Nr. 71. 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: " Abonnements Breis pränumerands: Vierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pa. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. S Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Naum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplah, Nr. 151 9 0-151 97. Freitag, den 12. März 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplat, Nr. 151 90-151 97. Deutsche Erfolge an der polnischen Kampffront. Westlicher Kriegsschauplah. Die Meldung des Großen Hauptquartiers| Der Kampf um die Dardanellen. Der französische Tagesbericht. Amtlich. Großes Hauptquartier, den Paris, 11. März.( W. Z. B.). Der amtliche Bericht 11. März 1915.( W. T. B.) T. von gestern nachmittag 3 Uhr lautet: Nördlich von Arras im Gebiet von Notre Dame de Lorette war der Tag ruhig. Die Lage ist unverändert. Die Bedeutung unserer gestern in der Champagne erzielten Erfolge bestätigt sich. Ein deutscher, sehr heftiger Gegenangriff erfolgte nachts auf die Höhe 196, wurde aber energisch abgewiesen. Wir gewannen außerdem etwas Gelände längs der Straße PerthesWestlicher Kriegsschauplatz. Von Richard Gädke. Die nervösen Betrachtungen, die die Presse des Inlands und des Auslands an die Beschießung der Dardanellen geknüpft hat, die Hoffnungen nach der einen, die Befürchtungen nach der anderen Ein englischer Flieger warf über Menin Seite, scheinen mir vom militärischen Standpunkte aus nicht gerechtBomben ab. Erfolg hatte er nur mit einer fertigt zu sein. Die Erzwingung der Durchfahrt durch die 70 Kilometer lange und 1,8 bis 6 Kilometer breite Meerenge gehört an Bombe, mit der er sieben Belgier tötete und zehn sich schon zu den denkbar schwersten Aufgaben, die einer Flotte verwundete. ohne starkes Landungsheer gestellt werden können, und dabei waren Die Engländer griffen gestern unsere Stel- die anfänglich zum„ Angriff" angesetzten Schiffe selbst nur zu einer erfolgreichen Beschießung unzureichend. Wir wissen, daß die Tahure. Auf der Kuppe nordöstlich Le Mesnil erreichte lungen bei Neufchatel an; sie drangen an einzel- Befestigungsanlagen der Türken vermehrt und modernisiert waren, obert hatte( bereits gestern abend gemeldet) jenseits dieses nen Stellen in das Dorf ein, der Kampf ist noch daß zahlreiche neue Geschüße zur Verhinderung der Durchfahrt Schanzwerkes den durch den Weg von Perthes nach Maison- im Gange. Ein englischer Vorstoß bei Givenchy de- Champagne bezeichneten Grat. In den Argonnen zer- wurde abgeschlagen. unsere Infanterie, nachdem sie ein deutsches Schanzwert erbereitstanden, daß die Meerenge selbst seit 7 Monaten durch ein breites Minenfeld gesperrt wurde, welches schon 1912 und 1913 seine Wirksamkeit bewiesen hatte. Es kam hinzu, daß alle kriege= rischen Ereignisse den Beweis für die Unterlegenheit der Schiffsgeschüße gegenüber den Küstengeschützen erbracht hatten. Die Urmenden, beweglichen Körper aus; das Stüſtengeschütz steht feſt. störten wir in Fontaine Madame ein Blockhaus und schoben In der Champagne richteten die Franzosen unsere Schüßengräben vor. Jm Bolantewald machte der Feind um 4 Uhr nachmittags einen Gegenangriff und eroberte zwei Angriffe gegen den Waldzipfel östlich von die Schüßengräben, welche wir vormittags genommen hatten. Souain, aus dem sie vorgestern geworfen waren. Ein neuer Angriff erlaubte uns, sie wieder einzunehmen. Der Beide Angriffe wurden blutig abgewiesen. Feind unternahm zum zweiten Male einen Gegenangriff. Den Die Kämpfe um den Reichsackerkopf in den Gegners entzogen werden als jenes. Bei geschickter Anlage der legten Nachrichten zufolge dauert der Kampf fort. Vogesen wurden gestern wieder aufgenommen.licher Flieger daran nichts wesentliches ändern. Die Ungunft der Deftlicher Kriegsschauplatz. Paris, 11. März.( W. T. B.) Der amtliche Be richt von 11 Uhr abends meldet: In Belgien fand eine sehr heftige Beschießung der Stadt Nieuport mit 42- Zentimeter- Geſchützen statt. Zwischen Lys und dem 2a Bassée anal trug die englische Armee, von unserer schweren, Artillerie unterſtügt, einen bedeutenden Erfolg davon und nahm das Dorf Neuve Chapelle östlich der Straße Estaires La Bassée ein und rückte nordöstlich des Dorfes in Richtung Aubers und südöstlich in Richtung des Riesgehölzes vor, machte etiva 1000 Gefangene, darunter mehrere Offiziere, und erbeutete außerdem Maschinengewehre. Die Verluste der Deutschen sind sehr hoch. In der Cham pagne machte der Feind mehrfach einen heftigen Gegen angriff während der Nacht vom 9. zum 10. und am Mittwoch, den 10. März. Er gewann keinen Zoll Gelände. Wir verstärkten und verbreiteten unsere Stellungen auf den Höhen, deren wir uns bemächtigt hatten und brachten den Angreifern sehr schwere Verluste bei. Auf den Maashöhen zer störte unsere Artillerie eine gewisse Anzahl feindlicher Schüßengräben vollständig. Auf der übrigen Front ist nichts zu melden. Eine französische Entstellung. sache liegt sehr nahe; das Schiffsgeschütz wirkt von einem schwimDieses kann sehr viel leichter dem Auge und der Wirkung des Verteidigungsbatterien wird auch die aufklärende Tätigkeit feindVerhältnisse pird um so größer, je mehr die Schiffe in ein enges Fahrwasser hineinlaufen, in dem sie ihre Manövrierfähigkeit verWestlich von Sereje nahmen wir den Russen fieren und dem Feuer der Küstengeschütze auf eine Entfernung 600 Mann, drei Geschüße und zwei Maschinen- ausgesetzt sind, wo sie ihr Panzer nicht mehr schützt. Die bisherigen Seegefechte des Krieges sind auf Entfernungen über gewehre ab. 8 Kilometer durchgefochten worden und hier würde es sich um Ein erneuter Durchbruchsversuch der Russen weit geringere Abstände handeln. Die Versuche der Schiffe, die südlich von Augustow endete mit der Vernich- Küstenbatterien auf Entfernungen von 14 bis 20 Kilometer niederzufämpfen, find gänzlich mißlungen. Sie haben nur gegen die tung der dort eingesetzten russischen Truppen. massigen, hochragenden Steinbauten der ältesten Befestigungen am Im Kampfe nordwestlich von Ostrolenka äußeren Dardanelleneingange einige Wirkung erzielt, aber nicht blieben unsere Truppen siegreich, die Russen einmal diese unhaltbar machen können; ihre schwächlichen Verließen sechs Offiziere, 900 Mann und acht ſuche, mit ihren Landungsabteilungen festen Fuß zu fassen, find Maschinengewehre in unseren Händen. Unsere Angriffe nördlich und nordwestlich von Prasznysz machten weitere Fortschrifte. Jm Kampfe nordwestlich von Nowe Miasto machten wir wieder 1660 Gefangene. * Oberste Heeresleitung. * * Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 11. März 1915.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 11. März 1915, mittags: in einer beinahe lächerlichen Weise mißglückt. Nun sind ja in den letzten 8 Tagen die Seestreitkräfte der Verbündeten verstärkt worden, aber auch dann sind ihre Schießereien nicht wirksamer geworden und über die Grenzen einer Flottendemonstration nicht hinausgegangen. Man hat gemeint, daß sic doch so viele wertvolle Schiffe auf die Gefahr hin, ihr lebergewicht im Mittelmeer zu verlieren, nicht einsehen würden, wenn sie nicht ernsthafte Ziele verfolgten. Aber ganz das Gegenteil ist der Fall gewesen! Sie haben ihre Schiffe sorgfältig auf Entfernungen gehalten, wo sie hoffen konnten, mit ihren schwereren Geschützen noch einige Wirkung zu erzielen, während das Feuer der kleineren türkischen Kaliber sie nicht ernsthaft schädigen würde. Und sobald diese sich dennoch eingeschossen hatten und Treffer erzielten, haben sie bisher das Gefecht jedesmal abgebrochen. Sie waren also weit mehr auf Erhaltung ihrer Schiffe als auf eigene Wirkung bedacht. Berlin, 11. März.( W. T. B.) Aus dem Großen Hauptquartier erfahren wir: Das Pariser Petit Journal" brachte am 16. Februar die Geschichte von dem Tode des Obersten Dayet, Die in den letzten Kämpfen in Russisch- Polen und Das alles verstärkt den Eindruck einer militärischen DemonKommandeurs des 133. Infanterieregiments. Danach hätte das an der Front in West galizien bei und südlich Gorlice französische Regiment den Befehl erhalten, eine unserer Stellungen eroberten Terrainabschnitte und Höhenlinien sind fest in stration, an die ich solange glauben werde, als nicht ein sehr starkes zu stürmen. Der Oberst hätte die Kolonnen persönlich zum Sturme unserem Besiz. Versuche des Feindes, einzelne Stützpunkte ei es auf der Halbinsel von Gallipoli selbst oder nordwestlich Landungsheer sich vor den Dardanellen angesammelt hat und vorgeführt und wäre, nachdem er zwei unserer Gräben genommen, wieder zurückzugewinnen, scheiterten durchweg. fünf Meter vor unserer letzten Stellung gefallen. Ein furchtbarer Neuer starker Schneefall in den Karpathen hat die bootung bewerkstelligt hat. Die gegenteilige Auffassung weist Bulair, in Thrazien oder an dem asiatischen Ufer seine AusGegenstoß habe das 133. Infanterieregiment gezwungen, in den zweiten von ihm eroberten Schüßengraben zurückzugehen. Einige Gefechtstätigkeit sehr behindert. Trotz dieser ungünstigen darauf hin, daß die Oeffnung des Bosporus und die Besetzung Stunden nach dem Gefecht so erzählt das„ Petit Journal" weiter Witterungsverhältnisse hielten an manchen Teilen der von Konstantinopel ein dringendes Interesse Rußlands sei. Dieses hätten die Deutschen einen Parlamentär geschickt, der angeboten Gefechtsfront die Kämpfe an. So wurde bei Besißnahme müsse aus wirtschaftlichen Gründen Weizen ausführen, aus milihabe, die Leiche des Obersten Dahet zurüdzugeben, wenn die Fran- einer Höhe der Gegner, mehrere Kompagnien stark, zurüd tärischen Gründen Munition, Geschüße, Rohmaterial einführen. zosen die beiden eroberten Schützengräben räumten. geworfen, zwei Offiziere und dreihundertfünfzig Mann ge- Nun zweifele ich ja, daß die verbündeten Engländer und Franzosen fangen. Einzelne Nachtangriffe des Feindes wurden unter es besonders eilig haben, diesen Herzenswunsch der Panslawisten Verlusten des Angreifers zurückgeschlagen. Es wird uns also in diesem Artikel ganz unverblümt der Vorwurf gemacht, daß wir mit der Leiche eines französischen Offiziers einen unwürdigen Handel getrieben hätten. In Wahrheit ist die Sache ganz anders verlaufen: Es handelte sich um einen Angriff der Franzosen gegen unsere Stellung bei Ban de Sapt, der völlig abgeschlagen worden war. Der Gegner hatte demnach keinen unserer Schüßengräben erobert. zu erfüllen. Sie werden es vielmehr mit einem sehr süß- sauren Lächeln begrüßen, wenn das Banner mit dem Andreaskreuze wirkDen vor den eigenen Stellungen nördlich Na dlich über der Hedwigskirche wehen sollte. Ob die Russen der Zuworn a zurückgeworfenen feindlichen Kräften wurden in der fuhr von Kriegsmaterial bereits so dringend bedürfen, daß sie ohne Verfolgung noch weitere zweihundertachzig Mann an Gefange- das den Krieg nicht mehr fortführen könnten, ist gleichfalls noch nicht erwiesen. Daß ihnen ebenso wie den Verbündeten die Ausnen abgenommen. Im übrigen an dieser Front sowie in der Bukowina fuhr von Weizen sehr wünschenswert wäre, ist flar; aber aus Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: bon Hoefer, Feldmarschalleutnant. Die Franzosen hatten sehr starke Verluste gehabt. Tote und Verwundete lagen unmittelbar vor unserer Stellung, und infolge Ruhe. der Hilferufe der französischen Verwundeten wurden Verhandlungen zwischen den beiden einander gegenüberliegenden Linien angeknüpft. Ein Franzose, anscheinend Offizier, machte zu erst den Vorschlag der Waffenruhe, damit die Franzosen ihre Toten und Verwundeten bergen könnten. Das wurde unsererseits abgelehnt. geschickt worden war, der Befehl ein, alle Verhandlungen abzuDarauf erboten sich die Franzosen, uns behilflich zu sein, ihre brechen, falls die Franzosen nicht bedingungslos kapitulierten. Da Verwundeten nach unseren Schüßengräben zu tragen, wenn wir der Feind darauf nicht einging, wurden die Verhandlungen abgestatteten, daß sie ihren Toten die Erkennungsmarken abnehmen gebrochen. dürften. Auch das mußte von uns abgelehnt werden, damit die Franzosen nicht Einblick in unsere Stellungen erhielten. Uebrigens konnten wir während der Verhandlungen die feindlichen Verwundeten bergen. Während dessen traf von einer höheren Dienststelle, an die Meldung über die gepflogenen Verhandlungen diesem Grunde allein wird man sich in ein so schweres und wenig aussichtsreiches Unternehmen nicht einlassen. Denn man übersteht immer das eine: die Erzwingung der Dardanellendurchfahrt eröffnet den Bosporus noch lange nicht, dazu gehört noch, daß der bei weitem schwerere Teil der Gesamtaufgabe gelöst wird, die Beschießung und Eroberung von Konstantinopel. Daß dies kein Kinderspiel ist, hat der Verlauf des Balkankrieges mit größter Zuverlässigkeit bewiesen. Freilich hat der Dreiverband wiederholt Meldungen in die Die Toten wurden erst bestattet, nachdem wir die feindliche Presse der ganzen Welt gesandt, daß er bereits eifrig am Werke Vorstellung genommen hatten. Die Leiche des Obersten Dahet war sei, ein Landungskorps bereitzustellen und auf Transportern gegen nicht unter ihnen. Wir haben von dem, wahrscheinlich am die Dardanellen zu entsenden. Man sprach von 40-000, von 60 000 27. Januar, erfolgten Tode des feindlichen Regimentskommandeurs| Mann und verstieg sich dann sogar zu der Zahl von 200 000 Streitern, denen weitere 200 000 später nachfolgen sollten. Jetzt erst am 9. Februar durch Gefangene Kenntnis erhalten. ift man wieder auf die bescheidenere Zahl von 25 000 Mann hinab- Angriff gesichert und hätten ihm auch gestattet, cin dem Staats-| Partei abgab, nüht dem deutschen Ansehen im feindlichen und geglitten. wohle dienendes Programm durchzuführen und eine den neutralen Ausland mehr, als ihm alle Verdrehungen von Ein sehr verdächtiges Manöver! Man pflegt doch eine ernst nationalen Ueberlieferungen entsprechende Politik zu treiben. einer angeblich befundeten Schwäche zu schaden vermöchten. hafte Unternehmung, bei der Ueberraschung und Schnelligkeit eine Unter diesen Umständen war vom Beginne der europäischen Ohnehin weiß es ja jedermann, daß bei allen unseren Gegnern Vorbedingung des Erfolges bilden, nicht mit lautem Tamtam der ganzen Welt zu verkünden, noch ehe auch nur ein einziger Mann Strife an für Griechenland die Neutralität geboten. das Friedensproblem mit innigster Anteilnahme erörtert wird. Nicht minder frommt dem deutschen Ansehen die eingeschifft ist. Ich erinnere mich hier des gewaltigen Lärms, den Griechenland hatte jedoch und hat immer die unbedingte die japanisch gesinnte Presse Europas im Jahre 1905 über eine Aufgabe, seinen Bündnispflichten nachzukommen energische Forderung Haases:„ Einem freien Bolfe gewaltige Umgehungsbewegung der Japaner machte, die sie von und der Erfüllung seiner Interessen nachgebührt die freie Rede!" Wenn in allen anderent Sachalin über Nikolajewsk und Chaborowsk( man beachte die riesen- zugehen, ohne freilich die Unverleglichkeit feines Gebietes friegführenden Ländern die Presse und das Parlament widerhaften Entfernungen und die mangelhaften Hilfsmittel der Gegend) gefährden zu wollen. Im Bewußtsein der Pflicht, auf diese hallen von Beschwerden über die Zenfur wäre es da etwa eine in den Rücken des russischen Heeres antreten würden, eine Be- Weise den Interessen des Landes zu dienen, spricht die Regic- auszeichnende, die Wertschäzung der deutschen Nation fördernde wegung von so gewaltigen Ausmaßen, wie sie die Weltgeschichte noch nicht gesehen. Das geschah zu einer Zeit, als nach der Schlachtung die Ueberzeugung aus, daß die Vaterlandsliebe des Eigenart, wenn das deutsche Volk die Beschränkungen der Presse und der sonstigen Redefreiheit allein ohne Murren bei Mutden die Offenſivkraft des japanischen Heeres bereits völlig Volfes ihre volle Wahrung sichern wird.. ertrüge? Das wäre ja gerade ein Zustand des„ Kirchgelähmt war, und es galt, sich für den Frieden von Portsmouth hoffriedens", der der Nation weder zur Ehre gereichte noch zum Heile auszuschlagen vermöchte. Und daß es nicht minder das Recht und die Pflicht der deutschen Arbeiterklasse in eine möglichst drohende Position zu setzen. Bom militärischen Standpunkte aus wäre es ein Zeichen höchster Unfähigkeit, den Türken drei Wochen Zeit und mehr llyg Der Seekrieg. nicht„ U 20", sondern„ U 12" gesunken. ist, in so opferschwerer Zeit auch die Gleichberechtigung für Amtlich. Berlin, 11. März 1915.( W. T. B.) Die alle Staatsbürger zu fordern, wird kein weiterschauender britische Admiralität gibt bekannt, daß das vom Torpedoboots- Politiker, aud) fein Staatsmann, ernstlich) zu bezweifeln wagen. Um so sonderbarer berührt deshalb das Urteil, das rechts" Der Stellvertretende Chef des Admiralstabes ( gez.) Behucke. geräumt, d. h. aus ihnen Festungen gemacht. Ich möchte beinahe Die Repressalien gegen die Mannschaften i deutscher U- Boote. zu geben, um sich auf eine Landung gründlich vorzubereiten und alles noch Versäumte nachholen zu können. Wie stark ihre Landmacht um Konstantinopel und um Gallipoli zurzeit ist, wissen ivir nicht genau; man spricht von 150 000, 200 000, 250 000 Mann. Daß fie aber tatsächlich Streitkräfte dort zurüdbehalten haben, zerstörer Ariel" vernichtete deutsche Unterseeist über allen Zweifel erhaben; die jetzt an der Regierung befind- boot nicht U 20", sondern U 12" ist. Von der stehende Blätter der Nede Haases angedeihen lassen. So lichen Machthaber würden ja geradezu Selbstmord begehen, wenn 28 Mann starken Besatzung des Bootes sollen zehn Manu stellen sich die„ Berliner Neuesten Nachrichten", als hätten sie im Ernste ein durch einen innerlichen sie anders gehandelt hätten. Bekannt ist ferner, daß in den letzten gerettet sein. und Umlernungsprozeß verursachtes, erhöhtes Wochen die Verteidigung Konstantinopels auch nach der Seeseite hin vervollständigt worden ist; man hat die dem südlichen Eingang ehrliches Annäherungsbedürfnis an die übdes Bosporus vorgelagerten Prinzen- Inseln von ihren Bewohnern rigen Parteien" erivartet, während das Blatt fich doch selbst selbst sagen muß, daß solche Zumutungen der Selbstpreisgabe einer Partei allem eher eher dienen müssen, als der Förderung des Stockholm, 11. März.( W. T. B.) Das liberale Stocholmer Blatt, Dagens Nyheter" tabelt nachdrüdlich die Erklärung inneren Friedens. Auch wäre es verständiger, wenn das Blatt der britischen Admiralität wegen der besonderen Vergeltungs- der Sozialdemokratie nicht immer wieder mit späterer Bemaßregeln an den gefangenen Mannschaften deutscher Unterfeeboote. fämpfung im alten Stile drohte, sofern sie nicht aufhörte, Das Blatt bezeichnet es als eine graufame Neuerung in der Ge- eben eine sozialdemokratische Partei zu sein. Die schichte der Kriegsführung, für die Kriegsgebietserklärung der freundliche Kritik der Deutschen Tageszeitung" vollends verdeutschen Regierung an den Mannschaften Rache zu nehmen, da dient wörtliche Wiedergabe: man außerstande sei, die verantwortlichen Stellen zu erreichen. Diese Maßnahmen würden außerdem wirkungslos bleiben, die Befagungen der Unterfeeboote wüßten, daß fie mehr als andere in Gefahr sind. Die Männer der deutschen Marine würden vor dem Gedanken, daß kein Pardon gegeben werde, wenn sie in Feindess hände fallen, nicht zurüdichreden. Die Alliierten mögen jedoch nicht vergessen, daß achimalhunderttausend ihrer Soldaten, angefangen vom gemeinen Mann bis hinauf zu den Generalen, in deutscher Gefangenschaft seien, während sie selbst nur wenig mehr als hunderttausend deutsche Gefangene hätten. Wenn Bergeltungsmaßregeln gegen Kriegsgefangene in Betracht gezogen würden, dann lönnte Deutschland den härtesten Schlag versetzen. annehmen, auch die dem Nordausgange der Dardanellen gegenüber im westlichen Marmara- Meer sich erhebenden Inseln werden in die Befestigungswerke einbezogen sein. Selbst wenn also die verbündete Flotte fiegreich durch die Meerenge vordränge, würde eine bloße Befchießung von Konstantinopel zu einem Erfolge nicht führen. Wer die türkische Hauptstadt haben will, muß sie belagern, und zwar von beiden Seiten aus, sowohl auf dem europäischen wie auf dem asiatischen Ufer. Dazu gehört nicht ein Landungsforps, sondern eine ganze große Armee, die mit 200 000 Mann wahrscheinlich erheblich zu gering bemessen sein würde. Dentbar wäre es ja, daß die Beschießung der Dardanellen den Zweck verfolgte, möglichst zahlreiche Armeekorps der Türken an diese Stelle zu bannen, um deren Bewegungen im Kaukasus, wie besonders gegen den Suezkanal zu lähmen, vielleicht dauernd unmöglich zu machen. Die Demonstration fäme zu diesem Zweck reichlich spät, denn die durch die Sinaihalbinsel vorrüdende Armee wird wohl schwerlich auf Nachschub von Konstantinopel her gerechnet haben sie wird überhaupt der großen Verpflegungsschwierigkeiten wegen eine bestimmte Stärke nicht überschreiten dürfen, und mit dieser durchdringen oder die Unternehmung auf geben müssen. Wenn ich somit dabei bleibe, daß die Beschießung der Dardanellen und selbst die Ankunft eines Landungstorps von 25 000 Ein Boulogner oder 50 000 Mann über den Wert einer Demonstration noch nicht hinausgehen, so ist damit freilich nicht gesagt, daß die Verbündeten durch sie doch sehr ernsthafte Zivede erreichen wollen. Aber sie liegen nicht auf militärischem, sondern auf poli. tischem Gebiet. Ist dies der Fall, dann ist auch der Lärm, mit dem man sie begleitet hat, fein Fehler, sondern Absicht, ja die Hauptsache der ganzen Unternehmung. An diesem Fleckchen Erde, an dieser denkwürdigen Gründung des genialen Landsknechts Constantin hängen so große, so schwerwiegende Interessen, daß sie eine ganze Welt in Bewegung sehen können. Schon die bloße Nachricht von den angeblichen Absichten der Verbündeten, schon die wir Lungslose Beschießung haben beträchtliche politische wir fungen ausgelöst. Die bisher neutralen Staaten zu einer raschen Entscheidung zu drängen, war wohl die wahre Aufgabe der verbündeten Flotten. Fällt dieses Ziel in dem von Frankreich und England gewünschten Sinne aus, dann können Daraus natürlich auch wieder militärische Rückwirkungen von größter Tragweite entstehen, dann erst würde man mit einem ernsthaften Versuche gegen die Dardanellen und den Bosporus rechnen müssen. Ein weiterer Dreadnought vor den Dardanellen. " Nachdem Herr Dr. Helfferich unter sehr starkem Beifall fast des gesamten Hauses geendet hatte, erhielt der sozialdemokratische Abg. Haase das Wort. Er verlangte gleiche Staatsbürgerrechte für alle Staatsbürger, Beseitigung der angeblichen Ausnahmebestimmungen int Koalitionsrechte, aller Klassenwahlrechte, aller aller Beschränkungen des Vereinsund Versammlungsrechtes, Abschaffung der politischen Zensur; er forderte, daß der Burgfriede nicht zum Kirchhofsfrieden werde, daß das deutsche Volt mitreden dürfe bei den Vorbereitungen des Friedens. Haase sprach so scharf und so gehässig, daß der Unwille im Hause taum 3 × meistern war. Je länger er sprach, um so häßlicher und aggressiver wurden Ton und Inhalt seiner Ausführungen. Von der gebotenen Rücksicht auf den Ernst der Zeit und auf die Notwendigkeit der einigen Geschlossenheit des Volles war keine Spur zu entdecken. Es war eine Hegrede, des Tages unwürdig. Ein Boulogner Fischdampfer torpediert. Rotterdam, 11. März.