Nr. 76. 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerands: Bierteljährl 3,30 ML, monatl. 1,10 möchentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit iDuſtrierter Sonntags Beilage Die Neue Belt" 10 Ba. Bost bonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post Zeitungs Breisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland Mark pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Jlien, Luremburg, Bortugal. Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwürts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die fech gespaltene Stolonel zeile oder deren Haum 60 Big.. jur politische und geverfidhaftliche Bereins imo Beriammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Big.( lag fettgedruckte Borte), jedes weitere Sort 10 Big. Stellengefudje und Edilaceran zeigen das erite. Bort 10. Big, jedes weitere Wort 5 Big. Borte über15 staben zübleit für mei Borte. Sie für die nächste Runner müßen bis 5 1hr nachnittggs in der Errediton abgegeben werden. Die Gruditionist bis 7 Uhr abends geöfpret, Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. " JJ Mittwoch, den 17. März 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97 Schwere Kämpfe am Dnjeftr. Der Seekrieg.: " des Amtlich. Westlicher Kriegsschauplah. Sollte jemand erwartet haben, der neue Leiter der Reichsfinanzen würde in bezug auf den Haushaltsetat fofort nie: deen entwickeln, so fiebt er sich getäuscht. Der Ent our ist ein Verlegenheitsproduft. Klar ist nur eins: ie Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Der Haushaltsetat 1915/16. Der kleine Kreuzer Dresden" gesunken. Großes Hauptquartier, den Berlin, 16. März 1915.( W. T. B.) Amtlich wird von der 16. März 1915.( W. T. B.) hritischen Admiralität bekanntgegeben, daß die englischen Kreuzer Kent", Glasgow" und der Hilfs freuzer Drama" im Stillen Ozean bei der Insel Juan Die englische Höhenstellung bei St. Eloi Regierung beabsichtigt( im Finanzjahre 1913/16 die, Hosten Fernandez auf S. W. Kleinen Kreuzer Dresden" ge südlich von Ypern, um die seif vorgeffern ge- fallen zu den bisher vom Reichstage bewilligten Anleihen im stoßen find. Nach kurzem Kampfe geriet" Dresden" durch kämpft wurde, ist in unseren Händen. Betrage von 10 Milliarden. weitere 10 Milliarden Explosion einer Munitionskammer in Brand und sank. Die Befagung soll von den englischen Kreuzern gerettet Am Südhang der Loretto- Höhe nordwest- fomnien. Im übrigen überläßt man aber die Dinge der Zufunt. Deshalb wird dem Reichstag ein Entwurf unterworden sein. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes lich von Arras wird um eine vorspringende breitet, in dem einfach für den ordentlichen Etat" die gez. Behncke. Bergnase gekämpft. 3len eingesetzt werden, die im Frieden für den Etat von im ,, außerordentlichen. Ctoi" eingestellt und 10 Milliarden Mark als mutmaßliche Ausgabe aus Anlaß des Krieges". " Verlusten zusammen. Der kleine Kreuzer Dresden" var das einzige der fünf In der Champagne brachen mehrere franzö- 14/ 15 figurierten, deutschen Kriegsschiffe, das aus der Seeschlacht bei den fische Teilangriffe in unserem Feuer unter star- werden dann 10 Milliarden Mark als Einnahme aus der Falklandsinseln zu entkommen vermochte. Scharn- ken horst", Gneisenau" Leipzig und Nürn berg" fielen damals, am 8. Dezember, der großen Uebermacht des feindlichen Geschwaders zum Opfer. Jest ist auch die Dresden", einem dreimal stärkeren Gegner nach tapferem Widerstand erlegen. P 17 " P 3 Die Dresden" var im Oftober 1907 vom Stapel geTaufen. Sie hatte 3650 Tonnen Wasserverdrängung, eine Lange von 118 Meter, ihre Maschinen arbeiteten mit 15 100 Pferdestärken, armiert var fie mit 12 10,5-3entimeter 15100 Gefchüten, ihre Befatung syfte etiva 350 Mann. Nördlich von Beau Sejour entrissen unsere Truppen den Franzosen mehrere Gräben. In den Argonnen und am Offrand derselben kam es zu Gefechten, die noch andauern. In den Vogesen wird an einzelnen Stellen weiter gekämpft. Deftlicher Kriegsschauplatz. Die Wirkung des Unterseebootskrieges. Beiderseits des Orzyc nordöstlich von London, 16- März.( B. T.) Meldung des Reuterschen Prasznysz griffen die Russen an, sie wurden Bureaus. In Berbindung, mit der Unterseeblocade Englands wird überall abgewiesen. Besonders erbiffert war barauf hingewiesen, daß in der ersten Blod a dewoche die der Kampf um Jednorozek, 2000 rnffische GeHandelsmarine zehn Siffe, verloren habe, deren Sonnage aber nur 26 941 Tonnent betrug, während in einer Bode fangene blieben in unserer Hand. im September ein einziger deutscher Kreuzer acht Schiffe mit einer Tonnage von 41 136 Tonnen zum Einken bringen konnte. ( Anmerkung des W. T. B.: Diese Zahlen beweisen natürlich gar nichts. Inzwischen hat ein einziges Untersee boot in zivet Tagen vier Dampfer mit 14 600 Tonnen versenkt.) Schiff fei. " Die französisch- englischen Blockade. Bestimmungen. Südlich der Weichsel ist nichts zu melden. Oberste Heeresleitung. Selbstverständlich ist eine folche Haushaltsrechnung" eine vollständige Fiktion, da gar nicht daran zu denken it, baß die Einnahmen in normaler, Höhe einfließen, während auf der anderen Seite die Ausgaben der einzelnen Ressorts durch den Krieg start, beeinflißt werden. Die Aufstellung eines solchen fittiven Etats, hat denn auch nur diese Bodentung: Der Reichstag soll durch Bewilligung des Etats seine Einwilligung zu der Fortführung der Regierungsgeichöffe.er teilen, aber Reichstag wie Regierung sind sich darüber, tlar, daß eine Einhaltung der im Etat vorgeschenen Wirtschaftsweise ga tidst möglich ist. Es ist gewiffermaßen eine Rollmacht in blanfo, die der Reichstag da unterschreibt. Immerhin biefen die Zahlen des Entwurfes Interesse und mir greifen einiges heraus. Die Einnahmen des Reiches bestehen bekanntlich in der Hauptsache, aus Zöllen und indirekten Steiern, daneben aus den Poftregal, den, Einnahmen der Reichseifenbahnen und verschiedenen Verwaltungseinnahmen. Im Etgt werden diese Einnahmen in der Hauptsache nach jenen des Vorjahres eingestellt. Die Einnahmen der Post- und Telegraphenver waltung werden mit 881,6 Millionen angefeßt, der Reichs. Der österreichische Generalstabsbericht. eisenbahnen mit 162,2 Millionen, verschiedene VerwaltungsLondon, 16. März.( W. T. B.) Morning Post" meldet: Bem Interfeeboot, welches den britischen Dampfer Artdale" am Wien, 16. März.( W. T. B.) Amtlich wird ber. einnahmen mit 79,8 Millionen. Bei, den Zöllen, Steuern und Gebühren werden 1701,3 Millionen Marf angefekt, um Sonnabend in den Grund bohrte, gelang es erst nach einer Stunde, laufbart: 16. März 1915: in eine solche Lage zu kommen, daß es einen Torpedo abzufeuern Angriffe stärkerer feindlicher Infanteric auf unsere Stel- 20 Millioner mehr als im Vorjahre, weil ordnungsgemaß vermochte. Zwei Mann des britischen Dampfers, die beim hastigen lungen östlich Sulciow und bei Lovusz no, an der die Einnahme aus der Stempelsteuer für GesellschaftsverBejteigen der Boote ins Wasser fielen, wurden von dem deutschen Front in Polen, wurden abgewiesen. Ebenso scheiterten träge und für Grundstüdsübertragungen vom 1. April 1915 1Interfeeboote aufgefischt und ihren Kameraden übergeben. Der mehrere Nachtangriffe, die die Russen im Raume bei an ganz dem Reiche zufallen, während sie bisher zum Teil den schwedische Dampfer Heimdal", der die Schiffbrüchigen aufnahm, Gorlice durchführten. Bei Abwehr dieser Angriffe brachte Einzelstaaten zufloffen. In Wirklichkeit ist natürlich damit wurde von demselben Unterſeeboot angehalten, vermochte aber auf die eigene Artillerie durch flankierendes Feuer auf nächste zu rechnen, daß die Zölle gang minimale Erträge, bringen und Grund seiner Schiffspapiere nachzuweisen, daß er ein neutrales Distanz dem Feinde schwere Verluste bei. auch die Konsumsteuern und Verkehrsteuern starf zusammenIn den Karpathen hielt gestern an dem größten schrumpfen. Niedriger angefekt ist die Einnahute aus dem Teil der Front nur Geschüßkampf an. Auch an den Stellun ehrbeitrag". Es hat sich nämlich herausgestellt, daß gen nördlich des Uzsokerpasses herrschte nach den Ereignissen die Veranlagung", d. b. die Feststellung der zu zahlenden Br des 14. des Monats verhältnismäßig Ruhe. Der Gegner träge, auf eine Gesamteinnahme von 960 Millionen schließen Paris, 16. März.( W. Z. B.) Die Blätter veröffentlichen eine hatte in den Kämpfen dieses Tages große Verluste erlitten. last statt der erwartenden Milliarde oder gar mehr, wie anscheinend halbamtliche Note, die befagt, daß die Von den vordersten russischen Abteilungen wurden zwei Optimisten meinten; deshalb wird die im nächsten Finanzfranzöfifche Regierung heute auf die amerikanische An- Bataillone vernichtet, elf Offiziere, fechshundertfünfzig Mann ighre fällige Rate statt, wie im Vorjahre auf 393,8 auf 327,7 frage betreffend die französisch- englische Note vom 1. März ant- gefangen und drei Maschinengewehre erbeutet. In der Gegend Millionen geschätzt. Wie viel von dieser tatsächlich eingehen worten wird. Die Antwort betone, daß Frankreich und England nordwestlich Wyszkow eroberten eigene Abteilungen eine wird, ist eine andere Frage. Von den Steuerpflichtigen entsprechend der Erklärung vom 1. März neutrale Schiffe nicht ver- Höhe, nahmen dreihundertachtzig Mann gefangen und hielten dürften nämlich viele durch den Krieg eine Einbuse am fenten und das Leben Neutraler nicht gefährden wollen. Die froß wiederholter russischer Gegenangriffe die gewonnene Vermögen erlitten haben. Als Einnahme wird ferner ein Ueberschuß aus dem Jahre 1913/14 in Höhe englisch- französische Politik werde für die Neutralen nicht einmal den Stellung. Die Schlacht südlich des Dnjestr dauert an. Der von rund 21 Millionen gebucht, während Nachteil haben, der durch die Ausdehnung der Listen für Kriegss fonterbande entstehe. An Bord der neutralen Schiffe beschlagnahmte von starken russischen Kräften auf den Höhen östlich Ottynia des laufenden Jahres 53,8 Millionen aus den Ueberschüffen Baren, die für Deutschland bestimmt sind oder aus Deutschland in der Richtung Kolome a, versuchte Durchbruch wurde der Jahre 1911/12 und 1912/13 eingesetzt waren. Diese ftammen, follen nicht als Kriegsfonterbande behandelt werden, in mehrtägigen erbitterten Kämpfen unter Ueberschüsse sind indessen fiktiv, denn wenn die Schulden. Nach tilgung, wie sie in dem Gesez von 1909 vorgesehen ist, fotcbensowenig wie ein Schiff, auf dem sie gefunden würden. Sie großen Verlusten des Feindes zurückgeschlagen. Eintreffen weiterer Verstärkungen ging der Gegner fachlich vollzogen worden wäre, so würden die hierfür er. follen lediglich beschlagnahmt werden und zur Verfügung des Absenders oder Empfängers gehalten oder abermals auf diesen Höhen vor, griff in dichten Waffen im forderlichen Summen erheblich großer sein als die leber m Resultat werden die Einnahmen auf 8323 zu dessen Gunsten verkauft werden. Das neutrale Laufe des Nachmittags dreimal unsere dort stehenden Kräfte ſchüsse. Schiff, wird wieder freigelassen werden. Dadurch werde der Grund- an und erlitt wieder schwere Verluste. Das Infanterie- Millionen Mark angefekt( gegen 3405,2 Millionen im VorRegiment General der Kavallerie Dankl, Nummer 53, hielt jahre). faz ,, daß die Flagge die Ware dede, gewahrt. wiederholten Ansturm überlegener feindlicher Kräfte helden fiktiv ist. mütig stand. Alle Angriffe wurden blutig abgewiesen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Eine neutrale Stimme zur Blockade. wie gesagt Eine Summe, diedurchaus Mit dieser Einnahme werden nun die Ausgaben int ordentlichen Etat balanziert. Das ist indessen nur möglich) durch besondere Verschiebungen in den Etatsposten. Von diesen muß nämlid) ciner unter allen Umständen. erhöht werden: die Ausgabe für den Schuldendienst", d. h. für Verwaltung, Verzinsung und Tilgung der Reichsschulden. Nach dem Etat für das laufende Jahr waren hierfür 249,4 Millionen Marf angefeßt. Da indessen in diesem Jahre zehn Milliarden neuer Anleihen bewilligt worden sind und AnLondon, 16. März.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Amtlich veröffentlicht die London Gazette" die Einzelheiten der Maßregeln, die ergriffen werden sollen, um zu ver hindern, daß Güter Deutschland verlassen oder erreichen. Es wird bestimint: Kein Schiff, das nach dem 1. März nach Deutschland abgereift ist, darf die Reise nach Deutsch- Ladung unter ähnlichen Bedingungen in britischen oder verbündeten Tand fortseßen. Wenn es nicht einen Baß erhält, der ihm gestattet, Ländern gehörenden Häfen zu löschen. einen neutralen oder in einem verbündeten Lande gelegenen Hafen aufzusuchen, so muß es die Ladung in einem britischen Hafen löschen. Güter, die nicht Konterbande sind, follen, wenn sie nicht von der Amsterdam, 16. März.( Privattelegramm bes Borleihen in annähernd diejer Summe auch aufgelegt wurden, britischen Regierung requiriert toerden, unter Bedingungen, die der wärts".) Das Hendelsblad" führt in einer Besprechung der be- Anleihen die mit 5 Broz. zu verzinsen sind, so ist für die Prisengerichtshof feftftellt, 3urüderstattet werden. Schiffe aus vorstehenden Blockade der deutschen Häfen aus, das Blodieren durch Verzinsung allein eine Summe von 500 millionen Deutschland oder aus einem nichtdeutschen Hafen, die Güter feindden Stanal und die Schließung der Nordsee müßte alle neu- notivendig. Im Etatsentwurf wird indessen damit gerechnet, lichen Ursprungs oder Eigentums führen, sollen ähnlich behandelt tralen Staaten an der Nordsee zu ernsten Pro- daß weitere 10 Milliarden durch Anleihen im Laufe des werden, aber für requirierte ober bertaufte Güter testen veranlassen. Die Londoner Deklaration untersagt Jahres aufgebracht werden und somit wird für die Berzin. foll vor Friedensschlug fein fein Geld gezahlt die Blockade der neutralen Häfen, auch ist die Verhinderung der sung die Summe von 1 Milliarde angefest. werden. Schiffe, die mit Gütern mit feindlicher Bestimmung freien Fahrt durch die offene See und durch die zwei offene Seen Außerdem find aber noch offene Sredite" vorhanden, d. h. die Regierung hat in verflossenen Jahren nicht alle Anleihen nach nichtdeutschen Häfen fahren, fönnen genötigt werden, ihre verbindenden Straßen untersagt. #f flüssig gemacht, die der Reichstag genehmigte, sie kann aus diesem Grunde noch rund 264 Millionen Mark aufnehmen, abgesehen von der Kriegsanleihe. Für diese Summe wird die Verzinsung ans 6486 666 M. berechnet. Da auch die rechnungsmäßig für die Tilgung anzusetzende Summe sich um 4,Z Millionen Mark erhöht und die Nerzin- sung für den laufenden Kredit von 16,6 auf 26,3 Millionen steigt, so figurieren schließlich im Etat 1267,7 Millionen Mark um 1613,4 Millionen mehr als im Vorjahre.— Da also die Enmahmen in der Gesamtsumme um 82,1 Millionen niedriger angesetzt sind, die Ausgaben sich um mehr als eine Milliarde erhöhen, so wäre die Herstellung des Gleich- gewichtes nicht möglich. Man Hilst sich, indem man die„fort- laufenden Ausgaben ini ordentlichen Etat" für das Reichs- I>eer um die Hälfte herabsetzt und den an Bayern zu über- weisenden Betrag für Erhaltung des bayerischen Militär- kontingents von 126 auf 67,3 Millionen herabsetzt. Auf diese Weise erscheinen dann die fortlaufenden Ausgaben von 429,7 Millionen niedriger. In ähnlicher Weise wird dann bei den „einmaligen Ausgaben" gespart, indem man auch hier die Ausgaben für Heer und Marine um weitere 311,8 Millionen reduziert. Der Sinn dieser Reduktionen ist der, daß die Aus- gaben, die der Krieg veranlaßt, also vor allem jene für Heer und Marine, ans dem„außerordentlichen Etat" bestritten werden sollen, d. h. aus der Anleihe. Wie gesagt, ist der Etatsentwurf fiktiv, dient im Grunde nur dem staatsrechtlichen Zwecke, eine Grundlage zu schaffen, für die Vollmacht, die der Reichstag der Regierung ausstellen soll. Es wird dabei angenommen, daß die ange- forderten 16 Milliarden hinreichen für die Kriegszeit. Ter Staatssekretär sah sich indessen veranlaßt in seiner Rede zu erwähnen, daß ans Grund der bisherigen Erfahrung diese Summe ausreichen würde bis in den Herbst. Sie kann sich also als unzureichend erweisen, wenn der Krieg länger dauert, sie kann reduziert werden, wenn er früher beendet wird. Nun entsteht aber eine andere Frage, die jedeilsalls be- achtet werden muß.— Läßt man die in dem Entwurf ange- setzten Summen für Heer und Marine außer Betracht, ebenso die 366 Millionen Zinsen für die nach dem 1. April aufzu- nehmende Schuld, so verringert sich die Summe der Aus- gaben im ordentlichen Etat um rund 1226 Millionen und es bleiben dann 2197 Millionen Mark Ausgaben, die auf die einzelnen Ressorts sich verteilen: Reichsamt des Innern, Aus- wärtiges Amt, Post- und Eisenbahnverloaltung, Reichsschatz- amt usw. Die Frage lautet also: werden diese Ausgaben, die durch den Kriegszustand keineswegs reduziert, sondern erhöht werden, durch die faktischen Einnahmen gedeckt? Man darf füglich daran zweifeln. Die Haupteinnahmeposten sind in runden Ziffern: 882 Millionen aus der Post- und Tele- graphenverwaltung, 162 Millionen aus den Reichseisen- bahnen, 1766 Millionen aus den Zöllen, Steuern und Gc- bühren, 328 Millionen aus dem Wehrbeitrag, 86 Millionen Verwaltungseinnahnien, zusammen 2996 Millionen Mark. So steht es auf dem Papier. Aber wieviel wird wirklich ein- laufen?