaus", Engelufer 15. Die Versammlungen der Portefeuilles- und Reiseartikel. branche sowie der Geschirrbranche fallen ans. Achtung, Vertrauensleute! Im Restaurant von Bartsch, früher Soppe, Neukölln, Hermannstr. 19, ist wieder eine Zahlstelle eingerichtet. Beiträge werden daselbst jeden Sonnabend in der Zeit von 8-10 15r ahenes entgegengenommen. 159/10 Die Ortsverwaltung. Mittwoch, den 3. März, abends 8 11hr, bei Wald, Pflugftraße 5. Mafchinenarbeiter: Mittwoch, den 8. März, abends 6 Uhr. Bezirk Südwesten bei Gust. Mann, Hornstr. 2. Südosten bei Ehlert, Rottbuser Str. 19. 19 Often bei Jerasch, Boghagener Str. 3, an der Frankfurter Allee. Norden bei Raczerowski, Ravenéstr. 6. Tagesordnung: Bericht der Werkstattvertrauensleute, Bezirks: und Branchenangelegenheiten. Jebe Werkstatt muß vertreten sein. Bekanntmachung. J " bom In der außerordentlichen General bersammlung der Berolina Fliesenleger Produktivgenossen. fchaft( E. G. m. b. H.) zu Schöneberg. Sachsendamm 44, 28. November 1914 wurde die Auf lösung der Genossenschaft beschlossen. Su Liquidatoren wurden die Herren geir. Hurhold und With. Westphal ernannt. Etwaige Gläubiger wollen fich melden. 102/ 7* Die Liquidatoren: Heinr. Huxhold. Wilh. Westphal. 97/12 Die Ortsverwaltung. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Sprechstunden 11-2. 5-8. Barenfonto Debitorenkonto Inventarkonto • M. 931 872 30 Benoffensch.-Anteiltonto. 2 774 65 Steferbefonds tonto. 12 300 16 Broduktionsfondskonto 339 37 Rotfondstonto: Bestand M. 7864,75 Ueberweisung des Geschäftsverlustes M. 5458,27 16 306 18 Bekanntmachung. 503. 931 5 750 5 750 2400 2 406 48 16 306 48 In der außerordentlichen Generalversammlung vom 28. November 1914 wurde die Auflösung der Genossenschaft beschlossen. Zu Liquidatoren murden die Herren Heinr. Hurhold und Bilh. Weftphal ernannt. Etwaige Gläubiger wollen fich melden. Die Liquidatoren. Heinr. uthold. Wilh. eft pɓaL Reichel's Echter 102/6 „ Medico" Wacholder- Extrakt Ein vielseitig erprobtes u. wirklich bewährtes Naturheil. mittel von gründlich blutreinigender Wirkung, das auf alle Organe einen ungemein wohltätigen Einfluß ausübt. Unendlich viele Erfolgsberichte bestätigen die überaus heilsame, oft wunderbare Wirkungskraft speziell bei heumatismus, Nieren Blasen- n Frauenleiden. Wechselzuständen. Hautu. 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Konsumenten entgegentreten zu können, hat der Vorsitzende der städtischen Kommission zur Ueberwachung der Lebensmittelpreise, Stadtverordneter Schulze, den Mitgliedern der Ueberweisungsfommission mitgeteilt, sobald ihnen Fälle von wucherischer Ausbeutung des Publikums zur Kenntnis kommen, ihm hiervon Kenntnis zu geben, damit das Weitere veranlaßt werden kann. Bemerken möchten wir, daß es im Allgemeininteresse schädDer Magistrat beendete in der gestrigen außerordentlichen lich ist, mehr Kartoffeln zu kaufen, als gerade gebraucht werden. " Die Stadtverordnetenversammlung bewilligt die für den Sigung seine Beratungen über den Etat für das neue Rechnungs- Die Verproviantierung in größerem Umfange wirkt gerade in Erwerb der Berliner Elektrizitätswerte erforderlichen Mittel und ist mit deren Beschaffung auf dem Wege einer Anleihe einver- jahr 1915/16. Der neue Etat balanciert in Ausgabe und Einnahme jebiger Zeit doppelt preissteigernd. mit rund 358 Millionen Mart gegen 408 Millionen Mark im VorUeber die künftige Gestaltung der Versorgung Berlins mit elektrischem Strom ist der Stadtverordnetenversammlung gestern die sehr umfangreiche Magistratsvorlage zugestellt worden. Ea wird folgende Beschlußfassung beantragt: standen." Das Kabelnetz besikt zurzeit eine Länge von 8659 Kilometer. In Berlin selbst find jett 621 Kilometer Häuserfront mit Verteilungsleitungen verlegt. Im Jahre 1899 betrugen die Abgaben an die Stadt 1 138 000 Mart, im Jahre 1914, dem 29. Betriebsjahre, erreichte die Einnahme der Stadt die Summe von 7 239 000 M. Mit dem 1. Oktober 1915 wird nun die Elektrizitätsversorgung Berlins in ein neues Stadium treten, da an diesem Zeitpunkt der jetzt noch geltende Vertrag vom Jahre 1899/1907 sein Ende erreicht. Nach§ 31 dieses Vertrages ist die Stadtgemeinde berechtigt, am 1. Oftober 1915 die Anlagen der Gesellschaft und alle mit ihnen verbundenen Berechtigungen zum Eigentum zu übernehmen. Als Uebernahmepreis hat die Stadtgemeinde das Recht, den Buchwert oder Tarwert zu wählen. Stadt offen. 125 Proz. Gemeindeſtenerzuschlag. Mehreinnahmen( nach Abzug der Ausgaben) werden erwartet aus Grundeigentum und Berechtigungen 15 592 900 M.( 14 675 840 Mark im Vorjahr), bei den städtischen Werfen 5895 106. ( 8 439 256 m.), aus Steuern 99 482 946 M.( 95 462 480 M.). Die Steuern setzen sich zusammen aus: Einkommensteuern Grundwertsteuern Gewerbesteuern Betriebssteuern Biersteuern. Wanderlagersteuern Hundesteuern Umiazsteuern · Anteil an der Reichszuwachssteuer Kinosteuern. 52 000 000 m. 29 164 000 13 680 000 261 000" 795 000 " P 2000" P 937 730 1 499 116 " " " * Zur Erörterung wirksamer Abhilfemaßnahmen gegen den in Die Vorlage gibt zunächst eine ausführliche Darstellung des jahre. Als Zuſchläge ſollen erhoben werden 125 Proz.( gegen 100 Proz. Die Vorlage gibt zunächst eine ausführliche Darstellung des im Vorjahr) der Staatseinkommensteuer, 165 Broz. Gewerbesteuer Groß- Berlin herrschenden Kartoffelmangel fand Freitagabend in Entwickelungsganges, den die Versorgung der Stadtgemeinde und 177 Broz. gegen 180 Proz. im Vorjahr Grundsteuer bei 3,1 vom der Handelskammer zu Berlin unter der Leitung des Mitgliedes Berlin mit elektrischer Energie genommen hat, unter Berücksichti- Tausend des gemeinen Werts. der Handelskammer, Herrn Badt, eine Versammlung der Berliner gung des wesentlichsten Inhalts der zwischen der Stadt und den Der Etat liegt von Montag, den 1. März, ab gemäß§ 66 Kartoffelgroßhändler statt, der als Vertreter des Ministers für Werken im Laufe der Zeit abgeschlossenen Verträge. Der erste der Städteordnung acht Tage lang im Finanzbureau, Rathaus Handel und Gewerbe Herr Unterstaatssekretär Dr. Göppert, als Vertrag wurde bekanntlich mit der damaligen Deutschen Edison- Zimmer 67, täglich von 10-1 Uhr zur Einsicht aller Einwohner der Vertreter der Stadt Berlin Herr Stadtrat Fischbeck und als Ver= Gesellschaft späteren A. G. G.- unter dem 24. Januar 1884 treter der Handelskammer die Herren Badt und Syndikus Meyer abgeschlossen. Die nachfolgenden Zahlen geben ein anschauliches beiwohnten. Herr Unterstaatssekretär Dr. Göppert wies eindringBild über die Entwickelung der Elektrizitätsversorgung: Der Belich auf die großen Aufgaben hin, die dem Berliner Kartoffelhandel trieb der Werke wurde im Jahre 1885 mit einem Anschluß von zufallen, nachdem ihm durch die Aufhebung der Kleinhandelshöchſt3000 Glühlampen begonnen; am 30. Juni 1914 waren 2106 801 preise die genügende Bewegungsfreiheit gewährt sei. Der KarGlühlampen, 44 171 Bogenlampen, 42 943 Motore und 7867 sontoffelhandel müsse unter Zurückstellung reiner Verdienstinteressen stige elektrische Apparate angeschlossen. Im Geschäftsjahr 1885/86 die Ware nach Groß- Berlin ziehen, und er müsse ferner verhüten, tourden insgesamt 37 080, im Geschäftsjahr 1913/14 267,6 Milliodaß übermäßige Preise dem Publikum abgefordert werden. Der nen Kilowattstunden nukbar abgegeben. Von diesen entfallen auf Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Kartoffelinteressenten, Licht 62,1 Millionen, auf Kraft 75,5 Millionen; die Bahnen haben Herr Wilm, erstattete den Bericht und teilte mit, daß der Minister 73,1 Millionen verbraucht, und als Hochspannungsstrom, der nach der öffentlichen Arbeiten für die Zufuhr von Kartoffeln die nötigen feiner Umformung sowohl für Licht, als auch für Kraftzwede Ver wendung findet, wurden 56,9 Millionen Kilowattstunden geliefert. Waggons zur Verfügung stellen wird. Dem Großhandel wird es alsdann möglich sein, daß nicht die Aufhebung der Höchstpreise int 444 100 Kleinverkauf zu Ausschreitungen bei der Preisbemessung führt. 700 000 Zu diesem Zwede verständigten sich die anwesenden Interessenten zusammen 99 482 946 M. dahin, daß sie Kartoffeln nur an Händler abgeben werden, welche Mehrausgaben( Ausgaben nach Abzug der Einnahmen) sind er sich zur Innehaltung von Verkaufspreisen, die in einem angemesforderlich: Beim Unterrichtswesen 35 595 780 M.( 39 139 345 M.), fenen Verhältnis zu den Großhandelspreisen stehen, verpflichten beim Armenwefen 19 560 360 M.( 19 344 870 m.), bei der Kranken- und diese Verpflichtung auch gewissenhaft erfüllen. Dringend ge= und Gesundheitspflege 11 157 850 M.( 12 297 800 m.), beim Kapitel boten ist es allerdings, daß das Publikum die hierauf gerichteten Polizei, Gerichte, Standesämter und Militärwesen 10 408 030 m. Bestrebungen dadurch unterstützt, daß es seine Einkäufe auf Be( 10 735 270 M.), öffentliche Beleuchtung, Straßenreinigung, Part- friedigung des laufenden Bedarfs beschränkt und nicht selbst durch und Friedhofsverwaltung 8 061 440 M.( 10 450 910 M.), beim Bau- Ansammlung von Vorräten einen Anreiz zu Preistreibereien bietet; wefen 1775 500 m.( 5 029 260 M.), für Museum und Bibliotheken abgesehen davon, daß das Publikum überhaupt nicht in der Lage 278 430 M.( 416 370 M.), für Verwaltungskosten 21 585 033 m. ist, solche Vorräte zweckmäßig aufzubewahren und vor Verderben ( 20 246 042 M.), für Kapital- und Schuldenverwaltung 10 144 260 m. 3u schüßen, ist, sofern mit den vorhandenen Beständen haushälterisch umgegangen wird, auch kein Anlaß zur Befürchtung einer ( 8 801 885 M.), für verschiedene Ausgaben 2 404 309 m. Kartoffelnot für die Zukunft vorhanden. Der Vertreter der Stadt Berlin erklärte, daß die Stadt ihre Verkäufe einstellen werde, so= bald die Händler in der Lage sein werden, zu angemessenen Preisen den Bedarf zu decken, da es von vornherein lediglich die Absicht der Stadt getesen sei, nur vorübergehend als Verkäufer aufzuIn der betreffenden Vorlage an die Stadtverordnetenver fammlung vom 21. Mai 1913 war indessen bereits zum Ausdruck Die Mehrausgaben bei den Verwaltungskosten gegen das Vor- treten, wenn der Handel aus äußeren Gründen an der Versorgung gebracht worden, daß diese Uebernahmeerklärung behufs Wahr- jahr von rund 1389 000 M. erklären sich dadurch, daß eine große der Bevölkerung verhindert ist. nehmung der Frist abgegeben werden müsse, daß aber die end Anzahl von Beamten, die bisher aus Verwaltungen mit eigenen Zur Brot und Mehlversorgung. gültige Entscheidung, ob lebernahme in städtische Verwaltung oder Etats bezahlt wurden, auf den Personalbesoldungsetat übernommen Eingehung eines neuen Vertragsverhältnisses, von dem Ergebnis sind, und dieser Etat daher zugunsten anderer Kämmerei- Etats beGestern vormittag hat im Berliner Rathaus unter Vorsitz des der bereits eingeleiteten Verhandlungen abhängig gemacht werden sonders belastet wird, und daß ferner mit einer Steigerung der Oberbürgermeisters Wermuth eine erneute eingehende Besprechung zwischen den Vertretern der Stadt Berlin und der mit ihnen zur müsse. Was die Frage des llebernahmepreises Buchwert oder Anzahl der Ruhegeldempfänger zu rechnen ist. und Mehlfrage zusammenTarwert anlangt, so wurde damals schon von den Gemeinde- Im übrigen sind nach Angaben aus dem Rathause außer- gemeinsamen Negelung der Brot behörden beschlossen, daß im Falle der Uebernahme die Werke der ordentliche Ausgaben in bedeutend geringerem Umfang vorgesehen geschlossenen Gemeinden stattgefunden. Die auf eine gemeinfamehatten die Verhandlungen mit den 2. C. 23. ihren als in Bautenlich gefördert, und der Abſchluß der gentraliſierung ber MehlverGesellschaft zum Buchwert übergeben werden sollen. Inzwischen als in 1914/15, zum Teil, weil erhebliche Summen für Bauten aus Behandlung der Frage gerichteten Bestrebungen sind dadurch erhebstehen sollen. Dies soll nicht ausschließen, daß im Fall früherer forgung ist in unmittelbare Nähe gerückt worden. Es ist zu er Beendigung des Strieges und eines durch die Rückkehr der Feldzugs Reihe von Unebenheiten beseitigt werden wird, welche bisher nicht warten, daß mit der Zentralisierung der Mehlversorgung auch eine teilnehmer herbeigeführten großen Angebotes am Arbeitsmarkt nach völlig zu vermeiden waren. Insbesondere wird durch die Zentrali träglich neue Bauten beschlossen und sofort in Angriff genommen fierung darauf hingewirkt werden, daß der jegt differierende und Es ist von uns wiederholt darauf hingewiesen worden, daß die durch den Einkaufspreis bedingte Verkaufspreis für Mehl einheitlich Angabe, es stünden noch erhebliche Summen für Bauten aus Bewilligungen in den Vorjahren zur Verfügung, irreführend wirken, denn die Summen, die bei Aufstellung des Etats vorhanden sind, sind vielfach am Ende des Etatsjahres Ende März verbraucht. Wenn der Etat vorliegt, werden wir auf denselben zurückommen. In Ausübung dieses Uebernahmerechts ist auf Grund eines von beiden städtischen Körperschaften gefaßten Beschlusses vom In den Gesamtsummen befinden sich Anleihebeträge von Magistrat im Juni 1913 den B. E. W. mitgeteilt worden, daß die Stadtgemeinde von dem ihr aus§ 31 des Vertrages zustehenden Rechte Gebrauch machen werde. 