( W. T. B.) Der Rotterdamsche Die Bemannung des Courant" meldet aus London: Boulogner Fisch dampfers Gris Nez" wurde Millionen und aber Millionen im deutschen Bolfe werden heute in Newhaven gelandet. Das Schiff erhielt, als es sich gestern früh ungefähr 20 Meilen westsüdwestlich Beachy demgegenüber von Haases Rede den Eindruck empfangen haben: Es war eine berechtigte Bekundung des VolksHead befand, von einem deutschen Unterseeboot das Signal, daß die Insassen das Schiff verlassen sollten. willens, würdig des verantwortungsschweren Augenblicks. Nachdem sich alle in ein Boot gerettet hatten, wurde der Möchte sie überall so eingeschätzt und beherzigt werden! Dampfer in den Grund gebohrt. Das Boot wurde durch ein anderes Schiff aufgefischt. Die englischen Blockadebestimmungen über die Baumwolle. " Die B. S. P. und der Krieg. Unser Londoner Korrespondent schreibt uns: Nicht ganz Ilar war bisher die Haltung der British Socialist Barth zum Kriege. Diese ist bekanntlich die fleinere und am wenigsten einflußreiche London, 11. März.( W. T. V.) Daily Telegraph" Seftion des englischen Sozialismus. Ihr namhaftster Führer ist meldet aus Washington vom 8. d. M.: Sir Cecil Springrice Genosse H. M. Hyndman, der seit Jahren für starke englische teilt mit, daß die britische Regierung folgende Verfügungen Flottenrüftungen eingetreten ist und nie müde wurde, vor den über nach neutralen Häfen bestimmte Baumwolle agressiven Absichten und Vorbereitungen der deutschen Militaristen getroffen habe: Erstens: Baumwolle, die vor dem 2. März verkauft und Imperialisten zu warnen. Durch diese Haltung setzte sich und zur Verschiffung bestimmt wurde, wird durchgelassen, oder, Hyndman nicht nur in der Internationale, sondern auch innerhalb wenn sie angehalten wird, zum Verkaufspreis erworben werden, feiner eigenen Organisation sehr scharfen Angriffen aus. Fast hätte wenn die Schiffe nicht nach dem 31. März abgegangen find. diese Haltung zu einer Spaltung in seiner Partei geführt, schließlich Zweitens: Dasselbe gilt für Baumwolle, die vor dem 2. März ver- aber wurde der Friede dadurch hergestellt, daß die Partei sichert wurde, wenn sie nicht nach dem 16. März verladen wurde. Hyndmans Propaganda desavonierte und Hyndman sich zu Drittens: Alle Baumwollfrachten, die auf obige Behandlung An einer distreteren Haltung verstand. Als der Krieg ausbrach, waren spruch erheben, müssen vor der Abreise angezeigt und mit Zertifikaten mauche Mitglieder der B. S. P. zu der Auffassung geneigt, von Konsularbeamten und anderen von der Regierung hierfür auf daß die Ereignisse Hyndman recht gegeben hätten. Die B. 6.%. gestellten Behörden versehen werden. Schiffsladungen nach nahm denn auch eine viel weniger bestimmte Haltung zum Striege feindlichen Häfen werden nicht durchgelassen. ein als die größere sozialistische Partei Englands, die Independent Die Balkanstaaten und die Dardanellenfrage. London, 11. März.( W. T. B.) Nach einer Washingtoner Labour Barth, sondern näherte sich mehr der Haltung der ArbeiterAmsterdam, 11. März.( Privattelegramm des Vor- Meldung des Daily Telegraph" hat Präsident Wilson ge- partei. Am 15. September veröffentlichte der Vorstand der B. S. P. märts".) Der römische Korrespondent des Daily Telegraph" jagt, er erwarte einen Bericht über die Anordnungen, welche ein Manifest, worin u. a. die Mitglieder der Partei zur Förderung meldet von gutunterrichteter Seite, daß die von den Verbündeten die britische Regierung bezüglich der Blockade der Refrutenanwerbung aufgefordert wurden. Gegen diese Politik gegebenen Versicherungen über dauernde Feststellung und Ga- Deutschlands und Desterreich 3 treffen werde. Gegen wurde jedoch aus der Mitte der Partei sofort Widerspruch erhoben, der nicht wieder verstummte. Es war bald flar, daß ein großer rantie der Durchfahrtsfreiheit der rumänischen und bulgadas Embargo auf Baumwolfrachten wird vorläufig kein Protest Teil der B. S. P. in der Kriegsfrage nicht wie ihr Borstand, sonrischen Regierung keine befriedigende Lösung der Frage dar- erhoben werden, vielleicht aber später nach Veröffentlichung bern wie die J. 2. P.( Unabhängige Arbeiterpartei) dachten. Bor zustellen scheinen. der britischen Blockadebestimmungen. Basel, 10. März.( W. T. B.) Nach einer Athener Meldung der„ Baseler Nachrichten" ist in den Dardanellen ein weiterer Ueberdreadnought der Klasse Queen Elizabeth" eingetroffen. Französische Misstimmung über die Haltung der Balkanstaaten. Frankfurt a. M., 11. März.( W. T. B.) Die„ Frankfurter Das Echo der furzem wurden Provinzialtoferenzen der Partei abgehalten, in denen diefe Differenzen zum Austrag lommen sollten. Die Abstimmungen der verschiedenen Provinzialfonferenzen find von einer besonderen Kommission überprüft und zusammengezählt worden. Das Ergebnis wird von dieser Kommission nun im Parteiorgan Das Bild, das sich uns nun zeigt, ist fein besonders einheitBeitung" meldet von der Schweizer Grenze: Der Matin" gibt sozialdemokratischen Sozialdemokratischen Erklärung. Justice veröffentlicht. daß die Bemühungen Ententemächte und Griechenland für bedingte Neutralität. ihrer Presse, die Balkanländer zu einem Kriege gegen die Die Rede, mit der am Mittwoch der Genosse Haase liches. Manche wichtige Resolutionen sind mit nur geringen MehrTürkei zu hetzen, gescheitert sind, weil die Regierungen der Ballan- im Auftrag der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion die heiten angenommen oder abgelehnt worden. Klar ergibt sich immerstaaten fein Vertrauen in den Sieg Rußlands haben. Das Blatt ist der Meinung, daß die diplomatischen Bittgänge nach Bukarest, Stellung der Partei zur Frage des Krieges, der Striegsgebote hin so viel, daß die Mehrheit der B. S. P. Hyndmans Sofia und Athen nichts mehr nützen, und daß die Sprache der und der Kriegsziele in scharfer Ausprägung gekennzeichnet hatte, a Itung auch heute noch ablehnt, daß sie die KundStanonen allein zum Ziele führen fönne. Der Durchbruch der ist von breiten Schichten des arbeitenden Voltes zweifellos gebung ihres Vorstandes zugunsten der Rekrutenwerbung Dardanellen und die Wiederaufnahme der russi- mit größter Genugtuung aufgenommen worden. Aber wir mißbilligt, daß sie jingoistische und„ patriotische Auffassungen fden Offensive in der Bukowina find, so schließt das Blatt, unfere beften, fast unfere einzigen Trümpfe in den Balkan- haben allen Grund anzunehmen, daß sie auch weit über die von sich weist, von Erwerbungen und Annegionen ländern. Dort, wie überall, gilt das Wort, daß nichts glüdt wie Arbeiterschichten hinaus von den Anhängern anderer its wissen will, fich gegeu die Fortsetzung des Krieges wendet und einen sofortigen Friedensschluß bei Be der Erfolg. Parteien als das rechte Wort zur rechten Zeit dingungen, die einen dauernden Frieden verbürgen, verlangt und empfunden worden ist. Daß auch die linksliberale Presse sich den rüdsichtslosen Klaffentampf während des nur mit Zurückhaltung geäußert, ja, wie das„ Berliner Lage- Krieges predigt. Damit hat sich die B. S. P., wenn auch nicht Athen, 10. März.( W. T. B.) Meldung der Agence blatt", Haases Bemerkungen über den Frieden sogar mit mit der gleichen Einmütigkeit, zu derselben Haltung bekannt, wic d'Athènes. Das neue Ministerium legte heute die Eides- sanfter Mißbilligung kritisiert hat, will nichts heißen. Wir fie die J. 2. B. vertritt. Zur Probe lassen wir einige der Beschlüssc leistung ab. Die der Presse mitgeteilte ministerielle Kund- wissen, daß freisinnige Männer ganz anders denken und folgen. Eine Resolution Edinburgh, die die Haltung des Vorstandes gebung hat folgenden Wortlaut: Griechenland hatte nach daß sie dem sozialdemokratischen Redner Dank wissen für seine seinen siegreichen Striegen das dringende Bedürfnis Worte, die ebenso entschieden in der Sache waren, wie sie sich durch rüdhaltlos billigte, wurde mit 70 gegen 78 Stimmen abgelehnt. Ein Amendement Hadney( London), das die Empfehlung des nach einer langen Friedensperiode, um am ihren völlig klaren Sinn jeder böswilligen Ausdeutung durch Vorstandes zur Unterstützung der Rekrutenwerbung beGedeihen des Landes arbeiten zu können. Die Organisation ausländische Chauvinisten entzogen. Gegen lügnerische Entbauerte, wurde mit 59 gegen 56 Stimmen angenommen. der öffentlichen Verwaltung, der Streitkräfte zu Lande und stellungen ist niemand geschützt, aber auch chauvinistische Lügen Dagegen wurde eine andere Resolution, die eine öffentliche zu Wasser sowie die Entwicklung des Nationalreichtums hätten haben furze Beine, und das ehrliche Bekenntnis zu dem Stultur Surüdziehung des Manifestes vom 15. September ihm die mit so vielen Opfern errungenen Güter gegen jeden programm, das Haase im Namen der ganzen deutschen forderte, mit 57 gegen 67 Stimmen abgelehnt. Eine Resolution Aberdeen, die die Partei auffordert, fich unter keinen Umständen an Retrutenwerbungsversammlungen zu beteiligen, wurde mit 76 gegen 62 Stimmen angenommen. Ets Resolution Hadney, die es einer sozialistischen Partei un württe erflärt, die Schuld für den in seinem ganzen Wesen imperiaLife Prieg irgendeiner einzelnen Macht zuzuschieben und die herrschenben Klassen aller Länder für die Feinde der Demokratie und der Freiheit erklärt, gegen die sich der Kampf der Arbeiter aller Bänder richten müſſe, wurde mit 66 gegen 82 Stimmen abgeiebat. Demgegenüber wurde ein Amendement Southampton mit 74 gegen 69 Stammen angenommen, das zwar auch den Krieg für einen imperialistischen erklärt, aber das Recht jeder Nation zur Abwehr fremden Angriffs anerkennt; die Behauptung zurückweist, daß die Intervention Englands durch den Bruch der belgischen Neutralität verursacht war, dabei aber gegen diesen Neutralitätsbruch energisch protestiert, und nur einen Ausgang des Krieges für befriedigend er tlärt, der die nationale Integrität und Unabhängigkeit Belgiens volltommen wiederherstellt. war und ob die Menderungen mehr als absolut notwendig waren, um es bewohnbar zu machen? Tennant: Das ist meine Auffassung. Um dieses unbewohnte Haus zur Aufnahme von 400 Leuten cine fehr große Zahl geeignet zu machen, mögen zwar einige Ueberflüffigkeiten angeschafft worden sein, aber die Summe ist meiner Ansicht nach nicht übertrieben. Chamberlain: Hat der fehr ehrenwerte Herr irgendeine Auskunft, aus der hervorgeht, daß britische Offiziere, die in Deutschland gefangen sind, ähnlich komfortabeln Quartieren zugewiesen find? Arbeitslosigkeit in Paris. Nach Echo de Paris" vom 4. März find 60 000 Schneiderinnen, Modi stinnen und sonstige in Geschäften Angestellte arbeitslos. Die meisten waren in der Luxusindustrie beschäftigt. Schulzwang in Belgien. In Belgien bestand bisher fein Schulzwang; dieser sollte erst im wesentlichen eingeführt werden durch ein Gesez, das infolge des Krieges nicht mehr zur Durchführung kam. Das Gesetz führt den W. Thorne( Arbeiterpartei): Stann der sehr chreutverte Herr obligatorischen Schulunterricht insoweit ein, daß ein Vater nur dann fagen, ob infolge diefer außerordentlichen Behandlung irgendeiner nicht gezwungen werden kann, seine Kinder zur Schule zu schicken, diefer Herren jemals wünschen wird, wieder nach Deutschland zurück- wenn sich im Umkreis von vier Kilometer teine Schule befindet, die zugehen?( Hört, hört! und Lachen.) feinen religiösen und politischen Anschauungen entspricht. Jetzt verTennant: Wir sind eine sehr gastfreundliche Nation. Ich bin nicht in der Lage mit Sicherheit über die Frage zu sprechen, öffentlicht der Generalgouverneur eine Verordnung, die dieses Geſetz die der sehr ehrenwerte Herr von der Opposition an mich richtete, zur Ausführung bringt und bestimmt, daß in der zweiten Hälfte des aber er weiß, daß wir jedes mögliche Mittel benutzen, um uns über März die Gemeindeverwaltungen dem Volksschulinspektor des die Art der Behandlung unserer Landsleute in Deutschland zu ber- Stantons eine Liste der schulpflichtigen Kinder einzureichen haben. gewissern. Ich werde ihm gern bei der ersten Gelegenheit die In- Am 1. Mai müssen alle Anmeldefarten der Familienväter beim Eine lange Resolution der Zentral- Londoner Ortsgruppe, deren formation geben, die wir uns bemühen zu erhalten. Volksschulinspektor vorliegen. wesentlicher Bassus den militärischen Triumph der daß Automobilbeförderung für die Gefangenen, die Bewachung und Tennant sagt auch in einer Antwort auf Mr. N. M'Neill, zentral europäischen Autotratien über die poli- das Gepäd von Derby nach Donington Hall vorgesehen sei. Einige tisch freien Bölter Westeuropas" als verhängnis- deutsche gefangenen Soldaten im Verhältnis von einem für immer voll für das Wachstum des Sozialismus erklärt, vier Offiziere und einige wenige außerdem für allgemeine Zwede wurde mit der großen Mehrheit von 96 gegen 41 Stimmen sind nach Donington Hall zum Dienst geschickt worden. abgelehnt. M Resolutionen, die die internationale Solidarität bekunden, wurden gegen wenige Stimmen angenommen; ebenso Nesolutionen, die den rüdsichtslosen während des Krieges fordern. Aus der Budgetkommion des Reichstags. Die verstärkte Budgetkommission des Reichstages begann am Grey über die Forderungen Japans. Donnerstag die Erörterung des Etats des Auswärtigen Klassentampf London, 11. März.( W. T. B.) Sihung des Unterhauses mts mit einer Aussprache über die gesamte politische Lage. London, 11. März.( W. T. B.) Sihung des Unterhauses Der Referent eröffnete diese Aussprache mit einem allgemeinen vom 9. März. Bei Beantwortung einer Anfrage sagte Sir Edward Ueberblick über die militärische und politische Situation. Danach Eine Resolution, die die Partei auffordert, sich der Ein- Grey über die Forderungen Japans, er habe den Tegt gab der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Ein- Grey führung der allgemeinen Wehrpflicht zu wider von der japanischen Regierung eben erst erhalten. Es bestehe kein Auskunft über die gegenwärtige diplomatische Lage und schilderte gab der Staatssekretär des Auswärtigen Amis sehen, wurde mit 108 gegen 28 Stimmen angenommen. Grund anzunehmen, daß er nicht mit dem Terte, der der chine- dabei im einzelnen unsere Beziehungen zu den neutralen Mächten. sischen Regierung überreicht worden sei, übereinstimme. Die For- Ausführlich wurde die Lage unserer Bibil- und Kriegsgefangenen derungen zerfielen in fünf Gruppen. Die fremden Regierungen in den feindlichen Ländern besprochen. Die Berichte, die von hätten keine Vorstellungen erhoben, es seien jedoch nicht formelle Verstaatlichung der englischen Kriegsindustrie. Mitteilungen von einer oder von zwei Mächten eingelaufen. Da neutraler Seite dem Auswärtigen Amt erstattet worden sind, sind die im Befize der britischen Regierung befindliche Information par in mancher Beziehung beruhigend. In vielen Fällen sind Amsterdam, 11. März.( Privattelegramm des„ Bot- bertraulich fei, so habe diese teiner fremden Regierung formelle Die feindlichen Regierungen jedoch ihren Pflichten in der Behandwärts".) In der am Dienstag im englischen Unterhause statt- Mitteilungen gemacht. Die Regierung ziehe die Folgen des lung der Gefangenen nicht nachgekommen. Die gegen das Völkerwärts".) In der am Dienstag im englischen Unterhause statt- japanischen Schrittes in Betracht, um die britischen Interessen, recht festgehaltenen Zivilpersonen sind vielfach schlechter gefundenen Debatte über eine Vorlage, die der Regierung unbe- mit denen sie eventuell in konflift stehen, zu schüßen. Runci- behandelt worden als die Kriegsgefangenen. Die Unterschränktes Verfügungsrecht über für die Kriegs- man teilte auf Anfrage mit, daß der andel mit deutschen funftsverhältnisse haben, namentlich im Beginn des Krieges, große industrie geeignete Werkstätten zugesteht, erklärte der Firmen und Zweigfirmen in China gestattet sei. Nach Mängel aufgewiesen. Besonders schlecht erscheint die Lage der Arbeiterparteiler Hodge seine Zustimmung wegen des follett- Ansicht der britischen Regierung sei es jedoch nicht wünschenswert, mittellofen Zivilgefangenen in Rußland. Zur Erleichterung ihrer vistischen Charakters der Vorlage. Er forderte nur, daß die Re- daß britische Firmen sich mit deutschen Firmen in China ein- Lage ist der amerikanischen Botschaft in Petersburg- ebenso wie in den andern feindlichen Ländern cin unbeschränkter gierung die in den betreffenden Betrieben üblichen Löhne zahle ließen. Kredit zur Verfügung gestellt worden. Dauernd ist die Reichsund bei eventuellen Reorganisationen die Arbeiter zurate ziehe. regierung in Verbindung mit den Schuhmächten und mit wohlDer Radikale ofonby fragte an, ob die Vorlage bedeute, daß Daily News" schreibt in einem Leitartikel: Die Aus- tätigen Vereinigungen bemüht, für Besserung zu sorgen. Mit alle in diesen Betrieben beschäftigten Arbeiter unter das Militär- fünfte, die Sir Edward Grey gestern über die japanischen schärfster Entrüstung wurde der durch die Hinrichtung der Deutschen geje gestellt werden sollen. 2loyd George erwiderte, daß Forderungen gegeben hat, waren unbestimmt, aber bcun- Fride und Grundler in Casablanca begangene Justizdavon keine Rede sei. Der Cityvertreter, Unionist Bonbury, lick ruhigend. Ueber den Charakter der Forderungen scheint kein mord besprochen. Von der Regierung wurden die Schritte dardas Mißvergnügen der Kapitalisten über diese Vorlage durch weifel zu herrschen, fie laufen auf die faktische Oberherr- gelegt, die gefchehen sind, um die Bollstreckung des Urteils zu verblicken. Er beanstandete, daß die Vorlage nicht genügend Bürg- wärtigen Umständen ist die Reserve, die sich Sir Edward Greh auf- rung ihre Entschlüsse bis zum Eingang des Urteils vor. schaft Japans über China hinaus. Unter den gegen hindern. Ueber Bergeltungsmaßregeln behält sich die Reichsregie schaft für eine angemessene Entschädigung der Unternehmer leiste. erlegt, natürlich und zweifellos notwendig, aber die japanische Die durch die Presse bekanntgewordene Ankündigung der briti Er sagte, es wäre doch einfacher, wenn wir der Regierung einen Frage zeigt, was für gewichtige Probleme vor der öffentlichen Dis- fchen Admiralität, daß die gefangenen Besatzungen von U- Booten einzigen Gesezartikel bewilligten, der besagt, daß sie während des fussion ferngehalten werden. Das Preffebureau nebelt die Presse einer anderen Behandlung unterworfen werden sollen als andere Krieges tun fann, was ihr beliebt. Wir könnten dann gleich heim- andauernd in wichtigen Angelegenheiten, die von feinerlei mili- Seriegsgefangene, ist sofort zum Gegenstand einer Anfrage gehen. tärischem Interesse sind. Das geschah beispielsweise bei der bei der englischen Regierung gemacht worden. Dabei ist holländischen Note über den Gebrauch der neutralen Flagge, die fein Zweifel darüber gelassen worden, daß zur schärfsten Ver in England nicht veröffentlicht werden durfte.„ Daily News" gcltung gegriffen werden würde, falls fich die Ankündigung fragt, welches Recht das Pressebureau habe, die Bevölkerung solchen bestätigt. Die Angabe, daß die Engländer deutsche Gefangene auf Insulten auszusehen. Die Zeit sei gekommen, daß ganz offen Schiffe gebracht hätten, um sie gewissermaßen als Rugelfang gegen Amsterdam, 11. März 1915.( Privattelegramm über die Angelegenheit gesprochen werde. Das britische Publikum deutsche Angriffe zu benußen, hat sich als irrtümlich herausgestellt. des Borwärts".) Die Regierung bewog dic 2on- bestehe aus Erwachsenen. Wenn die Einengungen in die berechdoner Reeder dazu, mit den Arbeitergewerkschaften zu verhandeln. Die Bewegung unter der englischen Arbeiterschaft. tigten Freiheiten der öffentlichen Breffe andauernd übertrieben werde, so werde es Pflicht der Presse sein, das Vorgehen des Bureaus ernstlich an den Pranger zu stellen und aus der Angelegenheit eine Frage für die Allgemeinheit zu machen. China und Japan. Im Clydedistrikt brach ein neuer Konflikt aus, da die ungelernten Arbeiter eine Zulage von einem Benny pro Stunde fordern. Falls keine Einigung zustande kommt, stellen am Sonnabend 18 000-20 000 Arbeiter die Arbeit ein. Auch die bisherigen Verhandlungen der gelernten MetallLondon, 11. März.( W. T. B.)