Ur. 87. mwniKiDttitS'Bedlngniiden: «bonnemsttt• Pret« pc&numeconJbi; lUertelja�d. 530 Ml» man ml UO Ml» wöchenllich 25 PIg. frri W4 Hau«. Einzeln«»ummer 5 PIg. K-mnuig». numoiei mil illuskierter Eomitaas- Beilag« ,Dt« lieue»ell' 10 V«r betrügt für dt« s«chsgespaltrno kolonel» „Bit««»« Unitigen" da« fettgedrul?te Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Wortei, fede« weiter« Wort lv Pfg. ktcllenaesuch« und Echlafstellenaiu zeigen da« erste Wort tv Psg» icde« weiter« Kort S Pfg. Worte Wer tb Buch- ltaben zählen für zw«» Wort«. Fi>i?rate für die nSchfie Nuuunec müllei! bi« k Nhr nachmittag« in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bi« 7 Uhr abend« geöffnet. ltelegramm- Tdreffe: .�«ilaldtmoKrat Bersta", Zcntralorgan der fozialdemokratifcbcii Partei Deutfchlands. Neöaktion: SW. HS, Ltnöenstraße 3. Ferusprecher-«mi Moritzvlatz.«r. IS» S0— IS» 97. «Expedition; SW. 68, �inöenftraße 3. stferuspreches: Slmt Moriitplav, Nr.»S» SO—»S» S7. Der Gesundheitszustand der deutschen Truppen. Amtlich. Setlim, 27. Mär,.(S3. Z. 8.) Hu« beut drohen Haupt, uartier geht uu« folgende Mitteilung»n: Ausländische Blätter haben in der letzten Zeit häufig u n g ü n- st ige Nachrichten über den GesnndheitStnßand unseres Heere» gebracht. Dieser ist durchaus zu- friedenstelleud. Unsere Soldaten haben die Anstrengungen deS Winterfeldzuge» vortrefflich Überstanden. Eigentlich hatten sie nur in den Larpathen unter der Witterung zu leiden. E p i d e- mische Krankheiten sind, außer ganz vereinzelten Fällen von Flecktyphus und Cholera im Osten, nicht mehr zu verzeichnen. Zu diesem günstigen Ergebnis haben in erster Linie rechtzeitig ergriffene hygienische Maßnahmen beigetragen; so die Schutz- impfungen gegen Pocken, Typhus und Cholera, die Verwendung fahrbarer Trinkwasserbereiter, die Anlage von Wannen- und Brausebädern hinter der Front, auf den Bahnhöfen, in Bädrrzügen, die Herrichtung von DeSinfektionSiurstalten und Äaßpahmen für Kleiderreinigung und Entlauslxng. Auch die weitverbreitete Annahme, daß geschlechtliche Krankheiten in unserem. Heere eine Ausdehnung gewonnen bätten, die sie zu einer BolkSgefahr mache, ist nicht zutref- send. Di« Gesamtzahl der auf dem westlichen Kriegsschauplätze an Geschlechtskrankheiten leidenden Mannschaften bleibt etwa n m die �Hälfte hinter derjenigen der in der Heimat befindlichen Mannschaften, die diese niemals verlassen haben, zurück. Die weitere Einschränkung geschlechtlicher Krank- heilen beim Heere bildet das unausgesetzte Bemühen aller»erant- wortlichen Männer. Reben entsprechenden Ueberwachung». und BorbeugungSmaßnahmen finden Belehrungen der Mannschaften statt, bei denen Offiziere, Acrzte und Geistliche zusammenwirken. Westlicher Kriegsschauplatz. Der französische Tagesbericht. Paris, 27. März.(W. T. B.) Amtlicher Bericht don gestern abend. In Belgien im Gebiet von N i e u- Port Artilleriekampf. Weiter südlich nahmen und besetzten wir nördlich Saint Georges ein Gehöft vor unseren Linien. In der Champagne Bombardement ohne In- fanterieangriff. In Lothringen nördlich Badonviller richteten wir uns stark in dem von uns seit dem 22. März gewonnenen Gelände ein. Im Elsaß am Reichsacker- köpf bespritzten die Deutschen unsere Schützengräben mit einer brennenden Flüssigkeit, ohne übrigens ein Resultat zu erzielen. Sechs unserer Flieger bombardierten die Luft- schisfhallen von Frescaty und am Bahnhof Metz und warfen zwölf Bomben, welche eine Panik verursachten. Sie wurden heftig beschossen, konnten aber alle glücklich heimkehren. Wir bombardierten gleichfalls d i e Kasernen im Osten Straßburg s. Ein feinülicher Ilieger über Straßburg. Steaßburg i. Elf., 27. März. Auszug aus einem Be- fehl des Moskauer Militärbezirks vom Februar »Stb Nr. 37. Da die wiedergenesenden Mannschaften auS den GenesungS- abteilungen nicht früh genug zur Feldarmee zurückgeschickt werden. habe ich eine Kommission nach Sumy lGouvernement Charkow) zur Besichtigung der dortigen Genesungsabteilung gesandt. Bon >136 Mannschaften waren 1002 völlig gesund, 10 unter Beobachtung. 49 nur garniiondienstfäbig. 40 s a h n e n f l ü ch t i g. 2 nicht mehr dienstsählg und nur 33 weiterer Behandlung noch bedürft� Wog ggf Iii Die Meldung des Großen Hauptquartiers Amtlich. Großes Hauptquartier, den 27. März 1915.(W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zn den Bogesen setzten sich die Franzosen gestern abend in Besitz der Kuppe des Hart- mannsweilerkopfes. Der Kuppenrand wird von unseren Truppen gehalten. Französische Flieger bewarfen Bapaume und Straßburg i. E. mit Bomben, ohne militäri- scheu Schaden anzurichten. 5n Bapaume wurde ein Franzose getötet, zwei schwer vervundet. Wir zwangen einen feindlichen Flieger nordwestlich von Arras zum Landen und belegten Calais mit einigen Bomben. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Rüsten, die zum Plündern, genau so wie auf Memel, von Tauroggen auf Tilsit auf- gebrochen waren, wurden bei Laugzargen unter starken Verlusten geschlagen und über die Zeziorupa hinter den Jura-Abschnitt zurückgeworfen.' Zwischen dem Augustowoer Walde und der Weichsel wurden verschiedene Borstöße der Rüsten. abgewiesen, an einzelnen Stellen wird noch gekämpft. Oberste Heeresleitung. H-» » Der österreichische Generalftabsbericht. Wien, 27. März.(W. T. B.) Amtlich wird der- lautbart: 27. März ISIS, mittags: Unter schweren Verlusten des Feindes scheiterten an der Schlachtfrout in den Karpathen neuer- liche stark? russische Angriffe. Auf den Höhen bei B a u h a- v o e l g v und beiderseits des Latorsza-TaleS südlich Laborczrev dauern die Kämpfe mit großer Heftigkeit au. In der Bukowina warfen unsere Truppen Nordost- lich Czcrnowitz stärkere russische Kräfte nach heftigem Kampfe bis an die Rcichsgrenze zurück, eroberten mehrere Ortschaften und machten über tausend Gefangene, erbeuteten zwei Geschütze. In Russisch- Pole« und Westgalizien keine Veränderung. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Die Besichtigung der in Sumy in Privatlazaretten befindlichen Mannschaften ergab: Von 500 Mann waren 150 völlig gesund, 15 unter Beobachtung, 6 nur garnisondienstfähig, 273 weiterer Behandlung bedürftig, 54 geeignet zur lieber- Weisung an eine Genesungsabteilung. Die Besichtigung der in Sumy befindlichen verwundeten Offiziere ergab: Von 18 Offizieren waren 9 völlig gesund, 2 unter Be- obachtung, 7 weiterer Behandlung bedürftig. Die Schuldigen, datz eine so riesige Zahl von felddienstfähigen Offizieren und Mannschaften sich fern von der Front herumdrückte, sind bestraft worden. Der Seekrieg. verlorene unü beschäüigte Schiffe. London, 27. März. sW. T. B.) Die Küste von P o r t h c a w l ist über eine Meile mit angeschwemmten Oelfässern, leeren Biskuitkisten, Brotlaiben und Betten, wie sie von Matrosen benutzt werden, bedeckt. Man fürchtet, dafi ein größeres Schiff verloren gegongen ist. Einige Oelsässer tragen die Ausschrift Crotz-Cardifs. London, 27. März. Könlgstr. 33 Chausseestr. Ii 3 am Bhf. Alexanderplatz beim Stettiner Bahnhof km Paimsoontao äillll unsere Ges-häfte geöflLet. Dieses hocheleg. Ko.iun, aus guter Ware vereint in sich alle charakteristischen Merkmale der herrschenden Mode. Gut verarbeitet und vorzüglich sitzend(genau wie Zeichnung! nn?« nur 39 Lerantw. Nedakt.: Alfred Wiel'epv. Neukölln. Inseratenteil verantw. TH.Glede. Berlin. Druck u.«erlag:BorwärtHLuchdr.u.Verlagsan,tali PauI!singer�Co..ivccl»! 4 iBcilagtn u. U'itcrHaltungSbl. bewahren, nicht zögern werden, ihre Pflichten und ihre Derant- wortlichkeir richtig zu erkennen. Zusammenstöße im Kaukasus. Petersburg, 27. März. iW. T. V.i Der General st ab der Kaukasus armes teilt mit; Am 24. Märt waren unbedeutende Zusammenstöße in der Gegend jenseits des Tschorokh und in Richtung O l t y. Auf den anderen Fronten keine Veränderung. Der Krieg unö öie Kolonien. die Vorgänge in /lngola. London, 27. März. sW. Z. 33.) Der„ T i m c S" wird von ihrem jkorrespondenten in Benguella über die Vorgänge in Angola gemeldet: Der Einfall in die Kolonie hätte eine beträcht- liche Wirkung, denn die Portugiesen waren sich ihrer Unfähigkeit standzuhalten, vollauf bewußt. Man fürchtete, daß bei den un- sicheren Zuständen in der Kolonie die Cunhanamas und andere Stämme, die niemals unterwörfen waren. sich erheben würden. Deshalb wurden in Loanda, Lobito und Ben- guella Freiwilligenkorps gebildet und eingeübt. Die Buren in Angola boten der Regierung ihre Dienste an. Da die Behörden über die Vorfälle an der Südgrenze schwiegen, gingen allerlei Gerüchte um, die selbst in amt- lichen Kreisen geglaubt wurden. Gegen Ende Dezember wurde all- gemein zugegeben, dasi irgend eine Art von Gefecht zwischen Deutschen und Portugiesen stattgefunden hatte. Da die Regierung fchtvieg, dachte man an ernstliche Niederlage der Portugiesen, die verborgen werden sollte. Am l2. Februar veröffentlichte der Generalgouverneur, um die Besorgnisse der Kolonisten zu zerstreuen, eine Bekanntmachung über den Stampf bei Naulila vom 18. De- zember, in der zugegeben wurde, daß die Portugiesen sich unter Verlusten zurückziehen mußten, die Niederlage aber als un- bedeutend und nur vorübergehender Nachteil hingestellt wurde. Der Storrespondent glaubt nicht an die Richtigkeit des amtlichen Berichtes, der zu andern Berichten im Widerspruch steht, die so weit gehen zu behaupten, daß die politischen Zwistigkeiten auch die militärischen Lperaiionen in der Stolonie schädlich beeinflußten. DaS neue Mtniftcriitm in Lissabon hat das RückirittSgefuch des General- gouvcrneurS und des Kommandanten der Armee angenommen und den General Pererra de Eca zum Regierungskommissar ernannt. der sich einer sehr heiklen Aufgabe gegenüber sehen wird. Es ist sehr schwer einzusehen, wie er sich der doppelten Pflicht, die militärischen Operationen zu bcaussichtigen und die Kolonie zu verwalten, wird entledigen können. Bis zu seiner Ankunft stehen die militärischen Operationen still. Die portugiesischen Truppen, die bei Mossamedes zusammengezogen sind, find offenbar außerstande vorzugehen, weil sie keine Transportmittel haben. Es treffen jedoch Verstärkungen ein, und obwohl die Fretwilligenkorps aufgelöst und die Dienste des Burenkontingents abgelehnt wurden, steht zu er- ivarten, daß die Wiederberstellung der Ordnung in der Kolonie und die Vertreibung des FeindeS schließlich ernstlich in die Hand ge- nommen werden wird. SühnekommWonen für Belgien. Die„ Nor ddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht in ihrer ersten Ausgabe vom Sonntag eine Zu- schrift, die ihr von„unterrichteter Seite" zugegangen ist, und in der gesagt tvird, daß die bei Ausbruch des Krieges durch titmultuarifchcs Vorgehen der belgischen Bevölkerung an ihrem Eigentum geschädigten Deutschen, die damals in Belgien ansiMg waren, nunmehr Schadenersatz erlangen können. Zu der Zuschrift heißt es u. a.: „llcunmehr ist der Zeitpunkt gekommen, den Ersatz der durch, die Ausschreitungen des Pöbels verursachten Schäden herbeizuführen. Eine geeignete Handhabe dazu bietet das bel- gische Gesetz vom IL». Vendemiaire des Jahres IV Ok- tober 1795), das noch in Kraft ist. Es bestimmt, ähnlich wie das preußische Tumultgesetz, daß die Gemeinden auf die auf ihrem Gebiet begangenen Ausschreitungen von Volks- menge» aufzukommen haben:„Jede Gemeinde ist verant- wörtlich für die Vergehen, die auf ihrem Gebiet mit offener Gewalt oder sonst in gewalttätiger Weise durch bewaffnete oder iptbewaffnete Aufläufe oder Zusammenrottungen gegen Persontu oder gegen staatliches oder privates Eigentum verübt wurden, sowie für den dadurch verursachten Schaden." Da seine Verfahrensvorschriften, insbesondere soweit sie eine Mitwirkung der ordentlichen Gerichte vorsehen, auf die jetzt in Aragc stehenden Verhältnisse nicht anwendbar waren. hat der Generalgouverneur durch Verordnung vom U. Februar 1915 die Einrichtung von Schiedsgerichten angeordnet. Sie können nach Bedarf für jede Pro- vinz errichtet werden und bestehen aus einem vom deutschen Generalgouverneur ernanntet! Borsitzenden, einem von dem Präsidenten der deutschen Zivilvcrwaltnng in der Provinz und einem von der belgischen Deputation permanente bestellten Beisitzer. Unter die Zuständigkeit der Schiedsgerichte fallen die Ansprüche wegen aller Schäden, die infolge von Ausschreitungen zusammengerotteter Volksmengen im August 1914 aus Anlaß des Kriegsausbruchs entstanden sind. Die Schiedsgerichte tragen im Grunde genommen den Charakter von Abschätzungskommissionen, die mit gewissen richterlichen Befugnissen ausgestattet sind. Sie treten nur auf Antrag in Tätigkeit. Gegen die Entscheidungen der Schiedsgerichte ist kein Rechtsmittel vorgesehen; sie sind daher sofort voll- streckbar." will Schweden am Kriege teilnehmen! Das schwedische Regierungsorgan„Stockholms Dagblad" betont in einer aufsehenerregenden Auslassung seine bisher geübte völlige Zurückhaltung gegenüber allen Fragen der äußeren Politik, sagt aber gleichzeitig bei Erörterung einer über ganz Schiveden verbreiteten Streitschrift wörtlich:„Die Broschüre fordert uns unumwunden zur sofortigen Kriegs- teilnähme auf. Es kann der Kriegsverlauf allerdings einen Fortgang nehmen, der uns weiteres Beiseitestehen verbietet. lim deswillen soll aber gesagt sein, daß der Veranlasser einer solchen Entscheidung unsere ganze Zukunft in Anschlag bringen müßte." �Labour Leaüer� für eine Verständigung. Amsterdaiik, 27: Büärz.(38. T. B.) Die Blätter drucken eilten Artikel aus dem in Akanchester erscheinenden Wochen- blatt„Labour Leader" ab, eines Organs der sozialistischen Unabhängigen Slrbciterpartei. In dem'Artikel heißt eS: U eberall verschwindet die gedankenlose Begeisterung, die eine Station zu Beginn eines Krieges stets kennzeichnet. Ueberall richtet man das Auge auf einen Ausgleich, der den Feindseligkeiten ein- Ende machen soll. Man fragt sich, wie dieser Ausgleich sein soll und was getan werden"muß, um das Ziel zu erreichen, für das der Krieg geführt wird, nämlich künftige Kriege unmöglich zu machen, den Militarismus zu vernichten, kleine Länder sicherzustellen, die brutale Gewalt zu cut- thronen und die Vernunft auf den Thron zu setze n. Mancherlei Fragen drängen sich am. beispielsweise ob Teutschland allein für. den Krieg zu tadeln ist, ob Eng- land vor dem Kriegsausbruch alles tat. was in seiner Macht stand, um den Untergang Belgiens zu verhindern, und ob das deutsche Volk nicht Grund zum Mißtrauen gegen England hatte. Die öffentliche Meinung unter der Arbeiterklasse ändert sich. Das Elend, in dem sie sich befindet, und die unzureichende Unterstützung, welche die englische Regierung ihr gewährt, stören die nationale Ein- mütigkeit, die den'Arbeitern anfänglich häßliche Tatsachen ver- barg. Schwere Unglücksfälle, der'Anblick von Soldaten mit verstümmelten Gliedern und erschütterten Nerven, ihre Fürchterlichen Erzählungen und ihre Erkenntnis, daß die deutschen Soldaten auch Menschen sind wie sie selbst, mit liebenden Frauen und geliebten Sündern, alles das wirkt dauernd ans die Ansichten ein. die englischen Arbeiter als„slgenten öes stoslanöes". Die englische Untern ohmerpresse entrüstet sich lagein tagauZ über den Ausstand der englischen Arbeiter und die Umerhandlungen, die mit ihnen geführt werden. Die„Times" schreiben: „Wer als Unbeteiligter dieses Ringen der Nationen auf Leben und Tod beobachtet und eingesehen hat, daß es dazu der höchsten Kraflanstrengung oller Beteiligten bedarf, muß eS seltsam finden, daß die Unterhandlungen sich so in die Länge ziehen lönnen, wie das bei uns der Fall ist, ja. daß es überhaupt dazu kommen kann. Mit dem öffentlichen Wohl haben sie leider nicht das mindeste zu tun. Sie werden lediglich um Sonder- inlercssen geführt, die so harmäckig verleidigt werden, daß an eine Wiederausnahme der Arbeit für daS allgemeine Wohl nicht zu denken ist. so lange jene Sonderinleressen nicht befriedigt sind.... Diese Arberterunruhen sind nicht nur das eine Gebiet, auf dem mir versagt b a b e n, sie sind auch das Gebiet, auf denen die Berechnungen der Deutschen nicht fehlgingen.... Unstimmigkeiten zwischen den Älliierlen werden zwar immer noch erhofft, aber der Strom der Ereignisse hat die Verbündelen nur immer mehr aneinander geknüpft. Alles das hat den Erwartungen des Feindes nicht entsprochen, wobl aber der britische Arberter und sein Brotherr. Auch sie arbeiteten im Anfang zum all- gemeinen Besten, aber gerade als ihre Hilfe am allernolwendigsten war, rechtfertigten sie die Berechnungen der Deutschen und arbeiteten ihnen in die.Hand. AlS die Werftarbeiter im Elpdegebiet ihren eigenen Führern ziinr Trotz neulich die Arbeit niederlegten, machten sie sich zu Handlangern des Feindes. Dadurch leisteten sie ihm eine weit größere Hilfe, als wenn sie arrs seiner Seirc gegen ihre eigenen Landsleute kämpfen würden. Wenn Konferenzen über Kon- ferenzeii nötig sind, wenn so viel Wesen von Rechten und Privilegien gemacht und die Schlichmng ganz unwesentlicher Punkte als große Erfolge ausgeschrien werden, ehe noch irgendein Versuch von einer Wiederaufnahme der Arbeit zu verzeichnen ist, dann ist es voll- kommen klar, daß das eigene Selbst immer noch vor dem Vater- land rangiert und niemand sich der Hoffnung hingeben kann, daß solche Reibungen in Zukunft nicht mehr vorkommen." Die Angriffe des englischen Kapitalistenblattes gegen die streikenden englischen Arbeiter sind nach dem wohlbekannten Schema konstruiert, daß die Arbeiter oder Arbeiterführer, die sich erkühnen, die Interessen der Arbeiter auch während eines Skrieges zu verleidigen, als„'Agenten des Auslandes" anzusehen seien. Neue Lohnforderungen. London, 27. März.(W. T. B-) Der Londoner Hafen- behörde wurde der Vorschlag gemacht, die Frage einer weiteren Lohnerhöhung für die Hafenarbeiter einem Schiedsgerichte zu unterbreiten. Die Arbeiter beziehen bereits eine Kriegszulage von sechs Pence für den Tag. Die Hafen- behörde erklärte, sie könne nicht Weiter gehen, sei ober bereit, die Frage einem Schiedsgericht vorzutragen, wenn die Regierung sich verpflichte, der Hafenbehörde alle Auslagen, die aus einer eventuelleg weiteren 3lufbesserung entstehen, zu vergüten. Die Exekutive des Nationalverbandes der Dockarbeiter richtete ein Manifest an die ausständigen 'Arbeiter in Liverpool und Birkenhead, sie sollten sofort die volle?lrbett aufnehmen, da sonst die Kricgsznfnhr behindert wäre und drastische Maßregeln zu erwarten seien. Tie Exekutive sei bereit, über alle Klagen der'Arbeiter eine sofortige Untersuchung anzustellen. Die zweite englische Kriegsanleihe. Hamburg, 27. März.(T.ll.) lieber die zloeitc englische Kriegsanleihe wird den„Hamburger Nachrichten" berichtet: 3kach zu- verlässiger Ouellc haben in London dieser Tage zwischen dem Schatz- kanzler Loyd George, den Direktoren der Bank von England, der Union-Bank und anderen Finanzmännern bereits Beratungen über die zweite englische Kriegsanleihe staltgefunden. Irgend welche feste Bestimmungen wurden bis jetzt noch nicht getroffen, doch gelten schon die folgenden drei Dinge als ausgemacht: 1. Die Anleihe wird spätestens in der zweiten Hälfte des'Monats Mai, sehr wahr- scheinlich aber schon früher/ zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. 2. Die Gesamtsumme ivird ungefäbr 100 Millionen Pfund Sterling umfassen. 3. Die Form der Begebung wird dieselbe sein, wie bei der ersten Kriegsanleihe, also die Form von Staatsschatzscheinen mit höchstens fünfjähriger Laufzeit. Wie Llohd George den Banken mit- teilte, stellt der Krieg migehenre, von niemandem vorausgesehene Anforderungen an die Geldkraft Englands.(„Köln. Ztg.") Erhöhung üer französischen Staats- schahscheine. Paris, 27. März.(W. T. B.) Ter Senat hat den Gesetzentwurf betreffend Erhöhung des'Ausgabebetrages der Staatsschatzscheine ans v i e i e i n h a l b M i t l i a r d e n an- genommen. Finanzminister R i b o t legte in der Debatte die Finanzlage Frankreichs dar und erklärte, Frankreich werde alle Ausgaben, so schwer sie auch seien, zu bestreiten wissen und an der Rationalverteidianng nicht knausern. Ribot schloß mit der Versicherung seines Vertrauens in den endlichen Sieg. Der Senat nahm serner nach einer Rede Millerands den Gesetzentwurf auf Einführung des Kriegskreuzes an. ivelcher bereits von der Kammer angenommen war. Das KriegSkreuz fall bekanntlich den Offizieren und Manitschasten verliehen werden, welche in einem Tagesbefehl �.des Heeres oder der Marine erwähnt werden. Amerikas Stellung zum chinesisch-japanischen Konflikt. London, 27. März.(SB. T. 33.) Aus Washington ivird vom 23. März gemeldet: Der Korrespondent der „Morning Post" hatte eine Unterredung mit einem hohen Beamten über Amerikas Stellung zu C h i» a m der japanischen Angelegenheit. Dieser sagte, Amerika müsse anerkennen, daß die Mandschurei slapanZ natür» liche Einflußsphäre sei. Japan brauche Expansion und könne seine Bevölkerung nicht nach Amerika schicken, sei also auf Lbina angewiesen. Er glaube nicht, daß den Bereinigten Staaten odc-: irgend einem anderen Land, attcv Ehina nicht, Schaden daraus erwachsen werde. Amerika wisse noch nicht, w r e weit Japan gehen ivollc, aber aus den eingelangten Berichten gehe hervor, daß d i e- amerikanischen Rechte nicht bedroht seic n. Wenn Japan mit der Mandschurei beschäftigt sei, werde es leine Ein- Wanderer nach Kalifornien schicken wollen, und es würde eine ernstliche R e i b n n g S m ö g l i ch k c i t beseitigt. Man spreche viel davon, daß Japan die offene Tür in Ehinn schließen wolle, aber der Wert des Handels.der Bereinigte» Staaten mit Japan sei zweimal so groß, wie der Wert des Handels mit China. Die Bereinigten Staaten würden nicht ver- suchen, dem weniger einträglichen Handel mit Ehina den japanischen Handel aufzuopfern. Japan wieder werde den amerikanischen Handel in China nicht vernichten. loeil dadurch der Handel mit den Bereinigten Staaten gefährdet würde. Tic Bereinigten«taalc» würden wahrscheinlich der Form halber gegen die Expansion in der Mandschurei einige Einwendungen erheben, könnten aber die japanische Politik nicht ändern. Es toäre ungeschickt, zu protesticrcn, wenn es nicht beabsichtigt sei, wenn nötig. Gewaltmittel anzuwenden. Eine üeplazierte tzehe. Uns wird geschrieben t Seit einiger Zeit schreibt ein gewisser Nubral) Sianhope in der Berliner„33. Z." Ich kenne den Mann nicht. Dem Namen nach scheint er ein Ausländer zu sein. Ausländer sind unS sehr willkommen, soweit sie Deutschland kennen lernen wollen und soweit sie uns objektive Kenntnisie über ihr eigenes Land ver- Mitteln. In der Nr. 83 der„B. Z." beschäftigt sich nun aber Herr Aubray Stanhopc mit Herrn Lord Charles Bercssord und iitSbeiondere mir dessen angeblicher Aeußerung, die deutschen Unlcrscebootsleule als Piraten zu behandeln. BereSford hat eS zwar bestritten, eine der- artige Forderung gestellt zu haben. DaS braucht jedoch Herr Aubratz Stauhope nicht zu beachten. Ich habe mich auch weiter mit der Angelegenheit Stanhope-BereSford nicht zu beschäftigen. Ich hätte mich auch nicht mit der Sache beschäftig», wenn Herr Aubratz Stanhope nicht mit dem besonderen Angriff gegen Beu'tt'ord eine allgemeine Hetze gegen die englische Arbeiterschaft verbände. Er schreibt: „Seine(BcrcssordS) derbe SeeinannSmanier gefiel gewissen Wählerkreisen, in denen das ruvpige Element vorherrschte. Zu- letzt vertrat et den Wahlkreis PortSmouth im Unterhause. Er war der Mann nach dem Herzen der Arbeiter, die in den dortigen Flottenwerflen tätig sind. Sie wählten ihn, weil sie wnßien, daß er stets dafür zu haben sei, Radau zu machen und i h r e F o r d e r u n g e n z u u n t e r st ü tz e n, wie u n- vernünftig diese auch immer s e i n m ö g e n. Genau so wie er der Schrecken der Admiralität war, wrirde er auch im Parlament als das enksnt tsrribls angesehen. Fast immer, wenn er sich zum Sprechen erhob, brachte er heftige Redensarten vor. lvie sie den rauhen Instinkten der niederen Bevölkerung seines Wahlkreises gefielen." ?lus meiner Kenntnis der Verhältnisse weiß ich, daß Bercssord nicht von den Arbeiter» Portsmouths in da- englische Uitterhau- gcivählt worden ist. Er war der Kandidat und ist gewähl: worden von den zahlreichen Beamten und dem bürgerlichen Mittelstände von Ports- mrnith. Ob diese Leute daS ruppige Element gewisser Wählerkreise sind, kann ich nicht beurteilen. Aber ein andere- kann ich beurteilen. Ich weiß, daß es noch schlimmere als„die rauhen Instinkte der niederen Bevölkerung" gibl. Meinem Empfinden entspreche es jedenmll- nicht, wenn man in einem Volke, bei dem man Gastfreundschaft genießt, nicht nur gegen die Kriegstreiber eines feindlichen Staate- auftritt, sondern auch jetzt gegen das Volk dieses Staates und besonders gegen jene Teile des Volke-?, gegen die Arbeiter, die wie in allen Ländern so auch in England, bis zum letzten Augenblick für den Frieden eintraten. Kriegsbekanntmachungen. Genug Wollsachcn. Dem Bcrnehilien nach werden im Wege der Heimstrickcrei noch große Mengen Wollsocken für das Heer gefertigt. Der Bedarf an solchen Socken ist indes laut Mitteilung des Kriegsministeriums auf absehbare Zeit überreichlich gedeckt, da sowohl bei den betreffenden militärischen Dienststellen als auch im Handel große Vorräte lagern. Es erscheint deshalb wünschenswert, die Herstellung von Wollsockcn für das Heer bis auf weiteres einzustellen und die Wolle für andere Verwendung verfügbar zu machen. Verbot der Versendung von Dsterkarteu und Pfingstkarte». In gleicher Weise wie die Versendung von Neuja.hrsglück- wunschtarten lvird den Angehörigen des.Heeres auch die Versendung von Öfter- und Pfingstgiückwunschkartcn untersagt. Letzte Nachrichten. Eine Verleumdung des„Matin". A in t I i ch. Berlin, 27. März.(W. T. B.) Im „M ct t i n" sollen haarsträubende Schilderungen deutscher Gewalttätigkeiten und Grausamkeiten gegen italieutschc Arbeiter im Jndustricbezirk Briet) verbreitet sein. Bei angeb- lich ungenügender Entlohnung und Ernährung sollen die italienischen Arbeiter gewaltsam zu schwerster Arbeit gezwnn- gen, beschimpft, mißhandelt und eingesperrt Worden sein. Neun italienische Arbeiter seien massakriert und hätten eigen- händig ihr Grab graben müssen. Kinder seien erstochen oder erschossen, italienische Geschäftsleute durch maßlose Kontri- bntionen und Plünderung ruiniert, der italienische Konsul bc- schimpft worden. Die Niederträchtigkeit dieser durch die französische Zeitung verbreiteten Verleumdungen ist so offensichtlich, daß eine Widerlegung überflüssig ist._ Äolouialkäuipfe. Rotterdam, 27. März.(T. U.) Ein belgische- Nachrichten- bureau bektzniptet, daß belgische Kolonialtruppcn in Gemeinschaft mit französischen Truppen au der Nordwest-Grenzc des Siongo- staates in Kamerun sowie im Sccngebict Erfolg erzielt hätten. Am 22. September wollen die Belgier und Franzosen am Myoko, einem Nebenfluß des Saugha in Altkauierun nach dreitägigen Gefechten einen Sieg errungen haben. Weiter tvird gemeldet, der deutsche Dumpfer„Bonga" sei durch Geschützscuer des belgischen Dampfers „Luxemburg" in Grund geschossen worden. An der östlichen Kongo- grenze überfielen Deutsche am Taiiganjikasce mehrfach belgische Stationen, wozu sie drei mit Geschützen ausgerüstete Dampfer bc- nutzten..Tiefe Angriffe seien abgeschlagen worden. Demgegenüber wird aus nichtamtlicher belgischer Ouellc bc- richtet, daß die Gefechte am Tanganjikasee zu einer cntscheidendcir Niederlage der Belgier geführt haben sollen. 5r. 87. 3?. Mhrgaug. 5oi!ntag. 28. Mar; l9l5. die Konjunktur in italienischen Znöuftrien. ?>iS„Bollettino dcll'Nfficio dcl Lavoro" voni März gibt dctö Ergebnis einer Umfrage über die Zabl der im lobten Vierteljahr 1öl4 in den folgenden Industrien beschäftigten Arbeiter: Papierindustrie, Textilgewerke(Seide, Wolle, Banmtoolle lind Leinen imd Inte), tzutrndnstrie/ Metall- und mechanische Jndu- stric. Herstellung von Zement, ,gatk und Ziegelsteinen, GlaSindnjtrie, Porzellan und Steingntindnstrie. Zum Vergleich wird einmal die NeseliäftignngSzahl in dem letzten Vierteljahr llllt herangezogen. Es bandelt sich mehr um Stich v r oben als um einen erschöpfen- den Ueberblick, da nur für eine beschränkte Zahl von Betrieben Antioorten vorliegen. Neben der Zabl der Arbeiter, aus die sich die Ergebnisse stützen, werden wir daher in Klammer die Zahlen anfügen, die die Gelverbezählung vom Jahre 1911 für die Arbeiter in den betreffenden Industriezweigen angibt. Die Industrien scheiden sieh ganz natürlich in zwei Gruppen: in solche, die durch den Krieg gefördert und in solche, die durch ihn geschädigt werdem Die Zahl der geschädigten Industrien ist weit grösser ifls die der geförderten und der Grad der Schädigung lässt den der Förderung weit hinter sich zurück. Gefördert ist nur die Bauinipolb- und Wollindustrie und in ganz bescheidenem Blasse die Papp'rfabrikatiou' alle anderen Industrien, auf die sich die Umfrage erstreckt, sind mehr oder weniger schwer geschädigt. Die B a u m lv o l l t e x t i I i n d u st r i e hat gegenüber dem dritten Viertelsahr Ulli in der Zahl der beschäftigten Arbeiter einen Zuwachs von 8 Proz. erfahren, gegenüber dem letzten Vierteljahr 1913 einen solchen von 4 Proz.; der Zuwachs ist am stärksten in Venetien, 38 und 13 Proz., während in Ligurien sogar ein Rück- swrilt zu verzeichnen ist. Die Angaben beziehen sich auf 43 685 Ar- heiter(116 371 nach der Volkszählung von 1911), die int letzten di uartal 1914 beschäftigt waren. Noch geringer ist der Ausschwung in der W o l I b r a n ch e. Die Angaben beziehen sich hier ans 9184 Arbeiter(29 673). Der Zuwachs gegenüber dem vorigen Vierteljahr beträgt nur 9,33 Proz., gegenüber dem entsprechenden Vierteljahr 1913: 3,17 Proz. In der Papierindustrie handelt es sich nni noch geringere Fortschritte, nämlich um 9,89 und 9,66 Proz. Tie Zahlen nlnfassetl 5869 Arbeiter(31646). Viel länger ist die Liste der geschädigten Industrien. Teils bandelt es sich um solche, die eine bedeutende Ausfuhr hatten, wie die Leinen-, Flachs- und Juteindnstrie, die Seidenindustrie und die Hntindnftrie, teils um Gewerbe, die gleichzeitig durch die Ver- teuerung von Rohmaterial und Kohlen und durch die versperrte Ausfuhr(Automobile!) geschädigt sind, wie die Metall- und mecha- mische Industrie, und schliesslich um solche, denen neben der tzem- jnung der Ausfuhr und der Kohlenverienerung die plötzlich vermin- derte Ausnahinesähigkeit des inneren Marktes verhängnisvoll ist. tDie Leinen-, Hanf- und Iuteindustrie, deren Angaben sich auf 9139 Arbeiter(17 986) beziehen, hat gegenüber dem entsprechenden Vierteljahr 1913 ihre Arbeiterzahl um 3,53 Proz. vermindern müssen, was aber gegenüber dem traurigen Geschäfts- gang des dritten Quartals 1914 immer noch einen Fortschritt von 3,16 Proz. bedeutet. Hier scheint der tiefste Punkt schon überwunden. blicht so in der Hutindustrie, die gegenüber dem Borjahr einen Beschäftigungsrückgang von 3,8 Proz. und gegenüber dem vorigen Vierteljahr einen solchen von beinahe 3 Proz. aufzuweisen bat. Die Angabe» umfassen 6394 Arbeiter(19 738). Auch in der S e i d e n i n d u str i e hält der Rückgang a». Die Angaben de- treffen 37 818 Arbeiter(174 438) und zeigen gegenüber dem Vor- fahr einen Leschästigungsrückgang um 8,37 Proz. und gegenüber dem vorigen Quartal einen solchen um 6,93 Proz. an. Noch schlim- wer stebt es um die Montan-, Metall- und mechanische I n d u st r i c, die gegenüber dem Vorjahr um beinahe 12 Proz., gegenüber dem vorigen Quartal um 4, l3Proz. zurückgegangen ist. Tahhierin den letzten Monaten die Kohleuteuerung den Ausschlag gibt, ersieht man daraus, dass sich in allen den Hasenstädten nahegelegenen Regionen eine Besserung anbahnt, während in der Lombardei das letzte Quartal einen Beschäftigungsrückgang von 39 Proz. austveist. Die Angaben beziehen sich auf 35 348 Arbeiter, doch ist eine Heran- ziehung der Gewerbezählung von 1911 hier nicht möglich, weil die betrachteten Industrien bei dieser anders gruppiert sind. In der S t e i n g u t i n d n st r i e ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 35 und gegenüber dem vorigen Quartal ein solcher von 6,5 Proz. in der Zahl der beschäftigten Arbeiter zu vermerken; die Angaben umfassen nur 889 Arbeiter(12 485). Noch schlechter stebt es um die Zement-, Kalk-»lud B a ck st e in i n d>i str ie, die gegenüber dem Vorjahr ihren Arbeiterbedarf um 33, gegenüber dem vorigen Quartal um 4 Proz. eingeschränkt hat; hi»r liegen freilich nur Angaben über 4388 Arbeiter(88683) vor. Am allerungünstigsten erscheint die Lage der Glasindustrie, die gegenüber dem Vor- jähr um 41 Proz. ihrer Arbeiterzahl zurückgegangen ist. Und doch stellt diese Zahl nicht den tiefsten Stand dar; gegenüber dem dritten Vierteljahr 1914 weist das vierte schon einen Aufstieg um 13,49 Prozent in der Zahl der beschäftigten Arbeiter ans. Auch diese Angaben bezieben sich auf eine geringe Arbeiterzabl, nämlich auf 1337. während diese Industrie in ganz Italien 17 754 Arbeiter be- swäftigte(1911). Man könnte daher den Eindruck gewinnen, dass die Angaben für die drei znleht migesührten Industrien nur deshalb so ungünstig lauten, weil nur die wenigen stark von Beschästigungs- losigkeit heimgesuchten Betriebe geantwortet haben. Dieser Schluss würde aber wahrscheinlich falsch sein. Es wäre absolut nicht einzu- sehen, warum die Unternehmer der anderen Betriebe bei leidlichem oder günstigem Beschäftigungsgrad geantwortet haben sollien und i» den drei letztgenannten Industrien nicht; vielmehr liegt die An- nabnie nahe, dass in diesen schon viele Betriebe ganz geschlossen sind und daher Angaben seblen, so dass die tatsächliche Depression noch grösser märe als sie nach diesen Zahlen erscheint. Auf alle Fälle geben die angeführten Stichproben nur einen ganz annähernden Begriff der Krise. Fehlen doch die notorisch an: schwersten betroffenen Gewerbe, loie das Baugewerbe und das Gastwirtsgewerbe. Ausserdem ist die Lage in Italien durch das Daniederliegen der Fremdenindustrie kritisch, der allerdings ein Freund des Landes wegen ihrer demoralisierenden Wirkung wahr- lich keine Träne nachweint, und durch die Rückkehr oder das Daheim- bleiben von nahezu einer Million Auswanderer. So trägt auch dieses Land schwer an dem Rückschlag des Krieges, wenn auch weniger schlver als die Schweiz, die erbeblich mehr unter der Teuerung der Lebensmittel leidet, Während in Italien das Weizen- brat nacki 45— 54 Cent pro Kilo tostet. Imnierbin ist in Italien die Arbeitslosigkeit so gross, dass sieb die llnniheir»on Venedig, Neapel usw. verstehen lassen. Man darf sich aber nicht verbehten. dass die llnruben, die man im Auslande gern als Beweis dafür anfübrt, wie wenig man in Italien den Krieg anstreben sollte, tatsächlich ein wesentliches Element darstellen) das für die Regie- rnng zugunsten des Krieges ins Gewicht fällt. Nicht Ungeduld und Aufstand, sondern Gefasstheit und Standhaftigteit heischt die Stunde.