Nr. 83. 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis, pränumerande: Bierteljährl 3,30 Mt.. monatl. 1,10 möchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pa. Bost 21bonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost- Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2.50 Mart. für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Suremburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 60 Big.. für politische und gewerkschaftliche Boteins. und Bersammlungs Anzeigen 30 Big. Kleine Hnzeigen", das feitgebrudte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Borte), jedes weitere Bort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan geigen das erste Wort 10 Pig., jenes meitere Wort 5 Bfg. Worte über to Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächte. Nummer müssen pis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplas, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 24. März 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Anhaltende Kämpfe in den Karpathen. Zum Fall von Przemysl. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Die zweite Kriegsanleihe. Die letzten Tage vor der Kapitulation. Amtlich. Großes Hauptquartier, den Wien, 23. März.( W. T. B.) Der Kriegsberichterstatter der 23. März 1915.( W. Z. B.) „ Neuen Freien Presse" meldet über die letzten Tage von Prezemifl: Die Ereignisse von Przemysl haben sich rascher abgewide It, als man allgemein erwartetc. Am wiesen. Das Ergebnis der Zeichnung auf die zweite Kriegsanleihe übersteigt noch die gehegten Erwartungen: es jind, vie amtlich gemeldet wird, rund 9 Milliarden Mark gezeichnet worden. Affs im September die erste Kriegsanleihe aufgelegt abge- wurde, boten die Geldeigner dem Reiche 4½ Milliarden Marf an( genau 4 460 728 900 m.). Es war damals die wirtschaftliche Lage noch wenig geflärt und die Kapitalisten waren wohl unschlüssig, wie sie über die verfügbaren stapitalien dis Sebt bonieren sollten. Jest zeigen sie sich in viel höherem Maße machen und bieten dem Reiche den doppelten Betrag von geneigt, von der glänzenden Kapitalanlage Gebrauch zu Leihfapital, als das erstemol. Westlicher Kriegsschauplatz. Zwei nächtliche Angriffe der Franzosen bei Freitag hatte die Bejagung noch einen Ausfall nach Osten unter- Carency nordwestlich von Arras wurden nommen. Feldmarschalleutnant v. Tamassy mußte sich aber neuerdings überzeugen, daß Przemysl von einem undurch= dringlichen russischen Fortgürtel umgeben war. Die Ruffen griffen nun gestern und vorgestern von Norden und Esten an, wo sie sich im Dezember ſchon des Stützpunktes Na Gorach hemächtigt hatten. Der Angriff wurde von der Besäßung blutig abgeivehrt. Unsere Artillerie verschoß noch so viel Munition, wie irgend möglich war. Unterdessen wurden die wichtigsten Teile der 11mwallung, soweit die Sprengmittel ausreichten, zerstört. Heute früh begab sich ein Parlamentär des Festungskommandos zum Sommandeur der Belagerungsarmee, um die Modalitäten der 11cbergabe zu vereinbaren. Schon der letzte Ausfall hatte eine In der Champagne nahmen unsere Truppen einige erfolgreiche Minensprengungen vor und schlugen einen Nachtangriff nördlich von Beau Sejour ab. Kleinere Vorstöße der Franzosen bei Combres, Avremont und Flirey hatten keinen Erfolg. Um den Vorgang zu würdigen, muß man folgende Memente beachten. Die Kreditgewährung an den Staat iſt por allem eine Sache des Vertrauens an seine Zahlungsfähigkeit. Der zweite entscheidende Faftor ist die rein geschäftliche Gr Ein Angriff gegen unsere Stellungen nord- mwägung über die Rentabilität der Kapitalanlage. Trittens fällt ins Gewicht die Lage des Geldmarktes, das Berhältnis zwischen Nachfrage und Angebot von Leihfapital. arge Entkräftung der sparsam ernährten Leute erzeugt, Serankheiten öfflich von Badonviller brach mit schweren Verin der Festung taten das übrige. Die Besabung bestand aus der Werscheker Honveddivision von Tam assy, aus lusten für den Feind in unserem Feuer zuostgalizischer Landwehr, dem galizischen und ober- sammen. Das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit des Reiches ist in Kriegszeiten eine Frage der Zuversicht auf günstigen Mus gang des Krieges. In September vorigen Jahres mor die age meniger gefiärt als heute. Die deutionen Truppen batten den Krieg in Feindesland getragen, aber noch moren ungarischen Landsturm, Wiener Festungsartific= Auf Offende warfen feindliche Flieger rie, niederösterreichischen Landsturmformatio= nen und Festungsartillerie, endlich aus einent wieder mehrere Bomben ab, durch die kein taillon ungarischer Festungsartillerie. Das Ver militärischer Schaden angerichtet, angerichtet, dagegen sie Dinge unsicher. Jezt dauert der„ Positionsfrieg" bereits hängnis Przemysls war in allen Stadien der Operationen das mehrere Belgier getötet und verlegt wurden. seit Monaten. Daß es, den Verbündeten gelingen sollte, dic schlechte Wetter. Ende September und in den ersten Oktobertagen, Ein französischer Flieger wurde nordmest- ofitionen der deutschen Truppen im Westen und im sten während die Festung die Retabilierung unserer Armeen deckte, indem sie immense russische Kräfte auf sich zog, verschlechterten sich lich von Verdun zum Absturz gebracht, ein mit durchbrechen und in Deutschland, einzudringen, scheint nicht die galizischen Straßen bis zum Hindernischarakter; infolgedessen zwei französischen Unteroffizieren besetztes Flug- günstigen Friedensschluß größer geworden sind. Die größere wahrscheinlich. Damit ist gesagt, daß die Chalicen apf einen ten und Stranten statt ins Hinterland zunächst nach der Zeitung zeug bei Freiburg zur Landung gezwungen, die abzuschieben. Sie belasteten den Verpflegsstand, ja Insassen wurden gefangen genommen. man mußte die Feldarmee zum Teil aus den Festungsdepots verpflegen. Die Eisenbahnverbindung konnte erst am 25. Oftober hergestellt werden. Die Straße nach Sanok war nämlich am war man während der Schlacht am San gezwungen, die VervundeDeftlicher Kriegsschauplatz. Zuversicht hat also jedenfalls bewirkt, daß die Geldeigner dem Reiche, mit größerer Bereitwilligfeit ihr Kapital zur Berfügung stellen. Daß das Reich seinen Verpflichtungen nach fommen, daß es die fälligen Zinien prompt zablen wird, wenn es den Krieg siegreich besteht, darüber fann ja fein Auf der Verfolgung der aus Memel ver- weifel sein. Wie diese Zahlung ermöglicht wird, wer ſchlich 3. November ſchon wieder vom ruſſiſchen Geſchütz bestrichen. Der triebenen Russen nahmen unsere Truppen lich die Lasten zu tragen haben wird, das fümmert vorerst militärische Wert von Przemysl sant im Laufe der Zeit immer mehr. Zuleht konnten die Russen, gestützt auf den eigenen neuen Russisch- Krottingen und befreiten über 3000 die Gläubiger nicht. Was die Rentabilität der Kapitalanlage anbetrifft, fönnen Fortsgürtel und einer faum mehr ausfallfähigen Bejasung gegen deutsche, von den Russen verschleppte Ein- die Geldgeber zufrieden sein. Seit Jahrzehnten, ist den Kopiüber mit sehr dünnen Zernierungslinien auskommen. Zum zweiten wohner. talisten nicht mehr eine Kapitalanlage geboten worden, die Male war es in der letzten Januarwoche, wo die allgemeine OffenRussische Angriffe beiderseits des Orzyc bei vollständiger Sicherheit eine Berzinsung des Kapitols.mit five unter dem in den Karpathen hereinbrechenden furchtbaren über 5 Proz. sichert. Dabei ist ihnen diese hobe Berzinsung für zehn Jahre garantiert, denn die Anleihe ist bis 1924 infündbar, fann also nicht früher zurückgezahlt und auch nicht fonvertiert werden, um einen niedrigeren 3insfuß ein zusetzen. Bei den Schazanweisungen wiederum, die noch fünf Jahren rüdzahlbar sind, ist ein Gewinn von 15 Broz. sicher( Einlösung zum Nennwert, Begebungsfurs 98,50 Oberste Heeresleitung. Wetter zum Stilstand kam, che die russischen Flanken noch hatten wurden zurückgeschlagen. eingedrückt werden können. Die Russen fanden Zeit, Massen zusammenzuraffen. Das Ueberraschungsmoment ging verloren. Ihre Gegenoffensive war allerdings fruchtTos. Sie konnte Anfang März sogar mit einem neuen Vorstoß unserer Kräfte beantwortet werden. Gerade als dieser sich am hoffnungsvollsten anließ, trat der harte Nachwinter mit überreichen Schneefällen ein. Die darauf folgende russische Aktivität dauert noch an. Die Besatzung hat die passiven Verteidigungsmittel, Gefchüße, Magazine und die Radiostation gesprengt, verbrannt oder zerstört. Am 22. März morgens um 6 Uhr 55 Minuten traf das Iegte Radiotelegramm aus Przemysl ein. Gleich darauf sprengte die Besatzung die drahtlose Station in die Luft. Die lekte Depesche fündigte an, daß ein Bevollmächtigter der Festung Unterhandlungen über den Vollzug der Uebergabe begonnen habe. Der österreichische Generalstabsbericht. Die Wiener Presse über den Fall der Festung. Wien, 23. März.( W. T. B.) Amtlich wird verfür 100). lautbart: 23. März 1915, mittags. Was schließlich die Lage des Geldmarktes aubefcifft, so Die Kämpfe im Karpathenabschnitt vom ist zu beachten, daß Regierung und Reichstag ani 4. August 11szoker Paß bis zum Sattel von Koniczna sehr energisch den gesamten Geldverkehr auf den Kriegsdauern fort. In den letzten zwei Tagen wurden wieder bedarf eingestellt haben. Hier fomunt vor allem die starke Angriffe des Feindes zurückgeschlagen. 3300 Russen Darlehnskassen erteilen Kredit gegen Verpfändung von Operation mit den Darlehnskaffen in Betracht. Die hierbei gefangen. Waren und Wertpapieren, fic verschaffen sich Kredit In einem Gefecht, das um eine Höhe bei Wyszkow ge- durch Ausgabe von Papiergeld, das in den Berfehr führt wurde, gelang es, den Gegner aus seinen Stellungen geworfen wurde. Zwar besteht kein gejeglicher Zwang zu werfen und acht Offiziere, 385 Mann gefangen zu nehmen. zur Annahme dieser Scheine bei Zahlungen, da aber die An den übrigen Fronten hat sich nichts Wesentliches ereignet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Wien, 23. März.( W. T. B.) ( W. T. B.) Die Blätter geben ihrem Bedauern über den Fall der Feitung Przemysl Ausdrud und stellen fest, daß nicht der Feind ihre Widerstandskraft gebrochen hat, sondern daß die Verteidiger selbst dem Feinde die Trümmerstätte überlassen haben. Die Helden von Przemysl, die durch viereinhalb Monate dem Feinde starten Widerstand geleistet haben, haben nicht umsonst allgemeine Kriegslage haben; denn die Entscheidung liegt bei gefämpft. Den 3wved, den die Festung Przemysl erfüllen sollte, hat unserer tapferen Feldarmee, und die Monarchie fann nach wie vor fie erfüllt. Wie ein Pfahl blieb sie viereinhalb Monate im Fleische mit voller Zuversicht dem endgültigen Erfolge entgegensehen. des Gegners stecken, zog feine Sträfte an und band fie, während Die Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" auf dem Schauplage des Weltkrieges wichtige Ereignisse vor sich öffentlichen Stassen und die Banfen zu Beginn des Krieges Gold und Silber. zurüchielten und so ein Mangel an Sablungsmitteln entstand, wurden die neuen Scheine sehr bald vom Verkehr aufgenommen. Auf diese Weise erteilt die Allgemeinheit des deutschen Volkes den Sapitalisten fortlaufend einen Kredit von 3 Milliarden Mark, und zwar unentgeltlich ( die Kreditnehmer zahlen Zinsen an die Darlehnskaffen, wobei der Zinsertrag in erster Linie dazu dient, Verluste zu decken, darüber hinaus dem Reiche zufließt; die eigentlichen Streditgeber dagegen, d. h. alle, die die Scheine in Zahlung gingen. Man mag sich die Lage vergegenwärtigen, wie sie vor ichreibt: Die tapfere Gegenwehr, die die Verteidiger von nehmen, erhalten nichts davon). Nun haben die Darlehns Der Einschließung von Przemysl bestand, und man wird ohne Brze myil während langer Monate einem zahlenmäßig weit faffen in hohem Grade den Kredit für Kaufleute( Inhaber weiteres die Wirkung der Festung erkennen. Damals drangen die überlegenen Feinde gegenüber geleistet haben, sichert ihnen in der von Waren und Wechseln) erleichtert, aber jie haben vor allem Russen über die Karpathen vor und fuchten gegen Krakau Geschichte dieies Weltkrieges ein ehrendes Gedenken. Was menichvorzustoßen. Jetzt sind die Karpathentämme fest in unserer liche Sträfte unter den obwaltenden Umständen zu vollbringen ver- die Anleiheoperation gefördert. Der Kapitalist, der im Besitz Hand. und der russische Vorstog in Westgalizien ist zum Stehen ge- mochten, ist hier in reichem Maße geschehen. Mit mustergültiger von Wertpapieren ist, kann diese bei der Darlehnskasse ver bracht. Przemyil hat an dieier ganzen Entwickelung feinen geringen Ausdauer und nie verfagender mutiger Hingebung hat die Besagung pfänden, um Schuldscheine der Regierung zu faufen. Bei Anteil. Die Beiagung leistete bis zur äußersten Grenze menschlicher in der Abwehr feindlicher Angriffe und in furchtlosen Ausfällen der ersten Anleihe sind beträchtliche Summen auf diese Weise Möglichkeit aktiven Widerstand. In aufopferndem Heldentum dienten allen Anforderungen entsprochen, die an sie gestellt werden konnten. flüssig gemacht worden. Inzwischen sind aber verpfändete die Tapferen von Przemysl dem Plane des Ganzen. Jeßt, da sie Der Bewährung solch' hoher soldatischer Tugenden waren allerdings Waren und Wertpapiere wieder eingelöst worden und die wach Erfüllung ihrer Aufgabe bis zum äußersten die Stätte ihrer zeitliche Schranken gezogen, die durch die Dauer der Verpflegungs- Darlehnskassen werden jedenfalls von neuem in Anspruch geBis zuletzt erfüllten die in der submvollen Taten unbesiegt verlassen, grüßt sie die Armee und das möglichkeiten bestimmt wurden. Waterland in Bewunderung und Dankbarkeit. Die Blätter fagen Festung eingeschlossenen Truppen ihre schwere Pflicht bis zur Vernommen werden, um die zweite Anleihe zu erleichtern. Dann kommt in Betracht, daß der Geldumlauf während weiter: bedauerlich die Tatsache der Uebergabe der Festung ist, nichtung der noch vorhandenen Kriegsmittel durch eigene Hand. So dée bis zum Augenblid ihren Zwed, dem Feinde einen ehernen Wall ist in der Tat die mit großer Aufopferung verteidigte Festung in des Krieges eine besondere Form angenommen hat. Der Staat ist in nic dagewesenem Maße Warenkäufer geworden Gutgegenzuhalten, erfüllt hat, so wird diese keinerlei Einfluß auf die vollen Ehren gefallen. und er ist ein zahlungsfähiger Käufer, der nicht nur sofort werde. Falls das Alarmzeichen zwischen 7 und 9 1hr abends er- Jaußer Altion gesetzt worden und daß trotzdem diese Forts in bar zahlt, sondern unter Umständen sogar Vorschüsse auf folgt, wird durch Trompetensignal das Zeichen zum Löschen der Donnerstag auf den Angriff der Flotte erwidern fonnten. Offenbar waren die Verteidiger imstande, die zerzu liefernde Güter gewährt. Jene Unternehmer, die an Lichter gegeben werden. störten Kanonen bis zu einem gewissen Grade durch bewegliche Kriegslieferungen beteiligt sind, kommen daher nicht leicht in Verlegenheit bei Beschaffung des Umlaufskapitals. Das Paris, 22. März.( W. T. B.) Die Presse veröffent- Haubigen und Feldkanonen- Batterien zu ersetzen. Die Forts können Geld, das sich der Staat leiht, kommt unverzüglich wieder in licht ip altenlange Verichte über den Flug der auch aufgehört haben zu feuern, um die Schiffe näher heran zu Verkehr bei den Käufen der Regierung. Ein sehr erheblicher 3 eppeline über Paris. Die Blätter erklären, der an- loden. Tatsächlich traten Donnerstag mehrere Batterien, die morgens Teil davon aber bleibt als Profit in Händen des Lieferanten. gerichtete Schaden sei unbedeutend und ein moralischer Ein- das Feuer eingestellt hatten, später wieder in Tätigkeit. Diesen Profit zinstragend anzulegen, ist ein gutes Geschäft. drud sei nicht erzielt worden. Die Neugierde, den Zeppelin In der Tat sehen wir denn auch, daß große Firmen, die mit Staatsaufträgen bedacht sind, sehr namhafte Summen der zweiten Anleihen gezeichnet haben. Es dürfte ein nicht unbedeutender Teil der neun Milliarden Mark aus Profit bestehen, der bei Kriegslieferungen erzielt worden ist und jetzt als zinstragendes Kapital dem Staate geliehen wird. zu sehen, habe jede Furcht vergessen lassen. Vom Stadtzentrum habe man deutlich die von französischen Scheinwerfern beleuchteten Luftschiffe sehen und das Plagen der französischen Granaten um die Zeppeline beobachten können. n den Straßen hätten die Menschen dicht gedrängt gestanden. Der„ Matin" berichtet, daß ein Zeppelin, anscheinend von Granaten getroffen, schwer beschädigt wurde und mit Mühe sich in nördlicher Richtung entfernen konnte. Der Geekrieg. Die englischen Verluste durch den Unterseebootskrieg. London, 23. März.( W. T. B.) Nach dem Wochenbericht der Admiralität wurden in der Woche vont 10. bis zum 17. März acht britische Handelsschiffe mit 22825 Tonnen Bruttogehalt Auf der anderen Seite sind die Warenumsäße ganz erheblich eingeschränkt( der Außenhandel, der einen Gesamtwert von 20 Milliarden Mark im Jahre hat, ist stark zusammenFranzösische Flieger über Freiburg. torpediert und versenkt, drei Schiffe, die torpediert geschrumpft) und die Produktion ist verringert. Dadurch wird viel Kapital frei. Man denke an die gewaltigen Freiburg i. Br., 22. März. März.