„ Daily Telegraph" meldet aus arbeiter des Clydebezirks mit den Unternehmern blieben Beking über die Verhandlungen zwischen Japan und China: refultatios. Erstens: Betreffend Schantung ist China bereit, neue Märkte zu Das Glasgower Schiedsgericht sprach den westschottiöffnen und den Eisenbahnbau und die Uebertragung der Schanichen Stahlarbeitern eine zehnprozentige Zohn- tungpacht mit den daraus folgenden Rechten auf Japan zu gcaulage zu. Auch sonst fordern überall die verschiedensten Kategorien von Arbeitern Lohnerhöhungen. Viele Forderungen wurden schon durchgesetzt, an anderen Orten dauern die Berhandlungen und Schiedsgerichtsverfahren darüber noch fort. Deutsche Gefangene in England. Ju englischen Unterhause hat dieser Tage im Anschluß an die Anfrage eines Mitgliedes eine furge Debatte über die Unterbringung der Kriegsgefangenen stattgefunden, die uns bemerkenswert genug erscheint, um im Wortlaut wiedergegeben zu werden: R. M'Neill( Kons.) fragt den Unterstaatssekretär des Strieges, ob er Einzelheiten über die Summen angeben wolle, die für die Bereitstellung von Donington Park( eines großen Landſizes) für die Aufnahme von Kriegsgefangenen aufgewandt wurden oder ausgewandt werden sollen, und unter welcher Position im Heeresetat diese Ausgabe geführt werde. Der Grund der Maßnahme ist in den Unterkunftsschwierigkeiten zu fuchen. Gefahr liegt für diese Gefangenen nicht vor. In eingehenden Erörterungen beschäftigte sich die Kommission mit der brutalen und völkerrechtswidrigen wirtschaftlichen Kriegführung Englands. Es wurde allgemein zustimmend anerkannt, daß die dagegen ergriffenen Vergeltungsmaßnahmen notwendig und wirkungsvoll find. Die in der Frage des U- Bootkrieges ergangenen Noten fanden allgemeine Billigung. Letzte Nachrichten. währen, sofern China bei den Friedensverhandlungen zwischen Selbstmord des Kommandeurs der 10. russischen Armee. Japan und Deutschland durch einen Spezialkommissar vertreten Frankfurt a. M., 11. März.( W. T. B.) Die Franks. sein wird, um seine Rechte zu schützen. Zweitens: Betreffend Zeitung" meldet aus Petersburg: Der Oberkommandant der die Südmandschurei und die Ostmongolei ist China zwar durch- 10.- Armee, General Sievers, hat Selbstmord verübt, aus nicht einverstanden mit der Einleitung des Vertragsentwurfs, wie aus Berichten über eine für den auf tragische Weise: die eine allgemeine Theorie der Sonderrechte, wie Polizeiaufsicht, Gestorbenen" abgehaltenen Trauerfeier in der lutherischen und der Rechte der japanischen Sonderstellung aufstellt, da diese Annakirche hervorgeht. den Vertragsrechten anderer Mächte direkt zuwiderlicfen. Aber China ist bereit, fofort die Pachtfrist für Port Arthur auf Dic portugiesischen Wirren. 25 Jahre zu verlängern, und für die Bahnlinien Antung- Mukden Baris, 11. März.( W. T. B.) Der„ Temps" meldet aus und Tschangtschun- Kirin dieselbe Nachfrist zu gewähren wie für Lissabon: Der Demokratische Kongres tritt am 14. d. M. zudie Südmandschureilinie, ferner das allgemeine Recht des Land- sammen, um die zur Beendigung der gegenwärtigen Strife geeigneten Weittel zu erörtern. Es wird bet Borſchlas gemacht, i Regierung durch die Neuwahlen zu stürzen. Wenn hierüber eine Ginigung erzielt wird, wird eine cifrige Propaganda eingeleitet werden. Andernfalls soll von Wahlen abgeschen und das gegenwärtige Parlament als die tatsächliche gesetzgebende Störperschaft betrachtet werden, das zusammentreten soll, wo und wie es fann. Demnach kann der Zufall eintreten, daß das Land zwei sich bekämpfende Parlamente besitzen wird. erwerbs und des unbeschränkten Aufenthalts für Japaner im ganzen Gebiet zu gewähren. Drittens: Betreffend die Minenrechte im Yangtfetale namentlich betreffend das unter dem Namen Hanhehping bekannte halbverpfändete Gisen- und Rohlen Tennant( Unterstaatssekretär des Krieges): Die Kosten der unternehmen bei Hantau ist China bereit, mit Japan ein beAusstattung werden auf 1750 Pfd. Sterl.( 35 000 m.) für bauliche fonderes geschäftsmäßiges und für Japan vorteilhaftes Abkommen Veränderungen, Umbauten und Ausbesserungen am Haus veranschlagt zu schließen. Aber es will nicht alle Mineralschäße im Yangtsetal 2550 Pfd. Sterl.( 51 000 M.) für Wiederherstellung. Ausdehnung und durch doppelsinnige Wendungen, wie sie in dem Vertragsentwurf Die demokratische Parlamentsgruppe hat an alle Abgeordneten Ausbau der sanitären Einrichtungen; 2100 Pfd. Sterl.( 42 000 M.) vorkommen, in ein japanisches Fideikommiß verwandeln. Bier- und Senatoren, welche sich dem Proteste gegen die Regierung Castros für Baraden; 1950 Pfd. Sterl.( 39 000 m.) für elektrische Lichtanlage und Straftstation; 450 Pfd. Sterl.( 9000 M.) für Zäune und tens: Betreffend das Verbot, fünftighin irgeneiner Macht chine- angeschlossen haben, folgende Weisungen gesandt: 1. Die Regierungsdekrete, welche die bestehenden Geseze verändern und auf Tore. Die Gesamtsumme von 8800 Pfd. Sterl. fische Inseln und Teile der chinesischen Küfte abzutreten, stimmt die Gesetzgebung Bezug hatten, für mull und nichtig zu erklären. ( 176 000 M.) ist einzustellen unter Position 10 des Heeresetats; alle China völlig mit Japan überein. Aber es behält sich vor, diese 2. Alle portugiesischen Bürger, insbesondere die Staatsbeamten zu Gebäude, Ausrüstungsgegenstände und Hausgeräte fönnen entfernt Politik allen Mächten zugleich in einer Zirkularnote mitzuteilen, veranlassen, die betreffenden Dekrete nicht zu befolgen. 3. Keinerlei werden bei oder vor dem Ablauf der Pachtung. Die Kosten der die die Betinger Deklaration heißen und neue Bezichungen mit diftatorische Handlung der Regierung anzuerkennen. mit 4200 Pfd. Sterl.( 84 000 M.) an der Welt einleiten soll. Möblierung werden gesezt, einzustellen im Heeresetat unter Position 8. Die allgemeine Fünftens: Betreffend die Rechte, in Fufien neuc Bahnlinien Einrichtung entspricht der einer Unteroffiziersmesse( Sergeant Meß). Chamberlain( Ronf.) fragt, wie viel Gefangene Donington Part zugewiefen würden. Zennant: 320 Offiziere und 80 Soldaten als Bedienung. Chamberlain: Für 8000 Pfd. Sterl.! Tennant: 4200 Pfd. Sterl. waren für Ausmöblierung bestimmt. Der Rest ist für bauliche Veränderungen, um das Haus, das unvermietet war, bewohnbar zu machen. R. M'Neill:' Jit es gebräuchlich, Unteroffiziersmessen mit Tennant: Es ist geschehen, aber ich weiß nicht, ob es geBillardräumen auszustatten? bräuchlich ist. ogge( Liberal): Wieviel Landsize beabsichtigt das Kriegsamt noch für den Komfort von deutschen Gefangenen wiederherstellen zu lassen?( Hört! hört!) lichkeiten erhalten könnten, würden wir froh sein. im Yangtfetal und Polizeirechte und Ratschläge anzuregen, die Chinas Souveränität mit der einer anderen Macht unglücklich vermischen würden, erklärt China, all dies müsse neu bearbeitet, wenn nicht gänzlich gestrichen werden. China ist völlig bereit und wünscht dringend, daß der japanische Nachbar an seiner indu Verunglückter Flieger. Paris, 11. März.( M. T. B.) Nach einer Blättermeldung ist der englische Militärflieger Shefihed, der gestern in Gastbourne aufgestiegen war, aus 250 Meter Höhe ins Meer gestürzt. Scinc Leiche wurde geborgen. Typhusepidemie in Serbien. striellen Entwickelung teilnehmen und sie beschleunigen möge, aber Saloniki, 11. März.( T. 11.) Der Typhus in Serbien nimmt China hat erkannt, daß die Zeit gekommen, wo geheime Diplo- cinen verheerenden Charakter an. Die Seuche grassiert unter Wilis matie und geheime Verträge für alle Beteiligten schädlich sind. tär- wie Zivilpersonen und fordert täglich zahlreiche Opfer. In China glaubt, daß jedes Recht, das eine Nation ciner anderen Risch erkrankten an einem Tage 45 Soldaten und starben 27. Der gewährt, frei und offen gegeben werden und die volle und freie Herd der Epidemie umfaßt das Gebiet von Belgrad bis Skoje und Bitolla. Ueberall fehlt es an Miteln für die Krankenpflege und Bestätigung jeder anderen Macht erhalten müsse. das schlimmste dabei ist noch, daß auch die Aerzte und Sanitäter Opfer fallen. Die griechische Regierung ordnete an der Grenze eine achttägige Quarantäne für alle aus Serbien kommenden Personen an. Da immer weiter zahlreiche serbische Flüchtlinge nach Griechenland kommen, so staut sich in der Quarantäne eine Menge Die Entlassung der Garibaldinerlegion. ich nicht vor der Ansteckung ſchüßen können und der Seuche zum Baris, 11. März.( W. T. B.)„ Echo de Paris" erfährt aus Rom, daß die Entlassung der Garibaldinerlegion mit Tennant: Das tommt darauf an. Wenn wir andere BauLord R. Cecil( Ronſervativ): Kann der ſehr ehrenwerte Herr der fünftigen Haltung Italiens im 3uBoll. Trotz aller Borfchrungsmaßnahmen ist die Seuche in Saloniti fagen, ob dieses Haus während einer sehr langen Zeit unbewohnt sammenhang stehen soll. eingeschleppt worden. a.Wertheim Leipziger Straße Königstraße Rosenthaler Straße Moritzplatz Billige Lebensmittel Soweit Vorrat. Zusendung dieser Artikel kann nicht erfolgen. Frisches Fleisch Schmorfleisch mit Knochen 85 Pf. Kalbsbrust- Spitze 2-3 Plund 1 Pfund Roastbeef mit Knochen, Pfd. 80 Pf. Rinderkamm Pfund 75 Pf. Rinderbrust..... Pfund 75 Pf. Querrippe Pfund 70 Pf. 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Vortragender: Kollege Ahlemeyer. Bodenleger, Einseher, Jalousiearbeiter, Drechsler und Treppengeländerbranche Moutag, den 15. März, abends 8%, Uhr, bei Boeker, Weberstr. 17. Bezirk Süd- Ost 1 und 2 Dienstag, den 16. März, abends 8%, Uhr, im 2ofal Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Verschiedenes. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Vermietungen. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienftr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9 bis 1 Uhr und von 4 bis 7 1hr. + 14* Wohnungen. Charlottenstraße 87 fleine Wohnungen sofort billig. 6875* Freundliche Wohnungen, Itent= renoviert, billig Swinemünderstr. 83. 12626 Adlerwerfe, Berlin, Zimmerſtr. 94. Tüchtige Schlosser werden für dauernde u. lohnende BeBerlin, Badstr.40/ 41, Geldsch: antfabrif. Korbmacher auf 98er, und * Frauen auf Haltetappen gesucht. Stopenider Str. 74. 20/5 ichäftigung gesucht. S. J. Arnheim, Korbmacher auf 98 er Munitionsförbe werden eingestellt. 12605 Kramer, Ballstraße 25. Stellmacher. 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Die in Stellmachereis und Flugzeug- Betrieben bes schäftigten Maschinenarbeiter sind besonders eingeladen. Die Generalversammlungs- Delegierten haben die Pflicht, vollzählig zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. 97/20 der Eisenformer u. Berufsgen. Tagesordnung: 1. Die Verlegungen der Vereinbarung bei der Firma Borsig. 2. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Sonntag, den 14. März 1915, vormittags 10 Uhr, im Englischen Hof, Alexanderstraße 27 c: Zimmer. gesucht, die nachweislich langjährige im Bau von inwedel, Baumschulenweg, Trojan- dustriellen Oefen haben; vorzustraße 6, vorn II, gegenüber den stellen vormittags. Gebr. Pierburg, Sportplägen. 2991 Sitichinerstraße 15. 1274b Infolge Einberufung suchen wir zum sofortigen Eintritt tüchtigen Buchhalter oder Buchhalterin An gewissenhafte und saubere Arbeit gewöhnte Kräfte wollen Bewerbung mit Zeugnisabschriften und GehaltsBranchen- Versammlungforderung fofort einreichen an aller in den Eisenkonstruktions- Werkstätten beschäftigten Arbeiter foie Fahrstuhlmonteure u. Helfer Tagesordnung: 1. Bericht der Branchenkommission. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. Die Ortsverwaltung. 110/11 293/ 6* Verlag der ,, Volkswacht" G. m. b. H. Breslau, Nene Graupenstraße 7 1. Radfahrer, Lauf- und Arbeitsburschen im Alter von 14 bis 18 Jahren verlangt der Arbeits nachweis am Michaelkirchplak 2. Verantwo. Redakt.: Alfred Wielevv. Neukölln. Inferatenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Sierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsbl Nr. 71. 32. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Amerika und Deutschland. New York, 19. Februar.( Eig. Ber.) Freitag, 12. März 1915. Besteuerung der Kriegsgewinne. der Anführung des Herrn Hobson zurzeit eine große Jagd auf den japanischen Hasen inszenieren. Der Nuf gegen Deutschland würde In der Zweiten Kammer des Großherzogtums Hessen hat ihre Pläne stören. Können sie doch jetzt triumphierend auf das die sozialdemokratische Fraktion folgenden Antrag einVorgehen Japans gegen China weisen und dartun, wie recht sie gebracht: stets gehabt haben. Die Kammer wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, alsIn einem aus so vielen Elementen zusammengesetzten Bolle bald ein Gesetz in Vorlage zu bringen, durch das der während Die Erklärung der deutschen Regierung, daß die britischen wie dem amerikanischen ist die Volksstimmung etwas sehr unbe- ber Striegszeit erfolgte Vermögenszuwachs zu einer Gewässer vom 18. Februar als Kriegszone zu gelten haben, hat in ftimmbares. Es ist wahr, daß der englisch sprechende Teil der Be- besonderen progressiv gestalteten Steuer herangezogen wird. getvissen amerikanischen Blättern noch größere Entrüstung hervor völkerung den Deutschen vielfach unfreundlich gesinnt ist. Doch von In der Begründung heißt es: Der Strieg erfordere Opfer an gerufen als in der englischen. Vergleicht man zum Beispiel führende der grimmigen aggressiven Deutschfeindlichkeit, die von einem Teil Gut und Blut in allen Schichten des Voltes. Die ErwerbsmöglichNew Yorker Blätter mit englischen Zeitschriften vom Schlage der der Presse zur Echau getragen wird, ist beim Volfe wenig zu feiten feien allgemein verschlechtert und machten es notwendig, Londoner„ Nation", so muß man feststellen, daß die britischen Blätter die Sachlage weit sachlicher und ruhiger beurteilen. Biel- spüren. Davon kann man sich nach einer längeren Anwesenheit im daß in der Lebenshaltung zahlloser Wolfsglieder eine Einschränkung Willig ertrage das Volt alle Opfer in Teicht ließe sich eine ähnliche Abweichung in dem Grade der Leiden- Lande überzeugen. Der deutsche Handwerker wird nach wie vor schaftlichkeit feststellen, wenn man den Ton deutscher Blätter mit geschäßt und geachtet und die Hauswirte vermieten gern an Deutsche, dem Bewußtsein, daß nur Ausharren und das Zusammenwirken dem der deutsch- amerikanischen Zeitungen vergleicht. Wer weit da sie wissen, daß dann die Wohnung rein und ordentlich gehalten aller Schichten der Bevölkerung den endgültigen Sieg Deutschlands wird. In den Menschengruppen, die sich vor den Redaktionen der ermöglichen werde. Wenn aber in der Zeit der allgemeinen Notvom Schuß ist, gefällt sich nur zu leicht in der kriegerischen Poje, großen New Yorker Blätter ansammeln, um die lebten Kriegsnach- lage einzelne imftande wären, infolge des Krieges bedeutende GeBei diesem Gemütszustand ist es natürlich schwer, den wahren richten zu lesen, macht man sich einen Spaß daraus, die anwesenden winne zu erzielen, so sei das Verlangen berechtigt, diesen jept Deutschen, die hikig disputieren, zu uzen. Diese Gemütsstimmung erzielten Vermögenszuwachs einer besonderen, möglichst hohen und Ansichten der Amerikaner auf den Grund zu kommen. Der Krieg fommt auch an anderen Orten zum Ausdruck. Auf der Station progressiv gestalteten Steuer zu unterwerfen. Es dürfe nur auf hat auch in diesem Zande jene intellektuelle Uneherlichkeit erzeugt, einer Brooklyner Vorstadt, die fast ausschließlich von Deutschen be- die Gewinne der Kriegslieferungsgeschäfte verwiesen werden, die oft die die Logik als ein Mädchen für alles betrachtet. Einen Tag wohnt wird, kann man eine Bahnverordnung in deutscher Sprache große, weder durch Leistung noch durch Risiko gerechtfertigte Gefreut sich die Presse über die angebliche Aushungerund Deutsch- schen, auf die jemand in gräßlichem Deutsch geschrieben hat:" Es winne zu machen in der Lage seien. Niemand solle aus der alllands wie die Raben, die auf das Berenden ihres Opfers fagen on dis papier that de ganze Deutsches Army is ferlorn. Da!" gemeinen Not einen Vorteil ziehen, ohne davon wieder einen warten. Am nächsten Tage erklärt sie die Aushungerung Deutsch- Die ungünstige Stimmung gegen Deutschland ist nicht wenig wesentlichen Teil an die Allgemeinheit abzuführen. schimpft auf den Feind oder spottet über ihn. Lands für eine Unmöglichkeit, für einen hohlen Vorwand, mit dem durch die englandfeindliche Haltung der bürgerlichen deutsch- ameriDie deutsche Regierung die Zerstörung der Handelsschiffe Englands tanischen Presse geschürt worden. Ihre higigen Angriffe auf Engzu rechtfertigen suche. Auf der einen Seite entrüftet man sich land fanden natürlich bei den Amerikanern englischer Abstammung Was wird aus den Jugendkompaguien? über das Vorgehen der deutschen Untereseeboote, auf der anderen Bezahlung mit gleicher Münze. Aber auch Amerikaner, die sich Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Führer der rheinischen erklärt man den Kriegsplan Deutschlands für einen Bluff, für bemühten, so neutral wie möglich zu sein, wurden vor den Kopf ge- Nationalliberalen, Professor Moldenhauer, in einem Leitartikel der ein Unternehmen, dem die deutsche Marine nicht gewachsen sei. stoßen. Dies war namentlich in der letzten Zeit der Fall, als der Kölnischen Zeitung"( Nr. 248). Moldenhauer steht seit einem Und so ließen sich Dußende von Widersprüchen anführen, die tag- Plan auftauchte, die bürgerlichen deutsch- amerikanischen Glemente, Jahre an der Spitze der militärischen Vorbereitung in Köln. Ge täglich in den angesehenſten Blättern des Landes anzutreffen sind. Die sich bisher nur zur Verteidigung des Bierfeidels gegen die Pro- fordert zunächst, daß die militärische Vorbereitung Der Gemütszustand, der aus dieser Argumentation spricht, hibitionisten zusammenfinden konnten, politisch zu organisieren, um der Jugend eine dauernde sein muß". Allerdings betveist zur Genüge die Schwulität, in der sich die amerikanischen vom deutschnationalistischen Standpunkte aus die absolute Neutra- sollten dadurch die bisherigen Jugendvereine, die den JugendKapitalisten befinden. Englands Herrschaft zur See ist ihnen lität der Vereinigten Staaten zu erzwingen. Das hat nicht wenig kompagnien anfangs ablehnend gegenübergeftanden hätten, nicht in durchaus willkommen. Je länger der Krieg in seiner jebigen Art böses Blut erzeugt. Denn die Amerikaner folgten mit Recht, daß ein ihren besonderen Aufgaben geschmälert werden. Die zweite Fordeanbauert, um so mehr Aussichten haben die Vereinigten Staaten, amerikanischer Bürger nicht zu gleicher Zeit die Interessen rung Moldenhauers aber ist, daß die Teilnahme an der militäEngland aus seiner führenden Weltstellung zu verdrängen. Wie Amerikas und eines anderen Staates wahrnehmen könne. Der rischen Vorbereitung der Jugend nicht mehr freiwillig fein sich dieser Entwickelungsprozeß durchsetzt, ist schon klar zu er Proteststurm, der sich erhob, hat dem Plane gleich den Garaus ge- darf, sondern pflichtgemäß sein muß. Die gleiche Forderung tennen. Die gewaltige Ausfuhr von Kriegsmaterialien macht macht. Allerdings ist zur Entschuldigung der Deutsch- Amerikaner werde von den meisten Leitern der bisherigen Jugendwehrkompagnien England und seine Verbündeten immer mehr zu Schuldnern anzuführen, daß viele amerikanischen Blätter die Bürger deutscher erhoben. Nach Moldenhauer ist die anfängliche Begeisterung der Amerikas. Da gegen diese Ausfuhr Waren nur in beschränktem Abstammung beständig in ganz unnötiger Weise in ihren Gefühlen Jugend von einem allmählichen Abflauen der Beteiligung der jungen Maße eingeführt werden, müssen die Schulden entweder durch verlegen und englischer tun als die Engländer. Gold, durch Anleihen oder durch den Verkauf amerikanischer Effekten beglichen werden. Obwohl infolge der einseitigen Handelsbilanz das Gold jetzt nach New York strömen sollte, ist von einer folchen Bewegung wenig zu spüren. Anstatt dessen werden hier Anleihen aufgenommen und die in europäischen Händen befindlichen amerikanischen Effekten gekauft, was bei dem niedrigen Surs des curopäischen Geldes( der englische Sovereign stand an einem Tage dieser Woche 5 Cents unter dem Goldcinfuhrpunkte) ein gewinnbringendes Geschäft ist. Die Lage setzt den amerikani. schen Außenhandel auch instand, sich immer mehr von London zu emanzipieren. Früher wurde dieser Handel fast durchgängig vermittels Atzepte auf Londoner Finanzhäuser bewerkstelligt. Heute schon haben die großen amerikanischen Finanzinstitute einen großen Teil dieses Kreditverkaufs an sich gerissen. Bedenkt man ferner, daß die Einstellung der ausländischen Emissionstätigkeit der Londoner Häuser und das Verlangen des reichlich vorhandenen Sapitals nach Anlage der amerikanischen Finanz manche gute Geschäftsgelegenheit bietet, daß das mit dem Striege eingeführte neue Banksystem die großen New Yorker Geldinstitute auf Kosten der Pleinen ländlichen Banten bereichert, daß ferner die Aussicht besteht, daß Amerita einen großen Teil der englischen und deutschen Handelsmarine an sich reißt, so wird man verstehen, weshalb der vorhandene Zustand den amerikanischen Kapitalisten durchaus nicht unangenehm ist und weshalb sie die Folgen der deutschen Operationen gegen den englischen Handel fürchten. Daß es wegen der Versenkung eines amerikanischen Schiffes zu einem Kriege zwischen Deutschland und Amerika kommen fönnte, ist unter den gegebenen Verhältnissen nicht sehr wahrscheinlich. 3war haben einige Blätter eine solche Gefahr schon angedeutet und auf den Ursprung des Englisch- Amerikanischen Krieges vom Jahre 1812 berwiesen. Die schlimmsten Sensationsblätter haben sich auch schon deutlicher hören lassen. Aber im Volke merkt man nichts von einer kriegerischen Stimmung. Die hohe Finanz, die die Haltung Politische Uebersicht. Die Freigabe der Diskussion über das Kriegsziel. Der Bund der Landwirte, der Deutsche Bauernbund, der Zentralverband Deutscher Industrieller, der Bund der Industriellen, der Hansabund und der Reichsdeutsche Mittelstandsverband richten gemeinschaftlich an den Reichstag die Bitte: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß die Erörterung der Friedensbedingungen möglichst bald freigegeben wird, damit die öffentliche Meinung bei den Friedensverhandlungen rechtzeitig zur Geltung gelangen fann. Zur Begründung dieser Forderung wird angeführt, daß die Auslaffungen der Nordd. Aug. 8tg." in dieser Sache leineswegs genügen, weil bei den Urhebern des in dem offiziösen Blatte veröffentlichten Artikels irrige Vorstellungen über die Anschauungen und Wünsche bestehen, die in der breiten Masse unseres und namentlich auch bei unseren im Felde stehenden Kämpfern herrschen. Die„ Post" bemerkt dazu: Leute an den Uebungen abgelöst worden. Als Gründe dafür gibt er an: die steigenden Anforderungen an die Leistungen, die militärische Disziplin, die Ungunft der Witterung, die Angst der Eltern um die Gesundheit ihrer Söhne, der scharfe Widerstand sehr, sehr vieler Arbeitgeber", der Widerstand mancher höheren Lehranstalten und das Mißtrauen vieler Leiter der bisherigen Jugendvereine. Deshalb will Moldenhauer den 3 wang zur Jugendwehr, dem aber entsprechende Nechte und Vergünstigungen entsprechen müßten. " Die bisherige nur für die Dauer des Krieges bestimmte militärische Vorbereitung muß als dauernder Militärvorbereitungsdienst einen Teil der militärischen Ausbildung übernehmen. Dadurch wird es möglich werden, daß die militärisch e Dienstzeit eines großen Teiles der Militärpflichtigen, soweit es sich um die nichtberittenen Truppen handelt, auf ein Jahr ermäßigt werden kann. Zeit wäre jede Woche ein voller Nachmittag und eine Abendstunde zum theoretischen Unterricht sowie monatlich ein Sonntagnachmittag erforderlich." 