Nr. 85. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Wierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Gingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1891 unter Mr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredjer: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Diktatur der Bourgeoisie. " Sonntag, den 12. April 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Und des Weiteren wird der schlagende Beweis geliefert, daß Wenn das nicht Diktatur ist, dann wissen wir überStaats wie Gemeindebehörden mit dem Unternehmerthum Hand haupt nicht, was Diktatur sein soll. Das Sozialistengesetz ist jetzt freilich gefallen. Indeß in Hand gehen und dasselbe in seinem Feldzug gegen das der Kurs hat sich nicht geändert". Die Maschinerie des Koalitionsrecht der Arbeiter unterstützen. Die deutschen Arbeiter ersehen aus diesen Attenstücken, daß Klassenstaats und die Klinke der Gesetzgebung" arbeiten Man erinnert sich, wie das alte Mary'sche Wort von der Diktatur des Proletariats" den besitzenden Klassen als eine ungeheuerliche Drohung erschienen ist und zu den lächerlichsten Heulmeiereien Anlaß gegeben hat gegen uns ebenso kräftig wie früher, nur daß die sie aus ihrem Befreiungskampf auf Niemand und Nichts um so lächerlicher, weil der Satz schon vor fast einem Methode theilweise gewechselt hat; und statt des Sozia- rechnen können als auf sich selbst. Und daz genügt vollauf. Die Arbeiter halben Jahrhundert ausgesprochen war und schon in liſtengesetzes bekommen wir das sogenannte ArbeiterschutzGesez, welches die absolute Klassen Diktatur allein sind hinreichend stark, um mit all ihren Feinden Duzenden von Prozessen eine Rolle gespielt hat. fertig zu werden. Wenn sie aber auf falsche Freunde Nach der Veröffentlichung des Mary'schen Programm- der Bourgeoisie bedeutet. briefes, durch welchen das Wort wieder aufgefrischt ward, Daß die deutschen Arbeiter dies begriffen haben, und trügerische Hoffnungen setzen, so tonimen sie nimmermehr zum forderten die Gegner uns auf, dasselbe zu daß die Arbeitervertreter im Reichstage dieses neue und Ziel. Keine Jllufionen, auf die eigene Kraft vertraut, und So fann der Sieg nicht verleugnen. Natürlich lachten wir sie aus. Die wahrlich nicht weniger verwerfliche Ausnahmegesetz be- zielbewußt vorwärts! Sozialdemokratie hat nichts verleugnen, und fämpfen- das erfüllt die Anwälte des Kapitalismus fehlen. wenn Seitens unserer Gegner der Klassenkampf in der mit jener sittlichen Entrüstung, die sie stets erfüllt, wenn bisherigen Weise weiter geführt wird, so ist die Diktatur ihrem gemeinschädlichen Treiben eine ernsthafte Opposition des Proletariats eine historische Nothwendigkeit. ersteht. den Diese Herren würden es am liebsten sehen, wenn den Politische Uebersicht. In einem Vortrage zu Leipzig führte Liebknecht jüngst Berlin, 11. April. aus, daß wir jetzt bereits in der Periode der Vertretern der Arbeiter das Reden im Reichstag ganz ver- Der Reichstag entschädigte sich heute für die Arbeit Dittatur sind daß wir seit 1878 die Diktatur boten würde. der letzten vier Tage. Die Handvoll Abgeordneten, welche der Bourgeoisie haben, und daß die Fortdauer Wie soll das enden? Wir wissen es nicht. Aber so pflichttreu war überhaupt zu kommen, erledigte die dieser Diktatur nach der unerbittlichen Logik der That das wissen wir: Kommt die deutsche Unternehmerklasse Tagesordnung in weniger als 1 Stunde. Nur eine der befachen zur Diktatur des Proletariats führen muß. zur Vernunft, lernt sie nicht, sprochenen Wahlen gab zu einer kurzen, aber nichts weniger Und ist es etwa nicht richtig, daß wir jetzt die Diktatur nicht bald als lebhaften Diskussion über das Kriegervereins- Unwesen und Arbeiter als gleichberechtigten Menschen Anlaß. haben? Was heißt Diktatur einer Klasse? Daß sie sich Wahrhaftig, diese Kneip- und Hurrah- Vereine sind es bas Monopol der politischen Herrschaft sichert. Und das Staatsbürger anerkennen, gelingt es nicht, die Diktatur hat die Bourgeoisie in Deutschland gethan. der Bourgeoisie zu brechen und den Staat aus den Fesseln gar nicht werth, daß man sich ernsthaft mit ihnen behat die Bourgeoisie in Deutschland gethan. des Kapitalismus zu befreien, so giebt es schließlich zur schäftigt. Das einzige Ernsthafte bei der Sache und für Durch das Sozialistengesetz knebelte sie die Arbeiterklasse und hat in den letzten 13 Jahren ihr Herrschaftsmonopol Rettung des deutschen Volkes kein anderes Mittel, als uns ein recht gutes Zeichen ist, daß die bestehende Ordeine nung der Dinge in denselben eine Stütze zu haben glaubt. sowohl auf politischem als auf wirthschaftlichem Gebiete die Diktatur des Proletariats Wie schwach sie doch sein muß! in ihrem Klassenintereffe mit einer Rücksichtslosigkeit aus- Diktatur, die sich von der Diktatur der Bourgeoisie dadurch Den Bericht des Landtages können wir unseren Lesern geübt, wie dies in der neueren Geschichte wohl kaum jemals unterscheiden wird, daß sie, statt die Knechtschaft und Aussonst vorgekommen ist. Die Diktatur des radikalen fran- beutung zu organisiren, die Quellen der Knechtschaft und heute nicht bieten. Sie finden dafür an anderer Stelle sonst vorgekommen ist. Die Diktatur des radikalen fran- Ausbeutung verstopft und jedem Menschen und überaus reiches Material zur Beurtheilung preußischer zösischen Bürgerthums in der Zeit des Terreur Schreckensherrschaft--war in der Form etwas Staatsbürger feine politischen und sozialen Rechte gewähr- Politik und Verwaltung. Die Verhandlungen des Landleidenschaftlicher, im Wesen aber nicht entschiedener und leistet nach dem Fundamentalsat unseres Programms: tages drehten sich um das Wahlrecht in den Landgemeinden; die von der Regierung beantragte Ausdehnung des Gleiches Recht für Alle! lange nicht so methodisch in der Unterdrückung des Geg Wahlrechts, freilich bei Beibehaltung des denkbar schlechners und in der Förderung der Klasseninteressen. testen Wahlsystems, nämlich des Dreiklaffen- Wahlverfahrens, Es ist nicht zu viel gesagt, daß die deutsche Bour- Unter dem Titel ein Komplott gegen die deutsche wurde von den Konservativen mit allen möglichen Scheingeoisie seit 1878 fein einziges Gesetz angefertigt hat, welches arbeiterklasse veröffentlichen wir heute in der Beilage gründen bekämpft. Das bisnun existirende Stimmrecht der nicht direkt oder indirekt die Bereicherung der Bourgeoisie eine Reihe von Attenstücken, welche wir unseren Lesern und den Frauen wurde beseitigt! Der kraffe Klassen- und Standesund die ökonomische Ausbeutung und politische Knechtung deutschen Arbeitern überhaupt zum genauesten und ernſteſten ſtandpunkt der Konservativen, welche die uneingefeffenen in der arbeitenden Klaſſen zum bewußten Zweck gehabt hätte. Studium empfehlen. Die Thatsachen sprechen so deutlich aus ihrem Wahlrechte beschränken wollten, kam besonders Die Schutzölle, die Brot- und Fleischvertheuerung, diesen Aktenstücken, daß sie eines Kommentars nicht bedürfen bei der Rede des Herrn Rauchhaupt zum Vorschein. die Schnaps- und Zuckergesetzgebung füllten zum Berſten die wahre Natur, das innerste Wesen des deutschen Unter- Zweck der beſſeren Bekämpfung der Sozialdemokratie die Taschen der Bourgeoisie( mit der das Junkerthum, nehmerthums wird uns hier hier in unanfechtbaren Beug- gefordert. Die Herren mögen es aber machen, wie sie es trog all' seinen Sträubens, organisch zusammengewachsen nissen und Dokumenten kundgethan und offenbart- aus wollen. Geben Sie das Wahlrecht auch den uns früher oder ist) auf Kosten des arbeitenden Volkes, das man durch seinem eigenen Mund wird das Unternehmerthum der später zufallenden Schichten der ländlichen Bevölkerung, so den Knebel des Sozialistengesetzes mundtodt und wider- schmählichsten Praktiken und des abscheulichsten Komplotts gegen werden sie uns in der Verwaltung der Landgemeinde finden, standslos machen wollte. Feuilleton. Nachdruck verboten.) Die Falkner von St. Vigil. ( 84 der die deutsche Arbeiterwelt überführt. Die Stimmirechts des wurde zum geben sie es ihnen nicht, so werden sie uns mit Agitationsinnerungen an Stasi, welche auf diesen Streifereien nicht ihrem blühenden Zustande auf den Fluren, und es entstand abzuwehren waren. Um so eifriger las und studirte er, oft der Vorsatz in ihm, sie zu beschreiben. Es war fein bis tief in die Nacht hinein, in Linné, Jussieu und Buffon. müßiger Gedanke, es war eine Bereicherung der Wissenschaft, Er war darüber noch magerer geworden, was seiner bona wenn er eine Monographie der Alpenflora des Vigil- und Uschina vielen Kummer verursachte. Erstens verklagte seine Gaderthales Iteferte, und er hatte ein Gefühl, als ob er Magerkeit sie unschuldiger Weise bei der Gemeinde, daß sie bisher im Nebel gewandelt wäre und jetzt plöglich in nicht ihre pfarrköchliche Pflicht gegen ihn thäte und zweitens sonniger Klarheit stände. Sofort ging er an die Arbeit, Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol hegte sie mehr ein mütterliches Gefühl für ihn, als daß sie mit der Flora des Vigilthales beginnend, und sie ge von Robert Sa, weichel. Sie währte ihn glückliche Stunden. Noch mußte er freilich oft ihn wie ihren geistlichen Brotherrn betrachtet hätte. selbst besaß einen Sohn, der als Schneidergeselle in die die Feder aus der Hand zu legen, weil diese und jene Wenn er noch lebte, Pflanze Erinnerungen in ihm weckte, die mit dem Sie hätte viel um ein Mittel gegeben, dieſem hatten. So auch in diesem Augenblicke. Er erinnerte sich, daß Holz litt Hannes in der damals noch so waldreichen Zeit und sie hoffte es, dann war er jetzt in dem Alter ihres wissenschaftlichen Zwecke der Arbeit nichts zu schaffen feinen Mangel, und in der Stube herrschte eine hoch- Kuraten. gradige Wärme, während draußen der Nordsturm durch zu mehr Fleisch zu verhelfen. Uebrigens hätte sie selbst das Thal fegte. Hannes saß mit der Feder in der Hand es brauchen können; jedoch meinte fie, daß ihre eigene Hager die Pflanze, zu deren Beschreibung er schon die Feder einJas er mit großen Schriftzügen bedeckte, lagen mehrere stalt und dabei wie ein Wiesel so flink. schreibung beschäftigt. Arbeit war das einzige Mittel, Pflanzen, wann der Herbst kommt und die Erde sich zum hatte noch einen Theil ihres starken Geruches bewahrt. Wie um das Dpfer, welches Pflicht und Nothwendigkeit ihm Winterschlafe rüstet. Ihre Blüthen und Blätter welfen und hell hob sich dieser Sonntag von dem grauen Hintergrunde auferlegten, mit freier Seele zu vollziehen. Mit einem sterben ab; aber die Wurzel behält ihre Lebenskraft und seines vorhergehenden Lebens ab; doch nur einen Moment Feuereifer, der keine Rücksicht gegen fich selbst kannte, hatte der warme Schneemantel, den der Winter über die Erde und er versant in der schwärzesten Nacht. getrocknete Bilanzen. war predigt, Nachmittags auf einem einsamen Spaziergange von Es war eine Brunelle und sie Die Liebe des armen Hannes theilte das Schicksal der ihm gepflückt worden war. Den Obliegenheiten seines Amtes unterzogen. Er war in schen und Begehren von Hannes' Liebe war abgestorben, er sich, sobald er die Pfarre von St. Martin übernommen, breitet, schützt sie vor dem Erfrieren. Das Hoffen, Wün Auf dem Flur ließ sich das Stampfen von Füßen verAls er eines sonnlofen, regnerischen suchten. Eine weiße Decke breitete fich hell glitzernd über alle Hütten gegangen, um sich mit seinen Pfarrkindern und aber nicht das Gefühl selbst: das ruhte tief und still in nehmen, die sich dadurch von dem Schnee zu befreien ihren Zuständen bekannt zu machen. Unermüdlich war er seinem Herzen. dachte er, Troste zu unterstützen; jedem Anliegen, jedem Bedürfniß seine Liebe nun auch eine solche getrocknete und ent- Gesicht mit den blanken, schwarzen Augen in die Studir stand sein Ohr offen, war sein Geist willig. Bu feinen färbte Blume wäre, wie die, welche da mit Bezeichnung stube und rief:" Hochwürden, da find welche, die Sie sprechen gewesen, die Gesunden und Kranten mit seinem Rathe und Herbsttages ein Herbarium öffnete, blieben und er hatte absichtlich nur äußerst selten die Pflanzen- Blättern lagen. Allein wie er mit dem Auge des Botanifers| botanischen Ausflügen war ihm dabei nur wenig Muße ge- ihres Namens, Fundortes und Datums zwischen den granen wollen." „ Ich bin's, der Ambros," erscholl dessen Stimme, indem tapfel umgehängt. Denn er scheute die Gedanken und Er- die getrockneten Pflanzen betrachtete, sah er sie wieder in er die fleine Frau bei Seite schob. material bester Qualität versorgen. Sie mögen selbst entscheiden, was ihnen nützlicher ist. Die Geheimnisse des Welfenfonds werden, eins nach dem anderen enthüllt. Unsere Mittheilung, daß Fürst Bismard von seinen eigenen Spizeln über den Löffel barbirt wurde, und daß diese vor dem Verbrennen der Aftenstücke Abschriften nahmen, stammte aus bester Quelle. Jetzt kommt auf dem Umwege über London die Nachricht, daß Herr Wilhelm Bismarck aus dem Welfenfonds alljährlich 6000 Mart bezogen habe. Sollte das die einzige Summe gewesen sein, die in die Familie" ging? Es bestätigt sich, daß der famose Fackelzug, den Bismarck sich zu seinem 70. Geburtstage bestellte, aus dem Reptilienfonds bezahlt worden ist. Dasselbe dürfte mit den unzähligen Lobschriften der Fall sein, in welchen Fürst Bismarck fich als den größten Staatsmann, Redner, Volkswirth 2c. inserer Zeit und aller Zeiten aupreisen ließ der Hunderte von Zeitungen nicht zu erwähnen, die das nämliche Geschäft zu besorgen hatten und notorisch aus dem Reptilienfonds gespeist wurden. Ueber russisch preußische Konflikte meldet ein Posener Blatt vom 7. d. M. Folgendes: zu den ausländischen Staaten soweit als nothwendig und Jarbeit vor. Die spanische Regierung wird den Arbeitern wünschenswerth sei, einer Neuregelung zuzuführen, wobei am 1. Mai Versammlungen in geschlossenen Räumen geangestrebt wird, daß die Vereinbarungen möglichst gleichzeitig statten, dagegen jede Kundgebung auf offener Straße ver und für längere Zeit erfolgen, damit die Industrie und hindern. Die Regierung wird sich ferner völlig neutral Landwirthschaft unter der Herrschaft stabiler Verhältnisse ge- verhalten gegenüber allen in den Nachbarländern etwa ausdeihliche Existenzbedingungen finden. Die Thronrede gedenkt Der erzielten Resultate im böhmischen Ausgleiche und erklärt, brechenden Unruhen und sich darauf beschränken, die Grenzen die Ausgestaltung und Verwirklichung derselben in Zukunft Spaniens zu überwachen. Was der Schluß dieser Nachricht bleibe der Gegenstand des unentwegten Strebens der Re- des Depeschenbureau Herold" bedeuten soll, weiß wohl der gierung. Der Finanzpassus betont die Nothwendigkeit der Er- Rorrespondent selbst nicht. haltung und Sicherung des erzielten Gleichgewichtes im Staatshaushalte. Alsdann gedenkt die Thronrede des Unternehmens Der englischen Kommission zur Untersuchung der Lloydgesellschaft, der Donau- Dampfschifffahrts- Gesellschaft der Arbeiterfrage gehören u. A. an: der Marquis und der Wiener Stadtbahn. of Hartington als Präsident, Graf Derby, Hicks Beach und Die Thronrede betont die Wichtigkeit der wirthschaftlichen Gorst, sämmtlich konservativ, Mundella, Henry Fowler und Arbeiten, gegen welche die Parteiwünsche zurücktreten müssen, Collings, Gladstonianer, ferner Harland, Großrheder in und stellt als wirthschaftliche Programmpunkte u. A. die Aus- Belfast, Burt und Abraham, Deputirte der Arbeiter im gleichung der sozialen Gegensätze unter gerechter Vertheilung Wir kommen auf die Throurede in der nächsten Nummer ausführlich zurück. D der Lasten hin, und hebt die Nothwendigkeit einer weiter Unterhaus, die Professoren Pollock und Marshall von den gehenden Verstaatlichung der Eisenbahnen hervor. Die freund- Universitäten Orford und Cambridge, der Verwalter der schaftlichen Beziehungen Desterreich- Ungarns zu allen Mächten Gasanstalten von London Liversey, der Präsident der Verberechtige zu der Hoffnung, daß die Friedensjahre fortdauern einigung der in den Docks Angestellten, Tom Mann, und würden. Von der Baluta- Regulirung erwähnt die Thronrede Mundley, Vertreter der Baumwollen Weber, Trow und nichts. Tait, Vertreter der Gießerei resp. Eisenbahn Arbeiter. Krotoschin, 7. April. Der amtliche Krotoschiner Die bulgarische Regierung dementirt in einer freilich Anzeiger" meldet: Wie wir soeben hören, rücken unsere beiden wenig entschiedenen Weise die Meldung von Kriegsrüstungen Bataillone heute nach der russischen Grenze, das Ostrowoer Böhmen beschloß in einen dringlichen Gesuche den Die Handelskammer von Reichenberg in gegen Serbien. Bataillon ist dahin bereits ausgerückt. Die Ursache hierzu soll Handelsminister zu bitten, durch öffentliche Kundmachung sein, daß preußische Grenzbeamte von russischen Grenzfoldaten Sie Arbeiter auf die gesetzlichen Folgen des Rechtsbruches sehen gemeldet war, das ach tjährige, sondern das Berichtigung. Gestern war nicht, wie aus Verdurch eine eigenmächtige Einstellung der Arbeit am 1. Mai fünfjährige Jubiläum des Puttkamer'schen Streif3u veriveisen. erlaffes. ohne jede Veranlassung erschossen worden seien. Da die Nachricht bisher ohne Bestätigung geblieben ist, kann ihr nicht viel Wahrscheinlichkeit beigemessen werden. " man zu Auch die ungarische Regierung verbot den staatlichen Anstalten, den 1. Ma i freizugeben. ihren Kolonien. Eine Pariser Depesche meldet Auch die Franzosen find keine Kulturträger in Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 96. Sigung vom 11. April. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, von Ein Aussehen erregender Artikel der Pariser Illustration" Stephan. schildert die Greuelthaten des systematischen Ausrottungskrieges, den Frankreich gegen die eingeborenen Sudanesen führe. Šeit In dritter Berathung wird der Gefeßentwurf betreffend die drei Jahren würden unter die Sklavenjäger Prämien ver- Abänderung von Bestimmungen des Strafgesetzbuchs( erweiterter theilt. Dieselben erhielten die Hälfte der Gefangenen, wogegen gesetzlicher Schutz der Post- und Telegraphen- Werthzeichen), in fie die anderen tödteten. Nur ein Theil der Opfer werde be- erster und zweiter Berathung der Vertrag mit Dänemark betr. graben, der andere ins Meer versenkt. Der Artikel steht im die Aufhebung des Abschoffes und des Abfahrtsgeldes ohne Gegensatz zu den Lobhudeleien anderer französischer Blätter, Debatte unverändert genehmigt. welche die französische Kolonialpolitik gegenüber derjenigen anderer europäischer Rolonialstaaten als auf Freiheit und Brüderlichkeit beruhend darstellten. An Stelle des aus dem Amte geschiedenen Abg. Hermes ( Jauer) wird der Abg. Krause durch Zuruf zum Schriftführer gewählt. Es folgen Wahlprüfungen. Herr Eugen Richter weiß auf unsere vorgestrige Abfertigung nichts zu erwiderner schimpft; und weil er selbst unfähig ist, die sozialdemokratische Bewegung und deren innere Nothwendigkeit zu begreifen, läßt er Liebknecht hierüber: als unfähig" aus der Redaktion des Vorwärts" ausrangiren." Es ist das alte fortschrittliche Taftit quittirt Fußtritte als moralische Siege" und vernichtet" den Gegner, dessen man nicht Herr werden kann auf dem Papier. Jeden Tag während des„ Konflikts" der fechsziger Jahr wurde Bismarck ein paar mal vernichtet" und ausrangirt." Herr Richter gehört eben zu den Leuten, die nichts lernen. Uebrigens ist es eine alte Erfahrung, daß Kleingeister die großen politischen und sozialen Bewegungen ihrer Zeit auf künstliche Ursachen zurückzuführen suchen. So gab es in Frankreich Leute- und giebt es vielleicht noch heute, welche die französische Revolution für das Werk Die Freunde der Freiheit der Arbeiter" die Stumm Die Wahlen der Abgg. v. Meyer( Arnswalde) und Lucius einer Verschwörung des Herzogs von Orleans hielten, des und Konsorten aller Parteirichtungen bis zu den bürger-( Erfurt) werden ohne Debatte nach dem Antrag der WahlBürgers Egalité"; und Herr Puttkamer, gleich den meisten lichen Demokraten geben vor, daß die große Masse der Ar- prüfungskommission beanstandet und die Veranstaltung der vorBolizeigenossen, ist mit Bezug auf die sozialdemokratische beiter gegen die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit sei, Ohne Debatte werden die Wahlen der Abgg. v. Gerlach Bewegung der Gegenwart ganz der Meinung des fort- für die eigentlich nur die" Agitatoren" und Faulpelze Jn( Röslin) und v. d. Osten( 3. Stettin) für giftig erklärt. Die schrittlichen Richter, daß sie fünstlich gemacht sei. Nur, daß tereffe haben. Wie frech diese Lüge ist, beweist eine von Wahl des Abg. Günther( Naumburg) beantragt die Komer nicht, wie Herr Richter, den Reptilienfonds, sondern die einer französischen parlamentarischen Kommission vor mission für giltig zu erklären. bösen„ Agitatoren" für den Schaden verantwortlich macht. genommene Enquête. Von den im Seine- Departement be- Ueber eine Reihe von Punkten des eingegangenen Protestes Herr Richter würde es lieber sehen, wenn keine Sozial- fragten 22 262 Arbeitern sprachen sich fast 3/4, nämlich 15 618 sollen indeß Ermittelungen angestellt und von deren Ergebniß demokraten auf der Welt wären. Das finden wir sehr für die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit aus, während nur dem Reichstag Mittheilung gemacht werden. erklärlich. Allein die Sozialdemokraten haben sich nun 5776 gegen dieselbe waren, ein kleiner Bruchtheil, 868 Beeinmal die Freiheit genommen, auch ohne Erlaubniß des fragte nämlich, gab keine bestimmte Antwort. Von den für Herrn Eugen Richter auf die Welt zu kommen, und Herr die gesetzliche Regelung stimmenden 15 618 Arbeitern verRichter wird es, gleich dem Röslein des Volksliedes, eben stunden, 1513 dieselbe Arbeitszeit, jedoch ohne Verbot von langten 5419 achtstündige Arbeitszeit bei Verbot von UeberLeiden müssen". Ueberstunden, 1247 forderten neun-, 7010 zehnstündige, 166 elfstündige und 263 mehr als elfstündige Arbeitszeit. Unsere Regierung ist leider absolut nicht neugierig, wie die deutschen Arbeiter über diese Frage denken und doch wäre eine derartige Enquête werthvoller als ein ganzes Band von Reden des Herrn von Berlepsch. " 3 Kriegerverein vorgenommene Beeinflussung der Wahl mit 8 gegen Abg. Rickert bemängelt, daß die Kommission eine durch einen Stimmen für unerheblich erklärt habe, im Widerspruch mit früheren Beschlüssen des Reichstages. 4 Wunsche des Abg. Rickert an. Abg. Singer( Soz.) schließt sich der Erklärung und dem Nach einer weiteren Bemerkung des Abg. Rickert wird die Wahl für giltig erklärt und die Anstellung der beantragten Erhebungen beschlossen. häuser( 2. Anhalt), Poll( Wirsih- Schubin) beanstandet, dieOhne Debatte werden die Wahlen der Abgg. Decheljenigen der Abgg. Hosang( 5. Magdeburg) und Rartowski dall( Allenstein) für giltig erflärt. Die Entscheidung über die schon früher verhandelten Anträge Daß auch die Leipziger Zeitung", da offizielle Organ der königlich sächsischen Regierung, das Märchen von der Ermordung der Geiseln durch die Pariser Kommune weiter folportirt, ist für Renner dieses würdigen Blattes nicht erstaunlich. Ueber die österreichische Thronrede, mit welcher der Das italienische Amtsblatt veröffentlicht ein Rund- der Wahlprüfungs- Kommission bezüglich der Wahl des Abg. Reichsrath eröffnet wurde, melden die Telegraphenbureaus: schreiben des Ministers des Innern Nicotera an die Prä- Grumbt( Pirna) speziell über die Frage, inwieweit der auch Die Thronrede zur Eröffnung des Reichsraths stellt fest, fetten, in welchem dieselben angewiesen werden, in ihren dort stattgehabten Beeinflussung durch die Maßnahmen von daß sich in allen europäischen Staaten das Verlangen nach fried Amtsbezirken aus Gründen der öffentlichen Ordnung alle Kriegervereinen eine Einwirkung auf das Gesammtergebniß zulichem Nebeneinanderleben kundgebe und fagt: Alle Regie Umzüge anläßlich von Arbeiter- Kundgebungen, sei es am zuschreiben sei, ist noch rückständig, weil bei der früheren Berrungen ertheilten uns Versicherungen, welche die Erhaltung 1. Mai oder zu einer anderen Zeit, zu untersagen. Im handlung des Gegenstandes bei der Abstimmung sich die Beschlußdes Friedens als die wesentlichste Aufgabe ihrer Bemühungen bezeichnen. Diese Versicherungen und die freund- Nothfall hätten dieselben mit Energie und Besonnenheit ein- unfähigkeit des Hauses herausstellte. Auf Antrag des Vorsitzenden der Wahlprüfungs- Kommission, Abg. Schmieder, wird wegen schaftlichen Beziehungen, in denen wir zu allen Mächten zuschreiten. Abwesenheit des Referenten Abg. Dr. Hermes( Jauer) und auch stehen, berechtigen zu der Hoffnung, daß die Reihe der wegen schwacher Besetzung des Hauses die Wiederholung der Friedensjahre fortdauern und die ungestörte Thätigkeit des Abstimmung von der heutigen Tagesordnung abgesetzt. Reichsraths ermöglichen werde. Die Regierung werde be Die spanische Regierung bereitet Gesetzentwürfe über müht sein, die handelspolitischen Beziehungen die Regelung der Frauen und Kinder Er kam aber nicht allein. Hinter ihm trat Stasi in die Stube und den Beschluß machte der Ohm David. Crispi hat seinen würdigen Nachfolger gefunden. " Die Wahl des Abg. We öller( Dortmund) wird gleichfalls nach dem Antrage der Kommission beanstandet, die Reihe der " Einzulenken ist da gar nicht," rief Ambros erregt. Weil die Stafi arm ist und er mich zwingen möchte, die reiche Eckschlagerin aus St. Georgen zu heirathen. Das ist noch nicht alles. Ich hab' davon nicht zu Ihnen reden mögen, aber was hilft's!" Er theilte dem Bruder mit einer gewissen Haft mit, was ihm die Ahne auf dem Kirchhofe über den Vater, die Mutter und deren Verhältniß als Mädchen zu Kaspar Larseit erzählt hatte. Und jetzt wissen Sie, weshalb der Alte so störrisch ist," schloß er. besonders freundlichen Blicken betrachtet und als sie gewahrte, hatte nicht erwartet, ja, nicht für möglich gehalten, daß der daß Stasi noch immer in ihrem dicken Mantel an dem Klosterbauer lieber sein rechtes Auge ausreißen, als seine Hannes, welcher sich rasch von seinem Strohstuhle er- glühenden Ofen saß, rief sie:" Ach, Herr Pfarrer, wie können Einwilligung geben würde. Er fand keine andere Erklärung hoben hatte, war ganz roth vor Ueberraschung und wie im Sie das nur dulden!" stellte Flasche und Gläser schnell auf dafür, als den Hizkopf seines Bruders und so sagte er denn Traum nur fühlte er, daß der Bruder ihm die Hand den Tisch in der Ecke und half dem Mädchen sich aus den auch nach kurzem Nachdenken mit einem Anfluge von Unschüttelte und hörte er ihn mit einem gezwungenen Lachen Hüllen herausschälen. D, santa Crusch, welch süßes Herz- willen: Du bist da wieder in Deiner gewohnten raschen. rufen: Gelt, das hätte sich der Herr Bruder nicht vor chen!" fuhr sie bewundernd fort. Schaun's doch nur, Hoch- Weise verfahren. Wie, war es denn die Stafi nicht werth, gestellt, daß uns der Wind daher wehen würde. Stark würden!" daß Du Dich gegen den Vater mäßigtest? Wie ist da nur genug ist er schon." Seine Augen ruhten auf Stasi, die Hannes wagte nur einen scheuen Blick auf Stasi zu wieder einzulenten?" verlegen lächelte und verlegen auch stand David an der werfen, die in ihrem Erröthen über die Schmeichelei einer Thür. Er fuhr sich mit der Hand über die Stirnbuckel und Mairose glich. Angelegentlich erkundigte er sich bei David sagte dann haftig:" Ja, ja, Ihr seid willkommen. Sehet Euch nach dessen Schwester und dieser schüttelte mit einem doch hin." Er selbst ging mit seinem Beispiele voran und be- trübseligen Blick auf Stasi den Kopf. Hannes bemerkte gann den Deckel seiner Horndose, die er von dem Schreib- erst jetzt, daß sie ganz schwarz gekleidet war und suchte tische genommen, mit dem Aermel zu poliren, während seine hinter einem Räuspern seine Unzufriedenheit mit sich Gäste nach Sitzen sich umschanten. Ambros ergriff von dem wegen seiner Frage zu verbergen. Still ging er zu seinem Strohsessel Besitz und Stasi und David setzten sich nach Stuhl. einigem Zögern auf das entfernteste Ende der Ofenbank, Ambros aber, der inzwischen ein Schnäpschen getrunken ohne jedoch ihre Mäntel abzulegen. hatte, legte seinen Arm mit einem stolzen:„ Gelt!" um Sein Bruder preßte die schmalen Lippen fester und fester " Was schaffet Ihr denn?" fragte Hannes zum Bruder Stafi's Taille und Frau Carlotta nickte ihm mit einem zusammen und drehte nervös seine Dose zwischen den Fingern gewendet, wartete aber die Antwort nicht ab, sondern stand strahlenden Gesicht zu und trippelte dann zur Thür hinaus, umher! Ja, jetzt wußte er den Grund; aber die Gedankenwieder auf und verließ mit großen Schritten die Stube. um in ihrem Stübchen zu überlegen, wie sie das Braut- tette, die sich daran hing, führte ihn von Ambros und Stasi Ach, Ambros, mir ist so bang," flüsterte Stasi. paar würdig bewirthen könnte. Es war feine leicht zu ab. Er dachte seines liebeleeren Daheims, zu dem ihn Ambros aber rief ihr zu:" Sei doch nicht zag; noch lösende Frage, doch hieß sie nicht la bona Uschina? Die ia die, gleichviel durch welche Mittel, erzwungene Che hat kein Pfarrer ein Madl gefressen, selbst wenn es so Nachbaren halfen ihr wohl gern aus. Es sollte indessen seiner Mutter verurtheilt hatte. Das war der Fluch, der jenn( lieb) war wie Du." Er änderte seine Stellung anders kommen. auf ihrer Aller Leben lastete. Er ließ den Kopf auf die indem er sich rittlings) auf seinen Stuhl sette und, die Ambros zog Stafi vor den Siz seines Bruders und Brust sinken und die Bitterkeit, die ihn erfüllte, prägte sich Lehne mit den Händen fassend, schaute er sich neugierig in sagte: Was nützt es, daß die Stasi bildsauber ist? Wir deutlich in seinen Mienen aus. Da fühlte er sich an dem dem Stübchen um. So dürftig hatte er sich das Heim find zwei gar arme Leute und der Herr Bruder muß uns rechten Arm berührt. Es war Stasi, die zu ihm getreten feines geistlichen Bruders nicht vorgestellt und er schüttelte aus der Noth helfen; deshalb sind wir zu ihm gekommen." war und seine Aufmerksamkeit erregen wollte. Als ihn Hannes darauf fragend ansah, fuhr er fort:„ Die„ Ach, Herr Hannes," fagte sie kaum hörbar; doch den Kopf. Darüber kam Hannes zurück und sagte, da er es be- Sach ist, daß ich mit dem Vater Streit gehabt habe." nicht auf ihn, sondern auf Ambros waren ihre Augen gemerkte: Die Jünger unseres Herrn hatten es wohl kaum Stafi machte sich sachte von ihm frei und schlich sich, um richtet, ich hab's ihm ja vorgestellt und ihn gebeten, daß so gut. Aber trinket ein Gläschen, das wird Euch wärmen." ihre Verlegenheit zu verbergen, zu dem Ohm auf der Ofen- er von mir ablaffen möchte. Unsere Liebe bringt uns feinen Frau Carlotta folgte ihm mit einer Flasche und Gläschen bank, während er berichtete, wie es um ihretwillen zwischen Segen." Aus der Ecke am Ofen, wo David saß, ließ sich ein wöhnlich. Sie hatte ja gehört, daß der stattliche Bursche Hannes war äußerst betroffen. Daß der Vater die schwerer Seufzer vernehmen. Ambros, der sich wieder der Bruder ihres geistlichen Herrn war und schloß daraus, arme Staft nicht mit offenen Armen als Schwieger- rittlings auf den Stuhl gesetzt und in seinen Haaren daß die hübsche Gitsche, die ihn die ihn begleitete, seine tochter willkommen heißen, sondern sich mächtig sträuben gewühlt hatte, aief mit blizenden Augen:„ Oho, den Segen Braut sein müßte. Staft wurde daher auch von ihr mit würde, das hatte er selbst voraussetzen müssen. Aber er erzwingen wir uns schon noch!" und ihre blanken Augen waren noch glänzender als ge dem Vater und ihm zum Bruche gekommen wäre. ( Fortsetzung folgt.) Damit ist die Tagesordnung erledigt. Schluß 2 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr.( Interpellation HackeDan Hülst betr. den Bildungsstand der ostfriesischen Rekruten; Fortsetzung der Berathung der Gewerbeordnungs- Novelle.) Korrespondenzen und Parteinachrichten. beiter Schöpfe( Steindrucker) ist für Fortbestehen der anzustellenden Erhebungen nach einem Antrage des Abg. Spahn| lebhaft befürwortete; diese Organisationsform sei allein möglich noch um einige Punkte erweitert. bei der durch die Technik hervorgerufenen akuten Gegenfäßlichkeit Kommiffion. zwischen Kapital und Arbeit. Für die Zentralisation sprachen Tschernig( Kistenmacher) befürwortet, daß die fich noch aus Luz- Prißwalk und Kranz Hamburg. In der Delegirten weiter bestehen bleiben sollen, daß sonst aber ein fortgesetzten Berathung über die Organisationsfrage am Mitt- Ausschuß mit den weitgehendsten Befugnissen, welcher nur bei woch sprach wiederum für Zentralisation Lange- Hamburg. außerordentlichen Fragen die Delegirten zu Rathe zu ziehen habe, Die gleichgiltige Masse sei nicht unmittelbar für die politische eingesetzt werde, ähnlich der Partei- Organisation. Silberberg( Buchdrucker): Daß die Kommission Bewegung zu gewinnen. Die politische Bewegung sei auch seit dem Wegfall des Ausnahmegesetzes freier. Ferner würden die bisher nicht ganz die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt habe, gewiffenlosen Agenten, welche bei Streits die Ar- liege zu einem großen Theile an den schlechten wirthschaftlichen zum Streitbrechen verführen, durch eine straffe Verhältnissen des letzten Winters. Jedoch habe sie immerhin Organisation aus der Welt geschafft werden. Sprotteschon, wenn auch nicht aktiv, so doch passiv, große Erfolge erzielt, Halle war trotz der schweren Durchführbarkeit des Vertrauens- indem den vielen fleinen Streits ein Damm entgegengesetzt sei. Altona, 10. April.( Preßprozeß.) Vor der Straffanumer I. männer- Systems, für lokale Organisation, weil in den zentrali Wie schon Joft richtig angeführt habe, gelte es das llebel an der des hiesigen Landgerichts erschien heute der Redakteur unseres In ähnlichem Sinne sprach Berger- Stettin; Politit sei die Kommission müsse Geldmittel besitzen und zu diesem Behuf perbes hiesigen Landgerichts erschien heute der Redakteur unseres sirten Gewerkschaften nicht Politik getrieben werden darf. Wurzel anzufassen und zuerst eine Organisation zu schaffen. Die Partei- Organs, der„ Nordd. Wolfsztg.", Gustav Stengele, um fich wegen Beleidigung des Pastors Wader in Flensburg zu ver- Hauptsache, auch würden die Verwaltungskosten bei Bentralisation manente Sammlungen veranstalten. Er empfehle auch eine Komantworten. Die Beleidigung wurde in zwei Notizen der Nordd. beträchtlich größer sein. Für Zentralisation sprachen noch mission von 9 Personen und schließe sich sonst den Ausführungen Dähne( Pußer) meint, daß eine Gewerkschafts- Versammlung Volksztg." aus dem Dezember vorigen Jahres gefunden, worin Tafelstein- Wandsbeck, a hI- Altona und Kranz- Sam Pfeiffers an. burg; gegen Sentralisation: Peters- Halle, Krüger Berlin von genanntem Herrn behauptet wurde, er fei mit einer frommen und Hermann Braunschweig. In der Nachmittagssigung die Thätigkeit der Kommission festsetzen müsse. Schwester einst ins Bad gereist. Die Richtigkeit dieser Be- wurde eine nochmalige Debatte über die Organisation eingeleitet Als nächster Redner erhielt auf Befragen des Vorsitzenden hauptung wurde von dem Staatsanwalt( welcher in öffentlichen durch Pein- Hamburg: Großes Gewicht hätten die Beschlüsse an die Versammlung der Genoffe Glocke( Tischler), da er nicht Interesse Klage erhoben) gar nicht bestritten, sondern als er des Parteitages für Zentralisation. Die lokalen Organisationen Delegirter ist, das Wort: Die Streit- Kontrollkommission sei bewiefen zugegeben. Dagegen wurde von ihm geltend gemacht, hätten nach den Beschlüssen der Berliner Gewerkschaftskonferenz gründet worden, um eine Regelung der Streits in Berlin herbeidaß dieser Passus insofern cine schwere Beleidigung des Pastors fein Recht, sich auf dem nächstens stattfindenden Gewerkschafts- zuführen, um den planlosen Stretts, welche im vorigen Jahre, enthalte, als darin ein unfittlicher Verkehr des Pastors mit der kongreß vertreten zu lassen. Die gleichgiltigen Arbeiter feien nicht als ein etwas besserer Geschäftsgang eintrat, ausbrachen, ein frommen Schwester angedeutet sei und herausgelesen werde. Da die„ Nordd. Volks- Zeitung" mehrfach wegen Beleidigung die sofort für die politische Bewegung zu gewinnen, begriffen aber recht Ende zu machen. In ganz Deutschland habe sich das Bedürfniß wohl das engere Gebiet der öffentlichen Angelegenheiten. Letzteres hierzu fühlbar gemacht und das habe deshalb auf der GewerkGerichte beschäftigt habe, obgleich allerdings noch bestritt& a ßmann- Berlin: Wenn er gewußt hätte, daß nach dem schaftstonferenz zur Bildung der Generalfommission geführt. G teines der beiden bisher gefällten Urtheile Falle des Sozialistengesetzes das Vereinsrecht noch viel schärfer Ueber Streits zu berathen und zu entscheiden, dazu gehöre eine rechtskräftig geworden, so exemplarische Strafe erkannt werden. sechs Monate Gefängniß. Der Vertheidiger des Angeklagten, Dr. Rongres prinzipiell gegen die Zentralisation ausgesprochen. Man dürfe sich nicht auf Autoritäten stützen; auch die ReichstagsTürkheim, bestritt die Absicht der Beleidigung ganz entschieden. Abgeordneten könnten Fehler machen und hätten sich bei der Der Angeklagte habe sich auf eine objektive Mittheilung be- Maifeier geirrt. Es sprachen noch mehrere Redner für und Notiz wiederhole lediglich die erste. Aus diesem Grunde bean= gegen, indeß gelangte die Berathung noch nicht zum Abschlusse. ( Fortsetzung folgt.) tragte er Freisprechung des Angeklagten, event., wenn das Gericht sich seiner Auffassung nicht anschließe, wegen einfacher Beleidi gung eine geringe Geldstrafe. Nach längerer Berathung verfündete der Gerichtshof das Urtheil, welches auf 6 Monate( sechs Monate!) Gefängniß gegen den noch unbestraften Angeklagten Iautete. Begründet wurde dieses Erkenntniß einfach mit der Aufforderung an alle diejenigen, welche Marten( Bons) Schwere der Beleidigung. In einem zweiten Preßprozeß gegen den gleichen Angeklagten zur Sammlung von Geldern für die ausgesperrlichen Erwerbszweigen Berlins herbeizuführen habe. ten deutschen Arbeiter in Vertrieb haben, diefelben resp. zog diefer die eingelegte Berufung gegen das schöffengerichtliche darauf gesammelte Gelder ungefäumt mit den Ausgebern zu Urtheil( 100 m. wegen Beleidigung der Kieler Stadtkollegien) verrechnen, da Unterzeichnete öffentlich Abrechnung leisten wollen. zurück, da die ihm von Kiel aus zugesagten Entlastungs- Die Kommission für öffentliche Angelegen zeugen zur Erbringung des Wahrheitsbeweises nicht erschienenheiten der Zabalarbeiter Berlins. gelegen. Streif Kontroll- Kommission. waren. müsse auf eine Er beantrage daher gehandhabt würde, so hätte er sich auch schon vor dem vorigen sehr große Erfahrung in der Gewerkschaftsbewegung. Die Kommission habe, was ja schon ihr Name besage, die Kontrolle über Streits zu führen. Die Delegirten müßten außerdem in der Agitation für die Organisation mit thätig sein, die Agitation müßte vom Ausschuß in die Hand genommen werden. Versammlungen. Das Feld, das sich die Bauhandwerker- Konferenz, vor genommen, hätte ganz gut von der Gesammtheit ausgeführt werden können und auch heute sei es noch nicht zu spät, unbekümmert um einzelne Gewerkschaften habe man weiter vorzugehen. Es sei nothwendig, daß der Apparat verkleinert werde, daß die Sihungen verringert werden und daß die Kommission bei Vermeidung der bis jetzt gemachten Fehler bei der Verschiebenartigkeit der jezigen Organisationen eine Fühlung zwischen sämmtMillarg( Tischler) schließt sich dem Vovredner an. Schimanty( Stereotypeur) ist gegen eine öffentliche Gewerkschaftsversammlung, aber für einen kleineren, als einen wirksameren Apparat. Grob( Schriftgießer) spricht für seinen Antrag. Niederauer( Schuhmacher) polemifirt gegen die Ausführungen Silberberg's, daß sich die Streit- Kontrollkommission Wie Majestäts- Beleidigungen gemacht werden, erfahren Die Frage, ob die Streif- Kontrollkommission weiter bestehen in die Agitation und Organisation der einzelnen Gewerkschaften wir aus einem Briefe, der uns aus Seiligenstadt( im Eichs- folle oder ob eine Auflösung wünschenswerth erscheine, stand in einmischen solle. Betreffs der Geldsammlungen fei er bisher stets gegen diefelben aufgetreten, er sei aber schließlich zu der feld) zugeht. Dort wurde am 4. April Genosse Lange, Zigarren- der letzten Sizung, Freitag Abend, auf der Tagesordnung. arbeiter, unter der Anklage der Majestäts Beleidigung von der Zur Leitung der Verhandlungen wurden die Genossen Ansicht gelangt, daß durch die Gewerkschaften allein nicht die Fabrik weg verhaftet. Wie entstand nun diese Majestäts- Belei- Körsten, Trittelwitz und Wizke erwählt; nach Verlesung der genügenden Mittel herbeigeschafft werden. Daher trete er jetzt digung? Lange hatte am 25. Januar in Geisleder verschiedene Präfengliste ergriff Genosse Kör sten( Former) das Wort, um für Ausgabe von Listen oder Marken ein. Larson( Töpfer) und Wiemer( Hausdiener) Geschäfte abzumachen und dabei mehr als gewöhnlich getrunken. Die Ansicht des Ausschusses der Versammlung flar zu legen. Die Als er Abends mit seinem Schwager nochmals im Wirthshause letzte Versammlung sei derartig schwach besucht gewesen, daß es treten für Fortbestehen der Kommission ein. Hiermit war die Rednerliste erschöpft und es wurde von einkehrte, war er dort eingeschlafen. Da tam eine Gesell nicht möglich war, Beschlüsse zu fassen, wenn man vermeiden schaft mit Ziehharmonika angerückt, bei deren Klängen Lange er wollte, daß wieder Delegirte tämen und sagten, sie wüßten von den zahlreichen eingelaufenen Anträgen und Resolutionen zuWer den Beschlüssen nichts. Es sei daher heute die Frage auf die nächst als die weitgehendsten über folgende Anträge des Genossen wachte, und halb schlaftrunken stimmte er das Lied an: schafft das Gold zu Tage", das indeß in dem allgemeinen Lärm Tagesordnung gestellt worden, wie sich die Streit- Kontrollkom- Pfeiffer abgestimmt: unbeachtet verhallte. An einem entfernten Tische saßen 5 Klein- mission in Zukunft gestalten solle. Entweder erkläre man, wie 1. Daß jede in der Kommission vertretene bürger und Bauern aus Geisleder. Einer unter ihnen, ein vor es die Maler gethan, die Kommission sei nicht lebensfähig, nicht Gewerkschaft nur einen Delegirten zu stellen dem Gramen abgegangener ehemaliger Student und jetziger im Stande zu funktioniren oder aber sämmtliche Delegirte haben hat, welcher Antrag in namentlicher Abstimmung( nach GewerkVersicherungs- Inspektor Fuhlrott lockte nun den trunkenen im anderen Falle die Pflicht zu erscheinen. Wenn eingewendet fchaften) mit 43 gegen 21 Stimmen zwei enthielten sich der Lange an ihren Tisch heran und diskutirte mit ihm. Plöglich werde, der Apparat sei zu schwerfällig, nun, so möge man doch Abstimmung angenommen wurde; " äußerte er, Wie wär's denn, wenn wir jebt ein mit Vorschlägen kommen; er habe seiner Zeit solche gemacht, 2. daß das Martensystem zur Schaffung eines Hoch auf den Raiser ausbrächten?" worauf Lange diese seien damals aber aus zu großer Furcht verworfen worden. Fonds einzuführen ist, was mit sehr großer Mehrheit in seiner Trunkenheit entgegnete:" Da werde ich die Hände Wenn die Institution feinen anderen Zweck haben würde, angenommen wurde. Ferner wurde in Abstimmung nach Gewerkschaften folgender in die Hosentaschen stecken." Als dies Lange's Schwager hörte, dann hätte sie mindestens den, daß die Vertreter fämmtder an einem anderen Tische Karten spielte, sprang er auf und licher Gewerkschaften nöthigenfalls miteinander sofort in Antrag des Genossen Grob: treten tönnten. Den einzelnen Gewerkschaften" Ich beantrage, daß die öffentliche Versamm suchte den trunkenen Lange mit Gewalt vom Tische wegzuziehen. Berbindung Da legte sich derselbe Fuhlrott dazwischen und meinte: sei vielfach der Vorwurf zu machen, daß fie, ohne vorher die lung der Bentral- Streit Kontroll- Kommission Lassen Sie doch den Mann sitzen und sich aussprechen! Kommission zu befragen, in Streits eintreten. Der Ausschuß aus sich eine Kommission von neun Personen zu Später gelang es Lange's Schwager doch, den Trunkenen fortzu empfehle, die Kommission auf keinen Fall aufzulösen, man möge wählen hat, welche die Geschäfte führt, Bebringen. Als er darauf allein in das Wirthshaus zurückkehrte, nur für einen guten Besuch sorgen. Es sei gar nicht nöthig, fchlüffe faßt und sie zur Ausführung bringt nach vernahm er, nach seiner Darlegung, Folgendes: Fuhlrott daß die Sigungen regelmäßig in fürzeren Zwischenräumen statt- Art der Generalfommission in Hamburg. Die stand in der Wirthsstube und sagte:„ Heute Morgen ist mir der fänden, diese könnten größere sein, nur daß eben die Gewerk Delegirten werden als Vertrauensmänner der Gewerkschaften beibehalten", Lange der als Sozialdemokrat bekannt war schon begegnet, fchaften stets Fühlung hatten mit einander. Schneider und Schuhmacher angenommen. da dachte ich mir: Du wirst mir heute noch in die Witte( Tabatarbeiter) theilt zunächst mit, daß auch heute mit 64 gegen 2 In den Ausschuß wurden gewählt die Genossen: Körsten, Falle gehen! Und jetzt habe ich ihn gefangen. Wenn wieder 43 Delegirte fehlen, 68 wären anwesend und 18 entich das nicht zur Anzeige bringe, soll mich u. f. w." schuldigt; den übrigen, glaube er, müßte die Kommission mit Witte, Millarg, Jost, Back, Herzhoff, Silberberg, Faber und Lange wurde wegen obiger und anderer Aeußerungen an- Recht wegen Pflichtvergessenheit eine Rüge ertheilen.( Lebhafte Frl. Loway. Unter Verschiedenem" beantragte Genosse Witte eine Regeflagt, verhaftet, und derselbe Fuhlrott fungirt Zustimmung.) Im Weiteren erklärt Redner es für eine Unmögmit seinen vier Tischgenossen als Belastungs- lichkeit, die Kommiffion aufzulösen; es müsse vor allen Dingen visionskommission zu wählen, welche die Kaffe bei der Uebergabe zeugen! aber entschieden dafür Sorge getragen werden, daß die Berliner an den neugewählten Ausschuß prüfen solle. Es wurden hierzu So tommen Majestätsbeleidigungen zu Stande! Darauf Streit- Kontrollkommission auch allenthalben als die maßgebende die Genossen Trittelwig, Pfeiffer, Koopmann gewählt. Sodann legte Genosse Millarg Rechnung über den Kassenbestand ab, der kann sich Jeder den Vers allein machen! Rörperschaft beachtet werde. Jost( Buchbinder) meint, daß gar kein Grund zu der selbe beträgt 283,05 M.; Decharge wurde noch nicht ertheilt, da Metersen, 8. April. Mit Ablauf des Sozialistengesetzes heutigen Tagesordnung vorlag; wenn die letzte Sigung so erst die Revisionskommission die Kasse zu prüfen hat. meinte man, nun würden die damit verbundenen Haussuchungen mangelhaft besucht gewesen sei, so habe dies daran gelegen, daß verschwinden. Daß dem nicht so ist, sollte der Vorstand des dieselbe an einem der ungünstigsten Tage( vor dem Osterfest) und Arbeiter. fozialdemokratischen Wahlvereins erfahren. Am Ostersonnabend stattgefunden habe, an einem Tage, an welchem sonst keine 8 Uhr, bet Joel, Andreasstr. 21( oberer Saal). Er sei in aller Frühe wurde eine solche vorgenommen; gesucht wurde Gewerkschaften Versammlungen einzuberufen pflegen. nach dem Mitgliederverzeichniß des Vereins. Dasselbe wurde entschieden gegen eine Auflösung, die Kommission habe schon hält am Donnerstag, den 16. April, Abends 9 Uhr, bet Norbert, Beuthstraße auch von dem Kassirer den suchenden Beamten ausgehändigt, und Bedeutendes geleistet. Ferner komme für die Griftenzberechtigung Tagesordnung ab: schon am Nachmittag desselben Tages erhielt der Gesammtvor- und Nothwendigkeit der Kommission in Betracht, daß im Laufe Krantenzahl unserer Mitglieder. stand Vorladung vor den Amtsrichter zum 3. April. Hier erfuhr dieses Sommers der allgemeine Gewerkschafts- Kongreß stattfinde, derselbe nun erst, um was es sich eigentlich handelt. Derfelbe welcher sich vornehmlich mit der Organisation der Massen besoll sich gegen§§ 2 und 18 des Vereinsgesetzes vergangen haben, schäftigen werde. Hier gelte es, nun mit praktischen Vorschlägen indem derselbe die Mitgliederlisten nicht an die umliegenden Pozu sanktioniren und Gelder zu sammeln. Diese Punkte seien lizei- Behörden, wo der Verein Mitglieder hat, eingereicht hat, und zu kommen, dies sei weit wichtiger, als hin und wieder Streits Maler und verwandten Berufsgenossen bet Berg, Ratser- Frans- Grenadierweil die abgereisten Mitglieder nicht rechtzeitig abgemeldet worden sind. Ob nun Anklage erhoben wird, bleibt abzuwarten, jedenfalls wird/ 3war bisher noch nicht berathen, über kurz oder lang müßten sie Männer- Gesangverein" Biederlust", Fichtestraße 29 bei Strosche( früher Wizke erklärt dem Vorredner, daß der Ausschuß die letzte urtheilung diese Auffassung des Vereinsgesetzes für alle Arbeiter Versammlung dringend die Verhandlung erheischender Punkte bas Resultat ſpäter bekannt gegeben, da bei einer etwaigen Wer- aber doch vor das Forum der Kommission treten.( Beifall.) pereine von größter Wichtigkeit ist.- Gegen den Verein der wegen einberufen mußte. Bandmacher schwebt dasselbe Verfahren. * Vereinigung der in der Kartonbranche beschäftigten Arbeiterinnen Bersammlung ant Dienstag, den 14. April, Abends Punkt Die Kranken- und Sterbekaffe der Berliner Hausdiener, E. S. 61, Nr. 21-22, thre zweite ordentliche General- Versammlung mit folgender 1. Mittheilungen. 2. Bierteljahresbericht. 8. Die große 4. Verschiebenes, Auflage und Fragekasten. Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Montag, Abends Stebertafel ber ur großjährige Mitglieder haben Zutritt. Quittungsbuch legitimirt. Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gefangverein Genefelber" Restaurant Trieschmann, Jüdenstraße 55. Platz 7. Gesangverein Myrthenblätter, Alte Schönhauserstraße 42, Gesangverein Harmonie", Meyerbeerfir. 9 bei Dornblatt. bei Reimann. Moewes). Gesangverein, Gefelligrett 2", Münzstraße 11 bei gemter. Arbeiter- Gesangverein Borwärts"( Südost) bet Biemer, Cuvrystraße 16.- Gesangverein ,, yra", Charlottenburg, Rosinenfir. 3 bei Grischow von 8 bis 10 Uhr. " von 8-10 Uhr Abends, Blumenftr. 6sa. Rauchtlub, Arcona", Montag, Abends 8%-10% Uhr bei 8iplinsti, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends Täterow( Schneider): Etwas Einheitliches bisher fest- von 8-10 Uhr, Männerabtheilung.- ,, Berliner Zurugenossenschaft" stellen zu können, sei schwierig gewesen, habe man es doch hier 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Pant str. 9-10 im Leffing- Gymnasium. Turnverein, sten", Behrlingsabtheilung, Montag Dortmund, 10. April. Herr L. Lensing ersucht uns um mit so verschiedenartigen Gewerkschaften zu thun, von denen die Aufnahme folgender Berichtigung:„ Bezüglich des in der ersten meisten anders geartete Organisationen hätten. Unbedingt müßten Rauchtlub, Weiße Wolte", Montag, Abends bet Becker. von 9-11 Uhr, Streligerstr. 16, Beilage zu Nr. 82 des„ Vorwärts"" abgedruckten Referates über andere Maßnahmen getroffen werden, im Plenum sei es un Reichenbergerfir. 71. Rauchrlub Deutscher eine Bergarbeiter- Bersammlung in Borbeck vom Montag, den möglich, eine genügende Berathung zu führen, da müßten Kom- mi che" Montag Abend von 8-10% 11hr bei Schöneburg, Grüner Weg 9. 6. April ersuche ich um folgende Berichtigungen. missionen zur Einzelberathung eingesetzt werden. Die General Rauchttub, Freiheit", jeden Montag um 9 Uhr bei Wuttte, FriedrichsbergerErstens, es ist unwahr, daß ich, wie nach dem Referat Rommission habe zwar den lokalen Kommissionen ein großes straße 4. Verein Wanderlust", Sizung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, Grünaueranzunehmen ist, dreimal den Versuch gemacht habe, zu reden und Feld der Thätigkeit weggenommen, die neu konstituirte Bau- straße 14 bei Rach.- Berein der„ Oberlaufiger", Montag, Abend 9 Uhr Friedrichs- Berein", die Bergleute jedesmal mit„ Glück auf Kameraden! angeredet handwerker- Kommission drohe nun aber vollends die Streit im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45. es sei doch ehemal. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranienſtr. 84. habe. Ich habe nur einmal einige wenige Worte im Zusammen Kontroll Kommission zu verdrängen, denn Bergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant& erth, hange zur Geschäftsordnung gesprochen und die Anwesenden mit unmöglich, etwas Ersprießliches zu erzielen, wenn größere Berufs- Verein ehem. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Stzung. Bergnügungs- Verein Reichstrone", Sigung zweige sich absonderten. Ein großer Fehler sei es gewesen, daß Brinzenstraße 106. Meine Herren" angeredet. Zweitens, es ist unwahr, daß ich freie Diskussion nicht habe die Sammlungen der Kommission abgelehnt seien, damit dem Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Bittoria- Ballſalon, Berlebergerstr. 13. Bäße willkommen. Bergnügungsverein didelio", Montag Abends 9 Uhr im Damen und Herren als gestatten wollen, im Gegentheil habe ich in Uebereinstimmung mit Bergnügungsklub Mephisto", Montag Abend den Einberufern der Versammlung ausdrücklich erklärt, dak planlosen Sammeln ein Ende bereitet werde. Rebner empfiehlt Restaurant Bum Reichsgarten", Drantenstr. 108. zum Schluß, eine Kommission zu wählen, welche eine Neu- Gäste willkommen. Vergnügungsverein, Edelweiß 2" organisation berathen und dann bestimmte Vorschläge einer Bolts- 8½ Uhr bei Wolff, Brunnenſtr. 35a. jeden Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienstr. 109." VergnügungsVerein Amicitia", Sigung Sonntags um 8 Uhr im Vereinshaus, Damen und Herren willkommen. VergnügungsKropmann( Wäsche zu schneider) ist für Ausschuß Wilhelmftr. 118, Annita". Montag Abend von 8% bis 10 Uhr bei Roth, versammlung vorlegen solle. von 9 Personen gemäß einem dahingehenden inzwischen ein- verein Theater- Verein Blumentese", Vovs. E. Wuthe. Naunynstr. 31. Sigung mit Damen Sonntag Nachmittag 4 Uhr im Dresdener Garten", gelaufenen Antrag des Genossen Grob. Privat- Theatergesellschaft, offPfeiffer( Bäcker): Es wäre bedeutend besser, wenn nur Dresdenerstraße do. Gäste willkommen. ein Delegirter da wäre und wenn dieser überhaupt nur ein Amt nung", Sonntag, Abends& Uhr, bei Krebs, Dhingasse 2. Gäfte, Damen und Privattheater- Gesellschaft Augusta Victoria", bekleidete, damit seine Zeit nicht auch noch anderwärts zuweilen in Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Gaat, Perlebergerstr. 18. Gäste willtommen. Anspruch genommen werde. Die Schaffung eines Fonds durch Pollack- Club„ Eintracht bei Gustav Schulze, sienerfir. 68. Gäfte willKlub„ Gefelltgtett", Sigung Sonntags 6 Uhr Markenausgabe werde sich wohl doch als nothwendig erweisen. tommen. Die Geschäftsleitung müsse mit weit größeren Befugnissen aus Brangelfir. 141. Gefelliger Bergnügungsverein, Nor bor bei Schmidt, gestattet werden. Drittens, es ist unwahr, daß ich den Vorsitzenden aufgefordert habe, drei Personen aus dem Saale zu entfernen, die Aufforderung bezog sich ausdrücklich auf eine Person, welche unaufhaltsam schrie." Arbeiterbewegung. Kongreß der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter. Salle, 10. April. Aus der vorhergehenden Sigung ist noch nachzutragen, daß Gämmerer- Altona die Bentralisation ( Fortsetzung.) Herren, willkommen. mittag 4 Uhr bei Nade, Müllerstr. 161. Gäste, Gerren und Damen, willtommen. Theater. Sonntag, den 12. April. Opernhaus. Die Hugenotten. Achtung! Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein Montag: Der Trompeter von Gades 5. Berliner Reichstags- Wahlkreises. kingen. Schauspielhaus. Das Käthchen von Heilbronn, oder: Die Feuerprobe. Montag: Der neue Herr. Leffing- Theater. Ultimo. Montag: Der Probepfeil. Berliner Theater. Schuldig. Montag: Kean. Deutsches Theater. Die Kinder Der Exzellenz. Montag: Faust. I. Theil. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Des Teufels Weib. Montag: Dieselbe Borstellung. Residenz- Theater. Der selige Tou pinel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Raben. Theater. Die fieben Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Große Versammlung am Dienstag, den 14. April cr., Abends 8½½2 Uhr, im Saale der Brauerei Bötzow, Prenzlauer Thor. Alles Nähere durch Säulenanschlag am Dienstag. 340/12 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Maurer Charlottenburgs und Umgegend am Dienstag, den 14. April, Abends 8 Uhr, im großen Saale von Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39.. 241/4 Tages- Ordnung: 1. Der nächst bevorstehende 8. Maurer- Kongreß. 2. Diskussion. 8. Abrechnung und Gesammtwahl der Vertrauensmänner. 