Mr. 86.- 33. Jahrg. kibonnementz-keälngungen: »iboiinemontS» Preis xränumerand»! Vierteljährl, SL0 Ml., nioncttl. 1,10 M1> wöchemlich Zö Pjg. frei inä Haus. einzelne Slummet 5 Pjg, Sonntag?* nmnr.ict mit iEuitriettet Sonntag?* Beilage.Die Neue Welt, lv P'q, Post* Nhonnement: 1.10 Mar! vro Monat. kin.getragcn in die Post-Zeitung»* Dreisliste. Unter Kreuzband für Tcutitbland und Oesterreich- Ungarn Böv Mar!, für das übrige Ausland » Marl vro Monat. Postabonnetneni» nehineit an: Belgieit. Danentarl. volland. Italien. Luxemburg. Portugal. SUultütucn, Schweden und die Schweiz, VMjeinl täglich. Verlinev DolliSblntk. ( 5 Pfennig 1 Die Fnfertions- Gebühr Petrögt für die sechegespaltene Kolone!- »eile oder deren Nanm 60 Psg..(fit politische und gewci sschaftliche Sereine- und Versnnnnlungs- Alizeigen:■*! Ptg. ■„Kleine Hnresgen". dai- sellgedinckie »ort Lv Psg. iznlässsg Lsetlgi'drn-Ne Wortei. jedes weisere Wort i>> P-g. Stellengesuche und Schlasilellenan- zeigen dos criie Wort lv Pig., jed*z weitere Wort S Pig. Worte über Puch. ftabcn zähle» für zwei Worte, linleroie für die nachne Anininer tinsnen oss B Uhr iiachiuiltagö in der Crbedilion abgegeben werden. Die Erbedition ,ft liib 7 Uhr abends gevssnct, Telegramiii Adresse: „??zi<>ll g S g e s c tz c c i n g c st c l l t c r u n d i n ui i l i t ä r i s ch c r Brrpflcguug stehender Arbeiter, Kutscher, Pferde- knechte, dann das-Eisenbahn- und Telegraphen- personal, schließlich 28 000 Mann Kranke und V c r- mundete in S p i t a l b e h a n d l u u g. In der. Festung bestand die Armierung im ganzen aus 1050 Geschützen aller Kaliber, davon der Hauptteil ganz veraltete Muster bo» 1861 und 1875, welche übrigens gleichfalls rechtzeitig gesprengt wurden. Die Abweisung des letzten russischen Angriffs in der Nacht vom 21. aus den 22. März erfolgte, da das Gros der Geschütze bereits gesprengt war, nur mit Jnfanteric- und Maschincngcwchrfcucr sowie durch einige wenige noch nicht gesprengte Geschütze Muster 1861. Ein zerstörtes Land. Das zentrale.Bürgerkomitce in Warschau beröffent- licht das Ergebnis, seiner, Untersuchungen über, die Perluste, die die Bevölkerung Rüssisch-Poleus infolge der Kriegsereignisse davongetragen'hat/ Danach bölaüfen sich' die'Verluste während der ersten f ü n f Kriegsmonätetzuf 1 180 Millionen Rubel oder annähernd 2'/» Milliarden Mark. Um die Gesamtverlüste des unglücklichen Eanbes. bis' jetzt, d.h. vis zu Ende des achten Kriegsmonates festzustellen, muß die die„Uorööeutsche /illgemei'ne Zeitung" gegen Grep. Berten, 25. März. lW. T. B.) Tic„N o r d d e u t.s ch e All- gerne enc Zeitung" schreibt unter der Ileberschrift„Au;)- flndpfc". Sir Edward Grcy hat vor einigen Tageil eine Rede ube>. den Ursprung des Krieges gehalte», die nn Wortlaut poch utznt vorliegt. Schon die übermittelten tetegraptzischen Auszüge aber lassen erkenin>i, daß der Minister sich einer Sprache bedi-'üt hat,'die feinem flstjen Geschmack wenig Ehre macht, ifnd die ganz her Tonart«pitsprichi, iir der auch andere englische Minister nach Ausbruch Krieges eine schlechte Sache durch hochtönende Worie ZU vertordigen suchen. Es darf niit daran. erinnert werden,.dag der ewAischc Prchnicrminister die loyalen Vorschlage der d'elllscheti Rejwttung, die bezweckten, einen Krieg zwischen den beiden stawm- re�vandteii Völkern Detzlschlanp und England zu vermeiden,' a-'s /ilammi., f'tupösais zu keniizeiihncn sich nicht gescheut hat. Sie Edward Grey behauptet, daß der Krieg durch.die Zurück- Weisung des. englischen Vorschlages entstanden sei, den Sti'eijfqll zihlscheu Oesterreich und Serbien einer Konferenz der Mächte zu untcrbaCtku ober vor das Haag'er Schicösgcrlchl'z» briiigeii. Soviel Woew, soviel Entstellungen. Teit Koifferenzvorschlag hat Tenlsch- bziio abgelehnt, tveit es sich uin eiiäc nur die beiden vekiligleu Staaten berührende Angelegenheit handelte und weil es mit.der WÜrhe feines österreichisch. itiigarischeii BuiideSgenosseii' wmereinoge lw«p. die Äiäßiiähuien, die es für die Abwehr der veibr'echensätni ktovergriffc erncs tleiueu Rachbärjtaates zu treffe>, für notivcpdijV stnrd, von dein Pfucet anderer dabei nicht heteitigier Großmächie abhängig zu machen. Sir Edward Grey fcl'vst hat es in einer linier- reduiig mit dem Fürsten Vichnowsty am 21. Juli ousgespratke». bafe solange das österreichische Ultimatum an Serbien nicht zu RK- wunge.ie zivischen.Rußland' und Oesterreich führe-,-ihn'die Sache nicht- berührt'.' sEngl.ischeS Btanbuch Rr. il.)!! Außerdem hätte Tculschlanb, iw.eiin es! de.u.Kpiffereiizgedani.'It Sir Edward Greys aufnalnit, sich der Gcsahr ausgesetzt, sick' Plötz- lich einer erdrückenden rüssischeii lteberniacht an seiner Ostgrenze gegenüberzusehen.' Der englische.'Konferenzvorschbrg stammt bom 26.'Jnlt g Englisches Blaubuch Ar. 86). Aus dem Telegramm des Zaren an S.' M. den Kaiser am 8». Juli aber geht hervor, daß'Ruff- taud� bereits am 25. Juli seilte uiilitärifcheu Moßnahwen bi■ fchlo""!! herttc. Tie. Beratungen der Konferenz Iväreu damit uuigr dem.�riut der russischen Mobilmachung vor sich gegangen. , Als infolge der Einmischung RÜßlands, das"durch' seine diplo- «alisckeil Vertreter loie inoffizielle' paiiflawistjsche. Agenten, jährc- lang die provokatorische Hältung Serbiens gegen Oesterreich Ilngargt geschürt hatte, die Angelegen und Rußland uui-iju mit allen ihr zu Gebote stehende» Mitteln eine direkte Verständi- gung zwischen Rußland und Oeftcrreich-Ilngarii herheiziisübren ge- sucht. Sir Edward Grey seihst hat den: deutsche» Boischafker uni 29. Juli eine solche Verständigung zwischen Oesterreich und Ruß- laud als die denkbar beste Itösung bezeichnet(Englisches Blau- buch R'r. 81). Er hat aber i» keiner Weise zur Förderung dieser direkten Verständigung beigetragen. Er hat vielmehr' an demselben Tage den verhängnisvollen Schritt getan,, dein französischen Botschafter.zu verstehen. zu geben, daß im Falle eines europäischen Krieges England sich auf die Seite der Enlcntcmächlc stellen, würhe < Englisches Blaubuch Rr. 87). Damit hat Sir Edward Gr.en C et in die Flammen geschüflel. Am 81. Juli unwilifieric Rußlati's feine gesamten Streitkräfte und bereitete damit dem direklen Mei- nungsaustausch, der dank de» aiigestrengte» Bemühungen und dwi ciiergischcit Vorstellungen Deutschlands in Petersburg und Wien tätsächlich eingeleitet worden war, ein jähes Ende. Durch.diesen Schritt Rußlands war die Mobilisierung der deutschen Armee uiid damit der Krieg unvermeidlich geworden, denn die deutsche Heeres- leitüng konnte Rußland nicht die Zeit lassen, seine überwältigenden Streitkräfte an feiner Ostgrenze zn versammeln. Die einzige Möglichkeit, den Krieg zn vermeiden, bestand in der Einstellung der russische» MoHilmachuiigsmaßnahme», wie sie Deutschland in seinem Ultimatum an Rußland gefordert hat. Tic russische' Regierung hat die Forderung abgelehnt. Es ist bezeichnend, daß Sir Edward Grey diese Tatsache sowie die-Tatsache der Mobil- machnn'g der gesamten russischen Armee in seiner- Rede überhaupt nicht erwähnt.. Es gibt das einen Anhaltspunkt für de» historischen Wert auch seiner weiteren Darlegungen. Der Minister führt ferner, ans, England' habe Deutschland wiederholt die Versicherung gegeben, daß es keine Angriffe auf das Deutsche Reich unterstützen werde,- daß es- aber abgelehnt habe, zu versprechen, im Falle aggressiven Vorgehens Deutschlands-gegni seine Nachbarn neutral zu bleiben. Welchen Wert diese Versjche- ruug Englands hat, ergibt fein Eingreifen in' den gegenlinmigen Krieg, trotz, der weitgehenden Erklärungen und Zusicherungen, die die deutsche Regierung bezüglich Frankreichs und Belgiens in Lon don für den-Fall abgegeben hatte, daß ein Krieg init Rußland nicht zn vermeiden-sein würde. Diese Erklärungen taten in unzwcideü- tiger Weise kund,' daß Deutschland aggressive Absichleu gegen Frankreich und Belgien durchaus fern lagen.- Der'englischen Regierung aber waren, djesc Erilämiigsu unbequem und unerwünscht und sie behandelte sie daher als„inkamous proposalfi". Von deutscher Seite ist überdies nie an.England das Ansinnen gestellt worden, wie Sir Edward Grey das behauptet, auch im. Falle. eines den Ischen Aggressivkrieges neutral zu bleiben. Sir Edward Grey. hat viel- ntehr die langjährigen Bemühungen der deutschetl Regiernng, um England zu einer Verständigung zu gelangen und die Gefahren eines kriegerischen Konfliktes zwischen beiden Ländern auszuschließen, stets zurückgewiesen,' weit es für stq' nur eist Ziel gab, die voiaioriscue g?auu»g esermens gegen x egerreim.nnga.gt te, was.der englischen lliegiernng sehr Nwyl' bekannt-ist, eiihcit tatsächlich zn einem Konflikt zjvischen � Oesterreich nd auszuwachscii drohte, hat die deutsche Pklegierung sogenannte Aufeechterhaltuna des Gleichgewichts der Kräfte, das dcißt mit anderen Worten ote Niederhaltung Deutschlands durch die russisch-fvanzösisch-euglische Koalitioin hju diesem Zwecke hat England geheime politische und mili- tärische Abmachungen mit Frankreich und Rußland getroffen, deren Bestehen die englischen Minister bor dein englischen Parlament immer abgeleugnet haben und die erweisen, welche weitgehenden Vorbereitungen England mit seinen Bundesgenossen für den jetzt- geil Vernichtungskrieg gegen Deutschland getroffen hat. Diese Ab- machungen, deren Vorhandensein der deutschen Regierung bekannt war, sind der Grund für die immer steigenden Rüstungen zu Lande und zu Wasser gewesen, zu denen Deutschland in den letzten Jahren gczwutigen gewesen ist. Die deutschen Matznahmen bezweckten die Abwehr eines drohenden Angriffes, nicht einen Angriffskrieg, wie das Sir E. Grey angesichts der Tatsache zu behaupten' wagt, daß Deutschland und Oesterreich-Ungarn die einzigen Großmächte sind, die in 44 Jahren nicht zum Schwert gegriffen habet,. Was die Ausführungen Sir Edward Greys über Belgien be- trifft, so sei nochmals festgestellt, daß Deutschland der englischen Regierung Integrität Belgiens garantiert hatte und daß Sir Ed- ward Greg die Frage des Fürsten LichnowSkh berneint hat, ob Eng- Icind neutral bleiben werde, falls Deutschland die belgische Neutra- lität respektiere. Wenn Belgien in den Krieg hineingezogen wor- deti ist, so trägt hierfür die Verantwortung einzig und allein Sir Edward Greg, der die belgische Regierung aufgefordert hat, sich .dem Eitimarsch der deutsche», Truppe» zu widersetzen sEnglisches Blaubuch Nr. löö), während der König der Belgier lediglich um diplomatische Intervention zur Sicherung der belgischen Integrität gebeten hatte(Englisches Blaubuch Nr. töll). Der englischen Regierung, von der es dann militärisch in ganz unzureichender Weise unterstützt wurde, sowie der Haltung seiner Bevölkerung, die den deutschen Truppen mit bewaffneter Hand entgegentrat und die furchtbarsten Greuel selbst an den deutschen Verwundeten verübte, bat Belgien sein Schicksal zu verdanken uud an England, nicht an Deutschland, werden sich einmal die Geschädigten zu halten haben. «ir Edward Grey behauptet schließlich, Deutschland erstrebe die Herrschaft über die Völker des Kontineirts, um diesen nicht die Freiheit, sondern die Dienstbarkeit unter Teutschland zu bringen. Das deutsche Volk kämpft um zwei Dinge. Es kämpft einmal den. ihm aufgezwungenen Verteidigungskanipt zur Erhaltung leiner llnabhängigkcit und gegen die ihm von England angedrohte Ver- nichtungz es kämpft aber auch um ein ideales Ziel im Interesse der ganzen Welt: es kämpft um die Freiheit der Meere. eL kämpft um die Befreiung aller Völker, insbesondere aber auch der kleinen und schwachen Staaten, von der Gewaltherrschaft der englischen Flotte. »* « Die„ Deutsche Tagesz e i t u n g" beinerkt zu dem bor siebenden Artikel u. a.: Besondere Hervorhebung verdient auch der Schluß der halb amtlichen Auslassungen: Deutschland kämpfe einmal den ihin aus- gezwungenen Verteidigungskampf, außerdem auch„um die Freiheit der Meere, es känipst um die Befreiung aller Volker, insbeiondere aber auch der kleinen und schwachen Staaten von der Gewalt- Herrschaft der englischen Flotte. Damit wird ein KrirgSzicl ausgesprochen, welche»! das ganze deutsche Volk, soweit es politisch zu sehen vermag, mit Begeisterung beistimmen wird. Erreicht und nachher gesichert Iverden kann dieses KriegSziel selbstverständlich nur durch die entsprechenden Mittel. Einerseits stellt sich der Festlandskrieg als Mittel in den Dienst des n u r gegen England erreichbaren Kriegszieles. Andererseits setzt die Erreichung dieses Kriegszieles voraus, daß das Deutsche Reich sich die geographischen Bedingungen schafft, die es braucht, um die See und seine Westgrenzcn sicher zu machen. Dazu gehört vor allein unser csntemm censco, daß Belgiens Küsten und Landgrenzen n i c wieder unter englischen und französischen Einfluß gelange», sondern für das D e u t s ch e R e i ch voll a u s n u tz b a r bleiben. Da diese Logik eine zwingende ist. so begrüßen wir mit besonderer Genug tuung, daß die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" die Befreiung von der Gewaltherrschaft der englischen Flotte und die Freiheit des Meeres als HauptkriegSziel aufstellt." Des ist eine durchaus gelvaltsanic Jnter p r c t a t i o n. gegeit die sich die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" selbst lvenden muß,»venu das Kanzlerblatt auf dein Standpunkt des Reichskanzlers steht, den er zu Beginn des Krieges über das KriegSziel einnahm. Ms erbeuteten russischen Papieren. Der Oberbefehlshaber gibt bekannt, daß die Familien- angehörigen der unverwundeten Gefangenen keine Unterstützung erhalten. gez. General O r a n o w k y. Dies ist allen bekanntzugeben. gez. Ober st von Oldoroggc. In ganz kurzer Zeit sind bei der 29. J.-D. allein 79 Fälle von Typhuscrkrailkungen vorgekommen. gez. General Roscnschild. Es ist festgestellt worden, daß die Gemeinen ihre Ausrüstung und Stiefel öfters verkauft habe». Dies ist schon in Friedens- zeiten strafbar, um so mehr jetzt im Kriege. Die einzelnen Führer haben i» dieser Hinsicht besonders darauf zu achten. Die Schuldigen werden den Kriegsgerichten übergeben. Immer wieder werden Versprengte hinter der Front ange- troffen. Der Oberbefehlshaber macht bekannt, daß die Komman- diercnden Generale und Etappenkommandeure solange nicht zu Auszeichnungen eingegeben werden, bis sie nicht auf energischste Weise dagegen einschreiten. Der Oberbefehlshaber gibt bekannt, daß in den von uns be- setzten Gebieten in Ostpreußen keinerlei Sachen der Einwohner zum Heizen PP. benutzl werden dürfen. Zum Heizen dienen ledig- lich Kohlen und Holz, die reichlich vorhanden sind. Es ist anzunehmen, daß die ansteckenden Krankheiten von den Deutschen aus zu uns übertragen wurden. Dies ist darauf zurückzuführen, daß unsere Leute Kleidung, Eßwaren pp. von den Gefangenen, Verwundeten und toten Deutschen an sich nehmen. Es ist strengstens verboten, deutsche Unisormstücke zu tragen, ebenso irgendwelche Eßwaren von den Gefangenen und Ver- wundeten zu nehmen. gez. General Oranowskh. Der Oberbefehlshaber will Awr folgende Fälle sofort Meldung haben: Selbstverstümmelunge,>, die in den Lazaretten festgestellt werden, überbaupt über jegliche Fälle, in denen angenommen wird, daß die Betreffenden Versuche machen, sich dem Frontdienst zu entziehen. gez. General Siewers. Oberst Swezizki, Hauptmann Sosiedow, Äurmin, Alexandrow und Albow, der Oberleutnant Jitkowsky, die sich seit 6 Wochen krank gemeldet haben, und von denen gar keine Nachrichten über ihren Verbleib bei ihren Truppenteilen eingelaufen sind, werden von ihren Stellungen enthoben.. m gez. General Bulgakow. Da in meinem Korps im Lause des Dezember die Typhus- crkrankuugeir sich vermehrten, weise ich nochmals auf den Korps- befchl vom 21. Oktober hin. gez. General Bulgakow. Der Stab der Armee setzt eine Prämie von 199 Rubeln für jeden gefangenen Deutscheu fest. Es ist gleich, auf welche Art er in unsere Hände fällt. gez. General von Rosenschlid. Befehl des Generals Rußky: Es ist sestgestetll worden, daß deutsche Bauern, die auf dem rechten Weichscluscr wohnen, den deutschen Truppe» Lichtsignale geven. Der Höchstkommandierendc(Großfürst Nikolai) ordnet an, solche Leute ohne Untersuchung an Ort und Stelle zu hängen. Sämtliche deutsche Bauern aus der Wcichselgegcnd sind zu cnt fernen. gez. General Oranowskh. Der Oberbefehlshaber- weist nochmals darauf, hin, daß auf peinlichste Perbindung zwischen den einzelnen Verbänden geachtet werden mutz. Die Nachlässigkeit in dieser Hinsicht ist soweit ge gangen, daß sich vor kurzem folgender Vorfall ereignete: Zwei Verbände, die den Gegner angreifen mußten, griffen sich gegenseitig an und merkten dies erst, als sie zum Bajouettaugriff schritten. Der� Oberbefehlshaber verlangt, daß nun endlich für Verbindung gesorgt wird und macht die einzelnen Fübrer dafür verantwortlich. Dieser bedauerliche Vorfall ereignete sich beim II. sib. A.-K. Aus eingelaufeuen Meldungen cri'ebe ich, daß einige Truppen teile nicht die vorschriftsmäßige Brotrationen erhalten, was völlig unzulässig ist. gez. General Oranowskh. Beim Stellungskrieg beim längeren Verweilen in denselben Stellungen werden die vordersten' Truppen durch die dahinter- liegenden Reserven abgelöst. Dabei dürfen die Truppen in vorder- ster Linie niemals ihre Stellungen perlassen, ehe nicht Reserven dort eingetroffen. sind. � In einer her Armeen ereignete sich in dieser Hnsicht ein trauriger Vorfall. Ein Truppenteil war zurück gegangen, ohne das Eintreffen der Reserven abzuwarten. Die Deutschen, die dieses merkten, besetzten diese Stellung und ver- nichteten dabei durch Flankenfeuer die danebenliegende vorge schobene Kompagnie. Dieses beweist zugleich, daß auch die vorge- schobene Kompagnie keinerlei Sicherung ausgestellt hatte. Nocb- mals weist der Oberbefehlshaber auf Verbindung und Aus klärung hin. gez. General Siewers. Vor kurzem ist es vorgekommen, daß der amerikanische Militär- attache mit einigen amerikanische» Berichterstattern bei einer der Armeen war. Der Oberbefehlshaber weist nochmals daraus hin, daß dieses ohne besonder Genehmigung verboten ist. gez. General Oranowskh. Aus dem Tagebuch des russischen Infanterieregiments Nr. 113, 14. Kompagnie: Am 17. November rückten wir aus Goldap aus. Als wir durch die Stadt gingen, sah man nur brennende Häuser, die angerichteten Verwüstungen durch unsere Soldaten Auszug aus der Uebersetzung eines Befehls der russischen Obersten Heeresleitung: Verwundete oder kranke Offiziere haben sich bereits im Stadium der Rekonvaleszenz wieder zu ihrem Truppenteil zu begeben. Die Offiziere haben den Mannschaften die Ueberzeugung beizubringen, daß bei Friedensschluß die Kriegsgefangenen „z u r ü ck g e k a u f t" und in Rußland erschossen werden. W. T. B. Der türkische Krieg. Hericht öes türkischen Hauptquartiers. Konstantinopel, 26. März.