211 Durch die Verkürzung der Dienstzeit werde es möglich, alle Lauglichen ins Heer einzustellen. Aus den Reihen der militärisch Vorgebildeten werde sich auch der Ersatz für Unteroffiziere D Offiziere nehmen lassen. Kriegsgefangene zur Ackerbestellung. Zur rechten Zeit tritt dieser Einheitswille mit seinen grunda fäßlichen Friedensforderungen in die Deffentlichkeit. Er wird den Vertretern des deutschen Volkes, die soeben zusammengetreten sind, um den Volkswillen nachdrücklich geltend zu machen, das Rückgrat Für die Durchführung der Ackerbestellung und Ernte hat sich die stärken und ihnen zum Bewußtsein bringen, daß die Gesamtheit Heeresverwaltung bereit erklärt, Kriegsgefangene möglichst der berufenen Vertretungen der deutschen Volkswirtschaft der Ent- noch im Laufe dieses Monats in ausgiebigem Maße zur scheidung über deren Schicksal beim Friedensschluß nur dann Verfügung zu stellen. Die Grundsäße über die Verwendung der mit Vertrauen entgegensehen kann, wenn das deutsche Vaterland Kriegsgefangenen gehen in diesen Tagen den Landratsämtern zugrößer und stärker als zuvor aus diesem Kriege hervor bei denen auch der Bedarf an Kriegsgefangenen anzumelden ist gebt." Wenn möglich, werden nur Kriegsgefangene zur Verfügung gestellt, die von Haus aus in den verschiedenen landwirtschaftlichen Arbeiten wohl bewandert sind. Auch die Wünsche der fleineren Befizer werden ausreichende Berücksichtigung dadurch finden, daß tagsüber Gefangene in ganz kleinen Trupps( zwei Mann) verwendet werden dürfen. Auch Gemeinden werden in Vertretung der Kleinen Besizer als Arbeitgeber zugelassen. Man kann darüber anderer Meinung sein, ob der Wunsch nach der leitenden Blätter inspiriert, würde an einem Striege auch kein einem größeren" und stärkeren" Deutschland im Volke in dem Intereffe haben, namentlich dann nicht, wenn sich die Striegszonen. Sinne besteht, wie die" Post" es glauben machen will. Darin hat taktik Deutschlands bewähren sollte. Dazu kommt, daß der Präsi- aber die" Post" recht, daß fast alle Parteien und Volkskreise die dent Wilson für den Krieg schwerlich zu haben wäre. Noch wichtiger endliche Freigabe der Diskussion fordern. ist vielleicht die Tatsache, daß die chauvinistischen Hezhunde unter Ablösung. Aus einem Feldpostbrief. Bolimow, d. 26. 2. 15. Die Sonne fant im Westen, Und mit ihr schied der Tag; Es ruht so mancher Krieger Bei stiller dunkler Nacht. -O ich.„ Ja, wenn die uns jetzt so sehen würden", erwiderte er feufzend,| Minuten Tang und Länger fest gestanden. Heute flappi seinen schweren Tocnister abwerfend. Mein Blick streift einige es beffer. Schnell geht es nun vorwärts. Tolle Gedanken jagen Gräben. Die Sonne sant im Westen Meine Mutter durch mein Hirn, während ich über Eis, Erdschollen und Steine bat mir dieses Lied einst vorgefungen und jetzt erlebe ich es als rutsche, springe, immer meinem Vordermann auf den Fersen. Werd Tatsache." Ob wir heute, diesesmal wieder heil zurückommen, ich heute wohl heil in den Graben kommen? Endlich bin auch ich August?" fragte ich meinen Kameraden." Ja, wer weiß?"" Das im Laufgraben. Erleichtert, froh atme ich auf. Allen entringt sich legte Mal, überhaupt bis icht gings ja gut; aber die knattern ja fast ein Jubellaut. Aber noch ist Vorsicht geboten. Der Graben heute wieder wie verrückt."" Wir müssen und wollen zurückommen." reicht nur einschließlich der ausgeworfenen Erde bis zur Brust, an Ich werfe meine 3igarre fort und trete darauf. manchen Stellen auch nur bis zur Hüfte. Hell werden wir durch Es ist dunkel geworden. An die Gewehre! Gewehre um die Leuchtkugeln beleuchtet. Ein Hagel von Geschossen geht über hängen! Ohne Tritt marsch!" Also doch! Fast eine Stunde hatten uns hinweg. Noch einige Windungen entlang, und wir sind im wir gewartet. Viele glaubten schon, wir blieben im Dorfe. Also Schüßengraben. Ermattet, schweißtriefend sinke ich für Augenblicke wieder hinein in den Kampf, zum fünften Male, seit ich hier bin. in die Knie. Dann eilig weiter und Stellung besetzen. Wir stehen bereit zum Abmarsch zur Ablösung. Die Gewehre Stolpernd, rutschend geht's über hart gefrorenen Sturzader. J.," Ist die 4. Kompagnie ohne Verluste hereingekommen?" So wird zusammen gefeßt, harren wir der weiteren Befehle. Die unfere vorletzten Unterstände, werden passiert. Einige Minuten Halt. vom Führer ab Mann für Mann weiter gefragt. Froh tönt es vom legten Tage waren anstrengend gewefen; jeden dritten Tag Blieben wir hier? fragen sich alle. Ich lege mich wieder auf die Ende her zurück:„ Ja, nur Einer hat schlapp gemacht; wurde zurüc 24 Stunden im Schüßengraben. Die Ruffen wollten nämlich Erde. Andere folgen meinem Beispiel. geführt!" Lachend sagt ein jeder: Die vierte hat doch immer durchbrechen. Viermal in einer Nacht haben sie gestürmt und waren Weiter geht es bis zu den Reserveunterständen, ungefähr 2 Kilo Schwein!" Andere Kompagnien fommen nicht so davon: eine hatte unter schweren Verlusten abgewiesen worden. Die ganzen letzten meter hinter unseren Gräben. Wieder eine kleine Baufe. Hier ist 6 Verwundete und einen Toten, eine andere 3 Verwundete. Tage waren wir immer alarmbereit. Seit gestern abend befanden schon so mancher verwundet worden. Wir haben also nun die GefahrenWir bleiben nur bis zum Morgengrauen im Graben, ohne zu wir uns nach längerer Abwesenheit wieder in unserem Dorfe", zone betreten. Pichich das erste Ding pfeift über unsere Köpfe. Und also in Sicherheit hinter der Front. Aber wer Soldat im Felde ist immer mehr sausen und pfeifen zwischen uns hindurch, an uns vorbei, über schießen. Das Hinausgehen war etwas besser. Ganz so toll wie am gestrigen Abend schossen die Rußkis nicht. Langsam, gleichwird wohl wissen, was alarmbereit zur Reserve" bedeutet. Zwei uns hinweg. Einem wird die Schnapsflasche in der Rocktasche zerschoffen, gültig Klettern wir aus dem mal waren wir heute schon angetreten, fonnten aber wieder in die einem anderen der Kopfschüßer zerriffen, dem schlägt ein Gefchos Graben und verlassen auf den beschriebenen Wegen die Stellungen. - wir sind müde, überanstrengt ans Gewehr, jenem prallt's am Schanzzeug ab. Vorsichtig, wortlos So stehen wir also bei den Gewehren, rauchend( Liebesgaben) schreiten wir wieder weiter über die hartgefrorenen Aeder, über Bütend pfeifen die Geschosse an uns vorüber, ohne zu treffen. es heute hingehen? fragen spiegelglattes Eis. Oft kommt es vor, daß einer ausrutscht. So In unseren neuen Stellungen, welche ich noch nicht selbst gegeht es in der Stolonne bis an einen fleinen Steg, welcher einen sehen habe, da ich, wie Dir bekannt ist, frant bin, ist die ganze Ich schaue nach Westen. Blutigrot geht die Sonne unter. Ich flachen Bach überquert. Von hier aus geht's im Gänsemarsch, einer Sache noch schlimmer. Aufgeweichter Lehmboden, mit Wasser ge= Denke an die Heimat, an so manche schöne Augenblicke, in denen ich dicht hinter dem andern. Nicht weit ab, etwa 800 Meter, beginnt füllte Laufgräben, aus denen tote Russenkörper ragen, erschweren daheim den Sonnenuntergang beobachtete. Was mögen wohl meine der Laufgraben. Und dennoch, schier ohne Ende fommt jedem den Weg. Lieben jezt machen? Meine Gedanken weilen ganz zu Hause. Ich dieser Teil des Geländes bis zum Laufgraben vor. Denn dies ist Das erste Mal waren meine armen Kameraden 72 Stunden habe meinen Jezt, da die Mussen hier mit aller lockenhaarigen Buben auf dem Arm und zeige die gefährlichste Stelle. Jmmer zahlreicher sausen die von den ununterbrochen im Graben. ihm, aus dem Eichenwald tretend, die untergehende Sonne Russen zu hoch gezielten Gechoffe daher. Mein Herz pocht. Heiß Gewalt versuchen durchzukommen, ist der Dienst 48 Stunden im Kanonendonner, fnatterndes, stärker werdendes Gewehrfeuer reißt jagt mir das Blut durch die Adern. Manchmal dude ich mich unwin- Graben und 48 Stunden Ruhe. mich aus meinen Träumen." Das wird wieder eine tolle Ab- türlich. Ist aber zwecklos. Denn, wenn man das Knallen, Sausen Jeden Tag gibt es Verwundete. Gestern hatten wir einen lösung werden“, spricht ein Kamerad zu mir, sich eine Zigarre und Zischen hört, ist's ja schon vorüber. Toten, ein guter Kerl, B. aus O. an meiner brennenden anzündend. Ich wende mich um: die Die Nethe ſtodi. Die Vorderen haben den Laufgraben er- Nun Schluß! Die Läufe beißen. Meine Frau foll neues Sonne war versunken." Ich dachte an zu Haufe", sagte reicht und springen hinein. Sonst haben wir manchmal fünf Bulver schicken. Quartiere rücken. und schwaßend umher. wir uns. o mag 11 - Zehn- Mark- Reichsbanknoten. Ein dem Reichstage zugegangener Gefeßentwurf fordert die Ausgabe von Reichstassenscheinen zu 10 M. bis zur Höhe von 120 Millionen Mark. Gleichzeitig soll die Reichsbant ermächtigt werden, Banknoten auf den Betrag von 10 M. auszugeben. Wegen angeblich deutschfeindlicher Aeußerungen verhaftet. Wie die„ Kreuz- Zeitung" nach der„ Straßburger Post" mit teilt, wurden in der letzten Woche in Mülhausen sieben fozialdemokratische Gemeinderatsmitglieder, darunter der Landtagsabgeordnete Martin, verhaftet, weil sie an ihrem Stammtisch angeblich deutschfeindliche Aeußerungen getan haben. Eine Bestätigung dieser Nachricht haben wir noch nicht erhalten können. Unzulässigkeit der Geldprämien. Vielfach haben in der letzten Zeit Geschäfte oder Theater angekündigt, daß sie für jedes abgelieferte Goldstück eine Prämie gewähren. Die Reichsbank hat nun darauf aufmerksam gemacht, daß dies gegen die Verordnungen des Bundesrats vom 23. November d. J. verstößt, wonach mit Strafe bedroht wird, wer ohne Genehmigung des Reichstanzlers es unternimmt, Reichsgoldmünzen zu einem ihren Nennwert übersteigenden Preise zu verwerten, zu veräußern oder solche Geschäfte über sie zu vermitteln oder dazu auffordert oder sich Die fraglichen Firmen werden sich also fünftig nur das durch vor Strafe schützen können, daß sie die Genehmigung des Reichskanzlers erwirken. anbietet. stellen. Die Aft.- Ges. Segall- Fabrik für Strumpfwaren| Arbeiterinnen gegen den Schneidermeister Boauf Zahlung bon und Trikotagen, ebenfalls seit Jahren dividendenlos, erfreut insgesamt 1143 M., die sie weniger erhalten hatten, als ihnen bedie Aktionäre mit 10 Proz. Dividende bei reichlichen Ab- stimmungsgemäß zusteht. Die redegewandte Frau des Beklagten behauptete zwar, die Kläger hätten den ihnen zustehenden Lohn urſchreibungen. Die Berliner Dampfmühlen Aft.- Ges. schüttet verkürzt erhalten, jedoch konnte das nicht sofort nachgewiesen wer8 Proz. aus gegen 0 Proz. im Vorjahre. Die Herrmann- den. Die von Frau Voß vorgelegte Berechnung der einzelnen Teilmühlen in Posen 18 Proz. gegen 9 Proz. im Vorjahre. In arbeiten soll erst von Sachverständigen geprüft werden, che die diesen Dividenden kommt aber nur ein Teil des wirklichen Schlichtungskommission eine Entscheidung fällt. Verdienstes zum Ausdruck. Alle diese Unternehmungen haben Den meisten Arbeitgebern will es gar nicht in den Kopf, daß sicher Rückstellungen, Auffüllung des Reservefonds und Vor- fie zur Zahlung bestimmter Löhne verpflichtet sind. Sie glauben, träge auf neue Rechnung vorgenommen, die den Betrag, der es könne ihnen nicht verwehrt werden, sich zunächst einen bestimm= für Dividenden ausgezahlt wird, uni ein Bedeutendes über- ten Gewinnanteil zu sichern und die Arbeiter mit dem Rest abzusteigen. speisen. Es kostet oft viel Mühe, solchen Arbeitgebern flar zu machen, daß sie so nicht wirtschaften dürfen, sondern unter allen Umständen verpflichtet sind, die festgesetzten Arbeitslöhne zu zahlen und, falls sie als Zwischenmeister von ihrem Unternehmer zu wenig bekommen, sich an diesen zu halten. Deutsches Reich. Ganz gewaltig müssen aber die Gewinne sein, die der Krieg der Ludwig Löwe u. Co. Akt. Ges. brachte. Die Papiere der Gesellschaft zählen schon immer zu den iogenannten schweren". Bei überaus reichlichen Abschreibungen zahlte die Gesellschaft im Vorjahr 18 Proz. Dividende. In Von den Buchdrucker- Verbandsmitgliedern, deren Zahl am diesem Jahre schlägt der Aufsichtsrat eine Dividende von 30 Pro z. vor. Daneben soll aber den Aktionären noch Schluß des 2. Quartals 1914 70 452 betrug, waren am 30. Januar ein ganz besonderer Gewinn zufließen. Um dies Ziel zu er- 22 760 oder beinahe der dritte Teil zu den Fahnen einberufen. Die reichen, wird das Aktienkapital, das zurzeit 72 Millionen Hälfte der Einberufenen ist verheiratet. Von den 46 978 NichtMark beträgt, um 212 Millionen Mark auf 10 Millionen einberufenen waren 3973 arbeitslos, beinahe ebenso viele, nämlich 3725, waren zu anderen Berufen übergegangen, 5644 arbeiteten Mark erhöht. Die neuen Aktien sollen den Besizern der alten bei verkürzter Arbeitszeit, 800 waren frant und nur 32 836Aftien zum Kurse von 107 Proz. angeboten werden. Außer also noch nicht die Hälfte des Gesamtmitgliederbestandeswaren dem sollen die neuen Aktien an der vollen Dividende des ab- vollbeschäftigt. Obgleich zweifellos auch im Buchdruckgewerbe eine gelaufenen Geschäftsjahres teilnehmen. In Wirklichkeit be- bessere Beschäftigung eingetreten ist, fann man wohl sagen, daß trägt damit der Kaufpreis für die neuen Aktien nur 77 Proz. diese 50 Proz. der normalen Winterbeschäftigung nur wenig überDas Bild erhält nur äußerlich ein anderes Gesicht durch Der Kurs der alten Aktien ist zurzeit um ein Vielfaches höher steigt. als der Nennwert. Jeder Bezieher einer neuen Attie erhält die vielen Einberufungen. Trotzdem flagt die Prinzipalität über damit ein Geschenk von mehreren Tausenden Mart. Die einen Mangel an Spezialarbeitern. Während aber ein Hilferuf des Tarifamtes an den in andere Berufe( wohl meist zur KriegsKapitalserhöhung verfolgt aber noch einen besonderen Zweck. arbeit) übergegangenen Buchdruckern ohne Wirkung vorüberging, Verurteilung eines englischen Kriegsgefangenen. Das Gericht der Inspektion des immobilen Gardekorps der Die Geſellſchaft bedarf durchaus keiner neuen Mittel. Sie weil diese ihre augenblicklich lohnende Arbeit nicht gern aufgeben Das Gericht der Inspektion des immobilen Gardekorps der schwimmt sozusagen im Golde. Die Erhöhung des Aktien- möchten ohne Garantie dafür, daß sie nicht, wie bei Kriegsbeginn, Station Spandau verurteilte am Donnerstag den englischen Kriegs- kapitals dient lediglich dem Zwecke, das Kapital zu ver- urplöglich wieder entlassen werden, haben sich zur Ausbildung an gefangenen Eisenbahnarbeiter John Brandle aus London wegen Achtungsverlegung gegen Vorgesetzte im Dienst vor versammelter wässern, um die Dividende nicht ins Ungemessene steigen zu der Sehmaschine so viel Handsezer gemeldet, daß der Bedarf an Achtungsverlegung gegen Vorgesetzte im Dienst vor versammelter lassen. Durch die Erhöhung des Kapitals soll die Dividende solchen, mehr als gedeckt erscheint. Die Gehilfen haben hierbei und Mannschaft und im Felde und wegen Gehorsamsverweigerung in unter Druck gehalten werden. In einer Begründung der bei dem Uebergang in andere Berufe eine größere Anpassung an die zwei Fällen zu drei Jahren drei Monaten Gefängnis. Der Ver- Transaktion sagt die Gesellschaft u. a.:„ Die hohe Divi- Kriegsverhältnisse gezeigt als die Prinzipale. In einigen Betrieben nahm, hatte 10 Jahre 6 Monate Gefängnis beantragt. Der Genehmern und Arbeitern. treter der Anklage, der einen tätlichen Angriff als vorliegend an dende erzeuge unzufriedenheit bei Ab- wenigstens hätte man dem Mangel an Maschinensegern ſehr wohl durch vermehrte Beschäftigung von Handsetzern begegnen fönnen, die überreichlich vorhanden sind. Ein leerstehender Platz im Handrichtshof ließ aber die Anklage wegen tätlichen Angriffs fallen. feßeriaal verursacht aber den Buchdruckprinzipalen erheblich weniger Kopfschmerzen als eine stillstehende Sehmaschine. Der Verband hat vom 3. August bis 30. Januar an Arbeitslosenunterstützung nicht weniger als 2 383 145 M., in allen Unterstützungszweigen be in a he drei Millionen Mart ausgezahlt. Briefe ins feindliche Ausland. Berlin, 11. März.( W. T. B.) Personen, die durch Vermittlung der Deutschen Gesandtschaften und Konsulate im neutralen Auslande Briefe nach dem feindlichen Auslande befördern lassen wollen, werden darauf aufmerksam gemacht. daß es sich empfiehlt, die Korrespondenz möglichst furz zu fassen und mit dem Namen und der Adresse des Absenders zu versehen. Deutsche Gefangene in Frankreich. = Angesichts der Tatsache, daß die Notlage des Vaterlandes einem kleinen Bruchteile des Volkes zu ungeheuren Gewinnen verhilft, muß die Forderung der Besteuerung der Kriegsgewinne schnellstens Gesetz werden. Vom Wirtschaftskrieg. Anpassung. Petersburg, 11. März.( W. T. B.) Der Ministerrat hat sich Von 92 124 Mitgliedern des Holzarbeiter- Verbandes, die in der für die Notwendigkeit ausgesprochen, die Aktiengesellschaften 30. Striegswoche Arbeit hatten, arbeiteten nicht weniger als 20 383 aufzulösen, die tatsächlich von feindlichen Untertanen oder von in fremden Berufen. Gesellschaften, die ihren Sitz in einem mit Rußland friegführenden Staate haben, geleitet werden, und deren Tätigkeit im Staatsinteresse schädlich oder gefährlich erscheint. Hierbei sollen die Gläubiger der genannten Gesellschaften in ihren Rechten nicht ge= schädigt und die Interessen der Aktionäre nach Möglichkeit gewahrt werden. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Soziales. Kein Tag ohne Gehaltsminderungsprozeß. Die Klagen von Angestellten, die nach der Gehaltsherabsegung ihre Kündigung erhielten, beschäftigen in einer bor her nie geahnten Weise das Berliner Kaufmannsgericht. Kein Tag vergeht, ohne daß nicht sämtliche tagenden Kammern diese unleidlichen Prozesse zu verhandeln hätten. In der Die neuen Vorschriften des Ministerialerlaffes über die Be handlung der deutschen Gefangenen in Frankreich lauten im einzelnen: Die Nahrung besteht aus 125 Gramm Fleisch und 700 Gramm Brot per Tag, Verbot der Versorgung mit Getränken in Kantinen, Einschränkung der Korrespondenz, Entziehung des Tabaks und der Löhnung, Verbot der ungehinderten Spaziergänge. Diese Vorschriften wurden den deutschen Gefangenen mit dem Hinweis bekannt gemacht, daß sie im Wege der Vergeltung für die angeblich gleiche Behandlung der französischen Ge- Aus der Schlichtungskommiffion für Militärbekleidung. letzten Sigung der 3. Kammer tamen allein fünf solcher Slafangenen in Deutschland eingeführt würden. lleber die Lage der deutschen Gefangenen auf der Insel Storfita, besonders in Cafabianda, wären in der Deffentlichkeit mehrfach Angaben verbreitet worden, die Ungewißheit und Beunruhigung hervorrufen konnten. Durch Beauftragte einer neutralen Macht sind nunmehr die Gefangenenlager auf Storfita, namentlich auch das von Casabianda, besucht worden. Soweit dabei Mißstände festgestellt worden sind, wird die französische Regierung veranlaßt werden, alsbald gründliche Abhilfe zu schaffen. Nationale Konzession in Ungarn. Der ungarische Unterrichtsminister hat die Erteilung des Religionsunterrichts in den Volks- und Wiederholungsschulen in der Muttersprache verfügt. Auch die Schuldrucksachen sollen außer magyarisch auch in der eventuellen anderen Unterrichtssprache erscheinen. Aus der Partei. Die Arbeitslöhne für Miltärbekleidung sind festgelegt fomohl gen zur Verhandlung. Der Tatbestand ist fast überall der durch die Bestimmungen des Kriegsbekleidungsamts des Garde- gleiche. Eine bindende mündliche oder schriftliche Zusage, forps als auch durch Vereinbarungen des Schneiderverbandes mit daß das Personal als Gegenwert für die Gehaltsminderung Fälle vor, wo Arbeitern und Arbeiterinnen erheblich weniger ge- nicht erfolgt, doch beteuern die betroffenen Angestellten überden Unternehmerorganisationen. Troßdem kommen nicht selten bis über den Krieg durchgehalten werden soll, ist zwar meist zahlt wird als ihnen nach den geltenden Bestimmungen und Ber- einstimmend, daß sie aus den Aeußerungen der Vorgesetzten einbarungen zusteht. Die für die Entscheidung von Lohnstreitig und aus den ganzen Nebenumständen den Glauben und die keiten in der Militärbekleidungsbranche zuständige Schlichtungsfommission verhandelte gestern eine Reihe von Fällen, wo benach- bolle Zuversicht schöpfen mußten, sie würden als Gegenwert für die Gehaltseinbuße über die Kriegszeit hinaus gehalten teiligte Arbeiter und Arbeiterinnen ihr Recht suchten. Nicht immer ist es böser Wille der Arbeitgeber, wenn sie die werden. Aus der Reihe der gestern verhandelten Prozesse ragte wegen bestehenden Bestimmungen hinsichtlich der Arbeitslöhne berleben. Oft liegt es so, daß ein Schneidermeister Arbeit aus zweiter Hand seiner sozialen Härte der Fall einer Verkäuferin E. ganz besonerhält und vom Unternehmer nur den Lohn bekommt, der dem ders kraß hervor. Die Verkäuferin war zehn Jahre bei der KonArbeiter zusteht. Der Zwischenmeister hält es in solchen Fällen fektionsfirma D. Levin in Stellung gewesen und hatte es im Laufe für sein unbestreitbares Recht, den von ihm beschäftigten Arbeitern der Jahre auf ein Gehalt von 165 M. gebracht. Nach Kriegsaus weniger zu zahlen als er selbst bekommt. Das ist aber nicht zu bruch war sie im Vertrauen auf eine weitere feste Stellung mit lässig, denn das Kriegsbekleidungsamt verpflichtet alle Unternehmer, der sehr erheblichen Gehaltsherabsetzung von 90 M. einverstanden. die es