— Betrachtet man diese Zahlen, so ist zu befürchten, daß ganz abgesehen von den Kriegskosten gewaltige Löcher im Reichsbaushalt entstehen, Desizite, die schließlich aus den Einnahmen künftiger Jahre gedeckt werden müssen. sollten außer den beiden bisherigen Anleihen auch die die jetzt neu geforderten Anleihen begeben werden, so bedeutet das eine Erhöhung der Schuldenlast um 26 Milliarden, was an Schuldzinscn allein eine Milliarde erfordert. Aber mit der Verzinsung allein ist es nicht getan, sondern man wird nach den: Kriege zu einer faktischen, nicht nur auf dem Papiere stehenden Schuldentilgung schreiten müssen. Rechnet man mit einer Tilgungsrate von 2 Prozent, so beträgt das bei einer Reichcochuld von 25 Milliarden(20 Milliarden neuer und 5 Milliarden alter Schulden) weitere 366 Millionen. Die Ausgabe für den Schuldendienst erhöht sich also um 1366 Millionen. Eine weitere gewaltige Ausgabe entsteht aus der Notwendigkeit, die Kriegsinvaliden und die Hinter- bliebenen der Gefallenen zu unterstützen. Diese Ausgabe wird auf eine Milliarde geschätzt, was vielleicht zu hoch gegriffen ist. wir nehmen 756 Millionen an. Ferner werden, wie zu befürchten ist, Defizite aus den Kriegsjahren zu decken fein. Schließlich aber ist noch zu berücksichtigen, daß aus den durch die Anleihen aufgebrachten Summen die laufenden Ausgaben des Heeres und der Marine zu decken sind, nicht aber die Kosten, die entstehen müssen, um nach dem Kriege das ab- gebrauchte Kriegsmaterial zu erneuern. Dos alles be- deutet aber: in den nächsten Jahren nach dem Kriege werden die jährlichen Ausgaben um 2,5 bis 3 Milliarden Mark höher sein, als sie vor den: Kriege waren. Im letzten Jahre vor dem Kriege hatte das Reich, wenn man von den: Wehrbcitrage ab- sieht, der eine einmalige Steuer bedeutet, einen Einnahme- etat von 3,1 Milliarden Mark. Aber in diesem Etat befinden sich„durchlaufende Posten", die nicht erheblich gesteigert wer- den können(die Einnahmen aus dem Postregal), das gleiche gilt von den Verwaltungseinnahmen. Die faktisch zur Ver- fugung stehenden Summen ans Zöllen, Steuern, Ueber- fchüssen belaufen sich auf rund 1866 Millionen Mark. Sollen also 2366 bis 3666 Millionen Mark inehr als bisher ans- gegeben werden, so müssen aus dieser Quelle 4366 bis 4866 Tllillionen Mark aufgebracht werden, d. h. es müssen die Steuern mehr als verdoppelt werden. Leider hat der Schatzsckretär darauf verzichtet, anzudeuten, wie er sich die Sache denkt, welche Einnahmequellen er her- beizuziehen plant. Er erwähnte kurz, daß er keineswegs dar- auf verzichte, eine Kriegsentschädigung zu erzielen. Es ist aber doch wohl besser, eine solche Lösung zunächst außer Berechnung zu lassen. Tut man das, dann ist es drin- gend notwendig, die Gestaltung der künftigen Finanzwirt- schaff mit allem Ernste zu behandeln. Das ist die Lehre, die aus den Zahlenreihen des jetzigen Haushaltsplanes spricht. Erwartung ües �Eitel Irieörich�. Basel, 16. März.(W. T. B.) Nach einer New A orker Meldung der„Basler Nachrichten" sind britische Kriegsschiffe bei Cape Henry an der Küste von Virginien zusammengezogen worden, um den deutschen Hilfskreuzer„Prinz Eitel Friedrich" abzufangen. Ein Transportschiff gesunken? Frankfurt a. M., 16. März.(W. T. B.) Der„Frankfurter Zeitung" zufolge berichtet„Daily News" aus Madrid: Ein Tele- granun von Ferro! meldet, daß an der Küste in der Nachbarschaft dieses Hafens eine große Anzahl Pferde und Vieh angetrieben ist, t«ts darauf schließen lasse, daß dort ein großer Transportdampfer gesunken sei. Die Kriegsereignisse feit Sem IS. Kebruar ISIS. II.(Fortsetzung.) Den 12. März ISIS. Schon etwas früher als die Operation gegen die rechte Flanke der Russen in Ostpreußen war der Angriff gegen deren linke Flanke, d. h. gegen die feindlichen Streitkräfte eingeleitet worden, die den größten Teil von G a l i z i e n und der B u k o- wina besetzt hielten und von dorr aus die Grenzgebiete von Ungarn beunruhigten. Eine jür diesen Zweck bestimmte, ans österreichisch- ungarischen und deutschen Truppen be- stehende Armee war am Südrande der Karpathen gebildet und dort ans die zu den Hauptpässen deS Gebirges führenden Täler angesetzt, zum Teil auch gegen die Grenze der Bukowina vorgeschoben worden. Schon seit den letzten Tagen des Januar befinden sich sämtliche Paßhöhsn des tief verschneiten Gebirges auf der 175 Kilometer langen Strecke am Duklapaß bis zu den Wyszkowpässei: im Besitz der Verbündeten. Seitdem aber wird auf dem Kamm des Gebirges unter beständigen Vorstößen und Gegenstößen leidenschaftlich weiter gekämpft. Die Anstrengungen und Entbehrungen der Truppen in diesen winrerlichen Hochgebirgs- kämpfen sind nahezu übermenschlich, ihre Hingebung und Ausdauer über alles Lob erhaben. Gleichwohl ist ihnen bis heute nicht ge- lungen, den Uebergang über das Gebirge zu erzwingen. Mehr Erfolg hatten die Angriffe auf dem äußersten rechten Flügel der Verbündeten, in der Bukowina und Oftgalizien. Bis Mille vorigen Monats gelang es ihnen, die Bukowina bis zum Pruth mit der Hauprstadt Czernowitz von den Russen zu befreien. Eine andere starke Kolonne hatte inzwischen den Jablonicapaß über- schritten, ist im oberen Pruthtale auf Nadomea und Kolomea vorgedrungen, hat letzteren Ort nach hefiigen Kämpfen am 16. Februar besetzt und sich seitdem in dieser am Nordrande der Karpathen gewonnenen Stellung behauptet. Sie steht dort der russischen Karpathenfront bedrohlich in der Flanke. Diese Gefahr erkennend, haben die Russen zahlreiche Gegenangriffe von zu- nehmender Stärke unternommen. Sie sind zwar abgeschlagen worden, aber die Verbündeten haben die gewonnenen Vorteile bis- her nicht zu erweirenr vermocht. Die Hoffnung ist jedoch berechtigt, daß die überlegene Tüchtigkeit der verbündeten Truppen die Schwierig- leiten des Hochgebirgskrieges schließlich siegreich überwinden wird. Einer reichen Ernte sind sie dann gewiß. Die Festung Przetnhsl am Nordrande der Karpathen be- hauptet sich nach wie vor heldenmütig gegen die Angriffe der Russen. An der Front, in Galizien wie in Rnssisch-Polen, ist nach längerer Pause in den letzten Tagen wieder lebhaftere Tätigleit eingetreten. In Westgalizien haben die Verbündeten auf dem rechten Ufer der Biala, bei Galice, nicht unerhebliche Vorteile kämpfend erzielt und behauptet. Und aus Polen, links der Weichsel, sind mehrfache russische Vorstöße bei Rawa und bei Nowe Miasto(au der Pilica) gemeldet worden, die unter erheblichen Verlusten für den Feind, be- sonders an Gefangenen, gescheitert sind. Die überall, auch in den Karpathen, zunehmende Zahl russischer Gefangener ist als verheißungsvolles Symptonr zu betrachten. In S e r b i e n und Montenegro sowie in den angrenzenden Gebieten herrscht seit Räumung jener Länder seitens unserer Ver- bündeten andauernd Waffenruhe. Auf dem westlichen Kriegsschauplatz ist, wie es bei der kriegerischen Tüchtigkeit der beiderseitigen Truppen und ihrem geriirgeu Abstände voneinander nicht anders sein kann, auch in den letztvergangenen Wochen täglich, bald hier, bald da gekämpfr worden. Arlilleriekämpfe und stehende Jnfanteriefeuergefechte wechseln dort mit Hefligen Nahkämpfen ab, bei denen es sich in der Regel um die Fortnahme oder Behauptung einzelner Schützengräben oder Stütz- punkte handelt. Der örljiche Gewinn ist meistens gering. Aber die Verluste �ind der Kräfteverbrauch finv auf die Länge der Zeit auf beiden Seiten beträchtlich. Verschieden groß freilich je nach der Tüchtigkeil der Truppen und ihrer Führung. Und verschieden groß ist auch deren physische und moralische Widerstandsfähigkeit. Mehr und inehr hat sich aus unserer Seite ein entschiedenes Ucbergewichl herausgestellt. Das hat sich aufs neue durch das gänzliche Scheitern des Durchbruchsversucks erwiesen, den die Franzosen soeben, veranlaßt durch die letzten Ereignisse auf dem östlichen Kriegsschauplatze und in der Meinung unternommen haben, daß wir uns zugunsten der letzteren vor ihrer Front beträchtlich geschwächt hätten. Am 16. Fe- bruar begannen sie ihre Angriffe gegen unsere etwa 1l) Kilometer breite Front Souain— Perthes— Le Me-nil— Beau Ssjour in der Champagne. Bis zum 10. März haben sie ihre Angriffe, nach und nach niehr als sechs vollzählige Armeekorps gegen unsere, die Front unter Oberleitung des Generaloberst v. Einem verteidigenden, kaum ein Drittel so starken Truppen einsetzend, täglich erneuert, da- bei nach Berechnung des deutschen Großen Hauptquartiers mindestens dreimal soviel als wir, d. h. mehr als 45 000 Mann verloren. Und das Endergebnis besteht darin, daß die deutsche Oberste Heeres- leitung ani 10. März öffentlich kundgeben konnlssi„Mit den heute und an den letzten Tagen gemeldeten Kämpfen ist die„Winter- schlackt in der Champagne" so weit zu einem Abschluß gebracht, daß kein Wiederaufflackern mehr an dem Endergebnis elwaS zu ändern vermag". Die sranzösischeir amtlichen Kundgebungen haben freilich in der ganzen Zeit vom 16. Februar bis 10. März aus der Champagne nur Fortschrille und keine Rückschläge zu melden gehabt. Wenn man die sehr ins einzelne gehenden Tagesberichte genauer prüft, so entdeckt man freilich, daß alle angeblich erzielten Erfolge in der oben angegebenen Linie liegen, in der schon am ersten Tage 3 Kilometer Schützengraben erobert sein sollen. Welcher Zweck durch solche Berichterstailung erreicht werden soll, ist schwer verständlich. In Deutschland hätte man zu fürchten, auf diese Weise alles Vertrauen beim eigenen Volk und Heere und im Auslande zu verlieren. Unsere Stellung im Westen ist. wie in der Champagne, so in ihrer ganzen Ausdehnung im wesentlichen unverändert, hier und da verbessert. Sie wird jedem Angriff Trotz bieten. Daran werden auch Lord Kitcheners Millionen, die wir angeblich bald zu erwarten haben, nichts ändern. v. Blume, General d. Inf. z. D. Westlicher Kriegsschauplatz. Der französifthe Tagesbericht. Paris, 16. März,(W.T.B.) Amtlicher Bericht vom Montagnachmittag. Die belgische Armee rückte weiter in der I f e r s ch l e i f e vor. Die englischen Truppen, die gestern abend in Saint Elvi südlich von Dpern sehr heftig angegriffen wurden, wichen zuerst leicht zurück und eroberten daim im Gegenangriff einen Teil des verlorenen Geländes zurück. Der Kampf dauert fort. Im Gebiet vou N e u v e C h a p e l l e ist keine Veränderung ein- getreten. In den Argonnen versuchte der Feind gegen Ende des 14. März einen dritten sehr heftigen Gegenangriff, um die Schützengräben wieder zu nehmen, welche wir zwischen Four de Paris und Bolante erobert hatten. Wie die vorher- gehenden, so wurde auch dieser Gegenangriff abgeschlagen. Paris, 16. März.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom Montagabend. Der gestrige Tag war durch zahl- reiche für uns günstige Kampfhandlungen gekennzeichnet. Im Gebiete vou Lombaertzyde beschoß unsere Artillerie sehr wirksam die deutschen Schanzarbeiten. Die Deutschen versuchten, eine Feldbefestigung, welche wir ihnen in der Nacht vom 11. zun: 12. März abgenommen hatten, wieder- zunehmen, sie lvurden jedoch zurückgeworfen und ließen ctiva fünfzig Tote auf den: Kampfplatz. Unsere Verluste sind nu- bedeutend. Südlich U p e r n nahm die englische Armee, welche ein Angriff der Deutschen gezwungen hatte, sich hinter St. Elm zurückzuziehen, das Dorf und nahezu die Gesamtheit der benachbarten Schützengräben wieder ein, welche sie trotz mehrerer Gegenangriffe des Feindes behauptete.?cördlich A r r a s erlaubte uns ein äußerst glänzender Angriff unserer Infanterie, in einen: einzigen Sturm drei Reihen aus der Höhe Notre Dame de Lorette einzunehmen und den Rand der Hochfläche zu erreichen. Wir machten etwa 166 Gefaugeue, darunter mehrere Offiziere und Unteroffiziere, zerstörten ziuei Maschinengewehre und brachten das Munitionslager zur Er- plosion. Weiter südlich im Gebiete von Ecurie Rocliu- court, nahe der Straße von Lille, sprengten wir mehrere deutsche Schützengräben und verhinderten den Feind, sie wieder zu bauen. Im Gebiet von Albert bei Caruoy sprengten die Deutschen mittels einer Mine eine:: unserer Schützengräben und besetzten den Erdtrichter. Wir vertrieben sie daraus. Die Deutschen setzten sich dort wieder fest, aber ein neuer Gegenangriff gestattete uns, die Stellung wieder zu erobern. Seitdem behaupteten wir uns dort. Es gelang uns, unsere ganze Defensivorganisation wieder instand zu setzen. An der Aisne bei Cassens nordwestlich Vouvroi: nahmen wir zwei deutsche Kompagnien unter unser Feuer, welche sehr starke Verluste erlitten. In der Champagne erzielten wir neue Fortschritte. Wir gewannen Gelände in dem Gehölz nordöstlich Souain und nordwestlich Perthes. Wir warfen zwei Gegenangriffe vor der Höhe 196 nordöst- lich Lc Mesnil zurück und verbreiterten diesen Abschnitt unserer Stellungen. Wir machten Gefangene und erbeutete:: Minenwcrfer. In den Argonnen herrscht seit gestern sehr große Tätigkeit im Gebiet von Bagatelle. Zwei feindliche Gegenangriffe wurden abgewiesen. Wir zerstörten ein Blockhaus, besetzten die Stelle, wo es stand und behaupteten uns dort. Zwischen Four de Paris und Bolantc versuchte der Feind zwei neue Gegenangriffe, welche wie die drei ersten mißlangen. In Vauquois unternahm unsere Infanterie einen Angriff, welcher sie in den Besitz des West- teiles des Dorfes brachte. Wir machten zahlreiche Gefangeue. Im Le Prstre-Wald sprengten die Deutschen durch Minen vier unserer Schützengräben, welche völlig zerstört wurden. Sie faßten darin nach der Explosion Fuß. Wir eroberten die beiden ersten und die Hälfte des dritten wieder. Zwischen dem Le Prstre-Wald und Pont-ü.Mousson am Haut de Raupt unternahm der Feind einen Angriff, welcher zurück- geschlagen wurde. Der Kriegs mini st er stattete gestern dem General M a u n o u r y einen Besuch ab. Er konnte einige Augen- blicke mit ihm sprechen. Der Kriegsminister begab sich darauf zum General Villaret, welchem er das Kommandeurkreuz der Ehrenlegion überreichte. Das Gefecht von Neuve EhapeUe. London, 16. März.(T. U.) Der englische„Augenzeuge" beschreibt ausführlich das Gefecht von Neuve Chapelle, in dem die Engländer sich einen Erfolg über die deutschen Truppen zu- schreiben, toie folgt: Tie Schlacht begann Mittwoch morgen um HS Uhr mit einem schrecklichen Bombardement durch eine große Anzahl Kanonen und Haubitzen. Das Knallen der Geschütze folgte so schnell aufeinander, daß es wie das Feuer eines einzigen riesigen Maschinengewehrs klang. Während der 35 Minuten, die das Bombardement dauerte, konnten unsere Soldaten sich oft zeigen und selbst vollständig sicher umherlaufen. Dann wurde das Signal zum Sturm gegeben, und in weniger als einer halben Stunde waren beinahe alle /Reihen deutscher Laufgräben in und um Neuve Chapelle in unseren Händen. Außer an einer Stelle wurde kaum Widerstand geleistet, denn die Lausgräben, die hier und da durch das Geschützseuer buch- stäblich weggefegt waren, lagen voll Toter und Sterbender, die teil- weise unter Erde von Trümmern begraben waren. Die meisten Ueberlebcnden tvaren nicht mehr imstande, zu kämpfen. Nordostlich des Dorfes jedoch hielt ein Trupp Deutscher, die in guten Deckungen verborgen waren, sich noch einige Stunden. Durch drei kühne An- griffe war es den Engländern nicht gelungen, sie zu vertreiben, doch gegen Mittag, als Verstärkungen eintrafen, wurden die Deutschen aus ihrer letzten Verschanzung, die sie im Dorfe innehatten, vcr- trieben. Inzwischen wurde auf dem rechten Flügel auS der Richtung von Riechebourg eine gleichartige Vorwärtsbewegung unternommen, die sich gegen das Gehölz von Bieg, einem rechteckigen Wald, ungefähr 1 Kilometer östlich von Ne:we Chapelle. wandte. Auch hier wurde nur geringer Widerstand geboten. Am Nachmittag drangen die Truppen, die Neuve Chapelle genommen hatten, noch weiter in öst- licher Richtung vor und gewannen fast 400 Meter Terrain. Auf unserem linken Flügel im Norden des Dorfes gewann unsere Vor- wärtsbewegung ein ansehnliches Stück Gelände. Der Kampf wurde noch lange nach Eintritt der Dunkelheit fortgesetzt. Der Feind war fürchterlich in die Enge getrieben, und stellenweise machten wir ganze Gruppen zu Gefangenen. Die Deutschen vermochten sich den ganzen Tag über in einer starken Stellung bei dem Kreuzpunkt der Wege südlich des Torfes zu halten. Sie hatten sich dort in einem wahren Netzwerk von Ver- schanzungen, das durch Stacheldrahtvcrsperrungen verstärkt war, eingegraben. Diese Stellung nannten englische Truppen„Port Arthur". Lange Stunden wurde wütend um diesen Punkt gefochtcn, bis um H6 Uhr die Engländer die Stellung im Bajonettangriff er- oberten. Die deutschen Batterien antworteten den ganzen Tag über er- folglos. Unsere Artillerie nahm Donnerstag ebenso ungestüm wie Mittwoch an dem Kampf teil. Die Deutschen versuchten auf vcr- schiedenen Punkten, besonders beim Gehölz von Biez Gegenangriffe, doch die englischen Geschütze nahmen den Wald mit solch gutem Er- folge unter Feuer, daß die Deutschen nicht wagen durften, die durch die Bäume gebotene Deckung zu verlassen. Auf verschiedenen Punkten wurde einiges Gelände gewonnen, doch im allgemeinen blieb der Zustand derselbe wie am Tag zuvor. Der Widerstand der Deutschen lvar hartnäckiger geworden, doch alle ihre Versuche, die Engländer aus den eroberten Stellungen zu werfen, wurden mit schweren Ver- lüften abgeschlagen.