Nr. 59. jaid dator magloding n un til de son modismo modis dismoje sedmidse www.dig med s ald leylanded adsudet rasta 11. Jahrg. drier additum stond drob Vorwärts Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 5,50 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Numme: 6 Pfs. Sonntags- Nummer mi: lluftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Big. Boft- Abonnement: indi 6,30 Mt.pro Quartal. Unter freuz band: Deutschland u. Deiterreic Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post Beitungs- Breisliste für 1894 unter Nr. 6919. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn. und Feftagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Eernsprecher: 3mt I, 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Tenis] Chours in stambiaged dau uszige Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Knebelung der Gewerkschaften. Die Buntscheckigkeit der im Reiche giltigen einzelstaatlichen Vereinsgesetze, die den Vereinen, je nach ihrem Domizil, ganz verschiedenartige Befugnisse zuweisen, hindert die Ausbreitung größerer Organisationen über das ganze Reich. Darunter leiden besonders die Gewerkschaften, da fie zur Erfüllung ihrer Aufgaben der größten Bewegungsfreiheit bedürfen, sei es, um von einer Zentrale aus neue Einzelvereine zu bilden, sei es, um ältere Vereine zu einer größeren Dr ganisation zusammenzuschließen. Etwas freier können sich die Vereine in einigen Kleinſtaaten, besonders in Hamburg, bewegen. Rigoros hintertreiben dagegen die preußischen Behörden aufgrund des preußischen Vereinsgesetzes die Verbindung politischer Vereine untereinander. Das preußische Vereinsgesetz macht den feinen Unter schied zwischen Vereinen, die auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken suchen, und denen, welche bezwecken, politische Gegenstände in Versammlungen zu erörtern. Diese Grenze genau festzustellen, ist sehr schwierig. Das Vereinsgesek verzichtet darauf. Der tieferen Einsicht untergeordneter Polizei- Organe bleibt es überlassen, im Einzelfalle diese Grenzlinie ausfindig zu machen. Daraus ergeben sich denn naturgemäß die mannigfaltigsten Behandlungsunterschiede in der Praxis, und oft genug haben sich dann im Verfolg der daraus entstehenden Konflikte die Gerichtshöfe, bis in die höchften Instanzen hinauf mit der Entwirrung dieser heillen Streitfragen zu befaffen gehabt. Dabei ist es, wie sich das für den Juristenverstand geziemt, zu immer spitfindigeren Auslegungen des Vereinsgesetzes zu ungunsten des durch die Verfassung gewährleisteten Bereinigungsrechtes gekommen. Eine wahre Fundgrube von Waffen zur Befehdung der Vereine sind die Obertribunals- und ReichsgerichtsBeschlüsse der letzten Jahrzehnte. Dem Regierungspräsidenten von Breslau macht es alle Ehre, daß er diese Fundgrube gründlich durchforscht und die gewonnenen Ergebuisse den Landrathsämtern und Polizeibehörden seines Verwaltungsbezirks in einem Rundschreiben handgerecht gemacht hat, indem er ihnen Anleitung giebt, in welchen Fällen auf grund des§ 8 des Vereinsgesetzes gegen Vereine einzuschreiten ift. Die Verfügung lautet: omnat de sodiu Unter politischen Gegenständen sind alle Angelegenheiten zu verstehen, welche Verfassung, Verwaltung, Gesetzgebung des Staates und des Reiches, die staatsbürgerlichen Rechte der Unterthanen und die internationalen Beziehungen der Staaten zu einander in sich begreifen.( Urtheil des Reichsgerichts vom 10. November 1887.) 3u letzteren gehören auch die mit dem Heiligen Stuhle abgeschlossenen Konkordate. Wirthschaftliche Fragen sind nicht unbedingt, wohl aber dann als politische Gegenstände" anzusehen, wenn eine Aenderung der bestehenden Zustände mittels staatlichen 3wanges, staatlicher Einrichtungen oder gar mittels Beseitigung geltender Berfaffungsgrundsäße erstrebt wird.( Urtheil des Reichsgerichts vom 18. März 1887.) Feuilleton. Helene. Nachdruck verboten.] [ Alle Rechte vorbehalten [ 64 1919 Sonntag, den 11. März 1894. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Das Gleiche gilt von sozialen Fragen; auch sie nehmen des Beamtenthums die Tendenz, sich reißend schnell von den politischen Charakter sofort an, wenn zu ihrer Lösung ihrer Entstehungsstätte aus über den ganzen Staat zu ver Mittel und Wege zur Geltung gebracht werden, welche eine breiten. Ein jeder Beamte hegt den Ehrgeiz, an Schneidig Menderung der bestehenden Einrichtungen und somit der feit und Strammheit hinter Seinesgleichen nicht zurückgeltenden Staatsgesetze zur Voraussetzung oder zur Wirkung haben.( Urtheil des vormaligen Obertribunals vom 2. Febr. 1876.) zustehen. Wird erst irgend mal wo innerhalb der schwarzSofern daher eine Erörterung sozialer Fragen mit der Richtung weißen Grenze mit der Verschärfung der Unterthanenauf Beeinflußung der staatlichen Einrichtungen und Anordnung kontrolle vorangegangen, so kann man sicher darauf rechnen, geschieht, wird die Erörterung zu einer politischen.( Urtheil daß bald andere Verwaltungsbeamte in den verschiedenen des vormaligen Obertribunals vom 26. November 1875.) Theilen des Staates gleichfalls die Zügel so scharf Alle Bestrebungen einer Gesellschaft, die die gleichen oder auziehen werden, daß es mit der Bewegungsfreiheit der gleichartigen Ziele und Zwecke verfolgen, wie die neuere sozial- Vereine völlig aus ist. Durch die Anwendung fein auspolitische Gesezgebung Deutschlands, so in Bezug auf Kranken- geflügelter juristischer Spitfindigkeiten auf die Auslegung und Unfallversicherung, Alters- und Invalidenversorgung, des Begriffs politische Angelegenheiten" ist die Grenze Arbeiterschuh, Normalarbeitstag, Beschränkung oder Beseitigung der Frauen und Kinderarbeit, der industriellen Gefängniß arbeit, Einfegung einer besonderen Aufsichtsbehörde zc. geben dem Verein den Charakter eines politischen, sobald sie in das staatliche Gebiet herübergreifen und die Organe und die Thätigkeit des Staates für sich in Anspruch nehmen( U theil des Reichsgerichts vom 10. November 1887). zwischen öffentlichen und politischen Angelegenheiten, die das Vereinsgesetz zu errichten bemüht ist, völlig verwischt. Die früheren Auslegungen liefen ebenso wie die augenscheinliche Absicht des Gesetzgebers darauf hinaus, als politisch" das hinzustellen, was sich unmittelbar mit der Staatsverivaltung und Staatsgesetzgebung befaßt. Also nur eine Kritik staat licher Einrichtungen und staatlicher Maßnahmen, sowie die Erörterung 0011 Vorschlägen zur Menderung dieser Einrichtung würde als danach politisch anzusehen sein. Wenn aber Erörterungen über Fragen der Nationalökonomie und der Sozialwissenschaft bereits poli tisch" find im Sinne des Gesetzes, dann wäre es wirklich an der Zeit, einmal ein Preisausschreiben zu erlassen, was den Sonach sind unter politischen Gegenständen im Sinne des § 8 des Vereinsgesezes nicht blos diejenigen begriffen, welche den Staat in bezug auf seine Zivecke und in bezug auf die zur Erreichung der letteren anzuwendenden Mittel betreffen, also nicht blos Gegenstände der Staatsweisheitslehre oder Politik im engeren Sinne, jondern es gehört alles dazu, was unter den Begriff der Staatswissenschaft zu subsummiren ist, also auch die Fragen der Nationalökonomie und der Sozialpolitik ( Urtheil des Kammergerichts vom 26. April 1888). Ob ein Verein als ein politischer im Sinne des§ 8 des eigentlich nunmehr noch als nicht politische öffentliche Vereinsgesetzes zu betrachten sei, ist nicht allein nach den Angelegenheit angesehen werden darf. Nich genug damit, daß die Politif eine solche Begriffs: Sagungen, sondern unter Berücksichtigung aller zur Renntniß der Behörden gebrachten. Thatfachen nach der fouftatirten erweiterung erfährt, wird der ursprüngliche Sinn des Thätigkeit des Vereins zu beurtheilen( Urtheil des vormaligen Vereinsgefeges auch noch in anderer Weise zu ungunsten der Obertribunals vom 7. Oltober 1873 30. März 1874-Bewegungsfreiheit der Vereine verschoben. Das Gesetz schreibt 30. April 1874). Eine solche Thätigkeit ist stets dann als er- ausdrücklich vor, daß nur solche Vereine als politische anzuwiefen anzunehmen, wenn politische Gegenstände in Bereins- sehen sind, die den Zweck haben Politik zu verfolgen. versammlungen, sei es mit oder ohne Zustimmung der Vor Dem Sinn dieser Bestimmung gemäß müßte allerdings nicht steher oder Zeiter, sei es im Vortrage eines Reduers oder in nur aus den Statuten, sondern aus dem Gesammtverhalten der Tebatte erörtert worden. Ist ein zum Vortrage oder der Vereine hervorgehen, ob sie einen solchen Zweck ver zur Besprechung gebrachter Gegenstand politischer Natur, so tommt es nicht darauf an, wie er demnächst er folgen. Nach der Breslauer Polizeibelehrung genügt es örtert worden( Urtheil des vormaligen Obertribunals zur Ronstatirung dieses Zwecks", daß politische Gegenvom 20. März 1878). Eine gleiche Beurtheilung wird aber stände ob mit oder ohne Genehmigung des Vorstandes auch dann einzutreten haben, wenn der zum Bortrage oder ist gleichgiltig in einer Vereinsversammlung erörtert zur Besprechung bestimmte Gegenstand an sich unpolitischer werden, und als Erörterung ist es bereits anzusehen, wenn Natur ist, gleichwohl die Grörterung politischer Gegenstände ein Redner die Politik„ streift". in Abschweifung von dem eigentlichen Thema stattfindet. Man Ein jeder Verein kann also zu einem politischen gewird also auch ein bloßes„ Streifen" politischer Gegenstände stempelt werden, wenn in irgend einer seiner Versammunbedenklich als eine Erörterung anzusehen haben. lungen ein beliebiger Redner eine nationalökonomische Frage streift". Opportunitätsgründe, wie z. B., daß ein Einschreiten gegen den Verein Aufsehen erregen fönnte, haben im Hinblick auf§ 152 Abs. 2 der Str.- Pr.- Ord. den Entschließungen der Staatsanwaltschaft fern zu bleiben. Bei ablehnenden Gerichtsbeschlüssen und freisprechenden Urtheilen ist von den verord neten Rechtsmitteln Gebrauch zu machen." Diese Ermahnungen, das Vereins- und Versammlungswesen einer schärferen Kontrolle zu unterwerfen, find zwar nur für die Behörden des Regierungsbezirks Breslau bestimmt, aber in Preußen haben alle Machterweiterungen Sie rotteten sich zusammen, setzten sich an den Rand der Schlucht und starrten über diese hinweg nach dem erleuchteten Schloffe hinüber. Einige Verwegene wagten es sogar, sich demselben zu nähern, aber alsbald erging aus einem der offenstehenden Fenster die barsche Weisung an sie, sich eiligst zurückRoman in zwei Bänden von Minna Kautsky. die Und diese Proletarier, diese Schivachen und Unter- zuziehen. drückten, die man als cine inferiore Klasse geknebelt Das muß in Andelfingen angezeigt werden," lautete hält, als Heerdenthiere behandelt, sie sind in Wahr nach kurzer Berathung der allgemeine Beschluß der heit die auffirebende Klaffe, die den Fortschritt auf ihre Häusler. Fahne geschrieben, sie sind die Träger neuer Jdeale ge- Ju diesem Augenblick erschollen aus den Fenstern brausende Rufe ein dröhnendes Lachen folgte graufig wild tönte es durch die stille Nacht, wie von tausend Teufeln ausgestoßen. Der Gemeinde- Ammann muß her, der muß glei in die Hölle da' nein gucke," riefen die Männer. Aber in der nächsten Minute waren die Lichte erloschen, Lachen verstummte, und das alte Schloß versant wieder Die Männer sahen einander an. worden. Die erste Sigung dauerte spät in die Nacht hinein. Eine junge Magd, die von einem verliebten Abenteuer nach Hause ging, bemerkte, daß die Fenster des alten Schloffes erleuchtet waren. 105 fie in o das Entsett ob dieser nie geschauten Erscheinung floh sie in ihre Stube und barg sich unter der Decke. Am nächsten Morgen erzählte sie, auf die Gefahr hin, in Schweigen und Dunkel. sich selbst zu verrathen, was sie gesehen habe. Man lachte sie aus und wollte ihr beweisen, daß sie dumm sei, und daß es nur der Mond gewesen sein könne, der sich in den Fenstern gespiegelt habe. Als sich aber in den darauf folgenden Nächten das Schauspiel mit den beleuchteten Fenstern wiederholte, kamen die unglaublichsten Gerüchte in Schwang. Der Schloßbauer wurde vernommen. Er erzählte, daß die Mitglieder eines Krantenvereins hier ihre Sizungen hielten, aber das glaubte ihm Niemand. Wie kam es, daß bei Tage keiner dieser guten Leute zu sehen war? Nein, nein, so einfach war die Geschichte nicht, in keinem Falle ging es mit rechten Dingen zu. Am Sonntag Abend legten sich die Häusler nicht zu Bette. Heut' wollen wir doch lieber ins Bett gehen," entschieden fie dann, schnell ernüchtert, morgen ist auch ein Tag." Am nächsten Morgen aber hatten sie's richtig und prompt der Behörde in Andelfingen angezeigt. * Der Kongreß war bei seiner Schlußfizung angelangt. Die Verhandlungen waren mit großer Gründlichkeit und mit einer Ausdauer geführt worden, die sonst bei Kongressen nicht üblich zu sein pflegt. Von acht Uhr Morgens bis nach Mitternacht, mit nur je zweistündiger Pause, saßen die Männer berathend beifammen. Wird diese Auffassung rücksichtslos zur Geltung gebracht, dann ist es überhaupt aus mit der Bewegungsfreiheit der Gewerkschaften. Sie könnten sammt und sonders zu politischen Vereinen erklärt werden, und kein einzelner gewerkschaftlicher Verein dürfte mit einem andern in Verbindung treten. Aber schon die Möglichkeit, daß eine solche Auffassung jederzeit in die Praxis übersetzt werden kann, genügt, um ein derartiges Gefühl der Unsicherheit hervor Die Debatten gestalteten sich oft erregt, über die einzuschlagende Taktik waren die Ansichten getheilt, aber man einigte sich rasch und alle wichtigen Beschlüsse waren doch schließlich einstimmig oder mit einer an Ginstimmigkeit grenzenden Majorität gefaßt worden. Die wichtige Aufgabe war zu einem gedeihlichen Abschluß gekommen und alle befanden sich in freudig gehobener Stimmung. Und da waren die Jüngsten- ein luftiges Kleeblatt das nach der erschöpfenden Arbeit noch genugsam Laune und Humor in Bereitschaft hielt. -OW Sie hatten ein Wigblatt geschaffen und illustrirt, das die strengsten, eruftesten Persönlichkeiten in den drastischen Situationen vor und während der Nachtruhe vor und während der Morgentoilette am Brunnen wiedergab. Und all' die edlen Ritter waren da abkonterfeit, die unter einer neuen Fahne in diese alte Burg gezogen waren- und all' die guten und schlechten Wize, die freiwilligen und unfreiwilligen Bonniots, die in der Hize des Kampfes gefallen, sie waren vor diesen jungen Historikern, die noch nicht auf ein obligates Staatsbewußtsein" gedrillt waren, getreulich aufgezeichnet worden. Die Kongreßler waren bei dem letzten Punkt ihrer Tagesordnung angelangt, als die Meldung einlief, daß der Statthalter von Andelfingen mit seinem Stabe das heißt von seinem Schreiber begleitet- Einlaß begehre. Der Beamte wurde auf die zuvorkommendste Weise empfangen und gebeten, sich niederzulassen. Aber so sehr dieser biedere Schweizer auch seine Dhren spiste, er konnte keine staatsgefährlichen Entdeckungen machen, es müßte denn die vom rothen Postmeister konstatirte Thatsache ihn unheimlich berührt haben, daß der Sozialdemo " zurufen, daH dadurch den Gewerkschaften jedwede behart liche und wkitausschauende Thätigkeit unterbunden wird. Da taucht denn doch die Frage auf, ob— trotz aller taktischen Bedenken— es nicht an der Zeit ist, energische Schritte zu thun, um ein Reichs-Vereinsgesetz zu erwirken, das allen Vereinen, die sich mit öffentlichen Angelegen- heiten befassen, die volle Bewegungsfreiheit und die An- kuüpfung von Beziehungen untereinander ermöglicht. Voltktsrye Itctrcflrdtl. Berlin, den 10. März. Aus dem Reichstage. Drei hundert und sechs und vierzig Reichs boten hat die entscheidende Abstimmung über den Z 1 des russischen Handelsvertrages nach Berlin ge- führt. Eigentlich war es noch ein halbes Dutzend mehr; nur zog es der eine oder andere der Herren, welche von zu Hause abgereist waren, um gegen den Vertrag zu stimmen, vor, heute in der entscheidenden Stunde sich außerhalb des Reichstagssaales aufzuhalten. Im umgekehrten Verhältniß zu dem allgemeinen Interesse, das dem Vertrage entgegengebracht wird und das sich unter anderem auch in dem Zudrange zu den Tribünen knndgab, stand die Debatte. Es genügt zur Charakterisirung derselben, daß die Frage der Judeneinwanderung im Vordergrunde stand, und daß Liebennann von Sonnenberg der Hauptredner des Tages war. In der namentlichen Abstimmung wurde der is 1 mit 200 gegen 146 Stimmen angenommen. Dieses Resultat wurde aus den Reihen der freisinnigen Volkspartei mit Bravo begrüßt. Am Bundesrathstisch, wo Caprivi, Marschall u. A. saßen, gab es nach dem Bekanntwerden dieses Resultats ein allgemeines Händeschütteln und Beglückwünschen; die Bänke der Abgeordneten leerten sich aber überraschend schnell. Die weitere Debatte war ohne jeden Belang; vor Eintritt in den tz IS vertagte sich das HanS bis zum nächsten Montag, Mittags 12 Uhr. Von der sozialdemokratischen Fraktion waren zur heutigen Abstimmung über den Handelsvertrag 40 Mit- glieder anwesend, welche sämmtlich mit Ja anstimniten. Da zwei Mitglieder, Metzger und Stadthagen, sich in Hast befinden, so fehlten von der ganzen Fraktion nur zwei Mann.— Die Zentrumspartei und der deutsch- russische Handelsvertrag. Gespaltener hat noch nie eine Partei, von der nationalliberalen abgesehen, über eine wichtige Frage abgestimmt, wie das Zentrum, 32 Ab- geordnete dieser Partei haben gegen, 44 für den Antrag gestimmt, 19 Zentrumsabgeordnete haben sich der Ab- stimmung enthalten. Ein nettes Bild vom festen Thurm des Zentrums.— Die preußische Wahlstatistik ist noch nicht dem Landtage zugegangen, trotzdem> wird offiziös ein AuSzug aus derselben verbreitet, der die Blätter zu mehr oder minder eingehenden Erörterungen über das Dreiklaffen- Wahlsystem veranlaßt. Das wollte wohl die Regierung, damit das später erscheinende statistische Material unberück- sichtigt bleibt. Wir können der preußischen Regierung den Gefallen nicht erweisen, auf ihre vorläufigen und vielleicht tendenziös zugestutzten Mittheilungen einzugehen. Wir werden dafür desto gründlicher das amtliche Material untersuchen, kritisircn und dann über das elendeste aller Wahlsysteme urtheilen.— Die Steurrvorlagen, die fast in Vergessenheit ge- rathen sind, werden von der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" im Auftrages der Reichsregierung wieder in Er- innerung gebracht. Das offiziöse Blatt schreibt: Wenn in einzelnen Preßorganen auch neuerdings wieder der Annahme Raum gegeben wurde, die verbündeten Re- gierungen würden für die laufende Session darauf verzichten, die dem Reichstag gemachten Steuervorlagen durchberathen zu sehen, so sind wir in der Lage, aus bester Quelle versichern zu können, daß die verbündeten Regierungen unter allen Um- ständen darauf bestehen, nicht nur über die Steuervorlagen, � sondern auch über das Finanzresormgesetz vom Reichstage eine bestimmte Antwort zu erhalten. Da die Kommission noch nicht einmal eine der vier großen Vorlagen, auf die es ankommt, ganz durchberathen hat, und der diätenlose Reichstag es sich kaum gefallen lassen krat" trotz des erfreulichsten Ausschwunges noch immer ein Defizit habe, da die Expedition eine so„verflucht tost- spielige" sei. Da aber diese Stelle mit Heiterkeit ausgenommen wurde, hatte auch das streng aussehende Gesicht des Land-AmmanneS sich zu einem Lächeln geglättet. Wieder sank die Sonne und sendete ihre letzten Strahlen in die Fenster des alten Schloffes, als die Männer, die hier getagt, sich zum Abschied die Hände reichten. Das große Thor mit dem steinernen Wappen ward aufgethan und sie schritten heraus, hocherhobenen Hauptes und gehobenen Sinnes. Die stattliche Schaar der Kämpfer, die soeben ihre Kampfesweise geregelt, wird sich nun wieder in alle Winde zerstreuen, aber sie bleiben geeinigt in dem großen Ge- danken: das Proletariat müsse sich selbst befreien. Vec- trauen und Zuversicht smd gewachsen, jeder von ihnen fühlt sich neu gestählt und gekräftigt und bereit. Alles, was er besitzt, das ist jede Kraft seines Geistes, Gesundheit und Leben, für die Verwirklichung dieses Gedankens dahin zu geben. Arm in Arm, in dichten Reihen gingen sie über den Auger und laut und begeistert, wie ein Triuniphgesang, ertönte aus ihren Kehlen das Lied der Freiheit, die Marseillaise. XI. Es war ziemlich spät am Abend, als Helene von ihrem Ausflug wieder bei ihren Freundinnen im Palm- hos eintraf. Sie sah rosig und geistig belebt auS und mit einer bei ihr seltenen Beredtsamkert erzählte sie von dem Kongresse und wie glücklich und bedeutsam alles verlaufen war. Ganz erfüllt von den Ereignissen und ihrem eigenen Glück bemerkte sie ga» nicht, daß ihre Kameradinnen ab- gespannt und zerstreut waren, und erst am nächsten Morgen siel deren verändertes Aussehen ihr auf. Tania war völlig durchsichtig geworden. Um den bleichen, etwas vibrirenden Mund lag jener vergeistigte wird, bis in den September versammelt zu bleiben, so dürfte die Erfüllung des Wunsches der Reichsregierung an der Beschlußunfähigkeit des Reichstages scheitern.— Koscielski-Admiralski, der See-Ulan, der gouverne- mentalste Pole, soll sein Reichstagsmandat niedergelegt haben. Ueber die Gründe der Mandatsniederlegung wird viel Klatsch verbreitet. Wir glauben, daß die Gründe tiefer liegen. Ein so ehrgeiziger Plann wie dieser Edle aus der Polakei legt wegen Kleinigkeiten sein Reichs- tags-Mandat nicht zurück.— Die Hamburger Negierung arbeitet gegen die An- nähme des russischen Handelsvertrages, indem sie die zwei Reichstags-Abgeordneten und Beleidiger des Hamburger Senates, die Genossen Metzger und Stadthagen, aus der düsteren Raboisenwache nicht zur Abstimmung über den Handelsvertrag beurlauben will. Das„Hamburger Echo" schreibt hierüber: „Sticht genügende Gründe" hatten die jetzt die Annehmlichkeiten der Raboisenwache kennen lernenden Genoffen Metzger»nd Stadthagen nach Ansicht der Ober-Staatsanwalt- schaft für ihren Antrag auf Strasurlaub, um an den Ab- stimmungen über den deutsch-russischen Handelsvertrag theil- zunehmen. Der Strafurlaub wurde also versagt. Die von den beiden Abgeordneten hiergegen bei der Verwaltnngs- abtheilung für daS Justizwesen eingelegten Beschwerden sind nach Schluß der ersten Berathung des Handelsvertrages zurück- gewiesen worden. Die oberste Justizverwaltung nimmt an, daß die Beurlaubung eines Abgeordneten behuss Ausübung feines Rechts und seiner Pflicht als Ab- geordneter gesetzlich unzulässig sei. Mit dieser An- ficht steht die Hamburger Behörde in Widerspruch mit der Praris der höchsten Justizbehörden anderer Bundesstaaten; so ist ja erst in jüngster Zeit dem Antrage des Abgeordneten Bueb, ihn zwecks Theilnahme an den Reichstagsverhandlungen von Eröffnung des Reichstages bis zu den Weihnachtsferien zu beurlauben, sofort seitens des elsässischen Ministeriums e»t- sprochen worden. Die Zulässigkeit solcher Beurlaubung wurde bei Besprechung dieses Falles selbst von nationalliberalen Blättern zugegeben. Wir erinneni ferner daran, daß bei Ge- legenheit des bekannten Falles Majunke im Jahre IS74 vom Bundesrathstische aus wiederholt ausdrücklich betont wurde, daß die Justizverwaltungen selbstverständlich das Recht hätten, einem etwaigen Antrage auf Beurlaubung eines Abgeordnelen stattzugeben. Selbst die ultrakonservativen Abgeordneten traten damals diesen Ausführungen bei und wünschten, daß die Frage, ob jeder Abgeordnete auf seinen Antrag hin beurlaubt werden müsse, in der Reichsstrafprozeß-Ordnung geregelt werden möge. Diese Regelung ist bekanntlich nicht erfolgt. Wohl aber schreibt die Strafprozeß-Ordnung ausdrücklich in§ 4SS vor, daß Straf« anfschub, bez. Strafurlaub, ertheilt werden kann, wenn ohne diesen„dem Verurtheilten oder der Familie desselben erhebliche, außerhalb des Strafzwecks liegende Nachtheile erwachsen". Als solche Nachtheile sind die Nothwcndigkeit der Regelung dringender Geschäfte, die Theilnahme an Beerdigungen». ständig erachtet. Die Hamburger Justizbehörde ist demnach der Ansicht, daß die Nichtausübung des Rechts als Abgeordneter kein„außerhalb des Strafzwecks liegender Nachtheil" sei. Be- kanntlich wurde ja auch der Antrag der inhaftirten Genossen, ihnen zwecks Regelung ihrer Angelegenheiten acht, beziehentlich vierzehn Tage Strafaufschub zu ertheilen, abgelehnt. Das preußische Justizministerium erkennt in seiner allgemeinen Ver- fügung vom 14. August IS7S(Justizministerialblatt S. 237) ausdrücklich an, daß selbst in solchen Fällen, aus welche Z 488 der Strafprozeßordnung nicht zutrifft, Strafaufschub und Strasurlaub seitens der Justizverwaltungs-Behörden ertheilt werden könne. Ob es der Ansicht huldigen würde: Wenn ein sozial- demokratischer Abgeordneter den Hamburger Senat oder einen Staatsanwalt beleidigt haben soll, ist Strafaufschub und Strasurlaub unzulässig, weil die Nichttheisnahme des sozial- demokratischen Abgeordneten an den Sitzungen des Reichstages kein„außerhalb deS Strafzwecks liegender Nachtheil" ist? Der„Rückgang" der Sozialdemokratie spukt wieder einmal in den Organen der gegnerischen Parteien, die sich für ihren eigenen wirklichen durch unseren angeblichen Rückgang zu trösten suchen. Jetzt muß die Verminderung der Ueberschüsse des„Vorwärts" im letzten Quartal 1893 verglichen mit dem letzten Quartal 1392 zur Wiederauf- tischung deS Märchens den Vorwand hergeben. Aber haben die Herren Zeitungsschreiber denn vergessen, daß der Kölner Parteitag, wie sie selber seiner Zeit mit- theilten, den Beschluß gefaßt hat, der„Vorwärts" solle einen größeren Theil seiner Ueberschüsse auf die Aus- gestaltuna des Blattes verwenden? Manchem der Rück- gangs- Blätter wäre geholfen, wenn sie nur so viel Abon- nenten hätten, als der„Vorivärts�........ gangs" gewonnen hat.— Religion«nd Stellenjägerei während des„Rück- Der liberale Wiener Vicebürgermeister Dr. Richter soll Bürgermeister von Wien Zug deS Leidens, wie ihn die großen Künstler der Ranaissance den katholischen Märtyrerinnen verliehen hatten, aber auch Sofia Alexandrowna sah leidend aus, sie war in diesen wenigen Tagen eine Andere geworden. Ihr schöner voller Körper war abgemagert und ihre Wangen schmal und blaß geworden. Sie versuchte darüber zu scherzen, aber es wollte ihr nicht recht gelingen. Helene war wirklich bekümmert und wagte doch nicht mit Fragen in sie zu dringen. Sie rüstete sich zum Ausgehen. Sie hatte mit dem rothen Postmeister abzurechnen. Und da war Einer, der sie noch ungeduldiger erwartete; sie war auf Schloß Wyden nicht so unbemerkt geblieben, wie sie erwartet hatte. Sie war erkannt und als Genossin freudig begrüßt worden. Als die Frau des Kastellans em- traf und die Bedienung übernommen hatte, konnte sie an Konrad's Seite sämmtlichen Berathungen beiwohnen. Sie erzählte es Sofie und welche Anregungen sie dadurch �erhalten habe, einen großen, unauslöschlichen Eindruck. Dann hatte sie ihren Hut genommen und war fortgeeilt. Als sie Nachmittags zurückkam, sah sie mit Verwunde- rung, daß Sofia noch im Morgenkleide war. „Du bist heute nicht auf die Klinik gegangen?" fragte sie sie. „Ich bin seit acht Tagen nicht dort geivesen." „Du bist krank, Sofia?" „Nur träge," entgegnete diese kurz. Sie nahm ein Buch, ging gegen das Fenster und setzte sich dort in einen Stuhl. Sie wollte es aufschlagen, aber die Arme sanken schlaff hernieder und das Buch entsank ihren Händen. „Ich weiß nicht, was es ist.... aber ich kann nicht arbeiten.... ich kann nicht.... ich kann nicht!" rief sie. (Fortsetzung folgt.) werden. Bis gestern Dissident tritt er nun zum Katholizis- mus über. Dem Katholizismus wird dieser Uebertritt eben- sowenig zur Ehre gereichen wie dem Liberalismus.