Nr.103.- 32.Jahrg. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerands: BierteljahrL 3,30 m, monatl. 1.10 M möchentlich 25 Big. frei ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit ilustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt 10 a. Boste Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost Zeitungs Breisliste Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 3.50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal Rumänien Schweden und die Echweis Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gemerfichaftliche Vereins. und Versammlungs Anzeigen 20 Big. Kleine Anzeigen", das fettgedrudic Bort 20 Big.( guloifig 2 fettgedrudte prte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafsteenanzeigen das erste Sort 10 Big.., jches meitere Bort 5 Bfg. Borte über 15 Buch staben zählen für zmei Borte. Insergie für die nächste unumer müjien bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sezialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morisplas, Nr. 151 90-151 97. Donnerstag, den 15. April 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morisplas, Nr. 151 90-151 97. Unveränderte Frontlinie zwischen Maas und Mojel. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 14. April 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplay. Ein nächtlicher feindlicher Vorstoß bei Berry- au- Bac scheiterte. Nordwestlich von Verdun brachten die Franzosen gestern Minen mit stark gelblicher Rauch- und erstickend wirkender Gasentwickelung gegen unsere Linien zur Anwendung. Zwischen Maas und Mosel wurde weiter gekämpft. Bei einem starken französischen Angriff gegen die Linie Maizerey- Marcheville drangen die Franzosen an einer schmalen Stelle bei Marcheville in unsere Stellung ein, wurden durch Gegenangriff aber bald wieder hinausgeworfen. An der übrigen Front brach der Angriff, bereits vor unserer Stellung zusammen. Zwischen Combres und St. Mihiel fanden gestern nur Artilleriekämpfe statt. Im Ailly- Walde wurden nach erfolglofen feindlichen Sprengversuchen drei feindliche Angriffe zurückgewiesen. Ein Angriff beiderseits der Straße Essey- Flirey fcheiterte westlich dieser Straße und führte östlich derselben zu Nahkämpfen, in denen unsere Truppen die Oberhand behielten. Im Priesterwalde fanden keine Kämpfe statt. In den Vogesen mißglückte ein französischer Vorstoß gegen den Schnepfenriethkopf füdwestlich von Mezeral. Deftlicher Kriegsschauplatz. Die Lage im Often ist unverändert. Oberste Heeresleitung. Der österreichische Generalstabsbericht. unsere Stellungen auf verschiedenen Stellen, wo wir seit acht Tagen vorrückten. Unsere Flieger beschossen erfolgreich Wien, 14. April.( W. T. B.) Amtlich wird ver- einen Militärschuppen in Vigneules( Woewre) und zer Jautbart: 14. April.1915, mittags: streuten nicht weit davon ein auf dem Marsch befindliches Bataillon. Die allgemeine Lage ist unverändert. An der Karpathenfront waren in den meisten. Abschnitten nür Geschützkämpfe im Gange. Nordwestlich des Uzsoker Basses wurde cinc von den Russen vor Tagen befeste Feindlicher Flieger über dem südlichen Stellung in ihrer ganzen Ausdehnung durch den Angriff der tapferen ungarischen Infanterie- Regimenter Nr. 19 und 26 crobert. In Südost- Galizien und der Bukowina herrscht Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Die Kriegslage. Schwarzwald. Karlsruhe, 14. April.( W. Z. B.) Im Laufe des geftrigen Vormittags erschien ein feindlicher Flieger über verschiedenen Orten des südlichen Schwarzwaldes. Er warf über Stockach vier Bomben ab. Tätigkeit der englischen Flotte an der belgischen Küste. Heraus mit den Kartoffeln! Seit Monaten ist sich die öffentliche Meinung darüber cinig, daß es um die Kartoffelfrage, frittich steht. Celbit einem so gemäßigten Manne wie Professor, Ballod, lauft die Galle über. Schrieb er doch Ende März in der„ Täglichen Rundschau": Erfolgt feine Beschlagnahme, so werden, darüber dürfen wir uns feiner Täuschung mehr hingeben, in furzer Zeit feine Eskartoffeln für die nichtlandwirtiaftliche Bevölkerung mehr vorhanden fein, sofern nicht die Saat angegriffen wird, was unter allen Umständen vermieden werden muß. Noch einige Wochen, und wir sind glüdlich soweit, das wir uns die fernere Dis fussion über die Kartoffel sparen fönnen. Die Bevölkerung wird zwar bald feine Kartoffeln mehr haben, aber das Schwein, das Schweip wird gerettet fein." Es mußte so fommen. Nicht umsonst wurde in den Vorschlägen, die Parteivorstand und Generalfommission am 15. August der Regierung und der Deffentlichkeit unter breiteten, soviel Gewicht auf die Viehfutterjrage gelegt. Fir jeden, der in den Verhältnissen, einigermaßen Bescheid weiß, mußte nämlich von vornherein flar fein, daß die ge ernteten Produkte wohl zur Not für die Ernahing bør Bevölkerung ausreichen, unmöglich aber zur Erhaltung der Viehstapel. Das wird ja auch in dem amtlichen Werke Die Deutsche Landwirtschaft" theraus gegeben vont Staiserlichen Statistischen Amte 1918) rund heraus gesagt. Es. bestand daher von Anfang an die Gefahr, das Sie Landwirte Brotkorn und Kartoffeln ohne Rücksicht auf den Bedarf der Bevölkerung berfirftern wurden. Das ist im hohen Grade mit dem Roggen geschehen. Nachdem man endlich viel zu spät diesem volkswirtschaftlichen Ver brechen durch wiederholte Verbote ein Ende bereitet hat, blieb den Landwirten als einzige Reserve für Viehfutter der Kartoffelborrat. Zum mindeſten im Januar, als diese Verhältnisse vollständig flar lagen, hätte man also die Mengen, die für die Ernährung der Menschen notwendig waren, sicherstellen müssen. Damals waren wohl noch genügend Vorräte an Speisekartoffeln vorhanden und es galt diese durch Beschlagnahme der Verfügung der Landwirte zu entziehen. Allerdings ist es schwierig, die in Mieten eingewinterten Vorräte fortzuschaffen, aber das war auch gar nicht nötig; es hätte genügt, wenn durch ein Verbot diefe Vorräte vor der Verfütterung gesichert wurden. Man ließ indessen die Dinge gehen. Die einzige Maßnahme, zu der sich der Bundesrat entschloß, war die Heraufsezung des Höchstpreises für Speisekartoffeln. Am 23. November war der Höchstpreis für die Pro duktionsgebiete auf 55 M. pro Tonne, für andere Gebiete auf 57 bis 61 M. festgesezt worden, am 15. Februar wurde er auf 90 bezip. 92 bis 96 M., also um 82 Proz.. erhöht. DaAls Ergebnis der Stämpfe zwischen Maas und Mosel durch wurden den Händlern und Landwirten enorme fann wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wirdProfite zugeschanzt und den Konsumenten Lasten auffestgestellt werden, daß alle Stellungen, die in dem Hauptquartier einen Bericht des Konteradmirals Hood, des Kom- da London, 14. April.( W. T. B.) Die Admiralität veröffentlicht erlegt, aber der Verfütterung wurde auch Bericht vom 10. April als von uns genommen gemeldet wurden, in mandanten der Flottille an der belgischen Küste, über keine anderen Vorräte hatten, noch nicht vorgebeugt. borgebeugt. Landwirte, dic haben eben Speiseunserem Besitz geblieben sind. Die Frontlinie hat sich nicht die Tätigkeit der Flottille im Oktober und November. Die tartoffeln besonders an Schweine, aber auch an Milchfühe, geändert, bielmehr wurden alle französischen Angriffe unter Flottille wurde ausgefandt, um den Vormarsch größerer deutscher Dchsen und Ackerpferde verfüttert, denn der hohe Preis, den den schwersten Verlusten für den Feind abgewiesen. Truppentörper an der Küste von Ostende und Nieuport zu verhindern sie beim Verkauf der Kartoffeln ergielen konnten, reizte sic Entgegen den französischen Meldungen ist die Höhe von und die linke belgische Flanke zu decken. Die Operationen begannen nicht, wenn fie für ihr Vich Gerste oder Mais kaufen sollten, Eparges nie in deutschem Besitz gewesen, sie kann also auch nicht in der Nacht zum 17. Oktober. Man beschoß zunächst die die nicht unter 500 m. pro Tonne zu haben sind. von uns verloren worden sein. Um sie ist gar nicht gekämpft deutschen Stellungen an der Küste, die innerhalb des Bereichs Jezt endlich entschließt sich der Bundesrat zu einer Am 18. Dktober wurde eine worden, sondern vielmehr um die Combres- höhe, deren der Schiffskanonen lagen. Beschlagnahme", die am legten Montag angeordnet Namen die Franzosen in ihren Berichten verschweigen. Die Combres- Maschinengewehrabteilung vom Schiff„ Severn" bei Nieuport gelandet. wurde. Indessen ist zu befürchten, daß auch das ein Schlag während der Gefechte wurde das Schiff„ Amazon“, welches die ins Wasser sein wird. Höhe ist eine ganz andere als die Höhe von Eparges und von dieser Flagge des Stonteradmirals führte, an der Wasserlinie schwer be- müssen nämlich noch Wochen vergehen, ehe die Wirkung einSo wie die Sache geregelt wird, burch einen Bach getrennt. Damit fallen auch die in dem fran- fchädigt, so daß es nach England geschickt werden mußte. Während treten kann, diese Wochen werden aber genügen, damit zöfifchen Bericht gezogenen Schlußfolgerungen, wie z. B., daß wir der ersten Gefechtstage hatten fast alle Schiffe Verluste, die von den weitere Millionen Zentner Startoffeln verfüttert werden. bei diesen Stämpfen in den letzten beiden Monaten 30 000 Mann ber Deutschen meist durch Schrapnellfeuer der Feldgeschüße verursacht Auch jetzt wird noch keine Beschlagnahme im eigentlichen Ioren hätten, in sich zusammen. wurden. Die Anwesenheit der Schiffe hatte zur Folge, daß immer Sinne durchgeführt, ja es wird nicht einmal ein Verbot der weniger deutsche Truppen an der Süfte gesehen, dafür immer mehr Verfütterung von Speisekartoffeln ausgesprochen. Auf der gesamten Dst front, sowohl auf der von unseren schwere deutsche Geschütze in Stellung gebracht wurden. Das machte Was geschehen soll ist folgendes: es wird eine Reichs als auch auf der von den Truppen unserer Verbündeten befegten nötig, daß auch schwerer bewaffnete Schiffe herangezogen wurden, stelle für Startoffelversorgung" errichtet; diese tritt mit Linie ist die Gesamtlage durchaus zufriedenstellend. An der unter ihnen das Schlachtschiff„ Venerable" und mehrere ältere Kreuzer. den Kommunalverbänden in Verbindung, die KommunalRarpathenfront find alle von uns genommenen Stellungen Fünf französische Zerstörer wurden unter das Kommando Hoods gestellt, berbände sollen angeben, wie viel Startoffen fic brauchen fest in unseren Händen. Destlich vom Laborcza Tal, in der Gegend der am 30. Oftober seine Flagge auf der Intrevid" hißte und die und ihnen wird das Recht zugesprochen, die erforderlichen des Uszoker Passes sowie im Ondawa- Tal drüden die deutschen und französische Flotille bei Lombartzyde ins Gefecht führte. Mit dem Mengen zwangsweise sicherzustellen", aber vorerst sollen sie österreichischen Truppen vorwärts. Erscheinen der schweren deutschen Kanonen nahmen auch die Verluste freihändig kaufen". Die Reichsstelle tritt erst in Tätigkeit, der Flotille zu. Der größte Schaden war die Zerstörung eines wo es gilt, Kommunalverbände, die in ihrem Bereich feine Turmes für sechszöllige Kanonen und mehrere Treffer an der genügenden Mengen fassen können, zu versorgen. Nun ist Wasserlinie des Schiffes Mersey", der Tod des Kommandanten flar, daß ehe die Kommunalverbände, die die Lage und acht Mann sowie die Verwundung von sechzehn Mann des überschauen, vie gesagt, Wochen vergehen müssen. Schiffes Falcon", das in schweres Feuer geriet, als es die Inzwischen sind die Feldarbeiten im Gange, Pferde und Venerable" gegen Unterseeboote ſchützte. Die Schiffe Wildfire" Ochsen müssen Leistungsfähig erhalten bleiben und und Bestal" erhielten durch die Schüsse große Leds. Eine Anzahl da ist es am bequemsten, ihnen Speisekartoffeln in den Trog Paris, 14. April.( W. T. B.) Der amtliche Be- Verluste hatten auch die Schiffe Brilliant" und" Rinaldo". Nach zu schütten. Wenn dann so um Mitte Mai herum die Słom richt von gestern abend lautet: Der Tag war auf dem die Umgebung Nieuports unter Waffer gefegt worden war, munen und die Reichsstelle endlich zur Beschlagnahme werden der ganzen Front ruhig. Wir behaupteten und befestigten war ein weiteres Verbleiben der Flottille nicht mehr notwendig. schreiten wollen, werden sie verdammt wenig vorfinden. Westlicher Kriegsschauplah. Der französische Tagesbericht. " " " Höchstes Befremden muß schließlich der Schlußpassus der[ laffung der Höchstpreise, das Bedenken, man realisiere den StaatsUm unseren lehttägigen Angriffen im Abschnitt Feh- En- Hahe, Bekanntmachung vom Montag erregen: sozialismus, die entscheidende Rolle. Ganz abgesehen davon, daß Bois le Pretre die Stirn bieten zu können, sahen sich die Deutschen Der Ankauf von Kartoffeln wird zu Preisen erfolgen müssen, Staatssozialismus durchaus mit jedem Staat ver- gezwungen, an diesem Punkt die Reserven der benachbarten Abdie dem Landwirt neben dem Höchstpreis ein Entgelt für Aufeinbar, daß ihn gerade der starke Militärstaat in einem erheb- schnitte heranzuziehen, anscheinend haben sie nicht viele verfügbar. bewahrung, Behandlung und Risiko bietet. Diese Preise lichen Umfang in der Gegenwart als Bedingung seiner Eristenz werden vielfach für die minderbemittelte Bevoraussetzt( daher ja die stärkste Kraft der syndikalistischen Am 30. März haben wir im Priesterwalde und vor Feh- Endaher den Kommunalverbänden beim Eriverb von Kartoffeln, der völkerung zu hoch sein. Die Reichsfinanzverwaltung wird Argumente!), waren alle diese Maßnahmen notwendig, wenn Haye die deutschen Stellungen in einer Tiefe von 800 und in einer zur Versorgung ihrer minderbemittelten Bevölkerung durch die man die Ernährung bis zur nächsten Ernte sicherstellen wollte. Sie Ausdehnung von 1000 Meter eingenommen. Am 31. März wurde Reichsstelle erfolgt, bie Mehrkosten erfeßen, die durch waren also reine Kriegsnotmaßnahmen, getroffen, um den Staat, Fey- En- Haye selbst genommen; am 3. April die Stellungen bei die genannte Sondervergütung den Landwirten die militärische Kraft und damit schließlich auch indirekt Regnieville. Auf einer Front von 40 Kilometer hat die verstärkte über den Höchstpreis gezahlt werden. Dadurch werden das kapitalistische Wirtschaftssystem in diesem Erste Armee eine Sturmstellung auf Sturmentfernung eingerichtet. die Kommunalverbände in die Lage gesetzt, diese Kartoffeln zu Staat zu erhalten. In feinem größeren Kriege hat es je an Morgen werden wir die Zange, in der wir den Gegner zwischen demselben Preis abzugeben, wie sie sich nach den gegenwärtigen solchen Zwangsmaßnahmen gefehlt. Uebrigens war dieses Miß Verdun und Bont- a- Mousson eingeschlossen haben, schließen und mit Höchstpreisen für Landwirte zuzüglich der Fracht und der hinzu verständnis über den Charakter dieser Notbehelfe seltsamerweise beträchtlichen Kräften von vorn und im Rücken angreifen und die tretenden geringen Spesen stellen. Die im Februar nahezu verdoppelten Höchstpreise werden des Sozialismus verbreitet. So, wenn 2 ensch von der teilweisen feindlichen Truppen zwischen Meh und St. Mihiel vernichten. Jeder nicht nur bei den Regierungsstellen, sondern auch in weiten Kreisen also wieder über den Haufen geworfen, die Landwirte und Realisierung sozialistischer Forderungen in der Gegenwart sprach Mitkämpfer muß folgendes wissen: die Kanonen, die er vor sich Händler können darauf rechnen, noch" Sondervergütungen" und sich erst vom„ Vorwärts" sagen lassen mußte, daß die hört, sind das französische Geschüß, das in den Rücken des Gegners einzuheimsen und die Großhändler, die noch im Besize großer Teilung" und die gleiche Ration pro Kopf" zwar als Argument feuert. Lager find, werden auch ihren Schnitt machen. Das ganze gegen den Sozialismus in den Lesebüchern vorkomme, aber schwer- Zur Abwehr dieses furchtbaren Angriffes scheinen die Verfahren soll etwas von Unterstügung" erhalten, indem lich von wissenschaftlich durchgebildeten Sozialisten als Erfüllung Deutschen gegenwärtig nur über örtliche Reserven zu verfügen, aus Reichsmitteln schließlich den Kommunalverbänden zu des Sozialismus gewertet werden könne. Möglicherweise bilden und selbst wenn sie andere herangezogen haben, könnte es sich nur schüsse gewährt werden. Da ist denn zu befürchten, daß die übrigens diese Maßnahmen den Ausgangspunkt zur Regelung der Stommunalverwaltungen entsprechend handeln werden, und die Nahrungsmittelversorgung auch nach dem Kriege. Aber auch um einige Bataillone handeln. Folge muß sein, daß, wer irgend kann, von diesem Kommunal- dann wird das sehr wenig mit Sozialismus zu tun verkauf keinen Gebrauch macht, sondern Wucherpreise zahlen haben, sondern wird eine Stabilisierung der Güterversorgung im wird, die die Händler verlangen werden. Gestlicher Kriegsschauplah. Interesse der militärischen Machtentfaltung bedeuten. Die wirtUnd das alles muß geschehen, weil die Regierung be- schaftliche Form ist auch im Sozialismus nur gedacht als Substanz hauptet, eine allgemeine Beschlagnahme sei nicht durch einer bestimmten Gesellschaftsverfassung; die Uebertragung irgend- Die Russenherrschaft in Memel. zuführen wegen technischer Schwierigkeiten". Das ist welcher sozialistischer Elemente in den Kapitalismus oder die Nach amtlicher Feststellung, die dem„ Memeler Dampfboot" zur aber einfach nicht richtig. Den Stadtverwaltungen Staatswirtschaft macht diese nicht sozialistisch in dem Sinne, Verfügung gestellt wurde, beträgt die Zahl der durch Feuer zerstehen jetzt, wo kein Frost mehr droht, Aufbewahrungsräume welcher von den deutschen Regierungen verpönt ist. Hier wie bei störten Gebäude im Streise Memel 267. Verschleppt nach Rußland im lleberfluß zur Verfügung, da infolge der Stockung im allen anderen Maßnahmen handelt es sich um eine Großwurden 458 Personen, darunter 189 Frauen und 100 Stinder. VerHandel und Industrie Speicher und Fabriklagerräume aller naturalwirtschaft. Wenn die Waren auch aufhören, Waren wundet wurden 43 Personen, getötet 63 und geschändet, soweit beArt leer stehen. Um dem Verderben vorzubeugen, muß man zu sein und zu Gütern werden, wenn auch alle Staatsbürger im fannt, 14. Verbrannt oder weggeschleppt find 600 Pferde, 500 Schafe die Kartoffeln nur sachgemäß lagern und fortlaufend durch- Getreidekonsum einander gleichgestellt werden, so ist das eben nur 1300 Stück Rindvieh. 600 Schweine. An Getreide ist geraubt und lesen um angefaulte Knollen zu entfernen. Die Arbeitskräfte eine vorübergehende Notmaßnahme, die sogar unter Umständen bei vernichtet, 3200 Bentner Roggen, 600 Zentner Hafer, 1200 Zentner hierzu stehen in Hülle und Fülle zur Verfügung. Es muß einer völligen Weltmißernte auch im Frieden getroffen werden Gerste und 3500 Zentner Kleeheu. also diese ganze Zauberpolitik der Regierung angesichts der könnte, ohne auch nur das Wirtschaftssystem im geringsten anzudrohenden Gefahr als ganz verfehlt bezeichnet werden. tasten. Denn die Produktion ist ja damit nur höchst indiDie Gefahr aber ist groß. Andere Nahrungsmittel, die rekt getroffen, und der Sozialismus hat als ökonomisches der Volksmasse zugänglich sind, sind überhaupt nicht mehr System natürlich stets die Regelung, die Vergesellschaftung der vorhanden. Neue Startoffeln können vor Juli nicht zur Ver- Produktion zur Voraussetzung."( S. 778/79.) fügung stehen. Wir wiederholen: es ist dieser Zustand wohl abzuwenden geweſen, denn es war die Pflicht und Schuldigkeit der Be- Ein französischer Armeebefehl. hörden, bereits im Herbst dafür zu sorgen, daß die Vorräte aus der Ernte sichergestellt werden. Das mußte geschehen durch Verbot der Branntweinbrennerei und der Verfütterung. Jezt kann noch in allerletter Stunde vorgebeugt werden, wenn sofort die Beschlagnahme erfolgt und zwar zu vernünftigen Preisen, höchstens zu jenen Preisen, die die Regierung im November für angemessen hielt und die sie aus absolut unverständlichen Gründen im Februar erhöhte. Berlin, 14. April.( W. T. B.) Aus dem Großen Hauptquartier erfahren wir: Wie die franzöfifchen Offiziere mit allen Mitteln versuchen, ihre Leute zum Vorgehen zu bringen, zeigt folgender Befehl des Generals Dubail, Führer der ersten französischen Armee vom 5. April 1915: Gezeichnet Dubail. Der türkische Krieg. Verschiebung der Dardanellenaktion. London, 14. April.( W. T. B.) Wie„ Daily News" aus Tenedos melden, wird eingeräumt, daß der Angriff auf die Dardanellen vorläufig infolge der Stärke der Dardanellenforts und der ausgezeichneten Treffsicherheit der Türken eingestellt set. Die Flottenleitung hoffe schließlich ihr Biel doch noch zu erreichen. Der Seekrieg. Seit drei Monaten haben die deutschen Armeekorps Ein englisches Urteil über den U- Bootszwischen Maa's und Mosel ihrerseits durch so zahlreiche und energische Angriffe zu leiden gehabt, daß ihre Widerstandskrieg. kraft nunmehr beträchtlich vermindert ist. Mehrere Regi- London, 14. April.( W. T. B.) Der Marinemit. menter mußten in der letzten Zeit abgelöst werden. Die arbeiter der Morning Post" schreibt über die Tätig zurüdgenommen oder haben den Abschnitt gewechselt( zum Beispiel Patrouillenschiffe haben zwar wahrscheinlich viele HandelsIn dem soeben erschienenen Heft 3 des Archivs für So- die bei Les Eparges dezimierten bayerischen Regimenter der schiffe vor dem Versenktiverden bewahrt, aber die Tatsache zialwissenschaft und Sozialpolitik"( herausgegeben 33. Division), die anderen wurden auf andere Teile des Kriegs- bleibt bestehen, daß der Beutezug der Unterseeboote in unvon Edgar Jaffé) schreibt der bekannte bürgerliche Sozialpolitiker schauplatzes geschafft, um die fast schon weichende Linie dort zu gefähr gleichmäßigem täglichen und wöchentlichen Umfange " In späteren Zeiten wird man sich verwundert fragen, wieso stüßen. Ein Regiment 5. Armeekorps wurde nach Belgien gebracht, andauert. Die Unterseeboote verjentten seit dem 18. Februar diese im Grunde einfache und bei der Sachlage notwendig gebotene zwei Regimenter des 5. Armeekorps sind zur russischen Front abge- rund ein Schiff täglich. Dieser Zustand ist weit davon entRegelung für Getreide so spät, so zögernd, infolgedessen weniger gangen. Die vor 3 Monaten so zahlreiche und reichlich mit Muni- fernt, befriedigend zu sein. Solange die Verluste andauern, wirksam erfolgte und nur unter so großen Widerständen sich durch- tion versehene schwere Artillerie hat sich sowohl an Zahl verringert, fann England nicht annehmen, daß es die Herrschaft zur segen konnte. Zweifelsohne spielte hierbei, wie schon bei der Er- wie weniger ciönigl. See besitzt. Eine Lektion über Sozialismus. einen wurden infolge der ihnen von uns zugefügten Verluste keit der deutschen Unterseeboote: Die britischen Emil Lederer: Die Strapazen im Kriege. Ostfront, 11. April 1915. Auf dem Wege zu einem Lazarett geht ein Trupp Soldaten Langsam vor mir her. Zu zweien nebeneinander oder einzeln ziehen sie in einem langen Buge dahin. Der Bürgersteig ist schmal, und diese Kranken scheuen das holprige Pflaster ganz besonders Die Leute find fußtrant, einige hatten die Füße dick umvidelt oder in Pelzstiefel gestedt. Nur wenige konnten noch halbwegs marschieren, die meisten humpelten oder schlürften vorwärts. 