Nr. 90.- 32. Jahrg. . Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerande: Bierteljährl 3,30 M., monatl. 1,10 M wöchentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pig. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post Zeitungs Preisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Solland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene stolonel zeile oder deren Raum 60 Pig.. für politische und gewerfidiaftliche Bereine und Bersammlungs- Anzeigeu 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen das jeitgedruckte Wort 20 Big.( guläfig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Sort 10 Big. Stellengesuche ind Schlafitellenait zeigen das erste Wort 10 Big., jedes meiters Wort 5 Big. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Rummer müijen bis 5 1hr nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramum Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplak, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 31. März 1915. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Heftige Kämpfe bei Luptow und am Uzjoter Baß. Oestlicher Kriegsschauplah. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Die Großbanken im KriegsNeue schwere Kämpfe in den Karpathen. 30. März 1915.( W. T. B.) Amtlich. Großes Hauptquartier, den Westlicher Kriegsschauplatz. Wien, 30. März.( W. T. B.) Die Kriegsberichterstatter der Blätter melden: Die Stampfpause zu beiden Seiten der Duklasenkung dauerte inur 24 Stunden; die Ruffen haben neue Reserven eingesezt und die kämpfe statt. Kämpfe im Ondava- und Laborczatale sind wieder im vollen Gange. Unsere Truppen leisten lebermenschliches in heroischer Tapferkeit. Deftlicher Kriegsschauplatz. jahre. Die Abschlüsse der Großbanken Deutschlands erfordern Es fanden nur Artillerie- und Sappen- in normalen Jahren ein hervorragendes Interesse, weil in ihnen sich ein großer Teil des wirtschaftlichen Lebens widerspiegelt. Wir sind bereits soweit, daß acht Berliner Großbaufen, zu denen dann noch vier Provinzbanken treten, die bisher ihre Selbständigkeit bewahrt haben, das Kreditwesen. Auch gestern Bei den Kämpfen um Tauroggen, die zur Deutschlands beherrschen. Im abgelaufenen Jahre hat die brachen wieder zahlreiche Angrisse des Feindes unter schwersten Besißnahme des Ortes führten, hat sich nach konzentrationsbewegung weitere Fortschritte geVerlusten zusammen. Besonders heftig gestalten sich noch Meldung des dort anwesenden Prinzen macht. Eine der Großbanken, der Schaaffhauseniche Banfund auf der Front westlich davon bis zur Baligroder Joachim von Preußen der ostpreußische Land- berein, hat die Waffen streden müssen, ist von der DiskontoGesellschaft aufgesogen worden. Damit fand ein interStraße. Bisher konnten die Russen trotz ihrer folossalen Sturm glänzend geschlagen und 1000 Gefangene effantes Sapitel in der Entwickelung des deutschen BankAngriffe nicht an einem einzigen Punkt ihre Absicht, neuer- gemacht. immer die Kämpfe in der Gegend des Uzsokerpasses wesens seinen Abschluß. Beide Justitute gehören zu den ältesten in Deutschland( der Banfverein" entstand 1818, ols " 1 dings nach Ungarn vorzustoßen, verwirklichen. Alle Karpathen- Bei Krasnopol erlitten die Russen sehr das Bauthaus von Abraham Schaaffhausen in Köln notKämpfe, mit Ausnahme des zähen Ringens in der Dukla schwere Verluste( etwa 2000 Tote). Unsere leidend wurde infolge der Wirren des„ tollen Jabres", und niederung, wo die Russen noch immer dieselben Stellungen Beute aus den dortigen Kämpfen belief sich bis in eine Geſellſchaftsbank ungewandelt wurde: die Diskontomit ganz geringen Abweichungen der Front von der Grenze innehaben, wie im Januar, spielen sich auf galizischem Boden gestern abend auf 3000 Gefangene, 7 Maschinen- Gesellschaft wurde 1851 in Berlin als Kreditinstitut für die fleinen Gewerbetreibenden gegründet), beide haben dann an ab. In der Bukowina gab es auch gestern wieder einzelne gewehre, ein Geschütz und mehrere Munitions- der raichen Entwickelung teilgenommen, haben gegründet" für uns erfolgreiche Gefechte, während in Ostgalizien und an wagen. der ganzen übrigen Front Ruhe herrscht. Zu den Bombenwürfen auf Warschau. Kratau, den 29. März.( T. 11.) Wie der„ Czas" aus Warschau gemeldet erhält, hat der dortige Stadtkommandant, Ge neral Turbin, infolge der sich häufenden Besuche deutscher Flieger und Zeppeline über der Stadt folgende Kundmachung erlassen: Während des Fluges von Zeppelinen über der Stadt werden diese aus Geschüßen, die bei der Zitadelle aufgestellt sind, be= im guten und im schlechten Sinne und ihr Schiffchen ist gar An der Szkwa bei Klimki wurden beit von den Wogen der Konjunktur arg geschüttelt worden. Der Schaaffhauseniche Bankvercin fam jedoch ins Sintereinem mißzglückten russischen Angriff 2 russische treffen. Die mächtig entwickelte rheinisch- weitfälische JuduOffiziere und 600 Mann gefangen genommen. ftrie knüpffe Beziehungen zu den Großbanken an, die um In Gegend Olszyny( linkes Omulew- Ufer) Dicje Rundschaft cifrig warben. 1903 wurde er gezwungen, mit der Dresdner Bank eine Interessengemeinschaft" einzu wurden zwei russische Nachtangriffe abge- gehen, die sich als ein Löwenvertrag" erwies und schließlich) schlagen. Oberste Heeresleitung. Uebergangsversuche der Russen über die schoffen. Um Verwundungen durch Schrappnellsplitter oder Ge- untere Bzura wurden abgewiesen. schosse zu vermeiden, soll sich die Bevölkerung von Warschau im Falle der Beschießung weder auf den Straßen oder Pläzen, noch in Höfen oder überhaupt im Freien aufhalten, sondern sich in den Wohnungen versteckt aufhalten. Um der Bevölkerung die MöglichIcit zu geben, sich in Sicherheit bringen zu können, werden vorerst cinige blinde Schüsse abgegeben werden. Westlicher Kriegsschauplah. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 30. März.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 30. März 1915: gelöst wurde. Im vergangenen Jahre, wurde dann reiner ich gentacht. Die Diskontogesellschaft verschlang den Bankverein, er führte fortan nur noch ein abhängiges Dasein. Die Diskontogesellschaft erhöhte dabei ihr Aftienfapital von 200 auf 300 Millionen Marf und steht jetzt in bezug auf die Söhe des Aktienkapitals an der Spize der deutschen Banken. Auch andere Operationen auf dem Gebiete der Konzentration in Bankwesen sind zu verzeichnen. Die Deutiche Bank einverleibte sich endgültig die Bergisch- Märkische Banf und erhöhte zu diesem Zipede ihr kapital von 200 auf 230 Millionen Mark. Weitere Operationen großen Stils tollen An der Karpathenfront entwickelten sich gestern im Sommer 1914 in Vorbereitung gewesen sein, da wie üblich Der französische Tagesbericht. im Raume südlich und östlich Lupkow wieder heftigere die Rivalität der Banken durch diese Vorgänge angefacht Kämpfe. Starke russische Kräfte gingen erneut zum Angriff wurde. Der plötzlich ausbrechende Krieg machte diese Pläne Paris, 30. März.( W. T. B.)( Amtlicher Bericht von vor. Bis in die Nachtstunden dauerte der Stampf an. Der zuschanden. Jetzt gilt es für die Banken vor allem sich der gestern abend.) Der Feind beschoß die Stadt Nieuport und Feind erlitt große Verluste und wurde überall zurüdge- Umwälzung, die der Krieg bringt, anzupassen. Mit Friedensschlagen. Zwischen dem Lupkower Sattel und dem schluß wird ein neuer Abschnitt der kapitalistischen Entwidedas Bad Nieuport und verursachte an der über die ser ge- loker Paß wurde ebenfalls hartnäckig gekämpft. Von lung einsetzen. Wie immer er beschaffen sein wird, die schlagenen Brücke Beschädigungen ohne große Bedeutung. In den vor Przemysl zulest gestandenen russischen Kräften errschaft der Großbanken wird nicht gebrochen der Champagne Artilleriekampf um Beau Séjour. In wurden bei den Angriffen füdlich Dwernik die Truppen einer werden, sondern sich noch erweitern. den Argonnen Kanonade. Es wurden Bomben geworfen, Division konstatiert. besonders im Gebiet von Bagatelle, wo die Tätigkeit auf In Südost Galizien, am Dunajec und in beiden Seiten sehr lebhaft bleibt. Sonst verlief der Tag ruhig Russisch- Polen ist die Situation unverändert. und ohne Infanteriekämpfe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes von Hoefer, Feldmarschalleutnant. „ Temps" gegen die Spionenfurcht. Paris, 30. März.( W. T. B.) Der„ Temps" erklärt, die Weitere 10000 Mann australische Truppen. Zeppelinflüge über Paris hätten in Paris wieder die London, 30. März.( W. T. B.) Das Angebot der Spionenfurcht ausgelöst. Man fönne überzeugt sein, daß die französüche Polizei das Notwendige getan habe, um den Spionen ihr australischen Regierung, weitere zehntausend Mann Handwerk zu legen. Die wenigen Deutschen, Desterreicher und Truppen zu schicken, das von der Reichsregierung anUngarn, welchen der Aufenthalt in Frankreich jetzt gestattet fei, genommen ist, bringt die Stärke der australischen Truppen fönnten nicht Spionage treiben, da sie von der Polizei überwacht auf sechzigtausend Mann. feien. Die bei der Polizei einlaufenden Anzeigen wegen Spionage feien nur eine Belästigung der Polizei und störten die Ruhe friedlicher Bürger. Die Pariser täten gut, ihre Saltblütigkeit zu beDer türkische Krieg. Die Stapitalfraft der führenden Institute stellt sich jetzt folgendermaßen dar: Diskonto- Gesellschaft Deutsche Bant Dresdner Bank Aftienkapital Reserven Millionen Mart 119 178,5 300 250 200 61 Darmstädter Bank 160 32 Berliner Handelsgesellschaft. 110 31,5 Nationalbant. 90 8 Stommandit u. Diskontobant. Mitteldeutsche Kreditbank 85 14,5 60 Bei Beurteilung der Geschäftsabschlüsse kommt in Be tracht, daß die Monate Januar bis Juni des vergangenen Jahres für die Banken zweifellos günstig waren. Die wirtschaftliche Konjunktur ging zwar zurück, aber nachdem die wahren und nicht allen Märchen zu glauben, welche man Ein russischer Vorstoß gegen den Bosporus. Spannung auf dem Geldmarkt gewichen war, wurde zu erzähle. Neue englische Offiziersverluste. London, 30. März.( W. T. V.) Die gestern veröffent. lichte britische Verlustliste enthält die Namen von acht und sechzig Offizieren. Der Mangel an Aerzten in England wird in einem Leitartikel des Scotsman" vom 20. März besprochen. Schon% sämtlicher Mediziner Englands dient in der Armee, also 7000 von 37,000 Aerzten. Weitere Hilfe ist jedoch dringend erforderlich. Der Generaldirektor des britischen Sanitätswesens hat wieder an die Berufsgenossen einen Aufruf erlassen, daß das Land aller Mediziner bedarf, die körperlich zum Dienst fähig sind. Alle Abkömmlichen sollten sich melden. Konstantinopel, 29. März.( W. T. B.) Die ruffifchelotte Emissionen von Anleihen geschritten, bei denen die führenhat, wie die Agence Milli mitteilt, gestern einen Vorstoß in der den Banken glänzende Geschäfte machten. Der Juli stand Richtung auf den Bosporus unternommen. Der russische Admiral im Zeichen der Kriegsgefahr und die Börse erlebte böse Tage. Eberhardt hat bei dieser Gelegenheit die Flotte zu ihrer Aftion be- Der Rückgang der Kurse brachte selbstverständlich auch den glückwünscht und sie als einen Erfolg hingestellt, der es verdiene, Banten Schaden, aber die großen Umiäße, die stattfanden, eine der glänzendsten Waffentaten in der Geschichte der Flotte gesicherten auf der anderen Seite reichliche Provisionen. nannt zu werden. Demgegenüber stellte die Agence Milli fest, daß nicht ein einziges Geschoß die Küstenbefestigungen am Bosporus er- Jedenfalls hatten die Banken, als der Krieg ausbrach, fajt reicht hat; die russische Flotte hielt sich außerhalb des Bereichs fieben Monate günstigen Geschäftsganges hinter sich. 1 diefer Befestigungen. Nach Beschießung türkischer Wachtfahrzeuge, zu erfahren, welche Verluste die fünf Monate Strieg gezeitigt die vor dem Bosporus kreuzten, habe sich die russische Flotte mit haben, müßte man wissen, wie hoch jene Gewinne gewesen einer Schnelligkeit entfernt, die wohl zu verstehen sei. find, was sich natürlich aus der Jahresbilanz nicht feststellen Das ganze Vorgehen des russischen Admirals fei ein Bluff ge- läßt, die das Gesamtergebnis bietet. wesen, darauf berechnet, sich einen Erfolg zuzuschreiben und darzutun, daß die russische Flotte, im Schwarzen Meere große Rührige feit entfalte. Auf diese Weise sollen die Alliierten vor den Dardanellen zu regerer Tätigkeit angespornt und die Balkanstaaten beeinflußt werden. Außer der Nationalbank, die das Jahr mit einem Berlust von 8 Millionen Mart abschließt, weil hier die Verhält nisse ganz besonders liegen, weisen diese Banken sehr bedeutende Ueberschüsse auf. Nämlich: Deutsche Bank. Diskonto- Gesellschaft Roh Rein überschuß gewinn in Millionen Mart 1914 1913 1914 1913 Dividende in Proz. geschwunden ist, zeigt sich daraus, daß die Depositen, d. h. " Daß das Vertrauen des Publikums zu den Banken nicht Zur Versenkung des Dampfers" Aquila". die fremden, den Banken anvertrauten Gelder, am Jahres- London, 30. März.( W. T. B.) Die Admiralität teilt zur 1914 1913 schluß höher waren, als im Vorjahre: 2024 gegen 1955 Wil- Bersentung des Dampfers Aquila" noch mit: Der lionen Mark. Die sogenannte„ Liquidät", d. h. das Verhält- Dampfer, der von Liverpool nach Lissabon fuhr, wurde in der Höhe nis der greifbaren Mittel zu den Verbindlichkeiten, hat sich von Pembroke torpediert. ziffernmäßig nicht erheblich verschlechtert. Aut Schlusse des fazung und drei Passagiere werden vermißt, der Vorjahres schuldeten die Banken insgesamt 6113,6 Millionen Kapitän und 19 Mann wurden in Fishguard gelandet. 8 Marf, während ihnen an Bargeld, Bankguthaben, eigenen Auf eine Mine geraten? Dresdner Bank. 41,7 43,4 78,7 71,3 23,8 26 37,4 32,7 37,8 40,5 20,9 24,5 6 10 8 10 Darmstädter Banf 22,2 27,5 6,9 10,7 4 6 Berliner Handels- Gesellschaft 19,0 15,3 10,1 11,5 5 13,9 14,9 11,7 5,7 6,6 8 7,0 41 6 Kommerz u. DiskontoBank Nationalbank 6 Mitteldeutsche Kreditbank 8,8 8,9 44,3 43,8 512 6 Was als Rohüberschuß und was als Reingewinn zu betrachten ist, darüber haben die einzelnen Banken verschiedene Ansichten, die Zahlen sind also nicht ohne weiteres vergleich bar. Nur so viel ist ersichtlich, daß mit Ausnahme der Deutschen Bank bei allen Instituten sowohl Rohüberschuß als Reingewinn geringer waren, als im Vorjahre. Bei der Deutschen Bank kommt in Betracht, daß der Gewinn sich auf ein um 50 Millionen größeres Kapital verteilt, bei der Diskontogesellschaft auf ein um 100 Millionen Mark größeres Kapital, als im Vorjahre. Dabei überweist die Deutsche Bank nicht weniger als 12,1 Millionen Mark als Vortrag für das nächste Jahr, während die Dividende 25 Millionen Mark erfordert. Die einzelnen Posten des Gewinn- und Verlustkontos zeigen nun ein verschiedenes Gesicht. Der Gewinn aus Wertpapieren und lombardierten Papieren und Waren 23 Mann von der Be4146,8 Millionen zur Verfügung standen, Ende 1914 dagegen Amsterdam, 30. März.( W. T. B.)„ Handelsblad" meldet aus war das Verhältnis 6337,5 zu 4109,3 Millionen, oder in Pro- London: Wie die„ Morning Post" erfährt, sind der Kapitän und zenten der flüssigen Mittel zu den Verbindlichkeiten ausge- die Bemannung des holländischen Schiffes„ Am stel" in Grimsby drückt waren es 64,8 Proz. gegen 67,8 Proz. im Vorjahre. gelandet worden. Der Kapitän sagte aus: Sturz nach Mitternacht Mit Recht bemerkt aber die Kölnische Zeitung", daß fand eine heftige Explosion im Vorderschiff statt; der in Wirklichkeit die Dinge anders stehen, weil die im Besige Bug des Schiffes wurde zerstört. Das Wasser strömte ein und die der Banken befindlichen Wertpapiere wohl in Friedenszeiten Bemannung hatte knapp Zeit, die Boote herabzulassen. Nach einigen leicht flüssig gemacht", d. h. veräußert werden können, nicht Stunden wurden sie von einem Fischerfahrzeug aus Grimsby aufaber im Kriege. genommen. Der Kapitän meint, daß nach Art der Explosion und des angerichteten Schadens das Unglück durch eine Mine und nicht durch ein Torpedo verursacht worden ist. Das Bild, das die Bankabschlüsse bieten, spiegelt, wie gesagt, die wirtschaftliche Lage insofern nicht ganz richtig wieder, als im Status der Banken sieben Friedensmonate mitwirken, während in Wirklichkeit für Industrie und Handel die durch den Krieg getroffene Rage maßgebend ist. Jeder Tag, den der Krieg dauert, verschlechtert diese Lage nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen kapitalistischen Welt. Ein holländischer Dampfer auf eine Mine gelaufen. " London, 30. März.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Admiralität gibt bekannt, daß der holländische Dampfer Amstel" auf der Fahrt von Rotterdam borough auf eine Mine des deutschen Minenfeldes gelaufen ist. Die Besatzung wurde am Humber gelandet. Wechſelgeschäften und Zinsen ist bei der Deutſchen Bank und Zwei französische Dreadnoughts auf dem nach Goole Montag früh um 4 Uhr auf der Höhe von Flam" Wege nach den Dardanellen. Der Seekrieg. der Diskontogesellschaft höher als im Vorjahre, was sich aus der Kapitalserhöhung erklärt, bei anderen Banken ist der Gewinn zurückgegangen; das gleiche gilt von den ProvisioMailand, 30. März.( W. T. B.) Dem„ Secolo" zufolge nen. Dagegen ist Gewinn aus dem„ Effektenkonto", also beim Handel mit Wertpapieren bei keiner Bank erzielt, fon- trafen gestern die französischen Dreadnoughts„ Bretagne" dern es werden hier Verluste gebucht: bei der Diskonto- und Provence" in Neapel ein, welche den, Gaulois" und Gesellschaft 2,1 Millionen, bei der Nationalbank 7,3 Millio- den, Bouvet" bei den Dardanellen ersetzen sollen. nen, bei der Kommerz- und Diskontobank 0,5 Millionen; die Deutsche, die Dresdner, die Mitteldeutsche Kreditbank und die Berliner Handelsgesellschaft geben diesen Posten nicht an, regulieren vielmehr die Sache so, daß sie aus dem Ueberschuß Abschreibungen machen, die diese Verluste decken sollen. Ebenso find Verluste erstanden aus dem Konsortialkonto". London, 30. März.( W. T. B.) Die Admiralität gibt d. H. der Beteiligung an anderen Unternehmungen. Sum- bekannt, daß in der Woche vom 17. bis 24. März drei miert man die Gewinne aus dem Wechselgeschäft und den britische Schiffe von zusammen 11 650 Tonnen Gehalt von Provisionen bei den acht Banken, so betragen sie rund 200 Unterseebooten versenkt worden sind. Ein viertes Schiff Millionen Mark gegen 217 Millionen im Vorjahre. Die wurde torpediert, erreichte jedoch den Hafen. In der Woche Verluste aus dem Effekten- und Konsortialgeschäft dagegen tamen an und fuhren aus 1450 Schiffe von über 300 Tonnen lassen sich auf Grund der vorliegenden Bilanzen nicht genau Gehalt. berechnen. In der Tat handelt es sich hier ja auch um BerDie englischen Schiffsverluste. Rußland und Griechenland. Petersburg, 29. März.( W. T. B.) Die, Rietsch" schreibt: Die griechische Krisis tam Rußland fehr gelegen, denn in der griechischen Presse kam deutlich zum Ausdruck, daß die Griechen ihrerseits Konstantinopel für sich beanspruchen und niemals daran denken, Rußland den Befitz Konstantinopels zu verschaffen. Jeder, der die Ansprüche Rußlands auf die Dardanellen kennt, kann deshalb sich nur Glück wünschen, daß Griechenland sich nicht an der Eroberung beteiligte. Noch immer streikende Dockarbeiter in England. hältnisse, die noch im Flusse sind. Da nämlich die Banken Die Vernichtung des Dampfers Fallaba". pool: Während die Dockarbeiter in Liverpool Kitcheners Aufforde " werden. " Jahre Gegenstand amtlicher Untersuchung gewesen ist. " 1 Die London, 30. März.( W. T. B.)" Times" melden aus Livergroße Summen in Wertpapieren aller Art angelegt haben rung nachkamen und den Wochenendestreit aufgaben, feierten in und noch gar nicht abzusehen ist, welchen Handelswert diese London, 30. März.