( W. T. B.) 3 wei wurden, erreichten den Hafen, 1539 Schiffe fuhren ab Seit Beginn des Krieges Summen, die die großen Montaniverke, die Reedereien, die feindliche Flieger verweilten heute nachmittag zwischen und kamen an. Exporthäuser usw. in normalen Zeiten für ihren Geschäfts- 4 und 5 Uhr über der Stadt und warfen sechs sind 96 Handelsschiffe verloren gegangen, betrieb flüssig halten müssen und die jetzt brach liegen würden. Bomben ab, deren eine einen Mann aus Zähringen leicht 54 von ihnen wurden durch Kreuzer, 12 durch Meinen und FischerDieses Kapital also wird dem Reiche geliehen, weil das die verlegte. Das Flugzeug mußte bei Feldkirch im 30 durch Unterseeboote bersentt. rentabelste und sicherste Anlage ist. Das gleiche gilt vom Leih- Amt Staufen I anden. Die beiden Insassen wurden gefahrzeuge find in der Zählung nicht inbegriffen. fapital der Banken und berufsmäßigen Geldverleiher. Da fangen genommen. die Warenumsäße gering sind, ist die Nachfrage nach Leihkapital, das gegen Wechsel hergegeben wird, erheblich geringer geworden; die Eigner dieses Kapitals finden keine bessere Anlage, als die Verleihung an den Staat. Es ist also das Umlaufstapital in Handel und Industrie, das hier in Anleihen angelegt wird. Die Rekrutierung in Irland. London, 23. März.( W. T. B.) In einem Briefe an die„ Times" wendet sich Sir Edward Carson gegen die Aeußerung des Blattes, daß die Rekrutierung in Irland besonders schlecht sei, und schreibt, daß Ulster bis Ende Februar 32 000 Refruten stellte oder Außerdem aber ist es auch frisch affumuliertes Kapital. 205 auf 10 000 Einwohnern. Sechs Grafschaften der nordöstlichen In normalen Zeiten werden in Deutschland jahrein, jahraus Ecke stellten allein ungefähr 30 000 oder 240 von 10 000, die übrigen ein paar Milliarden in neuen Unternehmungen angelegt, Grafschaften der Provinz weniger als 2000, dafür aber Belfast Milliarden, die in der Hauptsache kapitalistischer Profit sind, 18 600 oder 465 von 10 000 Einwohnern. Die ungünstige Kritik und außerdem kaufen die deutschen Stapitalisten regelmäßig über die Rekrutierung in Irland sollte nicht auf Ulster ausgedehnt fremde Wertpapiere, amerikanische und russische Eisenbahn- werden. Carson meint, daß ein gemeinsamer Appell an die Bevöl obligationen, Goldgrubenaktien, Staatspapiere, Industrie- ferung von ihm und Redmond, wie die„ Times" vorschlugen, zwecklos papiere. Diese Anlagemöglichkeit fehlt jest, man greift daher sein würde und falsch ausgelegt werden könnte. Sir John Lonszu der Möglichkeit, die sich bietet, und kauft die Schuldscheine dale, unionistisches irisches Mitglied des Unterhauses, schreibt über des Reiches. denselben Gegenstand, es sei eine bedauernswerte Tatsache, daß in vielen nationalistischen Distrikten die Rekrutierung erbärmlich schlecht gewesen sei. Ulster habe zwei Drittel aller irischen Rekruten geliefert. Schließlich die sogenannten„ Kleinen Sparer". Sie haben sich an der zweiten Anleihe, wie es scheint, stärfer beteiligt, als an der ersten, was auf die größere Zuversicht zurückzuführen ist. Es sind Ersparnisse aus früheren Jahren, aber auch aus der letzten Zeit. Zwar sind die Zeiten für den Mittelstand im allgemeinen schlecht und es dürften in der Gesamtsumme die Ersparnisse geringer jein. Aber manche Gruppen werden gerade durch den Krieg in Stand gejebt, 31 sparen. So vor allem die Familien der zum Heeresdienst einberufenen Beamten, denen ein Teil des Gehaltes weitergezahlt wird, während die Ausgaben auf ein Minimum eingezahlt wird, während die Ausgaben auf ein Minimum eingeschränkt werden, weil man in Abwesenheit des Mannes nicht mehr in gleicher Weise Aufwendungen machen muß". So fließen aus mancherlei Kanälen die Summen zu sammen, die dem Reiche zur Verfügung gestellt werden, und dieser künstliche Umlauf dürfte keineswegs erschöpft sein. Die englischen Verluste. London, 23. März.( T. U.) Die englische Verlustliste vom 16. März weist 19 Offiziere tot, 33 verwundet und 3 vermißt auf. Die Hauptveriuste hatten die Gordon- Grenadiere am 17. März mit 20 Toten, 17 Verwundeten und 2 Bermißten. Am 20. März wurden als tot 17 und als verwundet 21 angegeben. Vom indischen Offizierkorps find 25 getötet, 45 verwundet, einer wird vermißt. In Ostafrika sind 10 Offiziere gefallen. In den Kämpfen am Persischen Golf wurde ein Offizier getötet. Gestlicher Kriegsschauplah. Wenn das Reich, dem bisher 20 Milliarden Kriegsfredite zur Vergeltungsmaßnahmen Verfügung stehen, die gesamte Summe brauchen sollte, so wird es die noch restierenden 6 Milliarden sicher ebenso Icicht aufbringen, wie die 131 Milliarden, die die ersten beiden Anleihen brachten. Die Schwierigkeiten beginnen erst, wenn es gilt die Zinsen in Höhe von einer Milliarde jährlich aufzubringen. Es sind das freilich die Sorgen der kommenden Tage, aber man sollte beizeiten daran denken. Der Dampfer„ Concord" torpediert. London, 23. März.( W. T. B.) Der Dampfer, Concord" aus Whitby ist bei dem Leuchtschiff Royal Covereign" torpediert worden. Die Besagung von 26 Mann wurde in Dover gelandet. Steigen der Versicherungsprämien. London, 23. März.( W. T. B.)„ Daily Telegraph" melbet: Die Versicherung gegen riegsrifito war am Sonnabend im Gegensatz zu anderen Sonnabenden sehr lebhaft. Infolge der Ereignisse der legten Woche stiegen die Prämien iebr bedeutend. 30 und 40 Schillinge wurden für Versicherungen bezahlt, die früher zum Satze von 20 Schillingen abgeschlossen worden waren. Die Versicherer sind offenbar der Ansicht, daß ein Bfund von hundert bei den Verlusten, die der Markt in der legten Zeit erlitten hat, nicht genügt. Unter den Verlusten waren einige Schiffe, die zwar als vermißt angegeben waren, von denen man aber nicht weiß, ob der Verlust auf friegerische Ursachen oder auf Unfälle anderer Art zurückzuführen ist. In Fällen, wo verschiedene Versicherer für jedes einzelne dieser beiden Risiko zu haften hatten, entstand eine Ungewißheit, wer die Versicherungssumme zu bezahlen hätte. Die niederländische Note an England. Haag, 23. März.( W. T. B.) Der Minister des Aeußernt hat der 3 weiten Kammer die niederländische Note darin: Die Niederländische Regierung will fein Urteil über die Rechtvom 19. März an England und Frankreich mitgeteilt. Es heißt mäßigkeit der von den Kriegführenden getroffenen Maßregeln fällen, aber es liegt den Niederlanden als neutraler Macht die Pflicht cb, gegen diese Maßregeln die Stimme zu erheben, sofern sie anerkannte Prinzipien über die Rechte der Neutralen verlegen. Schon bei Beginn des Krieges pronur gegen russischen Besitz. testierte die Niederländische Regierung in Interesse ihrer Rechte im als neutraler Macht und im Interesse des Völkerrechtes gegen Der im Katolil Verlag erscheinende Suryer jede Beschränkung der Rechte Neutraler durch die Kriegführenden. Slasti" veröffentlicht an der Spitze seiner heutigen Nummer 3hre Haltung fann mit Rücksicht auf die jetzt ergriffenen Waßregeln nicht geändert werden, da diese das große Prinzip der nachstehendes: „ Angesichts der Befürchtungen, die in polnischen Kreisen über die Pariser Erklärung von 1856 ignorieren, wonach neutrales und Ankündigung entstanden waren, für die neuen russischen feindliches Eigentum mit Ausnahme von Konterbande unGreuel in Memel Vergeltung an Dörfern und Gütern in verletzlich ist, solange es durch die neutrale Flagge geden von Deutschland okkupierten Gebieten zu nehmen, haben wir de cft ist. Mit der Beiseite segung dieses Prinzips hat die britische uns an das Große Hauptquartier mit einer Anfrage Verordnung bestimmt, daß die britische Flotte Zwangsmaßregeln nicht gewandt und folgende Antwort erhalten:„ Der Feind ist Ruß nur gegen Privateigentum des Feindes, auch wenn es keine Konterland, folglich kommt für Nepressalien nicht polnischer, bande ist, sondern auch gegen neutrales Eigentum ergreifen Litauischer oder jüdischer Besitz in Betracht, sondern nur soll, wenn vermutet wird, daß sie feindlichen Ursprungs russischer." oder für den Feind bestimmt ist. Die Bestimmungen der britischen Verordnung gewähren die Aussicht auf mildere Anwendung Petersburg, 22. März.( W. T. B.) 23 Jahrgänge Regeln aufaustellen, die gelten sollen, um die Interessen Gegenangriff vorgestern Stücke von Schüßengräben abgenommen. Wir eroberten sie gestern zurück. Bei Laungedienter Reichswehr erster Klasse sind zur Ein- der Schiffahrt und des Handels zu schonen. Der Artifel 8 läßt die Boiselle( nordöstlich Albert) dauert der Minenkrieg fort. tragung in die Listen aufgefordert worden. In- Möglichkeit einer Milderung der Bestimmungen der Verordnung betreffs der und offen Schiffe aus jedem Land, das die Nachdem wir eine feindliche Galerie gesprengt hatten, besetzten folge von Aerztemangel sind Studenten wir einen großen Teil des Erdtrichters. Reims erhielt Studentinnen älterer Semester zur Kranken- Erklärung abgibt, daß unter seiner Flagge fein Transport gestern wieder etwa fünfzig Granaten. In den Argonnen pflege und als Aerzte herangezogen worden. brachten wir dem Feinde zwei blutige Schlappen bei. Bei Bagatelle brachten wir drei Minen zur Explosion. Zwei unserer Kompagnien erstürmten einen deutschen SchüßenWestlicher Kriegsschauplah. Der französische Tagesbericht. Paris, 23. März.( W. T. B.) Amtlicher Bericht Arras in Notre Dame de Zorette hatte uns ein deutscher Das Aufgebot der russischen Reichswehr. Der Maßregeln gegen neutrales Eigentum, aber ohne beſt immle Der türkische Krieg. graben, wo sie sich trotz starken Gegenangriffs behaupteten. Die strategische Bedeutung der Dardanellen widerspricht die genaue Erfüllung der Pflichten der Neutralität der operation. " von Gütern aus oder nach Deutschland oder von Gütern deutschen Eigentums stattfinden wird. Ich glaube aber den Nachdruck darauf legen zu müssen, daß vorkommenden Falles die Niederländische Regierung eine derartige Ers flärung nicht abgeben kann. Nach ihrer Auffassung Uebernahme einer derartigen Verbindlichkeit. Euer Exzellenz gab Fümfhundert Meter davon brachte der Feind zwei Minen zur mir bereits vor Veröffentlichung der britischen Verordnung zu verExplosion, bombardierte unsere Schüßengräben und stürmte Die italienische Militärzeitschrift Ejercito italiano" stehen, daß den Interessen der Niederlande und seiner überseeischen sodann auf einer Front von 250 Meter vor. Nach heftigem schreibt über das englisch- französische Vorgehen in den Dardanellen: Besitzungen im weitesten Maße Rechnung getragen werden solle. Nahkampf wurden die Angreifer trog Eintreffens von Ver- Es handele sich bei ihr um eine Nebenaktion, da die Haupt- Aber wie gemäßigt auch die Anwendung der Verordnung sein stärkungen zurückgeworfen. Unsere Artillerie nahm sie wäh- altion sich immer in Polen und Frankreich abspielen wird. Eine möge, die Niederländische Regierung tann nicht rend des Rückzuges unter Feuer und brachte ihnen schwere Nebenaktion sei nach Jomini strategisch gerechtfertigt a) wenn Sträfte stillschweigend einer ernsten Verlegung des entfaltet werden, die in der Hauptaktion nicht verwendung finden Grundprinzips des Völkerrechts zusehen, das seit Verluste bei. können diese Bedingung erfüllt der türkische Bundesgenosse der mehr als einem halben Jahrhundert von allen Mächten garantiert ist. Paris, 23. März.( W. T. B.) Amtlicher Bericht Bentralmächte; b) wenn die Nebenaktion an einer Stelle eingejezt vom 22. März, 11 Uhr abends. Auf der Höhe von wird, wo sie eine starke Stüge in der Bevölkerung findet und so Notre Dame de Lorette halten wir alle während der politisch wichtig werden kann. Hiergegen verstößt der Dreiverband, Deutsche Hilfsmaßnahmen letzten Tage umstrittenen Schüßengräben, außer einem Stücke, denn er will die Türkei ins Herz treffen, deren Bevölkerung Wenn der Dreiverband trotzwelches in den Händen der Deutschen bleibt. In Eparges sich zum Existenzkampf rüstet. Dardanellenaktion schreitet, so beweist das, dafz Lodz, 23. März.( W. T. B.) In den letzten Tagen weilten hier unternahm der Feind einige Gegenangriffe, um die von uns dem eroberten Stellungen wiederzunehmen. Er erlitt eine voll- er daran verzweifelt, die Hauptaktion siegreich durchzuführen, und verschiedene Mitglieder des deutschen Zentralhilfsfomitees für die ständige Schlappe. Nördlich von Badonviller machten um so mehr, je größere Kräfte er dabei einſegt. Es müssen zwin- von deutschen Truppen besegten Teile Russisch- Polens, wie auch des gende politische Gründe zu dieser strategisch verwerflichen Aktion ge- in Bosen gebildeten Hilfskomitees, i. a. der Direktor der Dresdner wir Fortschritte. führt haben. Die Hoffnung, Neutrale mitzureißen oder zu verun- Bank Herbert Gutmann, geschäftsführendes Mitglied des Präsidiums einigen, Rußland eine Tür zu öffnen, da die„ Dampftvalge" festfigt des deutschen Zentralhilfskomitees; ferner Prinz Czartoryski- Siedlec, und ein englisches Interesse, das wohl den Ausschlag gibt das Herr von Mycjelsli- Galowo und Bankdirektor Hacia- Bosen. Die gefährdete Aegypten zu entlasten. Genannten haben nach eingehender Feststellung der Verhältnisse in Lodz Militärisch hat die Aktion keine Aussicht auf Erfolg bei Gleich- und nach Beratung mit Persönlichkeiten aus allen Streisen der Bevölkerung wertigkeit der Geschütze auf Land und auf den Schiffen. Und selbst mit Genehmigung des deutschen Polizeipräsidenten beschlossen, dem wenn die Flottenaktion gelingt, so ist sie doch wertlos ohne eine Bürgerkomitee der Stadt 125 000 M., davon 100 000 M. aus Mitteln große Heeresaltion, die erst mit einer gewaltigen türkischen Armee des deutschen Zentralhilfskomitees und 25 000 M. aus der Sammin günstiger Position auf einem sehr ausgedehnten Gebiet fertig lung des Posener Landeskomitees zur Verfügung zu stellen. Das sein fann. Neuer Zeppelin- Alarm in Paris. Paris, 23. März.( W. T. B.) Meldung der Agence Havas. Montagabend um 9 Uhr wurde infolge Signali fierung eines Zeppelins ein neuer Alarm in Paris geschlagen. Die Vorkehrungsmaßnahmen wurden getroffen, die ganze Beleuchtung gelöscht. zur für die Bevölkerung von Lodz. Die Menschenverluste bei dem Zeppelin- werden müßte, ehe von einer Beherrschung der Meerengen die Rede Geld soll verwandt werden zur Deckung des Fehlbetrages der in Angriff. Paris, 22. März.( W. T. B.)„ Petit Parisien" meldet aus Calais: Ein Eisenbahnbeamter, der durch eine Zeppelinbombe verletzt wurde, ist Zur Beschießung der Dardanellen. Lodz errichteten Volksküchen ohne Unterschied des Glaubensbefennt nisses und zur Anlegung neuer, auch ritueller jüdischer Küchen, Beide Komitees haben außerdem an verschiedenen anderen Drten London, 23. März.( W. T. B.) Der Marineforrespondes deutschen Verwaltungsgebiets im ganzen etwa 200 000 M. zu den Folgen seiner Verwundung erlegen. Die Zahl der Getöteten dent der„ Times" bespricht die Aktion gegen die gleichen Teilen aus dem Ertrag ihrer Sammlungen an Ausschüsse beträgt demnach acht. Die Bevölkerung von Calais wurde benach- Dardanellen und schreibt: Es ist bemerkenswert, daß das verteilt, die die Gewähr für eine fachgemäße Verwendung im richtigt, daß sie fünftig durch das Läuten der Sturmglode von dem Communiqué der Admiralität vom 8. meldete, die Forts I und Interesse der Allgemeinheit der bedürftigen Bevölkerungsschichten Herannahen feindlicher Flugzeuge und Luftschiffe Kenntnis crhalten U feien am 6. und 7. zum Schweigen gebracht, Fort L am 5. bieten. nicht als eine Organisation zur Befriedigung der Hyndmanschen Vertagung der italienischen Kammer. Rantüne gegen andere englische Sozialisten ansehen. Da die " Politische Uebersicht. Die Hehe gegen Ledebour und Liebknecht. Die Handwerkskammer zu Berlin nahm nach einem Referat des Obermeisters Rahardt, der laut„ Tägl. Rundschau" dabei seiner Empörung über die Ausführungen unreifer, unwürdiger Menschen im Reichstag" Ausdruck gab, folgende Entschließung an: Die Vollversammlung der Handwerkskammer zu Berlin nimmt gegen die bekannten, ebenso unverantwortlichen wie unverständigen Ausführungen des Abgeordneten Ledebour zu den Maßnahmen unserer Obersten Heeresleitung gegen die Mordbrennerhorden Rußlands mit unbegrenzter Entrüstung Stellung und weist sie nebst dem Verhalten des Abgeordneten Lieb fnecht als hoch verräterisch mit gebührender Verachtung im Namen des gesamten märkischen Handwerks zurück." Die Kritik von Aeußerungen einzelner Abgeordneter gehört sicherlich nicht zu den durch Gesetz umschriebenen Aufgaben einer Rom, 22. März.( W. T. B.) Am Schluß der Kammer- Hyndmansche Verdrießlichkeit an sich aber der bürgerlichen Presse fizung schlug Ministerpräsident Salandra vor, die Kammer wenig interessant wäre, drapiert er sie mit Entrüstung über die möchte sich bis zum 12. Mai vertagen. Turati verlangte im Germanophilie" seiner Gegner, wobei er sogar den französischen Hinblick auf die internationale Lage eine Verkürzung der Kammer- Sozialisten und der„ Humanité" eine Ideengemeinschaft mit der ferien bis auf den 15. April und sprach den Wunsch aus, daß Unabhängigen Arbeiterpartei in bezug auf den Krieg zuschreibt, die Italiens Neutralität eine Neutralität des Friedens und der Ge- sie leider gar nicht haben, wie sich vor, auf und nach der rechtigkeit sei. Ministerpräsident Salandra erklärte darauf, es liege Londoner Konferenz gezeigt hat. Was die perside Verdäch der Regierung fern, ohne Barlament regieren zu wollen; wenn sie tigung der Unabhängigen Arbeiterpartei anlangt, daß sie sich für die trogdem etwas längere Parlamentsferien vorschlage, so wolle sie Herausgabe ihrer Broschüren von Deutschland zahlen lasse, so war sie eben alle ihre Aufmerksamkeit auf die internationale Lage richten gewiß das beste Mittel, die Veröffentlichung durch Herrn Clemenceau können. Bezüglich der auswärtigen Politik habe sie wiederholte zu sichern, der nie vor der Infamie zögert, seine politischen Gegner Beweise des Vertrauens der Kammer empfangen, welches ja nur ein im Ausland der Bestechlichkeit zu zeihen derselbe Clemenceau, der allgemeines sein könne und bedeute, daß man der Regierung die feit Jahrzehnten als Herausgeber finanziell sehr passiver Zeitungen größte Aktionsfreiheit lasse.