Nr. 68.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: 3 Abonnements Breis pränumerandes Bierteljährl 3,30 M. monatl. 1.10 wöchentlich, 25 Pig. frei ins Haus Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags nummer mit illuſtrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Pg. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Bost Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart. für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal Rumänien, Schweden und die Schweiz Cricheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Big.( zulässig 2 fettgedrudte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morizolas. Nr. 151 90-151 97. Dienstag, den 9. März 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morisplak, Nr. 151 90-151 97. Hartnäckige Kämpfe in den Karpathen. Westlicher Kriegsschauplatz. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Ein gefährlicher Vorschlag. Der französische Tagesbericht. Paris, 8. März.( W. T. B.) Amtlicher Bericht bom 7. März nachmittags. Wir machten nördlich Arras im Gebiet von Notre Dame de Lorette, wo unsere Gegenangriffe uns gestatteten, mehrere Schüßengräben einzunehmen, weitere Fortschritte. Die Verluste des Feindes sind bedeutend. In der Champagne rückten wir nördlich Perthes und Beau Séjour vor. In den Vogesen nahmen wir nacheinander westlich Münſter zwei Gipfel des Großen und des Kleinen Reichsaderkopf ein. Der Freind machte zweimal von Mühlbach und Stoßweier, d. h. von Süden und Norden, Gegenangriffe, die wir beide völlig zurück schlugen. Wir nahmen unsererseits Inberg auf dem Nordufer des Fecht( 1 kilometer nördlich Sulzern) und vergrößerten diesen Erfolg weiter nördlich durch die Eroberung der Höhe 856 südlich Hohenhütten. Am Hartmannsweilertopf wiesen wir einen Gegenangriff eines deutschen Bataillons zurück, welches schwere. Verluste erlitt und zahlreiche Gefangene in unseren Händen ließ. Paris, 8. März.( W. T. B.) Amtlicher Kriegs. bericht von gestern abend: Nördlich Arras bet Notre Dame de Lorette versuchten die Deutschen einen Gegenangriff. konnten jedoch nicht vordringen. Sie unternahmen dann noch drei andere Gegenangriffe, welche ebenfalls mißlangen. In der Champagne westlich Berthes faßten wir in einem sehr Amtlich. Großes Hauptquartier, den 8. März 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bomben, die drei Belgier töteten. Feindliche Flieger bewarfen Ostende mit " Die Deutsche Tageszeitung" findet, daß die Landwirte von der Regierung schlecht behandelt werden. Das. Blatt des Bundes der Landwirte beklagt sich besonders darüber, daß die zur Beschaffung von Fleischdauerwaren verpflichteten Städte zu niedrigeren als den von den Händlern gebotenen Preisen enteignen können. Ginge es nach dem Herzen der Deutsch. Tagesz.", so hätte die Bundesratsverordnung zu lauten: Es Die Kämpfe in der Champagne dauern fort. wird als Grundpreis für die zwei Zentner schweren Schweine der jeweilige Marktpreis des Bezirkes angeBei Souain wurde der Feind gestern abend im nommen. gestern abend im nommen. Für die unteren Gewichtsklassen wird dann für Handgemenge zurückgeschlagen, nachts setzte der die Minderbewertung eine Stala feſtgeſetzt, etwa für die Gewichtsklasse 90 bis 95 Kilogramm 3 Mart niedriger, für Kampf wieder ein. In Gegend nordöstlich von die Gewichtsklasse 85 bis 90 kilogramm 6 Mark niedriger. Le Mesnil mißglückte ein feindlicher Angriff usw. nachmittags gänzlich. Unser nächtlicher Gegen- 25. Februar 1915 ist den zur Sicherstellung von Fleischvor Durch die Bundesratsverordnungen vom 25. Januar und angriff war erfolgreich. 140 Franzosen wurden räten verpflichteten Städten das Enteignungsrecht zugegefangen genommen. Jm Priesterwalde nordwestlich von Pont- aMousson wiesen wir französische Vorstöße ab. sprochen worden. Die Uebernahmspreise wurden für die Schweine von 60-100 Kilogramm Lebendgewicht nach den Ende Januar erzielten Notierungen bestimmt, während bei Schweinen über 100 Kilogramm die amtliche Preisfeststellung des von der Landeszentralbehörde bestimmten Schlachtvichmarktes und Abnahmeortes nach dem Durchschnitt der beiden In den Vogesen sind die Kämpfe in Gegend westlich von Münster und nördlich von Senn- letten Hauptmartttage vor dem Eigentumsübergang magheim noch nicht abgeschlossen. Deftlicher Kriegsschauplatz. Südlich von Augustow scheiterten russische ſtark befestigten Gehölz Fuß und machten Gefangene. Nörd Angriffe unter schweren Verlusten für den lich Perthes warfen wir einen Gegenangriff zurück. Wir gewannen auf der Suppe nordöstlich Le Mesnil Gelände und Feind. eroberten einen Schüßengraben nördlich von Beau Séjour. Im Walde von Consenvoye( nördlich Verdun) warfen wir einen Gegenangriff zurück. In den Vogesen rückten wir auf den Hängen des Reichsaderkopfes vor und machten Gefangene. Am Hartmannsweilertopf warfen wir fünf Gegenangriffe zurüd. Die Aushebung der Belgier. Von der holländischen Grenze, 8. März.( T. U.) Der Berichtfurzem alle unverheirateten Beigier von 18 bis 25 Jahren aufgeboten würden, um sich nad der Front in Frankreich zu begeben Diejenigen, die sich vor der amtlichen Aufforderung stellten, würden die den Kriegsfreiwilligen eingeräumten Vorteile genießen. Derselbe Berichterstatter teilt mit, daß seit dem 4. Februar die verheirateten Belgier nicht mehr in die Frontlinie gesandt würden. Aus La Panne, westlich von Nieuport wird vom 26. Februar gemeldet, daß gegen 10 Uhr morgens und nachmittags um 4 Uhr Sprengförper abgeworfen wurden. erstatter der„ Tyd" in Clute meldet, es fei jest ficher, daß binnen Das Garibaldikorps aufgelöst. gebend ist. Die Bundesratsverordnungen jezzen zwar hohe Uebernahmspreise fest, die nach einer Beit bestimmt sind, da die unerhörte Preistreiberei auf dem Schweinemarkt bereits in vollster Blüte stand. Aber da die infolge des großen Auftriebes verhältnismäßig billigen Magerschweine normiert worden sind, wurde die wüste Treiberei der Preise von Spedschweinen etwas gehindert. Ueberschreiten nämlich Diese Preise eine gewisse Grenze, so wird es für den Käufer Bei Lomza sind weitere Kämpfe im Gange. vorteilhafter, Magerschweine trop der im Verhältnis zum Lebendgewicht geringeren Ausbeute zu kaufen., Ganz verWestlich von Prasznysz und östlich Plock hindert kann die Sausie auf dem Speckschweinemachten die Russen mehrere vergebliche Angriffe. Bei Rawa schlugen unsere Truppen zwei russische Nachtangriffe ab. markt dadurch nicht werden, da die Fettschweine zur Berei tung von Dauerwaren besonders geeignet sind, aber trotz der lebhaften Nachfrage zur. Erzielung höherer Preise mit einem Erhaltungsfutter durchgehalten werden können, das im Verhältnis zu den während der Mast erforderten Quantitäten gering ist. Der Vorschlag der Deutschen Tageszeitung" geht nunt dahin, den hohen Preis der Fettschweine zuit Russische Vorstöße aus Gegend Nowe Miasto hatten keinen Erfolg. Die Zahl der ge- Grundpreis zu nehmen, nach dem sich gemäß einer fesſtfangenen Russen betrug dort 1500 Mann. Oberste Heeresleitung. zujeßenden Preisskala auch der Preis der Magerschweine zu bestimmen habe. Es soll aber zum Grundpreise nicht nur der Preis der teuersten, statt wie bisher der billigsten Schweine genommen werden, es soll auch in diesem Grund. preis das Gesez von Angebot und Nachfrage boll und ungehemmt zur Geltung fommen. Ausdrücklich spricht das Bündlerblatt von dem jeweili gen" Marktpreis. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 8. März.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 8. März 1915: Durch die noch andauernden Kämpfe in Russisch Erfüllung, so würde nicht nur das am stärksten fonGingen die Wünsche der„ Deutschen Tageszeitung" in Polen wurden vielfach Erfolge erzielt. Der Gegner wurde sumierte Fleisch horrend im Preise getrie Basel, 8. März.( W. T. B.) Nach einer Nachricht aus 2hon aus mehreren vorgeschobenen Stützpunkten und Schüßenlinien ben, es würden nicht nur die zur Anschaffung von Fleisch. wurde die Legion der Garibaldiner auf eine Weifung des Kriegs- unter starken Verlusten geworfen. Gleichen Erfolg hatte ein dauerwaren verpflichteten kommunen durch die Bezah ministeriums hin aufgelöst. Dies wurde den 700 italienischen kurzer Vorstoß unserer Truppen an der Front in Westgalizien, lung mutwillig hochgetriebener Preise zu einer ver stedfen Freiwilligen mitgeteilt, welche die Rückkehr des in Paris weilenden Peppino Garibaldi abwarten, um ihre Beschlüsse au faffen. Die- wo im Raume bei Orlice Teile der feindlichen Schüßen- Subventionierung der Landwirte trok ihrer an sich jenigen Freiwilligen, welche in Diensten Frankreichs verbleiben linien durchbrochen und eine Ortschaft nach blutigem Kampfe ungeheuer hohen finanziellen Kriegsbelastung gezwungen, es wollen, werden der Fremdenlegion zugeteilt werden, die anderen erobert wurde. Mehrere Offiziere und über fünfhundert würde auch mit den höheren Preisen der Schweine der Futterwert der Kartoffeln steigen. Da sich die fönnen mit Geleit an die Grenze von Italien zurüdkehren. Die Mann des Gegners find gefangen. Gründe der Auflösung sind nicht bekannt. In den Karpathen wird hartnäckig gekämpft. Im Regierung zu der Beschlagnahme der Kartoffeln nicht verstehen will, so gäbe es nur ein Mittel, die Landwirte von Raume bei Lupkow setzten die Russen gestern nachmittag einen der so rentablen Verfütterung der Kartoffeln abzuhalten und Die englische Verlustliste. Angriff mit starken Kräften an. Unter Einsetzen neuer Ver- ihnen eine reichliche Beschidung der städtischen Märkte schmadstärkungen wurden die gelichteten Reihen des Gegners stets hafter zu machen: eine nochmalige Erhöhung der erhöhten London, 8. März.( T. U.) Die englische Verlustliste, die erneuert und mit allen Mitteln vorgetrieben und der Angriff Startoffelhöchstpreise. Darauf will auch das Organ des Bunfür Offiziere die Tage bis zum 8. Februar, für die Mannschaften trot schwerer Verluste dreimal bis nahe an unsere Stellungen des der Landwirte offensichtlich hinaus. Es schreibt:„ Selbſt diejenigen bis zum 10. Februar umfaßt, gibt die Namen von 6 ge- vorgetragen. Jedesmal scheiterte der letzte Ansturm der die neuen Kartoffelhöchstpreise sind im Verhältnis zu den töteten und 18 verwundeten Offizieren an. Einer von diesen ge- Ruffen unter vernichtenden Verlusten an unseren Hindernis- Futtermittelpreisen noch immer zu niedrig." hörte dem kanadischen Kontingent an. Von den Mannschaften Warum sind sie zu niedrig? Weil im Januar der regel. werden 268 als gefallen, 467 als verwundet und 33 als vermißt linien. Hunderte von Toten liegen vor den Stellungen. In Lose Waſſeneinkauf der Städte zu einer künstlichen Schweineangegeben. Die schwersten Verluste haben die schottischen Garden einem anderen Abschnitt der Kampffront gingen eigene hausse geführt hat, weil sich die Regierung geweigert hat, erlitten, die 59 Zote zu beklagen haben. Das Königs- Schüßen- Truppen nach abgeschlagenen russischen Vorstößen überraschend die von der sozialdemokratischen Presse mit größtem Nachdruck forps figuriert mit 50 Berwundeten, die Northumberlandiüfiliere mit zum Angriff über, eroberten eine bisher vom Gegner stark geforderten Höchstpreise für Futtermittel festzuseken oder, 35 Verwundeten, das Wallifer. Regiment mit 84 Verwundeten. besetzte Kuppe und machten neuerdings zehn Offiziere und noch besser, alle Futtermittel zu beschlagnahmen und ohne Sonstige schwere Verluste erlitten die Coldstream Guards, die Sher- fiebenhundert Mann zu Gefangenen. Auch auf einer benach- Rücksicht auf die Privat wirtschaften, allein vom volkswood Jäger fowie die Argyll and Sutherland- Hochländer. Man barten Höhe wurden tausend Russen gefangen. wirtschaftlichen Vorteil geleitet, zu verteilen. Aber die Vorfieht jedoch jedoch aus den Verlustlisten, daß Anfang Februar eine In Südost galizien holte sich starke feindliche schläge der Deutschen Tageszeitung" mildern das Uebel nicht, Reibe Regimenter, die bisher die Laft der Gefechte nicht zu ſehr zu Kavallerie, die gegen einen Flügel unserer Stellungen isoliert sie verschärfen es. Ungehemmt steigende Schweinepreise enttragen batten, an die Front gezogen wurden. Es sind dies vor fesseln notwendig das tollste Profitstreben auf dem Futterallem die mittelenglischen Regimenter, die Northamptonshires, die vorging, cine empfindliche Schlappe. mittelmarkt. Niedrige Schweinepreise führen zu einer AbLoncolihires, Worcestershires und die Warwickshires, die jetzt an die fchlachtung vieler Tiere, weil sie den Verkauf von Startoffeln Reihe kommen. Auch die irländischen Regimenter werden mit berentabel und den Ankauf anderer Futtermittel unrentabel trächtlichen Verlusten erwähnt. machen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Die Berufung auf die hohen Futtermittelpreise und der in feindlicher Gefangenschaft befindlichen Soldaten machen und auf[ regierungen und Parlamente auf das bringendste aufgefordert Versuch, dadurch hohe Schweinepreise zu rechtfertigen, ist höchst diese Weise eine verführerische Wirkung auf unsere Truppen aus- werden, ungesäumt für eine Verständigung der Balkanstaaten unglücklich, denn die auf den Zukauf von Futtermitteln an üben. Die Verbreitung solcher der Wahrheit nicht entsprechenden zur gemeinsamen Verteidigung gegen einen drohenden feindlichen gewiesenen Bauern und Schweinezüchter werden ihre Schweine Mitteilungen bei den Truppen und Dienstpflichtigen erscheint un Einfall und zur Grundlegung eines Bundes der Balkanstaaten erwünscht." Dieselbe Stelle erließ am 29. Januar folgende als wenigstens schon zum großen Teil verkauft haben. Nur die ganz geheim bezeichnete Beijung über die Behandlung deutscher einzutreten. Weiter fordert die Versammlung die Regierungen der mittleren und Großbauern können sich den Lurus leisten, friegsgefangener Offiziere:„ Nach Mitteilungen, die dem Stab des Balkanländer auf, gemeinsam mit den neutralen Staaten mit ihren großen selbstgeernteten, also billig erzeugten Futter- Duenaburger Militärbezirts zugegangen sind, sind in letzter Zeit schleunigst Schritte zu unternehmen, um die friegführenden mittelvorräten die Schweine in der süßen Hoffnung auf noch wieder Fälle beobachtet worden, in denen Kriegsgefangenen, be- Mächte zur Beendigung des Blutvergießens höhere Preise durchzuhalten. sonders Offizieren, zuweitgehende Aufmerksamkeiten und Vergünsti- Friedensschluß zu veranlassen. Schließlich appelliert die VerDie„ Deutsche Tageszeitung" beklagt auch lebhaft den gungen zuteil wurden. Der Oberkommandierende des Bezirks be- fammlung eindringlichst an die Arbeiter der kriegführenden Mangel an Bestimmungen über den Gang der Enteignung. fiehlt daher die ſtrengste Befolgung folgender Vorschriften: 1. Kriegs- Länder und der ganzen Welt, sich gegenseitig brüderlich die Jede Kommune könne ohne Rücksicht auf den Bedarf einer gefangene Offiziere find in Bagen dritter Klaffe, aber getrennt von Hände zu reichen und sich geschlossen durch die internationale anderen, deren Bedarf vielleicht größer sei oder deren geogra- bei sich behalten; diese sind vielmehr mit den übrigen Mannschaften Solidarität um das Banner des Sozialismus zu scharen, um den Mannschaften, zu befördern. Sie dürfen ihre Burschen nicht phische Lage ihr das Vorrecht auf die Uebernahme der in zu befördern. 2. Als Offiziersquartiere sind die gleichen Räume einen Frieden auf der Grundlage der Freiheit und Brüdereinem Bezirke abzuschlachtenden Schweine. gäbe, Schweine wie für die Mannschaften auszusuchen, aber getrennt von diesen. lichkeit der Völker herbeizuführen. Die Versammlung sprach enteignen, also in fremdem Jagdrevier wildern. Es er- 3. Die Offiziere erhalten dasselbe Essen wie die Mannschaften. den serbischen und rumänischen Genossen für ihre tapfere übrigt sich der Hinweis, daß wir jeder geordneten, sozusagen Besondere Vergünstigungen sind durchaus unstatthaft. methodischen Abschlachtung der Schweine und der wohlorganisierten Verteilung des Gefrierfleisches und der Fleischdauerwaren nicht nur bereitwillig zustimmen, sondern die Erfüllung dieser Wünsche der„ Deutschen Tageszeitung" als Vorausseßung einer erfolgreichen Sicherung der deutschen Volfsernährung erklären. Gerade die sozialdemokratische Bresse hat mit dem Hinweis auf den überaus bedauerlichen, aber unleugbaren Mangel an Futtermitteln und die augenscheinliche Knappheit an Kartoffeln, die organisierte Ahschlachtung aller Schweine mit Ausnahme der Zuchtsauen und Statistiker fürchten einen vorzeitigen Kartoffelmangel, wenn der Verfütterung nicht schleunigst Einhalt getan wird. Was aber fordert letzten Endes die Deutsche Tageszeitung"? Daß die Verfütterung von Kartoffeln rentabler gestaltet wird! Unterschrift( unleserlich) Oberst". Der türkische Krieg. W. T. B. Die Beschießung der Dardanellen. " Haltung im Sinne des internationalen Sozialismus ihre wärmste Sympathie aus und protestierte entschieden gegen die grausame Verurteilung der unerschrockenen sozialdemokratischen Dumaabgeordneten durch den barbarischen russischen Despotismus. Belgiens Schicksal. Man hat es gerade während der Kriegszeit als eine der besten Konstantinopel, 7. März.( W. T. B.) Das Haupt- und dem Deutschen allein eigentümlichen Eigenschaften bezeichnet, daß Eber gefordert. Alle einfichtigen und wahrheitsliebenden quartier teilt folgende ergänzende Einzelheiten über das stebe. Db diese Eigenschaft tatsächlich in größerem Umfang in Er quartier teilt folgende ergänzende Einzelheiten über das er auch den Auffassungen fremder Nationen gerecht zu werden verjeſtic“ und„ Irresistible" verstärkten die feindliche Flotte, aber scheinung getreten ist, bleibt eine Frage, die wir jetzt nicht untersuchen durch das Feuer unserer Batterien wurde ein französischer Panzer- wollen. Immerhin besteht darüber wohl kein Zweifel, daß es die freuser außer Gefecht gesetzt und ein englischer Banzerkreuzer be- Pflicht jedes Mannes iſt, der sich ein eigenes Urteil über den schädigt. Infolge unserer Beschießung zogen sich die feindlichen Strieg bilden will, auch die Beweggründe aller anderen friegSchiffe um 34 Uhr zurück und stellten das Feuer ein. Unsere führenden Nationen zu studieren. Kürzlich hat der imperialistische Schriftsteller Paul Rohrbach mit Recht die Unwissenheit über das Batterien haben keinerlei Schaden gelitten. Ausland als eines der schlimmsten Hemmnisse für die Fortschritte des eigenen Landes bezeichnet. Es sind daher alle literarischen Erscheinungen zu begrüßen, die uns die Urteile des Auslands über den Krieg in deutscher Sprache zugänglich machen. Der Untergang der russischen 10. Armee. Ein französisches Expeditionskorps. Die Kriegslage an den Dardanellen. Berlin, 8. März.( W. T. B.) Von bestunterrichteter Seite geht uns über die Lage bei den Dardanellen die folVon den Staaten, die bisher in den Krieg hineingeriffen wurden, Aus dem Großen Sauptquartier wird uns über den gende Mitteilung zu: Die Meldungen der englischen Admi hat Belgien vielleicht am meisten und unmittelbarsten unter den Untergang der russischen zehnten Armee noch folgendes geschrieben: ralität, die von bedeutenden Erfolgen der Verbündeten bei Schrecknissen des Krieges leiden müssen. Nun ist seit Monaten Am 21. Februar hatten die Reste der zehnten Armee im den Angriffen auf die Dardanellen zu berichten wissen, sind in Deutschland die Auffassung berbreitet worden, daß Belgien an Augustower Forste die Waffen gestreckt, nachdem alle Versuche des augenscheinlich nur darauf berechnet, einen moralischen Druck seinem Schicksal selbst schuld ſei. Es ist nur billig von denen, die russischen Armeeführers Generals Sievers, mit den ihm verbliebenen über den Bobr und nach Grodno entfemmenen Armee- auf die Balkanstaaten auszuüben und bei den Neutralen nach des Reichskanslers Wort wenigstens zu Beginn des Krieges teilen die eingefesselten vier Divisionen herauszuhauen, unter Stimmung zu machen. Tatsächlich hat aber noch kein Fahr von einem Unrecht gegenüber Belgien sprachen, nun auch die Ant schwersten Verlusten gescheitert waren. Der Wald von Augustowo zeug der Verbündeten bisher das Minenfeld erreicht. Keine wort und Verteidigung der nachträglich Beschuldigten zu hören. barg nun eine ungeheure Beute. Sie zu bergen war keine Kleinig- einzige Mine ist weggeräumt. Die Landungsversuche am Der belgische Universitätsprofessor Dr. Emil Bagweiler hat keit, da die deutsche Truppe auch in den auf die Kapitulation 5. 6. W. bei Kumkaleh und Sedulbakr sind völlig gescheitert. unter dem Titel: Hat Belgien fein Schidial ver. folgenden Tagen eine Anzahl russischer Angriffe abzuwehren hatte, An beiden Stellen wurden die Angreifer unter großen Ver- i chuldet?" ein Buch( Verlag: Art. Institut Orel Füßli, Zürich die von frischen feindlichen Truppen aus der Festung Grodno heraus und über den Bobr hinweg geführt wurden. Troßdem trafen lusten durch Bajonettangriffe türkischer Truppen zurück- 1915. 276 S. Preis 2 M.) herausgegeben, dessen Darlegungen in schon vom 23. Februar ab die ersten erbeuteten Geschüße in Suwalfi geworfen und ins Meer getrieben. Die inneren Dardanellen- Deutschland wenigstens gehört werden sollten. Das Buch ist selbstund Augustom ein, deren Zahl sich von Tag zu Tag vermehrte, so forts haben noch gar nicht in den Kampf eingegriffen. Die verständlich vom belgisch- nationalen Standpunkt geschrieben, aber daß hier große Parts von je achtzig bis hundert Geschüßen jeden Stimmung in Konstantinopel ist ruhig und zubersichtlich, das daraus werden diejenigen, die ihre eigene Nation über alles stellen Stalibers entstanden. Längere Zeit beanspruchte die Bergung der politische und wirtschaftliche Leben geht seinen gewohnten und in allem rechtfertigen, dem Verfasser am wenigsten einen Vorübrigen Beute. Da lagen ungeheure Mengen in dem Waldgebiete Gang. wurf machen können. Auf den Inhalt des Buches im einzelnen einöstlich von Augustow bis hinauf nach Matatze. Auf der großen zugehen, müssen wir uns leider versagen. Das erste Kapitel gibt Straße nach Grodno zwischen Augustow und Lipszk waren allein ein Bild über die guten Beziehungen zwischen Deutschland und etwa fünfzig vollgefüllte russische Munitionswagen stehen geblieben. Paris, 7. März.( W. T. B.) Amtliche Mitteilung Belgien bis zum Abend des 2. Auguft, dem Tage des Ultimatums Auch der Weg über Czarnybrod- Rudaffa- Supotzkin zeigte auf Schritt und Tritt die Spuren des russischen Rückzuges. Nahe diesen des Kriegsministeriums: Angesichts der Lage in an Belgien. Zwei weitere Abschnitte behandeln die Stellung der beiden Straßen begegnet man im Forste überall flüchtig aufge- den Dardanellen und um auf jede Eventualität vorbereitet zu verschiedenen Großmächte zu Belgiens Neutralität, vornehmlich worfenen russischen Schüßengräben und Schützenlöchern ſowie sein, hat die Regierung beschlossen, ein Expeditions. in den ersten Tagen des August. Ein weiteres Kapitel versucht notdürftig errichteten Grdhütten oder Erdlöchern. Schier unin der deutschen Preffe erhobenen Vorwürfe über Die gewisse ermeßlich wurde die Beute in dem Grodno südöstlichsten torps in Nordafrika zu fonzentrieren. ein illoyales Verhalten Belgiens gegen Deutschland zurückzuweisen. Teil des Augustower Forftes, wo die eingefeffelten vier Divi- Truppen sollen auf das erste Signal zur Einschiffung bereit Der legte Abschnitt erörtert in der offiziellen deutschen Litefionen die lebten Tage zubrachten und wo sie schließlich sein, um an die Stelle befördert zu werden, wo ihre An- ratur vertretene Kriegsregeln und ihre Anwendung in Belgien. auch kapituliert haben. Bei dem Vorwerke Bjubinowo Art. wesenheit durch die Umstände erforderlich sein wird. zählte man allein hundert Kriegsfahrzeuge aller Losgerissene Artillerie- und Bagagepferde umschwärmten au Die Kämpfe im Kaukasus. Duzenden das Vorwerk, viele davon trugen noch ihre ganzen Geschirre, andere hatten sich dieser schon entledigt. Aehnliche Bilder Petersburg, 8. März.