4. Verschiedenes. Referent: Herr Regierungsbaumeister a. D. G. Reßler- Berlin. Es ist Pflicht eines jeden Maurers, in dieser so wichtigen Versammlung Der Einberufer: Adolf Wenk. zu erscheinen. Verband deutscher Gold- u. Silberarbeiter und verw. Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). Verein der Lithographen, Steindrucker und am Dienstag, den 14. April, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Berufsgenossen Deutchlands. Filiale der Lithographen Berlins! Dienstag, den 14. April, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein ( Gartensaal), Alte Jakobstr. 75: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn C. Pinn über: Ronventionelle Lügen der Kultur- Menschheit". 2. Diskussion. 8. Wahl der Filial- Verwaltung. 4. Stellung Gavaut, nahme zum Zentral- Arbeitsnachweis. 5. Verschiedenes. Minard u. Ko. Vorher: Die Odaliste. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend Theater. Der Glöckner von Notre- Dame. Montag: Maria Stuart. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Montag: Diefelbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Montag: Dieselbe Borstellung. Kaufmann's Variété. Große Spegialitäten- Borstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Gtablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks und Mittagstisch. Spezial- Ausschaut von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Bratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikNen Direktor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Call Opernfängers u. Konzertmalers F Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 8 Regelbahnen und einen Es wird ganz besonders darauf aufmerksam gemacht, daß nur den Kollegen der Eintritt gestattet ist, welche sich durch Vorzeigen der Quittungsfarte über entrichtetes Einschreibegeld als Mitglieder des Vereins legitimiren tönnen. Um zahlreichen Besuch und weiteste Verbreitung des Vorstehenden unter den Kollegen bittet Der Beauftragte. 207/2 B. Dübelt, Lithograph, Gräfeſtr. 31. Oeffentliche Versammlung der Böttcher mit Frauen Heute, Sonntag, den 12. d. Mts., Nachmittags 6 Uhr, im Saale des Herrn Lehmann, Schwedterstr. 24. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Sievers über:" Natürliche Erziehung". Diskussion. Nachher: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Unkosten werden durch Tellersammlung gedeckt. Gäste willkommen. 122/7 Arbeiter- Bildungs- Schule. Am Sonntag, den 12. April, Vorm. 9 Uhr, wird der Unterricht eröffnet, E und zwar in der Nord- Schule: Sastanien- Allee 53, Süd- Schule: Hagelsbergerstr. 43, Ost- Schule: Markusstr. 31, West- Schule: Stephanstr. 45, mit folgendem, in allen Schulen gleichmäßigen Lehrplan: Sonntag: Vormittags 9-10 Uhr: Buchführung. " 10-11 11-1 " Stenographie.*) Zeichnen. Abends 81/ 2-10%/ 2 Uhr: Deutsch. Naturwissenschaft. Geschichte. Nationalötonomie. Montag: Dienstag: " Mittwoch: " Donnerstag: " Freitag: " " 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-91/ 2 91/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 " " " Rechnen. " " " Sonnabend: Schreiben. Geschichte. *) Es wird in der Nord- und Süd- Schule Roller'sche und in der Saal zu Vergnügungen und Ver- Ost- und West- Schule Neu- Stolze'sche Stenographie gelehrt. fammlungen. 703 F. Sodtke. PassagePanopticum. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Castan's Panopticum. Jetzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. RICHSHAI Aktien- Brauerei Friedrichshain Königsthor. Die Unterrichtsstunden beginnen und enden pünktlich zur angesetzten Zeit, und ist ganz pünktliches Erscheinen erforderlich, der Unterricht darf teinesfalls durch Nachzügler gestört werden, ebenso wie es im Interesse aller Theilnehmer liegt, daß der Eintritt am Beginn und nicht im Laufe des Vierteljahres erfolgt! Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Mitglieder- Versammlung. B Tages Ordnung: 160/6 1. Vortrag des Herrn J. Türt. 2. Diskussion. 3. Rassenbericht. 4. Verschiedenes. Zeitungen, sowie Beiträge in der Versammlung beim Kassirer. Gäste, fowie unsere Berufsgenossinnen sehr willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Achtung, Maler! Generalversammlung der Filiale I( Süd) am Dienstag, den 14. April, Abends 8 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobsir. 83. Zages Ordnung: 1. Vierteljahresbericht. = 2. Bericht des Vorstandes über seine bisherige Thätigkeit. 3. Verschiedenes, Die Bevollmächtigten. Unterstützungsbund der Hausdiener Berlins. Bureau u. Arbeitsnachweis: C., Neue Grünstr. 10, I., an d. Seydelstr. Gr. Wander- Versammlung im Osten am Mittwoch, den 15. April 1891, Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg No. 29. Tagesordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vortrag des Stadtv. O. Heindorf: Was will die Arbeiterschaft? Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder und Geschäftliches. 4. Ausgabe der Billets zum 19. April( Feenpalast) u. Fragekasten. Gäste sind gern gesehen. Um zahlreichen Besuch bittet 168/7 Der Vorstand. Sonntag, den 19. April, Nachm. 4 Uhr, im Feenpalast, größter Saal Berlins, neuer Fußboden, Burgstraße an der Börse: Großes Familien- Feft, " 1 verbunden mit Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung, arrangirt zum Besten der Unterstützungskasse der Fachzeitung Einigkeit". Auftreten von 11 Künstlern. Nach der Vorstellung Tanz( ohne Nachzahlung). Billets à 50 Pf. sind im Bureau des Bundes, Neue Grünstraße 10, I., und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet 168/7 Der Vorstand. Mai- Feier der Bildhauer Berlins am Sonntag, den 3. Mai cr., in ,, Andreas- Festsäle", Andreasstr. 21. Anfang 4 Uhr Nachmittags. ic Das Programm wird sich zu einem des Tages würdigen und inhaltreichen gestalten, bestehend aus Vorträgen, Konzert, Gesang und Tanz. Im ersten Theil des Programms: Die zum Unterricht erforderlichen billigeren Lehr- eftrede des Herrn Julius Türck. mittel werden unentgeltlich geliefert. Nur Inhaber von Unterrichtskarten haben zum Unterricht Zutritt und sind Karten à 75 f. für das Vierteljahr und für alle Lehrfächer zugleich geltend für Männer und Frauen- an sämmtlichen untenstehenden Bahlstellen gegen Borzeigung des Mitgliedsbuches zu haben; in den Schulräumen findet keine Ausgabe von Mitgliedsbüchern oder Unterrichtskarten statt. In den Vorzimmern liegen Tagesblätter und andere Zeitschriften aus! Die Zahlstellen, bei denen Billets zum Aquarium"( von jest ab zum Preise von 25 Pf.) zu. haben sind, sind die folgenden: S. Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116. A. Günther, Gitschinerstr. 87. Klein, Rottbuser Damm 14. SO. Kehr, Röpnickerstr. 126. Schmidt, Wrangelstr. 141, Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynſtr. 86. Linke, Forsterstr. 45. SW. Schönfeld, Mariendorferstr. 10. Juſtrumental- wilschke, Junkerstr. 1. Konzert Arnold. Anfang 42 Uhr, Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. Welt- Restaurant. 97. Dresdenerstraße 97. Heute, Sonntag: Auftreten der Nordd. Sänger- Gesellschaft, sowie der Duettisten Geschw. Waldmann. Evorabräu( à Glas 10 Pfg.) in Flaschen und Gebinden von 17 Liter an außer dem Hause empfiehlt 483L Otto Linke, Forsterstr. 45. Wilschke, Raybachstr. 1. Antrick, Steinmetzstr. 60. Müller, Winterfeld- u. BiethenstraßenEcfe. 0. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74, Heindorf, Langestr. 70. Jnsinger, Rrautstraße. 48. Lock, Friedrichsbergerstr. 11, Tempel, Breslauerstr. 27. C. Sommer, Grünstr. 21. Kuhlmey, Rosenstr. 30. Vogtherr, Landsbergerstr. 64. N. Abraham, Straßburgerstr. 5. Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Hasenclever, Chausseestr. 49/50. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenſtr. 83. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 46. NO. Gumpel, Barnimftr. 42. Grasshold, Ballifadenstr. 59. Drescher, Linienstr. 50. NW. Vogtherr, Stephanstr. 27a. Voss, Birkenstr. 59. Friedrichsberg. Lippe, Friedrich Karlstr. 11. Neu- Weissensee. Prutz, Sedanstr. 85d, Im zweiten Theil des Programms: Aufführung einer vom Kollegen Stahl speziell zu dieser Gelegenheit verfaßten Dichtung. Im dritten Theil des Programm3: Auftreten des Kollegen William Rex als Schwarzkünstler. Die zu diesem Tag erscheinende Fest- Zeitung wird an die Theilnehmer gratis vertheilt. 117/18 Billets à 20 Pf. sind zu haben bei sämmtlichen Kommissionsmitgliedern und im Vereinslokal Prinzentr. 87 allabendlich. Kollegen, welche nachweislich ohne Stellung sind, erhalten ihre Eintrittskarte unentgeltlich, um es Allen möglich zu machen, theil zu Die Kommission der Bildhauer. nehmen. Achtung, Schlosser! Verein Berliner Hansdiener. General- Versammlung bes Fachverein für Schlosser n. Maschinenbau- Arbeiter Berlins und Umgegend am Montag, den 20. April cr., in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: Auflösung des Vereins. Dritte ordentliche General- Versammlung am Montag, den 18. b. M., Ab. 9 Uhr, " Arminhallen", Rommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Mittheilungen. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Vierteljahres- Bericht. 4. Entschädigung eingegangener Unterstüßungsgesuche und Anträge. 5. Verschiedenes und Fragefasten. 190b Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Versammlung vollzählig zu erscheinen. Der Maler u. verw. Berufsgen. ersuchen wir die Mitglieder, zu dieser 275/9 Der Vorstand. Filiale I. Ver. zur Wahrung d. Juteressen Mitgliederversammlung der Berliner Knopfarbeiter. Ordentliche Ab. 82 Begen„ Abwesenheit" des unterzeichneten erſten Vorsitzenden find Bu- Generalversammlung schriften aller Art, welche die Arbeiter- Bildungs- Schule betreffen, während der am Montag, den 18. April, 26. 8 Uhr, nächsten sechs Wochen an den zweiten Vorsitzenden, Herrn Stadtverordneten bei Bolzmann, Andreasstr. 26. machines, el Friz Bubeil, SO., Naunynstr. 86, zu richten. Tagesordnung: 103/12 Der Vorstand. J. A.: E. Vogtherr, 1. Vorsitzender, Stephanftr. 27a. 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über:„ Die Ziele der Sozialdemokratie". am Dienstag, den 14. April, Ab. S1/ 2 Uhr, bei Gnadt, Brunnenstr. 38. Tagesordnung: antenkontrolle. 3. Verschiedenes. 1. Rechenschaftsbericht. 2. Wah! der 194 b Der Bevollmächtigte. NB. Das Raffenlokal besindet sich jest Ruppinerstr. 46. Den Mitgliedern der E. H. Nr. 71 Restaurant zum Bukunftstaat". Bierteljährl. Kaffenbericht. 3. Wahl zur Nachricht, daß bas Mitglied » Adolph Scholz, der Rechtsschutz- Kommission. 4. Verschiedenes. Gäste sehr willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Kastanien- Allee Nr. 35.( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur infl. ,, Gazeta Robotnicza liegt aus. 382 L 191/4 Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hermann Hennig aus Bukarest am 8. d. Mts., ver storben ist. 195b Die Filiale Berlin Hierzu drei Beilagen 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 85. " Lokales. Sonntag, den 12. April 1891. 8. Jahrg. Wirkung zu erproben, die Müllgrube eines Nachbarhauses mittelst einem seiner Vorgesetzten kontrollirt, wie es in der Welt um die Papiers und Schwefels in Brand gesetzt hatte. Da Nachmittags Sittlichkeit aussieht. Zu dieser Kontrolle besitzt Nick sonderbar konstruirte fein Unterricht in der Knabenschule stattfand, der Eingang hierzu Die Krenze an der Hausthür. Die„ Kreuz- 3tg." druckt verschlossen, schlich sich 2. durch den Eingang der Mädchenschule Uhren( Schrittmesser), deren es für jede Stadt der Welt eine der National- tg." folgenden Artikel nach: Eines Nachmittags, als ich meine Wohnung verließ, be- in das Gebäude und begab sich nach Klasse 4B, wo er den Brand giebt; diefe läuten sofort, wenn in einer Ehe die Treue gebrochen anlegte. Befragt, warum er hier gerade das Feuer angelegt, wird. Die Glocken der großen Städte läuten vorzüglich. Da merkte ich an der Hausthür zwei mit Kreide gezogene äußerte der Bursche, er habe geglaubt, daß in dem kleinen Raum findet jedoch der Kontrolleur zu feinem Entfeßen, daß in der Kreuze. Nach einigen Tagen bemerkte ich die inzwischen ent: das Feuer sich schneller ausbreiten werde und die Spuren der ehrbaren Stadt Upsala das Glöckchen der Uhr seit 50 Jahren fernten Kreuze abermals und dann zum dritten Male. Das fiel Brandstiftung schneller verwischt würden. Gegen 2. ist das Straf- nicht mehr geläutet hat! mir auf. Hier war anscheinend ein Zuſummenhang vorhanden; benn sie standen jedesmal auf der rechten Seite der Hausthür verfahren bereits eingeleitet und wird der Taugenichts wohl einer und waren in ihrer Ausdehnung nicht aufdringlich. Und es 3wangserziehungs- Anstalt überwiesen werden. ward mir schließlich nicht schwer, einen Zusammenhang zwischen den beiden Kreuzen und dem wiederholten Klingeln und Ansprechen" an meiner Wohnung zu entdecken. Ich wohnte zwei Treppen rechts, und die beiden Kreuze, die ein Bettler gemacht, waren ein Wink an den Leser, welcher eben die Hieroglyphen sprache verstand:„ Der giebt." Es ist unzweifelhaft, daß es nicht nur ein solches Verständigungsmittel zwischen den Bettelleuten, sondern mehrere giebt. Nur so ist es zu erklären, daß in start bewohnten Häufern regelmäßig einzelne Miether herausgesondert werden, die sich in ganz besonderem Maße des Vertrauens der Bettler erfreuen, während sie an den anderen Hausgenossen mit Verachtung vorübergehen." " " Daß der wohlthätige Mitarbeiter der National- Beitung" in diesem kleinen Artikel zu erkennen giebt, wie wenig oder wie sicher seine linte Hand weiß, was die rechte thut, das wäre bei der, National- Zeitung" schon interessant; bei der Kreuz- Zeitung" ist es aber auffallend und bezeichnend für den echt christlichen und menschenfreundlichen Geist, der dieses fromme Blatt durch weht. Diese werden Gebräuche er Minister Nick fann seine hierdurch arg bedrohte Stellung nur halten, indem er sich selbst auf die Erde begiebt, seiner Gattin die Treue auf 48 Stunden brechen will und hierzu ebenAm Mittwoch Vormittag entfernte sich das bei dem falls ehrbare Frauen Upsalas zu veranlassen sucht. Sattlermeister H. in Tempelhof bedienstete Mädchen, eine Waise, Doch sein kleines Teufelsweib begleitet ihn heimlich und alle tollen Streiche, die im Alter von 16 Jahren, um bei einem im Orte wohnhaften auf seiner Reise Kaufmann Einkäufe zu machen. In seiner Begleitung befand in der frommen Stadt verüben will, vereitelt sie durch Die Einfälle hierbei sind in der That sich die fünfjährige Tochter ihrer Herrschaft. Beide kehrten nicht immer tollere. mehr zurück. Die in Todesangst verseßten Eltern stellten sofort so launig, vor allen Dingen verstand es Frl. Glöckner das Nachforschungen an; gestern Nachmittag wurde ihnen durch einen Teufels- Weib so reizend darzustellen, daß vielleicht mancher ZuFuhrmann ihr Töchterchen wieder zugeführt, welches er weinend schauer nicht übel Lust nach dem Besitz eines solchen empfunden und umherirrend in einer der südlichen Straßen Berlins allein hatte. Sie selbst bricht die Treue zum Schluß denn Upsalas natürlich rettet sie dadurch dem angetroffen hatte, nachdem es kurz vorher von dem Dienst- Tugend ist unzerstörbar mädchen verlassen worden war. Bon leyterem ist noch keine Gatten seine Stellung- denn das Glöckchen hat geläutet! Spur aufgetaucht. Die Inszenirung und Darstellung waren vorzüglich. Die feit Montag vermiste zehnjährige Anna Manny, welche ihren in der Brunnenstr. 115A wohnhaften Eltern aus Furcht vor Strafe entlaufen ist, wurde gestern in der Dragonerstraße aufgegriffen und zu ihren Eltern zurückgebracht. Der Grund ihres Entweichens lag in der Ursache, daß ihr von einem Knaben eine Mart geraubt wurde, für welche sie Milch holen follte. Sie wagte sich nicht mehr nach Hause und irrte hungernd und frierend fünf Tage umher. Versammlungen. H an die Abmachungen er zu Es fragt Eine öffentliche Versammlung der Drechsler aller Branchen fand am 9. April unter dem Vorsitz des Herrn Wenn der scharfsinnige Beobachter der„ National- Zeitung", Blagens statt. Es galt Stellung zu nehmen zu der drohenden Wiedereinführung der zehnstündigen Arbeitszeit in der Stockstatt seinen schwarzgalligen Empfindungen gegen die in diesem Falle ganz gewiß unschuldigen Bettler Ausdruck zu geben, sich in den gegenwärtigen ersten Frühlingstagen lieber den Spielen In der Charitee verstorben ist vorgestern Abend der branche. Der Genosse Hildebrandt hatte das Referat übernommen. Anknüpfend an die Neunstundenbewegnng der Stockder Knaben auf den Straßen zugewendet hätte, so würde er bald durch den Selbstmord- und Mordversuch gegen seine Mutter bearbeiter vom vorigen Jahre beleuchtete Redner verschiedene Voreine sehr einfache und vernünftige Erklärung für die Kreuze an fannte 28jährige Schankwirth Karl Studt. Die noch im SanaStockfabrikanten hätten einen Ansturm gegen die bestehende der Hausthür gefunden haben. Man sieht in allen Stadtgegenden torium am Hansaplas liegende Mutter wurde von dem Tode des kommnisse, welche den Verdacht zu erwecken geeignet sind, die gerade gegenwärtig die spielenden Jungen mit Kreide Thüren, Zäune Sohnes in schonendster Weise in Kenntniß gesetzt. Ihr Befinden neunstündige und für die Wiedereinführung der zehnstündigen Arbeitszeit in Aussicht genommen. So ist es hauptsächlich der und Wände bemalen; dabei spielt das Kreuz eine hervorragende läßt noch zu wünschen übrig. Ein Berichterstatter schreibt in derselben Angelegenheit: Rolle. In den kleinen Städten in der Nähe von Berlin fann man die gleiche Gepflogenheit der Kinder beobachten, und daß Die That Studt's ist, wie nunmehr festgestellt werden konnte, ein Besitzer der Fabrik Hamann, Herr Weigert, welcher im Begriffe Er hält sich für nicht gebunden Vergnügen für den sogenannten„ Herenabend", den 30. April der Charitee plöglich in Tobsucht, so daß er nur durch Anlegung zwischen Drechslern und Stock Fabrikanten, da er dort die Kreiderei und namentlich das Ankreuzen ein besonderes Att des Wahnsinns gewesen. Studt verfiel vorgestern Abend in ist, die zehnstündige Arbeitszeit in seinem Betriebe einzuführen. ( Walpurgisnacht), ist, das natürlich rechtzeitig vorher gebührend einer Zwangsjacke gebändigt werden konnte und verstarb bald ihrer Zeit noch keine Drechsler beschäftigt und erst später Artikel eingeführt habe, welche Drechslerarbeit erforderten. eingeübt wird. Am Herenabend aber dürfen dann die Kinder darauf an innerer Verblutung. ungestraft Thüren und Fensterläden je mit drei kreuzen bemalen, Polizeibericht. Am 10. b. M. Morgens wurde eine Befagter Fabrikant hat sich jetzt eine Fabrik eingerichtet, die dann als Schutzmittel gegen das Eindringen der in der Nacht 35jährige Frau in ihrer Wohnung, in der Hochmeisterstraße, er in welcher Metallarbeiter und Drechsler gemeinschaftlich beumberfliegenden Heren gelten, welche bekanntlich in der Walpurgishängt vorgefunden. An der Ecke der Krautsstraße und des schäftigt werden sollen, und hier sollte dann die Arbeitszeit zehn nacht auf Besen und Ofengabeln durch die Luft reiten, um sich Grünen Weges wurde zu derselben Zeit ein 9jähriger Knabe von Stunden betragen. Durch Verzögerung des Umzuges ist es noch zu dem großen Herenball auf den Blocksberg zu begeben. einem Milchwagen überfahren und an der Hand anscheinend nicht zur definitiven Einführung der 10ftündigen Arbeitszeit ge von der Berliner Jugend, natürlich mit den nöthigen Aenderungen, befolgt. Da es schwer verletzt.- Vormittags wurden in einem Fremdenzimmer kommen. Wie haben sich nun die Drechsler hierzu zu verhalten? hier keine Fensterladen zu bemalen giebt und das Anfreiden eines Hotels ein Buchhalter und eine Kellnerin todt aufgefunden. Nothwendig muß etwas geschehen, um die Verlängerung der der Thüren leicht unliebfame Folgen nach sich zieht, so werden Dieſelben hatten sich mittelst Sublimats vergiftet. Der bei Arbeitszeit, sowie die mit angedrohte Verkürzung des Lohnes zu Zäune und Mauern bemalen, wie man das jetzt in allen Straßen den Abbruchsarbeiten auf dem Grundstück Thiergartenstr. 11 be- verhindern, um so mehr, da, wenn ein Fabrikant gewonnenes sehen kann. Daß sich dabei auch ein Paar kleine Kreuze an die schäftigte Arbeiter Kusicke wurde zu derselben Zeit, als er dem Spiel hat, andere nachfolgen und dieselben Arbeitsbedingungen Hausthür des National- Zeitungs- Mitarbeiters verirren, ist wohl ausdrücklichen Verbot des verantwortlichen Maurerpoliers zuwider in ihren Fabriken einzuführen bestrebt sein werden. erklärlich, und daß sie desto schneller und sicherer wiederkehren, einen etwa 1 m hohen Rohrkasten mittelst Brechstange umstürzte, von sich nur, ob nicht die Drechsler jetzt zu sehr geschwächt sind, um je schneller und heftiger sie entfernt werden, das begreift und einem größeren Bruchstücke an der Stirn getroffen, so daß der Tod auf sich etwas vornehmen zu können. Er, Redner, mache den Vorder Stelle eintrat. Vor dem Hause Mühlenstr. 65 fiel Mittags schlag, eine Kommission zu wählen, welche sich bei den dem versteht jeder, der einmal einen ruppigen Berliner Jungen beim Spielen beobachtet hat. Was im vorliegenden Falle darüber ist, der Kutscher Tieze infolge eines Stoßes von seinem mit Bunde angehörenden Stockfabrikanten zu erfundigen hat, ob sie das ist vielleicht nicht gerade vom Uebel, aber jedenfalls nur in Spiritusfässern beladenen Rollwagen und erlitt so schwere Ver- bereit wären, im Falle eines Streits bei dem sie sehr schädigender Dauer des Ausstandes zu der Phantasie des bettlerfeindlichen Mitarbeiters der„ National- legungen am Kopf und an der Hand, daß er nach dem Kranken- den Konkurrenten Weigert, die dort Ausständigen in ihren haufe am Friedrichshain gebracht werden mußte. Auf der Betrieben während Zeitung" begründet. Ein Mensch, der noch so viel Gemeinsinn Bellealliance- Brücke wurde Abends ein Tischler mit einer start schäftigen. Weiter habe sich die Kommission an die Berliner besitzt, wie er hier den Bettlern angeoichtet wird, der geht nicht blutenden Wunde am Hinterkopfe aufgefunden und nach dem Streit- Kontrolkommission und an die Generalkommission der gewerbsmäßig betteln und organisirt feine Hausbettelei, das wären In der Wohnung eines deutschen Gewerkschaften in Hamburg zu wenden, um zu erfahren, Krankenhause am Urban gebracht. unvereinbare Gegenfäße im Charakter eines und desselben Men Malers, Brunnenstr. 82b, entstand zu derselben Zeit ein kleiner ob die Stockarbeiter im Falle eines Ausstandes von diesen beiden schen. Daß die„ Kreuz- Zeitung" diese Mittheilung über den Brand. Bei dem Versuche, denselben zu löschen, erlitt der Maler Seiten auf Unterstüßung rechnen könnten. Am nächsten Dienstag oder Mittwoch habe dann eine öffentliche Versammlung stattangeblichen Mißbrauch ihres Symbolums nicht genauer geprüft, bedeutende Brandwunden an den Händen und im Gesicht. zufinden, der die Kommission Bericht erstatten müsse und welche sondern vorbehaltlos wiedergegeben hat, verräth mehr redaktionellen Außerdem fanden noch drei kleinere Brände statt. endgiltig über die weitere Behandlung der Angelegenheit zu beEifer als Gründlichkeit. schließen befugt sei. Dieser Vorschlag Hildebrand's wurde, nachdem mehrere Redner in der Diskussion gesprochen, von der Versammlung akzeptirt. Die Ausführung des Beschlusses wurde der Lohnkommission der Stockarbeiter übertragen. Betreffs der Um der Feuerprämie willen ist der noch nicht 12jährige Jm Wallner- Theater wurde gestern Abend ein phantastisches Maifeier beschloß dann die Versammlung nach einem Referat des Knabe zum Brandstifter geworden, der vor etwa 14 Tagen mehrere Klassenräume der Gemeindeschule Pantstr. 8/9 in Brand fezte. Singspiel, wie es auf dem Bettel genannt wird," Des Teufels Herrn Rautenberg, und nachdem verschiedene Kollegen dazu ge= Nach seinem eigenen Geständniß hat er deswegen Feuer in den Schul- Weib" von Meilhac und Mortier( Musik von Ad. Müller) gesprochen, folgendes: Am Abend des 1. Mai hat eine öffentliche räumen angelegt, um als„ Erster" zum Feuermelder laufen zu können geben. Phantastisch war die Sache allerdings, doch flotte Musik Versammlung stattzufinden mit entsprechender Tagesordnung. Kollege, und sich so die darauf gesetzten 3 Mark Prämie zu verdienen. und noch flotteres Spiel halfen über die Inhaltlosigkeit des Ganzen Am 3. Mai findet ein Ausflug der Drechsler statt. Jeder welcher am 1. Mai in Arbeit steht, ist verDie Löschmannschaften hatten sofort als Ursache des Feuers vorzüglich hinweg. Das fleine Vorspiel des Stückes versetzte uns zuerst in die pflichtet, mindestens ein Viertel seines Tagesverdienstes der Brandstiftung" angenommen. Der Knabe hatte zunächst Bapier zusammengetragen, sich Schwefel verschafft und Hölle, die allerdings ein so fideles Geficht zeigte, daß sich manch Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands zukommen angezündet, nachdem sündiges Menschenkind nicht allzu sehr vor ihr zu fürchten nöthig zu lassen. Die Regelung der ganzen Angelegenheit wird dem den leicht brennbaren Stoff dann angezündet, die hätte. Nick, Minister( des Satans) der Sittenlosigkeit, wird von heutigen Bureau überlassen." Außerdem wurde folgender Antrag bereits Vormittag desselben Tages, Der Stadtverordnete Vogtherr hat gestern Nachmittag feine sechswöchentliche Gefängnißstrafe in Plößensee angetreten. er am um Sonntagsplauderei. er Theater. be= und Silberschatz und Eisenschränke im Schnupftuch fortträgt. sind, und wie bequem es für die Führer, welche KönigsAus ist es mit der Luftigkeit im Kanzlerhaus, und in die treue und Vaterlandsliebe in Erbpacht genommen haben, RC. Johann der muntere Seifensieder, pfiff alle Sorge um das Reichstags- Mandat mischt sich die Angst um ist, diese Schäfchen in jeden Stall zu führen, der ihnen paßt. Morgen frohe Lieder!" Wer hätte es gedacht, daß diese den Silberschat. Von den Geschenkgebern war es gewiß Aber Schneidigkeit" ist ja die Hauptzierde unserer mehr als mythische Persönlichkeit, Johann der muntere auch unvorsichtig, dem Kanzler transportable Gegenstände Junker, und schneidig mußte sich daher auch Herr v. HamSeifensieder, nachdem man ihn längst in allen Lesebüchern überhaupt zu verehren, bei seiner ausgesprochenen Vorliebe merstein benehmen. Die Zeiten des Raubritterthums find für endgiltig begraben erachtete, eine so fröhliche Auf- für den unbeweglichen Grundbesiz sollte man ihm in Zukunft leider vorbei, an dem leiblichen Besitz kann man den unbeSo lange fich Johann mit der nur noch größere Landkomplexe widmen, die auch die fühnste quemen Gegner nicht schädigen, deshalb entzieht man ihm erstehung feiern würde. Kleinproduktion des so beliebten Reinigungsmittels befaßte, Ginbrechergesellschaft so leicht nicht von der Stelle bewegen in unserem papierenen Zeitalter die Möglichkeit, seine war er eine harmlose Seele, ein guter Kerl, der seine freie kann. Doch nun ist es geschehen, und ein Geschenk zurück Meinung frei und offen zu äußern. Eine liebliche Illu Zeit mit der wenig nützlichen Beschäftigung des Pfeifens geben, hieße den Geber beleidigen. Wenn Pünktlichkeit die ſtration zu dem bekannten Paragraphen der Verfassung, Mammon Höflichkeit der Könige ist, so scheint für ihre Kanzler der nach welchem jeder Preuße seiner Meinung frei und offen verbrachte. Raum aber war ihm der nicht mehr Grundsatz maßgebend zu sein:" Nehmen ist seliger denn Ausdruck geben darf, ist es, wenn man dem Widersacher einfach ins Haus gekommen, so pfiff Der Chroniſt meldet jenes Geben." Man hat bisher noch nicht gehört, daß der Ein die Druckerschwärze höher hängt. Aber durch das schneidige darauf, ganz im Gegentheil. nicht, ob er sich für das Geld eine Seifenfabrik gründete siedler von Friedrichsruh einem Menschen, der ihm etwas Stückchen wird das Leichenbegängniß des so königstreuen und sich von Anderen etwas vorpfeifen ließ, oder ob er geschenkt hat, auf die Dauer gezürnt hätte, und so muß Deutschen Tageblattes" keineswegs feierlicher, und der große die Schäße in Papiermühlen oder Schnapsbrennereien an man es denn der Zeit, deren heilsamer Einfluß für alle Geldmann, der früher so freigebig in die chriftlich- germanilegte,- jedenfalls aber war Johann der muntere Seifenfieber Schmerzen ja bekannt ist, überlassen, daß der Alt- Reichs- schen Taschen griff, wenn es galt, die