Nr.94. 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerands: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 m möchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Pg. BostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Marl, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. 18 Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Big., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Mort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buchftaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Dienstag, den 6. April 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morihplatz, Nr. 151 90-151 97. Heftige Kämpfe im Laborcza- Tale. Oestlicher Kriegsschauplah. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Der russische Generalstab über die Kar- 4. April 1915.( W. T. B.) Amtlich. Großes Hauptquartier, den pathenkämpfe. Petersburg, 4. April.( M. T. B.) Der Stab des Generalissimus teilte gestern abend mit: Unsere Offensive in den Westlicher Kriegsschauplatz. Am Vser- Kanal südlich Dirmude besetzten unsere Truppen den von Belgiern besetzten Ort Drie Grachten auf dem westlichen Ufer. Im Priesterwalde wurden mehrere französische Vorstöße abgewiesen. Karpathen geht mit gleichem Erfolge weiter. Im Laufe des 1. April festen wir unser Vorrüden mit besonderem Erfolge in dem Abschnitt von Wolja- Michowa in der Richtung Uzsok fort. Trotz des hartnädigen Widerstandes der österreichisch- ungarischen Truppen, ihres umfassenden Gebrauchs von Exploſivkugeln(?) und ihrer zähen Gegenangriffe bedrängen unsere Truppen den Feind und nehmen ihm Gefangene, Maschinengewehre, Munition und Wagen, die er zurüdgelassen hat, ab. Im Laufe des 1. April nahmen wir gegen 100 Offiziere und über 7000 Mann gefangen wurden zurückgeschlagen. und erbeuteten einige Dugend Maschinengewehre.(?) An den andeven Abschnitten der ganzen Front feine wesentliche Aenderung. Belgische Probleme. Aus Amsterdam schreibt man uns: Es ist sehr bedauerlich, daß die Leichtfertigkeit und Oberflächlichkeit, womit manche Leute die politische Zukunftsfrage Belgiens behandeln, auch bei der Erörterung der wirtschaftlichen die ungeheuren Schwierigkeiten leugnen, denen die Versuche Gegenwartsfragen sichtbar wird. Kein Mensch wird begegnen, in dem vom Krieg heimgesuchten und vielen Drten verwüsteten, von einem ansehnlichen Zeil seiner Bevölkerung verlassenen, dom Ausland abgeschnittenen Land das wirtschaftliche Leben zu erneuern. Es heißt den guten Willen und die Arbeit der deutschen Verwaltung durchaus nicht in Abrede stellen oder Deftlicher Kriegsschauplatz. Russische Angriffe in Gegend Augustow unterschägen, wenn man sich gegen Darstellungen fehrt, deren Oberste Heeresleitung. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 5. April 1915.( W. T. B.) Weftlicher Kriegsschauplah. " Verfasser das neue Schlagwort Geschäfte wie gewöhnlich" auf die belgischen Zustände anwenden und teils aus einer wenig gewissenhaften Tendenz, teils aus völliger Unfähigkeit Ein neuer russischer Armeekommandeur. ernster Untersuchung die Dinge dem deutschen Publikum in rosenfarbigem Licht vorführen. Wir sind diesen Schilderungen, die Petersburg, 4. April.( W. T. B.) General Alegeinfolge der von ihnen beförderten Verkennung der wirklichen jeff ist an Stelle des Generals Rußki zum OberstZustände und wirkenden Kräfte durchaus nicht ungefährlich tommandierenden der Armeen an der nord- Nach dem Orte Drie Grachten, der sich seit kölnische Zeitung", manchmal in den von ihr versind, wiederholt begegnet, auch in Blättern, die, wie die westlichen Front ernannt worden. Alexejeff hat dem 3. April bis auf einzelne Alegejeff hat dem 3. April bis auf einzelne Häuser am Nord- öffentlichten Zustandsschilderungen aus den außerdeutschen und war im japanischen Krieg Chef des Generalstabes im rande in unserem Besiz befindet, suchten die Gebieten ein Streben zur Objektivität fundgeben. GewöhnKiemer Militärbezirk. Belgier Verstärkungen heranzuziehen, sie wur- ber Berichterstatter bemerkt hat, daß die Brüsseler Boulevardlich gründet sich der Optimismus dieser Berichte darauf, daß den jedoch durch unser Artilleriefeuer zurück- cafés besetzt sind, die Menschen auf der Straße und getrieben. auf der Straßenbahn äußerlich gleichmütig scheinen Ebenso verhinderte unser Artilleriefeuer Der Herr Berichterstatter hält es entweder für unnötig oder und da und dort ein Kientopp noch Zulauf hat. Die französischen Tagesberichte. französische Angriffsversuche im Argonner- für eine besser zu vermeidende Störung seiner schönen SelbstParis, 4. April.( W. T. B.) Amtlicher Bericht walde. Ein starker feindlicher Angriff gegen gewißheit, etwas anderes zu befrachen, als diesen winzigen bon gestern nachmittag: Im Sommegebiet bei La Boisselle und Dompierre dauerte der Minenkrieg mit Vorteil für uns die Höhenstellung westlich Boureuilles( südlich ſtereotypen Ausschnitt aus dem sozialen Leben eines ganzen fort. Die Gesamtzahl der im Priesterwald nordwestlich von von Varennes) brach dicht vor unseren Hinder- tigung seines Urteils nur nötig, daß er sich z. B. nach den Landes. Und doch wäre es zur Ueberprüfung und Berich Bont- à- Mousson vom 30. März bis 1. April gemachten Ge- nissen zusammen. Französische Infanterie- 3iffern der öffentlichen Unterstütungsfangenen übersteigt 200, darunter 6 Offiziere. Gestern wurde ein deutsches Flugzeug heruntergeschossen, das soeben Bomben vorstöße westlich von Pont- a- Mousson hatten einrichtungen erfundigte. Sowohl für die wirtschaftliche auf Reims geworfen hatte. Es fing bei der Landung Feuer; keinen Erfolg, dagegen brachten uns mehrere Situation in Brüssel wie für die Psychologie der Brüsseler iſt es viel wichtiger, welches Ausmaß z. B. die öffentlichen beide Flieger wurden unverlegt gefangen genommen. Minensprengungen Geländegewinn im Priester- Ausspeisungen haben, als wie der Boulevardbetrieb aussieht. Westlicher Kriegsschauplah. Deftlicher Kriegsschauplatz. Ein russischer Angriff auf Mariampol wurde unter schweren Verlusten für den Feind Paris, 4. April.( W. T. B.) Amtlicher Bericht walde. bon gestern abend: In Dompierre, südwestlich Peronne schritten unsere Minenarbeiten fort, weiterhin bei Lassigny versuchten die Deutschen einen Vorstoß, wurden aber durch unser Feuer beim Verlassen der Schüßengräben sofort zum Halten gebracht. Im Oberelsaß, im Gebiet von Oberburn- abgeschlagen. haupt wiesen wir zwei deutsche Angriffe zurück. Paris, 4. April.( W. T. B.) Der heutige amtliche Nachmittagsbericht besagt, daß nichts zu melden ist. Paris, 5. April.( W. T. B.) Amtlicher Kriegsbericht von gestern abend. Der Tag verlief auf der gesamten Front ruhig, außer im Woevre, wo unsere Fortschritte fortdauerten. Wir nahmen das Dorf Regniéville, 212 Kilometer westlich von Fayenhaye, ein, welches am 1. April besetzt worden war. Mißbräuchliche Anwendung des Kreuzes. Roten Berlin, 4. April.( W. T. B.) Der„ Daily Telegraph" bringt in seiner Nummer vom 20. 3. unter der Ueberschrift, omfort an der Front" folgende Mitteilung: Der König besichtigte gestern eine Einrichtung, die von der englischen Heilsarmee zur Verabreichung warmer Getränke an die Truppen an der Front erfunden worden ist, und sprach seine volle Befriedigung über das Gesehene aus. Sonst hat sich auf der ganzen Ostfront nich ereignet. Oberste Heeresleitung. In der Tat sind die Statistiken dieser Einrichtungen feineswegs im Einklang mit dem Optimismus der gekenn zeichneten Darstellungen. Es ist z. B. Leider unleugbar, daß in Brüssel die Zahl der Bürger, die gezwungen sind, ihr Essen beim Hilfsausschuß zu holen, noch wächst. Sie November 23,8, Ende Februar 25,9 Proz. und für Ende betrug im September 16,2 Proz. der Bevölkerung, Ende März wird ihr Ansteigen auf 28 Proz. angenommen. Sicher wäre es nicht richtig, aus diesem zunehmenden Appell an die öffentliche Hilfsleistung ohne weiteres auf eine wachsende Der österreichische Generalstabsbericht. Arbeitslosigkeit zu schließen und zu behaupten, daß alle VerWien, 4. April.