( W. T. B.) Im Rjetsch" meldet ein waren bei den Dörfern Markowitz und Bogatyri zu beobachten. Bei Berichterstatter: In den Kaufajustämpfen zeigen die Türken eine Wolfusch betrug die Zahl der legengeblienenen Munitionswagen und Fahrzeuge der Gefechtsbagage mehrere hundert. Ganze Stapel überraschende Hartnädigkeit und einen todesverachtenden Mut. Die russischer Gewehre waren hier aufgeschichtet, daneben lagen Fern- Türfen werden auch unterschäßt durch die topographische Lage, die sprechgerät und Geschirre in großer Zahl. Am größten aber war sie vorzüglich ausnüßen. Besonders vorzüglich schlagen sich die das Bild der Zerstörung in den Waldgelände zwischen Gut Wol- Konstantinopeler Truppen. Der Berichterstatter erzählt von einer tusch und Vorwerk Mlyned. Hier lagen ganze russische Bagage- fleinen Abteilung türkischer Truppen, die vor einer erdrückenden tolonnen, die vom deutschen Artilleriefeuer niedergemacht worden russischen lebermacht weder flüchteten noch sich übergaben, sondern waren. Bei Vorwert mlyned erlitt eine anscheinend im Uebergang bis zum letzten Augenblid im Bajonettkampf standhielten und über den Wolfuschbach begriffene Munitionskolonne ein gleiches schließlich niedergemacht wurden, obwohl sie Gelegenheit gehabt Schidial. Die gefüllten Munitionswagen lagen hier teilweise unt- schließlich gestürzt rechts und links des Weges beiderseits des Baches. Einige hätten, bie Stellung zu räumen. Fahrzeuge wurden von den durchgehenden Pferden bis ans Wasser gezogen und tippten hier um. In dem tiefen Mühlenschachte hingen zwei Pferde, die in ihrer Verzweiflung hineingesprungen und fotrgeworfen oder bei der Kapitulation liegengeblieben waren. Zugleich gibt er Aufklärung über die Garde civique( Bürgerwehr) und ihre Teilnahme am Kampfe. Selbstverständlich fordert eine Reihe von Behauptungen Way weilers in allen Kapiteln zu kritischen Bemerkungen heraus. Ihre Zurückweisung im Rahmen dieser kurzen Besprechung ist aber nicht möglich; in der deutschen Presse ist ja bisher auch stets die deutsche Beurteilung aller Vorgänge zur Genüge zum Ausbrud gelangt. Englische Kriegskosten. Finanzielle Folgen des Krieges für Frankreich. Paris, 7. März.( W. T. B.) Jm„ Radical" läßt sich über die finanziellen Senator Perchor Englische Kriegskosten und Steuern bespricht der Börsenbericht. erstatter der„ Morning Post" vom 1. März. Diefelben betrugen- in den verfloffenen acht Monaten 362 000 000 Pfund Sterling einschließlich Vorschüsse an Kolonien, Rußland, Belgien usw. scheinend wird kein Budget für das laufende Jahr aufgestellt oder nur eines in rohen Umrissen. Neue direkte Steuern werden 1914 und in der ersten Zeit des neuen Finanzjahres erhoben werden. Im hinuntergestürzt waren, da sie anscheinend die Brücke selbst ver. Zum Rücktritt des griechischen Kabinetts. 1915 Kaum gefordert. Neue indirekte Steuern sollten wenigftens sperrt vorgefunden hatten. Bei Bartnicki und Staroshingy findet Paris, 8. März.( W. T. B.) Die Blätter messen dem Zusatzbudget vom letzten Herbst waren die neuen Steuern, sowie die man die Spuren des letzten russischen Widerstandes in Gestalt von Schützengräben und Erblöchern. Von hier aus machten die Ruffen Rücktritt Venizelos große Bedeutung bei und glauben, Einkommensteuer- Erhöhung um ein Drittel eingefegt, fie wurden auf die legten Versuche, den eisernen deutschen Ring zu durchbrechen. daß die öffentliche Meinung Griechenlands, welche ihren 15 500 000 Pfund Sterling und auf 65 000 000 Pfund Sterling fir Auf der Wegftrede zwischen Mlyned und Bartnici lagen hunderte Willen bereits zum Ausdruck brachte, sich nicht von dem 1915/16 geſchäßt. schwerer russischer Granaten, die hier von den Kanonieren entweder Wege abbringen lassen werde, auf dem die wahren Freunde falls nötig, durch proportionelle Erhöhung der Einkommensteuer, Falls der Krieg bis in den Herbst hinein dauert, müßte man, Bon nicht unerheblichem Interesse ist eine Reihe russischer Be- Griechenlands diesen Staat zu seinem wahren Schicksal wenn auch in fleinerem Maße, ähnliche Borsorge wie voriges Jahr fehle, die in den Befehls- und Telegraphenbüchern der Bagagen der führen würden. Eine Athener Meldung schildert die Feier treffen. höheren Stäbe gefunden wurden. Wir geben den Worilaut von des Jahrestages der Einnahme von Janina. einigen dieser Befehle hier wieder: Das Oberkommando der russischen zehnten Armee erläßt am fünften Dezember den folgenden Die Bevölkerung durchzog die Straßen Athens unter HochBefehl:" Der Oberbefehlshaber hat pünktliche Befolgung des Be- rufen auf den König und Venizelos. fehls der Obersten Heeresleitung angeordnet, wonach beim AnLandeseinwohner i m griff alle männlichen Köln, 8. März.( W. T. B.) Der Kölnischen Zeitung" arbeitsfähigen Alter vom zehnten Lebensjahr wird aus Berlin gemeldet: Es bestätigt sich, daß der Rücktritt ab vor sich herzutreiben sind." Befehl vom 5. Dezember: Venizelos' sich ohne schwere Erschütterungen vollzog. Der Oberbefehlshaber der Nordwestfront teilt telegraphisch mit, Die Aussichten auf die Bildung eines Ministeriums, das Folgen des Krieges aus. Er berechnet, daß Frankdaß bei ihm täglich Klagen der Landeseinwohner über Plünderung Griechenlands neutrale Politit bis auf wei- reich über zwanzig Milliarden für Kriegszwecke einlaufen. Es sollen dagegen die schärfsten Maßnahmen ergriffen ausgeben würde, wenn der Krieg bis Ende 1915 dauerte. werden. Es sind Fälle vorgekommen, daß feindliche Truppen unsere teres fortsehen würde, sollen günstig stehen. Hinzutomme noch die Entschädigung, welche der Staat für Dörfer durchzogen und diese völlig unberührt ließen, während Kriegsschaden zahlen müsse, sowie die Nenten an Invaliden unsere eigenen Truppen diese Dörfer hinterher ausgeplündert haben. Es ist sehr bedauerlich, daß solche Fälle in unserer Armee und an die Familien von Striegsopfern. Sur Tilgung dieser vorkommen." Befehl vom 7. Februar:" Der Höchstkommandierende Staatsschuld müsse in jedes Jahresbudget eine Summe von hat befohlen, auf die sich häufenden Fälle des Fehlens jeder VerSofia, 8. März 1915.( Pribattelegramm des ungefähr einer Milliarde eingesetzt werden, was die Erhöhung bindung längs der Front und bei den hintereinanderliegenden Vorwärts") Auf Anregung der bulgarischen SozialTruppenteilen hinzuweisen. In dieser Hinsicht ist die Nachlässigkeit soweit gegangen, daß lebthin zwei zum Angriff angesetzte Truppen- demokratie fand heute unter dem Vorsiz des Sobranje- aller Steuern um zwanzig Prozent nötig machen werde, foteile statt gegen den Feind, gegeneinander selbst vorgegangen sind abgeordneten und Vorsitzenden des bulgarischen Partei- fern nicht die Ausgaben für Rüstungen start eingeschränkt und sich im Feuergefecht Verluste zufügten, wobei sie erst auf Ent- vorstandes( der sogen. Engherzigen), Dimiter Balogiems, werden könnten. Während die Staatsschuld anschwoll, sei die fernung eines Bajonettangriffs halt machten." Befehl vom 9. Fe- hier eine große sozialdemokratische Baltan produttive Straft des Landes infolge des Strieges start geFruar( Rüdzugsbefehl): Geschüße, die nicht mitgenommen werden versammlung statt. An der imposanten Friedenstund. funten. Das Land lebe während des Arieges großenteils zunehmen und wenn möglich in den nächsten See zu versenken. gebung nahmen über 5000 Personen teil, die die Vertreter vom Kapital, da der Krieg viele Industrien lahmlege. Um die Die Geschosse sind mitzuführen und wenn dies unausführbar, zu der Nachbarländer, den serbischen Stupschtinaabgeordneten Folgen dieser ungeheuren Ausgaben und Verluste wett Mitglied des zumachen, müsse Frankreich seine wirtschaftlichen Kräfte besser, verfenten."( Nach Gefangenenaussagen wurden in Ostpreußen Dragisch Laptschewitsch und das schwere Geschüße vergraben und die betreffende Stelle mit einem rumänischen Parteivorstandes, Etaterina Arbora, als es bisher geschehen sei, ausnüßen. Frankreich müsse Holzfreuz versehen, um ein Russengrab vorzutäuschen.) Der Chef aufs herzlichste empfing und ihren Ausführungen stürmischen bereits während des Krieges bemüht sein, den Absaz seiner der Gendarmerie des Krieses Suwalti ordnete an:" In Tester Zeit Beifall spendete. Namens des bulgarischen Proletariats " Friedensdemonstration der Balkansozialisten. beginnen Briefe unserer Kriegsgefangenen einzutreffen. Gift sprach Parteisekretär und Sobranjeabgeordneter Georg Erzeugnisse auf dem Weltmarkte zu steigern. Endlich sei es aufgefallen, daß Briefschreiber, um ihre Briefe schneller zum Ziele Strykow. Die Versammlung nahm zuletzt einstimmig eine nötig, der durch die Arbeitslosigkeit entstandenen Krise zu gelangen zu lassen, zu der List greifen, das Leben in der Gefangen- Resolution an, in der schärfstens Proteft gegen die steuern, aber nicht durch staatliche Geldunterstützung, welche ichaft in günstigem Lichte erscheinen zu lassen. Die unintelligenten Empfänger dieser Briefe können sich hierdurch eine verkehrte Vor- nationalistische Politik der herrschenden Klassen und der Re- die Arbeitskraft einschläfere, sondern durch Zuweisung von stellung der, wie bekannt, sehr schroeren Lebensbedingungen unserer gierungen der Balkanländer eingelegt wird und die Baltan- Arbeit an die Arbeitslosen. Teuerung in Petersburg. Peicrsburg, 8. März.(W. T. B.) Hier herrscht eine erhebliche Teuerung für alle Lebensmittel, besonders für Fleisch, Butler, tlloggenmehl und Hafer. Muköen! In diese Tage des März vor zehn Jahren fallen die ersten Zeltungsnachrichten von einer Riesenschlacht im fernen Osten, deren schließlicher Ausgang nicht ohne entscheidende Oedeutung für die Weltpolitik des folgenden Jahrzehnts bleiben sollte. In atemloser Spannung harrte damals die ganze Welt der ersten offiziellen japanische» Meldungen über den Erfolg der W tägigen Schlacht um Mulden; denn schon in den ersten Tagen des März meldeten offizielle russische Telegramme, daß die Japaner auf der ganzen ausgedehnten Front von 16(1 Kilometern— man bekam einen Vorgeschmack von den Dimensionen einer modernen Schlacht — zum energischen Angriff übergegangen seien, der nicht ohne bedeutende Erfolge der Japaner und erhebliche Verluste auf russischer Seite vor sich gehen soll. Die überlegene Kriegs- führung der Japaner zeigte sich nicht zuletzt auch darin, daß sie erst dann Meldungen machten, wenn eine Aktion ihren Ab- schluß erlangt hatte. Wenn schon die sonst großmäuligen KriegSdepescheil des russischen Hauptquartiers den Erfolg der japanischen Waffen zugeben mußten, dann konnte die Nieder- läge der russischen Armee unter Kuropatkins Führung nur eine furchtbare sein. Am 12. März verbreitete dann end- lich das Kabel folgenden trockenen Bericht des japanischen Oberbefehlshabers O y a m a:„Tie Russen ließen 26 566 Ge- fallene auf dem Schlachtfelde. Von uns sind erobert worden: 2 Fahnen, etwa 66 Geschütze, 66 666 Gewehre, 156 Munitions- wagen, 1666 Waggons, 266 666 Artilleriegeschosse, 25 Millio- neu Gewehrpatronen, 15 666 Koku Getreide, 55 666 Koku Futter, 15 Meilen Feldeisenbahnschienen, 2666 Pferde, 23 Wagen, in denen sich Karten befanden, 1666 Wagen mit Kleidungsstücken, 1 Million Portionen Brot, 76 666 Tonnen Brennmaterialien, 66 Tonnen Heu, eine Anzahl Viehzelte, Werkzeuge, Draht, Telegraphenpfähle, Betten usw.... Alle unsere Streitkräfte sind nach dem Norden vorgerückt und ver- folgen den geschlagenen Feind in allen Richtungen." Als am 16. März das mörderische Ringen bei Mukden durch die Eroberung von Tieling, des stark befestigten Schlusiels zur Süd-Mandschurei, ihren Abschluß fand, ergab sich als das Endergebnis der Verlust auf russischer Seite von 89146 Toten und Verwundeten und 36 666 Gefangenen, während die Gesamtverluste der Japaner nach ihrer eigenen Angabe 41666 an Toten und Verwundeten betrugen. Die Japaner waren allerdings auch so erschöpft, daß sie an eine Wiederholung des Angriffs nicht denken konnten. Die Schlacht bei Mulden stand mit diesen Zahlen als die blutigste auf den Blättern der Kriegsgeschichte verzeichnet; zum Vergleich sei angeführt, daß nach der Schlacht bei Tedan 122 666 Tote und Verwundete die Wahlstatt bedeckten! Doch was war der politische Erfolg dieser ent- scheidenden und letzten Schlacht des russisch-japanischen Krieges? Dem imperialistischen Drange Rußlands, mit der Er- oberung Konstant i n o p e l s eine Zufahrtsstraße in das offene' Meer zu bekommen, war durch den Ausgang des Krim- kriege» in den Jahren 1853/54 bis auf weiteres ein Damm entgegengesetzt worden, so daß es sich mit verdoppelter Energie auf die Einbeziehung Asiens in seine Interessensphäre warf, um hier�im Siiden an den Indischen Ozean und im 'Osten an den Stillen Ozean zu gelangen. Die diplomatischen Erfolge waren hier günstiger, als die kriegerischen in Europa. Im Jahre 1866 erhielt Rußland durch einen Vertrag mit China das Gebiet links des Amur, zugleich wurde der Hafen Wladiwostok gebaut. 1875 ging die Insel Sachalin— bisher japanisch— in russischen Besitz über, und 1891 begann der Lau der großen sibirischen Bahn, die den fernen Osten Asiens durch den Schienenstrang mit dem europäischen Rußland in engste Verbindung bringen sollte. Als 1895 nach dem Chinesisch-Japanischen Kriege Japan in den Besitz der Halbinsel Liautung mit Port Artbur gelangte, war es wieder Ruß- laich, das in Gemeinschaft mit Frankreich und Deutschland durch eine Intervention Japan um seine Siegesbeute brachte. Damit begann die Austeilung Chinas durch alle europäischen Großmächte, der erst durch de» Russisch-Japanischen Krieg und später durch chie Chinesische Revolution ein vorläufiges Ende bereitet werden sollte. Rußland war im Sommer 1963 auf deni besten Wege, sein Ziel, die Herrschast über den oft- asiatischen Teil des Stillen Ozeans zu erreichen. Die trans- sibirische und die transmandschnrische Bahn wurden fertig, Port Arthur mit 53 Forts und 666 Geschützen zu einem Kriegshafen ersten Ranges umgestaltet. Admiral Alerejeff zum Statthalter des Amurgebietes, in Wirklichkeit der ganzen Mandschurei und Koreas ernannt. Für Japan, das die russische Politik in Ostasien mit Argusaugen verfolgt hatte, war diese Ernennung das Signal tür die künftige Auseinandersetzung mit Rußland. Schon 1962 hatte die japanische Diplomatie mit England ein Bund- nis abgeschlossen, um im Falle eines Konflikts mit Rußland den Rücken frei zu haben. Denn auch das Albion des Stillen Ozeans wird durch seine ökonomische Eistwickelung auf die Bühne des Imperialismus gedrängt. Mukden bedeutet in der Reihe der japanischen Siege Über die Russen vom Februar 1964 an bis zum März 1965 den Gipfel der militärischen Kraftentfaltung des kleinen Jnselvolks gegenüber dem russischen Weltreich. Mit Japan trat eine Weltmacht auf den Plan der Geschichte. Mit dem Russisch-Japanischen Kriege wurde der Schwerpunkt der aus- wärtigen Politik noch dem Stillen Ozean mit seinen angrenzenden reichen Ausbeutungsgebieten für den imperia- listischen Kapitalismus verlegt, während 466 Jahre lang der Atlantische Ozean der Hauptschauplatz des Weltver- kehrs unter der bürgerlich-nationalen Aera des Kapitalismus gewesen war. Die Schiacht bei Mukden läutete mit ihrem Kanonendonner jene gärende Evoche der Weltgeschichte ein. die gekennzeichnet ist durch die russische, türkische und chinesische Revolution, durch den Marokkokonjlikt, den Tripoliskrieg Italiens und die Balkankriege und die ihre furchtbare Krö- nung findet in dem jetzt tobenden Weltkriege. politische Uebersicht. Der Reichskanzler und der Reichstag. Wotffs Bureau teilt amtlich mit: Montag abend fand im Reichskanzlerpalais eine Besprechung zwischen Vertretern der Reichsregierung und den Vorständen der Reichstags- fraktionen über die in der bevorstehenden Tagung des Reichs-' tages zu erledigenden Geschäfte und die Art ihrer BeHand- lung statt._ Abgeordnetenhaus. DaS preußische Abgeordnetenhaus hat am Montag in einer außergewöhnlich kurzen Sitzung die noch ausstehenden Etats in zweiter Lesung erledigt. Fast sämtliche EtatS wurden debatteloS angenommen. Nur beim Etat der Verwaltung der direkten Steuern entspann sich eine unbedeutende Debatte, in deren Verlauf ein kon- servativer Redner dem Minister für das den Kriegsteilnehmern bei der Steuerveranlagung erwiesene Entgegenkommen dankte. Vom Etat des Finanzministeriums wurden die gegen die Polen und Dänen ge- richteten Kampfespositionen gegen die Slimmen der Vertreter dieser Parteien, der Sozialdemokraiie und des Zentrums angenommen. Auch der Gesetzentwurf über die Feststellung deS StaatShaushaltsetats entfesselte keine Diskussion. Am Dienstag wird voraussichtlich die letzte Sitzung vor der Ver- tagung stattfinden. Auf der Tagesordnung steht u. a. die dritte Lesung des Etats, die zweite und dritte Lesung der Sekundärbahnvorlage und des Kriegsknappschaftskassengesetzes. Die Vertagung des Land- tages soll bis zum 26. Mai dauern. Zur Vertagung des Landtags. Die Regierung hatte eine Vertagung des Landtags bis zum Spätherbst geplant. In der„Post" begründet nun Frei- Herr v. Zedlitz die Forderung nach baldigem Wieder- zusammentritt des Landtags(sofort nach Pfingsten) damit, daß eine weitere dauernde Kontrolle über die Regierungs- maßnahmen für Lebensmittelversorgung notwendig sei: „In dem verstärkten HaushaltSausickusse hat die einleitende Darstellung der aus Anlaß des Wirtschaftskrieges getroffenen Maßnahmen durch den Vizepräsidenten des Staatsmininexiums woffl vieles aufgeklärt und in manchen Punkten die Kriul ent- waffnet. Allein es wäre durchaus falsch, anzunehmen, daß diese Darlegung auch nur in den Hauptpunkten be« friedigt' hätte. Im Gegenteil. Wenn in bezug auf die retro- spektive Kritik nicht bloß in der Vollsitzung, sondern auch in dem Ausschusse Zurückhaltung geübt wurde, so lag der Grund. abgesehen von naheliegenden Rücksichten aus den Kriegszustand, darin, daß das Hauptgewicht daraus gelegt wurde, was weiter zu geschehen habe, nicht aber in dem Mangel an Be- s ch w e r d e n." Gleich notwendig erscheint dem Freiherrn v. Zedlitz auch die sortgesetzte Kontrolle über die Handhabung der Zensur: „Auch in bezug auf die Handhabung der Zensur erscheint eine Ausschaltung des Landtages bis zum Herbst nicht wohl angängig. So verbietet z. B. im schärfsten Gegen- satze zü dem seitens der Regierung als richtig anerkannten Leitsatze, daß die Zensur in allen Re- gierungsbezirken gleichmäßig zu üben sei. das stellvertretende Geneiaikommando des 18. Armeekorps schlankweg den Abdruck von Erörterungen gewisser Friedeiisbedmgungen selbst dann, wenn sie in Berlin zugelassen seien." Wir sind mit dem freikonscrvativen Abgeordneten völlig einig darüber, daß die Parlamente in Kriegszeiten erst recht alle Maßnahmen der Regierung zu überwachen und selbständig zu erforderlich erscheinenden Schritten a n z u- regen haben.__ Zcitungsverbote. Der als Sonderausgabe des„Berliner Lokal-Anzeigers" er- scheinenden„ D e u t s ch e n K r i e g s z e i t u n g" ist bis Dienstag- abend das Erscheinen vom Oberkommando untersagt worden. Ferner Hai' das Generalkommando des' zweiten bayerischen Armeekorps die Sperrung der liberalen Affch affenburger Zeitung" auf vier Tage wegen eines Artikels:„Krieg und Religion' und der daran in einer späteren Nummer geknüpften Erörterungen verfügt._ Majestätsbeleidigung. Em Majestaisbelerdigungsprozetz gegen den Redakteur des „Gothaer Volksblattes" soll am heutigen Dienstag vor der Strafkammer in Gotha zum Austrag gebracht werden. In einem politisch-saiyrischen Feuilletonartilel sollen der Deutsche Kaiser und alle Reichsfürsten beleidigt worden sein, indem sie und ihre Besitz- tümer im Gegensatz zu denen de? Volkes kritisiert worden waren. Der Artikel hat zu dem bekannten Verbot des Blattes geführt. Zum Wiederaufbau Ostpreusteus. In Ostpreußen wird, sobald die staatliche Genehmigung ein- getroffen ist, eine Rohstoff-Gesellschaft ins Leben treten. Die zu- ständigen Stellen teilen hierüber, wie wir dem„Berliner Tageblatt" entnehmen, folgendes mit: Die Tätigkeit der Behörde soll sich im wesentlichen auf die B e- r a t u n g der Baulustige» und der Baupolizei in technischer Hinsicht beschränken, während die Vergebung der Bauten und die Beschaffung des Materials den einzelnen Bauherren überlassen bleiben soll. Dabei soll jedoch nach Möglichkeit die Wahl einheimischer Lieseranten und Unternehmer empfohlen werden. Tie Gesellschaft soll vor allem eine Handhabe bieten gegen die Gefahr von Preistreibereien und örtlichen Rmgbildungen. Sie soll mit dem Forftfiskus größere H o l z a b s ch l ü s s e machen und die gekauften Hölzer den Schneidemühlen mit der Verpflichtung weitergeben, daß diese den Geschädigten Bauhölzer unter Erzielung eines nicht übertriebenen Gewinnes liefern. Aehnliche Verträge sollen für die Beschaffung anderer Baustoffe getätigt werden. Dagegen soll die Gesellschaft mit der Vergebung der Arbeiten und mit Abschlüssen mit Hand- werkern nichts zu tun haben. Neben dem Staat, der den größeren Teil des Kapitals hergibt, sollen die Provinz und andere öffentliche Verbände zum Beitritt aufgefordert werden. Auch die Handels- Vertretungen der Provinz sollen das Recht erhalten, die Mitglied- schaft durch Uebernahme von Gesellschaftsanteilen zu erwerben. Die Grundsätze für die Geschäftsführung sollen einem Beirat zur Begutachtung unterbreitet werden, an dem außer den Gesellschaften auch die nicht als solche beteiligten und Handwerksverttetungen teilzunehmen berechtigt sind. Der Eeschäftsiührer des Verbandes deutscher Architekten- und Jngenieurvereine teilt den Vorständen der Einzelvereine mit, daß der Wiederaufbau der zerstörten Ortschaften Ostpreußens nunmehr baldigst beginnen wird. Die technisch-künstlerische Leitung soll dabei in Gestalt einer geordneten Bauberatung durch im Vertragsver» hältnis auf einige. Jahre angestellte„B e z i rk s a r ch i t e k t e n" erfolgen. Beamte können für diese Stellen nicht überwiesen werden. toohl aber bietet sich hier für akademisch gebildete Privalarchitekten Gelegenheit zu erfreulicher Tätigkeit. Die Höhe des Gehalts sei der freien Vereinbarung vorbehalten, doch werde sie wohl mit etwa 6000 M. jährlich, unter Umständen auch höher zu bemessen sein. Bewerbungen find an den O-berpräsidentcn der Provinz in Königs- berg i. Pr. zu richten. Abg. von Titfurth gestorben. Der konservative Landtagsabgeordnete Generalmajor von Detfurth ist vor einigen Tagen bei Lomza gefallen. Er gehörte seit 1S0S als Vertreter von Kassel I dem Landtage an. Abgeordneter Kahle gestorben. Der Rittergutsbesitzer AlfredKahle. Vertreter dpZ Kreises Königsberg im preußischen Abgeordnetenhause unö Kriegssrei- williger, ist am 6. März im Lazarett in Johannisburg an den Folgen einer schweren Verwundung gestorben. Landtagsersatzwahl. Nachdem der Minister des Innern die Anberaumung der Landtagsersatzwahl für den Wahlkreis Frankfurt-LebuS an- geordnet hat, traten am 6. d. M. die Vorstände aller politischen Parteien deS Wahlkreises in Frankfurt-Oder zu einer Sitzung zu- lammen, in welcher sich der von den liberalen Parteien benannte Kandidat, HandelskammersyudikuS Meyer(fortschr. VollSp.) aus Charlottenburg niit einer Ansprache vorstellte. Die Vertreter der konservativen und der sozialdemokratischen Partei er« klärten, daß von ihren Parteien bei den Wahlmännerwahlen und der Abgeordnetenwahl der„Burgftieden" gehalten und ein Gegen- kandidat gegen Syndikus Meyer nicht aufgestellt wird. Eine„Notverordnung" hat die Regierung des Fürstentums Lippe erlassen. Danach soll mit Rücksicht auf die durch den Krieg abwesenden Gemeindever« treter die Beschlußfähigkeit der Körperschaften schon erreicht sein, wenn die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Tie Ernährung während des Krieges. Seit über sieben Monaten zum erstenmal fand in Königs« berg i. P r. am Sonntag eine von sozialdemokratischer Seite ein- berufene öffentliche Versammlung statt. In Königsberg find die politischen Vereine geschlossen, daher muß auch das politische Versammlungsleben ruhen. Die in Rede stehende.Ver- sammlung hatte der Gouverneur zugelassen. Da oer Saal deS Ge« wertschaflshauseS Lazarettzwecken dient, fand die Versammlung im großen Saale der Börse statt, den das Vorsteheramt der Kaufmann- sckiaft zur Verfügung gestellt hatte. Die Versammlung war von an- nähernd 2000 Personen besucht. Der ReichStagSabgeordnete für Königsberg, Genosse Haast, referierte über die Ernährung während des Krieges. Der Vortrag wurde mit stürmischem Beifall auf- genommen. Eine Resolution im Sinne der Darlegungen deS Referenten wurde von der Versammlung, der auch zahlreiche An« gehörige des Bürgertums beiwohnten, einstimmig angenommen. firiegsbekanntmachungen. Zivilverwaltung für Russisch-Pole». Amtlich. Berlin, 7. März.