Nr. 84. 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: • Abonnements Breis pränumerands: Bierteljährl. 3,30 M. monatl. 1,10 m, wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 a. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post Beitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements rehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Big., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellentait zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes meitere Bort 5 Pfg. Borte über 15 Buchftaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin", Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Donnerstag, den 25. März 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 151 90-151 97. Schweres Ringen in den Weft- Karpathen. Der Seekrieg. Die Meldung des Großen Hauptquartiers] Die Nationen des östlichen Zur Vernichtung des Kreuzers„ Dresden". 24. März 1915.( W. T. B.) Amtlich. Großes Hauptquartier, den Westlicher Kriegsschauplah. Kriegsschauplatzes. Der Krieg zwingt zum Umlernen. So hört man's wohl jekt alle Tage, nur wird es leider selten befolgt. Das merft In der Champagne fanden nur Artillerie- man auch bei den geographischen Begriffen. Für den kämpfe statt. braven Staatsbürger beginnt östlich der schwarz- weiß- rotent Grenzpfähle Rußland", das ist ihne gleichbedeutend mit 3m Priesterwalde nordwestlich von Pont- a- russisches Land". So hat man es ihn in der Schule gelehrt Mousson wurde der Feind, der uns einen und diese taf, was der heilige Wetternich geheißen: Unter dessen Segen kam die Heilige Allianz zu stande, zu deren Amtlich. Berlin, 24. März 1915.( W. T. B.) Der Kommandant S. M. S., Dresden", der mit Besazung des Schiffes an Bord eines chilenischen Kreuzers in Valparaiso eingetroffen ist, berichtet dienstlich folgendes:„ Am 14. März vormittags lag S. M. S. ,, Dresden" zu Anker in der Cumberlandbucht der Insel Juan Fernandez. Hier wurde das Schiff von den englischen Kreuzern, Kent" und Glasgow" und von dem Hilfs- Geländegewinn streitig zu machen versuchte, freuzer ,, Drama" angegriffen. Der Angriff erfolgte aus einer zurückgeworfen. Richtung, in der S. M. S. ,, Dresden" nur ihre Hed. Erneute feindliche Angriffe nordöstlich von geschütze verwenden konnte. Badonviller und am Reichsackerkopf brachen in Dresden erwiderte das Feuer, bis alle verwendbaren Ge- unserem Feuer zusammen. schütze und drei Munitionskammern unbrauchbar geworden waren. " Am Hartmannsweilerkopf wird zurzeit Um zu verhindern, daß das Schiff in Feindeshand wieder gekämpft. fiele, wurden Vorbereitungen zum Versenken getroffen, und gleichzeitig ein Unterhändler auf„ Glasgow" gcsandt, der darauf hinwies, daß man sich in neutralen Gewässern befände. Da„ Glasgow" trok dieses Hinweises den Angriff fortsehen wollte, wurde S. M. S.„ Dresden" gesprengt und versant um 11 Uhr 15 Minuten mit wehender Flagge, während die Besakung drei Hurras auf Se. Majestät den Kaiser ausbrachte." Hiermit ist die von englischer Seite gebrachte Darstellung, daß S. M. S.„ Dresden" unter Hissen der weißen Flagge tapituliert habe, nicht zutreffend. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes der Marinc. gez. Behuck c. Internierung der Besatzung der„ Dresden". London, 24. März.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet aus Santiago de Chile vom 22. März: Die Bejagung des Kreuzers, Dresden" wird durch einen chilenischen Kreuzer nach der Insel Quiriquina bei Talcahuano gebracht werden, wo sie bis zum Ende des Krieges interniert werden soll. Deutsche Fliegerbomben gegen ein englisches Schiff. London, 24. März.( W. T. B.) Lloyds meldet: Der „ Pandion" aus Southampton, von Rotterdam politischen Dogmen es gehörte, daß der Name Polens aus der Geschichte getilgt werden muß, wie es überhaupt keine Völker geben darf, die nicht in Staaten aufgehen, deren Grenzen für ewig festgelegt werden, auf daß sie von den legitimen Dynastien beherrscht werden. Aber die Geschichte der menschlichen Entwickelung will nun einmal nicht stillstehen und hat das nationale Bewußtsein der Völker entgegen allem Legitimitätsprinzip fortschreiten lassen, und das ist ganz befonders bei den östlich an das von Deutschen bewohnte Gebiet angrenzenden Völkern geschehen. mehr gibt. Nach dem Wiener Stongres nannte sich Alerander 1. Die zarische Regierung hat zwar dekretiert, daß es kein Polen nicht nur der Form nach König von Polen, sondern es gab ein stönigreich Polen, das im Gegensatz zu Rußland ein Verfassungsstaat mit eigener Verwaltung und eigenem Heere war, nur durch die Personalunion mit Rußland verbunden, wie heute Ungarn mit Desterreich. Diese Verfassung wurde allerdings von dem Zaren und seinen Streaturen beständig ver Deftlicher Kriegsschauplah. Unsere nördlich von Memel verfolgenden Truppen machten bei Polangen 500 Russen zu Gefangenen, erbeuteten drei Geschüße und drei Maschinengewehre und jagten dem Feinde viel geraubtes Vieh, Pferde und sonstiges Gut ab. Bei Laugzargen südwestlich von Tauroggen und nordöstlich von Mariampol wurden russische gewaltigt, abgeschlagen. den von polnischen Aufstand 1880 Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind die Ruſſifizierung des Landes nach sich zog. Als er niedergeworfen war, begann mit den grausamsten Mitteln, was cinen zweiten Aufstand im Jahre 1863 Nordwestlich von Ostrolenka scheiterten herbeiführte. Die russischen Wiachthaber bildeten sich ein, das mehrere russische Angriffe. Hier nahmen wir dem Feinde 2 Offiziere, über 2500 Mann und fünf Maschinengewehre ab. Auch öftlich von Plock mißlangen mehrere feindliche Vorstöße. Das deutsche Heer zollt herzlichen Dank der tapferen Besatzung von Przemysl, die nach vier opfervollen Monaten der Verteidigung nur der Hunger niederzwingen konnte. Oberste Heeresleitung. . polnische Nationalgefühl gründlich ausgerottet zu haben, um so mehr als sie glaubten, ganz besonders dic polnischheit Bauern für sich gewonnen zu haben. Diese wurden 1866 zu Eigentümern ihres Bodens gemacht, wobei die russische Regierung die Reform durchführte. Aber siche da!- Ter polnische Bauer der nächsten Generation zeigte, daß er gerade infolge des Kulturfortschrittes, der eine Folge der Hebung der wirtschaftlichen Lage war, zum Nationalbewußtsein heranwuchs. Weit entfernt sich als Iohaler was die Regierung erwartet hatte, fühlt er sich als Pole. Untertan des russischen Zaren, als Russe zu fühlent, Dazu kam, daß das städtische Proletariat unter Führung der Sozialisten politisch geschult wurde und ebenfalls sein Nationalgefühl im politischen Kampfe betonte. Ihr internationales Selassenbewußtsein bewiesen die polnischen Arbeiter, sehr wider das Interesse der zarischen Regierung, als sie 1905 Schulter an Schulter mit den russischen Proletariern fämpften, aber daß sie sich als Polen fühlen, darüber haben sie ja wohl niemals einen Zweifel auffommen lassen. Teilnahme deutscher Marinestreitkräfte Dampfer an den Kämpfen bei Memel. Iommend, berichtet, daß er am 21. März vormittags 11 Uhr 25 Min Berlin, 24. März.( W. T. B.) Bei den Kämpfen nördlich zwölf Meilen nordwestlich des Leuchtschiffs Noordhinder von Memel haben unsere Seestreitkräfte die Operationen von ſtaatliche Selbständigkeit die nationale Tradition geschaffen cinem deutschen Flugzeug angegriffen wurde, das Dorf und Schloß Bolangen beschossen und im Laufe hat, sind heute in höherem Maße sich ihrer Nationalität bo See aus unterstützt. Dabei wurden am 23. März vormittags eine Bombe abwarf, die einige Fuß neben Steuerbord in die See des Tages die Straße Bolangeu- Libau unter Feuer ußt, als vor hundert Jahren, sondern das gleiche gilt von " fiel. Pandion" schoß Feuerpfeile ab und gab Notsignale, worauf das Flugzeug in östlicher Richtung wegflog, aber nach einer halben Stunde wieder zurückkehrte und sechs Bomben abwarf, die einige Fuß vom Schiff herabfielen. Das Flugzeug fuhr dann nach Diten weg. Bevorstehende Aktivität der russischen Ostseeflotte? London, 24. März. gehalten. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes der Marine gez. Behncke. ** Jedoch nicht nur die Polen, bei denen eine tausendjährige den Völkern, deren Gebiete an Polen grenzen, von den Litauern, Letten, Ruthenen, Weißrussen. Bei ihnen allen ist das nationale Bewußtsein gerade in den legten Jahrzehnten start entwickelt worden. Die obereit Schichten hatten ihre Nationalität preisgegeben, sie waren polonisiert worden, als die Länder unter der Oberhoheit des polnischen Staates standen, sie russifizierten sich), seit sic gegen Ende des 18. Jahrhunderts unter russische Herrschaft gelangten. Aber in dem Maße, in dem die Volksmassen tulturell fortschreiten, kommen sie auch dann zum Bewußtsein ihrer nationalen Eigenart, wenn diese nationale Stultur feine Förderung erfuhr von seiten der oberen Schichten, denen Reichtum und Weuße die Pflege dieser Kultur ermöglicht. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 24. März.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: Im westlichen Karpathenabschnitt hat sich an der Front bis zum Uszoker Paß eine Schlacht ent( W. T. B.) Der Marine- wickelt, die mit großer Heftigkeit andauert. Starke russische Forrespondent der„ Times" schreibt: Im Herbst Kräfte gingen zum Angriff über, um die Höhenstellungen wird erbittert gekämpft. Jedenfalls sollte darüber kein Zweifel bestehen, daß wenn war es die deutsche Flotte, die die russische OstseeZwischen Pruth und Dujester kam es im nörd- die deutschen Truppen die Grenze überschreiten, fic nirgends flotte verhinderte, ein Expeditionsforps über die Ostsee zu lichsten Teil der Bukowina zu mehreren Gefechten, in denen auf ein von Russen bewohntes Gebiet stoßen. Nicht nur bringen oder bei dem Vormarsch der russischen Truppen in der Feind aus einigen Orten vertrieben wurde und gegen die westlich der Weichsel und der Narew ist das Gebiet von Dstpreußen mitzuwirken. Während des Winters fesselte das Grenze zurückweichen mußte. Die nördlich Czernowit Polen bewohnt, sondern auch östlich von diesen Flüssen erEis die russischen Geschwader an die Häfen. Deutsch I and jenseits des Pruth liegenden Ortschaften, die dem Feinde als streckt sich noch das polnische Sprachgebiet, polnisches Stammvermochte fast alle seine Schiffe zur Verstärkung der Basis für Unternehmungen gegen die Stadt dienten, sind vom land. Weiter östlich schließen sich die Gebiete der Weißrussen ant( das Land nordöstlich des Pripjetflusses, an der Nordseeflotte heranzuziehen. Jetzt aber dürfte sich die Gegner gesäubert. Berefina bis über den oberen Dnjepr hinaus Smolenst), ferner Podolien, Bolhnien, die Ukraine, die werden. von Ruthenen bewohnt würden unsere Truppen, wenn sie die Narew und den Im Norden dagegen Bobr überschreiten, in litauisches Gebiet eindringen und ebenso, wenn der Stampf östlich von dem ostpreußischen Zipfel", von Memel beginnt. Hier stößt man dann bald in das Gebiet der Letten, das einst die staatliche Bezeichnung Sturland, LivIn Polen und West galizien keine Veränderung. Lage der Dinge verändern. Die russische Flotte ist be- Die bei Offinow am unteren Dunajec eingebaute Kriegsträchtlich gewachsen und wird sich vielleicht stark genug brüde der Russen wurde gestern durch unsere Artillerie fühlen, zur Offensive überzugehen, oder wenigstens Torpedo zerstört. fahrzeuge zu verwenden. Rußland besitzt eine große Zahl von Zerstörern und Untersecbooten, deren Besagungen viel gelernt haben. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes von Hoefer, Feldmarschalleutnant. gen land und Esthland trug. Dieses Tettische Gebiet erstreckt sich I Bern, 24. März. Die Schweizerische Depeschen- Agentur| Stellung des Feindes an, dessen rechter Flügel sich auf das aber darüber hinaus weit nach Osten, bis an den Ilmensee teilt mit, daß an zuständiger Stelle die von ihr Bett des Swakopflusses stützte, der durch das feindliche Geund den Lowatfluß, die das sog. Ingermanland gen Osten gestern verbreitete Meldung von der Ueberfliegung wehr- und Maschinengewehrfeuer bestrichen werden konnte. abgrenzen. Den historisch und geographisch Gebildeten berührt es in allen Zeilen als falsch bezeichnet wird. von Romanshorn durch ein fremdes Flugzeug Vor dieser Stellung befand sich offenes Gelände, das auf eine daher sonderbar, wenn Entfernung von 800 Yard feine Deckung bot. Die erste Brier nicht nur in Soldatenbriefen, sondern selbst in Kriegsberichten von russischen gade kämpfte den ganzen Tag, aber der Feind begann erst Dörfern" lieſt, in denen man spät abends zu weichen. Er zog sich schließlich zurück, nachangeblich kampiert. Auf den Gebieten, die heute die deutschen Truppen offupiert haben, gibt es keine Russen, besonders keine russischen Bauern, folglich auch keine russischen Dörfer; niemand spricht dort russisch, niemand fühlt sich als Russe. und nördlich von Suwalti litauische Bevölkerung, mit der Es iſt polnische wir es zu tun haben. Ehe man in wirklich von Russen bewohntes Gebiet kommt, in wirklich russische Dörfer, müßte man schon oftwärts vordringen bis über den Dnjepr im Süden und die obere Dina im Norden. Die Entfernung von der Weichsellinie bis dorthin beträgt ungefähr ebensoviel, wie von der Oder bis an den Rhein. U- Bootkrieg und englische Getreidenglische Getr versorgung. Uns wird geschrieben: Die englische Regierung hat bekanntlich den Versuch gemacht, die Wirkungen des U- Bootkrieges auf die Getreideversorgung als irrelevant hinzustellen; indem man die Zahl der überhaupt ausund einlaufenden Schiffe mit den in der ersten Woche torpedierten verglich oder die normalen Verluste der Handelsmarine in Friedenszeiten denen des Seekrieges gegenüberstellte, glaubte man auf die nervös gewordenen englischen Arbeitermassen beruhigend" wirken zu können. Es ist selbstverständlich, daß es vorläufig gar nicht das Ziel der U- Bootaftion sein kann, den ganzen Handel Englands stillzulegen. Es genügt auch vollkommen, den in Frage kommenden Zwecken, wenn die schon bestehende Teuerung in England durch die U- Boote weiter erhalten oder, wie zu erwarten ist, noch weiter gesteigert wird. Hierzu sind aber gar nicht diejenigen Erfolge" notig, mit deren Widerlegung" die englische Regierung die wirklichen Konsequenzen der U- Bootgefahr verschleiern möchte. Denn, wie schon in der ersten Woche die Getreideausfuhr der Vereinigten Staaten ihr Bild wesentlich veränderte, zeigen folgende soeben veröffentlichte Zahlen des bekannten Fachblattes Bradstreets rom 27. Februar 1915; es wurden aus amerikanischen und kanadischen Häfen exportiert: In der Woche bis zum 21. Januar 28. 4. Februar 10. 18. 25. Millionen Bushel Weizen 1915 1914 8,3 3,8 8,6 3,7 9,8 8,7 9,7 40 10,2 8,1 7,3 2,9 Ein Stimmungsbild aus Flandern. Ein im Felde stehender Groß- Berliner Genosse schreibt aus dem er die Pumpeneinrichtung in die Luft gesprengt hatte. landern, 6. März: Der Feind verlor acht Zote und acht Verwundete. port. Die Eindrücke, welche fortgesetzt das Gemüt erregen, machen leiden; einige hatten 30 Stunden kein Wasser und nichts zu Sieben volle Wochen war ich in der vordersten Front vor Nieu- Die Unionstruppen hatten viel unter Hunger und Durst zu gleichen fast nur noch Trümmerhaufen. Kostbare Möbel, Porzellan essen.( Annt. d. W. T. B.: Ueber die Verluste der Engländer einen zeitweise ganz verwirrt. Westende- Bad und Bombarde und sonstiges Hausgerät aller Art liegt in wüster Unordnung teils wird bezeichnenderweise nichts gemeldet.) noch ganz, teils zerbrochen, umher. An den Innenwänden der zerschossenen Häuser hängen noch Bilder, darunter kostbare Gemälde und Reproduktionen; selbst die Mona Lisa fehlt nicht; lächelnd sieht sie herab von einer hohen Giebelwand. Mir ist, als gilt ihr Lächeln demi Genius der Menschlichkeit. Es beschleicht einem ein Jammer, wenn man daran denkt, wie doch jeder an seinem Heim hängt, und nun haben die Bewohner alles in eiligster Hast verlassen müssen. Mit wieviel Liebe und Sorgfalt sind Deckchen gestickt, Kanten gehäkelt und Scheibengardinen angebracht und jetzt flattern sie aus den zerschlagenen Fensterscheiben im Winde und die Decken liegen im Schmuz umher. Am allermeisten leidet natürlich die noch anwesende Bevölkerung. Man fühlt sich unwillkürlich zu ihr hingezogen. Still und ernst, zum Teil verbittert sind die Mienen der Männer; die Frauen laufen betrübt herum. Schwarz ist meistens ihre Kleidung. Alles macht einen trauernden Gindrud. Nur die Kinder geben dem Ganzen einen lebhafteren Ton. Rührend ist ihre Raivität. In Scharen wird man von ihnen umlagert und ihre Wünsche und Bitten drehen sich immer um etwas Epbares. Die tecken Buben geben sich, um ihren Zweck zu erreichen, mit Kleinigkeiten erst gar nicht ab; da heißt es immer:" Soldatge, betge Brot Badder un Modder dot Soldatge, Soldatge, betge Brot, Vadder un Modder dot". Das mag nicht immer stimmen, aber der Zwed heiligt bekanntlich die Mittel. Es ist gut, daß ich kein starker Esser bin, so kann ich von meinen Rationen reichlich abgeben. Zu Anfang war mir es immer recht schmerzhaft, zu sehen, wie diese Armen hungern, jest ist man auch hierin etwas abgestumpft, trotzdem tue ich, was ich nur irgend kann. Brot zu geben ist jetzt aber verboten! Es ist eine wahre Fronie, daß ich mit meiner atheistischen Anschauung in einem Kloster wohnen muß. Die Welt spielt doch recht wunderlich mit einem. Noch nie seit meinem Hiersein oder vielmehr solange der Krieg schon dauert, war es mir vergönnt, in einem Bett zu schlafen immer war es ein mehr oder weniger dürftiges Strohlager, und nur selten war es ein heizbarer Raum. Alle Fußböden sind hier mit Steinfliesen belegt. Die Stadt Brügge hat ein wunderbares Aussehen. Ich kenne die Geschichte der Stadt Brügge nicht; aber auch ohne dem sieht man, daß hier einst kolossaler Reichtum geherrscht haben muß. Wunderbare aus dem Mittelalter herrührende Bauten sind noch vorhanden. Im Museum hatte ich Gelegenheit, Kunstgegenstände aus der Zeit Kaiser Karls V. zu bewundern, überhaupt Schäße aus aller Herren Länder. Decken und geklöppelte Spitzen, die ein großes Vermögen repräsentieren. Der türkische Krieg. Die Pause in den Operationen. Der Hauptimporteur dieses Weizens war natürlich England gewesen, das sich beim Fehlen der russischen Getreidezufuhren in weit stärkerem Maße als sonst aus Amerika versorgen mußte. Man kann nun erkennen: die im Vergleich zu früheren Zeiter ungemein gesteigerte Ausfuhr von amerikanischem Weizen erreicht nach einer langsamen Erhöhung von Woche zu Woche in den erfien 8 Tagen des U- Bootkrieges eine scharfe Unterbrechung. Der Rückgang von 3 Millionen Bushel ist im Vergleich zu den Schwankungen der wöchentlichen Zufuhr, wie sie etwa im Jahre 1914 stattfanden, London, 24. März.( W. T. B.)" Times" melden aus ganz gewaltig. Wenn aber schon im Januar bei den steigenden Tenedos vom 22. d. M.: Ein heftiger Nordost sturm Zufuhren der Weizenpreis in England andauernd weiter in die macht seit drei Tagen Unternehmungen zur See Söhe ging, so ist ja unschwer zu folgern, daß, wenn jest rückläufige unmöglich. Wait vermutet, daß die Türken dadurch in Bewegungen der amerikanischen Weizenausfuhr seit Ende Februar Stand gefest werden, die beschädigten Batterien eingefekt haben, derselbe immer stärker emporschellen muß, was auch die letzten Notierungen des englischen Weizenmarktes deutlich wieder herzustellen. Behn Schlachtschiffe liegen bei der zeigen. Man wird zwar annehmen dürfen, daß England, wie ja Insel vor Anker. auch die amerikanischen Ausfuhrziffern vermuten lassen, vor dem U- Bootkrieg noch tüchtig Getreide eingehamstert" hat. Aber auf der anderen Seite wissen wir nicht, in welchem Maße die bisherigen Bestände erschöpft waren und die kriegerischen Ereignisse einen Mehrbedarf hervorriefen. Jest jedenfalls fönnen die Engländer sich nicht mehr in das sichere Gefühl wiegen, daß noch in Nordamerifa, Indien und Argentinien beliebig große Getreidebestände erfügbar sind, die die Preise drücken werden, und die man nur zu faufen braucht. Denn„ kaufen" und" heranschaffen" sind seit dem 18. Februar zwei verschiedene Dinge geworden. Westlicher Kriegsschauplah. Der französische Tagesbericht. Die Verluste der Alliierten bei den Dardanellen. Dardanellen, 23. März.( W. T. B.) Nach hier gemachten Aufstellungen sind die Verluste des Feindes am 18. März auf 134 Geschütze und 1200 Zote zu schäzen, darunter allein 50 Tote auf dem Schlachtkreuzer, Inflegible". Englische Darstellung der Vernichtung der vier Panzer. 17 Grey über den Ursprung des Krieges. Der London, 23. März.