Nr.104.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis prenumerands: Bierteljabrl 3,30 ML monatl 1.10 wöchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5. Big. Sonntags. nummer mitt illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Belt 10 Bia. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Boit Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 230 Marl, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen ant: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg. Portugal Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglic Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Antonel geile oder deren Roum 60. Big., fir politische und gemerfichaftliche Bereins. und Verjuumuungs Anzeigen 30 Pfg. Kleine Anzeigen", das fettgrou Mört: 26 Big.( guiding: 2 fengerudie Borte), jebes weitere Bort 16 g. Stellengefüae und Elafiteran seigen das erste Bort 10 Pig., jenes meitere Bort 5 Big. Borte über to re ftaben zählen für zwei arte. Quite für die nächte untmer mufen his 6 Uhr nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ijt bis 7 Uhr abends geöffnet Telegramme Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplat, Nr. 151 90-151 97. Freitag, den 16. April 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsbrecher: Amt Morisplak, Nr. 151 90-161 97. Der Berlauf der Kämpfe zwischen Maas und Mojel. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 15. April 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplay. Zwischen Maas und Mosel kam es gestern nur zu vereinzelten Kämpfen. Bei Marcheville erlitten die Franzosen in dreimaligen erfolglosen Angriffen schwere Verluste. Westlich der Straße Essey Flirey dauerte der Kampf um ein kleines Grabenstück bis in die Nacht hinein fort. Am und im Priesterwalde scheiterten französische Angriffe. Feindliche Abteilungen, die gegen unsere Stellungen nordöstlich von Manonviller vorgingen, wurden von unseren Sicherungstruppen mit schweren Verlusten zurückgeworfen. Südlich des Hartmannsweilerkopfes versuchten die Franzosen fünfmal, vergeblich unsere Front zu durchbrechen. Im übrigen fanden in den Vogesen nur Artillerietämpfe ftatt. Deftlicher Kriegsschauplatz. Die Lage blieb unverändert. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 15. April.( W. T. B.) Amtlich wird ver. lautbart: 15. April 1915: Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Oberste Heeresleitung. mare machten wir westlich unserer Linie Fortschritte und Kanone, viele Gelehre und Munition blieben in unseren fchlugen Gegenangriffe zurüd. Gefangene, eine 37- MillimeterHänden. Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel. Berlin, 15. April.( W. T. B.) Aus dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: Die Tage vom 10. bis 14. April 1915: fennzeichnen sich durch besonders lebhafte Tätigkeit der Franzosen auf beiden deutschen Flügeln. Nach dem verhältnismäßig ruhigen Verlauf des 10. April nahm der, Gegner bereits gegen abend wieder eine lebhafte Tätig feit auf. Bei einem franzönfchen Angriff gegen die Linie SeugenLamorville blieben 700 Leichen auf der Walddichtung zwischen den beiderseitigen Stellungen liegen. Auch bei Flirch brachen abends starte Kräfte zum Angriff vor, wurden; aber, nachdem sie in einen Teil unserer Stellungen eingedrungen waren, wieder zurüdgeworfen: Dennoch fehrte der Gegner am frühen Morgen des 11. April zurüd, wurde erneut abgewiesen und ließ 3 Offiziere. 