( W. T. B.) Amtlich wird versuche, die stockende Wirtschaftstätigkeit zu beleben, vergeblich lautbart: 4. April, mittags. geblieben seien. Vielmehr ist der Umstand zu berücksichtigen, In den Karpathen dauern die Kämpfe auf den daß sich viele Leute, namentlich aus den bürgerlichen Schichten, so lange als es nur möglich war, d. h. so lange als ihre Höhen beiderseits des Laborcza- Tales fort. Ein auf Spargroschen reichten, gescheut haben, mit ihrem Suppennap den östlichen Begleithöhen gestern durchgeführter zur Verteilungsstelle zu gehen. Weiter ist auch die zunehmende Gegenangriff warf den bisher heftig angreifenden Teuerung von Einfluß. Jedenfalls aber ist es weit überFeind aus mehreren Stellungen zurück. Auch östlich Virava trieben, von der Wiederkehr eines annähernd normalen Zuwurde ein starker russischer Angriff zurüdge- standes in einer Stadt zu sprechen, wo 210 000 Menschen Gefangene. schlagen. In diesen gestrigen Kämpfen 2020 russische es handelt sich um Brüssel mit den Vororten) täglich auf öffentliche Kosten ernährt werden. Für diesen Zweck werden Nördlich des Uzsoker Passes ist die Situation unteilung von Kleidern und Kohle, die Arbeitslosenunterstüßung, 65 000 Fr. täglich aufgewendet. Die Kosten, die die Ververändert. Ein erneuter Angriff der Russen scheiterte nach die Kinderfürsorge usw. erfordert, find hierbei nicht inbegriffen. kurzem Kampf. Diese Ausgaben müssen alle von der Gemeinde, deren Einnahmen natürlich eine riesige Einbuße erlitten haben, teils von privaten Hilfsfonds getragen werden, deren Mittel so gut wie erschöpft sind. Daß freiwillige Sammlungen immer weniger ergeben, ist zu begreifen. An allen übrigen Fronten keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: bon Hoefer, Feldmarschalleutnant. Wien, 5. April.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 4. April 1915, mittags. Es handelt sich um fahrbare Motor- Feldküchen, die sobald als möglich zum französischen Kriegsschauplatz abgesandt werden sollen. Die Wagen ruhen auf einem starken Unterbau und haben das Aussehen von Motorambulanzen, da sie bestimmt sind, in Verbindung mit dem Roten Kreuze zu arbeiten. Aus diesem Grunde tragen sie auch das Zeichen des Roten Kreuzes. Es besteht die Absicht, sie so nahe als möglich an die Linie der Schüßengräben vorzubringen, um den Soldaten, die von der Feuerlinie kommen bzw. dort vorgehen, heißen Tee, Kaffee, Katao und Fleischbrühe berabreichen In den Karpathen wird im Laborcza- Tale und in zu können. Auf jedem Wagen befindet sich als ständige Besatzung den beiderseits anschließenden Abschnitten weiter heftig geein Prediger der Heilsarmee und ein Chauffeur. Zur Innenausstattung gehört ferner ein Behälter, in dem sich alle für die kämpft. An allen übrigen Fronten stellenweise ArtillerieKommunion erforderlichen Gegenstände befinden: ein trag- fämpfe. Sonst Ruhe. barer Altar, ein Kelch, ein Chorhemd und anderes. Bei Uscie Biskupie östlich Zaleszczyki versuchten stärkere Wolffs Telegraphenbureau bemerkt hierzu: Wir stellen fest, daß die Engländer das Zeichen des Roten feindliche Kräfte am südlichen Dniestr Ufer Fuß Kreuzes zum Schuße ihrer militärischen Einrichtungen miß- 3u fassen. Sie wurden nach mehrstündigem Kampf zurüd. brauchen. Es erübrigt sich, darauf hinzuweisen, daß die Ver- geworfen, 1400 Mann gefangen, 7 Maschinengewehre erbeutet. bindung der Feldküchen mit Einrichtungen zur Erteilung der KomDer Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: munion nicht über die abermals von englischer Seite begangene Verlegung des Völkerrechts hinwegzutäuschen vermag. bon Hoefer, Feldmarschalleutnant. In der Provinz ist die Lage ungefähr dieselbe oder vielmehr, wenn sie an einzelnen Orten günstiger erscheinen mag, so ist sie an vielen noch schlechter Wir empfingen dieser Tage hat, die Bemühungen um die Wiederbelebung des Wirtschaftsvon einem Belgier, der infolge seiner Stellung Gelegenheit lebens und ihre Erfolge gut zu kennen, einige Mitteilungen über die Lage im Lütticher Becken, die uns die Wiedergabe zu verdienen scheinen. Unser Gewährsmann wies darauf hin, daß die deutsche Verwaltung ihren guten Willen für diese Wiederbelebung anhaltend betont. Aber er nannte eine Anzahl von hemmenden Umständen. Dazu gehören vor allem die fortdauernden Schwierigkeiten im Eisenbahnverkehr. Die Tarife sind hoch und werden zu oft geändert, so daß den Fabrikanten eine zuverlässige Saltulation unmöglich wird. Sehr störend sind auch die Einschränkungen und Unregel- und sollte auf die Besatzung der Nelly" warten, die durch mäßigkeiten in den anderen Verkehrseinrichtungen. Ein öffent- Kanonenschüsse versenkt wurde, konnte aber das Boot der„ Nelly" licher Telephonverkehr besteht noch immer nicht und die Be- nicht wahrnehmen; er landete die beiden anderen Besatzungen, zuförderung von Telegrammen innerhalb des Landes sammen 18 Mann, in der Tynemündung, wo bald darauf auch der Fischdampfer Girl Kathleen" mit der Besagung der„ Nelly" an nimmt oft drei Tage in Anspruch. Die sonst bei vielen langte. Die Besazung der Jason" erzählte, die Deutschen seien Unternehmungen übliche Zustellung der kommerziellen Brief- sehr höflich gewesen, hätten sie auch mit Brot, Kaffee und Tabat schaften durch Boten ist aber untersagt. Vor kurzem wurde bewirtet; von der deutschen Besaßung hätten viele englisch ge3. B. ein bekannter Chef eines industriellen Unternehmens, sprochen. der einen Bilanzentwurf durch einen Boten zustellen ließ, zur Berantwortung gezogen. Er entging wohl einer Verurteilung, wurde zwischen der Insel Guernsey und Calais torpediert; die BeLondon, 5. April. Der kleine englische Dampfer„ Olvine" hatte aber Verhöre zu bestehen und bekam eine Verwarnung. Dann kommen die strengen und der Einheitlichkeit ermangeln- mannung wurde gerettet. Eine türkische Richtigstellung. Konstantinopel, 5. April.( W. T. B.)( Meldung der Agence Willi.) Der amtliche russische Bericht vom 29. März erzählt, daß die Russen die Meerenge am Schwarzen Meer mit Erfolg beschossen haben. Die Tatsache, daß die Befestigungen an der Meerenge unversehrt sind, widerlegt die russischen Behauptungen zur Genüge. Derselbe Bericht fügt noch hinzu, daß ein großes türfisches Transportschiff beschossen worden sei, als es in die sprengt habe. Es ist richtig, daß die Russen dieses Schiff beschoffen Meerenge einfuhr, und daß die Besabung das Schiff in die Luft ge" haben. Sie feuerten mehr als 250 Granaten ab. Das Lächerliche an ihrem Bericht ist, daß das in Rede stehende Transportschiff namens Seiban Seraiz", das nach den Angaben der Russen vernichtet sein soll, von keinem einzigen Geschoß getroffen worden ist und am selben Abend noch in die Meerenge und in seinen Hafen einfuhr, wo es seine Ladung löschte. Beschießung eines Dorfes an der syrischen Küste. den Paßvorschriften, die Geschäftsreisen hindern. Der russische Segler, er me 3" ist auf der Fahrt nach Merits Eine andere Schwierigkeit besteht in der Unsicherheit, worin auf der Höhe der Insel Wight torpediert worden; die Bemannung sich Industrielle in bezug auf die Requisition von wurde gerettet. Maschinen befinden. Begreiflicherweise wirkt die Aussicht auf eine mögliche Requisition durch die Militärbehörde Bewaffnung der franzöfifchen Handelsschiffe? solche Requisitionen kommen oft vor nicht gerade als Ermunterung zur Aufstellung neuer Maschinen oder Instand- Lyon, 3. April.( W. T. B.) Der„ Nouvelliste de Lyon" jegung alter. So läuft der Ausschwung der Industrie, von meldet aus Paris: Infolge des Vorgehens der deutschen dem manche optimistische Berichterstatter sprechen, im ganzen Unterseeboote macht sich in Seefahrtskreisen eine Bewe Paris: Der geschütte Kreuzer Entrecaste aur" hatte darauf hinaus, daß eine größere Anzahl von Betrieben einen gung für die Bewaffnung von Handels- Paris: Der geschütte Kreuzer" Entrecaste aug" batte ant 28. März auf der Höhe von Ejaza( Shrien) ein Boot zur Teil der Woche, oft nur ein oder zwei Tage, arbeitet. Der schiffen bemerkbar. In England wird die Verwirklichung Durchsuchung eines Segelschiffes abgesandt. Dies wurde von der schwache Betrieb in den Kohlenwerken droht bei der be- eines solchen Blanes durch die große Zahl dazu nötiger Ka- Küste aus beschoffen, ein Mann getötet, einer schwer verwundet. Der ginnenden warmen Jahreszeit, wo der Bedarf an Hausbrand- nonen und auch durch den Mangel an schiffsartilleristisch ge- französische Kreuzer beschoß darauf das Dorf und den Hafen und fohle wegfällt, noch mehr zu erlahmen. schulten Matrosen gehemmt, in Frankreich jedoch ist einerseits die dort befindlichen türfischen Truppen. Lyon, 3. April.( W. T. B.)„ Lyon Republicain" meldet aus übereifrigen Berichten, die die Situation in Belgien, deren findet sich auf jedem Handelsschiffe eine Anzahl mit der Der Krieg und die Kolonien. Englische Warnung an Norwegen. Gefecht in Ostafrika. London, 4. April.