— Der italienische Bismarck. Der deutsche Crispi hat seine gefälschte Depesche, der italienische Bismarck sein gefälschtes Manifest. Crispi braucht jetzt nicht mehr mit Neid auf seinen deutschen Ex-Kollegen zu blicken. Wir erwähnten des Bubenstücks schon. Heute nähere Einzel- heiten, die wir der bürgerlichen Presse entnehmen: Unterm 7. d. veröffentlicht der Mailänder„Seeolo" einen Brief des Deputirlen Colajanni. in welchem dieser sden Nachweis liefert, daß der in der Kammerfltzung vom 28. Februar von Crispi verlesene hochrevolutionäre Aufruf eme Fälschung ist. Pelralia Soprana, in der Provinz Palermo, ist die Ge- meinde, in welcher nach Crispi das Manifest publizirt worden sein soll. In Wahrheit verhält sich die Sache folgendermaßen. In genanntem Orte war ein Vize- Kanzlist der lokalen Pretura(Zivilgericht), der sterblich verliebt war in die schöne Frau eineS reichen Teigwaaren- Fabrikanten. Tie Frau gab seinen Bewerbungen kein Gehör, worauf er ihr Trohbriese schrieb, und als auch dies nichts nützte, seine Drohungen ausführte. Er schrieb den Aufruf, adressirte ihn an den Ehemann jener Frau und gab das Schreiben in Petralia Sottana auf die Post. Er schrieb ferner zwei anonyme Briefe, einen an den Delegirten der öffentlichen Sicherheit, einen anderen an den Brigadier der Karabinieri von Petralia Soprana. In diesen Briefen denunzirte er den ihm verhaßten Ehemann als Anarchisten. welcher Geld und Dynamit erhalten habe, um die Revolution zu provoziren, und bezeichnete als Beweis seiner Behauptung die Thatsache, daß vermittelst der Post demselben ein auf- rührerffches Manifest zugehen werde. Er forderte d i e Polizei auf. das Manifest, welches noch auf der Post sein müsse, zu beschlagnahmen. Thatsächlich wurde das Manifest noch in den Händen des Postboten beschlagnahmt, be- vor dieser eS dem Adressaten hatte einhändigen können. Beim Adressaten fanden darauf Haussuchungen statt, welche aber fruchtlos ausfielen. Dessenungeachtet wurde die Verhaftung des Teigwaaren-Fabrikanten angeordnet. Nun aber denunzirte die Frau den Vizekanzlisten als den muthmaßlichen Verfasser des Manifestes und legt« seine Drohbrief« vor. Jetzt wurde Unter- suchung gegen den Kanzlisten eingeleitet, welcher Alles ein- gestand und zu seiner Entschuldigung nur anführte, daß die Leidenschaft für jene Frau ihn wahnsinnig gemacht habe. Der fragliche Ausruf ist also weder„veröffentlicht" noch „unterschrieben" worden, fondern ist nichts weiter als die Ausgeburt unerhörter Infamie. Colajanni konstatirt daS und fährt dann fort:„Und auf Grund von Dokumenten dieser Art hat man einen schändlichen Prozeß eröffnet gegen Hunderte. ja Tausende von armen Arbeitern und die Elite dersizilianischen Jugend! Es ist klar, der Ministerpräsident ist in unerhörter Weise betrogen worden, und zu wünschen bleibt nur. daß er zur Wahrung seiner Würde einschreiten, und die strenge Bestrafung jener verächtlichen Behörden Siziliens ver- anlassen werde, welche ihm ein falsches und verleumderisches Dokument zugehen und in der Kammer verlesen ließen." Ich kann hinzufügen, daß der Prozeß gegen den in Frage kommen- den Vizekanzler Bonsignore Accurzio wegen Verleumdung nächstens vor dem Tribunale von Termini zur Verhandlung kommen wird." Colajanni ist sehr gutmüthig, zu glauben, daß CriSpi betrogen worden sei. So dumm ist der mit allen Hunden gehetzte Kumpan des Cornelius Herz nicht.— Die anarchistischen Gelder. AuS Pari» wird unS unterm S. März geschrieben: Man fragt sich schon lange, woher die anarchistischen Gelder stammen, da ja schließlich die„Pro- paganda der That" kein Berus ist, von dem man leben kann. Woher kommt es also, daß die„Propagandisten der That" so oft Reisen zwischen hier und London machen können, heute in Paris. morgen in Marseille, Lyon oder einer andern Stadt„Konferenzen" halten, gleichzeitig da und dort ein« Wohnung haben und steis die hierzu nöthigen Geldmittel besitzen? Da ist z. B. ein gewisser Faure, ein Jesuitenzögling, der Priester werden sollte, aber Ge- schäflsreisender wurde und seit zwei, drei Jahren nur in Anarchie „macht". Als er neulich von Lyon nach Paris reiste, wurde ihm aus dem dortigen Bahnhofe, während er auf den Abgang des Zuges wartete, eine Brieftasche mit 1000 Franks gestohlen und als der- selbe kürzlich hier verhastet wurde, steckte er«in« SOV Franks- Note zu sich, um nicht auf die Gefängnißkost angewiesen zu sein. Man weiß auch, daß Henry, der Attentäter vom Hotel Terminus, nicht aller Baarmittel los war, als er das Attentat verübte und schon wochenlang vorher, von London kommend, sich in Paris aufhielt, ohne irgend einer Beschäftigung nach- gegangen zu sein. Woher also alle diese Gelder? Der ministerielle„Temps", sowie daS Leiborgan Raynal's„La petite Gironde" habe das vor wenigen Tagen verrathen. Sie erzählten nämlich, daß bei den jüngsten Hausdurchsuchungen ein« Anzahl von Briefen und sonstigen Schriftstücken gefunden wurden. auS welchen unzweideutig hervorgeht, daß die Anarchisten von Bankiers. Geistlichen-c. nicht unbedeutende UnterstützungSgelder erhielten. Daß sich unter diesen Spendern Rothschild und die Herzogin von Uzes befinden, darüber kann kaum ein Zweifel sein, da man vor wenige Wochen in dem Koffer eineS Anarchisten ihre Visttkarten mit einigen freundlichen Begleitworten fand. Hätte man nun bei einem dieser Anarchisten nur den mindesten Anhalt dafür gesunden, daß der eine oder andere Sozialist die.Propaganda der That" in irgend einer Weise unterstütze, wäre dies gewiß nicht ohne Hausdurchsuchungen und Anklagen wegen Mitschuld aus- gegangen. Genosse I a u r i s hat darum in der gestrigen Sitzung der Kammer im Auftrage der Fraktion das Verlangen gestellt, die Re- gierung über die Maßregeln zu interpelliren, die sie gegenüber den Kapitalisten und Geistlichen zu nehmen gedenkt, welche die„Propa- ganda der That" subventioniren. Herr Perier aber, der aus guten Gründen von all den vom„Temps" und der„Petite Gironde" mitgetheilten Dingen nichts erfahren haben will. wollte die Interpellation zurückgestellt wissen, was denn auch schließlich mit 278 gegen 231 Stimmen geschah. Diese verhält- nißmäßig geringe Majorität zeigt aber gleichzeitig, daß sich die frühere Mehrheit, auf die sich die Regierung bisher stützen konnte, stark im Abbröckeln begriffen ist. Einer der früheren Mehrheitsabgeordnelen Guieyffe, erklärte: Wenn er sowie viele seiner Freunde alle von der Regierung gegen die Anarchisten verlangten Gesetze votirt baden, so sei dies unter der Bedingung gewesen, daß sie gegen Alle, ohne Nnterschied der Stellung, angewendet werden. So zeigt sich denn nunmehr, daß selbst die bürgerlichen Republikaner, so weit sie ehrlich sind, keineswegs geneigt sind. dem„neuen Geist" zu folgen; aber auch gleichzeitig, und das ist viel wichtiger, was von all den anarchistischen Attentaten zu halten ist und wer ihre eigentlichen Urheber sind. Von dem Momente aber, wo man dies weiß, hört die Fruktifikalion all dieser Attentate, ja hören die Attentate selbst auf, wie sich dies bald zeigen wird. Der dreifache Bombensegen— durch Bourgeoisie, Jnn!erthum und Pfassenthum, oder wie es in Frankreich richtiger heißen muß: durch die regierende Bourgeoisie, die Reste der Aristokratie, und der Klerus— dieser dreifache Segen, den die„heilige Bombe" von sämmtlichen Gruppen der kapitalistischen Ordnungsstützen empfangen hat, ist der französischen Regierung recht unbequem. Als I a u r s s vorgestern die Interpellation betreffend die famose anarchistische Brieffammlung( vergl. unsere Parifer Den Gewerkschaften und Arbeitern Berlins, die es möglich Korrespondenz) begründen wollte, war der sonst so eisenftirnige Cafimir Perier in sichtlicher Verlegenheit. Er spielte erst den den Unschuldigen und wußte Don an den -Derlammlungen. " machen können, die Arbeitsruhe am 1. Mai zur Durchführung su bringen, ist zu empfehlen, am 1. Mai Vormittags öffentliche Adlershof. Vergangenen Sonntag hatten die AntiBersammlungen abzuhalten u. f. w. Außerdem beschließt die Gewerkschaftskommission, die Ar- emiten nach bier eine öffentliche Boltsversamm gar nichts. Als ihm aber das Gedächtniß auf- beiter Berlins aufzufordern, am Abend des 1. Mai sich an die ung mit dem Thema Die Sozialdemokratie vor gefrischt wurde, klammerte er sich wie ein Ertrinkender allgemeinen Feierlichkeiten zu betheiligen. der Kritik des Antisemitismus" einberufen. Von erlösenden Ruf eines seiner Mameluken: Genoffen! Die Schwierigkeiten nicht verkennend, mit welchen unseren Parteigenossen waren ca. 500-600 da. Gewißigt durch Vertagung auf einen Monat, und bat die Kammer um einzelne Gewerkschaften bei Durchführung der Arbeitsruhe zu ein Erlebniß während der letzten Reichstagswahl bei einer antieinen Monat Galgenfrist. Die Kammer zeigte sich nichts tämpfen haben, muß es doch die Aufgabe der Gewerkschaften femitischen Versammlung, in der wir von Antisemiten weniger als freundlich, und die Abstimmung ergab 278 fein, den Borstoß zur Durchführung der Arbeitsrube am 1. Mai heftig angegriffen wurden, und zur Widerlegung nicht zum Wort gegeu 231 Stimmen also eine winzige Majorität zu zu machen und somit in nachdrücklichfter Form für eine tamen verlangten wir die Leitung der Versammlung, wozu die jeden Augenblick in eine Minderheit zerschmelzen kann. Wer befferung der Lage der Arbeiterklaffe zu demonstriren. wir schon durch unsere große Zahl uns für berechtigt hielten. Es Inzwischen beschäftigt die öffentliche Meinung sich sollen wir die Durchführung der Arbeitsruhe immer noch weiter Bersammlung wurde dem Vortragenden, Schriftsteller Berg das Einmal muß doch dieser Vorstoß gemacht werden! Oder setzten sich aber 3 Herren ans Bureau, und nach Eröffnung der mehr und mehr mit der Bombensegen- Korrespondenz. binausschieben auf die folgenden Jahre? Vielleicht bis die Wort ertheilt. Unser hiesiger Vertrauensmann meldete sich zum Nicht blos bei dem Hanswurst Tournadre, sondern Arbeiter unter besseren Verhältnissen leben? So lange tönnen Wort und schlug vor, die Zeitung aus der Mitte der Versammauch bei anderen Anarchisten" find Briefe kompromittirend- und wollen wir nicht warten, denn wenn wir erst dann in der lung zu wählen. Hierauf ging man nicht ein. Die Genossen fter Art aus den feinsten bürgerlichen, adligen und geist- besseren Zeit den Versuch zur Durchführung der Arbeitsruhe verlangten die Leitung und die Versammlung wurde unruhig. lichen Kreisen gefunden worden. Das„ Anarchisteln" war machen wollten, so würden wir die bessere Zeit eben auch nur Da eine Einigung nicht zu erzielen war, forderte der Vertrauens war nicht blos ein sehr einträgliches, sondern obendrein mit Versuchen ausfüllen, anstatt daß wir dann die Erfolge unserer mann Bökert die Parteigenossen auf, den Saal zu verlassen, auch ein aristokratisches, vornehmes Geschäft. in der schlechten Zeit gemachten Verfuche einbringen tönnen. was fofort geschah und die 25-30 Antisemiten blieben nun Deshalb, Genoffen, dort, wo es Euch möglich ist, laßt am 1. Mai unter sich. In diesem Augenblick kamen die Abgeordneten Die Blüthe der Gesellschaft" hat mit den Dynamit die Arbeit ruhen. und sorgt dafür, daß der Zweck der Maifeier 3ubeil und Bueb, welche sich verspätet hatten jedoch auch ch helden auf's Zärtlichste geliebäugelt, und sie mit der recht vielen noch unaufgeklärten Arbeitern bekannt wird, damit diese konnten feine Ginigung erzielen. Erwähnt sei noch, daß felben Freigebigkeit wie Herr Andrieux und seine auch diese recht bald erkennen lernen, daß sie selbst das größte einige Parteigenoffen ihr Eintrittsgeld zurück verlangten. Aus Polizei reichlich dafür bezahlt, daß etliche Bourgeois Interesse an der Demonstration für die Verkürzung der Arbeits- Angst, die Kaffe bergeben zu müssen, sprang der Kaffenmensch und wo möglich die sozialdemokratische Bewegung zeit u. f. w. haben. aus dem Fenster und flüchtete. in die Luft gesprengt würde. Genossen! Wir empfehlen also nochmals denjenigen GeSogar dem ministeriellen Temps" ist die Sache etwas werben und Berufen, die eine Durchführung der Arbeitsruhe am zu bunt, und er macht seine Gloffen über das für proles 1. Mai ohne Schädigung der Arbeiterinteressen veranlassen tarische Revolutionäre höchst auffällige Aeußere der Herren können, die Arbeitsruhe durchzuführen. Wir empfehlen ferner den Gewerben und Berufen, die am Dynamithelden: 1. Mai die Arbeitsruhe noch nicht vollständig zur Durchführung Man hat bemerkt, daß faft alle fehr gut gebringen, oder die trok Arbeitsruhe doch nur eine geringe Bahl fleidet find; ihre Hände sind weiß, ohne jegliche Feiernder stellen können, sich mit anderen verwandten Gewerben Schwielen, und sind jedenfalls nicht die Hände von und Berufen zum Zweck einer gemeinsamen Abhaltung von Ver= Arbeitern, obgleich fie alle von ihrer Hände Arbeit" zu fammlungen am Vormittag des 1. Mai Ieben behaupten. Nicht wenige haben die höheren Schulen be verſtändlich bie große Zahl der arbeitslosen Genossen besucht. Zubälter( Souteneurs) find felten unter ihnen; aber theiligen hat zu vereinigen. Ferner machen wir darauf auf bie Straßenrabaumacher( Cambrioleurs) find start vertreten. merksam, daß jede Feier vor oder nach dem ersten Mai den ( Le Temps" vom 4. März.) Parteitagsbeschliffen entgegensteht. Also die richtigen Lumpenproletarier nicht Also auf Genossen! Wagt den Versuch zur Durchführung ehrliche Arbeiter" mit der schwieligen Faust". Und dem der Arbeitsruhe am 1. Mai; denn wenn dieselbe immer weiter Lumpenproletariat ist allezeit von den Machthabern ge- hinausgeschoben wird, so wird sie uns dadurch auch immer schmeichelt worden, und es hat ihnen allezeit Dienste schwerer. gethan gegen das revolutionäre Proletariat. Mii solidarischem Gruß Gewerkschafts- Rommission. Achtung, Metallarbeiter! Verein Beitere Gesellschaft". Sonntag, den 11. März, Nachmittags 5% Uhr, Sigung. Mitglieder pünktlich. Gesellschaftsabend bei Ballas, Raupachstraße 6. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner u Berlin. Sonntag, den 11. März, Bormittags 10 Uhr, im Restaurant von Landsmann W. Voß, Solzmarttstr. 61. Vorstandssigung. Landsleute find willkommen. Elfafferfir. 26, 1 Zr.: Fidelitas und Tanz Gáfte willkommen. Vergnügungsverein Italia. Sonntag, ben 11. März, Abends 6 Uhr, Theater- und Vergnügungsverein Fritillaria". Sonntag, den ftraße 16. 11. März, Abends 6 Uhr, Stzung. Fidelitas und Tanz bet Dreßler, BarnimPrivat- Theatergesellschaft ,, Geselligkeit". Sonntag, den 11. März, zu Admiralstr. 38. Man lese nur in dem„ Achtzehnten Brumaire" von Karl Der gefchäftsführende Ausschuß der Berliner Mary nach, was dort über die Rolle des Lumpenproletariats nach der Februar- Revolution gesagt ist wie es, als Mobilgarde uniformirt, die Juni Insurgenten Differenzen ausgebrochen. 25 Arbeiter wurden entlassen, weil Bei der Firma Siemens u. Halste in Wien sind überwinden half. dieselben sich weigerten, nach Feierabend" zu arbeiten. Zuzug Der Anhang bes bakunistischen Anarchismus Anfangs ist streng fernzuhalten. der 70er Jahre rekrutirte sich, wie Marg schon vor mehr Alles Weitere wird in der am Mittwoch, den 14. März, als 20 Jahren in den Spaltungen der Internationalen bei Marten 3, Friedrichstr. 236, stattfindenden Versammlung Arbeiterassoziation" schrieb, wesentlich ans Lumpenproles der Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Siemens u. Halske tariern. Und so fann es uns nicht Wunder nehmen, daß bekannt gegeben. Zu dieser Versammlung sind die Arbeiter und in dem planmäßigen Polizei Anarchistenfeldzuge, der seit Arbeiterinnen sämmtlicher elektrotechnischen und Telegraphen Ende der 70er Jahre gegen die internationale Arbeiters fabriten besonders eingelaben. bewegung geführt wird, das Lumpenproletariat den Staatsrettern die Rekruten geliefert hat. Die fozialistische Gruppe der französischen Rammer hat beschlossen, nach Ostern einen Amnesties antrag für solche Soldaten einzubringen, die wegen politischer oder disziplinarischer Vergehen verurtheilt sind. einigen getreuen Knechten des Kapitals unter Ausschluß der Zugleich soll diefe Bersammlung protestiren gegen die von Deffentlichkeit abgehaltene Versammlung vom 9. März, welcher mit Recht alle aufgeklärten Kollegen fern blieben. Es gilt in dessen derartigen Bestrebungen Einzelner, die Berliner Metallarbeiter wieder in den Sumpf der Harmonieduselei hinein zu siehen, mit aller Entschiedenheit entgegen zu treten. Die Direktion der Firma wird aufgefordert werden, Vertreter Die Wahlteformfrage hat in Holland ebenso nach der Versammlung zu senden, um etwaige Unrichtigkeiten wie in Desterreich zu einer Krisis geführt. Nachdent gestern richtig zu stellen. die zweite Kammer ein Amendement angenommen hatte, Im Auftrage der Wiener Kollegen gebe ich noch bekannt, welches den Reform- Entwurf der Regierung in einem wesent, daß sich fämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen der Sampen welches den Reform- Entwurf der Regierung in einem wesent- fabriken von Ditmar und Gebrüder Brünner, ca. 1200, im Auslichen Punkte umgestaltete, wurde die Vorlage zurückgezogen, stand befinden, die auf die moralische und materielle Hilfe der und die Regierung gab die Erklärung ab, fie halte es nicht Berliner Kollegen rechnen. für nothwendig, jetzt weitere Gefeßentwürfe zu berathen.Dito Raether, N., Antlamerstr. 44. Die Rammer vertagte sich darauf auf unbestimmte Zeit. Achtung! Den Mitgliedern des Vereins deutscher Die Auflösung der Kammer ist wahrscheinlich. Schuhmacher diene zur Nachricht, daß die nächsten Verfammlungen Montag, den 12. b. Mits., stattfinden und zwar für Die Erhöhung der Getreidezölle hat der schwedische bie 1. Filiale, bei Wilfe, Andreasstr. 26, für die 3. Filiale bei Reichstag abgelehnt.Tränkler, Solmsstr. 44. Die Versammlung der 2. Filiale fällt Aus Armenien erhalten wir Mittheilungen höchst an diesem Tage aus, findet aber 8 Tage später in einem noch erfreulicher Art. Es besteht dort eine sozialdemo.näher zu bezeichnenden Lokale statt. fratische Partei, welche ein dem unferigen ganz Au die Kommunalwähler Rigdorfs! S. Sperber, Weidenweg 5. ähnliches Programm hat, und auf politischem Gebiet an Parteigenoffen! Mitbürger! der Spitze der Freiheitsbewegung steht. So hat also auch in diesem entlegenen Land, das in Asien zwischen Rußland und der Türkei eingeteilt liegt, ein Bantapfel und Kampf feld der russisch- türkischen Diplomatie der Sozialismus Wurzel gefaßt und wird ohne Zweifel in die Entwickelung dieses Landes thatkräftig eingreifen. Ein Einfuhrzoll auf Silber soll in Indien ein geführt werden. Parkeinachrichten. Am Montag finden die Kommunalwahlen statt. Nach§ 54 der Landgemeinde- Ordnung ist ein Drittel der Gemeindevertreter ausgelooft worden und dadurch sind zwei Size der britten Klaffe wieder zu befeßen. Genoffen! Gift Euer aller Pflicht, energisch einzutreten in die Wahl, damit Vertreter ber arbeitenden Klasse in den Gemeinderath die Interessen des Proletariats wahrnehmen können. Die einzige Errungenschaft, das Recht des Wählens, dürft Ihr nicht unbenugt lassen. Amtraft. Sigung nebst Fibelttas im Restaurant„ Rómirals- Garten", Nachmittags 4 Uhr, in Gründer's Festfalen, Köpenickerftr. 100, Gizung. Nach) her Fidelitas. Vergnügungsverein„ Luftige Jugend". Sonntag, den 11. März, Privat- Theatergesellschaft Romelta". Sonntag, den 11. März, träge. Amerikanische Auttion, Abends 6 Uhr, bet Sauermann, Adalbertstr. 8, Fidelitas mit Damen. Bor Vergnügungsverein Fraternitas" Sonntag, den 11. März, Machmittags 8 Uhr, im Königstadt- Kafino, Solamarktstr. 72, Sigung. Fidelitas fällt heute aus. " Privat- Theatergesellschaft„ Preciosa". Sonntag, den 11. März, Abends 5% Ubr, im Klubhaus, Ohmgaffe 2, Sigung. Fidelitas. Touristenklub Ocarina". Sonntag, den 18. März, Abends 6 Uhr, bei Natusch. Boechstr. 12, Sizung. Am erften Osterfeiertag: Wettmarsch Berlin Wusterhaufen. Mitläufer willkommen. Anmeldungen zur Sigung. Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktienmittags 5 ubr, bei Märten's. Ratferfir. 11, Fidelitas. Gefellschaft. Heute. Ackerftr. 128 bet Stumte, Babltag. Vergnügungsverein Maiglödtchen. Sonntag, den 11. März, Nachabends& uhr, bet Heinrichs. Blücherstr. 61, Ftbelttas und ans, Vergnügungsverein„ Luftige Seelen". Sonntag, ben 11 März, In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenir. 79, hält am Montag, ben 12. März, Abends 8 Uhr, Herr Simper einen Bortrag über: Die Konturrenz in Natur und Menfchenleben. Gäfte willommen. genossen Berlins( E. S. 27) Montag, den 12. März, Abends& Uhr, FischerFreie Kranken- und Begräbnißkaffe der Schuhmacher und Berufsftraße 25: Generalversammlung. 2707 Theater. " Neues Theater. In einem leinen Einatter( Das Recht der Frau" von Eduard Krämer) wurde vorgestern im Neuen Theater wieder einmal die ganze soziale und Frauenfrage zwei Fliegen mit einem Schlag!- abgethan. Wie? Das ist fehr einfach. Man nimmt einen Herrn und läßt ihn in den hoblsten, nichtssagendsten Phrasen, bie man aus Winkelblättcher entlehnt hat, in welchen die modernen Umfturzideen", dargelegt" wurden, einer jungen Frau, die bisher nur an Puz und Ver anügungen dachte, das Recht der Frau", die Arbeitsgefährtin des Mannes zu fein, und die Gleichberechtigung Aller" vortragen. Wie sonst für einen neuen But, begeistert" sich das Frauchen zur Abwechslung einmal für die neuen Ideen" und wird ihr Recht in Anspruch nehmen. Natürlich kommt dann aber der Mann, und dem fenntnißlosen Frauchen gegenüber hat er einen leichten Stand. Die„ Gleichheit Aller", das sind schöne unerfüllbare Träume. Daß viele Menschen hungern müssen, ist traurig, aber immer fo gewesen und nicht zu ändern, die Frau aber gehört ins Haus, in die Wirthschaft. Dort erfüllt sie die schöne Pflicht, das Leben des Mannes zu verschönern. Daß viele Frauen mit erwerben müffen, ist ebenfalls traurig, aber das Der Mann habe wird allmälig fchon beffer werden. die Frau zu erziehen, freilich in Entwickelung ihrer Individualität! Wie diese sich am Kochherde und in der Kinderstube entwickeln soll, darauf bleibt Herr Krämer wohlweislich die Antwort schuldig. Solcher Weisheit" des Mannes gegenüber muß die neugebackene Frauenrechtlerin verftummen und die beiden weltbewegenden Fragen find entschieden! Herr Krämer kann zwei Mal vor den Lampen erscheinen, da die fatten Herren und Damen im Parkett die Lösung fehr nett" finden und verständnißinnig über die Unmöglichkeit der Gleichheit Aller" tichern, obwohl unter ihnen wohl manche gnädige Frau" saß, die, um einen Versorger zu erhalten", sich einst für ihr ganzes Leben -prostituirte. Ob Herr Krämer das auch au den Pflichten" der Frau zählt? " " # Besuchszeit verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Altes und Neues Museum am Luftgarten. Besuchszeit täglich, mit Ausnahme des Montags in ben. 6 intermonaten von 10-3 upt, in den 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 13 bis sube, Oftober und März 12-6 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember unb Januar 12a, Sugget o www 1. Echloffermeister Carl Schulze, Prinz Handjernstr. 34. 2. Reftaurateur Hermann Schimtäse, Bergstr. 142. Auf zur Wahl! Berechtigt ist jeder Gemeindeangehörige, welcher das 24. LebensIn Sachsen geht es unaufhaltsam weiter auf der Bahn fahr erreicht, eine eigene Wohnung hat, Angehöriger des Deutschen Reiches ist, mit seinen Gemeinde- Abgaben nicht im Rückstande der Reaktion. Ueber die 42 er Petition darf in Versamm ist und ein jährliches Einkommen von mindestens 660 Mart hat Die National: lungen gar nicht mehr gesprochen werden. Aber damit nicht und dementsprechend die zweite Steuerstufe( 2 Mart 10 Pfennig) genug, auch der Thatsache des Verbots darf nicht Erwähnung gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr zahlt. ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis gethan werden. Sobald ein Redner dies that, wurde ihm sofort Nicht wahlberechtigt sind 1. Personen, welche die erfte Steuer- 6 Uhr, im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis bedeutet, daß er hierüber überhaupt nicht sprechen dürfe. Und ſtufe zahlen, 2. solche, welche noch kein Jahr am Orte ansässig uhr, Januar und Dezember 12-3 Ubr( unentgeltlich) tage montags noch mehr. Ein Redner beabsichtigte, lediglich den offiziellen find, 3. solche, welche in den letzten sechs Monaten Unterstützung ausgenommen) im Sommer von Geöffnet an Wochentagen 9-3 Uhr, im Winter von 10-8 Uhr, stenographischen Bericht über die betreffende Landtagsverhandlung aus öffentlichen Mitteln erhalten haben. Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-5 Uhr, zur Sprache zu bringen. Er wollte gar keine Kritik üben, sondern Die Wahl findet für die dritte Abtheilung Montag, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( Unentlediglich die Ausführungen der verschiedenen Rebner im geltlich). Museum für Böltertunde, Königgrägerstr. 120. Besuchsden 12. März, Nachmittags von 1 bis 7 Uhr, seit wie im funftgewerbe- Museum( unentgeltlich). ygt ene- Museum, Bergstr. 120, im großen Saale statt. lofterfir. 85. Besuchszeit Sonntags wie in Runftgewerbe- Museum. Außer Mufeum für Jeder Wähler hat Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im KunstMuseum für deutsche Boltstrachten und Erzeugntffe des Hausgewerbes, Klosterftr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs Don 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Grwachsene 50 Pf., Kinder 25 Pf., Reichspoft Museum, Leipzigerftr. 15. Ge Bereine Gonntags 10 Bf. 1 Landtag wortgetreu wiedergeben. Doch auch dies verbot der im Deutschen Wirthshausamen der beiden Kandidaten laut dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). neue Kurs in Sachsen". 62 Die Vertrauensperson: Rob. Köppen. Was also im Landtag öffentlich ausgesprochen worden ist, was die Regierung selbst stenographisch aufgenommen und im zu nennen. Thue ein jeder seine Pflicht, damit unsere Kandidaten Drud veröffentlicht hat, das in einer sozialdemokratischen Ver- zum Siege gelangen. fammlung zu verlesen, ist verboten. Diese Behandlungsweise schadet aber niemandem weniger, als den Sozialdemokraten; das Der Vertrauensmann der organisirten Bergarbeiter Rechtsbewußtsein im Volt wird immer mehr untergraben, treibt Sachsens bat an alle sächsischen Bergarbeiter- Vereine die Aufmehr Anhänger in die Reihen unserer Partei. forderung gerichtet, große Bergarbeiter Versammlungen zur Be sprechung der internationalen Aufgaben der Arbeiter, namentlich Polizeiliches, Gerichtliches c. hinsichtlich der Lohn- und Arbeitsverhältnisse, abzuhalten und Eine Versammlung des Allgemeinen Arzahlreiche Delegirte zum internationalen Bergarbeiter- Kongreß in beiter Bildungsvereins für krimmitschau und Berlin abzuordnen. Umgegend" wurde fürzlich von der Amtshauptmannschaft Die Schneider der Firma Numöller u. Co. in Frei 3 widau verboten. In der Begründung wird gejagt, daß der burg i. B. sind entlassen worden, weil sie sich erlaubten, mit Berein der Amtshauptmannschaft nicht gemeldet sei. Da der ihren Mitarbeitern in einer Versammlung über die Abstellung Zweck deffelben sich aber feiner Benennung() nach auf öffent- der Mängel im Geschäfte zu berathen. Auch agitirten fie für liche Angelegenheiten beziehe, also den Bestimmungen des§ 19 den Deutschen Schneiderverband, was natürlich allein schon Grund des Vereinsgesetzes unterstehe, so sei die Amishauptmannschaft genug ist, die Heger" möglichst zu beseitigen. Ueber das benicht in der Lage, dem Verein eine Vereinsthätigkeit zu gestatten. treffende Geschäft ist die Sperre verhängt. " Soziale Ueberlicht. An die Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins! Die Berliner Gewerkschaftskommission stimmte in ihrer Verjammlung am 19. Januar bezüglich der Feier des 1. Mai folgender Resolution zu: Die Berliner Gewerkschaftskommissson beschließt: Briefkanten der Redaktion. gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. öffnet Sonntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich außer Donnerstag und Freitag von 11-8 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsthurm 50 f. Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler, Wilhelmftr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. uhr Vormittags. 1 - Sternwarte, Endeplay 3a. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Invalidenstr. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. Entree 50 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Aquarium, Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Bf., an jedem Caftan's Panoptitum, Friedrichlegten Sonntag im Monat 25 Pf. Eintrittspreis 50 Pf. traße. Geöffnet 10-10 Uhr. Panoptitum 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 3f. Banorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree Sonntags 50 Pf. 60 Pf. 8oologifer Garten, Süßowufer. Borsig's Garten mit Balmenhaus, Alt- Moabit 85-86. Eintrittspreis 60 Pf. 11-18Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Baffage= Marine= K. R., Müllerstraße. Die Redaktion ist nicht in der Lage, in dem Aufrufe einer Organisation eine der Unterschriften Hamburg, 10. März. Der Hamburgischen Börsenhalle wegzulaffen. Wir bätten es natürlich lieber gesehen, wenn zufolge beschloß der nord- atlantische Rhederei- Verband den Fahrdie allgemeine Ortstrantenkaffe gewerblicher Arbeiter und Ar- preis für Zwifchendecks- Passagiere von Europa nach New- York beiterinnen ihren Aufruf nicht von einem so zweideutigen Manne, um 20 M. zu ermäßigen. Die Preisermäßigung soll sogleich in wie Herr Paul Sillier es ist, hätte unterzeichnen laffen. Kraft treten und dürfte bis zum Frühjahr in Kraft bleiben. Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. 003 Sonntag, ben 11. März. Freie Volksbühne. LessingTheater. II. Abtheilung. NachEnde. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Novität! Zum 6. Male: Novität! Ein gesunder Junge. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Jean Kren. Musik von Julius Einödshofer. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Am 8. b. M. verstarb unser altes Unserm Genossen, deut Budifer Wilhelm Graffunder, zum Mitglied morgenden Wiegenfefte ein donnerudes Soch, daß die Schwerin- und Ziethen traßen- Ecke wackelt. Wilhelm, verzage nicht, wir leben weiter. 22296 Die gemüthlichen Skatspieler. Dem Genossen Philipp Düllen 22636 berger ein donnerndes Hoch W. d. 2 r. Nelken. Hermann Tauschel! Zu Deinem morg'gen Wiegenfeste, mittags 2 Uhr: Godoms Adolph Ernst- Theater.infchen wir, daß recht viel Gäſte National- Theater. V. Abtheilung. Nachmittags 2 Uhr: Kabale und Liebe von Schiller. Opernhaus. Die Medici. Montag: Das Rheingold. Schauspielhaus. Verbotene Früchte. Montag: Die Hermannsschlacht. Deutsches Theater. Senator. Montag: König Lear. Berliner Theater. Kean, Montag: Narciß. Der Herr Leng- Theater. Madame SansGêne. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Der luftige Krieg. Montag: Dieselbe Vorstellung. Rehdenz- Theater. Der Maskenball. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Marguerite Bernard. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central Theater. Ein gesunder Junge. Montag: Dieselbe Vorstellung. Charley's Tante. Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: duelist Die Bajazzi. Nicht blos morgen den Durst sich still'n, Sondern daß sich alle Tage, Trog der miserablen Lage, Deine Kneipe sich soll füll'n. 2245b Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft dj von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. End In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ratweil'sche G Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Welt. u. größt. Etablissem. Berl. Täglich abwechselnd. Programm Adolph Ernst- Theater. Charley's bei freiem Entree Zante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria- Theater. Der Südstern. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Bajazzi. der ersten Wiener Damenkapelle „ Ditt und Auftreten von Der Teufel in Berlin. Charley's Künstlern. Spezialitäten Zante. Montag: Romeo und Julia. National Theater. Ella.- Wildfeuer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Montag: Dieselbe Vorstellung. American Theater. Lumpen Su V sanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Montag: Diefelbe Vorstellung. Wallner Theater. Das zweite Gesicht. Montag: Geschlossen. Wintergarten. Spezialitäten Vorftellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. ACTIEN- BRAU Mehrere Proletarier. AktienBrauerei Friedrichshain FRIEDRICHSHAIN am Rönigsthor. Heute, Sonntag: io Großes Konzert der Kapelle des Königin AugustaGarde- Grenadier- Regiments Nr. 4 ( Coblenz). Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Bockbier- Ausschank. Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Sonntag, den 11. März 1894: Stettiner Sänger 1. Ranges.::@d Täglich Auftreten der Miss Webb, Taubenkönigin, mit ihren 24 dressirten Tauben. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten sind noch an verschiedenen Tagen zu haben. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: National- Theater. Spezialitäten- Vorstellung Große Frankfurterstraße 132. Gastspiel des Frl. Clara Hrabowska vom großherzoglichen Hof- Theater in Mannheim. Ella. Dramatische Phantasie in einem Aufzug von Henry John Smith. Mit Chören und begleitender Musit v. Paul Lorberg. Dirigent: Adolph Wiedecke. Regie: May Samst. Hierauf: Wildfeuer. Luftspiel in 5 Aften v. Friedr. Halm. Regie: Fritz Schäfer. Raffeneröffnung 5 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Dresdeuer- Straße 55. Jeden Abend 81/2 Uhr: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des" Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. mit bewegter VergangenMartin Bendix. Täglich: Auftreten des Brunwald heit und Konzert von nur Künstlern 1. Ranges. Auftreten der Ballet- Gesellschaft Columbia( 10 Damen), Balletmeisterin Rosa Fricka. Auftreten der Elite- ParterreAkrobaten u. Pantomimentruppe Hermandez. Im Mädchen- Pensionat. Romische Pantomime mit Ballet. The Willon's, Doppel- Jongleure. Joië di Dios, Kostüm- Soubrette. Geschw. Howala, Duettistinnen. G. Cordes, Gesangs- Humorist. Sonntags 6 Uhr. Anfang:{ Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. PassagePanopticum. Die Glocke von Fr. v. Schiller. Mufit von Romberg. Dargestellt in 15 lebend. Bildern. Circus Renz, ( Karlstraße.) T Sonntag, den 11. März cr.: 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei): Große Komiker- Vorstellung. Auftreten sämmtl. Klowns. besten Bauchredners d. Jehtzeit Berner: 6 Rappen und Caroussel von H. Blank. Ferner u. a. ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix, sowie Eugen Joder, Sächsischer Original- Humorist, Alfred Bender. Anfang Wochentags 72 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Berl. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg:[ 2255b 55. Bock- Saison. 30 Pferden, vorgef. v. Herrn R. Renz; Jeu de la rose etc. Abends 71/2 Uhr: Auf auf zur fröhlichen Jagd! Parforce- u. Kastadenritt. Ballet von 100 Damen. Meute von 40 Hunden. Außerdem: der oftpr. Hengst Blondel und Monstre- Tableau v. 60 Pferden, vorgeführt vom Direktor Fr. Renz; Concurrenzschule, geritten von Frau der urkomische Imitator- Klown Mr. Ybbs; die Hand- Akrobaten Gebrüder Renz- Stark und Fri. Oceana Renz Anfang Uhr. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Pf. Ganz neues Programm! Montag: Viktoria- Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Großer Erfolg! Deffentliche Militär-, Lieferungs- u. ZivilJohann Schwarz. Shneider- Berjammlung mit Frauen Y Die Beerdigung findet Sonntag, den 11. d. M., Nachmittags 4 Uhr, von der Charitee nach dem Chariteekirchhof, Sonntag Vorm. 10% Uhr Johannis. Müllerstraße, statt. 238/1 298/11 straße 20 bei Müller. Um rege Betheiligung bittet Tagesordnung: Der Vorstand 1. Der Kieler Schneiderstreit. 2. Dis d. Maschinisten- u. Heizervereins Berl. fuffion. ap Allen Freunden und Parteigenossen die traurige Nachricht, daß am 8. d. M. im 61. Lebensjahre plößlich der Lackirermeister Hermann Röhrich Zellersammlung findet statt. Der Einberufer. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. s. w. feinem reich bewegten Leben ein Ende machte. Alle, die ihn kannten, werden Dertliche Verwaltung Berlin H. wiſſen, wie er es in seiner ftiden Beife Mitgliederversammlung verstanden hat, für das Proletariat zu Abends 81/2 Uhr, wirken. Die Beerdigung findet am am Montag, den 12. März 1894, Sonntag, den 11. März, Nachmittag 3 Uhr, von der Leichenhalle des fath. Kirchhofs in der Hermannstraße aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Die Familie und seine Freunde. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser einziger lieber Sohn und Enkel Georg Kühner im Alter von 61/2 Jahren am Freitag Abend nach schwerem Leiden gestorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 13. März, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Marien- Kirchhofes in der Prenzlauer- Allee 7 aus statt. 22376 Um stilles Beileid bitten Georg Küßner, Puzzer, Frau Elise, geb. Völker. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. der Am 9. März cr. verstarb nach langem Krankenlager unser Kamerad, Zimmerer Albert Gohlke. bei Herrn Schweißberger, Röpniderstr. 3 306/18 ( Schles. Thor). Zagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heymann über Nervenfchwäche des Menschen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Sanitäts- Verein für Arbeiter beiderlei Geschlechts ( E. H. 85.) Generalversammlung am Sonntag, den 18. März 1894, Nachmittags 3/2 Uhr, Röpnickerstr. 100( Gründer's Festfäle). Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes, des Kassirers und des Ausschusses. 2. Wahl des Vorstandes, des Ausschusses und der Ersatzmänner. 3. Antrag des Ausschuffes auf Entschädigung.. 4. Verschiedenes. 261/6 Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. J. A.: P. Hundt. 22425 Verband der Bäcker Die Beerdigung findet Montag, den 12. März, Nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Wriezenerstr. 24, aus nach dem St. Pauls- Friedhof bei Plößensee statt. Der Vorstand. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des am und verw. Berufsgen. ( Mitgl. Berlin). Versammlung Dienstag, den 13. März 1894, Nachmittags 31/ Uhr, Pyrtel's Lotal, Gipsstr. 3. Tagesordnung: 1. Regelmäßige Monats- Geschäfte. 2. Regelung des Sprechwesens event. Wahl eines Sprechboten. 3. Fortsehung der Diskussion über den Aus. bau der Organisation. 4. VerBummel- Fritze.ozialdemokratischen Wahl- benes Poffe mit Gesang in 2 Bildern. Neue Debüts! Entree 15 Pf., reservirt 30 Pf. R. Winkler. Nur noch wenige Tage. Präuschers anat. Museum täglich von früh 9 bis 10 Abends für erwachs. Herren. Dienstag u. Freitag Damentag. Schluß sonntag. April. Castan's Panoptikum. Neu! Eine Neu! Vision: Psammenit, der lebende Mumienkopf. Concordia- Festsäle C. Saeger, 64. Andreasstraße 64. Sonntag, den 11. März: Grosses Arnold- Concert mit nach Ball folgendem ( 2 Orchester). Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Jeden Donnerstag: für 6. Berliner 86/3 Wahlkreis zur Nachricht, daß das Mitglied Georg Küster, Arbeiter, iro am Dienstag, den 13. b. M., Nachm. Stirchhofes am Blößen- See beerdigt 490/ 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen wird. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. 1900 Der Vorstand. Märkischer Hof, Admiral- Strasse Nr. 18 c. Jeden Sonntag im unteren Spiegeljaal: Großer Fest- Ball. Festlichkeiten und Versammlungen zu Die beiden Spiegel- Säle sind zu allen vergeben. Mehrere Vereinszimmer und 2 Kegelbahnen sind noch frei. Rosenthaler Klubhaus, Der Tischlergeselle Rob. Heseler 2 Sale( Bühne) bis 500 Perſonen faſſend, 11/12 Rosenthalerstrasse 11/12. wird hierdurch aufgefordert, sich be: zu Versammlungen und Festlichkeiten. hufs Abholung einer Erbschaft bei simt III 2666.( 22836] W. Brüning. dem Unterzeichneten oder bei dem Töpfermeister Albert Heseler, Berlin, Kleiststr. 5 zu melden. Alle Diejenigen, welche über den Aufenthalt des Robert Heseler etwas wissen, werden um gefällige Mittheilung ge beten. 2235b Rechtsanwalt Liebrecht, Charlottenburg, Berlinerstr. 104. Am 7. d. M. erlöste der Tod meinen lieben Vater, den Buzer Joseph Tuntke 22676 von seinen schweren Leiden. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, Nachm. 3 Uhr, von der Salle des Katholischen Kirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. Berlin, den 11. März 1894. Paul Tuntke. Mein lieber Sohn, der Zimnierlehrling Wilhelm Gierke ist am 8. d. Mts. im Krankenhause Elysium. 5662L* Landsberger Allee No. 40/41. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Säle zu Privatfestlichkeiten. 236. Friedrichstrasse 236. Martens' Salon Empfehle meine Säle zu Versamm ungen und Privat- Festlichkeiten. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Wwe E. Schmiedel. F. Pietsch Lanz- Institut, jeht Dresdenerstraße 116. März beg. neue Lehrkurse f. Damen Friedrichshain an den Folgen eines u. Herren. Sonntag und Wochentags Bauunfalls im Alter von 172 Jahren Meldungen jeder Zeit. verstorben. 22506 Wilhelm Gierke, Zimmermann. Fortuna- Säle Norddeutsch. Sänger Nachricht, daß unser Rollege, der 3. Straußberger- Straße 3. 73/11 C. Saeger. W. Noack's Concert- u. Gesellschafts- Säle, Brunnenstraße Nr. 16. Heute Den Freunden und Kollegen zur Tapezirer Paul Müller nach kurzem Krankenlager im Alter von 34 Jahren gestorben ist. Die Beerdigung findet hente Sonntag, den 11. März, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses am Urban nach dem Neuen Jakobi Sonntag: Grosser Ball. Rirchhof in der Hermannstraße ſtatt Seine Mitarbeiter der Möbelfabrik J. C. Pfaff. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Im Kleinen Saal: Spezialität.- Vorstellung. Jeden Donnerstag: Grosse Gesellschaftsstunde. Empfehle meine Säle zu PrivatFestlichkeiten u. Versammlungen; auch find einige schöne Vereinszimmer zu haben. 5731L* Empfehle meinen großen Garten bis 1000 Personen fassend, mit elektrischer 2259b Detroit, 2c. Beleucht., sowie mit Theater- Vorstell. Empfehle allen Freunden und Meinen Freunden und Genoffen Genoffen des Südostens meinen reichh. Montag: Auf auf zur fröhlichen für Vereine zu Sommerfestlichkeiten Jagd! zu den koulantesten Bedingungen. 2284b theile hierdurch mit, daß ich Seydel- Frühstück, Mittag- u. Abendtisch und Jakobstr.- Ecke eine Destillation zu kleinen Preisen. Fr. Renz, Direktor. Empfehle mein Lokal für Vereine und mit Frühstückstisch eröffnet habe, und Vereinszimmer noch mehrere Tage frei. Ein Vereinszimmer m. Piano ist zu Bersammlungen, auch Sonntags. bitte um geneigten Zuspruch. Mariannen2270b J. Engel, Zimmerstr. 89. vergeb. W. Grube, Mariendorferstr. 5. 2279b Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 3 Militär- Kapellen. Voigt. Brinkmann. Rosin. Carl Aleber. Franz Gittler, straße 48. Hierzu drei Beilagen 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 59. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Schluß der Abendsizung vom 9. März 1894. Abg. Rickert empfiehlt seinen Antrag, bittet aber den Grafen Mirbach, seinen Antrag zurückzuziehen. Abg. Barth erklärt sich gegen alle Anträge mit Ausnahme des Antrages Ridert- Putttamer. Abg. von Bennigsen bittet den Antrag Bachem, auch wenn feine Faffung Bedenken errege, für jetzt anzunehmen und eine Verbesserung der dritten Lesung vorzubehalten. Abg. Gamp und seine Freunde legen einen großen Werth darauf, daß das, was man dem Bundesrathe als Fakultät übertragen wollte, obligatorisch in das Gesetz geschrieben werde. Außerdem muß verhindert werden, daß die Einfuhrscheine verwendet werden zur Deckung von Zollkrediten, die bereits mehrere Monate gelaufen haben. Staatssekretär Graf Posadowsky meinte, daß die Frage der Zollkredite und der Tranfitlager besonders geregelt werden müsse. Nachdem Abg. Humanu( 3.) seinen Antrag empfohlen, befürwortet Abg. v. Standy( df) nochmals den Antrag des Grafen Mirbach, der die Tranfitlager einschränken will. Abg. v. Stumm( R.-P.) hält es für nothwendig, daß der Reichstag vor der Entscheidung über den russischen Handelsvertrag eine materielle Entscheidung in dieser Frage trifft; er empfiehlt die Annahme der Anträge Bachem und Genossen. Finanzminister Miquel: Die verbündeten Regierungen sind mit dem Gedanken dieses Antrages einverstanden, sie halten ihn aber nicht für nothwendig, da er nicht mehr enthält als die Vorlage, die schon völlig genügt, um zu verhüten, daß die Einfuhrscheine ein Agio haben. Nachdem Abg. Barth nochmals gegen eine überſtürzte Annahme der Anträge gesprochen, wird die Debatte geschlossen. Die Nr. 1 der Vorlage, welche sich auf die Ertheilung von Einfuhrscheinen und die Transitlager bezieht, wird mit den Anträgen Bachem( betreffend Raps und Rübsaat), Gamp( Verwendung der Einfuhrscheine erst nach vier Monaten) und Rickert Buttkamer angenommen. Bei der Nr. 3( betreffend die Mühlenlager) empfehlen die Abgg. v. Buol und Gamp die zum Schuß der kleinen Mühlen gestellten Anträge, weil die Landwirthe an den Rückständen der Müllerei großes Interesse haben. Sonntag, den 11. März 1894. Abg. Hammacher: Ich muß der Kritik der Kommissionsverhandlungen seitens des Abg. v. Manteuffel entschieden ent gegentreten. Auch die Freunde des Vertrages haben in der Kommission ihre Gründe ausgiebig zum Ausdruck gebracht. Darauf beginnt die zweite Berathung. Berichterstatter ist der Abg. Möller( nl.). " = 11. Jahrg. Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antisemit) betrit mit einer Menge von Aktenfiücken die Tribüne und wird mit Lachen empfangen: Der Baumeister Reichskanzler v. Caprivi, der ja fest auf dem Gerüste steht, hat uns bei der Grundsteinlegung und jetzt bei der Einfügung des Schlußsteins mancherlei Rückblicke und Betrachtungen auf den Weg gegeben und sein Altgesell Zur Debatte steht zunächst der Artikel 1 und die Bemerkung Herr v. Marschall hat ihn dabei unterstützt.( Heiterkeit.) Ich des Schlußprotokolls dazu. Nach Art. 1 sollen die Angehörigen habe gegen die Ueberstürzung der Handelsverträge früher eines der beiden vertragschließenden Theile im Gebiete des andern protestirt und tann alle Verantwortlichkeit von mir abwälzen. die gleichen Rechte genießen, wie die Inländer und feine höheren Wer für den österreichischen Handelsvertrag stimmte, braucht Abgaben zahlen. Der zweite Abjah lautet:" Es herrscht jedoch nicht für den russischen zu stimmen ebenso müßte darüber Einverständniß, daß durch die vorstehenden Bestimmungen derjenige, der sich den Strick um den Hals gelegt die tesonderen Gesetze, Erlasse und Verordnungen auf dem Ge- hat, auch bie Konsequenz ziehen und sich selbst biete des Handels, der Gewerbe und der Polizei nicht berührt aufhängen.( Vize Präsident v. Buol bittet den Redner werden, welche in jedem der beiden vertragschließenden Länder bei der Spezialberathung des Vertrages zu bleiben.) Ich glaube gelten oder gelten werden und auf alle Ausländer Anwendung berechtigt zu sein, beim ersten Artikel auf die Handelsvertragsfinden." Nach dem Schlußprotokoll sollen im Paßwesen die An- Politit im allgemeinen einzugehen.( Vizepräsident v. Buol: gehörigen beider Theile wie die der meistbegünstigten Nation be- Dafür haben wir eine Generaldebatte gehabt.) Ich werde mich handelt werden. zur dritten Lesung melden und bei jedem einzelnen Artikel sprechen. Abg. Haffe( nl.) wünscht, daß die Vertreter der verbündeten Das wird noch länger aufhalten. Ich will zeigen, wie die ReRegierungen über die Bedeutung dieses Artikels dieselbe Erklä: gierung Stimmung macht für den Handelsvertrag und für diesen rung abgeben möchten wie in der Kommission. Besonders müßte Art. 1.( Heiterkeit. Zuruf lints: Spezialberathung.) Herr aufgeklärt werden, was unter" Polizei" im zweiten Absah zu Richter, Sie werden nicht darum herumtommen. Sie sprachen verstehen ist, und ob die Regierung durch diesen Artikel unsere oft noch viel weniger zur Sache.( Buruf Richters: Niemals!) Finanzminister Miquel: Ganz zu entbehren sind die ge- autonome Gesetzgebung gebunden hat, sodaß sie gegenüber den Man sagt, Fürst Bismarck sei nicht zum Abschluß eines mischten Tranfitlager auch im Interesse der Landwirthschaft Anträgen, welche dem Reichstage vorliegen, wonach die Einwan- russischen Handelsvertrages gekommen. Er hätte niemals nicht; aber es bestehen Transitlager in Orten, wo sie nicht ge- derung russischer Juden verboten werden soll, erklären fönnte, einen Vertrag abgeschlossen, bei dem alle Vortheile braucht werden, wo sie lediglich der Spekulation dienen. Die wir sind durch den Vertrag gebunden, solche Einwanderung auf Seiten Rußlands sind.( Zuruf: Spezialberathung!) Inhaber solcher Transitlager sollen mit ihrem eigenen Gelde, zu dulden. Die Thatsache, daß früher alljährlich 50-70 000 Per: Die Russen haben den rechten Zeitpunkt abgepaßt. Ein Ver nicht mit Reichsgeld und Reichskredit spekuliren.( Bustimmung fonen über die Grenze famen, theils in Deutschland blieben, tragsabschluß mit einem solchen Staat wie Rußland ist überlinks.) Nach dieser Richtung hin schweben bereits Erwägungen. theils wieder zurückgewiesen wurden, ist keine erfreuliche. haupt eine zweifelhafte Sache.( Buruf Richters: Das ist ja Am besten wäre es, jetzt alle Anträge zurückzuziehen und sie für Es ist jetzt eine Beschränkung darin eingetreten. Man alles Generaldiskussion! Präsident v. Levehow macht den die dritte Lesung besser vorzubereiten. hat früher gemeint, daß die Sachsengängerei die Ursache Redner darauf aufmerksam, daß jetzt die Spezialberathung stattdieser Einwanderung sei; die Untersuchungen des Vereins für findet.) Art. 1 ist die Grundlage des ganzen Vertrages, und Sozialpolitik, welche Prof. Weber- Berlin bearbeitet hat, hat aber Rußland ist tein Land, wo jeder sein Recht bekommen kann, wo ergeben, daß nur, wenn die russischen Arbeiter einwandern, die die Gesetzgebung durch das Zusammenwirken der Krone und deutschen Arbeiter auf die Sachfengängerei fich begeben. Die Voltsvertretung gefchaffen wird. Einem folchen Staat gegenüber Einwanderung ist also die Ursache, nicht die Wirkung der Sachsen- befindet sich ein zivilifirter Staat immer im Nachtheil. Vorübergängerei. Deshalb sollte man die Einwanderung aufheben und gehend werden einige Industriezweige einen Absatz finden für nicht beleben. Wir hätten gewünscht, daß wir nur die handels- ihre Waaren, bis die russische Industrie selbst start genug gepolitischen Bestimmungen anzunehmen gehabt hätten, für welche worden ist. Redner verweist auf den Aufsatz des„ Grenz überwiegende Gründe sprechen. Wir befinden uns aber, und boten": Der russische Handelsvertrag eine nationale zwar nicht blos diejenigen meiner Freunde, welche von ihren Gefahr."" Er verweist auf die Russifizirung der Ostseeländlichen Wählern gedrängt werden, gegen den Handels provinzen. Man spricht allerdings davon, wir wir könnten vertrag zu stimmen, sondern die meisten meiner Freunde nicht in uns in diese inneren Angelegenheiten Rußlands nicht einmischen. einer Hurrahstimmung. Da ich das Wort einmal habe, will ich aber 1865, als Rußland an unserer Freundschaft viel gelegen die Regierung bitten, die Aufhebung der Staffeltarife nicht erst war, da hat Bismarck Einspruch erhoben. Ein talter Wasseram 1. September, sondern schon am 1. August eintreten zu strahl nach Rußland wäre nothwendig gewesen, als die russischen laffen. Zeitungen so dreift waren, uns für den Fall der Ablehnung des Reichskanzler Graf v. Caprivi: Jn bezug auf die An- Handelsvertrages mit Krieg zu drohen. Wozu haben wir denn regung, die der Vorredner wegen der Staffeltarife gegeben hat, die alte Spriße, die Norddeutsche Allgemeine?"( Große Heiterkann ich erklären, daß die verbündeten Regierungen ihre keit.) Aber man sah diese Drohung vielleicht nicht ganz ungern; Zustimmung zu dem, was der Staatssekretär des Innern denn die freiwillig und ganz Offiziösen stimmten sogleich ihr Der Antrag Bachem( f. o. Nr. 3) wird angenommen. in der Kommission ausgesprochen hat, gegeben haben. Friedensgewinsel an und es ist ein Verdienst des Bundes der Abg. Stumm empfiehlt darauf seinen Antrag wegen der Die Untersuchungen in dem preußischen Ministerium für Landwirthe, dem entschieden entgegen getreten zu sein. Fürst Jukraftfehung des Gesetzes( Nr. 4) und hält es für staats- öffentliche Arbeiten sind sind zwar noch nicht ganz ab- Bismarck hat es auch entschieden zurückgewiesen, daß rechtlich unmöglich, den Termin abhängig zu machen von einem geschlossen, haben aber jetzt schon ergeben, daß wesentliche wirth- auf die Ablehnung des Vertrages der Krieg folgen würde. Beschluffe des preußischen Staatsministeriums über die Staffel- fchaftliche Bedenken den Termin vorzurücken, nicht vorliegen. Ich muß auch im Namen meiner Heimathproving dagegen protarife. Ferner ist die Frage gestellt worden, ob es nicht vorzuziehen ist, testiren, daß wir uns vor einem Kriege mit Rußland fürchten. Abg. Haußmann( füdd. Bp.) hält es für nothwendig, die die Dauer der Aufhebung zu firiren und sie der Dauer des Mögen die Ruffen nur kommen( Lebhafte Zustimmung rechts). Aufhebung der Staffeltarife und des Identitätsnachweises gleich- Handelsvertrages gleichzustellen. Die Aeußerung des Staats- Es müssen erst einige Armeekorps auf der Strecke liegen bleiben, zeitig vor fich gehen zu lassen, weil sonst nach dem Jukrafttreten sekretärs des Innern, daß etwaige Nothstände die Wieder- ehe die Russen über unsere Grenze kommen und dann wird der des russischen Handelsvertrages noch russisches Getreide zum einführung der Staffeltarife im Intereffe der noth- Landsturm aufstehen( Zustimmung rechts; Lachen links; Buruf: Schaden der Landwirthschaft nach dem Westen geschafft werden leidenden Landestheile veranlaffen könnten, hat in arg Sie Steifbein!) Ja, Herr Richter, Sie sind nicht Soldat ge fönnte. Im übrigen erflärt sich Redner gegen die Aufhebung wöhnischen Gemüthern die Befürchtung erweckt; die wesen( Große Unruhe und Gelächter links. Zuruf Richters: des Identitätsnachweises. preußische Regierung könnte zur Behebung einer Nothlage Ich habe kein Wort gesagt, ich schreibe hier einen Brief; Herr die Staffeltarife wieder einführen und dann auf die Dauer Liebermann liebt es meinen Namen zu nennen, um sich dadurch gelten lassen. Das liegt nicht in der Absicht der preußischen interessant zu machen!) Verzeihen Sie, Herr Richter, die Zeit Regierung; sie beabsichtigt, vollkommen loyal in dieser Frage ist längst vorbei, wo Ihr Name interessant war; der Zuruf vorzugehen. Natürlich wird man nach Aufhebung der Staffel- ist von dem Herrn ausgegangen, der hinter Herrn Singer tarife in Erwägung der Frage einzutreten haben, wie die figt, der ja der Vertreter einer doppelten Internationale ist. Frachten für Getreide und Mühlenfabrikate sich fünftig gestalten( Große Heiterkeit links.) Der Handelsvertrag, und damit komme sollen. Die Staffeltarife sind aufgehoben auf ein Gutachten des ich gewiß zum Artikel 1( Seiterkeit), bedeutet eine Importprämie preußischen Landes- Eisenbahnraths und dieser wird in seiner für die Einwanderung russischer Juden; wir haben ihnen das gewöhnlichen Sigung im Mai darüber zu hören sein, wie man Niederlassungsrecht durch andere Verträge gewährt und wir nun die Tarife zu gestalten habe. Es wird aber nöthig sein, werden sie behalten müssen, und darüber wird unser Vaterland zunächst Erfahrungen über die Wirkung des Handelsvertrages zu Grunde gehen. Die russischen Juden werden jetzt als russische und der Aufhebung der Staffeltarife zu sammeln. Die Auf- Unterthanen erscheinen; sie werden vom Militärdienst befreit Am Tische des Bundesraths: Graf von Caprivi, hebung des Identitätsnachweises mag ein Sprung ins Duntle sein, sie werden in Ostpreußen sich niederlassen und Marschall, v. Bötticher, v. Berlepsch, sein, dann müssen wir eben abwarten, bis es etwas heller ge- bort aus nachher den Westen überschwemmen. Wenn sie v. Heyden. worden ist, bis wir sehen, wie die Dinge gewirkt haben. Gher länger als vier Wochen bei uns gewesen sind, werden die wird die preußische Regierung über die Gestaltung ihrer Tarife Russen sie nicht zurücknehmen, und wenn wir sie über nichts beschließen fönnen. die Grenze treiben, werden die Russen schießen; wir schießen Staatssekretär v. Marschall: Die deutsche Regierung hat nicht, das ist ja selbstverständlich. Aber die Juden bleiben. durch diesen Vertrag freie Hand, russische Individuen vom Ein- In der Kommission ist man darüber einig gewesen, daß ein tritt auf deutschen Boden abzuhalten bezw. sie wieder abzu- folcher Judenimport nicht gut ist. Es muß zurückgewiesen werschieben, auszuweisen. Es würde also auch nichts im Wege den, daß der Herr Ministerialdirektor diese Sache mit einem stehen, ein Gesetz nach dem Vorschlage des Abg. v. Hammerstein Wig zu erledigen suchte, indem er die Ueberschwemmung mit zu erlassen, vorausgesetzt, daß es sich nicht blos auf Sie russischen russischen Juden mit der Ueberschwemmung mit russichem Roggen Vor Eintritt in die Verhandlung spricht Abg. v. Manteuffel Juden, sondern auch die anderer Länder bezieht. In bezug auf verglich; das hängt ganz von Angebot und Nachfrage ab. Der namens der fonservativen Partei das Bedauern aus, daß über die Behandlung russischer Staatsangehöriger, welche ihre läftige Staub dringt ohne Nachfrage durch alle Löcher. Der einen so wichtigen Vertrag ein schriftlicher Bericht nicht erstattet Staatsangehörigkeit verloren und nicht wieder erworben haben, Jude macht sich ganze Dorfschaften dienstbar. Darauf wird man worden ist.