( W. T. B.) Staatssekretär Grey sagte in einer Rede über den Ursprung des Krieges: Der Krieg hätte durch eine einfache Konferenz unter den Mächten verhindert Frankreich, werden können, wenn Deutschland zugestimmt hätte. Italien und Rußland erklärten sich im Juli 1914 bereit, die Konfe renz anzunehmen, und nachdem England einen Vorschlag dazu gemacht hatte, schlug man dem Zaren und dem Deutschen Kaiser vor, daß der Streit an das Haager Schiedsgericht verwiesen werden solle. Aber Deutschland lehnte jeden Vorschlag ab, den Streit auf solche Weise zu schlichten. Daher ruht die Verantwortung, Europa in diesen Krieg gestürzt zu haben, allezeit bei Deutschland. Streit zwischen Oesterreich- Ungarn und Serbien, den Deutschland als Gelegenheit zum Kriege benußte, war viel leichter zu schlichten, als zwei Jahre früher die Baltantrise, die mit gutem Erfolge überwunden wurde. Deutschland wußte aus seiner Erfahrung mit der Londoner Konferenz, daß es auf unseren guten Willen für den Frieden auf jeder Konferenz rechnen konnte. Wir suchten auf der Londoner Konferenz keinen diplomatischen Triumph, intrigierten nicht und arbeiteten unparteiisch und ehrenhaft für den Frieden. Wir waren im Juli bereit, das wieder zu tun. Wir gaben in den letzten Jahren Deutschland wiederholt die Versicherung, daß kein Angriff auf das Deutsche Reich von unserer Seite Unterſtüßung erhalten würde; wir lehnten nur das unbedingte Versprechen ab, neutral zu bleiben, wie aggressiv auch immer Deutschland sich gegeit feine Nachbarn verhalten würde. Wir wissen jest, daß Deutschland fich so sehr auf den Krieg vorbereitete, wie nur ein Wolf es- tut, das den Krieg will. Dies ist das viertemal in der Erinnerung des noch lebenden Geschlechts, daß Preußen in Europa Krieg führt. Wir wissen urkundlich, daß Preußen in den Jahren 1864, 1866 und 1870 den Krieg wollte. Dasselbe geschah jetzt, und wir sind ents schlossen, daß es das leztemal sein soll. Grey fuhr fort: er habe lange vor dem Krieg Belgien versprochen, daß England niemals seine Neutralität verlegen würde, solange sie von anderen respettiert bliebe. Wenn Deutschland in Belgien einrückte, so waren wir verpflichtet, ihm mit all unserer Kraft entgegenzutreten. Wenn wir das nicht im ersten Augenblid getan hätten, glaubt jemand heute noch, daß, wie Deutschland Belgien angriff, die bürgerliche Bevölkerung niederschoß und das Land verwüstete in einer Art, die alle Regeln der Kriegsgebräuche und der Humanität verlegte, glaubt da jemand, daß wir hätten stillsißen und zuschauen können ohne ewige Schande? Eine wesentliche Friedensbedingung muß die Wiederherstellung des unabhängigen nationalen Lebens und des freien Besizes feines Gebietes für Belgien sein und, soweit möglich, eine Entschädigung für das ihm geschehene grausame Unrecht. Die große Idee, für die die Alliierten fämpfen, ist die, daß die Nationen Europas ihr eigenes unabhängiges Leben führen können, die eigenen Regierungsformen und die eigene nationale Entwickelung in voller Freiheit ausbilden können, gleichviel ob es große oder kleine Natio nen sind. Wir lernten fett Beginn des Krieges von deutschen Profeſſorent unb Publizisten, das deutſche Ideal kennen. Es ist das, daß die Deutschen ein überlegenes. Volf sind, dem alles erlaubt ist, was que Macht führt, und gegen das jeder Widerstand unrecht ist. Die Deutschen erstreben die Herrschaft über die Nationen des Konfi nents, diesen nicht Freiheit, sondern Dienstbarkeit unter Teutschland bringend. Grey sagte: er selbst wolle lieber umkommen oder den Kontinent verlassen, als unter solchen Bedingungen leben. Das Wolffische Telegraphenbureau bemerkt dazu: Sir Edward Greh verschweigt, daß es sich während der Balfanfrisis um eine Konferenz handelte, die bezweckte, die Interessen der verschiedenen Großmächte an der endgültigen Regelung der Verhältnisse auf dem Balkan auszugleichen. Der Streitfall zwischen Oesterreich- Ungarn und Serbien betraf nur zwei bestimmte Staaten. Die Entscheidung dieses Streitfalles einer Konferenz von Mächten zu übertragen, die in keiner Weise daran beteiligt waren, wäre mit der Würde einer Großmacht unvereinbar gewesen und hätte ledig= London, 24. März.( W. T. B.)„ Daily News" meldet lich Rußland die Zeit gegeben, durch Mobilisierung seiner ungeheue London, 24. März.( W. T. B.)„ Daily News" meldet ren Armee die Freiheit der Entschließungen der Konferenz illu aus Tenedos über den Untergang der Kriegsschiffe: Die forisch zu machen. Welche Macht sich auf jede Weise auf einen Strieg Bouvet" neigte sich, nachdem sie auf eine Mine vorbereitet hatte, ergeben die von der englischen Regierung stets Paris, 24. März.( W. T. B.) Der gestern abend ausgelaufen war, nach Steuerbord über. Binnen 45 Sekunden geleugneten geheimen politischen und militärischen Abmadjungen gegebene amtliche Bericht lautet: In Belgien, in beschrieb das Schiff einen Bogen von 45 Grad, dichter Rauch Englands mit Rußland, Frankreich und Belgien. Daß nicht die der Gegend von Nieuport, hat unsere Artillerie mehrere Be- und Flammen, die hoch aufschlugen, entzogen das Schiff fast Rücksichtnahme auf Belgien, dessen Unabhängigkeit und Integrität obachtungsposten und Stükpunkte zerstört, deren Besakung ganz dem Anblick. Dann kam das Schiff mit schnellem Rud durch die bekannten Erklärungen Deutschlands gesichert war, Engin einem plötzlichen Anfall von Wahrheitsliebe unlängst zugegeben. wir entfliehen sahen. Nordwestlich von Arras, in Carency, Wasser berührte. Das Heck tauchte unter Wasser, eine halbe welches Land die Freiheit der kleinen Völker tatsächlich bedroht, ganz auf die Seite zu liegen, so daß der Mastkorb das lands Beteiligung am Kriege bedingt hat, hat selbst die" Times" haben wir einen deutschen Schüßengraben eingenommen, den Minute später verschwand das Schiff in die Tiefe. Die zeigt die ganze Geschichte des englischen Kolonialreiches, sowie der wir zerstörten. Wir machten Gefangene. In Soissons Irresistible" wurde mittschiffs getroffen, die Gebrauch, den England von dem Gewaltmittel seiner Flotte im wurde ein neuer Beschießungsversuch beinahe unverzüglich Maschinen wurden zerstört, die Maschinisten hatten am gegenwärtigen Striege macht. Während die Boote, durch unsere Artillerie vereitelt. In der Champagne be- meisten Tote. schoß der Feind die von uns in den letzten Tagen eroberten ausschauten, mit der Rettung der Mannschaft beschäftigt Stellungen, unternahm aber keinen Angriff. In Vauquois waren, wurden sie von den türkischen Geschüßen wütend be- London, 24. März.( W. T. B.) Lord Kitchener sandte gestern nahe der Kirche begossen die Deutschen einen unserer Schüßen- schossen. Die Irresistible" blieb hilflos wie ein Klotz liegen. einen Brief an den Sekretär der Nationalunion der Hafengräben mit einer brennenden Flüssigkeit. Unsere Truppen Die, Ocean" jant schneller nach der Explosion arbeiter, in dem er mitteilte, daß die Regierung scharfe MaßUnsere Truppenes" wichen an dieser Stelle um 15 Meter zurüd. In Eparges des Magazins, die das ganze Schiff zu einem Brack nahmen gegen die Liverpooler Hafenarbeiter getroffen hätte, die sich machte. Die machte. Die Gaulois" wurde am Bug durch ein fortgesetzt weigerten, Ueberstunden zu machen, und die bisherige unternahm der Feind zwei Angriffe, die sofort aufgehalten Torpedo oder eine Granate getroffen, sodaß das Tattit nicht änderten. wurden. Am Hartmannsweilertopf nahmen wir Wasser schnell einströmte. Das Schiff wurde an der Mündung cine Reihe von Schüßengräben und ein Blockhaus. der Meerenge auf den Strand gebracht, ist aber wieder flott gemacht und ausgebessert worden. Niemand an Bord war verwundet. Die englischen Offiziersverluste bei Neuve Chapelle. London, 24. März.( W. T. B.) Nach den Ausweisen des Kriegsamtes find die Offiziersverluste in den Kämpfen um Neuve Chapelle auf 748 gestiegen. Englisches Flugzeug herabgeschossen. Amsterdam, 23. März.( W. T. B.)" Telegraaf meldet aus Bergen- op- Zoom: Die Deutschen haben ein englisches Flugzeug bei West ca pelle herabgeschossen. " " 1 11 die nach Minen Drohungen an die Hafenarbeiter. Eine Erklärung Van Kols. Aus Amsterdam schreibt man uns: Der Krieg und die Kolonien. Genossen liegen hat auch eine dem Genoffen. Van Kol au - Außer den vielbesprochenen Aeußerungen des Parteivorsitzenden geschriebene Sundgebung zugunsten der Verbündeten in den Kreisen der holländischen Arbeiterpartei vielfach Mißbilligung erfahren und Kämpfe in Südwestafrika. sie ist auch vom Zentralorgan Het Volk" getadelt worden. Genosse Kapstadt, 23. März.( W. T. B.) Meldung des Reuter- Ban Kol hat lange sechs Wochen über die Angelegenheit geschen Bureaus. Botha sandte in der Nacht zum 19. März schwiegen, wie er mitteilt, weil ihm die betr. Blätter spät in die den Kommandanten Collins mit dem linken Flügel der Hände famen. Der Umstand allerdings, daß eine Reihe von Parteis zweiten berittenen Brigade von Husab nach organisatiouen dem bevorstehenden Parteitag Refolutionen vorgelegt einem Punkt nördlich von Pforteberg. Zugleich wurde haben, die auf die Aeußerungen Vliegens und Van Kols Bezug nehmen, machte eine Klarstellung des Tatbestandes wünschenswert. Oberst Albert mit dem rechten Flügel derselben Brigade aus Genosse Van Kol hat sich dazu insbesondere auch dadurch vergesandt, um Pforteberg anzugreifen. Collins war nicht anlagt gesehen, daß Genosse Troelstra in seiner vor kurzem Ein Flieger über Romanshorn. imstande, den Feind aus seinen start ver- erschienenen Schrift über den Weltkrieg und die Sozialdemokratie" Romanshorn, 24. März.( W. T. B.) Gestern abend 8 Uhr schanzten Stellungen zu werfen. Pforteberg auf diese Aeußerungen mit schärfstem Tadel hingewiesen hat. Gen. überflog ein Flieger Romanshorn. Das Geräusch wurde durch Oberst Albert bei Tagesanbruch angegriffen. Der Van Kols Erklärung ist im Het Volt" vom 18. März erschienen. des Motors war deutlich zu hören. Das Flugzeug muß mit Schein Feind ergab sich um 3 Uhr nachmittags, über 200 Mann Sie läßt die Sachlage in einem etwas anderen Lichte erscheinen, werfern ausgerüstet gewesen sein, denn man sah mehrfach Licht- start(?). Am Abend des 19. März begab sich die so daß die an Van Kols Auftreten geübte Stritit wenigstens zum Bündel die Wolfen beleuchten und den Seespiegel ableuchten. Das Teil gegenstandslos wird. von Husab Ban Kol stellt fest, daß der Bericht der„ Humanité" Geräusch des Motors entfernte sich ostwärts quer über den See. erste berittene Brigade unter Oberst Brizz Niet, das am Morgen angegriffen wurde. über die Sigung der französischen Fraktion, der er beigewohnt hat, Sahrscheinlich handelt es sich um einen Friedrichshafen zugedachten nach Oberst Britz bekam irreführend ist. Van Kol hat die ihm zugeschriebene Aeußerung über feindlichen Besuch. Längs des ganzen deutschen Seeufers wurden Botha begleitete diese Brigade. dem Feinde nach die wünschbare Fortführung des Krieges zum Heile der Demokratie alle Lichter ausgelöscht. Wahrscheinlich war der Flieger vom Elsaß bei Sonnenaufgang Fühlung mit dem her angemeldet worden. einen Marsch von 25 Meilen. Er griff die sehr starke nicht getan. Als Gast der Fraktion vom Gen. Varenne, der den Norfitz führte, mit dem Hinweis auf den Schmerz Begrüßt, den der drohende Einsturz der Internationale einem Genossen bereiten müsse, dessen ganzes Leben ihrem Aufbau gewidmet gewesen wäre, gab Van Kol eine Antwort, deren Inhalt er folgendermaßen wieder- gibt:„In meiner sehr kurzen Antwort gab ich jedoch meiner festen Ueberzeugung Ausdruck, daß die proletarische Internationale not- wendig wiedererstehen und sich nach dem Kriege kraftvoller zur Geltung bringen werde als je. Ueber die Fortsetzung des Krieges habe ich mit keinem Wort gesprochen." Van Kol gibt dann einen weiteren Satz wieder, der die deutsche Politik und Kriegführung gegen Belgien betrifft und erklärt, als Mensch und Sozialist zu dieser Meinungsäußerung das Recht gehabt zu haben. Der Einladung, in französischen Parteiblältern sein Urteil über den Krieg niederzuschreiben, habe er nicht Folge geleistet. Tagegen frage er, ob die Leitung der holländischen Arbeiterpartei in bezug auf die Handhabung der Neutralität nicht zu viel fordere und ob die zu weit getriebene Neutralität der internationalen Sozial- demokratie nicht Schaden zufüge. Müsse ein Sozialdemokrat schweigen, wenn Verträge verletzt und sein Nechtsgefühl beleidigt werde? Die Redaktion des„Het Volk' bedauert, daß Van Kol den Bericht in der„Humanite" nicht berichtigt hat, da so das Mißver- ständnis früher beseitigt worden wäre. Das„Volk" habe mit seiner Kritik der Kriegführenden nicht zurückgehalten. Die Nähe Belgiens aber schaffe die Gefahr, einseitig zuungunsten Deutschlands zu urteilen. Unter den gegebenen Umständen, bei den Aufgaben der holländischen Partei und besonders ihrer Delegierten im Jnter- nationalen Bureau müsse aber der Schein der Voreingenommenheit streng vermieden werden. Hoffentlich wird die Ausübung der Neutralität, an der die holländischen Sozialisten ein gewisses Interesse haben— um ihres Landes und der Internationale willen— durch keine Unbesonnenheiten, Ungeschicklichkeilen und Mißverständnisse mehr gestört werden. Die Episode mit dem so ungenauen Protokoll der französischen Fraklionssitzung aber mag eine Mahnung daran sein, mit welchem Zweifel man Dokumente, und seien sie selbst offiziell, heutzutage lesen muß. Die Ehrlichkeit des Schriftführers der Fraktion, Genossen Hubert Rouger, steht außer allem Zweifel. Aber Wunsch und Hoffnung täuschen mehr— minder gern die Sinne, als Furcht, Haß und Verzweiflung. Tisza über öas Verhältnis zu Italien. Budapest, L3. März.(W. T. B.) Der„Pest er Lloyd" veröffentlicht eine Unterredung, welche der Mitarbeiter der„Stampa", Graf A. Ponzoni, mit dem Minister- Präsidenten Grafen Tisza gehabt hat und die ins- besondere durch Mitteilungen über das Verhältnis zu Italien be- merkenswert sind. Tisza sagte hierüber folgendes: Die aufmerk- same und gründliche Untersuchnng der gegenwärtigen Lage und die Zukunft der beiden Länder läßt glauben, daß die gegenwärtigen Schwierigkeiten, die durch mannigfache Verhältnisse herauf- beschworen worden sind, eine friedliche und f r e u n d s ch a f t- liche Lösung finden können. Kern gebe ich meinem lebhasten Wunsche und der festen Hoffnung auf diese Lösung Ausdruck. Des- gleichen glaube und hoffe ich, daß zwischen beiden Mächten der Ein- klang aufrichtig und dauernd sein wird, denn ich bin überzeugt, daß sie beide durch vitale und bleibende Interessen darauf angewiesen sind, die Fundamente zu einer innigen Freundschaft und fruchtbaren Harmonie zu legen, und wünschte aus vollem Herzen, daß das über alles kräftige Motiv der Gerechtigkeit sich zur Geltung durchringt. Dies bestimmt mich dazu, Ihnen auch übep unsere gegenwärtige Lage euvges zu sagen. Seit Beginn des Krieges find die allerentgegensetztesten Ge- rüchte über unsere militärische Aktionsfähigkeit und über unsere moralische Widerstandsfähigkeit verbreitet worden. Auch über die inneren Verhältnisse der Monarchie find unwahre Mitteilungen der- öffentlicht worden. Sie konnten aber schon nach flüchtiger Beobach« tung feststellen, welch ruhiges und regelmäßiges Leben in der unga« tischen Hauptstadt geführt wird. Ich könnte manches darüber sagen, da ich aber fürchte, daß man meine Worte als tendenziös und be- fangen hinstellen und mich als eines objektiven Urteils unfähig be- trachten möchte, will ich lieber schweigen, zumal da die unVergleich- liche Beredsamkeit der Tatsachen weit schwerer als jede Erläuterung und Aufklärung wiegt. Carp über Rumäniens Interejsen. Die„Kölnische Zeitung" meldet: In seiner Bukare ft er Zeitung„Moldawa" bsr- öffentlicht der Staatsmann Carp Betrachtungen, die für deutsche Leser von besonderem Interesse sein dürften. Er wirft darin die Frage auf, ob Rumänien seinen Interessen mehr dient, wenn es mit dem Dreiverband geht oder wenn es zum Dreibund hält.- Er stellt fest, daß Rumäniens wirtschaftliche Zukunft von den Donaumündungen abhängt. Wenn Rumänien eine Stellung ein- nimrnt, die ihm Siebenbürgen verschafft, es aber der Donaumün- düngen beraubt, ist es verloren und Siebenbürgen mit ihm. Gelingt es ihm aber, im Zusammengehen mit dem Dreibund die Donau bis zumDnjestr zu vervollständigen, so wird die siebenbürgische Frage von den künftigen Generationen leicht und ohne Konflikt mit Oesterreich- Ungarn gelöst werden. Rumänien hat ja mit allen Balkanvölkern auch ein gemeinsames Interesse an der Erhaltung der Neutralität der Dardanellen. Rußlands Interessen sind den rumänischen ent- gegengesetzt. Deutschland dagegen hat auf der Londoner Konferenz Rumäniens Rechte auf die Donau siegreich unterstützt, und ihm der- dankt Rumänien zum großen Teil seinen wirtschaftlichen Auf- schwung. Deutschland braucht ebenfalls die Neutralität der Meer- engen. Deshalb sind die Interessen Rumäniens mit denen Deutsch- lands identisch und dadurch ebenso mit denjenigen Oesterreich- Ungarns. Zur Frage der rumänischen Neutralität weist Carp darauf hin, daß der Kronrat nicht die Neutralität Rumäniens. sondern das bewaffnete Abwarten beschlossen habe. Wenn der Krieg noch sechs Monate dauere, werde Niuinänien seine bisherigen Schulden von einer Milliarde noch um 200 Millionen vermehren. Ein besiegtes Deutschland werde ihm nicht helfen können und wollen. Der Dreiverband werde selbst im Falle seines Sieges wegen seiner finanziellen Uebcrlastung nicht können. Träte Rumänien aber in Aktion und gewänne Bcssaraoien, so würde es einen Machtzuwachs erhalten, der ihm gestatten würde, Armee und Budget in ihrer normalen Lage zu erhalten, und das dankbare Deutschland würde Rumänien die Liquidierung seiner finanziellen Lage erleichtern. Schließlich wirft der Verfasser noch die Frage auf: Was bietet Rußland und was bieten die Zcntralmächte? Rußland verspreche die rumänischen Teile der Bukowina und Siebenbürgen, schweige über das Banat, über die Körösgcgend, über Marmaros und be- anspruche für sich das ganze Schwarze Meer mit den Meerengen. Dann werde die Bukowina bis zum Sereth russisch, Marmaros werde ebenfalls von Siebenbürgen losgelöst werden, das Banat werde an Serbien fallen und das Köröstal an die Ungarn. Das slawische Element würde sich ausdehnen und Rumänien wie einen Reif umgehen. Vom Meere weggedrängt, werde Rumänien zum Vasallenstaat Rußlands werden. Für einen kleinen Teil Sieben- bürgens würde Rumänien Millionen von Rumänen und die Wirt- schaftliche Unabhängigkeit des Königreichs opfern. Der Dreibund biete ganz Bessaradien, also nahezu 2 Millionen Rumänen, sichere die Neuiralität der Meerengen, das ist die wirtschaftliche Nnab- hängigkeit, und entferne von den rumänischen Grenzen den all- slawischen Druck. Der Verfasser appelliert an die gesunde Vernunft der Rumänen zur Entscheidung über die Haltung, die ihnen ihre Ehre, ihr Interesse und ihre Dankbarkeit gebieten. Zur Lage in Serbien. Der in Odessa eingetroffene russische Konsul in N i s ch, T s ch a ch o t i n, hat sick laut einem Bericht in der„Kijewskaja Mysl" folgendermaßen über die Lage in Serbien geäußert: Serbien habe die eingetretene Pause in den Kriegshandlungen benutzt, um seine Armee mit jungen Rekruten zu komplettieren und mit Soldaten aus den in den Balkankriegen neu eroberten Provinzen, im be- sonderen aus Mazedonien zu verstärken. Jetzt finden nur artilleristische Kämpfe statt, bei denen die Serben französische Ge- schütze benutzen. Die wirtschaftliche Lage Serbiens hat nach den Worten des russischen Konsuls stark gelitten. Der Außenhandel, der sich auf 200 Millionen Frank jährlich belief, ist vollkommen lahm- gelegt. Trotzdem leidet die Bevölkerung keinen besonderen Mangel(?), da sie die erforderlichen Produkte über Saloniki erhält. Es herrscht lediglich großer Mangel an Mehl, das stark im Preise ge- stiegen ist. Die Mehlzusuhr aus Rußland rettet die serbische Be- völkerung vor dem Hunger. Eine furchtbare Geißel für das Land bilden die Epidemien, vor allem die Flccktyphusepidemie, die Hunderte von Opfern fordert. Das schon ohnehin ungenügende ärztliche Personal hat stark ge- litten. Alle Bemühungen, die Epidemien zu bekämpfen, ver- schwinden gegenüber den Aufgaben, die durch sie gestellt worden sind. Auf politischem Gebiete stellt der russische Konsul einen heftigen Kampf zweier Parteien fest: der Militärpartei und der Z i V i l p a r t e i. Die stärksten Auseinandersetzungen finden statt über die Haltung Serbiens in der serbisch-bulgarischen Frage, die in der Tat mit jedem Tage an Aktualität gewinnt, was für die Gesamtlage auf dem Balkan von großer Bedeutung, ist. Während die Militärpartei gegen die Abtretung Mazedoniens an Bulgarien ist, zeigt die Zivilpartei die Neigung, die bulgarischen Forderungen zu befriedigen. Revolutionäre Agitation in öer Ukraine. Petersburg, 23. März.(W. T. B.) M e n s ch i k o w veröffent- licht in der„Nowoje Wremja" einen höchst erregten Artikel gegen die revolutionäre Bewegung in der Ukraine, welche von den sogenannten Mazeppisten ausgeht. Diese verbreiteten am Todestage des Ukrainer Dichters Schclvtschenko eine Proklamation, die von dem Bureau der Ukrainer Siudentenschaft in Kiew unter- schrieben war. Der Originaltext der Proklamation, die sich gegen die jahrhundertelange Unterdrückung der Ukrainer durch die Russen wendet, ist von der Zensur gestrichen. Zum Aufruhr in Singapore. Amsterdam, 24. März.(W.T.B.) Der„ T e I e g r a a f" meldet aus London: Das Kolonialamt teilt mir, daß in Singapore alle Teilnehmer am Aufruhr sich ergeben hätten, gefangen genommen oder getötet worden seien. Fünf Rädelsführer wurden nach rechtskräftigem Urteil erschossen und acht zu Gefängnisstrafen von einem bis fünf Jähren verurteilt. Während des Aufruhrs ent- kamen 17 deutsche Gefangene. Sechs wurden wieder eingebracht. DaL Verhalten der. übrigen ließ nichts zu wünschen übrig. Rotterdam, 23. März.(W. T. B.) Der„Nieuwe Rotter- dänische Courant" berichtet nach dem„Delhi Courant" vom 19. und 29. Februar weitere Einzelheiten über die Meuterei in Singapore: Von Passagieren des Schiffes „Medusa", das am 19. Februar in Belavan einfuhr, erfuhr der„Delhi Courant", daß seit dem 15. Februar in Singapore unter den Pandschab-Soldaten er n st liche 11 n- ruhen herrschten. Die Engländer erzählten, die Ursache der Unzufriedenheit sei gewesen, daß die Leute nicht an die Front geschickt wurden, was der„Delhi Courant" schwer glaublich findet. Acht Europäer fielen in dem ersten Gefecht oder wurden verwundet. Der Belagerungszustand wurde angekündigt. Frauen und Kinder mußten an Bord des Transportschiffes„Nile" gebracht werden. Die Holländer flüchteten an Bord der Paketfahrtschiffe. Die Europäer wurden bewaffnet und erhielten Befehl, jeden Meu- terer auf der Straße niederzuschießen. Am 17. Februar, als die„Medusa" Singapore verließ, waren die Behörden Herren der Lage. Da der Zensor keine Nachrichten durchließ, gingen aufregende Gerüchte unter den Eingeborenen um, beispicls- weise, daß der Suezkanal von den Türken besetzt sei und daß Hunderte in den Straßen Singapores erschossen worden seien. Wie das Blatt„Straits Echo" berichtet, lag eine wohl- vorbereitete Verschwörung vor.