( Bustimmung.) Er habe ein durchaus unbedrücktes Leben führt und der das jähe Ende einer das Bewußtsein, versichern zu dürfen, daß zwischen der Regierung Ministerschaft, in die immerhin eine tunesische Anleihe fiel, mit den und dem Parlament volle Uebereinstimmung hinsichtlich der Wahrung Worten kommentierte:" was weiter? Ich habe meine Schulden Handwerkskammer. der legitimen Interessen und der gerechtfertigten Ansprüche des abgezahlt." Landes bestehe.( Sehr lebhafte Zustimmung und Beifall.) Darauf nahm die stammer Salandras Vorschlag an und vertagte sich bis zum 12. Mai. Die griechische Neutralität. Athen, 22. März.( T. U.) Der Ministerrat hielt in den Tezten Tagen wiederholt Sizungen zur Beratung über die äußere Lage ab, insbesondere mit Rücksicht auf die wiedereinsehenden Bemühungen der Entente, die bisher neutralen Balkanstaaten zum aktiven Eingreifen in den Kampf zu veranlassen. Wie Se st i a" erfährt, läßt sich über die Haltung Griechen= lands noch nichts Bestimmtes sagen. Nach Mitteilungen maßgebender Kreise liegen jedoch Anzeichen einer für Griechenland angeblich vorteilhaften Wendung der Dinge vor, indem an Stelle des früheren Druckes der Ententemächte das Bemühen ge= treten sei, Griechenland klar zu machen, daß die unmittelbar nächste Entwickelung der Ereignisse es von der absoluten Vorteilhaftigkeit seines Heraustretens aus der Neutralität gegen klare und bestimmte Kompensationen, über die es bereit sein würde zu verhandeln, überzeugen werden. Der griechischen Regierung läge es ob, sich zu entschließen, ob sie die Entwickelung der Dinge abwarten oder schon jetzt aber das Vorteilhafte oder unvorteilhafte der für das Heraustreten aus der Neutralität gewährten Kompensationen Grörterungen anknüpfen wolle. Für ihre Entschließungen würde die Abschäzung einiger noch ungeklärter Punkte maßgebend sein. Besonders wichtig ist dabei die Haltung Bulgariens. Es scheint sicher, daß bereits ein Versprechen Serbins über die Abtretung der Linie Jstip- Kotschana vorliegt, andererseits scheinen die Ententemächte mit der Vergrößerung Bulgariens im Osten bis zur Linie Gnos- Midia einverstanden zu sein, doch verlange Bulgarien noch den Bezirk von Monastir. Der Dockarbeiterstreik in Liverpool. London, 23. März.( W. T. B.) Die„ Times" melden aus Liverpool vom 21. d. Mts.: Jn Liverpool und Birkenhead erklärten 2000 Dockarbeiter den Streit zum Ende der Woche, fie weigern sich, zwischen Freitagnachmittag 5 Uhr und Montag zu arbeiten, weil ihnen der Lohn für die Ueberstunden nicht Sonnabendabend, sondern erst mit dem Wochenlohn am nächsten Freitag ausbezahlt wird. Die Wahlkampagne in Japan. Premier Hyndman am Bufen Clemenceaus. Aus Amsterdam schreibt man uns: Sicherung der neuen Ernte. Widerspricht die Bewilligung des Kriegs- land vorhandenen Vorräte an Getreide mindestens bis zum etats den Parteitagsbeschlüssen? Von Eduard David. " Nach den jetzt getroffenen Feststellungen reichen die in Deutsch15. Auguft. Der frühere Reichstagsabgeordnete Dr. Heim erörtert nun in den Münch. Neuest. Nachr." die Frage, wann auf die neue Ernte gerechnet werden könne. Dabei fommt er zu dem Schluß, daß dies Ende Juni der Fall sein dürfte. Er schreibi: Der Genosse Stühle begründet in seinem im Vorwärts" ber- Die Reifezeit für die Körnerfrüchte umfaßt bei der Ausöffentlichten Brief an den Fraktionsvorstand seine demonstrative Ab- dehnung der klimatischen Verschiedenheit Deutschlands eine weite ftimmung gegen die Kriegskredite mit dem Hinweis auf die Partei- Spanne von Anfang Juni bis Ende September. Die milden, tagsbeschlüsse zur Budgetfrage und bestreitet der Reichstagsfraktion warmen Sandtäler des Mains, die Vorderpfalz, die fruchtbaren „ die Kompetenz, diese Beschlüsse zeitweilig außer Kraft zu fezen". Böden des Nott- Tales sind selbstverständlich zeitlich den höher und In der anschließenden Notiz des" Vorwärts" mit den Namen der rauber gelegenen Böden der Mittelgebirgslage weit voraus. Die Fraktionsmitglieder, die sich der Abstimmung durch Hinausgehen ersten Körner werden wir schon Ende Mai in der wärmeren ge= entzogen haben, wird gesagt, daß auch sie dies in Rücksicht auf die mäßigten Zone, und zwar auf fremdem Boden, einernten Unsere vom Genossen Rühle erwähnten Parteitagsbeschlüsse" getan haben. Truppen haben nicht nur gekämpft, sondern sie haben auch die Damit wird also gegen die Fraktionsmehrheit die Anklage Fluren bestellt. Viele tausend Hektar Land bis auf fünf bis sechs erhoben, gegen die Beschlüsse des Parteitages verstoßen zu haben. Kilometer an die Positionen der deutschen Truppen heran hat der Dazu möchte ich folgendes bemerken: Dampfpflug die Erde durchfurcht, und nach Mitteilungen, die ich Echon Der gegenwärtige Fall einer Etatsbewilligung fann mit dem erhalten habe, find die Bestellarbeiten bereits beendet. früheren Streit um die Budgetfrage in feiner Weise verquickt werden Mitte Juni beginnt bei uns in Bayern, obwohl wir zu den höher und hat mit der prinzipiellen Stellungnahme des einzelnen zu dieser gelegenen Teilen Deutschlands gehören, in normalen Jahren die Frage gar nichts zu tun. So wenig wie die zahlreichen früheren Ernte. Eine Umfrage, die ich in verschiedenen Gegenden bei seit Parteibeschlässe gegen die Bewilligung von Rüstungsforderungen langen Jahren ansässigen tüchtigen Dekonomen veranstaltet habe, herangezogen werden konnten, um die Bewilligung der Kredite im ergibt beispielsweise, daß in Unterfranken Wintergerste schon in der August und Dezember als Verstöße gegen Parteitagsbeschlüsse zu ersten und zweiten Juniwoche geschnitten wurde, im Donautal in diskreditieren, so wenig fann man die neue Bewilligung mit dem der Regensburger Gegend Mitte Juni, Sommergerste und WinterHinweis auf die Beschlüsse in der Budgetfrage bekämpfen. Die roggen in der ersten und zweiten Juliwoche, einheimischer WinterEntscheidung für oder wider war aus rein fachlichen, weizen( Braunweizen) Ende Juli, englische Weizenforten in der Situation gebotenen Gründen zit fällen. durch die Kein ersten und zweiten Augustwoche, Sommerweizen acht Tage später Abgeordneter hat das Recht, die Verantwortung für ein Votum von wie Braunweizen, Sommerroggen zwischen Winterweizen und Sommerweigen." so ungeheurer Tragweite auf andere abzuschieben. Lezteres geschieht durch den Versuch, sich mit dem Hinweis auf Parteitagsbeschlüsse zu decken, die für die außergewöhnliche Situation einer Kriegsfatastrophe gar nicht berechnet waren. Mit feinem Wort ist dieser Fall bei all den Erörterungen über die Budgetfrage auch nur erwähnt worden. Er steht deshalb vollkommen außerhalb der Reichweite jener Beschlüsse. Die Parteitagsmehrheiten von Lübeck und Nürnberg können es darum mit vollem Recht zurückweisen und sie würden das, wenn man sie heute fragte, zweifellos tun wenn man ihnen die Verantwortung für die Ablehnung des Kriegsetats in die Schuhe schieben wollte. gesehen, noch wurde er in der Begründung durch die verschiedenen Der Kriegsfall ist also weder im Wortlaut jener Beschlüsse vorRedner erwogen. Dr. Heim empfiehlt dann die schleunige Schaffung einer Organisation zur Verwertung der neuen Ernte, für die folgende Nichtlinien angegeben werden: " In dem Organisationsplan ist selbstverständlich vorzusehen, daß jedem Besizer voraus und rechtzeitig mitgeteilt wird, wo er seine Getreidemengen anzufahren hat, damit sich die Ansammlung auf dem kürzesten Wege vollzieht und auf dem raschesten Wege die angesammelten Quantitäten bestimmten, vorher zu bezeichnenden Mühlen zugefahren werden. Die Mühlen müssen die angefahrenen Quantitäten sofort vermahlen, und jede Mühle muß ein Verzeichnis von Adressen haben, an die das Mehl sofort zu verschicken ist. Schon beginnend mit der ersten Juniwoche, muß diese Anſammlung von Getreide und die Verteilung des Mehles planmäßig erfolgen. Nichts darf dem Zufall, nichts der Willfür überlassen bleiben. SelbstverWill man aber die Frage aufwerfen, ob die Zustimmung zum diesmaligen Reichsetat sich mit dem Geist jener Beschlüsse berträgt, fo mus Det beer Beschluß gestattet die Annahme eines Budgets, freien Martte entzogen werden; die Bestimmungen über Bejchingwenn zwingende Grüade" dafür vorliegen. Ich dächte, die Wer- nahme und Enteignung müssen meiterwirfen." teidigung des Baterlandes gegen eine Welt von Feinden ist Man muß erwarten dürfen. daß die Reichsregierung, durch die zwingend" genug. Dieser Beschluß läßt sich also überhaupt nicht Erfahrungen gewißigt, diesen Vorschlägen sofort nähertritt, damit nicht wieder das Spekulantentum sich zwischen Produzenten und gegen die Fraktionsmehrheit ins Feld führen. Konsumenten drängen kann. Det beder Beste Antwort ein entschiedenes Ja sein. ständlich muß auch die neue Störnerernte von erster Stunde an dent unserer Nation! Wenn auch London, 23. März.( B. T. B.). Das Reutersche Bureau meldet aus Tokio vom 21. d. Mits. Die politische Stampagne für die Wahlen am 25. März geht ihrem Ende entgegen... Der Wahlkampf dürfte heftig werden. Der Nürnberger Beschluß faßte freilich nur noch einen minister Graf Okuma macht Wahlreisen nach amerikanischem der möglichen zwingenden Gründe für eine Bewilligung ins Auge, die Ablehnung nämlich, wenn unsererseits die Annahme Fort mit dem Schnaps. Muster und hält Reden von Eisenbahnwaggons herab. In eines für die Arbeiterllasse ungünstigeren Budgets zur Folge haben Gegen die weitere Trinkbranntweinherstellung während des einer Nede in Osaka sagte er, daß die Taktik der Opposition würde." Aber, wenn man dem Nürnberger Parteitag die Frage vor- Krieges wendet sich eine an die Reichsleitung gerichtete Eingabe die auswärtige Politik Japans in falschem Licht erscheinen lasse. gelegt hatte, foll nicht auch dann ein zwingender Grund für die An- des Kriegsausschusses für Konsumenteninteressen. Die Betition Die Aeußerungen oppositioneller Blätter, die Großbritannien, nahme eines Budgets vorliegen, wenn die Ablehnung möglicherweise geht davon aus, daß nach den Berichten der Spirituszentrale in Amerika, China und andere Länder erreichten, verbreiteten die Niederlage unseres Landes in einem Kampf um seine natio- ben Wintermonaten wieder eine starke Steigerung des Verbrauchs über die Motive Japans für die Teilnahme am Kriege un- nale Eristeng zur Folge haben würde wer wagt zu behaupten, richtige Anschauungen. Noch mehr sei das der Fall bezüglich die Parteitagamehrheit hätte darauf geantwortet: Nein, der Grund an technischem Sprit und auch an Trinkbranntwein stattgefunden habe. Das ergebe sich am besten aus den viermaligen Preisder gegenwärtigen Verhandlungen zwischen Japan und China. ist nicht ausreichend! Graf Okuma betonte, daß alles Geschwäß über Japans Aus der Etats zustimmung zweds Verhinderung eines den nötigen Spirituslieferungen für gewerbliche Zwecke sicherzus Wenn der Parteitagsbeschluß schon das Recht erhöhungen der Zentrale seit dem 16. Oktober 1914. Um die laufengaben für Heer und Flotte und ferner über seine diplomatischen schlechteren Budgets freigibt, um wieviel mehr stellen, habe die Spirituszentrale sogar eine Einschränkung des Berhandlungen auf die innere politische Lage zurückzuführen entspricht es dann dem Geist dieses Beschlusses, Spiritusverkaufs an Destillateure auf 40 Proz. ihres bisherigen fei sowie auf eine ungenaue Darstellung, die die Opposition einem Gtat zuzustimmen zur Verhinderung des Bedarfs, neuerdings freilich in besonderen Fällen wieder auf etwas von den Maßnahmen der Regierung gebe. politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruchs mehr eintreten lassen. Ferner sei infolge des Mehrverbrauchs an Wäre durch die Verweigerung der Mittel zur Durchführung des Trinkbranntwein die Erhöhung des Durchschnittsbrandes von 60 Krieges bis zu einem annehmbaren Frieden nicht die Gefahr des auf 70 Broz, bei einigen Brennereigruppen sogar auf 100 Broz. Zustandekommens einer Reihe von unendlich schlechteren Budgets durch Bundesratsverordnung vorgeschrieben worden. heraufbeschworen worden? Und kann überhaupt ein vernünftiger in den Februarberordnungen der Reichsleitung ein gewisser Schutz Die schon seit längerer Zeit bemerkliche Veranlagung Hynd: Mensch auch nur einen Augenblick ernsthaft bestreiten, daß die des Getreides und der Kartoffeln vor der zu starken Verwendung mans zu politischem Duerulantentum hat nun den Mann, der einst Gründe, die uns zur Etatannahme nötigten, hundertmal schwerer zur Herstellung des neu zugelassenen Branntweinkontingentes als Vorkämpfer sozialistischer Ideen in England gelten fonnte, in wiegen, als der im Nürnberger Beschluß als ausreichend vor mehr als ein Sechstel der bisherigen Menge liegt, so bestehe doch die Arme Clemenceaus getrieben. Er hat dem alten Schimpf- gesehene Grund! für wichtige Nähr- und Futterstoffe, wie Zucker, Rüben. Melasse bold am 6. März einen Brief geschrieben, den der„ Temps" nach- Die Reichstagsfraktion war der Ueberzeugung, daß die Gründe, und dergleichen, in unserer Zeit empfindlichster Nahrungsmittelzudrucken um so mehr sich beeilte, als der Schreiber darin nicht nur die am 4. August und 2. Dezember die Bewilligung der Kriegs- knappheit trotz des Schlempegewinnes eine große Verlustgefahr. Die Sie hat die Unabhängige Arbeiterpartei wegen ihrer Broschüre über die kredite erheischten, noch unvermindert fortbestehen. Entstehung des Krieges, sondern auch die französischen So- darum mit mehr als Dreiviertel- Mehrheit die Eingabe fordert daher ein sofortiges völliges Verbot der Herstellung Zustimmung zu den neuen Krediten beschlossen. von Trinkbranntwein und eine Vergällung sämtlicher noch nicht für zialisten und die„ Humanité" beschimpft. Der Brief lautet: Wenn eine Anzahl Genossen, die diesen fachlichen Standpunkt Trinkzwecke zubereiteten Spiritusvorräte. Durch eine solche Maßzteilten, trotzdem aus dem rein formalen Bedenfen, gegen einen ver- regel würden mit einem Schlage mehr Spiritusmengen für gewerbmeintlich im Wege stehenden Parteitagsbeschluß zu verstoßen, sich liche Verwendungszwecke freigegeben, als selbst durch Erhöhung des der Abstimmung entzogen, so mögen sie das mit sich aus- Durchschnittsbrandes gewonnen werden könnten. Vielleicht sei cs machen. Daß aber auch die fachlichen Gegner der Bewilligung, dann sogar möglich, unter die von der Regierung am 15. Oftober wie Rühle und andere, 11ut diesen Grund vorschieben, ift nicht angängig. Für sie ist das nur ein Vorwand, nur eine Schein- vorgeschriebene Schranke herunterzugehen, und damit erhebliche deckung, hinter der sie ihre wahren Gründe verbergen. Gegen Startoffelmengen für Futter- oder Trocknungszwecke freizumachen. dieses Verschleierungsmanöver protestiere ich. Es kann nur den Vor allem würde durch ein Verbot der Schnapsherstellung ein großer 3wed haben, das Stampffeld zu verschieben und die Parteigenossen moralischer Erfolg in der Bevölkerung erzielt werden. Denn das irrezuführen. größte Hindernis bei der Massenaufklärung über die Notwendigkeit Die Mehrheit der Fraktion hat ein sehr gutes Gewissen. Sie sparsamsten Lebensmittelverbrauchs und über die Unzulässigkeit der hat getan, was sie nach innerster Ueberzeugung tun mußte. Wir Getreide- und Kartoffelverfütterung war bisher der Gedankengang: weisen die formalistische Anklage auf Verlegung von Parteitags-„ Erst soll einmal die Regierung das Verbrennen ungezählter Zentbeschlüssen zurück im Bewußtsein, im höchsten Interesse des deutschen ner Nährprodukte zu Schnaps verhindern und zeigen, daß es mit Volkes und unserer Partei gehandelt zu haben. „ Geehrter Herr! Sie finden beigelegt eine Broschüre aus der Reihe der deutschfreundlichen Pamphlete, die die Unabhängige Arbeiterpartei nicht die parlamentarische Arbeiterpartei, sondern Ramsay Macdonald, Keir Hardie, Anderson, Bruce Glasier usw., mit großen Kosten Eine saubere Arbeit! Dieses Bamphlet ist voll von empörenden Lügen. Ich bin daran, alle Kraft aufzubieten, um es nachzuweisen. herausgeben. Leider stehen die Schriftsteller der ,, Humanité" der Unabhängigen Arbeiterpartei gegen die wahren Arbeiter der Social Democratie Federation bei, indem sie nachzuweisen versuchen, daß die Unabhängige Arbeiterpartei in diesen schrecklichen Kriege wirklich auf der guten Seite sei. Sie ist es sicher nicht, und wir möchten wissen, wo sie all das Geld für ihre Veröffentlichungen zu= gunsten der Deutschen gegen die Verbündeten herbekommt. Die französischen Sozialisten mit Ausnahme der Guesdisten haben, wie mir scheint, immer die Sache ihrer Feinde gegen ihre Freunde vertreten. Ich bin außerstande, diese alberne Politik zu begreifen, die großen Schaden anrichtet." Ihr ergebener -* unserem täglichen Brot wirklich schlimm steht, dann wollen wir gern den Schmachtriemen enger schnallen!" Letzte Nachrichten. Der französische Tagesbericht. Paris, 23. März.