3wei Infanteristen wurden von zwei Artilleristen, die noch gut auf den Beinen waren, kräftig gestützt. Den Gestüßten wie auch noch anderen aus dem Zuge, waren die Füße erfroren. Von diesem lebel werden zumeist die Infanteristen und Kavalleristen heimgesucht, wenn der harte Striegsdienst sie auf lange Zeit an die Schützen gräben fesselt oder sie nicht aus dem Sattel läßt. Bei einigen machten sich die Folgen strenger Kälte und ungenügenden Blutumlaufs mit den Einsetzen milderer Witterung empfindlich be= merkbar, andere hatten den Schaden schon längere Zeit bemerkt, aber sie glaubten, ohne Lazarettpflege darüber hinwegzukommen. ..Schließlich gings doch nicht mehr, die Geher wollen nicht mehr, sagte mit einem Anflug von Humor einer der Infanteristen, die ich nach ihren Erlebnissen und nach dem Woher fragte. Was die Truppen in diesem Kriege vollbringen, ohne körperlich und geistig zu versagen, geht weit über die bisherigen Begriffe von menschenmöglichen Leistungen hinaus. Jedenfalls gehören die Er fahrungen, die man in dieser Beziehung jekt macht, zu den erstaunlichsten Erscheinungen in diesem Kriege. Sie beweisen, daß man die Grenzen der Leistungsfähigkeit unter gewissen Umständen viel weiter stecken darf, als wir das in der Vergangenheit gewohnt waren. Der Landsturm". Im September 1914 hatte der Gefreite Berger der in Vouziers liegenden 3. Stompagnie des Landsturmbataillons Nr. 1( Leipzig) den Auftrag erhalten, auf einer beschlagnahmten Schreibmaschine ein dienstliches Verzeichnis herzustellen. Da es sich um etwa 300 Abzüge handelte, die Maschine aber oft versagte, kam er auf den Gedanken, die Vervielfältigungen durch Druck zu beipirken. Hierzu Gewiß, der Krieg ist ein ganz außergewöhnliches Ereignis, er bot sich in der Druckerei der Zeitung" l'Impartial de Bouziers" awingt die Menschen unter ein unerbittliches Muß, er tann be- Gelegenheit, deren Einrichtung allerdings arg verschmußt und zum geistern, die Energie steigern, spannt die Kräfte bis zum Aeußersten Teil auch vernichtet war. Die für die Drudlegung erforderlichen an. Aber schließlich kann doch kein Mensch eine reine Freude technischen Hilfskräfte, mehrere Leipziger Buchdrucker, wurden von am Kriege mit seinen schrecklichen Folgen haben; mehr oder minder der Kompagnie gestellt. Es gelang, binnen furzem Ordnung in der betrachtet oder empfindet jeder ihn als ein notwendiges llebel, Druderei zu schaffen und die Verzeichnisse durch Buchdruck herzuwenn nicht als entsetzliches Unglück. Wenn das Haus brennt, ver- stellen. fucht man mit allen Kräften zu retten, jeder vernünftige Mensch wird aber, hätte er die Wahl, lieber all sein können zur Errichtung eines neuen Hauses einsehen und den Brand verhindern. Nun muß gelöscht werden! Bei einer Unterredung mit dem Kompagnieführer gab Berger scherzhaft dem Gedanken Ausdrud, eine Zeitung herauszugeben. Sein Gedanke fiel auf fruchtbaren Boden, und der Betrieb wurde in den Drudereiräumen des Impartial" eröffnet. Die Schriftleitung liegt in den Händen der Offiziere der 3. Stompagnie. Von den beiden vorgefundenen Druckpreffen war die eine eine alte Schnellpresse, die von Sand gebreht werden muß, die zweite eine Ziegelbruckpresse mit Fußantrieb. Aber darf man aus den Erfahrungen dieses Krieges nicht wenigstens einige Hoffnungen für die Zukunft schöpfen? Sollte man nicht erwarten dürfen, daß die Erfahrungen, die Da das französische Buchstabensystem in verschiedenen Punkten der Krieg über das Maß von Leistungsmöglichkeiten in reicher von ben unferigen abweicht, ergaben sich in der ersten Zeit der Fülle liefert, später auch fruchtbar wirken fönnen, wenn es sich Herstellung des Drudes Schwierigkeiten. Es fehlte unter anderem um die Erreichung friedlicher kultureller Ideale handelt? Es wäre an den Buchstaben h, 1, 8, 8, w, die in der deutschen Sprache weit jammerschade, müßte man jede solche Hoffnung begraben. Ich bin häufiger vorkommen als in der französischen und die erst aus anOptimist; ich glaube, man wird manche Lehre aus dem Kriege deren französischen Druckereien in ausreichender Bahl beschafft werLastautomobile hatten die Fußkranken von der Front hierher ziehen können und sie nach dem Friedensschluß in das Bewußtsein den mußten. Die Buchstaben ä, ö, ü, die überhaupt nicht vorhanden gebracht, nun mußten sie noch ein kurzes Wegstüd marschieren. Für der Menschen übertragen und sie für eble Ziele im privaten Beben waren, wurden durch ae, oe, ue ersetzt. Außerdem haben die französischen Sezkästen eine andere Fächereinteilung als die deutschen, manchen war das nach der unbequemen Fahrt noch ein Schmerzens- wirksam werden lassen. gang. Man konnte nicht erwarten, daß die Leute lustig sein wür- Die ganze Entividelung unserer sozialen Zustände hatte bisher auch tragen die französischen Typen abweichend von den unfrigen Den, aber sie ließen auch nichts von einem inneren Zusammenbruch das Tun wohl zu sehr unter den Gesichtspunkt des unmittelbaren die Signatur an der Kopfjeite. nerfen. Sie erzählten von ihren Strapazen, jedoch nahm ihr Lugus gestellt. Man war zu sehr gewohnt, die Früchte eines Ginpersönliches Echidjal ihr Interesse nicht restlos in Anspruch; fie fazes sofort und persönlich genießen zu wollen, entfernte fich oft erkundigten sich eingehend nach der Lage im Westen und den Ber- und unbewußt von dem Gedanken und dem Wollen, für zukünftige Das Zeitungspapier wurde zunächst den in den verlassenen hältnissen im Lande. Zeitungen bekamen sie nur selten zu Gesicht, Biele für die Intereffen der Gesamtheit Opfer zu bringen. s und die Kriegslage im Osten verhinderte einen regelmäßigen wäre ein nicht geringer Gewinn, wenn die erwähnten Erfahrungen Drudereien vorgefundenen Beständen entnommen; als diese erBriefverkehr mit der Heimat. Manche waren von den Ereignissen einen neuen starken Schwung idealen Wollens in die Volksmassen schöpft waren, bezog man deutsches Papier. Ursprünglich sollte wöchentlich eine Nummer herausgegeben der leyten Wochen nicht unterrichtet, aber sie wollten alles wissen. hineintragen würden. Der Soldat, der in den Krieg zieht, muß --„ Sind die Russen noch nicht mürbe?"" Haben wir Reims?" alles einsehen, ohne darauf rechnen zu können, dafür eine nach werden; dies hat sich aber nicht ganz verwirklichen lassen. Die erste Wie stehts mit Calais?" So schwirrten die Fragen durch- Mark und Pfennigen berechnete Entschädigung erwarten zu können, Summer wurde am 11. Oktober 1914 unter dem Zeichen der Alarmeinander. Einer wollte wissen, was der Reichstag gemacht habe, ganz abgesehen davon, daß es für den Verlust von Leben und Ge- bereitschaft gedruckt. Bis zum 8. November erschienen fünf Nummern ein anderer, ob es bald zum Friedensschluß kommen werde. Ich fundheit überhaupt keinen Ersatz gibt. Der Familienvater hat in regelmäßigen Zwischenräumen in Auflagen von 3000 bis 8000 fuchte die Neugier aller, so gut es ging, au befriedigen und wun- lediglich das Bewußtsein: Frau und Kinder find nicht gang un- Stüd. Nr. 5 sollte die Abschiedsnummer von Bouziers sein, da die derte mich, daß die Bedauernswerten bei all ihren Leiden noch versorgt. Aber das ist ja doch nur ein kleiner Trost, ein geringer Kompagnie Befehl erhalten hatte, nach einer kleineren Ortschaft in soviel Interesse für andere Fragen als die ihres Geschicks be- Gegenwert im Vergleich zu dem, was er einsetzen muß. Wenn der Nähe der Front abzurüden, wo alle Vorbedingungen für den fundeten. Giner hatte fast eine ganze Nacht auf dem Bauch im aber der Krieg jedes Opfer verlangt und wenn er, wie sich gezeigt Fortbestand des Unternehmens fehlten. Die Zeitung hatte sich inSchnee gelegen, das Gewehr im Anschlag. Das gab ihm den letzten hat, unglaubliche Leistungen vollbringen läßt, dann muß es auch dessen in der kurzen Zeit ihres Bestehens zahlreiche Freunde erStoß, der ihn ins Lazarett zwang, Zwei Kavalleristen waren möglich sein, dem Menschen, der all das Schwere durchgekostet hat, worben, die alle Hebel in Bewegung seßten, um das Weitererscheinen mehrere Tage beinahe nicht vom Pferde herabgekommen. Kein wenigstens zu annähernd großen Opfern für friedliche Ideale zu des Blattes zu ermöglichen. Da die Feldbruckerei in der Folge fortWunder, wenn manchem dabei die Füße erfroren. begeistern. Und sein Jdealismus, seine Opferbereitschaft, die er gesetzt zahlreiche dienstliche Druckaufträge erhielt, die mit Vorrang Solche Strapazen sind keine Einzelerscheinungen. Bei forcier- im Dienste der Allgemeinheit bekundet, wird auch andere in den erledigt werden mußten, konnten bis zum 1. April 1915 erst fünf ten Angriffen und hartnäckigen Verfolgungen des Gegners müssen Bann seines Strebens ziehen. Wenn der Krieg folche Wirkungen weitere Nummern erscheinen, die letzte- Nr. 10- hatte eine Aufsich ganze Truppenteile derartigen Leistungen unterziehen. Be- hat, dann baut er ein Fundament auch für einen dauernden lage von 13 000 Stück. kannt sind ja auch die bisher unerhörten Marschleistungen unter an- Frieden. Der Krieg hat die Mauern mancher vermeintlich festdauernden Kämpfen, dazu oft unter mangelhafter Verpflegung, gefügten Meinungen vollständig niedergerissen. Er kann aber auch weil die Proviantkolonnen nicht schnell genug folgen können, und das Material zu neuen Bauwerken kultureller Entwidelung liefern. bei schlechten Quartieren. Trotz der Last all der Strapazen und Düwell, Kriegsberichterstatter. Entbehrungen bricht aber nur ein verhältnismäßig sehr geringer Teil der Mannschaften nur soweit zusammen, daß er zumeist nur für einige Zeit aus der Meihe der Kämpfenden ausscheiden muß. Die Zeitung erfreute sich von Anfang an größter Beliebtheit bei den Heeresangehörigen. Von den ersten Nummern mußten in Leipzig Nachbruce veranstaltet werden, um den fortgefeßt einlaufenDen Nachbestellungen entsprechen zu fönnen. Das Verbreitungsgebiet des Landsturms" ist nicht auf den westlichen Kriegsschauplab beschränkt geblieben, er hat noch zahlreiche Refer auf dem östlichen Kriegsschauplatz und im Reiche. Angehaltene amerikanische Schiffe. London, 14. April.(W. T. B.)„Central News" melden: Die amerikanischen Schiffe„Joseph W. Ford- n e y" aus New Aork und„ N a v a j o" aus Galveston, nach Bremen unterwegs, wurden von britischen Kreuzern angehalten und nach Kirklv all gebracht. In beiden Fällen haben sich die Eigentümer um die Intervention der amerikanischen Regierung bemüht. Tie Schiffe werden vor ein Prisengericht kommen. Die Minen an öer holländischen Küste. Haag, 13. April.(W. T. B.) Seit den letzten Veröffentlichungen über die an die h o llü n d i s ch e Küste angespülten Minen sind bei Helder vier Minen in den Grund geschossen und neun am Strands vernichtet worden. Bon diesen waren fünf englischen. eine deutschen und die übrigen unbekannten Ursprungs� Zwischen Helder und Hoek van Holland wurden 44 Minen in Grund geschossen und 22 vernichtet, davon waren 41 Minen eng- Irschen, eine französischen, fünf deutschen, die übrigen unbekannten Ursprungs. Seit Beginn des Krieges fand man 487 Minen, von ihnen waren 259 englisch, b4 französisch, 28 deutsch, die anderen unbekannt. Geheimhaltung öer hollänöischen Note in England. Haag, 14. April. sW. T. B.) Der„Nieuive Courant" stellt nach der englischen Wochenschrift„Economist" fest, daß die britische Presse die niederländische Note vom 19. März über die englische Kabinettsorder vermutlich auf Befehl des Zensors nicht veröffentlichte. Der„Nieutve Courant" bemerkt dazu, es sei zwar bedauer- lich, daß die niederländische Note in England nicht bekannt geworden sei; aber wenn das Verschweigen durch den Zensor veranlaßt worden sei, könne es nur als Erfolg der nieder- ländischen Regierung angesehen tverden. Mitteilungen des Kapitäns des„Krön- prinz Wilhelm". London, 13. April.(W. T. B.)„Dailh Telegraph" meldet aus New Jork: Der Kapitän des deutschen Hilfskreuzers„Kronprinz Wilhelm" hat er- klärt, daß er keine Kanonen an Bord gehabt habe, als er am 3. August New Aork verließ. Er habe die Kanonen von dem englischen Dampfer„Corrcntina" genommen, den er bald nach der Ausreise aus New Jork erbeutete. Er sei dauernd in Sorge gewesen wegen des Mangels an Lebens- Mitteln. Die Besatzung habe im Dezember fast ausschließlich von Reis gelebt, der vielfach durch Seewasser ver- dorben gewesen sei. Dadurch sei an Bord die B e r i b e r i- krankheit ausgebrochen, namentlich unter den Ge- sangenen. Der Hilfskreuzer erbeutete eine Ladung graues Tuch von einem französischen Dampfer, aus dem Uniformen jür die Mannschaft hergestellt wurden. London, 14. April.(W. T. B.) Die„Times" melden aus New Dork vom 12. April: Der Kapitän des„Kronprinz Wilhelm" erzählte amerikanischen Berichterstattern, der Dampfer habe ein Gefecht mit den englischen Kreuzern„B er- will",„Sufsolk" und„Bristol" gehabt, als er eben im Begriff war, Mannschaften und Geschütze von der„Karlsruhe" zu übernehmen.„Kronprinz Wilhelm" mußte sich ebenso wie die„Karls- ruhe" zurückziehen. Die Kriegsbeute öes �Kronprinz Wilhelm". London, 14. April.(W. T. B.) In einem Artikel der „Times" wird der Wert der Schiffe, die von dem deut- schen Hilfskreuzer„Kronprinz Wilhelm" versenkt wurden, auf rund 116309(1 Pfund Sterling geschätzt. Damit erscheint der Hilfskreuzer an dritter Stelle, wenn man annimmt, daß die„Emden" einen Schaden von 2 211000 Pfund Sterling, die„Karlsruhe" einen solchen von 1 662 000 Pfund Sterling verursacht hat. Der Hilfskreuzer„Eitel Friedrich" nimmt mit einer Schadensumme von 885 000 Pfund die vierte Stelle ein, die fünfte die„Königsberg" mit 273000, die sechste die„Dresden" mit ebenfalls 273 000, die siebente die„Leipzig" mit 233 000 Pfund Sterling. Die gesamte Beute der Kreuzer beläuft sich auf 67 Schiffe im Gesamtwerte von 6 691 000 PfundSterling. Der Krieg und die Kolonien. Aus öem Driefe eines deutsch- ostafrlkanischen Misstonars. Berlin, 14. April. auf seiner Station Nyabangi an der Marabucht, unweit der neuen Bezirksnebenstelle Musoma am Viktoria- see vom Feinde erschossen worden ist; unter welchen Um- ständen wird nicht berichtet. Missionar Bornath und Frau sahen der Ueberführung nach Indien entgegen, wohin Missionar Matter und Frau bereits gebracht waren. Das englische Kriegsziel. Im deutschen Volke sind, eine Folge der systematisch betriebenen Englandhetze, teilweise ganz irrige Lorstellungen über Englands Kriegsziel verbreitet. Eine ruhige Würdigung der englischen Ab- sichten in diesem Kriege versucht demgegenüber Graf Monis im „Berliner Tageblatt" zu gebe». Wir sind nicht in allem mit seinen Ausführungen einverstanden; aber Graf Monis scheint uns das richtige zu treffen, wenn er das Hauptziel Englands in dem Be- streben sieht, die„Erdrückung der kontinentalen Bundesgenossen (Rußland und Frankreich) hintanzuhalten". Graf Monis schreibt unter anderem: „Was ist aber das englische Kriegsziel? Zu berück- sichtigen ist bei Prüfung dieser Frage zunächst der doppelte Boden der englischen Potitlk; ste ,st eine europäische und eine universelle, Das ganze Erdenrund umspannende. Bezüglich Europas war eö von jeher Grundsatz, das sogenannte Gleichgewicht zwecks Rückendeckung zu erhalten, auf deutsch, kein« Macht zu stark werden zu lassen, j:c Deutschland versagte sich endgültig, so rückte sozusagen automatisch Frankreich an dessen Stelle, wobei freilich unbequem die inannigfacheir Rücksichten empfunden wurden, die dessen Verhältnis zu Rußland auferlegte.... Namentlich die Flotte war ein immer mehr drückender Alp. Wer billig ist, mutz zugeben, daß die großen Interessen Albions in allen Weltteilen und die Verbindung mit den Kolonien nur durch eine stets dienstfähige, nicht an die heimischen Gewässer gebundene große Flotte gesichert werden können.... �Gewisse, sehr einflußreiche Kreise der Nation hatten sich in- zwischen unter Nachhilfe einer geschickten russisch-französischen Preß- Propaganda inimer mehr in die Idee verrannt, daß Deutschland über kurz oder lang einen Konflikt suche. Viele diesseitige Unvorsichtigkeiten und rednerische Entgleisungen sowie die einseitige Lektüre mancher Bücher und Zeitungen bestärkten die den kontinentalen Dingen fast ausnahmslos hochmütig und unwissend gegenüberstehenden Insulaner in ihrer Feindschaft. Neid und Miß- gunst der früher unbeschränkt ain Weltmarkt dominierenden eng- lischen Geschäftswelt taten den Rest, so daß der Boden wohl vorbe- reitet war, als mit unheimlicher Schnelligkeit sich das Kriegsunge- witter über Europa entlud. Immerhin ist z u z u g e be n, daß auch damals eine starke Fricdenspartci im englischen Kabinett bestand, die beim Obsiegen der Churchill-Kitchenerschen Tendenzen bekannt- lich zu einer Rekonstruktion des Ministeriums führte. Nicht uner- wähnt mag hier bleiben, daß für gewisse innere Schwierigkeiten ein Krieg der beste, ja vielleicht der einzig mögliche Ausweg zu sein schien. Daß dem von Rußland angezettelten Krieg sich die herrschende Pariser Elique nicht ciitzieyen würde, war von vornherein klar. Ebenso hielt man es in England für sicher, daß der wertvolle französische Klient, auf sich a l I c i n gestellt, schnell über den Haufen gerannt würde. Eine Verstärkung seiner Armee durch Belgien schien auch unzureichend; man entschloß sich in London daher, aktiv in den Krieg einzutreten, um zunächst die Erdrückung der beiden zuverlässigen kontinentalen Bundesgenossen hiutanzu- halten. Dieses Ziel glaubt man bis zu einem gewisse» Grade er- reicht zu haben.... Abgesehen hiervon glaubt man ein weiteres Kampfziel, freilich auch unter gewaltigen eigenen Einbußen, schon erreicht zu haben: die Zurückweisung des indu- striellen und kommerziellen deutschen Koiikurrenien um viele Jahre und seine einstweilige Herausdrängung au-- wichtigen ozeanischen Stellungen. Der Engländer ist vor allem Geschäftsmann, er!mrd sich schließlich sagen, ein Konkurrenzkampf bis aufs Messer und bis aufs letzte I-Tüpfelchen sei immer ein schlechtes Geschäft, nament- lich wenn eo sich um einen so tüchtigen und solventen Konkurrenten wie Deutschland handelt. Sicheren Nutzen müssen an einem der- artigen Kampf nur dritte, zunächst im Hintergründe stehende Rivalen haben, hier Amerika und I a p a n. Auch militärisch ist eine Niederkämpfung Deutschlands kein absoluter Gewinn, den Nutzen davon würde vornehmlich Rußland einstecken. Dieses beherrscht mit Frankreich dann schrankenlos den Kontinent und der deutsche Teufel wäre lediglich durch den russischen Beelzebub ans- getrieben. Eine Verschiebung resp. VerWässerung dieser Kriegsziele er- gäben eventuelle günstige Veränderungen oder ernstere Gefahren auf nichteuropäischen Tableaus. Kriegsziele Oc st erreich- Ungarn gegenüber hat England kaum, auch dürfte seinen Interessen im nahen Orient am in e i st e n mit Auf- rcchtcrhaltung des türkischen Statnsquo gedient sein." Eine deutsche Note gegen die amerikanische Waffenausfuhr. Wie der„Berliner Lokalanzeiger" englischen Blättern entnimmt, hat die neueste an Nordamerika gerichtete deutsche Note gegen die Waffenausfuhr folgenden Inhalt: Die Vereinigten Staaten seien, so führt Graf Bernstorff aus, die einzige Nation, welche Waffen- und Kriegsniaterial auszuführen imstande sei. Diese Tatsache ver- leihe dem NeutralitätSbegrifs eine neue Bedeutung. Jene neue Be- dentung stehe, abgesehen vom formellen Recht, mit dem wahren Geiste der Neutralität in Widerspruch. In den Vereinigte» Staaten sei eine gewaltige neue Industrie für Anfertigung von Kriegs- Material entstanden. Nicht nur würden bestehende Fabriken mit Aufträgen überhäuft und fortwährend vergrößert, sondern es werden immer neue Fabriken errichtet. Wenn die amerikanische Nation wahre Neutralität beobachten wollte, müßte sie Mittel finden, die ausschließliche Ausfuhr von Kriegsmaterial nach den Ententeländern zu verhindern, oder sie sollte wenigstens durchsetzen, dag dein- gegenüber auch der gesetzmäßige Handel mit Deutschland besonders in Nahrungsmitteln nicht behindert würde. Englische Unzufriedenheit über die päpstliche Botschaft. Rotterdam, 14. April.(88. T. B.) Der„Rotlerdamsche Courant" meldet aus London:„Pall Mall Gazette" schreibt über die Bolschaft des Papstes an das amerikanische Volk, sie werde durch die Deutschen in Amerika als eine Mahnung ausgelegt werden, die Ausfuhr von Kriegsmaterial einzu- stelle n.. In den Leitartikeln des. D a i l y T e l e g r a p h" und der„TimeS" macht sich eine unverkennbare Unzufrieden- h e i t über die Worte des Papstes bemerkbar.„Daiiy Telegraph" wendet sich gegen die Auslegung des Interviews, daß der Augenblick für eine Vermittelung Amerikas gekommen sei. bulgarische Politiker über bulgariens Haltung. Paris, 14. April.