• Mr. 100. 5 Pfonnig Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerandos Bierteljährl 3,30 M., monatl. 1,10 M möchentlich 25 Bfg. frei ins Haus Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost bonnement: 1,10 Mark pro Monat. Gingetragen in die Poft Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien Schweden und die Schweiz Cribeint täglich. Montagsausgabe Vorwürts 5 Pfennig 32.Jahrg. Die Infertions- Gebühr Betragt für die fechsgespaltene Stolonel. geile oder deren Naum 60 Big.. für politische und gewerkschaftliche Bereins und Verjamminungs- Anzeigen 30 Pig Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Big.( zulässig 2 fettgedrudie orte), jedes writere Wort 10 Big Etellengesuche und Schlafsteen geigen das erste Wort 10 Pig. jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buch fiaben zählen für zwei Borte. Inserat für die nächste Nummer müfen big 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition is bis 7 Uhr abends geöffnet Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplatz, Nr. 151 90-151 97. Montag, den 12. April 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplatz, Nr. 151 90-151 97. Schwere französische Verluste. Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 11. April 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplay. Am serkanal bei Poesele, südlich von Drie Grachten, nahmen wir drei von Belgiern besetzte Gehöfte und machten dabei einen Offizier, 40 Mana zu Gefangenen. Bei kleinen Vorstößen gegen den Ancre- Bach bei Albert nahmen wir 50 Franzosen gefangen. Im Westteil der Argonnen mißglückte ein franzöfifcher Augriff. Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel nahmen erst gegen Abend an Heftigkeit zu. Im Waldgelände nördlich der Combres- Höhe versammelten die Franzosen starke Kräfte zu einem neuen Versuch, unsere Höhenstellung zu nehmen. Der Angriff kam erst heute früh zur Ausführung und scheiterte gänzlich. Die Höhenftellung ist ganz in unserem Besik. Südöstlich von Ailly fanden die Nacht hindurch heftige Nahkämpfe statt, die zu unseren Gunsten entschieden wurden. Bei einem starken, aber erfolglosen französischen Angriff nördlich Flirey hatten die Franzosen sehr schwere Verluste. In den gestrigen Kämpfen in Priesterwalde nahmen wir dem Feinde 4 Maschinengewehre ab, die anschließenden sehr erbitterten Nachtkämpfe blieben für uns erfolgreich. Die sehr schweren Verluste der Franzosen in den Kämpfen zwischen Maas und Mosel laffen sich noch nicht annähernd schäzen; allein zwischen Selouse- und LamorvilleWald zählten unsere Truppen 700, an einer kleinen Stelle nördlich Regniéville über 500 französische Leichen. Wir machten 11 französische Offiziere und 804 Mann zu Gefangenen und erbeuteten 7 Maschinengewehre. Ein infolge zerschoffener Trosse abgetriebener deutscher Fesselballon ist nicht, wie die Franzosen angeben, in ihre Linien vertrieben, sondern wohlbehalten bei Mörchingen ge= landet und geborgen. In den Vogesen schloß Schneesturm eine größere Gefechtstätigkeit aus. Oestlicher Kriegsschauplaz. Bei Mariampol und Kalwarja, sowie bei Klimki an der Szkwa wurden russische Angriffe abgeschlagen. Aus einem Orte bei Bromierz, westlich von Plonsk, wurden die Russen hinausgeworfen, dabei 80 Mann gefangen genommen und 3 Maschinengewehre erbeutet. In Polen südlich der Weichsel unterhielten die Russen die ganze Nacht hindurch ein lebhaftes Infanterie- und Artilleriefeuer. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 11. April.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 11. April 1915. Oberste Heeresleitung. Gestlicher Kriegsschauplah. Die Waffenversorgung der Gegner Deutschlands. Man schreibt uns: Wie steht es mit der Waffenversorgung unserer Feinde? In weiten Kreisen des Publikums ist man leicht geneigt, die Frage durch den Hinweis auf die Lieferungen Amerifos und Japans abzutun. Die Oberflächlichkeit dieser Antwort wird aber der Wichtigfeit der Angelegenheit durchaus nicht gerecht.. Tarum soll hier ver sucht werden, tiefer in den Stoff einzudringen. Die folgenden Zeilen werden vorwiegend das Gebiet der Handfeuerwaffen bes handeln. Schon vor Monaten hörten wir, daß Waffen und Munitipn in Rußland knapp zu werden beginnen. Manche Anzeichen sprachen für die Richtigkeit dieser Nachricht. Und es unterliegt heute kaum einem Zweifel, daß Frankreich und England die Oeffnung der Dardanellen darum vor allem mit solcher Verbissenheit, mit jo verzweifelter Wut betreiben, weil Rußland die Lieferung von Kriegsmaterial verschiedener Art ebenso dringend herbeiwünscht wie seine Verbündeten das russische Getreide. Wies weit in Rußland der Mangel an Striegsmaterial durch die amerife nischen Lieferungen( auf dem Wege über Sibirien) bereits beseitigt wurde oder zu beseitigen wäre, fann zunächii merörtert bleiben. Am wichtigsten ist augenblidlich, ob und in welchem Wage Rußland aus eigener Kraft das Fehlende herbeizuschaffen, vermag. Eine zu schädlichen Selvittäuschungen, führende Legende jit ba zunächst zu zerstören: Die Waffenindustrie in Rußland ist durchaus nicht unbedeutend, nicht so belanglos, wie man hier und dort ges glaubt hat. Vor allem gibt es eine Reihe staatlicher und ziemlich leistungsfähiger Waffenfabriken, 3. B. in Petersburg, Lugonsf( Gouverne ment Jekaterinoslaw), Sestrorest( Gouvernement Petersburg), Tula, Ischewsk; ferner private Waffen und Munitionsfabrifen in Mostau, Odessa, Riga, Warschau und im Gouvernement 11ja. Pie Gewehre zur Bewaffnung seiner Armee Hat Rußland fast durchpeg in eigenen Fabriken hergestellt; nur etwa 500 000 Etüd wurden seinerzeit nach Frankreich in Auftrag gegeben und sind auch von diesem an Rußland geliefert worden. Auch die MagimMaschinengerehre, mit denen das russische Seer ausgerüstet ist, find zum größten Teile russisches Fabrikat. Rußland ist demnach burchaus nicht auf die ausländischen Handfeuerwaffen allein an gewiesen. Ganz ausgeschlossen erscheint es allerdings, daß Rußland imstande wäre, in eigenen Fabriken die ungeheure Zahl von Handfeuerwaffen herzustellen, die im gegenwärtigen Kriege diel hüben und drüben aufgebotenen gewaltigen Massen, nötig machen. Man vergesse nicht, daß es sich ja nicht nur um die einmalige Versorgung dieser Massen, sondern auch um ständige bedeutende Machlieferungen handelt. Und wenn es schon zu Friedenszeiten nötig war, einen Auftrag, wie den auf die erwähnten 500 000 tüd, nach dem Auslande zu vergeben, um wieviel mehr wird jest die ausländische Waffenindustrie in Anspruch genommen werden müssen. Ganz unabhängig vom Ausland ist wohl die Ver forgung der französischen Armee mit Handfeuerwaffen. Frankreich besißt seit langem eine hochentwickelte Gewehrfabritation, deren Haupsis sich in St. Etienne befindet. Frankreich, das auf manchem Gebiete des wirtschaftlichen und sozialen Lebens in den lezten Jahren einen unverkennbaren Stillstand, ja Rüdgang zeigte, blieb in der Kriegsbedarfsindustrie auf der Höhe der Zeit. Sieht man von den Geschüßgießereien, die in der Hauptfache Marinezwecken dienen, ab, so muß man sagen, daß bis zum Kriegs ausbruch die gesamte Militärwaffenindustrie Englands nicht bedeutend war. Neben Vickers Limited, die außer Geschützen die nach Maxim benannten Maschinengewehre herstellten, beschäftigten nur wenige Unternehungen sich mit der Fabrikation vou Militärgewehren. Mit Kriegsausbruch sollten plötzlich für Hunderttausende von Soldaten neben Kleidern und anderen AusrüstungsDie Verbesserung der russischen strategi- ftüden vor allem Handfeuerwaffen rafchest herbeigeschafft werden. schen Linien. Die Möglichkeit an sich, die Waffen im Lande selbst zu erzeugen, hatte England immerhin. Waren auch nur wenige Militärgewehrfabriken vorhanden, so besißt England doch eine sehr ausgedehnte und leistungsfähige Jagdwaffenindustrie mit dem Mittelpunkt Birmingham und Abzweigungen in zahlreichen anderen Städten wie Liverpool, Manchester, Edinburgh, Glasgow" viw. Tie In den Beskiden hat sich nichts ereignet. Im Waldgebirge dauern die Kämpfe in einzelnen AbStockholm, 11. April.