(W. T. B.) Die Bezeich- nung„Zivilverwaltung beim Oberbefehlshaber O st" für die in R u s s i s ch- P o l e n eingerichtete Z i V i l V e r- w a l t u n g mit dem vorläufigen Sitz in Posen hat durch den Zu- scch„beim Oberbefehlshaber Ost" vielfache Verwechselungen und Irrläufer von Postsendungen zur Folge gehabt. Die Amtsbezeichnung dieser Verwaltung ist daher in„Zivil- Verwaltung für Russisch-Polen" abgeändert worden. Postanweisungen für deutsche Kriegsgefangene in Frankreich. Die schweizerische Postverwaltung hat das llmwandlungsver- hältnis für Postanweisungen an Kriegsgefangene in Frankreich bei der Umschreibung in Bern ans 104 �r. für je 100 Fr. festgesetzt. Wenn also in Frankreich 100 Fr. dem Gefangenen ausgezahlt wer- den sollen, so ist in Tsuffchland der jeweilige Gegenwert von 101 Fr. einzuzahlen.... Feldpostkarten nach Borschrift.." Im Feldpostverkchr werden teilweise im Privatwsge hergestellte Fcldpostkarten benutzt, die von den amtlichen Feldpostkarten dadurch abweichen, daß der Vordruck für den Absendervermerk nicht auf dem linken Teil der Vorderseite, sondern oben an der Längsseite ange- brackit ist. Solche Karten entsprechen nicht den bestehenden Vor- schriften, nach denen die im Privatwege hergestellte» Feldpo st karten mit den amtlichen im Vordruck genau übereinstimmen müssen. Vor der Verwendung und Benutzung jener abweichenden Feldpostkarten wird namentlich auch deshalb gewarnt, weil sie den großen Nachteil haben, daß der so wichtige bandschriftliche Absendervermerk durch den Aufgabe- ftsmpel teilweise verdeckt und unleserlich gemacht wird. Lette Nachrichten. Tie Tardanellenbeschießung. Konstantinopel, 8. März.(W. T. B.) Der Spezialbericht- erstatter des W o I f f b u r e a u S in den Dardanellen telegra- phiert: Am Freitag war die Beschießung hauptsächlich auf ein Fort in der Nähe des Schlosses Kilid al Bahr gerichtet. An dem Vom- bardement beteiligten sich zwei englische Linienschiffe von der Majestic. und Agamemnon-Klasse. ES wurden etwa dreißig Schüsse abgegeben. Viele davon fielen zu kurz, explodierten im Meere und warfen dort mächtige Wassersäulen auf. Es wurde lediglich an den Gebäuden Schaden angerichtet, während die Batterien un- beschädigt blieben. Die türkischen Batterien gaben nur drei Schüsse ab. Einer davon war ein Treffer und verursachte allem Anscheine nach einen Brand auf Deck. Tie englischen Schifte entfernten sich daraufhin sofort und nahmen möglichst große Distanz. Ein englisches Wasserflugzeug' versuchte die türkischen Stellungen zu erkunden, wurde jedoch durch das Feuer der Wwehrkanonen gezwungen, in der Richtung nach der Sarosbucht weiterzufliegen. Der Flieger warf eine Bombe ab, die auf offenem Gelände explodierte. Die Beschießung der anderen Forts ist völlig belanglos verlaufen. Vcuizelos Abgang. Frankfurt a. M., 8. März. Die„Frankfurter Zeitung" ineldet aus Mailand: Nach einer Meldung aus Athen verlief die Kammersttzung, in der V e n i z e l o s seinen Rücktritt ankündigte, kurz und kalt. Die Erklärungen Venizelos wurden mit Still- schweigen angehört, doch bereiteten ihm die Abgeordneten.der Kriegsparteien am Schluß der Sitzung eine Zustimmungskund- gebung. Der epirotische Bandenführer Athanasias Kutzior soll in Athen verhaftet worden sein, weil er einen Anschlag auf da» Leben des Königs ins Werk setzen wollte. Tie Südmandschureibahn. Amsterdam, 8. März 1915.(Privattelegramm des„V o r w ä r t s".) Tie„Times" melden aus Peking: Die chinesischen Vertreter stimmten am Sonnabend einer Ver- längernng des Vertrages betreffend die Südmandschureibahn mn 19 Jahre zu. Die Verhandlungen über die Bestimmungen bezüglich des Rückkaufs wurden vertagt. Berunglückte Steinarbeiter. München, 8. März.(W. T. B.) Die„Dtünchencr Neuesten Nachrichten" melden aus Laufen an der Sulzach: Im Ortholinger Steinbruch ist ein weit überhängender Stein abgestürzt und hott drei Steinbrecher, sämtlich Familienväter, begraben. Die Unglück- lichen dürften kaum lebend geborgen werden, um so weniger, als ' die ÄuSgrabrnngSarbeiten mehrere Tage beanspruchen, Verlustlisten. Die Berlust liste Nr. 168 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: 2. Garde- Dragoner; Dragoner Nr. 6( siehe Ulanen- Reg. Nr. 6), 15, 18; Husaren Nr. 10, 13; Ulanen Nr. 6; Kav.- Reg. v. Kayser; Rej.- Kab. Abt. Nr. 75. Nr. 10, 15, 21, 22, 48. 1. u. 5. Garde- Felbart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 4, 16, 17, 19, 23, 24, 50, 53, 54, 55, 72, 81, 82; Ref.- Felbart.- Regimenter 2. Garde- Ref.- Fußart.- Reg.; Fußart.- Regimenter Nr. 3, 5; Ref.- Fußart.- Regimenter Nr. 1, 2, 3; Part- Bat. Nr. 4( 6. Reserveforps). Bionier- Regimenter Nr. 24, 29; Pionier- Bataillone: I. Nr. 4. II. Nr. 7, 11. Nr. 8, 1. Nr. 9, I. Nr. 11, I. Nr. 14, I. u. II. Nr. 15, I. Nr. 26, I. Nr. 28; Versuchskompagnie. Zu diefer Frage hat am 1. Desember bas Reidsgericht eine jett Aus Industrie und Handel. beröffentlichte interessante Entscheidung getroffen. Es verneint die Frage, daß Architektenforderungen stets Forderungen aus einem Werkvertrage seien. Der Abschluß der Dresdner Bank ergibt für das Jahr 1914 nach Vornahme der Abschreibungen und Rückstellungen einen Ein Arzt ließ an seinem in Wiesbaden gelegenen Hauſe im Bruttogewinn von 41 653 296,70 M.( gegen 43 447 490,45 M. in Jahre 1909 einen An- und Umbau vornehmen. Der Architekt 2. hatte das Bauprojekt aufgestellt, die baupolizeiliche Genehmigung 1913). Nach Abzug der Handlungsunkosten und Steuern sowie erwirkt und die Bauleitung geführt. Es entstanden in der Folge nach Absehung des Verlustes von 774 967,75 M. auf Effekten- und Differenzen zwischen den Parteien wegen der Ausführung des Konsortialkonto verbleibt ein Reingewinn von 23 999 586,25 M. Paues. 2. flagte im Jahre 1912 das ihm versprochene Archi-( gegen 26 278 752,60 m. in. 1913), aus dem die Verteilung einer tektenhonorar( 8 Proz. der Bausumme) mit rund 7200 Mart Dividende von 6 Proz.( gegen 8½ Proz im Vorjahre) ſowie gegen den Arzt ein, während dieser seinerseits Schadensansprüche eine weitere Abschreibung von 5 Millionen Mark auf gegen den Kläger geltend machte. In erster Linie erhob der Bes Kontokorrent- und Konsortialkonto vorgeschlagen wird. flagte den Einwand, daß die Klageforderung nach§ 196 Nr. 7 B.G.B. verjährt sei. Nach dieser Vorschrift verjähren die Forderungen an Personen, die die Leistung von Diensten gewerbsmäßig betreiben", in zwei Jahren. Kriegsprofite der Mühlen. Die russische Anleihe. Die neue russische Anleihe wurde nach Retsch" von Vertretern der Petersburger und Moskauer Banten und Kammer beraten mit folgendem Ergebnis. Stäbe der 20. und 34. Infanterie- sowie der 52. ReserveDivision und der 84. Infanterie- Brigade; 1., 3. und 4. GardeRegiment, 1. und 2. Garde- Reserve- Regiment; Grenadier- Regimenter Alexander, Franz, Elisabeth und Augusta, Garde- FüsilierReg.; Garde- Schüßen- Bat.; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füsilier- Regimenter Nr. 1, 3, 5, 7, 23, 24, 25, 26, 28, 29, 30, 31 ( siehe Komb. Inf.- Reg. v. Weber), 34, 35, 42, 45, 47, 48, 49, 50, 53, 55, 58, 63, 64, 65, 66, 69, 72, 75, 81, 82, 84, 86, 87, 94, 98, 99, 112, 116, 117, 118, 129, 130, 132, 138, 141, 143, 144, 145, 147, 148, 150, 151, 152, 154, 156, 158, 160, 165, 167, 171, 172, 173; ReserveInf.- Regimenter Nr. 7, 10, 13, 17, 23, 24, 26, 29, 30, 38, 46, 48, 51, 61, 64, 80, 81, 83, 88, 93, 94, 110, 118, 202, 208, 223, 224, 225, Der Aufsichtsrat der Hermannmühlen- Aktiengesellschaft in 226, 227, 229, 230, 231, 233, 236, 237, 239, 266; Ers.- Inf.- Reg. Posen beschloß, der am 10. April stattfindenden GeneralversammNr. 29; Komb. Inf.- Reg. v. Weber; Landwehr- Inf.- Regimenter Das Landgericht Wiesbaden und Oberlandesgericht Frant lung die Verteilung einer Dividende von 18 Proz. vorzuschlagen. Dem Nr. 2, 3, 5, 6, 13, 18, 23, 24, 26, 27, 28, 30, 31, 46, 47, 60, 61, 75, furt a. M. verurteilten den Beklagten in der Hauptsache zur Zah- Reservefonds sollen nach reichlichen Aschreibungen 175 000 M. zu81, 84, 99; Ueberplanmäßige Landiv.- Inf.- Bataillone Nr. 1 u. 6 lung des Honorars. gefügt werden, so daß er 500 000 M., gleich der Hälfte des Aftienbes 4. Armeekorps; Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 9, 10, 15, 16, 19, Auf die Revision des Beklagten ist diese Entscheidung vom fapitals, beträgt. Auf neue Rechnung kommen 111 952 M. zum 29, 33, 38, 41, 43, 58( siehe Ers.- Inf.- Reg. Nr. 29); Landt.- Brig. Reichsgericht aufgehoben und die Sache zur anderweiten Verhand- Vortrag. Im Vorjahre zahlte die Gesellschaft 9 Proz. Dividende. Ers. Bat. Nr. 21; Landsturm- Bataillone Gnesen, Koniz, Münster, lung und Entscheidung an das Oberlandesgericht zurückverwiesen Die Regierung unterließ bekanntlich höchstpreise für Dels; Jäger- Bataillone Nr. 4, 8; Res.- Jäger- Bataillone Nr. 14, worden. In der reichsgerichtlichen Urteilsbegründung wird aus Mehl festzusehen; es war somit den Mühlen und Mehlspekulanten 16, 21; Festungs- Maschinengewehr- Abteilung Nr. 2; Feld- Maschinengewehr- Büge Nr. 23( fiche Ref.- Inf.- Reg. Nr. 81) und Nr. 41 geführt: Das Oberlandesgericht hält die Vorschrift des§ 196 Nr. 7 unbenommen, die Preise zu normieren. Die Mehlpreise stiegen ( siehe Brig.- Erf.- Bat. Nr. 15). B.G.B. im vorliegenden Falle aus dem doppelten Grunde nicht für daher ungeheuer; im gleichen Maße die Gewinne. anwendbar, weil es das zwischen den Parteien zustande gekommene Vertragsverhältnis nicht als Dienstvertrag, sondern als Werkvertrag auffaßt und außerdem das Merkmal der Gewerbsmäßigkeit nicht für gegeben hält. In beiden Beziehungen sind die Ausführungen des Oberlandesgerichts unzutreffend. Die Unterfcheidung zwischen Dienstvertrag und Werkvertrag ist im wesent. lichen danach zu treffen, ob nach dem Willen der Vertrag schließenden ein bestimmter Erfolg oder die Arbeitstätigkeit selbst den Vertragsgegenstand bildet. Der Begriff des Architekten ist dehnbar und steht keineswegs in der Verkehrsanschauung derartig fest, daß man mit ihm als mit einem für alle Einzelfälle maß Feldfliegertruppe; Panzerzug Nr. 6. Felbart. Munitionsfolonne Nr. 7 des Gardekorps; Artillerie- gebenden Begriff rechnen tann. Die zwischen dem Bauherrn und Munitionsfolonne Nr. 1 der 1. Jnf.- Div.; Feldartillerie- Munitions- dem bauleitenden Architekten abgeschlossenen Verträge haben ertolonne Nr. 8; Referbe- Artillerie- Munitionstolonne Nr. 59; Schwere fahrungsgemäß einen sehr verschiedenartigen Inhalt. Je nach den Fußartillerie- Munitionskolonne des 5. Armeekorps; Ueberplan- Umständen kann die Aufstellung des Bauplans recht wohl auch den mäßige Fußartillerie- Munitionsfolonne Nr. 3 des 5. Reservekorps. Gegenstand eines Dienstvertrages darstellen, sie ist auch in der Sanitätstomp. Nr. 2 des Garde- Reservekorps; Sanitätskomp. Rechtsprechung der Gerichte vielfach so aufgefaßt worden. Regel Nr. 3 des 6. und Nr. 1 des 20. Armeekorps; Res.- Sanitätstomp. mäßig bildet die Herstellung des Bauplans nur ein Glied in der Nr. 50; Gri- Sanitätstomp. Brüssel; Feldlazarette Nr. 4 u. 6 des Kette der auf den schließlichen Enderfolg, die Errichtung des Baues, 20. Armeekorps. Trainabteilung Nr. 1. gerichteten Handlungen. Dies trifft um so mehr zu, wenn, wie im Das Wirtschaftsleben von Südafrika wird durch den Krieg arg borliegenden Falle, der Architekt mit der Entwerfung des Bau- in Mitleidenschaft gezogen. Nach den für November 1914 vorplanes und zugleich mit der Leitung der Bauausführung betraut liegenden amtlichen Handelsausweisen stellt sich die Ausfuhr dieses wird, seine Tätigkeit mithin für die Herbeiführung des erstrebten Monats nur auf 962 188 Pfund Sterling gegen 5 013 037 Pfund Enderfolges, eben der Herstellung des Bauwerks, einheitlich in Sterling im November 1913. Die Diamantenbetriebe sind mit Anspruch genommen wird. Der Bauplan bereitet die spätere Ausbruch des Krieges vollständig stillgelegt. Die DiamantenausTätigkeit des Architekten vor; selbständige Bedeutung fommt ihm fuhr stellt sich nur auf 708 Pfund Sterling gegen rund ½ Million in diesem Falle( anders, wenn es sich lediglich um die Anfertigung Pfund Sterling im November 1913. Die Goldausfuhr beläuft sich des Plans handelt) nicht zu. Vielmehr ist die Bauleitung der nur auf 569 143 Pfund Sterling, weniger weil die Betriebe uneigentliche Gegenstand des Vertrages. Einen typischen Architekten günstig arbeiten, als weil man die Goldverschiffung während des vertrag gibt es nicht. Das Merkmal der Gewerbsmäßigkeit häll Strieges nicht für ratsam hält. Die Wollausfuhr, die im Sepdas Oberlandesgericht um deswillen nicht für gegeben, weil nach tember auf 16 656 Pfund Sterling gefallen war, stieg im folgenden seiner Meinung in der Hauptsache fünstlerische Leistungen in Frage Monat auf 108 280 und im November auf 373 149 Pfund Sterling. tommen. Es geht dabei von der Erwägung aus, die Auffassung Die Einfuhr von Südafrika weist im November 1914 mit des Verkehrs verlange vom Architekten vor allem die Betätigung 2 207 017 Pfund Sterling gegenüber dem gleichen Monat des Vorkünstlerischen Empfindens und beverte danach seine Leistungen. jahres einen Rüdgang von rund 800 000 Pfund Sterling auf. Das ist nach der täglichen Erfahrung in dieser Allgemeinheit Kriegsbekleidungsämter des 8. u. 17. Armeekorps. * Die fächsische Verlustliste Nr. 116 meldet Verluste der Inf. Regimenter Str. 101, 102, 103, 104, 133, 177, 178, 179, 181; Ref.- Inf. Regimenter Nr. 100, 107, 133, 243, 245; Landwehr- Inf: Regimenter Nr. 100, 102, 107; Ers.- Bataillone: Landwehr- Regiimenter Nr. 100, 107; Ref.- Jäger- Bat. Nr. 26; Feld- Maschinengewehrzug Nr. 69. Die württembergische Verlustliste Nr. 181 veröffentlicht Verluste der Landwehr- Inf.- Regimenter Nr. 123, 124; Ref.- Inf. Reg. Nr. 248. Soziales. Werkvertrag oder Dienstvertrag? Durch einen Dienstvertrag wird derjenige, der die Dienste zufagt, zur Leistung der Dienste verpflichtet(§ 611 2.6.B.). Ein Werkvertrag hingegen verpflichtet den Unternehmer zur Her stellung eines Werfs(§ 631 B.G.B.). Die Grenzen zwischen beiden Verträgen sind begrifflich recht unklar. Das unterscheidende Merkmal zwischen beiden Arten Verträge wird darin gefunden, daß bei dem Dienstvertrag die Arbeit, die Leistung, die Dienste für sich betrachtet, beim Werkvertrag das Wert, das Erzeugnis der Arbeit oder Leistung Gegenstand des Vertrages sei. Die Grenze ist recht flüssig, notwendig entstehen oft 8weifel und Unsicherheiten über die Frage, welche Art von Vertrag vorliegt. Und doch ist das für bie Rechte und Pflichten der Vertragschließenden recht erheblich. 666666# 99999 Unserm Genoffen 68A Karl Rieke ( Badftr 8b) zum 25jährigen Partei- Jubiläum die herz lichsten Glüdwünsche. Bezirk 811, Grünthaler Straße. $ 6666666 # 666666# 999999 Unserm Genossen Max Jakobsohn und Battin die herzlichsten Glüdwünsche zur Vermählung. 48A Die Genoss innen u. Genossen des Bezirks 279 II. Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Stralauer Viertel. Bezirk 305 II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Bigarrenfabritant Richard Schulze Friedrichsfelder Str. 23 verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 11. März, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Bentral- Friedhofes in Friedrichs. felde aus ftatt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Danksagung. 28A Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Sohnes, unseres guten Bruders und Schwagers sagen wir hierdurch dem Kupferschmiede- Berband, allen Stollegen unseren herzlichsten Dant. Familie Müller. Deutscher Holzarbeiterverband. Zahlstelle Berlin. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Möbelpolierer Ernst Zeise Neukölln, Kaiser- Friedrich- Str. 200 im Alter von 24 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung fand am Freitag, den 5. März, auf dem Gemeindefriedhof in Neutölln statt. Tie Ortsverwaltung. 97/18 Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Willi Frischknecht am 5. März an Lungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 9. März, nach mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhofes in Oberschöneweide aus statt. Rege Beteiligung erwartet 110/10 Die Ortsverwaltung. Am 6. März verstarb nach längerer Stranfheit in der Heilstätte Beelit, im 54. Lebensjahre, unser lieber Sollege, der Schrift. feger Paul Halfpap aus Stolberg. Wir werden demselben stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Kollegen der Zeitungsabteilung des ,, Berliner Tageblatts". Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 11. März, nach. mittags 4 Uhr, im Krematorium Berichtstraße statt. 19/10 Von 500 Millionen Nominalbetrag der Anleihe übernehmen die Petersburger Banken 200, die Moskauer 100 Millionen. Die bei 5 Prozent Verzinsung, ohne Couponsteuer, zum Kurs von 94 Prozent auszugebende Anleihe erhalten die Banken zum Kurs von 92 Prozent. Die Debatte über Rabattgewährung an große Zeichner führt zu dem Beschluß, nicht mehr als 4 Prozent Rabatt auf größere Zeichnungen zu gewähren. Zahlungsfrist: 40 Prozent bis 19. März, 30 Prozent bis 28. April, 30 Prozent bis 13. Juni. Kleine Stücke der Anleihe auszugeben, wird für überflüssig gehalten; sie sollen nur in unbedeutendem Umfange und nur von der Staatsbank verabfolgt werden. Wirkung des Krieges auf den südafrikanischen Handel. ficherlich nicht zutreffend. Die Aufgaben, die dem Architekten zuid Steigerung der Südafrika- Frachten. fallen, find überaus verschiedener Art. Jedenfalls fehlt es für die Die Union Castle Steamship Company, die wichtigste, der engAnnahme, daß der Kläger, der doch zn seinem Beruf zum Zwede lischen Afrika- Linien, hat mit Wirkung vom 1. März ab eine des Erwerbs tätig wird, gleichwohl seine Berufstätigkeit nicht ge- enorme Steigerung ihrer Frachtsäße eintreten lassen. Nicht einwerbsmäßig ausübe, an genügenden Feststellungen. Dabei kommt mal die Produkte, die infolge besonderer vertraglicher Abmachungen noch wesentlich in Betracht, daß es sich gegenwärtig auch um die mit der Südafrikanischen Bundesregierung zu Vorzugstarifen beBauleitung handelt. Diese besteht aber in der Leistung von fördert wurden, sind von der allgemeinen Erhöhung ausgenommen. Diensten und in der Besorgung von Geschäften, die nicht oder nicht So wurde die Maisfracht, die bisher auf Grund derartiger Abin erster Linie auf fünstlerischem Gebiet liegen. Daß der Archi- machungen von Kapstadt nach London 10 Schilling pro Tonne be teft grundfäßlich als Künstler nicht unter den Begriff des Ge- trug, auf 25 Schilling erhöht. Dazu kommt noch ein besonderer werbetreibenden falle, tann nicht anerkannt werden.( Aften- Kriegszuschlag" von 5 Schilling, so daß sich die Erhöhung auf nicht zeichen: VII. 266/14.) weniger als 200 Prozent stellt. Als Opfer des Welttrieges starb den Heldentob am 26. Februar im Kriegslazarett Johannisburg infolge eines Oberschenkelschusses mein lieber, unvergeßlicher Sohn, unser herzensguter Bruder, der Unteroffizier Walter Bensch Ritter des Eisernen Kreuzes im blühenden Alter von nahezu 24 Jahren. Dies zeigen in tieffter Betrübnis an die untröftliche Mutter und Geschwister. Ah, es ist ja faum zu faffen, Dag Du nie mehr febrst zurüď, So jung mußt Du Dein Leben laffen, Zerstört ist unser ganzes Glüd. Ein jeder, der Dich hat gelannt, Und auch Dein teures Herz. Der drüdt uns nur noch stumm die Hand In diesem tiefen Schmerz. Du gutes Herz ruh still in Frieden, 1244b Ewig beweint von Deinen Lieben. Viel zu früh und fern von seinen Lieben auf dem Schlachtfelde in Rußland mußte mein innigft. geliebter Mann, guter Vater seiner Stinder, lieber Sobn, Schwieger sohn, Bruder, Schwager und Onfel, der Unteroffizier Otto Gnädig fein junges Leben lassen. Dies zeigt schmerzerfüllt an im Namen der trauernden Hinter bliebenen 35A Wwe. Marie Gnådig nebst Kindern Willi u. Gerbert. Ach es ist ja taum zu faffen, Day Du tehrft nicht mehr zurüd. So jung mußt Du Dein Leben laffen, Zerstört ist unser aller Glüd. Ein jeder, der Dich bat gefannt Und auch Dein treues Herz, Der drüdt uns nur noch stumm die Hand In diesem tiefen Schmerz Ruhe fanft in fremder Erde. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nach richt, daß unser Kollege, der Droschtenführer Karl Jänsch am von der Firma Braffert, Rüders. dorfer Straße 21, am 6. März im Alter von 66 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 11. März, nachmittags 3, Uhr, von der Leichen halle des städtischen Zentral Friedhofes in Friedrichsielde aus statt. 61/15 Die Bezirksverwaltung Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen KranzSpenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau und unserer guten Mutter Martha Ott geb. Schmidt fagen wir allen Beteiligten unseren herzlichsten Dant. Hermann Ott nebst Rindern, Michaelfirchplaz 9. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Rudolf Kischkat fage ich allen Verwandten, Freunden, Belannten und Kollegen meinen 21A innigsten Dant. Martha Kischkat. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Einäscherungsfeier meines lieben Mannes, unferes guten Baters fagen wir allen Genoffen, Kollegen und Freunden, ins besondere Herrn Balded Manasse für die herrlichen, troftreichen Worte unseren herzlichsten Dant. Witwe Lina Ringel und Kinder Berlin, Danziger Str. 98. Kriegswaise gefucht von gut fituierter Famille, ohne Vergütung, Erziehung in der Familie. Der Waise wird Gelegen beit geboten, etwas zu lernen. Des balb wird möglichst gewünscht 9. bis 10 jähriger Junge. Sohn eines durch Krieg zum Ganzinvaliden gewordenen nicht ausgeschlossen. Angebote unter C. 2 diefer Zeitung. Feldpoftbriefen beizufügen. 