( W. T. B.) Ueber den Untergang Birkenhead am Freitag wieder 1600 Mann. Man erwartet, daß Papiere haben, hängt hier alles davon ab, wie lange der des Dampfer Fallvba" meldet das Reuters che das Kriegsamt energische Maßnahmen ergreifen wird. Krieg dauern, welche Resultate er zeitigen wird. Es sind Bureau noch: Am 28. März nachmittags tauchte das Stauung in Birkenhead ist so groß, daß viele Dampfer einen Teil 3. B. die Aktien einer Industriegesellschaft entwertet, weil Unterseeboot plötzlich neben dem Dampfer der für sie bereit liegenden Ladungen zurüdlassen mußten. Man das Unternehmen seine Produktion einschränken oder viel auf und forderte ihn durch Pfeifenfignal auf, beizudrehen, befürchtet, daß die Lage sich während der Osterfeiertage verTeicht gänzlich einstellen mußte, es ist aber keineswegs gesagt, aber bevor dies geschehen konnte, traf der Torpedo schlimmern wird, da die Arbeiter von Karfreitag ab nicht arbeiten daß nach dem Kriege gerade dieses Unternehmen nicht einen bereits in der Gegend des Maschinenraumes. neuen Aufschwung nehmen wird; ein anderes Unternehmen Die Boote wurden ausgesetzt und bemannt; drei davon wiederum wird vielleicht durch den Krieg vollständig ruiEine Verleumdung des Matin". niert, seine Aftien werden. Makulatur. Auch Staatspapiere chlugen um, die Jusafsen fielen ins Wasser. Der FischBerlin, 30. März. Die Norddeutsche Allgemeine sind ein unsicherer Besiz geworden, da man nicht weiß, ob dampfer Queen Mary" kam noch rechtzeitig um 137, Per- 3eitung" schreibt über„ Die Verleumdung des„ Matin": Aus dieser Staat nach dem Kriege noch zahlungsfähig sein wird. sonen aus dem Wasser und den Rettungsbooten aufzunehmen. dem hier eingetroffenen Artikel des Matin" über Greueltaten Wie es scheint, haben die Großbanken diesen Verhältnissen Unter den Ertrunkenen befinden sich der sapitän, deutscher Truppen in Briey vom 26. d. Mts., dessen lügenhafter nach Kräften Rechnung getragen. Sie kommen aber zu dem ein Leutnant des Dampfers und ein Korporal Inhalt bereits vom Wolffichen Telegraphenbureau zurückgewiesen Schlusse, daß sie zwar ihre Dividenden ermäßigen müssen, von der Armee. Das Schiff war ein Post dampfer deutschen Truppen auf einen Vorfall bezieht, der bereits im vorigen wurde, geht hervor, daß sich die Hauptbeschuldigung gegen die aber sie schätzen die Verluste nicht so hoch ein, daß sie auch von 4803 Zonnen und war nach Westafrika bestimmt. nur den Gewinn des abgelaufenen Jahres verschlingen London, 30. März.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Der Matin" behauptet, daß im August 14 Jtaliener auf Be sollten. Hoffentlich behalten sie damit recht. Eine Ausnahme bildet die Nationalbank. Hier kann Bureaus. Gestern abend sind einige Fahrgäste der Fallaba" hier fehl eines deutschen Hauptmanns in Conflans Jarny ermordet nicht nur feine Dividende ausgeschüttet werden, sondern es auf der Paddington- Station eingetroffen. Einer von ihnen erzählte: worden und neun von ihnen gezwungen worden seien, ihr eigenes Grab zu graben. ist ein Verlust von 8 Millionen berechnet, trotzdem aus dem Sonnabend, den 27., um 6 Uhr abends verließen wir Liverpool. Schon Ende August waren in Italien Nachrichten verbreitet, Wechselgeschäft und Provisionen rund 11,8 Millionen Ueber- am folgenden Mittag faben wir etwa 70 Seemeilen von Milford daß 14 Italiener, deren Namen dem Auswärtigen Amt mitgeteilt schuß erzielt wurden. Es sind nämlich die Verluste bei dem Haven ein Unterseeboot. Der Kapitän versuchte zu entkommen, aber wurden, einer Streitigkeit zum Opfer gefallen wären, die von deutWertpapier- und Beteiligungsgeschäft und bei dem Kredit- das Unterseeboot war sehr groß und schnell und schen Soldaten provoziert worden sei. Ehe die Untersuchung abgeschäft an Kunden auf 15 Millionen berechnet, so daß hier holte uns leicht ein; es forderte uns auf, bei- geschlossen war, wurde das Auswärtige Amt von zuständiger Stelle im Resultat ein Verlust von 3,2 Millionen erscheint und die zudrehen. Es wurde Befehl gegeben, die Boote klar zu machen, darüber unterrichtet, daß nach einer privaten Enquete eines itaGeschäftskosten, die 4,4 Millionen betragen, nicht gedeckt aber nur drei davon scheinen vom Schiffe frei gekommen zu sein, lienischen Abgeordneten alle Italiener, die als Opfer des Zwischenwerden können, wozu noch ein paar kleinere Posten kommen. von den übrigen ging eins entzwei, das andere schlug um falles angegeben waren, inzwischen nach Italien zurüd umgekehrt seien, nachdem sie in Meg und Kaffel 20 Lage verIm Resultat wurde also der Betrag von 8 Millionen aus Von den auf dem Schiff befindlichen 250 Per- gefehrt feien, nachdem sie in Metz und Staffel 20 Lage verhaftet gewesen wären. dem Reservefonds genommen, um die Bilanz ins reine zu sonen sind ungefähr 130 bis 140 gerettet worden. Die Verhaftung der Italiener beruhte darauf, daß eine deutsche bringen. Dieses Ergebnis ist jedenfalls nicht ausschließlich Das Unterseeboot hatte uns 15 Minuten geit gegeben, Patrouille der Jäger zu Pferde aus einer Wirtschaft in Jarny beauf die Kriegsverhältnisse zurückzuführen, sondern es ist die aber es befanden sich noch Fahrgäste an Bord, als schossen worden war. Die in der Wirtschaft befindlichen 14 Italiener Folge früherer Geschäftsgebarung. Es scheint daher sehr der Torpedo aus 200 Meter Abstand abgeschossen wurde. Er traf wurden festgenommen und nach Metz gebracht. In ihrem Besiz, wahrscheinlich, daß diese Bank aus der Reihe der Großbanken den Dampfer mittschiffs, und dieser sank in 10 Minuten. Fast un- wurde ein Jagdgewehr und ein Revolver gefunden. Das gegen ausscheiden wird. Eine peinliche Episode ist, daß die Direktion mittelbar nach dem Schusse tauchte das Unterseeboot unter und fam fie eingeleite Verfahren wurde jedoch eingestellt bei dieser Katastrophe Ersparnisse auf Kosten der Beamten 10 Minuten später eine viertel Seemeile weiter entfernt wieder da sich nicht feststellen ließ, von wem die Schüsse abgegeben worden waren. Nach Einstellung des Verfahrens wurden die Verhafteten macht, denen sie die„ Gratifikationen" vorenthielt, obwohl herauf, verschwand aber, als es sah, daß die Fallaba" schon ge- freigelassen. diese im Bankgeschäft ganz allgemein als ein Bestandteil des sunken sei. Wir wurden von dem Fischdampfer" Emma" aufGehaltes gelten. Das führte zu sehr drastischen Ausein- genommen, der uns nach Milford Haven brachte, auch andere Fisch dampfer kamen zu Hilfe. andersetzungen in der Generalversammlung. Vom nordöstlichen KriegsSchauplah. Augst vor den Russen. Soweit der Tatbestand. Er zeigt von neuem, wie ein getvisser Teil der französischen Presse arbeitet, um seine Zwede im neutralen Auslande zu erreichen. ( W. T. B.) Neue Qualen für diejenigen, die nichts bekommen. Aus der Wahrscheinlich wird die Ortskommandantur in S. nun wohl etwas deutschen Feldbäckerei bringt man joeben 250 Brote, 70 sollen noch schärfere Seiten aufziehen. Die armen Verwundeten sollen aber folgen, und 10 Pud Kartoffeln sind geliefert worden. Was ist nicht auf die Wirkung warten brauchen. Die deutschen Militärdas für so viele? Ein Sergeant sagt mir die Stadt müsse für behörden sind angewiesen worden, die Verwaltung dieses Lazadie Verwundeten sorgen, tue aber nichts. Bei der Etappe erhalte retts, in dem mehrere russische Aerzte mit russischem Pflegeperjoich folgende Auskunft: Für die Gefangenen sorgt die Militär- nal tätig sind, zu übernehmen. Noch an demselben Tage sollen verwaltung. Der Stadt war aufgetragen worden, die Ver- Hülsenfrüchte, Gemüse, Zucker, Tee, Fleisch usw. geliefert werden. pflegung der Verwundeten zu besorgen. Es ist Mehl frei- Ferner erhalten Bürger der Stadt die Erlaubnis, nach Königsberg gegeben worden; der Bürgermeister hatte Auftrag, einige Bäckereien zu fahren und dort Lebensmittel für die Bevölkerung und die Suwalii, den 16. März 1915. nur für die Beföstigung der Verletzten und Stranten zu beschäftigen Berlebten einzukaufen. Bei dem außerordentlich regen GeschäftsAus der Sakristei der Garnisonkirche tönt mir laute Fröhlich- nichts wurde geliefert. Der Bürgermeister und alle Bürger leben sind einige Artikel zur Neige gegangen. Dieser Mangel feit und heiterer Gesang entgegen. Ich trete ein: russische Ge- fürchten sich vor den Russen, darum wollen sie nichts tun, nicht kann durch die getroffene Maßnahme behoben werden. Ein solches fangene sind's, die da essen, laut sich unterhalten und singen. Auf einmal für ihre eigenen Leute sorgen. Niemand wollte das Amt Entgegenkommen haben die Russen in Deutschland nicht bewiesen. meine Frage erklärten mehrere deutschsprechende Gefangene:„ Wir des Bürgermeisters übernehmen, um keinen Preis. Schließlich mit dem Kriege sind Härten unvermeidlich verbunden, einzelne fönnen doch lustig sein, unser Leben ist gerettet." Und zu essen fand sich jemand, aber nur unter der Bedingung, daß die Deutschen Ausschreitungen lassen sich nicht verhindern, aber das kann kein haben Sie auch?" Ja, genug, wir sind sehr zufrieden." Im ihn mitnehmen, wenn sie Rußland wieder verlassen sollten. Solche Mensch bestreiten: die Maßnahmen der deutschen Kommandantur Schiff der Kirche lagen Gefangene, von denen einige ihre Mahlzeit Schreckensherrschaft üben die Russen im eigenen Lande! Schon in Suwalki stehen in einem wohltätigen Gegensatz zu dem Treiben verzehrten, andere ihre Kleider ausbesserten, einige schliefen. Die nach dem seinerzeitigen Rüdzuge der Deutschen mußten manche der Russen in Deutschland. Die Profitfucht einiger Händler in S. hat die Kommandantur meisten waren draußen mit Abkochen an offenen Feuern be- Leute schwer dafür büßen, daß sie den deutschen Soldaten Lebens- jetzt veranlaßt, für eine Reihe von Waren Höchstpreise festzusetzen, mittel verkauft haten. Viele Läden wurden von Russen erbrochen die nach polnischen Pfunden berechnet sind. Damit man leichter Ich wandere zum russischen Lazarett. Annähernd und ausgeplündert. Und die Geschäftsleute haben doch nur getan, vergleichen könne, sehe ich die entsprechenden Preise für ein tausend Verwundete sind in verschiedenen Kasernenbauten unter- vozu sie die deutsche Kommandantur zwang, und was die Russen deutsches Pfund hierher. Es beträgt der Höchstpreis für je ein gebracht. Es jieht in all den Räumen sehr unordentlich aus. in viel rigoroserer Weise in Deutschland erzwungen hatten. Aus Pfund Schwarzbrot 8,4 Pf., Graubrot 19,2 Pf., Weißbrot 24 Pf.. Zuerst flagt ein Jurist sein Leid: zu der quälenden unsauberen den letthin veröffentlichten Dokumenten von Rennenkampfs Inster- Kalbfleisch 26 Pf., Schweinefleisch 60 Pf. gewöhnliche Teewurst Ilmgegend gefellt sich Hunger bei ihm und all den anderen. Ein burger Herrscherzeit ist bekannt geworden, daß er der Stadt schwere 96 Pf., ein Glas Tee mit zwei Stücken 3uder 10 Bf., ein Glas Deutschrusse, Leute aus Riga, aus Taurien, aus Wilna usw., über- Lasten auferlegte und die Erfüllung durch Ergreifung von Geiseln Staffee 15 Bf., eine Zigarette 2 Pf. Die Uebertretung dieser Becinstimmend flagen sie:" Wir leiden Hunger." Ich frage eine erzwvang, die erschossen werden sollten, wenn seine Befehle nicht ſtimmungen wird in jedem Einzelfalle mit Geldstrafe bis zu Die Militärpersonen sind angewiesen, alle Krankenpflegerin:" Seit zwei Tagen haben die Leute fast nichts prompt ausgeführt würden. Der Vertreter des Zaren hatte weiter 100 wt. bestraft. bekommen." Ich frage, woran der Mangel der Verpflegung liege. mit dem Anzünden der Stadt gedroht, er ließ auch eine Fabrik in Leistungen für den persönlichen Bedarf bar zu bezahlen. Die für Pfleger und Aerzte zucken die Achsel. Hier muß etwas nicht Flammen aufgehen, weil angeblich von einem Zivilisten nach einem Brot und Fleisch festgesetzten Höchstpreise sind um 30 bis 50 Proz. stimmen, dachte ich. Es war am Sonntag. Donnerstag hatten Flugzeug geschossen worden sein sollte. Keine derartige Maßnahme höher als in Friedenszeiten. die Leute eine Kleinigkeit Brot bekommen, am Freitag ein wenig oder Drohung ist von der deutschen Kommandantur in S. ermagere Suppe und dann nichts mehr. Montag gehe ich wieder gangen. Sie forderte nur, daß die wohlhabende Stadt die Verhinaus, horche bei anderen Kranken und dem deutschen Aufsichts- pflegung der eigenen Volksgenossen übernehme; sie gab dazu rersonal. Die Angaben wurden mir bestätigt. Fast alle Verletzten Mehl heraus, aber die Verivundeten mußten hungern. Man flagen über quälenden Hunger. Nur wer Geld hat, kann sich Brot läßt sie darben und leiden aus Angst vor den Russen, Rot erspart. taufen; auch fommen einige arme Einwohner, die Suppe bringen, die in Deutschland die Plünderung en gros betrieben haben. schäftigt. Einen Vorwurf, daß die deutsche Kommandantur zu schroff vorgehe, fann man wahrlich nicht erheben. Wenn überall von allen Kriegführenden so verfahren würde, dann bliebe der in Mitleidenschaft gezogenen Zivilbevölkerung viel Kummer, Sorge und Düwell, Kriegsberichterstatter. Gärung in Indien? " verurteilt. Verurteilung wegen deutschfeindlicher Gesinnung. Straßburg i. E., 29. März. Von der Straffammer in 3abern wurde der evangelische Pfarrer Herzog aus Waldersbach im Breuschtal, Schweizer von Geburt, aber feit 1894 naturalisiert, wegen Vergehens gegen den sogenannten Kanzelparagraphen, insbesondere „ Es gibt verbohrte Fanatiker", denen unlautere Beweg wegen wiederholter Bekundung deutschfeindlicher Gesingründe fernliegen, gewiß in vereinzelten Gremplaren auch nung zu zwei Monaten Festungshaft und zur Tragung der Kosten heute in Deutschland. Aber ebenso gewiß gibt es DuerQuerung treiber und Hetzer, die ihre Angriffe gegen die überwältigende Mehrheit der Sozialdemokratie wegen der Bewilligung der Kriegsanleihen und des Reichshaushalts richten, weil sie dafür von Wahlfieg der Arbeiterpartei in Australien. Deutschlands Feinden bezahlt werden. Daß auch innerhalb der London, 30. März.( W. T. B.)„ Times" melden aus Sozialdemokratie diefer Verdacht auftaucht, wird seine guten Sidney: Die Wahlen in Südaustralien endeten mit dem Gründe haben. Der Verdacht richtete sich übrigens gegen diese Siege der Arbeiterpartei. oder jene Person schon lange vor dem Krieg. und gelegentlich ist ihm auch Singer nachgegangen, ohne freilich die nötigen Beweise zu erlangen. Wenn jetzt die Chemnißer Volksstimme" von einer Propaganda„ mit Geldern aus unbekannten Quellen" spricht, so wird man nach der Auseinandersetzung über„ Herrn RadekParabellum" gespannt sein dürfen, welche Erläuterung diese BeFeiertagsarbeit für den Heeresbedarf. merkung hüben wie drüben finden wird. Mit Stillschweigen wird ja ein solcher Hinweis nicht gut übergangen werden. Aber ob in Amtlich. Berlin, 30. März.( W. T. B.) Jm Intera bem einzelnen Fall bestellte Arbeit im Dienst einer fremden Re- esse der Landesverteidigung muß jeder Rückgang gierung wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist, der in der Fertigung der Heeresbedürfnisse, insbesondere der Vermutung wird sich niemand entziehen, daß sich fremde Munition, vermieden werden. uns daher keine Voreingenommenheit für Radek nachsagen können, wenn wir die Angriffe, die von der„ Voff. Ztg." Kopenhagen, 30. März.( W. T. B.) Berlingske gegen alle Gegner der Kreditbewilligung erhoben werden, Tidende" meldet aus London: Dbgleich man die deutsche als unerhört zurückweisen. Die„ Voss. 3tg." schreibt in einem Meldung des unbekannten Kaufmanns aus Indien mit Vorsicht auf- Lock spikel?" überschriebenen Artikel u. a.: nehmen muß, besteht doch kein Zweifel, daß sich eine be= deutende Gärung in Indien vorbereitet. Gelegentlich der Einbringung der Gesezvorlage betreffend schärfere Vorsichtsmaßregeln für die öffentliche Sicherheit und die Verteidigung der britischen Interessen in Indien erklärte Craddock, daß viele Jnder in der letzten Zeit mit verderblichen Anschauungen nach Indien zurückgekehrt seien. In Bengalen kam es zu einer Aufruhrbewegung und im westlichen Pendjab unter dem Druck der englischen Wirtschaft zu Plünderung und Brandstiftung und zu kämpfen zwischen Mohammedanern und Hindus. Die„ Westminster Gazette" betrachtet mit Sorge die Zustände, insbesondere die Schwierigkeiten, die das englische Oberhaus der Einführung der indischen Verfassung durch die kürzlich beschlossene Vertagung machte. Das Blatt schlägt vor, daß man zur Beruhigung der Inder ihnen Versprechungen macht hinsichtlich der Erweite= rung der indischen Reformpolitik nach dem Kriege, da die Inder jetzt als Mitkämpfer in Europa ein Recht auf bessere Behandlung als vorher durch die Engländer erworben hätten. Die patriarchalische Art, mit der Indien das 19. Jahrhundert hindurch regiert worden sei, sei nur ein Uebergang und müsse jetzt durch eine andere Regierungsform abgelöst werden. Die großen Beschränkungen, die England den indischen Eingeborenen stets auferlegt habe, tönnten un möglich noch aufrecht erhalten werden, da sie nur auf einem Unterschied der Rasse beruhten und der zibilisierten indischen Nation der heutigen Zeit unwürdig seien. Die neue Generation der Inder, die in politischer Beziehung nach Westen sähe und die politische Kultur Europas in sich aufgenommen hätte, sei jetzt herangewachsen. Durch den europäischen Kampf habe die Bewegung einen neuen Aufschwung genommen, an dem Indien teilnehmen müsse. Das bisherige englische System habe sich völlig überlebt. Hungerrevolte in Pendschab. www Kriegsbekanntmachungen. Staatsmänner wie Spione so auch Lockspitel in Deutschland Hierzu ist erforderlich, daß auch die in der Heimat verschafft haben und sich von deren Wirksamkeit einen Nugen arbeitenden Männer hinter ihren im Felde stehenden Brüdern versprechen. Und deshalb ist es gut, daß diejenigen Kreise, bei an Opferfreudigkeit nicht zurückstehen, sondern sich bereit finden, Und deshalb ist es gut, daß diejenigen Kreise, bei während der bevorstehenden Feiertage den dringend denen diese Wirksamkeit einfegen tönnte, aufwährend der ut sind, um so vorsichtiger und mißtrauischer, je rüd- nötigen Heeresbedarf zu fertigen. sichtsloser die große Mehrheit der Sozialdemokratie, weil sie den Daher werden die deutschen Arbeiter dem Wunsche der Vorwurf der Vaterlandslosigkeit entfräftet und die Mittel zur Heeresverwaltung, die Arbeit während der bevorstehenden Striegführung bewilligt hat, des Verrats an der Partei bezichtigt Feiertage sowohl in den staatlichen Betrieben als auch in den wird. Vollends dringender Verdacht ist geboten, wenn die Straße mit Heereslieferungen betrauten Privatfabriken nur am ersten gegen die Partei mobil gemacht werden soll. Versuchen das wirk- Osterfeiertag ruhen zu lassen, gern entsprechen. lich verbohrte Fanatiker", so könnten es bezahlte Lockspigel jedenfalls nicht anders machen." Kriegergräber. werden. " Eine Richtigstellung. von einer„ Vermutung", bald von einer Wahrscheinlichkeit", dieses Krieges gebliebenen deutschen Soldaten herrscht vielfach Diese Bemerkungen sind um so widerlicher, als sie bald Ueber das Schicksal der Gräber der in den großen Kämpfen bald von einer Gewißheit" sprechen, bald sich gegen eine Zweifel und Unklarheit. Die Angehörigen vieler Gefallener werden bestimmte Person, bald gegen die Gegner der Kreditbewilligung in Sorge darüber sein, ob auch in gehöriger Weise Fürsorge für die London, 30. März.( W. T. V.)„ Morning Post" meldet aus überhaupt wenden. Durch solche haltlosen, nicht präzi Erhaltung dieser Grabstätten getroffen ist. Von zuständiger Stelle Kaltutta: Die Regierung des Pendschabs hat ein Communiqué der Partei der moralische Boden entzogen und die Diskussionen sierten Verdächtigungen soll einer großen Gruppe innerhalb wird darüber folgendes bekannt gegeben: mit Einzelheiten über die Anarchie im Südwestpendschab über grundsätzliche Parteifragen auf ein Niveau herabgezogen haften Verhältnisse dieses Strieges machen bis auf weiteres irgendDie hin und herwogenden gewaltigen Kämpfe und die riesenveröffentlicht. Danach hatten die Ausschreitungen keine politische werden, das sozialdemokratische Blätter hoffentlich nie betreten welche Anordnungen und Abmachungen für die dauernde ErhalUrsache. Sie waren auf die hohen Getreidepreise im Januar zurückzuführen und führten zu Plünderungen der Getreidetung der Gräber zur Unmöglichkeit. Es sind aber im Julande wie lager durch die Hindus. Nach der Einführung der Ausnahmegeseze im besetzten feindlichen Gebiet Vorkehrungen zur vorläufigen sind in den Distrikten Wang und Muzaffargarh keine neuen Aus- Auf ein von der" Post" wiedergegebenes Gerücht ant- scheinen, eine spätere dauernde und würdige Unterhaltung aller Gräber Sicherstellung und Erhaltung getroffen, die geeignet er schreitungen vorgekommen. Mehrere Hundert Personen wortet die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung": find verhaftet worden. Die Krise ist vorbei. Mit dem Die in der Presse verbreitete Mitteilung, daß die elfaß Sierzu gehört vor allen Dingen die Anlegung von Verzeichnissen( Kataſter) und zwar gleichmäßig von Freund und Feind zu sichern. Fallen der Getreidepreise werden bald normale Zustände wiederLothringischen Reichstagsabgeordneten von dem tehren. Herrn Staatssekretär des Innern, Staatsminister Dr. Delbrück, über die Gräber, nötigenfalls auch von Karten, mit genauer Angabe veranlaßt seien, die Frage der verschleppten Elsaß- Lothringer im über die Lage und, soweit möglich, auch mit Namen und TruppenReichstag nicht zur Sprache zu bringen, entbehrt jeder teil der Beerdigten, sowie Kenntlichmachung durch Gedenkzeichen vorBegründung. Der Herr Staatssekretär Dr. Delbrück hat läufig in einfachster Form; daneben ein Verbot, wonach grundsätzlich mit feinem der elsaß- lothringischen Abgeordneten über diese Frage an dem bestehenden Zustande der Grabstätten nichts gesprochen. verändert werden darf außer zum Zwecke der Erhaltung und Verschönerung. Bei diesen Arbeiten werden die in Betracht tommenden Zivils wie Militärbehörden so zusammenwirken, daß ein Erfolg, soweit es die Verhältnisse zulassen, gesichert erscheint. Statistik über den Burenaufstand. " Die Entschleierung des Geheimnisses. " " # # Amsterdam, 30. März.