( T. 11.) Die russische Seeresleitung macht schnitten noch fort. Destlich des la soker Passes wurden nach Meldungen aus Petersburg geivaltige Anstrengungen, dem bei Ausnutzung der Erfolge vom 9. April weitere 9 Offiziere empfindlichen Mangel an strategischen Verbindungen abzuhelfen. und 713 Mann gefangen, zwei Maschinengewehre erbeutet. Hinter der russischen Front wird Tag und Nacht an der Her- Sache hat aber einen Hafen. Im Handumdrehen läßt selbst unter An der Front in Südost galizien nur Geschükkampf stellung neuer und an der Verbesserung der alten Verbindungs- den günstigsten Verhältnissen eine Jagdgewehrjabrit sich in eine und kleinere nächtliche Unternehmungen. linien gearbeitet. Insgesamt sollen weit über eine Million Mr. Militärgewehrwerkstätte nicht umwandeln. Die nötigen enderungen in den Fabrifeinrichtungen sind derart beiter mit Eisenbahn- und Wegebauten beschäftigt sein. Großes wesentlich und zeitraubend, daß England vor dem HochGewicht soll namentlich auf die Schaffung von neuen Nebenstrecken sommer dieses Jahres im eigenen Lande Militärgeweber in zivischen den Hauptlinien gelegt werden, um die Truppenver größerem Maßstabe faum wird erzeugen können; denn de erforder schiebungen, die jekt auf große Schwierigkeiten stoßen, zu erliche Zeit für die unvermeidlichen fabriktechnischen Umwandlungen leichtern. list mit einem Jahre sicher nicht zu hoch veranschlagt. ic! In Westgalizien und Russisch- Polen herrscht uhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Feldmarschalleutnant. eniger noch als Rußland konnte barum England bisher die ausländischen Kriegslieferungen entbehren. Man hat allen Grund, anzunehmen, daß der größte Teil der Militärgewehre, die Amerika während des Krieges nach Europa sandte, für das englische Heer bestimmt waren. Serbien und selbstverständlich auch Montenegro befißen überhaupt keine Waffenfabriken. Im Arsenal von Kragujewah wird wohl Infanteriemunition hergestellt, aber auch nur in ungenügenden Mengen. Ohne ständige Zufuhr bon Kriegsmaterial aus dem Auslande wäre ein Widerstand der beiden Serbenstaaten überhaupt nicht denkbar. Japan dürfte nicht nur für den eigenen Bedarf genügend Handfeuerwaffen herstellen, sondern auch unter normalen Verhält nissen Kriegsmaterial dieser oder jener Art anderen Staaten zur Verfügung stellen können. Tatsächlich hat Japan ja eine sehr beträchtliche Zahl von Geschüßen und anderes Material im Werte von etwa einer Milliarde Mark an Rußland und Frankreich verkauft. Daß Japan in seiner gegenwärtigen Situation gegenüber China noch geneigt oder auch nur in der Lage wäre, Waffen irgendwelcher Art seinen Bundesgenossen zu überlassen, erscheint aber kaum Belgien, auf das man wohl in London und auch in Paris wahrscheinlich. vor dem Kriege gerechnet hat, schaltet völlig aus. Und das neutrale Ausland? Schweden, Dänemark, Spanien, die Schweiz, die eigene Militärgewehrfabriken besißen, kommen, da ſie ihre Neutralität ernst meinen, als Waffenlieferanten nicht in Frage. Und Italien denkt augenblicklich gewiß nicht daran, den Dreiverbandstaaten Waffen zur Verfügung zu stellen. Bliebe daher nur Amerika. In normalen Zeiten ist die amerifanische Militärwaffenindustrie nicht sehr bedeutend. Konnte sie int Kriege troßdem ihre Leistungsfähigkeit sozusagen über Nacht gewaltig emporschrauben, so war das nur dadurch möglich, daß die besonderen Lebensbedingungen der amerikanischen Industrie es ihr ermöglichen, sich leicht auf neue Produktionszweige einzustellen. Wie groß schon während der bisherigen Dauer des Krieges die Unterstützung war, die unsere Gegner von Amerika erhielten, zeigen die Ziffern der amerikanischen Ausfuhrstatistik, der zufolge heute schon der Wert des von Amerika an unsere Feinde gelieferten Kriegsmaterials Milliardenbeträge erreicht. Mit diesem unterirdischen Kriege gegen uns müssen wir nach wie vor rechnen. Wir werden daher gut tun, dem Waffenschwund" unserer Feinde keine zu große Bedeutung beizumeſſen. 19 Militarisierung englischer Munitionsarbeiter. London, 11. April.( W. T. B.) In Newcastle ist beschlossen worden, die Arbeiter an der Nordostküste zu mobilisieren, um die Erzeugung von Kriegsmunition zu beschleunigen. Die Stadtgemeinde. von Birmingham hat weitere 1062 Arbeiter für diesen Zweck abgegeben. Die Tragik des Krieges. Welche Folgen aus dem Russeneinfall in Memel entstanden sind, ergibt auch ein Einblick in den Anzeigenteil der Zeitungen. Man liest dort: Aussage nach hat das Kind noch fünf ältere Geschwister.] Meldungen im Bureau 3 des Magistrats.... In treuer Pflichterfüllung bei Vertretung der Postagentur in Langallen, welche sie freundlicherweise übernommen hatte, starb beim Russeneinfall als eine der Ersten durch eine beim Russeneinfall als eine der ersten durch eine feindliche Kugel am 17. März unsere innigftgeliebte Nichte Fräulein Emma Kartlinat. Am 9. April legten bie Franzosen wieder den Schwerpunkt ihrer Angriffe auf den Nordflügel zwischen Orne und CombresHöhe. So griffen sie in der Woewre- Ebene zwischen Parfondrupt und Marcheville von Mittag bis Mitternacht viermal, jedesmal in einer Breite von etwa 6 Kilometer an, und wurden stets verlustreich zurüdgeschlagen. Während der Nacht entfalteten darauf ihre Minenwerfer, zeitweise von Artillerie unterstüßt, eine lebhafte Tätigkeit. Am Nachmittag stieß der Gegner auf der ganzen Linie der Combres- Höhe aus seinen Gräben hervor, nachdem er seit dem Vormittag unsere Stellungen unter schwerstem Artilleriefeuer geDie Kämpfe zwischen Maas balten hatte. Es gelang ihm, an einer Stelle bis zur Mulbe auf und Mosel. 10, April 1915. der Südseite der Höhe durchzustoßen, ehe der Angriff in dem Feuer unserer zweiten rückwärtigen Stellung verblutete. Unsere Truppen behaupteten nicht nur die Höhe, sondern ein Regimentskommandeur Nichtamtlich. Berlin, 11. April.( W. T. B.) Aus dem ergriff die Initiative zum Gegenangriff, der uns wieder in Befits Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: von Teilen unserer Vorstellung brachte. Ein zweiter Angriff scheint geplant gewesen zu sein, seine Ausführung hinderte indessen das wirksame Feuer unserer Artillerie. Der Gegner beschränkte sich in der Nacht auf Beschießung der Höhe und des dahinter liegenden Auf der übrigen Front brachte der Tag in der Mitte der KampfDorfes Combres. Ueber die Kämpfe bis zum Nachmittag des 7. April wurde früher berichtet; die folgenden Tage bis zum 10. brachten ihre Fortsehung. Während bis zum 7. die französischen Angriffe sich auschrich gegen beibe beutigen af gegen die Witte an, nachbem front, in der Linie Seuzey- Spaða, einen ernſten, aber erfolglofen schließlich deutschen Flügel gerichtet hatten, der er in Gegend von St. Mihiel nene starke Kräfte versammelt hatte. Angriff des Gegners; wir machten 71 Gefangene. Ein Angriff Am Spätnachmittag des 7. April erfolgte der erste Angriff schwächerer Kräfte im Walde von Ailly wurde leicht abgewiesen, und aus dem Walde La Selouse, 9 Kilometer nördlich St. Mihiel, auch ein Vorstoß über die Linie Regniéville- Fey- en- Haye endete gegen unsere Stellungen in der ungefähren ginie Seusen- La- unter außerordentlich starken Verlusten bereits in unserem Armorville. Es kam zu schweren Kämpfen, in denen der zurück- tilleriefeuer; nördlich Regniéville blieben an einer Stelle 500 flutende Angreifer zahlreiche Tote und Verwundete auf dem Zeichen liegen. Kampfplas lies; 2 Offiziere, 80 Mann blieben gefangen in un- Der Abend des 9. April brachte am Croix des Carmes im feren Händen. SüdAm 10. April fanden Artilleriekämpfe auf der ganzen Front Priesterwalde einen deutschen Angriff, dem es gelang, 3 Blockhäuser In der Nacht vom 7. zum 8. April dauerten Artilleriekämpfe und 2 Verbindungsgräben dem Gegner zu entreißen, wobei 2 Maan verschiedenen Stellen der Front, besonders an der Combres- schinengewehre und 59 Gefangene in die Hände unserer Truppen Höhe und zwischen Regniéville- Fey- en- Saye, mit furzen Unter- fielen. brechungen an. Stellenweise folgten Infanterieangriffe. öftlich Verdun, bei Marcheville, brachen zwei Angriffe bereits 100 statt. Es konnte beobachtet werden, daß die Franzosen eifrig Meter vor unseren Stellungen zusammen. Im Bois d'Ailly gelang schanzten und ihre stark gelichteten vorderen Reihen durch neue es den Franzosen, in einen Teil der von ihnen am Tage vorher Truppen ergänzten, dies besonders auf dem Nordflügel füdlich der verlorenen Gräben wieder einzudringen. Die im Bais Brulé bei Orne, in der Mitte gegenüber der Linie Seuzey- Spada, sowie am Tagesanbruch begonnenen Angriffe wurden ebenso wie drei nächt- Südflügel in Gegend von Regniéville. Die Truppenansammlungen liche Vorstöße im westlichen Teil des Priesterwaldes abgewiesen. wurden mit starkem Feuer belegt, und die dadurch hervorgerufenen Am Nachmittag und am Abend des 8. entfaltete der Gegner Verluste mögen der Grund gewesen sein, daß der Gegner den Ent-zugleich an verschiedenen Teilen der Front eine rege Tätigkeit. schluß zum Angriff nicht finden konnte. Auch bei Les Eparges am Ein aus dem Walde La Selouse unternommener Vorstoß