(W. T. B.) Das Hauptquartier teilt mit: Eine Abteilurg unserer gegen den Suezkanal ope- rierenden Truppen stieß in der Nähe des Kanals gegenüber der Station Madam auf eine kleine englische Kolonne und vernichtete sie; darauf beschoß sir zwei mit Truppen angefüllte englische Transport dampfcr erfolgreich. Ebenso beschoß unsere andere Abteilung einen englischen Transportdanipfex zwischen Schaluf und Adschigoel. Am 16. März haben unsere Truppen gemeinsam mit den kriege rischen Stämmen nördlich vonSchuacbia, südöstlich von Bassoro, den Feind überrascht, seine Stellungen genommen und ihn bis»ach Schuacbia zurückgeworfen: er verlor über 399 Mann an Toten und Verwundeten und eine Menge Waffen und Munition. Unsere Ver� lustc betragen nur 9 Tpt« und 32 Verwundete. Vor den Dardanellen nichts Neues. Ruhe vor öen Dardanellen. London, 26. März.(W. T. B.) Tie„ T i�n e s" melden aus Tenedos vom 23. d. M.: Obwohl der Sturm ab- nahm, ist der Wind noch zu stark, um die Operationen gegen die Dardanellen wieder a u f z u n c h m c n. Die Minensucher sind wieder an der Arbeit. Der Seekrieg. versenktes englisches Schiff. London, 26. März.(W. T. B.) Meldung des Reuter- scheu Bureaus.) Das Schiff„D c I ni i r a" ist auf der Fahrt »ach Boulogne durch ein deutsches Unterseeboot zum Sinken gebracht worden. Die Bemannung erhielt zehn Minuten Zeit, das Schiff zu verlassen, und landete auf der Insel Wight. Cin holländisches Schiff versenkt? London, 26. März.(W. T. B.) Die Admiralität gibt über die L c r s e n k u n g des y o l l ä n d i s ch e n S ch i f f e s .. M e d l a" folgendes bekannt: Die„Medca", deren Name in großen Lettern auf den Schiffsseitcn aufgemalt war, wurde Donnerstag vormittag 16 Uhr bei Beachy Head v o« U 2 8 angehalten. Sie erhielt den Befehl, ein Boot auszu- setzen, das die Mannschaft aufnahm. Das Schiff wurde dann durch Kanonenschüsse zum Sinken gebracht. Das Unterseeboot verweigerte die Rückgabe der Schiffspapiere. Ein englischer Zerstörer brachte die Bemannung später nach Dover.— Den Blättern zufolge hatte die„Medca" eine Ladung Apfelsinen an Bord. Das Unterseeboot gab der Besatzung 10 Minuten Zeit, um das Schiff zu verlassen. Die Bemannung wurde nach 2 Stunden von dem Zerstörer aufgefunden. Ein norwegisches Segelschiff angehalten. London, 26. März.(W. T. B.)„Dolly Telegraph" meldet aus Southshields: Das norwegische Segelschiff Gazelle", das heute hier eintraf, ist auf der Fahrt von dem deutschen Unterseebot„II 23" angehalten worden. Die„Gazelle" verließ Christiansand ohne Ladung und war auf dem Wege nach dem Tyne. Vierzig Meilen von Shields, um 2 Uhr nachmittags, hörten die Seeleute bei schönem Wetter ein zischendes Geräusch und glaubten, daß es von einein Flugzeug herrühre. Zu ihrem Erstaunen fanden sie, daß es von dem Auspuffrohr eines deutschen Untersee- boots stammte, das sich beinahe längsseit des Schiffes befand. Der Kommandant des Unterseeboots rief den Kapitän an und gab der Besatzung 19 Minuten Zeit, um das Schiff zu verlassen. Der Befehl wurde befolgt. Fünf Mann vom Unterseeboot mit dem Kommandanten gingen an Bord des Seglers. Der Kommandant nahm Einsicht in die Schiffspapiere und überzeugte sich, � daß der Segler keine Ladung führe. Darauf wurde das Schiff frei gelaffen, das Unterseeboot tauchte und verschwand. Das Flugzeug als Waffe im Handelskriege. London, 26. März.(W. T. B.)(Meldung des Reuterschen Bureaus.) lieber den Angriff eines deutschen Jlie- gers auf den Dampfer„Pandion" vom letzten Monjog wird noch bekannt:„Pandion" fuhr von Rotterdam nach Manchester. Tie erste Bombe wurde aus einer Höhe von 599 Fuß geworfen und schlug die Logleine weg. Zwei Feuerpfeile wurden gegen den Aeroplan gerichtet. Dieser flog lveg, kehrte aber bald zurück und warf aus einer Höhe von 1999 Fuß sechs Bomben, die alle nahe am Schiff ins Wasser sielen. Ter Kapitän feuerte sein Gewehr gegen das Flugzeug ab, das daraufhin wegflog. Rätselhafte Beschießung eines holländischen posidampfers. Amsterdam, 25. März.(SB. T. B.) Ein hiesiges Blatt balle aus Vlisiingen gemeldet, daß am DieuStagmorgen neu» Meilen nordwestlich von West-Eapell« auf den nach England abrciiendcii V o st d a»i p f e r„M e ck l e n b u r g" dreimal g e f ch o s s e n worden sei. Es sei dies durch einen bewaffneten Fischdampfer, der leine Flagge und keine Kennzeichen geführt habe und von Z e e b r ü g g e gekomincn sei, geschehen. Der Postdampfer hätle infolge größerer Schnelligkeit enlkommen können.— Hierzu teilt die Dampfer- g e s e l I s ch a f t' Z e e l a n d mit. daß allerdings aus den Dampfer„Mecklenburg" geschossen worden ist. Es sei aber ganz unsicher, wer die Schüsse gelöst habe. Man hätle m- folge des WelterS nichts unterscheiden können. Da ein Wasser- flu g zeug in der Rühe gewesen sei, so sei es möglich, daß die Schüsse diesem gegolten haben. An Bord der„Mecklenburg" sei weder wahrzunehmen gewesen, wer die Schüsse gelöst habe, noch daß sie von einem Fischdampfer aus Zcebrügge herrührten. Amerikas Antwort auf üie englische Note. London, 26. März.(W. T. B.)„Daily Telegraph" meldet aus Washington: Die Antwort der Bereinigten Staaten auf die englische Note ist noch nicht fertiggestellt. Sie wird im Tone freund scha st- I i ch e n Protestes gehalten sein und die a m c r i k a- nischen Rechte f c st u n d b e st i ni in t betonen. Da der Präsident die strikteste Neutralität einzuhalten bemüht ist, dürfte die Note kaum zu beiderseitiger vollständiger Zufrieden- heil ausfallen. Keine privaten iTebensmittelsenüungen aus Amerika nach Deitfschlanö. London, 25. März.(W. T. B.) Reuter meldet aus Washington: Da die Deutsch-Amerikaner eine Bewegung or- ganisieren, um Lebensmittel in Postpaketen nach Deutschland zu sende», warnte der Geueralpostmcistcr, da die Pakete der Beschlagnahme durch die Perbündctcu ausgesetzt seien. der Krieg und Sie Kolonien. Tätigkeit eines deutschen Flugzeugs in Südwesiaftita. London, 23. März.(W.T.B. Meldung des Reuterschen Bureaus.) Ein deutsches Flugzeug machte gestern morgen einen An- griff auf das L a g c r v o n G a r u b östlich Lüderitzbucht, aber das Feuer der schweren britischen Geschütze verhinderte ein erfolgreiches Abwerfen von Bomben. Ein englischer Gfsizier über die Kämpfe in(Dsiafrita. London, 25. März.(W. T. B.) Die„TimeS" beröffeutlilven den Brief eines englischen Offiziers i» OstäWftka, datiert vom 28. v. M., in dem die mißglücklen britischen Versuche, ein von den Deutschen abgeschnittenes britisches Lager zu entsetzen. geschildert werden. Der Schreiber des Briefes kam in Ostafrika am 29. Dezember an und nahm an drei lebhaften Patrouillen- Scharmützeln und einer regelrechten Schlacht teil. Er schreibt: Wir känipfen i» der Nähe der Küste und an unserer Grenze. Ich weiß nicht, weShalb man das»lalariarcichstc, bösartigste Klima und Land ganz Afrikas aussuchte, um dort zv kämpfen. Die Malaria ist unter unseren Truppen wZt verbreitet. DaS Land ist niedrig und sumpsig. Meilen»ud Meilen von Mangrovesumpf voller bösartiger gisti'gcr Fliegen und anderer Insekten. Wo das Land etlvaS höher ist, steht dichter Busch, in dem man meist keine 29 Schritt weit sehen kann. Der Schreiber gibt eine längere Schilderung der Kämpfe, die jedoch mangels Orts- angaben unverständlich bleibt. Erschließt: Wir brauchen so viele MaximS mit ausgebildeter weißer Bedienungsmannschaft als man hier aufstellen kann. Die Deutschen strotzen förmlich von Maschtn enge>v ehren und gebrauchen sie wie Künstler. Die Maschinengewehre verursachen 99 Prozent unserer Verluste. Wenn die Regierung sich einbildet, wir könnten unter diesen Bedingungen einfach forlwurstelii, ivird sie finden, daß wi> arg mitgenommen werden. Wir st ehe» einem mächtige, und entschlossenen Feinde gegenüber, der»ich. zu verachten ist._ Die Aivilgefangenen in Frankreich. Paris, 26. März.v e n i g zu bedeuten. Es sind nur verschiedene Zungen." Zu einem ähnlicheii Urteil kommt Ulrich Rauscher(in der „Franks. Ztg."); auf Grund seiner Studien in Belgien urteilt er: „Sicherlich sind die Flämen ursprünglich aus derselben Wurzel gewachsen wie wir: aber wir haben sie immer weiter abtreiben lassen, wir haben keinen Finger für sie gerührt: seit zum letzten Male ein staatliches Band zwischen ihncii und uns bestand, sind sie zu politischen Katholiken und das Deutsche Reich(wenigstens im schiefen Schlagwort) zur„prole- stantischen Vormacht" geworden. Sie haben mit den Wallonen Wirt- schaftliche Interessen, eine lange Geschichte, die Religion und h e u t e i n schweres Schicksal g e m e i» s a m. All das wird auch ein gegenseitiger Haß nicht von einem Tag auf den andern einrelßen. Dazu kommt die unglücklich- widersinnige Wendung, daß F l a m l a n d. durch den Kamps nur Antwerpen und die'Riesenschlacht in Westflandern, weit mehr leiden mußte als Walloiiien. Werden wir uns vor Ideologien einst genug zu hüten wissen, an denen unsere Politik immer wieder leidet, manchmal scheitert, des öfteren lächerlich wird? Blut mag dicker sein als Wasser, aber sicherlich sind Zeit und Ent- wöhnung stärker, als die Eintragung ins Kirchenbuch. Wir haben in Deutschland ein paar spaßige Spezialisten, die längst nach- gewiesen haben, Jesus von Nazarelh sei ein Germane gewesen; man möge sie von dem Rückschluß abhalten, daß alle Ger- m a n e n draußen, bei der ferneren und näheren Verwandtschaft, als Messiasse begrüßt werden I" Diese ruhigen Urteile beweisen, daß die zukünftige Gestaltung Belgiens, wie sie sich Herr Bornhak im„Tag", die„Krenz-Zeitung" und andere vorstellen, doch— von allem anderen abgesehen— weit größere» Schwierigkeiten begegnen würde, als sie bei wirklicher nationaler Gemeinschaft zwischen Deutschen und Flämen eilt- treten würden. Es kommt hinzu, daß die.(fxailzösischen) Wallonen heute aus einer höheren Bildungsstufe stehen als die Flämen. Räch einer Statistik, die wir der„Rhein.-Westf, Ztg." enlnehmen, waren im Jahre 1911 von den zum Heeresdienst eingezogenen Wallonen 5,66 Proz. ohne jede Schulbildung, von den Flämen dagegen doppelt so viel(10,26 Proz.). Höhere Schulbildung hatten 14,56 Proz. der Flämeu, aber 24,22 Proz. der(französischen) Wallonen genossen. Auch das sind Unterschiede, die erklären, daß die Wallonen gerne nach Frankreich schauen, während die innerlichen Beziehungen zwischen den Flämen und Deutschland recht geringe sind. Letzte Nachrichten. Ter französische Tagesbericht. Paris, 26. März.(W. T. B.> Nachmitwgs 3 Uhr wurde amtlich bekanntgegeben: Der 25. März war ans dem größten Teil der Front ruhig; es herrschte fast iinnnter- krochen Regen. Zwischen Maas und Mosel tuurden Angriffs- versuche des Feindes sofort mühelos zurückgeworfen, und zwar zwei im Walde von Consenvoye und im Waldes von Caures(nördlich Berdun), drei bei EpargeS und zwei im Priesterwalde._ Ein deutsches Flugzeug über Pont-ä-Mousson. Paris, 26. März. Brotbädrerei 75 Geschäfte in allen Stadtteilen Berlins sowie in Neukölln ti. Treptow Gepründet 1392. » Mercur" Schröter, k. W>' taHerkaiifsattllm 43| Gebr. Siegert Wiener Str.65. Butter, Eier, Käse. Ühly&Woltram �igarrenlaßriHen JUHL 250 GESCHÄFTE r Cr. Kaphun j Verkaufsstellen| L in allen Stadtteilen. Carl imzen Cigarren-Faiirik Filialen in allen itaillteileg. )a Ncumann 200 Niederlagen. SAROTTI Kakao und Schokolade preiswert beliebt fu jedem Haushalt. { Essiqfabriken h Gitschiner Straße 63. Blasow& Srliwaiie Timner-Essig überall erhältlich! Tische! ] H, Friedrich, StraßbUrgerBtr. 43a F. Galle, Metzerstr. 38. Rud. Kiesel, Mirbachstr. 66. A. Sichert, WeiBegbnrgprdr. 52. Seifiit >yliax,G., ,________ s, Conserven k j Max Fisahn, Adalbertstr. J3. 0ttoHon]ahD.Häiioberw..Gr.Frankf.St.l33 j P.Staehr,Fis'-hhdlg.Häucherwar. Filialen!. all| Weidenweg 19 fil. FranffHrt.Alleel51;52 Stadtteilen. Filial. in Berlin und Vororten 4 Cigarranhandlungwn� Fanny Baumert, Lindowers-t. 23 C. Kuhlemann. Turmstr. 47. O. Kunze, Reinickendorfer St 14 4 Drogen und Farben> Günther sStral.-Dro g,B7d i k ersi r. 3 1 W.Klcemann,Berg-Drogeric,Berg3!r.37 Werder-Drogerie, BriU-Radowerst. 5a Ellen, StalHuiaren, Ulatlen, mernzeuqe Herrn. Braun, Landsbg. Allee 143. Olio Beiig G. Brucklacher, S« A Elbertin, Ackerstr. 132. Carl Jung, Stromstr. 81. OttoLehmsMinfNeuk.�F riedeist. 9. Ruhlmann.PMMüllerst.46b,E.See5t. pgcprroüpgre�- W. Beck Inh.; Herrn. Gerbsch Gbarlottenburg, Berlinerst. 68-69 Fleisch- und Wurstwareufabrik C.BiUerbeck,CharloUb..Krumme Si.19 Franz Borusiak, Lubeckerstr. 26 Fr.Brauer, Neukölln, Walterstr.55 Hnncf Wrangel 54 Brunnen 26 III will, Frankfurter Allee 123. Willy Dorfmann, Wieuerstr. 62. Bruno Dörr, Manteuffelstr. 39 Drcsdn. Fleisch-Ccntr.Drcsdnerslr. 17. flttoElsnergaoTvomVbtf"" A. Fahl, Nklln., Liberdastr. 15 P.Fengler, Göp., Flemming.str.33 E. Fenscfa, Allensteiner Str. 12. Fleisdterei, Frankfurter Alte» 150 WillyGericke�etersburgerstr.Sl M.Grunwald,Kopenhagenerst.68. R. Holzhütter, Putbusserstr. 46. Hubridi, Ramlerstr. 23. Wilh. Kurtz, Wrangelstr. 83 H.Leibniö, Nklln. ,Schöusledtst. 16 August Lincke, Alte Jacobstr. 26. fnnhVü Ifth Rostockerstraße 43. LUciiHc, Jüll. Fleisch. u Wurstfabr. Paul Matschke, Thaerstr. 17 iierren- u. Knaaengard. JE?« Badstr. 26, Ecke . JtÄ*»er Frinzen-Allee. Fahitrtl£ Cn Fossulbalerst,-. 3. [uUldUl ü LU. Eckhaus Linienstr Letke ASlupecki, Selöni-All«« 70 c H Müte, ifj'üizgn, Reizbar. ■ CN»�aBSBBnBaK»KRSUBa SiKauiiDeimHuiuiacneriS Gebr. Beisse_ G Mflllersti aßej53._ G A.Lemaitre,WLlffi3drf.,8erimersi.l32. Schoerr, Herrn., Wilmersd.-St. 46. If AO-l-on P Kottbuser- W!»■ Damm 13/19 „SchweUerhof", Meierei und Milchkuranstalt. Emdener Str. 45.:: Tel. II 2595. Wodricfa, Putbusserstr. 35. ftlostrichfabrik'" Meierei C. Bolle A-G. Bepiinn.iü.2iÄb5! Ältester und grösster Mllchwirtschaftiicher — Grossbetrieb- BeHmann, E., SÄ6 ___ Littauer Nähmascfa., Spandau 5 Jahre Garantie, Teilzahlung Nahm.-Spz.-Gescb..Potedamerstr. 1 0. jy�ein�liHor�� E. Balliu& Co. Coenak'Bpsnnerel Dampf- Likörfabrik Nur Qualitätsliköre._ Uösterei G. A. Müller Neu-Isenburg— Frankfurt a. M Spezialität: Frankfurter Würstchen i. Zunlz sei. Wwe. Filialen und Niederlagen in allen Stadtteilen "Nur reelle Qualitäten Nähmascliineii LSden In allenStadttellen. Gemüse Obsi, Atkrtäuä�«l!ei?>!älleT?zäzsqä?!i«' Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade etc. Hamburger Kaffee-Importgesshäft Emil Tengelmann 4 Kaiifhäuser � IF3ylFd!!(gosteinRabaHmsa�l 1 � ö 5 1 en�ok8�To?z�?r?ke tts b H. Geike, liue>«nvr.�r.1. B. BIdingsrtt. ||öIöniÄren~ C. Böse, Pforinzst. 109, Beinickead.-Ost Fritz Hübner, Schliemannstr. 11. Franz Möws, Muskauerstr. 34 O. PÖtjsch, Schwedenstr. 18. FranzRichter.Malplaquetstr.25/26 Runge, Otto. Nklln, Hermannst. 55. A.Silklnat.MUclihdlg.Reinicknd.St.lOS Erich Thiel, Weißs..Langha!i33tr. 139. 4 Kurz-,Wei.L.Wollw.,Trikoiag.> Hpppe, E.. Scharnweberstr. 52. Hermann Meyer, Scdiretdeinsr 84 21. Riditer&Franke Filialen in all. Stadtteilen A. Möbes Ndif. Fleisch waren u. Wurstfabrik Berlin N 24 Oranienburgerst. 4_ rNerger, Nklln., Friedelstr. 21 G. Feltz, Andreasstr. 77b. GustavPfennig, Golzkow skjTst.l2 Jos. Ritzke, Stralauer Allee 31a H.Rose, Treskowst.lt. Marktlisllcnhof. P. Scbmatzhagen, Belfoner Sir. U Otto Schreiber PauTspennTKopenh a ge iierstr.85 Gustav Stolz, Hussitenstr. 44. F.Thurat,Bdnickeiidorf,Sckarnweberst.34 F. Wendt, Simon Dachstr. 37. P. Wunderlich» Bötzowstr. 38. PaulZwarg. Landsberg. Allee 136. 4 Haus-ti.KüctienHerate"V G. Geiger, Schleiferei, Müllerst. 7 gReimckend.St.6. Bill. Bezugsquo zMWWM' Frz.Kaiiierowsky1 Bcthke, Georg, Sir«. Neukölln, Elbcstr.SS, Kaiser-Friedr. Str. 64. Weserslr. 189, Friedelstr. 23. Treptow, Grätz-Slraße 64. Frese, Ernst 5 � so"6 Gaege.ütto�Cg'611 Emst Rolfmann£12™� F. Pflugmachcr, Colonnenstr.48. F.W. SithtEF gck'eTuvr�r. 4 Rflöbeimagazine ► P.Bock, Kloslerstr 8,9, Spandau. J. Kempel, Stephanstr. 33. C. Braun, Eldenaerstr. 25 Wilhelm Freier, Boucböstr. 80. FlTtz Wolff, Naugarderstr. 45. �Optiker. Wechaniker ► Groß, Paul, Warecnauerstr. 66. Schubert, Carl. Nklln. ßergstr.14 W. Zapletal, Frankfurter Allee 168 4 Photogr. Apparate 50. Kottbüserstr. 3. auch Gelegenheitskf. Photo-Jansen, Hauptstr. 23. �""Fhotoq�aph. Ateliers"� R. Maerz, Badsträsse 65. Rud.Obigt,N.Kelüickeiidorferst.2 4 Pianos j Kottbüserstr. 5 P. Kirchner& Co. Cognak-, Likörfabrik Kirchners Araber, ?7o8d�??r?onne''�Tr?ulIender� OttolUliertSöiBlz Groß- Destillation, Ausschank. | Herrn. mgyer&Gß. �.'i ca.550VertaiifssMUr.-Berl.i JMI: 'iljyKauf, Miete, Tcilzabig. �RonTschlächtereien ► E, Weidlich, �te-ilitz. Lindcngtr.41. 4 Schreibwaren � O. Procbnow,NK'!!:i ilcrraannjir. 6 9 �Schoihw., SchuhmachlV K. Lück, Charl., Tauroggeucrstr. 49. Petersohn, Qsk., Müllerstr. 155. 4 mi njSSulSi�—m � sconeewittciien Bieichseifenpulver Lehmann, Alb., Frankf. Allee4Q „Deutschland'' Berlin Arbeiterversichcrung— Schützen- Sterbekasseoycrsicherg, Straße 3 �ifirinffialten.FiaDliiienus L.Goebe, Schulstr., Ecke Maxstr. A. Groll, Henningsdorferstr. 10 Mepeler Hauffs. Uie erste sellislspiel. iloppelpge Patzenhof er J. Cuggenberger, Rosenlalerstr.St. RiehecR- Aus»cHanK Aloxand�-r�tr. 5.>- Tägl. Konzert O.RohioffJfirst.l.BnuereiKönigstaJt OrigiDal-ifliuillieiD-lliisscIiaDk Alexanderpl., Rieh. SchloBnies. SciiuliiiGiss- AiissolianH Am Einatmi!j»d»i>''.laanoffiizbriicke 4 Zähnatelicp W.Best, 3kilitzersir.62 E. Wrsogdsir. M.DresIer, Grätzstr.TOI, Treptow. Oswald Nier 20 Filialen und Weinstuben Brunnenstr. 16 und Filialen Einz.Ycrk.z. Enqr.Pr. Underberg- ßoonekamp Anerkannt bester Bitterlikör Sprit' und CiRörfapriK Ringfrei IN.« tu. maiicr Buckowerstr. 7,8. Lfc Y in! 4 � Britz: St.8or6wka,"Bäckerei.Rudo werst. 34» 4 Fredersdorf Cari Te�el, Brot- n. Feinbäckereir �KöniBs-Wusterhausen" G.Hübscher,l'hrei,GoIdw.,Balinhfsi. Kaultiaos Emil Bergma 4 Mahlsdorf> W. Dnmow, Frau A. Pagel, Kolonialwaren. 4 Warienriorf"> E.Tietz, Bäck., Gf.-Beerensr.fi?. H.Wagner.Koniqst.l 1. Fleisch.'A urslv. 4 Neukölln"V C.Kampfer, Bergst.J37.Uhr..Gldw. Krause, K»iz.krledr.8t.7gScdweju5»ek. Fr.Pannecfa, Bergst 135, Lcd-Tvr. 4 Wieder�S chönhausenV O.Sticm,8cSil3chler.,Kais.WilhTSir.74 K.Wilke, Sehl acht..Linden str. 10. 4 Spandau"fr- Karl Heinrich, Bäck., Schäferstr. Scheaerlein, Breitest. 35. Fisch.-.Wratw. 4 Yempfcthof> J. Höh mann. Back" I ri£Jr.\V'ilb.-�l-27. 4 Weinensee> P.Jürgen, Koionw. Berl. Allee lt5S. Thußing'sDrogerien Weißense«» Otto Obst,Fi.u.Vv""ürNlv.F.ii'j6iir. i'L 4 Wilhelmsruh Wcndier �.Rütbenbern Kolojw.iiaupt.'it.? 0 4 Zossen ► Warenhaus S. Cohen Deutsches Theater liiroküuu: Max Eeinhardt. y,, Uhr: Schluck und.lau. boiiutag; Schluck uud Jau. Kammerspiele H Uhr: Die deutschen Kleinstädler. Sorint.ag: Die deutschen Kleinstädter. TheiteT 1 für StumaW, R März: Itecliner Theater s uhr: ExirabläUer! Deutsches Künstler-Thealer S Uhr: Deutsches Opernhaus, Cbarlottenb. 8 Ulu: DeFZigeunerbaron Friedrich-Wilhelrastädf. Theater. Gastspiel Hermine Bosetti. 8 üllf Die Fledermaus. Gebr. Herrnfeld-Theater 8 Ukr: Faiulllc Plaschek. Heibring contra Helbrlng. Kleines Theater 8 Uhr; Der politische Kannen- Z. 1. Male: gießen. Vorh.; Philotas. Komische Oper 8 10IJ-: Gold gab ich für Eisen. Kwiuödieuhaus 8 Uhi: Biedermeier. lUe'ssing-TheateP 8 � im weißen Röss'I. I.ustspielhaus S'l, Uhr: Die Orientreise. Somit. 3'/, U.: Kinder der Exzellenz. fletropol-Theater s uhr: �oran wjr denken j �loutis Operetteu-Thcater 8 Uhr: uissh-p. Louis Treumann. Hoheit tanzt Walzer. Residenz-Theater vv> 8Ulir: Die Schöne vom Strand. Rose-Theater •1 Uhr: Frau Holle. 