( T. 1.) In einem Leitartikel von „ Ons Volk" finden wir über den Burenaufstand eine Statistik, die von der südafrikanischen Regierung veröffentlicht wurde, sowie eine lebersicht der Regierungsanträge bezüglich der Rebellen. Nach dieser Aufstellung hatten sich vor dem 21. November 1914 2054 Rebellen und nach dieser Zeit noch 1831 ergeben. Im ganzen Das Bochumer Parteiblatt sucht in einem spaltenlangen Artikel Hatten also 3885 freiwillig die Waffen gestreckt. Von den Regic- mit der Ueberschrift„ Die verratenen Geheimnisse" die Tatsache zu rungstruppen wurden 5792 gefangen genommen. Damit erhöhte erklären, daß Berliner bürgerliche Blätter über Vorgänge in der Kriegsschreibstuben und Feldpastverpackungsstellen. sich die Zahl der unschädlich gemachten Buren auf 9677. Aber zu sozialdemokratischen Fraktion häufig früher zu berichten wiffen als Berlin, 29. März.( W. T. B.) leber 5100 Kriegsdieser Zeit waren weit mehr Leute im Felde, denn viele kamen der Vorwärts": Die Aufklärung bestehe darin, daß das Wolffiche schreib stuben und Feldpostverpackungsstellen waren durch Jrreführung unter die Waffen. Aufständige kommandierten Telegraphen- Bureau Bürstenabzüge des Vorwärts" am Abend vor Mitte März im Reichs Postgebiet, wie die Postverwaltung und mancher Bürger erhielt einen Kommandobrief, wie er meinte, Erscheinen der druckfertigen Ausgabe erhalte. Selbst wenn das festgestellt hat, in Tätigkeit, um dem mit den Vorschriften über von seinem rechtmäßigen Kommandanten unterzeichnet. Wenn Märchen wahr wäre wovon natürlich keine Rede sein kann die Adressierung und Verpackung der Feldpostsendungen weniger vertrauten Publikum hilfreich an die Hand zu gehen. Eeit Anfang General Batha solchen Leuten begegnete, warnte er sie und gab wie entschleiert das Bochumer Blatt nun das" Geheimnis", daß das Februar find allein 2000 Schreibstuben und Verpackungsstellen neu ihnen den guten Rat, nach Hause zurückzukehren. Solche Leute Berliner Tageblatt" bereits in seiner um 3 Uhr nachmittags ausentstanden. Etwa 40 Prozent der Gesamtzahl find in Schulen sind in obigen Zahlen nicht berücksichtigt. Auf seiten der Regie- gedruckten Abendausgabe Fraktionsbeschlüsse mitteilte, die der um untergebracht. Vielfach werden auch noch die älteren Schüler beim rungstruppen waren im ganzen 131 gefallen und 272 verivundet. 4 Uhr mit dem Satz beginnende Vorwärts" erst unter Schulunterricht von den Lehrern in der Adressierung und Verpackung Die Verluste der Aufständigen sind noch nicht festgestellt, aber sie Bitierung der Tageblatt"-Meldung am nächsten Morgen mit der Feldpostsendungen unterwiesen. Wo die Einrichtung von Schreibfind bedeutend schwerer als die der Regierungstruppen. General teilen konnte, da dem Vorwärts" durch Fraktionsbeschluß eine stuben bisher nicht möglich gewesen ist, haben sich in zahlreichen Smuts rechnet aus, daß der Aufstand und seine Unterdrückung eigene Mitteilung untersagt war? 1. A. w. g. Fällen die Gemeindevorsteher, Pfarrer, Lehrer, ferner die Vor1000 Opfer an Toten und Verwundeten gekostet hat. Die Regiestände der Roten Kreuz- und Frauenvereine sowie auch Geschäftsrung teilt bie Aufständigen in drei Klassen: 1. Die Anführer und inhaber in den Dienst der guten Sache gestellt. Die ReichsBostverwaltung wendet der weiteren Ausbreitung der Kriegsdie, welche einen hervorragenden Anteil an dem Aufstand geschreibstuben und Feldpostverpackungsstellen dauernd ihre Fürsorge zu. nommen, die Posten unter den Rebellen bekleidet, kommandiert und requiriert haben. 2. Diejenigen Aufständigen, die sich in Gefängnissen befinden und festgehalten werden können, bis der Feldzug gegen Deutsch- Südwestafrika zu Ende ist. Gegen sie wird kein Strafverfahren eingeleitet werden. Sie sind aber gleich der ersten Kategorie für zehn Jahre disqualifiziert. 3. Die dritte Klasse bilden alle die, die gefangen genommen wurden oder sich freiwillig ergeben haben. Diese zerfallen wieder in zivei Gruppen, nämlich in diejenigen, welche sich zufolge der Proklamation vom 12. November ergeben haben, und in die, welche dies späterhin getan haben. Der Regierungsantrag geht dahin, die erste Gruppe während fünf Jahren von allen öffentlichen Aemtern auszuschließen, die zweite Gruppe für zehn Jahre zu disqualifizieren. " ,, Wir haben Rußland nicht ungern." Der frühere amerikanische Senator Beveridge hat mit dem Generalfeldmarschall von Hindenburg eine Unterredung gehabt, wobei nach einem Bericht der Voss. 3tg." Hindenburg sich dahin äußerte: Letzte Nachrichten. Spanische Rüstungen. England hätte den Krieg verhindern können. Rußland hätte nicht angefangen, wenn England" nein" gejagt hätte, aber England wollte den Krieg. England glaubte, mit Rußlands und Frank reichs Hilfe Deutschland vernichten zu können. Wir haben Ruß- Paris, 30. März.( W. T. B.) Journal" meldet: Blätterland nicht ungern, Frankreich haben wir gern, England richten aus San Sebastian zufolge ist das spanische Kriegshaffen wir! Beveridge sagte: Es heißt, Deutschland habe die ministerium mit der Reorganisierung des Heeres beschäftigt, damit Militärpartei, die auch den Krieg herbeigeführt habe. Hindenburg erwiderte: Alles Unsinn, genau so, wie die Behauptung Unsinn Spanien für alle Eventualitäten vorbereitet sei. Die Reorganiist, der Kaiser sei für den Strieg verantwortlich." Hindenburg jierung betreffe mehrere Divisionen. Die notwendigen Gelder schloß:„ Wir werden selbstverständlich gewinnen. Wir zweifeln würden aus den gewöhnlichen Einnahmen des Staatshaushaltes nicht daran! Zweifeln Sie?" geschöpft werden. Vor Tische las man's über Rußland anders. Rückkehr ostpreußischer Flüchtlinge. Die Wirren in Portugal. Wir freuen uns innig," sagt„ Ons Volf" zum Schlusse,„ daß die Regierung keinen Aufständigen des Wahlrechts beraubt hat. Da sich unter den Rebellen keine Stüßen der Regierung befinden, Lyon, 30. März.( W. T. B.)„ Republican" meldet aus leuchtet es jedem ein, daß die Regierung keine Rache üben will. Der Landeshauptmann der Provinz Ditpreußen hat als Staats- dern die dortige Lage als sehr ernst. Gegen den Präsidenten der Madrid: Aus Portugal hier eingetroffene Nachrichten schilDie Disqualifikation, welche zur Folge hat, daß man kein Mit- tommiffar für Flüchtlingswesen mit Genehmigung des Oberbefehls- Republik ist wegen seiner Eingriffe in die Rechte des Parlaments glied des Parlaments, des Provinzialrats usw. werden kann, habers im Osten zu den früher freigegebenen Gebieten mit Bekannt ein Verfahren eingeleitet worden. Die monarchistische Presse verliefert den Beweis, daß das Parlament und das Volk den Auf- machung vom 24. März auch die Kreise Lögen, Dartehmen, sichert, daß zahlreiche Geheimgesellschaften eine Verschwörung gegen stand verurteilen. Keiner wird in seinem eigenen Lande zum Angerburg und Gumbinnen den Flüchtlingen für die die Regierung angezettelt hätten. Die Presse spricht offen von Heloten gemacht."" Ons Volf" nennt dies eine vernünftige Poli- Nück fehr freigegeben. In diesen Streisen ist aber eine einer Revolution, die zum Ausbruch kommen werde, wenn man es tif, die kräftig mitwirken werde, dem Lande einen dauerhaften Reihe von Drtschaften so zerstört, daß die Flüchtlinge, die am wenigsten erwarte. In Lissabon und Porto sollen nachts 31Frieden zu schenken. dort wohnen, wegen mangelnder Unterkunft nicht dorthin sammenkünfte von Carbonari stattfinden, denen zahlreiche Unterzurückkehren können. Da nicht die Sicherheit besteht, daß diese des Mangels an Nahrungsmitteln nimmt zu. In einigen Ortoffiziere beiwohnen. Die Erregung und Unzufriedenheit infolge Sieg der Regierung bei den japanischen Flüchtlinge in den Nachbarorten würden Unterkunft finden schaften herrscht Mehlmangel. Die Bauern lassen lieber das Wahlen. können, werden sie von der Rückkehr vorläufig absehen müssen. Die Band unbestellt, als daß sie dem Staate die hohen Steuern beTokio, 30. März.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Marzinawolla; im Kreise Darkehmen: Jodzuhnen, Lauschillen, zerstörten Ortschaften sind: Im Kreise Lögen die Ortschaft zahlen. Bureaus. Die Wahlen brachten einen vollständigen Kellmienen, Wilhelmsberg- Torf, Auerfluß, Ströpken, Buckwallen, Die Lage der französischen Landwirtschaft. Sieg der Regierung und eine Niederlage der bisher wesdern, Bidszuhnen, Grünwalde, Sel. Grobienen, Gotthardsthal, Paris, 30. März.( W. T. B.) Petit Journal" schreibt: mächtigen Seiyufaipariei, die 73 Sige verlor, von denen die Broszaitschen, Deznagoren, Gr. Sobrost, Kl. Sobrost, Dittehmen, Nach den dem Ackerbauministerium vorliegenden Berichten neue von dem verstorbenen Fürsten Katsura gegründete, jetzt Störingen, Bamberg; im Streise Angerburg: Rosengarten, Gr. Guja, fann man hoffen, daß die Frühjahrsarbeiten für die Ernte von Baron Kato geführte Doschitaipartei 55 gewann. Der St. Dombrowken, Buddern, Gr. Strengeln, Kl. Strengeln, Bosiessern, unter verhältnismäßig guten Bedingungen fortschreiten. Es Regierung ist eine Majorität von mindestens 40, Struglanten, sowie Wengten Dorf und Gut; im Kreise Gumbinnen: herrscht jedoch großer Mangel an Zandarbeitern. Die Vervielleicht 80 Stimmen sicher. Worupönen, Sodinehlen, Jodzuhnen, Ribinnen, Warschlegen, waltungsabteilung des Ministeriums des Innern fordert des Karczanupehnen, Sodehnen. 12 Politische Uebersicht. Höher geht's nimmer! Konservative Landtagskandidaturen. Bon der konservativen Partei ist Rittergutsbesizer aus dem Windel auf Logau bei Lauban als Kandidat für die durch den Die Vossische Zeitung" führt seit einiger Zeit Tod des Grafen von der Rede- Volmerstein notwendig gewordene einen offenbar aus ganz bestimmten Quellen gespeisten Landtagserfazwahl in Glogau 2üben aufgestellt worden. Stampf gegen die" Quertreiber" in der sozialdemokratischen Die vereinigten Vorstände der konservativen Kreisvereine Tilsit und Partei. Meist richteten sich diese Angriffe in erster Linie Niederung haben beschlossen, im Wahlkreis Tilfit Niederung den gegen Radek( Parabellum), mit dessen Auftreten in unserer früheren Abgeordneten Justizrat Meyer Tilsit als Standidaten Partei wir selbst nie einverstanden waren. Man wird aufzustellen für den gefallenen Oberförster Meyer- Tawellningken. halb Arbeitslose, besonders belgische Flüchtlinge auf, sich in Nationalbureau für Landwirtschaftsarbeiten Stellung zu suchen. Die Reisekosten nach dem Arbeitsort übernimmt zu drei Vierteln das Nationalbureau, zu einem Viertel der Arbeitgeber. Verbrannt. Umwerfens einer Petroleumlampe verbrannte ein Mann vollstänSt. Gallen, 30. März.( W. T. B.) Bei einem Brande infolge dig, ein anderer erstidte. Ein zum Fenster hinausgeworfenes Sind konnte unverlegt aufgefangen werden. Fünf Personen wurden über Leitern gerettet. Deutsches Theater Schiller- Theater 0. Direktion: Max Reinhardt. 8 Uhr: Alt- Heidelberg. Uhr: Schluck und Jau. Schiller- Th. Charlottenbg. Donnerstag 8 U.: Jedermann. 8 Uhr: Die Neuvermählten. Kammerspiele Amphitryon. Thalia- Theater 8 Uhr: Die deutscher Kleinstädter. 8 Uhr: Kam'rad Männe. Donnerstag: Wetterleuchten. Theater für Mittwoch, 31. März: Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater 74 U.: Egmont. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 7 Uhr: Die Meistersinger von Nürnberg. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8 Thr: Die Fledermaus. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: Familie Plaschek. Helbring contra Helbring. Kleines Theater 8 Uhr: Der politische Kannengießer. Vorher: Philotas. Komische Oper 8.10 U.: Gold gab ich für Eisen. Komödienhaus SUhr: Biedermeier. Lessing- Theater 8 Uhr: Im weißen Röss'l. Lustspielhaus Die Kinder der Exzellenz. Metropol- Theater SUhr: Woran wir denken! Gründonnerstag, den 1. April, 8 Uhr: Theater am Nollendorfpl. 84 Uhr: Immer feste druft! Morgen 8, Uhr: Die Ehre. Theater des Westens 8 Uhr: Polenblut. Theater in der Königgrätzer Straße 72 Uhr: Ostern. Zum 1. Male: Trianon- Theater 8. U. Akrobaten. Zirkus Alb. Schumann Mittwoch, 31. März, Anf. 7%, Uhr: Elite Vorstellung. Um 9%, Uhr: Um 9 Uhr: Ost und West. Großes patriotisch. Schaustück aus der Gegenwart in 4 Akten. Neue Einlage. Neue Einlage. U- Boot bei der Arbeit Torpedieren Bowie eines Handelsdampfers und die übrigen 5 Akte. Große Schlußapotheose. Casino Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Der Herr Kommerzienrat. Dazu eritil. Spezialit. Kriegsbilder. Donnerstag, 1., Sonnabend, 3. April: Osterglocken. 8 Uhr. Volksbühne. Theater am Bülowplatz 8 Uhr: Zum 1. Male: Ein Revisor.libr. Walhalla- Theater 8 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. URANIA Taubenstraße 48/49. 4 Uhr( halbe Preise): Die Weichsel und die masur. Seen. Auf d. Schlachtfeldern Ostpreußens 8. Uhr: WINTER CARTEN Letztes Auftreten: Große Wohltätigkeitsvorstellung Fritzi Massary Montis Operetten- Theater Gastspiel Louis Treumann. SUhr: Hoheit tanzt Walzer. Residenz- Theater 8 Uhr: Die Schöne vom Strand. Rose- Theater Uhr: Das Käthchen v. Heilbronn. Ilgemein- Verichiedenes Truftreie Cigarettenfabrik. Manoli- Zigaretten Dandy3Pf Jetzt auch mit und ohne Mundstück BOSNIA CIGARETTEN Etwas ganz Besonderes MAL- KAH Company Berlin N. 20 Pankstr. 65. MurattiCigaretten Fordert KADDA- Cigaretten nur Kressin Raucht Herbstoli Cigaretten Alkoholfr. Getränke Franz Abraham Hamb. Messina- u.Römertrank- Kell, C.25 Bartelstr. 88, Fernsp. 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Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Sierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsbl. Nr. 90. 32. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 31. März 1915. Aus der„ Winterschlacht in der feilichen Graben und schreckliches Jammern und Stöhnen dringt ſchiedenen verwaltungsmäßigen Gigentümlichkeiten innerhalb un Champagne". I. Das Regiment hat einfach übermenschliche Anstrengungen hinter ftch. Wir famen seinerzeit nach X. Der Divisionsführer eröffnete uns, daß wir alsbald in die Stellung der.... er fämen. Wi gingen mit Gottvertrauen heran. Mein Kommandeur und ich famen am Nachmittag nach dem Unterstand in tiefstem GranatTräumen mir nicht vorgestellt. III. Graben heran. Eine Handgranate nach der anderen fliegt in den schaftlichen Verhältnissen von Ost und West und auch den veran unser Ohr. Auch von unseren Getreuen fallen manche. Der seres Landes gleichzeitig gerecht zu werden, so ergibt sich ohne tapfere Bayer und der Kriegsfreiwillige liegen verwundet am iveiteres, daß die Gründung eines solchen zentralen Unternehmens Boden. Sandsäcke her!" ruft Oberleutnant Hennes, und der zur Getreideversorgung Deutschlands nur unter den harten und Führer schleppt selbst mit anderen Leuten etwa 100 Säde heran, unabweisbaren Forderungen des Weltkrieges ins Wolffs Telegraphenbureau übermittelt der Presse folgende die von Hand zu Hand weitergegeben und aufgeschichtet werden. Auge gefaßt und durchgeführt werden konnte. In der Tat ist sowohl Kriegsschilderungen: Durch die Schutzwehr werden die Verluste bedeutend verringert. die Idee wie die Entwicklung der Kriegsgetreide- Gesellschaft Der Wehrmann Christian liegt vor der Böschung des feindlichen ganz aus dem Zwang der Verhältnisse herausgewachsen, Grabens und wirft andauernd seine Granaten. Jong, die soaß", sie hat sich fortwährend dem Wechsel der Verhältnisse anpassen Der nachstehende Brief des Hauptmanns Br. gibt ein anschau- ruft er im Kölner Platt, und ähnliche Ausdrücke folgen jedem müssen. War doch zunächst die Kriegsgetreide- Gesellschaft nur als liches Bild von der Art der Kämpfe in der Champagne, die eine Wurfe. Es gelingt uns jedoch nicht, den Feind in der Nacht aus eine Unternehmung gedacht und gegründet worden, welche verhüten ununterbrochene Kette glänzender Taten unserer Truppen dar- dem Graben zu werfen, und das feindliche Infanteriefeuer dauert, sollte, daß unsere Getreidevorräte allzu rasch aufgebraucht würden, stellen. Mitte Februar hat dort das zähe Ringen zwischen Deutschen wenn auch ohne größere Wirkung, in der Dunkelheit an. Beim welche dementsprechend Vorräte ansammeln und diese nach dem und Franzosen um jeden Fußbreit Landes begonnen, und seitdem Morgengrauen melden sich Pioniere mit Handgranaten und der 15. Mai wieder veräußern sollte. Als dann die Bewegung eingehören die Namen Souain, Perthes, Le Mesnil und Beauséjour, tapfere Christian nimmt mit ihnen seine Arbeit wieder auf, dieses setzte, nach dem Muster einer belagerten Festung die gesamten verdie den Kampffeldern am nächsten liegen, der Geschichte an. So Mal aber mit größerem Erfolg, wie lautes Stöhnen im feindlichen fügbaren Getreidemengen in Deutschland bis in die Zeit der neuen wie der Briefschreiber die Verhältnisse und die Kampfbedingungen Graben beweist. Unsere Leute sehen einzelne Franzosen aus dem Ernte hinein zu beschlagnahmen und auf den Kopf der Bevölkebei seinem Truppenteil schildert, sind sie auf der ganzen Gefechts-| Graben klettern und flichen. Im Augenblick sind die Unserigen rung zu verteilen, und zu diesem Zweck die Bundesratsverordnung front gewesen, die der Gegner für seine immer wieder erneuten aus ihrer Stellung heraus und laufen übers Feld auf den feind vom 25. Januar 1915 geschaffen wurde, ergab sich die Notwendig Versuche zum Durchbrechen der deutschen Stellungen gewählt hatte. lichen Graben zu. Von der anderen Seite dringen Sachsen durch keit, die Aufgaben der Kriegsgetreide- Gesellschaft zu erweitern und Der Angriff ging meist von französischer Seite aus, aber der Gegner eine unserer Kompagnien verstärkt unaufhaltsam vor. Die sie zum Mittelpunkt in der Durchführung dieses Gesetzes zu sah sich nicht nur einer starren Verteidigung gegenüber, an der fliehenden Feinde werden von den Bundesbrüdern niedergemäht. machen. bisher im allgemeinen seine Angriffe unter fürchterlichen Hände hoch! Nieder die Waffen!" es ist als hätten die Franz- Indem so die Kriegsgetreide- Gesellschaft zu dem eigentlichen Verlusten für ihn zusammenbrachen, sondern an unermüdlichen männer den Ruf verstanden, denn viele von ihnen folgen ihm. Getreideversorger des überwiegenden Teils des Deutschen Reiches Gegenstößen fühlte er den kraftvollen Offensivgeist unserer Trup- Etwa 150 Mann, darunter einige Offiziere, ergeben sich, und zwei wurde, wurde sie gleichzeitig der Brennpunkt für alle Interpen, der sich selbst da betätigte, wo es Mühe genug koftete, sich gegen Maschinengewehre bleiben in unseren Händen. Der Graben ist essengegensäße, die oben angedeutet wurden, und der Fall, einen zahlenmäßig überlegenen Gegner zu halten. Ich schreibe angefüllt mit gefallenen und verwundeten Franzosen und die den Buchenberger so klar vorhergesehen hatte, scheint in eine be= mit Stolz und bewegt" sagt der Briefschreiber, der mitten im Strecke dahinter ist mit ihnen bedeckt. Aber auch die Reihen der drohliche Nähe gerückt zu sein. tobenden Kampf stand, und bewegt wird auch der Leser sein, der Rheinländer und Sachsen weisen Lücken auf. Von den acht Tapferen Hierzu kommt aber eine weitere Komplikation. Wenn schon in der bescheidenen Schilderung die furchtbare Größe der Kämpfe des Handgranatentrupps ist nur einer unverwundet zurückgekehrt. Die Gegner des Antrages Kanik die verwaltungstechnischen in der Champagne ahnt. Als aber zwei Tage nach dem heißen Kampf der Kompagnieführer Schwierigkeiten eines Getreidemonopols im Frieden nicht start wieder Freiwillige für den Handgranatentrupp vortreten ließ, genug unterstreichen zu müssen meinten, so lassen sich diese waren sofort die entstandenen Lücken wieder geschlossen. Schwierigkeiten im Kriege überhaupt nur dann überwinden, wenn es gelingt, der anormalen Verhältnisse, die zu den normalen Bilder aus der Tätigkeit der Pioniere in den Kämpfen geben werden. Es gibt kein Gebiet, mit dem sich die KriegsgetreideSchwierigkeiten eines Getreidemonopols noch hinzutreten, Herr zu feuer. So was von Granatfeuer hatte ich in meinen kühnsten die folgenden Berichte. Die Pioniere, die in früheren Feldzügen, Gesellschaft zu befassen gehabt hat, welches nicht jenem kriegswirtja bis zu Beginn dieses Krieges als eine Art Hilfswaffe galten, schaftlichen Ausnahmezustand" unterstellt wäre. Während bei Bereits am ersten Abend und folgenden Vormittag hatten wir haben in dem Stellungskampf eine führende Rolle übernommen. Der Schaffung eines zentralistischen Getreidemonopols im Frieden Verluste. Aber wir waren doch zuversichtlich und hofften auf Sie haben nicht nur die Zeitung