scheiterte Fuß der Combres- Höhe stellten die Franzosen starke Kräfte bereit, ebenso wie der Angriff an derselben Stelle am Tage vorher. die unser Artilleriefeuer fassen konnte. Gleichzeitig entwickelten sich stundenlange schwere Kämpfe amt Bois de Mort- Mare, in denen der Gegner schließlich mit der blauken Waffe zurückgeworfen wurde, und in derselben Weise endeten Angriffe in Gegend Regniéville, im Priesterwalde und füdlich der Orne. Nur im Priesterwalde kam es an diesem Tage zu einem franzö fischen Angriff, der ohne Mühe abgewiesen wurde. -So endete auch der 10. April wie alle vorhergegangenen Lage mit einem vollen deutschen Erfolg auf sämtlichen angegriffenen Fronten. An diesem Tage dankte der französische Oberbefehlshaber, Der 8. April wie die Nacht zum 9. standen unter dem Zeichen General Joffre, der 1. Armee dafür, daß sie die Stellung bei Les - das ist die Combres- Höhe- den Deutschen entrissen erbitterter Kämpfe um die Combres- Höhe. An diesem Punkt Eparges scheinen die Franzosen Verstärkungen aus den oben erwähnten hat. Um diese Stellung wird seit Wochen mit kurzen Unterbrechunneuen Kräften eingesetzt zu haben. Am 8. April vormittag be- gen gekämpft, und die Franzosen haben mehrere Male gemeldet, setzten sie die von uns in Anbetracht schwersten Artilleriefeuers daß sie die Stellungen genommen und fest in der Hand hätten. Die geräumten Grabenstücke, um die dann den ganzen Tag heiß ge- Ichten Kämpfe um die viel umstrittene Stellung find oben geschildert kämpft wurde. In der Nacht zum 9. April gelang es unseren worden. Tatsächlich haben die Franzosen vorübergehend einzelne Truppen, den Gegner aus einem Teil der Gräben wieder hinaus- Gräben der Stellung besest gehabt. Bis auf einen kleinen unzuwerfen, die ganze Hauptstellung wurde von uns gehalten. Ein wesentlichen Teil find sie aber alle wieder zurückerobert worden. neuer bei Tagesanbruch mit überlegenen Kräften angesetzter Angriff zwang indes wieder zur Räumung einiger Grabenstücke. Der französische Tagesbericht. Der Mann, dem ich am Donnerstag bei der Ueberfahrt nach Sandkrug mein kind, einen vier Monate alten Knaben, auf Ggenüber diesen Ereignissen an der Combres- Höhe treten eine kleine Weile übergab und dem ich es nicht die Vorgänge auf der übrigen Front in den Hintergrund. Von abnehmen konnte, wolle seine Adresse mir gütigst mitteilen. einigen Feuerüberfällen abgesehen, verlief die Nacht vom 8. zum An der Müze des Kindes standen die Buchstaben E. M.... 9. im allgemeinen ruhig. Nur am Bois de Mort- Mare, wo am Wer dem kranken Mann auf der Flucht vor den Russen Nachmittag die Franzosen in stundenlangem Ringen unter schwer- Fortschritte. Zwischen Orne und Maas keine Kampfhandbon Sandlug bis Nidden einen langen Gehpelz mit Krimmertragen, sten Verlusten zurüdgeworfen waren, griffen sie in den Abendeinen losen Belztragen und eine Handtasche mit Wertstunden von neuem an, ohne ein besseres Ergebnis an erzielen. papieren abgenommen hat, wird hierdurch dringend gebeten, die Sachen abzugeben bei... In Erlenhorst bei Memel an der Kurischen Nehrung hat sich am 10. März abends ein litauisches Mädchen eingefunden. Das Kind weiß nur seinen Vornamen Jlse. Der eigenen Von der Westfront. Eindrücke und Erlebnisse Muze stunden. Dagegen gelang es unseren in die französische Stellung nach drängenden Truppen, 2 Maschinengewehre zu nehmen. Trok dieser Mißerfolge entschloß sich der Feind am frühesten Morgen des 9. zur Erneuerung des Angriffs, der aber wiederum unter außer ordentlichen Berlussen für ihn zusammenbrach. Paris, 11. April.( W. T. B.) Amtlicher Bericht von gestern abend. Zwischen Maas und Mosel behaupteten wir das ganze gewonnene Gelände und machten neue lung. In Eparges reagierte der Feind weder mit seiner Infanterie noch mit seiner Artillerie. Der Tag war ruhig, die gesamte Stellung ist in unserer Gewalt. Erklärungen Gefangener unterstreichen die Bedeutung unseres Erfolges. Seit Ende Februar hatten die Deutschen auf diesem Teil der Front ihre ganze 30. Reservedivision angesetzt, sodann gegen Ende März, als diese Division erschöpft war, die 10. aftive fehren, ganz..... und ganz bedeckt mit.... und Du befanbest Dich in einem bejammernswerten Zustand; aber das macht nichts, ich war zufrieden, Dich wiederzusehen. Ach! es war ein Traum; tvenn er nur Wirklichkeit wäre." Ob es Wirklichkeit geworden ist oder noch einmal werden wird? Schippmannowsfh. lenken. Hier sizzen die einen und kleben irgendwo in verlassenen Häusern aufgegriffene französische Glückwünsche und Bildkarten, die auf der illustrierten Seite unbeschrieben sind, mit der bekrißelten Adressenseite auf einfache deutsche Feldpostkarten, beschneiden sauber den Rand und haben so nach kurzer Arbeit neue bunte Karten gewonnen, die sie adressieren und an die Lieben daheim senden Muzestunden in der Front- auch wenn es sich um den können. Dort hocken und stehen andere um einen Schraubstock und Stellungskampf handelt, der den Truppen verhältnismäßig wenig flopfen, feilen, schneiden sich und ihren Lieben in der Heimat die Cb in der Welt schon jemals in einem bestimmten Zeitraum Strapazen auferlegt bringen zunächst immer noch wieder Arbeit sogenannten„ Reserveringe". Von den Aluminiumzündern, die den soviel geschippt" sein mag wie in den Monaten, die dieser Krieg genug. Da gibt es Waffen und Kleidung zu reinigen, Zerrissenes Stoff bieten müssen, gibt es hier ja mehr als genug zu finden, und jetzt dauert? Hunderttausende haben seitdem tagaus tagein an den zu flicken und zu stopfen, Schmußiges zu waschen und ähnliche mit Geschick und Geduld lassen sich aus ihnen wirklich ganz kunst- Grenzen unseres Reiches geschippt wie andere Hunderttausende Dinge mehr in Menge. Dann aber ein richtiger hochherrschaft voll gestaltete, seibst mit einem„ Bronzestein" geschmückte Finger an den Grenzen Desterreichs, Frankreichs, Rußlands; sie taten licher Unterstand" nie ganz fertig. Immer noch findet das kritische Auge und das planende Hirn neue Gelegenheiten, wo Hand sie sind immer noch nicht fertig. Noch immer schwingen sie den fritische Auge und das planende Hirn neue Gelegenheiten, wo Hand nichts als schippen. Früh fingen sie an, spät hörten sie auf. Und angelegt werden kann; immer noch gibt es auszubeffern, neues Spaten, wühlen Gänge und Höhlen in den Erdboden, türmen dort Gerät zu besorgen, das Gärtchen frisch zu beſtellen und dergleichen wieder Berge von Schutt und Erde, bauen Dämme und Wege, bewegen Millionen und Milliarden von Kubikmetern im Mantel unserer Mutter Erde von ihrem Plaz. mehr. feit auch, wenn etwas Bollendetes" zustande kommen soll. Und reife bilden. Freilich, 3eit ist nötig, und eine gewisse Kunstfertig die richtigen Künstler in diesem Fach sind als Helfer und selbst Lieferanten sehr gesucht und viel beneidet. Mit jedem Hammer schlag, mit jedem Feilenstrich aber ziehen die Gedanken ostwärts, heimwärts, fliegen die Träume zu der ach so heiß ersehnten Zeit, die wieder Frieden, Rückkehr bringen soll.. Noch andere wieder haben Veilchen und Weidenkäßchen gesucht, Primeln und Anemonen, winden Sträußchen und betten sie auf Moos in die kleinen Kitchen, die Liebesgaben aus der Heimat brachten, um sie als„ Liebesgaben" aus der Front nach Haus zu senden... Aber nicht nur jene" Armierungsarbeiter" durchwühlen den Boden. Auch die Soldaten an der Front gebrauchen den Spaten öfter als irgendeine ihrer Waffen. Im Angriff häufen sie sich mit seiner Hilfe Kleine Hügel, die ihnen, während sie liegend schießen, Schuß und Deckung gewähren. Kaum ist dann eine neue Stellung genommen, geht es erst recht ans Schaufeln und Schippen. Schüßengräben und Unterstände, Laufgräben und Verhane müssen eingerichtet werden, und wie lange auch eine Stellung eingehalten Was dann noch übrig bleibt an freien Stunden, das dient dann wohl für jeden in erster Linie dazu, das zu genießen, was die Heimat sandte. Briefe werden gelesen zwei- und dreimal Zeitungen studiert. Mit dem Beantworten der immer so sehnlich erhofften Heimatpost geht es freilich meist weniger schnell und eifrig. Das verschiebt so mancher immer gern von Tag zu Tag, um es am Ende womöglich ganz zu unterlassen. Sind ArbeiterDazwischen Unterhaltungen wie oft von denen daheim und hände schon an sich wenig schreibgewandt, so macht sie das Sol- von den Zeiten, die wieder Friedensarbeit bringen follen! auch datenhandwerk noch ungelenker. Und mehr als einer, der schon das wohl ein bißchen Streit und Hader- Scherz und Spaß... Nur " Tintenblei" in der Hand gehabt und seine Zunge vom Befeuchten allzu schnell