Nr. 82.32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: abonnements. Breis pranumerands: Bierteljährl 3,30 9. monatl. 1,10 wöchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer Big. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 g. Bost Abonnement: 1,10 Mar! pro Monat Eingetragen in die Post Beitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mart. für das übrige Ausland Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Solland, Italien, Buremburg, Portugal Rumänien. Schweden und die Schweiz * Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Geträgt für die sechsgespaltene stolonel. zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 30 Bfg. Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengefuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplas, Nr. 151 90-151 97. Dienstag, den 23. März 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Przemysl von den Ruffen genommen. Oeftlicher Kriegsschauplah. Die meldung des Großen Hauptquartiers. Japan und sein Bundesgenosse. Zum Fall von Przemysl. Wien, 22. März.( W. T. B.) Seine t. und t. Hoheit Feldmarschall Erzherzog Friedrich hat nachstehenden Armee befehl erlassen:„ Nach viereinhalbmonatigen heldenmütigen Kämpfen, in welchen der rücksichtslos und zähe, aber stets verAmtlich. Großes Hauptquartier, den 22. März 1915.( W. T. B.) Die Gegensätze in Dftasien, zwischen Japan und China, spitzen sich immer schärfer zu, und es ist heute keineswegs mehr unwahrscheinlich, daß der Völkerkrieg Europas nicht nur im Drient, sondern auch in den Küstengebieten Ostasiens ein bringen, kommen ja zumeist über England und Rußland, und blutiges Echo findet. Die Nachrichten, die von dort zu uns die Blätter beider Staaten haben ein Interesse daran, ihre Westlicher Kriegsschauplatz. Ein nächtlicher Versuch der Franzosen, sich geblich anstürmende Feind ungeheure Verluste erlitt und nach in den Besitz unserer Stellung am Südhang der blutiger Abweisung seiner noch in letzter Beit, insbesondere Loretto- Höhe zu setzen, schlug fehl. am 20. und 21. März, Tag und Nacht unternommenen Verzu folorieren, Auch in der Champagne nördlich von Le Mitteilungen entsprechend ihren besonderen politischen Bedürfnissen wie sich denn auch bei ergeben; aber suche, die Festung Przemysl mit Gewalt in die Hand zu be- Mesnil scheiterte ein französischer Nachtangriff. bungen die furiosesten Widersprüche einem Vergleich der englischen und russischen Melkommen, hat die heldenmütige Festungsbesaßung, die noch Alle Bemühungen der Franzosen, die Stel- so viel geht immerhin deutlich aus diesen Meldungen am 19. März mit letter Kraft versuchte, den übermächtigen lung am Reichsackerkopf wieder zu gewinnen, hervor, daß Japan nicht gewillt ist, den englischen VermitteRing der Einschließung zu sprengen, durch Hunger gezwungen, über Befehl und nach Zerstörung und Spren- waren erfolglos. gung aller Werke, Brücken, Waffen, Munition und des Kriegsmaterials aller Art, die Trümmer von Przemysl dem Feinde überlassen. Den unbesiegten Helden von Przemysl unseren fameradschaftlichen Gruß und Dant; sie wurden durch Naturgewalten und nicht durch den Feind bezwungen, sie bleiben uns ein hehres Vorbild treuer Pflichterfüllung bis an die äußerste Grenze menschlicher Kraft.- Die Verteidigung von Przemysl bleibt für ewige Zeiten ein leuchtendes Ruhmesblatt unserer Armee." Feldmarschall Erzherzog Friedrich. Die Memeler Flüchtlinge. Königsberg i. Pr., 22. März.( W. T. B.) Regierungspräsident Graf von Kayferlingt, begab sich am Sonnabend auf die Kurische Nehrung, um die Ortschaften, in denen Memeler Flüchtlinge untergebracht waren, zu besichtigen. Auf der Nehrung befanden sich 7000 bis 8000 Flüchtlinge, welche überall von der Bevölkerung freundlichst aufgenommen waren. Für die Lebensmittelzufuhr von Königsberg war sofort von dem gesorgt. Warme Deden und Kleider lieferte die Versandstelle des Vaterländischen Frauenvereins in Königsberg. Der Abtransport der Flüchtlinge wurde durch Sturm und Schnee metter erschwert. Trotzdem gelang es, etwa 3500 Menschen zu Wagen nach Tranz und in Schlitten über das Kurische Haff von Schwarzort nach Starischken und von Nidden nad) Starfeln zu bringen. Dagegen konnten die vom Regierungspräsidenten von Pillau nach Schwarzort zur Aufnahme von Flüchtlingen entsandten Dampfer wegen herrschenden Sturmes leider ihre Aufgabe nicht erfüllen. Die rüstigen jungen Leute kamren zu Fuß über die Nehrung und das Backeis. In den Ortschaften, wo Flüchtlinge raften, wurde überall für Verpflegung und Unterkunft gesorgt. In Schwarzort befanden fich zeitweise 7000 Menschen. Dort leitete der Memeler Bandrat, Geheimer Regierungsrat Cranz, persönlich die Fürsorge. Das Krankenhaus der Barmherzigkeit entsandte dorthin eine Gemeindeschwester. Ein Arzt wurde von der Regierung nach Nidden, ein anderer wird nach Schwarzort geschickt. Deftlicher Kriegsschauplatz. lungsversuchen nachzugeben, noch der chinesischen Taktik zu, folgen, die darauf hinausläuft, durch lange Erörterungen über verhältnismäßig nebensächliche Fragen die Entscheidung hinaus. zuschieben, bis der Krieg in Europa vorüber ist und die in Aus Memel sind die Russen gestern nach China am meisten interessierten Mächte die Gelegenheit haben, kurzem Gefecht südlich der Stadt und hartnäcki- einen energischen Ton mitzureden. Anstatt gemütlich zu kongem Straßenkampf wieder vertrieben worden. ferieren, drängt Japan vielmehr auf schnellste Zustimmung der Unter dem Schuß der russischen Truppen hat hier stellten Forderungen und droht, wenn diese Zustimmung chinesischen Regierung zu den an sie vom Mikadoreich gerussischer Pöbel sich am Hab und Gut unserer nicht binnen kurzem erfolgen sollte, mit Waffengewalt gegen Einwohner vergriffen, Privateigentum auf Beting vorzurücken und die der Insel Formosa gegenüberliegende Wagen geladen und es über die Grenze gefchafft. infel zu besetzen. Hat eben China das Interesse, die ganze chinesische Provinz Julien sowie die ganze Schantung- HalbEin Bericht über diese Vorgänge wird noch ver- Angelegenheit hinauszuschieben, bis wenigstens England ein öffentlicht werden. Machtwort mitzusprechen vermag, so hat umgekehrt Japan Nördlich von Mariampol erlitten die Russen bringen, um die europäischen Westmädte und Rußland vor eine ein Interesse daran, die Sache möglichst schnell zu Ende zu abgewiesenen Angriffen schwere Verluste. vollendete Tatsache zu stellen, an der sich später nach dem Westlich des Orzyc bei Jednorozek und nord- europäischen Friedensschluß nicht mehr viel ändern läßt. Zudem öfflich von Prasznysz sowie nordwestlich von verspürt Japan wenig Neigung, die wilde Agitation, die in den Ciechanow brachen russische Tages- und Nacht- rungen eingesetzt hat, sich ungestört in aller Gemächlichkeit mehr Hafen- und Handelsplägen Chinas gegen die japanischen Fordeangriffe unter unserem Feuer zusammen. 420 und mehr ausdehnen zu lassen; denn schäßen die Japaner auch Gefangene blieben bei diesen Kämpfen in unserer bie Chinesen nicht als waffentüchtige, widerstandsfähige Hand. bei * Oberste Heeresleitung. Gegner ein, fo wissen sie doch recht wohl, daß die späteren Schwierigkeiten durch solche Agitationen wesentlich gesteigert werden. Japans Regierung betrachtet die gegenwärtige Lage eben als günstig zur Durchsehung seiner Pläne. Pläne, die allem Der österreichische Generalstabsbericht. Anschein nach schon seit langem in seinen Regierungskreisen forgfältig erwogen sind, und es hat die feste Absicht, die Wien, 22. März.( W. T. B.) Amtlich wird verlaut- günstige Gelegenheit, die ihm die jetzige Beschäftigung Engbart: 22. März 1915. lands und Rußlands auf den fernen europäischen Striegs Nach vi er ein halbmonatiger Einschließung schauplägen bietet, nicht ungenügt vorübergehen zu lassen. am Ende ihrer Kraft angelangt, ist die Fest u ng Przees fich stets als gewiegter, schlauer Rechner erwiesen, der Festung Prze- Seit sich Japan als moderne Militärmacht fühlt, hat my I am 22. Märzin Ehren gefallen. Ms sich in seinen Maßnahmen nur von seinem Eigeninteresse As die Verpflegungsvorräte Mitte dieses Monats knapp leiten läßt, nicht von allerlei Gewissensstrupeln und diese au werden begannen, entschloß sich General der Infan- Rücksichtslosigkeit kommt auch in seinem jetzigen Vorgehen terie von Kusmanek zum letzten Angriff. Die Aus- gegen China wieder zum Ausdruck. Es ist deshalb geradezu falltruppen brachen am 19. d. M. zeitig morgens über fomisch, wenn englische Blätter, wie der„ Manchester Guardian", Gigantisches Ringen in den Karpathen. die Gürtellinie vor und hielten in fiebenstündigem Gefecht jetzt gegen das sogenannte japanische Programm" den VorWien, 22. März.( W. T. B.) Der Kriegsbericht. gegen starke russische Kräfte bis zum Neußersten stand. wurf erheben, daß es gegen den Wortlaut des englischerstatter des, Morgen" meldet aus dem Kriegspreise. Schließlich zwang fie die Ueberlegenheit der Zahl zum Zurüd- japanischen Bündnisvertrages verstößt, und wenn sie die quartier: Bei herrlichem Frühlingswetter ist in den Kar- gehen hinter die Gürtellinie. In den folgenden Nächten japanische Regierung mit gut gemeinter ethischer Ehrpusseligpathen gegenwärtig die heftigste Schlacht entbrannt, die gingen die Russen gegen mehrere Fronten von Przemysl vor. feit an die Innehaltung ihrer Abmachung mahnen. Verstieß feit dem Beginn des Krieges geschlagen wurde. Diese Angriffe brachen gleich allen früheren in dem Feuer der nicht auch die Annexion Koreas im Jahre 1910 gegen den Die Russen haben alle verfügbaren Kräfte in die Front gezogen und tapfer verteidigten Befestigungen zusammen. Da nach dem apan nur solche Maßnahmen in Korea gestattet, als zum Artikel 3 des englisch- japanischen Bündnisvertrages, der laffen Angriff auf Angriff folgen. Bei Dukla, Uzsok und Ausfall am 19. d. M. auch die äußerste Beschränkung in der Schutz und zur Förderung seiner dortigen Interessen nötig Luptow erreichten diese Kämpfe ihren Höhepunkt. Unseren un- Verpflegungsration nur mehr einen dreitägigen sind, wobei aber in jedem Fall Japan den„ Grundsatz der vergleichlichen Truppen gelang es überall, die heranstürmenden Widerstand gestattete, hatte der Festungskommandant offenen Tür" zu respektieren hat? Und verlegten nicht auch, Maffen unter furchtbaren Blutopfern des Feindes abzuschlagen. mittlerweile den Befehl erhalten, nach Ablauf dieser Frist als Japan nach der Eroberung Kiautschous unter Billigung Ueber die Dauer und Entscheidung dieses gigan- und nach Vernichtung des Kriegsmaterials den Platz dem Englands außer der Uebertragung der deutschen„ Pachtung" tischen Ringens, das seinesgleichen sucht, tann Feinde zu überlassen. Wie ein Flieger der Festung meldete, noch allerlei Extrakonzessionen verlangte, diese Forderung den zur Stunde ein Urteil nicht gefällt werden. " " 17 " gelang es tatsächlich, die Forts samt Geschützen, Londoner Bündnisvertrag vom 12. August 1905, der doch in Munition und befestigten Anlagen recht- seiner Einleitung als das gemeinsame schöne Ziel beider VerWestlicher Kriegsschauplah. zeitig zu zerstören. Dem opfermütigen Ausharren und tragsmächte die Aufrechterhaltung der gemeinsamen Interessen aller Mächte in China durch dem legten Kampf der Besayung gebührt nicht mindere Lob die Sicherung der Unabhängigkeit und Inte Französisches Lob der deutschen Soldaten. als ihrer Tapferkeit in den früheren Stürmen und Gefechten. grität des chinesischen Reiches sowie des Zürich, 22. März.( W. T. V.) Der Kriegsbericht. Diese Anerkennung wird auch der Feind den Helden von Grundsages der gleichen Gelegenheit für erstatter der Neuen Bürcher Zeitung" an der Przemysl nicht versagen. Handel und Gewerbe aller Nationen pro französischen Front, schreibt n. a.: ein Franzose Der Fall der Festung, mit dem die Heeresleitung seit flamiert? Benn England gegen Vertragsbrüche Japans ließ sich zu einer unichönen Bemerkung über den längerer Zeit rechnen mußte, hat keinen Einfluß auf die Lage nichts einzuwenden hat, die in Englands Interesse liegen, Feind hinreißen, im Gegenteil, fie bemübten fich, den guten im großen. Bei der Feldarmee dauern die oder wenigstens nicht gegen seine Interessen verstoßen, wesEigenschaften des Gegners gerecht zu werden. Die Bayern, die wir Kämpfe im Karpathenabschnitt vom Ul3soker- halb soll Japan dann nicht auch Vertragsbrüche für erlaubt vor uns baben, bemerkte der Kommandant in Villers au Bois, find pak zum Sattel von Konieczna an. halten, die in seinem eigenen Interesse geschehen? tapfere Soldaten, alle Achtung bor den Offizieren, die an der Spize ihrer Leute in den Kampf stürzen. Auch die Brr der preußischen Garde findet bei den Franzosen ehrliche Bewunderer. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Freilich die gegenwärtigen Forderungen Japans an China schädigen noch weit mehr als die irgend eines anderen Landes gerade die Interessen Rußlands und Englands in Ostasien, indem sie Rußlands Einfluß in der Östmandschurei ver nichten und dort den Grund zu einer das Gelbe Meer| teidigungsmaßregeln festzustellen. Die Pariser Bevölkerung war bliden und geneigter werden würden, von der anderen Seite komeinschließenden großen japanischen Kontinentalmacht legen und ausnehmend rubig. Auf der Rückfahrt warfen die Zeppeline z tvö If mende lodende Worte anzuhören. Dies würde bedeuten, daß die andererseits Japan die kommerzielle Ausbeutung der an Natur- Brandbomben auf Compiegne, welche unbedeutenden Rechte der fleineren Nationalitäten geopfert werden. Die Diplo schätzen reichen Provinzen Fukien und Hupe, wo England Sachschaden verursachten. Drei andere Bomben trafen erfolglos matie müsse offen reden und nicht geheimnisvoll bisher dominierte, vorbehalten. Besonders wird man es in Ribeaucourt und Dilloncourt( nördlich Compiegne). tun, sie müsse flug handeln. Man müsse aber auf dem RechtsEngland als eine Verlegung heiliger britischer Ansprüche Paris, 22. März.( W. T. B.) Wie die Agence Havas be- standpunkte beharren, der bei Striegsbeginn eingenommen wurde. empfinden, daß Japan die sogenannte Kontrolle( richtiger hauptet, bestätigt es sich, daß der von den Zeppelinen in Dies sei eine moralische Garantie für den Sieg und eine Stüze Auslieferung) über die wichtigsten Kohlen- und Eisenerzgruben Baris angerichtete Schaden nur unbedeutend ist. der traditionellen französischen Politik; deffen solle die französische von Hupe am Yangtsekiang verlangt, überragt doch Englands Infolge der Verdunkelung seien die Luftschiffe getäuscht worden und Diplomatie eingedenk sein. Handel an der Südfüste Chinas und auf dem Yangtsekiang hätten geglaubt, über dem Stadtzentrum zu sein, während sie sich den aller anderen Nationen zusammengenommen. Allerdings über Neuilly, Levalois Asnieres, Colombes und Battignolles bewird es dem kapitalschwachen, fast bankerotten Japan un fanden. In Asnieres wurde die Bevölkerung durch das Niederfallen möglich sein, die beanspruchten Privilegien mit eigenen der Bomben geweckt. Sie fürzte auf die Straße und konnte deutMitteln auszunuben, es muß später unbedingt zu fremdem lich die von Scheinwerfern beleuchteten Luftschiffe ſehen und das Stapital seine Zuflucht nehmen, in erster Binie zu Geräusch der Motore hören. Gegen 3 Uhr morgens verschwanden englischem, aber natürlich sähe es die englische Finanz die Zeppeline nach Norden. lieber, wenn sie später ungehindert unter englischem Regime ,, arbeiten" könnte, anstatt unter japanischem, das sicherlich jeine Bedingungen stellen wird. Ruhe in den Dardanellen. Konstantinopel, 22. März.( W. T. B.) Wie das auptquartier meldet, herrscht auch heute in den Dardanellen Ruhe. Ein türkisches Dementi. Ein Zusammenstoß in Ternath. Konstantinopel, 22. März.( W. T. B.) Die Agence Milli veröffentlicht folgendes: Der Feind gefällt sich darin, phantastische Wenn aber Japan nicht gewillt ist, auf seinen Bündnis- Brüssel, 21. März.( W. T. B.) In der Streisstadt Nachrichten über angebliche Meinungsverschieden freund England sonderliche Rücksicht zu nehmen, so ist es noch Ternath hat eine Anzahl von Belgiern bei Gelegenheit beiten zwischen Enver Pascha und Talaat Bey zu weniger geneigt, auf die Ermahnungen und papiernen Pro- der von den deutschen Behörden ausgeübten Anwesenheits- verbreiten. Dowohl solche Absurditäten jede Zurückweifung erübrigen, teste zu hören, in denen die imperialisische Bourgeoisie der Ver- kontrolle den Versuch gemacht, Ausschreitungen gegen die mit find wir nichtsdestoweniger ermächtigt, bei dieser Gelegenheit zu einigten Staaten von Amerifa sich gefällt, die seit Jahrzehnten der Aufsicht betrauten Landsturmleute zu begehen. Bei dem erklären, daß die engste le bereinstimmung in den Annach der sogenannten Suprematie der Stars and stripes" pflichtmäßigen Waffengebrauch gegen die sichten und gielen sowie vollkommene harmonie im nördlichen Teil des Stillen Ozean strebt. As die nord- Mädelsführer wurden fünf von diesen verlegt; zwischen den verschiedenen Mitgliedern der Negierung wie zwischen amerikanische Union im September vorigen Jahres die For- awei davon sind ihren Wunden erlegen. Nur Regierung und Volk besteht. derung stellte, Japan solle teine Inseln der Südsee annettieren, dem ebenso tatkräftigen wie maßvollen Eingreifen der deuthat sich dieses durchaus nicht darum gekümmert und ruhig schen Soldaten ist es zu danken, daß es gar nicht erst zu bedie Hauptinseln der Karolinen und Marschallgruppe besetzt, denklicheren Auftritten und nachteiligen Folgen für Stadt und es wird sich auch jetzt wohl kaum durch alle Proteste und und Bevölkerung gekommen ist. Drohungen Uncle Sams daran hindern lassen, falls dies nötig sein sollte, mit Waffengewalt gegen China vorzugehen, weiß es doch recht wohl, daß man in Amerika keinen Krieg will, da die amerikanische Bourgeoisie genug damit zu tun hat, die durch den Krieg geschaffene günstige Lage zur Mehrung des eigenen Profits auszunuzen und in Südamerika dem deutschen und englischen Handel den Boden abzugraben. Die englischen Verluste. Der Seekrieg. Englische Kritik an dem Vorgehen der englischen Admiralität. Amsterdam, 21. März.( Privattelegramm des„ Vor- London, 22. März.( W. T. B.) Die Londoner Wochen wärts".)" Times" veröffentlicht eine offizielle Verlustliste des fchrift. Nation" erklärt, es fei fraglich, ob der Angriff Expeditionsheeres vom 15. März, die 80 tote und 130 verwundete auf die" Dresden" in den chilenischen Gewässern den Offiziere aufzählt, und seht außerdem noch 12 nicht offiziell mit- Kriegsgebräuchen entsprochen habe. geteilte tote Offiziere hinzu. Die Ostafrikanische Verlustliste vom 9. März zählt 4 tote Offiziere. Und China felbft? Seine Streitkräfte bermögen ein Eindringen der Japaner in die wichtigsten chinesischen Küstengebiete nicht zu hindern, denn die in europäischer Weise aus Daily News" weist auf die Offiziersverluste hin; seit dem gebildeten und ausgerüsteten chinesischen Truppen belanfen jich nur auf ungefähr 150 000 Mann und die chinesische Flotte 11. März feien 188 tote und 291 verwundete Offiziere gemeldet. besteht nur aus wenigen alten Fahrzeugen. Zwar von einer Die Tabelle für das Cameronians- Regiment weist 15 tote und eigentlichen Eroberung Chinas kann nicht die Rede sein, das 9 verwundete Offiziere auf, das Worcesterrifles- Regiment 13 tote chinesische Reich ist viel zu ausgedehnt; aber es genügt auch und 12 vertvundete, die Gordon- Hochländer 7 tote und 15 bervöllig, wenn Japan sich der wichtigsten Handelspläge, vor- wundete Offiziere. nehmlich Pekings, bemächtigt und von dort aus seinen Drud ausübt, zumal China sich ebenfalls in Finanzverlegenheiten befindet und die Bevölkerung Südchinas von dem tegiment Yuanschifais nichts wissen will. Der französische Tagesbericht. Nichtamtlich. Paris, 22. März.( W. T. B.) Amt= In einem Leitartikel erklärt die„ Times" die Regierung für die Situation verantwortlich, die durch die Geheimhaltung der wahren Lage die Bevölkerung in Unwissenheit erhält und jetzt noch einen Sieg bei Neu- Chapelle verkündete, aber deffen Koften verschweige. Der türkische Krieg. Der Dampfer„ Cairntorr" torpediert. " Amsterdam, 22. März.( W. T. B.) Ein Blatt meldet aus Sonntagnachmittag den Dampfer Cairntorr", der von NewLondon: Ein deutsches Unterseeboot torpedierte Sonntagnachmittag den Dampfer Cairntorr", der von Newcastle nach Genua fuhr, bei Beachy Head. Der Dampfer ist gesunken, die Mannschaft wurde gerettet. Der amerikanische Protest gegen die Blockade der Alliierten. Iicher Bericht von gestern 3 Uhr nachmittags. Es Die Times" über die Situation bei den die englische Verordnung keine Blockade ankündigt und daß, solange wird keine Aenderung in der Lage gemeldet. Dardanellen. Paris, 22. März.( W. T. B.) Amtlicher Bericht Amsterdam, 21. März.( Privattelegramm des Vorbon gestern 11 Uhr abends. Der Feind beschoß erneut wärts".) Die Times" geben zu, daß die Minen unterschätzt ( 27 Granaten) die Kathedrale von Soissons, welche worden seien; fie feien indeffen fein entscheidender Faftor. Offenschwer litt und auf welcher, entgegen den deutschen Angaben, bar taten die Türken mit den deutschen Lehrmeistern alles, um die niemals ein Posten oder Observatorium errichtet oder eine Verteidigung mit Hilfe der Haubigen und Feldtanonen wirksam Notekreuzflagge gehißt war. In der Champagne rückten zu gestalten; aber es sei nicht wahrscheinlich, daß dies mehr als eine Belästigung der Operationen darstelle. Die Miierten seien wir am 20. 3. leicht östlich der Höhe 196( nordöstlich Le Mesnil) fest entschlossen, die Bewegung zu Ende zu führen. Bebauerlich sei vor. Am 21. 3. fand nur einfaches Bombardement statt. In die Krankheit des Vizeadmirals Tarden. Das Kommando sei den Argonnen den ganzen Tag über ziemlich lebhaftes jetzt in den sehr fähigen Händen des Vizeadmirals Robec. Gewehrfeuer, ohne Infanterieangriff. In Eparges be- Dieser Hinweis der Times" auf die Fähigkeit des Ersatzhaupteten wir die gestrigen Gewinne trok zweier heftiger mannes wirft ein bezeichnendes Licht auf die Krankheit des erGegenangriffe, welche mit schweren Verlusten für den Feind festen Vizeadmirals. zurüdgeworfen wurden. In den Vogesen gewannen wir London, 22. März.( W. T. B.), Morning Post" meldet aus Washington vom 19. März: Das Staatsdepartement arbeitet an einem Protest gegen die Blockadeerklärung der Alliierten. Die Note wird erst in einigen Tagen fertig sein. Sie wird sich nur an die englische Verordnung selbst halten, nicht aber an die ergänzenden Erklärungen. Die Vereinigten Staaten werden den Standpunkt einnehmen, daß feine Blockade besteht, ihre Grenzen nach dem anerkannten internationalen Brauch und den Forderungen des Völkerrechts bestimmt sind, und daß die Bereinigten Staaten nicht ver pflichtet sind, die Blockade anzuerkennen. Wenn eine Blodade angekündigt ist, erkennen die Vereinigten Staaten den Alliierten nicht das Recht zu, den Handelsverkehr zwischen den Vereinigten Staaten und neutralen Ländern ihnen das Recht gegen zu verhindern, obwohl sie Die Eristenz einer onterbande einzufchreiten, zugestehen. Blodabe ist eine tatsächliche Frage, und die vom Völkerrecht verlangten Tatsachen, die die Neutralen von einer effekten Blockade überzeugen fönnten, find nicht dargetan. Bis die Blockade angefündigt ist, beschränken sich nach amerikanischer Auffassung die Rechte der Krieghihrenden auf den Besuch und die Durchsuchung des Schiffes. Man erwartet, daß die amerikanische Note eine diplo matische Rorrespondenz zwischen den Regies den kleinen Reichsaderkopf wieder, nachdem wir gestern den Die französische Presse über die Schiffs- rungen herbeifähren wird. In Washington hofft man, großen und den kleinen Reichsaderkopf verloren hatten. Unser Gegenangriff, um den großen Reichsackerkopf wiederzunehmen, dauert noch fort. Havas. Das deutsche Luftbombardement gegen Paris. verluste. Baris, 22. März.