( Zustimmung rechts.) Ein Antrag der Konservativen bedeutet dieser Vertrag einen wesentlichen Fortschritt. Bisher bei anderer Gelegenheit zurückfommen. Ich möchte die Regiein der Kommission auf Erstattung eines schriftlichen Berichts hat sich die russische Regierung prinzipiell geweigert, die jüdischen rung bitten, uns beffer gegen die Juden zu schüßen und blieb in der Minorität. Nun ist doch sonderbar: beim öfter- Auswanderer von Deutschland zurückzunehmen. Von jetzt ab sich dabei zu stüßen auf das festeste Fundament des reichischen Handelsvertrag wurde überhaupt feine Kommissions- find die russischen Grenzbehörden verpflichtet, die von uns ab- Staates, auf die landwirthschaftliche Bevölkerung. Dann berathung beschlossen, für die drei sog. Kleinen Handelsverträge geschobenen jüdischen Auswanderer zu übernehmen, wenn jene tann sie auch denen, die hinter ihr im Lande hezen, wurde Kommissionsberathung und schriftlicher Bericht für noth- Auswanderer sich nicht länger als einen Monat in Deutschland entgegenrufen:" Дб wilder und wilder der Hetruf wendig erachtet und für den schwerwiegenden russischen Handels- aufgehalten haben. Ist jene Frist verstrichen, so sind allerdings schwillt, noch wilder rauscht unsere Fanfare; wir tragen den vertrag lehnt man schriftlichen Bericht ab! Das muß im Lande etwas umständlichere Formalitäten nothwendig. Diese Erklärung Bundschuh im Wappenschild und die stegende Kaiserstandarte. den Eindruck machen, als wenn dieser Vertrag der aller dürfte Herrn Haffe befriedigen. ( Lebhafte Zustimmung rechts.) gleichgiltigste von allen jenen Verträgen ist!( Zustimmung rechts.) Nbg. Loke( deutsche Reformpartei): Der Handelsvertrag Abg. v. Hammerstein( dk.) bedauert, daß die Protokolle Abg. Rickert( Fri. Vg.): Die ganze Erwerbswelt in Deutsch- wird nicht dazu dienen, den Frieden im eigenen Lande zu über die Rommissionsverhandlungen nicht gedruckt worden sind; land sieht diesem wichtigen Werke mit Spannung entgegen, und fördern. Das zeigt sich gleich bei Artikel 1. Rußland ist be man ist also auf das Gedächtniß angewiesen. In Rußland kann sie würde große Verluste erleiden, wenn der Vertrag nicht bis müht, feine Unterthanen jüdischer Abkunft abzustoßen; es liegt niemand wider den Willen der Staatsregierung nationalisirt zumn 20. März zu stande täme, jeder Tag und jede Woche ist die Gefahr nahe, daß die Juden bei uns Unterkunft finden. Wir werden, bei uns ist das sehr leicht möglich, weil die Naturalihier von Wichtigkeit. Deshalb haben wir es für unsere Pflicht tönnen die zurücknahme derselben von Rußland verlangen, wenn fation in irgend einem Einzelstaate erfolgen fann und dann für gehalten, das Wert vor Ostern zu Ende zu bringen. Die sie noch nicht länger als vier Wochen bei uns gewesen find. das ganze Reich Geltung hat. Redner verweist auf den Fall Gegner haben in der Kommission nicht einen einzigen neuen Aber das wird meist der Fall sein. Wir werden die Juden be- eines jüdischen Kultusbeamten, dem in Preußen die NaturaliGrund vorgebracht und wir haben uns bereit erklärt, in Tages- halten und der Antisemitismus wird wachsen und schließlich die fation nicht ertheilt wurde, der aber als in Elsaß- Lothringen und Abendsizungen zu verhandeln. Nur einmal wurde, von mir, Sozialdemokratie auch, aber nicht, weil der Antisemitismus die naturalisirt nach Preußen zurückkehrte. Solche Dinge müssen ein Antrag auf Schluß der Diskussion gestellt, aber sofort auf Vorfrucht der Sozialdemokratie ist, sondern weil das Judenthum bedenklich machen, dem Art. 1 zuzustimmen.( Beifall rechts.) den Widerspruch der Rechten zurückgezogen. Es würden drei, und feine Gebahrung zur Sozialdemokratie führt. Deshalb muß Abg. Fürst Radziwill( Pole): Die Erfahrung lehrt, daß vier, ja fünf Wochen verloren gehen, wenn schriftlicher Bericht der erste Artikel des Vertrages und der ganze Vertrag abgelehnt das Schwanken der Preise unabhängig ist von den zur Zeit bebeschlossen worden wäre. Wir sind auch jetzt bereit, Sie in Tages- werden von jedem, der einigermaßen noch deutsches Blut in den stehenden Differenzialzöllen, und daß namentlich sinkende Getreideund Abendsizungen so lange sprechen zu lassen wie Sie wollen; Adern hat.( Heiterkeit links. Zustimmung rechts.) preife troß der Differenzialzölle vorgeherrscht haben. Eine fünftaber der Vertrag muß am 20. März in Kraft treten. Abg. Rickert( frf. Vg.): Wir haben bezüglich der Staffel- liche Ablenkung des Verkehrs in andere Becken kann für die beAbg. Bachem: Auch meine Partei hätte einen schriftlichen tarife nicht den Wunsch, daß die preußische oder die Reichs- theiligten Landestheile unter Umständen eine bedenkliche Blutleere Bericht gern gesehen, wir wollten aber vor Ostern fertig werden. regierung festgelegt wird. Ich habe die Erklärung des Reichs- herbeiführen.( Der Präsident ersucht den Redner, sich an Abg. Hammacher als Vorsitzender der Kommission bestätigt, fanzlers auch so aufgefaßt, daß eine generelle Revision der den Artikel 1 zu halten.) Im großen und ganzen daß den Gegnern des Vertrags in der Diskussion der weiteste Eisenbahntarife nicht gehindert ist. In bezug auf die anti wird dieser Vertrag ein einheitlicheres und stabileres VerkehrsSpielraum gewährt worden ist. femitische Agitation find Thatsachen noch nicht vorgebracht, des- verhältniß zwischen Deutschland und Rußland zur Folge haben. halb gehe ich nicht darauf ein, um so mehr, als wir die in der Die Meinungen über die Folgen dieses Vertrages für die LandKommission geübte Enthaltsamkeit in Reden auch hier fortsetzen wirthschaft in unseren Wahlkreisen sind getheilt, aber ich möchte werden, um den Vertrag so schnell als möglich fertig zu stellen. fagen, mit größerer Energie hat sich aus unseren Wahlkreisen Die nationale Gefahr der Einwanderung ruffischer Juden ist nicht uns die Ansicht entgegengestellt, daß unter feinen Umständen vorhanden; die Machtmittel zu ihrer Abwehr sind auf grund des diesem Vertrage zuzustimmen sei, daß er den Ruin der LandwirthVertrages größer als bisher. schaft inaugurire. Wenn wir nach gewissenhafter Prüfung z anerkannt wird. Die Abgg. Bachem( 3) und Meyer- Danzig( Rp.) theilen die Befürchtungen des Vorredners nicht. Bei der Abstimmung bezweifelt Abg. Haukmann die Beschlußfähigkeit des Hauses, die aber vom Bureau als vorhanden Der Antrag von Stumm wird angenommen. Die Be rathung der Resolution von Puttkamer( Nr. 5) wird bis zur dritten Lesung vertagt. Schluß 12 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr.( 3weite Lesung des russischen Handelsvertrages.) D. 68. Sigung vom 10. März 1894, 1 Uhr. Der Abg. v. Koscielski( Pole) hat sein Mandat niedergelegt. In erster und zweiter Berathung erledigt der Reichstag den Gefeßentwurf betr. die Verlängerung des Handelsprovisoriums zwischen dem Reiche und Spanien. Darauf folgt die zweite Berathung des Handels- und Schiffahrtsvertrages zwischen dem Reiche und Rußland. Abg. v. Manteuffel: Die Freunde des Vertrages haben sich in der Kommission so gut wie gar nicht an der Diskussion betheiligt, sie vermochten eben keine Gründe für ihre Haltung vorzubringen,( Lachen links.) Nur damit dies dokumentirt werde, haben wir besonderen Werth auf einen schriftlichen Bericht gelegt. einem pofitiven Botum für den Antrag gelangt sind, so hat uns dazu vor allem die Zusicherung der Regierung bestimmt, daß fie eine festere und stabilere Verkehrspolitik zwischen den beiden Nachbarreichen herstellen wolle und die Ueberzeugung, daß eine solche Politit auch für die Landwirthschaft von dem größten Vortheil ist. Dem gegenüber muß die Meinung der gewiß sehr sachverständigen landwirthschaftlichen Vereine in den Hintergrund treten. Wir sind ja nicht die Vertreter einzelner Berufskreise. Nicht gegen unsere Ueberzeugung, sondern auch mit unserer ökonomischen Ueberzeugung und in voller Erwägung der ganzen politischen Situation haben wir uns für den Vertrag entschieden. Abg. Hilpert( bayerischer Bauernbündler) erklärt, daß mit wahrer Entrüstung die Landwirthe in Bayern der Annahme des Handelsvertrages entgegensehen; es feien schon genug Zwischen händler in Deutschland, es brauche deren Einwanderung nicht besonders gefördert zu werden. Wenn es so weiter geht mit der Handelsvertragspolitik, dann werde eine Bauerndemokratie entstehen rein landwirthschaftlichen Charakters.( Große Unruhe und Widerspruch links.) Er hoffe, daß alle Freunde der Landwirthschaft und alle die es bleiben wollen, gegen den Vertrag stimmen.( 3uftimmung rechts.) und Ort. stehen der Meistbegünstigungsklausel hat ihn dahin geführt, teine länger dauernden Handelsverträge abzuschließen. der Abg. Mirbach erklärt, daß er erst bei Art. 19 auf die Frage Staffeltarife eingehen werde. Damit schließt die Debatte. In namentlicher Abstimmung wird darauf Art. 1 mit 200 gegen 146 Stimmen angenommen. | Ministerialdirektor Kügler: Die Anklagen bezüglich der Be handlung der katholischen Lehrervereine find durchaus un begründet. Abg. Seyffardt- Magdeburg( natl.) vertheidigt die Kreis: Schulinspektoren gegen die Vorwürfe der Zentrumsredner. Abg. v. Czarlinski( Pole) beschwert sich über die Vernach lässigung der polnischen Sprache in den Schulen der Landestheile mit gemischter Bunge. Abg. Neubauer( Pole) wünscht die Anstellung einer größeren Anzahl fatholischer Kreisschulinspektoren in Westpreußen. Gefchloffen stimmen da für die Sozialdemokraten, die beiden freisinnigen Gruppen, die füddeutsche Volkspartei, die Polen, Welfen, Elsasser und die Mehrheit des Zentrums; die National liberalen mit 16 Ausnahmen, von der Reichspartei die Abgg. Ministerialdirektor Kügler: Wir haben früher nicht die geBaumbach, Höffel, Krupp, Leuschner, Merbach, Meyer- Danzig, nügende Anzahl geeigneter Kräfte gehabt, sind aber immer be= Müller- Warburg. Schulz- Lupih, v. Stumm; ferner von den strebt gewefen, diesen Wunsch zu erfüllen und haben auch schon Deutschkonservativen: Prinz zu Hohenlohe- Dehringen und Graf Fortschritte in dieser Richtung gemacht. Dönhoff Friedrichstein, er Hospitant Zorn v. Bulach und die Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Mooren, Wildkonservativen Prinz Hohenlohe- Schillingsfürst, Böhlmann senberg und Neubauer werden die Ausgaben für die und Uhden. Schulaufsicht bewilligt. M Dan= Ministerialdirektor Kügler theilt mit, daß gegen die Entfcheidung des Provinzialraths Klage erhoben fei, die jetzt beim Ober- Verwaltungsgericht schwebe. Abg. Willebrand( 3) beschwert sich darüber, daß Lehrern in Münster auf dem Disziplinarwege die Ausübung der Jagd verboten und ihnen der Jagdschein entzogen fei. Das fei eine Zurücksetzung der Lehrer gegenüber allen anderen Beamten. Gegen Artikel 1 ftimmen geschlossen nur die Antisemiten; Bei den Positionen für die höheren Mädchenschulen wird ferner die Deutschkonservativen mit den erwähnten Ausnahmen, der Antrag des Abg. v. Jazdzewski( Bole), die Forderung von Die Reichspartei, vom Zentrum die Abgg. Bäurle, Bender, 80 000 m. zur Förderung des deutschen höheren MädchenschulBumiller, Burger, Conrad, Deuringer, Haus, Graf Hompesch, wesens in Westpreußen, Pofen und Oppeln" als besonderen Titel Abg. Bachem( 3.) will die Rede des Abg. Liebermann Horn, Hubrich, Krebs, Klose, v. Lama, Lehemeir, Lehner, Leon zu streichen, abgelehnt. von Sonnenburg von Seiten des Zentrums nicht unwiderfpro chen hard, Lerno, Mayer( Landshut), Moriz. Müller( Fulda), Nadbyl, Bei den Positionen für die Voltsschulen erklärt laffen, zumal dieselbe mit der chriftlichen Liebe und mit der Nedermann, Pichler, Pingen, Reindl, Rembold, Rudolphi, Geh. Ober Finanzrath Germar, daß nach der Ansicht des Würde des Hauses in Widerspruch steht, die selbst dem geringsten Schädler, Schmid Immenstadt, Schmidt Warburg, Schöpf, Finanzministers die Zuschüsse an Gemeinden nicht nach formalen unserer Brüder gegenüber nicht außer Acht gelassen werden Steininger, Weber, Wengert, Wenzel, Wildegger, Wihlsperger, Regeln gegeben werden könnten, daß vielmehr in jedem Falle die solle. Näher auf die Judenfrage einzugehen, sei jetzt nicht Zeit Bott; von den Nationalliberalen Bantler, Bayerlein, Leistungsfähigkeit der Gemeinden geprüft werden solle. Brund, Friedberg, Günther, Hahn, v. Heyl, Hofang, v. Mar- Abg. Bartmer( natl.) dankt dem Minister für die neuliche Abg. Nichter( frs. Vp.): Auf die Ausführungen des Abg. quardsen, Münch- Ferber, Graf Oriola, Paasche, Schulze- Henne, Erklärung, daß ein Lehrerbesoldungsgesetz in Vorbereitung fei, Liebermann einzugehen, habe ich feine Veranlassung, denn er Schwerdtfeger, Weber Heidelberg, Walter. Ferner geben ihre und befchivert sich über eine Anordnung des Provinzialraths von fennt nur diese eine Melodie und keine andere. Ich beklage die Stimme gegen Artifel 1 ab die Mitglieder des bayerischen Hannover bezüglich der Gehaltsregelung für die Lehrer. angekündigte Aufhebung der Staffeltarife, insbesondere als Ver- Bauernbundes Bachmeier, Bruckmair, Hilpert, sowie die treter eines Wahlkreises im Westen, dessen industrielle dichte Bes fraktionslofen Abgg. Graf Bismarck- Schönhausen, Menz, Dr. Sigl. völkerung auf eine billige Lebensmittelzufuhr aus dem Often Die Artifel 2, 3 und 4 werden ohne Debatte genehmigt. angewiesen ist. Die Interessen des Westens bedingen durchaus Nach Artikel 5 sollen feine Ein- und Ausfuhrverbote erlassen, nicht die Aufhebung der Staffeltarife. Für ganz unzulässig würde auch die freie Durchfuhr nicht verboten werden; Ausnahmen find ich es halten, wenn die Reichsregierung oder die preußische Re- nur zugelassen für Gegenstände eines Staatsmonopols oder für gierung irgendwelche Bedingung einginge, es bei dieser Auf- gewisse Erzeugnisse aus Rücksichten auf die Gesundheit und die hebung zu belaffen. Die Reichsregierung würde damit der öffentliche Sicherheit oder aus andern schwerwiegenden Reichsverfassung ins Gesicht schlagen, denn diese verpflichtet Gründen". geradezu die Regierung, die Staffeltarife in Zeiten der Noth Abg. v. Hammerstein( dt.) weist darauf hin, daß in der einzuführen. Eine Bindung der Regierung würde der Anfang Kommission nicht gesagt worden sei, welches die schwerwiegenden sein dazu, daß die Konkurrenzverhältnisse in den einzelnen Staaten Gründe sein sollen. in Deutschland vertragsmäßig geordnet würden, daß Handelsverträge Preußischer Gesandter in Hamburg v. Thielmann erklärt, abgeschlossen würden unter den einzelnen Staaten Deutschlands. daß diese Bestimmung aus speziellem Interesse für die deutsche Abg. Liebermann von Sonnenberg: Herr Richter meint, Landwirthschaft aufgenommen sei auf Wunsch der deutschen Re- Abg. Sieg( n.) beschwert sich über die Verfügung des daß ich nur die eine Melodie fenne. Er hat mich gehindert, auf gierung. Es sollen dadurch Schädigungen von Deutsch Rultusministers an die Regierungspräsidenten, möglichst die Einfern gehalten werden, welche andere Dinge einzugehen. Und gerade Herr Richter hat immer land Epidemien und führung des Normaletats in den Volksschulen zu veranlaffen. nur eine Melodie gekannt: den Fürsten Bismarck zu ärgern und Viehseuchen zu verursachen im Stande sind. Von Ruß- Die Regierungspräsidenten gingen damit ziemlich scharf vor, immer nein zu sagen. Gerade meine christliche Gesinnung hat land gegenüber die Maßregel nicht er unter Hinweis darauf, daß den Gemeinden ja die Grundsteuer mich gezwungen, gegen die Juden vorzugehen, welche die griffen werden, um die deutschen Manufakturerzeugnisse von überwiesen sei. Aber bei der Steuerreform sei ihnen ja schon Christen ausbeuten. Die Würde des Hauses zu wahren, ist der Einfuhr nach Rußland fern zu halten. Sont könnte man übergenug genommen worden. Gerade seine Heimath, WestHerr Bachem nicht der geeignete Mann, dazu ist der Herr mit Retorsionsmaßregeln antworten. preußen, leide unter der Steuerreform und der WirthschaftsPräsident berufen. Abg. v. Standy( dr.) bedauert, daß von deutscher Seite politik, dazu komme jetzt der russische Handelsvertrag über die Vorschrift beantragt fei; Deutschland wird dieselbe loyal die Staffeltarife dürfe man hier ja nicht reden. Es sei garnicht ausführen, aber von Rußland sei das zweifelhaft. Auffallend so erforderlich, den Lehrern die höheren Gehälter des die oft abgemalten mageren fei es, daß im Augenblicke des Vertragsabschlusses schon von Normaletats zu geben; man nicht mehr, finde auch Volksschullehrer gebe Retorsionsmaßregeln gesprochen werde. Abg. Hammacher( nl.): Bei einem solchen Vertrags- folche mit ganz nettem Schmerbauche.( Seiterkeit.) Der abschlusse müsse man von beiden Seiten loyale Ausführung Minister solle mehr Mittel für die Schulen flüssig machen, voraussehen. da die Gemeinden den Normaletat aus Mangel an Mitteln nicht einführen könnten. Abg. Graf Arnim( Reichsp.) erklärt sich ebenfalls gegen die erzwungene Aufhebung der Staffeltarife. Reichstanzler Graf Caprivi: Der Graf Arnim hat aus geführt, daß das Reich Preußen zwingen wolle, die Staffeltarife aufzuheben. Ich weiß nicht, woher er diese Ansicht hat, sie ist mir unbekannt, ich habe sie zum ersten Male von ihm selbst gehört, ich muß sie als vollständig irrig bezeichnen und ihre Tendenz aufs schärffte verurtheilen. Abg. Richter: Herr Liebermann von Sonnenberg versteht wirklich nur eine Melodie zu spielen; wenn er über sonst etwas zu sprechen versucht, erfreut er sich nicht einmal des Beifalls derer, die sich durch seine Ausführungen zwar niemals überzeugen, aber doch zuweilen durch triviale Späße unterhalten laffen. ( Heiterkeit links.) Abg. Ulrich( Soz.): Der Zwischenrufer, der„ Die sieben Steifleinenen" gerufen hat, war ich. Ich hatte umfomehr Veranlaffung dazu, als ich Herrn Liebermann in einer Versammlung, die ganz in der ben Weise wie heute hier an die sieben Steifleinenen gemahnte, habe auftreten sehen. um uns Art. 5 wird genehmigt. wird Die Art. 6 und 7( legterer enthält in der Anlage die beiden Konventionaltarife) werden ausgeseh; die Art. 8 bis 18 werden ohne Debatte genehmigt. Darauf wird die weitere Berathung gegen 5 Uhr bis Montag 12 Uhr vertagt; außerdem dritte Lesung der Vorlage betr. das Handelsprovisorium mit Spanien. Abgeordnetenhaus. Sigung vom 10. März. 11 Uhr. Am Ministertische: Bosse und Kommiffarien. Die zweite Berathung des Kultusetats wird fortgesetzt Kapitel Elementar Schulwesen. 4 Abg. Wolczyk( 3.) beklagte sich darüber, daß den Lehrern das Einkommen aus ihrem Kirchenamt bei der Festsetzung ihres Gehalts angerechnet werde. Drganisten, Küfter 2c. müßten behalten, was sie sich durch persönliche Dienstleistung für die Kirche verdienten. Redner wünscht ferner die Gestattung des polnischen Kirchenliedes beim Gesangunterricht und Förderung des polnischen Sprachunterrichts. es Abg. Stengel( freif.) erinnert den Vorredner daran, daß der Finanzminister nicht mehr Mittel bewilligen fönne, und führt Klage über die Verwendung des Dispositionsfonds des ministers für die Volksschulen, welche nach ganz mechanischen Gesichtspunkten erfolge ohne Rücksicht auf die verschiedene Leistungsfähigkeit der Gemeinden. Daß auch leistungsfähige Gemeinden staatliche Unterstügungen für ihre Schulen erhalten, widerspreche sogar den Vorschriften der Verfassung. Deshalb sei wenigstens die Vorlegung eines Lehrer- Besoldungsgesetzes bringend wünschenswerth, wenn ein Schul- Dotationsgefeß zur Zeit nicht möglich sei. Abg. v. Heydebrand n. d. Lafa( I.): Die Leistungen des Staats für die Volksschule sind immerfort gestiegen, der Staat ist jetzt an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angekommen. Eine gesetzliche Regelung ist also erforderlich, aber nur im Wege des Volksschul- Gesezes, nicht allein eines Schuldotations- Gesetzes. Das Zentrum sollte doch der Geschäftslage Rechnung tragen und sich in seinen Beschwerden etwas beschränken. Niemand wolle einen neuen Kulturkampf, und das Zentrum müsse doch anerkennen, daß der Minister sich bemühe, den Wünschen der Katholiken möglichst zu entsprechen.( Beifall.) Darauf wird um 41/4 Uhr die Berathung auf Montag Tokales: Abg. Schall( dt.): Wir können es mit unserem christlichen Gewissen nicht vereinbaren, daß das jüdische Element in der im Deffentlichkeit, in Handel und Verkehr, in der Presse und Bei dem Titel: Besoldungen für 254 Kreis- Schulinspektoren Rechtsprechung überwiegt. Das wollen wir nicht dulden, beschwert sich namentlich menn wir sehen, wie unfere christlichen Abg. Dasbach( 3.) darüber, daß ein Kreis- Schulinspektor Brüder in den russischen Provinzen verfolgt werden im Kreise Braunsberg, im Widerspruch mit der wohlwollenden thres Glaubens willen Ratholiten und Lutheraner. Erklärung des Ministers vom vorigen Jahre, der Bildung eines Deswegen werde ich sowohl aus agrarischen als aus christlichen fatholischen Lehrervereins hindernd in den Weg getreten fet. Bedenken gegen den Handelsvertrag stimmen. Redner bringt ferner den von dem Abg. v. Czarlinski früher Abg. Liebermann von Sonnenberg: Ich kann auch ohne dem Kultusministerium unterbreiteten und inzwischen rechtsKonzept sprechen, das sollte Herr Richter doch wissen. Wenn fräftig bewiesenen Fall eines Lehrers in Löbau zur Sprache, Herr Ulrich Werth darauf gelegt hat, daß er als Zwischenrufer der seine Schüler: Hunde, Poladen geschimpft, mit der Reit- 11 Uhr vertagt. bekannt wird, weil er mich in einer Versammlung habe auftreten peitsche geschlagen hat und noch immer nicht versett ist. Die Ueberfehen, wie einen Steifleinenen, so muß ich sagen: Das ist nicht tragung von Lokal- Schulinspektionen an katholische Pfarrer im gut möglich. Er hat der Versammlung garnicht beiwohnen Verhältniß zur Zahl der katholischen Schüler lasse noch immer tönnen, weil er gleich zu Anfang, als wir ein Hoch auf den zu wünschen übrig. Man habe sogar Altkatholiken mit der InIn der Aerztefrage erhalten wir folgende Erklärung: Kaiser und er auf die internationale Sozialdemokratie aus- pettion betraut.( Beifall im Zentrum.) brachten, anf meine Anregung aus der Versammlung entfernt Kultusminifter Boffe lehnt es ab, auf alle vorgebrachten Der Vorwärts" vom gestrigen Tage enthält ein im Auftrage wurde.( Heiterkeit.) Spezialfälle einzugehen; Personalien gehörten nicht vor dieses des Vorstandes der Vereinigung freier Hilfskaffen von Herrn Jul. Abg. vou Heeremann( 3) bebauert, daß hier in solcher Haus. Diejenigen fatholischen Pfarrer, denen angeblich die Schindler verfaßtes Schriftstück, welches von Unwahrheiten, Weise gegen eine einzelne Glaubensgenossenschaft Angriffe ge- Lokal- Schulinspektion versagt sei, möchten sich doch beschwerde- Schmähungen und Verdächtigungen gegen die Aerzte erfüllt ist. richtet worden sind; dazu sei die Sache doch viel zu ernst.( Bu- führend an das Ministerium wenden. Den fatholischen Lehrer- Nachdem der Vorstand des Aerztevereins foeben im heißen stimmung links und im Zentrum.) Der Ansicht des Aby. Richter, vereinen habe er absolute Existenzberechtigung zugesprochen. Der Kampfe die ärztliche Organisation gerettet und nachdem er, mit daß die Aufhebung oder Beibehaltung der Staffeltarife für den Fall aus dem Kreise Braunsberg müsse aber doch erst geprüft dieser Errungenschaft zufrieden, die weitgehendsten Zugeständnisse Westen eine Frage von untergeordneter Bedeutung fet, wider werden. Altkatholische Schulinspektoren habe er, der Minister, bei gemacht hat, zwingt diese unerhörte Herausforderung, welche der spricht Redner entschieden. Kein vernünftiger Landwirth wünsche seinem Amtsantritt vorgefunden; es feien durchweg pflichttreue, ge- Borsigende der Vereinigung nach eben erfolgtem Friedensdie Fortdauer, auch die Industrie wolle sie beseitigen, weil sie wissenhafte Beamte. Möge doch das Zeutrum fagen, was er mit schluß den Aerzten ins Gesicht schleudert, den Vorstand des die Verhandlungen mit den Hilfskassen ungleiche Produktionsbedingungen schaffe. 1879 feien die gemein diesen Leuten machen solle. Er tönne fie doch nicht todtschlagen. Aerzteverereins, samen Interessen von Landwirthschaft und Industrie in richtiger( Heiterkeit.) Wohin solle überhaupt die Kultusberathung ge- abzubrechen, so lange Herr J. Schindler an der Weise geordnet worden, diesen Gesichtspunkt habe man nicht langen, wenn sie mit so vielen untontrollirbaren Einzelfällen be- pige der Vereinigung steht, da bei dem Fehlen jeder fachlichen Differens zwischen Aerzten und immer im Auge behalten und eine Abweichung von dem damals lastet würde.( Zustimmung.) als richtig erkannten sei auch die Einführung der Staffeltarife Abg. Danzenberg( 3) fetzt die Beschwerden des Abg. Das. Raffen er das einzige Hinderniß einer Ber gewefen. Ohne Aufhebung der Staffeltarife würde Redner nicht ständigung ist. für den Handelsvertrag stimmen können. Ueberhaupt folle man sich bei allen diesen Fragen leiten lassen von dem gemeinsamen Wohl von Handel und Industrie. Abg. Ulrich( Soz.) meint, daß Herr Liebermann es verstanden habe, in der Versammlung in Offenbach weiblich zu schimpfen; als er aber darauf die Antwort erhalten sollte, habe er sich hinter die Polizei vertrochen. S bach fort und bedauert namentlich, daß der katholische Pfarrer der Kreis- Schulinspektion systematisch entzogen wird. Das heilige Band zwischen Kirche und Schule müsse immer enger geknüpft und nicht außer Auge gelaffen werden, daß die Erziehung der Kinder die Hauptsache sei. An den Arbeitern liegt es nunmehr zu entscheiden, ob sie als Aerzte gefügige Werkzeuge in der Hand des Herrn Schindler haben wollen oder Männer, welche offen und furchtlos ihrer Ueberzeugung Ausdruck geben. Berlin, den 10. März 1894. Der Vorstand des Vereins Berliner Hilfskaffenärzte. Kultusminister Boffe: Die Frage der Kreis- Schulinspekt ioe ist nicht eine Frage der Parität, fondern eine schultechnisch. Frage und ist lediglich von diesem Standpunkt zu prüfen, Allerdings will die Schulverwaltung auch die religiöfe Seite Dr. M. Alexander. Dr. Blaschko. Dr. Christeller. Dr. M. Cohn. die damit unlöslich verbunden, rechtschaffen berücksichtigen und zwar durchaus in patriotischem Sinne. Abg. Mooren( 3.) flagte über einige Fälle von Drangfalirung katholischer Lehrer durch Regierungs- Schulräthe, die denselben fogar das Höherhängen des Brotforbes in Aussicht gestellt hätten, wenn sie nicht aus dem katholischen Lehrerverein Dr. Friedeberg. Dr. Rehfisch. Dr. Zadek. Abg. Liebermann von Sonnenberg: Ich habe mich noch niemals hinter die Polizei oder hinter jemand anders versteckt. Abg. Richter: Die Provinzen Rheinland und Westfalen Das Neueste in der Lehrerfrage. In seiner außer find so dicht bevölkert, daß die Hälfte der Bewohner Hungers sterben müßte, wenn sie von ihrer eigenen Landwirthschaft er ordentlichen Sigung ist des Magistratskollegium am Sonnabend nährt werden sollte. Die beiden Provinzen brauchen also Im den Beschlüssen der Stadtverordneten- Bersammlung in betreff der porte. Allerdings ist infolge der industriellen Entwickelung der Dienstalterszulagen der städtischen Lehrer und Beamten nicht voll beigetreten. Die Gemeindelehrer sollen vielmehr bei Arbeitslohn und der Werth des Grund und Bodens höher als austräten. m. im Osten; aber die Preise sind auch um 30 M. durchschnittlich Abg. Knebel( ntl.) wünscht, daß unsere Volksschule nicht einem Anfangsgebalt von 1200 M. nach vierjähriger Dienstzeit auf die Tonne höher. Wenn die Staffeltarife fiberhaupt auf nur eine Vorschule für die spätere Grwerbung fernerer Rennt.