29 935 900 M. gegen 71 185 534 M. im Vorjahre. Der Etat für 1915 ist unter äußerster Einschränkung der Verwaltungsausgaben, insbesondere der Personalausgaben und unter Schonung des Extraordinariums aufgestellt. nommen. Dabei wurde von letterer darauf hingewiesen, daß durch Errichtung einer Ueberlandzentrale an einer geeigneten Fundstätte von Braunkohlen eine erhebliche Verbilligung der Gestehungskosten erzielt werden könne, und daß zu diesem Zweck eine den B. E. W. nahestehende Gesellschaft sich erhebliche Kohlenlager werden. im Bitterfelder Revier gesichert hätte. Nach einem zwischen dieser Gesellschaft und den B. E. W. abzuschließenden Vertrage solle der in der Ueberlandzentrale erzeugte Strom an die Zentrale der B. E. W. geleitet und von hier aus den Verbrauchern zugeführt werden. Die hierdurch zu erreichende Ermäßigung der Herstellungskosten würde der Stadt vermöge ihrer Beteiligung an den B. E. W. zugute fommen, Aus Groß- Berlin. Auf dieser Grundlage wurden von einer Magistratskommission 3 Vertragsentwürfe ausgearbeitet. Der erste regelte das Rechtsverhältnis zwischen der Stadtgemeinde und den B. E. W. unter Begründung eines gemischt- wirtschaftlichen Unternehmens; der Verschwundene märkische Städte. zweite sollte den Strombezug der B. E. W. aus der Ueberlandzentrale für einen längeren Zeitraum sichern. Durch den dritten Krieg und Seuchen haben es verschuldet, daß auch in der Mart Vertrag sollte das jetzt bestehende Rechtsverhältnis zwischen blühende Städtchen vom Erdboden verschwanden. Aus der Mart ist B. E. W. und A. E. G. auf eine neue Grundlage gestellt werden. am bekanntesten der gänzliche Untergang der Stadt Blumenthal im Den Vorschlag des Magistrats, der den Stromlieferungsvertrag gleichnamigen Forst hinter Strausberg. Im Sommer wandern noch nicht für spruchreif hielt, zunächst nur den Vertrag über das neu zu begründende gemischt- wirtschaftliche Unternehmen zum Ab schluß zu bringen, lehnten die B. G. W. ab, die das Vertragsverhältnis nur bei gleichzeitigem Abschluß des Stromlieferungsvertrages fortjeßen wollten. gestaltet werde. Rationen für Pferde. Aus Magistratstreisen wird uns geschrieben: Bekanntlich ist durch Bundesratsverordnung die Hafermenge, die täglich an Pferde verfüttert werden darf, bis 28. Februar auf fünf Pfund und vom 1. März ab auf drei Pfund für jedes Pferd festgesetzt worden. Es ergibt sich also für Pferdehalter die wichtige Frage, wie sie den Ausfall an Hafer und Futter ersetzen sollen. Infolgedessen werden folgende Angaben über Futterzusammensetzung, die uns von sachverständiger Seite zur Verfügung gestellt werden und nur jetzt greifbare Futterarten berücksichtigen, von großem Interesse für jeden Pferdehalter sein. Unter Berücksichtigung der vom 1. März ab zugeviele Tausende naturliebender Berliner über die längst dicht be- lassenen Hafermenge von täglich drei Pfund für jedes Pferd waldeten Flächen, auf denen einst friedliche Menschen lebten und werden folgende Zusammenstellungen gegeben: webten, bis der Krieg oder die Best ins Land tam, hoffnungsreiche Kulturstätten in Trümmerhaufen und Friedhöfe wandelte. Wie die Blumenthalstadt unterging, haben die Gelehrten nicht entdecken Der Ausbruch des Krieges bewirkte eine kurze Unterbrechung fönnen. Es wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben, und gerade gemischt der Verhandlungen. Bei der Wiederaufnahme fand der von den dieses Geheimnisvolle ist neben der herrlichsten Waldeinsamkeit das Vertretern der Stadtgemeinde geäußerte Wunsch, in Anbetracht Berlockende, das nach dem Blumenthalwalde und seiner„ Stadtftelle" der Zeitverhältnisse das gegenwärtige Vertragsverhältnis auf etwa zieht. I. oder II. 1 kg Safer 1½ kg Hafer 1 kg Fleisch oder 2 kg Futterzuder 1½ Fischmehl kg Melaffe 1 kg fleie 10 kg Heu 10 kg Heu 10 kg Stroh und Häcksel 10 kg Strohu. Häcksel Umzugstermine beim Wohnungswechsel. Der Polizeipräsident macht bekannt: Wegen der Schwierig feiten, die der durch den Strieg entstandene Mangel an ge transportgewerbe mit sich bringt, werden die beim nächsten schulten Arbeitskräften und an Pferden für das Möbeltransportgewerbe mit sich bringt, werden die beim nächsten Vierteljahrs- Wohnungswechsel innezuhaltenden Fristen für den Stadtbezirt Berlin wie folgt festgesetzt: Es sind zu räumen: 1 Jahr zu verlängern, fein Entgeegnkommen. Da sich die B. E. W. Am buchenumkränzten Ziepnitsee erhob sich, was feine märkische aber bereiterklärten, in eine Hinausschiebung des Stichtags zu Sage ist und selbst die heutigen Bewohner dieser Gegend kaum willigen, sobald ein Abkommen hinsichtlich der Stromlieferung wissen, ebenfalls einstmals ein blühender Ort, der mehrere tausend durch das Fernkraftwerk feststeht, wurde städtischerseits die Fort- Einwohner gehabt haben muß. Auch hier hat der märkische Wald führung der Verhandlungen über den Stromlieferungsvertrag be- alle menschlichen Spuren verweht. Nur große Abholzungen und Aus schlossen. Daneben würden auch die für eine eventuelle Ueber- fchachtungen könnten noch einige Erinnerungszeichen zum Vorschein nahme der Werke erforderlichen Vorarbeiten in Angriff genommen. bringen. Die legten urkundlichen Nachweise durch die„ Landbücher" der Durch Schreiben vom 16. Februar 1915 teilten dann aber alten deutschen Kaiser, daß es eine Stadt Alt- Liepnik gab, reichen ein die B. E. W. mit, daß in paterländischem Interesse die Fernkraft- halbes Jahrtausend zurück. Von einer dritten verschwundenen Gesellschaft einen Vertrag abgeschlossen hätte, durch den über einen märkischen Stadt, die Alt- Lindow hieß und in der Nähe Bernaus lag. bestehende Wohnungen bis zum 5. April abends. 1. Sleine, aus höchstens zwei Wohnzimmern und Zubehör bedeutenden Teil der Kohlenvorräte verfügt werde. Sie erklärten waren noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts viele Fundamente fich jedoch bereit, den bestehenden Vertrag auf weitere sechs deutlich sichtbar. Die Märker um Bernau erzählen, daß Alt- Lindow behör bestehende Wohnungen bis zum 8. April abends. 2. Mittlere, aus drei oder vier Wohnzimmern und ZuJahre fortzusehen. Diesen Vorschlag hat der Magistrat abgelehnt in den Huisitenfriegen gänzlich zerstört worden sei. Wahrscheinlich 3. Große, mehr als vier Wohnzimmer umfassende Wohin der Ueberzeugung, daß das für die Stadtgemeinde zu erzielende erfolgte aber der Untergang viel früher durch den schwarzen Tod", als bei Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unter den jezigen tausend Einwohner ins Grab riß. Es war ein recht ansehnlicher und Zubehör bestehenden Wohnungen müssen jedoch ein finanzielle Ergebnis sich bei Eigenbetrieb günstiger stellen würde der nach alten Chroniken zweimal mehr als die Hälfte der zweinungen bis zum 12. April abends. Die Inhaber der aus ein, zwei oder drei Wohnzimmern Bedingungen auf die Dauer von 6 Jahren. Besitz in einer Größe von etwa sechstausend Morgen. Krummensee beschlusses soll daher die Uebernahme der Werke am 1. Oktober Es wurde, wie noch manche andere märkische Ortschaften, im Dreißig am 1. April vollständig geräumt dem fünftigen WohnungsIn Verfolg der Vertragsbestimmungen und des Kündigungs- bei der Krummen Lante war früher gleichfalls ein bedeutender Drt. Wohnzimmer und die Mieter von Wohnungen mit mehr als drei Wohnzimmern und Zubehör zwei Wohnzimmer schon jährigen Kriege fast gänzlich vernichtet und hatte nicht mehr die inhaber zur Verfügung stellen. Straft, aus Schutt und Asche neu zu erstehen. 1915 erfolgen. Wegen der zu treffenden organisatorischen Maßnahmen und wegen Festsetzung der Tarife und Lieferungsbedingungen soll der Stadtverordnetenversammlung rechtzeitig eine weitere Vorlage zugehen. Die steigenden Kartoffelpreise. Die Preise für Kartoffeln im Kleinhandel bewegen sich nach Aufhebung der Höchstpreise in aufsteigender Linie. Um einer un berechtigten Preistreiberei durch Kleinhändler zum Nachteil der Unzureichends Mietsunterstützungen. Die Mietsunterstügung der Stadt Berlin betrifft ein und schreiben, das der Haus und Grundbesigerverein Gesundbrunnen an feine Mitglieder gerichtet hat. Darin heißt es:„ Die zurzeit gewährten Mietsunterstügungen sind völlig unzureichend; fie fegen die erAngehörigen, beren Ernährer im Felde ftehen, nicht in den Stand,| Wochenkarte. Zur befferen Unterscheidung der Gültigkeit gelangen In Reinidendorf Dst in der 1. Gemeindeschule, Lindauer ihren Mietsverpflichtungen auch nur in bescheidenem Um die Brotfarten in verschiedener Farbe zur Ausgabe. Die Haus- Straße, spricht am Mittwoch, den 3. März, Herr Sanitäterat fange nachzukommen. Der Hausbefizer gerät dadurch in wirte bezw. deren Stellvertreter find verpflichtet, für alle Zu- und Dr. Löwenstein über: Geschlechtskrankheiten und ihre Verhütung“. cine äußerst schwierige Lage, δα er seinen Verpflichtungen abgänge in ihrem Haufe die polizeiliche An- und Abmeldung dem( Nur für Männer.) Vertrauensmann vorzulegen. pünktlich nachkommen muß. Viele Hauseigentümer find In Reinickendorf West in der 5. Gemeindeschule, ben unhaltbaren Berhältnissen bereits zum Auguste- Viktoria- Allee 37, spricht am Donnerstag, den 4. März, Herr Dpfer ge fallen." Der Bund der Berliner Grundbesizer- Vereine Die späte Einführung der Brotfarten in der Gemeinde hat in Dr. A. Rabe über:„ Die Tuberkulose und ihre Verhütung". hebt, um Wandel zu schaffen, durch seine Vereine eine neue Miet- gebracht. Als ihr Mehlborrat zur Neige ging, wandten sie sich ver- straße 57/58, spricht am Dienstag, den 2. März, Herr Dr. J. Sonne den lezten Tagen verschiedene Bädermeister in arge Verlegenheit In Schöneberg in der 10./11. Gemeindeschule, Feurigausfallstatistik für die Monate November, Dezember 1914 und geblich an ihren Lieferanten in Potsdam, weil dieser Mehl nur feld über:„ Hygiene des Weibes".( Nur für Frauen.) Januar 1915 und bittet, eine zu diesem Zwed ausgearbeitete gegen Abgabe von Brotmarken in entsprechendem Werte abgeben In Steglig in der Gemeindeschule, Plantagenftr. 8/9, spricht statistische Karte genau und vollständig auszufüllen und innerhalb darf. Da auch die Gemeinde keinen Ausweg wußte, mußten sich am Mittwoch, den 3. März, Herr Dr. H. Feilchenfeld über:„ Die dreier Tage zurückzusenden. die Bäckermeister an ihre Kollegen um aushilfsweise Hergabe von Pflege des Auges". Einführung ber Brotkarten ist eine derartige Stodung faum zu Mehl wenden, um nicht den Betrieb unterbrechen zu müssen. Nach befürchten. Der Haus- und Grundbesitzerverein Gesundbrunnen könnte zu der von ihm kritisierten Mietsunterstützungsfrage beitragen, wenn er für eine loyalere Handhabung der Bestimmungen durch die Bezirksvorsteher wirken würde. Auf dem Gesundbrunnen würde das ganz nüglich sein. Erst Miete, dann die Brotkarte. Aus Neukölln kommt die Meldung, daß in vereinzelten Fällen die Hauswirte die Aushändigung der Brotkarte von der Bahlung der Miete abhängig gemacht haben. Da muß man doch sagen, diese Hauswirte sind ganze Kerle. Selbst in den Fällen, wo es ihnen bisher nicht möglich war, den nötigen Einfluß zu erringen, werden sie jetzt als Bringer der Brotfarte zu einer gefürchteten Persönlichkeit. Wehe dem, der jett am Dienstag, den 2. März, Herr Dr. D. Kaiserling über:„ ErIn Tegel in der Gemeindeschule, Tresdomstr. 