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Unnötige Sorge. " Fast so notwendig wie die Einheit des Vaterlandes brauchen wir die Einheit der Sozialdemokratie. Sie allein bürgt uns für eine gesunde deutsche Politik der Zukunft." Dienstag, 9. März 1915. Die kleinere Brotration. Die„ Nordd. Allg. 3tg." schreibt: Die Herabschung der Brotration von 225 Gramm Mehl auf Das soll nicht heißen, daß die Abstimmung gleichgültig ist. Niemand wird ihre große prinzipielle Bedeutung leugnen wollen, aber sie allein kann feine Spaltung der Partei bewirken. Die Gefahr bestände erst dann, wenn aus dem Ja" Konsequenzen ge= zogen würden, die die Sozialdemokratie für alle Zukunft aus den Bahnen lenkten, die sie bisher zum Vorteil des arbeitenden 200 Gramm pro Kopf und Tag zeigt deutlich, deutlicher als alles, Ein gutes Wort, mit dem H. v. Gerlach einen Artikel über Volfes innegehalten hat; wenn man wirklich, um mit Gerlach zu was bisher in dieser Hinsicht geschehen ist, daß diejenigen recht die gegenwärtige Lage der Sozialdemokratie in der„ Welt am sprechen, die alte Sozialdemokratie in eine natio- hatten, welche seit Monaten die unbedingt notwendige EinschränMontag" schließt. Doppelt gut seines Urhebers wegen. Nicht nur nalfoziale Reformpartei umwandeln wollte. Gewiß, fung des Brotverbrauchs aller Klassen predigten. Der Ernst der weil Gerlach kein Sozialdemokrat ist. Das fiele am Ende nicht es gibt Parteigenossen, die zu solchen Konsequenzen geneigt scheinen. Situation wird jetzt jedem einzelnen Deutschen klar geworden sein. ausschlaggebend ins Gewicht, weil er als entschiedener und ent- Aber ihre Zahl ist sehr gering, und wenn sie sich heute stärker Aber die„ kleinere" Ration birgt auch einen Trost: sie ist das Er= schlossener bürgerlicher Demokrat der Sozialdemokratie, wenn auch vernehmlich machen als die anderen, so erkennt Herr v. Gerlach gebnis einer genauen Feststellung unserer Vorfritisch, so doch vorurteilslos gegenübersteht. Viel wichtiger aber ganz richtig den Grund: ist, daß er selbst früher einmal auf die Spaltung unserer Partei spekuliert hat. Er gesteht es selbst. Als er noch an der Seite des Pfarrers Naumann stand, hielt er die Loslösung des revisionistischen Flügels für unvermeidlich, und er hoffte auf sie, weil seiner Meinung nach auf diese Weise die nationalsozialen Offiziere zu Soldaten gekommen wären. Er glaubte damals den ihm erwünschten Prozeß sogar dadurch beschleunigen zu können, daß er in Wort und Schrift die Reformisten über den grünen Klee lobte, und wir erinnern uns eines Parteitages, auf dem der Genosse Wolfgang Heine seinem Unbehagen über die fortgesetzten Anerkennungen von seiten seines bürgerlichen Bewunderers Ausbrud gab. Die Zeiten haben sich geändert. Hellmuth v. Gerlach hat sich inzwischen aus der Anhängerschaft Naumanns gelöst, und je tiefer er in die Erkenntnis von der Undurchführbarkeit des von seinem Meister geforderten Kompromisses zwischen entgegengesezte polieinem Auseinanderfallen zu rechnen sei. Nun aber ist es dahin gekommen, daß er fürchtet, was er ehedem gehofft hat. Gerlach hält der Auseinandersetzungen wegen, die in den letzten Monaten innerhalb der Partei geführt worden sind, eine Spaltung nicht mehr für außerhalb des Bereichs der Möglichkeit liegend, und er erachtet es für seine Pflicht, von außen her zu mahnen und zu warnen. Der uns früher auseinander wollte, will uns jetzt zusammenhalten. Die Abstimmungen im Reichstag gaben kein Bild, wegen des starren Fraktionszwanges. Liebknechts Disziplinbruch isolierte ihn äußerlich. Innerlich standen so manche seiner Frattionskollegen zu ihm. Manche Radikale sind nach rechts gegangen. Aber auch manche Revisionisten nach links, weil sie den Eindruck haben, daß der Kampf gegen den Zarismus zurückgetreten sei hinter dem Haß gegen England. In den lokalen Organisationen sind die Meinungen geteilt. Wenn mehr Stimmen im Sinne des rechten Flügels an die Oeffentlichkeit gelangen, so muß man an die Wirkungen des Kriegszustandes denken, der es dem Kreise der Sozialistischen Monatshefte" leichter macht, sich unumivunden zu äußern, als dem des Vorwärts" und der„ Neuen Zeit". " Niemand weiß, wie heute das Stärkeverhältnis sich verteilt. Und erst recht weiß niemand, wie es sich verteilen wird, wenn Kriegsrecht und Zensur nicht mehr egistieren, wenn unter Friedensrecht wieder alles gesagt werden darf." Nach dem Kriege wird sich das Bild verschieben. Nicht nur räte und unseres Bedarfes bis in das neue Erntejahr hinein, in ihr ist auch eine Reserve für unvorhergesehene Fälle zur Berücksichtigung gekommen, und so stellt jede Ration die Gewißheit dar, daß wir der Aushungerung durch unsere Feinde nicht preisgegeben sind. Die triegswirtschaftliche Sorge unseres Durchhaltens mit Brotgetreide ist mit der Bekanntgabe der neuen Brotration und den Bemerkungen, welche zur Begründung derselben gemacht worden sind, von uns genommen; aber eine sozialwirtschaftliche bleibt bestehen und muß bestehen bleiben, weil wir eben Krieg haben. Denn wenn auch das System der staatlichen und kommunalen Ber brauchsregelung eine einzigartige sozialpolitische Leistung darstellt, die überhaupt nur in einem so organisationsfähigen Lande wie Deutschland durchführbar ist, so kann auch diese Regelung nicht jene Härten vermeiden, welche durch die soziale und natürliche Ver schiedenheit der einzelnen Brotkonsumenten gegeben sind. Da gibt es die Schicht der Reichen und Begüterten, die mit dem Quantum tische Prinzipien eindrang, um so klarer wurde ihm die Notwendig weil Kriegsrecht und Zensur dann der Debatte nicht mehr im Brot, das ihnen auf der Brotkarte verbrieft wird, gar nichts anzukeit einer starken und geſchloſſenen Sozialdemokratic. Er hörte all- Wege sind, sondern weit mehr, weil die Tatsachen des ökonomischen fangen wissen, die ohne irgendeine Entbehrung mählich auf, die Revisionisten zu preiſen und gewöhnte sich daran, und politischen Lebens, die sich heute in allerlei Nebel verbergen, 50 Gramm, mit einer kleinen Entsagung 100 Gramm ersparen die Sozialdemokratie als ein Ganzes zu betrachten, in dem zwar dann wieder in ihren harten Umrissen so klar vor aller Augen können, die aber, weil ihnen ihre Mittel es erlauben, in der Lage über die im einzelnen Fall einzuschlagende Tattit Meinungsverstehen, daß sie mit schönen Redensarten nicht wegzudisputieren sind. find, überhaupt kein Brot essen zu müssen, wenn sie den guten schiedenheiten bestehen könnten, das aber in all seinen Teilen zu erfreulicherweise gehört ja Gerlach nicht zu denen, die sich Jllu- Willen dazu haben. Es ist freilich nicht angängig und im Widerfest auf dem Boden marristischer Grundsäke ſtehe, als daß mit fionen hingeben. Er weiß, daß eine außerordentlich spruch mit aller wiſſenſchaftlichen Forschung zu erklären, wie Prof. inneren Politik vorhanden ist: mächtige Gegenströmung" gegen eine Neuorientierung der Ibacher es unlängst getan hat: Brot essen ist teine unbe dingte Notwendigkeit, sondern eine Gewohnheit." Es trifft dics " Ich muß gestehen, auf mich hat diese Landtagstagung einen nahrungsphysiologisch wohl für diejenigen Schichten zu, welche, wie niederdrückenden Eindruck gemacht. Ihr Leitmotiv die Bemittelten, eine starkjizende Beschäftigungsweise, eine überschien mir das Wort jenes Redners der Rechten zu sein, der nicht wiegend geistige Tätigkeit und demgemäß einen Ernährungsdie Demokratisierung unserer Einrichtungen, sondern die Stär- organismus haben, der sie zwingt, ihren Eiweißbedarf in start fon. fung der Staatsgewalt als inneres Ergebnis des Krieges prokla- zentrierter Form zu sich zu nehmen. Aber die große Masse der mierte. ein einziger Ausblid auf eine freiheit Mustelarbeiter würde eine derartige„ Entwöhnung" gar nicht be liche Zukunft eröffnete sich. Von dem völlig nega- greifen, noch durchführen können, weil ihr Kalorienbedarf ein vick tiven Ergebnis der Wahlreformanregung bis zur Aufrechterhaltung der Sonderbehandlung der Sozialdemokratie im Eisen- größerer ist, und sie muß daher das größere Nahrungsquantum bahnbetriebe alles mutete so an, als solle alles beim durch stärkere Heranziehung eiweißarmer Vegetabilien decken alten bleiben. müssen. Falsch ist es auch, darauf zu verweisen, daß Kulis ganz ohne Brot, nur mit Reis und Mais auskommen fönnen; denn, wie schon der Nahrungsphysiologe Prof. Cohnheim in seinem Zehrbuch betont hat, wird auch diese eigentümliche Ernährungsweise da durch bedingt, daß die ungeheure Muskel- und Freiluftarbeit den Kulis ermöglicht, ihren Eiweißbedarf durch Aufnahme entsprechend großer Mengen, aber eiweißarmer Nahrungsmittel zu befriedigen. So unangebracht also auch Uebertreibungen sind, das läßt sich jedenfalls sagen: daß die bemittelten Klaſſen, und insbesondere die Städter, vom nahrungsphysiologischen Standpunkte durchaus in der Lage sind, ihren Brotverbrauch so gut wie ganz einzustellen. Es handelt sich dabei nicht um ein Opfer, das sie ihrem gesundheitlichen Zustande bringen, sondern nur um ein solches, an dem ihr Geldbeutel beteiligt ist, indem sie ihren Brotbedarf durch teucrere Nahrungsmittel zu ersetzen haben. Vielleicht könnte dieser oder jener auf den Gedanken kommen, fich die Ratschläge eines Mannes, der nicht in unseren Reihen steht, zu verbitten. Das wäre aber kurzsichtig. Hier spricht einer, der um die Sache der Demokratie und um die politische Zukunft Deutschlands ehrlich besorgt ist, und er verdient gehört zu werden, um so mehr, da er nicht für rechts oder links Partei ergreifen, sondern uns nur die Verderblichkeit einer Spaltung vor Augen führen will. Ob die bürgerlichen Elemente der Linken die nötige Entschlossenheit aufbringen werden, um trotz alledem und alledem nach dem Kriege eine gründliche Neuordnung durchzusehen, will mir fraglich erscheinen. Sie brauchen als treibende Kraft die Wucht der Wassen." Freilich Gerlach hat nicht ganz das richtige Augenmaß für die Dinge, und wie er früher zu rosig gesehen hat, so sieht er jetzt zu Nun gut, was heute dieser bürgerliche Demokrat erkennt, werschwarz. Ehedem machten ihn seine Wünsche optimistisch, jetzt den die Augen der Arbeitermaſſen nicht übersehen, und deshalb stimmen ihn seine Befürchtungen pessimistisch. Er legt gewissen sind wir ohne Sorge Die sozialdemokratische Arbeiterbewegung ist Symptomen eine zu große Bedeutung bei, und er unterschätzt die nicht durch den Willen einzelner Personen zu dem geworden, was Stärke des, wie wir überzeugt sind, allen Ge- fie ist. Sie fann in ihrer Richtung durch einzelne, und mögen sie nossen ohne Unterschied innewohnenden Wil- auch noch so vielseitige Talente bejizen, höchstens vorübergehend Lens, die Partei einig und durch die Einigkeit beeinfußt werden. Ihre Entwickelung ist bestimmt durch die wirtstart zu erhalten. Er beruft sich darauf, daß Saenisch schaftlichen Verhältnisse. Sie haben die Arbeiter zusammengeballt fürzlich in einer seiner Erklärungen" im Vorwärts" feststellen und haben ihnen ihren Weg gewiesen. Ein Weltkrieg mag das zu müssen glaubte, wir seien auf beiden Seiten allmählich zu der Urteil einzelner Personen verwirren, aber er ändert an sich nichts Ueberzeugung gekommen, daß in der Sache selbst die Wahrschein- an den Grundtatsachen unserer wirtschaftlichen und sozialen Lage. lichkeit einer Verständigung immer mehr schwindet". Das war ein Die Sozialdemokratie lernt sicher in dieser Zeit mancherlei hinzu, unbedachtes Wort, aber es heißt ihm doch eine falsche Auslegung aber das beste, was sie lernt, ist, daß ihre Theorie durch die Gegeben, wenn man daraus den Schluß auf das Vorhandensein von Trennungsabsichten ziehen wollte. Wer an der Möglichkeit einer Verständigung über die Frage der Kreditbewilligung zweifelt, sagt damit nicht, daß die, die in diesem Punkte verschiedener Meinung waren und sind, nicht mehr im Rahmen derselben Partei arbeiten fönnen, und wir glauben, daß Haenisch nichts ferner lag, als die Absicht, den Bruch als unvermeidlich hinzustellen. Jm okkupierten Belgien. ſchehnisse der letzten Monate nicht über den Haufen geworfen, sondern bestätigt worden ist. Deshalb sind Gerlachs Sorgen unbegründet. Die Massen werden einig ſein in der Abwehr jeden Versuchs, mit Hilfe der Sozialdemokratie dem ſelig entschlafenen Nationalsozialismus Naumanns zu fröhlicher Urständ zu verhelfen. Wenn man nun aber auch hoffen darf, daß die bemittelten Stände dieses Opfer als eine unbedingte patriotische Ehrenpflicht ansehen werden, so ist doch andererseits zu sagen, daß eine Brotersparnis dieser Klassen noch nicht genügt. Man vergegenwärtige sich, daß nach der neuesten Statistik in Preußen vom Tausend der Gesamtbevölkerung auf die Einkommensgruppen von über 3000 Mart" nur 65,9 Personen, d. H. also nur ca. 6,6 Proz. entfielen. Diese Ziffern unserer Reichtumsverteilung müssen den Bemittelten erst recht einen Ansporn geben, durch ein möglichst großes Quantum der Protersparnis an der Ernährungsfrage im Kriege mitzuwirken; denn nur hierdurch kann ihre geringe die dazu gehörigen Halden beherrscht wird. Da trat einem als her- die auf solche Gelegenheiten hinweisen zur Beförderung von Ber vorstechender, ja beinahe einziger Zug der Hunger entgegen. Her sonen und Paketen nach Brüssel, Antwerpen usw. Aus dem Verumlungernde Männer und zerlumpte Frauen und Kinder, die um fehrsleben sind eben 100 Jahre ausgeschaltet. Dann Geselligkeit Brot bettelten. Unsere Kaserne war umlagert davon, man mußte und Vergnügen. Kein Theater, kein Kino, fein Konzert, kein Tanz. sich vor dem Tore förmlich einen Weg bahnen, und mittags kletter- Und die kleinen belgischen Mädchen tanzen doch so gern und sie Dem uns zur Verfügung gestellten Briefe eines Berliner Land- ten sie mit ihrem Topf über die Mauer, um etwas Essen zu er- gehen doch so gern in das Theater. Viele erklären, sie wollten ins Sturmmannes entnehmen wir folgende Schilderung: gattern. Hier im Bezirk der alten Bischofs- und Festungsstadt Ausland reisen, weil es doch seit dem„ entseßlichen Krieg" zu traurig Lieber Freund! Lüttich mit ihren im ersten Ansturm ohne Artillerie erstürmten sei in Belgien. Es geht auch nicht mal an, abends eine befreundete Bejten Dank für Ihre Zigarrensendung und Ihren netten Forts, tritt der Hunger nicht so sehr in den Vordergrund, obwohl Familie zu besuchen, denn um 8 Uhr deutsche Zeit" ist Schluß. Brief. Sie glauben gar nicht, wie wohltuend es einen Berliner auch Glend genug vorhanden ist. In den Läden, Restaurants und Dann durchziehen Patrouillen die Stadt und um 19 Uhr herrscht Randsturmmann in dieser gottverlassenen Weltabgeschiedenheit, in Cafés der Stadt z. B. kann man unbedingt darauf rechnen, daß alle Totenſtille. Die Patrouillen sind auch so raffiniert ausgeflügelt; der man hier im schönen Belgien als Bahnschußmann dahinlebt, Viertelstunde ein Kind erscheint, um zu betteln. Zuweilen jagen sie bestehen aus deutschen Soldaten und belgischen Polizisten, und berührt, wenn er Nachrichten aus seinem altgewohnten Wirkungs- die Besizer sie hinaus, denn es sind häufig ganz hübsche Galgen- dadurch wird es verhindert, daß der Soldat einen Kameraden und freise erhält, der jetzt so weit hinter ihm zu liegen scheint und doch gesichter darunter, meistens geben sie aber etwas und erklären der Polizist einen Zivilisten durchschlüpfen läßt, was ſonſt viel burch die kleinste Mitteilung wieder Leben für ihn gewinnt. Be- einem seufzend, daß sie täglich oft 1-2 Frank und mehr geben, daß leicht der Fall wäre. Die„ deutsche Zeit" ist auch so ein Kreuz, dauerlich ist nur, daß Ihre Nachrichten so traurig find. Man hört aber die Zeiten zu schlecht sind seit dem Kriege. Früher wäre das denn 8 Uhr deutsche Zeit ist eigentlich 7 Uhr belgische Zeit, auf die ja hier auch alle Augenblicke von einem Kameraden, daß sein Bru- Betteln streng untersagt gewesen. In einem Vororte, in dem wir doch eigentlich das tägliche Leben eingerichtet ist. Außerdent gibt der gefallen ist, daß sein Neffe seit so und so langer Zeit schwer ver- 14 Tage waren, konnte man kein Brot und kein Fleisch kaufen. Die es leicht Mißverständnisse, und bei jeder Verabredung an der„ Bewundet im Lazarette liegt usw., und man ist dagegen schon abge- Bewohner, meistens Arbeiter eines bedeutenden Eisenwertes, das rolina" oder bei„ Wertheim im Erfrischungsraume" muz genau stumpft. Die Nachricht von dem Tode unseres Kollegen K. hat mich natürlich still lag, lebten von den sehr gering bemessenen Rationen ausgemacht werden, ob belgische oder deutsche Zeit. Dafür drängt aber doch tief erschüttert. Wenn man so jahrelang täglich mit jean Brot und Kartoffeln, die die Gemeinde verteilte. Also Elend sich dann auch der Betrieb in den paar Nachmittagsstunden auf den mand zusammengearbeitet hat und vernimmt auf einmal, daß er und Hunger gibt es schon genug, aber es tritt einem an anderen Flamer Straßen und Plätzen um so intensiver zusammen. Die in schon seit fünf Wochen in Feindesland im Massengrabe ruht, so Orten des großen Kreises, dessen Mittelpunkt in wirtschaftlicher weiter gelegenen Vororten wohnen, müssen aber früher aufbrechen, tann man doch schwer darüber hinweg... und kultureller Beziehung die Stadt bildet, nicht so sehr vor Augen, um die lezte Elektrische oder den legten Stellwagen zu erreichen, Es gibt aber hier Leute, die an dem großen Schauspiel beteiligt wie in einem Bezirke, der einseitig auf der Bergwerksindustrie be- denn um 8 Uhr müssen die Brücken und Eisenbahnübergänge in den find, welche den Wunsch, daß der Krieg bald beendigt sein möge, ruht. Schwer ist es für die Bewohner, Einrichtungen des mo- Vororten schon passiert sein. Ja, das wäre so etwas für die Berlebhaft empfinden: das sind die Bewohner des Landes. Die erste dernen Lebens zu entbehren, ohne die der zivilisierte Mitteleuro- liner, denen es schon so ungeheuerlich erschien, daß die Elektrische Frage ist die, was gibt es für Neuigkeiten, wann wird dieser Krieg päer kaum leben zu können meint. Es gibt z. B. keine Post. Das um Mitternacht Schluß machen sollte. fein Ende finden. Sie werden das ganz begreiflich finden und heißt es gibt schon eine, aber da ist ein Bostamt in der Stadt, die Und auch der Trost, den Busch gibt in seinen schönen Worten: biesen Passus für ziemlich überflüssig halten. Ich glaube aber, Sie Einwohner müssen sich ihre Postsendungen selbst holen. Für die Wer Sorgen hat, hat auch Likör", ist den Belgiern versagt. Almachen sich kein rechtes Bild von der Art, wie der Krieg sich für weiter gelegenen Orte besteht also in Wirklichkeit keine Post. Denn fohol, abgesehen von Bier und Wein, ist verboten. Und der Belgier Die Leute bemerkbar macht. Der Krieg braust nicht wie ein gewal- man kann doch nicht gut 1 bis 2 Frant ausgeben, um zur Stadt trinkt doch so gern sein Schnäpschen. Mit der Durchführung des tiger Sturm, wie ein Gewitter über das Land hin. Das war viel zu fahren und einen Brief aufzugeben oder abzuholen. Nun gehen Verbotes ist es nun allerdings nicht so schlimm. In der Stadt ſelbſt Icicht in den ersten Tagen der Fall, die ich hier ja nicht erlebt habe, allerdings die Elektrischen ziemlich weit in das Land hinein. Die wird es ziemlich streng gehandhabt und viele Budiker haben die von denen aber die zerstörten Häuser, die Gräber stumm aber ein- Orte, die diese Verbindung haben, sind noch gut daran. Bei den Bude geschlossen, in einzelnen Orten wird aber wenig dorauf dringlich genug erzählen. Jezt lastet er wie ein Alpdrud, alles anderen ist aber jeder Besuch gleichbedeutend mit einer Tagereise geachtet. Das hängt vielfach davon ab, welchen Wert der einzelne lähmend, in die persönlichsten Angelegenheiten eingreifend, auf dem und mit ziemlichen Kosten verknüpft. Seit einiger Zeit kann die Ortskommandant darauf legt. An einzelnen Orten sind die Al Lande, wie ein dichter Rebel auf dem Meere das Schiff zur Un- Zivilbevölkerung allerdings wieder die Eisenbahnen benußen, aber foholvorräte beschlagnahunt, in anderen Orten kann man in aller tätigkeit verdammt. Handel und Wandel stoden, die Fabriken und der Einheitspreis beträgt 10 Cents für 1 Kilometer. Das ist ja wohl Oeffentlichkeit soviel Schnaps und Kognak bekommen, wie man Bergwerke liegen still. Ich will mich hierüber aber nicht weiter der Tarif für die erste Klasse in Deutschland. Eine Fahrt von will, in anderen wieder ebensoviel, aber in aller Heimlichkeit. Aber berbreiten, da ich nur einen kleinen Teil des Landes kennen ge- Berlin nach Potsdam würde also ungefähr 2,30 M. fosten. Stellen außer dem Alkoholverbote, mit dem es nicht so schlimm ist, gibt es lernt habe und darüber auch wohl von kompetenteren Federn schon Sie sich das vor und bedenken Sie dann noch, daß vielleicht in jeder einen gewichtigeren Grund, der es den Belgiern unmöglich macht, geschrieben sein wird, denn ich habe das Gefühl, daß unsere Regie- Richtung ein Zug verkehrt. Unter diesen Umständen werden also sich nach dem Rezept von Busch zu trösten. Sie haben eben kein rung alles tut, um das wirtschaftliche Leben Belgiens wieder in die Bahnen für den Lokalverkehr, der sonst so bedeutend ist wie Geld, um sich Likör zu kaufen. In den kleinen Kneipen sieht man Gang zu bringen. Ich will mich auf die Kleinmalerei beschränken unser Vorortverkehr, kaum benußt, sondern Ersatzmittel geschaffen. häufig 3 oder 4 Soldaten, die etwas verzehren und ein Dußend und versuchen, Ihnen ein Bild des täglichen Lebens zu geben und Große zweirädrige Karrenwagen für 8-10 Personen vermitteln Belgier, die herumstehen, rauchen, plaudern, aber keinen Groschen zu zeigen, wie der Krieg lähmend auf alle menschlichen Beziehun- den Verkehr bis zur nächsten elektrischen Bahn. Das ist natürlich ausgeben, weil sie eben keinen haben. Man könnte auf den Gegen einwirkt und bei Groß und Klein nur noch eine einzige Frage zeitraubend und teuer, aber doch nicht so teuer wie die Eisenbahn. danken kommen, daß das arbeitende Volf restlos den blanen hervorruft: Wann wird der entsetzliche Krieg zu Ende sein." Als Außerdem ist die Gelegenheit häufiger. Auch der Verkehr mit Kreuze angehörte, dabei sind es die besten Gäste in Friedenszeiten, wir nach Belgien kamen, waren wir zuerst einige Tage im Kohlen- weiter gelegenen, größeren Orten spielt sich ähnlich ab. In den jedes dritte Haus ist hier ja auch ein Café, wie die kleinen Sneipen becken, dessen Landschaft ringsum durch die Zechenmaschinen und größeren Städten sind überall Plakate, in den Zeitungen Anzeigen, hier heißen, wohl deshalb, weil kein Mensch darin Kaffee trinkt. ZM cineit gewissen Au-gleich dafür schaffen, daß die überwiegende Zalzl � der Bevölkerung nur kleine Mengen von ihrer Brotration ersparen kann, Aber diese Ziffern zeigen weiter, daß ein wirk- sames Sparergebnis noch erfordert, daß auch von den minder- bemittelten Schichten kleine Brotbeträge erspart werden, die dann, weil es sich um eine weit größere Masse von Sparern handelt, zu einer stattlichen Summe anwachsen können. Es mutz sich also der Appell an die Sparpflicht auch an die- jenigen wenden, welche wiederum unter den ärmeren Schichten die Bemittelten sind. Nach einer Statistik sind in Preußen im Jahre 1313 zirka 55 Proz. aller Zensiten solche mit einem Ein- koimnen von über 933 bis 3333 Mark gewesen. Von diesen kann sicherlich ein größerer Teil noch etwas weniger Brot verbrauchen als die zirka 38 Proz. der Personen mit nicht über 933 Mark Einkommen. Dies trifft besonders auf diejenigen dieser Ein- kommensgruppe zu, deren Einkommen sich stärker der oberen als der unteren Grenze nähert; es trifft ferner auf alle diejenigen zu, welche durch alle möglichen, nicht generell erfaßbaren Zufällig- leiten in der Lage sind; noch Brot zu sparen. Selbstverständlich wird für diese Schicht der bessersituierten Arbeiter, der Bureau- angestellten, Handlungsgehilfen, der Handiverker usw. diese Spar- Notwendigkeit an der Ration ein Opfer bedeuten und Ent» sagung erfordern. Aber sie werden sich nicht den zwin- genden Gründen verschließen, welche hinter diesem Gebote stehen. Und schließlich, wenn eZ unseren Feinden gelungen wäre, in unser Land einzudringen, ganze Teile