(W. T. B.) Der Korrespondent des „T e m p s" in Sofia berichtet seinem Blatte über Unter- redungeu, welche er mit den hauptsächlichsten Politikern Bul- gariens hatte. Ministerpräsident Radoslawow erklärte, daß die Bezwingung der Dardanellen durch die Alliierten Bulgarien zwingen würde, so zu handeln, daß die bulgarischen Interessen ge- wahrt blieben. Die Behauptung sei unrichtig, daß die Türkei Bulgarien den Vorschlag gemacht habe, daß Bulgarien, wenn es neutral bleibe, einen Teil Thraziens besetzen dürfe. Wenn Bulga- rien jemals ein solcher Vorschlag gemacht werde, dürfe nicht über- sehen werden, daß nicht Thrazien, sondern Mazedonien das Zrel der bulgarischen Wünsche sei. Der mächtige Dreiverband habe übrigens die Hilfe des kleinen Bulgarien nicht nötig. Immerhin sei es möglich, daß Bulgarien nicht bis zum Ende in der Neutra- lität beharren könne. Jedoch sei der Augenblick nicht gekommen, die bisherige Haltung zu ändern. Radoslawow hob endlich hervor, daß die Bedeutung des serbisch-bulgarischen Zwischenfalles stark aufgebauscht worden sei. Die Regierung, welche um solchen Aben- teuers willen die wahren Interessen des Landes nicht zu opfern gedenke, treffe keinerlei Verantwortung. Ghenadiew ist eben- falls der Ueberzeugung, daß für Bulgarien keine Veranlassung vorliegt, eine andere Politik einzuschlagen. Der Dreiverband ver- lange jetzt, wo er vielleicht Bulgariens bedürfen könne, daß sich Bulgarien wieder jener Mächtegruppe anschließen solle, aus welcher es 1813 mit Fußtritten gejagt worden sei. Damals hätte der Dreiverband den Zusammenbruch Bulgariens verhindern können; jetzt verlange der Dreiverband, daß Bulgarien gegen die Türkei los- schlage; dafür wolle er aber Bulgarien nur einen kleinen Teil Thraziens garantieren. Wenn der Dreiverband nicht sichere Garantien biet«, daß Serbien die durch den Vertrag von 1912 an Bulgarien abgetretene Zone und Griechenland die Bezirke Serres, Drama und Cavalla wieder an Bulgarien herausgeben würde, könne keine bulgarische Regierung das Volk von der Notwendigkeit überzeugen, auf die Seite Serbiens, Griechenlands und des Drei- Verbandes zu treten. Malinow, Geschow und Theo» d o r o w glauben, daß nur die Stellungnahme der bulgarischen Re- gierung für den Dreiverband zur Verwirklichung der nationalen Wünsche führen könne, lieber die Bedingungen für die Mitwirkung Buigaricns würde sicherlich leicht eine Einigung erzielt werden können. Bulgarien sei an einem kritischen Punkte augelangt. Die Regierung dürfe sich in den Unterhandlungen mit dem Dreiverband von den Nachbarstaaten nicht überholen lassen, sondern müsse cincii Entschluß fassen, bevor es zu spät sei. Die Politik Griechenlanös. Kopenhagen, 14. April.(W. T. B.) Der Korrespondent der„Politiken" in Athen hatte eine Unterredung nlit dem griechischen Minister des Aeußeren Zographos, in der dieser erklärte, Griechenland ividcr- stehe der Versuchung, eine Politik einzuschlagen, die äugen- blicklich nur eine glänzende Außenseite habe. Die Regierung richte ihre Politik nach zwei Gesichtspunkten ein, nämlich nach der bulgarischen Gefahr und nach dem Los der Griechen, die sich unter fremder Herrschaft befinden. Der Minister drückte sein großes Bedauern über die Politik aus, die V c n i z e l o s' Zurücktreten vom politischen Leben zur Folge hatte, und erklärte, daß er und alle seine Kollegen alles täten, um die Meinung im jetzigen kritischen Augenblicke zu beruhigen und eine Sammlung zwischen allen Parteien herbeizuführen, aber die ausgeregte Sprache der Zeitungen sowie Venizelos' Nervosität erschwerten die Be- mühungen der Regierung. Revolutionäre Bewegung in Indien! Basel, 14. April.(W. T. B.) Die Schweizerische Depeschen agentur verbreitet eine Meldung des „Corriere dclla Sera", daß die Lage in Britisch- Indien sich wirklich ernst zu gestalten beginne. Es scheine sich um ciuc richtige revolutionäre Bewegung zu handeln, die beständig an Ausdehnung gewinne, besonders in den Provinzen Apahere, Delhi und Bengalen. Man meldet das Vorhandensein beivaffneter Banden. Es ivird geglaubt, daß die britische Regierung manche Schwierig- keitcn zu überwinden haben werde, um Ordnung und Ruhe Iviederherzustellen, denn die Bewegung breitet sich auch unter den intellektuellen Bevölkerungsklassen aus. Zum chinestsch-japanischen Konflikt. London, 14. April.(W. T. B.) Die„Morning Post" meldet aus Tientsin vom 11. April: In der gestrigen Konferenz wurde die Frage erörtert, daß China seinen Bedarf an Munition in Japan decken solle, und die Frage der Eisenbahnen im Dangtse- tale berührt. China wies in der Frage der Munitionskäufe darauf hin, daß Japan beini Ankauf von Munition ebenso berücksichtigt werden würde wie die anderen Mächte, und sprach sich gegen die Forderungen bezüglich des Dangtsetales aus, weil dadurch bereits bestehende Abkommen verletzt würden. Wie der Korrespondent er- fährt, sucht Japan China zur Annahme der Forderungen, die auf Fukien und Dangtse Bezug haben, mit dem Hinweis darauf zu über- reden, daß Japan selbst mit den Mächten, deren Interessen dadurch berührt würden, unterhandeln Ivolle. London, 14. April.(W. T. B.) Die„TimeS" be- richtet aus Peking vom 11. d. M.: In der gestrigen Konferenz wurde wieder über die einzelnen Punkte des mandschurischen Abkommens beraten. Tie Japaner kamen wieder mit der Frage der Vorzugs- rechte in Fukien und zeigten augenscheinlich Besorgnis, daß die Vereinigten Staaten in den Häfen dieser Provinz eine Flottenbasis errichten könnten. Infolge der Nachbarschaft Formosas ist die Frage für Japan offenbar strategisch wichtig; aber die Japaner haben die Stellung in Formosa bereits dadurch geschützt, daß sie von China verlangten, keine Küstenstriche oder Inseln zu veräußern. Ferner untersagt Japan, China in Fukien ohne vorherige Befragung Japans fremdes Kapital zu verwenden. Die neuen Forderungen sind also nicht notivendig. Schanghai, 14. April.(W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Hier besteht tatsächlich, wenn auch nickt dem Namen nach ein Boykotl japanischer Waren. Man hört da§ Wort Boykott kaum jemals, aber die chinesischen Blätter benutzen die Schwierigkeit, aus- ländische Waren zu beziehen, dazu, den Lesern die Bevorzugung der heimatlichen Produktion anzuempfehlen, und die Chinesen lehnen stillschweigend japanische Waren ab, namentlich kleine Haushaltartilel, die sonst viel verlangt wurden. Aehnliche Nachrichten kommen aus mehreren Städten des Dangtsetales.— Ein nationaler Rettungs- fondS wurde gegründet, um mit dessen Hilfe die militärischen Rüstungen zu verbessern.__ Letzte Nachrichten. Das Unterhaus und die deutschen Repressalien. London, 14. April.(W. T. B.) Im Unterhause fragte Dalziel, welche Maßregeln die britische Regierung ergreifen werde angesichts der erklärten Absicht der deutschen Regierung, britische Offiziere als gewöhnliche Gefangene zu behandeln als Repressalie gegen die britische Behandlung der Unterseebootmörder.— Unterstaatssekretär P r i in r o s e erwiderte: Als wir gesterit die Erklärung in der Presse sahen, ersuchten wir den amerikanischen Botschafter in London, an die amerikanische Botschaft in Berlin zu telegraphieren, um festzustellen, was an dem Bericht Wahres sei. Wir haben noch keine Antwort erhalten. Wenn der Bericht richtig ist, so köilnen wir nur hoffen, daß diese Gefangenen so gut behandelt wer- den wie die Mannschaften der Unterseeboote in England. Reue russische Hilfskreuzer. Paris, 14. April.(T. U.) Nach Meldungen aus Odessa sind neun russische Schiffe als Hilfskreuzer umgelvandelt worden und zur Verstärkung der Schivarze-Meer-Flotte abgegangen. Alle für die Ausrüstung dieser Schiffe verwendeten Kanonen werden von den Vereinigten Staaten geliefert._ Verbannung von Juden nach Sibirien. Krakau, 13. April.(T. U.) Wie die Blätter melden, werden auf Verfügung der höheren Behörden alle Juden, die wegen „politischer Delikte" aus den baltischen Provinzen ausgewiesen wurden, nach Tomsk in Sibirien deportiert. Die Juden, die aus anderen Gründen ausgewiesen wurden, werden in die Gon- vernements Poltawa und JekaterinoslcUv gebracht. Ausstand der Gastwirtsgehilfen im Restaurant„Heidelberger". Im Restaurant„Heidelberger"(Zentralhotel) in der Friedrich- straße(Inhaber Hotelbetriebsgesellschaft) haben die Angestellten die Arbeit eingestellt. Die Ursache ist in abgelehnten Lohnforde- rungen und der Einstellung von weiblichen Arbeitskräften zu suchen. Bei den Verhandlungen wurden die Angestellten zunächst in den Glauben versetzt, als wolle die Direktion ihre Forderungen bewilligen. Jetzt hat sich die Direktion aber plötzlich geweigert.— Tie Angestellten gehören zum Teil dem Verband der Gastwirts- gehilfen an, zum Teil sind sie unorganisiert. 11 Arbeiter- Bildungsschule Berlin ARTE Lehrplan für das 2. Quartal 1915. Sonntag: Anleitung zum Verständnis von Kunst-[ Reaktion. Der Proudhonismus. Die Gründung der Interwerken. A. Bildende Künste( Vorträge mit Lichtbildern). Erster Abend: Sonntag, den 18. April 1915. I. Allgemeine Grundlagen. Kunst als GefühlsvermittInng. Bildende Künste( Architektur, Plastik, Malerei) als Künste für das Auge. Naturnahe( naturalistische) und naturferne ( idealistische) Kunst. Beispiele aus der Plastik. Zweiter Abend: Sonntag, den 25. April 1915. nationale und die Streiks. Der Deutsch- Französische Krieg von 1870/71 und die Pariser Kommune. Die Gründung der Arbeiterpartei. Ihre Gegner und ihre Spaltung. Die Possibilisten und die Anarchisten. Die Kämpfe in der Gewerkschaftsbewegung Die Arbeiterbörsen und der revolutionäre Syndikalismus.- Die Unabhängigen. Die sozialistische Partei. Der Antimilitarismus und der Antipatriotismus. Die französischen Sozialisten und der gegenwärtige Krieg. 3. Belgien. Allgemeines über die Vorgeschichte des belgischen I. Soziologie und Kunst. Die Elemente der Malerei: Staats. Die Revolution von 1830 und die Gründung Belgiens. Farbe und Licht, Inhalt, Form( Einzelform und Gesamtform Belgiens Freiheiten. Das Recht auf Unwissenheit und auf Komposition). Beispiele aus der deutschen Malerei des fünf- Kinderausbeutung. Der Sozialismus in Belgien um 1848.- Erste zehnten Jahrhunderts. Keime der belgischen Arbeiterbewegung. Die alte Internationale in Belgien. Die Neigung zum Lokalismus. Die belgischen Arbeiterkammern.- Die Gründung der sozialistischen Partei und ihr Fehlschlag. Der Kampf um die Wahlreform und die Gründung der Arbeiterparei.- Das Wesen und der Aufbau der Arbeiterpartei.. Die drei politischen Streiks in Belgien. Der gegenwärtige Krieg und die belgischen Sozialisten. Dritter Abend: Sonntag, den 2. Mai 1915.III. Reine, sachinhaltlose Formen als Träger für Gefühle: Architektur. Parallele zur Musik. Beispiele aus der französischen Architektur des gotischen Zeitalters( 13. bis 18. Jahrhundert). Vortragender: Dr. Max Deri. B. Musik( Vorträge mit Erläuterungen am Klavier). Tierter Abend: Sonntag, den 9. Mai 1915. am Klavier. Fünfter Abend: Sonntag, den 16. Mai 1915. 1 Die 4. Oesterreich- Ungarn. A. Oesterreich: Die Eigenart Oesterreichs und das Jahr 1848. Der Krieg von 1866 und die liberale Aera. Die Arbeiterbildungsvereine und die Entstehung der Großer Aufschwung und schneller NiederI. Allgemeine Grundlagen. Die musikalischen Ele- Arbeiterbewegung. Das deutsche Ausnahmegesetz nnd der Anarchismus in mente: Geräusch, Ton. Klang, Kraft, Farbe. Rhythmus: gang. Der Part itag von Arbeit und Rhythmus, Zeitmessung, Taktformen. Melodie: Oesterreich. Die Gründung der Gleichheit. Der Föderalismus in Linie. Höhe und Tiefe, Symmetrie, Motiv, Thema, Variation, Hainfeld und das Hainfelder Programm. Umkehrung, Mehrstimmigkeit, Nachahmung, Kontrapunkt. Qesterreich. Die Gewerkschaftsbewegung und ihre Probleme. Harmonie: Akkordlehre, Kadenz, Chromatik. Erläuterungen Die Erkämpfung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts. Spaltung der Gewerkschaftsbewegung und die Rückwirkung auf die, Partei. Der Nationalistenstreit und die Lahmlegung des Parlaments. Die österreichiche Sozialdemokratie und die BalkanDie österreichische Sozialdemokratie am Vorabend des frage. jetzigen Krieges und während des Krieges. B. Ungarn: Ungarns Bevölkerung und wirtschaftliche Gliederung. Sein Liberalismus. Die ungarischen Arbeiter in der Gewerkschaftsbewegung. Die Wahlrechtskämpfe. Die Sozialdemokratie im ungarischen ParlaIhre Stellung zum gegenwärtigen Kriege. ment unvertreten. 5. Serbien. Die Vorgeschichte und die Organisation der Ihr Verhalten vor und bei dem serbischen Sozialdemokratie. Ihre Stellung zur großserbischen BeBalkankriege von 1912/13. Thr Verhalten im gegenwärtigen Kriege. wegung. Acht Vorträge. Erster Vortrag am Donnerstag, den 22. April 1915. Vortragender: Eduard Bernstein. II. Die musikalische Form. Einfache und zusammengesetzte Formen. Kleine Liedform, Variation, Rondo. Die Geberleitung. Der Kontrast. Sonate. Mittel der Ausführung: Einzelgesang. Einzelspiel, Lied und Arie, Kammermusik, Orchester, Bearbeitungen. Beiscpiele am Klavier. Sechster Abend: Sonntag, den 30. Mai 1915.. nisse. III. Absolute und angewandte Musik. Programmmusik. Deutbarkeit der Instrumentalmusik. Das Rezitativ. Das musikalische Drama. Musik und bildende Kunst. Der urteilende, der genießende Hörer. Der Schaffensprozeß des Musikers. Musik. als Ausdruck. Materiálistische Geschichtsauffassung. Tendenzmusik, Oeffentlichkeit und Musikpflege. Beispiele am Klavier. Vortragender: Leo Kestenberg. Sonnabend: Wirtschaftlicher, sozialer und poliEintrittspreis 10 Pf. pro Abend. Anfang 29 Uhr, Ende gegen tischer Aufbau der kriegführenden Staaten. 10 Uhr abends. England, Frankreich, Belgien, Rußland, Oesterreich, Serbien und Japan. Dienstag: Die Kolonialpolitik der europäischen Geographisch: Flächeninhalt, Bevölkerung, GrenzverhältStaaten seit der Revolution in England. Allgemeine Begriffe: Siedlungs- und Arbeitskolonien. Aus- Nach der sozialen Struktur: Berufs- und Gewerbestatistisches, Handel, Industrie, Landwirtschaft, Besitz und beutungskolonien. Die modern- kapitalistischen KolonisierungsEinkommenverhältnisse, Lage der Arbeiter, Bildungsstand usw methoden. Die kolonialen Eroberungen der Spanier und Portugiesen. Die Anfänge der englischen und holländischen Kolonial- Nach den staatsrechtlichen Einrichtungen: Staatsform, Gesetzgebung, Verwaltung, Landesverteidigung, politik. Die kolonialen Erwerbungen Frankreichs unter LudJustiz, Unterrichts-, Kirchen-, Steuerwesen, Preß- und Vereinswig XIV. Die englischEngland und Holland in Indien. französischen Kolonialkämpfe. Englands Kolonialmacht nach den Napoleonischen Kriegen. Ausdehnung seiner Herrschaft in In vergleichender Würdigung zu den mit am Krieg beteiligten Mächten. Vorder- und Hinterindien und in Südafrika. Gründung eines französischen Kolonialreiches in Nord- und Zentralafrika und in Acht Vorträge. Erster Vortrag am Sonnabend, den 24. April 1915. Ostasien. Deutschlands koloniale Erwerbungen in Afrika und in der Südsee. Auftreten Nordamerikas als Kolonialmacht... Japan und China.- Die kolonialen Machtsphäreu der europäischen Staaten zu Beginn des XX. Jahrhunderts. Die Kolonien als Rohstofflieferanten für die europäische Industrie. Die wirtschaftlichen Unternehmungen und der Handel in dén Kélonien. Die kolonialen Verwaltungsmethoden. Die militärische BedeuDas Streben nach großen, abgerundeten tung der Kolonien. Kolonialreichen. Die Rolle der Kolonien im gegenwärtigen Weltkriege. Acht Vorträge. Erster Vortrag am Dienstag, den 20. April 1915. Vortragender: Ernst Däumig. 1 Donnerstag: Die Arbeiterbewegung in den außerdeutschen Ländern. récht. Vorträgender: Emil Eichhorn. ER จ 6 Else und Berta Wiesenthal Gustav Matzner Else Berna Gussy Holl sowie der glänzende April- Spielplan. Casino Theater Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Nur noch bis Mittwoch, 21. April: Der Herr Kommerzienrat. Donnerstag, 22. April, zum 1. Male das neuc dreiaftige Lustspicl Die gute Mama. Somitag 4 Uhr: Osterglocken. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Anf. 8.11. Zum Schluß: Im Schützengraben Militärisches Zeit bild von Mensel. Militärpersonen u. deren Angehö rigen vollkommen freier Zutritt zu d.Stett. Sängern. Kleine Anzeigen. Verkäufe. Steppdecken! Spottbillige Aus. nahmepreise! 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April 1915: Die Geschichte des europäischen Staaten- Rabatt! systems. Vortragender: Ernst Däumig. 2. Sonntag, den 25. April 1915: Fünfzig Jahre wirtschaftliche Entwickelung in Deutschland. Vortragender: Dr. Rudolf Breitscheid. 3. Sonntag, den 2. Mai 1915: Das Eindringen des Finanzkapitals in die Industrie. Vortragender: Dr. Ernst Meyer. 4. Sonntag, den 9. Mai 1915: Die Handelspolitik des Reiches. Vor tragender: Dr. Hermann Duncker. Vortragender: Fduard Bernstein. 1. England. Allgemeines über Englands neuere Geschichte. Englands ökonomische Entwicklung, seine Verfassung und sein Parteiwesen. Die Arbeiterkämpfe an der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts. Die revolutionäre Epoche der englischen Arbeiterbewegung. Die ersten Wahlrechtskämpfe und die Kämpfe um das Koalitionsrecht. Die große Niederlage von 1834 und ihre Wirkungen. Die Trennung der gewerkschaftlichen von der 5. Sonntag, den 16. Mai 1915: Die auswärtige Politik Deutschlands. politischen Arbeiterbewegung. Die Chartistenbewegung und ihr Schicksal. Die Annäherung an die liberale Partei. Die Ge- 6. Sonntag, den 30. Mai 1915: Der Kampf um Weltherrschaft und nossenschaftsbewegung. Die alte Internationale in England., - Das Die zweite Wahlreform und der Zerfall der Internationale. Neuerwachen der sozialistischen Agitation. Die Spaltungen in der neuen Bewegung. Die Gründung der Unabhängigen Arbeiterpartei. Neue Fühlung mit der Gewerkschaftsbewegung. Der jetzige Stand der Gründung der großen Arbeiterpartei. Bewegung und die Taktik ihrer Fraktionen im gegenwärtigen Kriege. steht allen Hörern der Vortrüge und Kurse gegen Vorzeigung der 2. Frankreich. Frankreichs ökonomischer und politischer ZuEintrittskarten und entsprechenden Personalausweis( Mietsstand am Vorabend der großen Revolution.. Die Compagno- kontrakt usw.) zur unentgeltlichen Benutzung zur Verfügung. - Die Revolution von 1789 und die Arbeiterkämpfe. Sie ist an allen Unterrichtsabenden von 7-8, Uhr geöffnet. In Das Verbot der Koalitionen. Die Verschwörung der Gleichen. der schulfreien Zeit nach Abschluß des vorliegenden Lehrplanes Das erste Kaiserreich. Der Karbonarismus unter den Bour- erfolgt die Bücherausgabe jeden Donnerstag von 8-9 Uhr abends. bonen. Das Bourgeoiskönigtum und das Aufkommen der sozialistischen Bewegung. Die Wahlkämpfe und die Unterdrückung der Vereine. Der Fourierismus, der Saintsimonismus und ihre die Schule oder Bibliothek betreffend, sind zu richten an den BezirksDer Blan- bildungsausschuß Groß- Berlin, Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. Abarten. Dar Babouvismus und seine Nachfolger. Die Nebenströmungen. quismus. nagen. -Q Deutsches Theater. Direktion: Max Reinhardt. Die Bibliothek Möbel. 26 Möbelkredit. Stomplette Bob mungseinrichtungen, einzelne Möbel itude. Geringste Anzahlung, be quemite Abzahlung. Kredithaus Luisenstadt, Stöopeniderstraße 77/78, Ede Brüdenstraße, nahe Jannowit bruce. 78* Fahrradankauf Weberstraße 42. 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Und mit darum" schreibt er wird deshalb heute an der Nordseeküste und auf den Wellen der Weltmeere zwischen England und Deutschland gefämpft. Dagegen brauchten die Interessen " dern enthält eine Kampfansage ernstester Art. Auch ist es nicht richtig, daß die Einführung des Reichstagswahlrechts in Preußen erst Licht und Schatten gleichmäßig verteilen würde, denn alsdann würde das Licht ziemlich ganz auf die besitzlose Masse, der Schatten auf den übrigen Teil des Volkes entfallen." Das Schreckgespenst„ Sozialismus" fürchtet Herr Die Diskussion über den„ Hauptfeind" geht in der Presse Rußlands zu jenem Aeußersten nicht zu weiter. Die„ reuz- Zeitung" beschuldigt das„ Tage- führen."