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet aus Livingstone: Eine Patrouille der Aliierten griff die Deutschen am 17. März bei Abercron am Tanganyikasee an und marf fie nach einem lebhaften Gefecht zurück. Die Deutschen verToren einen Offizier und drei Mann, mehrere wurden verwundet. Die Aliierten hatten einen Freiwilligen und zwei Askaris tot und Vaterlandsliebe und Geschäft. zwei verwundet. Alle diese Dinge mahnen zur Vorsicht gegenüber den die Zahl der Handelsschiffe viel geringer, andererseits beBesserung der deutschen Verwaltung zweifellos am Herzen Schiffsartillerie vertrauter Matrosen, da alle Handelsmatrosen liegt, so leichterdings als günstig hinstellen. Daß sich in der Kriegsmarine gedient haben, so daß man in Frankreich die verantwortlichen Streise, die die wirkliche Lage die Armierung der Handelsschiffe wohl erwägen kann. ja sehr gut kennen, durch solche Zeitungsartikel täuschen lassen, ist sicher ausgeschlossen und im neutralen Ausland wirken diese genau so wie die große Masse der dort angeblich der deutschen Propaganda" dienenden Literatur. Kristiania, 5. April.( W. T. B.) Der hiesige britische Das größte Drganisationsgenie vermöchte nicht, den Wirt- Gesandte hat an das norwegische Auswärtige Amt schaftsorganismus eines vom furchtbarsten aller Striege zer- eine Mitteilung gerichtet, nach welcher die britische Regierung schmetterten modernen Industrielandes im Handumdrehen zu in Kenntnis gefeßt worden ist, daß deutsche Fischfahrzeuge unter erneuern, und die Gesinnungen eines Voltes, das genau wie neutraler Flagge die Bewegungen der britischen Flotte erspähen das deutsche an seiner politischen Selbständigkeit und Un- und ihre Beobachtungen an deutsche Kriegsschiffe signalisieren. Es abhängigkeit hängt, regulieren sich nicht ohne weiteres nach wurde beobachtet, daß diese Fischfahrzeuge nicht nur drahtlos Im„ Labour Leader" vom 25. März schreibt keir einigen behördlichen Berfügungen des Difupators, mögen sie telegraphieren, sondern auch als Signale Rauchwolfen aussenden. Sardic: selbst an sozialpolitischer Einsicht der bisherigen Gesetzgebung Die britische Regierung ersucht daher die norwegische Regierung, ,, Ganz allmählich lernt das britische Volf durch bittere Erüberlegen sein. alle norwegischen Fischfahrzeuge zu warnen, da sie sich dem stärksten fahrung den wirklichen Grund fennen, weshalb es im Kriege Verdacht aussehen, wenn sie in Sicht von britischen Kriegsschiffen ist. Früher wurden die Kolonien als Ballast betrachtet, jetzt Korrektur einer französischen Völkerrechts- auch dazu führen können, daß die Fahrzeuge ohne weitere Unter- gedehnt auf die hilflosen Farbigen, die sich nicht wehren Rauchwolken aussenden oder drahtlos Signale schicken. Dies wird ist„ Britisches Reich" das große Losungswort und wird ausverlegung. suchung versenkt werden. Fahrzeuge, die unter gleichen Umständen können. In den ersten drei Vierteln des letzten Jahrhunderts britische Kriegsschiffe passieren, setzen sich gleichfalls der Gefahr war Großbritanniens Hauptsorge sein Handel. aus, versenkt zu werden, wenn von den Fahrzeugen etwas ins merkte, daß andere Länder ebensoviel und mehr kauften als Wasser hinausgelassen wird. Schließlich werden die norwegischen die eigenen Kolonien, wurde man gleichgültig gegen deren Fischfahrzeuge aufgefordert, sich in weitest möglicher Entfernung Schicksal. von britischen Kriegsschiffen zu halten. Amtlich. Berlin, 4. April.( W. T. B.) Nach Mit teilung der hiesigen amerikanischen Botschaft hat die französische Regierung der amerikanischen Botschaft in Paris erklärt, daß eine Deportation der durch ein französisches Kriegsgericht verurteilten Leutnants v. Schierstädt und Graf Strachwiz niemals beabsichtigt gewesen sei, und daß die beiden Offiziere nicht weiter als Strafgefangene, sondern als Kriegsgefangene behandelt werden sollen. Der Seekrieg. Vom Unterseebootskriege. Der türkische Krieg. Russische und türkische Schiffsverluste im Schwarzen Meer. Als Geldüberfluß eintrat, suchte man andere Märkte. Fragwürdige Finanzleute belasteten Aegypten mit 70 000 000 fund Sterling in einer Weise, die beinahe Schwindel genannt werden fönnte. Die Kolonien begannen zu borgen, und das Ergebnis liegt jetzt vor. Unsere ganz c militärische und maritime Politif arbeitet im Interesse der Millionäre und Kapitalisten. Was sind britische Interessen in Persien, Aegypten, Konstantinopel, 4. April.( W. T. B.) Das Hauptquare tier teilt mit: Unsere Flotte brachte gestern bei Odessa zwei Indien, Afrika? Sicher nicht das Wohlergehen der Bevölke russische Schiffe zum Sinfen, und zwar den Brovi- rung dieser Länder. Es handelt sich da nur um die SicherRotterdam, 3. April.( W. T. B.) Ueber die Versentung dent" mit 2000 Tonnen und die„ Va ft och breier englischer Fisch dampfer durch das deutsche nen Berdrängung. Die Bejagungen tod naja" mit 1500 Ton- stellung der großen finanziellen Unternehmungen im Interwurden zu Gefangenen ge- effe der Geldmänner. Nur für die Finanz- und Unterseeboot„ U 10" erfährt der„ Nieuwe Rotterdamsche Courant" macht. Während dieses Vorganges näherte sich der Kreuzer Handelswelt werden große Armeen und aus 2ondon: Als der Fischdampfer Jason" am Abend des Medjidie" bei der Verfolgung von feindlichen Minensuchern in lotten geschaffen. Deutschlands fürchterliches Ber1. April etwa 40 Seemeilen nordöstlich vom Tyne fischte, erschien der Umgebung der Festung Otschakow dem feindlichen Ufer, it ie B brechen in den Augen dieser Leute war sein großer Erfolg im in geringer Entfernung ein Unterseeboot und gab ihm Signale. auf eine Mine und sant. Die Besabung der Medjidie" Die Besatzung des Fischdampfers glaubte es mit einem englischen wurde durch türkische Kriegsschiffe, die sich in der Nähe befanden, Welthandel. Eine beschämende und entwürdigende Tatsache Unterseeboot zu tun zu haben und fischte ruhig weiter. Darauf gerettet. Die Matrofen der Medjidie" zeigten eine Haltung, in diesem Kriege ist die Forderung der Presse nach einen feuerte das Unterseeboot zwei Schüsse über seinen Bug hinweg; die jedes Robes würdig ist. Vor dem Untergang des Schiffes Kriege gegen den deutschen Handel. Allerdings hat das Erdie Dampfermannschaft bestieg eilends die Boote und ruderte zu wurden die Verschlußstücke der Kanonen vollständig entfernt gebnis dieses Versuches( siehe die von der Regierung unter" U 10" hinüber, welches sie an Bord nahm und den" Jason" durch und der Kreuzer selbst torpediert, um ein Wiederflottmachen durch eine Bombe in die Luft sprengte. Darauf kam der Fisch dampfer den Feind unmöglich zu machen. „ Gloginia" an die Reihe, zu dessen Versenkung drei Bomben Einer der feindlichen Minensucher, die sich gestern den nötig waren. Das Unterseeboot nahm die Boote mit den Be- Dardanellen zu nähern versuchten, wurde auf der Höhe von ſabungen ins Schlepptau. Es hielt später noch die beiden Fisch- umtale durch ein Geschoß unserer Batterien getroffen und zum dampfer Relly" und" Rhodesia" durch Signal an. Der lettere mußte Sinten gebracht. Sonst ist an den Dardanellen und an den die Besazung der beiden schon versenkten Dampfer an Bord nehmen übrigen Fronten nichts von Bedeutung vorgekommen. Auf der Fliegerstation. Bon Hugo Schulz- Wien. Was ich über die Leistungsfähigkeit unserer Flugzeuge, die allerdings zumeist deutsche Rumpler- Tauben mit Mercedes- DieselMotor oder neuerdings mit Hhronimus- Motor zu 145 Pferdekräften find, überzeugte mich, daß unser Flugiesen dem russischen über29. März. legen ist. Die Russen haben zumeist die überaus präzisen und feinen Ich hatte kürzlich Gelegenheit, die unter der Leitung des französischen Gnom- Motoren, die sich aber, wie sich auch in Frant Obersten Uzelac stehende Hauptstelle des Armee- Fliegerdienstes reich gezeigt hat, bei all ihrer Ueberlegenheit auf dem Sportplak zu besuchen und sah dort viel Interessantes. Das Interessanteste für den Kriegsdienst nicht so gut eignen wie die robusteren deutschen aber war wohl die vom Oberleutnant Venczel in eine Eisen- Erzeugniffe. Flugzeuge für den Krieg müssen einen Aktionsradius bahnwerkstättenhalle hineinprovisierte Ausbesserungswerkstätte für von 600 Kilometern haben, die Russen aber können mit ihren Präschadhafte Flugzeuge, die eigentlich schon mehr ein vollkommen zisionsflugzeugen faum 200 Kilometer weit fliegen. Einen interessanten, aber nicht erfreulichen Ausrüstungsgegeneingerichteter Betrieb für Flugzeugbau ist. Das Improvisierte befundet sich bloß darin, daß diese eindrucksvolle Fabrikanlage sich stand der Flugzeuge bilden die Bomben. Im Grunde dienen in der nicht auf Bodenständigkeit, sondern auf ein zigeunerhaftes Dasein deutschen und in der