( W. T. B.) Die gesamte Bresse bespricht das Borgehen gegen die Dardanellen. Sie zeigt große Zuversicht trotz der erlittenen Verluste, welche bei einer Kampfhandlung von berartiger Bedeutung unvermeidlich seien. " daß die Alliierten Bugeständnisse machen werden, welche die öffentliche Meinung befriedigen. Der Hauptpunkt des amerikanischen Proteftes ift der, daß die Alliierten neutrale Länder nicht blodieren dürfen, was die Alliierten tatsächlich beabsichtigen, indem sie amerikanische Güter nicht nach dem neutralen Europa gehen lassen wollen. Es Der Temps" behauptet, die verfenften Schiffe seien ver- heißt, die Note werde betonen, daß, wenn die Alliierten veraltet gewesen und hätten an feiner Seeschlacht mehr teilnehmen hindern wollen, daß amerikanische Güter, die in gutem Glauben Paris, 22. März.( W. T. B.) Meldung der Agence tönnen. Ersatz für die untergegangenen Schiffe sei unterwegs. Der an Neutrale verkauft wurden, Deutschland erreichen, die Aliierten 8 wet deutsche Lentluftschiffe warfen Berlust dreier Panzerschiffe habe daher feinen Einfluß auf die sich mit den neutralen Regierungen ins Einvergestern nacht Bomben über Paris ab. Eine Bombe ver- Operationen, welche unentwegt bis zur Erzwingung der Meerengen nehmen segen müßten, anstatt den gesetzmäßigen amerikamischen Handel zu schädigen. ursachte einen Brand in Neuilly an der Seine( Bann- durchgeführt werden würden. meile von Paris). In der Rue des Dames verursachte Matin" hofft, die Fahnen der Alliierten würden auch eine zweite Bombe einen unbedeutenden Brand, welcher weiterhin über den Meerengen flattern und allmählich gegen Kon nur das Dach eines Gebäudes beschädigte. An Passage ftantinopel vorstoßen. Frankreich und England hätten ihr Wort darauf Désiret, nahe am Bahnhof Ouest Ceinture, entstand gleich gegeben und sie würden ihr 28ort halten. „ Journal" gibt zu, die Verluste seien ernst, meint aber, falls ein Brand, welcher jedoch rasch gelöscht wurde. In fie schwächten die Kampfestraft der Angreifer nicht. Sie würden Saint Duen wurde ein Strohhaufen emgeäschert. Sieben nicht die legten sein, aber dazu dienen, die Energie und den Mut über Asnieres abgeworfene Bomben verursachten ziem- der Matrosen anzustacheln. lich bedeutenden Sachschaden. Auch wurden drei" Figaro" ist der Ansicht, daß die Operationen bisher über Personen leicht verlegt. Jn Courbevoie wurden Erwarten glücklich durchgeführt worden seien. Man habe nicht erzwei Arbeiter von Bomben getroffen; einer von wartet, daß die Flotle, ohne ein Schiff zu verlieren, in die Meer ihnen wurde schwer verletzt. In Levallois- Perret enge eindringen werde. Die Verlufte seien betrübend, änderten stürzte ein Gartenhaus zusammen. 8 mei junge jedoch feineswegs das erstrebte Biel. Die Dardanellen würden beLeute wurden unter den Trümmern begraben zwungen und Stonstantinopel besetzt werden. konnten jedoch schnell gerettet werden. Sie hatten nur Quetschungen erlitten. In der Rue Boccard verursachte eine Bombe einen Brand, der schnell erstidt wurde. Um 4 Uhr 30 Minuten war alle Gefahr beseitigt. Alle Blätter meinen: Die Altierten haben beschlossen, nach Konstantinopel zu gehen und sie werden hingehen. „ Humanité" über die Orientfrage. Amerikanisch- französische Auseinandersetzung über den Handelskrieg. Baris, 20. März.( W. T. B.) Die„ Agence Habas" beröffentlicht Briefe, welche zwischen dem Boiafter der Vereinigten Staaten in Paris und dem Minister des Aeußern Delcassé über die Maß= nahmen gegen den deutschen Handel gewechselt tourden. Gin Brief des Botschafters vom 7. März sagt, daß die Schwierigkeit, die Haltung zu bestimmen, welche die Vereinigten Staaten einnahmen müssen, aus der Art der von den Alliierten vorgeschlagenen Maßnahmen entspringe, soweit diese auf den neutralen Sandel Bezug hätten. Die Absichten der Altierten, alle Handelsfchiffe anzuhalten, welche aus Deutschland kommen oder nach Deutschland gehen, füße sich auf ein Recht, welches nur im Falle einer Blockade bestehe. Andererseits beabsichtigen die Alliierten, sich nicht auf die Blodaberegel zu stüßen, wonach jedes Schiff, welches einen deutschen Hafen anzulaufen oder zu berlaffen versucht, vom Prisengericht verurteilt werden kann. Dadurch werde erklärt, daß Paris, 22. März.( W. T. B.) Die Sumanité" schreibt, das Schiff nebst Ladung so behandelt werden sollte, als bestände Paris, 22. März.( W. Z. B.) Die Agence Habas meldet die Beschießung der Dardanellen habe eine Anzahl feine Blockade. Beide Absichten der Alliierten schüfen ein bisher Zwischen 1 und 3 Uhr gestern früh flogen bier 8eppeline ernster Probleme aufgerollt, die die öffentliche Meinung unbekanntes System des internationalen Rechtes. Es ergebe sich aus der Richtung Compiegne gegen Paris, indem sie dem Tal Frankreichs aufmerksam betrachten müsse. Die Orientfrage daraus, daß die Neutralen fein präzises Mittel hätten, um ihre der Dise folgten. 8 wei wurden zur Umkehr gezwungen, werde in ihren legten Tiefen berührt. Man müsse fich Rechte abzumeffen und die Sicherheit ihrer Schiffe und Ladungen bevor sie Paris erreichten. Die beiden anderen wurden von der hüten, die Frage übereilt zu entscheiden. Dies müsse man um so zu gewährleisten. Die dadurch geschaffene paradore Lage müsse geAbwehrartillerie angegriffen und überflogen nur das Viertel der mehr betonen, als ein Teil der französischen Presse, allen voran der ändert werden. England und Frankreich sollten erklären, ob sie sich auf die Blockaderegeln stützen wollten, oder auf Regeln, welche nordwestlichen Pariser Peripherie sowie die benachbarten Temps", zuerst eine Lösung der Meerengenfrage in Erwägung ge- Anwendung finden, falls feine Blockade bestehe. Die Erklärung Gebiete. Sie zogen sich zurück, nachdem sie zwölf Bomben zogen habe, die auf der Grundlage der Internationalisierung Kon- vom 1. März enthalte auch noch andere Untlarbeiten. Der Botgeworfen hatten, von denen einige plaßten. Der angerichtete ftantinopels Rumänien und Bulgarien die notwendigen Garantien schafter fragt, was mit Waren deutscher Herkunft geschehen solle, Sachschaden ist unbedeutend. Sieben oder acht Personen wurden für die Wahrung ihrer Interessen geboten hätte. Später habe der Ton wenn es sich um Artikel handle, welche unter den Begriff der Nichtgetroffen, mur eine davon schwer. Verschiedene Luftschiffabwehrposten jener Presse umgeschlagen. Die Presse habe so gesprochen, als sei die tonterbande oder der bedingten Konterbande fallen. Der Botschafter eröffneten das Feuer auf die Zeppeline, welche ständig von Schein- Lösung einer Internationalisierung endgültig ab- fragt ferner, welche gefehliche Lösung für Waren deutscher Herkunft werfern beleuchtet wurden. Ein Zeppelin wurde anscheinend ge- getan. Gewisse Artikel hätten sogar Drohungen gegen die Balkan- Anwendung finden folle, welche von einem neutralen Gebiete aus auf neutralen Schiffen befördert werden. Die Regierung der Vertroffen. An der Atton nahmen auch Flugzeuggeschwader staaten fehr ähnlich gesehen. Man müffe hoffen, daß diese Aeuße- einigten Staaten laffe die Möglichkeit zu, daß die modernen Kriegsteil, aber der Dunst behinderte die Verfolgung. Zu- rungen jener Presse nicht die Absichten der Alliierten wiedergäben, metoden, besonders die Anwendung von Unterfeebooten, es matefammengefaßt tann man sagen, daß der Zeppelinüberfall auf Paris denn dies würde den Sinn des Krieges berändern und riell unmöglich machten, daß die Blockade mit den früheren Mitteln völlig mißlungen ist. Er gestattete das gute Arbeiten der Ber- bewirken, daß die Neutralen mit größerer Unruhe auf die Alliierten durchgeführt werden könne. Washington vertrete jedoch die Auf " Englische Maßnahmen in Indien. faffung, daß der Affionetreis eine gefiffe Grenze haben müsse,[ von Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeiter. Gleichzeitig namentlich, wenn die Aktion der Kriegführenden als Durchführung soll ein besonderes Komitee zur Zeitung der Produktion in einer Blockabe betrachtet werden könne. den von der Regierung übernommenen Betrieben eingesett Amsterdam, 21. März.( Bribattelegramm des Der Brief betont schließlich, welche ernste Bage beispielsweise werden. Das Uebereinkommen wurde unterschrieben von Borwärts".)„ Times" melden aus Delhi, in der cintreten würde, wenn ein amerikanisches Schiff mit einer Ladung Waren deutscher Herkunft den Alliierten in den europäischen Ge- Lloyd George, dem Handelsminister Runciman und dem Sigung des Gouvernementsrats betonte Hardinge wässern entschlüpft, vor New York jedoch abgefaßt und nach Salifag Arbeiterführer Henderson. Eine Konferenz mit den Arbeit in der Einleitung zu der Spezialvorlage über die gebracht werden würde. gebern soll munmehr folgen. öffentliche Sicherheit und Verteidigung na Amsterdam, 21. März( Privattelegramm des„ Bor- diens die absolute Notwendigkeit, Mittel zur Abwehr einer wärts".)" Daily News" begrüßt das Einvernehmen der Regie- möglichen Notlage bereitzuhalten. rung mit den Arbeiterführern bezüglich der Streifvermeidung und erklärt, daß der am Freitag auf der Konferenz gefaßte Beschluß die Arbeiterbewegung von Grund auf verändere. In der Antwort Delcaffés vom 15. März an den ameri fanischen Botschafter wird anerkannt, daß die früheren Mittel zur Durchführung der Blockade infolge Verwendung der deutschen Unterfeeboote und der geographischen Lage Deutschlands nicht angewandt werden können. Als Entgegnung auf die deutsche Bekanntmachung, daß Deutschland die Gewässer um Großbritannien und die französische Küste längs des Aermelkanals als Kriegsgebiet betrachte( was sich sowohl gegen die neutralen Staaten als die Alliierten wende), mußten die Alliierten Maßnahmen suchen, um alle Seeverbindungen Deutschlands zu unterbrechen, wobei, soweit möglich, die berechtigten Intereffen der neutralen Staaten und die Gefeße der Menschlichkeit gewahrt bleiben. Ferner wird dargelegt, daß die Maßnahmen, welche durch das Dekret vom 13. März befanntgegeben wurden, den Feind bedeutender Hilfsquellen berauben, die Rechte der neutralen Staaten schonen und Brivateigentum nicht treffen werden. Es wird der Hoffnung Ausdrud gegeben, daß die Bundesregierung einen Vergleich ziehen werde zwischen den unqualifizierbaren Gewalttätigkeiten, womit Deutschland die neutraTen Staaten bedrohe und den unerhörten Verbrechen, welche schon an Neutralen verübt worden sind und andererseits, zwischen den von den Allierten getroffenen Maßnahmen, welche die Gebote der Menschlichkeit und die Rechte Privater achten. In Würdigung dieser Sachlage werde die Bundesregierung zweifellos anerkennen, daß die getroffenen Maßnahmen die ftritten Rechte der Kriegführenden nicht überschreiten. Die Antwort schließt mit der Zusicherung, daß die franzöfifche Regierung niemals beabsichtigt habe, die Aktion der Striegsschiffe gegen feindliche Waren über die europäischen Meere einschließlich des Mittelmeeres auszudehnen. Der Krieg und die Kolonien. Heftige Kämpfe in Südafrika. Swakopmund, 22. März.( W. 2. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Eine startle Abteilung berittener Truppen tam am 20. Mära mit dem Feinde in Berührung, der sich in start befestigter Stellung eingegraben hatte und durch Feldartillerie und Maschinengewehre unterstützt war. Ein heftiges Gefedt folgte. Die Operationen wurden von Botha geleitet. Zur Zeit der Absendung dieses Telegrammes dauerte der Kampf noch fort. Unsere Berlufte scheinen ziemlich schwer zu sein. Der Schauplatz des Kampfes ist der Bezirk um Barren Kopje. Dreitägiges Gefecht in Kamerun. " Der Streik im Londoner Hafen. Craddod begründete die Vorlage und erklärte, daß mißleitete und schlechtgesinnte Leute in den letzten Monaten nach Indien zurückgekommen seien und dort Gewalttaten begangen hätten. In Bengalen zeigten fich neue Aufruhrsymptome. Zwei Bewegungen seien zusammenhängend: in Westpundichab nehme der Staub, die Brandstiftung unter dent Amsterdam, 20. März.( Privattelegramm des Drud der wirtschaftlichen 2age und der radikale Vorwärts".)" Times" schreiben über die Arbeiter- Konflikt zwischen den Hindus und den Mobewegung, es sei ungewiß, ob die 200 Londoner Stauer nach hammedanern zu. Die Gefahr könnte ohne rechtzeitige Bugeständnis einer Lohnzulage von 1 Schilling zur Arbeit Gegenmittel ernst werden. zurückkehren würden; inzwischen haben andere die Arbeit niedergelegt. Die Zahl der Streifenden übersteigt 1500. Die Verhältnisse in Serbien. Genoffin Dr. Ceatufina Asborn, die rumänische Delegierte auf dem Sofiaer sozialistischen Balkanmeeting, veröffentlicht in unserem Butarefter Parteiorgan" upta" eine Unterredung mit dem zum Meeting ebenfalls delegierten serbischen Stupichtinaabgeordneten Genoffen 2a ptschewitsch über die gegenwärtigen Verhältnisse in seinem unglüdlichen Vaterland. Aus der interessanten Unterredung sei hier einiges wiedergegeben: Die Lage der Zivilbevölkerung ist geradezu verzweifelt. Es Herrschen Not und Hunger, die durch die Hilfe der Bundesgenossen nicht im geringsten gemildert werden. Hilfe erhält bloß das Militär, und zwar Brot aus Rußland und Munition aus FrantDabei herrscht vollständige Arbeitslosigkeit, nur im Waffenarsenal in Stragujevac und im Eisenbahnarsenal in Nisch wird gearbeitet, und zwar Tag und Nacht. reich. An diesem Elend steht die Regierung hilflos gegenüber. Sie erwartet Instruktionen von Rußland und materielle Unterstüßung von Frankreich. Ueber die Quertreibereien Rußlands in Serbien äußert sich Laptschewitsch folgendermaßen: Die Gesezesvorlage gibt dem Generalgouverneur außerordentliche Vollmachten für die Sicherung des Landes und fegt ein Spezialgericht ohne Appell ein, dem die Lokalregicrung ein Verbrechen, worauf über 7 Jahre Gefängnis stehen, zuweisen kann. Diese Vorlage wurde sofort einstimmig angenommen. Times" melden autorisiert, daß der Staatssekretär für Indien auf die Errichtung des vom Oberhaus verworfenen Indien auf die Errichtung des vom Oberhaus verworfenen Grekutivrates für Agra und Oudh besteht. Die Situation in China. London, 21. März. Daily Telegraph" meldet aus Betings Hier herrscht ernste Besorgnis, da der Regierung zahlreiche Nachrichten in die Hände gefallen find, welche ernste Ereignisse erwarten lassen, wenn bis am 25. März fein Ausgleich mit Japan zustande gekommen ist. Obwohl es nicht feststeht, daß Aufruhr und Grhebungen entstehen werden, werden die europäischen Regierungen ( W. T. B.) gut tun, auf ihrer Hut zu sein. Letzte Nachrichten. Ein Zeitungsverbot. Die bürgerliche Bresse fährt fort, zu versichern, daß Serbien Straßburg i. Glf., 20. März.( Privattelegramm legten Endes von Rußland gerettet werden würde. Gleichzeitiges, orwärts".) Die Freie Presse" wurde für Diens drängt der Vertreter der russischen Regierung, Prinz Trubetkoi, tag und Mittwoch verboten wegen Nichtbeachtung einer Anordnung zu Verhandlungen mit Bulgarien, die aber zu gar keinem Resultat der Zensurftelle in bezug auf eine Rede des Abgeordneten Haase im führen können, da Rußland, getreu seiner alten Politik, den einen Baris, 22. März.( W. T. B.) Matin" meldet aus dem anderen gegenüber ausspielt und Bulgarien mehr verspricht, Le Havre: Nach dem amtlichen Bericht des Generalgouver- als ihm Serbien einräumen will. Die serbische Regierung ist neurs von Belgisch- Stongo bemächtigten sich die Franzosen ganz in Händen Rußlands. Das ganze Bürgertum ist russophil. und Belgier im Verlaufe der Operationen im Sanga- Wenn ich in der Stupsahtina gegen den Barismus rede, so erhebt gebiete nach dreitägigen heftigen Kämpfen am 22. De fich das ganze Haus gegen mich. In den Boltsmassen aber eristiert zember der Station Molundu. Der belgische Dampfer feine Liebe zum Barismus. In unseren Versammlungen sprechen Luxemburg" versentte während des Kampfes das deutsche wir gegen Rußland. Im allgemeinen aber gründet das Bolt seine Boot„ Bonga". Hoffnung in diesem Kriege auf den Sieg der russischen Armee. " Die Kosten des Weltkrieges. London, 20. März.( T. II.) Der Direktor des Statistischen Amtes Edgard Crammond hat in der Königlichen Gesellschaft für Statistik einen Vortrag über die Summen gehalten, die die am Striege beteiligten Staaten bis zum 31. Juli, also im ersten Ariegsjahre, ausgegeben haben werden. Nicht mit einbegriffen in den nachstehend veröffentlichten Zahlen sind Japan, Serbien und die Türkei, da Grammond hier genaue Unterlagen für seine Berech nungen nicht zur Verfügung standen. Nach seinen Ausführungen belaufen fich Belgiens Ausgaben bis zur angegebenen Frist auf 13 Miliarden 162 500 000 Fr. Die Ausgaben Frankreichs werden die Höhe von 42 Milliarden 160 000 000 Fr., diejenigen Rußlands 35 Milliarden, diejenigen Englands 31 Valliarden 450 000 000 gr. erreichen. Die Gesamtſumme für die Ausgaben der Verbündeten würde demnach bis zum 31. Juli 1915 fich auf 121 Milliarden 772 500 000 Fr. belaufen. Die Ausgaben der Bentralmächte beziffert Crammond folgen Dermaßen: Deutschland 60 Milliarden 375 000 000 Fr., die Ausgaben Desterreich- Ungarns auf 37 Milliarden 500 000 000 Ft., die Ueber den Stand der serbischen sozialistischen Bewegung in dieser schweren Zeit erzählt Genoffe Laptschewitsch: Viele wurden aus unserer Mitte geriffen, find auf dem Schlachtfeld gefallen, viele gerieten in österreichische Gefangenschaft. Ich erwähne vor allem ben unersehbaren Berlust, den wir durch den Tod des Genoffen Tukowitsch erlitten. Das Bolt wünscht den Frieden. Wir fönnen während des Krieges teine größeren Versammlungen abhalten, nicht etwa deshalb, weil die Regierung uns im Wege stände, sondern deshalb, weil wir gar kein Bublifum hätten, alles ist im Striege. Wir begnügen uns mit fleineren Zusammenfünften in Belgrad, Nisch, Kragujevac und Uestüb. Unser Blatt Madniste Novine" erscheint unter strengster Benjur in 5000 Exemplaren. Wir glauben, daß wir nach dem Kriege, wenn es da noch ein Serbien geben wird, ein gutes Arbeitsfeld haben werden. Denn unser Kampf für den Frieden hat uns eine große Anhängerzahl in den Volksmassen erworben. Noch kurz vor Ausbruch des Krieges traten viele Bauern und Kleinbürger der Partei um ihrer Friedenspolitik willen bei. Nach dem Kriege wird die Partei mit wieder aufzubauen. frischen Kräften an die Arbeit gehen, um alles Bertrümmerte Neichstag. Englische Meldungen zu dem Bombardement. London, 22. März.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Eine Mitteilung der Admiralität sagt, daß infolge der Verluste durch treibende Minen der Angriff auf die Dar banellen nicht bis zu Ende verfolgt wurde. London, 22. März.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Wegen des schlechten Wetters an den Dardanellen war die Aufklärung durch Wasserflugzeuge unmöglich, so daß der Schade, den die Forts, durch die Beschießung am 18. März erlitten haben, nicht festgestellt werden konnte. Desterreichs Getreide- und Mehlvorrat. Wien, 22. März.( W. T. B.) Den Blättern zufolge ergab bie Aufnahme der Getreide- und Mehlvorräte in ganz Desterreich ein fehr befriedigendes Ergebnis. Mehrere Provinzen verfügen über. ansehnliche Ueberschüsse über den Bedarf bis zur Einbringung der, neuen Gente. Immerhin ist Desterreich, namentlich für die VerBerhandlungen darüber im Gange. Auch die Frage der Einfühsorgung mit Mais, auf die Mithilfe Ungarns angewiesen; es sind. rung der Brot- und Mehrtarten bildet den Gegenstand eingehendster Beratungen und Ermittelungen. Die in der letzten Woche in Wien vorhandenen Schwierigkeiten bezüglich der Brotversorgung sind bereits behoben, die Broterzeugung ist bereits vollständig normal. Neue Verordnung gegen einen Zeppelinangriff. Gesamtsumme für die Ausgaben der Zentralmächte auf 97 Milliar. Das Los der Kriegsgefangenen in Sibirien. Baris, 22. März.( T. U.) Die Militärbehörde verden 875 000 000 Fr. Alle Staaten zusammen werden nach dieser Rechnung mithin im ersten Kriegsjahre 219 Milliarden 647 000 000 Frant ausgegeben haben. Man schreibt uns aus Rußland: Ueber die Gefangenen, die öffentlicht folgende Note: As in der vorletzten Nacht die Zeppebon der Weftfront und vom Kaukasus nach Sibirien gebracht wer- line gemeldet wurden, ergoß sich eine große Menge von Neuden, herrscht im Auslande, namentlich in Deutschland, vielfach die gierigen auf die Straßen von Paris. Es wird den Einwohnern In dieser Riesensumme find jedoch nicht allein die tatsächlichen Befürchtung, daß sie besonders schwer unter der Unfreundlichkeit empfohlen, im Falle eines neuen Alarms daheimzubleiben, da sie Ausgaben der Staaten einbegriffen, sondern auch die in Geldwert ihrer Umgebung, unter schlechter Verpflegung und unter den andernfalls ristiern, nicht bloß von Zeppelinbomben, sondern auch umgefesten Verluste an Menschenleben, Kapitalien, Handels- Wirkungen eines rauhen Alimas zu leiden hätten. Nach Mit von Geschoßsplittern unserer Artillerie und der französischen Flugproduktionen usw.. tellungen aus zuverlässiger Quelle liegen die Dinge aber nicht so zeuge getroffen zu werden.( Frankf. 3tg.") ungünstig. Daß die gefangenen Slawen in Sibirien einem Wohl Unterstützung der Kriegswitwen und waisen in Frankreich. Kriegs- wollen begegnen, ist von vornherein begreiflich, aber auch die beutGefangenen werden mit zuvorkommenheit begrüßt, weil die Der chinesisch- japanische Konflikt. Sibiriati" oder die Bewohner Sibiriens in ihnen gute Käufer Petersburg, 22. März.( W. T. B.) In der Mandschurei und Leute sehen, von denen sie viel Nuken ziehen können. Wo Teach Matin" vom 17. März beträgt die sofort fällig andel zu blühen und die Zufuhr der bäuerlichen Produkte und" Ruskoje Slowo" aus Peking berichtet, meldet die dortige immer Gefangenenfiebelungen auftauchen, da beginnt der örtliche Tommen fortgefekt ia panische Truppen an. Wie der werdende Unterstützung für Witwen und Waisen eines Sol- Heimarbeiten zu steigen. Außerdem befinden sich unter den nach offiziöse Beitung Ashianahe", über einen großen Teil der daten: 150 Francs, für Unteroffizier: 200 Francs, Unter- Sibirien verschickten deutschen Gefangenen viele tüchtige Hand- niit Japan zur Verhandlung stehenden Punkte sei eine Eini Ieutnant und Beutnant: 300 Franes, Hauptmann: 400 Francs, werter und Baufleute. Auf Anregung der Ortsbehörden ist von gung erzielt worden. In allen Fragen, die die Integrität Major: 500 Francs, Oberstleutnant und Oberst: 600 Francs, der Regierung in Petersburg geftattet worden, solche in den Chinas berühren, blieben beide Teile fest bei ihrem entgegenGeneral: 800 Francs. unentwickelten Gebieten besonders wertvolle Glemente unter den gesetzten Standpunkte. Gestern erhielt China Nachricht von Die Witwenpension beträgt für Divisionsgeneral: 5250 Gefangenen auszusuchen und sie nach den entlegenen Orten einer Demonstration der japanischen Flotte. Franes, Brigade- General: 4000 Franes, Oberst: 3000 Francs, Sibiriens, wie z. B. nach Kirenst, Balagan oder Narymst zu Das japanische Heer steht zum Abtransport Oberleutnant: 2000 Francs, Major: 2000 Francs, Haupt- schaffen. So sind in weltentlegenen Winkeln der Tundren rasch bereit. Wenn im Laufe der Woche nicht eine Einigung ermann: 1650 bis 1950 Francs, Leutnant: 1475 bis 1650 Die gefangenen Herate werden zur Wirksamkeit in den örtlichen folgt, droht Japan vorzugehen. Aber jeder Chinese ist bereit, Frencs, Unterleutnant: 825 bis 1050 Francs, Korporal: Bazaretten herangezogen. Die Leute werden je nach ihren Fähig für sein Vaterland zu kämpfen und zu sterben. 