26/27, spricht fennung und Bekämpfung von Krankheiten mittels Röntgen behandlung." Ueber die Bergebung von Brachland durch die Gemeinde fur- In Tempelhof in der Gemeindeschule Friedrich- Wilhelm fieren falsche Gerüchte, die einer Richtigstellung bedürfen. Viele Straße 72/74, spricht am Dienstag, den 2. März, Herr SanitätsBewerber, die nach Bekanntwerden der Absicht der Gemeinde, für rat Dr. Margoniner über:„ Einige Eigentümlichkeiten der Gedie versprochene Düngung und Beaderung des Brachlandes eine schlechtsfrankheiten bei Frauen."( Nur für Frauen.) Abgabe von 3-4 Bf. pro Quadratmeter zu erheben, auf das ihnen In Weißensee in der Gemeindeschule Wilhelmftr. 41/42, zugesicherte Land nachträglich verzichteten, glauben, daß nun Brach- spricht am Freitag, den 5. März, Herr Dr. Topp über: Jugendland überhaupt nicht zu erhalten sei. Dies ist nicht der Fall. Die irrsein." Gemeinde vergibt auch jezt noch Land zum Kartoffel- und Gemüse- Sämtliche Vorträge beginnen abends pünktlich um 8 Uhr. bau, jedoch nicht gedüngt und geadert. Das Opfer eines Straßenunfalles wurde gestern nachmittag jeine Miete nicht bezahlt oder nicht pünktlich bezahlt, und zu viel gegen 2% Uhr ein 15-16 Jahre alter Knabe, deſſen Persönlichkeit Todes- Anzeigen Waffer verbraucht, in der Küche wäscht, oder sonstige Ungezogen heiten an sich hat, die gegen die Hausordnung verstoßen! Er wird mit der Vorenthaltung der Brotfarte bestraft. Man sollte faum glauben, welche Vielseitigkeit solche Brotkarte befizt. Nur einen Mangel hat noch die neue Brotkarte. Sie wird gleich für sechs Bochen abgegeben, und damit alle diese Störenfriede gegen die Hausordnung auf längere Zeit der Kontrolle des Hauswirts entzogen. Es wäre daher wünschenswert, daß die Magistrate der Stommunen Groß- Berlins dazu übergehen, die Brottarte immer nur für den Zeitraum von einer Woche auszugeben. Nur dann werden wir zu geordneten Hauszuständen kommen. Man sieht, mit wie einfachen Mitteln sich Ordnung schaffen läßt. Warnung vor Schwindlern. 欧 Sozialdemokratischer Wahlverein noch nicht festgestellt werden konnte. Der Verunglückte wurde an der Ecke der Wein- und Gollnowstraße von einem Kohlenwagen mit seinem von ihm geführten Handwagen gegen die Bordschwelle gedrückt, geriet bei dem heftigen Anprall unter die Hinterräder des Kohlenwagens und wurde überfahren. Seine Verlegung war fof. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis schwer, daß er schon auf dem Wege nach dem Krankenhause am Friedrichshain verstarb. Der Knabe war befleidet mit einem hellgrauen Jadett, braungestreifter Hose, grauen Strümpfen und schwarzen Schnürschuhen. nenen Bublikum ein neues Stud aus der Feder des Direktors Das Casino- Theater bot am Freitag seinem zahlreich erschieHans Berg. Der Herr Kommerzgienrat, ein Boltslustspiel", wie sich die anspruchslose schwantartige Gelegenheitsarbeit etwas hochtrabend nennt, wurde seiner Bestimmung, die Lachmuskeln der Zuhörer zu erregen, in überreichem Maße gerecht. Besonders die Herren Berg und Zimmermann als ewig streitfüchtiges Brüderpaar brachten die Lacher auf ihre Seite. Aus dem Spezialitätenteil seien die Equilibristen Gebrüder Roberts und der Sportakt der Walda Braak rühmend erwähnt. Ueber die mit mehr Schwung als fünstlerischer Begabung und Stimme vorgetragenen Gefänge eines Komiters und einer Soubrette möchte man sagen: Da wendet sich der Gaft mit Grausen... Für die Arbeiter- Jugend Berlin- Süd findet heute Sonntag, abends 6 Ubr, in Stellers Neuer Philharmonie", Köpenider Straße 96/97, ein Balladen- Abend statt, bestehend aus Musfit, Rezitation und Gefang. Einlaß 10 Pf. Garderobe 15 Pf. Zu dieser Veranstaltung sind die Arbeitereltern ganz besonders eingeladen. Die jetzige Zeit benutzen viele raffinierte Gauner, um sich auf Stoften anderer leicht in den Besitz von Geldmitteln zu sehen. Eine gewisse Spezialität macht sich den Umstand, daß die Männer im Felde stehen und die Frauen mit vielerlei Sorgen allein zu Hause gelassen haben, zunuze, um die Ratlosigkeit und Unwissenheit der Frauen auszubeuten. Fast täglich treten neue Schwindler auf, die immer wieder einen anderen Trick und leider mit Erfolg anwenden. Neuerdings tritt wieder ein Schwindler als Beamter des Kriegsminifteriums auf, der mit neuen Kniffen Kriegerfrauen betrügt. Arg geprellt wurde von ihm erst gestern nachmittag eine Frau A., die im Westen von Neukölln wohnt. Bei ihr erschien der Schwindler, un ihr mit einem großen Wortschwall auseinanderzusehen, daß ihr wahrscheinlich die Kriegsunterstügung entzogen würde. Als die Frau darüber erschraf, sagte der angebliche Beamte des Ministe Arbeiter- Bildungsschule. Heute Sonntag, den 28. Februar, findet riums, es werde ihm vielleicht noch möglich sein, die Angelegenheit im Hörsaal, Lindenstr. 8, IV. Hof rechts, 3 Treppen, der erste Borzu ihren Gunsten zu regeln, wenn sie ihm den Mietsrückstand über trag des Genossen Dr. Franz Diederich statt. Das Thema geben könne, damit er ihn sofort an den Hauswirt abführe. Die lautet: Was ist weltliteratur? Anfang 7 Uhr abends. Frau war mit 24 M. im Rückstand und händigte diesen Betrag Eintritt 10 Pf. Die Bibliothet steht gegen Personalausweis ahnungslos aus. Die Quittung sollte ihr gleich zugestellt werden. den Hörern zur Benutzung offen; sie ist am Sonntag von Im Gespräch erwähnte die Kriegerfrau dann noch, sie habe ber die weiteren bier Abende der Vortragsreihe find an der Abend6 bis 7 Uhr geöffnet. Eintrittstarten für diesen Vortrag sowie für säumt, die Krankenkassenbeiträge zu zahlen, und nun sei die Ver- tasse sowie in folgenden Bertaufsstellen zu haben: ficherung verfallen. Auch hier wußte der Beamte des KriegsOldenburger Str. 10, Restauration Baersch; Gerichtstr. 19, ministeriums Rat. Er erhielt 39 M. Gebühren", um auch diese Restauration Friedrich; Brunnenstr. 150, Restauration Dieseler, Sache zu regeln. Hierbei merkte nun der Gauner, daß Frau K. Hufelandstr. 80, Bigarrengeschäft Schneider; Petersburger Platz 4, noch etwas Geld besaß. Um ihr auch dieses noch abzuloden, fragte Spedition des Vorwärts"; Rungestr. 30, Bigarrengeschäft Bauer sie, scheinbar teilnahmsvoll, ob fie fich denn auch genügend mit mann; Engelufer 15, Bigarrengefcäft Horsch; Admiralstr. 40 a, Kartoffeln versorgt habe. Sie mußte gestehen, daß das nicht ge- Bigarrengeschäft Schulz; bagelberger Str. 53/54, Bigarrengeschäft Schröder. Neukölln, Nedarstr. 8, Bureau des Wahlbereins schehen sei. Wieder bot der freundliche Beamte seine Hilfe an ( 9-1, 5-7 Uhr). Für 3,10 M. den Zentner wollte er ihr liefern. Aber mur Kriegerfrauen gewähre der Magistrat diese Vergünstigung. Frau K. wollte fich mit einem Zentner begnügen. Der gute Mann veranlaßte fie jedoch, gleich drei Bentner zu bestellen und ließ sich 10 M. zahlen. Die 60 Pf., die übrig blieben, sollten gleich am nächsten Tage bei der Ablieferung der Kartoffeln herausgezahlt werden. Der Mann Der vierte Wahlreis veranstaltet heute in Obiglos Feftließ sich nun noch das Krankenkassenbuch und das Mietsquittungs- fälen, Stoppenstr. 29, einen Lieder- und Märchenabend. Der Eintrittsbuch geben und empfahl sich, um nichts wieder von sich hören zu preis beträgt 10 Pf.; auch für jedes Kind muß eine Eintrittsfarte Lassen. Wie Frau St. sah, hatte er noch mehr Mietsquittungs- gelöst werden. Kinder unter 6 Jahren haben keinen Zutritt. ErNachdem: Gemütliches Beibücher bei sich. Er hat also vorher schon andere Frauen ähnlich be- öffnung 4 Uhr, Anfang 5 Uhr. trogen. Der Gauner ist 24-25 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß sammensein. und untersett, hat ein frisches Gesicht mit kleinen Bickeln, dunkel Märchenvorlesung. Heute Sonntag, den 28. Februar, von 1/24 bis blondes Haar und einen Anflug von blondem Schnurrbart und 1/5 Uhr, liest Friedel hinge in der Lesehalle der Gesellschaft trägt einen schwarzen Ueberzieher mit Belztragen, einen schwarzen für ethische Kultur, Rungestr 25, Märchen vor. Eintritt frei, auch für Safettanzug, einen schwarzen steifen Hut, einen Kneifer, einen Erwachsene. Siegelring und einen filbernen Rettenring. Die Frauen sollten es sich zum Brinzip machen, feinem Menschen Geld zu übergeben, den sie nicht kennen oder der sich nicht ganz einwandfrei als Kassierer von schuldigen Geldbeträgen ausweisen kann. Mangelnde Fürsorge in Wilmersdorf. Der Vortrag des Kursus in 2itenberg muß auch am heutigen Sonntag leider ausfallen. Die Fortiezung des Zyklus geschieht jedoch bestimmt am Sonntag, den 7. März. Lieder und Märchenabend. Die Zentralkommission der Krankenkassen Berlins und der Vororte veranstaltet auch in diesem Jahre wiederum hygienische Vorträge, die nachstehend aufgeführt find. Der Zutritt hierzu ist unentgeltlich. Am Donnerstag, den 4. März 1915 sprechen über das Thema: Frauenkrankheiten und ihre Verhütung"( nur für Frauen): In der Schulaula Rigaer Str. 81/82, Herr Dr. S. Vollmann. Herr Sanitätsrat Dr. J. Margoniner in der Waldenserstr. 20/21. Herr Dr. G. Giefart in der Eberswalderstr. 10. Frl. Dr. E. Blume in der Staliger Str. 55/56. Am Freitag, den 5. März 1915, sprechen über das Thema: Berdauung beim Gesunden und Kranken" Herr Dr. E. Rosenthal in der Tilfiter Str. 4/5. Herr Dr. A. Müllerheim in der Bankftraße 17. Herr Dr. L. Ratkowski in der Pasteurstr. 5. Herr Sanitätsrat Dr. L. Nagel in der Bergmannstr, 28/29, am Marheinekeplag. In der letzten Bersammlung eines bürgerlichen Bezirksvercins wurden die wirtschaftlichen Maßnahmen des Wilmersdorfer Magistrats einer recht fräftigen Kritik unterzogen. Der Referent, ein bürgerlicher Stadtverordneter, zollte den Unterstüßungseinrich tungen Anerkennung, machte jedoch dem Magistrat zum Vorwurf, daß er für die Zukunft sehr wenig getan habe. Das Ersuchen des Magistrats um Erhöhung der Höchstpreise für den Kartoffeltleinverkauf sei schuld an der noch bestehenden Kartoffelnot. Gin an derer Redner teilte mit, daß dem Magistrat Kartoffeln für 2,50 M. pro Zentner angeboten feien, der Antauf aber abgelehnt wurde. In Briz in der 3. Gemeindeschule, Bürgerstraße 23, Von einem weiteren Redner tourden noch die Mißstände beim spricht am Montag, den 1. März, Herr Dr. M. Keil über das Vaterländischen Frauenverein bemängelt. Die Frauen müßten Thema: Geschlechtskrankheiten und Frauenleiden". dort 3 bis 4 Stunden stehen, ehe sie abgefertigt würden. Das lasse Frauen.) ( Nur für auf eine mangelhafte Organisation schließen. Da der Magistrat für diese Arbeit erhebliche Mittel zuschieße, so müsse er seinen Einflug geltend machen, daß derartige Mißstände beseitigt würden. Interessant war jedenfalls, was der Stadtrat Wenzel auf diese Beschwerde zu antworten hatte. Er teilte mit, daß die Kriegsdeputation die Auffassung vertrat, es fei nicht richtig, direkt in den Sleinhandel einzugreifen. Es sei allerdings festgestellt worden, daß das Bublifum teilweise zu hohe Breise zahlen mußte, aber dies gerade habe die Deputation veranlaßt, für die Herauffeßung der Höchstpreise einzutreten. Die ganze Schwierigkeit liege bem Mangel an geschlossenen Eisenbahnwagen. Soweit der Bericht. an Wie verfehlt diese Maßnahme der Deputation war, beweist, daß die Kartoffelnot auch jetzt bei den hohen Preisen noch nicht beseitigt ist. Die Erhöhung der Preise hat also noch nicht den Mangel an geschlossenen Eisenbahnwagen behoben. Brotkarten in Nowawes. Von Montag, den 1. März d. J., ab erfolgt die Abgabe bon Brot und Mehl nur gegen Brotkarten, die von den Hauswirten hezw. deren Stellvertretern auf Grund der Hausliste von dem für den Bezirk zuständigen Vertrauensmann abzuholen und den Miefern auszuhändigen find. Die Gemeinde ist zu diesem Zwede in 40 Bezirte geteili, deren Zusammensehung bekanntgemacht ist. Es werden Brotkarten ausgegeben jedesmal auf die Dauer von bier Wochen, und zwar für jeden Kopf der Bevölkerung eine besondere Charlotte- Str. 69/70, spricht am Mittwoch, den 3. März, Herr Dr. In Charlottenburg in der 12. Gemeindeschule, SophieAd. Lippmann über:" Ansteckende Hautkrankheiten und ihre Verhütung". Dienstag, den 2. März, Herr Dr. L. Lilienthal über das Thema: In Copenid in der Dorotheenschule, Freiheit, spricht am Geschlechtsfrankheiten, ihre Entstehung und Verhütung".