bei dem Ausbau der Stellungen naturgemäß so verfahren werden würde, daß die Maßnahme zu beſſere Zeiten. Am nächsten und den folgenden Tagen immer das- und sind technische Berater und Gehilfen der übrigen Waffen, son- einer Zeit einseßen würde, in welcher eine annähernd normale selbe Bild. Vor- und nachmittags Trommelfeuer", wie der fach- dern häufig sind sie es, die der Infanterie mit den modernen Ber- Verteilung der Getreidevorräte durch den freien Verkehr statttechnische Ausdruck für das feindliche Schlag auf Schlag erfolgende störungsmitteln wie Minenwerfer, Sprengminen, Handgranaten gefunden hätte, kam die ganze kriegewirtschaftliche Regelung der Artilleriefeuer hier lautet. Auf unseren unterstand hatte es die und anderes den Weg bahnen. Wie große Dienste sie hierbei durch Getreideversorgung plöblich und unvorbereitet und die Beschlagschwere Artillerie abgesehen. Wir konnten nicht heraustreten, ohne den sie belebenden Offensivgeist sogar im selbständigen Angriff, aufnahme erfolgte zu einem Zeitpunkt, an welchem einzelne Distrikte große Gefahr zu laufen, von den herumfliegenden Granatsplittern ihre Kühnheit und die gewandte Handhabung ihrer Kampfmittel in Deutschland außerordentlich große Mengen Brotgetreide oder getroffen zu werden. Telephonleitung nach vorn und hinten war vertrauend, leisten können, beweisen die folgenden Zeilen. Mehl in ihren Besiz gebracht hatten, während andere, die minder fast immer gestört. Daher stets Ungewißheit. Am zweiten Abend In Erwartung eines feindlichen Angriffes war das Stel- vorsorglich gewesen waren, einen akuten Mangel an Vorräten erhalten wir die Meldung, daß rechts von uns beim Infanteric- lungskommando, soweit es nicht an anderer Stelle tätig war, alarm- empfanden. So entstanden unmittelbar nach dem Inkrafttreten Regiment.... die Franzosen durchgebrochen wären. Leider kamen bereit, Handgranaten waren zurechtgelegt. Zwischen 12 und 2 Uhr der neuen Bundesratsverordnung die sogenannten„ Notschreie" fie so in unseren Verbindungsgraben und flantierten mit M. G. nachmittags machte der Pionier Roos, der nach vorne beobachtete, einzelner Kommunalverbände, denen die Kriegsgetreide- Gesellschaft unsere Stellung. Später kamen noch Minenwerfer hinzu, die die Wahrnehmung, daß Franzosen durch den rechten Flügel der ohne Rücksicht auf die Oekonomie der Transportwege abhelfen unseren rechten Flügelfompagnien schwere Stunden bereiteten. vorgebogenen Zwischenstellung in die Artillerieſtellung oberhalb der mußte. Es ist selbstverständlich, daß sich hierdurch einzelne Distrikte Aber die Kompagnien hielten bewunderungswürdig Stand. Sobald Pionierunterſtände eindrangen, ohne Widerstand zu finden, da ebenso benachteiligt fühlten, wie andere die Kriegsgetreide- Geselldie Franzosen unter dem Schuße der Rauchwolken ihrer Granaten dieser Teil der Artillerieſtellung nur von einzelnen Infanteristen schaft als Helferin in der Not betrachteten. Ein ähnlicher Konflikt vorrückten, und dicht vor der Stellung sichtbar wurden, flink hatten besetzt war. zeigte sich in dem Augenblick, wo die Kriegsgetreide- Gesellschaft an unsere braven Kerls die Gewehre in der Hand, und jedesmal wurden Daraufhin gingen Unteroffizier Breuer, die Gefreiten Brune den Verkauf ihres Mehls und damit an die Feststellung von Mehldie Franzosen unter furchtbaren Verlusten zurückgeworfen. Sobaid und Klosterhalfen sowie die Pioniere Roos, Weibel, Hohenbild und preisen herantreten mußte. Entsprechend ihrer statutarischen Aufdie französische Infanterie zurückflutete e3 war schauerlich an- Subat vor, verteilten sich und warfen in den von Franzosen bereits gabe, für die Versorgung des deutschen Volkes mit Getreide bis in zusehen schoß ihre eigene Artillerie in sie mit aller Macht dicht besetzten Graben Handgranaten, deren fürchterliche Wirkung die neue Ernte hinein zu wirken, konnte die Kriegsgetreide- Gesellhinein, um sie so wieder vorzutreiben. Einmal kamen die Fran- zu sehen war, keiner der Franzosen wagte den Kopf hochzunehmen! schaft zunächst nicht einen Mehlpreis feftfeßen, toie er etiva unter zosen in den rechten Flügel unserer Stellung, aber kaum waren Gin Offizier stand aufrecht im Graben und holte durch die Zwischen- zugrundelegung der Getreidehöchstpreise und der normalen, sie drin, stürmten unsere Leute mit blutunterlaufenen Augen vorstellung immer mehr Leute heran, um sich an der schwach befekten friedensmäßigen Marge zwischen Getreidepreis und Mehlpreis zu But und Erregung wieder vor und machten alles nieder. Da die Stelle festzusehen und weiter durchzustoßen. Schließlich wurde er standegekommen wäre. Denn die Kriegsgetreide- Gesellschaft sollte Franzosen uns fortwährend angriffen, war an irgendeine Ablösung durch eine wohlgezielte Handgranate zerschmettert. Daraufhin ja nicht heute kaufen und morgen verkaufen, sondern sie sollte eine nicht zu denken. Allez vom Regiment war draußen und kämpfte. machten die durch die Zwischenstellung noch herankommenden Fran- bestimmte Menge von Brotgetreide ankaufen und deren Verkauf Als Reserve hatten wir noch eine Kompagnie zosen tehrt, und Pionier Roos ging mit Handgranaten bis dicht an über einen langen Zeitraum verteilen. Ein derartiges Geschäft Am 4. Tage brachen die Franzosen auch links von uns durch den Grabenrand vor. Ein französischer Infanterist rief ihm ent- schloß ohne weiteres eine Reihe von Faktoren in sich, die im voraus und nun mußte das tapfere 1. Bataillon einen Angriff von vorn, gegen:" Pardon, pardon, fünfzehn Jahre alt", worauf die gesamte nicht zu übersehen oder abzuschätzen waren, die aber doch in von beiden Flanken und vom Rücken abwehren. Herr Oberst, ich noch lebende Besatzung von 34 Mann von den Pionieren gefangen die Kostenberechnung einzustellen waren und damit auch die schreibe jetzt mit Stolz und bewegt, wir haben die Stellung ge- genommen wurde. Roos und Klosterhalfen Holten noch die schiver- Preisfestsetzung beeinflussen mußten. Wieder zeigte es sich, daß die halten. Kein Zollbreit Boden hat der Franzose bekommen. Hier- verwundeten Leute aus dem Graben heraus. Kriegsgetreide- Gesellschaft in zahlreichen Fällen notgedrungen unBei schwerster Bajonettkampf, Major P. fämpfte mit vier Fronten. Durch den sofort angesetzten Handgranatenangriff wurden die wirtschaftlich" verfahren, daß sie ohne Rücksicht auf TransportDas 3. Bataillon ging zur Unterstüßung in heftigstem Granatfeuer Franzosen im Graben niedergehalten, die noch andringenden, be- kosten, Zinsverluste oder Spejen das Getreide im Deutschen Reiche vor. Viele fielen, aber die Franzosen wurden abgewehrt. Wir sonders nach zielbewußter Beseitigung ihres tapferen führenden bewegen und dem lokalen Bedarfe überweisen mußte; es ivar standen im Unterstand. Auf einmal kam ein Artillerieoffizier her- Offiziers, zurückgeschlagen, und so der Angriff an dieser Stelle ferner der höhere Mahllohn in Rechnung zu stellen, welchen die ein und rief erregt, die Franzosen kämen. Wir hatten nichts da niedergekämpft. Hätte man den Franzosen Zeit gelassen, so wäre Mühlen gerechterweise zu empfangen hatten, weil sie ihren Betrieb außer den Gefechtsordonnanzen. Wir glaubten nicht daran. Aber der Graben nur unter schweren Verlusten wiederzugewinnen ge- nicht in vollem Umfange aufrechterhalten konnten und außerdem faum waren wir draußen, da sahen wir die ersten etwa 20 Schritt vesen. die Lagerung zu übernehmen hatten; schließlich aber hatte die vor uns. Mein Kommandeur sammelte sofort alles, Telephonisten Der Erfolg wurde mit einem Gefallenen( Pionier Stubat) und Kriegsgetreide- Gesellschaft auch eine schon frühzeitig einseßende usw. was Gewehr tragen konnte und schwärmte mit uns aus. Wir zwei Verwundeten erkauft. Sämtliche Ueberlebenden wurden mit Vorsorge für unvorhergesehene Stosten in Rechnung zu stellen, wie empfingen die Franzosen mit wohlgezielten Schüssen. Mein Ausnahme des Unteroffiziers, der das Eiserne Kreuz 1. Klasse die Einstellung eines kostspieligen technischen Verfahrens, um Kommandeur schoß allein drei nieder. Es war ein aufregender bereits erworben hat, für den mit Schneid und Kaltblütigkeit durch etwaige Mengen feuchten Getreides, das in normalen Zeiten gar Moment. Ich lief dann so schnell ich konnte, zur Reserve- geführten Angriff zum Kreuz vorgeschlagen. nicht vermahlen wird, für den menschlichen Verbrauch zu erhalten. kompagnie und holte Verstärkung heran. Die Franzosen kamen da All diese Momente bewirkten in ihrer Zusammenfassung, daß man nicht weiter vor. In der nächsten Nacht kam ein Garde- Regiment IV. Aus der Kriegszeitung eines Reservekorps. es in der Kriegsgetreide- Gesellschaft zunächst für notwendig bean und nahm die Stellung rechts von uns ein. Schneidige Kerls, Den Franzosen war es gelungen, einen Teil des Schüßen- fand, wohl mit den Mehlpreisen unter dasjenige Niveau herabdie Gardisten! Sie haben sich brillant geschlagen. Am Morgen grabens des Regiments X. zu nehmen und sich dort einzurichten. zugehen, welches zuvor im freien Verkehr geherrscht hatte, daß man des nächsten Tages fiel unser von uns allen vergötterter Rom- Die tapfere Bedienung des Scheinwerfers und der Minenfelder aber doch der Differenz zwischen Getreidehöchstpreis und Mehlmandeur. Ein Granatsplitter traf ihn ins Gesicht. Er war sofort hatte treu auf ihrem Posten ausgeharrt und den Heldentod ge- preis noch einen weitgehenden Spielraum ließ. Da nun einzelne tot. Ich persönlich werde diesen Augenblick nicht mehr aus dem funden. Der Graben mußte wiedergenommen werden. Leutnant Kommunalverbände, auf deren Preisstellung alle jene Verteue Gedächtnis verlieren. Es gehörte alle Energie dazu, um den Froißheim vom Pionier- Bataillon stellte den völlig zerschossenen rungsmomente nicht zutrafen, den Preis des Mehles erheblich Kopf hoch zu behalten. Kurz vorher hatte er nach vorn den Be- Flantierungsgraben von 9 Uhr abends bis 6 Uhr morgens mit niedriger festsetzen konnten, so geriet die Kriegsgetreide- Gesellschaft fehl geschickt, daß er Verstärkungen nicht mehr habe, er sehe aber über 1000 Sandsäcken bis zu der vom Feinde besetzten Stelle wieder in Kreiſen, welche die ganze Frage in erster Linie vom Standdie Lage nicht als verzweifelt an, hoffe fest, daß das Regiment her. Am Nachmittag griff Vizefeldwebel Oswald vom Pionier- punkt der Konsumenten behandelten, in den merkwürdigen VerGelegenheit bekommen werde, eine glänzende Tat zu vollbringen. Bataillon mit einer Sturmfolonne und Hangranaten von rechts an, dacht, die Mehlpreise ungebührlich hochzuhalten. In Wirklichkeit Nach sechstägigem ununterbrochenen Kampfe wurden wir dann während von links Leutnant Froißheim gegen den Feind drückte. war der Anfang jener Preispolitik der Kriegsgetreide- Geſellſchaft, vorgestern abend durch ein Garde- Regiment abgelöst. Wir über- Nachdem der Leutnant die erste Handgranate geworfen hatte, der nunmehr eine weitere Herabsetzung der Mehlpreise folgt, nichts gaben die Stellung dem Regiment voll und ganz, so, wie wir sie räumte der Gegner das erste Schüßenloch, nach der zweiten das weiter als eine Maßnahme der Vorsorge. Diese wiederum ergab seiner Zeit übernommen hatten. zweite Loch. Ein Uebersteigen der feindlichen Deckung war nicht sich aus einer Beherzigung der leider bei uns zu spät gemachten Der Brigade- Kommandeur der Garde, dem wir in den letzten möglich, da der Gegner sie von rückwärts unter Feuer hielt. Jetzt Erfahrung, daß es bei unserer Getreideversorgung im Striege weit Zagen unterstanden hatten, schickte uns einen Zettel mit den Worten:" Freue mich sehr, daß Regiment tapfer Stellung voll gewann aber unsere Infanterie die Feuerüberlegenheit über die weniger auf die Frage des Preises als auf die Frage des Vorrats und ganz behauptet hat." obere Grabenlinie, und das weitere Vorgehen wurde unter Mit- ankommt, so wichtig vom sozialen Standpunkt auch die Frage der Ueberhaupt war er rührend zu uns. Ich möchte nicht verfehlen, zu erwähnen, daß uns die Artillerie wirkung von zwei Infanteristen möglich. Inzwischen machte sich Verteilung sein mag und so bedauerlich es der Kriegsgetreidein über alles Loh erhabener Weise unterstützt hat. Ohne sie wäre auch die Wirkung unserer vortrefflich schießenden Artillerie und des Gesellschaft erschien, zunächst die Konsumenten enttäuschen zu es nicht so gegangen Sie schoß so vorzüglich, daß, sobald Truppen- Traverse zu Traverse vorspringend, warf Leutnant Froißheim mit ihren von uns heute nicht wiedergegebenen Schlußabsah, ausführ von den Pionieren ausgeübten beiderseitigen Druckes geltend. Von müssen." Wir behalten uns vor, auf diese Denkschrift, insbesondere auf ansammlungen an einer Stelle gemeldet wurden, sofort die Gra- feinen Pionieren 25 Handgranaten. seinen Pionieren 25 Handgranaten. Das wurde den Franzosen naten in sie einschlugen. Zausende von Franzosen liegen vor der lich und kritisch einzugehen. Stellung. Der Gegner, hat schwerste Verluste gehabt. Graben und flohen über das offene Feld in der Richtung ihrer II. Alarm. eigenen Gräben zurück. Während dieser regellosen Flucht wurden ( Aus der Kriegszeitung eines Reservekorps.) ste unter starkes und erfolgreiches Feuer aus dem FlankierungsGleichzeitig stürzten Teile des InfanterieFreudestrahlend sieht man an einem Februartag die Rhein- graben genommen. länder durch die Straßen von .. unter Führung des Hauptmanns Bressem vor .. ziehen, soll doch das Regiment Regiments nach der Ruhe mit Hindernissen eine wirkliche Ruhezeit bekommen. und es gelang, den ganzen Graben unter auffallend niedrigen VerDoch um 6 Uhr heißt es in..." Alarm" und eiligst gehts zur Tusten unsererseits wieder zu erobern. Jungburg. Wie wir hören, waren die Franzosen in unsere Gräben während die Franzosen ungefähr 300 einbüßten; der ganze Graben eingedrungen, aber zwei Kompagnien haben sie bis auf einen lag voll von ihren Toten und Verwundeten. Graben wieder hinausgeworfen und dabei 100 Gefangene ge- Unsere Pioniere haben hier wieder einmal gezeigt, welch glänmacht. Uns bleibt die Aufgabe, den vom Feinde noch besetzten zender Mut und Tatendrang in ihnen steckt. Graben zu nehmen. Von der Jungburg rücken wir durch den Zulaufsgraben bis in die Nähe des H... Wäldchens, wo das Gepäck abgelegt wird. Den jungen Mannschaften schlägt das Herz, aber die alten mahnen zur Ruhe. zu viel. Zuerst einzeln, dann gruppenweise stürzten sie aus dem Die Mein Handgranatentrupp vor!" ruft der Kompagnieführer, Oberleutnant Hennes. Ja, das ist Wir verloren 5 Mann, Aus der Partei. Parteiliteratur. Das Gelbbuch Frankreichs. Von der Sammlung„ Dokumente zum Weltfrieg", herausgegeben von Eduard Bernstein, M. d. R., erschien im Verlage der Buchhandlung Vorwärts, Berlin, nunmehr auch der erste Teil des französischen Gelbbuches. Die diplomatische Korrespondenz des Auswärtigen Amtes der Republik unterscheidet sich in verschiedener Hinsicht von den diplomatischen Veröffentlichungen der Regierungen der anderen Kriegsgetreide- Gesellschaft. triegsführenden Staaten. Jene greift insbesondere zeitlich weiter aus, als diese, und außerdem trägt erstere einen ziemlich stark ausgeprägten polemischen Charakter. Das vorliegende Heft umfaßt die Urkunden zu den Ber handlungen vor den Striegserklärungen Deutschlands an Rußland und an Frankreich. eine Elitetruppe. Mit leuchtenden Augen stehen die Werfer, die Die zahlreichen Angriffe verschiedener Interessenten auf die fich freiwillig gemeldet haben, vor ihrem Führer, der biedere Bayer Kriegsgetreide- Gesellschaft sucht eine amtliche Denkschrift zu Namens Kaiser neben dem leichtlebigen Wehrmann Christian und widerlegen, der wir folgendes entnehmen: dem Kriegsfreiwilligen Koch mit seinem Kindergesicht. „ Wenn heute in der Kriegsgetreide- Gesellschaft eine OrganiEs ist zwei Uhr nachmittags. Zwei Handgranaten von un- sation besteht, in deren Aufgabe es mitbegründet liegt, den wirt- Der Preis des Heftes beträgt 30 Pf. Es ist in allen Parteiseren Leuten geworfen, geben das Zeichen zum Angriff. Die schaftlichen Ansprüchen von Landwirten einerseits, Müllern und buchhandlungen vorrätig. Dort sind auch alle früher erschienenen Werfer dringen bis auf 20 Meter an den vom Feinde besetzten Getreideverbrauchern andererseits, den verschiedenen landwirt- Hefte dieser Sammlung zu haben. Verlustlisten. adl Die Berlustlijie Nr. 187 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Stab der 3. Garde- Inf.- Division; 1., 2., 3., 4. und 5. GardeJuf.- Reg.; 1. und 2. Garde- Res.- Reg.; 1. und 2. Garde- Ersatz- Reg.; Garde- Grenadier- Regimenter Alexander, Elisabeth, Augusta und Nr. 5; Garde- Füsilier- Reg.; Garde- Jäger- Bat.; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Füsilier- Regimenter Nr. 11, 18, 22, 24, 26, 28, 30, 39, 41, 52, 57, 59, 65, 70, 72, 73, 75, 77, 79, 80, 81, 83, 85, 86, 87, 93, 97, 109, 110, 112, 114, 115, 116, 117, 130, 138, 141, 142, 145, 147, 148, 150, 152, 154, 155, 156, 160, 161, 162, 165, 171, 172, 174, 175, 176; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 2, 3, 10, 12, 15, 16, 17, 18, 20, 22, 25, 29, 30, 31, 32, 34, 39, 40, 49, 55, 56, 59, 66, 68, 71, 72, 74, 77, 82, 83, 86, 109, 204, 205, 208, 209, 210, 211, 213, 215, 219, 220, 224, 226, 227, 229, 231, 234, 238, 250, 251, 257, 264, 271; Inf.- Reg. Nr. 7 der Landsturm- Brigade Hoffmann; Erf.- Inf.- Regimenter Stönigsberg III und Leimbach- Zerener; Ref.Ers.- Inf.- Reg. Nr. 3; Landwehr- Infanterie- Regimenter Nr. 11, 18, 18, 21, 23, 26, 31, 37, 38, 39, 40, 46, 47, 52, 60, 66, 75, 76, 80, 81, 82, 84, 99, 109, 110; Landwehr- Ers.- Reg. Nr. 4; BesazungsRegiment Nr. 7 der Landsturmbrigade Hoffmann; Bataillon Reuter; 1. Westfälisches Landwehr- Juf.- Bat. Breslau; Ueberplanmäßige Landwehr- Inf.- Bataillone Nr. 1, 3 und 4 des 4. Armeeforps; Brigade- Ersatz- Bataillone I und II, Nr. 5, 11, 16, 27, 28, 37, 41, 55; Landw.- Brig.- Ers.- Bataillone Nr. 27, 38; LandsturmBataillone 2. Aachen, I Darmstadt, II Glogau, Rattowitz, Woldenberg; Jäger- Bataillone Nr. 5, 8; Rej.- Jäger- Bataillone Nr. 5 und 22; Radfahrer- Komp. der 49. Res.- Inf.- Division; Festungs- Maschinengewehr- Abteilungen Nr. 2 und 6. Dragoner Nr. 7, 10, 14, 19; Ulanen Nr. 5; Jäger zu Pferde Nr. 2, 6, 7, 11, 12. 3. Garbe- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 3, 9, 10, 11, 34, 41, 42, 44, 47, 52, 56, 58, 59, 70, 71; 9tej.- Feldart.- Regimenter Nr. 10, 17, 20, 44, 49, 50; 1. Landwehr- Feldart.- Batterie des 11. und Landsturmt- Feldart.- Batterie des 20. Armeekorps. 1. Garde- Res- Fußart.- Reg.; Fußart.- Regimenter Nr. 5, 10, 18; Res- Fußart.- Regimenter Nr. 1 und 3; Fußart.- Ersatz- Bat. Nr. 22. Pionier- Regimenter Nr. 19, 23, 25; Pionier- Bataillone: I. Nr. 2, I. und II. Nr. 6, I. Nr. 11, I. Nr. 27; Pionier- Ersatz- Bat. Nr. 9; 48., 49. und 50. Res.- Pionier- Komp.; Res.- Inf.- PionierKompagnie der 49. Res.- Division; 1. Landsturm- Pionier- Komp. des 10. Armeeforps. Die Renten quetierei der Geftion I erfährt indeffen I verschieden sein, daß sich ein derartiger Unterschied in den Röhnen ein vernichtendes Urteil durch die Spruchinstanzen Ober- rechtfertigen würde. Es wurde betont, daß der erzielte Wochenden 699 bei den Oberversicherungsämtern erledigten Fällen ist zu berücksichtigen, daß die hier in Frage kommenden Gießer versicherungs- und Reichsversicherungsamt. Von verdienst im allgemeinen das sonst gewohnte Maß übersteigt, doch wurden 177 zugunsten der Verlegt en entschieden. in normalen Zeiten eine achtstündige Arbeitszeit haben, wovon rufsgenossenschaft eingelegten und erledigten 115 Re- durch Ueberstunden derart verlängert, daß die Gießzeit meistens Beim Reichsversicherungsamt wurden von den von der Be- sechs Stunden Gießzeit sind. Jeht dagegen ist die Arbeitszeit furien 6556,52 Proz. für unbegründet erklärt. Die soziale 11 Stunden beträgt. Zu dieser Verlängerung der Arbeitszeit steht Fürsorge der Sektion I findet indessen erst die volle Würdigung, der jezige Verdienst, obgleich er an sich nicht gering ist, doch nicht in wenn man bezüglich der für unbegründet erklärten und damit dem richtigen Verhältnis. zurüdgewiesenen Rekurse der Sektion I einen Vergleich mit nicht mit dem üblichen Aufschlag vergütet. Zudem werden auch die Ueberstunden den Vorjahren zieht. Es wurden Nekurse der Sektion I zurüd Versuch gemacht werden, Es soll der gewiesen in den Jahren: wenn möglich unter Mitwirkung der Feldzeugmeisterei, eine ähnliche Regelung der Arbeits1912 1913 löhne herbeizuführen, wie sie für die Militärschneiderei besteht, wobei es vor allem auf die Festsetzung einheitlicher Löhne und ein gerechtes Verhältnis derselben zum Unternehmergewinn antame, der anscheinend das Vielfache des Arbeitslohnes beträgt. mehrere Großbetriebe, die sonst ganz andere Artikel anfertigen, Es handelt sich hier um Zünder. Von dieser Arbeit haben große Aufträge übernommen und zum Teil an Zwischenmeister beiter bekommen meist niedrigere Löhne als die Zwischenmeister iveitergegeben. Aber die in den Großbetrieben beschäftigten Arzahlen. 