„Delhi Courant" meldet weiter, daß die meuternden Pandschabs die Kabelstation angriffen. Der Leiter der Station und seine Frau kamen dabei um. 799 indische Soldaten sollen gemeutert haben. 399 von ihnen fielen im Gefecht mit den europäischen Truppen, 499 Pandschabs sollen in der Kaserne bis zum 17. Februar Widerstand geleistet haben, wo sie sich eingeschlossen hatten, nachdem sie ihre Offiziere erschossen hatten. Panischer Schrecken entstand unter den Europäern, aber ein Teil des 5. Infanterie-Regiments kam zu Hilfe und ein französisches Kriegsschiff, das gerade abgefahren war. wurde drahtlos zurückberufen. Es landete eine starke Abteilung. Nachts fanden kleine Scharmützel statt. Am folgenden Tage wurde aufs neue gekämpft. Am 17. Februar wurden 299 Meuterer festgenommen.„Nieuws- blad" in Batavia berichtet, daß viele Zivilpersonen ermordet wurden. Am 16. Februar wurden 16 Personen be- e r d i g t, darunter eine Dame, die erschossen worden war. Alle diese Berichte beruhen auf mündlichen Mitteilungen, da die Zensur nichts durchläßt. Die chinesisch-japanijche Krise. London, 24. März.(W. T. B.) Dem Reuter scheu Bureau zufolge machte die Konferenz zwischen den chinesischen und den japanischen Vertretern in Peking nach den letzten Mitteilungen beträchtliche Fort- schritte. Vier von den sieben Forderungen betreffend die Mandschurei wurden erledigt. London, 24. März.(W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet aus Peking: Am 23. März sind 1999 Japaner in Tsinanfu, 599 i n F a n g t s c be Weihsien angekommen, in Mulden 3999 und ebenso-. viele in D a l n y. In Mulden und Dalny werden groß e- Kasernen gebaut, was darauf schließen läßt, daß' >v eitere Truppen er>v artet werden. **8 Amsterdam, 24. März.(W. T. 33.) Der„ R o t t e r d a m s ck; e- Courant" meldet aus London: In Peking wurden dem„Daily Telegraph" zufolge am Krankenbetle Hiokis in der japanischen Gesandlschaft die Verhandlungen fortgesetzt. Die Artikel 2 und 3 bilden noch eine große Schwierigkeit. China hatte bereiis 10 von den geforderten 27 freien Handelsplätzen gestrichen, da diese in der Mongolei liegen und China sich hartnäckig weigert, über die Mongolei zu vcr- handeln. Ferner strich China 13 Bergwcrksgebiete, die Japan verlangte. Vier davon liegen in der Mongolei, während für- andere schon andere Bewerber, darunter Engländer, sich ge- meldet hatten, was zu neuen Schwierigkeiten führen könntc. Die Verhandlungen sind bereits bei Gruppe 3 angekonmien, nämlich bei der Hanhehpingfrage betreffend die Zukunft der Mineralgebiete im ganzen Bereiche des niiltleren sjangtiekiang. Diese werden aber leichter zu lösen sein, als das Polizeiprodlem und die Frage der Exterritorialität. Inzwischen begmnen die'. Landungen japanischer Truppen an mehreren Punkten. Die Regie- rung in Peking erhielt gestern abend dringende Telegramme voi�. den Provinzbehörden, daß die Garnison von Tstanfu auf 1000 Mann verstärkt wurde und Mulden 3000 Plann Verstärkung erhielt, während drei Transportschiffe mit 3000 Japanern vor der Takubank liegen sollen. Transportschiffe erschienen vor dem Dangtse und vermutlich auch vor Hankau. lieber die Verhandlungen betreffend China namentlich über Futschu und Amoy sind noch keine Nachrichten zu erhalten.. DaS Jntdresie konzentriert sich auf die Truppen vor der Takubank. Während China sich der Verstärkung der Besatzung von Tientsin nicht widersetzen kann gemäß dem Friedensvertrage von 1001, würde jede Verstärkung einer Gcsandtschaflswache über eine bestimmte Grenze hinaus eine Angelegenheit sein, die das ganze diplomatische Korps angehen würde, wogegen sich China augenblicklich wehren lvürde. 3!ls Vor- sii�lsmaßregel wurden 73 000 Mann chinesische Truppe, die Elite der chinesischen. Armee mit ISO G e- schützen um die H a u p t st a d t z u s a nr in e n g c z o g e-n. Die Lage ist schwierig, aber nicht verzweifelt. Es ist- alle Hoffnung vorhanden, daß ein Mittelweg gefunden wird. Der britisch-japanische Einfluß in China. London, 24. März.(W. T. B.) Der Londoner Korrespondent des„Manchester Guardian" schreibt: Da alle sich für brilisck aus- gebenden Handelsgesellschaften in China bei den britischen Konsulaten eingetragen werden mußten, sind 29 deutsche und öfter- r e i ch i s ch e Firmen i n H o n g k o n g, unter ihnen die Filialen der Hamburg— Amerika-Linie, und des Norddeutschen Lloyd, zivcmgs- weise von den britischen Liquidatoren aufgelöst worden. Amerikas Waffenlieferungen. Washington, 24. März.(W. T. B.) Das Handels- departemcnt teilt mit, daß in den ersten sieben Kriegömonaton Kriegsmaterial und Proviant an die Armeen der Alliierten im Werte von 296 631 499 Dollar ausgeführt wurde. Die Getreideausfuhr betrug 391 355 999 gegen 111583 999 im Vorjahre. Die Ausfuhr an Ex- p l o s i v st o f f e n betrug 9 258 999 Dollar, au Feuer- Waffen 5 863 999, an Sätteln und Pferde zeug 6 126 999, an Fleisch 11199999, an Zucker 18 333 090, au Wollstoffen 13 999 090, an Baumwollstoffen 6 997 0*' an Automobilen und Motorwagen 11999999 Dollar. >.. i Letzte Nachrichten. Der französische Tagesbericht. Paris, 24. März.(W. T. B.) A m t l i ch e r B e r i ch t von heute nachmittag: Eine Division' der' belgischen Armee rückte auf dem rechtenAserufer vor, eine andere' nahm einen deutschen Schützengraben auf dem I i n t e>r Ufer. Im Hartmanns weilerkopf nahmen wir nach der ersten Grabenlinie, von der hil vorhergehenden Bericht die Rede war, die zweite Linie ein aus einer Front von drei Kompagnien. Jenseits der Linie richten sich unsere Truppen in kurzer Entfernung voin Gipfel ein. Wir machten Gefangene, darunter mehrere Offiziere. Zeppeline über Paris. Paris, 24. März.(W. T. 33.)„Echo de Paris" berichte!, daß' am Montagabend Zeppeline zwei Gruppen bildeten und Paris' im weiteren Umkreise umflogen, ohne das befestigte Lager.über-' fliegen zu können.„Petit Parisien" sägt, daß Zeppeline über Precy-sur-Oise, 48 Kilometer von Paris, gesehen worden seien. Ein Luftkampf über holländischem Gebiet. Bergen-op-Zovm, 24. März.(W. T. B.) Heute vor- mittag fand zwischen einer Taube und einem englischen Zweidecker ein Luftkampf statt. Der Zweidecker mußte niedergehen, die Flieger lourden interniert. Die Taube ver-' folgte einen Kurs in westlicher Richtung. Die letzten Tage in Przemhsl. Wien, 24. März.(W. T. 33.) Der Kriegsberichterstatter der „Neuen Freien Presse" meldet: Die letzten beiden aus P r z c m y s l entkommenen Flieger berichten folgende erschütternden Einzelheiten über die letzten Stunden der Festung: Der Gesund- heitszustand der Besatzung war, wenn man die außervrdcntlichrn Umstände in Rechnung zieht, recht gut zu nennen. In den letzten Wochen aber füllten sich die Spitäler infolge der furchtbaren Entbehrungen immer mehr mit vor Hunger erschöpften Leuten. F a st jederzweiteMannwar im Spital. 3Zor dem letztcn A ns- fall am Freitag erhielten die Leute je zwei Konserven. Sie stürztest sich heißhungrig darauf und mancher ausgedörrte Magen konnte das ungewohnte Matz an Nahrung nicht mehr vertragen. Es gab Er- krankungen, sogar Todesfälle. Lllle Pferde waren schon geschlachtet und verzehrt worden. Zuletzt kamen die der Generale an die Reihe. Der letzte Hafer wurde zu Schrot vermählen und zugleich mit Pferdefleisch an die Hungernden für die Zeit der Uebcrgabc vcp- teilt, bis die Russen für sie weiter zu sorgen hatten. Man erzählt, daß man dem Festungskommandanten am Sonntag eine gebratene Brieftaube aufgetragen, das Einzige, was es außer Pferdefleisch noch gab. General Kusmanek wies den Braten ab und schickte ihn einem Schwerkranken ins Spital. Englische Verluste in Südwestasrika. Kapstadt, 24. März..(W. T. B.)(Meldung des Renterseben Bureaus.) Die Verluste der lluionstruppen in dem Gefecht aw- 20. März 60 Meilen östlich Swakopmund betrugen 13 Tote, 36 Ver- wundetc und 43 Vermißte.•, W o l f s s Telcgraphenburcau bemerkt hierzu: Diese Vcrlustangaden lassen nach früheren Erfahrungen tief blicken. Freireligiöse Gemeinde Jugendweihe der Kinder von Gemeindemitgliedern am Sonntag, den 28. März, vormittags 10 Uhr, in der Festhalle des Berliner Stadthauses, Eingang nur Jüdenstraße. Festvortrag von Dr. B. Wille:„ Der innere Halt". Einleitung der Feier durch Vorspiel auf Harmonium, Cello, Violine unter der Mitwirkung des Kinderchors. Eintrittspreis 20 Pt. Kinder 10 Pf. 55/8 Jeden Sonntag, vormittags 11 Uhr, in der Kleinen Frankfurter Straße 6: Vortrag. Am 4. April: Herr A. Fischer. Am 11. April: Herr W. Bölsche. Deutsches Theater URANIA Taubenstr. Direktion: Max Reinhardt. 48/49. 4 Uhr( halbe Preise): ½ Uhr: Rappelkopf( Alpenkönig Auf d. Schlachtfeldern Ostpreußens und Menschenfeind). Freitag: Schluck und Jau. Kammerspiele 8 Uhr: Zum 125. Male: Die deutschen Kleinstädter. Freit.: Gawan. Theater für Donnerstag, 25. März: Berliner Theater S Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Josef. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8 Uhr: Die Fledermaus. 8 Uhr: Generalmajor a. D. Bahn: Unsere schwere Artillerie und ihre Wirkungen. Gäste willkommen. Voigt- Theater. Badstr 58. Badstr. 58. orgen Freitag, den 26. März 1915: Das Geheimnis des Annaberges. Schauspiel in 4 Aften v. C. Baumüller. Musik von Franz Hoffmann. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Zirkus Alb. Schumann Theater Folies Caprice Donnerstag, 25 März, Anf. 7, Uhr: Elite- Vorstellung mit großem Sportprogramm. Um 9 Uhr: Um 9 Uhr: Ost und West Großes patriotisch. Schaustück aus der Gegenwart in 4 Akten. 1. Akt: Die Russen in Galizien. 2. Akt: Deutsche in Belgien. 3. Akt: Unsere Helden in Frankreich. Gebr. Herrnfeld- Theater 4. Akt: Angriff auf eine Festung. 8 Uhr: Familie Plaschek. Helbring contra Helbring. Kleines Theater 8 Uhr: Der kategorische Imperativ Komische Oper 8.10 U.: Gold gab ich für Eisen. Komödienhaus 8 Uhi: Biedermeier. Lessing- Theater 8 Uhr: Im weißen Röss'l. Lustspielhaus SU: Die Orientreise. Metropol- Theater 8 Uhr: Woran wir denken! 11 WINTER CARTEN Fritzi Massary Olga Desmond sowie der glänzende Montis Operetten- Theater März= Spielplan! 8 Uhr: Gastsp. Louis Treumann. Hoheit tanzt Walzer. Residenz- Theater 8 Uhr: Die Schöne vom Strand. Rose- Theater. Uhr: Madame Potiphar. Schiller- Theater 0. SUhr: Das Prinzip. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Wallensteins Tod. Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 8 Uhr: Immer feste druft! Sonnt. 3, U.: Die Dollarprinzessin. Theater des Westens 8 Uhr: Polenblut. Theater in der Königgrätzer Straße 8 Uhr: Hedda Gabler. Trianon- Theater 81%. U: Akrobaten. Volksbühne.Theater am Bülowplatz SU Berg Eyvind und sein Weib. Walhalla- Theater Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Zum Schlußp: Weihnachtsabend im Schützengraben Anfang 8 Uhr. Militärpersonen und deren Angehörigen voll fommen freier Zutritt zu den Stett. Sängern. 8 Possen- Theater Sprechstunde. Ein angenehmer Herr. Martin Martin Kettner a. G. 8% Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Das neue dreiaftige Boltsluftspiel: Der Herr Kommerzienrat. Dazu das ausgewählte Svezialitäten Programm. Striegsbilder usw. usw. Sonntag 4 Uhr: Durch Klippen und Wellen. Spezialarzt f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinfranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. j Blut: untersuchung., Fäden t. Harn usw. Dr. Homeyer Friedrichstr. 81, gegenüber Banoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. Verkäufe. 68* Teppiche( Farbenfehler) entornt Technische Lehranstalt Dr. Werner, billig. Gardinen, Steppdecken, Ge- Berlin, Neanderstraße 3. 17/ 16* legenheitskauf. Mauerhoff, Gr. FrankUnterricht in der englischen furterstraße 9, parterre. Borwärts" Sprache. Für Anfänger und Fortlejer 6 Prozent. geschrittene, einzeln oder im Zirkel, Gute Eßkartoffeln, Zentner 6,50. wird englischer Unterricht erteilt. Taborstr. 23, Laden. +14 Auch werden Uebersehungen anG. Swienty Liebknecht, gefertigt. Charlottenburg, Stuttgarterplak 9. Gartenhaus III. Kostüme, Riesenauswahl, Sportjacken, Trauermäntel, Trauergarderobe, Blusen, Röcke, direkt aus Arbeitsstuben spottbillig. Meyer, Blücherstraße 13, I. Etage. Sonntags geöffnet. 76* Singermaschine, 8,00, gut nähend, Neanderstraße 27, of par terre. 24/4 Klappsportwagen, Kinderwagen und Klapptühlchen. Fingerhuth, Gitschinerstraße 62. 1386b Kaninchen, Kanarien, Neander24/5 straße 27, Hof. 5,75, Steppdecken! Spottbillige Ausnahmepreise! Prachtvolle Similis seidene Steppdecken 4,35, wundervolle, doppelseitige 7,50, 8,75 bis 13,50. Elegante Tüllbettdecken 1,85, 2,85. Wolfs Teppichhaus, Dresdener: M 44* Technische Lehranstalten voit Hoppe, Ritterſtraße 36. Programme fostenlos. Semesteranjang 8. April.* Verschiedenes. Patentanwalt Müller, Gitschiner straße 16. Kunitstopferei Große Frankfurters straße 67. 2399* Märzbleiche! Wäsche wird sauber gewaschen. Laken, Leibwäsche, vier Handtücher 0,10. Abholung Sonnbergstraße 18. straße 8( stotibufertor). Abonnenten fehrend, nur jetzt im Striege! Kleider abends. Frau Nimz, Köpenid, Guten10 Prozent Rabatt. Möbel. Kriegspreise, so 5 lig nie wieder schrank und Vertiko mit Berglasung Monatsanzüge, Sommerpaletots, 39,-, Bettstelle englisch 36, Sofa Gehrodanzüge, Smodinganzüge, 36,-, großer Teppich 21,-, SchreibJoppen, Hosen, Gelegenheitskäufe tisch( Diplomat) 49,-, Süche, fiebenneuer Garderobe. Neue Schönhauser: teilig 56,-, Anfleideschrank mit straße 12, Ede Rosenthalerstraße.* Spiegel 67,-, Ausziehtisch 17,--, boltbillig farbfehlerhafte Teppiche Spieglajimmer ſpottbillig. Ber Teppich- Thomas, Dranienstr. 44 Rohrstuhl 4, Waschtoilette 19, 19,-, Stommode 20,-, Gardinen. Vorwärtslejern 5 Prozent schöne Extrarabatt. 10* fäumen Sie diese Offerte jetzt nicht! Möbel Ehrlich, Alte Schönhauser: ftrage 32. Monatsanzüge, nur wenig getragen, Baletots, Ulster, Hosen, Gesellschaftsanzüge werden spottbillig verkauft. Die elegantesten Anzüge find leihweise billig zu haben. Altbekannte Firma. May Weiß, Große Frankfurterstraße 88. * Teppiche mit Kleinem Fehler, sehr Möbelkredit. Stomplette Woh mungseinrichtungen, einzelne Möbelſtude. Geringste Anzahlung, bcKredithaus quemite Abzahlung. Luisenstadt, Stöpeniderstraße 77/78, Ede Brückenstraße, nahe Jannowit brüde. billig. Sardinen, Portieren, Stepp- d * decken, Tischdecken, Diwandecken, sehr Herrliche, vollständige Wohnungs. billig." Bortvärtsleser 5 Prozent einrichtung, alles neu, für Spott Rabatt. Teppichhaus Brünn, Hadescher preis zu verkaufen bei Glas, RosenMarkt 4( Bahnhof Börse). 246/ 4* thalerstraße 57, vorn III.( Gewerblich. Händler verbeten. Taschenbuch für Gartenfreunde. 13816 Vermietungen. Wohnungen. Charlottenstraße 87 fleine Woh6876* nungen sofort billig. Stube und Küche Koppenstraße 30. Zimmer. Möbliertes Zimmer, billig. Matthias, Admiralstr. 18b, Querges bäude II. Erfragen nachmittags. Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Ausschläger verlangt Schindel Bilanzpr. 30. September 1914 in Ratgeber für die Pflege und fach- Belegenheit, fich Möbel anzuschaffen. hauer, Alte Jakobstraße 156. 15665* Barenbestand Attiva: Bädereiutensilien. Stautionen Wechselgeldbestandkassen Bureauutensilien. Forderungen Berliner Spar- und Bau verein, Anteil Kassenbestand Verlust • • • • Passiva: . Warenschulden Schulden aus früheren Jahren Darlehen Geschäftsanteile gemäße Bewirtschaftung des häuslichen Bier, Gemüse- und Obstgartens von 3 934,43 May esdörfer. Zweite vermehrte 10 251,65 Auflage. Mit 137 Tertabbildungen. 260,- Preis 3,50 Mart. Expedition Bor190, wärts, Lindenstraße. 105,50 790,44 300, --, 48 48,44 15 880,94 Kleister zum Tapetenkleben und für andere 3wede offerieren Kirstein u. Co., Schhenstraße 6. Zentrum 1521 und 2327. 1370b* Zehn Prozent Rabatt BorwärtsIefern. Gardinenreste, Fenster 1,55, 1,95, 5 484,74 2,45, 2,85, 3,50, 4,25, 5,50, 6,65 usw. E. Weißenbergs Gardinen- und 4 444, Teppichhaus, Große Frankfurter 4 362,20 firaße 125, im Hause der Möbelfabrik 1590, 15 880,94 an der Koppenstraße. Teppiche mit Webefehlern 7,50, 9,50, 11,50, 13,50, 16,50, 19,50, 22,50, 25,50, 29,50 ust. Teppichhaus, Große Frantjurterstraße 125, im Hause der Möbelfabrik. Das. Im Geschäftsjahr sind 8 Genossen ausgeschieden, so daß am 30. Sep tember 1914 152 Genossen mit 166 vermindert. Anteilen vorhanden waren. Geschäftsguthaben und die Haft- Restbestände, 1-3 Fenster Zuchsumme haben sich je um 110, M. portieren, Plüschportieren, Madras 13806 portieren, neueste. Muster, Fenſter 2,85, 3,50, 3,95, 4,85, 5,75, 6,50, 7,50, 9,50, 11,50, 14,50, 18,50 usw. Portieren haus, Große Frankfurterstraße 125. Bäckereigenossenschaft, Volksbrot 5,50, 11,50, 14,50,18,50 uji. PortierenEing. Genossenschaft m. beschr. Haftpfl. Otto Korn. Beuster. Retusch. Kohllahn. Salffner. Arbeiter Gesundheits- Bibliothek Jedes Heft 20 Pg. Deutscher Holzarbeiter- Verhand Verwaltung Berlin. Tel.- Amt Morigplak 10623, 3578. Bureau: Rungestraße 30. General- Versammlung 8 Uhr Die Jagd nach dem Glück. 98/12 Freitag, den 26. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause( großer Saal). Tagesordnung: 1. Jahresbericht der Ortsverwaltung. 2. Ersazwahlen der Ortsverwaltung und Angestellten. 3. Anträge. Tuchdecken, Leinendecken, Plüsch decken 1,35, 1,65, 1,95, 2,45, 2,95, 3,65, 4,25, 4,85, 5,50, 6,75, 8,50, 9,70 bis 45 Mark. Steppdecken, Similiseide, vor nehme Ausführung 3,75, 4,85, 5,75, 6,50, 7,85, 9,50, 12,50, 14,50 ujip. * 23/ 9* Möbel! Für Brantleute günstigste Mit fleiner Anzahlung schon Stube Lehrling verlangt Kunst- und und Küche. An jedem Stück deutlicher Bauschlosserei, Rigaerstr. 98. Preis. Jebervorteilung ausgeschlossen. Bei Krankheitsfällen, Arbeitslosigkeit fucht. Meldungen 9-12 Uhr vor Hausdiener, tüchtige, sofort geanerkannt Rücksicht. Möbelgeschäft Goldstaub, Zoffenerstraße 38, Ede in der Personalverwaltung IV. Etage. mittags und 5-7 Uhr nachmittags Gneisenaustraße. A. Jandorf u. Co., Belle Allianceftraße 1/2. 50 Hausdiener, fräftiger, bei gutem Lohn verlangt Papiergroßhandlung. Sommerfeld, Kommandantenstr. 12/13 2901* Moebel Boebel, Morigplatz 58 Spezialität: Ein- und Zweizimmers einrichtungen. Billigste Preise! Stube und Küche 218,-, 346, 463, bis = 1000,-. 23immer und Küche 463,-, Asphaltklebearbeiter sofort ge 582, 656,-, 740,- bis 2000,-. sucht. Bien u. Co., Bau Untergrund Schlafzimmer 188, ciche 345, bahn, Chausseestraße, Ede Schwarteichne Speiiezimmer 329 ,, 439, 1384b* fopffstraße. Trumeau Bettstelle mit Matraße 30, Maler und Anstreicher, auch der 36, Berkauj Fabrikgebäude. Musterwerden ein buch gratis! Sonntags 12--2 geöffnet! Küchenmöbelbranche, Möbelkredit und gegen bar. Be- gestellt durch den Paritätischen Fachqueme An- und Abzahlung. Möbel- Arbeitsnachiveis, Gormannstraße 13 II. Ges( 7-10 vormiltags). 217/11 Lechner, Brunnenstraße 7. Verdrahter für Drillingsböden schäft Müllerstraße 174. Sonntag von 29938 und 98. Fächer sofort verlangt. 12-2 geöffnet. Am allerbilligsten! kaufen Braut- Theodor Anding junior, An der Fischerbrüde 16. lente und Möbeliuchende gediegene Speisezimmer, Herrenzimmer, Schlaf. zimmer, alle Holzarten, moderne Stüchen, auch lasierte, Ergänzungsſtüde im„ Berliner Möbelhaus" M. Hirschowik, nur Südosten, eta ligerstraße 25, an der Hochbahnt. * 398* 1388b Korbmacher auf 98. Numpje 1,80 Mart. Es wird nur prima Boondootrohr verarbeitet. Theodor Anding junior, An der Fischer13876* brüde 16. Steindrucker Lehrling verlangt Sensch, Köpeniderstraße 113. 230/12 Laufbursche, welcher Zwei und Dreirad fabren kann, verlangt. Jakob Klees, Friedrichstraße 12. U Umbauplüschsofa, Chaiselongues, Bettstellen, Trumeaus, englische Kleiderschränke, Waschtoiletten, Kücheneinrichtungen, billigst. Walter, Stargarderstraße 18. Verkäuferinnen, tüchtige, für Große Frankfurterstraße 125, im Hause Möbel, Gelegenheitstäufe aus Konfitüren sofort gesucht. Meldungen der Möbelfabrik. Eichene An 1-2 Uhr mittags oder 7-8 Übr 438 Benfionatsauflösung. fleideschränke 65, Bettstellen mit abends. A. Jandorf u. Co., Große 508 Extrabilliger Bettenverkauf, Wäsche Stahlmatrahen, dreiteilige Auflagen Frankfurterstraße 113. verkauf, Gardinenverkauf, Teppich- 35,-, Waschfommoden mit Spiegel vertaus, Festgeschenke, Steppdeden, 50,-, Nachttische 15 ,, Chaiselongue bis 16 Jahren aus achtbarer Familie Lehrmädchen im Alter von 14 Plüschdecken, Goldsachen, Belzsachen. 18,-, ferner Speisezimmer, HerrenWanduhren, Taschenuhren, Riesen- zimmer, Schlafzimmer, in einfacher gegen monatliche Vergütung sofort auswahl Herrenanzüge, Herren- wie schwerster Ausführung, Teppiche, der Eltern oder des Vormundes gesucht. Meldungen in Begleitung paletots, Herrenhosen, Damen- Portieren, Schreibtische, Sofas, Trus garderoben. Pjandleihhaus, Her- meaus, Bücherschränke sowie alle 10-2 Uhr vormittags oder 6-8 Uhr abends in der Personal- Verwaltung mannplatz 6. Sorten Ergänzungsmöbel, auch ge IV. Etage. A. Jandorf u. Co. Extrapreise zumt Umzug. brauchte, zu nie dagewesenen billigen Belle- Alliancestraße 1/2. Künstlergardinen 3,75, Bettdecken 2,50, Preisen. Hans Lennert, größtes Tischdecken, Steppdecken, Teppiche, Möbelhaus für Gelegenheitskäufe, Zeitungsausträgerin für den weit unter Preis." Borwärts" leser Lothringer Straße 55, IV Etagen Borwärts" in Mahlsdorf gesucht. noch fünf Prozent Ertrarabatt. Georg Rosentaler Tor. 41st Meldungen: Kaulsdorf, Ferdinandstraße 17, II, bei Heßberg. Lange Nachfolger, Chausseestraße 73/74 Komplette farbige Stüche 65, und Schöneberg, Hauptstraße 149.