österreichischen Armee diese Bomben nur dazu, eingerichtet hat, wie ein Wanderzirkus. Die Maschinen sind auf den Feind, der damit eine besonders wirksame Waffe allein zu befißen Eisenbahnlovries montiert, den elektrischen Anlagen dienen glaubt, ad absurdum zu führen. Bekanntlich hat Deutschland und Waggons als Gehäuse, die Materialmagazine rollen auf Rädern Desterreich bei den Haager Konferenzen auf das entschiedenste und vor der Halle steht ein ganzer Personenzug, der sich in eine gegen diese Form des Luftkrieges protestiert, aber die Franzosen, Staferne für Offiziere und Mannschaften verwandelt hat. Arbeit die die Bedeutung des rein technisch- mechanischen Faktors für die gibt es in der Werkstätte genug. Unaufhörlich knattert, surrt, Striegführung seit jeher überschäßten, bildeten sich ein, in ihrer Lufthämmert und pocht es, und wenn gar ein Motor angelassen wird, flotte eine feite Gewähr des Sieges zu befizen und mit der Bombendann steigert sich die Symphonie dieser Geräusche zu höllischem werferei große Entscheidungen herbeiführen zu können. Da blieb Getöse, wogegen Maschinengewehrfeuer als sanfte Spieldosenmusik natürlich den Zentralmächten nicht anderes übrig, als ihr Flugwesen auch darauf einzurichten. erscheint. Ein Frühlingstag in Gent. Aus dem Etappengebiet von Gent wird der Rhein- Westf. 3tg." Die meiste Arbeit geben die Tragflächen der Flugzeuge und ihre Gestänge mit den Drahtgeflechten. Das lebenswichtigjte Organ ist der Motor und gerade der ist von robuster Natur, die Gliedmaßen dieser schwirrenden Riesenvögel sind von viel zarterer Konstitution als ihr stählernes Herz. Unaufhörlich ist die Halzbearbeitungsmaschine, die zum Hobeln, Fraisen und Schneiden jo- geschrieben: wohl als Band- wie auch als Kreissäge eingerichtet ist, in Tätigkeit. Ein Rasiermesser in der Hand, die von früh bis spät nicht erEs sind ganz auserlesene Hölzer, die sie zu formen hat Fichten-, lahmen darf, um die in den Schüßengräben oder in der Etappe aufEschen- oder Lindenbohlen, die erst mehrere Jahre lagern mußten, geschossenen Bartstoppeln unserer Feldgrauen abzumähen, solch wichun völlig auszutrocknen und zu verhärten, denn so ein Flügel ist tiges Werkzeug besitzt eine eigene Ueberzeugungskraft! Diese Beschrecklich empfindlich gegen Temperatureinflüsse und würde, wenn obachtung fonnte ich an einem der ersten sonnigen Frühlingstage fcin Holzgerüst etwas Feuchtigkeit enthielte, sofort aus der Form in der Hauptstadt Ostflanderns machen! Wenn es nach der Politik geraten. Die Flügel sind es übrigens auch, die von allen Bestand des Friseurs ginge, der dort dem Justizpalast gegenüber sein Handteilen des Flugzeuges am meisten dem feindlichen Feuer ausgesetzt werk betreibt, das jetzt einen recht goldenen Boden hat, so würde sind. Vor einigen Wochen besuchte ich eine Armeefliegerstation, die belgische Frage auf eine Weise gelöst werden, die nicht ganz in Russisch- Polen, die unter dem Kommando des bekannten Mili- mit den in Le Havre gehegten Wünschen übereinstimmte! täraviatifers Hauptmann Petroczy steht. Ich ging dort durch Aber leider können in solcher Kriegszeit nicht alle Geschäfte so alle Hangars eigentlich waren es Zelte und fand kaum einen gut gehen, wie das dieses Verschönerungskünstlers. Die Leute sind Apparat, dessen Tragflächen nicht wenigstens ein paar verklebte deshalb weniger gut gelaunt, und viele Waren finden um so schwerer und geflickte Schußlöcher aufwies. Manche waren wie zerfiebt, Absab, je entbehrlicher sie unseren Soldaten sind, die sich auf den hatten aber trotzdem ihren Dienst nicht versagt. Die durch Feuer Straßen der schon von Dürer betvunderten alten, schönen Stadt verursachten Schäden sind zum Glück meist leicht zu beseitigen und bewegen, als ob sie hier in fröhlichem Manöver und in friedlicher das Flugzeug herabzuholen gelingt dem Feinde meist nur dann, Einquartierung lägen. Was sollte der Soldat auch im Krieg mit wenn die Steuerung beschädigt wird. Palmen und Azaleen anfangen, wie sie die hochentwidelte und sonst stützte Anilinfabrik) bereits etwas entmutigend gewirft, trotdem hofft man noch, nach Vernichtung deutscher Geschicklichkeit und Fähigkeit, ohne die eigenen Fähigkeiten zu bessern, die reichen deutschen Märkte zu erobern. Wo bleibt nun der Arbeiter mit seinem elenden Dasein? Sind doch seine Entbehrungen und eine starke Ausfuhr über die Grenzen betreibende Genter Garten fultur so prachtvoll hervorbringt? Diese Blumen schmüden jetzt höchstens die Vorhallen und Frühstüdssäle der größeren Gasthäuser. Es war ein herrlicher, sonniger Tag, an dem ich durch die volk. belebten Straßen der Place d'Armes zuwanderte, wo in der späten Nachmittagsstunde die elegante Welt spazieren geht. Aber auch die Mädchen und Frauen aus dem Volf erholen sich dort, die schwarze Umschlagtücher und glizernde Kämme im Haar trugen. Und dann kommen die Offiziere und Soldaten, die an der hier gelegenen Kommandantur den Tagesbericht der Heeresleitung angeschlagen finden. Und in dieser flämischen Stadt hatte ich ein Kunsterlebnis von großer Kraft und Schönheit. Es wurde mir bereitet von dem größten flämischen Musiker, der ein deutsches Genie geworden ist: 2 udwig van Beethoven, dessen Neunte Symphonie hier auf flämischer Erde mitten in den Kriegszeiten aufgeführt wurde. Mitten in das Kriegsgetöse erklang der Verbrüderungsruf:" Seid umschlungen Millionen!" Fünfzehnhundert Menschen saßen im riesigen Saal eines Volkshauses und hörten dem zu. Hier in der Etappe, wo man sich dessen nicht versah, konnte man an vier Abenden dieser Woche in einer recht guten Darbietung des Genter Konservatoriums Beethovens Neunte Symphonie genießen, und vor ausverkauftem Hauje jedesmal! Da saßen deutsche Offiziere und Soldaten friedlich zusammen mit flämischen Bürgern und Arbeitern und lauschten der überwältigenden Musik und den Worten Schillers, die auf flämisch lauten: „ Alle menschen worden broeders Waar uw zachte vleugel zweeft!" Soweit die Rh.-W. 3tg.". Die letzte Beile heißt auf deutsch bekanntlich: Wo dein sanfter Flügel weilt..."!" " Am Schlachtfeldabraum. Von der Westfront wird uns geschrieben: Gelegentlich eines kurzen dienstlichen Aufenthalts im Bahnhof Skt. M. führte mich der Zufall an den dort lagernden Schlacht feldabraum, der dort fast täglich vom nahen Kampffeld, auf dem seit Monaten täglich viel Blut fließt, angefahren wird. Was da in diesen primitiven Schuppen, durch dessen Dach und Wände der Wind und Regen peitscht, nicht alles beieinander liegt! Waffen aller Art von Franzosen, Deutschen und Engländern, vielfach verbogen oder zerbrochen, alles beschmutzt, Munition aller Art, Pas tronentaschen, Tornister, Koppelschlösser, Leibriemen, Brotbeutel, Baum- und Sattelzeug, Handschuhe, Strümpfe, Verbandzeug, Eßbestecke, Futterale aller Art, Hosenträger, Pulswärmer, Leibbinden, Hemden und Unterhosen, Waffenröde und Hofen in deutschem Feldgrau und in französischem Blau und Rot. Viele der Klei Arbeiten die Grundlage, auf der sich der glisernde Schein des britischen Regierung fofortigen Aufschluß über die Bedingungen, I den Abkommen mit anderen Mächten. Japan habe in Echant Imperialismus mit seinem Militarismus aufbaut. Der au welchen fie bereit ist, Frieden zu schließen. Arbeiter hatam meisten unter diesem Kriege zu leiden. Die Kaufleute und Geldmänner machen ihr zu Geschäft. Sie machen nirgends halt, um ihre Vaterlandsliebe zu zeigen. Sie haben den Preis von Nahrung und Kohlen hinaufgesetzt. Große und oft geehrte Lieferanten wurden verurteilt wegen Verkaufs von verdorbenen Nahrungsmitteln, braunes Papier lieferte man statt Leder u. a. m. lind was wird geschehen, wenn der Krieg vorüber ist? Die Löhne werden zurückgehen. Aber der Imperialist, geldstrozend, wird weiter regieren wie bisher." Osterkongreß der englischen unabhängigen Arbeiterpartei. Andere Refolutionen fordern sofortige Schritte, um den Krieg beenden. Eine englische Stimme für einen europäischen Völkerbund. ton: In einem Gingesandt" an die„ Times" schreibt Dr. 2 htt! eVerschiedene meiner Bemerkungen wurden derartig mißverstanden, daß ich zur Richtigstellung gezwungen bin. Greh sagte in seiner Rede, daß ein europäischer Bund auf die Anerkennung gleicher Rechte, die nicht durch Gewalt beiseite geschoben werden dürften, gegründet ſein müſſe. tung nur das gefordert, was China Deutschland gewährt hätte. ,, Daily Telegraph" meldet aus Pefing: Die HongkongSchanghai- Bank hat ein Abkommen mit der Chinesischen Bank und mit der Bank of Communications über die sofortige Emission einer inländischen Anleihe im Betrage von 24 Millionen merikanischer Dollar abgeschlossen. Japan hat als Antwort auf den Protest Chinas gegen die japanischen Truppenbewegungen eine versöhnliche Note gesandt, deren Einfluß bereits bei den Verhandlungen fühlbar wird. Mindestens zwei Mächte sind eifrig bemüht, neue Unruhen in China zu verhindern. Kein österreichischer Friedenswunsch. Doch wir in England laufen Gefahr, uns zwar in unseren Reden für ein solches Ideal zu begeistern, im Handeln uns aber der ausländischen Presse immer häufiger Meldungen über Wien, 5. April.