desselben zu verivüsten, die Nah- rungsvorräte zu plündern und die Bevölkerung zu brandschatzen, es wäre eine Not entstanden, gegenüber der es als eine Kleinigkeit erscheint, bis zur nächsten Ernte etwas weniger zu essen, wenn auch hin und wieder ein wenig dabei gedarbt werden muß. Wenn aber der Appell an die Sparpflicht auch der bessersituierten Schichten der unteren Klassen nicht erfolglos bleibt, dann werden diese sich mit vollem Rechre sagen dürfen, daß sie durch ihre Sparsamketr nicht nur daran mitgewirkt haben, unsere jetzigen Vorräte vor einem schnellen Verbrauch zu schützen, sondern daß sie auch die Ver- teilung dieser Vorräte nach sozialen Gesichtspunkten mitgesördert haben. Denn es darf doch wohl angenommen werden, daß die Vergütungen, welche die KriegSgetreide-Gesellschaft nach§ 89 des (SesetzeS vom 25. Januar 1916 den Kommunalverbänden für er- sparte Getreidemengen zu bezahlen hat, in der Weise für die VolkSernährung verwandt werden, daß sie der Linderung von Nah- rungsnotftänden der unbemitteltsten Kreise dienen. Wer also jetzt trotz knapper Ration an seinem Brote noch sparen kann, wenn es auch Entsagung und Usberwindung kostet, der kann eS in dem Bewußtsein tun, dem Vatcrlande einen doppelten Dienst geleistet zu haben: einmal, indem daS Sparen am Vorrat unsere wirtschaftliche Beharrlichkeit im Kriege steigert, zwei wns aber, indem jede Ersparnis auf indirektem Wege dazu führt, die sozialen Härten der knappen Brotration zu mildern. Mus öer Partei. Tie„unglückliche Formulierung". Auch die Chemnitzer �Voltsjrimme" druckt die im..Sächsischen Volksbtalt" veröffentlichte Erklärung deS Genossen H. Jäckel, Ver- weter deS 23. sächsischen ReichZtagSwahllreises, ab. Im Anschluß daran bemerkt sie: „Air halten die Erörterung der taktischen Fragen, die sich uelch dem Kriege ergeben werden, gegenwärtig auf der ganzen Linie für verfrüht. Zu der Erklärung Jockels möchten wir nur bemerken, daß es eine sehr unglückliche Formulierung ist. die Partei für das Heiligste und Teuerste zu erklären, was wir besitzen. Eine Parte, kann stets nur Mittel zum Zweck sein, hier zum Zwecke der Befreiung der Arbeiterklasse oder, was gleichbedeutend ist, der kulturellen Hckherentwickülung der ganzen Menschheit. Jäckel scheint sich ein Besonderes darauf zugute zu tun. daß er und die Genossen feiner Anschauung aus dem Arbeiter- stände hervorgegangen sind und seit frühester Jugend der Parte, angehören. Genossen der gleichen Art hat jede Richtung der Partei in ihren Reihen, wie jede Richtung Akademiker hat oder Parteigenossen, die der Partei erst seit kürzerer Zeit angehören oder ihr erst bei reiferen, Verstände beigetreten sind. Alle d,ese persönlichen Floskeln bleiben am besten aus den Parteidebatten oanz weg. Und" dann zum taktischen Problem selbst: es Ware uinnog- lich, nach der Bewilligung von 13 Milliarden sürKriegszweckenochmitversauertenPhrasen zu kommen, wie der: diesem System keinen Die Belgier sind schon glücklich, wenn sie dann einem der sehr be- liebten Glücks- und G-schicklichkeitsspiele frönen können um Psennigeinsätze. Und sie spielen doch so gern und hoch. Auch daS Kegeln wird meistens so betrieben, daß einer mit dem anderen wettet, wieviel er werfen wird. Sie behelfen sich jetzt auch m,t einer Art Murmelspiel, bei dem Pfennige in die Erde gesteckt werden.. Ja. der.entsetzliche Krieg". Und die armen Autofahrer. Soviel Scherue gibt es gar nicht, wie nötig sind, um eine etwas längere Fahrt zu machen. Die meisten Autos sind ja allerdings beschlagnahmt oder mit ihrem Besitzer im Auslände, lliid die Patzfcherereicii, wenn jemand eine kleine Reife tun will. Und dabei die Ungewißheit, ob es überhaupt gestattet fein wird. Und die armen Radfahrer. Zuerst wurden eine Menge Fahrräder requiriert, un übrigen war das Radfahren er- laufst. Dann wurde es VerVoten, weil das Gouvernement die Beobachtung gemacht zu haben glaubte, daß von Radfahrern Eisen- bahnattentate versucht worden waren. Schließlich wurde es wieder erlaubt, aber von einem Erlaubnisscheine abhängig gemacht, der vom Bürgermeister auszustellen ist und die. Unterschrift des OrtS- kommandanten zu tragen wt, aber nur für eine bestimmte Strecke gilt. Bei jedem Posten ist der Schein vorzuzeigen, und der Rad- fahrer kommt vor lauter Absteigen und Scheinvorzeigen gar nicht zum Radfahren. Und die entsetzliche Ungewißheit über das Schick- sal der Angehörigen, die im belgischen Heere dienen. Monatelang war es unmöglich für die Frauen. Nachricht von ihren Männern zu erhalten, und umgekehrt. Dabei kommt einem so recht der Ge- danke zum Bewußtsein, wie gut es doch ist, daß die Würfel in dem Völierringen nicht anders gefallen sind und das Kriegsglück bisher auf unserer Seite war. Ueber die, die in Deutschland gefangen sind, haben die Angehörigen ja inzwischen Nachrichten erhalten, die Verlustlisten werden ja auch veröffentlicht, aber die Zeitungen sind tmnier noch voll von Anzeigen, in welchen die Angehörigen um Nachrichten bitten über den und den Soldaten. Ja, der.ent- setzliche Krieg". Die Zeitungen, das ist auch so ein Kapitel für die armen Belgier. Die Zeitungen, zu denen sie Vertrauen haben, sind verboten, und die Verbreitung derselben wird streng bestraft; und den Zeitungen, die unter der Zensur der deutschen Verwaltung erscheinen, schenken sie keinen Glauben. Auf die Weise werden überhaupt wenig Zeitungen gelesen. Dafür blüht die Kolportage der wildesten Gerüchte, deren Quintessenz gewöhnlich ist, daß Ge- nera! Joffre wie ein zweiter Napoleon die Deutschen vor sich her- treiben wird. Bei den Soldaten hat man für solche Sachen einen sehr derben, aber bezeichnenden Ausdruck, nämlich„Abtritts- Parole". Ich will mich etwas parlamentarisch ausdrücken, in Wirk- lichkeit lautet der Ausdruck noch etwas derber. Nun haben Sie einige kleine und große Züge ans dem täglichen Leben des eroberten Landes, die es Ihnen wohl begreiflich machen werden, daß die Einwohner aus vollem Herzen in Ihren Wunsch einstimmen, daß der„entsetzliche Krieg" bald ein Ende baben möge. Und ich will hoffen, daß bald die Zeit kommen möge. wo dieser Wunsch keine.AbtrittSparole" mehr sein wird. . Mann und keinen Groschen. Man Hai der„Regierung des Klassenftaates" 13 Milliarden zur freien Verfügung ohne jede Bindung der Einzelausgaben übergeben. Man kann es danach nicht mehr für einen Parteiverrat erklären, genau be- stimmte Ausgaben überwiegend für Kulturzwecke zu bewilligen. Das wäre so unlogisch, daß es lächerlich wirken müßte. Indessen sind Budgetbewilligung und Hofgängerei wirklich nicht die Sorgen des Tages. Allgemein ist zu sagen, daß die Arbeiterklasse in diesen Kriegszeiten ungeheure Opfer bringen muß, und daß sie in ihrer übergroßen Mehrheit wünscht, nach dem Kriege dafür auch praktische Fortschritte zu erreichen und nicht wieder in dem alten Kreise: Agitieren, Protestieren und Demonstrieren ohne entsprechenden Ertrag herumzulaufen. Man kann sich natürlich aus den Standpunkt stellen, daß die Hergabe von 13 Milliarden Polksgeld eine Einzelhandlung sein soll, die keine weiteren Folgen trägt. Aber wir bezweifeln, daß damit dem arbeitenden Volke gedient wäre." Genosse Jäckel wird sicher den Vorwurf der Chemnitzer„Volks- stimme", eine sehr unglücklich formulierte Erklärung veröffentlicht zu haben, ertragen. Er kann das um so eher, als die Chemnitzer „Volksstimme" im Grunde ihrer Seele sich zu den Auffassungen Heines bekennt. Zum Glück finden die letzteren weder in einem größeren Teil der Parteipresse noch in breiteren Kreisen der Ar- beiterklasse Boden. Genosse Harnisch über die militärische Jugendausbildung. Da die in der Landtagssitzung am 3. März gemachten Aus- führungen des Genossen H a e n i s ch vielfach mißdeutet sein sollen, ersucht uns derselbe, den in Frage kommenden Teil seiner Rede nach dem amtlichen Stenogramm wiederzugeben. Wir kommen diesem Wunsche nach. Danach sagte Genosse Haenisch: Meine Herren, einige Worte dann zu der Frage der militari- scheu Jugendausbildung, die durch den Erlaß angeregt ist, den der Herr Kultusminister in Gemeinschaft mit dem Herrn Minister des Innern und dem Herrn Kriegsorinister Ende August vorigen Jahres in die Welt gesetzt hat. Grundsätzlich begrüßen wir Sozialdemokraten selbstverständlich den Gedanken der militärischen Vorbereitung der Jugend mit lebhafter Freude. Wir begrüßen ihn um so mehr mit lebhafter Freude, als eS sich hier bekanntlich um die Verwirklichung eines alten sozialdemo- kratischen Gedankens handelt(Sehr richtig! bei den Sozial- demokmten), einer Forderung, die wir seit Jahrzehnten sehr energisch vertreten haben, die seit Jahrzehnten in unserem Parteiprogramm steht, und für deren Durchsetzung niemand be- geisterter gekämpft hat als unser verstorbener großer Führer August Bebel.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ich bedaure es nur, meine Herren, daß es erst dieses grausamen Krieges bedurft hat, um dieser Forderung in der Praxis zum Durchbruch zu verhelfen, um die Widerstände zu beseitigen, die ihr bisher von anderer Seite entgegengesetzt wurden. Meine Herren, ich darf hier in Parenthese vielleicht mit zwei Worten daran erinnern, daß ja diese Forderung der militärischen Jugendausbildung keineswegs die einzige sozial- denwkratische Forderung ist. die jetzt unter dem eisernen Gange der Zeit, unter der eisernen Notwendigkeit des Krieges verwirklicht wird, wenn auch vielleicht in sehr schüchterner, in sehr stümperhafter Weise. Auch so manche andere Forderung ist heute zur Tat und Wahrheit geworden, für' die wir gegen Ihren Widerstand lange und heftig gekämpft haben. Ich wünsche nud hoffe eindringlich, daß sich viele der Erkenntnisse und viele der Notwendigkeiten, die jetzt der Krieg durchgesetzt hat, auch in die kommenden Jahre des Friedens hinüberretten und dann in er- höhtem Maße unserem ganzen Volke zum Segen gereichen.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Wenn sich, trotzdem also diese militärische Vorbereitung der Jugend eine alte sozialdemo- kratische Forderung ist, gegen ihre praktische Durchsetzung gerade in den Kreisen der Arbeiterjugend einiger Widerstand, einiges Mißtranen, einiges von mir bedauerte Mißtrauen gezeigt hat, so rächen sich hier alte Fehler, die in der Politik der letzten Jahre begangen worden sind. Meine Herren, die Jugendwehr, die militärische Vorbereitung der Jugend lehnt sich nicht nur ideell, sondern auch niateriell auf das engste an jene Jugendorganisationen an. die von Ihrer Seite in den letzten Jahren als ausgesprochene antisozialdemokratische Kam psorganisationen ins Leben gerufen sind, zu jener Zeit als Sie noch an das alte Märchen von der Vaterlandsfeindlichkeit der Sozialdemokratie glaubten, an ein Märchen, an das wohl heute auch auf der rechten Seite de» Hauses kein Mensch mehr glaubt, nachdem es durch die Tatsachen der letzten sieben Monate so glänzend wider- legt worden ist. Aber daher kommt, wie gesagt, das Mißtrauen, daß diese neuen Jugendwehrorganisationen vielfach in den Kreisen der Arbeiterjugend finden, und ich hoffe zuversichtlich, daß es dem Herrn Kultusmini st er gelingt, diesen neuen Organisationen eine Form und einen Inhalt zu geben, die es auch der proletarischen Jugend ermöglicht, sich daran ohne Miß- trauen zu beteiligen, ohne daß sie irgend etwas von ihren Stimmungen, von ihren Empfindungen, von ihren Grundsätzen preiszugeben braucht. Meine Herren, ich möchte bei dieser Gelegenheit jedoch den Herrn Kultusminister ausdrücklich darum bitten, daraus hin» zuWirken, daß nicht, wie es hier und da geschehen ist, allerlei Zwang ausgrubt wird, allerlei Drohungen ausgesprochen werden, um die Arbeiterjugend in diese Jugendwehr hineinzubekommen. ES ist vielfach mit Nachteilen gedroht worden, die diejenigen beim Militär später treffen sollen, die sich nicht in diese Jugend- Organisationen einreihen lassen.(Abgeordneter Ramdohr: Aber nicht bloß die Arbeiterjugend!)— Ja, auch sonst!— Ich möchte dringend bitten, gerc da wir doch in dieser Zeit, Herr Kollege, den Militärdienst keineswegs als Strafe betrachten wollen, der- artige Andrehungcn zu unterlassen; daS führt nicht zum guten Ende. Gewerkschaftliches. Eine Petition öer Gewerkfthaften. Einen recht bedeutsamen Schritt haben in diesen Tagen unsere Gewerkschaften unternommen. Sie haben am 5. März eine Petition an den Bundesrat und an den Reichstag ein- gereicht, worin um eine gesetzliche Regelung der A r b e i t s v e rm i tt elu n g im Deutschen Reiche gebeten wird. Nicht nur wegen der Bedeutung der Sache, um die es sich hierbei handelt, verdient dieser Vorgang die Beachtung der Oeffentlichkeit, sondern auch deswegen, weil in diesem Falle zum erstenmal die verschiedenen Ge- Werkschaftsrichtungen sich auf ein gemein- sames Programm geeinigt haben. Die Petition trägt nämlich nicht nur die Unterschrift der Generalkommission unserer Gewerkschaften, sondern sie ist mitunterzeichnet von dem Gesamwerband der christlichen Gewerkschaften, dem Ver- band der deutschen Gewerkvereine(H.-D.) und dem Zentralvorstand der Polnischen Berufsvereinigung. Vertreter dieser vier Zentralkörperschaften haben, und zwar auf Einladung unserer Generalkommission, nach längeren Verhandlungen sich auf gewisse Richtlinien geeinigt, wie nach den praktischen Erfahrungen der Gewerkschaften die Regelung des Arbeits- Nachweises in Angriff zu nehmen sei. Die Leitsätze, welche dem Bundesrat und Reichstag in der Petition vorgeschlagen werden, enthalten kurz die folgen- den Gesichtspunkte. Sie weisen zunächst hin auf die großen Mängel in der jetzigen Arbeitsvermittlung, über welche schon vor dem Krieg allseitig Klage geführt werden mußte, die nach Ausbruch des Krieges zu einer großen Kalamität auf den: Arbeitsmarkt führten und ganz besonders bei B e- endigung des Krieges, wenn die Millionen von Arbeitern und Angestellten aus dem Felde wieder zurück- fluten, zu einer erheblichen Gefahr für das ganze Wirt- schaftsleben werden können. Die Reichsregierung hat zwar unmittelbar nach Kriegsausbruch die„Reichszentrale für Ar- beitsvermittlung" geschaffen, aber diese Einrichtung hat die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen können. Das ist nicht verwunderlich, denn diese Zentralstelle ist ein Kopf ohne Rumpf und Füße. Deshalb fordern die Gewerkschaften, daß eine umfassende Organisation von unten auf errichtet werde. tri jeder größere» Gemeinde sowie für je einen Bezirk eineren Gemeinden soll ein Arbeitsamt errichtet werden. Diese Arbeitsämter sollen nicht selbst die Arbeits- Vermittlung betreiben, sondern als Aufsichtsbehörde und ört- liche Zentralstelle für die in ihrem Geltungsbereich bestehen- den Arbeitsnachweise dienen. Das Arbeitsamt soll die Ar- beitsmarktstatistik nach den Berichten der Arbeitsnachweise einheitlich bearbeiten und im Bedarfsfalle den Austausch von Arbeitskräften und offenen Stellen nach auswärts ver- Mitteln. Es soll auch zugleich als Meldestelle für die Krankenversicherung dienen, also alle An- und Abmeldungen über Einstellungen und Entlassungen entgegenzunehmen, um den Wechsel in den Arbeitsstätten und Fabriken auf diese Weise mit in der Arbeitsmarktstatistik ausweisen zu können. Neben der Beaufsichtigung und Kontrolle aller Arbeitsnach- weise soll das Arbeitsamt endlich auch etwaige Differenzen, soweit sie nicht von den Verwaltungen der einzelnen Nach- weise geschlichtet werden können, zu erledigen haben. Für die eigentliche Arbeitsvermittlung ist in dem Be- zirk jedes Arbeitsamtes durch die Gemeinden ein oder auch mehrere öffentliche Arbeitsnachweise zu er- richten. Dieselben erhalten eine eigene Verwaltung, die paritätisch aus Arbeitgeber- und Arbeitervertretern zu bilden ist. Diese öffentlichen Arbeitsnachweise sollen möglichst nach Berufen gegliedert sein; für die B e r u fs a b t e il u n g en sind alsdann ebenfalls paritätisch zusammengesetzte Fachaus- schüsse zu bilden. Die Arbeitsvermittler werden von der Verwaltung jedes Arbeitsnachweises selbst gewählt. Durch Beschluß der Verwaltung kann für bestimmte Gewerbe be- schlössen werden, daß die Arbeitsvermittlung nur zu tarif- lichen Arbeitsbedingungen erfolgt. Selbständige Fach- a r b e i t s n a ch w e i s e, die von Tarisgemeinschaften ins Leben gerufen und verwaltet werden, sollen natürlich auck, wie alle sonstigen Arten von Arbeitsnachweisen, dem neuen Gesetz unterstellt sein; wenn im Tarifverttag weitergehende Bestimmungen vereinbart wurden, sollen diese der Genehmig gung des Reichsarbeitsamtes bedürfen. Auf dieser Grundlage soll nun nach den Vorschlägen der Gewerkschaften eine einheitliche, über das ganze Reich aus- gespannte Organisation sich aufbauen. So wie jedes Ar- beitsamt die in seinem Bezirk bestehenden Arbeitsnachweise zusammenfaßt, sollen die Arbeitsämter in den einzelnen Pro- vinzen oder Staaten zu Landesarbeitsämtern ver- einigt werden. Der wechselnde Anspruch des Arbeitsmarttes wird sich in dem Bezirk eines Landesarbeitsamtes leichter als von der Reichszentrale aus erkennen und die notwendigen Verschiebungen der Arbeitskräfte besser dirigieren lassen. Als Zentralstelle der ganzen Organisation soll ein Reichsarbeitsamt errichtet Werden, dessen Aufgaben- kreis jedoch auf das Gebiet des Arbeitsnachweises und der Arbeitsinarktstatistik, wenigstens vorläufig, beschränkt blei- ben soll. Sowohl die örtlichen Arbeitsämter wie die Landes- arbeitsämter und auch das Reichsarbeitsamt sollen zu- sammengesetzt sein zu gleichen Teilen aus Ver- tretern der Unternehmer und Arbeiter auf Grund einer Verhältniswahl, mit yinem Unparteiischen als Vorsitzenden. Diesen Richtlinien ist in der Petition eine ausführliche Begründung beigegeben, die besonderes Gewicht darauf legt, daß gesetzgeberische Maßnahmen in der von den Gcwerk- schaften gewünschten Richtung schon jetzt, jedenfalls noch vor Beendigung des Krieges getroffen werden, damit nicht nach dem Friedensschluß der gewaltige Ansturm auf den Arbeitsniarkt die unheilvollsten Wirkungen auslöst, die Arbeitslosen nicht allen Zufälligkeiten ausgeliefert wer- den, die in langjähriger Arbeit durch die Tarifverttäge ge- schaffene Ordnung der Arbeitsverhältnisse nicht aufs äußerste gefährdet wird. Die Petition der Gewerkschaften verdient allseiftge Be- achtung und energische Unterstützung. Die groben Mißstände in der Arbeitsvermittlung drängen schon lange auf eine Besserung hin, sie müssen endlich doch beseitigt werden. Sttlin und Umgegend. Die Zahl der Arbeitslosen sank nach den Angaben des Sta- tistischen Amtes der Stadt Berlin bei 39 Verbänden der Freien Gewerkschaften von 8791 am 22. Februar auf 7936 am 1. März. das ist um 88ö oder 10,37 Proz. U. a. nahm ihre Zahl ab: bei den Holzarbeitern um 233, bei den Buchdruckern um 173, bei den Mc- tallarbeitern um 143, während die Fälle von Zunahme seltener und auch nur geringfügig sind. Die Maschinisten und Heizer hatten— wie aus den: in ihrer Genoralversammlung am Sonntag erstatteten Jahresbericht hervor- geht— nach dem Ausbruch des Krieges eine große Steigerung der Arbeitslosenziffer zu verzeichnen, doch hat sich später die Lage des Arbeitsmarktcs günstiger gestaltet. Die Mitgliederzahl ist im verflossenen Jahr von 2739 auf 1927 zurückgegangen. 633 Mit- glieder waren bis zum Schluß des Jahres zum Heer eingezogen. Es bleibt also ein tatsächlicher Verlust von 239 Mitgliedern, die aus unbekannten Gründen den Verband verlassen haben. Für die Familien der im Jelde stehenden Mitglieder hat der Verband nach Ausweis des Kassenberichts bis Ende Dezember 1914 5347 M. an Unterstützungen gezahlt, teils in Form einer regelmäßigen Mietbeihilfe, teils als Weihnachtszuwendung. Im übrigen wurden für Unterstützungszwecke ansgsgeben: an Arbeitslose 8424 M., an Kranke 11 315 M., an Streikende. Ausgesperrte und Gemaßregelte 1375 M.. Sterbegeld 2267 M.. Rechtsschutz 209 M. Bei Differenzen im Arbeitsverhältnis muhte die Verbands- lettung mehrfach eingreifen, um die Rechte der Mitglieder den: Unternehmer gegenüber wahrzunehmen. Verhältnismäßig oft war das nötig bei den in Brauereien beschäftigten Maschinisten und Heizern, wo es sich namentlich darum handelte, daß der tarif- mäßig vereinbarte Urlaub auch in allen Fällen gewährt werde.— An die Direktion der Berliner Elektrizitätswerke hatten die dort beschäftigten Maschinisten und Heizer das Ersuchen gerichtet, den Stundenlohn um 214 Pf. zu erhöhen. Die Direktion erkärte sich der Kommission gegenüber bereit, die 2ii Pf. zuzulegen, falls die Kommission damit einverstanden wäre, daß die Unterstützungen, welche das Werk den Familien der Kriegsteilnehmer gewährt, est« sprechend gekürzt würden. Das lehnte die Kommission natürlich ohne weiteres ab. Dann tourde die Lohnerhöhung zwar nicht aus drücklich abgelehnt, aber man mußte längere Zeit auf die Bewilligung warten. Diese erfolgte erst, nachdem die Verbandsleitung weitere Schritte getan hatte. Ein Fall, der sich bei der Firma Siemens u. Halste ereignete, zeigt, wie der bekannte Erlaß der Feldzeugmeisterei von den Unter nehmern manchnial ausgenutzt worden ist. Ein Maschinist, der von der Firma Siemens u. Halste am Bau des Spreetunnels beschäftigt war, gab diese Arbeit auf, um in der Geschoßfabrik in Spandau eine besser bezahlte Arbeitsstelle anzutreten. Er bekam den hierzu erforderlichen Erlaubnisschein von der Firma Siemens u. Halste nicht; er konnte also in der Geschoßfabrik nicht anfangen. Die Verbandsleitung wandte sich an die Direktion der Geschoßfabrik und berief sich darauf, daß der Bau des Spreetunnels doch nicht zu den Heeresarbeiten gehöre der Erlaß der Feldzeugmeisterei in diesem Falle also nicht herangezogen werden könne. Die Antwort der Direktion der Geschoßfabrik ging dahin, da die Firma Siemens 11. Halske Heeresarbeiten ausführe, tomme es nicht darauf an, in welchem Teil ihres Betriebes der betreffende Arbeiter beschäftigt fei, der Erlaubnisschein müsse beigebracht werden. Erst nachdem Der Arbeiter auf Anraten der Verbandsleitung der Firma Siemens 11. Halste eine Schadenersatzklage in Aussicht gestellt hatte, erhielt er den Erlaubnisschein. Das Buchdruckhilfspersonal in der Kriegszeit. In dem foeben zur Versendung gelangenden Mitteilungsblatt der Ortsverwaltung Berlin des Verbandes der Buchdruckereihilfs arbeiter und-arbeiterinnen wird Rechenicaft abgelegt über die W " " Tätigkeit des Ortsvorstandes für das Jahr 1914. Die erste Hälfte Dann erholte fich das graphische Gewerbe langfam, fo bak am des Berichtsjahres stand wesentlich im Zeichen der bald über- 28. Dezember 1914 arbeitslos waren 264 weibliche und 86 männ wundenen Krisen der Jahre 1912 und 1913. Es machte sich eine liche Mitglieder, zusammen 350. Ferner waren Ende Dezember noch aufsteigende Konjunktur bemerkbar, war doch die Arbeitslosigkeit 800 Mitglieder nur teilweise beschäftigt. unter den Buchbruchilfsarbeitern Berlins bis auf 170 zurüd- Durch den Arbeitsnachweis wurden vermittelt männliche Mitgegangen. Aber schon in den ersten Tagen der Mobilmachung glieder 450 Stellen für fest" und 24 102 zur Aushilfe"( 1913 575 wurden annähernd 500 Mitglieder zum Heeresdienst eingezogen fest" und 27 060 zur Aushilfe“). Weibliches Hilfspersonal 1914 deren Zahl inzwischen auf über 700 gestiegen ist. Gleichzeitig trat für feft" 735 Stellen, zur Aushilfe" 1463 Stellen( 1913 988„ feſt", eine Stockung des gesamten Wirtschaftslebens ein, deren Folgen fich 1341 Aushilfe“). Der Sassenbericht weist eine Einnahme von besonders im graphischen Gewerbe zeigten. 