schwinden so die Stunden der Ruhe dahin, nur allzu wird, da gibt es immer wieder Neues aufzuwerfen, Altes auszuganz blau gemacht hatte, ist dann schließlich doch wieder aufge- bald heißt es wieder: An die Arbeit! Schanzen! Posten bessern. sprungen, ohne mehr als„ Liebe Anna" geschrieben zu haben und hat sich an den Tisch gesezt, an dem ein Kranz eifriger Karten- stehen spieler jag. schießen und vielleicht auch erschossen werden Verlassene Unterstände... Soweit es möglich ist, wird natürlich vermieden, bei Tageslicht über der Erde zu schanzen, wenigstens überall da, wo der Feind es bemerken könnte. Aber es gibt auch da noch genug Gelegenheit, den Spaten zu gebrauchen. Unter der Erde, wo bereits tiefe Gräben sind, wird weiter geschippt, Höhlen werden erweitert, Gänge befestigt; und wo Mauern, Busch und Bäume dem Gegner eine Beobachtung verwehren, erklingen auch oberhalb der Erdfläche lustig die Spatenstiche. Kartenspiel. Für viele füllt es dreiviertel oder vierfünftel ihrer freien Zeit. Bis in die tiefe Nacht sißen sie bei einer gelblich Unterstände, einst von den Soldaten des Gegners gebaut, dann flackernden Kerze und schlagen mit den schweren Fäusten auf den nach verlorener Schlacht in eilender Flucht verlassen, jezt seit Wochen Tisch, daß es kracht und alle zehn Minuten einer von denen, die schon unbewohnt und verödet, hier und da wie angeknabbert von großen das harte Lager aufgesucht haben, sich aufrichtet und mit ein paar Ratten, dort, wo feste Bohlen und Balken deutsche Unterstandsderben Flüchen zur Ruhe mahnt. Man könnte sie beneiden, wie bauer lockten, sich und ihre Werke mit dem seltenen Material zu besie so dasigen und alles vergessen, was ihnen der Krieg an Ent- reichern. Sie sind weniger in die Erde eingegraben als vielmehr Das Wichtigste freilich kommt hier erst, wenn der Abend sich behrungen und Heimatsehnsucht auferlegt, wie sie glücklich sind im an die Erdwand eines Hohlwegs angeklebt, langgestreckt, niedrig, niederfenft und mit seinem Dämmerdunkel Berg und Tal einhüllt. Gewinnen wie Verlieren. aber festgefügt und gutversteckt. Zu einem gemütlichen Innenausbau Dann kriechen aus den Dörfern und Gehöften, aus den UnterNur ein paar Haken, hier und ständen und Schützengräben lange Reihen von Gestalten hervor, Auch die Musik ist eine Helferin im Vergessen; die dürftigste, fehlte es augenscheinlich an Zeit. das Gewehr umgehangen, den Spaten in der Rechten. Bald geht es die einfachste Musik ist es, die über Wünsche und Nöte hinweghelfen dort Herde, Stroh über den Boden gebreitet muß. Pfeifen und Mundharmonikaspiel die einen treiben's, Auf dem Stroh verschimmelte Brotreste, Flaschen, leere Konserven- dann, durch Posten gesichert, an die Arbeit. Die Gewehre werden und der Spaten wirft die anderen hören zu, lauschen, als handelte es sich um künst- büchsen, ein paar Tücher, Patronentaschen und andere Ausrüstungs- zusammengestellt, die Koppel abgeschnallt, Terische Offenbarungen. Und welche Freude erst, als fürzlich einmal gegenstände, ein häßliches Kunterbunt von Lumpen und Abfällen. die schwarze Erde in kühnem Schwung Stich für Stidh. Ist die Nacht lau und der Feind nicht allzu nahe, so kann es ein Schlaukopf von seinem Patrouillengang aus dem Keller eines In einem der Räume überall hin verstreut auch Postkarten, Briefe, verwüsteten und zerstörten Hauses eine Spieluhr mitbrachte, die, augenscheinlich der ganze Inhalt der Brieftasche eines derjenigen, ganz gemütlich dabei hergehen. Ein Pfeifchen, auch eine Zigarre aufgezogen, zwei furze Gaffenhauermelodien dreißig, vierzigmal die hier vom Feinde überrascht, getötet oder gefangen genommen fann mit gebotener Vorsicht geraucht werden. Gedämpfte Stimmen die plaudern und scherzen. Ab und zu unterbricht eine wohlverdiente nacheinander herunterklimperte. Mit welch kindlichem Entzücken wurden. Sie zeigen fast alle ein und dieselbe Handschrift wurde diesen Alängen gelauscht, wie fand man immer neue Handschrift einer Frau. Es mag die Liebste, es mag das Weib des Pause die anstrengende Arbeit. In der Ferne grollt ununterbrochen das Feuer schwerer Ar Ruhmesworte, den Mechanismus und die Musik zu preisen! Nach- Mannes gewesen sein, die sie schrieb. Unwillkürlich greift die Hand dem die Uhr nacheinander vier Stunden dieselben zwei Melodien einen der Zettel, das Auge liest ein paar Worte:" Cette nuit j'ai tillerie. Da muß etwas im Gange sein, Tag und Nacht geht dort heruntergeleiert hatte, fand sie allerdings auch ihre Gegner revé de vous, je vous voyais sortir de la franchée tout mouilly Die Schießerei!" Und sie mutmaßen, was es sein könnte. Plötzlich Aber der Streit um das Weiterspielen wirkte auch wie die Musik, et tout couvert de bone, enfin vous étiez dans un piteux état; ganz nahe ein Blik, ein gewaltiger Anall... Alles hält einen wieder an die Arbeit. Es und ihre Liebhaber behielt das Spielwerk bis auf den heutigen Tag. mais ça ne fait rien, j'étais contente de vous revoir, Hélas, Augenblick still; dann ein Kopfniden Diese Nacht war die ausgesandte Patrouille, die eine Handgranate warf. Ob Wie manche Stunde der Muße geht aber auch hier mit Beichäf- c'était un rève; si seulement c'était la realité." tigungen hin, bei denen Gedanken an die Heimat Hand und Sinne habe ich von Dir geträumt; ich sah Dich aus dem..... zurück- mit Erfolg?.. Das Dunkel der Nacht läßt es nicht erkennen. * Division des 5. Armeekorps, welche aus den besten Truppen| dreißig Meilen von der britischen Küste aufgetaucht sei. Der, Die Alliierten haben noch nicht die Ueberzeugung erweckt, daß ihrer Armee zusammengesetzt ist. Diese Division verlor jest Dampfer sei nach Untersuchung der Schiffspapiere und die Deutschen und Desterreicher geschlagen werden müssen. eine wirkliche Festung, welche auf dem Höhenvorsprung von längerer Besprechung mit dem Kapitän freigegeben worden. Die deutschen Erfolge haben noch nicht ein Gegengewicht durch Eparges errichtet war. Die Truppen hatten verschiedentlich ausreichend bedeutende Erfolge der Alliierten erhalten, unt Befehl erhalten, um jeden Preis auszuharren; es war ihnen das Ansehen der deutschen Strategie und der deutschen miliRotterdam, 11. April.( W. T. B.) Der„ Rotterdamsche auseinandergesetzt worden, daß die Stellung von höchster Be- Courant" berichtet: Der Dampfer Harpalyce" war gestern tärischen Organisation zu entwurzeln. deutung wäre. Ihr General hatte gesagt, daß er, um sie zu abend von Rotterdam nach Newcastle mit Ballast abgefahren, nach- Das Blatt erörtert sodann den Interessengegesak zwischen behaupten, die Division, ein Armeekorps, nötigenfalls 100 000 dem er seine Ladung, die aus Gütern für die belgische Unter- Italien und den Balkanländern. Rumänien sei nervös wegen Mann opfern würde. Die von den Deutschen in Eparges stüßungsfommission bestanden hatte, gelöscht hatte. Der Dampfer der Zukunft Konstantinopels und der Dardanellen und während der letzten zwei Monate erlittenen Verluste betragen hatte aber bei der Abfahrt keine Beziehungen mehr zu der Kom- wünscht ihre Internationalisierung, während die russische Re30 000 Mann(?). Im Mortmare- Walde eroberten mission. Der dritte Steuermann sagte aus, daß er etwa sechs gierung und Presse sie für Rußland in Anspruch nehmen. Meilen nordöstlich von Noordhinder eine starke Explosion an wir eine neue Reihe von Schüßengräben und warfen einen Steuerbord wahrgenommen habe. Ein großes Led war geschlagen, Die Interessen Italiens und Serbiens kollidieren in der Gegenangriff zurück. Nördlich Regniéville befestigten und und das Schiff sank in fünf Minuten. Ein Unterseeboot wurde Adria. Die italienische Presse erörtert ausführlich den verbreiterten wir unsere Stellung leicht. In Lothringen von niemand gesehen, aber einige bemerkten ein Periskop. Nach italienisch- serbischen Streit. Der Ton der Diskussion wurde wurde eine halbe Kompagnie, welche in der Nacht vom 9. zum anderen Berichten fant das Schiff in zehn Minuten. Die eigent durch höchst indiskrete russische Aeußerungen nicht verbessert. 10. bis zu dem zwischen unseren und den deutschen Linien ge- liche Bemannung des Schiffes bestand aus Chinesen. Das Schiff Das Blatt schließt: Die Voraussetzung für eine allgemeine legenen Dorf Bezange la Grande vorgedrungen war, von hatte einen Brutto- Tonnengehalt von 5940 und gehörte dem Lon- Verständigung ist, daß die Schwierigkeiten von den Alliierten überlegenen Kräften umzingelt und gefangen genommen. doner Reeder Harrison. Es war am 2. März von New York ab- entschlossen ins Auge gefaßt und gelöst werden. Die bisherige gefahren und am 30. März in Rotterdam angekommen. Politik des Versuches, ihnen aus dem Wege zu gehen, ist Die Tätigkeit der englischen Flieger. Kopenhagen, 11. April.