8 Uhr; Madame Potiphar. fSchlller-Theater O. 8 uhr: Das prinzip. Schiller Th. Charlottenbg. 8 Uhr; Alt-Beidelberg. Thalia-Theater 8Uhr:Kam'rad Manne. Theater am Xollendorfpl. SJ/4 Uhr: Immer feste druft! Sonnt. J'/s U.: Die Dollarprinzessin. Theater des Westens 8 Uhr; Polenbiut. Sonntag 3 Uhr: Wilhelm Teil. Theater in der Königgrätzer Straße 8 � Rausch. Trianon Theater 81/, Uhr; Akrobaten. Sonnt. S'/a U.: Die zärtl. Verwandten. Volksbühne.Theateram Bülowplatz 8V4U.: Walhalla-Theater " tlu UWUeiuimM. URANIA Taubenstraße 48/49. 4 Uhr(halbe Preise):' Die Weietisel imtl die masiir. Seen. 8 Uhr; Die Ifogesenuod ihre Kampistätten. Voigt-Theater. Badstr 58. Badstr. 58. Morgen Sonntag, den 28. März 1915: Das Geheimnis des Annaberges. Schauspiel in 1 Alten ll. 6. Bauntuller. Musik von Franz Hossmann. Kajseneröjsnung'! Uhr. Ans. 8 Uhr. Reichshallen-Theater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: Weihnachtsabend im Schützengraben Anfang 8 Uhr. Militärpersonen und deren An- gehörigen voll- kommen freier Zutritt�zu den Steil. Sangern. 2Mus Alb. Schumann Sonnabend, 27. März, Anf.T'/jUhr: Or. Oala-Vorstellnhe. Ost nnd West.-HW Großes patriotisch. Schaustück aus der Gegenwart in 4 Akten. Neue Einlage: U-Boot bei der Arbelt sowie Torpedieren eines Handelsdampfers. I.Akt: Die Russen in Galizien. 2. Akt: Deutsche in Belgien. 3. Akt: Unsere Helden in Frankreich. iTCriegsepisoden). i. Akt: Angriff auf eine Festung. Große Sonntag, den 28. März 1915: ä große Vorstellungen. Fritzi Massary Olga Desmond sowie der glänzende März- Spielplan! Casino-Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Das neue dreiaitige LoUslultspiel: Der Herr Kommeriienrat. Dazu das ausgewählte«-ovezialitäten- Programm.— Kriegsbilder usw. usw Sonnlag 4 Ubr: Durch Klippe» und Wellen. Thotcicr Folios Capnec gV. Possen-Theater&U Sprechstunde. Hin angenehmer Herr. Marlin Kellner a. G. Schuhe werden teuerer, kaufen Sie schnell! Eleg. Damen-Ciievro-Straßen-Sciiuhe..»k. Ogg Damen-Strapazier-Stiefel....... O in erstklassiger Danten-Konfektlon aus Twill, CoteU, Qarbadin in all.n Ceschmacksrichtnn,eii. KGStUme 16.50 24.- 32.75 49.- Sollde Frauenmantel und Jacketts 13.75 17.50 24— 35.— SportSacken und Paletots S.SO 12.75 19.— 29— Loden-Mäntel und Pelerinen 6.50 8.25 12.75 17.— Kostümröcke u..d 2.90 4.50 9.75 14.— Kinder- d, Kackflsch-Konf ektion in enfzllcK enden Seuliclfen. durjji Seifast KjiadschaJ zu decken B I■■ e M>n nar fetchen I BlUSBn Fassons .........«wma hmvm.-Av. OsKarWolIburtf 56-56 JBMznraenstr. 56-57 UDppeirßci MW "U Veräntw. Nedakt.: Alfred Wielevv. Neukölln. Lnseratenteil verantw. Tb. VU-ck», Berlin. Druck».Verlag: Vorwärts Buchdr.u.Vertagsanitati PausSinger�Co..Berlin SVV. Hierzu 3 Beilage» u. UiiterljnltunaßW. sr.86. 32.�« 1. Keilllge des IllMküs" Kttlilttt KldsdlM. einer Kontrolle durch die Landeszentralbehördcn und einen Beirat, in dem die Interessen der Stadtgemeinden, Bäcker und Verbraucher wirksam vertreten werden könnten. Von diesen Instanzen niüßten dann die M e h l p r e i s e nach Matzgabe der örtlichen Beschästigungssclbstkosten ausschließlich nach sozialökonomischen, nicht nach privatwirtschaftlichcn Ge- sichtspunkten geregelt werden. Die Ernährung im Kriege. Das Ministerium des Innern hat eine Broschüre herausgegeben, die sich mit der Ernährung im Kriege beschäftigt. Es ist eine knappe, populär geschriebene Zusammen- stellung der Gründe und des Inhalts der wirtschaftlichen Kriegs- matznahmen Neues Material wird nicht beigebracht; die Broschüre soll nur die bisherige Aufklärungspropaganda zu sparsamerer Wirtschaft der Form, nicht dem Inhalt nach, ergänzen. Besonderen Widerspruch verdient die Behauptung, datz der Weg der allgemeinen Beschlagnahme bei den Kartoffeln nicht gangbar sei und datz die Kartofselpreise erhöht werden mutzten, um die Kartoffel- Vorräte für die menschliche Ernährung zu sichern. Das ist durch- aus unrichtig. Sehr lehrreich sind die Lücken der Broschüre. Von Sicherungsmatznahmcn für die neue Ernte weiß sie fast nichts zu melden, weil gerade hier am meisten versäumt worden ist. Auch die Zusammenstellung der getroffenen Matznahmen ist trotz ihres Charakters, der � alles entschuldigt, instruktiv. Die e r st e n, ppch recht zögernden Matznahmen wurden erst Ende Oktober in Angriff genommen. Fast naiv liest sich das Einge- ständnis der Wirkungslosigkeit der Matznahmen:„Die Höchstpreise wurden umgangen, Vorräte wurden vom Markt zurückgehalten in Erwartung höherer Preise, die Verfütterung von Brotgetreide an das Vieh wurde nicht in Notwendigem Matze eingeschränkt(dabei war ein absolutes Verbot der Verfütterung ergangen I An- merkung der Red.)" Die Broschüre spricht hier von der Vergangen- heit; aber liegt die Sache nicht noch heute so? So nützlich die Er- Mahnungen, sparsam zu wirtschaften, auch sein mögen; die Ver- säumnisse der Regierung vermögen sie nicht zu ersetzen. Auch heute ist noch recht viel zu tun. Paßpflicht für Reisende im Reichsland. Laut Verordnung des Kaiserlichen Ministeriums für Elsaß- Lothringen ist jeder, der eisatz« lothringisches Gebiet betritt, verpflichtet, sich durch einen Patz auszuweisen. Der Patz mutz mit einer Personalbeschreibung und mit einer Photographie des Inhabers ans neuester Zeil mit dessen eigenhändiger Unter- schrift unter der Photographie sowie mit einer amtlichen Bescheinigung darüber versehen sein, datz der Patzinhaber tatsächlich die durch die Photographie dargestellte Person ist und die Unterschrift eigenhändig vollzogen hat. Die Photographie ist auf dem Patz aufzukleben und amtlich derart abzustempeln, datz der Stempel zur Hälfte auf der Photographie angebracht ist. Diese Anordnung ist anscheinend nicht zur Genüge bekannt. Denn es sind in letzter Zeit wiederholt Fälle vorgekommen, in denen aus dem Innern Deutschlands in Frankfurt a. M. und anderen Orten ankommende R e i s e n d e die Weiterfahrt nach den Reichslanden nicht fortsetzen konnten, da sie den zur Aus- händigung einer Fahrkarte nach elsatz-lothringischen Orten erforder- lichen Patz nicht vorzeigen konnten. Auch die Bestimmung, datz zu dem Zutritt der erweiterten Festungsbcreiche Stratzburg i. E. und Metz zehn Tage vorher die schriftliche Genehmigung des betreffenden Militär-Polizeiministers einzuholen ist, findet nicht die genügende Beachtung. Auf die Notwendigkeit der Beschaffung der erforderlichen Aus- weise bei Reisen nach Elsatz-Lothringcn wird daher erneut an;- merksam gemacht._ Die Kirche verlangt ihre Steuern. Die im Felde stehenden Mannschaften des Bcurlanbtensiandes sind von der staatlichen Einkommensteuer befreit, wenn ihr bisheriges Einkommen 300(1 M.. nicht überstieg. Nach der staatlichen Ein- kommensteucr bemitzt sich bekanntlich die Kirchensteuer, und nun tritt das Merkwürdige ein: Die Kirche verzichtet auf ihre Steuer nicht. Der Evangelische Oberkirchcnrat hat nämlich folgende Entscheidung getroffen: «Durch den vorübergehenden Hinzutritt des Reservisten oder Landwchrmanns zu einer Militärkirchengemeinde infolge seiner Ein- berufung zu einer mililärischcn Ucbung oder zum Kriegsdienst wird seine Zugehörigkeit zu seiner heimatlichen Kirchengcmeinde und seine Kirchcnsteucrpflicht in ihr nicht berührt, datz er seinen Wohnsitz in der Kirchengcmeinde nicht aufgibt. Der Umstand, datz er für die Dauer seiner Zugehörigkeit zu dem aktiven Heer auch Angehöriger der Militär- kirchengemeinde ist, bedingt keineswegs das Erloschen seines kirchlichen Gemeindevcrhältnisscs und benachteiligt ihn in steuerlicher Hinsicht deshalb nicht, weil die Militärkirchengemeinde keine Steuer- gcmcinschaft bildet. Wie der eingezogene Reservist oder Landwehr- mann, welcher 5lirchc»ältcster oder Gemcindcvertrcter ist, infolge einer militärischen Uebung oder des Krieges diese Aemtcr nicht ver- liert, so bleibt er auch kirchensteuerpflichtig. Infolge des Krieges werden sich die Ausfälle an Kirchensteuern durch den Tod Steuer- Pflichtiger und durch Verminderung des Einkommens anderer sehr fühlbar machen und dadurch Matznahmen zur anderweitigen Auf- bringung oder Erledigung der Fehlbeträge bedingen. An der Gültigkeit und Wirksamkeit der bestehenden Steuerbeschlüsse wird jedoch durch den Krieg nichts geändert." Hoffentlich wird diese merkwürdige Auslegung, die von den im Felde Stehenden mit recht gemischten Gefühlen aufgenommen werden dürfte, auf dem Rechtswege angefochten. Tie Matrikularbciträge für 1918. Der Berechnung der Matrikularbciträge— die von den Einzel- staaten an das Reich zu leistenden Abgaben— wurde eine Bc- Völkerungsziffer von 64 925 003 zu Grunde gelegt. Diese Beiträge beziffern sich auf 245 958 224 M. Auf diese Summe werden die Ueberweisungen aus der Branntweinsteuer an die Einzelstaaten mit 194 017 430 M. in Anrechnung gebracht, so datz die Einzelstaaten aus eigenen Mitteln noch 51 940 794 M. aufzubringen haben. Gleiches und allgemeines Wahlrecht in Dänemark. Kopenhagen, 25. März.(T. U.) Nachdem die Konser- v a t i v e n im dänischen Reichstage der Regierung erklärt haben, daß sie den Grundsatz des gleichen und allgemeinen Wahlrechts nunmehr für beide Kammern anerkennen und nur gewisse Aenderungen des Verfassungsvorschlages der Re- gierung verlangen, ist die demokratische Verfassungsänderung. um welche viele Jahre gestritten wurde, in nächster Zukunft gesichert, da alle Parteien den Vorschlag der Konservativen als eine geeignete Grundlage zur Einigung ansehen. Die Rechte wünscht, daß der Üebergang der jetzigen Grenze des Wahlrcchtsaltcrs(30 Jahre) auf 25 Jahre nur gradweise mit 1 Jahr für jede Wahlperiode geschehe und will außerdem direkt vom Volke gewählte 34 Landsthing-Mitglicdcr und Abgeordnete dieser Kammer von sämtlichen Mitgliedern dcs�Landsthing gewählt wissen. Der Ministerpräsident Zahle erklärte seine lebhafte Be- friedignng über die Aussicht einer baldigen friedlichen Lösung der wichtigsten politischen Frage Dänemarks. politische Uebersicht. Eine notwendige Klarstellung. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: In der deutschen Presse wird eine Unterredung wieder- gegeben, die nach einem Artikel des„Echo de Paris" der spanische Journalist Jbanez de Jbero vor einigen Monaten mit dem Staatssekretär des Innern, S t a a t s m i n i st c r Dr. Delbrück, geführt haben will. Es ist richtig, daß der Herr Staatssekretär des Innern den genannten Journalisten, der von zuständiger Stelle als Vertreter angesehener spanischer Blätter eingeführt war, empfangen und ihm auf seine Bitte, über die wirtschaftliche Lage Deutschlands unterrichtet zu werden, eine Aufzeichnung gegeben hat, die in dem Artikel der Pariser Zeitung in Ucbcrsctzung wiedergegeben ist. Bei der nur wenige Minuten dauernden Unterredung frug Herr Jbanez nach der Bedeutung, die dem Auftreten des Abgeordneten Liebknecht beizu- messen sei. Richtig gibt Herr Jbanez die Antwort wieder, daß diesem Auftreten keinerlei Bedeutung zukomme. Dagegen ist es freie Erfindung, wenn er behauptet, daß der Herr Staatssekretär des Innern die Frage des preußischen Wahlrechts berührt und die ihm zugeschriebene Aeußerung getan habe. Tic Spannung zwischen Aetreide- und Mehlpreisen. Nach den amtlichen Notierungen kosteten: Märzch 15. 265 425—485 165(rund) 225 420—440 205(rund) Februar*) 15. 268 437—465 183. 223 435—465 222„ Die Zahlenangaben für Februar und März 1915 sind unter Bcrücksichligung des Zieports und nach den Privalnoticrungen an der Berliner Produktenbörse berechnet. Während also im März 1914 die Spannung für Weizen 56 und für Roggen 47 betrug, wurden März 1915 für Weizen 183 und für Roggen 222 notiert. Im ersten Falle «also mehr als das Dreifache, im zweiten fast das Fünffache! Das bedeutet einen ganz unberechtigten Mehrprofit der M ü h l e n, auch wenn man dem Müller zurzeit einen etwas höheren Gewinn Ivegen der geringeren Beschäftigung und des Fortfalls des Kleievcrkaufs zubilligen Ivill. In einer enormen Steigerung der Dividenden kommt denn auch der von der Allgemeinheit aufgebrachte Kriegstribnt, der von Fachleuten auf mehr als 100 SR. für die Tonne Mehl be- rechnet wird, bei einer Reihe von Großmühlen zum Ausdruck. Auf der anderen Seite befinden sich dadurch die privaten und kommunalen Verteiler und Verbraucher in schwierigster Lage. Eine Eingabe des Kriegsausschusses für Konsümenteninteressen wünscht daher die Schaffung einer Zentralstelle, etwa wie die Äriegsgetreidegesellschast, oder eine Uebertragung der not- wendigen Funktionen an diese selbst unter Gewährleistung Przempsl. Von Hugo Schulz. Knegspcessequartier, den 22. März. Der Ausfall am Freitag verschaffte der tapfereu Besatzung von Przemysl die Ueberzeugung, datz die russische Umfassungslinie festungsartig ausgebaut und undurchbrechlich sei. Die Truppen kämpften heldenhaft, sie befanden sich aber bereits damals durch den Mangel an Lebensmitteln in einem Zustand körperlicher Schwäche. Gestern unternahmen die Russen einen Angriff auf die Nord- und Ostseite. Er wurde unter grotzen Verlusten zurückge- schlagen. Ferner stand bereits der Entschluß zur Uebergabe fest. Während die Russen angriffen, war die Artillerie der Festung aiißerdeordentlich tätig. In den Donner der Geschütze mischten sich die Schläge der Sprengung aller bedeutsamen Objekte innerhalb der Festung. Alles, die Forts, die schweren Geschütze, die Ma- gazinc und die Funkenftation wurden in die Luft gesprengt. Heute früh erfolgte die Uebergabe. Die Kundigen haben mit dem Fall der Festung schon seit einigen Wochen gerechnet. Schon anfangs Januar war eigentlich auf die Stunde genau vorauszusagen, wie lange die vorhandene Proviantmenge noch reichen würde, und man war darauf gefaßt, daß der Besatzung und der noch mehr als 30 000 Seelen zählenden Bevölkerung etwa Mitte Februar die Nahrung ausgehen würde. Durch sparsames Wirtschaften, ausgiebige Pserdcschlachtungcn und ähnliche Matznahmen wußte das Kommando den Einbruch der Hungersnot hinauszuschieben. Es hätte vielleicht noch weitere 14 Tage Frist gewonnen, wären nicht außer der Besatzung und Be- völkerung auch noch 1500 Gefangene zu ernähren gewesen. Datz die Festung von Haus aus nicht für längere Zeit versorgt war, erklärt sich daraus, daß die vorhandenen Instruktionen der In- tcndantur eine bloß dreimonatige Verproviantierung zur Regel machten, weil die in allen Armeen Europas herrschende Auf- fassung mit einer kurzen Kriegsdauer rechnete. Trotzdem war Przempfl nur auf etwa ein halbes Jahr verproviantiert. Die erste Belagerung währte von Mitte September bis 12. Oktober. Danach lag Przemysl fast 4 Wochen wieder in der Front unserer Armee, aber unter Verhältnissen, die sich vom Zustande der Be- lagerung wenig unterschieden. Als Zufuhrlinie kam nur die vom Süden her in Przemysl einmündende Bahnstrecke in Betracht.� Die längst des � San nordwärts nach Jaroslau führende Bahnstrecke lag an einigen Punkten unter russischem Feuer, die südliche Bahn- strecke war gründlich zerstört und ihre Wiederherstellung, insbe- sondere die Fahrbarmachung der beiden gesprengten Eisenbahn- brücken, kostete, obgleich unsere technischen Truppen mit Feuer- eifer ans Werk gingen, doch einige Zeit. Auf den Landstraßen Vorräte hineinzubringen, war unmöglich, denn die Straßen waren infolge der gewaltigen Beanspruchung durch die marschierenden Truppen und Trains in derart schlechtem Zustande, datz sich selbst die Vcrpflegungs- und Munitionsnachschübe für die an Przemysl beiderseits in der Front von der San-Mündung bis Turka an- gelehnten Armeen nur stockend bewerkstelligen ließen. So kam eS, datz häufig durchmarschierende Truppen in die Lage kamen, bei den Vorräten der Festung, die überdies auch noch die hier zusammenströmenden und auf den Abtransport harrenden Leicht- verwundeten zu verpflegen hatte, Anleihen zu machen. Ich war unmittelbar nach dem Entsatz der Festung eine Woche in Przemysl und Augenzeuge aller dieser Beschwernisse, unter denen auch die Berichterstatter zu leiden hatten. Solange ich mich in Przemysl befand, war eS nicht möglich, auch nur eine Zigarre und Zigarette> zu kaufen. In den Gastwirtschaften gab es nur überaus einfache, dürftige Mahlzeiten. Die Straßen waren voll von durchziehenden Trains, Munitionskolonnen und Krankenzügc», die in den über- füllten Spitälern nicht unterkommen konnten und warten mutzten, bis eine Notunterkunft geschaffen war. Besonders in den Tagen des siegreichen Kampfes um die Magiera-Höhen, der schwere Blutopfer kostete, und dessen donnern- des Getöse in der Stadt alle Fensterscheiben erklirren ließ, war der Zustrom der Verwundeten und der sonstige, Verpflegung bean- spruchende Durchzugvcrkehr sehr groß. Erst einige Tage, nachdem ich Przemysl verlassen hatte, gelang es, die Verbindung mit der Außenwelt wiederherzustellen, und in dem Augenblick, da die Bahn wieder.in Betrieb gesetzt werden konnte, begann die Ergänzung des Festungsproviants für den Fall einer zweiten Belagerung. Sie hatte noch immer Schwierigkeiten. Mit den zurückfahrenden Zügen mutzten Verwundete und Kranke weggeschafft werden, und es war dann immer notwendig, die Waggons erst keimfrei zu machen. Ueberdies mutzte die minder leistungsfähige Gebirgsbahn auch noch einen Teil des Nachschubes für die kämpfende Armee be- streiten, so datz während der 10 Tage, die für die Transporte noch zur Versügung standen, gerade der Ersatz für die verschossene Munition herbeigebracht werden konnte, aber nicht für den Proviant. Ihre strategische Aufgabe hat die Festung Przemysl vollauf er- fiillt, und zwar schon während der ersten Belagerung. Ihr ursprüng- licher Zweck war, die San-Verteidigung zu schützen. Die Lage brachte es aber mit sich, datz die Festung weit über diesen Zweck hinaus ein Bollwerk werden mutzte, unter dessen Schutz sich unsere nach den Septembcrschlachtcn weit über den San zurückgezogenen Armeen in aller Ruhe neuordnen und sich zur Wiederaufnahme des Angriffs vorbereiten konnten. Przemysl zog damals eine ganze russische Armee auf sich, die aus fünf Korps bestand, und deren Oberbefehl dem früheren bulgarischen Diplomaten und General Radko Dimitri übertragen worden war. Die Russen suchten die Festung zuerst unter gewaltiger Munitionsverschwendung mit dem Feuer schwerer Geschütze niederzukämpfen. Sie richteten damit nur geringen Schaden an, die Betoneindeckungen der modernen Forts, die selbst noch sehr schweren Geschossen gewachsen sind, trugen kaum einige Beulen davon. Als unser neuer Vorstoß fühlbar wurde, ent- schloß sich Dimitri, alles daran zu setzen, um die Festung im Sturm zu nehmen, ehe die Unsrigen die San-Linie erreicht hatten. Einer 72stündigen furchtbaren und nervenerschütternden, aber doch un- wirksamen Beschießung folgte ein Sturmangriff auf die Südftont, den sogenannten Sjedliskaabschnitt. Obwohl die Russen Heka- tomben von Menschen opferten, brachen alle Angriffe vor den Draht- Hindernissen, in deren Vorfeld sich die Leichen zu Bergen häuften, völlig zusammen. Einem Bataillon gelang es wohl, durch nächt- lichen Ucberfall in das Fort