( W. T. B.) In letzter Zeit kommen in in entgegengesetter Richtung zu bewegen. Oftermontag und Ofterdienstag findet die Jahresversammlung der englischen unabhängigen Arbeiterpartei in Norwich statt. Ein gemeinsamer europäischer Bund ist ein Ziel, welches wir angebliche Friedenswünsche OesterreichNach einer Meldung der Morning Post" wiederholt der Bericht näher als vorher sein mögen, das aber nie vollkommen erreicht wer- Mitteilung aus dem Blatte Rußkoje Slowo", wonach der schon seit 1815 verfolgen, dem wir vielleicht am Ende dieses Krieges garns vor. Jüngst stand in der Times" eine solche des Verwaltungsrates die bekannte Tatsache, daß die unabhängige den fann, solange in Deutschland zwei Gefühle vorherrschen: die Kaiser und König Franz Joseph die Friedensvermittelung Arbeiterpartei von Anfang an Gegner des Krieges war, Furcht vor Rußland und der Haß gegen England. Können wir das des Heiligen Vaters oder der schweizerischen Regierung in und erinnert an die dem Parteiausschuß in der Sizung vom lettere Problem nicht lösen, so haben wir den Krieg umsonst ge- Anspruch genommen hätte. Das Wiener K. K. Telegraphen6. nur geeignet sind, den Deutschen den Raden zu steifen, halte ich 6. August vorgelegte Entschließung, welche die Mehrheit der Mit- führt. Alle gegen mich erhobenen Vorwürfe, daß meine Vorschläge Korrespondenz- Bureau ist ermächtigt, zu erklären, daß alle glieder der Arbeiterpartei( d. H. die parlamentarische Vertretung der für unberechtigt. Im Gegenteil, nichts dürfte Deutschlands Ent- diese und ähnliche Meldungen absolut unwahr und glatt erGewerkschaft) verwarf, mit dem Ergebnis, daß das Parlaments- schlossenheit mehr gefräftigt haben, als die von uns feit Striegs- funden sind. mitglied J. Ramsay Macdonald den Vorsitz der Partei, den beginn geübten Methoden des beständigen Schimpfens und der er feit 1911 innehatte, niederlegte. Teeren Prahlereien über unsere Absicht, eine große Nation zu Staub zu zermalmen." Der Bericht hebt ferner hervor, daß die bekannte Serie von Flugblättern herausgegeben wurde, wie: Wie der Krieg lam", Belgien und der Fezen Papier"," Persien, Finnland und die russische Allianz". Um zu zeigen, daß die Propagandaabteilung noch lebhaft am Werke ist, wird erwähnt, daß andere Flugblätter über Rüstungen, geheime Diplomatie usw. in Vorbereitung sind. Von Anfang an hat sich der Verwaltungsrat energisch der Anwerbung für das britische Heer widerset, da er fühlte, daß es nicht die Aufgabe eines sozialistischen Verbandes sein könne, solche Arbeit zu unternehmen." " Die Tagesordnung enthält Beschlußanträge, welche in besonderen Ausdrücken diejenigen tadeln, welche betonten, daß es die Pflicht eines Briten sei, für seine eigene und seines Landes Unabhängigkeit zu kämpfen. So haben die Zweigverbände LondonStadt, Briton Ferry, North Kensington, Glasgow- Stadt und Partid folgenden Antrag eingebracht: Diese Versammlung drückt ihre energische Mißbilligung aus über die Anteilnahme der Arbeiterpartei an dem Werbefeldzug und über öffentliche Reden von Parteigenossen, welche den Krieg und die auswärtige Politik der liberalen Regierung, die zum Kriege geführt, zu entschuldigen versuchten." Dies bedeutet natürlich ein direktes Tadelsvotum für Leute ivic G. H. Roberts( Mitglied für Norwich), Arthur Sender son, Will Crooks, G. N. Barnes, James Parker, James O'Grady und andere Arbeitervertreter im Parlament. Einige dieser Abgeordneten gehören zu der unabhängigen Arbeiterpartei, und es wird interessant sein, zu beobachten, ob sie die von ihren Kollegen vorgeschlagene Verdammung ihrer Haltung stillschweigend hinnehmen. Die Tagesordnung enthält gewisse Vorschläge einer Friedensresolution: 1. Reine Gebietsübertragungen ohne die Zustimmung der beteiligten Bölfer. Venizelos Kriegspolitik. Politische Uebersicht. Verbot des Effener Parteiblattes. Die Essener Arbeiterzeitung" ist vom Sonnabend ab auf drei Tage verboten worden, weil sie den Artikel Eduard Bernsteins: Worauf es anfam" aus der Leipziger " Die Vergeltungswünsche der„ Post". In ihrer Osternummer richtet die" Post" heftige Angriffe gegen die deutsche Regierung, weil sie nicht dafür sorge, daß das eben von in französische Hände geratenen Deutschen geschützt in Casablanca, evwähnt dann die aus der amtlichen Verlustliste werde. Die„ Post" knüpft an an die Erschießung zweier Deutscher hervorgehende Tatsache, daß der Leutnant der Reserve Bernhard Lammers und der Vizefeldwebel Hans Stiller in französische Gefangenschaft geraten und völkerrechtswidrig erschossen worden sind, und erinnert dann an das Vorgehen der französischen Behörden gegen den Reiteroffizier Grafen Strachwiß. Die" Post" wirft nun die Frage auf, was die deutsche Regierung demgegenüber zu tun gedenke, und fährt dann fort: Benizelos erklärte seinen politischen Freunden nach einem Athener Telegramm des Journal" vom 1. April folgendes: Die bulgarischen Ansprüche erstreckten sich bei Kriegsbeginn nicht nur auf Cavalla, sondern auch auf Vodena. Sie nahmen infolge der Volkszeitung" abdruckte. aber es gelang mir zu bewirken, daß sie seit lettem November Unterstützung durch gewisse Mächte einen ernsten Charakter an; nicht weiter unterstützt wurden. Später erreichte ich es auch, daß keinerlei Gebietsabtretung im serbischen Mazedonien an Bulgarien gemacht werden soll. Weiter meinte Venizelos, bei dem von ihm gewünschten Eingreifen hätte Griechenland mit einer Armeedivision und seiner Flotte eine Verdoppelung seines Gebiets erreichen können. Wir sind, sagt er, nach zwei Kriegen in die Bahnen der großen Politik eingetreten und brauchen Freunde und Verbündete. Venizelos hat dann am Sonnabend durch die Presse seiner Partei den Text des Memorandums veröffentlichen lassen, welches er am 12. Januar an König Konstantin gerichtet hat, in welchem er seine Ansichten über die Notwendigkeit eines Heraustretens aus der Neutralität auseinandersetzt. Es geht daraus hervor, daß Venizelos, als der griechische Generalstab sich dahin aussprach, daß ein Eingreifen Griechenlands wegen der Haltung Bulgariens unmöglich sei, den Entschluß faßte, Bulgarien Bugeständnisse zu machen, um es auf die Seite Griechenlands und des Dreiverbandes zu bringen. Ministerpräsident Gunaris hat sein Befremden über Staatsgeheimnisse zum Schaden des Landes zu veröffentlichen. Venizelos Haltung ausgesprochen, die dazu geführt habe, wichtige Gunaris betont, daß die jetzige Regierung Bulgariens niemals 3ugeständnisse machen würde und ganz anderer Ansicht über die Neutralität Griechenlands sei, als die frühere Regierung. Beilegung des chinesisch- japanischen Konflikts? 2. Rein fünftiger Vertrag, Abkommen oder Verständigung Paris, 4. April.( W. T. B.) Den Temps" wird von ohne Wissen des Volkes oder Zustimmung des Parlaments. jeinem Petersburger Korrespondenten berichtet: Ich erfahre 3. Birkjame allgemeine Verminderung der Wehrmittel aus aus guter Quelle, daß die japanisch- chinesischen sammen mit der Verstaatlichung der Waffenfabrikation und der Unterhandlungen demnächst abgeschlossen stattlichen Aufsicht der Waffenausfuhr von einem Lande zum werden. Die chinesische Regierung willigt ein, den Pachtvertrag von Port Arthur um 99 Jahre zu verlängern. anderen. 