( W. T. B.)" Politiken" meldet aus Rotterdam: Englische Flieger haben gestern einige Bomben über den Festungswerken von Heyst und noce abgeworfen. Das Ergebnis ist nicht bekannt. Der Seekrieg. Die Tätigkeit der U- Boote. Le Tréport, 10. April.( W. T. B.)( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Das französische Segelschiff „ Chateaubriand" wurde im stanal von einem deutschen 1interseeboot torpediert. Die Bejazzung von 25 Mann kam in zwei Booten hier an. * Kopenhagen, 10. April.( W. T. B.) Nationaltidende" meldet aus London: Der Kapitän des kleinen Bugsierdampfers Homer hatte die französische Bark Général de Sonis im Schlepptau, als er ein Unterseeboot erblickte. Er weigerte sich, dem Befehl, die Schlepptrosse zu tappen, nachzukommen und wartete, bis das Unterseeboot herantam. Dann warf er die Trosse los und verfuchte, jedoch vergeblich, das Unterseeboot zu rammen. Sein Schiff wurde mit Kugeln überschüttet, die Brücke wurde eingeschossen und alles Holzwerk sowie die Fenster entzweigeschossen. Das Unterseeboot feuerte nun einen Torpedo ab, ohne jedoch zu treffen und jagte dann dem Bugsterdampfer zehn Minuten nach, aber der Dampfer entfam. Dafür wurde die französische Bart in den Grund gebohrt. Die ganze Besatzung konnte aber gerettet werden. " * * * Maßnahmen zur Sicherung der englischen bankrott. Häfen. Kopenhagen, 11. April.( W. T. B.) Politiken" meldet Präsident Wilson über den Krieg. London, 11. April.( W. T. B.) Dem„ Daily Telegraph" wird aus London: Das Marineministerium hat in der gestrigen aus New York berichtet: Präsident Wilson sprach in einem VorLondon Gazette" eine Reihe von Bestimmungen veröffent- trag, ber in der Methodistenkirche in Maryland stattfand, über licht, die von größter Bedeutung für die Schiffahrt sind. Darin den Krieg. Er beschränkte sich auf ganz allgemein gehaltene Bewird die Einfahrt in gewisse Säfen verboten merkungen und sagte, es sei seine Ueberzeugung, daß niemand und angeordnet, daß jedes Schiff, sobald es sich einem eng- weise genug sei, um schon jetzt über den europäischen Krieg ein lischen Hafen nähere, nach bestimmten Signalen Ausschau Urteil auszusprechen. Jedermann könne sich aber bereit halten, hält. Die Schiffe werden gewarnt, private Signale zu ge- die Wahrheit über diesen titanischen Stampf anzuhören, wenn sic brauchen, da sonst auf sie geschossen werden würde. Englische offenbar werde. Es sei, als ob große blinde Gewalten losgelassen Schiffe würden alle Dampfer und Segelschiffe, die englische worden seien, die lange zurückgehalten waren. Aber unter ihnen Häfen anlaufen, vorher untersuchen. Während der Unter- fönne man den Antrieb starker Ideale sehen. Ohne diese wäre es suchung sei es verboten, Boote an Land zu sehen oder sonst- den Menschen unmöglich durchzumachen, was jetzt auf den Kriegswie mit dem Lande in Verbindung zu treten. schaupläßen Europas durchgemacht werde. Auszeichnung englischer Seeleute. London, 11. April.( W. T. B.) Der Kapitän des Dampfers Vosges hat für sein entschlossenes Verhalten am 27. März, als er von einem deutschen Unterseeboot angegriffen wurde, den Rang eines Leutnants in der Marine- Reserve erhalten. Offiziere und Mannschaften des Dampfers erhielten gleichfalls Belohnungen. Der Dreiverband, Italien und die Balkanstaaten. London, 11. April.( W. T. B.)„ Daily News" ( W. T. B.)„ Daily News" schreibt: Zu Anfang des Krieges sagten nichtamtliche Personen mit größter Sicherheit voraus, daß Italien und die Balkanstaaten gemeinsame Sache mit den Lyen, 10. April.( W. T. B.)" Nouvelliste" meldet aus Allierten machen würden. Das Frühjahr, das als letztes Madrid: Die Zeitung" Phare de Vigo" berichtet, daß fürzlich Datum angegeben wurde, ist jetzt gekommen, und die InterSouthpoint sei auf der Berlengas- njel gelandet. Die vor sechs Monaten. Zugleich ist der strategische Wert der auz Lissabon die Nachricht einlief, die Bejagung des Dampfers vention erscheint nicht näher, sondern vielmehr unsicherer als Southpoint war von dem deutschen Unterseeboot U 28 60 Meilen Intervention für die Alliierten mit dem Fortschreiten der bom Kap Finisterre( nördlich Vigo) angehalten und durch Kanonen- Intervention für die Alliierten mit dem Fortschreiten der schüsse versenkt worden. Die Besatzung hatte eine Viertelstunde Beit bedeutend gewachsen. Der Kampf auf dem westlichen Zeit erhalten, die Southpoint zu verlassen. Sie fonnte nur das Striegsschaupla entwickelte sich zu einem lang. nadte Leben retten und wurde nach längeren Irrfahrten von dem samen Verschanzungskriege, der keine schnelle Kohlendampfer Wellington aufgenommen und nach der Berlengas- Entscheidung verspricht. Die Hoffnung der OptiInsel gebracht. Phare de Vigo" erinnert daran, daß vor einigen mi sten, daß Rußland durch die deutsche Grenze brechen Wochen die Anwesenheit eines Unterseebootes in der Nähe der und Deutschland unentbehrlicher wirtschaftlicher Hilfsquellen Kantabrischen Stüfte gemeldet wurde und daß es sich vermutlich in Schlesien berauben würde, hat sich nicht erfüllt. Die damals um U 28 handelte. beste Aussicht auf einen baldigen Sieg scheint in einem Angriff auf Desterreich- Ungarn von Süden und Westen zu liegen, daß heißt in Angriffen, die durch Italien und die Balkanstaaten unterstützt würden. Diese Staaten haben aber jüngst fostspielige Kriege geführt und müßten des Erfolges sicher sein, wenn sie an dem jezigen Krieg teilnehmen sollten. Nun aber hebt knatterndes Gewehrfeuer an der Gegner beant- jenseits des Wiesentales nicht verborgen bleiben können. Allenwortet den Streich mit tüchtigen Salven; auch unsere mögen sich falls kann der Hof betreten werden. Aber auch er nur mit Gefahr; zur Wehr sehen und schießen. Giji jiiiRunter!" Der wenn hier der Gegner auch kaum etwas beobachten kann, so weiß Spaten wird in den Boden gestochen, die Arbeitenden duden sich er doch, daß sich dort Menschen aufhalten, und immer wieder sendet in die Erdwälle und Höhlungen. Um fie herum pfeifen die Ge- er krachende Grüße von den Bergen herüber. schofse. Wahrscheinlich, daß fie gar nicht ihr Ziel sein sollen. Es So hausen sie bedrückt in den engen, dumpfen Kellerlöchern, ist nicht anzunehmen, daß der Gegner durch das Dunkel der Nacht tagaus, tagein Sehnsucht im Herzen, Sehnsucht nach Haus, nach die arbeitenden Gruppen entbedt hat; aber der Zufall kann doch Weib, Kind, Eltern oder Liebchen; fort, nur fort von hier! Berhaßt wollen, daß auch eine nicht gezielte Stugel trifft. diese weißen Mauern, dieser dunkle, frühlingfeiernde Park, jene herrlichen Gänge mit ihrem hohen Buchengestämm! Fort, nur fort!!. * London, 11. April.( W. T. B.) Der Kapitän des dänischen Dampfers Hansen, der jegt in der Themie liegt, erzählte, daß er auf der Reise von Kopenhagen nach London von einem deutschen Unterseeboote angehalten wurde, das 1 Das Feuer wird schwächer, verstummt. Der Spaten wird wieder aufgenommen und wirft die schwarze Erde weiter Stich für Stich. Nur noch ab und zu ein Schuß zwischendurch ferne Töne, die davon zeugen, daß auch an den feindlichen Stellungen gearbeitet wird. Von Zeit zu Zeit leuchtet ein fahler Schein auf der Lichtstreif eines Scheinwerfers sucht den Horizont ab; oder ein Teuchtender Ball funkelt auf, schiebt minutenlang strahlend im Dunkel um still dann wieder zu verlöschen. " Sam'rab, wie spät haben wir's denn jebt? Noch zehn Minuten bis zwölf." Noch zehn Minuten? Dann ist's höchste Zeit, daß fufzehn gemacht wird. Los, Wilhelm-" Und Unteroffizier Wilhelm Schulze gebietet Feierabend, und feine Getreuen atmen auf.