antisemitische Gache nach unseren heutigen Begriffen nur ein Mann von mäßiger tanzler sich mit der Rolle Johannes, des munteren Seifen- zu unterstüßen, sieht heute ruhig zu, wie das edle Organ in einem elenden Nasenquetscher zur ewigen Ruhe bestattet wird. Faffungsgabe, ein Mensch, dem das Geld wie Seifenblasen sieders abfindet. Möge es ihm nicht schwerer werden, als den Ein erbarmungsloser Makulaturhändler stampft die letzten wieder unter den Händen zerrann. Es ist ihm daher recht " Deutschen Tageblattes" der Ueberreste geistiger Heldenthaten ein, und wenn die Bäume geschehen, daß er von einem Dichter besungen wurde, und bisherigen Lesern des baß er heute noch als warnendes Exempel in den Schul- etwas unvermittelte Gesinnungswechsel wurde, als ihnen erst grün sind, fräht keine Katze mehr nach den Geistesbüchern für kleine Broletarier und solche, die es werden eines Morgens plößlich die Kreuz- Beitung" statt der ge- schlechten, die einft in den Spalten des wackeren Organs wohnten geistigen Nahrung servirt wurde. Man sagt für die um Helldorf ausgefochten wurden. So schwindet der Ruhm der Welt dahin nichts als wollen, figuriren muß. Und nun geht's dem Alt- Reichskanzler der Titel ist zwar, wir leben nicht mehr in den Beiten der Zeichen und ebenso. Er pfiff früher auf Manches und Wunder, aber wie Herr von Hammerstein nach Sperrung Staub und Asche bleibt übrig. Der Quell des wahren er thut das heute erst recht, und die lange Pfeife ist sogar des Welfenfonds in den Besitz größerer Geldsummen ge Patriotismus rieselt nur noch aus der„ Kreuz- Zeitung" hereines seiner historischen Requisiten. Doch nun ist ihm das langen kann, das dürfte doch wohl ein Räthsel sein, vor aus, und Herr von Hammerstein ist der Mundſchenk, der Wer hätte diesen Goldglanz das Gebräu genießbar macht. wie Berberus vor dem Höllen- dem die Neuzeit starr steht. thor Bentner schweren in dem Hause derer von und„ Bu" Hammerstein vermuthet! etwas bänglich werden und den Gottesstreiter Stöcker dürfte muß Eisenkästen siten, Großindustriellen Aber der Schein trügt und man soll nicht nur nach der häufig ein Gefühl des Verlassenfeins und der Vereinsamung verehrten. ärmlichen Außenseite urtheilen. Doch den Menschenfreund beschleichen. Denn„ fallen seh' ich Blatt um Blatt" nit dem gewaltigen Silberschatz zugleich Blasse Furcht bewegt den eisernen Kanzler, daß nicht irgend muß es mit wahrhafter Freude erfüllen, wenn er sieht, wie ein schwerer Junge Nachts bei ihm durch's Fenster einsteigt, leicht die konservativen Schäfchen am Gängelbande zu führen doch zu schön Pfeifen vergangen, er vor viele den die ihm die Es muß den Antisemiten " ingenommen. re werjammtung erträrt sich mit dem Vorschlag| nicht- sozialdemokratischen Deputirten eine scharfe Kritik, von dem Jund erklärt ferner, daß die Arbeiterschutz- Gesetze, welche dem der Fraktion einverstanden und verpflichtet sich, von den von der er die Vermuthung aussprach, daß das„ Berl. Tageblatt" feinen Reichstag in dritter Lesung vorliegen, nur Arbeitertruz- Geseze Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands ausgegebenen Sensationsbericht aus ihm geschöpft habe." Der Genosse Hinge schloß sind, welche wohl dem Arbeitgeber viele Vortheile bringen, dem Marken à 50, 75 und 100 Pfg. ausgiebigen Gebrauch zu machen." hierauf unter sehr großer Zustimmung mit der Aufforderung an Arbeiter aber noch den letzten Reft seiner politischen Freiheit -Unter„ Verschiedenem" gelangte ein Antrag zur Annahme, diejenigen Handlungsgehilfen, welche für eine wirkliche Wer- nehmen. Ein Antrag dahingehend, daß jeder Kollege, welcher nach dem eine Kommission zu wählen ist, die besugt ist, während befferung der Lage der kaufmännischen Arbeiter eintreten wollen, den 1. Mai arbeitet, 50 Pf. für den Generalfonds der Gewerkeines Jahres zu jeder Zeit die Rassen aller Kommissionen der sich zu organisiren und zwar sich der ihre Interessen einzig schaften Deutschlands zahlt, wurde ebenfalls angenommen. Drechsler Berlins zu prüfen. Gewählt wurden hierzu die Herren und allein wahrenden Freien Vereinigung der Kaufleute" anzuDost, Fischer, Rautenberg, Pauseberger und schließen. Trümper. Letztere beiden sind Ersaßmänner. Dieser KomDer Verein deutscher Schuhmacher, Zahlstelle Berlin, mission wurde gleich die Revision der Abrechnung vom Streit sattsam fritisirten Verfechtern des deutsch, freisinnigen" Hand- in welcher Kollege Rördel einen Vortrag hielt über die Zukunft Dies gab nun in der weiteren Diskussion den von uns schon hielt am Montag, den 6. April, seine Mitgliederversammlung ab, bei Grönert übertragen. Beschlossen wurde noch, die Sperre lungsgehilfenthums die gewünschte Gelegenheit, ihre aufgewärmten des Kleinmeisterthums. Redner erhielt für seinen Vortrag die über die Hinge'sche Fabrik aufrecht zu erhalten und dann die Bettelsuppen an den Mann zu bringen. Die Hauptredner waren Bustimmung aller Kollegen. Im Verschiedenen wurde folgender Versammlung nach einigen kleinen Erörterungen geschlossen. die alten und der Inhalt ihrer Reden der alte. Wir verweisen Antrag einstimmig angenommen: Die heutige Versammlung lungen, sie werden da fast wortgetreu alles, was hier vorgebracht der Erfurter Genossenschaft( Deutsche Schuhfabrik) je 1 Mark zu unsere Leser da auf unsere früheren Berichte über diese Versamm des Vereins deutscher Schuhmacher, Bahlstelle Berlin, beschließt war, wiedergegeben finden. niß der " die V fammlung statt, Ost, Martusstraße 6: Vortrag. Bum Licht", Sonntag Bormittag Große öffentliche Versammlung der Riftenmacher Berlins mit Tagesordnung: Vortrag des Herrn Reichling. Hierauf gesellige Unterhaltung Gäste haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten findet Teller Der sozialdemokratische Lese- und Diskutirklub Internationale" derfelben überwiesen. hat sich zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule aufgelöst und den Kassenbestand Privat- Theatergesellschaft Fidelio". Sizung, Tanz, Borträge jeden Bringenftr. 87. 19. April, Anfang 6 Uhr, großer Gesellschaftsabend im Restaurant Gaillard, Donnerstag 9 Uhr im Restaurant Gaillard, Prinzenftr. 87. Sonntag, den Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 2. Verschiedenes und Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Abtheilungen, Feststellung der Vortragsabende in den Sommermonaten. Vergnügungsverein Gemüthliche Geister. Sizung jeden Sonntag, Depeschen. In der öffentlichen Frauen- und Männerversammlung am 1. Osterfeiertage bei Knebel hielt Herr Sievers einen interessanten Bortrag über die Grundsäge der heutigen Erziehungsmethode". Referent ging auf die Er lutionen mit großen Mehrheiten angenommen Nach langen Für und Gegenreden wurden folgende Reso- zeigen, daß sie ihre Arbeiter nicht umsonst aussperren dürfen. fahrungen, die er als Lehrer gemacht, als Lehrer gemacht, des Näheren ein, frei" sinniger Seite war ebenfalls eine Resolution eingelaufen, den 20. April, der Reichstagsabgeordnete Kollege Bock in der von deutsch- Des weiteren macht der Vorsitzende bekannt, daß am Montag, wobei er recht interessante Belege beibrachte. Die heutige welche jedoch durch Annahme der anderen abgelehnt war: Erziehungsmethode müsse von Grund auf umgestaltet Oranienstraße 180 einen Vortrag halten wird. werden, an Stelle des Katechismus müsse die Kennt sammlung der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen erklärt auf 10% uhr, im Restaurant Ammer, Bergmannstrozialdemokra 1. Die am 8. April im Feenpalast tagende öffentliche Ver Lese- und Diskutir- Klub Mar Kayser" Sonntag, Vormittags Gäfte, durch Unterstellung des Unterrichts unter die Aufsicht eines Geistlichen tagsruhe vorstellig gewordenen Gehilfendeputation, daß die über essing", jeden Montag, Abends 8% Uhr, im Restaurant Spiekermann, den Bericht der bei dem Handelsminister in Betreff der Sonn- Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Sozialdemokratischer Leseklub müsse vollständig fortfallen. Die Erziehungsaufgaben diese Frage seitens des Handelsministers geäußerten Ansichten sie 10 Uhr, im Restaurant Reßner, Annenbe Lebendig zu gestalten, die Jugend vorzubereiten für das Leben; Verhältnissen erreichbare, wenigstens etwas befriedigende Sonn- Frauen am Sonntag, 12. April, Abends ez Uhr, bei Joel, andreasstraße 21 deshalb sei ein Hauptgewicht auf die Naturwissenschaften tagsruhe für die Angestellten des Handelsgewerbes nur dann ge- mit Tanz. zu legen. richtig genommen der schlechthandelnde Mensch mehr zu bedauern, Tivoliversammlung gefaßten Resolution gehalten wird. Was z. B. den„ Sündenbegriff" anlange, so sei schaffen ist, wenn dieselbe im Rahmen der bereits in der großen zu bemitleiden, als zu bestrafen, da man doch nur die sozialen Verhältnisse mit ihren Schäden für die Handlungen eines Tivoliversammlung dem Reichstage zu übermitteln. Diefe Resolution ist als Ergänzung derjenigen aus der Einzelnen verantwortlich machen müsse. Referent geht sodann noch auf die Ausbeutung der Jugend durch die Industrie lärt hiermit, daß sich sowohl nach den bisherigen Verhandlungen 2. Die heutige Versammlung kaufmännischer Angestellter erdes Näheren ein und verlangt, daß die Kinder anstatt in die Fabrit im Deutschen Reichstage, als auch nach der Vertretung ihrer gesperrt zu werden, sich im Garten, Felde und dergleichen frei be- Interessen außerhalb desselben jedem Unbefangenen mit Noth- beschäftigten Arbeiter. Bersammlung am Montag, ben 18, Wortrag schäftigen könnten. niederen Schulen sei gleich mangelhaft, deshalb muß eine allein von allen politischen Parteien die So Frageraften, Der heutige Unterricht au höheren und wendigkeit die Ansicht aufdrängen muß, daß einzig und Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). Bessergestaltung eintreten, aus der eine menschliche zialdemokratie gewillt und im Stande ist, die gilfe bei Unglücksfällen. Montag, den 13. April, Abends 8 Uhr, bet Erziehung zu erfprießen hat. Jeder müsse die Erziehung Interessen der arbeitenden Klassen zu denen auch die kaufmän- Feuerstein, Alte Jatobftr. 75: Vortrag, Abrechnung, Borstandswahl für beide als eine Lebens und Gesellschaftsaufgabe betrachnischen Angestellten zu rechnen sind, zu wahren. ten, als eine unbedingte Mothwendigkeit; denn erst dann werden bessere Zustände geschaffen werden können, wenn Jeder ernsthaft an die Erziehung der Jugend im 6. März seine übliche Versammlung ab, in welcher fünf Kollegen Der Fachverein der Berliner Stuckateure hielt am Nachmittags 5 Uhr, bet Linte, Bergstr. 54. Sozialdemokratischen Sinne herangeht. Der Referent erntete als Mitglieder aufgenommen wurden. Zum ersten Bunft der für seinen Vortrag den lebhaftesten Beifall seitens der überaus Tagesordnung referirte Herr Peus über:„ Die Macht des Wissens". zahlreich besuchten Bersammlung, und die darauf folgende Dis- In Vereins Angelegenheiten" unterbreitete der Vorsitzende den fussion legte Zeugniß ab davon, daß Jeder von dem Vortrag Mitgliedern einen Antrag des Vorstandes, welcher besagt:" Sind befriedigt war. Angenommen wurden sodann folgende Reso- Kollegen im Arbeitsnachweis eingezeichnet, so haben sich dieselben ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) lutionen: 1. Die heutige Versammlung ist mit dem Vortrag spätestens am dritten Tage bei dem Inhaber zu melden, widrigen Regierung, auf ihrem im vergangenen Jahre eingenommenen Wien, 11. April. Die„ Wiener Abendpost" schreibt: Die des Referenten einverstanden und erwartet, daß Jeder aus der falls sie gestrichen werden, jedoch können sich dieselben wieder von prinzipiellen Standpunkte verharrend, hat den Vorständen der Landeskirche ausscheiden möge." 2. Die Ver- Neuem einzeichnen lassen." Dieser Antrag wurde angenommen. in staatlicher Verwaltung stehenden Betriebe eröffnet, daß am sammlung spricht ihre Verwunderung darüber" aus, daß Behuss Kenntnißnahme wird derselbe in Form eines Paragraphen 1. Mai die Arbeit nicht eingestellt werden würde. Die Vorbei der Beerdigung unseres bewährten Genossen Jakobit dem Reglement beigefügt und im Arbeitsnachweis bei Marzahn, stände find angewiesen, den Arbeitern bekannt zu geben, daß Niemand von der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion an- Weinmeisterstr. 19, ausgehängt. Hinsichtlich der Maifeier, welche es unzulässig sei, den Arbeitern eine gänzliche oder theil wesend war, wohingegen sie bei„ Nichtgenossen" vertreten war. am 8. Mai in Schmiedel's Festsälen"( früher Orpheum) in der weise Unterbrechung der Arbeit am 1. Mai zuzugestehen unb Unter Verschiedenem machte der Vorsitzende darauf auf- Alten Jakobstraße festlich begangen wird, werden die arbeitslosen find ferner angewiefen, sie auf die Folgen einer eigens merksam, daß infolge der sozialdemokratischen Versammlungen Kollegen, um an der Feier theilnehmen zu können, gegen freies mächtigen Arbeitseinstellung aufmerksam zu machen. Die Privat dem Wirth die Tanzkonzession entzogen worden sei. Tellersammlung ergab nach Abzug aller Unkosten einen Solidaritätsgefühl die in Arbeit stehenden ihr Scherflein beizu die Gewerbeinspektoren sind hiervon verständigt und die LandesDie Entree eingelassen; für das Uebrige, wie Getränke 2c., haben aus bahn- Unternehmungen, die Handels- und Gewerbekammern und Ueberschuß von 17,90 Mark, der dem Vertrauensmann tragen; die Leitung des Vergnügens selbst ruht in den Händen Chefs aufgefordert, die Gefeße über das Vereins- und Versammübergeben wurde. des Komitees. Alsdann wurde beschlossen: Wer am 1. Mai lungsrecht streng zu handhaben, demonstrative öffentliche Aufzüge Eine öffentliche Versammlung kaufmännischer Au- dem noch bekannt gegeben, daß in nächster Zeit eine öffentliche machung vor einer eigenmächtigen Arbeitseinstellung und überarbeitet, hat 1 Mark zum wohlthätigen Zweck zu opfern. Nach nicht zu gestatten und die Arbeiter in einer besonderen Kundgestellter beschäftigte sich Mittwoch Abend, unter dem Vorsitz Versammlung stattfindet, ferner die Mitglieder aufgefordert waren, haupt vor jeder Gesetzwidrigkeit zu warnen. des Genossen Miecker tagend, wieder mit der Frage der in jeder Versammlung zu erscheinen, um unsern Fachverein hoch Sonntagsruhe. In einer vorhergegangenen Versammlung war zu halten und die Interessen zu wahren, erfolgte der Schluß. eine aus vier Personen bestehende Deputation gewählt worden, welche eine Audienz" bei dem preußischen Handelsminister nach- Der Verein der Filzschnharbeiter und verwandten fuchen und bei diesem betreffs der mangelhaften, den Wünschen Berufsgenossen hielt am Sonnabend, den 4. d. M., eine der interessirten Kreise nicht im Entferntesten Rechnung tragenden Versammlung mit einem Vortrag des Herrn Siewers über Regelung der Sonntagsarbeit vorstellig zu werden. Diese Arbeiterschutz- Gesetz" ab. An der Diskussion betheiligten sich Audienz" hatte stattgefunden und Herr Kannegießer, als einer die Kollegen Schmolling, Köhler, Meyer, Opiz, Geschke. Kollege Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich der Deputirten, nahm nun Veranlassung, über die Unterredung Raber erstattete Bericht über den Arbeitsnachweis und ersucht den kaufmännischen Angestellten Bericht zu erstatten; über das die Kollegen, denselben mehr als bisher zu benutzen. Die NeuResultat haben wir bekanntlich seiner Zeit schon an anderer wahl der Kommission fiel auf folgende Kollegen: Krause, Rader, mangels nicht verwenden. Stelle unseren Lesern Nachricht gegeben. In der darauf folgenden Valerius, Holz, Geil, Lint; Stellvertreter: Bogasch, A. Lange Diskussion ergänzte Genosse Hinge( Deputirter), die Sache mehr und Radke. Folgende Resolution wurde angenommen: Die und bedauern Ihre Berichte nicht aufnehmen zu können. -8 Mainz. Wir haben einen ständigen Korrespondenten von seinem sozialdemokratischen Standpunkt betrachtend, die heutige Versammlung des Vereins der Filzschuharbeiter u. s. w. Ausführungen des Vorredners, übte an dem Verhalten des einen erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden Franz Wendisch, " Vereinigung der in der Pauline Wendisch, geb. Krugler Kartonbranche beschäftigten Vermählte. Charlottenburg, 11. April 1891. 192 b Unserem Statbruder Rudolph Julfe, genannt Jubel Tante, zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch von seinen Stat brüdern Null- ouvert. 5472 Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 12. d. M., Abends 61/2 Uhr, Bersammlung, KommandantenStraße 79( Gratweil's Bierhallen) Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über Kirchenglauben und Wissenschaft im Mittelalter. Nachdem gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, willtommen. 140/17 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Maler ( Filiale 6 Berlin.) Montag, den 18. April, Abends 1/28 Uhr, General- Versammlung im Vereinslokal Perlebergerstraße 28. Tages- Ordnung. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 8. Rechenschaftsbericht. 4. Gesammte Vorstands- Wahl. 5. Unser Arbeitsnachweis. 6. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 216/3 Der Vorstand. Lackirer- Versammlung Filiale IV des Vereins der deutschen Maler, Latirer u. verw. Berufsgen. am Montag, den 13. April, Ab. 8½ Uhr, bei Gnadt, Brunnenstr. 38. Tagesordnung: 1. Wissenschaftlicher Vortrag. 2. Quartalsabrechnung. 3. Verschiedenes. Brüffel, 8. April. In der Kohlengrube Bellevue bei Dour wurden in der vergangenen Nacht durch schlagende Wetter ein Arbeiter getödtet und zwei verwundet. Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. Zeulenroda. Wir konnten Ihren Bericht wegen Raums Oeffentliche Versammlung des Arbeiter und Arbeiterinnen. Verbandes deutscher Zimmerleute Versammlung Dienstag, den 14. April, Abends Punkt Lokalverband Berlin 8 Uhr, b. Joel, Andreasstr. 21( ober.Saal). am Dienstag, den 14. April cr., Abend 38 Uhr, Tagesordnung. 1. Vortrag des Herrn J. Türk über Herenprozesse". 2. Diskussion. 251/9 3. Rechtsschutz und Arbeitsnach 4 Verschiedenes. Der Vorstand. weis. 131/3 Zentralkaffe der Maler. Mitglieder- Versammlung in den„ Industriehallen", Mariannenstr. 31-82. Tagesordnung: 1. Vortrag und Diskussion. 2. Verschiedenes und Fragekasten. Das Erscheinen jedes Bimmerers ist nothwendig. Ich habe mich hier als Spezialarzt für die Krankheiten der Harnorgane niedergelassen. 40 b Dr. O. Mankiewicz, Röniggrägerſtr. 123 b. Sprechst. 8-10, 4-5. Künstliche Zähne in größter Vollkommenheit, unter Gas rantie der Brauchbarkeit zum Kauen von 2 Mark an, empfiehlt Robert Kunst Markusstraße 28. Der Vorstan 203b Deutscher Schneider- u. Schneiderinnen- Verband Filiale Berlin. Montag, den 13. April, in Joel's Festfälen, Andreasstr. 21: Anfang 8 Uhr. am Dienstag, den 14. April, Abends 81/2 Uhr, bei Henke, Blumenstr. 38, 270/6 218/2 Die Orto- Verwaltung. Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke am hiesigen Plaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Nohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 585L Hutfabrik Blücherstraße 11, vis- à- vis der Heiligen Kreuz- Kirche. Wilhelm Böhm. Sämmtliche Hüte mit Kontrollmarken. Großes Lager in Regen- und Sonnenschirmen. Reellste Bedienung. Es wird gebeten, der wichtigen Tages- 202b] G. gangb. Schankgesch. z. vt. Näh. ordnung wegen recht pünktlich und KI. Markusstr. 9. v. 1 Tr. geradezu. zahlreich zu erscheinen. 214/12 Grosser Ball verbunden mit Vorträgen. Bu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Entree 50 Pf. Das Komitee. Marseillaise I für Zither mit Text, sowie größte Auswahl in Zithern, Violinen, Guitarren und Mufitwerken mit( Marseillaise). August Kessler, Laufiberstr. 51. Theilzahlung gestattet. Roh- Tabak. Das reichhaltige Lager in allen Sorten und in allen Preislagen von Roh- Tabaken bei dem Herrn 0. Grepling, asserthorst. 25a, empfiehlt W. Lindenstädt. Sumatra und Geschmack zu den solidesten Preisen unter Garantie von vorzüglichem Brand empfiehlt F. Wienert, 51P Rosenthalerstraße 23. Klagen, Eing., alle schriftl. Arb. fert. Ein gangbares Milchgeschäft ist Umstände halber billig zu verk. Oppelner141 b straße 10 im Keller. Hutfabrik von C. Stark, Neue Königstr, 73. Grabdenkmäler in Marmor, Granit, Syenit 2c. empfiehlt bei sauberster Ausführung, zu soliden Preisen 815 L W. Günther, Rixdorf, Hermann- Straße Nr. 150. Soeben erschien im Berlage von J. H. W. Dietz in Stuttgart: Der Mensch und seine Rassen von Dr. M. Langkavel. Jeder, der bei uns oder unseren Reisenden auf dieses Werk abonnirt, erhält mit dem Schlußhefte ein Lassalle Bild( mit rother Fahne) für nur 10 Pf. = 204b Th. Mayhofer Nachf. Berlin N., Weinbergsweg 15b. Sozialdemokrat. Buchhandlung. Kanarienhähne, Borschläg., Weibch., größte Bezugsquelle, Brunnenstr. 6, Quergeb. 1 Tr. 178 b Handwagen für alle Gesch. passend, Nur Hüte mit Kontrollmarken zu gr. Auswahl, billig, Steinstr. 10. 188b foliden, aber festen Preisen. 165 b Möbeltischlerei mit 7 Bänken u. Polirerei mit guter Kundsch. Umstände halber zu verkaufen. Adr. unt. A. B. Postamt 27. Kinder und Koakswagen, gebr., Rottbuserstr. 18, 187 b Eiserne Stühle bill. Oranien 124 M ftraße 109, 1 Tr.[ 127M] Groß. Musik- Kapelle. 199 b alte gutgehende, Krankheits halber preisKlempnerei, werth zu verkaufen Naunynstr. 23. Hüte mit Arbeiter- Kontrollmarten Roder, Oppelnerstr. 7. bei Der Bevollmächtigte. 2 Std. Betten 3. v. Sebastianstr. 15 S.I.p. bill. u. gut Leonhardt, Rottb. Dami IL Piano, guterh., 90m.v.Blumenstr.36bII.I. Empfehle mich den geehrten Vereinen, und stelle meine gut geschulte MusikRapelle in jeder beliebigen Besetzung, zu Concerten, Landpartien 2c., zur Verfügung. Auch stelle Lehrlinge zu jeder Zeit ein. A. Marosky, Musikdirektor, Schenkendorfstraße 8. 198 b Amerikanische Verkaufs- Hallen. der für Billigste Bezugsquelle utelegante Herren- und Knaben- Garderobe. Spandauer Brüde Nr. 1a. Skalizerstraße Nr. 39. Wienerstraße Nr. 69. [ 542L Schensch's Reichsgarten, Mariendorf, 14 Feldstraße 14. W. Gründel's Restaurant, S., Dresdenerstraße 116. Arbeitsnachweis u. Verkehr der Maler, Buchbinder, Schloffer, Töpfer, Drechsler, 2211 Sattler und Gärtner. 491L 2 Billards, Vereinszimmer und Saal. Allen Freunden und Genossen zeige hiermit an, daß ich das bisher von meinem Vater geleitete Lokal mit heutigem übernommen habe, ersuche die Genoffen mich bei Ausflügen, besonders am 1. oder 3. Mai berücksichtigen zu wollen Garten und Saal neu renovirt. E und Saal n Neu: Kegelbahn mit Linoleum. Kaffeeküche. Meine aufs prachtvollste eingerichteten Hallen gewähren meinen sämmtlichen Gästen bei ungünstiger Witterung hinreichend Schuh. Mein Saal nach wie vor dem Sozialistengesetz stets zur Verfügung. Achtungsvoll Oswald Schensch jun. Maitrant, St. 75 Pf. Med. Ungarwein, s.1,50,2, Roth- u. Portwein, s. 1,50. Franz Beyer, 5531 Prinzessinnenstraße Nr. 15. Filiale: Elisabeth- Ufer 47. H. Stramm's Restaurant, 123. Ritterstraße 123. Großes Fremdenlogis, Herberge und Arbeits- Nachweis der Vereine der Klempner, Glaser und Korbmacher. meinen vorzüglichen 185 L Nach wie vor wie vor mache ich meine werthe Kundschaft auf Frühstädt-, Mittagund Abendtisch, belles und dunkles sier, direkt vom Faß, ganz besonders aufmerksam. A. Kowald Nachf., Oranien- und Alexandrinenstrassen- Ecke. Täglich: Frei- Concert. Grust Gründer's Festsäle ( vorm. Schnegelsberg) Hasenhaide 21 und Jahnstraße 8. Jeden Sonntag, Montag und Mitt woch: Ball in drei Sälen. Säle bis zu 3000 Personen zu Feſtlichkeiten, Vereine und Versammlungen zu koulanten Bedingungen. 136b Werthen Parteigenossen empfehle mein n. Weiß- 1. Bairisch- Bier- Lokal sowie fräftigen Mittagstisch. Vereinszimmer steht zur Verfügung. Abraham, 544 L Straßburgerstr. 5. Feunden und Genossen zur gefälligen 386L Nachricht, daß ich Nene Maaßenste. 2 hinter dem Botanischen Garten ein Allen Freunden und Genossen empfehle mein Reichhaltiger Frühßüd-, Mittag- Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal und Abendtisa à la carte zu ſoliden Preisen. 537 L Ausschank von vorzüglich. Weissund Bairisch- Bier. Geschäfts- Eröffnung. Destillation und Bier- Lokal nebst großem Zimmer für Rassen 2c. habe ich Reichenbergerstraße 54, Ede der Laufigerstraße eröffnet und bitte ich Freunde und Genossen, das bisher mir geschenkte Vertrauen weiter zukommen zu laffen. ast 502L Max Schayer. Hermann Wuttke, Eichendorfstr., Ecke Elfafferstr. Empfehle allen Freunden und Befannten mein Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal, verbunden mit Frühstücks-, Mittagsund Abendtisch. Auch ist ein Vereinszimmer mit Piano zu vergeben. 361L] Fr. Fröhlich, Naunynßraße 43. eröffnet habe. Für gute Speisen und Getränke in bekannter Güte ist bestens gesorgt. Auch ist ein Vereinszimmer zu vergeben. F. Müller, Schankwirth. 541L B. Zornow's Restaurant Treptow Neue Krug- Allee( 5 Minuten hinter dem Paradiesgarten) empfiehlt 181b feinen Unentbehrlich für jeden Haushalt. R. F. Mittelstädt's Original LÖWEN BITTER Vorzügliches Verdauungsmittel. Das beste aller Kränter- Elixire BOTW MITTELS TAR erfreut sich durch seinen angenehmen Geschmack seit Jahren einer besonderen Beliebtheit, stärkt vorzüglich den Magen und regt ganz außer ordentlich den Appetit an. Wer die Wirkung diefes Bittern bei Verdauungsbeschwerden, Magenkatarrh 2c. einmal versucht hat, wird denselben stets zu Hause führen und auf Reisen nie ohne denselben sein. Bei regelmäßigem Gebrauch vor und nach jeder Mahlzeit ein kleines Liqueur- Gläschen voll zu nehmen. Zu haben in Flaschen à 0,60, 1,10 u. 1,80 m. Wiederverkäufer bedeutend. Rabatt. Zu haben in Berlin in allen besseren Geschäften, Restaurat. 2c. Ferner in: 223L Friedenau: Otto Voigt. Wilmersdorf: Hermann Petri. Schmargendorf: Herm. Petri. Breitestraße 7. Steglib: Ernst Boddin. Behlendorf: Hermann Thiele, Augustastraße 4. Tempelhof: E. Grune. Mariendorf: P. Mielenz. Risdorf: A.Klimke, Berlinerft.64. M.Wutschke, Bergst.107. schattigen Garten, Lanzsalon, R. F. Mittelsädt, Fabrikant, Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. Kegelbahn zur geft. Benuhung. Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10 Damen- Mäntel und Jaquets! zu nachfolgenden unvergleichlich billigen Preisen: 555 L Jaquets, schwarz, dunkelblau, blaugrau, mode und in allen anderen neueren Farben, mit prachtvoller Stickerei und Seidenbesaß, 6, 8, 10, 12, 15 Mk. Regen- und Frühjahrs- Mäntel, als: Blousen- Paletots, Rüschen- Paletots, Kragen- Baletots, aus decatirten, guten Stoffen, in sehr hübscher Ausführung, vorzüglich fizzend, 10, 12, 15, 20 Mk. Promenaden- Visites( furzer, eleganter Frühjahrs- Mantel, sehr hübsch mit Posamenten- und Band. schleifen garnirt, 15, 18, 20 Mk. Promenaden- Dolmans, vorzüglicher Schnitt, ganz neue Façons, für's Frühjahr, 15, 18, 20, 25 Mk. Umhänge in Wolle und Seide, von den einfachsten bis zu den elegantesten nnd neuen Modellen, 15, 20, 25 Mk. Sämmtliche Mäntel sind in sehr großer Auswahl am Lager, aus besten decatirten Stoffen im eigenen Atelier gearbeitet und zeichnen sich besonders durch guten Sitz und vorzüglichen Schnitt aus. Fertige Damen- Kleider. Kleid aus haltbarem Wollstoff, geschmackvoll arrangirt 20 k. Kleid aus reinwollenem, farrirtem Stoff, 25 und 30 M. Elegante Promenaden- Kleider, gemustert, glatt, schwarz und in allen modernen Farben 25, 30, 35, 40, 50 k. Schwarze, seidene Kleider 50, 60, 75 Mr. Sielmann& Rosenberg, Kommandantenstrasse, Ecke Lindenstrasse. Genossen! 7 Mark elegante wollene Die Marseillaise für Die von mir auf mehreren Auktionen gekauften und im Versatz verfallenen hocheleganten Zither Serren- u. Damen- Paletots, Knaben u. Mädchen- Paletots, Herren u. Knabenerschien 554L foeben! Preis 175b 0,60 . 19 Berlag von Fritz Augustin, Berlin Schillingstr. 20, Ece Gr. Frankfurter 0. Stoff- Hosen Mode 1891. Wegen Aufgabe der fertigen Garderobe verkaufen wir die noch am Lager: 2000 eleg. Sommer- Palet. von 7, 12, 15, 18 bis 20 Mark. 5000 el. Jaquet- Anzüge von 10,75, 15,50, 20 bis 25 Mt. 8000 vorz. Rock- Anzüge von 15, 18, 20, 25 bis 30 mark. 3000 Knaben- Anzüge von 2,50, 3,75, 5 bis 8 Mart, verschiedene schöne Muster. eleg. Einsegnungs- Anz. von 12, 15 bis 20 Mart. von 500 Knaben- Hosen 1-4m. Gebr. Neustadt, Jerusalemerstrasse 41. Ecke Krausenstr. am Dönhoffplay. Nähmaschinen fämmtlicher Systeme auf Theilzahlung. Berlin N., Brunnenstr. 