* nugbaum Kleiderschrank 25, Borjährige elegante Herrenanzüge, Wäschespind 18, Plüschgarnitur Baletots und Ulster aus feinsten Maßstoffen 25-60 Mart, Hojen 6-18 M. Bersandhaus Germania, Unter den Linden 21. Sonntag bis Abend geDie Ortsverwaltung. öffnet. Trotz der allgemeinen grossen Teuerung verkaufe ich nach wie vor neuen und alten Kunden unter günstigsten Zahlungsbedingungen MOBEL auf Teilzahlung ohne Preisaufschlag und bitte das geehrte Publikum, sich von der Reichhaltigkeit meiner Läger gefl. überzeugen zu wollen. Meine Firma besteht seit ca. 25 Jahren am Platze und geniesst ausser ihrem guten Namen auch den Ruf, kulant und rücksichtsvoll im Krankheitsfalle oder bei Stellungs- und Arbeitslosigkeit zu sein. Bei Vorlegung dieses Inserats gewähre ich 10 Prozent Rabatt der geleisteten Anzahlung, ohne dass dadurch meine ohnehin schon billigen Preise etwas erhöht werden sollten. KREDIT- FEDER Brunnenstrasse 1 Frankfurter Allee 350 Kottbuser Damm 103 Charlbg., Scharrenstr. 5 Ecke Wilmersdorfer Strasse. 58* 218* 75,- vicle hübsche Wohnzimmer Fahrpersonal, Flaschenspüler. Viele Schlafzimmer, enorm billig. Gelegenheitskäufe in Einzelmöbel. Möbelhaus Often, Andreasstraße 30. Möbel, mehrere Zimmer, gewerblich, auch einzeln. Frau Liese, Löwe straße 16, I( Osten). 23/20 Kaufgesuche. Kupfer! Messing! Aluminium! Nickel! Zinn, Bint, Blei, Duedfilber, Stanniolpapier, Platinaabjälle, Bahngebisse. Goldsachen, Silberabfälle, Höchstpreise! Metallschmelze Cohn", 81 Kräftige, des Fahrens fundige cute sowie Flaschenspüler werden einge stellt. Meldungen mit Papieren im Kontor der Schultheiß' Brauerei A.-G., Lichterfelder Straße 11-17. Geübte Wirtschaftswaagen- Justierer für dauernde Beschäftigung gesucht. Fritz Puppel, Graetfir. 59 Tüchtige Blechschlosser und Eisendreher sofort verlangt Brandenburgstraße 81. 23/19 Brunnenstraße 25 und Neukölln, Autogen- Schweißer, Berlinerstraße 76. 1/ 7* Knopflochmaschine lauft Braun, mehrere tüchtige, verlangt Ness Kastanienallee 29/30. 4. +107& Co., Charlottenburg, FriedrichPlatinabfälle, Zahngebisse bis Karl- Platz 3. 50,00, Goldsachen, Silberiachen, Stanniolpapier, Militärtressen, Duedfilber, Stupfer, Messing, Binn, Ridel, Aluminium, Zint, Blei, jezt Höchstpreise! Edelmetall Eintauisbureau Beberstraße 31, Telephon. holung.) ( Ab78* Tüchtige Dreher Schlosser stellt bei hohem Lohn ein Maschinenzentrale, Mariendorf, Großbeeren Strake 46/48. Zuschneider Platin, Goldsachen, Silbersachen, Zahngebisse, Stamniol 2.- Queds auf Kartonnagen für Apotheker und filber, Flaschenkapseln, Glüsstrumpf- Sonfitüren, selbständiger, geübter Ar asche faust Blumei, Auguststraße 19. beiter, sofort verlangt. Fahrradankauf, Linienstraße 27. Otto Pieste, libanstr. 100. Unterricht. Automobilführer, erstklassige stellungssichere Ausbildung, 100 Mart. Auch Abendkurse. Ratenzahlung. Köpenickerstraße 116. 21978* Korbmacher 23/68 auf Geschoßtorb 98, rein aus Seide 2,25 M. pro Rumps, stellt ein K. Schmidt. Seegefeld bei Spandau, Schaarenbergstr. 5. Verantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsbl Nr. 84. 32. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 25. März 1915. Das Kriegsziel. Unerhörte Preffehehe. Ju„ Tag" beschwert sich C. Bornhock darüber, daß ein Erfreulicherweise hängt das Schicksal des schwergeprüften gemeingefährliches Flaumachertum" immer wieder die Dis- Belgien nicht von den meschenfreundlichen Absichten des Herrn kussion über das Kriegsziel entfessele. Einen Beweis dafür Bornhat ab. bermag er allerdings ebensowenig zu bringen wie alle anderen Anhänger der Annektionspolitik, die die gleichen Klagen erheben. Dagegen ist es unbestreitbar, daß die rechtsstehende Presse fortgesetzt für die Erweiterung der Machtsphäre Deutschlands Propaganda macht. Wir erheben gegen die Erörterung des Kriegsziels selbstverständlich keinerlei Einspruch. Aber wenn die Wünsche alldeutscher Kreise laut werden, müssen wir natürlich auch unsere Auffassung dazu aussprechen können. " " weiter ungehindert in die Welt gehen sollten, wäre zurückEin militärisches Arbeitsnachweisbureau haltendes Schweigen nicht am Blaze. Sonst müßte ein ganz foll nach einem Vorschlage von Prof. Gaupp- Tübingen das falsches Bild von der herrschenden öffentlichen Meinung ent- stellvertretende Generalfommando jedes Armeekorps bilden. Dort stehen." solle, wie in der Münchener medizinischen Wochenschrift" ausgeführt wird, bekanntgegeben werden, welche Arbeitskräfte im Bereich des Armeekorps benötigt werden, und von hier aus sollen dann nach Vorschlägen der Fachärzte die Nervösen oder sonst beschränkt Tauglichen, aus den Lazaretten Entlassenen zugeteilt werden. Es würden auf diese Art viele Arbeitskräfte mobil bleiben, auch manche gesunden, für den Feld- und Garnisondienst voll tauglichen Leute dadurch frei werden, daß ihnen ihre jetzige Tätigkeit in Etappen- und Heimatdienst von diesen Halbtauglichen abgenom men wird. Gaupp verlangt deshalb von den Aerzten der Reservelazarette, daß sie die Kranken daraufhin beobachten, wozu der einzelne in der großen militärischen Gesamtorganisation zu berwenden wäre. Hierzu muß man natürlich den einzelnen genau kennen, seinen Zivilberuf, seine Familienverhältnisse, seine Begabung berücksichtigen. Man möge also genau angeben, was der einzelne Brauchbares leisten kann und nicht etwa in den Fehler berfallen, alle Halbbrauchbaren zu Schreibern machen zu wolle Fürsorge für erblindete Kriegsteilnehmer. Das„ Voltsblatt für Anhalt" schreibt: " In Breslau sind bekanntlich die Abgeordneten Bauer und Bernstein gewählt. Bernstein, der Vater des Revistonismus, hat gegen den Etat gestimmt. Sein unsicheres Schwanken muß ihn um allen Kredit bringen." Wir bemerken, daß das„ Volksblatt", das so gegen einen sozialdemokratischen Abgeordneten Stimmung macht, sich zur Der freikonservative Abgeordnete v. 3edlik lebt jetzt Parteipreffe zählt. Uebrigens sollte das„ Boltsblatt" wissen, in lauter historischen Erinnerungen, die er in der" Post" daß Genosse Bernstein nicht gegen den Etat gestimmt, der Deffentlichkeit zum besten gibt. Ob seine Darstellung sondern sich nur der Stimme enthalten hat. immer historisch treu ist, wollen wir nicht nachprüfen. Herr b. Zedlig selbst legt offenbar wenig Wert darauf; ihm Keine Herabsehung der Krieger- Familienunterstützung. liegt nur daran, die Lehren" und Anwendung daraus für In Uebereinstimmung mit den Wünschen des Reichstags wird Der Westpreußische Provinziallandtag beschloß die Erbauung den gegenwärtigen Krieg zu ziehen. Aber damit hapert es die Reichsregierung demnächst eine Abänderung der in dem Gesetz eines Kriegsblindenhauses Hindenburghaus", in dem 40 erblindete erst recht. Aus dem Prager Frieden, dem Ab- über die Familienunterstützungen vom 4. August 1914 festgesetzten Strieger untergebracht werden sollen. Die Kosten belaufen sich auf schluß des Krieges von 1866, folgert er zum Beispiel, Unterstützungen vornehmen. Nach§ 1 Abschnitt 4 sollen die Unter- 220 000 Mart. daß Deutschland Machterweiterungen auf europäischem stügungen mindestens betragen für die Ehefrau in den Monaten Boden erstehen müsse. Im Prager Frieden wurde bekannt- Mai bis einschließlich Oktober monatlich 9 M., in den übrigen Molich das besiegte Desterreich zu keinerlei Gebietsabtretungen naten 12 M. Danach müßte vom 1. Mai ab die bisher in den gezwungen, und nur Preußens Gebiet durch Einverleibungen Wintermonaten gezahlten Unterstützungen um 3 M. monatlich herab norddeutscher Staaten abgerundet. gelegt werden. Diese Herabsetzung soll mit Rüdsicht auf die durch Ueber die Form jener Angliederungen mag man streitenden Strieg gesteigerten Kosten der Lebenshaltung nicht eintreten, das Ziel selbst war jedenfalls aus ökonomischen und politischen Den Gemeinden wird daher durch die Bundesregierungen die AnGründen unumgänglich. Heute fann natürlich von einer weisung zugehen, den höheren Unterstützungssatz für die WinterEingliederung fremdsprachiger Gebiete nur solche monate auch in den Sommermonaten weiterzuzahlen. kommen in Frage im Westen und Osten keineswegs behauptet werden, sie sei für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands eine„ Lebensfrage", nachdem Deutschland in 40 Friedensjahren auf der Basis des gegenwärtigen Gebietsumfanges eine beispiellose Entwicklung durchgemacht hat. v. Oldenburg- Januschau für höhere Nahrungsmittelpreise. Die Cholera erloschen. Cholera, durch Russen eingeschleppt, vorgekommen. Das Kaiserliche In einigen Gefangenenlagern waren vereinzelte Fälle von Gesundheitsamt ist jetzt in der Lage, festzustellen, daß seit dem 13. März weder unter der einheimischen Bevölkerung noch unter den Striegsgefangenen ein einziger Fall von Cholera festgestellt worden ist. Unter Zwangsverwaltung befanden sich im gesamten Reichsgebiet bis zum 1. März 14 674 Handels- und Industrieunternehmungen feindlicher StaatsangeAuf der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer von West- höriger. Herr v. Zedlig polemisiert aber nicht nur gegen die preußen hat Herr v. DIdenburg Januschau die wirtschaftangebliche Prinzipienreiterei" des„ Vorwärts"; er lichen Kriegsmaßnahmen der Regierung lebhaft fritisiert. Seine " wendet sich zugleich gegen allzu phantastische Wünsche der Beſſerungsvorschläge verdienen indeſſen ſelbſt die schärfte zurüid- Verhütung offenbarer Unbilligbürgerlichen Imperialisten: Auf der anderen Seite werden wir uns über den so( durch Annektionen auf europäischem Boden) gewonnenen festen Rahmen unserer Friedensbedingungen weder durch Gefühls romantit noch durch noch so anmutende Gebilde der Phantasie hinaustreiben lassen dürfen." Die Phantasten unter den Annektionspolitikern sind nun weiter nicht gefährlich; sie werden von Herrn v. 3 e dlik, der liberalen Presse, und der Regierung zur Genüge ab- Soweit Herr v. Oldenburg die Höhe der Mehlpreise geschüttelt. Viel bedenklicher erscheint es uns, daß die ge- fritisiert, fönnten wir ihm zustimmen. Aber er will ja gar nicht mäßigten" Wünsche des Bürgertums das Kriegsziel bestimmen eine Ermäßigung der Mehlpreise, sondern eine entsprechende Erkönnten. In diesem Zusammenhang erhält die Schlußrede höhung der Getreidepreise, um die Spannung zwischen Herrenhauspräsidenten b. Wedel vom Mehl- und Getreidepreisen zugunsten der Landwirte aus 15. März im Landtage erhöhte Bedeutung. v. We del führte zugleichen. dort nach dem amtlichen Stenogramm aus: des Nun, meine Herren, ivas ist erreicht zur Erlangung dieses Zweckes( Abwehr des Angriffs)? Wir haben den größten Teil unserer Kolonien verloren. Das ist schmerzlich, aber nicht von entscheidender Bedeutung. Dagegen ist der deutsche Boden mit Ausnahme einiger Dörfer im Oberelsaß frei von Feinden, und wir sind in der Lage, Belgien und Sozialdemokratische Wünsche. Feiten. Die Bundesratsverordnung vom 14. Januar 1915 weisung. So forderte Herr v. Dldenburg u. a. einen KartoffelHöchstpreis von 8,50 M. pro Zentner mit der famosen Begründung, das deutsche Volk würde immer noch die Kartoffeln im Durchschnittspreise von 4 M. für den Zentner gehabt haben, denn dieser ergibt durchbricht für Ausnahmefälle den Grundsatz des Gesetzes sich, wenn man 4 Jahr 2,50 M. und Jahr 8,50 m. zahlt. Vielleicht verrät uns Herr v. Oldenburg, in welchen vom 4. August 1914, der die Unterbrechung des Verfahrens Orten die Konsumenten 9 Monate hindurch für den Zentner Kar- in Prozeßfachen gegen zur Fahne einberufene Kriegsteilnehmer anordnet. Es soll nach der Verordnung das Gericht die toffeln nur 2,50 M. zahlen brauchten. Bestellung eines Vertreters und die Durchführung eines Proeffes gegen einen Vertreter anordnen können, jedoch nur in Ausnahmefällen. Die Verordnung erklärt ausdrücklich, daß dieser Ausnahmefall nur vorliegt, wenn er zur Verhütung offenbarer Unbilligkeiten erforderlich" ist. Neulich haben wir zwei Fälle angeführt, in denen in Mietsachen unter Verkennung des Begriffes Verhütung offenbarer Unbilligfeiten" eine Vertretung von der 67. Abteilung des hiesigen Amtsgerichts angeordnet war. In beiden Fällen wird das Landgericht wohl die amtsgerichtliche Verfügung aufheben. Inzwischen sind uns Beschlüsse vorgelegt, in denen Amtsgerichte ähnliche Anträge von Vermietern durchaus der Verordnung und dem Gesetz entsprechend zurückgewiesen haben. Einige Hausbesitzer drängen nämlich dahin, die Verordnung auch in solchen Fällen zur Anwendung zu bringen, in denen es sich um wirtschaftlich schwache Kriegsteilnehmer handelt. Das widerspricht der Absicht und dem WortSenatspräsidenten Ring in der Deutschen Juristen- Zeitung" laut der Verordnung. Das ist unter anderem auch von anerkannt. Nach der in der„ Nordd. Allg. 3tg." veröffentlichten- Begründung der Bundesratsverordnung soll der Ausnahmefall nur zur Anwendung kommen, wenn es sich um grundlose Verweigerung der Zahlung von unbeftrittenen Forderungen gegen in günstigen wirtfchaftlichen Verhältnissen befindliche Kriegsteilnehmer handelt und ferner sollen bei der Prüfung der Frage, ob eine offenbare Unbilligkeit vorliegt, die Interessen der Kriegsteilnehmer im Vordergrund. stehen. Wir veröffentlichen nachstehend den Wortlaut des allgemeinen Teils der amtlichen Begründung zur Bundesratsverordnung. Im Lippischen Landtage gab der sozialdemokratische Vertreter eine Erklärung ab, die die Einigkeit des deutschen Boltes hinsichtlich der Notwendigkeiten der Kri szeit betont. Im Anschluß Sinne unserer nächsten Forderungen vor, in dem es heißt: daran legte Abg. Schmuck der Regierung ein Arbeitsprogramm im Vorsorgende Maßnahmen für die Voltsernährung in der Richtung, daß eine jede Not ausschließende Verteilung der vorhandenen Nahrungs- und Genußmittel gesichert wird. Ausdehnung und Erhöhung der Kriegsunterstügungen, wie schnellste Erledigung aller erhobenen Ansprüche. einen großen Teil von Frankreich und Polen als in unserer Macht befindlich zu betrachten. Man kann aussprechen, daß damit das Vorhaben unserer Feinde, Deutschland zu vernichten, zuschanden geworden ist, daß wir insofern als Sieger dastehen. Und wenn wir nichts Umfaffende Fürsorge für die Hinterbliebenen Gefallener und für weiter wollten, als diesen Angriff abschlagen, so glaube ich, würde Belebung des Wirtschaftsmarktes durch Ausführung von Staats. es nicht allzu schwer ſein, einen Frieden in kurzer Frist zu erarbeiten und durch entsprechende Einwirkung auf die Gemeinden langen. Damit kann aber Deutschland sich nicht befriedigt erklären. und die Privatunternehmer. ( Lebhaftes Bravo.) Nach den ungeheuren Opfern, die wir gebracht haben, an Menschen sowohl wie an Hab und Gut, müssen wir mehr fordern. Wir können das Schwert erst wieder in die Scheide stecken, wenn Deutschland eine Sicherung erlangt hat dagegen, daß in ähnlicher Weise wie dieses Mal die Nachbarn wieder über uns Herfallen. Worin diese Sicherung bestehen soll, meine Herren, das bermag ich nicht auszusprechen. Wenn man das aussprechen wollte, müßte man in eine Diskussion der Friedensbedingungen eintreten, und das würde ich im jezigen Augenblick, wo die Entscheidung noch so ungewiß ist, den deutschen Interessen nicht förderlich halten." die Verletzten. Vorbereitende Tätigkeit auf die Zeit nach Friedens schluß, in der namentlich auch allen heimkehrenden Kämpfern ausreichende Verdienstmöglichkeit geschaffen werden muß. Lohnerhöhungen für alle Arbeiter und gering befoldeten Angestellten in Staatsbetrieben daneben Einwirkung auf die Gemeinden und private Unternehmer in gleicher Richtung. In finanzieller Beziehung: Stärtere Besteuerung aller Kriegsgewinne und Deckung von Fehlbeträgen durch die Heranziehung der großen Einkommen und der großen Vermögen. Mit Rücksicht auf dringliche Bedürfnisse nach Friedensschluß: Baldmöglichen Erlaß eines Fortbildungsschulgesetzes und einer Bauordnung! Schließlich gebe ich der Hoffnung Ausdruck, daß auch die Diese Definition des Kriegsziels steht zweifellos im Wider- politik betreibt, vor allem nach der Richtung, daß der freien lippische Regierung eine Neu orientierung der lippischen spruch zu den Ausführungen des Reichskanzlers bei Kriegs- Mitarbeit aller Kräfte nichts mehr im Wege steht und daß das ausbruch. Wie auch die heutige Stellung der Reichsregierung Selaffenwahlrecht zum Landtage einem wirklich zeitgemäßen Wahlzu den Worten Bethmann Hollwegs vom reinen Ver- recht Platz macht. teidigungstrieg sein mag, in der gekennzeichneten Bearbeitung der Deffentlichkeit und der Regierung durch Broschüren, Presse, Parlamentsreden und Kommissionsverhand- Die Landtage aller deutschen Staaten haben in der Kriegszeit lungen im Sinne v. Wedels liegt nach unserer Auffassung getagt, um zu den vielen durch die kriegerischen Zustände aufeine Gefahr, die uns zu entsprechenden Gegenäußerungen getauchten verwaltungstechnischen, wirtschaftlichen und sozialen zwingt. " Politische Uebersicht. Das Schicksal Belgiens. Die bayerische Regierung rührt sich nicht. Fragen Stellung zu nehmen, möglichst einheitliche Grundsätze für das ganze Land aufzustellen und die staatlichen Beihilfen für die Gemeinden im Unterstüßungswesen zu regeln. Bayern machte bis jetzt eine Ausnahme. Am 10. März hat nun die Regierung mit Abgeordneten verschiedener Fraktionen eine Aussprache gehabt wegen der Absicht, den Landtag zu einer außerordentlichen Tagung einIn dem vorstehend abgedruckten Artikel Bornhaks zuberufen. Alle Abgeordneten sollen sich für eine Tagung ausgesprochen ( im Tag") wird in der Polemik gegen die„ Großmut"( was haben. Man konnte die Hoffnung haben, daß die Regierung sich doch doch nur wohlverstandenes eigenes Interesse Deutschlands noch dazu entschließen werde, die Bolksvertretung zu hören. Daher ist) der Gegner von Annektionen über das Schicksal Bel- brachten auch verschiedene bürgerliche Blätter die Mitteilung von einer Einberufung des Landtags zu Ende April. Die Hoffnung ist giens gesprochen: So wird in behaglicher Großmut erörtert, daß wir im nun wieder dahin. Abg. Held, der Vorsitzende der allmächtigen Interesse der europäischen Kulturgemeinschaft teine Gebiets- Sentrumsfraktion im bayerischen Landtag, erklärt in seinem Blatte, erweiterungen Deutschlands in Europa vornehmen dürften. dem„ Regensburger Anzeiger", aufs bestimmteste, daß der LandAllenfalls für einige Feßen Afrikas dürfe das Blut ungezählter einberufen wird. Bayern wird also der einzige deutsche tag zu einer außerordentlichen Tagung nicht Tausende von Deutschlands besten Söhnen geflossen sein. Die Unabhängigkeit Belgiens müsse wieder hergestellt Bundesstaat sein, in dem die Volksvertretung zur Untätigkeit werden, da wir die Belgier nicht im Reichstage brauchen während des Krieges verdammt ist. fönnten- als ob irgend ein vernünftiger Mensch daran gedacht hätte, den Belgiern jetzt oder in absehbaren Zeiten Abgeordneter Graß gestorben. anddas Reichstagswahlrecht zu geben, und nicht andere Am Mittwoch ist in 8wethan der freikonservative Formen der Vereinigung mit militärischer, politischer und wirt- tagsabgeordnete Gutsbefizer Otto Graß im Alter von schaftlicher Beherrschung möglich wären. Frankreich dürften wir 71 Jahren gestorben. Er gehörte dem preußischen Abgeordnetendurch keinerlei Gebietsabtretung tränken, da sonst die Gefühle der hause als Vertreter des Wahlkreises Torgau- Liebenwerda feit Revanche nicht absterben würden. Falls solche Aeußerungen 1897 an. Sie lautet: " Das Gesez, betreffend den Schuß der infolge des Krieges an Wahrnehmung ihrer Rechte behinderten Personen, vom 4. August 1914 unterwirft die Rechtsverfolgung gegen Kriegsteilnehmer erheblichen Beschränkungen. In bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, in denen ein Kriegsteilnehmer Partei ist, wird das Verfahren von Gesetzes wegen unterbrochen(§ 2). Ist der Kriegsteilnehmer durch einen Prozeßbevollmächtigten vertreten, oder hat er einen anderen Vertreter, der zur Wahrnehmung seiner Rechte berufen ist, so tritt zwar eine Unterbrechung kraft Gesezes nicht ein; das Gericht hat jedoch auf Antrag des Vertreters die Aussegung des Verfahrens anzuordnen(§ 3). Diese Vorschriften sind in einer Reihe von Fällen aus Böswilligkeit dazu mißbraucht worden, um die Erfüllung bestehender Zahlungspflichten ohne Grund zu verweigern. Unter Berufung auf das Gesetz haben Kriegsteilnehmer, die in günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen leben, die Zahlung unbestrittener laufender Verbindlichkeiten, insbesondere der Mietschulden, mit Erfolg abgelehnt. Ehefrauen, die das Geschäft ihres zur Fahne einberufenen Mannes in dem bisherigen Umfang mit gutem Erfolge weiterführen oder das Einkommen des Mannes unverkürzt fortbeziehen, sind namens ihres Mannes gegen dessen Schuldner gerichtlich vorgegangen, haben sich aber, wenn sie ihrerseits von Vermietern oder Geschäftsgläubigern gerichtlich in Anspruch genommen wurden, der Zahlung der Schulden entzogen. Besonders schwer sind die Mißstände empfunden worden, wenn der Kriegsteilnehmer, wie es mehrfach vorgekommen ist, in seinem Heimatsorte verwendet wurde, oder wenn der benachteiligte Gläubiger selbst zu den Kriegsteilnehmern gehörte. In der Oeffentlichkeit sind hierüber in steigendem Maße lebhafte Klagen geführt, auch aus den Kreisen des Reichstags ist allgemein eine Einschränkung des Gesetzes vom 4. August 1914 als notwendig bezeichnet worden. Der Entwurf sucht diese Unzuträglichkeiten zu beseitigen. Er läßt in Ausnahmefällen eine Rechtsverfolgung gegen einen Kriegsteilnehmer zu, indem er im§ 2 die Möglichkeit eröffnet, einen gemäß§ 3 Abs. 2 des Gesetzes vom 4. August 1914 gestellten Antrag auf Ausseßung des Verfahrens abzulehnen. Die Ablehnung soll jedoch, dem Ausnahmecharakter der Maßregel entsprechend, nur in vermögensrechtlichen Streitigkeiten und nur dann zulässig sein, wenn die Aussehung nach den Umständen des Falles offenbar unbillig ist. Als offenbar unbillig wird die Ausfeßung nur gelten können, wenn sie gegen Fraktion für das Gesamtbudget zu stimmen beschlossen hatte. Einzelne Parteiorgane berichten über Abstimmungsverhältnisse in den lekten Fraktionssihungen. Das widerspricht vielfach gefaßten Fraktionsbeschlüssen, nach denen nur über die von der Fraktion zur Veröffentlichung bestimmten Vorkommnisse aus ihren Reihen berichtet werden darf. Mit der Abstimmung über die Kriegskredite ist die über das Gesamtbudget nicht identisch; das ist gegenüber den Betrachtungen einiger Blätter nötig zu unterTreu und Glauben in gröblichster Weise verstößt gegenüber den deutschen Volke und der ganzen Welt bewußt ist, I liche Blätter Mitteilungen machen konnten, z. B. darüber, daß die und dies fich einer unbefangenen Betrachtung der tatsächlichen wird nicht im Streit über unabänderliche Tatsachen ihre Straft Verhältnisse sofort aufdrängen muß. Bei der Würdigung vergeuden. Vorwärts richte sie den Blick!" der Umstände des Falles werden die Interessen Die Mannheimer Volksstimme" schreibt: des Kriegsteilnehmers im Vordergrunde zu.... Die Kriegskredite bewilligen und das Gesamtbudget stehen haben. Ist mit ihnen die Fortsetzung des Verfahrens ablehnen, wäre diesmal uni so mehr ein Widerspruch in sich während der Kriegszeit billigerweise nicht vereinbar, so wird selbst gewesen, als ja der Etat neben den Ausgaben für die regelmäßig selbst ein erheblicher Nachteil des Geg- Fortführung des Krieges im wesentlichen nur noch Ausgaben für ners für sich allein keinen Grund für die Ableh- kulturzwecke enthält, die erst recht nicht abgelehnt werden nung des Ausschungsantrages abgeben dürfen. konnten und durften. Soll die Möglichkeit, gegen den Kriegsteilnehmer vorzugehen, praktische Bedeutung erlangen, so muß zugleich dafür gesorgt werden, daß der Kriegsteilnehmer, wenn er nicht schon einen Vertreter hat, im Rechtsstreit einen Vertreter erhält, der seine Juteressen wahrnimmt. Ohne eine Vertretung des Kriegsteilnehmers würde das Verfahren nach§ 2 des Gesetzes vom 4. August Ansprüchen praktisch ausgeschlossen sein." Der Beschluß unserer Fraktion ist aber auch deshalb zu bestreichen. grüßen, weil er endlich einmal mit der toten Schablone der mechanischen Ablehnung des Gesamtbudgets bricht. Gewerkschaftliches. 