( W. T. B.) Amtlicher Bericht Der Zuschrift des Genossen David haben wir Raum gegeben, möchten aber im Hinblick auf die durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse von einer Diskussion darüber absehen, ob die Zustimmung zu dem Gesamtbudget eine Verlegung der Parteitagsbeschlüsse war. Die Parteitage haben sich im Gegensatz zu der H. M. Hyndman. auch vom Genossen David damals verteidigten Ansicht dahin ausDer„ Temps" veröffentlicht diesen Brief unter dem Titel gesprochen, daß die Frage der Bewilligung oder Nichtbewilligung von drei Uhr nachmittags. Der Feind beschoß Reims. Ein „ Gegen die deutsch freundlichen Sozialisten", der des Budgets keine 3wed mäßigleitsfrage, sondern eine deutsches Flugzeug warf eine Bombe ab, die drei Opfer unter natürlich auch die französischen Sozialisten indirekt des Un- grundsätzliche Frage fei. Für selbstverständlich halten wir, der Zivilbevölkerung forderte. In der Champagne rückpatriotismus anklagen soll. Es läßt sich nicht einmal sagen, daß daß keiner der Genossen, die dem Budget ihre Zustimmung nicht ten wir östlich der Höhe 196 leicht vor. In den Argonnen diese Sorte Unloyalität in dieser Affäre nur dem großen Kapitalisten- gaben, mit David angenommen habe, die Zustimmung sei zur bei Bagatelle unternahm der Feind zweimal heftige Gegenblatt eignet. Hyndman hat einen von früher her aufgestapelten Zorn Verhinderung des politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruchs angriffe, um das von ihm am Sonntag verlorene Gelände auf die französischen Sozialisten, besonders der Jaurès schen unserer Nation" erforderlich, sie haben diese von David geäußerte wieder zu nehmen. Die Angriffe wurden aber vollkommen Richtung, und überhaupt auf alle Genossen, die die Internationale Ansicht vielmehr für eine durchaus irrige gehalten. zurückgeworfen. Schiller.Th. Charlottenbg. Deutsches Theater Wallensteins Lager. Zirkus Alb. Schumann Direktion: Max Reinhardt. 7 Uhr: Schluck und Jau. 8 Uhr: Die Piccolomini. Thalia- Theater Donnerstag: Rappelkopf( Alpenkönig 8 Uhr: Kam'rad Männe. und Menschenfeind). Kammerspiele 8 Uhr: Die deutschen Kleinstädter. Donnerst.: Die deutsch. Kleinstädter. Theater für Mittwoch, 24. März: Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 7 Uhr: Siegfried. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8 Uhr: Die Fledermaus. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: Familie Plaschek. Helbring contra Helbring. Kleines Theater 8 Uhr: Liebelei. Kemische Oper Theater am Nollendorfpl. 84 Uhr: Immer feste druft! Sonnt. 3, U.: Die Dollarprinzessin. Theater des Westens 8 Uhr: Rund um die Liebe Theater in der Königgrätzer Straße Mittwoch, 24. März, Anf. 7½ Uhr: Sport- Vorstellung mit besonders gewählt. Progr. Gebr. Saxons lebende Automobilbrücke. 4 Claeres 4 phänomenale Leistungen. Herr Wally auf dem 9 Meter hohen Turm. Um 9%, Uhr: Um 9, Uhr: 7. U. Herodes und Mariamne. Ost und West Trianon- Theater 8% U.: Akrobaten. Großes patriotisch. Schaustück aus der Gegenwart in 4 Akten. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: Weihnachtsabend im Schützengraben Anjang 8 Uhr. Militärpersonen und deren Angehörigen vollfommen freier Zutritt zu den Stett. Sängern. Praktisches Volksbühne. 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Eugen Zimmermann schreibt: " Den deutschen Heeren, die draußen den harten Strauß um die Verteidigung des Vaterlandes ausfechten, stehen Diplomatie und Bresse mit gleicher Hingabe in unblutigem Kampfe zur Seite. Sie erfüllen eine schöne, selbstverständliche Pflicht. wird zu sprechen sein. Mir sind zwei Fälle bekannt, in denen während des Krieges der Kaiser selbst Entscheidungen in Presseangelegenheiten fällte. Beide fielen bei vollstem Verständnis für die Aufgabe der Zeitungen und für die Bedürfnisse des Volkes im Sinne der Presse aus. Davon sollten die berufenen Organe lernen." " Mittwoch, 24. März 1915. " Diplomatie im Grieg, fire, fefofiberst and fiche Wifi Heber die Die Parteipresse zur Bewilligung wollte Biel der Meiſe erkannten, da ſtimmten fie im Maben Presse im Kriege heute einiges zu sagen, geben die Erörterungen im Reichstag Anlaß. Wir müssen, um die Wirkung der Presse im großen Kampfe zu ermessen, an den fabelhaften Erfolg denken, den vornehmlich zu Beginn des Krieges die feindliche Presse mit ihren Lügen und Entstellungen hatte. Noch weit größer ist aber der herbe Siegeszug der Wahrheit in Glüd und Unglüd, wenn man der Presse die Möglichkeit freien Wirkens in selbstgeschaffenen Bahnen läßt, in den Bahnen zu Herz und Geist des Volkes, die sie allein findet. Die Macht der Preſſe liegt in ihrer Freiheit. Jede Macht, bie bei Ausbruch des Krieges dem Staate zur Verfügung steht oder fich ihm zur Verfügung stellt, muß nicht nur erhalten, sondern gestärkt und den übrigen Machtmitteln des Staates angereiht werden. Nur so mit allen Kräften ist eine so schwere Aufgabe wie die, in deren Vollbringung wir noch stehen, zu bewältigen. Jede Bureaukratisierung und Uniformierung der Presse muß unterbleiben, die bedeuten zwar die lechteste und primitivste Methode ihrer Handhabung, aber die Dezimierung ihrer Wirkung. Das diffizile, sehr empfindsame Instrument der Presse, das jede Musik zu spielen und deshalb jede Wirkung hervorzubringen vermag, muß eben seiner Wirkungsfähigkeit wegen mit Verständnis und Liebe gespielt werden, nicht aber mit unkundiger Hand und mit dem hier verderblichen Schemageist der Bureaukratie. Es ist selbstverständlich, daß die Presse jede Art Interessen des Staates der Obrigkeit geben soll und will. Sie ist über den Zweifel erhaben, als wollte sie das nicht ganz allein von fich aus. Allgemeine Richtlinien genügen hierfür, tägliche telegraphische Informationen und Ratschläge können sie für einzelne Fälle ergänzen. In militärischen Dingen ist Geheimhaltung in einzelnen Fällen Pflicht. Die Zensur sollte hier mit weiser Mäßigung vorgehen und nur von Personen gehandhabt werden, die in der Lage sind, militärische Dinge zu übersehen. Ihnen wird sich die Presse gern fügen, denn sie will ja nur helfen( das ist auch der einzige Zweck dieser Zeilen). Aber es kommt vor allem darauf an, gerade in Kriegszeit den Charakter der einzelnen Blätter zu er halten. Was sollte das Ausland denken, wenn unsere Zeitungen gleich in den Nachrichten und deren Würdigung erschienen und ohne Kritik an eigenen Zuständen? Es könnte daraus nur schließen, daß wir unter einer Knute ständen und, was schwerwiegender ist, daß wir manches, vieles zu verheimlichen hätten. Da das ja aber gar nicht, nicht im geringsten der Fall ist, wäre jede Erweckung folchen Scheins ein ungeheuerlicher Fehler, der, in Zahlen umgefett, in die Milliarden reichte. Wenn man berücksichtigt, daß russische Zeitungen den allmächtigen Mann des Zarenreiches Großfürsten Nikolai während des Krieges angriffen, wie engTische und französische Blätter ihre militärischen und ſtaatlichen Maßnahmen und Personen kritisieren, weitschärfer als im tiefsten Frieden, so ist ersichtlich, wie unangenehm die deutsche Presse auffiele, wenn sie farblos bliebe. Und würde dadurch nicht das eigene deutsche Publikum zwangsweise zu Mißtrauen erzogen? Es ist selbstverständlich, daß die deutsche Presse aus sich heraus freiwillig jede störende Kritik an Menschen und Dingen. unterläßt, nur die nützende soll ihr zum Besten der Allgemeinheit freibleiben. Genau das fordert die Resolution des Reichstages mit den Worten: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß die Zensur nicht über die volle Wahrung der Interessen der Landesverteidigung und des inneren Friedens hinausgeht, vor allem aber tunlichst gleichmäßig gehandhabt wird. Schwert und Feder, beide stehen mit gleicher Hingabe im die Tatsache, daß die Reichstagsfraktion trok Lübeck, Nürnberg Dienst des Vaterlandes. Beide müssen glänzend geführt werden, und Magdeburg am Sonnabend dem Budget zustimmte, nicht weit wollen wir das Beste leisten. Beide bedürfen der Freiheit im Nah- mehr zu der Frage: Wohin geht die Reise?" als das Vermen der Gesamtinteressen, für deren Wahrung sie selbst genügend halten der Genossen" Liebknecht, Ledebour und ihrer stillen Verständnis und Befähigung haben. Freunde", durch das unser Hamburger Partei blatt sich zu jener Frage genötigt sieht? Nicht weniger wie fast ein Drittel der Mitglieder der Fraktion sind solcher Meinung und haben deshalb den Plenarsaal verlassen, während ihre Kollegen zum höchsten Wohlgefallen der bürgerlichen Parteien und der Regierung für das 13 Milliardenbudget, in dem nicht weniger als „ Wohin 10 Milliarden Kriegskredite enthalten sind, stimmten. geht die Reife?" frugen sich über 30 Mitglieder der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, als von der Zustimmung zum Reichsbudget die Rede war, und als sie das teils gewollte, teils Nahmen der Fraktion gegen das Budget und machten Plenum von dem Recht Gebrauch, das die Fraktion von jeher ihren Mitgliedern zugestand. Unter denen, die das Budget auch in dieser Zeit ablehnen wollten, ist mancher, der früher die Kriegskredite bewilligte. Was dem Grafen Westarp eine einfache Pflicht eines jeden Mitgliedes dieses Hauses" bedeutet, ist einem Drittel der Reichstagsfraktion eine Unmöglichkeit Selbst jetzt gibt der Herr Staatssekretär Delbrück nicht die befriedigende Erklärung ab, daß so bald wie möglich eine Reichs- Arbeitslosenunterstüßung einWenn eine Voltspartei als Macht im politischen Leben geführt werden wird. Ja, und wenn er persönlich eine solche be= wirken und Erfolge erlangen will, so ist die erste und vornehmste friedigende Erklärung abgeben möchte, er kann es nicht, er kann Bedingung, daß sie im Handeln einheitlich und geschlossen sei. Den wegen dieser Unterstützung so wenig wie wegen der Regelung der Luxus, daß bei passender oder unpassender Gelegenheit jeder Teil- Arbeitsnachweise, die von den mächtigsten Unternehmerverbänden nehmer nach seiner privaten Liebhaberei handele, können sich bisher zur Kontrolle und Maßregelung der Arbeiter mißbraucht Gruppen und Grüppchen leisten, die nicht eine Masse, nicht eine worden sind.... Klasse, sondern eine zufällige Ansammlung von" sympathisierenden" und etwa in einer negativen Idee übereinstimmenden Personen vertreten. des Kriegsetats. Der Verlauf der Reichstagssizung am Sonnabend sowie die zustimmung unserer Fraktion zum Budget hat bereits in einem Teil der Parteipresse kritische Betrachtungen ausgelöst. geht die Reise?" überschriebenem Artikel: Das Hamburger Echo" schreibt in einem Wohin " zialdemokratie darum, seit sie zu einer Massenpartei geworIn richtiger Erkenntnis dieser Notwendigkeit hat die Soden, an dem Grundsatz festgehalten, daß das Handeln auf politischem Gebiet einheitlich sein müsse. Gewiß hat es in ihr oft genug Meinungsverschiedenheiten über diese oder jene Tagesfrage gegeben, und es ist auch zu erregten Auseinandersehungen über grundsätzliche Auffassungen gekommen. Doch immer wurde daran rischen Körperschaften, sei es in der Agitation, und ebenso in wirtschaftlichen Kämpfen der einzelne sich nach dem Gesamtwillen und nicht nach persönlichen Eingebungen richte. Insbesondere hat die Reichstagsfraktion sich stets an diese Richtschnur gehalten. Die Stellung zu den einzelnen Fragen wurde erörtert und alsdann im Sinne der Mehrheit die bisher in wirklich bedeutenden Dingen fast immer die Gesamtheit war geredet und gestimmt. Nur in politisch und wirtschaftlich ganz neutralen Angelegenheiten, wie Jmpfzwang und ähnliches, gab es eine Verschiedenheit im Handeln. So war es bis vor kurzem. Leider ist es anders geworden!. Bustimmung zum Budget die objektive Prüfung aller Gründe zu Nun wäre es ganz verkehrt, im höchsten Unmut etwa über die unterlassen, die zu der Budgetbewilligung geführt haben. Nicht Gebot des einheitlichen Handelns mehr ein Gebot der nur die einzelnen Menschen, noch weniger wie sie vielleicht können die Parteien sein, wie wir sie wünschen. Und nirgends ist das durch das Kräfteverhältnis bedingten Notwendigkeit, als in der aus den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie gebildeten Kampfesbrüderschaft. Gewiß wir wollen, daß die Partei so sei, daß wir uns als proletarische und am Sozialismus geschulte Kämpfer wohl in ihr fühlen. Man vergesse aber nicht, daß nur auf dem Wege über Kompromisse der Gesamtwille aus den zahlreichen verschiedenen Einzelwillen sich bilden kann. Man kann es für seine aus der Ueberzeugung resultierende Pflicht halten, stets mit voller Kraft sagen wir nach links zu drängen und muß im gegebenen Moment doch wenn auch unter Schmerzen bereit sein, der Einheitlichkeit des Handelns die weitergehenden die Kriegszeit lehrt es subjektiven Wünsche unterzuordnen. Freilich kann dabei gerade nur zu leichte die Frage sich aufdrängen: wie weit soll denn das gehen? oder" Wohin geht die Reise?" Wir halten es aber für falsch, die Frage dann durch eine Handlung zu beantworten, die nicht geeignet ist, das Ziel der Reise zu bestimmen, wohl aber, die Einheitlichkeit des Handelns zu gefährden. Deshalb halten wir auch für richtiger, was jene Genossen taten, die ließen, als das Sißenbleiben der Genossen Liebknecht und Rühle, während der Abstimmung über das Budget den Plenarsaal verwobei wir ausdrücklich bemerken wollen, daß wir an der Lauterkeit der Motive ihres Handelns nicht im mindesten zweifeln. Auf alle diese Fragen wird später ausführlicher zurückzukommen sein. die eigentliche Entscheidung fiel; da unterschied er sich in keiner Liebknecht hat begonnen. Am 4. August allerdings nicht, als Weise von den andern Sozialdemokraten. Was nicht hinderte, daß in der ausländischen Presse gerade er als Opfer der Standrechtskugeln gefeiert und betrauert wurde und schön stilisierte Nefrologe( mit Bild) erntete. Vielleicht ist er dadurch angefeuert worden; jedenfalls hat ihm seine Haltung im Dezember den Ruhm Trok allem, was die Regierung zu wünschen und zu fordern eingebracht, im Ausland als der einzige Sozialdemokrat übrig ließ, wäre auch die jüngste Reichstagstagung scheinbar harDeutschlands bezeichnet zu werden. Darüber, daß seine Ab- monisch zu Ende gegangen, wenn in der Schlußsizung nicht eine timmung und seine Landtagsrede im neutralen und besonders im scharfe Kritik Ledebours an Auslassungen der Obersten Heeres= feindlichen Ausland als Vorzeichen beginnender Zerfahrenheit und leitung und ein daran anknüpfender Zwischenruf Liebknechts Schwäche Deutschlands ausgelegt und so zum Mittel wurden, schrillere Töne in das sachte Geräusch des wohlabgemessenen RedeStimmung für die Fortseßung des Krieges zu machen, wollen wir geplätschers gebracht hätten, denen im Nu ein Geheul des nicht reden. Denn diese Wirkung hat er sich wohl nicht vor Sturmes folgen sollte. An Stelle des plätschernden Rinnſals aber Augen geführt, als er den Entschluß faßte, fich weithin sichtbar erstand urplößlich ein rasender See, der sein Opfer haben wollte. zu machen. Jedoch die auf hohe Wahrscheinlichkeit gegründete Ver- Daß Leute wie Wolfgang Heine sich beeilten, den tobenden mutung liegt nahe, daß er als„ geistiges Haupt einer neuen Rich- konservativen Abgeordneten zuzurufen, Ledebour habe- wie er tung" sich beizeiten empfehlen wollte. nach diesen nicht im Namen des deutschen Volkes sollte reden dürfen auch nicht im Namen der Fraktion gesprochen, war um so charak= teristischer, als bekanntlich gerade eine am wenigstens fich darum bekümmert hat, inwieweit er beauftragt war, als er feine Stuttgarter Rede hielt oder etliche politische Artikel für bürgerliche Scheidemann im Namen des Vorstandes der Fraktion und Blätter schrieb. Im Bericht mögen unsere Leser nachlesen, was später aus eigenem erklärte. Verlustlisten. Ledebour folgte. Wie es üblich ist, hatte die Reichstagsfraktion ihre Redner zu den wichtigsten Punkten der Tagesordnung bestimmt. Ledebour erhielt den Auftrag, die Forderung auf Befeitigung des Sprachenparagraphen im Vereins- und Versammichwer; serade in der Prüfung des Weltkrieges haben sich die lungsgesetz zu begründen. Die Aufgabe war nicht sonderlich Polen, Dänen und Cothringer der Grenzländer in ihrer Masse so treu und redlich an die Seite ihrer Kameraden gestellt, daß der lette Vorwand zu ihrer Drangsalierung wegfallen mußte, und Die Zensurin Berlin wurde dem Generalobersten soweit Ledebour die allerhand bureaukratischen Einwände zerb. Kessel übergeben, der manche andere wichtige und schwere pflückt, wäre das verdienstvoll gewesen. Ledebour sprach aber noch Pflicht hat. Er kann und darf sich um Details nicht kümmern und von ganz andern Dingen, nämlich von dem Bestreben der MilitärDie Verlustliste Nr. 181 der preußischen Armee enthält hat, allgemein gesehen, sich des neuen Zöglings mit Wohlwollen behörden, in Lothringen zu germanisieren, und von den Ver- Verluste folgender Truppen: angenommen. Bald begann aber fortwährender Wechsel in dem geltungsmaßregeln, die von der Heeresleitung angedroht worden 1., 2. und 3. Garde- Inf.- Reg.; Garde- Gren.- Regimenter Franz ihm unterstellten Personal. Alles an Generalstabsoffizieren und sind bei weiteren Verwüstungen Ostpreußens durch die Russen... und Elisabeth; Gren.- bzw. Inf.- bzw. Füs.- Regimenter Nr. 3, anderen, was in der Front brauchbar ist, ging hinaus, und immer Rahmens der vorgesteckten Erörterungen fiel, wäre nichts einzu- 56, 60, 62, 63, 67, 72, 73, 76, 79, 83, 85, 99, 113, 114, 118, 132, Gegen eine sachliche Kritik, selbst wenn sie außerhalb des 5, 8, 10, 11, 18, 21, 22, 23, 28, 30, 31, 33, 35, 38, 40, 49, 52, fam neuer Ersatz, dem das neue Pflichtgebiet ferner und fremder wenden; denn die Militärbehörden sind nicht unfehlbar und auch 135, 138, 140, 142, 145, 148, 151, 152, 154, 155, 161, 163, 164, ist. So eine Art Streckung der Intelligenz( natürlich nur in bezug nicht zu allem berechtigt. Doch ist es ein heller Unsinn, vom Ger- 168, 170; Res- Inf.