beschäftigt, daß sie von den Herstellungslöhnen, welche ihnen Ihr Vertrauen wurde noch durch die Form des neuen Vertrages das Amt zahlt, 75 Proz. den Arbeitern gewähren und nur 25 Broz. verstärkt, in welchem es hieß: Frl. B. ist mit der Gehaltsherabals Geschäftsunkosten und Gewinn für sich behalten. Es hilft den sehung von... M. einverstanden. Spätestens einen Monat nach Zwischenmeistern nichts, wenn sie sich darauf berufen, daß sie ja Beendigung des Krieges tritt wieder das alte Gehalt in Kraft. Handbuch sozialdemokratischer Landesparteitage in Sachsen. selber nicht mehr bekommen als sie dem Arbeiter zahlen sollen. Im übrigen gelten die alten Vertragsbestimmungen." Als sich das Die sächsische Parteiliteratur hat durch die Herausgabe eines Die Schlichtungskommission kann nicht anders, als derartige Arbeit- Geschäft belebte, erhielt die Klägerin zwar nach und nach wieder neuen Werkes eine wertvolle Ergänzung durch das im Verlage des geber zur Zahlung des vollen tarifmäßigen Arbeitslohnes zu ver- Bulage, dafür wurde ihr aber die Stellung zum 1. Januar d. J. Landesvorstandes erschienene von Karl Schrörs herausgegebene urteilen und ihnen anheimzugeben, den Unternehmer auf Gewäh- gekündigt. Wie der Vertreter der Klägerin ausführte, traf diese Handbuch erfahren. Das Werk enthält außer den Beschlüssen der rung eines Anteils an die ihm verbliebenen 25 Broz. zu verklagen. die Kündigung besonders hart, da sie von ihrem Verdienst auch Das Zwischenmeistertum soll ja eigentlich bei den Militär- noch eine alte, trante Mutter zu ernähren hat. Als Grund der Landesorganisation für die sächsische Paztei eine Fülle wertvoller parteigeschichtlicher Angaben. In seiner Einleitung jagt der Ver- arbeiten gänzlich ausgeschaltet werden, aber es steht doch immer Kündigung vermochte die Beklagte nur anzugeben, daß man für fajfer:" Die Stellungnahme der sozialdemokratischen Partei Sach- noch in allzu üppiger Blüte. Ja, die Zwangsinnung der Schneider Frl. B. teine Verwendung mehr hatte, da das Geschäft nach Kanada, sens liegt in den Beschlüssen der abgehaltenen Landesparteitage scheint nicht unschuldig daran zu sein, daß mancher Schneidermeister, für das sie hauptsächlich engagiert war, daniederlag. Von den geforderten 290 M. Gehaltsdifferenz sprach das begründet. Wer in die Geschichte der Sozialdemokratie Sachsens der gern direkt Arbeit übernehmen möchte, solche nur aus zweiter eindringen, sich über ihre Bestrebungen unterrichten, ihre inneren Hand bekommen kann. Bekanntlich übernehmen die Innungen und Kaufmannsgericht der Klägerin nur 150 m.zu. Für die Kämpfe und die aus ihnen resultierende Entwickelung der sächsi- Arbeitgeberverbände größere Posten Militärarbeit, wobei angenom- Kündigungszeit fönne Klägerin allerdings das volle Gehalt schen Partei beurteilen lernen will, ist vor allem auf das Studium men wird, daß sie die Arbeit unter ihre Mitglieder ohne andere beanspruchen, für die zurückliegende Zeit indessen leider nicht. Rücksicht als auf die Leistungsfähigkeit verteilen. Die Zwangs der sächsischen Landesparteitage angewiesen." Sämtliche Anträge und Beschlüsse der sächsischen Landeskonfe.innung berüdsichtigt aber nicht alle ihre Mitglieder, sondern sie Leider, denn diese Aberkennung verlegt offensichtlich das Gerenzen, deren erste im Jahre 1891 nach Fall des Sozialistengefeßes hat eine Wertgenossenschaft gegründet, deren Mitgliedschaft man se, und zwar sowohl die allgemeinen Auslegungsregeln stattfand, sind im Handbuch mit den Entscheidungen der Landes- durch Einzahlung eines Geschäftsanteils von 200 M. erwerben(§ 133 B.G.B.) wie§ 2 des Lohnbeschlagnahmegesetzes. Es versammlungen enthalten. Als Material und Unterlage dienten kann. Da nur die Genossenschaftsmitglieder an den Militärarbeiten ist bedauerlich, daß eine Kammer des Berliner Kaufmannsdie vom Jahre 1899 an gebrudt herausgegebenen Protokolle, wäh- beteiligt werden, so geht ein großer Teil der fleinen Schneider- gerichts im Gegensatz zu anderen Gerichten zu einem solchen rend für die Jahre 1891 bis 1894 die Berichte im„ Wähler" und meister leer aus; denn viele sind nicht in der Lage, 200 M. für Urteil kommen konnte. Ein Schneidermeister, von 1895 bis 1898 die in der Leipziger Volkszeitung" benutzt wur- einen Genossenschaftsanteil aufzubringen. den, das Material herauszuschälen. Zweiten Kammer des Sächsischen Landtages, die politische VertreVon besonderem Wert dürfte die politische Vertretung der tung Sachsens im Reichstage von 1871 an, sowie Namen, Partei und Amtsdauer der Reichstagsabgeordneten der 25 sächsischen Wahlkreise sein, die im Anhang aufgeführt sind. Ein ausführliches Inhaltsverzeichnis, nach Stichworten angelegt, ermöglicht das schnelle Auffinden. Kreisorganisationen erhalten das Werk zum Selbstkostenpreise. Bestellungen sind den Landessekretär O. Uhlig, Dresden- A., Wettinerplak 10, zu richten. an Aus Industrie und Handel. Kriegsgewinne. der gestern als Beklagter vor der Schlichtungskommission zu er- Auslegung des Angestelltenversicherungsgesetzes. Meister würden nicht ohne weiteres in die Genossenschaft aufliegen eine Reihe von bemerkenswerten Entscheidungen des Zur Frage der Auslegung der Angestelltenversicherung scheinen hatte, behauptete übrigens, selbst die zahlungsfähigen Er habe die Mitgliedschaft erwerben wollen, er nommmen. auch in der Lage, den Anteil sofort zu zahlen; aber Herr Fordan, Rentenausschusses Berlin vor. Derartige Entscheidungen der sowohl dem Innungsvorstande als auch dem Genossenschafts- sind im steigenden Maße notwendig, weil das Gesez den Bevorstande angehöre, habe auf das Ersuchen um Aufnahme geant- griff des Angestellten nicht näher bestimmt hat. wortet, es ließe sich vielleicht machen, daß der Betreffende aufgenommen werde, wenn er die Arbeiten 10 Proz. unter den vom Bekleidungsamt festgesetzten Löhnen liefern wolle. Ein Schriftseter, der die Akzidenzabteilung leitet und Kor rekturen liest und nur im Notfalle zum Seßen herangezogen wird, wurde für versicherungspflichtig erklärt. Ebenso soll die Angestellte Diese Angabe erregte in der Schlichtungskommission allgemeines eines Kaufmanns als Handlungsgehilfin versicherungspflichtig sein, Aufsehen; denn es ist unter feinen Umständen statthaft, daß eine deren tägliche Arbeitszeit überwiegend mit der Aufnahme von Stelle, welche lediglich die Verteilung der Arbeiten zu betreiben hat, Stenogrammen, dem Ausschreiben von Fakturen nach Auftragdem, der die Arbeit ausführt, nicht den vollen Lohn zukommen läßt. zetteln und dem registraturmäßigen Ordnen von Akten und AbDem Schneidermeister, der die Angaben machte, blieb nichts übrig, legen von Briefen ausgefüllt wird. Es ändert daran nichts, daß als Arbeit aus zweiter Hand zu dem für die Arbeiter festgesezten sie daneben auch den Fernsprecher zu bedienen und Briefe zu Lohn zu übernehmen, wodurch er dann mit dem von ihm beschäf- topieren hat. Ebenso ist ein Schlachthofaufseher als BetriebsWelch ungeheuren Gewinne der Weltkrieg den inter- tigten Arbeiter, dem er zu wenig zahlte, in Differenzen geriet. beamter oder Angestellter in gehobener Stellung versicherungsessierten Industrien in den Schoß wirft, davon geben die Manchmal sind es recht erhebliche Summen, die den Arbeitern pflichtig, der den Schlächtern die Pläße zum Aufhängen der Tiere Berichte einzelner Aktiengesellschaften ein Bild. Troßdem die von den ihnen zustehenden Löhnen vorenthalten werden, und zwar in den Schlachthallen anzuweisen, den ordnungsmäßigen Verkehr Einwirkungen des Krieges auf die Jahresergebnisse sich nur in solchen Fällen, wo der Arbeitgeber den vollen Lohn erhält und in den Schlachthallen zu beaufsichtigen und Zuwiderhandlungen auf höchstens fünf Monate erstreden, sind einzelne, früher auch weiß, daß er davon 75 Proz. an die Arbeiter zu zahlen hat. dem Schlachthofdirektor zu melden und zugleich als Wäger die notleidende Gesellschaften in der Lage, glänzende Ergebnisse Doch, da oft eine Reihe von Teilarbeitern an ein und demselben Wagescheine auszufüllen hat. Auch ein Appreturmeister ist als zu veröffentlichen. Andere steigern ihre Gewinne um das Stück beschäftigt werden, teils in Zeitlohn, teils in Afford, so ist Wertmeister oder doch als Angestellter in gehobener Stellung berMehrfache. Die Rheinische Metallwarenfabrik Aft.- Ges., die dem einzelnen Arbeiter nicht immer möglich, festzustellen, wieviel ficherungspflichtig, wenn ihm ein Kontrollrecht über die Tätigkeit Mehrfache. Die Rheinische Metallwarenfabrik Akt.- Ges., die ihm zukommt. Geschäftsgewandte Arbeitgeber machen sich das der ihm unterstellten 30-40 Arbeiter sowie ein Anordnungsrecht vornehmlich Waffen fabriziert und seit einer Reihe von zunuze, um die Einzellohnsäße so zu. normieren, daß ihnen durch bezüglich der Ausführung der Arbeiten zusteht. Seine Versiche Jahren infolge der Kruppschen Konkurrenz dividendenlos tarifwidriges Abknapfen am Arbeitslohn ein hübscher Ertragewinn rungspflicht wird dadurch nicht beeinträchtigt, daß er selbst körperblieb, kann ihren Aktionären 10 Proz. Dividende in Aussicht| in die Tasche fließt. In einem Falle klagten neun Arbeiter und lich mitarbeitet, wo es nöttut. es Stadtverordnetenversammlung. lichen Angelegenheiten fo Stadtv. Heimann( Soz.): Durch den Krieg sind wie alle mensch- 1 gierung hier entgegenkommen oder lieber weiter einzelne ororie batte bei. wird eingeleitet durch den fratie diftiert wurde. = Wenn neuer Bauten auch alle Angelegenheiten dieser Stadt hinsiechen lassen wird, bloß weil sie Berlin nicht den kleinsten Zuin schwerste Mitleidenschaft gezogen. Wenn wir mit Ihnen der wachs gönnt. Der Zweckverband mit seiner fehlerhaften Struktur 7. Sihung vom Donnerstag, den 11. März 1915, fejten Zuversicht sind, daß Deutschland siegreich bleiben und unge- führt aus diesem Wirrwar nicht heraus; die Regierung scheint Wälder fiskalischen schwächt aus diesem furchtbaren Ringen hervorgehen wird, so übrigens, nachdem die zu geradezu nachmittags 5 Uhr. werden wir doch für die kommenden Jahre taum Besseres und horrenden Preisen erworben worden sind, jedes Interesse Vorsteher Michelet eröffnet die Sizung nach 5½ Uhr. der Mohr kann gehen. Wichtigeres zu tun haben, als nach besten Kräften die Wunden zu an dem Zweckverband verloren zu haben Vor der Situng haben die 5 Abteilungen den Ausschuß zur lindern und zu heilen, die dieser Krieg der Bürgerschaft geschlagen Die erste Rate Berlins von 3 Millionen Mark für die Wälder ist Vorberatung der Vorlage wegen Verstadtlichung der Berliner hat. Dieser Krieg war und ist die Probe auf das Erempel, ob die am 1. April fällig. Ich wollte anregen, diese Zahlung unter den Elektrizitätswerke gewählt; die sozialdemokratische Fraktion ist in deutschen Gemeinden gesund und entwicklungsfähig find; diese heutigen Umständen nicht zu leisten, finde aber den Poſten im Gtat dem Ausschuß durch Bruns, Heimann, Leid, Sassen- Belastungsprobe war für sie um so schwerer, als die Staatsgewalt nicht, so daß wohl der Kämmerer schon allein auf diesen verbach, Wurm vertreten. sich fast nur um die militärischen Bedürfnisse sorgte und die nünftigen Gedanken gekommen ist.( Große Heiterkeit.) Die Sazung der Berliner Kriegsbeleihungskasse 3ivilverwaltung in den ersten Monaten in Un- auch alle Lurusbauten in Staat und Stadt durch den Krieg zufür nachstellige Sypotheken A.-G. soll dem hervor- tätigkeit verharrte und was zu tun war den Gemeinden nächst beiseite geschoben sind, so ist doch die Unter tunnelung getretenen Bedürfnis entsprechend abgeändert werden. Es haben zuschob. Die Gemeinden haben alles aufgeboten, diesen neuen der Leipziger Straße durch eine Schnellbahn ein so drin nicht die Beſizer zweiter Hypotheken, sondern Hauseigentümer Aufgaben gerecht zu werden, und wenn auch unsere Gemeinde gen des Bedürfnis, daß der Magistrat nicht versäumen sollte, vorwiegend die Kaffe in Anspruch genommen, und die Gewährung sich dabei besonders bewährt hat, so ist das ihr eigenstes Verdienst um eine angemessene Verlängerung der ihm vom Arbeitsminister von 10 Proz. des Beleihungswerts der Hypothek, die die Aus- und nicht etwa das Resultat einer besonders pfleglichen Behand- für einen bezüglichen Antrag gestellten Frist über den 1. Juli 1916 nahme bilden sollte, während in der Regel 5 Proz. nicht überstiegen lung ihrer Interessen durch die Staatsgewalt. Wenn in bezug auf hinaus nachzusuchen. Zu der Kriegsfürsorge gehört auch eine sorgwerden sollen, ist zur Regel geworden. Die neue Fassung des§ 2 dieſen Krieg so oft gesagt wird, daß diese oder jene Klasse der fältige vorbeugende Gesundheitspflege; die iſt in besagt nunmehr, daß in der Regel 10 Proz. Kredit gewährt wer- Gesellschaft umlernen müsse, und wenn dabei besonders auf meine diesem fürchterlichen Kriege um so mehr vonnöten, als für unſere den soll, ein Kredit darüber hinaus oder ein Kredit von mehr als Partei angespielt wird, so möchte ich im Gegenteil meinen, daß Feinde im Osten dieses Wort nur ein leerer Begriff ist. Für die 10 000( bisher 5000) M. der Genehmigung des Aufsichtsrats bedarf. niemand in Deutschland mehr Anlaß hätte um zu neue junge Kraft, die an der Spize unſeres städtischen MedizinalIn§ 12 wird eine vereinfachte Einrichtung der Kreditausschüsse lernen als die, die uns bisher bekämpft haben und wesens gestellt war, bot sich hier ein ungemein reiches Betätigungsvorgeschlagen. innerhalb derselben die Regierungskreise. Ob es geschehen wird, wird feld. Wer aber beschreibt unser Erstaunen, als wir erfuhren, daß Die Versammlung tritt den Magistratsbeschlüssen ohne De- die Zukunft erweisen; wir werden die Entwickelung in Ruhe er als Chirurg einem Stappenlazarett vorsteht, und wer unsere abwarten. Unsere Partei hat durch ihre politische und gewerk- Entrüstung, daß er, vom Oberbürgermeister reklamiert und von der Die Beratung der Vorlage über die Festsetzung des es abgelehnt hat, hierher schaftliche Organisation und deren Taten bewiesen, daß das Miz- Militärbehörde freigegeben, ( Ruf: Unerhört! Große Bewegung.) Stadthaushaltsetats für 1915 trauen gegen sie durchaus unberechtigt gewesen ist, das Mißtrauen, zurückzukehren! ist nicht all= von welchem die ganze Regierungspolitik gegen die Sozialdemo- Der Stadtmedizinalrat Geheimrat Weber Im Rahmen der städtischen Verwaltungen wesend, und daher können wir jetzt nicht mehr darüber Kämmerer Böß: Dem Etat für 1915 ist durch den Krieg der haben auch wir uns den Zeitläuften anzupassen bemüht. Das ist fagen; wir behalten uns vor, ihm von Angesicht zu Angesicht zu Stempel aufgedrückt. Wir sind sonst an steigende Etatsziffern uns ganz besonders schwer geworden bezüglich der Lohnsäke sagen, wie wir über sein Verhalten denken, sofern er nicht übergewöhre diesmal ergibt sich gegen den laufenden Etat ein Ge- der städtischen Arbeiter, die vielfach sogar hinter denen haupt die Absicht hat, sein städtisches Amt aufzugeben; soweit ich samtminus von 50 Millionen Mart. Einmütig sind der Vororte erheblich zurückstehen. Berlin wird sich nicht die Stimmung hier kenne, werden einer solchen Absicht durch die die Einzelverwaltungen bemüht gewesen, durch Kluge Sparsamkeit der Pflicht entziehen können, seine Lohnfäße einer Revi Versammlung Schwierigkeiten nicht bereitet werden.( Sehr gut!) Die Erhöhung des Einkommensteuerzuschlags auf 125 Proz. am rechten Orte den Etat auf eine solide und gesunde Grundlage sion zu unterziehen, wenn wir wieder geregelte Verhältnisse haben; stellen zu helfen. Hätten wir nicht mit verminderten Ein- heute stellen wir solche Anträge nicht.( Beifall.) Dagegen ist es ist nicht durch die unmittelbaren, sondern schon durch die mittelnahmen bei den Werken, den Steuern und der Kapital- und durchaus nötig, daß gewisse Arbeiterkategorien Teuerungs- baren Wirkungen des Krieges veranlaßt. Der Versuch der VerSchuldenverwaltung zu rechnen, so wären wir auch vielleicht mit zulagen aus den Dispositionsfonds erhalten( Lebhafte Bu- sammlung, diese Säße herunterzudrücken, wird diesmal vergeblich dem bisherigen Einkommensteuerzuschlag ausgekommen. Die eigent- ftimmung bei den Sozialdemokraten); bei dem sprunghaften An- sein. In früheren Jahren hat auch Herr Cassel wiederholt auslichen Kriegsausgaben, wozu neben vielen anderen in unmittelbarer schwellen der Preise für die notwendigsten Lebensbedürfnisse ist geführt, die 100 Proz. seien für ihn fein Dogma. Für uns ist Beziehung zum Kriege ſtehenden Aufwendungen die Zuschüsse der das unumgänglich. Nach dem Ernährungsplan des Kaiserlichen das Ueberschreiten dieses Sakes auch kein Dogma; auch für uns ist Stadt zur Reichsunterstützung der Angehörigen der Kriegsteilneh- Gesundheitsamtes von 1908 tamen damals täglich 69 Pf. auf den es ein außerordentlich schwerer Entschluß, den von uns vertretenen mer, die Arbeitslosenunterstützung und die Mietbeihilfen gehören, Kopf; heute würde dieser Betrag 1,03 M. sein. Sehen Sie sich unbemittelten Volksklassen neue Auflagen zu machen. Der Sprung stehen nach den Gemeindebeschlüssen außerhalb des Etats, bis sie das Budget eines städtischen Arbeiters an, und Sie werden zu- von 100 auf 125 Proz. ist auch für uns ein wenig erfreulicher, fich genau übersehen lassen; dann wird für sie in einer be so n- geben müssen, daß er heute austerstande ist, die beiden Enden zu- um so mehr, als er nur den Anfang dessen darstellen deren Kriegsanleihe Deckung zu beschaffen sein. Wün- sammenzubekommen. Das gleiche trifft für die Verpflegungsfäße dürfte, was uns die Zukunft bringen wird. schenswert ist natürlich die möglichst rasche Ueberwindung der nach in allen unseren städtischen Anstalten zu. Diese Säße sind be- Außerordentlich unerfreulich erscheint uns, daß im Stat für Geteiligen wirtschaftlichen Wirkungen des Krieges; ebenso notwendig rechnet nach einem Lebensmittelmarkt, der gegenüber den heutigen meindeschulen teine neuen Bauraten eingestellt sind; auch hier feine Anträge stellen, doch erwarten wir aber auch eine gerechte Verteilung der geldlichen Lasten auf Gegen- Verhältnissen mindestens um 20 Proz. in den Preisen zurücksteht. wollen wir daß er die in der Presse wart und Zukunft. Die Ergebnisse des gegenwärtigen Ringens Wir sehen auch hier davon ab, anzuregen, daß neue Verpflegungs- vom Magistrat unbedingt, tommen ja wahrscheinlich weit mehr dem zukünftigen, vielleicht auch säte berechnet und eingestellt werden; schon weil bei dem beständigen gegebene Zusage hält, durch Genehmigung wohlhabenderen Geschlecht zugute; immerhin muß auch die Gegen- Hinaufgehen der Preise die neuen Säße alsbald auch nicht mehr eventuell einer Steigerung der Arbeitslosigkeit zu steuern. wart übernehmen, was billig von ihr getragen werden kann. Der genügen werden; aber der Magistrat muß durch generelle An- Die Große Berliner Straßenbahn" hat ihren Betrieb Anleihebedarf für die Zeit nach dem Kriege wird also tunlichst ein- weisungen an die Verwaltungen der Anstalten dafür sorgen, sehr erheblich einschränken zu wollen angekündigt. Bei der zustänzuschränken sein. Von der Anleihe von 1912 find 190 Millionen daß deren Insassen und Angestellte erhalten, was ihnen digen Kommunalinstanz hat sie mit Frist von wenigen Tagen die noch nicht versilbert; aus patriotischen Gründen dürfen wir den gebührt. In gleicher Weise müßte eine Anweisung eine Anweisung an Genehmigung nachgesucht, aber gleichzeitig fühl erklärt, sie würde übrigens nutlosen Versuch nicht machen, mit den Reichstriegs- die Armenkommissionen bezüglich der Almosen und Extra- die Einschrnänkung auch ohne diese Genehmigung anleihen in Wettbewerb zu treten. Die Leistungsfähigkeit des unterstützungen ergehen. Für diese unbefriedigenden Bu- vornehmen.( Hört! hört! Ruf: Unerhört!) Sie will 20 Linien deutschen Geldmarktes hat ja das peinliche Erstaunen der Feinde stände auf dem Lebensmittelmarkte haben sich die Gemeinden ganz eingehen lassen, 62 und im Durchschmitt alle 20 Minuten beund die Bewunderung der Neutralen hervorgerufen. Der deutsche in erster Linie bei den Staatsbehörden zu bedanken, welche die fahren lassen und nur 50 unverändert beibehalten. ErfreulicherGeldmarkt wird auch nach dem Kriege imftande sein, aus eigener Interessen der großen Masse der Konsumenten nicht genügend wahr- weise ist von dem Verbandsausschuß dagegen entschieden Front ge= Kraft die Begebung der Anleihen ohne allzu große Belastung der genommen haben. Auf dem Kartoffelmarkte ist die Lage besonders macht worden, aber die Oeffentlichkeit hat alle Ursache, scharf aufzuSchuldner durchzuführen. Den aktiven und passiven Leistungen der unbefriedigend. Bei der Bedeutung der Kartoffel für die heutige passen, daß die" Große" nicht doch gegen den Zweckverband mit Kommunen im Kriege werden Reich und Staat nicht nur anerken- Voltsernährung ist es Pflicht der Gemeinde, dafür zu sorgen, daß Hilfe der staatlichen Aufsichtsinstanzen ihren Willen durchsetzt.( Lebnende Worte widmen, sondern sie werden auch im eigenen Interesse Kartoffeln zu erschwinglichen Preisen für die Bevölkerung erhältlich hafte Zustimmung.) Man kann überdies von solchen Monopolgesell mithelfen, den Kommunen ihre Lage zu erleichtern; die erste Ge- sind; sie muß die Staatsbehörden immer wieder auf diese Forde- schaften verlangen, daß sie ihren Betrieb nicht auf ihre eigenen Legenheit dazu wird demnächst die Verteilung der Erstattungen rung hinweisen. Die städtischen Grundbesizer, allen voran die Interessen einstellen, sondern auch die öffentlichen Interessen Die städtischen Grundbesitzer, allen voran die Sutreſſen einstellen, sondern auch die öffentlichen Intereſſen seitens des Reichs für die Kriegsbeihilfen tiefern. Zu Beginn des Berliner, haben in ihrem materiellen Interesse eine öffentliche wahren. Darum haben wir uns ja imer wieder der Uebertragung überraschend losgebrochenen Krieges befürchteten viele einen Agitation entfaltet, die man gerade in diesen Zeiten nicht für solcher Betriebe an private Unternehmer widersetzt, denn bei diesen wirtschaftlichen Zusammenbruch Deutschlands; daher die vielen möglich halten sollte. Nicht zufrieden damit, daß die Gemeinden findet das öffentliche Interesse nur Befriedigung, soweit es mit Hilfsmaßnahmen, die nachher sämtlich nicht in dem durch Uebernahme gewissere Mietlasten direkte Aufwendungen auch ihrem eigenen Interesse übereinstimmt. Gewiß befindet sich die bermuteten Maße. in Anspruch genommen worden find. zu ihren Gunsten machten, haben sie Forderungen aufgestellt, deren Gesellschaft durch Einziehung eines Teiles ihres Personals zum aber Schwierigkeiten, fie fönnte Berlin brauchte seinen Kredit in den letzten acht Monaten nur in Erfüllung die städtischen Finanzen gänzlich deroutieren müßte, Heeresdienst in geringem Umfange anzustrengen. Obwohl wir wahrlich hohe Auf- Forderungen, die absolut ins Uferlose gehen. Wir geben zu, daß leicht Abhilfe schaffen, wenn sie mit den Löhnen heraufgehen wendungen gerade zu Beginn des Krieges zu machen hatten und die Grundbesizer zurzeit nicht auf Rosen gebettet sind wollte.