1914 ohne weiteres unterbrochen und damit die Durchführung von das gesamte wirtschaftliche, ſoziale und politische Leben umwälzen Kriegsteuerungszulagen für die Arbeiter In der Reichstagskommission ist zum Ausdruck gebracht, daß bei Auslegung der Verordnung auf Grund dieser Begründung Ungerechtigkeiten kaum entstehen dürften. Es wäre im Interesse unserer Feldgrauen und ihrer Familien wünschenswert, daß die amtliche Begründung der Verordnung wünschenswert, daß die amtliche Begründung der Verordnung vom 14. Januar allen Gerichten zugeht. Die Parteipreffe zur bewilligung. BudgetDas Hallesche Bolfsblatt" brachte, als bekannt wurde, daß unsere Frattion den Beschluß gefaßt hatte, das Budget zu bewilligen, folgende fritische Pemerkung: Diesem Beschliffe wohnt eine ganz außerordentliche Bedeutung inne, die wir erst später würdigen werden, wenn die Tatsache feststeht, daß die sozialdemokratische Fraktion dem gewaltigten Stat mit seinen 10 Milliarden Seriegsausgaben wir lich zugestimmt hat. Die Regierung forderte in den ersten Kriegstagungen die je 5 Milliarden Kriegstredite als Nachtragsctats. Jetzt hat sie die weiteren 10 000 Millionen Mark Forderungen in den Stat hineingearbeitet. Die Fraktionsmehrheit hat Kriegskredite zu stimmen und dem= gemäß gehandelt. Sie auf der Bahn der der Tatsache, daß durch Zustimmung zum Gesamtetat die Politik der Regierung ermöglicht und gestützt wird. Die Dinge haben sich nun völlig auf den Kopf gestellt. Rehnte die sozialdemokratische Fraktion bisher den Gesamt- Reichsetat ab, weil bie Williardenforderung für das Heer und die Flotte usw. darin enthalten war, so bewilligt die Fraktionsmehrheit jetzt ben Etat, gerade weil die Militärasgaben im Etat stehen. Drei Parteitage haben als den Gesamtwillen der sozialdemokratischen Partei die Verweigerung des Budgets an die Regierung festgestellt( Lübed, Nürnberg, Magdeburg) und nur den Fall zugelassen, wenn durch dic ablehnenden sozialdemokratischen Stimmen ein ungünstiges Annahme und Ablehnung des Budgets kann nimmermehr Sache eines erstarrten Formalismus sein und eine Partei, die will, kann erst recht nicht ihre Politik auf einem leblosen Schematismus aufbauen, Annahme und Ablehnung des Budgets kann einzig und allein vom Budget, seinem jeweiligen Inhalt, seiner jeweiligen Gestaltung, abhängig gemacht werden. Auf diesen Boden der Vernunft und der differenzierenden, das Gute am Schlechten messenden und erst danach entscheidenden Prüfung der Frage der Budgetbewilligung erstmalig durch die Tat gestellt zu haben, ist und bleibt das Verdienst des Leschlusses unserer Fraktion." " Die Düsseldorfer Volkszeitung" schreibt unter dem Titel: „ Ein unbefriedigender Schluß... Die Redner der Sozialdemokratie haben in der Frage der Voltsernährung und der jozialpolitischen Kriegsmaßnahmen manche Mängel aufgezeigt, sie haben insbesondere die furchtbare Wirkung der fortgefeßten Preissteigerung für die Lebensmittel geschildert, aber irgendwelche durchgreifende Maßnahmen zur Beseitigung dieser Zustände find nicht in Aussicht gestellt oder gar getroffen worden. Noch weniger ist das geschehen in den namentlich für die Arbeiterbewegung fo wichtigen Fragen des Arbeitsnachweises, der Pressezensur, der Handhabung des Vereinsgesetzes.... Was insbesondere der Staatssekretär des Innern su den ausnahmegefeglichen Bestim mungen im Reichsvereinsgefeß und zu der zukünftigen Behandung der Gewerkschaften zu sagen hatte, erinnerte sehr lebhaft an das Goethesche Wort: Man spricht vergebens biel, um zu versagen; Der andre hört von allem nur das Nein! ... Wenn nun trotz alledem die sozialdemokratische Fraktion, der Reichswerften. Die Arbeiterausschüsse der drei Reichswersten von Kiel, Wilhelmshaven und Danzig haben infolge der fortgesetzten sehr hohen Steigerung aller Lebensmittel und Bedarfsartifel eine Teuerungszulage für alle Werftarbeiter beantragt. Das Reichsmarineamt hat nun verfügt, daß den Arbeitern vom 15. März ab für die Zeit, die sie als Stundenlöhner in Lohn arbeiten, wenn sie eine Familie zu erhalten haben, eine Kriegszulage von 6 Pf. pro Stunde bis zum Höchstbetrage von 54 Pf. am Tage( einschließlich der Sonn- und Feiertage, an denen gearbeitet wird) gewährt. Für die alleinstehenden Arbeiter beträgt die Stundenzulage 3 Pf., die Höchstsumme pro Tag 27 Pf. Die Arbeiterinnen mit Familie erhalten 4 Bf. bezi. 36 Pf., die alleinstehende Arbeiterin 2 Pf. bezw. 18 f. Als Kinder zählen auch unterhaltungspflichtige uneheliche Stinder. Verheiratete Arbeiterinnen erhalten dann die höhere Zulage von 4 Pf. stündlich, wenn der Ehemann infolge Arbeitsunfähigkeit selbst nichts zum Unterhalt der Familie beitragen falt. Berlin und Umgegend. Die Forderungen der Schmiede abgelehnt. zweimal beschlossen, furd nun wohl gefolgert haben: wir gehen entgegen den bereits erwährten Parteitagsbeschlüssen, für das nachdem fie die Stündigung des Tarifs beschlossen hatten, durch den erhalten. Budget stimmte, so wird man in weiten Kreisen der Partei- Metallarbeiterverband und den Gesellenausschuß ihre auf eine genossenschaft diese Abstimmung durchaus nicht billigen. Nur mäßige Lohnerhöhung gerichteten Forderungen dem Junungsvor Das war am 23. Februar. Bis jetzt hat der zwei sozialdemokratische Abgeordnete, Liebknecht und Rühle, haben stande eingereicht. die Zustimmung zum Budget verweigert, wofür sie in der unten Metallarbeiterverband eine Antwort vom Innungsvorstande nicht Budgetbewilligung der Graftion gerüffelt werden. Zu der Budgetbewilligung der sozialdemokratischen Fraktion wird die Parteigenossenschaft noch Stellung zu nehmen haben. Alles in allem genommen müssen wir unser Urteil dahin zusammenfassen, daß dieje Reichstagstagung uns in ihren Ergebnissen für die Arbeiterklasse als völlig unbefriedigend erscheint." Der Lübeder Volksbote" macht folgende Ausführungen: .... 30 sozialdemokratische Abgeordnete hatten vor der AbStimmung den Saal verlassen, weil sie der Meinung waren, daß die Wir verstehen und billigen die Stellungnahme der Fraktions- Fraktion den gefaßten Parteitagsbeschlüssen zinviderhandle, wenn mehrheit durchaus nicht und glauben auch, daß diese weiten sie für das Budget stimmen würde. Formell sind diese GeKonsequenzen", bis zu denen man die bisherige Bewilligung der offen zweifellos im Recht; hier kommt aber ganz abgesehen in Frage, daß Kriegskredite ausdehnen will, in den weitesten Kreisen der Partei- davon, in welchen Zeitläuften wir uns befinden genossen Bedenken erregen werden. Verstehen oder begreifen in dem Budget mit enthalten sind die Kriegskredite und die Witter Hätten wir höchstens fönnen, wenn z. B. die Fraktionsmehrheit zur Unterstützung der Kriegerfrauen und-kinder. Doch das ist erklärt hätte: wir find im Verfolg unserer bisherigen Bewilligungs- Ansichtssache; die Genoffen waren der Meinung, dass sie nicht für taktif bereit, auch die neuen 10 Milliarden Kriegskosten zu genehmigen, wenn sie gesondert gefordert würden; müssen aber eine Bewilligung des Gesamtetats in Wahrung unserer grundsäßlichen Stellung gegenüber der Regierung ablehnen." Budget dann gemacht würde. Das trifft auf den vorliegenden Fall im Reichstage nicht zu. Diese Auffassung ruft beim„ Karlsruher Volksfreund" aus recht begreiflichen Gründen eine scharfe Abweisung hervor: In der Tat, die Dinge haben sich auf den Kopf gestellt. Das beweist aber doch nur, wie unhaltbar die Resolutionen über die prinzipielle" Budgetverweigerung sind. Das haben wir schon vor Jahren gesagt, leider vergeblich. Die Taktik der prinzipiellen Negation fann eine große politische Partei nicht auf die Dauer befolgen, denn sie würde mit eherner Notwendigkeit zum politischen Bankerott führen. Die Sozialdemokratie ist in ihrer Entwickelung an dem Punkt angelangt, wo fie die letzten Reste utopischer und settirerischer Ideen übevinden muß." Die Dresdener Volkszeitung", die die Bewilligung billigt, macht folgende Witteilung: das Budget stimmen konnten und haben deshalb, wozu sie nach den Beschlüssen der Fraktion das Recht hatten, den Saal vor der Abſtimmung verlassen. Niemand wird ihnen hieraus einen Vorwurf machen können. Und einem späteren Parteitag wird es ja vorbehalten bleiben, zu entscheiden, ob die große Mehrheit der Fraktion richtig gehandelt hat oder nicht. Es liegt also unseres Grachtens gar kein Anlaß vor, in der gegenwärtigen Beit hierüber in lange Erörterungen einzutreten und sich die Köpfe warm zu machen. ... Entschieden zu verwerfen ist die unverständliche Haltung Biebknechts und Rühles bei der Schlußabstimmung. Sie hatten die parteigenössische Pflicht, sich den Be schlüssen der Fraktion zu fügen. Daß Rühle sich Liebnecht beigefellte, ist bezeichnend. Hat ihn vielleicht der Ruhm" Liebknechts nicht schlafen lassen? Der nächste Parteitag wird mit diesen Leuten ein ernſtes Wort reden müssen." Die„ Effener Arbeiter- Zeitung" äußert sich folgendermaßen: Zivei Sozialdemokraten, Liebknecht und Rühle, stimmten gegen den Stat, 30 Sozialdemokraten machten von dein Recht Gebrauch, sich vor der Abstimmung über den ihrer Ueberzeugung widersprechenden Fraktionsbeschluß zu entfernen. Wir billigen auch heute die Demonstration der Genoffen Liebnecht und Rühle nicht. Die Haltung der übrigen 30 Genoffen dürfte( mit wenigen Ausnahmen) die Antwort fein auf die Bestrebungen, unter allen Umständen die deutsche Sozialdemokratic au ciner Hilfstruppe des Imperialismus zu machen. „ Wir bedauern in hohem Maße, daß die Abstimmung über die Striegskredite und über den Stat nicht übereinstimmend durch alle Mitglieder der Fraktion erfolgt ist. Eine Anzahl unserer Abgeords neten blieb der Abstimmung fern. Da aber dieses Verhalten geeignet ist, falsche Meinungen zu eriveden, so sind wir den Mitgliedern der Fraktion, die sich der Abstimmung entzogen haben, die Feststellung schuldig, daß ihre Haltung keineswegs etiva eine VerTeugnung des Eintretens für die Landesverteidigung bedeuten fann. Vielmehr hat die Frattion- wenn es auch selbst. verständlich war- ich nochmals ausdrücklich und so gut wie einhellig für den Grundsay der Landes- Die Bedeutung dieser Absonderung ist nicht zu verkennen. In verteidigung, der vollen Pflichterfüllung gegen der bürgerlichen Presse finden wir noch kein Wort davon. Durch die herandrängenden feindlichen Heerscharen weg wird in den Berichten sowie in den Besprechungen in den erklärt. Sierdurch ist auch die Grundlage gewährleistet, auf der Sonntagmorgenblättern die Tatsache der Entfernung der 30 sosialdie Austragung der Meinungsverschiedenheiten, die in unseren demokratischen Abgeordneten ignoriert. Genau so macht es Reihen vorhanden sind, in Versöhnlichkeit und unter Wahrung der der sozialdemokratische Parlamentsbericht. Morgen wird es anders sein. Dann werden die 30 schweren Einheit der Partei erfolgen tann. Wenn aber zwei Abgeordnete, Liebknecht und Rühle ersterer zum zweitenmal Angriffen ausgesetzt sein, von Gegnern wie aus den eigenen es für angemessen hielten, sich demonstrativ gegen die Beschlüsse der über- Reihen! Die Angreifer haben es leicht. Sie dürfen fagen, was sie wältigenden Fraktionsmehrheit aufzulehnen, so ist das nur der wollen, während den 30 mehr oder weniger der Wund verbunden Ausfluß der seltsamen Einbildung, daß sie allein das Programm und die Feder festgehalten wird. Möge die Diskussion getragen und die Parteitagsbeschlüsse der Sozialdemokratic richtig zu beur- fein von der Erkenntnis, daß die Entscheidung über die ganze Frage Sache der Parteigenossen ist zu einer Zeit, in der jeder frei teilen befähigt seien." reden kann. Möge sich auch jeder, der zu dieser Frage das Wort Noch wollen wir beifügen, daß unsere Zustimmung zum nimmt, erinnern an eine bom Genossen Bernstein verfaßte For Budget als ein ausnahmsweiser Fall zu bewerten ist. Auch die mulierung, daß die Motive( Beweggründe) zu einer prinzipiellen Anhänger der Budgetzustimmung in der sozialdemo- von dem Fraktionsbeschluß abweichenden al fratischen Fraktion haben in der Fraktionsfizung ausdrücklichtung nicht mit den Grundsähen des Sozialismus darauf hingewiefen, daß aus dieser Abstimmung Konsequenzen in Widerspruch zu stehen brauchen." für andere Fälle nicht gezogen werden können." Die Fränkische Tagespost" sagt: Die Leipziger Volkszeitung" bemerkt demgegenüber: beivilligt habe." " Mit dem Gesellenausschuß hat der Jnnungsvorstand allerdings über die Forderungen gesprochen, aber nur, um sie rundweg abzulehnen. Als Störung des Burgfriedens Bezeichnete es der Innungsvorstand, daß die Arbeiter Forberungen eingereicht hatten, und erklärte, die gegenwärtige Beit fei nicht geeignet, neue Bereinbarungen abzuschließen; aber nach dem Kriege würde er bereit fein, über den Abschluß eines neuen Tarifs zu verhandeln. Weiter war beim Innungsvorstande trotz wiederholter Bemühungen der Arbeiter nichts zu erreichen. Auch die Frage, ob er dann mit dem Metallarbeiterverband als Vertretung der Schmiedegesellen zu verhandeln bereit sei, will der Innungsvorstand erst beantworten, wenn nach dem Kriege die Tariffrage aufs neue an ihn herantritt. Angesichts dieser Sachlage hatten die Schmiedegefellen zu ent scheiben, was zu tun sei. Da gewerkschaftliche Stämpfe in der iepigen Zeit nicht geführt werden können, auf anderem Wege aber nichts zu erlangen ist, so beschloß die Branchenversammlung der Schmiede, den gekündigten Tarif als vorläufig weiter bestehend zu betrachten und nach dem Kriege mit neuen Forderungen an die Arbeitgeber heranzutreten. Die Paragonkassablock- Gesellschaft in Oberschöne weide teilt uns mit, daß sie in ihrer legten Aufsichtsratssigung beschlossen habe, ihren Arbeitern für die Dauer des Krieges eine Kriegszulage von 10 Broz. zu gewähren. Es handelt sich um eine englische Firma, die natürlich gegenwärtig unter deutscher Verwaltung steht. Die Verwaltung hat auch einen Betrag von 15 000 m. für die Striegsanleihe gezeichnet. Die Bestrebungen der gegenwärtigen Verivaltung mögen vom besten Willen diftiert sein und speziell wir wollen ein Entgegentommen gegen die Arbeiterschaft gern überall anerkennen, wo wir ihm auch begegnen. Bei der Baragonfassablod- Gesellschaft herrschen jedoch derart eigenartige Verhältnisse, daß wir auch diesen Anlaß nicht vorübergehen lassen können, ohne darüber ein paar Worte zu verlieren. Die Gesellschaft steht nämlich außerhalb eines jeden tariflichen Verhältnisses. War das schon unter englischer Verwaltung sonderbar, da England ja die Heimat der organisatorischen Regelung bes Vertragsverhältnisses zwischen Internehmern und Arbeitern ist, so muß uns das bei der jetzigen deutschen Verwaltung noch mehr verwundern. Die selbstlose Tätigkeit der Gewerkschaften in der gegenwärtigen Zeit ist ganz allgemein anerkannt, eine Verbindung mit ihnen gweds Regelung der Arbeiterverhältnisse ist auch bei den Behörden jegt eine Selbstverständtfeit geworden, der man sich nicht ohne schwerwiegende Gründe entzieht. Welche Gründe dazu fönnen nun wohl bei der Paragondassablod- Gesellschaft vorliegen? Die Tarifonganation, die für diese Gesellschaft in erster Linie mit ist die Tavifgemeinschaft der Buchdrucker, in Frage fäme, alt der Unternehmer und eine paritätische Organisation, Arbeiter mit gleichen Rechten beteiligt sind. Diese Tarif gemeinfchaft hat eine jahrzehntelange, von den Freunden der Zarifibee immer befonders lobend anerkannte Tätigkeit hinter sich. Steine Anregung hat aber bisher die Paragonfaffablod- Geſellſchaft vermocht, sich dieser Organisation anzuschließen. Infolgedessen stehen fich die Arbeiter der Gesellschaft auch in mancher Beziehung schlechter um eins herausals die in anderen Betrieben. So erhalten sie zugreifen Stundenlohn statt des im Buchdruckertarif vorgesehenen Wochenlohnes; sie erhalten also auch die gefeglichen Fetertage nicht bezahlt. Db bie zehnprozentige Kriegszulage, die den Arbeitern nach Beendigung des Krieges ja wieder verloren geht, diese und andere Vorteile des Tarifverhältnisses aufzuwiegen vermag, erscheint uns doch zweifelhaft. Die jetzige Verwaltung der Gesellschaft sollte den Augenblick benutzen, das Unrecht gut zu machen, das die englische Verwaltung durch ständige Abweisung der Tarifidee, an den Arbeitern beging. Von der Zahlstelle Berlin des Verbandes der Brauerei- und Mühlenarbeiter befinden sich zurzeit 1560 Mitglieder im Heeresdienste. Der bisherige Mangel an Brauern und Fahrpersonal wird durch die Stillegung berichtedener Betriebe und die Folgen der Kontingentierung, sowie durch die Beendigung der Mälzereien behoben; das gegen herrscht derzeitig Mangel an Flaschenkellerarbeitern. Deutsches Reich. „ Wir müssen noch darauf hinweisen, daß auf dem rechten Eine Reihe Parteizeitungen, darunter das Hamburger Echo", Flügel der Partei schon längst fräftig für die Beseiti stellen sich darüber entrüstet, daß wir unserer publisistischen Pflicht gung der Parteibeschlüsse gearbeitet wird, die der Budgetbelvilligung entgegentreten. Wir verweisen auf seines nachgekommen sind. Nach ihrer Ansicht hätten wir die Anführung Stuttgarter Rede und auf Aeußerungen der„ Chemniter der Parteitagsbeschlüsse, die die Bewilligung des GeVolksstimme", daß die Sozialdemokratie fünftig die Militär- samt budgets untersagen, sowie die Veröffentlichung der ausgaben bewilligen müsse, nachdem sie Milliarden für Kriegsgwede Namen der Abgeordneten unterlassen sollen, die vor der Abstim mung sich entfernten! Diese Vorwürfe, unsere Leser informiert In einem von mehreren Parteiblättern abgedruckten Artikel zu haben, sind um so befremdlicher, als dieselben Blätter, insDer Bergarbeiterverband in der Kriegszeit. F. Stampfers heißt es: Die Abstimmung der Fraktion besondere das Hamburger Echo", noch kürzlich dem„ Vorwärts" Am Schluß des zweiten Vierteljahrs 1914 hatte der Bergentspricht ihrer am 4. August und am 2. Dezember v. 3. einge- vorwarfen, er informiere nicht hinreichend, weil er über die arbeiterverband 101 956 Mitglieder in 908 Ortsgruppen oder Bahlnommenen Haltung, ihre Politik stellt eine gerade Linie dar, deren inneren Vorgänge in der Fraktion nicht berichtet hatte, nachdem das stellen. Als am 31. Oktober 1914 die erste allgemeine MitgliederEndpunkt mit der Abstimmung vom 20. März erreicht ist. Die Mehrheit der vorgenommen von der Pflicht der nationalen Selbsterhaltung be- Fraktion, Mitteilungen über Abstimmungsverhältnisse innerhalb richte ein. Am 30. Januar 1915 bestanden noch 861 Sahlstellen, stimmen lassen, die auch von der Minderheit anerkannt wird. Die der Fraktion gemacht hatte. Parteiblätter