- Regimenter Nr. 1, 5, 11, 17, 19, 21, 28, auf Sachkenntnis). Von diesen Nachgeordneten werden aber, na- manisieren" zu reden, wo es sich um vermeintliche oder 31, 35, 40, 51, 60, 65, 66, 68, 69, 71, 75, 76, 80, 83, 86, 88, 92, türlich ohne jede böse Absicht, recht viele und unangenehme Fehler wirkliche Kriegsnotwendigkeiten handelt. 94, 99, 110, 201, 204, 205, 208, 211, 213, 214, 219, 223, 225, 226, gemacht. Die vom Reichskanzler verworfene Präventivzen- Doch diese Abschweifung vom Thema war verhältnismäßig 227, 230, 232, 261, 269; Ers.- Inf.- Regimenter Königsberg III und fur z. B. wird faktisch hergestellt, indem von der Militär- unbedeutend. Den Sturm im Reichstag entfesselten Ledebours Runge; Res.- Ers.- Reg. Nr. 3; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 2, 7, zensur auf Telegramme politischen Inhalts ein Stempel mit der Aeußerungen über die von der Heeresleitung angedrohten Ver- 11, 12, 13, 18, 22, 31, 34, 35, 38, 39, 46, 55, 61, 66, 75, 76, 77, Anweisung gedrückt wird, sie dem Auswärtigen Amt vor der Ver- geltungsmaßregeln gegen die russischen Mordbrennereien in Ost- 80, 81, 83, 109, 118; Brig.- Erf.- Bataillone Nr. 33, 81; Landst.öffentlichung vorzulegen. Das ist unstatthaft. Und: Bet- preußen. Wir selbst sind der Meinung und haben Bataillone Darmstadt, Deutsch- Strone, II Glogau, I Hagenau, tungen sollten nur verboten werden, wenn man ihnen die Mala hr wiederholt Ausdrud gegeben, daß die Ver- Mainz, I Mek, Molsheim, I Ostrowo, II Stolp; Bat. Engels fides( böse Absicht) oder verursachten Schaden nachweisen könnte. anstehen. Die scheußlichen Justizmorde in Casablanca durch Bataillone Nr. 3, 17, 18, 20, 21; Festungs- Maschinengew.- Abt. geltungsmaßregeln dem deutschen Volke nicht( früher Landst.- Bat. Rubach); Jäger- Bat. Nr. 4; Res.- JägerWenn eine angesehene Berliner Zeitung wie die Tägliche Rund- Erschießung unschuldiger Landsleute der Mörder zu erwidern, Nr. 2, 4, 11; Res.- Festungs- Maschinengew.- Abt. Nr. 3. fchau" verboten wird, weil sie im Drange der Geschäfte oder nach wäre barbarisch, und ebenso wäre es barbarisch, für die Leiden Kürassiere Nr. 6; Landw.- Kav.- Reg. Blank; 3. Landw.- Est. Ansicht der Zenfurbehörde einen Feldpostbrief nicht vor der Ver- der deutschen in englischen und französischen Gefangenenlagern des Gardekorps. öffentlichung vorlegte, so ist das, höflich gesagt, unnötig. Dabei die bei uns Internierten entgelten zu lassen. Bisher ist auch von Feldart.- Regimenter Nr. 9, 27, 33, 44, 46, 50, 52, 80; Res.= ist noch gar nicht immer sicher, ob das Versehen bei der deutschen Regierung dem Schrei nach Wiedervergeltung nicht Feldart.- Regimenter Nr. 44, 50. der Zeitung lag. Natürlich will die Zensurbehörde keinerlei Gehör geschenkt worden, und wir freuen uns dessen. Fußart.- Regimenter Nr. 1, 4, 8; Res.- Fußart.- Regimenter Schikane üben, aber auch der Schein sollte vermieden werden. Ver- Ledebour dies vorgetragen und weiter erklärt hätte, daß die Ver- Nr. 1, 6, 8; Res.- Fußart.- Bat. Nr. 25; Ref.- Fußart.- Batt. Nr. 26; sehen kommen überall einmal vor, und wenn man, um mit gleichem geltungsmaßregeln gar nicht die Schuldigen, sondern eine Be- Haubik- Halbbataillon Graßhoff der 10. Landw.- Div. Maß zu massen, die Zensur für jedes Versehen, das sie bölkerung treffen würden, die wir uns gewinnen sollten, so hätte Pion.- Regimenter Nr. 23, 29, 31; Pion.- Bataillone I. und II. er verdienstlich gewirkt. begeht, außer Kraft feßen wollte, dann existierte Nr. 2, I. Nr. 3, II. Nr. 6, I. Nr. 7, I. Nr. 8, I. Nr. 14, I. Nr. 15, Aber die ganze Art der Rede war so, daß nicht die Wahrung I. Nr. 21, II. Nr. 27, III. Nr. 28; Pion.- Ers.- Bataillone Nr. 1, 2, sie doch längst nicht mehr. Die materielle Seite, soweit sie der Gerechtigkeit und Menschlichkeit hervortrat, sondern( mit Unter- 9, 21; 44., 46. und 50. Res.- Pion.- Komp.; 3. Landw.- Pion.- Komp. die Zeitungen betrifft, wird vollständig unberücksichtigt gelassen. stützung durch einen Zwischenruf Liebknechts) der eigensinnige des 6. und 1. des 9. Armeekorps. Während Hunderttausende für Telegramme verloren gehen, die nicht Wille, einen Skandal zu provozieren. Was erreicht worden ist! Eisenbahn- Baukomp. Nr. 6. zur Veröffentlichung zugelassen werden, erhält die Behörde durch Neben Liebknecht wird nun auch Ledebour in der„ Berner Tag- Ref.- Inf.- Munitionskol. Nr. 5 des 17. Armeekorps; Art.Kenntnisnahme dieser Depeschen Informationen von größtem Wert. wacht" seinen Blak finden. Dort und später in anderen Blättern Munitionsfol. Nr. 2 der Garde- Ers.- Div. Das ist ganz schön, und die Presse trägt gern zur Orientierung der werden wir lesen, daß mehr und mehr die deutsche SozialdemoArmierungs- Bat. Nr. 16. Staatsleitung bei, aber sie verdient doch wohl auch einige Rücksicht. Kratie sich wieder zurechtfinde und Stellung nehme zum Krieg, Bei verständnisvoller Durchsicht der Depeschen könnten 50 v. H. ge- gegen den Krieg und für den Frieden um jeden Preis. Solche bracht werden. So gibt es noch eine ganze Reihe von Verbesse- Verlängerung des Krieges und seiner Leiden. Stimmungsmache kann aber nichts anderes bewirken als eine rungen, die für die Allgemeinheit nüßlich wären. Nach meinen Nun aber fragen wir die Liebknecht, Ledebour und Erfahrungen fürchte ich aber, es wird auch bei der Reichstags- ihre stillen Freunde, die ohne Verantwortlichresolution bei bloßen Worten bleiben. Und noch einem Uebel- keit" durch Winke und Worte in der Partei Zerwürfnis stand sollte vorgebeugt werden, der sich leicht einstellen könnte: dem schaffen: Wohin geht die Reise?" Hochmut aus dem Gefühl der Macht über eine sonst Die Bremer Bürger- 3eitung" übt zunächst in freie Einrichtung. Und, nicht wahr, im Ton auch bei Diffe- einem„ Ein Schritt weiter" überschriebenen Artikel an der renzen wollen wir an dem der Gesellschaft auch in Zukunft fest- Nichterfüllung zahlreicher Forderungen und Wünsche der sozialdemokratischen Fraktion durch die Regierung Kritik und fährt dann fort: " Ist es unter solchen Umständen nicht im höchsten Grade bedenklich, daß eine Zweidrittelmehrheit der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion für das Budget zu stimmen beschloß? zwingt halten! Die Zensur untersteht letzten Endes auch dem Chef des Generalstabs des Feldheeres. Er sollte eine freie Minute benützen, sich mit dieser sehr wichtigen Einrichtung zu beschäftigen. Wenn Sanitäts- Komp. Nr. 1. des 1. Armeekorps; Ref.- SanitätsKomp. Nr. 49; Festungs- Hauptlazarett Königsberg i. Pr.; Freiw. Krankenpflege. Trani- Abt. Nr. 10; Fuhrpark- Kol. Nr. 3 des 8. Armeekorps; Park- Kol. Nr. 6; Res.- Bäckerei- Kol. Nr. 10 des 8. Reservekorps. Bewachungskommando des Gefangenenlagers Gardelegen. Feldpoststation Nr. 112. * Die sächsische Verlustliste Nr. 124 bringt Verluste der Inf.Regimenter Nr. 102, 103, 104, 108, 133, 134, 178; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 100, 103, 244; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 102, 133; 2. Landst.- Inf.- Bat. Leipzig; Jäger- Bataillone Nr. 12, 13; Res.Jäger- Bataillone Nr. 12, 13, 25; Ers.- Abt., Jäger- Bat. Nr. 13; Feld- Maschinengew.- Bug Nr. 69; Garde- Reiter; Karabinier- Reg.; lanen Nr. 17, 18, 21; Husaren Nr. 19; Feldart.- Regimenter N 12, 28, 48, 64, 68, 77, 78; Ref.- Feldart.- Regimenter Nr. 23, 24, 1 breitung der Organisation Sorge zu tragen. Es steht unzweifelhaft 53, 54; Grf.- Abt., Feldart.- Reg. Nr. 48; Landft.- Feldbatterie, fest, daß nach Beendigung des Krieges die Organisation vor großen 19. Armeekorps; Fußart.- Reg. Nr. 12; Ers.- Bat., Fußart.- Reg. und schweren Aufgaben gestellt wird. Um diese dann erfüllen zu Nr. 19; Res- Fußart. Bat. Nr. 19; Bion.- Bataillone: 1. Nr. 12, fönnen, muß für die größtmöglichste Ausbreitung der Organisation 22, 11. Nr. 12, 22; 1. Grf.- Kompagnien: Bion.- Bataillone: 1. Nr. 12, Sorge getragen werden. II. Nr. 22; Ers.- Bat., 2. Pion.- Bat. Nr. 22; Res.- Pion.- Stomp. Eine Diskussion über den Jahresbericht wurde von der GeneralNr. 53, 54; Res- Fernsprech- Abt., 12. Res.- Armeekorps; Eisenbahn- versammlung nicht gewünscht. Baukomp. Nr. 8; Ref.- Eisenbahn- Baukomp. Nr. 7. Der Schluß der württembergischen Verlustliste Nr. 141 enthält Berluste des Landw.- Inf.Reg. Nr. 121; Gren.- Reg. Nr. 123; Ref. Inf. Reg. Nr. 246, 248. Gewerkschaftliches. Krieg und Tarifvertrag. Der Kaffierer Henning erstattete dann den Kassenbericht des vierten Quartals 1914. Die Hauptkasse schloß in Einnahme und Ausgabe mit 480 215 M. gegen 758 643 M. des Vorjahres ab. Tros der verminderten Einnahme konnten doch 100 000 m. der Hauptfasse überwiesen werden, denn als wesentlicher Unterstüßungsteil tam lediglich Unterstügung bei Arbeitslosigkeit in Frage, die immer hin noch im vierten Quartal 201 943 W. betrug. Dafür war die Unterstübung bei Krankheiten, Streits und Maßregelungen nahezu ganz verschwunden. Die Lokaltasse schließt inkl. eines Kassenbestandes am 1. Januar 1915 in Höhe von 1 666 380 M. mit 1 778 268 M. ab. alias Soziales. Aufhebung der Versicherungspflicht für russische Landarbeiter. Die Landwirtschaftskammer für die Provinz Sachsen schreibt in ihrem Organ: Nach dem neuerdings eingegangenen Erjaß des Landwirtschaftsministeriums vom 27. februar hat sich das Reichsversicherungsamt nunmehr der Auffassung zugeneigt, daß die russisch- polnischen Wanderarbeiter überhaupt versicherungsfrei sind, weil sie für die Dauer des Krieges als freie Arbeiter nicht angesehen werden fönnten. Hiernach unterliegen Wanderarbeiter bis zum Friedens schluß weder der Kranken- noch der Invaliden- und Hinterbliebenen, noch der Unfallversicherung. Wir bemerken aber, daß das Reichsversicherungsamt bisher eine endgültige Entscheidung über diese Frage noch nicht getroffen hat. Aus Zweckmäßigkeitsgründen empfiehlt es sich aber trotzdem, die Arbeiter wenigstens bei der Außerdem wurde über das Ergebnis der bisherigen freiwilligen Strankenkasse unter Ausschluß von Krankengeld zu versichern, damit Sammlung zur Unterstützung Ausgesteuerter und der Familien der in Krankheitsfällen für die Leute gesorgt ist und sie unter UmstänDie Gauleitung Leipzig des Gemeindearbeiterverbandes zum Heeresdienst eingezogenen Kollegen Bericht erstattet. Der den nicht dem Ortsarmenverband( insbesondere dem selbständigen hat mit der Stadtgemeinde Imenau im Jahre 1913 einen Ertrag der Sammlung betrug bis zum 18. Februar 194 149 W. Gutsbezirk) zur Last fallen." Hoffentlich geht die endgültige Entscheidung des ReichsAn Ausgesteuerte wurden bisher 31 152 m., für Speisemarken Tarifvertrag für das Stadtbauamt auf die Dauer von zwei 8558 M. und an die Familien eingezogener Kollegen 75 375 m. versicherungsamts dahin, daß diese Arbeiterkategorie trotzdem Jahren abgeschlossen. Gleich bei Ausbruch des Krieges er- gezahlt. Für den letzteren Zwed soll nun der Kassenbestand in versicherungspflichtig ist. Der Umstand, daß die russischen flärte der Straßenmeister Heinz den Arbeitern, durch den Höhe von 79 064 9. weiter verwandt werden. Landarbeiter zwangsweise in Deutschland zurückgehalten wor Krieg sei der Tarifvertrag hinfällig geworden; den vor- Bei den Neuwahlen zur Ortsverwaltung wurden Adolf Cohen den sind, kann doch unmöglich die Beseitigung der Versichegefchenen Urlaub strich der Herr Straßenmeister einfach. als erster Bevollmächtigter, Carl Schmidt als zweiter Stassierer, rungspflicht begründen. Die Arbeiter beschwerten sich und der Bürgermeister ant- lbert Dräger und Hermann Grieß als Revisoren, Mar wortete, die Gewährung von Urlaub würde unter den ein- smer und Jean Strider als Beifizer ohne Gegenvorschläge getretenen Verhältnissen Unzufriedenheit und böses Blut bei einstimmig wiedergewählt. Nachbem die Generalversammlung noch zum Verbandstag, der den anderen Arbeitern der Stadt erregen. Bei dem Prinzip im Laufe dieses Jahres in Berlin stattfindet, Stellung genommen der Gleichberechtigung, das in der Partei(!) herriche, hatte, beschäftigte sie sich mit awet hierzu vorliegenden Anträgen. könnten die städtischen Arbeiter doch nicht verlangen, daß sie in dem ersten Antrage wurde verlangt, daß die auf dem legten Urlaub erhielten, die anderen von der Stadt beschäftigten Berbandstage in Breslau von der Generalversammlung eingefeste Notstandsarbeiter aber nicht. Das war im September. Kommission zur Beratung etwaiger Einführung von StaffelUnd die Organisation unternahm zunächst nichts weiter. beiträgen Bericht erstatten soll, baw, daß diese Angelegenheit auf die Im November wurde den Arbeitern der Bußtag nicht Tagesordnung des Verbandstages gesetzt werden soll. Dieser Antrag bezahlt, der tariflich festgelegte Stundenlohn wurde um zwei wurde von der Generalversammlung abgelehnt, weil er eine Selbst. Pfennig herabgefekt, die Auszahlung der Differenz zwischen verständlichkeit ausspricht. Der zweite Antrag ging dahin, daß Verwaltungsstellen mit Serankengeld und Lohn sowie der Zuschlag für Arbeiten in über 10 000 Witgliedern über Streits und Lohnbewegungen selb den Klärgruben tamen ebenfalls in Fortfall. Daraufhin ständig Entscheidung treffen sollen. Nach einer kurzen Diskussion wurde der im Tarif vorgefehene Arbeiterausschuß beim lehnte die Generalversammlung auch diesen Antrag ab. Damit war Bürgermeister vorstellig, aber ungnädig abgewiesen:„ Es die Tagesordnung der Generalversammlung erschöpft. gibt jest nichts. Jetzt ist Krieg. Der Tarif hat keine Gültigfeit mehr." Deutsches Reich. Gerichtszeitung. Kriegsschwindler. Der Krieg zeitigt eine Anzahl besonders gemeiner Betrügereien, die unter Ausnutzung durch den Krieg ins Leben gerufener gemeinnügiger Einrichtungen begangen werden. So stand gestern in der ihr nicht zukommenden Tracht einer Stran tenpflegerin die Stickerin Elfe Pfeffer unter der Anklage des Betruges und des Diebstahls in mehreren Fällen vor der 3. Strafkammer des Landgerichts III. Sie hat eine Reihe gemeingefährlicher Straftaten begangen. Die Angeklagte sieht so fromm und unschuldig aus, als ob sie kein Wäfferchen trüben tönnte und verfügt doch schon über ein Strafregister mit mehreren Vorstrafen wegen Betruges. Sie hatte sich ein Amtskleid einer Krankenpflegerin selbst angefertigt und liebte es, darin als Schwester Grifa" aufzutreten. Die Gauleitung des Gemeindearbeiterverbandes war Als solche wurde sie mit einer Näherin bekannt und machte sich nicht derselben Meinung. In höflicher, aber bestimmter Form Der Vorstand des Tapeziererverbandes beschloß gemeinsam mit anheischig, diese als Schwester im Stift Santa Maria Victoria anerklärte sie dem Bürgermeister, daß der Krieg keinen Ver- dem Ausschuß die Wiederherstellung ber statuta zubringen. Sie nahm ihr zunächst einen kleinen Betrag angeblich trag, auch keinen Tarifvertrag aufhebe. Die Organisation trag, auch keinen Tarifvertrag aufhebe. Die Organisationischen Unterstübungen vom 1. April dieses zum Ankauf von paffendem Stoff zur Schwesterntracht ab. Bald hätte wenigstens erwarten dürfen, daß der Bürgermeister sich Jahres ab. Die Auszahlung der Arbeitslosen., Reise, barauf erschien fie in der Wohnung der Näherin, die nun auf ihren Kranken- und Umzugs unterstüßung erfolgt damit für Wunsch ihre Sabseligkeiten im Werte von etwa 70 M. zusammenmit ihr in Verbindung sehen würde, wenn irgendeine Tarif- alle vom 1. April ab eintretenden Fälle wieder nach den im Statut packte und mit der so liebenswürdigen Schwester Grika eine Droschfe bestimmung jetzt nicht aufrecht zu erhalten sei. Zweifellos niedergelegten Grundsäßen. bestieg, um nach dem Stift zu fahren. Unterwegs ließ die ngewäre ein Weg zur Verständigung gefunden worden. Der Die Sterbeunterstübung wird wie bisher weiter flagte vor einem Hause halten und bat ihre Begleiterin, ihr doch Arbeiterausschuß sei nicht in persönlicher Angelegenheit, bezahlt, denn diese war nicht aufgehoben. Auch bei Sterbefällen in einen Brief nach dem dritten Stod zu einer dort angeblich wohnensondern als tariflich vorgesehene Beschwerde- reip. Schlich der Familie eines eingezogenen Mitgliedes soll, obwohl deffen Mit den Frau zu tragen. Der Bitte kam die dankbare Näherin mit Vertungsinstanz gekommen, feine Zurüdweisung deswegen nicht gliedschaft nach dem Statut ruht, gleichfalls die im Statut vor- gnügen nach; sie fand aber bie angegebene Adreffe nicht und als sie angebracht. Zum Schluß wurde in aller Form erklärt, daß gesehene Unterstüßung gezahlt werden. Ist das Mitglied gefallen, wieder herunterfam, war" Schwester Grita" mit allem Gepäck verdie Organisation den Vertrag nod) als zu Recht bestehendo erlischt jeder Anspruch spätesteys 13 Wochen nach dem Tode des schwunden. Mit anderen Streichen hat die Angeklagte die Benoch Mitgliedes. Ebenso kann der Frau eines im Felde gefallenen Mit- fther von Pensionaten und möblierten Zimmern heimgesucht. So betrachte und seine Durchführung erwarte. Herr Bürgermeister Willigmann hielt es nicht für not. sliedes eine besondere Unterstützung gewährt werden. Die Aus- erschien fie in der Schwesterntracht in einem Benfionat in der Mohzahlung einer Unterstüßung in Fällen, wo das Mitglied zum straße, um dort angeblich für verwundete Offiziere möblierte Zimwendig, darauf zu antworten. Militär eingezogen ist, ist jedoch iminer nur nach ausdrücklicher Gemer zu belegen. Giner Frau Postrat B., welche sie dort in Abnehurigung durch den Hauptvorstand zulässig. Es sind daher in wesenheit der Pensionsinhaberin empfing, stellte sie sich als Erika iedem Falle die Anträge durch die Lokalverwaltung bei der Haupt- von Stoden vor und