178 457,63 M. auf, der Ausgaben in der Höhe von 173 900,17 M. Viele Buch- und Steindruckereien schlossen ihre Betriebe vol gegenüberstehen. Darunter figuriert die Arbeitslosenunterſtüßung mit ständig und entließen das gesamte Personal, andere ließen nur 65 183,45 M. stunden resp. tageweise arbeiten, so daß die Arbeitslosigkeit be- Troz diefer enormen Summe ist es noch möglich gewesen, zum ängstigende formen annahm. Die Ortsverwaltung tat ihr Mög- Weihnachtsfeste zu unterstützen lichstes, um Kündigungen und Entlassungen durch Ausiezen, Ein309 Familien mit je 10 M. führung von Wechselschichten u. a. m. zu verhüten, was auch durch 202 Arbeitslose die Opferwilligkeit der Mitglieder gelang, obgleich für derartige Fälle teine Arbeitslosenunterſtügung gezahlt wurde. Eine Vertrauensmännerfizung regte am 7. August an, die Der Mitgliederbestand betrug am 31. Dezember 1914: 4334 Arbeitslosenunterstützung um die Hälfte herabzufezen und diese statt gegen 5243 des Vorjahres, nämlich im Buchdruck 2434 männliche, 10 Wochen, 20 Wochen lang zu gewähren, ebenso wurde der Auf- und 1620 weibliche Mitglieder; im Steindrud 188 männliche und hebung der Kranten- und Wöchnerinnenunterstüßung zugeftimmt; 92 weibl che Mitglieder. Außerdem waren eingezogen bis 31. Dedas Sterbegeld für Familienangehörige aufgehoben und für die zember 1914: 682 Mitglieder. Die Zahlstelle Berlin hat demnach Mitglieder um die Hälfte gekürzt. einen Mitgliederverlust von 400 zu buchen; das sind vornehmlich Trogdem trat eine enorme Anschwellung der Arbeitslosigkeit ein; Mitglieder, die erst ganz furze Beit organisiert waren und deren Wiedergewinnung mit allen Mitteln versucht werden muß. es waren arbeitslos: am 3. August 67 weibl, Mitgl., 166 männl. Mitgl., zuf. 288 10. " 17. 272 706 " " 286 464 " " 20 " 558 1170 " 214 " 13 W " 8 " W Geschäftsbericht der Dresdner Bank Der Weltkrieg, der schon in vergangenen Jahren mehrmals seine Schatten vorausgeworfen hatte, ist im Jahre 1914 Ereignis geworden, traf aber das Wirtschaftsleben Deutschlands glücklicherweise in einer Zeit rückläufiger Konjunktur. Die Abwärtsbewegung, deren Beginn schon im Jahre 1913 zu beobachten war, hatte im ersten Semester 1914 Fortschritte gemacht, war aber auch dann mehr in weichenden Preisen als in den Zahlen der Warenerzeugung zum Ausdruck gekommen. Am Der Börse Geldmarkt herrschte Flüssigkeit bei niedrigen Leihsätzen. fehlte zeitweise jede Unternehmungslust, und die Umsätze waren hinter denjenigen der Vorjahre erheblich zurückgeblieben. Die Kurse der Dividendenwerte zeigten eine absteigende Linie, während die festverzinslichen Werte unter der Wirkung der sinkenden Geldsätze ihren Kursstand verbessert hatten und zeitweise reger Nachfrage begegnet Wir hatten Gelegenheit, auf diesem Gebiete zahlreiche Geschäfte erfolgreich durchzuführen; andererseits wurden unsere Gewinne aus der Vermittlung von Effektengeschäften durch den geringen Umfang der Börsentätigkeit beeinträchtigt. Der erhebliche, etwa M. 3 Millionen betragende Gewinn, welcher im ersten Semester auf Effektenund Konsortial- Konto erzielt wurde, ist zu Abschreibungen auf die im zweiten Halbjahr durch den Weltkrieg entstandenen Verluste mit verwaren. wandt worden. Der Ausbruch des Krieges löste im ersten Augenbilck allgemeine Bestürzung aus. Die in- und ausländischen Börsen waren bereits in den letzten Julitagen geschlossen worden, und das Publikum nahm starke Geldabbebungen vor, welche teils zur Befriedigung der durch den Kriegsausbruch hervorgerufenen Bedürfnisse dienten, zum Teil aber auch in der ersten Angst über die kriegerische Entwicklung thesauriert wurden. Mit den schnellen Erfolgen der deutschen Waffen kehrte jedoch das Vertrauen bald zurück, und wenn auch der Verkehr init dem feindlichen Ausland naturgemäß vollkommen unterbunden blieb, so boten doch der bis zu einem gewissen Grade wieder in Gang gekommene Handel mit neutralen Ländern sowie der umfangreiche Bedarf der Heeresverwaltung dem gewerblichen Leben eine allmählich sich steigernde Beschäftigung. Nicht zum wenigsten ist die im Wirtschaftsleben eingetretene schnelle Beruhigung der großzügigen Unterstützung zu verdanken, welche Handel, Industrie und Bankwelt bei der Reichsbank fanden, sowie dem entschiedenen Eintreten der letzteren und der maßgebenden Wirtschaftskreise gegen den Eriaß eines Moratoriums. Auch die schon wenige Tage nach Kriegsausbruch in Tätigkeit getretenen Darlehnskassen des Reiches haben zur Wiederkehr des Vertrauens beigetragen, ebenso die zahlreichen Kriegskreditbanken, an deren Gründung wir sowohl in Berlin wie in denjenigen Städten, woselbst wir Niederlassungen unterhalten, mitgewirkt haben. Die Inanspruchnahme dieser Kriegskreditbanken ist im allgemeinen bisher eine sehr geringfügige geblieben, da die Reichsbank und die hestehenden Kreditinstitute im Verein mit den Darlehnskassen in der Lage waren, das durch den Krieg sehr stark gesteigerte Kreditbedürfnis im wesentlichen zu befriedigen. Unsererseits hatten wir Kreditbeschränkungen nicht vorzunehmen, haben vielmehr durch Gewährung von Krediten, namentlich auch für Heereslieferungen, unserer Kundschaft in großem Umfange zur Seite gestanden. Mit der Rückkehr des Vertrauens floß der größte Teil der in den kritischen Tagen vom Publikum abgehobenen Gelder zurück. Die Einlagen nahmen ständig zu. Die außerordentliche Flüssigkeit des Geldmarktes ließ nur vorübergehend im Spätherbst im Zusammenhange mit den Einzahlungen auf die erste Kriegsanleihe nach. Die Placierung dieser Anleihe mit ihrem so überraschend glänzenden ZeichnungsWir selbst ergebnis kann als eine ausgezeichnete betrachtet werden. haben für uns und unsere Kundschaft einen sehr erheblichen Betrag der Anleihe gezeichnet. Der Erfolg der Anleihe ist ein neuer Beweis für die Kapitalkraft Deutschlands. Der Umfang der neuerdings angesammelten flüssigen Gelder läßt auch für die zweite Kriegsanleihe einen starken Erfolg erwarten. Der Abschluß der Dresdner Bank ergibt für das Jahr 1914 nach Vornahme der Abschreibungen und Rückstellungen einen Bruttogewinn Yon M. 41,668,296.70( gegen 43,447,490.45 in 1013). Nach Abzug der Handlungsunkosten und Steuern sowie nach Absetzung des Verlustes von M. 774,967.75 auf Effekten- und Konsortial- Konto verbleibt ein Reingewina von M. 23,999,586.25( gegen M. 26.278,752,60 in 1913), aus dem wir die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent, sowie eine weitere Absohreibung von M. 5 Millionen auf Kontokorrent- und KonsortialKonto verschlagen. Hierdurch ergeben sich erhebliche Minderbewertungen gegenüber den Kursen vom 25. Juli 1914. Wir glauben erwarten zu dürfen, daß ein Teil dieser Abschreibungen späteren Abschlüssen zugute kommen wird. Die erzielten Gewinne betragen 1914 auf Sorten- und Kupons- Konto. M. 566,076.85 gegen 1913 M. 367,688.90 " Zipsen- und Weehsel- Konto • 24,685,660.95 " 25,078,297.85 b Provisions- Konto. 99 99 Dauerade Beteiligungen 15,957,381.60 1,880,826.75 99 7 99 14,585,127.30 1,930,549.55 Bei Beurteilung der Erträgnisse auf Zinsen- und Wechsel- sowie auf Provisions- Konto ist in Betracht zu ziehen, daß zu den Ziffera pro 1913 unsere Londoner Filiale mit dem vollen Jahresertrag. pró 1914 aber nur mit den Ergebnissen für das erste Halbjahr beigetragen hat, da Von uns die Ziffern des zweiten Semesters nicht zu Gebote stehen. diesem Gesichtspunkte aus sind auch die nachstehenden Zahlen zu beurteilen: Es stellte sich der Gesamtumsatz auf einer Seite des Hauptbuches auf M. 76,667,333,527.95( gegen M. 92,379,534,705.65 einschl. Lendon in 1913), die Zahl der bei der Bank geführten Konten auf 209,762( gegen 200,196 einschl. London in 1918). zwungen. Was unsere ausländischen Interessen betrifft, so wurde unsere Niederlassung in London von der englischen Regierung zur Einstellung ihrer Geschäfte und zur Liquidierung unter staatlicher Kontrolle geIbre Bilanz, die uns in Aussicht gestellt wurde, ist bei Abschluß des Berichtes noch nicht eingetroffen, und es entzieht sich unserer Beurteilung, wann wir sie erwarten können. Um die Veröffentlichung unserer Bilanz nicht unter Umständen ins Ungemessene zu, verzögern, mußten wir die sämtlichen Positionen der Londoner Niederlassung aus der Bilanz ausscheiden; der Saldo dieser Stelle erscheint als besonderer Posten. Dabei möchten wir erwähnen, daß nach Berichten des Liquidators dieselbe in der Lage war. allen ihren Verpflichtungen nachzukommen. Wir glauben zu der Erwartung berechtigt zu sein, daß wir aus der Abwicklung Verluste nicht erleiden werden, ebensowenig wie aus unserer Beteiligung bei der Banque J. Allard & Cie. in Paris, bei der als Debitoren, sowet uns ihr Status bekannt ist, rur sichere Firmen in Betracht kommen. Ueber die uns nahestehenden Auslandsbanken ist zu erwähnen, daß Bowohl bei der Deutsch- Südamerikanischen Bank A.-G. wie bei der Deutschen Orientbank A.-G. der Verlauf des ersten Halbjahres ein befriedigender war. Der Kriegsausbruch hat zwar die Krisis in den südamerikanischen Ländern versehärft und die Deutsche Orientbank, deren ägyptischen Niederlassungen gegenüber seitens der englischen Regierung die gleichen Maßregeln zur Anwendung gelangen wie bei unserer Londoner Niederlassung, in Mitleidenschaft gezegen, doch dürfen wir hoffen, daß bei heiden Banken auch im zweiten Halbjahr Gewinne erzielt worden sind. Ihre Generalversammlungen finden voraussichtlich erst im Juni statt, und es läßt sich heute noch night thersehen, ob die Gewinne zur Ausschüttung gelangen oder zur Verstärkung der Reserven verwandt werden. Unser Grundstücksbesitz sowie unsere Beteiligungen an Terraingeschäften haben nennenswerte Veränderungen nicht erfahren. Eine Erhöhung der Buchwerte durch Zinsenaufschlag hat weder in diesem Jahre noch jemals vorher stattgefunden; zum Teil sind diese Beteiligungen völlig abgeschrieben. für 1914. Herr Dr. Schacht, stellvertretender Direktor unserer Bank, wurde in das Bankenkommissariat des Generalgouvernements für Belgien berufen. Die Zahl unserer Angestellten, ausgenommen diejenigen der Landoner Niederlassung, belief sich am Jahressehluß auf 4807( gegen 4636 einsehl. London in 1913). Etwa 1400 unserer Beamten wurden seit Kriegsansbruch zur Fahne einberufen, und 81 sind seither im Dienste für das Vaterland gefallen. Wir beklagen den Verlust dieser vielen Tapferen und werden ihnen ein dauerndes, ehrendes Andenken bewahren, Die Namen der Gefallenen veröffentlichen wir an anderer Stelle dieses Berichtes. Den Angehörigen der zur Fahne einberufenen Angestellten haben wir, soweit es sich um Unverheiratete handelte, 30 Prozent ihres Gehaltes und soweit Verheiratete in Frage kommen, 60 Prozent des Gehaltes nebst einem Zuschlag für Kinder monatlich ausgezahlt. Im abrigen schlagen wir vor, angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Beamtenschaft die Gratifikationen unverkürzt zukommen zu lassen, und haben aus diesem Anlaß einen Betrag von M.2,600,000.- bei der Gewinnverteilung vorgesehen. Nachstehend die üblichen Erläuterungen über die einzelnen Positionen der Bilanz: Kassa-, Kupons-, Sorten- Konto und Guthaben bei Noten- und Abrechnungsbanken. Bestand am 31. Dezember 1913. Eingang Ausgang . M. 97 68,645,776.20 16,792,360,794.45 M. 1,861006,570.65 10,762,644,042.M. 98,362,528.65 M. 45,346,874.35 53,581,731.15 M. 98,928,605.50 566,076.85 Es ergab sich demnach für den am 31. Dezember 1914 verbliebenen Bestand ein Saldo von. laut Bilanz: Kassa, Kupons und Sorten Guthaben bei Noten- und Abrechnungsbanken 99 mithin Gewinn aus Kupons- und Sorten- Konto Wechsel- und Zinsen- Kento. Das Konto ergab einschließlich des Kursgewinnes auf Devisen einen Gewinn von. M. 24,685,660.95 M. 330,000,955.30 Im Portefeuille verblieben am 31. Dezember 1914 Stück 46,666 Wechsel im Betrage von. und zwar M. 318,130,314.25 in unverzinslichen Schatzanweisungen des Reiches 9-9 und der Bundesstaaten und in Wechseln auf deutsche Plätze 11,870,641.05 in fremden Valuten zus. M. 330,000,955.30 Die Diskontrate der Reichsbank stellte sich im Jahresdurchschnitt auf 4.89 Prozent gegen 5.887 Prozent in 1918 und 4.943 Prozent in 1912. Effekten- und Report- Konto und dauernde Beteiligungen. Bestand am 31. Dezember 1913 so daß ein Mehr verbleibt von. M. Eingang Ausgang 99 97 160,795,281.25 3,188,689,716.85 3,212,723,821.80 • Es ergab sich demnach für den am 31. Dezember 1914 verbliebenen Bestand ein Saldo von laut Bilanz im Werte von. M. M. 136,701,176.30 137,806,535.50 1,105,359.und dem Verlust auf Effekten- und KonsortialKonto von..... das sich zusammensetzt aus dem Erträgnis aus unsern dauernden Beteiligungen an fremden Banken von M. 1,880,326.75 774,967.75 a) Anleihen und verzinsliche Sehatzanweisungen des Reichs und der Bundesstaaten. M. 23,964,184.30 b) sonstige bei der Reichsbank und andern Zentralnotenbanken beleihbare Wertpapiere 2 37 4,650,471.20 e) sonstige börsengängige Wertpapiere • • 20,307,651.20 99 3,557,005. Eigene Effekten waren am 31. Dezember 1914 vorhanden: d) sonstige Wertpapiere. M. 52,679,311.70 Unter den vorstehenden Effekten befinden sich insgesamt ca. 36,000,000 M. festverzinsliche Werte. Die Position a enthält unseren Bestand an 5proz. Kriegsanleihen und Kriegsschatzanweisungen. Die Erhöhung der Positionen zu b and c erklärt sich durch Stützungskäufe, weleke in den letzten Tagen ver Ausbruch des Krieges im Interesse des Marktes vorgenommen worden sind. Dauernde Beteiligungen bei fremden Banken: M. 37,861,255.70 Auf dem Konto der dauernden Beteiligungen bei fremden Banken sind, entsprechend der bisherigen Uebung, die Dividenden pro 1913 verrechnet. Report Konto: Hereingenommene und an späteren Terminen M. 47,265,967.90 abzuliefernde Effekten mithin M. 34,041,042.85 weniger als im Vorjahre. Konsortialbeteiligungs- Konto. Wir haben bei folgenden Geschäften als Kontrahenten mitgewirkt: 3proz. Deutsche Schutzgebietsanleihe von 1914. 5proz. Deutsche Kriegsanleihen von 1914, 4proz. auslosbare Preußische Schatzanweisungen von 1914, 4proz. Hamburgische Staatsanleihe, 4proz. Württembergisehe Staatsanleihe, Argentinische Sehatzscheine, 5proz. Bosnisch- Hercegovinisehe Landeseisenbahnanleihe von 1914, 5proz. Bosnisch- Hercegovinische Landesinvestitionsanleihe von 1914, Bulgarische Schatzscheine, 4proz. Hannoversche Provinzial- Anleihe, 4proz. Westfälische Provinzial- Anleihe, VI. Ausgabe, Reihe 15-18, 4proz. Anleihe der Stadt Altona von 1914, I. Ausgabe, 4proz. Anleihe der Stadt Berlin- Lichtenberg von 1913, 4proz. Anleihe der Stadt Bonn, 4proz. Anleihe der Stadt Breslau, 4proz. Anleihe der Stadt Chemnitz. 4prez. Anleihe der Stadt Frankfurt a. M. von 1913, 4proz. Anleihe der Stadt Mainz von 1914, Mt. T. 4proz. Anleihe der Stadt München, 4proz. Anleihe der Stadt Plauen i. V. von 1910, 4proz. Anleihe der Stadt Stettin von 1912. Buchstabe 8, Ausgabe IX- XI. 4½proz. Anleihe der Stadt Budapest, 5proz. Anleihe der Stadt Buenos Aires, 4proz. Anleihe des Elektrizitätsverbandes Weißenfels- Zeitz ,, 4prez. Anleihe der Emscher Genossenschaft, Essen( Ruhr), Aproz. Grundrentenbriefe der Grundrenten- und Hypotheken- A stalt der Stadt Dresden, 4proz. Schuldverschreibungen Serie 26 der Landeskreditkasse zu Cassel, 4proz. Schuldverschreibungen der Staatlichen Kreditanstalt des Herzogtums Oldenburg von 1913, 4½ proz. à 105 Prezent rückzahlbare Obligationen Serie VI der Deutschen Eisenbahn- Gesellschaft. Actien- Gesellschaft, Frankfurt a. M., Sprox. à 103 Prozent rückzahlbare hypothekarische Obligationen der Deutsch- Luxemburgischen Bergwerks- und HüttenAktiengesellschaft, Bochum, 4½prox. Obligationen der Deutsch- Südamerikanischen Telegraphengesellschaft, Aktiengesellschaft, Köln a. Rh., 5proz. Obligationen der Elektricitäts- Lieferungs- Gesellschaft, Berlin, 5proz. à 102 Prozent rückzahlbare hypothekarische Obligationen des Bisenwerk Kraft, Stolzenhagen- Kratzwieck bei Stettin, 4½proz. à 103 Prozent hypothekarische Obligationen der Gercke & Deppen- Hansamühle Aktiengesellschaft, Bremen, 5proz. Obligationen der Gewerkschaft Sachsen, Heeßen i. Westf., 5proz. à 102proz. rückzahlbare hypothekarische Obligationen der Hofbrauhaus. Aktien bierbrauerei und Malzfabrik, Dresden, 5proz à 108proz. rückzahlbare Obligationen der Geba Körting Aktiengesellschaft, Linden bei Hannover, Aktien der Berliner Kriegsbeleibungskasse für nachstellige Hypotheken A.-G. Aktien der Kriegskreditbanken für Groß- Berlin, Dresden, Hamburg( Hamburgische Bank von 1914 A.-G.), Altenburg S.-A., Augsburg, Breslau, Cassel, Frankfurt a. M., Freiburg t. Br., Greiz, Leipzig. Lübeck, München, Nürnberg, Stuttgart, Wiesbaden, Neue Aktien der Banca Commerciale Italiana, Neue Akten der Actien- Gesellschaft für Anilin- Fabrikation, BerHn- Treptow, Aktien der Aktiengesellschaft Bad Salzschlirf( Einführung), Vorzugsaktien der A. E. G.- Schnellbahn Aktiengesellschaft, Bertin, Stammaktien der A. E. G.- Schnellbahn Aktiengesellschaft, Berlin, Neue Aktien der Bremen- Besigheimer Oelfabriken, Neue Aktien der Braunschweigischen Landes- Eisenbahn- Gesellschaft, Aktien der Brauerei zum Felsenkeller bei Dresden, Planen( Binführung), DresdenAktien der Compagnie Réunies Gaz et Electricité de Lisbonne, Lissabon, Neue Aktien der Deutsch- Südamerikanischen Telegraphengesellschaft, Aktiengesellschaft, Köln a. Rh., Senie H- L Vorzugsalstien der Deutsch- Ueberseeischen Elektricitäts- Gesellschaft, Berlim, Neue Aktlen der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken, Berlin, Neue Aktien des Eisenwerk Kraft, Stolzenhagen- Knatzwieck bei Stettin, Neue Aktten der Ersten Deutschen Ramie- Gesellschaft, Emmendingen in Baden, Aktien der Hessischen und Herkules- Bierbrauered Aktiengesellsebaft, Cassel( Einführung), Aktien der Hydrometer Breslauer Wassermesser- Fabrik Aktiengesellschaft( Einführung), Neue Aktien der Lotat Bisen beton Breslau Aktiengesellschaft, Vorzugsakthen der Neckarwerke Aktiengesellschaft, Eßlingen, Stammairtien der Neekarwerke Aktiengesellschaft, Eßlingen, Aktien der Oppein- Frauendorfer Portland- Cementwerke Aktiengeseffschaft, Frauendorf bei Oppeln( Einführung), Aktien der Gebrüder Sehöndorff Aktiengesellschaft, Düsseldorf ( Einführung), Nene Vorzugsaktien der Slavonischen Lokaleisenbahn Aktiengeselise baft, Budapest, Neue Aktien der Société Financière de Transports et d'Entreprises Industrielles, Brüssel, Neue Akten der Joh. C. Tecklenborg A.-G., Schiffswerft und Maschinenfabrik, Bremerhaven, englischer Sicherheitszünder, Draht- und Kabel- Werke, Meißen, Aktien der Vereinigten Nord- und Süddeutschen Spritwerke und PreBhefe- Fabrik Bast A.-G., Nürnberg( Einführung), Aktien der Wallendorfer Kohlenwerke Aktiengesellschaft. Außerdem waren wir bei einer großen Anzahl Freunde im In- und Austande entrierter Finanzgeschäfte unterbeteiligt. Von den vorstehend erwähnten Geschäften ist der größte Teil im laufenden Jahre abgewickelt. Neue Aktfen der Vereinigten Fabriken seitens unserer Jahren nennen on Geschäften aus früheren wir als abgewickelt die Beteiligungen von: 4proz. Denische Reichsanleihe von 1913, 4proz. Preußische konsolidierte Staats- Anleihe von 1918, 4proz. Bayerische Anleihe von 1913, 4proz. Anleihe der Stadt Kopenhagen von 1911, 4proz. Schuldverschreibungen der Landeskreditkasse zu Cassel, Serie 25. 5proz. Obligationen der Elektrizitäts- Actien- Gesellschaft W. Lahmeyer& Co., Frankfurt a. M., der 5proz. Obligationen Höchst a. M., vorm. Main- Kraftwerke, Aktiengesellschaft, Neue Aktien der Elektricitats- Aktion gesellschaft vorm. Hermann Pöge, Chemnitz, Neue Aktien der Orenstein& Koppel- Arthur Koppel Aktiengesellschaft. Neue Vorzugs- Aktien der Westungarischen Lokalbahn- Aktiengesellschaft. Unser Konsortial beteiligungs- Konto zeigt folgende Zusammensetzung: 1. Zwölf Beteiligungen an festverzinslichen Werten 2. Dreizehn Beteiligungen an Eisenbahn- und Straßenbahn- Unternehmungen- Aktien 3. Dreizehn Beteiligungen an Bankaktien 4. Zwel Beteiligungen an Versicherungs- Gesellschaften 5. Zwetundzwanzig Beteiligungen und Terrain- Gesellschaften an Terrains 6. Sieben Beteiligungen an überseeischen UnternehM. 18,953,560.65 99 9,687,252.70 99 3,244,127.30 99 402,718.70 und 8 59 9,064,258.70 99 2,287,994.30 99 8,420,259.80 99 7,410,863.10 99 9,122,648.25 M. 63,593,683.50 mungen 7. Zehn Beteiligungen an elektrischen und Kabel- Unnehmungen 9. Siebzehn Beteiligungen an Bergwerks- und HüttenUnternehmungen 8. Achtunddre Big Beteiligungen an anderweitigen Unnehmungen Konto- Korrent- und Einlagen- Konto. Bei einem Umsatz im Debet von betrug derselbe im Kredit . M. 22,674,635,658.35 ., 22,915,744.826.55 241,109,168.20 so daß am 31. Dezember 1914 eine Schuld verblieb von M. und zwar laut Bilanz: 99 b9 M. 62,354,597.50 Nostroguthaben bei ersten Banken und Bankiers, 48,236,819.80 Lombards gegen börsengängige Wertpapiere, 22,700,564.80 Vorschüsse auf Waren und Warenverschiffungen, ( Fortsetzung auf der nächsten Seite.) ( Fortsetzung umseftig.) Merren M. 18,727,055.20 gedeckt durch Waren, Fracht oder Lagerscheine. 823,324.50 gedeckt durch andere Sicherheiten. 99 M. 574,116,833.- Debitoren, und zwar: M. 246,628,128.25 in Berlin, 327.488,704.75 bei den Filialen verteilt auf 29,012 Konten hiervon M. 281,365,951.95 gedeckt durch börsengängige Wertpapiere Kreditoren: 97 142,805,104.15 gedeckt durch andere Sicherheiten. a) Nostro- Verpflichtungen b) seitens der Kundschaft bei Dritten benutzte Kredite c) Guthaben deutscher Banken und Bank firmen d) Einlagen auf provisionsfreier Rechnung. und zwar in 114,976 Konten innerhalb 7 Tagen fällig M. 234,077,773.70 darüber hinaus bis be 21,965 Konten zu 3 Monaten fällig. 99 3 Monaten fällig M. Immobilien- und Mobilien- Konto. 1. Bankgebäude. Auf diesem Konto erscheinen die Bankgebäude M. 11,304,688.05 2,500,000.2,000,000. " 2,100,000.1,500,000.Pensions- Fonds- Konto. Das Guthaben des im Jahre 1879 begründeten Pensions- Fonds betrug am 31. Dezember 1913. hierzu kamen Zinsen im Jahre 1914 Kückvergütungen d. Beamtenversicherungsvereins M. " 4,400,000.in Berlin 198,769.30 ,, Dresden 6.390.15 99 Frankfurt a. M. M. 4,605,159.45 " Hamburg hiervon ab gewährte Pensionen 231.619.35 99 Bremen 93 M. 33 Nürnberg 93 1,150,000.99 Fürth " 200,000.99 Hannover 93 750,000.99 Bückeburg 99 120,000.durch die von uns beantragte Zuweisung von wird er die Höhe von erreichen. 4,853,540.10 246.459.90 M. 4,600,000.790,324.05 " Detmold 77 100,000.Mannheim 23 39 33 95.296.90 78,893,308.15 $ 72,413,135.70 ,, Plauen i. V. 500,000.350,000. 99 Chemnitz 99 500,000.Emden. " 93 ,, Freiburg i. Br. 99 600,000.99 Zwickau 99 450,000.,, München 99 1,800,000.Leer 93 99 Cassel 400,000.99 Zittau " 150,000.97 " Augsburg 200,000.Breslau " 99 519,298.Gleiwitz 19 99 55,000.,, Liegnitz 100,000.19 93 40,000.M. 151,091.90 99 687,397.55 200,000.9 " 93 99 200.000. auf M. 51,000,000.10,000,000.2 86,316,352.70 52,019,009.30 23 406,325,918.50 " Bunzlau 11,714 Konten nach e) sonstige Kreditoren und zwar innerhalb 7 Tagen fällig M. 331,681,293.55 darüber hinaus bis zu 3 Mona40,000.75,000.Außerdem haben wir an den Beamtenversicherungsverein des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes( a. G.) Prämien in Höhe von ungefähr 470,000 M. gezahlt. die über Handlungs- Unkosten- Konto verbucht worden sind. König- Friedrich- August- Stiftung. Die im April 1905 begründete Stiftung wies am 31. Dezember 1913 einen Bestand von auf, hierzu traten in 1914 an Zinsen ab gewährte Unterstützung im Jahre 1914 Stuttgart Heilbronn Beuthen O.-S. ,, Lübeck Frankfurt a. O. Dresden- Blasewitz » 210,000.