Nr. 85. 32. Jahrg. S Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerande: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 wöchentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pa. Poste Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post Zeitungs Preisliste. Inter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland Mark pro Monat. Postabonnements rehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Quremburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgeipaltene Golonel zeile oder deren Raum 60 Pig.. für politische und gewerfichaftliche Vereins imd Berjammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das iettgedrudie Bort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgebrudte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pig.. jedes meitere Wort 5 Big. Worte über 13 Buchstaben zählen für zwei Worte. niezale für die nächste Nunimer mühen his 5 Uhr nachmittags in der Erbedition abgegeben werden. Die Gryedition ist bis 7 1hr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 151 90-151 97. Freitag, den 26. März 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplass, Nr. 151 90-151 97. Die Spuren des Ruffeneinfalls in femel. Gestlicher Kriegsschauplah. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Zur Vorgeschichte des WeltDer Russeneinfall in Memel. Amtlich. Großes Hauptquartier, den Amtlich. Großes Hauptquartier, 25. März. 25. März 1915.( W. T. B.) ( W. T. B.) Ueber die Vorgänge bei Memel ist folgendes festgestellt: Westlicher Kriegsschauplatz. Donnerstag, den 18. März, rückten die Russen, gleichzeitig von Abgesehen von unbedeutenden Gefechten Norden und Osten kommend, in mehreren Kolonnen gegen Memel auf den Maas- Höhen, südöstlich von Verdun ren Geschüßen, einige Reichswehreskadrons, zwei Kompagnien und am Hartmannsweilerkopf, die noch anMarineinfanterie, ein Bataillon des Reserveregiments Nr. 270 und dauern, fanden nur Artilleriekämpfe statt. vor. Es waren sieben Reichswehrbataillone mit sechs bis acht älteGrenzwachttruppen, aus Riga und Libau, im ganzen sechs bis zehntausend Mann. Der unterlegene deutsche Landsturm zog sich von der Grenze auf Memel zurück und mußte schließlich auch Russen sengten an den Vormarschstraßen von Nimmersatt und Lougallen zahlreiche Gebäude, vor allem Scheunen, nieder. Im ganzen wurden fünfzehn Ortschaften schwer geschädigt. Eine erhebliche Anzahl von Landeseinwohnern, auch Frauen und Kinder, wurden nach Rußland fortgeschleppt, eine Anzahl Einwohner crschlagen. Am Abend des 18. März zogen die Russen in Memel cin. Die Truppen wurden hauptsächlich in den Kasernen untergebracht. Deftlicher Kriegsschauplatz. :: Oberste Heeresleitung. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 25. März.( W. T. B.) Amtlich wird verAm Freitagabend erschien der russische Kommandant im Rat- lautbart: 25. März 1915, mittags: haus, forderte den Oberbürgermeister und später noch drei weitere In den Karpathen haben unsere Truppen an der Bürger als Geifeln und ließ fie in die Stafernen bringen, welche Front westlich des Uszoker Passes schwere russische Angriffe von den Ruffen bereits in einen unglaublichen Zustand verfest abgeschlagen. Die Kämpfe dauern an. Der gestrige Tag ist in waren. In den Straßen der Stadt trieben sich plündernde einigen Abschnitten ruhiger verlaufen. FünfzehnTrupps russischer Soldaten herum, verhafteten Ein hundert Mann des Gegners wurden neuerdings wohner, drangen in die Häuser, cin, zerschlugen Ladenfcheiben, gefangen. Bei Wyszkow scheiterte ein Angriff, des plünderten und raubten Lebensmittelgeschäfte, zwei Uhrmacherläden Feindes auf die am 22. von uns genommenen Stellungen. und einen Juwelierladen vollständig aus. In drei Fällen find An den übrigen Fronten hat sich nichts Vergewaltigungen weiblicher Personen bisher festgestellt. Brände und Hauszerstörungen ereigneten sich im allgemei Wesentliches ereignet. nen nicht. Die Nachricht, daß russischer Böbel sich an Am südlichen Kriegsschauplas fanden in letter den Ausschreitungen, beteiligt habe, hat sich nicht bestätigt. Zeit an der Donau und Save vereinzelte GeschützDer russische Kommandant, dem das wüste Treiben seiner kämpfe statt. Die allgemeine Situation ist unverändert. Leute anscheinend selbst ungeheuerlich schien, suchte Einhalt Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes zu gebieten, indem er die Plünderertrupps in die Kasernen von Hpcfer, Feldmarschalleutnant. zurückschiden und schließlich die Kaserncntorc schließen licf. krieges. Der Labour Leader", das Drgan der unabhängigeit Arbeiterpartei Englands, bringt in seiner Nummer vom 18. März d. 3. folgende bemerkenswerte Ausführungen: Es ist ein offeries Geheimnis, daß am Vorabend des Krieges es in Kabinett über die Frage der Beteiligung Großbritanniens zwei ernsthaft getrennte Gruppen gab. ir glauben mit Recht erklären zu können, daß acht Tage vor dem britischen Ultimatum a an Deutschland die Mehrheit des Kabinetts Aus der gegen die Einmischung Großbritanniens war. ant • " denkbar besten Gewährsquelle wissen wir, daß noch Russische Angriffe östlich und südöstlich von durch die Stadt über das Haff und die Nehrung zurüdgehen. Die Augustow, sowie bei Jednorozek nordöstlich von Vorabend der Kriegserklärung der Premierminister die Rüc trittserklärung von sechs Mitgliedern des Kabinetts in der Hand hatte. Mr. Asquith, Gir Prasznysz wurden abgeschlagen. Eduard Grey und diejenige Gruppe im Kabinett, die wir als imperialistisch bezeichnen können, vertraten die Ansicht, daß Britannien auf Grund der Entente" mit Frankreich und der von Rußland und unserem Auswärtigen Amt inse geheim eingegangenen Verpflichtungen sich einmischen müßte. Die andere Gruppe war gegen solche Einmischung. Wäre Deutschland nicht in Belgien eingedrungen, so hätte wahrscheinlich ein wahrscheinlich ein großer Teil des Kabinetts demissioniert und wäre ein Stoalitionskabinett gebildet worden. Denn der von Lord Lansdowne und Mr. Bonar Law an Mr. Asquith gesandte Brief machte es llar, daß die Impérialisten auf deren Unterstügung rechnen konnten. Deutschlands Einmarsch in Belgien belehrte vier der sechs Widerspenstigen zugunsten des Krieges, nur Lord Morley und Mr. John Burns beharrten auf ihrem Rücktritt aus dem Kabinett, und ihnen schloß sich ein Mitglied des Ministeriums, Mr. C. P. Trewelyan an. Wir müssen gestehen, wir hatten Mr. Lloyd George Unrecht getan; als wir ihn den Imperaliſten zuzählten, wir konnten uns nur so seine Mansion Haus- Rede von 1911 erklären, indes handelte er vielleicht damals nur als das Mundstück von Sir Edward Grey. Sein in " Pearsons Magazine" veröffentlichtes Juterview machte es. aber flar, daß er bis zum Einmarsch in Belgien Geguer der Teilnahme Großbritanniens am Krieg war. Dies weiß ich," erklärt er, ist wahr, daß, sobald die Garantie zugesichert war, daß die deutsche Flotte die Küste Frankreichs nicht angreifen noch( Deutsch land) irgend welches französische Gebiet annektieren winde, ich nicht für die Kriegserklärung 811 haben gewesen wäre, nicht in Belgien eingedrungen worden, und ich glaube, ich kann das gleiche von der Mehrheit, wenn nicht von der Gesamtheit meiner Kollegen sagen". Mr. Lloyd George stellt endgültig fest, daß, wenn Deutschland nicht den Fuß auf den belgischen Boden gesezt hätte, die liberale Regierung nicht in den Krieg eingegriffen hätte. Nun, in diesem Fall würde eine Koalitionsregierung eingegriffen haben. Der Premierminister und Sir Edward Grey würden sicherlich nicht Mr. Lloyd Georges Erklärung unterschreiben. Als Lord Robert Cecil die Frage formulierte, die vom Premierminister Antwort darauf verTangte, ob der Schatzkanzler( Lloyd George) die Politik der Regierung genau zum Ausdruck bringe", lies die Regierung ihren Druck auf ihn spielen, sie zurückzuziehen, und sie verschwand stillschweigend von der Tagesordnung. Der Leitartifel der„ Times", der ausführt, daß Britannien auch ohne die belgische Frage eingegriffen hätte, war offenbar eine Zurüdiveifung der Meinung des Mr. Lloyd George. Wir möchten gern wissen, ob der Premierminister oder der Sekretär des Auswärtigen etwas mit seiner Veröffentlichung zu tun hatten." und einige Vergewaltigungen vorgekommen. Wie mir die Einwohner versicherten, nahmen russische Infanteristen sie gegen die Kosaken in Schuß. Ungefähr 100 Einwohner wurden von den fliehenden Russen ein Stück Weges mitgeschleppt und dann freigelassen. In Memel selbst herrscht große Aufregung. Die Kommandantur erklärt aber, daß keine Gefahr mehr vorhanden sei. Ausführlicher Bericht folgt. Kriegskontribution in Polen. Am Sonnabendvormittag war die Stadt selbst bis auf Patrouil- In Memel sind ungefähr 20 Zivilpersonen erschossen worden Ien frei von russischen Soldaten. Am Sonnabendabend zogen die Russen ab. Nur einzelne versprengte Trupps blieben in Memel zurüd. Diese wollten bereits ihre Gewehre auf dem Rathaus abliefern, als am Sonntagnachmittag von neuem st är: Icterussische Truppsvon Norden her in die Stadt einrüdten. Sic stießen in Memel bereits auf deutsche Patrouit len, denen stärkere deutsche Truppen von Süden her folgten. Im energischen Angriff, bei dem sich das Bataillon Nußbaum vom Ersatregiment Königsberg besonders auszeichnete, warfen sie die Russen nus Memel heraus. Bei dem heftigen Straßenkampfc verloren die Russen etwa hundertfünfzig Tote. Unsere Der Berl. Lokalanz." ist in der Lage, zu beVerluste waren gering. Beim Zurückgehen rissen die Ruffen ihre richten, daß Generalfeldmarschall von Hindenburg dem nachkommenden Verstärkungen mit in die Flucht. Die Geiseln Gouvernement Suwalki sowie auch den übrigen maren beim Herannahen unserer Truppen unter Bedeckung nord- Teilen des von ihm beseßten feindlichen Gebietes Kon= wärts abgefahren. Bei Königswäldchen blieb der Wagen tributionen auferlegt als Strafe für den Russenst chen, die Bededungsmannschaften flüchteten. Die verhafteten einbruch bei Memel und die dabei verübten Plünde Bürger suchten nach Memel zurückzukommen; hierbei fiel Bürger- rungen und Mordbrennereien. 11. a. wurde der Stadt Lodz meister Podels zu Boden und wurde liegend von flüchtenden die Summe von einer halben Million Rubel auferlegt. russischen Soldaten durch Bajonettstiche schwer verlegt. Der in Russisch Polen durch den Krieg entstandene Die Russen flohen, ohne Widerstand zu leisten, und wur- Schaden wird von einem Warschauer bürgerlichen Komitee den am 22. und 23. März energisch verfolgt. Besonders auf 2360 000 000 Mart berechnet. beim Durchmarsch durch Bolangen erlitten sie durch das Ges wäre " ſchüsseuer unserer Kreuzer, die sich an der Berfolgung beteiligten, Rußland erklärt die polnischen Legionäre verschiedener Hinsicht interessant, sie bilden im ersten Teil ein schwere Verlust c. Es fielen fünfhundert Gefan gene, drei Geschüße, drei Maschinengewehre und Munitionswagen in unsere Hand. für Franktireure. So der„ Labour Leader". Seine Mitteilungen sind in Stück Kommentar zum englischen Blaubuch über den Krieg: Zu ihrem besseren Verständnis sei bemerkt, daß das Wien, 25. März.( W. T. B.) Die Kriegsberichterstatter der Kabinett in England den inneren Rat des Ministeriums Die russische Unternehmung gegen Memel kennzeichnet sich als Blätter melden: Der in Südostgalizien operierende russische Armee- bildet, so daß zwar alle Kabinettsmitglieder Minister, aber ein Raubzug, bei dem es von vornherein weniger auf militärischen kommandant erließ einen Befehl, in dem den Soldaten und der nicht alle Minister auch Kabinettsmitglieder sind. Lord Erfolg als auf Beute und Verwüstung ankam. Ein gleicher Raub- Bevölkerung der Auftrag erteilt wird, die Mitglieder der polnischen Lansdowne und Wir. Bonar Law sind die Führer der zug scheint gegen Tilsit geplant gewesen zu sein. Der russische Legion, obwohl diese in unserer Armee bereidigt find, als Räuber- konservativ- unionistischen Partei, der erstere im Haus der Kommandant fragte den Oberbürgermeister von Memel am Freitag- banden zu behandeln. Es wird jedem mit Kriegsgericht gedroht, der Lords, Bonar Law im Haus der Gemeinen; dieser Partei abend, wie es in Tilfit aussehe, und war sehr erstaunt zu hören, die Legionäre unterſtüßt, ebenso mit Zerstörung der Dörfer, in gehört auch der Abgeordnete Lord Robert Cecil an. word welchen Legionäre aufgefunden werden. daß diese Stadt sich in den Händen der Deutschen befinde. Bei den deutschen Truppen, die Memel säuberten, befand sich. der jüngste Sohn Seiner Majestät des Kaisers, Prinz Joachim von Preußen. Er wurde überall, wo er erkannt wurde, von der Be-, völkerung freudig begrüßt. Westlicher Kriegsschauplatz. Der französische Tagesbericht. Lansdowne und Bonar Law richteten Ende Juli v. J. einen Brief an Mr. Asquith, worin sie ihm die Unterstübung ihrer Partei für den Striegsfall zusagten. Die Mansion Hous- Rede Lloyd Georges von 1911 war die Rede, die der Geitannte am 21. Juli 1911 auf einem Festessen vor den Kauffenten Paris, 25. März.( W. T. B.) Amtlicher Bericht der Londoner City hielt und worin er, ohne Deutschland zu von gestern abend: Nördlich von Arras versuchten nennen, im Hinblick auf den Panthersprung nach Agadir die die Deutschen in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch Warnung nach Berlin ergehen ließ, im Streithandel mit zwei Angriffe gegen die Höhe Notre Dame de Lorette; Frankreich um Maroffo nicht England beiseite schieben zu die Angriffe mißlangen vollkommen. In der Champagne wollen, als ob es im Rate der Rationen nicht mehr mitin der Stadt zerstört, kein Brand, kein Feuer hat gewüte. Aber wurde ebenfalls ein Nachtangriff gegen eine Feldschanze zähle. Diese Rede war, was dem Labour Leader" aus dem einige Läden sind aufgebrochen und ausgeplündert. Dagegen bei Beau Séjour versucht; der Angriff wurde sofort zum Gedächtnis entfallen zu sein scheint, laut einer von Eir ist ein Ort in der Nähe von Memel durch Brand vernichtet. Stehen gebracht. Edward Grey am 27. Juli 1911 im Haufe der Gemeinen ab. Genosse Wilhelm Düwe II telegraphiert uns aus Königsberg: Soeben komme ich aus Memel. Kein einziges Haus ist Neue englische Truppentransporte. gegebenen Erklärung von Grey, Asquith und Lloyd George| Flieger hielten sich ständig in großer Höhe und einmal selbst bis zu zwischen der Türkei und Bulgarien find, wie der Diplomat erklärte, gemeinsam ausgearbeitet worden, also eine Art Kompromiß- 9000 Fuß; es sei unmöglich gewesen, sie zu beschließen, und hatten als in jeder Hinsicht sehr freundschaftlich zu bezeichnen. Die leitenwerf. Wer sie nachliest und die ganzen Vorgänge des die beste Gelegenheit, sich der Verfolgung durch englische Flugzeuge den türkischen Kreise äußern häufig ihre große Genugtuung über die Sommers 1911 sich in Erinnerung bringt, dem wird klar zu entziehen, die immer eine gewisse Zeit gebrauchen, um eine Höhe loyale, freundliche Haltung der bulgarischen Regierung. werden, in welcher Hinsicht eine ungenügend inventierte zu erreichen, die den Kampf gestattet hätte. Hinterlassenschaft aus jenen Tagen dazu beigetragen hat, den Malta als Verwundetenstation. gegenwärtigen Krieg herbeizuführen. Es erben sich nicht London, 24. März.( W. T. B.) Daily Telegraph" meldet nur Gesez und Rechte wie eine ewige Strankheit fort. London, 25. März.( W. T. B.) Nach einer Anordnung aus Malta vom 22. März: Der Gouverneur fagt in einer MitLicht auf bedeutsame Vorgänge aus der neuesten des Kriegsministeriums ist der Passagierverkehr auf teilung an die Bevölkerung, daß die Lazarette des Heeres und der Zeit wirft der„ Labour Leader" durch seine Kennzeichnung den englischen Eisenbahnen mit Rücksicht auf Flotte 3000 Mann aufnehmen könnten, möglicherweise der in Deutschland vielbesprochenen und auch vom„ Vorwärts" bevorstehende Truppentransporte zeitweilig werde aber die Zahl der Verwundeten höher sein. Er fordert auszugsweise wiedergegebenen Artikels der Times", worin aufgehoben worden. Auch der gewöhnliche Ausflugver- deshalb die Bewohner der Insel auf, bei der Fürsorge für die Vervor etwa 14 Tagen dieses Blatt in sehr brutaler Offenheit fehr für Ostern wurde eingestellt, weil dann große Anforde- wundeten zu helfen, indem sie Leichtverwundete und Rekonvaleszenten in erklärte, England habe in den Krieg in erster Linie aus rungen an die Eisenbahnen herantreten würden. ihre Häuser aufnähmen. 500 franke Soldaten sind von Eigeninteresse eingegriffen und sich für Belgien so nebenbei ins Zeug gelegt. Wir sehen jetzt, wohin der Zuchthaus für einen deutschen Offizier. Artikel zielte, dessen Zweck den Fernstehenden bei seinem Bekanntwerden ein Rätsel war. Er wird verständlich, wenn man ihn als einen Trompetenstoß in einem Feldzug gegen den radikalen Flügel des Kabinetts Asquith Grey begreift. Und daß ein solcher Feldzug im Werke ist, darauf deuten verschiedene Verschleppungsmanöver im Barlamente gegen schon vor dem Kriege im Haufe der Gemeinen beschlossene Reformgesetze. So sucht das Haus der Lords die Weiterführung der indischen Verwaltungsreform zu bremsen, so wird auf die Regierung Druck dahin ausgeübt, das Inkrafttreten des Gesetzes über die Entstaatlichung der Staatskirche in Wales zu verschieben, und ähnliches mehr. Es bleibt Sache der Spekulation, ob die Vermutung des„ Labour Leader" zutrifft, daß, wenn in den Augusttagen 1914 der ganze radikale Flügel des gegenwärtigen Ministeriums aus diesem ausgetreten wäre, sich ein Koalitionsministerium zur Führung des Krieges gebildet hätte. Aber daß ohne den Einmarsch in Belgien Englands Teilnahme am Kriege einen Massenaustritt aus der liberalen Partei zur Folge gehabt hätte, konnte sich jeder sagen, der über die Natur der englischen Parteien einigermaßen unterrichtet ist. Der Brief Landsdowne- Law war wahrscheinlich ein Angebot für diesen Fall, und jetzt scheint man die Zeit als für einen zweiten Vorstoß reif zu erachten. Der Burgfrieden soll sich in Stillegung der Demokratie übersetzen. -ebn. Eine Warnung der Humanité". Genf, 25. März.( T. U.) In einem Leitartikel, überschrieben, eine Illusionen", warnt die ,, Humanité" vor allzu großem Optimismus betreffend Ausgang des Krieges. egypten hierher unterwegs. Kämpfe bei Erzerum. Zu Anfang dieses Jahres wurde in Frankreich eine deutsche Patrouille, bestehend aus den Offizieren v. Schierstädt, Graf Strach- Konstantinopel, 25. März.