erzählte, daß ihr Vater Oberst in Köln sei und zwei ihrer Brüder im Felde ständen. Sie erwarb sich das Ververwaltung zu stellen. trauen der Posträiin in solchem Maße, daß diefe, als es während der Unterhaltung start zu regnen begann, ein gutes Werk zu tun glaubte, wenn fie der so fürsorglichen Schwester ihren Regenschirm und ihren Mantel zum Schuß gegen das Wetter anbot. Der Mantel hatte einen Wert von etwa 100 M., die Angeklagte brachte ihn nicht In ähnlicher Weise führte zurüd, sondern machte ihn zu Gelde. In zwei Sigungen beschäftigte die Angelegenheit darauf den Gemeinderat. Und hier bekam die Organisation Recht. Auf Antrag des Bauausschusses wurde einstimmig beschlossen, daß der Tarifvertrag in Straft zu bleiben habe. Der Kriegszustand hebt also Tarifverträge nicht auf! Berlin und Umgegend. Die Berliner Metallarbeiter und der Krieg. Die Arbeitslosigkeit der Berliner Metallarbeiter war, wie Cohen in der Jahresversammlung der Verwaltungsstelle Berlin mitteilte, in den ersten sieben Monaten des Jahres 1914 bedeutend größer als im Jahre 1913, und zwar war der Arbeitslosenstand durchschnittlich um 2500 höher. Der Ausbruch des Krieges hat aber eine gewaltige Veränderung hervorgerufen. In den ersten drei Wochen stieg die Arbeitsloserziffer auf nahezu 12 000, um dann nach und nach auf unter 2000 am Jahresschluß 1914 zurückzugehen, jo daß gegenwärtig sogar von einer Hochtonjunktur in der Metallindustrie gesprochen werden kann, wie fie bislang noch nicht vorhanden war. Dazu kommt noch der Umstand, daß viele tausende Mitglieder anderer Berufe gegenwärtig auch noch in der Metallindustrie Arbeit gefunden haben. Es kann nicht bestritten werden, daß die Produktion für den Heeresbedarf auch eine nicht unerhebliche Steigerung der Löhne herbeigeführt hat. Wenn man aber die erheblich gesteigerten Lebensmittelpreise in Rechnung stellt, dürfte die gegenwärtige Lohnhöhe kaum den gesteigerten Anforderungen cutsprechen. Die Ausgesteuertenunterstübung wurde im Herbst des vorigen Jahres bis zum 15. März 1915 bewilligt. Es lag tein Grund vor, diesen Termin noch weiter zu verlängern, da zurzeit ausreichende Arbeitsgelegenheit vorhanden ist. Nach dem 15. März darf keine Ausgesteuertenunterstüßung mehr ausbezahlt werden. Vorstand und Ausschuß hatten seinerzeit für die Unterstüßung der Ausgesteuerten 20 000 m. bewilligt. Infolge des flotten Ge- fie fich in einer Pension in der Augsburger Straße ein. Hier wurde schäftsganges in der Rüstungsindustrie wurde jedoch die ausgewor- bie Juhaberin während der Unterhaltung sehr unwohl und war der fene Summe nicht verbraucht. Es wurde daher beschlossen, zu Angeklagten sehr dankbar, als diese erklärte, daß sie ein sehr gutes Ostern erneut eine Familienunterstübung aus der Mittel dagegen tenne, welches sie schleunigst herbeiholen wolle. Sie Haupttaffe zu bewilligen. Es dürften zurzeit etwa 1700 verheira- goz dann nach ihrer Wiederkehr aus einer kleinen Flasche den Jutete Tapezierer zu den Fahnen gerufen sein, die alle ihre Familie halt in schnell bereiteten Tee und dies hatte den Erfolg, daß die in mehr oder minder pretärer Lage zurüdließen. Ihren Frauen Strante in einen sehr festen, lang andauernden Schlaf verfiel, so daß die Angeklagte bequem Zeit fand, um in aller Ruhe alle möglichen follen aus der Hauptkasse je 10 M. gewährt werden. Sachen, goldene Armbänder, silberne Löffel, Blusen, Kleider, Taschentücher usw. im Gesamtwerte von 3000 M. zusammenzupacken und das Weite zu suchen. Sie wurde aber bald ermittelt und der Bestohlenen konnten ihre Wertsachen wieder zugestellt werden. Aus Industrie und Handel. Der Arbeitsmarkt im Februar. Ueber die Lage des deutschen Arbeitsmarktes im Februar 1915 berichtet das vom Kaiserlichen Statistischen Amt herausgegebene Reichs- Arbeitsblatt" in seinem Märzheft wie folgt: Vor Gericht behauptete sic, an Kleptomanic zu leiden. Mediginaltat Dr. Störmer bezeichnete sie zwar als eine hysterisch angetränkelte Person, verneinte aber die Anwendung des§ 51. Die Angeklagte, die mehrfach aus der Fürsorgeerziehung entflohen ist, ist eine Berstellungstünstlerin. So tam u. a. zur Sprache, daß sie ein Gebet an die heilige Jungfrau" zusammengebaut hat, welches nach dem Urteil des Dr. Störmer als der Jubegriff aller Heuchelei vermöge feines frömmelnden bigotten Tones bezeichnet werden kann. Das Gericht verurteilte die Angeklagte zu 2 Jahren Gefängnis unicr Anrechnung von 5 Monaten Untersuchungshaft. Eisenbahnzusammenstoß. Der gehobene Beschäftigungsgrad, in dem sich Soweit die Organisation in der Lage war, hat sie alle gestellten namentlich die zahlreichen auf die Striegswirtschaft eingestellten Anforderungen auf Beschaffung von Arbeitskräften erfüllt. Auch Gewerbezweige feit einer Reihe von Donaten befinden, hat sich cine ganze Anzahl Arbeiterinnen ist in der Produktion für den auch im Februar im ganzen auf seiner Höhe behauptet und Heeresbedarf tätig. Trotzdem besteht irgendwelcher Mangel an teilweise sogar noch gesteigert, so daß einzelne geringe Abschwächunweiblichen Arbeitskräften nicht, und es ist deshalb um so mehr zu gen der Beschäftigung dadurch im ganzen wieder ausgeglichen Ein Eisenbahnzusammenstoß, der ein Menschenleben zum bedauern, daß die Behörden die Schußbestimmungen für Arbeite worden sind. rinnen während des Krieges außer Kraft gesetzt haben. Es wäre Nach den Berichten der einzelnen Unternehmungen und Ver- Opfer gefordert hat, unterlag gestern der Nachprüfung durch zu wünschen, daß diesen Schutzbestimmungen wieder Geltung verbände erfreute sich der Sohlenbergbau ungeschwächt starter die Strafkammer. schafft wird. Auch liegt keine Ursache vor, Zehrlinge in der Metall- Nachfrage und wics in einzelnen Gebieten noch stärkeren Abruf Wegen fahrläffiger Tötung wurde der Stationsvorsteher Herindustrie durch Befreiung von dem so notwendigen Schulunterricht als im Bormonat auf. Die Roheisenerzeugung hatte auch mann Colignon zur Verantwortung gezogen. Dieser versah den in der Ausbildung zurückzusehen. im Februar eine Grhöhung der durchschnittlichen täglichen För Dienst auf dem Bahnhof Teltow- stanal der Kleinbahn NeuköllnZu einer großen Beunruhigung hat das Rundschreiben der berung zu verzeichnen; ebenso ist die Beschäftigung der Stahl- Mittenwalde. Am 4. Dezember v. J. gegen 9 Uhr abends, als er Königlichen Felbzeugmeisterei vom 11. Januar dieses Jahres ge- und Walawerke weiterhin gestiegen. Die Maschinen- als alleiniger Beamter auf dem Bureau mit Erledigung von Frachtführt. Die Auslegung dieses Rundschreibens durch die Unter- industrie weist eine wesentliche Henderung ihres Beschäftigungs- briefen beschäftigt war, wurde er um 8.52 Uhr von Neukölln telenehmer hat die freizügigkeit aufgehoben. Die Verhandlungen mit der Feldzeugmeisterei und den Arbeitgebern haben dann zu einer grades nicht auf; doch ist auch hier eine teilweise fernere Ver- phonisch angefragt, ob ein nicht fahrplanmäßiger Güterzug einVerständigung geführt, und es ist der Kriegsausschuß für die besserung festzustellen. Das gleiche gilt für die elektrische In- fahren könnte. Auf die bejahende Antwort kam von Neukölln die Metallbetriebe Groß- Berlins eingesetzt woorden. Bis jest hat die dustrie. Im Spinnstoffgewerbe macht sich eine Abschwächung der Mitteilung, daß der Zug abgehe. Der Angeklagte ging dann auf Beschäftigung bemerkbar. Das Baugewerbe kann im Berichts. Die Station hinaus, um den Zug zu erwarten. Es befindet sich dort weder ein Morfeapparat noch ein Einfahrtsignal. Nun stand auf Wenn auch monat eine Hebung noch nicht verzeichnen. Einrichtung zur allseitigen Zufriedenheit gearbeitet. Wenn auch nicht alle Wünsche befriedigt werden konnten, so ist doch in allen Die Nachweisungen der Krankenkassen ergeben für die in Be- dem Gleis 2 des Bahnhofes ein mit Kriegsgut beladener Zug, der Fällen eine Verständigung erzielt worden. Außer mit der Feldzeugmeisterei haben auch mit anderen schäftigung stehenden Mitglieder am 1. März gegenüber dem umrangiert werden sollte, und zwar mußte er zu diesem Zwed das staatlichen Störperschaften Verhandlungen stattgefungen. Die Er. 1. Februar eine geringfügige Abnahme der männlichen um Gleis 3 befahren, welches auch der von Neukölln kommende Zug be0,20 Proz. und eine Zunahme der weiblichen Beschäftigten um nußen mußte. Der Zugführer des mit Kriegsgut beladenen Zuges ledigung der Beschiverden hat sich manchmal monatelang hingezogen, 2,60 Proz. Im Vormonat war die Verringerung der beschäftigten fragte den Angeklagten, ob er den Zug noch von Gleis 2 auf Gleis 3 bevor überhaupt von den Behörden erst eine Antwort erging. Männer etwas stärker(-0,96 Proz.). Die Zunahme der weiblichen umfeßen könne. Das wurde bejaht. Noch war aber der Zug vom wäre dringend zu wünschen, daß wenigstens in der Zeit des Krieges Beschäftigten stellte sich im Vormonat mit 0,78 Proz. geringer. Gleis 3 nicht wieder herunter, als pünktlich um 9 1hr der angewirklich wichtige Angelegenheiten schneller erledigt würden. Der im allgemeinen festgestellten günstigen Gestaltung der Be- meldete, aus zwei Maschinen und 90 Achsen bestehende Zug von Die großen Anforderungen an die Metallindustrie für die so schäftigung entspricht eine fortschreitende Berringerung der Ar- Neukölln herangebraust kam. Troß aller Bemühungen von beiden notwendigen Arbeiten des Heeresbedarfs haben auch die so beitslosigkeit. Von den 1,19 Millionen Weitgliedern, über Seiten war ein Zusammenstoß nicht mehr zu vermeiden: der Neubrennende Frage der Arbeitsbermittelung erneut in den Vorderdurch den Zusammenstoß verursacht wurde, war ein ganz beträchtgrund gerüat. Sier wäre dringend zu wünschen, daß die Reichstöllner Zug fuhr auf den anderen auf. Der Materialschaden, der behörde eine grundsätzliche Regelung des Arbeitsnachweiswesens Bei den berichtenden Arbeitsnachweisen ist die Zahl der Ar- licher, leider ging aber auch ein Menschenleben verloren. Die zweite vornehmen würde. Das ist nicht nur während des Krieges wichtig, beitsuchenden im Verhältnis zu der der offenen Stellen im Fe- Lokomotive wurde durch den Anprall umgeworfen und der Lokosondern noch viel mehr für die Zeit nach Beendigung des Krieges, bruar bei den männlichen Personen sowohl gegenüber dem Vor- motivführer getötet; der Heizer erlitt schidere Quetschugen, so daß wenn die Arbeiter, die heute im selde stehen, zu uns zurückkehren. monat wie besonders gegenüber dem vorjährigen Februar be- er wochenlang im Krankenhause hat zubringen müssen. Cohen besprach dann die einzelnen Teile des 104 Seiten um- trächtlich zurückgegangen, bei den weiblichen Personen da fassenden Jahresberichts. Wegen des Krieges ist von einer Zugegen gestiegen. sammenstellung der Mitglieder nach Berufen Abstand genommen. In Brandenburg- Berlin ist die Nachfrage nach Arbeitskräften Zum Militär eingezogen sind von den zirfa 88 000 Mitgliedern gestiegen, obwohl einzelne Berufe, bei denen die Heeresaufträge nahezu 25 000. Wenn auch die Zahl der Aufnahmen im lebten nachgelassen haben, ein geringes Abflauen aufweisen. Vierteljahr erheblich gestiegen ist, ist doch immer die vorher borhandene Mitgliederzahl noch lange nicht erreicht. Es werde Aufgabe der Mitglieder sein müssen, mit aller Straft für die weitere Auswelche 35 Fachverbände für den Februar berichten, waren 5,1 Broz. arbeitslos gegen 6.5 Proz. im Vormonat. Die Schuld an dem Unfall wurde dem Angeklagten aufgebür det, da er unter Berücksichtigung der Entfernung und der Fahrgeschwindigkeit sich hätte sagen müssen, daß nicht noch genügend Beit vorhanden gewesen, um die Umzangierung des Zuges vorzunehmen. Das Gericht erkannte auf 2 Monate, wobei es berücksichtigte, daß sich der Angeklagte nicht von Bequemlichkeit habe Iciten laffen, sondern von dem Streben, den mit Kriegsgut beladenen Zug möglichst schnell zu befördern. Aus Groß- Berlin. P Sprachreinigung. Jugendfeier in Charlottenburg. Die schulentlaffene Jugend fowie deren Eltern find freundlichst eingeladen. Eintrittstarten a 20 Bf. find erhältlich in den Verkaufsstellen der Konsumgenossenschaft, in der Spedition des Vorwärts", Sesenheimer Str. 1, und in der Stehbierhalle des Volkshauses. Die 2. Fortbildungsanstalt in der Bertram- Realschule ( Alexandrinenſtr. 5/6) nimmt Schüler beiderlei Geschlechts auf. Die Sommerfurfe beginnen am 12. April d. J. Das Schulgeld beträgt für jeden vierstündigen Sturfus 5 M. auf das ganze Semester( Auswärtige das Doppelte). Unterrichtet wird im Französischen und Englischen in aufsteigenden Surfen, in Deutsch, doppelter Buch führung, Stenographie und Schreibmaschine und bei genügender Beteiligung auch in anderen Gegenständen. Anmeldungen nimmt der Direktor der Realichule täglich von 12-1 und an den Unterrichtsabenden um 8 Uhr in seinem Amtszimmer entgegen. Dem eisernem Willen entschlossen ist, alle Hindernisse zu über- 1 Die Betition der Gewerkschaftskommnission, den Karloffelverlauf winden, die dem Allgemeinwohl der Berliner Bürgerschaft im in eigener Regie, unter Mithilfe der Gewerkschaften einzurichten, Bege stehen. Sein Antrittsgelöbnis, im Interesse der Selbst- wurde als erledigt angesehen, da die Stadtverordneten bereits einen Die Annahme mehrerer derartigen Antrag angenommen haben. verwaltung zu wirken, hat Herr Wermuth getreulich gehalten Einzeletats ging glatt von statten. Beim Armenetat trat Genosse Es gibt Leute, die sich etwas darauf zugute tun, bei und alle diejenigen begrüßt, die ihm hierbei behilflich waren, süter dafür ein, daß die Vorsteher der Pflegerkommissionen alle Pfleger hören mögen, wenn neue Mitglieder zu wählen seien. jeder Gelegenheit sich recht vieler Fremdwörter zu bedienen ohne Rücksicht auf Parteirichtung und Konfession. und es gibt andere, die sich mit einer wahren Todesverachtung Tischler Wilhelm Schaale, Berlinidesir. 2 in Steglig, verhaftet. Sch. diefer Wunsch berficksichtigt werde. Wegen zahlreicher Einbrüche wurde der 27 Jahre alte ehemalige Stadtrat a ßmannsdorf erklärte, dafür sorgen zu wollen, daß Die Genossen Hoffmann auf die Ausmerzung aller Fremdworte stürzen. Beides ist vom hat eine ganze Reihe von Verbrechen begangen, u. a. verübte er und Peterson wünschen, dic Position für Seelsorge gu llebel; in beiden Fällen wird des Guten zuviel getan. Das in Groß- Lichterfelde einen Revolveranschlag auf den Seifenhändler streichen, was von den Liberalen abgelehnt wurde. Hierauf geht auch aus einer Zuschrift des Allgemeinen Deutschen Budloch. In der Nacht zum Sonnabend war in der Gastwirtschaft berichtete Stadtverordneter Wolf- 3itelmann über die bekannte Sprachvereins hervor, die wir im Grundeigentum" veröffent von Strause, Manteuffelstr. 11, ein Einbruchsdiebstahl ausgeführt Startoffelaffäre. Der Redner gab zu, daß Mißstände vorgekommen licht finden. In diesem von Professor Dr. Hentig dem Blatte worden. Der Täter wurde dabei überrascht und flüchtete. Man feien. Es sei festgestellt worden, daß eine gewisse Nebenregierung zur Verfügung gestellten Auffah heißt es: stellte ihn nach einer wilden Verfolgung, doch zog Sch. jezt einen bestanden habe, die in Zukunft nicht mehr vorkommen darf. und " Es gibt keine Stätte, wo die Fremdwörter so vielfach, aber scharf geladenen Revolver feuerte auf seine Verfolger Stadtv. Friedrichs wurde der Vorwurf gemacht, den schon vorDas auch so wenig angebracht" sind wie in unserer Wohnung. Wenn mehrere Schüsse ab. Als Budloch an ihn herankam, legte er her fertig gehabten Bericht der Presse übermittelt zu haben. und drückte ab. wir die Lokalitäten( Säume) eines komfortabeln( gefchmackvoll auf ihn die Waffe an Zum Glüd ging trifft au. Stadtv. Treuge brodt erklärte, ihm sei nicht der eingerichteten) Hauses betreten wollen, dann geben wir zuerst der Schuß febl. Jetzt überwältigte man den gefährlichen Burschen geringste Vorwurf zu machen, da der Verkauf öffentlich gewesen sei Genosse dem Portier( förtner) am Portal( Tür, Tor) uniere Visitenkarte und übergab ihn der Polizei. Durch die Ermittelungen wurde dann und er höhere Breise gezahlt habe als anderwärts. ( Besuchskarte) und werden dann zunächst in die Garderobe festgestellt, daß der Verhaftete nicht nur weitere zahlreiche schwere Bernstein bedauerte, daß die Angelegenheit noch einmal auf ( Seleiderablage) geführt, wo wir den Paletot( Ueberzieber) ab- Einbruchsdiebstähle auf dem Sterbholz hat, sondern daß er auch noch gerollt werde. Es fci festgestellt worden, daß Unregelmäßigkeiten Die Resolution legen. Sprechen wir etwas zu früh vor, dann werden wir mit einen zweiten Revolveranschlag, wobei eine Berfon nicht unerheblich vorgekommen, die der Magiftrat beseitigen müsse. den Worten: Madame( bie gnädige Frau) macht noch Toilette verwundet wurde, verübt hat. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Ausschusses, die den Magistrat auffordert, Unregelmäßigkeiten ( zieht sich an)" zum Warten genötigt. Mit dem Chapeau claque des Verhafteten wurde ein ganzes Warenlager, das aus Diebstählen vorzubeugen, wurde einstimmig angenommen. ( lapphut) in der Hand steigen wir vom Parterre( Erdgeschoß) herrührt, vorgefunden und beschlagnahmt. Etatsberatung in Tempelhof. durch das Entree( die Diele) in die Beletage( Obergeschoß, Drei Volkskonzerte des Philharmonischen Orchesters. erster Stod), wo sich an den Korridor( Gang) die Salons( Wohna Die Gemeindevertretung befchäftigte sich am Sonnabend mit der räume), das Boudoir( Damenzimmer) und andere Piecen( Bimmer) Die nächsten Volkskonzerte finden am 27. März( Kon- Etatsberatung. Begründend führte Bürgermeister Wiesner aus, auschließen. Zu dem Milieu( Stimmung) des Salons( Befuchs fordiasäle), 31. März( Stammerfäle) und am 3. April( Ston- daß der Etat sehr vorsichtig aufgeftellt fei. Die Balanzierung fei zimmers) herricht der Charakter( Geist) entes eleganten Domizils fordiajale) statt. Billetts hierzu sind bei der Gewerkschafts- allerdings sehr schwierig gewesen. Eine höhere Belastung der be( vornehmen Wohnsizes). Pompöse Trumeaus( prachtvolle Pfeiler- fommission, Engelufer 15 I, Zimmer 18, und im Zigarren- bauten Grundstücke fönne nicht vorgenommen werden, anders daspiegel) zwischen eleganten Stores( ichönen Vorhängen) fallen uns ins Auge. In den Fauteuil( Armftuhl) gelehnt. die Füße auf laden von Horsch, Engelufer 15, erhältlich. Der Eintrittspreis gegen beim unbebauten Grundbesik. Diefer babe bisher nur geringe Lasten tragen brauchen, daher schlägt die Etatskommission vor. einem imitierten( unechten) Tigerfell, lassen wir bie schicke Deko- beträgt 30 Pf. Das Bureau der Gewerkschaftskommission ist den unbebauten Grundbesiz anstatt bisher mit 2,70 jest mit 5,40 ration( gefchidte Ausschmückung) auf uns wirften: das Meuble- vormittags von 9-12 Uhr und nachmittags von 4-7 Uhr, Bromille zur Grundwertsteuer heranzuziehen. Dafür foll nadj einer ment( Ausstattung), darunter befonders die Porträts( Bildnisie), außer Sonnabendnachmittag, geöffnet. vom Gemeindevorstand vorgelegten Resolution die Zuwachssteuer bei die Diwans( Bolstersige), Ottomane( Sofas). Die Draperie( Beder Umfagsteuer in Anrechnung gebracht werden. Der Etat schließt g) der Fenster, die Ornamente( Verzierung) der Wände, die in Einnahme und Ausgabe gegen das Vorjahr mit einem Mehr von Skulpturen( Bildwerke) usw. Durch die herabgelaffenen Marquisen Für die schulentlaffene Jugend Charlottenburgs 278 000 9. insgesamt mit 2 681 000 m. ab. An Steuern sind ver ( Borbänge) fällt ein mildes Licht auf den eleganten Lüster( ge- wird am Sonntag, den 28. März, nachmittags 5 Uhr, im großen anschlagt worden: Gemeindeeinkommensteuer 644 000 M.( Vorjahr schmackvollen Kronleuchter), der aus cinem Kassettenfelde( ohl Saale des Volkshauses, Mosinensir. 8, eine Jugendfeier statt- 560 000 m.), Gewerbesteuer 110 000 M., Grundwertsteuer 586 000 W., plattenfelbe) am Plafond( Decke) herabhängt. Durch die halb finden. Das Programm fegt sich wie folgt zuiammen:& e strede: Betriebssteuer 1360 M., Lustbarkeitssteuer 3500 W., Hundegeöffnete Tür zur Seite fällt der Blick in das intime( behagliche) Dr. Dunder, Rezitationen: Herr Fuhrmann, Lieder zur ſteuer 25 000 M., Umfagsteuer 60 002 W.( 119 000 m.), BierSpeisezimmer, wo für das Dejeuner( Frühstüd). Diner( Mittag- aute: Herr Dr. Heinz Schall- Cafpart, Gefang: Böhmisches ſteuer 26 000 W. und Zuwachssteuer 3000 m.( 40 000 M.), essen) und Souper( Abendessen) ein Büfett( nrichte) von luxuriö- Frauenterzett. zum Ausgleich des Voranschlages sollen 98 700 M. dem Referveser Struktur( reicher Bauart) bereitsteht. Durch eine andere Tür fonds entnommen oder die Tilgung der Gemeindeschulden ausgefekt sehen wir auf das Arbeitszimmer mit Bibliothek( Bücherei), werden. Die wichtigsten tapitel des Etats fezzen sich folgenderStellagen( Gestellen), Etageren( Bücherbrettern), Postamenten maßen aufammen: Algemeine Verwaltung. Einnahmen 148 000 M., ( Sodeln) für Statuen( Bildfäulen) und einem Ausgang zur Ausgaben 348 200 M. Volfs- und Fortbildungsschulen: Veranda( Glashalle). Ein Sonnenstrahl liegt auf dem Sekretär Einnahmen 50 200 M.( Vorjahr 45 100 m.). Ausgaben 436 000 M. ( Schreibtisch), der mit der heutigen Korrespondenz( Briefen), ( 408 800 m.). Höhere Schulen: Einnahmen 145 900 M. Kartons( Schachteln), Couverts( Briefumschlägen), Journalen ( 188 500 m.), Ausgaben 408 400 m.( 329 600 M.). Armenver( Zeitschriften), Broschüren( Drudheften) und Manuskripten waltung: Einnahmen 26 200 W.( 24 200 M.), Ausgaben 93 300 ( Handschriften) bedeckt ist. So fönnte man fortfahren, aber diese Mart( 87 300.). Grundstücksverwaltung: Einnahmen 22 200 M., Auslese genügt wohl, um zu zeigen, wie not es tut, daß jeder bei Ausgaben 77 300 M. Straßenunterhaltung und beleuchtung: Ginfich selbst anfängt, mit der Fremdwörteret aufzuräumen." nahmen 7700 M., Ausgaben 121 400 M. Steuerverwaltung: Der GemeindeIn dem Grundbesigerblatt werden die Bestrebungen des Einnahmen 1 495 000 M., Ausgaben 289 600 W. Allgemeinen Deutschen Sprachvereins zwar begrüßt, doch wird einkommensteuerzuschlag foll 115 roz. betragen. Zu der Generaldebatte fritisierte Genosse Burgemeister audh bemerkt, daß man sich dem Gefühl nicht entziehen fönne, zunächst die Haltung des Bürgemeisters zum Burgfrieden und zur daß in dieser Beziehung zuviel geschehe und daß an Stelle Sozialdemokratie, um dann auf die Tätigkeit der Gemeinde in der vieler begrifflich flarer Fremdwörter oft unklare deutsche Striegsfürsorge einzugeben. Trotzdem von den fozialdemokratischen Worte gesetzt werden, die zum Teil den gewollten Begriff Heute leste Märchenporlesungen im Starlegarten" Vertretern feit Beginn des Krieges angeregt wurde, Kartoffeln und überhaupt nicht oder nicht vollständig wiedergeben. So könne und in den beiden Jugendheimen. Anfang 5 Uhr. Gintritt frei. Hülsenfrüchte anzukaufen, fei das nicht geschehen. Er müsse bei dieser man das Wort:„ Charakter" nicht ohne Weiteres mit Geist" Donnerstag, den 25., und Freitag, den 26. März: este Gelegenheit verlangen, daß in Zukunft die eingelaufenen Petitionen der übersetzen, denn es könne jemand geistvoll aber völlig Arbeitsstunden für Mädchen und Knaben. Anfang 4 11hr. Gemeindevertretung vorgelegt werden. So sei eine Petition mit charakterlos fein. Eine Veranda" als„ Glashalle" zu Sonntag, den 11. April: Ausstellung der angefertigten mehreren hundert llnterschriften eingegangen, die den Ankauf und Wiederverkauf von Kartoffeln verlangte, der Gemeindevertretung sei aber davon bezeichnen, sei auch nicht ganz richtig, denn Beranden Handarbeiten im„ Karlsgarten". noch keine Mitteilung gemacht worden. Bei dem jezigen Startoffelbrauchten nicht cinc Spur von Verglasung auf- Der Sängerchor Vorwärts Süd- Ost, Dirigent Kowalsti, ver verlauf schlage man infofern einen falschen Weg ein, als man nur zuweisen, während das Wort„ Halle" einen ganz anstaltete am Sonntag unter Mitwirkung der Sängerin Frau Herta Startoffeln in Mengen von einem halben Gentner verkaufe. anderen, festumbauten Raum als Beranda bezeichne. Geipelt ein Verwundeten- Stonzert im Kriegervereinshaus. Heitere Familien feien aber nicht in der Lage, gleich drei Mark für StarEndlich verstehe man unter„ Hohlplattenfeld" eine Decken- und ernste Lieder der Sängerin sowie des Chors wechfelten in reicher toffeln auszugeben. Redner bemängelt ferner, daß die Gemeinde und Wandkonstruktion, die mit einem Safettenfeld" nichts zu Folge und fanden lebhaften Beifall. Unter vielen Wünschen der bisher noch nicht der Errichtung einer Speiseanstalt nähergetreten tun habe. Das eingebürgerte Wort" Ornament" mit Ber- Berwundeten auf baldiges Wiedersehen verließen die Sänger den fei. Dasselbe Bedürfnis bestehe für einen paritätischen Arbeitsnachweis. Sodann geht Redner auf die ungenügende zierung" zu überfegen, treffe ebenfalls nicht den riesigen Be- Saal Kleine Nachrichten. Eine traurige Aufklärung hat das Ver- Arbeitslosen und Mietsunterstügung ein. Bei der Begriff, da der Gegenjas zwischen ornamentalem und figürlichem schwinden des 15 Jahre alten Kaufmannslebelings Friz Samuel aus willigung Der Kriegsunterstügung würden oft Schwierig Schmuck vorhanden sei, während eine Verzierung sowohl von der Hufelandstraße gefunden, der seit zwei Monaten vermißt wurde. teiten gemacht, die im Interesse der zu unterstützenden Familien ornamentaler wie figürlicher Art sein könne. Zum Schluß Der junge Mann war, wie er fagte, wegen ungebührlichen Be- unterbleiben follten. Der Kranken- und Wöchnerinnenpflege für die wird in dem genannten Blatte gesagt: Also der Deutlichkeit nehmens von seinem Lehrberrn getadelt worden. Er beklagte fich Familien der Kriegsteilnehmer müsse schleunigst näher getreten wegen beffer ein alteingebürgertes, passendes Fremdwort als barüber, begab sich dann aber doch anscheinend beruhigt nach der werben. Nach einer furzen Erwiderung des Bürgermeisters wendet ein nicht ganz klares, den Begriff nicht vollständig deckendes faufmännischen Fachschule. Nach Schluß der Stunden kehrte er nicht fich Gen. Müller gegen das Fallenlassen der Zuwachssteuer. Man deutsches Wort". nach Hause zurüd. Am Dienstag fand man ihn am Wikingerufer verstopfe sich dadurch eine Steuerquelle für die Bulunft. Es muß als Leiche in der Spree wieder. Ein trauriger Vorgang wird aus weiter verlangt werden, daß man die Biersteuer und die LustbarWilmersdorf gemeldet. Der 30jährige Landsturmmann Ernst Meyer feitssteuer aufhebe. Nach diesen Beschwerden wurde der vorgelegte Der Beschaffung von 24 Feuermeldern mit Da troß der Warnung vor Polizeistundenübertretungen hatte Urlaub erhalten, um feine in Wilmersdorf, wohnhafte Familie Etat angenommen. noch immer wieder krasse Fälle solcher Art vorkommen, sind zu besuchen. Als er Montagabend wieder auf dem Rüdweg zur einer Feuermelde- Zentralubranlage wurde zugestimmt und die die Reviere des Landespolizeibezirks Berlin mit Zustimmung fammen. W. hatte einen Herzschlag erlitten, der feinem Leben ein Summe soll gestundet werden. Für die Beschaffung von LebensSaferne begriffen war, brach er auf der Straße plöglich leblos zu often im Betrage von 43000 W. bewilligt. Die Tilgung dieser des Oberkommandos in den Marken angewiesen worden, Ende machte. Ein schwerer Straßenunfall hat sich am Montag mittelvorräten foll vom Staate ein Darlehn von 100 000 M. zu fortan neben dem Erlaß von Strafverfügungen bezw. der nachmittag gegen 5 Uhr in Lichtenberg zugetragen. Dort lief vor 5 Broz. aufgenommen werden.- Der Einführung der KrankenErstattung von Strafanzeigen bei der jetzt festgestellten ersten dem Haufe Scheffelstraße 9 der sechsjährige Erwin Schmidt im Eifer versicherungspflicht für Hausgewerbetreibende wurde zugestimmt. Polizeistundenübertretung das betreffende Lokal auf 3 Tage, des Spieles unmittelbar vor einem herannahenden Straßenbahnbei der zweiten Uebertretung auf 3 Wochen und dann für die wagen der Linie 67 auf das Gleis. Der Knabe wurde erfaßt, um Striegsdauer zu schließen. Sämtliche Lofalinhaber werden geftoßen und geriet mit dem Oberkörper unter den Schuhrahmen. In der letzten Sigung stimmte die Gemeindevertretung einem Junerhalb einiger Minuten war das sind aus seiner bedrängten Antrage des Gemeindevorstandes zu, wonach die Gemeindearbeiter von dieser Verfügung Kenntnis erhalten. Lage befreit. Auf der nächsten Unfallstation stellte der Arzt eine vom 15. März an eine Striegszulage erhalten. Die von den GasDas Verbot der musikalischen Nachmittage. schwere Gehirnerschütterung, mehrere Rippenbrüche und einen Bruch arbeitern beantragte Lohnerhöhung wurde abgelehnt. Der Eindes rechten Oberschenkels fest. Nach Anlegung von Notverbänden richtung von Mietsämtern und einem Mietseinigungsamt ivurde Der Oberbefehlshaber in den Marken hat sein Berbot der wurde der Sleine in sehr bedenklichem Zustande nach dem Lichten- ebenfalls zugestimmt. Die Mietsämter werden von den vier be5- Uhr- Tees mit Gesang und sonstigen Vorträgen" dahin ausgelegt, berger Strankenhause geschafft. Tot in feiner Wohnung aufgefunden stehenden interſtüßungskommissionen gebildet und haben die eindaß auch die gewöhnliche Instrumentalmusik unter den Begriff Bor- wurde gestern der belaunte Verlagsbuchhändler und Schriftsteller gebenden Wietsunterstügungsanträge zu erledigen. Eine von dem träge" fällt, und hat entschieden, daß die Instrumentalmusik in den Paul Grüger am Hohenzollernplatz in Neukölln. Grüger war feit Wertreter Engelte und unserem Genoffen Maffa befürworteter Lokalen zu verbieten ist, in denen sich während der Nachmittags- dem vergangenen Sonnabend nicht mehr gefehen worden. Haus Antrag, die Funktionen des Mietseinigungsamtes auch auf die bestunden durch Dirnen- oder Halbweltverkehr ein anstößiges, unfitte genossen ließen die Tür durch den Hauswirt öffnen. Man fand stehenden Hypothekenstreitigkeiten auszubehnen, wurde nach einer liches Treiben entwickelt. Dabei fommt es auf die Bezeichnung Grüger tot in kniender Stellung in feiner Schlafftube vor dem Entgegnung des Dezernenten Legel, der erst noch die Erfahrungen Bezeidj Nachttisch liegend. Er hatte im Todestampf in die Marmorplatte anderer Gemeinde abwarten will, abgelehnt. Als Vorsitzender des gebissen. Die fofort benachrichtigte Kriminalpolizei stellte feft, daß Einigungsamtes fungiert Herr 2egel, als Beifizer Gemeindedie Leiche Spuren äußerer Gewalt nicht aufivies. Der Arzt be- vertreter Klinder und Genosse alfes, als deren Stellvertreter Engelfe und Genosse Meyer. Ein Vertrag Uebertretung der Polizeiftunde. 5-1hr Tee" nicht an. " " Hohe Pachtpreise für Kartoffelland. Den„ Berliner Neuesten Nachrichten" wird von geschätzter Seite geschrieben: In einer Berliner Zeitung wird Kartoffel- und Gemüseland, wie es jetzt infolge der vorsorglichen Aufforderung unserer Regierung und nicht zum wenigften infolge der unbegreiflichen Steigerung der Kartoffel- und Gemüsepreise troß großer Vorräte- von vielen gesucht wird, gegen 10 Pf. für den Quadratmeter an der Vorortbahn( 40 Pf. Fahrt) angeboten. Da viele Leute nicht wissen werden, ob dies billig oder teuer ist, weil ihnen der Quadrata Kinderveranstaltungen in Neuköllu. gutachtete, daß Grüger wahrscheinlich einem Herzschlag erlegen ist. Aus den Gemeinden. Ein weiterer sozialdemokratischer Stadtrat in Groß- Berlin. Das Pressebureau meldet: In Schöneberg find die Stellen zweier Stadträte frei getvorden. meterpreis. nicht bekannt ist, so sei zunächst gesagt, daß der Morgen wie die„ Berliner Morgenpost" erfährt. haben die grattionen über Land 2553 Quadratmeter hat und bei obigem Preis nicht weniger die Belegung der beiden Stadtratsposten bereits beraten und ein als 255 M. Pacht kostet. Zu diesem Betrage kommt neben dem er- Uebereinkommen getroffen, nach dem brei Stadträte gewählt werden heblichen Fahrgeld die Ausgabe für Dünger und dessen Anfuhr und sollen. Eins der Mandate ist der sozialdemokratischen Fraktion zur tür die jetzt sehr teueren Segfartoffeln. Diefer Rechnung fei Verfügung gestellt worden. Die Fraktion hat es dem Abgeordneten gegenübergestellt, daß in Ostpreußen vor dem Kriege ein Morgen woltenbuhr, dem zweiten Borfizenden der Stadtverordneten Ackerland 30-50 M. Pacht fostete, also 1-2 f. Pacht für den verfammlung, angeboten, der sich zur Annahme des Mandats be reit erklärt hat. Quadratmeter. Kriegsfürsorge in Tegel. Arme mit der Firma Borsig auf Errichtung einer Kohlentransport anlage wurde an die Kommission zurückverwiesen. Zum Schluß der Sigung stellte Genosse alfes noch die Anfragen, wie weit die Arbeiten der Kriegswirtschaftskommission gediehen seien und wie die Kartoffel- und Fleischverforgung vorgenommen werde, da hierüber vielfach Beschwerden in Umlauf seien. Vom Gemeindevorstand wurden die Ursachen der Kartoffeltalamität dargelegt und mitgeteilt, daß die Abnahme der Kartoffeln durch die Hausfrauen nicht allzu groß fei. Trotzdem seien wieder 1000 Zentner beschafft worden, die mit 6 M. pro Zentner, und 2000 Zentner Saatkartoffeln die mit 6-10 M. je nach Sorte abgegeben werden sollen. Außer dem sollen noch für 40 000 M. Fleisch und Dauerware und andere Lebensmittel beschafft werden. Heringsverkauf in Lichterfelde. Der Heringsverkauf der Gemeinde auf den Wochenmärkten Moltkeplay und Stranoldplay( an der Lorenzstraße) hat begonnen, und zwar Dienstag und Freitag auf dem Moltkeplag und Mittwoch und Sonnabend auf dem Kranoldplay( an der Lorenzstraße). Parteiveranstaltungen. Der Kartoffelverkauf in Schöneberg. Das 60. Lebensjahr vollendete gestern der Oberbürgermeister Wermuth. Aus Anlaß dieses Tages wurden dem Die letzte Stadtverordnetenversammlung beschloß, daß die BeBerliner Stadtoberhaupt von allen Seiten, von Reichs-, schlüsse über die Besoldung und die Fürsorge für die zum Kriegsdienst einberufenen Beamten, Angestellten und Arbeiter auch noch Staats- und den Gemeindebehörden herzliche Glückwünsche nach dem 1. April in straft bleiben soll. Ebenso soll den AnNeukölln. Heute abend 8 Uhr findet bei Güfig, Crkstr. 8, die Ber dargebracht. Herr Wermuth hat in den zweidreiviertel Jahren gehörigen der einberufenen unverheirateten Angestellten, die einen sammlung der Jugendfektion statt. Auf der Tagesordnung steht der zweite feiner Tätigkeit als Oberbürgermeister von Berlin fich als eigenen Hausstand führen, die volle Unterftfügung gewährt werden. Bortrag des Genoffen Reimers über: Die wissenschaftlichen Grundeine fraftvolle arbeitstüchtige Persönlichkeit gezeigt, die mit Beide Anträge wurden angenommen. lagen der Arbeiterbcivegung. legitimiert. Frauenveranstaltungen. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 29. März, abends 8, Uhr, in der„ Neuen Philharmonie", Köpenider Straße 96/97: Mitgliederversammlung. 1. Vortrag des Reichstagsabgeordneten Heinrich Schulz über das Thema:" Der Krieg und die Zugenderziehung". 2. Diskussion. Mitgliedsbuch legitimiert. -C. T. 66. Ober- Schöneweide. Donnerstag, den 25. März, abends 8 Uhr, Es handelte sich also darum, hinaufzusteigen und die Flagge wieder werden. Die Schuld ist verjährt.- K. 2. 