— Die deutsche Artillerie war tätiger geworden. Neuve Chapelle wurde heftig beschossen u:ch die englischen Linien mit Granaten und Kartätschen überschüttet.— Der Bericht schildert zum Schluß den Eindruck, den dieser lokale Erfolg auf die in eng- lische Gefangenschaft geratenen verwundeten Soldaten gemacht habe, Itätigkeit im Westen, womit die Alliierten das deutsche Defensivsystem| Das Verhältnis zwischen den Gefangenen und den Einwohnern ist die erzählten, daß der Angriff eine völlige Ueberraschung gewesen nach und nach zu erschüttern suchen, nur durch stärkste ameri- jezt fehr gut, da die Gefangenen gute Käufer und sehr nügliche sei. Die von den Engländern ausgeführten Fliegeranfälle seien tanische Lieferungen erflärbar ist. Zur Dardanellen Leute für die Einwohner sind. In allen Niederlassungen von völlig geglückt. attion bemerkt das Blatt: Die Einwirkung dieser aufs Höchste Kriegsgefangenen blüht der Handel, unter ihnen sind viele tüchtige gesteigerten militärischen Gesamtaktion der Ententemächte auf die Handwerker. Die Gefangenen zeigen Energie und verstehen sich erfolgte merkwürdigerweise bisher nur im negativen Sinn e. Werkstätten eröffnet. Die gefangenen Aerzte arbeiten in den RazaZu den Waffen griffen weder Rumänien noch Griechenland noch retten. Der Krieg ist sehr weit entfernt und durch die Entfernung Stalien. Es scheint vielmehr, als ob der Kampf um die Dardas ist die Leidenschaft. vermindert. Aus diesem Grunde ist das Vernellen, welcher Rußland zugute kommen soll und alle politischen hältnis zwischen den Gefangenen und der Einwohnerschaft vorzügTraditionen über den Haufen wirft, eher hemmend und zur lich. Die Gefangenen werden sehr geachtet und als tüchtige Arbeiter Vorsicht mahnend auf die Mittelmeer- und Balkanstaaten zu geschäßt. wirken beginnt. Sperrlinie zwischen dem Oberelsaß und noch zwischen Neutralität und Intervention schwankenden Staaten überall nützlich zu machen; sie haben Speisehäuser, Staffeehäuser und der Schweiz. Der Baseler Korrespondent des Berliner Lokalanzeigers" berichtet, daß mit dem 15. März die vollständige Absperrung des Dbereliaß gegen die Schweiz perfekt geworden ist. Die Sperrlinie ist durch einen hohen Drahtzaun gekennzeichnet. Zwischen dieser und der Schweizer Grenze liegt eine neutrale Zone, in der der Verkehr frei ist. Wer sich dem Drahtzaun, ob hüben oder drüben, unbefugt mehr als auf 20 Meter nähert, auf den wird geschossen, ebenso auf jeden, der sich durch Zurufe oder Zeichen mit einer Person auf der anderen Seite der Sperrlinie zu verständigen sucht. Ausnahmsweise kann Beamten, Geistlichen, Aerzten und Hebammen die Erlaubnis zum Ueberschreiten der Sperre an bestimmten DurchlaßEnglische Verluste. Die englischen Arbeiter und der Krieg. ,, Nowose Wremja" gegen Bulgarien. Petersburg, 16. März.( W. T. B) Ein Artikel der ,, Nowoje Wremja" polemisiert in heftigsten Ausdrücken gegen Bulgarien, das nur den Moment abwarte, um über Serbien herzufallen, die slawischen Erwartungen in feiner Weise erfüllt habe, mit gehässigen Ausdrücken alle Artikel der Nowoje Bremja" beantworte und von Deutschland Gold annehme. Das russische Blatt bezeichnet dies als Wahnwik, politische Blasphemie und Verleugnung aller slawischen Interessen. Furchtbare Typhusepidemie in Serbien. stellen erteilt werden. Geringe Mengen von Lebensmitteln, Waren Vor einigen Tagen sah sich Lord Selborne veranlaßt, in der uſto. können vom Süden nach Norden, nicht umgekehrt, von Zivil- Times" gegen die Schönfärberei in den amtlichen britischen Kriegspersonen bis 20 Meter an die Sperrlinie herangebracht und dann berichten zu protestieren. Es gehe nicht an, daß man immer nur von Soldaten den Adressaten jenseits der Sperrlinien eingehändigt Erfolge und Fortschritte melde, auch von den Rückschlägen und Unwerden. Wer mit solchen Sendungen Briefe oder sonstige schriftliche glücksfällen müsse Kenntnis gegeben werden, damit sich nicht im Mitteilungen über die Sperrlinie zu schmuggeln versucht, wird er- Wolfe die Meinung festseße, die Berbündeten hätten das Schlimmste schossen. hinter sich und der endgültige Sieg sei nur eine Frage kurzer Zeit. London, 15. März.( W. T. B.)„ Daily Chronicle" macht Mits Diese Mahnung zur Ehrlichkeit würde der höchsten Anerkennung wert sein, wenn der edle Lord fie um ihrer selbst willen ausge- teilungen aus einem Briefe Sir Thomas Liptons an die britische Daily Citizen" veröffentlicht eine Zusammensprochen hätte. Aber er verfolgte mit seinem Kampf gegen den Rotkreuz- Gesellschaft über die Lage in Serbien. Es wäre unmög stellung der englischen Verlust listen bis zum Schwindel einen ganz besonderen Zwed: den Arbeitern folle der lich, in einem Brief die schredliche Lage zu schildern, in ber Donnerstag. Die Feldartillerie hat die schwersten Verluste Ernst der Stunde zu Gemüte geführt werden, damit sie endlich auf das Land infolge von Armut, Krankheit sich befindet. Die erlitten, 234 Offiziere und 2772 Mann. Von den Kavallerieregimentern hat das 9. Lancerregiment am meisten gelitten und hörten, durch Lohnforderungen, Streiks usiv. den ruhigen und siche ospitäler sind überall voll Typhustranter. 31 Offiziere und 289 Mann verloren. Dann folgt das 4. Garde- en Gang der Industrie zu gefährden. Wären die Arbeiter brav Doktor Ryan, der die amerikanische Abteilung leitet und etwa 2900 und ruhig, so würde Lord Selborne gegen die Verbreitung von Kranken versorgt, meint, daß wenn nicht bald etwas geschieht, um dragonerregiment mit 21 Offizieren und 277 Mann. Bei der Garde- Schwindelnachrichten wohl keine Einwendungen zu machen haben. die Ausbreitung des Typhus zu verhindern, das infanterie verloren die drei Bataillone der Cold Streamguards Immerhin war es gut, daß der Freund der Wahrheit seine Motive and über die Hälfte der Bevölkerung berlieren 122 Dffiziere und 2688 Mann, die zwei Bataillone der schottischen so klar enthüllte, denn so fand ein Angestellter des Eisenbahner- wird. In dem Hospital in Ghevghelt fehlt's an Matratzen und Garde 69 Offiziere und 1868 Wann, drei Bataillone der Garde- verbandes, C. J. Edwards, Gelegenheit zu einer deutlichen Er- Decken. Krante liegen in ihren Kleidern. Sieben von zwölf grenadiere 74 Offiziere und 1585 Mann, ein Bataillon der irischen Krankenschwestern, drei von sechs Aerzten sind widerung. Nisch ist voller Krankheit, meist Garde 51 Offiziere und 809 Mann. Von der Linieninfanterie stehen In einer Zuschrift, die die„ Times" natürlich an einen ver- an Typhus ertranft. Belgrad an erster Stelle die Kings Royal Rifles; bier Bataillone und zwei stedteren Plak verweist als die Bemerkungen Seiner Lordschaft, sett Typhus, die Hospitäler sind überfüllt; auch in so schlimm wie in Nisch. Reservebataillone verloren hier 112 Offiziere und 2198 Mann. Edwards auseinander, daß den Arbeitern die kritische Lage des herrscht Typhus, obwohl nicht Die Gordon Highlanders verloren 80 Offiziere und 1893 Mann und Landes sehr wohl bewußt sei. Aber sie hätten bestimmte Verhält- In dem serbischen Hauptquartier Kragujeva zwei Bataillone sowie ein Reservebataillon der Blackbatch 75 Offiziere nisse ins Auge zu fassen. Die Lebenshaltung habe sich in ungeheuer- wütet eine schwere Typhus epidemie. Das Hospital licher Weise verteuert und diese Teuerung sei unnatürlich. Man der Gendarmeriekaferne hat 600 Kranke und nur eine Pflegerin; habe sich an die Regierung gewandt, aber diese bleibe untätig. Der die einzige Unterstützung sind österreichische Gefangene. Es herrscht Regierung also falle die Verantwortung für die gegenwärtige Be- Mangel an Arzneien, Decken und an allem, was zur Krankenpflege wegung unter den Arbeitern zu: gehört. Gleiche Zustände herrschen im ganzen Lande. Es besteht großer Mangel an Hospitälern, so daß es unmöglich ist, die Typhusfälle au isolieren. Lipton schließt, wohl kein Zand befindet sich in so gefährlicher Lage. und 1228 Mann. Gestlicher Kriegsschauplah. Russische Untertanen als russische Geiseln. Stockholm, 15. März.( W. T. B.) Der Festungskomman dant von Nowo- Georgiewst hat an die ihm unterstellten Truppen des Festungsrayons folgenden Befehl vom 27. November russischen Stils Nr. 89 erlassen: Zuspihung des chinesisch- japanischen Konflikts. London, 16. März.( W. T. B.) Daily Telegraph" " Wir leugnen nicht, fährt Edwards fort, daß in einer Zeit wie dieser, die Arbeiter gegenüber dem Staat, zu dem sie gehören, eine gewisse Verantwortlichkeit haben, aber es darf niemals vergessen werden, daß diese Verantwortlichkeit gegenseitig ist, und wenn Regierung und Unternehmer diese Verantwortlichkeit " In deutschen Blättern sind Artikel erschienen, in denen davon nicht anerkennen, darf der Arbeiter nicht getadelt werden, daß er sie gesprochen wird, daß in der Person der russischen Juden die aus den Augen läßt. Patriotismus ist eine sehr schöne Sache, aber Deutschen hoffnungsvollen Verbündeten begegnen, die, abgesehen da er darf nicht unter dem Gesichtspunkt privater Interessen betrachtet von, daß fie für Verproviantierung sorgen, als die besten, teilweise werden. Je früher die Regierung das einsieht, und je schneller fie schreibt aus Beting: In den letzten Verhandlungen mit Japan hat uneigennügigsten Spione erscheinen, bereit zu allen Diensten, wenn es nur zum Schaden russischer Interessen ist. In dem Siege fich zu drastischen Maßregeln entschließt, um mit den hohen Preisen China Japan das Recht zur Ausbeutung der Südmandschurei und bis 1917 die Schürfrechte für ver Deutschen erbliden die Juden ihre Errettung vor dem Barenjoch für Lebensmittel und der Ausbeutung aufzuräumen, um so früher Bergwerfe eingeräumt. Dadurch werden Japan außerund der Unterdrückung durch die Polen. Analoge Mitteilungen wird diese Agitation ein Ende nehmen. Das Stabinett fann mit treffen fortgesetzt auch von den Truppen ein. 3wang drohen, ja, es kann noch einen Schritt weiter gehen und seine ordentliche Rechte zuerkannt, die es in diesem ganzen Gebiet Zum Zwede der Sicherung der Truppen gegen die schädliche Drohung jogar verwirklichen; aber was wird damit erreicht sein? tatsächlich zu der meist begünstigten Nation machen. In Tätigkeit der jüdischen Bevölkerung hat der Oberbefehlshaber be- Die Arbeiter werden die Arbeit aufnehmen, gewiß. Aber sind die der tonzessionierten he- die Gebietes fohlen, bei der Besetzung von bewohnten Bunkien von der jüdischen Herren Asquith und Komp. fo armselige Kenner der menschlichen afrikanische Beispiel befolgt. China gewährt danach gewisse Gebietes und für die Ausbeutung der Bergwerke wurde das fübBepölferung Geifeln zu nehmen und die Bewohner darauf hin- Natur, daß sie glauben, dabei werde es sein Bewenben haben? afrikanische Beispiel befolgt. China gewährt danach gewisse zuweisen, daß im Falle verräterischer Tätigkeit irgendeines der Orts- unser nationaler Erfolg hängt von den AnstrenVorkaufsrechte über die neuen südmandschuriBewohner die Geiseln hingerichtet würden, und zwar nicht nur während der Periode der Besetzung des bewohnten Punktes durch gungen der Arbeiter ab, und je früher das Kabinett mit schen Linien. Bezüglich der Linie Kirin- Tschantschun, die unsere Truppen, sondern auch nach dessen Räumung und daß erforder ein bißchen Gemeinsinn an die Dinge herantritt, um so früher wird eine Verbindung mit der Küste von Korea über die Flüsse Tumen lichenfalls dies auch ausgeführt wird. der Erfolg kommen. Mit den Unternehmern will ich mich nicht weiter und Sungari schaffen soll, wodurch für Rußland eine neue Lage Bei Besetzung von bewohnten Punkten hat man sich daher durch beschäftigen. Ginige sind gut, andere sind schlecht. Eins aber haben entstehen würde, berief sich China hartnäckig auf Artikel 7 des Vereingehende Untersuchung zu überzeugen, ob Zubehör für drahtlose bie neuesten Ereignisse sicher erwiesen: sehr wenige find trages von Portsmouth, wonach weder Rußland noch Telegraphie vorhanden ist, Signalisation, Brieftauben- Stationen, gute Patrioten. Die Unternehmer allgemein haben nie eine Japan strategische Bahnen durch die Mandschurei erhalten soll, und auf Artikel 2 und 3. China ist bereit, mögunterirdischer Telegraph usw., mit den dabei betroffenen Personen reichere Ernte eingeheimst als jetzt. Der Arbeiter muß leben... hingegen nach der ganzen Strenge des Gesetzes zu verfahren." Auf Grund eines Telegramms des Generals Dranowski Die Regierung und nicht der Arbeiter hat das Risiko für den Erfolg lichst viel Plätze in der Mandschurei dem Handel zu eröffnen, aber es betont, daß es Fremde nicht in großem Maßstabe zulassen könne, Nr. 3432, Kommandant des Festungsrayons General der Kavallerie dieses Krieges und von ihr wird das Volk Rechenschaft fordern." Eine solche Antwort hatte Lord Selborne wohl nicht erwartet. wenn nicht die Erterritorialrechte aufgehoben würden. Bobyr. Der Befehl ist aus der Druckerei am 2. Dezember 1914 abends 6 Uhr ausgegeben worden. Russische Studenten als Offiziersaspiranten. Petersburg, 16. März.( W. Z. B.) Ein Ukas des Baren hebt die bisherige Befreiung der Studenten vom Kriegsdienste auf und ordnet an, daß jezt alle Studenten einen achtmonatig en Offizierturfus durchmachen müssen. Der türkische Krieg. I über die Eröffnung der R Die Behauptung ist unbegründet, daß die Verhandlungen nur die elf von Japan den Ententemächten mitgeteilten Forderungen beträfen. Amtlich ist von einer solchen Mitteilung nichts bekannt. China will nur über bestimmt umschriebene Fragen verhandeln, wie Mandschurei, Schantung und die halbverpfändeten Unternehmungen von Hanjeping. Die Streikbewegung in England. London, 16. März.( W.2.B.) Die„ Times" melden aus Glasgow vom 14. d. Wits.: Obwohl die Lage am Clyde noch immer unbefriedigend ist, ist während der legten 10 Tage doch eine Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß Japan 27 000 Mann bedeutende Befferung in den Arbeitsverhältnissen eingetreten. In japanischer Truppen bereits in China gelandet einigen Werken wurden Ueberstunden gemacht. in anderen jedoch weigern oder sie eingeschifft oder zur Einschiffung bereit sich die Arbeiter, mehr als die normale Tagesschicht zu machen, bis habe. Am Abend des 12. März erfuhr man, daß sich 2000 Mann ihre Lohnforderungen befriedigt sind. In den Werken der Admi- im Hafen Sasebo nach China einschifften. Ein anderer Bericht melralität in Southhampton tourden die Arbeiter um 4 Shilling dete, daß die Vorhut noch zweier Divisionen mit nicht genannter pro Woche aufgebessert, wodurch der drohende Streit abgewendet Bestimmung sich eingeschifft hätte. wurde. In Monmuthshire streiften am Sonnabend über 3000 Bergarbeiter. Der Kampf um die Meerenge. Konstantinopel, 16. März.( W. T. B.) In den letzten ( W. T. B.) In den letzten Zagen haben nur unbedeutende Unternehmungen der verbündeten Flotte bei den Dardanellen stattgefunden. Das Finanzabkommen des Dreiverbandes. Die Tätigkeit der feindlichen Linienschiffe beschränkte sich auf Hamburg, 16. März.( W. T. B.) Die" Hamburger NachDemonstrationen. Zwei neue Versuche des Gegners, durch nächtliche Vorstöße von Kreuzern und Zerstörern an die richten" melden: Nach Pariser Berichten enthält das neue äußersten Sperren heranzukommen und Minen wegzuräumen, Finanzabkommen zwischen Frankreich, England und Rußland wurden durch die Wachsamkeit und wirksames Feuer des Ver- die folgenden Hauptbestimmungen: 1. Frankreich und England bestreiten für die teidigers vereitelt. Die durch die gegnerische Presse verbreiteten Nachrichten ganze weitere Kriegsdauer aus eigenen Mitteln alle in Baris und London sowie auch in New York zahlbaren Fälligüber eine Landung und Erfolge feindlicher Streitkräfte bei Smyrna sind frei erfunden. keiten Rußlands für Kriegslieferungen sowie die Zinsen der Die bisherige Sorglosigkeit der verbündeten Flotte scheint russischen Staatsschuld und der vom russischen Staate garannach dem erfolgreichen Borstoß türkischer Seestreitkräfte beein- tierten Eisenbahnobligationen. trächtigt. Die Stimmung in Konstantinopel ist vollkommen ruhig. Die Bevölkerung ist fast gleichgültig geworden gegen die Blockade der Dardanellen. Kitchener über die Dardanellen- Operationen. London, 16. März.( W. T. B.) Oberhaus. Lord Kitchener 2. Rußland verpflichtet sich, alle ausgelegten Gelder längstens ein Jahr nach der Unterzeichnung des Friedensbertrages ebenso wie alle aufgelaufenen Zinsen und Kosten zurückzuerstatten. fönnen. 