( Zustimmung.) Wenn sie dem Aushilfspersonal pro Tag die Sparkassen in den ersten drei Monaten 25 Millionen auszahl- fie aber mit der übergroßen Mehrzahl aller Volksgenossen, mit höchstens 4 M., eigentlich bloß 3,60 oder 3,50 M. zahlt, so ist das ten und 30 Millionen Kriegsanleihe zeichneten, hat unsere sch we- Ausnahme der Militärlieferanten und der Lebensmittelspekulanten! unter den heutigen Umständen kein verlockendes Entgelt. Uebrigens bende Schuld nur den verhältnismäßig geringen Betrag von Wir verlangen auch unsererseits eine Erhöhung der Miet- find die Klagen über die städtischen Linien nicht geringer. Wir. 75 Millionen erreicht, denen u. a. große Vorräte an Lebens- beihilfen, aber was die Grundbesitzer verlangen, ist etwas hoffen, daß die Gewährung von Leuerungszulagen manche Schwiemitteln aller Art gegenüberstehen. Die Abgaben gehen leidlich gut ganz anderes. Der„ Bund der Berliner Grundbesitzervereine hat eine rigkeit beseitigen wird.( Oberbürgermeister Wermuth erscheint ein; die Hypothekenzinsen fast wie in Friedenszeiten. Wir haben Entschließung angenommen, nach der die nötigen Mittel bereit am Magistratstisch.) Zum Schluß drücke ich meine Freude darAusfälle besonders bei den Werken, die aber relativ nicht allzu gestellt werden sollen, um für eine kraftvolle Berliner Gesamt- über aus, daß wir in diesem Stat zum erstenmal die Einnahme schwer wiegen. Auch die Mehrausgaben, wie beim Armenetat, find organisation zu sorgen, welche für die Zukunft allen ihren Standes- aus den B. G. W. verzeichnet finden. Wir begrüßen die Gntnicht unbedeutend; desgleichen haben unsere Bemühungen, der interessen gerecht werden kann; der„ Bund" nimmt also die Mittel schließung des Magistrats und hoffen, daß diesem guten Anfang Arbeitslosigkeit vorzubeugen, beträchtliche Ausgaben zur Folge der Hausbefizer in Anspruch, um eine solche allgemeine Stampf- weitere gute Maßnahmen zur Entwickelung des Unternehmens gehabt. Die deutschen Sparkassen leisten dem Reiche jetzt als crganisation zu gründen, die aus den Mitteln der Allgemeinheit folgen werden; wir leben der Zuversicht, daß es ihm gelingen wird, Sammelstellen für die Kriegsanleihegelder unschäßbare Dienste. noch mehr für die Grundbesizer herausholen soll! Die freien auch die Stromerzeugung und die billige Abgabe des Stromes Die Berliner Sparkasse darf stolz darauf sein, daß sie den Beich- Gewerkschaften dagegen haben in den ersten 6 Monaten sicherzustellen. Ich schließe mit dem aufrichtigen Wunsche, daß nern ihre Räume weit geöffnet und für die beiden Kriegsanleihen des Krieges 17 Millionen Mart Unterſtüßung an Ar- das neue Etatsjahr uns bald einen gesicherten und ehrenvollen 60 Millionen gezeichnet hat.( Beifall.) Auch weiter wird die beitslose, über 6 Millionen an die Familien der Frieden bringen möge, der nicht den Keim zu neuen VerwickelunSparkasse nicht versagen. Die Balance des Etats bot Schwierig triegsteilnehmer, zusammen rund 24 Millionen Mart gen in fich trägt, und der es uns und unseren Nachkommen ermögkeiten durch den Rückgang der Einnahmen aus den( hört! hört!) gezahlt. In Berlin hat die Gewerkschaftskommission Stadt auszubauen zum Wohle unserer Bürgerschaft!( Lebhafter licht, in Gemeinschaft mit Ihnen die Friedenseinrichtungen der Werken um rund 21%, Millionen Mark und durch den Rückgang für Unterſtüßungszwecke viele Millionen ausgegeben, um die sonst Beifall.) des Rechnungsergebnisses aus 1913 um 11 Millionen; der Armenetat in die Höhe geschnellt wäre. Die Armen also haben Stadtv. Caffel( Linke): Der Etat basiert auf den ungewissen der Ausgleich wurde möglich durch weitere Einschränkung die Allgemeinheit entlastet, die Grundbefizer aber benuten ihre Verhältnissen der Gegenwart; wie lange der Krieg dauern wird, der laufenden Ausgaben bei der Park-, Tiefbau-, Kran- Mittel, um eine neue Kampforganisation gegen die Interessen der können wir nicht wissen. Immerhin müssen wir zugestehen, daß es ken- und Irrenhausverwaltung sowie durch vorübergehende Zu- Allgemeinheit zu gründen! Und jedenfalls stehen wir erst am rückdrängung des Extraordinariums und durch die Mehreinnahme Anfang dieser Agitation, deren Forderungen der Magistrat hoffent- auch ohne Striegszeiten fraglich gewesen wäre, ob wir für 1915 mit aus den Berliner Elektrizitätswerken von 5% 4 Millionen, welche lich aufs energischste entgegentreten wird. Ja, man kann verwundert 100 Proz. Zuschlag austamen. Den schönen, aber Es ist dieses Resultat erEinnahme sehr vorsichtig geschätzt ist. Staat und Reich haben in auch schweren Aufgaben der Kriegsfürsorge hat nun bei uns, wie reicht worden, ohne daß bei aller Sparsamkeit etwas Notsein, das 125 Proz. genügen. ihren Etats von neuen Steuern Abstand nehmen können; so ist in anderen Gemeinden alles andere untergeordnet werden müssen; wendiges unterlassen wäre oder eine Kulturaufgabe leiden den Kommunen möglich gewesen, durch eine mäßige Steuer- ich freue mich, anerkennen zu können, daß Berlin auf diesem Gebiet müßte, und wir sagen dem Kämmerer dafür Dank. erhöhung frühzeitig den allzu nachteiligen Wirkungen des an der Spize marschiert.( Beifall.) Leider haben wir uns Erhöhung auf 125 Proz. nehmen wir freilich nur sehr gepreßten Krieges auf ihre Finanzen vorzubeugen. Wir haben bisher mit in der Annahme, daß die Durchführung der hier einstimmig be- Herzens an, aber es geht diesmal nicht anders, wenn auch noch verständig steigenden Ueberschüssen der Steueretats rechnen fönnen; schlossenen Kriegsfürsorgemaßnahmen auch vom gleichen Geiste schiedene stille Reserven vorhanden sind. Wir müssen schon jetzt auch für 1915 müssen wir mit einem Minus von durchschnittlich 7 Proz. getragen werden würde, wie die Beschlüsse selbst, getäuscht. Die für den Stat von 1916 forgen, wo der Steuerausfall rechnen, wobei wir auch vorsichtig verfahren zu haben glauben, anfängliche begeisterte Hingabe ist bald verraucht, in der Praxis bielleicht noch größer sein möchte als 1915. Der Etat zeigt denn die Regierung rechnet mit einem Minus an der Staats- fing bureaukratische Engherzigkeit zu überwiegen an.( Zustimmung wiederum, wie wir immer bemüht find, für die öffentlichen Bedürfeinkommensteuer von 10 Proz. Die Jahre 1916 und 1917 und Widerspruch.) Auch genügt die wohlwollende Durchführung nisse mit vollen Händen zu sorgen. Den Bemerkungen des Kollegen werden unter den Wirkungen des Krieges noch der Grundsäße allein nicht; es wird sich eine Revision im Sinne Heimann gegen die Hausbefizervereine folge ich nicht; ohne Not foll mehr als 1915 in ihren Steuererträgen zu der Erhöhung der Unterstüßungsfäße nicht umgehen lassen. Im man solche Dinge hier nicht in die Debatte ziehen. Ueber die Mietleiden haben. Als Gegengewicht haben wir für alle Reichstag werden sich unsere Freunde in dieser Richtung mit aller beihilfen und die Notwendigkeit ihrer Erhöhung bin ich mit ihm Fälle zahlreiche Posten im Etat vorgesehen, die eine feste Straft bemühen, und die Gemeinde würde dann sozusagen auto- einer Meinung, die Kriegsteilnehmer dürfen nicht bei ihrer HeimStütze der Gesamtlage bilden. Sodann können wir den matisch zu folgen haben. Gleichzeitig wird aber dahin zu wirken tehr eine zu große Mietschuld vorfinden, und auch dem Hausbesitzer allgemeinen Verwaltungsaufwand noch weiter einschränken, sein, daß das Reich den Gemeinden auch für die neuen Leistungen wird dadurch eine Erleichterung zuteil; utopistische Forderungen der und ich bitte Sie, bei diesem Sparen am rechten vollen Ersatz leistet. Wenn die Zivilbehörden nur zögernd und Hausbesikerorganisationen können wir aber nicht unterſtüßen; auch im Rahmen der Selbstverwaltung mitzuwirken. Der Ge- tastend sich der Aufgaben angenommen haben, die ihnen unserer- ich mache dagegen Front. Kollege Heimann hat auch heute keine samteindruck des Etats für 1915 ist der: eine nachdrückliche Kund- seits längst eindringlich nahegelegt waren, so könnte man fast zu übelwollende Kritik an der Verwaltung geübt, er hat auch in seinen gebung des Vertrauens zu unserem Heere wie zur wirtschaftlichen der Annahme gelangen, daß diese Stellen der Sozialdemokratie Forderungen Maß gehalten. In der Ausnutzung der KriegsmaßKraft der Stadt Berlin, deren lezte Reserven noch nicht ins Feld nicht die Genugtuung gönnten, die für sie in der Einführung dieser nahmen für seine politischen Zwecke ist er aber entschieden zu weit geführt sind. Auch die Stadt Berlin wird durchhalten können! Maßnahmen liegt. Denn wenn es sich auch in keinem Falle gegangen. Im Kriege find eben Ausnahmemaßregeln notwendig; wir ( Lebhafter Beifall.) um sozialistische Maßnahmen handelt, so doch um solche, haben ihnen zugestimmt, sind aber desvegen nicht etwa Sozialisten Der Vorsteher teilt mit, daß der Oberbürgermeister Wermuth gegen die man sich früher mit Händen und Füßen ge- geworden. Lernen werden alle aus dem Kriege, hoffentlich auch aus dringender Veranlassung nach dem Herrenhause berufen iſt ſträubt hätte. Binnen wenigen Tagen ist die Arbeitslosen- die Sozialdemokraten. Die Notwendigkeit einer Erhöhung der und der ersten Beratung des Etats zu seinem großen Ledauern unterstüßung, die Brotverteilung an die Konsumenten usw. durch- Unterstützungen ist mir nicht zweifelsfrei; die Durchführung der nicht beiwohnen kann. geführt worden; wer das vor dem August 1914 vorausgefagt hätte, von uns aufgestellten Grundsäße ist allerdings in einzelnen Fällen Um 6 Uhr schreitet die Versammlung zur wäre ausgelacht worden, wie wir früher ausgelacht worden sind. zu bureaukratisch und engherzig erfolgt. Allenfalls würden die ( Zustimmung und Unruhe.) An der Durchführung dieser Kriegs- Fonds für Ertraunterstützungen zu erhöhen sein. Die Bautätigkeit Wahl eines Stadtschulrats Berlin und den Vororten biele an Stelle des verstorbenen Michaelis. Nach einer Mitteilung des fürsorge haben sich in wird auch auf dem Schulgebiete nicht ruhen; es stehen hier noch Vorstehers hat Direttor Dr. Mellmann seine Bewerbung zurüd- Mitglieder der Bürgerschaft beteiligt, die bisher jeder kommunalen Millionen zur Verfügung; im ganzen sind im Hochbauetat gezogen. Gewählt wird mit 91 von 92 gültigen Stimmen Di- Tätigkeit fernstanden. Ihnen allen ist der Widerjinn zum 38 Millionen Mark disponibel. Die Arbeitslosigkeit ist ganz berettor Reimann von der städtischen Margaretenſchule; eine Bewußtsein gekommen, der in der kommunalen er deutend herabgegangen. Im Punkte„ Straßenbahn" schließe ich Stimme fällt auf Direktor Dr. Kerschensteiner, 29 Bettel sind un- splitterung von Groß- Berlin liegt, dem nur durch die mich Heymann völlig an. In Berlin herrscht zurzeit eine wahre beschrieben. Eingemeindung abgeholfen werden kann. In dem Verfehrskalamität. Nach meiner Information plant die Darauf wird die Genereldiskussion über den Wirrwar der Kommunalverwaltung Groß- Berlins kennt sich nie- Regierung eine Ausdehnung der Kompetenz des heu Etat eröffnet. mand mehr aus. Nach dem Kriege wird sich ja zeigen, ob die Re- ltigen 3wedverbandes. Davor schütze uns Gott! Der Fall Ort das teilen neuen Die A Weber ist tatsächlich eine Kalamität schlimmster Art.( 3ustim-| freue mich daher, daß Magistrat und Zweckverband hier Widerstands ist uns freigegeben worden. In der Straßenbahnfrage wird auch mung.) Der Herr ist von uns mit offenen Armen aufgenommen leisten. Ich freue mich aus demselben Grunde, daß die Absicht, das der Magistrat den Standpunkt des Zweckverbandsausschusses ene worden; jest mußte er in den Kericg gehen, und nachdent er Gas zu verfeuern, im Etat nicht zum Ausdrud gelangt ist.( Sehr gisch vertreten. Der Krieg hat gezeigt, daß die von Berlin erreklamiert war, ist es ganz unverständlich, daß er es gewagt hat, gut!) Sollte wirklich Arbeitslosigkeit eintreten, so bietet der Etat griffene Initiative die Vororte in erfreulichster Weise zur Mittrotzdem wegzubleiben, obwohl er zurückommen mußte! In das Möglichkeiten genug, ihr entgegenzutreten. Die Arbeitslosenziffer arbeit an den wirtschaftlichen Maßnahmen veranlagt hat, ohne Lob für unseren verehrten Geheimrat Straßmann fann ich nur ist gerade durch den Krieg in erfreulichster Weise gesenkt worden. daß es des Zweckverbandes bedurft hätte.( Lebhafter Beifall.) aufs allerwärmste einstimmen.( Allseitiger Beifall.) Wir auch Dem Urteil über das Berhalten des Stadtmedizinalrats schließe Stadtv. Bissing verteidigt die Berliner Grundbesitzerorganisahoffen auf einen ehrenvollen, dauernden, unsere fulturelle und ich mich an. Es könnte jetzt jemand mit der Behauptung kommen, tionen gegen die Angriffe Heimanns. wirtschaftliche Blüte sichernden Frieden; wir vertrauen fest, daß daß der Posten überhaupt überflüssig war, wenn wir im Kriege Stadtv. Cassel: Schon im August ist uns doch mitgeteilt wor= auch unsere Vaterstadt dann neuen Glanz und neue Blüte ge- chne ihn auskommen können. Die Berliner Industrie hat sich den, daß der Reklamation des Magistrats betreffs des Geh. Rats winnen wird.( Beifall.) in großartiger Weise den Kriegsverhältnissen angepaßt und sich Weber stattgegeben worden ist. dadurch ein großes Verdienst um die Allgemeinheit erworben. ( Beifall.) Stadtv. Mommsen( Fr. Fr.): Die Berliner Finanzlage ist genau so gut und sicher wie die des Reiches, dafür legt gerade dieser Kriegsetat Zeugnis ab. Aus dem Fehlen erster Raten für Gemeindeschulbauten ist kein nachteiliger Schluß zu ziehen. Grundjasliche politische Auseinandersehungen, wie die über die wirtschaftlichen Kriegsmaßnahmen, sollten wir doch während des Ariegens ausscheiden; darüber können wir uns ja nach dem Striege unterhalten. Trotz der Kriegszeit erscheint der Etat feineswegs gefünftelt, weder in den Anfäßen für die Einnahme noch für die Ausgaben. Erfreulich ist besonders, daß die Etatsbalance erreicht ist ohne Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer. Der leberschus von 1913 ist nur 1,3 Millionen Mark, 11 Millionen Mark geringer als der vorjährige; es ist bedauerlich, daß uns dieses Minus gerade in einem Kriegsjahre trifft. Aber wir werden auf diesem Wege endlich davon abkommen, diesen Ueberschuß, wie bisher, einfach in den Etat einzustellen. Was die„ Große" betrifft, jo steht es bei Monopolvergebungen fest, daß die vertraglichen Verpflichtungen unter allen Umständen erfüllt werden müssen; ich Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Köpenicker Viertel, Bez. 182 1. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Droschtenführer Bernh. Gutschwager Faldensteinstr. 5 berftorben ift. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 13. März, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Michael Kirchhofes in Neukölln, Mariendorfer Weg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 220/8 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 5. Abt. Bez. 551. der Am Mittwoch, den 10. März, verstarb unser Genosse, Maurer Bruno Krafft Bichertstr. 154. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 13. März, nachmittags 4 Uhr, von der Zeichenballe des städtischen Zentral Friedhofes in Friedrichsfelde aus itatt. Um rege Beteiligung ersucht 263/3 Der Vorstand. 20. Abt. Bez. 793. Am Sonnabend, den 27. Fe bruar, verstarb durch Unfall unjer Genosse, der Zimmerer Wilhelm Pfeifer am Schererstr. 9. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 13. März, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Nazareth- Kirchhofes in Reinidendorf, Stögelstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Zentralverband der Zimmerer Jeutschlands. Zahlstehe Berlin und Umgegend. Bezirk 12. Den Berufsgenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied Wilhelm Pfeiffer am 28. Februar infolge eines Bauunjalles verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 13. März, nach mittags 3%, Uhr, auf dem neuen Nazareth Kirchhof in Reinidenborf, Rogelstraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht 255/9 Der Vorstand. ArbeiterRadfahrer- Bund „ Solidarität" Ortsgruppe Charlottenburg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Sportgenosse Franz Loeper am ( Dandelmannstr.2a) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabeno, den 13. März, nachmittags 2 Uhr, in Stadt Beelit ftatt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsleitung. Am Mittwoch verstarb plötzlich an Herzmuskelentzündung mein lieber Mann und guter Bater, der Maurer 1264b Bruno Krafft nach vollendetem 31. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Marie Krafft geb. Seelbinder und Tochter. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 13. März, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichselbe aus statt. Am 10. März, 5 Uhr morgens, verstarb ganz plöglich infolge Herzichlages unser lieber Kollege Bruno Krafft. Sein ehrenwerter Charakter und jein unerschrodenes Eintreten für Gerechtigkeit sichern ihm ein dauerndes, ehrendes Andenken. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 13. März, nach mittags 4 Uhr, von der Leichenballe des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 1270b Die Kollegen der TelefunkenGesellsch.. Tempelhofer Ufer 9. Sozialdemokratischer Wahlverein für Steglitz. Am Dienstag, den 9. März, starb unser Mitglied, der Parteigenoffe Otto Friese Herderstr. 27. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 13. März, nachmittags 4 Uhr von der Halle bes Stegliter Gemeinde- Fried. boses aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 190/20 Der Vorstand. Am Mittwoch, den 10. März, früh 5 Uhr. entschlief nach langem schweren Leiden unser innigftgeliebter Sohn, Bruder und Schwager, der Modelltischler Max Halx Bollaftr. 18, im 21. Lebensjahre Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 13. März, nach mit ags 3, Uhr, von der Reichenballe des Himmelfahrts- Kirchhofes in Nordend aus statt. 620 Deutscher Holzarbeiterverband. Zahistelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachs richt, daß unser Kollege, der Modelltischler Max Halx Boltastraße 18 im Alter von 20 Jahren geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 13. März, nach mittags 3, Uhr, von der Leichen halle des Friedhofes der Himmelfahrts- Gemeinde in Nieder- Schön, hausen- Nordend aus statt. 97/19 Die Ortsverwaltung. Infolge eines im Felde zuge zogenen Leidens verschied mein innigftgeliebter, treuforgender Mann Franz Loeper. 25A Dies zeigt, um stille Teilnahme bittend, an Die trauernde Witwe Frau Sophie Loeper. Für Wäsche und Hausputz unentbehrlich! Damit schließt die erste Beratung. Der Etat geht an den Etatsausschuß, der sofort vom Vorstande ernannt wird, und dem auch Glode, Manasse, Mann, Ritter und Sedelsohn ( Soz.) angehören. Schluß der öffentlichen Sizung gegen 9 Uhr. Eingegangene Druckschriften. Bürgermeister Dr. Reide: Es ist richtig, daß wir Aufgaben staatlicher Natur übertragen bekommen haben, aber wir sollten darüber uns nicht ärgern, sondern darauf stolz sein. Zohnerhöhungen hat der Magistrat für einzelne Arbeiterkategorien schon im Gtat konzediert; über die Gewährung einer Kriegszulage für alle Arbeiter schweben Unterhandlungen.( Lebhafter Beifall.) In den Krankenhäusern ist die Ernährung anders, aber nicht schlechter gestaltet worden. Die Unterstüßungskommissionen sind immer wie- Zeitschrift für Politik. 8. Bd. Heft 1/2. Herausgeber: R. Schmidt der zu liberaler Ausführung der ergangenen Anweisungen auf- u. A. Grabowskh. Jährlich ein Band in vier Heften 16 M. C. Heymann, gefordert worden; es funktioniert beim Vagistrat auch eine Be- Berlin W. 8. schwerdekommission. Einen Gegensatz zwischen dem Verhalten der Müller- Guttenbrunn. 1,40 M. U. Mosers Buchhandlung, Graz. Völkerkrieg! Desterreichische Eindrüde und Stimmungen von Hausbefizer und der Gewerkschaften sollte man doch nicht konstruieren. Auch beim Geheimrat Weber wird sich empfehlen: Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland audiatur et altera pars! Die zweite Reklamation des Sonnabendmittag: Anfangs überall ziemlich beiter. Später im Weften Oberbürgermeisters beim Hauptquartier ist leider erfolglos ge- beginnende neue Trübung, jedoch keine erheblichen Niederschläge. Ostwärts blieben.( Unruhe.) Direktor Sobernheim vom Untersuchungsamt fortschreitende langsame Temperaturzunahme. Schwimmverein„ Vorwärts" Berlin 1897. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser lieber Schwimmgenosse und Schwimmwart der Abteilung Gerichtstraße Walter Toppel am 16. Februar durch einen Kopfschuß( auf dem westlichen Kriegsschauplatz) im Alter von 21 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 293/7 Der Vorstand. Allzu früh und fern von seinen Lieben starb am 16. Februar auf Borposten in Frankreich mein inniggeliebter Mann, unser guter Bater, Bruder und Schwager Rudolf Schieche 52 im Alter von 39 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Anna Schieche nebst Kindern. Bir lönnen Dir nichts mehr bieten, Mit nichts mehr Dich erfreuen, Nicht mal eine Handvoll Blüten Auf Deinen Hügel streuen. Ruhe sanft in fremder Erde! Deutscher Bauarbeiter- Verband. Zweigverein Berlin. Bezirk Norden I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied der Maurer Karl Gaebert am 9. März verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäfcherung findet am Sonnabend, den 13. März, nachmittags 4 Uhr, im Strematorium, Gerichtstraße, statt. 