4. Die Festlegung der britischen auswärtigen Politik auf der Basis eines Bundes der Nationen und der Gründung eines Internationalen Rates, dessen Entscheidungen öffentlich sein sollen, verbunden mit der Errichtung von Gerichtshöfen für die Auslegung und Inkraftsetzung von Verträgen und Völkerrechtssatzungen. Der Zweigverband City of London verlangt weiter von der ,, An Beispielen und Ratschlägen, wie wirksam verfahren werden könnte, hat es nicht gefehlt. So ist u. a. darauf verwiesen worden, daß wir den Sohn eines der Hauptfriegsheher unter unseren Feinden, Delcassées, in unseren Händen haben. Er ist in Magdeburg in vermutlich sehr behaglichem Gemahrsam. Ihn, so wird empfohlen, sollte man in Ketten legen und mindestens die gleiche Behandlung angedeihen lassen, die unserm Grafen von Strachwiß, unserm Leutnant von Schierstedt von den Franzosen zuteil wird. Ein Delcaffée fann freilich für uns niemals soviel Wert haben wie ein deutscher Held. Darum nehme man für einen einzigen der unserigen ein paar hundert Stück von der Sorte eines Delcassée und lasse sie schmachten gleich denen, die unter der afrikanischen Tropenionne zunt Vergnügen der schwarzen Zuschauer unsäglicher Bein ausgesetzt werden." Aus der an der Stelle dieser Nummer abgedruckten amtlichen rung ihr Vorgehen gegen den Grafen Strachwik und den Leutnant Wolff- Meldung geht übrigens hervor, daß die französische Regic von Schierstedt forrigiert hat. Der Krieg und die oftpreußische Pferdezucht. Schmer gelitten hat durch den Krieg die ostpreußische Pferdezucht. Wie der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Zentralvereins London, 4. April.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau Justerburg mitteilte, sind schäßungsweise den benachteiligten meldet aus Tokio: Premierminister Okuma erklärte in Streifen 60 Prozent der Mutterit uten und 90 Prozent Bureaus, die Verhandlungen mit China gingen wurden, von denen 10 000 nach Pommern transportiert worden einem Interview mit einem Vertreter des Reuterschen der jüngeren Jahrgänge verloren gegangen. Generalsekretär inf gab an, daß beim zweiten Russeneinfall 14 000 Pferde gerettet befriedigend vorwärts und einem baldigen Abfind. Schäßungsweise fehlen der oftpreußischen Landwirtschaft schluß entgegen. Die Vorschläge Japans befänden sich 60 000 Pferde. Es wird geplant, 5000 Pferde aus Ungarn einin vollständigem Einklang mit dem englischen Bündnis und zuführen. dungssjücke sind durchnäßt, alles ist start mit didem Schmutz der dürren Worten dargelegt, daß man heutzutage nicht bloß besser und| Ruhm, den sie geerntet, hat ihnen den frohen Glauben an die Größe Kreideerde jener Gegend verunreinigt, teilweise sind die be- rascher reist als vor einem halben Jahrhundert, sondern sich auch ihrer schöpferischen Kraft nicht erhalten fönnen. Rubed empfindet, schmußten Kleidungsstüde mit gelben und rötlichen Farbstoffen förm- besser und sozusagen wissenschaftlicher tötet als, zum Beispiel, nod) was er geschaffen, als einen Abfall von dem hohen Jdeal der Kunst, lich imprägniert Spuren von Erplosivstoffen, die in den zur Zeit des Deutsch- Französischen Krieges. Jede neue Erfindung das ihm einst vorgeschiebt und welches ihm vielleicht zu erreichen Schüßengräben ihre verhängnisvolle Wirkung übten. Ab und zu der Technik heißt es dann weiter hat, wenn sie auch direkt vergönnt gewesen wäre, wenn er die Liebe, die sich ihm damals bpt, sind in diesem Schlachtfeldabraum zerfnütterte Soldbücher oder nur zivilisatorische Zwecke verfolgen mag, die Kunst der Krieg nicht in engherzig selbstischer Sorge abgewiesen hätte; bei Solnes, Briefe und Feldpoftfarten zu sehen, deren Schrift meist verwittert führung furchtbarer gemacht: die Transport und Verkehrsmittel dessen Ehrgeiz zu frantem Wahn entartet ist, äußert sich der Zweifel ist. Während ich eben einige dieser Briefe und Karten( meist sind sowohl hinsichtlich der Schnelligkeit wie hinsichtlich der Sicher- am eigenen Können in der gespenstigen Furcht vor der Jugend, die interessante Dokumente aus der Heimat, Sorgen, Aengste, Hoff heit des Betriebes vervollkommnet worden, so daß man jetzt mit begehrlich trohig vor der Türe stehe. Beiden gaufelt an ihrem nungen und Wünsche von Müttern und Kriegerfrauen aus Leichtigkeit natürliche Hindernisse, wie Meere, Flüsse und Berge, Lebensabend, die Begegnung mit einem Weib, an das sie sich in allen drückend) durchblättere, brachte ein Landwehrmann eine ganze überwindet; dazu kommt noch, daß die Wissenschaft dem Menschen Fasern ihres Wesens gebunden fühlen, den höchsten aus jeder Qual Anzahl junger Franzosen heran. Es waren junge Leute von 18 mächtige Naturkräfte dienstbar gemacht hat. Der Unterschied des Zwiespalts Erlösung verheißenden Glückstraum vor. Rubed bis 20 Jahren, französische Heerespflichtige, die von den deutschen zwischen dem Deutsch- Französischen Kriege und dem jezigen Kriege sieht in dem Bunde mit der einst verschmähten Freundin, nady Truppen aufgebracht wurden und zu Straßenbauten und Ver- ist kaum noch auszudenken. Im Jahre 1870 waren viele wiffen- welcher er sein schönstes Monument gemeißelt, Solneß in der Verladungsarbeiten verwendet werden. Es sind deren in der Nähe des schaftliche Erfindungen, die in dem gegenwärtigen Kriege eine un- einigung mit der blutjungen, von bergeverseßendem Glauben an Bahnhofs etwa 150 beschäftigt, die jungen Leute sind meist abge- ermeßliche Bedeutung haben, wie lenkbare Luftschiffe, Flugzeuge, sein Genie erfüllten Hilde das Pfand, das dem verfehlten Leben rissen und sehr schlecht gekleidet, sie dürfen aus dem Schlachtfeld- Automobile, Unterseeboote, Torpedos, Telephon, drahtlose Tele- Sinn und Bedeutung leihen fann; und beide rettet nur ein rascher abraum Kleider und Schuhwerk entnehmen und sich damit aus- graphie, entweder gänzlich unbekannt oder doch noch im Kindheits- Tod vor der Enttäuschung, in den nach menschlichem Ermessen auch rüsten. stadium, und bei allen diesen Erfindungen dachten die Erfinder in die Erfüllung jenes Wunsches wieder enden müßte. Ein sehnsüchtig Einer der jungen Leute, ein engbrüstiges Bürschlein, auf den erster Linie wohl nicht an Vernichtung, sondern an einen neuen schvermutsvoller Stimmungszauber liegt über diesen Alltagsdramen, Lippen dürftiger Bartflaum, mit blassem, schmalem Gesicht, faum Fortschritt der Zivilisation. Die Entdeckungen der besonderen Eigen- indes gekreuzt durch eine seltsame Symbolik, deren gewundene Ge so groß, daß er mir in die Brusthöhe reichte, stellte sich auffallend fchaften des Stahls sind in neuerer Zeit für die Herstellung von dankengänge das unbefangene dichterische Genießen sehr empfindlich unbeholfen, jo daß es mich drängte, dem armen Teufel zu helfen. Schiffspanzern, Kanonen und anderen Kriegswerkzeugen ausgenutt stören. So hat Jbsen in die Figur des Solneß so viel hineingeheimMühsam nestelte er seine total gerissenen, durch und durch nassen worden; die Forschungen, die zu diesen Entdeckungen führten, waren nißt, daß sich die Züge faum mehr zu einem überzeugend klaren Schnürschuhe und Gamaschen auf. Die Strümpfe waren total aber durchaus nicht kriegerischer Natur": man dachte hierbei haupt- Menschenbild zusammenschließen. Der hereinspielende Dämonen= durchnäßt, zerrissen und voll Schlamm, andere brauchbare Strümpfe sächlich an den Bau von Schiffen und Brücken und anderen Kultur- glaube, die wunderlich ersonnene Gewissensstrupel, in denen der im waren im Abraumhaufen nicht zu finden. Ich schlug vor, Fuß- werfen, die geeignet wären, den Handel und die„ Prosperität" der Grunde doch arg Gewissenlose sich verzehrt, die blinde Torheit, in lappen zu machen. Aus dem noch unversehrten Rückenteil eines Bölfer zu fördern. Ja sogar die Tätigkeit der Wegebauingenieure der er, Hildes verzückter Backfisch- Phantasie zu genügen, den selbstfranzösischen Waffenrockes, der die Regimentsnummer 110 trug, ist allmählich und natürlich ganz unfreiwillig aus dem Friedlichen gebauten hohen Turm ersteigt, um dann, von seinem alten schnitt ich ein Stück, das Bürschlein widelte es um seinen rechten ins Kriegerische hinübergeleitet worden: man hat neue Straßen an- Schwindelübel erfaßt, abzustürzen, entfernen die Figur in NebelFuß. Für den anderen Fuß fand ich ein Futterſtüd aus einem gelegt, damit der Verkehr von Land zu Land sich glatter abwidle, regionen, wo ihre Umrisse verschwimmen. über und über blutigen Mantel eines deutschen Reservisten von und diese selben Straßen haben nun die Armeen furchtbarer gearg mitgenommenen Regiment 68. Mit dieser trockenen Fuß macht, denn die Soldaten können rascher an ihren Bestimmungsort bekleidung schlürfte der junge Franzmann in ein paar gute deutsche gelangen, und Munitionen und Lebensmittel, die sonst vielleicht Infanteriestiefel, die ihm der Landwehrmann ausgesucht. Ein tagelang auf sich hätten warten lassen, können heutzutage innerBaar Bulswärmer, die sich noch fanden, stülpte er über seine halb weniger Stunden dort sein, wo sie gewünscht und gebraucht dünnen Aermchen, und als ich ihm den Rest einer Düte Pfeffer werden.... münztabletten, die ich noch in der Tasche hatte, schenkte, schmunzelte er bergnügt. Mit vielen„ Merci, merci, Monsieur!" trottete der fröstelnde Jüngling mit dem Landwehrmann