( Nur für Männer.) Montag, den 1. März, Herr Dr. J. Sonnenfeld über bas Thema: In Friedenau im Gymnasium am Maybachplaz spricht am „ Gefundheitspflege der Frau".( Nur für Frauen.) In Lichtenberg in der Neuen Schule, Marktstr. 10/11, spricht am Dienstag, den 2. März, Herr Professor Dr. Th. Sommerfeld über: Bekämpfung der Zuberfulofe". Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Gastwirt Franz Schmalowsky Usedomstr. 12a am 25. Februar verstorben ift. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Montagmittag 12 Uhr im Serematorium, Gerichtstraße, statt. Im rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Verband der Steinsetzer, Pflasterer u.Berufsg. Deutschlands Filiale Berlin. Nachruf. Am 12. Februar fiel auf dem Schlachtfelde im Osten unser langjähriges Mitglied, der Steinseher Paul Tschacher im Alter von 30 Jahren. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand der Filiale Berlin. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere liebe Tochter und Schwefter Berta Berger nach langem, johmerem Leiden im Alter von 19 Jahren sanft entschlafen ist. Die irauernden Eltern und Geschwister Familie Berger. Die Beerdigung findet am Montag, den 1. März, nach mittags 4 11hr, vom Trauerhause Eulerstraße 15, nach dem SophienKirchhof, Freienwalderstraße, aus statt. 68A Allzu früh und fern von seinen Lieben starb den Heldentod fürs Baterland am 17. Dezember bei Nieuport mein über alles geliebter Mann, der treusorgende Vater meines einzigen Stindes, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager, der Obermatrose Otto Schulz im 32. Lebensjahre. Dies zeigt an im Namen aller Hinterbliebenen die schwergeprüfte Gattin Anna Schulz geb. Müller nebft Söhnchen Willi. Mein ganzes Glüd ist nun dahin, Dein Trost, wenn ich verlassen bin, Dein Mitleid, wenn ich leide. Mir fehlt des Gatten rechte Hand, Mir fehlt das Herz, das mich verstand, Mir fehlt des Lebens Freude. Ruhe sanft in Feindesland! Allzu früh und fern von seinen Lieben starb den Heldentod fürs Baterland mein lieber, unvergeßlicher, hoffnungsvoller Sohn, der Kriegsfreiwillige Karl Kliche im Alter von 21 Jahren. Dies zeigen an 4A Die tiefbetrübte Mutter und Geschwister. Am Sonnabend, den 27. Februar, morgens 1, Uhr, entschlief sanft nach schwerem Leiden meine liebe Frau In Lichtenberg in der Gemeindeschule, Kronprinzenftr. 10, spricht am Donnerstag, den 4. Mära. Herr Dr. E. Engel über: Hedwig Stock geb. Fenner Frauenfrankheiten und ihre Verhütung".( Nur für Frauen.) In Mariendorf im Gymnasium, Kaiserstr. 17-21, spricht am Donnerstag, den 4. März, Herr Dr. R. Jacobsohn über:„ Behandlung nervöser Krankheiten". In Neukölln in der Albrecht- Dürer- Ober- Realschule, Emser Straße 134, spricht am Freitag, den 5. März, Herr San.- Rat Dr. Groffer über: Epidemien im Kriege". In Pankow in der 2. Gemeindeschule, Grunoiustr. 17, spricht am Donnerstag, den 4. März, Herr Dr. B. Cohnheim über: Gesundheitsmäßiger Gebrauch von Genußmitteln. im 39. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt an Otto Stock nebst Tochter Adalbertstraße 86. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 2. März, nachmittags 4, Uhr, von der Halle des St. Thomas- Kirchhofes, Neukölln, Hermannstraße, aus 1188b statt. BΣ Am 10. Februar starb im Striegs. lazarett in Polen infolge Stopfschuß mein innigftgeliebter und unvergeßlicher Gatte, unser lieber Bater, Sohn, Bruder, Schwiegerjohn und Schwager, der Wehr57A mann Otto Wünsch. Im tefften Schmerz teilen dies mit Frida Wünsch geb. Böhme nebst Sohn. Witwe Auguste Wünsch. Die Familien: Böhme, Hoffmann, Jankowski, Sacknies, Bieder. Ruhe sanft fern von der Heimat! Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dag der Kollege Franz Schmalowsky Usedomstr. 12a, Bezirk 2 verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Montag, den 1. März 1915, mittags 12 Uhr, im Krematorium, Gerichtstr. 38/39, statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. ( M. d. D. Männerchor Olympia- S.-B.) Bet den Kämpfen im Osten fiel unser braver Sangesbruder, der Unteroffizier des Landsturms Georg Spiller. Sein lteber und aufrechter Charakter wird ihm bei uns für alle Betten ein ehrendes Andenten bewahren. 1182b Der Vorstand. Nachruf. Hiermit die traurige Nachricht, daß als Opfer des Weltkrieges unser lieber, braver Stollege, der Mechaniker Willi Schwerdt am 3. Dezember im Lazarett in Brüssel an den Folgen eines schweren Kopfsguffes sein Leben laffen mußte. 70 Die Kollegen der Deutschen Telephonwerke Abt. Daase. Arbeiter-Jugend Berlin Schönhauser Vorstadt. Auf dem Kriegsschauplaze im Westen fiel unser Kollege, der Musketier Herbert Hagedorn im 19. Lebensjahre. 293/5 Die Jugendbewegung verliert in ihm einen eifrigen Mitarbeiter. Infolge eines Brustschusses fiel in Rußland bei einem Patrouillengang unser lieber Kollege, der Schriftseger 17745 Robert Herbst im Alter von 26 Jahren. Bir werden fein Andenken in Ehren halten. Die Kollegen ber Buchdruckerei Jmberg u. Leffon, Berlin. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranz Spenden bei der Beerdigung meiner lieben, unvergeßlichen Frau und Mutter Agnes Szotek sage ich allen Verwandten, Freunden, Kollegen und Bekannten, insbesondere dem Genossen Manasse für die troft reichen Worte am Sarge der Vere blichenen meinen aufrichtigen Dank. Stanislaus Szotek Lichtenberger Str. 6. 11815 Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplaz gefallenen Genossen! Am 16. Februar Barb im Reserve- Feldlazarett Moodzieszyn unser Benoffe 204/2 221/8 Georg Friedrich Flensburger Str. 15. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 1. Berliner Reichstagswahlkr. Am 31. Januar fiel in Rußland der Genosse Oskar Kramer Eylauer Str. 19. Bea. 108. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 2. Berliner Reichstagswahlkr. Bei den Rämpfen im 28 eften fiel unser Genoffe, der Klempner Emil Perner 209/18 Brinzenftr. 58. Bez. 236. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 3. Berliner Reichstagswahlkr. Am 18. Februar fiel in Frankreich unser Bestrisführer, der Metallarbeiter Wilhelm Hennig Faldensteinftr. 30. Bez. 193 IL Am 15. Januar ftarb im Razarett in Frankreich infolge einer Verwundung der Tischler 220/1 Alfred Herold Höchftefte. 32. Bez. 380. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. Am 7. Februar fel im Dften der Metallarbeiter Friedrich Reinke Alt- Moabit. 13. Abt. Bez. 685. Am 5. Februar verstarb im Felblazarett zu Belmieg ber Arbeiter Ferdinand Jonas Rolonieftr. 20. 19. Abt. Bez. 826. Am 14. September fiel im Besten der Stutscher Paul Köppen Jslandstr. 5. 6. Abt. Bea 570a. Im Felblazarett zu Nichowica berstarb an den Folgen eines Halsschuffes der Metallarbeiter Karl Mütze Gerichtstr. 7. 10. Abi. Bez. 651. Am 22. Dtober fiel am serkanal der Metallarbeiter 262/17 236/1 und Paul Zehe Aderftr. 19. 11. Abt. Bez. 604. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Im Besten gefallen der Bolierer Max Drozdzinski Hohenzollernplaz 17. 10. Bez. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. In Rußland fielen am 16. Februar die Genossen 190/16 Georg Spiller Graeßftr. 25. 9. Bez. Karl Paul Graezftr. 49. 9. Bez. Sozialdemokr. Wahlverein Treptow- Baumschulenweg. Am 21. November 1914 erlag ber Genosse Karl Naubereit feinen am 20. November 1914 bei Chiores erhaltenen schweren Berlegungen.. Sozialdemokratischer Wahlverein Nieder schöneweide. Deutscher Transportarbeiter- Verband Bezirk Groß- Berlin. Folgende Kollegen find im Felde gefallen: Karl Engel, Straßenbahner. Gustav Jarchow, Geschäftsfutſcher. Konrad Klose, Geschäftskutscher. Hermann Koch, Jndustriearbeiter. Karl Paris, Selterkutscher. Johann Sukowski, Juduftriearbeiter. Franz Schnell, Geschäftskutscher. Adolf Standt, Rollfutscher. Willi Zinnke, Industriearbeiter. 61/8 Ehre ihrem Andenten! Die Bezirksleitung. Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Als Opfer des Weltkrieges find folgende Kollegen im Felde gefallen: Fritz Karnetzki, Flaschenfellerarbeiter Brauerei Niebed. Wilhelm Kwasny, Faßbiermitfahrer Bergschloßbrauerei. August Behme, Müller Salomonmühle. Rudolf Schieche, Flaschenfellerarbeiter 47/19 Brauerei Schultheiß, Abteilung IV. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Es ftarben folgende Mitglieder im Felde: Karl Mütze, Metallarbeiter geb. 12. 6. 1888 au Gröber. Albert Gromadecki, Swied geb. 10. 8. 1880 zu Dresden. Wilhelm Hennig, Metallarbeiter geb. 25. 2. 1888 zu Dbergörzig. Paul Roth, Schloffer geb. 11. 12. 1887 zu Dresden. Wilhelm Teichmann, Schloffer geb. 30. 10. 1886 zu Schreibendorf. Willi Paul, Schloffer geb. 4. 3. 1889 zu Belzig. Gustav Hawlitzki, Dreher geb. 7. 9. 1883 zu Pößniz. Emil Perner, Klempner geb. 18. 5. 1882 zu Frankfurt. Paul Fuchs, Metallarbeiter geb. 27. 12. 1895 zu 2hr. Willi Zanke, Schloffer geb. 8. 6. 1882 zu Naumburg. Paul Beitsch, Schloffer geb. 16. 11. 1882 au Taichernowiz. Alfred Vogelsang, Former geb. 21. 5. 1885 zu Berlin. Otto Wünsch, Rerumacher geb. 14. 3. 1882 zu Berlin. Joseph Hecht, Mechanikerdow geb. 25. 7. 1890 zu München. Willi Sukrow, Schloffer 132/19 geb. 5. 3. 1891 zu Gransee. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands 3/6 Verwaltung Groß- Berlin. Gefallen find folgende Mitglieder: Otto Losenski, Bezirt Steinidendorf. Richard Seifert, Bezir! Schöneberg. Karl Schröder, Bezirt Charlottenburg. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Verband der Maler, Lackierer etc. Filiale Berlin. Auf dem Schlachtfelde in Frankreich fiel am 9. Sammar unser Mitglied, der Maler 138/11 Max Herling ( Bezir! Steglik). Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. Im Felde gefallen find folgende Mitglieder: Alfred Herold, tichler, 26 Jahre alt, Emil Höhne, Willi Glaser, am 15. 1. in Kampf gegen Frankreich. tichler, 40 Jahre alt, am 9. 1. im Rampf gegen Frankreich. Bergolder, 27 Jahre alt, am 20. 12. im Stampf gegen Stußland. Gustav Schulz, Tischler, 27 Jahre alt, im Stampf gegen Frankreich. im Stampf gegen Frankreich. Silvester Koslowski, Eichler, 29 Jahre alt, Max Züge, tihler, 38 Jabre alt, 97/10 am 18. 11. im Kampf gegen Rußland. Ehre ihrem Andenken! In Erfüllung seiner Bflicht und fern von seinen Lieben fiel am 30. Januar 1915 im Gefecht im Diten mein lieber Sobn, unser guter Bruder, Schwager Ontel, der Erfahreservist und Alfred Jähn im 25. Lebensjahre. 1157b In tiefer Trauer Gottlieb Jähn nebst Angehörigen. Ein jeder, der Dich hat gekannt Und auch Dein treues Herz, Der drüdt uns stumm nur noch die Hand In diesem tiefen Schmerz. Die Ortsverwaltung. Am 4. September 1914 starb den Heldentod in Belgien mein inniggeliebter Mann, der herzensgute, treusorgende Vater seines Kindes, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Dntel, der Wehrmann Emil Perner im 33. Lebensjahre. In tiefem Schmerz Hedwig Perner geb. Heyn und Töchterchen Toni, Prinzenstr. 58. Es ist ein bitteres Leiden, Auf nimmer, nimmer Wiederseh'n. Ach, unter allen Erdenleiden Stann tiefer feins zu Herzen geb'n. Nicht einmal in die Augen bliden, Die uns so lieb stets angeschaut. Nicht einmal innig an sich diüden, Das liebite, dem wir fest vertraut. Geflossen ist sein junges Blut Für uns so früh, er war so gut. 1180b Suhe in Frieden So fern von Deinen Lieben. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Arbeiter Georg Bärwinkel am 26. b. Mts. im Alter von 32 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 2 März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen. balle des Gethsemane Stirchhofes, Niederschönhausen- Nordend, aus statt. Um rege Beteiligung wird ersucht. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Droschfenführer Ernst Hagen von der Firma Regesell, Andreasstraße, am 25. d. Mts. im Alter von 58 Jahren verstorben iſt. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 1. März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Petri- Kirchhofes, Friedenstraße, aus statt. Nachruf. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Arbeiter August Kucki am 20. b. Mts. im Alter von 54 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 61/9 Die Bezirksverwaltung. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Ortsverwaltung Berlin 9. Den Mitgliedern biermit zur Nachricht, daß unser Mitglied, ber Sattler Ferdinand Franke am Mittwoch, den 24. Februar, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 1. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen balle des Elisabeth Stirchhofes, Brinzenallee, aus statt. Um rege Beteiligung bittet 259/2 Die Ortsverwaltung. Männerchor Moabit. Den Mitgliedern zur Nachricht. daß unser lieber Sangesbruder, der Metallarbeiter und Unter offizier Fritz Reinke am 7. Februar cr. auf dem Schlachtfelde im Often ges fallen ist. 4/9 Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Pankow. Am 26. Februar verstarb infolge Erfrantung bei den Armies rungsarbeiten im Osten unser Genosse, der Maurer Alfred Fechner im Alter von 26 Jahren. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet morgen Montag, den 1. März, nachmittags 4, Ubr, von der Halle des dritten Bantower Gemeindefriedhofes in der Schönholzer Heide aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 261/3 Die Bezirksleitung. Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Bezirk Pankow. Am 26. Februar starb unser Mitglied, der Maurer Alfred Fechner. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 1. März, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Bantower Gemeindefriedhofes in der Schönholzer Heide aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 146/1 Der Vorstand. Bei den Armierungsarbeiten im Diten schwer ertranft, starb am 26. Februar, 26 Jahre alt, unser einziger, herzensguter Sohn, der Maurer Alfred Fechner. Dies zeigen in tiefem Schmerz an Linus Fechner und Frau Bankow, Schloßstr. 19. Die Beerdigung findet am 1. März, nachmittags 4%, Uhr, bon der Leichenhalle des dritten Bankower Gemeinde Friedhofs, Bahnhofstraße, Schönbolzer Heibe, 66 aus ftatt. # Zentralverband der Zimmerer Deutschlands. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Bezirk 16. Den Berufsgenossen zur Nach richt, daß unser langjähriges Mitglied Robert Küchenmeister am 23. Februar an Lungenschwind. jucht verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet heute Sonntag, den 28. Februar, mittags 12 Uhr, im städtischen Krematorium, Gerichtstr. 37, statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Anzufrüh und fern von seinen Lieben starb den Heldentod fürs Baterland am 15. Dezember im Gefecht in Rußland mein Iteber, guter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Landsturmmann, Gefreiter 1179 Ewald Kallweit im Alter von 41 Jahren. Dies zeigen an in tiefstem Schmerz, zugleich im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Henriette Kallweit geb. Eske nebst Kindern Erna und Ewald. Er ging von uns mit schwerem Herzen Und hoffte auf ein Wiederseh'n, Doch größer ist jetzt unser Leiden, Da dieses nicht mehr fann gescheh'n. Du treues Herz, ruh still in Frieden, Ewig beweint von Deinen Zieben. Rube fanft in fremder Erde! Nachruf. An den Folgen der am 7. November auf dem Schlachtfelde ers baltenen schweren Verwundung starb im Lazarett als held für das Baterland am 20. Februar unser Stollege, der Schlosser 652 Johannes Rieber Unteroffizier der Landwehr im Alter von 37 Jahren. Wir alle, die ihn lannten, wollen ihm ein dauerndes Andenten bewahren. Rnhe sanft! Die Kollegen der Schlosserei Lerm u. Ludewig, Tempelhof. Biel zu früh und fern von seinen Lieben starb am 22. November in Rußland den Heldentod meiu innigftgeliebter Mann, der liefe, treusorgende Bater, unseres einzigen Kindes, der Unteroffizier Otto Nelle im 33. Lebensjahre. 421 In tiefem Schmerz Die trostlose Gattin Minna Nelle. Erna als Tochter. Frau Nelle als Mutter. Albert Nelle als Fruder. Artur Horn( 3. 8. im Feltie) als Schwager. Minna Horn nebft Schwester. Frida u. Grete Horn als Nichten. Ida u. Emilie Wilski als Schwägerinnen. PaulineWilski als Schwiegermutter. Frau Wollsfeld als Zante. Ach, es ift ja taum zu fassen, Daß Du nie mehr tehrst zurüd. So jung mußt Du Dein Leben laffen, Berstört ist unser aller Glüd. Ein jeder, der Dich hat gekannt Und auch Dein treues Herz, Der brüdt uns nur noch stumm bie Hand In diesem tiefen Schmerz. Ruhe sanft in fremder Erde Deutscher Holzarbeiterverhand. Zahlstelle Beriin. Nachruf. Den Mitgliedern zur Sach richt, daß unser Stollege, der Bodenleger Albert Liskow Wiener Str. 19 im Alter von 71 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung fand am Donnerstag, den 25. Februar, auf dem alten Thomas Kirchhof statt. 97/11 A Die Ortsverwaltung. Am 8. Februar starb den Heldentod mein inniggeliebter Mann, herzensguter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Dntel Leopold Caccia Unteroffizier d. Rej.- Ins. Reg. 48. Dies zeigen tiefbetrübt an Ida Caccia geb. Krüger und Tochter. Im Feindesland Dein trenes Auge brach, Dein gold'nes Herz tat seinen lekten Schlag. Zum fernen Grab schweist tränensdjwer mein Blid In weber Klage um verlor'nes Glüď. 15/20 Inbeirr R Sonntags geschlossen durch die politische Lage hatten wir, wie stets, frühzeitig und in gewohnt grosszügiger Weise für das Frühjahr disponiert. Wir konnten daher den für unsere 14 Geschäfte notwendigen gewaltigen Bedarf noch in gewünschter Reichhaltigkeit und zu sehr niedrigen Preisen einkaufen. Von der inzwischen eingetretenen Knappheit an Ware, welche die Preise jetzt von Tag zu Tag höher steigen lässt, werden wir also in keiner Weise betroffen. wie Sie finden daher auch jetzt man es bei uns gewöhnt ist grosse Auswahl und 10 ungewöhnlich niedrige Preise C& A BRENNINKMEYER.G.M.B.H. Sie können davon profitieren, wenn Sie Ihre Einkäufe für das Frühjahr möglichst bald bei uns besorgen. Königstrasse 33 Am Bahnhof Alexanderplatz Chausseestr. 113 seest Beim Stettiner Bahnhof Rose- Theater Verband der Freien Volksbühnen 3 Uhr: Else vom Erlenhof. Sonntag, 28. Februar, Rachmittag 3 2%, Uhr: Deutsches Theater: Jedermann. Rachmittags 3 br: Bolfsbühne, Theater am Bülowplak; Die Kreuzelschreiber. 8 Uhr: Die heilige Not. Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Der Störenfried. Schiller- Th. Charlottenbg. 3 Uhr: Die Hermannschlacht. Schiller- Theater Charlottenburg: Die 7 U. Faust I. Hermannsschlacht. Leffing Theater: Liliom. Deutsches Opernhaus: Fra Diavolo. Abends 8 15: Boltsbühne, Theater am Bülowplat: Sonntag und Mittwoch: Die Sereuzelschreiber. Montag, Dienstag, Donnerstag und Sonnabend: Der Strom. Freitag: Sönte Erichsen. Theater für Sonntag, 28. Februar: Berliner Theater 8 Thr: Extrablätter!" 99 Deutsches Künstler- Theater 7 Uhr: Egmont. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 3 Uhr: Fra Diavolo. 7 Uhr: Lohengrin. Thalia- Theater 3 Uhr: Jugend. 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 3, U.: Der Graf v. Luxemburg. 8 U.: Immer feste druft! Theater des Westens D 11 65 Heute ARTEN 2 Vorstellungen 2 Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Weihnachtsabend im Schützengraben Letztes AufNachm Abends treten des 3 8 von Megsel. Anfang 7, Uhr. FebruarUhr Uhr Spielplans. De Kleine Preise! 1 8 Uhr: Rund um die Liebe Kinder nachm. halbe Preise! 3 Uhr: Die Räuber. Theater in der Königgrätzer Straße 31, U.: Kabale und Liebe. 8 Uhr: Hedda Gabler. Trianon- Theater 81, U.: Das Liebesnest. 3% U.: Das Schloß am Meer Volksbühne. Theater am Bülowplatz 3 Uhr: Die Kreuzelschreiber. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8 U.: 3 Uhr: Gasparone. 8 Uhr: Die Fledermaus. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: Familie Plaschek. Helbring contra Helbring. Kleines Theater Walhalla- Theater 3 Uhr: Krümel vor Paris. 8 Uhr: 1914. URANIA Tanbenstr. 48/49. 4 Uhr( Halbe Preise): Montag, den 1. März: Vollständig neuer Spielplan! Zirkus Albert Schumann Sonntag, den 28. Februar: 2 Große Vorstellungen nachm. 3%, u. abds. 7, Uhr. Nachm. hat jeder Erwachsene auf allen Sitzplätzen 1 Kind unt. 12 Jahr. frei, jed. weitere Kind unt. 12 Jahren die Hälfte. In beid. Vorstellung. ungekürzt: Ost und West. In der Nachmittagsvorstellung wird in d. Schaustück nicht geschossen. In beid. Vorstellg.: Saxon- Trio mit ihrer lebenden Automobilbrücke. 4 Claerons. 8 Uhr: Der kategorische Imperativ. Die Weichsel und die masur. Seen. Octavios dressierte Affen, Hunde 3%, U.: Jettchen Gebert. Komische Oper 3%, U.: MIB Lilian. Abends 8 Uhr: Auf il. Schlachtfeldern Ostpreußens 8.10U: Gold gab ich für Eisen Montag 4 Uhr( Halbe Preise): Komsdienhaus 3 Uhr: Kammermusik. 8 Uhr: Bunter Abend. Lessing- Theater 3 Uhr: Liliom. 8 Uhr: 22 5. Lustspielhaus 3 U.: Das Leutnantsmündel. 8 U.: Die Orientreise. Metropol- Theater 7. 7% U: Woran wir denken! Montis Operetten- Theater 3 Uhr: Der lach. Ehemann. 8 Uhr: Der liebe Pepi. National- Theater. 3, U.: Nachmittagsvorstellung. 8 U.: Wenn der Landsturm kommt. Residenz- Theater Die Weichsel und die masur. Seen. 8 Uhr: Prof. Steindorff: und Katzen. Weises 5 Bären. Voigt- Theater. Badstr 58. Badstr. 58. Heute Sonntag, den 28. Februar: Der Suezkanal, Aegypten a. England Gold und Liebe. Schauspiel in 4 Aften und 5 Bildern. Montag, den 1. März: Theater Folies Caprice ertämpftes Glück oder: Kinder 8% Possen- Theater Sprechstunde. Ein angenehmer Herr. Martin Kettner a. G. Casino- Theater. 8% Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Das neue dreiattige Boltsluftspiel: Der Herr Kommerzienrat. 3 Uhr: Das Glück im Winkel Dazu das erstklass. Spezialität.- Progr. Meßtersche Kriegsbilder, usw. usw. des Volkes. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Palast- Theater am Anfang 8 Uhr: Zoo Zum letztenmal: Muttchen hat's Wort! Heute Sonntag, 3 Uhr: Flachsmann als Erzieher. Kleine Preise. am Palast- Theater Zoo Ab 1. März täglich 8 Uhr: Varieté u. Lichtspiele Das Weltwunder Beleuchtung! Keine Petroleumnot mehr! Das schönste und effektvollste Licht der Gegenwart. 10 Brennstunden 10 PI.! Vollständig gefahrlos u. einfache Handhabung. Preis pro Lampe komplett 6 M. M. 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April 1915, vormittags 9%, Uhr, im Gewerkschaftshause zu Berlin, Engelnfer 15, stattfindet. Die Generalversammlung hat fich mit der Abnahme der Jahresrechnung, der Entlastung des Vorstandes, der Wahl der Kassenfunktionäre, mit Ans trägen zur Stassensazung und Be schwerden von Mitgliedern usw. zit beschäftigen. Die Abgeordneten werden durch besondere Einladungen benachrichtigt. Der Vorstand. Bekanntmachung. Am 18. März d. Js. wird die Be triebstrantenfasse der Stadtgemeinde Berlin von Alexanderstraße 39/40 nach Landsberger Straße 43/47, Ecke Katharinen- und Landwehr. straße 25/29, 1. Stod, berlegt. Der Eingang zum KaffenLokal befindet sich Landwehrstraße 25/29. Wegen dieses Umzuges bleibt die Staffe vom 17. bis 19. März 1915 geschlossen. 280/ 12* Der Vorstand der Betriebskrankenkasse der Stadtgemeinde Berlin. gez: v. Schulz. Spezialhaus für solide Teppiche Prachtstücke 6.-, 10.20.- bis 800.- Mark Portieren, Möbelstoffe, Schlafdecken, Gardinen, Steppdecken, Wolldecken( fürs Feld) Deutsches Teppichhaus Emil Lefevre Berlin S Oranienstr. 158 Spezialkatalog kostenlos und portofrei. 8 Uhr: Die Schöne vom Strand. Seute 4 ubr: Durch Klippen u. Wellen Verantwortlicher Nebetteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Injeratenteil verantw.: Th.Glode, Berlin, Drud.Berlag: Vorwärts Buchdruderet u. Bertagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 59. 32. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 28. februar 1915. Verlustlisten. die selbst versicherungspflichtig sind und Martenbeiträge fleben- Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wiederhergestellt werden, wenn der wurde in 1042 Fällen gefordert; in 749 Fällen wurde den An- Berstümmelte willens- und tatkräftig sich bemühe, seine Glieder trägen stattgegeben; endlich wurde in 27 Fällen die Waisenaus- wieder zu gebrauchen. Daß etwa Kriegsverstümmelte billiger steuer gefordert, die in 8 Fällen genehmigt wurde. Der Jahres- arbeiten müssen als gesunde Arbeiter, dem solle vorgebeugt werden. Die Berlustliste Nr. 161 der preußischen Armee enthält beitrag einer Witwen- bzw. Witwerrente betrug im Durchschnitt Die gesunden Arbeiter werden ihren verstümmelten ArbeitsVerluste folgender Truppen: 79,80 M. bziv. 89,40 M. Am Schlusse des Jahres 1913 zählte die genossen denselben Lohn gönnen, das zu tun, werde ihnen eine 9. Armee, Feldvermessungstrupp. 