( Bedingung: Ablegung der zweiten Prüfung) ein Gehalt von gehoben würden, würde niemand unglücklicher sein, als der niffe sei, sondern eine in sich selbst durchaus abgerundete Bildung 1600 M. erhalten, und soll das Maximalgehalt von 3800 Mt. Westen, der ohne Staffeltarife für Kohlen und Industrieprodukte gewähre, die den größten Theil des Volfes für seine Erwerbs: nach 31 Dienstjahren erreicht werden. Hinsichtlich der Obergar nicht auskommen tann. Es ist ein Unrecht gegenüber den verhältnisse muhbringende Kenntnisse verschaffe, Der Verein lehrer sind die von der Stadtverordneten- Versammlung beLandschaften, welche nicht an Wasserstraßen liegen, daß man gegen den Wucher an der Saar habe eine einfache Anleitung schloffenen Ortszulagen von 200 M. vom Kollegium geDie Angelegenheit der Gemeindedie Staffeltarife aufhebt, während man noch im vorigen Jahre über die Buchführung für fleine Landwirthe herausgegeben, aber trichen worden. seitens des Ministeriums diefelben als etwas Ausgezeichnetes die meisten Leute hätten nicht die nöthige Bildung, um diese Lehrerinnen und einige untergeordnete Fragen find einer Komdarstellte. Millionen Einnahmen find fortgestrichen, ohne daß Anleitung zu verstehen. Die Bevölkerung müsse in der Bolts. mission überwiesen worden. der Landtag Gelegenheit gehabt hat, sich darüber zu äußenhäuslichen Geschäfte Buch zu führen und eine Vermögensauf geführt durch die Thatsache, daß die Steuereinnehmer noch bei wenigstens dahin gebracht werden, über ihre einfachen Der gegenwärtige Nothstand wird aufs neue vor Augen ( Beifall rechts; Heiterkeit.) Abg. Holy( R- P.) fommt aus wirthschaftlichen Gründen stellung zu machen. Wenn die Leute mit ihren Geldgeschäften feinem Bierteljahre so viele Steuerrückstände zu verzeichnen geDie Zahl der Zahl der Mahn zur Ablehnung des Vertrages, nicht aus den Gründen, welche nicht mehr auf die Unterstützung anderer angewiefen feien, habt haben, wie in diesem. bie Antisemiten vorgebracht haben. Abg. v. Kardorff( Rp.): Ich habe dem Fürsten Bismard lebhaft Opposition gemacht, als er sich auf dem freihändlerischen Gebiet bewegte, wie unsere jezige Regierung. Gerade das Be würden sie am besten vor Bucherern bewahrt. Abg. Borsch( 8.) unterstüßte die Beschwerden feiner Freunde über die Kreis- Schulinspektion und die Behandlung der katholischen Lehrervereine. zettel ist ins Ungeheure geftiegen und die Arbeit der Steuerbeamten infolgedessen in gleichem Maße, müssen sie boch oft denselben Weg zwei bis dreimal machen. Bei dem absoluten Glend felbstredend meistens ohne Nuzen. $ Den Handbefizern ist der Schaden, den sie durch den eine straffe Organisation gegen feine Ausbeuter wehrt. Und| Wunde blutend aufgefunden wurde. Es handelt sich um den Sturm am 12. Februar an ihren Grundstücken erlitten haben, dazu wird es bei der Korruption, die bei den Bühnen- Maurer Gustav Kozte, Kastanienstr. 1, der die Möglichkeit zuderart in die Krone gefahren, daß sie beschlossen haben, an mitgliedern mehr wie anderswo ihr Wesen treibt, vorerst schwer gestanden hat, daß er sich beim Ueberklettern eines eisernen Zaunes Tompetenter Stelle um die Ausdehnung der Wirksamkeit der lich kommen. auf den Spitzen die Verlegung zugezogen habe. Genaueres darüber Berliner städtischen Feuersozietät vorstellig zu werden. Die Ein recht trauriges Geschäftsjahr hat die Allgemeine fagt er nicht aus und scheint auch guten Grund dazu zu haben, Berliner Omnibus- Aktiengeselschaft hinter sich. In der fürzlich feine eigene 2Wohnung von der Wasserschäden die Haftpflicht übernehme. Es ist bedauerlich für stattgehabten Generalversammlung der Aktionäre befagter Gefell Straße zweifellos nicht abschließt. die Hauswirthe, daß die Zeiten jetzt nicht dazu angethan find, schaft mußte denselben die betrübende Mittheilung gemacht werden, die Miether für den erlittenen Schaden haftbar zu machen. Die Lokalkommission von Adlershof giebt bekannt, daß daß eine Dividende von 131/8 pet. vertheilt werden könne. Die es der zähen Beharrlichkeit unserer dortigen Parteigenossen jetzt Versammlung hieß diese Maßnahmen ohne weitere Besprechung gelungen ist, die bisher gesperrten Lokale zum allergrößten Theil durch Zuruf gut. Wer sollte auch da wohl lange reden! Doch für Versammlungen frei zu bekommen. Erwähnt zu werden verwie steht es denn mit den Löhnen der Angestellten? Werden dient, daß die Behörde selbst in diesem Kampf die Initiative auch diese einige Prozentchen Aufbesserung erfahren? Unnüße ergriffen und die Lokalbefizer zu einer Verständigung ermuntert hat. Wir geben nachstehend einen Ueberblick über den gegenwärtigen Stand der Lokalfrage. Die Dynamitsucht. Ein Lokalreporter berichtet folgende gräßliche Geschichte: Am Freitag Abend 104 Uhr fand der Schloffer Hartwig, der in dem Haufe Lintenstr. 202 a, wo sich die Wache des 12. Bolizeireviers befindet, wohnt, auf einem dächtig vorkam. Das Ding war mit startgeleimtem Bindfaden umwickelt. Während sie am Boden geschlossen war, war der Die gerichtsärztliche Oeffnung der im Zentral Hotel obere Theil geöffnet gewesen und anscheinend mit Gips geschlossen. verunglückten beiden Arbeiter, und zwar des Schloffers Adolf Aus dem Verschluß ragte ein rother hohler Holzstift hervor, der Biernacki und des Heizers Domzal3ti bat am Freitag eine Nadel in fich aufnahm. Diese sollte anscheinend bei der Nachmittag stattgefunden und als Todesursache Verbrühung er Berührung die Entzündung bewirken. Hartwig nahm den Gegen- geben, wie es nicht anders zu erwarten war. stand vorsichtig auf und brachte ihn dem Polizeilieutenant Czetschto. Dieser legte die Büchse in Wasser und öffnete fie heute Morgen. Ein hinzugezogener Oberfeuerwerker von der Raferne am Rupfergraben konnte den Inhalt nicht gleich erkennen. Da aber eine Verhütung des muthmaßlichen Explo fionsstoffes eingetreten war, so gewinnt es den Anschein, als ob die Füllung nur aus einem ungefährlichen Stoff bestanden hat. Dem Himmel set Dank! Die Büchse ist der Kriminalpolizei eingefandt worden. Dem Schauspielerftande will sich, wie eine biefige Rorrespondenz meldet, die Polizeibehörde annehmen. Dieselbe foll nämlich beabsichtigen, den Provisionswucherern und Stellen vermittlern energisch zu Leibe zu geben, die trotz der Genossen schaft deutscher Bühnenangehöriger luftig am Mart der ärmeren Mit Vierlingen überraschte am Donnerstag die Frau des Schauspieler zehren. Bisher war es üblich, daß ein solcher Telegraphenbeamten Böllner in der Müllerstraße ihren Mann. Vampyr sich von einem Künstler, dem er ein Engagement besorgt Drei der Kinder starben wenige Stunden nach der Geburt; eines hatte, 5 pot. und mehr der ganzen jährlichen Gage als Ent hofft man, am Leben zu erhalten. Die Mutter soll sich wohl schädigung für seine meistens nur geringe Mühe geben ließ. Diesen Wucher will die Polizei, wie es beißt, jetzt durch Berbote unmöglich machen. Ob fie damit Erfolg hat, bleibt so lange Ziemlich flargelegt ist der Borgang bezüglich des Mannes, fraglich, bis sich das Schauspielerproletariat nicht selber durch der in der Nacht zum Freitag in Groß- Lichterfelde aus einer Achtung! Bisher haben schon Arbeiterblätter ausgelegen bei Misera, Ruble, Ackermann, Bauligt und Hausmann. Jetzt haben sich gemeldet die Saalbefizer Leopold( an der Bahn), Wöllstein( Lustgarten), Schwabe und Stippekohl. Die übermäßig lange Arbeitszeit hat am Donnerstag ein Den Vorwärts" legten noch aus: Rohde, Genossenschaftsentfeßliches Unglück zur Folge gehabt. Der Gelbgießer Barowski, Wirthshaus, und Franz Meyer. Weberstr. 11, war schon um 5 Uhr Morgens mit der FertigEs haben sich noch nicht gemeldet: Schmauser( Zum ftellung einer Form beschäftigt und war, als er Abends gegen goldenen Stern) und Gözke( früher Albrecht). Beide haben nur 7 Uhr das flüssige Ziun in die Form gießen wollte, bereits der fleine Säle. artig ermüdet, daß er die ca. 80 Pfund schwere Laft nicht mehr Die Lokalkommission von Adlershof. zu halten vermochte. Der Kessel entfiel seinen Händen, der Gelb- Polizeibericht. Am 9. d. M. Morgens wurde eine Frau gießer glitt dabei aus und stürzte mit dem Kopfe in die glühend in ihrer Wohnung in der Friedrichsfelderstraße, und Mittags flüssige Masse. Trotzdem vermochte der Aermste nach Hilfe rufend ein Mann in seiner Wohnung in der Kirchbachstraße erhängt auf die Straße hinauszueilen und Passanten brachten den ent- vorgefunden. Auf dem Hausvoigteiplage wurde Vormittags feylich Sugerichteten nach der Sanitätswache in der Weinstraße, ein Handwerker durch eine Kutsche überfahren und am Hals wo er die erste Hilfe erhielt. In fast hoffnungslosem Zustande und Kopf so erheblich verletzt, daß er nach der Charitee gebracht wurde B. nach dem Krankenhause Friedrichshain überführt. werden mußte. Nachmittags gerieth an der Ecke der KönigDie Räder eines Arbeitswagens und wurde am Bein bedeutend gräßer und Prinz- Albrechtstraße ein zehnjähriger Knabe unter Händler mit anscheinend schweren inneren und äußeren Ververlegt. Vor dem Hause Wienerstr. 19 wurde Abends ein letzungen aufgefunden und nach dem Krankenhause Bethanien gebracht. Er ist nach seiner Angabe durch einen Pferdebahnwagen überfahren worden. Im Laufe des Tages fanden sechs Brande statt. befinden. vorzügl. u. Garantie, beseitigt, schmerzMittwoch, den 14. März: Achtung! Künstl. Zähne, toses angehen. Theilzahlung. Goldstein, Drankenstr. 128.| Dirigent fete gna, an, criteri Großer Kommers ( mit Damen) 497/1 Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umgeg. Sonnabend, den 17. März cr., frei. Bombelke, Gräfeftr. 33 Freundliche Hofwohnungen Fürstenstr. 9, dicht am Morigpl., best. aus Stube, Küche, Korridor, Kloset 2c. E. I. St., sep. Eing., auch möbl., an Hussitenstr. 17, H. r. 1 Tr. per 1.4. 94. zu Ehren der anwesenden Delegirten des 1. Kongreffes aller Angestellten im Saale der Brauerei Friedrichshain": b. 2§. 3. verm. bei Rothenburg, im Gastwirthsgewerbe Deutschlands in den ,, Konkordia- Festsälen", Andreasstraße 64. Konzert. Vorträge.- Tanzkränzchen. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abg. W. Liebknecht. Billet 50 Pf.( inkl. Tanz). Anfang des Konzerts präzise 8 Uhr. Der Vorstand des Vereins Berliner Gastwirthsgehilfen. Achtung! Adlershof. Achtung! L Montag, den 12. März 1894, Abends 8 Uhr, Große öffentliche Kommunalwähler- Versammlung im Lokale des Herrn Rud. Wöllstein. Tagesordnung: 1. Bericht unserer Gemeindevertreter. 2. Dis. fuffion. 3. Verschiedenes. 2264b Die Parteigenossen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Das provisorische Wahlkomitee. Achtung! Former. Achtung! Sonnabend, den 17. März, in den Konkordia- Festfälen, 100 Andreasstraße Nr. 64: Zur Feier des 31. Stiftungsfestes des Vereins der Former Wiener Maskenball. Billets sind noch am Sonntag Mittag im Vereinslokal Gipsstr. 3, sowie bei den Vorstands- und Komiteemitgliedern zu haben. J. A.: Alb. Mewes, Wrangelstr. 68. 2240b Sonnabend, den 17. März 1894: Gr. Wiener Maskenball im Lokal des Herrn Gründer( früher Mundt), Röpniderstr. 100, arrangirt vom Interessen- Verein der Kistenmacher. Anfang 8 Uhr. Um rege Betheiligung bittet 487/12 Billet 40 Pfg. Der Vorstand. Berichtigung. In der geftrigen Annonce der Freien Volksbühne muß es heißen: Die Vorstellung der 5. Abtheilung findet nicht, wie in der Zeitschrift " Die Voltsbühne" angegeben, am 22. April, sondern schon 397/17 Achtung! eam 1. April statt. Der Vorstand. Achtung! Montag, den 26. März( 2. Oster- Feiertag): Grosse Matinée arrangirt v.d. Genossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreiſes unter Mitwirkung des Arbeiter- Zither- Vereins ,, Einigkeit" und der Genossen Massini und T. Teichelmann, sowie des Komiters Hrn. P. Spund. Anfang präzise 12 Uhr. 350/13 Entree 25 Pf., an der Kaffe 30 Pf. Raffen- Gröffnung 10% Uhr. Kes Parodie- Theater Täglich: Grosse Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung Oranienstr. 52, am Moritzplatz. 2172b mit stets reichhaltig wechselndem Programm unter neuer Direktion. Anfang Sonntags 61/2 Uhr, an Wochentagen 71/2 Uhr. Entree 25 Pfg. Lieder- Abend. Gr. Instrumental- Konzert, Putbuserstr. 27.[ 21256 Stube und Rüche 60 Thaler. ausgeführt von Mitgliedern der„ Freien Vereinigung der Bivil- Berufsmufiter" Al. Wohnungen, billige Wiethe, per unter Leitung des Herrn Loppe. Anfang Abends 81/2 Uhr. Nur Mitglieder des Bundes mit deren Damen haben Zutritt. Nur Bundes Mitgliedskarte legitimirt. Der Vorstand. 107/5 NB. Achtung! Vereine, welche das Urabstimmungs- Formular noch nicht eingesandt, werden aufgefordert, diesem umgehend nachzukommen. Ebenfalls ersuchen wir, die Verzugsscheine einzusenden. D. 0. Zu Sommerfesten 2c. empfehle meinen großen Saal nebst Garten, 5000 Personen fassend. Kümpel, Treptow, Röpnick. Landstraße. Vereinszimmer für 120 Berfofort und zum 1. April, Wolgasterstr. 3/4. 2150b* Beukelstr. 38 fleine Wohn. billig fofort oder später zu verm. 2068b* Brunnenstr. 64 find kleine Wohnungen billig zu vermiethen. 2230b Leere Stube, sep. Eing., Mariannenstraße 44 4 Tr. bei Helmdach. 2276b 216-306 Mt. Willibald Alexisstr. 40. 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März, Abend3 8½ Uhr, in Schultheih' Brauerei, Neue Jakobstr. 24/25, Eingang parterre: 467/10 Grosse Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Theodor Glocke. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Achtung! Der Vorstand. Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstagswahlkreis. Versammlung am Montag, den 12. März, Abends 81/2 Uhr, bei Paster, Neue Königstraße 7. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Bueb. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 379/8 Gäfte haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 6. Wahlkreis.) Große öffentliche Filiale Berlin. Verband der Kürschner| Vereinigung der Maler, Lackirer, Anstreiche. und verw. Berufsgenossen, Filialen Berlins. Versammlung am Dienstag, den 13. d. M., Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn am Montag, den 12. März 1894, Abends 81/2 Uhr, Landsbergerstraße Nr. 31. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Dis tuffton. 3. Berathung der eingelaufenen Anträge. 4. Gewerkschaftliches. 196/14 Die Ortsverwaltung. Versammlung des Krankenunterftigungs- Bundes der Schneider am Dienstag, den 13. Märy d. J., Abends 82 Uhr, Kommandantenstr. 20( Arminhallen). Tagesordnung: Röllig, Neue Friedrichstraße Nr. 44: Kombinirte Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Sommerfest. 2. Antrag auf Verschmelzung sämmtlicher Filialen zu einer. 3. Unser Arbeitsnachweis. 4. Verschiedenes. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung aller in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Dienstag, den 13. März, Abends 8 Uhr, bei Bötzow( Prenzlauer Thor). 2ages Ordnung: = 1. Bortrag des Genoffen Adler. 2. Diskussion und Stellungnahme unserer Branche zur Maifeier. 3. Berichterstattung des Delegirten zur Gewertschafts- Kommission und Neuwahl desselben. 4. Aufbringung der Kosten 1. Bekanntmachung des Hauptvor zu dem von der Gewerkschaft errichteten Auskunfts- Bureau. 5. Bericht der standes über Erhebung des 14. Wochen- Gewerbegerichts- Beisitzer. 6. Die Mißstände in den Wollhutfabriken, insbeitrages(§ 9 3. 1). besondere der Fabrit 3echelius. 7. Verschiedenes. 2. Antrag des Kassirers, betr. Ge- Der wichtigen Tagesordnung wegen ersucht um rege Betheiligung haltserhöhung. 3. Verschiedenes. Achtung! 278/13 181/6 Der Einberufer. Achtung! Achtung! Metallschleifer! Achtung! sozialdemokrat. Partei- Versammlung Großer Sälähter- Ball am Sonntag, den 11. März 1894, Vormittags 10 Uhr, in den Germania- Sälen, Chauffeestraße 103. Tagesordnung: 1. Bericht der Vertrauensleute. 2. Bericht der Revisoren. 3. Wahl der Revisoren. 4. Stellungnahme zum 1. Mai, Verschiedenes. Die Vertrauenspersonen. 354/5 Große öffentliche Versammlung der Haus-, Geschäftsdiener, Packer, Packerinnen, Weinkeller- Arbeiter, Markt helfer, Getreideträger, Speicher- und Spedttions- Arbeiter, sowie für alle im Handelsgewerbe beschäft. Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend am Dienstag, den 13. März, Abends pünktlich 9 Uhr, im ,, Neuen Klubhause"( unterer Saal), Kommandanten Straße Nr. 72-73. = Tagesordnung: 1 Stellungnahme zu der von der Agitations Kommission vorgeschlagenen provisorischen Tagesordnung des ersten Berufs Kongresses zu Halle a. S. : Referent: Rollege Mett aus Hannover. 2. Wahl der Delegirten zum Kongreß. 3. Beschlußfassung über die Feier des 1. Mai. 4. Verschiedenes. 2261b Der Vertrauensmann: Carl Barnewitz. Achtung! Große öffentl. Versammlung Achtung! " Am Dienstag, den 13. März 1894, Abends 82 Uhr, bei Wienecke, Große öffentliche Versammlung. Heute, Sonntag, den 11. März d. J., Alte Jakobstraße 83: in Joël's Salon, Andreasstr. 21, veranstaltet vom Verein zur Wahrung der Intereffen der Schlächtergesellen und Mamsells Berlins u. Umgegend." Um 12 Uhr: Kaffeepause, Festrede. Alle Proletariertöchter sind hierzu freundlichst eingeladen. 2268b Der Vorstand. Köpenick. 233/18 Tages- Ordnung: 1. Die Bedeutung des 1. Mai und wie feiern wir denselben. Referent: Genoffe Fritz Hansen. 2. Diskussion. 3. Werkstatts- Angelegenheiten und Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Franz Gutzeit, Eisenbahnstr. 22. Achtung! Achtung! Sozialdemokr. Arbeiterverein Maler, Lackirer und für Köpenick und Umgegend. Abends 712 Uhr, Dienstag, den 13. 5. Mts., Vereinsversammlung im Lokale des Herrn Dal brit ( Goldner Hirsch.) Tagesordnung: 1. Disfuffion über Punkt 6 unseres Parteiprogramms: Religion ist Privatsache. 2 Vereinsangelegenheiten. 499/1 Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Lackirer und Anstreicher. Oeffentliche Versammlung am Dienstag, den 13. März, Abends 8 Uhr, in den ,, Armin- Hallen", Kommandantenstr. 21-22. Zages Ordnung: = 1. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in unserem Gewerbe und wie stellen sich die Kollegen zu einer Lohnbewegung resp. Werkstellensperre im Jahre 1894. 2. Die Werkstellen- Organisation in unserem Gewerbe. 235/8 reich erscheinen. Besonders die Kollegen der großen Werkstätten find hiermit In anbetracht der durchaus wichtigen Sache mögen die Kollegen zahleingeladen. Der Einberufer: G. Link, Vertrauensmann der Maler 2c. NB. Am Sonntag, den 18. März, Vormittags 10 Uhr, findet eine Versammlung im ,, tonisenstädtischen Konzerthause" statt. sämmtlicher Knopfarbeiter u. Arbeiterinnen Weiß- und Bairisch- Bierlokal, Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umgegend am Montag, den 12. März, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Joël( oberer Haal), Andreasßtraße Nr. 21. Zagesordnung: 1. Vortrag des Stadtv. Genoffen Theodor Metzner über:" Zweck und Ziele der Gewerkschaftsorganisation." 2. Disfussion. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschafts Kommission event. Neuwahl deffelben. 4: Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Knopfarbeiters und jeder Knopfarbeiterin, in dieser Versammlung zu erscheinen. 193/10 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen Montag, den 12. März, Abends 8½ Uhr, Filiale I: bei Wilke, Andreasstraße 26, " III: Tränkler, Solmsstraße 44. " Tages- Ordnung: großer Mittagstisch mit Bier 50 Pfennig. Franz. Billard. 5542L Abendtisch von 30 Pf. an. Wittwe Walter, Prinzenstr. 99. Vereinszimmer 56412* ganz ungestört für Vereine und kleine Versammlungen bis 60 Personen. Schöneberg, Kaiser Friedrichstr. 2. Schiffsbillets von allen Hafenplätzen von Hamburg, Bremen, Antwerpen, Rotterdam 2c. für Reisende nach Filiale 1: Vortrag des Kollegen Hamacher über: Freihandel und Schußzol. Amerika c. zu mäßigen Preisen Lau. Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. III: " Um zahlreiches Erscheinen ersucht im Reisebureau Invalidenstr. 40-41 neben der Hochschule, viertes Haus von der Chauffeestraße, schräg gegenüber der Post. 63/5 Schneider u. Schneiderinnen! Theodor Keiner& Wuſterhauſen. Zwei große öffentl. Versammlungen am Montag, den 12. März, Abends pünktlich 8, Uhr. Erste Versammlung: Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Referent: Kollege August Taeterow. Zweite Versammlung: Müller's Salon, Johannisstraße 20. Referent: Kollege J. Timm. Zagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Der Stand unserer Lohnbewegung und das Resultat der Verhandlungen mit den Unternehmern. 2. Stellungnahme hierzu. Kollegen! Erscheint in diesen Versammlungen, daß Ihr mit berathet über Eure wichtigsten Interessen! Die Kollegen der Geschäfte Herrmann Hoffmann, Friedrichstraße 50; S. L. Levy, Friedrichstr. 85; S. Adam, Leipzigerstr. 103; Basedow Nachf., Leipzigerfir. 80; Angress, Rraufenstraße 30; Hermann Gerson, Rommandit gesellschaft; Versandhaus Germania, Unter den Linden 21; S. Baum, Leipzigerftr. 104; W. Romann, Leipzigerstr. 23, sind zu diesen Versammlungen ganz besonders eingeladen. Die Agitations- Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins.i hu I. Stiftungs- Fest der 398/17 Freien Vereinigung der Bureau- Angestellten Berlins und Umgegend Kleines gangbares Cigarren- Geschäft billige Miethe, fofort zu verkaufen wegen Uebernahme eines größeren Geund Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Dienstag, den 13. März cr., Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Bühler( fr. Philipp), Rosenthalerstr. 38: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Besprechung des Antrages bezüglich Einführung der Lohnarbeit. " .. Der Streit bei der Firma Titel( Attien- Gesellschaft). 3. Berschiedenes. Säfte haben Zutritt. Um recht rege Betheiligung ersucht 470/14 Der Vorstand. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken u. auf Holzpläzen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands Ida( Filiale Il Berlin Nord). Dienstag, den 13. März cr., Abends 8½ 1hr, im Lokale des Herrn Rehlik, Bergstr. 12: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Schuhmacher. [ 482/3 Der Vorstand. Achtung! Sonntag, den 11. Märg er., Vormittags 9½ Uhr: Große öffentl. Versammlung ſchäfts. Emil Bartram, Charlotten aller Arbeiter u. Arbeiterinnen der mechanischen Schuhfabriken burg, Pestalozzistr. 84. 2244b Freunden und Genossen empfehle mein neu eröffnetes Weiß- u. BairischBier- Lokal. Zimmer für Vereine zu 40 Personen. im Lokale des Herrn Habrecht, Gr. Frankfurterstr. 30. Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es in Pflicht eines jeden Arbeiters und jeder Arbeiterin, 22416 in dieser Versammlung zu erscheinen. Benno Stabernack, Mühlenftr. 49 A, am Stralauer- Plak. Achtung! E Der Einberufer: P. Büttner, Urbanstr. 25. Charlottenburg. 486/3 Mein Saal ist am dritten Oster: Montag, den 12. März cr., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn H. Krause, Bismarckstr. 74: feiertag Fr. Völkerling 22655 Grosse Versammlung des Holzarbeiter- Verbandes ich möglichst bald an mich wenden. ( Salon z. Freischüß), Fruchtstr. 36a. Neu! Neu! ( Bahlstelle Charlottenburg). Tagesordnung: Der Bevollmächtigte. 1. Vortrag über:" Die gegenwärtige Arbeitslosigkeit, deren Ursachen, Die Ferienkolonie"! Humoristisch Milderung und Beseitigung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht foc. Solofcene m. Gesang( Preis 50 Bf.) von Rich. Heise Boltshumorist, 432/17 Berlin N., Zionstirchftr. 11. Bum Vortragen meiner Rouplets 2c. bin ich noch frei. 22626 Wichtig für jede Dame! elegante Regenmäntel 7-10 M., big Britz. Montag, den 12. März, Abends 8 Uhr, in Bethge's fokal, ( vorm. Engels), Chauffeestraße 39: Große öffentliche Boltsversammlung. Tages Ordnung: Modell- Regenmäntel, hochelegant, 10 bis 18 M., Backfisch- Jaquets 2,50 M., elegante Neuheiten in Jaquets und 1. Politische Streifzüge. Referent: Genosse Stabernack, 2. Dis. Umhängen 10-16 m. Ladenpreis das fuffion. 3. Die bevorstehende Gemeindewahl. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Doppelte. Leipzigerstr. 91, 1 r. Das Wahlkomitee. Bitte bei Einkäufen von 1600 Hüten mit Kontrollmarke am Sonnabend, den 17. März, Abends 8/2 Uhr, im Schweizer- Garten". Concert von Zivil- Berufsmusikern. Prolog, gesprochen von Herrn F. Schulz. Auftreten der Hochturnkünstler The three brothers Leoni. Anwalt und Schreiber", dramatisches Bild. „ Erwachende Gerechtigkeit", lebendes Bild. Nach der Vorstellung: Ball, Billets für Herren( inkl. Tanz) 50 Pf., für Damen 30 Pf., in den mit Plakat belegten Handlungen sowie jeden Abend im Vereinsbureau, Dragoner Säle jut Festlichkeiten und Versammlungen. Zu den Ofterstraße 49a, v. III. Das Vergnügungs- Komitee. Feiertagen stehen noch Säle z. Abhalt. v. Matinees z. Verfüg. Amt I, 1082. Nach Schluß: Kranzniederlegung im Friedrichshain. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beutbitraße 2. 466/5 mich gütigt berücksichtigen Boltz' Festsäle, S. Afte Jakobstrasse 75, zu wollen. Ww. M. Polvogt, Frobenstr. 28. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 59. Soziale Uebersicht. Achtung, Steinbildhauer! Der Streit der Steinbildhauer beim Hof Steinmegmeister Schilling dauert unverändert fort und wird derselbe von Seiten der Streifenden mit Zähigkeit weitergeführt. Dagegen giebt genannte Firma sich alle erdenkliche Mühe, um Streitbrecher heranzuziehen. Wir ersuchen deshalb die Rollegen, Zuzug streng fernzuhalten und uns namentlich in diesem Punkte thatkräftig zu unterstützen. Die Kommission. J. A.: M. Schweizer, SW. Mödernsir. 95 part. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Aufruf an die Maurer Deutschlands! Der nächste Kongreß der auf dem Boden der losen Zen tralisation( Vertrauensmänner- System) stehenden Maurer Deutschlands findet am 26. und 27. März( 1. und 2. Osterfeiertag) in Crimmitschau in Sachsen, im Lokal des Herrn Weiß, Zwickauerftraße, statt. Sonntag, den 11. März 1894. In Zürich stehen die Bauarbeiter Maurer, Maler, Gypfer, Sprengler, Zimmerleute, Schlosser 2c. in einer Lohn bewegung, deren Forderungen der Neun- resp. Zehnstundentag und 50 Cent. Stundenlohn ist. Die betheiligte Arbeiterzahl beträgt 5000-6000. 62 Stimmen beschlossen, falls die Geschäftsinhaber ihre FordeIn Bern haben die Maler und Gypser mit 74 gegen rungen auf Arbeitsverkürzung und Lohnerhöhung ablehen, in den Streit einzutreten. Der diesjährige Sängertag des Arbeiter- Säuger bundes der Schweiz wird in St. Gallen abgehalten werden. Auf Ansuchen des Komitees hat die evangelische Kirchenvorsteherschaft die St. Laurenzenkirche zur Abhaltung des Wettgesanges bewilligt. Nein über diese Schweizer; die geheiligten Hallen eines Gotteshauses zur Abhaltung eines Arbeiterfestes herzugeben. So etwas ist doch im Lande der Gottesfurcht und frommen Sitte" nicht möglich. Da weiß man besser, zu was die Arbeiter da sind: Zur Erzeugung von Mehrwerth und sonst absolut nichts. " nur 11. Jahrg. Arbeiterversicherung und Geschlechtskrankheiten. Be Berathung der Arbeiterversicherungs- Geseze, insbesondere des Krankenversicherungs- Gesezes, wurde von einsichtsvoller Seite ernstlich davor gewarnt, einer moralisirenden Tendenz zu Gefallen die geschlechtlichen Krankheiten anders zu behandeln wie die übrigen. Wie berechtigt diese Warnung war, zeigt die in der Bestimmungen der Gesetzgebung im Sinne eines weitgehenden Rechtsprechung deutlich zu beobachtende Neigung, die betreffenden Rigorismus auszulegen. Während die berufensten Kenner der Gesetze wie Bosse und Woedtke in ihren Kommentaren die Ansicht vertreten, daß unter den geschlechtlichen Ausschweifungen" ein fortgesetter lüderlicher Lebenswandel zu verstehen fei, hält das preußische Oberverwaltungsgericht daran fest, daß jeder außereheliche Geschlechtsverkehr unter den obengenannten Begriff fällt. 