___ politifthe Ueberficht. Auf drei Tage verboten. Unser Düsseldorfer Parteiblatt, die„Volks- zcitung�, brachte in ihrer Nummer vom 24. März einen Leitartikel, überschrieben:„England und lv i r". Wegen dieses Artikels hat das dortige Oberkommando die„Volks- zeiinng" auf drei Tage, und zwar vom 26. bis cinschUcfelich 29. März, verboten. Presseschwicrigkriten. In einer Polemik gegen die„Berliner Neilesten Nach- richten" schreibt das„Berliner Tageblatt" über die Schwierigkeiten der linksstehenden Presse, eine von der rechten Seite angeschnittene Frage erschöpfend zu beantworten: „Licht und Schatten pflegen bei derartigen Erörterungen zur- zeit sehr ungleich verteilt zu sein. Die Sache verläuft doch in der Regel so. dass die Herren von der Rechten ihr«Sprüchlein sagen, dass eS von der konservativen Presse iveilergegeben wird, und dass dann ein Macht gebot eingreift, das die weitere Er- örtenmg des Themas untersagt. Dies Verbot mag in der wohl- »leinendsten Absicht ergangen sein; tatsächlich benachteiligt cs jedesmal die, die so talivoll waren, den Burgfrieden innezuhalten. Also nochmals: entweder der Burgfrieden gilt für alle, oder er gilt überhaupt nicht." DaS„Tageblatt" steht mit scincr Beschwerde nicht allein da. Genosse Stadthagen hat in seiner Rede über die Zensur mehrere solcher Fälle tinter Beweis stellen können. Ter Schrei nach„Vergeltungsmaßnahmen". Die„Kreuz- Zeitung" unterstützt, anknüpfend an die kriegsgerichtliche Verurteilung und Erschießung zweier deutscher Militärs im September vorigen Jahres in Frankreich, die— gestern hier wiedergegebenc Forderung Dr. Karl Peters' nach Vergeltungsmaßnahmen gegen die„feindlichen Ausländer". Das Blatt bedanert, daß man„bei uns immer noch auf andere Weise, als durch solch einen Druck und Zwang bei einer Regierung, die im Kriege mit uns lebt, etwas durch- zusetzen glaubt". Gegenüber diesen fortgesetzten Versuchen, die Regierung zu scharfen Vergeltungsmaßnahmen gegenüber wehrlosen Gc fangenen zu veranlassen, verweisen wir aus die von Einsicht und Menschlichkeit getragene Acußcrung der„Norddeutschen Allgem. Zeitung", die in ihrer Kundgebung vom 16. November vorigen Jahres gegenüber der Forderung eines Teiles der Presse erklärte, daß die Regierung es ablehne,„einen Wett- st reit in der Brutalität gegen feindliche Staats- angehörigc" zu eröffnen. Möge es dabei bleiben, daß Deutsch- lund, bei aller Wahrung der Interessen seiner Angehörigen im Feindeslande, cs ablehnt, einen„Wettstreit in der Bru- talität" zu eröffnen!_________ Herabsetzung der Mehlpreise durch die Kriegsgetreide- gesellschaft. Der Aufsichtsrat der Kriegsgetreidcgesellschast hat beschlossen, daß von dem Zeitpunkt der geregelten Verteilung der Mehlbestände nach dem Verteilungsplan der Reichsvertei lungsstelle, vom 1. April d. I. ab die Preise f ü r M c h l allgemein herabgesetzt werden. Die Preise passen sich im allgemeinen der Abstufung der Getreidepreise in den Höchst- preisbezirken nach dem Höchstpreisgesetz vom 4. August 1914 und der Bekanntmachung des Bundesrats über die Höchst- preise vom 28. Oktober 1914 an. Doch sind im ganzen nur zehn Preisbezirke gebildet. Ter niedrig st c Preis für Roggenmehl stellt sich aus 33 Mark einschließlich Sack und Fracht, der h ö ch st c Preis im zehnten Preisbezirk auf 38 M., die Preise für Weizenmehl bewegen sich zwischen 40,73 M. und 13,75 M. und der mittlere Preis für Roggenschrot wird vom l. April ab 32,30 M. sein. Tic Preise bedeuten eine erhebliche Herabsetzung gegenüber den letzten Mehlpreisen im freien Handel. Tic Herabsetzung wird für die Konsumenten erst dann wirksam, wenn Mehl- und B r o t h ö ch st p r e i s c f ii r den Kleinhandel eingeführt werden. Wahlrecht und Budget in Lübeck. Die Lübecker Bürgerschasl hielt am Donnerstag eine Sitzung ab, in welcher das Budget beraten und verabschiedet wurde. Von der sozialdemokratischen Fraktion wurde bei dieser Gelegenheit der Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass der Vertreter Lübecks im Bundesrat in dieser Körperschaft dafür eintreten möge, dass eine Herabsetzung der K a r t o f f e l h ö ch st p r c i s c, namentlich der Höchstpreise für Frühkartoffeln, vorgenommen wird. Dann richtete Genosse Stelling an den Senat die Anfrage. ob der Senat geneigt sei, nunmehr der st a a t s b ü r g e r l i ch c n Gleiberechligung näherzutreten, die in Lübeck gegenwärtig durch ein K l a s i e n w a h l r e ch l zur Bürgerschaft aufgehoben ist. Weiter wurde gewünscht, dass in Zukunft die Arbeiter und ihre Vertreter auch zu Mitgliedern der staatlichen Behörden ernannt werden, was bisher nur in einem einzigen Falle ge- schehen ist. Der Senat liess dazu durch sein Mitglied Herrn Dr. Fehling erklären,„dass die gegenwärtige Zeit zum allerwenigsten für solche Berfasiungsändcrungen geeignet sei. An einer Erörterung der Frage, ob und in welcher Richtung die lübische Verfassung einer Weiterentwicklung zu unterziehen ist, könne er sich nicht beteilige». Andererseils ist nicht zu verkennen, dass die Verhältnisse und Erscheinmigen, die dieser gewaltige Krieg aus das inncrpolitische Leben gezeitigt hat, zu einer Nachprüsimg der ver- fassungspolilischen Anschauungen Veranlassung gibt. Der Senat werde sich dieser Nachprüfung zu gegebener Zeit nicht entziehen." Ans die Frage der Verlretvng der Arbeiter in den Behörden ging der Senat überhaupt nicht ein. Da die Erklärung zwar lein glattes „Nein" ist ober auch zu nichts verpflichtet, so lehnte die sozialdemokratische Fraktion es ab, für das Budget zri st i»i in e n. Selbst die bürgerlichen Parteien ließen durch den Mund des frührren Reichstagsabgeordnelen Dr. Görtz erklären, dass das Wahlrecht, das Härten enthalte und in einer Kamps- stimmung beschlossen worden sei, geändert werden miisste. Rcichsläudischc Schulpolitik. In den Oieichslanden bat die Schulverwaltimg durch cineu Erlaß die Erteilung von Privatunterricht in der französischen Sprache an Elementarschulen grundsätzlich in jeder Form verboten und lässt Ausnahmen von dieser Regel in ganz bestimmten, jeden- falls nur seltenen Fällen zu. In den höheren Schulen wird der An- sang des französischen Unterrichts um ein Schuljahr hinausgeschoben, statt in der fünften Klasse beginnen die Schiller erst in der vierten mit französischem Sprachunterricht. Krieg und Schule. In einer Sitzung der Kölner Stadrverordncien teille der städtische SchuideZernent mit, dass man in einer Reihe von Städten dcS Westens(Düjseldors, Gelsenkirchen) infolge des Lehrermangels dazu j übergehe, die Ausnahme der Schulanfänger auf den 1. Oktober zu verschieben. Auch in Köln habe die Rc- gierung schon eine entsprechende Genehmigung erteilt; das Ministerium werde die Zusiimmuiig geben unter der Bedingung, dass der Lehr- stoff, der sonst in den vier untersten Klassen bewältigt wurde, auf 3'/e Lahre zusammengefaßt werde. Kriegsinvalidenfürs orge. In Augsburg fand vor einigen Tagen eine Sitzung statt, in welcher Massnahmen beraten wurden, um dieKriegsinvalidcn noch über die ihnen auf Grund des JnvalidenversichernngsgesetzeS zustehende Versorgung hinaus mit Rat und Tat unterstützen zu können. Zu dieser Sitzung waren auch Vertreter der Gewerkschaften zugezogen. Beschlossen wurde die Einrichtung einer besonderen Beratungsstelle für Kriegsinvaliden im städtischen Kriegs- fnrsorgcamt, ferner die Errichtung von Lehrklirfen für Invaliden>ni Benehmen mit der Stadtschulkommission, der Industrie und dem Handwerk, die Durchführung von Heilverfahren und die Einrichtung eines Stellennachweises für Kriegsinvaliden beim städtischen Arbeits- amt. Dieser Stellennachweis soll später zn einer Hauptnachiveisstelle für den RcgicrungSbezirl Schwaben ausgebaut werden. Abgeordneter Olters gestorben. Peter Otters, Mitglied des Abgeordnetenhauses für den Wahl- kreis Stade(Iork-Kehdingen) und des hannoverschen Provinzial- landtnges ist, 74 Jahre alt, gestorben. Er gehörte der konservativen Partei an._ Rastattcr DenkiualfondS. AuS Baden wird uns geschrieben: Durch daS Ableben der Mitglieder der Verwaltung deS Rastatter Denkmalfonds F. Peter-Achcrn, Theodor Lutz-Badm und Dr. Adolf Richter-Psorzheim war eine Ergänzung des Komitees notwendig gc- worden, das den von Demokraten und(Sozialdemokraten aus Deutschland und Amerika gestifteten Rastatter Fonds zu verwalten hat. Aus den Zinsen dieses Fonds werden auch die Mittel genommen zur Ausschmückung des Sammelgrabes der stand- rechtlich erschossenen Freiheitskämpfer von 1849. Zu den vor- bleibenden bisherigen Verwaltern des Fonds(Neichstagsadgeordnetcr W. Bios in Degerloch-Stuttgarr und Landtagsabgeordneter Ad. Geck in Offenburg-Baden) sind jetzt hinzugekommen die Herren Fr. Kern, Mechaniker in Rastatt, Paul Müller, Schrcinermeister in Baden- Lichtenthal und Landtagsabgeordneter Martin V e n e d c h, Rechts- anwalt in Konstanz. Der bei der Sparkasse in Achern(Baden) an« gelegte Fonds war am 31. Dezember 1914 auf 1249,11 M. an« gewachsen. Davon wurden indessen ftir Kosten der Grabunterhaltung wieder 56,29 M. ausgegeben. Da in diesem Jahre die üblichen Gedenkfeiern wegfallen, bei welchem dem Fonds sonst Zuwendungen gemacht wurden, criucht die Verwaltung des Fonds, etwaige Bor- rräge an die Sparkasse in Achern direkt oder an einen der genannten Verwalter zu senden.__ Kaitoffelversorgung nnd Arbeitcrkonsumvcreine. Aus Sl m st e r d a nt schreibt man uns: Die Direktion der HaudelScinrichtlmacn dcS Amsteldamer Geineinderais hat diesen Winter grosse Vorräte an Kartoffeln und Fassgemüsen angelegt, die kürzlich sür daS Publikum zum Verkauf gelangten. Den Detail- verkauf der Kartoffeln ha! die Gemeinde letzten Sonnabend dem sozialistischen K.onsumverein„Dageraad" übertragen, der bereits Montag mit dem Verkauf begann.— Der„Dageraad" bekommt 7 Proz. vom Umsatz. Davon hat er die Hälfte der Annoncen- kosten zu decken, die Kontrolle für die Verkäufer in den s e p a r a l c n BerkaufSlokalen sowie sämtliche Administrationskosten zu bezahlen. Ausser in seinen eigenen 22 Filialen benutzt der„Dageraad" die Kartoffeln noch i» eigens von der Gemeinde dazu eingerichteten Läden zum Verkauf, deren Miete gleichfalls vom Gcmeinderat bc- stritten wird. Auch die Verkäufer in diesen Läden, die 19 Guldcn pro Woche und Prozente vom Umsatz erhalten, werden vom Ge- meinderat entlohnt. Durch die llebertragung des Kartoffelverkauss an den Arbeiter- konsumverein hat sich neben anderen Vorteilen auch der ergeben, dass das Spekulantentum gänzlich ausgeschaltet wurde— ein Umstand, der leider beim Gemiiseverkaus nicht vermiede» wurde. Der Zudrang zu diesem Kartoffelverkaus ist übrigens so gross, dass de. „Dageraad" zu den 11 separaten Verkausslokalen noch vier neue einrichten wird. Die Detailhändler haben sich übrigens bcmüssigc gesehen, ihre Kartoffelpreise den billigen Preisen des Konsumvereins anzupassen.____ Ms der Partei. Zum württcmbergischen Partcikonflikt. Anläßlich erneuter Verhandlungen ist in Stuttgart von den Vertretern des Parteivorstandeo dem Landes- nnd Kreisvorstan) folgender V o r schlag vorgelegt worden: � Ter Vorstand des alten Orisvereius Stuttgart bat, wie durch die Revision am 37. Februar d. I. festgestellt worden ist, die für die Kreitforganisativii eingezogenen Beiträge zu einem erheblichen Teil statutenwidrig verwandt. Der Kreisvorstand war daher berechtigt nnd verpflichtet, Maßnahmen zn treffen, um den in Stuttgart woh- »enden Mitglieder», die ihre Beiträge der statutenwidrigen Ver- Wendung durch die Ortsvereinsleitung entziehen und sie der Kreis- organisation zuführen wollten, dieses zu ermöglichen. Die direkte Verrechnung der Beitrüge mit den Bezirken Fangels- buch und Prag sowie die direkte Erhebung der Beirräge durch den Kreiskassierer war unter diesen Umständen gerechtfertigt. Die Wahl einer neuen Leitung deS OrtsvereinS war jedoch zur Durchführung der obenerwähnte» Massnahmen nicht notwendig. sie hält sich nicht im Rahmen des QrganisationsstatutS der Partei und kann daher nicht gebilligt werden. Nachdem die Leitung des alten Lrtsvereius den VermitllnngS- vorschlag des Parteivorslandes: Rücktritt der alten und der neuen Leitung schroff abgelehnt und entgegen dem OrganisationSstatut der Partei eine neue Landesorga nisation ins Leben gerufen sowie für die Ausgleichoverhandlungen Bedingungen gestellt hat, die uu- schwer erkennen lassen, dass sie eine Verständigung nicht will, isr dieser Verrnitttungsvorschlag binsällig geworden. Gleichwohl ersuchen wir die neue Ortsvereinsleitung, zurückzutreten, um dem Organifationsstatnt der Partei gerecht zu werden. Bis zur Herstellung geordneter Verhältnisse hat der Kren:- vorstand die Pflickit, dafür Sorge z» tragen, dass die Stiittgawer Parteimitglieder, die der Gesain rpartei rueiter angehören und ihre Pflicht dem Kreis, Landes- und Pnrtcivorstand gegenüber erfüllen wollen, dazu in der Loge sind. Er muß daher, solange die alle Ortsvereinsleitung bei ihrem statutenwidrigen Verhalten bebarri, Einrichtungen treffen, durch die die ordnungsgemässe Beitragsler- stnng an die Initanzen des Kreises, Landes nnd des Reiches wie die stalnlengemässe Verwendung der Beiträge sichergestellt und eine geregelte ersprießliche Parteitätigkeit ermöglicht wird. Stuttgart, den 33. März 1915. Für den Parteiborstand B r a u n, W c l s. Der L a n d e s p o r stand und der K r e i s v o r st a n d der StuttgarterOrganisation haben zu diesem Vorschlag der Parteivorstandsvertreter erklärt: Die alte Leitung des Ortsvereins Stuttgart hatte schon lange vor der Wahl der neuen Ortsvereinsleitung keinen Zweifel darüber gelassen, dnss sie ihre statutarischen Pflichten gegenüber der Kreis- und Landesorganisation nickit erfüllen will. Vom Kreisvorstand wurde das mehrfach öffentlich festgestellt. Durch die vom Partei- vorstand vorgeiwurmeue Kassenrevision sind die Fcststellungen des Kreisvorstaudes bestätigt worden. Für den Kreis- und Landesvorstand lag liiernach lein Grund vor, der Einsetzung einer neuen Leitung durch die Stuttgarter Par-< teigenosse», die eine statutengemäße Verwendung der Beiträge sicher- gestellt wissen und Mitglieder der Gesamtpartei bleiben wollten, entgegenzutreten. Die neugewählte Leitung war die einzig mög- liche Vertretung der der Gesamtpartei treu bleibenden Mitglieder und hielt sich daher nach unserer Ausfassung im Rahmen des Or- gauisattonsstatuts. Da der Parteivorstand, als die für die Einhaltung der Partei- statuten verantwortliche Instanz, anderer Auffassung ist, empfehlen wir, daß im Interesse der einheitlichen Organisation die neue Lei- tung zurücktritt und der Kreisvorstand die örtliche Leitung über- nimmt. Wir ersuchen die Stuttgarter Parteimitglieder, sich dieser Rege- hing anzuschließen und ihre Parteibeiträge an die vom Kreisvor- stand bestimmte» Bezirksvorstände beziehungsweise Vertrauens- männer abzuführen. Gültig sind nur die Marken lblaue für männ- liche und braune für weibliche Mitglieder), die vonr Landesvorstand ausgegeben werden. Für den Kreisvorstand: Karl Ost er. Für den Landesvorstand: F r. Fischer. * Am Freitag, den llU. März, hat eine Versammlung der Mitglie- der des neuen Ortsvcrcins mit allen gegen drei Stimmen diesem Vorschlage zugestimmt. * Der Parteivocstand beschloß zu dem württembergischen Parteistreit die Veröffentlichung folgender Erklärung: „Am 27. Februar d. F. übergab uns der Vorstand des Ortsver- :ii>s Stuttgart eine Proklamation, die von einer Konferenz von e'iirttembergischen Parteiorganisationen und Parteigenossen be- schlössen sein soll. In dieser Proklamation wird mitgeteilt, daß die wnfcrciiz eine provisorische Landeskommission eingesetzt und mit wc Wahrung der Partei interessen beauftragt habe. Auch soll sie ie Verbindung der Parteiorganisationen und Parteigenossen mit er Gcsamtpartei aufrechterhalten. Am 8. März d. I. teilten wir uaufhm dem Sekretariat des sozialdemokratischen Ortsvereins Stuttgart folgenden Beschluß mit: „Der Parteivorstand kann die von der sogenannten Landes- konfcrci'.z eingesetzte provisorische Landeskommission nicht anerkennen, da sie eine statutenwidrige Sonderorganisation ist. Der Parteivorstand lehnt es ab, über den Weg dieser LandeSkom- Mission mit Parteiorganisationen und Parteigenossen Württem- öergs in Verbindung zu treten." Da gleichwohl von Parteiorganisationen in Württemberg be- schloffen worden ist, sich dieser neuen Landesorganisation anzu- schließen, und von der Landeskommission, deren Mitglieder bisher noch nicht bekanntgegeben worden sind, planmäßige Agitation für die Loslösung vom Landesvorstand der sozialdemokratischen Partei Württembergs und den Anschluß an die neue Partei betrieben wird, sehen wir uns veranlaßt zu erklären: Die neue LandcSkommiffion und die von ihr vertretene Or- ganisation widerspricht dem Organisationsstatut der Partei. Par- teiorgauisationen und Parteigenossen, die sich von dem Landes- vorstand der Sozialdemokratie Württembergs loslösen und der neuen Landesorganisation anschließen, scheiden damit aus der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands aus. Wir warnen daher die Parteigenossen, die Wert darauf legen, der Gesamt- partei anzugehören, das parteizerrüttende Vorgehen der neuen Landeskommission zu unterstützen. Berlin, den 27. März 1915. Der Parteivorstand." Gewerksihastliches. öerlin und Umgegend. Tie Berliner Holzarbeiter im Jahre ISM. Tie seit mehreren Jahren auf der Berliner Holzindustrie lastende EeschäftSkrise hielt auch in den ersten Monaten des Jahres l914 in verschärfter Forin an. Besonders die Möbetinduslric, die größte Gruppe im Berliner Holzgewerbe, lourde schwer betroffen. Aber auch die übrigen Gruppen der Holzbearbeitung hatten schwer zu leiden. Infolgedessen herrschte unter den Berliner Holzarbeitern eine so große Arbeitslosig- keit wie nie zuvor. Zu Anfang des Jahres wurden K722 Arbeilslose festgestellt. Diese Zahl ging langsam zurück und hatte Ende März einen Stand von 3372 erreicht. In den folgenden Monaten trat wieder eine Steigerung der Arbeitslosenziffer ein. Ende Juli betrug sie 3628. Auf die Herbstsaison hatte man Hoffnungen gesetzt, die aber durch den Ausbruch des Krieges zerstört wurden. In den ersten Augusttagen wurden die meisten Betriebe geschlossen. Die Llavierindustrie und die Goldleistenfabrikation ruhte vollständig. Am 12. August wurden 13 009 Arbeitslose festgestellt. Damit ist aber die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen noch nicht gegeben, denn sehr viele Arbeitslose meldeten sich gar nicht auf dem Nachweis, weil ja doch keine Arbeit zu bekommen war. Nach und nach wurde ein Teil der Betriebe wieder geöffnet. In den Berufszweigen. die für den Hecresbedarf arbeiten: die Ziorb- macherei, die Flugzeugindustrie, die �tellmacherei und Wagenfabri- kation waren bald nach dem Kriegsbeginn so stark beschäftigt, daß sie BelricbSerweiterungen vornehmen mußten. In den übrigen Zweigen der Holzindustrie trat im allgemeinen keine Besserung ein. Wenn auch die Zahl der Arbeitslosen bis zum Jahresschluß auf 4706 zurückgegangen war. so war doch die Zahl der Ende deS Jahre? Beschäftigten kaum halb so groß als vor dem Ausbruch des Krieges. Die starke Vcr« Minderung der Arbeitslosenziffer erklärt sich dadurch, daß ein großer Teil der Arbeitslosen zun, Heere eingezogen wurde und ein weiterer Teil in anderen ArbeitSzwdgei, Beschäftigung fand. Die Lohnbewegungen des Jahres 1914 waren Verhältnis- mäßig gering an Zahl, was in der Hauptsache darauf zurückzusühren ist. daß erst im Vorjahre die große Vertragsbewegung durchgeführt wurde, an der die überwiegende Mehrheit der Mitglieder beteiligt war. Weiter kommt noch in Frage, daß die Begleiterscheinungen des Krieges die Lohnbewegungen fast unmöglich machten. Ins- gesamt wurden 71 Lohnbewegungen geführt, an denen 81 Betriebe mit 1407 Beschäftigten beteiligt waren. Bei diesen Lohnbewegungen lam eS in 53 Fällen zu Streiks oder Aussperrungen, wobei 1102 Personen die Arbeit niederlegten. 31 Streils in 31 Betrieben mit 051 Beschäftigten waren' Angriffsstreiks. Sie hatten in 20 Fällen Erfolg, in S Fällen verliefen sie erfolg- los. Der Abwehr dienten 2l Streiks in 21 Betrieben mit 391 Beschäftigten. Die Abwehrstreiks endeten in 7 Fällen mit Erfolg, in 2 Fällen mit teilweise», und in 12 Fällen ohne Erfolg. Die Angriffsstreiks betrafen, mit Ausnahme eines Einzelfalles, solche Betriebe, deren Inhaber sich iveigerten, die am 1. März fällig ge- tvesene vertragsmäßige Lohnerhöhung zu zahlen. Auch bei den Abwehrstreiks handelte eS sich in zahlreichen Fällen um Betriebe, Ivo die Unternehmer versuchten, die durch den Vertrag festgesetzten Lohn- und Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Lohnbewegungen ohne Arbeitsniederlegungen wurden geführt in 12 Fällen, die 22 Betriebe mit 178 Beschäftigten umfaßten. Durch diese Bewegungen wurden für 24 Beteiligte in 3 Betrieben eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit um durchschnittlich eine Stunde, sowie Lohnerhöhungen von durchschnittlich l,25 M. wöcheniltch für 148 Arbeuer in 19 Betrieben erreicht. In sechs Be- triebe» mit 127 Beteiligten wurden durch Verhandlungen ohne Arbeitsniederlegung Verschlechterungen der Lohn- und Arbeits- bedingungen abgewebrt.— Außer der Maiaussperrung, an der 199 Betriebe mit 3533 Beschäftigten beteiligt waren, fand noch eine Aussperrung in einer Militärwagenfabrik statt, woran 00 Arbeiter beteiligt waren. Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeits- losigkcit und ihrer Folgen wurden im Januar von einer Arbeitslosenversammltmg gefordert. Im Auftrage der Versammlung ricijuie die Ortsverwaltuug au die sliiduichen Behörden mtd an den RsichStag eine Eingabe, welche um Schaffung von Arbeitsgelegenheit� und Unterstützung der Arbeitslosen aus öffentlichen Mitteln ersuchte. In demselben �inne wurde eine Deputation der Arbeitslosen beim Ober- bürgernieister vorstellig, der gewisse Zusagen machte. Infolgedessen wur- den städtische Bauarbeiten in Angriff genommen und eine Summe aus städtischen Mitteln zur Gewährung von Darlehen an Arbeitslose zur Verfügung gestellt. Später zeigte sich dann, daß die DarlehnS- gesuche vom Standpunkt der Armensürsorge geprüft wurden, was den entschiedenen Widerspruch der Arbeiter hervorrief.— Da nicht nur in Berlin, sondern im ganzen Reiche eine sehr umfangreiche und langdauernde Arbeitslosigleit herrschte, so veranlaßle der' Verbands- vorstand eine Aktion zur Unterstützung der ausgesteuerten Mitglieder. Für diesen Zweck wurden freiwillige Extrabeiträge erhoben und Mittel der Hauptkasse zur Verfügung gestellt. In den ersten sieben Monaten des Jahres wurde an die ausgesteuerten Mitglieder in Berlin die Summe von 124 145 M. gezahlt, während 35 859 M. Extrabeilräge eingegangen waren.— Die ungeheure Steigerung der ArbeilSlosig- keit nach dem Ausbruch des itriegeS machte die bekannteii Aende- rungen im Unterstützuugswesen nötig, die ihren Zweck, die Arbeits- losen möglichst lange unterstützen zu können und vor Not zu schützen, im allgemeinen erreicht baben dürsten. Zur Bekämpfung der Arbeits- losigkeir während des Krieges hat der Verband mit der Unternehmer- organisation ein Abkommen getroffen, welches auf die Sicherung der Tarifverträge gerichtet ist, und den Vertragsparteien empsohlen wird. gemeinsame Schritte zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit zu tun und eine weitgehende Verlürzung der Arbeitszeit einzusühren. Die Mitgliederzahl ist infolge der ungünstigen Verhält- nisse im ersten Halbjahr wenig, nach Ausbruch des Krieges aber er- heblich zurückgegangen. Zum Beginn des JahreS waren 27 973, am Jahresschluß 24 312 Mitglieder vorhanden. In den ersten Wochen des Krieges ging die Mitgliederzahl um 3310, im ganzen Jahre um 3001 zurück. Unter den am Jahresschluß gezählten 24 312 Mit- gliedern sind 4301, die zum Militär eingezogen sind. Es ist sehr wahrscheinllch. daß ein großer Teil der in der ersten Zeit des Krieges eingezogenen Mitglieder dem Verband keine Milteilung don der Ein- berufung gemacht haben und deshalb in den Liste» verschwunden sind. Ein anderer Teil des Mitgliederriickgangs erklärt sich dadurch, daß viele Arbeitslose nach anderen Orten abgereist und dadurch aus der Berliner Mitgliedschaft, aber nicht aus dem Verband überhaupt ausgeschieden sind. Für U n t e r st ü tz u n g s z w e ck e wurden sehr bedeutende Summen aufgewandt, im ganzen 1 070 410 M. Davon 177 741 M. auf den gewerkschaftlichen Kampf, nämlich Unterstützung an Streikende, Gemaßregelte und Ausgesperrte. Der übrige Teil, 1 492 075 M., diente der Linderung wirtschaftlicher Not der Mitglieder und verteilt sich auf die einzelnen Zweige so: Arbeitslosenunterstützung 1033 120 M., Krankenunterstützung 197 607 M., Exlraunterstützung 127 334 M., Familienunterstützung an Kriegsteilnehmer 99 105 M., Notfallunter- stützung 17 127 M., Sterbegeld 11 117 M., sonstige Unterstützungen 7199 M. Ter Jahresbericht der VerlvaltniigSstelle Berlin, dem die vor- stehenden Angaben entnommen sind, stand in der Generalversammlung am Freitag zur Diskuiston. Daß der Verband trotz der schweren Zeit unerschüttert dasteht, bewies der Besuch der Versammlung, der hinter dem in normalen Zeiten in keiner Weise zurückstand. Die Delegierten waren vollzählig erschienen.— Der Vorsitzende Glocke gab einen Ueberblick über die wichtigsten Ereignisse des Jahres und bemerkte unter anderem, das verflossene Jahr müsse in der Ge- schichte des Verbandes schwarz angestrichen werden, denn noch nie sei die Arbeitslosigkeit so groß gewesen, noch nie seien so be- deutende Opier ersorderlich gewesen, um über die schwere Zeit hinweg- zukommen. Es sei ein erfreuliches Zeichen für die Kraft der Organisation, daß die Mitglieder diese Opfer auf sich genommen und trotz der schweren Zeit mit verhältnismäßig wenigen Ausnahmen dein Verbände treu geblieben sind. Mögen die Dinge kommen wie sie wollen. der Verband wird wie bisher so auch ferner seine Aufgaben erfüllen und die Interessen der Berufsangehörigen in jeder Weise wahr- nehmen. Zur Diskussion meldete sich niemand. Die zur Wahl stehenden Mitglieder der Ortsverwallung sowie die Bureauangestellten wurden einstiinmig wiedergewählt. Eine längere Diskussion rief ein von Kunzendorf gestellter Antrag hervor, welcher bedauert, daß der Vorstand des Holzarbeiter- Verbandes das Abkommen initunterzeichnet hat, welches die be- teiligten Gewerkschaften aus Anlaß des bekannten Erlasses der Feld- zeugmeisterei niit den Metallindustrielleil getroffen haben. Ferner fordert der Antrag die Zurückziehung der Unterschrift des Holz- arbeiterderbandes. Der Antragsteller bezeichnete eS als unvereinbar mit den Interessen der Arbeiter, daß die Gewerkschaften dem Ab- kommen zustimmten, welches festsetzt, daß die Arbeiter, welche in den für den Heeresbedarf beschäftigten Be- trieben der Metallindustrie tätig sind, ihre Arbeitsstelle nur mit Zustimmung des Unternehmers wechseln dürfen. Das sei ein Verstoß gegen das Recht der Freizügigkeit. Gegen den Anlrag wandte» sich die Verloaltungsmitglieder Maß, Guth, Glocke und©tusche. In der Hauptsache führten sie aus: Die vom Antragsteller kritisierte Beschränkung der Freizügigkeit sei ja nicht durch daö von den Gewerkschaften unter- zeichnete Abkommen, sondern durch die Auslegung, die dem Erlaß der Feldzeugmeisterei zuteil wurde, herbeigesührt worden. Den Ge- werkschaflen sei es nicht möglich, die Militärbehörde zur Zurücknahme des Erlasses zubewegen. Es habe sich nur darum handeln können, Härten und Uiigerechligkeiten, ivelche die Unternehmer in Ausnutzung des Erlasses gegen Arbeiter ausübten, zu beseitigen. Das sei durch das Ab- kommen gelungen. Es sei doch eine Verbesserung, daß jetzt vor dem Kriegsausschuß darüber verhandelt werden könne, ob der Unter- nehmer im Einzelfalle berechtigt sei, dem Arbeiter den Uebertritt in einen anderen Betrieb zu verweigern. Ohne das Abkommen hätten die Arbeiter keine Möglichkeit gehabt, sich gegen ungerechtes und willkürliches Borgehen der Unternehmer zu wehren. Diese Möglichkeit werde aber durch das Abkommen geboten. ES bandle sich also darum, daß die Wirkungen eines behördlichen Erlasses, den man nicht beseitigen könne, gemildert werden.