„ Verflucht müde wird einer doch bei der Schufterei." Ja, schön ist das Soldatenleben!... Na, gute Nacht, Kamrad Schippmannowsky!" Das Schloß. Dem Nachdenklichen aber kommt der Gedanke, wieviel Glück in diesen selben Menschen gewedt werden könnte, wenn dieselbe Macht, die sie jetzt unbekümmert um alle alten" Rechte des großen Schloßherrn wider ihren Willen in jene Keller sperrrt, bahin wirken würde, daß all diese Herrlichkeiten ihnen in Zeiten friedlichen Verkehrs offen stünden als Stätten der Erholung, der Erfrischung, wenn des Jahres Arbeit sie matt und mürbe gemacht hat. Hier tobte die Schlacht... Hier tobte vor wenigen Wochen die Schlacht. In blutigem Ansturm nahmen unsere Truppen die feindlichen Gänge, die artilleriegekrönten Höhen. Ueber Rübenfelder und Wiesen, durch Waldgebüsch und Hohlwege ging es, über Verschanzungen und Drahtberhaue hinweg; Geschosse und Bajonette berrichteten ihr blutiges Werk. Viele Stunden lang wogte der Kampf, und nach vielen Tausenden zählten jene Unglücklichen, die am Abend das Feld bedeckten. Weiß ragen seine Mauern aus dem Dunkel des Parts in das Tichte Grün des Wiesentals. An Spalieren rantt wilder Wein hinauf, eine vornehme breite Treppe führt zum Sof hinab, in dem ein kleiner Brunnen Nymphen und Wassergeister miteinander Jetzt sind diese furchtbarsten Zeugen der mörderischen Schlacht spielen läßt. Bequeme Nebengebäude rahmen ihn ein, zwischen beseitigt. Hier und dort ragen Hügel empor, mit Holzkreuzen geihnen steinerne Mauern, ein Taubenturm, ein Hühnerauslauf. schmüdt, grünüberwachsen, die ihre Ueberreste bergen. Auch sonst Jenseits der Waldhang mit seinen alten hochstämmigen Buchen, haben säubernde Hände manche Zeugnisse des tobenden Kampfes erwachend zum ersten Grün. entfernt. Aber der Wanderer, der durch die Gefilde streift, sieht doch noch mit heimlichem Grauen der Ueberreste genug, die an das Gemezel erinnern. Aber wüst und leer all die Pracht und Herrlichkeit. Ein Volltreffer riß eine ganze breite Ecke des weißen Gebäudes zu Schutt und Trümmern, das Dach weist drei, vier Meter breite Löcher auf, die Fenster starren schwarz und scheibenleer, in den Zimmern, die fie zeigen, nichts als zerbrochenes, zerfetztes Gerümpel, die Treppe überschüttet von Geröll, der Brunnen beschädigt, Taubenturm und Sühnerauslauf leer und verschmutzt, die Gebäude ringsum zerLöchert, verwahrlost. Das Leben, das ehemals in solchen Frühlingstagen hier so Frohbewegt geklopft haben mochte, verstummt, erstarrt. Der Befiber mit seinem Troß längst auf und davon, auf der Flucht vor den nahenden Prussiens". Sie sind jetzt längst die Herren seines Eigentums. In die Felder und Wege sind oft metertiefe flaffende Löcher gewühlt, dort, wo die schweren Geschosse der Artillerie einschlugen; Baumriesen stehen zerspalten, zerschmettert von ihrer Gewalt; ganze Reihen von Bäumen an den Wegen entlang in halber Höhe umgefnickt. Ueberall liegen die blauen Splitter und die erdbeschmutzten Zünder der geplakten Granaten umher. Dort auch ein Haufen französischer Patronentaschen, nicht weit davon im Graben ein zerbrochenes Gewehr, dort wieder Uniformfeßen, verschimmelte Militärschuhe.. In Menge verschüttete Munition der Infanterie; oft ganze Haufen loser Patronen oder auch jener grauen Päckchen, in denen der französische Soldat seine Munition geliefert In den Kellergewölben, dort, wo einst die Vorräte von kost- erhält Halbberwüstete Unterstände, zerstörte Barrikaden aus barem Wein und saftigen Früchten lagerten, da hausen sie, zu- Bäumen und Grde quer über der Straße. Ein paar Häuser, tot sammengepfercht in dumpfer Luft, deren qualmige Dide kaum der und leer wie alles ringsum, Nuinen nur noch ohne Dächer, mit Schimmer der Kergen durchbringt, die auf den schmußigen Tischen angefengten Mauerresten. Ein Rädergestell, eine verroitete Pflugstehen. Alte Matraßen, muffige Säde bilden ein unerfreuliches schar auf dem zerstampften Acker... Ringsum eine lastende Lager, wadlige Stühle schlechte Sikgelegenheit. In den Wänden Stille.. französische Seitengewehre in die Fugen zwischen den Steinen getrieben, Bretter darüber gelegt dürftige Börte für Tornister und Kochgeschirre, Schächtelchen und anderes Gerät. Draußen lockt der Frühling warm und weich; im Bart zwitschern die Vögel und man glaubt förmlich den Duft der blühenden Beilchen, der knospenden Sträucher, der harzigen Tannen herüberzuriechen. Aber der Weg zuin Bark ist versperrt. Bewegungen auf seinen Rosenbeeten, auf seinen hellen Kieswegen würden den Feinden in dem Graben Warm scheint die Frühlingssonne auf die Gefilde. Und wo auch das Auge sucht: Aus dem blutgetränkten Boden sprossen die leuchtenden Anemonen, die duftenden Veilchen, ganz blau wuchert es stellenweise am Wegrain, auf dem Waldgang, in wundersam bescheidener Pracht. Es ist, als ob das Blut ein besonders guter Dünger wäre für die duftende Plütenpracht. Der Wanderer aber, der sie sieht, wird auch warm. Und in sein Herz zieht Frühlingshoffen, Friedenssehnen.... S. N. Eine deutsche Note an Amerika. Washington, 10. April.( W. T. B.)( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Deutschland hat an die Vereinigten Staaten eine Note gerichtet, in der es sich beklagt, daß die Vorstellungen Amerifas an die Alliierten bezüglich der Zufuhr von Lebensmitteln für die bürgerliche Bevölkerung der kriegführenden Länder keine Wirfung erzielt hätten. Amerika lege auf dieses Recht lange nicht soviel Nachdruck wie auf das Recht, den Alliierten Waffen zu liefern. Die Note dringt darauf, daß die Vereinigten Staaten die Neutralität sorgfältiger einhalten mögen. Typhusepidemie in Serbien. London, 10. April.( W. T. B.) Daily Chronicle" meldet aus Athen: Kapitän Bennett, der von einer Reise durch Serbien zurüdgekehrt ist, berichtet, daß die Verhältnisse dort, anstatt besser Kranke, aber nur 10 Aerzte. Es besteht das größte Bedürfnis nach zu werden, sich täglich verschlimmern. Eine fürchterliche Typhusepidemie wütet im ganzen Lande. In Monastir allein sind 3000 Aerzten und Pflegerinnen. Das Land hat die Alliierten bisher Stranke, aber nur 10 Aerzte. Es besteht das größte Bedürfnis nach vergeblich um Hilfe gebeten. Die Diktatur in Portugal. Lyon, 10. April.( W. T. B.) Républicain" meldet aus issabon: Das Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, welches den Bibilgouverneur ermächtigt, diejenigen Munizipalräte und Parochialkomitees aufzulösen, welche die Beschlüsse der Regierung nicht anerkennen. Japan verdrängt Englands Einfluß in China. New York, 11. April.( W. T. B.)" New York Times" melden aus Washington: Man glaubt hier, daß die beiden neuen japanischen Forderungen nach einem größeren Anteil an der Verwaltung der chinesischen Zölle und der Salzsteuer, selbst wenn Japan auf ihnen besteht, weder China noch den Rest der Welt wesentlich berühren würden, wohl aber würden sie Japans Ansehen in China fördern und das Großbritanniens schwächen. Japan ist bereits in der Verwaltung der Zölle und Salzsteuer vertreten, aber Großbritannien hat den überwiegenden Einfluß in beiden. Die Gewährung der japanischen Forderungen würde eine Umkehrung des gegenwärtigen Berhältnisses bedeuten. Politische Uebersicht. Reichszigarettenmonopol. die Reichsregierung beabsichtige, die Zigarettenfirma AttiengesellDer Dresdener Korrespondent des Berl. Tageblattes" meldet, schaft Jasmaki in Dresden durch Vermittelung eines Bankkonsortiums anzukaufen, und zwar als die Grundlage eines deutschen Zigarettenmonopols. Der Vertrag dürfte voraussichtlich schon in den nächsten Tagen abgeschlossen werden. Die sächsische Ausfuhrindustrie hat diese Absicht der Regierung, so meldet der Korrespon= dent weiter, natürlich mit Befremden aufgenommen. Der staatsgefährliche ,, Wilhelm Tell". Aus Leipzig wird gemeldet, daß dort eine Kirchen- und Schulbehörde es fertig bekommen hat, den Konfirmanden der Volksschulen den Besuch einer„ Tell"-Aufführung im städtischen Theater zu untersagen, weil sie Schaden an ihrem Seelenheil nehmen könnten. Sieben Tell"-Vorstellungen hatten bereits im März für die Schüler und Schülerinnen der oberen Klassen einiger Leipziger Volksschulen stattgefunden, der Schulausschuß hatte eine namhafte Unterstüßung und der Rat der Stadt das Theater zur Verfügung gestellt. Vor der achten Vorstellung wurde aber den Konfirmanden plötzlich der Besuch verboten und ihnen das Eintrittsgeld zurückgezahlt. Ein Pastor aus Leipzig- Gohlis hatte Bedenken im Interesse seiner Konfirmanden geäußert und sich an den zuständigen Leipziger Intendanten gewendet. Darauf erteilte der Dezernent des städtischen Schulwesens den Rektoren der in Frage kommenden Schulen das Verbot für die Konfirmanden mit. Schillers Drama gerade in diesen Tagen auf dem Inder! Mehr kann man in einer Zeit, in der Millionen draußen auf den Schlachtfeldern für deutsche Kultur zu kämpfen glauben, nicht verlangen. Die Wirren in Meriko. London, 11. April.( W. T. B.) Das merikanische Konsulet erhielt gestern die Nachricht, daß Obregon der Hauptmacht Villas bei Celaya cine vernichtende Niederlage beigebracht halt. Kriegsbekanntmachungen. Wiederaufnahme des Geld- Postverkehrs mit Oesterreich. Amtlich. Berlin, 9. April.