118. Meinen werthen Freunden und Ge noffen zur gefälligen Nachricht, daß ich das Lokal 157b Zur Alten Linde, am Kottbuferplay, übernommen habe. Für gute Getränke, fowie reichhaltigen Frühstücks-, Mittagund Abendtisch ist bestens gesorgt. Um geneigten Zuspruch bittet A. Förster. Salon zum Freischütz, Fruchtstr. 36a. Täglich Spezialitäten Borstellung. Freies Entree! Jm oberen Saale jeden Sonntag Gr. Ball, Freies Entree! Vereinszimmer u. Kegelbahn Hochachtungsvoll Paul Schneider. Empfehle mein 178b 529L Weiß- u. Bairisch Bier- Lokal. 0. Witzke, Staltherfir. 61. Allen Genoffen zur gefälligen Rennt niß, daß ich am 1. April das 140b Otto Benetetz'sche Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal übernommen habe. Um güt. Zuspruch bittet C. Pflug, Gartenstr. 152. Prüstücks-, Mittags- u. Abendtisch. Allen Kollegen und Genossen zeige hierdurch an, daß ich das Restaurations- Geschäft des Genossen Kuhlmey, Rosenstr. 30, in Vertretung übernommen habe, ich werde mich bemühen, das Vertrauen, welches sich der Genosse Kuhlmey in jeder Beziehung die Jahre hindurch verschafft hat, zu erhalten. Ebenso werde ich für gute Speifen und Getränke fernerhin Sorge tragen. 540L Verkehrslokal der Maurer. Arbeitsnachweis der Steindrucker und Lithographen. Arbeitsnachweis der Filzschuharbeiter. Julius Wernau, Rofentr. 30, Ecke der Neuen Friedrichstraße. Anzüge, Damen- und Kinder- Kleiber, Maitrank. 0,75. Uhren, Ketten, Ringe, Betten, Wäsche, 552L]. Beyer, Oranienstr. 154. Reffel, Stiefel, Roffer, Schirme, Har Filiale: Elisabeth- Ufer 47. monita's u. s. w. 551L ſtraße. Gegen Ginsend. des Betrages in verkaufe ich um zu räumen Briefmarken erfolgt Franko- Busendung. zu erstaunlich billigen Preisen. Gardinen 2 Seiten gebogt und Bandeinfassung Meter 45, 50, 60, 70 Pf. bis 1,25 Mk. Gardinen- Reste zu 1, 2 bis 3 Fenstern ausreichend Fenster 2,50, 3,-, 4,-, 5,- Mk. Teppiche in Plüsch, Arminster, Germania 2c. Stück 5,-, 6,-, 7,50, 10-50 Mark. Herm. Böhm, Fünfjährige Garantie. Gebrauchte Müllerstraße 175, Ede Fennstraße. Singer und Wheeler- Wilson von 15 M. an, dreij. Garantie, vert. NähmaschinenFab.u. Reparaturen- Wertst. Solmsft. 49 u. Zoffenerstr. 38. Abonn. d. Bl. 5% Rab. Nur Mark. Klagen, Eingaben, Reklamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Ein ziehung von Forderungen. Pollak, jezt Raupachitr. 7, I. Auch Sonntags. Möbel, empfiehlt Spiegel u. Polsterwaaren. Lucke, Neanderstr. 9, Ecke Schmidstr. Bitte genau auf Hausnummer und Namen zu achten. Lindenstrasse 57, part. Fabrik Niederlage Elsasser u. Rheinischer Futterstoffe für Herrenschneider Serges, Zanella, Bielefelder Wattirleinen. Allerbeste Fabrikate, auch im Ausschnitt zu wirklichen 548L Engrospreisen. Lindenstr. 57( kein Laden). N Praktischer Zahn- Arzt J. Semmel Neue Königstr. 48, am Alexanderplatz. 267L Sprechstunden: Borm. von 9-1 Uhr. H. Strelow, Rirdorf, Nachm. 8-6 Uhr, Sonntags 9-3 Uhr, Künstliche Zähne etc. Berlinerstr. 40, am Denkmal. on bad nilid stents D Direkter Import von Regulateurs mit Repetirwerk ( nie falsch schlagd.) Gongschlag ( Glockenton) Pa. Taschen- Uhren 2jähr. Garantie Reparatur- Ausf. M. L. Böttcher Friedenstr. 96b am Landsberg. Plat. ( Engtr. i.Firm.- Reg.) Möbel, Spiegel u. Volkerwaaren bergerstraße 150, Ecke Manteuffelstr. heilzahlung nach Uebereinkunft.[ 476L H. menner, Reichen Verkauf nur gegen Baar au streng sest. Preisen. Geschäfts- Hauser Paletots nach Maaß 45 M. u. 35 M. Siegfried Lazarus 29 Oranien- Straße 29, Ecke Adalbert- Strasse. Damen- und Mädchen- Mäntel- Fabrik. Regenmäntel, Jackets, Umhänge, Kindermäntel in allergrößter Auswahl zu enorm billigen Preisen. Baer Sohn BERLIN. N. Ghauffeestraße 24a. SO. Brückenstraße 8. 0. Große Frankfurterraße 16. Trotz gegnerischer Anfeindungen [ 472 L werden die Geschäfte unter strengster Beobachtung reeller Grundsätze und stets steigender Leistungsfähigfeit fortgesetzt. Täglicher Anzug, dauerh. überall 14 m, far to 8,50| Rod- Anzug, für M. Sommer- Anzug, Butetin 17,50 überall 27 M., für M. Keiſe- Anzug, febr prattische Melangen, überall 30 M., für M. feines 21, Salon- Anzug, Rammgarn $ 28. mit seidener Borde, überall 9Q 40 M., für M. 60,50 feines Kamme garn, mit ſeidener Borde, überan 30, Sommer- Paletot, balt Diagonal in schönen Far ben, überall 20 M., für M. Satine 12, Sommer- Paletot, och Waare, überall 32 M., für m. 20,50 M. aus nur Knaben- Anzüge uten Stoffen, 12, 8, 6, 4, 8, 2,50 3, Herren- u. KnabenBekleidung G. Superczynski, fünftliche Zähne, Invalidenstr. 105, II. Cigarren- Fabrik Julius Janz, Jannowihbrüde 1. Grösstes Lager Möbel, Allen Freunden und Genossen zeige hiermit an, daß ich mein Geschäft 528L von der Alten Schönhauser= straße 4, wieder nach SO., LouisenUfer 22, Dresdenerstr.- Ecke( Dranien97 b plat) verlegt habe. Don Kinderwagen 3. fehr billigen Preisen Theilzahlungen gestattet. Hochachtungsvoll 550L Alb. Schwarz, Schneidermeister. Porzellan- Malereien jeder Art, Wappen, ſozialbem. und Evanzar. 6, bern zc, empfiehlt in feinſter u. billiger 176 b P. Werthmann, andere Embleme auf Pfeifenköpfen, Berlin SO., Bierkrugdeckeln zc., Grabplatten, Schil a. Kaifer Franz Ausführung Grenadierplay. Spiegel und Polsterwaaren C. Tausendfreund 222L Fehrbelliner- Strasse No. 78, nahe Weinbergsweg. Solide Arbeit. Billigste Preise. Hüte mit Kontrollmarke. Gr. FrankfurterG. Gottmann, Strasse Nr. 130, Rich. Jahn, Porz.- Maler, NW., Bremerstr. 46, 2 Tr. r. Aufg. Jeder Kunde Wahrheit Allen 310 Schweinepöfelkamm Bfo. 60 Pf. Freunden und Bekannten die Mitbort die reine Casseler Rippespeer Pfd. 70 Pf. Kalbfleisch von 40-60 Pf. über unsere nur reellen Waaren. Eigene Werkstätten Anzüge nach Maaß 45 M. u. 36 M. Nur Hüte mit ArbeiterKontrolmarke führt das Hutgeschäft von G. Kunake, sowie sämmtliche Wurstwaaren zu den solidesten Preisen offerirt heilung, daß ich Wiesenstr. 29 ein immer steht zur Verfügung. Restaurant eröffnet habe. Vereins5452 G. Richter. Genossen und Freunden empfehle mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal A. Pechmann, 517L Mittagstisch( Hausmannskoſt) auch I. in 48. Reichenbergerstraße 48. Bertit. Ernst Magnan, Krautstr. 18. Stempel! * H.GUTTMANN Stempel-, ( Schablonen-, SchilderFabrik Ein Vereinszimmer zu vergeben bei Lehmann, Schankwirth, Fichtestr. 31. Stempel! * Berlin N., Brunnenstr.9. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Tabake. 403 L Apfelsinen, Stück 5 Pf., PostRoh- Tabake. Grösste Auswahl, billigste Preise von sämmtl. im Handel befindlichen Tabaken 1531a Heinr. Frank, Brunnenstr. 141-142. Rohtabak empfiehlt 114b Rud. Seiffert, Reichenbergerstr. 171. Blut- forb franto 3 M., empfiehlt ab, aber nur an Handwerker, gut erLinienste. 88 werden von heute die Südfruchthandl. von B. Vehlow, haltene Hosen von 3-5 M.; etwas Lindenstr. 54, Ecke Kommandantenstr getragene Röcke, Jackets von 4-7 M.; auch moderne Sommer Ueberzieher Platin- Linke[ 129b wohnt jetzt Reinickendorferstr. 23 wenig getragen von 8-19 m. verkauft. zahlt die höchſten Platina- Abfälle. Stube, Kammer u. Küche, zum 15. Juni Verzugshalber ist eine kl. Wohn., Preise für No. 121b. Brunnenstr. Reinh. Wankel und Silberwaaren- Fabrik. Uhren-, Gold259 L] Garantie zu solidest. Preisen. u. Silber unter 3 jähr. Uhren in Gold Alle Arten üte m. Kontrolmarke od. 1. Juli zu verm. Daselbst ist die ganze Wirthschafts- Einrichtung zu verf. 185b Gitschinerstr. 82, Hof I., 4 Tr. I. Frndl. möbl. Zim. m. sep. Flur- Eing. f. 2 Hrn. fof. oder später Simeonstr. 22, v. 4 Tr., bei Georgi. 164 b E. frndl. Schlafft. a. Gen. 3. 15. oder 1. Langestr. 15, Quergeb. 2 Tr., b. Krüger. Frndl. Schlafft. f. Hrn., sep., Fürstenstraße 23, v. 1 Tr., b. Lampertius. 167b Frndl. Schlafst. nach vorn beim Gen. C. Hentschte, Schulzendorferstr. 5, 3 Tr. Möbl. Schlafft. verm. sof. Tauchert, Wasserthorstr. 63, v. 1 Tr.( sep. Ging.) Schlafft. f. 2 Hrn. Manteuffelstr. 5., 166b Hüte m. Kontrolmarke Quergeb. 3 r., b. Krenzin. 高盛 zu billigsten Preisen empfiehlt[ 357L H. Aertsens, Prinzenstr. 28. Cylinder- u. Filzhüte orbiter Kontrollm. Andreas Str. 24. verfauft der Sutmacher KöpnickerMöbel- Ausverkauf. Durch Subhastation des Hauses ist mein mehrjähriger Kontrakt gelöst, und ich bin gezwungen, mein Lofal bis 1. Juli zu räumen. Ich offerire daher Wohnungsstrasse 73. Billigste beste Bezugsquelle in 490 L einrichtungen in solider, moderner Aus- Herren- u. Knabengarderobe führung beispiellos billig. Einzelne Garnituren in Plüsch u. Seide, Paneelfophas, für 339L Theilnehmer 3. freundl. möbl. Zimmer gef. 10 M. 2031 b SO., Wienerstr. 34 II., I. Schlafstelle, m. sep. Eing., f. 2 Herren, Grenzstr. 15, vorn part. b. Linke. 180b Freundl. saub. Schlafft. f. H., sep. Ging. Waldemarstr. 28, Quergeb. 8 Tr. L. Eine freundl. Schlafstelle b. Märten, 98 b Reichenbergerstr. 29, v. 2 Tr. Freundl. sep. gel. Schlafstelle verm. Lindner, Teltowerstr. 32, Hof r. 3 Tr. Divans, Buffets, Bertitows, Sleiber- und Rixdorf u. Umgegend r 1 ob. 2 Herren iſt e. möbl. Stube, Bücherspinden, Schreibtische, Spiegel, Tische zc. zu äußerst herabgesetzten Preisen. Brautleuten besonders empfohlen. Empfehle allen Freunden und Gen. G. Domker, Raijer, ilhelmstr. 19 meiner werthen Nachbarschaft meine vorzügliche 5 und 6 Pf.- Bigarre, Nippentabak à Pfund 30 Pf., Schnupf- und Kautabak. R. Fride, Grüner Weg 111. Ecke Münzstraße. ist die Firma N. Nachmann, 126. Bergstrasse 126. Geyer, Oranienstr. 202, Den Parteigenofen 31. Hemrichsplay u. Manteuffelstraße. Fabrik und Lager Billigste und reellste Bezugsquelle in von Schuh u. Stief. In für Herren, Herren-, KnabenDamen und Kinder, sowie sämmtlicher Filzschuhe, Pantoffelnu. Pantinen. empfehle ich mich zur Anfertigung gut sitzender Herren- Garderobe. A. Böttcher, Schneidermeister, Fürbringerstr. 36.[ 832L Im Tuchgeschäft und Arbeiter E. Strauss, Schneidermite., Oranien- Str.126. I. Garderoben. Blumenstr. 46, part.,[ 500 L empfiehlt sich zur Anfert. eleg. HerrenGarderoben. Für guten Sitz u. saubere Anzüge nach Maaß unter Garantie Arbeit wird garantirt. Lager v. Stoffen eleganten Sizes. [ 274 L in grosser, geschmackvoller Auswahl. Roulante Zahlungsbedingungen! S. Behrendt, Cravatten, Handschuhe, Schirme. 84. Grüner Weg 84. Emil Franke Wittwe, Empfehle meinen Freunden u. Genossen darf mein Herren- und KnabenAnzüge, Paletots, fowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen. 543L angen. Aussicht auf d. Spree, z. verm. Holzmarktstr. 8, Querg. 4 Tr. b. Baader. Schlafft. m. S. für Schuhmacher bei Schüler, Neue Friedrichstr. 99. Vors wärts fann mitgelesen werden. 172 b Schlafft. f. Schuhm. 3. arb. Schäferſtr. 2. Arbeitsmarkt. Redakteur gesucht. Zweiter Redakteur, der bereits als solcher oder sonst schriftstellerisch thätig gewesen ist, wird für eine täglich er scheinende sozialdem. Zeitung, in der Hauptstadt eines Bundesstaates, zum fofortigen oder baldigen Antritt gesucht. Näh. Sächs. Arb.- 8tg.", Dresden, 161b Gerbergasse 1. Gesellen auf Küchenspinden verl. 181 b Neumann, Oranienstr. 186. Leistungsfähige Säklerinnen Saarbrückerstr. 6. Stempelfabrik für Bollwaaren finden dauernde Bemein reichhaltiges Lager fertiger Den Genossen empfehle bei Be137 b Empfehle meine anerkannten guten 522L Herren- und Nähmaschinen, sowie Wasch- Invalidenstr. 126, gegenüb. Stettiner schäftigung bei E. Wünsche. Felix Lande, Markusstr. 12. Herren- und Knaben- und Wringmaschinen zu den Knaben- Garderobe Garderobe- Geschäft. Werkstatt im Hauſe. billigsten Preisen bei Abz. ReparaturMädchen erlernen unter günstigen Preuss& Co. Culmstr.2( Sout.) an der Bülowstr. Mein reichhaltiges Lager von Cigarren, Rauch-, Kau- und Schnupf- Tabaken in gutsigender, solider Ausführung zu billigten Preisen. Paletots. Seidene Westen. DEF Arbeitshosen. Maaßbestellungen werden in der eigenen Werkstatt prompt und reell ausgeführt. halte allen Freundeu und Genossen 150b Schneidermeister, bestens empfohlen. W. Gassert, Gerichtsstr. 7. F.Bomballa, köpnickerstr. 195, im Laden. 420 Arbeitsanzüge in großer Auswahl. Hamburger Laden ( Spezialität: Arbeits- Anzüge) Bahnhof.[ 325 L] 499 Meine Kranzbinderei Bedingungen das Blätten neuer Kragen, und Blumengeschäft habe ich von dann dauernd lohnende Beschäftigung b. Stalizer u. Wienerstr.- Ecke nach der Jakobstr., verlegt.[ 449L] J. Döltz. Jede Uhr zu repariren und zu reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gutgehens nur 1 M. 50 Pf.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Lager aller Arten neuer und gebrauchter Uhren. Verkauf zu erstaunlich billigen Preisen. E. Rothert& Stolz, Uhrmacher. 42 Andreasstr. 62, Chauffeeste. 78, Alte Schönhauserstr. 25. Emma Seidel, Stallschreiberstr. 32a, Ede Alte Seligsohn, Ehrmann& Co., Dresdenerstr. 80( nahe der Roßstraße.) Plätterinnen a. Grade u. Geschweifte Bringe den Genossen hierdurch mein. Fr. H. Baate, Chorinerstr. 64, Og. I. Sarg- Magazin u. Beerdigungs- Lehrling zur Tiſchlerei auf Koſtg. vl. Wolff, Weißenfee, Sedanstr. 49. Comtoir bei vorkommendem Bedarf in Grinnerung. J. Schuhmacher, Swinemünderstr. 140, am ArtonaEin junger Genosse, in der Forts KinderwagenPlay. Alle Auftr. w. unentgeltlich ausgef. fegung seiner Studien durch Maß regelung behindert, bittet dringend, auf Bazar jekt: Linienstr. 225, Dem geehrten Publikum zeige ich hier vorgeschrittene Bildung und litter. Jerusalemerstr. 42, Ecke der Grenadierstraße, nahe dem Markusftr. 12, 1.( Thoreingang), mit ergebenst an, daß ich am 1. April Kenntnisse gestügt, wenn möglich gegen 1 Treppe. empfiehlt sich Genofsinnen zur Müllerstr. 159a eine Obst- u.Südfruchtmäßige Entschädigung, um Beschäftigung Großartige Auswahl Schönhauser Thor( früher Brunnenu. Elsafferstr.- Ecke u. Weinbergsweg 2. Anfertigung gutsitzender Garderobe. fowie Rauchwaaren Handlung er- im Buchhandel, Expedition, als Sekretär öffnet habe. Hochachtungsvoll oder dergl. Gefl. Off. unter M. S. 78 jederArt. Bill. Preise. J. Leiser. Sopha zu verk. Adalbertstr. 2, 12r. I. 179 b H. Hübner. Expedition des Vorwärts". a. Theilzahlung. 530L] Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Modistin, [ 1b 2051 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 85. Ein Komplott gegen die deutsche Arbeiterklasse.") Interessante Aktenstücke. Wir veröffentlichen nachfolgend eine Anzahl von Schrift ftücken, die uns ein Zufall in die Hände gespielt hat. Ueber den Inhalt derselben wollen wir uns nicht weiter als absolut nothwendig auslassen; er spricht für sich selbst. Wir sehen die höchsten Behörden des Staates in trauter Eintracht zuſammenwirken mit den Leitern von Vereinen der Großindustriellen, um Arbeiter mit der Hungerpeitsche zu strafen, blos weil sie sich des Verbrechens schuldig gemacht haben, für eine durchgreifende Arbeiterschutz- Gesetzgebung einzutreten oder von der gesetzlich gewährleisteten Koaliti onsfreiheit Gebrauch zu machen. Natürlich ist unsere Großbourgeoisie für eine solche Hilfe von Seiten der staatlichen Organe nicht ohne dankbares Verständniß, das zeigt das Geschenk von 3000 m., das dem Berliner Polizeipräsidium zur Vertheilung an die Schußmannschaften übergeben worden ist. Wir freilich müssen gestehen, daß wir naiv genug waren, eine derartige Bragis unter heutigen Verhältnissen für unmöglich zu halten. Doch wir wollen hier feine weiteren Betrachtungen anstellen, möge der Leser selbst urtheilen. In Berlin existirt ein ,, Verband Berliner Metallindustrieller". Zu demselben gehören nach dem uns vorliegenden Mitgliederverzeichniß 124 Firmen. Der Verband umschließt nachfolgende Erwerbszweige: Eisengießerei, Maschinenbau, Elektrotechnik und Verarbeitung von Metallen. Zweck des Verbandes. Als solcher wird im§ 1 des Statuts aufgeführt: die„ Intereffen seiner Mitglieder zu vertreten und im besonderen: 1. Beschwerden der in den Betrieben der Verbandsmitglieder beschäftigten Arbeitnehmer über Höhe der Löhne, Einrichtungen des Betriebes und dergleichen auf Antrag des betreffenden Verbandsmitgliedes untersuchen zu lassen und darüber in einer für den Unternehmer verbindlichen Weise zu entscheiden; 2. auch ohne einen solchen Antrag, sobald auf eine andere Weise Beschwerde oder Mißhelligkeiten der vorbezeichneten Art bekannt werden, aus eigener Veranlassung den Versuch einer gütlichen Beilegung derselben zu machen; 3. gemeinsame Maßregeln durchzuführen, falls in einem der vereinigten Betriebe die Arbeitnehmer versuchen sollten, Lohnerhöhungen oder sonstige Forderungen im Wege der Arbeitseinstellung, Sperre, Verrufserklärung oder auf ähnliche Weise zu erzwingen; 4. einheitliches Handeln in allen Fragen, welche für das Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer von grundfählicher Bedeutung sind( z. B. Maximal- Arbeitstag), Abschaffung der Aktordarbeit, Arbeiterfeiertage, Fabrikordnungen und dergleichen); 5. sich bei Regelung allgemeiner wirthschaftlicher, sowie der auf Wohlfahrtseinrichtungen der Betriebe bezüglichen Fragen in geeigneter Weise zu betheiligen; 6. eine Vereinigung mit anderen Verbänden, welche gleiche oder ähnliche Zwecke verfolgen, einzugehen; 7. Errichtung und Unterhaltung einer Arbeitsnachweisstelle, zu deren Benutzung die Verbandsmitglieder nach Maßgabe der in§ 21 dieser Satzungen erwähnten Geschäftsordnung ver pflichtet sind." In welcher Art die Beschwerden untersucht und entschieden werden sollen, darüber geben die§§ 17 und 18 Aufschluß. Diefelben lauten: §17. einLiegt der Fall des§ 1 Nr. 3 vor, so ist der betreffende Unternehmer verpflichtet, ungefäumt dem Vorsitzenden der Vertrauens- Kommission Anzeige zu machen und demselben gleichzeitig ein Namensverzeichniß der betreffenden Arbeitnehmer mitzutheilen. Der Vorsitzende hat den betreffenden Abtheilungsvorstand gemäß§ 15 zu einer Sigung innerhalb 24 Stunden bei Arbeitseinstellungen von geringerer Bedeutung innerhalb 8 Tagen zuberufen und zu dieser auch den von der Arbeitseinstellung betroffenen Unternehmer einzuladen. Das Namensver zeichniß hat er sofort der Arbeitsnachweis- Stelle(§ 1 Nr. 7) mit der Aufgabe zuzufertigen, die darin bezeichneten Arbeiter von der Zuweisung an Arbeitgeber auszuschließen und zwar so lange, bis ihr von dem Vorsitzenden die Mittheilung zugeht, daß auf Beschluß der zuständigen Organe diesen Arbeitern der Nachweis an Arbeitsgelegenheit nicht länger vorzuenthalten fei." ( Hier folgt eine Anweisung, wie zu verfahren ist, wenn ein Streit sich über mehrere Etablissements der gleichen Branche erstreckt.) § 18. " Falls eine Gießerei von einem Streit betroffen wird, find diejenigen Mitglieder, die Besitzer einer Gießerei sind, verpflichtet, dem vom Streit betroffenen Betriebe durch Lieferung des nothwendigsten Gußbedarses helfend zur Seite zu stehen. Sonntag, den 12. April 1891. Arbeits- Nachweisstelle. " 8. Jahrg. stimmigen Beschluß unserer Generalversammlung veran Dem Statut ist eine Geschäftsordnung der Arbeits- last, hat die Vertrauenskommission dem königl. PolizeiNachweisstelle" beigegeben, in der in§ 1 bestimmt ist, daß präsidium hierselbst 3000 Mark überwiesen mit der fämmtliche Mitglieder des Verbandes verpflichtet find, Bitte, diese Summe denjenigen Beamten zuzuführen, die ihren Bedarf an Arbeitern" der Arbeits- Nachweisstelle zu aus Aulaß des ersten Mai über Gebühr angestrengt entnehmen.§ 6 beſtimmt, daß wenn ein Arbeiter Arbeit ange- werden mußten und deren thatkräftiger Unterstügung Dazu verlangte nommen, sich aber innerhalb der verabredeten Zeit nicht zur wir wesentliche Dienste verdanken.*) Arbeit einfindet, falls nicht triftige Gründe vorliegen", in den die Einrichtung der Arbeits- Nachweisstelle bedeutende, freilich nächsten 14 Tagen feinen neuen Arbeitsnachweis erhält. Nur nur einmal erforderliche Mittel. Hieraus ergiebt sich für uns ausnahmsweise(§ 10) dürfen Verbandsmitglieder Arbeiter direkt die Nothwendigkeit, für dieses Jahr höhere Beiträge einzufordern als wir vermutheten und als sie für die Zukunft nöthig sein annehmen, wenn: a) die Arbeitsnachweisstelle den verlangten Arbeiter nicht werden. Obige Gründe werden hoffentlich für sich sprechen und liefern fann; Jeden diese einmaligen, nicht wiederkehrenden Ausgaben willig b) wenn es sich um dringende Fälle von Aushilfen bei aus- tragen lassen. wärtigen Arbeiten handelt. Außerdem aber müssen wir nunmehr unseren fatungsNachdem wir im Vorstehenden die Organisation des Ver- mäßigen Beitrag für den Gesammtverband Deutscher bandes Berliner Metallindustrieller" kennen gelernt, wollen wir Metall- Industrieller abführen und auch diesen Beitrag durch nun die praktische Wirksamkeit desselben betrachten. Vorsitzender Umlage erhöhen. Letztere beträgt laut§ 6 der Satzungen 10 M. für jedes angefangene Hundert von Arbeitern. Um unseren und geistiger Leiter des Verbandes ist: Frit Kühnemann. eigenen Bedarf zu decken, hat die Vertrauens Kommission laut Derselbe versandte unterm 12. Juli 1890 ein gedrucktes§ 25 unserer Satzungen beschlossen, für jeden Arbeiter 40 Pf. Birkular, in dem zunächst die Verwandlung des Vereins Ber- zu erheben. Hieraus ergiebt sich für Sie folgende Zahlungsliner Eisengießereien in den Verband Berliner Metall- Industrieller verpflichtung: angezeigt und zu deffen Beitritt aufgefordert wird. Dann heißt es in diesem Schriftstück weiter: 1. Für den Gesammtverband für von Ihnen angegebene 2. Für uns selbst Arbeiter mal 10 Mart Mark à 40 Pf. Mart.. Um aber jedem Mitgliede dauernd gesunde Zustände zu erhalten und um ihm fortlaufend den Segen des gemeinsamen für.... Arbeiter Zusammengehens vor Augen zu halten, hat der Verband in feiner legten General- Versammlung beschlossen, dem Ar= Summa Mart... beitgeber wieder sein natürliches Recht, sich feine Arbeiter zu nehmen, wie und wo er Wir fügen Poftanweisung über diesen Betrag bei und erwill, zurückzugeben und zu diesem Behufe eine Arbeitssuchen den Satzungen gemäß, denselben innerhalb acht Tagen an Nachweisstelle einzurichten, die Anfangs dieses Monats ihre die Adresse des Unterzeichneten abführen zu lassen. Thätigkeit eröffnet hat. Endlich bitten wir, sämmtliche den Verband Berliner Alle Mitglieder des Verbandes verpflichten sich auf der Metall- Industrieller betreffende Korrespondenz, ausschließlich dereinen Seite ihren Bedarf an Arbeitern nur von der gemein- jenigen diskreter Art, von jetzt ab nicht mehr an die Person samen Arbeits- Nachweisstelle zu nehmen; auf der anderen des Unterzeichneten, sondern an die Geschäftsstelle des Verbandes soll dem Arbeitgeber die Zuführung nothwendiger Arbeits- Berliner Metall- Industrieller senden zu wollen, zu welchem träfte so bequem wie möglich gemacht werden. Dazu über Zwecke wir eine Anzahl von entsprechenden Briefumschlägen beinimmt die Nachweisstelle die Kontrolle für streikende fügen. und gesperrte Arbeiter, sowie über die wüsten Agitatoren und nimmt dadurch jedem Arbeitgeber eine große, in Zeiten allgemeiner Streits- wie am 1. Mai c. Einzelnen fast undurchführbare Arbeit ab. So bietet der für den Verband Berliner Metall- Industrieller jedem Mitgliede ungemein praktische Vortheile, erstrebt außerdem ethische Ziele, die segenbringend jedem Einzelnen zu Gute kommen. Mit Hochachtung Die Vertrauens- Kommisson des Verbandes Berliner Metall- Industrieller. Frizz Kühnemann. Frih Kühnemann nnd die Polizei. Bereits 12 Tage später, unterm 24. Juli, war Herr Kühnemann in der Lage, die" fegenbringende" Wirkung der ethischen" Biele, welche sich der Verband gesteckt hat, durch Versendung des nachfolgenden Zirkulärs zu illustriren:*** P. P. Berlin, den 24. Juli 1890. In den Anlagen übersenden wir heute 1. Ein Exemplar des berichtigten Mitgliederverzeichnisses des Verbandes Berliner Metallindustrieller, 2. ein Gyemplar des berichtigten Agitatorenverzeichnisses und bitten die früher erhaltenen, nunmehr ungiltigen Verzeichnisse vernichten zu wollen. In dem neuen Mitgliederverzeichniß find als weitere während der Drucklegung hinzugekommene Mitglieder noch zu führen: H. Walz, vormals August Hamann'sche Werkzeug- Maschinen- Fabrik, S., Wallstraße 55 und H. Grengel, N., Roloniestraße 12. Beide Firmen gehören zur Abtheilung 1. In dem neuen Agitatoren Verzeichniß sind noch zu führen: ( Hier folgen die Namen von zwei Arbeitern, welche wir an dieser Stelle sowie auch aus den weiter folgenden Schriftstücken aus naheliegenden Gründen fortlassen.) Sobald sich in einer der neuen Listen Fehler befinden, so bitten wir davon die Geschäftsstelle des Verbandes Berliner Metall Industriefler, N. 4, Gartenstraße 160, gefälligst umgehend benachrichtigen zu wollen. In einer Sigung des Vorstandes des Gesammt- Verbandes Deutscher Metall- Industrieller wurde der Vorschlag gemacht, den Versuch zu unternehmen, eine allgemeine Fabrit ordnung für ganz Deutschland auszuarbeiten und zwar unter Berücksichtigung der bereits jetzt in den meisten Fabriken bestehenden Ordnungen. Bei der bedeutenden Wichtigkeit, die eine allgemeine Fabrikordnung unzweifelhaft baben könnte, glauben wir, obengedachter Anregung näher treten zu sollen und bitten Sie daher, unserer Geschäftsstelle 1 Exemplar der bei Ihnen etwa geltenden Fabrikordnung( event. in Abschrift) zukommen laffen zu wollen. Sollten die Arbeitnehmer desjenigen Unternehmers, dem die Ausführung von Guß durch den Abtheilungsvorstand übertragen worden ist, sich weigern, die Arbeit auszu( Es folgt nun eine längere Anweisung über die Benutzung führen, so sind dieselben als Streikende zu der Arbeitsnachweisstelle und speziell eine ſtrikte Warnung betrachten." davor, Stellen„ durch etwa zufällig sich anbietende Leute zu beUm die Erfüllung der in dem Statut ausgesprochenen Ber- setzen.") Um die stete Laufendhaltung der zu führenden Bücher zu er pflichtungen von allen Verbandsmitgliedern zu sichern, hat jedes möglichen, ist es dringend nothwendig, daß die den eingestellten Mitglied einen acht Tage nach Sicht zahlbaren Wechsel zu hinter- Arbeitern abgenommenen Nachiveisscheine, dem§ 6 der Geschäftslegen. Diese Wechsel sind bei der Reichsbank hinterlegt. Konventionalstrafe. Die Höhe derselben ist in§ 22 wie folgt festgesetzt: bis 50 Arbeiter 1000 mt. 100 • " 2000 . 250 " " " 4.000 " 500 " 6.000 " " 1000 " 8 000 " " 2000 " . 