( W. T. B.) Aus Erzerum wig und vier Unteroffizieren von ihrem Truppenteil abgeschnitten. wird gemeldet: Türkische RekognoszierungsSie hielten sich einige Tage in Wäldern auf und nahmen sich nachts kolonnen begegneten am 20. März feindlichen Reaus den Bauernhöfen Lebensmittel. Auch einen Wagen, mit dem sie wieder zu ihrem Truppenteil zu kommen hofften, haben sie anfognoszierungsabteilungen, die dem Feuer der geblich weggenommen. Die Leute wurden schließlich ergriffen und Türken nicht standhalten konnten und in wilder Flucht ihr vor ein Kriegsgericht gestellt, das sie wegen Plünderung ver- Heil suchten. Ein Versuch der Feinde, Schüßengräben aufurteilte! Wenigstens entnimmt die„ Post" dem„ Matin" folgende zuwerfen, wurde von der Artillerie vereitelt. Schilderung: Ein feindliches Torpedoboot erschien im Schwarzen " Verschiedene Sträflinge sind Sonntagabend im Gefängnis Meer auf der Höhe von Arkhava, wagte aber nicht, sich der von La Rochelle eingetroffen, um in das Depot auf der Insel Rey Küste zu nähern und entfernte sich, ohne irgend etwas unterübergeführt zu werden, von wo sie nach Cayenne eingeschifft nommen zu haben. werden sollen. Unter ihnen befindet sich ein Leutnant von den Kürafieren der Kaiserlich deutschen Garde, Tedloff( Dettlev) von Schierstädt, der vom Kriegsgericht der 9. Armee zu fünf Waffengebrauch auf unserem Gebiet verurteilt wurde. Dieser Der Krieg und die Kolonien. Jahren Zwangsarbeit wegen gemeinschaftlicher Plünderung unter Gefechte an der südwestafrikanischen Grenze. Deutsche, der in Brandenburg, in Groß- Morschlow( Groß- London, 24. März.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau bringt Machnow) geboren ist, hat nichts von seinem Stolze verloren. folgende Meldung aus Kapstadt vom 22. d. Mts.: Der Feind Troß seines Ranges und Titels ist er nichtsdestoweniger mit hat am 19. d. Mts. die Abteilung des Obersten Berange in Sträflingskleidung angetan und muß auf Stroh schlafen, an- Schelp folt angegriffen; am 20. d. Mis. Hat der Oberst den getettet an einen anderen Sträfling." Feind, der sich durch Rietfontein in Betschuanaland über die Grenze auf eine vorbereitete Stellung zurückzog, in ein Gefecht verwickelt und ihn aus seinen Stellungen vertrieben. Der Feind ging nach Hasuur in Deutsch- Südwestafrifa zurück. Die Engländer hatten drei Verwundete, der Feind anscheinend auch einige Verluste. Wenn das stimmt, dann hätte man es allerdings mit einem flagranten Bruch völkerrechtlichen Brauchs zu tun. Soldaten, die sich in solcher Lage befinden, kann man doch unmöglich als Räuber und Diebe betrachten. " Der Seekrieg. Humanes Vorgehen eines deutschen U- Bootes. ,, Glaubt nicht," so schreibt das Blatt,„ daß der Feind an der Schwelle einer Hungersnot steht, denn es ist kindisch anLondon, 24. März.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet zunehmen, daß die Blockade der Alliierten Deutschland aus aus Fecamp vom 22. März: Wie hier verlautet, ist die Bart hungern wird. Die vorgenommene Rationierung der Lebens- Jacques Coeur" auf der Fahrt nach Neu- Fundland am 14. März mittel ist durchaus erträglich, und das Leben in Deutschland 85 Seemeilen von Lizzard von einem deutschen Untersee ist tatsächlich nicht viel teurer als in allen anderen Staaten boot, welches fünf englische Schiffe versenkt hatte, Europas. Selbst wenn die Schwierigkeiten in einigen Monaten angerufen und ersucht worden, die Mannschaft eines durch größer werden sollten, wird das deutsche Volt sie mit Geduld einen Torpedo versenkten englischen Dampfers an Bord zu nehmen. ertragen. Die Moral der deutschen Nation ist nicht geschwächt, Der französische Kapitän nahm die Mannschaft auf, erhielt Erlaubim Gegenteil, die Unvorsichtigkeiten der fran- nis weiter zu fahren und gab die englische Mannschaft später an zösischen Presse, besonders der Artikel einen englischen Dampfer ab. Larres über die beabsichtigte Annettierung des linken Rheinufers und die Zerstörung der deutschen Einheit, haben das deutsch c Der türkische Krieg. Holländische Friedens- Vermittelung. Frankfurt a. M., 25. März.( W. T. B.) Die„ Frank. furter Zeitung" meldet aus Amsterdam,„ Nieuws van den Dag" veröffentlicht einen Brief des holländischen Ministers des Aeußern Loudon auf eine Eingabe an die Königin, die mit vielen Tausenden von Unterschriften bedeckt war und in der die Königin um ihre Hilfe zur Herbeiführung des Friedens ersucht wird. Der Brief des Ministers lautet: Durch Sie und viele andere ist an Ihre Majestät die Königin eine Adresse gerichtet worden, worin Ihre Majestät ersucht wird, den verschiedenen Regierungen der kriegführenden Länder ihre Vermittelung anzubieten, damit ein Waffenstillstand zur Abhaltung einer Friedensfonferenz oder zur Erörterung von Maßregeln geschlossent wurde, die dem baldigen Zustandekommen des Friedens dienlich sein können. Auf diese, durch Ihre Majestät in meine fanatischer denn je um Regierung und Kaiser schart. Der Ausgang des Krieges kann nur auf den Schlachtfeldern entgefahr. daß die Regierung die darin ausgedrückten Gefühle vollständig schieden werden, wo wir wiederum nur auf uns allein rechnen Wien, 24. März.( W. T. B.) Die„ Politische Korrespondenz" teilt und den feurigen Wunsch hegt, zu gelegener Zeit soweit fönnen. So ergreifend auch die Notwendigkeit sein mag, noch meldet aus Sofia: Eine aus Konstantinopel einge- es ihr möglich ist, im Interesse des Friedens und der ein energischer fämpfen zu müssen, es bleibt uns kein anderer troffene diplomatische Persönlichfeit erklärte: 2as trächtigen Zusammenarbeit der Völker zu wirken. Ausweg: Wir müssen siegen oder unser Land stirbt mit so die von den Dreiverbandsmächten verbreiteten Gerüchte vielen unerseglichen Gütern. Es darf kein Zögern geben, der über einen beabsichtigten Landungsversuch, sei es Kampf wird jedoch hart und lange sein." Bolf moralisch noch mehr gehoben, das sich Eine türkische Stimme über die Landungs- Hände gegebene Adresse habe ich die Ehre, Ihnen mitzuteilen, Italiens Haltung unverändert. außerhalb der Dardanellen, sei es im Schwarzen Meer, betrifft, so London, 24. März.( W. T. B.) Das Reutersche Die Tätigkeit der deutschen Flieger. wurden diese an maßgebenden Stellen in Konstantinopel mit der Bureau ist von der italienischen Botschaft er größten Ruhe aufgenommen. Die maßgebenden Stellen be- mächtigt, festzustellen, daß keine Bestätigung für die in London, 25. März.( T. 1.) Marschall French teilt mit: Am zeichnen es als gänzlich ausgeschlossen, daß ein der den legten Tagen von der Presse gebrachten Gerüchte über 20. und 21. März haben deutsche Flieger bei günstiger Witterung artiger Landungsversuch gelingen fönnte. Für aus großer Höhe bei Lillers, St. Omer und Estaire Bomben herab einen Landungsversuch bei Midia wäre die erste Bedingung, daß die eine Einstellung des Verkehrs mit Deutschland oder über Begeworfen. Sie verursachten nur leichten Schaden an Privateigen russische Flotte im Schwarzen Meer die Oberhand gewonnen hätte, wegungen des Heeres und der Flotte oder über eine Aendetum, das von unseren Soldaten nicht besetzt war und feinem mili- vas bekanntlich durchaus nicht der Fall ist. Außerdem ist die Küste rung in der italienischen Politik vorliegt; tärischen Zweck diente. Sieben Zivilpersonen, darunter drei Frauen des Schwarzen Meeres start besetzt, so daß jeder Versuch einer Lan- es wird erklärt, daß Italiens Standpunkt heute wurden getötet und fünf oder sechs verwundet. Die deutschen dung mit Leichtigkeit zurückgewiesen werden könnte. Die Beziehungen derselbe sei, wie früher. Vom nordöstlichen Kriegsschauplatz. Was sie leisten und leiden. hinter dem Feinde her, oder sie müssen Verteidigungspositionen vor-| Gefecht. Um sich einen Begriff von den in dieser Gegend zu überbereiten, Wache stehen, auf Patrouille hinaus, marschbereit bleiben, windenden Wegeschwierigkeiten zu machen, sei erwähnt, daß die sie können nach heißem Tag- oder Nachtwerk die Kleidung nicht Kolonnen einschließlich schwerer Artillerie, die schnell vorwärts ablegen, ja sie schäßen sich glücklich, wenn nach schweren Kämpfen kommen wollte, zwischen zwei Orten einen Feldweg benutten, von und aufreibenden Märschen ihr müder Körper unter schüßendem dem die Einwohner versicherten, er sei im Februar selbst für das Dach auf Stroh niedersinken kann. leichteste Fuhrivert gänzlich unpassierbar. Die vorwärtsstürmenden, Aut Dic Das alles muß mitberücksichtigt werden, wenn man eine rechte Munition und Lebensmittel heranbringenden Kolonnen überwanden Vorstellung von den Strapazen gewinnen will, denen die Truppen ihn. Allerdings, einige Wagen schlugen um, manches Pferd blieb am G., den 15. März. ausgesetzt sind. Die Umstände verdoppeln und verdreifachen oft die Wege liegen. Unaufhaltsam ging's vorwärts durch Sturm und „ Wir fahren zum Schlachtfeld!" Die Vorbereitungen zu nach Zeit und Kilometern angegebenen Leistungen. Aber als Wert- Schnee. Ein Teil der Infanteriebrigade der Division B. erhielt der Ausfahrt erwecken in mir jedesmal eigenartige Gefühle. Sie maß sind die ziffernmäßigen Angaben nicht zu entbehren. Be- am 15. den Auftrag, vorzugehen und gleichzeitig mehrere Ueberwerden stärker, komplizieren sich, wenn wir den Wagen verlassen sonders nicht für die Volksgenossen im Lande, deren Distanz von gänge zu sprengen. Bei.. stieß man auf feindliche Kräfte, die in haben und die letzte Strecke möglichst nahe an die eigentliche Kampf- den Kämpfern ungleich größer ist als die Kontaktlücke, die uns von Gefangenschaft gerieten. Nach einem heftigen Gefecht, bei dem die linie zu Fuß zurüdlegen. Man steht sozusagen inmitten des gewal- ihnen trennt. Ein Beispiel dafür, was die Truppen leisten und Artillerie aus 500 Meter Entfernung einwirkte, wurde.... am 15., tigen erschütternden Ereignisses und doch fehlt der ganz intime leiden müssen, liefern in dem angedeuteten begrenzten Rahmen die mittags 1 Uhr, genommen. Die Russen zogen sich in südöstlicher Kontakt mit den einzelnen Vorgängen auf den Schlachtfeldern. Das nachfolgenden Daten über Marschleistungen des... Armeekorps Richtung zurück. Bei diesen Kämpfen fiel General Esdorf. kommt wohl daher, daß wir nicht zur fechtenden Truppe gehören, in den Tagen vom 9. bis 18. Februar 1915. Am 9. erreicht das Nachmittag desselben Tages erreichten unsere Truppen bei Regennicht dauernd dem Gefühl unterliegen: die nächste Stunde kann dein Storps auf schlechten Wegen, durch tiefen Schnee, Schillehnen und wetter und auf vereisten Wegen die Seenengen bei... und bezogen Leben kosten! Weil wir nicht unausgesezt auf der Lauer liegen bezog hier Quartier. Die Kolonnen bleiben schon teilweise zurück, Quartier. Der nächste Tag brachte wiederum heiße Arbeit. ntüssen zur Abwehr uns selbst bedrohender Gefahren oder um den die Verpflegung wurde bereits lückenhaft. In der Frühe des Brigade kam bei den Vorposten auf.... mit starten Sträften in BeGegner zu vernichten. Zwar pfiffen auch uns schon wiederholt die nächsten Tages gings im Gilmarsch weiter. Gegen Mittag war man rührung, die sich in den Wald hineinschoben. Ein 12 Stunden anKugeln der Kleinkalibrigen um die Ohren, schlugen Granaten in um 25 Kilometer weiter. Nach kurzer Pause Fortsetzung des Mar- dauernder Waldkampf brachte den Deutschen tros forcierter Anunmittelbarer Nähe von uns ein, aber dann brachte uns doch nur sches, nachts bekam das auf verschiedenen Straßen vorstoßende griffe keinen Sieg. Am 16. Februar ging die Brigade in Gefechtder Wille zu schauen, nicht das Muß des Mitwirkens als Kämpfer Korps Berührung mit dem Gegner, die Nacht verging unter an- stellung zur Ruhe über. Endlich am 17. gelang es ihr,.... zu er in solche Gefahr. Meistens blieben wir in sicherer Entfernung, weit dauernden Kämpfen gegen den etappenweise zurückweichenden Feind. reichen. Hier fand sie am 18. Februar Verbindung mit der im vom Schuß. Und wir erleben nicht unmittelbar das Niederfinken Morgens am 11. Februar erreichte die Division A. den Ort O. Die Kampf stehenden Division B. Mittlerweile hatte diese Division todwunder oder kampfunfähiger Kameraden, sehen und empfinden Division B. bejezte W. Wiederum lösten Gefechte den beschwerlichen einen Abschnitt erreicht und gegen starke feindliche Kräfte, die sie nicht, wie bei uns herum Menschen im vernichtenden Feuer zu- Marsch ab. Schneestürme hatten eingesetzt; immer mehr entfernten von verschiedenen Seiten angriffen, einen schweren Stand. Aber sammenbrechen, hören nicht das Stöhnen, Schreien und Wimmern sich die Mannschaften von den Kolonnen und auf russischem Boden der Ring um die Russen war geschlossen, er zog sich enger um die Verwundeter, nicht das Krachen zusammengeschossener Wagen, nicht in den Dörfern konnte genügender Ersak für ausbleibende Ver- eingefesselte X. russische Armee; ihr Schicksal war entschieden. das Geprassel der in Gebäude einschlagenden Artilleriegeschosse, pflegung nicht gefunden werden. Kurz war die Ruhe vor weiteren Während der zehn Tage hatten die deutschen Truppen Leistungen stehen nicht im wilden Getöse auf dem unheimlich lebendigen Marsch über die verschneiten, holprigen, teilweise mit tiefen Löchern vollbracht, die wohl nicht übertroffen werden können. Tagelang Kampffelde. Wir sehen es nachher, stumm und kalt, furchtbar zwar, versehenen russischen Wege. Bis zum Abend legte die Division B. hatte es kein Brot gegeben, die Kolonnen kamen nicht schnell genug in erschüttternder Wirkung, aber wir erleben das Bild nicht in 32 Kilometer zurück. Die Division A. Kam 30 Kilometer vorwärts. vorwärts. Und schon nach kurzer Ruhe begann neue schevere Arbeit, seinem schauerlichen Werden. Am nächsten Tage marschierte die Division B. 35 Kilometer vom erst wieder ein strategischer Rückzug und dann wieder ein neuer Sicher und ruhig schlafen wir in unserem, weit hinter der Abmarschort entfernt; nach einer Marschleistung von 35 Kilometern strapaziöser Vorstoß. Front aufgeschlagenen Standquartier, ohne Gedanken an Not und bezog die Division A. an diesem Tage in 2... Quartier. Dic Trotzdem noch kein Ende der Mühen, Plagen und Gefahren. Gefahr für uns selbst. Kleine Unbequemlichkeiten rechnen nicht mit. Märsche der letzten Tage waren ebenfalls, was nicht vergessen werden Weiter geht der Kampf! Wenn die Müden, Kranken, Verletzten Wir stehen ausgeruht vom Lager auf, trinten Kaffee oder Tee, je darf, durch Gefechte in ihrer Beschwerlichkeit verschärft worden. Der und, später nach dem Friedensschluß die Ueberlebenden zurücknachdem, bereiten uns vor auf die Ausfahrt, versorgen uns mit 14. Februar war für die Truppen ein Ruhetag, den mancher aller- kommen denkt daran, was sie gelitten und geleistet haben, Proviant und hüllen den Körper warm ein, fast so, als würde ein dings mit allerhand Reparaturen und Besorgungen wenigstens zum würdigt sie als Söhne des Volfes nach ihren Verdiensten und vermehr oder minder beschwerlicher Ausflug unternommen. Und Teil ausfüllen mußte. Zu dem eigentlichen Abgang infolge von Ge- geßt nicht diejenigen, die in diesem schieren Ringen ihren Ernachher gehts wieder zurück in ein Quartier und, ist die Operation fechten kamen schon einige Fußtranke und Erschöpfte. Am Morgen nährer verloren haben. Groß ist die Dankesschuld, möge sie würdig beendet, zum Standort, zwischen uns und der Gefahr immer die des 15. Februar, gegen 9 1hr früh, erhielt eine Abteilung der Di- abgetragen werden soweit das im Bereiche des Menschenmöglichen deutsche Truppenmacht. Die Soldaten jedoch, die vor der Schlacht vision B. den Befehl, auf ein vom Gegner noch verteidigtes Dorf liegt. oder den Schlachten anstrengende Märsche überstehen mußten, jagen vorzustoßen; die Division B. kam gegen überlegene Kräfte ins Düwell, Kriegsberichterstatter, Die französischen Bourgeoisdamen und der Frieden. auss und die Priester Drangsalen Verbande und gegen das Organisationsverbot für Polizei, fall zwingen wolle offiziere. jezze. Mit besonderem Schmerz empfinde er die dem kirch Der Vorsigende Gosling des Transportarbeiterlichen Oberhirten, dem Metropoliten Grafen Szeptydi, den er Amsterdam, 25. März.( Privattelegramm des„ Vor- berbandes erklärte in einem Interview, daß ein Streit als Märtyrer seiner Ueberzeugung verehre, angetane Gewalt. Die wärts".) Die französischen Frauenrechtsliga lehnte zurzeit undenkbar sei, jedoch sei die Errichtung eines Schieds- fchwere Zeit der Prüfung, die über die griechisch- katholische Stirche komitees unter Heranziehung der Organisation notwendig. Galiziens und ihre treuen Söhne gekommen sei, werde, wie er zitdie Teilnahme am Haager Frauentongreß ab, weil dieser der versichtlich hoffe, mit Gottes Hilfe überwunden werden und einer Friedenspropaganda zugunsten Deutschlands diene. Die Haupt- Die Dockarbeiter gegen das Abkommen? glüdlicheren Zukunft weichen. Mit Genugtuung nehme er die von so rednerin, Rechtsanwältin Verone, erklärte, daß die Einladung, London, 24. März.( W. T. B.) Die„ Time 8" melden hervorragenden Vertretern des ukrainischen Klerus in dessen Namen in Gegenwart deutscher Frauen die Friedensbedingungen bekannt aus Liverpool vom 23. März: Lord Kitcheners Aufforderung abgegebene Versicherung unverbrüchlicher Loyalität gegenüber dem zugeben, auf eine Täuschung hinauslaufe, da Deutschland einen an die Do carbeiter in Liverpool und Birkenhead, auch Kaiser und dem österreichischen Staate entgegen. Wenn sich in letzter Waffenstillstand zur Ergänzung seiner Rüstung und Ernährung am Sonnabend zu arbeiten, hat bisher keinen Erfolg Beit innerhalb eines Teiles der ruthenischen Bevölkerung und ausnüßen würde. Die französischen Frauen seien vor dem Krieg gehabt. Die Gewerkschafts beamten veranstalten Ver- auch der ruthenischen Priesterschaft im Lande tiefbedauerlicherweise von den deutschen Sozialisten und Pazifisten verraten worden, fammlungen, in welchen sie die Arbeiter zum Nachgeben zu eine mit diesen Gefühlen unvereinbare Gesinnung und Haltung aber sie wollen nicht während des Krieges weiter verraten werden. überreden suchen; die Gewerkschaft sieht die Lage als sehr gezeigt habe, so erscheine es doppelt notwendig, daß der ukrainische Es sei nicht Sache der französischen Frauen, mit der Friedens- ernst an und beabsichtigt, eine eindringliche Aufforderung an Selerus seinen forretten staats- und kaijertreuen Standpunkt nach wie vor unverbrüchlich bewahre und denselben auch nach forderung vorauszugehen, die Feigheit und Verrat sei, solange die Arbeiter zu erlassen. auswärts fräftigst bekenne. Eine schwere, aber besonders wichtige französischer und belgischer Boden besetzt sei. Aufgabe erwachse dem patriotisch gesinnten Klerus nach Maßgabe der London, 24. März.( W. T. B.) In einer gestern unter dem Revindikation des Landes, wenn er nach den Wirrnissen des StriegsVorsiße von Sir George Asquith abgehaltenen Konferenz ist über zustandes in die Stätten seines beruflichen Wirkens zurückgekehrt verschiedene Streitfragen eine Einigung zwischen Arbeitern und sei und dortselbst diese patriotischen, staatstreuen Gesinnungen in Arbeitgebern der technischen und Schiffbauindustrien in den Herzen der Gläubigen durch Wort und Beispiel zu beleben und Der ukrainische Klerus werde bei solchem den Bezirken am Kanal von Bristol und in Südwales erreicht au festigen haben werde. Bestreben der Unterstützung der Regierung versichert sein können. worden. Erwähnenswert ist, daß Frau Verone der sozialistischen Partei angehört. Daß nicht alle französischen Frauen den Standpunkt der aus Mondänen und erzentrischen Damen zusammengesetzten Feministinnen teilen, geht aus einem Bericht des" Temps" hervor, der über die leise Friedenspropaganda klagt, welche seit einiger Zeit von den Frauen betrieben und aus Höflichkeit angehört werde. Daß diese Propaganda indes nicht so belanglos ist, zeigt schon der folgende Berichtsjah, der besagt, daß dieser schlechte Kreuzzug fortgesetzt werde und seine, die Provinz durchstreifenden Apostel in Mütter- und Gattinnenherzen in der Form von Humanitätsideen Entmutigung ausjäen. Englische Parole zum Durchhalten". London, 24. März.