3. Als Spezialpfand bestellt Rußland die in Odessa lagernden Getreidevorräte, über die die Geldgeber in Paris und London in der Form von Konnossementen verfügen 4. Unter den gleichen Bedingungen werden Frankreich gab im Oberhause eine furze Uebersicht über die gegenwärtige und England der russischen Regierung auch den auf die letztere militärische Lage, machte aber feine neuen fachlichen Mit fallenden Anteil an der finanziellen Unterstützung Belgiens, teilungen. Ueber die Dardanellen sagte er, die Operationen Serbiens und Montenegros sowie etwaiger anderer erwiesen die große Stärke der verbündeten Flotten. Er tönne augen- Länder vorschießen, die im Verlaufe des Weltkrieges an die blicklich nicht mehr sagen, aber das Haus könne versichert sein, daß Seite des Dreiverbandes treten sollten. die Sache gut im 8uge sei. Yuanschikai teilte Freunden mit, daß er die Lage für hoffnungslos ansehe und daß er bezüglich der Verhandlungen mit Japan mutlos fei, da China schon bis zum äußersten gegangen sei. Wenn der drohenden Sprache, die gegen ihn persönlich gebraucht werde, die Landung, einer großen japanischen Truppens macht folgen würde, so müßten die Verhandlungen abgebrochen werden. Demnächst soll ein diretter Appell an England gerichtet werden, in dem China vorstellen will, daß die Lage jeden Augenblick so ernst werden könne, daß die Diplomatic ihrer nicht mehr Herr zu bleiben vermöchte. Kriegsbekanntmachungen. Leicht verderbliche Waren( frische Wurst, Obst, Keine verderblichen Sachen in Feldpostsendungen. Butter usw.) dürfen, wie die Postverwaltung wiederholt, auch im Merkblatt für Feldpostsendungen, mitgeteilt hat, nicht in Felb= post briefen versandt werden. Gleichwohl enthalten viele Feldpostpädchen noch immer dergleichen Lebensmittel. Da es der Krieg mit sich bringt, daß dauernd ein Teil der Feldpoftiendungen im Felde unanbringlich wird, weil die Empfänger gefallen, vermißt oder verwundet sind, ist es unvermeidlich, daß der Inhalt solcher Feldpostpäckchen, wenn er in Butter, frischer Wurst usw. besteht, ingenießbar wird und verdirbt. Dasselbe tritt bei den Feldpostfendungen mit leicht verderblichem Inhalt ein, die, wie beispielsweise gegenwärtig auf dem öftlichen Striegsschauplag, infolge der militärischen Operationen unter Umständen längere Zeit unterwegs sein müssen, bis sie die Empfänger erreichen. Es ist klar, daß diesen der Empfang übelriechender Bäckchen usw. mehr Aerger als Freude bereitet und daß es weder für die Feldpostbeamten noch für den Truppenteil eine an genehme Aufgabe, sich mit solchen Sendungen befassen zu müssen. Vor allem aber wird auf diese Weise viel Geld ganz unnüz ausgegeben sowie zum Nachteile der Volksernährung mit Lebensmitteln Bergeudung getrieben. Das Publikum wird deshalb erneut dringend Petersburg, 16. März.( W. T. B.) Der Rjets" führt ersucht, sich nach der postalischen Vorschrift zu richten und von der Bern, 15. März.( W. Z. B.) In einer Erörterung der in einem Artikel über die deutschen, österreichischen und Versendung leicht verderblicher Lebensmittel nach dem Felde unter Kriegslage stellt der Bund" fest, daß die enorme Artillerie- ungarischen Kriegsgefangenen in Sibirien aus: allen Umständen abzusehen. Der politische Mißerfolg der DardanellenAktion. Die Lage der Kriegsgefangenen in Sibirien. Ngemein- Verichiedenes Truftrele Cigarettenfabrik. 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Robert Gramenz, Kiefbolzstr. 412, Laden. Weißensee. Fuhrmann, Sedanstr. 105. Schillert, Berliner fee 253. Wilmersdorf. Paul Schubert, Wilb Imsaue 27. Verantwo. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl, Nr. 76. 32. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus der Budgetkommiſſion des Reichstags. Berlin, den 16. März 1915. Amtlicher Bericht. Bei Fortsetzung der Beratung über das Lieferungswesen = Mittwoch, 17. März 1915. Differenzen, die dieser Erlaß zur Folge hatte, find in stattgehabten Die Mehrzahl der Gemeinden, die an der Enteignung der Schweine Verhandlungen zwischen der Feldzeugmeisterei und den Gewerk- beteiligt sind, hat den Einkauf der Schweine der Zentral= aften ausgeglichen. Politische Uebersicht. Krankhafte Phantasie. Die nächste Plenarsitung des Reichstages. Der Präsident hat die nächste Plenarsizung des Reichskamen zunächst die verschiedenen über diesen Gegenstand vorliegenden tages auf Donnerstag, den 18. März, nachmittags 2 Uhr, Klagen zur Sprache, die der Referent der Kommission in zwei angesetzt. Neben Rechnungssachen steht auf der Tagesordnung Gruppen einteilte. Die erste Gruppe dieser Klagen befaßt sich mit auch der Etat des Reichstanzlers und der des AusMisständen, die besonders zu Beginn des Krieges im Gebiet wärtigen Amts. des Zwischenhändler- und Agententums zweifellos vorhanden waren. Es wurde dabei zugegeben, daß einen großen Teil der Schuld an diesen Mißständen die Lieferanten selbst trügen, indem fie sich mit ihren Angeboten an solche Zwischenhändler Ein alldeutscher Schriftsteller, der seit geraumer Zeit die Reichswandten, anstatt fie den militärischen Beschaffungsstellen tagsabgeordneten mit seinen Plänen bombardiert, hat sich das Verdirekt zu unterbreiten. Die zweite Gruppe der Klagen gnügen gemacht, die Welt aufzuteilen. Darauf näher einzugehen, behandelte die zum Teil ungenügende Friedens ist momentan nicht möglich; wie sich im Kopfe des Verfassers aber borbereitung auf wirtschaftlichem Gebiet, die zu Beginn des die Geschehnisse widerspiegeln, davon zeugt nachstehender Passus aus Krieges besonders in mangelnder Zentralisation zum Ausdruck ge- seiner Broschüre: kommen wäre. Die Erörterungen über diese Fragen zu vertiefen, sei jezt nicht die Zeit, doch müsse man nach dem Friedensschluß hierauf zurückkommen. Der stellvertretende Striegsminister gab zu, daß zunächst gewisse Mißstände bestanden hätten, doch habe die Militärverwaltung überall scharf zugegriffen und zur Vereinheitlichung der Rohstoffversorgung und des Lieferungswesens großzügige Organisationen geschaffen, so daß ernsthafte Beanstandungen gegenwärtig nicht mehr bestehen. Die anfänglichen Mißstände seien hauptsächlich auf die. Tatsache zurückzuführen, daß der Bedarf weit über das hinausging, was man ursprünglich angenommen hatte. Auch heute konnte der stellvertretende Kriegsminister auf die Anfrage, wie es hinsichtlich der Versorgung mit gewissen Rohstoffen stehe, erneut erklären, daß unsere Kriegführung von der Rohstoffversorgung gänzlich un abhängig sei. Von einem anderen Vertreter des Kriegsministeriums wurde darauf hingewiesen, daß die Vergebungen nur zu geringem Teil durch das Kriegsministerium erfolgten. Hierfür seien neben diesem eine große Zahl von Verwaltungsbehörden maßgebend. Bei der gewaltigen Zahl von Persönlichkeiten, deren Rat und Mitarbeit in Anspruch genommen werden mußte, war es nicht möglich, ein parasitäres Agententum gänzlich auszuschließen, gegen dieses wäre man aber rücksichtslos vorgegangen. " Daß der ehemalige Reichstagsabgeordnete Weill schon vorher mit den Kriegshezern in der französischen und englischen Regierung in Verbindung stand, daß er auch an der durch diese herbeigeführten Ermordung des französischen Sozialdemokraten und Friedensfreundes Jaurès nicht schuldlos war, unterliegt feinem Zweifel! Es ist kein Zufall, daß gerade Weill allein mit Jaurès im Cafè saß, als dieser meuchlings und so zielsicher tödlich mit einem Schusse ermordet wurde, hinzu kommt die Behandlung des Scharfschützen als Geisteskranken und die Förderung Weills nach der Tat durch die französische Regierung! All' das läßt die Organisation und die Organisatoren dieſes folgenreichen Verbrechens jedem erkennen, der überhaupt sehen will. Es liegt ein bollendeter Meuchelmord vor, dessen Hauptanstifter Grey gewesen sein wird, gleich wie bei dem Meuchelmordversuche gegen den Frenführer Roger Casement." Aus dieser Leistung kann man einen Schluß ziehen auf den sonstigen Inhalt der Schrift, die recht deutlich erkennen läßt, welche Verwirrung der Krieg in den Köpfen mancher Leute angerichtet hat. Aus dem Rudolstädter Landtage. In der letzten Sitzung des Rudolstädter Landtags kamen Auf die Bemängelung eines Abgeordneten, daß auf die Beschlagnahme der Häute nicht eine Festsetzung von Höchstpreisen für mehrere wichtige Vorlagen zur Erledigung. Einstimmig angeLeder gefolgt wäre, antwortete ein Vertreter der Kriegsrohstoff- nommen wurde die Errichtung eines paritätischen Arbeitsabteilung, daß eine solche Maßnahme wegen der Verzwicktheit und nachweises für das Fürstentum( Sitz Rudolstadt), nachdem die Mannigfaltigkeit der Qualitäten auf zu große Schwierigkeiten stoßen Regierung sich bereit erklärt hatte, die Kosten zu tragen. Der würde; zu einer Verbilligung des Leders hoffe man auf anderem Verwaltungsausschuß soll je zur Hälfte aus Arbeitgebern und ArWege zu gelangen. Bei der Verteilung beschlagnahmter Rohstoffe beitnehmern bestehen, dessen Mitglieder von den Gewerbegerichtsbemühe man sich so gerecht wie möglich zu verfahren. Auf die Größe der von der Kriegsrohstoffabteilung ins Leben gerufenen beisigern gewählt werden. Der Vorsitzende soll möglichst eine unDrganisationen warf ein Schlaglicht die Mitteilung, daß allein die parteiische Person sein. Kriegsleder A. G. einen täglichen Umsatz von 1,4 bis 2 Mill. Mark habe. einkaufsgesellschaft m. b. H. in Berlin übertragen. Dieses Vorgehen verdient Nachahmung, denn durch die zentralisierte Beschaffung der Schweine wird ein ungesunder Wettbewerb der Gemeinden auf dem Schweinemarkt vermieden. Die Zentraleinkaufsgesellschaft ist zunächst darum bemüht, die Schweine freihändig zu erwerben, wird aber hieran neuerdings behindert durch die Neigung der Schweine besiter, ihre Schweine vom Verkauf zurückzuhalten. Daher ist eine sofortige energische Durchführung der Enteignung von Schweinebeständen unerläßlich. Daneben wird dahin zu wirken sein, daß das freiwillige Berkaufsangebot von Schweinen wiederum stärker hervortritt. In diesem Sinne sollen in die Ausführungsanweisung vom 8. Februar u. a. folgende Abfäße eingeschaltet werden: Anträge der Gemeinden oder der Zentraleinkaufsgesellschaft m. b. H. in Berlin auf Einleitung des Verfahrens zwecks Uebertragung des Eigentums an Schweinen sind mit größter Beschleunigung zu erledigen. Die Anträge können abgelehnt werden: 1. soweit die Schweine als Zuchteber und Zuchtfauen zur Erhaltung der Schweinezucht notwendig sind, 2. soweit die Schweine Buchten angehören, aus denen in letter Zeit nachweislich verhältnismäßig größere Mengen zu Zuchtzweden abgegeben worden sind, 3. soweit die Schweine zur Deckung des Fleischbedarfs des Besizers und seiner Haushaltsangehörigen erforderlich und be= stimmt sind, 4. soweit der Besitzer der Schweine nachweislich imstande ist, sie mit Stoffen zu füttern, die als Nahrungsmittel für den Menschen nicht geeignet sind.. Im übrigen ist den Anträgen stattzugeben, ohne daß zu prüfen ist, ob der Antrag durch ein öffentliches Interesse begründet ist und ob die Umstände es rechtfertigen, das Verfahren gerade gegen den im Antrag bezeichneten Befißer einzuleiten. Die an den Besitzer von der Zentraleinkaufsgesellschaft m. b. H. oder der zuständigen Behörde gerichtete Aufforderung zur Ueberlassung der Schweine steht einer freihändigen Veräußerung der Schweine nicht entgegen, wenn die Veräußerung vor der Uebernahme durch den Enteignungsberechtigten und nachweislich zu Schlachtzwecken erfolgt. Bei der schiedsgerichtlichen Festjehung des Uebernahmepreises ist zu beachten, daß die in der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 25. Februar 1915 festgelegten Marktpreise für Tiere mittlerer Güte gelten. Für geringere Tiere sind daher angemessene Abzüge für bessere entsprechende Zuschläge zu machen. Die Uebertragung des Eigentums an Schweinen hat grund fätzlich am Erzeugungsort stattzufinden. Eine Enteignung von fäßlich am Erzeugungsort stattzufinden. Eine Enteignung von Schweinen auf den Märkten muß unterbleiben. Haushaltssorgen der Stadt Köln. Der Kriegsetat der Stadt Köln für 1915/16 schließt mit einem Der Antrag unserer Fraktion, die Zuschüsse für die Angehörigen der Kriegsteilnehmer in Höhe von 100 Proz. der staat- Fehlbetrage von 6½ Millionen Mark ab, obwohl die Ausgaben für die Von mehreren Kommissionsmitgliedern wurde übereinstimmend lichen Unterstützung auf die Staatskasse zu übernehmen, die Ge- eigentliche Kriegsfürsorge darin noch nicht enthalten sind. Der Fehlanerkannt, daß die Beschwerden über das Lieferungswesen in letzter meinden dadurch zu entlasten und eine gerechtere Verteilung der betrag soll aufgebracht werden durch Entnahme von 1 bis 2 Millionen Mark aus dem rund 6 Millionen bergenden Zeit wesentlich nachgelassen hätten. Weiterhin wurde die Entschieden Unterstüßung herbeizuführen, stieß auf Widerstand. Man einigte Steuerausgleichfonds, durch eine Anleihe und durch eine heit anerkannt, mit der die Militärbehörden an vielen Stellen sich schließlich dahin, daß die Gemeinden im Bedarfsfall Zuschüsse Lohndrückereien in Betrieben, die Militärlieferungen erhalten In der ersten Lesung äußerte sich der Verleger haben, entgegengetreten feien; auch wurde von der gleichen Stelle leisten, wovon ein Drittel aus den vom Reich monatlich für das mäßige Erhöhung der jetzt 155 Proz. betragenden Gemeindeaus der Wunsch ausgesprochen, es möge mande der Errungen- Fürstentum zur Verfügung gestellten 15 000 m. ersetzt wird. umlagen. schaften der Kriegszeit in späterer Frtebenszeit erhalten bleiben. Ein Ferner stellt der Landtag der Regierung 100 000 M. zur Verfügung, der Kölnischen Zeitung" Handelskammerpräsident Dr. Neven Du Mont zelne Beschwerdepunkte wurden besprochen. Auf möglichst weitgehende damit bedürftigen Gemeinden Beihilfe zu den übrigen zivei Dritteln über die wirtschaftliche Lage Deutschlands nach dem Kriege und Heranziehung der Handwertstammern und Handelskammern wurde gegeben werden kann. Das einstimmig angenommene Gesetz be- glaubte mit einer Hochkonjunktur nur auf einzelnen Wirtschafts hingewiesen. Weiterhin kamen die wirtschaftlichen Verhältnisse in stimmt, daß alle Gemeinden in nächster Zeit über die Frage dieser gebieten rechnen zu können. Der Zentrumsführer Justizrat Moennig den okkupierten Gebieten zur Sprache, wobei von verschiedenen Unterstützungen beschließen müssen. Gemeinden, die nichts tun, empfahl Rückkehr zur altpreußischen Sparsamkeit auch in der Repräsentation. Es seien bei Kongressen und bei Besuchen früher Seiten hervorgehoben wurde, daß alles geschehen sei, was nur ge- werden vom Lieferungsverbandsausschuß beim Landratsamt wegen schehen konnte, um die zerstörte Volkswirtschaft in diesen Gebieten der Höhe des zu zahlenden Zuschusses abgeschätzt und dann zur große Summen ausgegeben worden. Es sei jetzt die gegebene Zeit,.. daß der deutsche Städtetag für die Abschaffung dieser kostspieligen Bahlung gezwungen. Empfänge eintrete. Unser Kölner Parteiblatt erinnert bei dieser Gelegenheit daran, daß es früher von den bürgerlichen Parteien geschmäht und gescholten worden ist, wenn es die gleiche Forderung erhoben habe. wiederherzustellen. Bei Erörterung der Grundsäge, nach denen die Nachzahlung der Erhöhung des Haferpreises zu erfolgen habe, erklärte ein Vertreter des Kriegsministeriums, daß die Verhandlungen darüber dem Abschluß nahe seien; damit würde dann auch die Frage entschieden, ob die Erhöhung nur den Landwirten oder auch den Händlern zugute tommen soll. Von den Petitionen, die zur Erörterung gelangten, ist eine solche zu erwähnen, die von 22 landwirtschaftlichen Vereinen des Gouver nementsbezirks Königsberg ausgeht und wegen dort bestehenden Arbeitsmangels auf Berüdjichtigung bei Beurlaubung von Landsturmleuten und Beschäftigung von Kriegsgefangenen hingielte. Der stellvertretende Kriegsminister versprach weitgehende Berücksichti gung der Provinz Ostpreußen, insoweit dies die Striegslage zuläßt. Es wurde in die Beratung des Etats des Kriegsministeriums Auf Antrag des Finanzausschusses wurde der Notetat für 1915, nachdem Genosse Hartmann noch die Wünsche unserer Partei vorgebracht hatte, einstimmig gutgeheißen. Mandatsniederlegung. Wie die Zeitschrift„ Das neue Deutschland" mitteilt, wird der Die Unruhen in Mexiko. New York, 16. März.( W. T. B.) Aus Los Angeles freilonservative Abgeordnete für Zellerfeld- Jlfeld, Berginspektor a. D. wird gemeldet, daß 2000 Merikaner den Nationalpalast Spinzig, ſein Mandat zum preußischen Landtag niederlegen. in der Stadt Merito stürmten, um 250 dort gefangene Priester zu befreien. Amtlichen Meldungen zufolge wurden Das Ende des Jesuitengefehes. Es besteht die auch im Unterhaus geäußerte Besorgnis, daß die Löhne noch weiter sinken und die Neigung der Kriegsteilnehmer zur Rückkehr aufs Land sehr gering sein wird. Daher wird systematische Verbesserung der Lohn- und hygienischen Verhältnisse und des landwirtschaftlichen Unterrichts dringend gefordert. Das Zentrum hat seinen Initiativantrag, der die Aufhebung in der Zeit zwischen der Räumung der Stadt Meriko durch des Jesuitengesetzes verlangt, erneut im Reichstage eingebracht. Obregon und dem Einmarsch der Zapatisten ein britische s hundert Menschen Zur Handhabung des Gesetzes während des Krieges schreibt die Haus geplündert und hundert eingetreten. Hier kam zunächst die Frage der Versorgung der An-" Frankf. 