655 Francs, Soldat: 563 Francs. teiten beschäftigt und haben das Bewußtsein, mit ihrer Arbeit den Bedürfnissen des Ortes und des Augenblics entgegenzukommen. Zudem ist der Krieg in weiter Ferne und sein Widerhall hier kaum Verwundete erhalten Tageslöhnung 1,70 Francs. Vereinbarungen Mittagstische, Kaffeehäuser und handwerkliche Betriebe entstanden. Zur merikanischen Frage. zu spüren. Dieser Umstand wirkt mildernd auf das Verhältnis New York, 22. März.( T. I.) Der Neffe des ehemaligen Bräzwischen Arbeiterschaft zwischen den Gefangenen und der Ortsbevölkerung. Wenn ein- fidenten von Merito Porfio Diaz, Felix Diaz, ist in New York und Regierung in England. zelne Ausnahmen auch mitunter vorkommen, so werden die Ge- eingetroffen und hat hier Gelder zusammengebracht in der offenfangenen doch in Sibirien weniger als Krieger betrachtet wie als tundigen Absicht, eine weitere revolutionäre Bewegung in Merifo hervorzurufen. In gut informierten Kreisen erklärt man, daß Kopenhagen, 20. März.( W. T. B.)„ Berlingske Tidende" Leute, die das Schicksal in die Ferne verschlagen hat. Soweit es sich also um die Unterbringung von gefunden Ge- es ihm gelungen sei, bedeutende Summen zusammenzubringen meldet aus London: Nach zweitägigen Verhandlungen fangenen behandelt, treten keine besonderen Schwierigkeiten auf. durch Versprechungen auf Stonzessionen, die er den in Meriko zwischen den Führern der englischen Fachbereine Schlimm wird es aber, wenn die Aufgabe an die Verwaltung interessierten Bantiers machen würde. Im übrigen wird die und Bertretern verschiedener Ministerien erzielte man eine herantritt, für die Stranten zu sorgen, die besonders aus dem finanzielle Unterstüßung, die Felig Diaz in Bankfreisen genießt, Vereinbarung, die eine Arbeitsniederlegung während autasus kommen und vielfach noch mit ansteckenden Krankheiten durchaus nicht verschwiegen. Er soll bereits eine Anzahlung von des Krieges völlig ausschließt. Die Vorstände der Fachbereine behaftet find. Da zeigt es sich sofort, wie wenig die sibirischen 100 000 Dollar auf ein Gesamtdarlehen von einer Million Dollar übernahmen es, den Arbeitern anzuempfehlen, in keinem Falle Städte, selbst die größeren, darauf eingerichtet sind! Es fehlt erhalten haben. Das Geld wird zum Ankauf von Kriegsmunition einen Streik während der Kriegsdauer anzufangen, sondern überall an den primitivsten Mitteln, um epidemische Krankheiten verwendet, von der bereits ein Teil auf dem Transport nach alle Differenzen aus Bohn- und Arbeitsverhältnissen in fried- u bekämpfen und der Ansteckung vorzubeugen. Das Organ, das Merito unterwegs sein soll. diese Fürsorge übernehmen könnte, wäre nur die Semstivo oder Auf dem amerikanischen Konsulat gibt man zu, daß Felig licher Weise durch Verhandlungen vor dem Schiedsgericht bei- Bandschaftsverwaltung, die in Sibirien leider noch fehlt. Durch Diaz fich tatsächlich mit revolutionären Plänen trage. Er wird zulegen. Außerden sollen die Vereine von den bisher durch den Krieg ist die Frage der Semitoeinführung in Sibirien atut in New York auf das sorgfältigte von Agenten Carranzas begeführten Unterschieden zwischen gelernten und ungelernten geworden, denn ohne die Semstwo muß der Mangel an Hospitälern, wacht. Der lettere foll in dieser Angelegenheit bereits bei der Arbeitern absehen. Zur Beilegung entstehender Streitig an Lazaretten für die Verwundeten, an Baraden für die Opfer Regierung in Washington durch die dortige Vertretung Merifos teiten wird ein Ausschuß eingefeßt mit einer gleichen Bahl anstecender Krankheiten fortbestehen, borftellig geworden sein. Deutsches Theater Direktion: Max Reinhardt. 7 Uhr: Schluck und Jau. Mittwoch: Schluck und Jau. Kammerspiele 8 Uhr: Die deutschen Kleinstädter. Mittw.: Die deutschen Kleinstädter. Theater für Dienstag, 23. März: Berliner Theater 8 Thr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Tief land. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8 Uhr: Die Fledermaus. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: Familie Plaschek. Helbring contra Helbring. Kleines Theater 8 Uhr: Jettehen Gebert. Komische Oper 8.10 U.: Gold gab ich für Eisen. Komödienhaus 8 Uhi: Biedermeier. Lessing- Theater 8 Uhr: Im weißen Röss'l. Lustspielhaus 84U.: Die Orientreise. Metropol- Theater 8 Uhr: Woran wir denken! Montis Operetten- Theater 8 Uhr: Gastsp. Louis Treumann. Hoheit tanzt Walzer. Residenz- Theater 8 Uhr: Die Schöne vom Strand. Rose- Theater 8 Uhr: Madame Potiphar. Schiller- Theater 0. 8 Sozialdemokratischer Wahlverein Kaufgesuche. YPOGRAPHIA für den 2. Berl. Reichstagswahlkr. Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer MаÁS Gegr.1879 Gormeister Alexander Weinbaum mamuTITO Palmsonntag, den 28. März 1915, abends 7 Uhr, in Obiglos Festsälen", Koppenstraße 29: 99 KONZERT Mitwirkende: Herta Stolzenberg( Sopran), vom Deutschen Opernhause in Charlottenburg, und Alfred Wittenberg( Violine). Der Reinertrag ist für die arbeitslosen Berliner Buchdrucker bestimmt. Eintritt 60 Pf. inklusive Programm und Liedertexte. Kinder unter 6 Jahren haben keinen Zutritt! Eintrittskarten zu 50 Pf. sind zu haben bei P. Horsch, Engelufer 15; G. Schulz, Kottbuser Tor; im Vereinsbureau, Engelufer 15; bei K. Bielefeld, Gräfestr. 35; M. Kämmerer, Elisabethufer 37; den Mitgliedern; in den mit Plakaten belegten Handlungen und in Obiglos Festsälen. Zirkus Alb. Schumann Dienstag, 23. März, Anf. 7%, Uhr: Gr. Gala- Vorstellung mit besonders gewählt. Progr. Gebr. Saxons lebende Automobilbrücke. 4 Claeres 4 phänomenale Leistungen. Herr Wally auf dem 9 Meter hohen Turm. Um 9 Uhr: Um 9, Uhr: Ost und West Großes patriotisch. Schaustück aus der Gegenwart in 4 Akten. 4/12 Casino- Theater, Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Das neue dreiaftige Volkslustspiel: Der Herr Kommerzicurat. Dazu das ausgewählte SveziahtätenProgramm. Kriegsbilder usw. usw. Sonntag 4 Uhr: Durch Klippen und Wellen. Heute Dienstag, den 23. März 1915, abends 8 Uhr, in Habels Festfälen, Bergmannstr. 5/6: Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: Vortrag der Genoffin Mathilde Wurm über: Hausfrauen und Lebensmittelpreise. Unsere Hausfrauen sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. 221/ 15* Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. Tel- Amt Morigplag 10623, 3578. Kupfer! Meffing! Aluminium! Nidel! Zinn, Zint, Blei, Quecksilber, Stanniolpapier, Platinaabjälle, Zahngebisse. Goldsachen, Silberabfälle, Höchstpreise! Dietallschmelze Cohn", Brunnenstraße 25 und Neukölln, Berlinerstraße 76. 1/ 7* Platinabfälle, Babngebiffe bis 50,00, Goldsachen, Silberiachen, Stanniolvavier, Militärtreffen, Dued filber, Aupier, Meffing, Zinn, Nickel, Aluminium, Zint, Blei, jezt höchft. preise! Edelmetall. Gintautsbureau Weberstraße 31, Telephon.( Abbolung) 780* Platina, alte Goldsachen, Bruch gold, Goldratten, Sub er, Qued silber, Treffen, Gebisse, photog raphische Rückstände, sowie amtume Edel- und Un Bureau: Rungestraße 30 edelmetalle faust Edelmetallschmelze Broh, Berlin, kövenideruaße 29, Telephon Moripplag 3476.( Eigene Schmelze.) 23/ 18* Fahrradankauf, interstraße 27. Platin, Golachen, Sibetiagen, filber, Flaschentapfeln, Glühtrumpfasche fauft ihmei, Auguftftroge 19. Mitglieder- Versammlungen Laden- u. Kontormöbelbranche angebiffe, Stanmol 2. DuedMittwoch, den 24. März, abends 8 Uhr, in Hermels Vereinshaus, Holzmarktstr. 21. Tagesordnung: 1. Bericht des Dbmanns. 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. 3. Ausgabe der Delegiertenfarten zur Generalversammlung. Korbmacher Mittwoch, den 24. März, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( großer Saal). Tagesordnung: 1. Der Kampf um die Welthandelsstraße. Referent: Reichstagsabgeordneter Georg Schöpflin. 2. Branchenangelegenheiten. Rahmenmacher Voigt- Theater. Donnerstag, den 25. März, abends 6%, Uhr, bei Wählisch, Badstr 58. Badstr. 58. Morgen Mittwoch, den 24. März 1915: Das Geheimnis des Annaberges. Schauspiel in 4 Aften v. C. Baumüder. Musik von Franz Hoffmann. Sasseneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Staliter Str. 22. Kistenmacher Mittwoch, den 24. März, abends 8%, Uhr, in Hermels Vereinshaus, Holzmarktstr. 21: 98/10 Vertrauensmänner- Versammlung. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Die Ortsverwaltung. 16, Deutscher Metallarbeiter- Verband. H.& P. Uder, engel- fer s Tabak- Großhandlung und Tabaktabrik. Unterricht. ant Unterricht in der englischen Sprache. Für Anfänger und Fort geschrittene, einzeln oder im Birtel, wird englischer Unterricht erteilt. Auch werden Ueberjetungen gefertigt. G. Swienty Liebknecht, Charlottenburg, Stuttgarterplag 9. 448* Gartenhaus III. Technische Lehranstalt Dr. Werner, Berlin, Neanderstraße 3. Automöbliführer, Abendturje. Köpeniderstraße 116. S 17/ 16* eritilaffige stellungssichere Ausbildung, 100 Mart. Auch Ratenzahlung. 21978* Pahlsches Musikinstitut Mirbachstraße 64. Klavier, Violine, Gitarre, Mandoline. Verschiedenes. +97 5. Patentanwalt Müller, Gitschiner straße 16. Chr: Der gute Bürger. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Sinicnftr. 83-85. Spezialität: Nordhäuser Kautabak von ftraße 67. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Alt- Heidelberg. Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 8 Uhr: Immer feste druft! Sonnt. 3, U.: Die Dollarprinzessin. Theater des Westens 8 Uhr: Polenblut. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9 bis 1 Uhr und von 4 bis 7 Uhr. Mittwoch, den 24. März 1915, abends 8 Uhr, in den Musiker- Festsälen, Kaiser- Wilhelm- Straße 31: Branchen- Versammlung der Maschinenschlosser. Theater in der Königgrätzer Straße 3. Berschiedenes. 8 Uhr: Rausch. Trianon- Theater 84% U.: Akrobaten. Volksbühne.Theater am Bülowplatz U.: 8. Berg Eyvind und sein Weih. Walhalla- Theater Z. 1. M.: 8 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. URANIA Taubenstr. 48/49. 4 Uhr( halbe Preise): Auf d. Schlachtfeldern Ostpreußens 8 Uhr: Generalmajor a. D. Bahn: Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen E. Brückner. 2. Branchenangelegenheiten. Zahlreiches und pünktliches Erscheines wird erwartet. Donnerstag, den 25. März 1915, abends 8½ Uhr, i. d. Musiker- Festsälen, Kaiser- Wilhelm- Str. 31( Hochzeitssaal): Branchen- Versammlung G. A. Hanewacker, Grimm& Triepel. Stets frisch zu den äußersten Engrospreisen. Amt Moritzpl. 3014. Verkäufe. Extrapreise Teppiche( Far benfehler) enorm billig. Gardinen, Steppdeden, Gelegenheitskauf. Mauerhoff, Gr. Frant furterstraße 9, parterre. Vorwärts" leser 6 Prozent. 68* * Kühitstopferei Große Frankfurter2399* Märzbleiche! Kubasch, Köpenid, Paten, Leibwäsche, bierHandtücher 0,10. Abholung Mittwochs, Donnerstags. Grunauerstraße 45, wäicht schonendst Vermietungen. Wohnungen. Charlottenstraße 87 Kleine Woh6876* Arbeitsmarkt. Umzug. zum Künstlergardinen 3,75, Bettdecken 2,50, In Freien Stunden. WochenTischdecken, Steppdeuen, Teppiche, schrift für das arbeitende Boll. Romane weit unter Preis.„ Borwärts" leser und Erzählungen. Abonnements, nungen sofort billig. noch fünf Brozent Ertrarabatt. Georg womentlich 10 Bf., nehmen alle AusLange Nachfolger, Chauffeestraße 73/74 gabestellen des Vorwärts" entgegen und Schöneberg, Hauptstraße 149.* Probehefte gratis. Kleister zum Tapetentleben und Teppiche mit fleinem Fehler, sehr für andere Bwede offerieren Airstein billig. Gardinen, Portieren, Steppu. Co., Schüßenstraße 6. 1521 mmd 2827. Zentrum deden, Tischdecken, Dimandecken, febr Stellenangebote. 13356* billig. Vorwärtsleser 5 Brozent Teppich- Thomas, Oranienftr. 44 Rabatt. Teppichhaus Brünn, Hadescher Hausdiener, tüchtige, sofort gefpottbillig farbfehlerhafte Teppiche, Markt 4( Bahnhof Börse). 246/ 4* fucht. Meldungen 9-12 Uhr vor mittags und 5-7 Uhr nachmittags Gardinen. Vorwärtslejern 5 Prozent Monatsanzüge, nur wenig geErtrarabatt. 10* tragen, Baletots, Ulster, Hosen, Ge- in der Personalverwaltung IV. Etage. A. Jandorf u. Co., Belle AllianceDer Elektromonteure und Helfer Vorfährige elegante Herrenanzüge, ſellſchaftsanzüge werden botte fraße 1/2. Groß- Berlins. Zagesordnung: 1. Vortrag des Genossen H. Lüdemann über:„ Die Fort. schritte der Technik und ihre Anwendung im modernen Kriege." 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Zahlreicher Besuch wird erwartet. 111/2 Die Ortsverwaltung. Unsere schwere Artillerie Zentralverband der Zimmerer Deutschlands und ihre Wirkungen. Theater Folies Caprice 8 Possen- Theater Sprechstunde. Ein angenehmer Herr. 8% Zahlstelle Berlin und Umgegend. Mittwoch, den 24. März, abends 82 Uhr, in ,, Boekers Festsälen", Weberstraße 17: Martin Kettner a. G. Großer Lichtbildervortrag WINT BARTEN Referent: Genosse H. Fuhrmann. Baletots und Ulster aus feinsten Maßftoffen 25-60 Mart, Hosen 6-18 M. Bersandhaus Germania, Unter den Linden 21. Sonntag bis Abend geöffnet. verlauft. Die elegantesten Anzüge find leibweise billig zu haben. Altbekannte Firma. Mar Weiß, Große Frankfurterstrage 88. Möbel. 508* und Tüchtige Referbetutscher Flaschenfellerarbeiter stellt sofort ein Schultheig' Brauerei A. G., Abt. I, Schönhauser Allee 36-39.+74 58* Revolverdreher, jüngere Straite, Möbelstoff- Neste für Sofabezüge verlangt Berliner Präzisions- Werk spottbillig. Wolfs Teppichhaus, DresMöbelkredit. Komplette Woh- stätte, Genthinerstraße 3. 28/12 denerstraße 8( Rottbufertor).„ Vormingseinrichtungen, einzelne Möbelmärts" leser 10% Rabatt. Arbeiter zum Sdulentleben sucht ftude. Beringste Anzahlung, be- naud u. Hartmann, Sturstraße 49. Klappwagen, Kinderwagen, quemite Abzahlung. Kredithaus Vorstellung 10-12 Uhr vormittags. Metallbettstellen, zurüdgesezte billig. Quisenstadt, Köpeniderstraße 77/78, Chauffeestraße 80. * Ede Brüdenstraße, nahe Jannowit brüde. 268* + Korbinather auf 98er verlangt * Teichert, Wulischstraße 12-13.+69 Teppiche, Farbenfehler, poffbig, Bortieren, Gardinen, Diwandeden, Kriegspreffe, fo big tite wieder- Werkzeugmacher und Mechaniker Tischdecken, Steppdecken, Läuferstoffe. tehrend, mir jest im Striege! Kleider suchen per sofort Odeon Werke, Berlin Egtiarabatt 10 Prozent. Fischer, schrank und Bertito mit Verglasung Weißensee, Lehderstraße 20/21.+148 Potsdamerstraße 109. 39,-, Bettstelle englisch 36,-, Sofa Kunst und Baufchloffer verlangen EisenacherExtrabilligerettenbertairs, Wäsche 36,-, großer Teppich 21,-, Schreib Dstar Frik u. Co., e= verkauf, Gardinenverkans, Teppich- tisch( Diplomat) 49,-, Küche, fieben- straße 44. + 96* verkauf, Feftgeschenke, Steppdecken, teilig 56,-, Anfleideschrank mit Verkäuferinnen, tüchtige, für Plüschdecken, Goldsachen, Pelziachen. Spiegel 67,-, Ausziehtisch 17 ,, Lebensmittel und Konfitüren sofort Wanduhren, Taschenuhren, Riesen Rohrstuhl 4, Baschtoilette 19,-, gesucht. Meldungen 1-2 Uhr mittags auswahl Herrenanzüge, Herren Spiegelspind 19,-, Kommode 20,-, oder 7-8 Uhr abends. A. Jandorf paletots, Herrenhofen, Damen- schöne Schlafzimmer spottbillig. Ver- u. Co., Bellealliancestraße 1-2.[ 50s garderoben. Pfandleibhaus, Her- fäumen Sie diese Offerte jetzt nicht! mannplag 6. Möbel Ehrlich, Alte Schönhausers Zehn Prozent Rabatt Vorwärts. ftrake 32. Vorgeführt werden 120 Bilder vom Kriegerberben ( bearbeitet vom Reichstagsabgeordneten Genossen H. Schulz.) Vollzähligen Besuch erwartet Der Vorstand. lefern. Ortsfrankenkasse 255/10 Berliner Fritzi Massary lempner Genossenschafts- Bäckerei. Olga Desmond sowie der glänzende zu Berlin. Bekanntmachung. Hierdurch bringen wir den MitEingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Nachtrag zur Bilanz vom 30. September 1914. Gardinenrefte, Fenster 1,55, 1,95, 2,45, 2,85, 3,50, 4,25, 5,50, 6,65 ufm. E. Beißenbergs Gardinen- und Teppichbaus, Große Frankfurterstraße 125, im Hause der Möbelfabrik an der Koppenstraße. Teppiche mit Webefehlern 7,50, 9,50, 11,50, 13,50, 16,50, 19,50, 22,50, 25,50, 29,50 usw. Teppichhaus, Broße Frantjurterstraße 125, im Hause der Möbelfabrik. Restbestände, 1-3 Fenster TuchZeitungssteigerin für den " Borwärts" in Mahlsdorf gesucht. Meldungen: Raulsdorf, Ferdinandftrage 17, II, bei Hezberg. 1 23/ 12* Möbelkredit und gegen bar. Be queme An- und Abzahlung. MöbelII. Ges Lechner, Brunnenstraße 7.schäft Müllerstraße 174. Sonntag von Arbeiter und Zuschläger 2993 werden verlangt. 12-2 geöffnet. Lichtenberg. Rittergutstr.108/ 09. Schloffer und Schmiede für Affordarbeit gesucht. 23/11 M. Ruhland& Co., Halensee, Katharinenstr. 19. Teilzahlung bei gunstigsten Bedingungen. Möbelhaus Babbert, Aderſtraße 54. Werkzeugdreher Möbel! Für Braufleute günstigste Belegenheit, sich Möbel anzuschaffen. Mit fleiner Anzahlung schon Stube und Küche. An jedem Stück deutlicher Breis. Jebervorteilung ausgeschloffen. Bei Krankheitsfällen, Arbeitslosigkeit bei gutem Rohn für dauernde 13626 Möbelgeschäft Stellung sofort gesucht. anerkannt Rücksicht. Eduard Pineuss, Goldstaub, Zossenerstraße 38. Ede Groge Frankfurter Straße 13. Gneisenaustraße. Küche„ Unerreicht“! Büfett brei Smit ( Hau Tuchdecken, Leinendecken. Plüsch- türig, Anrichte mit Gewürzivind, Schmitt) Das Geschäftsguthaben der Mitgliedern zur Kenntnis, daß die vom glieder betrug bei Beginn Des Ausschusse in der Situng bom Geschäftsjahres 1500 M.; es ber25. November 1914 beschlossene Ab- ringerte sich im Laufe des Geschäfts. portieren, Blüschportieren, Madras. änderung des§ 20 der Sagung am jahres um 100 M. und beträgt am März Spielplan! 22. februar 1915 die Genehmigung schluß 1400 Mr. 102/16 Der Vorstand. A. Michaelis. DO des Königlichen Oberversicherungsamts Groß- Berlin erhalten hat. Druderemplare der Aenderung sind 266/3 Reichshallen- Theater. in unferem Kaffenlokal, Ballſtr. 68, Stettiner Sänger. Zum Schluß: Weihnachtsabend im Schützengraben Anfang 8 Uhr. Militärpersonen in Empfang zu nehmen. Berlin, den 22. März 1915. Ortskrankenkasse der Klempner zu Berlin. Der Vorstand. Jos. Hartmann, Borsigender. Heinr. Kunitz, Schriftführer. und deren An Blumen- und Kranzbinderei gehörigen boll. fommen freier Stett. Sängern. Zutritt zu den von Robert Meyer, Jnh.: P. Golletz Mariannenstr. 3. Tel. Mpl. 346 Paul Lenz. Oskar Wollburg Trauer Magazin Berlin N., Brunnenstraße 56 Große Auswahl in schwarzer Konfektion; auch einz. Röcke, Blusen, Hüte etc. Anfertigung nach Maß in 12 Stunden. Aenderungen sofort. portieren, neuette Muster, Fenster 2,85, 3,50, 3,95, 4,85, 5,75, 6,50, 7,50, 9,50, 11,50, 14,50, 18,50 usw. Bortieren. haus, Große Frankfurterstraße 125. 29018* Automatenwärter Revolverdreher verlangt Nur schriftliche Offerte an Rontichky, Meinekestr. 4, pt. L deden 1,35, 1,65, 1,95, 2,45, 2,95, Tisch, Handtuchhalter, Notenlasten, 3,65, 4,25, 4,85, 5,50, 6,75, 8,50, 9,70 2 Stüble prima Emaillelad, tomplett 88 Mart! Berliner Möbelhaus", nur bis 45 Mart Südosten, Stalizerstraße 25. 148* 300 Mart verkaufe nagelneue, wunderbare Nußbaum geschnitte prachtvolle Wohnungseinrichtung, Küchenmöbel 65,-, direkt Möbeltischlerei Lehmert, Große Hamburger- Allen Bewerbern beften Dant 13616 Konsumverein Mir n. Genest. straße 4. Steppdecken, Similiseide, bornehme Ausführung 3,75, 4,85, 5,75, 6,50, 7,85, 9,50, 12,50, 14,50 usw. Große Frankfurterstraße 125, im Hause der Möbelfabrik. 43 Kanarienhähne versendet an alle Genossen. Fleißige Sänger Stüd 3,50, 6 Stüd 19,50. Gute Zucht Sertliche, vollständige Wohnungsweibchen Stüd 0,50, 12 Stüd 5,00. einrichtung, alles neu, für Spott Garantie für Wert und lebende preis zu verkaufen bei Glas, Rofen Ankunft. B. Schöndorf, Bigarren thalerftrage 57, born III.( Gewerblich. arbeiter, Holzhausen bei Byrmont. Händler verbeten. Der Lagerhalterposten m besetzt. Stepperin verlangt bei hohem Affordlohn Modest u. Co., Militäreffektenfabrit, 23/ 9* Wilmersdorf, Rüdesheimer Platz 11. Berantw. Rebatt.: Alfred Wielcpp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Sierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsbl Dr. 82. 32. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 23. März 1915. Gemeinschaft in unmittelbare Beziehungen zu den einzelnen statuieren, und so wurden denn die sozialdemokratischen Geheimorganisationen Der„ Hochverratsprozeß" in ganiationen im Reiche wie zu dem Zentralfomitee, Dimaabgeordneten, obwohl ihnen nichts außer ihrer legalen Petersburg. " Politische Uebersicht. Die Angst vor Belgien. Die privatamtliche Nationalfib. Korr." schreibt: " das ihre Tätigkeit koordinierte, sie förderten die Entstehung Tätigkeit in der Duma vorgeworfen werden konnte, zur neuer Organisationen, beriefen Konferenzen ihrer Mitglieder lebenslänglichen Deportation und zum Verlust aller Rechte ein, arbeiteten Statuten aus usw." berurteilt. Damit hat die Regierung der AbgeordnetenAußer diesem Hauptpunkt der Anklage wird in der An- immunität in der Duma den Todesstoß versetzt. Erst jetzt, mit geraumter Verspätung, ist es möglich, über flageschrift auf Grund verschiedener Flugblätter und sonstiger Von den Verhandlungen im Petersburger Hochverratsden Prozeß gegen die fünf fozialdemokratischen Duma- Schriftstücke, die mit den Verhafteten nichts zu tun hatten, der prozeß" kann man zwar nicht wie von denen im Leipziger abgeordneten Petrowski, Badajew, Murano w. Versuch gemacht, nachzuweisen, daß die Angeklagten den Krieg Hochverratsprozeß" erklären, daß sie der sozialistischen Samoilow und Scha go w zu berichten, deren Ver- ausnutzen wollten, um der kämpfenden russischen Armee in Propaganda einen mächtigen Antrieb gegeben haben. Dazu urteilung vor einigen Wochen telegraphisch gemeldet wurde. den Rücken zu fallen. Aber trotz aller Bemühungen konnte so- lagen die Verhältnisse hier zu ungünstig. Immerhin haben Die russische Regierung hat es für möglich gehalten, von ihrer gar die Anklageschrift selbst auch nicht den Schatten eines sie erreicht, daß die giftige Verleumdung von den„ landesPraris im Prozeß gegen die sozialdemokratische Fraktion der Beweises erbringen, daß die Angeklagten ein hochverräteri- verräterischen Plänen" der russischen Sozialdemokratie widerzweiten Duma abzuweichen und den Prozeß diesmal aller- sches Unternehmen im Sinne des Strafgesetzes" geplant legt und Einblick gewonnen worden ist in die schwere, selbstdings mit gewissen Einschränkungen öffentlich ver- hatten. Die Anklage lautete denn auch nicht auf Art. 10S, aufopfernde Tätigkeit unserer russischen Genossen. handeln zu lassen. Die Verhandlungen fanden statt vor einer der für hochverräterische Unternehmungen vorgesehen ist, besonderen Abteilung der Petersburger Gerichtskammer unter sondern auf Art. 102, der sich auf den Umsturz der bestehenVorsitz des Senators Krascheninnikow und unter Ausschluß den Gesellschaftsordnung bezieht und in den letzten Jahren der Geschworenen, an deren Stelle einige Ständevertreter" in der Regel gegen Mitglieder der sozialdemokratischen Partei das„ öffentliche Gewissen" markierten. Die Presse brachte angewendet wurde. Zwar versuchte der Staatsanwalt frampfzwar ausführliche Berichte; aber vieles aus den Verhand- haft, den Boden der Anklage auszudehnen und die kriegslungen gelangte nicht an die Oeffentlichkeit, und auch die feindliche Haltung der Angeklagten als einen Beweis dafür Beitungsberichte weisen große Lücken auf, die von der russi- hinzustellen, daß die sozialdemokratischen Dumaabgeordneten schen Zensur stammen. Namentlich hinsichtlich der prinzi- einen heimtüdischen Schlag" gegen die an den Grenzen„ Der Vorwärts" gibt, nach der Hilfe" Ausführungen von piellen Haltung der Angeklagten zu der aus der kämpfende russische Armee geführt hätten. Alle diese Be- Paul Rohrbach wieder, in denen im Anschluß an eine Stimmic Kriegslage fich ergebenden praktischen Tätigkeit der mühungen blieben aber vergeblich. Nichts konnte vorgebracht aus einer englischen Zeitschrift Belgien als AustauschBartei ist manches im unklaren geblieben. Allerdings wurden werden, was auch nur im entferntesten als Hochverrat ausgebiet für die Wiedergewinnung unserer vom Feinde