können doch im Ernst also 47 weniger als Mitte 1914; und 781 beantworteten die FrageMehrheit will damit eine Politik, die den alten Zielen der sozial- nicht meinen, daß unsere Leser von uns erwarten, wir sollten bogen. Die weitere Einberufung namentlich der örtlichen Funktiodemokratischen Partei zustrebt, nicht aufgeben, sondern sie nach Mitteilungen, die sie interessieren und über die zu berichten Pflicht näre und einer ganzen Reihe von Bezirksleitern störte den Verbestem Wissen und Gewissen erst recht fördern. In der Ge- der Presse ist, erst bringen, wenn bürgerliche Blätter oder Partei- bandsbetrieb ganz bedeutend. Es fehlt deshalb auch der genaue Nachweis aller Mitgliederabgänge während des Krieges. Am staltung des Verhältnisses der Völker zueinander, in der Neuorien- zeitungen fie gebracht haben. Wollen die Parteiblätter sich ent- 30. Januar 1915 waren der Zentrale zwar nur 28 611 Mitglieder tierung der innern Bolitik nach dem Kriege eröffnen sich ungeheure rüsten, so sollten sie sich einen geeigneteren Stoff aussuchen. Kein als zum Seere einberufen gemeldet, aber statt der 73 345 MitAufgaben, die im Geiste internationaler Gerechtigkeit, im Sinne der Demokratie und des Sozialismus au lösen, unser aller ge- Wort der Mißbilligung finden wir aber darüber, daß auch in der glieder, die danach noch vorhanden sein sollten, wurden nur 57 618 meinsames Bestreben ist. Eine Partei, die sich ihrer großen Pflicht letten Tagung über geheim zu haltende Fraktionsbeschlüsse bürger- gemeldet. Demnach gingen an dem Zähltage für 15 723 Mitglieder. Genossenschaftliches. Die Konsumvereine 1914. feine Nachweise bei der Zentrale ein. Statt ber 908 beim Striegs- 1582 848 Heftar. Eros ber geringeren Anbaufläche war aber bies beginn vorhanden gewesenen berichteten am 30. Januar 1915 mtr Ernte eine größere; fie stieg von 136,4 auf 169,4 Millionen Doppel781 Zahlstellen. Es blieben also noch aus 127 3ahlstellen die Berichte zentner. Das Berichtsjahr weist damit die höchste bisher in Deutschaus! Von den fehlenden Zahlstellen ist alsbald nach Kriegsbeginn land verarbeitete Wenge Zuder auf, ein Umstand, der uns zum cine lange Reihe aus den erklärten Ursachen eingegangen. Nicht Zweck der Voltsernährung sehr wohl zugute fommen fönnte, wenn Die Zahl der dem Zentralverbande deutscher Roufumbereine nur dem Bergarbeiterverband ist es so ergangen. Die Gewerkschaften der Holzarbeiter, Fabritarbeiter, Metallarbeiter, Bau- nicht eine verfehlte Buderpolitik( Verfütterung denaturierten Buders angeschlossenen Genoffenschaften ist im Jahre 1914 von 1157 auf 1109 arbeiter usw. verloren aus denselben Ursachen viele Zahlstellen und an die Schweine, Erlaubnis zum Brennen des Zuckers, Aufrecht zurückgegangen. Der Grund liegt nicht in Austritten, sondern in ber fortschreitenden Zentralisation, in der Verschmelzung fleiner tausende Mitglieder. Von den 15 723 Mitgliedern des Berg- erhaltung der Zudersteuer) uns dieses wertvollen Nahrungs- Vereine zu größeren. Das ergibt sich auch aus der Mitgliederarbeiterverbandes, über die am 15. Januar nicht berichtet wurde, mittels beraubte. Die gesamte Erzeugung aller Betriebsanstalten bewegung; die Zahl der den Verbandsvereinen angehörenden Mitglieder werden sicher noch mehrere Tausend Kriegsdienste tun, aber sie sind belief fich auf 27 158 701 Doppelzentner gegen 27 063 271 Doppel- ist nämlich von 1621 195 auf 1717 519 gestiegen. Auch der Umsag nicht der Zentrale gemeldet. Die anderen sind geflüchtet, aus- gentner in 1912/13. Die Rüben ergaben eine Zuckerausbeute von im eigenen Geschäft hat sich von 472 auf 493 mil. Mart gewandert oder sonst einstweilen verloren gegangen. 15,5 Kilogramm pro Doppelzentner Rüben( 15,82 Kilogramm im erhöht. Von den neun Unterverbänden, in die der Zentralverband Infolge des Krieges ist naturgemäß auch die Einnahme zurüd- Borjahre.) gegangen. Der Verband vereinnahmte: an Beiträgen Insgesamt 1913 1914 1 885 700,80 M. . 2078 613,49 1 580 554,80 m. 1903 559,93 " ?? Die Mindereinnahme an Beiträgen beträgt 305 146 W. Der Meindereinnahme steht eine Ertraausgabe von 702 334,30 M. gegen über, die an Unterſtüßung für die Familien der im Felde stehenden Mitglieder aufgewendet wurde. Weiteres Steigen der Schweinepreise. Auf dem Berliner Markt, der einen Auftrieb von über 20 000 Schweinen aufties, erreichten die Preise am Mittwoch eine noch nie dagewesene Höhe. Für Schweine dritter Qualität wurden 115 Mart pro Zentner gefordert. Gedenkt man wirklich nicht, dieser unerhörten Preistreiberei baldigst durch Festlegung von erschwinglichen Höchstpreisen ein Ende zu machen? Seit Juli vorigen Jahres sind die Schweinepreise um nicht weniger als 100 Proz. gestiegen! Breiserhöhung in Glühstrümpfen. 40 Proz. erhöhte Dzie Soziales.p gegliedert ist, steht der sächsische mit 162 Vereinen, 323 454 Mitgliedern und über 109 Millionen Mart Umsatz an erster Stelle. Auch mit der Zunahme von rund 17 000 Mitgliedern steht er obenan. Der zweitstärkste ist der nordwestdeutsche Unterverband( mit den zwei Riefen- Genossenschaften in Hamburg) mit 277 586 Mitgliebern. Dam glieder zählt. An leyter Stelle steht der württembergische mit folgt der Brandenburger Werband( mit Berlin), der 297 586 Mit110 071 Mitgliedern. Gerichtszeitung.gin Vorsicht mit Kriegsandenken"! Sur Warnung für diejenigen, die sich gern Kriegsandenken in Gestalt von Waffen der kämpfenden Heere verschaffen, kann eine Anklage wegen Hehlerei und unbefugten Waffentragens dienen, die gestern den Maurer Wilhelm Leberenz vor die Strafkammer führte. Da die Statistik am 30. Juni 1914 abschließt, so fommen in diesen Angaben die Einwirkungen der Kriegszeit noch nicht zur Geltung. Soweit die Zahl der Mitglieder in Betracht kommt, faun Der Fleischerverband im Jahre 1914. jetzt schon gefagt werden, daß während der Striegsmonate fast überall eine starke Zunahme zu beobachten ist. So hat z. B. der Die Mitgliederzahl betrug am Abschluß des Geschäftsjahres 3737 einschließlich 409 weibliche gegen 6502 des Vorjahres. Zum Konsumberein Borwärts in Dresden bis Ende Januar rund 4000 Kriegsdienst wurden eingezogen 4690 Mitglieder 70,8 Proz. des Nachdem die Verkaufsstelle für Thorium Nitrat infolge Knapps neue. Mitglieder gewonnen. Sehr häufig konnten die Konsumvereine, Bestandes der männlichen Mitglieder vom 2. Quartal. Unter den heit und Teuerung der Rohchemikalien den Preis hierfür um weitere besonders in den ersten Wochen bes Krieges, als panifartige Einkäufe Eingezogenen befinden sich 1606 Verheiratete, die 2740 Kinder haben. was eine Gesamtsteigerung gegen den vor- waren, preisregulierend nach unten wirken. Das hat viele Arbeiter Lohnbewegungen wurden 118 geführt. Sie erstreckten sich auf 35 Orte und 159 Betriebe mit 3160 Befchäftigten. Zum Streit tam es jährigen Preis um 80 Proz. bedeutet hat nunmehr eine gemein familien bewogen, nun auch Anschluß im Konsumverein zu suchen. nur in einem Betriebe mit 43 Beschäftigten. Der Streit endete erfolg- fame Versammlung der Vereinigung Deutscher Glühstrumpffabrikanten efur bie eigen. Bon 4 Aussperrungen mit 61 Be- und des Verbandes unabhängiger Glühförperfabrikanten am verteiligten endeten 1 erfolgreich, 2 teilweise erfolgreich, 1 erfolglos. gangenen Sonnabend beschlossen, eine entsprechende Erhöhung der In den Lohnbewegungen wurde für 1958 Beteiligte eine Glübstrumpfpreise vorzunehmen. Diefe Steigerung wird sich auf Arbeitszeitverkürzung von 15 310 Stunden wöchentlich er zirka fünf Pfennig für den gewöhnlichen Glühstrumpf stellen reicht, also durchschnittlich 7,8 Stunden für jeden Beteiligten. Für 2357 Beschäftigte wurde eine wöchentliche Lohnerhöhung von 6437 M. erreicht, somit durchschnittlich für den einzelnen Beteiligten 2,73 M. wöchentlich. Erhöhter Zuschlag oder überhaupt erst besondere Bezahlung der Ueberstunden wurde für 1879 Beschäftigte erreicht, desgleichen Bezahlung der Sonntagsarbeit für 1448. Für 2264 Beteiligte wurden noch sonstige Verbesserungen im Arbeitsberhältnis errungen. Tarifverträge wurden 127 für 3011 Beschäftigte Der Angeklagte war eine Zeitlang in Westpreußen in der Geabgeschlossen. Aus vorhergehenden Jahren bestanden noch 338 Eine Forderung in Höhe von 11 M. machte gestern ein gend von Culm als Maurer beschäftigt gewesen und hatte dort von Tarife für 1348 Beschäftigte, so daß am Jahresschluß insgesamt 465 Tarife für 4522 Beschäftigte bestanden. Von diesen Dreher vor der Kammer 5 des Gewerbegerichts für einen einer dritten Person einen ihm angebotenen russischen Revolver Beschäftigten waren leider nur 8691 organisiert. Die Schaden geltend, der ihm infolge eines Betriebsunfalls an gekauft, den er als Andenken mit nach Berlin brachte. Hier zeigte er die Schußwaffe voller Stolz und Freude in einem Schanklokal Ausgaben für Lohnbewegungen betrugen 4504 Mart. Die feinen Kleidern entstanden war. herum und war nicht wenig überrascht, als er bald darauf zur Finanzlage ist verhältnismäßig zufriedenstellend. Einschließlich des Verklagt war die Firma Gebr. Scheffler. Dort waren dem Polizei vorgeladen wurde. Ein Gast, der in dem Schanklokale den Kassenbestandes von 33 971 M. vom Jahre 1913 betrugen die ge- Kläger Arbeiten an einer Drehbank übertragen, an der die erfor- Vorgang mit angesehen, hatte Anzeige gegen ihn erstattet. Befamten Jahreseinnahmen 150 436 M. An Unterstügungen wurden derlichen Schußvorrichtungen fehlten. Zu seinen Arbeiten benötigte tanntlich hat schon die oberste Heeresleitung seinerzeit warnend 30 727 m. verausgabt, darunter 18 267 M. an Erwerbslofe, der Stläger Staliber, die auf Anordnung des Meisters auf einer darauf hingewiesen, daß es unzulässig und strafbar sei, Aus18 995 M. an Familien der Striegsteilnehmer, 1708 w. für Rechts: Fensterbank in der Nähe der Drehbank placiert waren. Um diese rüstungsgegenstände des feindlichen und eigenen Heeres, sogenannte schutz. Recht hohe Ausgaben erforderte die Agitation. Es find Werkzeuge zu erlangen, mußte der Kläger einen schmalen Durchlaß Beutestüde, an sich zu bringen oder käuflich zu erwerben. Der An20 045 M. dafür aufgewendet worden. Der Kaffenbestand betrug zwischen dem Räderwerk der Maschine und einem Werkzeugjpind geklagte versicherte, daß es ihm nur darum zu tun gewesen sei, am Schluß des Geſchäftsjahres 1914 einschließlich der Beſtände in passieren. Dabei geidab es einesjanie an einen Rieibern einen ein Grinnerungsstück an die große Kriegszeit fejn tapar all machen. erfaßt wurde. Dieser Unfall verursachte daß gehabt habe, sich strafbar zu Während der Kriegsmonate bestand großer Mangel an Fleischer- größeren Schaden, den er auf 11 M. beziffert. Er verlangt diesen Der Staatsanwalt beantragte für beide Vergehen je 5 Tage Gegesellen deshalb, weil 70,8 Proz. der Fleischergesellen zum Kriegs- Schaden ersetzt, weil durch Verschulden der Firma nicht für die fängnis. Das Gericht sprach den Angeklagten von der Hehlerei dienst eingezogen wurden und die Fleischkonserven- und Wurste nötige Betriebssicherheit gesorgt gewesen sei. frei, da nicht nachzuweisen war, daß der Revolver durch eine straffabriken große Aufträge an Lieferungen für die Heeresverwaltung bare Handlung in den Besitz des Verkäufers gelangt war. Wegen erhielten. In den Kriegsmonaten bis Schluß des Geschäftsjahres unbefugten Waffentragens wurde 2. zu 1 Tage Gefängnis verurwurden 2770 Neuaufnahmen gemacht. teilt. den Zahlstellen 49 568 Aus Industrie und Handel. Diskonto- Gesellschaft. Unfallschaden vor dem Gewerbegericht. Die beklagte Firma dagegen warf dem Kläger vor, er habe es an der erforderlichen Aufmerksamkeit fehlen lassen und dadurch den Schaden selbst verschuldet. Sie legte auch einen Situationsplan vor, um nachzuweisen, daß der Raum zwischen der Maschine und dem Spind genügend breit sei, um unbeschädigt hindurchgehen zu können. Durch die Zeugenbernehmung wurde jedoch festgestellt, daß die Zeichnung den Zustand wiedergibt, wie er nach dem Unfall geschaffen wurde. Das Gericht verurteilte die Firma zur Zahlung der geforderten Summe, weil zumindest das größere Verschulden auf ihrer Seite liege. Angemessener Lohn. Die Diskonto- Gesellschaft hat bekanntlich im vergangenen Jahre ihr Aktienkapital erst um 25 Millionen, dann um 75 Millionen Mark erhöht, so daß sie heute mit 300 Millionen Mark an Aktienkapital alle anderen Großbanken überragt. Die atveite Kapitalerhöhung diente der Angliederung des Schaaffhaufenschen Bantvereins, die erste der Erweiterung des Ueberseegeschäfts durch In Ermangelung einer Lohnvereinbarung und weil Gründung einer Niederlassung in Antwerpen. Durch den keine Verständigung zu erzielen war, forderte ein HausKriegsausbruch wird der Einfluß beider Erweiterungen im Geschäfts- diener in Klagewege angemessene Bezahlung für 41 Tage. abschluß für 1914 nicht ersichtlich. Die Diskonto ermäßigt wie alle und Eisenwaren, Seyfert, tätig. Er erhielt vom Beklagten neben Der Kläger war bei dem Inhaber eines Geschäfts für Gasanderen Banten ihre Dividende, und zwar um 2 Proz. auf 8 Proz. freier Beköstigung bei seinem Abgange für die ganze BeschäftigungsDer Bruttogewinn stellt sich auf 39,9 gegen 40,5 millionen Mark bauer nur 50 M. in bar. Der Beklagte wollte in das Entgelt ein im Vorjahre, der Reingewinn auf 22,1 gegen 25,7 Millionen. gerechnet haben die Kosten, die er aufgewendet hatte, wenn er mit dem Kläger zu Bierabenden usw. gegangen ist. Es sah Abwehr der Bier- und Milchpreiserhöhung in Bayern. Die Brauereivereinigung in Augsburg hatte an die Wirte ein Rundschreiben ergehen lassen, wonach ab 15. März der Hektoliter Bier um 3 M. teurer abgegeben und der Preis für den Liter Bier um 4 Pf. erhöht werden sollten. Die Gastwirte lehnten diese Zumutung einstimmig ab, obwohl die Brauer mit Maßregelung drohten und erklärten, nur mehr Bier zu erhöhten Preisen zu liefern. Die Arbeiterschaft stellte sich ebenfalls auf die Seite der Wirte und bekämpfte die unter Bruch der mit den Wirten abgeschlossenen Verträge geplante Bierverteuerung. Das energische Vorgehen der Konsumenten bestimmte denn auch die Brauer, von ihrem Vorhaben zunächst Abstand zu nehmen und einige von den Brauern abhängige Wirte, die den Preis erhöht hatten, mußten wieder auf den alten Eingegangene Druckschriften. Geschichten aus den vier Winden. Von M. Dauthendeh. 4 M., geb. 5,50 M. A. Langen München. Der englische Gedanke in Deutschland. Zur Abwehr des Der Krieg Imperialismus, von E. Müller- Holm. Brosch. 1,80 M. und die deutsche Seele. Von E. Horneffer. Brosch. 1 M. E. Reinhardt, München. Kriegsbuch der Volksernährung. Bon Dr. M. Windel. Brosch. 1,80 M. G. Gerber, München. Die ertragreiche Bewirtschaftung kleiner Gärten. Bon G. Thiem. 30 Bf.. Braunsche Hofbuchdruckeret, Starlsruhe i. Baben. Deutschlands geistige Weltmachtsstellung. Von N. v. Delius. 1,50. Die Leje", Stuttgart. Deutsche Antwort. Entgegnung auf die amerikanische Note von Dr. Th. Thomsen. 50 Pf. E. Schiff. 40 Pf. Ginige Kapitel zur auswärtigen Politit. Bon St. Curtius, Berlin W. 35. Aus einem Tagebuch 1914." 4. Mappe: 6 Bilder von A. Hengeler. Einzelbild 80 Pf. C. Schnell, München. Gesetzliche Geburtsfolgen. Von Dr. H. Holbcin. 101 S. Frommannsche Buchdruckerei( H. Pohle), Jena. wwww Darauf ist natürlich das Gericht nicht eingegangen. cinen Wochenlohn von 25 M. als angemessen an und rechnete noch Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis cinen Anspruch von 47,50 M. heraus. Hierbei wurde, ent- Freitagmittag: Ziemlich mild, im Südosten zeitweise heiter und troden sprechend der vom Polizeipräsidium festgestellten Säße für die Be- und in den anderen Gegenden überwiegend bewölkt und besonders an der föstigung pro Tag 1,25 M. zugrunde gelegt. Auch damit wollte sich Rüfte vielfach etwas Regen. der Beklagte nicht einverstanden erklären, denn für diesen Betrag fei feine Belöstigung möglich. Das Gericht ging davon jedoch nicht ab. Wit Recht wies es darauf hin, daß ja auch Kläger, wenn sie Betöftigung einflagen, mit dem Betrag zufrieden sein müßten, auch wenn sie damit nicht auskommen. Schließlich einigten sich die Parteien auf den Vorschlag des Gerichts mit 47,50 M. Ein Schürzenjäger. Aus aller Welt. Aufopfernde Tat im Kugelregen. Wirtschaften verpachtet hat, sprach sich ebenfalls einstimmig gegen Wirtschaften verpachtet hat, sich Preis zurüdgehen. Der Magistrat der Stadt Augsburg, der selbst Brinzipals gegenüber einer aur Probe" Angestellten be. Sier erhielt die Kompagnie nicht nur wirfiames Feuer von der die Bierpreiserhöhung aus. Eine merkwürdige Auffassung von den Befugnissen des fundete der Staufmann Grundei, gegen den die jugendliche Kontoristin Hedwig W. vor der 2. Kammer des Kaufmannsgerichts Klage erhob. Am 20. August gegen 6.30 Uhr morgens begann ein Infantericgefecht, daß bis zum Beginn des Sturmangriffs auf St. Kreuz an dauerte. Die 1. Kompagnie des 3. Bataillons Bayerischen- ErsatzInfanterie- Regiments nahm die französische Stellung im Sturm und lag dann in der Verlängerung des gegnerischen Schützengrabens. von St. Kreuz her und heftige Artillerie- Beschießung von ben Mar Nach dem Vorbilde der Brauer wollten in Augsburg auch die fircher Höhen. In diesem Regen von Kugeln und Artilleriegeschoffen fuchte jeder möglichste Dedung. Viele der Mannschaften waren schon Milchhändler eine Erhöhung des Milchpreises um 2 Bf. für den G. stellte für seine Wäscheverleihanstalt, die er in der Frank- gefallen, als der Gefreite Tambour Emil Lauterbach aus Hohleniveg Liter durchsetzen. Der Magistrat sette diesem Verlangen ebenfalls furter Allee 61 betreibt, die Klägerin zur Probe an und beschäftigte bei Leislingen, Kreis Solingen, der neben seinem Stompagnieführer energischen Widerstand entgegen und beschloß, erforderlichenfalls an sie zuerst auch im Hause. Gleich in den ersten Tagen machte der als Gefechtsordonnanz kniete, bemerkte, daß Leutnant Böhm, ebendas Armeekorpskommando um Festsetzung von Höchstpreisen heran- Beklagte Annäherungsversuche, die sich das eingeschüchterte junge falls getroffen, sich aufwarf. Ungeachtet der heftigen Beschießung zutreten. Gleichzeitig wurde die Uebernahme der Milch Mädchen auch törichterweise gefallen ließ. Wie die Klägerin weiter sprang Lauterbach zu dem verwundeten Offizier, faßte ihn unter ben versorgung durch die Stadt in Aussicht gestellt, wenn die behauptet, sei der Chef in den folgenden Tagen zudringlicher ge- Armen und zog ihn etwa 50 Meter unter dem stärkstem Feuer in Milchhändler auf der Durchführung der Milchpreiserhöhung be- worden. Als sie die unfittlichen Angriffe zurückwies, habe er sie die nächste Deckung zurück. Ein weiteres Tragen war nicht mehr harren sollten. Damit dürfte auch diese geplante Verteuerung vor- darauf hingewiesen, daß sie nur auf Probe angestellt sei. Sie möglich, der Gefreite_ging deshalb zurück und veranlaßte, daß wurde nur noch mit Botengängen beschäftigt, was sicherlich nicht Sanitätspersonal zur Stelle fam. Später holte Lauterbach noch etwa läufig beseitigt sein. Der bayerische Gastwirteverband erklärt, daß die bayerischen der Fall gewesen wäre, wenn sie dem Prinzipal zu Willen gewesen 20 Verwundete zurüd. Gastwirte gegen eine Bierpreiserhöhung sind. Wenn aber von den wäre. Als sie dann im Geschäft hörte, daß es der Chef mit den anderen weiblichen Angestellten auch so getrieben hatte, offenbarte Der Reichstagsabgeordnete Karl Liebknecht, der seinerzeit bei Brauereien eine Bierpreiserhöhung vorgenommen wird, dann fordern sich die Kontoristin ihrer Mutter, die sie sofort aus dem Geschäft den Pionieren seiner Militärpflicht genügt hat, ist nun nach Verdie Wirte 50 Proz. der Erhöhung als Entschädigung. nahm. Die Versuche der Mutter, das Gehalt zu erlangen, sah der tagung des Reichstags als Landsturmmann zu den Waffen einBeklagte als Erpressung an und erstattete Anzeige gegen die berufen worden und gestern nach Lothringen abgereist, um sich dort Mutter; die Eröffnung des Verfahrens wurde aber von der Staatsanwaltschaft abgelehnt. Wegen des ihrer Tochter angetanenen Schimpfes verwies der Staatsanwalt die Mutter auf den Weg der Privatklage. Desterreichs Außenhandel im Jahre 1914. Die Gesamteinfuhr Desterreichs im Jahre 1914 belief fich auf 2753,2 Millionen gegen 3406,6 Millionen Kronen im Vorjahre, die Ausfuhr auf 2015,9 Millionen gegen 2769,7 Millionen Kronen. Im Dezember fiel die Einfuhr gegen 1913 von 328,6 auf 124,6 Millionen Kronen. In der Verhandlung vor dem Kaufmannsgericht gab der Beflagte zu, die Klägerin gefüßt zu haben, er versuchte aber, sein Verhalten damit zu entschuldigen, daß das Kontorfräulein sich ihm gegenüber toket gezeigt habe, und man sei doch schließlich auch Zuckergewinnung im Jahre 1913/14. noch jung". Das Kaufmannsgericht vermochte jedoch diese seltNach einer vom Kaiserlichen Statistischen Amt veröffentlichten fame Moralanschauung eines Geschäftsherrn nicht zu billigen, Statistik hat sich die Gesamtzahl der während des Betriebsjahres, sondern hielt den sofortigen Austritt der Klägerin für berechtigt. Wie weit Kläger mit seinen Annäherungsversuchen gegangen sei, 1. September 1913 bis 31. August 1914 im Betrieb befindlichen könne dahingestellt bleiben. Als Geschäftsherr und gefeßter Mann Rübenzuckerfabriken gegen das Vorjahr von 342 auf 341 mußte er gegenüber dem jungen Mädchen die nötige Distanz verringert. Die Zahl der Raffinerien ist mit 32 dieselbe wie wahren und sich selber vor jeder Annäherung hüten. Das Gehalt im Vorjahre geblieben. Die mit Rüben bebaute Fläche ist gegen stehe der Klägerin bis Ablauf der Kündigungsfrist zu, weil es cine das Vorjahr nicht unerheblich zurüdgegangen: von 547 625 auf Anstellung zur Probe ohne Zeitbestimmung nicht gibt. bei der Armierungstruppe zu stellen. Sein Bruder und Sozius, der Rechtsanwalt Theodor Liebknecht tut schon seit einiger Zeit als Pionierunteroffizier in Polen bei einer aktiven Truppe Dienst. Ein Waldbrand von deutschen Landsturmleuten gelöscht. Wie Brüsseler Blätter melden, brach in We pion bei Namur ein Waldbrand aus, der großen Umfang anzunehmen drohte. Das Feuer wurde aber dank dem Eingreifen deutscher Landsturmmänner bald gelöscht, so daß nur einige Heftar Wald zerstört wurden. Dankbare russische Gefangene. Der praktische Arzt Dr. Rother aus Landsberg a. W. feierte vor wenigen Tagen seinen siebzigsten Geburtstag. Unter den zahlreichen Gratulationsschreiben befand sich auch ein von russischen Gefangenen, die im Kriegslazarett Eldorado" liegen, berfaßtes Schreiben, das folgenden Bortlaut hat: Hochberehrter Herr Doktor lateinischen Buchstaben geschriebener Adresse beim Postamt aufgeben. I fordern, das Pfand einzulösen. Bruno 80. Entscheidet der Militärarzt. Rother! Am Lage Ihres siebzigsten Geburtstages bitten Sie die R. II. An trodenem und gut gelüftetem Drt. G. 3. 