1. und 5. Garde- Reg.; Garde- Regimenter Alexander und Franz; Garde- Jäger- Bat.; Gren. bzw. Inf. bzw. Füs.- Regimenter Mr. 3, 4, 6, 9, 11, 12, 21, 22, 30, 39, 41, 42, 43, 45, 52, 53, 55. 56, 59, 65, 66, 76, 78, 81, 84, 85, 86, 88, 89, 92, 93, 95, 99, 110, 113, 116, 117, 118, 128, 139, 140, 144, 154, 164, 165, 169, 170, 171, 173, 175; Sombiniertes Inf. Reg. v. Weber; Rej.Inf. Reimenter Nr. 5, 7, 11, 16, 17, 18, 19, 21, 25, 26, 27, 35, 37, 40, 51, 52, 55, 56, 65, 66, 67, 68, 74, 79, 82, 83, 86, 87, 88. 91, 111, 130, 201, 204, 205, 208, 209, 215, 220, 222, 225, 226, 227, 229, 231, 232, 234, 235, 250; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 22, 30, 16, 78, 110, 116; Landw.- Erf.- Regimenter Nr. 1, 2; Brig.- Ers. Bataillone Nr. 16, 37, 39, 43, 49, 50, 86; Landw.- Brig. Ers.Bataillone Beuthen i. Ob.- Schles., 2. I Breslau, Bruchsal, 2. Karls rube, attowib, II und III Münster, Neiße, Neufahrwasser, 2. und 3. Posen und Kr. 52; Landst.- Erf.- Batailloue Altengrabow, Guben, Mch; Jäger- Bataillone Nr. 2, 5, 11; Res.- Jäger- Bataillone Nr. 4, 10, 21; 1. Erf.- Maschinengew.- Komp. des 6. Armeekorps. 1. Garde- Drag.; Kür. Nr. 7; Dragoner Nr. 9, 13, 17, 18; Husaren Nr. 8; Res.- Ulanen Nr. 4, 5; Jäger zu Pferde Nr. 3, 5, 7; Ref.- Erf.- Est. des 20. Armeekorps. Felbart. Regimenter πr. 5, 6, 7, 16, 25, 31, 33, 34, 36, 39, 40, 51, 60, 67, 72, 73, 76, 80, 81 83; Res- Feldart.- Regimenter Nr. 14, 16, 22. Pion. Bat. Nr. 6. Anstalt 758 Witwen- und 2025 Waisenrentner. Invaliditätsurfachen. 26 20 21 22 23 24 25 27 75,00 73,33 67,50 53,70 61,54 42,19 44,78 60,00 28 29 30 81 32 33 35 84 51,16 42,86 31,25 26,87 33,33 34,25 31,25 40,00 Pflicht sein. Die Reihe der Lichtbilder wurde eröffnet durch eine NebenForscht man den Ursachen, die zur Invalidität führen, nach, einanderstellung des Invaliden von chedem, der den Leierkasten Dann zeigt sich das folgende Bild. An erster Stelle steht die dreht, und eines Krüppels ohne Hände und Füße, der mit Hilfe Gruppe der durch Entkräftung, Blutarmut und Altersschwäche erwersunfähig Gewordenen mit 2587 Personen von Ersatzstücken als Drechsler arbeitet. Weiter sah man Bilder 28,11 Broz. aller Rentenempfänger, dann folgt die Gruppe der durch Zungentuber. von Arbeitern, die mit Armstümpfen oder Ersatzstüden als Schloffer, tulose erwerbsunfähig Gewordenen mit 955 Personen= 10,38 Pro- Tischler, Schneider, Korbmacher, Landarbeiter tätig sind; auch zent aller Rentenempfänger; insbesondere werden die jüngeren eines Lehrers, der mit zwei Armstümpfen die Feder hält und Jahrestlaffen von dieser grauenvollen Strankheit schwer getroffen. schreibt. Es folgten dann ein paar Films. Der eine zeigte einen Von je 100 Rentenempfängern wurden durch Tuberkulose criverbs- einarmigen Tischler, der mit Hilfe eines Ersatzstückes den Hobel, unfähig in den Jahresklassen: den Hammer, die Säge usw. wie ein gesunder handhabt. Der andere Film ließ uns einen Mann ohne Hände und Füße bei seinem Tagewerk beobachten. Mit seinen Armstümpfen legt er selber sich die Ersatzstücke an, zieht sich Hosen und Stiefel an, wäscht sich, trocknet sich ab, kämmt sich und zieht einen schnuroder im Durchschnitt: von 100 Rentenempfängern wurden in den Senopf zu, nimmt seinen Staffee und seine Frühstückssemmel zu geraden Scheitel, legt Weste und Rock an, Inöpft gewissenhaft jeden 20 Jahrgängen 52,88 Broz., in den 30 Jahrgängen 33,02 Broz. fich, zündet sich eine Zigarre an, stülpt den Hut auf und geht und in den 40 Jahrgängen 20,54 Proz. durch Lungenschwindsucht erwerbsunfähig. An dritter Stelle folgt dann die Gruppe der durch davon, die Hände" in die Tasche steckend. Nachher sieht man ihn Erkrankung des Herzens und der großen Blutgefäße erwerbsun- in der Werkstatt, wie er am Schraubstock und an der Drehhank fähig Gewordenen mit 849 Personen Fugart- Regimenter Nr. 6, 9, 11; Res- Fußart.- Reg. Nr. 2. empfänger; dann folgen die Gruppen der durch Gelenkrheumatis ein, wobei er Löffel, Gabel und Messer mühelos benutzt. 9,23 Proz. aller Senten- gewandt hantiert. In der Mittagspause nimmt er sein Mahl Diesen Bion.- Regimenter Nr. 20, 29; Bion.- Bataillone: I. Garde, mus und Gicht erwerbsunfähig Gewordenen mit 627 Personen Vorbildern nachzueifern, sei Pflicht der Verwundeten, sagte der I. Nr. 1, II. Mr 2, I. Nr. 3, I. Nr. 5, 1. Nr. 10, I. Nr. 17; Ers- gleich 6,83 Proz. aller Rentenempfänger; die durch die Erfran- Vortragende. Es müsse ihnen zum Bewußtsein kommen, daß fic, Eisenbahn- Bautompagnien Nr. 15 und 29; Belagerungs- fungen der Blut- und Lymphgefäße mit 507 Personen 5,51 Bro- nachdem sie Helden im Schützengraben waren, jezt Helden der Telegraphen- Abt. des 2. Armeekorps. aller Rentenempfänger; die der Geisteskranken mit 468 Per- Arbeit sind. Juf.- Munitions- Kol. Nr. 2 des 11. und Art.- Munitions- Kol.heiten( ausschließlich der Lungentuberkulose) mit 459 Personen jonen 5,09 Proz. aller Rentenempfänger; die der Zungenkrank- Ein paar Krüppel in Person wurden von Professor Biesalsfi, Nr. 5 des 1. Armeekorps. und Neurasthenie erwerbsunfähig Gewordenen mit 433 Personen 4,99 Proz. aller Rentenempfänger; der durch Epilepsie, Syfterie 4,71 Broz. aller Rentenempfänger usw. Brandenburg auch im Jahre 1913 von der nach§ 1269 der Reichs Ueber das Heilverfahren sagt der Bericht, daß die Anstalt versicherungsordnung gegebenen Befugnis im weitesten Umfange Gebrauch gemacht hat. In allen Fällen, in denen mit einiger Sicherheit zu erwarten war, daß durch Uebernahme des Heilverfahrens für längere Zeit der Eintritt der Invalidität verhindert würde, ist den Anträgen der Versicherten stattgegeben. Bedauert wird indessen, daß in vielen Fällen die Kranken operative Eingriffe, die völlig gefahrlos ausgelaufen wären, verweigerten. Die Kammer 7 des Gewerbegerichts stellte sich gestern in einem Urteil ganz unzweideutig auf den von uns dent Die Kosten des Heilverfahrens betrugen für den Zahnersat insgesamt 254 257,50 M. Davon wurden der Anstalt von den Gesez entsprechend stets vertretenen Standpunkt, daß nämKrankenkassen und Versicherten zusammen 150 357,79 M. zurücklich die durch den Krieg geschaffene ungünstige Lage in vererstattet. Für die Lungentuberkulose wurden insgesamt 1156 154 schiedenen Gewerben als Unternehmerrisiko" 31 Mart aufgewendet; von dieser Summe wurden der Anstalt 265 362 betrachten ist und nicht durch Lohnabzüge auf den Die Verlustliste Nr. 20 der Kaiserlichen Marine wird Rottbus, in der nur weibliche Kranke behandelt werden, entrollt Mark durch Dritte zurückerstattet. Neber die Lungenheilstätte Arbeiter abgewälzt werden darf. veröffentlicht. Die württembergische Verlust liste Nr. 126 enthält fchwindsucht unter den jungen Mädchen und Frauen der arbeiten der Bericht ein entsetzliches Bild von dem Würgen der LungenBerluste der Brig.- Erf.- Bataillone Nr. 52, 54; Landw.- Juf.- Reg. den Bevölkerung. Von den daselbst behandelten Kranten standen Nr. 119; Inf.- Reg. Nr. 120; Res.- Inf.- Reg. Nr. 120; Landw.- Inf.- 59 im Alter von 16 bis 20, 126 im Alter von 21 bis 25 und 86 im Regimenter Nr. 120, 121; Füs.- Reg. Nr. 122; Landw.- Inf.- Reg. Alter von 26 bis 30 Jahren. Welch eine Unsumme von vernichteNr. 125, 126; Landst.- Inf.- Bat. Eßlingen; 2. Landw.- Pion.- Nomp.; tem Menschenglück und Lebensfreude liegt in diesen Ziffern. Den Etappen- Fuhrpark- Stolonne Nr. 1. Berufen nach gegliedert, werden von dem Würgeengel Lungentuberkulose in erster Linie die Textilarbeiterinnen mit 62 betroffen, dann folgen die Schneiderinnen und Puhmacherinnen mit 29, die in elektrischen Fabriken mit 26, in anderen Fabriken mit 20; die Wirtschafterinnen, Stügen u. dergl. und die Buch halterinnen mit je 17, die Dienstboten mit 72. Fortififation Namur; Armierungs- Bauleitung, Abt. Gläser; Armierungs- Bataillone Nr. 8 und 15; Armierungs- Kompagnien Rr. 17a und 18; Arbeiter- Komp. Nr. 2. Landw. San. Komp. Nr. 21; Feldlazarette Nr. 5 und 7 des 2., Nr. 9 des 17. Armeekorps und Nr. 19; Feftungs- Lazarett Meg. Magazin Fuhrpart- Stol Nr. 6 des 10. Referbekorps; Pferdesammelstelle der 1. Kav.- Div. * Die bayerische Verlustliste Nr. 157 bringt Verluste des 1., 3., 8., 11., 12., 13., 15., 16., 19., 20., 21. Juf.- Reg.; Ref.- Inf. Regimenter Nr. 2, 3, 4, 6, 10, 15; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 4, 15; Erf.- Inf. Reg. Nr. 4; Landſt.- Inf.- Bataillone Aschaffenburg, Kempten, Ludwigshafen a. Rh., 5. und 6. Feldart.- Reg.; Res-- Fußart.- Reg. Nr. 3; Landw.- Fußart.- Bat. Nr. 3; 1., 2. und 3. Pion.Bat.; 1. und 2. Landw.- Bion.- Komp.; Res.- Train- Abt. Nr. 1; Etappen- Munitions- Kol. Nr. 1. Die Landesversicherungsanstalt Brandenburg im Jahre 1913. haben. Den Verwundeten wolle er das als einen Trost mitgeben, daß sich dem Direktor des Ostar- Helene- Heims für Krüppel, vorgeführt. niemand niederdrücken zu lassen brauche. Das Charakteristische für Gin Berstümmelter könne mit Grjazstücken ausreichend arbeits alle Krüppel fei, daß man dort Vergnügte und Fröhliche sehe. fähig werden. Und Arbeit für Kriegsverstümmelte zu schaffen, werde eine planvolle Organisation sich bemühen. Gehaltsabzüge sind gesetzwidrig. Dem Hausdiener St. der Tapetenfabrik Lied u. Heider war bei worden. Unter dem Zwange der Verhältnisse" hat er sich unterKriegsausbruch der Wochenlohn von 22,50 M. auf 16 M. gefürzt schriftlich mit der Kürzung einverstanden erklärt. Bei der Lösung des Arbeitsverhältnisses forderte er nun für die ganze Zeit, das find 16 Wochen, den gekürzten Betrag mit insgesamt 101,50 M. ein. Er machte geltend, daß von ihm Arbeitsleistungen verlangt wurden, die, abgesehen von der ersten Kriegswoche, sogar erheblich größer waren als zu der Zeit, in der er noch den vollen Lohn erhielt. Das Gericht verurteilte die beklagte Firma zur Zahlung der vollen Klageforderung aus den eingangs erwähnten Gründen, Das Gewerbegericht gab sämtlichen Anträgen auf Berurtei Ueber das Genesungsheim Hohenelse" bei Rheinsberg in der Schlechter Geschäftsgang ist kein Grund zur Entlassung. Mart wäre furz folgendes zu sagen. Die ärztliche Hilfe Diesen Grundfab betätigte bas Gewerbegericht Köln in eince Die Landesversicherungsanstalt Brandenburg umfaßt alle die wird weiter von den Aerzten, die in Rheinsberg ihren Sie haben, Entscheidung, die von 14 Buchbrudergehilfen herbeigeführt wurde. jenigen Personen, deren Beschäftigungsort in der Proving Bran- ausgeführt. Diesen Zustand halten wir für außerst unglüdlich. Der verklagte Arbeitgeber hatte die Gehilfen ohne, Kündigung entbenburg liegt, soweit sie nicht einer der vom Bundesrat zuge- Bileglinge zumindest einen Arzt in der Anstalt anstellen. Im allDer Vorstand sollte doch im Interesse der sozialen Fürsorge für die lajsen. Zu einer Zahlung über den Tag der Beschäftigung hielt Tassenen Kaffeneinrichtungen( Breußisch- Hessische Eisenbahngemeinschaft, Norddeutsche Snappschaftspensionskasse( Stnappschafts- gemeinen scheinen sich die Zustände in" Hohenelfe" gebeffert zu er sich nicht für verpflichtet, weil er für die Buchdruder keine weitere Arbeit gehabt hätte. Bundesrats die in der Provinz Brandenburg wohnenden Haus- wird auch die körperliche Betätigung angewandt. Die BeschäftiZur Behandlung und Erholung der Bffeglinge in Hohenelje" gewerbetreibenden der Tabakfabrikation und der Textilarbeiter. Bolnische Arbeiter russischer oder österreichischer Staatsangehörig- gungsdauer der Pfleglinge wird nach den Bestimmungen der Aerzte feit sind, sofern sie in land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben angeordnet; sie schwankt zwischen 1 bis 3 Stunden täglich; indeſſen oder in deren Nebenbetrieben beschäftigt werden, von der Versiche in einzelen Fällen( 6) währte sie 4 und 5 Stunden täglich. Krieg unterbunden ist und ob der Beklagte auch fällige Guthaben rungspflicht befreit, jedoch haben die Arbeitgeber, welche solche Ausländer beschäftigen, den auf sie entfallenden Beitragsanteil in bar an die Versicherungsanstalt zu zahlen. Die Zahl der Versicherten läßt sich nicht genau feststellen. Rechnet man nach der Zahl der verschleißten Beitragsmarken auf den Versicherten durchschnittlich zu 45 Wochenmarken, dann zählte die Anstalt Brandenburg 1 125 000 Versicherte. Alters- und Invalideurenten. Pfleglinge 20 035,5 Stunden, in der Werkstatt 5026 Pfleglinge Vordergrund steht die Feld- und Gartenarbeit. Hier haben 11 751 38 609,5 Stunden für die Anstalt gewinnbringende Arbeit geleistet. 