3u welchen harten Konsequenzen diese Rechtsauslegung führt, bedarf nicht der Hervorhebung: ein Mädchen, das sich einmal außerehelich vergangen hat, unterligt den gesetzlichen Nachtheilen, wenn es an einer mit dem einmaligen Geschlechtsverkehr im Zusammenhange stehenden Krankheit erkrankt. Daß diese Konsequenz dem Zwecke der Versicherungsgesetzgebung entspricht, dürfte zu bezweifeln sein; bedauerlich ist dieser Rigorismus der Rechtsprechung, besonders auch um deswillen, weil dadurch der Verheimlichung und damit der Ausbreitung der sexuellen Krankheiten nur Vorschub geleistet wird. Ein echt chriftlicher aber wenig menschlicher Ausspruch Die Tagesordnung lautet: 1. Bericht der Geschäftsleitung: war es, den der Herr v. Bodelschwingh fürzlich auf der a) des Geschäftsleiters, b) des Raffirers, c) der Revisoren. achten Hauptversammlung des deutschen Herbergsvereins" gethan 2. Die Agitation und die wirthschaftliche Lage der Maurer hat. Er erklärte( wir zitiren nach der Rheydter Zeitung", ein Höchstwichtige Aufgaben stellen sich die Hirsch- Duncker'schen Deutschlands. 3. Das Fachorgan. 4. Anträge aus der Mitte" chriftliches" Organ) die Asyle für Obdachlose und die Gewerkvereinler. Kürzlich meldeten wir, daß sie durch PrämienWärmehallen der Bersammlung. „ für verderbliche Institute, 10 0 aufgaben erst die Frage lösen wollen, ob Stück- oder Zeitlohn Die erste Sigung beginnt Montag, den 26. März, Nach- man die Leute gewöhnt zu faullenzen mittags 4 Uhr. Gure Pflicht ist es, Maurer Deutschlands, in und hielt es für schändlich, arbeitsfähigen für die Arbeiter vorzuziehen sei. Und jetzt halten die Harmonieallen Orten öffentliche Maurer- oder Bauhandwerker- Versamm- Leuten völlig unentgeltlich solche Wohlthaten dusler Versammlungen ab, in denen über Faust sagen Verlungen einzuberufen, um zu der bekannt gemachten Tages- 3u erweisen." Das das Urtheil eines Mannes der christ- träge gehalten werden und das zu einer Zeit, wo die Löhne ordnung Stellung zu nehmen, sowie Delegirte zur Beschickung lichen Liebe" über Institute, die bei ihrer Errichtung gerade von immer mehr gedrückt, die Arbeiter immer mehr ausgebeutet, des Kongresses zu wählen. Denselben ist von dem Bureau der jener Seite gar nicht genug gelobt werden konnten, die den heute, wo die Interessen der Arbeiterklasse und Unternehmerklasse betreffenden Versammlung ein Mandat auszustellen, und die Armen und Enterbten als der Gipfel christlicher Barmherzigkeit, wie Wasser und Feuer auf einander platen. Die glücklichen Wahl der Delegirten dem Kollegen Robert Sachse, Crimmitschau als eigentlich unverdiente" Wohlthat angepriesen wurden und Schläfer. i. S., Sophienstraße 34 wegen Beschaffung von Logis sofort die in Wahrheit weiter nichts sind, als elende Bettelsuppen der mitzutheilen. Bourgeoisie, bei denen nicht selten noch Geld verdient wird. Zur Empfangnahme der Delegirten befinden sich die Crimmitschauer Kollegen auf dem Bahnhof. zeichneten zu richten. Alle Anfragen den Kongreß betreffend sind an den UnterDie Geschäftsleitung der freien Organisation der Maurer Deutschlands. J. A.: August Beck, Halle a. S., Tholuckstr. 4 III. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Achtung! 3wei öffentliche Schneider und Schneiderinnen- Versammlungen finden am Montag, den 12. März, und zwar in den Arminhallen, Komman dantenstraße 20, und in Müller's Salon, Johannisfir. 20, statt. Die Kollegen Timm und Täterow referiren über den Stand unserer Lohnbewegung und das Resultat der Verhandlungen mit den Unternehmern. Rol legen! Erscheint in diesen Versammlungen, daß Ihr mitberathet über Eure wichtigsten Interessen.( Siehe Inserat des heutigen „ Vorwärts".) Die Agitations Rommission Versammlungen. Eigenartige Erhebungen sieht der Verein für„ Ethische Kultur" im Begriff aufzunehmen. Er wendet sich an die„ Vertreter verschiedener Berufszweige" mit der Bitte, ihm furze" Dar- am 4. März seine Mitgliederversammlung ab. Der Zentralverband der Maurer Deutschlands hielt Unter verstellungen ihres Lebenslaufes einzusenden. Zu berücksichtigen schiedenen geschäftlichen Mittheilungen giebt der Vorsitzende wären besonders folgende Fragen: Unter welchen Eindrücken bekannt, daß am Sonntag den 11. d. M. eine tombinirte Sigung wurde die Kindheit verlebt? Welche Wirkung übte die Gr- der beiden Filialen stattfindet, in welcher Bericht über den ziehung von seiten der Eltern, der Schule und der Kirche zweiten Verbandstag auf der Tagesordnung steht. Die Abaus? Welche Umstände veranlaßten die Wahl des Berufes? Bleibt Zeit genug zu Vergnügungen und geistiger Fortbildung übrig? Ist die Betheiligung am politischen Leben eine rege und wie beeinflußt sie den Charakter? Wie gestaltet sich die Ehe und das Familienleben unter der Wirkung der Lohnund Wohnungsfrage? Sind besondere Talente und Fähigkeiten vorhanden, die durch Noth und mangelnde Ausbildung unter drückt wurden? rechnung des Kollegen H. Gräschte ergab einen Ueberschuß von der Matinee von 51,33 M. Bom Maskenball war ein Ueberschuß von 244,36 M. zu verzeichnen. Als Hilfskassirer für den Often wurde Kollege G. Lindner gewählt; Bahlstelle bleibt die alte. Die Zahlstelle Nord" wurde vom Kollegen Weisenberg nach Bionsfirchplatz 5 bei Trill verlegt. Letzterer kassirt daselbst. Nachdem schritt man zur Wahl der Unterstützungs- Kommission. Gewählt wurden die Kollegen H. Gräschte, 2. Simanowski, Wenn auch zuzugeben ist, daß das Unternehmen ein sehr H. Tielife, F. Schulz, Tonig, H. Siefert, F. Dochow, A. Gänge nützliches, so wird doch der Zwed, den der Verein für Ethische und H. Lehmann. Unter Verschiedenem ermahnt Kollege GrothKultur" dabei im Auge hat, nämlich durch die Ver- mann, bei der jetzigen schlechten wirthschaftlichen Lage doch öffentlichung des gewonnenen Materials agitatorisch auf mehr die Solidarität zu wahren, und da, wo wirklich noch Plaz die ,, durch Bildung und Besitz maßgebenden Streife" für einige Kollegen zur Arbeit vorhanden ist, dieselben nicht der Schneider und Schneiderinnen Berlins. besonders einzuwirken, ein verfehlter sein. Für die Sozialdemo- abzuweisen. fraten aber, die auf dem Boden der materialistischen GeschichtsStreifs in Oesterreich. Bei der Firma Bacher u. Ro. in auffassung stehen, bedarf es des Beweises nicht mehr, daß die Meidling Wien wurden ein Arbeiter und eine Arbeiterin Ethik, Moral und Gitte, beruht auf den wirthschaftlichen gemaßregelt. Sämmtliche Arbeiter legten darauf die Arbeit Verhältnissen. Aendern und verbessern wir diese, so ändern sich nieder. Es streifen 43 Männer und 55 Frauen, darunter Frauen, und zwar nur dann auch jene. Gesonderte„ ethische Kultur" welche die Woche nicht mehr denn 3-7 m. verdienten. Die bestrebungen brauchen wir deshalb auch nicht, womit nicht gesagt Arbeiter fordern Einhaltung der beim letzten Streit gemachten sein soll, daß die Bemühungen obigen Vereins nicht zu unter: Zugeständnisse und Wiederaufnahme der Gemaßregelten. In stützen seien. Das zusammengetragene Material, zu dem alten der ersten steiermärkischen Pferdegeschirr und Lederwaaren- gehäuft, wird eben nur noch mehr Beweis liefern von der UnFabrik zu Graz wurden 7 Arbeiter wegen ihrer Thätigkeit im haltbarkeit der bestehenden Wirthschaftsverhältnisse. Fachverein entlassen. Den übrigen Arbeitern wurde das gleiche Echiafal in Aussicht gestellt, falls sie nicht aus dem Fachverein Die Abrechnung des„ Zentralverbandes der austreten. Diese sind nicht gewillt, dem nachzukommen, und so Maurer Deutschland 3" vom 1. Juli 1892 bis 31. De wird es jedenfalls zum Streit kommen. Die Kleidermacher gember 1893 ergiebt, daß derselbe gegenwärtig 10,349 Mitglieder Bozens verlangen Einführung eines Tagelohns mit be- hat. Für das Fachorgan verwendete der Verband 35 773 95 M., stimmtem Minimal- Lohnfah und zehnstündige Arbeitszeit. Jeder die Verwaltungskosten betrugen für den Vorstand, Druckarbeiten Zuzug ist ferne zu halten. Arbeiterblätter werden um Nachdruck u. s. w. zusaminen 23 934,25 M., für Streikunterstützung wurden gebeten. verausgabt 2800 M., an gemaßregelte Kollegen 270 M. Sonntagsplauderei. = Der Fachverein der Musikinsturmenten- Arbeiter hielt am 5. März eine Versammlung ab. Genosse Wilke referirte über„ Die Feier des 1. Mai". Im Anschluß an diesen Vortrag entspann sich eine lebhafte Debatte, während derselben wurde vom Kollegen Scholz folgende Resolution gestellt: Die heutige Versammlung ist der Meinung, daß am 1. Mai Vormittags eine geeignete Versammlung mit dem Thema:" Bedeutung des 1. Mai" einberufen wird. Jeder Musikinstrumenten- Arbeiter, dem es irgend möglich ist, ist verpflichtet, diese Versammlung zu besuchen und den ersten Mai zu feiern. Die Versammlung fieht von einem bindenden Beschluß, den 1. Mai zu feiern, aus dem Grunde ab, weil die Organisation erst ihre Kasse stärken muß, indem der Verein erst seit einem halben Jahre wieder besteht. Für diese Resolution sprachen die Kollegen Blum, Blazzis, Niendorf, Echolz, Kleinlein, Mattutat und Ulbricht, gegen dieselbe die Kollegen Wustrow, Seelig und Stock. Die Resolution gelangte schließlich zur Annahme. Es wurde dann der Fall des Einschränkung das Faustrecht rechtfertigte, zu dem ein be- die außerhalb ihrer exklusiven Kreise stehen, lospoltern, so leidigter General griff. empfinden sie es kaum. Sie fragen mit dem trotzigen Es war in einem Theater, das sich stets des Vorzugs Man nennt es mit Vorliebe hochgesteigerte Männlich- Junker in Calderon's Drama: was ist diese Frauenehre? rühmte, das gutbürgerliche Berlinische Volksstück ganz be keit, und glaubt sich, wer weiß wie arg zu vergeben, wenn Ihr ganzes Gehaben, ihr Blick wird dreist und beleidigend, sonders zu pflegen. Man gab eine Komödie von Natalie man nicht jedem aufgeregten Affekt jäh nachgiebt, wofern wenn sie Frauen gegenüberstehen, die nach ihrer Denk- und v. Eschstruth, dem Abgott aller verschrobenen und zimper- es sich um die verletzte Eigenehre handelt. Und bis zu Redeweise keine„ Damen" sind. Dann heißt es frohgemuth: lichen deutschen Jungfrauen, die sich in die Lektüre" echter" welcher Ausschließlichkeit, bis zu welcher Nichtachtung selbst- Fahr hin, Ritterlichkeit und Bartsinn! Ob sie die Väter Familienjournale vertiefen. Ich weiß mich nicht mehr zu verständlicher Menschenrechte Anderer hat man seine Ehr verwunden, den Bruder oder Bräutigam, was scheeren sie erinnern, wie das Lustspiel hieß; nur eine Szene blieb mir gößen überfüttert. Da erscheint mir immer noch das Bei- fich darum? Haben diese Menschen denn dieselbe„ hochim Gedächtniß, weil sie so sehr charakteristisch war für das spiel eines spanischen Dichters mannhafter und menschlich gesteigerte Männlichkeit", haben sie denn die feingespannten Verhalten und die Gesinnung unseres Bürgerthums. Ein größer, als die neupreußische Sittenprägung: Prüfe nicht Nerven und das Blut, das aufrührerisch aufwallt, wie junges Mädchen trat in der Komödie auf, das nur für die erst und gehorche deinem berechtigten Affekt, wo deine Ehre das ihre? Ritterlichkeit der Offiziere schwärmte. Ein Zivilist" wäre im Spiel ist. Ich meine den Dichter Calderon, der Wer so lange vor der Herrlichkeit des Militarismus diesem Mädchen nur wie ein Halbmann erschienen. Nun mindestens so christlich gläubig war, wie der Pastor und seiner Ritterlichkeit auf den Knien gerutscht ist, wie follte aber Grethe nach den Absichten der Verfasserin einen Schall, und der trotz jedem preußischen General das Gros des Bürgerthums, der darf freilich über bürgerlichen Hans kriegen und irgend ein gewöhnlicher in Anschauungen sehr empfindsamer Ritterlichkeit" den schneidigsten Kriegsminister und über manch Rechtsanwalt mußte ins Wasser springen und ein aufgewachsen war. In seinem Schauspiel vom Richter Anderes auch nicht mehr erstaunen. Aber sie schmollen Kind, das dem Ertrinken nahe war, retten. Jezt von Zalamea 11un schildert Calderon Vorgänge, troßdem und sie spielen die Getränkten, wenn ihnen wurde die stolze Schwärmerin für die Ritter- so grausamer Natur, daß dagegen kleinlich und winzig er mit jener Achtung begegnet wird, die sie verdienen. Was lichkeit im bunten Rock von ihrer Mißachtung scheint, was einem Kirchhoff widerfuhr. zum Beispiel zerbrechen sich die Herren, die zur Ehre deutschen gegen Alles, was nicht Lieutenant heißt, geheilt und ein Es lebt ein Bauer, geachtet und mächtig, ein König Bürgerthums gerne ein Nationaldenkmal aufgerichtet sähen, Leibhaftiger preußischer Major mußte ihr zum Schluß noch auf seinem Gute. Er hat eine Tochter, schön und klug und ihre Köpfe. Sie mußten es erleben, wie der großangelegte eine moralische Standrede halten." Begreifst Du nun", teusch, und er hütet sie, wie seinen Augapfel. Da kommt Plan", ein Kunstdenkmal deutscher Nation der Zukunft zu rief er darin mit großem Pathos aus, begreifst Du, daß ein Junker daher und nimmt Quartier im Haus des reichen hinterlassen, immer mehr zusammenschrumpfte. Mit füßauch ein Bürgerlicher einer ritterlichen That fähig sein Bauern. Er ist Offizier und pocht auf seine Ritterlichkeit. faurer Miene haben sie sich darein gefügt, daß ein dynastitann?" Das ganze Publikum war, als es diese Worte Aber im echten Geist des Herrenhochmuths fragt seine fches Monument für Wilhelm I. aufgebaut werde und nunhörte, wie elektrifirt. Man jubelte, man demonstrirte; den Ritterlichkeit nichts danach, ob er ein Lebewesen, das so mehr wehklagen sie über den Künstler Reinhold Begas, der biedersten aller Zuschauer that diese Belobigung aus dem zart ist, wie seine Edelfräuleins auch, das Nerv hat und mit einer theatralischen Reiterstatue und mit einer Anhäufung Munde eines Mannes, der einen wirklichen Major vor Blut und Ehrgefühl, mißhandelt und niedertritt. Er übt von todten Allegorien kommt? Die guten Leutchen! Sie stellte, wohl bis an's Herz hinan. Gewalt an dem reinen Mädchen und der Vater der Ge- verlangen lebendigen Realismus von dem Künstler, der doch Dies kleine Beispiel ist eins von vielen. Die Lieutenants- schändeten, in dem die grollende Empörung mindestens so nur seinem Auftraggeber folgt. Wie verkennen sie die fomödie mit ihrer Verherrlichung des ritterlichen Offiziers wach ist, wie in dem adelsstolzen Manne, überwindet in Nothwendigkeit der Beziehungen der Kunst zum ewig dahinist eine ganze Reihe von Jahren hindurch für die Bourgeois- stärkerer Männlichkeit, was in ihm gährt und kocht. Er fluthenden Leben? Man verweist den Künstler auf abBühne typisch gewesen; und die fortschrittlichsten Groß- beugt sich vor seinem Sittengeset, das da lautet: Wer sterbende und abgestorbene Ideale und ist entrüstet, daß er sprecher Berlins waren, wenn sie im Theater saßen, schon sündigt, kann durch Sühne Vergebung erlangen; und erst nur auf den Krücken lebloser Allegorien einherhumpeln kann. glücklich darüber, wenn nebenbei dem Bürgerthum die als der spanische Kavalier der Seelengröße des Bauern nur Im Volksgemüth lebt längst nicht mehr die Anschauung, gnädige Anerkennung gezollt wurde, daß es mitunter eben- junkerliche Anmaßung zu erwidern hat, da übt der Bauer daß Herzöge" und Kriegsfürsten die Schlachten schlagen, falls einer lebhaften Ehrempfindung und einer gewissen Recht und Vergeltung und läßt den Ehrenschänder hin- auf denen die Kulturmenschheit zu weiteren Höhen gelangt, Ritterlichkeit fähig sein könne. Bei solcher Knechtgesinnung richten. Also empfand der katholisch- pfäffische Calderon zu und dennoch schreit man: Volksthümlichen, lebendigen ist es tein Wunder zu nennen, daß der Herrenhochmuth einer Zeit, über die so mancher Vorkämpfer des glorreichen Schwung soll der Künstler schaffen, wenn er ein Monument auf der anderen Seite so üppig ins Kraut schoß. Militarismus heute sich erhaben wähnt. zur Glorie einer Kriegsepoche und ihres Repräsentanten Er stieg ins Ungemessene, dieser Herrenhochmuth und so Die Ritterlichkeit im Sinne des Militarismus! Sich bauen föll? Und wenn der Künstler nicht Begas hieße, ist der Fall Kirchhoff zu verstehen und so ist es zu er selbst erlaubt sie, egoistisch wie sie ist, jede Maßlosigkeit. das Unmögliche könnte er doch nicht möglich machen. tlären, wieso der Vertreter soldatischer Ritterlichkeit ohne Wenn die Nitterlichen aber gegen die Empfindlichkeit berer, I Alpha. Redakteurs der„ Berliner Musikinstrumenten- Zeitung" verhandelt. I noch weitere Ausdehnung annehmen, woran die Juden selbst die klar geworden, daß jene Konzilien nur die Rechte des alter: Der betreffende Herr war tros einer Einladung nicht erschienen. größte Schuld trügen. Die Erbschaft der Antisemiten würden heidnischen Boltsglaubens als Bauberei bekämpften, nicht aber Ein Antrag des Vorstandes betreffend Niederlegung eines Kranzes jedoch die Sozialdemokraten antreten, da die Anhänger der gegen den christlichen Teufelsglauben und alles was sich daran auf die Gräber der Märzgefallenen wurde einstimmig angenommen. ersteren, durch die Agitation derselben zum Nachdenken veranlaßt, knüpfte, Front machten. Nachdem nochmals auf den Besuch der„ Urania" zum 15. April bald einsehen würden, daß, wenn man auch alle Juden nach aufmerksam gemacht und bekannt gegeben, daß die nächste Vereins- Palästina jage, ihre Lage doch nicht verbessert würde, da das versammlung am 19. März stattfindet, erfolgte Schluß der Ver- fapitalistische System verbleibt. sammlung. 1 " Eingelaufene Druckschriften. : gl. Beiläufig den Freiheitskampf der Stedinger gegen den Bischof von Bremen im Jahre 1234 besprechend, sagt er:„ Mit ihnen verschwand Geschlecht und Namen der Stedinger aus der Die Versammlung folgte dem interessanten Vortrage mit Geschichte." Er weiß also nicht einmal, daß die Nachdieses Friesenvoltes noch heute unter ihrem Die Freie Vereinigung der Graveure und Ciselenre großer Aufmerksamkeit und spendete dem Referenten am Schlusse tommen ani linten Weserufer hausen. Die Erhielt am Montag, den 5. März, ihre ordentliche Mitglieder seiner Ausführungen reichen Beifall. In der Diskussion fam es alten Namen von der Vernichtung des Templerordens durch Bersammlung ab, in der dem Vertrauensmann Agitationsgelder zu einer kurzen Auseinandersetzung zwischen den Kollegen Alboldt zählung in Höhe von 34,68 M. bewilligt wurden. Alsdann machte der und Mett- Hannover und dem Referenten, veranlaßt durch die Philipp den Schönen von Frankreich schmückt er mit der BeBorsigende bekannt, daß von dem ehemaligen Kassirer Uhrbach Ausführungen des letteren über die Judenfrage. Der Vorsitzende merkung: Die gefürchteten Jünger Torquemada's fungirten Nun wurde der Templerorden 1312 durch 50 M. an die Unterstützungskaffe zurückgezahlt sind. Eine leb- die eine mit dem Vortrage einverstanden erklärt, die andere sich Papst verlas sodann zwei eingegangene Resolutionen, von welchen sich als Inquifitoren." Clemens V. aufgehoben, der Großmeister Jacob hafte Diskussion rief die Erhöhung der Unterstüßungsgelder für Arbeitslose hervor. Der Kollege Krause gab einen Ueberblick gegen die Ausführungen des Referenten, betreffend die Juden von Molay 1314 zu Paris lebendig verbrannt. Torquemada über die Kaffenverhältnisse vom Jahre 1890-1898, wonach im frage richtete. Erstere wurde gegen drei Stimmen angenommen. aber war ein spanischer Großinquisitor am Ende des 15. JahrDer Vorsitzende machte hierauf auf die am 13. März stattfindende hunderts. Was von einem Buche zu halten ist, in dem eine ganzen 1163 M. an 168 Kollegen gezahlt wurden. Er beantragt auf grund der jetzigen günstigen Raffenlage die Unterstützung für öffentliche Bersammlung aufmerksam, die zu dem nach Halle a. S. folche fraffe geschichtliche Unwissenheit zu Tage tritt, brauchen auf grund der jetzigen günstigen Raffenlage die Unterſtüßung für einberufenen Kongreß Stellung nehmen soll. Zu dem vom Vor- wir wohl nicht nochmals besonders zu betonen. Wir müssen verheirathete Kollegen auf wöchentlich 8 M. und für Ledige auf stande eingebrachten Antrage um Aufnahme des fich auflösenden ausdrücklich unsere Leser davor warnen, sich dieses plumpe Mach6. festzusetzen. Der Antrag wurde angenommen. Das Reglement Vereins der Rollkutscher 2c. gab Kollege Grauer die nöthigen werk, das in 17 Lieferungen zu je 30 Pfg. also noch übermäßig der Unterstüßungstasse erhielt verschiedene Abänderungen Die Anträge Woywoita: Abreisende Mitglieder erhalten Reise- Unter- Erklärungen. Die Versammlung beschloß, die Rolikutscher und theuer, vertrieben wird, von den Kolporteuren aufschwazen zu ftüßung, wenn sie 4 Monate dem Verein angehören, Antrag Speicherarbeiter als Berufsgenossen mit allen Rechten auf- lassen. zunehmen. Winzer: Reise- Unterstüßung wird nur einmal im Jahre gewährt, Antrag Krause: Durchreisende haben die Unterstützung, wenn sie Der Frauen und Mädchen Bildungsverein hielt am am Ort Arbeit erhalten, nicht zurückzuzahlen, werden angenommen. 7. März eine Vereinsversammlung ab. Frl. Baader hatte Desgleichen der Zusatzantrag des Kollegen Tiefe zu§ 5 das Referat übernommen und sprach in einem beifällig aufAbsah 2: Extra- Unterstützungen an durchreisende Nichtmitglieder genommenen Vortrag über:" Die technischen Umwälzungen der fönnen nur bewilligt werden, wenn dieselben einer Arbeiter Neuzeit". An der Diskussion über den Vortrag betheiligten sich Organisation angehörten. Zum 3. Punft der Tagesordnung: Frau Bien und Frau Leuschner. Letztere fritisirte auch die VorWie verbessern wir den Arbeitsnachweis" giebt Rollege Wunder- gänge am 18. Januar. Nach Schluß der Versammlung fiftirte lich Auskunft dahingehend, daß von Ende August bis Februar der überwachende Beamte die Rednerin nach dem Polizeibureau. der Nachweis von 161 Meistern und 200 Gehilfen in Anspruch Die nächste Versammlung ist am Dienstag, den 13. März, bei genommen wurde. Nach Verlauf der regen Debatte, an der sich Joël, Andreassir. 21. die Kollegen Siewert, Schwahn, Bergner, Tiefe, Bommer und Wunderlich betheiligten, gelangt folgender Antrag zur Annahme: traße 75, eine gutbesuchte öffentliche Versammlung ab. Genosse Die heutige Versammlung beauftragt den Vorstand, an sämmt- traße liche Arbeitsnachweise, die sich in Händen von Werkzeughändlern Jahn hielt einen Vortrag, der von den Anwesenden mit größter Aufmerksamkeit entgegen genommen wurde. In der hierauf befinden, das Ersuchen zu richten, die offenen Stellen dem Arbeits- folgenden Debatte, die erfreulicher Weise meist recht sachlich genachweis der Freien Bereinigung der Graveure und Biseleure zu halten wurde, machten sich zwei Strömungen bemerkbar. Gine übersenden. Das betreffende Resultat ist der nächsten Bersammleinere Minorität sprach jeder Organisationsform irgendwelche lung bekannt zu machen. Am 2. Osterfeiertag findet das Stiftungsfest im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakob: Vortheile für das kämpfende Proletariat ab, während die MaJakob- jorität straße, statt. jorität der Redner energisch für Organisationen plädirte. Einstimmig nahm man darauf folgende Resolution an;„ Die VerDer Fachverein der Stuckateure hielt am 5. März, eine fammlung erblickt im wirthschaftlichen Kampf eine Lebensirage Mitgliederversammlung ab. Da der Referent nicht erschienen für die Fortentwickelung der Klaffenlage der Arbeiter, Zur Bewar, so wurden sogleich die Vereinsangelegenheiten erledigt. thätigung des wirthschaftlichen Kampfes ist die gewerkschaftliche Nach einer Aeußerung des Herrn Prechelt will derselbe keine Organisation unbedingt nothwendig. Die Versammlung erwartet, Stucateure mehr beschäftigen, welche der Ortz- Krantentasse an- daß sich die Kollegen endlich einmal aufraffen und der Organi gehören. Er hatte nämlich vergessen, den von einem Unfall be- iation beitreten." Zum Schluß wurde bekannt gegeben, daß nun troffenen Kollegen K. bei der Krantentasse abzumelden und mußte wieder regelmäßig alle 14 Tage die Versammlungen stattfinden drei Monate Beiträge für ihn bezahlen. Aus Nerger darüber und mit nächstem Dienstag beginnen. Zur Richtigstellung eines die obige Aeußerung. Hoffentlich thun die Kollegen dem Herrn früheren Berichtes über die Moikewitsche Fabrik wurde vom den Gefallen nicht und treten seinetwegen aus ihrer Kasse aus. Kollegen Seidel bemerkt: Nicht die Gehilfen, sondern Meister Sodann wendet sich Stollege Hölzel gegen die im Reichsbankenbau Gösche schlug die Lehrlinge, jedoch verstand sich keiner der Geherrschende Ueberstundenarbeit; auch am Sonntag ist dort ge- hilfen dazu, den Lehrlingen beizustehen. arbeitet worden. Es ist bedauerlich, daß die dort arbeitenden Die Tapezirer hielten am 7. März bei Bolt, Alte JakobProtokoll der 1. ordentlichen Generalversammlung des Zentralvereins der Former, abgehalten zu Augsburg vom 26. bis 29. Dezember 1893. Preis 15 Pf. Hamburg. Berlag von Wilh. Claußen, Konventstraße 5. Bom ,, Arbeiterschutz", Organ für Arbeiterschutz- Gesetzgebung und Arbeiterversicherung, erschien soeben Nr. 5. Das rothe Gespenst. Von Josef Lischka. Wien. Verlag: Arbeiter- Zeitung", VI Gumpendorferstr. 60. Die gesellschaftliche Reproduktion des Kapitals bei gefteigerter Produktivität der Arbeit. Von Dr. Paul Ernst. Berlin W., 30, Verlag von F. Harnisch u. Co. Lichtstrahlen. Blätter für volksverständliche Wiſſenſchaft und atheistische Weltanschauung. Berlin. Verlag F. Harnisch u. Co. Heft 25 Pf. " Neulaud. Wochenschrift für soziales Leben, Politik, Wissenschaft, Kunst und Literatur. Von Erwin Bauer. Leipzig, Berlag von R. Werther. Durch Sturm zur Stille. Von F. Patschke. Der atheistische Schuhmacher. Von Hugh Price Hughes. Leipzig, Verlag von Reinh. Werther. Becher's Volksbücher. Von Julius Becker. Verlag von Reinh. Werther in Leipzig. Bon der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diez' Verlag) ist uns soeben die Nr. 5 des 4. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Die Diftatur des Proletariats. Frauen Interessen im Reichstag. Bur Lage der Photographen- Gehilfinnen von Berlin.