57. An die Es ist aber mit Sicherheit anzunehmen, daß Sie nicht zum Militärdienst russischen Verwundeten im Reservelazarett Eldorado" diese Adresse Stiftungsdeputation des Magistrats, Poststr. 16. R. 500 und S. 120.| eingezogen werden. als den Ausdrud tiefgefühlter Dankbarkeit dafür annehmen zu Austragung von Wetten behilflich zu ſein. Ist sehr schwankend. Uebrigens müssen wir es grundsäßlich ablehnen, bei wollen, daß sie in Ihnen nicht nur einen vortrefflichen Arzt, sondern sich einen schönen Bären ausbinden lassen. R. B. 100. Da haben Sie Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über F. M. H. V. Hierbei den Großhandel in den Zentral- Martthallen.( Ohne Verbindlichkeit.) auch einen seelensguten Menschen getroffen haben, der wie ein tönnen wir Ihnen leider nicht behilflich sein. Franz Wagenknecht. Mittwoch, den 24. März 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, OchsenVater für seine Kinder um ihr wohl besorgt ist. Sie haben ihnen Fragen Sie an bei der Geschäftsstelle des Turnvereins Fichte", R. Hausen, fleisch Ia 84-97, do. Ila 76-84, bo. IIIa 67-76; Bullenfleisch la 79-89, aber nicht nur die Schmerzen ihrer Wunden, sondern auch das Leid, Köpenider Str. 108. 2. M. 10. Sit noch niemals gestattet gewesen. bo. IIa 75-78; Stübe, fett 65-71, do. mager 52-62, do. dänische fern von der Heimat und den Ihren zu sein, gelindert. Die Ver- H. K. 5. Dafür gibt es feine Polizeivorschriften. Im allgemeinen bes 50-60; Fresser 60-73, Fresser, dänische, 55-65, Bullen, dänische, 60-72; wundeten werden, wenn sie wieder in das weite Rußland heim- steht die Berpflichtung, bei Eintritt der Dunkelheit die Treppen zu be- Stalbfleisch, Doppellender 125-135; Mastfälber Ia 82-105, bo. IIa 00-00; gelehrt sind, an Sie zurückdenken und Sie lieben und verehren wie leuchten. Fragen Sie doch Ihren Hauswirt, wann Sie Licht machen sollen. Stalber ger. gen. 50-70. Hammelfleisch: Maftlämmer 100-105; Hammel W. 87. Nein. P. 43. Der Wirt ist dazu nicht verpflichtet, er fann la 94-99, do. Ila 89-94; Schafe 95-100. Schweinefleisch: Schweinte, fette ihren eigenen Vater. J. A.: Eugen Wulfson, Jwan Funzet. die Möbel einbehalten. P. E. 97. Ihre Auffassung ist richtig. Uns ist 00-00, sonstige 90-117, dän. Sauen 73-75, dän. Schweine 76-85. davon nichts bekannt. Wenden Sie sich an den Verband der Gemeinde- Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Daberiche 50 kg 0,00; weiße Kaiserfronen und Staatsarbeiter. O. T. 99. Die Abmachung mit der Verwalter- 0,00; Magnum bonum 6,00-6,50; Woltmann 0,00; Borrce, frau wird nicht für rechtsverbindlich erachtet werden können. Sie hätten Schock 2,00-3,00; Sellerie, Schod 5,00-10,00; Spinat 50 kg sich vom Vermieter( aljo jedenfalls vom Verwalter) die schriftliche Bu- 20,00-25,00; Mohrrüben 7,00-8,00; Wirsingkohl Schod 9,00-15,00; sicherung müssen geben lassen, daß Sie die Wohnung am 1. April räumen Wirsingkohl 50 kg 9,00-10,00; Weißlohl Schod 9,00-15,00, Weißkohl Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sot fönnen und der Bertrag gelöst ist. Wenn Sie nicht mit dem neuen Wirt 50 kg 10,00-11,00; Rotkohl, Schod 9,00-16,00; Rotkohl 50 kg 10,00 bis rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend im Buten auseinanderkommen, haften Sie auch dort für den Vertrag. 12,00; Grünkohl 50 kg 22,00-25,00; Koblrüben Schod 6,00-14,00; Teltower bon 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage Elda 01. Sie haften nicht für die Schulden der minderjährigen Rüben 50 kg 16,00-20,00, Märkische Rüben 50 kg 10,00-18,00. ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Tochter. 50 Der Beitrag richtet sich je nach den Vermögensverhältnissen des Rosenkohl kg 35,00-40,00, Meerrettich Schod 6,00--12,00; Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, Teine Abonnements quittung Baters. denen W. W. 100. Die Krankenkasse, in der Ihre Frau versichert Petersilienwurzel Schockbund 4,00-6,00; Zwiebeln 50 kg 17,00-18,00, beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der ist, zahlt die Unterstügung. Wenden Sie sich an die Frauenklinik in der Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 6,00-14,00. Radieschen Schockbund Sprechstunde bor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Biegelstraße. Die Frau bekommt 48 M. monatlich, abgezogen von der 3,00. Waldmeister Mandel 1,50-1,80. Apfelsinen: italienische 50 kg Sprechstunde mit. Kriegsunterstübung wird ihr nichts. R. D. 808. Landsturm ohne 16,00-19,00, dito 200 Stüd 12,00, dito 300 Stüd 11,00-13,00, Murcia 2. S. 164. 1. und 2. Wenden Sie sich an die Prüfungsstelle für Waffe, Arbeitssoldat. R. 2. 103. Das können wir nicht wissen, ents 200 St. 15,00-18,00, dito 300 Stüd 13,00-17,00, Messina 160 St. Einjährig- Freiwillige, Invalidenstr. 52. Dort erhalten Sie nähere Ausscheidet der Militärarzt. M. D. Wieviel das kostet, wissen wir nicht. 11,00-14,00, 200 St. 12,00-14,00, 300 St. 10,00-15,00. Messina BlutR. 5. 53. The Prisoners of War Information Bureau, Der Transport der Leiche von dort wird sicher nicht gestattet werden. 80 St. 8,50-9,00, do. 100 St. 7,00-9,00, do. 150 St. 8,00-11,00. London, 49 Wellington Street, Strand.- 21. R. 22. Per Anweisung Wegen mit dem Knochen verwachsener Narben landsturmpflichtig. Spanische 420 St. 25,00-35,00, do. 714 St. 35,00-40,00, do. 1061 St. mit dem Vermert Striegsgefangenensendung" und mit deutlich, in P. 32. Die 16 Pf. Marte. Sie müssen den Schuldner zunächst auf- 37,00-41,00, do. 420 St. large 30,00-40,00. funft. Briefkasten der Redaktion. Leipziger Str. Königstraße = A.WERTHEIMB. Rosenthaler Str. H. Moritzplatz Heute billiger Fleisch- Verkauf soweit Vorrat Schmorfleisch 85 mit Pl. Rinderkamm P 75PM. Knoch. Pfund unausgeschält, mit Knochen Rinderfilet, 95. Roastbeef i Krund 80 pl. Rinderbrust. Plan 75pt. Pfund • Pfund Pfund Querrippe..... 65PI. Gehacktes Fleisch Prd. 65Pl. Eisbein( Dickbein). Plung Am nächsten Sonntag( vor Ostern) sind unsere Geschäftshäuser von 1 bis 6 geöffnet Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein I. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 8. Abt. Bez. 600. Am Sonntag, den 21. März, verstarb unser Genosse, der Former Wilhelm Stein, Lorgingstr. 20. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 25. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenballe des Friedens- Kirchhofes in Niederschönhausen- Nordend aus 263/12 statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Verband d. Brauerei- u. Mühlenarbeiter u. verw. Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern diene zur Nachricht, daß unser Kollege, der Refervefahrer August Neumann, ( Brauerei Gebr. Manninger) vers storben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 41, Uhr, von der Halle des BartholomäusRirchhofes in Weißensee, Falkenberger Straße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 42/5 Die Ortsverwaltung. Den am 22. dieses Monats erfolgten Tod meines lieben und unjeres guten Mannes Baters August Neumann im 45. Lebensjahre zeigen tiefbetrübt an Minna Neumann u. Stinder Höchstestraße 4. Die Beerdigung findet am Freitag, den 26. März, nachmittags 4%, Uhr, auf dem BartholomäusFriedhof, Weißensee, Fallenberger Beg, statt. 1379b Deutscher Metallarheiter- Verband Konsum- Fleischerei! Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Wilhelm Stein gestorben ist. am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 25. März, nach. mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Friedens- Kirchhofes in Nordend aus statt. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Fritz Krüger am 21. März an Lungenleiden gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 25. März, nach. mittags 2, Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 111/6 Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung wird erwartet. Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Fensterputzer Max Lieder von der Firma Biederbork, Friedrichsgracht 60, am 22. d. Mts. im Alter von 36 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 25. d. M., nachmittags 3/4 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes in Beelitz ( Stadt) aus statt. 62/6 Die Bezirksverwaltung. Am 14. März fiel auf dem Felde der Ehre der Grenadier des 3. Garderegiments Oskar Rimkus. Den Verlust des treuen Freundes zeigt tiefbetrübt an 282 Erna Schneider, Neukölln. Seltenes Angebot aus täglich frischer Schlachtung: 230/11 1 Pfd. 2 Pfd. Geldnot! Prunci 65PL Gewerkschaftshaus ist ein Uebel. Sie sparen viel, Am 1. Osterfeiertag, im großen Saal, von 6 Uhr ab: wenn Sie zurückgesetzte Anzüge, Ulster, Paletots u. zurüdgebliebene Schweinerippchen 50 Bf. 85 Pf. Wasgarderobe, ebenso reelle, moSchweinskopf 30. Röhren und 20. 30 Schlußknochen Zentralmarkthalle: Reihe 10, Stand 58-62. Weddinghalle: Stand 8-9. Andreashalle: Stand 15-16. Für Wiederverkäufer: Holzmarktstr.47. Die derne fertige Garderobe für alle j Lichtbildervorführung Figuren passend hier dirett vom( die Kunftfchätze auf den öftl. Kriegsgebieten.) Schneidermeister zu teilweise herabgesetzten Preisen kaufen. Der weiteste Weg lohnt. A. Ringel, Schneidermeister, Chausseestr. 31 u. Invalidenstr. 113. schreibende„ Smith Premier" rechnet, die rechnende„ Smith Premier" schreibt. Smith Premier Ratiotyp ist die Schreibmaschine Threr Wahl. Prospekte gratis und franko von Smith Premier- Schreibmasch.- Ges. Berlin W., Potsdamer Str. 75. und W., Friedrichstr. 62. Die Bilder kommen zum ersten Male zur Vorführung. Vortragende ist die Frau des Reichstagsabgeordneten Dr. Liebknecht. Garderobe 25 Pf. Freier Eintritt. Von 4 Uhr an: Kindermärchen- Lichtbildervorführung. Bortragende Frau Regina Ruben. Vorführung: Till Eulenspiegel, Hinaus ins Freie, Frau Holle u. Deutsche Tagen von Gebr. Grimm. Garderobe 10 Pf. und freier Eintritt. Es ist uns wieder gelungen, einen| Sonntag, den 28. März 1915: großen Poften Gänse und Rehe, Puten und Mastkälber und andere Delikatessen zu laufen. Dieselben kommen wieder Sonnabend und Sonntag a Portion 80 Pf. zum Verkauf. Blumenkohliuppe Kraftbrühe mit Mart Hecht grün Mayonnaise von Lachs Kalbssteak mit Blumenkohl Ochsenbrust mit Meerrettichsauce Gänsebraten Kalbsrüden Sauerbraten Kompott oder Salat Speise oder Stäse Am Freitag und Sonnabend zwischen 2 und 6 Uhr findet ein sehr billiger Schnellverkauf von Fleisch und Räucherwaren nicht unter 5 Pfund statt. Ein großer Posten Bouillonknochen, das Pfund 15 Pf. • . 1,20 M. Roastbeef. Gothaer Zervelatwurst 1,40 M. Ochienfleisch, schier, das Pfd. 1,- M. Schinkenspect, das Pfund. 1,30 M. Schweineschinken u. Rücken 1,10 M. Barmer Mettwurst. 80 Pf. Magerer Speck Hallesche Leberwurst Thüringer Bratwurst Kongreßwurst.. 1,30 M. Kalboteule und Nierstück 90 Bf. 1,20 M. Kalbskamm und Brust 80 Pf. 1,00 M. Ein Posten roher Gänse1,20 M. kleine. • 1,10 m. Berlin SO. 16. H.& P. Uder, Engel- afer 5. Haupt- Niederlage der k. k. österr. Tabak- Regie. Zigarren Zigaretten Rauchtabake. Nur für Wiederverkäufer zu Originalpreisen, Alleinverkauf der Fabrikate der Firma F. J. Burrus St. Kreuz Größte deutsche Rauchtabakfabrikation. Jahresproduktion über 5 000 000 Pfd. Rauchtabake Zigaretten- Spezialität: L'Algerienne. Berantwortlicher Rebalteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 84. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Bonerstag, 25. Märy 1915. Abonnementseinladung. Eine Zeitung gehört zum Leben eines Kulturmenschen wie das Brot zur täglichen Nahrung. Das politische und wirtschaftliche Leben ist so weitschichtig, so vielgestaltig, die Kenntnis aller Vorgänge in der Oeffentlichkeit so erforder. lich, daß ohne eine Zeitung nicht auszukommen ist. Gerade die jetzige Zeit mit ihren großen wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen, mit den gewaltigen Kämpfen auf den Kriegsschaupläßen macht das Halten einer Zeitung zu einem unabweisbaren Bedürfnis. Nicht jede Zeitung ist für jeden Leser geeignet. Nicht je de Zeitung hat die gleichen Bedürfnisse zu erfüllen, und jede Zeitung hat ein anderes Lesepublikum. Der ,, Vorwärts" ist von jeher das Blatt der Berliner Arbeiterschaft gewesen. Er bemüht sich, die Wünsche der erwerbs. tätigen Bevölkerung zu berücksichtigen, soweit das in der gegenwärtigen Zeit überhaupt möglich ist, aber er kennt die Leiden und er kennt die Lage der breiten Massen. Der Vorwärts" ist eifrig bestrebt, auf dem Gebiete der Berichterstattung sich die größte Objektivität aufzuerlegen. Gerade dadurch glaubt er, auch der Allgemeinheit am wirk. samsten zu dienen und am besten zu nüßen. Der Borwärts" erscheint täglich und kostet pro Monat 1,10 M. Der Vorwärts" kann auch im Wochenabonnement bezogen werden und kostet pro Woche 25 Pf. Bestellungen können bei jeder Botenfrau, bei unseren Zeitungsspeditionen und auch in der Haupterpedition unseres Blattes, Lindenstraße 3, aufgegeben werden. Beim Ausbleiben oder beiberspäteter Lieferung einer Nummer wollen sich die Postbezieher stets nur an den Briefträger oder die zuständige Bestell- Postanstalt wenden. Erst wenn Nachlieferung und Aufklärung nicht in angemessener Frist erfolgen, wende man sich unter Angabe der bereits unternommenen Schritte an unseren Verlag. Feldpost- Abonnements. Wir weisen unsere Leser darauf hin, daß unsere sämtlichen Filialspeditionen wie die Hauptexpedition Feldpost- Abonnements auf den Vorwärts" zum Preise von 1,10 Mark monatlich entgegennehmen. Die Zeitung wird den im Felde Stehenden von unserer Hauptexpedition als Feldpostbrief täglich nachgesandt. Bei Bestellung des Abonnements ist genau anzugeben, welchem Armeekorps, Division, Brigade, Regiment, Bataillon, Kompagnie usw. der Empfänger angehört. Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 182 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Stab der 11. Reserve und der 15. Inf.- Div.; 5. Garde- Inf.Reg.; Garde- Gren.- Regimenter Elisabeth und Nr. 5; Garde- Füſ.Reg.; Gren. bzw. Inf. bzw. Füs.- Regimenter Nr. 1, 9, 16, 18, 21, 23, 24, 25, 26, 27, 37, 40, 44, 45, 49, 51, 53, 57, 58, 61, 67, 68, 69, 71, 72, 73, 74, 77, 80, 86, 87, 88, 94, 99, 109, 113, 128, 135, 136, 140, 147, 148, 150, 158, 159, 160, 162, 163, 164, 165, 169, 170, 171, 172, 173, 175; Res- Inf.- Regimenter Nr. 2, 8, 17, 18, 22, 23, 26, 28, 29, 37, 38, 39, 46, 48, 55, 57, 66, 67, 68, 69, 73, 75, 79, 80, 84, 87, 93, 99, 128, 130, 140, 201, 202, 204, 206, 207, 211, 212, 217, 219, 221, 225, 226, 227, 228, 229, 233, 235, 238, 239, 262; Erf.- Inf.- Reg. Königsberg III; Res.- Ers.- Reg. Nr. 4; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 2, 4, 7, 11, 21, 22, 25, 26, 31, 36, 37, 56, 61, 75, 77, 78, 85, 118, 128; Landw.- Ers.- Reg. Nr. 2; II. Refruten- Bat. der 14. Inf.- Div.; Ueberplanmäßiges Landw.Inf.- Bat. Nr. 3 des 4. Armeekorps; Brig.- Ers.- Bataillone Nr. 8, 9, 15, 55, 81, 83; Landw.- Brig.- Erf.- Bataillone Nr. 10, 21; Landft.Bataillone 2. Aachen, V Darmstadt, Deuz, Düren, Eisenach, 1. Essen, 3. Frankfurt a. O., Gera, III Gleiwik, Glogau, Hamburg, Insterburg, III Königsberg, Konib, Kulm, I Lauban, Mannheim, I Posen, Saarbrüden, 4. Trier; Landst.- Ers.- Bataillone 3. Elberfeld und Karlsruhe; Jäger- Bataillone Nr. 2, 4; Res.- Jäger- Bat. Nr. 5; Radfahrer- Komp. NO Leibitsch bei Thorn; Garde- Waschinengewehr- Abt. Nr. 1; Festungs- Maschinengewehr- Abt. Nr. 6; Unterfiziervorschul. Jülich. Kürassiere Nr. 7, 8; Grenadiere zu Pferde Nr. 3; Drag. Nr. 22; Husaren Nr. 14; Ulanen Nr. 4, 7, 15; Res.- Ulanen Nr. 4; Res.Kab. Abt. Nr. 75. 125, 127, 180; Ulanen- Reg. Nr. 20; Feldart.- Reg. Nr. 13; II. Abt. geltend gemacht worden sind, haben die Veranstalter von der Ausdes Res.-- Feldart.- Reg. Nr. 29; Res.- Felbart.- Reg. Nr. 54; 3. Feldpionier- Komp.; 3. Res.- Pion.Komp.; Scheinwerferzug; Freiwillige Sanitätstolonne Ravensberg; I. Train- Abt.; II. Train- Abt.; Res.Pferde- Depot Nr. 27. Aus Groß- Berlin. Mehr Kinderschuh. Der Krieg hat in vielen Fällen eine vermehrte Verwendung der Kinder zu gewerblicher Arbeit im Gefolge gehabt. Das Kinderschutzgesetz ist in vielen Fällen außer Kraft gefeßt worden. Ueber die Notwendigkeit des Kinderschutzes ist an dieser Stelle oft geschrieben und immer wieder betont worden, wie lückenhaft der heutige Kinderschutz ist. Besonders die Lehrer wissen das am besten und es ist sehr erfreulich, daß auch in heutiger Zeit sich Leute finden, die sich des Schutzes der Kinder besonders annehmen. Unter dem Titel:„ Mehr Kinderschutz" lesen wir im Scherlschen„ Tag" folgende bemerkenswerten Ausführungen des Berliner Lehrers Herrn Menzel: " Der Krieg lehrt uns aufs neue und deutlicher als alle Beobachtungen vor ihm, daß das deutsche Volt alle Mittel anwenden muß, die die Erhaltung und Vermehrung seiner geistigen und körperlichen Kraft gewährleisten. Die Grundlage dafür bildet die natürliche Vermehrung und der Schuh der Jugend. Die deutsche Vereinigung für Säuglingsschuß hat in diesen Tagen auf ihrer außerordentlichen Versammlung eine Reihe wichtiger Forderungen begründet, um die durch den Krieg gefährdete Volksvermehrung sicherzustellen. Zwar hat man als Folge früherer Kriege ein starkes Emporsteigen der Geburtenziffern beobachtet, ob aber auch der jetzige Krieg diese Wirkung haben wird, darf in Rücksicht darauf, daß er einen ungleich größeren Teil der männlichen Bevölkerung vernichtet, als alle Kriege vor ihm, mit Recht bezweifelt werden. führung ihres Planes Abstand genommen. Bemerkenswert ist aber, daß die Ankündigung dieser Festwoche mit den Namen verschiedener bekannter Persönlichkeiten unterzeichnet war, die von der Sache gar keine Kenntnis hatten. Der Oberbürgermeister Wermuth, dessen Name unter der Ankündigung stand, hat auf Anfrage ers flärt, daß das geschehen sei, ohne daß zuvor irgendwie mit ihm Fühlung genommen worden sei, wenn das aber geschehen wäre, er es abgelehnt hätte, seinen Namen herzugeben. In Rücksicht hierauf hat die Zentrale für private Fürsorge sich an den ebenfalls als Mitglied des Ausschusses für die Rote- Kreuz- Woche" genannten Fürst Hazfeld, Herzog zu Trachenberg gewendet, mit der Anfrage, ob etwa auch sein Name in gleicher Weise wie der des Herrn Wermuth mißbraucht worden sei. Darauf hat der Fürst Hayfeld folgende telegraphische Antwort erteilt:: . " Ihr Schreiben soeben erhalten. Hörte erst heute zufällig, daß mein Name unter dem fraglichen Aufruf steht. Dies ist ohne mein Wissen geschehen. Diejenigen, denen es versagt ist, mit den Waffen in der Hand zu kämpfen, haben die Pflicht, dem Vaterlande in anderer Weise als durch Feiern von Festen zu dienen." Die Antwort ist sehr verständig; sie zeigt aber, in welcher Weise Unterschriften für bestimmte Veranstaltungen zusammen kommen. Die Berliner Umsatzsteuer. Zu der unter dieser Ueberschrift am letzten Sonntag gebrachten Mitteilung des Nachrichtenamts der Stadt Berlin schreibt uns unser Berichterstatter: Zu unserm Bericht über einen Umsatzsteuerstreit gegen die Stadt Berlin erklärte das Nachrichtenamt der Stadt, daß ein anderer Senat des Oberverwaltungsgerichts vor Jahresfrist bei gleichem Tatbestande einen Standpunkt eingenommen. habe, der dem jetzt vom Oberverwaltungsgericht vertretenen entgegengesetzt gewesen sei. Dann fügt das Nachrichtenamt hinzu: " Es ist zurzeit auch noch nicht ersichtlich, weshalb unter diesen Umständen dem( jetzigen) Urteil nicht ein Plenarbeschluß des Oberverwaltungsgerichts vorausgegangen ist." merken: Der in der genannten Vereinigung geforderte Säuglingsschutz( Mutterschaftsversicherung, gesetzliche Regelung des Halte finderwesens, Wochenhilfe durch das Reich, Kinderzulagen und dergleichen) ist darum durchaus nötig. Aber man soll auch hier das eine tun und das andere nicht lassen. Und dieses andere ist der Schutz der heranwachsenden Jugend vor der regelmäßigen gewerblichen Arbeit. Nach dem letzten Heft der„ Statistik des Diese Bemerkung geht von der Tatsache aus, daß nach Deutschen Reichs" gab es im Jahre 1913 120 831 gewerbliche der Geschäftsgebarung des Oberverwaltungsgerichts ein PlenarBetriebe mit mindestens zehn Arbeitern, die jugendliche Arbeiter beschluß sämtlicher Senate herbeizuführen ist, wenn ein Senat beschäftigten. Deren Gesamtzahl betrug 571006, gegen 552 204 grundsäglich von einer Rechtsauslegung durch einen im Jahre 1912. Davon waren unter 14 Jahren 8008 Knaben anderen Senat abweichen will. Hierzu ist zu be( 1912: 7780) und 6158( 6133) Mädchen. Die jugendlichen ArFalls