( W. T. B.) Der Postanweisungs, Boftauftrags- und Nachnahmedienst mit Desterreich nebst BosnienHerzegowina und Liechtenstein wird am 10. April wieder aufgenommen. Aus Groß- Berlin. Nichtamtlich. Zweckmäßige Aufbewahrung von Speck und Schinken durch die Gemeinden. Die Verordnung des Bundesrats vom 25. Januar d. 3. über die Sicherstellung von Fleischporräten legt den Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern die Verpflichtung auf, für die fünftige Fleischversorgung der Bevölkerung Dauerware in erheblichen Umfange zu beschaffen und aufzubewahren. 3weds Erzielung der notwendigen Ver minderung der Schweinebestände sollen von den Gemeinden in erster Linie Schweine geschlachtet und zu Dauerware rerarbeitet oder eingefroren werden. Es ist von größter Bedeutung, daß die Gemeinden auf eine sachgemäße Lagerung ihrer wertvollen Bestände an Dauerware besonders Bedacht nehmen. Denn ein Verderben dieser Vorräte, mie es namentlich in der wärmeren Jahreszeit bei Außerachtlaffung der erforderlichen Vorsicht leicht vorkommen kann, würde nicht nur schwere finanzielle Verluste, vor allem für die Gemeinde selbst, sondern auch eine erhebliche Schädigung der Interessen der Bolfsernährung mit sich bringen und muß daher unbedingt vermieden werden. Besondere Schwierigkeiten bietet die richtige Lagerung von Speck und Schinken, welche die allergrößte Sorgfalt crfordert. Um den Gemeinden einen Anhalt zu geben, wie hierbei zweckmäßig verfahren werden muß, hat die Staatliche Nahrungsmittel- Untersuchungsanstalt in Berlin ein sachverständiges Gutachten von einem Großfleischermeister, der über Tangjährige brattische Erfahrungen auf diesem Gebiet verfugt, eingeholt. In dem Gutachten wird folgendes ausgeführt: " Bauchsped sowie Rüdensped fönnen, wenn sie durchgesalzen find, in trođene, fühle Keller gelagert werden, und zwar folgendermaßen: Der Boden des Kellers wird mit einer Bretterlage berfehen, hierauf wird der Speck fest gelagert, jedoch muß zwischen jeber Specjeite etpas grobes Salz gestreut werden, damit die Ware nicht schmierig wird. Der Sped fann in der vollen Höhe des Sellers gelagert werden, muß aber sorgfältig mit Decken oder Salzjacken zugedeckt und dadurch gegen Licht und Luft geschüßt werden, da er sonst leicht gelb und galstrig wird. So aufbewahrt, fann der Sped den ganzen Sommer und länger hinaus gut erhalten werden. Wenn jedoch genügend Zententbottiche vorhanden sind, was aber selten der Fall ist, kann der Speck, ob mager oder fett, sobald er durchgesalzen ist, in diesen Bottichen gelagert werden. Er muß bann in eine 12- bis 15prozentige Rate gelegt, die Bottiche dann zugemacht und zugedeckt werden, damit ebenfalls keine Luft heranfommt. Die Ware wird dann nach Bedarf geräuchert. Den Sped und Schinten geräuchert aufzubewahren, ist bedeutend schwieriger, da er nicht am Boden gelagert werden darf. Hierzu müssen Aufhängeborrichtungen gebraucht werden, die aber auch wohl zum größten Teil erst gebaut werden müssen. Die entstehenden Kosten würden die Ware aber unnötig verteuern. Der geräucherte Sped muß frei und luftig hängen, ist hierdurch aber sehr den Fliegen ausgefest und, wenn nicht sehr sauber behandelt, bald von Maden durchsetzt, auch würde er bedeutend an Gewicht verTieren. Ferner fönnen geräucherte Schinken wie Sped im Beutel, aber ebenfalls hängend, aufbewahrt werden. Das Einbinden muß aber außerst sorgfaltig geschehen, und es kommt trotzdem vor, daß sich die kleine Fliege Eingang verschafft und ihre Brut abgesetzt hat. Das beste Konservierungsmittel ist die Jelamasse das ist ein Gemisch von Kolophonium und Paraffin, nur ist sie ziemlich teuer. Der Zentner Ware in die Masse getaucht, würde sich auf ula 10. Pearl Hellen. Die Ware bleibt bann aber so wie sie eingepact ist und behält das volle Gewicht. Am vorteilhaftesten ist es, den Speď gesalzen aufzubewahren und nach Bedarf zu räuchern, Schinken dagegen, wenn sie durchgefalzen sind, zu räuchern, dann im Schmalz zu lagern, oder in Jela zu tauchen. Die neue Brotkarte und die Bäcker. Die neue Brottarte hat den Bädern eine wesentliche Erleich terung gebracht. Sie ist so eingerichtet, daß die Flächengrößen der einzelnen Abschnitte in demselben Verhältnis zueinander stehen wie die aufgedrudten Gewichtszahlen. Aus dieser Anordnung ergibt sich, daß die Abschnitte alle zusammen gewogen und hierdurch das von ihnen nachgewiesene Brotgewicht errechnet werden fann. Es brauchen also nicht mehr wie bisher die 25, 50- usiv. Gramm- Abschnitte voneinander gesondert abgegeben zu werden, sondern der Bäcker kann alle Abschnitte der Woche in einem einzigen Umschlag der Kommission übergeben. Es hat auch feinen 3wed mehr, die Abschnitte etwa zu zählen, da nach diesem Ergebnis, die Mehlzuteilung doch nicht erfolgt. Noch einfacher gestaltet sich die Berechnung für den Mehlfleinhändler, der nur den 200- Gramm Abschnitt abliefern darf; andere Abschnitte werden ihm bei der Mehlzuteilung überhaupt nicht angerechnet. Zum Kapitel„ Umlernen". Der Zofalanzeiger" veröffentlicht unter vorstehender Ueberschrift in der Rubrik" Oeffentliche Meinung" eine Mahnung eines Einsenders an Frauen wohlhabender Streife, sich ihrer Pflichten gegen ihre armen Mitschwestern, die von ihrer Hände Arbeit leben müssen, mehr bewußt zu werden. Die Einsendung in der Sonntagsnummer des Lofalanzeiger" lautet: Wie wenig foziales Verständnis noch in manchen Streifen unserer Hausfrauen anzutreffen ist, dafür einige Beispiele aus dem wohlhabenden Berlin. Eine gut fituierte Dame bestellt sich ihre Blätterin durch Eintragung in deren Kundenbuch im voraus für cinen bestimmten Tag, läßt ihr aber beim Antritt durch ihr Personal einfach sagen, heute passe es der gnädigen Frau nicht, sie habe gerade etivas anderes vor". Seine Fahrgelderstattung, feine Entschädigung für den verlorenen Arbeitstag, nicht einmal eine Entschuldigung seitens der„ Gnädigen". Und die arme Blätterin entfernt sich tränenden Auges und wagt feine Widerrede wie in so vielen Fällen ,, um die Kundschaft nicht zu verlieren". Noch ein Beispiel. Aft der Handlung: Villenkolonie Grunemald. Eine Näherin, die schon längere Zeit für die betreffende Villa arbeitet, wird von der Dame des Hauses auf einen bestimmten Tag bestellt. Um rechtzeitig einzutreffen, muß die Näherin in aller Frühe ihre am Görlißer Bahnhof belegene Wohnung verlassen. Als sic pünktlich in der Grunewaldvilla eintrifft, erklärt ihr die„ Gnädige", daß es ihr heute gerade nicht passe", und gibt ihr als Entschädigung für den verlorenen Arbeitstag das Fahrgeld zurüc! Solche Beispiele lassen sich leider beliebig vermehren; auch kommt es sehr häufig vor, daß die Damen erst im letzten Augenblick durch Postkarte absagen, ohne zu überlegen, daß die Bestellten meist schen unterwegs sind, bevor die Morgenpost in ihre Hände gelangen fann. Riegt da bloße Gedankenlosigkeit oder wirkliche Gefühllosigkeit vor? Unsere ernste Zeit duldet beides nicht! Gerade die, Frauen der wohlhabenden Kreise sollten sich der fitftlichen Pflichten gegen ihre armen Mitschwestern, die von ihrer Hände Arbeit leben müssen, jekt boppelt bewußt werden und mehr Rücksicht auf deren Lebens- 1 in der Straßenbahn von einer Beerdigung heim. Unterwegs brach nöte nehmen." er im Wagen zusammen und starb auf der Rettungswache, wohin Soweit der Einsender im Rofalanzeiger". Die Redaktion be- ihn Sameraden gebracht hatten. Eine Hehlergesellschaft, die sich merkt hierzu: mit der Verschärfung von gestohlenen Fahrrädern befaßte, ist von sich um Leute aus Berlin und Halle. Man fand eine ganze Ander Kriminalpolizei festgenommen worden, und zwar handelt es zahl in Berlin gestohlener Fahrräder. „ Wir nehmen als bestimmt an, daß der Herr Einsender seine Mitteilungen aus tatsächlichen Vorgängen schöpft. Auch wissen wir sehr wohl: Sowas gibt es!" Aber wir möchten doch gewissermaßen auf Grund sehr weitgehender Erfahrungen feststellen, daß gerade in den Kreisen, die der Herr Einsender in Auge hat, die nach Hilfe um menschliches Verständnis, nach Arbeitsbereitschaft und Gemeinschaftssinn rufende Stimme der Kriegsnöte das denkbar stärkste Echo gefunden hat." Wir enthalten uns einer Kritik, zumal der„ Lokalanzeiger" die Angaben des Einsenders teilweise bestätigt. Natürlich gibt es auch einfichtige Leute, die verständig handeln und in bestimmten Fällen Entgegenkommen für Zeitverlust zeigen. Gegen diese richtet sich aber die Kritik des Einsenders auch nicht. Fledderer an der Arbeit. Soziales. Die Krankenkassen und das Notgeses. Durch das am 4. August 1914 in Kraft getretene Notgeseg betr. Sicherung der Leistungsfähigkeit der Kranken fassen" wurden bekanntlich leider die Beiträge für alle Kassen auf 412 vom Hundert des Grundlohns erhöht. ohne daß es eines besonderen Beschlusses des Ausschusses der Kassen über eine