— Winller, der Obmann der Korbmacher, bedauerte, daß ein Abkommen wie das vorliegende nicht auch für die Korbmacher bestehe, denen auch der Wechsel der Arbeits- stelle auf Grund des Erlasses erschwert werde, ohne daß sie die Möglichkeit hätten, über solche Fälle zu verhandeln. Die Korbmacher würden ein solches Abkommen für vorteilhaft halten.— Schließlich zog Kunze ndorf den zweiten Teil seines Antrages, der die Zurückziehung der Unterschrift fordert, zurück, wollte sich aber nicht zur Zurückziehung des ganzen Antrages, die ihm nahegelegt wurde, bewegen lassen.— Die Versammlung beschloß dann mit großer Mehrheit, über den Antrag Kunzendorf zur Tagesordnung über- zugehen. Deutsches Reich. Der Verband der Buch- und Steindruckcrei-Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen führt vom 10. April ab die Krankenunlerstützung wieder ein. Die Wiedereinführung der Unterstützung gilt als vor- läufig, sie wird für längere Zeit, vielleicht auch für die Dauer bei- behalten werden können, wenn die in Albeit stehenden Mitglieder ihre Schuldigkeit tun. Die bisherige Hilfsbereitschaft der Verbands- Mitglieder wird vom Verbandsvorstand in einem Ausruf an die Mitglieder als glänzend gelobt. Die Kriegshilfe des Verbandes der Brauerei- und Mühlenarbeiter ist in Anbetracht der schwierigen Umstände, unter denen dieser Ber- band arbeitet, eine recht erhebliche geworden und kann sich im Kranze der gewerkschaftlichen Organisationen wohl sehen lassen. Bis 31. Dezember 1914 wurden 297 689 M. Kriegsunterstützung aus- gezahlt. Davon entfallen auf die Hauptkasle 190 474,50 M., auf die Lolalkassen 107 214.50 M. Die Leistungen der Lokalkassen erfolgten größtenteils aus Extrabeiträgen der Mitglieder, zum kleinen Teil aus den Beständen. Die ansehnlichen Summen der Extrabeiträge legen Zeugnis ab von erfreulicher Solidarität, die allerdings nicht überall in gleichem Maße in die Erscheinung trat. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß neben diesen Extrabeiträgen teilweise recht»am- hafte Summen von den Kollegen einzelner Betriebe gesammelt und an die Familien der im Felde befindlichen Betriebsangehörigen ge- geben wurden. jftus Industrie und Handel. Amerikanische Kriegslieferuuge». Noch„Sun", Baltimore, ist eine Billion Dollar der ge- schätzte Betrag sür den Handel mit Kriegsmaterial auS Amerika an die Verbündeten. Die Abschlüsse laufen oft auf neun Monate manche sogar auf zwei Jahre. Alles geht nach Kanada und wird von dort aus verschifft, auch Kriegömateriel für Frankreich und Nußland geht dielen Weg über Kanada nach England, wo es ver- teilt wird. Von den 400 Millionen Dollar in den letzten sechs Mo- naten entfielen auf 412>/«Mill' Die Produktion an Waffen, Munition und Explosivstoffen ist tatsächlich vollständig von den Verbündelen aufgekauft worden. Ge- wohnlich wird alles im geheimen durch Agenten abgeschloffen. Auch die Fabriken wahren das Geheimnis auf das strenaste. Ueberall ist der Eintritt völlig unmöglich. Auch die Arbeiter müssen Pässe haben. Die 75 Waffen- und Munitionsfabriken, die es in Amerika gibt. beschäftigen in normalen Zeiten 20 000 Ar beiter, jetzt bei doppelter und dreifacher Arbeitszeit ungefähr 50 000. Die Explosivstoffindustrie(103 Fabriken mit 25 Millionen Kapital und einer Friedensprodultion von 250 Millionen Pfund) hat ihre Pro- duktion gerade verdoppelt. Einige Beispiele für die Aufträge: 40 Millionen Pfund Trinitrotoluol von der englischen Regierung. 20 Millionen Pfund Schietzbaumwolle englischer Admiralitäts- qualität, 50 000 Pfund Pikrinsäure. Für letzteres ist der Preis von 25 Cents auf 2'/. Dollar für das Pfund gestiegen. Im Februar bestellte Frankreich 24 Millionen Pfund Schießbaumwolle mit Liefcr- zeit über zwei Jahre. Bei den Bestellungen zahlen die Agenten gewöhnlich 25 Prozent an. lieber 10 000 Automobile sind seit Kriegsanfang von den Verbündeten in Amerika gekauft worden. Die meisten Geschäfte werden mit zwei Monaten durch das Bankhaus I. P. Morgan u. Co. vermittelt. Kriegsgewinne. Nach dem Geschäftsbericht der Berliner Dampsmühlen- Aktiengesells chaft beträgt der Reingewinn pro 1914 105 318 M. gegen 18 579 M. im Vorjahre. Die Dividende wird inil 3 Proz. gegen 0 Proz. 1913 vorgeschlagen. DaS Ergebnis ist sehr günstig. Zu Abschreibungen werden 28 063 M. gegen 16 332 M. im Vorjahr verwandt. Einem Extrareservefonds werden 10 000 M. überwiesen. Die R. Frister Aktiengesellschaft verteilt wieder 16 Proz. Dividende. Aus dem reichlichen Gewinne sind alle Neu- einrichtungen, die sür die Heereslieferungen geschaffen wurden, bis auf 1 Ml. abgeschrieben. Trotzdem steht die Gesellschaft finanziell günstiger wie im Vorjahre. Die Aachener L e d er f a b ri k- A kt i e» g« s e ll s ch a ft verteilt nach reichlichen Abschreibungen. Dotierung deS Reservefonds mit 80 000 M. und Ueberweisung von 10 000 M. au den Arbeiter- Wohlfahrtsfonds eine Dividende von 10 Proz. gegen 7 Proz. im Vorjahre. Die ErdmannSdarfer Aktiengesellschaft für FlachSgarn-Maschinenspinnerei und Weberei verteilt nach reichlichen Abschreibungen und besonderen Rückstellungen eine Dividende vpn 6 Proz. gegen 4 Proz. im Vorjahre. Soziales. Äonkurrenzklauselzwang in Äricgszeit. Seit Kriegsbeginn hat sich die Zahl der Konkurrenzver- botsprozesse erheblich vermindert: die meisten Ardeitgeber ve», zichten in gerechter Würdigung der Zeitumstände darauf, ihre nach Verbesserung ihres Einkommens strebenden Angestellten ans Grund einer in Friedenszeit geschlossenen Konkurrenz- klausel setzt in Kriegszeit zu verfolgen. Leider fehlt es auch hin nicht an Ausnahmen. Wie sich in einer Verhandlung vor der L. Kammer des Berliner Kanfmannsgerichts zeigte, hat das neue Gesetz über die Konkurrenzklausel nicht einmal die schlimmsten Härten auS der Rechtsprechung zu beseitigen ver- mocht. Die Damenuiäntelfabrik von Sahner n. Löwenhain klagt gegen Kalkulator G. auf Zahlung von 1500 M. Konventionalftrase wegen Ucbertrctung des Konknrrenzverbotes. G. haree sich verpflichtet, andertlwlb Jahre nach Anstritt bei der Klägerin nicht im Konkur- renzgeschäft von I. u. C. einzutreten. Als Grund für dieses Verbot führle die Firma an, daß der Inhaber des Konkurrenzgeschäfts, der früher bei ihr in Stellung war, danach wachte, ihr Personal zu sich hinüberzuziehen. Bei Kriegsbeginn kündigte nun die Firma den beklagten Gehilfen und stellte ihm anHeim, statt für 125 M. für 75 M. Monatsgehalt weiterzuarbeiten. Beklagier nehm oder unter diesen Umständen die Kündigung an. Wie er in der Ver- Handlung erklärte, war es ihm unmöglich, mit 75 M. a'iSzukem- men, da er noch seinen alten kranken Vater zu er näh- ren hatte. Er suchte nunmehr ein halbes Jahr lang nach einer geeigneten lohnenden Beschäftigung, arbeitete bald hier, bald dort, bis in die tiefe Nacht hinern und nahm jede Arbeit an.>e sich ibm bot. Aber das verdiente Geld wollte nicht ausreichen. Da suhrie ihn der Weg zufällig bei der Firma I. u. C. vorüber, und in seiner Not fragte er auch dort um Beschäftigung an. Hier wurde er auch eingestellt und verdiente soviel, daß er mit seinem alten Vater auskoinmen konnte. Aus allen diesen Gründen und auch d irum, weil die Firma ihm gekündigt hatte, bat er, die Firma mit ihrem Anspruch abzuweisen. Das Kaufmannsgericht erachtete die Konkurrenzklausel als zu Recht bestehend. Die Firma hat zwar ihrerseits gekündigt, aber sie hatte durch den Krieg einen erheblichen Anlaß dazu, den sie nicht verschuldet hatte. Das Gericht glaubt dem Kläger, daß er in einer Notlage handelte, und daß er nicht von vorn- herein die Absicht hatte, zu dem verbotenen Konkurrenten zu gehen. Das könne aber nur als Milderungsgrund in bezug aus die Höhe der Strafe in Betracht kommen. Ein Sechstel der Strafe erscheine dem Gericht angemessen. Der Gehilfe wird demgemäß zur Zahlung von 250 M. verurteilt. Die Entscheidung ist bedauerlich. Die Konkurrenzklauscl hätte nicht in Anwendung gebracht werden dürfen, weil der Kläger die Kündigung nicht verschuldet hatte— er ist doch für den Kriegsausbruch nicht verantwortlich. Klagcabweifung wegen versuchter Nötigung. Daß entlassene Angestellte mit Briefen an ihren Arbeit- geber vorsichtig sein sollten, auch wenn sie von ihrem Recht noch so durchdrungen sind, das ergab sich in einer vor der 5. Kammer des Berliner Kailfmannsgerichts verhandelten Streitsache. Ter Expedient einer Fleischwarenfabrik war wegen vcrschic- dencr Tisferenzen mit dem El)cs plötzlich entlassen worden. Statt aua seine vermeintlichen Rechte vor dem Kauftaannsgericht geltend Zu machen, wartete er einige Wochen und schrieb dann an die Firma einen dringenden Mabnbrics. In diesem Briefe gebrauchte er die tiicdewendung:.Ob es für Sic sehr ratsam ist, sich in mir einen Feind zu schaffen, ist doch recht zweifelhast." Im Anschluß an diese Betrachtung brachte er dem Prinzipal verschiedene intime lüeschäftsvorgänge in Erinnerung. Der Kläger entschuldigte sein Verhalten in der Verbandlung damit, daß er über die grundlose Entlassung matzlos empört geivescn fei. Aus dem Gefühle heraus. daß ihm bitteres Unrecht geschehen sei, habe er den Brief geschrieben. Das KaustnannSgericht sällte folgende Entscheidung: Die Be- Weisausnahme habe ergeben, daß die dem Kläger zuteil gewordene Einlassung tatsächlich zu unrecht erfolgt war. Nichtsdestoweniger ist Kläger vom Tage der Ankunft des Briefes an ab- zuweise n. Kläger hätte Anspruch auf das volle Gehalt bis Ende Juni gehabt, wenn er sich nicht durch das Schreiben seines Anspruches selbst begeben hätte. Der Brief war durchaus unzu- lässig und stellt sich als eine versuchte Nötigung dar. Wenn Kläger im Recht war und sich auch im Recht fühlte, dann brauchte er sich nicht solch eines Prcffionömittelö bedienen. Er mag durch die grundlose Entlassung in große Erregung geraten sein, aber auch in Erregung dars man nicht solch« Briese schreiben. Der darauf ge- stützte neue Entlassungsgrund ist darum begründet. Bis zum Tage des Briefempfanges stehen dem Kläger 208 M. zu, mit der Rest- forderung wird er abgewiesen. Statt 20 Prozent Rente Prozent. Taö Küchenmädchen A. erlitt am 23. Oktober 1911 im städti- schen Krankenhaus Moabit dadurch einen Unfall, daß ein anderes Mädchen eine Metallkanne in den Abwaschbehälter warf und dabei die linke Hand der A. traf. Es bildeten sich Geschwüre, mehrmals mußte operativ eingegriffen werden. In wechselvoller Folge lösten sich Besserungen und Verschlimmerungen ab. Tie Berufsge- nosscnschaft setzte eine Rente von 29 Prozent fest. In dem Bescheid betonte sie:»Die bestehende Verschlimmerung der Wunde auf dem linken�Handrücken ist nach Ansicht von verschiedenen Aerzten durch Sie selbst herbeigeführt, da Sie unzweifelhaft mechanische Eingriffe vornehmen." Gegen diese Unterstellung wandte sich die Verletzte ganz entschieden. Das Obervcrsichcrungs- nmt Gross-Berlin verurteilte die Berufsgenossenschaft zur Zahlung einer Rente von 50 Proz. In der Entscheidung wurde der Ansicht Ausdruck gegeben, daß bei Bewegungen des Handgelenks die stark verwachsene Narbe aufplatzt, dieses auch ohne den Willen und ohne Zutun der Verletzten geschehen kann. Gründliche Heilung der Hand könne nur durch Hautübertragung herbeigeführt werden. Gegen die Entscheidung des Oberversicherungsamtes legten beide Parteien Nrknrö beim Reichs-Bcrsichcruiigsamt ein. Tics wies de» Rekurs der Bcrufsgenossenschaft zurück und gab dem der Verletzte» statt. Ihr wurde ad 1. November 1912 eine Rente von 66% Proz. zugesprochen. Das Reichs-Versicherungsamt schloß sich der Ansicht des Oberversicherungsamtes an, wonach kein aus- reichender Anhalt fiir die Annahme der Genossenschaft gegeben sei, daß die Verletzte die Narbe durch Eingriffe selbst stets zum Auf- platzen bringe.„Wohl infolge der Schwellung können die vier Langfinger der linken Hand nur unwesentlich gebeugt, der Daumen kann nur mit dem Zeigefinger, und zwar ziemlich kraftlos, zu- sammengebracht werden. J3)er ganze Arm ist infolge der Schwellung nur wenig brauchbar. Sein Aussehen wird der Verletzten an der Erlangung einer Stellung als Küchenmädchen.... und ähnlicher Stellungen sehr hinderlich sein." Das Reichs-Versicherungsamt be- rücksichtigtc ferner den wechselnden Zustand des Armes und der Sand und erklärte auch die vom Oberversichcrungsamt festgesetzte Rente von 59 Proz. für zu niedrig, bewilligte ihr vielmehr eine solche von 66% Proz. Hierbei wurde auch der frühere Beruf der Verletzten und die Verstümmelung berücksichtigt. Das Urteil des ReichS-Aersicherungsamts weicht in wohltuender Weise von dem der Berufsgenossenschaft und des Anstaltsarztcs des Moabiter Krankenhauses ab, die beide 29 Proz. für aus- reichend erachteten. Gerichtszeitung. Ein Elcndsbild. Eine Verhandlung vor dem Landgericht Gotha rollte ein Elendsbild über Verhältnisse von Arbeiterinnen auf dem Rittergut Brüheim auf. Angeklagt war eine 18 Jahr alte Arbeiterin des Rittergutes Brüheim wegen vermeintlicher Körperverletzung mit Todeserfolg, begangen an ihrem eigenen Kinde. DaS Kind starb vier Wochen nach der Geburt am 14. Dezember 1914. Die Angeklagte soll den Tod durch schlechte Behandlung herbeigeführt haben. Die Beweis- aufnähme zeitigte auf Grund der Aussagen mehrerer Zeugen und eines Arztes folgendes Bild: Die Angeklagte wohnte in einem Raum, der nicht zu erbeizen war, da Feuerungsmaterial fehlte, der Ofen defekt und Fensterscheiben zerbrochen waren. Infolge der geringwertigen Nahrung konnte die junge Mutter dem Kinde die Brust nicht geben, auch war für das Kind weder Wäsche noch eine Badewanne vorhanden. Von der Wöchnerinnenunterstützung blieb für die Arbeiterin nichts übrig, es wurde zur Bezahlung von Schul- den und der Hebammenkosten verwendet. Es konnte nicht einmal eine Milchflasche angeschafft werden. Das Kindchen wurde nur mit dem Löffel der Kindesmutter gespeist. Unter diesen traurigen Verhältnissen, meinten Arzt und Hebamme, mußte das schwächliche Kind zugrunde geben, dazu käme die unzureichende Bettstatt und die kalte und qualmige ,.Zimmer"lust. Von einer Mißhandlung des Kindes könne nicht die Rede sein. Nur mangelhafte Ernäh- rung und unzweckmäßige Behandlung seien Schuld gewesen. Auf Grund dieser Bekundungen beantragte der Staatsanwalt selbst die kostenlose Freisprechung. Das Gericht erhob den Antrag zum Urteil. Die Angeklagte kann wegen des Krieges nicht in ihre galizische Heimat zurück und geht nach dreimonatiger Untersuchungshaft auf das Gin zurück. Sie, wie auch ihre Arbeitskollegen haben weder Lesen noch Schreiben gelernt, da sie infolge Armut der Eltern eine Schule uicht besuchen konnten._ Schräder wider Eschenbach. Amtsrat Schräder aus Alt-Landsberg, Mitglied des Vorstandes der Landwirtschaftskammer, war, wie unsere Leser sich entsinnen, vom Schöffengericht zu 1999 Mark Geldstrafe verurteilt, weil er den frühere:, Direktor der landwirtschaftlichen Provinzialgenosscn- schaftSkaise für Brandenburg durch unwahre Behauptungen in einem an den Generalsekretär des Landesükonomiekollegiums ge- richteten Brief beleidigt hatte. Nach jenem Brief hatte Justizrat Eschenbach seine Stellung als_DireItor verloren. Gestern stand in dieser Sache vor der 5. Straffammer des Landgerichts II BcrufungStcrmin an. Nach langer Verhandlung kam ein Vergleich zustande.„Mit Rücksicht auf die gegenwärtige Zeit und auf die Anregung des Gerichts" gab AmtSrat Schräder eine Erklärung dahin ab: er habe den qu. Brief im Anschluß an Mitteilungen dritter Personen, die er damals für richtig gebalten und durch die er in große Erregung versetzt worden sei, geschrieben, um die Interessen des ihm befreundeten Gans Edlen Herrn zu Putlitz zu Grotz-Pankow wahrzunehmen. Die in dem Briefe gegen Herrn Justizrat Eschenbach erhobenen Vorwürfe halte er nicht auf- recht und nehme sie mit dem Ausdruck des lebhaftesten Bedauern.- zurück. Die Kosten des Verfahrens übernahm Amtsrat Schräder und überwies dem Kläger zur Deckung der diesem aus dieser Sache erwachsenen Unkosten die Summe von 4699 M., von der der Priva:- klüger 500 M. dem Roten Kreuz überweisen wird, öriefkasten üer Reüaktion. Die junstischi Sprechstunde findet für Abonnenten Llndenstr. 3, rr. Hos rechts, parterre, am Nwntag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Eonnabcno von ä bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brief lasten bestimmten Ansrage ist ein Buchstabe und eine Zadl als Merkzeichen beiznsügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Ansragen, denen leine AbonnementsHuilturg beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trag- man in der Sprechstunde vor. Verträge, Echrislftlicke und dergleichen dringe man in dir Sprechstunde mit. M. T. 140. Uns ist nur bekannt, daß den Angehörige» von der- wundeten und tranken Kriegstellnebmcrn zum Besuch derselben die Häijie des Fahrgeldes erlassen wird.— Lazarettstreit. 1. Veröffenllichnngcii darüber sind zurzeit nicht gestatlet. 2. Ungefähr 13 Millionen. — H. D. 48. Wegen UnterleibSbrüche dienstuntauglich.— L. B. 10. Ihre Frau mützic daraus dringen, datz ihr die Unierstützung auSgezablt wird.— K. B. Geringe ffingerverletznng, diensisähig.— Habeck. Sit müssen die Zurückgabe des Instruments durch Klage erwirken.— Severa 400. Schreiben Sie an das Standesamt und bitten Sie w Rücksichr ans die beoorst-hendc Einschulung um Beschleunigung der Sache.— C. M. 67. Di- Zeichen sind rein militärisch und haben keine besondere Br. dcutung.— R. B. 100. Ja.— A. H. 82. Anweisung sür cm Testament bekonimen Sie bei unS in der Sprechstunde.— Jerda 19. Geringer Herz- sehler, dienstsähig.— H. W. 30. Es besteht kein Anspruch aus Sterbegeld. Slmtlicher Dtarktbericht der städtiichcn Marktballcn-Direktion über den Großhandel w den Zcnlrai-Markihallen.(Ohne Verbindlichkeit.) Sonnabend, den 27. März 1912. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsen- fleisch la 84—97, do. Ha 76—84, do. lila 67—76; Bullenfleisch Xa 79—89. do. üa 75—78; Kühe, seit 70—75, do, mager 52— 62, do. dänische 50—60; Fresser 60—73, Fresser, dänische, 58—66, Bullen, dänische, 60—72; Kalbfleisch, Doppellender 125— 135; Maslkälber la 88— 110, do. IIa 00— 00; Kälber ger. gen. 55—75. Hammelslcisch: Masllämmer 100—105; Hammrl la 94—99, do. IIa 89—94; Schale 95— 100. Schweinefleisch: Schweine, sclic 00—00, sonstige 95—118, dän, Sauen 73—78, dän. Schweine 80—90.— Gemüse, inländisches: Kartosteln, Dabersche 50 kg 0,00; weiße Kaiserkronen 0,00; Magnurn bonuin 0,00— 0,00; Wöstmann 0,00; Porree, Schock 2,00—3,00; Sellerie, Schock 5,00—10,00; Spinat 50 kg 20,00—22,00; Mohrrüben 7,00—8,00; Wirsingkohl Schock 9,00—15,00; Wirsingloh! 50 kg 9,00—10,00; Weißkohl Schock 9,00—15,00, Weißkodi 50 kg 10,00—11,00; Rotkohl, Schock 9,00—16,00; Roikohl 50 kg 10,00 bis 12,00; Grünkohl 50 kg 15,00—20,00; Koblrüben Schock 6,00—14,00; Teltolnci Rüben 50 kg 16,00—20,00, Märkische Rüben 50 kg 10,00—18,00. Rosenkohl 50 kg 30,00—35,00, Meerrettich Schock 6,00—12,00: Pelersiiienwurzel Schockbund 4.00— 6,00; Zwiebeln 50 kg 17,00— 18,00, Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 6,00— 14,00. Radieschen Schockbund 3,00. Waldmeister Mandel 1,50—1,80. Apfelsinen: italienische 50 kg 12,00—19,00, dilo 200 St. 12,00—14,00, dito 300 St. 13,00—16,00. Murcla 200 St. 15,00— 18,00, dilo 300 Slück 15,00—19,00, M-sstna 160 Sl. 11,00—14,00, 200 St. 12,00—14,00, 300 St. 10,00—15,00. Messina Blul. SO et. 8,50—9,00, do. 100 et. 7,00- 9,00, do. 150 St. 8,00—11,00. Spanische 420 St. 28,00—35,00, do, 714 St. 35,00—40,00, da. 1064 Sl, 37,00-44,00, do. 420 St. large 30,00-40,00. kaufen Sie von Kavalieren wenig getragene sowie im Versatz gewesene Jackett- und Kockanzügc, Paletot», Ulster, Serie I: 10—18 M., Serie II: ÄO— 30 M., größtenteils auf Seide. Ferner Gelegenheitskäufe in neuer Maßgarderobe, enorm billig. Kiesen- posten Kleider, Kostüme, MÄntel, auf Seide, früher bis 150, jetzt ÄO— 35 M. Kxtra-Angcbot in Uombard gewesener Teppiche, Gardinen. Portieren, Betten. Wäsche, Brillanten, Uhren und Goldwaren zu enorm billigen Freisen. --_=_=sü_-. VowÄdJilcscr erhalten 10% extra....... WERTHEIM Leipziger SirQ�e® Königsirö�e 1 Veriond- Abteilung: Bertin W 66. Leipziger Strafe| Sonntag bis Mittwoch � 3� SL � HP* 3?© 1. S 0 D O iTl S S1 11 0 1© WIM!IIIII!lI!I!i!II!I»IWIIlIiMW!!II!lII!II!!!!II 3 S C Ii© garniert Slrohkappen(orbig gcpajpeii 1,35 2.75 Kappe am Slrohborde mli Seldenbopf... 3.20 StraMhüfeÄ�: 6-25 8 50 Neue Malelotform SaÄand 7.50 Liken-Mafelot ÄÄor�12 50 Li�en-Malelot 14.75 Rundhut Aehren � 16.75 Dun/dS-iiit moderner, mit Seidenblende, IQ K, f\ Kunanui Blumen oder Phanlnsie..... iö.OU ungarniert Lihenhöferiw1.30 2.70 3.75 4m. H'yfgarnlfereii Adlerposen �-38«. 48 m. 6 5 m. PhanfaSleS modern hochstehend...... 5 8 P|. Parade-Re iher-Bäumchen im». 9 5 pi. Elegante Phantasie-Schleife 1.35 StangenrGiher ca. 35 cm long, sclwarz oder weih 6-sflellg tC-stleüg 15-s'leUg ZO-stlefig 50-stic!fg 5.40 9m. 13.50 18m. 27� ParadiesreihÄÄ 9 25 12 75 Damenhemden 2.25 Damen- Nadithemden üÄ�nSlfrr;;3.50 5 25 6 m. Renforcö mit Silckerel, halstret 4,50 5.90 Damen-Jacken Renjorcö mit Stldserel, hafsfref O M kic Q 1 K Umlegekragen..... � H. DIS O, I O Deckbettbezüge D.m.ii 1 Loubianaluch 3.7 5 4,1 5 4 90 4.50 W d�sd 1.10 1.20 1.45 1.45| Damasl-Qarnilur. Rosenthaler Strafe® Morüzplatz Sonntag bis Mittwoch Handsdiuh© für I DechbeR o. 2 Kissen., 1 0,25 Damen-Beinkleider Baumw, Betilaken IWxr2oocm 2 m, Renforcä mit Stickerei und Volant 1.35 bis 2. 3 5 2.45 2,75 2.60 3 M Ein großer Pofien Taillen-Unferröcke wei�e sich oder mit Sfltkcrei- ,/] 11.. h.......... von H" bis I I M mit SJtckerel-Än; Ein- und-Ansah Ein großer Posten ünfertäiüen sü-Ä 2 nach amerikanischer Porni, ohne Stangen 185 0 85 mit Stickerei-Eln- und Ansatz...... I bis O Garn ituren Damenhemden 2.30 2.90 3.25 Beinkleider dazu passend............ 2.45 3.25 2.75 Nadifhemden dazu passend.......... 4.60 4,85 5.35 DamenhemOen mit Sllckerel-Eln- und Ansatz., 2.50 2,85 3.35 Beinkleider dazu passend............ 2.50 2.35 3.25 Grosse Auswahl in Osler- Artikel n B Damen 1 Zwirnhandschuhe larbig....... 32 Pill Zwirnhandsdiuhe m« DraAkncpfen 42 pi. | Imit. Waschleder 55 pi. J Imit. Leinen SfÄi-3*"?5 65 Pt > Imit. Leinen �fe�iarb�L.�� 1-16 D Reine 5eide �e�.'-. � 9 5 pi. | Glacehandschuhe �ffikiLTien 1.45 | Waschleder K�;?!.odtr,.dre! 1.65 | Weih Glace BLÄ" �7."'."7 1.65 I Sdiirme | Sonnenschirm IZt??: 4.50 | Sonnenschirm ftt 6 m. | Sonnenschirm aÄ4b�mc7n: 9 m. | Sonnenschirm SlSÄ"; 7"7. 1 0.50 | Sonnenschirm 1 1«- | Dam.-odHerr.-Regenschinne Z halbseid. Surah, Griffe mit echien C"7 C M Beschlag, od. feinen Phanlasiegriffen O■( O Damen-Kleid ma Serge. Boferofadsdien, mit sdtol- O Qk Usdiem Görtel und Knopfgarnilur.. M. Damen- Kleid aus Eofienne, Taiüe mit weisser g" r% Wesie, Passenrods mil Fallen... M. Damen-Kostüm blau Rlppensiojf, lackeil mli Halb-_ seide geföiterf........... �,/ O Damen-Paletot Cover-coaf, Ragfan-Aermel mit /"> A__ Gürtel, ili lang.......... O Herren- Ainarilge Herren- Uetoer�iel�er Herren- BeinSciefdler I�oclen-F�eierinen Megen�Mäntel Sport-Anzilge -----.................... Feine.......................... ! Maßanfertigung j Knatserj-Ariziige. ..Jiliigitiigs- Anzüge K. ia a is e n- Ü Jb e r z I e Ii e r JOüiglSng s~ül> erzielter Heufe Sonnfag von 12-ö geöflne/ BAER SOHN SpezialHaus größten ilaßsiabes för Herren a Knaben-Kleiduna/ BERLIN (tKausseetifrafie ZQ-30 Gr. Franhüfitirler Str. ZO OEOR. 1801 Ii E'rlicJienslraße 11 SciKonetJcrg, Haupsör. 10 Berlin. Druck u. Verlag: Börwart» Buchdruckerei u. VerlaLscmstait Paul Singer L- Berlin S1V, vpmitwortricher Rsdator: Älfreh Wiclexx, Neukölln, Für de» Jnleratentell verantw.: jr 87. 32.3rtW Z. Küllgt htg Lmsrts" Kerliller Wldstllltt. s-mw 28.My.g.z. «»»»!»>»»«»>!«»»»»»»»«>!«>...............»-|»|| III IHIIIIIIMI I■! IHM— I——II 1 1■IIMIIMHI III Millll Uallül———— MMB» LiterariHö Runöjchau. Karl KautSk», Nationalstaat, imverialistischcr Ttaat und Staaten- bund. Fränkische Verlagsanstalt, Nürnberg 1915. 89 Seiten. Preis 50 Pf. I. Die durch den Krieg heraufbeschworenen Meinungsverschieden- heilen in der Partei lassen sich auf die eine Frage zurückführen: Welche Stellung hat die Arbeiterklasse gegen- über den imperialistischen Tendenzen des Kapi- t a l i s m u s einzunehmen? Muh sie ihnen fatalistisch gegenüberstehen in der Erkenntnis, daß es sich hier um eine un- vermeidbare und unumgängliche Phase der gesellschaftlichen Ent- Wickelung handelt, mutz sie den Imperialismus mitsamt seinen gegenwärtigen Methoden in ihrem eigenen Interesse gar fordern Helsen, oder ist ihr eine seinen Zielen zuwiderlaufende selbständige. Politik vorgeschrieben? Um diesen Kernpunkt drehen sich unserb Auseinandersetzungen, soweit sie überhaupt wissenschaftlich ernst zu nehmen sind, will sagen, soweit man nicht durch Schlagworte und gedankenlosen Opportunismus die Unlust oder die Unfähigkeit zu einer grundsätzlichen Prüfung sozialistischer Theorien zu ver- decken sucht. Freilich gilt es, wenn die Diskussion sich einigermaßen frucht- bar gestalten und die Gefahr des Aneinandervorbeiredens ver- mieden werden soll, zunächst, die Vorfrage nach dem Wesen des Imperialismus zu beantworten. So viel von dem Jmpe- rialismus gesprochen wird, so wenig herrscht Einmütigkeit und Klarheit über das, was darunter zu verstehen ist. Da das Wort an sich das Streben nach einem Weltreich bezeichnet, steht rein philologisch gesehen einer sehr extensiven Auslegung nichts im Wege, und so ist es dahin gekommen, daß neuerdings die kriege- rischen Unternehmungen Alexanders von Mazedonien, die Kreuz- züge des Mittelalters, die primitiven Kolonialgründungen, die Grenzerweiterung der in der Bildung begriffenen Nationalstaaten, das«treben Rußlands nach einem eisfreien Hafen, die Chamber- lainschen Zollvereinspläne, kurzum alle Versuche eines Staates, seinen Hoheitsbezirk und seine Interessensphären zu vergrößern, unterschiedslos als imperialistisch gekennzeichnet werden. Wollen wir zu einer Verständigung auch nur über die Problemstellung kommen, so müssen wir uns klar sein, daß der Imperialismus, mit dem sich die moderne Arbeiterbewegung aus- einanderzusetzen hat, und der für uns also einzig und allein in Betracht kommt, einen ganz besonderen Charakter trägt, den Kautsky in Anlehnung an seine früheren Untersuchungen dahin definiert, daß er als ein Produkt des hochentwickelten Kapitalismus in dem Drange jeder industriellen kapitalistischen Nation besteht, »sich ein immer größeres agrarisches Gebiet zu unterwerfen und anzugliedern, ohne Rücksicht darauf, von welchen Nationen es bewohnt wird". Mit anderen Worten: der Imperialismus, mit dem wir es zu tun haben, hat den entwickelten Kapitalismus zur Vorbedingung. Er tritt erst in die Erscheinung, wenn die Periode des innerhalb der nationalen Grenzen und im friedlichen Waren- auswusch mit andern Nationalstaaten seine Befriedigung findenden Industriekapitals überwunden ist, und die EntWickelung eine Phase erreicht hat, in der dem heimatlichen Kapital die Angliede- rung— das Wort im weitesten Sinne— fremder Agrargebiete unumgänglich erscheint. Aus de» ersten Blick mag bei dieser knappen BegriffSbestim- mung die Betonung des agrarischen Charakters der dem Jmperia- lismus als Objekt dienenden Gebiete ein wenig befremden. Es könnte so scheinen, als ob der industrielle Kapitalismus nur desbalb auf ihre Unterwerfung bedacht sei. weil er sich die Zufuhr der not- wendigen Nahrungsmittel und Rohprodukte sichern will. Aber Kautsky weist des weiteren selbst darauf hin, daß die ökonomische Rückständigkeit der Agrarländer ihre Angliederung leicht macht. Nicht nur hie nach landwirtschaftlicher Ergänzung ausschauende Industrie, sondern auch das Verwertungsbedürfnis des Finanz- kapitals stößt hier auf keinen oder doch nur einen sehr schwachen unmittelbaren Widerstand. Die Eigenschaften des Finanzkapitals erörtert die vorliegende Broschüre nicht im einzelnen. Sie bezieht sich auf Hilferdings grundlegende Arbeit, und man kann jetzt noch auf die auLgezeich- /tos einer Zelöbackerei öes nöröiichen Kriegsschauplatzes. Die österreichische„Bäcker- und Konditoren-Zeitung" bringt folgenden Feldpostbrief eines Verbandsmitgliedes: Nachdem wir seit unserem Einrücken längere Zeit in der Gar- nisonstadt Th. verbracht hatten, kam eines Tages Befehl zur Ab- reise nach... Nach der Durchquerung von Böhmen. Mähren, �Schlesien und eines Teiles Galiziens kamen wir am 15. Oktober in K. an. Bereits acht Tage vor unserem Abtransport waren 221 Mann von Th. gleichfalls die Richtung abgegangen, denen wir uns nun anschließen sollten, doch war es uns trotz vielen Suchens nicht möglich, unsere Kollegen in K. zu finden. Wir bezogen daher unsere Ouartiere und meldeten uns den nächsten Tag zur Arbeit, worauf angeordnet wurde, daß wir einstweilen in K. verbleiben sollen. Dieser unfreiwillige Aufenthrlt hatte für uns sehr viel des Guten! Wir besichtigten die Stadt und hatten so Gelegenheit, auch einmal eine größere Stadt Galiziens kennen zu lernen. Das Gesehene hat auf mich einen derartigen Eindruck gemacht, paß ich mir nun ein ganz anderes Urteil über die Kultur in Galizien bildete, als dies vordem der Fall war. Doch die Zeit des Bummelns erreichte bald ihr Ende und am 21. Oktober zogen wir zum Bahnhof, um nach L. zu fahren. Nach einer ziemlich mäßigen Fahrt kamen wir abends in D. an, wo sich unseren staunenden Augen zum erstenmal die Schrecken der feindlichen Invasion zeigten. Die Weiterfahrt war durch eine von den Rusien auf ihrem Nückzi-g gesprengte B««cke verhindert, und notgedrungen saßen wir nun!ner'est. Schon der Eintritt zum Bcchnhof erweckte in uns ein unheimliches Geftkli!. Die Lampen zerschlagen, die Kredenzfensterscheiben der Bahnhof- restauration zertrmnmert, alle übrigen Einrichtungsgegenstände lagen kreuz und quer durcheinander. Mit einigen Kollegen sahen wir uns nun in der Stadt um. In der Räbe des Bahnhofes befand sich ein Hotel, dessen offene Türen zur Besichtigung einluden. Zer- schlagene Möbel und Fenster waren in allen Zimmern zu sehen, zerrissene Bücher und Karten zierten den Fußboden. Hierauf gin- gen wir die Straße entlang dem Marktplatz zu, wo mehrere abge- brannte Häuser zu sehen waren. Der nunmehrige Abgang des Zuges vereitelte leider die weitere Besichtigung der Stadl. Längs der Strecke ein wirres Durcheinander; zerrissene und zerschnittene Leitungsdrähte, zertrümmerte Signalscheiben, offene, ihres Jnbalts beraubte Waggons lagen längs des Bahndammes und zwischen- durch Tausende leerer Konservenbüchsen. Nach einer 26stündigen Fahrt kamen wir in R. an. Auf dem neben dem Personenbahnhof befindlichen Güterbahnhof erhielten wir gegen Schein Menage und nsten popularisierenden Darstellungen verweisen, die zurzeit in einer Monatsschrift unserer österreichischen Genossen, dem „Kamp f", erscheinen. Kautsky beschränkt sich auf die Feststellung, daß die staatlichen Tendenzen des Finanzkapitals zu allgemeinen Tendenzen der gesamten ökonomisch herrschenden Klassen der kapi- talistisch