8. Stellen Sie einen Antrag im„ Wilhelminenhof", Schloßparkstraße: Erster wissenschaftlicher Vortrags- aufzurichten. Uebelhoer kletterte auf den Wasserbehälter und ver- bei der Steuerkaſſe. O. 17. Die Zeichen kennen wir nicht.-M. N.1. abend. Thema: Der Kampf um Weltmarkt und Weltmacht.( Was ist D. C. 100. Lungenkrank, landsturmfähig. Imperialismus?) Referent: Genosse Dr. F. Ausländer. Mitgliedsbuch suchte, die zerbrochene Rute wieder zuſammen zu binden. Das ge- landsturmfähig und wegen Unterleibsleiden landsturmfähig. Wegen Unterleibsbrüche lang ihm jedoch infolge des herrschenden starken Windes nicht. Er Der Antrag ist bei der Steuertasse zu stellen. G. 141. Nein. nahm deshalb die Genfer Flagge und schwenkte sie so lange hin V. D. 20. Nein. M. B. 15. Der Vater des unehelichen Stindes und her, bis der Geschoßhagel des Feindes aufhörte. Uebelhoer Sie eine Gestellungsorder bekommen. hat feinen Anspruch auf das Kind... 14. Sie können abwarten, bis Das Zeichen bedeutet herzfranf, hat durch seine tapfere und unerschrockene Tat nicht nur das feind Sie haben sich wahrscheinlich verhört. E. J. 38. 1. Ja. 2. Jm liche Feuer von dem Sanitätswagen abgelenkt, sondern auch durch Mietskontrakt ist sicher eine Bestimmung enthalten, die das Kündigungssein mutiges Vorgehen auf seine Stompagnie einen nachhaltigen Ein- recht für den Todesfall vorsicht. Danach müssen Sie sich richten. druck gemacht. A. B. 50. In zwei Jahren. Die Landesversicherungsanstalt. H. B. 1. Gegen die Lohnpfändung für die Steuer ist nichts zu machen. Das II. Bataillon eines Infanterie- Regiments lag in weiter Straß. 7. Durch die Verzichtleistung bei der damaligen Klage hat sie Linie und war in einem Dorfe untergebracht, das plötzlich von sich unseres Erachtens aller späteren Rechte begeben. Hedwig 2. Der schwerer Artillerie unter Feuer genommen wurde. Die zweite irt kann Sachen einbehalten. Wegen seines Verhaltens fönnten Sie eventl. Selage auf Beleidigung einreichen. K. P. 63. Alle diese geschwere Granate legte ein Gehöft in Trümmer, in dem 1½ Züge richtlichen Schritte, die Sie unternehmen müssen, werden längere Zeit in der 5. Kompagnie untergebracht waren. Einige Leute wurden durch Anspruch nehmen, so daß Sie sie vor Ihrer Einberufung zum Heeresdienst Sprengstücke getötet, einige verwundet und viele wurden verschüttet. faum erledigt haben werden. Zu der Auseinandersetzung ist das AmisTrotzdem noch vier schwere Granaten in das Gehöft einschlugen, gericht zuständig, zu der anderen Sache das Landgericht. Beides ist mit Kosten verknüpft. H. J. 24. Beiträge werden nicht mehr zurückerstattet. lief der Sanitätsunteroffizier Rhode aus Wehm, Krcis Hümm- Die Frau bekommt aber für die minderjährigen Kinder Waisenrente auf ling, sofort nach den eingestürzten Häusern und versuchte, Grund der vom Vater geklebten Invalidenmarken. Sie hat Anspruch auf die Verschütteten aus den Trümmern zu retten. Ohne die Gefahr Witroenrente, wenn sie dem Sinne des Besetes nach für invalid erachtet wird, 23. R. 78. Sie müssen die Wohnung fündigen. Antrag auf Mietszu achten, verband er 15 Soldaten an Ort und Stelle, dreiviertel unterstügung fönnen Sie bei der Steuerfasse stellen. J. St. 17. Die Stunden lang machte er an einem Erstickten Wiederbelebungsversuche. Striegsunterstüßung wird Ihnen auf Grund des Unterstützungsscheines auss S. 39. Auch an der Bergung der 9 Toten nahm er Anteil, ungeachtet der gezahlt, den Ihnen Ihr Ehemann aus dem Felde schicken mug. Wenn Sie eine Gestellungsorder bekommen, müssen Sie sich melden noch fortwährend herabstürzenden Balken und Steine. Santos 3481. Davon ist uns nichts bekannt. Die andere Frage dürfen Sanitätsunteroffizier Rhode, der in der Schlacht bei Chatelet wir Ihnen nicht beantworten. Nechtlos. Die Staatsangehörigkeit ver schon das Eiserne Kreuz 2. Klasse erworben, weil er in vorderster liert der Desterreicher nur durch besonderen Austritt aus dem österreichischen Linie Verwundete verbunden hatte, wurde wegen seiner hervor- Staatsverband. Nach zehnjährigem Aufenthalt im Ausland verliert er die ragenden Tapferkeit mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Reinickendorf. Donnerstag, abends 5 Uhr, im großen Sikungssaale des Rathauses, Hauptstr. 38/40. Nosenthal. Donnerstag, abends 6 Uhr, im Sizungssaale des Verwaltungsgebäudes, Hauptstr. 94. Etat. Diese Sitzungen sind öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Aus aller Welt. Von Mut und Entschlossenheit Hohes Lebensalter. Das Unterelbegebiet scheint sich zu einem 102 Jahre alt auf seinem Gut bei Cuxhaven der Rentier August Land der Hundertjährigen" auszubilden. Anfang des Jahres starb Meher und im vorigen Monat beging in Freiburg a. G. der alte Vater Dodenhof" seinen 103. Geburtstag in guter Rüstigkeit. Nun hat die in Grünendeich im Alten Lande bei ihrem Sohn lebende Witwe Meta Müller ihren 106. Geburtstag in unerwarteter Rüstigfeit gefeiert. " im Granatfeuer zeugt das Verhalten zweier Sanitätsunteroffiziere, über das folgendes berichtet wird: Im Gefecht bei Riedring am 10. August hatte die Kompagnie eines Bayrischen Landwehr Infanterie- Regiments vor einem Granat- und Schrapnellhagel in einem Schützengraben Deckung gesucht. Der Sanitätsunteroffizier Uebelhoer aus Rothenburg a. T.( Mittelfranken) aber sprang aus dem Graben vor, um aus dem etwa 50 Meter vorwärts befindlichen Sanitätswagen Verbandpäckchen zu holen. Der Wagen war unmittelbar hinter einem vier Meter hohen Wasserbehälter aufgestellt. Am Wagen befanden sich ein Arzt, ein Sanitätsunteroffizier, einige Krankenträger und mehrere Verwundete. Plötzlich schlugen 5 bis 6 Granaten in nächster Nähe ein. Die Pferde des Wagens scheuten und waren nur mit großer Mühe zu bändigen. Die Leute suchten Schuß, indem sie sich platt an die Hinterwand des Wasserbehälters andrückten. Als nach kurzer Pause abermals Geschosse usw. am gleichen M. 13. Sie müssen die Wohnung bis 5. April räumen. A. B. 10 Drt plagten, erklärte der Arzt:„ Stein Zweifel, die Sterle 1. Sie fönnen durch Zahlungsbefehl die Schulden einziehen, müßten aber schießen auf uns, sie mißachten die Genfer Flagge". Ein von Ihrem Mann Vollmacht dazu baben, da Ihr Mann der Gläubiger ist, Blick auf die Wasserbehälter belehrte ihn, daß die Flagge nicht Sie. 2. Defter mit Taballauge besprengen und gießen. M. G. 47. allerdings nicht sichtbar sein konnte, die ungefähr 12 Meter 1. Wegen Lungenleiden dienstuntauglich. 2. Dasselbe. 3. Das ist möglich. 4. Ja. G. S. 7. Die Zeichen fennen wir nicht. Die Frauen müssen Tange Rute, an der die Genfer Flagge befestigt war, war gefnickt. zur Krankenkasse angemeldet werden. Auch das Gewerbe muß angemeldet Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplaz gefallenen Genossen! Am 7. März fiel der Genosse Otto Müller Wagnerstraße 56, 82. Gruppe. 12/9 Sozialdemokrat. Kreis- Wahlverein Niederbarnim, Bez. Lichtenberg. Am 28. Februar verstarb im Lazarett unser Genosse, der Hobler Friedrich Kownatka ( 3. Bezirk). 191/8 Sozia Idemokratischer Wahlverein Tempelhof. Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Lichtenberg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse Ernst Greulich Bürgerheimstr. 103 ant am Sonntag verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 25. März, nachmittags 3 Uhr, in Marzahn statt. Rege Beteiligung erwartet 12/8 Die Bezirksleitung. Deutscher Holzarbeiterverband. Zahistelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nach richt, daß unser Kollege, der Mechanifarbeiter Georg Goepel Buchholzer Str. 14 im ter von 31 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 24. März, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Gethsemane Kirchhofes in Nordend aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 98/11 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokrat. Kreiswahlverein Niederbarnim. Bezirk Pankow. Am Montag, den 22. d. Mts., verschied nach langem, schwerem Leiden unjer Genosse, der SchriftTezzer Max Deschann am im Alter von 39 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 25. März, nachmittags 3, Uhr, von der Halle des dritten Pankower Friedhofes in Schönholz aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksleitung. Deutscher Metallarheiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Helfer Friedrich Krüger gestorben ist. Die Beerdigung findet morgen Donnerstag, den 25. März, nach, mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuköllner Friedhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf! Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Hans Deckler am 12. März an Lungenleiden gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! 111/5 Die Ortsverwaltung. Verband der Fabrikarheiter Deutschlands. Zahlstelle Groß- Berlin. Am Sonntag, den 21. März, verstarb unser Mitglied Briefkasten der Redaktion. Bei einem Sturm fiel am 25. Dftober 1914 unser lieber Kollege, der Schriftscher 1378b Paul Richter. Ein ehrendes Andenken be= wahren ihm Die Kollegen der Akzidenz- und Werkabteilung der Buchdruckerei Rudolf Mosse. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein herzensguter Mann, lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Schriftseter Max Deschann am 22. d. Mts. nach langem, Leiden sanft schwerent ent schlafen ist. Dieses zeigt tiefbetrübt an mit der Bitte um stille. Teilnahme Frau Marie Deschann, Bankow, Binzstr. 20. am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 25. März, nachmittags 3/2 Uhr, von der Halle des dritten Pankower Friedhofes in Schönholz aus statt. Am Sonntag, den 21. März, 7 Uhr, entschlief sanft nach furzem, schweren Leiden mein innig geliebter Mann, der Schuhmacher Ernst Greulich im 29. Lebensjahr. Um stilles Beileid bittet Witwe Wanda Greulich. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 25. März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle in Marzahn aus statt. Haben Sie Stoff? ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick, dauerh. Zutaten von 25 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenade 8, 11.( Stadtb. Börs.) " Heima sberechtigung. Bis zu 6 Monat Gefängnis.- W. 11. 132. Nein. C. Sch. Wenden Sie sich an den Verein Hautpflege", Frau Anna Wallich, Charlottenburg, Uhlandstr. 8. 2. 67. Verein der Freidenfer für Feuerbestattung. Geschäftsstelle: Friedrich Sachtleben, Rigaerstr. 91.Brief geöffnet der Post übergeben. .. 70. In Friedenszeit ca. 60 Bjund. Im Kriege wird er ungefähr 80 fund betragen. M. 2. 100. Mit gewöhnlicher Adresse, aber den F. S. 100. Wenden Sie sich an eine der Gesellschaften, deren Adressen im Berliner Adreßbuch enthalten sind. Alles Nähere erfahren Sie dort. O. V. 100. Mystische( gcbeimnisvolle) Gotteserkenntnis. 25jähriger Abonnent im Norden. Schlägt in fachmännisches Spezialgebiet. Vielleicht haben Sie in Ihrem Bekanntenkreise einen Lederarbeiter oder Sattler, an den Sie sich wenden fönnen. Unseres Wissens finden sie zur Anfertigung von Kunstleder Verwendung. A. O. 3. Wenden Sie sich an die Buchhandlung Vorwärts, Berlin, Lindenstr. 3, unter Angabe Ihrer Adresse. Diese wird Ihnen ein Verzeichnis von Fachschristen zugehen lassen, in dem Sie das Gewünschte finden werden. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Donnerstagmittag: Im Diten zeitweise nebe'ig, sonst troden und viel< sach heiter, am Tage überall mild; im Westen größtenteils bewölkt und an den meisten Orten etwas Regen. HUMBOLDT- AKADEMIE Das neue Vorlesungsverzeichnis ist erschienen und in den Verkaufsbureaus und Buchhandlungen unentgeltlich zu haben. Besondere Beachtung verdienen die Arbeitervorlesungen. ( Gebühr für eine Reihe 50 Pf.) Programme in den Bureaus aller Organisationen. Allgemeine Ortskrankenkasse Berlin- Pankow. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die außerordentlich reichen Kranzipenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage Die hausgewerbliche Kranken- ich allen Verwandten, Freunden und bersicherung ist nunmehr auch für Bekannten, besonders dem Stadtden Gemeindebezirk Beriin- Pankow verordneten Herrn Manasse für die durch Drtsstatut geregelt ivorden. tröstenden Borte am Sarge des Der Wortlaut dieses Ortsstatuts Toten, sowie dem Reichsversicherungsist von der Gemeindebehörde Berlin- amt, dem Vorstand, Ausschuß und Bankow am 20. März 1915 veröffent- den Beamten der Landesversicherungsanstalt Berlin, dem Zentralarbeiter: licht worden. Das Statut tritt nach dem Beschlusse des Kreisausschusses am 1. Februar 1915 in Straft. Als Verlobte empfehlen sich: Emma Gewiese Georg Kölling Baumschulenweg Neukölln Danksagung. Für die herzliche Teilnahme, sowie se fretariat Berlin, den Inhabern, Be- für die reiche Stranzspende bei der amten und Arbeitern der Maschinen- Beerdigung meiner lieben Frau fabrik Roller, dem Deutichen Metall- Else Timm arbeiterverband, dem sozialdemokra tismen Wahlverein für den 6. Kreis, geb. Müller Die unmittelbaren Arbeitgeber der im Gemeindebezirke Berlins Pantom wohnenden Hausgewerbetreibenden dem Gesangverein Gesundbrunner sage ich allen Verwandten und Besind daher verpflichtet, die von ihnen Harmonie" und den Laubenkolonisten fannten, den Kolleginnen und Kollegen beschäftigten Personen entsprechend von Klein- Werder" meinen herzlich- der Deutschen Waffen- und Munitions 13776 fabrit, fowie den Sollegen der A. E. G. dieser Bestimmung bei unserer Kasse sten Dank. an und abzumelden. Emilie Gutheit und Kinder, und dem Gesangverein, hra" meinen besten Dank. Soloniestr. 73. Robert Timm nebst Kindern. Wir fordern die Herren Arbeitgeber hierdurch auf, dieser Berpflichtung umgehend nachzukommen. An- und Abmeldeformulare werden unentgeltlich im Kassenlokal, Breite straße 31a, abgegeben, auch brieflich gegen Einsendung einer Freimarte übersandt. Druderemplare der Sagung werden nach Fertigstellung ebenfalls unentgeltlich abgegeben, oder etwaigen Sendungen beigefügt. Mündliche Information en werden ebenfalls im Rassenlokal erteilt. 266/4 Der Kassenvorstand. C. Lubig, Vorsitzender. Annahmestellen für ,, Kleine Anzeigen" Berlin C. A. Hahniich, Aderstr. 174. 0. Karl Melle, Petersburger Blaz 4. Gustav Vogel, Koppenstraße 82. St. Wengels, Markusstr 36. Richard Maybauer. Maybauer. No. 2. Zucht. Immanuellirástr. 12. J. Rent, Barnimitr. 42. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 24. März, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Luisen- Kirchhofes, Charlotten burg, Fürstenbrunner Weg, aus statt. 3/10 Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Verband d.Gemeinde- u. Staatsarh. Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen Hermann Fiebelkorn Wächter( Wasserwerke). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 25. März, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Zentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung bei der Bestattung wird ersucht. 33/12 Die Ortsverwaltung. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wieleph, Neukölln. Für den N. A. Wolgast, Wattstraße 9. H. Fischer, Baftianstraße 6. Karl Mars, Greifenhagener Str. 22. J. Hönisch, Müllerstr. 31a. H. Vogel, Rorgingstr. 37. A. Ties, Invalidenstr. 124 NW. Salomon Joseph, Wilhelmshavener Str. 48. S. SW. G. Schmidt, Bärwaldst 42. Dachn, Hagelberger Str. 27. St. Fritz, Prinzenstr. 31. H. Lehmann, Ktottbujer Damm 8. SO. Paul Böhm, Laufizer Play 14/15. P. Horich, Engelujer 15. Adlershof. Karl Schwarzlose, Bismarckstr. 28. Baumschulenweg. 5. Hornig, Marienthaler Str. 13, I. Borsigwalde. Paul Kienast, Räuschstr. 10. Charlottenburg. Gustav Scharnberg, Sesenbeimer Str. 1. Friedrichshagen. Grust Werkmann, Köpenider Str. 18. Grünau. Franz Klein, Friedrichstr. 10. Johannisthal. Mar Gouschur, Partstr. 23 Karlshorst. Oskar Schaarschmidt, Auguste- Viktoria- Str. 18. Köpenick. Emil Wissler, Stiegerstr. 6, Laden. Lichtenberg I. Ctto Seitet, Wartenbergstr. 1. Lichtenberg II. A. Rosenkranz, Alt- Borjagen 56. Neukölln.. Heinrich, Nedarstr. 2. Conrad, Hermannstr. 50 C. Rohr, Siegfriedstr. 28/29. Nieder- Schöneweide. Wilh. Unruh, Brüdenstr. 10. Nowawes. Karl Krohnberg, Friedrichkirchplatz 27. Ober- Schöneweide. Alfred Bader, Wilhelminenhofstr. 17, Raden. Pankow. Otto Rißmann, Mühlenstr. 30. Reinickendorf. P. Gurich, Provinzstr. 56, Laden. Schöneberg. Wilhelm Bäumler, Martin- Luther- Str. 69 im Laden. Spandau. Röppen, Breitestr. 64. Steglitz. H. Bernjee, Alsenstr. 5. Tempelhof. Joh. Krohn, Borussiaftr. 62. Treptow. Robert Gramenz, Stiefbolzstr. 412, Raden. Weißensee, Fuhrmann, Sedanstr. 105. Schillert, Berliner Allee 253. Wilmersdorf. Paul Schubert, Bilbelmsaue 27. Sonntag, 28./3. 12-6 geöffnet. Auswahlsendungen nach außerhalb nur gegen Anzahlung od. Nachnahme Spezialität: Weite Größen! Verkauf mit Preisermäßigung bis 33%% 1000 1200 Kostüme, Modelle und Kopien, blau Kammgarn, Mode- Covercoat, Fantasiestoffe, reizendste Ausführungen sonst 12. 18.- 25.- 33.- 50.- 75.- b. 125.für 8.- 12.- 17, 22.- 332 50. b. 82.Mäntel u. Jacken, Modelle u. Kopien, Tuch, Kammgarn, schwarz- weiß kariert, Alpakka, wasserdichte Loden, Kowerkot Eolienne, seidene Stoffe, von der einfachsten bis zur hochelegantesten Ausführung statt 10.- 15.- 22.- 27.- 30.- bis 130.-für 6% 10. 14%, 18.- 20.- bis 85.Backfisch- Kostüme Kinder- Jacken Einzelne Modell- Röcke statt für 15.- 25.10.- 16.Echte statt 20. 36.für statt 15. 25.13, 24.- für 10.- 16% 2 Besonderes Angebot! 80.40.Seal- Plüschmäntel statt 160.- für. Gediegene lange WollPlüschmäntel st. 90.- f. Lange, echte Pelzmäntel st. 880.-f. 350.-, st. 420.- f. 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