146/5 Der Vorftand. Am Dienstagabend verstarb plöglich nach furzem Strantenlager unser lieber Bater, Schwiegerund Großvater, Echwager und Dnfel, der frühere Täschner Karl Streubel 1265b im 77 Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: H. Streubel u. Familie, Neuköün, Mainzer Straße 10. Beerdigung: Montagnachmittag 4%, Uhr auf dem Thomas- Kirchhof, Neukölln, Hermannstraße. Verband der Maler, Lackierer. Anstreicher usw. Filiale Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Maler Gustav Beek ( Bezirk Norden) am 9. März verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Sonnabend, den 13. März, nach. mittags 3 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Um rege Beteiligung ersucht 138/14 Dic Ortsverwaltung. Verband der Tapezierer Filiale Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 9. März unser Mitglied, der Tapezierer Willi Werner verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Georgen- Kirchhofs, Landsberger Allee, aus statt. 158/12 Die Ortsverwaltung. Am Dienstag entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein innigitgeliebter Mann, unser guter Bater, Bruder, Schwieger und Großvater, unser Onkel, der Drechsler Otto Friese. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emma Friese geb. Stopsch. Stegliz, Herderstr. 27. Die Beerdigung findet Sonnabend, den 13. März, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Stegliger Friedhofes, Bergstraße, aus statt. am 1266b Als Opfer des Weltkrieges lies unser Genoffe, der Bezirksführer Reinhold Burchert im Gefecht im Dsten am 20. Fe bruar durch Mundschuß sein Leben. Wir werden seiner gedenken. Die Funktionäre der 20. Abteilung d. 6. Berl. Reichstagswahlkreises. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, das meine liebe Frau, unsere gute Mutter Anna Schönburg geb. Lehmann nach langem, schwerem Leiden verstorben ist. Der tiefbetrübte Gatte nebst Kindern, Treptow, Krüllsstraße 4. Die Beerdigung findet aut Sonntag, den 14. März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Treptower GemeindeFriedhofes, Kiefholzstraße, jtatt. aus 11A Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Gastwirts Max Brunn fage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten meinen besten Dant. Witwe Brann nebst Kindern, 582 Emdener Str. 40. bis Als Opfer des Welt: teges fiel am 3. März 1915 beim Sturin angriff in Frankreich mein inniggeliebter Mann und unvergeßlicher Vater, Sohn, Bruber, Schwager, Onkel und Freund, der Pionier Georg Nötzel im Alter von 30 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an im Namen der Hinterbliebenen Witwe Marie Nötel, n. Tochter Lieschen, Butb. Str. 4. Familie Heller. Familie Müller. Familie Treisch. 75A Gegen die Petroleum- Not! Großartiges helles Licht durch meine neuesten hochpraktischen,., Carbid Tischlampen", biel heller u. billiger als Petroleum, Spiritus usw. 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Die wichtigsten Parteiblätter, wie die wissenschaftliche Wochenschrift Die Neue Zeit sowie Bolfsfreund Braunschweig, Bremer BürgerBeitung, Volfsstimme Chemnik, Bolfsstimme Frankfurt a. M., Ham burger Echo, Bolfsblatt- Harburg, Leipziger Volkszeitung, Münchener Post und andere haben sich in ausführlichen Artikeln mit der Schriff aus einandergesetzt. Es sollte feinen Sozialdemokraten und darüber hinaus teinen politisch Interessierten geben, der diese Schrift nicht gelesen hat. Buchhandlung Vorwärts, Berlin, Lindenstraße 3 Auch alle Vorwärts- Ausgabestellen halten die Broschüre vorrätig Henkel's Bleich- Soda Henkel& Co Düsseldorf. Seit 38 Jahren im Gebrauch und bestbewährt! Berantwortlicher Redakteur: Alfres Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 71. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Verlustlisten. Die Verlust liste Nr. 171 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Stab des Generalkommandos des 10. Armeekorps. Inf.- Brigadestab der 75. Reserve- Div.; 2. und 5. Garde- Reg.; 1. Garde- Ersatz- Reg.; Grenadier- Regimenter Alexander, Franz, Elisabeth und Augusta; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. FüfilierRegimenter Nr. 1, 3, 6, 9, 10, 11, 15, 20, 21, 22, 23, 26, 27, 28, 30, 34, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 44, 48, 49, 51, 52, 54, 55, 59, 60, 62, 64, 66, 72, 73, 76, 77, 78, 79, 86, 87, 88, 89, 95, 96, 97, 98, 99, 109, 110, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 118, 128, 130, 132, 136, 137, 143, 145, 146, 148, 152, 154, 159, 162, 164, 165, wurde Freitag, 12. März 1915. Anmeldepflicht für Tanzstunden. ist dadurch in die Lage versetzt, jede dieser Veranstaltungen nachprüfen zu können. Bei Nichtbeachtung der Vorschriften soll gegen die Tanzlehrer sowie gegen die Lokalinhaber und Teilnehmer polizeilich oder gerichtlich eingeschritten werden. Die neue Verfügung geht von der Vermutung aus, daß das Verbot des öffentlichen Tanzes durch Arrangierung von Tanzstunden umgangen werde. Bei Kutno gegen die Russen," lautet die Antwort. Der Verkaufstermin ist bis 15. d. M. ausgesetzt worden, doch muß " Darf ich, Mutti," flüstert ein kleines Mädchen seiner das Pfandstück so lange unter Siegel bleiben. J. V.: gez. Mutter zu und zeigt auf einen Fliederzweig in deren Schoß. Wreschner." Also jest war der Verkaufstermin bis 15. d. M. ausDie Frau nickt freundlich. Da nimmt das Kind den Zweig gesezt", d. h. ausgesetzt bis 15. März. Zwei Tage vorher hatte die und legt ihn dem Soldaten in die Hand. Dann eilt es zurück Steuertasse gemeldet, daß der Verkaufstermin auf den 8. April und verbirgt verschämt das Gesicht in den Kleidern der verlegt" sei. Was soll einer, der mit den Geheimnissen des GeMutter. Der Beschenkte dankt mit leichtem Erröten. Dann schäftsganges kommunaler Verwaltungsbureaus nicht vertraut ist, steckt er die blühende Gabe an die Brust. Nun blüht und bei all diesen Widersprüchen denken! Ist vielleicht zwischen dem duftet der Zweig und hebt sich mit seiner bläulich- rötlichen Steuerbureau im Neuen Rathaus und der Steuertasse im Alten Farbe leuchtend von Tuch und Bigarren ab. Und alle In Rathaus der Draht zerrissen"? sassen sehen bald fröhlich auf den Flieder, bald wehmütig auf das ausgestreckte Bein. Ab und zu neigt der Verwundete sein Gesicht auf die Blüten herab und lächelt. Der Polizeipräsident hat eine Verfügung erlassen, nach Hoch oben, über die Straße hin, donnert der Zug und in der die eigentlichen Tanzstunden bei den Revieren angemeldet 169, 170, 172, 173, 175, 176; Reserve- Inf.- Regimenter Nr. 8, 12, feinem Innern fißt ein verwundeter Soldat mit einem werden müssen und nicht über zwei Stunden ausgedehnt 15, 24, 25, 26( siehe Feldmaschinengewehr- Zug 10. 10), 29, 30, 32, 33, 38, 48, 56, 67, 68, 71, 72, 75, 76, 77, 79, blühenden Fliederzweig an der Brust und lächelt aus jungen, werden dürfen. Der Veranstalter hat zugleich vor Beginn 81, 82, 84, 87, 88, 91, 93, 98, 99, 109, 118, 201, 202, 204, 206, braunen Augen. Und die Frühlingssonne bricht strahlend des Tanzes die Namen der Schüler, sowie die Zeit, in der 207, 211, 212, 213, 217, 219, 223, 226, 227, 228, 230, 236, 259, durch die Scheiben und umhüllt Krieger und Flieder weich er sie erwartet, anzugeben. Mehr als 50 Personen dürfen 260, 272; Erjay- Inf.- Regimenter Nr. 28, 29 und Keller; Reserve- und liebevoll, wie mit einem warmen Hauch, als wollte sie zu einer Tanzstunde nicht zugelassen werden. Die Behörde Ersatz- Regimenter Nr. 1 und 4; Landwehr- Inf.- Regimenter Nr. 5, jagen: 7, 8, 18, 23, 28, 32, 35, 48, 56, 68, 71, 73, 75, 77, 80, 81, 83,„ Es muß doch Frühling- Völkerfrühling werden!" 84, 87, 99, 116, 118; Landwehr- Ersatz- Reg. Nr. 2; Brigade- ErsatzBataillone Nr. 6, 8, 25, 26, 27, 28, 31, 76, 80; Landwehr- BrigadeErsatz- Batl. Nr. 21; 3. Landsturm- Batl. Potsdam; Jäger- Bataillone Der Kriegsetat der Stadt Berlin. Nr. 1, 4, 8, 14; Reserve- Jäger- Bataillone Nr. 6, 16, 21, 22; Den Berliner Stadtverordneten Maschinengewehr- Abteilung Nr. 1 der Ersak- Brigade v. Reißwiß gestern vom Magistrat der Entwurf des Etats für 1915 und Maschinengewehr- Abt. v. Stülpnagel der Brigade Pfafferott; vorgelegt. Der Krieg hat ihm seinen Stempel aufgedrückt: Feld- Maschinengewehr- Bug Nr. 50. Garde- Husaren; Dragoner Nr. 11; Reserve- Dragoner Nr. 4; um 50 Millionen Mark bleibt er hinter dem Etat für 1914 Ein Heim für verwundete Krieger ist dieser Tage ant Husaren Nr. 1, 5, 7, 15, 17; Ulanen Nr. 1, 3, 4; Referbe- Ulanen zurüd. Stadtkämmerer Böß rühmte die„ gute und am Lesematerial, SchreibNr. 2; Jäger zu Pferde Nr. 5, 8, 9, 11, 13; Reserve- Kavallerie- Abt. rechten Ort angewandte Sparsamkeit", die überall in Spittelmarkt 4-7 eröffnet worden. dem Etatentwurf zu erkennen sei. Trotzdem muß, infolge gelegenheit und Erfrischungen werden unentgeltlich geboten. 3. und 4. Garde- Feldart.- Reg.; 1. Garde- Reserve- Feldart.- Reg.; Rückganges der Werferträge und des EinkommensteuerFeldart.- Regimenter Nr. 3, 7, 14, 18, 22, 24, 27, 33, 35, 42, 45, ertrages, die Gemeindeeinkommensteuer auf Kriegsschwindler. 50, 51, 52, 55, 66, 70, 71, 73; Reserve- Feldart.- Regimenter Nr. 6, 125 Prozent erhöht werden. Nach der Einführungsrede Der Krieg hat auch dem Gaunertum neue Wege eröffnet und 10, 13, 17, 19, 21, 59, 62. des Kämmerers fand diesmal sogleich in derselben Sizung die Kriminalpolizei hat alle Hände voll zu tun, den Kriegs2. Garde- Fußart.- Reg.; 2. Garde- Landwehr- Fußart.- Batl.; Fuß- auch die Generaldebatte statt. Unser Genosse Heimann schwindlern auf die Spur zu kommen. Eine besondere Sorte von artillerie- Regimenter Nr. 5, 7, 16, 18; Reserve- Fußart.- Regimenter eröffnete sie mit einer großen Rede, in der er die für die Stadt Schwindlern hat es auf Kriegerfrauen abgesehen, deren Männer im Nr. 3, 5, 15, 16, 18, 20, 24; Landwehr- Fußart.- Batl. Nr. 3; Landsturm- Fußart.- Batl. des 14. Armeekorps; 3. Landsturm- Batterie Berlin durch den Krieg geschaffene Lage scharf be- Felde gefallen sind. Aus Zeitungen, die von dem Tode der Krieger sturm- Fußart. Batl. des 14. Armeekorps; 3. Landsturm- Batterie leuchtete. Er würdigte die Schwierigkeiten, die aus den Unter- unter genauer Angabe der Adressen Mitteilung machen, stellen die Pionier- Regimenter Nr. 19, 20, 23, 29; Pion.- Bataillone: lassungen und Mißgriffen der Reichs- und Staats- Zivil- Gauner fich eine Liste zusammen und sprechen bei den Kriegerwitwen I. Nr. 1, I. Nr. 2, I. Nr. 7, II. Nr. 8, I. Nr. 14, I. Nr. 15, verwaltungen den Gemeinden erwachsen seien. Aber das I. Nr. 16, I. Nr. 17, II. Nr. 21, I. und II. Nr. 27; Bion.- Erfaz- fönne die Berliner Stadtverwaltung nicht entbinden von der mit einer Mappe unterm Arm sich als Abgesandter des Bataillone Nr. 10, 21; 1. Landwehr- Pion.- Komp. des 10. und Pflicht, im Hinblick auf die Steigerung der Lebensmittelpreise Kriegsministeriums vorstellt und angibt, er fomme der 2. Landwehr- Pion.- Komp. des 18. Armeekorps; 1. Landsturm- Pion.- ihre Fürsorge für die nach Teuerungszulagen verlangenden Feststellung der Rente wegen. In den sich entwickelnden Komp. des 17. Armeekorps; 2. Erfaz- Pion.- Komp. der 4. Landwehr- Gemeindearbeiter, für die einer wirksameren Unterſtüßung Gespräch verspricht der Schwindler, die Division; Flammenwerfer- Abt. des 6. Reserveforps. Etappen- Telegraphen- Direktion Nr. 8; Telegraphen- Batl. Nr. 1; bedürfenden Kriegerfamilien und Arbeitslosen usw. zu er- und sagt auch Unterſtüßung zu, oft auch Beschaffung von Kartoffeln. Fernsprech- Abt. des 16. Armeekorps; Feldluftschiffertruppe; Feld höhen. Unser Redner wies darauf hin, wie gegenüber Er fordert dann eine kleine Vorausbezahlung, die ihm vielfach geden Notständen dieser Kriegszeit die Arbeiterorganis fliegertruppe. Inf.- Munitionsfolonne Nr. 14 des 5. Reservekorps; Reserve- sationen sich verhalten haben, und wie die Grund geben worden ist. Zu spät erkennen die Frauen, daß sie begaunert Inf. Munitionsfolonne Nr. 20 des 8. Reserveforps; Reserve- gelb- besitzer zur Beseitigung ihrer eigenen Not nach einer worden sind. Andere Schwindler suchen sich die Zeitungsaufrufe artillerie- Munitionsfolonne Nr. 92; Referve- Artillerie- Munitions starten Standes- und Interessenvertretung rufen. Die Reden zunuze zu machen, die sich auf vermißte Strieger beziehen und so folonne Nr. 33; Referve-( F) Munitionsfolonne Nr. 56; Reserve- der Freifinnigen Cassel und Mommsen und des Bürger- erscheinen sie neuerdings bei den Angehörigen dieser Vermißten, um Fußart.- Munitionsfolonne Nr. 40; Schwere Munitionskolonne des meisters Rei de brachten im wesentlichen nur Ausführungen irgend eine Schwindelei zu verüben. zu mehreren Einzelfragen, die Genosse Heimann in den Kreis Armierungs- Batl. Jägersdorf. Etappen- Sanitäts- Depot der 9. Armee; Sanitäts- Komp. Nr. 7 feiner Betrachtung gezogen hatte. Die Grundbesizer ver( ohne nähere Angabe); Reserve- Sanitäts- Komp. Nr. 8 des 8. Re- teidigte Herr Bissing. Bei allen Rednern bestand Ueberservekorps; Festungs- Sanitäts- Komp. Nr. 1 der 33. Reserve- Division; einstimmung darüber, daß die Erhöhung des GemeindeReferbe- Feldlazarett Nr. 37 des 8. Reserveforps; Kriegslazaretteinkommensteuersages als unvermeidlich hingenommen werden Abt. Noch der 9. Armee; Freiwillige Krantenpflege.. Feldbäckerei- Kolonne Nr. 2 des 3. Armeekorps. Nr. 79. des 2. Armeekorps; Kurze Marine- Kanonen- Batterie Nr. 4. 1. Armeekorps. Feldpost. Einheitliche Brotkartenkontrolle. bor. Bir teilten fürzlich bereits mit, daß ein Mann Sache zu ordnen Hilflos in den Flammen umgekommen. Bei einem schrecklichen Brandunglück hat der hiesige Gastwirt. Kula den Tod gefunden. Kula hatte in der Lindenstraße in Bergfelde eine Laubenparzelle gepacktet. Er errichtete sich ein kleines muß. Der Etatentwurf wurde dem Ausschuß überwiesen. Wohnhäuschen auf dem Grundstüd, in dem er den Sommer über zu wohnen gedachte. einen Ofen stellte er in dem Wohnraum and anzündete, Kula auf einen Stuhl nieder und schlief infolge Uebermüdung bald Durch den Reichskanzler und den preußischen Minister ein. Inzwischen fielen Stücke der Kohlenglut aus dem Ofen heraus Die württembergische Verlustlijte Nr. 135 veröffent des Innern ist die Anordnung ergangen, daß die Brotkarten- und entzündeten den Fußboden. Es entwickelte sich ein starker Rauch, licht Verluste des Landwehr- Inf.- Regiments Nr. 124. fontrolle ausnahmslos für das ganze Reich, Städte sowohl durch dessen Einatmen Kula die Besinnung verlor. Unentwegt wie Landgemeinden, bis zum 15. März erlassen werden muß. frochen nun die Flammen an den Besinnungslosen heran und hatten Nunmehr darf man hoffen, daß das ganze Volk einheitlich bald auch ihn ergriffen. Hilflos verbrannte der Bedauernswerte und gleichmäßig sich an dem Sparsystem beteiligt, das sicher nun vollständig. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Laube lich zum Ziele führen wird. bereits in hellen Flammen. Kula fand man später als verkohlten Leichnam unter den Trümmern vor. Aus Groß- Berlin. Der Fliederzweig. Die bedrängten Gastwirte. Was den Berliner Brotkartenverband anbetrifft, so werden die Aenderungen, welche infolge der Herabſegung der täglichen Mehlquote auf 200 Gramm getroffen werden Die Treppe zur Hochbahn hinauf bewegt sich mühsam müssen, nicht allzuschr für das Publikum in die Erscheinung ein Verwundeter. Seine Schultern ruhen auf zwei Krüden, treten. Eine Aenderung der Brotkarten tritt für die nächsten das linke Bein hängt wie leblos herab. Es ist ein noch jugend- Wochen überhaupt nicht ein. Dagegen wird die Entnahme Ausbruch des Krieges geraten. Hatten sie schon vor dem Kriege licher Soldat, mit einem hübschen frischen Gesicht, dem die von Mehl alsbald noch erschwert werden, und bei Ausgabe männliche Zierde, der Bart, noch völlig fehlt. Die graue Feld- der neuen Brottarte zum 4. April wird eine geringfügige müße figt etwas fed auf dem braunen Lockenhaar, das in Herabsetzung der Brotmenge eintreten. Diese Maßregeln sind dicken Büscheln darunter hervorquillt. im wesentlichen durchgearbeitet und werden in kürzester Frist bekanntgegeben werden. In eine äußerst schwierige Lage sind die Gastwirte durch den unter den Wirkungen der Steuergesetze zu leiden, so ist die Lage bieler kleiner Gastwirte mit dem Striege noch schavieriger geworden. Ein großer Teil der Kundschaft wurde zu den Fahnen einberufen und blieb deshalb aus, Arbeitslosigkeit und Teuerung raubten ihnen die anderen Gäste oder nötigten diese, sich einzuschränken. Dann tamen verschiedene Verbote, die Einschränkung der Polizeistunde Steuerstundung und dennoch Pfändung. und des Schnapsausschankes. Die Abgaben blieben nicht nur die In Schöneberg ist es einem Steuerschuldner, nachdem er um gleichen, sondern steigerten sich durch Stempelsteuern für VerlängeStundung gebeten hatte, gar sonderbar ergangen. Ein Kraft- rung der Polizeistunde. Neue Schwierigkeiten entstanden durch wagenführer N., der noch einen Steuerreft aus den letzten Monaten Bestimmungen über die Branntweinerzeugung. Die Verteuerung von 1914 schuldete, erhielt am 26. Februar 1915 von der im Alten des Sprits führte zu einer Verteuerung der Liköre, und schließlich Rathaus untergebrachten Stadtsteuerfasse III einen Mahnzettel. Kündigten die Brauereien eine Erhöhung der Bierpreise an. Darin wurde er aufgefordert,„ binnen drei Tagen" zu zahlen; ist kein Wunder, wenn unter diesen Umständen die Gastwirte nicht widrigenfalls" werde man unverzüglich zur Pfändung schreiten". auf Rosen gebettet sind. Worten: E3 Eilig huschen die anderen Fahrgäste an dem Krieger vorüber. Die meiſten mögen von der Mittagsrast kommen und ins Geschäft zurückkehren. Beim Anblick des Kriegers stuzen fie alle und hemmen für einen Augenblick ihren hastigen Lauf. Er ist so jung und hübsch und nimmt mit seinen Krüden eine Stufe um die andere, ganz langsam und bedächtig. An ihm vorüber strömen die Gefunden, die Zurüdgebliebenen, Frauen, Männer, Jugendliche jeglichen Alters. Aber alle haben sie eine Minute und einen langen, mitfühlenden Blick für ihn übrig. Endlich ist auch er oben angelangt. Soeben fährt ein Am 1. März, also noch„ binnen drei Tagen" nach Eingang dieser In der letzten Nummer des Freien Gastwirt" schildert GeZug ein. Ein Wagen 3. Klaffe hält gerade vor ihm. Ein Mahnung, meldete N. sich auf dem Bureau der Steuerverwaltung noffe Paul Litfin die Situation und die Schwierigkeiten des Gajtdichter Kreis von Menschen, der immer mehr anschwillt, um- im Neuen Rathaus und bat unter Vorlegung des Zettels um wirtsgewerbes. Es ist ein Notſchrei, der da erhoben wird. Welches gibt ihn. Von Menschen, die es eilig haben und denen sonst Stundung, die ihm dann ein Beamter auch zusagte. N. erinnert Los die kleinen Gastwirte jetzt haben, schildert Litfin in folgenden jede Minute eine Kostbarkeit zu sein scheint. Aber merkwürdig: sich nicht, daß er etwa angewiesen worden wäre, selber von dem diesmal drängen sie nicht, fie murren auch nicht, wie es sonst Stundungsgesuch auch die Steuerkaffe in Kenntnis zu feßen. Nach " Sonntags und wochentags bis tief in die Nacht hinein müssen geschieht, wenn sie durch die Ungeschicklichkeit eine Bassagiers weiteren zwei Tagen, am 3. März, erschien in seiner Wohnung ein Mann und Frau auf dem Bosten: sein und sind gezwungen, fast aufgehalten werden. Lammfromm sind sie hier. Die Türe Vollziehungsbeamter der Stadt und wird von innen aufgerissen, doch kein stürzender Strom er- Vollziehungsbeamter der Stadt und versiegelte in N.'s Ab- gänzlich auf ein Familienleben zu verzichten, wie es in anderen gießt sich aus dem Wagen. Nein, einer nach dem andern wesenheit einen Sonntagsanzug, einen Paletot und einen Reise- Erwerbsständen vorhanden ist. forb. N. war, als er am späten Abend von der Arbeit heimtam und Das Wirtsgewerbe ist kein müheloses, wie viele Leute meinen. fchlängelt sich behutsam an dem Verwundeten vorüber. Bis Es ist ein sehr aufreibendes Gewerbe, es verlangt mehr als jedes zum Lezten. Dann schiebt er sich hastend und stüßend hinein. die Bescherung sah, nicht wenig erstaunt über die gänzlich unerwartete Pfändung. Vorgestern erst hatte man ihm andere Aufopferung der Gesundheit, Opferung von allem, was Nun jizzt er. Das verletzte Bein ragt steif in den Mittelgang doch verstanden zu haben- eine Stundung bis Mitte März zu- man als Erholung und Vergnügen bezeichnet. Während andere hinaus. Niemand hat etwas dagegen einzuwenden. Einer nach dem andern hebt die Füße hoch, ganz hoch, als fürchte er gesichert, und nun wurde plötzlich dennoch mit Pfändung gegen ihn Gewerbetreibende, der Arbeiter und der Beamte, nach des Tages ein junges Kätzchen zu zertreten, und steigt über das Hinder- vorgegangen!? Am folgenden Tage gab es eine neue Ueber- Schluß um 6, 7 oder 8 Uhr abends sich zu seiner Familie begeben raschung, als von der Steuerkasse III die schriftliche Benachrichti- fann, sich als Mensch fühlt und sich des Daseins freut, muß der nis hinweg. Weiter fährt der Zug. Die Fahrgäste ſizen, manche stehen gung eintraf:" Der Verkaufstermin ist auf den 8. April verlegt, da Wirt und seine Familie darauf in den meisten Fällen verzichten. im Vor- oder Hinterraum und rauchen und plaudern. Sie inzwischen Stundung erfolgt ist." Diese Mitteilung war datiert Bis in die Nächte hinein muß er anderen zum Gefallen leben, gesprechen von dem Verwundeten und sehen auf das Bein. Auch vom 4. März, dem Tage nach der Pfändung. Wann mag das auf trennt von seiner Familic, und freut sich, wenn er in der langen eine alte Frau gudt darauf, mit ſtarrem Blick. Dann zieht dem Steuerbureau bereits am 1. März vorgebrachte Stundungs- Zeit soviel erwerben kann, als andere in ein paar Stunden verfie ein Taschentuch hervor und drückt es an die Augen. Durch gesuch zur Kenntnis der Steuerfasse gelangt sein? Am Abend des dienen. In vielen Fällen müssen Großeltern, Schwägerinnen sowie ihren gebrechlichen Körper geht ein konvulfivisches Zittern. 