( W. T. B.) Jm Manchester Reformklub Hielt gestern Generalanwalt Sir John Simon eine Rede, in welcher er sagte, es gebe Leute, die nicht nur wissen wollten, wie lange der Krieg noch dauern werde, sondern auch, welches sein Ergebnis sein werde. Darauf gebe es feine Antwort, jedoch sei eine Feststellung der Ursachen für die Beteiligung Englands am Kriege ein Schlüssel zu jener Antwort. Wir haben, sagte der Redner, den Krieg nicht begonnen, um unsere Einrichtungen zu verpreußen, sondern wir verfolgen andere Biele, als Preußen. Augenblicklich ist es unsere Pflicht, Krieg zu führen und nicht vom Frieden zu reden, solange teiner in Sicht ist. Soviel ich weiß, gibt es in diesem Augenblicke nicht das geringste Anzeichen dafür, daß Deutschland Frieden zu schließen beabsichtigte, Bedingungen, die dem Ziele entsprächen, dessentwillen man den Krieg begonnen habe. Es dient zu nichts, wenn man von der gegenwärtigen Lage als einer solchen spricht, die leicht und bald zu der einzigen Art von Frieden führen werde, die es rechtfertigen würde, daß die britische Nation Krieg begonnen hat. Einigung in der Schiffbauindustrie. " Russische Zensur in Paris. " " Krankheitsverheerungen in Serbien. Genf, 25. März.( W. T. B.) Le Bonnet Rouge" schreibt über Der Führer einer englischen Roten- Kreuz- Kolonne in Serbien die Unterdrückung der russischen sozialistischen Zeitung Myse" Lipton, erzählt von einer fürchterlichen Dezimierung der serbischen Bevölkerung durch Krankheiten und Epidemien: Nischs Bevölkerung ( Gedanke) in Paris: Unsere russischen Freunde hatten eine Zeitung, ist von 20 000 auf 100 000 angewachsen, aber täglich sterben welche sie ,, Das Wort" nannten. Man hat sie unterdrückt. Sie 300 Personen. Die Kirchhöfe können die Leichen nicht mehr eröffneten eine neue Zeitung; und nannten sie Den Ges aufnehmen. Die Krankenhäuser sind so überfüllt, daß die Patienten danken". Auch sie wurde unterdrückt. Nachdem man unseren ohne Matratze und Decken auf der Erde liegen. Männer und Frauen unglücklichen russischen Freunden„ Das Wort“ und„ Den Gedanken" liegen in den Häusern herum und sterben ohne Aerzte und Pflege. Wenn nicht baldmöglichst Hilfe in großem Umfange fommt, Aerzte, verboten hat, was kann man ihnen noch weiter wegnehmen! Pfleger, Medizin und Material, so ereilt Serbien ein Schickial schlimmer als wenn es in Feindeshand fiele. Der amerikanische Reservearzt Dr. Ryan sagte zu Lipton: Wenn die Hilfe ausbleibt, wird das serbische Volf in furzem von der Erdoberfläche vertilgt sein!" Die Russifizierung Finnlands. Der sattsam bekannte finnische Generalgouverneur Se yn hat folgenden Befehl veröffentlicht: „ Hierdurch bringe ich zur allgemeinen Kenntnis, daß der Oberbefehlshaber auf Grund des Art. 12 der Regeln über den Kriegszustand ein temporäres Reglement über den finn ländischen Grenzschuh eingeführt hat. Den Beamten dieses Grenzschutzes werden in Ausübung der ihnen auferlegten Pflichten, unter Einhaltung der Bestimmungen des erwähnten Reglements und der Anweisungen ihres Vorgesezten, im Bereiche ihrer Tätigkeit u. a. die Befugnisse erteilt: 1. das ungefeßliche Ueberschreiten des Schußgebietes durch Personen zu verhindern, die aus dem Auslande Das Gepäd dieſer Personen zu prifen; en, und die papiere und 2. die Durchfuhr von Kriegsfonterbande, insbesondere von Waffen, Sprengstoffen und illegalen Schriften zu verhindern; 3. bei den 3ollrevisionen anwesend zu sein und eine 4. eine Revision der Schiffe vorzunehmen, die auf den Reeden eintreffen oder sich dort befinden, und sie für die Dauer von zwei Tagen zurückzuhalten; Was sich gewisse Arbeiterführer für Sorgen nochmalige Revision vorzunehmen; " machen. Amsterdam, 24. März.( Privattelegramm des Vorwärts".) 27 Abgeordnete der englischen Arbeiterpartei sandten ein Schreiben an Vandervelde, in dem sie der französischen und der belgischen Arbeiterschaft ihre Sympathien für den Kampf gegen die deutsche Invasion aussprechen und erklären, daß es nicht allein um die nationalen Freiheiten, sondern um die Freiheit ganz Europas gehe. Die große Masse der britischen organisierten Arbeiter teile diese Gefühle. Hunderttausende hätten freiwilligen Dienst genommen. Die Arbeiterpartei habe alle Maßregeln getroffen, um das Freiwilligenheer zu einem mächtigen Werkzeug der Demofratie gegen die Autokratie, den Despotismus und den Militarismus zu machen. 3. die das Schutzgebiet passierenden Frachtgüter auf ihren Inhalt zu prüfen; 6. alle Maßnahmen zur Feststellung und Verhaftung von Bersonen vorzunehmen, die unter dem Verdacht stehen, ein Staatsverbrechen begangeit zu haben; " Zum ostasiatischen Konflikt. Der russische Minister des Aeußeren Ssaso now hat sich in der vorigen Woche nach dem Hauptquartier des Oberbefehlshabers Großfürst Nikolai Nikolajewitsch begeben. In den Kreisen der Petersburger Diplomatie mißt man, laut der" Retsch", dieser Reise eine außerordentlich wichtige Bedeutung bei, da sie den Zweck verfolge, den Oberbefehlshaber der Armee über die politische Lage, insbesondere über die Haltung der neutralen Staaten zu informieren. Ueber die Lage im fernen Dsten gibt man sich in Petersburg optimistischen Erwartungen hin. Nach Ansicht der Diplomaten, denen die Angelegenheiten der ostasiatischen Politik unterstellt sind, ist der japanisch- chinesische Konflikt einer friedlichen Lösung nahe. Die Petersburger Diplomatie glaubt, daß die japanischen Diplomaten alles aufbieten werden, um bis zu den Parlamentswahlen, die bekanntlich Ende dieses Monats stattfinden, eine Vereinbarung mit China zustande zu bringen. Sie würden in den Hauptpunkten ihrer Forderungen beharrlich sein, aber in nebensächlichen Punkten, die für die Eigenliebe der chinesischen Behörden von großer Bedeutung seien, sich nachgiebig zeigen. Was die Haltung Juanschifais anbetrifft, erwartet die Petersburger Diplomatic, daß er sich mit einem Kompromiß mit Japan abfinden werde. 7. Verfügungen zu erlassen: a) über die vorläufige Festnahme, allerdings nicht länger als für die Dauer von zwei Wochen, aller Personen, die unter dem dringenden Verdacht Zur chinesisch- japanischen Krise.. stehen, Staatsverbrechen begangen zu haben, oder wesentliche Interessen der Armee zu verlegen, oder mit solchen London, 25. März.( W. T. B.) Die, Morning Verbrechen in Berührung zu stehen, oder ungefeg- Post" meldet aus Tientsin: In Schantung lichen Verbindungen anzugehören; b) über die Vornahme von Haussuchungen zu jeder Zeit ausnahmslos in herrscht große Erregung über die Landung Eine Abteilung von tausend allen Lokalitäten wie über die vorläufige Beschlag- japanischer Truppen. nahme jeder Art von Besitz, das auf den verbrecherischen Mann wurde in Tsinanfu an Land gesetzt, wo die Lage Charakter der Handlungen oder Absichten der unter Verdacht sehr beunruhigend ist. Die chinesische Regierung ist bestürzt Hervorzuheben ist, daß der vorstehende Aufruf von den stehenden Personen hinweist. fozialistischen Abgeordneten wie Keir Hardie, Indem ich alle und jeden auffordere, den gesetzlichen An- über das Auftreten Japans und erklärt, wenn infolge von Indem ich alle und jeden auffordere, den gesetzlichen AnMacdonald, Anderson und Snowden nicht unter- ordnungen und Forderungen der Beamten des Grenzschutes ohne Japans militärischer Invasion ein Konflikt entstehen Widerrede Folge zu leisten und sie bei der Ausübung ihrer Dienst- würde, so treffe hierfür die Schuld allein Japan. Die pflichten in jeglicher Weise zu unterstützen, bringe ich zur Kenntnis, Versicherung der japanischen Regierung, den Frieden aufrecht gebenheiten. zeichnet ist. wird. Eine Mahnung zur Besonnenheit. daß diejenigen, die die obigen Anordnungen und Forderungen nicht erhalten zu wollen, erscheine nichtssagend gegenüber den BeWenn " " Dieser Befehl des finnländischen Generalgouverneurs bedeutet die wandeln. Kriegsbekanntmachungen. Weitere Vergünstigung zum Besuch Verwundeter in Belgien. London, 24. März.( W. T. B.) In einem Leitartikel über befolgen oder gar den Beamten des Grenzschußes Widerstand leisten Greys Rede schreibt der, Manchester Guardian": Wenn oder ihnen entgegenwirken sollten, zur strengsten Verantwortung Grey ſagt, dies müsse das letzte Mal gewesen sein, daß ein Krieg gezogen werden sollen, bis zum Kriegsgericht und der Annahme der Indemnitätsbill im KapParlament. auf solche Weise entstand, so kann das wenig oder viel be- Todesstrafe mit inbegriffen." sagen. Zu diesem Wunsche sagen wir alle Amen! London, 25. März.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet Ausdruck offene Etablierung der russischen Polizei- und Säbel- aus Kapstadt, daß das Abgeordnetenhaus die Indemman ihn aber in einem Friedensvertrage zum bringen will, sieht man erst, wie wenig wirksam das sein herrschaft in Finnland. Unter der unschuldigen Maske des nitätsbill und den Zufazantrag von Smuts, daß die TodesFür den Durchschnitts- Engländer fann es bedeuten, Grenzschutes" werden einem besonderen unter russischer Diftatur strafe für Rebellion nicht angewendet werden soll, einstimmig angedaß, soweit es durch den Friedensvertrag möglich ist, die stehendem Korps Befugnisse erteilt, die alle verfassungsmäßigen nommen habe. Herrschaft des Gesetzes aufgerichtet werden soll. Für die Rechte der Finnländer außer Kraft setzen und die finnischen BeDeutschen aber kann es bedeuten, daß Deutschland so gehörden, die schon bisher unter der Fuchtel des Generalgouverneurs demütigt werden muß, daß es niemals mehr imstande ist, Krieg und des ihm willfährigen Senats standen, in einfache Anhängsel zu führen, das heißt, daß es zerstückelt oder dauernd besetzt werden der Beamten des Grenzschutzes", d. h. der russischen Polizei versoll. Wenn man den Deutschen klar macht, daß wir die Existenz ihres Landes vernichten wollen, so Litauens Zukunft. werden sie auch das Aeußerste tun. Gerade darum Petersburg, 25. März.( W. T. B.) Auf dem lettischen Der Deutsche Verwaltungsrat für belgische Eisenbahnen yat follten es unsere Staatsmänner vermeiden, eine solche literarisch- musikalischen Abend hielt das Dumamitglied Itschew angeordnet, daß zum Besuche kranker oder verwundeter Krieger und Sprache zu führen. Davon gerade fann es ab einen Vortrag über die kulturelle Entwicklung Litauens". zur Beerdigung verstorbener Krieger die Fahrpreise auch auf den int hängen, ob der Krieg ein Jahr oder fürzere 3eit as Itschew in dem Vortrage die Frage berührte, was Litauen Militärbetrieb befindlichen Eisenbahen für erwachsene Angehörige dauert oder zwei oder drei Jahre. Kinder unter 15 Jahren sind ausgeschlossen gleichfalls auf vom Kriege erhofft, und bemerkte, daß es hoffe, es werde nach dem Striege feine unterdrückten Nationalitäten mehr die Hälfte, und zwar auf 5 Centimes in der 2. und 2% Centimes in geben, schloß der Polizeibeamte die Versammlung. Nach langen der 3. Wagenklasse für einen Kilometer ermäßigt werden. Amsterdam, 25. März.( Privatelegramm des Verhandlungen mit dem Stadthauptmann konnte der musikalische Briefe an Kriegs- und Zivilgefangene im Auslande. „ Vorwärts".) Der Arbeiterparteiler Clynes prote- Teil des Abends weitergehen, aber das Referat über die lettische Briefe und Postfarten an Striegs- und Zivilgefangene im feindstierte bei der Stadtbehörde in Birkenhead und beim Kunst durfte nicht verlesen werden. lichen Auslande müssen in großer, deutlicher, nicht zu enger Schrift dortigen Kommandanten gegen die Einstellung der Soldaten abgefaßt sein. Briefe sollen höchstens vier Seiten gewöhnlichen mit Seidenpapierfutter zu verwenden. Solche Umschläge fönnten Verdacht erregen, weil es vorgekommen sein soll, daß das Papierfutter zur Uebermittelung verbotener Nachrichten benutzt worden ist. Aus der englischen Arbeiterbewegung. an Stelle streifender Gasarbeiter. Der Oberst- Eine Loyalitätserklärung des ukrainischen Briefpapiers lang fein. Ferner empfiehlt es sich nicht, Briefumschläge Klerus Galiziens. Lezte Nachrichten. leutnant erwiderte, er habe die Soldaten nicht kommandiert, sondern sie zum freiwilligen Dienst aufgefordert, da die Regimentsküche Kochgas brauchte; auch war die Beleuchtung Wien, 25. März.( W. T. B.) Gine Abordnung des cines für die Admiralität arbeitenden Betriebes gefährdet. griechisch katholischen ukrainische n Klerus Clynes antwortete, der betreffende Betrieb erzeuge eigenes Galiziens erschien gestern bei dem Ministerpräsidenten Grafen Gas für seinen Bedarf; jedenfalls seien die Soldaten zu etwas Stuergfh und überreichte ein Memorandum mit einer Reihe von aufgefordert worden, was, falls es von Leuten ohne Uniform Anliegen des ukrainischen Klerus, wobei der Sprecher unter Vergetan wäre, bei den Arbeitern als Verräterei gilt. Die Birken- wahrung und Protest auf die Vergewaltigung hinwies, welche den haeder Gasarbeiter streiften, weil sie provoziert worden find. griechisch- katholischen Gläubigen und ihren Priestern in dem vom Dagegen, daß die Soldaten nur für ihren eigenen Bedarf Feinde besetzten Gebiete Galiziens durch Bedrängung aller Art, Gas produzierten, hätten sie nichts einzuwenden gefunden, besonders durch Versuche, ihnen die Orthodoxie aufzuzwingen, an- weiter Ruhe an. Bei der feindlichen Flotte dagegen herrscht lebaber sie sähen keinen Grund, die für die Landesverteidigung getan werde. Die Abordnung bekräftigte die in schwerster Bedräng- haftere Bewegung zwischen Tenedos und Lemnos, welche den EinAngeworbenen zu einem unwürdigen Dienst abzukommannis befundete unvergänglich loyale staats- und Kaiſertreue Ge- drud bestätigt, daß man sich auf neue Angriffe größeren Stils vorDieren. finnung des ukrainischen Klerus und erbat den Schutz und bereitet. Es kann als sicher geltn, daß außer den schon gemeldeten Kampfpause vor den Dardanellen. Konstantinopel, 25. März.( T. U.) Vor den Dardanellen hält Das Erekutivfomitee des Beamtenver die Silfe der Regierung. Der Ministerpräsident erwiderte, Berlusten auch die beiden englischen und französischen Linienschiffe bandes protestierte gegen die Bestrafung von drei Green- er beklage mit den Erschienenen tiefstens, daß fremde Ge- Albion" und" Suffren" bei der letzten Beschießung Beschädigungen wicher Konstablern wegen der Agitation für den Beitritt zum walt die Gläubigen der hier vertretenen Diözesen zum Ab- l'erlitten haben. " Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Frankfurter Viertel. Bez. 385 II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Arbeiter August Neumann öchstestr. 4, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, den 26. März, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Bartholomäus- Kirchhofes in Weißensee, Falkenberger Straße, aus statt. 220/13 Der Vorstand. Köpenicker Viertel. Bezirk 165. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Portefeuiller Franz Hecht Naunynstr. 87, am 7. März, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein f.d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Am Montag, den 22. März 11. Abt. Bez. 634. verstarb Gastwirt unser Genosse, der Wilhelm Dobrock Borsigstr. 20. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 27. März, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Golgatha- Kirchhofes in der Barfusstraße aus statt. 17. Abt. Bez. 825 a. Am Dienstag, den 23. März, verstarb unser Genosse Karl Wüstenberg Gottschedstr. 88. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Baus- Stirchhofs in Plötensee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 263/13 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Erich Muchau Nachruf. Als Opfer des Weltkrieges fielen unsere lieben Kollegen Wilhelm Lampke au 21. Dezember 1914, Richard Suckert am 17. februar 1915. Wir werden ihnen ein dauern des Andenken bewahren. 15A Die Kollegen der Wurstfabrik W. Behr, Berlin- Schöneberg. Am 8. Februar starb den Heldentod unser lieber Vereinskollege Wilhelm Zülsdorf. Wir werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. A Die Vereinskollegen des Sparvereins ,, Mustopp" Stiastny, Galling, Rademann, Ortschig, Kupert, Senkel und H. Galling und Koch( zurzeit im Felde). Den am Dienstag erfolgten Tod meines lieben Mannes, guten Baters Otto Sprenberg zeigen tiefbetrübt an Minna Sprenberg nebst Sohn, Transvaalstraße 18. Beerdigung heute nachmittag 3 1hr von der Leichenhalle des Philippus Apostel- Kirchhojes aus auf dem städtischen Friedhof, Müller, Ede Seestraße. 13995 Am 3. März fiel als Opfer des Krieges unser lieber Kollege Ernst Grubert im Alter von 25 Jahren. Wir werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. 76A Die Kollegen der Spiralhohrerfräserei R. Stock u. Co., Marienfelde. Haben Sie Stoff? Ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick. dauerh. Zutaten von 25 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenade 8, 11.( Stadtb. Börs.) Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, finienftr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9 bis 1 Uhr und von 4 bis 7 Uhr. Achtung! Achtung! Rohrleger und Helfer. Sonntag, den 28. März 1915, vormittags 10 Uhr: Branchen- Versammlung im großen Saal des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstagsabgeordneten F. Ewald. 2. Diskussion. 3. Verbands und Branchenangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Sonntag, den 28. März 1915, vormittags 10 Uhr: Versammlung fämtl. mit der Herstellung von GranatenZündern besch. Zink-, Zinn- u. Bleigießer, Former, Metallgießer u. Berufsgenossen im Lokal von Gliefing, Wassertorstraße 68. Tagesordnung: 1. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Zündergießereien. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen von Langer u. Co., Mosler Nachf., Stoof Nachf. und Butzke sind besonders eingeladen. Sonntag, den 28. März 1915, vormittags 10 Uhr: amt 23. März an Lungenleiden Versammlung gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 26. März, nach inittags 4 Uhr, von der Reichenhalle des Philippus- Apostel- Kirchhojes in der Müllerstraße 44/45 aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. 111/8 Die Ortsverwaltung. Verlobte! aller in den Gießereien beschäftigten Puzzer und Schleifer im Lokal von Nebel, Marstraße 12. Tagesordnung: 1. Unsere Arbeitsverhältnisse während des Krieges. 2. Wahl eines Kommissionsmitgliedes. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreichen Bejuch obiger Versammlungen erwartet Die Ortsverwaltung. 111/7 Kriegsgetraute kaufen k Umziehende in öbel D zu denkbar kulantesten Bedingungen reell und preiswert bei Berlin N Piel Otto iehl Spezialität: Mittelgenre Ratenzahlung jedem gestattet BrunnenStr. 120. Mein Geschäft bleibt am Sonntag bis 6 Uhr abends geöffnet. Mechaniker- Kittel Schlosser- Anzüge kaufen Sie am besten und billigsten in dem größten Spezialgeschäft von Kohnen& Jöring, Arbeits- und Berufs- Kleidung Alexanderstraße 12. Rosenthaler Straße 53. Landsberger Allee 148. Neukölln, Bergstr. 