Sjedliska einzudringen, es wurde aber im mörderischen Nahkampf von der unter dem Kommando des Ober- leutnants Sorljuga stehenden kaum hundert Mann starken Be- satzung wieder hinausgeworfen. Przemysl hatte sich gegenüber diesem gewaltigen Russensturm als starkes sturmfreies Bollwerk bewährt und als die einzige Festung, die in diesem Kriege ernsten Angriffen Widerstand leisten konnte. Nach dem ersten deutschen Vorstoß auf Warschau und dem berühmt gewordenen Hindenburgschen Rückzug, der die Quelle neuer gewaltiger Siege wurde, war es unlerätzlich, unsere Armee aus der San-Stellung zurückzunehmen. Der neue OperationSplan machte es nötig, einen beträchtlichen Teil unserer Streitmacht überraschend nach Russisch-Polen zu werfen, um mit ihr die kühne Rochade Hin- denburgS nach Norden zu decken. Infolgedessen mutzte in Ga- lizien eine engere Verteidigungslinie gewählt werden, und unsere Truppen zogen sich in Stellungen nahe an Krakau zurück; ein an- derer Teil in eine Flankenstellung südlich der Karpathen. Es war ein kühnes Wagnis, Galizicn der russischen Dampfwalze fast völlig freizugeben, um den Erfolg im Norden zu sichern— aber es ge- lang. Die Erfolge im Norden machten es dann möglich, wieder Kräfte überraschend nach Westgalizien zu werfen, und der Sieg bei Limanowa gab der russischen Dampfwalze wieder eine gewaltige Drehung nach rückwärts. Przemysl konnte in dem nun folgendrn Abschnitt des Feldzugcs eine hervorragende Rolle nicht mehr spielen; die Aufgabe der Festung war im wesentlichen erfüllt. Wie eine Felscninsel lag Przemysl inmitten des brandenden Heeres des feindlichen Einfalls und weit hinter der russischen Front. Sie vermochte naturgemätz nur schwache russische Kräfte zu binden. Die Russen begnügten sich, sie mit einem Kranz von Befestigungen einzugürten und die Besatzung dieser Gegenfcstnng brauchte nicht stark zu sein. Die Festung sperrte in der letzten Zeit nicht einmal die zweigleisige Bahn, denn die Russen hatten Zeit gehabt, diese Bahnstrecke umzulegen. Direkte Kriegshandlungen für den Entsatz von Przemysl hätten unsere Heeresleitung von ihren Zielen weit abgebracht und sie nur auf Irrwege geführt. Die Ent- scheidung war in den Flanken zu suchen, sowohl in Ostpreußen als auch in den Karpathen. Unser Druck auf inc linke Flanke der Russen begann am 25. Januar, und er kam den Russen über- raschend. Etwas Kriegsglück hätte diesen Vorstoß mit einem Siege krönen können, von dessen Nebenwirkungen eine auch die Befreiung von Przemysl gewesen wäre. Da brach schweres Schnee- Wetter herein, das dem weiteren Vordringen ein Ende setzte und den Russen wieder Zeit gab, Verstärkungen heranzuziehen. Als der Kampf wieder aufgenommen werden konnte� hatten wir es mit einem überlegenen Gegner zu tun, dessen Gegenangriffe allerdings scheiterten. Wieder gewannen wir Raum, und abermals verlang- samte ein schwerer Kältecinbruch, ein Nachwinter, den Vorstoß. So kam Przemysl in der letzten Zeit für unsere Operationen kaum mehr in Betracht und mutzte seinem Schicksal überlassen bleiben— dem Fall durch Lebcnsmittelmangel. Bis in die allerletzte Zeit hat. wie die Ausfälle beweisen, die Besatzung ihren Unternehmungsgeist bewahrt. Sie blieb durch eine Fliegerpost und durch drahtlose Tclcgraphie mit der Armee in ständiger Verbindung bis zum Schluß. Przemysl ist keine alte Festung. Die Anfänge der Befestigungen gehen nur bis auf den Krimkricg zurück, in dem Oesterreich an der Seite der Westmächte stand. Die erste Anlage, die bloß mit feldmätzigcn Mitteln erfolgte, hat sich in der Streckenführung nach nicht wesentlich geändert. Die Hauptzüge der damaligen Befestigungen sind auckp heute noch vor- handen. � Z. B. ist die Fortgruppe Sjedliska aus einem einzigen Werk Sjedliska entstanden, das 1854 errichtet wurde. Erst in den achtziger Jahren wendete man der San-Befestigung neues Augen- merk zu, und man entschloß sich, obgleich sich andere Stimmen für Jaroslau aussprachen, Przemysl mit modernen Mitteln auSzu- bauen. Vor allem wurden nun Artilleriewerke eingebaut, dann Ende der achtziger Jahre die Hoch- und Nicderwallwcrke eingefügt» die ersten für das Fernfeuer, die andern für das Nahfeuer, 1896 begann eine neue Baupcriode, da inzwischen schon die Panzerungen der Forts aufgekommen waren. Einige Werke haben bis heute noch das alte Gepräge bewahrt, die meisten' aber waren vor Beginn des Krieges ganz modern eingerichtet. Seit Ende der neunziger Jahre wurde daran gearbeitet, eine größere Anzahl kleinerer Jiifan- teriestützpunkte zu schaffen, vor Beginn des Krieges.aber war in der Hauptsache alles fertig, wenn auch umfangreiche Arbeiten, wie Herrichtung der Zwischenlinien, Freilegung des Schutzfeldes durch Abräumen von Ortschaften, Parks und Wäldern naturgemätz erst nach Kriegsausbruch verrichtet werden konnten. Mus See Partei. Angriffe auf den„Vorwärts". Der Vorsitzende deZ Deutschen Buchbinderverbandes, Genosse Emil Kloth, giefft in der Chemnitzer Bolls stimme� erneut die Schale seines Zornes über den„Vorwärts" aus. Habs schon die ganze bisherige Haltung des Zeniralorgans, das„eine Leuchte sein sollte, der Partei auf den verschlungenen Pfaden der Politik den Weg zu zeigen", völlig enttäuscht, so übersteige seine jetzige Haltung gegenüber der Fraktion alles bisherige. Das„Berliner Tageblatt" findet die Klothschen An- griffe gegen den„Vorwärts" so interessant, dag es sie bereits in seiner gestrigen Morgennummer als Telegramm seines Chemnitzer Korrespondenten im Auszug wiedergibt. Wir glauben unsere publizistische Pflicht wirklich nicht zu ver« letzen, wenn wir auf die Wiedergabe der Klothschen Anftassung über den„Vorwärts" verzichten, da ja Kloth im Grunde genommen nichts anderes sagt, als was schon wiederholt in der„Chemnitzer VolkSslimme" gestanden. Zudem weifi ja auch Genosse Kloth sehr gut, dasz uns der gegenwärtige Zustand die angemessene Würdigung seiner ebenso freundlichen wie hartnäckigen Angriffe aus den„Vorwärts" unmöglich macht. Dafi dem Genössen Klotb die Hallung des„Vorwärts" inififällt, wissen ja unsere Leser ohnehin. Auf der anderen Seite ist ihnen auch nicht unbekannt, dafi Ltloths politiiche Haltung keineswegs das ungeteilte Wohlgefallen ssiner Verbandsmüglieder findet, wie aus einem unlängst von uns mitgeteilten Vcrsammlungsbericht der Zahlstelle Berlin"deutlich genug hervorging. Die italienische» Wahlen vom letzten Sonntag. 9!om, 23. März. Die Ersatzwahlen vom 2!. März haben zur Behauptung zweier Mandate durch unsere Partei geführt. In Montccchio, dessen sozialistischer Zlbgeordneter Sameggia' sein Mandat niedergelegt hatte, weil er sich nicht hinreichend parkamentansch be- tätigen konnte, ohne seine Berufsarbeit zu vernachlässigen, ist Genosse Z i b e r d i mit«200 gegen 4600 Stimmen gewählt worden. Im Bologneser Wahlkreise, Ivo durch den Austritt des sozialistischen Abgeordneten Calda aus der Partei eine Ersatzwahl nötig geworden war, ist Genosse B r u n e l l i nrii Sö00 gegen 5800 Stimmen durch» gekommen. Genosse Brunelli ist seit Jahren Vorsitzender des Landes- Verbandes der italienischen Gemeindeärzte. Beide Neugewählte ge- hören dem rechten Flügel der Partei an. Vor allein Ziberdi ist wegen seiner Polemiken gegen die revolutionäre Fraktion bekannt. Gewerkschaftliches. öerlin unö Umgegenü. Tie Maler und Lackierer Berlins iin Jahre 1S14. Einer ain Donnerstag abgehaltenen Versammlung der Filiale Berlin des Malerverbandcö lag der Jahresbericht für 1014 vor, dem folgendes zu entnehmen ist: In der ersten Hälfie des Jahres wurde eine rege Agitation entfaliet. um die Mitgliedcrzahl wieder zu er- höhen, die infolge Unznfriedenheit mit dem Ergebnis der Lohn- bewegung des Jahres 1913 stark zurückgegangen. Diese Agitation Hatto auch Erfolg und ließ noch weitere Erfolge erwarten, doch der Ausbruch des Krieges zerstörte diese Erwartungen. Eine Agitation konnte in der ersten Zeit des Krieges nicht entsaltei werden. Die Arbeits- losigkeit nahm einen großen Umfang an. Um sie nach Möglichkeit zu mildern, traf der Verband ein Abkommen mit der Unrernehmer- organisation, wodurch die Arbeitszeit auf 7 Stunden verkürzt wurde und Mahnahmen zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit getroffen werden solllen. Diese Maßnahmen hatten auch einen merkbaren Er- folg. Noch ungünstiger wie in der Baubranche waren die Verhält- nisse in der Küchenmöbelbranche, deren Betriebe nach dem Ausbruch des Krieges alle geschlossen wurden. Nicht besser ging eS in der Lackiererbranche, die aber bald wieder ausreichende Beschäftigung für den Heeresbedarf bekam. Die MUgliederzahl, die sich am Anfang des Jahres auf 4237 Mief, war am Schluß des Jahres auf 3726 zurürkgegcmgen. Dabei ist zu berückstchtigen, daß bis Ende des Jahres 1102 VNtglieder zum Militär eingezogen waren. Bis jetzt ist die Zahl der Kriegsteilnehmer auf rund 1300 gestiegen. 20 Milglwder sind, soviel bis jetzt bekannt ist, im Kriege gefallen. Etwa 500 bis 000 Mitglieder sind in andere Berufe übergegangen. Die Kaffenverhältnisse sind nicht ungünstig. Trotz der großen Ausgaben, welckie die Lohnbewegung verursachte, zeigt der Kassen- abschlug deS Jahres 1914 einen Bestand von 53 324 M. Für Unler- stützungSzwecke wurden ausgegeben an Kranke 44 934 M., an Arbeits- lose 18 902 M., an Familien von Kriegsteilnehmern 4140 M., in Sterbefälleu 3180 M, an Streikende und Gcmaßregelts 1933 M., für Rechtsschutz 602 M. Wie der Vorsitzeude M i c tz bemerkte, ist das allgemeine Bild, soweit der Mitgliederstand in Frage kommt, kein günstiges. Es sei jetzt die wesentlichste Aufgabe der Kollegen, mitzuarbeiten an der agitatorischen Tätigkeit, um die Organisation zu stärken, damit sie aiich in Zukunft die Interessen der BcrufSangehörigen vertreten könne. Die Versammlung stimmte einem Antrage der OrtSberwaltung zu, ivonach Ivegen der ungünstigen Verhältnisse zwei Angestellte der Filiale entlassen werden sollen.— An Stelle des im Felde stehen- den zweiten Vorsitzenden wurde Klotz gewählt, der bisher Beisitzer war. Dafür wurde E r h a r d t als Beisitzer neu- und die übrigen Vorstandsmitglieder fFrank, Schriflsührcr, Opitz und Kaiser, Beisitzer) wiedergewählt._ Deutsches Neich. Rcvolverattentat auf einen tSewerkschaftsaugestellten. Auf den Geschäftsführer der Zahlstelle Jena des Metall- arbeiterverbandes Rudolf M a t t h e s verübte am Donnerstag früh ein Metallarbeiter Lüttich ein Revolveraitentat. Die Kugel drang dem Genossen Matthes nur einige Zentimeter unter dem Herzen von hinten in die linke Brustseite und verließ den Körper auf der Vorderseite. Lüttich richtete darauf die Waffe gegen sich selbst; er schoß sich in die rechte Schläfenseiie und ve, starb wenige Minuten nach seiner Einliefcrung in die Universitätsklinik. Rache ist das Motiv der Tat LüttichS, der sich mit seinem Plan seit längerer Zeit getragen zu haben scheint. L., der seit dem 20. Mai 1913 bei der Firma Zeiß beschäftigt war, wurde nacheinander in drei Abteilungen versetzt, konnte aber in keiner den an ihn ge- stellten Ansprüchen genügen, weshalb er im November 1914 ent- lassen wurde, also aus Gründen, die in seiner Person lagen. Trotz- dem er nach 8 77 des EtiflungsstaintS Anspruch auf AbgangSent- schädigung nicht hatte, klagte er vor dem Gewerbegericht, das die Klage Lüttichs abwies. Da L. in der Verhandlung behauptet hatte, daß feine Enilapung nur auf Treibereien von Mit- gliedern des Metallarbeiterverbandcs zurückzuführen sei, trotz- dem er selbst dem Verbände angehörte, leitete die Organisation gegen L. das Ausschlußverfahren ein, daS gegenwärtig noch schwebte. L. wartete Donnerstag früh auf den Genossen MattheS, den er ansprach, um sich nach dem Stand seiner Sache zu erkundigen. Er blieb dabei auf der rechten Seite des Genossen Matthes, der sich auf dem Wege zum Bureau befand, bis er sich plötzlich auf die linke Seite von Matthes begab und aus kurzer Entfernung von hinten den Schuß abfeuerte, der glückliSerweife nickt tödlick wurde. MatthcS, der von Herrn Direktor Malsch nach seiner Wohnung in der Sophienstraße geleitet wurde, befindet sich erfreulicherweise den Umstände» angemessen wohl._______ DaS Uehcrstnndcnunwcscn hat nach dem„Textil-Arbeiter" in der Tertilindustrie bedrohliche Formen angenommen. Nach einer Statistik der VerbandSleituna wurden von 3683 Personen in 36 Belricben 28101 Ueberstunden gemacht, dazu arbeileleu 2947 Personen in 10 Orten in Nachtarbeit, während gleichzeitig in 46 Orten 7264 Ar- beitSlose gezählt wurden. In der Hauptsache find es die Tuchfabriken, die Appretur- anstalten, ferner die Baumwollspinnereien sowie die Webereien der Baumwoll- und Leinenbrancke, die jetzt noch Ueber- stunden machen. Die beiden letztgenannten Branchen werden Weber aus der Jutebranche, die baupffachlich von der Arbeitslosigkeit bedroht sind, in einem erheblichen Prozentsatz aufnehmen kmmen. Aber auch in den anderen Branchen können Arbeiter anderei Berufs- zweige unterkommen.� Denn neben der Jutebranche besteht auch in der Seidenindmtrie, sowie der Wirkerei und Stickerei eine erheb- Nche Arbeitslosigkeit. Es ist ein unhaktbarer Zustand, daß auf der einen Seite Uoberstunden b!S weit in die Nacht hinein gemacht werden, ivährend zum Beispiel im Februar dieses Jahres 4566 arbeitslose Vkitgkwder zu verzeichnen waren, ungerechnet die unorganisrerren ArbeirSloien. Die prozentuale Arbekslofttigiffer betrug im Textllarbencrverband im Februar 1914 1.7, im Februar d. I. 4,8. Der Verband zählte also in diesem Jahre im Februar aus 100 Mihzlieder nahezu 5 Arbeits- lose. In Apolda wurden zugestandenermaßen in einem Teil der Beiriebe bis 10 und 11 Uhr Ueberstunden gemacht. Dort zählt man 3000 Arbeitslose' Hier ni listen Gegenmatzregeln ergriffen werden. dmnit die Arbeitsgelegenheit den ArbeitÄosen wenigstens in dem Umfange zugewiesen wird, wie die letzleren dasiir qualifiziert sind. Mrt einem Won gesagt: Die Produktion muß hinsichttick der Bertctlung der Arbeit venifirfflig organisiert werden. Eventuell muß. genützt auf die Dentschrist der Regierung über die wrrts ckastsichen Maßnahmen wäbrend des Krieges, die zuständige Militärbehörde zu Hilfe gsimmmsti werden, um dem Ueberslundeu- unfug ein Ende zu machon. Die Heeresverwaltung kann doch nicht nur ein Interesse daran haben, daß durch Leistung von Ueber- stunden die Heeresaufträge fertig werden, sondern sie muß und wird auch ein Interesse daran habeu.'daß dinck Enfftellung von Arbeitslosen mehr von den Heeres ans trägen fertig wird. Der Sattlerverband hat wie der Fleischerverbond unter den Kriegsereigntssen an iMtgliedern geivonnen. Trotz der steigenden fjahl der zum Heeresdienst Bermenen ist gegenüber dem dritten Ouurtal eine Zunahme der mäimlichen Mitglieder von 10 615 auf 11 793 und eine Zunahme der weiblichen Mitglieder von 952 auf 1148 zu verzeichnen. Allerdings ist infolge der Einberufung von 3890 Mitgliedern die Zahl der männlrcken gegenüber dem gletckcn Zeitraum des Vorjahres um 1655 gefallen, dagegen die Zahl der weiblichen um 119 gestiegen. Der Verband hat in diesem Augenblick den Höchststand aller frühereit Mtgkieder.sissern überschritten. Die Einnähmen des Ver- bandes sind allerdings gegen den gleichen Zeitraum deS Vorjahres um 13 014 M. zurückgegangen. DaS liegt daran, daß die Heeres- Pflichtigen als Vollzahler fehlen. die meisten Nenaufnabmen aber erst in den ietztcn Wochen des Vierteljahres getätigt wurden. Jnsolgs des günstigen Geschäftsganges in der LederauSnistuitgsindusirie und der Ausschaltung der statuta- rischen KrankonuMersnitzung beziehungsweise Festsetzung ein- helllicher Tagcsfätze bei Bezug der Arbettslofenumerslützung sind aber auch die Ausgaben für Erwerbslofeimnterstützung um rund 22000 M. gegenüber dem 4. Ouartal des Vorjahres zurückgegangen. Durch den Burgfrieden ist ebenfalls die Streik- und Genmßreg eltenunter- stiitzung ausgefallen, so daß insgemmt für Unterstützmrgen 29314,67 M. gezahlt wurden; das sind 27811,88 M. weniger als wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres._ Ei» guter Kamerad. Im Fleischerderband sind Extramarken für die in Arbeit stehenden Berufskollegen herausgegeben worden, um Mittel zur Unterstützung der Frauen und Kinder von im Felde stehenden Ver- bandskollegen zu schaffen. Ein Mitglied der Ortsverwaltung Ham- bürg des Fleischerverbandes hat nun der Verwaltung aus Frank- reich geschrieben: „Wir Kameraden sind so opferfreudig, daß wir gern auf die Löhnung zugnm'ten der zu Hause gebliebenen Lieben verzichten. Ich für nieine Perion will den Kollegen den Ansporn geben, ick werde meine Löhnung 5,30 für Extra marken nach dem Btireau senden und bitte, die Marlon in mein Buch, welches auf dem Bureau liegt, einzukleben. Sollte mich das SchicNal, welckes so viel brave Kameraden getroffen, auch erreichen, und ich in Frankreichs Erde ruhen, so soll dieses das letzte sein, was ich für meine Kollegen und deren Frauen getan habe." Bekanntlich haben auch andere im Felde stehende Gewerkschaftler ähnlich gehandelt, ebenso haben Frauen von im Felde Stehenden zugunsten Bedürftigerer auf ihre Unterstützung verzichtet. Möge diese Opferwilligkeit vorbildlich werden und den Krieg überdauern. Der Glaser-Bcrband hat unter dem Kriegszustand schwer ge- litten. Me andere Verbände war auch er genötigt, vorfthiedene Paragraphen des VerbondsstrMitS außer Kraft zu fetzen, um die sckwerfte Krise, die je über den Verband hereingebrochen ist, überstehen zu können. Von rund 4450 VÄtgkedem waren nach Ablauf des ersten KriegSmonatS 1277 zu den Fahnen einberufen. 646 Mit- glieder waren arbeitslos, viele der übrigen arbeiteten mit ver- kürzter Arbeitszeit. Die Familien der Gftrbervfenen erhistten acht Wocken lang eine staffelweise nach der Kinderzabi geregofte Unter- slützung. Dann wurde die Lage der Arbeitslosen so be- denklich, daß die Familienunterstützung eingestellt werde» mutzte, um den schon ausgesteuerten arbeitslosen Mi- gliedern die Unterstützung weiter zukommen lasten zu können. Im Verlauf deS JabreS 1914 wurden rund 120000 M. für Unter- stützungSzwecke ausgegeben. Eine am 30. Januar 1915 vor- genommene Zählung ergab, daß 1630 Mitglieder zäun Heeresdienst einberufen waren und ein Teil Mitglieder, obwohl sie Arbeit untz Verdienst hatten, fahnensküchtig geworden sind, so daß noch rund 2200 Mfcgkteder gezählt wurden, wovon an demselben Tage— 431 vollständig arbeitslos waren urck 579 verkii«te Arbeitszeit hatten. An Opfern auf dem KnegSschmiplatz wurden dem Verband 68 Tote und 93 Verwundete gemeldet. Ein bedeutendes Steigen der Löhne iu der Tabakindufirie glaubte vor einiger Zeit das„Verl. Tage Ol." feststellen zu können. Um einer Legendenbildung vorzubeugen, teilt der„Tabak-Arbetter" mit. daß die Löhne in der Tabaknibustrie nicht erhöht worden sind. Wenn das vereinzelt geschehen ist, hat das für die Gesanttindrfftne nickts zu bedeuten. Eher kann non einer Herabsetzung der Lohne geredet werden, denn bei einem Vergleich stellt sich heraus, daß die Zahl der Arbeiter, welche eine Verringerung ihrer Lohnsätze er- fahren haben, größer ist, als die Zahl derer, die Lohnzulagen er- hielten._ Mus Züösstrie unö hanöel. Abschluß der Deutschen Bank. Das Jahreserträgnis der Deutfcken Bank stellte sich im Jahre 1914 auf 74,4 gegen 63,3 Millionen Mark im Vorjahre, der Rein- gewinn aus 41,07 gegen 35,75 Mlliouen Mark. Die D i v i- den de wird um Lt/z Proz. auf 10 Proz. ermäßigt, um größere Billmzabsckrsibmrgen vorzunehmen und den Bortrag von 3 auf 12,1 BdMonen Mark erhöhen zu könnet!. KriegSgewinne. Die LudwigShafener Walzenmühle ist in der Lage, ihre Dividende von 10 auf 12 Proz., bei reichlichen Abschreibungen, zu erhöhen. Die Continental Caoutchouk Comp, berteilt 30 Proz. Dividende. Die Finanzlage sei auch für die Zukunft günstig zu beurteilen. Die Deutschen Niles-Werke in Obericköneweide verteilen 7 Proz. gegen 4 Proz. Dividende im Vorjahre. Die Gesell- schaft änderte ihre Firma in„Maschinenfabrik Oberschöneweide Akl.