- Der Aufstand in Sizilien und die fizilianischen Frauen. Feuilleton: Eine moralische Geschichte. Arbeiterinnenbewegung. Kleine Nachrichten. süddeutschen Kollegen in einer Zeit, wo hunderte arbeitslose Köpenick. Am 7. März tagte hier im Kaiserhof eine öffentStucateure auf der Straße liegen, nicht mehr Solidaritätsgefühl liche Versammlung, in der der Reichstagsabgeordnete För ster zeigen. Noch schlimmer sieht es im Reichstagsbau aus. Sier in einem interessanten Vortrage über„ Die Ursachen der Arbeitssteht nicht nur die Ueberarbeit und Sonntagsarbeit in schönster losigkeit" sprach. In der Diskussion befürwortete Genosse Blüthe, es werden dort auch, entgegen den gesetzlichen Be& üsler die gewerkschaftliche Organisation. Genosse Richter Von stimmungen, die Rüftungen von den Stucateuren gebaut. Tros äußert sich dahin, daß, wie ihm scheine, die antisemitische Vervieler Bemühungen ist es nicht möglich gewesen, die dort ar sammlung in Adlershof sehr gute Früchte getragen habe, denn beitenden Kollegen zu organifen, wir werden versuchen müssen, die Gastwirthe seien von der Behörde angewieser, jetzt ihre auf anderem Wege diese Uebelstände zu beseitigen. Lokale zu Versammlungen herzugeben. Auch dagegen hat man In einer öffentlichen Versammlung für Männer und nichts einzuwenden, daß der Vorwärts" ausgelegt wird. NachFrauen, die am 5. d. M. im Kolberger Calon tagte, sprach dem noch bekannt gegeben ist, daß am Dienstag ein DiskutirGenosse Hoffmann über den zweiten Theil seines Vortrages: abend und am 18. März eine Versammlung stattfindet, erfolgte Die zehn Gebote und die besigenden Klassen". Eine darauf der Schluß der Versammlung. bezügliche Resolution mit der Aufforderung, aus der Landes- Reinickendorf. Am Mittwoch, den 7. März, fand hier firche auszuscheiden und nur Arbeiterzeitungen zu lesen, wurde einstimmig angenommen. An der nun folgenden Diskussion betheiligten sich die Genossen Bienemann, Lutov, Reinhardt und der Referent. " eine öffentliche Kommunal- Wählerversammlung statt, in welcher der Gemeindevertreter, Genosse Schilling, das einleitende Referat halten sollte. Nachdem die Bureauwahl vollzogen war, stellte Genosse Knauf den Antrag, den dritten Punkt der Tagesordnung Der Verband der Maler und Lackirer( Filiale 4) hielt Aufstellung der Kandidaten zuerst zu erledigen. Dem wurde am 6. März eine Mitgliederversammlung ab. Nachdem der Vor- von der Versammlung zugestimmt und die Genossen Baum figende der Versammlung den Jahresbericht gegeben hatte, schritt( öftl. Bezirk) und Brandenburger( westl. Bezirk) für die man zur Neuwahl des Vorstandes. Gewählt wurde Gebauer. III. Abtheilung als Kandidaten proklamirt. Nachdem ein WahlBorsitzender; Linde, Kassirer; Müller, Echriftführer; fomitee, bestehend aus den Genoffen Duchâteau, Klingmann, Dehns und Bahne, Beifizer; Lange und Kunzmann, Eyring, Rosenfeld und Dülfert, gewählt war, wurde die Er: Hevisoren. Eine sehr rege Debatte entspann sich darüber, ob ledigung der nachfolgenden Tagesordnung auf Antrag des Genossen man im Arbeitsnachweis auch Stellen an die Nicht- Vereins- Knauf bis zur Versammlung, die am Sonntag Nachmittag 4 Ühr mitgieder ausgeben soll. Die Versammlung entschied sich dafür. stattfindet, zurückgestellt. In der Bezirksverfammlung für den Süden des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter in Berlin und Umgegend" referirte Dr. Bernstein über„ FabrikHygiene" unter dem Beifall der anwesenden Kollegen. Literarisches. Corvin, Pfaffenspiegel. Historische Denkmäler des Fanatismus. Rudolstadt. Verlag von A. Bock. Corvin. Die Geißler.( Ergänzung des Zorigen.) Rudolstadt. 2. Bock. Emil König. Ausgeburten des Menschenwahns im Spiegel der Hegenprozesse uud de 3Auto da fé's. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1894 unter Nr. 2660) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. der„ Neuen Zeit“( Stuttgart, Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diek Verlag) ist soeben das 23. Heft des 12. Jahrgangs er schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Sozialdemokratie und die Studentenschaft. Glossen zu dem Auffaz„ Aus unserem modernen Kunstleben" von Frit Kunert. Von einem Maler. Zur Lage der Bergarbeiter im nordwestlichen Böhmen. Der Einfluß der Jahreszeit auf die Kriminalität. Literarische Rundschau. Notizen: Der russische Handelsvertrag und der Krieg. Vor Zuzug wird gewarnt. Von Dr. J. Rosengart. Die Profitgier unferes Unternehmerthums. Feuilleton: Der Tod im Walde. Von Nifolaus Krauß.( Fortsetzung.) Die Zeitschwingen," Monatsschrift für Volksbildung, Aufklärung und Unterhaltung. 2. Heft, 5. Jahrgang. Das zwanzigste Jahrhundert. Deutschnationale Monats hefte. 6. Heft, 4. Jahrgang. Berlin W 30. Berlag von Hans Büstenöder, Elsholzitr. 2. Die Waffen nieder. Monatsschrift zur Förderung der Friedensbewegung von Barcnin B. v. Suttner. 2. Heft, 3. Jahrgang. Dresden. Verlag E. Pierson. Briefkaffen der Redaktion. H. A., Rigdorf. Das ist verschieden zu beurtheilen, je nach dem Strafgesetz, das durch den Inhalt des Buchs verlegt ist, danach richtet sich auch die Strafe. 6. Bönisch. Angabe von Vor- und Zunamen und Wohnung genügt. Fetter Gustav. Die Unterschrift des Wochenzettels mit dem angegebenen Vermerk bewirkt Ausschluß der Kündigung. $. B. 116. Wenden Sie sich an einen dortigen Rechtsanwalt. 9. M. 3000. Die Ueberschrift sollte lauten: Wechselfeitiges Testament". Es ist aber überhaupt keine Ueberschrift In der Diskussion wurde von mehreren Rednern über die mangelhaften sanitären Zustände in den einzelnen Fabriken geflagt, sowie auf die Ansteckungsgefahr der jetzt in Verwendung tommenden Buglappen hingewiesen. Noch immer werden diese nicht desinfizirt, die abscheulichsten, ekelhaftesten Kleidungsstüce werden zu diesem Zwecke verwendet. Hier hätte die SanitätsDie ersteren beiden Schriften find ursprünglich in den 40er polizei ebenfalls noch ein sehr ergiebiges Arbeitsfeld, aber leider Jahren geschrieben, als, veranlaßt durch die Ausstellung des heiligen werde zum Schuße der Arbeiter immer noch sehr wenig gethan. Rockes in Trier eine voltsthümliche Bewegung gegen die katholische erforderlich. Bon einigen Kollegen wurden die Lohn- und Arbeitsverhältnisse Kirche in Teutschland in Gang fam, die indeß bald wieder im K. Weber. 1. Reklamiren Sie bei der Berliner Steuerder Firma Frister u. Roßmann eingehend geschildert. Nament- Sande verlief. Ihren Ursprung, ihren polemischen Zweck ver- behörde. 2. Nach der herrschenden Auslegung giebt die Tagung lich leistet der erst seit kurzer Zeit in der Fabrik thätige Meister läugnen die beiden neuaufgelegten Schriften auch heute des Reichstages den inhaftirten Abgeordneten kein Recht auf Treff in dieser Beziehung das Menschenmöglichste. Bei der nicht. Der Verfasser eben so wenig wie die nachträglichen Entlassung aus der Haft. 3. Nein. Firma Beermann versuche man es ebenfalls von Zeit zu Zeit Bearbeiter des Buches haben sich zu jenem tieferen Verständnisse R. S. 50. 1. Sie können Ihre Frau zur Scheidungsklage mit Lohnabzügen, leider feien aber die Kollegen nicht zu begeschichtlicher Ereignisse durch arbeitet, das alles, auch firchliche nicht zwingen. Wenn Sie die Sache in Gang bringen wollen wegen, hiergegen Front zu machen, zum Theil spiele auch das Mißbräuche auf das Zusammenwirken verschiedener Ursachen, und selber einen Scheidungsgrund haben, so müssen Sie sie selbst Schmaroherthum unter den Arbeitern eine große Rolle. Um nicht zum wenigsten auf die wirthschaftlichen Grundlagen der erst zum Sühnetermin laden beim Amtsgericht 1, Neue Friedrichallen diesen Uebelständen abzuhelfen, wurden die Kollegen zum Gesellschaft zurückzuführen weiß. Eo find seine beiden Bücher Straße 18, dann flagen. Schluß nochmals energisch aufgefordert, dem„ Berliner Metall einseitige Tendenzschriften geworden. Wer deshalb ohne gründ 2. Lassen Sie einen Töpfer meister kommen, die Sache arbeiter- Berband" beizutreten und auch in den Reihen der Kolliche geschichtliche Kenntnisse sich an sie heranmacht, wird ein untersuchen und die Reparatur machen. Ziehen Sie dann dem legen für denselben zu agitiren. falsches Bild vom Wirken der christlichen Kirchen gewinnen. Er Wirthe, was es gekostet hat, von der Miethe ab. Im Verein der Zwicker und Berufsgenossen bekommt nur ihre Echattenseiten, nicht ihre Lichtseiten zu sehen. 3. Wenn die Abänderung nicht im schriftlichen Vertrage aus hielt Genosse Pinn in einer Sizung am 5. März einen VorAugenscheinlich angeregt durch den buchhändlerischen Erfolg bedungen ist, rathen wir Ihnen, nichts zu thun. frag über" Darwinismus und Geschichtswissenschaft". Von einer der Corvin'schen Sensationsschriften, hat sich ein gewisser Spandau. 1. Diese Angestellten sind nicht Gesinde, sondern Diskussion wurde Abstand genommen und beschloß die Versamm B. Emil König im Auftrage des Verlags- Buchhändlers an Haus offizianten, und von Ihnen bestimmt das Allgem. Landr. lung, in betreff der Maifeier eine öffentliche Versammlung ein- die Zusammenklitterung eines Volksbuches über die Heren Theil II Tit. 4§ 185: Wegen grober Schimpf- und Schmähzuberufen. prozesse gemacht. Nicht ehrlicher Haß gegen pfäffische Miß- worte, ingleichen wegen Thätlichkeiten, womit Hausoffizianten Eine öffentliche Bersammlung aller in der chirurbräuche, wie bei Corvin, sondern plumpe Geschäftsspekulation ist unverschuldet von der Herrschaft behandelt worden, tönnen sie Eine öffentliche Bersammlung aller in der chirur die Triebkraft für dieses Sensationsmachwerk gewesen. Der Ver- noch vor Ablauf der Dienstzeit Entlassung fordern.§ 186: In gischen Branche Beschäftigten tagte am 6. d. Mt. Bunächst gab der Kollege Menz der Versammlung einen Bericht faffer hat sich noch nicht einmal die Mühe gegeben, sich die allen übrigen Stüden haben Hausoffizianten mit dem gemeinen Bunächst gab der Kollege Menz der Versammlung einen Bericht jenige Kenntniß von der Entstehung des Aberglaubens anzu Gesinde gleiche Rechte und Pflichten. 2. Ja. über die Verhandlungen bei der Firma Chr. Schmidt, die jedem eignen, mit der halbwegs Ziegelstr. 3. Auf grund dieses Berichtes nahm die Versammlung Mittelalters Vertrauten Geschichte des Elvira 28. Wenn der Meister zur Inmung gehört, wird bekannt zu sein pflegen. Daß der Mann von selbst Mitglied der Innungsfaffe. Er tann den Antrag an, die Sperre bei der betreffenden Firma aufzuheben. er die Ergebnisse der neueren psychologischen Forschungen für außerdem sowohl einer Ortstasse als freien Hilfskasse beitreten. Sodann referirte Genosse Faber über die Maifeier". Sämmt die Beurtheilung des Herenwesens nicht zu verwerthen gewußt Der Jnnungskaffe muß er es melden. liche Redner sprachen in der Diskussion für die Arbeitsruhe. hat, möchte noch dahin gehen. Wir müssen indeß aus seinen Man einigte sich aber dahin, nochmals eine Bersammlung ein einleitenden Auffäßen über Herenwahn und Teufelsglaube im auberufen mit der gleichen Tagesordnung. Alterthum und Mittelalter einige für seine Unwissenheit beIn der am G. d. M. tagenden Versammlung des Verzeichnende Stellen hervorheben. Wenn er aus der Römerzeit bandes der Geschäftsdiener, Bader und Be- Marsische und Sabelli'sche Zauberlieder" hervorhebt, so ist das G. B., Admiralftr. 40. Wenn monatliche Miethe ver rufsgenossen sprach Genoffe Bueb- Mühlhausen über vielleicht auf einen Druckiebler zurückzuführen, obgleich der zwei- abredet war, haben Sie recht. Den Zwed der Gewerkschaftsorganisationen". Redner schilderte malige gleichartige Mißgriff die Vermuthung rechtfertigt, daß F. Stahl- Nauen. Wenn das Flugblatt einen„ Aufruf" zunächst die gegenwärtige wirthschaftliche Lage der Arbeiter, zu Herr König diese Zauberlieder zwei Leuten Namens Marfi und enthielt, fann§ 10 des alten preußischen Preßgefeßes angewendet deren Sebung die gewerkschaftliche sowohl wie die politische Sabelli auf's Konto schreiben will, während es sich in Wirt werden, wonach die Vertheilung an öffentlichen Orten nur Organisation unbedingt nothwendig sei. lichkeit dabei zwei italische Stammesnamen handelt. mit polizeilicher Erlaubniß erfolgen darf. Deffentliche Orte sind Des weiteren zergliederte er die Stellungen der verschiedenen Dann ergeht sich der Verfasser in Lobeserhebungen über die die jedermann zugänglichen Hausflure und Treppen, dagegen Parteien, dabei besonders den Antisemiten seine Aufmerksamkeit Kirchenversammlungen im frühesten Mittelalter, weil sie den nicht die Wohnungen. Wenn das Flugblatt keinen Aufruf entschenkend. Diese Partei würde nach seiner Meinung zunächst Glauben an Zauberei bekämpft hätten. Es ist ihm also nicht hielt, war eine Genehmigung überhaupt nicht erforderlich. " 44 S. D. Nach preußischem Rechte nicht. G., Moabit. Zahlen Sie ruhig. Die Herbeiführung einer Abänderung in der Veranlagung macht Ihnen mehr Scheererei und Kosten als die ganze Sache werth ist. Größtes Manufaktur- und Modewaaren- Hans des Ostens M. Löwinsohn, Inhaber: L. N. Jacob. 5765L* Grüner Weg 32( Ecke Andreasplazz). FrühjahrsPaletots in guten, reinwollenen, reellen Stoffen, tadellosen Sit.( überall 27 M.), bei uns nur 12 k., die elegantesten aus den allerfeinsten Stoffen in Prima Verarbeitung nur 15, 18, 20, 22, 24, 27 M. prima. 15000 ruglische Jaquet- u. Rodt- Anzüge( auch in schwarz Tuch und Kammgarn) von 10, 12, 14, 16, 18, 20, 24, 27, 30, 36 Mk. prima. 6000 Holen in dauerhaften, reinwollenen Stoffen von 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12 k. prima. 8000 Schlafröcke von 6 bis 20 uk. prima. Haus- und Jagdjoppen von 2 M. an. 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Jahrg. statistit zu verzichten, und wie unserem Drängen nach einer solchen| größer als die Zahl der Wohnungen, und nicht nur in Gesinde in der Kommission für Arbeiterstatistik, zwar nur kapitalistisch- Häusern auf dem Lande kommt es vor, daß ein einziges Zimmer Aufgaben der Wohnungsstatistik. it, so wird fich über furg oder lang die Regierung entschließen Strei de ft riche die Stelle von undurchsichtigen Wänden verbureaukratisch, aber doch immerhin Rechnung getragen worden von mehreren Familien gleichzeitig bewohnt wird, und in welchem Die Konzentration des Kapitals und der Industrie bedingt müssen, auch den Schleier, der bisher noch unsere Wohnungs- treten. Will man diese Imponderabilien der Untersuchung ebenbis zu einem gewissen Grade einen rapiden Zuwachs der Be- verhältnisse verhüllte, hinwegzuziehen. In dem Material unserer falls zugänglich machen, und es dürfte nur sehr wenige Sozialvölkerung in den großen Städten. Infolge davon steigt in diesen Volkszählungen haben wir allerdings etwas, was bescheidene Ge- politiker geben, die auf die Erforschung dieser Verhältnisse ver der Werth von Grund und Boden so rasch an, daß die zentral müther für eine Wohnungsstatistik ausgeben, immerhin das zichten möchten, so muß man in den Kreis der Erhebungen auch gelegenen Arbeiterwohnungen nicht mehr rentiren; die alten beste unserer so elenden Sozialstatistik und wenn auch die die Art der Zusammenwohnens mit anderen Personen, die Zu Häuser werden umgerissen, in Läden und Luxuswohnungen ver- fachkundigen Bearbeitungen des Berliner Materials durch Herrn sammenfeßung der einzelnen Familien bezw. Haushaltungen mit wandelt und die Arbeiter an die Peripherie der Städte gedrängt. Böckh eine Menge werthvoller Aufschlüsse bieten, so find die einbeziehen. Wir müssen ihre soziale Zusammensetzung, ihre BeAber auch hier herrscht ein relativer Mangel an fleinen und selben doch weit davon entfernt, uns ein so greifbar deutliches schäftigung, die Art, wie sie die Wohnung benutzen, das Einmittleren Wohnungen. Die Miethspreise steigen deshalb gewaltig Bild von der Wirklichkeit zu geben, wie dies die Bücher'sche kommen, das Verhältniß der Miethe zum Einkommen, zum gean, und die Wohnungsmiethen absorbiren einen unverhältniß- Wohnungsenquete der Stadt Basel thut, von der E. Mischler mit botenen Luftraum und der Beschaffenheit der Wohnung kennen. mäßig großen Antheil des gesammten Einkommens, und zwar Recht fagt: Die Darstellung ist ungemein lebensvoll und Es wird niemand bestreiten, daß es einen wesentlichen einen um so größeren, je kleiner das Einkommen ist. Allen plastisch, so daß man die Bevölkerung, ihre verschiedenen Kreise Unterschied ausmacht, ob eine Familie einen Schlafs Ernstes führte hierauf der bekannte Bodenbesizreformer Heinr. und Schichten geradezu in ihrem eigenen Heim belauschen burschen hält, der mit dem Familienhaupt dieselbe Freese die gegenwärtige Stagnation in Handel und Gewerbe und Arbeitseintheilung hat, oder ob der Schlafbursche und die Verelendung der Massen zurück. Wenn dies nun auch zu Was uns dagegen die Berliner Wohnungsstatistik bietet, ist der Familienvater abwechselnd Nacht- und Tagschichten haben, weit gegangen ist, so enthält die Behauptung Freese's doch kaum mehr als eine Nachweisung der Zahl der Wohnungen mit und sich dann Familienverhältnisse ausbilden, wie sie Zola in mehr als das bekannte Körnchen Wahrheit. Die hohen Mieths bezw. ohne Gewerberäume, unterschieden nach der Stockwerklage der Familie Levaque in seinem Roman Germinal" schildert; preise in den großen Städten beeinflussen sehr merkbar die und Borderlage; der Wohnräume- heizbare, nicht heizbare und oder ob eine Lohndirne oder eine Fabritarbeiterin die Wohnung Lebenshaltung des Proletariats, der kleinen Handwerker und Be- Küche in den einzelnen Stadttheilen; die Zahl und Art der theilt. Wenn wir erfahren, daß auf 1000 Haushaltungen in amten. Einmal direkt, indem die Ausgaben für Nahrung, Klei- zur Wohnung gehörigen Gewerberäume; die Zahl der Woh- Leipzig 366,2; München 275,1; Breslau 236,0; Dresden 231,9; dung und Erholung auf ein Minimum beschränkt werden, um nungen; nach der Dauer des Wohnverhältnisses: nach dem Berlin 229,6; Frankfurt a. M. 207,6; Hamburg 197,5 Haus. die Miethe erübrigen zu können, und dann indirekt, indem man Miethswerth; nach ihrer Wohnräumezahl; nach der Bewohner- haltungen mit fremden Einmiethern tommen), so enthüllen uns in die eigene Wohnung Aftermiether, Schlafgänger u. f. w. auf zahl; die Wohnungen derselben drei Kategorien, sowie ihre diese Zahlen nur einen sehr bescheidenen Theil des graufigen nimmt und so eine Reihe schwerer Schädigungen hygienischer Wohnräumezahl, Bewohnerzahl und den Miethswerth flassi- Wohnungselends der ärmeren Volksklassen, die geflicten Lappen und sittlicher Art in die Familie hineinträgt. Der nothwendige fizirt nach der Zahl der heizbaren Zimmer; eine Klassifikation vor den Fenstern der armseligen Wohnungen lassen uns das Luftraum auf den Kopf des Bewohners die Grundbedingung nach der Verschiedenheit der Haushaltungen je nach ihrer Zu- Medusenhaupt unserer sozialen Verhältnisse, das sich hinter ihnen für die Grunderhaltung des Körpers- wird unter das Maß sammensetzung( aus Familiengliedern, Dienstboten, Gewerbe- verbirgt, nur ahnen, aber wir können ihm nicht gerade in die herabgedrückt, das man selbst in Gefängnissen erfüllt sieht. Halb- gehilfen, anderen Hausgenossen, Einmiethern, Schlafburschen); Augen schauen, um das Schreckgespenst aus unserem Voltsleben wüchsige Kinder werden in denselben Schlafräumen, häufig selbst eine Unterscheidung der Haushaltungen nach der Zusammen zu bannen. in dasselbe Bett mit erwachsenen Personen verschiedenen Geschlechtes fegung des engeren Familienkreises; eine Klassifikation der Woh- Mit der Aufzählung der Mängel unserer Wohnungsstatistik zusammengedrängt. Die intimsten Vorgänge des Familien- nungen, unterschieden nach dem Miethswerth für die Berufs sind aber auch schon die Aufgaben scharf umriffen, die eine Wohlebens spielen sich vor den Augen der Kinder ab und stellung des Haushaltungsvorstandes. nungsstatistit zu erfüllen hat, wenn sie sozialpolitischen Ansprüchen wecken so frühzeitig die Sinnlichkeit derselben, oder Wie man aus dieser Zusammenstellung ersieht, werden die genügen soll. die Kinder werden auf die Straße hinausgedrängt, wo sozialpolitischen Gesichtspunkte von den steuertechnischen fast vollWir wollen nicht in Abrede stellen, daß eine Wohnungssie vollständig verwahrlosen. Den Eltern felbst wird ständig erdrückt. Wir können aus den vorgeführten Daten auch statistik in dem Rahmen, wie wir ihn hier zeichneten, in ganz die enge Wohnung zu einer steten Quelle des Unbehagens. Der noch nicht annähernd schließen, unter welchen hygienischen Ver- anderer Weise die Mittel und Kräfte statistisch geschulter MitMann sucht das trauliche Heim im Wirthshause. Alkoholismus, hältnissen die einzelnen Personen wohnen, abgesehen vielleicht arbeiter in Anspruch nimmt, als die gegenwärtige WohnungsZerrüttung des Familienlebens, Verwahrlosung der Jugend von der durchaus nicht geringen Bahl von Wohnungen, die über- statistik, und daß sie mit Hilfe der Individualzählkarte, wie sie neben schweren törperlichen Schädigungen, sowie eine steigende haupt kein heizbares Bimmer aufweisen( 1890: 2647 Wohnung en bei den Volkszählungen zur Vertheilung kommt, auch nicht entDisposition für Infektionskrankheiten aller Art, der unsere mit 6354 Bewohnern und den Wohnungen die im Keller liegen fernt geleistet werden kann. Aber diese Arbeit muß geleistet moderne Produktionsweise schon so vorzüglich vorarbeitet, find( 1890: 16 025 im Vorder- 12 243 im Hinterhause belegen), bei werden, wenn selbst nur die bescheidenen Forderungen bürgerdie Folge davon. denen die sanitären Mißstände offen in die Augen springen. licher Reformpolitiker auf Rechnung der Wohnungsverhältnisse Es versteht sich hiernach von selbst, daß in einer einiger: Aber bei allen anderen statistisch nachgewiesenen Daten, selbst des Proletariates erfüllt werden sollen. Denn, wie Berthold in maßen brauchbaren Sozialstatistik Erhebungen über die Wohnungs- wenn man sie nach der Zahl der Zimmer, nach der Kopfstärke Mayr's Archiv( II. S. 507) hervorhebt, müßte eine Wohnungsverhältnisse der Bevölkerung, vor allem in den Großstädten, der Bewohner, dem Miethswerth und dem Stadttheil gruppirt, enquete, wie sie im Jahre 1889 in Basel stattfand, wenigstens einen breiten Raum einnehmen müssen. Sie ergeben erst den kann man aus den statistischen Angaben die wirklichen Wohnungs- in den sogenannten Arbeitervierteln vorgenommen werden, bevor Schlüffel zur Beantwortung derjenigen Fragen, welche die Er verhältnisse nur schäßungsweise ermitteln. Man hat ohne weiteres durch gesetzliche Vorschriften etwa eine Einwirkung auf die hebungen über Einkommensverhältnisse, Größe der Familie und fein Urtheil darüber, ob auf den einzelnen Bewohner der nöthige Berliner Wohnungsverhältnisse versucht wird". Der Pflicht des Alter der Familienglieder, Arbeitszeit, Perioden der Arbeits- Luftraum im Wohnzimmer( mindestens 20 m3) und im Schlafzimmer gesetzgeberischen Eingreifens werden sich Staat und Gemeinde losigkeit, Krankheitshäufigkeit 2c. noch offen gelassen haben.( mindestens 10 ms) entfällt, wie die Wohnung selbst beschaffen ist, nicht mehr entziehen können, soll aber nicht arges Flickwert, wie Außerdem aber ift eine eingehende Wohnungsstatistik ob feucht oder trocken, ob sie im Verhältniß zur Bodenfläche auch es unsere ganze Sozialreforin darstellt, zu Stande kommen, so die Voraussetzung für zweckentsprechende Anwendung der genügend Fensteröffnung hat und hier ist es natürlich wieder muß durch Sondirung der wirklichen Verhältnisse erst die sichere öffentlichen Hygiene. Die lette Cholera Epidemie in sehr wesentlich zu erfahren, ob die Wohnung nach der Straße, Operationsbasis ermittelt werden. Wir Hamburg hat es erst wieder mit graufiger Deutlichkeit gezeigt, nach dem Hofe, oder nach dem Garten zu gelegen ist. Was Prof. Bücher in so ausgezeichneter Weise für die mit welchen furchtbaren Opfern sich die offizielle Unkenntniß der erfahren weiterhin nichts, ob die Gebäude an Grundstücken mit Stadt Basel zu schaffen vermocht hatte, der zum ersten Mal Behörden über die Wohnungsverhältnisse des Proletariats rächt. gesundheitsschädlichen Gewerben oder ruheftörendem Lärm be- aus den Wohnungsverhältnissen, die er nach dem Rubitinhalt, Die Kenntniß davon genügt freilich auch nicht allein, wie in legen find. Die Nachrichten über den Zubehör zu den Wohnungen: nach dem durchschnittlichen Wohnraum per Kopf, und dem Klassischer Weise unsere Berliner Stadtverordneten- Versammlung wie Keller, Speicher, Dachraumverhältniffe, Abrittseinrichtungen, Miethspreise per Kubikmeter durchforschte, eine neue soziale zeigt, bei der noch jede Anregung, die Wohnungs- und Er- Wasserbezug, Ableitung des Küchendampfes; über die Boden- Stufenleiter der Bevölkerung fonstruirte, muß auch in nährungsverhältnisse der besiglosen Klasse, selbst blos in Zeiten unterlage bei Erdgeschoß- und Kellerwohnungen; über Be- dem von uns skizzirten Umfange für Berlin möglich sein. Und der Seuchengefahr unter Kontrolle zu halten und den haar leuchtungs- und Beheizungseinrichtungen fehlen ganz und gar. man entgegene uns nicht, daß eine solche Erhebung in Berlin sträubendsten Mißständen abzuhelfen, auf den unfruchtbaren Jede einzelne dieser Angaben aber beansprucht die Aufmerksam an dem Mangel an zureichenden Kräften scheitern würde. Die Boden eines geschwollenen Geldfactes gefallen ist. Nachdem in feit des Sozialstatistikers im vollsten Maße, denn von dem Vor- Berliner Arbeiter- Sanitäts- Kommission**) hat mit den denkbar die wirklichen Verhältnisse Licht gefallen, müßte die gewonnene handensein oder Nichtvorhandensein der einzelnen Punkte hängt Erkenntniß auch bei jedem vernünftigen Menschen Anregung zur nicht bloß die Behaglichkeit, sondern auch das törperliche und*) In Berlin stieg, nach Angabe Berthold's in Mayr's Abstellung der Mißstände geben. Aber dem stehen die Geldfack- geistige Wohlbefinden der Bewohner in sehr erheblichem Um Archiv II. 483 die Bahl der Schlafleute von 1880-1890 von Interessen entgegen, für welche das ,, Laisser faire" der allein fange ab. Alle diese Daten sind mehr oder weniger 59 087 auf 95 365, d. h. von 54,2 pt. auf 62,1 pt. der Hausfeligmachende Glaubenssah ist; und damit auch nicht unwillkürlich genau durch Zahlen zur Darstellung zu bringen. Aber haltsbevölkerung( 1885 war das Verhältniß sogar 66,1 pt.) sich das Ding leise regt, so man Gewissen nennt, verzichtet man die Behaglichkeit der Wohnung und die Reinheit des**) Vergl. Berliner Wohnungsverhältnisse. Denkschrift der lieber ganz auf die sozialpolitische Erkenntniß, zumal jede Aufregung Familienlebens ist noch von gewissen Imponderabilien Berliner Arbeiter- Sanitäts- Kommission, bearbeitet im Auftrage doch nur die Verdauung stört. Das ist für uns natürlich kein abhängig, die nicht ohne weiteres statistisch zu beschreiben sind. derselben von Dr. Adolf Braun. Berlin 1893( Vorwärts) Grund, auf eine streng wissenschaftliche und eingehende Sozial- In den meisten Großstädten ist die Zahl der Haushaltungen Preis 35 Pf. = Der Polizei- Anarchistenprozes in Madrid. I. " heiratheten Frau, mit welcher er ein Verhältniß unterhielt, er halten haben; wahrscheinlich aber hatten seine Geldmittel ihren Ursprung in der Madrider Polizeitasje, obwohl weder er, noch die geladenen Polizeibeamten es in der Verhandlung zugeben wollten. die Dummheit, dem Munoz ein Rezept über Herstellung von Dynamit zu geben, welches dieser natürlich seinen hohen Gönnern von Der Polizei überbrachte.