3tg.": berlegt. gehörigen von Vermißten zur Sprache. Ein Vertreter des " Das Jesuitengefeß ist zurzeit tatsächlich außer Kraft gesetzt. Kriegsministeriums erklärte die in Geltung befindlichen Bestim- Alsbald nach der Mobilmachung reichte die sogenannte Ordens- Die Entvölkerung des platten Landes in England mungen, die keineswegs kleinlich ausgelegt würden. Jeder Antrag provinz von Holland aus an die deutsche Militärverwaltung ein war, wie„ Algemeen Handelsblad" schreibt, schon vor dem Kriege auf Versorgung der Familienangehörigen von Vermißten würde mit größtem Wohlwollen geprüft und wenn irgend angängig, würde Gesuch um Zulassung zur Militärseelsorge während der Kriegszeit infolge der Landflucht sehr groß; sie wird durch den Krieg noch geein. Dieses Anerbieten hat das Oberkommando angenommen in steigert, so daß die durch mehr als freigebige Schulbefreiungen er ihm stattgegeben. Bei der Frage der Beschäftigung der Kriegsgefangenen der Erwägung, daß sich vielleicht ein Mangel in der katholischen möglichte Kinderarbeit weitgehend herangezogen wird. Die Zulassung wurde und ihrer Entlohnung wurde mitgeteilt, daß in Moorfulturen, bei Militärseelsorge geltend machen könne. Bahnbauten und in der Landwirtschaft usw. in großer Zahl Kriegs- aber selbstverständlich beschränkt auf diejenigen Mitglieder des gefangene beschäftigt würden. Kriegsgefangene würden grundsätzlich Ordens, die im Besitze der deutschen Staatsangehörigkeit sind. An nur dort beschäftigt, wo Angebote von anderen Arbeitskräften nicht die Militärbehörde erging dann eine entsprechende Anweisung des borliegen. Gegenüber einigen Beschwerden, betreffend das Aerzte- preußischen Kriegsministeriums, die auch dem Bundesrat mitwesen im Heer, wurde vom Regierungstisch aus die Busiche- geteilt wurde. Der Bundesrat hat die Mitteilung zur Kenntnis rung gegeben, daß man bei Verteilung der Aerzte nach ihren Fach- genommen, ohne irgendeine Erörterung daran zu knüpfen. Nach kenntnissen die ärztlichen Organisationen nicht mehr zu Rate ziehen Bentrumsblättern handelt es sich um etwa 100 Ordensmitglieder, würde. Gewisse Slagen über Beförderung von Unterärzten seien die zu geistlichen Verrichtungen im Felde oder in den Lazaretten nicht unberechtigt gewesen. Die Ursache mancher Verzögerungen sei zugelassen sind. Auch die übrigen katholischen Ordensgenossendarauf zurückzuführen, daß eine außerordentlich große Zahl von An- schaften nicht nur krankenpflegende haben sich den Militärträgen vorlag und die Heeresverwaltung auf die Einholung gewisser behörden zur Verfügung gestellt und Verwendung gefunden. Der Auskünfte nicht verzichten konnte. Die Bewilligung der Uniform an die angestellten Zivilärzte sei hauptsächlich auf deren Wunsch erfolgt, im man, wie vielen anderen nicht dringlichen Angelegenheiten, natürlich angestellten Zivilärzte sei hauptsächlich auf deren Wunsch erfolgt, im Frage einer Aenderung oder Aufhebung des Jesuitengesetzes wird übrigen hätten aber auch sachliche Erwägungen mitgesprochen. Einen breiten Raum nahmen die Grörterungen über Pro- erst nach dem Kriege nähertreten." ftitution und Verhütung von Geschlechtskrankheiten ein. Eine Uebereinstimmung der Ansichten konnte in diesen Fragen nicht durchweg erzielt werden. Der stellvertretende Kriegsminister erklärte, daß Die Gerichte haben sich jetzt in etwas auffallender Weise mit die Heeresverwaltung sich der hohen Bedeutung dieser Fragen voll Strafsachen gegen Landwirte wegen Vergehens gegen Bundesratsbewußt wäre und alles täte, um die weitere Verbreitung der Geschlechtsfrankheiten zu verhindern. Eine Resolution, die eine gesetzliche Neuregelung der Entschädigungspflicht des Staates für Kriegsleistungen anregt, fand ein stimmige Annahme. Massenanklagen gegen Landwirte. verordnungen zu beschäftigen. Die energischen Anordnungen einiger Landräte im Hannoverschen sind bekannt. Auch in Westfalen sind ähnliche Anordnungen erlassen worden. Jetzt wird dem„ Westf. Volksblatt" aus Delmenhorst gemeldet, daß das dortige Schöffengericht gegen 41 Landwirte aus der Umgegend zu verhandeln gehabt hätte, weil sie Roggen verfüttert haben. Alle wurden bestraft mit je 50-150 m. Die Sicherstellung von Fleischvorräten. Die„ Nordd. Allg. 8tg.", schreibt: Legien und die„ Internationale Korrespondenz". Zu dem vom 27. Oktober datierten Briefe des Genossen Regien über den Charakter der vom Genossen Baumeister wärts" in Nr. 69 abdruckte, veröffentlicht Legien in der Nr. 11 des herausgegebenen Internationalen Korrespondenz", den die Bremer Bürger Zeitung" wiedergab und der„ Vor„ Korrespondenzblatt der Generalfommission" eine längere Erklärung, der wir das Folgende entnehmen: Ebenso wurde einer Resolution zugestimmt, die eine Erweiterung der Berechtigung zum Einjährigfreiwilligendienst befürwortet. An eine Resolution über die Regelegung der Arbeiter berhältnisse in den Militärwerkstätten, die ebenfalls angenommen wurde, knüpften sich längere Erörterungen, in deren Verlauf insbesondere der bekannte Erlaß vom 11. Januar d. J. der Feldzeugmeisterei einer Kritik unterzogen wurde. Von einem Vertreter Zu der Bekanntmachung vom 25. Januar über die Sicherdes Kriegsministeriums wurde darauf hingewiesen, daß bei Kriegsbeginn die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen war, während jetzt vielfach stellung von Fleischvorräten und die Abschlachtung einer großen Arbeitermangel berrichte. Die Maßnahmen der Feldzeugmeisterei Anzahl von Schweinen behufs Verarbeitung zu Dauerware ist seien durch militärische Notwendigkeiten begründet gewesen. Die eine ergänzende ministerielle Anweisung ergangen, in " Genosse Baumeister hat seine„ Korrespondenz" außerhalb der Bureauzeit, in den Abendstunden und Sonntags hergestellt. Seine Abonnementseinladungen an die Arbeiterpresse gingen heraus, ohne daß ich Kenntnis davon hatte. Darauf wurden mir von drei Gewerkschaften Vorhaltungen darüber gemacht, daß ich es zulaffe, daß ein mit vollem Gehalt angestellter Gewerkschaftsangestellter Privatgeschäfte betreibe, die ihm eine beträchtliche Nebeneinnahme bringen. Die Vorhaltungen richteten sich somit nicht gegen die Herausgabe der Korrespondenz", sondern dagegen, daß von Baumeister damit ein Geschäft gemacht würde. E8 wurde mir empfohlen, die„ Korrespondenz" im internationalen Bureau herstellen zu lassen. Den Redaktionen der Gewerkschaftss presse mitzuteilen, warum dieses nicht geschehen könne, und daß es sich nicht um ein geschäftliches Unternehmen handele, das seinem Begründer Gewinn bringen sollte, war der Zweck des Rundschreibens vom 27. Oftober 1914.4 Genosse Legien erklärt in der weiteren Darstellung, daß er sich dem( von uns wiedergegebenen) Birtular, im Bort bergriffen" Habe. " Gs hätte darin ftatt pribates Unternehmen" heißen müssen, geschäftliches Unternehmen". Er sagt dann am Ende: Der Verzicht auf die Nachtarbeit hat sich auch sowohl fach- frist bis zum 14. April gestattet. Für größere Zeichnungen ist die technisch als auch in jeinen Wirfungen auf die fonsumierende Be- Einzahlung in Raten, mit 30 Proz. bis zum 14. April und in völkerung glänzend bewährt. weiteren Teilbeträgen im Mai, Juni, Juli bis zum 20. Auguft zuZur Sache selbst nur noch die Wiederholung aus meiner feiner Weise rechtfertigen; sie würde vielmehr eine durch nichts zu Die Wiedereinführung der Nachtarbeit würde sich daher in gelassen. Wer das Geld zur Einzahlung nicht gleich zur Hand hat, aber Erklärung vom 15. Februar 1915. Es find weber aus der begründende ungeheure Schädigung aller Angehörigen des Bäcker- im Besitz von Wertpapieren sich befindet, kann durch deren Verpfän Staffe des Internationalen Gewerkschafts- gewerbes sein. dung bei einer staatlichen Darlehnskasse sich das Geld zur Einzahlung bundes, noch aus der der Generalfommission 2. Die durch die unteren Verwaltungsbehörden in einer ganzen unicher beschaffen. Die staatlichen Darlehnskassen nehmen dafür Mittel für die Herausgabe der Juternationalen Korrespondenz" Reihe von Landesteilen festgesetzte, resp. gestattete Sonntagsarbeit 51% Proz. Zinsen, also nur 4 Proz. mehr als der Zeichner von verwandt worden. Die Korrespondenz selbst halte von 5 bezi. 7 Stunden widerspricht den Geiste der Bundesrats- der Kriegsanleihe an Zinsen bezieht. Dies 4 Prozent bedeutet ich für wertvoll und notwendig. Hätte ich es mit den verordnungen vom 5. und 25. Januar 1915 betreffend Ersparnis bei 400 Mart Kriegsanleihe 1 Mart Infosten, wenn der Zeichner Verpflichtungen vereinbaren fönnen, die ich als Vorsitzender des und Streckung der vorhandenen Getreide- und Mehlbestände. Internationalen Gewerkschaftsbundes gegenüber den angeschlossener: Organisationen habe, so wäre die Korrespondenz im internationalen Bureau hergestellt worden." Wenn Genoffe Legien selbst die Erwartung ausspricht, daß er „ mit dieser einfachen Darstellung der Sachlage weder die Redaktion der„ Bremer Bürger- Zeitung" noch die des„ Vorwärts" davon überzeugen werde, daß alles, was er in bezug auf die Internationale Korrespondenz" erklärt habe, einwandfrei sei, so können wir für den „ Vorwärts" diese Ertvartung nur bestätigen. fondern Denn auch die neue Erklärung Legiens ändert nichts an der Tatsache, daß es sich offenbar nicht um ein„ privates" oder„ ge schäftliches Unternehmen des Genossen Baumeister handelt, um eine Korrespondenz, die unter der Protektion des Genossen Legien oder der Generalfommission erscheint. Spricht es doch auch in seiner neuen Erflärung der Genosse Legien wiederum aus, daß er die Korrespondenz für wertvoll und notwendig halte, was sich völlig mit seiner brieflichen Erklärung vom 27. v. M. deckt, nach der er das Erscheinen der Korrespondenz im Intereffe der Gewerkschaftspresse für notwendig" halte und es nur unzwed mäßig" fei, sie durch das Bureau des Internationalen Gewerkschaftsbundes herausgeben zu laffen". Niemand dente, daß sein kleiner Die Sonntagsarbeit hat die Reichsgejeke über die Sonntags- ur Volleinzahlung ein ganzes Jahr braucht, wenn er die Einzahlung ruhe ausgeschaltet, was sich durch nichts rechtfertigt. Sonntags- früher leisten kann, entsprechend weniger. Es ist also Vorsorge getroffen, daß jeder, der auch nur über arbeit ist bei der beschränkten Herstellung von Backwaren nirgends anleihe sich beteiligen kann. notwendig, wie die Zufriedenehit der Arbeitgeber und Beschäftigten 100 M. oder einige 100 m. verfügt, an der Zeichnung von Kriegsdes Bäckergewerbes in den Regierungsbezirken Frankfurt a. D., Betrag nichts ausmache, und daß die großen Kapitalisten, mit denen Merseburg, Wiesbaden, Großherzogtum Oldenburg und anderen er nicht wetteifern kann, die Anleihe aufbringen werden. Die Orten beweist, wo jede Sonntagsarbeit verboten ist. Viele Arbeitgeber verzichten auch dort, wo Sonntagsarbeit Beteiligung des großen Kapitals ist allerdings unerläßlich und erlaubt ist, freiwillig auf dieselbe, was deren völlige Entbehrlich auch schon jest teils gesichert, teils mit voller Bestimmtheit zu er warten. Und doch sind bei der ersten Kriegsanleihe im Herbst v. J. keit offenbar dartut. Die Versammelten fordern daher sofortiges Verbot jeder Sonn- eine volle Milliarde Zeichnungen auf die fleinen Beträge entfallen, tagsarbeit und baldigen Grlaß eines dauernden gesetzlichen Ver- die zwischen 100 und 3000 m. liegen. Diese Zeichnungen und wenn bots der Nachtarbeit, damit eine einheitliche Regelung im ge- möglich noch mehr dürfen auch diesmal nicht fehlen, wenn jeder ſamten Gewerbe ermöglicht wird und die quälende Ungewißheit seine Schuldigkeit tun will und ein volles Resultat erreicht werden soll. aufhört. Sie beauftragen die Verbandsleitung, an die zuständigen Behörden in diesem Sine begründete Eingaben sofort zu richten. Alle Versammelten verpflichten sich ferner, sich um die Fahne der Organisation zu scharen, die für sie und alle im Felde stehenden Kollegen den Kampf gegen die gesundheitsschädliche Stachtarbeit und ungerechte Sonntagsarbeit wirksam aufnehmen wird. Kohlenteuerung in England. Die Londoner Gaspreise wurden infolge der höheren Kohlenpreise um weitere 4 Pence für Die Bergwerksbefizer in Süd- Wales 1000 Stubiffus gesteigert. haben den Preis für Hauskohle um 5 Schilling für die Tonne erhöht. Die Arbeitslosenziffer bei den freien Gewerkschaften Berlins sant Kohlenförderung im Februar. Aus dem der Zechenbesitzers nach den Veröffentlichungen des statistischen Amtes der Stadt Berlin in der Zeit vom 1. bis zum 8. März von 8171 auf 7824, d. i. um verfammlung des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats erstatteten Von Wichtigkeit war für uns diese Feststellung; die 347 oder 4,20 Proz. Die erhebliche Abnahme bei den Buchdruckern Bericht ist folgendes zu entnehmen: Der rechnungsmäßige KohlenFrage, ob dem Genossen Baumeister aus der Herausgabe etwa eine um 340 dürfte teilweise durch militärische Einberufungen absag betrug im Februar 1915 bei 24( im Bormonat 241, im Nebeneinnahme erwächst, war dagegen für uns gänzlich neben herbeigeführt sein, während die günstige Entwidlung bei den Februar des Vorjahres 24) Arbeitstagen 4478 971( Vormonat Transportarbeitern, die ein Weniger von 94 gegen die Vorwoche 4 669 851, Vorjahr 5 956 593) Tommen oder arbeitstäglich 186 624 sächlich. aufweisen, fich aus der beginnenden Umzugsbewegung zum bevor-( Bormonat 193 569, Vorjahr 248 191) Tonnen. Die Förderung ftehenden Vierteljahrsanfang erklärt. Bei der Zunahme der arbeits- stellte sich insgesamt auf 5 656 604( Borjahr 7 699 279) Zonnen lofen Bauarbeiter um insgesamt 289 dürfte der in der Berichtswoche oder arbeitstäglich auf 235 692( Vorjahr 320 803) Tonnen und im herrschende Frost von Einfluß gewesen sein. Januar 1915 auf 5 988 677 Tonnen oder arbeitstäglich auf 245 956 Zonnen. Aus der Partei. Internationales Jahrbuch für Politik und Arbeiterbewegung. Redaktion und Verlag des Internationalen Jahrbuchs teilen mit, daß der Jahrgang 1915 in den bisher üblichen Vierteljahrsheffen zu den gewohnten Terminen zur Ausgabe gelangen wird. Gleichzeitig mit dem ersten Quartalsheft 1915 erscheint das Striegsheft 1914, das die Monate Juli bis Dezember um faffen wird. Die Verzögerung ist notwendig geworden durch die ungeheuren Schwierigkeiten, die sich seit dem Striegsausbruch der Herstellung einer objektiven geschichtlichen Quellensammlung entgegenstellten. Auch souft unterliegt der internationale Nachrichtenverkehr, wie allgemein bekannt, den schwersten Hemmnissen. In der Darstellung ber Tatsachen ergeben sich zwischen den verschiedenen Nachrichten stellen, je nach ihrer nationalen Zugehörigkeit, die allerschärfsten Divergenzen. Die Redaktion des Jahrbuchs stand vor der Wahl, entweder zu den gewohnten Terminen eine gänzlich einseitige, lüdenhafte Samm Lung auf den Markt zu werfen, oder aber mit ihrer Veröffent Lichung solange zu warten, bis eine umfassende, objektive Darstellung des genannten Tatsachenmaterials möglich war. Sie glaubte, im Interesse der Jahrbuchbezieher zu handeln, wenn sie den zweiten Weg wählte. Der Reichtum des Inhalts wird für die notgedrungene Verspätung entschädigen. Das Striegsheft 1914 wird u. a. enthalten: 1. eine chronologische Bearbeitung der diplomatischen Veröffentlichungen aller am Seriege beteiligten Staaten; 2. die Darstellung aller widytigen Kriegsereig nisse nach den Berichten der verschiedenen Heeresleitungen; 3. reiche Materialien zur Beurteilung der Haltung, die die Arbeiterparteien der verschiedenen Länder im Kriege eingenommen haben. Auch sonst werden alle Vorgänge sorgfältig verzeichnet, die für den Gang des gewaltigen geschichtlichen Ereignisses und seine Rückwirkung auf die innere Politik der einzelnen Länder von Bedeutung sein werden. Der Preis des Kriegsheftes wird trok vermehrten Inhalts für Abonnenten den Preis von zwei Vierteljahresheften des Jahrbuchs 5 M. nicht übersteigen. Für Einzelbezieher kostet das eft 7,50 M. Neubestellungen nehmen schon jetzt alle Buchhandlungen entgegen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Gegen die Sonntagsarbeit im Bäckergewerbe. Die öffentliche Bäderversammlung, welche der Zentralverband der Bäder und Konditoren gestern abend veranstaltete, war so start besucht, daß der große Kellersche Saal in der Koppenstraße bis auf den legten Plak bejezt war. Es handelte sich um die Erbehaltung des jetzt bestehenden Verbots der Nachtarbeit auch nach ben Kriege. Aus der Frauenbewegung. Internationaler Frauenkongref. Die an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter hatten schon seit Jahren unter der schlechten Geschäftslage in der Holzindustrie gelitten. Die ohnehin starke Arbeitslosigleit