fortgeschrittenen Staaten geworden sind, und daß damit eine der Kennzeichen der heutigen„imperialistischen" Periode ge- geben ist. IT. Welches aber sind die staatlichen Tendenzen des Jmperialis- mus? Zunächst die Förderung einer starken Staatsgewalt, sodann Unterstützung einer Politik, die die Vorbedingungen für �die nötigenfalls gewaltsame Durchsetzung imperialistischer Ansprüche schafft. Damit ist dann die Gefahr großer welterschütternder Konflikte heraufbeschworen. Das Wettrüsten aller kapitalistischen Staaten ruft immer neue Spannungen hervor und erzeugt eine sehr bedenkliche internationale Stimmung. Der Imperialismus schläfert die an den Ausdehnungsbestrebungen nicht interessierten Klassen und Schichten ein, und es kann zum Kriege kommen, auch ohne daß ein imperialistischer Konflikt die unmittelbare Ver- anlassung böte. Daß der gegenwärtige Krieg auf diese Weise entstanden sei, hebt Kautsky mit großem Nachdruck hervor. Mir will scheinen, als ob er dabei ein wenig zu weit gehe, und die Bedeutung der zweifeltos vorhandenen Interessengegensätze vor allem zwischen dem deut- schen und dem englischen Kapital unterschätze. Sicher ist aber, daß man auf gutem Wege lvar, eine Reihe von Einzetdifferenzeu zwischen Deutschland und England friedlich aus der Welt zu schaffen, sicher, daß der Widerstreit zwischen Oesterreich auf der einen, Rußlands und Serbien auf der andern Seite nur sehr teil- weise imperialistischen Charakter trug, sicher ganz allgemein, daß der Krieg zwar ökonomisch bedingt, keineswegs aber schlechterdings unabwendbar war. Die Expansionsbestrebungen des modernen Kapitalismus erhöhen die Kriegsgefahr, aber nur eine rein mechanische Auffassung des Entwickelungsgedanlens kann sich aus den Standpunkt stellen, daß sie mit Naturnotwendigkeit zum Kriege führen. Eine solche Auffassung verkennt das Wesen des kapitalistischen Zeitalters über- Haupt. Sie fingiert sozusagen einen Kapitalismus im luft- leeren Raum und läßt die Wirkung der von ihm selbst hervor- gerufenen Gegenströmungen unberücksichtigt. Sie konstruiert eine absolute Meinherrschast des Kapitals und eine durch nichts ge- hemmte Auswirkung der ihm innewohnenden Tendenzen. Sic bleibt uns jede Erklärung dafür schuldig, daß die im Besitze der kapitalistischen Produktionsmittel befindliche Klasse nicht über die uneingeschränkte politische Herrschaft verfügt und ist vor allem nicht imstande, ein richtige» Verständnis für die Aufgaben und Funktionen des Proletariats im kapitalistischen Staate zu gewinnen und zu vermitteln. III. Es ist nicht das erstemal, daß sich Kautsky in einen Streit über dieses Thema verwickelt sieht. Dieselben Fragen wie heute bitdetcn die Grundmelodie der Auseinandersetzung, die er im Jahre 1912 über das Problem der Rüstungseinschränrungen mit den Genossen L c n s ch und R a d e k zu führe» genötigt toar, und nichts ist im gegenwärtigen Moment interessanter und lehrreicher als sich die da- maligen Meinungsverschiedenheiten zu vergegenwärtigen. Seine Gegner vertraten mit großer Entschiedenheit den Standpunkt, daß gegen den mit Naturnotwendigkeit zum Weltkrieg treibenden Imperialismus innerhalb des Rahmens der kapitalistischen Gesellschaft kein Kräutlein gewachsen sei, und daß es nur die eine Alternative Imperialismus oder Sozialismus gebe. Kautsky hielt dem entgegen, daß der Sozialismus erst möglich sei durch den Kampf gegen die„uaturnotwendigen" Tendenzen des Kapitalis- mus in der heutigen Gesellschaft, und daß mit der Aufstellung jener Alternative für die Ueberwindung der Gefahren des in die imperia- listische Phase eingetretenen Kapitalismus wenig gewonnen sei. Wie sehr er im Recht war, zeigt der heutige Stand der Dinge. L e u s ch selbst und eine nicht unbeträchtliche Anzahl jener Partei- genossen, die damals gleich ihm von dem Versuch einer Umbiegung der dem Proletariat verhängnisvollen spitzen des Imperialismus nichts wissen wollten, sehen heute in dem Krieg, au dessen imperia- liftischen Ursachen sie nicht zweifeln, eine Etappe, die ebenso unver- meiolich war wie meinetwegen die Perdrängung des handwerklichen Kleinbetriebs durch die Fabrik, und das praktische Verhalten, da» diese Jntransigenten von vorgestern dem Krieg gegenüber an den Tag legen, bewegt sich ungefähr auf der gleichen Linie wie das der von ihnen vordem so stark angesehdeten Revisionisten. Nur mit dem Unterschied, daß bei ihnen unfruchtbarer Fatalis- mu» ist, was bei den Revisionisten immerhin noch als zielbewußte Politik angesprochen werden kann. Diesem Fatalismus rückt Kautsky in seiner neuen Arbeit mit größter Entschiedenheit zu Leibe, und so wertvoll das reichhaltige Material ist, das sie zur Beurteilung der gegenwärtigen Weltlage und der Möglichteiten ihrer Umgestaltung bringt, so bleibt es doch ihr größtes Verdienst, daß sie dem Proletariat sagt:„Nichts irriger als die Meinung, die mateciatistische Geschichtsauffassung verbiete es, den imperialistischen Methoden zu widerstehen, so lange das Kapital herrsche. Sie macht diesen Widerstand vielmehr zur wich- tigsten Aufgabe unserer Zeit." IV. Doch wo liegen die Möglichkeiten, die Gefahren des Imperia- lismuS zu bannen, ohne die ökonomische Enttvickelung zu hindern? Hier und da in der Partei glaubt man offenbar, dem Kapital, um es von überseeischen Ausbeutungsobjekteu abzulenken, einen Ersatz in benachbarten Kleinstaaten und Teilen von Grotzstaaten bieten zu können. Man empfiehlt nicht direkt Annexionen, aber man beeilt sich, auch sie im vorhinein mit den„allgemeinen Entwicke- lungstendenzcn" zu rechtfertigen. Es ist heute �auS bekannten. Gründen nicht möglich, die wichtige Frage zu erörtern, ob„An- gliederungen" von kapitalistisch hochentwickelten Nachbargebietcn für den deutschen Kapitalismus vorteilhaft wären. Mit Nachdruck wendet sich Kautsky gegen Winnig und andere, die den verzweifelten, aber von vornherein verfehlten Versuch � gemacht haben, den Siationalitätenstaat und nun gar den, der.jetzt noch durch eine gewaltsame Unterwerfung fremder Nationen entstehen kann, mit den Grundsätzen der Demokratie in Einklang zu brin- gen. Wer nicht auch die Abtehr von der Demokratie als eine „naturnotwendige" und vom Proletariat zu akzeptierende Entwicke- luugstendenz ansieht, kann niemals die Bildung eines Natio- nalitätenstaates als Ausweg aus den durch das Verwertungo- bedürsnis des Kapitals entstandenen Schwierigkeiten empfehlen. Kautsky verweist statt dessen auf den Staatenbund, der durch den freiwilligen Zusammenschluß autonomer Nationalstaaten entsteht. Er ist ihm das anzujirebende Ziel, die Alternative des Imperialismus innerhalb der kapitalistischen Wirtschaftsordiiiülg. Das Problem des Staatenbundes lvird in der Tat mit dem Beginn der Friedensverhandlungen nicht mehr von der Tagesord- nung verschwinden. Ob er allerdings lu absehbarer Zeit eine Gestalt annehmen wird, in der er sich wir.'.schafrlich selbst genügt, ist eine andere Frage. Wahrscheinlich wird er zunächst einen Boden schaffen, von dem aus die Kapitalismen der verschiedenen Nationen sich über die imperialistische Ausbeutung exotischer Agrarstaaten verständigen. Aber auch dieser staatlich garantierte Welt- trust des internationalen Kapitals ist insofern ein Fortschritt, als er die dem Weltfrieden gefährlichen Wirkungen des Imperialismus abschwächt. In der Besprechung, die die„Chemnitzer Votksstunme der vorliegenden Broschüre widmet, wird versichert, daß die Abhandlung im Gegensatz zu der Lenschschen Arbeit, die einen so heißen Geister- kämpf entfesselt habe, eine Wirkung auf die Arbeiterschaft nicht aus- üben könne. Ich gebe zu, daß die Schrift des Genossen Lensch aussehenerregender ist als die des Genossen Kautsky. Aver ich setze darin keinen Vorzug. Der denkende, soziatistisch. einigermaßen gc- schulte Arbeiter, der den Gedankengang des einen mit dein des an- dern vergleicht, wird kaum zweifelhaft sein,>ver ihm Führer sein kann.' R u d. B r c i t s ch c i d. Tee. Der große Hof war belegt mit Verwundeten, viele gefangene I Tiefe und bis zu einem Meter Umfang, und rechts und links Russen war hier mit dem Verladen von kolossalen Hafervorräten der Straße loaren die Felder mit toten Pferden besät. Herren- "_.........---- lose Rinder und Pferde irrten umher, und je vier Stuck dieser Tiere konnten wir uns zur Beftiedigung unseres Bedarfes aufgreifen- Nachdem zweimal die Weichsel passiert war, traf die Kolonne nachts 1 Uhr bei fürchterlichem swrm und Regen in W. ein, wo wir uns bis beute noch befinden. Am 12. November wurde aufgebanl, doch mußte nach einiger Zeit der Backplatz gewechselt werden, da alles in fußtiefem Ächlammc versank. Hier ist nun.für eine ziemlich gute Unterkunft gesorgt; was uns aber ziemliche. Un- annchmlichkciteu bereitet, ist die Läuseplagc. scit� unserer Ankunft hier wurde die Bäckerei des öfteren bereits Reformen unter- zogen. Seit dem Rückzug der Russen ist sie. Etappen backe rci und lvird in vier Sektionen gearbeitet. Drei dieser Sektionen sind fahrbaren Systems, die vierte ist Herdbäckerei; zwei Sektionen bestehen aus je zwei Zelten mit je zwei Oefen und einem Bröl zelt, eine Sektion besteht aus neun Oefen in vier Zelten, mit zwei angeschlossenen und einem separaten Brotzelt. Jeder Ofen hat sechs Rohre, die mit je zwölf Broten a 1400 Gramm belegt werden. In zwei Scksichten zu je zwölf Mann werden täglich acht Hitzen zu je 141 Stück erzeugt. Alle drei Sektionen(die vierte befindet sich in B.) erzeugen zirka 20 000 Stück Brote, die größten- teils sofort per Bahn an die Front gehen. Die Einrichtung der Bückerei ijt die einer anderen Bäckerei fast gleiche. Als Verpflegung erhalten wir mittags Rindfleisch mit Suppe, drei- bis viermal wöchentlich auch Wein, früh und abends guten Kaffee nebst 30 H. Löhnung und den üblichen Tabakrationen. In der Um- gebung herrscht hier eine teil» versteckte, teils offen zutage tretende Not. Die Bäckerei wie die Küchen sind ständig von Kindern, Frauen und Männern belagert. Dieselbe Erscheinung trat auch bei den gefangenen Russen zutage. Sehr oft kommt es vor. daß uns diese silberne und goldene Uhren und Bargeld bis zu 10 Rubel für ein Stück Brot boten. Da auch sehr viele Erkrankungen vor- kommen, wurden wir vor kurzem auch einer gründlichen Durch- impfung unterzogen. Unter den hier tätigen Kollegen sind Deutschböhmen, Tschechen, Grazer und 20 Ungarn. Die erstgenannten sind zum größten Teil unorganisiert und national gefärbt, da- gegen sind die Ungarn im Verhältnis wie 4:5 organisiert; mit den letzteren ist es auch sonst recht gut auszukommen. Indem wir der Hoffnung Ausdruck verleihen, recht bald wieder nach Hause zurückkehren zu können, will ich noch eine Bitte unserer Kollegen an dieser Stelle zum Ausdruck dringen. Ein jeder der Daheimgebliebenen möge für die Organisation tun, was in seinen Kräften steht, damit lvir, wenn wir das Glück haben und gesund nach Hause kommen, mit ihnen gemeinsam für den weiteren Ausbau der Organisation loirken können. Dies ist die einzige Bitte, die wir an unsere Kollegen zu richten haben; die Erfüllung derselben ist so gefahrlos, daß ihr ein jeder der Daheimgebliebencn entsprechen und so beitragen kann zur leichteren Ueberwindung dieser schweren Zeit,„Caric," ' beschäftigt. Nach beendeter Mahlzeit ging es weiter, und um 7 Uhr abends langten wir in L. an. Wir bezogen unsere Quartiere und meldeten uns nächsten Tages zur Arbeit. Dieser Tag war Ruhetag und erst am nächstfolgenden ging es in die Bäckerei. Inzwischen war eine Neueinteilung der gesamten Arbeitsmannschaft vorge- nommen worden. 120 Aiann verblieben in L., 130 Mann wurden weiter nach dem 42 Kilometer entfernten I. dirigiert, von denen sich noch 30 Mann nach Pr. abtrennen mußten. In diesen beiden Orten gab e» in erster Linie ungemein viel Reiuigungsarbeit, weil die Russen die Backräume, Backtröge und sonstige Einrichtung» gegenstände mit menschlichen Exkrementen verunreinigt hatten. Da die Russen uns fortwährend beschossen, durfte sich zum Schlafen- gehen niemand auskleiden, und es mutzten auch die Uuterkunfts- räume gewechselt werden. Da» durch die heftige Beschießung ver- ursachte Getöse der zu Tausenden auf die Dächer und den Hof des Verpfleguugsmagazins niedergehenden Geschosse hätte schließlich jeden Schlaf unmöglich gemacht. Durch die sich stetig mehrende Unsicherheit rüstete alles zum Abmarsch. Die in L. befindliche Gruppe hatte bereits am 29. Oktober abgebrochen. Auch wir setzten uns am Abend in Bewegung und fuhren bis R., wo übernachtet wurde. Nächsten Tages ging es weiter über Z. und D., bis wir am 1. November in T. eintrafen. Als Nachtlager dienten uns hier verlassene Gänseställe, Trainwagen, verlassene alte und neue Gebäude, in die sich mancher von uns den Weg durch die Fenster ebnen muhte. Am 2. November wurde der Platz ge- wechselt, Zelte aufgeschlagen und mit der Arbeit begonnen. Die mittlerweile aus Pr. und I. eingetroffenen Partien arbeiteten teils in Zivilbäckereien, teils im Verpslegsmagazin. Am 7. November erhielten wir Befehl zum Abbrechen, und der Morgen des 8. fand un» bereits auf der Straße, unserem neuen, noch unbekannten Ziele entgegenfahrend. Die Fahrt ging sehr langsam vonstatten, Hunderte von Autos kreuzten unseren Weg, dazwischen wurden ungeheure Artillerierokonnen geführt, so daß wir zeitweise derart in unserer Fahrt behindert waren, daß wir zu einer Strecke von 2 Kilometern volle sechs Stunden brauchten. Nachdem wir an diesem Tage auf freiem Felde genächtigt, zogen wir anderen Tages über B. nach W., überschritten hier den so oft genannten Dunafecflutz, der die Größe unseres Wienflusses hat, und erreichten nach mehrstündiger Fahrt unser Reiseziel P. bei K. Haben wir schon die schanzen und Schützengräben in W. bewundert, so hatten wir hier Gelegenheit, die Vernichtungs- anlagen aller Art erst recht bewundern zu können. Zllle waren wir uns klar darüber, daß hier jeder Versuch des Feindes, nach K. durchzukommen, vollkommen unmöglich sei. Als letzte Etappe zu unserem Ziel hatten lvir nun noch 42 Kilometer zurückzulegen. Am 10. November, 7 Uhr ftüh, machten wir uns auf den Weg. Behindert wurde dkjFaljirt sehr durch die furchtbar schlechten Weg- verhältniste. Die Straße war voll Löcher von 10 Zentimeter Verlustlisten. Sic Verlustliste JS5 der' preußischen Armee cruhalt Verluste folgender Sruppcn: 6«?. Ins.-Brig. lJnf.�ticg.?tr. S8 imd IM). ArDeitskommÄndo; 4. Garde-Inf. Reg.; i. u. tÄardc-Res.-Inf.-Refl.; Garde-Gre«.-Re« gimeificr. Elisabeth, Nr. 5;■ Gardc-Füs.-Reg.;■ Öortc�Sdiöhcn«- und Gardc-R cs.-Ichützen-Bat. t Gren.- bzw. Ins.- bzw. Füs.-Regimenter Nr. 1. 2. 3, ö. t>. 1, 8, 9, 12, 18, 20, 21, 23, 2b, 27, 28, 31. 32, 33, 10, 41, 42, 43, 14, 46, 48, 53, 06, 57, 59, 66, 67. 68, 69, 70, 72, 73, 87, 88. 89, 93, 98, 99, 110, 114, 116, 129, 130, 142, 113, 150, 152, 154, 155, 156, 158, 159, 160, 161, 163, 165. 169, 172, 173, 176: Res. ,mf.-Regimenler Nr. 3, 5, 7, 8, II, 13, 20, 21, 22. 27. 28, 29, 32. 35. 48. 19, 60, 61, 65. 67, 68, 70, 72, 77. 81, 82, 83, 88, 118, 205, 207, 210, 219, 220, 221, 220, 224. 225,. 226. 227. 228, 229, 230, 231, 232, 257. 262, 270, 272; Kombi. wertes Jnf.-Regl v. Weber; Ers.-Fnf.-Regimentcr Nr. 1 der Brig. Dousfin; Keller. Lcünbach-.Zercncr. Runge; Res..Ers,-Jns.-Reg. Nr, 4; Detachement v. Lewinski(siehe Füs�-Reg. Nr: SS«; Lgndw.- �nf.-RCginrenter Ztr. 2, 4, 6, 7, 8. 12, 21, 22, 34, 37, 40, 46. 18. 51. 60, 61, 65, 77, 81, 83, 84, 110; L andw.-Ers.-R eg. Nr. 5; lleberpbanmiißigcs Lairdw.-Jnf.-Bot. Nr. 2 des 4. Armeekorps; Hairdw.-Ers.-Bat. Kulm; Brig.-Ers.�Bataillonc Nr. 7 12, 36, 37, 42. 49, 79, 86:-Kandst..Lataillone l. Beuthen i. Ob.-schl., I Brauns-- berg, 7 Deutsch-Eylau, Deutsch-Krone, I. Essen. I Hagenau. II und 14 l'.Königsberg. Mölsheim, I-Lstrowo. I Rawitsch; Bataillon Engels:(früher Landst.-Bat, Rubacti, siehe Ers.-Jnf.-Reg. Runge; Aager-Botaillonc Nr. 1, 4, 9; Res.?Jäger-Aataillono Nr. 1. 3, 24; �estvngs-Masckinengew. Abteilungen Nr. 3.und Posen Nr. 12; Rcs:-Keümigs-Masctljncngeio.-2lbt. Nr. 1; Feitungs-Maschinengew.. Komp. Nr.. 5; Fcld--Maschinengew.-Zug Nr. 81; Maschinengew.-Zug Prcuß. � Huurren Nr. 4; Res.-Husaren Nr. 9; Jäger zu Pferde Nr. 10, l�l; 1, X'onhiu.-Es'f. des 20. Armeekorps. 1.. tÜarde-sseldart. Rcg.; Feldart.-Regimenter Nr. 1, 14, 33, 47, 80; Res.-Feldart.-Regimenter l'ir. 1, 10, 59; 1. Xandw.-Feldart.-- BaHcr.ic des 20.?trmeckorps. Fußart.-Rcg. Nr. 5; Ueberplamnätziger Fußarb-Battcrie g der Festung Metz. Pion.-Regimenicr Nr. 18, 25. 29; Pion.-Bataillone: I. Nr. 1, 1,1. Nc 3. LI. Nr. 4, I. und II. Nr. 9. 1. und 11. Nr. 10. I. Nr. 11. II. Nr. 14. I. Nr. 15. I., II. und lll. Nr. 16, I. und II. Nr. 26; Res. Piou.-Bat. Nr. 09; Rcs.-Pion.-Kompagnien 43. 44, 51, 78. Art.-Mu'nitionS-Kol. Nr. 3 des 14. Armeekorps; Res.-Art.- Munitions-Äol. Nr. 36 des 4. Reservckorps; Rcs.-MUnitionS-Kol.- Ädt. Nrl 15 des 23. Reservckorps. Fortisikätiqn Königsberg i. Pr. und Tchanz-Äomp. Nr. 5. Saniläts-Komp. Nr. 1 des 3. Armeekorps; Feldlazarett Nr. 7 des 1-' Armeekorps. R c s.- P roviant-M of. Sir. 25 des 8. Reservekorps; Fuhrpark Kol. Heydemanii des Korps Thoru; Etappen Fuhrparl-Kol. Nr. 4 des l. Armdekärps; Pfcrdedepot Nr. 2 des 3.' Armeekorps. Kricgsbcklciduiigsamt des 17. rirmeekorps. 7ie bahcrischö Verlustlisie Nr. 166 bringt Verluste der Jns.-Regiiuellter Nr. 1, 2, 3. 8: 2. Jäger-Bar.; Res.-Jnf.-Re-> gimenter Nr. 1, 4. 10, 12, 15, 18, 23; Res.-Jäger- Bat. Nr. 1; Landw. Inf. Regimenter Nr. 1, 2, 3, 4, 8; Ersatz-Jnf.-Reg. Nr, 3; 5. Cbevairlegers-Reg.: Res.- Fußart.-Reg. Nr. 3; Xandw.-Futzart.- Bat. Nr. 3: 1. Pton.-Bat.; Fernsprech-Abt. Nr. 1. : Die württembergischo Perl ustliste Nr. 1 14 bringt Per-- Inste des Brig!--Ers.-Inf:-Bat. Nr. 52; Grmu.Reg. Nr. 119; Landw.- Anf.. Reg. Nr. 119; Jnf.-Reg. Nr. 120; Ref.-Inf.-Reg. Nr. 120; Landw. Jnf.-Reg. Nr. 120; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 121; Füsil,er-Reg. Nr. 122: Landw.-Jnf.-Regimenter Nr. 122. 123: Inf.-Rcg. Nr. 125; Landw. Fnf.-Rcg. Nr. 125; Jnf.-Reg. Nr. 180; Res.-Jnf.-Reg. Nr. 248: Res. Fetdart.-Reg. Nr. 26; l. Ers.-Abt. Fcldart.-Reg. Nr.. 29: Fcldart.-Reg. Nr. 49; I. Ers.-Abt. Feldart.-Reg. Nr. 65; L�rndw.-Feldart. Bat:.; Ii. Muninons-Äol.-Abt.; Res�Munitions- Kol'.-Avt. Nr...26; Res.-Div.-Bruckenkrain Nr.: 26. vom Westhofen öerlins. .... Für den Weslbgfen, den die Stadt Berlin baut, sind die Ar- Heiken zur Bauausführung der Hafenbecken nach den schon früher gen ühn, igten Entwürfen längst im Gange. Auch die Sonderent- würfe für die Hafengebäude samt maschinellen Ein- Dichtungen hoben mit der vom Magistrat vorgenommene:: Be- schrä»kpng hauptsächlich der Speicheranlagen und entsprechender Ermäßigung' des Kostenanschlages jetzt die Zustimmung der Stadtverordneten erhalten. ' Bei'der Ausarbeitung dieser Entwürfe ließen sich bereits Er- sührüngcu verwerten, die man mit dem neuen Lsthafen inzwischen gemocht, hat., Tie Prüfung, tu welcher Zähl und Größe die Hasen- gebäude nötig seien,' ergav unter, anderem, daß auf einen'befon- deren Warcnspeichcc einstweilen verzichtet werden kann. Es wird angenommen, daß zur Warenlagerung bis auf wetteres die Lager- hallen und nötigenfalls ein mitzubertutzender Teil des Zollspeichers ausreichen dürften. Im Osthofen hat sich auch gezeigt, daß in Berlin nicht wie' anderswo ein starkes Bedürfnis von'Stückgutvcr- ladung von Schiff auf Bahn besteht. Hier überwiegt der Loko- verkehr den Untschlogvcrkchr, so daß reichlichere Ausfuhrgelegenheit für Landfuhrwerke vor den Lagerhallen erforderlich ist. Das wird im Westhasen' berücksichtigt werden. Die zulässige Verminderung der Bahnanschlußgleise an den Lagerhallen ermöglicht dafür eine größere. Kohlengleisoulage, die fast einen eigenen Kohlenbahnhof darstellt. Die neuen- Bauentwürfe für die Gebäude sehen jetzt vor: einen' Getreidespeicher, einen Zollspeicher, drei Lagerhallen, cm Verwaltungsgebäude, ein Arbeiters peisehaus, ein Umformer- gebäude, ein Werkstättengebäude, einen Lokonwtivschuppen, ein Kohlenarbeiterhaus, ein Stellwerksgebäude, die' Pförtnergeoäude, die l'tbortgebäudc. T-cr Getreidespeicher hat bei 115 Meter Länge und 271- Meter Breite eine bebaute Grundfläche � von rund 3200 Quadrat meker. Er erhält für Lagerzwecke zehn Geschosse. nämtich ein Kellergeschoß, eilt Erdgeschoß, fünf Obergeschosse, drei Dachgeschosse. Die starke Ausnutzung des Tächröllms ist möglich, nachdem die Baupolizei höhere Lodenbcanspruchungen als beim Lfrbascn zugelassen bat. Das gesamte Fassungsvermögen dieses Speichers beträgt 22 000 Tonnen bei Normalausnutzung, 29 000 Tonnen, bei. Höchstausnutzung. Der Getreidespeicher wird aus- gerüstet mit allen neuzeitlichen Einrichtungen zur Förderung und Behandlung des Getreides. Für die Annahme des Schiffsgetreidcs stehen zur Verfügung eine pneumatische Doppelsauganlagc, zwei fährbare Scknffsclcvatorcn und zwei Halbportalkrane zur Förde- rung von Stückgütern und Mehl und gegebenenfalls auch von Gc- kreide mittels Greifer. Es können drei bis vier Kähne gleichzeitig entladen werden. Für die Amtahnie von Eisenbahn- oder Fuhr- werksgetreide sind Einschütttvichtcr vorgesehen. Außerdem kann der Umschlag von Schiff auf Eisenbahn durch die Schifssclcvatorcn und von Schiff zu Schiff durch die Sauganlageu erfolgen. Bei der Ausgabe kamt das Getreide ins Schiff oder durch die Absackmagen in die Eisenbähitwagen geladen werden. Zur Einfpeicherutig dienen Transports äitder, Elevatoren, Verteiler� Für Vorreinigung des Getreides sind Reinigungsinaschincn mit Staubfiltern vor Händen. Alle staubentwickclndcn Auflaufstellen des Getreides haben Anschluß an ciye Entstaubungsanlage, Bei dem Zollspeicher ist die bauliche Ausbildung int wesentlichen dieselbe wie bei dem Getreidespeicher, doch hat er ein Dachgeschoß weniger. Der ganze Speicher faßt 24 500 Tonneu bei Rormalausnutzuitg, 28 300 Tonnen bei'HLchstansnutzung. Die drei Lagerhallen haben jede die ungefähre Länge von zwei großen Schiffen. Bei 123,3 Meter Länge und 23 Meter Breite bedeckt jede eine Grundfläche von rund 2900 Quadratmeter. Sie erhalten ein Kellergeschoß, ein Erdgeschoß, ein Obergeschoß. Tas Fassungsvermögen der drei Lagerhallen beträgt zusammen rund 48 000 Tonnen. Bei den Speichern und Lagerhallen werden Decken, Dächer, Säulen aus Eisenbeton bzw. ummanteltem Eisen hergestellt. Tas Verwaltungsgebäude kommt etwa in die Mitte der Hafenanläge. Es cnt- hält Bureaus für die städtische Hafctwcrwaltung imd für die staat liche Eis citbahirverwält u itg, auch Dienstwohnungeit für Oberbeautie, ferner Kontors zur Vermietung an Firmen. Ein Turm krönt dieses Gebäude; er nimmt den Hochbehälter für die Wasserver- jorgung der Lokomotiven aus. Das Arbciterspetsehaus ist nötig, weil in der Hasenumgebung wenig private Speisnugsstätten vor- handen sind. Für die Arbeiter werden in beiden Speichern und allen Lagerhallen heizbare Aujenthaltsräume mit Wasch- und Ilutileidegelcgctthcit eingerichtet, gleiche Anlogen auch im Werk- stätten- und int Ilmformerhaus, in diesen beiden Häusern auch Badeanlage«. Für Köhlenarbeiier wird am Äohlenlagerplatz ein besonderes Unterkunfishaus erbaut. � Zu den majchinelleti Einrichtungen gehören 24 Hcbezeuge, die für den Güterumschlag an den Speichern und Lagerhallen und auf Freilad eplätzen aufgestellt siitd. Die Krane haben meist 21- Tomten Nutzlast, bei einem beträgt die Nutzlast 5 Tonnen, vier werden mit auf dem Portal fahrbarem Drehkrait ausgebildet. Vorgesehen ist außerdem auf einem Freiladeplatz eine Pollportal-Vcrladebrücke für.Massengüter und an dem dnen Hafenbecken ein feststehender Schwcrlastenkran mit je eiticr Ladcjluse für 30 Tonnen und für 7 Tonnen. Die Gebäude haben die ttötigen Lasten- und Personen- aufzüge, Lukenivindcn usw.'Für den Umschlag von Kohle ist eine Einrichtung geplant, die eine Verladung vom Schiff auf Eisenbahn, Fuhrwerk und Stapelplatz und umgekehrt erutöglicht. Zwei Greiferdrehtrane in Verbindung mit einer Hängebahn und drei Brücken werden das bewirken. Kraft und Licht für die Hofen- aulage liefert die benochtzorte Zentrole der„Berliner Elc'ltri- zitäts-Wcrke". Die Aenderung der Entwürfe für die Gebäude hat auch zu einer Aenderung des Lageplanes geführt. Dohei wurde zugleich eine möglichste ALrundung des siädtebaulicheit Bildes der gesamten Anlage, erreicht. Der Kosteltanschlag stellt sich, gegenüber den 38,2 Millioneti Mark des früheren Anschlages, jetzt auf. etwas über 36� Millionen, jo daß über 11- Millionen Mark erspart wurden. Von dem Gesamtbetrag entfallen jetzt 16 772 000 M. auf die Grunderwerbskosten und 10903 000 M. auf die Baukösten. Mus aller Welt. Kriegshyänen. In Budapest wurden vor kurzem einige G r o ß t u ch- Händler verhaftet, weil sie dem österreichischen Militäräror anstatt bestellter grauer Militärtuche für mehrere Millionen Kronen mindetwertige Domentuche geliefert haben. Die Affäre kam dadurch in Fluß, daß ein Truppcnkommandeur Anzeige erstattete, weil bei den Soldaten, nachdem sie nur kurze Zeit Kniebeuge geübt Hatten, die Hosen geplatzt waren. Wie die«Wiener Ar- beiterzeilung� berichtet, nimmt die Angelegenheit einen größeren Umfang an. Es sind bisher verhaftet die Grotzluchhändler Alexander Varadi, Bela B. Äohn, Nikolaus Ligeli. Destder Varady, Ladislaus Neumaim, Artur Portos, Desider Hecht und Edmund Szasz, ferner vier Agenten. Ueber sonstige Verhaftungen die in anderen Gesellschaftskreisen vorgenommen wurden, gibt die Polizei noch keine Auskunft. Die erstgenannten acht Tuchhändler. durchwegs reiche Leute, hatten einer etwaigen Entdeckung ihrer Be- trügereien nicht sonderlich besorgt entgegengesehen; waren sie doch der Meinung, gegen Erlag von Kautionen in der Höhe von 10 000 bis 100 000 Kronen auf freien Fuß gestellt zu werden. Jetzt, da sie wissen, daß ihre Strafsache vor das Honved-KriegSgericht kommt, ist es mit ihrer Zuver- acht vorbei. In der Wiener Maria-Theresia-Äasertie wurde am 22. März eine besondere Probe mit den minderwertigen Unisormtuchen veranstaltet. Eine Kotttpagitie Infanteristen wurde tu funkelnagelneue Monturcn gesteckt und hatte im Kasernen« hos Geleniübungen zu machen— nach einer halben Stunde hatte äst jeder Soldat die Knie und Ellbogen der neuen Uniformstücke durchgestoßen. Die.Arbeiterzeitung' bemerkt dazu: Daß die Be- trügereien bei diesen Heereslieferungen geraume Zeit ungestört fort- gesetzt weiden komtiett, ist der heutigen ParlameniZmehrheit zu danken. Diese hat nämlich vor etwa Jahresfrist eine.Preßreform' durchgeführt, mit der die Preßfreiheit beträchtlich eingeschrönlt 'wurde; das neue Preßgcsetz tollte unter anderem auch einen der- stärkten Schutz der privaten Ehre bilden und bedroht mit schweren Geld- und Freiheitsstrafen die Veröffentlichung von im Zuge be- findlicheu Suafangelegenheiten, so lange ein rechtskräftiges Urteil nicht gefällt ist. In Wahrheit ist eS ein Schutzgesetz für Schwindler, Betrüger, Hochstapler und Gauner jeder Sorte, die zu gerichtlichen Schadenersatzansprüchen berechtigt sind, wenn man vor ihren Um- trieben warnt. So hatte man schon vor etlichen Monaten in den Redaktionen inehrercr hiesiger Blätter Kenntnis von den Miß- bräuchen der jetzt verhasteten Heereslieferanten, aber kein Jountalist komile es wagen, diese Tinge zur Sprache zu bringen. Das mochie freilich nicht wenig dazu beitragen, daß sich die Betrüger so sicher fühlten._ Ei» englischer �rachtdampscr verlöre». Aus Tanger wird vorn 27. März gemeldet; Der englische Frachldampfer„Trostburg' lief gestern vormittag bei Kap Spartel auf. 13 Mann der Besatzung wurden von dem französischen Kreuzer„Friant' und drei englisckien Torpedobooten gerettet. Die übrigen 6 7 Mann konnten infolge des hohen Seeganges noch nicht gerettet werden. Ter Dampfer wird als verloren betrachtet. Tas Urteil iut Prozeh Tesclaux. Das Kriegsgericht in Paris verurteilte den Generalzablmeistcr D esclaux wegen Unterschlagung von Lebensmitteln und Militär» effeiten zu sieben Jahren Zuchthaus, militärischer De» g r a d a t i v n und Ausschluß aus der Ehrenlegion. Frau Besch off erhielt zwei Jahre Gefängnis. Der Soldat Berges wurde zu einem Jahre verurteilt. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Der Verteidiger der Frau Beschaff führte aus, daß Frau Beschoff in gutem Glauben ge- handelt habe, wie habe, als sie die Sendungen Desclaux' anirahm, so wenig eine schlechte Handlung zu begehen geglaubt, daß sie die Annahme nicht einmal den Dienstboten gegenüber verheimlichte. Die gegen die Familie Beschoff erhobene Anklage wegen Spionage sei eine verlettmdcrische Erfindung. Der beste Beweis dafür sei, daß siebzehn Mitglieder der aus dem Elsaß stammenden Familie iit der französischen Armee kämpften. Der Verteidiger bat, Frau Beschoff freizusprechen. Der Verteidiger Desclaux', De» m a n g c. versicherte, daß DeSclaux nicht zu stehlen glaubte. Des- rlaur würde sich um den Gewinn von Ausrüstungsstücken und Lebensmittelu im Werte von 300 Fr. nicht entehrt haben. Er könne außerdem als Generalzahlmeister nicht als Militärperson be- trachtet werden, denn er habe den RckrutierungSgesetzen nicht unter- standen und seine Aufträge ausschließlich durch das Finanzministerium erhalten. Demange beantragte darauf, DeSclaux als Zivilperson abzuurteilen. Das Kriegsgericht entschied, daß DeSclaux als Mililärperion abgeurteilt werden müffe, da die Beamten des Staats» schatzcS und der Post, zu denen DeSclaux gehöre, einen integrierenden Bestandteil des Heeres bildeten. Tr. Weill für fahnenflüchtig erklärt. AuS Metz loird gemeldet: Der frühere ReichStagSabgeordneie Georges Weill(Soz.), zuletzt in Straßburg wohnhaft, jetzt ohne bekannten Wohn- imd Aufenthaltsort, ivurde vom Gericht der Landwehrinfpeklion in Straßburg wegen Fahnenflucht und Kriegs» Verrats für fahnenflüchtig erklärt und sein im Deutschen. Reiche befindliches Vermögen mit Beschlag belegt. Weill ist Ersatzreservist. Eingegangene Druckschriften. TaS literarische Echo, tzcsi 43. Halbmonatsschrift für Liieratur. freunde. Herausgegeben von Tr. ü. Heilborn. Halbjährlich 26 Hejtc 6,50 M.— ii. Fleischet u So.. Berlin V. 9. Kriegs- Depo scheu 1915. Aach den amtlichen, von 83. 21 23., den österreichische» und lii,'tische» amtlichen Stellen verbreiteten Berichten zu- sammengestellt. ti. und 7. Monat. Einzeihest 40 Pf.— Boll n. Pickgröt, Berlin. Abrechnung k Eine deutsche Predigt in deutschen Verscu. Von :z. Kaibel iHchestct 30 Ps.— R. Buchmann. Weimar. Kriegslesebuch über de» Krieg von 1914. Ms Vorlefebuch fiie den Schulgcbrauch hcrausgegeden von Dr. A. Wünsche. 1,50 M., gebunden 1,80 M.— F. Brandstetter, Leipzig. Tie schöne Ela. Roman von El-Correi. Geheftet IM.— Kronen» Verlag, Berlin LW. 68._ Wetterausiichtcn für das mittlere Norddeutschland bis ONontagmittag: Lm Südosten noch größtenteils trübe mit leichten Ntederschlägcn: in den anderen Kegenden vielfach heller, überall sehr kühl; in der Nacht zu Montag an den meisten Orten gelinder Frost. Erstklassige Spezial-Firma: (ZartHneudaus Bernhard Schwartz Berlin C, Wallstraße 13(SpindlerLhof). Trabt- Adrcstc!«Lardincnb-us iBcclin. Oardlnan Portieren Teppiche Auftr. 0.205»?. an postfrei bezw. bahnfrei. SV Au» Sinzct-Vertauft'M» Gelegenheitsposten in allen Abteilungen. Vorzüge: atröfite �alttarleit.— Mufier-Eieaan,.— T«»5bar niedrlatte Crtifc. Heute k2— 6 gehtknet. vr~ citita ZC' ln«wt »Vilhelmstr. 10. pOTerliJ*................ N»u»UTttuu?asckuI- und Pensionat, Ind.: Heinrich Poliak vorm ürauen- horst. Qrösste Fachlehranstalt Unterficht in Anstand, feinem Benehmen, Kochen, Schneidern u. allen häuslichen Arbeiten. Abtg. 3. Ausbild, für den herr- schaitlich. Dienst als KinderfrL, Stütze, iunefer Hausmadehen Proso era'.is -MO Nr. 1. Armee- Leuchf Watt- Wir Kncllspreis. 5�0 Deutsche Armee Anker Uhr Preisliste Ober Uhrarmbänder und Taschenuhren umsonst und portofrei. Jede Jtrm&m'Tasxhoni und Mrmlxiud'Vhr ist sorgfältig geprüft and reguliert und mit elnertt Garantieschein für ein Jahr oersehen, mit Radium-Leuchtblatt u. Leuchtzeiger zu Kriegs-Ausnahmepreisen Diese Uhren sind in allen Teilen der deutschen Armee und der Kaiserlichen Marine zur vollen Zufriedenheit im Gebrauch und gehören mindestens als Reserve-Uhr zur feldmäßigen Ausrüstung. PPltfnOrt'SßlldlinQßn �er �ersan� ios Feld an Angehörige der verbündeten deutschen u. öster- reichischen Heere erfolgt nur gegen vorhengeEinsendung des Betrages zuzügi. M. 0.35 für Porto u. Verpackung. Nachnahme-Sendungen sind bei der Feldpost nicht zulässig Konigstraße 46 und Leipziger Straße 97 Belmonte&Co. Haute Sonntag von 12-6 Uhr geöffnet! BERLIN W8 Leipziger Straße 97/98 wicht zu verwechseln mit anderen, auf Täuschung berechneten Anzeigen. Armee-Armband-Uhr mit£ n£• Kriegspreis M. U.OC/ Lcnchtblatt Nr. 3. Arpiee-Taschen-Wecker mit r*g\ -.. Kriegspreis M. äU.~ Leuchtblatt. 2 lahre Oarantie. MM fler Freien Msliineii Sonntag, 28. März. mittags 12 Uhr: Volksbühne, Theater am Bülowplatz XV. Konzert. Nachmittags 2'/- Uhr: Tcutsches Theater: Jederuiavii. Nachmittags I U h r: Volksbühne, Theater am Bülowplatz: � Sänke(Sdchfcn. Schiller-Theater Charlottenburg: llriel Acosta.' Lcsfing-Zheater: Jugendfreunde. DeuIscheS Opernhaus: Der Waffen- schmied. Ab cnd s 8-/, Uhr: Volksbühne, Theater am Bülowplatz: isonntag. Montag. Dienstag, sonn- abend: Berg Eboinp und fein Weib. Mittwoch: Der Revisor. Donners- tag: Sänke Erichsc». Freitag: V. und VI. Konzert. Deutsches Theater Direktion; Maa: Reinhardt. y.-j Uhr: Schluck und Jan. Montagi Schlack und Jan. Kammerspiele S Uhr: vis deutschen Kleinstädter. Montag: Die deutschen Kleinstädter. IheateT IrSsütyM.JHrz: Berliner Theater 8 EilrablätleF! Deutsches Künstler-Theater ''h U.: Egiuont. Deutsches Opernhaus, Cbarlottenb. 3 Uhr: ner Waffenschmied, 7 Uhr; Parsilai. T'riedrich-Wilhelmstädt. Theater. « Uhr: Der Tronbadour. 5 Uhr; Gastspiel Hermine Bosetti: Die Fledermaus. Gebr. Herraleld-Tbeater 8 Uhr: I'amlilc EMaschek. Helbring contra Helbring. Kleines Theater o'l, Ulrr: Jettchen Gebert. 8 Uhr; Der polnische Kannengieber, Vorher Philotas. Komische Oper S'/. Uhr. Miß Kilian. 8.10U.: Gold gab ich für Elsen Komödie ii haus 3'/, Ulir; Die 5 Frankfurter. 8 irhi: Biedermeier. Kessins-Theater 3 Uhtn Jugendfreunde. 8 Uhr: Im weißen BössT. Kustspiclhaus 3',', Uhr: Die Kinder der Exzellenr. 8'/, Uhr: Die Orientreise. Bctropol-Theatcr -/sU-: Woran wir denken! Uontls Operetten-Theater Uhr; Der lach. Ehemann. 8 Uhr: Gastsp, Loüfs Treuinähn. Hoheit tanzt Walzer. Kesldcnz-Tbeater tt'l, Uhr: Krümel vor Paris. 8 UJir: Die Schöne vom Strand. Kose-TTheater 3 Uhr: Sein ganzes Glück. 8 Uhr; Hadume Potiphar. Schiller-Theater O. 8U1�: Bas Prinzip. Schiller Th» Charlottenbg. 3 Uhr; UrleT Acosta. 8 Uhr: Ält-Hefdelberg. Thalia�Theatcr 3 Uhr: Die Haubenlerche. 8 Uhr: Kam rad Häune. Theater am\ollendorfpl. S'/j Uhr: Die Dollarprinzessin. b'l, Uhr: immer feste druft! Theater des Westens 8.Uhr: Rund um die Liebe 3 Ulrr: Wilhelm Teil. Theater in der Königgrätzer Straße 3';, Uhr: Kabale und Klebe. '''' u': Herodes und Mariamne. Tpianon-Theater 8V, Uhr: Akrobaten. 3'/, Uhr: Dio zärtlichen Verwandten. Volksbübrve.Theateram Bülowplatz 3 Uhr: Sönke Erichsen. 8V, Uhr: Berg Eyrtird und sein Weib. Walhalla Theater 3 Uhr; Das Ktlhchen von Heilbronn. 8 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. URANIA TaubenstraBe 48/49. Scantag und Montag 8 Uhr; Montag 4 Uhr(halbe Preise!'• Bie leidisel und die inasur. Seen «j ReictKliailen-Tiieater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: Weihnachtsabend im Schützengraben von Meysel. Anfang 1". Ilhr. YPOQiaPHIB Gesai ,?pe: rme'iSte" JÜrxander V/anteum HdAS �...y.................................................... Palmsonntag, den SS.Hürz 1915, abends 7lrhr, in„Obiglos Festsülen", Koppenstraße SO: KONZERT Mitwirke nde: Adelheid« Pickert(Sopran) Florlzel von Beater(Violine) Der Reinertrag Ist für die arbeitslosen Berliner Buchdrucker bestimmt. Eintritt 60 Pf. inklusive Programm und Liederteste. Ein der unter 6 Jahren haben keinen Zutritt! Eintrittskarten zu 50 Pf. sind zu haben bei P. Hot sc h, Engelufer 15; G. Schulz, Kottbuser Tor; im Vereins- buroau, Engelufer 15; bei K. Bielefeld, Gräfes tr. 35; ÜM. Kämmerer, Elisabethufer 37; den Mitgliedern; in den mit Plakaten belegten Handlungen und in Obiglos Festsälen. 4/12 Gesanyverem„Kreuzberger Harmonie" M. d. D. A.-S.-B. Chormeister: F. Seiffert. Sonntag, den 4. Aprti(1, Cftefdlitclug), ffr. den„Kammer- folcti". Teltower cpln 1—4: «sssssss Konzert ssssse«« sum BcTten der im feldc stehenden u. arheitel, fditglicdcr M itwirkeud e: Armin Liebermann(Cello). Eugen Brieger(Bariton), Wilhelm Scholz(am Flu geb. Konzertflügel Ibach.' 4/13 Eintritt 40 Ps. Programm nt.Liedertrxien gratis. Garderobe 10Pf. Kassenöffnung 6 Uhr. Ansang präzise 7 Uhr. Cintrittskart en. find zuhaben bei Harsch. Engeluser 15, Schröder. Hagelberger Str. 53—54, Pingel, Böckhstr. 7, Vogler, Mittenwalder Str. 1«, sowie. bei sämtlichen Mitgliedern. liekkök Dump fer-Evti-afahrten ab Wai�eilbrÜeKe. Doedesoi Femspr. Königst. 2062. Karfreitag vonn. 10 Uhr „ach Krampenburg- Neue Miible hin und zurück 59 Ps. Ostertejertag" ÄÄ Krampenburg Anfahrt 2 Uhr. Hin und zurück 59 Ps. Während der /oTarhefteti des Tomtelbaues befindet sich unsere Abfahrtsstelle für die ersten Frühlings- U/ßiconhpiipUo fahrten auf der anderen Seite der IliUÄCUUI UUIvC. Zirkus Älb. Scliumaun Sonntag, den 28. März 1015: 2 große Vorstellungen. nahhni 2'J2 in. abends TVHUhr. Tn beiden Vorstellg. ungekürzt: Ost und West Einlage Arbeit sowie Torpedieren eines Handelsdampfeps. Femer die übrigen 5 Akte. Große Schloßapotheose,' In beiden Vorstellungen: Auftreten sümtlicher Kunstkrüftc Heute 2 Vorstellungen 2 — Kctzter Sonntag— mit Naciini 3 ühr Fritzi Massary, Olga Desmoud Ähends 8 Ohr und dem glUnzenden März- Spielplan! KSndcr nachm. halbe Preise! Voigt-Theater. Badstr�SS. Badstr. 58. . Sonntag, den 28. März 1915; Das Geheimnis des Annaberg�es. Montag. 4ien 29. März 1915: Benefiz für Frau Lina Müller: Das Eulenkaas. Kasseneröffnung 7 Uhr. Ans. 8 Uhr. Thcaicf Folios Ccpricc et. Possen-Theater 8?. Sprechstunde. Ein angenehmer Herr. Martin Kettner a. G. Dienstag, den 30. d. Mts.; Premiere. Casmü-Tbeater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Das neue drelartige Voltslustspiel: Der Herr Kommeriienrat. Dazu das ausgewählt� Sbezialüäten- Programm�— Kriegsbildrr usw. ujiu Schmtag 4 Uhr: Durch Klippen und Wellen. § Viktoria- Tbeater k(früher Sanssouci) A Kottbuser Straffe 6/7. ! Kctzter Sonntag deö ganz vorzüglichen !»!KiztoiU--Prograxniu!« Vouskwimche EintrMsprrlsot Für Rhrumatikkr und Nervenikidtudt. In einem Tage von seinen entsetzlichen Schmerzen befreit. Herr Josef Wilhelm, München, schreibt:„Seit 2 Mo traten litt ich derart an Ischias, daß ick nicht gehen um nicht stehen und das Bell nicht verlassen lonnte. Ja hätte ausschieien mögen vor Schmerzen. Kein Mensch glaubt, was ich gelitten habe. Nichts hals mir. Do brachte mir meine Frau aus der Apolheke Toga: mit. Die Wirkung war geradezu wunderbar. Nach- vem ich nur wenige Tabtellinr genommen halte war ich vollkommen wieder hergestellt. Ich gebe dahe: jedem Leidenden den Rat. sich sofort aus der nächsten Apotheke das überaus billige und uniehlbar wirkende Togal zu besorgen. Niemand wird diese Ausgabe be- dauern." Aehnlich berichten viele andere,'welche Togal gegen Rheumatismus, Hexenschuß, Schmerzen in den Gliedern und Gelenien sowie bei Influenza, Nerven- und Kopfschmerzen gebrauchten. Es gibt nichts Besseres. Alle Apotheken fuhren Togal- Tabletten. ::::: Volksbübne, Theater am Bülowplatz: Karfreitags»Konzert 2. April, mittags 12 Uhr... Dirigent: Dr. Ernst Zander. opemgaängerin Birgit Engeil Sidney Biden Berliner Volkschor Blüthner-Orchester J, S. Bach: Ein' feste Burg. Brahms; Vier ernste Gesänge. Brahms: Ein deutsches Requiem. Karten zu 75 Pf. einschl. Garderobe an der Theaterkasse am Bülowplatz(10—2 Uhr), bei Wertheim, Invalidendank und in den Verkaufsstellen des Verbandes der Freien Volksbühnen Und des Berliner Volkschors. 163/3 Möbel-Beiser Lothringer Straße 67, am Uniergrund- Bahnhof Schönhauser Tor Stube und Moire AnzaM' z � ßÄeire W a. Rüche � bestehend aas: 2 Bettstellen 1 Tisch 2 Matratzen m. 2 Stühlen 2 Keilkissen 1 KUcbenscbf. 1 Kleiderschr. 1 Küchentlsch 1 Spiegel 1 KUchenstuhl 1 Spiegelspind 1 Küchenrah. Wochenrate S,5V M. bestehend ans: 1 Kleiderschr. 1 Trumeau 1 Wäschespind 1 Sofa T Waschtoilette 1 Tisch 2 Bettstellen 4 Stühlen und 2 Matratzen 1 fartag, kom- mit Kissen ptetten Küche Wochenrate 4.60 VI. onffbanmu. mod. Aus!. im.Kteidersch. 1 Plüschsofa 1 mod. Vertiko I mod. Umbau engl. Bellst. 1 Tisch Matratzen 4 Stühle und Waschtoilette 1 piod. kompl. J 2 Nachtschr. färb. Küche M, Wocheurafe 5.50 H. Moderne Schlaf SpeTS� W8fiw> örrd Herrenztmmsr M Attzafmnrg m CäV-f�O A an, Wochenrate 4 M. Einzelne HUbclstUcke Anzahlung 5,00 Mark, Wochenrate 1,00 Mark Hentc von 12 bis 6 Ihr geöffnet.——— WWP— zum Zur grossen Fabrik Stefan Esders yormnls IL Heitmann Grössles Spezialhaus für Herren«, Damen« u. Kinderbekleidung Kaiser-Wilhelmstrasse 55 Berlin Ca Eck:e Spandauer Strasse Zur Frühjahrs-Saison: flnzüie n. Paletots I JocKenlileldero. Paletots für Herren und Knaben i---------für Damen Kleider und Blusen R66lle j Prinzip der Firma ist, nur beste Stoff' billige- Qualitäten bei hervorragender Ger- Preiset: orbeitung zu soliden Preisen zu liefern! Reelle billige Preise! %[ Der neue Frühjahrs-Katalog ist erschienen und wird auf Wunsch kostenfrei übersandt. V>-l t/>..''."•■-A'" DnWr Arbcitkl-Mtlildcrdllid „Die Naturfreunde" (Ortsgruppe Berlin). Heute Sonntag, den 2H. Niarz, im großen«aale des(fiewerkschafts- hmsfes, Errgemfe? lö (Wiederholung wegen Ucb erfüll, mg des Saates bei voriger Vsanstaltnug) Dresden l"? Sächsisch Döhmische Schweis. Bortrag mit tÄ» Lichtbildern vorn Genossen Hugo Sinn valtei Bm>' idyllische Kirnitzschtol— Obere Schleuse— Hinterhermsdorf — Zum Prebischtor— Diwch di� Klamm„ach HcWUSfretfchrp— 2intS der t!Ibe don Königstein nach Anssrg— Die Ruine Schrrckenstem. Bor dem Vorwag Konzert der Munkattichen Abteilung unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Reinhold Borpohl. Eintrittskarten a SO Pf. find in der Geschäftsstelle Fritz —•""-~(jngek fn der Generolöersammkung zu haben. rtinkaß 5 Uhr. Ansang pünktlich 6 Uhr. Her Vorstand. Bekcmnttnachung. fietriebskrankenkasse der Stadtgemeinde Berlin. Entladung zur ordentliche» AltsschuH-Sitzung der 265/5 Betriebskrankcnkasse der Stadt- gemeinde Berlin am Donnerstag, de» 8. April. abends 6 Uhr.- im Siffnngsfoal Nr.«Z deS Rat- hansw zu BerNn. Tagesard nung: l. ASnckKne der UthreSrechnunz süx ßJLk 2. Berghledeues, Berlin, den Sk März IIIS. Der Nurftäild der VetrfcSKrnnkenkoff« der Stodtgeurefnde Berti». Scholz. h■ Brucli-Behandlung ohne Operation Ohne Berufsstörung! Ohne schmerzhafte Einspritzung. Sprechstunden in Berlin nur Wormser Str. 10 Sonntag, Montag, Dienstag 10 bis 1 Uhr, Chefarzt Dr. med. Co lern an. Adressen Geheilter und Broschüren kostenlos. Geldnot! ist ein Ucbel. Sie sparen viel. wenn Sfc znruckgesrNte Anzüge. Ulster. PaletolS u. zurückgebiicbcne Maffgarderobe. ebenso reelle, mo- Verne ferttae Garderobe für alle stzigurcn passend hter direkt von« Schneiverureister zn teilweise herab. geseffteu PtÄlc» kgusei:. Der weiteste Weg lohM. A- Ringel. Schneidermeister. Chausseestr. 31 u. Invälidenstr. 113. J. Baer ßädStrJßpri�Allea Herren- und Knaben- Moden, Berufskleidung Elegante'WWots, �)eg. Einsegnungs-An- züjpin ieä.PreMag. Gr. Stofflager z. eleg. Maßanfertigung Billigste, feste Preise.-Dtzg ige Umzugs- Woche TlSl2a03l*iSl&QI2 moderne Muster...... Fenster 2 ROgel 2.95� 3.8�e 5*25 Tflll-Kflnstler Gardinen...... 3.95, 4.85, 5.75 Efinstler Gardinen iä...... 5.95, 7.85, 9.75 Tüll-Gardinen...............«0.0, 42, 58, 70« Tüll-Soheiben-Sclileier r;* 35, 48, 60 pt Töll-Gardinen-SpannstoSe......... 38, 59, 6822 Gardinen-inil 98, 1.25,!.« Tßll-Slores leUM Muster, viele Ausfutirungen.......... 1.95, 2 85, 0.95 ROflien-Gsnüfpren „Form Carmen"— Steingui Vorratstonueü................. 35 pl Gewürztonnen................. 15 pt Essig- oder Oelüasclieii 35 pl Salz- oder Mehimestsn... B5pf. Milchtöpfe........ Satz 6 Stück 1.15 Steiivul Waschgarmtaren 1-55 Waschgarnituren gr088e„. moderne Formen und Dckore... ö.JOj z.�xj Waschgarnitur- Kanne oder Schüssel fo?" 85, 95 pi. Toilette-Eimer o« 9»5 ellenbeinlarbip m. Einsatz u. Bügel-"p-a.uü Eeringskästen t.Qbscbe Form. 83 pt. Satzschlisseln 95* Saiatschüsselii�ubaudru.Li"o 68 pe ZGuplsiton vernickelt mit Erhitzer. tssraatlf ff I 9.50 KnReetBssenT™rl8 Porzellan, reich dekoriert äW Pf. Koffee- oHJoo-Künnen gross, mit Goldbanddekor, Forzeiian 95. Wirtsdiafts-Artikel Plättbretter bezogen... 1.85, Z.ks. 2.85 EücbLllsMIe ge-tri-b-n.......... 2.45 Kohlenkasten geib... 2.25, 2.95, 3.50 Küchenrahmen... 4.50,5.50,6.50 Handtuchhalter..... 95, 1.55, 2.15 Heibemaschinen... Iis, I.35, les Gasschlanch- ÄÄr 55,75 pi. Waschständer......... 85, 95, 1.25 Waschtische........ 2.45, 2.95, 3.95 Wandkaff eemühien...... 1.85, 2.95 Kartoffelpressen......... 75, 35 pf Gaskocher............. 75, 1.15, 1.75 Waschtöpfe iritL™!.0"™.:.... 1.2s Wannen ovai, verzinkt 2.15, 2.95, 3,93 Rosshaarbesen....... 95,1.25,1.75 Rosshaarhandfeger 85, 95, i.23 ZSiakfe- W ascliwaiinen 6.75 8.50 9.75 Zink- Wasch wannen Ä@.75 12.50 Ziiak- Wasch-Zoteer 7.50 8.50 9.75 Eimer vurstok............................. g§s@5, 1.20 Emaille Schmortöpie mitmng Schmortöpfe°hne mng Kasseroilea.......... Kasserollen mit Ring Wasserkessel........ Wasserkessel mitsack Bratpfannen mitsttei 48, 6»), 95 pl 45, 65. 75 pl 38, 48, 65«• 55, 65, 75 pl 98, 1.45, 1.85 1.45, 1.85, 2.15 25, 35, 45 pl Toiietteneimer 3.65 Waschbecken p00rSellan'.. 1.25 �7l.kü Nachtgeschirre.... 30, 35, 40 pi. Wannen ovai, ca. cm............... I.45 Ascheimer m« schritt............ 95 Müllschanfeln................... 42 pl Garnituren Soda-,' wefss 95 marmoriert 1.25 Haarbesea............... 75,95,1, Handfeger............. 33,48,65 Teppichhandfeger. 45, 55, 65 Schenerbürsten...... 15, 20, 25 ,15 pl pl pf. Sias Kompotteiler oder-Schüsseln....... 6 Kuchenteller �r5ter0hw.e.re!.Press 38 Salatschüsseln-7�.33, 38 Butterglocken �eua6tef..... 22 Käseglocken 30 Sturzllaschen mit Glas, geschliffen 45 Bierkannen c*.vi2ur.. dekoriert 38 Kompottschüsseln modernes imitiertes IQ lO Q/ QQ Schliffmuster.......*ä> i0j JO PL PL PL PL Pt PL PL PL MtSpfe mit Ring, verzinkt, mit Deckel u. Einlage 1 Eio[l!-Appa!i..Honopor mit Einsatz und Thermometer verzinkt verzinnt 9c90 tmss Haut# von 12—6 Uhr geöffnet Spittelmarkt Belle-Alliancestr. Gr. Franklurterstr. Brimiienstr. Kottbusör Damm Wilmersdorterstr. Die schreibende„Smith Premier" rechnet, die rechnende„Smith Premier« schreibt. Smith Premier Ratiotyp ist die Srprdbnafcplne Ihrer Qahl. Prospekte gratis und franko von Smith Prefflier-Schreibinasch.-Qes. Berlin W., Potsdamer Str. 75. und W., Friedrichstr. 62. Spezialarzt Dr. med. WockenfnS, Friedrichstr 125,(Oranienb. Tor). für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden— Ehrlioh-Hata-Kar(Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufs- stfirung. Teilzahlung.• Sprechstunden 11'),— 2 u. 5'/,— 8 Spezialhans ffir soiile i�eppiche | Prachtstticke 6.—, lO.— 20.- bis 800— Mark I Portleren, Möbelstoffe.Schlaf- decken, Gardinen, Steppdecken, Wolldecken(fürs Feld) Jeppl E.ii Lefevre Berlin S Oranlenstr. l§8 kostenlos und portofrei. möbelfabrik Roli.Seellscb' Berlin 013, Rigaer Strasse 71-73a empfiehlt onte preiswerte Möbel Feknslmsaer IS5,- Ä-tzi.««««— 880.- 4<>6.— 485— ehlafslmmer 320- 393,- B36- 300.- 450.- 775- peUesimmer»08— 4U7.- 65».- 680— SSO—>200- cprensimmer IH6.50 306 SO 431».- 467.— 8Ü4— 748.— Uebea 60JJI 70— 03 JO 114.50 1»L— 148.50 102.50 Einrlehtuncon 01* 10 0110 M, ■seloUtlsang Ohne KSafJlw*»«f peetattet Hlu'tne'tr Kiiatove prafi a-rf franko I OcssrCp.dei 1876 Versand nach äfften Flitzen DeuUehlardt. teppdecken gr. Auswahl BiFigft, auch -ilufarb, alter Steppdecken. Bernhard Strohmandel, Fabrik: Berlin. WallstraKe 72. Verantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Lnseratenteil verantw.: Tb. Glocke, Berlin. Druck U. Berlaz: VorwärkZ Dvchdnt�ere! ll. Oertagscmftalt Pfttll Singer& Co, Berlin SW. Nr. 87. 32. Iahrgmg. 3. Ktilaze Ks Jontärts" Derlim ZcksdlM. Zonntag. 28. Wrz!9!S. f>us dem Aentralverein für Arbeitsnachweis. Der Berliner Zentralverein für Arbeitsnachweis hat, nachdem die Stadt Berlin ihm in den letzten Jahren immer mehr erhöhte Mittel zuwendete, für die Oeffentlichkeit eine allgemeinere Bedeu- tung erlangt. Unlängst fand die Abnahme des Geschäftsberichts für das Jahr 1913/14, sowie die Festsetzung des Etats für 1915/16 statt. Von beiden sei hier das wesentlichste wiedergegeben. Das Etats- jähr des Zentralvereins war früher das Kalenderjahr. Da der Gemeindeetat bekanntlich immer vom 1. April jeden Jahres bis zum 31. März des nächsten läuft und die Stadt Berlin, als der größte finanzielle Träger des Vereins zu betrachten ist, mutzte sich dieser den veränderten Verhältniffen anpassen. Der Etat des Zcntralvereins ist daher ebenfalls für den genannten Zeitraum fest- gesetzt worden, so daß der Jahresbericht von 1913 auch noch das erste Vierteljahr 1914 umfaßt. Der Kasienabschlutz für diese fünf Vierteljahre schließt in Einnahme und Ausgabe mit 296 964,75 M. ab. Unter den Einnahmen befinden sich 69 660 M. als jährlicher fester Beitrag der Stadt Berlin, der inzwischen durch Beschlutz der Gemeindebehörden aus 156 666 M. erhöht worden ist. Neben diesem Posten des jährlichen Beitrages hat die Stadt Berlin in verschiedenen Positionen„einmalige* Beiträge hergegeben, die zusammen genommen zirka 46 666 M. ausmachen. An Einschreibcgebühren, die von Arbeitsuchenden erhoben wer- den, wurden 22 819,16 M., an Mieten 16 152 an Gebühren aus der Vermittelung von Hauspersonal 16 761 M. und an erzieltem Ueberschutz der vom Zentralverein unterhaltenen Kantine 4863 M. eingenommen. Unter den Ausgaben befinden sich 41 636 M für Miete, 1686 M. für eine Schneider- und Schuhmacherreparatur- Werkstatt, in denen für Arbeitslose kleine Reparaturen angefertigt werden. In dieser Position sind auch die Ausgaben für das Brause- bad enthalten, das vom Zentralverein ebenfalls für Arbeitslose und Angestclltempersonal unterhalten wird. Die allgemeinen Verwal- tungSunkosten stehen in der Ausgabe mit 136 617 M. verzeichnet. In der Gesamtübersicht über die Arbeitsgesuche, der gemeldeten und besetzten Stellen für die Zeit vom 1. Januar 1913 bis zum 3L März 1914 spiegelt sich die niedergehende Konjunktur des Be- richtsjahres wider, wenn die Zahlen mit denen des Vorjahres in Vergleich gestellt werden. Im Berichtsjahr- wurden 263 151 offene Stellen gemeldet, gegen das Jahr 1912 weniger 38 269, wo 241 366 offene stellen gemeldet wurden. Besetzt wurden im Berichtsjahr li6 414 Stellen gegen 199 655 des Vorjahres, demnach weniger 28 841. Auch die Gesuche der Arbeiter, eine Stelle zu erhalten, gingen von 298 311 in 1912 auf 281 945 oder um 16 366 zurück. Die Tat- fache des Rüchganges dürfte in dem Umstand seine Erklärung finden, daß in Zeiten niedergehender Konjunktur weniger Veränderungen im Arbeitswechsel vorkommen als in einer guten Konjunktur; eine Erscheinung, die sich in gleicher Weise übrigens auch auf dem Gebiete des HerbergS. und Verkehrswesen? geltend macht. Nachdem die Stadt Berlin im Vorstand des Zentralvereins mit 51 Proz. der Stimmen vertreten ist, ist auch die Zusammensetzung des Vorstandes eine andere geworden. Beteiligt an der Zusammen- fetzung sind jetzt 12 Mitglieder der Generalversammlung des Ver- eins, je drei Mitglieder des Berliner Magistrats und der Stadtver- ordnctenversammlung und je fünf Mitglieder(Arbeitnehmer und Arbeitgeber) aus dem Ausschuß deS Gewerbegerichts für Gutachten und Anträge. Tie Zahl der dem Zentralverein angehörenden Nachweise hat sich im Vorjahre um zwei erhöht. Am 1. Februar 1914 ist, ein Arbeitsnachweis für das Schneidergewerbe, am 1. Juli ein solcher f.ir das Gastwirtsgewerbe eröffnet worden. Der Etat für 1915/16 schließt in der Einnahme mit 199 265 M. ab, darunter der bereits erwähnte jährliche Beitrag der Stadt Berlin mit 156 666 M. Unter den weiteren Einnahmen sind u. a. veranschlagt an Beiträgen von FacharbeitZnachweisen und den Vor- ortgemeinden 12 656 M., an Ueberschutz au, der Kantine 8666 M. und für Gebühren aus der Vermittelung von HauSpersonal 14 456 Mark. Die Ausgaben sind im Voranschlage mit 282 165 M. be- rechnet. Infolge der bedeutenden Erweiterung des Nachweises und der damit verbundenen Erhöhung des Personals ist in der Position „Gehälter* die Ausgabe von 96 486 M. auf 134 166 M. gestiegen. Ter Zentralvcrein beschäftigt insgesamt zirka einhundert An- gestellte, von denen ein Teil alS Arbeitsvermittler der FacharbeitS- nachweise nur im Nebenamt beschäftigt werden. Die im Voranschlag bei der Einnahme veranschlagten Einnahmen decken daher nicht die veranschlagten Ausgaben. Es ist ein Defizit von 83 666 M. vor- handcn, das im Laufe des JahreS durch weitere Einnahmen gedeckt werden soll. In den ersten Monaten des Krieges hat der Zentral- verein zirka 46 666 Arbeiteer als Schanzenarbeiter nach den östlichen Provinzen vermittelt und dabei unverhältnismäßig hohe Ausgaben gehabt. Dafür will das Kricgsministerium einen einmaligen Bei- trag von 16 666 M. leisten; ein Betrag, der gegenüber den gehabten Mühen und Ausgaben herzlich gering erscheint. Eine weitere Ein- nähme wird aus den Werkstätten erwartet, die durch Aufwendung von Mitteln der Landesversicherungsanstalt Berlin zur Anfertigung von Militär-Klcinbekleidungsstücken und ähnlichem und damit zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unter den Näherinnen eingerichtet worden sind. �achr wünschenswert wäre es, wenn die Vororte ihre Mittel für die Erhaltung des Nachweises zahlreicher als bisher fließen lassen würden. Die jetzigen Ausgaben der Vororte für diesen Zweck sind lächerlich gering zu nennen. Zieht man in Betracht, daß von der Gesamtzahl der Arbeitsuchenden mindestens ein Drittel in den Vororten ihren Wohnsitz haben, welche die Ausgaben für den Nach- weis doch wesentlich erhöhen, so entspräche es nur einem Akt der ausgleichenden Gerechtigkeit, wenn in Zukunft die Vororte einen wesentlich höheren Prozentsatz der Ausgaben tragen würden. Bei der heutigen Sachlage ist damit zu rechnen, daß der jähr- licke Betrag der Stadt Berlin leider nicht ausreichen wird, und daß Berlin noch einen wesentlichen Teil des im Voranschlag er- sch- inenden Teiizits wird tragen müssen. - in allein drängen die Verhältnisse dazu, in der kommen den i-o.itM ii die völlige Koni inunalisierung de? Arbeitsnack- weif- und die prozentuale Heranziehung der Vororte zu den Kosten durch Bildung eines Zweckverbandes für einem Arbeitsnachweis Grotz-Berlins zur Durchführung zu bringen. Mus Hroß-öerlin. Zum Kuchenbackverbot. Zur Rechtfertigung des Kuchenbackvcrbots versendet das Nach- mchtenamt des Berliner Magistrats die nachstehende Mitteilung: Gegen das Verbot des Backens von Kuchen zur Osterzeit ist geltend gemacht worden, daß der Kuchen vielfach Substanzen ent- 'hält, deren Genutz man in der jetzigen Zeit fördern und nicht hem- men sollte. Diese Meinung teilen die Magistrate und Verwaltungen der Grotz-Berliner Gemeinden durchaus.'Sie trifft aber in keiner Weise zu auf den mit Hefe, Backpulver und ähnlich wirkenden Mitteln bereiteten Kuchen, so z. B. Stollen. Napfkuchen und der- gleichen. Dieser ist trotz aller Verbote in den Haushaltungen aber auch sonst mit mehr als 16 Proz. Getreidemehlzufatz hergestellt worden. Das Mehl dazu mutz entweder zu Unrecht, also außerhalb des Mehlverteilungs- und Brotkartensystems, beschafft oder aber aus älteren Vorräten entnommen worden sein.. In beiden Fällen liegt darin eine Ueberschreitung des strengen Sparshstems, die auch in Gestalt liebgewordener Gebräuche mit unserer Kriegspflicht nicht vereinbar ist. Wenn andererseits erwähnt wird, daß verschiedene Gemeinden nicht gerade bei der hier vorliegenden Sonderfrage des Kuchenbackens, als besonders in bezug auf die ganze Regelung der Mehlverteilung nicht mit gleicher Strenge vorgehen wie Groß- Berlin, so mutz leider festgestellt werden, daß das ganze Mehlvcr- teilungssystem in der Tat noch immer an erheblichen Mängeln und UnVollständigkeiten leidet. Noch jetzt behält, während der weitaus grüßte Teil des Reiches sich den nun einmal vorhandenen Not- wendigkeiten angepaßt hat, in einigen Gegenden, und Orten das Bestreben die Oberhand, im alten Gleise zu bleiben und sich selbst Entbehrungen nicht aufzuerlegen. Auf diese Regellosigkeit hinzu- weisen, ist das Recht der Gemeinden, deren Bürgerschaft sich der Einschränkung willig unterzieht. Denn ihnen erwächst nicht nur Grund zur Beschwerde, sondern auch die größte sachliche Schwierig. keit, wenn auch nur vereinzelt von der Durchführung der Sparsam- keitsvorschriften Abstand genommen wird. Bekanntmachung. In Ergänzung meiner Bekanntmachung vom 23. No- vember 1914— Sekt. Ild Nr. 8982— über Verbot an die Zeitungen betreffend Anzeigen nichtärztlicher Behandler von Geschlechtskrankheiten untersage ich in der Stadt Berlin und der Provinz Brandenburg für die Dauer des Krieges auch das Anschlagen und Verteilen von Anzeigen, in denen 1. sich Personen zur Behandlung von Krankheiten oder Leiden, die als Geschlechtskrankheiten bekannt sind, einschließlich ihrer Folgezustände anbieten; 2. Gegenstände oder Behandlungsmaßnahmen ange- priesen werden, welche zur Linderung oder Heilung von solchen Krankheiten dienen sollen. Berlin, den 29. März 1915. Der Oberbefehlshaber in den Marken. von Kessel, Generaloberst. Die Schlüsfelablieferung beim Wohnungswechsel. Die Wohnung zu wechseln, ist meist ein sehr mäßiges Ver- gnügen. Auch wer das alte„Heim* gern aufgibt und von dem neuen sich Besseres verspricht, wird die Umzugsmühen nicht allzu freudig in den Kauf nehmen. Ein besonderes Kapitel bildet die Abschiedsauscinandersetzung mit dem Wirt, wobei eS manchmal noch reichlichen Aerger gibt. Jeder Mieter sollte, ehe er auszieht, sich noch einmal seinen Mietvertrag sorgfältig durchlesen. Zu wissen, was in ihm steht, ist nötig nicht nur für den Einzug, sondern auch für den Auszug. Was ist z. B. vereinbart worden bezüglich Ueber- gäbe der Räume und Ablieferung der Schlüssel für den Fall, daß einer vor Vertragsablauf die Wohnung aufgibt? Besonders bei dem diesmaligen Umzug, wo Möbelfuhrwerk und Transportarbeiter� knapp sind, ist jeder froh, wenn ihm schon mög- lichst zeitig vor dem 1. April die neue Wohnung eingeräumt wird. Selbstverständlich wird er dann äuch seine alte Wohnung bereit- willigst dem Nachfolger sofort überlassen, falls dieser vorzeitig ein- ziehen will. Mutz man aber, wenn der Nachfolger solchen Anspruch nicht erhebt, dem Wirt sofort die Wohnräume samt den Schlüsseln übergeben i Darf der Wirt das auch dann erwarten und fordern, wenn man in der sonst nicht mehr benutzten Wohnung noch einige Wirtschaftsstücke zu späterer Abholung zurückläßt. Es ist jedem zu raten, sich daraufhin seinen Mietvertrag anzusehen. Viele Miet- Verträge enthalten die Bestimmung, daß auch bei einstweiliger Zurücklassung eines Teiles der Wirtschaft die im übrigen geräumt« Wohnung schon übergeben werden mutz. Im Stadtteil Wedding ist jetzt einer Familie, die beim Umzug diese Bestimmung ihres Miet- Vertrages übersehen hatte/größer Aerger daraus erwachsen. Sie gab die Wohnung schon nach Mitte März auf, ließ aber in ihr wegen der Schwierigkeit des ohne Fuhrwerk auszuführenden Um- zuges noch verschiedene Gegenstände zurück und glaubte nun, dem Wirt die schon jetzt geforderte Schlüsselablieferung verweigern zu sollen. Der Wirt wünschte, für die zum 1. April neu einziehende Familie die Wohnung baldigst herrichten zu lassen. Er reichte daher eine schleunige Klag«auf Herausgabe der Schlüssel ein, sich stützend auf folgende Bestimmung des Mietvertrages:„Im Fall des Auszuges vor Vertragsablauf müssen dem Vermieter auf sein Verlangen die Mieträume mit den Schlüsseln, auch wenn noch Sachen zurückgelassen werden, sofort übergeben werden; Vermieter kann in solchem Fall in den Mieträumen Ausbesserungen vor- nehmen, auch den anderen Mieter zehn Tage vor Ablauf des Ver- träges in die Mieträume einziehen lassen, ohne zu einem Miet- nachlatz verpflichtet zu sein." Der Mieter erhielt erst jetzt Kenntnis von dieser ihm bisher entgangenen Bestimmung und wartete nun nicht die Entscheidung des Gerichts ab, sondern gab die Schlüssel heraus und übernahm sogar die entstandenen Kosten. Mit dieser Lösung wird er gewiß dem neuen Mieter noch mehr als dem Wirt dienen. Einem Hauswirt macht es nicht viel aus, ob er in einer Wohnung vor oder nach dem 1. April die notwendigen Reparaturen ausführen lassen kann. Für den neuen Mieter aber ist es eine grotze Erleichterung, wenn er nicht nach dem Einzug noch die Maler- und Tapezierarbeiten über sich ergehen lassen mutz. In kleinen Wohnungen von zwei oder einem Zimmer ist es eine schwere Last, noch Wochen hindurch an der vollen Benutzung der Räume gehindert zu sein und die ganze Schmutzerei ertragen zu müssen. Allen vorzeitig ausziehenden Mietern können wir nur empfehlen: Erschwert nicht ohne hinreichenden Grund dem Wirt, die Räume schon vor Einzug des neuen Mieters instand setzen zu lassen. In dem erwähnten Fall hatte übrigens, wie uns versichert wird, der ausziebende Mieter keineswegs die Absicht, durch Verweigerung der Schlüsselablieferung eine Schikane auszuüben. WohanngSumzüge. Geniätz Anordnung des Oberkommandos in den Marken dürfen am Karfreitag weder Wohnungsumzüge noch die Zuführung von Umzugsgut an die Empfänger innerhalb Ber- lins und der Vororte stattfinden. Dagegen ist mit Rücksicht auf die durch den Kriegszustand geschaffenen Verhältnisse so- wohl der Umzug mit Möbeln von einer Wohnung in die andere als auch die Zuführung von Umzugsgut an die Emp- fänger im Stadtkreis Berlin am O st ermontag während des ganzen Tages, also auch während der Hauptgottesdienst- zeit, nicht zu beanstanden. Die Erhöhung der Bierpreise. Die Gastwirteorganisationen verhandeln seit Wochen mit den Brauereien und unter sich wegen Erhöhung der Bierpreise. Wie uns mitgeteilt wird, sind die Verhandlungen noch nicht völlig abge- schloffen, aber schon soweit gefördert, daß Anfang nächster Woche das endgültige Ergebnis vorliegen wird. Sicher ist, daß eine Erhöhung der Ausschankpreise eintreten wird, sie soll sich aber in mätzigen Grenzen halten._ Eine Ueberraschung. Wer gestern morgen die Straße betrat, war nicht wenig über- rascht. In Wald und Feld war alles verschneit. Der Anblick der Schneelandschasten war prächtig. Die Landwirte und Forstleute, Gärtner und Fuhrleute waren aber von dem Anblick nicht sehr erbaut. Sie wetterten mit allen Gleichgesinnten über den Witterungs- Umschlag, aber gegen Mittag war von dem Schneefall nichts mehr zu sehen._ Beschaffung von Magermilch. Zur Beschaffung von Magermilch wünsckt der KriegSausschutz für Konsumenteninteressen in einer an den Staatssekretär Dr. Del« brück gerichteten Eingabe einen staatlichen Eingriff in die Milch- Verteilung. Es sollen die Verträge, wonach die Molkereie« ihren Milchlieferanten die gesamte Magermilch zurückerstatten müsse«, mög« lichst außer Kraft gesetzt werden. Ferner sollen die Molkereien nur noch bis zu einem bestimmten Prozentsatz(vielleicht 56 Prozent) Magermilch ihren Lieferanten zum Zwecke der Verfülterung über- lassen. Der übrige Teil soll ausicblietzlich für menschliche Er- nährungszwecke Verwendung finden. Für Molkereien und den Klein« Handel sollen mit Rücksicht auf die im April und Mai zu erwartende Milchteuerung für alle beteiligten Faktoren angemesiene Höchstpreise für Magermilch und auch die Preise sür die den Landwirten zurück- gelieserle Magermilch staatlich fixiert werden. Der Kriegsausschuß hofft, daß auf diese Weise der ärmeren Bevölkerung ermöglicht wird, ausreichende Mengen Magermilch zu 14 oder 15 Pf. das Liter zu erhallen._ Goldener Sonntag vor Oster«. Am heutigen Sonntag vor Ostern dürfen sämtliche Ge- schäfte bis 6 Uhr abends geöffnet bleiben. In der Zeit von 10—12 Uhr mittags sind jedoch alle Verkaufsgeschäfte zu schließen. Auch das Personal darf während dieser beiden Stunden nicht beschäftigt werden. Nicht verzage». Von diesem Gedanken ging eine Veranstaltung aus, die am gestrigen Tage in dem den meisten Berliner Parteigenossen be- kannten großen Saal der Brauerei Königstadt stattfand. Dort zeigte der bekannte Fußkünstler U n t h a n, was ein Mensch mit den Füßen leisten kann, wenn ihm die Natur in boshafter Laune die Arme vorenthalten hat. Unthan ist ein lebhafter, gebildeter Herr, der in Ostpreußen ohne Arme zur Welt kam und heute 65 Jahre alt ist. Er wohnte bisher in Prag, d. h. soweit er nicht auf Reisen war, die ihn in die fernsten Weltteile führten. Nunmehr will er nach Berlin übersiedeln. Er hat sich dem Roten Kreuz unentgeltlich zur Verfügung gestellt und gestern auf Veranlassung des Herrn Generaloberarztes Dr. Brettner in der Brauerei Königstadt vor den dort befindlichen Verwundeten seine verblüffenden Künste gezeigt. Ter Zweck der Veranstaltung war. denjenige» Soldaten, die den Verlust eines oder beider Arme zu beklagen haben, von der HossnungSlosigleit zu befreien, ihnen neuen Lebensmut einzuflößen und zu zeigen, daß man bei energischem Willen und genügender Anpasiungsfähigkeit manche? durch die Füße erledigen kann, wozu man bisher die Arme gebrauchte. Wenn nun auch ein im späteren Leben Verstümmelter kaum noch die von Kind auf an erworbenen Fertigkeiten des Herrn Unthan sich dürfte aneignen können, so ist doch auS den Vorführungen zu ersehen, welche erweiterte Tätig. keit den Fützsn zuzutrauen ist. Dieser Künstler ist allerdings ein Phänomen, ein vielseitig begabter Mann, der mit seinen gelenkigen Zeihen, von denen jede einzelne sich unabhängig von der anderen be- wegt, die erstaunlichsten Leistungen vollbringt. Nicht nur, daß er sich schon als Junge allein an. und auskleiden konnte;»ein, er ist auch Geigenvirtuose, bläst Trompete, schreibt auf der Maschine, spielt Karten, entkorkt Flaschen mittels deS Korkziehers und der- gleichen mehr. Dabei entwickelte er einen so trefflichen Humor, daß die Verwundeten nicht aus dem Lachen herauskamen. Sein Wahl- spruch ist:„Willenskraft— Wege schafft!