119 Mann gefangen in unser Hand. In diesem Abschnitt wurde später beobachtet, daß, die Franzosen ihre Gefallenen wie Sanb säde auf die Brustwehr ihrer Gräben aufpacten und mit Erde bes warfen. Im Aily und im westlichen Priesterwalde spielten sich die ganze Nacht, Nahtämpfe. ab, die für unsere Truppen günstig, endeien. Am frühen Morgen des. 11. April festen die Franzosen auch an der Combree Göbe su einem neuen Angriff, an, der aber im Feuer meinen quf beiderseitiges Artilleriefeuer von wechselnder Steri unserer Artillerie nicht zur vollen Entwidelung fam Am 11. April beschränkte fich die Gefechtstätigfeit im offge in das stellenweise auch die Minenwerfer. eingriffen. Nur im Die beiden am Morgen und Abend abgeschlagenen frangonischen In Westgalizien scheiterte bei Giezkowice an her Biala in den Morgenstunden des 14. April cin Vor- French über die englische März- Offensive. Priesterwalde führten zwei französische Angriffe nachmittags und stoß der Russen. abends erneut zu heftigen Rahtampfen, in denen unfere Truppen London, 15. April.( B.T. B) Ein Bericht des Feld die Oberhand behielten. Auf der Combres- pohe gelang es abends Auf den Höhen beiderseits Wysockowz am Stry marshalls French erörtert die. Rämpfe vom 10. März einem zweiten französischen Vorstoß, vorübergehend in Zeile unserer griffen stärkere russische Kräfte die Stellungen unserer bis 12. März und fährt dann fort: Eine neue Aftion von be. Sammstellung einzubringen. Aber nach zweistündigem..and. Truppen an. Nach heftigem Kampfe wurde der Gegner geträchtlicher Bedeutung entstand durch einen überraschenden Angriff gemenge wurde die Stellung vom Gegner, wieder gefäubert. worfen, im Gegenangriff eine wichtige Höhe gewonnen und der Deutschen am 14. März gegen die 27. Division, befest, drei Offiziere und fechshundertein- bie die Laufgräben östlich von Eloi besetzt hielt. Viele Artillerie Angriffe gegen unsere Stellungen auf dem Kamm der Combres undsechzig Mann gefangen. Im übrigen an der Karpathenfront nur Geschüßkampf, war hier im Schuße des Nebels konzentriert. Ein heftiges Massen Höhe verdienen besondere Beachtung, denn mit ihnen widerlegen Im übrigen an der Karpathenfront nur Geschützkampf, feuer wurde plöglich um 5 Uhr abends auf die Gräben eröffnet die Frangosen selbst die durch den Dank Joffres an die 1. Armee in vielen Abschnitten Ruhe. In Südost Galizien und in der Bukowina Ferner fanden zwei Minenerplosionen statt. Die durch den plög der Welt am 10. April verkündete Botschaft, von der endgültigen feine Ereignisse. lichen Angriff entstandene Verwirrung ermöglichte es den Eroberung der Combres- Stellung. Hätten die Franzosen dieses Deutschen, St. Eloi auf einige Stunden wieder zu nehmen. Biel ihrer wochenlangen blutigen Bemühungen erreicht, dann Seftige Gegenangriffe ſtellten die frühere Lage wieder wären die erwähnten Angriffe am 11. April nicht nur überflüjug. her. French legt dar, daß Ende Februar viele wesent sondern ein sinnloses Blutvergießen gewesen. Sie wurden aber liche Gründe ihm die Ueberzeugung verschafften, daß eine unternommen und abgeschlagen. Gin dabei gefangen genommener energische Offensive möglichst bald ergriffen werden follte. Die französischer Unteroffizier erzählte, daß den an der Combres- Hobe wichtigsten Gründe waren die allgemeine Ansicht, die Lage der fämpfenden Truppen erklärt wurde, sie würden erst dann abgelöst Alliierten und der Erfolg der Russen, die heftige Angriffe Hinden werden, wenn sie die Höhenstellung genommen hatten. Die fronburgs zurüdschlugen, während anscheinend der Feind an der britischen zösische Heeresleitung meldete dagegen, daß seit dem 9. April an Front schwächer wurde. Es war daher notwendig, die Russen zu der Combres- Höhe nicht mehr gefämpft würde. unterstützen, indem möglichst viele Truppen auf dem westlichen Die Nacht vom 11. zum 12. April verlief auf der ganzen Front Kriegsschauplak