-Ges."_ Wirtschaftliches aus Japau. Bei einer Gesanrteinwohnerzabl von rund 53 Millionen Seelen beträgt die Bevölkerungsdichte ans ein Ouadrackiloineler in Japan 139 Einwohner, während in Teiittckland verglerchswoise nur 120 Einwohner auf die Fächeneinhett entfallen. Der Geburtenüberschuß stellt sich in Javcni aus 14,5, in Dcutscklorrd am 12,7 auf je 1000 Etmvohner. Die Zusammeuqtekmng der Bevötkerrmg in Großstädten erfolgt in ähnlich schnellem Tempo wie in Deutsch- !and. Die Eimvohnerzahl der Städte mtt mehr als 20 000 Ein- Ivohnern hat sich in den letzten zwanzig Jahren mehr als verdoppelt, während auf dem Lande nur ein Zirwacks der Bevölkerung von 13 Proz. erfolgte. Herne zählt Japan zehn Städte mit mehr als 100 0S0 Ernwaimern, darunter die beiden Millionen- städte Tokio mit 2,1 und Otaka mit 1 2 Millionen Emwohncrn. Orte mit einer Gniwohnerzaiil von 50 000 bis 100 000 sind 19 im Lande vorhanden. Bisher galt Japan als A g r a r st a a t, und in der Tat treiben auch heute noch 00 Proz. der Bevölkeruna Ackerbau, doch gebt diese Zahl ständig zurück. In der Lcmdwirftckast ist der Kleinbetrieb durckaus vorbsrrscksnd. ans den Einzelbetrieb enriallsn im Durchschnitt nur etwa ein Hektar, so daß direkt von einer Gartentvirt- sckast Japans gesprochen werden kamr. In erster Linie wird Reis angebaut. Dieser bildet in noch weit höhereni Maße als bei uns das Brot die Hanpmahrung der Japaner. Beim gewöhnlichen Lohnarbeiter beträgt er sogar 90 Prozent der gesamten Nahrungsaufnahme. Auch das Natzonalyenänk der Japaner, der Sake, wird aus Reis hergestellt. Der Reis bedeckt etwa sechs Zehntel der gsfamte» landwirtsckaWch genutzten Fläche Japans, doch reickt die Ernte trotz intensiver Diingmtg zur Er- nÄhrung der Bepckkfermtg nickt aus, so daß eine ständig steigende Einfuhr aus dem Auslände nötig ist. Um die hierdurch einstshende Schuld att das Ausland ausgleichen zu können, sieht sich Japan genötigt, in wachsendem Maße I n d u st r i e e r z e u g n i i s e herzustellen und zu exportieren. Der den Japanern am meisten zusagende Jndnstriezwerg ist die Herstellung von Textilwaren, die 51 Proz. aller Arbeiter und Arbeite- rinnen besckästmt. Daneben kann die schtvere Cisenindmirie ivegen der fohlenden Mfenerze im Lande nur sehr schwer aufkommen, sie beschäftigt nur 8 Proz. der gesamten Arbeitskräfte. In der Texiil- industrie werden vornehmkich Seide und Baumwolle verarbeitet. Die Baumwolle muß größtenteils aus dem Auslande eingeführt werden, ivährend die großartig entwickelte japanische Serdenraupeti- zuchtz vier Zehntel der WekwrodukEon an Rohseide liefert. Fünf Sechstel der in der Textilindustrie beschäftigten Arbeitskräfte sind Frauen. Der Außenhandel Japans bettes sich im Jahre 1913 in der Euifuhr auf 1.531, in der Aussuhr aus 1.32s MHkionen Mark. ES gelangten zur Einfuhr in Mckkstmen Ben ia 2,04 Ml: Bmunwollo für 233, Reis 48, Oelkuchen 39, Zucker 36, Maschinen 84, Eisen 33, Wolle 15, Weizen 13. Petroleum 11, Sojabohnen 10 uiw. Aus- geführt wurden in Mkiklvnen Jen: Rohseide 188, Baumwollgarn 71, Setdetiwaren 35, Baumwollivaren.33. Kupfer 28, Kohle 23. Stroh- gesiecht 15, Zucker lraffiniert) 15, Streicklbölzer 12 usw. Für den Bezug von Lebensmilkeki und Rohstoffen kommen für Japan insbesondere in Betracht Britksch-Jndten, China, Nicderländffch-Jndicn und die Vereinigten Staaten, während England und Deutschland, auch die Vmitiigten Staaten, Fabr�aie einsikhren. Die bei weitem wichtwüen Absatzgebiete sind für Japan die Vercinigien Staaten mtt 189 Millionen Im und China mit 144 Millionen. Nach Hong- kong gmzen außerdem für 28 Millionen Den japanischer Wären. Neben der Gewinnung des chinesischen Marktes ist Japans Be- streben vor allem darauf gerichtet, den Markt von Britisch-Jndim zu erobern. Gegenwärtig betrügt die'japanische Einfuhr von dort 134 MClionen Den, während sich die AuSstchr nach dort nur auf 23 Millionen stellt. Japans Bemühen, diese mit III Millionen Den passive HanbeksSttonz aktiv zu gestatten, dürste in den nächsten Jahren zu ernsten Stsibungm mit England führen. Das javanische Bolksvermögen wird von Professor Masao Kambe in Kioto auf 44 Milliarden Mark, das jährliche Volks- einkonnnen auf P/z RMiarden Mark geswätzt. Die Staats- schulden belaufen sich aus rund 4 Mslkiardett Mark. Der Staats- Haushalt für das Jahr 1914/15 stellt sich in Einnahmen und Aus- gaben auf 640 Millionen Den. Für die Bedürfmffe des Heeres sind <8 MTlionen, für die Kriegsflotte 42 Millionen Den vorgesehen. Die Steuerleistung des Landes ist aufs höchste geschraubt. Be« sonders die Lcndtorrttchaft hat trotz der Schutzzölle darunter zu leiden, da sie bis zu 30 Proz. ihres EnrkmnnwtiS an Steuerabgaben zu entrichten. Die Durchs chnittssteuertetstung für Staat und Gc- mssttdett stellt sich auf 21 Proz. Iugettöbewegung. Katholische Jugendbewegung und Jugendwehr. Die Leiter des tnllttanschen Vorbereitmrgsdienstes klagen vielfach noch immer darüber, daß Geisllicke die kathokksche Jugend den uekmttgen fern halten. Ein jetzt erschienener„Kriegsbrief" des Zentral- konrtteeS der kctthoNicheti JmtglinaSverenttgungen Deutichlands, der an die Präsides und an die Mttgtteder gerichtet ist, verlangt nun als eines der Mttel zur„Erziehuttg zu dir Wickler Männlichkeit" die „pünktliche Beteiligung an der mittiä» ticken Jugendvorbereilung". Ganz ablehnend steht die kathottscke Jugenvbewegung aber, wie ein Artikel im diesjährigen ersten Heft des„Jugendvereins" beweist. der zwangswetsen Einführung von Inge ndwehreu gegenüber: Wir sind bekanntlich nicht Gegner einer mflttftrischen Jugendvorbereitung; wohl aber von avgeuieiiten rntttitir ttcktcti Jugend- Vereinen. Erst recht von gesetzlich eingeführtett"tnit z lv a n g s w e i s e m Eintritt. Denn rein nsittiärische Jugend- vereine würden den SchwervuM der Jrnpmdpflege auf ein Gebiet verschieben, das bei der geographsichen Loge unseres Vaterlandes unbediitgt zur Jugenderziehung gehört und auch an sich genommen manckie Erziehrmgöwerte embält, tmmer aber imr einen Teil der Jugendpflege darfiellen kann.... Von diesem Grund- sah werden wir niemals abgehen. In Konsequenz dieser Anschauungen gründen die katholischen Jugendvercitte während des Krieges eitrig uniformierte Jugend- wehren, die den Jünglingsvereinen angegliedert sind. Aus der Stellung der katholifwen JünglmgSver'eine spricht offenbar die Sorge, daß staatliche Jngendwehren das religiöse Vereinsleben schwächen könnten. Mus aller Welt. Explosionsungimk i» einem Eisenbahnzuge. AuZ Warschau wird gemeldet: Durch ein unvorsichtig weg- geworfenes Zündhölzchen explodierte ein Gefäß mit Aether in einem Wagen eines Zuges, der eben nach Moskau abfahren sollte. Mehr als 40 Reisende wurden verletzt, darunter 13 schwer. Zwei von ihnen starben auf dem Wege ins Spital. Ei» amerikanrschcs Untorseoboot verunglückt. London, 26. März.(W. T. B.) Aus H 0 n 0 l u l u wird über New Jork gemeldet, daß das amerikanische Unterseeboot„F 4" bei Schießübungen untertauchte und nicht wieder an die Oberfläche kam. Die Untersuchung ergab, daß das Boot in großer Tiefe lag. Versuche zu? Hebung nnßlangen. Man befürchtet, daß die Besatzung von 22 Mann c r st i ck t ist. Arbeiter-Radfahrer=Bund „Solidarität" Hltglledschaft Berlin. Dem Andenken unserer anf dem Kriegsschauplatz gefallenen Bundesgenossen! Bei de» Kämpse» am 20. Oktober stcl unser Mtgüed k'l'ZKzi Nvi'SvKv(y. Abteilung). am 13. März k'niKzc �SÄSWSg(ö. Mteilung). 11/: Ehre ihrem Juidenken! Die Brtsverwaltuug ! Sozialtlemokratisctief Wahlverein L il. i Berl. ReichstagswaMkreis Köpenicker Viertel. Bezirk 18511. Den Mitaliedeni zur Nachricht, dag unser Genosse, der Maurer �uxust LtaaäKe Cuvrystr, 41 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Smintag, den 28. März, nach- mittags i Uftr, von der Halle des alten Michael» Kirchhofes in Neukölln, Hermanustraße, aus statt. Allen Bekannten zur Naohricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Urgroßvater und Scinvieger-| vater, der Buchdruckerinvalide Wilhelm Teske l aus Stettin, im 82. Lebensjahre nach längerem Leiden am | 53. März verstorben ist. Witwe Johanna Teske. Die Beerdigung findet am Montag, den 29. März, [ S'l, Uhr nachmittags, von der Leichenhalle des Kirchhofs MedensgemeiMe in NiodersChonhausen bei Kordend, lankenfelder Straße PlSt«»«-1-!(Modelle) 85.--O- i. allen Färb,, Koverkot, sohwarz-waiß!«ariert /tlOireC3,! ftiCCtS »5.-»».- 50.- statt 38,- 57.- 75.- IS.- 18.- ÄlS.- statt 21.- 27.- 33.- AWT' C»arnlerl>e Kioider TO- 35- 50.-(sonst 30.- 52.» 75.-) TBUl gzV Ulster(Ueborgangsniilntel) 15- 18(sonst 25.- 30.-) Besondere Gelegenheit! Prima Porsianerialtets. lunarc eohte PcianisAntol, ba«te Kürschnerarbeit, ged. Felle, statt 14««.-»09.- 89#.- kW.- jo nach Art 7«O 500.- SOO- T5O Lange echte Seatplüschmäntel anf rem&eid Danassoe SO.-(st. 16«.-). Lange echte Wollplüsch- mllntet 4O(si. 96.-). Lange Wo hatr- Astrachanmäntel 30(st 72.-), Rodeitpfilschmäntel 35-(st. 100). Größte Auswahl! Trauermagazin BiTligste PreiseTj� ix. Ctroße Frank- torter Str. 115 (nahe AndreatstraSo). llohrcneitr. 37 a (Kolonnaden). Westmann In treuer Pflichterfüllung starb I den Heldentod am 1 4. Februar 1915 unser guter Kollege, der Dreher VVilheim tCeni Pionier. Wir werden ihin steil ein ehrendes Andenfen bewahren. Ole Kollegen der A. E. G. Bahnfabrik |ä Abt. Meister Seefeld. Unserem aus dem Schiachtseide i als Opfer des Weltbrandes ge- fallenen tteucn Freunde und 1 ] Wandergesährteu Oskar Eimkns | de» letzten Scheidcgruß. 24/9 � Knrt llan«dorik. Karl lloinrlok. Ferdinand vonintk. I Tauksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzi'venden bei der Beerdigung meines geliebten Mannes, unseres guten Vaters Franz Keichel sagen wir den Kollegen der Firma A. Borsig, den Mitgliedern der Wagen- banerttairkenkasse, d?S Wahlvercins und des Verbandes der Maler und Lackirrer unfern herzlichsten Dank, Die trauernden HHiterbliefaenen Witwe Hilda Keichel 831 und Kinder, Monats-Garderobe! 4-500 geirageneAnzüge f. Herren: Smoking, Frack- u. Kehrock-An- züge(auch z, verleihen), Semmer- paietots und Ulster jowie von Kavalieren gettagene, fast neue Sachen(a.Seide), s. j-d. Figur pasi. in gröLter Auswahl z, unübertroff. diUiKen pFeisen. ITr,, deshalb billiger wie i. Laden. 1 BlrscliKieleriiaüin, �7?2/°zi. Ortskrankenkaffe der Buchbinder und verwandte» Gewerbe zu Berlin. Bekanntmachung. Aus Antrag des Vorstandes sind vorn VersichcrungSamt der Stadt Berlin die tzZ 30 und 31 der Satzung tvicder in Kraft gesetzt. Vom 1. April d. Ki. ab kounncn daher nach 8 30 der drcißigsache Betrag des Grundlohnes als Sterbe- geld und bei Sterbesällen von Familienangehörigen die Sätze nach § 31 der Satzung wieder zur 8lus- zablung. 266/6 Berlin, den 27. März 1915. K. GotteSmamr, Vorsitzeuder. Kr. Kecke, Schrisisührcr. Frdsohakt. Die Kinder und sonstigen Nachkommen der 1863 in Döhlau. Kr. Osterode. Oslpr., verstorbenen Hofüiannssrau ttenirlsttsLrunwald gcb. toosl kommen als Erben der in All-Kelkon verstorbenen Frau Charlotte Joseph gcb. Joost in Betracht. Ich ersuche sie, sich schlcu- nigst schriftlich bei mir zu melden.* justizrat Astecker, Mehrungen, Ostpr. Spezialarzt vr med. W'ockentulS, Friedrichstr. 125,(Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- y. Frauenleiden— Ehrlich-Hata-Kur(Dauer 12 Tage) Blutuntcrsuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung.* Sprechstunden U1/..— 2 u. S'/j— 8 H.PIau, DireksensMe 20 zwischen Bahnhof 3ltexanderplatz und Polizeipräsidium,— Ltint Kst. 3208. Für Oamen Frauen-Bedienung.* Lieferant für alle Krankenkaneu. ittr Iii Vemallungsstelle Berlin. N 54, Liniensir. 83-85. Mo., tag. den SO. März 1015: \kz\?k$- Versammlungen für die gesamte Verwaltungsstelle Rerlw in folgenden Lokalen: Nnröeni Fharu««Jllo, Oliüllerstr. ll!Z. abends S'/z klhr. »-»«dan» Biittnor» Fo»t«illo, Schwedter Strasse 23. abends HOnicQ. s1;, Uhr. Norden I Frankes Feststtle, Badstr. 19, abends»(ä Uhr. Moabit I Sands Festshlo, Beusselstr. 9, abends B'/j Uhr. Cbarlottenburg I Volkshans. Rosine, tstr. 3. abends 8'/, Uhr. Tannl' ikliillo,» Fcstsaie, Berliner Str. 84, abe-ds 6 Uhr. Icycl. Bericht und Neuwahl der Bczirkslcituug. «e-lsn titiil SehSneberg: fletan• Comenlnssttle, Memelcr Str. 07, abends Uhr. vstLU. Bortrag. l iftltftmhQrn• Hestaurant Kurkowskl, Pfarrstrasse 74, LlCUieilüerg. abends 8-/, Uhr. vtpsla« lSllNVNOivKllNN' Hlurno, Alt-Boxhagen 50, abends dlialßU'nBKlUviduUnj. s Uhr. Bericht und Neuwahl der Bezirksleitung. Wnilianenn* Pcokort» Festsäle, Berliner Allee 251, Df ClllClIacc. abends 8'/, Uhr. SUeibezMe: Neukölln* Bcrgstrassc 151/152, abends 8te({!Ü!I Schellhases Festsäle, Ahorustr. 15a. abdZ. S'/.UHr. üöpenieil und friedriedsbagen: ��vekrnann, Kopeitick, Bahuhofstr. 41, abends 8�/. Uhr. OberseliöBSUeids, Nisderscböneweide, Johannis- fhdl n 1!imn* Restanraut tt-eorgo, Oberschöneweide, 111(11 II- ülUy.. Wilhelmineuhofstr. 44a, abends S1/, Uhr. SjiaOdaU* Rey*älul'ant klortz, Spandau, Kurstr. 21, abends Tagesordnung in allen Versammlungen: Kericht von der ordentlichen Gkneraiverfainmlung. ■■■ Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt.------------- Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 111/9 Die Ortsverwaltung. OrtsHeiiime Ißr das Sterpmie 211 Berlin ____ C 54, Sophienstraße 6. Tinladnna zu der am Mittwoch, den 7. Aprtt 1915, abends 8 Uhr, im GewerkschaftShauS(Saal 3), Berlin. Engeluser 15, stattfindenden utrmtollidjki Aiisslhußßhmig der Vertreter der Arbeitgeber und der Kaffenmitgtiedcr. Tagesordnung: 1. Bericht über die bisher getroffenen Vorkehrungen bei Erwerb eines Grundstücks für die Kasse; 2. Beschiußsassnng über die Höbe der zur Erwerbung, Bebauung und Einrichtung ersorderitchcn Mttei bei Errichtung eines VerwaltungS- gebälides für die Kasse. Berlin, den 27. Marz 1915. 1403b Der V o r» t a n d der Ortshnuikenkasse t. d. Maurer gewerbe z. Berlin 'JL D a e h n e, Vorsitzender. R. Freund, Schristsührer. Möbel-Ängebot. Solide Möbclsirma liefert 8pezial-Fin- nnd Zweiziiumcr- Flnrichtnngen sowie FinzcliuUbcI gegen massige Zinsvergütung bei kleiner Anzahlung und geringen monatlichen Raten» zahtnngen. Offerten 1-'. 2 an die Expedition des.Vorwärts'.- Keine Kasslerer, KrOlito Kulann. $ Sonntag sind unsere Geschäfte von 12-6 Uhr geöffnet * Zusendung ausgeschlossen! üichl am Spittelmarkt! AJandorf&e Spittelmarkt Bslle-AlliaDcestr. Gr. Franktnrterstr. Brunnenstr. Kottbuser Damm Wiimersdorterstr. 118 119 Bittiae| Trikotagen| Frisscltes IfleiscH Verkauf nicht an Wiederverkäuferl | i i i i Querrippe... �65 Rinderkamm m.70 Roastbeef 7 5 Rinderbrust �..7S Schmorfleisch 80 RinderfiletsfviO PE. Pf. Pf. Pf. Pf. Pf. Roulade.......... 1.io Gulasch............«-.70 Gehacktes....«...SS Halbsvorderfleisch 83 Kalbskeule Ruckenfett l.ss pe. pi pf. pf. *Leb. Hechte p�nd 1. 10 *Leb.Karpfßnpfd.80990pf. "Port. Schleie Pfund Sprotten........ xw-4ZPü Bücklinge..... stück 5pf. *Salzheringe2stück15pr. 181��111 llOChS geräuchert V, Pfund 38 Pf. Sülzwurst...... pfund 75 pf. Rot- od. Zwiebelwurst pfu„d 70pf. Speck oder S 1.45 SciilnKenspeck... p�d 1.75 SchlnKßnwt. P�d 1.85 oty HerreU'Hemden«,.->... normalfarbig/ Vorderschluß........ l«oe) �*40 Hmm-Veinkieider i.. 9... normalfarbig, mit lleberschlag..... 1 ♦()?) Wt4d Samen-Röcke\... 9... mit angewebtem Futter........... a«Od Kunsthonig c" S0" i. zz Margarine P,d. 78, 90 P,. Apielsinen..D„,„nd 50 pl Blumenkohl �,12,15« Backpilaumenp[ddd45 Limhnräer Käse«�83«. angewebtem Futter Jamen-ZöinWöCr mit anqewcbtem Futter, Schlupfform, verschiedene Farben............... 1.15 1.55 Backobst««| ........................... Pfund Pf. v Frische P'SS.IO» I Verkäufe. Extrapreise zum llmzu Künsllergardincn 3,75, Bettdecken �,5 Tischdecken, Steppdecken, Teppick weit unter Preis..Vorwärts"lcs noch sünf Prozent Extrarabatt. Geo Lange Nachjotger, Chausscestragc 731' und Schvncbcrg, Hauptstrage 149. Kostüme, Ricsenäuswahl, Schör jackcn, Trauermäntel, Trauergard robe, Blusen, Röcke, direkt tu Arbcitzstuben spottbillig. Meye Blncherstraxe 13, I. Etage. Sonnt«! gcöfsnet. �_ 7GS Tcppich-Tbomas. On spottbillig sarbseblerhaste Gardinen. Vorwärtslcjern Ertrarabatt. MonatSanzüge, nur wenig tragen, Paletots, Ulster, Hosen, sellschaftsanzüge werden spottl verlaust. Die elegantesten An find leihweise billig zu haben. bekannte Firma. Max Wctg, E Kranksurterstrage 88. billig. Gardinen, Port decken, Tischdecken, Diw billig. Vorwärtslescr 7,50, 9,75, Brautbetten, Daun betten 19,53, 22,50. Neue Ausstei Wäsche spottbillig I Teppiche, Pli Portieren 8,90, Stores, Gardir auswabl, Tischdecken, Steppdei Diwandcckcn, Sommerpalctots t Anzüge, Hosen, Uhren, Keti Alles spottbillig I Psandlcihe! Br nenstrage 47. Bclcihung jeder W fache l Geschäftszeit 9—12, 2— 7. MonatSanzüge und Win 1,50, Gehrockanzügc FrackS von 2,50, sowie von bei Nafi, Mulackstrafie 14. Geld t Geld k sparen Sie, t Sie ini Leihhaus Noscnthalcr Linienstrage 203/4, Ecke Rosenth strage, lausen. Anzüge 9.—, U Brillanten, Fahrräder, statt._ MonatSanzüge. Lager spottbillig. Fi tbalcrstrage 10. Teilzahlung, Herren-, Damen-, 0,50 krönen, Kinderwagen. Krei Luisenstadt, Köpcnickerstrage Ecke Brückenstragc, nahe Llan Krücke. u. Co., Schützcnstrage 6. 1521 und 2327._ Monatsgarderobe, billig. Verantwortlicher Ncdattcur Möbclkredit und gegen bar. Be- qucme An- und Abzahlung. Möbel- Lechncr. Brunncnstrafie 7.— II. Geschäft Müllerstrage 174. Sonntag von 12— 6 geöffnet. 2993StS! Kauf�esuche. Kupfer! Messing! Aluminium! Nickel! Zinn, Zink, Blei, Quecksilber, Staniiiotpapier, Platinaabsällc, Zabn- gebisse. Goldjachcn, Silbcrabsälle, Höchstpreise!.Metallschmelze Cohn", Brnmienstragc 25 und Neukölln, Bcrlinerstrage 76. 1/7" Fahrradankauf, Linienstrage 27. Platinahfnlle, Zahngcbifse bis 50,00, Goldsachcn, Silberiachcn, Slanniolvavier, Militärtressen, Queck- silber, Kuvser, Messing, Zinn, Nickel, Aluminium, Zink, Blei, jetzt Höchst- preise! Edelmetall- Eintauisbureau Wcber'trage 31, Telephon.(Ab- holung) 7K' Knopslochmaschinc taust Braun. Kastanienallee 29/30. 4.-j-IO? Verschiedenes. Patentanwalt Müller, Gitschincr. strage 16.' Vermietungen. Wohnungen. S oldinerstraste 41. Große Zwei. zimmer- Vordcrwohnungcn 30 Mark vermietbar. billig 230/13» Limmer. Möbliertes Zimmer. 