besetzten auch diese Fragen während der Verhandlungen lebhaft er- gelegt werden konnte. Die allgemeine Haltung der angeklagten deutschen Kolonien betrachtet wird.... örtert. Aber sowohl die Unvollständigkeit der vorliegenden Abgeordneten formulierte einer der Verteidiger, Rechts- Es muß außerordentliches Befremden erregen, Berichte, wie die speziellen Aufgaben, die die Verteidigung sich amvalt Sokolow, der mehrmals in Petersburg für die daß unmittelbar nach den Erklärungen der Regierung im Reich stellen mußte, bringen es mit sich, daß über diesen Teil der sozialdemokratische Partei kandidiert hatte, mit folgenden tage, daß für die Erörterung der Kriegsziele noch nicht die Zeit Brozeßverhandlungen der allerdings für die Partei- Worten: Die Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion gekommen sei, den Kreisen, die eine meriwürdige Angst öffentlichkeit der weitaus interessanteste ist vorläufig ein haben in ihrer Deklaration in der Duma erklärt, daß das vor Belgien zu haben scheinen, nun wieder keine Schwierigabschließendes Urteil unmöglich ist. Indessen bietet der Proletariat den Ausbruch des Krieges nicht zu verhindern ver- feiten in den Weg gelegt werden, wenn sie so speziell bestimmte Brozeß auch mit dieser, durch die Verhältnisse gebotenen, Ein- mochte und daß es im Gefühl der internationalen Solidarität Einzelheiten in ihrem einseitigen Sinne behandeln. schränkung in politischer Hinsicht genug des Interessanten, um die Grundlage suche für eine schleunige Beendigung des Der Vorwärts" hat ganz recht, wenn er vermutet, daß die zusammenfassend erörtert zu werden. Krieges. Dies haben sie erklärt und davon Ausführungen Rohrbachs nicht ohne Absicht geschehen. Aver Der Prozeß gegen die sozialdemokratischen Duma- nehmen sie kein Wortzurück. Sie lehnen aber fate- so geschict Herr Rohrbach seinen Wunsch, Belgien wieder los zu abgeordneten verfolgte den Zweck, vor der Oeffentlichkeit dar- gorisch das ihnen zugeschriebene Bestreben ab, zu einer Zeit, werden, mit den sonnigen Aussichten auf kolonialen Landzuwachs zutun, daß die Sozialdemokraten, die in der Duma gegen die wo der Krieg zur Tatsache geworden, Mittel zur Schwächung für das deutsche Volk schmackhaft zu machen versucht, so wenig Kriegskredite gestimmt hatten, als Landesverräter anzusehen der russischen Armee zu ergreifen. Das Votum gegen das fönnen seine Auffassungen der Kritik standhalten. Ein Friede feien. Den Anlaß zur Anklage bot die Verhaftung der Ange- Kriegsbudget und gegen die Kriegskredite bedeutet feines- mit England im Sinne Rohrbachs ist doch nur Flagten in Gesellschaft einiger anderer Parteigenossen am wegs, daß die Fraktion bestrebt ist, das Kriegsministerium in denkbar, wenn England seine Seeherrschaft 17. November v. 3. in Petersburg. Die verhafteten Abge- der Praxis daran zu hindern, die ihm auferlegte Aufgabe zu behält." ordneten hatten sich mit den Genossen zusammengefunden, um erfüllen." Die Verteidigung konnte ruhigen Gewissens im Rohrbach hatte nichts anderes getan, als das Urteil einer gemeinsam praktische Fragen der Arbeiterbewegung zu be- Namen der Angeklagten diese Erklärung abgeben, denn die englischen Zeitschrift wiedergegeben. Die Nervosität, raten und bei dieser Gelegenheit auch ihre Stellung zum Krieg Angeklagten machten feinen Augenblick daraus Hehl, daß sie mit der die„ Nationalliberale Korrespondenz" auf Rohrbachs Auszu erörtern. Sämtliche Drucksachen und Schriftstücke, die bei nach wie vor eine kriegsfeindliche Stellung ein- führungen antwortet, zeigt deutlich die Absicht gewiffer Kreise. der Verhaftung und den nachfolgenden Haussuchungen bei den nahmen, daß sie aber dagegen protestierten, mit irgendwelchen Die Deutsche Tageszeitung" hält den Besitz Angeklagten gefunden wurden, figurierten nun als Bestand- Hochverräterischen Unternehmungen in Verbindung gebracht Belgiens sogar für eine Lebensfrage für Deutschlands Zukunft"; jie teile der Anklage, die dem Prozeß zugrunde gelegt wurde. zu werden. schreibt: Den Hauptpunkt der Anklageschrift bildet folgender Sat: Die Angeklagten nahmen im Jahre 1914 teil an einer verbrecherischen Verbindung, die sich der Leitung und der Kontrolle des Zentralfomitees der sozialdemokratischen Arbeiter- die Anklage auf Zugehörigkeit zu einer berbrecherischen Gepartei Rußlands unterordnete und sich zur Aufgabe stellte, die durch die Grundgeseze festgelegte Regierungsform in Rußland mittels eines bewaffneten Volksaufstandes gewaltsam umzustürzen und sie durch eine demokratische Republik zu ersehen; die Angeklagten kannten die Ziele dieser Gemeinschaft, sie traten gemeinsamt wie auch einzeln als Mitglieder dieser Bilder aus Rußland. Anfang März 1915. Ein warmer Borfrühlingstag. Die Sonne Todt ins Freie. Auf den Straßen in Sumalti wimmelt es von sonntäglich geputzten Menschen. Vicle eilen den Kirchen zu. Die große, prächtige Garnijonkirche, von der zwiebelförmige mächtige goldleuchtende Kuppeln ins Land hinein leuchten, ist vereinsamt. Außer diesem Gotteshaus zählt Suwalki noch eine russische, eine polnisch- katholische, eine deutsch- evangelische Kirche und zwei Synagogen. Ein starker Strom von Männern und Frauen treibt der polnischen Kirche zu. Auf dem schönen großen parfartigen Blaze vor der Kirche stehen 50 von den Deutschen in der letzten Schlacht eroberten Kanonen ,, Gerade das möchten wir besonders betonen, denn der schöne englische Pfandgedanke stüßt sich auf die englische Voraussetzung: es fönnte in Deutschland maßgebende Männer geben, welche derartige Verlegenheiten der deutschen Lage zu sehen glaubten, daß sie um derentwillen eine Verlegenheitspolitit fechwächlichster und furzsichtigster Art zu treiben sich enschließen könnten. In England scheint man vorauszusehen, den Deutschen sei die ein fache Wahrheit unbekannt: daß ein jedem englischen und französischen Einflusse absolut und für immer cntzogenes Belgien eine Lebensfrage für Deutschlands Zukunft bildet; cinc Lebensfrage im vollen Sinne des Begriffes. In England Diese Situation lag so klar zutage, daß die Bemühungen des Staatsanwaltes, troß allem die Anklage auf Hochverrat aufrecht zu erhalten, elend zusammenbrachen. Es blieb nun meinschaft", genannt die sozialdemokratische Arbeiterpartei Rußlands. Obwohl die Verteidigung schlagend nachwies, daß auch von einer solchen Anklage keine Rede sein könne, da die sozialdemokratische Fraktion öffentlich gewirkt habe und auch nach dem Parteistatut völlige Autonomie befize, wurde die Anklage dennoch aufrecht erhalten. Es galt, ein Erempel zu nungseinrichtungen und Waren aus Privathäusern und Läden sangenommen; so auch hier in Barcelona. Viel Lobenswertes ist hier fortgeschleppt hätten. Das konnte nicht ohne Genehmigung getan worden, aber auch viel Mangel herrscht. Jetzt hat man hier russischer Befehlshaber geschehen sein. Daß die Anschuldigung das„ Deutsche Heim", einen ehemaligen Schlachthof, und die deutsche der Berechtigung nicht entbehrt, davon überzeugte ich mich durch Kirche nebst Schule für den Aufenthalt der Flüchtlinge eingerichtet. Augenschein auf dem Bahnhof in Wirballen. Hier hatten die Dort essen sie und die Ledigen erhalten Wohnung. Ein Gang durch Deutschen bei dem letzten Zurückschlagen der Russen u. a. noch zwei das„ Deutsche Heim" zeigt uns die Schlaf- und Speiseräume, das Lange Züge geschlossener Waggons abgefangen, die alle mit allen Arzt und die Krankenzimmer, die Schuhmacher- und sonstigen möglichen Gegenständen vollgestopft waren: gebrauchte Klaviere Werkstätten, die Küche und die Polizeistation. Leider darf es und Möbel aller Art, Betten, Haushaltungsgegenstände, Wäsche, nicht verhehlt werden, daß ein Teil unserer Landsleute dahin wirft, Hüte, Stiefel, Glas- und Porzellangeschirr, Handwertszeug, die Sympathien der Spanier und der anständigen Leute überhaupt Papier, Bücher, Nähmaschinen usw. Solche Massenplünderung, zu verscherzen, natürlich zum Schaden für die Mehrzahl der Betoo sie auch vorkommen mag, kann man nicht als eine durch den wohner des Deutschen Heims", die unter den Rücksichtslosigkeiten Krieg gebotene Requisition oder als Ausschreitung einzelner Leute einiger weniger leiden müssen. entschuldigen. Sie muß furchtbar demoralisierend wirken. * * * * " " Nur Bevor der Schlachthof zum„ Deutschen Heim" avancierte, schliefen die ledigen Leute auf den im Hafen liegenden deutschen Dampfer Düsseldorf". Dort, wie auch in den ersten Monaten des Rußland kann tolerant sein, trok seiner berüchtigten Unduld- Flüchtlingslebens hier in der Kirche und Schule, mußten die Flüchtmit den dazu gehörigen Munitionswagen. Auf den Stufen zum samkeit, 3. B. gegen die Unierten"( die griechischen Katholiken). linge des Nachts nur auf einer Matrage kampieren. Mit der Hygiene Eingang der Kirche fißend betend bettelnde Frauen und Männer. Bei dent russischen Rückzuge wurden auch zwei Lazarettzüge der war es ebenfalls nicht gut bestellt. Als in Barcelona die TyphusAm Eingang staut sich die Menge, Kopf an Kopf eng zuſammen- freiwilligen Krankenpflege abgeschnitten, ein französischer mit frankheiten sich mehrten, wurde das Schiff geräumt, und die Flücht gedrängt stehen die Andächtigen in dem rund gewölbten Haupt- Pflegepersonal aus Frankreich und ein russischer, in dem Menno- linge, die über Geld verfügten, quartierten sich in der Stadt ein; schiff und den schmalen Seitenschiffen des hellen Raumes. Bis dicht miten als Pfleger tätig waren, große, prächtige Gestalten mit aus- die unbemittelten Ledigen kamen nach dem„ Deutschen Heim“ und an den Hauptaltar, an dem ein Priester ein Hochamt zelebriert, gesprochen germanischen Typus. Nach ihren religiösen Vor- etliche Familien wurden im Pfarrhause untergebracht. Andere haben sich die Gläubigen vorgeschoben. Die Männer tragen dicke schriften dürfen die Mennoniten keine Waffen führen, nicht töten. Flüchtlinge versuchten in die Heimat zu kommen. Von diesen Wäntel und Pelze, die meisten haben dazu noch ein Halstuch um- Wie mir die Leute in fließendem Deutsch erklärten, hat Rußland werden unterwegs nicht wenige gefangengenommen worden sein. gelegt. Auch die Frauen und Mädchen sind in Mäntel, Jacken sie noch niemals gezwungen, als kämpfende Soldaten mit ins Feld Wir ſizen nun schon ein halbes Jahr hier in Barcelona fest, oder Pelze gehüllt; der größte Teil von ihnen trägt dazu wollene zu ziehen. Sie trugen auch jetzt keine Uniform, sondern weiche, und das Deprimierende für uns ist, daß wir die Hilfe des Staates Tücher um die Schultern, und alle haben ein Stopftuch umge- schwarzlederne Anzüge. Diese Mennoniten sind in Taurien am und unserer Landsleute in Anspruch nehmen müssen. Gesorgt wird schlagen: baumwollene, wollene, ſeidene oder von Kattum gefertigte Asowschen Meer ansässig, betreiben Landwirtschaft und erfreuen ja für die Flüchtlinge, aber vielfach in einer Weise, die für anficht man, sehr viele malerisch bunte darunter. Ein gemischter Chor singt die Messe. Wehmütig klagende Melodien senken sich auf sich nach ihrer eigenen Versicherung einer gewissen Wohlhabenheit. ständige und denkende Menschen zuweilen unerträglich wird. zu oft muß man fühlen, daß alles das, was getan wird, nur der die Andächtigen. Inbrünstig flüsternd betend schauen diese in ihr Mildtätigkeit der lieben Mitmenschen entspringt. So mancher dieser Gebetbuch oder lassen den Rosenkranz durch die Finger gleiten. Wohltäter" und Wohltäterinnen" scheinen nicht einzusehen, daß die Auch deutsche Soldaten haben sich zum Gottesdienst eingefunden. Die Russen sind im allgemeinen besser ausgerüstet und die Flüchtlinge, die nicht mit Glüdsgütern gefegnet sind, doch nicht aus Die katholische Weltanschauung schlägt ein einigendes Band um Truppen werden besser verpflegt, als man vor dem Kriege vielfach eigenem Antrieb, sondern dem eisernen Muß und dem Selbstdie nationalen Feinde... Die Kirche, die Friedenspredigerin, angenommen hat. Einen neuen Beweis dafür, daß Rußland sich erhaltungstrieb folgten, als sie hierher flüchteten. Es ist daher bckann die Völker von dem Uebel des Krieges nicht erlösen. Die auf den Krieg gut vorbereitet hatte, fand ich ebenfalls auf dem schämend, daß Deutsche, die wohlhabend find, es ihren Landsleuten mächtigen Gewalten widerstreitender Interessen, die auch diesen Bahnhofe in Wirballen. Dort stand ein langer Wagen auf dem fühlen lassen, wenn sie ihre milde Hand in Anspruch nehmen müssen. Weltenbrand entzündet haben, lassen sich durch moralisierende oder Gleise mit einer vollständigen Wasch-, Wring- und Plätteinrich- Wic selten je, ist es hier den Flüchtlingen zum Bewußtsein geethische Argumente nicht bändigen. Gin dauernder Frieden hat tung. Außer der großen Waschmaschine und den sonstigen Gerät- fommen, was es heißt, geborgen zu sein und andererseits gar nichts zur Voraussetzung die Abschaffung aller wirtschaftlichen Gegensäße. schaften für das Reinigen und wieder zum Gebrauch Herrichten zu besitzen. Ob das möglich ist, das ist eine besondere Frage.... Der Krieg von waschbaren Kleidern und Unterzeug enthielt der saubere Leider liegen hier Industrie und Handel so danieder, daß an diktiert besondere Gesebe, er formt manche Begriffe der Moral und Raum in besonderen Abteilungen Wohn- und Schlafgelegenheiten eine Arbeitsgelegenheit für deutsche Flüchtlinge nicht zu denken iſt. Ordnung um. Er sanktioniert, was den Kriegführenden vorteilhaft für das in der Wäscherei beschäftigte Personal, Männer und Aeußerste Not zwingt daher, das Komitee der deutschen Kolonie oder ist. Der Soldat ist Herr über fremdes verlassenes Eigentum, so- Frauen der freiwilligen Krankenpflege. In den Wäschewagen wird den deutschen Konsul in Anspruch zu nehmen. Und wie viele Beweit es seinem Unterhalt, seinem Fortkommen, seiner Kriegstüchtig- der Bedarf der Lazarettzüge an Wäsche gesäubert und ausgebessert. dürfnisse liegen nicht vor außer Effen, Trinken und Schlafen? feit unentbehrlich erscheint. Die Kriegführenden requirieren im Diese Einrichtung hat den Vorzug, daß stets für saubere Wäsche Da sind Anzüge und Kleider für weibliche Personen, Wäsche eigenen oder im fremden Lande alles, was sie für ihre Truppen gesorgt werden kann, ohne die Lazarettzüge mit großen Vorräten und Stiefel und viele andere Dinge notwendig. Diese au brauchen. Die Formen und Methoden sind bei uns und den Russen zu belasten. Düwell, Kriegsberichterstatter. erbitten, werden viele Flüchtlinge abgeschreckt; einmal wegen verschieden. der Art der Behandlung, das andere Mal wegen des Tangen Wartens, und dann auch, weil private abgelegte Wäsche, usw. parin als Gigentumer, bemi gt ote Betten, das vorhandene Geschirr, Im Flüchtlingslager Barcelona. Baie leider wiw. jfiftet. Welch bitteres Gefühl, bejajicicht einer benußt die furzum, man ist wie zu Hause. Ueber das Maß des dabei ErTaubten entscheidet Tatt, Charakter, Erziehung. Menschen, der nic die Wohltätigkeit annehmen brauchte, wenn ihm ein alter Ueberzieher oder getragene Hemden angeboten wurden!? Auch nrüffen hier Kranke, die in der Heimat längst in eine Heilanstalt gebracht worden wären, matt und fiech ihre Lage zivifchen Gesunden verbringen. Was nüßt es, wenn man diesen Leuten heute ein paar Eier und morgen vielleicht ein Paket Haferflocken bringt, während sie frieren müssen und der Magen die allgemeine Soft verweigert? Ein Berliner Parteigenosse, der bor Beginn des In Suwalfi fand ich eine schöne geftidie Fahne einer Hand- Krieges in der südfranzösischen Departements- Hauptstadt Toulouse werkerinnung, die die Rufsen hierher verschleppt hatten. Es ist in Beschäftigung war und der nach Ausbruch der Feindseligkeiten faum anzunehmen, daß ein Soldat sie zu seinem Privatgebrauch zwischen Deutschland und Frankreich nach Spanien flüchtete, schildert mitgenommen hatte. Aber nur einmal trat mir die Fortnahme in einem Briefe seinen Aufenthalt in Barcelona wie folgt: bon Privateigentum, das nicht zum Zwecke der Kriegführung Die Deutschen, die aus den feindlichen Staaten ins neutrale dienen konnte, sozusagen als organisierte Enteignung entgegen. Ausland flüchten mußten und sich jetzt dort aufhalten, weil es vor Nach dem ersten und zweiten Rückzug der Russen aus Ostpreußen Beendigung des Krieges keine Möglichkeit gibt, nach Deutschland Ich preise mich sicher nicht glücklich, dieses unschöne Leben hier hörte ich von zurückgebliebenen Einwohnern, es feien Scharen zurückzukehren, sind zumeist auf die private Fürsorge angewiesen. durchmachen zu müssen, aber vielleicht liegt ein Trost in dem Be russischer Zivilisten dort gewesen, die in Wagenladungen Woh- Dort, wo deutsche Kolonien bestehen, haben sich diese der Flüchtlinge wußtsein, hinzugelernt zu haben. hält man die Deutschen anscheinend auch für so töricht, das Verhalten des Landtages, des Herrn v. Bedltk u. a. crnamentlich das Durchhalten der Zuchttiere und des fungen Nachdaß sie über dem Phantome eines, gegen Räumung flärt sie: wuchses zu erleichtern. In dem Erlaß wird folgendes ausgeführt: Belgiens uns von Großbritannien zugestandenen Kolonial" Ich für mein Teil bekenne, daß die Erfahrungen dieser Für den Waldeintrieb kommen unter den jezigen Verhältnissen reiches die weltgeschichtliche Bedeutung einer für Deutschland Wochen mir ein zureichender Grund sind zur Preisgabe hauptsächlich Jungschweine im Alter von 4-6 Monaten, sowie ztveckmäßigen Lösung der belgischen Zukunft vergessen aller Hoffnungen auf andere Faktoren als uns selbst. Ich Zuchtsauen in Frage. Für Schweinebefizer in der Nähe von tönnten. habe solche Hoffnungen gehegt, und ich finde auch jetzt noch, Waldungen ist die Benutzung der Waldweide leicht durchzuführen. daß man sie hegen mußte. Man mußte erwarten, daß jo Soweit sie zu geschlossenen Ortschaften gehören, können die Tiere elementare Erlebnisse, daß so beschämende Erfahrungen der einen Seite, so hochherzige, überwältigende Handlungen der gesammelt und gemeinsam tagsüber in den Wald eingetrieben werden. Es muß aber darauf Bedacht genommen werden, anderen den Sinn für Gerechtigkeit zur Macht bringen, anderen Waldeintrieb Schweinebefizern den zu er diefem Sinn eine unwiderstehliche Wucht geben würden. Und auch So könnten die Bestände von wenn man selbst die mit geschichtlichen Erfahrungen allzu gut zu möglichen. entfernt wohbegründenden Zweifel an der Dauer solcher Regungen hegte, nenden Besitzern zu größeren Sammietherden vereinigt mußte man sie aus Klugheit zum Schweigen bringen. Die Entgegebenenfalls unter Benutzung der Eisenbahn nach den täuschung, die man erfährt, ist die des ehrenvollen Glaubens Weideftellen befördert werden. Dort werden sie unter der Aufsicht der Redlichen an die Redlichkeit und sie ist zugleich eine Be- von Hirten frei geweidet und nachts in umzäunten und zerlegbaren reicherung unferes Arsenals." die verhöhnten, angeblich Verbohrten", die nicht so rasch und private Waldungen den staatlichen Forstbesitz überwiegen, Hoffentlich schweigen nun für immer die Angriffe auf Unterständen geborgen, die mit geringen Soften herzustellen sind. Der Erfolg wird namentlich in Bezirken, in denen kommunale umlernten wie gewisse Optimisten nicht mur unter den wesentlich mit davon abhängen, daß auch die nicht staatlichen bürgerlichen Demokraten. Forstbesiger den Eintrieb der Sammelherden in entgegentommender Weise gestatten und die für die Weidemuzung etwa zu entrichtenden Entschädigungen möglichst niedrig bemessen, um dadurch auch kleinere Befiger zur Beteiligung anzuregen. Wenn je ein großes Ereignis, so ist es dieser Krieg ge= wesen, der, wie wir glauben, allen Deutschen die Wahrheit tief eingeprägt hat: Weltmacht und dauernd erfolgreiche Weltpolitik des Deutschen Reiches ist nur möglich, wenn die Breite, Weite und Festigkeit seiner heimatlichen Grundlage auf dem europäischen Festlande ausreichend ist, wenn sie dem Etagenbau eines überseeischen Kolonialreiches die notwendiige Stabilität und das Zusammenhalten geben kann. Solange England dem Deutschen Reiche in jedem gewollten Augenblicke die Ozeane absperren tann, bleibt ein deutsches Kolonialreich lekten Gndes immer eine imaginäre Größe. Solche Absperrungsmöglichkeit würde vereinigt werden durch Auslieferung des belgischen Gebietes mit seinen Stüften an Großbritannien, sei es direkt oder indirett. Berzichte man aber beispielsweise auf ein Stolonialreich von britischen Gnaden, lieferte Britannien seinen Brückenfopf Belgien nicht aus, so wären in Zukunft die Meere für Deutschland frei und die feftländische Basis für eine zukünftige Entwickelung breit und fest. Dann, früher oder später, würde ein deutsches Kolonialreich ganz von selbst kommen; aber keins von Englands Gnaden." Die Deutsche Tageszeitung" entwickelt damit Pläne von Umfang und Bedeutung, gegen die das Volk sich mit aller Entschiedenheit wenden muß. Das sind Pläne, die über die Träume der bürgerlichen Imperialisten, wie Rohrbach, Jäckh u. a., weit hinausgehen, Pläne, die trotz ihrer Phantastik äußerst gefährliche sind, weil sie in einem der einflußreichsten konservativen Organe ausgesprochen werden. Die„ Post" für die Spaltung unserer Partei. Die rechtsstehende Presse nimmt in ihren Montags- Ausgaben in verschärfter Form gegen die Genossen Ledebour und Liebknecht Stellung. Meist überschreiten ihre Angriffe das Maß der selbst in Friedenszeiten gewohnten Kritit". Die" Post" schreibt weiter dazu: " Zur Budgetabftimmung. Wir erhalten folgende Erklärung mit der Bitte um Veröffentlichung: Die Landräte werden veranlaßt werden, das zur Organisierung Leider war ich durch Krankheit seit dem 17. März ge des Waldeintriebs Erforderliche möglichst bald in die Wege zu hindert, den Sitzungen der Fraktion und des Reichstages bei leiten. Die Regierungen werden ermächtigt werden, den Eintrieb zuwohnen. Den Beschluß der Fraktion, den Etat des Reiches von Schweineherden in staatliche Waldungen unentgeltlich) zuzulassen, für das nächste Finanzjahr bei der Gesamtabstimmung anzu- das Holz zur Herstellung der Unterstände gegen niedrige Entschädinehmen, halte ich für unvereinbar mit den Beschlüssen gung abzugeben und die erforderlichen Arbeitskräfte nach Möglichkeit der Parteitage, die zur Budgetfrage ergangen sind. Wenn aur Verfügung zu stellen. ich der Sitzung des Reichstages vom 20. März hätte beiwohnen fönnen, so würde ich an der Abstimmung über den Gesamtetat nicht teilgenommen haben. Mit Parteigruß Ihr Dr. Oskar Cohn. Kriegsgefangene für die Industric. Der Regierungspräfident von Danzig gibt bekannt, daß russische Kriegsgefangene auf Anordnung des Striegsministers der Industrie in weitgehendem Maße für fehlende einheimische Arbeiter zur Verfügung gestellt werden sollen. Für die ostpreußische and wirtschaft werden 15 000 Sriegsgefangene bereitgestellt. Zurzeit werden für sie in Ostpreußen Baraden gebaut. Schweineschlachtung und Durchhaltung der Viehbestände Der Ständige Ausschuß des Deutschen Landwirt schaftsrates hat am 17. d. M. über die Kriegsmaßnahmen beraten und unter anderem folgenden Beschluß gefaßt: Die massenhafte Abschlachtung von Schweinen mit einem Lebendgewicht von weniger als 70 Kilogramm ist unwirtschaftlich und führt zu einer schweren Schädigung der Schweinezucht. Der Uebernahmepreis bei der Enteignung ist angesichts der hohen Futtermittelpreise nach§ 2 Abs. 3 der Verordnung vom 25. Januar über die Sicherstellung von Fleischvorräben unter Berücksichtigung des Marktvorräte verdient zurzeit die Konservenbereitung und das Gefrierpreises festzusehen. Für die Gewinnung großstädtischer Fleischverfahren den Vorzug vor der Aufstapelung sogenannter Dauerwaren, wie Schinken, Speck, Wurst und Pökelfleisch, deren Herstellung und Haltbarkeit nach dem Eintreten wärmerer Witterung mit Schivierigteiten verknüpft ist. Die private Einfuhr von guttermitteln aus dem Auslande ist mit allen Mitteln zu fördern. Neue Gefangenenlager. Man sollte annehmen, nunmehr sei endlich die Zeit ge tommen, die Erwartung au rechtfertigen, die am Sonnabend im Reichstage der Wortführer der Reichspartei, Abgeordneter Schulz Bromberg, ausgesprochen hat, daß die sozial demokratische Partei das Häuflein derer um Riebknecht von sich abschüttelt. Der rechte Flügel der der sozialdemo Umgehung der Brotverordnungen durch Landwirte. fratischen Partei hat die Frage, ob noch eine Willens- und In landwirtschaftlichen Kreisen hält man sich noch vielfach nicht Arbeitsgemeinschaft mit der Gruppe Liebknecht fortbestehen könne, längst entschieden verneint. Wenn sich die Liebknecht und an die Bestimmungen über den Brot- und Mehlverbrauch. So muß Genossen fortgesetzt in Rede und Abstimmung in schroffsten der Landrat des Wehlauer Kretses im Amtsblatt eine Das fortgesette Anwachsen der Zahl der Kriegsgefangenen Widerspruch zu dem völlischen Kriegswillen stellen, den die Mahnung veröffentlichen, in der er ausführt, daß die Umgehung der überwiegende Mehrheit der Sozialdemokratie unbedingt be- Bestimmungen über den Brot und Wehlverbrauch nicht nur von hat die Errichtung von drei neuen Gefangenenlagern notwendig jaht, so flaffen Gegensäze so wesentlicher Art, daß eine mangelndem Verständnis für die dringend notwendigen und bis ins gemacht. Ein Teil der im Osten gemachten Kriegsgefangenen wird überhaupt nicht nach Deutschland transportiert, sondern findet in Trennung unausbleiblich erscheint. llebrigens ist Kleinste wohlerwogenen Maßnahmen der Staatsregierung zeuge, ben bejezten Gebieten Verwendung bei den Aufräumungsarbeiten. der Liebknecht von heute irgendwo feinem angeblich größeren" fondern auch ein hohes Maß von Gewiffenlosigkeit den besetzten Gebieten Verwendung bei den Aufräumungsarbeiten. Neuregelung des Mehlverbrauches in Desterreich. Bater gegenübergestellt worden. Hierfür fehlt jede Begründung. und einen Mangel an vaterländischer Gesinnung befunde, wie man Wien, 20. März.