66. ArbeiterRadfahrer- Bund ..Solidarität“, Mitgliedschaft Neukölln. Alls Opfer des Weltkrieges starb unsere langjähriges Mitglied, der Bundesgenosse Wehrmann Wilhelm Ganskow. Er war uns stets ein treues Mitglied, und werden wir sein Andenken in Ehren halten. 11/2 Die Ortsverwaltung. Am Donnerstag, früh 4, Uhr, entschlief sanft nach qualvollem Leiden mein lieber Mann und guter Vater, der Puzer August Standke. 13966 Dies zeigt tiefbewegt an die trauernde Witwe Ernstine Standke geb. Walter Cuornstraße 41. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von dem alten Michael Kirchhof in der Hermannstraße aus statt. Am 14. März fiel als Opfer des Krieges unser lieber Wander und Jugendgenoffe Oskar Rimkus im blühenden Menschenalter. Den Verlust bedauert aufrichtig Kurt Zintel, Neukölln, Saalestraße 17. 2891 Am 17. Februar fiel auf dem Schlacht elde unser Kollege Hermann Jendrike. Wir werden ihm ein chrendes Andenken bewahren! 13936 Die Kollegen der Firma Gesellschaft für drahtlose Tele: graphie, Berlin. Kranzspenden sowie sämtliche Blumenarrangements liefert schnell und billig Paul Gross, Lindenstr. 69, Tel.Mp1.7203 Buchhandlung Vorwärts Berlin SW. 68, Lindenstr. 3 Wichtige Neuerscheinungen: Die deutsche Sozialdemokratie und der Weltkrieg Bon Dr. Paul Lensch Preis 1 Mt., ungekürzte Vereinsausg. 40 Pr. Aus dem Jnhalt: Imperialistische Politik der Großmächte in den legten fünfzehn Jahren+ Die englische Weltherrschaft und ihre Erschütterung durch den Krieg+ Der russische Zarismus+ Frankreich und der Krieg+ Deutsche Bergangenheit und deutsche Zukunft Die * Internationalität und der Krieg Von Karl Kautsky. Sonderdruck aus der Neuen Zeit". Mit einem Vorwort Preis 50 Pf., Vereinsausgabe 20 Pf. Aus dem Inhalt: Internationalität und Neutralität+ Parteidifferenzen im Kriege; a) Von 1854-66, b) Das Jahr 1870, c) Nach 1870 Gegensäße des Friedens und Gegensäße des Krieges+ Die Einigkeit der Internationale seit dem Burenkrieg Die Schwierigkeiten der jeßigen Situation+ Der Schrecken der Invasion Die Gefährdung der Internationale Die Grenzen der Jnternationale Verkäufe. * k Möbel. Kriegspreise, so b llig nie wieder fehrend, nur jetzt im Kriege! Kleider schrank und Vertiko mit Verglasung Teppich- Thomas, Dranienstr. 44 39,-, Bettstelle englisch 36, Soja spottbillig farbfehlerhafte Teppiche, 86,- großer Teppich 21., SchreibGardinen. Vorwärtslejern 5 Prozent tisch( Diplomat) 49,-, Küche, siebenExtrarabatt. 10 teilig 56,-, Ankleideschrank mit Kaufgesuche. Kupfer! Messing! Aluminium! Ridel! Zinn, Zint, Blei, Quecksilber, Stanniolpapier, Platinaabfälle, Zahngebisse. Goldsachen, Silberabjälle, Höchstpreise! Detallschmelze Cohn", Brunnenstraße 25 und Neukölln, Berlinerstraße 76. 1/ 7* Fahrradankauf, Linienstraße 27. Knopflochmaschine faust Braun, Kastanienallee 29/30. 4. † 107 Verschiedenes. Patentanwalt Müller, Gitschiner straße 16. Vermietungen. Zimmer. Kleines möbliertes Zimmer, Näbe Moritplat, gesucht. Offerten, Preisangaben, Malz,„ Vorwärts", Prinzen straße 31. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. † 105 Klavierstimmer. Fast erblindeter Genosse empfiehlt sich als klavierstimmer. Hasselbach, Neukölln, Niemey straße 10. Stellenangebote. Asphaltklebearbeiter sofort ge sucht. Bien u. Co., Bau Untergrundbabit, Chausseestraße, Ede Schwartfopffstraße. 13846* Reparatur Schlosser für Elektromobile, tüchtige, sucht sofort Automobil Betriebs Aktien Gesellschaft, 13906* Fennstraße 31. Drahtzaun Aufsteller, geübtc, suchen Wolff u. Friedrich, Friedrichs hagen. : 6.82 Maler und Anstreicher, auch der Küchenmöbelbranche, werden cin gestellt durch den Paritätischen Facharbeitsnachweis Gormannstraße 13, 7-10 Uhr vormittags. 47/ 19* Tüchtige Orthopädie Mechaniter verlangt sofort H. Bindler, Bauhof. straße 10. 1398b Korbmacher, Einbinder, flotter Arbeiter, sofort gesucht, Neue Rog straße 8. 13916 Korbmacher auf 98, Rumpf 1,80, gesucht, Krause, Schillingstraße 25.* Gestellbauer auf 98 gesucht. Krause, Schillingstraße 25. 1400ɓ Farbigmacher und Barockvergolder verlangt Neumann, Hennig u. Co., * 14* Zeughofstraße 21. Blusennäherin außerm auie berlangt Rosenthaleritraße 65. 13976 sega nogen, tum after ben H bis 16 Jahren aus achtbarer Familic gegen monatliche Vergütung fofort gesucht. Meldungen in Begleitung der Eltern oder des Vormundes 10--2 Uhr vormittags oder 6-8 Uhr abends in der Personal- Verwaltung IV. Etage. A. Jandorf u. Co. Belle Alliancestraße 1/2. 218* Zeitungsausträgerin für den " Borwärts" in Mahlsdorf gesucht. Meldungen: Kaulsdorf, Ferdinand straße 17, II, bei eßberg. 81 23/12 werden verlangt. Arbeiter und Zuschläger Lichtenberg, Rittergutstr.108/ 09. Zuschneider Monatsanzüge, nur wenig ge- Spiegel 67,-, Ausziehtisch 17 Fahrpersonal, Flaschenspüler. tragen, Baletots, Ulster, Hosen, Ge- Rohrstuhl 4, Waschtoilette 19, sellschaftsanzüge werden spottbillig Spiegelspind 19,- Stommode 20,-, Sträffige, des Fahrens fundige Vente verkauft. Die elegantesten Anzüge schöne Schlafzimmer spottbillig. Berfolie Flaschenspüler werden einge sind leihweise billig zu haben. Alt- fäumen Sie diese Offerte jetzt nicht! stellt. Meldungen mit Papieren im bekannte Firma. Mar Beiß, Große Möbel Ehrlich, Alte Schönhauser: Kontor der Schultheiz' Brauerei A. G.. Frankfurterstraße 88. * straße 32. Lichterfelder Straße 11--17. Teppiche mit fleinem Fehler, sehr billig. Gardinen, Portieren, Stepp decken, Tischdecken, Diwandecken, sehr billig. Bortvärtslejer 5 Brozent Rabatt. Teppichhaus Brünn, Hadescher Markt 4( Bahnhof Börse). 246/ 4* Teilzahlung, 0,50 wöchentlich, Herren, Damen-, Kindergarderobe, Möbel, Gardinen, Portieren, Teppiche, Steppdecken, Tischdecken, Bilder, Gas fronen, Kinderwagen. Kredithaus Luisenstadt, Köpenickerstraße 77/78, Möbelkredit. Stomplette Wohnungseinrichtungen, einzelne Möbelstücke. Geringste Anzahlung, be- auf Kartonnagen für Apotheker und quemite Abzahlung. Kredithaus Konfitüren, selbständiger, geübter ArZuisenstadt, Stöpeniderstraße 77/78, beiter, fofort verlangt. Ede Brüdenstraße, nahe Jannowizbrüde. * Teilzahlung bei günstigsten Be dingungen. Möbelhaus Gabbert, Aderstraße 54. Herrliche, vollständige Wohnungseinrichtung, alles neu, für 23/68 Otto Pieske, 11ibanstr. 100. Korbmacher auf 98er Munitionsförbe geindt. 13926 Kramer, Wallstr. 25. Ede Brüdenstraße, nahe Jannowik preis zu verkaufen bei Slas, Splet: Orthopädie- Mechaniker brüde. ( gut eingearbeitete) verlangt Medizinisches Warenhaus Berlin, Heidestr. 52. Kaffierer 24/8 21/7 thalerstraße 57, vorn III.( Gewerblich.) Kleister zum Tapetenkleben und Händler verbeten. 23/9 für andere Zwede offerieren Kirstein Zentralmöbelspeicher, Prinzen it. Co., Schühenstraße 6. Zentrum straße 71, verkauft Kleiderspinden 1521 und 2327. 1370b* 15,00, 25,00, Auszugsosas, Betistellen Teppiche, Farbenfehler, spottbillig, 20,00, 30,00, 45,00, Auszugtische, für Sonntag und Montag verlangt Portieren, Gardinen, Diwandeden, moderne Küchen 60,00, 65,00, ajch gegen gute Provision Trümeaus, Tischdecken, Steppdeden, Läuferstoffe. tische, Schlafzimmer, Tannenzapf, Seinmeisterstr. 3 1: Ertrarabatt 10 Prozent. Fischer, Bahnzimmer. Schuhmacher verlangt Potsdamerstraße 109. Kleiderschrant! mußbaum 25, ExtrabilligerBettenverkauf, Wäsche Wäschespind 18,-, 11mbaue, Moquett verkauf, Gardinenverkauf, Teppich- sofa, Garderobenschrank 20,-, Seidenverkauf, Festgeschente, Steppdecken, oder Plüschgarnitur 75,-, ZylinderPlüschdecken, Goldsachen, Belzsachen. bureau 35,-, Schlafzimmer, WohnWanduhren, Taschenuhren, Riesen: zimmer sowie reizend ausgeführte aus der Tapisserie- Branche verlangen auswahl Herrenanzüge, Herren Küchen gelangen zu ertra billigen 308* Leiser, Schmidstr. 24/25. Borstellung 8-11 vormittags. Erstklassigen Zeichner 24/6 Ritterpaletots, Herrenhosen, Damen- Breisen zum Sonderverkauf. Möbel- Spring, Happ& Co., straße 72. garderoben. Pfandleihhaus, Her- haus Dften, Gelegenheitskäufe, Anmannplag 6. dreasstraße 30. Tüchtige Schlosser für leichte Blecharbeiten bei hohem Verdienst verlangt. 260/ 12* Charlottenstr. 31. Knorr- Bremse, Aktiengesellschaft, Abt. Lankwitz, Mehrere Zimmerleute ebendaselbst verlangt. Central- Haus Jägerstr. 13 Conc. Leihhaus 5780 Gesucht 210/15 Zuschneider auf Artillerie- Geschirre sowie Sattler und Schuhmacher nuf Brustblätter und leichte Näharbeiten. Modest& Co., Wilhelmstr. 37. Tücht. Schlosser, Nadler 13936 und Zaunaufsteller berlangt b. h. Lohn Weintraub, Reichenberger Str.32. Von Kavalieren wenig getragene sowie im Versatz gewesene Jackettanzüge, Rockanzüge, Paletots u. Ulster, 12. 15, 18, 20, 25 bis 36 M., Prima. Ferner Gelegenheitskäufe in neuer Maßgarderobe enorm billig. Riesenposten Kostüme und Damen- Mäntel, auf Seide, enorm billig. Extraangebot in Lombard gewesener Brillanten, Uhren und Goldwaren zu enorm billigen Preisen. ,, Vorwärts"-Leser erhalten 10 Proz. extra. Verantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl. Nr. 85. 32. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Politische Uebersicht. Kameraden begrüßen dürften, besonders für ihn ins Gewicht gefallen." Eine angebliche Aeußerung des Staatssekretärs Delbrück den Gepflogenheiten des berühmten Burgfriedens", er beüber das Wahlrecht. Das„ Echo von Paris" veröffentlicht eine Unterredung seines spanischen Mitarbeiters mit dem Staatssekretär Delbrück, die Ende v. J. in Berlin stattgefunden haben soll. In dem Bericht heißt es: " Ich sprach ihm von der inneren Situation Deutschlands, von den Sozialdemokraten, schließlich von Liebknecht. „ Die Geste Liebknechts hat feinerlei Bedeutung," antwortete er langsam. Dann berührte er ohne weiteres die brennende Frage, das heißt die gegenwärtige Kampagne der mit den Polen verbündeten(?) Majorität der sozialdemokratischen Partei. Dieser Angriff des Bündlerblattes widerspricht nicht nur deutet auch eine Verletzung der elementarsten Anstandspflichten, denn die Deutsche Tageszeitung" weiß sehr wohl, daß der Genosse Liebknecht zurzeit außerstande ist, ihr die gebührende Antwort zu erteilen. Sehr tapfer, gegen den wehrlofen Gegner Angriffe zu unternehmen! " Freitag, 26. März 1915. bar organisierten Postdienst lassen, ihr herrliches System der Arbeiterversicherung, ihre Einkommens steuer, in der Hoffnung, daß die französische Republik die administrative Einsicht des kaiserlichen Deutschland in allen diesen Beziehungen nachahmen wird. Wir werden in den Friedensvertrag eine Klausel hineinsetzen, durch welche während einiger Jahre die elfaß- lothringischen Gewebe mit Leichtigkeit auf dem deutschen Martte erscheinen können, ihrem gewöhnlichen Markte, um ihnen Zeit zu lassen, sich ihren Platz auf dem Markte Frankreichs und seiner Kolonien zu suchen; wir werden einige fleine Vorsichtsmaßregeln treffen, damit die 50 oder 60 Milliarden von Kalisalzen, welche der elsaß- lothringische Boden enthält, weiter mit derselben Intelligenz durch den französischen Staat ausgebeutet iverden, als es bisher durch den deutschen Staat der Fall war." " Eine Unterredung mit Frau Dr. Liebknecht im ,, Matin". Genf, 25. März.( T. U.) Der Matin" veröffentlicht den Wortlaut einer Unterredung, die einer seiner Redakteure in einem Schweizer Kurort bei Lausanne mit der Gattin des deutschen Die Tägliche Rundschau" fragt im Anschluß an diese Lobrede „ Es ist nicht unmöglich", sagte er mir, daß es im preußischen Reichstagsabgeordneten, Frau Dr. Liebknecht, gehabt haben will. auf deutsche Einrichtungen, ob denn auch die Bevölkerung in den Landtag eine Demonstration zugunsten der Einführung des all- Der betreffende Journalist gibt jedoch zu, der Dame seine Na- Reichslanden überhaupt die vorzügliche deutsche Verwaltung mit der gemeinen gleichen Wahlrechts in Preußen geben tionalität als Franzose geflissentlich verheimlicht und sich ihr als französischen vertauschen wolle, zumal auch ihre wirtschaftlichen wird; das ist nicht meine Sache, aber ich kann Ihnen in meiner deutschschweizer Badegast vorgestellt zu haben. Das Gespräch be- Interessen sie mehr auf Deutschland als auf Frankreich hinweisen. Das Eigenschaft als Minister des Innern und Chef der Regierung er- wegte sich natürlich über die Rolle, die Dr. Liebknecht im Deutschen nationalliberale Blatt erhebt damit nichtsahnend eine Frage nach klären, daß die letztere abfolut entschlossen ist, der sozialdemokratischen Reichstag gespielt hat. Unsere Sozialdemokraten kann man nicht dem eigenen Wunsch der Bevölkerung, die uns bei der Lösung Partei nicht das mindeste 3ugeständnis( aucune sorte mit den französischen Sozialdemokraten vergleichen. Bei uns find aller Annektionsfragen von grundsätzlicher Bedeutung erde concession) zu machen." sie vor allem Patrioten. Nur mein Gatte hat gewagt, gegen den scheint. Das„ Berliner Tageblatt" bemerkt dazu, daß zwar der Krieg aufzutreten, er ganz allein hat es gewagt, die Regierung zu ganze Bericht die Unkenntnis mit den innerpolitischen Ver- kritisieren. Man darf aber deshalb nicht glauben, daß er weniger hältnissen Deutschlands verrate, aber eine Klarstellung bereit ist, seine Pflicht als Deutscher zu erfüllen, als irgendein trozdem angebracht sei. Das meinen wir auch, zumal die anderer. Deutsche Tageszeitung" sich mit auffälliger Entschiedenheit gegen je de Mitteilung über die tatsächlichen Grundlagen dieses Berichts wendet. " Aus der Partei. Totenliste der Partei. Parteiliteratur. Der französische Journalist fragte darauf nach den Verhandlungen, die Liebknecht in Belgien mit dem Minister Vandervelde In Liegni starb an Lungenschwindsucht im besten Mannesgeführt hatte. Frau Liebknecht erwiderte:„ Mein Gatte wurde alter der frühere Ortsleiter des Bauarbeiterverbandes und jetzige dazu ein wenig von pangermanistischer Seite aus gedrängt, aber Redakteur der Liegnizer Volkszeitung", Genosse Rudolf Pohner. Das Kriegsziel des Herrenhauspräsidenten. im übrigen widerstrebte es ihm durchaus nicht, den Arbeiterkreisen Er bekleidete zugleich das Amt eines Wahlkreisvorsitzenden im WahlUnsere gestrige Besprechung der Rede, die der Herren- Belgiens die Schrecken des Krieges zu ersparen. Es wäre beffer treise Liegnig Goldberg- Haynau und hat in allen diesen Aemtern hauspräsident von Wedel gehalten hat, wird von der gewesen, sich zu unterwerfen, als Widerstand zu leisten. Warum einen großen Fleiß an den Tag gelegt. Obwohl die schwere Kranthat man das in Belgien nicht verstanden?" Zum Schlusse bewegte heit seit Jahren an ihm zehrte, hielt er auf seinem Posten aus, bis " Deutschen Tageszeitung" wohl nicht ohne Absicht sich die Unterhaltung über die Führer der feindlichen Armeen: er zusammenbrach. Was bei gutem Willen und taktischem Geschick in einer Weise interpretiert, die dem Sinne unserer Be-" Ich kenne Herrn von Hindenburg nicht," sagte Frau Dr. Lieb- an Agitation geleistet werden kann, bewies der Verstorbene dadurch, merkungen widerspricht. Das konservative Blatt schreibt: fnecht, aber sein Ruf in hochstehenden Kreisen Berlins ist sehr daß er schon als Leiter der Bauarbeiterbewegung 95 Proz. der ges „ Das„ Berliner Tageblatt"( soll heißen der Vorwärts") groß. Er ist ein wenig unser Joffres, man hat sogar seine Abreise werkschaftlich organisierten Maurer und Bauarbeiter als Mitglieder glaubt, daß diese Bestimmung des Kriegsziels zweifellos im nach der Westfront angekündigt. Alle Deutschen bewundern des sozialdemokratischen Vereins gewann. In den letzten Jahren Widerspruche zu den Ausführungen des Reichstanzlers beim Aus- Joffres sehr, ohne ihn hätte uns die französische Armee nicht bis eroberten die Liegniger Genossen einige Stadtverordnetenmandate bruche des Krieges stehe und daß eine Bearbeitung der Deffent- jetzt Widerstand leisten können. Der Kampf sollte nur kurz sein, und sandten Pohn als ersten in das Stadtparlament, leider lichkeit im Sinne der Darlegungen des Herrn von Wedel eine und jetzt verlängert er sich fortwährend. Wir haben aber noch konnte er dort nur kurze Zeit feine ruhige, aber sichere und Gefahr bedeute, die das Blatt zu entsprechenden Gegenäußerungen nicht unser letztes Wort gesprochen." geschiďte Tätigkeit entwickeln. Die Liegnizer Genossen haben im zivinge. Wir glauben kaum, daß der Vorwärts" dem Auf Grund einer Anfrage bei Frau Dr. Liebknecht stellen Genossen Bohner ihren besten Mann verloren. Reichskanzler mit dieser Gegenüberstellung einen guten wir fest, daß diese ganze Unterredung", die der" Matin" Dienst getan hat. Den Herrenhauspräsidenten gegen seinen Lesern auftischt, von Anfang bis zu Ende ereinen derartigen Angriff eingehend und ausdrücklich zu ver- Iogen ist. Demokratie und Organisation, Grundlinien proleta teidigen, halten wir nicht für nötig. Will sich der Vorwärts" rischer Politit. Unter diesem Titel ist soeben eine von Heinund die angeblich hinter ihm stehenden Kreise wirklich damit be= Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten im Heere. rich Laufenberg und Friz Wolffheim verfaßte Schrift ergnügen, einen Frieden zu erlangen, der den ungeheueren ge- Nachdem die auf Einladung des Generalgouverneurs nach schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Gesellschaft, Klasse brachten Opfern nicht entspricht? Meint das Blatt, daß wir Belgien gereisten Präsident des Neichsversicherungsamts Dr. Kauf- und Staat Bürgerliche Revolution und bürgerliche Demokratie nicht dafür sorgen sollten, eine Sicherung dagegen zu erlangen, daß mann, Landrat Dr. Freund, Geheimrat Bielefeldt und Die proletarische Klassenbewegung Die reformistische Taktik in ähnlicher Weise wie jetzt unsere Nachbarn über uns herfallen? Geheimrat Duettman ihre Arbeiten beendigt haben, haben sie Der politische Streit. Der Ladenpreis der 77 Seiten umfassenden Das wäre denn doch ein Flaumachertum, gegen das auch von dem Generalgouverneur ihre Warnehmungen in der folgenden Er- Schrift, die im Verlag von Dr. Heinrich Laufenberg, Hamburg, herden maßgebenden Stellen Einspruch erhoben werden müßte." tlärung niedergelegt: ausgegeben ist, beträgt 50 Pf. Selbstverständlich wollen auch wir einen Frieden, der Soweit wir die Verhältnisse an Ort und Stelle kennen zu die Gewähr langer Dauer in sich trägt. Aber dazu ge- lernen in der Lage waren, erscheinen uns die für Belgien hört nicht die Annexion irgend welcher Gebiete im Osten bereits getroffenen oder noch in der Entstehung begriffenen oder Westen, sondern gerade der Verzicht auf alle Gebietsärztlichen, charitativen und sozialen Maßnahmen zur mög erweiterungen. Jede Annexion würde nur die Revanche- lichsten Beseitigung von Schädigungen unserer Truppe durch Iust der Unterlegenen erregen und so zu einer erneuten Gefchlechtstrantheiten wertvoll und aussichtsreich. dauernden Beunruhigung der politischen Beziehungen führen. ist jedoch ihre baldige gleichmäßige Durchführung für das ge- haben jetzt reichlich Arbeit. Die Klagen wegen Nichteinhaltung Wie wir uns einen Frieden denken, der unserer Meinung nach famte Seriegsheer erwünscht. Lebhaft wird von uns die Ab- der kriegstariflichen Löhne häufen sich und nehmen täglich den gebrachten Opfern entsprechen wird, können wir aus den sicht begrüßt, zur Bekämpfung jener Schäden eine engere Fühlung viele Stunden in Anspruch. Manche Unternehmer, bekannten Gründen zurzeit nicht darlegen. Deshalb finden zwischen der Militärverwaltung und den Trägern der deutschen die Kriegsartikel herstellen, können es immer noch nicht wir es von der„ Deutschen Tageszeitung" höchst illoyal, uns Arbeiterversicherung herzustellen. Sie sollte aber, dahin zielt unser Absichten unterzuschieben, die wir natürlich keineswegs hegen. Wunsch, den Krieg überdauern und sich in gemeinsamer erfolgreicher Unfer Kriegsziel will gerade neue Völkerkämpfe möglichst Friedenstätigkeit fortsetzen. Kann die Angelegenheit in diesem Rahmen ausschließen. durchgeführt werden, so werden die Träger der deutschen Arbeiter bersicherung voraussichtlich nicht zögern, der Militärverwaltung Mittel zur Verfügung zu stellen. Das hierzu Erforderliche wird das Reichsversicherungsamt alsbald in die Wege leiten. Haltlose Beschuldigungen. Zu den schweren Beschuldigungen gegen Ledebour äußert sich die Leipziger Volkszeitung": zur mögDie Rede des Genossen Ledebour gibt der Presse des bürgerEine Lothringerin zum Tode verurteilt. lichen wie des sozialdemokratischen Lagers Anlaß zu allerlei heftigen Das Kriegsgericht von Nancy hat, wie der" Franks. 