*) Blatt" wie die Welt am Montag", daß ihre Stellungnahme Schon aus diesen beiden Zitaten schreibt Arel v. 3edlik also so sehr, daß er notwendige Reformen un in dieser Frage mehr oder weniger offensichtlich durch Schmidt- sieht man, daß Hoeksch der Wortführer der realisiert und Ungleichheiten weiter bestehen lassen will, weil innerpolitische Gesichtspunkte" bestimmt sei, leugnet Gruppe von Politikern iſt, die das Wiederanknüpfen der die Reformen vielleicht dem Sozialismus die Wege bereiten aber zugleich, obgleich ihre Ausführungen unzweideutig auf traditionellen Freundschaft in den Bereich ihrer politischen könnten. Aber Herr v. Zedlitz ist gütig genug, wenigstens der eine Verständigung mit Rußland hinzielen, daß Kalkulationen aufgenommen haben." Den Standpunkt des bei ihr innerpolitische Interessen zur Geltung gekommen Größeren Deutschland" formuliert Axel Schmidt dahin, daß" Stimmung" der Massen durch ein paar kleine Konzessionen feien. Wie stellt man sich auch" fragt sie diesen Zu-" der russische Koloß zerschlagen werden müsse". Rechnung zu tragen: fammenhang zwischen unseren auswärtigen Beziehungen und Ob damit aber eine Neigung für eine Orientierung nach dem unserer verfassungsrechtlichen Entwickelung vor? Ist denn Westen hin verbunden ist, erscheint unklar. Jedenfalls weisen in Frankreich durch das Bündnis mit Rußland in irgend- aber selbst die Schwankungen Dr. Paul Rohrbachs, des einer Weise der monarchische oder gar der absolu bekanntesten Mitarbeiters der erwähnten imperialistischen tistische Gedanke gestärkt worden?" Freilich, verehrte Wochenschrift, darauf hin, daß er in dieser Frage keineswegs Kreuz- Zeitung"! Eine Reihe Schriften unserer französi- einen so intransigenten Standpunkt einnimmt, wie etwa Graf schen Parteigenossen haben die reaktionäre Einwirkung Ruß- Reventlow in der Deutschen Tageszeitung". Lands auf die politische Entwickelung Frankreichs deutlich nachgewiesen, und der Kampf gegen diese Entwickelung bildete bekanntlich seit Jahren den Gegenstand energischen Wirkens unserer französischen Freunde. " " Politische Uebersicht. "! Eine Entstellung. " „ Wenn aber dieser Weg zur Erreichung des Zieles sich als ungangbar erweist, so wird es zur unabweisbaren Pflicht, andere Wege zu suchen, auf denen den Stimmungswerten, deren hervorragende Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Einigkeit in unserem Volke der Abgeordnete a enisch in einer Betrachtung über die Landtagssession im„ Hamburger Echo" mit Recht hervorhebt, die ihnen gebührende Berücksichtigung zuteil werden kann." Krieg und Volksvermehrung. Die Berliner Gesellschaft für Nassenhygiene erörterte fürzlich die Frage, welche Maßnahmen der Krieg im Interesse der Rassenhygiene Schon aus dieser kurzen Skizzierung der in der DeffentAls solche Scheinkonzessionen denn mehr können wir lichkeit vertretenen Anschauungen über den„ Hauptfeind" er- nicht darin sehen empfiehlt v. 3 edlitz freie Entwickelungsgibt sich, daß die geschilderte Gruppierung keine zufällige ist. möglichkeiten( in der Karriere") für einzelne, HochSie geht einerseits zurück auf die vor dem Kriege bestehende begabte und die Abstufung des Wahlrechts nach Bildung und Auch die Deutsche Tageszeitung" nimmt in Gruppierung in den politischen Kreisen, sie zeigt aber anderer- Besitz. Diese Vorschläge werden das können wir Herrn eine von ihm nicht erwartete einem längeren Artikel Bezug auf die im Vorwärts" feits, in Verbindung mit dem Verlauf des Krieges, auch eine von Zedlig versichern bereits erörterten Ausführungen H. v. Gerlachs über die in gewisse Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit. Gemeinsam Stimmung" hervorrufen. einem Teil der Presse betriebene Stimmungsmache für einen ist allen diesen Anschauungen die Ansicht, daß der deutsch- engSonderfrieden mit Rußland. Allerdings erklärt lische wie der deutsch- russische Krieg derselben Wurzel ent- Die Verbreitung einer Broschüre Kautskys verboten. das Blatt, daß es einen Sonderfrieden nach keiner Seite sprungen sind. Sie unterscheiden sich bloß in der Abschäßung. Von den Bremer Behörden wurde angeordnet, daß die hin für nötig oder auch nur wünschenswert" erachte, viel- des englischen und des russischen Faktors im Kriege. Da diese Broschüre des Genossen Kautsky:„ Nationalstaat, imperialistimehr das Durchhalten, was zwar bis zu den nötigen Faktoren sich in Vorderasien kreuzten und mit der deutschen scher Staat und Staatenbund" durch den Buchhandel nicht positiven Errungenschaften nach allen Richtungen, Politik in der Türkei zusammenprallten, spielt die Orient- vertrieben werden darf. für nicht nur möglich, sondern auch selbstverständlich" halte. politik bei der Erörterung einer eventuellen UeberAllein aus der ganzen Behandlung der aufgerollten Frage brückung des deutsch- russischen Gegensazes eine so bedeutende -wenn sie auch aus erklärlichen Gründen in die Zukunft Rolle. So führt der Weltkrieg zu dem Ausgangspunkt der verlegt wird geht deutlich hervor, daß das fonservative großen Weltkrise zurück, die den Krieg heraufbeschworen hat. Organ, wie es sich selber ausdrückt, hinsichtlich der späteren erfordere. Der Referent, Kabinettsrat a. D. Dr. v. BehrPolitik genau entgegengesetter Ansicht ist wie Pinnow, führte dazu nach einem Bericht des„ Berl. Tagebl." H. v. Gerlach, d. h. es erwartet von der Herstellung eines aus: Die Art des heutigen Kampfes rafft nicht wie in früheren Ostblocks" mehr positive Ergebnisse für Deutschland, als Zeiten die Schwächeren hinweg, so daß für die Fortpflanzung des von der Herstellung eines Westblocks". Das geht auch aus der Stellung des Blattes zu den Grundsäßen der BismardMenschengeschlechts nur die körperlich Besten übrig bleiben, sondern das weittragende Geschoß trifft wahllos den Starken wie den schen Politik hervor. Seinem Postulat: ch betrachte EngDie„ Vossische Zeitung" entrüstet sich über eine Schwachen; ja, der Starke ist eher noch mehr gefährdet, Land als den alten und traditionellen Bundesgenossen, mit vor kurzem bei uns abgedruckte Einsendung, in der das wenn er dank seiner Leistungsfähigkeit sich größeren Gedem wir keine streitigen Interessen haben", wird von dem Problem„ Kriegsanleihe und Volkswirtschaft" behandelt wurde. fonservativen Blatte nur ein zeitlicher Wert" zugeschrieben, Da die„ Vossische Zeitung" trotzdem sie als Verlagsdirektor fall besonders wertvollen Menschenmaterials fahren aussetzt. Somit ist zweifellos mit einem Auswährend nach seiner Ansicht die Mahnungen Bismarcks. und Leitartikler den Herausgeber einer Finanzzeitschrift zu zu rechnen. Da bereits im Frieden aus mannigfachen Urgute Beziehungen zu Rußland aufrechtzuerhalten, ihrem Stabe zählt die theoretischen Darlegungen des uns fachen die Vermehrung der Bevölkerung nicht in wünschens,, naturgemäß auch über eine solche Arise wie die gegenwärtige zur Verfügung gestellten Artikels gar nicht verstanden wertem Maße erfolgte, gebietet jetzt der nationale Selbsterhaltungshinaus Anspruch auf Beachtung" verdienen. Bezeichnend ist hat, macht sie dem" Vorwärts" den unsinnigen Vor- trieb unbedingt die Förderung aller auf Volkserhaltung und Volts, auch, wie das fonservative Blatt, im Anschluß daran, der wurf, er zweifele ant der finanziellen KriegsbereitParole Gegen den 3arismus" mitleidslos den schaft Deutschlands. zuwachs gerichteten Maßnahmen. Allerdings darf man die Mög Der Artifel wies gerade nach, Garaus macht:„ Am wenigsten" schreibt es kann daß die Mittel zur Durchhaltung des Krieges" flüssiger faum eine Frage der Allgemeinheit greift so einschneidend in das lichkeit, den einzelnen zu beeinflussen, nicht überschätzen; denn daran durch solche Schlagworte wie die angebliche Parole: werden mit Verlängerung des Strieges; er warnte nur davor, innerste Leben ein, wie die Nationalisierung der Volksvermehrung. Gegen den Zarismus" etwas geändert werden. Auch die volkswirtschaftliche Basis daraufhin mit denselben Maßweite Kreise der deutschen Sozialdemokratie stäben wie in Friedenszeiten zu bemessen. Der Artikel erem Frankreich mit dem niedrigstehenden, aber volfreichen Rußland redet Die Verbindung des hochkultivierten, aber bevölkerungsarmen find längst davon abgekommen und haben sich zu der real- plifizierte schließlich nicht allein auf Deutschland, sondern auch ja eine deutliche Sprache, wie eins ohne das andere wirkungslos politischen Auffassung bekannt, daß eine Einmischung in die auf England und Frankreich. Aber die„ Voss. Ztg." kann bleiben muß. Trotz der Erkenntnis dieser Tatsachen wird noch inneren Verhältnisse Rußlands, wie sie jenes Schlagwort oder will das alles nicht unterscheiden. Wir verzichten bleiben muß. Trotz der Erkenntnis dieser Tatsachen wird noch prätendiert, für uns gar nicht in Frage kommen daher auch darauf, ihr an einzelnen Beispielen das Problem mancherlei verabsäumt. Das Neich muß aus seiner Zurückhaltung heraustreten und energisch eine gesunde Bevölkerungs nochmals flarzumachen. In den kommenden Friedensdemokratie als Schwurzeugin für die Haltlosigkeit der Parole Völkerringens ganz klar liegen, wird sie unsere Ausführungen Volksberatungsstellen und der Erlaß gesetzlicher Verfügungen für Dieser Versuch der Deutschen Tageszeitung", die Sozial- zeiten, wenn alle volkswirtschaftlichen Wirkungen dieses Politit treiben. Vor allem feien notwendig: Aufklärung in den Bildungsanstalten, Schaffung geeigneter Lehrstühle, Gründung von „ Gegen den Zarismus" heranzuziehen, berührt sich mit dem vielleicht besser verstehen. Wenn das Blatt schließlich bemerkt, Sicherung und Erhaltung Kinderreicher Familien. Die Vorarbeiten Boltsberatungsstellen und der Erlaß gesetzlicher Verfügungen für tiirzlichen Versuch des Leitartiklers der Kreuz- Joffre und French werden hoffentlich unseren Artikel in den 3eitung" Prof. Otto Hoesch, die anti- englische Schüßengräben verbreiten, so entgegnen wir: das würde zur Wohnungsgesetzgebung sind schleunigst zum Abschluß Orientierung mit den Anschauungen des Genossen Lensch Deutschland nicht im geringsten schaden, sondern dort vielmehr zu bringen, eine gesunde Ansiedlungspolitik iſt zu zu begründen. Aber gerade Prof. Hoeksch hätte am wenigsten zur Stritit der eigenen Verhältnisse des Auslandes anregen. und namentlich Familienvätern( natürlich auch Familenmüttern), find Mutterschaftsversicherung ist einzuführen. Verheirateten, das Recht, sich auf die Anschauung von Lensch zu berufen, daß Dagegen könnte der Artikel der, Vossischen Zeitung die Bekämpfung des Zarismus als Verfaſſungsform nicht der irreführende Angaben über unseren Artikel enthält, beſſere Gehälter und Löhne zu zahlen. Generalvormundschaft, die Aufgabe des deutschen Volkes ſein könne. Prof. Hoetsch gerade der Auffassung Vorschub leisten, die das liberale Blatt hat schon vor mehreren Monaten in seiner Schrift Ruß- vergeblich uns vorzuwerfen sich bemüht. land als Gegner Deutschlands" betont:„ da uns doch die Verfassungsform eines anderen Staates nichts angeht, jedenfalls nicht der Siegespreis eines Eristenzkampfes sein kann," entbehre der Hinweis, Deutschland fechte gegen den Zarismus, Der freikonservatie Abgeordnete v. 3edlik fühlt immer der nötigen Klarheit und Bestimmtheit. Das Verdienst, mit wieder das Bedürfnis, zu dokumentieren, daß er sich eine dieser irreführenden Parole aufgeräumt zu haben, gebührt Neuorientierung" der innerpolitischen Verhältnisse also Prof. Hoeksch, dessen Berufung auf den Genossen Lensch nur im Rahmen des freitonservativen Programms man wohl nur seiner übergroßen Bescheidenheit zuschreiben vorstellen kann. Das heißt natürlich, die auch von der Redarf. Diese Frage ist indes von nebensächlicher Bedeutung gierung für notwendig erachtete Umgestaltung zu einer Farce im Bergleich mit den innerpolitischen Gruppierungen, die machen. Herr v. 3edlitz schreibt im„ Tag": fich auf dem Boden der„ anti- englischen" oder„ anti- russischen" Orientierung ergeben haben. Im allgemeinen kann man auf Grund verschiedener Kundgebungen in der Presse behaupten, daß die Energie, mit der das eine oder das andere Kriegsziel betont, im umgekehrten Verhältnis zueinander steht. Wer in England den„ Hauptfeind" sieht, ist in der Regel geneigt, Rußland" goldene Brücken" zu bauen. Und wer für eine Annäherung an die Westmächte ist, ohne zugleich alle Konsequenzen auch der internationalen Lage zu ziehen, klammert sich an die Parole:„ Kampf gegen den Zarismus“. fann." " Die„ Neuorientierung". " treiben. Ammengesezgebung, Mutterschaftsversicherung sind einzuführen beziehungsweise auszubauen. Ein besonderer Schutz ist dem frühen Kindesalter zu gewähren. Beschlagnahme der deutschen Schaffchur 1914/15. Durch Verfügung der Generalfommandos sind die Wollen der deutschen Schafschur 1914/15, d. H. die seit dem 1. Oftober 1914 in Deutschland geschorenen oder noch zu scherenden Wollmengen, beschlagnahmt worden, gleichviel ob sie sich noch auf den Schafen oder bei den Schafhaltern oder an sonstigen Lagersiellen befinden. Unter dem 12. April hat nun das Kriegsministerium Ausführungs. bestimmungen über die Verwendung der beschlagnahmten „ Einer wesentlich anderen Beurteilung unterliegt die Forde- Wollenbestände erlassen. Die in der Beschlagnahmeverfügung ge rung der Demokratisierung unserer Einrichtungen, insbesondere troffene Bestimmung über das Verbot des Weiterverkaufs wird aufdie Einführung des Reichswahlrechts in Preußen. Ganz abgesehen gehoben, jedoch darf die Wolle nur an Kriegslieferanten verkauft davon, ob dieser Weg nicht mit der Eigenart der preußi- werden. Vor dem 31. August 1915 müssen sämtliche Bestände der schen Monarchie unvereinbar und daher schon aus diesem deutschen Schafschur 1914/15 in das Eigentum der HeeresbedarfsGrunde nicht gangbar ist, führt er auch gar nicht zur Einigkeit in unserem Volte, sondern ist nur zu geeignet, fabrikanten übergegangen sein. Gegensätze von besonderer Schärfe hervorzurufen. Die großen Massen würden natürlich befriedigt sein, denn ihnen stände die Erreichung der politischen Macht und damit die Verwirklichung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Bestrebungen in sicherer Aus ficht. Umgekehrt aber liefe alles, was sich durch Bildung und Besiz aus der Masse hervorhebt, Gefahr, für die Folge bloß den Ambos für den Hammer der Massen abzugeben. Wird dieser in sozialistischem Geiste geführt, so sehen sich der selbständig erwerbstätige Mittelstand durch die einseitige Betonung des Verbraucherstandpunktes, Großindustrie, Großhandel Bern, 14. April.( W. T. B.) Der Ständerat und der Nationalund Großgrundbesitz durch die planmäßige Sozialisierung oder rat haben eine Vorlage betreffend eine eidgenössische KriegsVerstaatlichung der Großbetriebe geradezu in ihrem Bestande bedroht. Die Forderung vollständiger Demokratisierung unserer steuer auf die Einkommen über 10000 Fr. einstimmig angeEinrichtung weist daher nicht den Weg zum inneren Frieden, son- nommen. Die Steuer soll zur teilweisen Deckung der Mobilisationskosten dienen. Die Vorlage unterliegt noch der Volksabstimmung. Landtagsersatzwahl in Sachsen. Im Wahlkreise Dresden 3 ist bei einer notwendig gewordenen Ersatzwahl zum sächsischen Landtag der nationalliberale Oberverwaltungsgerichtsrat BIüher gewählt worden. Die anderen Parteien hatten Wahlenthaltung geübt. Kriegssteuer in der Schweiz. Amerikanische Präsidentschaftskandidaten für 1916. Journals" vom 15. März wird Ersenator Elihu Root, der unter Nach einer Mitteilung des in New York erscheinenden, Deutschen Eine interessante Zusammenstellung von Aeuße rungen allerdings vorwiegend aus dem konservativen Lager, die im Verein mit den bereits angeführten Stimmen der liberalen und demokratischen Presse, diese Grupvierung beleuchten, findet sich in dem Artikel von Arel Schmidt Stampfziele gegen Rußland" in der letzten Nummer der imperialistischen Wochenschrift Das größere Deutschland". Da wird zunächst die Ansicht des langjährigen Mitarbeiters der Kreuz- Zeitung", Prof. Th. Schiemann, angeführt, der im September v. J. aus der Zeitung aus*) In ähnlichem Sinne äußert sich über das deutsch- russische schied, weil seine Ansicht über die Möglichkeit einer der Verhältnis in der Orientfrage der eingangs erwähnte Artikel der einstigen Verständigung mit England dem keine unmittelbaren politischen Gegensäße. Die Kreuz- Zeitung":" Rußland und das Deutsche Reich... trennen energischen Widerspruch eines großen Teils der Kreuzmittelbaren aber müssen von selber zurücktreten, wenn der Krieg Beitungs" leser begegnete. In der russischen Frage nimmt für uns und unsern türkischen Bundesgenossen siegreich ausgeht. er den Standpunkt ein, daß Rußland, neben England und Kommt jetzt zu dem erſtarkten Rumänien und Bulgarien eine er- Roosevelt Staatssekretär des Auswärtigen war, von einer Gruppe Frankreich, unser gefährlichster Gegner" sei. starkte Türkei, so darf man wohl annehmen, daß die Lage auf der republikanischen Partei als aussichtsreichster Kandidat dieser Eine abweichende Stellung nimmt sein Nachfolger in der dem Balkan aus dem flüssigen Aggregatzustand mehr und mehr Partei für 1916 erklärt. Trotz seiner 70 Jahre sei seine geistige Kreuz- Zeitung", Prof. Otto Soetich, ein. In seiner in den festen übergeht und daß damit der russische Expansionsdrang Frische noch dieselbe wie zur Zeit, da Roosevelt ihn den größten bereits oben zitierten Schrift„ Rußland als Gegner Deutsch- hier seine Grenzen findet. Damit würde die Reibungsfläche Mann, den Amerika hervorgebracht hat, nannte. lands" führt er aus, daß" Deutschland und Desterreich zwischen unsern beiden östlichen Nachbarn zum großen Vorteil Als andere republikanische Kandidaten werden noch genannt; Ungarn für eine Orientpolitik kämpfen, deren Ziele mit den deutlich gesagt, daß dem Vordringen Rußlands auf dem Balkan Whitman, Gouverneur des Staates New York; Expräsident, I aft: unserer Lage erheblich an Ausdehnung verlieren. Damit ist alles Maß verlierenden Orientträumen Rußlands nicht ein fester Riegel vorgeschoben werden muß, daß aber eine Verstän- Senator Burton, Ohio; Herrick, der ehemalige Botschafter in Paris; versöhnlich, mit seinen realen Lebensinteressen darin digung mit Rußland in der asiatischen Zürtei im Bereich Senator Borah, Idaho, und Senator Cummins, Jowa. Roosevelt aber faum zusammenstoßen." Als den Hauptgegner des Möglichen liegt. Dieser Standpunkt ist übrigens schon vor fäme als Präsidentschaftskandidat nicht in Betracht und seine Partei, Deutschlands in Vorderasien betrachtet Prof. Hoeßsch nicht dem Kriege von bekannten konservativen Politikern vertreten worden. die progressive", sei abgetan. Aus der Partei. Der erste Mai. Unnötiger Lärm. Der Glaserverband im Jahre 1914. Kriegsleder-.- G. und in der Deutschen Rohhaut Anfang des Jahres bestand die Hoffnung, daß die seit Jahren A.-G. Gleichzeitig sei die Beschlagnahme sämtlicher Gefälle währende Arbeitslosigkeit im Baugewerbe, besonders im Glaser- in Großvichhäuten erfolgt, so daß keine rohe Haut mehr dent getverbe, fich heben würde. Die Arbeitsgelegenheit war in den Handwerksverkehr habe zugeführt werden können. Wenn auch die Die in Betracht kommenden zentralen Körperschaften empfehlen ersten Monaten denn auch eine etwas bessere. Nach Kriegsausbruch Gründung der Rohhautgesellschaft als einer Kontroll- und Sammelden Organisationen, angesichts der besonderen Verhältnisse von der war die Aussicht auf ein Aufblühen des Gewerbes natürlich ver- stelle des gesamten Häutematerials für notwendig erachtet werde, Arbeitsruhe in diesem Jahre a bzusehen. Es werden dem- nichtet. Die Organisation litt besonders unter dem Kriegs- so fönne man die Gründung der Kriegsleder- A.- G. in der Form, ausbruch; waren doch nach der ersten statistischen Aufnahme in der sie sich zeigt, nicht gutheißen. Deren Schöpfer wollen einen nach die Parteizeitungen am 1. Mai d. J. erscheinen. Besondere vom 5. Dezember 1914 von rund 4450 Mitgliedern gleich gemeinnüßigen Gedanken zur Ausführung bringen, die zur AusMaibeiträge werden nicht erhoben. Wo Säle zur Verfügung 1277 zu den Fahnen einberufen worden ein äußerst großer sichen, sollen abends Mitgliederversammlungen veranstaltet werden. Prozentsaz der Mitglieder. Dazu kam, daß durch Schließung verführung Berufenen seien aber nicht ganz so selbst los verEine besondere Maizeitung wird nicht herausgegeben. schiedener Betriebe im Baugewerbe die Arbeitslosigkeit stark zunahm, so fahren, wie dies vorausgesetzt werden mußte. Gemeinnüßig tönne daß auch zugleich 646 Mitglieder vollständig arbeitslos wurden und ein nur geivirtt werden, wenn man den Erfolg nicht in dem für großer Teil der Mitglieder bei verkürzter Arbeitszeit beschäftigt war. sich selbst zu erzielenden Gewinn sieht. Es habe sich Trotzdem versuchte der Verband für die Familien der Kriegsteil bei der Gründung nicht darum handeln können, cince kleinen cine Großlederfabriken Monopol= nehmer sowohl als für die Arbeitslosen durch Gewährung von Ünter- Anzahl ſtüßungen einige Erleichterungen zu verschaffen. Wenn schon in den stellung in der Beschaffung von Leder für den Heeresbedarf 61 000 M. aus der Hauptkasse gezahlt wurden, so belief sich die Gesamt- cinzuräumen. Der Einfluß der Kriegsleder-.- G. auf die in der summe, die für Unterstügungen aufgewendet wurde, auf rund 120000 M. Bersammlung vertretenen Erwerbsgruppen sei unerträglich ge= Anfang dieses Jahres wurden 1630 als zum Heeresdienst ein- worden. Der Vortragende kritisierte sodann die für die Rohhäuteberufen gezählt. Die Mitgliederzahl betrug insgesamt nur noch preise festgesetzten hohen Zuschläge, die zu einer ungerechtfertigten 2200, von denen 431 vollständig arbeitslos waren und 579 bei ver- Berteuerung des Rohmaterials geführt hätten. Ohne die fürzter Arbeitszeit beschäftigt wurden. Gründe dazu verstehen zu können, müssen große Erwerbsgruppent schweren Schaden erleiden, während auf der anderen Seite folossale Gewinne erzielt werden. Die betreffenden Lederfabrikanten bekommen von der Kriegsleder-.- G. die Rohhäute zu feststehenden Höchstpreisen und ebenso auch die Gerbstoffe geliefert, und die Mitglieder der Gesellschaft liefern nun die aus den ihnen so überwiesenen Rohmaterialien fertiggestellten Leder zu übertrieben hohen, phantastisch zu nennenden Prei sen. Ohne Rücksicht auf den Lieferungsvorgang für das RohDas systematische Kesseltreiben gegen den Vorwärts", dessen Urheber uns nur zu gut bekannt sind, wird mit um so lauterem Hallo betrieben, je mehr die tatsächliche Entwicklung der inner- und außer politischen Verhältnisse unsere von vornherein eingenommene Stellung rechtfertigt. Aber der 2ärm täuscht natürlich nicht über die innere Hohlheit und Nichtberechtigung der Angriffe hinweg. Daher fönnten wir das ganze aufgeregte Treiben ignorieren. Nur um zu zeigen, mit welchen Mitteln man gegen das„ Berliner Voltsblatt"( diesen Titel scheint man neben dem Zentralorgan" ganz vergessen zu wollen) zu arbeiten für gut befindet, ein Beispiel der neuesten parteigenössischen Polemik. Rechtsanwalt Genosse Heinemann behauptet in den seit jeher der bürgerlichen Bresse als Fundgrube für Agitationsmaterial gegen unsere Partei dienenden Monatsheften": # 1 ersten drei Quartalen des Berichtsjahres für die Arbeitslosen über Soweit dem Hauptvorstand bis jetzt gemeldet wurde, find 68 Verbandsmitglieder auf dem Schlachtfelde gefallen und 93 verwundet; ein Teil der Verwundeten befindet sich zum zweiten Male in der Front. Ausland. „ daß die ausgezeichnete Rede Scheidemanns fein anderes Die Gewerkschaften Ungarns im Kriegsjahre 1914. Echo im Vorwärts" fand, als daß die Zustimmungskundgebungen bürgerlicher Blätter dazu fein säuberlich aneinandergereiht wurden." Statistit über den Stand und die Leistungen der ungarischen Ge Der ungarische Gewerkschaftsrat veröffentlicht soeben eine Diese Behauptung ist in jeder Beziehung un- werkschaften für das Jahr 1914, aus der zugleich hervorgeht, welche sicht Sachverständiger ungefähr um 40 M. für die Haut zu teuer, Statistik über den Stand und die Leistungen der ungarischen Ge- material wird das fertiggestellte Leder berechnet und sei nach Anwahr. Scheidemanns Rede wurde einmal in einem Leitartikel Einwirkung die ersten fünf Monate des Weltkrieges auf die Ge- was bei den in Betracht kommenden Diengen für den Monat durchdes Vorwärts"( am 19. März) eingehend analysiert und gewürdigt. werkschaften ausübten. Die Gewerkschaften verloren nicht nur schnittlich etwa 10 bis 15 Millionen Wiart ausmache!( Wenn diese Daneben stellten wir( am 20. und 22. März) einige bürgerliche eine große Anzahl Mitglieder, auch die Arbeitslosigkeit war Angaben zutreffend find, dann versteht man die fabelhaft Pressestimmen zu Scheidemanns Rede zusammen, wie wir es bei gleich nach Ausbruch des Krieges cinc große, so daß auch flingenden Gewinnziffern, die in bezug auf einige jedem wichtigen politischen Ereignis mit dem Widerhall in der bie Daheimgebliebenen ihre Pflicht der Organisation gegen Lederfabriken in Umlauf sind, versteht aber nicht, daß die Behörden Durch die bald einsetzende trotz aller Eingaben diesem tollen Treiben bis jetzt tatenlos zu bürgerlichen Presse zu tun pflegen. Es ist auch unrichtig, daß wir über nicht erfüllen konnten. " nur Zustimmungsäußerungen abdruckten. Die Uebersicht enthält kolossale Leuerung wurde die Lebenslage der Arbeiter noch gesehen haben. Anmerkung der Red. der„ Franks. 