( W.T. B.) In der Wienerzeitung" Liebknecht der Sohn verhält sich genau wie der Vater, der im fie in dieser ernsten Zeit nicht für möglich halten sollte. Er werde Striegsjahr 1870 gegen die Striegsmittel zur Fortführung des Kampfes gegen Frankreich gestimmt und damals in Wort und Schrift gegen das Baterland Bartei ergriffen hat." Wir empfehlen der" Post" und ihren Gefimmungsgenossen zur Beruhigung ihrer Nerven nochmals die Lektüre des stenographischen Berichts der letzten Reichstagsfizung. Wieder umgelernt". laffe. daher nicht nur unnachfichtlich in allen Fällen die entsprechende Be- wird eine Ministerial- Verordnung bekanntgemacht, burch die die strafung herbeiführen, sondern in Zukunft auch unter Bezeichnung Verordnung vom 31. Januar 1915 betreffend die Erzeugung des Borfalles den Namen eines jeden rücksichtslos bekannt geben, und den Verkehr von Brot und Gebäď teilweise abgeänber sich irgendwelcher Verstöße der gedachten Art zu fchulden kommen bert wird. Durch die neue Vorschrift werden die politischen Landesbehörden ermächtigt, die Erzeugung von Kleingebäd einzuschränfen und an besondere Bedingungen zu knüpfen oder ganz zu verbieten. Die Erzeugung von Wasserzwieback ist nur mit Bewilligung der politischen Landesbehörde zulässig. Die Erzeugung von Zuckerbäckerwaren ist nur mehr mit der Beschränkung zulässig, daß das verwendete Weisen- und Roggenmehl ein Fünftel des Gesamtgewichts der Teigmenge nicht übersteigen darf. Die schen bestehende Beschränkung der Erzeugung von Buderbäderware auf zwei Tage Waldweide für Schweine. Der Landwirtschaftsminister hat im Anschluß an die von uns bereits früher mitgeteilten Maßnahmen zur Förderung der WaldJetzt hat sich auch die Welt am Montag" zu der Er- weide während der Kriegsdauer in einem neuen Grlaß an die fennis durchgerungen, daß ihre Hoffnungen auf den Krieg in Regierungspräftbenten eine besondere Deganisierung des Wald innerpolitischer Beziehung übereilt waren. Anschließend an eintriebs von Schweinen angeregt, um den Schweinebefizern " Wie die„ Cressy" unterging. fann!" Der Schiffsarzt Dr. Sandy brachte mir eine Rettungsboje| Tannenholz auf einer gemauerten Grundlage errichtet find. Gin und fragte:„ Darf ich mit Ihnen kommen, Herr Pfarrer?" Lächeln solches Gebäude birgt 250 Gefangene; zehn große Koksöfen sorgen erwiderte ich: Jawohl." Da mußte ich auch schon niederknien, denn für die nötige Wärme, elektrische Lampen für Beleuchtung und das Deck neigte sich immer mehr zur Seite, bis es einen Winkel bis mehrere Ventilatoren bringen frische Luft. Die auf dem Boden Es war ein Biertel nach Sechs so beginnt der Schiffe- 75-80 Grad bilbete. Wir Hammerten uns auf Backbord am Steuer zur Seite der Längswand liegenden Schlafmatsaken sind aus ungeistliche des von„ U 9" torpedierten englischen Kreuzers" Grey", an und hingen schließlich an mehreren dort angeschmiedeten Ketten. gebleichtem Segeltuch hergestellt und 20 bis 30 Zentimeter dick mit Neb. Collier, seinen in amerikanischen Zeitungen veröffentlichten Gine Woge schleuderte uns gegen die Schiffawand, ohne daß wir Holzwolle gefüllt. Dies Lager scheint nicht allen zu behagen, denn Bericht als mich Matrofen medben. Stehen Sie auf, die dabei Schaden erlitten. Da tam eine neue Moge und das Schiff viele der Beute legen ihren Ueberrod unter, damit sie nicht direkt Aboukir" fintt." Schnell sprang ich aus meiner Hängematte, 30g fant. As ich fühlte, daß das Schiff nicht weiter fant, ließ ich mich auf das harte Segeltuch zu liegen kommen. In der Mitte des Schuhe an und warf einen Mantel über mein Nachtkleid, um auf los und kam mit der Rettungsboje am Arm wieder langsam an die Raumes rethen sich ein Anzahl Tische aneinander, an jedem Deck zu eilen. Die Schiffe waren in langer Linie gefahren, Hogue" Oberfläche. Im gleichen Augenblick bauchte Dr. Sawdy neben mir fömmen 12 Personen bequem während der Mahlzeit oder während führte, und unser Schiff, die„ Cressy", machte den Schluß. Wir auf, und, so eigenartig es flingen mag, als wir uns sahen, mußten des Spieles fißen. Mit seinen Nebengebäuden, Küche und Waschhatten gegen 6 bis 9 Knoten, und die einzelnen Schiffe mesen etwa wir beide laut lachen. Bald schwammen andere neben uns und raum, macht das Gange den Eindruck eines sauberen Krankeneine Meile voneinander entfernt. Als ich an Ded fam, war die Linie bereits aufgelöst und„ Bogue" ruste en der Steuerboebseite a ſechs machten wir aus den Nettungsbojen und einer Holzplanse hauses für Beichtverwundete. ein einfaches Floß. Nach 10 Minuten begann ich zu frösteln; Fieber Der Berichterstatter durfte sich mit mehreren Gefangenen von„ Aboukir“, während wir auf der anderen Seite in einiger Gnt- durchschauerte mich und die Zähne schlugen anfeinander. Dabei unterhalten. Viele von ihnen sind nun schon vier oder fünf Mofernung Halt machten.„ Aboutir" verlangte durch Signale die Aus- waren die Szenen, die sich in unserer Nähe abspielten, feineswegs nate hier untergebracht, doch find fie alle guten Mutes und sehr fegung von Rettungsbooten, was wir sofort befolgten. Dann be- tragisch. Hier fangen einige„ t's a long long way to Tipperary", hoffnungsvoll. Sie fragten mich, ob die Ruffen bald in Berlin gann sich das Schiff langsam zu überschlagen. Es war ein eigen bort flang es:" We all go the fame way home". Schioimmende feien, und erzählten mit, wie jie täglich bei unerwarteten Geartiger Anblid, zu sehen, wie sich die Mannschaft immer mehr auf der einen Decjeite zusammendrängée, bis der Auf erschell:" Rette Sparven and Trümmer brachten uns mehrmals in Gefahr und ver- räuschen aufhorchen, denn sie hoffen den Donner der eigenen Gewundeten einige. Da trieben Kameraden im Waffer, die vollständig schüße zu vernehmen." Dann erzählt ihm der Führer, wie im sich wer kann." Da ging ich wieder nach unten und half Planten belleibet waren imo fogar die Müße auf dem Stopf hatten, andere Bager die Ordnung aufrechterhalten wird. Dafür sorgen ihre und Sethungsgürtel über Bors werfen. Während dessen wurde wieder waren splitterfasernadt aber tengen mar dürftige Nacht eigenen Unteroffiziere, die ihren Nang beibehalten haben und entauch„ Hogne" vom Torpedo eines deutschen Unterseebookes getroffen Heibung. Ich selbst hatte mir die Schuhe legit ausgezogen und sprechend verantwortlich sind. Kommt trohdem einmal etwas vor, und fant sehr schnell. Schon wenige Sefunden nach der Explosion ſtand ihr interbeck unter Wafer. Dann legte sie sich zur Seite, auch den leberrock abgeworfen wie die" Greffh" fent, hatte ich auf bonu läutet der Posten eine Glode und wir treten in zätigteit." meine 1hr gesehen; es war 10 Minuten vor 8 gewesen. 9 1hr Dabei zeigte er auf mehrere auf erhöhter Plattform stehende Ge fenterte schließlich, und nach 10 Minnsen war vom Schiffe nichts 15 Minuten blieb ihr Wert stehen. Dreiviertelzehn fahen wir schütze, auch fiel der Click des Berichterstatters auf Wachttürme, mehr zu sehen. Unser Kapitän hatte mir gefagt, ich möchte einige einige Schleppdampfer näher kommen, doch fahren fe nicht zu uns von denen Landsturmpssten das ganze Lager übersehen önnen. photographische Aufnahmen machen. Als ich gerade bei der fünften breien, dem Doktor, einem Matresen und mir, die wir noch die„ Es war gerade die Zeit des Mittagsmales. Alle Mahlzeiten war, sah ich ein Torpedo auf Steuerbond herankommen. Mehrere werden von den Gefangenen felbst zubereitet. Heute bestand sic Leute schrien auf, doch konnten wir dem Geschoß nicht entgehen, aus einer großen Binnschüssel voll Fleisch und Kartoffelsuppe nebst denn die Schrauben ruhten. So bohrte es sich in unsere Seite. Der einem Stück Schwarzbrot. Ich kostete de Suppe und fand sie vorStoß war aber feineswegs so groß als ich erwartet hatte; es erzüglich. Zum Frühstück erhalten die Gefangenen Kaffee mit Zucker folgte nur ein dumpfer Anprall und ich blieb fest auf den Beinen und Brot; am Abend essen sie Brot mit Kartoffeln oder irgend stehen. Unsere wasserdichten Schotten waren furz vorher geschlossen etwas anderes. Jeder Mann erhält täglich ein Pfund Brot. Zu worden, so daß das Torpedo nur geringen Schaden anrichten fonnte. jeder Abteilung gehört ein an gewiffen Tagesstunden geöffneter Immerhin neigten wir uns auf Steuerbord um etwa 40 Grad, doch Laden. Ein Preisverzeichnis hängt aus. Danach gibt es Seife, richtete sich das Schiff spätechin wieder ein wenig auf. Bürsten, Hemden, Handtücher, deutsche Wörterbücher und französisch- englische, deutsche Grammatiken. Dagegen teine Nahrungsmittel, teine Schokolade und feinen Tabat. Man sieht es gern, wenn die Gefangenen Deutsch lernen, und eine deutsche Grammatik tostet nur 25 Pf."„ Wenn die Engländer und Franzosen unsere Sprache lernen, werden sie uns besser verstehen!" meinte der begleitende Offizier. Besonders aufgefallen sind dem Besucher des Gefangenenlagers die kräftigen Gestalten der Engländer, deren Geficht freilich oft sehr verwildert dreinblickt, dürfen see sech doch nur alle 14 Tage rasieren. Auch die Kleibung der Gefangenen ist oft alles andere als schön. Eine Sicherheitsnadel zum Zusammenhalten des Ueberrods, und ein belgischer Zibilift trägt die Uniform eines französischen Artilleriten mit dem Offizierskappi; da feine Kleidung vollständig zerrissen war, hat er far eine Maut eine franzöfifche Soldatenuniform getauft. Der Berichterstatter hat die Einrichtung des Lagers sowie die Nahrung sehr gemäßig und gut gefunden. Alle, mit denen er sprach, waren zufrieden; nur ein Engländer meinte, es müßte doch etwas mehr Brot geben Dagegen beklagten sich alle über die Langeweile. einzigen auf der Blante waren. 10 Uhr 20 Minuten näherte fich wiederum ein Schleppdampfer. As ich ihn sah, wurde ich ohnmächtig. Der Schiffsgeistliche hat dann bis 1 hr bewußtlos in den Armen des ihn freu behütenden Schiffsarztes gelegen; ein kleiner Kutter nahm sie schließlich auf und brachte sie an Land. Ein deutsches Gefangenenlager in englischer Schilderung. Dann schildert der Schiffsgeistliche, wie von Bord der„ Cressy" ein ununterbrochenes Feuer auf zahlreiche, auf dem Wasser schwimmende Gegenstände einsehte, da man in jedem das Periskop eines Unterseebootes sah. Auch behauptet er- wie wir wissen, allerdings zu Unrecht, dabei sei ein deutsches Unterseeboot getroffen und Am Abhang eines sanften Hügels dehnt sich ein fast drei Hektar vernichtet worden. Ein zweites Torpedo saufte heran, doch ging großes Gelände, das von einem zweieinhalb Meter hohen Bretteres wenige Meter hinter dem Schiff vorbei. Dann wurden mehrere zaun, über dem noch Stacheldraht dahinläuft, eingezäunt ist. Autoim Wasser treibende Matrosen an Bord genommen. Wir rieben mobile, Wagen mit Landbewohnern und Fußgänger eilen auf der sie ab, pumpten ihnen das Wasser aus, gaben ihnen frische Wäsche Straße, die fich an der einen Seite des Zaunes entlanggieht, vorund heißen Tee. Giner von ihnen war ein junger Seefadett.„ Warum über, oft ohne zu wissen, daß hinter diesem achttausend Kriegsgehen wir nicht in die Kajüte?" meinte er, als er wieder zu sich ge- gefangene verfchiedener Vöker und Sprachen wellen: Engländer, Ein ausländischer Betommen war. Gehen Sie ruhig hinein," erhielt er zur Antwort. Franzosen, Russen, Belgier und Turkos. Doch wir hatten uns taum abgewendet, als er herausstürzte und richterstatter hat dieses Gefangenenlager, deffen Namen er nicht mit dem Ausruf: Da bin ich schon wieder!" über Bord sprang. Das nennt, besucht und veröffentlicht in den Bondoner Time 3" feine Schiff war von einem atbeiten deutschen Torpedo getroffen. Einige Eindrücke. Matrosen hatten es schon auf 400 Meter Entfernung gesehen; es„ Das ist das Quarantänelager," erklärte ihn der führende Alle neu eingetroffenen Gefangenen drang hinter der vorderen Kommandsbrücke in den Schifferumpf Offizier beim Eintritt. ein und explodierte im Heizraum Nr. 5. Natürlich wurden dabei müssen hier vier Wochen bleiben, damit Krante unter ihnen nicht viele Heiger getötet. Das Schiff bäumte sich jetzt gleichsam auf, das ganze Lager ansteden. Jeht haben wir etwa 600 Mann in als ob es aus dem Wasser springen wollte. Dann fant es zurück. Quarantäne." Vom eigentlichen Lager ist die Quarantäneabteilung Tegte sich auf die Seite und begann langsam umzukippen. An Bord durch einen eineinhalb Meter hohen Stacheldrahtzaun getrennt, war es fast ruhig. Die Offiziere gaben noch Anweisung, möglichst auf deffen beiden Seiten ein zwei Meter breiter gepflasterter Weg viel hölzerne Gegenstände ins Wasser zu werfen, damit sich die Mas verläuft. Das Lager zerfällt in zehn Abteilungen, von denen jede trofen daran antiammern fonnten. Dann hieß es: Rette fich, wer| wiederum vier lange niedrige Gebäude aufweist, die aus gebeiztem Der Times" will diefes Lob natürlich nicht sehr behagen. Sie druckt den Bericht zwar ungekürzt ab, bemerkt aber, daß damit noch nicht enviesen sei, daß es in allen Gefangenenlagern Deutschlands den Gefangenen wenigstens ebenso gut" gehe, wie in dem geschilderten. bleM aufrecht. Zur Erzmiguug von Kakes darf von Weizen- und Roggenmevl nur ein Maximum von 3t) Prozent des Teiggewichts verwendet werden. Die Erzeugung von Kakes kann zeitlich einge- schränkt werden. Die politischen Landesbchörden werden weiter ermächtigt, die gewerbsmäßige Erzeugung von Konditorwaren von Butterteig zu untersagen. Die neue Bäckereiverordnung ist als Vorläufer der umfassenden Neuregelung des Verkehrs mit Mehl und Brot anzusehen, die zur Durchführung der Kaiserlichen Ver- ordnung vom 21. Februar 1915 bevorsteht. In dieser Beziehung sind alle erforderlichen Borbereitungen bereits abgeschlossen und die Oeffentlichkeit wird darüber in Kürze in allen Einzelheiten unter- richtet werden. Die sofortige Herausgabe der bereits fertiggestell- ten neuen Vorschriften ist deshalb untunlich, weil die Herstellung der Brotkarten in einer Auflage von mehreren Millionen noch einige Zeit in Anspruch nimmt. Erfunöene Greueltaten. Seit Monaten schwirren durch Ostpreußen und andere deutsche Gebiete die schauerlichsten Nachrichten über russische Greuel in Ostpreußen. Gewiß sind in Ostpreußen eine große Anzahl schwerer Aus- schreiiungen russischer Soldaten zu verzeichnen. Es sind Roheiten vorgekommen, und eine erschreckend große Zahl von schuldlosen Menschen getötet worden. Ist es doch Tatsache, daß russische Heerführer die oft preußische Bevölkerung vor den Truppen aus dem crsiatischen Rußland ö f f c n t- I i ch gewarnt haben. Dann aber sind viele Nachrichten über entsetzliche Greuel direkt erfunden, und es ist Pflicht der Presse, solchen Phantafieprodukten hysterischer Menschen entgegenzutreten. Da hatte ein Soldat in Ostpreußen eine große Anzahl Greuel- geschichten, die von Mund zu Mund gegangen und ihm zu Ohren gekommen waren, niedergeschrieben und sie seinen Verwandten als Tatsachen mitgeteilt. Einem Redakteur der„Königsberger V o l k s z c i t u n g" wurde das Schreiben zur Verfügung gestellt, und da in den meisten Fällen genauere Angaben über die Ortschaf- ten gemacht waren, so setzte er sich mit den Behörden in Ver- bindung, um die Wahrheit zu ermitteln. Dabei wurde das fol- gende recht interessante Ergebnis festgestellt: In Korschen sollten Kosaken dreißig Schulkindern die Finger lveggehackt haben. Das Amt in Korschen antwortete auf die Anfrage am 5. März: Dem Herrn Fragesteller mit dem Erwidern crgebenst zurück- gesandt, daß das Gerücht jeder Begründung entbehrt. Während des Russeneinfalls ist kein Kind hier zurückgeblieben; alle Einwohner hatten rechtzeitig flüchten können. Der Amtsvorsteher." In Udcrwangen sollten Kosaken neun Frauen vergewal- tigt. ihnen den Leib aufgeschnitten und dem Gendarmen Nase und Ohren abgeschnitten haben. Der Pfarrer von Uderwangen gab am 3. März zur Antwort: „Das Gerücht ist nicht wahr, Wie so viele in dieser Zeit. Uderwangen ist sehr verbrannt, aber Grausamkeiten sind hier nicht verübt, schon weil sämtliche Einwohner sich hier fort- begeben hatten." Im Jnsterburger Kreise sollte eine Frau von 69 und ein Mädchen von 40 Kosaken vergewaltigt worden sein. Beide Frauen sollten nach dem Jnsterburger Krankenhause gebracht worden sein. Auf eine Anfrage in diesem Krankenhause wurde am 6. März folgender Bescheid erteilt: „Derartige Kranke befinden sich nicht im Krankenhaus e." Im Kreise W e h l a u sollte ein Offizier seine Frau und seine Kinder auf den Tisch angenagelt vo»gefunden haben. Der Landrat des Kreises Wehlau hat unter dem 15. März dem Fragesteller ge- geschrieben: „Hier ist über den erwähnten Vorfall nichts bekannt ge- worden." Ein Kalmücke sollte überführt worden sein, einer Frau nach der Vergewaltigung die Brüste abgeschnitten zu haben. Bei ihm sollten einige Tausend Mark und 17 Finger mit Ringen, die er den Getöteten abgeschnitten hätte, gefunden worden sein. In Gutt- stadt wäre er dann gehängt worden. Die Polizeiverwaltung in G u t t jta d t schrieb am 8. März, daß in Guttstadt amtlich von dein Vorfall nichts bekannt sei. Mit einem Gefangenentransport sei ein Kalmücke mitgekonrmen. Falls der Fragesteller Interesse habe, stelle die Polizeiverwaltung anheim, sich an die Heeresleitung zu welchen. Wenn in der Stadt Guttstadt amtlich von dem Vorfall nichts bekannt ist, so wird er auch nicht vorgekommen sein, und die Heeres- lcikung würde einen anderen Bescheid auch nicht erteilt haben. Der Nachweis, daß all diese Greuelgeschichten erfunden sind, ist gewiß ganz interessant. Er beweist, daß man solche Darlegungen recht vorsichtig aufnehinen muß. kriegsbekanntmachungen. Keiue Osterliebesgaben! Amtlich. Berlin, 22. März. C3B. T. B.) Die Heeres- Verwaltung macht wiederholt darauf aufmerksam, dag es nicht angängig ist, besondere Ost erliebes- gaben-Sendungen an d i e Fr o n t zn schicken. Weder die Militärpaketdepots noch die Güterabfertigungsstellen über- nehmen die Vorführung derartiger Transporte. Eine Massen- auflieferung von Osterpaketsendungen würde eine Sperrung der Militärpaketdepvts nach sich ziehen können. Soweit Sammlungen für Osterliebesgaben bereits im Gange sind, sind die Pakete aus dem einzigen zulässigen Wege, nämlich durch die in: Bezirke jedes stellvertretenden Generalkommandos errichteten amtlichen Abnahmestellen vorzuführen. Diese Abnahmestellen sorgen für die Weiterleitung unter Berück- sichtigung des Bedarfs und der Möglichkeit der Weiterver- frachtung. ohne sich jedoch an einen bestimmten Zeitpunkt, wie das Osterfest, binden zu können. Perbrannte Feldpostsenduug. Amtlich. Berlin, 22. März.(23. T. B.) Schon wieder ist. wie aus dem Felde telegraphisch gemeldet wird, eine größere Feldpost- ladung, offenbar infolge Selbstentzunrung einer oder mehrerer Sendungen, die entgegen dem bestehenden Verbot feuergefährliche Gegenstaade enthielten, während der Eisenbahnfahrt und zwar am 19. März verbrannt. Es bandelt sich um 200 Säcke Feldpost für die 17. im# 18. Infanterie-Division und das S. Armeekorps. Die in Betracht kommenden Truppenteile sind hiervon sogleich ver- ständigt worden. Die verbrannten Sendungen rührten aus den Oberpostdireklionsbezirken Hamburg, Bremen, Kiel und Schwerin her. Angesichts der neuerdings durch grobe Fahrlässigkeit einzelner Absender leider sich häufenden Brände von Feldposten wird vor der Versendmig feuergefährlicher Gegenstände durch die Post nochmals dringend gewarnt. Die Souderverkustliste der„Unermittelten". Amtlich. Berlin, 20. März.