3tg." Aeußerungen und Angriffen. Wir könnten über unsinnige Beschul- aus Paris gemeldet wird, die 31 Jahre alte Frau Margarete digungen von der ersteren Seite. der nationalliberale„ Deutiche Kurier" sprach von einer„ hochverräterischen Rede" und die Hand- Schmidt aus Thiaucourt( Lothringen) wegen Spionage zum Tode werkskammer zu Berlin empfand das dringende Bedürfnis, die verurteilt. Anklage auf Hochverrat in einer der üblichen vaterlandsrettenden Entschließungen zu wiederholen schließlich stillschweigend " Rückkehr oftpreußischer Flüchtlinge. Gewerkschaftliches. Der Kampf um die Kriegslöhne. Die Schlichtungskommissionen vor dem Gewerbegericht fassen, daß ihnen der Profit gekürzt werden soll. Banz besonders sind es jene„ wilden" Unternehmer, die eigentlich erst der Krieg gezeitigt hat und die jeder tariflichen Schulung und Disziplin fremd, durchaus ihren eigenen Weg gehen wollen, soweit es sich um Entlohnung von Arbeitern handelt. Man kann da mancherlei erleben vor Gericht. Seit nun die Heeresverwaltung bestimmt hat, daß 75 Proz. von der von ihr gezahlten Summe dem Arbeiter zukommen müssen, während die übrigen 25 Proz. dem Unternehmer verbleiben, entstehen Summen. Es haben sich nämlich Vertreter allerhand Berufe die schwierigsten Verwickelungen bei der Verteilung der und Geschäfte auf die Kriegslieferungen gestürzt, so daß die Waren oft durch mehrere Hände gehen, ehe sie der Fabrikant, Zwischenmeister und Arbeiter zu sehen bekommt. Da reichen denn die 25 Prozent Verdienst nicht aus, um alle hinweggehen. Anders aber steht es mit Angriffen, die von Partei- Im Einvernehmen mit dem Oberbefehlshaber Dst hat der diese Taschen zu füllen, und so wird denn zumeist vergenossen kommen. So beschuldigt das Hamburger Echo" Landeshauptmann der Provinz Ostpreußen als Staatskommissar für sucht, sich an den 75 Proz. schadlos zu halten. Hierbei kommen den Genossen Ledebour schlankweg des eigensinnigen Willens", das Flüchtlingswesen nunmehr die Streise Löten, Darlehmen, dann die Arbeiter wieder zu kurz und das Ende vom Liede einen Skandal zu provozieren, es unterſtellt ihm die Angerburg und Gumbinnen den ostpreußischen Flüchtlingen ist, daß die betreffende Berufsorganisation des Arbeiters den Absicht. sich mit Gepränge von der Partei zu scheiden", und läßt durchbliden, daß diese Tattik betrieben werde, um die zur Rückfehr freigegeben. Dagegen hat der Kreis Meme I Unternehmer vor das Schlichtungsamt zitiert. Da fallen Erfolge, die die Partei auf Grund ihrer jezigen Haltung erzielen mit Rücksicht auf die Kriegsereignisse der lezten Tage aus dem frei- dann die Herren aus allen Wolfen, wenn sie hören, fönnte, zu zerstören. Aehnlich schallt es aus einigen anderen gegebenen Gebiet vorläufig ausgeschlossen werden müssen. Es ist daß sie sich gegen die Bestimmungen der Heeresverwaltung das ganze Gebiet Blättern. Wir sind nicht ermächtigt, im Namen des Genossen demnach der Provinz Ostpreußen bergangen haben und dem klagenden Arbeiter noch eine mehr Flüchtlingen zur Rückkehr Ledebour zu sprechen, und wissen, daß er Manns genug ist, um den oder weniger große Summe nachzahlen müssen. mit freigegeben, feine Sache selbst zu führen. Aber um der Partei willen fühlen schluß der Grenzfreife Neidenburg, Ortelsburg, Johannisburg, aber alle miteinander!" rief dieser Tage ein solcher Unter,, Da müssen alle großen Firmen in Berlin verklagt werden; wir uns doch verpflichtet, zu sagen, daß solche Anwürfe den Ge- Lyd, Oleyto, Goldap, Stallupönen, Billfallen und Memel, nossen Ledebour absolut nicht erreichen. Man kann über das, ferner der nördlich der Memel gelegene Teil des Landkreises Tilsit Zeit so oft, mit einer Anzahl Klagen zu befassen hatte, die der nehmer vor dem Gewerbegericht aus, das sich, wie in der letzten was er über die angedrohten Vergeltungsmaßregeln im Diten und der östliche Teil des Streises Ragnit, der durch eine über Beit so oft, mit einer Anzahl Klagen zu befaffen hatte, die der Verband der Schneider als Vertreter der Kläger erhoben ausgeführt hat, durchaus anderer Meinung sein, man mag es für gänglich falsch halten. Bielleicht barf man dem Genossen Ledebour Naujeningken verlaufende Linie zwiſchen ber Szeszuppe und der hatte. Ich könnte eine ganze Liste aufstellen!" In dieses nicht freigegebene Gebiet ist die Aus= über diesen Punkt der Fraktion nicht vorher zur Kenntnis vor- Rückkehr nur den Kreis-, Staats- und Gemeindebeamten, den von Schulz, hier ist Herr Kunze vom Verband der auch einen Vorwurf daraus machen, daß er seine Ausführungen Inster abgegrenzt wird. ,, Tun Sie das," antwortete humorvoll Magistratsrat gelegt habe. Aber soviel steht fest, daß die Motive, aus denen Pfarrern und Lehrern für ihre Person, also ohne Familie, sowie Schneider, der wird sehr froh darüber sein. Jedenfalls heraus Genosse Ledebour gehandelt hat, durchaus ehrenvolle denjenigen Personen gestattet, die im Besitz eines schriftlichen, auf werden wir hier so lange siten, bis Ordnung in Berlin ist, waren, die vor jedem Parteigericht bestehen werden, und für die ihren Namen lautenden Ausweises des Landrats ihres Heimatkreises und vorläufig ist dies noch nicht der Fall." jeder Sozialdemokrat, ja jeder bürgerliche Demokrat, find, wodurch sie zur Rückkehr aufgefordert oder ermächtigt werden. volles Verständnis haben müßte. Genosse Ledebours Absicht ging sicherlich nicht dahin, um Standal zu erregen. " Die Hetze gegen Liebknecht. Die Deutsche Tageszeitung" leistet sich folgenden unerhörten Angriff gegen den Genossen Liebknecht: „ Der Abgeordnete Dr. Liebfnecht ist als Landsturmpflichtiger einer Armierungskolonne im Eliaß zugeteilt worden. Ob Herr Liebknecht sich über dieses Kommando freut, wissen wir nicht, es ist aber taum anzunehmen, da er sich sonst wahrscheinlich als fräftiger Mann schon eher darum bemüht haben würde, an die Front zu tommen. Allerdings mögen die Beweggründe zu dieser bisherigen Enthaltsamkeit des bekannten Kritikers unserer Armee sehr schwerwiegend gewesen sein. Vielleicht ist die Er= wägung, daß unsere braven Landwehr- und Landsturmmänner ihn faum als willkommenen Hervé als Lobredner der deutschen Verwaltung. Nach der„ Tägl. Rundschau" erörtert Gustav Hervé in seiner Guerre sociale" die von ihm geforderte Angliederung Elsaß Lothringens an Frankreich. Ueber die Formen dieser Angliederung schreibt er: " 1 So wird Fall für Fall erledigt. Oft stoßen die Temperamente hart aufeinander. Gutes Zureden und ein jovialer Scherz wirken besänftigend auf die erregten Gemüter und die Verhandlungen können wieder in ruhigen Bahnen weitergeführt werden. In einem Falle wird einem Unternehmer flar gemacht, daß er 6,60 M. und Zutaten für einen Infanteriemantel an seine Arbeiter zu geben hat. „ Allein, da wir keine Tölpel sind und die Menschenseele kennen, werden wir nicht mit Gendarmeriestiefeln auf den Seelen und Gewohnheiten unserer eljaẞ- lothringischen Brüder herumtrampein. Während einer Uebergangsperiode, die der demokratische und republikanische Geist des gesamten Elsaß sehr furz zu machen gestatten wird, werden wir dem elsaß- lothringischen Klerus die Staatsbezüge belassen, deren er sich erfreute. Wir werden auch den Lehrern Elsaß- Lothringens die höheren Gehälter belassen, die der deutsche Staat ihnen aufzwang. Wir werden sie ihnen schon deshalb lassen, um die französische Republik wegen Ich kann doch nicht 6,60 M. zahlen, wenn ich bloß 5 M. der Art und Weise zu beschämen, in der sie ihre fleinen Beamten für den Mantel bekomme," klagte einer. Ihm wird in behandelt; wir werden den Elsaß- Lothringern ihren wunder- 1 gleicher Weise gedient. Eine ältere Frau hat Mamsells" be,, Und wo bleib ich? Ich hab' die Arbeit aus zweiter Hand und muß allein 80 M. die Woche für Fuhrkosten ausgeben. Wo bleib da ich?" fragt erbost der Unternehmer. „ Das geht uns nichts an, machen Sie das mit ihrem Lieferanten aus; jedenfalls haben ihre Arbeiter Anspruch auf ungekürzte 75 Proz. der Gesamtsumme," lautete die Antwort.. Da kommt es auch oft vor, daß Zwischenmeister, die eine Schneiderstube besitzen, verklagt werden. 11 schäftigt mit Teilarbeit. Sie hat diesen Arbeiterinnen zu] wenig gezahlt und muß den Restbetrag nachvergüten und sich mit ihrer Forderung an ihren Auftraggeber wenden. Das will ihr nicht in den Kopf. Ich hab meiner Mamsell 3 M. gezahlt, da fommt sie eines Morgens mit dem Vorwärts" in der Hand und sagt, sie hätte 5 M. zu bekommen." Das stimmt," sagt ihr der Richter. Die Arbeiten sind auch durch mehrere Hände gegangen, ehe die Frau sie erhielt. So fommit es, daß A, der seinen Arbeitern zu wenig gezahlt hat, den B, von den er zu wenig erhielt, verklagen muß und so fort, bis zum Urheber der Verfehlung. Und alle sind gezwungen, vor dent Gewerbegericht zu erscheinen und werden auch unweigerlich verknackt. Die von der Heeresverivaltung ausgesetzten 75 Proz. der Gesamtsumme müssen den Arbeitern ausgezahlt werden, daran ist nicht zu rütteln! Wie die anderen fahren, durch deren Hände die Lieferungen vorher gehen, ist gleichgültig. Außer diesen Fällen sind auch Klagen zu verzeichnen, wo der Unternehmer den Lohn nicht zahlen will, weil angeblich schlechte Arbeit geliefert worden sei. Da müssen nun die fachkundigen Beisiger ihr Urteil abgeben und meist kommt es zu einem gütlichen Vergleich. In einem Falle, wo der Unternehmer dem betreffenden Arbeiter das Geld nicht zukommen lassen wollte, einigte man sich dahin, daß er 10 M. für Kriegssanitätshunde spendete. Der Arbeiter willigte ein und so war auch diese Sache geschlichtet. Dem energischen Vorgehen der Arbeiterorganisation dürfte es somit bald gelingen, mit den Lohndrückereien auf diesem Gebiet aufzuräumen. Berlin und Umgegend. Der Berliner Arbeitsmarkt. Gelsenkirchen. Stadtrat Doflein: Die Herabsetzung Die Herabjezung der Subvention ist Der Jahresabschluß der Gelsenkirchener Bergwerts- allerdings im Etat nicht besonders glücklich motiviert worden. Wir Attiengesellschaft, des größten deutschen Attienunter- bort ähnlich liegen wie bei dem städtischen Obdach, wo die Besind einfach von der Erwägung ausgegangen, daß die Verhältnisse nehmens, liegt vor. In den letzten Monaten ist auf dem Eisen- legungsziffer ganz beträchtlich zurückgegangen ist; die Zahl ist von und Kohlenmarkt eine recht kräftige Erholung eingetreten. Be- monatlich 4-5000 auf 5-700 gesunken.( Hört! hört!) Der Magistrat sonders die Eisenpreise erfahren fortgesezt Steigerungen. In den wird, wenn die Verhältnisse sich ändern und die Belegung sich wieder ersten Monaten nach Ausbruch des Krieges brachten Absatzschwierig- erheblich steigert, fein Bedenten tragen, die Versammlung eventuell feiten und Arbeitermangel eine erhebliche Verminderung des Um- um einen außerordentlichen Zuschuß zu ersuchen. jages. Dies zeigt sich auch in den Erträgnissen, die aber trotzdem Stadtv. Heimann: Die Beweisführung des Magistratsvertreters noch gewaltig erscheinen. Der Rohgewinn beträgt 48 245 665 M. ist für mich nicht besonders stichhaltig geweien.( Widerspruch.) Wir gegenüber 66 605 945 M. im Vorjahre. Die Ausgaben an Zinsen, nahmen doch alle an, daß in diesem Jahre die Gründe für den RückProvisionen, allgemeinen Unkosten, Bergchäden, Wohlfahrtsaus- gang der Belegungsziffer wieder in Wegfall kommen werden. Ich gaben usw. beanspruchen 7 941 618 m.( 8 432 006 M. im Vorjahre), fehe wirklich nicht ein, warum von 183 Vereinen, bei denen man öffentliche Lasten 9 340 238 M.( 10 723 573 M.) 15 901 481 m. ia durchweg mit denselben Argumenten operieren könnte, gerade ( 23 308 527 M.) werden zu Abschreibungen verwendet, 600 000 W. Sie nach wie vor um die Annahme der Resolution. einzig und allein dieser Verein zu leiden haben soll. Ich bitte dem Fonds für besondere Rüdlagen zugeführt. Die Dividende von 6 Proz. auf das Aktienkapital von 180 000 000. erfordert solution zurückzuziehen. Stadto. Mommsen( Fr. Fr.) ersucht Heimann, für jetzt die ReStelle sich später die Notwendigkeit der 10 800 000 m. Jur Vorjahre betrug die Dividende 11 Proz. Der Erhöhung heraus, so werde niemand in der Versammlung dagegen Vortrag auf neue Rechnung beträgt 2792 852 M.( im Vorjahre: fein; vielleicht aber sei diese Erhöhung später nicht notwendig. 2 627 680 27.). Jedenfalls sehe man nicht so flar, um sofort Beschluß fassen zu fönnen. umsetzen wird. Stadtv. Cassel( Linke): Die Ausführungen des Magistrats Die Lage der Stahlindustrie. vertreters entbehrten keineswegs der Stichhaltigkeit. Wir geben doch In der Hauptversammlung des Stahlwertsverbandes den Vereinen nicht für ewig unveränderliche Beiträge, sondern an Inlandsversand infolge besserer Beschäftigung der Verbraucher eine nicht irre, selbst Mitglied dieses Vereins und stelle seine Leistungen wurde über die Geschäftslage mitgeteilt: In Halbzeug hat der gemessene Beiträge zur Erfüllung ihrer Zwecke. Ich bin, wenn ich weitere Steigerung erfahren. Der Versand nach dem neutralen sehr hoch; aber zurzeit fönnen wir für den Antrag nicht stimmen Ausland hat jich gegenüber dem Vormonat ebenfalls etwas gehoben. und bitten daber den Kollegen Heimann, ihn zurückzuziehen. In Oberbaumaterial wurde die Zuweisung über den Nachtrags- Ergibt sich die Notwendigkeit der Erhöhung, so werden wir den bedarf der preußischen Staatseisenbahnen in Kleineiſenzeug den Kollegen Heimann nicht im Stiche lassen. Werken überschrieben. Das Auslandsgeschäft in schweren Schienen Stadtv. Heimann: Diese Ausführungen erleichtern es mir, war in der Berichtszeit ruhiger. Das Rillenschienengeschäft verlief den Antrag zurückzuziehen. Ich stelle fest, daß die Tätigkeit des den gegenwärtigen Verhältnissen entsprechend weiter ruhig; dagegen Vereins allseitige Anerkennung gefunden hat. Wir ziehen den Wie der Verband Märkischer Arbeitsnachweise berichtet, herrscht hat sich der Abruf von Grubenſchienen im Februar und März gegen Antrag zurück und hoffen daß, wenn wir ihn wieder einbringen, auf dem Arbeitsmarkt für männliche Arbeitsfräfte infolge der über den Vormwonaten etwas gebessert, wozu die Bestellungen der Veranlassung haben, diese wohlwollende Gesinnung sich in die Tat In Formeisen hat die meiteren Einziehung des Landsturnes ausgesprochener Arbeiter- Seeresverwaltung mit beitrugen. mangel, so daß selbst Industrien, die infolge Unterbindung des Belebung des inländischen Geschäftes wesentlich angehalten. Nach Die Versammlung beschließt durchweg nach den AusschußErportes ihren Betrieb nur eingeschränkt aufrecht erhalten den vorliegenden Berichten ist zwar von der privaten Bautätiganträgen. fonnten, Mangel an Arbeitskräften haben. Die Arbeitsnachweise feit ein erhöhter Formeisenabsah vorläufig nicht zu erwarten, Das Referat über die Steueretats erstattet Stadtv. Groß- Berlins melden allesamt mehr effene Stellen als besest dagegen werden Staats- und Gemeindebauten im Rahmen der zur werden konnten. Auch der Arbeitsmarkt für weibliche Arbeitskräfte Verfügung stehenden Mittel und mit den vorhandenen Arbeitshat wiederum eine wesentliche Besserung erfahren. In die nicht kräften nach Möglichkeit gefördert. Konstruktionswerkstätten und besetzten Stellen für Arbeiter dringen immer mehr Arbeiterinnen Wagenbauanstalten haben ebenfalls guten Bedarf, so daß wohl mit ein. Das gleiche Bild wie der Arbeitsmarkt im allgemeinen bietet einer weiteren Zunahme des Absatzes für die nächste Zeit gerechnet die Metallindustrie im verstärkten Maße im besonderen. Die Nach- werden darf. Aus dem neutralen Auslande hat sich ebenfalls der frage nach Arbeitsfräften fann einfach nicht mehr befriedigt werden. Eingang von Lieferungsaufträgen gebessert. Infolgedessen dringen auch hier immer mehr weibliche Arbeitsfräfte in solche Stellen ein, die ursprünglich nur für männliche Arbeiter bestimmt waren. Der Beschäftigungsgrad in der chemischen Industrie ist infolge der Unterbindung des Exportes nach wie vor eingeschränkt; dennoch leidet auch sie unter ausgesprochenem Arbeitermangel. Liebenow( Linke). Sämtliche Etatsansätze( Einkommen, Grund- und Gebäude-, Gewerbe-, Warenhaus-, Betriebs-, Bier, Wanderlager. Hunde-, Umsatzsteuer, Anteil an der Reichszuwachssteuer, Kinemato graphensteuer) hat der Ausschuß unverändert genehmigt. Die Höhe der Kommunal- Einkommensteuer wird auf 125 Proz. der Staatseinkommensteuer festgesetzt; die Realsteuern werden mit 172,925 Proz. der staatlichen Veranlagung und zwar die Grundund Gebäudesteuer mit 177 Proz. 3,10 vom Tausend des gemit 165 Proz. und die Betriebssteuer mit 100 Proz. heranDer Etat für 1915 balanziert unverändert wie nach dem Magistratsentwurf in Einnahme und Ausgabe mit 358 177 068 M. Stadtverordnetenversammlung. meinen Weris, die Gewerbeft euer in Staffe I- IV mit 9. Sigung vom Donnerstag, den 25. März 1915, nachmittags 5 1hr. gezogen. Die Sigung wird vom Vorsteher Michelet nach 5½ Uhr eröffnet. Die Versammlung fährt in der Einzelberatung des Stadthaushaltsetats für 1915 fort. Ohne Diskussion werden diese Steueretats nebst der Steuerverteilung angenommen. Ueber die Etatsfapitel„ Hochbau" und" Straßen- und BrückenVor der Gesamt abstimmung erklärt bau" berichtet namens des Etatsausschusses Stadtv. Iden( Linke). Der Ausschuß hat diese Etatsentwürfe gutgeheißen und beantragt fagen, daß der vorliegende Etat in vielen Einzelheiten den AnStadtv. Heimann: Schon bei der ersten Etatslesung mußte ich außerdem in einer Entschließung den Magistrat zu ersuchen, die Mittel zum Neubau einer Brüde im 3uge Etat zu stellen hat. forderungen nicht entspricht, die unsere Partei an einen städtischen Ich darf hier u. a. an die Lohnder Dunderstraße über die Ringbahn in den Etat für verhältnisse der städtischen Arbeiter und an gewisse Einnahmeposten 1916 einzustellen, in der Voraussetzung der Entrichtung ange- erinnern. Außerdem hatten wir uns bei dem früheren Etatsberatungen immer gegen die Gegnerschaft