12,00. Prinzenftratze 107, vorn III, Ditt- mann. t105 Möbliertes Zimmer oder Schlaf- stelle Weber, Guineastrage 38.* Angenehmes Heim findet Herrin gesetzten Jahren Schwcdtcrftr. 236, 1 Treppe links. ff Mietsgesuche. Kl eines möbliertes Zimmer. Nähe Moritzplatz gesucht. Offerten, Preis- angaben. Malz,.Vorwärts", Prinzen- straffe 31. fflOa Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Farbigmacher und Barockvergold er verlangt Neumann, Hennig u. Co., Zcughofftrahe 21.___-114* Korbmacher auf 98, Rumpf 1,80, gesucht. Krause, Schillingstraffe 25.' Korbmacher ans 98. Rümpfe 1,80 Mark. ES wird nur prima Boondootrohr verarbeitet. Theodor Anding junior. An der Fischer- brücke 16. 1337b» Afp Haltklebearbeiter sofort gc- sucht. Bien u. Co., Bau Untergrund- bahn, Chauffcestraffe, Ecke Schwartz- kopffstraffe. 1384b» Reparatur-Tchlosscr für Elektro- mobile, tüchtige, sucht sofort Auto- mobil- Betriebs- Aktien- Gesellschast, Fcnnstraffc 31. 1390b» Berkäufer, tüchtig, für unsere Zigarrcnabteilung, sofort gesucht. Es können nur Meldungen von solchen Herren berücksichtigt werden, welche die Branche vollkommen beherrschen und längere Zeit in grüffercn Zigarren- geschälten tätig waren. Vorstcllzcii von 11—12 Uhr vormittags. Kaus- bans des Westens, G.'m. b. H., Taucntzienstraffc 21— 24._ 51K Lehrlinge für unsere Detoration, im Aller von 14—16 Jahren,� aus achtbaren Familien, mit guter«chul- bildung, zum sofortigen auch späteren Antritt bei monatlicher Vergütung verlangt. Meldungen nur in Bc- gleitung der Eltern oder des Vor- mundcs in unserer Personal-Verwaltung. 4. Etage. A. Jandorf u. Co, Bcllc-Alliancestraffe 1—2. 51K Steiinneh, tüchtigen, für Hand- und Maschinenarbeit sucht Leder. Buckowerstraffe 5. 1412b Tlempelscuer, pcrfelt, Krebs, Blumenstrahe 93. gesucht. 13s9b» Sattler für Geschirre sofort ver- langt. Pcctzel, Brunucnstraffe 181. Näher jür Geichirre sosort ver- langt. Prctzcl, Bruimenstrase 181. Pappeu-Zuschneider sticht Karton- iabril Pohle, Groffe Frankfurter- straffe 137. 230/14 Bcstcckarbciter für jede Besteck- arbeit gesucht. Sebastianstraffc 84. Verkäuferinnen, tüchtig, sür die Abteilungen Obst, Gemüse und Kolonialwaren, welche bereits längere Zeit in größeren Detailgeschästen tätig waren, sosort gesucht. Meldungen von 11—12 Uhr vormittags. Kauf- Haus des Westens, G. in. b. H.. Tauentzienstr. 21—24._ 51K Schlächter- Mamsells, tüchtig, welche bereits längere Zeit in gröberen Detailbetrieben tätig waren sosort gesucht. Meldungen von 11 bis 12 Uhr vormittags. Kaushaus des Westens, G. m 6. H., Taucntzicn- straffc 21/24. 51K Lehrmädchen im Atter von 14 bis 16 Jahren aus achtbarer Familie gegen monatliche Vergütung sosort gesucht. Meldungen in Begleitung der Eltern oder des Vormundes 10—2 Uhr vormittags oder 6—8 Uhr abends in der Personal-Bcrwaltung IV. Etage.— A. Jandors u. Co. Bclle-Alliancestraffe 1/2. 21K» Zeitungsausträgerin für den „Vorwärts" in Mahlsdorf gesucht. Meldungen: Kaulsdors, Ferdinand- straffe 17, II, bei Heffberg. Kl Tüchtige Gesenkbauer stellt bei hohem Lohn sosort ein Orenstein& Koppel(Arthur Koppel) Altiengcsellschast* Spandau, Hamburgerstr. 44. I Prinzcnstrnffe 96. Tüciltlx« !> Verkäuferinnen für die Abteilungen Obst, Gemüse und \\ Kolonialwaren welche bereits längere Zeit in größeren Detailgoschäften tiltig waren, sofort gesucht. Meldungen von 11— 12 Uhr vormittags. ilKauIhauj-Wesf«"! BERLIN W, Tauentzienstr. 21-24 Ankerwickler f. Gleich-, Wechsel- und Drcdstrom bei hoch st. Lohn gel. 260/13 Dresden- A., Pillnitzer Str. 50. Pöschmann& Co. Zuverlässige finden Anstellung bei der Patzenhofcr-Braucrci. Bcweroer wollen sich unter Vor- legung ihrer Papiere in deren Burcait Landsberger Allee 21/27 melden.» Vorarbeiter und WkrlilkUMcher zur Einrichtung von Zündcrfabri» kaiion bei hohem Lohn verlangt. Jacqnes Kellerman» G. m. b. H., 1409b Köpenidcr Str. 114. Schiolstr aus Mcsfing-Armatnren u. a. m. ver« langt Spiel. Jagowstraffe 11. 24/19 Merkrtugmacher die nachweislich spez. aus Fasson- stählen gearbeitet haben, verlangt 2t/20 Spiel, Jagowstraffe 11. Arrher verfekt an Leitspindelbänken, aber nur solche, verlangt 25/1 Spiel, Jagowstraffe 11. Schncidciscnmacher, nur durchaus crsahrcner, gesucht. Schriftlich mit Gchaltsanspruch. Rontschky, Mcinekestr. 4, Partr. I. Tiiclit. Schlosser gesucht. Tech». Cebr. Plerbnrsr, Abt., Gitschinerslr. 15. Korbmacher aus 98cr und Drillinge. Köpenicker Str. 7i. 24/13 Berlin. Druck u. Verlag �Vorwärts Budzdruckcrci u. VcrlagSmistalt Paul Singer& Geübter Schafwolle. Sortierer sür einige Monate gesucht. Meldung. an Georg Korant, Charlotten- b urg, Tanroggcncr Straffe 1a. 25/3 Co., Berlin SW, Nr. 86. 32. Jühlgautz. 2. Öfilnjc des Jotmärtf KeeMMsM Jovnabelid. 27. Mm 1915. �lus Groß-öerlin. wandert! Während die Zeitungen zum kalendermäßigen Beginn des Frühlings die dieser holden Jahreszeit angepaßten Ein- zugs-Gcdichte und Stimmungsbilder brachten, öffnete der ab ziehende Winter noch einmal seine Schleusen, und eine Flut schwerer Schneeflocken verwandelte Groß Berlin in eine Cchneelandschaft von solcher Schönheit, daß man ihm darob nicht gram sein konnte. Das Schelten begann erst, als die weiße Herrlichkeit sich nach kurzer Dauer wieder in Schlanim verwandelte und, hoffentlich zum letzten Male, zu Wasser wurde. Aller Voraussicht nach werden wir von weißen Ostern verschont bleiben und, was wichtiger ist, von irgend welchen Schädigungen des verflossenen AtärzenschnecL ist bisher nichts bekannt geworden. Mit der höher steigenden Sonne und der zunehmenden Helligkeit hebt sich die durch trübe Tage und ernste Zeiten be drückte Stimmung. Falsch wäre es, sich gegen diese natürliche und notwendige Aufheiterung zu sträuben, um. wie es wunder bare Heilige für richtig halten, ständig den Gram zu nähren um die, die draußen für uns einstehen. Damit wird dem Ganzen nicht gedient, nur geschadet, und wer der setzt fricd lich ausstrebendeit freien Vatur die angenehmsten Seiten ab zugcwinnen sucht, bleibt darum doch oder gerade deswegen himmelweit von Frivolität entfernt. Wen darum der Winter oder die Sorge um Angehörige vielleicht monatelang von einem größeren Gang ins Freie ferngehalten hat, der nehme seinen Stab wieder zur Hand und lenke seine Schritte nach liebgewvhiiteii Orten in der weiten Umgebung. Mag ihm dabei statt wärmender Sonne auch einmal ciir launischer Wettertag bcschiedeu sein, er wird ihm trotzdem im Freien besser bekommen, als in seinen vier Wänden daheini. Will einer eine neue Wandernug macheu, so fahre hr nach Friedrichshagen und geht von hier nach den Kalkbergen in Rüdersdorf. Nach dein Wege braucht er nicht zu fragen, denn unuiittelbar am Bahnhof Friedrichshagen beginnt eine elektrische Straßenbahn nach Rüdersdorf«sie fährt stets zehn Minuten nach jeder vollen Stunde, und die ganze Fahrt kostet io Pf.) Man hat nichts weiter zu tun, als sich von den Gleisen bis aus Ziel leiten zu lassen. Sie laufen im Walde neben der Chaussee her, auf der wir entlang wandern. Ter größte Teil des Weges führt durch Kiefernwald, aber mehrere Male wird er durch iveite Ackergcbietc unterbrochen, die hier und da das junge Grün der Roggenfelder zeigen. Ungefähr in der Mitte des ganzen Weges passieren- wir das ausgedehnte Dorf Schöneichc. C dauert eine ganze Weile, bis wir seinen Mittelpunlt erreichen. Auf dem von. Park und Mauer umgebenen Herrensitz weht das rote Kreuz im weißen Felde und hier und da begegnet uns ein bald ganz Geheilter in Feldgran. Das Friedrichs Hagener Mühlenfließ und seine Deiche beleben die Landschaft. Wenn>vir weiterhin wieder Aecker und Wald durchwaiweni, fallen uns unter den Äiefern große Bestände- des jetzt blatt- und blütenloseu,. aber durch srischgrüne Farbe seiner Schossen belebten Besen ginsters aus. Dann hört der Wald auf, rechts erscheint der Hohlsee und vor uns liegt aus welligem Boden das Gebiet von Rüdersdorf und Tasderf, aus dem ganze Haufen von Essen hoch aufstreben. Wir schlängeln uns mit den Gleisen langsam bergab und landen im Rüdersdorfer Grund, allwo an Gelegenheiten zur Ausfrischung kein Mangel ist. Je nach dem militärischen oder nicht militärischen Schritt, den man enigeschlagen hatte, braucht man von Friedrichshagen bis hier- her ü— l! Stunden. Die Rückfahrt mit der„Elektrischen" dauert nur dreiviertel Stunden. Man kann natürlich zuvor in den Kalkbergen spazieren gehen, auch zu Fuß nach Erkner Zurückkehren und erst dort die Vorortbahn besteigen. Teuere Osterumzügc. Der Mangel, an geeignetem Fuhrwerk hat für die bevor- stehenden Osterumzüge ein starkes Anziehen der Preise zur Folge. Von den Fuhrwerksbesitzern iverden für Umzüge außerordentlich hohe Forderungen gestellt. Für kleinere Deute dürften die Kosten kaum erschwinglich sein, wenn mau hört, daß in Einzelfällen für kleinere Umzüge von zwei Stuben und Küche in Vororten 70 bis 75 M. verlangt werden, selbst dann, wenn es sich um verhältnismäßig geringe Entfernungen nach Berlin handelt. Viele kleine Mieter dürften in arge Verlegenheit geraten und zum Teil gezwungen sein, den Um- zug mit Hilfe von Bekannten selber zu besorgen. Ohne Ostcrkuchcn. Der Berliner Magistrat lrnll die Berliner um ihren Osierluchen bringen. Mir rauher Hand hat er in alte, liebe Gewohnheiten ein- gegriffen und Bestimmungen erlassen, wonach mit Hefe oder Back- Pulver hergestellte Kuchen nicht mehr gebacken werden sollen. Der gewohnte Napfkuchen oder der Streuselkuchen wird Ostern also ent- behrl werden müssen; so will es unser fürsorglicher Magistrat. Ihm bat irgendjemand»ütgeteill, daß in den letzten Tagen wieder einmal ein Ansturnr auf die Mehlläden stattgeinndcn haben soll und er witterte für Ostern Unheil. Er»icinlc, die Berliner Ivnnlcn sich Ostern den Magen verderbeir durch zuvicles Kucheneffen, und flugs Holle er ans seinem Arsenal eine neue Verordnung heraus. Offen gesagt, verstehen wir nicht recht, lvie es nach den geltenden Bestimmungen halte möglich sein sollen, große Mengen Mehl zu erstehen. Der Mebtlauf ist durch die Brotmarken eng begrenzt und ohne Brotmarken gibt cS kein Mehl. Familien init großer Kinderzahl reichen nichk einmal mit dem Mehlguanrum, das sie zur Herstellung von Suppen und Gemüse benöligen. Der Magistrat hat zweierlei im Auge: Wenn die Bücker Kuchen nicht backen dürfen, sollen eS auch die Hansballungen nicht können. Mir größer Betrübnis hat der Magistrat ivabrgenommen, daß Weihnachten die Berliner viel Weihnackitskuchen gegessen haben und noch heure bedauert er, daß er nicht schon danialS verordnen konnte. Der Magistrat mag sich damit trösten, daß mancher WeihnachtS- kucheii an die Front gelangt ist und unseren brave» Kämpfern im Felde das Leben auf einige Zeit versüßt hat. Das wäre auch mit manchem Osterkuchen geschehen. Es hat nicht sollen sein l Zwar haben wir gerade in Berlin mehr Weizen- wie Roggen- inehl zur Verfügung und daS Weizenmehl loird mit der Zeit seine Verwendung finden, aber es darf, schließlich auch nicht dem Verderben ausgesetzt werden. Hoffemlich tritt dieser i?lachteil nicht ein. UebrigenS scheint ein allzugroßcr Mehlvorrat in den Berliner Haushaltungen nicht vorhanden zu sein: wohl haben sich nach den gemachten Feststellungen Berlins Hausfrauen mil I einigen Pfund Mehl versehen, aber größere Vorräte sind nur bei oesonders ängstlichen Leuten- gesunden Wörde». Schweren maieriellen Schaden durch das Kuchcnbackverbot erleiden die Bäckereien, die vor- nehmlich Kuchenwaren hergestellt haben. Bemerkenswert ist, daß in einer ganzen Reihe von Fällen einzelne Personen Kuchen kauflen, die mit ihrer Brotnrarle nicht auskamen. Die Stadt Potsdam hat in Rücksicht auf die Schwierigkeiten der Kontrolle daraus verzichtet, ein Backverbot für die Osterfeier- tage zil erlassen. In Berlin werden wir das Verbot hinnehmen in dem Bewußtsein, daß es nicht das Schlimmste ist, in der Kriegszeit Kuchen entbehren zu müssen.___ Slnkauf von Kunstwerken aus StiftungSmittcln. Das Kuratorinnl der Julie Oppenheini. Stiftung, deren Mittel von der Stifterin.„zu wohltätigen, insbesondere auch wissenschaftlichen und künstlerischen Zlvecken" bestimint sind, hatte dieses Jahr in Würdigung der großen wirtschaftlichen Bedrängnis, in die insbesondere die bildenden Künstler durch den Krieg geraten sind, beschlossen, die ihm zur Verfügung stehenden Mittel für den Ankauf von Kunstioerken zu ver- wenden, deren Schöpser unmittelbar oder mittelbar durch den Krieg betroffen worden sind. Die Mitglieder des Kura- toriumS haben dementsprechend dieser Tage unter einer Anzahl von Kunstioerken. die ihnen durch Vermittelüng der Kriegshilfe der Akademie der Künste in den Räumen der Akademie zugänglich tzcinacht ivären, die Entscheidung ge- troffen. ES wurden angekauft Werke von Hettner, Richter, Schütz. Bachmann, Marcus Behmer und Plastiken von Abraham und Korn. Die Werke solleil der Stadt zum Eigentum überwiesen werden. PPohltätigkeitSmarten. Nachahmungstrieb und Geschäftssinn haben daS bor einigen Fahren erfundene Slfftein der sogenannten Wohltätigkeitsmarken so vergrößert, daß es nicht mehr gerade angenehm empfunden wird. Dieses Spstem besteht darin, Millionen von bunteir Klebemarkcn für einen bestimmten WohltätigkeitSzwcck in limlauf zu bringen und für jede Marke einen bestiminten kleinen Geldbetrag zu fordern. So entstanden während des Krieges auch die für einen Pfennig käuflichen Rote-Kreuz-Pfennig-Marken. Man tonnte über diese Mode zur Geldbeschaffung, die immer noch annehmbarer als das Geldsamincln durch Büchsendamen ist, gutmütig hinwegsehen, solange Markenverkaufsstellen eingerichtet waren, niemand belästigt wurde und sich daS Markenangebot auf einen engen Vereinskreis beschränlte. Neuerdings haben aber auch andere Vereine an der Sache Gc- schmack gefunden und das System sogar noch erweitert. Sic der- senden Unmengen von Wohltätigleitsmartcn an Privatpersonen, deren Namen den Adreßbüchern entnominen werden, und legen gleich eine Postanweisung bei. Werde» die Marken ganz oder teil- weise dezahlt, so folgt wenige Wochen später ans demselben Wege eine zweite Aufforderung uiit zehn oder zwanzig KriegsansichtSkarten. Zwischendurch erscheinen, sobald man erst nial die Gebcfrendigkeit gemerkt hat, eifrige Damen, die um Zeichnung eines Kriegs- oder Jahresbeitrages bäten. � Ein solches Verfahren wird in seiner Häufung, als Belästigung empfunden und sphrl nur zu oft dazu, daß man gar nichts mehr gibt.___>__ Sparkasse der Stadt Berlin. Tie den Sparern zu vergütenden Zinsen mit G'/a Proz. werden am Schlüsse jedes Verwaltutlgsjahres, welches nni dein 1. April beginnt und niit dem Ul. März schließt, be- rechnet. Der Zinsenbetrag für das Verwaltungsjahr IlllU wird unter dem.!l. März l'Jlö jedem Sparkonto gut- geschrieben, und das so vermehrte Kapital wird vom 1. April 1915 ab weiter verzinst. In das Sparbuch andererseits trägt die Kasse die Zinsen unaufgefordert bei der erstell Zahlung nach dem 1. April ein. Von besonderer Buch Vorlage, lediglich zum Eintragen der Zinsen wird im Interesse der Sparer selbst abgeraten, namentlich während des sehr geschäftsreichen— im laufenden Jahre auch durch Abrechnung der Kasse mit mehr als 56 UX) Zeichneru auf Kriegsanleihe stark in Anspruch genoinmenen-- Monats April. Solche Vorlage des Buches verursacht dem Sparer unnötige Mühe und hält die wichtigeren Abfertigungen(Zahlungen und Kündigungen) in der Kasse auf, was das daran beteiligte Publitüin sehr unangenehm empfindet. Bon der Berliner Draschkenvrdnung. Der Automobädroschkenführer Michaelis in Berlin Ivac wegen Uebertreiung des � lll Ziffer 3 der Berliner Droschkenordnung an- geklagt worden. Er sollte' die, auch- für Führer von Autodroschken geltende Vorschrift übertreten haben, die es verbietet, Vereinbarungen über andere Satze zu treffen, als sie die Ordnung vorsieht. Im vorliegenden Falle handelte es sich um eine Vergütung für die Rück- fahrt mit der leeren Droschke von Rudow, wohin einen Herrn zu fahren, Angeklagter in der Nähe des Belle-Alliance-Platzes über- nommen hatte. Der Herr hatte ihn, 70 Pf. für die Rückfahrt ver- sprachen und Angellagter hatte darauf erklärt, eine Mark wäre rich- liger als 7b Pf.. Das Landgericht verurteilte den Angeklagten wegen Uebertreiung der angeführten Bestiinmung der Droschkenordnung, bcmaß aber die Geldstrafe ans dem fi 21 des Automobilgesetzes. Das Kainmergericht als Revisionsinstanz ermäßigte die Strafe auf eine Mark, alc> der geringsten nach der Droschkenordnung zu- lässigen Strafe, indem es aussprach, daß die Strafe hier nicht aus dem Antomvbilgeietz, sondern aus der Droschkenordnung zu entnehmen sei. In der zur Entscheidung stehenden materiellen Frage wurde ausgeführt: Allerdings tväre Angeklagter nach den Bestimmmigcii der Droschkenordnung nicht verpflichtet gewesen, die Fahrt nach Rudow anzunehmen, da Rudow nicht zu den Orten bei Berlin gehöre, wo- hin der Droschkenführer Fahrten annehmen müsse. Wenn aber. An- gellagter, wie er es tat, die Fahrt annahm, dann habe er nach der festgeietzten Taxe sahren müssen.. Er hätte. nicht anderweitc Ver- einbarungcn treffen dürfen. Eine solche unzulässige Vereinbarrmg liege auch dann noch vor, wenn er für die Rückfahrt ohne Gast eine besondere Bezahlung forderte. Somit mußte er sür die Uebcrlrelung der Droschkenordnung bestraft werden. MagdalinSkiS Riechkissen. In Nr. 80 vom 21. März, des„Vorwärts" erwähnten wir MagdalinSkis Riechkisien" in einer Notiz, von der Ivir hervorhoben, daß sie einer aus polrzelicher Ouelle in- formierten Korrespondenz entnommen war. Berichtet wurde darin über ein„wegen MassenbetrugeS gegen Kriegerwitwen, Kriegs invaliden und andere Beschäftigungslose" eingeleitetes Strasvcrfalircn gegen eine Firma F. Magdalinski Nachfolger in Steglitz, die in Zeilmrgsinseratcn eine Heimarbeit mit eventuell Marl Tagesverdienst angeboten habe. Arbeitsuchende, die sich meldeten. seien durch ein Schreiben der Firma belehrt ivordcn/ däßffic Riechkissen anferligen und diese dann im Hausierhandel verlausen sollten. Füllmaterial habe man erst nach Einsendung Von 2,'0n M. erhalten; U M. pro Tag bei dem Hausierhandel zu verdienen, sei so gut lvie ausgeichloffen. Zu jener Notiz sendet uns der Rechtsanwalt der Firma eine Zuschrift, die im ausdrücklichen Auftrag des Ftrmeninhabcrs um Aufnahme nachstehender„BerichtigungSertlärung" bittet: „1. Der Geschäftsinhaber ist von den gegen ihn erhobenen An schuldigungen durch Urteil des Kgl. Amtsgerichts Berlin-Schöncberg vom 18. Februar 191-1 freigesprochen worden. lieber die von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung ist leider noch nicht ver- handelt worden. - 2. An bestimmte Stände oder gar Kriegerwitwen hat sich die Firma in ihren Inseraten nicht gewandt. L. Ueberreiche ich zu-Jhrer Orientierung ein gedrucktes Eheptplar mit etwa 199 Dankschreiben, bczlv. Nachbestellungen, aus dcncu her- vorgeht, daß sehr viele Personen durch die Firma einen lohnende» und dauernden Verdienst gefunden haben. Tic Originale löniten der uns eingesehen werden." Diese Zuschrift bezeichnet den Firmeninhaber als„bisher unbescholten und den besten Ständen angehörend". Ten Lesern des „Vorwärts".ist die Firma„F. Magdalinsli Nachi., Pärfümeric- iabrik"(Berlin-Steglitz, Ahornstraßc 17) nicht unbekannt. In Nr. 07 vom(5. Februar 1915 haben wir den Geschäflsbetricb dieser Firma beleuchtet durch Besprechung des Schreibens, mit. dein, sie die Offerten der Arbeitsuchenden beantwortet hatte. Der Wortlaut dieses Schreibens ließ den Schluß zu, daß es sich um Lieferung von Arbeit gegen Lohn handelte. Erst nach Entrichtung des gc forderten Betrages von 2,90 Mark ersah man bei Empfäng des ArbcitSmaterials ans der beigefügten Arbeitsanleitung, daß man selber die Riechkissen auch verlausen sollte. Tic Post an Ostern. Die Post hat seit der Durchführung der Sountagsruhe für die Festzeiten besondere Vorkehrungen in den cinzeliieir Bezirken vorgesehen. Aus Anlaß des OstcrverkehrS sind sür den OberpostdircktionSbezirk Berlin folgende besondere Maß nahmen getroffen. Eine zweimalige Brief- und eine einmalige Geldbestellung findet am Ostersonntag vormittags statt.'