-mithin verbleibt ein Bestand von Georg- Arnstaedt- Stiftung. . M. . . M. 103.554.65 4.050.107.604.65 200.M. 107.404.65 ten fällig nach 3 Monaten fällig 15 144,863,128.10 16,781,496.85 Kreditoren c und e verteilt auf 32,095 Kouten. Die Zahl der laufenden Rechnungen( Debitoren und Kreditoren) beträgt 209,762 gegen 200,196 in 1913. Es wurden gewonnen an Provision abzüglich gezahlter Provisionen M. Akzept- und Scheck- Konto. 13,957,331.60 Am 31. Dezember 1913 befanden sich Tratten und Schecks auf uns im Umlauf ferner wurden ausgeschrieben auf Berlin ,, unsere Filialen Es wurden eingelöst in Berlin bei unseren Filialen • M. 287,315,528.30 • -> 33 M. 915,896,934.35 927,285,752.40 " 1,843,132,686.75 M. 2,130,448,215.03 " 1,983,819,527.55 M. 912,951,131.15 1,070,868,396.40 99 so daß am 31. Dezember 1914 in Zirkulation verblieben auf Berlin 9 unsere Filialen M. 51,923,645.30 99 94,705.042.20 M. 146,628,687.50 Der Rückgang des Akzeptumlaufs erklärt sich einerseits aus dem Umstande, daß die Akzepte unserer Londoner Filiale, von denen übrigens bei Jahresschluß unserer Schätzung nach kaum noch nennenswerte Beträge in Umlauf gewesen sein dürften, ausgeschieden sind, und daß andererseits die Einschränkung des deutschen Ueberseehandels auf den Bedarf von Remboursakzepten in erheblichem Maße eingewirkt hat. Insbesondere darf darauf hingewiesen werden, daß in normalen Zeiten unsere Bremer Niederlassung gerade am Jahresschluß für Baumwoll- Importe mit nennenswerten Summen unter Akzept getreten war. " Göttingen 99 99 92 , Harburg a. E. Fulda 150,000.-19 $ 10,000.-170,000.850,000 133,603.90 M. 29,911,987.50 2. Neubau- Konto. Kaiser- Wilhelm- Straße Diverse Grundstücke.. Neubau resp. bauliche Veränderungen in Breslau, Cassel, Frankfurt a. O., Fulda, Göttingen und Stettin M. 1,348,975.30 3. Diverse Immobilien. M. 190,845.45 1,711,222.10 M. 1,902,067.55 M. 33,166,030.35 Unser gesamter Immobilienbesitz ist zurzeit mit M. 1,364,900.Hypotheken belastet, deren Abstoßung nach den bestehenden Verträgen bisher nicht tunlich war. 4. Mobilien- Konto. Die Neuanschaffungen im Betrage von. M. 294,059.85 in der Hauptsache durch Eröffnung neuer Wechselstuben veranlaßt, werden, wie beantragt, aus dem Gewinne zur Abschreibung gelangen. Nach Fertigstellung unserer Neu- und Umbauten in Dresden, Plauen. Zwickau, Zittau und Göttingen sind die betreffenden Konten auf Konto Bankgebäude" übertragen worden. Eine weitere Erhöhung hat das Konto durch Ankauf des Geschäftshauses in Fulda, sowie durch den Erwerb eines Hauses in Stuttgart erfahren, das wir zur Erweiterung unseres dortigen Bankgebäudes benötigen. Handlungs- Unkosten- Konto. Handlungs- Unkosten Steuern M. 14,530,847.35 2,347,895.35 Unter den Unkosten befinden sich namhafte Beträge, die aus Anlaß des Krieges wohltätigen Zwecken zugeflossen sind. Zentral- Markth I ( am 11- Stände 109 u. Deutsches Theater URANIA Konsum- Fleischerei em Alexanderplate) Direktion: Max Reinhardt. 7 Uhr: Rappelkopf( Alpenkönig und Menschenfeind). Mittwoch: Faust I. Kammerspiele Uhr: Die deutschen Kleinstädter. Mittwoch: Die deutsch. Kleinstädter: Theater für Dienstag, 9. März: Berliner Theater 8 Thr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater 7% U.: Egmont. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Die verkaufte Braut. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8 Uhr: Der Troubadour. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: Familie Plaschek. Helbring contra Helbring. Kleines Theater 8 Uhr: Jettehen Gebert. Komische Oper 8.10 U: Gold gab ich für Eisen. Komödienhaus 8 Uhr: Bunter Abend. Lessing- Theater Taubenstraße 48/49. 4 Uhr: Auf d. Schlachtfeldern Ostpreußens Die 8 Uhr: Pa. 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In Uebereinstimmung mit dem Aufsichtsrate beantragen wir, denselben wie folgt zu verwenden: Abschreibung auf Bankgebäude M. 600,000.-" Mobilien Zuweisung zum Pensionsfonds Rückstellung für die Talonsteuer Abschreibung auf Konsortial- und Konto- Korrent- Konto 4 Prozent Dividende auf M. 200,000,000 M. 23,999,586.25 . 99 294.05 85 246,459.90 200,000.5,000,000.8.000.000.14,340,519.75 M. 9,659,066.50 Tantieme an den Aufsichtsrat... M. 513,928.Vertragsmäßige Tantieme an dje Direktoren, stellvertretenden Direktoren und Direktoren der Filialen sowie an die Lokalkomitees insgesamt 110 Herren Gratifikation an die Beamten 2 Prozent M. 200,000,000 Vortrag Superdividende aut 17 2.068,550." 2,600,000.4,000,000.476,588.50 M. 9.659,066.50 Dresden, im März 1915. Die Direktion. Nathan. Jüdell. Herbert M. Gutmann. E. Gutmann. Kubasch, Kleiderspind, Bettstelle, Wäsche- 1 Märzbleiche! Frau fpind, Ladentisch, 5 Tische, Stühle Köpenid, Grünauerstraße 45, wäscht billig. 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Glode, Berlin, Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Mr. 68. 32. Jahrgang. herangehen. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. 110 Dienstag, 9. März 1915. Mittwoch, den 10. März: Zahlabend für Groß- Berlin. Aus Groß- Berlin. denn doch sehr erhebliche Einnahmesteigerungen pro leiheschulden in Höhe von 2 Millionen Mark und 90 000 M Bagentilometer, die zustande gekommen sind, ohne daß gleichzeitig für Schuldentilgung. Der Hafen wurde am 25. November 1895 die Betriebsausgaben pro Wagentilometer nennenswert gestiegen dem Betrieb übergeben und entwickelte sich anfänglich vielverwären. Eine weitere Betriebseinschränkung für die Stunden der sprechend. Da aber moderne Kran- und Speicheranlagen, bisher schwachen Wagenausnugung kann nur die Wirkung haben, Bahnanschlüsse und bequeme Landverbindungen fehlten, ging das Verhältnis der Betriebseinnahmen zu den Betriebsausgaben der Verkehr schnell zurück. Heute noch schwebt ein Rechtsweiter zugunsten der Straßenbahn- Gesellschaften zu verbessern. streit um die Höhe des Wertes der enteigneten Grundstücke, so daß man die Höhe der Kosten für den Bau des Hafens ist noch nichts bestimmt. nicht genau angeben kann. Ueber das Schicksal des Hafens Vom Zweckverband. zu Das Havelländische Luch. Eine wichtige Kulturarbeit, die schon der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. notdürftig begann, soll jezt in großem Maßstabe in Angriff genommen werden, die Urbarmachung des Havelländischen Luchs. Im Laufe der Jahrhunderte und Verkehrs zuzustimmen, hatte sich gestern der Verbands Mit der Eingabe der Straßenbahn, einer Beschränkung des Jahrzehnte hat man wiederholt versucht, hier Ordnung zu ausschuß des 2wedverbandes zu beschäftigen. Die schaffen, wiederholt sind auch vom preußischen Landtage hierzu Mitglieder des Ausschusses sprachen sich dahin aus, daß sie die Beihilfen bewilligt worden. Im großen und ganzen blieb Gründe der Straßenbahn- Gesellschaft für eine weitere wesentliche aber die Landwirtschaft im Havelluch, wie jezt in einem Einschränkung des Verkehrs, nicht als stichhaltig anerkennen fönnen. fetzung der Beratungen der umfangreichen. Tagesordnung Der Ausschuß des Verbandes Groß- Berlin hat bei FortMinisterialbericht an die Agrarkommission des Abgeordneten Es wären doch im Grunde genommen nur finanzielle Erwägungen, folgenden bemerkenswerten Beschluß gefaßt: Genehmigt hauses ausgeführt wird, in einem für einen großen Staat un- und diese könnten feineswegs unter den heutigen Verhältnissen den wurde der Bebauungsplan für die dauernde Erhaltung des würdigen Zustand. Es ist oft nicht möglich gewesen, das Heu aus den Sümpfen herauszubringen. Entwässerungs- und Be- Ausschlag geben. Geeignetes Perſonal ſei auch heute noch zu haben. Kilianviertels im Westen von Berlin im Landhausstil. Versiedelungsgenossenschaften haben sich gebildet und Gelände anEine Entlohnung von 3,65 M. oder 4 M. pro Tag sei für die Leistungen worfen wurde der Bebauungsplan für Schulzendorf bei gekauft, Gräben und Wege sind umfangreich angelegt worden. angesichts der verteuerten Lebenshaltung faum als ausreichend Königswusterhausen, weil er den modernen Ansprüchen ant Dadurch haben sich aber die Eigentums- und Grenzverhältnisse Dadurch haben sich aber die Eigentums- und Grenzverhältnisse zu betrachten. Die Gesellschaft habe wohl Rücksicht zu nehmen auf Freiflächen, Verkehr usw. in keiner Beise Rechnung trägt. immer mehr verschoben. Es handelt sich um viele tausend das Verkehrsbedürfnis. Sie habe in den letzten Jahren so reichliche Mit Auslagen und Verbesserungen wurden die BebauungsHeftare, um zusammenhängende Moor- und Dedlandflächen, Dividenden ausgeschüttet, daß die Aktionäre auch einmal mit einer pläne für Schwanebeck bei Buch und für Nächstneuendorf bei wie es solche in diesem Umfange in keiner anderen Provinz geringeren wie die Aktionäre zahlreicher anderer Gesellschaften für- offen belegt. gibt. Man müsse deshalb, um die besitzrechtliche Unsicherheit lieb nehmen können. Der Ausschuß wird nach Aeußerung der Verkehrsdezernenten in Kleine Nachrichten. Beim Glase Bier erschossen hat sich der auszuschalten, erst mal an eine gründliche Zusammenlegung den Vororten sich endgültig schlüssig machen, ob in einzelnen Bunften 57 Jahre alte Arbeiter Adolf Preu aus der Hobrechtstraße 82 31 Neukölln. Der Mann besuchte eine Schankwirtschaft am Rottbuser Das Havelländische Zuch liegt in voller Ausdehnung kaum ein Entgegenkommen möglich ist, eine allgemeine Verkehrsübersehbar vor uns, wenn wir von Nauen, dessen Geschichte über einschränkung, wie sie beantragt ist, dürfte keine Berücksichtigung Er war auf der Stelle tot. Was ihn zum Selbstmord veranlaßte, Damm, trant ein Glas Bier, ging dann hinaus und erschoß sich. fast ein Jahrtausend bis auf Albrecht den Bären reicht, auf der finden. ist nicht bekannt. Mit Lysol vergiftet hat sich der 34 Jahre alte Chaussee über die Zuchberge nach den Dörfern Liezow und Berge Postaushelfer Franz Hecht aus der Naunynstraße 87. Ein kleines gehen und biegen vor Berge, das mit seinen noch erkennFlüchtlingskind wurde gestern auf dem Bahnhof Alexanderplatz vom baren Burgwallresten früher eine kleine Festung gewesen sein Streife Pilltallen wurde am 17. Dezember vorigen Jahres von den Tode ereilt. Der 56 Jahre alte Jnvalide Poweleit in Duden im muß, nach dem Berger Damin bis zum Dreibrückenkrug. Besonders im Frühjahr ist die Aussicht auf diese„ Prärie des Russen erschossen. Seine Frau siedelt jetzt zu Berwandten nach Havellandes", auf Sümpfe und Seen, überaus reizvoll. Wieder biegen wir von Dreibrückenkrug im rechten Winkel ab und gehen mitten durch das Luch auf gutem Landwege bis nach Börnicke, das an der Nordspitze der Nauener Stadtheide, dem ,, Krämer", einent prachtvollen Laubwalde, unmittelbar vorgelagert ist. Den höchsten Punkt des Krämers, den die wanderlustigen Berliner ebenso wie die an Holland erinnernde Luchlandschaft im Sommer kennen lernen sollten, bildet der Gliener Berg, zit seinen Füßen das idyllische Forsthaus Krämerpfuhl. Von hier wird der eindrucksvolle Tag be schlossen mit einer Partie südlich durch den Krämer nach Bernewit, von wo uns die Kleinbahn nach Nauen zurücbringt, oder nordöstlich über Wolfsinke und die Weinberge nach dent durch seine Burgruinen interessanten Behlefanz an der Kremmener Bahn. Ein pädagogischer Unfug. -ww Berlin die in höheren Schulen üblich gewordene Sammlung von Unter diesem Titel behandelt der Schulinspektor Dr. SchcppGold mit dem Hinweis auf die Gewährung von schulfreien Tagen oder Entbindung von Schularbeiten. Dr. Schepp schreibt: Hannover über und traf gestern in Berlin ein. Während des kurzen „ Bisher glaubte ich immer, wir hätten uns von der Meriten- Aufenthaltes auf dein Bahnhof Alexanderplatz wurde ihr einziges und" Belohnungspädagogik der Philathropen freigemacht. Die Er- kind, ein erst dreiviertel Jahr altes Töchterchen Martha, von frampi fahrung der letzten Wochen haben mich eines anderen belehrt. Be- artigen Zuckungen befallen und starb nach furzer Zeit. sonders an den höheren Schulen scheint diese Art Pädagogik brücke West und zertrümmerte zwei Pfeiler. Der Kabn liegt quer Reichstagsufer fuhr gestern mittag ein Kohlenkahn gegen die Notwährend des Krieges recht zu blühen. über der Spree. Eine Gefahr für die Sicherheit der Brücke besteht nach Ansicht von Sachverständigen nicht. fich lebhaft an der Zuführung von Gold an die Reichsbank zu beBekanntlich haben alle Schulen es sich zur Aufgabe gemacht, teiligen. Gine recht lobenswerte Aufgabe, die auch von guten Erfolgen gekrönt ist, wie die Veröffentlichungen in der Tages- und Fachpresse beweisen. Es ist für die Kinder sicher ein erhebendes Gefühl, mitarbeiten du können an der finanziellen Sicherstellung des Vaterlandes; in erzieherischer, nationaler Hinsicht von nicht zu unterschäßender Bedeutung. Die pädagogische Wirkung wird aber in jeder Beziehung durchkreuzt und in Frage gestellt, wenn den Kindern für das Sammeln Belohnungen in Aussicht gestellt werden, die ich Die für heute abend geplanten 17 Frauenversammlungen durchaus nicht billigen fann. Das Gute soll getan werden um des in Groß- Berlin fömmen nicht stattfinden, weil die polizeiliche winkt. Dieser Sah wird doch wohl heute in der Pädagogik all Verlauf. Guten willen, und nicht, weil eine-Belohnung für die gute Tat Genehmigung untersagt worden ist. Der Bescheid des Polizeigemein auerfaunt. Daß vielleicht einmal ein sehrreicher oder die präsidenten hat folgenden Wortlaut: Die Frauenversammlungen nicht genehmigt. Der Polizeipräsident. Abt. VII. Tagebuch N. 282. VII. 4./15. Auf die Anzeige vom 5. d. Mts. wird Ihnen zum Bescheide, daß ich die Genehmigung zur Abhaltung der für Dienstag, den 9. d. Mts., abends 8 Uhr, in Aussicht genommenen zehn öffentlichen Frauenversammlungen mit der Tagesordnung" Frauensorgen in der Kriegszeit" hiermit verjage. Ich nehme auf meinen Bescheid vom 13. v. Mts. zu 149. VII. 4. 15. Bezug. In Vertretung: Baerecke. Der Bescheid vom 14. v. Mts. Tautet: Der Polizeipräsident. Tagebuch N. 149. VII. 4./15. Auf die Anfrage von 6. d. Mts. erwidere ich ergebenit, daß öffentliche Vortragsabende oder Versammlungen politischer Parteien oder diesen gleich zu erachtenden Bereinigungen aus grundsäßlichen Erwägungen nicht gestattet werden können. Jagow. bleiben. Die Abhaltung der Versammlungen muß somit unterDie für Pankow und Schöneberg bereits erteilten Genehmigungen sind zurückgezogen worden. Radrennen im Sportpalast, 7. Marz. Ard Drei Stunden Mannschaft Rennen. 400, 300, 200, Die vom Deutschen Rennfahrerverband veranstalteten Wohl tätigkeits Radrennen wiesen wiederum einen guten Besuch auf. Man hatte am Sonntag von den furzen Rennen abgesehen und dafür ein Drei- Stunden- Kennen angesetzt, bei dem so flott gefahren wurde, daß sowohl über eine, zwei und über drei Stunden neue Weltrekorde aufgestellt werden konnten. Durch die Zurufe der Zuschauer angefeuert, gaben die Fahrer ihr Bestes, so daß das Rennen einen spannenden Verlauf nahm. Einige Stürze verliefen zum Glüc ohne schwere Folgen für die Fahrer. Das Rennen nahm folgenden 130, 100, 96, 80. M., außerdent bei jeder Stunde ein Führungspreis von 60 W. Die Wertung erfolgt nach Bimiten, der Erste jeder Stunde erhält einen, der zweite zwei usw, bis zum sechsten Fabrer; alle übrigen sieben Finn- Paul Suter, Wehlitz- Weise. Pawfe Stabe, Rädliz- K. Müller, ZanderPunkte. Es starteten: Lorenz- Saldow, Rütt- Stellbrinf, Strabner- Strupfat, Grüneberg, Schipke- Techmer, Behrend- Kuschkow, Bauer- Wittig, HäuslerRudel, Beter- Schmittchen, Lewanow- Arnold. Nachdem die Fahrer sich in Den Borstellungsrunden gezeigt, erfolgt der Schuß, worauf 14 Fahrer das gewinnt Lorenz vor Rütt. In der ersten Stunde geht Rütt mit einer lange Rennen beginnen. Eine Prämie von 15 und 5 M. über 10 Runden Länge vor den anderen über das Zielband; er hat zurückgelegt 45,210 Stilo. Gerade die gegenwärtige Zeit verlangt von denen, die zu Hause meter( bisher Ejer- Roseblen, Berlin 1912, 44,660 Kilometer), 2. Wehlik. bleiben, erhöhte Pflichterfüllung nach den verschiedensten Seiten 3. Lorenz, 4. Finn, 5. Bauer, 6. Techmer. Führungspreis: Bauer- Wittig. hin. Wird aber in der angegebenen Weise verfahren, so führt man 2. Stunde kommt Grüneberg zu Fall. Eine Prämie von 20 und 5 M. leberrundet wurden Peter- Schmittchen und Lewanow- Arnold. In der eine Lockerung des Pflichtbewußtseins herbei. Für eine durchaus über 10 Runden holen sich wieder Lorenz und Rütt. Bon Rütt werden nicht als schwer zu bewertende Leistung, die eigentlich selbstverständ- 86,460 Stilometer zurückgelegt und damit ein neuer Weltrekord auflich ist, wird eine Befreiung von der täglichen Pflichterfüllung gewertung stellt sich: 1. Rütt, 2. Lorenz, 3. Techmer, 4. Finn, 5. Wehlit, gestellt( bisher Goutlet- Lawson, Brüssel 1912, 80,875 Stilometer). Die währt. Es kommt noch hinzu, daß immer nur wenige Kinder bei 6. Bauer. dem Aufbringen der bestimmten Summe beteiligt sind. Die Nichtbeteiligten werden also belohnt, ohne irgendetwas geleistet zu haben. Gesundheit fördernder Ausflugslag ohne besondere Anfündigung eingeschoben wird, wird kein Freund unserer Jugend tadeln. Aber für durchaus verkehrt und wegen der Wirkungen verfehlt muß ich es halten, wenn den Kindern ein schulfreier Tag versprochen wird, falls die Klasse eine bestimmte Summe in Gold aufgebracht hat. Berfchlt wegen des oben erwähnten pädagogischen Grundjakes. Verfehlt aber auch noch aus anderen Gründen. Führungs Preis: Bauer- Wittig. Ueberrundet: GrünebergZander und Lewanow- Arnold( zwei Runden). In der dritten Stunde wurde das flotte Tempo weiter eingebalten. Einige Stürze erfolgten. Finn und Rädliß scheiden aus. Beim Endkampf wird Rütt von Lorenz überholt und inapp geschlagen. Lorenz legte 127,380 Kilometer zurüd und Unsere Krieger im Felde erhalten auch keine derartigen Be- erzielte damit ebenfalls einen neuen Weltrekord( bisher Rütt- Stol, New lohnungen. Sorgen wir dafür, daß wir ihnen in treuer Pflicht- Port 1908, 121,158 Kilometer). Wertung: 1. Lorenz, 2. Rütt, 3. Techmer, erfüllung nicht nachstehen, ganz abgesehen von dem ziellosen Umher- 4. Bauer, 5. Wehlik, 6. Pawke. Führungs- Preis: Bauer- Wittig. Da Rüti bummeln an einem solchen freien Tage. Daß es überhaupt noch Leute gibt, die ihr Gold festhalten, ist sehr zu bedauern. Die Kinder aber für die Fehler und Unterlaffungen ihrer Angehörigen oder anderer zu belohnen, ist durchaus verkehrt. Ebenso wie man das Kind nicht für die Fehler seiner Eltern büßen lassen soll, darf man aber auch nicht in den entgegengesetzten Fehler verfallen und ihnen Vorteile dafür verschaffen. Die Straßenbahnen in der Kriegszeit. Die Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft hält, wie gemeldet wird, noch mehr Betriebseinschränkungen für nötig. Eine weitere Nun wird eingewendet: Durch das Versprechen eines freien Verringerung der Wagenfolge für die Stunden des minder starten Tages wird der Sammeleifer gefördert. Das gebe ich gern zu. Verkehrs muß auch hier zu der unerträglichen Wagenüberfüllung Aber es fann doch durch ungünstige Verhältnisse auch der Fall einführen, die wir alle aus den Morgen- und den Abendstunden kennen. treten, daß eine Klasse trok des größten Eifers die für den freien Wie die stärkere Ausnutzung der Wagen die Be- Tag erforderliche Summe nicht aufbringt. Dann fühlen sich diese triebseinnahmen der Straßenbahn Gesell Kinder mit Recht zurückgesetzt, benachteiligt, nicht weil sie nicht schaften beeinflußt, wurde im Vorwärts" schon bald ebenso viel gearbeitet haben wie ihre Kameraden der anderen nach Kriegsbeginn an dem Ergebnis des ersten Kriegsmonats ge- Klasse, sondern weil ihnen das Glück und die äußeren Verhältnisse zeigt. Inzwischen hat sich Monat für Monat wiederholt, daß bei nicht hold waren. Das schafft Verbitterung und läßt leicht erder Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft samt den anderen lahmen. " mit ihr zufammenhängenden Straßenbahn- Gesellschaften( und übrigens Ebenso werden die Kinder der Volksschule benachteiligt. In auch auf allen übrigen Straßenbahnen Berlins sowie auf der Hoch- unseren Gemeindeschulen ist es nämlich nicht gestattet, derartige und Untergrundbahn) die Zahl der pro Wagentilometer beförderten freie Bummeltage anzusetzen. Personen und dementsprechend der Betrag des pro Wagenkilometer Es ließen sich noch mehr Gründe gegen diese pädagogische eingegangenen Fahrgeldes sehr beträchtlich über das Ergebnis der Unfitte anführen. Ich will es für heute genug sein lassen und nur felben Monate des Vorjahres hinausging. Gewiß, im ganzen ist die Bitte aussprechen, daß die Behörden mit dem pädagogischen der Verkehr auf der Straßenbahn und ihr Einnahmebetrag Unfug an den höheren Schulen endlich aufräumen." geringer geworden, zum großen Leidwesen der Aktionäre, die Dem pädagogischen Verlangen des Herrn Dr. Schepp kann man nun nicht mehr ebenso hohe Dividenden wie in den Vor- nur zustimmen; wir haben uns kürzlich im gleichen Sinne ausjahren ausgezahlt erhalten können. Aber aus dem einzelnen gelassen. Im übrigen werdenin den Gemeindeschulen einBagen wird, weil die Verkehrsbeschränkung noch sehr viel weiter zelner Vororte für Goldsammeln freie Tage gewährt. als die Verkehrsminderung geht, jetzt pro Kilometer fehr viel höherer Betrag als sonst herausgeholt. Als Beispiel diene ein Die Schließung des Urbanhafens. zweimal als Erster eingekommen, ist er mit seinem Partner Stellbrink Sieger. Die Gesamtwertung stellt sich: 1. Rütt Stellbrint 4 Punkte, 2. Lorenz- Saldow 6, 3. Wehlik- Weise 12, 4. Schipke- Techmer 12, 5. Finn Suter 15, 6. Bauer- Wittig 15, 7. Pawke- Stabe 20 Punkte. Nicht placiert: Behrend- Kuschkow, Häusler- Rudel. Aufgegeben. Strahner- Stuptat, St. MüllerRädlig, Grüneberg- Zander, Peter Schmittchen und Lewanow- Arnold. Kinderveranstaltungen in Neukölln. Mittwoch Märchenvorlesungen im Karlsgarten und in den beiden Jugendheimen. Anfang 5 Uhr. Eintritt frei. Donnerstag Arbeitsstunden für Mädchen. Anfang 4 Uhr. Freitag Arbeitsstunden für Knaben. Anjang 4 Uhr. Verloren. Eine Handtasche mit Inhalt, darunter ein Verbandss buch und Lohnbuch, sind bei dem Lichtbildervortrag in der Korbmacherversammlung am 22. Februar im Gewerkschaftshause verloren Es wird gebeten, die Gegenstände bei Else Woratte, gegangen. Palisadenſtr. 75, abzugeben. Aus den Gemeinden. Steuervorschläge in den Vororten. Nachdem bereits seit einiger Zeit der Einkommensteuerzuschlag von Charlottenburg und Schöneberg mit 140 Proz., von Wilmers dorf mit 135 Proz. bekannt geworden ist, liegen jetzt auch die Vorschläge einiger anderer Gemeinden vor. Danach will Lichtenberg Erhöhung des Gaspreises un 1 Pf. pro Stubikmeter und cine 10 proz. 125 Broz., Neukölln ebenfalls 125 Proz., aber außerdem noch eine Erhöhung der Tarifpreise für Glettrizität vornehmen. Weißensee erhöht seinen Zuschlag von 115 auf 125 Broz, während Pankow von 120 auf 135 Broz. heraufgeht. Tempelhof will anstatt bisher 100 in Zukunft 120 Broz. erheben, während Potsdam mit 110 Prvz. bei seinem bisherigen Cake bleiben will. Nahrungsmittelvorsorge in Pankow. das Ergebnis aus dem Januar 1915, neben das wir zur Ver- Der Urbanhafen, das Schmerzenskind der städtischen Vergleichung das Ergebnis aus dem Jannar 1914 stellen. Im Durch waltung, soll Ende dieses Monats geschlossen werden. Er hat schnitt pro Wagentilometer wurden eingenommen im Januar 1915 in den letzten Jahren regelmäßig große Zuschüsse bis zu Schon in der vorlegten geheimen Sigung hatte die Gemeinde( gegenüber Januar 1914) von der Großen Berliner Straßenbahn 185 000 m. erfordert, weil der Verkehr fehlte und die Anlage vertretung für diesen Zwed 600 000 M. bereitgestellt. Da aber von 43/10 Pf.( gegenüber 38%/ 10 Pf.), von der Berlin- Charlottenburger viel Stosten verursacht hat. An Hafengebühren und Plaz nährung ihrer Bevölkerung die Beschaffung von NahrungsmittelGemeinden mit über 5000 Einwohnern zur Sicherstellung der ErStraßenbahn 89/10 Pf.