(W. T. B.) Am 2. März er- schien in der Spitze der 163. Preußischen Verlustliste die erste „S o n d e r- V e r l u st l i st e" des Deutschen Heeres(Unermittelle). Auf die Bedeutung dieser Sonder-Verlustlistcn sei erneut hinge- wiesen. Sie sind dazu bestimmt, über das Schicksal vieler, die bis- her vermißt waren, Klarheit zu schassen, und sollten daher in wei- testem Maße nachgedruckt und von jedem gewissenhaft durchgesehen werden, der einen �Angehörigen„vermißt". Wer glaubt, in einem der Zlusgefiihrten einen Angehörigen entdeckt zu haben, wende sich schriftlich oder mündlich an das Zentral-Nachweise-Bu- rcau, Berlin NW. 7, Dorotheenstraße 48. Jus öer Partei. Die Internationale und der Krieg. Die Geschäftsleitung der schweizerischen Sozialdemokratie hat in einer Sitzung vom vorigen Donnerstag beschlossen, auf die Ein- berufung einer Sitzung des Internationalen Sozialistischen Bureaus zu dringen, von der Einberufung einer Konferenz der Sozialisten der neutralen Länder, wie dies unter Zustimmung auch der Vertreter der schweizerischen Partei die seinerzeilige Konferenz von Lugano verlangte, aber abzusehen. Gewerkschaftliches. Kriegskrüppelfürsorge unö Gewerkschaften. Mit der Richtung der Bestrebungen, die schon seit Wochen und Monaten im Gange sind, die Kriegskrüppel wieder e r- werbsfähig zu machen und sie möglichst vollzählig ihrem alten Beruf wieder zuzuführen, können die organisierten Ar- beiter sich durchaus einverstanden erklären. Und soweit den Gewerkschaften bisher Gelegenheit gegeben worden ist, sich in der Sache zu äußern, haben sie es an ihrer Bereitwilligkeit an der Kriegskrüppelfürssrge in diesem Sinne nach Kräften mitzuwirken, nicht fehlen lassen. Die Fürsorge darf aber nicht an dem Zeitpunkt aufhören. wo die Kriegskrüppel durch Lazarett- und Anstaltsbehand- lung wieder erwerbsfähig gemacht sind, sondern es muß gleich im Anfang auch daran gedacht werden, dem wieder im Beruf beschäftigten Verstümmelten gegen Lohndruck und inhumane Behandlung durch Unternehnier einen angemessenen S ch u tz gewähren. Wegen seiner durch den Krieg herbeigeführten Erwerbsbeschränkung bedarf der Verstüminelte dieses Schutzes in erhöhtem Maße, weil mit der Beeinträchtigung seiner Er- werbsmöglichkeit auch seine Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Unternehmer herabgesetzt ist. Die Gewerkschaften als Vertretung der wirtschaftlichen Interessen der Arbeiter haben die Aufgabe, den ganz oder teilweise ertverbsfähig ge- machten Kriegskrüppeln diesen Schutz der Berufsorganisation in besonderem Maße zu gewähren. Mit Freude muß es begrüßt werden, daß sich die Mei- nung bereits durchgesetzt hat, die jetzige Kriegskrüppelfür- sorge nicht etwa der privaten Wohltätigkeit zu überlassen, son- dern sie zur Reichssache zu machen und als Pflicht des Staates zu erklären. Hievüber hätte eigentlich gar kein Zweifel erst auftauchen dürfen. Reich und Bundesstaaten haben inzwischen mit der Ml- dung einer Fürsorgeorganisation bereits begonnen. Es wer- den überall für die einzelnen Provinzen und Bezirke beson- dcre Ausschüsse gebildet. Zu allen diesen Organen für die Durchführung der Kriegskrüppelfürsorge zugezogen zu werden, haben die Gewerkschaften aus dem angegebenen Grunde ein lebhaftes Interesse, und es sollte nach Lage der Dinge erwartet werden dürfen, daß ihr berechtigter Wunsch in dieser Hinsicht bei den matzgebenden Stellen Berück- sichtigung findet. Ebenso sind bei der Berufsberatung, bei der planmäßigen Verteilung der für den eckten Berus nicht mehr verwandbaren Kriegskrüppel auf die einzelnen Gewerbe und bei der Arbeitsvermittlung neben den Unter- uehmervertretern und anderen Sachverständigen auch die Vertreter der Gewerkschaften mit heranzuziehen. Bei dem nützlichen Einslutz, den die Gewerkschaften auf die Arbeiter im allgemeinen auszuüben in der Lage sind, wird ihre Be- teiligung an der ganzen Organisation der Kriegskrüppel- fürsorge für alle Teile von Vorteil sein. In bezug auf den notwendigen Schutz fiir die dem Er- werbslsben wieder zugeführten Verstümmelten darf aber den Gewerkschaften die schwierige Aufgabe nicht allein überlassen bleiben, sondern es mutz verlangt werden, daß die zuständigen Behörden des Reiches, sobald als möglich nach dieser Richtung gewisse einheitliche Vorschriften erlassen oder Grundsätze auf- stellen. Es mutz in erster Linie Vorsorge getroffen werden, daß kein Unternehmer die dem Verstümmelten gewährte Rente sich selbst Muutze machen kann dadurch, daß er den Arbeits- lohn nach der Höhe der Rente bemessen möchte. Es mutz ver- hindert werden, daß einem Kriegskrüppel nur der Rente wegen ein niedriger Lohn gezahlt oder gar eine Lohn- Herabsetzung direkt oder indirekt mit der Drohung- versucht wird, daß im Weigsrunssfalle sine Kürzung der Rente her- beigeführt werde. Das Reich müßte den Grundsatz aufftellen, daß im allge- meinen jeder Verstümmelte wegen seiner dem Vaterland dar- gebrachten Opfer und andererseits auch als Ausgleich für die durch seine Verstümmelung herbeigeführte Beeinträchtigung seiner Lebensführung(Mehrausgabe für häusliche Pflege, für Fahrgeld usw.) Anspruch darauf hat, daß sein Einkommen an Rente und Arbeitslohn das reine Lohneinkommen der übrigen Arbeiter in angemessener Höhe übersteigt. Jeder Verstoß gegen diesen Grundsatz sollte als unsittlich und straf- bar erklärt werden. Die Zulassung einer eigensüchtigen Ausnützung der Notlage der Verstümmelten, die nach dem Kriege, wenn die jetzige vaterländische Begeisterung wieder abgekühlt ist, Wohl befürchtet werden darf, würde nicht nur ein Unrecht gegen die Kriegskrüppel fein, sondern würde auch ihr Zusammenarbei- ten mit den übrigen Arbeitern in den Betrieben stören und zu einem allgemeinen Lohndruck führen können. Hierüber hinaus müßte ferner, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Verstümmelten nicht durch die Auf- regung des Kampfes um die Rente leiden zu lassen, auch das Verfahren bei der Rentenfestießung entsprechend ge- regelt werden. In der Regel sollte die einmal festgesetzte Rente nicht herabgesetzt werden, oder zum mindesten solange keine Herabsetzung erfolgen dürfen, als der Arbeitsverdienst des Verstümmelten noch nicht die im Berufe des Rentenempfängers ortsübliche Höhe erreicht hat. Zum Schutze der Kriegskrüppel und auch der übrigen Arbeiter gegen die erwähnte Gefahr des Lohndrucks und der inhumanen Behandlung sollten für olle in Frage kommenden Gewerbe besondere Aufsichts- und Beschwerde-« i n st a n z e n geschaffen werden, die nach dem Muster der in den bestehenden Tarifverträgen vorgesehenen Schlichtungn- organe aus Vertretern der Unternehmer und der Arbeiter paritätisch zusammengesetzt sein müßten. In den Berufen und Betrieben, für welche Tarifverträge bestehen, hätten deren Vorschriften auch für die Kriegskrüppel zu gelten. Bezüglich der Wiederbeschäftigung der Verstümmelten nach ihrer Entlassung aus der Anstaltsbehandlung mutz von den Unternehmern verlangt werden, daß sie nach Mög- lichkeit ihre alten Arbeiter, die vor dem Krieg bei ihnen be- schäftigt waren, trotz der Verstüinmelung wieder einstellen. In allen st a a t l i ch e n und gemeindlichen B e t r i c- b e n aber müssen alle diese Grundsätze i n erster Linie zur Anerkennung gebracht werden, allein schon aus dem Grunde, um durch das gute Beispiel auf die privaten Unter- nehmer im gleichen Sinuc einzittvirken. Die Pflicht der Dankbarkeit gegen die im Felde stehenden Verteidiger des Vaterlandes wird heute soviel hervorgehoben. Lassen wir dieses schöne Gefühl den leider schon jetzt so überaus zahlreichen Kriegskrüppeln dauernd in reich- stem Matze zugute kommen, aber auch in einer Weise, daß sie und die Gesamtheit wirklich praktischen Nutzen davon haben. Serlin und Umgegenü. Die Zahl der Arbeitslosen hat in Berlin Weiter abgenommen; sie betrug am 15. März bei 38 Verbänden, die an das Statistische Amt der Stadt Berlin berichteten, 6729 gegen 7804 der Vorwoche. Da die Zahl der Weiblichen Arbeitslosen konstant geblieben ist. die Zahl der Weiblichen Versicherten in den Krankenkassen sogar zunahm, ist der Rückgang der Anzahl bei den männlichen Arbeits- losen wohl auf die Einberufungen zurückzuführen. Eine Besserung des Beschäftigungsgrades muß trotzdem eingetreten sein, denn die Zahl der weiblichen Beschäftigt ei, nahm derart zu, daß trotz der Einberufungen die Gcfamtzahl der Krankenkassenverficherten stieg. Die Sargtischler erhalten in einer Anzahl von Betrieben noch nicht die ihnen seit längerer Zeit zustehende tarifmäßige �Lohnerhöhung, Die beim Ausbruch des Krieges eingetretene äußerst ungünstige Geschäftslage gab den Unternehmern die Möglichkeit, ihre vertraglichen Verpflichtungen zu umgehen. Jetzt herrscht in der Sargtischlerei eine so günsrige Geschäftslage, daß eingearbeitete Sargtischler gar nicht zu haben sind. Äsgünstigt durch die gute Konjunktur, haben die Arbeiter in drei Betrieben jetzt erreicht, daß ihnen die tariflichen prozentualen Zuschläge gewährt Werden. Auch in den übrigen Betrieben soll— Wie eine Branchenver- sammlung der Sargtischler am Sonntag bestimmte— die unbedingte Gewährung der tariflichen Lohn- und Arbeitsbedingungen durchgesetzt Werden. Deutsches Neich. Gewerkschaftliche Kriegsfragen. Eine Konferenz der Gcwerkschaftskarteüe im rechtsrheinischen Bayern, die am Sonntag in Nürnberg abgehalten Wurde, beschäftigte sich mit der Frage der Einschränkung der Freizügigkeit der länd- lichen Arbeiter und mit der Frage der B i e r p r e i S- e r h ö h u n-g in Bayern, lieber die erste Frage referierte Landtags- abgeordneter G e n t n e r, über die zweite Frage referierte Kurth- München. Nach dreistündiger Beratung der Konferenz, die unter dem Vorsitz des Gewerkschaftssekretärs Bohl- Nürnberg tagte, wurden zwei Resolutionen angenommen. Die erste Resolution nimmt Bezug auf die Verfügung des stellvertretenden Generalkommandos des 1. bayerischen Armeekorps, die in der Sonnabendnummer des „Vorwärts" bereits abgedruckt ist, und die vom stellvertretenden Generalkommando des 3. bayerischen Armeekorps ebenfalls aus- gegeben Wurde. Sie erkennt an, daß die Sicherung der kommenden Ernte unter den schwierigen Verhältnissen des Krieges besondere Maßnahmen erfordere. Dann fährt die Resolution wörtlich fort: „Diese Verordnung, die jetzt sicherlich nur nn Interesse der Abwehr unserer Feinde erfolgt ist, kann, Wenn ihre Ergänzung ausbleibt, vielen zehnöausenden Arbeitern und Arbeiterinnen eine schwere Schädiguieg nicht nur ihrer Bewegungsfreiheit, sondern auch ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage, ins- besondere ihrer Einkommensbedingungen bringen. Durch die Verordnung des hohen Kriegsmiinjteriums sind den?lrbeitern und Arbeiterinnen alle Garantien und Abwehrmöglichkeiteu gegen das Herunterdrücken der Löhne restlos genommen. Das können..... Grundbesitzer zur Ausnutzung der sozialen Ausmchnrestellllngen benutzen, die ihnen durch die Verordnung des bayerischen Kriegömwisteriums eingeräumt Wurde. Eine derartige Wirkung des Erlasses kann weder von dem Kriegs- ministerium auch' nur im entferntesten beabsichtigt sein, noch kann sie dem Zweck, de» das Kricgsministerium im Auge hat, irgendwie diene«.... Durch die Ergänzung der Verordnung in der von uns ins Auge gefaßten Richtung wird es ermöglicht Werden, das Zurückfluten städtischer, aber aus der Landwirtschaft stammender Arbeiter zur landtv-irtschaftlichen Arbeit herbei- zuführe,:." Die Resolution bittet dann das Königlich Bayerische Kriegs Ministerium um baldigste Ergänzung der Verordnung über die landwirtschaftlichen Dienstbote« und landwirtschaftlichen Arbeiter un-d fordert dann, daß 1. den landwirtschaftlichen Arbeitern zur Erledigung der Erntoarbeiten Wohl der Wechsel des landwirt- sch astlichen Unternehmens, nicht aber der Wechsel des Berufes gestattet werde; 2. daß Mindestlöhne, die mit Rücksicht auf die erhöhten Kosten der Lebenshaltung notwendig sind, von einem hohe« königlich bayerischen Kriegsministerium für die Gebiete der smzedien Bezirksämter nach Anhörung von Vertretern der Arbeiter festgesetzt werden; 3. daß örtliche oder distriMiche Einigungsämter für Streitig- ketten, die aus diesen Verhältnissen entstehen, unter Zu- ziehuug von Arbeitern und Unternehmern errichtet Werden. Zu der B i e r p r e i s e r h ö h u n g Wurde eine Resolution angenommen, in der das Kriegsministerium gebeten Wird, die Bier- preise für ganz ttiatiern entsprechend dem Preise des Bieres im Jahre 1914 als Höchstpreise festzusetzen. Beide Resolutionen gehen an das Kriegsmmisterium. Ferner Wurde in der Konferenz �angeregt. Wegen der Schwierigkeit der Versorgung der großen Städte mit Milch auch Stellung zn nehmen zu der M i l ch p r e i s f r a g c. Bei der Verschiedenartig- keit der örtlichen Verhältnisse Wurde jedoch von einer bestimmten Stellungnahme vorläufig abgesehen; es sollen aber die Milchpreis- Verhältnisse dauernd beobachtet und im Auge behalten Werden. Die Konferenz War von Delegierten aller Wichtigen Industrie- orte des rechtsrheinischen Bayern besucht. Der Abgeordnete G e n t n e r Wurde beauftragt, über die Einschränkung der Freizügigkeit der landwirtschaftlichen Arbeiter eine Denkschrift auszuarbeiten, die auch zur Begründung der Rc- solntion an das Kriegsministerium gehen soll. Pom Gutenbergbund. Jenes eigenartige organisatorische Gebitde in, Buchdruck- gewerbe, das nach längerem»suchen vor Jahren endlich Anlehnung an die christlichen Gewerkschaften fand, macht in neuerer Zeit Wieder einmal von sich reden. Der Breslauer Gauleiter des Buch- druckerverbandes sieht sich genötigt, folgende Tatsachen der Oeffent- lichkeit zu unterbreiten: Der Buchdruckereibesitzer Wenske in Königshütte Wandte sich im Jahre 1912 an den besagten Gauleiter mit dem Ersuchen um brauchbare Arbeitsträste, die den» tatsächlich auch eingestellt wurden. Das faben die 25-30 Gutenbergbündler des Befriches] als eine Bevorzugung sozialdemokratischer Buchdrucker" an und schten die Gutlassung der beiden durch. Aber das war damals. Inzwischen haben wir ja den Burgfrieden. Hören wir, was in jüngster Zeit geschah! Am 19. Februar 1915 teilte ein Buchdrucker aus Rybnik dem Gauvorstande mit, daß er aus dem Verbande austrete und fügte hinzu: „ Mir wurde hier in Rybnik in der Filiale des„ Kurier", Gebr. Benske, dauernde Kunst angeboten, aber unter der Bedingung, daß ich in den Gutenbergbund übertrete." Der Gauleiter des Verbandes machte Herrn Wenske auf das Tarifwidrige eines solchen Verlangens aufmerksam und erhielt darauf von dem Ausgetretenen ein längeres Schreiben, worin dieser nun plöblich behauptete, der Antritt der Arbeit sei nicht von seinem lebertritt in den Bund abhängig gemacht worden, er habe aus„ freiem Antriebe" gehandelt. Kürzlich wurden in der Kattowißer Filiale der Firma Wenske Scher gesucht. Es meldeten sich zwei Verbandsmitglieder, denen nach ihrer Angabe Herr Wenste erklärte, die Besetzung der Stellen sei dem Gutenbergbund übertragen. Ein jüngeres Verbandsmitbund. glied hatte mehr Glück. Derselbe konnte die Stellung antreten, erklärte aber merkwürdigerweise mit dem Tage seines Antritts den Austritt aus dem Verbände und den Eintritt in den GutenbergEin Beuthener Verbandsbuchdrucker meldete sich im März bei der Firma zur Ausbildung an der Sehmaschine. Seine Erfahrungen schildert er wie folgt: Als bei Gebr. Wenske zwei Linotypesetzer zum Militär einberufen wurden, begab ich mich dorthin zwecks Anfernung an der Linotype, von der ich einige Kenntnis besitze. Wurde auch angenommen, auf vier Wochen zur Probe. Als ich am folgenden Tage, dem 9. März, zur Arbeit erschien und mich die Bündler erblickten, verschwand sofort der Bündler J., der dort als Handscher beschäftigt war und jetzt ebenfalls an der Linotype angefernt wird und mich genau kennt; jedenfalls um die Bündler aufzuheben. Nach kurzer Zeit kommt ein Bündler zum Maschinenjezer nebenan und schimpft ordentlich:" Das geht doch nicht so, daß sich hier Genoffen breit machen, wir sind doch auch noch hier" usm. Nach einigen Minuten kommt der Faktor, ebenfalls ein Bündler, und sagt wörtlich:„ Unter den Kollegen ist ein Aufruhr enstanden, ich muß Sie sofort entlassen." Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genossen! Bei den Kämpfen vom 4. bis 6. Februar ficl unser langjähriges Borstandsmitglied, der Genosse 18/19 191/7 Martin Bachmann. Sozialdemokr. Wahlverein Niederbarnim. Bezirk Weißensee. Am 10. Februar fiel unser Genosse Hermann Marquardt 10. Bezirk. Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bez. Borsigwalde Wittenau. Am Sonnabend, den 20. März, entschlief nach schwerem Leiden der Parteigenosse Franz Keichel Borsigwalde, Neue Ernststraße. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute nachmittag 4 Uhr von der Halle des Borsigwalder Friedhofes aus statt. Die Parteigenossen treffen fich um 3, Uhr bei Heider. Um rege Beteiligung ersucht 261/9 Der Vorstand. Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher usw. Filiale Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Lackierer Franz Keichel ( Sektion der Ladierer) am 20. März verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Dienstag, den 23. März, nachmittags 4 1hr, auf demt Gemeinde- Friedhof in Borsigwalde statt. NB. Die Kollegen treffen sich um 3 Uhr bei Heider, Reichstraße, Ede Ernststraße 5. Den Kollegen zur Nachricht, dak unser Mitglied, der Maler Friedrich Berg ( Bezirk Südost) am 19. März verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Dienstag, den 23. März, nachmittags 3, Uhr, auf dem ThomasStirchhof in Neukölln, Hermannstraße, ans statt. Um rege Beteiligung ersucht 138/29 Die Ortsverwaltung. schwerem Nach achttägigem Leiden starb am Sonntag früh meine liebe Frau und unsere gute Mutter 13645 Caroline Kemnitz im 68. Lebensjahre Die Beerdigung findet morgen Mittwoch, den 24. März, nachmittags 3 Uhr, auf dem Himmelfahrts- Kirchhof in Niederschönhausen- Nordend statt. Familie Kemnitz Schliemannjir. 28. Sozialdemokrat. Wahlverein Adlershof. Zentralverband der Steinarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Am 20. März starb unser Kollege, der Steinmey Gustav Fehlberg 49 Jahre alt, an Tuberkulose. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute nachmittag 3 Uhr auf dem Briger Friedhof, Chausseestraße, Ecke Triftstraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht 173/8 Die Ortsverwaltung. Fern von seinen Lieben fiel am 3. Februar mein guter Mann, meiner Kinder treusorgender, liebevoller Vater, der Erfahreservist August Reder im Alter von 28 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen Fran Ida Reber geb. Boy, Adlershof, Gertrud und Erich als Kinder, May Reder als Bruder, Miuna Hafemann) als Martha Blossei Schwestern, Albert Hafemann als Hermann Blossei Schwäger. Wie schwer war Dir das Scheiden Von uns, geliebtes Herz. Weißt nicht, was wir jekt leiden In tiefem, großem Schmerz. Bir baten alle Tage, ach febre bald zurück, Doch jezt nur eine Klage, vorbei ist unser( Blüc. Kurz war unfre Freude, tief ist mun unser Schmerz, Drum schlumm're fanft, Du treugeliebtes Herz, D nimmer, nimmer werden wir Dein vergessen. Du warst so jung, Du starb so früh, Ber Dich gekannt, vergißt Dich nie. 820 Ruhe sanft in fremder Erde! Zentral- Verband der Töpfer u. Berufsgenossen Deutschlands. Filiale Groß- Berlin. Nachruf. Am Donnerstag, den 18. März, ist unser Kollege, der Löpjer Karl Günther ( Bezirk Weißensee) im Alter von 61 Jahren einem Darmleiden erlegen. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung hat schon stattgefunden. 192/11 Der Vorstand. Nach Bejahung seiner Frage, ob ich Verbandsmitglied set, meinte[ werden, daß der Stand der Arbeitslosigkeit im Schuhmacherberuf er:" Da werden Sie ja wissen, daß die Anzulernenden aus dem fast als normal bezeichnet werden kann. In einzelnen Orten, eignen Personal entnommen werden müssen." Aber vorher wie Pirmasens, Weißenfels u. a. ist allerdings noch eine größere wußte das der Faktor noch nicht, trotzdem er bei der Unterredung Anzahl von Arbeitslosen, besonders weiblicher Mitglieder, vor= mit Herrn Wensfe zugegen war. Natürlich ging ich fort. Meine handen, während in anderen Orten entweder gar keine oder doch Kunst dauerte also eine ganze Viertelstunde." nur eine geringe Zahl von Mitgliedern, die das sonstige Maß nicht übersteigt, arbeitslos sind. Die Firmeninhaber ließen auch das ruhig geschehen; gewiß meil sie mit den maßgebenden Kreisen" nicht in Konflikt geraten wollten. Und so wie es bei dieser Firma geht, so ist es bei einer ganzen Anzahl in Schlesien der Fall, wo streng darauf gehalten wird, daß ein Verbandsmitglied nicht hincinkommt. Zur Illustrierung dieser Art des Burgfriedens bemerken wir, daß die freien Gewerkschaften unter sich die Vereinbarung getroffen haben, daß selbst beim Hebertritt zu anderen Berufen während der Kriegszeit jeder Arbeiter seiner bisherigen Organifation weiter anzugehören hat. Teuerungszulagen. Die Holz- und Metallsargfabrik von Morik Klee in der Stralauer Allee 22 hat ihren Arbeitern freiwillig eine wöchentliche Zulage von 2 M. gewährt. Dieses günstige Ergebnis des Belchäftigungsgrades ist darauf zurückzuführen, daß eine große Anzahl von Schuhfabriken- wie durch Umfrage festgestellt wurde, sind es 78 Militäreffeften: Tornister, Patronentaschen usw. anfertigt und daß die Militärverwaltung nach wiederholten Verhandlungen, die Genosse Simon als Vorsitzender des Schuhmacherverbandes mit derselben führte, durch teilweise Einschränkung der Herstellung in den Bekleidungsämtern der Privatindustrie größere Aufträge zugewiesen hat. Ausland. Die englischen Metallarbeiter und der Krieg. Anfang November machte durch die deutiche Partei und Die Berliner Velvet fabrik M. Mengers u. Söhne ver- Gewerkschaftspreffe eine Notiz die Runde, welche von einer beeinbarte mit ihrem Arbeiterausschuß die wöchentliche Zahlung von Lannten Korrespondenz verbreitet wurde und mitteilte, der General 1 M. Kriegszulage an alle Arbeiter, die eine volle Woche gearbeitet sekretär des englischen Verbandes der Eisen- und Stahlarbeiter, haben. Es kommen zirka 400 Personen in Betracht. Die Firma" verhältnismäßig eine der stärksten Gewerkschaften des Landes", zahlt auch jetzt noch wöchentlich an die Familien der im Felde habe ein Zirkular gegen die deutsche Konkurrenz verbreitet, in dent stehenden Arbeiter 3 bis 5 M. Unterstützung. Die Arbeitszeit ist für alle Beschäftigten des Sonnabends nachmittags um eine halbe „ Die Pflicht unserer Mitglieder während des Krieges besteht darin, bei der Ueberwindung der Deutschen auf wirtschaftlichem Stunde verkürzt worden bei Weiterzahlung der Löhne in der bisGebiete zu helfen.... herigen Höhe. Der Geschäftsgang ist leider nicht als gut zu bezeichnen, da durch die Maßnahmen Englands der Export nach Amerika unterbunden ist. es heißt: " Wie die Metallarbeiter 3tg." in ihrer letzten Nummer mitteilt, handelt es sich in Wirklichkeit dabei um eine verhältnismäßig un bedeutende englische Metallarbeiterorganisation. Es ist der„ Metalldem 1. April wieder in Kraft gesezt. Die Arbeitslosigkeit ist im schienenen Nummern der Verbandszeitschriften der bekanntesten Das Statut des Schuhmacherverbandes ist vom Vorstand mit arbeiter- 3tg." gelungen, einen Teil der seit Kriegsausbruch erSchuhmachergewerbe in den letzten Monaten erheblich zurückge- britischen Metallarbeitergewerkschaften zu erlangen. Die„ Metallgangen. Sic betrug am Ende der Kriegsmonate: Augustarbeiter- 3tg." hat darin zu ihrer Freude gefunden, daß diese Zeit22 Broz., September 11,6, Oftober 6,88, November 4,18, fchriften in durchaus anständiger Weise zum Kriege Dezember 3,45, Januar 2,07 und im Februar am Monatsschluß Stellung nehmen. 2,02 Broz. der Mitglieder. Wenn auch noch nicht der günstige Stand, wie er vor dem Krieg vorhanden war: so im Juli 1,5, Juni 1,3, Mai 1,3 Proz. erreicht wurden, so darf doch gesagt Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Former Rudolf Setzke gestorben ist. Ehre seinem Audenken! Die Einäscherung findet am Mittwoch, den 24. März, nachmittags 3 Uhr, im Krematorium, Gerichtstraße, statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Alzufrüh und fern von der Heimat und seinen Lieben starb Auch wir haben uns durch jene Korrespondenz über die Bedeutung des Vorganges täuschen lassen und geben deshalb auch die Mitteilung der„ Metallarbeiter- 3tg." wieder. Verband Lackierer, Bureau: Melchiorstraße 28, part. Fernsprecher Amt Mpl. Nr. 4787. der Maler, Anstreicher Filiale Berlin. USW. Arbeitsnachweis: Gormannstraße 13 Fernsprecher: Amt Norden 3791-97 Donnerstag, den 25. März 1915, abends 8% Uhr, Mitglieder- Versammlung den Heldentod, am 8. Februar im Gewerkschaftshause, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15( großer Saal). unser unvergeßlicher und inniggeliebter Sohn, Bruder und Schwager, der Gefreite der Reserve Wilhelm Zülsdorf im blühenden Alter von 26 Jahren. Dies zeigen an im tiefsten Schmerze Die untröstlichen Eltern, August und Richard als Brüder, im Felde, Auguste Bettin geb. Zülsdorf als Schwester, Ewald Bettin als Schwager, im Felde. Adlershof, Bismarditr. 52. Wie schwer war Dir das Scheiden Von uns geliebtes Herz, Weißt nicht, was wir jetzt leiden, In tiefem, großem Schmerz. Wir baten alle Tage, ach febre bald zurück. Doch jetzt nur eine Klage, vorbei ist unser Glück. Sturz war nur unsre Freude, tief ift run unser Schmerz, Drum schlumm're sanft Du treue geliebtes Herz. D nimmer, nimmer werden wir Dein vergessen. Du warst so jung, Du starbst so früh, Wer Dich gekannt, vergißt Dich nie. Du gutes Herz, ruh still in Frieden, Evig beweint von Deinen Lieben. In treuer Pflichterfüllung starb ant 21. Februar 1915 auf dem Schlachtfelde den Heldentod fürs Vaterland unser lieber, guter, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager, Enkel, Neffe und Cousin Willi Klose im blühenden Alter bon 24 Jahren. an Dies zeigen in tiefstem Schmerz Die trauernden Eltern, Geschwister und Verwandten. Gustav Klose und Frau. 13635 Wiedersehen" ist ein schönes Wort, Ist es nicht hier, so ist es dort; Sei es nun dort oder hier, Auf Wiedersehen" scheiden wir. " Ant 3. März starb im Lazarett infolge Kopfschusses unser lieber Freund, der Schlosser 21A Ludwig Herbold im Alter von 26 Jahren. Dies zeigen alt Familic H. Meier, Familie P. Seidel. Für die vielen Betveise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Neuwahl des Filialvorstandes. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Mitgliedsbach legitimiert. Die Ortsverwaltung. NB. Die Jahresberichte sind vom 17. März ab im Bureau, in den Bezirkslokalen und bei den Haustassierern zu haben. Wen Bekannten und Freunden, so wie dem Gesangsquartett für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, innigen Dank. 58M Emma Kula und Kinder. Erbschaft. Die Kinder und sonstigen Nachkom men der 1863 in Döhlau, Sr. Dsterode, Oftpr., verstorbenen Hosmannsfrau Heinriette Grunwald geb. Joost fommen als Erben der in Alt- Kelken berstor benen Frau Charlotte Joseph geb. Joost in Betracht. Ich ersuche sie, sich schleunigst schriftlich bei mir zu melden. Justizrat Astecker, Mohrungen, Ostpr. Kriegswaise gesucht von gut fituierter Familie, 138/ 19* Touristenverein Die Naturfreunde Ortsgruppe Berlin. Sigungen jeden 4. Mittwoch im Monat im ,, Berliner Klubhaus" Ohmstraße 2. TOURISTES DIE VEREIN ** RFREUNDE MATUR Durch die Mark Lichtbildervortrag mit 100 Bildern. Mandolinen- und Gitarren- Konzert Rezitationen am Sonntag, den 28. März 1915, 1/ 9* ohne Vergütung, Erziehung in der im Berliner Klubhaus, Ohmstr. 2( an der Köpenicker Str.) Familie. Der Waise wird Gelegen Eintritt 25 Pf.:: Einlah 7 Uhr: Anfang 8 Uhr:: Garderobe 15 Pf. heit geboten, etwas zu lernen. Desbalb wird möglichst gewünscht 9- bis 10 jähriger Junge. Sohn eines durch Krieg zum Ganzinvaliden gewordenen nicht ausgeschlossen. Angebote unter C.2 dieser Zeitung. Spezialarzt $ 1. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. konz. Laborat. j Blut: untersuchung., Fäden i. Harn usw. gegenüber Dr. Homeyer Friedrichstr. 81, anoptikum Spt. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. St. Jakobs- Balsam ( N Deutscher Arbeiter- Wanderbund „ Die Naturfreunde" ( Ortsgruppe Berlin). Sonntag, den 28. März 1915, im großen Saale des Gewerkschaftshaufes, Engelufer 15 ( Wiederholung wegen lleberfüllung des Saales bei voriger Veranstaltung) und Dresden die Sächsisch- Böhmische Schweiz. Vortrag mit 125 Lichtbildern vom Genossen Hugo Sinn. A) Ferien In Dresden - Dic Mit dem Dampfer nach Wehlen Bastei Durch die Schwedenlocher zum Hockstein Der Lilienstein Bad Schandau. Ueber die wilden Schrammsteine Um die Pfaffensteine zum Kuhstall. Hinterhermsdorf Links B) Das idyllische Kirnißschtal Obere Schleuse Zum Prebischtor Durch die Klamm nach Herrnskretschen der Elbe von Königstein nach Aussig Die Ruine Schreckenstein. -Vor dem Vortrag Konzert der Musikalischen Abteilung unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Reinhold Vorpahl. Hausmittel I. Ranges von Apotheker C. Trautmann, Basel. Bew. Eingetr. Schutzmarke. Heilsalbe für Wunden u. VerEintrittskarten a 20 f. find in der Geschäftsstelle Friz letzungen jeder Art, off. Beine, ruje, Mariannenstr. 11; eyje. Boyenstr. 19; Horsch, Engel Krampfadern, Brand- ujer 15; Sinius, Ritterstr. 123; BIanfenstein, Schillingstr. 17/18; schaden, Ausschl., Hämorrhoid., Strandt, Schivelbeinerstr. 40; im Gewerkschaftshaus, sowie am Freitag Flechten. In den Apotheken in der Generalversammlung zu haben. Einlaß 5 Uhr. Anfang pünktlich 6 Uhr. a M.1.60 Gen.- Depot: St. JakobsApotheke, Basel. Depots Berlin: König Salomoap, Charlotten- Freitag, den 26. März, abends 8%, 1hr, im Klubhaus", Ohmstr. 2. straße, Falkenap., Reichenberger Straße. Viktoriaap., Friedrichstraße, Reichsadler- Apotheke. Gr. Frankfurter Str. 134. 735b* + Fußheschwerden? empfehle nach Maß passend gearbeitete Stützeinlagen somie Bruchbandagen aller Art, Fritz Eichner Reibbinden, Stükforsetts usw., Artikel spreche ich im Namen der Hinter zur Gesundheits- u. Strankenpflege.* bliebenen meinen innigften Dant Pollmann, Bandagist, Margarete Eichner geb. llius. Berlin N, Lothringer Str. 60, aus. 28A Lieferant für Krankenkassen. General- Versammlung der Ortsgruppe Berlin. Eintritt nur gegen Mitgliedskarte. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung( siehe„ Wanderfreund") ist das Erscheinen aller Mitglieder notwendig. 1,8* Arbeiter Gesundheits- Bibliothek Jedes Heft 20 ′ Fig. Der Vorstand. Asthma mit Sustenanfällen und starker Ber schleimung findet wirt same Hilfe durch Reichels Echte Asthmatropfen, berühmt durch ihre Wirkung. Zahlreiche Erfolgsberichte. Fl. 2.50. Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr. 4. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Nr. 82. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dicastag, 23. März 1915. Verlustlisten. Die Berluftliste Nr. 180 der preußischen Armec enthält Berluste folgender Truppen: Generalfommandos des 1. Reservekorps, des 16. Armeekorps und des Korps P. Stab der 65. Inf.- Brig.; 2. und 4. Garde- Inf.- Reg.; 1. GardeKes. und 2. Garde- Ers.- Reg.; Garde- Gren.- Reg. Alexander; Gren.bzw. Inf.- bzw. Füs.- Regimenter Nr. 1, 2, 3, 8, 18, 20, 23, 28, 29, 33, 38, 43, 52, 59, 62, 65, 69, 73, 81, 84, 85, 91, 92, 93, 94, 96, 98, 99, 110, 111, 115, 116, 117, 135, 136, 141, 142, 143, 147, 148, 149, 151, 152, 153, 156, 157, 158, 160, 165, 170, 172, 173, 175, 176; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 2, 5, 15, 17, 19, 25, 26, 28, 37, 48, 49, 52, 55, 59, 61, 65, 87, 88, 99, 109, 213, 214, 217, 219, 221, 225, 226, 227, 229, 230, 231, 233, 236, 237, 250, 256, 272; Ers.- Inf.- Regimenter Nr. 7 der Brig. Hoffmann, 28 und Leimbach- Zerener; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 11, 18, 21, 22, 46, 52, 61, 77, 81, 84, 110; Landw.- Inf.- Bat. Bernburg; Brig.Grs.- Bataillone Nr. 13, 26, 27, 31, 43, 79, 80; Landst.- Bataillone Belgrad, Bochum, Bonn, 2. Braunsberg, I Breslau, 2. Bromberg, 1. Karlsruhe, IV Münster, Muskau, II Osterode, 3. Potsdam, I Schroda, Wohlau; Inselwache Sylt 2; Jäger- Bataillone Nr. 9, 11, 14; Res.- Jäger- Bataillone Nr. 3, 10, 11, 16, 21, 22; GardeMaschinengew.- Abt. Nr. 2; 2. Ers.- Maschinengew.- Komp. des 1. Armeekorps; Festungs- Maschinengew.- Abt. Nr. 1. Kürassiere Nr. 7; Dragoner Nr. 9, 18, 20, 24; Husaren Nr. 1, 17; Ref.- lanen Nr. 4; Jäger zu Pferde Nr. 3; Res-- Ers.- Est. des 17, Armeekorps; Landst.- Est. Muskau. Taschen zu auf dem Wochenmarkt. Postalisches. Die Versendung mehrerer Pafete mit Förmliche Raubzuge unternimmt eine Diebesbande, welche die einer Paketfarte ist für die Zeit vom 29. März bis cinWochenmärkte Groß- Berlins unsicher macht. Mit Vorliebe treten schließlich 3. April im inneren deutschen Verkehr nicht gestattet. die Diebe auf den Märkten im Westen in Tätigkeit. Und das hat Straßensperrung. Wie der Polizeipräsident bekanntgibt, wird auch seinen bestimmten Grund. Die Taschenmarder setzen voraus, die Dendlerstraße von Hausnummer 18/19 bis zur nördlichen daß die Hausfrauen, die im Westen wohnen, größere Geldsummen Bordschwellenflucht der Königin- Augusta- Straße wegen Pflasterungsbei sich führen als diejenigen in anderen Gegenden. Und sie haben arbeiten vom 30. d. Mts. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und anscheinend nicht unrecht vermutet. Ist es ihnen doch an den letzten Reiter gesperrt. Wochentagen geglückt, Hausfrauen, die in Steglitz, Wilmersdorf, Kleine Nachrichten. Auf dem Bahnhof vom Tode überrascht ferner auf dem Wittenbergplatz und auf anderen Wochenmärkten des wurde gestern morgen ein Kutscher Hübener, der auf der Durchreise Westens eingekauft haben, um Summen von 50, 100 m. und mehr Aufenthalt gehabt und sein Gepäck auf dem Schlesischen Bahnhof in zu erleichtern. Nebenbei betreiben die Diebe auch das Stehlen von Verwahrung gegeben hatte. Als er sein Gepäck zur Weiterreise abGaren, die sie in geschickter Weise von den Verkaufsständen ver- holen wollte, brach er vor dem Gepäckschalter an der Madaistraße Die Leiche eines neugeborenen schwinden lassen. Es handelt sich um eine wohlorganisierte Diebes- plöglich zusammen und starb. Knaben, eingehüllt in graues Backpapier, wurde in der Nähe des bande, die ganz systematisch vorgeht. Bahnhofs Oberspree von spielenden Kindern aufgefunden. Polizeierla gegen die Uniformen von Kindern. als unRadrennen im Sportpalast, 21. März. Die Polizeidirektion München hat eine Verfügung erlassen, Die vom Deutschen Radfahrerverband veranstalteten Wohldie auch in anderen Großstädten Interesse haben dürfte. Sie lautet: tätigteits- Radrennen boten wiederum gute sportliche Leistungen. Ju lezter Zeit mehren sich die Fälle, daß größere und kleinere Rütt war der Held des Tages, denn er gewann nicht nur beide Knaben in vollständiger Uniform auf der Straße herumgehen und Läufe des Zweikampfes Rütt- Lorenz, sondern auch mit seinem dabei manchmal Eiserne Kreuze und militärische Rangabzeichen Partner Weise das 100 Kilometer- Mannschaftsrennen. Eine zahltragen. Wie mehrfache Zuschriften an die königliche Polizeidirektion reiche Zuschauermenge, die nicht müde wurde, die Fahrer bei ihren Die Vorstößen durch Zurufe anzufeuern, umfäumte die Bahn. beweisen, wird die Neberhandnahme dieser Sitte Rennen, die ohne wesentliche Unfälle endeten, nahmen folgenden gehörig und nicht dem Ernst der Zeit entsprechend empfunden, Verlauf: zumal wenn die Kinder auch noch Militärpersonen durch Grüßen beFeldart. Regimenter Nr. 5, 16, 18, 19, 22, 37, 45, 83; Res.- lästigen. Die Eltern werden daher aufgefordert, ihren Kindern Feldart.- Regimenter Nr. 12, 13, 44; 1. Landst.- Feldart.- Batterie teine militärischen Uniformstücke und Rangabzeichen als Spiel zeug zu überlassen. Das Tragen des Eisernen Kreuzes und Fußart.- Regimenter Nr. 6, 9; Reſ.- Fußart.- Regimenter militärischer Rangabzeichen fann unter keinen Umständen geduldet Pion.- Regimenter Nr. 19, 20, 29; Pion.- Bataillone: I. und II. Nr. 2, II. Nr. 3, I. Nr. 5, I. Nr. 6, I. Nr. 8, II. Nr. 16, III. des 3. Armeekorps. Nr. 3, 5. Nr. 16, I. Nr. 26, I. Nr. 28, 44. Res.- Pion.- Komp.; FestungsScheinwerfer- Abt. der Feste Boyen. Armee- Telegraphen- Abt. Nr. 9; Feldluftschiffer- Abt. des 23. Reservekorps; Luftschiffhallen- Bau- Abt.; Festungs- Kraftwagenpart Königsberg i. Pr. Armierungs- Bat. Nr. 8. Garde- Ref.- Sanitäts- Komp. Nr. 2. werden." Wir haben erst fürzlich anläßlich der Auslassungen eines Pädagogen in der Bosssichen Zeitung" uns in ähnlicher abfälliger Weise geäußert, wie das die Polizeidirektion in München in ihrer Bekanntmachung tut. Haus und Schule sollten in der Abstellung solcher llebelſtände Hand in Hand gehen. Berliner städtisches Rettungswesen. Res- Fuhrpark- Kol. Nr. 85 der 4. Armee und Nr. 108; Ma Die städtischen Rettungsstellen in der Kommandantengazin- Fuhrpark- Kolome Nr. 50 des 25. Reservekorps; Fleischstraße 40 und am Spittelmarkt 2 werden Ende März im Kraftwagen- Kol. der 5. Armec. Hause Kommandantenstraße 80/81 vereinigt. Etappen- Sammel- Komp. Nr. 4 der 9. Armee. = * * Die Marine Verlust liste Nr. 22 wird veröffentlicht. Die württembergische Verlustliste Nr. 141 bringt BerIuste des Landw. Inf. Reg. Nr. 121; Gren.- Reg. Nr. 123; Ref.- Inf.Reg. Nr. 246; Res.- Inf.- Reg. Nr. 248. Aus Groß- Berlin. Wochenmärkte. Hei lewet noch! Die Berliner Markthallen haben ihn nicht untergekriegt. Es war eine idyllische Zeit, als auf dem Spittelmarkt rings um das ehrwürdige Spittelkirchlein die wegen ihrer losen Zunge gefürchteten Fischweiber saßen und an einem bestimmten Wochentage der ganze große Gendarmenmarkt mit Handelsbuden besät war. Auch auf dem Wedding plak, in Moabit und in anderen Vorstädten wurde regelmäßig ant zwei Wochentagen Markt abgehalten, der sich, wenn der freie Plat nicht ausreichte, bis weit in die Nachbarstraßen hinzog. Mit der Eröffnung der Markthallen, die den Wochenmarkt von den Straßen und Pläßen des Berliner Weichbildes verdrängten, brach eine neue Zeit an. Wie allem Neuen brachten die Berliner Hausfrauen anfangs auch den Markthallen und den„ Damen der Halle" reges Interesse entgegen, aber schließlich hat die Spekulation der Stadt weder der Entwickelung Berlins noch dem Geschmack der einkaufenden Frauen standgehalten. Die Rettungsstelle in der Kommandantenstraße 40 wird am 28. März, vormittags 8 Uhr, die am Spittelmarkt am 30. März, vormittags 8 Uhr, geschlossen. Die Eröffnung in den neuen Räumen in der Kommandantenstraße 80/81 findet am 30. März, vormittags 8 1hr, statt. Am 1. April d. J., vormittags 8 Uhr, wird im Hause Danziger Straße 36 eine städtische Rettungsstelle eröffnet. Zweckverband und Polizeipräsidium. Prämienfahren über 50 Runden. 25, 15, 10, 5 Mark; jede fünfte Runde eine Prämie von 3 Marf. 1.( Söb. 2. Steifel,%, Länge. 3. Grüneberg. 4. Hänsel. Brämien gewinnen: Grüneberg 4, Streuzel 3, Jackisch und Hänsel je 1. 13 Fahrer beginnen das Rennen. 3weikampf Rütt Lorenz. 200, 100 Mart. Zwei Läufe über je 10 Runden. 1. Lauf: 1. Rütt in 3 Min. 17 Sek. 2. Lorenz, doppelte Handbreite. Lorenz hat die Führung; in der lezten Runde geht Rütt vor 2. Lauf: 1. Rütt in 3 Min. 43 Sef. und landet einen inappen Sieg. 2. Lorenz. 1 2änge. Langsame Fahrt, bei der Lorenz wieder vorn ist; zu legt geht Stütt vor und gewinnt sicher. Lebhafter Beifall wird dem Sieger gespendet, der unter den Klängen von Deutschland, Deutschland über alles" seine Ehrenrunde fährt. " ; = 100 kilometer Mannschafts- Rennen. 400, 300, 200, 150, 100, 90, 80, 70, 60 Mart. 10 Entscheidungen. Jede 10 Kilometer eine Punktwertung. 1. Rütt Weise in 2 Std. 29 Min., 28 Punkte. 2. Stabe- Behrend 39 P. 3. Lorenz- Bauer 40 P. 4. Stellbrink- Wehliz 41 P. 5. Rudel- Schipte 48 P. 6. Hoffmann- Kruptat 50 P. 7. Häusler. Nettelbed 59 P. 8. Müller- Rädlik 77 P. 9. Arnold- Lewanow 79 P. und Saldow Patke. Vor dem Aufgegeben: Leblaff- Nowack Rennen legen die elf Baare eine Vorstellungs- Runde zurüd, bei der die bekannteren Fahrer mit Zurufen begrüßt werden. 11 Fabrer begannen dann das lange Rennen. Bei 10 Kilometer ist die Reihenfolge: Rütt, Lorenz, Stabe, Hoffmann, Häusler, Weblik, bei 20 Stilometer: Stellbrint, Stabe, Lorenz, Saldom, Hoffmann, Rült. Es erfolgt ein scharfes Rennen mit vielen Vorstößen 30 stilometer: Behlit vor Häusler, Stabe, Lorenz, Rütt, Saldot. 40 Kilometer: Rütt, Wehlik, Struptat, Rudel, Saldow, Lorenz, Häusler. Saldow wird reicher Beifall zu teil. Jir einer Stunde werden 41,600 stilometer zurückgelegt. 50 Stilometer: Stell brint, Häusler, Stabe, Rütt, Krupfat, Müller. Lorenz stürzt infolge eines Felgenbruchs; er fann aber das Rennen wieder aufnehmen. 60 Kilo meter: Behrend, Wehlik, Häusler, Rudel, Rütt, Lorenz. 70 Stilometer: Rütt, Lorenz, Schipke, Hoffmann, Stellbrink, Behrend. 80 Kilometer: Lorenz, Rütt, Hoffmann. Weise, dem Partner Rütts, wird reicher Beifall gespendet. In zwei Stunden wurden 81,200 Stilometer zurüdgelegt. 90 Kilometer: Stabe, Weise, Stellbrint, Rädlich, Lewanow. Neun Fahrer find noch im Rennen. Das Tempo verlangsamt etwas. Zuletzt geht es in voller Hast durchs Ziel. 100 Stilometer: Rudel, Rütt, Lorenz, Hoffmann Stellbrink. Die Punktwertung ergibt das oben angegebene Resultat. Die Sieger Rütt- Weise fahren eine Ehrenrunde. Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Wermuth und im Beisein des Oberpräsidenten von der Schulenburg trat gestern vormittag der Verbandsausschuß des Verbandes Groß- Berlin im Berliner Rathause zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um zu der auf der Tagesordnung stehenden Frage über die Kompetenz in Vertehrssachen Stellung zu nehmen. Es handelt sich dabei bekanntlich um die vom Polizeipräsidenten gegen gen die Vereinbarung des Aus- Berliner Adreßbuch. Der Nachtrag zum Adreßbuch 1915 cr schusses mit der Großen Berliner Straßenbahn verfügte Einstellung scheint Ende April und wird an alle Abnehmer der Hauptausgabe des Betriebes der T.- Bahn nach Charlottenburg. An der sehr ein- unentgeltlich verabfolgt. Um die größte Genauigkeit und Bollgehenden Erörterung beteiligten sich in lebhaftester Weise die Juristen. ständigkeit in den Angaben zu erreichen, werden alle Beteiligten Mitgeteilt wurde, daß die T.- Bahn am Freitag wieder eröffnet wird. spätestens bis zum 6. April, der Leitung des Adreßbuches, Zimmerdringend gebeten, Anmeldungen für den Nachtrag umgehend, neber den gefaßten Beschluß wurde vorläufig von allen Mitgliedern straße 36/41, zugehen zu lassen. strengste Verschwiegenheit beobachtet. Wie wir hören, wird sich der Berbandsausschuß noch in einer späteren Sizung mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen haben. Gegen das Kuchenbacken. Die nächste Versammlung der ostpreußischen Flüchtlinge findet statt: Mittwoch, den 24. b. Wits., nachmittags 4 Uhr, im großen Saale der Neuen Philharmonie, Köpenicker Str. 96/97. Der Vortrag wird dieses Mal behandeln den Wiederaufbau, besonders dic Elektrisierung Ostpreußens. Aus den Gemeinden. Das Backen von Kuchen- und Konditorivaren wird in letter Beit von den Aufsichtsbehörden mit großem Interesse verfolgt. Es werden Erhebungen angestellt über den Verbrauch von Materialien und es wird erwogen, in welchem Umfange Mehl zu diesen ProUm so bessere Geschäfte machten die Wochenmärkte hinter dukten verbraucht wird. Man will unter allen Umständen verStädtischer Kartoffelverkauf in Wilmersdorf. der Weichbildgrenze, die sich die ganzen letzten Jahrzehnte hindern, daß Kuchen- und Konditorwaren den Mehlverbrauch in Der Magistrat hat auf dem Grundstück Gasteiner Str. 18 cinen hindurch erhalten haben. Mit der Zeit ging man auch von erheblichem Maße steigern. Die Konditoren erklären, daß sie nur städtischen Kartoffelveriauf eingerichtet, der werktäglich von 9-12 dem Grundsatz, keinen Wochenmarft auf Berliner Gebiet zu geringe Teile Mehl verwenden, in größerem Maße dagegen Zucker, und von 4-6 11hr geöffnet ist. Die Ausgabe von 20 Pfund Kardulden, langsam ab. So besteht seit Jahren ein gut besuchter Mandeln und andere Zutaten, die einen großen Nährwert besitzen. toffeln zum Preise von 1,30 Wi. für je eine Woche erfolgt nach VorWochenmarkt in der Schlesischen Straße, allerdings auf einem Es besteht die Möglichkeit des Verbots des Kuchenbackens und Kuchen- zeigung einer von der Stadt ausgegebenen Kartoffelkarte, die jedem umbebauten Mietgrundstück, ein anderer an der Triftstraße bäcker und Konditoren sind sehr um ihre Existenz besorgt. Der polizei- Einwohner unentgeltlich von den Brotkommissionen ausgestellt wird. im Norden, an der Usedomstraße und an anderen Stellen. liche Sachverständige für das Konditor- und Bäder gewerbe, Hofkonditor Die Starten sind nicht übertragbar und wird deren Mißbrauch beHeute hat fast jede Vorortgemeinde, die an das Berliner Gaede, welcher in der verflossenen Woche im Auftrage der Berliner straft. Weichbild grenzt, ihren eigenen Wochenmarkt, auf dem es noch Konditorinnung zahlreiche Konditoreien in Berlin aufgesucht hatte, Etatsberatung in Wittenau- Borsigwalde. ziemlich idyllisch wie vor Jahrzehnten zugeht. Da brennt erlägt jetzt eine öffentliche Warnung an alle Berliner Konditoren, Die sonst übliche Vorberatung des Etats in einer Kommission am Maybachufer, wenn die Dunkelheit hereingebrochen ist, dahin lautend, die Gefahren des bevorstehenden Kuchenbackverbotes und Sonnabends die Frauen, die von ihrem Manne das nicht zu unterschätzen. Ferner macht er in dieser öffentlichen War- fand diesmal in öffentlicher Sigung statt, da die Gemeindevertretung Wirtschaftsgeld erhalten haben, in Scharen herbeiströmen, am mung darauf aufmerksam, daß nicht gedankenlos Konditorkuchen unter durch Einberufung von fünf Mitgliedern zum Heere erheblich zu sammengeschmolzen ist. Die dritte Abteilung wird gegen Schragen noch das Talglicht oder die Petroleumfunzel, und Verschwendung von Materialien und Zubehör in den Tag hinein wärtig nur durch den Genossen Straube vertreten. Die Genossen nur wenige Handelsleute haben sich zu einer Azetylenlampe hergestellt werden sollen, denn vielleicht ließe sich das in Aussicht Trapp und Liebelt stehen im Felde, und das Mandat des veraufgeschwungen. Und wer einen indiskreten Blick hinter die stehende Verbot des Kuchenbackens schließlich doch noch vermeiden, storbenen Genossen Wittchow dürfte erst zum nächsten Jahre wieder dürftigen Holz- und Leinwandkulissen wirft, wird noch über- wenn die Konditoren sich vorher schon Beschränkungen freiwillig bejezt werden. Wie der Bürgermeister Witte bei der Etatsall den vorsintflutlichen Kohlentopp" bemerken, der den in auferlegten. Endlich schlägt Hofkonditor Gaede eine allgemeine beratung erläuternd bemerkte, sind in diesem Jahre nur in den allerrespektive Erhöhungen dicke Tücher eingemummten Händlerinnen im Winter so un- Preissteigerung für gewisse Sorten von Konditorkuchen vor und notwendigsten Positionen Aenderungen vorgenommen worden. So erforderte der entbehrlich ist wie die wärmende braune Bunzlauer Kaffee- fordert am Schlusse seiner Ausführung energisch dazu auf, solche der Ausgaben Bauetat einen Zuschuß von 13 000 M., die Schulen erfanne. Selbst der Marktjargon lebt hier noch fast unverfälscht. Bäcker und Konditoren, welche gegen die Bestimmungen der Bundes- fordern 34 200 M.( 600 m. mehr als im Vorjahre), Die Man hört die saftigsten Berliner Kalauer, und der Schlächter, rats- und Magistratsverfügung verstoßen, rücksichtslos zur Anzeige Schuldenverwaltung 303 000 M. Zuschuß. Grundstücks- und Gebäudeder zuviel Knochen mitwiegt, erklärt gemütsruhig noch immer: zu bringen. verwaltung sind mit 4000 M. und das Elektrizitätswerk mit 6000 Mr. Bloß Ochsen behaupten, det de Ochsen keene Senochen in de Beene haben!" Man geniert sich mit Kraftausdrücken auch arzt Dr. L., der von seiner Geliebten durch zwei Schüsse schwer ver- industrieller Anschlüsse mit einem Ueberschuß von 14 500 Dr. Die Zu der Liebestragödie in Neukölln erfahren wir, daß der Zahn leberschuß eingestellt, die Wasserversorgung infolge größerer gar nicht, wenn das Publikum des vornehmen Westens auf legt wurde, noch lebt. Sein Befinden ist heute befriedigend. Eine Steuerverwaltung wird wie bisher 150 Proz. Zuschlag dem Winterfeldtplatz anrückt, um beim Einkauf ein paar Kugel, die in den Rücken eingedrungen war, ist bereits aus der aur Staatseinkommensteuer erheben, dagegen soll der Groschen zu sparen. Denn daß man auf dem Wochenmarkt er- Wunde entfernt. Die zweite ist noch im Unterleib und soll erst zuschlag zur Gewerbesteuer von 180 auf 200 Prozent heblich billiger kauft als anderswo, ist unseren Hausfrauen später durch einen ärztlichen Eingriff beseitigt werden. Dr. 2. ist erhöht werden. Wie der Bürgermeister hierbei erwähnte, würde aller Stände in Fleisch und Blut übergegangen. Da stehen übrigens nicht, wie es erst hieß, in einem Feldlazarett tätig ge- lieferungen wieder ausgeglichenen Wehrleistungen leichter ertragen die am Drte vorherrschende Großeisenindustrie, diese durch Kriegsunter freiem Himmel auch noch die Fischwannen, und manche wesen. Er hatte vielmehr seit Ausbruch des Krieges in Oldenburg können als andere Steuerzahler. Die Gemeindegrundwertsteuer bleibt modernen Fischweibchen haben aus dem Wortschatz ihrer Vor- eine Vertretung, die jetzt abgelaufen war. Die Verhaftete behauptet, auf 3,5 fir bebaute und 7 pro Wille für unbebaute Grundstüde bedaß sie beabsichtigt habe, auch sich selbst zu erschießen. Der Anblick stehen; 3500 Mt. sollen dadurch mehr aufgebracht werden. Der Krieg hat auch das Wochenmarktleben merklich beein- ihres Kindes jedoch, das sie in die Wohnung des Geliebten mitgemjazsteuer war für 1914 auf 70 000 M. angesetzt, hat aber nur nommen hatte, habe ihr im letzten Augenblick den Mut geraubt. 