10 000 " 1 " über 2000 12000 " " ordnung gemäß, innerhalb 24 Stunden an die Arbeits- Nachweisstelle zurückgesandt werden. Dasselbe gilt von Uebersendung der Anzeigefcheine für solche Arbeiter, welche nach§ 10 der Geschäftsordnung eingestellt wurden. Wird die Arbeits- Nachweisstelle beauftragt, eine größere Anzahl( 3 und mehr) Arbeiter an eine Firma zu überweisen, so werden, wenn vorhanden, ein oder zwei Leute mehr übersandt als gewünscht werden, um dem Auftraggeber eine gewisse Auswahl zu ermöglichen. Hochachtungsvoll Die Vertrauens- Kommission des Verbandes Berliner Metall- Industrieller. Der Vorsitzende: Fritz Kühnemann. Schlechtes ,, Material". Daß indeß des Lebens ungemischte Freude keinem Sterblichen zu Theil wird, mußte auch Herr Fritz Kühnemann erfahren. Denn schmerzliche Erfahrungen waren es, die den genannten Herren unter'm 26. August 1890 zur Versendung des nachfolgenden Zirkulars veranlaßten: Zunächst gestatten wir uns, Sie von der Neukonstituirung der Vertrauenstommission und der AbtheilungsVorstände in Kenntniß zu setzen, und belieben Sie das Nähere hierüber aus der beiliegenden Anlage zu entnehmen. ( Dieselbe fehlt. Die Herausgeber.) In der außerordentlichen Generalversammlung vom 21. d. M. wurde zur Kenntniß der Mitglieder gebracht, daß der ArbeitsNachweisstelle mitgetheilt worden ist, es würde nunmehr von Seiten der von uns als Agi= tatoren bezeichneten Arbeitnehmer en masse Klage gegen uns geführt werden. In der That ist eine solche Klage bereits gegen ein Mitglied eingebracht worden und zwar von einem der wüftesten Agitatoren, der vor dem 1. Mai bereits die Arbeit niederlegte, am 10. Mai nicht wieder angenommen wurde und nun auf vierwöchentliche Lohnzahlung flagt mit der Angabe, sein früherer Arbeitgeber hätte bewirkt, daß er in Berlin keine Arbeit mehr bekäme. Bei der prinzipiellen Wichtigkeit dieser Frage beschloß die General- Versammlung, die in dieser Richtung an die Verbands Mit: glieder herantretenden Klagen als Verbands. angelegenheit anzusehen, und dieselben als solche durch die Vertrauens Kommission durchführen zu lassen. Sollten Daher Verbands- Mitglieder in oben beregte Lage gerathen, so ersuchen wir, hiervon der Vertrauens- Kommission unter Darlegung des Sachverhalts umgehend Mittheilung zu machen und dieselbe zur weiteren Verfolgung der Sache zu ermächtigen. V Bei Prüfung der, mittelst Rundschreibens vom 24. Juli zur Versendung gelangten Agitatorenliste hat sich herausgestellt, daß dieselbe einmal nicht mehr als durchaus zutreffend angesehen werden kann, und daß es sich andererseits wohl auch empfehlen dürfte, mit dem 1. Oktober eine gewisse Amnestie für einen Theil der bisher Gesperrten eintreten zu lassen. Dem dahingehenden Anfrage der Vertrauenskommission entsprechend beschloß die Generalversammlung denn auch, daß 1. für die Zukunft jedes Mitglied allein nicht mehr berechtigt sein solle zu bestimmen, wer auf die Agitatorenliste zu setzen ist, daß vielmehr außer dem genauen Nationale eine spezifizirte Begründung der Thätigkeit des betreffenden Agitators gegeben werden müsse und daß der Vertrauensfommission das. Necht einzuräumen ist, diese Begründung zu prüfen und zu bestimmen, ob der Arbeiter auf die Liste zu sehen ist; ferner 2. am 1. Oktober ds. Js. den bis jetzt Gesperrten im Allgemeinen eine Amnestie zu gewähren ist daß nur diejenigen Arbeiter auf die neuanzufertigende Agitatoren- Siste kommen *) Das Polizeipräsidium quittirte den Empfang dieser Summe und berichtet über die Art der Vertheilung an die über Gebühr" angestrengten Beamten in nachfolgendem Schreiben: Berlin, den 12. Juli 1890. Indem Euer Hochwohlgeboren ich den Empfang der mittelst gefälligen Schreibens vom 22. Mai übersandten 3000 m. hierdurch amtlich bestätige, verfehle ich nicht, Guer Hochwohlgeboren und dem Vorstande des Vereins der Berliner Eisengießereien u. s. w. u. s. w. zugleich im Namen der betheiligten Beamten meinen verbindlichsten Dank mit dem ergebensten Bemerken auszusprechen, daß die überfandte Summe in der Weise vertheilt worden ist, daß für jede der 83 Jabriken eine Durchschnittssumme von 36 m. 14 Pf. bestimmt und in jedem Revier, je nach der Anzahl der in demselben vorhandenen Fabriken, eine entsprechende Summe an die daselbst stationirten Beamten vertheilt worden ist. Auf die in Charlottenburg stationirten Beamten ist demnach bei sechs dort bestehenden Fabriken die Summe von 216,84 M. entfallen. Die Arbeits- Nachweisstelle vermag felbstredend, namentlich Die Mitglieder fönnen auch in Strafe genommen werden, wenn sie ihren fatungsmäßigen Verpflichtungen oder den durch jetzt bei Beginn ihrer Thätigkeit, weder die technischen Fertigdie Generalversammlung in rechtsverbindlicher Weise gefaßten teiten noch auch die Solidität der sich meldenden Arbeiter zu Beschlüssen nicht nachkommen". Es können in diesen Fällen prüfen, sondern ist ausschließlich gezwungen, sich auf die Aussagen durch die Vertrauenskommission" Geldstrafen von 100-3000 M. der Betreffenden und auf die meist sehr dürftigen Zeugnisse verhängt werden.(§ 23.) Gegen diese Straffazungen ist Be- früherer Arbeitgeber zu verlassen. Sollte daher ein Arbeiter den rufung an die Generalversammlung zulässig, doch kann an ihn zu machenden Ansprüchen nicht genügen, so ersuchen wir, bei Verwerfung durch dieselbe zugleich auf eine Frivolitäts- der Nachweisstelle daraus einen Vorwurf nicht machen zu wollen und sie Anfangs noch mit wohlwollender Nachsicht zu behandeln. Der Polizeipräsident: von Richthofen. ftrafe im Betrage bis zu 250 M. erkannt werden. Wir bitten, sich versichert zu halten, daß unsererseits Alles geHerrn Friz Kühnemann schicht, um den Mitgliedern diese Einrichtung so bequem als an den Königl. Kommerzienrath möglich zu gestalten. Wir müssen nun zum Schluß noch den Geldpunkt einer Erörterung bezw. Klarstellung unterziehen-Durch ein 3. N. 9/2. P. J. *) Die Aftenstücke, welche wir veröffentlichen, bilden den Inhalt einer Bröschüre, welche uns aus 2ondon zugegangen ist, wo sie im Verlag von E. Bernstein u. Ko. erschien. Die Echtheit der mitgetheilten Attenstücke steht über jedem Zweifel. Hochwohlgeboren hier. follen, für welche folches unter genauer Begründung von dem Arbeitgeber beantragt wird. Diejenigen Arbeiter, über welche dergleichen Anträge nicht eingehen, werden in der neuen Liste nicht geführt werdest. Ferner wurde durch die General- Versammlung dem Antrage der Vertrauens- Rommission entsprechend beschlossen, daß 1. Die Beiträge für den Gesammtverband sowohl als auch für den Verband Berliner Metall- Industrieller von sämmtlichen, in einem Betriebe beschäftiften Arbeitern( einschließlich Lehrlinge, ausschließlich weibliche Personen) zu berechnen feien, sowie daß ferner 2. auch für diejenigen Arbeiter( einschließlich Lehrlinge, ausschließlich weibliche Personen) der Betrag von 25 Pf. zu zahlen ift, welche ohne Vermittelung der Arbeits- Nachweisstelle, also nach§ 10 der Satzungen in ausnahmsweisen Fällen in einen Betrieb eingestellt, und dann der Nachweisstelle durch Anzeigeschein angemeldet worden sind. Zur Begründung des Beschlusses ad 1 sei darauf hingewiesen, daß die Beiträge sich nach der Größe des Betriebes richten müssen und daß diese durch alle beschäftigten Kräfte auch durch die der Lehrlinge dargestellt wird; zu dem Beschluß ad 2 aber bemerken wir, daß ein sehr wesentlicher Theil der Unkosten der Arbeits- Nachweisstelle durch die Gesammtheit getragen wird, woraus allein sich obiger Beschluß rechtfertigt. Bon verschiedenen Seiten sind Klagen über die technische Fertigkeit und über die Solidität der von der ArbeitsNachweisstelle überwiesenen Arbeiter eingelaufen. Indem wir die Berechtigung dieser Klagen theilweise anerkennen müssen, können wir doch nicht umhin, wiederholt auf das in dieser Hinsicht in unserem Rundschreiben vom 24. Juli Gefagte hinzuweisen und erlauben uns hinzuzufügen, daß die Arbeits- Nachweisstelle eben nur über dasjenige Material zu verfügen vermag, welches sich ihr anbietet. Daß dieses Material zum Theil nicht das Beste sein wird, ist wohl selbstredend; die guten Arbeiter sind eben fast ausnahmslos in festen Händen. Nach wie vor wird jedoch unsererseits Alles geschehen, um allmälig das schlechteste Material soweit irgend angängig auszumerzen, und die durch die Praxis stets wachsende Erfahrung der Angestellten der Nachweisstelle wird, wie wir mit Bestimmtheit hoffen, im Verein mit möglichst strenger Prüfung des Vorlebens der sich Meldenden allmälig die berechtigten Beschwerden mehr und mehr verschwinden machen. Wir bitten, uns in diesen unseren Bestrebungen zur Ausscheidung schlechter Elemente dadurch unterstüßen zu wollen, daß Sie unsere Arbeits- Nachweisstelle stets umgehend davon benachrichtigen, wenn ein Arbeiter sich als renitent, dem Trunke ergeben, arbeitsscheu oder vollkommen untauglich ausweist. Zu diesem Zweck wollen Sie sich gefälligst einer der beigefügten„ Mittheilungen" bedienen. Zum besseren Verständniß und zur Illustrirung der Ausführungen des Zirkulars mag die nachstehende Zuschrift an die Arbeits- Nachweisstelle dienen: W. Dette u. Co. Lampen 2c. Fabrik. Berlin S., b. 14. 11. 90. Grimmstraße 39. Hier. An die Arbeits- Nachweisstelle des Verbandes Berliner Metallindustrieller. Anbei behändigen wir Ihnen 3,75 M. in Marken, womit Sie Ihre Nota vom 1. cr. geft. begleichen wollen. g= Um auf Ihr Zirkular vom 29. zurückzukommen, bemerken wir, daß wir den Arbeitsnachweis nach Mög lichkeit ben üht, aber leider sehr ungünstige Er fahrungen damit gemacht haben, was Sie schon daraus ersehen können, daß wir von den sämmtlichen Arbeitern, welche wir durch die Arbeits- Nachweisstelle bekommen haben, nur noch einen einzigen in Arbeit haben und zwar einen ge= wöhnlicheren Arbeiter, während die Facharbeiter fämmtlich unbrauchbar waren. Wir tönnen nach unseren Erfahrungen den Arbeitsnach wets nur als eine durchaus verfehlte Einrichtung bezeichnen, die uns Umstände und Kosten verursacht aber keinen Nutzen bringt. Hochachtungsvoll W. Dette& Co. Wir geben wiederholt die Versicherung, daß wir Alles aufbieten, diese hochwichtige Einrichtung jedem Mitgliede so bequem und so gut wie möglid) zu gestalten, auf der anderen Seite aber müssen wir uns auch, namentlich für den Anfang, ein gewiffes Wohlwollen, Vertrauen und thatkräftige Unterstüßung erbitten. ( Hier folgt eine lange Darstellung über die Mängel und Echwierigkeiten, die mit dem Arbeitsnachweis verknüpft sind.) Wir erlauben uns endlich noch mitzutheilen, daß laut Beschluß der Vertrauenskommission für die Folge von jedem, im Betrieb eines Verbandsmitgliedes etwa vorkommenden Streit sämmtlichen Mitgliedern des Verbandes durch die Arbeits- Nachweisstelle sofort Kenntniß gegeben werden wird. Hochachtungsvoll! Die Vertrauenstommission des Verbandes Berliner Metall- Industrieller. Der Vorsitzende! Friz Kühnemann. Minister und Bourgeois. In dem Zirkulär vom 12. Juli 1890, worin die Gründung des Verbands Berliner Metall- Industrieller" angezeigt wird, ist Bezug genommen auf die glänzenden Resultate", welche die vereinten Berliner Eisengießereien und Maschinenfabriken bei ihrem Vorgehen gegen die Arbeiter gelegentlich der Bewegung des 1. Mai erzielt haben, und wird von den„ Segnungen des gemeinsamen Handelns" gesprochen. Es ist gewiß von größtem Interesse, nicht bloß für die Arbeiter, sondern auch für weitere Kreise, zu erfahren, wer alles mit dem Verein der Berliner Eisengießereien, aus welchem der Verband Berliner MetallIndustrieller hervorgegangen ist, gemeinsam" gehandelt hat. Nachfolgende Schriftstücke mögen darüber Auskunft geben: Kriegsministerium. Berlin, den 3. Mai 1890. Für die gefällige Mittheilung der Beschlüsse des Vereins Berliner Eisengießereien und Maschinenfabriken 2c., betreffend Maßnahmen gegen die von Arbeitern sozialdemokratischer Richtung angestrebte Feier des 1. Mai durch Ihr gefälliges Schreiben vom 25. vor. Mts. danke ich Ihnen hiermit verbindlichst. Zu dem Inhalt desselben bemerke ich Folgendes: Die Seitens der Militärverwaltung den Direktoren der technischen Institute der Artillerie u. s. w. aus der vorgedachten Veranlaffung gegebenen Befehle stimmen im Allgemeinen mit den vom Verein gefaßten Beschlüssen überein, nur ist eine Beitgrenze, innerhalb welcher ein wegen Betheiligung an der Feier des 1. Mai entlassener Arbeiter bei den Kgl. Instituten wieder eingestellt werden darf, nicht festgesetzt worden. Privat Fabriken zugehenden gleichartigen] Verzeichnisse sämmtlichen Instituten zur Renntniß mitzutheilen, damit die entlas= senen Arbeiter in teiner der militärischen Fabriken wieder eingestellt werden. Nebenwerkstatt alle a. G. 4. An den Vorstand der Königl. Eisenbahn- Hauptwerkstatt Berlin. 6. An den Vorstand der Königl. Eisenbahn Hauptwerkstatt Salber stadt. 7. An den Vorstand der Königl. Eisenbahn- Hauptwerkstatt Buck a u. = Theilweise ,, Amnestie". Die Direttoren der Fabriken sind seit jeher angewiesen, alle sozialdemokratischen Elemente von ihren Arbeitern fernzuhalten und unterstühen dem gemäß jede Bestrebung, Schaf" in den Werkstätten der Kgl. preußischen Staats- Bahnen Für den Sommer 1890 war also gesorgt, daß kein ,, räubiges welche diese Absicht zu fördern geeignet ist. Unterkunft fand. Zum Herbst aber geruhte Herr Frizz KühneDer Verein kann daher einer Unterstüßung mann wieder einen seiner bei den betreffenden Königl. Behörden seiner beabsichtigten weiteren Maßnahmen, um in fo viel Verständniß und Entgegenkommen findenden Erlaise an 3utunft sozialdemokratische Arbeiter von der die preußischen Eisenbahndirektionen zu richten. Wir wollen hier vaterländischen Arbeit auszuschließen, durch mich nur das An die Königl. Eisenbahn- Direttion Bromberg" unterm gewiß sein. 27. November 1890 und in gleichem Wortlaut nach Erfurt, Berlin und Magdeburg gerichtete Schreiben wiedergeben. Dasselbe hat folgenden Wortlaut: Die mir in Aussicht gestellte fernere Mittheilung aller Beschlüsse und Maßnahmen des Vereins in dieser Richtung werde ich gern entgegennehmen und in jedem einzelnen Falle erwägen, in wie weit dieselben auf die eigenartigen Verhältnisse der Militär- Fabriken anwendbar sind und demgemäß ein Hand in Hand gehen der mir unterstellten Fabriken mit den Privatfabriken, soweit dies angänglich ist, veranlassen. Der Kriegsminister. gez. v. Verdy. An die Berliner Maschinenbau- Aktiengesellschaft vormals L. Schwartzkopff. Wie beim Kriegsministerium fand der Verein der Eisengießereien und Maschinenfabriken auch im Eisenbahnministerium ein begeistertes Echo, wie folgende Buschrift beweist: Berlin, den 30. April 1890. Im Auftrage Sr. Exzellenz des Herrn Ministers der öffentlichen Arbeiten beehren wir uns, Ihnen auf die an denselben gerichtete Eingabe vom 26. cr. ergebenst mitzutheilen, daß wir den Mitgliedern des Vereins Berliner Eisengießereien und Maschinenfabriken und verwandter Betriebe, wie solche in dem der bezeichneten Eingabe beigefügten*) Plakate aufgeführt sind, die Namen der am 1. Mai vorschriftswidrig feiernden, deshalb entlassenen hiesigen Arbeiter der StaatsEisenbahn Verwaltung, sowohl der uns, als auch der den übrigen Königlichen Eisenbahn- Direktionen der hier einmündenden Bahnen unterstellten, alsbald bekannt geben werden. Seitens der Staats- Eisenbahn- Verwaltung werden entsprechend dem bortseits vereinbarten Verfahren die wegen vorschriftswidriger Feier des 1. Mai von den Mitgliedern des Vereins entlassenen Arbeiter vor dem 9. Mai nicht zur Arbeit angenommen. Damit die Listen dieser Arbeiter von den Vereinsmit gliedern unmittelbar den in Betracht kommenden Dienststellen Borständen der Staatseisenbahn- Verwaltung mitgetheilt werden fönnen, fügen wir eine Nachweisung derselben in 46 Exemplaren zur Vertheilung an die Vereinsmitglieder ergebenst bei. gez. Störte. Die Behme an der Arbeit. Nachdem die oberste Stelle ihr Placet zur Bontottirung der Arbeiter gegeben hatte, begann die Maßregelung, Verfolgung und Brandmarkung der Arbeiter auf allen Linien der Staatsbahnen. Darüber war natürlich niemand vergnügter wie Fritz Kühnemann. Er schrieb am 1. Juli: Kenntniß genommen, daß die Königliche EisenbahnDirektion Magdeburg beabsichtigt, sich dem Verfahren der Eisenbahn- Direktionen Berlin und Altona betreffend Berzeichnisse hervorragender Agitatoren anzuschließen. Infolge dessen werden wir nicht verfehlen, der verehrlichen Direktion sowie den von derselben uns aufgegebenen Vorständen der Königlichen Eisenbahn- Haupt- und Nebenwerkstätten seiner Zeit die von uns herauszugebenden Listen in der gewünschten Anzahl und unter entsprechender Bezeichnung der Briefumschläge zugehen zu lassen. Was die Herstellung dieser Agitatorenlisten anbetrifft, so haben auch wir bereits den Entschluß gefaßt, dieselben nicht wie seither durch Nachträge zu vervollständigen, sondern diefelben je nach Bedarf neu erscheinen zu lassen, wodurch die von der verehrlichen Direktion gewünschte Entlastung der einzelnen Dienststellen ja eintreten würde. Die nächste von uns auszugebende Liste wird in einigen Tagen fertiggestellt sein und demnächst versandt werden. Die genaue Adresse des Geschäftsführers ist: An den Geschäftsführer des Gesammt- Verbandes Deutscher Metall- Industrieller, Berlin SO., Schlesische Straße 25. Indem wir der Uebersendung der von den bortseitigen Dienststellen in Aussicht gestellten Verzeichnissen wegen Agitation Entlassener bestens dankend entgegensehen, zeichnet Mit besonderer Hochachtung Friz Kühnemann. Ueber den weiteren Verkehr des Herrn Fr. Kühnemann als Vorsitzenden der Vertrauenskommission mit den fgl. Gifenbahnbehörden geben nachfolgende Schreiben die beste Auskunft: Berlin, den 18. Juni 1890. An die Königliche Eisenbahn- Direttion Erfurt. In umgehender Erledigung der geehrten Buschrift vom 18. d. M., J. Nr. 1053 S., die soeben erst in meinen Befiz gelangt, bin ich mit größtem Vergnügen bereit, die Liste der wüsten Agitatoren fortlaufend der Königlichen Direktion zuzustellen. Anbei übersende ich zunächst die Listen Nr. 1 und 2 in je vier Exemplaren und werde nicht verfehlen, später erscheinende Listen sofort stets einzusenden. Mit besonderer Hochachtung # Frih Kühnemann. Berlin, den 22. Juli 1890. An die Königliche Eisenbahndirektion zu Erfurt. Ihrem Wunsche mit Vergnügen nachkommend, beehre ich mich anbei die soeben zur Ausgabe gelangte neueste Liste wüster Agitatoren) in 4 Exemplaren mit dem Bemerken zu übersenden, daß durch diese Liste alle früher von uns verausgabten hinfällig geworden sind und nur diese in Kraft bleibt. Mit besonderer Hochachtung 2c. * * Fritz Kühnemann. Berlin, den 22. Juli 1890. An den Vorstand der Königlichen Eisenbahn- Hauptwerkstatt Braunschweig, Eisenbahn- Direktionsbezirk Magdeburg, Braunschweig. Auf Wunsch der Königlichen Eisenbahndirektion Magdeburg übersende ich Ihnen 1 Exemplar unserer neuesten Liste der wüsten Agitatoren und zeichne Mit Hochachtung 2c. Fritz Kühnemann. Gin gleichlautendes Schreiben wurde ebenfalls mit je Der fofortige Aushang der bezüglichen Befehle in 1 Agitatorenliste an nachfolgende Haupts resp. Nebenwerkstätten den militärischen Fabriken und Wertstätten ist bereits am der Königl. Eisenbahn- Direktion Magdeburg am selben Tage 24. v. M. angeordnet worden. abgesandt: 1. Rönigliche Eisenbahn- Nebenwerkstatt Magdeburg. 2. An den Vorstand der Königlichen Eisenbahn- Hauptwerkstatt Stendal. 3. Königl. EisenbahnAn die Kgl. Eisenbahn- Direktion Bromberg. Mit Gegenwärtigem beehren wir uns die höfliche Mittheilung zu machen, daß unsere lehte Generalversammlung beschlossen hat, insofern eine Amnestie für gewisse Arbeiter eintreten zu lassen, als wir denen unsere Werkstätten wieder öffnen, die theils Abbitte gethan, theils nur als Verführte sich erwiesen haben. Wir haben eine genaue Prüfung der Agitatorenliste vorgenommen, über jeden Einzelnen der Ausgesperrten genaue Untersuchung und Klarstellung angestellt und schließlich 118 amnestirt und nur 50 der Hauptunruhestifter als gesperrt belassen. Gründe) verschiedener Art haben uns außer Sem bestimmt, eine neue Liste nicht mehr zu drucken, vielmehr die Kontrolle einzig und allein durch unsere ArbeitsNachweisstelle zu üben und demgemäß auch alle bestehenden Listen für aufgehoben zu erklären. Indem wir uns hiermit beehren, der geehrten Direktion hiervon Mittheilung zu machen, ersuchen wir gleichzeitig, von Aufhebung aller Listen den unterstellten Behörden Kenntniß geben und diesen anheimstellen zu wollen, über einzelne Arbeiter bei uns Nachfrage zu halten, auch erklären wir uns mit Vergnügen bereit, auf unserer Geschäftsstelle N 4. Gartenstr. 160, Einsicht in die Liste der noch Gesperrten zu geben, wie wir nach jeder Richtung uns bemühen wollen, die Interessen der geehrten Direktion auf Erhaltung zuverlässiger und tüchtiger Arbeiter zu unterstützen und zu fördern. Wir hoffen auf Würdigung unseres Vorgehens und empfehlen uns Mit besonderer Hochachtung 2c. Friz Kühnemann. Erla" zu thun, zu dem, neben der Befürchtung wegen der VerWir haben es also hier in aller Form mit einem ,, Amnesties wenigsten der Umstand beigetragen haben mag, daß das„ Material", rufserklärung der Arbeiter durch die gedruckten Listen, nicht zum das die Arbeits- Nachweisstelle zu liefern vermochte, sich immer noch nicht bessern wollte. Die Metallarbeiter waren sich über das infame Spiel, welches die Unternehmer mit ihrem Arbeitsnachweis trieben, vollständig im Klaren, und so mancher wackere Familienvater hat sich und den Seinen Wochen und Monate lang die schwersten Entbehrungen auferlegt, ehe er unter das kaudinische Joch sich beugte und an seiner Ueberzeugung und an feinen Mitarbeitern zum Verräther wurde. Die Bourgeoisie kann aber die Hühner, welche ihr die goldenen Gier legen, nicht entbehren und deshalb erließ Herr Kühnemann, ungleich den politischen Machthabern, seine Amnestie", und die Königl. Eisenbahndirektoren gingen auch auf diese Anordnung des Berliner Schlotjunkers ein wie nachfolgendes Schriftstück zeigt: Königliche Eisenbahn- Direktion. Bromberg, den 5. Dezember 1890. Postamt II = An Herrn Franz Kühnemann, Hochwohlgeboren Berlin N. Euer Hochwohlgeboren theilen wir auf das gefällige Schreiben vom 27. v. Mts. ergebenft mit, daß wir den uns nachgeordneten Königlichen Eisenbahn Betriebsämtern und Hauptwerkstätten von dem Inhalt desselben Kenntniß gegeben und dieselben angewiesen haben, eintretenden Falls bei der uns bezeichneten Geschäftsstelle Nachfrage darüber zu halten, ob die um Beschäfeigung bei uns nachsuchenden Arbeiter, welche in den jetzt aufgehobenen Listen verzeichnet standen, zu den auch jetzt noch Ausgesperrten gehören. In diesem Falle wird die nachgesuchte Einstellung abgelehnt werden. Wir bemerken hierbei gleichzeitig, daß die wegen Theilnahme an ordnungsfeindlichen Bestrebungen aas dem Bereiche unferer Verwaltung entlassenen, mit unserem Schreiben vom 21. Juni d. J. Ib 776S dorthin mitgetheilten Arbeiter, unsrerseits nicht wieder zur Einstellung gelangen. Uriasbriefe. Pape. Wenn in dieser Weise die Königlichen Eisenbahn- Direktionen den Winken des Herrn Kühnemann Ordre pariren, was Wunder, daß dies von den privaten Erwerbsgenossen des genannten Herrn erst recht geschieht. Die nachfolgenden Buschriften bekannter Berliner Firmen an den unter der Oberhoheit des Herrn Kühnemann tagenden modernen Behmgerichtshof geben Beugniß von der rücksichtslosen Proffribirung der Arbeiter durch die Privatpolizei, welche sich die Herren Unternehmer unter den Augen der Behörden und mit deren Hilfe eingerichtet haben. Man lese: An den Vorsitzenden der Vertrauenskommission des Verbandes Berliner Metallindustrieller Herrn Frizz Kühnemann, hier. Die Schloffer( folgen drei Namen) find wegen groben Unordnungen und frechen Benehmens gegen ihren Meister von uns entlassen. Es wird gebeten, dieselben vorkommenden Falls von jeder Beschäftigung auszuschließen, resp. nicht gewähren zu wollen, p. Ludw. Löwe u. Ko. J. Schinkel. * * Eisengießerei Bultan( 2. Wolff u. Co.) Berlin N., 28. April 1890. Zur Vervollständigung des Verzeichnisses über notorische Agitatoren und Unruhestister geben wir Ihnen hiermit den Namen des Formers( folgt Namen) ergebenst auf; wir haben denselben wegen Agitationen unter unseren Arbeitern vor Kurzem entlaffen. Wir bitten, den Namen bei den Vereinsmitgliedern gütigst bekannt zu geben und empfehlen uns 2c. PS. Das beiliegende Schreiben mit Aufgabe der streikenden Arbeiter ist mit hektographischer Zinte geschrieben. Rietschel u. Henneberg, Ingenieure. Berlin, 28. April 1890. Brandenburgstraße 81. 20. Im Anschluß an unser Ergebenes von heute theilen wir Ihnen noch mit, daß der Former( folgt Name) einen weiter arbeitenden Genossen mit Todtschlag bedroht und der Former ( Name) sich durch Agitation unter unseren Leuten hervorgethan hat. 20. Ihrem Wunsche, die gegenseitige Mittheilungsverbindlichkeit zwischen den Königlichen Instituten und den Privatfabriken auf alle Königlichen Institute auszudehnen, ist bereits durch Erlak vom 17. v. M. entsprochen. Die Direttoren sämmtlicher militärischer Fabriken sind angewiesen Bezieht sich wahrscheinlich auf das rothe Plakat betreffend worden, denjenigen Privatfabriten, welche für sie die 1. Maifeier! mit der Herstellung von Fabrikaten 2c. beauftragt sind, nach vor- Borstehendes Schreiben ist ebenfalls an die Königl. Eisenhergegangener Vereinbarung eine iste derjenigen Arbahn- Direktion Bromberg( Postamt W) und Berlin abbeiter aller Institute zu übersenden, welche gegangen. aus Anlaß der Feier des 1. Mai entlassen worden An erstere Direktion ist die Agitatorenliste in 23, an Letztere Arbeits- Nachweisstelle des Verbandes Berliner Metallindustrieller sind, und umgekehrt die ihnen Seitens derlin 30 Exemplaren versandt worden. *) In einer Vertrauens- Kommissionssihung des Verbandes Berliner Metallindustrieller wurde unter Anderem mitgetheilt, daß gedruckte Listen, welche an die einzelnen Mitglieder versandt werden, gesetzlich nicht zulässig feien und infolge dessen beschlossen, fortan die gedruckten Listen fortfallen zu lassen und, wie angegeben, die Kontrolle ausschließlich durch die auszuüben, C. Hummel, Maschinenfabrik und Eisengießerei. Berlin N, 29. April 1890. Süd- Ufer. Im Anschluß an mein Ergebenes vom.... d. M. theile Ihnen hierdurch mit, daß außer den drei genannten Arbeitern meiner Eifengießerei und Maschinenfabrik gestern( folgen drei Namen) dem Streif beigetreten sind. Als hervorragende Agitatoren, welche auch bei mir den Streit eingeleitet haben, nenne ich folgende( folgen zwei Namen). Ferner bitte ich in der Liste der Streifenden gefl. nachträglich folgende Berichtigung zu veranlaffen( folgen zwei Berichtigungen falsch veröffentlichter Namen.) Julius Pintsch. Berlin O., 4. Mai 1890. Andreasstraße 72/78. Ich beehre mich Ihnen in der Anlage einen bei mir aufgefundenen Brief an meinen früheren Former( Name) zu überreichen, der jedenfalls von Interesse für Sie sein wird. Der Absender des Briefes ist der bekannte Agitator( Name) und geht daraus hervor, daß( Name), der wie bereits gemeldet, aus den bekannten Ursachen am vergangenen Montag die Arbeit niederlegte, mit Erstgenanntem im regen Verkehre steht und somit auch in gleicher Eigenschaft thätig zu sein scheint. -Was die Liste bedeutet, ist mir nicht ganz flar, es scheint faft, als ob damit die ordentlichen Arbeiter, die sich nicht haben in's Schlepptau nehmen lassen, gebrandmarkt werden follen; vielleicht ist es Ihnen möglich, die Aufklärung zu finden? Nach Einsichtnahme bitte ich um gefl. Retournirung der Einlagen und begrüße Sie Hochachtungsvoll Julius Pintsch.") An die löbl. Vertrauenskommission 2c. Unter den von uns am 28. April als die Arbeit niedergelegten Formern haben wir( Name) angeführt und ist dieser als Agitator zu verzeichnen. Berlin, 8. Mai 1890. gez. Alb. Fesca u. Co. Oscar Hünerbein. J. C. Spinn u. Sohn. Berlin, 8. Mai 1890. Wasserthorstr. 9. Wir bezeichnen Ihnen als Agitatoren zweiter Klasse unserer Fabrik die Former( folgen zwei Namen). Gleichzeitig machen wir Ihnen die Mittheilung, daß wir heute einen Theil der Verzeichnisse erhalten haben, während die erste frühere Sendung von vorgestern, welche alphabetisch geordnet ist, nicht in unseren Besitz gelangt ist. Wir empfehlen uns Ihnen Julius Pintsch. ( Firma) Berlin, 12. Mai 1890. Hierdurch ersuche ich Sie, den Former( Name) auf die Lifte der Agitatoren und Hezer zu setzen, falls dies noch nicht infolge meines Briefes vom 4. Mai er. geschehen sein sollte. Bimmermann& Buchloh. Berlin N., den 22. Mai 1890. Uferstraße 6a. Die anläßlich des 1. Mai ausständig gewordenen Former unseres Betriebes haben sämmtlich den Revers bezüglich ihrer Unterwerfung vollzogen und bis auf( folgt Name) heute die Arbeit wieder aufgenommen. Der Letztere war, wie uns erst jetzt bekannt wurde, Führer, und durch entsprechende Geschäfte in der Streitkommission noch an sofortiger Aufnahme Der Arbeit verhindert, welche Umstände uns veranlassen, denfelben wieder aus der Aufnahmeliste zu streichen und zugleich ben Verein ergebenst zu bitten, den Genannten in das Agitatorenverzeichniß zu setzen. Hochachtungsvoll ( Firma) Eine Institution für straflose Chrabschneiderei. Neben diesen direkten Denunziationen durch die einzelnen Firmen hat der Verband auch noch die Einrichtung getroffen, daß über jeden entlassenen Arbeiter eine besondere Mittheilung an die Arbeitsnachweis stelle zu machen ist. Zu diesem Behufe find den Firmen von der Verbandsleitung besondere gedruckte Formulare zugestellt, welche auszufüllen und neben dem Nationale des Arbeiters mit den Bemerkungen der betr. Firma zu versehen find. Auf was Alles diese Konduitenlisten sich erstrecken, welche der Arbeiter nie zu Gesicht bekommt und gegen deren Angaben er sich also nicht vertheidigen oder rechtfertigen kann, das mögen die nachfolgenden Bemerkungen" zeigen, welche auf einem dieser Formulare niedergeschrieben wurden: dieser Arbeiter in unseren Vereins- Werkstätten nicht stattfinden wird. Verein Berliner Eisengießereien und Maschinenbau- Fabriken. Die Vertrauenskommission. Es folgen nun aufgeführt 2 Arbeiter aus der Hauptwerkstatt Grunewald, 8 Streckenarbeiter und 1 Hilfsbremser der Stadt und Ringbahn, 3 Arbeiter des Stettiner Bahnhofes, zwei Schlosser von der Hauptwerkstätte Berlin( Hamburger Bahnhof), 4 Barbeiter der Hanptwerkstätte Tempelhof und ein Maschinenschlosser und ein Hilfsarbeiter vom Ostbahnhof in Berlin. Korrekturen. Neben diesen Laufzetteln, welche jeden einzelnen BoykottFall zur Kenntniß der behufs Verstlavung der Arbeiter verbündeten Privat Unternehmer und Direktionen von Staatswert stätten bringen, werden, wie sich aus den Zirkulären ergiebt, Listen über die mit Bann belegten Arbeiter geführt, welche Anfangs periodisch zur Versendung kamen, jetzt aber nur noch auf Verlangen zugestellt werden. Troß dieser in System gebrachten berufsmäßigen Spionage, Denunziation und Kontrolle kommen doch Fehler und Versehen vor. Wie dieselben forrigirt werden, zeigen die nachstehenden Beispiele. Berlin, den 19. Juli 1890. An die Berliner Gußstahl- Fabrik und Eisengießerei H. Hartung, Aft.