3tg.".) Desa auch fritisch- ablehnende Bemerkungen. Ein parteigenössischer Jurist bedeutend verschlechtert. Alle diese Ilmstände verursachten ein starkes halb habe der Verband sich in einer erneuten Eingabe an das Reichs Zurückgehen der Mitgliederzahl. Am 31. Dezember 1913 wurden sollte doch mit seinen Behauptungen etwas sorgfältiger verfahren. 107 486 Mitglieder gezählt, am 30. Juni 1914 waren es noch 96 290, amt des Innern und an das Kriegsministerium gewandt und Wenn Genosse Heinemann es weiter als" groben Disam 31. Dezember 1914 war die Zahl auf 51 510 gesunken. So- dringend darum ersucht, durch die Aufnahme der gesamten ziplinbruch" bezeichnet, daß wir die 30 Namen der Abgeord- nach hat sich die Mitgliederzahl in den ersten fünf Striegsmonaten in Deutschland vorhandenen Bestände an Großviehhäufen und neten veröffentlichten, die sich nicht zur Budgetzustimmung ent- um 46,50 Prozent vermindert. Bei den Arbeitsvermittelungs- Kalbfellen an einem bestimmten Tage des Monats April endlich schließen fonnten, so erinnert uns das an die Rolle mancher An- stellen meldeten sich vom 1. August bis Jahresschluß 25 398 Arbeiter die Grundlage zu schaffen, die eine tatsächliche und richtige Beurtei lung der Lage ermöglicht. Obwohl, wie Herr Levi- Kornwestheim fänger auf getpiffen Plägen im Gerichtssaal: wo gute Gründe als arbeitslos, Arbeit vermittelt erhielten nur 15 028. Während des Krieges ließ die Arbeitslosigkeit etwas nach, sodaß ausführte, der Vertreter des Reichsamts des Innern den Antrag fehlen, appelliert man an Gefühlsmomente, um den Angeklagten als schuldig" zu überführen. Sollte der„ Vorwärts" etwa warten, bis nicht nur die arbeitslosen Mitglieder, sondern auch die Familien befürwortet habe, sei sein Antrag im lleberwachungsausschus abder eingerüdten Gewerkschaftsmitglieder unterstützt werden konnten.die in nicht seltenen Fällen aus Parteiquellen gut gespeisten Berl. In den ersten fünf Monaten des Krieges fonnten die Gewerkschaften gelehnt worden. Wäre die Statistit richtig, fo brauchte die KriegsTageblatt" und" Bossische Ztg." oder ein Parteiorgan in der Pro- 304000 Stronen, die freien Organisationen 59000 Aronen als Arbeits- leder-.- G. eine solche Nachprüfung nicht zu scheuen, dies um so vinz die Namen zusammengestellt hatten? Die Augen der gesamten losenunterstüßung auszahlen. Für die Unterstüßung der Familien weniger, als ihr durch die Bestandaufnahme keinerlei Kosten erpolitischen Welt waren auf die Vorgänge bei der Abstimmung im der Eingerückten wurden 125000 Stronen verausgabt. Unterstützungen wachsen wären, da das Reichsamt des Junern erklärt habe, die erReichstage gerichtet. Da fonnte es gar nicht verborgen bleiben, daß anderer Art erreichten die Summe von 160 000 kronen. Alles forderliche statistische Aufnahme durch das Statistische Amt vorüber ein Viertel der sozialdemokratischen Fraktion an der Abstimmung in allem lofteten die ersten fünf Monate des Krieges den Gewerk- nehmen zu lassen. Eine an das Reichsamt des Innern gerichtete nicht teilnahm. Diese Tatsache mag ja dem Genossen Heine- fchaften die runde Summe von 650 000 Kronen an Unterstützungen. Resolution faßte die Beschwerden zusammen, um einen letzten Versuch zu der dringend notwendigen Klärung der Verhältnisse zu mann sehr unangenehm sein, aber unangenehme Tatsachen totzumachen. schweigen, ist nicht die Aufgabe der demokratischen Presse, wie wir sie verstehen. Da wir gerade vom Genossen Heinemann sprechen, wollen wir auch nicht den sonstigen fachlichen" Inhalt seines Artikels unferen Refern vorenthalten. Er liegt in folgendem Satz: " „ Wenn man alle diese Fragen rein sachlich ohne demagogischen Rebengived einer Prüfung unterzieht, so muß man im Gegensatz zu Hirsch zu dem Ergebnis kommen, daß eine NeuHafenarbeiterstreik in Genua. Zürich, 14. April.( W. T. B.) Der„ Neuen Züricher Zeitung" zufolge traten die Kohlenauslader in Genua in den Ausstand. regelung des Stoalitionsrechts auf freiheitlicher Grundlage Aus Industrie und Handel. 40 Proz. Dividende. Verlustlisten. Die Verlust liste Nr. 198 der preußischen Wintee enthält Verlufte folgender Truppen: Gouvernement Lüttich. während des Krieges völlig unmöglich ist. Zu einem solchen Unternehmen fönnte sich nur eine Regierung bereitfinden, die gemissenlos genug wäre, ihrerseits den Burgfrieden durch Aufrollung von Fragen zu stören, die sofort unter den Die Sprengstoffwerke Glüdauf, A.-G. in HamParteien die schwersten Gegensäge... hervorrufen würden." burg, zahlen eine Dividende von 40 Proz.( gegen 0 Proz. Die rührende Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kreise, die in den Vorjahren). Das günstige Ergebnis ist nach dem Gewichtigen Lebensfragen der Arbeiterschaft ablehnend gegenüber- fchäftsbericht auf die erhöhten Lieferungen für eereszwede 59, 60, 61, 63, 64, 66, 69, 70, 72, 76, 77, 78, 79, 86, 88, 93, 95, 98, stehen, paßt gut zu dem Vorwurf Schippels in der gleichen zurückzuführen. Die gegenwärtige Beschäftigung wird als sehr Nummer, daß der Vorwärts" die offen ausgesprochenen flott bezeichnet, so daß die Betriebsanlagen abermals erheblich Annegionswünsche der„ Post“ und„ Deutschen Tageszeitung" zurüderweitert werden mußten. Es könne danach auch für das laufende Für Schippel sind die dahingehenden Bemerkungen des Geschäftsjahr eine recht zufriedenstellende Dividende in Aussicht „ Borwärts"„ Scharfmacherauslegungen" cine neue Bereiches gestellt werden. rung der Parteipolemit! Solche Angriffe zeigen uns nur, daß wir auf dem rechten Wege sind. Und wenn man Vergnügen daran findet, weiter zu lärmen uns soll's nicht stören! weist. " Detachement v. Dewall( siehe Festungs- MaschinengewehrTrupp und Festungs- Landwehr- Pionier- Abt. Swinemünde). 5. Garde- Reg. 3. F.; 2. Garde- Referbe- Reg.; Garde- GrenadierRegimenter Franz und Nr. 5. Grenadier-, bzw. Infanterie-, bzw. Füsilier- Regimenter Nr. 1, 2, 3, 6, 7, 8, 10, 12, 13, 16, 21, 22, 26, 29, 34, 41, 42, 43, 45, 47, 49, 114, 116, 117, 135, 136, 147, 148, 149, 150, 151( siehe auch Erj.Inf.- Reg. Königsberg I), 153, 154, 155, 156, 157, 161, 164, 169, 173, 174; Reserve- Inj.- Regimenter Nr. 1, 3, 5, 7, 10( fiche Ers.Inf.- Reg. Nr. 9 der Division v. Menges), 15, 17, 18, 20, 21, 26, 30, 34, 35, 48, 59, 61, 66, 76, 93, 116, 118, 205, 207, 212, 216, 217, 219, 224, 225, 226, 231, 233, 236, 237, 240, 250, 251, 257, 269; Ersatz- Inf.- Regimenter Nr. 9 der Division v. Menges, Königsberg I Neue Preiserhöhungen für Spirituosen. und II; Reserve- Ersatz- Regimenter Nr. 2 und 4; Landwehr- Inf.Regimenter Nr. 1( fiche Erf.- Jnf.- Reg. Stönigsberg II), 13. 39, Der Verein der Likörfabrikanten und Branntweininteressenten von 40, 48, 49( fiche 2. Feld- Reg.), 53, 60, 72, 76, 83, 84; 2. FeldGroß- Berlin und der Provinz Brandenburg E. V. hat beschlossen, Regiment; Inf.- Bataillon Graf v. Schwerin; Ueberplanmäßiges Eine Erklärung. An der Spitze der letzten Ausgabe des die bisherigen Preise, unter Fortfall des Kriegszuschlags von 25 Proz., Landw.- Inf.- Ball. Nr. 1 des 4. Armeekorps; Brigade- ErsatzRussischen Bulletins wird von dessen Schriftleitung folgende Eraufzuheben und neue Mindestverkaufspreise für Bataillone Nr. 9, 16, 49, 55; Landsturm- Bataillone Bartenſtein, In eigener Sache! Das„ Bochumer Volksblatt" schrieb in Fertigfabrikate, die um zirka 10 bis 15 f. für den giter III Darmstadt, 3. Flensburg, Friedberg, 2. Gleiwiß, Gnesen seiner Nummer vom 1. April im Artikel:„ Beginn der Parteispal- höher sind als die bisherigen, mit Wirkung vom 15. d. M. cin- fiehe auch 2. Feld.- Reg.) Graudenz, I Sagenau, 1. Heidelberg, Bildesheim, Naugard( fiche 2. Feld- Reg.), Ratibor; Festungstung oder lokales Ereignis?" nach heftigen Angriffen auf eine An- treten zu lassen. Maschinengewehr- Trupp Swinemünde. zahl Genossen von der Linken der Partei:„ Und damit kein Steinchen in dieser Mosaik seltsamer Freunde des Proletariats fehlt, wird die als„ Russisches Bulletin" von Liebknecht geschäftlich geleitete Korrespondenz redigiert von dem ehemaligen Göppinger Strateeler Thalheimer." flärung veröffentlicht: Die Schriftleitung. Stürassiere Nr. 3; Husaren Nr. 2, 4( siehe Jäger- Reg. zit Zur Tätigkeit von Kriegs- Aktiengesellschaften. Pferde Nr. 11), 17; Landwehr- Husaren Nr. 6; Ulanen Nr. 6( fiche Die Begründung von Kriegs- Aktiengesellschaften, die den 3wved Stomb, Stav.- Reg. Baun), 7, 13; Reserve- lanen Rr. 1; Jäger zu Pferde Nr. 11; Kombiniertes Kavallerie- Reg. Baun; 3. Landwehrhaben sollen, in bestimmten Industrien eine möglichst gleichmäßige stadron des Gardetorps. Umt jeder Legendenbildung vorzubeugen, stellen wir fest, daß Verteilung der Rohstoffe für wichtige Kriegsbedarfsstoffe vorzuFeldart.- Regimenter Nr. 1, 4, 7, 8, 9, 15, 16, 17, 18, 19, 22, der Genosse Thalheimer nie auch nur in den entferntesten Be- nehmen, ist auch in Parteitreisen als sozialistische Maß- 23, 37, 44, 50, 57, 73, 76, 82; Reserve- Feldart.- Regimenter Nr. 7, ziehungen zu dem„ Russischen Bulletin" gestanden hat. Ein näheres regel" begrüßt worden. Als der„ Vorwärts" gelegentlich bei 12, 16, 22, 50, 57, 59. Eingehen auf den Angriff des„ Bochumer Volksblatts" lehnen wir Begründung einer dieser Rohstoffgesellschaften dem Gedanken Aus- Fußart.- Regimenter Nr. 1, 6, 8; Reserve- Fußart.- Regimenter ab. Sein Versuch, uns wenn auch durch das Mittel der Un- druck gab, daß diese Gesellschaft damit dem Schutz der Gesamt- Nr. 1( siehe Fuzart.- Reg. Nr. 1), 4, 8( siehe Fußart.- Reg. Nr. 6); wahrheit in einen„ Strateel" hineinzuziehen, richtet sich industrie vor Monopolſtellungen einzelner dienen solle, wurde das Fußart.- Batl. Poſen 1; Landwehr- Fußart.- Batl. Nr. 2. von selbst. Pionier- Regimenter Nr. 23, 24, 25, 29; Pionier- Bataillone T. Dazu schreibt Genosse Thalheimer im Braunschweiger„ Volks- von bestimmter Seite als unberechtigter Zweifel kritisiert. Jetzt freund", dessen politischer Redakteur er ist: Ich erfahre erst durch wird aus der Lederindustrie berichtet, daß nicht einmal dieser Zwed Nr. 2, I. Nr. 5, I. Nr. 7, I. Nr. 9, I. und II. Nr. 21, II. Nr. 26; diese Erklärung von dem Angriff des„ Bochumer Volksblatts". An erreicht worden ist. Kürzlich tagte der Verband der deutschen Pionier- Ersatz- Bataillone Nr. 2, 10, 11, 14, 21; 44. und 52. Reserve- Pionier- Komp.; 1. Landwehr- Komp. des 1. Armeekorps; seiner Kennzeichnung durch die Schriftleitung des„ Russischen Schuh- und Schäftefabrikanten in Frankfurt a. M. und beschäftigte Festungs- Landwehr- Abteilung Swinemünde; Mittlere MinenBulletins" kann ich mir vollauf genügen lassen. sich mit den Schritten, die er gemeinsam mit den Verbänden des werfer- Abteilung des 7. Reservekorps. Das„ Bochumer Volksblatt" nahm in seiner Nummer vom 10. April kurz Notiz von dieser Erklärung und bemerkte am Schluß: Schuhhandwerkes, des Lederhandels und der ArbeiterorganiUns war die Mitteilung von einer Seite zugegangen, die sich sationen in der Frage der Lederversorgung für den Zivilbedarf sonst stets gut unterrichtet gezeigt hat, so daß wir keinen Grund unternommen hatte. An den Beratungen nahm neben der Prohatten, an der Richtigkeit der Information zu zweifeln." duzenten- und Händlerorganisation unter anderen der 3entral Ist etwa die ebenso falsche wie gehässige Mitteilung dem verband der Schuhmacher Deutschlands( Nürnberg) teil. „ Volksblatt" von derselben stets gut unterrichteten Seite" zu- Nach einem Bericht der„ Franff. 3tg." legte der Verbandsgegangen, die auch sonst Material gegen bestimmte Blätter verbreitet? Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Fernsprech- Abt. der Division v. Bredow; Funker- Kommando der 9. Armee; Feldfliegertrupp. Reserve- Inf.- Munitionstolonne Nr. 8 der 3. Reserve- Division; Artillerie- Munitionskolonne Nr. 2 der 4. Ersatz- Division. Sanitäts- Kompagnien der Garde- Ersah- Division und Nr. I des 1. Armeekorps. Landwehr- Fuhrpark- Kolonne Nr. 2 des Landwehrkorps. Direktor Herr Frisch dar, daß Schuhindustrie und Schuhhandwerk sich zurzeit in einer schwierigen Lage befänden wie nie zuvor. Er führte das zum großen Teil darauf zurück, daß, obwohl die SchuhDie bayerische Verlustliste Nr. 172 meldet Verluste industriellen seit langem auf die hervortretenden Mängel hinge- des 1., 3., 5., 111., 12., 13., 14., 15., 18., 21. Juf.- Regiments; Rewiesen und ihre Dienste zu deren Abstellung angeboten hätten, ferve- Inf.- Regimenter Nr. 4, 6, 11, 12, 14, 17, 18, 19, 20, 21, 23; von den maßgebenden Stellen sachverständige Beurteiler der Ver- Landwehr- Juf.- Regimenter Nr. Nr. 1, 3, 6, 7, 8, 10, 12, 15; Landhältnisse aus dem Kreise der Lederverbraucher ebensowenig bei sturm- Juf.- Batl. Dillingen; 8. ReserveChebauleger- Reg.; Bergebung der Lieferungen wie bei Anordnung anderer, die Schuh- Kavalleric- Reg. Nr. 5; 3. und 5. Feldart.- Reg.; Reserve- Feldart.Tenerungszulage für städtische Arbeiter. industric, das Schuhhandwerk und den Lederhandel betreffenden Reg. Nr. 1; 3. Fußart.- Reg.; Reserve- Fußart.- Reg. Nr. 3; Die Stadtverwaltung in Koblenz beschloß, die für die Maßnahmen zugezogen worden seien. Von der infolge eines illegi- 2. Pionier- Batl.; 3. Pionier- Batl.; Feldflieger- Abt. 8( 8. Res.Div.); Reserve- Pionier- Batl. Nr. 2; 2. Landsturm- Pionier- Komp. Wintermonate bewilligte Zeuerungszulage für die Dauer des Krieges timen Zwischenhandels und vielfacher unzweckmästiger Maßnahmen des 1. Armeekorps; 2. Train- Abt. des 3. Armeekorps; 1. Munitionsan die städtischen Arbeiter weiter zu zahlen. Die Zulage beträgt eingetretenen unnatürlichen Preistreiberei und von der in- kolonnen- Abteilung des 2. Armeekorps; Sanitäts- Komp. 2 des für verheiratete Arbeiter täglich 30 Pf., für ledige Arbeiter 20 Pf. folge der Beschlagnahmen von Leder eingetretenen Unsicherheit habe 3. Armeekorps; Etappen- Inspektion der 6. Armee. Die Gemeindearbeiter in Treptow bei Berlin haben man Abhilfe gehofft, als großzügige Organisationspläne der RohBerichtigungen früherer Verlust listen, Die Verlust listen Nr. 26 and 27 der Kaiserlicheni beschlossen, dem Gemeindevorstande einen Antrag auf Zahlung einer stoffabteilung des Kriegsministeriums gerüchtweise bekannt geworden seien. Im November gewannen diese Pläne feste Gestalt in der Marine werden veröffentlicht, Kriegsteuerungszulage von wöchentlich 3 M. zu überreichen. alishishe Soziales. Soziales.visting Zum Begriff des Unfalles. Nach den übereinstimmenden Bedingungen der UnfallGerichtszeitung. Aus aller Welt. Die Insassen Borsägliche Brandstiftungen. Fliegerunglück in Bayern. Aus München wird vom gestrigen Tage gemeldet: Ein schweres Amtlich. Berlin, 14. April.( W. 2. B.) Nachdem Fliegerunglüd ereignete sich gestern nachmittag bei Rosenheim. versicherungsgesellschaften gilt als versicherungspflichtiger Un- die Zahl der vorsäglichen Brandstiftungen in der Dort war ein Eindeder aus Augsburg mit zwei Infaffen, cinem fall jedes plötzlich von außen unfreiwillig auf den Versicherten robinz Brandenburg längere Zeit erheblich zurüd- Oberleutnant und einem Unteroffizier, der das Pilotenzeugnis er einwirkende Ereignis. Ausgeschlossen hiervon werden in der Regel die Folgen von Schlag- und Ohnmachts- gegangen war, scheint neuerdings die Gefahr der vorfäß- langen wollte, zur Ausbefferung eines Defeltes gelandet. Nach 5 1hr anfällen. Diese Ausnahme trifft aber nicht zu, wenn lichen Brandstiftung, besonders an Erntevorräten, wieder zu stieg der Apparat zur Rüdfehr nach Augsburg auf. In einer Höhe der Schlaganfall erst ausgelöst worden ist durch ein Er- wachsen. Es bedarf keiner näheren Darlegung, daß die Ver- von etwa 100 Metern überstürzte sich der Apparat. eignis, das an sich zweifellos ein 11n fall ist. Wenn also der nichtung von Erntevorräten in jeziger Zeit dent Landes- wurden unter den Trümmern des Apparates begraben. Die BenzinVersicherte beim Ueberschreiten einer Brüde ausgleitet, ins verrat gleich zu erachten ist und von einer ganz besonders vorräte fingen an zu brennen. Die Zeichen verkohlten bis Wasser stürzt und dann an einem infolge des Schrecks oder niedrigen und strafwürdigen Gesinnung zeugt. Die Staats- 8ur lukenntlich fcit. infolge der Einwirkung des kalten Wassers verursachten Herz- anwaltschaften des Kammergerichtsbezirks sind daher von Wie die München- Augsburger Abendzeitung" erfährt, war der schlag stirbt, so liegt ein versicherungspflichtiger Unfall vor zuständiger Stelle angewiesen, das Brandermittelungs- ber mitverunglüdte Offizier Oberleutnant von 2ohr vom Führer des Flugzeuges der Striegsfreiwillige Matthias Mehr. und die Versicherungssumme ist fällig. In diesem Sinne hat verfahren in jedem Falle aufs Strengste durchzuführen und 18. Jufanterie- Regiment in Landau( Pfalz.) das Reichsgericht am Dienstag entschieden. auf die beschleunigte Aburteilung der Brandstifter unter Beantragung schwerster Strafen hinzuwirken. Der Forstmeister M. in Klodnik war bei der Mannheimer Verficherungsgesellschaft gegen Unfall versichert. Er begab sich am 6. April 1910 auf einen Reviergang, von dem er nicht zurüdfehrte; am Morgen des 7. April wurde er in einem Wassergraben tot aufgefunden. Seine Witwe und seine sechs Kinder klagten nunmehr gegen die Versicherungsgesellschaft auf Zahlung der Mordprozeß Gauß. Kamerad, tritt ein! Ueber ein Stüdchen von Soldatenhumor wird in der Presse folgendes berichtet: Als man zwei Soldatenheime in Laon einUnter der schweren Anklage des Mordes stand gestern richtete, wurde der Kriegsfreiwillige Dr. W. Große aus Dresden von einem Vorgesezten aufgefordert, cinen furzen, derb- volkstümlichen 16 000 M. Versicherungssumme, indem sie behaupteten, M. sei auf die Frau Walli Gauß geb. Krause vor dem Schwurgericht Spruch zu verfassen, der die Soldaten zu anständigem Verhalten in der über den Graben führenden Brücke ausgeglitten und infolge- des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors den Räumen ermahnen sollte. Er löfte seine Aufgabe, indem er dessen ertrunken. Die Beklagte wandte ein: es liege kein versiche- Westermann. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Bur- folgende Verse niederschrieb, die jetzt in sämtlichen Räumen der Heime rungspflichtiger Unfall vor. Sie berief sich auf§ 2 ihrer Versiche- chard, die Angeklagte wurde vom R.-A. Dr. Davidsohn zu lesen sind: rungsbedingungen, wonach von der Versicherung ausgeschlossen sind vor. Kamerad, tritt ein! Ein Heim soll's sein Ind nicht bedenke! Eine wüste Schenke. Nimm ab die Müg'; Dann geh' und ſiz' Gemütlich und friedlich Und sauf nicht und rauf nicht Und sing' nicht und spring' nicht! Sei sauber und nett! Spud' nicht aufs Parkett! Benimm dich genau, Als ob deine Frau Hier schalte und walte! Du kennst deine Altel Die Explosion in Lerwick. Krankheit, Schlag-, Krampf- und Chumachtsanfälle, Sonnenstich verteidigt. Die Angeklagte, die Frau eines gutfituierten und sonstige Folgen von Witterungs- und Temperatureinflüssen. Bankbeamten, der nebenbei die Verwaltung des Hauses LüneDie Beklagte behauptet, M. sei nicht ertrunken, sondern infolge burger Straße 30, in welchem er wohnte, in Händen hatte, Schlaganfalles an einer Herzlähmung gestorben; auch dann, wenn hat drei Tage vor Weihnachten, aut 21. Dezember, in ihrer der Schlaganfall erst nach dem Absturz von der Brücke eingetreten Wohnung die Gashähne geöffnet, in der Absicht, sich selbst zu fei( etwa infolge der Kälte des Wassers), liege nach dem Sinn der töten und ihr 1 Jahre altes Söhnchen in den Tod mitVersicherungsbedingungen ein versicherungspflichtiger Unfall nicht zunehmen. Der Knabe ist gestorben, dagegen hatten die Das Landgericht Ratibor und ebenso das Oberlandesgericht Wiederbelebungsversuche bei der Angeklagten Erfolg. Breslau haben die Beklagte zur Zahlung der Versicherungssumme Die 30 Jahre alte Angeklagte, die einen sympathischen Eindrud verurteilt. Zur Begründung führt das Oberlandesgericht aus: macht, ist offenbar sehr nervös und etwas phantastisch. Sie ist seit Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme ist für erwiesen zu cr- 1904 verheiratet, nach 10jähriger Che wurde deur Ehepaar ihr Sohn achten, daß der körperliche Zustand des M. am 6. April 1910 durch- Heinz geboren, den Vater und Mutter abgöttisch liebten und der aus gut und gesund war. Die aus zusammengebundenen Knüppeln nun das Opfer der unseligen Tat der Angeklagten geworden ist. bestehende Brücke über den Wassergraben befand sich in sehr Unglückliche Ehe, steigernde Eifersucht der Ehefrau, Bant und Streit schlechtem Zustande. Ein Ausrutschen war deshalb für jeden nor mit dem Ehemann, zu großer häuslicher Aufwand, der die Frau malen Menschen leicht möglich. Es ist im hohen Grade wahrschein- dazu zwang, Schulden zu machen und Verzweiflung über ihr nach lich, daß M. von seinen beiden ihn begleitenden Hunden, die ihrer Meinung verfehltes Leben haben in ihr den Entschluß reifen London, 14. April. Wie das Reutersche Bureau erfährt, war die fchlecht gezogen waren, beim Ueberschreiten der Brücke in den lassen, in Gemeinschaft mit dem Kinde aus dem Leben zu scheiden. Graben hinabgestoßen worden ist. Das Gericht ist überzeugt, daß wie zur Sprache fant, schwebt gegen die Angeklagte ein Verfahren Erplosion in Lerwick die Folge eines Brandes in einem Magazin. M. nicht schon beim Ueberschreiten der Brüde an einer Herz- vegen Unterschlagung; es handelt sich dabei um eingezogene Mieten; Während das Feuer gelöscht wurde, entzündeten sich Explosivstoffe, lähmung litt, sondern daß er erst infolge des Absturzes unter der doch behauptet sie, daß sie das fehlende Geld verloren habe. Nach wodurch einig benachbarte Abteilungen zerstört wurden. Fünf Einmirtung des Schreds oder des falten Waffers einen Herzschlag ihrer Darstellung habe sie ihrem Ehemann, der große Ansprüche ge- Perfonen wurden getötet und mehrere verlegt. erlitt, der zum Tode führte. Es ist ausgeschlossen, daß bei M. ein macht und sich mehr für andere Frauen als für fic interessiert, ihr Herzleiden in dem Maße vorhanden war, daß der Eintritt einer über alle möglichen Nichtigkeiten Vorwürfe gemacht und sie zeitweise Herzlähmung auch ohne Mitwirkung des Schrecks über den Absturz sogar mishandelt habe, nichts recht machen können. Ihr Ehemann oder ohne Einwirkung des talten Wassers eingetreten fein würde. fei sehr eigensüchtig und hochfahrend gewesen, so daß er sich genierte, Nach einer Mitteilung der italienischen Postverwaltung find elf Der Ausführung der Beklagten, daß nach den Versicherungsbedin- die Leute wissen zu lassen, daß die Portierfrau ihre eigene Schwester aus Mittel- Amerifa mit dem italienischen Dampfer Siena“ gungen beim Vorliegen eines Schlaganfalles oder einer Herz- ist, was zur Folge hatte, daß die Schwester nicht gedugt werden der Gesellschaft Italia für Deutschland abgesandte Brief lähmung unter allen Umständen die Versicherung ausgeschlossen sein durfte. Ihr Mann habe in lekter Zeit vielfach unglüdlich spekuliert posten am 1. April von einem französischen Kriegsschiff beschlagsoll, ohne Rücksicht auf den Zusammenhang mit einem Unfall, ist und sei sehr nervös gewesen, so daß er sie oftmals beschimpfte und nahmt und zurückgehalten worden. nicht beizutreten. Ursächlich für den Tod des M. war der Unfall, feine Schimpfworte auf das Kind bezog, das sie vor der Ghe ihm das Abstürzen von der Brüde in das Wasser. Da fonach ein ver- geboren hatte, das aber bald gestorben ist. Sie behauptete, daß sie sicherungspflichtiger Unfall vorliegt, ist der Klageanspruch be- mit dem ihr gewährten Wirtschaftsgelde nicht habe auskommen gründet. fönnen, denn es feien bei ihr größere Gesellschaften gegeben worden, Wie der Pariser Figaro" aus Tarbes berichtet, haben Das Reichsgericht hat das Urteil des Oberlandesgerichts be- der Mann habe auch immer verlangt, daß das ihm vorgeschte Essen Lawinen im Gebiete von Bareges und Luz großen Schaden anstätigt.