zu wenden, die beim messener Beträge seitens der Anwohner. des Baues der erwähnten Brücke und polemisiert gegen die Un- herrschte, wenn wir Anträge stellten, durch die wir das Los der unStadtv. Modler( Linke) betont die unbedingte Notwendigkeit Magistrat wie bei verschiedenen Mitgliedern der Versammlung gerechtigkeit einer Vorbelastung der dortigen Adjazenten. Die Besserung auf dem Baumarkt war nur eine scheinbare. Brivatbauten finden faum statt, indessen finden jämtliche Arbeitsfräfte in öffentlichen oder Fabrikbauten Unterkunft. Es haben wiederum größere Transporte von Bauarbeitern in die Provinz stattgefunden und auch die Firma Krupp hat durch einen recht erheblichen Auftrag dem Berliner Arbeitsmarkt Arbeitskräfte ent zogen. Die Beis- und Eisenbetonindustrie hat infolge des Witte rungsumschlages wiederum eine Verschlechterung erfahren, so daß Arbeiterentlassungen stattfanden. Die Holzindustrie ist nach wie vor schlecht. Steinseher, Rammer, Rohrleger und Helfer waren im Verhältnis zur Nachfrage zu wenig vorhanden. Erdarbeiter werden in steigendem Maße nachgefragt. Kutscher sind nicht zu haben. Man kann wohl ein allgemeines Urteil dahin fällen, daß mit Ausnahme ganz weniger Industriezweige alle Arbeitswilligen zu bedeutend höheren Löhnen als in Friedenszeiten Arbeit finden. Infolge des Umzugstermins hat sich die Lage der Baumaler Stadtbaurat Krause: Tatsächlich sind auch nicht einmal die bemittelten Bevölkerungsklassen erleichtern wollten, eine Gegnerschaft, die vielfach in offene Feindschaft umschlug, wenn Organisationen gehoben. Lackierer werden infolge Aufhörens der Militärlieferungen 20 000 M. Anliegerbeiträge, von denen im Ausschuß die Rede war, oder Organisationsbestrebungen der Arbeiter in Frage kamen. nicht mehr verlangt. An Buchbindern herrscht Mangel, da sie zu- der Stadt verbindlich angeboten worden. meist in der besser lohnenden Militärindustrie arbeiten. Die Resolution findet Annahme, die Etats werden genehmigt. Demgegenüber müffen wir anerkennen, daß in diesem Jahr Auch auf dem weiblichen Arbeitsmarkt macht sich der Umzugs- Stadtv. Mobler( Linke) referiert über die Etatsabschnitte, die auch auf diesem Gebiete die von den städtischen Behörden vorge termin in einer verstärkten Nachfrage nach Reinmachefrauen und die Verwaltungskosten, Pensionen und Unterstübungen, das städtischlagenen Maßnahmen solche waren, daß wir ihnen, wenn wir auch Aushilfsarbeiterinnen geltend. Metallarbeiterinnen und Leder- sche Statistische Amt, die Kapital- und Schuldenverivaltung, die lange nicht mit allen Einzelheiten einverstanden waren, unsere Bu arbeiterinnen werden verlangt. In der Militär- und Mode- Aufwendungen für gemeinnützige Zwecke, die Ausgaben für Kunst- ſtimmung erteilen konnten. Wir sind bereit, diesen veränderten fonfeftion herrscht Mangel an geschulten Arbeiterinnen. Die Lage und Repräsentationszwecke und die unvorhergesehenen Ausgaben schlossen, für dieses Jahr dem Stat unsere ZuVerhältnissen Rechnung zu tragen, und wir haben uns daher ent in der Dampfwäscherei hat sich, menngleich noch immer verfürzte betreffen. Arbeitszeit herrscht, ein wenig gebessert. Die Nachfrage in der Buch- Zu den Ausgaben für Geschäftsbedürfnisse hat der Ausschußstimmung zu geben.( Lebhafter, allieitiger Beifall.) Der Stadthaushaltsetat für 1915 wird darauf einstimmig druckerei ist etwas zurückgegangen. An ungelernten Arbeiterinnen eine Entschließung beantragt, vonach den beiden Kraftwagen herrscht Ueberfluß. Der furze Aufschwung bei den Buchbinderinnen für die Magistratsmitglieder ein dritter hinzutreten soll, der im unter wiederholtem allfeitigem Beifall im Ganzen genchhat infolge Aufhörens der Katalogindustrie seinen Höhepunkt über- wesentlichen dem Vorsteher, seinem Stellvertreter und gegebenen- migt und festgestellt. Der Vorsteher spricht dem Maschritten. falls den Mitgliedern der Versammlung zur Verfügung stehen soll. gistrat und besonders dem Kämmerer für die gute Vorbereitung des Die Etats selbst werden zur unveränderten Feststellung empfohlen. Etats- Entwurfs den Dank der Versammlung aus; es sei wohl Zu den Gehältern der Magistratsmitglieder" nimmt das Wort noch nie vorgekommen, daß ein Etat ohne jede Aenderung die ZuZu der letzten Branchenversammlung der Storbmacher wurde Oberbürgermeister Wermuth: Die Versammlung hat in der Stimmung der Versammlung gefunden habe.( Beifall.) mitgeteilt, daß eine Reihe von Arbeitgebern die Löhne für vorigen Sißung durch den Mund des Vorstehers und feines StellDrillingsförbe herabgesezt haben. Dies Vorgeben wurde dadurch vertreters dem Magistrat den Dank für seine durch den Krieg erleichtert, daß bei dieser Arbeit meistens ungelernte Arbeiter be- vermehrte Mühewaltung ausgesprochen. Wir geben Ihnen heute schäftigt werden und die gelernten Korbmacher sich im allgemeinen diese Anerkennung mit Herzlichkeit zurück; wir danken Ihnen zu wenig um die Intereffen der ungelernten Arbeiter betämmert heute ganz besonders dafür, daß Sie auch in diesem Kriegsjahr haben. Deshalb wird den Korbmachern nahegelegt, diese Veriäum- den Etat ebenso glatt und rechtzeitig abzufertigen gewußt haben nis nachzuholen, denn nur, wenn alle im Beruf Beschäftigten zu fammenhalten, fönnen Versuche der Arbeitgeber, die Löhne herabzuseßen, verhindert werden. Weiter wurde betont, daß für die Verarbeitung von Weiden höhere Löhne verlangt werden müssen, weil fie schwieriger ist wie die Verarbeitung von Rohr. Da Weiden billiger sind als Rohr, die Unternehmer aber für Weidenkörbe dies felbeit Breise erhalten wie für Rohrkörbe, so können sie ohne Schaden die höheren Löhne zahlen. Schließlich wurde den Bes rufsangehörigen empfohlen, nicht nach Feierabend und nicht am Karfreitag zu arbeiten, weil es immer noch viele Arbeitslose gibt, die in der Korbmacherei beschäftigt werden könnten. zu jezen. Lohnabzüge bei Korbmachern. Deutsches Reich. " Dem Berliner Zentralverein für Arbeitsnacha meis wird aus Anlaß des Krieges cine dritte außerordentliche Beihilfe von 15 000 M. bewilligt. Stadtrat Franz bittet, den Antrag abzulehnen. Mühe machten Heute hauptsächlich die zweiten und dritten Hypotheken den Grundstückseigentümern. Die beantragte Erweiterung fönnte die Durchführung der ganzen Maßregel in Frage stellen. Dem Ersuchen der Versammlung, für die Streitigkeiten zwischen Grundstückseigentümern und Hypothekengläubigern ein besonderes ypotheken- Ginigungsamt zu errichten, hat wie in Friedenszeiten. Wir sind vollkommen darauf gefaßt, daß der Magistrat zu entsprechen beschlossen und legt den Sabungsentuns bei weiterer Dauer des Krieges noch härtere Mühe bevorsteht, wurf vor. Das neue Amt soll seine Tätigkeit am 1. April beginnen; aber wir wissen uns gleichzeitig im Besize von Kraft und Lust zu es soll zuständig sein, auch wenn eine der Parteien oder beide in fernerer, ja auch zu größerer Last und Arbeit.( Lebhafter Beifall.) den Vororten wohnen. Stadtv. Uüstein( Fr. Fr.) befürwortet einen Antrag, wonach Zu den Zuwendungen an Vereine usw. für gemeinnüßige die mündelsicheren Hypotheken von der Tätigkeit des 3wede" bemerft Stadtv. Heimann( Soz.): Ich leuke Ihre Aufmerksamkeit auf Einigungsamtes nicht ausgeschlossen sein sollen. Auch die eine Abseßung, die das Plenum hoffentlich nicht billigen wird. Inhaber erster Hypotheken hätten unter rigorosen Kündigungen Nicht weniger als 183 Vereine uji. werden mit städtischen Bei zu leiden und sollten der Wohltal des Einigungsamtes teilhaftig trägen dotiert; nur acht davon haben eine Kürzung ihrer bis- jein. herigen Bezüge erfahren. Die überwiegende Zahl dieser Herabfebungen ist lediglich formeller Natur oder sonst wohlbegründet. Einzig und allein einen großen materiellen Abstrich soll der Borstand und Ausschuß des Holzarbeiterverbandes haben bei der Berliner Asylberein für Obdachlose erfahren; die Subvention von 40 000 m. auf 30 000 m. herabgesetzt worden. Stadtv. Dove( Linke) hält diese Bedenken des Magistratsverbedeutenden Verringerung der Arbeitslosigkeit, vielfachem Drängen Dieser Verein ist eine der ältesten charitativen Vereinigungen, die treters für sehr beachtenswert. Im Falle einer Kündigung habe ja der Mitglieder entsprechend, beschlossen, am 1. April d. 3. einen wir in Berlin besitzen. Er wurde vor fast 50 Jahren von dem ver- das Einigungsverfahren überhaupt einen rechten Zweck nicht mehr. Teil der im Statut vorgesehenen Unterstützungen wieder in Kraft storbenen Stadtverordnetenvorsteher Straßmann gegründet und hat Die Einrichtung, so wertvoll sie sei, sei doch nur ein Notbehelf und Der verstorbene Ober- ein unvollkommenes Vorbeugungsmittel; sehr viel wesentlicher Leider ist mit der Wahrscheinlichkeit zu rechnen, daß im Ver- eine höchst segensreiche Tätigkeit entfaltet. Laufe des Krieges und namentlich bei seinem Ende, wenn die bürgermeister Kirschner gehörte während seiner ganzen Amts- wäre eine Beschränkung im Rechte der Abtretung der fünftigen Tausende der im Felde stehenden Holzarbeiter zurückkehren, die periode dem Verwaltungsrat an; ebenso ist Exzellenz Wermuth Mietzinjen. Hier aber könne nur die Reichs- oder Staatsregierung in den Verwaltungsrat eingetreten. Die Begründung befagt nur, Abhilfe schaffen. Auf eine Notverordnung in diesem Sinne einArbeitslosigkeit nochmals wieder einen großen Umfang annehmen daß die Beihilfe mit Rücksicht auf die sonstigen hohen Aufwendungen zugehen, hätten die Verbündeten Regierungen abgelehnt; dann wird. Aus diesem Grunde durfte auch nicht daran gedacht werden, der Stadt für die Obdachlosenfürsorge und mit Rücksicht auf die sollte man aber doch, um dem dringenden Bedürfnis entgegenzuetwa das Statut in bollem Umfange schon wieder in Kraft zu sezen. Das würde übrigens für die arbeitslosen Mitglieder jetzt Beitlage ermäßigt ist. Gewiß muß Berlin jezt höhere Aufwendungen kommen, den Weg der Gesetzgebung betreten, diese Forderung eine Verschlechterung bedeuten, da die Beschlüsse des Vorstandes und für die Obgachlosen machen; aber ebenso flar ist es doch, wenn der müsse immer wieder erhoben werden. Verein in seiner Tätigkeit eingeschränkt wird, die Aufwendungen der Stadtv. Hinge( Soz.) tritt ebenfalls dem Antrage Ulstein entAusschusses vom 28. November v. J. eine Reihe von Vorteilen Stadt steigen müssen. Und was der Hinweis auf die Zeitlage gegen. Gewiß sei auch die Beschaffung erster Hypotheken zurzeit betrifft, so sprechen diese doch mehr für eine Herauffeßung( Sehr außerordentlich schwierig, aber Subhastationen seien doch bei erſten richtig! bei den Soz.), als für das Gegenteil. Der Verein ist ge- Sypotheken sehr selten. Die Vorlage beschäftige die Versammlung zwungen gewefen, vor einer Reihe von Jahren das von ihm erbaute heute schon zum dritten Male und müsse endlich zur Verabschiedung Frauenafyl zu schließen, weil zum Betriebe die Mittel nicht vor- kommen. handen waren; die Frauen nächtigen jetzt in einigen Räumen des Nachdem noch Stadtv. Ladewig( Fr. Fr.) gegen den Antrag Männerasyls. Nach unendlichen Mühen ist es dem Verein gelungen, ulstein sich erklärt und die Anregung Doves lebhaft unterſtüßt Die vereinigten Fürther Schuhfabriken erzielten im biefes leerstehende Frauenasyl jezt für ein Jahr zu vermieten, und hat, wird der Antrag UIIstein abgelehnt und die MaJahre 1914 einen Neingewinn von 1016 500 m. gegenüber 723 979 ich darf doch wohl nicht annehmen, daß die Versammlung beab- gistratsvorlage angenommen. Mart im Vorjahre. Die Dividende beträgt 7 Prog. wie im Vor- sichtigt, wegen dieser Vermietung das Asyl in seinen bisherigen Die umgearbeiteten Sonderentwürfe für die Hochbauten( Gejahre. Für Rückstellungen und Abschreibungen werden 580 000 W. Bezügen zu schmälern. Leider habe ich versäumt, im Ausschuß die treide- und Zollspeicher, Verwaltungsgebäude, Lagerhallen usw.) gegen 264 874 M. für 1913 verwandt. Der Vortrag auf neue Sache zur Sprache zu bringen. Ich möchte daher folgende und die maschinellen Anlagen des Westhafens legt der MaResolution vorschlagen: den Magistrat zu ersuchen, dem Berliner gistrat vor. Der Gesamtkostenanschlag beläuft sich auf 36 675 000 Rechnung beträgt 168 000 m. Die Ravensberger Spinneret in Bielefeld erhöhte Asylverein für Obdachlose zu den 30 000 m. noch 10 000 M. aus Mart( gegenüber 38 200 000 m. im Anschlag vom 5. Dezember ihre Dividende von 5 auf 12 Proz. Der Ueberschuß stieg von dem Dispositionsquantum zu gewähren und diese Summe in einer 1913); der Betrag soll aus Anleihen, und zwar mit 22 Millionen 356 376 M. auf 937 044 m. Die Dividende nimmt 504 000 m. in besonderen Vorlage anzufordern." Nehmen Sie diese Resolution an. aus der Anleihe von 1912, der Rest aus einer neu zu bewilligenden Sie geben dem Verein dadurch eine größere Aktivität und Anleihe gedeckt werden. Anspruch, im Vorjahre 210 000 W. Zu einer Jubiläumsstiftung nehmen dadurch von ihm das Odium, als einziger charitativer Ver- Die Vorlage gelangt ohne Diskussion zur Annahme. wurden 100 000 2. verwandt und 228 044 M.( 1913: 71 376 27.) cin in Berlin dies Jahr in seinen Bezügen so erheblich geschmälert Schluß der öffentlichen Sibung nach 7 Uhr. zu werden. auf neue Rechnung vorgetragen. Am Donnerstag, 1. April, fällt die ordentliche Sihung aus. brachten. Aus Industrie und Handel. Kriegsgewinne. Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 183 der preußischen Armec enthält Verluste folgender Truppen: Generalfommando des 17. Armeekorps. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte das Urteil des Bezirksausschusses mit folgender Begründung: durchschneiden muß. Um den Schiffsverkehr und die verschiedenen Dampferanlegestellen nicht zu beeinträchtigen, wird hier zum ersten Male von oben her, nicht wie beim Treptower Allerdings würde eine bloße Belästigung nicht ausreichen, das Spreetunnel von Ufer zu Ufer durch Preßluftvortrieb, unter Einschreiten zu rechtfertigen. Es wäre aber eine Gesundheitsgefahr Wasser gearbeitet. Durch Baggerei ist in der Führungslinie anzunehmen. Das Grundstück grenze an ein Schulgrundstück. Durch das Verbrennen der Abfälle werde ein scharf beißender und besons 1., 2. und 4. Garde- Inf.- Reg.; 2. Garde- Res.- und 1. Garde des fünftigen Schnellbahntunnels eine anderthalb Meter ders widerlicher, unter Umständen schädlicher Rauch entwickelt, der Erj.- Inf.- Reg.; Garde- Gren.- Regimenter Alerander und Elisabeth; tiefe, breite Rinne geschaffen und diese mit Beton, der auch das Schulgrundstück manchmal einhülle. Dies und die Tatsache, daß Schr- Inf.- Reg.; Gren. bzw. Inf.- bzw. Fus.- Regimenter Nr. 2, im Wasser schnell erhärtet, ausgeschüttet worden. So wurde ein Schulgrundstüd eines besonderen Schußes bedürfe, rechtfertige das 5, 8, 10, 12, 13, 15, 16, 18, 21, 22, 28, 29, 30, 31, 33, 34, 36, die noch durch ein eingelassenes Eisengerüst in der Tragfähig Eingreifen. Schulgrundstücke würden zu den verschiedensten Tageszeiten 37, 38, 39, 40, 41, 43, 46, 51, 54, 56, 57, 59, 60, 61, 62, 63, 64, feit gestärkte Decke des Bahntunnels gewonnen. Zu beiden gebraucht. Es müsse der Schulleitung überlassen bleiben, das Schul65, 67, 69, 75, 77, 78, 79, 81, 84, 86, 87, 90, 92, 94, 95, 96, 98, Seiten der Decke sind eiserne Spundwände eingeschlagen grundstück zu den verschiedensten Tageszeiten zur Verfügung zu 99, 109, 110, 114, 115, 116, 128, 135, 136, 142, 143, 147, 148, worden. Mit der fortlaufenden Aushebung des Sandes stellen, sei es zur Erholung in den Pausen, sei es des Nachmittags 152, 155, 156, 159, 160, 161, 164, 166, 168, 171, 172, 173, 176; zwischen den Spundwänden von der Waiſenbrücke her ist der zum Turnen der Kinder oder zum Spielen. Die Schulordnung ge Rej Inf. Regimenter Nr. 1, 13, 15, 18, 19, 20, 21, 32, 46, 51, 55, 57, 61, 67, 68, 70, 71, 76, 78, 79, 80, 86, 87, 88, 91, 93, Tunnel im Rohbau ohne irgendwelche Ableitung des Spree- höre auch zur öffentlichen Ordnung, die die Polizei zu schützen habe. So werde es für jede Zeit nicht zulässig sein, das Ver94, 99, 110, 116, 130, 201, 202, 204, 205, 207, 209, 212, 213, laufes fertiggestellt. Die Trockenlegung durch Grundwasser- brennen der Abfälle zuzulassen; es wäre immer mit der Möglichkeit 214, 215, 217, 218, 219, 220, 223, 226, 236, 251, 262, 271; Kombi- absenkung hat sich überall so bewährt, daß sie auch hier keiner zu rechnen, daß der Rauch auf dem Schulgrundstück stehen bleibe. niertes Inf.- Reg. v. Weber; Ers- Inf.- Regimenter Königsberg I, lei Schwierigkeiten bereiten wird. Wenn dieses kühne Unter- Entscheidend fei, daß die Schulleitung jederzeit den Schulplatz den II und III; Res.- Gri.- Reg. Nr. 4; Landw.- Inf- Regimenter Nr. 9, nehmen gelingt, sind die Vorzüge gegen das Verfahren an Kindern zur Verfügung stellen könne und daß sie auch jederzeit, an 12, 17, 18, 21, 23, 29, 31, 32, 33, 34, 35, 37, 47, 51, 55, 61, 76, der Wallstraße unverkennbar. heißen Sommertagen jogar abends, die Schulzimmer lüften lassen 81, 84, 99, 110, Tiek; Landw.- Ers.- Reg. Nr. 1; Feld- Bat. Reiser Zu einem dritten mächtigen Berliner Tiefbau, dem schon tönne. In Betracht lomme vorliegend noch, daß es sich nicht um des Detachements Plantier; Bataillone Nr. 1 und 5 des 4. Armeekorps; Landw.- Fri.- Bat. erwähnten West ha fen, ist das Bauprogramm in den zu einen der Fälle handele, wo berechtigte Interessen eines notwendig Kulm; Brig.- Ers.- Bataillone Nr. 9, 15, 16; Landst.- Bataillone gehörigen Hochbauten vom Magistrat eingeschränkt worden. mit Rauchentwidelung verbundenen Gewerbebetriebes gegen das V Darmstadt, III Lauban, II Osterode, Samter, II Tilsit; Jäger- Der Getreidespeicher und der Zollspeicher werden kleiner als Interesse der Gesundheit der Allgemeinheit abzuwägen wären. Bataillone Nr. 7, 10, 11; Res.- Jäger- Bat. Nr. 10; Maschinengew.- anfangs projektiert aufgeführt, vom Bau eines Waren- Denn um einen Markt zu halten, sei es nicht notwendig, die Abfälle dort zu verbrennen. Der große Markt auf dem Winterfeldtplatz Abt. Nr. 7; Festungs- Maschinengew.- Komp. Nr. 5. speichers ist vorläufig ganz Abstand genommen worden. Der zum Kürajfiere Nr. 4; Dragoner Nr. 18; Sufaren Nr. 10; Bau der beiden Hafenbecken von 2500 Meter Länge, an denen Beispiel werde gesäubert, ohne daß dort Abfälle verbrannt würden. Ulanen Nr. 13; Jäger zu Pferde Nr. 6; 1. Ers.- Eskadron des gleichzeitig mehr als hundert Kähne löschen können, ist schon 17. Armeekorps. weit vorgeschritten. Bei der Tiefe der Betonfundamente war auch hier, wie beim Bau der Untergrundbahnen, das Grundwasser durch umfangreiche Pumpenanlagen abzusenken. Für spätere Zeiten ist der Bau eines dritten Hafenbeckens in Aussicht genommen. 6. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 1, 16, 30, 37, 71, 75, 84; Res.- Feldart.- Regimenter Nr. 11, 12, 52. Fußart.- Regimenter Nr. 1, 5, 7, 8, 11, 14, 20; Landw.- Fußart.Reg. Nr. 13; Schweres Art.- Bataillon der 41. Inf.- Div.; HaubitzHalbbat. Graßhoff der 10. Landw.- Div. Bion.- Regimenter Str. 19, 23, 31; 1. Pion.- Garde- Bat.; Pion.Bataillone: I. Nr. 4, I. Nr. 7, I. Nr. 9, III. Nr. 16, I. Nr. 26; Ref. Pion.- Bat. Nr. 32; Erf.- Pion.- Bataillone Nr. 11, 21; 48. und 52. Rej.- Pion.- Komp.; 2. Landw.