- Gesellsch., Prenzlauer Allee 41. Durch das Versehen eines Beamten der Arbeitsnachweisstelle wurde am 11. d. M. dem Eisenformer( Name) der Nachweisschein Nr. 994 ausgehändigt und ist( N.) darauf am 14. Juli in Ihren Betrieb eingestellt worden. N. gehört jedoch nach Ausweis der betreffenden Liste zu den Agitatoren 1. Klasse und stellen wir Ihnen daher anheim, den Mann wieder zu entlassen. Mit der Bitte, den vorgekommenen, uns selbstredend sehr unangenehmen Fehler der Ungeübtheit des betreffenden Beamten zur Last legen zu wollen. * Hochachtungsvollft 2c. 14. Mai 1890, Herrn C. Hummel, hier. In Abwesenheit des Herrn Kommerzienrath Kühnemann theile ich Ihnen in Erledigung Ihres Schreibens vom 18. cr. ergebenst mit, daß die Aufnahme der beiden Agitatoren in die Liste bei den jetzt immer noch anhaltenden umfangreichen Arbeiten übersehen worden ist und bitte ich deshalb höfl. um Entschuldigung, Ihnen jedoch versichernd, daß dieselben in der demnächst anzufertigenden neuen Liste bestimmt Platz finden werden. ( Unterschrift.) 6. Januar 1891. Berliner Maschinenbau- Akt.- Gesellschaft vorm. Schwarzkopff. Aus den uns gestern von Ihrer werthen Firma zugegangenen Nachweisscheinen ersehen wir, daß in Ihrem Betrieb u. A. auch der Lackirer( Name) eingestellt worden ist. Wir erlauben uns, Ihnen ganz ergebenst davon Mittheilung zu machen, daß 2c.( M.) nach einer, am 18. 9. 90 bei uns eingegangenen Benachrichtigung der Königlichen Eisenbahn- Direktion Berlin, von derselben als hervorragender Agitator entlassen wurde und sich in Folge dessen unter den noch jest Gesperrten befindet. Indem wir Ihnen Weiteres ganz ergebenst anheim stellen, zeichnen wir ( Unterschrift). Ein Rüffel. So rücksichtslos der Verband gegen die Arbeiter vorgeht, ebenso wird auf Disziplin bei den Mitgliedern selber gesehen. Herr Kühnemann weiß, daß er den Bourgeois Alles bieten darf, wenn er ihnen nur Aussicht darauf eröffnet, die widerspenstigen Arbeiter zu bändigen. So schnauzt der Verbands- Gewaltige unterm 12. Mai 1890; Berliner Aftien- Gesellschaft für Eisengießerei und Maschinenfabrikation von J. E. Freund, Charlottenburg. " In umgehender Erledigung Ihrer gestrigen Zuschrift, hätten Sie unserem letzten Zirkulär wohl entnehmen können, daß die blaue Liste die Agitatoren 1. Klaffe aus der Formerei, die gelbe Liste die aus dem Maschinenbau bezeichnet, während Sie 2 Listen hervorragender Agitatoren bereits erhalten haben. Ueber lettere wird Ihnen in den nächsten Tagen eine neue erweiterte Lifte zugehen. Wir halten hiermit die Angelegenheit für erledigt und zeichnen Hochachtungsvoll Frih Kühnemann. Aus der Provinz. Streit bei Gebrüder Körting. Laut§ 4 der neuen Sagungen hatte der Vorstand sich auf's neue mit dem Streit bei Gebr. Körting zu befaffen, wobei festgestellt wurde, daß der Streit noch im vollen Umfange besteht, und es wurde darauf hin vom Vorstande beschlossen, diesen Streit noch ferner als einen unberechtigten Streit anzusehen und eine neue Liste der noch streikenden Former und Arbeitsleute an die Vereinsmitglieder zu vertheilen, was demzufolge auch bereits geschehen ist. Der Borstand ersucht auf Grund dieser Listen festzustellen, ob nicht der eine oder andere Arbeiter versucht hat, auf Grund gewiffer Manipulationen sich den Zutritt zu den Werkstätten anderer Vereinsmitglieder zu erschleichen. In diesem Falle sind die betreffenden Arbeiter ent weber, je nach der Fabrikordnung der betr. Fabrik, sofort zu entlassen, oder auf den nächsten Entlassungstermin au tündigen. ( Das Zirkulär theilt weiter mit, daß der Streit bei 2. Bestenbostel u. Sohn beendigt sei und kündigt weiter Bericht und Listen der streifenden Leute" von C. A. Kroll u. Ko. an.) Dann heißt es weiter: Entlassungsscheine. Ein sehr erfreuliches Zeichen der Wirksamkeit unferes Vereines hat sich dadurch herausgestellt, daß eine Anzahl der bei Gebr. Körting streifenden Leute infolge der Vertheilung der Streiklisten naturgemäß eine Arbeit gefunden hatte und dieselben infolgedessen beim hiesigen Magistrat Beschwerde geführt hatte, daß in den Entlassungsscheinen der Firma Gebr. Körting geheime Zeichen sein müssen, durch welche ihrer Wiederaufnahme in anderen Betrieben entgegen gearbeitet würde. Der Magistrat von Hannover hatte die Leute mit ihrer Klage einfach abgewiesen und auf den Rekurs der Arbeiter beim hiesigen Amtsgerichte hat letzteres das erstinstanzliche Erkenntniß pure mit der Begründung bestätigt, daß kein Arbeitsbruch" vorläge; in Arbeitsbüchern alleien feien Busäße nicht zulässig. Da die Arbeiter hiergegen eine weitere Berufung nicht ergriffen haben, so ist dieser Entscheid rechtskräftig geworden. " von Es geht daraus hervor, daß die Entlassungsscheine eine Handhabe bieten können, um mit Leichtigkeit den guten Arbeiter dem unruhestiftenden oder so= zialistischen Arbeiter, oder von einem Arbeiter mit sonsti gen mangelhaften Eigenschaften sofort unterscheiden zu können. Der Vorstand hat infolge dessen beschlossen, den Vereinsmitgliedern die Einführung von Entlassungsscheinen des beifolgenden Musters dringend zu empfehlen, und hält dieselben gegen Vergütung der Druckkosten zur Verfügung seiner Mitglieder. Der Vorstand bittet, um den Druck möglichst billigst bewirken zu können, unter Benutzung des beifolgenden Bestellscheines um gefällige umgehende Angabe des Bedarfes an solchen Entlassungsscheinen, und legt das größte Gewicht darauf, daß dieselben thunlichst sofort in allen Werken eingeführt werden. Zur Erklärung dieser Entlassungsscheine diene Folgendes: Einrichtung und Benutzung der Entlassungsscheine. Die Entlassungsscheine sind in zwei Theile zerlegt, nämlich. den eigentlichen Entlassungsschein und in das Arbeitszeugniß; ein guter Arbeiter wird naturgemäß ein gutes Zeugniß erhalten und dasselbe nicht von dem Entlassungsscheine trennen, sondern bei seiner Bitte um Aufnahme in eine Fabrit beides zusammen vorzeigen; der schlechte Arbeiter, welcher wegen sozia listischer Umtriebe oder wegen Streit, oder wegen Unterschlagung, Widersetzlichkeit gegen seinen Meister entlaffen sein sollte, erhält den betr. Vermerk in seinem Arbeitszeugnisse ausgestellt und wird naturgemäß dieses Arbeitszeugniß von dem Entlassungsscheine trennen und gegebenen Falls nur letteren allein vorzeigen. Durch das Fehlen des Zeugnisses weiß deshalb der mit der Annahme der Arbeiter Beauftragte, daß der betr. Arbeiter sich eines Vergehens schuldig gemacht hat, und wenn nicht bringende Umstände vorliegen, wird jede Firma naturgemäß( naturgemäß" erscheint dem Verfaffer des Zirkulärs Alles, was zur Versflavung der Arbeiter dient. D. H.) nur solche Arbeiter annehmen, welche Entlassungsscheine verbunden mit dem guten Arbeitszeugniß zusammen vorzeigen. „ Der Borstand hat auch bereits Schritte gethan, diese neuen Entlassungsscheine bei den verwandten Bezirksvereinen und bei den Mitgliedern des Verbandes der deutschen Metallindustriellen zur Einführung zu bringen, und hat allseitig das größte Entgegenkommen in dieser Beziehung gefunden. Hochachtungsvoll B. Körting, Vorsitzender." Diese Entlassungsscheine, über welche Herr Körting in so begeisterter Weise schreibt und welche für alle Arbeiter, welche nicht willenlose Werkzeuge der Kapitalprozen und ihrer feilen Trabanten sind, zum Urias- Brief werden sollen, haben in Quartformat folgende Form: Mit dem Zirkular des Herrn Körting und dem vorstehend N. N. verstößt gegen die gute Sitte, indem er in Gegenwart der Lehrlinge und anderer Arbeiter fortgesetzt in einen Topf urinirte und gegen den Meister erklärte außerdem, nicht Im Vorstehenden haben wir an der Hand von Altenstücken wiedergegebenen Entlassungsschein ist endlich einmal der aftenfrüher als 7 Uhr früh zur Arbeit kommen zu können, er könne die Leistungen des Berliner Verbandes der Metallindustriellen mäßige Beweis für die von den Unternehmern geübte gefeßwidrige und wolle nicht. Jezt hat derselbe uns wegen 14 Tage Lohnzahlung verklagt, den Termin nehmen wir am( folgt Datum) gezeigt. Wir sind aber in der Lage, nicht minder interessante Praxis der Kennzeichnung der Arbeitszeugnisse erbracht. Auch Mittheilungen über Verbände gleicher Tendenz zu machen, welche über die Aufnahme und Verbreitung dieser Uriasbriefe giebt selbst wahr. sich über ganze Provinzen, ja fogar das ganze Reich ausdehnen. uns derselbe Körting die gewünschte Aufklärung, indem er in Becker u. Frowein. Da es nicht die Aufgabe dieser Arbeit ist, fritische Betrachtungen einem Schreiben, datirt vom 28. April 1890, an den vielgenannten Diese Angaben rühren ersichtlich nur von dem Meister her, anzustellen, sondern durch dieselbe nur der Deffentlichkeit und vor F. Kühnemann, Berlin, berichtet, daß die Idee,„ diese Entder aber doch in diesem Falle Partei war. Wie wird durch eine allem der Arbeiterschaft Kenntniß gegeben werden soll von der lassungsscheine allseitig einzuführen, ungetheilten Beifall fand solche Einrichtung der gehässigen Verleumdung und straflosen Organisation, welche sich die Unternehmer in einer der hervor- und daß, trotzdem der Bersandt des Bundschreibens erst am Ehrabschneiderei Thür und Thor geöffnet! Bon diesen an die Vertrauens Kommission als Zentralstelle ragendsten deutschen Induſtrien zu dem Zwecke geschaffen haben, 26. bs. erfolgt ist, schon jetzt mehrere tausend Entlassungsscheine eingehenden Denunziationen und eventuell Verleumdungen gelangt einmal um über die gesammte Arbeiterschaft Konduitenlisten zu bestellt sind." rung die Arbeiter zur Verzichtleistung auf das Koalitions- für. dann mit Hilfe von Laufzetteln sofort Kunde an die Verbands- führen und dann um durch das brutale Mittel der An 8 h ungefirmen. Diese Laufzettel lauten: recht zu zwingen, so wollen wir nachstehend ohne weitere Raisonnements nur die bezüglichen Schriftstücke zur Kenntniß der Lefer bringen. Berlin, den 20. Juni 1890, Streng vertraulich. P. P. Wir fühlen uns verpflichtet, im Anschluß an beifolgendes Schreiben Ihnen mitzutheilen, daß die Schiff- und Maschinenbau Aktiengesellschaft Germania" folgenden Tischlern ihres agitatorischen Auftretens wegen nicht wieder Arbeit gegeben.( Folgen vier Namen.) Natürlich überlassen wir Ihnen, hierbei ganz nach Ihrem Belieben zu verfahren. Mit Hochachtung Fri Kühnemann. P. P. Vertraulich. Berlin, den 14. Mai 1890. Uns geht soeben vertraulich" eine Liste der Eisenbahn Arbeiter zu, die in Berlin und Umgegend wegen der Agitation am 1. Mai entlassen worden sind. Wir laffen dieselbe hier folgen und nehmen an, daß eine Aufnahme Der in dem vorstehenden Schreiben erwähnte Brief des Formers N. an einem Kollegen desselben, welcher in der Fabrik des Herrn Pintsch aufgefunden worden sein soll und der, anstatt ihn an den Adressaten oder Absender abzugeben, an Herrn Kühnemann behufs Aufklärung" eingesandt wurde, hat folgenden Wortlaut: Ew. Wohlgeboren! Da Sie mir den schmeichelhaften Titel Lügner beigelegt haben, fehe ich mich genöthigt, Sie an Ihre eigenen ausgesprochenen Worte zu erinnern. Ich sagte Ihnen, daß Sie doch ev. durch Ihre Manipulation manchen ruiniren würden, darauf erwiderten Sie: ja, das sind die kleinen. Außerdem sagte ich Ihnen, daß ich weiß, daß mancher Fabrikant thränenden Auges feine Leute hat abziehen sehen. Darauf erwiderten Sie wörtlich: Das sind Schwächlinge. Dieses zur Wahrheit. Ich gebe Ihnen infolge dessen den Lügner im vollen Umfange zurück( Name)." Lokalvereine, Bezirksvereine, Provinzialverbände, Allgemeiner deutscher Verband: das ist die Gliederung der UnternehmerOrganisation der Metallindustriellen. Ueber die Aufgaben dieser Organisation äußert sich aber ein aus " Hannover, den 26. April 1890." datirtes und vom ,, Verein der Metallindustriellen der Provinz Hannover und der angrenzenden Gebiete" ausgehendes Zirkulär, in dem zunächst die Gründung des Ver bandes deutscher Industrieller angezeigt und die Ausdehnung, welche derselbe bereits gefunden hat, aufgeführt wird, wie folgt: Bekanntmachung bezüglich der v. d. Arbeitern geplanten 1. Maifeier. Entlassungs- Schein unsere Wir theilen Ihnen hierdurch mit, dass Sie mit dem heutigen Tage aufKündigung aus dem Arbeitsverhältnisse entlassen sind. Dem gebürtig aus. Ihre den.. Arbeits- Zeugniss. 18.. unsere bezeugen wir hiermit bei seinem heutigen auf seine Kündigung hin erfolgten derselbe seit dem........ Der Vorstand hat seine Thätigkeit damit begonnen, daß bis ordnungsmässigen sofortigen Austritt, dass Derselbe war Mitglied unserer Krankener der Frage der Feier des 1. Mai näher getreten ist, und in unserer Fabrik, Abtheilung. hat dem Borstande unseres Bezirksvereins die Ergebnisse der beschäftigt war. an sämmtliche Verbandsmitglieder gesandten Fragebogen zur kasse Kenntniß gebracht.( Es folgen nun Vorschläge, wie die Vereinsmitglieder gegen die Maifeier in ihren Etablissements vorgehen follen). Der Vorstand ist in der erfreulichen Lage, Ihnen mittheilen zu können, daß neben der Privatindustrie auch die Staatsbehörden in ähnlicher Weise vorgehen und daß beispielsweise die hiesige Eisenbahndirektion in ben nächsten Tagen eine Bekanntmachung in ihren Werkstätten anschlagen wird, wonach jeder Arbeiter, der unentschuldigt am 1. Mai feiert oder die Arbeit vorzeitig aufgiebt, aus den Staatswerkstätten entlassen wird. Es ist die größte Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß die hiesigen städtischen Behörden und der hiesige Fabrikantenverein, sowie die freie Vereinigung der Industriellen Hannover- Linden's eine ähnliche Bekannt machung erlassen werden. den Schlußbetrachtung ..18...................... Wir haben im bisherigen Verlauf unserer Darstellung gezeigt, wie die Unternehmer im Vereine mit den staatlichen und städtischen Behörden organisirt sind, um den Arbeitern die # Ausübung des Koalitionsrechtes unmöglich zu machen. I fortgesetzt den Bestimmungen des Vereinsgesetzes zuwider handeln.| Westend, am neuen Fürstenbrunner Weg. Carl Wendt, N, Wir haben weiter gezeigt, wie durch die Streiklisten, gekenn- Bis jetzt hat sich kein Staatsanwalt in Preußen gefunden, der Schönhauser Allee, am Steuergebäude. Leopold Ziegler, N. zeichnete Entlassungsscheine, Conduitenlisten und ähnliche prat- es unternommen hätte, dieser Unternehmerfippe gegenüber das Reinickendorferstr. 22. Zimmermann u. Buchloh, N. Uferstr. 6a. tisch christliche Einrichtungen der Boykott über tausende von Gesetz in gleicher Weise zur Anwendung zu bringen, wie es Familienvätern erklärt ist, die nichts gethan haben, als daß sie gegen die Arbeiter alltäglich geschieht. 2. Betriebe für Glettrotechnit, Mechanik schlimmsten Falles den Versuch machten, für ihre Arbeit einen besseren Lohn zu erhalten. Hier kann nur das volle Licht der Oeffentlichkeit Hilfe bringen und deshalb unterbreiten wir die Aktenstücke und That fachen der öffentlichen Meinung. Dieselbe möge richten. Mitgliederverzeichniß des Verbandes Berliner Metallindustriellet. Abtheilung I. und Optit. ableiter- Fabrik, Neuenburgerstr. 14a. Allgem. Elektrizitäts- Ges., Att.- Ges. Mix u. Geneft, Telephon-, Telegraphen- und BlitzSchlegelftr. 26. Gebrüder Naglo, Waldemarstr. 44. Abtheilung II. Metallbetriebe, Gas, Wasser- und Heizungss Unternehmer, Klempnereien, Schlossereien, Metall- Lacirereien. V Während nun Gerichte und Polizei in der Verfolgung der Arbeiter, welche sich irgendwie eines Verstoßes gegen die Maschen des Strafgesetes schuldig gemacht haben, nnerbittlich vorgehen und gegen Arbeiter die härtesten Urtheile welche in durchaus keinem Verhältniß zur Schwere der Strafthat zu stehen scheinen gefällt werden, scheint die strafende Gerechtig teit gegenüber den Unternehmern nicht blos eine Binde vor den Augen zu haben, sondern wirklich blind zu sein. Wir wollen nicht davon reden, daß sich noch kein Kläger und kein GeAtt.- Gef. Schäffer u. Walcker, Lindenstraße 18/19. Aft.- Gef richtshof gefunden hat, der den Boykott gegen die Arbeiter für Fabrikation von Bronzewaaren und Zinkguß vorm. J. E. 1. Eisengießereien und Maschinenfabriken. nach demselben groben Unfugparagraphen geahndet hätte, nach Spinn u. Sohn, Wasserthorstraße 9. Arlt u. Fricke, OranienAft.- Gef. für den Bau landw. Maschinen und Geräthe und straße 198. Arndt u. Markus, Oranienstraße 172/173. C. Becker welchem die Boykott- Erklärungen der Arbeiter bis jetzt so strenge für Wagenfabrikation vorm. H. F. Eckert, O. Weidenweg 66/71. u. Frowein, Gartenstraße 154. Ernst Blume Söhne, Zimmerbestraft wurden. Wir wollen auch nicht von dem Verhalten Aichele u. Bachmann, N. Brunnenstr. 86. Ad. Altmann u. Co., straße 18. Brendel u. Löwig, Neuenburgerstraße 27. W. Breymann, des hannoverschen Magistrats und dem salomonischen Urtheil N. Ackerstr. 68. Gebr. Arndt, N. Fennstr. 21. des dortigen Amtsgerichts in Betreff der Arbeitszeugnisse weiter Chausseestr. 100. Berl. Att.- Ges. für Eisengießerei u. Maschinen- F. Bußte u. Sohn, Akt.- Ges. für Metall- Industrie, Ritterstraße 12. E. Becker, N. Staligerstraße 104. F. Budweg u. Sohn, Waidmannslust- Berlin. reden; ein Urtheil, das durch das Entzücken, welches es bei fabrikation, Charlottenburg, Salzufer 10. Berl.- Anhalt. Maschinen- Gustav Dannhäuser, Inh. Rich. Koppin, S. Sebastianstr. 17. W. Herrn B. Körting erregt hat, voll und genügend gewürdigt ist. bau- Aft.- Ges., Martinicenfelde, Kaiserin Augusta- Allee 27. Ber- Dette u. Ro., S. Grimmstr. 39. Ende u. Devos, S. GitschinerAber auf eine andere Thatsache wollen wir aufmerksam machen, liner Gußstahl- Fabrik und Eisengießerei H. Hartung, Aftien straße 74. Oskar Falbe, SO. Manteuffelstraße. David Grove, nämlich darauf, daß aus den von uns veröffentlichten Atten- Gesellschaft, N. Prenzlauer Allee 41. Berliner Maschinenbau- SW. Friedrichstr. 24. Dstar Gurth u. Ro., S. Sebastianstr. 20. stücken unwiderleglich hervorgeht, daß für diese Unternehmer- Att.- Ges. vorm. 2. Schwarzkopff, N. Chausseestraße 17/18. R. P. Herrmann, S. Stallschreiberstraße 4. vereinigungen, deren ausgesprochener Zweck die Zerstörung der Berliner Bulkan, G. Buchmüller Eisengießerei, O. Blumenstr. 32. SO. Röpnickerstr. 149. F. Hornemann, SW. Neuenburgerstr. 7. J. Hirschhorn, Arbeiterorganisationen und die Rechtlosmachung und soziale Berl. Werkzeug- Maschinenfabr. Att.- Ges. vorm. 2. Sentker, Horwiz u. Saalfeld, SO. Wrangelstr. 4. Bernhard Joseph, und politische Unterdrückung der Arbeiter ist, die Beschrän- N. Müllerstr. 35. A. Borsig. Maschinenbau- Anstalt und Eisen- SO. Bethanien- Ufer 6. H. A. Jürst u. Ko., N. Chauffeeftr. 58. fungen, welche durch das preußische Vereinsgeset den gießerei, NW. Kirchstr. 6. Carpenter u. Schulze, SO. Röpnicker- Friedr. Kirchner politischen Vereinen auferlegt find, nicht egistiren. S. Brandenburgstr. 32. C. Kramme, straße 195. Eugen Diez, SO. Röpnickerstr. 153. Berliner Gitschinerstraße 76/77. May Kray u. Ko., S. WasserthorDie vier Vereinigungen von Unternehmern, deren in dieser Dampftessel- Fabrik von Döring u. Rückert, Charlottenburg, straße 9. F. Lieding u. Blumenthal, O. Koppenstraße 18/14. Schrift des Defteren Erwähnung geschieht und die sich zur Charlottenburger Ufer 12 a. Eisengießerei Att.- Ges. vorm. Paul Lorenz, SO., Waldemarstraße 51. W. Lust, BronzewaarenUnterdrückung der Arbeiter zusammengethan haben, deren Vor- Keyling u. Thomas, N. Ackerstr. 129. Eisengießerei Vulkan Fabrik, S. Wasserthorstr. 28. Neue Berliner Messingwerke, Wilh. stände, wie die von uns veröffentlichten Zirkulaire beweisen, 2. Wolff u. Co., N. Chauffeestr. 29. mit einander amtlich verkehren und korrespondiren, sie N. Chausseestr. 35. Albert Fesca u. Co., Borchert jr., SW. Kochstr, 30. Nielbock u. Hees. SW. Komman C. 2. P. Fleck Söhne, N. Chausseestraße dantenstr. 82. Peartree u. Co., S. Wasserthorstr. 9. Pflaum und sind ausnahmslos politische Vereine, die sich mit öffent- Nr. 31. Fr. Gebauer, Charlottenburg, Straße 8, am Salzufer. Gerlach, SO. Röpnickerstraße 147. Julius Pintsch, O., Andreaslichen und politischen Angelegenheiten befassen. Der beste, zu- Rudolf Gebhardt, N. Chausseestr. 12. 2. Gehrs u. Ro., SO. firaße 72-73. C. S. Preez, W. Friedrichstr. 63. Rietschel und gleich aber auch unwiderleglichste Beweis dafür ist das Petitions- Wienerstr. 36a. A. Gode, N. Chausseestr. 32. H. Gossen, Senneberg, S. Brandenburgstraße 81. Rinow u. Kaps, SW. verzeichniß des deutschen Reichstage. Dort finden sich unter Maschinenbauanft., SW., Alte Jakobstr. 1c. Louis Grunauer Wilhelmstraße 124. den Petenten der Verband Berliner Metalindustrieller", der u. Ko., Müllerstr. 10/11. Rud. A. Hartmann, Gitschinerstr. 65. straße 233. Schäfer u. Hauschner, SO. FriedrichSchäffer u. Dehlmann, N. Chausseestraße 40. " Verein der Metallindustriellen der Provinz Hannover", der May Hafse u. Ko., Lindowerstr. 22. Karl Hauschild, SO. Schülke, Brandholt u. Verein der Kupferschmiedereien Deutschlands" und der Ver- Neanderstr. 3. G. Heckmann, SO, Görliger Ufer 9. Hein, Leh- F. F. A. Schulze, Fehrbellinerstraße 47/48. Schwinger u. Gräff, Co., S. Dresdenerstraße Nr. 97. band Deutscher Metallindustrieller" aufgeführt, welche Vereine mann u. Ko., Att.- Ges., Träger- Wellblech- Fabrik und Signal- Sebastianstraße 18. Friedr. Siemens u. Ko., Neuenburgerstr. 24. alle ihre Schmerzen gegen die Arbeiter- Schutzbestimmungen der Bau- Anstalt, Chausseestr. 118. D. Sillig, Chausseestr. 39. Albert Silbermann, Blumenstraße 74. C. Solms, HolzmarktGewerbenovelle in längeren oder kürzeren Darstellungen vor- Hirsch u. Ko., Müllerstr. 30. G. Hoppe, Gartenstr. 9/12. straße 56. Oskar Teucher, Wrießenerstraße 10/11. Ferd. Thielebringen. C. Hummel, Südufer. G. Kärger, Blumenstr. 67a. A. Kirschmann, Ritterstraße 46. Treutler u. Schwarz, Dresdenerstraße 80. Und von diesen Vereinen, deren politische Wirksamkeit stein, Fennstr. 13. Julius Knappe, SO. Staligerstr. 26. A. Waagen u. Ro., Ritterstraße 77/78. Wander u. Heinicke, ebenso attenmäßig feststeht, wie wir deren Korrespondenz unter- Rudolf Knoblauch, N. Reinickendorferstr. 59. Th. Lißmann, Waldemarstraße 51. J. Weidner, Stallschreiberstraße 18. Gustav einander gezeigt haben, heißt es in dem abgedruckten Zirkulair N. Chauffeestr. 28 b. Ludwig Löwe u. Ko., Kommand.- Gesellschaft Westphal, Neue Jakobstr. 12. Wild u. Wessel, Prinzenstr. 26/27. vom 24. Juli 1890 des„ Berliner Verbandes": auf Aftien, SW. Hollmannstr. 32. Maschinenfabrit Cyclop" Emil Winkler, Alte Jakobstr. 2. Wolltopf u. Senftleben, Prinzenstr. 12. Außerdem aber müssen wir nunmehr unseren sagungs- Mehlis u. Behrens, N. Bankstr. 15. Maschinenfabrik für Mühlen- E. Belter u. Schneevogl, Pantitr. 19/20. S. Grengel, Kolonies H. mäßigen Beitrag für den Gesammtverband deutscher Metall- bau, vorm. G. G. W. Kapler, N. Prinzen- Allee 75/76. J. Mehlich, straße 12. F. Osenberg, SO. Röpenickerstr. 145. industrieller abführen." A. Roller, C. Sophienstr. 21. F. M. Müller jr., SO. Mariannenstr. 31/32. Prinzen- Allee 24. Rudolph u. Kühne, Bankstr. 24. H. Walz, Und in dem Zirkulair vom 26. August 1890 wird mitgetheilt, Nähmaschinen- Fabrik vorm. Frister u. Roßmann, Attien- Gesellsch., vorm. August Hamann'sche Werkzeug- Maschinenfabrik, S. Walldaß der Beitrag für Zentral- und Lokalverband zu gleicher Zeit SO. Staligerstr. 134/135. Rössemann u. Kühnemann, N. Garten- straße 55. Th. Schmidt u. Herkenrath, SO. Wienerstr. 12. erhoben und zwar pro Kopf der beschäftigten Arbeiter einschließlich straße 21. A. Salinger, S. Luisen- Ufer 44. Schiff und Frizz Wöstendiek, vorm. Jul. Müller, SO. Köpenickerstr. 162. der Lehrlinge und mit Ausschluß der Arbeiterinnen. Maschinen Bau Aktien Gesellschaft Germania", N. Friedrich- Herm. Blasendorff, SO. Engel- Ufer Ga. 2. Fröhlich, SchönEs steht also fest und ergiebt sich aus den eigenen An- straße 105 a. Karl Schöning, uferstraße 12/13. Richard Hauser- Allee 47. May Orenstein, W. Linkstr. 9. F. ter Welp, gaben der Vorstände dieser Unternehmervereinigungen, daß dieselben Schwartzkopff, N. Müllerstraße 172 a. E. Ubrig u. Ko., Eberswalderstr. 30/31. A. Reisinger, Chausseestr. 99, Sozialdemokratischer Wahlverein des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Große Versammlung am Dienstag, den 14. d. M., Abends 8 Uhr, im Saale der Volks- Brauerei, Alt- Moabit 47-49. Tages Ordnung: " = Große öffentl. Versammlung der in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen I am Dienstag, den 14. April, Abends 8½½ Uhr, im„ Böhmischen Brauhause", Landsberger Allee 11-13. Tagesordnung: Der Einberufer. 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über Kirche und die Sozialdemo tratie. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. 2. Wie stellen wir uns zu dem von der Generalfommission der Gewerkschaften 1. Bericht der Arbeiter- Rontrollkommission. Referent H. Borgmann. Die Zahlstellen des Vereins, wo jeden Sonntag von 10-12 Uhr Bei- Deutschlands gemachten Vorschlag, betreffs der am 1. Mai arbeitenden Geträge entgegen genommen werden( auch werden da Mitglieder aufgenommen), werkschaften gegenüber. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. befinden sich in folgenden Lokalen: Franz Gleinert, Müllerstraße 174; Defar 8. Kleinau, Gartenstraße 171; Louis Viet, Birkenstraße 24; Alex Lünike, Beusselfiraße 57; Julius Otto, Pantstraße 31; Johann Gnadt, Brunnenstraße 38; Emil Schmidt, Tresckow- und Diedenhofenerstraßen- Ecke; Steinbach, Antonstraße 1, Bigarrengeschäft. 341/12 Der Vorstand. Vereinigung d. Drechsler Deutschlands Ortsverwaltungen Berlins. 167/4 Todes- Anzeige. Am 10. April verstarb nach schwerem Leiden unser lieber Kollege der Töpfer Emil Weissenborn. Die Beerdigung findet Montag, ben 13. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der Zionskirchgemeinde Weißensee aus statt. A Um rege Betheiligung bittet der Vorstand der Central- Krankenkasse der Töpfer. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Augufte am 9. d. Mts. im Krankenhause Gauverein Berliner Bildhauer. teorichshain gestorben Ordentliche Generalversammlung am Dienstag, den 14. April, Abds. 129 Uhr, Prinzenstr. 87. Tages Drdnung: 9 1. Geschäftliches. 2. Rechenschaftsbericht. 3. Wahl der Delegirten zur Generalversammlung des Unterstützungs- Vereins. 3. Fortsetzung der StatutenMontag, den 13. April, Abends 82 Uhr, Annenstr. 16 bei Kessner: mitglieder gebeten, recht pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. berathung. 4. Verschiedenes. Der großen Tagesordnung wegen werden die Der Vorstand. Combinirte Mitgl.- Versammlung. Tages- Ordnung: 116/14 Große öffentliche Versammlung ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 13. d. Mts., Nachmittags St. Thomastirchhofes aus statt. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Um stilles Beileid bittet H. Hoffmann nebst Kindern, Staligerstraße 118. Danksagung. 1636 Für die herzliche Theilnahme bei den Begräbniß meines lieben Mannes und Vaters, des Pianofortearbeiters Ernst Scholz, sagen wir unseren herzlichen 1. Geschäftliches. 2. Berichterstattung der Delegirten von der General der Steinsetzer Berlins und Umgegend Dant. Insbesondere dem Herrn PreVersammlung. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. 136/12 Karl Dost, Stalizerstraße 7. Achtung! Achtung! Tapezirer Berlins und Umgegend. Große öffentliche Versammlung am Montag, den 13. d. Mts., Abends 8/2 Uhr, in Schmiedel's Festfälen, früher„ Orpheum", Alte Jakobstraße Nr. 32. Tagesordnung: am Sonntag, den 12. April cr., Vormittags 11 Uhr, in Hensel's Festsälen, Invalidenstr. 