* Er hat auch schon Krieger, die in diesem Kriege die Arme verloren, mit Erfolg schreiben gelehrt. Am Schlüsse der Versammlung dankte Generawberarzt Brettner dem Künstler und betonte, das wichtigste Moment der Vorführungen sei darin zu sehen, daß den Kriegern gezeigt werde, wie man durch Willenskrast auch über ein solche? Unglück hinweg- kommen kann. Hieran schloß sich eine Besichtigung deS Lazaretts, das als eines der besten in Berlin gelten kann. Die Räumlichkeiten der genannten Brauerei eignen sich auf« hervorragendste für diese Zwecke und sind auch dementsprechend hergerichtet worden. Der grotze Saal ist geradezu ein idealer Krcmkensaal und macht einen freundlichen, fast behaglichen Eindruck. Desgleichen die übrigen Räume, die man aus Terrassen und Veranden durch zweckmäßige Umbauten hergestellt hat. Mollige Wärme, gute Ventilation und blitzende Sauberkeit sind die hervorstechendsten Merkmale dieses Lazaretts. Wie Generaloberarzt Dr. Brettner erläuterte, wird auf die Individualität eines jeden einzelnen Insassen Rücksicht genom- men, und keiner braucht auch das Lazarett zu verlassen, wenn er geheilt ist, sondern kann warten, bis er die grötztinöglichste Erwerbs- fähigkcit wiedergewonnen zu haben glaubt. Viele der Genesenen ziehen bei festgestellter Felddienstunfähigkeit den Garnisondienst der völligen Entlassung vor, da sie ja jetzt doch keine Stellung bc- kommmen. Es betrifft dies in der Hauptsache Kaufleute. So voll- zieht sich die Wiederherstellung der Patienten unter der aufopfern- den Tätigkeit der Acrzte und des Pflegepersonals, die alle ihr Bestes geben, um den unglücklichen Opfern des Krieges nach Möglichkeit Gesundheit und Lebensmut wiedergewinnen zu helfen. Fünf Kinder wegen mangelnder Hilfe gestorben. In der letzten Gemeindevertretersitzung zu Waidmannslust wurde ein trauriger Fall erörtert. Einer Arbeiterfamilie sind kurz hinter« «inander fünf Kinder an Diphlheritis gestorben, weil nicht rechtzeitig Hilfe gelecstel wurde. Gemeindevorsteher und Amtsvorsteher teilten mit, daß die Gemeinde zu spät von der Erkrankung Mitteilung erhalten hätte. Ein Arzt aus einem Nachbarort habe zunächst die drei erst erkrankten Kinder besucht und empfohlen, entweder die Kinder im Hause mit Serum zu behandeln oder sie nach einem Krankenhause zu überweisen. Die Serumbehandlung konnte der Vater der Kosten halber nicht durchführen, der Krankenha«»» behandlung wollte er nicht zustimmen. Der Behörde wurve erst Anzeige erstattet, als schon drei Kinder tot waren, aber auch für dt« beiden übrigen kam die durch einen anderen Arzt sofort vor- genommene Serumbehandlung zu spät. Auch sie mußte» dieser AfllylNch«»»Aedrffid�ctt txBtQeiL HoffesSch wird«cht schnei! Klarheit darüber geschaffen, wer für diese» km« glaublichen Fall die Verantwortung trägt._ AfamM enden«« in Weihensee. Sine erschütternd« FamilientragZdie hat sich in Weifxensee ab- gespielt. Dort hat die m der Kronprinzenstr. 8 wohnende Ehefrau des tm Feld« stehenden Bäckers Schulz ihre beiden Ainder und sich selbst vergiftet. Wir erfahre» hierzu folgende Einzelheiten: Der Bäcker Schulz wurde schon in den eiste» Tagen des Krieges zu den Fahnen ein- berufe». Die Trennung von ihrem Manne, mit dem sie in glück. lichster Ehe lebte, fiel Frau Sch. außerordentlich schwer. Ihr ganzer Trost waren nun ihre beiden' Kinder, der 6jährige Sohn Richard und die 4� Jahre alte Tochter Herta. Während der Mann in den ersten Monaten sehr regelmäßig geschrieben und immer nur Günstiges über sein Ergehen berichten tonnte, waren seit einigen Wochen die Nachrichten ausgeblieben und Frau Schulz, die an und für sich nervenleidend war, nahm sich dies sehr zu Herzen. Endlich traf ein Brief des Mannes ein, der aber die traurige Mitteilung enthielt, daß der Absender schwer verwundet worden ist und daß ihm infolgedessen ein Bein hatte abgenommen werden müssen. Dieses Schicksal ihres Mannes regte die Frau furchtbar auf, sie verfiel in Schwermut, und alle Bemühungen der Verwandten und Hausbewohner, sie zu trösten und aufzurichten, bliebe» vergeblich. Wiederholt äußerte Frau Sch., daß sie das traurige Geschick ührcs Mannes nicht überleben könne. In der Nacht zum Freitag brachte sie den schon längst gefaßten Beschluß zur Ausführung. Sie öffnete alle Hähne der Gasleitung der Wohnu»g und begab sich dann mit ihren beiden Kindern zu Bett. Am frühen Morgen des nächsten Tages nahmen Nachbarn den aus der Schulzschen Wohnung dringenden starken Gasgeruch wahr; sie benachrichtigten den Hauswirt, der sofort die Korridortür öffnen ließ. Im Schlafzimmer fand man Mutter und Kinder leblos vor. Stundenlange Wiederbelebungsversuche telephonisch Hinzugerufe- ncr Aerzte hatten leider keinen Erfolg. Die drei Leichen wurden polizeilich beschlagnahmt und nach der Fricdhofshalle in der Roelcke- straße gebracht. Spenden aus der Zeitler-Stiftuug. Aus der unter Verwaltung der Stiflungsdeputation stehenden Johann-Jakob-Zeiller-Stiftung sollen einmalige Unterstützungen im Betrage von wenigstens 36 M. an solche Weber und Stuhlarbeitcr (d. h. Weber, Wirker, Raschmacher, Zeugmacher, Tuchmacher. Strumpf- und Seidenwtrker), Meister und Gesellen vergeben werden, welche der öffentlichen Armenpflege noch nicht anheimgefallen sind, sich aber in Geldverlegenheit, namentlich wegen Zahlung der Wohnungsmiete, befinden. Bewerber müssen sich seit mindestens zwei Jahren in Berlin niedergelassen haben; hauptsächlich finden diejenigen Berücksichtigung. welche mehr als vier Kinder unter 14 Fahren haben. Gesuche mir Angaben über die Dauer des Aufenthalts in Berlin und über die Zahl der am Leben befindlichen Kinder unter 14 Jahren sind inner- halb zwei Wochen an die städtische Sliftungsdeputation, Post- stratzc 16 II, zu richten._ Todessprung einer Fünfzehnjährige«. Auf furchtbare Weise versuchte am Freilag die löjährige Anna Stuwe, die bei einer Familie in der Gäblerslr. 29 in Weißensee in Stellung war, ihrem Leben ein Ende zu machen. Das Mädchen, das keinerlei Zeichen irgendwelcher Gemütserregung gegeben hatte, begab sich vormiltags nach dem Boden des Hauses, kletterte von dort auf Pas Dach und stürzte sich vor den Augen zahlreicher Passanten kopfüber in die Tiefe. Die Lebensmüde fiel zunächst auf eine» Balkanvorsprung, blieb dort mir den Kleidern einige Augen- blicke hängen und stürzte dann auf die Straße hinab. Mit schweren äußeren und inneren Verletzungen wurde die St. in hoffnungslosem Zustande nach dem Augusle-Vckloria-Krankenhause gebracht. Was das junge Mädchen in den Tod getrieben hat, ist nicht bekannt. Großfeuer in Wilmersdorf. In den gestrigen Nachmittags- stunden herrschte in Wilmersdorf ein Grotzfeuer. Es brannten auf dem Grundstück Nassauischestraße 24 die Dachstühle des Seitenflügels und Vorderhauses in erheblicher Ausdehnung. Die Wilmcrsdorfer Feuerwehr war schnell zur Stelle und griff das Feuer sofort mit drei Schlauchleitungen an. Da sich eine starke Rauchentwicklung geltend machte, hatten die Löschmannschaften anfangs einen schweren Stand. Durch unausgesetztes Wassergeben gelang es aber in der- hältnismätzig kurzer Zeih den Brand zu ersticken. Die beiden Dach- stuhle sind allerdings zu einem erheblichen Teil vernichtet worden. Die Ursache des Feuers konnte nicht ermittelt werden. Für 12000 Mark Leder gestohlen. Ein großer Lcderdiebstahl wurde in der Großhandlung der Gebr. Leß in der Kiosterstraße durch einen kürzlich eingestelllen Hausdiener Adolf Schöndt verübt. Donnerstagnachmittag sollte er für 12 009 M. Sohlenleder mit einem Handwagen nach der Gleditschstraße bringen, ist dort aber nicht ein- getroffen. Arbcitcrbildungsschule. Heute, abends 7 Uhr: Vortrag des Genossen D r. Franz Diederich:.Wellliteratur der neuesten Zeit". Eintrittspreis 10 Pf. Hörsaal Lindenstr. 3, IV. Hof, rechts 3 Treppen. Jedennann hat Zutritt. Versteigerung französischer Hengste in Friedrichsfelde. Auf dem Magerviehhof in Friedrichsfelde fand am gestrigen Vormittag unter außerordentlich starkem Andrang der Landwirte eine Versteigerung von etwa 60 starken französischen Zuchthengsten statt, für welche recht hohe Preise bei flotter Nachtrage erzielt wurden. Die prachtvollen volljährigen Tiere, meist Ardenuer und Normannen, die größtenteils sich in bestem Zustande befanden, er- zielten teilweise Preise von 1500, 1600, 1750, 2000 M. und darüber hinaus. Der Verlauf der ganzen Auktion fand im Freien statt, um den Käufern und Jnteressenren die Zuchrhengste im Trabe und voller Bewegung vorführeu zu können. Die Verwaltung des Mager- Viehhofes macht besonders darauf aufmerksam, daß zu diesen Aultionen nur BerufSlandwirie zugelassen werden und daß die abgegebenen Legitimationen von der Verwaltung au Ort und Stelle sofort ein- gezogen werden._ Volkskonzerte des Philharmonischen Orchesters. Die nächsten Oster- kouzerte finden am Mittwoch, den 31. März, in den Kammersälen, Teliower Str. 1— 4 und am Sonnabend, den 3. April, in den Konkordia-Festsälen, Andreasstr. 64 statt. Beginn des Konzerts 8 Uhr. Das Programm des Konzerts am 31. März bringt nur Kompositionen von Richard Wagner: Huldigungsmarsch, Kar- freitagszauber aus dem Bühnenweihsestspiel„Parsifal", Einzug der Gölter rn Walhall aus„Rheingold", Tanz der Lehrbuben, Aufzug der Zünfte, Gruß an Hans Sachs auS.Die Meistersinger von Nürnberg", Vorspiel und Schlußszene(Jsoldens Liebcstod) aus„Tristan und Isolde". Vorspiel zu.Lohengrin", Albnmblatt(Violin-Solo vom Konzertmeister I. Thomberg), Einzug der Gäste in die Wartburg aus„Tannhäuser". Das Programm am 3. April lautet: Ouvertüre zu„Der Wasserträger" von L. Cherubini, Ballelt-Suite von C. W. V. Gluck-Mottl, Sinfonie conoertante für Violine und Viola von W. A. Mozart(aile�ro maestoso— andante— presto, vorgetragen vom Konzertmeister Louis Persinger und W. Höber), Sinfonie Nr. 5 L-moII, Op. 67 von Beethoven. Der Vorverkauf zu den V o l k S k o n z e r t e n findet statt in der Berliner GewerkschaftSlonimission, Engelufer 15, Zimmer 13, außer Sonnabends nachmittags und in den betreffenden Konzertsälen. 'Die im Vorverkauf nicht untergebrachten Karten werden abends an d«r Kasse verkaust. Der Eintrittspreis beträgt 30 Pf. Kasseneröff- nung 7 Uhr. Die GeschSstSstell« der vrotkommiffioue» bleiben am Karfreitag und Osterfonntag geschlossen. Am Ostermontag gilt die für die Sonntage bestimmte Bureauzeit von v bis 12 Uhr vormittags. Der Schwimmhallendetriet in der Volksbadeanstalt Gericht- straße ist wegen einer Betriebsstörung bis auf weiteres eingestellt worden. Vertauscht worden ist am 12. März, abends zwischen 5 bis 6 Uhr, in einem Zuge des Nordrings zwischen Beusselstraße und Zentralviehhof ein Paket, das einen Mechanikerkittel enthielt mit einem andern, in dem sich braune Touristenlaschen befanden. Die Taschen können gegen das andere Paket umgetauscht werden bei Stareh, Frankfurter. Allee 329, vorn 4 Tr. Zirkus A. Schumann. Die kühnen Taten unserer Unterseeboote bilden nunmehr den Gegenstand der neuesten Einlage, die in Gestalt eines neuen Aktes der Handlung der Saisonpantomime„Oft und West" eingereiht worden ist. Kleine Nachrichten. Der 17 Jahre alte Hausdiener Richard Bauer aus der Bergstraße 30 zu Neukölln balgle sich im fugend- lichen Uebermur mir anderen auf der Treppe des Hauses Beulh- straße 16, fiel dabei in den Flur hinab und erlitt so schwere innere und äußere Verletzungen, daß er von der Retrungswache nach der Charitö gebracht werden mußte.— Der 40 Jahre alle Poslaushelfer Wilhelm Hinz auS der Pflügerstraße 77 zu Neukölln fiel in der Chausseestraße von der Treppe eines Krafromnibus, brach sich den linken Oberschenkel und mußte ebenfalls nach der Charile gebracht werden. /tos öen Gemeinden. Erweiterung deS Schöneberger Mieteinigungsamtes. Ter Ausschuß für Erweiterung der Befugnisse des Mieteini- gungsamts hat folgende wichtige Aenderungen einstimmig an- genommen: Für die nach§ 1 Nr. 3 der ministeriellen Verordnung vom 17. Dezember 1914 vorausgesetzten Maßnahmen für die finanzielle Förderung der Einigungsämter verbleibt es bei dem Beschluß der städtischen Körperschaften vom 18./28. September 1914 mit folgen- den Aenderungen: a) Mietunterstützung wird nur bei Bedürftigkeit des Mieters an Tchöneberger Einwohner gewährt. Bei Prüfung des Antrages ist in erster Reihe festzustellen, welchen Teil der Miete der Mieter nach Lage seiner Wirtschaft- lichen Verhältnisse zu tragen imstande ist. d) Der Schlußsatz in Ziffer l, 1— Mietunrerstützung wird nicht gewährt in solchen Fällen, in denen der Mietvertrag nach dem 15. September 1914 geschlossen und der Mieter von außer- halb Schönebergs nach dem 1. Juni 1914 zugezogen ist— ist zu streichen. c) Die Mietunterstützung wird auch in denjenigen Fällen gewährt, in denen die Wohnung und gewerblich genutzte Räume zusammenhängen und die gesamte Miete oder der Mietwert der eigentlichen Wohnräume den Betrag von 1200 M. nicht übersteigt. d) Die Mietunterstützung wird auch gewährt an solche allein- stehende Kriegsteilnehmer, die selbst eine Wohnung gemietet und aus eigenen Mitteln ausgestattet haben. e) Von der Verpflichtung des Vermieters zum Mietnachlaß von 25 Proz. kann in Ausnahmefällen bis 15 Proz. der Miete herabgegangen werden, wenn das Mieteinigungsamt dies ein- stimmig beschließt. k) Bei Mietunterstützungen an Kriegsteilnehmer mit einer Jahresmiete bis 100 M. muß die gesamte Miete durch die Leistung des Mieters, den Nachlaß des Vermieters und den Mietzuschuß der Stadt lückenlos aufgefüllt sein, so daß unter Ausschluß der «tundung keine Mietschuld zurückbleibt. g) Die Zahlung der städtischen Mietbeihilfen erfolgt monat- lich vom 5. jeden Monats ab an den Vermieter, und zwar in der Regel im voraus._ 165 Proz. Steuerzuschlag in Reinickendorf. In der letzten Gemeindevertreterfltzung wurde der Bürger- meister W i lke zum Vertreter der Gemeinde Reinickendorf in den Zwangszweckverband gewählt, zu seinem Stellvertreter der Ge- meindeverordnete Direktor Busch. Beschlossen wurde ferner, die Gemeindeeinkommensteuer der mit einem Einkommen bis zu 3000 M. veranlagten Kriegsteilnehmer soweit außer Hebung zu setzen, wie deren aus gewinnbringender Beschäftigung fließendes Einkommen durch die Einberufung zum Heeresdienst in Fortsall gekommen ist. Die Etatsberatung brachte insofern eine Ueberraschung, als die Erhöhung der Einkommensteuer nicht in der befürchteten Höhe vorgenommen wurde. Ermöglicht wird das allerdings nur durch eine weitgehende Inanspruchnahme des Kredits. Auf dem Wege einer Anleihe sollen Deckung finden zunächst alle durch den Krieg verursachten Ausgaben(zirka 100 000 M. für Mietebeihilsen, Erwerbslosenunterstützung usw.), das Defizit vom laufenden Etats- jähr(213 000 M.) und die zu zahlenden Zinsen für zum Erwerb von Grundstücken aufgenommenen Anleihen(225 000 M.). Durch Aussetzen der Tilgungsquoten für sämtliche Anleihen wurden weitere 239 000 M.„eripart". Trotzdem ist noch ein Fehlbetrag von 1 502 475 M. zu decken, der sich ergibt aus der Summe der zwölf Zuschüsse erfordernden Einzeletats der Amts- und Gemeindever- waltung(400 000 M.), Grunderwerbsfonds(42 000 M.), Reform- Realgymnasium(79 000 M.). Lyzeum(27 000 M.), Gemeindeschulen (512 000 M.). Pflichtfortbildungsschule(3675 M.), Armenverwaltung (112 000 M.), Krankenhausverwaltung lAnteil an den Zuschüssen fürs Verbandskrankenhaus(124 200 M.), Gärtnereiverwaltung (16 600 M.), Straßen, und Wegeverioalwng, Stratzenreiiiigung. -besprengung und-beleuchtung(175 200 M.i, Jndustriegleisver- waltung(2800 M.) und der Kapitalschuldenverwaltung(8000 Mi. Demgegenüber steht der Ueberschutz des Wasserwerks mit 85 000 M. Der verbleibende Rest des Fehlbetrages in Höhe von 1 417 475 M. ist durch Steuern zu decken. Es wurde beschlossen, die Gemeinde- einkommensteuer zu erhöhen von 150 auf 165 Proz. Jedoch be- trägt infolge des erheblich herabgesetzten Solls die zu erwartende Mehreinnahme nur 5700 M.(435 600 gegen 429 900 M. im Bor- jähre). Die Erhöhung beträgt jedoch bei den Forcnsen, den juristischen Personen usw. 40 500 M. Die Gewerbesteuer der 1. und 2. Klasse(433% Proz. der staatlich veranlagten Beträge) dürfte nur 130 000 M.(150 000 M. im Vorjahre) und die der 3. und 4. Klaffe 40 000 M.(50 000 M.) erbringen. Die Gemeinde- grundsteuer(376,06 Proz. der staatlich veranlagten Grund- und Gebändesteuer) in Form einer Grundwertsteuer von 3,5 pro Mille vom bebauten und 7 pro Mille vom unbebauten Grundbesitz soll wie im Vorjahre 707 000 M. erbringen. Die Biersteuer läßt er- warten 30 000 133 000) M., Betriebssteuer 3500(4000) M.. Lust- barkeitssteuer 3000(5000) M.. die Hundesteuer 26 000(26 000) M. Mit ganz erheblichen Mindererträgen ist im kommenden Jahre zu rechnen bei der Wertzuwachssteuer und der Grundstücksumsatz- steucr. Erstere erscheint im Etat mit nur 3500(45 000) M., letztere mit 50 000(150 000) M. Von dem erwarteten istcuereingang von 1 593 725 M. ist in Abzug zu bringen die Kreissteuer mit 169 780 (150 797) M. und Rückerstattungen usw. mit 6470 M., so daß der Etat der Steuerverlvaltung mit einem Ilebcrschuß von 1417 472 (1 567 235) M. abschließt. Zur Deckung der Kosten der Kanilisation wird eine Gebühr von 4,8 Proz. vom Nutzungswert der angeschlosse- nen Grundstücke erhoben._ 140 Prozent Steuerzuschlag in Steglitz. Die Gemeindevertretung genehmigte am Freitag den Haushalts- plan für 1915 ohne Ewzclbcratung. Trotz größter Sparsamkeit in den Ausgaben war die 20prozcntige Erhöhung der Ge- meindeeinkommenstcuer nicht zu umgehen. In Anbetrachl der bc- deutend gestiegenen Lebensmittelpreise beschloß die Versammlung ein- stimmig, den Gemeindeangestellten und Arbeitern, deren Einkounnen 2000 M. nicht übersteigt, eine monatlich nachher zahlbare Tcuc- rungszulage von 10 Marl zu gewähren. Dem Gc- meindevorstand bleibt es überlassen, in besonderen Fällen diese Zu- läge auch dann zu zahlen, wenn das Gehalt bis 2200 M. beträgt. Ein von den Sozialdemokraten gestellter Antrag, eine Teuerung�- zulage von 50 Pf. pro Tag zu zahlen, wurde vom Genossen A ß- mann zugunsten des Antrages des Gemeindevorstandes zurück- gezogen.__ „Etatsberatullg" in Oberschöncweidc. Der Voranschlag für das Rechnungsjabr 1915/16 schließt 1»/ der Einnabme mit 2 236 800 M. und in der Ausgabe mit 2 404 800 M. ab, so daß ein Fehlbetrag von 168 000 M. zu decke,. ist. Diese Summe erhöht sich noch um 35 000 M. Zinsen einer größeren Anleihe, da die geplante Aussetzung der Schuldcntilgui.g nachträglich zurückgezogen wurde. Von den einzelnen Spezialetots sind hervorzuheben: Allgemeine Verwaltung: Ein». 25 500 M. 126 300 M.i, Ausg. 299 500 M.(286 800 M.); Schulverwaltung: Volksschulen: Einn. 16100 M.(15 500 M.), Ausg. 553 000 M. (534 000 M.); Rcsormgvmnanum mit Realschule: Einn. 56 200 M. (53 440 M.i, Ausg. 135 300 M.(130 440 M.); Oefientliches Lyzeum: Einn. 30 300 M.(31 800 M.i. Ausg. 64 400 M.(64 700 M.); Fort- bitdungsschule: 26170 M.; Armen- und Gesundheitswesen: Ein». 26 000 M.(33 000 M.i, Ausg. 110 600 M.(102 670 M.); Kanalisation: Einn. 140 200 M.(148 400 M.). Ausg. 140 20» M. (148 400 M.i: Wasserwerk: Einn. 44 700 M.(45 800 M.), Ausg. 39250 M.(45 800 M.i; Steuerverwaltung: Einn. 1336 983 M. (1436 750 M.), Ausg. 208 058 M.(182 300 M.). Im Vorfahre wurden 135 Proz. Gemeindesteuern erhoben. Als Provinzialsteuer sind 14 Proz. und als Kreissteuer 1l Proz. des zuschlagsähigen Steuersolls zu entrichten. Die Abgaben de- laufen sich aus 175 658 M.<147 516 M.i. Tie Gemeindeeinkoiitincn- steuer soll im neuen Etatsjahr 145 Proz. Zuschlag betragen, die Gewerbesteuer 1. und 2. Klasse 300 Proz.(270 Proz.i. in der 3. Klasse 202 Proz. und in der 4. Klasse 168 Proz. Die Gemeinde- grundsteuer 3 M. für 1000 M. des gemeinen Wertes bei bebauten und 6 M. bei unbebauten Grundstücken. Der Etat schließt nun- mehr in Einnahme und Ausgabe mit 2 425 200 M. ab. Nachdem die Etatkommission ihre Vorberatuitg beendet hatte, sollte die Gemeindevertretung in ihrer letzten Sitzung zum Etat Stellung nehmen. Zwei Tage waren hierzu vorgesehen. Aber es kain anders. Innerhalb einer guten halben Stunde war der Gesamtetat von der bürgerlichen Mehrheit angenommen. Ein Vertreter der Mehrheit stellte im Widerspruch zu unseren Vcr- trctcrn den Antrag, über den Etat, ohne Diskussion, sofort abzu- stimmen. Dieser Antrag wurde von der Mehrheit angenommen. Welche Naivität bei den bürgerlichen Herren über die Tragweite ihres Beschlusses vorhanden war. ergibt sich daraus, daß sie nach der Abstimmung die einzelnen Kapitel des Etats beraten wollten. Es bedurfte erst des Hinweises von unserer Seite, um den Herren klar zu machen, daß dieses Verfahren recht komisch sei. Darauf nahmen sie von der Beratung Abstand. Lebensmittelfürsorge in Spandau. Die letzte Stadtverordnetenversammlung bewilligte zur Bc« sckaffung von Fleischdauerwaren außer den bereits beschlossenen 500 000 M. noch weitere 250 000 M. Nach den Angaben des Stadt- verordneten Kirch sind bereits geliefert resp. bestellt worden: Für 250 000 M. Konserven, 1650 Stück westfälische Landschinken. 1500 Stück Preßsahschinken in Dosen. 310 Zentner Schlackwurst in Fctldnrm und 1184 Zenrner westfälischer Speck. Insgesamt sind für 730 000 bis 740 000 Fleisch- und Fischvorräte, darunter 800 Tonnen Heringe beschafft worden. Außerdem soll in «pandau ein Klippnschverkauf eingerichtet werden, bei den, die Stadt kein Risiko zu übernebmen hat. Der Kriegs- koinmissivn war es trotz aller Bemübunge» bisher nur möglich. pro Kops der Bevölkerung für etwa 71/j Mark gute und haltbore Dauerware zu beschaffen. Die Kommission will sich Mühe geben, der Forderung der Regierung, pro Kops der Bevölkerung für 15 M. Dauerware zu beschaffen, nachzukommen, sie weigert sich aber entschieden, minderwertige und unhaltbare Waren anzukaufen. Dem Vertragsentwurf mit der Stadt Berlin betreffend die Saatwinklcr Chaussee wurde diesmal nach kurzer Debatte zugestimmt. Zur Kenntnis genommen wurde ein jährlich wiederkehrendes Gesuch dcr Freien Turnerschaft um Ueberlassung von städtischen Turnhallen. Der Magistrat hat wegen der kriegerischen Verhältnisse die Gc- nehmigung deS Gesuchs abgelehnt. Eine 1 700 000-Mark-GrundstückSanleihe bewilligten die PotS- damer Stadtverordneten in ihrer letzten Sitzung. Die Summe wird für Grundstückserwerbungen im Jntereffe der Bebauungspläne, im Zusammenhang mit Erweiterungsbauten und für den Grund- erwerb für den Oberrealschuleneubau verwandt. Gleichfalls ohne weitere Verhandlungen wurden 200 000 M. zur Linderung der Kriegsnor bereitgestellt, nachdem der bisher bewilligte 300 000 M- Fonds bis aut zirka 33 000 M. derbraucht worden ist. Beide Beträge werden bei der städtischen Sparkasse aufgenommen. Parteiveranstaltungen. 3. Wahlkreis. Mittwoch, den Zt. März, abends 8'/, Uhr. bei ffitlfr, Sebastianftr. 39: Versammlung der jugendlichen Mitglieder von 18 dis 21 Jahren. Die älteren Genossen werden ersucht, die jüngeren Mitglieder aus diese Versammlung aufmerksam zu machen. Pankow. Dienstag, den 30. März er., abends 8'/. Uhr, im Restau. rant„Zum Kurmrsten", Berliner«tr. 102: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Natlonalismu» und Internationalist m u s. Referent: Landtagsabgcordneter Konrad Harnisch. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Steglty. Dienstag, den 30. März,'/,9 Uhr abends, bei Schellhase. Ahornstr. Iba: Mitgliederversammlung deS Wahlvereins. Vortrag des Genossen Ernst Meyer: Tagesstagen. Lichtcrfelde. Dienstag, den 30. März, abends 8 Uhr, bei Wahren- dors, gemeinsamer Zahlabend. Jugenüveranstaltungen. Neukölln. Ostcrwanderungcn: 1. Brandenburg— Plaucr See. 2. Fürficiiwalde— Scharmühelsec. Die in den Jugendheimen aus- liegenden Teilnehmerlisten werden am Montag geschlossen. Dienstag: Teilnehmerbcsprechung im Heim II. Die Tageswanderung nach DahmSdors— Müncheberg findet am zweiten Feiertag statt. Pankow-Niederschönhause«. Heute Besuch der Treptower Stern- warte. Treffpunkt nachm. 3 Uhr im Jugendheim, Maximiltanstraßc 43a. Teilnehmerkarten sind sllr 35 Pf. im Jugendheim zu haben. Zrauen- �eseabenüe. Nöutgental-Zepernick-Buch. Montag, den 29. März, abends S'lj Uhr, bei Lange. Röntgental, Siemensstr. 10. Johannisthal. Dienstag, den 30. März. 8 Uhr, im Lokal pon Heidrich, Friedrichslr. 10a. Genossin Luise Köhler über.Mutterschutz «äuglmgssürsorgc".. �_ Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Borsigwalde- Wittenau. Dienstag, den 3V. März, 5'/, Uhr, im Rathaus. Diese Sitzungen sind ilflrnMch. Jever Ecmeindeangehörige ist be> rcchtig», ihnen alö Zuhörer beizuwohnen. Jreireligiösc Gemeinde. Am Sonntag, den 28. März, vormiltags 10 Uhr. in dcr Festhalle deS Berliner Stadthauses. Jüdeniirafe. „Jugendweihe". Festvortrag des Herrn Dr. B. Wille:„Der innere Hall". Damen und Herren als Gäste willkommen. Ör. 87. 32. Iahrgavg. 4, KkilHt des Jonnirtü" Sttliatt ZouvtaZ, 28. Marz 1915. DEUTSCHE BANK Geschäftsbericht für das Jahr 1914. T>as fünfuntfrieTzigstc Geschäfts jähr unserer Bank %ird eiu denkwürdiges bleiben. In seine erste Hälfte fiel die seither größte Vermehrung unserer eigenen Mittel und Reserven, in seine zweite Hälfte die schwerste Probe, welche die Kraft der Deutschen Bank seit ihrer Begründung zu bestehen gehabt hat. Seit einem Jahrzehnt hatte sich das Gewitter zusammengezogen, 'das im vorigen Hochsommer unser friedliebendes Land heimsuchte und noch andauert. Der Neid, die Begehrlichkeit und Rachsucht unserer Leinde haben den ruchlosen Krieg verschuldet, unter dem alle Völker und Länder der Erde, die beteiligten wie die unbeteiligten, und der "Wohlstand der ganzen Menschheit auf das schwerste leiden. Aber unsere Heere haben den Krieg auf allen Fronten in Feindesland getragen und lassen Deutschland mit seinen Verbündeten der Zukunft mit Zuversicht entgegenhlicken. Es ist schon so viel über diesen größten aller Kriege", seine Ursachen und Wirkungen, geschrieben und gedruckt worden, daß wir für uns vorziehen, nur die Zahlen reden zu lassen. Sie ergeben, daß die Deutsche Bank, wie das gesamte deutsche Wirtschaftsleben, die schwere Belastungsprobe siegreich bestanden hat. Das beispiellose Ergebnis der beiden, mitten im Kriege aufgelegten Milliarden-Anleihen bat den Beweis von Deutschlands finanzieller Kraft geliefert und die wirtschaftliche Leistung der Nation auf die Höhe der deutschen Waffen- erfolge gehohen. Nur weil die feindliche Presse die Meinung zu verbreiten sucht, als sei dieser Erfolg ein unechter und nur scheinbarer, heben wir hervor, daß die Einlagen in deutsche Sparkassen in dem Berichtsjahre um 900 Millionen Mark gewachsen sind. Im übrigen beschränken wir uns diesmal auf die Erläuterung unserer Abschlusses. Wie aus den beigefügten Ausweisen unserer Bucher ersichtlich ist, Würde der erzielte Gewinn die Verteilung der gleichen Dividende wie in den Vorjahren gestatten. In Anbetracht des noch dauernden Krieges schlagen wir indessen vor, nur 10 Prozent auf das erhöhte Aktienkapital auszuschütten und M. 12,115,879.91 auf neue Rechnung vorzutragen.