- Pion.- Komp. des 1. Armeekorps; 1. Landst.- Pion.- Komp. des 7. Armeekorps; Schwere MinenwerferAbt. Nr. 7. Ref.- Art.- Munitionsfolonne Nr. 20 des 6. Reservekorps. Armierungs- Bat. Nr. 3; Landst.- Armierungs- Bat. Nr. IV Elsaß; Schanz- Komp. Nr. 5 und 9. Komp. Nr. 3 des 1. und 3. Armeekorps; Feldlazarette Nr. 4 des Sanitäts- Stomp. Nr. 1 des Garde- Reservekorps; SanitätsGarde- Res. und Nr. 7 des 3. Armeekorps. * Der Etat der Stadt Berlin Zwischen den Puffern. Ein tödlicher Betriebsunfall hat sich auf der Güteranschlußbahn der Siemens- Schudert- Werke in Siemensstadt zugetragen. Der bei der genannten Firma angestellte Bahnmeister G. geriet zwischen die Buffer zweier rangierender Waggons und wurde schwer verletzt; der rechte Arm wurde ihm vollständig zermalmt. Der Verunglückte wurde nach dem Krankenhause gebracht, wo er gestern seinen schweren Berlegungen erlegen ist. Gasvergiftung. wurde von der Stadtverodnetenversammlung gestern zu Ende beraten. An dem vom Magistrat vorgelegten Entwurf hat weder der Ausschuß noch das Plenum irgend etwas geändert. Darin liegt nicht etwa die Anerkennnug, daß der Etatsentwurf nicht verbesserungsbedürftig wäre. Die beJm Kellergeschoß der Villa Kapellenbergstraße 10 zu Potsdam fonderen Umstände der Einigkeit haben diesmal zu be- wurde gestern vormittag der Schuhmann Gustav Leichtmann tot nommen, während seiner dienstfreien Zeit in einem Souterrainraum Wünsche zur Sprache gebracht. Unser Genosse Heimann ich aufzuhalten, um zu wachen und nachts dort zu schlafen. Gestern fonderer Sparsamkeit genötigt. Gestern wurden noch einige aufgefunden. 2. batte es auf Wunsch des Villeneigentümers überbeklagte die Kürzung der dem Asylverein für Obdach früh erschien 2. nicht zum Dienst. Man schiďte nach seinem Auflose gewährten Beihilfe und forderte Wiederherstellung der enthaltsort in der Villa und fand den Raum verschlossen. Als man Der Schluß der bayerischen Verlustliste Nr. 165 enthält dies im Bedarfsfalle geschehen werde. Beihilfe in früherer Höhe. In Aussicht wurde gestellt, daß sich Eingang verschafft hatte, sah man 2. mit dem Gesicht in das Beim Etat der Bettzeug gepreßt, auf dem Bett liegen, die Beine hingen herab. Verluste des Landw.- Inf.- Reg. 15; Ers.- Inf. Regimenter Nr. 1 und 3; Brig. Ers.- Bat. Nr. 2; Landst- Inf.- Bat. Augsburg II; Magistratsgehälter ergriff Oberbürgermeister Wermuth Von der Gaslampe war der Hahn geöffnet und Leuchtgas strömte 1. Schweres Reiter- Reg.; 5., 6. und 11. Feldart.- Regiment; Res. das Wort zu einer Erklärung über die vom Magistrat und noch am Morgen aus. Die Potsdamer Berufsfeuerwehr, die zur Feldart.- Reg. Nr. 5; 1. Fußart.- Reg. München; Rej.- Fußart.- Re- auch von der Stadtverordnetenversammlung geleistete Tätig. Vornahme von Wiederbelebungsversuchen gerufen worden war, mußte unverrichteter Dinge zurückkehren, denn es war mittlerweile giment Nr. 1, 3, 6; Res- Fußart.- Bat. Nr. 6; Landw.- Fußart.- feit in der Kriegsfürsorge. Der Gesamtetat der Tod des 2. festgestellt worden. 2. war 41 Jahre alt und hat Bat. Nr. 3; Pion.- Reg.; 2. und 3. Pion.- Bat.; 2. Landst.- Pion.- schließt ab in Einnahme und Ausgabe mit 358 Millionen brei Stinder. Unvorsichtige Hantierung mit dem Gashahn scheint Komp.; II. Munitionsfolonnen- Abt.; Rej.- Munitionsfolonnen- Marf. Zu seiner Balancierung ist die Erhöhung der Ge- ihm das Leben gekostet zu haben. Er lebte in geordneten Verhältmeindeeinkommensteuer auf 125 Prozent er- nissen und auch dienstlich bestanden gegen ihn keinerlei Einforderlich. Vor der Schlußabstimmung über den ganzen Etat wendungen. gab Genosse ei mann eine Erklärung darüber ab, warum diesmal die sozialdemokratische Fraktion für den Etat stimmte. Abt. Nr. 5. Die württembergische Verlustliste Nr. 143 bringt BerTufte des Gren.- Reg. Nr. 119; Fij.- Reg. Nr. 122; Inf.- Regimenter Nr. 124m, 125m, 126; Res-- Inf. Reg. Nr. 247; Drag.- Reg. Nr. 25; Feldart.- Regimenter Nr. 13, 29; 2. Feldpionier- Komp. Aus Groß- Berlin. Berliner Tiefbauten. Alle Näder stehen in Berlin noch lange nicht still, werden auch nie stillstehen. Große bauliche Unternehmungen, die schon vor dem Kriege begonnen waren, schreiten rijtig nad bestimmtem Plane vorwärts. Es geht etwas langsamer als projektiert, weil mancherlei unvorhergesehene Störungen, befonders im An- und Abtransport in Rechnung zu ziehen sind, aber sonst läßt man sich in diesen Friedenswerken durch den Strieg nicht beirren. Der Goldsammler. Einschränkung und Verbot des Kuchenbackens. Mit dem heutigen Tage ist für Groß- Berlin durch Verordnung der Magistrate und Gemeindevorstände eine wesentliche Einschränkung der Suchenbereitung in Kraft getreten. Die Verordnung zerfällt in zwei Teile, von denen der erste eine dauernde Beschränkung des Kuchenbackens enthält, der zweite für die Zeit um Ostern herum Bestimmungen trifft. Dauernd verboten ist es, Stuchen mit Hefe, Backpulver und ähnlich wirkenden Weitteln, wie z. B. Hirschhornsalz und dergleichen, herzustellen. Damit sind gerade die Kuchen, zu denen am meisten Wehl verwendet wird, rundweg verboten. Auch die bereits geltende Bestimmung, daß Kuchen an Roggen und Weizenmehl nicht mehr als 10 Prozent des Kuchen gewichts enthalten darf, ist in Kraft geblieben. Beide VorDer Bau der Untergrundbahnen, an dessen erdumwäl- schriften gelten nicht nur für Bäckereien und Konditoreien, zende Erscheinung die Großberliner ja mun schon seit Jahren sondern auch für Kuchen, der in den Haushaltungen hergestellt gewöhnt sind, hat an der Weidendammer Brücke wird. Darüber hinaus ist für die Zeit von heute bis zum eine bisher praktisch nicht erprobte Schwierigkeit zu über- 12. April den Haushaltungen überhaupt das Baden von winden. Die riesigen Brückenpfeiler aus Beton, Mauerwerk Suchen völlig untersagt, wie auch den Bäckern das Ausbacken und eisernen Spundwänden an den beiden Ufern waren für fremden Teiges verboten ist. Jahrhunderte gebaut, weil bein Bau noch niemand ahnen fonnte, daß schon nach einigen Jahren die Bibberbriide", wie der Berliner Wizz die Weidendammer Brücke wegen ihrer merklichen Federung getauft hatte, der Untergrundbahn zu welchen Folgen die Goldfammlung durch Schüler führen weichen sollte. Wohl noch nie sind auf Berliner Gebiet ähn- fann, baben wir fürzlich an einem besonderen Fall gezeigt. Ein lich feste Mauern zu zerstören gewesen. Der unsichere Ufer- Schüler B. ließ sich von seinem Lehrer 200 M. in Scheinen geben, boden und die starke Belastung der Brücke hatten ausnahms- um sie gegen Gold umtauschen zu können. Im Besiz dieser großen weise mächtige Fundamente erfordert, die von der Höhe der Geldsumme verschwand der dreizehnjährige Junge. Wie fich jegt Fahrbahn abgerechnet nicht weniger als zwölf Meter Tiefe herausstellt, hatte der Junge Berlin verlassen und war zu einer aufweisen. Dieser wuchtigen Masse ist nur mit den raffi- Berwandten nach Landsberg a. d. Warthe gefahren. Von dort aus niertesten Mitteln der Technik beizukommen. Um freie Bahn fuhr er wieder nach Berlin. Hier ging er in einen Kleiderladen für die Arbeit zu gewinnen, mußte zunächst die nördliche und kaufte sich einen neuen Anzug. Die neue Müze verfah er mit Hälfte des Spreebettes vor dem nördlichen Brüdenpfeiler ab- einem Fliegerabzeichen. Um die Flieger befier beobachten und um gespundet und ausgepumpt werden. Eine doppelte Spund- im Zirkus besser sehen zu fönnen, faufte er sich ein großes Opernglas, wand im Halbkreis sichert die Baugrube gegen das Spree- das er nun ständig trug. So lebte der Knirps einen vergnügten waffer. Die Baugrube würde troßdem bald wieder voll Tag, und wenn abends der Kientopp geschlossen wurde, dann suchte Wasser laufen, wenn nicht ein Bumpwerk Tag und Nacht im er sich ein Nachtquartier im Eisenbahnwagen. Aber nicht etwa in Betrieb wäre, um das stetig empordringende Grundwasser in einem stehenden Wagen. Er fuhr vielmehr regelmäßig nach Landsmannsdicem Strahl in das Spreebett zu pumpen. berg, schlief unterwegs im Wagen, kehrte mit dem nächsten Zuge Der größte Teil der Baugrube ist mit einem Drahtnes morgens nach Berlin zurück und schlief auf der Rückfahrt noch einüberspannt zum Schuße der dort tätigen Arbeiter gegen Un- mal. Diese Lebensweise kostete aber immerhin so viel, daß der fälle, da in kurzen Bausen ein elektrisch betriebener Kran Geldvorrat bald zusammen schmolz. täglich Hunderte von Rippwagen voll Erde und Mauerwerk Gestern fiel er der Kriminalpolizei im Wartesaal am Bahnhof über die Baugrube hinweg in Spreekähne leitet. Das nörd Friedrichstraße auf; sie nahm den Dreiläsehoch fest. Von dem Gelde liche obere Mauerwerk ist schon anfangs März durch Pioniere besaß er nur noch 12 M. So ist dem Bürschchen die Goldfammelei gesprengt worden, die Sprengung der fast vier Meter tiefen zum Verhängnis geworden. Das Vorkommnis sollte eine Warnung Betonunterlage steht für die nächsten Tage bevor. Mit Rüd- fein. sicht auf die dicht angrenzenden Wohnhäuser ist bei der Sprengung sehr vorsichtig zu verfahren. Was durch Dynamit nicht Gesundheitsschädliche Rauchentwicklung und polizeilicher Schuh. Selbstmord eines Gymnasiasten. Weil er nicht versetzt werden sollte, hat der 16 Jahre alte Gymnasiast May Endler Hand an sich gelegt. Der junge Mann wußte, daß er auf eine Verseßung nicht zu rechnen hatte und zeigte am Tage vor dem Schulschluß ein gebrücktes Wesen. Abends um 9 lbr legte er sich zu Bett. Bald Als er nach der Ursache sah, fand er seinen Sohn im Sterben darauf hörte der Vater aus der Schlafftube ein schweres Röcheln. liegen. Ein Arzt fonnte nicht mehr helfen. Nach seinem Gutachten hat der junge Endler Zyantali genommen. Die neuen Brotkarten. Die Gemeinden von Groß- Berlin rüsten sich jht, die neuen Brotfarten für weitere vier Wochen auszuteilen. Es soll dies so zeitig geschehen, daß jeder, der innerhalb Groß- Berlins umzicht, seine neuen Brotfarten noch in der alten Wohnung erhält. Bedauerlicherweise hat der Magistrat bereits mehrere Strafanzeigen erstatten müssen, so z. B. in Fällen, wo Hausbesiker den Mietern, Herrschaften den abziehenden Dienstboten die Karten einbehielten. Es ist unbegreiflich, wie jemand an der Erkenntnis vorübergehen kann, daß die Entziehung der Brotkarte der Sperrung des Brotgenuſſes gleichkommt. Besonders töricht ist die zuweilen hervorgetretene Auffassung, man dürfe Brotkartenabschnitte nicht sparen, da sonst leicht eine Kürzung der Wochenportion eintreten fönnte. Die Bemessung dieser Portion richtet sich selbstverständlich lediglich nach den vorhandenen Vorräten. Belegtes Brot nur gegen Brotkarte. Aus dent Rathause wird mitgeteilt: In den Schank- und Speisewirtschaften hat sich vielfach die Ansicht herausgebildet, daß belegtes Brot ohne Brotfarte abgegeben werden kann. Dies ist eine durchaus irrige Ansicht. Brot darf, sei es als Zugabe zu Fleisch oder Fisch, sei es als belegtes Brot, nur gegen Brotmarfe abgegeben werden. Straßensperrung. Der östliche Fahrdamm der Butligstraße zwischen Birtenstraße und Quigowstraße wird wegen Pflasterungsarbeiten vom 29. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. beide wagen beschädigt wurden. Gin Fahrgast erlitt eine leichte Kleine Nachrichten. Vergiftet hat sich ein 18 Jahre altes Mädchen Margarete Theide in Lichtenberg. Das Mädchen unterhielt ein Verhältnis mit einem Grenadier B. Dieser hatte sich ohne Erlaubnis von seinem Truppenteil entfernt und war hierher gekommen, um feine Braut zu besuchen. Beide faßten dann den Plan, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden. Der Grenadier gab aber wieder diesen Gedanken auf und kehrte zu seinem Truppenteil zurüd. Jetzt nahm das Mädchen Gift und wurde Mittwoch in der Wartenbergstraße tot aufgefunden.- Am Antonplay in Weißenfee fuhr Mittwochnachmittag ein Straßenbahnwagen der Linie 59 in die falsche Weiche und stieß infolgedessen gegen die linke Vorderplattformede eines aus entgegengesetter Richtung kommenden Wagens der Linie 162, wobei zu zerstören ist, wird daher auf hydraulischem Wege zerkleiStopfverlegung. Eine Störung entstand infolge des Unfalls nicht. An den Privatmarktunternehmer Marks hatte der Berliner nert, eine Arbeit, die ungefährlich und fast geräuschlos vor Ein anderer Unfall ereignete sich am Mittwochnachmittag in Bankow. Dort rannte die achtjährige Else Kiß im Eifer des Spiels furz sich geht, aber Zeit fostet. Das zahlreich zuschauende Publi- Polizeipräsident folgende Verfügung gerichtet: fum wird jezt am meisten gefesselt durch die funkensprühende allee Nr. 44 wird durch Verbrennen von Abfällen eine derartige der Linie 47 auf die Schienen, wurde umgestoßen und geriet unter Auf dem zum Privatmarkt eingerichteten Grundstück Prenzlauer vor einem in der Richtung nach Berlin fahrenden Straßenbahnwagen Arbeit eines Sauerstoffgebläses, mit dem die alten eisernen Rauchentwicklung verursacht, daß dadurch nach Gutachten die auf den Vorderperron. Die Kleine wurde von dem Fangkorb aufSpundwände an der Nordseite um einen Meter gekürzt werdem Schulgrundstück Christburger Straße 7 turnenden Schultinder genommen, erlitt aber bei dem Sturz einen Bruch des rechten den. Das Gebläse pußt die dicken Eisenteile in kurzer Zeit fowie Lehrer und Bewohner des Grundstücks der Gefahr einer Ge- Unterarmes. Mit Wagen und Pferden verschwunden war, wie wie mit der Maschine geschnitten fort. Bis zur Ziegel- und fundheitsschädigung ausgesetzt sind. Ich fordere Sie auf Grund des wir mitteilten, feit 8 Tagen ein Kutscher des Fuhrherrn Wehnert Karlstraße sieht es wüst aus. Ein Gewirr unterirdischer§ 10 Teil 2 Titel 17 des Allgemeinen Landrechts auf, das Ver- aus Weißenfee. Mittwoch gelang es, den Untergetreuen zu ermitteln Kabel ist freigelegt, der aus der Baugrube gekarrte Sand brennen der Abfälle vom Empfang der Verfügung ab sofort zu und festzunehmen. Er entpuppte sich als ein wiederholt bestrafter fand in der Straße einen vorläufigen Blak, die neuen eiser- unterlassen. Für den Fall der Zuwiderhandlung wird eine Geld- Arbeiter Paul Steinbock, der die Stelle nur angetreten hatte, um in den Besitz eines Gesvannes zu kommen. Mit dem Doppelgespann nen Spundwandträger für die Untergrundbahn liegen vier strafe von 100 M. angedroht. Meter hoch aufgeschichtet da. Später wird sich dasselbe ausichuß an und machte unter anderem geltend, daß es sich in der dem er gehört hatte, daß er Gespanne dringend brauche. Herr Warts focht die Verfügung durch Klage beim Bezirks- fuhr er alsbald zu einem Pferdehändler in der Pappelallee, von Dorthin Hauptfache nur um ein Verbrennen von Papierabfällen handle, und nahm er eine Margarete Urban mit, die sich bei dem Pferdehändler daß es nur an zwei Tagen der Woche, und dann erst nach 4 Uhr unter dem Namen Frau Krüger für die Eigentümerin des Gespannes nachmittags erfolge. Bum mindesten gehe die Verfügung in ihrer ausgab und berichtete, ihr Mann sei ins Feld einberufen worden, Algemeinheit zuweit. Von einer Gesundheitsgefährdung könnte auch fie fönne deshalb ihr Geschäft nicht mehr halten und müsse alles nicht gesprochen werden. verkaufen. Der Fuhrherr zahlte 655 M., und Steinbock und Frau Urban teilten sich die Beute. Beide wurden nach Moabit gebracht. Schauspiel auf der Südseite wiederholen. Ein ganz anderes, völlig neues Verfahren wird von der A. E. G. beim Bau des Spreetunnels an der Janto witbrücke angewendet. Hier handelt es sich bekanntlich um die Schnellbahn vom Gesundbrunnen nach Neukölln, die quer das Spreebecken zwischen Waisen und Jannowitzbrüde. Der Bezirksausschuß wies die Klage ab. Aus den Gemeinden. Festsetzung der Polizeistunde in den Vororten. Gerichtszeitung. Moschner bezeugt, die englische Königshymne. Wohlrab wurde ver haftet und da es sich um eine Hymne eines feindlichen Staates handelt, angeklagt. In der Verhandlung erklärte der Angeklagte, er habe damals nicht die englische Königshymne gesungen, sondern die deutsche Hymne Heil dir im Siegerfranz". deren Melodie mit the King", die Moschner gehört zu haben glaubt, habe er die Worte der englischen fast die gleiche ist. Anstatt der Worte„ God save Gott segne den König" gesungen. Da die zwei weiteren Beugen, die Polizisten Petrzilka und Buncochar, nicht bestimmt aussagen fonnten, was der Angeklagte eigentlich gesungen hatte, ging der Gerichtshof mit einem Freispruch vor. Parteiveranstaltungen. Gemeindeschule der nächste Kunſtabend statt. Mitwirkende: Dr. Heinz Tempelhof. Sonnabend, den 27. März, findet in der Aula der ersten Caspery Lieder zur Laute und das Elisabeth Böhm- Terzett. Die Bibliothek bleibt an diesem Abend geschlossen. Ortsvorsteher und Nachtwächter unter Anklage. Der Landrat des Kreises Teltow hat unter dem 25. März Eine eigenartige Anklage hatte die 3. Strafkammer des folgende Verordnung erlassen: Gemäß Anordnung des Ober- Landgerichts II gegen den Nachtwächter W. Urban und den kommandos in den Marken ist für die an den Landespolizeibezirk Ortsvorsteher Hermann Schliceisen aus Egsdorf, Kreis Berlin angrenzenden, zum Verkehrsgebiet von Groß- Berlin ge- Teltow, zu verhandeln. hörigen Orte die Polizeistunde ebenso wie in Berlin zu regeln. Im Bereich der Gemeinde liegt ein Graben, der zwei kleine Nachdem durch Verfügung des Herrn Polizeipräsidenten in Berlin Seen verbindet. Dieser Graben war zeitweise mit Gestrüpp und alle Polizeistundenvergünstigungen auf 1 Uhr nachts herabgesezt unrat angefüllt gewesen, so daß ein Anwohner Beschwerde darüber worden sind, hat der Herr Regierungspräsident in Potsdam be- führte, daß ihm seine Wiesen überschwemmt wurden. Infolge= stimmt, daß die Polizeistunde in den nachstehenden Ortschaften des räumt werden müßte. Daraufhin faßte die Gemeindevertretung dessen wurde vom Amtsvorsteher angeordnet, daß der Graben geStreises Teltow für sämtliche öffentlichen Wirtschaften spätestens auf im Juli 1914 den Beschluß, den Graben räumen zu lassen. In 1 Uhr nachts festzusehen ist: diesem Graben hatte der Besizer des einen Sees eine Stauanlage angebracht, um bei der Ausübung der Fischerei einen vollen Seespiegel zu erhalten. Nun beauftragte der Ortsvorsteher Schlickeiſen den Nachtwächter Urban mit der Räumung des Grabens und sagte Allgemeine Kranken- und Sterbefasse der Metallarbeiter ihm, daß er alles, was im Wege stände, beseitigen solle. In Be-( v. a. G.) Hamburg. Filiale Baumschulenweg. Am Sonn Nachdem der Besizer des Sees die lettere wiederhergestellt hatte, von Boche, Baumschulenstr. 67. folgung dieser Weisung zerstörte Urban auch die Stananlage. abend, den 27. März, abends 82 Uhr, Mitgliederversammlung im Lokal wiederholte sich derselbe Vorgang, als einige Zeit darauf auf Ge- Arbeiter- Samariterbund, Kolonne Groß- Berlin. Mitgliedermeindebeschluß wieder eine Räumung des Grabens vorgenommen versammlung am 26. März im Vereinshaus, Köpenider Str. 62: Aufwurde. Nunmehr wurde ein Strafverfahren gegen die beiden An- nahme neuer Mitglieder, Ausgabe von Taschen usw. und Füllung derselben. geklagten eingeleitet. Es wurde der Nachtwächter wegen Sachbe- Ausgabe von Diensten. Sonntag, den 28. März, nachmittags 2 Uhr, in schädigung zu 10 M., der Ortsvorsteher wegen Anstiftung zu 30 M. demselben Lokale: Konferenz des Kreiſes Brandenburg. Geldstrafe vom Amtsgericht in Zoffen verurteilt. Es wurde fest- und Aufnahmetag von 3-6 Uhr im Restaurant Gerichtstr. 