30-35 30 m. ergeben, deshalb sind für das flußt. Viele Standpläge Elieben leer, die Kartoffelhändler Deshalb sei sie mit dem seleinen entflohen. Batten eine Zeitlang den Verkauf gänzlich eingestellt. Wer auch nur 30 000 M. eingestellt worden. Das Verbands. drastisch hören, wie man über die Preissteigerung denkt und Der Diebstahl eines beladenen Möbelwagens beschäftigt die frankenhaus erfordert 8000 M. Zuschuß. Der Gesamt wie schwer den Unbemittelteren das Auskommen fällt, der Kriminalpolizei. Auf dem Güterbahnhof Wilmersdorf- Friedenau et at balanciert in Einnahme und Ausgabe mit 1060 000 m., kann auf dem Wochenmarkt die besten Erfahrungen sammeln. tam am Sonnabend ein Möbelwagen aus Mannheim an, der eine die Vermögensübersicht ergibt 8757 663 M. oder ein Wiehr von Wohnungseinrichtung im Werte von 8000 M. von Karlsruhe hierher 53 355 M. gegen das Vorjahr. Die Schuldenverwaltung 6436 000 Hier erplodieren die Gefühle im Meinungsaustausch. Immer brachte. Als aber die Leute erschienen, um den Waggon auszu- Mark, das sind 159 000 m. weniger als im Vorjahre. Das Ges wieder werden die Nickel umgedreht, ob's auch„ langt". An laden, wae er spurlos verschwunden. Er ist aber auch bis jetzt noch meindevermögen wird mit 2 321 000 M. bewertet. ein Eingehen der Wochenmärkte, die mehr wie je eine Not- nicht wieder ermittelt worden. Auch von den Möbeln hat man noch Publikationsorgan für die Polizei- und Gemeindeverwaltung wendigkeit sind, ist nicht zu denken. Die Gemeinde Schöne- feine Spur gefunden. Der Wagen trägt außer dem Namen des Eigen sind jetzt die in Tegel erscheinenden Wittenauer Nachrichten" be berg richtet vom April ab sogar drei neue Wochenmärkte ein. Itümers Jean Wagner die Nr. 24. stimmt worden. " Die neue Etatsjahr Als Auf Antrag des Gsnossen Straube beschloß die Vertretung, die Wintcrzulage von S M. beim Bezüge von Kriegsunterstützung auch weiter noch wäbrend der Dauer des Krieges durcb die Gemeinde als Teuerungszulage zu gewähren. Auch den Gemeindeunterbeamten ivird wäbrend des Krieges eine nionatliche Teuerungszulage von IS M. gezahlt. Von den sonstigen Verhandlungsgegenstäuden sei noch erwähnt, daß das Gemeinde-- und Privatackerland gegen Erstattung der Unkosten von einem Unternehmer mit Motorpflug umgepflügt und unter Verwendung des von der Gemeindegasanstalt gelieferten künstlichen Düngers den Pachtlustigen zur Verfügung gestellt werden soll.— Der Grundstücks-Akliengesellschast werden gegen eine Eni- ichädigung von 1 M. pro Quadratmeter 248 Quadratmeter Graben- und Wegeflächen übereignet, die für die Gemeinde ohne besonderen Wert sind._ Etatsberatung in Bernau. In der letzten Stadtverordnelenversammlung wurden zunächst drei Stadtverordnete in ihr Amt eingeführt. Alsdann bewilligte die Versammlung öSSS M. zur Unterstützung von Angehörigen der Kriegsteilnehmer, sowie SOCK) M. zur Unterstützung von Arbeitslosen. Sodann wurde der Etat für 1915 beraten, der in Einnahme und Ausgabe mit 475 000 M. abschließt. Von einer Erhöhung des Steuerzuschlages wurde abgesehen, da der Magistrat glaubt, mit den bisherigen Mitteln auszukommen. Die Einnahmen aus direkten Steuern find folgendermaßen veranschlagt worden: 130 Proz. ?inkommensteuerzuschlag: 80 262 M., 130 Proz. Zuschlag Forensen- steuer: 3042 M.. 180 Proz. Grundsteuer: 5130 M.. 180 Proz. Gebäudesteuer: 40 040 M., 180 Proz. Gewerbesteuer: 23 587 M. und 30 Proz. Betriebssteuer: 343 M. Die Biersteuer soll 4800 M., die Lustbarkeitssteuer 1000 M., die Umsatzsteuer 7200 M., die Hunde- steuer 2770 M. und die Reichswertzuwachssteuer 1000 M. bringen. Bei der Krankenhousverwaltung ist eine Einnahme von 44 328"M. vorgesehen. Die Forstnutzung soll eine Einnahme von 100 415 M. ergeben. Die wesentlichsten Ausgaben find 86 188.60 M. für die Volks- schule, 80 703,21 M. für die höhere Privat-Knaben- und Mädchen- schule, 57 682,00 M. für das Krankenhaus, 33 800,00 M. für das SLosserwerk, 32 588 M. für die Forstvcrwaltung, 54 020 M. für Be- soldung der Beamten und 11 472 M. für zurückzuzahlende Kom- munalsteuern. Die Versammlung beschloß ferner, noch sechs Faß Schmalz zum Preise von 120 M. pro Zentner zu kaufen. Steuererhöhung um 40 Prozent. Die Gemeindevertretung von Königswusterhausen be- schloß in ihrer letzten Sitzung zur Deckung des vorhandenen Etats- defizits von 128 600 M., die Zuschläge zur Einkommensteuer zu er- höhen. Bisher wurden 185 Proz. erhoben. Der Gemeindevorstand hatte die Erhöhung auf 200 Proz. beantragt. Die Sitzung ging aber darüber hinaus und beschloß, um den Grundbesitz etwas zu entlasten, 225 Proz. Einkommensteuerzuschlag zu erheben. Die Grundsteuer wurde für bebaute Grundstücke aus 4�2 und für un- bebaute auf 5°/z pro Mille des gemeinen Wertes festgesetzt. Kriegsfürsorge in Potsdam. In einer Denkschrift veröffentlicht der Magistrat der Residenz- ftodt Potsdam alle seine blsher aus Anlaß des Krieges getroffenen Fürsorgemaßnahmen. Für die Angehörigen der Kriegsteilnehmer bat die Stadt als Lieferungsverband bis Ende Dezember über 1821 Anträge auf Kriegsunterstützung zu entscheiden gehabt, die_ 1437 Ehefrauen, 2207 ehelichen, 58 unehelichen Kindern und 185 sonstigen Angehörigen zugewendet wurde. Hierfür sind 118 500 M. veraus- gabt. Von den städtischen Kassen find 145 Familienzahlungen von der Kriegsbesoldung im Felde steheirder Offiziere und Beamter ge- leistet worden. Auf die reichsgesetzliche Kricgsunterstützung hat in ollen Fällen der städtische Wohlfahrtsausschuß eine 100 Proz. betragende Zulage getvährt. Städtische Unterstützungen sind ferner dem notleidenden Handwerk, den: Kleingewerbe und Kleinhandel, und schließlich als Reisekostenzuschüsse den unbemittelten Arbeits- losen aus den bereitgestellten 300 000 M. zugebilligt worden. Auf die 1600 Anträge auf Gewährung einer städtischen Kriegsunter- jtützung sind 91 882 M. für monatliche Unterstützungen, 2777 Tc. für eimnalige und 3346 M. für Mietbeihilfen, ingesamt 08 005 M. ausgezahlt worden. Es wird an dem Grundsatz festgehalten, daß solche Unterstützungen nicht als„Armenunterstützungen" anzusehen sind. Die Familien der städtischen Beamten erhalten das volle Ge- halt vorbehaltlich der Anrechnung von sieben Zehntel der Offiziers- bcsoldung, die Familien der nichtbeamteten Angestellten der Stadt beziehen die Hälfte der bisherigen Vergütung. Die Zuschüsse der Stadt für die Bürgerspeisehallen, die Kaffeeküche, die Kinderhorte und Kinderspeisnugen und die Milchküchen erforderten 7778 M., die privaten Sammelsonds entnommen werden konnten. Die Pots- damer Aerzteschaft verpflichtete sich zur freien ärztlichen BeHand- Inug der nicht versicherten Angehörigen von Kriegsteilnehmern und Flüchtlingen. Die illahrungsmittelsürsorge der Stadt begann be- reits im Oktober mit der Verteilung von Kartoffeln an arme Pots- damer Familien, denen später auch andere Vorräte zur Verfügung gestellt wurden. Um die Bevölkerung vor einer NahrungSmittelnot zu schützen, wurden aus dem freiwilligen Fonds von 750 000 M. reichliche Vorvatseinkäufe gemacht. Aus der Gemeinde Eichwaldc. Bei der am 21. März voll- zogenen Wahl zur dritten Klasse der Genieindevertretung wurde Genosse Karl B r ü s ch k e mit 53 von 57 abgegebene» Stimmen gewählt._ Soziales. Äriegswochenhilfc und die Hebammen. Nach der Bundesratsverordnmig vorn 3. Dezember 1914 über die Äriegswochenhilfe haben die Krankenkassen den Wöch- nerinnen, die Kassenniitglieder oder Ehefrauen von kranken- versicherten Kriegsteilnehmern sind, einen einmaligen Betrag zn den Kosten der Entbindung in Höhe von 25 M. zu zahlen. Dieser Zuschuß ist bei der Entbindung und ohne Rücksicht auf die Höhe der Kosten im Gesamtbeträge fällig. Diese Verordnung haben sich verschiedene Hebammen unberechtigter- weise zunutze gemacht, indem sie den ganzen Betrag für sich in Anspruch nahmen, Die Hebammen behaupten den Frauen� gegenüber, die meist ununterrichtet.sind, daß die gesamten 26 M. für sie be- stimmt seien. Diese Annahme ist jedoch falsch.— Der Zuschuß zu den Entbindungskosten soll vielmehr auch zur Deckung etlvaiger Arztkosten und vor allem für die unentbehrlichen Anschaffungen bei einer Entbindung dienen. Die Hebammen haben höchstens 7,6V bis 9,60 M. und in anormalen Fällen 12 bis 14 M. zu erhalten. Außerdem können sie für einen Tagesbesuch 1 M. und für einen Nachtbesuch 2 M. berechnen. Alle Mehrforderungen sollten abgelehnt werden. Gerichtszeitung. Recht der Ausländer im Kriege. Wiederholt hat dqs Reichsgericht betont, daß es deutschem Recht widersprechen löllrde, die Angehörigen fremder Staaten für rechtlos zu halten, mit denen wir uns im Kriege befinden. Den in Deutschland sich aushaltenden Ausländern stehen vor Gericht dieselben Rechte zu wie vor dem Kriege. Denselben Grundsatz hat das- Kammergericht bekakigt. Dabei ist dargelegt, daß auch der Bundesrat dieselbe Ansicht teilt. Britische Staatsangehörige, die im Inlands wohnen, find nach einem von den„Bl. f. Rpsl." mitgeteilten Urteil des Kammer- gerichts trotz des gegen England ergangenen Zahlungsverbots tlagcbcrcchtigt. DaS Landgericht hatte auf Grund der Verordnung vom 30. September 1014 den Klageanspruch zurückgewiesen. Das Urteil des Kammergerichts führt dagegen aus: Der Umstand, daß der in Deutschland wohnende Kläger britischer Staatsangehöriger ist, steht der Geltendmachung des Wechsels gegen den Beklagten nicht entgegen. Die Verordnung vom 30. September 1014 verbietet Zahlungen nach Großbritannien und Irland oder den britischen Kolonien und auswärtigen Besitzungen, aber nicht Zahlungen an Angehörige dieser Länder schlechthin. Dies ergibt sich sowohl aus § 2 Abs. 1, Satz 1, der nur von natürlichen oder juristischen Per- sonen handelt, die in einem jener Länder ihren Wohnsitz oder Sitz haben, als aus§ 5 daselbst, der sogar eine im Inland erfolgende Erfüllung von Ansprüchen erlaubt, die für die in jenen Ländern wohnenden Personen im Betrieb ihrer im Inland unterhaltenen Niederlassungen entstanden sind. Für die Annahme, daß die mit der Klage geforderte Zahlung an den in Deutschland wohnenden Kläger eine nach dem durch die Verordnung betroffenen Auslande zu leistende Zahlung sei, bietet der Sachverhalt keinen Anlaß. Ein Heiratsschwindler. Der„Arbeiter" Alfred Müller erhielt gestern wegen einer niederträchtigen Handlungsweise gegenüber einem armen Dienstmädchen eine schwere, aber wohlverdiente Strafe. Der Angeklagte hatte sich einem Dienstmädchen 3t. mit dem üblichen Vorgeben, ernstliche Heiratsabsichten zu haben, genähert und dann verstanden, dem vertrauensseligen Mädchen nicht nur die mühsam erarbeiteten Ersparnisse vieler Jahre, sondern auch längere Zeit hindurch ihren Monatslohn in Höhe von 28 M. abzu- knöpfen. Angeblich brauchte er die Gelder, die nach und nach bis zu einer Gesamtsumme von zirka 1000 M. anschwollen, zur Be- gründuug eines Zigarrengeschäfts und als seine hierauf bezüg- lichen angeblichen Bemühungen fehlschlugen, zur Verwirklichung anderer geschäftlicher Pläne. MS das Mädchen krankheitshalber in ein Krankenhaus übersiedeln mutzte, wußte er noch Mittel und Wege zu finden, um sich unter falschen Vorspiegelungen in den Besitz ihrer sonstigen Habseligkeiten zu setzen. Das Gericht ver- urteilte ihn zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Schwindel durch's Telephon. Als Spezialist auf dem Gebiete des Telephon- s ch w i n d e l s ist der Händler Paul Rasche tätig, der gestern unter der Anklage des vollendeten Betruges in fünf und des versuchten Betruges in zwei Fällen vor der 1. Strafkammer des Landgerichts I stand. Der wegen gleicher Straftaten schon vorbestrafte Angeklagte hat sich folgende Schwindelmethode zurechtgelegt: Durch das Studium des Adreßbuches stellt er fest, welche Gewerbetreibende neben ihrem Hauptgeschäft noch Filialen unterhalten; durch weitere Nachfor- schungen verschafft er sich Kenntnis davon, welche Filialen von weiblichen Personen geleitet werden, und an diesen verübt er seine betrügerischen Manöver. Als„Schlossermeister Kern" teilt er ihnen durch den Fernsprecher mit, daß er durch einen besonderen Boten an die Filiale ein Paket mit elektrischen Birnen abliefern werde, die durch das Hauptgeschäft angeblich bestellt seien. In den zur Anklage gestellten Fällen erschien dann auch bald ein Junge mit dem angekündigten Paket und erhielt in fünf Fällen anstandslos den Betrag der quittierten Rechnung, den er an den in der Nähe wartenden Angeklagten abzuliefern hatte, ausbezahlt. In zwei Fällen ist es beim Versuch geblieben. Sein Geschick ereilte den Angeklagten am 15. Januar in Neukölln, wo er fich auf die an- gegebene Weise bei einem Bäckermeister in Neukölln 24 M. er- schwindeln wollte. Er wurde vom Gericht zu 2 Jahre» 2 Monaten Gefängnis verurteilt._ Ms Industrie und Handel. Kriegsgewinue. Die Mix u. Genest A.-G., deren Dividendenerhöhung von 4 auf 12 Proz. wir schon mitteilten, veröffentlicht ihren Geschäfts- bericht. Die Beschäftigung war derart lebhaft, daß das Unter- nehmen nur durch schnelle Anpassung des Betriebes an die durch den Krieg gestellten Anforderungen allen Austrägen gerecht werden konnte. Durch die Krieqslieferungen wurden bedeutende Umsätze er- zielt. Der Betriebsüberschuß betrug 1 848 804 M., sonstige Ueberschüsie erbrachten 232 501 M. Zu Abschreibungen wurden 368 087 Mark gegenüber 153 053 Mark im Vorjahr ver» wandt. Der Reingewinn beträgt 1 201 723 Mark gegen 203 056 Mark im Vorjahre. Die Dividende erforderte 504 000 M. gegen 168 000 M. im Vorjahre. Einer Spezialreserve wurden 400 000 M. zugeführt. An Tantiemen und Gratifikationen wurden 107 224 M. gegen 34 103 M. gezahlt. Der Unterstützungs- fonds erhält 100 000 M. gegen 6000 M. im Vorjahre. Die Pongs-Spinnereien und Webereien erzielten im Jahre 1014 einen Reingewinn von 122 671 M. Im Vorjahr betrug der Verlust 120 352 M. Nach dem Geschäftsbericht war die Be- schäftigung in den ersten sieben Monaten flau. Der Krieg brachte gute und lohnende Aufträge. Ms aller Welt. Bismarck und Hindenburg. Unter diesem Titel veröffentlicht der„Erfurter Allgemeine An- zsiger* Nr. 79 vom 20. d. Mts. einen Aufsatz eines Herrn Biet). Allerlei Parallelen werden gezogen und es heißt da unter anderm: „Beide haben sie im Blicke die ernste und bannende Stern- gewalt, den echt deutschen Gegensatz von hartem Tatwillen und weichem Zartgefühl, das bei Bismarck io oft zu feuchtem Schimmer sich verklärt. Beiden steht die unerschütterliche Treue pupillarisch im Auge. Beiden zuckt aber auch um den Mund der stolze Trotz, der so gar nichts von Geschmeidigkeit loeiß und�die eigene Würde unverletzlich hütet. Beiden liegt auf der Stirn ein Gewölk von Ernst und gelassener Entschlossenheit. Aber während es in Bismarcks Antlitz wetterleuchtet wie Wolkenzorn, vor dessen Schloßengeprasiel alle Hammel sich zu Klumpen ballen, gleicht Hindenburgs Bild einer Landschaft, über die hinler abziehendem Unwetter und vergrollendem Donner be- reits wieder die Sonne fröhlichen«chalksinnes huscht. Bismarcks Humor hatte allezeit etwas von Urzeitwucht, die mit Felsblöcken zerschmettert. Hindenburgs Lächeln erregt den brennenden Wunsch. ihm lie Hand drücken zu dürfen. Und doch bleibt auch er immer, wie eine Herrin ihn mir dieser Tage schilderte,„riesig ge- mütlich uud furchtbar nett". Als Bild wirkt ja die seelenvolle Schilderung sehr plastisch, be- sonders die Gewilterlandschast mit dein„Schloßengeprasiel" aber das mit den„klumpenballenden Hammeln" hätte doch nicht kommen dürfen!_ 300 spanische Auswanderer ertrunken. Die Agence Havas meldet ans AlgeciraS: Seit zwei Tagen wütet ei« furchtbarer Stur« au der Küste. Hunderte von Schiffen aller Nationalitäten flüchtete« i» die Bucht von AlgeciraS. Bier«it spanischen Auswanderer» besetzte Barken»enterten. Die Zahl der Ertrunkenen wird auf dreihuudert g c- schätzt._ Ein schöneS Beispiel kameradschaftlicher Treue zweier Bayern. Uns wird berichtet: Am Morgen des 3. Oktober erhielt eine Patrouille von fünf Mann den Auftrag, die französische Stellung in der Nähe des Dorfes L. in den Vogesen zu erkunden. Der dickte Nebel verhinderte jede Aussicht, so daß sich die fünf Mann, als eine bessere Beobachtung möglich wurde, in unmittelbarer Nähe eines vom Feinde besetzten Schützengrabens befanden. Der Befehl war ausgcfühn, aber die Patrouille in einer äußerst gefährlichen Lage. da das Gelände nur geringe Deckung bot. Unter heftigem Feuer ging es zurück, der Führer als letzler eine Strecke hinter seinen Leuten. Er brach sehr bald durch einen Schuß in den Unterleib schwer verwun- det zusammen und wäre unrenbar verloren gewesen, wenn ihm nicht sein Kamerad. Sebastian Schöll, aus Winden bei Gading sBayern). zu Hilfe gekommen wäre. Er lies im dichtesten Kugelregen zurück und versuchte, den Verwundeien kriechend hinter sich her zu schlerfen, bis er schließlich ganz erschöpft Halt machen mußte. Beide schienen verloren. Diesen Vorgang bemerkte der an der Palrouille unbeteiligte Unlerosfiz'er Jobann Reingruber aus Roth bei Nürn- berg, ohne Zögern verließ er seine Deckung, lief im ieindlicheu Schützenseuer über eine kahle Wieie und erreichte die beiden. Mit vereinten Kräften gelang es, obwohl fortgesetzt beschossen, den Ver- wundeten in Sicherheit zu bringen. Diese schöne Tat kameradschaft- licher Treue ist durch Verleihung der Mililärverdienstmedaille an- erkannt worden. Die gerettete Gans. Aus Rom wird uns vom 13. März geschrieben: Zweiundsechzig Tage nach dein Erdbeben haben die Trümmer von Avezzano noch ein lebendes Geschöpf herausgegeben: eine GanS. Gegen Abend, als daS Treiben in der zerstörten Stadt zur Ruhe gekommen war, hörten einige Leute in der Nähe der Via Napoli erfiickleö Wimmern: sofort wurden die Carabinieri herbeigerufen, die sich gleich an das Durchsuchen der Trümmer machten. Unter einem großen Haufen Holzwerk fand man, ganz von der Außenwelt abgeschnitten, eine lebendige Gans. Mit Sorgfalt zog man das arme Tier hervor und wärmte und fütterte es. Soweit fich feststellen ließ, hatte sie nichts Eßbares in ihrer Nähe. Das Tier ist jetzt nur noch ein Gestell von Knochen und Federn, das nicht viel mehr wiegt als eine Taube, nämlich 600 Gramm. Die Leute, die sie gerettet haben, schlagen vor, das Tier bis zu seinem natürlichen Ende im Zoologischen Garten Roms unterzubringen. Uebrigens wurde aus den Trümmern von Messina nach 102 Tagen ein lebender Hund geborgen, der in ein porzellangeiäfeltes Badezimmer ge- schleudert worden war und dort von Aepfeln und Wein gelebt hatte, die durch irgend einen Zufall in sein Gefängnis gelangt waren. Parteiveranstaltungen. Steglitz- Friedenau. Heute abend g Uhr findet im Jugendheim, Kniepdosstratze 59 in Steglitz, der zweite Vortrag des Kuttus:„Die jüngste Phase der kapitalistischen Entwicklung" statt. Vortragender: Ge- nosse H. D u n ck e r. Eintrittspreis 10 Pf. Der dritte Bortrag findet Dienstag, den 6. April, statt. grauen-Lefeabenöe. Waidmaunslnft. Mttwoch, den 24. März, abends 8'/. Uhr, im „SchweizerhauS", Dianastratze. Vortrag der Genojsm Wartha Arendfec. Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Nicder-Schönhausc». Heute nachmittag 6 Uhr im Rathause. Mariendorf. Mittwoch, den 24., und Donnerstag, den 25. März, nachmittags ö Uhr, im RathauS-SitzungSsaole, Kaiserstratze. Diese Sitzungen sind öfsenlNch. Jever GcmcindeangchSttge iß be- rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Briefkasten üer Redaktion. Die juristischi Sprcchswlids findet für Abonnenten Lindcnftr. 3, IV. Hos rechts, parterre, am Montag bis Freitag bon 4 513 7 Uhr, am Sonnabend von b bis 6 Nhr statt. Feder für den Brieflasten bestimmten Antrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsauitlung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Vertrage, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. B. 22. Das ist eine freiwillige Zuwendung des Unternehmers, auf die kein klagbares Recht besteht.— A. K. 70. Nein.— 31. 7. Anspruch aus Sterbegeld beste t nicht.— Landsturmmusiker. Sie können Ihren Wunsch bei der Stellung vortragen, ob er Berücksichtigung linden wird, können, wir im voraus nicht sagen.— H. W. 13, Lichtenberg. Mündliche Abmachungen gelten zwar: treffen Sie aber die neuen Ver- einbarungcn lieber schriftlich, damit kein Streit darüber entstehen kamr. Wenn Sie vereinbart haben, wohnen zu bleiben, kann der Wirt nicht aus Räumung der Wohnung zum 1. April bestehen. Schaffen Sie sich aber bald Gewitzheit darüber, wie es mit Ihrem MietSoerbältnis fleht.— G. M. 59. 1. Die Umlragung mutz beim Grundbuchrichter vorgenommen werden. 2. Sic werden Umsatzsteuer zu zahlen haben.—(£. S. 82. Im Falle der Verheiratung würde Ihre Frau, nicht Ihre Mutter Unterstützung bekommen. Ihre Mutter würde sür den Bruder, der für den Unlerball gesorgt hat, 12 M. monatliche Unterstützung bekommen; Mietsunterstützung ist bor der Steucrkaffe zu beantragen.— M. 2. 71. Kann eingezogen werden.— E.-t». 49. 1. Wenn zweifelsfrei vereinbart ist, datz Sie nichts nachzuzahlen haben, hat der Wirt gegen Sie keine Forderung. 2. Ja. Sie mutzten dann aber aus Herausgabe des Möbelstückes klagen. 3. Wenn das unter 1. Gesagte zutrifft, hätten Sie Aussicht, mit der Klage durch- zukommen. 4. Ja. 5. Gezwungen können Sie dazu nicht werden, es würde fich aber empfehlen, den Versuch zu machen.— H. M. 1. Geringe PletlfutzbUdung, aber dienstfähig.— G. 2. 08. Wenden Sie fich schon lieber an einen Rechtsanwalt.— W.$. 16. Oktober. Nein.— P. 3. 88. New.— Emil 32. Landsturm ohne Waffe, Arbeitssoldat. Amtlicher Marktbericht der städtischen Marttballen-Direktion über den Grotzhandel m den Zentral-Markthallen.(Ohne Verbindlichkeit.) Montag, den 22. März 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsen. fleisch la 84—97, do. Da 76—84, do. Uta 67—76; Bulleirfieisch la 79—89, do. IIa 75— 78; Kühe, fett 65— 71, do. mager 52—62, do. dänische 50— 60; Fresser 60—73, Fresser, dänische. 55— 65, Bullen, dänische, 60— 72; Kalbfleisch, Doppcllcrider 125— 135; Mastlälber la 82— 105, do. IIa CO— 00; Kälber ger. gen. 50- 70. Hammelfleisch: Mastlämmer 100— 105; Hammel la 94—99, do. IIa 89—94; Schafe 95— 100. Schweinefleisch: Schweine, fette 00—00, sonstige 90— 117, dän. Sauen 73—75, dän. Schweine 76— 85.— Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Daberiche 50 kg 0,00; weitze Kaiserkronen 0,00; Magnum bonurn 6,00—6,50; Wöstmann 0,00; Porree, Schock 1,50— 2,50; Sellerie, Schock 5,00— 10,00; Spinat 50 kg 30,00— 35,00; Mohrrüben 7,50— 8,50; Wirsingkohl Schock 9,00— 15,00; Wirsingkohl 50 kg 9,00—10,00; Weitzkohl Schock 9,00—15,00, Wottzkohl 50 kg 10,00—11,00; Rotkohl. Schock 9,00—16,00; Rotkohl 50 kg 10,00 bis 12,00; Grünkohl 50 kg 20,00—24,00; Kohlrüben Schock 6,00—14,00; Teltvlvcr Rüben 50 kg 12,00—16,00, Märkische Rüben 50 kg 8,00—18,00. Rosenkohl 50 kg 35,00—40,00, Meerrettich Schock 6,00—14,00; Petersilienwurzet schockbmrd 4,00—6,00; Zwiebeln 50 kg 16,00— 18,00, Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 8,00— 14,00. Radieschen Schockbund 4,00— 5,00. Waldmeister Mandel ILO— 1,80. Apfelsinen: italienische 50 kg 16,00—19,00, dito 200 Stück 12,00, dito 300 Stück 11,00—13,00, Murcia 200 St. 15,00—18,00, dito 300 Stück 15,00—18,00, Messina 160 St. 11,00-14,00, 200 St. 12,00-14,00, 300 St. 10,00—15,00. Messina Blut. 80 St. 8,50—9,00, do. 100 St. 7,00- 9,00, do. 150 St. 8,00—11,00. Spanische 420 St. 25,00—35,00, do. 714 St. 35,00—40,00, do. 1064 St. 40,00—42,00, do. 420 St. large 30,00—40,00. Wetteraussichter, für das mittlere Norddentfchland bis Mittwochmittag: Etwas wärnrer, vorwiegend heiter und trocken. Später im Westen sowie im östlichen Küstengebiete ivicder zunehmende Bewölkung, aber noch kemc erheblichen Ntederschläge.