( Aktenzeichen VII. 488/14.) vornehm garniert würde, und so sei fic oft in finanzielle Bedräng- gerichtet. nis gekommen und habe 41mal Sachen versehen müssen. Sie hatte schon mehrfach Selbstmordgedanken geäußert und schon einmal die Gashähne geöffnet, doch wurde sie bei diesem Versuch, sich zu töten, gestört. She sic am 21. Dezember die unglüdjelige Tat beging, hat Ansprüche von Hinterbliebenen an die Angestelltenversicherung. Der Ortsausschuß der Vertrauensmänner für die Angesteltenversicherung ersucht uns um Aufnahme nachfolgender Zeilen: Beschlagnahmte Briefposten. Lawinenschäden in den Pyrenäen. Briefkasten der Redaktion. Die furistische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sot fic zwei Zettel an ihren Ehemann hinterlassen, deren erster lautete: regis, parterre, am montag bis Freitag von 4 bis 7 1hr, am Sonnabend „ Es grüßen nun zum letzten Male Heinz und Walli. Es svar von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftast en bestimmten Anfrage cin Fehler von Dir, das glaube mir, mich immer nur schlecht zu ist ein Buchstabe und cinc Sahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche machen, daß ich Dir nie etwas gut machen konnte und Du bei ciner anderen alles schön und gut findest." Die Angeklagte versicherte, daß, als sie zur Tat geschritten, in cinem Zustande hoher Verzweiflung sich befunden habe und erst im Strankenhause zur Besinnung gekommen fei. Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen Teine Abonnement& quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde mit. Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die R. 3. 100. Ja. Hoppe. Wegen Herabseßung der Schschärfe landsturmpflichtig. D. J. 2. Ja. C. m. 82. Sie müssen fich zur Kontrollversammlung melden. E. D. 192. Machen Sie Ihren Anspruch eventuell durch selage beim Kaufmannsgericht geltend." M. T. 75. Ja. O. 25. Wenn Sie von dem Dbercrsakgeschäft aus gemustert find, brauchen Sie an der Kontrollversammlung nicht teil zunehmen. 3. 50. Sie müssen sich zur Stontrollveriammlung melden. 2. 100. Ja. B. 100. 1. Der Anspruch auf Wochengeld besteht für acht Wochen, von denen mindestens sechs Wochen in die Zeit nach der Niederkunst fallen müssen. 2. Acht Wochen. 3. Wenn die Böchnerin versicherungspflichtiges Mitglied der Kaffe ist, hat fic ein Hebeammengeld von 25 W. zu beanspruchen. 4. Ja. Die mangelnde Kenntnis der gesetzlichen Ansprüche an die sozialen Versicherungen führt häufig zu unlichsamen Verzögerungen und Mighelligkeiten. Insbesondere sind die Bestimmungen der Angestelltenversicherung, die erst seit 24 Jahren in Kraft ist, noch Tange nicht genügend bekannt. Es sei daher hierdurch nochmals darauf hingewiesen, daß die Hinterbliebenen eines versicherten Angestellten, der im Kriege fällt oder an den Folgen einer Kriegs- Der als Zeuge vernommene Ehemann Gauß hat inzwischen die beschädigung stirbt, Anspruch auf Rente in der Regel noch nicht Ehescheidungsflage gegen die Angeklagte angestrengt. Nach seiner haben, weil er die erforderliche Wartezeit noch nicht zurücklegen Darstellung hat er infolge dieser Affäre feinen Posten als Vorsteher fonnte. Rente können die Hinterbliebenen nur in dem Ausnahme- ciner Bantfiliale verloren. Unmittelbar vor der Tat hat nach seiner fall erhalten, daß der Verstorbene durch eine einmalige Einzahlung Darstellung ein besonderer Streit nicht stattgefunden; er habe an ( Brämienreserve) die Wartezeit soweit abgekürzt hat, daß insgesamt dem Tage noch allerlei Weihnachtseinfäufe gemacht, der Frau Geld 60 Pflichtbeiträge entrichtet sind. zur Schmückung des Weihnachtsbaumes gegeben und selbst noch Wenn dagegen, wie es in der Regel der Fall ist, beim Todesfall eine Weihnachtsgans eingekauft. Nach seiner Ueberzeugung sei der des Versicherten ein Anspruch auf Rente nicht besteht, so wird auf ganze Selbstmordversuch der Frau nur ein Bluff gewesen, darauf A. M. Ja. Antrag die Hälfte, bei freiwillig Versicherten drei Viertel der ge- berechnet, ihn wegen der von der Frau nicht mehr zu verheimlichen- 2. A. Strelitzer Str. 40. Sie müssen fich melden. A. B. 5. zahlten Beiträge zurückerstattet. Anspruch an diese Rückzahlung den Schulden im Gesamtbetrage von 1500 M. weich zu stimmen. Er Wegen Unterleibsbrüche dienstuntauglich. A. 5. 200. Verlangen Eic 2. S. 100. 1. Strank haben jedoch ausschließlich die Witwe oder, falls eine folche nicht vor- habe seine Frau im Krankenhause in den ersten Tagen nach der Tat Schadenersak von der Patetfahrt- Gesellschaft. handen ist, die hinterbliebenen Kinder unter 18 Jahren. Die viel zunächst täglich besucht, die Besuche dann aber eingestellt, da es ihn heiten der Lungen und des Bruftfells. 2. Wahrscheinlich nicht, entscheidet fach verbreitete Meinung, daß auch Eltern oder andere Angehörige, tief getränkt habe, daß die Frau keine Reue zeigte. Die Eifersucht aber der Militärarzt.- D. H. 100. Soweit Sie nicht von dem Oberdie von dem Verstorbenen unterstützt worden sind, die Beitragsteile der Angeklagten habe keinerlei triftigen Grund gehabt; fie sei der erfaßgeschäft für ausgemustert erklärt worden sind, müssen Sie sich zur M. W. 100. Sie können nochmals ge Kontrollversammlung melden. zurüdfordern könnten, ist eine irrige. artig hysterisch, daß sie bei den größten Kleinigkeiten sofort ihm eine Auskunft über diese Fragen erteilen der Rentenausschuß der große Szene machte. Trotzdem habe nicht etwa ein dauernder Kriegs- mustert werden. Db Sie zum Felddienst fähig sind, entscheidet der Militärarzt. 2. W. 34. Sic fönnen Ihre Frau vertreten; die Volmacht Angestelltenversicherung in Berlin- Wilmersdorf, sowie die Orts- zustand in der Ehe bestanden, vielmehr habe er der Frau tagtäglich braucht nicht beglaubigt zu sein, fie muß nur die Unterschrift Ihrer Frau ausschüsse der Vertrauensmänner in den einzelnen Städten und Blumen oder Obst mitgebracht. Die Frau habe genau geipußt, pie tragen. P. N. 4. Wenn Sie bereits angeseht find, brauchen Sie an der M. H. 38. Sie haben Gemeinden. Die Geschäftsstelle des Berliner Ortsausschusses sehr er an dem Kinde hing, und soll zu einer dritten Person gesagt Kontrollversammlung nicht teilzunehmen. P. F. Daß das Futter nur für die Molke Sprechstunde täglich von 1-3 Uhr befindet sich Flottwellstr. 4, I, haben: Ich weiß, wvic ich ihn am besten strafen kann, ich nehme das feinen höheren Anspruch. Zimmer 5. Kind mit." Die Angeklagte bestritt dies und wies darauf hin, daß, reien reserviert ist, ist uns nicht bekannt. Es wäre Ihnen somit die Mög lichkeit gegeben, Futter für Ihr Kleinvieh zu bekommen. venn der Mann bei seinem Besuche im Krankenhauſe jede Reuc an 1. Wenn leine Kinder vorhanden sind, erben die Eltern und Ges ihr vermißt habe, dies darin seinen Grund habe, daß sie unter den schwister die Hälfte vom Nachlaß, die Wirtschaft aber erbt die Frau Nachwehen der Vergiftung noch zu leiden hatte. 2. 400 Mart jährlich. -Gewöhnung an den Verlust eines Fingergliedes? Gegen die Theorie von der Gewöhnung eines UnfallverTesten an die Unfallfolgen wendet sich in einem Spezialfall auch das Reichsversicherungsamt. Der Tischler W. erlitt durch Betriebsunfall eine Verlegung des linten Daumens und Zeigefingers. Die Norddeutsche Holz- Berufsgenossenschaft setzte eine Rente von 20 Proz. fest, die dann durch späteren Bescheid auf 10 Broz. herabgesetzt wurde. Geh. Medizinalrat Dr. Straßmann hatte keinen Anhalt dafür, daß die Angeklagte die Tat im Zustande der Bewußtlosigkeit verübt habe. Nach Zeugenaussagen hat die Angeklagte aus Eifersucht ihren Mann beobachten lassen und gelegentlich geäußert: sie habe das Leben satt und werde den Jungen nicht allein auf der Welt zurücklassen; damit könne sie ihren Mann am schwersten treffen. Die an die Geschworenen gerichteten Schuldfragen Dic 10prozentige Rente wurde später durch Bescheid der Genossenschaft in Fortfall gebracht, weil in den Unfallfolgen völlige Abhärtung und Gewöhnung eingetreten sei. Der Verlust des lauteten auf Mord und ferner auf Antrag des Staatsanwalts auch Daumen- Nagelgliedes verursache aber nach eingetretener Gewöh- auf Totschlag und fahrlässige Tötung. nung feine meßbare Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit. Dieser In seinem in diesem Bescheide enthaltenen Gewöhnungstheorie trat auch das Oberversicherungsamt Groß- Berlin bei. Anders das ReichsversichePlaidoyer im Voraus. -ww B. 1. 1914. 23. 2. 3.& Eingegangene Druckschriften. Mein. Das deutsche Volkslied. Zusammengestellt von E. 2. Schellen berg. Herausgegeben vom Vaterländischen Frauenverein. Zwei Bände brosch. 1 M. Von Berlin bis Tannenberg. Von H. Ekkehard. 48 S. brofch. 30 Pf. Hohenzollern- Anekdotenschak in Versen. Von Dr. E. A. Luze. 140 S. brosch. 50 Pf. Verlag: H. Bermühler, BerlinLichterfelde. Kriegsgeographische Zeitbilder. Herausgegeben von Dr. H. Spethmann und Dr. E. Scheu. Heft 1. Die wirtschaftlichen Grundlagen der kriegführenden Mächte. Bon Prof. A. Oppel. Heft 2. Kohlennot und Kohlenvorräte im Weltkriege. Von Prof. F. Frech.- Heft 3. Der Kanal mit seinen Küsten und Flottenstützpunkten. Von Dr. H. Spethmann. Heft 4. Antwerpen. Geographische Lage und wirts rungsamt. Dasselbe entschied, daß dem Berlebten die 10prozentige veritat der Staatsanivalt die Ansicht, daß der Ehemann Gauß die fchaftliche Bedeutung. Von Dr. H. Praesent. Einzelheft 80 f. Verlag: Rente weiterzugewähren sei. Der Verlust des Endgliedes des alleinige moralische Schuld an dem Tode des Kindes trage, denn Beit u. Cc., Leipzig. linfen Daumens ist kein leichtwiegender. Es kann dem Kläger des- durch seine Schuld sei die Angeklagte in jene verzweifelte Situation Das deutsche Kind im deutschen Kriege. Von Prediger W. Klaule. halb geglaubt werden, daß in dem seit dem Unfall vom 12. Sep- gekommen, welche dann zu der furchtbaren Tat geführt hatte. Die 48 6. brosch. 40 Bf. Selbstverlag in Frankfurt a. M. Die französischen Sozialisten und der Krieg. Bon( S. Ruczta. tember 1911 verflossenen Zeitraum eine völlige Gewöhnung an Angeklagte verdiene weitgehendstes Mitleid, man dürfe aber nicht diese Verstümmelung, wie dies die angefochtenen Entscheidungen etwa dazu kommen, die Angeklagte hier aus Mitleid freizusprechen. 16 S. Verlag der Buchdruckerei der ukrainischen sozialrevolutionären Partei annchmen, noch nicht eingetreten, und daß troß der wiedererlangten Der Staatsanwalt legte den Geschworenen nahe, eventuell ein in Bien. vollen Beugefähigkeit des linken Beigefingers feine Erwerbsfähig- Gnadengeſuch für die Angeklagte zu befürworten, jedenfalls aber die 5748: Familie Schimef. Schwant von G. Stadelburg. Eingelnummer feit noch immer in einem der früheren Rentenfestschung ent- Schuldfrage nach Totschlag zu bejahen. Der Verteidiger bat die GeDer Leutnant erzählt. Geschichten aus dem Weltkriege 1914/15. sprechenden Grade beeinträchtigt ist. Die Behauptungen des schworenen, sämtliche Schuldfragen zu verneinen, eventuell aber nur Mit den Feldgrauen nach Belgien hinein. Striegserlebnisse Klagers finden cine Stüke in seinen Arbeits- und Lohnverhält die Frage nach fahrlässiger Tötung zu bejahen. Die Angeklagte babe 1 m. niffen." fich infolge des durch Schuld ihres Ehemannes unglücklichen Ehe- und Schilderungen von. v. Trotha, 1,50 M., geb. 2 M. Hesse u. Becker, fic offenbar nicht mehr recht Herr ihrer Sinne war. Es sei dies ein Lebens in einent geistigen Verivirrungszustande befunden, in welchem Leipzig. all, in dem man die Gesezesbücher zuklappen und lediglich in der Seele des Menschen lejen solle. Es wäre zu wünschen, daß das Reichsversicherungsamt allgemein die seltsame Theorie von der Gewöhnung an 1infallfolgen aufgibt. In der nicht die Arbeiter betreffenden Versicherung durch private Unternehmen ist diese Rentenquetscherei nic anerkannt worden. Die Geschworenen verneinten die sämtlichen Schuldfragen. Darauf erfolgte die Freisprechung der Angeklagten. UniversalBibliothek. 5746: Graf Effer. Trauerspiel von H. Raube. geh. 20 Bf. Ph. Reclam, Leipzig. STA Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Freitagmittag. Ueberall fühl. Im Osten noch vorivicgend tribe, mit öfter wiederholten, nur im Binnenlande etwas stärkeren Niederschlägen. Im Westen zeitweise aufklarend. Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genoffen! Anfang März ist unser Genosse Alex Gürgen aus Kohlhasenbrück gefallen. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Paul Siebert gestorben ist. Danksagung. evidente Zentralverband der Lederarbeiter Für Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau und Mutter sagen wir hiermit allen Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. 194/7 Die Beerdigung findet Freitag, den 16. April, nachmittags 15 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral Friedhojes Friedrichsfelde aus statt. am A in Sozialdemokratischer Wahlverein Wannsee. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 14. Abt. Bez. 696. Am Montag, den 12. April, verstarb unser Genosse, der Hausdiener OttoSchlieper Waldstr. 13. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 15. April, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des Stahnsdorfer Friedhoses aus statt. Abfahrt 3 Uhr Beuffelstraße. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 14. Abt. Bez. 692a. Am Sonntag, den 11. April, verstarb unser Genosse Konrad Gölz Wittstocker Straße 6. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 15. April, nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 14. Abt. Bez. 689b. Am Montag, den 12. April, verstarb unser Genosse, Metallarbeiter der Karl Thomas Rostocker Straße 46. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet beute Donnerstag, den 15. April, nachmittags 48%, Uhr, von der Leichenhalle des Philippus- ApostelKirchhofes aus nach dem städtischen Friedhofe in der Müllerstraße Ece Seestraße statt. Um rege Beteiligung ersucht 224/9 Der Vorstand. Verband der Hut- und Filzwarenarbeiter u. Arbeiterinnen Deutschl. Ortsverwaltung Berlin. Allen Mitgliedern zur Nachricht, daß die Frau unseres VorstandsIollegen Max Arlt verstorben ist. Die Beerdigung findet heute Donnerstag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Zentralfriedhoses in Friedrichsfelde aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. 76/2 Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Hierdurch zur Nachricht, daß unsere Genossin, die Gastwirtin Witwe Pauline Wernicke Bismardstr. 38, am 12. d. M. verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am am 16. d. M., nachmittags 3 11hr, vom Trauerhause aus nach dem neuen Luisenkirchhof, Fürstenbrunner Weg, statt. Rege Beteiligung erwartet 250/11 Der Vorstand. Tischlerverein zu Berlin. V. a. G. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Tischler Paul Schwarz Alt- Borhagen 27 Alter bon am 12. April im 65 Jahren nach längerem Leiden verstorben ist. Dem Verstorbenen, der lange Jahre als Vorstandskollege und später als Revisor die Interessen des Vereins auf das beste vertreten und sich durch seinen auf richtigen Charakter ausgezeichnet hat, werden wir ein dauerndes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Freitag, den 16. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeindefriedhofes in Lichten berg, Lückstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 281/11 Der Vorstand. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Bierfahrer Gustav Panknin Don der Brauerei Engelhardt am 11. d. Mts. im Alter von 39 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 15. April, nachmittags 5, Uhr, von der Leichenhalle des Georgen- Stirchhofes in Weißensee, Röldestraße, aus statt. 62/19 Die Bezirksverwaltung. 5. Preußisch- Süddeutsche ( 231. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 4. Rlaffe 2. Biehungstag 14. April 1915 Vormittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I n. II. Nur die Gewinne über 192 M. find in lammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 1362 872 120 38 525 684 742 960 2022 234 72 365 889 3053( 400) 94 103 85 399 499 622 916 4143 60 550 628 5148 237 79 322 85 864 983 6094 262( 400) 786 855 947 7196 326 411 588 864 911 28 8106 44 297 329 426 96 663 792 810 56 951 92 9015 652 91 623 739 856 894 10230 11162( 500) 437 636 12023 63 82 160 204 414 608 13199 521 664 959 14119 328 65 658 15282 329 94 977 18282 96 446 557 692 826 17099 138 49 84( 400) 283 417 672 86 756 828 933 18075 152 295 316 632 810 19189 363 613 999 20037 44 50 232 349 847 953 21048 228 603 779 872 22079 457 23034 166 296 759 849 910 24008 49 79 93 123 60 285 449 553 626 25020 498 816 26046 188 371 451 27402 967 28359 520 774 81 93 962 29057( 400) 145 219 62 566 75 895 30107 83 291 476 650 681 781 924 51 31023 143 701 68 912 22 32056 630 825 986 33041 523 84183 375 632 37 996 35170 460 557 609 789 825 64 36757 949 37303 7 46 816 38754 94 39122 30 97 792 911 15( 400) 40028 367 560 722 926 41294 42674 43138 299 407 629 746 69 44093 148 710 17 822 953 45242 380 87 407( 400) 78 649 46097 298 579 47006 422 632 648 869 952 48072 696 640( 3000) 887 49016 310 864 50070 653 866 61011 368 99 647( 10 000) 897 990 ( 1000) 52498 557 684 53017 90 172 419 950 54560 600 81 55340 409 78 85 849 56210 349 974 57178 204 421 528( 400) 58211 331 587 885 59692 852 93 60334 695( 400) 61082 98 168 459( 400) 866 62011 44 241 335 473 88 777 63084 266 785 64044 86 633 45 65145 411 634 57 712 74 814 66053 217 30 407 56 585 632 33 67378 412 773 85 814 47 77 94 68412 79 580 715 854 85 954 69252 250 657 743 57 76 840 Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schleifer Karl Weder nebst Sohn. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner licben Frau, unserer guten Mutter, sagen wir allen Freunden und Betannten sowie demSozialdemokratischen Wahlverein Tempelhof, dem Arbeitergesangverein Tempelhof Mariendorf, dem Freien Arbeiterjugend. Jugendausschuß Tempelhof MarienRobert Liebig gefangere gestorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 16. April, nachmittags 2, Uhr, von der Leichenballe des Zentral Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 112/8 Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Am 10. April verschied nach langem Leiden unser lieber Kollege, der Sezer 1541b Gustav Litty. Sein Andenken wird bei uns in dauernder Erinnerung bleiben. Die Kollegen der Hofbuchdruckerei Julius Sittenfeld. Die Beerdigung findet am Freitag, den 16. April, nachmittags 31, 1hr, von der Halle des Zentral- Friedhofes in Fried richsfelde aus statt. Mitte Februar fiel auf dem Felde unser lieber Freund 1540b Willi Lietz Ehre seinem Andenken! Familie Dittmann. Danksagung. Für die überaus zahlreiche Teilnahme bei der Einäscherung meines lieben Mannes, unseres treujorgenden Baters Georg Menning der sagen auf diesem Wege allen Verwandten und Bekannten, den Kollegen der Firma Hasse u. Wrede, Drdnerschaft der Neuen Freien Volksbühne, den Genossen des 6. Berliner Reichstagswahlkreises, 21. Abteilung, Bezirk 762, dem Deutschen Metallarbeiterverband, der Zentral- Krankenund Sterbefasse der deutschen Wagenbauer, dem Bolts- Feuerbestattungsvercin Groß- Berlin, sowie Herrn Waldeck Manasse für die überaus trostreichen Worte am Sarge des Entschlafenen unseren herzlichsten Dant. Wwr. Luise Menning geb. Kerkow, nebst Kindern, Müllerstr. 36. 85 560 769 107177 242 514( 400) 775 911 108141( 400) 526 735 52 921 109016 33 327 42 63 742 110203 69 344 560 68 111158( 400) 74 277 83 426 615 98 834 947 95 112280 807( 400) 915 113038 109 694 114370 473 915 68 115244 96 828 116012 201 45 117149 304 15 633 740 118223 586 672 78( 1000) 726 39 825 119534 728 915 120056 59 76( 500) 459 71 121417 34 688 98 873 929 122334 98 669 746 123028 378 605 124096 194 225 80 543 724 125553 621 877 901 4 126089 270 90 408( 400) 29 553 755 904 35 127158 78 231 394 428 938 128000 172 82 423 57 689 129073 234 614 641 99 722 37 70 84 923 89 130142 256 97 310 86 636( 600) 91 812 33 55 131013 357 68 479 630 85 732 906 132085 91 501 85 91 634 709 981 133029 791 805 134060 306 44 420 751 66 135148 230 534 609 49 90 99 724 97 864 136185 93 373 511 65 615 865 137063 166 333 85 619 86( 400) 98 783 138341 673 600( 500) 32 807 9 139210 641 57 67 958 0( 400) 231 374 612 72 93 140125 214 28 765 930 45 141180 und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin I. Sonntag, den 18. April, vormittags 10 Uhr: Versammlung bei Schmidt, Prinzenallee Nr. 33. Tagesordnung: Sassenbericht, Wahlen, Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet 133/2 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. Burcau: Rungestraße 30. dorf und dem Personal der Firma Tel.