4. März fand N. bei seiner Heimkehr jene zuschrift über die in die eigenen Kinder im Geschäft tätig sein. Die Kinder vom „ Na, junger Mann, eine Zigarre gefällig?" Ein dicker swischen" erfolgte Stundung vor. Nun erst wandte er sich an das Augenblick, wo fie Gänge besorgen, ein Glas Bier tragen können, Herr hält den Verwundeten die gefüllte Zigarrentasche hin. Steuerbureau im Neuen Rathaus mit einer schriftlichen Beschwerde bis zu dem Zeitpunkt, wo sie das Haus verlassen, und es ist Er greiff zögernd hinein und will eine nehmen. darüber, daß man troß Stundung ihn gepfändet habe, und er charakteristisch für das deutsche Gastwirtsgewerbe, daß die Kinder forderte Freigabe der Sachen. Wieder vergingen zwei Tage da der Wirte in den seltensten Fällen Wirt werden wollen oder Wirt hatte er die dritte Ueberraschung. Als Antwort auf seine Beschwerde verden. Während andere an Sonn- und Feiertagen hinausziehen fam folgender Brief des Vorsitzenden der Emfommensteuer in die freic Natur, muß der Wirt feinen Beruf ausüben, und wenn Beranlagungskommission: Zum Schreiben vom 4. d. M. Ihrem er einmal in der Woche den gleichen Neigungen nachgeht, wie Antrag auf Lösung des Siegels fann nicht stattgegeben werden. jeder andere, sei er Arbeiter, Beamter oder Gewerbetreibender ,, Nee, nee," fagt der Dicke jovial, mit eener fängt man nicht an, machen se man det Ding leer." Lächelnd verteilt der Soldat die Zigarren zwischen die Knöpfe feines Rodes. Wo ist denn das passiert?" fragt der andere. so glaubte er so Hat er soviel Reib er, so mutz er, wenn er nach Hause komms, zumeist soviel?lergcr schlucken, daß alle Erholung zum Teufel ist. Einem Stand, der so gedrückt ist, der unter solchen Verhältnissen leidet, sollte man nicht noch fortwährend neue Lasten auferlegen, und doch vergeht fast lein Tag, an dem das nicht geschieht. Ein großer Teil der Wirte ist dem Ruin entgegengetrieben und in völliger Abhängigkeit von Lieferanten geraten. Aber auch sonst ist der Wirtestand nicht von der wirtschaftlichen EntWickelung ver- schont geblieben, überall niacht sich der Zug ins Große bemerkbar. Automaten rmd Kincmatographen haben eine nie geahnte Ent- Wickelung erfahren und dadurch einen ungeheuren Rückgang im Wirtsgewcrbe herbeigeführt." Die Bevölkerungszahl Berlins hat im Januar dieses Jahres, nach dein jetzt vorliegenden Ergebnis der Berechnungen des Berliner Statistischen Amts, eine kleine Zunahme gehabt. Berechnet wurde die Bevölkerungszahl sür Anfang Januar auf l S82 154, für Anfang Februar auf 1 984 159, das ist um 2005 mehr. Einen Zuwachs hatte freilich nur das weibliche Geschlecht, während beim männlichen Geschlecht der Rückgang noch nicht zum Stillstand kam. Bon An- fang Januar bis Anfang Februar mehrte sich die weibliche Be- völkerung um 2673 auf 1 084 172, minderte sich aber die inännliche Bevölkerung noch um 668 auf 899 987. Bei den weiblichen Personen brachte der Januar einen reichlichen Ueberschuh der Zuzüge über die Wegzüge, dagegen waren bei den männlichen Personen innner noch die Wegzüge zahlreicher als die Zuzüge. Gegenüber dem Be Völkerungsstand von Anfang Februar borigen Jabres blieb derjenige von Anfang Februar dieses Jahres zurück um 97 094 bei der Ge- samtbevölkerung, die damals sich auf 2 031 263 stellte. Der Rück- gang in dem zwölfmonatigelr Zeitraum betrug im besonderen bei der weiblichen Bevölkerung nur 4937, aber bei der männlichen Bevölkerung 92 107. Bon dieser außerordentlichen Minderung der männlichen Personen entfällt, wie bekannt, der allergrößte Teil auf die Wochen und Monate nach Kriegsausbruch. Ein großer Dachstuhldrand entstand in Groß- Lichterfelde, Hindenburgdamm 75a. Auf bisher noch nicht ermittelte Weiie kam das Feuer zum Ausbruch, das sich nach kurzer Zeit über den ganzen Vorderdachstuhl ausbreitete. Eine Wohnung im vierten Stockwerk brannte fast vollständig aus. Nach mehrstündiger angestrengter Ar- beit vermochte die Feuerwehr die Gewalt des Brandes zu brechen. Nur ein kleiner Teil des Dachsiuhls konnte vor der Vernichtung ge- rettet werden. Arbeiter-Bildungsschule. Der dritte in der Reihe der literarischen Vorträge des Genossen Dr. Franz Diederich findet am Sonn- tag, den 14. März, statt. Das Thema lautet:„Weltliteratur der Renaissance". Wir bemerken, daß es sich hier um Einzelvorträge handelt, die auch dem Hörer verständlich sein werden, der sie nur zuin Teil besuchen kann. Eintrittspreis 10 Pf. Karten sind im Vor- sterkauf in folgenden Stellen zu haben: Oldenburger Straße 10, Restauration Bacrsch; Gerichtstraße 19, Restauration Friedrich; Brunnenstraße 150, Restauration Dieseler; Hufelandstraße 80, Zigarrengeschäst Schneider; Stralauer Platz 10/11, Bureau deS Wahlvereins(9—1, 5—7 Uhr); Petersburger Platz 4, Spedition des„Vorwärts"; Rungestratze 30, Zigarrengeschäst Bau- mann; Engelufer 15, Zigarrengeschäst Horsch; Adimcalstraße 40a, Zigarrengeschäst Schulz; Hagelberger Straße 53/54, Zigarrengeschäst Schröder. Neukölln, Neckarstraße 3, Bureau deS WahlvereinS (9-1, 5-7 Uhr). Die Borträge finden im neuen Hörsaal der Arbeiter-BildungS- schule, Lindenstraße 3, IV. Hof rechts, 3 Treppen, statt. Anfang 7 Uhr. Zur Nachahmung empfohlen. In Anbetracht der steigenden Lebensmittelteuerung hat die Korsettfirma Gebrüder Lewandowski, Inhaber HanS Dahse, ihren Geichäflsongeslellten, die während der ersten KriegSmonale gekürzte» Gehälter voll nachgezahlt. Ferner erhielten sämtliche Akkord- und Lohnarbeilerinnen als Entschädigung für entgangenen Arbeitsverdienst in den ersten KriegSmonaten je eine volle Woche deS Durchschnittsverdienstes ausgezahlt. Die er- folgte Nachzahlung verdient deshalb besonders erwähnt zu werden, lveU die Branche gerade infolge der Kriegsereignisse erheblich zu leiden hat. ■Rus öen Gemeinöen. Steuervorschläge. Bon den Vororten der Görlitzer Bahn sind bisher folgende Ge- ineinde-Einkommensteuerzuschläge in Aussicht genommen: Eichwalde 100 Proz., Grünau 110 Proz., Alt-Glienicke 140 Proz., Adlershof 200 Proz., bisher 150 Proz., Johannisthal 160 Proz. und Nieder- schöneweide 100 Proz._ Haushaltsplan von Potsdam. Der Haushaltsplan, der in der nächsten Sladtverordnetensitzung durchbcraten wird und mit 8 740 390 M. abschließt, zerfällt in Einzelabschnitte, aus denen wir folgende hervorheben: All- gemeine Verwaltung: Einnahme: 1 067 504,75 M., Ausgabe: 1 028 602,75 M. Witwen« und Waisenver- sorqungsverwaltung: E.: 84 600 M., A.: 86 640 M. Polizei w e sen: E.: 3000 M., A.: 187 500 M. Feuerwehr, Straßenreinigung und Besprcngung: E.: 140 074 M., A.: 316 871 M. Entwässerungsanlage: E.: 268 000 M., A.: 295 060 M. Beleuchtungswesen: E.: 85 900 M., A.: 101 800 M. Bauwesen: E.; 50 000 M.. A.: 138 230 M. Grundbesitz der Stadt: E.: 270159 M., A.: 270159 M. Gartenverwaltung: E.: 375 M.. A.: 38 750 M. Städtische Badeanstalten: E.: 52 520 M.. A.: 62 250 M. Atmen» Verwaltung: E.: 28500 M., A.: 209 000 M. VersorgungL- heim: E.: 16 200 M.. A.: 79100 M. Städtisches Krankenhaus: E.: 173 600 M., A.: 272 200 M. Auguste- Viktoria-Krankenhaus: Einnahme: 35 400 M., Aus- gäbe: 38 500 M. Friedhofsverwaltung: E.: 80 300 M., A.; 67 710 M. Vermögensverwaltung: E.:498 600 M., A.; 378 600 M. Schulden Verwaltung: E.: 936 000 M., A.: 1 393 000 M. Gemeindeabgabe»: E.: 1 899 300 M., A' 212 200 M. G e m e i n d e f ch u l e n: E.: 39 410 M, A.; 448 950 M. Mittelschulen: E.: 96 720 M..«.: 149 300 M. Gewerbliche Fortbildungsschule: E. und A.: 41 170 M. E l e k t r i z i t ä t S>o e r k: E. und A: 1 298 221 M. Straßen- bahn: E. und A.: 713 810 M. Wasserwerk: E. und A.: 310 200 M. Gegen das Vorjahr hat demnach der Haushaltsplan eine Steigerung um 402 260 M. erfahren. Der Voranschlag für die nnler der Kontrolle der Stadtverordnetenversammlung stehenden Stifrungen endet in Einnahme und Ausgabe mit 5077 M. Der Boranschlag für die unter Magistratskontrolle stehenden Stiftungen, der Eis-nhart-Freistellenstiftung und der einem Kuratorium unter- stellten Stiftungen belauft sich auf 120 721 M. Der außerordentliche Etat endet in E. und A. mit 172 038 M.. so daß dre Schlußsumme aller Einnahmen und Ausgaben mit 9 083 923 M. festgestellt ist. Mieterversammlung in Lichtenberg. Neber den Zweck und die Wirksamkeit des städtischen Miet- amtes referierte am 9. d. Mts. in einer vom Sozialdemokratischen Wahlverein einberufenen öffentlichen Mieterversammlung Herr MagistratSaffessor Dr. Stuben. Gleichzeitig stand �der von den Hausbesitzern geplante 9-IIhr-Hausschluß mit zur Tagesordnung. Ivozu Sladv. Genosse Rössel sprach. In der Diskussion wurde von mehreren Rednern lebhaft über das mangelnde soziale Gefühl vieler Hausbesitzer geklagt, dabei jedoch auch hervorgehoben, daß der Hansbesitz ebenfalls in vielen Fällen in eine bedrängte Lage ge- kommen sei. Die Hypothekenbanken müßlen dem Grundbesitz ent- gegenkommen. Bor allen Dingen aber seien die Rieter in eine verzweifelte Lage geraten, die später äußerst schwer auf die Existenz der aus dem Felde zurückkehrenden Kriegsteilnehmer" ein- wirken werde. Die Versammlung beauftragte einstimmig die sozialdemokratische Fraktion, mehr noch als bisher, sür eine Er- höhung der Mietszuschüsse sowie für eine Verminderung bezw. Abschaffung der Abzüge von der Familien Unterstützung zugunsten der Hausbesitzer einzutreten. Gleichzeitig wurde der geplante 9-Uhr- HauSschlutz abgelehnt._ Gerichtszeitung. Alkoholfolgcn. Wegen Beleidigung und Sachbeschädigung hatte die 4, Strafkammer des Landgerichts I unter Borsitz des Landgerichtsdirektors Lieber gegen den in Dänemark ge- bärtigen Lithographen Hans Nielsen zu verhandeln. Der Angeklagte, welcher seit 4 Jahren in Deutschland ansässig ist, kam in der Nacht zum 7. November v. I. gegen 12 Ilhr in daö Lokal des Schankwirts Nicke m der Elisabetbstrahc. Als er hier den Wirt, der verwundet aus dein Felde zurückgekommen war, in seiner feldgrauen Uniform hinter dem Schanktisch erblickte, mur- raelte N. auf dänisch einige Worte vor sich hin, die der Wirt nach den Gesten als Schimpfworte ansah. Auf seine ruhige Frage, was er da eben gesagt habe, rief ihm N., so daß es alle Gäste hören konnten, zu:„Ihr verfluchten deutschen Hunde!" Die Antwort auf diese Worte bestand in einer schallenden Ohrfeige, der von feiten der Gäste noch verschiedene andere folgten. Als der Angeklagte zur Polizei gebracht werden sollte, schlug er in der Wut noch eine Tür- scheide ein. Vor Gericht erklärte der Angeklagte, der offensichtlich Reue über seine Tat empfand, daß er selbst nicht wiffe, wie er zu dieser Schimpferei gekommen sei. Er habe gar keinen Haß gegen die Deutschen und zahle sogar als Mitglied des Steindrucker- usw. Verbandes die Kriegsunterstützung für die Angehörigen der im Felde befindlichen Mitglieder. Der Vorsitzende, Landaerichtsdirektor Lieber, gab sich die erdenklichste Mühe, aus dem Angeilagten irgend- eine plausible Erklärung für sein Tun herauszubekommen. Um irgendeine Erklärung zu erlangen, beschloß das Gericht, auf Antrag des Staatsanwalts, die Verhandlung auf 2 Stunden auszusetzen. um den Werkmeister des N. telephonisch herbeizurufen. Der Zeuge bekundete, daß er nie etwas von einem Deutschenhaß seitens des Angeklagten bemerkt habe, der sich im Gegenteil mit seinen dcut- scheu Arbeitsgenossen stets gut vertragen habe. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von neun Monaten und sofortige Verhaftung des Angeklagten, der als Ausländer fluchtverdächtig sei. Das Gericht ging bei der Beurteilung der Sache von der Ansicht aus, daß es ganz gleichgültig sei, loelche Gesinnung der Angeklagte für uns Deutschs habe. Tatfache fei jedenfalls, daß er diese Beleidigung gegenüber einem Manne ge- braucht habe, der für sein Vaterland geblutet hatte. Mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte am nächsten Tage um Entschuldigung gebeten habe, sein Unrecht auch jetzt noch einseh« und ferner, daß wohl auch der Alkohol dabei eine gewisse Rolle gespielt habe, er- kannte die Strafkammer auf 6 Monate Gefängnis. Da die Gefahr vorliege, daß sich der Angeklagte als Ausländer der Strafvoll- streckung sehr leicht durch dw Flucht entziehen könne, werde gleich- zeitig gegen ihn der Haftbefehl erlassen. Berleumdungsseuche. Anonyme Briefe an die Gattin eines im Aelde befind- lichen Offiziers bildeten den Gegenstand einer Anklage wegen Beleidigung, welche gestern die Strafkammer des Land- gerichts III beschäftigte. Angeklagt war der Pförtner Hermann Franke aus Charlotten- bürg.— Eines Tages im Oktober v. I. erhielt die in einem Hause der Bismarckstratze in Charlottenburg wohnende Frau einen anonymen Brief, dessen Inhalt sie in höchste Erregung und Em. pörung versetzte. Der ungenannte Briefschreiber teilte mit, daß er entdeckt habe, daß sie es mit der ehelichen Treue nicht sehr genau nehme und ihr im Felde befindlicher Ehemann eigentlich erfahren müßte, wie sie es hier treibe. Der Verdacht, diesen Schandbrief geschrieben zu haben, lenkte sich sofort auf den Angeklagten, der sich schon einmal derartige Schwätzereien zu dem Dienstmädchen der Frau erlaubt hatte. Als diese ihm auf den Kopf zusagte, daß er den Brief geschrieben habe, verriet sich F. dadurch, daß er, ohne überhaupt den Brief gesehen zu haben, sofort antwortete, daß er solche„Gemeinheiten" nicht schreiben würde. Dann behauptete er wieder, daß nicht er, sondern ein gewisser„Karl" den Brief ge- schrieben habe, den er aber nicht nennen wolle, da der Betreffende Familienvater sei. Durch Schriftenvergleich stellte ferner der ge- richtliche Schreibsachverständige, Rechnungsrat Drogolin, fest, daß die Handschrift des Briefes genau mit der etioas ungelenken Hand- schrift des Angeklagten übereinstimmte, der seine Schrift nur wenig verstellen konnte. Das Schöffengericht verurteilte den bisher unbescholtenen Ange- klagten mit Rücksicht auf die von ihm zutage gelegte niedrige Ge- sinnung zu 3 Wochen Gefängnis. Mit seiner Berufung hatte der Angeklagte vor der Strafkammer keinen Erfolg, denn das erste Urteil wurde bestätigt._ Wieder ein Feldpostdieb. Vor der 1. Strafkammer des Landgerichts II stand gestern schon wieder ein Feldpostdieb in der Person des Malers Walter F e st h a l. Dieser war am 17. Oktober o. I. von der Post als Aushelfer angenommen und verpflichtet worden und bis Ende November bei der Postanstalt in der Luckenwalder Straße mit dem Sortieren von Feldpostpaketen beschäfttgt. Er war beobachtet worden, als er in einige defekt gewordene Pakete hineingriff und etwas in die Tasche steckte. Bei einer sofort vorgenommenen Leibesvisitation fand man in seinen Rock- und Hosentaschen eine kleine Blechbüchse mit schmalz, etwas Speck, mehrere Bonbons und 5 Zigarren. Nlir die Tatsache, daß er nach dem Gutachten des Dr. Fritz Leppmann geistig minderwertig ist, rettete ihn vor der sonst üblichen sehr hohen Strafe. Das Gericht verurteilte ihn zu 9 Monaten Gefängnis. Mordtat dürfte bereits vor einigen Tagen verübt worden sein. Am Mittwoch war der Knecht der B., der als einziger Bediensteter auf dem Hofe tätig ist, von dem Gehöft, das etwas abseits vom Dorfe in den Wiesen belegen ist, abwesend, er hatte sich nach dem Dorf begeben und dorl den Tag über zu tun. Währenddes ist daö Ver- brechen ausgeführt worden. Die Leiche lag bei der Entdeckung in einer großen Blutlache. Der Körper der Toten weist einige Wunden auf. In der Wohnung der Ermordeten herrschte große Unordnung. Brotmarken und Kleinstaaten. Indem Städtchen Ruhla, das halb zu Sachsen-Koburg- Gotha, halb zu �sachsen-Weimar gehört, bat die Einführung der Brolmarke ein buntes Durcheinander geschaffen. Auf der Gorbaer Seite wohnen 13 Bäcker und auf der weimarrschen Seite nur iünf. Die Kundschaft kümmert sich wenig um die LandeSgrenzen, die ein- mal links und einmal sich rechts deS kleinen Baches, den man den „Erbstrom" nennt, hinziehen. Nun ist von den Regierungen verfügt worden, daß die Ruhlaer kein„ausländisches" Bröl mehr beziehen dürfen. Damit werden nicht nur jahrelange GefchäflSverbindungen jäh auseiiiandergeriffen. sondern es entsteht auch noch insofern eine große Kalamität, als die 13 Gothar Bäckermeister zum Teil über- flüssig geworden sind, während die fünf wcimarischen Bäckermeister nicht das notwendige Quantum liefern können. Unter dem Burgfrieden. Nr. 53 der„Chemnitzer Bollsstimme" enthält folgende Die Notiz: „In der„Norddeutschen VolkSzeitung", dem amtlichen Kreisblatt für die nordhannöverichen Kreise Blumenthal und Osterholz, finden wir folgende amüsante Nanz: Kirche z u Vegesack. Der für heute abend angesetzte Kriegsgottesdienst fällt mit Rücksicht auf den Bortrag aus. den ReichStagsabgeordneler G. S w ö p f l i n in den Tonhallen über: . Die Volksernährung während des Krieges hält. DaS ist doch einmal wirklich Burgfriede!" Parteiveranftaltungen. Bezirk Schöneiche und Umgegend. Der Zahlabcnd sür alle Bezirke findet Sonnabend, den 13. d. Mts., abends LH, Uhr, in Fichtenau nu Gesellfchastshaus statt. Borstgwaldc-Fichtenau. Heute Freitag, den 12. März, abends, findet von den bekannten stellen aus eine wichtige Flugblatwerbreüung statt. Allgemeine Kranken- und Zterbekafic der Metallardeitcr lB. a. G.) Hamburg. Filiale Baumschulenweg. Den in Treptow wohnenden Mitgliedern zur Kenntnis, daß am Sonnabend, den 13. März, abends von LH, bis 10 Uhr im Lokal von Wolfram, Elsen- slraße 101, Ecke Kiesholzstrage, kassiert wird. Allgemeine Familiensterbekasse. Sonntag, den 14. März: Zahl- und Auinahmetag von 3 bis 6 Uhr im Restaurant OKrichtstr. 12/13; am Sonnabend, den 20. März, in Wildau(Wildaucr Hos), von 4 bis 5h, Uhr. Kriegsschwindler. Schriftsetzer Franz Jensch, Neukölln, Bodestr. 6/7, ersucht uns um Feststellung, daß er mit dem als Kriegsschwindler am Dienstag gekennzeichneten Schriftsetzer Franz Zeutsch nicht identisch ist. Diesem Wunsch kommen wir hiermit nach. �ugenöbewegung. „Lrbeiter-Jugead". Die soeben erschienene»r. 6 des 7. Jahrgangs hat u. a. folgenden Inhalt: Die Gewerkschaften und der Krieg. Von Fritz Tarnow.— Lernt Geographie! Von Heinrich Schulz.— Drei Schulkameraden. Von Emil Unger.— Der Opiumkrieg. Von Karl Alexander v. Müller.— Welche Anforderungen sind an eine Kriegs- karte zu stellen?(Mit Abbildungen.) Von Richard Seidel.— Vor dem Eintritt ins Leben. Bon M. P.— Zur wirtschaftlichen Lage. Keine Nachrichten. Ei« geheimnisvolles Berbrechen ist in B e r k o w bei Landsberg a. W. entdeckt worden. Auf ihrem Landgut wurde das 46 Jahre alte Fräulein Mathilde Bornstein tot unter dem Düngerhaufen auf dem Wirtschaftshof aufgefunden. Die Eingegangene Druckschristen. Heft L3 der„Neuen Zeit" vom 12. März hat solgendcn Znhall: Englands Siegespreis. Von Gustav Eckstein.— Friedrich Engels und die deutsch-französische Frage. Von Ed. Bernstein.— Der Krieg und die land- wirtschastiiche Eenossenschastsbewegung in Rußland. Bon Dr. Judith Grün- seid.— Das industrielle Unternehmertum und der Krieg. Bon Richard Woldt.— F e u i l I t o n: Nationale und internailonale Kunst. Von Dil» belui Hausensteiu.— Literarische Rundschau: Robert Erotzsch: Eberhard Buchner, KriegShumor. „Ter Kamvf." Sozialdemokratische Monatsschrist. 8. Jabrg. Hest 3. Inhalt: Karl Seitz: Imperialistische oder proletarische Weltpolitik.— Karl Renner: Sozialistischer Imperialismus oder internationaler tsozia- lismus?— Max Adler: Zur Ideologie des Wellkrieges.— N. R i a- s an o ss: Marx und Engels über de» deuisch-sranzösischen Krieg. Sriefkasten öer Reüaktion. Die knrtftisch- Sprechstunde findet für Abonnenten Sindenstr. 3, IT. Hos rechts, parterre, am iNontag bis Freitag don 4 bis 7 UI>r, am Eonnaben» von 6 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsauitiung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Berträge, Schrtftftückc und derglcichca bringe mau in die Sprechstunde mit. H. 19. Aus Ihrer Frage geht nicht hervor, was Sie meinen. Arbeit erbataillone gibt es im deutschen Heere nicht, wohl aber ArmierungS- bataillonc. Arbeiterablellungen bestehen schon im Frieden; üc sind eine Swastrupve, in die Mannschasten mit schlechter Fuhrung usw. eingereiht werden lönneii. Graudeuz 37. Unterstützung wird nur während der Kricgszeit ge- zahlt. Die Unterstützung beträgt sür Frau und Kind 3ö M. monatlich.— G. T. 33. Wegen Sicisheit oder Krümmung eines Fingers dienst- unsähig.— C. H. 89. Die Kasse ist verpflichtet, sie als fieiwilligeS Mit- glied anszunebmen. Die Mutter bat Anspruch aus Unterstützung.— G. K. 100. Ja.— Potsdam 100. 1. Rückerstattung aus den ge- leisteten Beitrügen erfolgt nicht mehr. 2. und 3. Eine Beschlagnahme ist ausgeschlossen. 4. Wird Ihnen geliesert.— W. H. 100. Unterstützung wird nur an die Ehesrau gezahlt.— F. E. 484. Da durch das Zeugnis der Tante der Beweis der Zahlung erbracht werden kann, cricheint uns eine Klage aussichtslos.— Ä. B. 12. Da Ihre Frau nicht selbst ver- sichert ist, hat sie keinen Anspruch. Die Wochenbihc wird aus Gruna der BersichcrungSpflicht des Mannes nur den Kriegcrfrauen gewährt. — H. St. 46. Das Krankengeld gehört zum Einkommen.— A. D. 31. Sie können auf die EinberusungSorder warten.— Neukölln 20. Wahr- scheinlich Landsturm ohne Waste.— K. P. 4. Sie müssen das Gewerbe anmelden. Der Berkauf von Heilmitteln unterliegt gewissen Beschränlunaen, die sie im Sburpsuschergesetz näher bezeichnet finden.— 2k. D. 1859. EinKürzung der Rente gibt eS nicht, sie wiirde nur völlig in Wegsall kommen. Da Sie als Rentner nicht versicherungspflichtig sind, werden Sic auch keine Invalidenrente erhalten können. Bei dem Verlust der Rente tritt diese nachher nicht ohne weiteres wieder ein, sondern muß ew neuer Antrag gestellt werden, und cS hängt dann vom ärztlichen Gutachten ab, ob Sie wieder Invalidenrente bekommen.— A. 55. 1. Als Invalide find Sie nicht versicherungspflichtig. 2. Nein.—®. Z. 88. Da es sich nur um die Küchcntür handelt, erscheint uns Ihr Anspruch zweiseldast.— M. 23. 777. 1. Ja. 2. und 3. Nein. M. Z. 768. Wegen Lungenleiden zurückgestellt; Sie können also in ab- sehbarer Zeit wieder zur Musterung beordert werden.— A. B. 100. 1. Sie bekommen die Witwenrente vom Todestage an. 2. Nein. 3. Das KriegSclletngcld beträgt höchstens 260 M. jährlich.—