1, Ecke Brunnenstraße. Tagesordnung: 1. Zweck und Ziele des 1. Mai. Referent Hildebrand. 2. Disfussion. 3. Bericht des Delegirten der Streit- Kontrollfommission. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen.- Bur Deckung der Unkoſten findet eine Zellersammlung ſtatt. Broße öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Die wirthschaftlichen Krisen und die momentane Gewerkschaftsbewegung. am Sonntag, den 12. April, Abends Referent Herr Julius Apelt. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung von der Streit. 6 Uhr im Lotale bei Krüger, Große Kontrollkommission. 3. Verschiedenes. Es ist durchaus nothwendig, daß alle Kollegen in dieser Versammlung erscheinen, da Sachen von größter Bedeutung vorliegen. 311/7 Der Einberufer: Feder, Alte Schönhauserstr. 4. Verein der Eisen- und Metalldreher Berlins und Umgegend. Grosse Versammlung Frankfurterstr. 99. Veranstaltet vom Leseklub Emanzipation. Tagesordnung. 1. Vortrag. 2. Diskussion. Referent: Praktischer Zahnarzt Herr Semmel. Nachher gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. 354/11 Der Einberufer. am Sonntag, den 12. April, Vormittags präz. 10 Uhr, Um zahlreiches Erscheinen ersucht im Saale der Norddeutschen Brauerei, Chauffeestr. 58. Lages- Ordnung: 1. Vortrag über die Ziele der Sozialdemokratie und die gewerkschaftliche Organisation. Referent: Herr Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, bis zur General- Versammlung ihre reftirenden Beiträge für Februar u. März zu bezahlen, da in derselben für das Halbjahr Oktober- März abgerechnet wird. Am 19. d. M. soll die Abrechnung von der Matinee stattfinden und müssen bis dahin sämmtliche Billets geregelt sein. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 145/8 Der Vorstand. Volksbuchhandel J. Müntz Achtung! Der Einberufer. Achtung! Friedrichsberg und Umgegend. Große Versammlung des Allgemeinen Arbeiterinnen- Vereins Berlins und Umgegend. Montag, den 18. April, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Spitzig, Frankfurter Allee 194. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Rorlack aus Dresden über die Lage der Geächteten. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Wahl des Filialen- Borstandes. 5. Verschiedenes. Herren als Gäfte sind eingeladen. Zur Deckung der Untoften Tellersammlung. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Große Mitglieder- Versammlung des diger Riemer für die trostreichen Worte am Grabe, sowie auch den lieben Kollegen des Verstorbenen. 189b Die hinterbliebene Wittwe Minna Scholz nebst Tochter. Kranzbinderei u. Blumenhdlg. Don J. Meyer, 532L Nur Berlin SO., Wienerstr. 1, wie bekannt. Guirlanden Meter von 15 Pf. Doppelbügel- Lorbeer von 50 Pf. an. Gr. Auswahl: Kränze, Bouquets, Blumenarrangements u. Topfpflanzen. Fernsprecher Amt IX. 9482. Nur I Mark Toftet jede Uhr zu reinigen unter Garantie. Bei allen Reparaturen wird der Preis vorher gesagt. Großes Uhren- Lager. Neu! Regulatoren, Nußb., 14 Tg. gehend, Schlagw. 18 m. Silb. Rem. Uhren von 16 M. an. 22 L Otto Eleser, Uhrmacher( Fachmann), Allgem. Arbeiterinnen- Vereinsaunynstr.15, pt., Ecke Mariannenſtr. Berlins und Umgegend. Dienstag, den 14. April, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Frl. Bader über Arbeit ist die Quelle alles Reichthums. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Ernicht nachzuweisen im Stande sind, gänzungswahl des Vorstandes. 5. Verseinen Vorrath von 196b schiedenes. Herren als Gäste sind einDer Vorstand. BerlinN.39, Reinickendorferstr.66. empfiehlt den Genossen, welche ,, Bedürftigkeit“ Schulbedarf u. f. 1. 101/17 geladen. Um zahlreichen Besuch bittet Mahalleur: Curt Baste to Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Pretse. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. 3. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 85. Korrespondenzen und Parteinachrichten. * Die " 921 Sonntag, den 12. April 1891. 8. Jahrg. dabei be= § 831( Annahme von Geschenken) war der 63 jährige Seiler- Eine Entscheidung von nicht zu unterschäzender meister Karl Funke aus Spandau angeklagt. Der Angeklagte ist Wichtigkeit für alle in Fabriten mit Motorenbetrieb beschäftigten feit einer langen Reihe von Jahren als Seilermeister in der Arbeiter wurde gestern von der 2. Strastammer des Landgerichts II Artilleriewerkstatt angestellt gewesen, hat aber erst im Jahre 1887 gefällt. Wegen fahrlässiger Körperverlegung mit tödtlichem ErBreslau. Durch den§ 97 des Strafgesetzes wird die Be- befand, mindestens aber schon seit zwanzig Jahren, stand er in Beweisaufnahme ergiebt folgenden Thatbestand: Grosch war in Beamtenqualifikation erhalten. So lange er sich in dieser Stellung folge hatte sich der Aufseher Emil Grosch zu verantworten. Die leidigung eines Mitgliedes des landesherrlichen Hauses mit Ge- dem Rufe, daß er die Entlassung bezw. Einstellung von Arbeitern, der Luruspapierfabrik von Albrecht u. Meister in Charlottenburg fängniß von einem Monat bis zu drei Jahren oder Festungshaft von sowie die Vertheilung guter und schlechter Arbeit nach der Höhe beschäftigt. Er hatte bei Betriebsstörungen aller Art die sofortige gleicher Daner bestraft. Unter der Anklage aus diesem Para ber Gratifikationen bemesse, welche ihm die Arbeiter zahlten. Reparatur, soweit er dazu befähigt war, vorzunehmen. Hierzu graphen ſtand heut der Tischlermeister Karl Redfiegel aus Was zwanzig Jahre lang öffentliches Geheimniß war, tam erst gehört namentlich auch das Zusammensetzen zerriffener TreibBreslau vor dem Forum der 1. Straffammer. Es wurde ihm zur Last gelegt, er habe in einer am 26. Oktober v. J. im Saale im vorigen Jahre zur Kenntniß der Direktion. Das Disziplinar riemen. Die Vorschriften für Unfallverhütung schreiben vor, daß zur Last gelegt, er habe in einer am 26. Oktober v. J. im Saale des" Tivoli" stattgehabten Volksversammlung durch die von ihm verfahren deckte Verhältnisse auf, wie man sie in einem Staatsinstitute beim Auflegen von Treibriemen die betreffende Wellenleitung zum nimmermehr erwarten sollte. Das Ende vom Liede war die Stillstand gebracht werden muß. Das Zusammenbeften gebrauchten Worte die Kaiferin Augufte Vittoria beleidigt. Verhandlung fand bei verschlossenen Thüren statt. Belastungs- die Staatsanwaltschaft, welche Antlage erhob. Die Beweis der Riemen bei dieser Arbeit ganz lose über die Welle Entlassung des Meisters und Uebergabe der Angelegenheit an des zerrissenen Riemens fällt unter diese Bestimmung nicht, da zeugen waren die Revier- Polizeikommissarien Slotalla und Bundt, welche jene Versammlung überwacht hatten; die von dem Ange- aufnahme ergab, daß der Angeklagte mit großem Raffinement hängt. Grosch hatte am 12. Oktober vorigen Jahres, flagten in Vorschlag gebrachten Entlastungszeugen hatten zu den zu Werke gegangen ist. Er hat die Geschenke nicht direkt ge- Nachmittags um 3½½ Uhr, einen solchen Riemen zusammen Besuchern jener Versammlung gezählt. Auf der Tagesordnung fordert, nur hin und wieder einen kleinen Wink mit dem Baun- geheftet und war ihm der durch das Reißen des Niemens derselben stand der Bericht der Delegirten über den sozial- pfable" gegeben:" Jetzt haben Sie schönes Geld verdient, da momentan beschäftigungslose Arbeiter demokratischen Parteitag in Halle, und daran batte fich u. 2. follten Sie doch auch einmal an ihren Meister denken!" hilflich gewesen. Durch einen unerklärlichen Umstand, der nur eine Besprechung der Kolonialpolitik geknüpft. Reckfiegel verlas Solche junge Roßlöffel kommen hier her und wollen viel Geld auf eine große Unachtsamkeit Braun's zurückzuführen Dabei einen schon mehrere Monate früher zum Abdruck gelangten verdienen; unfereiner kann sich mit ihrer Arbeit herumärgern ist, wurde B. von dem lofe über der Welle hängenden Riemen erfaßt, und zwar so unglücklich, daß er mehrmals um die Welle Artikel, welcher davon handelte, daß der Reichskommissar v. Wiß- und ist viel schlechter gestellt, als wie so ein junger Kerl!" mann der Kaiserin einen seinerseits erbeuteten Schmuck als Geiffen Sie, was morgen los ist? Morgen habe ich meinen herumgeschleudert, gegen die Wand und Decke schlug. Ein Arm schent übersandt habe. Redfiegel soll hieran Bemerkungen ge- Geburtstag!"-Dieser Art waren feine inte und wer die wurde ganz abgerissen, der andere gebrochen und erfolgten fo felben nicht verstand, der erhielt sehr bald Arbeit zum schwere Verlegungen, daß der Tod bald barauf einbeiten bie knüpft halen, welche die Anklage veranlaßten. Der Gerichtshof Davonlaufen." Bellagte fich ein Arbeiter darüber, so er wird nun von Grosch verlangt, er soll bei solchen Arbeiten die verurtheilte den Angeklagten zu 3 Monaten Gefängniß. Der hielt er den tröstlichen Bescheid: Ja, wissen Sie, wenn Berantwortung für die Unvorsichtigkeit der ihm dabei behilflich Staatsanwalt hatte 6 Monate Gefängniß beantragt. fann man nichts hineinsteckt, dann man auch nichts gewesenen Arbeiter übernehmen, und wird dies von der StaatsLeipzig, 10. April. Von der königlichen Amtshauptmann die offenbar nur einen verschwindenden Theil der Geschenkgeber damit begründet, Grosch sei, wenn er auch sonst nur als gleich herausholen!" Auf diese Weise hat er von den Zeugen, anwaltschaft, welche sechs Monate Gefängniß beantragt, schaft in Chemnitz ist neuerdings folgende Verfügung erlassen bildeten, in mehreren Fällen 40 M. erhalten. Ein anderer Ar- berechtigter Arbeiter zu betrachten sei, mit der Reparatur stets " Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß Vereine, beiter, dessen Vater Schneider war, schenkte ihm zweimal neue beauftragt, daher im Augenblick der Ausführung Sofen, und wenn er sich alsdann beklagte, wieder schlechte Ar- der Arbeit Leiter, resp. Anordner der betreffenden welche sich mit öffentlichen Angelegenheiten beschäftigen, vielfach beit erhalten zu haben, erwiderte der Angeklagte:" Sie denken Arbeit, und habe hierbei die nöthige Vorsicht aus den Schuld. Diese tünfte veranstalten, bei denen ganz im Allgemeinen auch Gästen", wohl, Ihre lumpigen Hofen halten ewig?"- Arbeiter, die Augen gelaffen, mithin treffe ihn die d. h. dritten Personen, welche weber einzeln eingeladen, noch schon einmal bei ihm gearbeitet hatten, schickten Geschenke vor- Ansicht stüßt sich zum größten Theil auf das Gutachten durch Vereinsmitglieder persönlich eingeführt worden sind, die her, wenn sie wieder eingestellt sein wollten, so schickte ihm einer des gerichtlichen Sachverständigen, der da meint durch UnterTheilnahme gestattet wird. aus Braunschweig einen Schinken und derselbe aus Hamburg stellen einer Leiter resp. eines sogenannten„ Galgens" hätte der Die Vorsteher solcher im hiesigen Bezirke bestehender Vereine zwei Riften Zigarren. Arme Arbeiter, die mit ihrem Verdienste Riemen müssen so gehalten werden, daß derselbe die Welle werden ausdrücklich darauf hingewiesen, das Vereinsversamm- und wenn sie nur wenige Mark erübrigen konnten, die sie sich an- mußte außer Betrieb gesetzt werden. kaum ihre Kinder zu ernähren vermochten, mußten abladen", gar nicht berührte, oder aber das Wert, resp. die betreffende Welle lungen vorgedachter Art nach der auch von Seiten des königl. zubieten genirten, dann kauften sie einen Hasen oder eine Kiste Der Vertheidiger weist darauf hin, daß Braun teiner Ministeriums des Innern gebilligten Auslegung der einschlagen- Bigarren, um in dieser Form ein Geschenk zu machen. Mertte Verpflichtung Folge geleistet habe, als er seine Hilfe zuden gesetzlichen Bestimmungen als öffentliche Versammlungen der Angeklagte, daß ihm einer der Arbeiter Geld geben wollte, fagte, es sei dies vielmehr nur Gefälligkeit gewesen. Mithin anzusehen und zu behandeln sind. Dieselben sind daher in gleicher Weise wie diese unter Beobachtung der Vorschriften im bann wies er auf seine im Bureau hängende Lebertasche und könne auch von einer Vorgesetzten- Qualität des Angeklagten teine fagte:„ Stecken Sie nur die Feldsteine, oder was Sie Rede sein, damit falle aber auch die Verantwortung des Grosch. §2 bes Gefezes, das Vereins- und Versammlungsrecht betreffend, sonst in" der Hand haben, in die Tasche bort!" Der Staats- Hierzu kommt noch, daß die Fabrikordnung Nichts vorschreibe, Dom 22. November 1850 zuvor bei der Behörde anzumelden." bare 1887, auch eine anderweitige Instruktion nicht da sei, und überdies der anwalt schied alle Fälle aus, welche sich ehe der Angeklagte als Beamter vereidigt worden war, ereignet Verstorbene im Krankenhause felbst erklärt habe, die Schuld treffe hatten, beantragte aber doch drei Monate Gefängniß. Verthei- nur ihn selber. Trotz aller dieser Umstände fchließt sich biger Rechtsanwalt Wronker, der die Schuld des Angeklagten der Gerichtshof der Ansicht des Staatsanwalts gar nicht erst weg zu disputiren suchte, hielt denselben für einen an, erkennt jedoch nur auf 1 Monat Gefängniß. Die Arbeitsverhältnisse eines Theiles der königlichen Harpagon, den man viel härter mit einer hohen Geldstrafe treffe, Artilleriewerkstatt in Spandau wurden am Freitag seitens der als mit einer Gefängnißstrafe. Der Gerichtshof stellte sich jedoch zweiten Straffammer am Landgericht II einer umfassenden auf den Standpunkt des Staatsanwalts und erkannte auf drei Prüfung unterzogen. Wegen Bergehens im Amte im Sinne des Monate Gefängniß. worden: 921971 Gerichts- Beitung. Lager eleganter Arber H.2 JULIUS LINDENBAUM, fertiger Herren- und KnabenGarderobe. Frankfurterffr. 139, zweites Haus an der Frucht- Straße. Möbel- Magazin Otto& Slotawa. Tischlermeister. NW. 67. Bremerstr. 67. NW. Zum rothen Cylinderhut! Nurmidine Hüte mit Arbeiter- dep Kontrollmarke. Wilh.de Zapel, Skalitzerstr.131 neben Frister& Rosssmann Stutz' Photographie- Atelier Berlin, Landsbergerßraße 82. Spezialität: Hamburg. 12 Vint-, Brut- od. Kniebilder u. 1 wirklich. Rabinetbild zusammen 501L zun. 4,50. Ein 1/2 Meter gr. Bild 10 M. an. Aehnlichkeit, Haltbarkeit w. garantirt. Roh- Tabak H. Herholz しい Echte Sophienstraße. Salbe Preise! Wer aus erster Quelle, direkt zu Fabrifpreisen, die hochnobelste Herren- und KnabenGarderobe für die Hälfte Geld beziehen will, eile nur zum berühmten Kleider- Pascha. 10 000 entzückende Sommer- Paletots, Mode 1891 ( deren reeller Werth das Dreifache), jezt nur 8, 10, 12, 15, 18, 20, 21, 24 M. hochfein. OF 15 000 elegante, schneidige Jacketu. Rom- Anzüge( darunter die feinsten Rammgarn- GesellschaftsAnzüge) jetzt zu halben Preisen nur 8, 10, 12, 15, 18, 21, 24, 27, 30, 33, 35 9. 8000 Hofen, Brunnenstraße 145.arze Anzüge, einzelne Node, Uhren und Goldwaaren vormals zu den denkbar billigsten Preisen. Musikwerke. Reparaturen streng Wilh. Wegner, A. Th. Zech. reell unter Garantie. Invalidenstraße106. 93 L Möbel, Spiegel- und Polsterwaaren- Magazin. Ganze Ausstattungen in Mahagoni u. Nussbaum. Küchenmöbel in grosser Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebastianstraße 27-28. Reelle Waare. [ 588 L] Prompte Bedienung. u. 6000 Knabenund Burschen- Anzüge jetzt halb umsonst. 484L Kleider- Pascha genannt: Der billige Mann. 32 Rosenthalerstraße 32. Man achte genau auf 32 u. Ecklaben. Ede Sophienstr., Ekladen. Eckladen! Gelegenheitskauf! Unbedeutender Farbefehlern halber Genossen empfehle mein Hutgeschäft. Arbeite nur mit Fabrikanten, verkaufe einen großen Poften welche sich der Kontrollmarken deutscher Hutmacher angenommen haben. Bitte zu beachten: Röpenickerstraße 126, nahe der Adalbertstraße. Adolph Kehr. Rechts- Bureau des Königl. Preuß. Amtsrichters a. D., Kinderwagen. 479 L Alte Jakobstr. 10211. Gewissenhafter Größtes Lager Berlins. Fabritpreise. mittelton fe in allen Angelegenh. Unbe- Theilz. gestattet. Andreasfir. 58, part. Teppiche Noxm 862 L Spezialität: Anfertigung nach Maass unter Garantie des Gutsitzens. Sarg- Magazin und 186 L Beerdigungs- Comtoir. Billig, reell n. gut. Wo dieOranienstraßeführt Jst Mr. 1 12 Jahre etablirt A. Grüger, wohl renommirt, Weil er durch Uhren erelict. Das Gute wird importirt Noch Besseres selbst fabrizirt Alles fein reparirt Geölt und renovirt. [ 1886 Wenn DeinerUhr was passirt. Die alte Zwiebel Dich genirt, So fieh', was Grüger Neues führt, Rauf, und Du bist enchantirt Sefte Preise.D Der feine 271L Reisner Friedrichstraße 244 ( Schrägüber der Markthalle). Weltbekannt als größtes Magazin für Herren- und Knaben- Bekleidung. Der Detail- Verkauf befindet sich 244. Friedrichstr.244. Eleg.Frühj.- Palet.. 7-24 M. engl. Anzüge v. 10-30 Kammgarn. 20-30 ,, Hosen.. " " [ 372L " " . D. D. " 4-12, Ginseg.- Anz. v. 8-24 ,, Knaben- Anz. n. Paletots für 5, 6, 8, 12, 20, 50 bis 150 M. für jedes Alter. fpzottbilligen Preisen Früher das Doppelte. Teppich- Fabrit S. Unger, Strengte Reellität.| Jede Nähmaschine au repariren loftet Berlin S., Oranienstraße Nr. 48. 2,50 M., Heine Reparaturen billiger. Kinderwagen. Größtes Bager Berlin 56P Chris Maaske, Genoe Andreasftr.23,.p. Christinen- Straße Nr. 34. Bettfedern neue, gut gereinigte, von 60 Pf. an. Fertige Betten, besteh. aus: Deckbett, Ünterbett, 2 Kopftiffen, neue gute Federfüllung von 12 M. an. Vollständiges reines Daunenbett nur 27 M. Fertige Inletts und Bezüge zu Fabrikpreisen. Matrahen Seegrasfüllung, nur 3,75, Indiafaser- und Roßhaarfüllung, spott billig. Feldbetten 9 M. Große Auswahl von Bettstellen, Kinderbettstellen, Steppdecken von 2,75 an. Mein langjähriges Renommee bürgt für strengste Reellität. D. Feibel, Berlin, Chaussee- Straße 111. Telephon- Amt III, 948. Bureau für Patent Angelegenheiten G.BRANDT BERLIN SW. Kochstr. No Technischer Leiten.BRANDT.Civil- Ingeniou Seit 1873 im Palentfache thätig, Ferd. Altschüler in Speier 53 L versendet pr. Post in Packeten von Halbdaunen M. 1,70 Pf. vorzügliche Sorte M. 1,20 Pf. Gänsefedern( Landrupf) 9% Pfd. neue Bettfedern pr. Pfd. 60 Pf. Ganzdaunen M. 2,50. Silberweisse M. 2, 3, 3%. Umtausch gestattet. Von M. 30 an 5 pCt. Einige Nachlass. gute Nollerhähne sind zu verk bei Buß, Frankf.- Allee 187, S. I.[ 188 Die seit 1877 bestehende, weltbekannte Uhrenfabrik Ton Max Busse 157 Invalidenstr. 157, Markthalle. verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet. Grosse Abschlüsse mit Pforzheimer und Hanauer Fabrikanten ermöglichen derselben Firma den Verkauf von Gold-, Silber-, Granaten- und Korallenwaaren zu fabelhaft billigen Preisen. Specialität: Ringe. Reparaturen an Uhren und Goldsachen werden auf das Gewissenhafteste ausgeführt. Möbel Cohn Gebr., 136 L Kommandantente. 51, und auf Theilzahlung, Ede Alexandrinenstraße, Oranienßraße 58, I., am Morigplay. Ginen Boften gebrauchter Möbel u jebem reife I Beamten ohne Anzahlung. Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Vorzügl. Arbeit. J. Baer, Großer Umfaz. Berlin N., Gesundbrunnen, Badstraße 18, Ecke der Stettinerstraße, empfiehlt in überraschender Auswahl: Kleiner Nuzen. Eleg. Kammgarn- Anzüge 27, 30, 36-40 z. Eleg. Jaquet- Anzüge 18, 21, 24, 27 bis 33 M. Eleg. Valetots 15, 18, 20, 24, 27–33 M. Eleg. Stoffhosen 6, 7, 8, 10, 12-16. Arbeitssachen äußers dauerhaft gearbeitet, Reizende Knaben- Anzüge und Paletots für jedes Alter. Großes Stoff- Lager äußert billig! vom einfachsten bis zu den feinsten Fabrikaten, zu Bestellungen nach Maaß zu äußerst soliden Preisen und schöner Ausführung Die Firma besteht seit 1873. Eleganter Sitz. GESCHAFTSHAUS S. HEINE Auslage von Neuheiten in Kleiderstoffen für die Frühjahrs- und Sommersaison. Reichhaltige Sortimente im neuesten englischen Geschmack, Meter von 1 M. an bis zu den hochf. Qualitäten. Reste u. einzelne Roben Sozialdemokratischer Wahlverein des 4. Berl. Neichstags- Wahlkreises. Montag, d. 13. April, Abends 8 Uhr, in Mohrmann's Salon, Große Frankfurterstr. 117: Große Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 339/7 1. Vortrag: Soziale Zustände im römischen Kaiserreich. Referent: Herr Sievers. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 1. Quartal 1891. 4. VereinsAngelegenheiten. 5. Verschiedenes und Fragekasten. H Programms zur Feier des ersten Mai werden in dieser Versammlung ausgegeben. NB. Die nächste Versammlung findet am 21. April im Vereinshause Süd- Ost", Waldemarstr. 75, statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Zahlstellen des Vereins sind bei folgenden Genoffen: 3ubeil, Naunynjicase 96; cho 13, Wrangelſtr. 32; B. Stabernad, Wrangel, Straße 85( Bigarren- Geschäft); Schulz, Admiralstraße 40a; Seindorf, Langestraße 70; Tempel, Breslauerstraße 27; Lock, Friedrichsbergerstraße 11. Auch werden daselbst neue Mitglieder aufgenommen. Programms sind auf sämmtlichen Zahlstellen zu haben. Oeffentliche Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 12. April, Abends 6 Uhr, im großen Saale der Berliner Bockbrauerei am Tempelhofer Berg, veranstaltet vom Leseklub ,, Carl Marx" Tagesordnung: 1. Vortrag( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Danach gemüthliches Beifammensein mit Tanz. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung ftatt. 254/9 Der Vorstand. BERLIN N.CHAUSSEESTR.14 Warnung! Meine früheren Detail Geschäfte habe ich sämmtlich aufgegeben. HF spottbillig. E Wer mich kennt, dem genügt mein Wort. Ein besseres und haltbareres Fabrikat herzustellen, als meine Warnung! Detail- Bertauf jetzt nur Oranienstr. 140 zwischen Brandenburgstraße und Morig- Play. Handschuhe ,, Marke Hundeleder Versammlung für Frauen u. Männer heute, Sonntag, den 12. April, Abends präz. 62 Uhr, im Neustädter Volksgarten, Proskauerstr. 37/38( Franks. Thor). Lages Ordnung: 1. Vortrag des Regierungs- Baumeisters a. D. Herrn Kessler über: Die Familie und die Sozialdemokratie". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nachher geselliges Beisammensein, verbunden mit Vorträgen und Tanz. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. NB.: Referent hat sein Erscheinen bestimmt zugesagt. 854/10 Fachverein der Tischler( Diten). Dienstag, den 14. April, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Haase( Königsbank), Gr. Frankfurterstr. 117: Große Versammlung. Zages Drdnung: 1. Kontraktbruch und das Koalitionsrecht der Arbeiter. Referent Th. Glocke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Aufnahme nener Mitglieder, Der Bevollmächtigte. 38b Hut- Fabrik OSCAR LISKOW 47a. Oranienstr. 47a. Ecke Luckauerstraße. Hüte mit Arbeiter- Kontrolmarken. Goldwaaren zu Fabrikpreisen bei 821 C. Lübcke, Goldschmied, Oranienftr. 154, am Morigplatz. Größtes Lager in Juwelen, Gold- und Silberwaaren. 2 reih. lange Korallen- Ketten von 11 Mt. an, dito Ohrringe von 2 M. an, dito Broches von 2 M. an, Armbänder von 3 M. an, Herren- Ketten von 8 M. an, Ringe von 3 M. an, Damen- Chatelains von 8 M. an bis zu den feinsten Genres, unter schriftlicher Garantie. Massiv goldene Trauringe von 6 M. an in allen Weiten vorräthig. Gegründet 1875. A. Pergandé's Gegründet 1875. Bei der Inventur zurückgesetzte Teppiche mit fleinen Webefehlern!! in Sopha- Grösse a 5,6,8, 10, 15 M. in Salon- Gr. a 10, 15, 20, 25-100 M. Gr.Saal- Teppiche a 30,40,60-500 m. Gardinen! entzückende Neuheiten, jedoch nur in ganzen Stücken von 22 Mtr. a Stück 10, 12, 15, 20-50 M. In abgepassten Fenstern a 5, 6, 8-30 M. 276 L Einz. Fenster Gardinen a 3,4,5 M. Das Neueste in Stores!! Figuren und Palmen- Geschmack, a Stück 2,50, 3, 4, 5 und 6 M. Abgepaste Portièreu! Restbestände Gardinen- u. Teppich- Fabrik m. Gold durchwirkt! i. a. Farben. von 2-6 Shawls, a 3, 4, 6, 8 M. Emil Lefèvre, Berlin S., Oranienstr. 158. Versand streng reell gegen Nachn. Waaren Katalog! ( 200 S. start) reich illustr., franko! Filz- u. Seidenhüte eigener Fabrit Paul Drenske, 172. Oranienstr. 172. Wegen Aufgabe meines Geschäfts verkaufe ich Filz nnd Seidenhüte zu herabgesetzten Preisen. 433 L Hüte mit Arbeiter- Kontrollmarken. Halbe Preise stellt jetzt das unterzeichnete Institut der„ Goldenen Hundertzehn" in seinem TotalAusverkauf, da das überfüllte Lager in furzer Zeit geräumt werden muß. Ueber 15 000 FrühjahrsPaletots jetzt zum dritten Theil des reellen Werthes von 8, 10, 12, 15, 20, 24, M. Prima. 12 000 englische Jaquet- und Rock- Anzüge von 10, 12, 15, 18, 20, 22 24 27, 30. Prima. Schwarze Anzüge in ff. Tuch u. Kammgarn v. 15, 18, 20, 24, 27, 30, 36. Prima. HCF 6000Hosenu.Westen, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 12 m. Prima. Knabenund Burschen- Anzüge jeht halb umsonst. 556L 9 Goldene 110. " Berliner ConcurrenzGeschäft", nur allein 110 Leipziger- 110 straße 110. Optifer, Färberei, Druckerei, chemische Waſch- Anstalt H. Richter, Cutter Hauptgeschäft Waldemarstraße 52- Görliherstraße 43 Reinickendorferstraße 12, Berlin am Spittelmartt. 2. Geschäft: Weinbergsweg 15b, am Rosenthaler Thor. es sind, ist einfach unmöglich. Daß ich mit meinen Preisen billig bin, ist in färbt für 2-2,50 Mart in allen Farben Damentleider, Mäntel, HerrenBerlin genügend bekannt und veranlaßt die Kunden, aus den entferntesten Gegenden zu mir zu kommen. Wo man reell bedient wird, da geht man gerne hin. Weiße Damen- Handschuhe, 4 K. lang, feine Qual, 1 Baar 2. 1,50 Schwarze Farbige 4 " " garantirt haltbar, 1 Baar · 1,90 " " 4 " " " P Gelegenheitsfauf, 1 Baar.. mit schwarzer Farbige 4 " PP " Raupe und dito neu, 1 Paar Armsaum Weiße Herren Handschuhe, 2, 1 Paar 2. Farbige Schwarze Neu! # 2,50 1,25 " 2 " " Bat. Verschl., unzerreissbar, 1 Baar 2,40 " 2 1 Paar Rutscher Fahr Handschuhe # 2,50 Doppelleder, 1 Paar " 5, im wahren Sinne des Wortes das beste Fabrikat der Welt Handbefay Henri Littmann, Oranienstraße 140, zwischen Brandenburgstraße und Moriz- Play. Kalläne& Meiling Färberei und chemische Wasch- Anstalt für Damen- und Herren- Garderoben, sowie Möbelstoffe jeder Art. Wäscherei für Tüll- und Mull- Gardinen. Prekanstalt für Möbelstoffe, Sammete zc. Reparatur von Herren- Garderobe. Hunststopferei. Neu: Glanzbeseitigung blank gewordener Kammgarn- Garderobe. Ueberzieher, Röcke im ganzen oder getrennt. Möbelstoffe jeder Art, à Kilo 2 M., Bettdecken à Paar 2,50 M. Herren- Anzug, gereinigt und gebügelt 2,50 M., ungebügelt 1,25 M. Abholung und Zustellung kostenfrei. 534 L Ausverkauf der DamenM. Lohrmann, [ 536L] C AlumingoldMäntelfabrik Brillen und Pince- next nie Müllerstraße 4, Ede Schulzendorferstraße schwarz werdend. 50 Nickelbrillen u. Pince- nez m. 1,50 do. allerfeinste Qual. M. 2, m. 1, Rathenower Brillen Alles mit besten Rathenower Krystall rein achrom. nach beendetem Engros- Geschäft ca. 2400 Hochelegant ff. i. m. Werkstätten nach gläsern. neuesten Modellen gefertigte Regenmäntel, Paletots, Jaquets, Fichus, Umhänge 2c. aber festen Preisen. inge zu sehr billigen 521 L Operngläser, mit Etuis, M. 7, Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas ,, Excelsion, Unterlasse jede weitere Anpreisung und verweise a. d. guten Ruf meiner langjährig best. Firma a. d. lobenden Referenzen d. Berl. Zeitungen über m. Geschäft. übertrifft alles bisher derart Gebotene. Möbel. Spiegel und Polster- Waaren, Polster- Waaren, 3 reelle Waare zu soliden Preisen. Ganze Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel in großer Auswahl empfiehlt Franz Tutzauer, S., Köpnickerstr. 25, Tutzauer, S., pnickerstr. 25, nahe d. Köpnicker Brücke. Preis mit Etuis und Niemen 12 M. sette und billigste Bezugsquelle aller optischen Artikel, genaueste Fachfenntniß, eigene Werkstatt, prompt, Berfandt nach außerhalb gegen vorherige fandt nach außerhalb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Sonntags bis 2 Uhr geöffnet. 508 L Die billigste Bezugsquelle Leinen- und Baumwollwaaren, für Gardinen, Teppiche, Betten, Federn, Inlets, Bezüge, Gardinen, fert. Wäsche Kleiderstoffe, Leinen- u. Baumwollenetc. zu den denkbar billigsten Preisen. Waaren, Wäsche, Damenconfection ist bei J. Gabbe& Comp., Fehrbellinerstr. 77.[ 236 Rosenthalerstr. 69/70. Billigke Bezugsquelle für Berlin SW., Beuthstrasse 9. Telephon 7468 Amt I. Kleiderstoffe, Filialen: W., Potsdamerstr. 9 und 51.| Charlottenburg, Hardenbergstr. 42 W., Französischestraße 55. N., Invalidenstraße 139. NW., Moabit, Wilsnackerstraße 45. NO., Neue Königstraße 30.[ 494 L Abholung und Rücksendung kostenfrei. Preislisten franko. Postsend. prompt.| Berantwortlich Rehatteur: H. Marcus, Reinidendorferstraße Nr. 5. rasle in Martin and Wag Bading to Berlin SW., Beuthstraße 2.