festgehalten wurden. Die wichtigste Erwägung war im allgemeinen rubig, nur stellenweise wurde diese: Ruhe von fronvielleicht die Erwägung, die britischen Truppen mit dem Geist der zösischen Artillerie- und Infanteriefeuerüberfäűen unterbrochen. Offensive zu erfüllen nach den anstrengenden, vielleicht entnervenden Erfahrungen des schweren Winters in den Schützengräben. French Combres- Hohe bis Richecourt, nur Artilleriefeuer von maziger Der 12. April brachie dem größten Zeile der Front, von der betont die Unvermeidlichkeit großer Verluste bei der heutigen Be- Stärke, bagegen bereitete eine sehr heftige Beschießung unserer waffnung sowie die Bedeutung der Artillerie, auch um die eigenen Stellungen am Nordflügel zwischen Buzh und Marcheville sowie am Soldaten zu schonen. Südflügel in dein Abschnitt östlich Richecourt auf Infanterie Westlicher Kriegsschauplah. Ein deutsches Luftschiff an der englischen Küste. Amtlich. Berlin, 15. April.( W. T. B.) Am 14. April abends hat ein Marineluftschiff einen Angriff gegen die Tynemündung unternommen. Hierbei wurden eine Anzahl Bomben geworfen. Das Luftschiff ist unversehrt zurückgekehrt. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes gez. Behnde. Die englischen Verluste bei Neuve Chapelle. angriffe vor. Diese begannen mittags gleichzeitig bei Maizeren und Munitionsverrats. Französische Flieger im Rheintal. Marcheville. Während der Gegner am letteren Ort nach dem ersten Der französische Tagesbericht. London, 15. April.( W: T. B.) Feldmarschall French be- abgeschlagenen Angriff auf eine Wiederholung zunächst verzichtete, Paris, 14. April.( W. T. B.) Heute nachmittag um richtet unter dem 5. April: Die britischen Verluste bei Neuve ließ er bei Maizerch, wo sämtliche Angreifer im Feuer liegen Paris, 14. April.( W. T. B.) Heute nachmittag um Chapelle betrugen 190 Offiziere, 2337 Mann tot, 359 Offiziere, blieben, im Abstande von je einer Stunde zwei weitere Vorstoge 3 Uhr wurde amtlich bekanntgegeben: Seit dem 8173 Mann verwundet, 23 Offiziere, 1728 Mann vermißt. Aber folgen, bei denen die Angriffstruppen auch völlig aufgerieben wur gestrigen Abendbericht ist nichts zu melden. Ein deutsches die erreichten Ergebnisse waren so bedeutend und weitreichend, daß ben; ein Offizier, 40 Mann fielen in Gefangenschaft. Dennoch Luftschiff warf Bomben auf den Flugplak Bailleul ohne der Preis nicht als zu hoch betrachtet werden kann. Mehrere rannten die Franzosen abends noch einmal bei Marcheville mit drei militärisches Ergebnis, tötete aber drei Zivilisten. Zwei tausend tote Feinde wurden auf dem Schlachtfelde gezählt, 12 000 aufeinanderfolgenden Schüßenlinien, dide Kolonnen dabinter, in deutsche Flugzeuge wurden gezwungen, in unseren Verwundete wurden mit der Bahn fortgeschafft. Alle britischen unser Feuer, das diesem fünften Angriff ein blutiges Ende beLinien zu landen, eines bei Braine, das andere bei Verluste wurden in wenigen Tagen ersetzt. French betont am reitete. An diesem Angriff beteiligten sich zivei Panzerautomobile. Lunéville; die Flieger wurden gefangen. Ein drittes Flug- Schluß seines Berichts die Notwendigkeit eines nahezu unbegrenzten um dieselbe Zeit wurde am Südflügel im westlichen Priesterwald zeug ging vom Feuer unserer Vorposten getroffen, in der Nähe ein Infanterieangriff abgeschlagen. Hier wurden schivarze Truppen von Ornes( nördlich Verdun) 600 Meter vor unseren Linien beim Schanzen beobachtet. nieder; der Flieger wurde verwundet. Nach einer im allgemeinen ruhigen Nacht Tebte am Morgen Basel, 15. April.( W. T. B.) Ueber französische des 13. April das Infanteriegefecht auf beiden Flügeln wieder auf. Paris, 15. April.