( Es ist eine Praris vieler Spanier zweifelhafter Natur, besonders Ausländer um Auskunft über Bomben und Explosivmittel zu bitten; auch an mich sind verschiedene, welche wußten, daß ich mich eingehend mit chemischen Studien befaßt hatte, herangetreten; ein tüchtiger Fußtritt und Blosstellung solcher Subjekte war Ob nun Munoz schon vor seinem Eintritt in den Arbeiter Bevor ich in eine Schilderung und Charakterisirung dieses verein Beziehungen mit der Polizei hatte, ist nicht festgestellt zu Anfang des laufenden Jahres zu Ende geführten Prozesses worden, aber doch wahrscheinlich. Nach seinen Aussagen und eingehe, muß ich die Lefer des Vorwärts" um Entschuldigung denen der Polizei will er erst turze Zeit nach seinem Ein- natürlich die Antwort.) bitten, daß ich etwas verspätet komme. Die Unklarheit der tritt in den Arbeiterverein Verbindungen mit jener angeknüpft Als nun die Zeit erfüllt war, bescheerte die Polizei der Welt Gerichtsverhandlungen, die vielen in denselben zutage getretenen haben. Angenommen, daß diese Aussage richtig sei, so ein grausiges Attentat, das sie aber als treue GesellschaftsWidersprüche machten es mir zur Unmöglichkeit, in furzer Frist stellte sich Munoz im Januar 1892 dem Polizei- Offizier retterin dank ihrer ungeheuren Gescheidtheit zur rechten Beit ein richtiges Bild von dem Prozeß und somit die Grundlage Duarte vor. Diesem brachte er die Mitgliederliste einer geheimen verhinderte. Der edle Munoz theilte der Polizei mit, daß am für ein gerechtes Urtheil zu gewinnen. Außerdem wartete ich Gesellschaft, la Cosmopolita", in entstellter Schrift, 5. April ein Attentat auf das Kongreßgebäude stattfinden in der Hoffnung, die eine oder die andere bürgerliche Preß außerden ein Verzeichniß von Häusern, welche auf Beschluß werde, natürlich etliche Tage vorher, damit Polizei und stimme oder unsere Parteiorgane würden fich zu einer jener Gesellschaft in die Luft zu sprengen seien. Duarte sette den Regierung sich gut darauf vorbereiten konnten. Munoz Beurtheilung jener Sache entschließen aber vergeblich. Wie Polizeichef von Madrid, Morera, davon in Kenntniß, und dieser traf mit seinen beiden Opfern in einer kleinen Kneipe unangenehm überdies der Aufenthalt in einer wenn auch großen ließ sich erst im Monat Februar den Munoz vorstellen. Wie ist zusammen, um sie noch einmal vor der großen That, zu Provinzstadt ist, wo es an jeglichem Verkehr mit aufgeklärten es möglich, daß der Polizeichef sich bis zum Monat April zum welcher ste nach dem unerforschlichen Willen der Polizei bestimmt und gebildeten Genossen fehlt, wo man feinen bürgerlichen Mitwisser einer geheimen Verbrecherbande machen konnte, ohne waren, zu bewirken. Ferreira wurde betrunken, und Politiker findet, der sich auch nur die Mühe giebt, eine derartige auch nur zu versuchen, dieselbe zu verhaften und beim Gericht Debats mochte wohl auch nicht ganz nüchtern geblieben sein. soziale Erscheinung, wie der Polizei- Anarchisten- oder Munoz- zu denunziren? Morera ließ, wie er aussagte, Munoz durch Inzwischen entfernte sich Munoz, um die Bomben zu holen. Prozeß es ist, mit ruhigen Augen anzuschauen, das weiß jeder andere Spione beobachten, welche ihm nach seine Aussage alles Es wurde verabredet, einen Spaziergang nach dem Hypodrom Korrespondent, dem es darum zu thun ist, einen sachlichen Bericht von Munoz Gesagte bestätigten, natürlich weil es dein Herrn zu machen. Um dahin zu gelangen, mußte man am Parlaments= über ausländische Verhältnisse zu schreiben. In der Voraus- Bolizeipräsidenten so am besten paßte. Munoz erfand nun als gebäude vorbei. Wahrscheinlich hat Munoz seine Abwesenheit setzung, daß die Leser die für die Verzögerung angegebenen Gründe auter und gelehriger Polizeispitzel neue und immer haarsträubendere benutzt, um seine Polizei- Kumpane von dem Beginn der großen billigen, biete ich ihnen den folgenden Bericht dar, indem ich zu- Attentatspläne, bald auf den König, bald auf Kirchen That zu benachrichtigen, Der Polizeioffizier Duarte hatte auch gleich bemerke, daß demselben bürgerliche Blätter verschiedenster und andere öffentliche Gebäude u. s. w., und setzte die Polizei noch zur größeren Sicherheit einen Schwager nach der Kneipe Barteirichtung zu Grunde liegen. pflichtschuldigst davon in Kenntniß. Daneben unterhielt er fleißig den geschickt, nm das Fortgehen der Attentäter zu beobachten. Dieser Vorgeschichte des Prozesses. Die Angeklagten weiteren Verkehr mit seinen späteren unglücklichen Opfern, die ging nach seiner Aussage turz vor den übrigen weg, nachdem Debats, ein Franzose, und Ferreira, ein Portugiese, er durch seine scheinbare Freundlichkeit und sein Aufspielen als er jedenfalls mit Munoz verhandelt hatte. Nachdem die drei waren, nachdem sie in anderen Städten Spaniens ge- trener Anarchist an sich zu fesseln wußte, während er von Attentäter" das Lotal verlassen hatten, gab Munoz dem bearbeitet hatten, nach Madrid gekommen, um auch hier anderen Mitgliedern des Arbeitervereins mit Mißtrauen an- trunkenen Ferreira eine Bombe, ein in Papier gewickeltes Packet, Arbeit zu suchen. Da sie aber nicht gleich Arbeit gesehen wurde. Durch fortwährendes Drängen wußte er Debats während er die andere felbst behielt. In kurzer Zeit langte man fanden und dieselbe später oft unterbrochen war, so gestattete zu allerlei Dummheiten zu verleiten. Dieser mußte in seinem in der Nähe des Kongreßgebäudes an. Hier bat Munoz Debats, ihnen ein Arbeiterverein in Madrid, welchem sie als tüchtige Auftrage an einen Freund in Bilbao schreiben und denselben er möge ihm sein Packet einen Augenblick abnehmen, da er sich eine und ehrenhafte Männer empfohlen waren, in den Räumen ihres um Zusendung von Dynamit unter der Adresse Munoz Bigarre anzünden wolle. Debats willfahrte ihm. Damit war Bereinshauses zu schlafen, wenn sie anderweitig feine Unterkunft bitten, was er auch that. Der Brief ist natürlich nicht den lauernden Polizisten das Zeichen zum Angriff gegeben, und finden tönnten. Zu Anfang des Jahres 1892 lernte Debats den abgeschickt worden, und die Antwort hat Munoz mit dem Rufe: Da sind sie!" stürzte man sich in brutaler britten Angeklagten Munoz fennen, führte ihn in den jedenfalls selbst geschrieben; aber von beiden Schrift Weise auf Debats und Ferreira, welche kaum Widerstand leisteten, Arbeiterverein ein und machte ihn auch hier mit seinem Freunde stücken fette er die Polizei in Kenntniß. In der Verhandlung war, während man Munoz unbehelligt ließ. Debats rief den Ferreira bekannt. Munoz begann sofort seine teuflische Thätigkeit; wie es selbstverständlich erscheint, von den Briefen nichts zu Polizisten zu, man möge doch auch Munoz verer stellte sich in allen Gesprächen mit seinen beiden Opfern fehen. Eine weitere Dummheit von ſeiten Debats' und Ferreira's haften, aber man hörte nicht darauf und ließ als einen enragirten Anarchisten, bewirthete sie stets und war es, daß sie mit Munoz zu einem Bombenhändler gingen, wo diesen ruhig gehen. hatte in verschiedenen Cafés die Weisung gegeben, daß man seinen dieser zwei Bomben kaufte, um sie nach seiner Aussage als Uhr- Dies ist in furzen Züger der Hergang bis zu der Berhaftung Freunden unentgeltlich verabreichen sollte, was sie for- gewichte zu benutzen. Da Munoz nicht verstand, dieselben zu von Debats und Ferreira. Manche Einzelheiten von Interesse, berten. Da man über die Natur seiner Beschäftigung nichts entladen, so that es Debats, der mit solchen Dingen vertraut welche sich noch während dieser Zeit ereigneten, werde ich bei wußte, so mochte dies befremdlich erscheinen. Auch er selbst wußte war, da er in einem Arsenal arbeitete. Munoz nahm diese der Schilderung des Prozesses berühren, da sie besonders geeignet nicht recht anzugeben, woher er das Geld nehme. Bald hieß es, beiden Bombenhülsen mit sich, um sie später für seine beiden find, neues Material für die Charakterisirung der elenden Polizei er bekäme es von seiner Familie, bald wollte er es von einer ver: Opfer aum Verhängniß werden zu lassen. Weiter beging Debats und ihres schuftigen Spitzels Munoz beizubringen. bescheidensten Mitteln die Wohnungsverhältnisse der Sorauer-[ Bau des Beklagten in Schöneberg beschäftigt, erhielten der Ueberzeugung des Gerichts nicht erwiesen, daß derselbe die ftraße mit 805 Wohnungen und 3383 Einwohnern mit einer die Kläger eines Sonnabends die Weisung, nach der von ihm behauptete Bedingung an sein Versprechen geknüpft Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit durchforscht, die troß der Anklamerstraße zu gehen und auf einem anderen Bau hat. Reuter wurde verurtheilt, die Klagesumme zu zahlen. der Erhebung noch anhastenden Mängel unsere staatlichen desselben anzufangen". Sie erhielten Buch und Karte, Insofern sie gegen Kräutlein mitgerichtet wurde, erfolgte die AbStatistiken weit in den Schatten stellt. Nicht an den geeigneten aber nicht ihren vollen Lohn, ein Tag blieb drin". Als weisung der Klage. Derselbe hätte an dem Schaden der Kläger Kräften fehlt es, sondern, wie wir glauben, an dem guten Willen fie am Montag auf den Bauplatz in der Anklamerstraße tamen, teine Schuld, Reuter habe auch nicht in seiner Vertretung gein den leitenden Kreisen. Im Dunkeln läßt sich gut munteln" erfuhren sie, daß sie noch nicht arbeiten könnten; die Zeichnung handelt. das gilt auch für unsere mit solchem Lärm in Szene gefeßte war noch nicht heraus u. f. w. Infolge dessen blieben sie einige Rammer I. Vorsitzender: Assessor Hellwig.! Sigung vom Sozialreform. Tage beschäftigungslos; jeden Tag erkundigten sie sich auf dem 7. März. Gerichts- Beifung. verurtheilt. Gewerbegericht. lx. der Platz in der Anklamerstraße, ob es losgehe. Sie standen ge= Daß sie die Vertreterin ihrer Arbeitgeberin ebenso zu„ re wissermaßen dem Unternehmer zur Verfügung. Die Zeit des spektiren" hatte, wie diese selbst, wurde der Schneiderin Kr. durch Hoffens und Harrens verlangten sie bezahlt. Der Beklagte hielt gerichtliche Abweisung einer Lohnentschädigungsklage flar gesich nicht für entschädigungspflichtig; er berief sich auf den( von macht". Die Klägerin wollte von der mit der Leitung einer den Klägern nicht bestrittenen) Ausschluß der Kündigung, welcher Arbeitsstube während einer Reise der Beklagten, einem Fräulein er, gebe ihm das Recht, seinen Arbeitern jederzeit die Arbeit zu zwischen den Parteien vereinbart war. Diese Abmachung, meinte entziehen. Die Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung der gewohl berechtigt gewesen wäre, die Kläger an jenem Sonnabend forderten Entschädigungen wurde damit begründet, daß derselbe oder an einem der Wartetage" zu entlassen, das habe er aber nicht gethan. Daß sie nicht entlassen waren, gehe hervor aus der Nichtauszahlung des vollen Verdienstes und aus der als er Sonnabend mit dem Bemerken fortgeschickt wurden, sie tönnten wiesen zu betrachtenden Thatsache, daß Kläger am fraglichen draußen" in der Auklamerstraße weiter beschäftigt werden, fie follten nur hinausgehen. Zu feiner Entschädigung herangezogen werden könnte der Angeklagte, wenn sein Vertreter( der Polier) durch letztere deshalb entlassen worden. Das Urtheil stützte sich R., betrauten Schneiderin G.„ fich nichts sagen laffen" und war auf den§ 123, 3, der Gewerbe- Ordnung, nach dem Gesellen und mäßigen Zeit und ohne Auffündigung entlassen werden können, Gehilfen( schließt weibliche ein) vor Ablauf der vertragswenn sie die Arbeit unbefugt verlassen haben oder sonst den nach dem Arbeitsvertrage ihnen obliegenden Verpflichtungen nachzukommen beharrlich verweigern. Die Klägerin hatte den AnArbeit nicht Folge geleistet, sondern dieselbe, wie eine Zeugin ordnungen des Fräulein G. bezüglich einer ihr übertragenen aussagte, ausgelad, t. Kammer 111. Vorsitzender Cuno. Um des Prinzips willen. Auf Zahlung von 1,85 M. Kammer 1. Vorsitzender: Assessor Hellwig. Sigung vom 8. März. Um ganze 1,23 m. ließ sich Herr Mannheim, der Inhaber eines Konfettionsgeschäfts, nach dem Gericht zitiren. Das Geld war der Näherin G. von ihrem Arbeitsverdienst abgezogen worden, weil durch ihre Schuld Hosenfutter im Werthe von 1,25 m. verdorben sein soll. Infolge der Beweiserhebung zwei Zeuginnen wurden vernommen fam das Gericht zu Ueberzeugung, daß der Beklagte nicht rechtzeitig genug die Klägerin benachrichtigt hatte, wie sie die Hofen, welche sie an fertigen follte, zu machen hätte, und daß dadurch der Schaden entstanden sei. Er wurde deshalb zur Zahlung von 1,25 Mart Bas es mit dem„ goldenen Boden" auf sich hat, den angeb in Schöneberg zu S. und F. klipp und klar ihre Entlassung aus- Lohnrückstand flagt der Töpfer Tsch. gegen den Töpfermeister Was es mit dem goldenen Boden" auf sich hat, den angeb- gesprochen und ihnen bei dieser Gelegenheit in Aussicht geliefert. Es handelte sich um die Innehaltung lich das Handwerk besigen soll, bewies die Verhandlung stellt hätte, in der Anklamerstraße vielleicht neue Beschäftigung einer Klage des Schneiders K. gegen den Echneider ,, meister" Zimmermann. Der Kläger sah sich zur Inanspruchnahme des finden. Dann wäre das Warten auf die Zeichnung zc. natür des Tarifs der Berliner Töpfer, welcher auch( eingestandenermaßen) vom Beklagten anerkannt worden ist. Der Gewerbegerichts gezwungen, weil ihm der beklagte„ Meister" fürlich ihre Sache" gewesen. Herr Franz Reetz aus Charlottenburg wurde zu einer Lohn Beklagte vertrat den Standpunkt, daß die zweischichtige Unteracht Tage den Lohn schuldete. Seine Stellung bei demselben entschädigung von 42 M., zahlbar an den Puzer B., verurtheilt. füllung mit Band" eines Mittelsimsofens diesen nicht zu einem habe er, führte St. in feiner Klagebegründung aus, freiwillig Herr Rees batte die Buzarbeiten auf dem zu einer gewissen Be- zehnschichtigen mache, wenn er ohne das sogenannte„ Band" neunaufgegeben, da er nicht pünktlich seinen Lohn habe erhalten tönnen. Er habe mal 1 M., dann 30 Pf. und schließlich wieder rühmtheit gelangten Bau in der Schulstr. 11-12 an den" Puy- schichtig sei. Er war der Meinung, deshalb 1,85 M. weniger zahlen zu mal 1 M. bekommen, und so sei das immer weiter gegangen. formirte eine„ Kolonne", zu der auch der Buyer W. gehörte. mit Band" verlangte. Die Sache beschäftigte drei Gerichtss Nicht bestritten von dem Kläger wird ein Einwurf des Be- Während dieselbe auf die Bugerlaubniß wartete, traf Reeß ein sigungen; es wurden Sachverständige vernommen und am 7. März tlagten, daß ersterer nicht immer 2 M. für den Tag erhalten neues Abkommen bezüglich der A. und seiner Kolonne über- auf dem Bau selbst ein Lokaltermin abgehalten. Ein mit Absicht bat, sondern daß er in der letzten Zeit einige Wochen lang sogar m. ., welcher, als die Erlaubniß von der Polizei tam, mit einer besonders zusammengefeßter Gerichtshof besichtigte den been für 1,50 M. arbeitete. Der Beklagte hatte nach seiner eigenen An- tragenen Arbeit, aber nicht mit diesem, sondern mit dem Putzer aus einem Töpfermeister, einem Ofenfabrikanten und zwei Töpfern gabe, mit Rücksicht auf die schlechte Zeit" einfach die 50 Pf.( die feinerseits gebildeten Kolonne die Arbeit thatsächlich begann und würdigen Ofen. Schließlich wurde derselbe einstimmig als ein Woche 3 M.) abgezogen. Der Kläger ermäßigt seinen Anspruch von 16 M. auf 12 W., nachdem ihn der Vorsitzende darauf auf ausführte.( Siehe Prozeß Beyer wider Reez: Objekt 803 m.) sehnschichtiger und die Forderung des Klägers als mit dem Tarif Dem Kläger wurden die 1,85 M. und merksam gemacht hatte, daß er nicht zwei Mark für den Tag ausführte, um 500 M. zirka billiger, als wie er arbeiten sollte. außerdem 6 M. Versäumnißgebühr zugebilligt. Die K.'sche Kolonne arbeitete, wie Albrecht, als Zeuge gehört, im Ginklang erklärt. verlangen fönne, wenn er in der legten Zeit mit 1,30 M. 3 Deshalb wurde ihm und seinen Kolonnenfreunden seiner Kammer V. Borsitzender: Assessor Hersfeld. Sigung frieden gewesen sei. Beklagter will dem Kläger höchstens 3 M. nach die Arbeit eutzogen. Die einzelnen fchuldig fein und macht eine Gegenrechnung auf, indem er für Meinung eine Reihe von Wochen die Beiträge zur Krankenkasse und Alters- Mitglieder der aufs Trockene gesetzten Kolonne haben nun der versicherung beansprucht. Dann behauptet er, dem R. 3,50. Reihe nach auf Lohnentschädigung geklagt und ihre Prozesse gewonnen. Sowohl im Falle B. wider Reeß, wie in den früheren mehr gezahlt zu haben, als derselbe angebe; seine Bücher zu Fällen wurde Albrecht als Vertreter der Leute angesehen, infoHause" würden das ausweisen. Dem Kläger wurde der Eid darüber auferlegt, daß ihm 3., den Tag zu 1,50 M. berechnet, fern der gebrochene Vertrag in Betracht kam, den legterer mit thatsächlich 12 M. fchulde. Er erklärt kategorisch, nicht schwören teet abgeschlossen hatte. Mit den Leuten" wollte Rees nämzu wollen. Nun ermäßigt er auf Anrathen des Borsigenden, lich nichts zu thun" gehabt haben. vom 8. März. Der Schlosser B. verlangt, gegen die Firma Ludwig Löwe u. Co. lagend, Bezahlung für 14 Tage, die er aussehen" mußte. Dem Kläger wurde am 15. November 1893 von dem Meister Schönfelder gesagt, es sei keine Arbeit da, er möge aussehen und sich am 1. Dezember den Rest seines Verdienstes holen.( Bei der Firma giebt es bestimmte Zahlungsfristen.) Der Kläger that dies ohne einen Protest und ohne eine Bedingung zu stellen. Als er am 1. Dezember sich meldete und sein Geld holte, wurde er entum der Vertagung der Verhandlung vorzubeugen, feinen Kammer 111. Vorsitzender: Assessor Lomeyer. Sigung lassen, wozu die Firma bezw. ihr Vertreter berechtigt war, da Anspruch um weitere 8,50 M. Die noch verbleibenden vom 6. März. man die Kündigungsfrist ausgeschlossen hatte. Er ersuchte den 8,50 M. werden ihm zugebilligt. Die Anrechnung der Mit seiner Klage abgewiesen wurde der Arbeiter N., weil Meister, bei Bedarf sich doch auch an ihn zu wenden, was auch Beiträge zur Kranken- und Altersversicherung wurde vom Ge- er nach Annahme des Gerichts troh mehrmaliger Aufforderung geschah. Vom 18. Dezember bis 25. Januar arbeitete B. wieder richt als ungefeßlich abgelehnt.( Durch die respektiven Gesetze dazu die Laterne eines von ihm geführten Handwagens nicht an- bei der Firma. Wegen Chikanirung und Beleidigung durch den wird den Arbeitgebern zur Pflicht gemacht, die Beiträge bei zündete und dies auch unterließ, als ihm seine Entlassung für Meister gab er die Arbeit selbst auf. Das Gericht wies ihn ab, jeder Lohnzahlung abzuziehen.) diesen Fall angedroht war. 9. hatte wegen angeblich unter der Begründung, daß sein Verhalten bei der Ankündigung unrechtmäßiger Entlassung eine Lohnentschädigung beansprucht. des Aussehen müssens einem Einverständniß damit gleichkommne Sträutlein und den Putzmeister Reuter. Die Puzzer H. und R. flagen gegen den Maurermeister und daß ihm keine Versprechung gemacht wurde, an einem beletterem zur Bildung einer Kolonne engagirt worden zu sein, fönnen. Sie behaupten, von stimmten Tage( vor dem 1. Dezember) wieder anfangen zu um mit ihm zusammen auf einen Bau des Herrn Kräutlein einen Kammer III. Vorsitzender Lo meyer. das Gericht den Beklagten. wird festgestellt, daß der Beklagte den wirthschaftlich zurück" Der Puzzer B. beansprucht 56 M. dafür, daß er wegen Fehlens der polizeilichen Erlaubniß zur Errichtung der Rüstung acht Tage warten mußte, bevor er einen ihm übertragenen Afford beginnen fonate. 3 wurde festgestellt, daß dem Kläger Akkord auszuführen. Zwei Tage vor dem für den Beginn der Kammer VII. Vorsitzender: Assessor Korn. vom Maurermeister Sill, feinem Auftraggeber, beim Alfordiren Arbeit angesetzten Termin habe ihnen Reuter mitgetheilt, die Der Kutscher Grünberg flagt gegen den Fuhrherrn Grünberg nicht gesagt wurde, er müßte event. noch einige Tage auf die Arbeit sei anderweitig vergeben. Da sie eine in Charlottenburg auf Bahlung einer Lohnentschädigung. Durch die Beweiserhebung polizeiliche Erlaubniß warten. Mit Rücksicht hierauf verurtheilte ihnen angebotene andere Beschäftigung mit Rücksicht auf die gekommenen Kläger, seinen Bruder lange Zeit unterstützt hat und „ bessere" Arbeit bei Kräutlein aufgegeben hätten, sei ihnen durch Rammer III. Vorsitzender: Assessor Euno. Sigung vom die Verhinderung, diese lettere auszuführen, ein Schaden von ihn dafür etwas thun ließ". Der Gerichtshof hielt die Be5. März 70 und 84 M. entstanden. Steuter giebt zu, den Klägern verziehungen der Parteien aus diesem Grunde nicht für ein Das aufgezwungene Aussehen der Arbeit ist eine sprochen zu haben, sie zu der ihm von Kräutlein übertragenen Arbeitsverhältniß und wies den Kläger ab. Entlaffung und berechtigt zu Entschädigungsansprüchen. Arbeit heranzuziehen; er will dies aber nur unter der Kammer III. Gegen eine Lohnentschädigungsklage des Diefes Prinzip liegt einer Reihe von Entscheidungen zu grunde, Bedingung gethan haben, gethan haben, daß die Kläger ihn nach Arbeiters 3. wendet der Vertreter der Firma Rössel u. Komp. die in wesensgleichen, dem äußeren Thatbestande nach Beendigung des Alfordes mit nach Charlottenburg nehmen ein, Kläger habe alte Bleis und Eisenröhren aus dem Geschäft aber oft äußerst verschiedenen Klagesachen vom Gewerbegericht zur Betheiligung an einer ihnen angeblich dort übertragenen entwendet und sich dadurch Vermögensvortheile verschafft, seine ( hauptsächlich Rammer 11) gefällt wurden. An ihm ist in dem Arbeit. Er habe erfahren, daß es mit der Arbeit in Charlotten Entlassung sei deshalb berechtigt. Durch Zeugen wird festgestellt, Urtheil festgehalten orden, durch welches ein Entschädigungs: burg nicht so gestanden habe", wie ihm von den Klägern mit daß solche Diebstähle bei der Firma vorgekommen sind, der Kläger prozeß der Maurer S. und F. gegen den Maurermeister Scheibel getheilt wurde und sich deshalb zwei andere Leute besorgt. Durch aber feinen Theil daran hatte. Die Beklagte mußte fomit beendet wurde. Der Sachverhalt war folgender: Auf einem die Aussagen mehrerer Zeugen des Beklagten Reuter wurde nach| Kündigung war nicht ausgeschlossen verurtheilt werden. Elegante Elegante HerrenAnzüge. Einsegnungs- Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß. empfiehlt wie bekannt in reellſter Ausführung und allerbilligſten die der Stettinerstraße. Preisen J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Anzüge. Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. 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Billets find in beschränkter Zahl in den Zahlstellen des Vereins sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Um zahlreiche Betheiligung bittet Das Komitee. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. Sonntag, den 11. März, Abends 6½ Uhr, im Lokale ,, Bum Freischütz", Fruchtstraße Nr. 36 a( oberer Saal): Große öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Dr. G. Heymann über:" Die Nervenschwäche des Menschen und die gegenwärtige Gesellschaftsordnung." 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. Der Einberufer. 2195b Arbeiter- Bildungs- Schule( Norden). Sonntag, den 11. März, Abends 6 Uhr, in den Germania- Prachtsälen, Chausseestraße Nr. 103: Versammlung. Vortrag des Genoffen Theodor Metzner über:" Warum bilden wir uns?" 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein 2214b unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Oranienburger Vorstadt"( M. d. A.-S.-B.) Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 11. März, Nachm. 3½ 1hr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79: Außerordentliche General- Versammlung. Wegen Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Mitglieder gebeten, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Mitgliedskarte legitimirt. Abends 7 Uhr ebendaselbst: Vortrag des Frl. Wabnitz über: Die Stadt des Lichts". Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Gäste( Damen und Herren) von 7 Uhr ab sehr willkommen. 150/8 Der Vorstand. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. Dienstag, den 13. März 1894, Abends 8 Uhr, bei Joël ( kleiner Saal), Andreasstraße 21: Wander- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Naether über: Die Verwendung der Frau in der Industrie". 2. Disfussion. 3. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. 461/3 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Bauarbeiter- Verein der Rosenthaler Vorstadt. Sonntag, den 18. März, Vorm. 11 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Hochstraße Nr. 32a: IS Versammlung. Tagesordnung: 1. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 2. Vereinsangelegenheiten( Abrechnung vom Monat Dezember 1893). 3. Verschiedenes und Fragekasten. 4. Diskussion über den Antrag: Erniedrigung der monatlichen Beiträge. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Bersammlung zu erscheinen. J. A.: W. Genz, Bernauerstr. 114c. 128/13 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 11. März, Vormittags 10 Uhr: Mai- Feier 1894. Wie in der Bekanntmachung des Partei- Vorstandes den Genossen angekündigt, erscheint auch dieses Jahr in unserem Verlage ein Illustrirtes ai- Senblatt NaiFormat und äußere Ausstattung werden den lehtjährigen entsprechen: 8 Beiten Groß- Quarkformat. " Auf den textlichen Inhalt in Poesie und Prosa haben wir die größte Sorgfalt verwendet. Aus dem Gebiete der Poesie sind vertreten Rudolf Lavant mit einem formenschönen und gedankentiefen Leitgedicht; und Karl Hendell hat nach der Melodie:„ Es braust ein Ruf wie Donnerhall" ein Volkslied vom ersten Mai gedichtet, das in seinen wohlflingenden Versen am 1. Mai aus dem Munde von Hunderttausenden deutscher Arbeiter ins Land flingen wird. Aus der Feder der besten unserer Partei- Schriftsteller haben wir über die verschiedensten mit der Maifeier zusammenhängenden Gebiete ernfte, belehrende Auffäße, wie im Plaudertone des Feuilletons geschriebene Artikel erhalten, von den 3llustrationen aber dürfen wir sagen, daß sie die früheren Nummern an Schönheit übertreffen. Durch frühzeitigen Beginn des Druces haben wir auch Sorge getragen, daß die von Heinrich Scheu's Meisterhand geschnittenen Bilder tadellos sich repräsentiren. Das Titelbild, von Friz Gehrke künstlerisch vollendet und gezeichnet, versinnbildlicht in drei prächtigen, der Arbeiterwelt und der Welt der Arbeit entnommenen Charakterfiguren den Gedanken der Aufforderung zur Maifeier: ,, Wir woll'n die Menschheit frei, ,, Teucht' uns v Weltenmai! " Herbei, herbei! ,, Berbrecht, zerbrecht die Tyrannei" Das Vollbild, über die 4. und 5. Seite gehend, entstammt der Hand desselben Künstlers, der im Maifestblatt 1892 die mit so großem Beifall aufgenommene und in Hunderten von lebenden Bildern wiedergegebene Huldigungsgruppe gezeichnet hat. Aus der Bastille der Lohnstlaverei strömt die internationale Arbeiterschaft, in den einzelnen Bölfertypen meisterhaft verkörpert, siegesbewußt zum Weltmaifest; im Hintergrunde sehen wir die Göttin der Freiheit den Zeiger auf der Weltuhr der zwölften Stunde näher rücken, die den Sieg des Sozialismus verkündet: ein Mahnungszeichen an die herrschende Klasse, noch in zwölfter Stunde den Forderungen zu entsprechen, für welche das internationale Proletariat am 1. Mai demonstrirt.- Wir glauben also sagen zu dürfen, daß das Mai- Feltblatt 1894 für jeden Arbeiter ein Erinnerungsblatt von dauerndem Werthe sein wird. Um die Auflage des Festblattes rechtzeitig feststellen und die Besteller rechtzeitig in den Besitz der Maifest- Blätter setzen zu können, bitten wir die Genossen, uns ihre Bestellungen bis späteffens 28. März zukommen lassen zu wollen. Wir beginnen mit der Versendung am 9. April. Später einlaufende Bestellungen tönnen unsererseits nicht mehr mit der Garantie pünktlicher Lieferung aufgenommen werden, während jede bis zum 28. März 1894 eingegangene Bestellung spätestens am 24. April in den Händen der Besteller sein wird. Der Preis stellt sich wie in den letzten Jahren für das Einzel- Exemplar auf 10 Pfg. in Verkauf; in Partien zu 5 Pfg. netto. Porto zu Lasten des Bestellers. Wir ersuchen die Parteigenossen und insbesondere die Vertrauensleute der partei, für die Verbreitung des Mai- Festblattes recht thätig zu sein und sehen zahlreichen Aufträgen baldigst entgegen. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Bekanntmachung. Concursmassen- Ausverkauf. 2228b Die Waarenbestände der Max Kupfer'schen Concursmasse, Kottbuser Damm 32, Außerordentliche Drechslerversammlung besteh end in: Herren- und Knaben- Garderobe, Wolle, Wäsche und Trikotagen, werden werktäglich von im oberen Saale des Herrn Boltz, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Sektionsbildung der Drechsler im Holzarbeiter- Verband. Referent: Kollege Dost; Korreferent: Kollege Wiedemann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 432/16 Das Erscheinen aller organisirten Drechsler ist unbedingt nöthig. Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsberg. Dienstag, den 18. März, Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Spitzig, Frankfurter Allee Nr. 193: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Joël über: Aus den ältesten Tagen der Menschheit." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste sind freundlichst willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 122/7 Altenberg's Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.- Anft., NeueJakobstr.17, Brunnenstr. 162, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, Potsdamerstr. No. 57/58, Alte Schönhauserstr. 2( vom 1. April ab), empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. Herren- Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. 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