9768 Stunden gearbeitet. Insgesamt haben 21 487 Bffeglinge offentlich find die Pfleglinge in der Garten- und Feldarbeit nicht wieder zum Mistfahren verwendet worden. Die Kritik, die hier geübt wurde, hat demnach erzieherisch auf die Hausverwaltung in Hohenelse gewirkt. Aus den finanziellen Ergebnissen sei folgendes erwähnt. Im Im Jahre 1913 wurden 1079 Anträge auf Lewilligung der Jahre 1913 wurden 63 077 Betriebe und Haushaltungen kontrolliert, Alters- und 12938 Anträge auf Bewilligung der Invalidentente durch diese Kontrolle wurden der Anstalt 186 691,86 M. zugeführt. gestellt. Hierzu kommen noch aus dem Vorjahr 14 unerledigt ge- Die Kosten der Kontrolle betrugen 109 774,23 M. An Strafgeldern bliebene Alters- und 816 Invalidenrentenanträge. Insgesamt von den durch die Kontrollbeamten festgefekten Strafen Tagen demnach 1093 Anträge auf Bewilligung der Alters- und flossen der Versicherungsanstalt weitere 19 637,41 W. zu. Für Bei13 754 Anträge auf Bewilligung der Invalidenrente vor. Von tragsmarten wurden 16 845 308,14 W., für Barbeiträge das sind 1093 Altersrentenanträgen wurden 888= 81,24 Prog. bewilligt diejenigen, die von den landwirtschaftlichen Unternehmern für die und 52 4,75 Broz. abgelehnt. Die Ablehnung mußte in allen von ihnen beschäftigten polnischen, russischen und galizischen ArFällen wegen Nichterfüllung der Wartezeit erfolgen. Von beiter, weil diese Arbeiter nicht versicherungspflichtig sind, geleistet 100 Altersrentnern entfallen 88,2 Proz. auf die Männer und 11,8 werden müssen 124 379,53 M., an Zinsen 3 650 474,33. verBrozent auf die Frauen. Am Schluß des Jahres 1913 zählte die einnahmt. An Ausgaben stehen demgegenüber für Renten Anstalt Brandenburg 7017 Alterstentner. Die Höhe einer Alters- 7050 030,16., für einmalige Leistungen, Witwengeld, Waisenrente schwankt zwischen 110,40 bis 230,40 m. ausstener( Beitragserstattungen noch aus Anträgen vor Inkraft treten der Reichsversicherungsordnung) 12 477,55.. für Hausgeld 115 183,36 M., für das Heilverfahren 1 450 879,81. 106 607 811,27 M. Soziales. Von den 13 754 Invalidenrentenanträgen wurden 9774 gleich rund 71 Proz. bewilligt und 2060 15 Broz. abgelehnt. Die 1r sache für die Ablehnung war allein in 1688 Fällen= 80 Broz. aller Zieht man das Resumee, dann steht fest, daß die Anstalt BranAblehnungen- noch nicht vorliegende Invalidität. Invalidität denburg noch nicht einmal die Hälfte der für Beitragsmarken einwird nicht als vorliegend erachtet, wenn der Arzt erklärt, daß der genommenen Summe für Alters, Invaliden-, Witwen- und Waisen Batient immer noch das gefenliche Lohndrittel auf dem allgemeinen rente zahlte. Dafür ist das Vermögen der Anstalt im Jahre 1918 Arbeitsmarkt verdienen kann. Das Lohndrittel in der Proving indessen ganz enorm gewachsen. Die Landesversicherungsanstalt Brandenburg schwankt zwischen 60 Pf. bis 1,20 M. Diese Art der Brandenburg hatte am 31. Dezember 1913 ein Vermögen von freisärztlichen Begutachtung erfährt eine eigentümliche Beleuchtung durch die Tatsache, daß in 264 Fällen im Berufungsverfahren die Ablehnungsbescheide der Versicherungsanstalt durch die Oberversicherungsämter aufgehoben und den Rentenbewerbern die Juvalidenrente zuerkannt wurde; in weiteren 171 Fällen ließ es die Anstalt erst gar nicht zu einer Entscheidung kommen, sondern er- Zur Erwerbsfähigkeit der Kriegsverstümmelten. Tannte die Invalidität an. Diese Tatsache illustriert das„ Erwerbsfähig"-schreiben durch die Kreisärzte in genügender Weise. In kann man Handarbeitern nach Verlust von Händen oder Füßen Wie können Kriegsverstümmelte erwerbsfähig gemacht werden? 214 Fällen erfolgte die Ablehnung der Invalidenrente wegen Nichterfüllung der Wartezeit. Von 100 Invalidenrentnern ent- noch eine Arbeitsmöglichkeit schaffen? Die Friedensarbeit der fallen auf die Männer 57,3; auf die Frauen 42,7. Am Jahres- Strüppelfürsorge hat vieles erreicht, was jetzt den Opfern des schluß 1913 zählte die Anstalt Brandenburg 64 359 Invaliden- Strieges zugute kommen soll. Wieviel da geleistet werden kann, rentner. Der Jahresdurchschnitt einer Invalidenrente schwankt wurde gestern in einer Versammlung verwundeter Soldaten( im zwischen 116,40 bis 281 0. Kaiserin- Friedrich- Haus) durch einen Lichtbildervortrag gezeigt. Der Vortragende, Generalarzt Dr. Brettner, wies in einer Insgesamt lagen im Berichtsjahr 1319 Anträge auf Bewilli- Ansprache an die Verwundeten darauf hin, daß nach dem Stampf gung der Witmen bzw. Witwerrenten vor; davon wurden 509 be- fürs Vaterland ihnen ein neuer Kampf, der Kampf ums Dasein, willigt und 272 abgelehnt. Anträge auf Bewilligung der Waisen bevorstehe. Aber die Zeiten, wo man für die Invaliden schlecht rente lagen 1727 vor; davon wurden 1432 anerkannt und 58 abge- forgte und ihnen als Gnadengeschenk den Leierkasten gab, feien lehnt. Auszahlung des Witwengeldesan Witwen bzw. Witwer, vorüber. Durch künstlichen Ersatz von Hand oder Fuß könne die Hinterbliebenenversicherung. lung des Arbeitgebers zur Zahlung des Lehnes bis Ablauf der Kündigungsfrist statt. In der Begründung heißt es: Es mag dahingestellt bleiben, ob die Fortsetzung des Betriebes durch den flagten weder nach dem Gesetz noch nach dem mit den Klägern von seinen Kunden nicht erhält. Dieser Umstand gibt dem Begeschlossenen Arbeitsvertrag ein Recht, die Kläger ohne weiteres zu entlassen. Die Fälle der berechtigten Entlassung sind in der Gewerbeordnung einzeln aufgeführt. Nach dem Gesetz ist es abec ein Grund, Gehilfen deshalb sofort zu entlassen, wenn durch Krieg der Betrieb für den Arbeitgeber nicht mehr lohnend ist. Aus diesem Grunde rechtfertigt sich die Verurteilung des Beklagten. Gerichtszeitung. " Ziehleute" als Erpresser. Die Richtigkeit des alten Sprichwortes:„ Dreimal umgezogen gleich einmal abgebrannt", bewahrheitete sich wieder einmal in einer Verhandlung, welche die 3. Straffammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Geheimen Justizrats Unger beschäftigte. " Angeflagt wegen Erpressung war der Fuhrherr Paul Witte. einen Möbelwagen bestellt und war nach langem Hin und Her Eine Frau N. Hatte bei dem Angeklagten zum 1. Januar d. d. mit W. dahin einig geworden, daß sie für den Umzug 25 M. zahlen sollte. Anstatt, wie vereinbart, um 1 Uhr mittags famen die Siehmänner" schon um 11 Uhr an, so daß sie die Zengin noch mitten in der angenehmen Beschäftigung des Einpadens antrafen. Die Sachen wurden nun, nur notdürftig verpact, auf die Straße getragen, eingeladen und nach der neuen Wohnung transportiert. Schon hierbei ließ der Angeklagte Bemerkungen, wie biel zu billig" u. a. fallen, und ging nicht gerade sehr vorsichtig mit den Möbeln um. Die Sachen wurden vor der neuen Wohnung auf die Straße gestellt und der Angeklagte mit den Zichleuten verschwand in einer nahen Destille, wo Striegsrat" gehalten wurde. verpackten Sachen vollständig verdorben wurden. Es begann zu schneien, und Frau N. lief händeringend auf der Straße umber, da die Gefahr vorlag, daß ihre nur notdürftig Nach einiger Zeit erschien aus der Destille ein Parlamentär", welcher der schon halbverzweifelten Frau mitteilte, daß beschlossen worden wäre, 50 W. für den Umzug zu verlangen, andernfalls die Sachen auf der Straße stehen bleiben würden. Als Frau N. diese Forderung ablehnte, trottete der Abgesandte wieder in die Kneipe zurüd. In ihre Sachen vor dem sicheren Verderben zu bewahren, erklärte sich) die Beugin schließlich bereit, die verlangten 50 M. zu zahlen. Der Staatsanwalt beantragte 6 Monate Gefängnis gegen den Anhinaus, da es sich um eine ganz gemeine und schamlose Erpressung geflagten. Das Gericht ging jedoch weit über diesen Antrag handele und verurteilte den Angeklagten zu 1 Jahr Gefängnis. Außerdem wurde W. sofort verhaftet. Spionageproze Berna, Bater und Sohn. Neben dem Krieg. Adlershof. Mittwoch, den 3. März, abends pünktlich 8 Uhr. findet im Jugendheim, Adlershof, Bismarckstr. 31, ein außerordentlicher Mädchenabend statt. Vortrag: Wert der Bildung für die weibliche Jugend. Briefkasten der Redaktion. E. G., Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof rechts, parterre, am Montag bis Freitag bon 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend bon 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage Briefliche ist ein Buchstabe und eine Bahl als Merkzeichen berzufügen. Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnement3quittung Aus Amsterdam schreibt man uns: Wie in früheren Kriegs- beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der epochen meldet sich auch jetzt im Rücken der Armeen die Landplage Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die des gemeinen Uebeltätertums. Sie ist in Belgien zuerst aufgetreten, Sprechstunde mit. als Hunderttausende in wilder Flucht über die Grenze ihre Heimstätten verloren hatten. Sie dauert namentlich in der an Holland grenzenden„ Kemper"- Landschaft fort. Eine Zuschrift an das Ut rechter„ Centrum" berichtet, daß die Diebstähle und Einbrüche täglich zunehmen. Sicher hat die schreckliche Not einen Teil der Schuld daran, immerhin weist die Art der Ausführung darauf hin, daß viele der Verbrechen von berufsmäßigen Uebeltätern verübt werden. So ist eine Reihe von Diebstählen in Veerle von einer Bande mit geschwärzten Gesichtern ausgeführt worden. Das Gericht von TurnHout hat fast täglich über Diebstähle zu verhandeln. Auch in der Gegend zwischen Brüssel, Charleroi und Mons sind gut organisierte Räuberbanden am Werk. In Custre wurde bei einem Einbruch der Sohn des Besizers von den Banditen getötet. es geht, wenn man nur will," und fragt den Rekruten weiter: Vor dem 2. Straffenat des Reichsgerichts unter dem Vorsitz Und wie heißt denn du?" Prompte Antwort:„ Kovacs Janos". des Senatspräsidenten Dr. Menge begann gestern früh die Ver- Der Oberst, ein wenig nervös:„ So... so, und wie heißt dein handlung gegen den Buchhalter Leo Berna und dessen Vater Lukas Vater?" Die gleiche Antwort:„ Kovacs Janos". Nun verläßt selbst Berna, welche des Spionageverbrechens angeklagt sind. den Obersten die Ruhe:„ Dummer Kerl!" schreit er... Da Der Angeklagte Lukas Berna( Bater), zuletzt Geschäftsreisender falutiert der Leutnant und sagt dem Obersten:" Melde gehorsamst: in Basel, ist am 27. Oftober 1850 in Winzenheim, Kreis Kolmar( E.) geboren. Den Krieg 1870/71 hat er als französischer Der Mann heißt wirkich so wie der Herr Oberst selber, und sein Unteroffizier mitgemacht, seit dem Friedensschluß ist er deutscher Water heißt auch so!" Reichsangehöriger. In Winzenheim hat er sich verheiratet. Er hat fünf Kinder. Lukas Berna hat früher in Winzenheim einen Weinhandel betrieben und viel Geld damit verdient; auch hat er sein Vermögen durch Erbschaften vermehrt. Er stand in besseren Zeiten in seinem Heimatsort in großem Ansehen und hat eine Reihe von Jahren ein Ehrenamt in der Gemeindeverwaltung bekleidet. Allmählich verschlechterten sich seine Verhältnisse und er geriet in Vermögensverfall. Im Jahre 1907 verzog er nach Dürkheim und war zuleht als Geschäftsreisender in Basel tätig. Leo Berna, der Hauptangeklagte, ist als das dritte Kind seines Vaters am 24. April 1881 in Winzenheim als Deutscher geboren. Er hat als Einjährig- Freiwilliger im Elsässischen Train- Bataillon Nr. 15 in Straßburg vom 1. Oftober 1907 bis 30. September 1908 gedient und ist jetzt Unteroffizier der Reserve. Von Oktober 1908 bis Sontmer 1910 war er Weinreisender. Im Jahre 1911 wurde er Buchhalter in Noveaut, dann Reisender in einer Weinhandlung in Basel, welche Stellung er bis 1913 innehatte. Seitdem war er ohne Stellung und wohnte bei seinem Vater in Basel. In der vorliegenden Sache sind zwei Eröffnungsbeschlüsse ergangen. Der erste ist vom Feriensenat des Reichsgerichts am 8. September 1914 erlassen und richtet sich gegen den Sohn Leo Berna. Dieser ist beschuldigt, feit 1909 im In- und Auslande vorsätzlich Schriften, Zeichnungen und andere Gegenstände, deren Geheimhaltung im Interesse der Landesverteidigung geboten war, in den Besitz und zur Kenntnis des französischen Nachrichtendienstes gebracht zu haben, obwohl er wußte, daß er dadurch die Sicherheit des Deutschen Reiches gefährdete. Der Eröffnungsbeschluß gegen Lukas Berna ist vom ersten Straffenate des Reichsgerichts am 23. Dezember 1914 erlassen worden. Dieser Angeklagte soll seit 1908 fortgesetzt im In- und Auslande, hauptsächlich in Basel, sich des Versuches der Spionage schuldig gemacht haben, und seit 1909 seinem Sohn Leo zu dessen Verbrechen Beihilfe geleistet haben. Die Verhandlung findet unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. " Kleine Nachrichten. Ein nachahmenswertes Beispiel. Jm Boltsblatt für Halle" lesen wir: Wie der„ Saale- Beitung" gemeldet wird, liefert die Domäne Barby. Bächter v. Dieße, an die Einwohnerschaft von Barby die Kartoffeln für 2,80 M. pro Zentner. Das ist ein vaterländisches Verhalten, fügt das Blatt hinzu. Wir unsererseits möchten den Herren v. Bagensfi- Seeben, BielerMerbig, Zimmermann- Bentendorf, Hochheim- Schafstädt, die auf ihren Gütern noch viele Taufende Zentner von Kartoffeln eingemietet liegen haben, dieselbe Vornehmheit empfehlen. Die Lektion. Inter dieser Ueberschrift gibt die Frankfurter Zeitung" im Feuilleton ein Kasernenhofgeschichtchen" wieder, das angeblich in Budapest passiert ist. Sie lautet: Ein Oberst kommt gerade dazu, wie ein Leutnant einen Rekruten zu drillen hat, und macht dem Temperamentvollen Vorwürfe, daß er jetzt mit den Menschen, die ihr Leben dem Vaterlande opfern, so grob umgehe. Der Leutnant entschuldigt sich:„ Der Kerl ist so dumm! Ich kann ihm nicht das cinfachste beibringen".