es sich wirklich bei der neuen Entbeiter von 14 bis 16 Jahren bestanden aus 376 481( 358 327) Arbeitern männlichen und 180 539( 179 964) weiblichen Ge- scheidung um eine Abweichung von einer früheren Ent* schlechts. Allein in der Textilindustrie waren 30,9 Proz. aller scheidung des 7. Senats unter Dr. Struk handelt, so gewerblich beschäftigten Kinder unter 14 Jahren tätig, in der war doch vorliegend nicht erforderlich, daß der jezigen Metallindustrie noch 11,7 Proz. In der Gewerbegruppe Berg Entscheidung des 2. Hilfssenats ein Plenarbeschluß voraus bau-, Hütten- und Salinenwesen, Torfgräberei" entfallen auf ging. Denn der 2. Hilfsfenat, einer der neugebildeten Senate, einen Betrieb durchschnittlich 24,3 jugendliche Arbeiter. hat einfach in Umsatzsteuersachen sozusagen die Erbschaft des Daß die Zustände in Wahrheit viel schlimmer sind als uns 7. Senats angetreten. Die Umsatzsteuersachen sind nach seiner diese Zahlen verraten, weiß namentlich die Lehrerschaft der großen Städte und Industriezentren. Schon wenn die Statistit Gründung auf ihn übergegangen. Unter diesen Umständen sich entschließen möchte, alle Betriebe, also auch diejenigen mit ist nach der Praris des Oberverwaltungsgerichts keine Plenarweniger als zehn Arbeitern in Rechnung zu stellen, würden die entscheidung bei Abweichung von einer früheren Entscheidung Zahlen wesentlich steigen. Und der Hamburger Rektor Struve des 7. Senats nötig, sondern die Sache so anzusehen, als schreibt in der Hamburger Schulzeitung":" Jetzt ist es Zeit, ob der 7. Senat, der Rechtsvorgänger des 2. Hilfsder Kinderarbeit vor der Schulzeit ein Ende zu machen. Durch fenats, selber von seiner früheren Entscheidung abgegangen das Gesetz ist sie längst verboten, in Wirklichkeit besteht sie noch. wäre. Jeden Morgen kann man die armen Kinder mit Brot, Milch und Zeitungen schleppen sehen. Ich bin gar kein Gegner jeder Kinderarbeit, in mäßigen Grenzen kann sie erziehlich von hohem Wert sein. Aber die Kinderarbeit vor der Schulzeit ist Raubbau an der Jugendkraft unseres Volfes, jeder vor der Schulzeit ver- meines Backverbot für Kuchen, die aus Hefe oder mit Hilfe von diente Pfennig kostet dem Kinde später eine Mart. Erschöpft Backpulver hergestellt werden, zu erlassen, und zwar für Groß kommt es zum Unterricht; es kann ihm nicht folgen; es bleibt Berlin. Um zu ereichen, daß auch die Haushaltungen von diesem in der geistigen Entwickelung zurück; seine spätere Griverbs- Verbot betroffen werden, soll der Verkauf von Hefe und Backpulver tätigteit with beeinträchtigt. Bielleicht fällt in der Jektzeit verboten werden. Diese Bestimmungen sollen ereichen, daß wähmit ihrer Opferwilligkeit die Mahnung auf fruchtbaren Boden, rend der Ostertage mit Mehl gespart werden soll. In Verbindung endlich rücksichtslos mit diesem Schandfleck unserer Volks- hiermit steht folgende Bekanntmachung des Nachrichtenamts der erziehung aufzuräumen." Und dann schildert er, wie er den Stadt Berlin über die Zusammensetzung der Kuchenwaren in HausVerein für Jugendschuß und Jugendwohlfahrt um Hilfe angegangen, wie er die Polizeibeamten auf die Zeitungsträger hingewiesen hat alles umsonst. Die sozialdemokratische Kinderschußkommission Hamburgs hat im Jahre 1913/14 rund 1300 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren bei dieser Morgenarbeit gezählt. Die Eltern übernehmen die Arbeit, geben sie an die Kinder ab, und die Gewerbetreibenden erklären dann, nichts davon zu wissen. Selbst bei schuldhaftem Vorgehen ist die Möglichkeit des Entschlüpfens gegeben. Vom Schöffengericht zu Elmshorn waren drei Gärtnereibesizer zu je drei Mark(!) Strafe verurteilt worden, weil sie Kinder unter 14 Jahren über das zulässige Maß beschäftigt hatten. Das Altonaer Landgericht aber sprach sie frei, weil die Gärtnereien vorwiegend landwirtschaftliche Betriebe seien und auf diese die Bestimmungen des Kinderschutzgesetzes keine Anwendung finden. Das ist nicht die erste Lücke in diesem Geseb. Es öffnet sich eine nach der andern. Die geseßgebenden Körperschaften werden darum auch an dieser Stelle dafür sorgen müssen, daß Deutschland unüberwindlich stark bleibe." Das bevorstehende Kuchenbackverbot Es wird immer wahrscheinlicher, daß beabsichtigt ist, ein allgehaltungen: An einzelnen Stellen, auch in Haushaltungen, werden, wie vielfach festgestellt worden ist, noch sogenannte Osterstollen und ähnliche Kuchen hergestellt. Hierbei wird die gesetzliche Bestim= mung gänzlich außer acht gelassen, daß der Zusatz an Getreidemehl höchstens 10 Proz. des Kuchengewichts betragen darf. Diese Vorschrift gilt nicht nur für den von Bäckern und Konditoren, sondern in gleicher Weise auch für den in Haushaltungen hergestellten Kuchen. Es muß daher dringend vor der Bereitung der Stollen oder ähnlichen Gebäcks gewarnt werden, und es wäre bedauerlich, wenn Bestrafungen wegen Uebertretung der zur Schonung unserer Mehlvorräte erlassenen Vorschrift erfolgen müßte. Eine Familientragödie. Gegen hohe Eierpreise. In einem Anfall von Geistesgestörtheit hat gestern die in der Wilhelmstraße 3 in Lichtenberg wohnende Ehefrau Raschte ihrem zweijährigen Knaben die Kehle durchschnitten. Die Unglückliche verZu diesen Darlegungen sei bemerkt, daß in Berlin die Kinder- suchte darauf sich selbst zu erhängen, wurde jedoch von ihrem älteren schutzkommission der Berliner Arbeiterschaft sich seit Jahren um Sohne überrascht und an ihrem Vorhaben gehindert. Sie brachte einen erweiterten Kinderschutz bemüht. Ihre Veröffentlichungen sich dann mit einem Messer eine schwere Halswunde bei. Die foüber die Kinderarbeit in Berlin haben diese Notwendigkeit längst fort herbeigerufene Polizei verhaftete die Frau, die jetzt schwerkrank erwiesen, obwohl naturgemäß die angestellten Ermittelungen über im Krankenhause liegt, aber wahrscheinlich mit dem Leben davonden Umfang der Verwendung von Kindern zu gewerblicher Arbeit tommen wird. nur einen Teil der tatsächlichen Verhältnisse erfassen konnten. Die Verstadtlichung der B. E. W. Eine öffentliche Warnung an die Hausfrauen Berlins erläßt der Der von der Stadtverordnetenversammlung eingesetzte Ausschuß Verein der Berliner Eierimporteure, indem er bekannt gibt, daß inFußart.- Regimenter Nr. 5, 6, 7, 9, 13; Ref- Fußart.- Re- zur Vorberatung der Elektrizitätsvorlage hat einstimmig beschlossen, folge des Eintreffens von großen Zufuhren frischer Eier die Preise gimenter Str. 3, 9, 11, 16; Landw.- Fußart.- Bataillone Nr. 2, 8; der vom Magistrat vorgeschlagenen Uebernahme der B. G. W. in für Eier herabgesetzt worden sind. Der Verein warnt die HausPark- Bat. Nr. 4 des 8. Armeekorps; Schwere 12- Zentimeter- Batt. das Eigentum und den Betrieb der Stadt Berlin zuzustimmen, frauen dringend, selbst bei großer frischer Ware mehr als 10 bis Bösenberg. ebenso der Aufbringung der hierfür erforderlichen Mittel im 12 Pfennig für das Stück zu zahlen, da viele Händler eine spekuPion.- Regimenter Nr. 23, 25; Garde- Pion.- Erf.- Bat.; Pion.- Betrage von 130 Millionen Mark durch eine Anleihe. Dieser lative Hausse betreiben und dem Publikum außergewöhnlich hohe Bataillone: 1. Nr. 4, I. Nr. 6, I. Nr. 7, II. Nr. 14, III. Nr. 16, Beschluß ist von weittragender Bedeutung für die zukünftige Ent- Preise abfordern. I. Nr. 27, I. Nr. 28; Ref.- Pion.- Bat. Nr. 39; 51., 78. und 79. Res.- wickelung Berlins, und es ist kein Zweifel, daß die StadtverordnetenPion. Komp.; 1. Landw.- Pion.Komp. des 10. Armeekorps. Eisenbahn- Baukomp. Nr. 15; Kraftfahr- Bat. 1. Garde- Res- Feldart.- und 5. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart. Regimenter Nr. 18, 20, 27, 33, 38, 58, 59, 75; Res.- Feldart.- Regimenter Nr. 5, 15, 17, 49, 61, 62; 1. Landw.- Feldart.- Batt. des 11. Armeekorps. Inf.- Munitionstol. Nr. 3 des 21. Armeekorps; Art.- MunitionsKolonne Nr. 6 des. 14. Armeekorps. Sanitäts- Komp. Nr. 3 des 20. Armeekorps; Res.- Feldlazarett Kriegsbekleidungsämter des 8. und 17. Armeekorps. Nr. 80. * Die baherische Verlustliste Nr. 165 bringt Verluste der 6. Inf.- Brig.; Inf.- Leibreg.; Inf.- Regimenter Nr. 2, 3, 4, 7, 8, 9, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 5, 6, 7, 10, 11, 18, 22; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 1, 4, 10, 12. V versammlung diesen Beschluß zu dem ihrigen machen wird. Die Walhalla Theater. Uebernahme der Werke erfolgt bereits am 1. Oktober dieses Jahres. Es find alle Vorbereitungen im Gange, um das große Wert in den Auch werden alle Schritte eingeBesiz der Stadt überzuführen. leitet, um der Bürgerschaft mehr entgegenzukommen, als die B.E.W. das getan haben. Es müssen neue Tarife für den Bezug von elektrascher Kraft und elektrischem Licht ausgearbeitet werden, und es find auf dem Gebiete der Tarifpolitik verschiedene Erleichterungen vorgesehen. Wir bezeichnen den Beschluß als die Erfüllung einer Forderung, die die sozialdemokratische Fraktion seit Jahren als eine dringliche Aufgabe der Stadt immer wieder bezeichnet hat. Wie Unterschriften zusammenkommen. Die württembergische Verlustliste Nr. 142 enthält VerIufte des Gren.- Reg. Nr. 119; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 119; Inf.- Re- Nachdem von den verschiedensten Seiten Bedenken gegen die für Mai gimenter Nr. 120, 121; Füs.- Reg. Nr. 122; Jnf.- Regimenter Nr. 124, geplante Abhaltung einer Roten- Kreuz- Woche für Groß- Berlin Die Jagd nach dem Glüd" nennt Rudolf Schwarz Reiflingen sein neuestes Ausſtattungsstück, das er nach dem Rezept von Sherlock Holmes aus bekannten Possen, Schwänken, Detektivgeschichten usw. recht geschickt und wirksam, wie uns dünkt, zusammengestellt hat. Eine Kindesentführung, bei der die Mutter, eine schmucke junge, geschiedene Frau, und deren Jugendgeliebter den Bund fürs Leben schließen, bildet den Drehpunkt für die ganze Feerie. Ju zwölf großenteils guten Landschafts- und Städtebildern, bie wandelnd über die Bühne ziehen, wird der Zuschauer vom Rhein nach Aegypten, von da über den großen Teich" nach und durch Amerika geführt. Daß man dabei auch einen torpedierten Passagierdampfer sieht, ist angesichts des Weltkriegs nicht verwunder lich. Ferner wird ein Panorama der Niagarrafälle, natürlich mit Beziehung zu der Kindsentführung, aufgetan. Ein Duell muß schließlich als aufregender Knalleffekt" hingenommen werden; denn dahinter winkt ja das Glück der Liebe. Es wird gegen Ballet gelangt neue Stuffcher lehrte aber gleich bon feiner ersten Busfahrt nicht Vergebung von Brachland in Weißensee. Jubische Schlangentänzerinnen, fogar eine Lufttänzerin berbollstän- wieder gurud. Ein schwerer Straßemunfall hat sich am Dienstagbigen das wie gefagt findig komponierte Stüd. Das fehr zahlreiche nachmittag vor dem Hause Seestraße 109 ereignet. Die 7jährige in Parzellent à 40 Quadratruten. Meldungen werden bis spätestens Die Gemeinde vergibt unentgeltlich Kartoffel und Gemüseland Publitum schien fich außerordentlich zu erluftieren. So werden Frida Schulz lief beim Spielen unmittelbar vor einem Straßen- Sonnabend bei Strellermann, Sedanstr. 105, part, von 10-1 Berfaffer und Direktion jedenfalls volle Säufer erwarten dürfen. bahnwagen der Linie 42 auf das Gleis. Die Kleine wurde unge- 1hr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegengenommen. Die Verstoßen und geriet unter die Borderplattform. Das Mädchen, das Brüche des rechten Armes und rechten Beines sowie innere Verteilung des Landes wird am Sonntag, den 28. März, vormittags lebtungen dabongetragen hatte, fand im nahen Rudolf- Birchow- Georgengemeinde, Noeldestraße, neben dem Georgen- Friedhof, vorbon 10 Uhr ab, auf dem unbenutten Friedhofsgelände der St. Krankenhaufe Aufnahme. genommen. Saatgut und Gemüsepflanzen beschafft die Gemeinde zum Selbstkostenpreis. Laubenbau ist nicht gestattet. Warnung. Hus München geht uns folgende Barnung zu: In Südbayern verkaufte eine gewisse de Crignis im Januar und Februar b. J. unter den Parteigenossen Bilder unseres berstorbenen Genossen Frank. Die de Erignis verstand es, unter Schilderung ihrer Notlage mehrere Genossen zu bestimmen, daß fie ihr Gelder im voraus bezahlten. Die Bilder wurden weder weiter bestellt, noch geliefert. Nun lommen auch schon Mitteilungen aus Württemberg und Norddeutschland, daß diese de Crignis dieselben Manöver treibt. Auch unter dem falschen Namen Betty Lang tritt sie auf. Wir warnen die Parteigenossen dringend vor dieser Schwindlerin." Aus den Gemeinden. Polizeistunde in den Vororten. Städtischer Speckverkauf in Schöneberg. Heute und in den nächsten Tagen von 10-1 Uhr und 3-6 Uhr findet in der Feurigstraße 4 der städtische Verkauf von fettem und magerem Sped statt. Der Verkauf findet nur an Schöneberger Einwohner zum Preise von 1,40 m. pro Pfund statt. Kleinere Mengen Kartoffelverkauf in Tempelhof. Nachdem schon seit einiger Zeit für den Landespolizeibezirk Berlin bestimmt worden ist, daß Vereine und geschlossene Gesell- werden nicht abgegeben. schaften unter die Polizeistunde gestellt wurden, ist jetzt auch bom Regierungspräsidenten von Potsdam für seinen Regierungsbezirk Bittoria- Fortbildungs- und Fachschule. In den Kreisen der biefelbe Berordnung ergangen. Dadurch sind die Vereine und geweiblichen Bureauangestellten hat sich der dringende Wunsch nach schloffene Gesellschaften in den Vororten Berlins ebenfalls an einer geordneten theoretischen Ausbildung herausgestellt, vermöge die festgelegte Polizeistunde gebunden. Seren fie ihre Berufstätigkeit mit größerem Verständnis ausüben und auch leichter in gehobene Stellungen aufrüden tönnten. Diesem Wunsche soll jetzt durch die Vittoria Fortbildungs- und 125 Proz. Steuerzuschlag in Neukölln. Der öffentliche Kartoffelverkauf der Gemeinde findet bis auf weiteres auf dem Hofe der Feuerwehr, Borussiaftr. 16, täglich von 9-10 Uhr statt. Die Kartoffeln werden in Mindestmengen von 20 Pfd. zum Preise von 1 M. abgegeben. Etatsberatung in Heinersdorf. achihule entsprochen werden. Der Vorstand hat sich zu der Der Etatsausschuß hat in seiner gestrigen Sigung beschlossen, Einrichtung eines Fachturfus für Bureaubeamtinnen anstatt der bisherigen 100 Proz. im nächsten Etatsjahr 125 Proz. der Erhöhung des Gemeinde- Einkommensteuerauschlages von 100 auf Im Prinzip erklärte sich die legte Gemeindevertretersizung mit entschlossen. Der Unterricht( zweimal wöchentlich 7-9 Uhr abends) Gemeindeeinkommensteuerzuschlag zu erheben. Die Erhöhung der 125 Pro 3. einverstanden. Von den Kriegsteilnehmern foll feine wird von einem Rechtsanwalt und einem Bureauvorsteher erteilt Gas- und Elektrizitätspreise wurde abgelehnt. Ebenso die Erhöhung werden und sich genau den praktischen Bedürfnissen anschließen. Er der Luftbarkeitssteuer um 40 000 und die Leerung des Ausgleichfonds Gemeinde- Einkommensteuer erhoben werden. Für Sonderuntergeht neben der Berufstätigkeit der Schülerinnen einher. Auskunft von 215 000 M. Der Ausschuß erklärte sich ferner mit der Unterſtüßungen und Mietsbeihilfen sind 2000 m. in den Etat eingestellt und Anmeldungen in der Vittoria Fortbildungs- und Fachschule, laffung der Abführung an verschiedene Sammelfonds und mit der worden. Das Bermögen der Gemeinde beträgt 717 696 M, W. Kurfürstenstr. 160, täglich 11-12 und 7-8 abends. Auslegung der Schuldentilgung bei einzelnen Gläubigern ein408 000 m. aus den Fonds zur verstärkten Tilgung der Anleihen verstanden. Zur Deckung des dann noch fehlenden Defizits sollen genommen und eine neue Anleihe in Höhe von 2 Millionen Mark aufgenommen werden. Berlegung einer Steuertasse. Die für die Stadtbezirle 31-49 zuständige Steuerkaffe III wird am 30. März d. J. von der Straße An der Apostelkirche 9" nach der Kurfürstenstr. 148 verlegt. Am Umzugstage bleibt die Staffe geschlossen, die Auszahlung der Kriegsunterstützungen erfolgt Kurfürstenstr. 39 im Laden. Bon der Straßenbahn. Vom Freitag, den 26. d. M. ab wird der Betrieb auf der Linie T im fahrplanmäßigen Umfange( 15- Minutenbetrieb) wieder aufgenommen. Arbeiter- Bildungsschule. Der Kurfus„ Weltwirtschaft der letzten fünfzig Jahre"( Bortragender Dr. Paul Lensch) wird heute, Donners tag, fortgesetzt. Kleine Nachrichten. In der Nacht zum Mittwoch fanden Bewohner des Hauses Elsenstraße 106-107 zu Treptow auf der Treppe ein Knäblein liegen, das erst einige Tage alt ist. Der Neugeborene, der nach dem Waisenhause gebracht wurde, war ganz weiß gekleidet, mit Wolljäckchen, Hemdchen, Unterlage, Wickelband und wollenem Müßchen. Auf der Straße vom Tode überrascht wurde Dienstagabend um 7 Uhr die 57 Jahre alte Frau Alwine Rofin, geborene Hoffmann, aus der Rüdersdorfer Straße 47. Sie brach vor dem Nachbarhause Nr. 52 plößlich bewußtlos zusammen und starb auf der Stelle. In dem Zigarrengeschäft von Biedermann in der Ackerstraße 29 erbeuteten Einbrecher für 600 M. Bigarren und Zigaretten. In dem Konfektionsgeschäft von Rosenberg am Kottbuser Damm 38 für 500 M. Blusen, Kostüme und Mäntel. Mit Wagen und Pferden verschwunden ist seit Freitag voriger Woche ein unbekannter Kutscher aus Weißensee, der erst am Tage vorher von dem Fuhrherrn Wehnert in der Heinersdorfer Straße 20 angenommen worden war. Bevor der Fuhrherr sich nach seiner Berfon näher erkundigen konnte, mußte er ihn mit einem Rollwagen, der mit 2 Pferden bespannt war, nach Alt- Moabit schicken. Der Etatsvorberatung in Adlershof. Vortragsabende der Stadtgemeinde Neukölln. Freitag, den 26. März 1915, abends 81, Uhr, veranstaltet die Stadtgemeinde in der Aula der Realschule, Boddinſtr. 34-41, mit Herrn Professor Stahlberg, Kustos am Institut für Meeresfunde. einen Lichtbildervortrag über das Thema Seelabel- und Nachrichtenwefen als moderne Waffe". Der Eintritt ist kostenfrei, Kindern aber, auch in Begleitung Erwachsener nicht gestattet. Am Donnerstag, den 1. April d. J., abends 81/2 Uhr, findet in der Aula der Realschule, Boddinſtr. 34-41, ein von der Stadtgemeinde Neukölln veranstalteter Lieder- und Balladenabend des fönigl. preußischen Kammerfängers Baul Knüpfer unter Mitwirkung von Professor Mayer- Mahr( Klavier) statt. Der berühmte Baſſiſt wird neben Werfen von Schubert und Löwe die Arie des Sarastro Die Gemeindevertretersizung beschloß einstimmig eine Ertveite rung des Freibades bei Neptunshein vorzunehmen, da dasselbe für die herantretenden Anforderungen nicht mehr ausreicht. Der fürzlich in Groß- Berlin eingeführten Krankenversicherungspflicht für Hausgewerbetreibende und Heimarbeiter wurde ebenfalls zugestimmt. Ferner wurde die Aufnahme einer Anleihe von 300 000 m. bei der Preußischen Zentral- Bodenkredit- Aktiengesellschaft beschlossen. Die eingelegte Kommission zum Ankauf von Dauerfleischwaren aus der Zauberflöte" von Mozart zu Gehör zu bringen. Außerden beabsichtigt außer. Fleischkonserven auch Speck, Schinken und Dauer- wird Professor Mayer- Mahr einige Klavierfoli von Schumann und wurst einzulaufen. Die zur praktischen Information herangezogenen Liszt vortragen, Eintrittskarten zum Preise von 50 Pf. für Saalpläge und von hiesigen Schlächtermeister haben sich sehr reserviert verhalten und sich mehr als Lieferanten wie als Sachverständige gefühlt. Auch bei 30 Pf. für Balkonpläge sind erhältlich in den Vorwärts" den Angeboten für diese Lieferungen waren die Preise von den speditionen Neckarstraße 3 und Siegfriedstraße 27 sowie an der hiesigen Fleischermeistern bedeutend höber, als von auswärtigen Abendkasse. Firmen. Die Kommission soll deshalb noch weiter Verhandlungen pflegen. Sierauf erfolgte die Beratung der Voranschläge für 1915. Serr Schöffe Müller gab einen Rückblick über das abgelaufene Jahr und betonte, daß sich infolge der schlechten Finanzen eine Steuererhöhung nicht umgehen lasse. Die Ursache davon sei, daß man nicht schon früher die Zuschläge zur Staatseinkommensteuer erhöht babe. Diese Ausführungen bestätigten die früheren Warnungen unserer Vertreter, die Zuschläge nicht herabzusetzen. Bei der Position Ferienkolonien" wurde von Herrn Kruse Streichung der eingesetzten Summe verlangt. Bei der Abstimmung wurde fein Antrag auf Streichung der Position abgelehnt. " Parteiveranstaltungen. Waidmannslust. Sonnabend, den 27. März, abends 8 Uhr, in Hermsdorf, Restaurant„ Baldquelle", Inh. Paul Böttcher, Berliner Straße, Ede Waldseestraße: Mitgliederversammlung des Wahlverein 3. Bortrag über„ Ursachen und Folgen des Weltkrieges." Reich stagsabg. A. Stadthagen. Mitgliedsbuch legitimiert. Sigungstage der Stadt und Gemeindevertretungen. Steglit. Freitag abends 6 Uhr, im Rathaussaale: Etatsberatung. Diese Sihungen sind öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Cover Coat C& A BRENNINKMEYER.G.M.B.H. 9.75 18.75 26.35 Der unter diesem Namen bekannte Mantel ist gleich zu Anfang der Saison hervorgetreten und ist augenblicklich wohl das beliebteste Kleidungsstück besonders für junge Damen. Im Tragen äusserst praktisch, wirkt er durch seine einfache, solide Verarbeitung durchaus vornehm, ohne indess eines gewissen feschen und jugendlichen Tones zu entbehren. Wir haben uns denn auch mit besonderer Energie der Ausarbeitung dieses beliebten Mantels gewidmet. Und so finden Sie ihn bei uns in jeder nur erdenklichen Mannigfaltigkeit der Formen und Schnitte, und natürlich jede einzelne Form für alle Grössen vorrätig. Im Gegensatz aber zu sonstigen für diese Art Mäntel geforderten Preisen bekommen Sie ihn bei uns in unseren und zwar bekannt niedrigen Preislagen 9.75 12.50 14.00 16.50 18.75 22.00 24.50 26.75 usw. Königstr.33 Chausseestr.113 am Bahnhf. Alexanderplatz beim Stettiner Bahnhof Sonntag, 28.( Palmsonntag) bleiben unsere Geschäfts. räume ausnahmsweise geöffnet.