Sagungsänderung bedurfte. Ebenso wurden vom selben Tage ab die Zeistungen auf das Mindest nt a B herabgesetzt. Die Fledderer haben es in der Tekten Zeit auf der Stadtbahn und auch an anderen Stellen wieder arg getrieben. So wurden Während früher in Berlin allgemein die Angehörieinem Arbeiter, der zwischen dem Gesundbrunnen und der War- gen der im Krankenhause Befindlichen das volle Krankengeld schauer Straße in seinem Abteil eingeschlafen war, die Börse mit und, sofern feine Angehörigen zu verzeichnen waren, die von ungefähr 40 W. und die Uhr gestohlen. Ein anderer büßte zwischen dem Erkrankten unterhalten wurden, ein Viertel als Tajchen. den Haltestellen Jungfernheide und Warschauer Straße sein gefülltes geld erhielten, sind seit dem 4. August 1914 diese Leistungen Portemonnaie ein, das ihm aus der Hosentasche herausgeschnitten im lekteren Fall gänzlich ausgefallen und im ersteren alf wurde. Viel schlimmer aber erging es einem Tischler aus Ortels- auf die Hälfte reduziert worden. Außer diesen Minderburg, einem armen Flüchtling, den die Russen vertrieben hatten. leistungen wurde die Zahlung von Krankengeld an SonnDer Mann kam auf der Flucht erst nach Berlin und arbeitete dann und Feiertagen, die Zahlung von Schwangerenunterstügung, in der Provinz. Mit 430 M. Ersparnissen kehrte er jegt zurüd. Sebammenkosten, Heilstättenpflege, Gewährung größerer um sich wieder nach Ortelsburg zu begeben. Während des Auf- Heilmittel eingestellt. Neben der Herabiezung des enthalte in Berlin fiel er einem Landsmann" in die Hände, der Krankengeld bezuges von 39 auf 26 Wochen wird ihm erzählte, daß er ebenfalls Flüchtling sei und auch bald nach fortab in Sterbefällen nur der 20fache Betrag gegenOstpreußen zurüdfahren werde, um sein verwüstetes Heim wieder über des 30 fachen Betrages des Grundlohns gewährt, aufzurichten. Der„ Landsmann" verschleppte den arglosen Tischler, während die Unterstützungen bei Sterbefällen von Familiengab ihm zum besten und stahl ihm dann die ganze Barschaft. angehörigen gänzlich eingestellt ist. Die Häufung der Fleddereien veranlaßte die Kriminalpolizei zu besonderen Beobachtungen und Maßnahmen, und so gelang es, in den letzten Tagen ein Dußend dieser Spezialisten unschädlich zu machen. Aus Berzweiflung über den Verlust ihres in den Kämpfen bei Soissons im Januar gefallenen Mannes versuchte die in der leiststraße in Nowawes wohnende Frau Steuer in der Nacht vom Sonnabend zu Sonntag sich mit ihren beiden Kindern, einem sechs jährigen Mädchen und einem ein Jahre alten Knaben durch Einalmen von Leuchtgas das Leben zu nehmen. Die herbeigerufene Feuerwehr rief. Mutter und Kinder mittels Sauerstoffapparat wieder ins Leben zurüd, bei dem Mädchen dauerten die Bemühungen mehrere Stunden. Wir haben schon früher dargelegt, daß in den Fallen, wo der Familie der Ernährer genommen wird, die Verzweiflung der schlechteste Ratgeber ist. Wenn auch der Schmerz über den Verlust des Gatten und Vaters groß sein mag und verständlich ist, so haben die Sinterbliebenen doch auch die Pflicht, der Lebenden zu gedenken und sich und ihren Kindern zu leben. Totgefahren. Ein tödlicher Straßenunfall ereignete sich am Sonnabendabend in Tempelhof. Dort trat vor dem Hause Berliner Straße 97 der Stutscher G. Banknin vor einem herannahenden Straßenbahnzug der Linie 70 auf das Gleis, wurde von dem Triebwagen umgestoßen und dann von dem unter dem Vorderperron befindlichen Fangkorb aufgenommen. Der Verunglückte wurde nach dem Reservelazarett in Tempelhof übergeführt, wo nur noch der anscheinend durch innere Verlegungen herbeigeführte Tod festgestellt wurde. Kleine Nachrichten. Am 1. März ist der Schmied Hermann Krüger aus der Gubener Straße von Hause fortgegangen und nicht wieder heimgekommen. Gestern fand man den Vermißten als Reiche an der Straße Neukolln am Wasser. Ein Streit in der Arbeitsstelle foll die Ursache zu dem Verzweiflungsschritt sein. Der Pförtner Grunewald aus der Wilhelmstraße 79 fuhr gestern Todes- Anzeigen Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenhauer. Berlin 5. Am Freitag, den 9. April, verstarb an Herzlähmung unser Mitglied Otto Grunwald Mechaniker, Genter Straße 36. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 12. April, nachmittgs 3 Uhr, auf dem neuen Nazarethfirchhof in Reinidendorf( Berliner Straße) statt. Jm Alter von 48 Jahren ver starb am Freitag, den 9. April, unser langjähriges Verwaltungs mitglied Georg Menning Dreher, Müllerstraße 36. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Dienstag, den 13. April, nachmittags 5 Uhr, im Krematorium in der Gerichtstraße 37, statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung Volks- Feuerbestattungs- Verein Groß- Berlin. Am 9. April verstarb nach kurzem, aber schiverem Krankenlager, der Mitbegründer und Vorsitzende unferes Vereins, Herr Georg Menning. Ent Wir verlieren in dem schlafenen einen treuen Leiter und Berater und werden sein Andenken in Ehren bewahren. Die Einäscherung findet morgen, Dienstag, nachmittags 5 1hr, im Krematorium, Berlin, Gerichtftraße 37, statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. 66666666# 999 Die besten Glückwünsche zur filbernen Hochzeit unseres Kollegen 81/14 Heinrich Späthe net Gattin. wünschen die VergolderBerlins J. A.: Die Kommission d. Vergolder. 66666666 Preisgekrönte Arbeitermöbel Solide Arbeit. Billige Preise Kari Thomas Tischlermeister, Bernauer Straße 79 Tel.: Norden 4901 Lief. d. Konsumgenossenschaft, Dokumente zum Weltkrieg 1914 Herausgegeben von Eduard Bernstein Heft 1: Das deutsche Weißbuch Preis 30 Pf. Heft 2: Das englische Blaubuch 1. Die Geschichtsdarstelfung und die Erklärungen der Minister. Preis 30Pf. Heft 3: Das englische Blaubuch 2. Der Depeschenwechsel des britischen Auswärtigen Amtes. Preis 50 Pf. Seft 4: Das russische Orangebuch Preis 30 Pf. Heft 5: Das belgische Graubuch Preis 30 Pf. Buchhandlung Borwärts Berlin GB. 68, Lindenstraße 3 Nachdem die Kassen über acht Monate nur Regelleistun gen, tros erhöhter Beiträge, gewähren und die zu Anfang gehegten Befürchtungen nicht eingetroffen sind, sollten diese mit der Wiederherstellung des alten Zustandes vorgehen oder wenigstens die alten Leistungen wieder einstellen. Wie bekanntgegeben wurde, hat u. a. die Allgemeine Ortsfrankenfasse der Stadt Berlin eine Million Mark und die Orts. frankenkasse für das Buchdrudgewerbe 100 000 m. für die zweite Kriegsanleihe gezeichnet. Daraus geht hervor, daß trotz der Kriegslage die Kassen mit recht nennenswerten Ueberschüssen in verhältnismäßig furzer Zeit zu rechnen hatten. Es wäre daher wohl an der Zeit, daß den erkrankten Kassenmitgliedern für ihre erhöhten Beiträge wenigstens die Leistungen wieder zuteil werden, die bis zum Kriege nach dein Statut zu erfüllen waren. Die Vorstände und Ausschüsse der Krankenkassen sollten bei dem verhältnismäßig günstigen Stand unserer Griverbsverhältnisse und der entsprechenden Vermögenslage der Stassen Schritte zur endlichen Beseitigung der erheblichen, durch das Notgesez den Kassenmitgliedern zugefügten Nachteile ergreifen. Aus aller Welt. Heuschreckenplage in Aegypten. London, 11. April.( W. T. B.)" Morning Post" meldet aus Kairo: In ganz Aegypten herrscht eine Heuschredenplage, die frog aller Vorkehrungen zunimmt. Die Baumwollernte ist in Gefahr, vernichtet zu werden. Aus Syrien kommt die Nachricht, das die Heuschrecken die Felder zwischen Jerusalem und El Arisch zer störten und daß die Nomaden der Halbinsel Einai nach Aegypten flüchteten. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Dienstag mittag: Vielfach heiter, aber noch veränderlich, ohne erhebliche Niederschläge; in den Tagesstunden ziemlich mild, in der Nacht zu Dienstag an den meisten Orten leichter Frost. Spezialarzt Dr. med. Kari Reinhardt. Prinzenstr. 64 f. Geschlechtskrankheiten, Harnleiden, Schwäche, Ehrlich- Hata- Kuren, Blutund Harn- Untersuchungen. Institute: zwischen Dresdener und Annenstraße. Sprechst. 5-7, Sonntags 10-11. Potsdamer Str. 117 a. d. Lützowstr., Sprechst. 4,11-2 u. 28-210 U. abds., Sonnt. 11-1.. • 48 Aufklärende 48 Seiten starke Broschüre gratis und postfrei in verschlossenem Kuvert Minlos'sches Waschpulver alleintätig, ohne Seife oder Soda zu verwenden das 1 Pfd. Paket kostet nur 30 Pfg. Sie laufen wie eine Biene! wenn Sie uns. gestrickten Haus- u. Straßenschuhe tragen. Acin Brennend. Füße, f. Schweißfüße, t. geschwoll. Gelenke, t. Krampfad., Venenentz... Hühneraugen, 1.Ballen, t. Druck a. empf. hochlieg. Behen, 1. Gicht, t. 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