- Je cinc Paketbestellung ist sür Karfreitag und Ostersonntag, eben falls am Vormittag angeordnet. Tic Tvarcnhäuscr und das Kuchcnbackverbot. In den Kreisen des Konditor- und BäckergcwerbeS beschästigt man sich gegenwärtig recht lebhaft mit der Frage, ob die. Waren- Häuser, die bekanntlich eigene große Bäckereien und Konditoreien besitzen, ebenfalls unter das in Kraft getrclcnc Kilchcnbaävcrbot fallen. Es wird behauptet, daß anläßlich der letzten Sachverständige!!- konfcrenz im Berliner Magistrat den Vertretern des- Konditor- gewerbetz von dem Dezeriienten- kein genügender Aufschluß erteilt worden sei, Die Interessenten hatten, den Eindruck, als ob iiiiolge der-Eigenark des Warentzäiisbeiriebes'diesem cinc Sonderslellilug im Hinblick auf die neue Kuchenbackverordnmrg eingeräumt werden sollte. Nun ist aber der tägliche Kuchenumsatz in den ErsrischuligS- räumen der größeren Warenhäuser Berlins verhältnismäßig viel größer als der wöchentliche Umsatz in vielen Konditoreien. Unseres Erachte»? geht aus dem Wortlaut des Kuchen back- Verbots klar hervor, daß Ausnahmen nach keiner Richtung hin zii- gelassen sind._ Druckfchlerbcrichtiguiig. In der gestrigen Notiz„Der Etat der Stadt Berlin"(Nr. 85, Beilage) ist statt„Einigkeit" zu setzen „Kriegözeit", so daß der ganze Satz lautet: Die besonderen Umstände der Kriegszeit haben diesmal zu besonderer Sparsamkeit genötigt.__ Familicndrama. Der in Friedenau, Rheinganstraße 25, wohnhafte Kaufniaiin Leopold Fried, Inhaber einer Schreibinafchinenstubc, war infolge des Krieges in cinc so bedrängte Lage gekommen, daß er gemein- schaftlich mit seiner Frau beschloß, aus dem Leben zu scheideii. Nach« dem die Eheleute ihre vier Kinder zu Bett gebracht hatten, öffneten sie die GaShähne. Hausbewohner wurden auf den Gasgeruch auf- mcrksam und erbrachen die Wohnung und fand die Familie in che- siiinungslosenl Zustande aus. Die sofort angestellten Wieder belebungs- versuche hatten sämtlich Erfolg. Wer sind die Toten? Im Borkeller tot ausgefunden wurde Donnerstag auf dem Grundstück Gollnowstraße 5 ein unbekannter Mann, der im Keller übernachtet hatte. Der Tote ist mittelgroß und duntelblond, hat einen Schnurrbart und einen Anflug von Voll- barl und trug ein graues Jackett, einen dunklen Winterüberzieher und dunkle Beinlleider.— Aus dem Boden erhängt aufgefunden wurde in der Lindenstraße 89 zu Niedcrschönhausen ein unbekannter Mann von 59—55 Jahren. Er trug einen braunen lleberzichcr, einen graugemischten Jackettanzug mit braungestreiftcr Hose und schwarze Schnürschuhe.— Ans der Spree gelandet lourdc in Egar« lottcnbnrg eine Frauenleichc, die schon längere Zeit im Wasser ge- legen hat. Die Ertruiilclic ist mittelgroß und trug eine grüne Seidenbluic, einen blaue» Kleiderrock, einen braunen Illsier mit schwarzem Kragen. schwarze Glanzlederhandschuhe, gelbbraune Schnürhalbschuhe und eine weiße PeclenhalSletlc. DaS Alicr läßt sich bei der fortgeschrittenen Verwesung nicht mehr feslsteUen.- Etwa 89—19 Jahre alt mag eine andere Frau gewesen sein, die aus dem Teltolvkanal gelandet wurde. Auch sie bat wahrscheinlich schon länger im Wasser gelegen. Die Unbekannte ist etwa 1,69 Meter groß und kräftig gebaut, hat dunlclblondeS Haar und trug einen grünen Mantel, cinc blaue Bluse und einen schwarzen Rock. Zwei verwegene Einbrecher, die seit einiger Zeit die Billenbieriel im Westen von Groß-Berlin bis nach dem Grunewald und PotSVäm hinaus unsicher machten, wurden jetzt von der Berliner Kriminal- Polizei mit ihrem Hehler ermittelt und Himer Schloß und Riegel gebracht. Sie wurden festgestellt als ein 21 Jahre alter, lvohuurigs- loser Diener Johann S.cheibenberger, ein Diener und Kellner Lorenz Reinhardt,. der ein Jahr älter ist, und ein Schlächter Max Schütze, der als Hehler den Behörden schon länger bekannt ist und in seinen Kreisen den Spitznamen„Hundemax" führt. Sie haben auch den Raubansall auf die OisizierSgattin ausgeführt, die sie uachis mit vorgehaltenem Revolver zur Herausgabe ihrer Wertsachen zwangen. Schauturnen der �rauenabteilungen von„Fichte". Zur Belebung der Agitation für das Frauenturnen veranstaltet der Turnverein„Fichte" am Sonntag, den 28. März, nachmittags Uhr in der städtischen Turnhalle, Gormannstr. 4, ein Schau- turnen"seiner sämtlichen Frauenabteilungen. Durch die'kriegerischen Verhältnisse ist auch der Turnbetrieb der Frauen ungünstig beeinflußt ivarden, und hier anregend zu wirken, ist der Zweck des Schauturnens� Das turnerische Programm umfaßt: Aufmarsch und Freiübungen, Niegenturneii, Sondervorführungen, Kürturnen, HinderniSeilbotenIauf und Spiele. Dos Mütter� und Kinderheim des„Bundes für Mutterschutz", Sigmaringerstr. 2ö, nimmt auch während des Krieges hilfsbedürftige iverdende Mütter sowie Mütter mit ihrem Kinde auf. In der Auökunstsstelle wird täglich von 9—1 Uhr. Dienstag und Freitag auch VAN 7—8 Uhr abends, unentgeltlich Rat und Auskunft über Unterkunft, ärztlichen Beistand, Rechtsschutz, Vermittelung von Pflege« stellen, Arbeitsnachweis usw. erteilt. Mütter, welche die Hilfe des Bundes nachsuchen, werden gegebenenfalls in die Kriegs- Versicherung eingekauft. Die Spree-Havel-Dampfschiffahrtgescllschaft„Stern" veranstaltet Ipie in früheren Jahren am Palmsonntag sowie am Karfreitag und den Osterseiertagen wieder ihre ersten Fuihlingsfahrten auf der Potsdamer Havel und dem Tegeler See, und zwar werden die Dampfer verkehren: ab Wannsee(Bahnhofs von 19.45 Uhr ab stündlich, nachmittags halbstündlich bis nach Pfaueninsel und zurück. Auf dem Tegeler See fährt der erste Dampfer 9.45 Uhr von Tegel bis Tegelort und wird dann ebenfalls am Vormittag ein stündlicher, nachmittags ein halbstündlicher Fahrplan unterhalten werden. An den Osterseiertagen wird ein Verstärker und ausgedehnterer Verkehr — auf der Havel bis Ferch— aufgenommen werden. Märchenvorlesung. Die nächste Vorlesung in der Leseballe der Gesellschaft für Ethische Kultur. Rungsstr. 25. findet am 28. März um VjI Uhr statt. Eintritt frei, auch für Erwachsene. /Ins öen Gemeinden. Berlin gegen Lichtenberg. Der Etat der Stadt Lichtenberg wurde in der Sitzung am Donnerstag nach einigen Einführungsworten durch den Burger- ineisrcr Dr. U n g e r beraten. Aus seinen Darlegungen waren zwei Punkte bemerkenswert: erstens eine Reihe sehr wichtiger Aufgaben mußten ganz oder teilweise zurückgestellt werden und zweitens, daß, obivohl der Steuerzuschlag von 199 auf 125 Proz. erhöht wurde. trotzdem die Balancicrung des Etats nur mit größter Mühe erreicht werden.konnte. Die Redner der einzelnen Fraktionen ließen alle durch die Zeitumstände gebotene Rücksicht»alten, fanden aber den- noch sehr viele Punkte kritisch zu beleuchten. Unser Etatsredner bemängelte, daß wohl für Aufbesserung der Beamtengchälter 49 999 Mark eingestellt seien, für die weit schwerer betroffenen städtischen Arbeiter jedoch nichts. Er sprach ferner seine Verwunderung aus. daß die seit Monaten gewählten Mitglieder der Schuldeputation— darunter allerdings zwei unserer Vertreter—»och nicht bestätigt seien. Er wies ferner darauf hin, daß es notwendig sein werde, um eine gesunde Basis für die städtischen Finanzen zu schaffen. vorerst den Steuerzuschlag von 125 Proz. beizubehalten. Immer dringlicher stelle sich das Bedürfnis heraus, ans der kommunalen Zersplitterung zu einem einheitlichen Groß-Bcrlin zu kommen. Der Etat, mit 25,7 Millionen Mark gegen 29,3 Millionen Mark im Vorjahr, wurde einer Kommission überiviesen. Außerhalb des Etats stehen die 3,5 Millionen Mark, die für Kriegsunterstützungen auf- gewendet wurden. Ter Magistrat erhielt die Ermächtigung, vom 1. April ab die lausenden Ausgaben zu bestreiten. Lebhafte Beschiv erden über die Kricgsfürsorge brachte Genosse Rössel zur Sprache. Die Fruchtlosigkeit seiner Bemühungen in der Kommission zwang ihn dazu, dem Plenum seine Beschwerden zu unterbreiten. Obwohl er aus der schier unerschöpf- lichen Fülle des ihn: zu Gebote stehenden Materials nur die gra- vierendsten Fälle vortrug, brauchte er mehr als eine Stunde, um diese Mißstände darzulegen. Dieses Beschwerdematerial diente gleichzeitig zur Begründung des nachfolgende», von der Fraktion gestellten Antrages: Die Mietbeihilfen sind von 59 Proz. der Miete auf 75 Proz. zu erhöhen. Tie Höchstsätze, die gewährt werden können, sind dementsprechend von 29 M. auf 39 M. pro Monat zu erhöhen. Die A uf r e ch n n n g des Arbeitsverdienstes der Kriegerfrau hat zu unterbleiben. Die Aufrechnung der Arbeitgeberzuwendun- gen bat zu unterbleiben, sofern der/., Uhr, veranstaltet der Jugendausschuß im Jugendheim, Hoppestr. 32, eine S ch u l e n t- lassungSfeier, bestehend in Harmoniumspiel, Festrede, Rezi- tationen sowie Chorgesang(Reinickendorfer Männerchor). Die Ge- nossen werden gebeien, ihnen bekannle Schulentlassene auf diese Veranstaltung hinzuweisen. Soziales. Das Witwengeld und die Waisenaussteucr. Die Witwen und Waisen im Kriege Gefallener haben neben der staatlichen, reichsgesetzlichen Hinterbliebe- nenfürsorge auch Anspruch au die Invaliden- Versicherung auf W i t w e n i n V a I i d e u- und Waisenrente. Voraussetzung für diesen Anspruch ist nach s 1278 der Reichsversicherungsordnung, daß der Ver- storbene bis zu seinem Tode die Wartezeit erfüllt hat. Dazu ist notwendig, daß er bei Pflichtversicherung 200 und bei freiwilliger Versicherung 500 Beitragsmarken geklebt hat. Außerdem darf die Anwartschaft nicht verfallen sein. Letztere verfällt nach§ 1280, wenn innerhalb zweier Jahre nach dem Ausstellungstage der Jnvalidenkarte weniger als 20'Wochenbeiträge geklebt sind. Für die Zeit des Kriegs- dienstes werden ohne Bezahlung Beiträge nach der zweiten Lohnstufe angerechnet. Auf die Witwe streute haben nur invalide Witwen A n f p r u ch. Eine weitere Leistung der Jnvalldenversicherung ist das Witwengeld und die W a r f e n a u s st e u e r. Beides sind einmalige Zahlungen. Der Anspruch auf dieselben ist dann gegeben, wenn neben dem Verstorbenen auch die Witwe zur Zeit der Fälligkeit der Bezüge selbst die Wartezeit für die Invalidenrente erfüllt und die Anwartschaft aufrecht erbalten hat. Witwen, die selber keine oder nicht genügend Invaliden- niarken geklebt haben oder die die Anwartschaft haben ver- fallen lassen, haben auf diese Beträge keinen Anspruch, eben- sowenig die Waisen. Das Witwengeld ist am Todestage des Ebeniannes fällig. An diesem Tage muß also nicht allein beim Manne, sondern auch bei der Frau die Anwartschaft auf Invalidenrente erfüllt sei». Das Reichsversicherungsamt hatte nun in folgen- dem Falle eine Entscheidung zu treffen: Eine Frau hatte vor Jahren zwei Quittungskarteil geklebt, dieselben aber durch ver- spätsten llmtausch verfallen lassen. Seitdem hatte sie bis zum Tode ihres Mannes nur 17t Marken geklebt. Eine neue An- wartschaft war also bis dabin nicht zurückgelegt worden. Erst nach dem Tode ihres Mannes klebte sie auf Grund des Rechts der freiwilligen Weiterversicherung die noch fehlenden 29 Mar- ke». Dieselben sollten für die Zeit vom 3. Juni bis 26. Fe- bruar, dem Todestage, gelten. Dieser Zeitraum bot also für die nachträgliche Marlenverwendung in dem erforderlichen Um- fang genügend Spielraum. Trotzdem wurde die Gewährung des Witwengeldes vom ReichsversichcrungSamt mit folgender Begründung abgelehnt:„Es ist z w a r e i n e n e u e Warte- zeit nachträglich erfüllt und damit zugleich die ver- lorene Anwartschaft aus den Karten 1 und 2 wiederhergestellt. Hierdurch sind aber die gesetzlichen Voraus- setz un gen für den Bezug des Witwengeldes nicht nachträglich geschaffen worden. Der Tod des Mannes stellt für das Witwengeld den Versicherungsfall dar; nach Ein- tritt des Versicherungsfalls dürfen aber nach einer früheren Entscheidung des Reichsversicherungsamts freiwillige Beiträge nicht mehr loirkfain entrichtet werden. Dieser allgemeine Grund- sah in Verbindung mit dem bestimmten Wortlaut der 1252 und 1264 der R.V.O., wonach die Voraussetzungen für den Bezug des Witwengeldes beim Tode d e S Mannes vorhanden sein müssen, schließen die Mög- lichkeit aus, durch nachträgliche Beitragsleistung den Anspruch auf Witwengeld zu erwerben. Diese Entscheidung enthält eine große Härte. Daß durch Marken, die für die Zeit nach dem Tode verwandt werden, ein Anspruch auf Witwengeld nicht erworben werden kann, ist klar. Anders müßte die Sache aber beurteilt werden, wenn die Marken zwar nachträglich, aber noch für die Zeit bis zum Tode entrichtet werden. Denn es liegt in der Natur der Sache, daß das rechtzeitige„Kleben" oft aus den verschiedensten zwingenden Gründen verabsäumt wird. N a ch der vorstehenden Entscheidung des Reichs- versicher ungsamts müssen wir solchen Frauen der Kriegsteilnehmer, die selber Jnvalidenmarken kleben, dringend raten, beizeiten auf die Er- Haltung ihrer Anwartschaft zu achten. Die W a i s e n a u S st e u e r ist bei Vollendung des fünf- zehnten Lebensjahres zahlbar. Ebenso wie beim Witwengeld, tritt jedoch der Versicherungsfall auch für die Waisenaussteuer schon mit dem Tode des Baters ein. Zu diesem Zeitpunkt muß also die Witwe im Besitze einer anspruchsreifen Anwartschaft sein oder eine Invalidenrente beziehen. Durch den späteren Verlust der Antwartschaft geht nach dem Kommentar von Ha- now-Lehmann der Anspruch auf Waisenaussteuer nicht verloren. Diese Ansicht entspricht dem Wortlaut der Begründung der Reichsversicherungsordnung durch den Bundesrat. Die von den Kommentatoren Düttmann-Seelmann vertretene gegenteilige Ansicht halten wir für unzntreffend. Der Anspruch auf W a i s e n a u« st e u e r kann jedoch auch noch nach dcmTodedes Vaters erworben werden, indem die Mutter nach diesem Zeitpunkt, aber noch vor dem fünfzehnten Lebensjahre der Waise die Wartezeit er- füllt. Dies gilt auch dann, wenn die Witwe mit der Beitrags- leistung erst nach dem Tode des Mannes begonnen hat. Die Krüppelfürsorge in Bade» tritt ab 1. April d. I. in ein neues Stadium. Der Landesaus- schütz für Kriegsinvalidenfürsorge hat mit dem Verband badischer Arbeitsnachweise ein Abkommen getroffen, daß in jeder Amts- stadt ein Arbeitsnachweis für Kriegsinvaliden eingerichtet wird. Er steht in ständiger Verbindung mit dem in Karlsruhe zu er- richtenden Lonoesarbeitsnachweis. Den einzelnen Arbeitsnach- weisen werden Vertrauensmänner beigegeben, welche für die Krieasinvaliden Stellen zu vermitteln haben. Sie sollen sich an die Unternehmer und Handwerksmeister wenden und diese mit den Fähigkeiten oder Leistungen der Kriegsinvaliden bekannt machen. Die Benutzung der Arbettsnachweise ist für Arbeitgeber und Ar- beitnehmer unentgeltlich. Auch sollen zur Erreichung des Zweckes Lehrstellen geschaffen werden. Der Heidelberger Orthopäde Prof. Dr. Vulpius dürfte aller- dings zu rosig sehen, wenn er in einem jüngst gehaltenen Vor- trage erklärte, nur 5 Proz. der Kriegsbeschädigten würden nicht mehr in der Lage sein, im alten oder in einem verwandten Berufe ihre Existenz zu friste». Er stützt feine Ansicht u. a. auf den Uni- stand, daß in Heidelberg von 128 Kriegsinvaliden, denen ein Arm oder ein Bein fehlte, angeblich 45 ihrer alten Arbeitsstätte wieder zugeführt iverden koimieu. Tie Wirtlichkeit dürfte deu Optimismus des Heidelberger Professors leider nach dem Kriege grausam zcr- stören.___ /Ins öer Frauenbewegung. Modilisicrung der Frauen in England. Die englische Regietung hat an die Frauen eiiieii Appell zilm Kriegsdienst gerichtet. Natürlich sollen sie nicht in das Heer ein- treten. Sie sollen nur bereit sein, die männliche Arbeilskrast zu er- seyen, damit die Männer für die Armee frei werden. Die Negierung hofft auf diese Weise einmal genügend Arbeitskräfte für die eigent- lichen Kriegsindustrien zu erhalten und dann auch einen Druck auf die Unternehmer auszuüben, daß sie ihre Arbeiter und Angestelllen für den Heeresdienst freigeben. Am 18. März ist der Aufruf zur Einzeichnung in Listen an die Frauen ergangen. Sie sollen sich bei den Arbeitsvermittlungs- ämtern schriftlich oder mündlich melden. Formulare werden von den Frauenorganifationen verteilt und sind an zahlreichen anderen Stellen zu haben. Die Formulare enthalten folgende Fragen: Haben Sie bereits irgend eine bezahlt« Arbeit geleistet und, wenn ja, welche. Angabe von Zeit, Art der Arbeit, Namen der Arbeitgeber, Sind Sie bereit zu arbeiten: a) die volle Arbeitszeit. b> zeitweise, o) außer dem Hause, wenn die Arbeit genügend bezahlt wird und die Wirtschaft versorgt ist? Gibt es irgend eine andere Arbeit, die Sie verrichten können und wollen? Sind Sie bereit, sich für eine Arbeil, die Sie bisher nicht getan haben, ausbilden zu lassen? Eine Reihe von Fragen werden dann noch an solche Frauen gerichtet, die landwirtschaftliche Arbeiten übernehmen wollen. Am ersten Tag nach der Bekanntmachung deS Aufrufs meldeten sich 799 Frauen beim Londoner Zentralarbeitsnachweis. Am zweiten Tag lagen bereits 6399 Meldungen vor. und zweifellos haben sich auch in den 499 ArbeitSnachweisebureaus im ganzen Lande viele Frauen in die Liste eintragen lassen. Es meldeten sich Frauen aus allen Gesellschastsschichten, Besitzerinnen von Landhäusern, Offiziers- frauen, Frauen und Mädchen aus Paslorenfamilien, Lehrerinnen und Erzieherinnen so gut wie Angestellle und Arbeiterfrauen. Man schätzt die Zahl der Verheirateten unter ihnen auf etwa 59 Prozent. Einige machten bestimmte Angaben über die Art der Arbeit, die sie übernehmen könnten, die Mehrzahl erklärte jedoch nur ihre Bereit- Willigkeit zur Arbeit und fragte gleichzeitig, welche Beschäftigung man ihnen zuweisen wolle. DaS Angebot von Frauenatbeit erscheint in jedem Falle aus- reichend, und in einiger Zeit wird sich auch feststellen lassen, welche Frauen wirklich geeignet sind. Viel größere Schwierigkeit macht die Beschaffung von Arbeit. Man appellierte bereits wieder- holt an den Patriotismus der Unternehmer, aber bis jetzt haben nur sehr wenige, zum Beispiel einige Hotelbesitzer, Arbeiterinnen verlangt. Die„Times" mahnen die Arbeitgeber:„Werden sie als Ganzes bereit sein, ihre Pflicht zu erfüllen, im nationalen Interesse so viel als möglich weibliche Arbeit an die Stelle der»ränn- lichen zu setzen?" Und die Negierung wird darauf hingewiesen, mit gutem Beispiel voranzugehen und da» Heer ihrer Unterbeamicn freizugeben. Daß die auf solche Weise von der Arbeit besreilcn Männer sich ohne ivcitercS der Armee zur Verfügung stellen werden, nimmt man anscheinend als selbstverständlich an. Die Arbeitsnachwelse haben nur die Aufgabe, das Angebot von Arbeit und Arbeiterinnen entgegenzunehmen und zu vermitteln; zur Vereinbarung von Löhne» sind sie nicht befugt und eS besteht nun die Gefahr, daß die ganze Bewegung zugunsten der Ein- stellung weiblicher Arbeitskräste zu einer großen Lohndrstckerei führen wird. Die Frauenorganisationen beschäftigen sich bereirs mit der Frage, wie ausreichende Löhne für die neuen Arbeiterinnen ge- sichert werden können. Hier sind sicher große Schwierigkeiten zu überwinden, da ja neben den gelernten Arbeiterinnen auch solche Frauen eingestellt werden sollen, die bisher nie gearbeitet haben. und die aus dem wohlbehüteten Haus nun in ein ihnen ganz fremdes Getriebe hineinkommen. Größte Sorge aber wird bei der Arbeiterschaft vor allem die Erwägung hervorrufen müssen, daß möglicherweise die während des Kriege« erfolgende Besetzung zahlreicher männlicher Stellen durch die billigeren Frauen zu einer dauernden Verdrängung der männlichen Arbeiter in vielen Industrien und dadurch zu einer erheblichen Verschlechterung der Lebenshaltung der arbeitenden Schichten führen kann. Zrauen-Lefeabenüe. Bohnsdorf. Montag, den 29. März, abends 8'/, Uhr, in„Villa Kahl": Vortrag der Genossin Vohm-Schuch über»Die Böller Europas". öriefkaften üer Redaktion. Die luristilch« Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenftr. S, IV. Hof recht», parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis? Uhr, am Sonnabend don b bis o Uhr statt. Jeder für den Brictlasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Laht als Werkzeichen beizujüge». Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen leine Abonnementsauitlung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Lrrträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. R. B. 6. Wenn es feststeht, daß die Mieterin an der Beschädigung der Sachen die Schuld trägt, müssen Sie gegen diese Schadenersatztlage einleiten,— O. G. V. Die Kirchensteuer muß gezahlt werden,— P. K. 9. Da Sie selbst angeben, daß in den Statuten der Kasse darüber nichts bestimmt ist, haben Sie auch keinen weiteren Anspruch. Die LandcSverfichcrungSanstalt ist zu keiner Leistung verpflichtet, — A. Z. 148. Sie müssen an die Frantfurtcr Veriicherungsirescllschast zahlen. Wegen Darmerkraokung untauglich,— B. C. 66. Kop. Das Testament ist in der Form richtig. Sie müssen nur beachten, daß der zweite Teil von Ihrer Frau eigenhändig geschrieben werden muß und dag der Name unler das Testament, nicht neben der letzten Zeile oder dem Datum steht. Das Testament können Sic zu Hause aufbewahren,— R. D. 82. 1. Die Zeichen rennen wir nicht. 2, Ja.— H. 47. Dazu bedarf es eines besonderen Gesetzes unter Zustimmung des Reichstags,— C. H. 12. Wegen Krampsadern landsturmpsiichtig.— Kriegssreiwillig. 1, u, 2. Ja. — F.®. 99. Die von Ihnen angegebene Gciahr scheint uns nicht un- begründet zu iein, außerdem könnte Ihnen der ArbeitSwechfel auch sonst Schwiccigkeiten machen,— B.«66. Die Zeichen kennen lvir nicht. Die Familie bekommt selbstverständlich Unterstützung,— Z. B. 777. Nein. — H. 66. Nein,— A..> M.— abgelöst und behalten. Als bei ihm Haussuchung abge- halten wurde, fand man bei ihm allerlei Gegenstande, die offenbar aus Feldpostpaketcn herrührten, wie Zigarren, Tafchcumeffcr, clel- irische Taschenlalnpen, Zerierzeuge, dlutiZbücher usw. Ter Augo- klagte gab auch dies zu; seine Behauptung, daß es sich um un- bestellbar zurückgekommene Pakete hanLeltc, konnte nicht widerlegt werden und der Angeklagte wurde aus diesem Grunde milder beurteilt als es sonst der sfall wäre. DaL Urteil lautete auf neun Monate Gcsimgnis unter Anrechnung von 1 Monat UntcrsuchungS hast.— Einbrecher. NaubHge tu die östlichen Vororte uitri die Straßen de? Berliner Dsteild tverden jetzt nrehrfach von verWedenen Der- brcchergruppen unternommen, durch deren Äreisngkett die dortigen Anwohner in Aufregung versetzt werden. Gestern standen die Vertreter ziveicr solcher Gruppen vor hiesigen Strafkammern. In dem eilten Falle lvarrn der„Arbeiter" Alfred Scholz und der Fnrsorgezöglina Walter Froiiert wegen schweren Diebstahls in vielen Fällst und die Näherin Sophie Weigert wegen Hehlerei an- -geklagt. Auf Anregung des aus der Fürsorge emlaufcnen stmgen Fronert verband sich mit diesem, der schon vielfach vorbestrafte Scholz zu gemeinsamen Einbruchsdiebstählen. Sie begingen solche in der Frankfurter Allee, in Lichtenberg, in der Scharmveber-, Mainzer-, Schreiner-, PttswssmjKe und in den angrenzenden Etraßcnzüge». Sie erbrachen iMsaukästen, Schaufenster, Keller, Böden und Ställe und machten auf einzelne dieser Raubzüge reiche Beute. Tie Weigert, die von den Angeklagten etwas Gesltitjel ztrm Gescheit! erhalten hatte, wurde zu 2 Mm, wen Gefängnis, Scholz zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust, Fronert zu ~ Jahren Gefängms verurteilt. Zwei andevc jwmpstcen„arbeiteten" zu derselben Zeit in Lichtenberg, Friedrichschsde und KarlZhorst. Sie suchten in diesen Orten oft HauS bei Haus al», llümelien bei verschiedenen Wvhnun» gen an und wenn ihnen nicht aeofsnei wurde, öffneten sie selbst die Türen mittels Dietrichs und stahlen nnt Vorliebe bares Geld oder Sparkassen mit Inhalt. Als sie das Schicksal ereilte, gelang es nur einen der Verbrecher, den„Arbeiter" Georg Bura, festzunehmen, während sein Komplice entkam. Der Angeklagte, der seine der- brecherische Tätigkeit kaum einen Monat nach seiner Entlassung aus dem Zuchthause wieder ausgenommen hatte, wurde zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Unfall eines HandstmFsrcifenden. Tie Duldung eines gefshrbrinqenden Hustandes an Qrten, wo Menschen verkehren, ist Mild best und verpflichtet bei UnglückZsMen zum e-chiwenerfsitz. Andererseits kann s aber dem Verletzten ein Test semeZ SchadenZatrspruche-s ab- I erkannt werden, wenn er selbst trotz Kenntnis der Gefahr ' unachtsam war und dadurch seinen Unfall selbst mit verschuldet hat. Je nach dem Grade des beiderseitigen Verschuldens ist der Schaden unter die Parteien angemessen zu verteilen. Hiepzu interessiert folgender voni Reichsgericht am Mittwoch eistschiedener Rechtsstreit: Am 23. September 1013 legte der Kläger S.. Handlungsreisen- der für eine Stuttgarter Gardinensabrik, dem Inhaber ein« Btöbel- Handlung in dessen Laden Gardinenmuster vor. Da der Platz an einem zunächst benutzten Tisch zu eng war, forderte W. den Ret- senden auf, weiter nach vorn in einen freien Raum an der Schau- fcnstercmlage zu kommen. Tort war der Fußboden de? Crdgc- schosieZ in der Breite des Schanfewstst� auSgesmintten, um c5 zu ermöglichen, daß von der Straße aus auch die Auslage im Keller- gejchoß zu sehen war fein Anlage, wie sie bekanntlich in zahlrcichen größeren Geschäften Üblich ist). Der Ausschnitt war durch eine dicke Aollkordcl abgesperrt, die aber nicht straff gespannt war. Bor einem Teil der Oefsnung standen Möbel. Zwischen diesen war aber eine freie Lücke vorhanden. Vor diese Lücke setzte sich der Gc- schäftsinhaber auf einen Stuhl, damit, wie er dabei zu dem Rci- senden sagte,„niemand hineinfällt". Nach Beendigung der Kauf- Verhandlungen entfernte sich der Inhaber, während der Reisende S. noch mit dem Einpacken seiner Muster beschäftigt war. Dabei kam dieser dem FußbodenauSichnitt zu nahe und fiel durch den Schacht in das Keller ipstchoß hinab, wobei er schwere Verletzungen davon- trug. Er nahm nun den Gsschäftz�inhaber 28. auf Schadenersatz in Anspruch. 2a? Landgericht Duisburg und da? OVerlandeSgericht Diissrl- dorf haben den Beklagten zur Trayung der Hälfte des Schadens verurteilt, inst der anderen Hälfte aber den Kläger abgewiesen. In seinen EntscheidungSgründen führt da? Obcrlandesgericht aus: Nach dem festgestellten Tatbestand war die Oefsnung iin Fußhoden unverwahrt, denn sie war zu der Zeit, al? der Unfall sich ereignete, nur tsiftveise inst Mbeln verstellt. E? war eine Lücke vorhanden, die breit genug war, daß jemand hindurchfallen konnte. Dieser Zu- stand war gesatwbringsstd, wie der Unfall des Klagers beweist. Der Raum, in dem stch der Ausschnitt befand, soll nach der Behauptung des Beklagten nur als Schaufensterraum dienen und für gc- wöhnstch zum Verkehr für das Publikum nicht bestimmt sein. Tat- sächlich ist aber der fragliche Raun: vom Publikum auch bei der Be- " st ig ii ng von dort stehenden Möbeln betreten worden. Die Vor- Whtung des Beklagken, für ordnungsmäßige Absperrung zu sorgen, ergab sich hiernach schon aus§ 387 Ziffer 12 des Strafgesetz- bucheS. Indem der Beklagte dieser Verpflichtung zuwiderhandelte, verstieß er gegen Z 823 Abs. 2 deS Bürgerlichen Gesetzbuches. Der Beklagte hatte aber auch den Kläger ausdrücklich zur Vorlegung der Muster in dem fraglichen Raum ersucht; deshalb hatte er um so mehr die Verpflichtung, für die Sicherheit des Klägers zu sorgen. er Beklagte ist sich auch dessen bewußt gewesen; denn er hatte ge- sagt, er wolle sich bor bis Lücke setzen, damit nimncmd hinsinfalle, ist dann aber vorzeitig fortgegangen. Andererseits liegt aber auch ein mitwirkendes Verschulden des Klägers selbst vor. Er hat in dem fragllchen Raum sich mindestens eine Stunde lang aufgehalten. Der Beklagte saß vor der Oefsnung. Der Kläger mutz deo- baw, um den Beklagten die Muster zu reichen, mehrmals zu ihm hingetreten sein; er hat dcshaill unbedingt die Einrichtung der Schaufcnsteranlage sehen müssen und hat sie auch gesehen. Die Kenntnis von der Oefsnung im Fußboden mußte den Kläger veranlassen, sich besonders vorsichtig zu verhalleii. Bei Berücksichn- gung aller Umstände erschien es angemessen, das Verschulden beider Parteien an dem Unfall gleich hoch zu bewerten. DaZ Reichsgericht hat jetzt dieses Urteil des Oberlandesgerichts bestätigt und die von beiden Parteien eingelegten Revisionen zu- rückgewirsen._ Ein Schulmifug mit schlimme» Folgen. Tic leidige Unsitte vieler unserer älteren Schüler, in der >sc£mlstube, wenn einmal die Aufsicht des Lehrers fehlt, allerlei Allotria zu treiben, kann leicht vose Folgen und stlr den über- mutigen eachükr neben den sonstigen Ummnehmlichkeiten schwere VermogenSnachteile haben. Am Donnerstag hat das Reichsgericht die Verurteilung eines 15 Jahre allen Schüler» der Oberrealschule in Tübingen zu 1010 M. Schmerzensgeld und zu vollständigem Schadenersatz ge- billigt Der Schäl«, Sohn eines UniversitätSprosefsors, hatte ! nährend der Schulstunden in Abwesenheit des Lehrers mit einem Stechzirkel herumgefuchtelt und hierbei das Auge eine» Mit- schükrs so schwer verletzt, daß die Sehkraft auf diesem Auge er- loschen ist._ Die I. Jrauenabteiliing der Freien Turnerschaft Neukölln- Vrifc bält Dient tagS von SV-— 10V. Uhr im Äarlsgarte» ihre Turn- stunde ad. Jugenöveromstaltungen. Köpenick. Sonntag, den 2. Mär«: Bcsichügnng des Kaiser-Fttedlick- Museums mit Führung. Treffpunkt lOV- Uhr am Bahnhos Köpenick. Fahr- gcld 40 Pi. Andere Unkosten entsteden nicht. Ganze Wohnungseinrichtungen. Zinimer- um! Köohen-Einrich- tungen. sowie jedes Stück einzeln zu den billigsten Preisen in guter, gedieg.Arbeitempfiehli Willi. Sambresht, Kcrlln MW., Simoonstr. 19. Verlangen Sie, bitte, illustrierte Preisliste. U UaMsfer Dresdener Strasse 4® Kottfeaaser Tor � � 1 Bezugsquellen- Verzeichnis lul. Brmisen i Berlin-Süden Brikett Neukölln rlinerätr. 7—8. Tel. 1236. ilz- und Metallsargfabrlk mit eigenem Fuhrpark. Feuerbestattung Erscheint wöchentlich :: einmal Untenstehende Geschäfte empfehlen sich bei Einkäufen & Baumschulenweg EHÄsSäl. ji lij» lUnll Biiokerei.Konditoreili NiliflA yiüll Mlttolätr.l6.Kal!ib»rgt|l �'Johannisthal' WM : Bierhandlung y Biorgri4h'llg. Kosanskr, Copeairker Slr.tRy. 28. Toi. Mori'zpia't 14092. Wienerstr. 28. Melcii-ofstr IV- Tel. Moritzpl. 176. Gin Oppelnerstr. I. lo Frankl. Allae nurl 70.|j kft»serrBl1tn,Keittiesberjersl. 120 j poaerbeätatt. ine!. Nebepg-b.l.lO ZIk.| ist fflr Ofenheizung am besten und am bllllitsten! (f Aligemetn., tfersch, S R. SclinUenberger, Cafe o. Condit. klNeujrerin. Berirstrafle 25/26. il. Miiöllis»-- Säetiersl Homsieriü 1 Ml. Gust. Muner ffiliaUa Ii» Fäd'-n, vstra n-rngetcBa. st jinifurc OkWstr. IL ripez. vi flliUCIO Gates«chmackli. Brat Ii Ür.m n LeyKestr. 1». UiDIUlu gutes groiies Brot llTMiii, Falkstp.\l ÄrtliüPFri8[friGii/sSe.095räcr,! l ligmeMarilt shaTgt! liJM.'SilMLlL rTMl Neukölln Ii uluilVi Wissmannstrafle 46. i Bottf-idorn Berfa Pfeffer WieL�en garren unfl ToDahe NV. �ifzinaM, Berlincrstr. 93, ferner KOsteiri.Kat In all. FmeB- o.Sirafs. Grünauer Str. 31 SHMecip JiiiÄsSi üomjcx"Söntlist" LitosrlÄ�s-r rErs8n\'ÄiOiaifen flln Kaiser Friedrlchstr. 6L .Hit Stahlw. Haus-TKüchgr. liojaeol] �crizt1�" iÄltierlSüiEtiase "Hori-enartlÄsl 1e. Beilen, Prinzsaifr. 3t. .! Wrangel-Haus.VV ränge �Ecke Borauer Strasse. �"TJSr�en'ß a rd© r oEo""« I Lausitzerstraß« 51 1 i Auch Stoffzngabe p m �TöioniäTwären iKnis. Wilh.-St.lS Ssctimiyu.o.eesohlansl.1 � EVtariendopf iA. Deparade, Waldemarst. 61 Schokolade, Kakao, Bonbons. F-Oarmer Nostizstr. 35 j Vonrärtileser 50/0Il.< Neukölln Skalitzor- straße 46b. i�gjjJgpAUm.ralsir.Z« l T.Moritzpl.II495 E- SmderatraBe 3 Cigarren.Cjgaretten liessPeni, Jaiinstra¥l Fritz Nagel Mariendorfer Strasse 8. nnü AietkanatdakKaelieDw. Fritz RictifersSrin: f Ffe&ü.wüpsfüjapen� üstie Oranienstraße 17. faiiril{{ein.WDrst-n.Fl8ist5w. August Fengep Grüna-uer Str. 8 Fabrik lein. Wurst-a. Fleisch w fkUteBedlemmg. Biüig.Proiae Ridi. firieger Kottbuser Damm 14 Wn.-gt, Spedt, Scfainkea. l{icyeGl(ert,lieoeF8t.3-3. i Skalitzerstr. SS l ff.WurBtw.f.Wdrk. ü �nnonf Prinzenstr. 13 [I.MIIIBII ff.Fleiscli- n.WgratviT. iHeinr, Mälzer Hille und HerreiisrtiHel MMiNTMgMWst S] Uinf? Adalbertstr.34,Meh ö Ui ulilin handig. u.KolonialT KMKMWM ' Lenran�taSton- JZur Selbstanfertigraig Ihrerk «Garderobe erhalten Sie vor-r J zügliche Anleitung ohne Vor- 1 Ikeuntnisse im Lonr-UnstSt. p i Irmer, KeukoSBn» | Kaiser-Friedrieh-Straße 201.[• Vor-, NtcliTn.- A�vci-Kurss. nirw OzäpHy HiicT Berlinerstr.59 Kotibaserdamm 2a-30 Schuhw.. Fabrikpreise Hepa rat.-Werkst, flagolbergerst. 14 Uhren, Goildw.| rEpEEii Dresdenerstraßel20.| Brunnenstr. 52. Badstr. 65. i S Üaflea-uepsand SÜoSkepeDen"Q FeppmaiiQÄÄt | Neukölln iRircäbofstr. 42 WWWW Oälir Bouchöstr. 15 Elektr. Buttere! JayiickeF.iaiörslr.iy MMer, FriezeDslF.22. Bei gemeinfamem Bezug Preisermäßigung Berlin, Lützeujstr. ea WeHaingi�a-iPreJsHat_e iurz..lii0ii-,tic!l8iar8n ID. Mariendorferstraße 16 an der Zossenenstraße Dnnlnr Clmmissoplatz 5 . Wöötvl Mariendorferst.19 Kino-Theater ■M�rJeijplizEFiJi i!� Sphnhßp{�tteilwalderSt.T 1 üiOüIiUUCriReparatur�'erks Keparaturwerkst| »Keine. Frucbitsäfta LikSra E.& 1 lSWUS! Rtanteuftetatr, 56 s�sene-, Kurz-, UKHi 157 ji«.» Kais. �riediiohstr.ass I S.-W. Nostizst.53 lagszine� Lg , iohanoista']" 916, Obergch| m" tr.ßii.gobv. i 5w Möbel biU.n BW Mmm � spre'u- iMiegw# bergerstr. 6. WlesfreisiilsrpnianDsliZ. j5S[iSjEf Straße 44. hn« Kaxisgarten 16 UCr iL n9TrSliir.ii.Aiil«ekii ITERIHÄI Badeanatalten � 'U.la((enbad,|chwlWtr. 109" [ffoolgurlle. FrietlrinNtÖ. not.« j�ass. Irenen und Farnen ttT�TeisesträSea: illj Parfümeric hrojen, tttbctf Wililfiiurit.lr. Adalberts tr. Färb.. Drog., Seifen LeV�agst?. ff. Anfgclu 18. sclmitt. tWätraBe 2 Pj.Fleiseh-a.'lVnrslif D Wnlnilrn Korfbu«. Damm ich r.OlClillKII Spez. Aufschnitt. �..nil Weng er, üocittiscraßo B Fab. ff Fleisch-n.Wuratvaren fi.Ziekow, Ren teratr. 32, Spez fleisch- u. ff. Wurstwaren. Kotfbuser Damm 92 GröSiss Ttisater sisMllns 1000 Piaua 1 Wöchentl. 2 mal Programmw. j Vofiüln'ynq, Sa!. FreteeJ MMmrsn, DeflüatT Kottbuser- damm 7. « Neukökn. f SckiIIcrprom.7 )ii Lebinai Chausseest. 75. Kopfstr. 44 am Wasserturm. Hönsi-Faör.uJiasazini 1 P. Lackenmecher, io' jFriedrichstr. 3, Tel. 918, ji.PfelffeFm � rObst, Gemüse3 fieFöl.Linik Strasse«�4. gFalkenstelnstr. > Spez. Elsfisdhe. fPagier-ü.SGiirliöiioapen� SMoefE{J15[lierst.8.i «« Saffler- u. Lederwaren«a iP-Befinowskybiü�LSi. iJ Sc�rrrtc � yMlkeÄS�I Seifen � Ernst Werner I Wrangelatr. 24 . Sellen. Drogenartlhel. □ jtirOll&ßjQS Chaussee stV. 279. Q 5"� Stnlüwsren 80FiieiüaclSF,ßFäDieiisU3s str. 59 1 9483[ P.WMMV �it»Giienike n w nt jn�olomaTw�T�einfl b liöUuuSlrß5e»mFtlkoabcrt[3ii t �g�-'onmiw.Delik, Fleisch- und Wurstwnren. Aiiepshof P. KrQgor, Kind- n. Sehirsiaeickl. l ttsmarrkst. 65 Hoffmannst. 171 Hönigs-U/ustsrtiausGn IßiiSlSSS Schloßstr 4 nieder-Sciiöneiueida lÄWWz F. O. Kersten, Brückenstr. R a. Wunsch Zahluagserleicht. j ff. FleUeh-tWatit». I Brückenstr. 6. Berufskleidnng Brückenstr. 11. vk. ü 7.'j msBäcker-. Konditore u.büJOlBerlinerstraße III. c-S il} p/*nn Gisonw.l>\SJirtschafts- b Iii LuU0üartik.Chaus5eest.234 f Weu'köiln Milch-Schmidt NeuhSlin 1 HenBXBDstr. 53 d. Uornjannstr. 95/96 jBerlincrstr. 75 Bergstr. 167 i K»is.Friedr.-Slr.2 i'J.tckelfarmwmpI. Optik, Trauringe u. Reparatur, proisw. B�rgmnnnsrr. 9 H II flronrii iiSllköl!», BergitTslBS aüsfliellül Kauf 5Q0 Rabatt l�openickerst. 69* l gegründet 1866. j !s. Penäkotllottbas*Damni9€| ü Streng reell, anerkannt bill, j Neukölln 1 Berlisergtr. 73 i Butter nur eig. Fabrikation iin eig. Meiereien hergestellt. 1 Badeanstalt Hohenzollernplatz 9 t Liefer. gfimtl, Krankenkassen i ZMUMWmW 3 st kaliniipaxil»......."Äk C. Dittmann Berlincrstr. 42 Wild— Geflügel- Fische. IrögüiusRiciiter » Inh.: Paul Timm, JSL V Kai8.Fried.-St.81."g* Max Schüppel Hermannstrasse 212 Seifen, Drogen, Farben. L. WoSschnick BJlisischeiir. 13, Ecke Nieoietzslr. Obst, Oemüsa. Fische, RSudierw., Wild, OeHGgel. Ahnden, Cigarr.-u.Oiga- retten- Händig., Eoddinstr.59 £.B!anieeaburg, Sc im Ii warenh. Prinz Flandjery- Strasse 86. t.Öott, rioJzsch.,Filzst.,Pant. Arb.-Schuhe.Hermannstr.'jjt Stdinraetzstr. 117 pr. Fleisch- 1. Worilw. Weicheelätr. Sl Bäckerei orenz, Weichselstr. 62, 3 Mrt. Schahwar, b Rcpanlnr-Werkst. Scilieüder-Linkßf'8'21'"1'-1 Beri. Str. 2 I Cannarstr. 30 31 JMilch, Backwaren. I ifnümai) Fleisch- u.Wurstw. l.lliülllGr Weserstrasse 213. II ftohpl b-lik»., liiluUD Mainzer Strasse 22.> WUMMMp HH�fkhaus Otto Schnötke, Ameggrtf Th Qfll|Qph�isen_u-Stalllvar* 1 liiOuilubll Hermannstr. -ScDMäde Wilhelminen- i{i hof straße 13. 1 pj, W. Munko Ilu Siemenistr.V] Trinkt Vehls- � rhamnanuBr-Sir�u«» 3d Rfefn Bäekor. u.Komiuor. 1 1I. Uluic Latifener Str. 4. Cöpenick a. Oberschöaeweid#. Eigene Werkstätten fürmod. Wohnungseinrichtungen mit elektrischem Betrieb. Auf Wunach sende Vertreter i Sä. Lictilenstein NaoliL D. Colin[ Schloßstraße 25, Rorren- u. Damenkonfekt. MAnufakturuarec Fi�Sehols Grünstr. 21 Mehl. Hülsenfrucht., Margarine Biir8l8nfa!iFil(Car,Schin,i,",i i Laurenz Str. 2. Handschufafabrik.Herrenartikcl ?cltx Britzkowj, Grün Str. 4 X.lkaiinlg, Schloßstr. 22, leren jColdw.,OptTlc,cig Rep.-Wksti IFF.B8rFiii3nB»11,Br-,,i3U a. Backwar Minoral wasser I Parisiusstr. 24. A.Magerflelscb, Schloßstr. 24, Lederw., Poi.