wurde durch ben Ausbruch des Krieges noch ganz bedeutend gesteigert. Sie ging aber einige Wochen später wieder zurück, weil sich in verschiedenen Berufszweigen Arbeitsgelegenheit auf Heeresbedarf fand. Trozdem hatten die Maschinenarbeiter bis vor wenigen Wochen noch 400 bis 500 Arbeitslose, während deren Zahl furz vor dem Kriege etwa 350 Das provisorische Programm des Internationalen Frauenbetrug. In letzter Zeit hat sich für Maschinenarbeiter reichlichere Arbeitsgelegenheit geboten, befonders in den für den Heeresbedarf kongresses, der Ende April im Haag abgehalten werden soll, bes tätigen Stellmachereien und Wagenfabriken. Infolgedessen hat sich gimit mit der allgemeinen Bestimmung: Besprechungen über die die Zahl der Arbeitslosen start vermindert. Die in Arbeit stehenden Verantwortlichkeit für den gegenwärtigen Krieg oder über die Art Maschinenarbeiter flagen jedoch darüber, daß die Stundenlöhne, und Weise, wie er geführt wird, gehören nicht zu den Aufgaben welche sie erhalten, für die gegenwärtigen Verhältnisse zu niedrig des Kongresses. Die nachfolgenden Grundfäße für Friedensbestimmungen sollen sind, und daß die Arbeitszeit durch Ueberstunden fast in allen Fällen ungebührlich verlängert wird. Eine am Montag abgehaltene berhandelt werden: Branchenversammlung der Maschinenarbeiter machte es den Stollegen zur Pflicht, auf angemessene Löhne zu halten und Ueberstunden zu vermeiden, damit auch die noch vorhandenen Arbeitslosen Beschäftigung finden. Aus Industrie und Handel. Kriegsgewinnc. a)... Der internationale Frauenkongreß betont, daß das Bolt in allen tämpfenden Ländern der Meinung ist, daß es sich nicht im Angriffstriege befindet, sondern in Selbstverteidigung und für seine Nation fämpft. Er fordert daher die Regierungen aller Kämpfenden auf, bekanntzugeben, unter welchen Dingen sie bereit sind, Frieden zu schließen. b) Schiedsgericht und Einigungsamt. Der Juter nationale Frauenfongreß... spricht als seine feste Ueberzeugung aus, daß in Zukunft alle nationalen Streitigkeiten durch ein Schiedss gericht oder durch ein Einigungsamt gelöst werden müssen und er Neben der Metall- und Textilindustrie verzeichnet auch die fordert, daß dies in Zukunft von den Regierungen aller Länder anLeberindustrie außergewöhnliche Gewinne. Die Niederrhei- geboten werde. nis dhe Aktiengesellschaft für Bederfabrikation vorm. 3. Spier in Wickrath schlägt für 1914 15 Proz. Dividende gegen 11 Pros. im Jahre 1913 vor. c) Internationaler 3wang. Der Internationale Frauentongreß ersucht die Regierungen ernsthaft, eine Vereinbarung zu treffen, durch welche fie sich verpflichten, internationale Maßnahmen zu treffen gegen jedes Land, das seine Zuflucht zum Gebrauch der Waffen nimmt, statt seine Streitigkeit vor ein Schiedsgericht oder ein Einigungsamt zu bringen. Die Spinnerei Vorwärts in Brackwede steigerte ihren Reingewinn von 47 095 M. im Jahre 1913 auf 266 599 M. Die Dividende wird von 5 auf 9 Proz. erhöht. Der Vortrag auf neue d) Kontrolle ausländischer Politif. In AnRechnung, nach reichlichen Abschreibungen, beträgt 99 315 M. gegen 17 702 M. im Vorjahre. Der Geschäftsbericht sagt unter anderem: Der Abruf in Garnen beschränkte sich zunächst nur auf Lieferungen für Heereszwedc." Die Aktiengesellschaft R. Frister verteilt neben den üblichen Abschreibungen eine Dividende von 16 Proz. und nimmt aus dem Gewinn eine Sonderabschreibung von 500 000 Mark vor. Die Hannoverschen Gummiwerke Egzelsior Aftien gesellschaft erhöhen die Dividende von 18 auf 22 Proz. nach reichlichen Abschreibungen und Sonderückstellungen. betracht dessen, daß der Krieg in den verschiedenen Ländern vom Bolt nicht gewollt ist,... fordert der Internationale Frauenfongreß, daß die ausländische Politit von der Volksvertretung kontrolliert werde, erklärt aber zugleich, daß eine Volksvertretung nur anerfannt werden kann, wenn sie von Männern und Frauen unter gleichen Voraussetzungen gewählt worden ist. e) Gebietsannegion. Der Internationale Frauen fongreß betont, daß keinerlei weitere Gebietsannegion stattfinden darf ohne die Zustimmung der Männer und Frauen, die das beir, Gebiet bewohnen Weiter steht auf der Tagesordnung die Frage: Der Krieg und der Standpunkt der Frau. a) Protest. b) Verantwortlichkeit der Frauen. Der Internationale Frauenfongreß ist überzeugt, daß einer der mächtigen Faktoren, um den Krieg zu verhüten, der zusammenivirkende Einfluß der Frauen aller Länder ist. Deshalb werden auch in Zufunft die Frauen mit die Verantwortlichkeit für den Krieg tragen. Weil die Frauen aber nur ihren Einfluß ausüben fönnen, wenn fie gleiche politische Rechte bejizen wie die Männer, erklärt der Kongreß es als Pflicht der Frauen, mit all ihrer Straft für ihre politischen Rechte zu arbeiten. c) Leiben der Frauen im Kriege. e) Das Wahlrecht für Frauen. Der Jnternationale Konferenz der Regierungen nach dem Kriege eine Erklärung abgegeben werde, um die Notwendigkeit der Einführung des Frauenwahlrechtes in allen Ländern zu betonen. Die Deutsche Wollwaren- Manufaktur A.-G. in Grünberg i. Schl. steigerte nach Absehung der Abschreibungen ihren Reingewinn von 25 450 W. auf 1081 263 2. Hiervon werden auf Grund des mit der Schlesischen Luchfabrik R. Wolff A.-G. bestehenden Interessengemeinschaftsvertrages auf lettere Obermeister Schmidt, der zur Versammlung eingeladen Gesellschaft 80 359 Dt.( i. V. 527 M.) übertragen, wonach diese mar, hatte abgeschrieben mit der Begründung, die gegenwärtige zuzüglich des von ihr erzielten Reingewinns von 207 000 2. Beit eigne fich nicht zur Erörterung fozialpolitischer Wirtschafts( 6802 M.) einen Reingewinn von 288 260 M. aufweist, der zu fragen. Die Verringerung der Arbeitszeit müffe eine größere Abschreibungen verwandt wird. Der Deutschen Wollwaren- WianuArbeitslosigkeit zur Folge haben und in einer weiteren Beschrän- faftur verbleibt ein Reingewinn von 1000 903 m., aus dem d) Frauendelegierten für die Konferenz der fung der Sonntagsarbeit liege die Gefahr, daß die regelmäßige 6 Proz.( i. V. O Proz.) Dividende verteilt, 500 000.( 0) für Regierungen. In Anbetracht des Umstandes, daß im Inter Ernährung der Bevölkerung in Frage gestellt werde. Der Referent Se schold besprach die zur Streckung der Ge- Abschreibungen auf Maschinen, 100 000 M. für die Bildung einer effe des kommenden Weltfriedens die Teilnahme direkter Vertreter treidevorräte getroffenen Maßnahmen und führte an der Hand Striegsrüdlage, 39 000 M.( 0) zur Erhöhung des Arbeiterunter der Völker an der Konferenz der Regierungen nach dem Kriege notvon Beispielen aus, daß die Organisation der Mehlverteilung au stüßungsbestandes auf 100 000 M. und der Rest für Gewinnanteile wendig ist, wünscht der Internationale Frauentongreß, daß zu Beide Gesell- dieser Konferenz auch Frauen delegiert werden. die Bäcker sehr mangelhaft funktioniere, so daß in manchen Gegen- und verschiedene Rücklagen verwandt werden soll. den Deutschlands die Bädermeister zeitweise überhaupt kein Wiehl schaften find für die nächsten Monate unter günstigen Umständen Frauentongreß wünscht im Interesse der Bildung, daß auf der hätten bekommen können. Nicht weil es an Mehl und Getreide fehle, voll beschäftigt. sondern weil die Verteilung nicht klappe und viele Spekulanten mit den Die Bielefelder A.-G. für mechanische Weberei Borräten zurückhalten. Dann ging er über zur Begründung der Forderung: Dauernde Beseitigung der Nachtarbeit erhöht ihre Dividende von 11% auf 16% Proz. Der Reingewinn und Verbot der Sonntagsarbeit. Die Bädergesellen seien stieg von 325 810 auf 594 093 M. Das Geschäft der Gesellschaft sehr erfreut gewesen, als der Krieg das von ihnen lange erstrebte bewegte sich dem Bericht zufolge in den ersten sieben Monaten Verbot der Nachtarbeit brachte. Sie wünschen aus gesundheitlichen in normalen Bahnen. Mit Kriegsbeginn trat dann ein fast vollund sozialen Gründen, daß diese Errungenschaft der Kriegszeit ständiger Stillstand im Absatz ein, dem aber im September wieder thuen nicht wieder genommen werde. Wer die schweren Schäden, eine größere Lebhaftigkeit folgte, wobei der Gesellschaft ihr bewelche die Nachtarbeit verursacht, aus eigener Anschauung kenne, deutendes Lager an fertigen Geweben aller Art sehr zustatten kam. der habe den dringenden Wunsch, daß sie niemals wiederkehre. Infolge des fühlbarer werdenden Mangels an leinenen Gespinnsten Wenn Obermeister Schmidt meine, durch die Aufhebung der Sonn- beteiligte sie sich an der Herstellung baumwollener Gewebe und tagsarbeit werde die regelmäßige Ernährung der Bevölkerung in Frage gestellt, so fei das bloß eine Verlegenheitsausrede des Ober- deren Weiterverarbeitung für Heereszwede. Durch Hinzukauf und meisters, der für die Gestattung der Sonntagsarbeit eingetreten Verivendung fremder Gewebe gelaag es ihr, weitere Lieferungsfei. Die Sonntagsarbeit, die sich zum großen Teil auf die Her- ansprüche schnell zu befriedigen. Dies hat zur Erhöhung des Umstellung von Kuchenvare erstrede, wirle ja der Streckung der Ge- fakes und des Erträgnisses wesentlich beigetragen. ticidevorräte entgegen. Um das jetzt festgelegte Brotquantum herzustellen, sei die Sonntagsarbeit nicht nötig. Jezt sei die beste GeTegenheit, die Sonntagsarbeit gänzlich abzuschaffen. Das liege im Interesse des Bädergewerbes und auch des Publikums, welches sich unter den jebigen Verhältnissen überzeugt habe, daß alte Suchen- nehmen: Die weitere Begründung ware viel bekömmlicher sei als frische. der Forderungen decke sich mit dem Inhalt der nachstehenden einstimmig angenommenen Resolution. " Die Versammlung der Bäckergesellen Berlins und der Vororte erklärt: -w 1. Das Verbot der Nachtarbeit war aus sozialen und volfswirtschaftlichen Gründen schon längst ein Gebot der Notwendigkeit und ist daher von faft allen Berufsangehörigen des Bädergewerbes auf das wärmste begrüßt worden Die Kriegsanleihe. Allgemeine Erklärungen. a) Förderung eines guten Ginbernehmens unter den Nationen. Der internationale Frauenfongreg. der an und für sich schon ein Zeugnis ist des ernsten Wunsches der Frauen, die Menschheit wieder zu aufbauender Arbeit zu vereinigen, hält es für angebracht, daß mit allen Mitteln dahin gestrebt werde, das gute Einvernehmen unter den Völkern zu fördern und jede Aeußerung des Haffes oder der Rache zu bekämpfen. b) Erziehung der Kinder.. Der Internationale Frauenfongreß betont deshalb die Notwendigkeit, die Erziehung der Stinder so zu fördern, daß ihr Wille und Gedanke der Wahrung des Friedens förderlich werde. Ihnen ist eine solche moralische Erziehung zu geben, daß es ihnen möglich ist, in allen Lebensumständen nach dieser Ueberzeugung zu handeln. Weiter foll der Kongreß die Frage behandeln, wie am besten die Presse beeinflußt werden kann. Auch die Frage des internationalen Staatenbundes wird Gegenstand der Beratungen sein. An den Abenden der drei Konferenztage soll je eine öffentIiche Versammlung abgehalten werden, in der Rednerinnen aus verschiedenen Ländern das Wort über alle diese Fragen nehmen werden. W. T. B. verbreitet einen Zeichnungsaufruf, dem wir entDie Kriegsanleihe fann schon in Stüden von 100 Mart aufwärts erworben werden. Zeichnungen nehmen alle Banken, Banfiers, Versicherungsgesellschaften, Kreditgenossenschaften, öffentliche Sparkaffen und an Orten, wo öffentliche Spartaffen nicht Wie aus London geschrieben wird, hat dort schon eine erste vorhanden find, auch alle Bostämter entgegen. Alle diese Zeichnungsstellen und auch alle Behörden im Lande werden auf Wunsch jede vorbereitende Konferenz der Frauen aller Richtungen stattgefunden, die sehr zahlreich besucht war. Die englischen Frauen etwa noch erforderliche Auskunft gern und fostenlos erteilen. Die Einzahlung braucht nicht gleich bei der Beichnung ge- treffen alle Vorbereitungen, um möglichst viele Vertreterinnen zum Teiftet zu werden. Für Beträge bis zu 1000 m. ift eine Einzahlungs- Kongreß nach dem Haag senden zu können. Verlustlisten. eine infame Lüge!" geträuft zu haben. Als infame Züge" hatte gegend Heim, fondern ging über Fürstenwalde und Frankfurt a. D. er den ihm von dem Armenpfleger gemachten Wortwurf bezeichnet, auch in die Provinz hinein und kam auch nach Halle, Leipzig, daß er einen Unterstützungsempfänger anzuschwärzen versucht habe. Dresden usw. Nach den bisherigen Ermittelungen hat der VerDie Verlustliste Nr. 175 der preußischen Armee enthält. war selber von dieser Armenfommission unterstügt worden, doch haftete mindestens 300 Schwindeleien und Diebstähle verübt. Verluste folgender Truppen: Stab der 11. Landwehr- Division und der 32. Inf.- Brigade; entzog man ihm die Unterstützung, weil er Altersrente erhielt. Das Nicht ganz erreicht hat ihn die berüchtigte Aufwärterin", vor 2. und 3. Garde- Reg.; Garde- Regimenter Elisabeth und Augusta; teilte ihm der Armenpfleger schon vor Monatsschluß mit und er der auch öfter gewarnt und die jetzt ebenfalls festgenommen wurde. Garde- Füfilier- Reg.; Garde- Jäger-, Garde- Schüßen- und Garde- ließ ihm auch schon das Unterstügungsbuch abnehmen, worauf dann Es ist eine schon betagte Frau Zimtat, die auch früher schon den Rej.- Schüßen- Bataillon; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füfi-. gefragt haben soll, warum denn ein anderer, mit ihm zufammen Strafbehörden viel zu schaffen gemacht hat. Die unverbesserliche lier- Regimenter Nr. 3, 9, 13, 18, 23, 24, 26, 28, 31, 33, 34, 35, 37, wohnender Unterstügungsempfänger, der doch als Haufierer einen Alte bot sich Hausfrauen an, die durch Anzeigen eine Auf41, 42, 43, 45, 46, 47, 51, 59, 62, 68, 69, 75, 76, 78, 79, 80, 86, sehr schönen Verdienst" habe, weiter unterstützt werde. Am Monats- wärterin fuchten. Sie machte einen so netten Eindruck, daß 87, 92, 95, 99, 109, 110, 112, 113, 115, 116, 117, 132, 137, ersten ging W. in Begleitung dieses anderen Unterſtügungsempfängers man sie trotz ihres Mters gern nahm, und stellte sich auch so ge140, 141, 142, 144, 150, 151, 155, 156, 157, 158, 164, 165, 169, nochmals zu dem Armenpfleger in dessen Drogenladen, und nun schickt an, daß man ganz mit ihr zufrieden war und ihr bald volles 172, 175, 176; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 1, 7, 8, 10, 28, 35, 28, 48, 52, 53, 56, 61, 66, 76, 77, 79, 81, 82, 83, 118, 130, 204, 205, 206, hielt in einem erneuten Gespräch über die Unterstützungsentziehung Vertrauen schenfte. Darauf wartete sie nur. Sobald sie dann Ge212, 217, 219, 220, 224, 226, 227, 229, 230, 233, 235, der Armenpfleger dem sich beklagenden W. vor, daß er den legenheit fand, verschwand sie mit allem, was sie mitnehmen konnte. 240, 254, 255, 272; Erf.- Juf.- Reg. v. Kurnatowski; Res.- Ers.- Reg. mitanwesenden Unterstügungsempfänger verdächtigt habe. So Dann schlüpfte sie rasch bald hier bald da in einem Fremdenlogis Nr. 2 und 4; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 5, 10, 18, 22, 23, 30, 32, stellte vor dem Schöffengericht der Armenpfleger den Hergang dar, unter, bis sie die gestohlenen Sachen zu Geld gemacht hatte und 36, 37, 76, 80, 81, 84; Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 12, 14, 15, und er schilderte dann, wie er W. wegen der Antwort„ Das ist nun wieder auf neue Beute ausging. Sie wird sich wegen mehr 28, 41, 50, 55, 78; Landw.- Brigade- Erjazz- Bataillone Nr. 10, 37; eine infame Züge!" hinausgewiefen und den Zögernden schließlich als hundert Schwindeleien und Diebereien zu verantworten haben. Landsturm- Bataillone I Caffe!, Goldap, II 2özen, III Me, am Arm gefaßt und„ rausgeschubbst" habe. Warum der Armen3. Posen, 3. Schwerin, Nr. 52; 4. Randsturm- Ersatz- Bataillon Cassel; Jäger- Bat. Nr. 5, 10; Ref.- Jäger- Bat. Nr. 5, 14, 16, 18; 1. Nab- Pfleger geglaubt hatte, in Gegenwart des anderen Unterstützungsfahrer- Kompagnie der Truppenabteilung Ejebed; Erj.- Maschinen- empfängers den Anschwärzungsversuch" zur Sprache bringen zu gewehr- Kompagnie des XVI. Armeekorps; Festungs- Maschinen- sollen, wurde in der Gerichtsverhandlung nicht erörtert. Auch darüber gewehr- Abteilung Nr. 7. erfuhr man nichts, was denn nun der Armenpfleger getan hatte, um die Behauptung des fehr schönen Verdienstes" zu prüfen. Der Angeklagte erklärte, er habe etwas Derartiges überhaupt nicht ge- besorgniserregend. fagt, sondern nur davon geredet, daß der andere trinke. Das Gericht hielt jene scharfe Antwort auf des Armenpflegers Vorwürfe für burchaus unberechtigt und verurteilte. wegen Beleidigung zu 15 M. Geldstrafe oder entsprechender Haft.- War es wirklich unbedingt nötig, wegen eines in der Erregung gefallenen Wortes den 17, 20, 25, 44, 50, 65. Kürassiere Nr. 6; Dragoner Nr. 2, 18; Sujaren Nr. 12; lanen Nr. 7; Rej- Ulanen Nr. 1, 2; Reiter- Reg. Gleinow; 2. Erj.- Eskadron des XX. Armeekorps; 2. Landw.- Eskadron des VIII. Armeekorps. 2. und 3. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 3, 6, 10, 14, 45, 50, 57, 67, 69; Res- Feldart.- Regimenter Nr. 5, 10, 15, Fußart.- Reg. Nr. 6, 7, 9, 10, 20; Ref.- Fußart.