• Die Fusion mit der Bergisch-MfirkischenBank brachte uns eine erwünschte Verringerung unserer Anlage in„Dauernden Beteiligungen" um rund M. 24,000,000, d. i. um den Betrag, mit welchem unser früherer Besitz von zirka M. 52,000,000 an Aktien des genannten Instituts bei uns zu Buch stand. Da die Bergisch-Märkische Bank durchaus gesund war und keiner Abschreibungen aus dem Euslonsgcwinn bedrufte, so floss aus ihrer Verschmelzung mit der Deutscheu Bank ein Betrag von M. 63,500,000 in unsere gesetzliche -Reserve. Andererseits brachte uns die Fusion eine ansehnliche Erhöhung unserer Barmittel und eine Ausbreitung unseres Filialnetzes um 38 neue Stellen. Unsere Bilanz- und Umsatz-Zahlen sind'durch die Aufrahme der Bergisch-Märkischen Bank erheblich gestiegen; andererseits haben sie eine, Einschränkung erfahren durch die von der englischen Regierung verfügte Zwangsliquidicrung unserer Londoner Filiale. Die Aktiven und Passiven der Londoner Filiale sind in unsere Bilanz eingestellt; die Zahlen sind aber nur annähernd genaue, da uns nach Verfügung des von der englischen Regierung eingesetzten Aufsehers nur die provisorischen Ziffern des Blicherauszugs vom 50. November gesandt werden durften. Es ist jedoch gewiß, daß die Abschlußzahlen am 3t. Dezember nicht erheblich verschiedene und keinenfalls höhere gewesen sind, weil die Filiale neue Geschäfte nicht machen darf. Unser Gesamtumsatz betrug 317 Milliarden Mark gegen 129 Milliarden im Vorjahr. Die Umsätze der Londoner Filiale für das zweite Halbjahr sind uns unbekannt geblieben und fehlen deshalb in der Gesamtzahl. Bei der Aufstellung unserer Bilanz sind wir diesmal mit besonderer Strenge gegen uns selbst verfahren und haben an allen Stellen für die aus dem Kriegszustand erwachsenen Risiken aus Gewinn und stillen Reserven besondere Abschreibungen und Rückstellungen vorgenommen. M ir haben uns an der Errichtung von 12 Kriegskredit- hanken mit einem Nominalbetrag von zusammen M. 2,280,000 beteiligt; die darauf geleisteten Einzahlungen sind in unserem Kon- so rtialbe stand enthalten. Diese Banken sind jedoch nur wenig in Anspruch genommen worden, da eine Notwendigkeit dazu sieb nur in Ausnahmefällen herausstellte; vielmehr haben im allgemeinen die vorhandenen Kreditorganisationen und die Darlehenskassen den ent- standenen gewaltigen Geldbedürfnissen ausreichend genügt. Die an so vielen.Stellen vorgesehene Möglichkeit der Befriedigung legitimen Kreditbedarfs hat wesentlich dazu beigetragen, die bei dem über- rascheürtrn Ausbruch des Krieges eingctretcuTT■Bestürzung.' wtCnncb die effektive Inanspruchnahme, von Kredit zu vermindern. Namentlich aber bat die Rcichsbank das deutsche Wirtschaftsleben vor den schlimmsten Stockungen bewahrt, wie sie in beinahe sämtlichen übrigen, auch den neutralen und dem Kriegsschauplatz fernliegenden Ländern eingetreten sind. Mußten doch in London besondere Bank- feiertagc dekretiert und der Diskont bis auf 10 Prozent erhöht werden, weil die wirtschaftliche Haschine in Verwirrung geraten war. Dagegen hat die, Reichshank ihren Diskont nicht über 6 Prozent erhöht und ihren Gold vorrat. wie seit 18.Lahre n, dauernd und erheblich über dem Goldbestand der Bank von England erhalten. Die Deckung sämtlicher Verpfiiehtungcn der Reichsbank(Nuten und Depositen) durch Gold fnhne Einrechnung von.Silber- und Papiergeld) übertraf dauernd und übertrifft zurzeit bedeutend die Verhältniszahlen der reinen Gold-- deckung bei den Zentralbanken von England wie von Frankreich. Unsererseits sind wir den bedeutenden Kredit- und Geldanforderun- gen unserer Kundschaft in weitgehendem Muße entgegengekommen; wir verweisen auf die stark gestiegene Surajue der uns von Debitoren geschuldeten Beträge. Andererseits hat der Befrag der uns von Kreditoren anvertrauten Gelder erstmals die Summe von 2 Milliarden Mark überstiegen: von der Zunahme �on 460 Millionen entfällt rund die Hälfte auf die Bergisch-Märkischc Bank, der Rest auf neuen Zuwachs. Der starke Rückgang unserer Akzepte findet seine natilrlichc Erklärung durch die Abschneidung der überseeischen Einfuhr und die Zwangsliquidation der Londoner Filiale: diese Verminderung der auf uns gezogenen Wechsel zeigt aber auch, ein wie großer Teil unserer Akzepte auf dem Warenhandel beruht. Die im engsten Zusammenhang mit unserem Akzept stehenden Vorschüsse auf Waren und Waren Verschiffungen haben eine entsprschende Verringerung erfahren. Die gegen börsengängige Wertpapiere bewilligter Reports und. Lombard- Vorschüsse haben sich bedeutend verringert. Dagegen hat sich diese Position unserer Bilanz um rund 80 Millionen Mark erhöht durch Vorschüsse an kommunale Verbände gegen mündelsichere Effekten. Trotz des Krieges hat sich unsere..Liquidität"(ohne Einrechnung der Vorschüsse auf Waren und Warenverschiffungen unter die leicht realisierbaren Mittel) auf 04.74 Prozent Deckung unserer sämtlichen Verpflichtungen gegen 63.64 Prozent im Vorjahre gehoben. Für Steuern und Abgaben hatten wir M. 4,166,064.73 zu zahlen, gegen M. 3,617.606.57 im Vorjahre. Mit der aus dem vorjährigen Vortrag erlegten ersten Rate des Wehrbeitrags(vgl. unten) und der Talon Steuer überstiegen unsere öteuerleistuugen erstmals die Summe von fünf Millionen Mark. Unsere Filialen haben sich in der schweren Zeit allen Erwartungen entsprechend bewährt und konnten aus eigener Kraft jeder Anforderung ihrer Kundschaft gerecht werden. Die Kriegsereignisse schufen eine besonders schwierige Lage für unsere junge Filiale in Brüssel. Des größten Teils ihres Personals beraubt, hat die Filiale trotzdem, wenn auch unter Schwierigkeiten, ihren Betrieh aufrecht erhalten und sowohl ihrer deutschen und belgischen Kundschaft, wie auch den deutschen Behörden anerkannte Dienste leisten können. Infolge der Fusion mit der BergDch- Märkischen Bank haben wir oie nachfolgenden neuen Stellen errichtet: Filialen in Aachen, Barmen, Orefcld, Düsseldorf, Elberfeld, Köln und Laarbrücken. Zweigstellen in Be, rncastel- Gues, Bielefeld, Bocholt, Bonn. C o b 1 e n z, Cronenberg, M-G I a d- h a c h, Ii a g e n, Harn in, K ö I n- M ü I h e i m, N e h e i m, NcuJj, Paderborn, Remscheid, Rheydt, Jbolin- g e n und Trier. Depositenkassen in Düsseldorf- Wehrhahn, Goch, Idar, Langerfeld, Lippstadt, Moers, Opladen, Ronsdorf, Schlebusch, Schwel m, Soest, Velbert, Wald und W a r b u r g. Nicht lange vor Ausbruch des Krieges hatten wir die Errichtung einer Z w e i ir? t e I 1 e der Konstantinopeler Filiale in Bagdad vorgenommen, die ihre Tätigkeit in provisorischer Weise aufgenommen hat. Auch wurde die Errichtung einer Zweigstelle in Metz beschlossen. Der unerwartete Kriegsausbruch hat die Ausführung dieser Absicht wegen Mangel an Arbeitskräften noch nicht zugelassen. Die Rückwirkungen des europäischen Krieges machten sich auch in den überseeischen Ländern, insbesondere in Südamerika, fühlbar. Argentinien, Brasilien, Chile, Peru. Bolivien mußten zu Moratorien ihre Zuflucht nehmen. Die Deutsche ÜcHj er s e e i s c h e B a n k und ihre Filialen haben sich jedoch trotz der Unterbindung, des Verkehrs und obgleich sie auf sich selbst angewiesen waren, allen Schwierigkeiten gewachsen gezeigt. Es ist zu erwarten, daß die Bank auch für das abgelaufene Geschäftsjahr eine angemessene Dividendfi wküea wixd. Die Zahl der bei der Deutschen Bank(Zentrale und Filialen mit Ausnahme der Londoner Filiale) geführten lebenden Konten betrug am Jahresschluß 333,828 gegen 280,709 im Vorjahr. Wir übernahmen die Geschäfte verschiedener Abrechnungsstellen und Gesellschaften, die sich für die Versorgung Deutschlands mit Rohstoffen während des Krieges zahlreich gebildet haben. Die Zahl unserer Beamten betrug am Jahresschluß 8475, gegen 6638 im Vorjahre. Eine sehr hohe Anzahl unserer Beamten wurde zum Kriegsdienst eingezogen; andere leisten den deutschen Behörden freiwillig ihre Dienste. Wir konnten den Betrieb der Bank nur mit äußerster Anstrengung aller verbliebenen. Beamten und Direktoren in geordnetem Gang erhalten, sahen uns zur Anstellung von weiblichem Hilfspersonal veranlaßt und haben in vielen Fällen auf die Nachsicht unserer Kunden und Freunde zählen müssen, um die weitverzweigten Geschäfte der Deutschen Bank unter den schwierigen Verhältnissen in geordneter Weise weiterzuführen. Allen unseren Mitarbeitern nnd allen, die uns durch ihre Nachsicht freundlichst unterstützen, danken wir an dieser Stelle. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats haben wir unseren, im Dienste des Vaterlandes kämpfenden und arbeitenden Beamten während der ersten drei Kriegsmonate volle Bezüge vergütet, seit dem 3. November den Unverheirateten 30 Prozent des Gehaltes, den Verheirateten 60 Prozent sowie 5 Prozent für jedes im elterlichen Haushalt lebende Kind bis zu 80 Prozent der festen Bezüge. Ferner haben wir den im Felde stehenden Beamten die volle Weihnachtsgratifikation gewährt und beabsichtigen, in Betreff der Abschlußgratiflkatlon nach dem gleichen Grundsatz zu verfahren. Als Anlage zu diesem Bericht geben wir die Namen der Braven an, die in Erfüllung ihrer Pflicht gegen das Vaterland den Heldentod gestorben sind. Das Andenken jedes einzelnen bleibt unvergessen. Auf unseren Antrag hat der Aufsichtsraf hcschlosen. für die Witwen und Waisen der im Kriege gefallenen Beamten ohne Rücksicht auf die denselben zustehenden Militärpensionen Beihilfen in anderthalbfacher Höbe der nach den bei uns üblichen Normen berechneten Pensionen zu gewähren, wobei zugunsten der Witwen und Waisen derjenigen Beamten, welche nicht 30 Jahre im Dienst der Deutschen Bank standen, die als Wartezeit vorgesehene zehnjährige Dienstzeit als erfüllt angesehen wird. Diese Bew üligungen werden dauernd von dem Gewinn- und Verlust-Konto der Bank getragen. Wir haben auch in diesem Jahre eine A bflchrcibtmg auf Bank- ge bände und Mobilien von über M. 2,000,000■vorgenommen. Die Vollendung unseres, durch einen zweiten StraOenühergang mit den alten Gebäuden verbundenen Neuhaus in Berlin ist infolge der Kriegswirren unterbrochen und verzögert worden. Das neue Bankgehäude ist zur Aufnahme der Direktion, des Sekretariats, der Börsen- und Nostro- Abteilungen, des Filialbureaus und einiger anderen Abteilungen, sowie zu der seit langer Zeit mangelnden würdigen Unterbringung der Deutschen Ueberseeischen Bank und der uns nahestehenden Petroleum- gesellschaften bestimmt und soii im nächsten Mai bezogen werden. In Darmstadt haben wir in bester Lage ein eigenes Bankgehäude aufgeführt. Die Kölner Filiale erwarb zu Erwciteritngszwcckcu zwei he- nach harte kleine Grundstücke. In Aachen wurde ein größerer Erweiterungsbau vorgenommen. Der Ertrag aus„D auernden Beteiligungen" und Kom- manditen enthält-die für 3913 vereinnahmten Dividenden auf unseien Besitz an Aktie, i der Deutschen Uoberseeiseheo Bank fs» Prozent), der Bergisch- Märkischen Bank(7� Prozent). der Dcutsch-Ostafrikanischc« Bank(T1* Prozent), der Deutschen Vereinsbank(8 Prozent). der Essener Credit-Anstalt(sVz Prozent), der Hannoverschen Bank( 7 V-' Prozent;. . jLcr Meckjenhurgi sehen Hypotheken- und Wecl selhank(35 Prozent), der Niederlaiisitzer Bank A.-G.(Gl' ProzenU. der Oldcnburgischen Lpar- und Leib-Bank(10 Prozent), der Pfälzischen Bank'7 Prozent), der Privatbank zu Gotha(gV-j ProzenO. der Rheinischen Kreditbank(7 Prozent), des Schleaiscberj Bankvereins(7 Vi Prozent), der Württembergischcn Vereinsbank(7 Prozent). und der Deutschen Treuhand-Gesellschaft(35 Prozent) Von neuen K o n s o r 1 5 a 1 g c s c h ä f t e. n. die zum größten Teil im Berichtsjahre abgewickelt worden sind, erwähnen wir die folgenden: 4proz, Srhatzan Weisungen Preußens. -iproz. Württembergische Staats-Anlcihc, 4 pro?.:.TLidisehor�tStriats-A nleihv.•- 4proz. Anleihe und Lchatzan Weisungen de? Staates Hamburg, 4pro7. Anlrihe, der Deutschen Schutzgebiete, 4 pro/.. Anleihe der Provinz AVcstprcußen, Hproz. Anleihe der Stadt Aaclu-n. 4 pro?.. Anleihe der Stadt Altona(Hamburgs Filiale), 4proz. Anleihe der Stadt Bcrlin-Sehönebcrg, •tproz. Anleihe der Stadt("harlottenburg, 4proK. Anleihe der Stadt Frankfurt a. O., 4proz. Anleihe der Stadt Hamm(Westfalen), 4proz. Anleihe der Stadt Königsberg i. Pr., •iproz. Anleihe der Stadt Mülheim an der Ruhr, 4 pro?. Anleihe der Stadt München.(Münchencr Filiale), 4proz. Anleihe der Stadt Remscheid, 4proz. Anleihe der Stadt Worms, 4,«proz. Oestcrreichische.Schatzanweisungen, Argentinische Scliat/sehckic. 4proz. Anleihe der Halberstadl-Blankcnburger Eisenbahn-Gesell- schaft.,„ iliproz. Anleihe der Allgemeinen Lokal- und Straßcnbahu-Gc- sellschaft,, Sproz. Anleihe. der Chemischen Fabrik Griesheim-Elektron(1 rank- furter Filiale),... 5 pro?. Anleihe der Deutschen Gelatine*-!1 abriken(I ranklurtcr Filiale), 5 pro?. Anleihe'der'Elcktrieitäts-Lieferungs-Gcsellschaft, 5 pro?. Anleihe der Elektrischen Licht- und Kraftanlagen Aktien- Gesellschaft,. 1 6proz. Anleihe des Lothringer Hüttcnvcrcius AumetzFncae (Brüsseler Filiale),, Anleihen der Gewerkschaften Unser Fritz, N er. Conslantiu der Große und Westfalen. Kuxe des Lab berg werks Ncu-Staßfurt II, Neu« Aktien der Deutsche" Ref roleum- Vktien-Ge?"ll.�h;i ft. Gesellschaft für elektrische Hoch- und Lntergrnndbahncii in Berlin, Lübeck-Büehcncr Eiseubahn-Gcscllschaft. Allgemei- neu Lokal- und Straßenba bn-Gesellschaft,.Aotieu-Gesell schart für Anilin-Fabrikation. Alurainiüra-Iudustrie A.-G., Amme, Giesecke& Konegeu A.-G.. Bad i sehen Anilin-& Soda-h abnk, Baumwollspinnerei Germania, Brown, Boyeri& Co. A.-G., Deutschen Contiuental-Gas-Gescllöchaft, Deutschen Maschinenfabrik. Donnersmarckhütte, Oberschlesischc Eisen- und Koh- le:n\ erke A.-G.. Dortmunder Union-Brauerei A.-G., harbea- Fabrikcu vorm. Fricdr. Bayer& Co., Farbwerke vorm. Meister. Lucius& Brüning, Maschinenfabrik Augsburg-Nurnbcrg A.-G., Manne smannr obre n-Werkc. Von Konsortialgcschäften früherer Jahre, die In 1914 abgewickelt worden sind, nennen wir: 4proz. Deutsche Beichs-Anleihe von 1913, 4proz. Bayerische Staatsanleihe von 1913, 4 pro/. Anleihe der Stadt Augsburg, •tJoproz. Oesterreich i sehe Eisenbahn- Anleihe von 1913, öproz. Anleihe der K. Wolf Aktieu-Gesellschaft, Aktien der A.-G. für Elektrizitätö-Anlagen, „ der Deutschen Kaliwerke. Unser Konsorliai-Konto(Zentrale und Filialen) bestand am Jahresschlüsse aus: 37 Beteiligungen an deutschen Staats- uud Kommunalau leihen sowie Obligationen inländischer Gesellschaften....... if. 10,541,011.65 118 ,, au Aktien inländischer Gesellschaften......... 15,700.402.55 1 171„ an a n s 1 ä u d i s c h � n Staats- und Kommunal-Anleilicn. Eisen- balm-Geschäfien. Aktien und Ohligafioneu........ ,,' 25,219,249.84 23„ an Grundstücks- Geschäften........... 3,473,030.93 zusammen M. 54,933,695.09 Das Konto eigener Effekten(Zentrale und Filialen) setzt sich zusammen aas: Staats- und Kommunal-Papieren sowie Deutschen Pfandbriefen in 173 Gattungen...... M. 82,025,073.88 Eisenbahn- und industriellen Obligationen in 106 Gattungen............... 8,633,627.21 Eisenbahn-. Bank- und Industrie-Aktien in 227 Gattungen............... 16,222,301,44 Diversen................ 38:', 027.-— zusammen M. 57,252,029.53 In dem vorgenannten Effektenbestand befanden sich deutsch© .ßl�tspapierfi im Buchwert von AL 26.413�53�)7. Sowohl unsere Konsortial- als unsere Effektenhestäncf© s?n"d weit unter den Kursen vor. Ende Juli des Berichtsjahres aufgenommen. In unsere Gewinn- und Verlust-Rechnung haben wir irgendeinen Gewinn aus dem Betrieb unserer LondonerFiliale nicht eingestellt; es ist vielmehr durch erhebliche Rückstellungen aus früheren Jahren weitgehende Vorsorge getroffen. Der stark erhöhte Zinsengewinn(einschließlich des Ertrages von Wechseln) ist sowohl auf die Fusion mit der Berglsch-Mäpkischcn Bank als auf das Mitarbeiten von rund 40 Millionen neuer Barmittel zurückzuführen, die uns durch die Fusion mit dem genannten Institut im vorigen Frühjahr zugeflossen sind. Das Zinsen-Konto enthält, wie hei uns üblich, die den Effekten- und Konsortial-Rechnungen belasteten 4 Prozent Geldzinsen. Dagegen haben wir den darüber hinaus auf Konsortial-Beteiligungen und Effekton erzielten Gewinn zu Abschreibungen auf diesen Konten verwandt. Ein Blick auf unsere früheren Berichte ergibt, daß wir seit einer Reihe von Jahren die erzielten Gewinne auf Konsortial-Geschäfte und Effekten in Höhe von 4 bis 7 Millionen Mark nicht verteilt, sondern regelmäßig zur Erhöhung unserer offenen Reserven und zu Abschreibungen auf Bankgehäude verwendet haben, so daß wir dieser Gewinne zur Verteilung der Dividende nicht bedurften. Die früher vorgenommenen Abschreibungen von unseren Bankgebäuden sind mehr als ausreichend; gleichwohl haben wir aus dem Ertrag des Berichtsjahres eine Abrundung vorgesehen. Eine weitere Dotierung unserer im Berichtsjahre um 63 Ki Millionen gewachsenen offenen Reserven erscheint diesmal überflüssig. Wir könnten also auch auf das erhöhte Aktienkapital und trotz de« Wegfalls von Konsortial- und.Effektengewinn wiederum Iii-* Prozent Dividende verteilen, ziehen jedoch vor, als eine weitere Sicherheits- maßrcgel den Gewinnvortrag um rund 8 Millionen Mark zu erhöhen und schlagen demnach die Verteilung von nur 30 Prozent Dividende vor. In den A u F s i c h t s r a t wurden neu gewählt'die Herren: Philipp H c i n e k c n, Generaldirektor des Norddeutschen Lloyd, in Bremen, Dr. jur. C a rl J a h r, Direktor der Rheinischen Creditbank, i*i Mannheim. Albert M o I i n c u s. Geheimer Kommerzienrat, in Barmen, Dr. Clemens Graf vor Podewils-Dürniz, Exzellenz, Staatsminister, in München, Eugen Schaltenbrand, Vorsitzender der Direktion der Hohenlohe-Werke A.-G.. Eduard Springman n, Fabrikbesitzer, in Elberfeld, Dr. jur. Wilhelm de W c c r t h, Kcgierungsassessor a. D.. in Elberfeld. Dagegen ist im Mai des Berichtsjahres ein hochgeschätztes Mitglied des Aufsiehtrat s in der Person Seiner Exzellenz des Wirklichen Geheimen Rats von L o o b c 1 I ausgeschieden, der zum Staatsnlinister und Minister des Innern berufen wurde. Am 10. Juli verschied zu unserem. lebhaftesten Bedauern Herr C. Baiser s c n i o r, welcher, seit dem Ucbergang seines al lange- sebenen Bankhauses in Brüssel im Jahre 3010 auf unsere daraus hervor- gegangene. Filialf. unserem Aufsichtsrat angehört und sich in unserem Kreise allseitige Sympathien erworben hatte. Mit ganz besonderem Schmerz verzeichnen wir den Verlust unseres seitherigen Aufsiclitarats-Voisü/.piidpa Seiner Exzellenz des Wirklich e n G e h e i m e n Rats Wilhelm Her z. Er hat dem Auf- sichtsrat der Deutschen Bank seit 3876. also 38 Jahre lang, angehört und sich als Neunzigjähriger und da rüder hinaus seltenster körperlicher und geistiger Frische und Kraft erfreut. Mit ihm ist ein Stück unserer Geschichte zu Grabe getragen worden. Dos Andenken dieses hervorragenden Mannes bleibt in der Deutschen Bank unvergessen. Mit Schluß des Berichtsjahres zog sich tmscr seitheriger Kollege, Herr Geheimer Kommcrzienrat Carl Klön ii%e. ans dem Vorstand« zurück, dem er über 14 Johre Eng angehört hatte und dem er eines der unermüd liebsten•MitgliöcW gewesen war. Seine, rastlose Arbeitskraft und reiche Geschäftserfahrung bleiben uns erhalten, indem Herr Klönuc eingewilligt hat, auch küuMighin in täglichem Verkehr mit der Direktion eine Reihe unserer Interessen wahrzunehmen und die Deutsche Bank in einer Anzahl wichtiger Gesellschaften zu vertreten; der nächsten Generalversammlung wird seine Zuwahl in den Auf- sichtsrat vorgeschlagen. Unsere bewährten Mitarbeiter, dis Herren Theodor Vcyer, Johannes K i e h 1 und Paul Lehmann, wurden zu stellvertretenden Direktoren der Hauptniederlassung ernannt. Verstorben sind der A hP il un gsd irektor Herr Jnllu« Köhler und der langjährige Vorsteher unserer Effcktcn-Hauptkasse, Abtei» Iurjgö(lirckl-JfcIcrr O s cur I. r a-u- Tu Brüssel wurden Herr Hermann Dufcr, bisher stell- vertretender Direktor, zum Direktor und Herr a x ü h I e n h a u f, Bwg.jäh rigor Prokurist unserer Londoner Filiale, zum stellvertretenden Direktor ernannt. Für Chemnitz wurden dir Herren Wilhelm Bösselmann und Dr. Albert Rössiug..u Direktoren rtpr Zweigstelle Chemnitz ernannt.. In Frankfurt a. Main wurde der seitherige Syndikus Herr Dr. Paul Bonn zum stellvertretenden Direktor der Filiale befördert. In K o n s t a n t i n o p e 1 wurde der bisherige Vertreter der Zweigstelle Stambui, Herr J. R o s s i, stellvertretender Direktor der Filiale. Für Bagdad wurde Herr T. Wurst zum Direktor der Zweigstelle ernannt; für Metz zum Direktor der zu errichtenden Zweigstelle Herr(! o n r a d A. B i s c h u f f. unser langjähriger Mitarbeiter und seitheriger stellvertretender Direktor in Brüssel.. In Barmen wurde der seitherige stellvertretende Direktor Herr Dr. Otto Schwarzschild zum Direktor befördert. Auf dorn Felde der Ehre sind gefallen die Herren W i I h e 1 rrt Stock hoff, Direktor unserer Zweigstelle G r o n e n h e r g. und E r n s t Schröter, Direktor unserer Zweigstelle M.- G I a d b a e h. An die Stelle des letzteren rückte Herr Otto Ncerfortli. bisher stellvertretender Direktor iu Düsseldorf. Ans dem vorjährigen Vortrag von M. 4,266,312.31. Ist die erste Rate des Wchrboitrags mit M. 598,496. bezahlt worden. Einschließlich des alsdann verbliebe neu Vortrages aus 1913 von M. 3.668,416.31, n a c h v o r n a Ii m c der Abschreibungen auf Bankgehäude und Mobilien im Betrage von M. 2.097,496.44 und Rückstellung von M. 250,000.— für Talon Steuer beläuft sieh das Erträgnis dss Jahres 1314 auf. Hiervon erhalten zunächst die Aktionäre ßjj Prozent Dividende auf M. 250,000,000.— (nach§ 33b der Satzungen)....... Von den verbleibenden........ "beantragen wir, für Abschluß-Gratifikationen an die Angestellten............... zu überweisen. . M, 41.071,452.06 .„ 16,250,00«.— . M. 24,824,482.06 3,800,000.— Von dem übrig bleibenden Betrage von.... M. 21,521,482.05 abzüglich AI. 12,115.870.01 Vortrag auf;neiic Rechnung, erhalten(nach ii ö'.'.d der Satzungen) der A u i s i c h t s r a t und die Ortsausschüsse *7 Prbzedt Gevftaiiaiitcil niit'..........«58,602.35 Wir seh lagen vor, von dun restlichen.. rt' o Prozent S u p c r d i v i d e n d e M.-230,000,000.— mit......... . M. 20,885,87931 „ 8,750, OOOv— zu verteilen und den Jjcbcrsclruß von..... M., 12,115,879.91 auf* neue Rechnung vorzutragen. Aus diesem Vorträg wird der auf das neue Jahr enifti.'Iendö Teil des"W ehrbeltra gs- zu zahlen Beim Ks würde demnach erhajlen. jede'AI: ti c" von n o in A I 600-—: M. 60.— V 0.- i!- 10 P: .» 1200,- „ 1600.- 150.- 360.— 3. Gesetzllcbe Reserve A 2. Uesen e B..... 3. Kontokorrent-Reserve Prcz. Dividcnfl» Märkischen stellen M. 339, 888,«51.50 „ 41.59.. 316.4? 7.016,652.28 zusammen M. 178,500,500.— — 71.40 Proz. des Aktienkapitals von M. 250,000,000.—, und die bilanzmäßigen Gessmtmiiiel(einschliaßlich Vortrag auf rund........... M. 440,000,000�-- gegen Ende 1933............ M, 318,700,000.— Berlin, im März 1915. Der Vorstand der Deutschen Bank A. v. Gwinner B. Koinemann Paul M. Hcrrmann P. Maakiewlt* C. Miclialov/sky O. Schültci G. Sohröttqr 0. V/assqnnnni n Verwallungssfeile Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Montag, den 39. März 1915: Bezirks- Versammlungen für die gewmte öerwaltungsitellc Berlin in folgenden Lokalen: kOriieNI Pharnssllle, Müllerstr. 113, abcndZ S'/j Nhr. KOrden* �ä*f"e)rB Schwcdtcr iZtraste 3», abcndZ Korden: reanlte» L'eotallle, Badstr. IS, abends 8'/, Uhr. IllOAdH: Sands Festsäle, Beuffelstr. 9, abends 81/, Uhr. Cbarlottenburg: Volkshans. Nosi««»»str. 3, abends S'/j Uhr. T Off o I* Möllers Festsäle. Berliner Str. 84, abends 0 Uhr. ICyCl. Bericht uud Neuwahl der Bezirksleitung. Uesten und Leliöneberg: OSiSÜ' �0>m®nla6,#ale» Mcmcler Str. 67, abends 8'/, Uhr. I iphfDnhorn* Itestanrant Kupkowskl, Pfarrstrahe 74, Utlllcliucry. abends 8'/f Uhr Stralau-Rummelsburg; Bezirksleitung. Woinoneaa* Peukorts Festsäle « vlUvlldvv. abends S'l, Uhr. Südenbezirke:®naI1' KeUkOllU*?*1as1�aS;e*®'est8ä'e' Bcrgstrnkc 151/153, abends St6gli(Z I ScheHhases Festsäle, Ahornftr. loa, abds. 8'/, Uhr. Köpenick und frledrlcbsbageo: �""�«ann Köpenick, Bahnhofstr. 41. abends 8'/, Uhr. ÜbersebSnevelde, Kiederseboneweide, Jobannis- flial ii Tlmn• Restaurant Georjje, Obrrschöucweide, lllfll u. üiuy.. Wtlhelminenhofstr. 44a, abends S1/, Uhr. SpaDdaU**te8*,aurant Mert», Spandan, Kurstr. 81, abends Tagesordnung in allen Versa nimlungen: Kericht osn der ordkiltlichen Genkralorrsammlung. > Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt.----------- Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. Die iiüGe«rdkiitl. Geiierilloerslimiillmig filidet im 10. Mii b. J. statt. Anträge hierzu müsse« bis spätestens den IS. April in den Händen der Ortsverwaltung sei». IUI 10 Die Ortsvepwaltnng. ISlnme. Alt-Boxhagen 56. abends 8 Uhr. Bericht und Neuwahl der Berliner Nllee SSI, belli! llei' Montag, den 3. April(S. Osterfeiertag), im Gewertschaftshausc, Engelufer 13(groster Saal): Liektdilükr- Vortrag von Ott«» Ilotll. AUisikaHstfis Unterhaltung. Nach dem Vortrag! OeLellißes Kei83mmen8ein. Eröffnung 5 Uhr. Aufang 6 Uhr. (sintrittskarten a S6 Pf. find im Bureau, bei den Vertrauensleuten und VeitragSfanirnlern zu habe». Zur Beachtung l Bom 15. März bis 15. April findet eine .Änßerardentllelie Bitcherkontrolle statt. Jedes Mitglied ist verpflichtet, sein Buch im Bureau vorzulegen. Beitragsrückstände sind umgehend zu begleiche»!. /ferner wachen wir hiermit belanut, daß den grauen unserer bis i;7. März 1913 zum Heere eingezogenen vollberechtigten Älitgiicder eine aber- malige Unterstützung von 19 M. gewährt wird: nicht vollberechtigte erhalten ä M. Die Unterstützung wird vom 29. März bis 1. ülvril, vormittags von 10 bis 12 Uhr im Verbandsbureau, Engelufer 14, vorn vartcrre, ausgezahlt. Als Legitimation dient die städtische Unterstützungskarte. 170/6 Öle OrtsTcrwaltang. Möbel-Angebot. Tolidc Möbelfirma liesert Speslal-Ein- Finriobtungei) sowie Einzelmöbel und Z-n eizlmmer- gegcn mästige Zins. Vergütung bei kleiner Anzahlung und geringe» monatlichen Raten- Zahlungen. Ossei len F. 2 an die Expedition des.Vorwärts".* Keine Kassierer. Oröltto Kulanz. Verein f. frauen u« Rädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 89. März, abends 8'/, Uhr, in der Neuen Philharmonie, Köpenicker Straße 98/97: Mitglieder- Versammlung. 1. Bortrag des NeichslagSabgeordneten Hoinriob Schulz:..Der Krieg und die Jngcnderziehung".~....... Mligliedsbuch legitimiert. 9- Diskussion. 52/18 Der Borstand. Victoria-?ortbUdungs- u. Fachschule Berlin W., Knrfürstenstraße 160. I. Seminare: a) Handelslehrermnon-Seminar, b) Gewerbeschrillehrerinnen-Seminar. II.�Fach- nnd Fortbtldnngsknrse(Tages- u. Abendkurse'). ' Geschloss. Haushaltungskurse. Vorbereitung für die technisch., Volksschullehrer.- u. Kindergärtnerinnen-Seminare. Kaufmann., gewerbliche, haus- wirtschaftliche Einzelkurse. Sprechstunde täglich 11—12 Uhr. Höherer Handelskursus, Han dels-F aohkursna. Kursus für Bureaubeamtinnen. Bernfskurse für Wäschekonlekt, Schneiderei und Putz. Theoretische Vorbereitung für die Gesellenprüfung. 25/18 Ansführlicbe Prospekte in der Anstalt. Der Vorstand Knaben- uJOntllnts-Anzfi� kauft man am billigsten direkt in der Fabrik Holter Stein'des 15 EtKe Köi&ttoSe im FabriRgebäude 3 Treppen Einzelverkauf nur an den Wochenlagen nachmittags von 2— 6 Uhr - Heute von 1— 6 geöffnet." �eichel's Echter !„Medico"Wacholder-6xtrakt Ein vielseitig erprobtes u, wirklich bewährtes Naturheil- mittel von gründlich blutreinigender Wirkung, das aus alle Organe einen ungemein wobltätlgcn Einfiiifi ausübt. Unendlich viele Erfolgsberichte bestätigen die überaus heilsame, oft wunderbare Wirkungskraft speziell bei Rheumatismus, Nieren.Blasen. u �rauenleideu Wechselzuiiändeu, Saut- u. Hämorrhoidakleidrn sowie Mageufchwöche:c.- Ärztlich verordnet— Mk.l.Söu 2.50, für längeren Gebrauch, große Kanne l sehr vorteilhast> Ml, 6,25. Garantiert rein u, frisch, aber echt nur in Origlnalpackungen mit M a r ke..M e d i c o" u, meiner Mrma. In den Drogerien u. Apotheken erhältlich, wo nicht, wende man sich an Gill Reichel, BerliMs, Elsenbahnslr. 4 gernspr.: Mpi. 47514753. Man achte scharf aus Marke j r Q umieide Nachahmungen. r�juniuiniiiiniuiiiinnininiiniiumnrinnniiHiinniiiiininniiiiiiiiiniiiiiiuniiiniiiiiniinniiinniiiiuiminmiiiiiiiiiiit Resle M Knilii Damen Tuche, schwarz u. farbig. Kostüm- Stoffs In Kammgarn, Eollenne, Cheviot usw. Bucks- klnsz. Herren- u. Knab,-Garderobe, Seidenstoffe, Sammele, Futterstoffe all. Art, Besatzart Kontäme, Paletots, Sfaub- mäntel, Jacketts, Regenpaletots und Pelerinen, KostiimrScke. ilaßanfertigung unter Garantie für guten Sitz. CDEI•yKottbuser ■ V�Ck Ab Strasse 5 Fernsprecher: Amt Moritzplatz» Nr. 9884 �mniiiniiinnmiiininmT»»nn»inHminimmmin»im»nnmmmnnmmimM»nimtmmnimMn»ni!in!iu! Trotz der allstemeinen srorsen Teuemns verkaufe Ich nach wie vor neuen und alten Kunden unter gUnstlgeten Zthlung.bedlngungen MnßCI auf Teilzahlung l'IWDCk ohne Preisaufschlag und bitte das geehrte Publikum, sich von der Reichhaltigkeit meiner Läger gell. Uberzeugen zu wollen. Meine Firma besteht seit ca. 25 Jahren am Platze und geniesst ausser Ihrem guten Namen auch den Ruf, kulant und rücksichtsvoll Im Krankheitsfalle oder bei Stellungs- und Arbeitslosigkeit zu sein.— Bei Vorlegung dieses Inserats gewähre loh 10 Prozent Rabatt der geleisteten Anzahlung, ohne dass dadurch meine ohnehin schon billigen Preise etwas erhöht werden sollten. IffiEDIT-FEDEI) Brunnenstrosse] Fionkfurter Allee 350 Kottbuser Damin 103 Charlbg., Scharren str. 5 Ecke Wilmersdorfer Strasse. Kronleuchterfabrik öusfavbaum&d Meue SchonhauieräfcU /mf: Norden 6066_ Bücherrevisor, beeidigt, übernimmt' sämtlich« Buchsührungs. arbeiten, auch stundenweise. Offerten unter E. S befördert die Expedition dieser Zeitung. 1425b Vrsfinobor-Kin derwagen Primlssima-Bettsteflen zu billieen Kassenpreiseu. N&hmaschinen aller Bysteme, auch auf RatenzaLlunpr. Chaussoestrasse 80, Wilmendoriep Str.131, Belle-Alliance-Str. 4, Prinzenstr. 45. Grosse Frankfurter Str. 144. Spandau, Havelstrasse 20. i*>l>ezialarzt s. Haut,, Harn., Zhrauenleide», nerv. Schwäche, Beinkranfe jeder Art, Ehrlich Hata- Kuren in u. Co. konz. Laborat. s Blut. Untersuchung., Fädeu i. Harn usw. ftledrichslr. 81,«S. «pr. 10— 2, 5—9, Sonnt. 11— 2. Honorar mästig. auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. <*�4, V»- 4 4 l V»! Ober- Schönewelde 1424b M-rienstr. 16. AIS Opser deS Welllrieges fiel am 14. März unser lieber Fremid und Mitlämpfer 1422b Dstisr Rimkus. DeS toten Freundes gedenkt Die Arbeiterjugend Neukölln. Im Meile»»nietet rol Hern StleMmM A« 19. Februar fiel der B Seiner Franz Duchatsch Bardelebensir. 3, Bezirk 398. Bei fielt Kämpfen fiel der Arbeiter Franz Knsivlü MWenstr. 60o, Bezirk 292. Um 17. Mirz starb im Lazarett infolge einer Verwundung der Tischler Gustav Pasenau TotheniuSstr. 20, Bezirk 407. In dm Kämpfen am 11. Februar fiel der Zimmer« Bruno Hiilzenbecher Lidauer Str. 23, Bezirk 323. Bei fietl Kämpfen fiel der Lackierer Ernst Berghof Reichenberger Str. 40/41, Bezirk 157 II. 220/15 Saxlaltfemekr. Wahlverein 1. 0. 4. Berliner Relehetagswahlkr. Im Felde gefallen am 28. Januar Paul Thie Earmen-Sylva-Str. 56, Ib. Abteilung. AM 20, Februar der Vizefeldwebel Fritz Zander Mendelsfohnstr. 14, II. Abteilung. 222/18 Sexlaltfemokr. Wahlverein(. d. 5. Berliner Relchelsgewihlkr. In den Kämpfen am 8. Februar fiel d« Arbeiter Wilhelm Zlilsdorf Demmtner Str. 7, 9. Abt., Bez. 598a. Bei einem Gefecht der Barbier Ernst Kaminshl 263/14 Burgddorfstr. 9, 16. Abt., Bez 748. Bexlaldemekr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Relchstagewahlkr. Im Felde gefallen der Sattler Hormann Katzke JSgerftr. 42, 20. Bezirk. Am 10. März gefallen der Tapezierer Max Lehmann Wanzlitstr. 3, 22. Bezirk. Am 14. März gefallen der Arbeiter Oskar Rimkus Münchener Str. 25, 23. Bezirk. Am 28. Februar gefallen der Arbeiter Wilhelm Staeok 236/10 Banzltkftr. 34, 22. Bezirk. Bozialdemokratlsoher Wahlver ein Neukälin. Gefallen am 10. November 1914 Genosse Erich Rensei 261/11 Binzstratze, Gruppe 9. Sezlaldemokrat. Wahlvereln Nlederbarnln. Bez. Rankow. Deutsch. Metallarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin. Es starben folgende Mitglieder im Felde: Rohert Berlim, geb. 12. 