( gegenüber 344/10 Pf.), von der Westlichen mieten fommen nur etwa 20 000 M. ein. Diesen Einnahmen vorräten in Höhe von 15 W. auf den Stopf vorgeschrieben ist, mußte Berliner Vorortbahn 39 Pf.( gegenüber 37 Pf.), von der Südlichen standen erhebliche Ausgaben gegenüber. Unter anderm die bereits sichergestellte Summe auf 810 000 M. erhöht werden. Es Berliner Vorortbahn 28/10 f.( gegenüber 25% 10 Pf.). Das find 80 000 M. Zinsen für die noch auf den Hafen ruhenden An- find denn auch bereits größere Quantitäten von Schmalz Margarine, Fleischtonferben und Sped im Werte von etwa 500 000 m. Befchafft und weitere Anschaffungen in die Wege geleitet worden. Die FleischEine ungültige Polizeiverordnung. Aus einem interessanten Grunde sprach das Kammervorräte werden in geeigneten Räumen unter ſtändiger fachgericht einen Molkereibefizer frei. männischer Aufsicht aufbewahrt. Bei dieser Gelegenheit Genoffe Strud das unreelle Gebaren einzelner Kartoffelhändler zur Sprache, die im Auftrage der Gemeinde mit dem Verkauf von Mühlenbecker Kartoffeln beauftragt waren. Diese verlangten statt des borgeschriebenen Verkaufspreises, einen wesentlich höheren unter dem Borgeben, daß die Gemeindekartoffeln ausverkauft und nur noch ihre eigenen zu dem verlangten Preise am Lager wären. Diese unlautere Manipulation dürfte für die beteiligten Händler noch unangenehme Folgen haben. Adlershofer Lebensmittelfürsorge. An Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Köhler leitete der Schöffe Müller die letzte Sigung der Gemeindevertretung. Dieselbe befaßte sich hauptsächlich mit der Bewilligung von Mitteln für Kriegsfürsorge. Mit dem Verkauf von Kartoffeln ist bereits begonnen worden, auch für die nächste Zeit ist bereits in ausreichendem Maße gesorgt worden. Ferner sollen noch 300 Kilogramm Klippfisch beforgt werden. Für den Ankauf von Dauerfleisch wurden zirka 200 000 Dr. gefordert. Um teine neue Anleihe aufzunehmen, wurde beschlossen, die Gewährung eines Wechselkredits in obiger Höhe nachzufuchen. Bei dieser Gelegenheit wurde von unseren Genossen betont, wie dringend notwendig es gewesen wäre, wenn man ichon früher unseren gestellten Anträgen zugestimmt hätte. Von dem bürgerlichen Vertreter wurde erwidert, daß er die hiesigen Gewerbetreibenden höher eingeschäßt und geglaubt habe, sie würden sich mit Lebensmitteln versehen. Die Beantwortung der wiederholten Anfrage des Genossen Klodt über die Bereitstellung von Mitteln zur Unterstüßung Bedürftiger wurde in die geheime Sizung berlegt. Die Mitbenutzung der Duschanlage in der zweiten Gemeindeschule durch eine Fliegerabteilung wurde wegen der Gefahr der Infizierung und Verunreinigung noch zurückgestellt. In den Armenausschuß wurden auf weitere drei Jahre Frau Kronewveld und Herr Es wur de noch mitgeteilt, daß der Schöffe Jürgens gewählt, Mendelsohn sein Amt niedergelegt hat. Der Gemeindevorsteher von Adlershof gibt bekannt, daß bei dem Ichten Startoffelverkauf sich Stäufer eingefunden hatten, die große Vorräte in ihren Kellern aufbewahren. Wenn sich wieder solche Fälle ereignen, sollen die Betreffenden öffentlich bekanntgegeben werden. Etatsberatung in Trebbin. In der letzten Stadtverordnetenversammlung wünscht Heinze die Statsberatung noch zu vertagen, da durch die Unterbringung von 2000 Mann Soldaten noch größere Aufwendungen notwendig fein dürften. Der Bürgermeister ersuchte, den vorliegenden Etat zu beraten und für die voraussichtlich entstehenden Ausgaben später Nachtragsetats zu bewilligen. Die Versammlung stimmte diefem Borschlage zu. Für den Ankauf von Kartoffeln wurden 1500 M. bereitgestellt und 3000 M. für Speck und Schmalz. Der Haushaltungsplan der Kämmereiverwaltung balanciert in Ein- und Ausgabe mit 128 500 M. Nachdem die Beratung aller Titel erfolgt ist, ibird der Etat mit acht Stimmen angenommen. Unsere drei Genossen enthielten sich der Abstimmung, weil die versprochene Nichterhebung des Bürgerrechtsgeldes nicht berücksichtigt war. Die Zuschläge wurden wie folgt festgelegt: 185 Proz. Zuschlag zur Einkommen und Gewerbesteuer, 100 Proz. Betriebssteuer und 2,4 pro Mille zur Grundwertsteuer. Der Wasserwerksetat mit 14 400 M. in Einnahme und Ausgabe wurde einstimmig angenommen. Gerichtszeitung. Kriegsschwindler. In schändlicher Weise hat der Schriftsezer Franz Jentsch, der gestern unter der Anklage des versuchten Betruges vor der Straffammer des Bandgerichts I stand, die Frau eines im Felde stehenden Reservisten zu betrügen verfucht. Berkehr mit frischer Kuhmilch in der Stadt Forst dadurch überDer Molkereibefizer Erdmann sollte die Verordnung über den treten haben, daß er Milch als Vollmilch in den Handel gebracht habe, die nicht mindestens einen Fettgehalt von 2,7 Prozent besaß, den die Verordnung für Vollmilch vorschreibt. Die in seinem Gewärts bezog, hatte nur einen Fettgehalt von 2,48 Proz. Die Strafschäft verkaufte Milch, die er in plombierten Kannen von aus kommer in Sorau hatte den Angeklagten verurteilt. Das Kammergericht sprach den Angeklagten mit folgender Begründung frei: Die Verordnung schreibe zunächst vor, daß als Vollmilch nur solche Milch verkauft werden dürfe, die mindestens einen Fettgehalt von 2,7 Prozent habe. Dann bestimme die Verordnung, daß als Magermilch nur diejenige Milch verkauft werden dürfe, die entrahmt oder entfettet sei und mindestens einen Fettgehalt von 1,5 Prozent habe. Hiernach fehle es an einer Bestimmung über den Verkauf von solcher natürlicher reiner Milch, die aus irgendeinem Grunde den für Vollmilch vorgeschriebenen Fettgehalt nicht erreiche, vielleicht nur wenige Strich darunter bleibe. Nach der Faffung der Verordnung würde solche natürlich- reine Milch ganz unverkäuflich sein, denn es wäre keine Vollmilch im Sinne der Verordnung, wegen zu geringen Fettgehalts, aber auch keine Magermilch, da sie nicht entrahmt oder entfettet sei, die Verordnung aber nur entfettete oder entrahmte Milch als Magermilch zulasse Wegen dieses Mangels in der Verordnung sei die Verordnung ungültig, was ohne weiteres die Freisprechung des Angeklagten rechtfertige. Kleine Nachrichten. Die Invaliden auf der Heimfahrt. Der Leiter der Roten- Kreuz- Ambulanz zu Maastricht schreibt im Nieurse Rotterdamsche Courant": Ich hatte das Vorrecht, die sprechen zu dürfen. Wenn ich sage" das Vorrecht", dann spricht nach ihrer Heimat zurüdfehrenden schwerverwundeten Engländer hieraus nur der Arzt, denn der Mensch tut gut, von diesen Menschenruinen fernzubleiben. Unter strömendem Regen war der Riesenzug der deutschen Roten- Kreuz- Wagen im Dunklen in unser Band gekommen, allmählich aber graute der Tag, und es wurde klarer und wärmer. Ich wußte, daß nur unbedingte Invaliden ausgetauscht wurden, Männer, die für den Kampf ihres Landes nie wieder in Betracht kamen. Als ich aber unter der Führung deutscher Aerzte die Unglücklichen besuchte und ihre Krankengeschichte hörte, da erfannte ich, daß alle Vorstellungskraft hinter der Wirklichkeit zurüdbleibt. Man steht plötzlich vor einigen hundert jungen Männern, zum Teil noch Knaben, alle törperlich gebrochen. Ein tief trauriger Anblid. Hier ein Lahmer, dort ein Blinder; hier einer, dem beide Sände fehlen, dort eine lange Reihe folcher, denen ein Arm oder ein Bein amputiert wurde. Und nun der schreiende Gegensah dieser scheinbar gebrochenen Eristenzen zu ihrer Stimmung. Ihr Körper ist gebrochen, ihre physische Kraft getmidt, ihr Geist aber frisch und start, ihre Züge heiter, ihre Augen funkelnd vor Freude, wenn man sich mit ihnen in ihrer Sprache unterhält, ihr Dank fröhlich und warm für jeden Leckerbissen vom deutschen Roten Kreuz. Sie rauchten ihre Pfeife, fangen ihr Tipperary. Ein Blinder spielte mit tiefer Wehumut, doch ohne Schmerz seine Geiger die Händelosen aßen ihren Kuchen und rauchten ihr Pfeifchen, als hätten sie es stets so getan. Ein Inder, den Turban auf dem Kopf, äußerte seine Dankbarkeit für eine Erfrischung mit heiterem Bächeln, als wiffe der Sohn aus dem Lande der Sonne nichts mehr von all den Leiden, die er hier in Schnee und Eis erduldet hatte. Die Einarmigen und Ginbeinigen Tiefen herum und wußten sich zu helfen, als wären sie fchon seit Jahren daran gewöhnt, so auszutommen Alle, ausgenommen einige Schwerkrante, hatten sich ihrer Invalidität bereits so angepakt, waren in so vorzüglicher Gemütsund Geistesstimmung, daß ich des Staunens voll war. Und wie mir der deutsche Arzt versicherte, war das letztere nicht nur die Folge der freudigen Voraussicht, nun bald wieder zu Hause zu sein, sondern es war ihre allgemeine Stimmung bereits seit langer Beit. So groß ist die Geisteskraft und die Elastizität der mensch lichen Seele und des Willens! Ein Rätsel für den Außenstehenden, dieses Zurückgewinnen des geistigen Uebergewichts über förperliche Beiden und vor allem die Heiterkeit, mit der die Laſt einer verlorenen Zukunft getragen zu werden scheint. Parteiveranstaltungen. Erfter Wahlkreis. 1. Abteilung. Im Zablabend, ber Bum Der gemeinschaftliche Zahlabend der II. Abteilung findet bet Weihnacht, Klein en Gewerkschaftshaus", An der Stralauer Brüde 3a, stattfindet, spricht Genosse Redakteur Dr. E. Meyer über: Kriegsjozialismus. Grünftr. 21, statt. Bortrag des Stadtverordneten Genossen Rob. Drescher. Dritter Wahlkreis. 3. Abteilung. Für die Bezirke 216-220a findet abend ein gemeinschaftlicher Zahlabend bei Schünemann, Alte Jakobstr. 144, statt. finden für nachstehende Abteilungen gemeinschaftliche Zahl Bortrag. Bierter Wahlkreis. Am Mittwoch, den 10. März, abends 81, Uhr, abende statt: Abt. 18 bei Heinrich, Gr. Frankfurter Str. 30, Vortrag des Genossen E. Eichborn über: Krieg und Sozialdemokratie. Abt. 20 in den Annasälen", Neue Königstraße 7. Berichterstattung aus der Kreisfonferenz. Abt. 23 bei Schwarz, Langestr. 50. Vortrag des Gen. Barenthin über: Imperialismus, Krieg und Sozialdemokratie. Genossen St. Klingler über: Krieg und die Arbeiterimaft. Abt. 25 in den„ Comeniusjälen", Memeler Str. 67, Vortrag des Abt. 32 bei Kirsch, Petersburger Str. 81. Tagesordning: Krieg und Sozialdemokratie. Referenten find die Genossen H. Potich und Bergemann. Johannisthal. Heute Dienstag, den 9. März, abends 8 Uhr, findet im Restaurant„ Lindenhof", Friedrichstr. 61, eine öffentliche Boltsversammlung mit der Tagesordnung:„ Unsere Ernährung während der Kriegszeit" statt. Referent Genoffe Georg u do. Niederschönhausen- Nordend. Mittwoch, den 10. März, abends 8 Ubr, findet ein gemeinsamer Bablabend im Schwarzen Adler"( Inh. Rettig), Blankenburger Str. 4, ftaft. Stralau. Mittwoch, den 10. März: Gemeinschaftkcher Zahlabend bei Schulz, Markgrafendamm 6. Bankwitz. Der Bahlabend am Mittwoch findet bei Siegl, Ede Seydlig und Kaiser- Wilhelm- Straße, statt. Genosse Simon Kazenstein spricht über: Die Volksernährung während der Kriegszeit." Mahlsdorf a. O. Dienstag, den 9. März, abends 84, Uhr, int Lotal des Herrn E. Anders, Bahnhofstraße 37: Mitgliederversammlung.. 1. Bortrag: Die Sozialdemokratie und der Krieg. Referent: Reichstagsabgeordneter Genosse Schumann. 2. Gemeindevertreterwahl in Mahlsdorf- Süd. 3. Verschiedenes. Die Zahlabende am Mittwoch, den 10. d. M., fallen aus; Beiträge werden in der Versammlung entgegengenommen. Alt- Glienicke. Der Zablabend am Mittwoch, den 10. März, fällt aus. Dagegen findet am Freitag, den 12. Márs, abends 8, Uhr, im Terraffen- Nestaurant, Rudower Str. 54, eine öffentliche Versamm lung ftatt. Friedrichshagen. Mittwoch, den 10. März, abends 8, Uhr, bei Lerche, Friedrichstr. 112: Gemeinschaftlicher Bahlabend. Vortrag des Genossen Bernhard Düwell über: Weltwirtschaftliche Striegsfolgen. Briefkasten der Redaktion. Die turistische Sprechstunde findet für Abonnenten Simbent. 3, IV. Got rechts, parterre, am Montag bis eitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ein Budabe eine Zahl als Mertzeiden berzufügen. und Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine Abonnements quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Gilige Fragen trage man in ber pretinde vor. Verträge, Schriftftüde und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. Trok O. W. Ja W. K. 30. M. 2. 1885. Per Tag 33 Bf. Wenn außerhalb der Kaserne, dann foment noch das Naturalquartier- Servis binzu, welches im Winter 45, im Sommer 3 M. beträgt. F. Brand,$. B. G. 19. Juren Artikel tönnen wir nicht zum Abdrud bringen. 5. 19. Statutariich war, wie auch bei den anderen Organisationen, diefer Fall nicht vorgefehen dem find zufolge besonderer Maßnahmen Unterftigungen erfolgt. Die je weilige öbe derfelben, als auch die erforderlichen Boraussetzungen daziz find uns nicht bekannt. Die Organisationsverwaltung, Linienftr 83-85, würde Ihnen aber diesbezügliche Antwort erteilen. R. S. 110. Vermögen bis zu 10 000 2. ist steuerfrei. 1. Es müssen mindestens 200 Marfen geflebt sein. Der Antrag ist an die Sandesversicherungsanstalt Schlesien zu stellen. 2. Ein besonderer Ehrenfold wird nicht gewährt. 3. 7. Durch den Amnestieerlag ist die Aberfennung der bürgerlichen Ehrenrechte aufgehoben, infolgedessen konnte dic E.$. 40. Die Zeichen bedeuten: Ginziehung zum Militär erfolgen. A. 50. Za. egen chronischer Erkrankung der Haut diensturmfähig. P. P. 74. Reichen Sie sofort Beschwerde an die von Ihnen an E. 1887. Bir raten nen, fach beim Bezirkskommando zu melden. gegebene Adresse ein. E. R. 23. Die Wirtschaftsgegenstände gehören, wenn keine Kinder vorhanden sind, dem überlebenden Chegatten im voraus. Ji. 66. Herzfehler; zurüdgestellt. 5. R. 13. Landsturm ohne Baffe, Arbeitssoldat. Begen Lungenleidens landsturmpflichtig. Wegen .. 108. Die Firma wird Herzfrankheit landsturmpflichtig. B. D. 1. Sie fönnen nur unterſtützung A. Sch. 2. Berweigern Sie die Aus fer den einen Sohn beanspruchen. funit, so ist die Landesversicherungsanstalt selbst in der Lage, sich darüber darüber keine Ausfimft erteken. Bei der Frau des im Felde stehenden Brauers Spann erschien der Angeklagte am 28. November, stellte sich als der angeblich Beauftragte eines Wohlfahrtsvereins vor und fragte die Frau nach ihren persönlichen Verhältnissen aus, da ihr von einer Unterſtützungskommission eine Beihilfe von 25 M. zugewendet werden solle. Nachdem ihm die Frau über alles Auskunft erteilt hatte, erzu orientieren. 3. 219. Sie müssen dem Gericht mitteilen, daß Sic flärte er, daß eine reiche Dame eine große Summe gespendet habe, den Offenbarungset bereits geleistet baben. Wenn Sie inzwischen nicht aus der in jedem Haufe des betreffenden Reviers eine bedürftige Bermögen erworben haben, können Sie jetzt zur zweiten Eldesleistung Striegersfrau eine Unterstützung erhalten sollte. Der Angeklagte Fünf Todesopfer eines Erdsturzes. nicht verpflichtet werden. Hildegard 1908. Das Gericht fann den von ließ dann durchblicken, daß er der Frau mehr verschaffen könnte, Nach einer Meldung aus Me we( Weftpr.) ist dort eine Berg- 3bnen angegebenen Satz für den Unterhalt des Kindes fefeßen. Wenn wenn sie ihm eine fleine Summe opfern würde und verlangte bon Wilhelm Sch. 1915. Ja. ihr 2 Mart. Er hatte aber beinen Erfolg, denn Frau Sp. erklärte and in der Nähe des Weichfelufers abgestürzt. Ein am Abhang or eigener Unterhalt dadurch gefährdet wird, können Sie gegen diesen Beschluß beim Gericht Einspruch erheben. 23. R. 1900. 1. Ja. 2. Wegen chronischer Krankheiten und wesent sich außerstande, auch die kleinste Summe herzugeben. Der Ange- stehendes Wohnhaus wurde dabei verschüttet und unter den Trümmern Alemann. tlagte entfernte sich, gab aber den Versuch, etwas Geld herauszu- eine Frau und vier Kinder begraben. Die Nettungs- cher Fehler der größeren Gelente nur landsturmpflichtig. schlagen, nicht auf. Nach wenigen Tagen erhielt Frau Spann einen arbeiten wurden zwar unverzüglich mit Hilfe des Militärs bor- Einen bestimmten Satz dafür gibt es nicht; bei dem angegebenen EinBrief etwa folgenden Inhalts:„ Unser Vertrauensmann hat bei genommen, doch konnten alle fünf nur als Zeichen hervor- hommen aber fönnte der Bruder zu 16 M. monatlicher Unterstübung an die Mutter verpflichtet werden. Bezieht die Mutter Armenunteritügung. Ihnen recherchiert, Sie trant und unterſtüßungsbedürftig befun- gezogen werden. Eine andere Frau, die mur halb verschüttet wurde, so wird die Armendeputation Anspruch auf den Nachlaz erheben. Hat den und Ihnen eine Unterstützung von 50 M. erwirkt. Er wird zu tam noch mit dem Leben davon. Es wird angenommen, daß ein denn die Mutter feinen Anspruch auf Witwenrente auf Grund der vom Ihnen kommen und Ihnen mitteilen, wann Sie das Geld erhalsen Ste sich an den Hauswirt eventuell an den Vorsitzenden der Brotkommission. fönnen. Das Kuratorium gez. Wezel." Der Frau war die Sache Wasserrohrbruch das Erdreich unterspült und so das Unglück herbei- Bater geklebten Invalidemnarken?- Abraham 35. 1. Nein. 2. Wenden 3. Bem es sich um einen Beamten handelt, kann der Mietsvertrag zum inzwischen verdächtig vorgekommen, sie hatte sich an die Polizei geführt hat. nächsten Quartal gekündigt werden. Bodo 100. Machen Sie den gewandt und als der Vertrauensmann wieder bei der Zeugin vorWirt darauf aufmerksam, daß er die eingegangene Berpflichtung sprach, wurde er festgenommen. Im Inferatenteile des„ Berliner Tageblatts" befand sich folgendes balten muß, andernfalls laden Sie ihn vor das Mieteinigungsamt. Inserat: Dem Anfinnen des Verteidigers Schwindt auf recht milde Strafe entsprach das Gericht nicht. Es hielt das Vorgehen des Angeklagten doch für ein recht häßliches und gemeingefährliches und berurteilte ihn wegen Betruges und Urkundenfälschung zu 3 Mo. naten Gefängnis unter Anrechnung von 1 Monat Untersuchungshaft. Ein gestohlenes Haftbefehlsformular. Baterschaft für erprobtes Heilmittel. Arzt. Welcher Arzt, am liebsten mit Professortitel, übernimmt Vaterschaft für neues, von Wergten mit guten Erfolgen erprobtes Hellmittel. Angeb. unter J. W. 15555 an Rudolf Mosse, Berlin SW. Der Erfinder des mit guten Erfolgen erprobten Heilmittels" Mit einem im Gefängnis gestohlenen Haftbefehl hat der Steinmeglehrling oder wie er sich nennt- Bautechniker will also auf den Ruhm, der Menschheit einen Dienst erwiefen zu Friedrich Mein de eine Anzahl recht gefährlicher Schwinde- haben, verzichten. Er sucht einen Profeffor, der das Heilmittel mit leien verübt. Wegen Diebstahls, Unterschlagung, Betruges feinem Namen frönt. Wie einem Professor zumute sein muß, der und Urkundenfälschung hatte sich M. nun vor dem Straf- eine solche Waise an Kindesstatt annimmt!? richter zu verantworten. Der troß seiner Jugend schon erheblich vorbestrafte Angeklagte Lawinenschäden in Tirol. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über den Großhandel in den Zentral- Marthalen.( Ohne Verbindlichkeit.) Montag, den 8. März 1915. Fleisch: Mindfleifh per 50 kg, Ochsenfrench la 84-98, bo. Ma 76-85, do. a 67-76; Butterfleisch la 76-88, bo. a 72-75; the, fett 62-70, bo. mager 54-61, 60. dänische 50-57; Frejser 63-75, Fresser, dänische, 57-67, Bullen, dänische, 60-70; Kalbfleisch, Doppellender 120-180; Mastfälber Is 98-103, do. IIa 80-89; stälber ger. gen. 48-65. Hammelfleisch: Mastlämmer 90-100; Hammel la 83-89, do. Ila 80-82; Schafe 80-87. Schweinefleisch: Schweinte, fette 100-114, fonſtige 92-98, dân. Sauen 00-00. dan. Soweine 00-00. 0.00; Magnum bonum 5,50-6,00; Woltmann 0,00; Borree, Gemüse, milanoüches: Kartoffeln, Daberfche 50 kg 0.00; weiße Naiſertronen Schod 6,70-1,50; Sellerie, Schod 3,00-10,00; Spinat 50 kg 20,00-30,00; Mohrrüben 7,00-8,50; Wirsingtoft Schod 8,00-14,00; Birsingtot 50 kg 9,00-10,00; Beigtohl Schod 8,00-14.00, Wettoni 50 kg 9,00-10,00; Rotfohl, Schod 8,00-15,00; Rotfohl 50 kg 9,00 bis wurde am 25. August v. Js. aus der Strafanstalt Plößensee, in Innsbruder Meldung zufolge machte sich auf den Bergen große 10,00; Grünkohl 50 kg 15,00-20,00; Stohlrüben Echod 6,00-14,00; Zeltower welcher er eine Gefängnisstrafe von 3½ Jahren zu verbüßen hatte, gawinengefahr geltend. Bei St. Johann stürzte eine Lawine in den Rüben 50 kg 12,00-16,00. Märkische Rüben 50 kg 8,00-18,00; Rosenkohl 50 kg 30,00-35,00, Meerrettich Sajod 6,00-14,00; cntlassen, nachdem ihm der Reſt dieser Strafe im Gnadenwege er- Stienbach; dieser staute fich und überschwemmte das Bahnaleis. Petersilienwurzel Schockbund 4,00-6,00; 3wiebeln 50 kg 15,00-16,00, lassen worden war. Wie sich später herausstellte, hatte er in einem Arbeiter beseitigten rasch jede Gefahr für den Verkehr. Unweit Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 8,00-14,00. Radieschen unbeobachteten Augenblick in der Gerichtsschreiberei des Gefäng- Schruns- Montafontal verschüttete eine Lawine die Talstraße sechzehn Schockbund 4,50-5,00. Apfelsinen: italienische 50 kg 15,00-20,00, Murcia 200 Stüd 9,00-11,00. 300 Stid 10,00-12,00, nisses ein Haftbefehlsformular entwendet und dieses mit dem Namen Marie Sitowsti ausgefüllt, welche angeblich wegen Dieb- Meter hoch. Der Verkehr mit dem inneren Tale ist vorläufig um- dito Messina Bluta stahls gesucht wurde. Einige Tage später tauchte er in Oranien- möglich, bis ein Tunnel durch die Schneemaffen gegraben sein wird. 200 St. 13,00-18,00, bito 300 Stid 12,00-15.00, Messina 160 St. 80 St. 8,50-9,00, do. 100 St. 7,00-8,75, do. 150 St. 7,00-10,00, burg auf, wo er sich als Berliner Kriminalbeamter ausgab und Der Jafluß staute zu einem kleinen See an. Im Talimmern be- 10,00-14,00, 200 St. 8,00-14,00, 300 1. 8,00-15,00. neben einem Heiratsschwindel verschiedene Zechprellereien verübte. Schädigten zwei Lawinen mehrere Grundstücke; zwei Wohnhäuser find Spanische 420 St. 27,00-35,00, bo. 714 st. 34,00-37,00, bo. 1064 St. Ebenfalls in der Rolle eines Polizeibeamten erschien er dann in in großer Gefahr. Alle Obsipflanzungen in den von Lawinen heim- 30,00-35,00, bo. 420 St. large 30,00-40,00. Raulsdorf. Dort setzte er sich mit dem Gendarmen in Verbindung gesuchten Orten sind start beschäbigt. und forderte ihn auf, ihn bei der Grmittelung der Sikowski behilflich zu sein. Me er hierauf mit anderen Polizeibeamten in Be rührung fam, führte er feine Rolle mit solchen Erfolge durch, das ihm ein Gendarm fein neues Fahrrad Heh. Mit diesem fuhr der dreifte Schwindler auf Nimmerwiedersehen davon. Nachdem M. Duden, Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremdes milber, nachts zich frenger Froſt. auch in Berlin mehrere Betrügeveien mit Hilfe des gefälschten wörter. 9. Aufl. Bearbeitet von Dr. J. E. Bulfing und Dr. A. C. Schmidt. Saftbefehls verübt hatte, wurde er endlich entlarvt. anwalt beantragte, da es sich um außergewöhnlich freche und raffinierte Schwindeleien handele, eine Zuchthausstrafe von 34 Jahren. Das Gericht billigte dem Angeklagten noch einmal mildernde Umstände zu und erkannte auf 2 Jahre 6 Monate Gefängnis und 6 Wochen Haft. Der Staats. Eingegangene Druckschriften. In Ganzleinen 2,50 M. Bibliographisches Institut, Leipzig. Der Krieg 1914/15 in Wort und Bild. Heft 16 u. 17. Jede Woche ein Heft 30 Pi. Bong u. Co., Berlin W. 57. Unter dem Zarismus und Panslawismus. Von H. Schließleder. Brosch. 50 Pf. Fr. Sehbold, München. England und Deutschland. Sonderbrud aus Houston Stetsart Chamberlains Kriegsaufsäten. 20 Pf. F. Bradmann A.-G., München. Wetterausfichten für das mittlere Norddeutschland bis Mittwochmittag: Zeitweise beiter, aber greift bemöt mit farfen nochIn den Tagesstunden Bichen Winden, obne erhebliche Neberfläge Wo? ist der schönste Ausflugsgrt? Immer noch Pichelswerder, an der neuen beim Alten Freund. Heerstraße