- Regimenter Pionier- Regimenter Nr. 18, 19, 23, 29; Pionier- Bataillone: Staatsanwalt anzurufen? II. Nr. 7, I. Nr. 11, I. Nr. 16, I. Nr. 17, II. Nr. 21; Pionier- ErsatzBataillone Nr. 15, 26; 50. Ref.- Pionier- Komp.; 1. Landw.- Pionier Kompagnie des II. und 2. Landw.- Pionier- Komp. des XVI. ArmeeTorps. Nr. 2, 9, 15. Fernfprech- Abt. des XIV. Armeekorps; Stappen- KraftwagenEtappen- Munitionsfolonne Nr. 58. Park Nr. 8. Landsturm- Armierungs- Bataillon IV Elsaß. Sanitäts- Komp. Nr. 3 des XIV. und Nr. 2 des XX. ArmeeTorps; Ref.- Sanitäts- Komp. Nr. 8 des VII. Referveforps; FestungsSanitäts- Kompagnie Nr. 3 des XV. Reserveforps. Train- Abt. Nr. 1; Division- Brückentrain Nr. 29; Magazin Fuhrpart- Kolonne Nr. 19 der 5. Armee; Traindepot des XVII. Armeekorps. Beirachungskommando des Gefangenenlagers Gardelegen. Fahrplanschwierigkeiten. Mutter und Tochter durch Gas vergiftet. Wie wir meldeten, hatte sich die Ehefrau Hedwig K. in der Wohnung ihrer Schwägerin gemeinsam mit ihrem siebenjährigen Töchterchen mit Gas vergiftet. Frau St. ist in der Nacht den Wirfungen der giftigen Gase erlegen. Auch der Zustand der Tochter ist Unter den Rädern des Kohlenwagens. Von einem Kohlenwagen überfahren und auf der Stelle getötet wurde Montagnachmittag ber 12 jährige Schüler Otto Koppe aus der Dunderstr. 68. Der Knabe versuchte auf einen durch die Ramlerstraße fahrenden Kohlenwagen zu springen, an den ein zweiter Wagen angehängt war. Hierbei glitt er ab, kam zu Fall und wurde von dem Vorderrad des Wagens überfahren und getötet. Troz Zurufen des Publikums konnte der Kutscher den Wagen nicht mehr zum Halten bringen. Die Leiche des Kindes wurde beschlagnahmt und dem Schauhause zugeführt. Ein neuer Fahrplan wird, wie angekündigt, zum 1. Mai eingeführt werden. Die neue Ausgabe wird aber wenig neue Züge und Veränderungen bringen. Es ist beabsichtigt, den jegigen Fahrplan im allgemeinen bestehen zu lassen und Zugvermehrungen oder verminderungen von Fall zu Fall einzuWertlose Rubelnoten find in Berlin aufgetaucht. Einer siefiges führen. In der Hauptsache handelt es sich um einen Neudruck. Großbant wurde ein Hundertrubelschein zum Wechseln vorgelegt, In dem jezigen Fahrplan, der seit den 2. November ein- und sie wechselte ihn auch. Erst hinterher wurde der Schein näher geführt ist, sind zahlreiche Aenderungen eingetreten. Diese geprüft und jetzt ergab sich, daß er wohl echt, aber doch wertlos ist. müssen entweder handschriftlich nachgetragen oder aufgeklebt n dem Schein sind ein ruifisches Wort und darunter mehrere werden. Abgesehen von der großen Arbeit besteht dabei na Löcher eingestanzt. Dadurch hat die russische Regierung ihn ent türlich immer die Gefahr, daß Einzelheiten auf den einzelnen wertet. Denn es handelt sich um Scheine, die die Regierung den Fahrplänen übersehen werden. Diesem Uebelstande haben Grenzzollbeamten gibt, damit sie das Aussehen solcher Noten kennen einzelne deutsche Eisenbahnverwaltungen dadurch zu begegnen lernen. Much sind die Nummern auf den beiden Teilen der Scheine verschieden. Die wertlosen Papiere sind wahrscheinlich von den Der Schluß der bayerischen Verlustlijie Nr. 161 enthält gewußt, daß sie von dem Fahrplan vom 2. November eine Ruffen in den Grenzbezirken zurüdgelassen worden und von dorther Verluste des 23. Inf. Reg.; Landw.- Juf.- Reg. Nr. 1; Grfaz- Inf. neue Ausgabe schon jetzt veranstaltet haben. So hat die in den Verkehr gekommen. Regimenter Nr. 1, 2, 3, 4; Landst.- Inf.- Bat. Erlangen; Rej.- Generaldirektion der Großherzoglichen Staats- Eisenbahnen Kavallerie- Reg. Nr. 1; 3. und 6. Felbart.- Reg.; Pionier- Reg.; eine neue Ausgabe ihres Novemberfahrplans vom 15. März Pionier- Bat.; Res.- Pionier- Komp. Nr. 6; 1. Landw.- Pionier herausgegeben. Andere Verwaltungen bringen wie früher Kompagnie; Rej.- Sanitäts- Komp. Nr. 8. schon jetzt Entwürfe für den kommenden Sommerfahrplan. So liegt von der Großherzoglichen General- Eisenbahndirektion in Schwerin ein erster Entwurf des Fahrplans vom 1. Mai vor. Aus Groß- Berlin. Autosähmerzen. Die alte gute Beit taucht wieder auf. Aus der Ver. fenfung steigt ber neunzigjährige Rabbi Ben Afiba und raunt rs weise in unfer zwanzigstes Jahrhundert: es war alles, alles schon mal da! Licht, elektrisches Licht hat ja noch die Kleinstadt an der Spree, aber schon geht der Kriegs- Nacht wächter um, pustet die Laternen vor den Hallen des Gambrinus aus und brummelt seinen Vers: Geht, ihr Herren, und laßt euch sagen, die Glod' hat eben Eins geschlagen! Schülerschlachten als Nachspiel vor dem Jugendgericht. Der seit Ausbruch des Krieges von der Jugend verübte oft folgenfchwere Unfug sogenannter Schlachten führte gestern zu einer Verhandlung vor dem Jugendgericht des Amtsgerichts BerlinMitte. Angeklagt war der Untertertianer R. aus der Mezzer Straße. Den Gegenstand der Anflage bildete eine Schülerschlacht in der Belforter Straße. Bei Beginn des Krieges Warnung vor Ueberschreitung der Polizeiftunde. hatte die Meizer Straße der Belforter Straße den Krieg er Aus amtlicher Duelle erfahren wir, daß auf Veranlassung des flärt." Im Laufe der nächsten Monate fanden dann eine ganze Oberkommandos in den Marken die Schanklokale Mogbar in der Reihe von Schülerschlachten statt, bei denen oft Werkzeuge recht gefährlicher Art benugt wurden. Gegen Abend des 19. Oftober fam Mogstraße 21, das Restaurant Wildgrube, Landsberger Straße 82 es zu einer solchen Schlacht, an der auch der Angklagte teilnahm. und die Speisewirtschaft Bohlmann, Schwerinstraße 7, wegen Ueber Er wurde beichuldigt, mittels einer Schleuder dem Sohn des Oberschreitung der durch Verfügung vom 12. Februar cr. auf 1 Uhr feft poftafififtenten St. einen wuchtigen Schlag gegen den Hinterkopf vergesetzten Polizeistunde für die Dauer von drei Tagen gefchloffen fest zu haben, so daß derselbe blutüberströmt zu einem Arzt geworden sind und daß bei weiterer Ueberschreitung der angegebenen bracht werden mußte. Die Beweiserhebung führte jedoch nicht zu Polizeistunde Schließung der bezeichneten Lokale für die ganze einer stritten Ueberführung, so daß seine Freisprechung erfolgen Kriegsdauer in Aussicht genommen ist. Die pünktliche Innehaltung mußte. Pflicht der Eltern follte es sein, ihre Kinder von derartigen der Polizeistunde kann daher den Schankwirten im eigenen Intereffe Straßenszenen fernzuhalten. nur dringend angeraten werden. Es ist still geworden für die Lieblinge der Freude, eigen tümlich still am Strand der grünen Spree. Nicht mal Kleine Nachrichten. Die Leiche eines neugeborenen Knaben mehr cin Auto fann mant für sein toscheres wurde am Bahndamm beim Sportplaz in Groß- Lichterfelde aufGeld an der nächsten Straßenede auftreiben. auftreiben. Tau- Die Betriebseinschränkungen der Straßenbahn. gefunden. Der fleine Körper war in Lumpen gehüllt und mit sende der lieblichen lieblichen fauchenden, puffenden, tutenden Die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn teilt grauem Badpapier umwidelt. Die Todesursache fonnte noch nicht Stinkfästen find feit vorgestern auf unbestimmte folgendes mit: festgestellt werden. In seinem Wagenschuppen hat sich der StraftZeit in die Ferien gegangen, schlafen sich mal gründ Die zwischen den Aufsichtsbehörden, dem Zweckverband broichtenbefizer Albert Heiland aus der Raumerstraße 28 erhängt. lich aus in den Garagen und zahlen dem Hauswirt um und der Großen Berliner Straßenbahn vereinbarten Betriebss wird angenommen, daß ihn geschäftliche Sorgen dazu veranlagt sonst die Miete. Ha, welche Lust, jezt den letzten Anschluß einschränkungen, die übrigens mir etwa 3 Proz. des gesamten regiment wurde am Montag aus der Havel gelandet. Der Leichnam haben. Die Leiche eines ertrunkenen Unteroffiziers vom 5. Garde an Straßen- oder Eisenbahn zu verpassen! Echofför, he fahrplanmäßigen Betriebes ausmachen, werden mit Donners- hat bereits mehrere Wochen im Wasser gelegen und ist vollständig Schoffööör... ein stönigreich für einen Schofför! Hat sich tag, den 18. d. Wits., in Straft treten. Die Fahrpläne der in Verwesung übergegangen. tpas. Nichts rührt sich. Das Echo gibt zum Hohn ein einzelnen Linien werden vom 17. d. Mts. ab durch Aushang wütendes Geschimpfe wieder, und ein paar Stettenhunde fallen in den Wagen bekanntgegeben. Kläffend in die Nachtmusik ein. Es hilft nichts, die Rackstiefeletten müssen tüchtig Pflaster treten, und den lieben, fleinen Mägdelein, denen die Autopolster so vertraut waren, ist das Geschäft verhagelt. Selbst ins Theater, ins Hotel, zum Bahnhof können nur die wenigen Glücklichen, die eins Auf Grund der§§ 2 und 5 des Gefeßes über die Errichtung ber noch munteren Autos ergattern, in liebgewonnener Be- öffentlicher Schlachthäuser vom 16. März 1868 und vom 9. März 1881 und des§ 11 des Kommunalabgabengefezes vom 11. Juli 1893 quemlichkeit und Zeitersparnis rattern... einfach scheußlich! haben die Gemeindebehörden festgesetzt, daß der durch GemeindeHalt, da ist ja noch die„ Große Berliner". Ach die..beilus vom 28. Januar, 16. Februar, 3. März 1911 vom die hinft jezt mehr denn je wie ein lahmer Droschtengaul. 1. April 1911 ab festgefegte Gebührentarif für die Be Bu Fuß fommt man vielfach schneller an sein Ziel. Aber die nuung öffentlicher Schlachthäuser der Stadt Berlin paar Sechseromnibusse und die ebenfalls zu zählenden Pferde- auch für die Zeit vom 1. April 1915 bis einschließlich 31. März 1916 broschten, in denen zu fahren man sich als eingeborener Geltung behält. Der Gebührentarif für die Benutzung öffentlicher Schlachthäuser. Bermißt wird seit dem 30. Oftober 1914, nach dem Gefecht an der ser, der Wehrmann Richard Haase, 1. Komp. Reserve- Juf. Regt. Nr. 24. Nachrichten über denselben erbitten die Eltern Starl Haase, Adlershof, Bismardstr. 58. Aus den Gemeinden. Das Neuköllner Mieteinigungsamt. Die Kriegsnotstandskommission hat die Unterstügungskommiffion crmächtigt, in Fällen, in denen die Ehefrau eines Striegsteilnehmers fich freiwillig zur Zahlung eines Teilbetrages der Miete vergleichsWeltstädter fast schon genierte, sind mit einem Schlage wieder Vom eigenen Wagen überfahren und getötet. Ein Opfer feines weise verpflichtet hat oder ein einstimmiger Beschluß des Mietzu Ehren gekommen. Die letzten Berliner Fiaker find über Berufs wurde der sechzig Jahre alte Fuhrunternehmer Hermann einigungsamtes vorliegt, wonach ein bestimmter Betrag der zu Nacht zu Herren der Situation geworden, sind augenblicklich Korow aus Reinickendorf. Als St. mit einem seiner Fuhrwerke durch zahlenden Kriegsunterstützung auf Miete verrechnet werden soll, den die gesuchtesten Leute in ganz Berlin. Stolz figen fie auf die Hauptstraße in Wittenau fuhr, rutichte bei dem Handpferd die festgelegten Betrag von der Unterstügung einzubehalten und an den den Bock, lustig knallen sie mit der Peitsche. Und sie Schußdede herunter. Um diefe wieder in Ordnung zu bringen, trat Hauseigentümer zur Verrechnung auf die Miete direkt zur Auswerden wieder munter, die halb eingeschlafenen Droschken-. auf die Deichsel. In diesem Augenblick zogen die Pferde zu zahlung zu bringen. Der Betrag darf jedoch 50 Proz. des städtigäule, Er fiel unichen Zuschusses nicht übersteigen. die auf ihre alten Tage noch die morschen Schärferer Gangart an und der Führer stürzte herab. Eine weitere Vereinfachung für die Mietzahlung wurde für dieglücklicherweise vor das Vorderrad, so daß der schwer beladene Wagen Knochen zusammenreißen müssen. Schmunzelnd lacht ihm über die Brust hinwegging. St. erlitt schmere innere Verjenigen Fälle beschlossen, in denen die Ehefrau eines Kriegsteil Vater bei der Heimkehr am späten Abend: Mutter, wer hätte das noch gedacht! Gib der Liese eine Handvoll legungen und einen Schädelbruch und starb auf dem Transport nach nehmers, welche in Neukölln eine Wohnung hat, aber außerhalb Hafer ertra, fie hat's verdient und ist jetzt unser Goldfuchs!" Im stillen aber baut er Luftschlösser und rechnet schon aus, ob das neue Geschäft wohl so viel abwerfen wird, um nach dem Kriege endlich ein- Auto anzuschaffen. Spaß beiseite.... Die Einschränkung des Autoverkehrs, so notwendig sie sein mag, hat auch ein ernstes Gesicht. Wie nötig ist oft in der Nacht das Auto dem Arzt, wenn schnelle Hilfe nottut. Von den vielen brotlos gewordenen oder mindestens im Erwerb start beeinträchtigten Eristenzen gar nicht zu reden. Aber auch das ist... der Krieg. Weitere Landsturmmusterung. Im Laufe dieses Monats werden noch die Jahrgänge 1882 bis 1880 des ungedienten Landsturms ausgemustert werden. Wir er suchen daher, die öffentlichen Bekanntmachungen an den Anschlag fäulen zu beachten. dem Verbandskrankenhaus an den Folgen. Aufenthalt nimmt. Auch hier sollen bis zu 50 Proz. der städtischen Eisenbahnbetriebsunfall. Auf dem Hauptbahnhof zu Potsdam Kriegsunterſtügung auf Befchluß des Mieteinigungsamtes zur teilereignete sich am Montag beim Rangieren ein schwerer Unfall. Der weisen Deckung der Miete verrechnet werden. 48 jährige Lokomotivführer Mag Schlecht aus Potsdam, Teltower Straße 2 wohnhaft, geriet in der dritten Nachmittagsstunde auf das Gleise und hierbei fuhren sechs Wagen über seine rechte Hand hinweg, die vollständig zermalmt wurde, Der Schwerverlegte wurde nach dem Strantenhause Hermannswerder gebracht. 5 000 000 M. Kriegsausgaben in Neukölln. tölln haben jetzt bereits die fünfte Million überschritten. In der Die Ausgaben für die gesamte Kriegsfürsorge der Stadt Neulegten Sigung der Kriegsnotstandskommission mußte der Kredit für Kriegsunterstügung, für den bisher nur eine Million bewilligt war, um drei Millionen erhöht werden. Auch für die Arbeits- und Erwerbslosenunterstützung, für die bisher rund eine halbe Million aufs gewendet ist, wurde der Kredit um weitere 100 000 m. erhöht. Der gefaßte Schlafstellenschwindler. Dreihundert Diebstähle hat ein Schlafstellenschwindler auf dem Kerbholz, der jetzt endlich unschädlich gemacht werden konnte. Es ist ein erst 25 Jahre alter Schneider Josef Murzynek aus Starzyny in Bofen, über deffen Treiben wir früher berichteten. Murzynek trat Gemeindehaushalt von Lichterfelde pro 1915/6. Bei dem bisnur hin und wieder als Schneider auf, in den meisten Fällen spielte herigen fommunalen Steuersatz von 120 Proz. inklusive Streis er den Fahrstuhlführer, Mechaniker oder Techniker. Um faliche Steuer würde sich ein Defigit von über 200 000 M. ergeben. Der Namen war er nicht verlegen. Denn an vielen Stellen, wo er sich neue Etat sieht daher eine Erhöhung auf 140 Proz. vor, die trotz unter allerhand Vorspiegelungen einmietete, um zu stehlen, er- Einschränkung auf allen Gebieten zur Notwendigkeit geworden ist. beutete er auch Ausweispapiere. Deren Namen legte er sich dann Der Voranschlag schließt in Einnahmen und Ausgaben der ordent lichen und außerordentlichen Verwaltung mit 4500 000 M. ab. Die Vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte mußte sich gestern ein selbst bei, und so war er fiets mit einem vollgültigen Ausweise Schuldenlast der Gemeinde beläuft sich zurzeit auf 11 000 000. 