9. 82 in Berlin. Oskar PinkuSy Metallarbeiter geb. 10. 6. 93 in Bittkallen. Albert Giese, Metallarbeiter geb. 2. 8. 88 in Fiwftenwalde. August Görlitz, Klempner geb. 4. 5. 75 in Quedlinburg. Fritz Rardtke, Former geb. 24. 2 84 in Deutich-Krone. Paul Schnura, Schlosser geb. 26. 10. 85 in Oelsnitz. Paul Schäfer, Heiser geb. 9. 10. 75 in Waldenburg. Otto Decker, Metallarbeiter geb. 3. 6. 92 in Nesfelgrund. Max Krause, Schlosser geb. 29. 7. 82 in Königsberg. Herrn. Wiesner, Schlosser geb. 20. 1 83 in Eiiendurg. Franz Karnovssski, Schlosser geb. 1. 8. 90 in Berlin. Paul Büttner, Metallarbeiter geb. 15. 8. 81 in Grabow. Otto Braun, Schlosser geb. 24. 11. 84 in Berlin. Ehre ihrem Andenke«! ill/H Die Ortsverwaltuug. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands Verwaltung Grotz-Berli». Gefalle» sind folgende Mitglieder: Willi Koch, Bezirk Weißense«. Fritz Krüger, Bezirk Niederlehme. Karl Rösener,„* Otto Herzog, Bezirk Reinickendorf. Ehre ihrem Andenken! ! 3/11 Die Ortsverwaltnng. Deutscher?rs»s?srt»rbtiter-Dtrb«b Bezirk Grofz-Berii». Folgende Kollegen find im Felde gefallen: Max Ballhorn, GeschSstSchauffe«. Albert Bendlin, Industriearbeiter. Erich Benz, Fensterputzer. Karl BottSCH, Industriearbeiter. Ernst Dietz, GeschSftSdieuer. Willi Hoffmann, Geschäftsdiener. Hermann iendricke, Hermann Krankowski, ,t6citer. Gustav Littgau, Arbeitskutscher. Willi Pollex, Straßeubahuer. Wilhelm Pratz, Lagerarbeiter. Albert Schmelter, Straßenbahner. Paul Stepaniak, Bierfahrer. Hermann Winkler, Kohlenkntscher. Karl Zingelmann, Droschkenchauffenr. Georg Binge, Droschkenchauffenr. Industrie» arbeiter. Industrie- 62/7 Ehre ihrem Andenken: DI« ne.lrk.lsltiriix.» ZlüIbldkiitiiliMeber M\wm I. d. 5 Jerl. REicbsta§swalilkrBis, Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Genosse, der Tischler kknnsan Wurm Heinersdorser Str. 14, Bezirk 435, I. Abteilimg verstorben ist. Ehre feinem Andenken: Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 3'/, Uhr, von der Halle des Bartholomäus- Kirchhofes, Weitzenfee, Falken- berger Strage, aus statt. 222fl4 Der Vorstand. SozialdemokratlscberWahliereln I. d.6. Herl, ßeichstagswaliikreis. 19. Abt. Bez. 830. Am Freitag, den 26. März, verstarb unsere Genossin Cksrlotts Gastel Koloniestrage 42. Ehre ihrem Zlndeoken Z Die Beerdigung findet am Montag, den 29. März, nach- mittags i'j, Uhr, von der Leichen- halle des Elisabetb-Kirchhoses in der Prinzenallee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 263/15 Der Borstand. Sozialdemokratischer WaWserelD Charlottenburg. Nachruf! Hierdurch zur Nachricht, daß unier Mitglied Martin Märker 4. Gruppe verstorben ist. 250/8 Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. Fern von der Heimal starb an, 13. März den Heidentod infolge Armfchuffes mein tnniggeliebier Mann, treuforgender Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Vetter, der Landwehrmann Wlsäislaus Kafka im Atter von 37 Jahren. Dies zeigen ttesbettübl Pelagia Kafka nebst Kind. Schwedenstr. IIa, Mein ganzes Glück ist nun dabin, Dein Trost, wenn ich verlassen bin, Dein Mitleid, wenn ich leide, Mir fehlt das Herz. daS mich verstand, Mir fehlt des Lebens Freude. Ruhe sanft, du gutes Herz, Du hast denFrieden.ich denSchmerz Ich habe einst in sel'ger Zeit, Ein trautes Lieb besessen; Drum kann ich In alle Ewigkeit Das entschwundene Glück nicht _ vergessen._ 6SA Deutscher Bauarbeiter-Verband. Zfrelg-vereln Berlin. Bezirk Südost. Den Mtgliedern zur Nachricht, dag unser Mitglied, der Putzer /�uxust Standke am 25. März verstorben ist. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 28. März, nach. mittags 4 Uhr, von der Halle des Michael-ÄirchhoseS in der Her- mannstrage aus statt. Ferner starb am 24. März vom Bezirk Wedding unser Mttgiied, der Rabitzspanner Wilhelm Spadin. Die Beerdigung findet am Montag, den 29. d. Mts., nach- mittags 2>/, Uhr, aus dem Dankes- Kirchhose in der Müllerstrage statt. Ehre ihrem Andenke«: Um rege Beteiligung ersucht 146/9 Der Vorstand. Zentralverband der Glasarbeiter und-Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Am 23, März verstarb unser Kollege Karl Wüsteuherx. Ehre feinem Andenken: Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 28. März, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- halle des neuen Pauls< Kirch- hoses in Plötzensee aus statt. Um rege Beleiligung ersucht 72/2 Die Ortöverwaltung. Der Welltrieg entrifi uns nach oiermonaligen ichweren Kämpfen und Entsagungen am 8. Januar 1915 unseren einzigen lieben guten Sahn, Bruder, Schwager und Bräutigam im blühenden Älter von 25 Jahren, den Gefreiten I�eifihold Wendt. Dies zeigen in tiefem Schmerz an Karl und Marie Wendt als Etiern. Ernst und Frieda Ktumpp als Schwager und Schwester, Martha Flachshaar als Braut. Ach, es ist ja kaum zu fassen, Dag Du nie mehr lehrst zurück, So /ung mutzt' Du Dem Leben lassen, Zerstört ist unser ganzes Glück, Ein jeder, der Dich hat gekannt, Und auch Dein treues Herz, Der drück! uns nur noch stumm die Hand In diesem tiefen Schmerz, Du gutes Herz ruh füll in Frieden, Ewig beweint von Deinen Lieben. SozlataBkratischer Wahlvereln Adlershol. Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Genosse �uxust Müller, GenofieRschastsstratze 17, am 25. März verstorben ist. Ehre feinem Andenke«: Die Beerdigung findet heute, Sonntag, nachmittags 5J/, Uhr, von der Leichenhalle des Ge- mewdesriedhoseS aus statt. Rege Beteiligung erwartet 191/9 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlvereln Hijün. Am 25. März verstarb unsere Parteigenossi» pramiska Riemer Pflügerstratze 16.(3. Bezirk.) Ehre ihrem Andenken: Di« Beerdigung findet am Montag, den 29. März, nach- mittags 2 Uhr, aus dem Neuköllner Gemeindesriedhos, Martendorser Weg, statt. Um rege Beteiligung ersucht 236/11 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter-Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, datz unser Mitglied, der Feilen- ichleiser Wilhelm Kroll gestorben ist. Ehre seine« Andenken k Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 28. März, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- Halle des Pankower Gemeinde- Friedhofes, Schönholz, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 111/12 Die Ortsverwaltung. Fern von der Heimat und von seinen Lieben sand bei einem Sturmangriff am 3. Februar den Heldentod unser unvergetzlicher mniggeliebter Sohn und Bruder, der Musletier 14v6b Hermann Wenzel im blühendeu Alter von fast 22 Jahren. In tiefstem Schmerz Die untröstlichen Elter», Paul als Bruder (zurzeit im Felde). Berlin, Reichenberger Str. 106a. Du sankst dahin, wie die Rosen sinken, Wenn sie in voller Blüte steh«, Und heitze, biti're Tränen stietzen, Weil Du so mußtet von uns gebn. Wer hätte das von Dir gedacht, Datz Du so früh zur Ruh gebracht. Ach so früh bist Du geschieden, So umsonst war unser Fleh»; Nun, gutes Herz, Ichlaj' in Ruh, Uns're Liebe deckt Dich zu. Dem Auge sern, dem Herzen ewig nah! Am 14. März mutzte auf dem Schlachtfelde unser lieber Wander. genösse Oskar Rimkus sein junges Leben lasten. 1/10 Seiner wird stets ehrend ge- denken via Ortsgruppe Neukölln des veuisehen Arbeiter-Wanderbundes„Die Naturtreunde". Gesangverein Jjeilerlalel ßerMest (II. d. D. A.-S.-B.) Den Mitgliedern zur Nachricht, datz unser lieber Sangesbruder Lliristwr! l�eeb am 3. Februar gesallen ist. Den Mtgliedern serner zur Nachricht, datz unser lieber Sanges- bruder Karl Herold am 22. März an Herzschlag in Femdesland gestorben ist, Ehre ihrem Andenken k 1420b Dor Vorstand. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten zur traurigen Nachricht, datz unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Bräutigam, der Musketier Hermann L-entz im 21. Lebensjahre in Erfüllung seiner Pflicht am 20. März ge- fallen ist. 141öb Die trauernden Hinterbliebenen, Stolptschestr. 40. Ein treues Herz kehrt nie zurück. Vernichtet hat'S ein Augenblick. Du starbst so früh in fremdem Sand Als Opier für das Heimatland. Fahr' wohl aus immerdar! Vorhand d. Brauerei- u. Sühlen- arbeiteru.verw.Bern!sgesossen.j Zahlstelle Berlin. Den Mtgliedern diene zur Nachricht, datz unser Kollege, der Flaschenkellerarbeiter Gustav Sachs l Schultheitz-Brauerei, Abt. I) ver- slorbsn ist. Ehre seinem Andenken t Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Bartholomäus- Kirchhofes in Weitzenfee, Falken- berger Straße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Zentralverhand der Zimmerer Deutschlands. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Den Kameraden zur Nachricht.| datz unser Mitglied und früherer Bezirtslassierer des Bezirks 6 Fritz Hohm am 21. Februar iu Rutzland ge- fallen ist. Ehre seinem Andenke«: 255/11 D«r Vorstand. AIS Opfer deS Krieges fiel am 16. Februar bei einem Waid- gefecht mein über alles geliebter Mann, der herzensgute Vater meiner Tochter, der Web'-mann Wilhelm Duwe im blühenden Alter von 35 Jahren nach achtjähriger glücklicher Ehe. In namenlosem Schmerz Frau Alma Dnw© 6831 nebst Tochter. Die Freude Deiner Wiederkehr War nicht vergönnt den Deinen Und mögen sie auch noch so sehr Ihr Liebstes nun beweinen. Und wenn uns auch bricht Das blutende Herz. Du läßt uns zurück In rasendem Schmerz. Er war einer der Edelsten und Besten, mit ihm ging mein ganzes Glück dahin, Ruhe sanft I Allzu früh, fern von der Hei- mat und von feinen Liehen, siel am 12. März als O»fer des Krieges unser unvergeßlicher und geliebter Sohn, unser guter Bruder, Vetter, Neffe und Brautl- gam, der Gardefüsilier Gustav KincieE im blühenden Atter von noch nicht 22 Jahren. Dies zeigen an die tiestrauern- den Eltern und Geschwister Aug. Kindel u. Frau als Eltern. Franz und Richard,»>* Brüder. Berta, als Schwester. Agnes Duchow, als Braut. Berlin N., KöSliner Str. 18. Du gingst so frohen Mute? von deiner Eitern Hau«, und ahntest nicht, wie turz dein juov-S Leben war. Drum ruhe sanit f" stemder Erde! Unsere Liebe deckt dich zu. Am 12. Dezember fiel alS Opfer deS Weltkrieges unser lieber Kollege RudoU Lehmann Unteroffizier der Landwehr. Neukölln, Schöneweider Straße 14. Der Gefallene war uns ein guter Freund und treuer Mit- streitet. Sein Verlust wird von uns allen aufrichtig bedauert. Ehre feinem Andenke«! vi« Kollegen und Kelleglnneu der Firma F. Schuchhardt, Rungeitratze 9. 8LA Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines geliebten guten Mannes und Baters I4I5b X»rl Ziegler sagen wir allen Betaiinten sowie den Kollegen der Firm Israel unseren innigsten Dank. Frau Ztartka Zleglor- Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines geliebten ManneS Ernst Greulich sage ich allen Teilnehmern, insbeson- dere Herrn Werner für die trösten- den Worte, den Sängern und dem Sozialdemottatischen Wahloerem Lichtenberg meinen herzlichsten Dank Die trauernde Witwe A Wanda Greulich. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teünahme bei der Beerdigung unserer lieben, unvergeßlichen Frau, Müller und Schwiegermutter Klara Kirschke sagen wir allen Verwandten und Bekannten unseren herzlichsten Dank. 1430b Bio trauernden Hinterbliebenen, ingnxs-Xager %ejiLner%sdüeru.%nemrrrn� G-M-ß-H BüräKiiflie M.ian�-Elnriüitnn$sfl Ss£ SrS£: JO Jtüm Oaranita Schlafzimmer; M. 183, 219, 270, 326, 428, 532, 640, 814,£92, 1088 bis 3500 Beste Verarbeüvmg Speisezimmer! M. 298, 333, 426, 505, 622, 781 bis 4000 1 Vi'ohnsalons: M. 242, 369, 429, 543, 736, 850 bis 2500 Herrenzimmer: M. 209, 328, 487, 550, 627, 752 bis 3000| Neuzeit). Küchen: M. 51, 58, 75, 93, 125,169, 249, 450 StAndJg. Lag. Ton ca. 500 Einrichtimgen. Enorme Aaswahl bia z. Auserlesensten. Illastriert Katalog m. Referenzenliste gratis. ■P'rankoliejforuiig durch ganz Deutschland direkt ab Fabrikgebäude.— Bis 150 km durch elg. Möbelautos,— Einzelmöbel. Die Zahlung kann durch Wertpapiere erfolgen, ev. ancb nur als Depot in unsere Tresors zur späteren Wiedereinlösung. Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte V/ort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 3 Pfg.; das erste V/ort(fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Kleine Anzeigen ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt-Expedition, Undenstrasse 3, bis 5 Uhr angenommen. Verkäufe. Teppiche! ZPoiibillige Ausnahme jircise! Große Posten mit liciticn Farbfehlern, jetzt 4,73, 6,75, 10,50, 16,50 usw. Bettvorleger. Läuferieste nbetbilligst. Wolfs Teppichhaus, Drcsdencrftr. 8(Kottbufertor). Abon- nenten 10 Proz. Rabatt 28� Nro nze gast r o nett, Gasziigtampen, Gaswandarme, Vaspendet, Gas- kocher,(Lelegenheitskäuse. Schröder, .giochstraße 43�_ 28.(1* Teppich-Thomas, Oranienstr. 44 ipvitlstllig farbfehlcrhafte Teppiche, Gardinen. Vorwärlstejern 5 Prozent Ertrarabatt. l0K* Ntonatsanzüge, nur wenig ge- tragen. Paletots, Ulster, Hofen, Gc- fellfchaftsanznge werden spottbillig »erkauft. Die eiegantcsten Anzüge >ind leihweife billig zu haben. All- bekannte Firma. Max Weiß, Große Frankfurterstratze 88.* Teppiche mit ltetneni Fehler, sehr billig. Gardinen, Portieren, Stepp- decken, Tischdecken, Diwandecken, sehr billig. Vorwürtsleser 5 Prozent Rabatt. TepptchhauS Brünn, Hackescher Markt 4(Bahnhof Börse). 246/4* Teilzahlung, 0,50 wöchentlich, Herren-, Damen-, Kindergarderobc, Möbel, Gardinen, Portieren, Teppiche, Steppdecken, Tischdecken, Bilder, Gas- krönen, Kinderwagen. Kredithaus Huisenstadt, Köpenickerstrntze 77/78, Ecke Brückenstratzc, nahe Jannowitz- brücke. Heute 12—8 geöffnet.* Geld! Geld k sparen Sie, wenn Sie im Leihhaus Rosenihaler Tor, Linicnstratze 203/4, Ecke Rosenihaler- stratzc, kausen. Anzüge 9.—, Ulster, Paletots 5.—, silberne Uhren 3.—, goldene Damemihren 8.—, Goldwaren, Brillanten, Fahrräder, alles enorm billige Kriegspreise. Aus Uhren drei- jähriger Garantieschein. Eigene Werkstatt. Heute von 12— 6 geöffnet.» Umzugshalber verlause billig Gaskocher mit Bratoscn, Gaskrone, Rascninähmaschicne. Massow, Pankow, lstörschstratze 13.__ j Kleister zum Tapeten kleben und für andere Zwecke offerieren Kirstcin n. Co., Schützcnstraße 6. Zentrum l-711 und 2327.___ 14108* Älonatsgarderobe«-Hans verkaust spottbillig crstliajsige, wenig ge- lragene, sast neue Jackettanzüge, lstchrockanzügc, Smokinganzüge, Frackanzüge, Ulster, Paletots, Cu- lawayanzüge, gestreifte Beinkleider, Bauchanzüge. grotzeS Lager. Hai- pern, Nojeflthalerstratze 4. Rein stadcncingang. Nur eine Treppe.* tKxtrabilligerBettenverlauf.Wäsche- verkauf, Gardinenverkaus, Teppich- verkauf, Festgeschcnke, ivteppdeckcn, Plüschdccken, Goldsachen, Petzsachcn. Wanduhren, Taschenuhren, Riesen- uuswahl Herrenanzüge, Herren- Paletots, Herrenhosen, Damen- garderobcn. Psandleihhaus, Her- mnnnplatz 6. Betteuverkliufk Prachtvolle 5,75, 7,50, 9,75, Brautbetten, Daunen- betten 19,50, 22,50. Neue Aussteuer- wüsche spottbillig! Teppiche, Plüsch- Portieren 6,90, Stores, �Gardinen- auswabl, Tischdecken, Steppdecken, Diwandeckcn, Somnterpaletois 4,50, Anzüge ,. Hosen, Uhren, Ketten! Alles spottbillig! Pfandleihe I Brun- ncnstratze 47. Bcleihung jeder Wert- iochc! Eeschäftszeit 9—12. 2—7.* GaSkronen, Gaszuglampen(Teilzahlung). Böttcher, selbst. Betriebs- leitung Boxhagenerstratzc 32.(Kein Laden.) 3000K* MonatSanzüge und Winterulster von 5 Mark sowie Hosen von 1,50, Gehrockanzüge von 12,00, Fracks von 2,50, sowie für korpulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Pjandlcihcn ver- sallene Sachen kaust man am billigsten bei Ratz, Mulackftratze 14._* Zinkwaschslisser, Zober, Sitzwannen, Badewannen, Waschtöpfc, �zpezialsabrik, Reichcnbergerstratze 47, p,csertt 5 Prozent.__ 451* Nähmaschinen. Schnellnäher, Hohlsaum, Knopfloch, gebrauchte, billig. Teilzahlung, KaliSli, Grotze Franlsurterstratze 113, Chaussee- stratze 80, Wilmersdorserstratze 131. "Monätsänzüge, Paletots, grotzes Lager spottbillig. Fürsten zeit, Rojen- thalerstratze 10.______* Kläppwage«, Kinderwagen, Melallbettstellen. zurückgesetzte billig. Ch aussecstratze 80._____ Sohlleder, Schäfte, Leisten, Rühl, «chöneberg, Bahnstratze 43.* Tepp iche, gart eiste hier, spottbillig, Portieren, Gardinen, Diwandccken, Tischdecken. Steppdecke», Läuserstoffe. Extiarabatt 10 Prozent. Fischer, Po ts d am c rslratze 109.___* Gardinen I Spottbillige Aus- nahmcpreise I Garnituren mit Querbehang: 3,85, 4,85, Bunt- farbige Etamine-Garnituren: 5,50, 6,85, Shawlgardinen, Fenster: 1,93, 2,65 usw. Borziehgardinen 1,45. Woiss Teppichhaus, Dresdenerstratze 8 (Kottbujertor). Vorwärtsleser 10 Proz. Rabatt I 26K* Zehn Prozent Rabatt Vorwärts- lescrn. Gardinenreste, Fenster 1,55, 1,95, 2,45, 2,85, 3,50, 4,25, 5,50, 6,65 niw. E. Weißenbergs Gardinen- und Teppichhaus, Grotze Frankfurter- stratze 125, im Hause der Möbelfabrik an der Koppenstratze. Teppiche mit Wedefehlern 7,50, 9,50, 11,50, 13,50, 16,50, 19,50, 22,50, 25,50, 29,50 Usw. Teppichhaus, Grotze Franksurterftratze 125, im Hause der Möbelfabrik. Restbestande, 1— 3 Fenster Tuchportieren, Plüschportiercn, Madras- Portieren, neueste Muster, Fenster 2,85, 3,50, 3,95, 4,85, 5,75, 6,50, 7,50, 9,50, 11,50, 14,50, 18,50 usro. Portieren- haus, Grotze Franlsurterstratze 125. Tnchdeckeit, Leinendecke», Plüsch- decken 1,35, 1,65, 1,95, 2,45, 2,95, 3,63, 4,23, 4,85, 5,50, 6,75, 8,50, 9,70 bis 45 Mark, Steppdecken, Similiseide, vor- nehme Ausführung 3,75, 4,85, 5,73, 6.50, 7,85, 9,50, 12,50, 14,50 usw. Grotze Franksnrterstratze125, imHause der Möbelfabrik, 43K* Feinste getragene! Matz-Herren- anzüge, Paletots, von Herrschasten gebraucht, für jede Figur passend, Anschaffungspreis bis 100 Mark, billig, 10—30, Hosen 3—8, Burschen- garderobe, Deutsches Garderoben- haus, Grotze Franksnrterstratze 116 I. Gxtrapreise zum Umzug. Künstlergardinen 3,75, Bettdecken 2,50, Tischdecken, Steppdecken, Teppiche, weit unter Preis.„Vorwärts"lefer noch fünf Prozent Extrarabalt. Georg Lange Nachjolger, Chausseestratze 73/74 und Schöneberg, Hauptstratze 149.* Kostüme, Niesenauswahl, Sport- sacken, Trauermäntel. Trauergarde- robe, Blusen, Röcke, direkt aus ültbeitssttibcn spottbillig. Meher, Blücherstratze 13, 1. Etage. Sonntags geöffnet. 76K* Teppiche mit kleinen Webesehlern, 20 Prozent aus alle Waren. Es kosten jetzt: zirka 200:300 13,50, 250: 350 22.50, 300: 400 30,—. TepptchhauS Therese Lesövre, Pots- damerstratze 106 L, Ecke Steglitzer- stratze, S019K* Tamenhcmde» mit gestickter Passe 1,25. Herrenhemden' 1,35, großer Bettbezug 2,85, Kopskissen 0,90, drei Handtücher 0,85, Bettlaken 1,35, Hemdentuch, zehn Meter 3,00, Ferner hochelegante Muster- jachen, passend für Ausstattungen, bis zur Hülste des Wertes. Ab- sd/nitle und Stossresteverkaus täglich nachmittags von 4 Uhr an, Wäsche- sabiil Salomonskh, Dlrcksenstratze 21 (Alexanderplatz). 25/0 Monatsnnznge, SommerpalelotS, Gchrocknnzüge, Smokinganzüge, auch neue«Parderobe spottbillig. Neue Schönhanserstratzc 12, Ecke Rosen- thalerstratzc. 25/4' Zuchtkanincheit verkauft Duddek, Grünihalersteatze 8._ s63 Seifertkit narien, vorzügliche, 5.—. Knorrpromenade 5. 25/2 Kanarienhähne, ftottsingcnde, 5.00, Zuchiweibchen 1,25. Klaittle, Fürstenwalderstratz« 17. 25/4 Bettenköitfer! Aufgepaßt: Pracht- betien 5>,50, 9,75, 12,75. Aussteuerbetten 14,75. Daunenbetten 20,50, schlesische Federbetten, Stand 25,50, Prima> Qualität Aussteuerwäsche, Damastbezüge 4.50, Laken 1,00, nur in der billigen Pfandleihe Prinzenstratze 34, neben Wertheim, kleiner Eingang, eine Treppe. Fahr- g eld vergütet. 46K* A bessiuerpunipen, Sauger, Rohre, Flügelpumpen, Gartenspritzen, ge- brauchte Gummischläuche, Meter 0,50 an. Schroeder, Hochstratze 43. 28K* M o natsgnr d erobe. Von Kavalieren wenig getragene Jackettanzüge, Soinmerpulelots, Rockanzüge, Frack- anzüge, Cutawahanzüge, Gehrock- anzüge, Smokinganzüge, Beinkleider, Banchanzüge kauft man spottbillig im Lpezialgeschäst Weingarten, Prinzenstratze 28 I, Eckbaus. 25/13 Bettcnverkciuf! Pruchtlcppiche! Gardineuauswahl! Aussteuerwäsche I Steppdecken! Tischdecken I Herren- garderobe! Uhrenverkaus! Gold- fachen! Pelzstolas l Spottbillig! Leihhaus Warschauerstratze 7. Sonn- tag geöffnet._ 7K* Monntsanzüge, Somme: Paletots, Gummimäntel, Gehrockanzüge(auch leihweise) verlaust spottbillig. Prinzen- stratze 64. 8K* e6, am Kottbnsertor. 31K* ltinbauplüschsosa, Chaiselongues, englische Bettstellen, Trumeaus, Kleiderschränke, WascMoiletten, Kücheneinrichtungen, billigst. Walter, Stargarderstratze 18, 3gK* Gelegenheitskäusc aus Eichene An- mit Möbel, PenfionatSauslösung, tleideschränke 65,—, Bettstellen Stahlmatratzen, dreiteilige Auflagen 3b,—, Waschkommoden mit Spiegel 50,—, Nachttische 15,—, Chaiselongue 18,—, serner Speisezimmer, Herrenzimmer, Schlafzimmer, in einsacher wie schwerster ülnssuhrung, Teppiche, Portieren, Schreibtische, Sofas, Tru- meaus, Bücherschränte sowie alle Sorten ErgänzungSmöbel, auch ge- brauchte, zu nie dagewesenen billigen Preisen. Hans Lcnnert, grötztcs Möbelhaus �sür Gelegeuheitskäuse, Lothringer Straße 55, IV Etagen Rosentaler Tor. 41K* Zentmlniöbel speicher, Prinzenstratze 71, verkauft Klciderspinden 15,00, 25,00, AuSzugsosas, Bettstellen 20,00, 30,00, 45,00, Auszugtische, moderne Küchen 60,00, 65,00, Wasch- tische, TrümeauS, Schlajzimmcr. Wohnzimmer. 30.(1* Nusibaumdufett 125,—, Schreibtisch 50,—, Hutbodenschrank, Spiegel- oertiko, Englischbctten 36,—, Trumeau 30.—, Anklcideschrank, Plüschsosa- umbau 80.—, Anrichteküche, Kommode 14,—, Gaskrone, gewerblich Frau Liese, Loewestratze 16 I(Osten). 25/16 Gelegenheitskauf in Wohnzimmern, Nußbaum, Eiche, Mahagoni, grüne Ripsgarnitur 25,—, Gardeiobeuschranl Zylinderbureau 30,—. grotze Waschkommode mit Spiegel 40,—, reizende farbige Küchen 65,—. Möbethaus Osten, AndreaSstratze 30. 57K Musikinstrumente. Prachtpiano, hohes, altrühmlicher Firma 130,—, einzugshatber, Frau Hartwig, Neukölln, Reuterstratze 85. k�stirrSasr. Herrenfahrrad, Damenfahrräder, Wotorzwciräder, alles spottbillig. Käuimereit, Grotze Franksurterstr. 14. Hof. 25/7 Kanfgesuche. Kupfer l Meiling! Aluminium! Nickel! Zinn, Zink, Blei, Quecksilber, Stanniolpapter. Platinaabfälle, Zahn- gebisie. Goldjachen, Silberabsälle, Höchstpreise!„Metallschmelze Cohn", Brunnenstratze 25 und Neukölln, Berlinerstratze 76. 1/7* Fahrt adnnkanf, Linienftratze 27, ilntiu, Goldiachen, Silbersachen, Zahngcbissc, Stanniol 2.—, Quecksilber, Flascheukapscln, Glühstrumpf- asche kauit Blümel, Angunstratze 19, Platinabfällc, Zahngcbisse bis 50,00, Goldsawen, Silberiachen, Stannioloavier, Militärtressen, Queck- silöer, Kuvjer, Messing, Zinn, Nickel, Aluminu'.m, Zink, Blei, jetzt Höchst- preise! Eoeimelall- Einlaussbüreau Weberstratze 31, Telephon.(Ab- holung) 7K* Kaufe Kupfer, Messing, Zinn, Blei, Zink, Rolgntz, Messingspäne, alle Metalle, höchstzahlend. Schermer. Langestratze 19._ tfS " Nähmaschinen, gebrauchte, kaust Margies, Köuigsbergerstratze 2. 1-48 Ulüemckt Schinkelakademie. lliegierungs- baumeister Dr. Artur Werner, In- haber, Berlin, Neanderstratze 3. Technischer llnterridit: Maschinenbau, Elektrotechnik, Hochbau, Tiefbau.* Mafchittenba«, Elektrotechnik, Eisenkonstruktion, Ausbildimg: Werk- meister, Techniker. Konstrukteur. Semestcr-Zlnsang April. Prospekte gratis. Polytechnisches Gewerbe- Institut, Inhaber L. Barth, In- genieur, Berlin, Chausseestratze 1.* „Technische Gewerbeschute", Inhaber Diplomingenieur Stellmacher. Maschinenbau-, Elektrotechnik-, Werk- meifterschule, Fachschule. Höhere Fach- schule. Tagesmrse, Abeudlurse. Aus- bildung zum Werkmeister, Techniker, Konstrukteur. Vorkenntnisse nicht er- forderlich. Laboratorium. Prospekte frei. Friedrichstratze 118. 265/4* Z/ntv Mobilführer-, erstklassige stclluugssicherc Ausbildung, 100Mar!. Auch Abendkurse. Ratenzahlung. Köpenickerstrage 116. 2197K' Technische Lehranstalten vonHoppe, Ritterstratze 36. Programme kosten- IoS. Semesteransang 8. April. Jetzt ist es besonders wichtig, sid) durch theoretische Ausbildung für kommende Zellen wohl vorzubereiten.* Versekiectenes. Patentanwalt Müller, Gilschiner- stratzc 16.* Tainpfwäscherci Gustav Brauns Neue Königstratze 87, liefert tadeltose Wäsche. Drei Handtücher 0,10, Laken 0.10, Bezüge 0.15. Kein Vettanschen. Abholung täglich. Fernsprecher König- stadt 9525. 13K Kunststopferei Grotze Frankfurter- stratze 67. 2399K* Vermietungen. Wohnungen. Soldinerstrafie 41. Grotze Zwei- ziminer- Vorderwohnungen billig 30 Rtark vermietbar. 230/13* Freundliche kleine Wohnungen 1 Zimmer und Küche von 18,00, Zimmer und Küche von 23.00. 3 Zimmer und Küche von 30,00 Mark an. Lichtenberg, Herzbergstratze 127. Friedrichshain, Georgen! irch- stratze 63, Hofwohnungen, joforl. Limmer. Möbliertes Zimmer oder Schlafstelle Weber, Guineastratze 38.* Helle, leere Stube zu vermieten, oder als Schlafstelle. Tilgncr, Höchste- stratze 17._ t4S Flurzimmer, Skalitzerstratze 1, bessere£ n. Protz. chlasstelle, f 105 Porderzimmer, möbliert, freundlich, sauber, oermietet billig Prinzen. stratze 107, I. 1402b Möbliertes Vorderzimmer, allein 14,00. Becker, Prinzenstratze 107. Möbliertes Zimmer, Herrn 15,00. Dieffenbachstratze 68, Hof I. 1411b 13,00 möbliertes Zimmer Branden- burgslratze 23, vorn III rechts.-(105 Möbliertes, sreundliches Zimmer zu vermieten. Grabolosli,-Schleier- rnachcrstratze 17, Hos parterre. 1-59 Möbliertes Zimmer, 1 oder 2 Herren, billig. Charlottenburg, Grol- manstratze 6Ü, Büwendk. 1428b Möbliertes Zimmer, auch Schlaf- stelle Reue Königstratze 23, Krüger. Möbliertes Zimmer, Herrn, Dame. Bad 15.00, separat. Adler. Koltbuserdanim 28, II. 189 Möbliertes Zimmer preiswert. 1 oder 2 Personen. Pücklerstratze 44, I links. 114 Zimmer, 1 oder 2 Herren, Reichen- bcrgerstratze 133. III links,____ jl4 Zimmer billig. Skalitzerstratze f2f, 2. Hof 3, Putzkc._ flo Freundliches Lorderzimmer, auch Fräulein. Hecht, Waitslratze IT_ f Eiufcnstriges möbliertes Vorder- zinimer. Wollinerstratze 25, III links (Vinetaplatz)._ 14186 Möbliertes Zimmer zu ver- mieten. Kamerski, Christburger- stratze 10, vorn II. j Freundliches möbliertes Vorder« zimmer, 15,—. Seelbinder, Rigaer- stratze 83. f Schlafstellen. Möblierte Schlasstelle, allein. vorn, Ehonncrstratze 9, Marx. 1118b "Freundliche Schlafstelle zu ver- mieten für Dame bei Petsch, Lldmiral- stratze 14. 139 Möblierte Schlasstelle. Man- tcusselstratze 115. Quergedäude par- terre, Frau Reisiuger. 115 Alleinige Schlafstelle, Wrangel- stratze 110, vorn Ii, Kolbow. 115 Alleinige Schlasstelle, Herrn, vor- mietet billig Unger, Wraugeistr. 110, vorn l. 115 Schlafstelle, Herrn, Mariannen- stratze 48, vorn III links, 115 Möblierte Schlasstelle, Man- teuffclstratze 8t. 115 Möblierte Schlafstelle, Herrn oder Dame, Reicheribergerstvatze 135, vorn III. Lauersdors. flo Möblierte Schlafstelle, allein, Kottbuserstraße 21, Hos, Quergebäude I links. 1431b Schlafstelle, Naunynsiratze 88, Seitenflügel II, Wilwe Völz. 115 Bessere Schlasstelle, Herrn, Naunliiislraße 73, vorn II. 115 Schlafstelle, allein, 8,00, Kraut- stratze 26a._ 14296 Möblierte Schlasstelle, anständi- gen Herrn, Schulze, Wiencrstratze 18, vorn IV. 25/10 Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Korbmacher ans 98, Rumpf 1,80, gesucht, Krause, schillingstratze 25�* Korbmacher aus 93. Rümpfe 1,80 Mark. Es wird nur prima Bootrdootrobr verarbeitet. Theodor Atrding junior. An der Fischer- brücke 16. 1387b» Neparatnr-Ichlosscr für Elektro- mobile, tüchtige, sucht sofort Auto- mobil- Betriebs- Aktien- Gesellschaft. Fennstratze 3l. 1330b* Stempelsetzer, perfekt, gesucht. KrebS, Blumenstraße 93. 13896* Maler und Anstreicher, auch der Küchenmöbclbranche. werden ein- geiiellt durch den Paritättschen Fach- arbeitsnachweiS Gormannjtratze 13, 7—10 Uhr vormittags. 47/12* Lehrling oerlangt Kunst- Bauschlosserei, Rigaerstv. 98. und « Schirrmeifter, Stockgesellen, Schlosser, 1 Werkzeugmacher iuchen Hentschie, Buchholz u. Co., Alte Jakob- stratze Ic. 14176 Schrifthauer und Steinmetz jür Granit und Marmor stellt sofort ein Lohniann, Grabsteingeschäjt, Prinzen- Allee 47. 163 Maler und Anstreicher werden eingestellt durch den paritätischen Fach- arbeitsnachweiS Gormannstratze 13, werltäglich 7— 10._ 247/15 Tifchlerlehrling sucht zu Ostern bei freier Station Erich Boche, Baruth(Marli, Tischlerei mit Krast- betrieb. 9K Lehrmädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren aus achtbarer Familie gegen monatliche Vergütung sofort gesucht. Meldungen in Begleitung der Eltern oder des Vormundes 10— 2 Uhr vormittags oder 6—8 Uhr abends in der Perjonal-Verwaltung IV. Etage.— A. Jandors u. Co. Belle-Alliancestratze 1/2._ 21k* Tüchtige Schiesser für leichte Blecharbeitc» bei hohem Verdienst verlaugt. Ksiosr-öieniLk, MtiengkLsÜLlM. Mehrere ZifflltSSFlfilitG ebendaselbst verlangt. 260/12* I Abt. Lankwitz, Charlottenstr. 31. Blusennäherin autzerm Haute verlangt Roieuthalerstratzc 65. 1427b ZeitungsauSträgerin für den „Vorwärts" in Mahlsdorf gesucht. Meldungen: Kaulsdors, Ferdinand- stratze 17, II, bei Hetzberg. Kl Korkluaeilei' aus Geschotzkorb 98. rein aus Weide 2,25 M. pro Rumpf, stellt ein Ii. ISciiiiiuit. Seegefeld bei Spandau, Schaarenbergstr. 3. � kMLtiiozzkl ood 8LkmiölIö stellt jederzeit ein Ed. PUSS, Te�npelhof. Bierfaiirer Zuverlässige finden Anstellung bei der Pastenhofer-Brauerei. Bewerber wollen sich unter Vor- legung ihrer Papiere in deren Bureau Landsberger Allee 24/27 melden.* Tüchtige Gesenkbaoer stellt bei hohem Lohn sofort ein Orehzicin& Koppel(Arthur Koppe!) Attiengesellschäst* Spandau, Hamburgcrstr. 44. Iflascfcineijai'beiter für Kehlleistenmaschinen sucht Damps- sägewerk Ijocb, Segefeid(Vorort von Berlin). 25)6 Miorlbiilaedvr auf 98er Geschotzkörbe gesucht. 25/12_ Mariannenplap 21. Keklame-lteieDohtun�. Vollständig militärfreier Elektromonteur zur Wartung u. Bedienung grotzer eleklr. Lichtreklamen in Berlin (Universalschilder) gegen guten Lohn gesucht. Solche, die mit Reklamc-Be- leuchtung Bescheid wissen, bevorzugt. Aussübrl. Off. m. Lohnansprüch. uul. Ff. J. 1521 b. R. Mosse, Leipzig crflr. 103. Schrifthauer tüchtiger Berliner, für Granit gesucht. 1426b Sipperling, Blücherstr. 1. Zivils«!-« für Klainbahn- Signal- lind Stellwerkbau stellt sofort ein UrenslM& loppe!(Arftar Koppel) Aktiengesellschaft* Spandan, Hamburger Stratze 44. Zuverlässige, stadtkundige Kutscher und geübte Packer oder kräftige Packerinneu sofort gesucht. Chemische Werke Moria» u. Co., Berlin-Vritz, Chausieestr. K8. Tßciilitjs Felirslulilfliiirer sofort gesucht.— Meldungen morgens 9 Uhr im Maschinonhaus. j A. Jandcrf& Oo„ Belle-Aliiancestr. 1/2. Tüchtige Linoleumleger und Teppichnäher finden dauernde Beschäftigung bei gutem Verdienst. t�uantmeyer& Eicke, Wilhelmstr. 55. Sliiitäirtreiep-�1~ lairfleister per sofort nach antzerhalb gesucht. Angebote mit Angabe bisher. Tätigkest, des Alters u. der Gehaitsansprüche an Lolat- Gesellschaft, Berlin- Friedenau, Kaifer-Allee 64/65. »Zz'Aifze�s tüchtige, erhalten bei hohen Löhnen dauernde Beschäftigung. 25/6* Carl Hasse& Wrede, Aerkzeugmasch.- Fabrik, N 20, Ehristtaniastr. 116a. Für den Bezirk B5 e st e n unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt des Mode- Warenhauses 3l. ttrün- berg Xachf., Schönebcrg, Hauptftraüe 17, bei. Rphcftenr- wifret, Wielepp. Neukölln, gut Hü ZnjeratenteU verantw.: Th.Glocke.Berlrn. Druck u. Verlag t Vorwärts Buchdruckerei u. L-rlagsanpall Pauk Singer& Co, Berlin SW.