1907 34,80 1908 1909 1910 1911 in Prozenten 44,04 40,12 41,70 48,12 48,80 56,52 Die von den Verletzten eingelegten und erledigten Rekurse, die vom Reichsversicherungsamt für begründet anerkannt also zugunsten der Verletzten entschieden wurden, stieg von 17,24 ( 1912) auf 17,70 im Jahre 1913. Das Gefamtergebnis der in fünf Seftionen eingeteilten Nordöstlichen Baugewerts- Berufsgenossen ich aft" ist folgendes. Es waren versicherte Arbeiter im Jahre 1913 bebeschäftigt bei der Sektion I II III IV V 73 230 63 640 31 459 23 043 27 400 Die gezahlte Lohnsumme betrug bei der I II 58 503 397 M. V 97 627 695 M. IV 19 466 257 M. 24 240 152 M. Insgesamt 218 822 Seftion III 27 289 210 M. Insgesamt 227 126 790 M. Der durchschnittsanrechnungsfähige Tagesverdienst eines Arbeiters Schwankt zwischen 6,06 M.( Sektion 1) und 3,84 M.( Sektion IV). Der Jahresarbeitsverdienst zwischen 1333 M.( Sektion I) und 845 W. ( bei der Sektion IV). Deutsches Reich. Der Holzarbeiter- Verband in der Kriegszeit. Die Holzarbeiter hatten schon bevor der Krieg ausbrach die Arbeitslosigkeit in erschreckendem Maße kennen gelernt. Im Monat Dezember 1913 war die Zahl der Arbeitslosen auf zirka 30 000 gestiegen, was ungefähr eine Verdoppelung der Ziffern gegenüber dem Vorjahre bedeutete. Die Arbeitslosenunterstüßung des Verbandes belief sich für 1913 auf über 2 Millionen Mark. Eine ge= ringe Besserung der Konjunktur im ersten Halbjahr 1914 wurde durch den Krieg im Reime erstickt. Am 15. August waren über 52 000 Arbeitsloje neben 32000 Einberufenen zu verzeichnen. Durch diese abnormen Zustände sah sich der Verbandsvorstand sofort bei Kriegsausbruch gezwungen, die Unterstügungseinrichtun gen des Verbandes den veränderten Verhältnissen anzupassen. Während die Stranken-, Sterbe-, Umzugs- und sonstigen Unterstüßungen größtenteils ganz außer Kraft gesetzt werden mußten, wurde die Arbeitslosenunterstüßung in ihrer Höhe zwar ermäßigt ( 6 M. für Verheiratete und 4 M. für Ledige pro Woche), diese Säße wurden aber auf unbeschränkte Dauer gewährt. Daneben wurde den Familien der zum Heeresdienst einberufenen Mitglieder in den ersten drei Kriegsmonaten eine geringe Unterstützung Entschädigte Unfälle insgesamt 1314, davon entfallen auf( 3 M. pro Woche) gezahlt. Diese Familienunterstübung hatte dent Verband bis zum 1. November 1914 eine Ausgabe von 750 000 m. verursacht. Die Unfallziffern bei den einzelnen Sektionen der„ Nordöstlichen" zeigen folgendes Bild: Gemeldete Unfälle insgesamt 9889, davon entfallen auf die Sektion I 4756 6,49 Eisenbahn- Baufompagnie Nr. 9; Festungs- Eisenbahn- Baufompagnie Nr. 11; Eisenbahn- Betriebs- Komp. Nr. 13; Fernsprech Abteilung des 9. Reservekorps; Etappen- Fernsprech- Depot der die Sektion: Armee- Abteilung Gaede; Feldfliegertruppe. Sanitäts- Stompagnien Nr. 3 des Gardekorps und Nr. 1 des 15. Armeeforps; Ref.- Sanitäts- Komp. Nr. 6. Schivere Proviant- Kolonne Nr. 4 des 8. Armeekorps. * ** II 2450 III 1103 IV 690 V 890 3,25 in Proz. auf 1000 Versicherte 3,80 3,52 2,99 I 352 II 438 III 195 IV 153 V 176 in Prozenten auf 1000 Versicherte 0,48 0,69 0,62 0,66 0,64 Todesfälle auf 1000 Versicherte 0,64 0,73 0,69 0,45 0,66 Bis Ende November 1914 hatte sich die Konjunktur soweit gebessert, daß für die Arbeitslosenunterstüßung eine andere RegeIung geschaffen werden konnte. Danach wurde eine Bezugsdauer für die genannten Säße eingeführt je nach der Dauer der Mitgliedschaft von 12 bis 16 Wochen. Nr. 179; Landwehr- Inf.- Regimenter Nr. 100, 106, 133; 1. Feld viel sich der Bericht aus, nur von der Geftion I wird die schuß, der je nach der Mitgliedschaftsdauer 4 bis 6 M. beträgt Die Marine- Verlust liste Nr. 24 wird veröffentlicht. Die sächsische Verlust liste Nr. 127 bringt Verluste der Juf- Regimenter Nr. 100, 101, 108, 139, 179, 182; Rej.- Inf.- Regimenter Nr. 100, 107, 133, 243; Landwehr- Inf.- Regimenter Nr. 100, 106, 107, 133; Brig.- Fri.- Bat. Nr. 89; Ersay- Bataillone: Inf.- Reg. Regiment Runge, Bat. Nier, Landw.- Jnf.- Reg. Nr. 107; Maschinengewehr- Abteilung Nr. 8; Garde- Reiter; Karabinier- Reg.; Ulanen Nr. 17, 21; Husaren Nr. 18; Fußart.- Reg. Nr. 19; Res.- FußartBat. Nr. 19; Pionier- Bataillone: 1. Nr. 12, 22; II. Nr. 12, 22; Scheinwerferzug 2. Bat. Nr. 22; 1. Ersatz- Pionier- Komp., 2. Bat. Nr. 22; Rej. Pionier- Komp. Nr. 54; Landwehr- Pionier- Komp. 19. Armeekorps; Etappen- Fuhrpark- Kolonne 2, 12. Armeekorps; Felblazarett 10, 12. Armeekorps; Kriegsbekleidungsamt, 19. Armee forps. Der Schluß der württembergischen Verlust liste Nr. 146 enthält Verluste der Inf.- Regimenter Nr. 120, 121; e. Inf.- Reg. Nr. 121; Juf.- Reg. Nr. 126; Res.- Inf.- Reg. Nr. 247, 248; Feldart.- Reg. Nr. 65; 2. Munitionsfolonnen- Abteilung. schweigt Bis Mitte März hatte sich die Arbeitslosigkeit bis auf 7 Proz. ( Brandenburg), von den Unfällen mit tödlichem Ausgange die schluß fassen konnien, am 1. April d. J. einen Teil der im Statut Von den entschädigungspflichtigen Unfällen weist die Sektion II verringert, weshalb Vorstand und Ausschuß des Verbandes nad) Sektion III( Bommern) die höchste Biffer auf. vorheriger Verständigung mit allen Ortsverwaltungen den BeArbeiter läßt bei der„ Nordöstlichen Baugewerks- Berufsgenossenschaft" bezüglichen Beſchlüſe laufen. Der Schutz für Leben und vorgesehenen Unterstützungen wieder in Kraft zu sehen. Die dies= Gesundheit der baugewerblichen 1. Gemaßregeltenunterstützung: Gemaßregelte Mitglieder erübrig. Ueber die leber wa dung der Betriebe halten zu der Arbeitslosenunterſtüßung einen wöchentlichen 3Summe von 16 686,73 M. für die Ueberwachung der Bauten" angegeben; während die Sektionen II bis V nicht einen Pfennig dafür treten voll in Kraft, wenn der Umziehende am neuen Wohnort aufgewendet haben. Insgesamt sind bei der„ Nordöstlichen Bau- bereits in Arbeit steht oder eine sichere Arbeitsstelle nachweisen Settion I 4 beschäftigt. Dieie kommen indessen nicht ausschließlich gewerks- Berufsgenossenschaft" 22 Aufsichtsbeamte, davon bei der tann. für die leberwachung der Betriebe in Frage, sondern sie haben auch graphen des Statuts gelten mit der Einschränkung, daß drei 3. Unterstüßung in Sterbefällen: Die betreffenden Paradie Tätigkeit eines Rechnungsbeamten auszuüben. die Ausgabe bei der Sefton I ohne Verwaltungsfoften Statut wieder voll in straft.. Aus dem finanziellen Teil des Berichts ist erwähnenswert, daß Fünftel der bisherigen Säße gewährt werden. 4. Notfallunterstützung und Rechtsschutz: Hierfür tritt das 1838016,94 m. betrugen; darunter 30232,88 M. für Seilverfahren; 19922.95 M. für Kur- und Verpflegungskosten an den Mitgliedern die Annahme von Arbeit nach auswärts, wenn 5. Fahrgeld zum Antritt auswärtiger Arbeitsstellen: Unt Strankenhäuser; 4365,95 M. für erhöhtes Krankengeld. An Tage auch in einem anderen Berufe, zu erleichtern, wird im Bedarfsgeldern, Vergütung barer Anslagen wurden an die fall das nötige Fahrgeld ganz oder teilweise vergütet. Mitglieder des Sektionsvorstandes 3875 M. und an die Mitglieder Berlins ber Rentenfommiffion 1597,50 M. ausgegeben. Die baugewerblichen Arbeiter Berlins im Jahre 1913. Die wirtschaftliche Krise im Jahre 1913 legte das Berliner Baugewerbe in noch größerem Umfange lahm als das Vorjahr ( 1912). Daher hatten die baugewerblichen Arbeiter im Jahre 1913 fchwerer unter der Arbeitslosigkeit zu leiden wie je zu vor. Diese Tatsachen werden durch den erschienenen Geschäftsbericht der Nordöstlichen Baugewerks- Berufsgenossenschaft für das Jahr 1913 bestätigt. Der Bericht ist eigentlich nur ein Bericht der Sektion ( Berlin). Ihm entnehmen wir folgendes: wie 1911. I Bei der Sektion I der Nordöstlichen Bauge werte Berufsgenossenschaft waren im Berichtsjahr( 1918) 7293 Betriebe mit 73 230 beschäftigten Arbeitern versichert. Demnach 13 700 Personen weniger wie 1912 und rund 25 000 weniger Die gezahlte Lohnfumme betrug etwas über 972 Millionen Mart. Die Zahl der gemeldeten Unfälle bei der Sektion I betrug im Berichtsjahre 4756 gegen 5638( 1912). Indessen so erfreulich der Rückgang der gemeldeten Unfälle ist, so bezieht sich der Rückgang mur auf die absolute Ziffer. In der Prozentziffer ist dagegen eine wenn auch nur geringe Steigerung zu verzeichnen. Auf 1000 versicherte Arbeiter famen gemeldete Unfälle: im Jahre 1913 64,95, im Jahre 1912 64,86. Entschädigungspflichtige Unfälle sind solche, die nach Abschluß der 13. Woche bezw. nach Abschluß des Heilverfahrens noch erwerbsstörende Folgen hinterlassen haben. Nach Sem Bericht famen auf 1000 versicherte Arbeiter entschädigungspflichtige linfälle in den Jahren: 1910 4,80 1911 4,70 1912 4,50 1918 4,81 Für diese Steigerung gibt der Berichterstatter eine sonderbare hinfällige Erklärung. Er fagt: Im Berliner Baugewerbe haben im Jahre 1913 rund 13 702 Perfonen weniger Beschäftigung gefunden als 1912. Es ist daher verständlich, daß in solchen schlechten Zeiten mehr Ansprüche bei der Berufsgenossenschaft erhoben werden als in guten. In guten Zeiten winft die Aussicht auf gut gelohnte Arbeit mehr als auf eine fleine Rente." Zum Heeresdienst einberufen sind bis jetzt schon mehr als in anderen Berufen. Dementsprechend ist auch die Mit60 000 Mitglieder des Verbandes. Ueber 20000 arbeiten gliederzahl des Verbandes zurüdgegangen; sie beträgt gegenwärtig noch zirka 106 000. Aus Industrie und Handel. Schließlich sei noch erwähnt, daß der Bericht bedauert daß die Reichsversicherungsordnung den Verletzten manche Befferung, besonders die Erhöhung des voll anrechnungsfähigen Jabresarbeitsverdienstes gebracht hat. Beim Inkrafttreten des Unfallversicherungsgefezes 1884 wurde der voll anrechnungsfähige Jahresarbeitsverdienst auf 1200., 1900 beim Infrafitreten des Gewerbe- Unfallversiche rungsgefeßes auf 1500 M. und beim Inkrafttreten der Reichsverficherungsordnung auf 1800 M. festgelegt. Die diefe Summen übersteigenden Beträge fommen bekanntlich nur mit einem Drittel in Anrechnung. Hierzu sagt der Berichterstatter mit Betrübnis:„ Es wirkt gerade nicht ermutigend, wenn wir trotz aller Mühe und trotz aller Erfolge Bevölkerung, Reich und Arm, gleichmäßig beteiligt. Nach dem nunAuch an der zweiten Kriegsanleihe haben sich alle Schichten der auf dem Gebiete der Unfallverhütung und der Krankenbehandlung immer wieder mit neuen Lasten belegt werden." Diefes stlagelies mehr bei der Reichsbank vorliegenden Endergebnis gruppieren sich ist völlig unbegründet. Der voll anrechnungsfähige Jabresarbeits- die Zeichnungen nach der Größe wie folgt( die eingeflammerten verdienst entspricht auch heute noch lange nicht den tatsächlichen Ver- Biffern find das Ergebnis der ersten Kriegsanleihe): hältnissen. Alles in allem darf man zu dem Bericht sagen, die soziale Fürforge der Nordöstlichen" läßt noch viel zu wünschen übrig. Man fann mit dem Berichterstatter übereinstimmen, wenn er in der Jahresversammlung den Unternehmern zuruft: Sorgen Sie dafür, von daß den in Ihrem Gewerbe tätigen Gehilfen auch der Schuß wird, den sie billigerweise zu beanspruchen haben." Um dies zu erreichen, ist eine schärfere ueberwachung der Betriebe und Anstellung von Bautentontrolleuren aus den Kreisen der baugewerblichen Arbeiter eine dringende Forderung. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Teuerungszulage bei der Firma Beermann. Die Firma Beermann hat nunmehr auch für die Former und Gießereiarbeiter einen Vertrag mit dem Deutschen Metallarbeiterverband abgeschlossen. In der Gießerei der Firma Beermann wird nur Lohn gearbeitet, und dementsprechend sind auch die Bestimmungen des Vertrages. Es bestehen jetzt bei dieser Firma für die Schloffer, Schmiede, Arbeiterinnen und für die Former So der Berichterstatter. Wie steht es in Wahrheit? Die und Gießereiarbeiter Verträge mit dem Deutschen MetallarbeiterJahre 1911 bis zurück zum Jahre 1906 waren für das Berliner verband. Auch für die Angehörigen anderer Berufe find mit den Baugewerbe sicher gute Geschäftsjahre; trotzdem sind die Ziffern in Frage kommenden Organisationen Verträge abgeschlossen. der entschädigungspflichtigen Unfälle höher wie die Sehr zur Nachahmung zu empfehlen ist, daß diese Firma trob des Jahres 1913. Die Konjunktur ist für die entschädigungspflichtigen der bestehenden Verträge, der gegenwärtigen Teuerung Rechnung Unfälle ohne jeden Einfluß. Denn die Entschädigung emes Unfalles tragend, den Arbeitern ihres Betriebes eine Teuerungshängt ganz von dem Erwerbsfähigschreiben" der Vertrauens- ulage zugestanden hat, und zwar zahlt die Firma nach einer ärzte der„ Nordöstlichen" ab. Und da ist die Steigerung der Fähig- Beschäftigungsdauer von vier Wochen 4 Proz. und nach einer weitefeit auffallend, Verlegte bollerwerbsfähig" zu schreiben oder ren Beschäftigungsdauer von acht Wochen nochmals 4 Proz. Die erwerbsstörenden" Unfallreste sind geschwunden" zu gegenwärtige Dauer der Beschäftigung wird angerechnet. schreiben. Und wo die Kunst dieser Aerzte die Unfall- arbeit in der Lage ist, diese Teuerungszulage zahlen zu können. Man darf ja wohl annehmen, daß die Firma durch ihre Kriegsfolgen wegzueslamotieren versagt, da kommt die Iteuere Rechtsbuug" mit der Aber andere Großbetriebe der Metallindustrie können dies auch Gewöhnung", der„ völligen" Gewöhnung und der vollkommeneren" Gewöhnung der beiter auf Teuerungszulagen zu entsprechen. und lehnen es leider trotzdem vielfach ab, den Wünschen der ArRentenquetscherei der Nordöstlichen" zu Hilfe. Hier und „ alle " " " 群 2222222 Die Zeichnungen auf die Kriegsanleihe. Amtlich wird gemeldet: 2 100 Betrag in Millionen Mark Zahl M. M. bis 200 300 500 " 600 1100 1000 " 2 000 der Zeichnungen 452 113 581 470 660 776 418 861 ( 231 112) ( 241 804) ( 453 143) 71( 36) 254 ( 111) 6041 733 ( 587) " 5.000 361 459 " ( 157 591) 1354 ( 579) 5.100 10 000 130 903 " ( 56 438) 1057 ( 450) 10 100 20 000 46 105 ( 19 313) 745 " ( 307) " IP 20 100 50 100 100 100 500 100 über 1 000 000. 50 000 26 407 " ( 11 584) 926 ( 410) 100 000 7742 " ( 3629) 648 ( 315) 500 000 4361 17 ( 2 050) 1066 ( 509) 1 000 000 538 ( 361) 440 " ( 287) 325 ( 210) 1 162 ( 869) zusammen 2691 060( 1 177 235) 9 060( 4 460) in Millionen Mark bei der Reichsbank und ihren Zweiganstalten. bei den Banken und Banfiers 565 . 5 592 • 1977 384 430 112 Es wurden gezeichnet bei den öffentlichen Sparkassen. bei den Lebensversicherungsgesellschaften bei den Kreditgenossenschaften bei der Post. Der Erzreichtum Französisch- Lothringens. Das seit September von deutschen Truppen besette FranzösischLothringen birgt gewaltige Erzlager. Nach einer im Jahre 1910 borgenommenen Untersuchung schäßt man diese Erzlager auf ungefähr drei Milliarden Tonnen ein. Die Erzförderung betrug im Jahre 1912 in ganz Frankreich 18 800 000 Tonnen, wovon 91 Proz. auf Französisch- Lothringen entfielen. Zum Vergleiche sei angeführt, daß Amerika 50 Millionen, das Gebiet des deutsch- luyemburgischen Zollvereins 30 Millionen und England 15 Millionen Tonnen Eisenerz förderten. Die lothringischen Erzlager erstrecken sich über ein Gebiet von über 100 Kilometer, von Pont- Saint- Vincent im Süden bis an die Grenze Luxemburgs im Norden. Sie freuzen einige kohlenhaltige Schichten, die im Süden in der Gegend von Nanch und im Bezirk nur hierin ist das fortgefeßte Sinken der entschädigungspflichtigen der Mosel im Norden ausgebeutet werden. Das Kohlenrevier der Unfälle zu suchen. Ist es trogalledem nicht gelungen, die Ziffer der Die Löhne in den Granatzündergießereien geben immer noch Mosel wird nach Alter und Mächtigkeit in die beiden Reviere von entschädigungspflichtigen Unfälle des Jahres 1918 unter die des Anlaß zur Klage, namentlich ivegen ihrer erheblichen Verschieden- Longwh und Briey geteilt. Jahres 1912 herabzudrücken, dann sind es eben nur die Geheit. Am Sonntag wurde in einer Versammlung der Zink-, Zinn- Die lothringischen Eisenerzlager sind schon seit 1785 bekannt fahren des Berufes, der ungenügenden leberwachung und Bleigießer mitgeteilt, daß die Stücklöhne in den verschiedenen und wurden seit dieser Zeit in zahlreichen Gruben zwischen der Bauten usw., welche das in die Höhe schnellen der Prozent Betrieben zivischen 4 und 8 Pf. fchivanten. Wenn auch die Ar- Longtoh und Aumetz ausgebeutet. Man achtete aber der gewöhn ziffer der entschädigungspflichtigen Unfälle verursachen. beitsmethode nicht überall Sie gleiche ist, so fann fic doch nicht so lichen Erze nicht und förderte nur die besonders eisenhaltigen. Erst im Jahre 1834 begann die Firma de Wendel die gründliche Aus- Journalisten zugleich auch die Vorgeschichte bes Romplotts mitteilte. Adressbuch der Direktoren und Auffichtsräte 1915. geraus beutung der Lager in der Grube zu Hahange, 1844 wurden dann Nach den Angaben der Polizei war der mit Abarno verhaftete gegeben von H. Arends und C. Moßner. Geb. 12 M. Finanzberlag, die Abbauerlaubnisse für die Gruben von Monlaine, Gorch usw. Anarchist" ein Polizeispiel namens Polignani, der sich bei den Berlin C. 2. erworben. Lange Zeit arbeiteten die Gruben nur für den eigenen Anarchisten unter dem Namen Baldo einzuführen verstanden hatte. Ein Volk in Waffen. Von Sven Hedin. 534 S. geb. F. A. Brodhaus, Leipzig. beschränkten Schmelzbedarf. Erst der französische Handelsvertrag Monatelang hatte er mit Abarno und dessen Freund verkehrt, Sophie, Der Kreuzweg der Demut. Roman von F. Jung. Geh. von 1860 steigerte die Eisenerzförderung in Franzöfifch- Lothringen, batte sich als wilder Anarchist gebärdet, über die Verruchtheit 3 M. Die Aition", Berlin- Wilmersdorf. so daß sie 50 Proz. der französischen Gesamteisenerzproduktion der Gesellschaft geredet und den Plan inspiriert, der jegt von Der Tabat. Bon J. Wolf.( Aus Natur und Geisteswelt. 416.) 