73 jähriger Mann wegen Beleidigung eines Armenpflegers verant- verfehen. Der Schwindler und Dieb, der gestern endlich in Nach einem furzen Geleitwort des Gemeindevorstehers erfolgte in worten. Dem Angeklagten W. wurde zur Last gelegt, ein Mitglieb Berlin ergriffen und von der Kriminalpolizei dem Untersuchungs- der letzten Gemeindevertreterjigung die Ueberweisung an den ver der 143. Armentommission durch die Aeußerung„ Das ist richter vorgeführt wurde, suchte nicht nur Groß- Berlin und Um- stärkten Etatsausschuß.. Ein beleidigter Armenpfleger. Soziales. Unittlicher Konkurrenzkampf. Als wirksame Maßregel gegen das von unlauteren Konfurrenten beliebte Wegengagieren stellt sich ein Urteil des Breslauer Kaufmannsgerichts dar, das jetzt vom Landgericht als Berufungsinstanz bestätigt worden ist. Zyklon auf Madagaskar. Frauen- Leseabende. Donnerstag, den 18. März, abends 8%, Uhr: Lichtenberg. Für alle sechs Viertel gemeinsam im Schwarzen Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Bahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde vor. Sprechstunde mit. flächen nicht getauft, sondern vom Magazin genommen hatte. Dort muß natürlich wieder verbucht werden, wo der Heusamen hinge= tommen ist. Bei der Unterbringung von Truppen auf einem sächsischen Truppenübungsplatz sind von 489 314,85 M. volle 11 Pf. erspart worden, das ist der Wert von 5 Abortsitzen, die das Pro- Adler", Frankfurter Allce. Vortrag der Genossin käte Dunder. viantamt einer Radfahrerkompagnie geliehen hatte. Zwischenhinein kommen auch Ueberschreitungen vor in Höhe von 50 000 M. und noch mehr. Vielleicht aber bringt man mit der Zeit Ueberschreitungen und Ersparnisse doch noch miteinander in Einklang. Der Fall lag folgendermaßen: Die Firma F. u. Co. wurde von Was es freilich gekostet haben mag, eine Ersparnis von 10 Pf. einem Kaufmann F. und einem Reisenden, der bisher im Kon- herauszurechnen, danach wollen wir lieber nicht fragen, um uns kurrenzgeschäft von Sigbert 3. tätig war, neu gegründet. Der die Freude an diesen Ansätzen des Sparsamkeitstriebes nicht zu Reisende suchte nun die besten Angestellten zu seiner neuen Firma verderben. mit hinüberzuziehen. Auch der Beklagte M. wurde engagiert und mußte sich verpflichten, für den Fall des Nichtantritts 360 M. Vertragsstrafe zu zahlen. Als ihn bald darauf der Schritt reute und er Wie aus Paris gemeldet wird, ist am 5. und 6. März ein der neuen Firma schrieb, er werde nicht antreten und trete vom Ver- heftiger 3yklon über Ost- und Mittelmadagaskar niedertrage zurück, verlangte die Firma durch Klage die Vertragsstrafe gegangen. Der Sachschaden ist beträchtlich, er läßt sich jedoch noch und Innehaltung des Anstellungsvertrages. Das Kaufmanns- und das Landgericht wiesen aber die Klägerin mit ihrer Forderung ab, nicht abschätzen. Die Dampfer„ Sidon" und" Marina“ wurden beindem sie die Weigerung des Expedienten, anzutreten, für berechtigt schädigt, so daß sie vorläufig nicht auslaufen können. ansahen. Es mag durchgehen, so sagt das Landgericht in seiner Be= gründung, daß eine Firma einen Angestellten der Konkurrenz durch bessere Anstellungsbedingungen für sich zu gewinnen sucht, wenn es nicht mit einer Verleitung zum Vertragsbruch verbunden ist. Auch gegen die Verwertung von Kenntnissen des Angestellten aus früheren Stellungen läßt sich nichts sagen, wenn er nicht gerade damit Geschäftsgeheimnisse preisgibt. Hier war aber eine völlige Lahmlegung des Betriebes des Konkurrenten versucht worden. Von 15 Angestellten sollten 6 wegengagiert werden. Es kam offenbar der Klägerin weniger darauf an, gerade die Dienste der bei der Konkurrenz tätigen Personen zu gewinnen, als jener Firma durch den Austritt eines großen Teils ihrer Angestellten Verlegenheiten zu bereiten. Dafür spricht auch die Aeußerung des Reisenden:" Die Firma 3. wird ja doch bald pleite sein." Es war darum dem Angestellten nicht zuzumuten, durch Innehaltung des Vertrages an einem unfittlichen Konkurrenzkampf mitzuwirken. Gerichtszeitung. Vom Zossener Kriegsschauplak. Gegen den aus seinen Kämpfen gegen die Terrainspekulationen beim Erwerb eines großen Truppenübungsplates bei Zossen bekannten„ Direktor" Max Sebaldt, der ähnliche Vorwürfe erhoben hatte, wie der Pastor Stier, stand gestern vor der 6. Straffammer ein Termin zur Hauptverhandlung wegen versuchter Erpressung in zwei Fällen an. Als Zeugen waren u. a. geladen: der Landrat v. Achenbach, der Geh. Kommerzienrat Eduard Arnhold, der Direktor Haag von der Firma Philipp Holzmann und der Privatdozent Dr. Köthner sowie als Sachverständiger Geh. Medizinalrat Dr. Straßmann. Der Angeklagte war trok vorschriftsmäßiger Ladung nicht erschienen, der Staatsantvalt beantragte deshalb die Verhaftung. Auf Befragen erklärte Geh. Rat Straßmann, daß er nach§ 81 St.G.B. den Antrag auf Beobachtung des Angeklagten auf seinen Geisteszustand stelle. Das Gericht beschloß, die Verhandlung zu vertagen und den Geh. Rat Dr. Straßmann zu beauftragen, durch persönliche Besuche beim Angeklagten dessen Geistesverfassung festzustellen. Der Gerichtshof behält sich vor, nach Eingang des Gutachtens über die beantragte Verhaftung des Angeklagten zu befinden. Ein vom Unglück verfolgter Millionär. Das Reichsgericht beschäftigte sich am Montag mit der Revision eines Millionärs, den ein außerordentliches Unglück im Leben verfolgt. Ertappte Staatsbetrüger. Sie selbst bei einer Strankentasse nicht versichert sind, haben Sie keinen AnM. K. 9. Wenn Ihr Ehemann jezt nicht im Militärdienst steht und T. 95. Dienstuntauglich. 7. C. 6. 3. spruch auf Unterſtüßung. Sie sind in dem Falle zum Unterhalt nicht verpflichtet und haften auch demzufolge nicht für die Schulden. D. N. 3. Das erste Zeichen bedeutet: Wegen Herzkrankheit landsturmpflichtig; das zweite: Wegen Kurzsichtigkeit landsturmpflichtig. A. J. Ja.. 2. 21. Sie sind Einer Budapester Meldung zufolge verhaftete die dortige Polizei zur Bahlung der Kirchensteuer verpflichtet. Olmüt. 1. Sechs Wochen die Budapester Tuchgroßhändler Bela Kohn, Alexander Bela Varadi, hintereinander oder in einem Jahre 26 Wochen. 2. Sie müssen das Eugen Ligeti, Morib Ledermann und den Kaufmann Eugen Taubes melden, weil Sie Ihrer Militärpflicht im österreichischen Heere genügen 9. R. 42. Diese Strafen sind nicht aufgehoben. aus Maramaros- Sziget, welche Militärbestellungen auf bechtgraues müssen. 3. Ja. Tuch zum Preise von elf bis zwölf Kronen übernommen, jedoch Soweit wir Ihrem Echreiben entnehmen, ist gegen Sie ein Eheverbot dem Betreffenden im Urteil ausgesprochen. Sie fönnen erst minderwertige zu weiche Tuche zum Preise von drei bis mit M. S. Ja. vier Kronen zusammengekauft und abgeliefert hatten. Die nach Beendigung des Krieges etwas unternehmen. K. F. 9. Der Vertrag fann auch unter diesen Umständen nicht früber Schuldigen sollen auf Grund des Paragraphen 327 des Militärgelöst werden. M. N. 12. Wenden Sie sich unter Mitnahme der Papiere an die Gerichtsschreiberei.- 5. R. 100. Wenn kein Testament strafgesetzbuches dem Divisionsgerichtshof vorgeführt werden. gemacht wird, ist Ihre Frau, da Kinder nicht vorhanden sind, nicht alleinige Erbin, sondern sie erbt nur die Hälfte, die andere Hälfte erben Ihre 5. B. 47. Ja, nehmen Sie den StrafMutter und Ihre Geschwister. antrag zurück. P. N. 81. Wenn die Verstorbene die Mutter der Tochter ist, ist sie erbberechtigt. Es muß deshalb eine Auseinandersehung stattfinden, die Sie beim zuständigen Amtsgericht beantragen müssen. Ostpreußen 27. Wenden Sie sich mit einer Anfrage an den Landrat in Lyck. Entschädigungen sind unseres Wissens noch nicht gezahlt.- Jordan 15. Das ist feine Beleidigung. Uns erscheint eine sole Antwort aber zwecklos. Schöneweide 30. Wegen allgemeiner Störperschwäche zur zeit dienstuntauglich. Ja, es werden Landsturmformationen gebildet. Erdbeben in Fiume. Einer Meldung aus Fiume am Adriatischen Meer zufolge wurde dort am 15. März, abends gegen 11 Uhr, ein starkes Erdbeben verspürt, das mehrere Sekunden dauerte und von unterirdischem Getöse begleitet war. Das Erdbeben war besonders in dem auf dem Berghügel gelegenen Stadtteil start fühlbar. Einige Häuser wurden erschüttert. Schaden ist nicht angerichtet. Parteiveranstaltungen. Eingegangene Druckschriften. Neukölln. Heute abend 8%, Uhr findet bei Gütig, Erfstr. 8, die Versammlung der Jugendsektion statt. Auf der Tagesordnung steht der zweite Langens Markbücher. Bd. 7. Das Fenster. Novelle von A. Castell. Vortrag des Genojien Reimer über:" Die wissenschaftlichen Grundlagen der Arbeiterbewegung." Am Sonntag, den 21. März, ist eine Wanderung Bd. 8. Die Haare der heiligen Fringilla. Novellen von D. J. Bier baum. Weiter leben! Kriegsschicksale. Von Karin Michaelis Stange nach Birkenwerder- Briese- Dranienburg. Abfahrt früh 6.08 Uhr vom land. 2 M., geb. 3 M 2. Langen, München. Bahnhof Neukölln. Schweizerische Zukunftspflichten. Von C. A. Loosli. Brosch. 2 Fr. Selbstverlag in Bümpliz( Schweiz). Das Lächeln Fechsung. Bon P. Altenberg. 4 M., geb. 5 M. des Herrn von Golubice- Golubicki. Roman von J. Levin. 4 M., Das Schiff. Roman von J. B. Jensen. 3 M., geb. 4 M. geb. 5 M. S. Fischer, Berlin, Bülowstr. 90. Bolts- Kriegskochbuch. Von Gertrud Pid. 20 Pf. P. Hartung, Gotha. Borsigwalde- Wittenau. Heute abend 8%, Uhr findet in den„ Borsigwalder geftsälen" die Mitgliederversammlung des Wahivereins statt. Reinickendorf- West. Donnerstag, den 18. März, abends 8½ Uhr, im Lokal von Hallmann: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Die Sozialdemokratie während des Krieges." Referent: Reichstagsabgeordn. A. Stadthagen. straße. Situngstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Lichtenberg. Donnerstag abends 6 Uhr im Rathaus, MöllendorfNosenthal. Donnerstag, den 18. März, abends 6 Uhr, im Sigungssaal des Verwaltungsgebäudes, Hauptstr. 94. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Köpenicker Viertel, Bez. 165. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Schuhmacher 220/10 Der Fabrikant und Kommerzienrat Emil Weicher in Stolberg bei Aachen ist vom Landgericht Aachen am 19. November wegen Berleumdung von Richtern des Oberlandesgerichts Köln Reichsgerichts zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Ange- August Raetz flagte ist Leiter eines industriellen, millionenwerten Unternehmens. Ihn hat das Unglück im Leben stark gepackt. Nachdem er den Krieg von 1870/71 als Freiwilliger mitgemacht hatte, verheiratete er sich 1873 mit Julie Schleicher. Diese mußte später mehrfach wegen Geisteskrankheit in Heilanstalten Aufenthalt nehmen. Zwei Söhne des Angeklagten waren geisteskrank und schieden durch Selbstmord aus dem Leben. Um wenigsten zu dem Glücke anderer, fremder Personen beizutragen, entfaltete der Angeklagte in seiner Die evangelische und die Umgebung eine große Wohltätigkeit. katholische Geistlichkeit in Stolberg ist des Lobes für ihn voll. Vor einigen Jahren schloß er mit seiner Frau einen Ehevertrag, durch den sie mit 600 000 M. abgefunden und die zwischen den Eheleuten bestehende Errungenschaftsgemeinschaft aufgehoben sein sollte. Die Frau focht Ende 1908 den Vertrag an, da sie damals zurechnungsunfähig gewesen sei, der Vertrag auch auf arg= listiger Täuschung beruhe und gegen die guten Sitten verstoße. Die Klage hatte beim Oberlandesgericht Köln und beim Reichsgericht Erfolg. Die Gründe des Ürteils hatten den Angeklagten in so starke Erregung gebracht, daß er in Eingaben an das Gericht starke Ausdrücke gegen die Richter gebrauchte und ihnen Amtsmißbrauch und einiges andere vorwarf. Vor der Straffammer bedauerte er, die Richter nicht bestochen zu haben, da doch niemand so etwas umsonst mache. Das Gericht kam wegen der Schwere des Vorwurfs trotz des hohen Alters des geachteten Mannes zu der hohen Gefängnisstrafe. In der Revisionsinstanz tauchten Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten auf. Die Revision des Angeklagten wurde verworfen. Der Schutz des§ 193 wurde dem Angeklagten versagt. Das Urteil des Reichsgerichts ist nach zwei Richtungen recht bedenklich. Kritisierte der Angeklagte die gegen ihn ergangenen Urteile, so stand ihm der Schuß des§ 193 St.G.B. schon deshalb zur Seite, weil er wissenschaftliche oder ähnliche Leistungen kritifierte. Oder sind Gerichtsurteile keine solchen Leistungen? Was find sie denn dann? Ferner aber ist es schlechterdings unmöglich, jemanden durch Aufstellung einer Behauptung ihm gegenüber zu verleumden. Der Begriff der Verleumdung erfordert, daß die verleumderische Handlung dritten gegenüber getan sei. Doch mag die Sache juristisch liegen wie sie wolle; rein menschlich verdient ein vom Unglück verfolgter Mann, auch wenn er Millionär ist, Mitgefühl, der zu so hoher Strafe verurteilt wird, weil er sein Recht für verlegt hielt. Aus aller Welt. Sparsamkeit im Reichsbetrieb. Neben Naunynstr. 11 verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags 42 Uhr, von der Halle des Thomas- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 14. Abt. Bez. 689. Am Sonntag, den 14. März, verstarb unser Genosse, der Seifenhändler Karl Hoch am Rostoder Str. 52. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwoch, den 17. März, nachmittags 4 Uhr, von der Zeichenhalle des neuen Johannes- Kirchhofes in Plößensee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 263/7 Der Vorstand. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, day der Kollege Gustav Post Brunnenstr. 95( Bezirk 2) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 18. März, mittags 12 Uhr, im Krematorium, Gerichtstr. 38/39, statt. Um rege Beteiligung ersucht 73/2 Die Ortsverwaltung. Am Sonntag verschied nach Leiden langem an Gehirn erweichung mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, der Sattler und Linoleumleger Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Autoführer Ernst Klee von d. Firma Sewastowsky u.König am 13. d. M. im Alter von 51 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 17. d. M., nachmittags 3 1hr, von der Leichenhalle des Neuköllner GemeindeFriedhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Bureaudiener Gottlob Kretschmer am 13. d. M. im Alter von 78 Jahren verstorben iit. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 17. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Straßenbahner Paul Wilke von der Großen Berliner Straßenbahn am 14. d. M. im Alter von 32 Jahren verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 18. d. M., nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Luisen- Kirchhofes, Westend, aus statt. 61/20 Die Bezirksverwaltung. Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher usw. Filiale Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Maler Karl Bischoff ( Bezirk Nordost) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 17. März, nachmittags 31, Uhr, auf dem Elias Kirchhof, Nordend- Niederschönhausen, statt. Wetteraussichten bis für das mittlere Norddeutschland Donnerstagmittag: Ein wenig fälter, zeitweise aufklarend, aber noch überwiegend bewölkt mit öster wiederholten, im Westen meist geringen, im Diten etwas stärkeren Regen-, Schnee- und Graupelschauern. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme und reichen Kranzspenden bei der Beerdi: gung meiner lieben Frau und unserer 11A guten Mutter Anna Schönburg sagen wir allen Freunden und Be fannten unseren aufrichtigen Dank. Gustav Schönburg. Walter und Erna. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes sagen wir hierdurch allen lieben Freunden und Bekannten insbesondere der Arbeiter- Ingend" und deren Leiter, Herrn Schent, für seine lieben Worte am Sarge des Berstorbenen unseren innigsten Dant. Otto Gosse nebst Frau und Kindern. Für die bewiesene Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Bruno Krafft fage allen Bekannten u. Verwandten, besonders den Herren Bertretern und den Kollegen der Telefunken- Geiellschaft sowie den Genosses des Bez. 551 13206 meinen herzlichsten Dank. Wwe. Marie Krafft u. Töchterchen. Sonntag 12-2 geöffnet. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzipenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, sage ich allen auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank. 25% Witwe Sophie Loeper. Danksagung. Hiermit sage ich allen, die meinem lieben Mann die lezte Ehre erwiesen haben, meinen herzlichsten Dank. Witwe B. Pfeiffer nebst Kindern Schererstr. 9. Danksagung. 35A Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Mannes sage ich allen Beteiligten, insbesondere den Herren Stollegen meinen innigsten und herzlichsten Dank. Die schwergeprüfte Witwe Anna Couturier. Spezialität: Weite Größen! Erstklassige Modell- Kostüme mit 50% Preisermäßigung für diese Woche hochap. Modellkostüme, einz.,) Mod.-Pr. bis 200.- b. 130.- b. 105.n.kop., blau, tob, mode Coverc.) f.d.Woche 100.- 65.- 50.Einf. nette Kostüme aus gut. bl.| Backfischkostüme, wunderbar. Kammg. i. Blusenf., f. d. Woche Ausführ., für diese Woche 20.25. Frauenkostüme( auch f. allerstärk. Fig.) 75.- 50.- 25.Ged Alpakamäntel m. Seidenst. Uister in äußerst prakt. Ausf. od. Moir.- Shal 13%,( statt 25.-) u. gut. Stoff. 15.-( statt 45.-) Eolienne-( seid.) Mäntel auf Ia. Echte Gummimäntel Duchess gef. 65.-( statt 106.-) 25.( statt 48.-) Feine Tuchmäntel( Aach. Qual.) 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Bei den Geschäftsbedürfnissen des Reichsversicherungsamtes wurden von 255 500 M. 1,67 M. erspart. An Kosten für Beweiserhebungen in Spruch- und Verwaltungssachen waren beim Reichsversicherungsamt eingesett 100 000 M., Savon blieben acht Pfennig übrig. Auch die Militärverwaltung hat, dem Zuge der Zeit Rechnung tragend, Sparsamkeit geübt. Bei einer Ausgabe Bei anderen bon 89 465 M. ersparte sie einen Pfennig! Positionen fällt das Ergebnis der Sparsamkeit schon mehr ins Gewicht. So find bei den geheimen Ausgaben von den 49 000 M., die im Etat stehen, volle 7,09 M. erspart worden. Bei der Unterhaltung der Dienstgebäude sind von 130 197,47 M. schon 50 M. erspart worden, weil die Garnisonverwaltung einen alten Ofen licferte, ein neuer also nicht gekauft werden brauchte. Bei einer Summe von 485 851,36 M. wurde der Betrag von zehn Pfennig erspart, weil man den Heusamen zum Besäen der NasenBerantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Johannes Berger im 45. Lebensjahre. 1315b Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 18. März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen138/18 Die Ortsverwaltung. halle des alten fläblischen Neu Blumen- und Kranzbinderei Don Robert Meyer, föllner Friedhofes, Rudowerstraße, aus statt. Dies zeigen tiefbetrübt an Emma Berger and Kinder. Jub.: P. Golletz Mariannenstr. 3. Tel. Mpl. 346 Echte Pelzmäntel Parser: 800- statt 500- statt 250- statt Seal, Orenb.). 1400.-, Einsegnungskleider von 12 M. an. 600.Allerbilligste Ungeheure Trauermagazin Preise! Auswahl! I. Mohrenstr. 37a ( Kolonnaden). Westmann II. Gr. Frankfurter Str. 115 ( nahe Andreasstraße). 76