- Amt Morikplatz 10623, 3578. Roßberg u. Co. hiermit unseren herzlichsten Dank. Karl Diemert nebst Kindern. Allgemeine Kombinierte Sigung der Ortskrankenkasse für Ortsverwaltung mit Kontrollkommission Berli Wilmersdorf. Freitag, den 16. April, abends S, Uhr, Wir teilen hierdurch mit, daß für in Bockers Festsälen, Weberstraße Nr. 17. durch den Stadtbezirk Beriin- Wilmersdorf das Drtsstatut betr. die Versicherung 81/16 der Hausgewerbetreibenden Verfügung des Versicherungsamtes Berlin- Wilmersdorf, vom 12. April 1915 in Kraft getreten ist. Wir fordern alle Arbeitgeber auf, diejenigen hausgewerblich Beschäftigten, welche ihren Wohnsih in BerlinWilmersdorf haben, innerhalb drei Tagen zu unserer Kasse anzumelden. 266/15 Der Vorstand. Für unsere Verwundeten! Ziehung 20-23. April 1915 im Ziehungssaale der Königlichen General- Lotterie- Direktion Rote- Kreuz Geld- Lotterie 17851 Geldgewinne im Gesamtbetrage von M 600000 100000 50000 30000 20000 10000 Hauptgewinne Nur Bargeld Lose M. 3.30 Porto u. Liste 39 Pf. extra. H.C. Kröger Berlin W 8, Friedrichstr. 193a Ecke Leipziger Strasse. In Freien Stunden Die Die Ortsverwaltung. Allgemeine Kranken- u. Sterbekaffe der Metallarbeiter. V. a. G. Hamburg. Mitglieder- Versammlungen der Filialen Berlin 1: Berlin 2: Berlin 3: Berlin 4: Berlin 5: finden statt: Sonntag, den 18. April, vorm. 10 Uhr, in Habels Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Montag, den 19. April, abends 8 Uhr, bei Sitlach, Ritterstr. 121. Sonnabend, den 17. April, abends 82 Uhr, dei Kayser, Reichenberger Str. 154. Sonnabend, den 17. April, abends 8%, Uhr, bei Bringmann, Andreasstr. 26. Sonnabend, den 17. April, abends 8% Uhr, bei Thiel, Rückerstr. 7. Berlin 6: Sonntag, den 18. April, vormittags 10 Uhr, bei Berlin 9: Berlin 10: Mertens, Bernauer Str. 82. Sonntag, den 18. April, vormittags 10 Uhr, bei Scheel, Berlichingenstr. 14. Sonnabend, den 17. April, abends 81%, Uhr, bei Faber, Stephanstr. 11. Berlin 13: Sonntag, den 18. April, vormittags 10 Uhr, bei Heinke, Kopenhagener Str. 67. Charlottenburg: Sonnabend, den 17. April, abends 8%, Uhr, im Volkshaus, Rosinenstraße. Lichtenberg I: Connabend, den 17. April, abends 8% Uhr, bei Johann Blum, Frankfurter Allee 227. Lichtenberg II: Sonntag, den 18. April, vormittags 10 Uhr, bei Blume, Alt- Borhagen 56. Neukölln: Sonnabend, den 17. April, abends 8 Uhr, bei Tappert, Steinmehstr. 114. Pankow: Sonnabend, den 17. April, abends 9 Uhr, bei Schröter, Floraftr. 5-6. Rosenthal: Sonnabend, den 17. April, abends 9½, Uhr, Barth, Viktoriastr. 7. Tempelhof: Sonnabend, den 17. April, abends 8, Uhr, bei Benscheck in Mariendorf, Chausseestr. 27. Weißensee: Sonnabend, den 17. April, abends 8 1hr, bei Peukert, Berliner Allee 251. Wildau: Sonntag, den 18. April, vormittags 10 Uhr, bei 112/7 Kodaneck, Wildauer Hof. In allen Versammlungen: Kaffenbericht vom 1. Quartal 1915. Wochenschrift für Arbeiterfamilien Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. der Mitglieder ersucht. In Anbetracht des frühen Lokalschlusses wird um pünktliches Erscheinen Die Ortsverwaltungen. 471 653 651 793 861 115224 32 116077 233 558 74 78 892 933 118287 117259 307 28.90 475 613 57 810( 400) 916 71 119133 88 210 353 413 5. Preußisch- Süddeutsche ( 231. Königl. Preuß.) Klassenlotterie( 500) 94 319( 500) 65 476 702 974 4. Klasse 2. Biehungstag 14. April 1915 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I n. II. Nur die Gewinne über 192 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdrud verboten) 2284 483 500 399 655 962 90 1071 170 342 806 10 936 4027 269 325 665 759 870 3306 56 505 19( 1000) 764 982 409.97 5204 95 310( 400) 558 96 805 6008 38 371 633 62 775 886 969 7317( 400) 635 8034 161 200 363 556 879 9004 77 100 340 419 590 651 857 81 10337 62 531 58 77 654 75 342 11355 615 868 12102 16 13122 389 448 97 31 273 75 518 83 629 42( 400) 716 55 901 148068 98 617 955 14024 33 15071 458 517 58 630 16053 283 502 53 142002 29 87 179 267 341 62 538 66 773 143012 80 98 638 801 906 93 144230 510 56 633 145015 171 82 375 686 952 146128 307 630 147215 377 671 737 872 104 31 78 385 446 705 64 97 879 149012 142 52 448 594 937( 400) 150017 503 602 59( 400) 66 151069 293 333 49 54 152265 73 971 153196 248 305 8 794 154087 106 55 67 201 304 517 156172 94 754 938 65 155022 209 20 75 575 613 702 969 790 983 157020 101 263 623 738 810 86 158154 64 301( 400) 46 587 791 159600 46 160014 90 337 458 81 544 161065( 3000) 179 272 616 680 827 989 182085 463 80 689 163244 852 64 957 164412 48 588 718 165285 634 44 78 787 166334 406 709 819 996 167490 816 168015 134 42 225 305 841 169204 65 340 452( 500) 660 740 850 170038 106 15 216 32 84 93 580 750 958 171045 189 256 172109 97 379 415( 400) 542 173056 177 240 56 174010 73 126 313 63 772 847 175134 96 202 354 418 967 176154 331 511 763 177158 99 263 845 61 972 178333 88 876 179423 53 58 643 707 922 180079 391 256 481 778 878 972 181008 53 498 567 83 182048 123 23 394 585 662 906 10 183429 522 743 931( 3000) 184090 122 374 75 502 4 76 664 993 185025 290 411 23 34 82 981 186074 179 445 805 187212 344 604( 400) 52 95 721 814 942 87 188166 495 724 917 189040 521 683 937 190036 47 148 309( 10000) 15 472( 400) 561 634 95 191034 200 352 665 834 192155 379 483 607 748 812 193033 194182 306 78( 400) 412 188( 400) 209 34 39 624 719 949 646 48 196106 510 81 654 811 195084 104 520 676 938 197108 78 208 393 445 855 198233 37 78 320 468 532 735 199100 319 83 426 747 871 919 73 201010 246 616 97 701 200246 517 72 602 22 927 56 88 828 909 14 97 202044 202 78 309 887 969 203067 546 826( 400) 902 29 204142 213( 400) 364 422 529 30 42 609 207032 191 975 205212 848 206038 139 45 351 656 90 473 570 780 873 964 209105 435 71 99 526 210196 730 211120 610 14 77 776 00) 87 6 70160 381 412 644 788 71056 465 518 640 849( 400) 87 912 72291 92 580 640 763 919 75 73193 319 468 631 735 817 35 74062 87 208 81 482 595 938 75195 307 416 76096 818( 400) 21 460 81 714 77415 987 78098 329 675 741 79013 29 165 491 557 64 761 830( 500) 80344 677 965 81007 317 38 752 877 976 82121 617 772 83489 618 84319 41( 500) 90 471 612 735 85433 91 580 663 894( 500) 86074 124 29 207 302 64 490 682 813 19 87157 531 73 751 88159 377 520 89508 609 841 924 63 90035 256 98 781 1115( 400) 27( 100 000) 270 397 907 92009 199 534 795( 3000) 824 93612 34 84 711 42 94132( 400) 268 455 61 602 668 708 800 967 95043 310 433 646 801 19 37 962 96040 250 592 722 97450 671 700 98264 393 99239 694 905 48 100148 86 87 826 916( 400) 101048 88 271( 5000) 342 426 888 102040 210 559 79 732 75 825 103166 710 90 104458 054 700 58 105204 337 54 400 19 614 60 930 106175 231 212028 127 218 320 55 73 479 687 711( 500) 28 89 900 38 213129 508 214101 27 216305 217 44 872 960 215037 103 200 14 353 750 67 997 56 619 762 939( 400) 217078 159 252 305 532 795 935 76 218011 125 303 90 531 72 958 63( 400) 219360 418 85 818 220131 362 720 876 912 221127 317 47 591 343 950( 400) 84 222010( 400) 188 386 577 78 806 912( 500) 223141 68 245 472 224001 61 672 835 89 995 225513 776 86 864 912 226121 42 486 710 919 227187 377 602 662 774 228056 ( 400) 426 81 912 229000 71 86 731 957 17118 229 340 463 795 822 18239 303 488 95 19001 164 243 395 458 609 51 20403 500 831( 400) 67 89 90 21028 169 99 252 405 20 86 702 27 919 66 22165 332 72 536 757 841 976 23007 51 189 452 675 24153 251 326 604 810 980 25050 551 657 712 22 915 21 26265 460 708 17 27060 194 206 92 630 645 61 775 28110 404 94 717 42 29610 720 927 30305 423 26 706 76 930 31163 323 61 867 32117 225 518( 400) 762 813 917 22 33101 16 65 316 443 682 777 809 923 95( 400) 34093 345 52 677 35293 444 586 829 987 99 36314 21 658 824 95( 400) 950 37187 608 38043 60 410 730 912 39324 47 623 841 40340 896 41138 309 510 29 621 79 786 952 55 42158 208 93 491 99 732 819 43060 280 337 42 469 696 789 842 930 ( 400) 62 44079 434 671 84 814 25 965 45035 131 339 526 751 46126 408 615 771 75( 400) 896 988 47194 95 314 81 588 750 90 804 906 95 48195 217 367 424 30 520 44 75 845 49317 437 600 32 723 50264( 400) 379 589 750 51330 579 777 903 6 52131 51 464( 5000) 718 64 53062 104 807 962 54114 403 519 806 55073 86 378 753 54 829( 400) 924 61 81 56065 206 533 883 57191 94 292 357 402 16 53 94 512 935 38( 500) 58092 140 359 98 735 886 992 59140 41 269 454 57 732 60174 337 746 874 948 61619 887 62122 272( 1000) 339 418 38 57 633 756 97 863 83136 222 587 92( 400) 806 31 ( 400) 61 64452 823 928 65074 185 670 795 66206 349 509 67363 508 685 98 712 806 68406 92 517 40 666 960 61 69044 293 588 793 953 70164 514 750 60 944 71236 729 850 72188 227 525 78 703 814 31 949 61 73070 253 349 864 74040 61 184 88 394 414 18 88 661 650 703 58 65 75266 773 913 76068 340 502 616 712 975 77157 707 801 78632 707 894 79166 413 23 78 517 75 80148 347 447 623 666 701 872 81142 224 58 975 82077 199 211 38 380 490 603 948 83058 151 291 99 395 781 940 93 84038 214 701 919 85004 89 445 60 850 86180 294 417 95 547 605 96 880 906 87021 947 88306 629 809( 400) 902 89200 428 525 652 53 726 816 958 90081( 400) 366 469 91 500 48 95 887 979 31315 421 934 92007 197 730 93011 159 94( 500) 298 305 564 94087 ( 400) 223 563 946 97 95746 59 844 56 964 96010 93( 400) 229 326 448 572 738 97541 778 815 904( 400) 56 98179 85 272 608 745 99100 98 293 520 971 100170 302( 400) 457 906 41 101279 96 392 804 78 103002 63 182 877 104039 322 447 673 105176 434 728 44 824 106028 366( 400) 107042 81( 400) 241 459 633 837 981 108119 308 406( 6000) 857 972 85 109628 622 76 110141 92 347 854 111081 267 352 657 825 112031 48 113329 69 716 990 114041 64 67 201( 500) 67 312 659 715 594( 400) 120353 69 441 619 39 837 121099( 400) 195 341 122583 771 888 902 123102 56 619( 500) 96 780 124056 572 763 802 125191 405 12 59 617 126181 606 601 845 127183 406 549 719 128002 56 289 448 955 129114 210 386 537 615 7231400) 130021 135 66 217 457 515 50 131275 387 818 37 132167 297 359 641 70 914( 400) 133480 134286 457 703( 400) 79 921 135449 709 136222 904 137034 475 609 66 760 846 91 138303 886 989 139242 314 22 463 140030 248 381 558 74 143295 662 717 97 935 140 270 462 64 507 731 147075 267 74 927( 400) 149032 195 263 310 532 770 89 141325 142529 629 884 900 144081 377 692 735 926 145008 146106 33 537 647 798 837 991 148063 253( 400) 70( 3000) 501 150218 622 56 825 61 77 151001 58 123 62 152515 82 784 92 153159 227 389 450 564 790 834 952 154249 397 407 591 727 155763 66 890 150010 15 197 438 44 54 645 939 157098 173 256 385 771 842 158101 3 444 609 633 765 965 159026 43 722 895 160123 452 868 936 161062 714 861 182482 549 62 929 163039 85 251 828 60 164858( 400) 66 165064 102 351 495 505 36 888 166422 47 805 16 981 167014 487 666 747 69 168070 76 347 790 881 169191 280 363 99 414 69 562 718 170214 533 719 889 171145 238 312 587 796( 400) 973 172262 333 706 940 173125 64 248 89 657 86 839 903 78 85 174220 308 635 771 856 175048 596 604( 400) 70 997( 500) 99 176046 94 175 316 561 623 177064 171 495 716 884 178107 244 54 94 983 179072 222( 3000) 93 412 718 992 180193 200 443 52 571 749 52 66 18: 106 218 478 88 584 758 83( 400) 951 182081 132 271 529 60 183262 332 458 538 66 713 184120 208 27 40 343 716 185051 212 460 678 86 745 186546 758 94 187386 537 621 94 188060 248( 1000) 97 402 81 98 584 600 189732 67 968 190035 190 92 572 632 872 191163 376 439 89 631 736 892 920 192029 308 45 695 704 193458 74 500 787 194105 330 999 195025 69( 400) 318 33( 400) 72 505 85 772 92 196233 614 727 917 95 197143 366 621 198056 129 49 215 630 859 986 199238 738 910 200232 856 77 201113 61 328 728 847 950 202123 25 204275 411 553( 400) 619 96 708 56 203113 433 569 903 205165 314 51 70 604 206168 480 523 95 600 95 207049 154 709 208178 220 343 456 682 789 209008 373 653 833 ( 60000) 18 939 210177 252 646 211043 76 167 397 567 612 28( 3000) 212747 99.899 214293( 500) 377 78 213102( 500) 324 460 528 46 509 923( 400) 215055 461 605 216051 107 217086 187 278 218020 64 498 504 16 618 780 860 77 944 559 62 626 824 29 219032 134 371 870 220019 433( 400) 710 221004 107 29 300( 400) 798 222008 24 166 450 533 58 721 918 52 223026 259 430 583 224038 162 74 246 440 538 52 82-644 788 856 930 225126 66 68 316 441 58 536 78 825 93 226163 506 651 763 939 48 85 227219 316 443 949 77 228344 577 764 866 967 91 Zur Beachtung! Bur 3. Klaffe find die Erneuerungslose bei Berluft bes Anrechtes nach§ 5 des Lotterieplanes bei dem zuständigen Lotterie Einnehmer spätestens am 3. Mai 1915 bis 6 Uhr abends unter Vorlegung des Vorllaffenloses und Entrichtung des Einsages zu entnehmen. Der Anspruch auf einen Gewinn der 4. Klasse erlischt nach§ 14 des Lotterieplanes am 21. Juli 1915, wenn nicht das Gewinnlos bis dahin dem zuständigen Lotterie- Einnehmer zur Einlösung vorgelegt wird. Die Ziehung der 5. Klasse beginnt am 7. Mai 1915. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 103. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 15. April 1915. Keine gesetzliche Erhöhung der Landsturmpflicht. In Berlin und anderwärts waren Gerüchte verbreitet, daß eine Berlängerung der Landsturmpflicht bis zum 50. oder gar 52. Lebensjahre in Aussicht genommen sei. Natürlich hätte dies nur durch eine Aenderung des Wehrgesezes unter Mitwirkung des Reichstages geschehen können. Wie wir von zuständiger Seite erfahren, sind diese Gerüchte unzutreffend. Eine anderweitige gefeßliche Regelung der Landsturmpflicht ist nicht beabsichtigt gewesen. Aus Groß- Berlin. Hausfrauen und Lebensmittelpreise. Arbeiter der Werke, Anstalten und Güter, ob sie Deputat beziehen Tageblatt": Der falsche Notar. Jungen zu schenken. Bald darauf kehrte sie als Rekonvaleszentin die Notwendigkeit der Beihilfe oder Lohnerhöhung für die Arbeiter und Angestellten der städtischen Straßenbahn, der Kranken- und " Notar Neumann" nennt sich ein Kriegsschwindler, vor dem die Frrenanstalten, der Kanalisationswerke und Güter betont. In den Frauen der Feldzugsteilnehmer dringend gewarnt werden müssen. Krankenhäusern sei man bereits gezwungen, um nur geeignetes Der Gauner„ arbeitet" mit gefälschten Telegrammen. Bis jetzt ist Personal zu erhalten, 30, 60 M. pro Monat mehr zu zahlen; ebenso er in Schöneberg aufgetreten, allerdings ohne Erfolg. Wahrscheinwerden Lohnerhöhungen bis zu 12 M. pro Monat in den Gas- lich wird er seinen neuen Kniff auch anderswo in Groß- Berlin veranstalten bereits seit dem 1. Januar gezahlt. Der Anfangs- suchen. Eine Frau in der Günzelstraße war nicht wenig überrascht, lohn von 4 M. pro Tag für die Anfänger und Aushilfs- als sie von ihrem Manne, der im Felde steht, die telegraphische arbeiter der Straßenbahn sei zu niedrig und müsse erhöht werden. Mitteilung erhielt, daß ihr ein Wechsel über 2000 M. zur Zahlung Dasselbe gelte natürlich für alle anderen Arbeiter angesichts der vorgelegt werden würde. Das Telegramm enthielt die kurze fortlaufenden Steigerung der Preise aller Lebensmittel und Bedarfs- Weisung, diesen Wechsel einzulösen. Bald darauf kam dann artikel. Gegen jede Beihilfe sich zu wenden, blieb einzig einem bekannten ein Mann, der sich als„ Notar Neumann" vorstellte und den anInnungsmeister vorbehalten. Der Herr warnte besonders davor, eine gekündigten Wechsel vorlegte. Die Frau war aber vorsichtiger als der Lohnerhöhung für die Dauer des Krieges eintreten zu lassen, da man Gauner gedacht hatte. Sie schöpfte gleich Verdacht und erklärte, daß nach dem Kriege nicht würde entziehen können, was man jetzt frei- sie sich erst mit ihrem Mann in Verbindung setzen müsse. Weil ihm willig gewähre. Ueberhaupt hätten die städtischen Arbeiter eine nichts andres übrig blieb, so erklärte sich Notar Neumann damit einsolche Beihilfe nicht nötig. denn sie stünden viel besser als andere verstanden. Er wollte später wiederkommen, ließ sich aber nicht mehr Arbeiter, da sie feste Stellung hätten und Arbeitslosigkeit nicht zu sehen. Der Wechsel war gefälscht. Der Schwindler ist groß und befürchten brauchten. Besonders die Landarbeiter auf den Gütern träftig gebaut, hat ein volles glattes Gesicht, blondes, furz ge= könnten diese Zeit viel leichter und besser überstehen. Der Herr schnittenes Haar und einen blonden, englisch gestuzten Schnurrbact Es ist eine schwere Zeit für die Hausfrauen. Natürlich mußte sich von einem Mitgliede seiner Fraktion über das Irrige und trug einen schwarzen Winterüberzieher mit Samtfragen, einen seiner Ansichten belehren lassen. Der Vertreter des Ma- schwarzen steifen Hut und einen Kneifer ohne Fassung. nicht für alle, aber doch für die meisten. Nämlich für die- seiner Ansichten belehren lassen. gistrats erklärte, daß eine Ausdehnung der Unterstützung auf - jenigen, deren Wirtschaftsgeld nicht Schritt hält mit der fort- sie mit Gehalt bis zu 2500 M. Angestellten und eine Erhöhung der Der kinderfeindliche Hauswirt. gesetzten Preissteigerung der wichtigsten und unentbehrlichsten Ein kaiserlicher Beamter, der bis zum Kriegsausbruch bei einer Lebensmittel. In dieser ungünstigen Lage befinden sich leider Beihilfen über 10 M. hinaus nicht gut angängig sei; jedenfalls aber die Frauen der Arbeiter und der anderen auf knappe Geld- die Zustimmung des Magistrats nicht finden dürfte. Die Vorlage deutschen Botschaft im feindlichen Auslande tätig war und infolge mittel angewiesenen Erwerbsstände, das heißt also die entſpreche einem Uebereinkommen des Magistrats mit Vertretern einer des Krieges nach Deutschland flüchten mußte, schreibt dem„ Berliner weitaus größte Zahl aller Hausfrauen. So wie die Verhält- größeren Anzahl von Vorortgemeinden und sei das äußerste dessen, des Krieges nach Deutschland flüchten mußte, schreibt dem„ Berliner was nach längeren Verhandlungen zu erreichen möglich war. Man nisse heute liegen, ist es den Hausfrauen, und wenn sie noch möge also, um diese erreichte Einheitlichkeit nicht zu stören, sich da-„ Bei Kriegsausbruch gezwungen, mit Frau und meinem Töchterchen so große Sparkünstlerinnen Finanzgenies wären, Januar dieses Jahres in Berlin- Lichterfelde- West bei dem föniglichen Rechnungsrat im beim besten Willen nicht möglich, Einnahmen und Ausgaben mit bescheiden. Die Beihilfe sollen alle Arbeiter, Angestellten und nach Deutschland zurückzukehren, mietete ich Mitte Januar dieses Jahres im Gleichgewicht zu halten, ohne an allen Ecken und Enden schäftigt sind ein Einkommen an Lohn oder Gehalt von nicht mehr halbes Jahr bis Mitte Juli dieses Jahres. Meine Frau hatte das Beamten, die länger als einen Monat im Dienste der Stadt be- Statistischen Landesamte Wallies eine möblierte Wohnung auf ein der Familie die größten Einschränkungen und Entbehrungen aufzuerlegen. Um das Doppelte und mehr sind die Lebens. als 2000 m. pro Jahr haben, also männliche wie weibliche Personen, große Bech", mir und dem Vaterlande Ende März einen strammen mittelpreise während des Strieges gestiegen und fast jeder oder nicht, vom 1. April d. J. ab, erhalten. Da nach Lage der Tag bringt neue Preissteigerungen des einen oder des anderen Lebensmittels. Jeder Gang nach der Markthalle, Sache mehr nicht zu erreichen war, wurde die Vorlage in der nach dem Fleischer, dem Krämer bringt neue unliebsame Ueber- Magistratsfassung angenommen. raschungen. Hat sich die Hausfrau überlegt, was sie für ihre bescheidenen Mittel zur nächsten Mittagsmahlzeit einkaufen kann, so wird sie oft finden, daß ihre Rechnung nicht stimmt, weil die Preise, mit denen sie rechnete, inzwischen wieder weiter in die Höhe gegangen sind. Da heißt es denn, in aller Eile einen neuen Haushaltsplan entwerfen, hier und da noch etwas abknapsen, die Mahlzeiten dürftiger herrichten. Aber trotz aller Sparsamkeit, trotz aller Einschränkung ist es doch für die Hausfrau schwer, mit ihrem Wirtschaftsgeld aus zukommen und wenn es auch gelingt, so nur auf die Weise, daß manche an sich notwendige Ausgabe unterbleibt und der Bedarf auf das allernotwendigste eingeschränkt wird. Wo Vor Dstern wollte die Frau sich in der Universitäts- Frauenklinik der Familienvater noch daheim ist und Arbeit hat, da mag es zur Aufnahme vormerken lassen. Nach einer Untersuchung, für die bei sorgfältigster Wirtschaftsführung noch gehen, Mangel und sie die übliche Gebühr zahlte, wurde ihr gesagt, Aufnahme könne Not fernzuhalten. Erheblich schwerer hat es die Hausfrau, man nicht im voraus zusichern. Sie solle, wenn es so weit fei, deren Mann im Felde steht und die nun mit der Kriegs- erstmal telephonisch anfragen, ob ein Bett frei sei. Acht Tage unterstützung auskommen muß, die ja auf Teuerungs- später, am Ostersonnabend, stellten sich bei der Frau heftige Wehen verhältnisse, wie sie jest herrschen, nicht zugeschnitten ist. ein, so daß sie die Geburt nahe glaubte. Auf Telephonanfrage in Wie kommen aber die Hausfrauen aus, deren Männer der Frauenklinik erhielt sie die befürchtete. Antwort, es sei für fie arbeitslos sind und wo für den Unterhalt der Familie nichts tein Play. Darauf entschloß sie sich, die Charité aufzusuchen. Der Grundbesigerverein Frankfurter Torbezirk schreibt uns: weiter da ist als die paar Mark Arbeitslosenunterstügung, Nachdem sie die bereit gehaltene Säuglingswäsche und einen Geld,, Seit einiger Zeit beschäftigt sich die Lokalpresse mit der Müllwelche die Gemeinde oder die Landesversicherungsanstalt ge- betrag von 53 M. zu sich gesteckt hatte, fuhr sie mit einer Verwährt? In solchen Fällen kann selbst die größte Finanz- wandten am Abend etwa um 7 Uhr zur Charité. Sie wurde von abfuhrfrage. Hierbei wird behauptet, daß die Beseitigung des kunft der Hausfrau die Not von der Familie nicht fern- zwei Hebammen untersucht, und dann kam auch hier der Bescheid, Berliner Hausmülls der Wirtschaftsgenossenschaft Berliner Grundhalten. Haben doch auch die Kartoffeln, das Haupt- sie könne nicht aufgenommen werden. Die eine Hebamme meinte, besiger obliege. Diese Ansicht ist irrig. Nicht nur Tausende von nahrungsmittel der Armen, einen so hohen Preis erreicht, bis zur Geburt werde es vielleicht noch zwei Tage dauern; Berliner Häusern, sondern auch Staatsinstitute bedienen sich heute als ob sie ein Lurusartikel wären. Schon werden 