„ Man erreicht alles mit Geduld", ents gegnet der Oberst und beginnt vor dem Leutnant die Arbeit selber. Wie heißt der Oberst des Regiments?" fragt er den Refruten. Prompte Antwort: Jllosvay György"." Nein, du irrst dich. So hieß er früber. Jetzt ists ein anderer. Also, wie heißt der?" Prompte Antwort:" Jllosvay György." Der Oberst wird etwas eindringlicher:„ Du irrst, dieser Oberst ist tot und begraben. Sieh her, ich bin es, der jetzt Oberst ist. Ich heiße Kovacs Janos. Kovacs Janos heißt dein Oberst. Also, wie heißt dein Oberst?" Prompte richtige Antwort:„ Kovacs Janos." Der Oberst sieht den Leutnant triumphierend an, als wenn er sagen wollte:„ Sehen Sie, Verband der Freien Volksbühnen Sonntag, 7. März 1915 III. Konzert mittags = 12 Uhr= in der Volksbühne, Theater am Bülowplatz. Der Königliche Opernchor unter Leitung von Professor Hugo Rüdel, Hofopernsängerin Barbara Miekley- Kemp( Sopran), Emmi Leisner( Alt), Hofopernsänger Cornelius Bronsgeest( Bariton). Karten zu 75 Pf. einschl. Garderobe auch für Nichtmitglieder an der Theaterkasse von 10 bis 2 Uhr, bei Wertheim, im Invalidendank und in den Zahlstellen des Verbandes der Freien Volksbühnen. Bekanntmachung. Mit Genehmigung des Versiche rungsamts der Stadt Berlin vom 22. Februar 1915 wird die durch das Geie vom 4. August 1914 für die Dauer des gegenwärtigen Krieges aufgehobene Familien ilfe bom 1. März 1915 ab im vollen satungsmäßigen Umfange wieder eingeführt. Die Ausstellung der hierfür erforderlichen Ausweise erfolgt wie bisher. Mit demselben Tage treten auch die übrigen sabungsmäßigen Mehr leistungen, die durch das erwähnte Gefeß aufgehoben waren, unter Beibehaltung des 4prozentigen Bei280/13 tragssages wieder in Straft. Berlin, den 26. Februar 1915. Der Vorstand der Betriebskrankenkasse der Stadtgemeinde Berlin. Kranzspenden sowie sämtliche Blumenarrangements liefert schnell und billig Paul Gross, Lindenstr. 69, Tel.Mpl.7203. Nonusön unnatürl. Blutröte des Gesichts, Blutäderchen. Pusteln usw. beseitigt am sichersten" Marubin". Seit fit. 25 Jahren mit mirtfaisten Erfolgen erprobt. M. 2,50. Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr.4 244/19 Arbeiter Gesundheits- Bibliothek Jedes Heft 20 Ptg. Parteiveranstaltungen. Vierter Wahlkreis. Montag, den 1. März, abends 8, Uhr: 3wei große Lichtbildervorträge. Im Gewerkschaftshause, Engelujer 15: Die Genossin Dr. Liebknecht. In den Prachtsälen des Oftens, Frankfurter Kunstschätze in Belgien und Nordfrankreich. Vortragende: Allee 48: Indien als Stüßpunkt der englischen Weltherrschaft. Vortragender: Genosse A. Wiel o ch. Treptow- Baumschulenweg. Dienstag, den 2. März, abends 81, Uhr, findet im Spreegarten" in Treptow eine öffentliche Versammlung statt mit dem Thema: Unsere Ernährung während des Krieges." Referent: Arbeiter sekretär Rudolf Wissell. Niederschöneweide. Dienstag, den 2. März, abends 19 Uhr, findet im Restaurant von Schulze, Brückenstr. 15, ein außerordentlicher fombinierter Bablabend aller Bezirke statt. Tagesordnung: Fortsetzung der legten Versammlung. Diskussion. Referent: Reichstagsabgeordneter Kunert. Steglitz- Friedenau. Der Bildungsausschuß veranstaltet Dienstag, den 2., 9., 16. und 23. März einen Bortragskursus über das Thema: Die jüngste Phase der kapitalistischen Entwickelung." Bortragender: Genosse Dr. Hermann Dunder. Lokal: Schellbase, Stegliz, Ahornstr. 15, Beginn der Vorträge 81, Uhr abends. Eintritts farten werden nicht ausgegeben, Eintrittspreis 10 Pf. pro Vortrag. Zehlendorf( Wannseebahn). Die Mitgliederversammlung des Wahl vereins findet Dienstag, den 2. März, abends 81, Uhr, bei Miet, Starlstraße 12, statt. Auf der Tagesordnung steht ein Bortrag: Unsere Ernährung während des Krieges. " Frauenleseabende. Montag, den 1. März, abends 8%, Uhr: Adlershof. Im Jugendheim. Vortrag des Genossen Sepp Derter über: Land und Leute in Belgien". Dienstag, den 2. März, abends 8 Uhr: Nowawes. Bei Hiemke, Wallstr. 55. Jahresbericht und Neuwahl der Leitung. Wilmersdorf. Bei Schilling, Lauenburger Str. 21. Vorträge der Genossinnen Frau Markussohn und Frau Dr. Rosenthal über: Die nährung im Striege". Neuwahl der Leitung. Donnerstag, den 4. März, abends 8 Uhr: Köpenick. Bei Stippekohl, Schönerlinder Str. 5. G. R. 25. 1. Blumenstr. 97. 2. Ja. 3. Von 2-3 Uhr... Neukölln. Darüber können Sie sich nur vom Arzt beraten lassen. G. 1. 1. Uns leider nicht bekannt. 2. Alle drei Bariationen fönnen angewendet werden. Für richtig halten wir bei alledem". 3. Ja. 98,82 Kronen. J. K. 40. Beim Verband der Schneider und Schneiderinnen, Sebaſtianſtr. 37/38, und beim Sattlerverband, Engelufer 15, können Sie Information erhalten.- St. 11. 1-3. Wenden Sie sich an den Vorfizenden des Arbeiter- Samariterbundes P. Hadelbusch, Berlin O 112, Dderstr. 2. Alles Nähere erfahren Sie dort. Einjährigen Zeugnis. Solche Bücher gibt es, find aber praktisch wertlos. In den seltensten Fällen gelingt es einem jungen Mann mit Volksschulbildung, das Ziel zu erreichen. Privatunterricht it unter allen Umständen notwendig, stellt sich aber sehr teuer, und bleibt der Evolg zweifelhaft. Sie würden gut fun, wenn Sie sich nach dem Marineamt, Königin- Augusta- Str. 38/42, bemühen wollte und dort Ihr Anliegen vortragen und um sachgemäße Belehrung ersuchen. - V. 5. 123. Da Ihre Frau nicht versichert ist, hat sie feinen Anspruch. 5. S. 00. 1. Für das Kind muß Antrag auf Unterstügung bei der Steuerfasse gestellt werden. 2. Wo das Kind in Pflege ist. 3. Ja. 4. Nein. 5. Klage beim Gewerbegericht. B. 22. Nein, die Forderungen find an den Mann geltend zu machen. 2. 5. 69. Der Gläubiger kann 30 Jahre 2. K. 15. Wenn feine vierwöchentliche Kündigungssist lang pfänden. gericht. vereinbart ist, sind Sie im Recht. Klagen Sie eventuell beim Kaufmannss E. N. 39. 1. Wegen Herzerkrankung zurückgestellt. 2. Sa. 3. 16. 1. Die Tochter hat Anspruch auf Unterstügung nach der neueren Bundesratsverordnung. 2. An die Steuertasse. 2. 3. 47. Wegen ge ringer Lungenerfrankung landsturmpflichtig. R. 132. Der Sohn muß die Pflichtfortbildungsschule besuchen. Der Lehrherr fann deswegen feinen B. B. 39. Erwirken Sie Zahlung durch Zustellung Einspruch erheben. eines Zahlungsbefehls. Die Verjährungsfrist beträgt jekt 3 Jahre. K. K. H. 9. Wegen Lungenerkrankung dienstuntauglich. Wahrscheinlich find Sie von jedem Militärdienst befreit. Wenn Sie aber Order bekommen, müssen Sie sich stellen. H. 100. Wegen böswilligen Verlassens kann M. B. Treptow. Nein. Klage auf Ebescheidung eingereicht werden. -2. C. 2. Sie und Ihre Kinder gelten als österreichische Staatsangehörige. Unterstübung wird durch den österreichischen Konjul gezahlt. 2. 16. 187. Ja, für das uneheliche Kind besteht Anspruch auf Unterstüßung. S. B. 11. Gerichtliche Bestrafung könnte nicht erfolgen. Höchstens könnte auf Lösung des Lehrvertrages geflagt werden. Sprechen Sie aber doch zuerst mit dem Meister selbft. Gesundbrunnen B. T. Wenn Sie nicht verheiratet sind, haben Sie feinen Anspruch auf Unterstügung. Für das Kind stellen Sie Antrag bei der Steuerkasse. m. 41. 1. Sie fönnen sich nur auf gütlichem Wege mit dem wirt einigen. Er kann Miete fordern für die ganze Zeit, für die der Mietsvertrag geschlossen ist. 2. Zur Versteigerung haben Sie fein Recht, Sie können die Ladeneinrichtung nur verkaufen. A. K. 100. Sie hätten die Zurücknahme des Zahlungsbefehls erwirken müssen. Jezt müssen Sie die Kosten tragen. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Markthallen.( Dhne Verbindlichkeit.) Sonnabend, den 27. Februar. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsenfleisch Ia 80-93, do. IIa 72-82, do. IIIa 65-70; Bullenfleisch la 72-84, bo. IIa 68-72; Stübe, jett 60-63, do. mager 50-55, do. dänische 48-55; Freſſer 60-70, Fresser, dänische, 48-60, Bullen, dänische, 53-64; Stälber ger. gen. 45-55. Hammelfleisch: Mastlämmer 88-98; Hammel Gr- Kalbfleisch, Doppellender 120-130; Deaſtfälber Ia 80-95, do. Ila 65-75 Ia 81-86, do. IIa 78-80; Schafe 80-87. Schweinefleisch: Schweine, jette 96-110, sonstige 84-95, dan. Sauen 72-75. dan. Schweine 75-80. Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 kg 0,00; weiße Raiserfronen 0.00; Magnum bonum 0,00; Woltmann 0,00-0,00; Borree, Schock 0,70-1,50; Sellerie, Schoo 5,00-10,00; Spinat 50 kg 15,00-22,00; Mohrrüben 6,00-7,50; Wirsingkohl Schud 8,00-14,00; Wirsingkohl 50 kg 9,00-10,00; Weißlohl Schod 8,00-14,00, 2eipfohl 50 kg 9,00-10,00; Rotfobl, Schod 8,00-15,00; Rotfobl 50 kg 9,00 bis Reinickendorf- Oft. Jm Jugendheim, Hoppestr. 32, wird Herr May 10,00; Grünkohl 50 kg 10,00-14,00; Stohlrüben 50 kg 5,00-6,00; Teltower 50 kg 12,00-16,00, Märkische Rüben 50 kg 8,00-18,00; Schütte in fünf Vorträgen die neuere Geschichte behandeln: Rüben 50 2. 8eitalter des Rosenkohl kg 20,00-30,00, 6,00--14,00; Meerrettich Schod 1. 3eitalter der Reformation. breißigjährigen Krieges. 3. 8eitalter der Revo Beterfilienwurzel Schodbund 4.00-6,00; Zwiebeln 50 kg 15,00-16,00, Apfelsinen: italienische 50 kg 4. 8eitalter des Befreiungstrieges. 5. 3eit- Rhabarber, Hamburger, 100 B5. 8-14. 300 St. 9,00-10,00, alter der Arbeiterbewegung. 16,00-18,00, dito 200 Stüď 8,00-9,00. Der erste Vortrag findet Dienstag, den 2. März, 200 St. 13,00-18,00, bito 300 Stüd 10,00-15,00, Messina 160 St. Messina Blutabends 8 Uhr statt. Die Teilnahme ist unentgeltlich, auch für er- 10,00-12,50, 200 St. 8,00-13.00, 300 St. 8,00-15,00. 80 St. 8,50-9,00, do. 100 St. 7,00-8,75, bo. 150 St. 7,00-10,00. Das Jugendheim ist geöffnet: Sonntag von 4-10 Uhr, Dienstag, Spanische 420 St. 22,00-30,00, bo. 714 St. 26,00-30,00, do. 1064 St. 28,00-32,00, do. 420 St. large 23,00-40,00. Donnerstag und Sonnabend von 7-10 Uhr. Iution, Jugendveranstaltungen. wachsene Genossen. 50 Mit Pf EN PATE bieten wir jedem Gelegenheit abgebildete moderne Zugampel ( Schmiedeeisen) ohne Preisaufschlag mit Mk. 18 anzuschaffen. Da Hängelicht bekanntlich 40-60 Proz. Gasersparnis erzielt, sind die Anschaffungskosten bald gedeckt. Falls andere Kronen erwünscht, entsenden wir Vertreter mit Abbildungen ohne Kaufverpflichtung. Kronleuchterfabrik Gustav Baum& Co., Neue Schönhauser Str. II. Verkaufsgeschäft: Mänzstr. 20. Bei Bestellungen bitten wir um telephonischen Anruf: Amt Norden 8066. Persil wäscht und schont Spitzenwäsche Henkel's Bleich- Soda Murcia Salem Aleikum Salem Gold Sigaretten für unsere Krieger durch die Feldpoft Preis No 3 4 5 6 8 10 3½ 4 5 6 8 10 Pfg. d. 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