12/13 und Allgemeine Familiensterbekasse. Sonntag, den 28. März: 8ahlgestellt, daß schon in einem vorhergegangenen Jahr gelegentlich Budower Str. 14. der Erörterungen über die Erhaltung des Seespiegels sowohl vom Landrat als auch vom Regierungspräsidenten darauf hingewiesen worden war, daß Differenzen nur im Wege des Vergleichs oder im Verwaltungsstreitverfahren auszugleichen seien. Stegliz, Lichterfelde, Friedenau, Treptow, Tempelhof, Briz, Lankwitz, Mariendorf, Schmargendorf, Grunewald, Dahlem( Gut), Heerstraße( Gut), Marienfelde, Johannisthal, Niederschöneweide, Grunewald- Forst( Gut) und Köpenjd. Bereits bestehende weitergehende Einschränkungen werden hierdurch nicht berührt. 135 Prozent Stenerzuschlag für Wilmersdorf. In ihrer letzten Sigung am Mittwoch nahm die Stadtverordnetenversammlung die zweite Lesung des Etats vor. Das Verfahren war schnell und schmerzlos; in etwas mehr als einer Stunde hatte man alles erledigt. Das Notwendige, so hieß es, sei im Etatsausschuß besprochen, und so kam aus dem bürgerlichen Lager nur noch die Anregung, für einen häufigeren Verkehr der Untergrundbahn in bestimmten Stunden zu sorgen. Von sozial demokratischer Seite ergänzte Genosse Breitscheid die Wünsche, die von Genossen Lagodzynski bereits im Etatsausschuß vor- Die Straffammer, die als Berufungsinstanz angerufen wurde, gebracht worden waren. Vor allem richtete er an den Magistrat kam zur Freisprechung des Urban, der nur als willenloses Werkdas Ersuchen, die Aulen der höheren Schulen für die zeug seines Vorgesetzten gehandelt habe. Den Ortsvorsteher sah die Veranstaltungen des Arbeiterbildungsaus- Straffammer dagegen nicht als Ansiifter, sondern als Täter an, der schusses zur Verfügung zu stellen und die städtischen hier zu einer unerlaubten Selbsthilfe gegriffen habe, obwohl ihm Spielpläße auch der Arbeiterjugend zur Be- ganz genau bekannt gewesen sei, daß er die Beseitigung der Staunuzung zu überlassen. Der Magistrat gab zwar keine anlage nicht eigenmächtig vornehmen, sondern eventuell das Verpositiven zusagen, Bürgermeister Peters aber versprach wohl- waltungsstreitverfahren einleiten mußte. Er wurde deshalb zu wollende Prüfung. Dr. Breitscheid kritisierte auch die uner- 20 M. Geldstrafe verurteilt. freulichen Szenen, die sich in und vor einer städtischen Schule bei der Ausgabe von Heimarbeit durch den Vaterländischen Frauenverein mehrfach abgespielt haben. Hier sei es Pflicht des Magistrats auf eine bessere Organisation hinzuwirken, damit Vorkommnisse, die für die beteiligten Heimarbeiterinnen sowie für die Stadt Wilmersdorf peinlich seien, in Zukunft vermieden würden. Der Redner der Sozialdemokratie bemängelte endlich noch, daß bei der Position„ Unterſtüßung und Verschickung Lungenfranter in Heilstätten" in dem diesjährigen Etat 1000 Mark weniger angesezt worden seien als in dem vorhergehenden. Der Vertreter des Magistrats beschränkte sich darauf, die Erfah rungen des Vorjahres anzuführen und vermied ein Eingehen auf die Frage, ob nicht der Krieg und seine Folgen eher eine Erhöhung dieser Position notwendig machten. Einen entsprechenden Antrag konnten die beiden Sozialdemokraten nicht stellen, da jeder Antrag die Unterstützung von fünf Mitgliedern tragen muß. Die Erhöhung des Kommunalzuschlages zur Einkommensteuer auf 135 Proz. fand einstimmige Annahme, und die vom Referenten, Stadtverordneten Dr. Leidig, ausgesprochene Hoffnung, daß man nach dem Kriege die Treppe wieder herunterklettern könne, wurde von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung mit größter Stepsis aufgenommen. Vor der Beratung des Etats hatte die Versammlung der Magistratsvorlage betreffend die Genehmigung der Sabung für die hausgewerbliche Krankenversicherung, die mit der in anderen Gemeinden Groß- Berlins eingeführten übereinstimmt, in zweiter Lesung ihre Zustimmung erteilt. QUA Gemeindevertreterwahl in Alt- Glienicke. Sonntag, den 28. März, finden in der Aula des neuen Schul. hauses die Neuwahlen zur Gemeidevertretung statt. Die dritte Abvon 2-4 Genosse Wilhelm ahlzeit dat ist die Genoſſe teilung ist von 6-7 Uhr. Hier ist von unserer Organisation Genoise Gustav Uhlig, Gürtler, aufgestellt worden. Es ist dringende Pflicht, daß jeder sein Wahlrecht ausübt. A wable, Zim hr nachmittags. Gemeindevertreterwahl in Sachsenhausen. Bei der am 21. d. M. stattgefundenen Gemeindevertreterwahl für die 3. Abteilung wurde Genosse May Witte mit 39 Stimmen gewählt, Sämtliche vier Mandate der 3. Abteilung befinden sich im Besitz unserer Genossen. Stadtbad Neukölln. Für das Stadtbad ist während der Kriegszeit und widerruflich in der Zeit vom 1. April bis 30. Sepber 1915 die Benutzungszeit wie folgt festgelegt worden: An den Tagen von Montag bis Freitag auf 8 Uhr morgens bis 8 1hr abends, an den Sonnabenden von 8 Uhr morgens bis 9 Uhr abends, und an den Sonntagen von 7 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags. Elternabend für Lankwig- Lichterfelde. Sonntag, den 28. d. M., abends 5 1hr, findet bei Wahrendorf, Lichterfelde, Bätejir. 7, ein Elternabend statt. Das Programm besteht aus: Ansprache Herr E. Neumann- Adlershof, Rezitationen Frau Olli Bloch- Oswald, Liedern zur Laute Frl. Elia Colman, Mädchenreigen, Chorgesängen und Schattenbildern. Eintritt frei. Soziales. Zum Lehrverhältnis. Feldpostunterschlagung. Wegen Amtsunterschlagung stand der noch jugendliche Postaushelfer Walter Nausen gestern vor der Straffammer des Landgerichts II. Eingegangene Druckschriften. Heft 25 der„ Neuen Zeit" vom 26. März hat folgenden Inhalt: Eduard Bernstein: Julius Bahlteich. Spectator: Der Krieg und die Probleme der Handelspolitik. May Sachs: Die Schuldfrage.- Heinrich Cunow: Vom Wirtschaftsmarkt. Hermann Lüdemann: Die Angestellteir und der Krieg. Notizen: D. Zinner: Wirtschaftsstatistisches aus der Schweiz. A. Beyer: Das Plakat und die Arbeiterorganisationen. Anzeigen: Zwei Reden. Karl Hildenbrand: Die Kriegssigungen des Deuts schen Reichstages. Wolfgang Heine: Die politische Zukunft Deutschlands und die Sozialdemokratie. Heinrich Laufenberg und Friz Wolfsheim: Demokratie und Organiſation. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. of rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage die besten Zeugnisse zur Seite standen, hat geständlich in 20 bis Der junge Mann, der sich bisher tadellos geführt hat und dem ist ein Buchstabe und eine Bahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine Abonnements quittung 25 Fällen kleine Feldpostpakete, in denen sich Schokolade und andere beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Leckereien befanden, sich angeeignet und den Inhalt verzehrt. Der Sprechstunde mit. Sprechstunde bor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die zuständige Vorsteher erklärte vor Gericht, daß die Postverwaltung bei der Entdeckung dieser Veruntreuungen geradezu vor einem ziffern. Soll es Ditende sein, so müßten Sie sich wohl am Auskunftsbureau 2. 1000. Den Ortsnamen fönnen wir leider nicht mit Sicherheit entRätsel gestanden habe, da sich der junge Mann immer als fleißig, Bahnhof Alexanderplatz oder Potsdamer Bahnhof erkundigen, ob Sie dorthin zuverlässig, pünktlich im Dienst und ordentlich bewährt habe. Der gelangen tönnen. Nach Vorlegung eines von der Polizei auszustellenden Staatsanwalt beantragte wegen Amtsunterschlagung 9 Monate Ausweises, daß Sie Angehöriger des dort im Lazarett befindlichen Ber Gefängnis. Rechtsanwalt Wolfgang Heine machte rechtliche Bewundeten sind, werden Ihnen 50 Proz. der Fahrkosten erlassen. Ueber den denken dagegen geltend, daß das Vorgehen des Angeklagten als Fahrpreis und wie Sie zurzeit dorthin gelangen können, erhalten Sie BeAmts- Unterschlagung angesehen werden soll. Das Gericht schloß scheid.- Der Abonnent. Zur Austragung von Wetten können wir nicht sich diesen Bedenken nicht an: Der Angeklagte sei als Angestellter ein Komma sein. Oder auch ein Ausrufungszeichen, und in diesem Falle behilflich sein. 2. 29. Die Anrede ist richtig, nur müßte hinter derselben der Postverwaltung zur Verrichtung öffentlich- rechtlicher Tätigkeit muß das Wort„ bügeln" mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben werden. angenommen gewesen; auf die Verpflichtung und Vereidigung Raimer. Ihr Gedicht ist nicht ohne, würde aber selbst iu fomme es nicht an, denn dies seien nur Tatsachen, die der Annahme Friedenszeiten kaum abgedruckt werden können, geschweige denn jetzt. des Betreffenden eine Bekräftigung geben und das Pflichtgefühl 5. G. 1. 1. Dafür gibt es verschiedene Benennungen, so: 1 B. 75, stärken sollen. Weiter aber meinte das Gericht, daß, wenn auch 1 D. 75, 1 E. 76 und 77. 2. Die Bezeichnung der Nummer dafür iſt: 49. Feldpostberaubungen jeder Art stets eine schwere Strafe verdienen, F. B. 15. Nein. R. W. 500. Das ist möglich. Wenn Sie Gehier doch weitgehende Milderungsgründe vorliegen, da der Ange- Bater fann, wenn er zum Militär eingezogen ist, keine Alimente zahlen. stellungsorder bekommen, müssen Sie Folge leisten. 3. S. 100. Der flagte, der sich sonst in jeder Hinsicht tadellos geführt, sich nur aus Sie bekommen aber für das Kind Unterstüßung. Stellen Sie Antrag bei kindlicher Naschsucht zu den Straftaten habe verführen lassen. Das der Steuerkasse.- B. K. Sie machen sich strafbar. Sie müssen dem BeUrteil lautete auf 4 Monate Gefängnis unter Anrechnung von treffenden den Gegenstand zurückgeben und Ihre Forderung auf gericht 1 Monat Untersuchungshaft. Der Angeklagte wurde auch aus der lichem Wege geltend machen. A. S. 10. Das nneheliche Kind ist an Saft entlassen. Jorem Nachlaß nicht erbberechtigt. Es hat nur Erbanspruch gegen die Mutter. Wenn der Nachlaß erheblich ist, wiede es fich empfehlen, bei einem Notar das Testament zu machen. D. 39. Wenn Sie deutscher Staatsangehöriger sind, unterstehen Sie der Militärpflicht und haben sich beint Aufruf Ihres Jahrganges zu melden. D. P. 100. Die Unterstützung, für das uneheliche sind geht vor. Sie haben dann keinen Anspruch. Sie lönnen es mit einem Antrag auf Mietsunterstüßung versuchen. A. M. 30. Nein.. 2. 100. Der Buchstabe hat dieselbe Bedeutung. P. M. Wegen Berfümmerung oder Steifheit von Gliedmaßen dienst5. B. 100. Das entscheidet der Militärarzt. Die untauglich. J. 9. Ja: S. 23. 77. A. 49. Herzfrank, dienstjähig. A. 59 gibt es nicht. Benn der Aufenthalt nicht ständig oder längere Zeit dort ist, wird die Unterstüßung nicht nachgeschickt. K. G. 86. Felddienstfähig. 2. W. 78. Ein solches Attest wird nichts nutzen, wenn der Militärarzt über die Brauchbarkeit entschieden hat. R. T. 242. Lungenkrank, landsturmpflichtig. E. A. 35. Ihr Vertragsverhältnis ist sehr zweifelhaft. Versuchen Sie es mit der monatlichen Kündigung. Geht der Vermieter aber darauf nicht ein, so ist zu empfehlen, daß Sie nach den Bestimmungen des alten Vertrages fündigen, damit Ihnen nicht unnötige Kosten entstehen. A. W. 47. Ja, die zwingenden Gründe sind anzugeben. Der Antrag fann vom Polizeipräsidenten abgelehnt werden. Als Kosten werden ge wöhnlich 100 m. gefordert, die aber auf Antrag und bei Vermögenslosigke erheblich ermäßigt werden. Jugendbewegung. Arbeiter Jugend. Die soeben erschienene Nr. 7 des siebenten Jahrgangs hat.u. a. folgenden Inhalt: Ostern 1915. Eine Ant wort auf viele Fragen. Von Jürgen Brand. Der Kaifel. Bon Frizz Müller. Fliegerlied. Von Werner Peter Larsen. Pforten des Marmarameeres. Von Ludwig Lessen.( Mit Abbilbungen.) Der Opiumkrieg. Von Karl Alexander von Müller. ( Schluß.) Eroberte Kanonen. Die junge Arbeiterin. Gedichte von Edwin Hoernle. Grüße ins Feld. Von W. S.- Die Hindianer. Ein Briefwechsel zur militärischen Jugenderziehung. der Aus aller Welt. Der Mord im Kornfelde. Vor dem Essener Schwurgericht hat sich dieser Tage der im Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über Jahre 1877 in Sfirtvitel in Ostpreußen geborene frühere Berliner den Großhandel in den Zentral- Markthallen.( Dhne Verbindlichkeit.) Eisenbahnassistent Georg Bartuleit wegen der Ermordung des Donnerstag, den 25. März 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Dchsen13jährigen Schulmädchens Anna Jankowski in Essen- Rütten- fleisch Ia 84-97, do. IIa 76-84, bo. IIIa 67-76; Bullenfleisch la 79-89, scheid zu verantworten. Bartuleit hat dem Hcere 13 Jahre ange- 50-60; Fresser 60-73, Fresser, dänische, 55-65, Bullen, dänische, 60-7 bo. Ila 75-78; Stübe, fett 70-75, do. mager 52-62, do. dänische hört und wurde im November 1908 als Feldwebel mit dem Zivil- Kalbfleisch, Doppellender 125-135; Mastfälber Ia 88-110, bo. IIa 00-00 bersorgungsschein entlassen. Er fand nach seiner Dienstentlassung Stälber ger. gen. 55-75. Hammelfleisch: Maſtlämmer 100-105; Hammel Anstellung bei der Eisenbahn und war zuletzt als Assistent in a 94-99, 5o. Ila 89-94; Schafe 95-100. Schweinefleisch: Schweine, fette 00-00, sonstige 95-118, dän. Sauen 73-75, dän. Schweine 76-85. Berlin beschäftigt. Am 23. Januar 1912 wurde er jedoch Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Daberiche 50 kg 0,00; weiße Kaiserfronen Diebstahls. bom Schöffengericht wegen Berlin Lichten- 0,00; Magnum bonum 0,00-0,00; Woltmann 0,00; Porree, 2,00-3,00; Sellerie, Schock 5,00-10,00; Spinat 50 kg berg mit zwei Tagen Gefängnis bestraft und mußte in Schock 18,00-20,00; obrrüben 7,00-8,00; Birsingkohl Schod 9,00-15,00; Folge den quittieren. Eisenbahndienst Er wurde Wirsingkohl 50 kg 9,00-10,00; Weißfohl Schod 9,00-15,00, Weißtohl dann Gartenarbeiter in Stahnsdorf in der Mark und ist dann noch 50 kg 10,00-11,00; Rotkohl, Schock 9,00-16,00; Rottobl 50 kg 10,00 bis in verschiedenen Orten, zuletzt in der Nähe von Düsseldorf als land- 12,00; Grünkohl 50 kg 20,00-25,00; Kohlrüben Schod 6,00-14,00; Teltower Rüben 50 kg 16,00-20,00, Märkische Rüben 50 kg 10,00-18,00. wirtschaftlicher Arbeiter tätig gewesen. Im Juni vorigen Jahres Rojentohl 50 kg 35,00-40,00, Meerrettich Schock 6,00--12,00; Wird ein Dreherlehrling fortgesezt nur mit dem Drehen fand er als Tagelöhner in dem Vorort Rüttenscheid bei Essen Petersilienwurzel Schockbund 4,00-6,00; 8wiebeln 50 kg 17,00-18,00, von Granaten beschäftigt, so ist darin keine genügende Aus Arbeit. Am 30. Juni war ihm von dem Hofbefizer Langels in der Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 6,00-14,00. Radieschen Schodbund bildung zu erblicken. Das war der zutreffende Standpunkt, verlängerten Norbertstraße das Mähen einer Wiese aufgetragen 14,00-19,00, bito 200 St. 12,00-14,00, dito 300 St. 13,00-16,00, Murcia 3,00. Waldmeister Mandel 1,50-1,80. Apfelsinen: italienische 50 kg von welchem aus die Kammer 5 des Gewerbegerichts gestern worden. In der Mittagsstunde dieses Tages wurde nun inmitten 200 St. 15,00-18,00, bito 300 Stück 15,00-19,00, Mejina 160 St. den Beklagten Jura verurteilte, in die Lösung des Lehr- eines Roggenfeldes in nächster Nähe der von dem Angeklagten ge- 11,00-14,00, 200 t. 12,00-14,00, 300 St. 10,00-15,00. Messina Blutverhältnisses zu willigen. mähten Wiese die ermordete und geschändete 13jährige 80 St. 8,50-9.00, do. 100 St. 7,00-9,00, do. 150 St. 8,00-11,00. Der flägerische Lehrling wurde seit Monaten mit nichts ande- Schülerin Anna Jakowski aufgefunden. Das Kind Spanische 420 St. 28,00-35,00, do. 714 St. 35,00-40,00, do. 1061 St. war in rem beschäftigt als mit der rein automatischen Bearbeitung von der Vormittagspause gegen 934 Uhr von 37,00-44,00, do. 420 St. large 30,00-40,00. ihrer Lehrerin Granatkörpern. Diese Arbeit wird überwiegend von Arbeitern Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis verrichtet, die oft nicht die geringsten Fachkenntnisse besitzen. Der der katholischen Volksschule in der Norbertstraße ausgesandt Vater des Klägers nahm deshalb den Jungen aus der Lehre fort, worden, um aus dem Roggenfelde für den Anschauungsunterricht Sonnabendmittag: Zunächst besonders im Süden und Osten etwas stärkere Niederschläge, weitere Abkühlung und strichweise Gewitter; später nachdem seine Bemühungen, Aenderung herbeizuführen, erfolglos einige ehren zu holen. Da das Kind um die Mittagszeit nicht im Nordwesten beginnende Ausheiterung, jedoch noch überall sehr vergeblieben waren. Der Beklagte wollte in die Lösung des Lehrver- nach Hause zurückkehrte, auch in der Schule nicht wieder erschienen änderlich. hältnisses nicht einwilligen. Er sprach die Ansicht aus, daß auch war, wurden die Eltern ängstlich und der Vater und der Bruder bei dieser Arbeit mancherlei zu lernen sei und überdies müsse er der Anna Jankowski begaben sich auf die Suche. Der Vater fand Kriegsmaterial anfertigen, weil er andere Aufträge nicht erlangen Danksagung. Bald lenkte sich fönne. Aus diesem Grunde könnte er auch dem Lehrling keine seine Tochter in dem Kornfelde ermordet vor. der Verdacht auf den Angeklagten Bartuleit und da er sich bei der Teilnahme und die reichen StranzFür die vielen Beweise herzlicher Für die vielen Beweise herzlicher andere Arbeit zuweisen. Das Gericht kam zu dem oben mitgeteilten Urteil. Näher be- Befragung in verschiedene Widersprüche verwickelte, so wurde die spenden beim Heimgang meines Teilnahme, wie auch für die Kranzspenden bei der Beerdigung meines gründend wurde dazu ausgeführt: Die Arbeit, zu der der Kläger gegenwärtige Anklage gegen ihn erhoben, die unter Ausschluß der lieben Mannes und Baters, sagen lieben Mannes Freunden, Bekannten und Gäſten, Rudolf Unger sowie den beiden Vereinen, welche fage allen Freunden und Bekannten, daran teilgenommen haben, unseren den Mitgliedern des Lankwizer Wahlinnigsten Dant. vercins, sowie den Stollégen des Im Namen der Hinterbliebenen Metallarbeiterverbandes und dem längere Zeit hindurch verwandt wurde, war Hilfsarbeiter- Arbeit. Deffentlichkeit verhandelt wird.- Das Urteil werden wir mitteilen. Die englische Hymne. dem Prager Landwehrdivisionsgericht hatte sich am Danksagung. Dabei konnte von einer weiteren ordnungsgemäßen Ausbildung keine Rede sein. Es liegt hier aber ein Fall des§ 323 B. G. vor Unmöglichkeit der Vertragserfüllung, weil der Beklagte gezwungen war, um seinen Betrieb aufrecht zu erhalten, Kriegslieferungen anzunehmen. Diese Rechtslage bedingt aber von selbst eine Lösung 16. März der 21 Jahre alte Sellner Josef as obrab aus Brag des bestehenden Bertrages. Dagegen fönne natürlich daraus keine des Verbrechens der Störung der öffentlichen Ruhe und. Ordnung Witwe Henriette Schneider unverein Froh und Frei" meinen Schadenersatzforderung abgeleitet werden. Eine solche war auch nach§ 65 St.-G. zu verantworten. Am 24. Januar nach Mitternebst Tochter Elise Unger. nicht erhoben. nacht fang Wohlrab auf dem Poritsch, wie Polizeiinspektor Josef Butbuser Straße 16. Berantwortlicher Redakteur: Alfres Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Zh. Gloce, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei a. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. innigsten Dant.