75 bis die andere vermutete eine Zeitdauer von noch 4 bis noch der Kleinbetriebe der sogenannten kleinen Unternehmer mit ihrem 80 Pf. für 10 Pfund Kartoffeln gefordert Als die Schwangere auf die Straße hinaustrat, Wechselkastensystem. Aber auch Grundbesitzervereine, so z. B. gerade es ist zu zu befürchten, daß die Preissteigerung dieses meldeten sich immer deutlicher die Anzeichen der bevorstehenden der im Dsten seinen Eis habende Grundbesigerverein Frankfurter Nahrungsmittels noch nicht einmal den Höhepunkt Geburt. Sie ging hinüber zu der privaten Klinik von Profeffor Torbezirk( Korporation) mit seinen zirka 1600 Mitgliedern betreibt seit erreicht hat. Das bedeutet für die Hausfrauen eine Straßmann( Schumannstraße), die ihr in der Charité genannt langen Jahren eine eigene Müllabfuhr mit Wechseltästen. Diese Zeit schwerer Sorge und bietet trübe Aussichten für die worden war, hatte aber dort denselben Mißerfolg und wurde an die Einrichtung, die nie durch Streik litt, hat stets zufriedenstellend nächste Zukunft. Universitäts- Frauenklinik gewiesen. Nun machte sie doch noch, stets gearbeitet und niemals Zustände hervorgerufen, wie sie in den Wie sie ihr Kind gebar! Trotz der Geburtenminderung scheinen in Berlin die Entbindungsanstalten immer noch nicht auszureichen. Wieder erfahren wir von der Irrfahrt einer aufnahmesuchenden Schwangeren, und wieder spielt dabei die von uns schon öfter genannte UniversitätsFrauenklinik in der Artilleriestraße eine Rolle. Diesmal handelt es sich um eine in Neukölln wohnende Kriegerfrau, die vor ihrer schweren Stunde von drei Anstalten abgewiesen wurde. Wo und wie sie schließlich ihr Kind zur Welt brachte, darüber werden uns Mitteilungen gemacht, die geradezu entsegenerregend sind. nur mit dem Stolz der Familie" ans dem Krankenhause in das Heim zurück. Drei Tage später erhalte ich von meinen Wirtsleuten einen Brief, dessen erster Absatz folgendermaßen lautet: ,, Da Sie beim Mieten der Wohnung auf meine direkte Frage nach der Größe Ihrer Familie verschwiegen(?) haben, daß Ihre Frau Gemahlin im März ein Kind erwarte, kündige ich Ihnen gesezmäßig zum 1. Mai die Wohnung. Ich ersuche Sie hierdurch, mir innerhalb drei Tagen mitzuteilen, ob Sie diese Kündigung annehmen, da ich mich sonst genötigt sehe, die Ermissionsklage gegen Sie anzustrengen." Trotz der seinerzeit herrschenden Kriegsstimmung werde ich des. lieben Friedens halber ausziehen. Da für die ohne eigenen Haushalt nach Berlin kommenden Familien Vorstehendes sicher von Interesse ist, wollte ich nicht verfehlen, es dem Berliner Tageblatt" zur geeignet fcheinenden Verwertung mitzuteilen." Arbeiter mit finderreicher Familie haben schon oft erfahren müssen, wie manche Hausbesitzer über eine größere Kinderzahl denken. Daß ein Familienvater, der seiner Stellung nach ein guter und sicherer Mieter ist, eine ähnliche Behandlung erfährt, noch dazu unter besonders schwierigen Verhältnissen von einem königlichen Rechnungsrat, ist charakterstisch für den Herrn Hauswirt. Zur Müllabfuhr. Der Wahlverein des vierten Kreises hatte das zeitgemäße von der Verwandten begleitet, den Weg nach der Artilleriestraße. betreffenden Artikeln geschildert werden, so daß Rückstände von Müll Thema:„ Hausfrauen und Lebensmittelpreise" auf die Tages- Aber in der Frauenklinit erhielt sie nur aufs neue die Auskunft, es auf den Höfen nicht zu lagern brauchen." ordnung einer am Dienstag abgehaltenen Versammlung ge- sei un möglich, sie aufzunehmen. Sie wurde weggeschickt Die Zuſchrift ändert nichts an der auch von uns mitgeteilten setzt, die fast ausschließlich von weiblichen Mitgliedern besucht mit dem Rat, mal zu versuchen, ob sie im Virchow- Krankenhaus Tatsache, daß die Müllabfuhr in Berlin vornehmlich von der war. Obgleich die Referentin wegen plöglicher Erkrankung Aufnahme finden könne. Auf Telephonanfrage war von dort ge- Wirtschaftsgenossenschaft besorgt wird. Daß daneben auch fleinere nicht erscheinen konnte, kam doch eine äußerst rege Aus- antwortet worden, Aufnahme werde erfolgen, falls fie dringend Unternehmer sich mit der Müllabfuhr befassen, war auch uns sprache zustande. Handelte es sich doch um eine An- nötig sei. Inzwischen war es etwa 10 Uhr abends geworden. Ent- bekannt. gelegenheit, zu der jede Genossin aus eigener Erfahrung mutigt schleppte die Frau sich zu dem benachbarten DroschkenhalteUnter den Rädern der Kraftdroschke. etwas zu sagen wußte. Wenn auch vollkommene Ueber- play, um einen Wagen zu nehmen. Doch mehrere Kutscher äußerten Beim Spielen tödlich verunglückt ist gestern Dienstagabend der einstimmung darin herrschte, daß man über die schwere Zeit, Bedenken wegen des Schadens, den sie bei einer etwa schon unterso gut oder schlecht es gehen möge, hinwegkommen müsse, so wegs sich vollziehenden Geburt haben würden. Die Schwangere drei Jahre alte nabe Hermann Drimann, ein Pflegejohn der lag doch die Erörterung der Frage nahe: Warum haben wir war erschöpft und konnte nicht mehr weiter! Vor Oranienburger Witwe Seidel aus der Gerichtstraße 21/22. Der Kleine tummelte sich mit anderen Knaben auf dem Bürgersteig vor dem Hause. Als gegenwärtig eine so außergewöhnliche Teuerung? Und man Straße 34 ließ sie in einem Ladeneingang sich nieder. beantwortete die Frage dahin: Mangel an Nahrungsmitteln Und so gebar die auf der Straße liegende Frau er im Eifer des Spielens über den Damm laufen wollte, übersah er eine Kraftdroschke, die hinter einem anderen Wagen herangefahren kann nicht die Ursache sein, denn uns wird ja von amtlicher hilflos ihr Kind-! Stelle versichert, daß wir Lebensmittel genug haben, Ehe der Führer das Unglück verhüten konnte, geriet der Entsetzt standen die sich ansammelnden Zuschauer vor dem fam. wenn wir nur sparsamt damit umgehen. Also fann Bild, das sich ihnen bot, vor der zusammengesunkenen Frau und Kleine unter die Räder. Diese gingen ihm über den Leib und beres nur daran liegen, daß die zur Regelung dem auf die Steine des Bürgersteigs gefallenen sind. Während letzten ihn innerlich so schwer, daß er besinnungslos liegen blieb. der Lebensmittelverteilung getroffenen Maßnahmen mangel- die Frau das Neugeborene an sich raffte und es auf ihrem Kleid Man brachte den Verunglückten noch nach der Rettungswache in der haft sind. Die Schwierigkeiten, welche der Krieg in der bettete, lief die Begleiterin zurück zu der nur 300 Schritte entfernten Lindower Straße. Hier konnte aber der Arzt nur noch den Tod Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln hervorgerufen Frauenklinik. Wieder lautete der Bescheid zunächst, man habe doch feststellen. hat, tonnten durch die getroffenen, als sozialistisch gepriesenen feinen Platz für eine Schwangere. Als man aber hörte, das Kind Ein schweres Brandunglück hat sich am Dienstag in Steglig Maßnahmen nicht völlig beseitigt werden. In letter Linie ist sei schon da und liege mit der Mutter auf der Straße, tam jezt ereignet. Das 16 jährige Dienstmädchen Elisabeth Przyklent aus der also die Teuerung eine Folge der Kriegsereignisse und wird schleunigst eine Hebamme mit und auch eine Bahre wurde ihr Beymestraße 6 war in der Waschküche ihrer Herrschaft mit Waſchen sie erst schwinden, wenn der Strieg beendet ist. Deshalb haben sofort nachgeschickt. Nachdem die Hebamme die nötigste hitte beschäftigt. Als sie Koblen auf die Feuerung nachlegen wollte, die Hausfrauen den lebhaften Wunsch nach Herbeiführung geleistet hatte, konnte das lebende Kind, in ein Zuch geschlug plöglich eine Stichflamme heraus und feste ihre Schürze in normaler Verhältnisse, die der jetzt herrschenden Teuerung ein wickelt, von einer Bewohnerin des Nebenhauses zur Klinik Brand. Ehe das Mädchen die Flamme erstiden konnte, fingen auch Ende machen. gebracht werden. Kurz nachher wurde auch die Wöchnerin, die Kleider Feuer und in wenigen Augenblicken glich die F. einer lebenden Feuersäule. Auf die Hilferufe der Bedauernswerten eilten Hausbewohner hinzu, denen es aber erst nach längeren Bemühungen gelang, die Flammen durch Aufwerfen von Decken zu löschen. Das Dienstmädchen hatte am ganzen Körper schwere Brandwunden davongetragen und mußte in sehr bedenklichem Zustande nach dem Lichterfelder Kreiskrankenhause geschafft werden. Kriegszulagen der Stadt Berlin. Die Tote ist entfräftet auf der Bahre liegend, eingeliefert. Man brachte sie noch in derselben Nacht in einem Raum unter, der sieben Die Vorlage des Magistrats über die Gewährung einer Kriegs- unbelegte Betten enthielt. Die Mutter, die durch die Entbindung zulage an städtische Arbeiter, Angestellte und Beamte wurde am begreiflicherweise sehr geschwächt worden war, ist jetzt nach anderts legten Donnerstag von der Stadtverordnetenversammlung auf An- halb Wochen mit ihrem Kinde aus der Klinik entlassen worden und trag unserer Fraktion einem Ausschuß von 15 Personen überwiesen. wohnt nun bei der Verwandten. Das Kind scheint keinen Schaden Wer ist die Tote? Aus dem Spandauer Schiffahrtskanal an Nach der Vorlage des Magistrats soll den Arbeitern, Angestellten erlitten zu haben. Leider hat die Frau die in einem Paket ver- dem Grundstück Nordufer 11 wurde die Reiche eines unbekannten, und Beamten, deren Einkommen 2000 m. pro Jahr nicht übersteigt, wahrte Säuglingswäsche eingebüßt, sowie eine Handtasche, in der etwa 18 bis 22 Jahre alten Mädchens gelandet. für die Dauer des Krieges eine Zulage von 10 M. pro Monat sich die 53 M., ein Stammbuch, eine Brotkarte und Schlüssel be- mittelgroß, hat dunkelblondes Haar und trug eine blaue feidene gewährt werden und zwar vom 1. April d. J. ab, monat- fanden. Noch in dem Ladeneingang, wo sie am späten Abend er- Bluse, einen blauen Kostümrock, weiße Wäsche, schwarze seidene lich nachträglich zahlbar. Unsere Vertreter wünschten nun, schöpft hinfant und auf offener Straße ihr Kind zur Welt brachte, Strümpfe und schwarze Schnürstiefel. Auf der Oberlippe hat sie in die Beihilfe einem Einkommen bis 2500 M. hatte sie Tasche und Paket bei sich. Sie müssen ihr dann von einem der Mitte eine Narbe, die etwa 2 Bentimeter lang ist. gewährt und und auf mindestens 15 M. erhöht werden möge. gewissenlosen Halunken gestohlen worden sein. Die Frau besitzt Ferner wünschten sie zu wissen, ob diese Beihilfen alle männlichen feine Reichtümer sie ist die Gattin eines Straßenbahners- und Die Arbeiten für die Untergrundbahn in der Motzstraße. und weiblichen Arbeiter und Angestellten erhalten und ob auch die wird durch den Verlust schwer betroffen. Am Nollendorfplatz beginnen jetzt die umfangreichen Vorauf freie Wohnung und Beköstigung bezw. Deputat Anspruch Wir wollen diesmal unserer Schilderung der Erlebnisse einer bereitungs- und Ausschachtungsarbeiten für die Anlage des Habenden in Betracht kommen. Bei der Notstandsunterstügung aufnahmesuchenden Schwangeren kein Wort weiter hinzufügen, fie neuen Doppelbahnhofes für die Untergrundbahn in der Mozz1911/12 fiel die legtgenannte Kategorie aus. Ganz besonders wurde spricht für sich selbst. ftraße, welcher ise Gemeinschaft mit der Stadt Schöneberg daß die bei hier angelegt werden soll. Für diese neue Strede der Unter-) Straßensperrung. Infolge Erneuerung der Straßenbahngleise| Erfahwahl in der Turnhalle der 2. Gemeindeschule, Auguste- Bittoriagrundbahn, die von Gleisdreieck durch die Kurfürsten- und wird vom 15. d. V. ab der Reichstagsplatz zwischen Sommerstraße Allee 94, statt. Kandidat ist der Genosse Robert Dahlke, Mokstraße den Nollendorfplatz erreichen wird, sind zahlreiche und Hindersinstraße und demnächst der nördliche Fahrdamm des Augufte- Vittoria- Allee 84. Hausunterführungen in der Kurfürstenstraße notwendig. Königsplages zwischen Hindersinstraße und Roonstraße auf je fünf Wochen für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Für die vorbereitenden Arbeiten in der Kurfürstenund Mohstraße hat sich eine Verlegung der Straßenbahngleise und der des städtischen Leitungsnetzes als notwendig erwiesen. Die Nordseite des Nollendorfplatzes ist bereits von den Rasen- und Schmuckanlagen befreit und mit einem hohen Bretterzaun vollständig umgeben. Die in der Surfürstenstraße gelegenen Häuser Nr. 24 bis 26 sollen abgebrochen werden, um Raum für die großzügigen Anlagen des Doppelbahnhofes zu gewinnen. Auch wird es erforderlich sein, in der Stegliger Straße eine Anzahl älterer Häuser abzubrechen und zwar kommen die Nummern 74 bis 91 in Frage sowie das Haus Nr. 71, während in der Dennewitzſtraße die Häuſer. Nr. 2 und 3 dem Abbruch verfallen werden. Insgesamt dürften also etwa 1700 Quadratmeter der Häuser grundfläche für den bevorstehenden Abbruch in Betracht fommen, wobei teilweise von dem Recht der Enteignung Gebrauch gemacht werden wird. Abgabe von Kleie. der Aus den Gemeinden. Parteiveranstaltungen. Reinickendorf Weft. Freitag, den 16. April, abends 8 1hr, findet von den bekannten Stellen aus eine Flugblattverbreitung zur Gemeindevertreterwahl statt. Röntgental Zepernick.Buch. Heute Donnerstag, abends 8, Uhr, findet in Röntgental im Lofal von August Lange der Zahlabend Zotal von Aley Piotrowski in Buch, Bahnhofstr. 6, stait. statt. Für Buch findet der Zahlabend Sonnabend, den 17. April, im Frauenveranstaltungen. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 19. April, 8½ Uhr abends, in der Neuen Philharmonie, Köpenider erwünscht.( Bericht des Borstandes, Diskussion, Neuwahlen und weitere Straße 96/97: Generalversammlung. Erscheinen der Mitglieder dringend Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Spandan. Heute, nachmittags 5 Uhr, im Sihungssaal des neuen Rathauses. Diese Sitzungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Charlottenburger Wöchnerinnenhilfe für Kriegerfrauen. Wie wir fürzlich mitgeteilt haben, ist Charlottenburg die erste Groß- Berliner Gemeinde, die allen friegsunterstützungsberechtigten Wöchnerinnen( einschließlich der Mütter unehelicher friegsuntertügungsberechtigter Kinder), auch wenn auf sie die Voraussetzungen Bundesratsverordnungen bont 3. Dezember 1914 und 28. Januar 1915 nicht zutreffen, Wochenhilfe gewährt. Nach den zu dem Gemeindebeschluß ergangenen Ausführungsbestimmungen des Magistrats wird die Wochenhilfe gegeben, ohne daß es vorher einer besonderen Prüfung der Bedürftigkeit bedarf. Die Wöchnerinnen erhalten in erster Linie Hebammenhilfe auf Grund eines von Bereinsangelegenheiten.) den zuständigen Unterſtüßungstommiſſionen auszustellenden Hebammenscheins. Sollte in Ausnahmefällen vor der Entbindung ein solcher Schein nicht ausgestellt sein, so kann er entweder nachträglich ausgestellt oder falls eine Zahlung an die Hebamme bereits erfolgt ist gegen Vorlegung der Quittung ein Betrag bis Am gestrigen und heutigen Tage hat der Magistrat von zu 15 M. für Hebammendienste gewährt werden. Ferner erhalten die Berlin an den Anschlagsäulen eine Veröffentlichung über Ab- Wöchnerinnen für die übliche Dauer, jedoch mindestens für 2 Wochen gabe von Kleie an Personen bekannt gegeben, die in Berlin bor der Entbindung Vorernährung von dem Charlottenburger Hausausschließlich der Vororte Pferde oder Kühe halten. Die Pflegeverein in der Berliner Str. 137( Sprechstunden Dienstags und Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über Pferdehalter, die durch die Stadtgemeinde Berlin auf Grund Elisabeth- Frauenverein in der Berliner Str. 137 sogenannte Wochen Mittwoch, den 14. April 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, DchsenFreitags von 10-12 Uhr). Außerdem werden ihnen durch den den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Ohne Verbindlichkeit.) von Haferscheinen ihren Hafer erhalten, haben bei der dies- förbe leihweise verabfolgt und Kinderwäsche gewährt. Nach der Ent- fleisch Ia 87-100, bo. Ila 78-86, do. IIIa 70-77; Bullenfleisch la 82-92, maligen Ausgabe der Haferscheine zugleich einen Kleieschein bindung bekommen die Frauen als außerordentliche Unterstützung do. Ia 76-82; Stübe, fett 74-86, do. mager 60-70, do. dänische ausgehändigt bekommen, der ihnen als Ausweis beim Ein- ein Wochengeld in Höhe von 45 M., zahlbar in drei Halbmonats- 60-75; Fresser 00-00, Fresser, dänische, 65-72, Bullen, dänische, 67-79; fauf von Kleie dienen soll. Für Halter von Kühen soll als raten von je 15 M., im Bedarfsfalle freie ärztliche Behandlung Kalbfleisch, Doppellender 132-142; Majttälber la 101-115, do. IIa 70-95; Ausweis eine polizeiliche Bescheinigung über den Bestand an durch die Stadtärzte sowie Stillungsunterſtüßung in Form Stälber ger. gen. 50-65 do. dän. 60-70. Hammelfleisch: Mastlämmer 100-108; Kühen gelten. von Milch durch die städtischen Säuglingsfürsorgestellen der- Hammel Ia 94-99, do. Ila 89-94; Schafe 95-100. Schweinefleisch: Schweine, Mit der Verteilung der Kleie ist die Kleiehandlung art, daß den in Betracht kommenden Wöchnerinnen auf An- fette 00-00, sonstige 100-128, dän. Sauen 00-00, bän. Schweine 00-00. 5. Rubensohn zu Berlin und die Ein- und Verkaufsgenossen- für mindestens 12 Wochen zu gewähren iſt. Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Daberiche 50 kg 0,00; weiße Staiserkronen trag der zuständigen Unterstügungskommission die Stillbeihilfe 0,00; Magnum bonum 0,00-0,00; Das Wochen- Schod 0,80-1,50; Boltmanit 0,00; Porree, schaft der Berliner Molkereibesizer E. G. m. b. H. in Berlin geld wird auf Grund einer Anweisung der Unterstügungskommissionen 15,00-18,00; Mohrrüben 5,00-8,00; Wirsingtohl Schod 9,00-15,00; Sellerie, Schock 4,00-10,00; Spinat 50 kg N., Elsasser Straße 53, vom Magistrat betraut worden. durch die Steuerzahlstellen gleichzeitig und zusammen mit den Wirsingtohl 50 kg 9,00-10,00; eipfohl Schod 9,00-15,00, Weigfohĺ Die Lieferung der Kleie geschieht auf Anweisungen, die sonstigen Interſtügungen gezahlt, Mütter unehelicher Kinder er- 50 kg 10,00-11,00; Rotkohl, Schod 9,00-16,00; Rotfohl 50 kg 10,00 bis aber nur im Bureau der Ein- und Verkaufs- halten es ebenfalls durch die Steuerzahlstellen. Der erste Teil- 12,00; Stohlrüben Schod 6,00-14,00; Märkische Rüben 50 kg 10,00-18,00. genossenschaft der Berliner Molkereibefizer betrag ist an dem auf die Entbindung folgenden Zahltage zu Beterſilienwurzel Schodbund 4,00-6,00; Zwiebeln 50 kg 18,00-21,00, Rojenkohl 50 kg 35,00-10,00, Meerrettich Schoo 7,00--14,00; nach Zahlung des Kaufpreises zwischen 8 und zahlen. Wegen der Stillunterstützung und wegen der Fürsorge Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 8,00-15,00. Radieschen Schodbund 12 1hr vormittags verabfolgt werden. für die Säuglinge sind die Frauen an die zuständige Säuglings 2,00-2,50. Waldmeister Wandel 1,20-1,35. Gurken, Gorgaster, 100 Stüd fürsorgestelle mit einem Ausweis der Unterstüßungsfommission zu 20-32 Morcheln 50 kg 70-90. verweisen. Durch diesen Ausweis gilt den Säuglingsfürsorgestellen 16,00-20,00, dito 200 St. 12,00-14,00, dito 300 St. 13,00-16,00, Murcia Apfelfinen: italienische 50 kg gegenüber die Bedürftigkeit als dargetan. Im übrigen entscheiden 200 St. 13,00-16.00, dito 300 Stud 15,00-17,00, Messina 160 St. die Säuglingsfürsorgestellen, ob und in welchem Umfange die Still- 11,00-14,00, 200 St. 12,00-14,00, 300 St. 12,00-15,00. Messina Bluts unterstüßung vom ärztlichen Standpunkt aus zu gewähren ist. 80 St. 8,50-9,00, p. 100 St. 8,00-10,00, bo. 150 St. 8,00-11,00. Spanische 420 St. 20,00-32,00, do. 714 St. 26,00-35,00, do. 1061 St. Die am 15. April eintretenden Verkehrsänderungen sind folgende: Aus den llebergangsvorschriften sei hervorgehoben, daß 30,00-44,00, do. 420 St. large 26,00-33,00. Linie 11. 2. bis gegen 8.0 abends 7- Minuten- Betrieb, dann Wöchnerinnen, die seit dem 1. Januar entbunden sind, von jetzt ab 10- Minuten und von 11.0 abends an 15- Minuten- Betrieb bis diejenigen Leistungen erhalten, die ihnen zustehen würden, wenn 1.30 abends von beiden Endpunkten. 19. W. Wiedereinrichtung diese Vorschriften bereits früher in Kraft getreten wären. Eine des 15- Minuten- Betriebes bis Schluß( 11.6, 11.25 abends ab Bahn- Wöchnerin z. B., die am 18. März entbunden ist, erhält am 15. April hof Butligstraße, 11.12 abends ab Steinmeßstraße).- 24. S. Be- und 1. Mai die zweite und dritte Halbmonatsrate des Wochengeldes triebsbeginn ab Großgörschenstraße wieder 7.01, ab Ofener Straße von je 15 M., freie ärztliche Behandlung und Stillunterstützung bis 7.52. 72. W. Wiedereinrichtung des 15- Minuten- Betriebes während zum 9. Juni. Die Wochengeldrate vom 1. April fann ausnahmsdes ganzen Tages. S. von 11.28 ab Schöneberg und 12.43 ab weise nachträglich gewährt werden. Wöchnerinnen, deren Ehemann Heinersdorf desgleichen. 74. W. von 8.0 abends an 10- Minuten- erst nach der Entbindung einberufen wird, können vom Tage der Betrieb bis Schluß( 1.33 abends ab Schöneberg, 2.33 abends ab Einberufung ab die alsdann zeitlich noch zuständige entsprechende Kniprodestraße). O. W. Wiedereinrichtung des 15- Minuten- Be- Wochenhilfe erhalten. triebes bis Schluß( 11.1 abends ab Südwestforfo, 11.46 abends ab Stupfergraben).Betriebes. Der Betrieb der Großen Berliner. ( W. Wochentag; S.Sonntag.) = P/ R.. Wiedereinrichtung des 71/ 2- MinutenGemeindevertreterwahl in Reinickendorf- Weft. Sonntag, den 18. April, nachmittags 1 bis 4 1hr, findet für den Am 1. Mai kommt eine Anzahl anderer Linien an die Reihe. vont Drte verzogenen Genossen Lange eine GemeindevertreterSpezialarzt f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. konz. Laborat. j Blut untersuchung., Fäden i. Harnusw. Dr. Homeyer Friedrichstr. 81. gegenüber Panoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Zeilzahl. Separates Damenzimmer. Frühkartoffeln Kaiserkrone, Rosen, Juli etc., anerkannte Sorten zur Saat. Rosensträucher billigst. Neukölln, Bergstr. 29. 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Welche diese 5 Ausdrücke sind die Bedingungen des Wett bewerbs- die Namen der Preisrichter( führende Männer der Industrie und der Presse)- darüber geben wir in einem ganzseitigen Inserat am Sonntag, den 18., genau Auskunft. Achten Sie auf dies Inferat! Jeder fann ohne weiteres am Wettbewerb teilnehmen! Sie haben die gleiche Möglichkeit die ausgesetzten 1000 Mart zu verdienen wie jeder andere! Königstraße 33 Chauffeeftr. 113 am Bahnhof Alexanderplat 1000 MARK beim Stettiner Bahnhof 1000 MARK 1000 MARK 1000 MARK