weiter, um Steine zu Klopfen. Wie die Wissenschaft den Krieg verschärft. „ Der Wissenschaft haben wir es zu verdanken, wenn der Krieg immer mörderischer wird." Das ist nicht etwa ein geistreiches Baradoron, sondern die wohlermogene Ansicht eines wissenschaftlichen Blattes, des Times Engineering Supplement". Es wird hier mit Theater. derungswürdige Gabe nachschaffender Intuition vermochte jene Auch Bassermanns im modernen Schauspiel so bewun Empfindung des ungewig Entschwebenden nicht zu bannen. Vortrefflich in den Einzelheiten und unter starker Betonung des PathoLogischen konnte er doch für mein Gefühl eine wärmere Anteilnahme für das Leiden und die Leidenschaften dieses fremden Menschen nicht erweden. Die Distanz, die man beim Lesen spürt, blieb unvermindert. Der allzu früh verstorbene Monnard, der nach Bassermanns Scheiden aus dem Brahmschen Ensemble in der Lessing Theater: Baumeister Solnez", Schauspiel Rolle auftrat, rückte sie, schien mir, dem Herzen des Zuschauers von Jbsen. Der Baumeister in diesem rätselvollsten aller Jbsenstücke näher. Die so viel dankbarere farbigere Gestalt der Hilde in ihrer hat mancherlei Beziehungen mit dem Bildhauer Rubec in dem ein Mischung jugendlich naivster Dreistigkeit und hingegebenen Enthu Jahrzehnt später erschienenen Epilog Wenn wir Toten erwachen", fiasmus erhielt durch Frau Else Bassermann eine ganz überdem letzten Wert des greisen Dichters, gemein. Beides sind Künstler. raschend glückliche, reizvoll lebendige Verförperung. Und gleich vornaturen von rastlosem Schaffensdrang, bewundert und beneidet als trefflich reihte sich Jlfa Grünings Baumeister- Gattin in Ton Bieblinge des Glücks, und doch nun, da das Alter ihnen naht und sie und Haltung wunderbar, die seelische Totenstarre widerspica auf ihres Lebens Lauf zurückschauen, im Tiefsten unbefriedigt. Der gelno, an. dt. Aus Groß- Berlin. Die städtische Kriegszulage. Bitte so ohne weiteres hinweggegangen worden ist. Wenn die zuteilen, damit es gelingt, die beiden durch den Krieg voneinander Stadtverwaltung glaubt, damit alles getan zu haben, um die Un- getrennten Ehegatten wieder in Verbindung zu bringen. zufriedenheit zu beseitigen, so irrt sie sich sehr. Der Wunsch nach Bezahlung freier Tage wird nicht verstummen. Die Stadtverwaltung Auskunft über Verwundete usw. Amtlich wird mitgeteilt: sollte den Aushilfskräften ebenfalls die gewährten freien Tage be- Es hat sich im Interesse des Publikums als nötig erwiesen, zahlen, um einen Ausgleich in der Entlohnung zu schaffen. Nur die Auskunftsstelle des 3entralnachweiseso kann vermieden werden, daß die tüchtigen Kräfte im Betrieb bureaus des Kriegsministeriums vom 6. April bleiben und nicht dort hingehen, wo die Bezahlung freier Tage 1915 an wochentags nicht wie bisher von 10 bis 6, sondern bon 9 bis 5 1hr offen zu halten. Der Magistrat der Stadt Berlin hat beschlossen, den städtischen Arbeitern, Angestellten und Leamten, welche nicht mehr als 2000 Mart jährliches Dienſteinkommen beziehen und nicht bereits infolge des Krieges eine Aufbesserung ihrer Bezüge erfahren haben, vom 1. April 1915 ab eine Kriegszulage von monatlich 10 M., zahlbar erfolgt. monatlich, nachträglich zu bewilligen. Der Magistrat berechnet überschläglich die Kosten auf monatlich 140 000 M. Die Kriegszulage soll für die Dauer des Krieges gezahlt werden. Von der städtischen Straßenbahn. Uns wird geschrieben: Seit Monaten leiden nicht nur die Angestellten der städtischen Straßenbahn unter der sehr fühlbaren Teurung, nein, auch die Aushilfskräfte müssen unter der minimalen Entlohnung von sage und schreibe pro Arbeitstag vier Mark unter den heutigen Verhältnissen ihr Dasein fristen. Schon im Januar wurden Anträge auf Verbesserung des Lohnes, sowie Bezahlung der freien Tage für das Aushilfspersonal gefordert. Nach langem Warten und auch erst dann, als sich wiederum mehrere Versammlungen mit den im Januar eingereichten Wünschen befassen sollten, erschien ganz plöblich folgender Anschlag in den Bureaus oben genannten Betriebes: Bekanntmachung! Gemäß Beschluß des Magistrats vom 26. d. M. wird den bis zu einem normalen Jahreseinkommen von 2000 m. befoldeten Angestellten eine monatliche postnumerando zahl bare Kriegszulage von 10 M. gezahlt werden. Diese Festsetzung tritt vom 1. April d. J. in Kraft. Berlin, den 29. März 1915. Range genug hat man gebraucht, den bescheidenen Wünschen der Angestellten Rechnung zu tragen. Es entsteht nun die Frage, ob auch die Aushilfskräfte unter die in der Bekanntmachung als Angestellte bezeichneten Kategorien fallen, oder ob nicht für diese noch ein anderer Modus gefunden werden soll. Im übrigen muß es wundernehmen, daß überhaupt nicht in der Bezahlung der gewährten freien Tage ein Zugeständnis gemacht worden ist. Ist denn der Stadtverwaltung gar nicht bekannt, daß den Aushilfskräften nach Abzug der verschiedensten Beiträge ein Lohn pro Woche von 20 m. verbleibt? Rechnet man nun wirklich die 10 M. Kriegszulage hinzu, so ist das ein Einkommen, welches unter den jezigen Verhältnissen nicht einmal für eine Berson, geschweige für eine Familie mit Kindern, auch nur halbwegs zur Ernährung ausreicht. Die Stadtverwaltung kann den Vorwurf nicht von sich weisen, in bezug der Bezahlung von freien Tagen recht rückständig zu sein. Die Aushilfskräfte können sich nicht damit beruhigen, daß über ihre Sozialdemokratischer Wahlverein f. d.4. Berl. Reichstagswahlkreis. Stralauor Viertel. Bezirk 303. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser alter Genoffe, der Schuhmachermeister Louis Zaake Fruchtstr. 75, gestorben ist. Die Beerdigung findet heute, Dienstag nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Zentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Görlitzer Viertel. Bezirk 155. Ferner starb unser Genosse, der Porzellanmaler Karl Munk Reichenbergerstr, 28. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 7. April, nachm. 42 Uhr von der Halle des Zentral Fried: hofes in Friedrichsfelde aus statt. Petersburger Viertel. Bezirk 348. Ferner starb unser Genosse, der Tischler Anton Zieks Nigaer Straße 101. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 7. April, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral friedhofes in Friedrichsfelde aus ſtatt. Ehre ihrem Andenken! + Der Vorstand. Haben Sie Fußbeschwerden? empfehle nach Maß passend gearbeitete Stützeinlagen somie Bruchbandagen aller Art, Leibbinden, Stügforsetts usw., Artikel zur Gesundheits- u. Strantenpflege.* Pollmann, Bandagift, Berlin N, Lothringer Str. 60, Lieferant für Krankenkassen. Verband der Porzellanarbeiter Deutschlands, Zahlstelle Berlin. Hierdurch die traurige Nachricht, daß eines unserer ältesten, tatkräftigsten und opferfreudigsten Mitglieder, der Sollege Carl Munk am 3. April plöglich an Herzschlag im Alter von 59 Jahren verstorben ist Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 7. April, nachmittags 1/25 Uhr von der Halle des Städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Die Verwaltung. Blumen- und Kranzbinderei von Robert Meyer, Jnh.: P. Golletz Der Spielteufel. Der Spielteufel ist nicht auszurotten; er sucht seine Opfer in allen Bevölkerungsschichten. Leider ist er auch unter Arbeitern berbreitet, und er hat schon viel Unheil angerichtet. Die Wettleidenschaft ist infolge des Krieges sehr erheblich eingedämmt wor den; die Pferderennen, die heute in Hoppegarten, morgen in Frankfurt, übermorgen in Paris und an anderen Orten stattfanden, sind eingestellt und werden vorläufig nur hier und da einzeln aufleben, so daß es mit dieser Wetterei zum Glück vorläufig Ruhe hat. Aber trotzdem wird auch heute noch stark gespielt. In letzter Zeit hat die Kriminalpolizei einige Spielklubs auf gehoben und in einem Hinterzimmer eines in der Landsberger Straße belegenen Restaurants etwa 50 Personen beim verbotenen Spiel überrascht. Die Spielwütigen bestanden zum Teil aus Kellnern und kleinen Gewerbetreibenden. Ans einem Hochbahnzug gesprungen. Ein aufregender Vorfall spielte sich in der Nacht zum zweiten Feiertag auf der Hochbahn ab. Oberbaumbrücke fuhr, erhob sich eine Frau plötzlich von ihrem Als ein Zug gerade über die Site, rig die Tür auf und sprang bevor die andern Fahrgäste es verhindern konnten, aus dem Wagen hinaus. Sobald der Zug zum Stehen kam, suchte man die Strecke ab, fand aber nichts mehr. Man muß annehmen, daß die Frau gleich über das Brückengeländer in die Spree hinabgestürzt und ertrunken ist. Durch den Krieg getrennt. Das Ehepaar Rohmann, das sich unter den Zivilinternierten in Frankreich befand, ist während seiner Gefangenschaft durch die bereits im November ausgetauscht und kam nach Deutschland zurück, französischen Behörden getrennt worden. Herr Rohmann wurde während er von seiner Frau seither keinerlei Nachricht empfing. Nachforschungen haben jedoch ergeben, daß Frau Marie Rohmann, 63 Jahre alt, bereits am 8. Januar in Genf eingetroffen und am 9. Januar nach Singen gekommen war; von da ab fehlen weitere Anhaltspunkte über sie. Es ist nun anzunehmen, daß sie sich, ohne Kenntnis der Rückkehr und des Aufenthalts ihres Mannes, irgendwo in Deutschland aufhält. Wer etwas von dem Aufenthalt der Frau Rohmann weiß, wird gebeten, dies dem Leiter der preußischen Uebernahmestelle für die deutschen Flüchtlinge aus Frankreich, Stadtverordneten Fleischer in Frankfurt a. M., mitBeerdigungsverein der Zimmerleute Groß- Berlins. Am Sonnabend, den 3. April, vormittags 6 Uhr, verfchied nach langer Krankheit an Asthma im Alter von 64 Jahren unser Mitglied, der Kamerad Karl Kusche Neukölln, Prinz- Handjery- Str. 58. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 7. April, nachmittags 42 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Luisen- Kirchhofs, Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Der Vorstand. Metallbetten Holzrahmenmatraßen, Kinderbetten, billigst an Private. Satalog frei Mariannenstr. 3. Tel. Mpl. 346 Eisenmöbelfabrik Suhl i. Thür. Deutsches Erzeugnis! Hiermit die traurige Nachricht, daß m in inniggeliebter Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwieger und Großvater, der Borzellanmaler Carl Munk im 59. Lebensjahre am 3. April am Herzschlag plöglich sanft entschlafen ist. Dies zei Munk gübt an Frau nebst Kindeb. Plümer gen tiefbetrern. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 7. April, nachmittags 4 Uhr von der Halle des Städt Friedhofes in Friedrichsfelde aus, ſtatt. Reuters Werte 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Stollwerck ,, Gold" Schokolade Tafeln. Täfelchen. Plättchen Kakao- Pulver 125.250 500 6r.- Pakete . Wie felten zuvor, wurde der große Nähr- und Kräftigungswert von Kakao und Schokolade von unferen Truppen im felde anerkannt! Deutsches Erzeugnis! Zirkus Sarrafani hat sich erneut in Berlin zu einem Gastspiel niedergelassen, um in dem von ihm gepachteten Busch- Gebäude dem Berliner Publikum gute zirzensische Kunst zu bieten. Das Programm ist abwechselungsreich, wie wir das schon bisher in diesem 3irkus gewohnt waren. Es enthält eine Reihe schon früher gezeigter Nummern, wie beispielsweise die Elefantendressuven, die immer Interesse finden. In dem arabischen Aufzug produzieren sich Feuerfresser, Schlangen- und Bauchtänzerinnen, auch dressierte Kamele und Zebras werden vorgeführt. Nicht unbekannt ist dem Zirkusbesucher von früher der rauchende, fartenspielende, radfahrende Schimpanse" Puma". Radfahrende Akrobaten zeigen ihre halsbrecherischen Kunststücke, während die Sandrinos Kraft und Stärke veranschaulichen. Daß auf dem Gebiete der Freiheitsdressur der Direktor Stosch- Sarrasani Erstaunliches leistet, ist befannt. Um 20 000 m. be= Kleine Nachrichten. In der neuen Wohnung ihrer Herrschaft vergiftet hat sich die 45 Jahre alte Aufwärterin Julia Ansorge aus Schlosser Adolf Weiß aus der Oranienstr. 28. Bei einem großen der Münzstr. 22. Erschossen hat sich auf offener Straße dar. buben für 36 000 M. Geigen in die Hände. Geigendiebstahl im Hause Reichenberger Str. 121 fielen den Spitzstohlen wurde ein Reisender, der in einem Hotel am Aleranderplaz abgestiegen ist. Der Mann brachte eine braunlederne Tasche mit, die 5000 M. in Silber- und Papiergeld und für 15 000 m. Schmucksachen enthielt. Nur furze Zeit ließ er sie ohne Aufsicht. Als er dann zurückkehrte, war sie mit dem Inhalte spurlos verschwunden. Wetteraussichten für das mittlere Deutschland bis Mittwochmittag: Ueberall mild, von Westen nach Osten fortschreitende neue Trübung und westlich der Oder weitverbreitete, im Osten mehr vereinzelte Regenfälle; dazwischen zeitweise aufklarend. Kleine Nachrichten. Eisenbahnunglück. InKiel, 4. April.( W. T. B.) Amtliche Meldung. folge falscher Weichenstellung überfuhr Sonnabend, den 3. d. M., der Personenzug 682 auf Bahnhof Plön einen Prellbock und entgleiste mit Lokomotive und fünf Wagen. Der Zugführer Martens aus Kiel wurde getötet, der Packmeister Prüß aus Kiel schwer verlegt. Spezialarzt $ f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. j Blut untersuchung., Fäden 1. Harn usw. Dr. Homeyer Friedrichstr. 81, gegenüber Banoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. Oskar Wollburg Trauer Magazin = Berlin N., Brunnenstraße 56. Große Auswahl in schwarzer Konfektion; auch einz. 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Es liegen mehr als 15 000 ähnlicher Anerken mungen vor, welche von einem bereidigten Bücherrevisor und polizeilich beglaubigt sind. Tancrés Inhalator, der bereits von vielen Aerzten wegen seiner überraschenden Wirkungen bei Katarrhen der Luftwege in Gebrauch genommen wurde, darf nicht mit Inhalatoren älterer Konstruktion verwechselt werden. Sein Hauptvorzug besteht in einer viel größeren Tiefenwirkung. Nicht nur bei Kehlkopf- und Rachenkatarrh leistet Tancrés Inhalator so schäzbare Dienste, wie aus dem obigen Zeugnis des Herrn Vogt, Elberfeld, hervorgeht, sondern auch andere atute und dronische Katarrhe, wie Bronchialfatarrh, LuftröhrenKeuchhusten, Asthma 2c. werden durch den kleinen Apparat sehr günstig beeinflußt, was aus den verschiedensten Anerkennungsschreiben hervorgeht. So schreibt Herr Fabrikdirektor a. D. Paul Fimmel, Luckenwalde, Grabenstr. 27: Jch bezog von Ihnen einen Inhalations- Apparat, um gegen meinen seit ca. 10 Jahren bestehenden Bronchialfatarrh auf Anraten meines Arztes energisch vorzugeben. Bu meiner großen Freude fann ich Ihnen heute schon mitteilen, daß ich mich nach konsequent durch geführter dreimaliger täglicher Inhalation heute von sämtlichen früher erlittenen Beschwerden vollständig befreit fühle. Nach meinen Erfahrungen kann ich Ihren Inhalations- Apparat nur bestens empfehlen, derselbe bedeutet eine große Wohltat, die sich alle Katarrh- Leidenden zu Nuze machen sollten. Die stete Gebrauchsfertigkeit sowie das Einatmen der betr. Medikamente in gasförmigem Zustand erhöht den Wert desselben ungemein, entgegen der früheren umständlichen und wenig angenehmen Inhalation feuchtwarmer Dämpfe. Ferner schreibt Herr Frizz Liedschulte, Dortmund, Schüßenstraße 144: Ich erhielt Ihr w. Schreiben und teile Ihnen mit, daß ich inzwischen einen Ihrer Inhalations- Apparate Gebrauch desselben ist mein Halsleiden, mit welchem ich mich schon jahrelang herumgeschlagen hatte, spurlos verschwunden. Der mäßige Preis ermöglicht jedem Leidenden die Anschaffung. Man gibt schließlich während eines längere Zeit dauernden Katarrhs auch für andere, häufig unwirksame Mittel viel Geld aus, und weit mehr büßt man durch ein solches Leiden an Verdienst ein, selbst wenn man dabei seinem Berufe noch nachgehen kann. Die Gefahr, sich durch einen veralteten Katarrh ein dauerndes Brust- oder Halsleiden zuzuziehen, läßt sich überhaupt nicht in Geld abichäßen. Hier erhält man dagegen einen wissenschaftlich erprobten, viele Jahre in der Familie verwendbaren Apparat, den jeder Arzt als ein ausgezeichnetes Mittel zur Bekämpfung von Katarrhen anerkennen wird. Gerade in der Uebergangszeit, wo man sich täglich einen Katarrh holen kann, sollte jeder, der zu solchen Erkrankungen neigt, unbedingt sofort kostenfreie Aufklärung berlangen. Warnung! Achten Sie genau auf den Namen Tancré und die patentamtliche Schußmarke„ Die Kur im Hause", damit Sie auch wirklich den echten und altbewährten Original- Tancré- Inhalator erhalten, da minderwertige Nachahmungen im Handel sind. Kein zweiter Apparat kann sich wie dieser auf 15 000 Zeugnisse von Aerzten und Patienten berufen. Nähere Auskunft über den Driginal- TancréInhalator wird von der Firma Carl A. Tancré, Wiesbaden 65 gerne tostenlos und ohne Kaufzwang erteilt; man schneide den Cupon aus und enfde denselben als Drucksache ein. Firma Carl A. Tancré, Wiesbaden 65 Ich wünsche Aufklärung über Ihr neues Inhalationssystem. Es dürfen mir jedoch keine Roften entstehen. Name u. Stand:. Wohnort:.. · Genaue Adresse:. Im offenen Briefumschlag mit 3 Bf. frankieren. Verantwortlicher Redakteur: Ernst Däumig, Steglig. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Gloce, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.