12., betrug. der Polizei in so wunderbarer Weise vereitelt worden ist. geb. 1,25. B. G. Zeubner, Leipzig. Mit der Einführung des Thomasschen Schmelzverfahrens im Nach den Angaben der Polizei sollte die Zerstörung der Domkirche Jahre 1880 gelangten die lothringischen Erzlager erst zu ihrer rich- nur der Anfang einer Reihe von Attentaten sein. Abarno soll vortigen Geltung. Die Erzförderung und Bearbeitung nahm einen gehabt haben, eine wahre Schreckenszeit für die Kapitalisten einzuAmtlicher Marktbericht der städtischen Martthallen- Direktion über gewaltigen Aufschwung. Im Jahre 1872 wurde in Lothringen erst leiten; Carnegie, die Rockefellers und Cornelius Vanderbilt sollten den Großhandel in den Zentral- Markthallen,( Ohne Verbindlichkeit.) rund 1 Million Tonnen Eisenerz gefördert, im Jahre 1912 waren ermordet werden. Dienstag, den 30. März 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsenes bereits 14,37 Millionen Tonnen. In der gleichen Zeit stieg die Nun erklärt der achtzehnjährige Bursche heulend, daß ihm fleisch Ia 85-98, do. Ha 75-85, bo. Ha 68-77; Bullenfleisch la 79-86, Gesamtförderung Frankreichs nur von 2,8 auf 18,8 Millionen der Polizeifpizel Polignani all' die dummen Ideen in den Stopf do. Ila 75-78; Stübe, fett 72-77, do. mager 54-64, do. dänische Tonnen. Der Anteil Lothringens ist also ganz erheblich. gesetzt und der Detektiv selbst die Anweisungen zur Herstellung der 50-60; Fresser 60-75, Fresser, dänische, 60-70, Bullen, dänische, 60-72; Bomben gegeben habe. Kalbfleisch, Doppellender 128-138; Mastfälber Ia 90-115, do. Ila 58-80; Eine plumpere Polizeimache ist wohl kaum je inszeniert worden. Ia 94-99, do. Ila 89-94; Sjaje 95-100. Schweinefleisch: Schweine, fette Stälber ger. gen. 00-00; Saminelfleisch: Waftlämmer 100-105; Sammel Die einzige leidlich hinreichende Erklärung ist die, daß diefes 00-00, sonstige 95-118, bän. Sauen 75-80, dän. Schweine 88-90. Attentat" ein Versuch der Polizei ist, sich zu rehabilitieren. Noch Gemüse, inländisches: Startoffeln, Daberfche 50 kg 0,00; weiße Kaiserfronen leidet die Organisation unter den Folgen des Prozesses, der gegen 0.00; Magnum bonum 0,00-0,00; Woltmann 0,00; Borrce, den Polizeioffizier Becker angestrengt wurde. Durch dieses feit Schod 2,00-3,00; Sellerie, Schock 5,00-10,00; Spinat 50 kg Monaten forgfältig bis in alle Einzelheiten vorbereitete Anarchisten- 18,00-24,00; Wohrrüben 7,00-8.00; Wirsingkohl Schock 9,00-15,00 attentat wollte sich die korrupte Sippschaft bei den leitenden kapi 50 kg 10,00-11,00; offohl, Schod 9,00-16,00; Rotfohl 50 kg 10,00 bis Wirsingtohl 50 kg 9,00-10,00; Beizkohl Schod 9,00-15,00, Weizkohl talistischen Kreisen wieder in empfehlende Erinnerung bringen. Dem 12,00; Grünkohl 50 kg 14,00-18,00; Stohlrüben Schod 6,00-14,00; Teltower Auslande zeigt diefer Fall wieder einmal, mit welch niederträchtigen Rüben 50 kg 16,00-20,00, Märkische Rüben 50 kg 10,00-18,00. Elementen die amerikanische Arbeiterschaft zu kämpfen hat. Denn Rosenkohl 50 kg 30,00-35,00, Meerrettich Schock 7,00-14,00; dieselben Schandbuben, deren sich die Polizei zur Ausführung ihrer Beterfilienwurzel Schockbund 4,00-6,00: Swiebeln 50 kg 17,00-18,00, Pläne bedient, werden auch zur Niederhaltung und Vergewaltigung Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 6,00-14,00. Radieschen Schodbund der amerikanischen Arbeiterbewegung benutzt. Unerwähnt darf nicht bleiben, daß im letzten Jahrzehnt bedeutende deutsche Kapitalien zur Steigerung der Eisencrzförderung und der Eisenproduktion ganz wesentlich beigetragen haben. Die Reviere von Longwy und Nancy haben den Höhepunkt ihrer Entwickelung erreicht. Das Eisenerzgebiet von Brieh dagegen hat seinen Aufschwung noch vor sich. Man kann annehmen, daß es seine Erzförderung in den nächsten zwanzig Jahren auf 20 Millionen Tonnen im Jahre steigern wird. Die Erzlager reichen dann immerhin auf ein Jahrhundert bei einer solchen Steigerung. Die vorbereitenden Arbeiten dazu sind bereits getroffen. Die Eisen- und Stahlwerke, so viele und so gewaltige sich in Französisch- Lothringen befinden, können natürlich die geförderten Mengen von Eisenerzen nicht aufbrauchen. Die Ausfuhr Frankreichs an Eisenerzen betrug im Jahre 1912 etwa 8,32 Millionen Tonnen, wovon 2 Millionen Tonnen nach Deutschland gingen. Die Kohlennot in Petersburg. " 3,00. Waldmeister Mandel 1,50-1,80. Gurken, Gorgaften, 100 Stück 30-40. Morcheln 50 kg 175-200. Apfelfinen: italienische 50 kg 12,00-18,00, dito 200 St. 12,00-14,00, dito 300 St. 13,00-16,00, Murcia 200 St. 15,00-18,00, bito 300 Stüd 15,00-19,00, esfina 160 St. 11,00-14,00, 200 St. 12,00-14,00, 300 St. 10,00-15,00. Messina Blut80 St. 8,50-9,00, do. 100 St. 7,00-9,00, do. 150 St. 8,00-11,00. Geb. 70 Bi. 5. Warfentien, Roſtod i. Medib. Fichte und der deutsche Geist von 1914. Rede von Dr. H. Reinde- Spanische 420 St. 28,00-35,00, do. 714 St. 37,00-40,00, do. 1061 St. 87,00-44,00, bo. 420 St. large 30,00-40,00. ,, jetsch vom 18. März berichtet, der Petersburger Bürgermeister, Graf Tolstoi, habe am 17. März den Minister des Innern Blod. amtlich verständigt, daß die Petersburger städtischen Anstalten und Unternehmungen int allernächster Zeit infolge mangelhafter Koblenzufuhr aus dem Donegbecken gezwungen fein würden, ihre Tätigkeit einzustellen. Besonders leidet die städtische Straßenbahnt, die wohl am 25. März den Verkehr einstellen wird. Die Gaswerke müssen schon jett infolge ausgebliebener Lieferung der gekauften Gastohle die Straßenbeleuchtung bedeutend einschränken. Der Bürgermeister Graf Tolstoi gab feinem Memorandum eine Zusammenstellung über die Steinkohlenzufuhr nach Petersburg bei, aus der hervorgeht, daß in den Monaten Dezember, Januar und Februar an Stelle der 4176 bestellten Wagen die Stadt nur 1284 erhielt. Gegenwärtig beläuft sich der Kohlenborrat, der für die Bedürfnisse der städtischen Anstalten benutzt werden fann, auf 250 000 Bud. Der tägliche Verbrauch der städtischen Anstalten und Unternehmungen erfordert 30 000 Bud. Für die städtischen Anstalten allein müßte man im Monat März 850 Wagen Kohle haben. Der Bürgermeister hat diese trüben Aussichten auch dem Stadtpräfekten und der Verwaltung für Lokalwirtschaft mitgeteilt. Jugendbewegung. Zwangsmaßregeln zur Beteiligung an der Jugendwehr find verboten! In der neuesten Nummer der Arbeiter- Jugend" befindet sich ein interessanter Briefwechsel zwischen der Zentralstelle für die arbeitende Jugend Deutschlands und dem preußischen Minister des Innern. Unsere Jugendzentrale hat an den Minister eine Beschwerde gerichtet über die Anwendung von Zwangsmitteln auf die Jugendlichen zur Beteiligung an den militärischen lebungen. Darauf antwortete der preußische Minister des Innern: Berlin, den 6. März 1915. Die in der Beschwerde vom 8. Januar d. J. angeführten Fälle haben dem Herrn Regierungspräsidenten in Frankfurt a. D. Anlaß gegeben, dem zuständigen Landrat seine bereits am 10. Dezember v. Js. erlassene Anordnung in Erinnerung zu bringen, wonach den Polizeibebörden die Anwendung von Zwangsmaßregeln zwecks Beteiligung der Jugendlichen an den militärischen Nebungen verboten jei. Ich sehe die Angelegenheit hiernach als erledigt an. Im Auftrage. ( Unterschrift unleserlich.) Aus aller Welt. Ein gutes Beispiel. " Wie man mit den Nahrungsmittelwucherern umspringen follte, dafür gibt die nachstehende Meldung der Pfälzischen Volks. zeitung" ein Beispiel. Das Blatt meldet:„ Da zahlreiche Landwirte des Bezirks Zweibrüden mit beträchtlichen Mengen Kartoffeln zurüdhalten, um im Frühjahr vermeintlich höhere Preise herauszuschlagen, sah sich das Bezirksamt Zweibrüden veranlaßt, nach vorausgegangener öffentlicher Aufforderung, gegen den Besitzer des in unserer Gemeinde gelegenen Gersberger Hofes, Gutsbefizer Karl Bürgel, das Enteignungsverfahren einzuleiten. Eine Untersuchung der von dem Besizer aufgestapelten Kartoffelvorräte ergab das Vorhandensein von nahezu 1000 Zentner. Die Ware wurde daraufhin beschlagnahmt und als Preis für den Bentner 2,80 Mart festgesetzt. Die Kartoffeln wurden wagenweise fortgeschafft, unter anderem erhielt die Stadtverwaltung Zweibrüden ansehnliche Mengen für ihre bedürftigen Einwohner, ebenso erwarb die Gefängnisverwaltung einen Posten. Vielleicht entschließen sich die Geheimhalter angesichts des begrüßenswerten Vorgehens des Zweibrüder Bezirksamtes nun allmählich, ihren mit Nahrungssorgen fämpfenden Nebenmenschen von ihrem Ueberfluß abzugeben, zumal das Vorgehen gegen die Aufstapler riesiger Kartoffelmengen jedenfalls fortgesetzt wird. Wenn jedes Bezirksamt so zugreifen würde, wäre die standalöse künstliche Startoffelnot schnell vorüber, ohne daß den Produzenten ein Schaden zu erwachsen braucht." Ein bestelltes Bombenattentat. New York, 5. März. Am 2. März wurden die Bewohner New Yorks durch die Meldung aufgeichreckt, daß ein italienischer Anarchist, der der Gruppe angehören soll, zu der der Mörder des italienischen Königs Humbert, Bresci, gehörte, versucht habe. die St. PatricksDomtirche mit zwei Bomben in die Luft zu sprengen. Es war eine gruselig schöne Geschichte, die den Lejern der Zeitungen geboten wurde. Der 18jährige Anarchist Abarno schleicht sich mit zwei Bomben in den Tom, wo die Gläubigen gerade der Messe beiwohnten. Jm Munde hat er eine Zigarre, an der er geschäftig faugt, um sie zum Glimmen zu bringen. Eine Bombe hat er icon angezündet, und er will eben die Zündschnur der zweiten mit dem Glimmitengel berühren, als sich auch schon von allen Seiten die Detektive auf ihn stürzen und ihn und seine Helfershelfer verhaften. Gleichzeitig wird in einem Hause in New York auch ein anderer junger Italiener verhaftet, der die Bomben fabriziert haben soll. Eingegangene Druckschriften. 1 Die größte Freude 1 machen Sie unseren tapferen Feldgrauen mit einer echten Salem Aleikum oder Salem Gold Zigarette! Preis: No 3 4 5 6 8 10 3½ 4 5 6 8 10 Pfg.d. Stck. 20 Stck feldpostmässig verpackt portofrei! 50 Stck feldpostmässig verpackt 10Pf.Porto! Orient Tabak- u.Cigarettenfabr.Yenidze, Dresden Jnh Hugo Zietz, Hof lieferant S.M.d.Königsv. Sachsen Trustfrei! 66666609099998 Unserer Leiterin, Genossin Auguste Wartenberg und Gatten die herzlichft. Glückwünsche zur Silberhochzeit. Die Genossinnen B. K. P. B. G. B. K. Sch. Reiner 26/17 Kakao mit Zucker 5 Pfd. 4.60 nur diese Woche abzugeben. infftr. 17, v. 4 Zr. L., Fahrst. teppdecken gr. Auswahl billigst, auch Aufarb. alter Steppdecken. Bernhard Strohmandel, Fabrik: Berlin, Wallstraße 72. Haben Sie Stoff? ich fertige davon Anzug od. Paletot nach Mass, schick, dauerh. Zutaten von 25 Mark an. Moritz Laband, Neue Promenade 8, 11.( Stadtb. Börs.) Arbeiter Bekanntmachung über die hausgewerb 1, Krankenversicherung im Gemeindehe zirk Berlin- Steglitz. Der Herr Amtsvorsteher hat am 29. März 1915 den Wortlaut des Drtsstatuts für die hausgewerbliche Krankenversicherung in Berlin- Steglig veröffentlicht. Das Statut tritt rückwirkend vom 1. März 1915 ab in Kraft. Die unmittelbaren Arbeitgeber der im Gemeindebezirk Berlin- Steglik wohnhaften Hausgewerbetreibenden find verpflichtet, die von Ihnen beschäftigten Berfonen vom 1. März 1915 an bei unserer Kaffe au- und abzumelden. Wir fordern die Arbeitgeber hierdurch auf, diefer Verpflichtung uma gehend Meldenachzukomment. formulare und Druderemplare der Sabung werden unentgeltlich im Staffenlokal, Störnerftr. 55, ipährend der Geschäftsstunden von 9-1 11hr abgegeben, woselbst auch mündliche Auskunft crteilt wird. Briefliche lebermittelung der Formulare und der Sagung erfolgt gegen Einsendung einer Freimarte. 266/8 Es wird noch ausdrücklich auf die Verpflichtung eines jeden Auftrag gebers hingewiesen, ein besonderes Gesundheits- Bibliothek Berzeichnis, der für ihn unmittelbar Jedes Heft 20 Prg. Blumen und Kranzbinderei von Robert Meyer, im Gemeindebezirk Berlin- Steglig arbeitenden Hausgewerbetreibenden zu führen, aus dem Name, Wohnung und Entgelt der Personen hervorgeht. Berlin- Steglit, den 30. März 1915. Allgemeine Ortskrankenkasse für Berlin- Steglit. Der Vorstand: Emil Schulze, Jnh.: P. Golletz Mariannenstr. 3. Tel. Mpl. 346 Borsigender. Gustav Bigalke, Schriftführer. Kronleuchter, 500 Stück, aus aufgelöster Fabrit für Gas und Elektrisch, zu jedem annehmbaren Breise. Für Händler günstige( Selegenheit. 26/ 9* Prinzenstraße 33, Hof I. Zeitungs- Ausgabestellen und Inferaten- Annahme. Zentrum: Albert abnisch, Aderstr. 174, am Koppenplag. 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Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Greifenhagener Str. 22. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 1hr. adlershot: Start Edwarzlose, Bismardstr. 28. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Alt- lienicke: Wilheim Dürre, Köpenider Str. 6. Marienthaler Str. 13, I. Bann sehnlenweg: 1. Zepernick, Schönow, SchönBernau, hontgental, trick und Kuch: Gemma Broje, Mühlenstr. 5. Laden. Rohnsdorf, kaikenberg und Falkenhorst: Pam Genich, Lotusbor, enonenschaftshaus" Baradies". Charlottenburg: Guitar maruberg, Sesenheimer Str. 1. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Petersbagen. Geöffnet von inorgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr. Lichtenberg I. Friedrichsfelde. Hohenschönhausen: Otto Seitel, Wartenbergstraße 1( Laden). Geöffnet von 8-2 und bon 4-7 Uhr. Lichtenberg II, Rummelsburg. Stralau: A. Rosen tranz. At- Borhagen 55. Geöffnet von 11-1, und von 4-7 Uhr. Mahlsdorf, Kanisdorf, Blesdort: P. Setberg, Stauls. dori, Ferdinandstraße 17. Mariendorf: Auguft eip, Chauffeeſtr. 29. Marienfelde: Emil einert, Berliner Str. 114 II. Aeuenhagen, Hoppegarten: Gustav Bergmann, Königsallee Ede Gartenstraße. Nenkölln: M. Seinrich, Nedarite. 2, im Laden. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr; Neutöün. Brik: Rohr, Siegfriedstraße 28/29. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Nieder- Schöneweide: Wilhelmi Unruh, Brückenftr. 10, II. Nowawes: Start Strohnberg, Friedrichfirchplatz 27. Ober- Schöneweide: Alfred Bader, Wilhelminenhofstr. 17, Ladent. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Pankow, Niederschönhausen, Nordend, Frz.- Buchholz, Blankenburg: Rigmann, Wühlenstr. 30. Geöffnet bon 11-12 und von 4-7 Uhr. Reinickendorf Ost, Wilhelmsrah und Schönholz: V. Gurich. Provinzitr. 56, Laden. Geöffnet v. 11-1, t. 4-7 Uhr Schenkendorf b. Stönigs- Wusterhausen: Chr. antichte, Dorfstr. 10 Schöneberg: Wilhelm Bäumier, Martin Lutherstr. 69, im Laden. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr, -O Spandau, Nonnendamm, Staaken, Seegefeld und Falkenhagen: Stoppen, Breitestr. 64. Geöffnet von 8 1hr morgens bis 8 Uhr abends. Tegel, Borsigwalde, Wittenau, Waidmannslust, hermsaort, Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Freie Scholle u. Reinickendorf- West: Baut seien ait, Borngwalde, Näuschstraße 10. Geöffnet von 11-1%, t. von 4-7 Uhr. Teltow: A. Schulze, Lindenstr. 17. Tempelhof: Joh. Krohn, Borussiastr. 62. Treptow: Nob. Gramenz, Stiefholzstraße 412, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 1hr abends. Weibensee, Heinersdorf:&. Ehrmann, Sedanstr. 105, part. Geöffnet von 11-1, und von 4-7 Uhr. Wilmersdorf, Halensee, Schmargendorf: Paul Schubert, Wilhelmsaute 27. Eichwalde, Schmückwitz: star Mahle, Bismardstr. 4. Erkner, Neu- Zittan: Emil Zwang, Scharnweberstr. 10. Fredersdorf- Petershagen, Eggersdorf: Uffenwaffer, Friedenau, Steglitz, Südende, Groß- Lichterfelde, Lankwitz: H. Berniee, Alfenste. 5 in Steglig. Geöffnet von Friedrichshagen, Fichtenau, Rahnsdorf, Schöneiche, 11-1, und von 4-7 Uhr. Kl.- Schönebeck: Ernji Bertmann, Friedrichshagen, stöpes nider Straße 18. Grünau: Franz Klein, Friedrichstr. 10. Johannisthal, Rudow: War Sonichur, Parkstr. 23 karishorst: Ostar Schaarschmidt, Auguste- Bittoria- Str. 18. So eilig hatte es die Polizei mit der Bekanntmachungsönigs- Wusterhausen, Wildan, Niederlenme: Friedrich Sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen Werte werden geliefert ihres genialen Handstreichs, daß fie nicht Baumann, Bahnhofstr. 2, Eingang Beeskower Straße. Sonntags sind die Ausgabestellen geschlossen. Geschehnisse des Tages in breiter Weise ausmalte, sondern den mur die Zeuthen, Miersdorf: Ernst Hüttig, Zeuthen, Miersdorfer Str. 14. Zossen: Matuschet, Marktstr. 5. Sozialdemokrat. Kreiswahlverein Niederbarnim. Bezirk Friedrichshagen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse Fritz Tabbert am 27. März verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, den 31. März, nachmittags 32 Uhr, auf dem S meinde- Friedhof in Friedrichshagen statt. 261/13 Die Bezirksleitung. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Friedrich Rathsack am 27. März gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 1. April, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Hospitals in Buch aus statt. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Otto Wisch am 29. d. M. an Herzleiden gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 3. April, nachmittags 3 Uhr, von der LeichenSalle des Markus Kirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. d Den Kollegen und Kolleginnen zur Nachricht, daß unser Mitglied, die Arbeiterin Margarete Wendelborn amt 28. d. Mts. an Nierenleiden gestorben ist. am Die Beerdigung findet Mittwoch, den 31. März, nach mittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Philippus ApostelKirchhoses in der Müllerstraße aus statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet 111/16 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein Spandau. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Genossen, der Arbeiter Otto Herrmann Lynarstr. 40 und der Zimmerer Otto Hübner Jägerstr. 41 293/12 uns durch den Weltkrieg entrissen worden sind. Ehre ihrem Andenken! Der Vorstand. ArbeiterRadfahrer- Bund ..Solidarität“ Ortsgruppe Berlin. Den Bundesmitgliedern die traurige Nachricht, daß unser Sportgenosse, der erste Schriftführer der vierten Abteilung 11/4 Albert Knaebe am 7. März gefallen ist. Wir verlieren in ihm ein junges, aber wertvolles Mitglied. Ehre seinem Audenken! Die Ortsverwaltung. Beutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Rollfutscher Karl Miersch amt 27. März im Alter von 51 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 31. März, nachmittags 3/4 1hr, von der Leichenhalle des Bartholomäus- Stirchhofes in Weißensee, Falkenberger Straße 148/149, aus statt. 62/8 Die Bezirksverwaltung. Als Opfer des Strieges fiel am 10. März mein geliebter Mann und treusorgender Vater Max Manneck im Alter von 37 Jahren. Frau Sophie Manneck geb. Otto nebst Kindern und Verwandten, Buttmannstr. 4. Gin freues Herz fehrt nie zurüd, Bernichtet hat's ein Augenblid. Du starbst so früh in fremdem Sand Als Opfer für das Heimatland. Fahr' wohl auf immerdar! Den Heldentod fürs Vaterland starb am 24. Februar mein lieber Mann, unser guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Wehrmanu Richard Wenzel im Alter von 38 Jahren. Dies zeigt tiefbetrübt an im Ramen aller Hinterbliebenen Witte Anna Wenzel geb. Völz. Danksagung. Für die vielen Beweise berzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines geliebten Mannes August Müller age ich allen Teilnehmern, insbeson dere Herrn Rader für die tröstenden Worte, den Sängern und dem Sozial: demokratischen Wahlverein Adlershof meinen herzlichsten Dank. Witwe Berta Müller.| Verloren it der Nähe der Landshuter und Hohenstaufenstraße Sonntagabend eine schwarze Brieftasche mit Monogramm O. A. Inhalt: Geld und Verband der Maler, Freundliches Zimmer bermietet Witwe Timm, Gleimſtraße 27. Vorderzimmer, möbliert, freundLackierer, Anstreicher etc.uber, vermietet billig ringenBapiere. Wiederbringer erhält hohe Bureau: Wielchiorftr. 28, part. Filiale Berlin. Ar- Raw: Goma Belohnung. 26/10 Abzugeben beim Direktor des EliteHotels am Bahnhof Friedrichstraße. Praktisches amerikanisch, Journal für Zeitungsverlag, bereits von vielen Druckereien mit großem Vorteil eingeführt. Musterbogen und Referenzen gern zu Diensten. Fritz Eilers junr., Geschäftsbücherfabrik, Bielefeld, Brieffach 166. Gewerkschaftshaus Fernspr.: Amt Morippl. 4787. Fernspr.: Norden 3791-97 Donnerstag, den 1. April 1915, abends 8%, Uhr: Außerordentliche Sektionsversammlung der Lackierer im Gewerkschaftshause, Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Jahresbericht der Sektion. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl zur Sektionsleitung. 4. Verbandsangelegenheiten. Wir erwarten, daß die Mitglieder vollzählig erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Verkäufe. Gardinen! nahmepreise! Querbehang: Spottbillige Aus- tischlerei Lehmert, Große Hamburgers Garnituren mit 3,85, 4,85, Bunt Am 1. Osterfeiertag, im großen Saal, von 6 Uhr ab: 6,85, Shawlgardinen, Fenster: 1,95, Lichtbildervorführung ( die Kunftfchätze auf den öftl. Kriegsgebieten). Die Bilder kommen zum ersten Male zur Vorführung. Vortragende ist die Frau des Reichstagsabgeordneten Dr. Liebknecht. Garderobe 25 Pf. Freier Eintritt. Von 4 Uhr an: Kindermärchen- Eichtbildervorführung. Vortragende Frau Regina Ruben. Vorführung: Till Eulenspiegel, Hinaus ins Freie, Frau Holle u. Deutsche Sagen von Gebr. Grimm. Garderobe 10 Bj. und freier Eintritt. Zu den Osterfeiertagen kommen erstklassige Gedecks a 1 M. und an beiden Feiertagen Gänsebraten zum Gedeck. Heute und morgen großer Fleischverkauf zu erstaunlich billigen Preisen. Osterlämmer u. 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Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 98/4 Nr. 90. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. An unsere Abonnenten! Wir bitten, um in der Zustellung unseres Blattes keine Verzögerung eintreten zu lassen, Wohnungsänderungen möglichſt frühzeitig einer unserer Speditionen oder der Hauptexpedition SW. 68, Lindenstraße 3, schriftlich anzeigen zu Die Hauptexpedition. wollen. Bewerbungen um Kartoffelland. Mittwody, 31. März 1915. Nochmals die Stadt Schöneberg und Jungen der Hoch- und Untergrundbahn, der Kraftomnibuſſe und der die Arbeitslosenunterstützung. Die EinEine wesentliche Städtischen Straßenbahnen hervorgerufen wurde. Einschränkung des Verkehrs brachte der Ausbruch des Krieges mit sich. Ueber 5000 Angestellte wurden zu den Fahnen einberufen. Erst nach Zu diesem schon mehrfach in unseren Spalten behandelten und nach konnte Ersatz geschaffen werden, so daß sich am Schluß des Betriebsjahres die Verkehrseinschränkungen auf etwa 15 Proz. bemessen Thema wird uns aus Gewerkschaftskreisen geschrieben: lassen. Auf den gesamten Linien der Großen Berliner Straßenbahn die Verhandlungen über eine Grundlage, auf der ein Zusammen- befördert gegen 466 Millionen im Vorjahre. Monatelang dauern bereits im Schöneberger Stadtparlament wurden im Berichtsjahre rund 426 Millionen Personen arbeiten mit den Gewerkschaften betreffs der Arbeitslosenfürsorge nahmen aus dieser Beförderung betrugen annähernd 41 Millionen möglich sei. Während man in anderen Gemeinden nach kurzen Mark gegen 44 Millionen Mark des Vorjahres. Für Verhandlungen mit den Gewerkschaften die Angelegenheit in Gehälter und Löhne erforderte das letzte Jahr eine Auseiner alle Teile zufriedenstellenden Weise regeln konnte, stellen sich gabe von 15 Millionen Mark gegen 16 Millionen Mark in Schöneberg immer wieder neue Schwierigkeiten der Regelung im Vorjahre. Am Schluß des Jahres betrug die Gleislänge 600.000 Meter. In den sieben Friedensmonaten bes entgegen. Schwierigkeiten, von denen der Unbefangene und der Wissende annehmen muß, daß sie bei den Haaren herangezogen monate 9546 Personen. Der Gewinn aus dem Betriebsjahre stellt schäftigte die Gesellschaft 12 735 Personen, während der fünf Kriegssich auf 6 565 899 M., wovon eine Dividende von sechs Prozent auf das Aktienkapital von 100 082 400 m. vorgeschlagen wird. Die gesamten Abschreibungen sind auf 4 857 194 M. bemessen gegenüber 5 132 999 M. im Vorjahre. Von der Bruttoeinnahme sind an die Stadt Berlin und andere Gemeinden 3 293 367 M. gezahlt worden gegen 3 266 674 M. im Vorjahre. Der Reservefonds beträgt augenblicklich 12 089 490 M. Bei der werden. Die gemeinnützige" Genossenschaft zur landwirtschaftlichen Verwertung von Baugelände", die unter der Mitwirkung der Gewerkschaftskommission Berlin und Umgegend vor kurzem ins Leben Schöneberg gehörte von den Groß- Berliner Gemeinden zu gerufen worden und über deren Vorarbeiten an dieser Stelle denjenigen, die als erste mit den Gewerkschaften die Arbeitslosenbereits berichtet worden ist, wird in der nächsten Zeit mit der Ver- unterstüßungsfrage geregelt hatte. Ueber die Durchführung der teilung des Geländes an die einzelnen Losinhaber beginnen. Der selben waren bei den Gewerkschaften manche Ausstände vorhanden. ursprüngliche Plan, zirka 3000 Morgen Land zum Anbau von Zur Abstellung der Mißstände sollten Verhandlungen stattfinden, Kartoffeln nutzbar zu machen, läßt sich leider in dieser Größe nicht die der Ausbruch des Krieges verhindert hat. durchführen. Die mit der Untersuchung des Bodens betrauten Landwirtschaftlichen Sachverständigen haben erhebliche Teile für den Anbau von Kartoffeln für unbrauchbar erklärt, um von vornherein die Interessenten vor Schaden zu bewahren. Zurzeit sind als brauchbar befunden und mit den betreffenden Besizern, Gemeinden und Privatpersonen, feste Abmachungen ge= troffen, insgesamt 924 Morgen. Die Gemeinden, in denen die Gelände liegen, sind diese: Berlin- Seestraße 16 Morgen, Heinersdorf 13 Morgen, Hohen- Schönhausen 240 Morgen, Lichtenberg 40 Morgen, Lichterfelde 90 Morgen, Mahlsdorf 16 Morgen, Mariendorf 39 Morgen, Nieder- Schönhausen 76 Morgen, Nowawes 35 Morgen, Pankow 105 Morgen, Schöneberg 77 Morgen, Tempelhof 185 Morgen, darunter das Tempelhofer Feld von der Belle- Alliance- Straße linksseitig mit 160 Morgen, Wittenau 82 Morgen und Zehlendorf 110 Morgen. Mit Wirkung vom 12. Oktober 1914 wurde nun von der Stadtgemeinde( siehe„ Vorwärts" vom 16. Oktober 1914) das Arbeitslosen- Unterstüßungsreglement aufgehoben und, ohne die Gewerkschaften zu fragen, eine erneute Regelung in der Arbeitslosenfürforge vorgenommen. Die alten Besprechung des Geschäftsberichts rügte ein Aktionär Mängel im Betriebe, wobei er sich auf die Stritik der Tagespresse berief. Er wünschte möglichste Abschaffung der alten Wagen und eine Beseitigung der langen Linien, namentlich der Ringlinien und Einführung von Umsteigebilletts zu 15 Pfennig. Gegen In dem damaligen Beschluß des Magistrats und der Stadt- diese Anregungen wandte sich Direktor Otto. Er hob namentlich verordnetenversammlung heißt es unter c): hervor, daß die Unregelmäßigkeiten, die sich zeitweise im Fahr„ Soweit Arbeiter und Angestellte von ihrer Berufsvereini- betriebe geltend gemacht hätten, auf den Mangel an Ausgung Arbeitslosenunterstützung erhalten, wird die nach diesen bildungskräften zurückzuführen seien. Alle Beamten und AnBestimmungen zu gewährende städtische Unterstüßung als 3u- gestellten hätten ihr möglichstes geleistet. Später jei auf furze Zeit schuß zur Arbeitslosenunterstützung gezahlt. Die Kassen ein Angebot von Arbeitskräften eingetreten, es sei aber bald wieder der Berufsvereinigungen verauslagen den abgeflaut, da die Industrie bessere Löhne zu zahlen vermöge. Die Betrag des städtischen Zuschusses und reichen in jetzt noch bestehenden Verkehrsbeschränkungen würden gänzlich wieder jedem Monat der Deputation die Berechnung ihrer Auslagen schwinden, wenn erst noch mehr Frauen ausgebildet seien. Be nebst den dazu gehörenden Unterlagen für die Zeit vom 1. bis sondere Schwierigkeiten hätten sich herausgestellt, als von der zum letzten des vorangegangenen Monats ein. Der Zuschuß Heeresverwaltung eine Reihe von Materialien, die für den Wie auf vielen Gebieten, wo es sich um das Interesse der wird innerhalb drei Wochen nach Einreichung an die einzelnen Betrieb unbedingt erforderlich waren, gesperrt wurde. Nur weiten Schichten der minderbemittelten Bevölkerung handelt, so Kassen abgeführt." ganz allmählich sei es möglich möglich gewesen, diesen Mängeln Gegen diese einseitige Regelung wandten sich die Gewerk- abzuhelfen. alle Forderung, hat auch auf diesem gemeinnüßigen Gebiete die kommunale ZerWagen auszu fplitterung Groß- Berlins dazu geführt, daß sich einzelne Vorort- schaften mit Recht. Sie konnten unter keinen Umständen ihre rangieren, sei undurchführbar, wenn man bedenke, daß dieser gemeinden in eine Gesamtheit glaubten nicht einfügen zu brauchen, Mitglieder einer derartigen Regelung unterwerfen, dies um so alte Wagenpark mit vierzig Millionen Mark zu Buch stehe. Der sondern für sich wursteln. Insbesondere sind die Gemeinden weniger, als die Unterstützung in Fortfall kommen sollte, wenn Etat würde dann ein solches Gesicht bekommen, daß für die nächsten Lankwitz und Tegel zu benennen. Erstere Gemeinde verlangte das Arbeitsamt Arbeit, die es für passend hielt, nachgewiesen Jahre an eine Verteilung von Dividenden überhaupt nicht zu denken sei. Es werde ferner viel über die Ueberfüllung einzelner Wagen naiv, die Genossenschaft solle ihr das zur Verfügung stehende Land habe". Es blieb also ganz dem subjektiven Ermessen des Schöne geflagt. Hieran trage das Publikum selbst die Hauptschuld.(!) Außerzu den Selbstkosten bestellen, die weiteren Dispositionen berger Arbeitsnachweisleiter überlassen, die Arbeit für passend dem könnten während der Kriegszeit einzelne Unbequemlichkeiten wollte sie selbst vornehmen. Der Vorstand der Genossenschaft hat zu halten", um die Unterſtüßung in Fortfall oder überhaupt nicht getrost in Stauf genommen werden. Uebrigens bestehe ja das poliein solches Ansinnen kurzerhand abgelehnt. zur Auszahlung zu bringen. Die Höhe des Zuschusses blieb zeiliche Verbot der Ueberfüllung der Wagen noch Da für die Groß- Berliner Bevölkerung das Gelände in Schwankungen unterworfen. Nach der Ablehnung der Bedingungen immer, wenn auch die Behörde jetzt in dieser Hinsicht ein gewisses Nowaives als zu weit. liegend ausscheiden dürfte, bleiben durch die Gewerkschaften fanden im Ausschusse der Stadt Schöne- Entgegenkommen zeige. Eine Verkürzung der langen Linien würde 889 Morgen übrig, für die zirka 5000 Bewerber in Frage kommen. berg und mit den Gewerkschaftsvertretern Verhandlungen statt, die einen Umsteigezwang herbeiführen, der von den Fahrgästen ganz beEs wird jedoch bemerkt, daß eventuell noch einiges Gelände hinzu- zu keinem Ergebnis führten. Troßdem verbreitete das Schöneberger stimmt nicht gewünscht werde. Umsteigebilletts ohne eine Tarifkommen kann, da zurzeit die Verhandlungen nicht völlig ab- Lokalblatt als auch hiesige Tageszeitungen unter der Ueberschrift: erhöhung seien überhaupt undurchführbar. An Stelle des verstorbenen Direktors Stern von der Nationalbank für Deutschland „ Einigung der Stadt Schöneberg mit der Gewerkschaftskommission" wurde der Direktor dieser Bank Hans Winterfeld als achtzehntes geschlossen sind. Mitteilungen, die geeignet waren, die öffentliche Meinung irrezu- Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt. unterstützung für ihre Mitglieder nicht mehr allzu brennend war, führen. Die Gewerkschaftskommission schwieg, weil die Frage der andererseits auch, um abzuwarten, wie sich die Dinge weiter entZweck dieser Zeilen ist, die Mitglieder der Organisationen darauf hinzuweisen, sich nunmehr um ein Stück solchen Landes zu bewerben. Deshalb werden numerierte Bewerbungsscheine ausgegeben, die im Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission, in den Bureaus der einzelnen Gewerkschaften sowie in Verkaufswickeln würden. Nunmehr bringt die„ Volkszeitung" vom 30. März 1915, Nr. 163, einen Bericht über die Stadtverordnetenversammlung vom 29. März, in dem es heißt, daß die Versammlung den Grundsägen über anzubahnende Einigungsverhandlungen mit der Gewerkschaftsfommission ihre Zustimmung erteilte. Soweit aus dem Bericht zu ersehen, handelt es sich um Grundsätze, denen zugestimmt werden kann. Eine derartige Regelung hätte aber schon lange stattfinden können, wenn man den Vorschlägen eines Unparteiischen, unter dessen Vorsitz Vertreter der Gewerkschaften mit dem Vertreter der Stadt Schöneberg verhandelten, zugestimmt hätte. Berlin- Charlottenburger Straßenbahn. In der Generalversammlung der Berlin Charlottenburger Straßenbahn waren von 6048 000 M. Attienkapital 5,98 Millionen Mark durch die Große Berliner Straßenbahn als einzigen Aktionär 9473 M.( i. W. 34 349 M.) auf neue Rechnung vorgetragen, so daß vertreten. Vorschlagsgemäß wird der verfügbare Reingewinn von eine Dividende( i. B. 1½ Proz.) nicht zur Verteilung gelangt, obwohl der letzjährige Ueberschuß von 1,3 Millionen Mark den vorjährigen noch um 79 439 M. übersteigt. Die Dividendenlosigkeit erklärt sich aus dem Umstand, daß den beiden Erneuerungsfonds dreimal 225 000 m.( gegen 50 000 M. im Vorjahr) überwiesen werden: da größere Umbauten und Anlagen im nächsten Jahre eine stärkere Inanspruchnahme dieser Rücklagen bedingen. stellen der Konsumgenossenschaft zu haben sind. Auf diesem Bewerbungsschein ist die Frage nach dem Vor- und Zunamen, dem Stand oder Beruf, dem Geburtsort und-datum und der Organisationszugehörigkeit enthalten. Außerdem ist die Frage gestellt, in welcher Gegend oder Himmelsrichtung Berlins oder des Vorortes das Land gewünscht wird. Der Bewerbungsschein, mit dem noch kein Anrecht auf Ueberlassung eines Landstückes erworben wird, verbleibt an der Stelle, wo er unterschrieben ist. Einen an dem Bewerbungsschein hängenden Kupon behält der Bewerber. Die Lage der Gelände, die zum Teil wiederum in einzelne Blocks Noch neuerdings hat man von den Gewerkschaften verlangt, zerfallen, werden durch Aushängen von Plänen noch näher bekannt- daß die bei der Stadt Schöneberg einzureichenden Listen der zu gegeben werden. Hat der Bewerber sich das Gelände und so- unterstützenden Gewerkschaftsmitglieder den Vermerk„ Bedürftig" Gestern vormittag wurden der 67 Jahre alte Rentier Friedrich fern das letztere in Blocks eingeteilt ist auch die Nummer des Hinter jedem einzelnen Namen tragen sollten. Das damit die Weber und seine Ehefrau Luise, geborene Warbeck, 61 Jahre alt, Blocks ausgewählt, so übergibt oder übersendet er diesen Kupon, Grundsätze der Gewerkschaften bezüglich der Arbeitslosenunter- in ihrer Wohnung, Berlin, Schäferstr. 11, tot aufgefimden. Weber der die gleiche Nummer wie der Bewerbungsschein trägt, an die stüßung über den Haufen gerannt worden wären, braucht wohl an hat seine Frau anscheinend mit deren Einverständnis erschossen und Stelle, wo er den Bewerbungsschein unterschrieben hat. Ein dieser Stelle nicht erst noch betont zu werden. Sollte diese Bestim- sich dann selbst erhängt. Der Grund zu der Tat ist in schlechter doppeltes Melden, vielleicht in einem Gewerkschaftsbureau und mung mit in den Grundsäßen" der Stadt Schöneberg enthalten Vermögenslage zu suchen; eine Schuid dritter kommt nicht in Frage. zugleich in einer Verkaufsstelle, hat unter allen Umständen zu sein, was aus dem Bericht nicht hervorgeht, so wären die VerhandFamilendrama. unterbleiben. Sämtliche Kupons gehen an die Zentralstelle der fungen, noch ehe sie begonnen, als gescheitert zu betrachten. Die Umzugserpressung wird jetzt in ziemlich großem Umfange ge Genossenschaft. Von dort aus wird die Verteilung auf den ein- Stadt hat es ja in der Hand, an der Hand der von den Gewerk- trieben. Die Opfer sind insbesondere alleinstehende Frauen und zelnen Geländen beziehungsweise Blocks durch das Los vor- schaften eingereichten Listen die Bedürftigkeitsfrage zu prüfen und Kriegerfrauen, deren Männer im Felde stehen, die Verüber durchgenommen. Ist das Land zugeteilt, so erhält der Losinhaber den Gewerkschaften mitzuteilen, daß X. 9. 3. keinen Anspruch auf weg Ziehleute. Diese vereinbaren zwar bet den Umzügen vorher seine Losinhaberkarte und einen Pachtvertrag. Bei der Empfang- den städtischen Zuschuß habe, da die Bedürfnisfrage verneint einen Preis, steigern ihn aber, sobald sie die Einrichtung nahme der Losinhaberkarte ist eine Anzahlung von 7,75 M. zu worden ist. Damit hätte die Stadt dem Beschluß des Provinzial- ganz oder zum Teil auf die Straße hinaus gebracht haben, leisten und weiter eine von Anfang April wirkende Abzahlung ausschusses Rechnung getragen und ginge der Erstattung durch die auf das Doppelte und Dreifache mit der Drohung, sie würden alles stehen und liegen lassen und mit dem leeren Wagen von 75 Pf. pro Woche, nicht 60 Pf., wie es durch einen Druckfehler Provinz nicht verlustig. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. in einem Flugblatt heißt. Der Gesamtpreis des Landes, Die Gewerkschaften werden abwarten, bis man an sie wegen über dieses gemeingefährliche Treiben sind sowohl bei dem Oberdavonfahren, wenn das Verlangte nicht bezahlt werde. Beschwerden 440 Quadratmeter oder 30 Quadrtruten oder ein sechstel Morgen, Verhandlungen über die Grundsäße herantritt und werden dann kommando, als auch bei dem Polizeipräsidium eingelaufen. Jetzt kostet 25 M. und ist bis Anfang September d. J. zu tilgen. Wer ihrer Meinung Ausdruck geben. Hoffentlich lassen die Verhand- beschäftigt sich die Kriminalpolizei damit und ersucht, um dem Undie Mittel besikt, kann selbstverständlich den Betrag auf einmal lungen nicht ebenso lange Zeit auf sich warten, wie die Verhand- wesen gründlich ein Ende zu machen, alle diejenigen, die solchen oder in größeren Raten bezahlen. Das überlassene Land ist ge- lungen über die Grundsätze bisher gedauert haben. Umzugewucherern in die Hände gefallen sind, sich bei ihr im pflügt und gedüngt und mit Einsaat( Winterkartoffeln) versehen. Die Frage eines zu gewährenden Vorschusses an die Gewerk- Zimmer 103 des Polizeipräsidiums zu melden. Der Losinhaber hat als seine Arbeit das Behacken, Jäten und das schaften müßte natürlich auch erledigt werden, da, gewißigt durch Umfenkung von Straßenbahnlinien. Die Straßenbahn muß Einernten zu verrichten. Band, welches Interessenten selbst be- die Erfahrungen, die Gewerkschaften kaum Lust und Neigung wegen des Baues der Nordjüdbahn die Gleisanlage auf dem Kreuzackern bzw. graben und mit eigener Einsaat versehen wollen, wird zeigen dürften, der Stadt Schöneberg wie bisher die verauslagten damm Friedrich- und Oranienburger Straße ändern und deshalb von der Gewerkschaft nicht vergeben. Interessenten mit solchen Gelder monatelang zu stunden. Nach fast sechsmonatigem Warten die Stelle in den Nächten vom 7. zum 8. und vom 18. zum 14. April Wünschen müssen sich entweder an Gemeinden, die solches Land ist jetzt der letzte Rest der unter den alten Bestimmungen veraus- von 12 Uhr an sperren. Es treten deshalb dann folgende Ums zur Verfügung stellen, oder an den Verband der Laubenkolonisten lagten Beträge an die Gewerkschaften nach mehrmaliger Mahnung lenfungen ein: Linie 1 über Oranienburger Tor, Chausseestraße, und Klageandrohung gezahlt worden. Invalidenstraße, Luisenstraße, Karlplay; 19, 28 und 29 über InUm vielfach geäußerten Wünschen entgegenzukommen, werden Auch in der Stadtverwaltung Schöneberg sollte man das validen-, Brunnen-, Rosemhaler Straße, Hackescher Markt; 18 über neben den 400 Quadratmetern Kartoffelland weitere segensreiche Wirken der Gewerkschaften in der Kriegszeit erkannt Stariplag, Luisen, Dorotheenstraße; 43 über Chauffees, Invaliden, 100 Quadratmeter gedüngten und gepflügten Landes zum Ge- haben und sollte die Gewerkschaften als gleichberechtigt im Wirt- uisen-, Dorotheenstraße; 52über Schönhauser Tor, Rofenthaler Platz, Oranienburger Tor, Chaussee-.Invaliden-, Luisenstraße, Kariplaz. 25 und 32 werden nicht nach den Linden, sondern nach der Hannoverschen müsebau zur Verfügung gestellt. Die Selbstkosten der Be- schaftsleben anerkennen. Straße als Endpunkt geführt, von 25 aber nur die Wagen ab Tegel arbeitung dieses Stüd Gemüselandes sind mit 5 Mt., und zwar in 11.16, 11.36 und 12.00, ab Charlottenstraße 12.12, 12.32 und 12.54, zwei Raten, der Genossenschaft zu erstatten. Ein solcher Wunsch bei 32 ab Reinickendorf 11.18, 11.33 und 11.48, ab Charlottenstraße 11.58, 12.13 und 12.30. wenden. Aus Groß- Berlin. Arbeiterbildungsschule. Der letzte Vortrag des Kursus des Ges ist auf den Bewerbungsschein zum Ausdruck zu bringen. Die Einsaat zu diesem Gemüseland muß der Losinhaber selbst stellen; Die Wirkung des Krieges auf den Straßenbahnverkehr. inwieweit eine preisangemessene Abgabe von Samen usw. von der Im Hotel Adlon tagte gestern vormittag die General- nofsen Dr. P. Lensch findet am Donnerstag, den 1. April, Genossenschaft erfolgen kann, wird noch mitgeteilt werden. bersammlung der Großen Berliner Straßenbahn. Das Unternehmen der Genossenschaft ist weder identisch mit Dabei war vertreten ein Aktienkapital von mehr als 46 Millionen statt und beginnt ausnahmsweise schon um 8 Uhr. Wir bitten die dem schon erwähnten Verband der Laubenkolonisten noch mit dem Mark mit 117 500 Stimmen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Hörer, pünktlich zu erscheinen. Der Vortrag schließt den Unterricht im 1. Quartal ab. Eine in letzter Zeit vielgenannten„ Kriegsausschuß für Gemüsebau". Geheimer kommerzienrat Arnold, eröffnete die Sigung mit der Es wird dies deshalb ausdrücklich hervorgehoben, weil vor einigen Mitteilung, daß bis jetzt mehr als 150 tüchtige Beamte des Unter- Hörerversammlung findet nicht jetzt, sondern erst nach Abschluß des nächsten Lehrvierteljahres statt. Die Kurjuskarten werden Wochen in bürgerlichen Blättern Notizen erschienen, in denen nehmens im Striege gefallen seien, und daß außerdem der frühere als Eintrittskarten dienen, weshalb wir bitten, sie aufzubewahren. alles bunt durcheinander gewürfelt und damit nur Verwirrung Direktor der Gesellschaft, Geheimer Regierungsrat Köhler, verstorben Der Lehrplan des nächsten Quartals fommt nach Ostern angerichtet wurde. Dasselbe gilt auch von den Notizen von ein- ist. Hierauf wurde in die Besprechung des Vorstandsberichts e in- zur Veröffentlichung. In der Zwischenzeit ist die Bibliothet getreten. zelnen Vorortgemeinden. Der Bericht hebt hervor, daß die ersten sieben Monate an jedem Donnerstag von 8-9 Uhr abends geöffnet. des Berichtsjahres bis zum Kriegsausbruche ein Nach- Der wahre Jacob" gelangt des Starfreitags wegen, bereits am lassen des Verkehrs zeigten, das durch die Betriebsausdeh- Donnerstag in die Hände der Abonnenten. Die Wiederverkäufer Es wird erwartet, daß die Berliner organisierte Arbeiterschaft bon diesem Angebot reichlich Gebrauch machen wird. fönnen denselben bereits in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag bon 1 Uhr morgens ab, in ber Expedition des„ Vorwärts", Zinden straße 3, erhalteit. Das Märkische Museum ist am Karfreitag, am Sonnabend fovie am Ostersonntag geschlossen, dagegen am Dftermontag von angenommen. 10-3 Uhr unentgeltlich zur Besichtigung geöffnet. Zwischen den Buffern. Die Direktion von Siemens u. Halste ersucht uns mitzuteilen, daß der unter vorstehender Ueberschrift in der Beilage des„ Vorwärts" vom 26. März 1915 mitgeteilte tödliche Betriebsunfall sich nicht auf der Güteranschlußbahn der Siemenswerfe zugetragen habe. nur: zuschlag auf 135 Proz. festzusetzen, könne nicht aufrechterhalten das Mädchen dies ablehnte, nahm die Frau die kleine Kaffeekanne werden, da eine abgelegte Tilgungsrate von 150 000 M. nachträg und suchte eine Nachbarin auf, die beim Sipſten des staffees gleid) lich wieder in den Etat eingefegt werden mußte. Mit der Aende- falls einen beizenden Geschmack wahrnahm und ein heftiges rung auf 140 Proz. Gemeindeeinkommensteuer wurde der Steueretat Brennen am Gaumen und die Entwickelung kleiner Bläschen an der Zunge feststellte. Auf den Rat der Nachbarin eilte Frau B. Hierauf gelangte die Vorlage über eine Vereinbarung wieder in ihre Wohnung zurüd, um in der Küche den dort auf mit den Gewerkschaften zur Beratung, die in einer der dem Herde kochenden großen Kaffeetopf mit Beschlag zu belegen; legten Gigungen an ben Musichuß zurüdverwiesen worden war. fie tam jedoch zu spät, denn das Mädchen hatte, inzwiſchen ten Auf eine Anfrage an den Provinzialverband, ob dieser mit der ganzen Kaffce ausgegossen. Später hat der nach Hause zurüdUebertragung der Prüfung der Arbeitslosigkeit und Bedürftigkeit an gekehrte Herr B. die Angeklagte ins Gebet genommen und auf die Gewerkschaften einverstanden wäre, ist eine zustimmende Antwort dessen Vorhalt hat sie zugegeben, aus einer im Küchenspinde eingegangen. stehenden Flasche mit Kalilauge etwas in den Kaffee gegossen zu Die Versammlung erklärte sich nun mit der Vorlage ein- haben. Aus welcher Ursache sie diese schwere Straftat begangen, Beim Nmzug tödlich verunglückt ist gestern die 55 Jahre alte Rentiere Frau Henriette Warburg aus der Elberfelder Str. 35. verstanden und beschloß, daß in den Fällen wo die Prüfung der war aus ihr nicht herauszubekommen; ein Grund zu irgendwelcher Die Frau zog nach der Agricolastraße um. Auf dem Wege dorthin Bedürftigkeit nicht durch die Gewerkschaften erfolgt, die Stadt selbst Rache an ihrer Dienstherrin lag nicht vor, die Angeklagte erklärte diese Prüfung vorzunehmen habe. wollte sie gestern nachmittag in der Elberfelder Straße an einemt im Jahre und habe auch ihre Mutter und GroßWagen, der dort hielt, vorüber den Fahrdamm überschreiten. Dabei Dann gelangte die Vorlage über die Erweiterung des Miets- lüfte fur le selbst nicht, warum sie es getan, sie habe solche Geübersah sie, daß eine Straftdroschte herangefahren fam. Ohne daß einigungsamtes, die wir in der Sonntagsnummer abdruckten, zur mutter schon einmal vergiften wollen. Da ein Motiv zur Tat gar der Führer es verhindern konnte, geriet sie unter die Näder. Diese Beratung. Vom Stadtv. I a yow( Fr. Fr.) wurde verlangt, auch nicht zu erkennen war, wurde das Mädchen nach Buch gebracht gingen der Unglücklichen über den Kopf hinweg und sie blieb auf den Mietern mit über 1200 Jahresmiete zu helfen. Genosse Eichel- und dort 6 Wochen auf ihren Geisteszustand beobachtet. hardt betonte, daß mit den geringen Zuschüssen bei so teuren Woh- Im gestrigen Termin rückte sie mit der ganz abenteuerlichen der Stelle tot liegen. Die Leiche wurde beschlagnahint und nach nungen weder dem Vermieter noch dem Hauswirt geholfen werden Behauptung hervor, daß wahrscheinlich Frau B. die Kalilauge dem Schauhause gebracht. tönne. Das Wesentliche an der Vorlage sei der Erscheinungszwang selbst in den Staffee getan habe, um sie anzuschwärzen und aus Verloren gegangen ist am Montagabend in der Straßenbahn für die streitenden Parteien, dem sich auch die Hypothekengläubiger dem Dienst entlassen zu können. Diese Behauptung fiel völlig in Linie Nr. 1 vom Morigplay bis Strausberger Platz eine fleine fügen müßten. Stadtrat Rabenow erklärte die Vorteile, die sich zusammen. Der Sachverständige Dr. Adam, Anstaltsarzt in schwarze Ledertasche mit ca. 60,00 M. Inhalt und wertvollen Papieren. Mietern und Vermietern bei Annahme der Vorlage entstehen. Bom Buch, begründete gestern im Termin seine Ansicht dahin, daß man Der Finder wird gebeten, die Tasche gegen Belohnung bei Wengels Genossen Süter wurden ebenfalls die Vorteile der Vorlage es bei der Angeklagten mit einer degenerativ- psychopathischen Per( Vorwärts- Spedition), Markusstr. 36, abzugeben. Am Sonnabend- hervorgehoben. Nur einige wenige Gemeinden feien mit ihren Be- sönlichkeit zu tun habe, die unter dem Einfluß gewisser Erscheiabend gegen 64 Uhr wurde zwischen Koppenstraße und Schlesischen strebungen weiter gegangen, die meisten Stommunen feien hinter nungen der Wechseljahre gestanden, so daß begründete Zweifel sich Bahnhof ein Beutelportemonnaie mit 84,00 M. Inhalt verloren. Schöneberg zurückgeblieben. Das Einigungsamt sei eine Einrichtung, ergeben, ob die Angeklagte zur Zeit der Begehung der Tat zuDer Finder wird gebeten, es bei Rösner, Waldstr. 21 in Adlershof, die noch verbessert werden könne, wesentlich sei aber, daß andere rechnungsfähig gewesen sei. Der Sachverständige hielt den§ 51 abzugeben. Instanzen an den Beschlüssen des Amtes nichts ändern könnten. Die des Strafgesetzbuchs für anwendbar, verneinte aber die Frage, ob Kleine Nachrichten. Eine traurige Aufklärung hat das Ver- Borichläge bis 600 M. höchstens 50 Proz., bis 900 M. höchstens 40 die Angeklagte dauernd in einer Frrenanstalt unterzubringen sei. Der Staatsanwalt konnte sich diesem Gutachten nicht anschwinden des 57 Jahre alten Schneiders Karl Sieg aus der Feilner- und bis 1200 M. Jahresmiete höchstens bis 30 Proz. zu gewähren schließen, sondern beantragte ein Jahr Gefängnis, indem er darauf straße 3a gefunden, der seit dem 25. Januar vermißt wurde. wurden mit der übrigen Vorlage angenommen. Ferner wurde befchloffen, für bebaute Grundstücke 3, für un hinwies, welche Gefahren für spätere Dienstherrschaften daraus Montag wurde er am Göbenufer in der Spree als Leiche wieder ge- bebaute 6 pro Mille vom gemeinen Wert als Grund- und Gebäude- entstehen, wenn eine solche Person unbestraft davonkäme und durch finden. Einen unheimlichen Fund machte eine Frau in der Rüstriner Straße zu Wilmersdorf, die von einem Dienstmädchen einen steuer zu erheben. Für die unbebauten Grundstücke am Stadtpark die Zubilligung des§ 51 gewissermaßen einen Freibrief für Roffer in Berwahrung erhalten hatte. Dieser Koffer, den das Mädchen find geringere Abweichungen zugelassen. An Gewerbesteuern sollen fernete Straftaten erhielte. Der Gerichtshof trug jedoch mit Recht nicht wieder abholte, verbreitete nach einiger Zeit einen Geruch, der in der I. Klasse 165 Proz., in der II. und III. Staffe 150 und in mit dem Verteidiger Rechtsanwalt Jakob Bedenken, das Gutachten, unmer unangenehmer und stärker wurde. Als die Frau ihn öffnete, der IV. Klasse 100 Proz. der staatlich veranlagten Gewerbesteuer das auch mit einem Votum des Kreisarztes Dr. Kasten übereinfand sie darin die Leiche eines neugeborenen Kindes, die schon start erhoben werden. Für die Betriebssteuer wurden 50 Broz. Gemeinde- timme, unbeachtet zu lassen und sprach das Mädchen Grund in Verweiung übergegangen war. Ein schwerer Straßenunfall ſteuerzuschlag festgesetzt. Einkommen unter 900 M. werden nicht zur des§ 51 frei. hat sich am Montagabend in der Schönhauser Allee zugetragen. Einkommensteuer herangezogen. Hierauf wurde der Etat einstimmig Dort sprang ein Frl. Elii. Sabotta während der Fahrt vom Hinter- angenommen. perron eines Straßenbahnwagens der Linie 54 ab, fiel und erlitt bei dem Sturz auf das Straßenpflaster einen Schädelbruch. Die Verunglückte wurde zunächst nach der Unfallstation gebracht und fand dann im Schöne berger Stranfenhause. Aufnahme. Bu einem Zusammenstoß eines Boftwagens mit einem Straßenbahnwagen fam es Montag abend gegen 11 Uhr in der Leipziger Straße an der Ecke der Wilhelmstraße. Jufolge des Anpralles stürzte der Kutscher des Bostwagens von seinem Siz und erlitt Verletzungen an der linken Hand und am linken Knie. Aus den Gemeinden. Etatsberatung in Neukölln. Parteiveranstaltungen. Neukölln. Die Versammlung der Jugendsektion findet heute abend bei Büttg, Erfitraße 8. statt. Auf der Tagesordnung steht der lekte Vortrag des Genossen Reimers über„ Die wissenschaftlichen Grundlagen der Arbeiterbewegung". Karlshorst. Heute Mittwoch, den 31. März, abends pünktlich 9 Uhr, Mitgliederversammlung im„ Fürstenbad", Ende Adalbertstraße. Oberschöneweide. Donnerstag, den 1. April, abende 8%, Uhr, int 8weiter Bortragsabend. Thema: Bilhevrinenhoi"( rotes Zimmer): Deutschlands auswärtige Politit". Referent Genosse Emil Eichhorn. " 1 " Jugendveranstaltungen. Charlottenburg. Das Arbeiter Jugendheim gibt folgende Ver anstaltungen in dieser Woche bekannt: Heute Mittwoch, abends 8, Uhr: Versammlung der Jugendlichen. Donnerstag, abends 8 Uhr: Aufführung neu einstudierter Mozart- Reigent unter witwirkung des verstärkten Stüthner- Orchesters. Die Jugendlichen und deren Angehörigen sind freundlichst zur Teilnahme ant dieser Beranstaltung eingeladen. Freitag( Starfreitag): Sektionspartie.( Näheres im Jugendheim.) Sektionspartic. Sonntag( erster Osterfeiertag): ( Näheres im Jugendheim.) Montag( zweiter Osterfeiertag): Spielpartie nach Westend. 2bmarich: 2 Uhr nachmittags vom Wilhelmsplay. 140 Proz. Zuschlag in Friedrichsfelde. Die Erledigung des Haushaltplanes für das kommende Geschäftsjahr ging verhältnismäßig raich von statten. Der Gefamietat Davon entfallen schließt mit einem Betrage von 4,4 Millionen ab. auf den Hauptvoranschlag der ordentlichen Verwaltung 1957 000 W. Hierin sind wiederumi 950 000 m. enthalten, die durch Steuern aufAubringen sind. An Gemeindeeinkommensteuern sollen 140 Broz. Buschlag, gegen bisher 120 Broz. erhoben werden. Trotz diefer Erhöhung werden nur 8000 W. Mehreinnahme gegen das Vorjahr, nämlich 392 000 m. erwartet. Die sonstigen Steuerarten werden zum größten Teil eine Mindereinnahme ergeben. Unter der Einwirkung des Krieges hat erklärlicherweise auch die Entwicklung des Gaswerks gelitten. Aus diesem werden nur 70 000 als Reins gewinn gegen 75 000 M. des Vorjahres erwartet. Die Kritik unserer Vertreter richtete sich in der Hauptsache gegen In der Stadtverordnetenfizung am Montagnachmittag stand an erster Stelle die vom Magistrat vorgeschlagene neue Lustbar.folgende Punkte: die Lohnfumme für die Gemeindearbeiter ist gegen Leitssteuer- Ordnung. Stadtb. Abraham wandte sich da- das Vorjahr aus Sparsamkeitsrücksichten von 81 000 W. auf 74 400 gegen, da die gegenwärtige Zeit nicht dazu angetan sei, eine mit Mark herabgemindert worden. Es sollen weniger Leute beschäftigt der neuen Ordnung verbundene Steuererhöhung durchzuführen. und den verbleibenden ein Teuerungszuschlag von 10 Broz. gewährt Redner empfahl die leberweisung der Vorlage an eine werden. Diese Aufbesserung wurde als völlig ungenügend und das Auch gegen die Vergemischte Kommission zur Vorberatung. Stadtrat Mier erklärte Sparsystem als deplaciert fritisiert. sich mit letterem Vorschlage einverstanden und betonte, daß der ent- minderung des Zuschusses für die Grundverwaltung wendeten 68 find tur 50000 anstatt 61 000 scheidende Grund für die Borlage, die infolge eines Oberverwaltungs- fich unsere Redner. Begründet wurde dies damit, daß die gerichtsurteils mögliche rechtliche Anfechtbarkeit der alten Steuer- Mark vorgesehen. ordnung sei. Die Versammlung fegte eine Stommission ein, welcher Ausgaben für Striegsfürsorge eine Entlastung des Armenetats mit unter anderen die Genossen Als cher, Bredow, Groger und sich brächten; ferner damit, daß die Volksgesundheitspflege bisher nur ganz bescheidene Beträge beansprucht habe. Auch die Art der Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen Thurow angehören. Lebensmittelbeschaffung bot unseren Genossen noch Anlaß zu Be- ist uns soeben die Nr. 14 des 25. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir herbor: Frauen boran! anstandungen. Die Kartoffeln zum Preise von 5,90 M. sind ganz demokratische Frauentag in der Schweiz. I. Von++. II. Bon M. I. Der sozialminderwertig und teilweise nicht einmal als Futterfartoffeln zu vers Der allskandinavische Frauentag in Christiania. Notizenteil: BurgVon den bereits eingeschlachteten Schweinen sind die frieden. Für den Frieder. Sozialistische Frauenbewegung im Ausland. Nach der Vorberatung im Rechnungsausschus hatte sich eine menden. Für unsere Watter und Hausfrauen: Die Geister der Wenigereinnahme von 2032 700 m. und eine Mehrausgabe von Köpfe und Liesen an einen Fleischermeister abgegeben worden, der Unsere Not. Bon Holzamer. Der Hunger. Bon Dr. Aler. Lipschüt.( Schluß.) 1 535 000 W., eine Gesamtdefizit also von 3 567 700 M. ergeben. Diese mit einem ganz erheblichen Aufschlage verkauft. Die Bollsspeisung im Striege. Bon M. Kt. Spruch Bon GrillDie Deckung dieser Summe schlug der Ausschuß wie folgt vor: Ein- Genossen verlangten, daß auch solche Teile der ärmeren Bevölkerung parzer. Feuilleton: Aus dem Drama„ Der Tod des Empedofies". Von stellung der Zinsen aus Saminelfonds in das Ordinarium 120 050 m. zu einem billigen Preis überlassen werden. Unterlassung ber Abführungen zu den Sammelfonds 236 000 M., Von den Hausbesizern wurde ein Vorstoß gegen den KriegsBekanntlich hat Für unsere Kinder: Frühlingsdämmerung. Von Eichendorji. Aussetzung der Schuldentilgung für Anleihen aus der städtischen ausschuß bezw. die Striegerfrauen unternommen. Etwas über Menschentaffent. Der Sind. Märchen von Starl Von Kindern. Von Gottfr. Keller.( Gedicht.) Wie die Altent Sparkasse 200 000 M., Entnahme von 60 000 m. aus dem lleber- der Ausschuß einen Mietsbeitrag in Höhe von 75 Proz. feſtgeſetzt Ewald. Bon Nübezahl. Der Tanzbär. Von Friz. Ochsenschuß ber städtischen Sparkasse und von 403 000 Mart und die Bedingung daran geknüpft, daß der Vermieter, sich ver- fungen. Die Haus- geschichte. Von Alfred Suggenberger.( Gedicht.) aus dem Fonds zur verstärkten Tilgung von Anleihen, pflichten muß, auf den Rest der Miete zu verzichten. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Erhöhung des Zuschlages zur Einkommensteuer auf 125 Prozent wirte wollen nun ihren Anspruch auf den Rest jedoch keineswegs 538 000. Der noch verbleibende Rest von 200 000. fol preisgeben. Trotzdem sich unsere Vertreter mit aller Energie gegen 10 Bf. Durch die Post bezogen beträgt der Abonnementspreis viertelfähr durch Aufnahme einer Anleihe gedeckt werden. Stamens der so- diese Absicht wandten und selbst der Bürgermeister eindringlich lich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Streuzband 85 Pf. Jahresabonnement 2,60 Marf. zialdemokratischen Fraktion erklärte Stadtv. Dr. Silberstein warnte, dtangen die Grundbesiger mit ihren Absichten durch. Vom Wahren Jacob ist socben die 7. Nummer des 32. Jahrganges Die Zustimmung zu den Beschlüssen des Rechnungsausschusses, da crschienen und bringt ein gutes Porträt des verstorbenen englischen Malers gegenwärtig eine andere Stellungnahme zu dem vorliegenden und Sozialisten Walter Crane. Darauf folgte die Beratung des Haushaltsvoranschlags für 1915/16. Schmargendorf bleibt bei 100 Proz. Etat unmöglid) fei, der schließlich dis баз Ergebnis Die Gemeindevertretung beschloß in ihrer Sigung am Montag der Finanzpolitik der bürgerlichen Mehrheit in den Vor- auch im neuen Etatsjahr, wie bisher 100 Proz. Gemeinde- Einjahren zu betrachten sei. Die vom Magiftrat befürwortete tommensteuerzuschlag zu erheben. Eine lebhaftete Debatte Eingegangene Druckschriften. Friedrich Hölderlin. ( Gedicht.) frant. Preis der Nummer Briefkasten der Redaktion. Briefliche denen keine Abonnementsquittung Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof Erhöhung des Gas- und Elektrizitätspreises müsse schon um desrets, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 1hr, am Sonnabend willen abgelehnt werden, weil eine Berteuerung der Beleuchtung in Die Trebbiner Stadtverordneten beschlossen in ihrer legten von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage der Kriegszeit als besonders unfozial anzufeben fei. Ferner würden aber weder die daraus zu ziehenden Summen ebensowenig das Sigung dem Marktpächter einen Mietsnadilaß von 150 M. zu gef ein Buchstabe und eine Zahl als werfzeichen beizufügen, Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, große Loch des Etats zuſtopfen können, wie eine etwaige Erhöhung währen. In den Grundwertsteuerausschuß wurden u. a. auch die beigefügt it, werben nicht beantwortet. Eilige Fragen frage man in ber Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die des Steuerzuschlages auf 140 Proz. Die Heranziehung des letzten Genossen Richter und Schönsee gewählt. Restes aus dem Refervefonds, wie es der Magistrat vorgesehen hatte, entwickelte sich um die Aufnahme einer Anleihe von 20 000 M., die Sprechstunde mit. M. S. 3. Wenn die anderen drei Mitbesitzer damit nicht einverstanden Tönne mit Rücksicht auf die sicher nicht günstigeren späteren notwendig wird, da die Stadt in nächster Zeit ein Erlazbataillon W. L., SpanJahre auch nicht in Betracht kommen, so daß nur die Dedung des des 20. Infanterieregiments aufnehmen soll. Die Anleihe wurde mit find, wird der vierte nicht eigenmächtig handeln können. Defizits aus einer aufzunehmenden Anleihe übrig bleibe. Als Beihilfe für die An- dau. Sie dürfen die Sachen nicht ohne weiteres verkaufen. Zunächst Diefem acht degen drei Stimmen genehmigt. Betrübenden Resultat gegenüber könne man nur bringend wünschen, schaffung von Anhängewagen für Strankenautomobile wurden 25 M. müssen Sie den Schuldner auffordern, innerhalb einer bestimmten Zeit die Stadtv. Abraham berlangt. daß ein baldiger Frieden zustande kommi. Von einem Mitgliede der Stadtgemeinde, das nicht ge- Schuld zu zahlen, dann erst tönnen Sie ihm den Verkauf der Sachen an Als Demonstration droben. P. Sch. 22. Schlechte Zähne, aber diensttauglich. Von der befürwortete ebenfalls die Annahme des Etats en bloc; nur nannt wurde, war dagegen Einspruch erhoben. glaubte er die Kritik des Vorredners an der bisherigen bürger- gegen diesen Einspruch wurden einstimmig 50 M. betvilligt. Die zweiten Bezeichnung kann nur die Nummer richtig sein, sie bedeutet: berzA. J. 30. Geschwülste oder Knochenauswüchse geringen Grades, legte Holzauktion brachte einen Erlös von 1910,30 M. lichent Finanzpolitit als irrig bezeichnen zu müssen. Wenn landsturmpflichtig, also dienstfähig. Sie bekommen nur für sich und den wirtschaftliche Unternehmungen, wie zum Beispiel der neue einen Sohn insgesamt 36 M. monatliche Unterstützung. Der Verdienst des Hafen, jest die Erwartungen nicht Sohnes und Ihr sehr geringes Ginkominen dürfen bei der Unterstützung nicht To nicht erfüllten, liege in Anrechnung gebracht werden. A. R. 52. Ihre Frage ist wegent das an den Kriegsverhältnissen. Dem vom Magiftrat abgestatteten ihrer Unverständlichkeit nicht genau zu beantworten. Wenn derselbe Mieter Dank an die ehemaligen Helfer in der Kriegswohlfahrtspflege fügte die Wohnung weiter bewohnt, dürfte der alte kontratt seine Gültigkeit haben. Redner den Dank der Versammlung an den Magistrat und die BeM. B. 26. Gegen die Pfändung wegen der rückständigen Steuer amtenschaft für treue Pflichterfüllung in diefer schweren Zeit an. Ein außerhalb der Willenszurechnung der Täterin bird sich nichts machen laffen. Sie hätten Stundung beantragen sollen. Im gleichen Rahmen bewegten sich die Ausführungen des Stadtb. liegender Aft lag der Anflage zugrunde, die das Dienstmäd- wieviel Sie Steuern zu zahlen hätten, können vir nach den in Ihren Bürgermeister Dr. Weinreich bedauerte, daß im Sie find zum Landsturm angefekt.. K. 1719. Für die Jahre 1914 Abrechnungsausschuß nicht volle Einmütigkeit mit dem Magistrat au chen Anna Gubisch wegen vorsäglicher Körper- Schreiben gemachten unvollständigen Angaben nicht sagen.- Bankow 29. 23. A. 100. Wir würden in diesem Falle doch empfehler, erzielen war und empfahl nochmals die Erhöhung der Einnahme- Derlegung vor die Strafkammer des Landgerichts III und 1915. unter Einreichung eines ärztlichen Atteftes einige nähere Angaben über positionen im Sinne der Vorschläge desselben. Die Versammlung führte. Shre strankheit zu machen und um Befreiung vom Militärdienst zu bitten. St. 42. schloß sich jedoch den Beschlüssen ihres Ausschusses an und nahm den Etat nach dessen Vorschlägen en bloc einstimmig an. Ein solches Gesuch wäre an dus Bezirkskommando zu richten. Nein. Es ist erfra im Geset bestimmt, daß die Bedürftigkeit geprüft werden soll. Die tönnte also in dem von Ihnen angeführten Full verneint werden. Beschwerde wäre evenil beim Magistrat einzulegen. W. Za. Em melut. Gerichtszeitung. Vergifteter Kaffee. Das damals 16jährige Mädchen, welches bis dahin bei ihren auf dem Lande lebenden Eltern wohnte, war am 1. November 1913 als Dienstmädchen von dem Ingenieur Becken in Salen see angenommen worden. Am 4. Dezember 1913 brachte sie der 140 Proz. Steuerzuschlag in Schöneberg. Frau B. den Staffée in ihr Zimmer; taum hatte aber diese den Ju der Stadtverordnetenversammlung am Montag wurde bei ersten Schlud in den Mund genommen, als sie ein furchtbares mittlere Norddeutschland Der Beratung des Steueretats von den Referenten des Ausschusses Brennen im Munde verspürte und schleunigit den Kaffee wieder Donnerstagmittag: Etwas wärmer, im Südosten noch vorisiegend auf die zu erwartenden erheblichen Steuerausfälle aufmertiam ge- ausspeien mußte. Frau B., die heftige Schmerzen im Wunde heiter und troden, in den anderen Gegenden veränderliche Bewöllung; macht. Die Kinostener allein fei mit 30 000 M. weniger veranschlagt hatte, tief sofort das Mädchen herein, fragte sie, was mit dent im Südwesten und längs der Stüfte att den meisten Orten geringe worden. Die Absicht, durch Abstriche an den Ausgaben den Steuer- Staffée geschehen sei und befahl ihr, selbst davon zu trinken. Is Niederschläge. Wetteraussichten für das Osterwein Santa Lucia bis