( W. T. B.) Amtlicher Bericht Fliegerstreifen am 13. April im Rheintal schreibt Diesesmal brachen die Franzosen ohne Artillerievorbereitung gegen von Mittwoch abend. Bei Berry au Bac haben die„ Nationalzeitung" u. a.: Das Geschwader bestand aus unsere Stellungen bei Maizereh und Marceville vor, aber ihre vir gestern abend einen deutschen Schüßengraben einge- vier Flugzeugen, welche bei strogingen über freiem Felde Erivartung, unsere Truppen zu überraschen, würde getäuscht und nommen. Der Feind eroberte ihn während der Nacht zurück, mehrere Bomben abwarfen, ohne Schaden zu tun oder Per- der Angriff abgewiesen. Im Priesterwald wurde das Gefecht fortaber wir konnten uns in unmittelbarer Nähe in einem neuen fonen zu verlegen. Ueber Villingen, Donau- gesezt, und nördlich Maizereh unternahm am Nachmittag der GegSchüßengraben einrichten. In der Champagne versuchte es ch ingen und Singen warfen die Franzosen bei einem ner einen neuen vergeblichen Versuch, in unfere Stellungen einIn Singen zubringen. in der Gegend von Perthes ein deutsches Infanterie- Flug auf Friedrichshafen einige Bomben ab. In der Nacht zum 14. April unterhielten die Franzosen am Detachement aus den Schüßengräben herauszukommen. Es waren die Bombenwürfe der Internierten- Halle zugedacht, verfehlten aber ihr Ziel. An den anderen Orten richteten Nordflügel heftiges Infanteriefeuer, in das zeitiveise iduvere Apwurde durch unser Feuer sofort angehalten. In Eparges bie Bombenwürfe ebenfalls keinen Schaden an. Diese Stäbte tillerie eingriff, um die Wiederherstellungsarbeiten in unferen stieß ein feindlicher Gegenangriff gestern abend aus Combres find gegenüber feindlichen Fliegern völlig wehrlos. In den Stellungen zu stören. Dennoch brach ein in der zweiten Morgenvor. Er wurde durch unsere Artillerie sofort angehalten. Im Städten des Rheintales sind nunmehr an den größten wie an stunde unternommener starter Infanterieangriff vor unserer Linie Walde von Ailly verbreiterten wir unsere Front. Wir den kleinsten Plägen weitgehende Maßnahmen zusammen. Dasselbe Schicksal ereilte im Laufe des Tages Infan wiesen einen Gegenangriff ab. Im Walde von Mort- lgegen Fliegerangriffe getroffen. terieangriffe nördlich Marcheville; in schmaler Front und großer Der Seekrieg. 201 Torpedierter englischer Dampfer. London, 15. April.( W. T. B.) Die Blätter melden, daß der englische Dampfer Armigan" bei dem Leuchtschiff Noordhinder torpediert wurde. 11 von der 22 Mann starken Befagung seien gerettet worden. Ueberfällige englische Fischdampfer. London, 15. April.( W. T. B.) Acht Fisch dampfer Tiefe stürmte ber Gegner breimal gegen unsere Stellungen Bor, in Deutschland. Die Brotfrage spielt eine große Rolle. Infolge wobei immer frische Kräfte die Zurückflutenden aufnahmen und der Brotverordnung ist die Ration herabgesetzt worden mit der Beihrerseits angriffen. Nach Aussagen Gefangener soll dabei gründung, daß man unmöglich den Gefangenen eine zweimal so Infanterie- Regiment 51 aufgerieben sein. Im Walde von Ailly große Nation berabfolgen dürfe, als wie jedem einzelnen deutschen folgten einer wenig wirksamen Sprengung ebenfalls drei Jn Bürger. Bei der Anzahl der Gefangenen erfordert die Ernährung fantericangriffe, die sämtlich abgeschlagen wurden. Einen kleinen täglich 240 000 Kilogramm Brot. Zieht man die Möglichkeit einer Erfolg hatten die Franzosen nördlich Flireh, wo sie sich nach starker Verständigung zwischen den kriegführenden Staaten auf Grund von artilleristischer Vorbereitung in Besitz eines 100 Meter breiten Artikel 7 der Gebräuche für den Landkrieg in Betracht, so stünde den Teiles unserer vordersten Stellung setzten. Der erbitterte Nahkampf Staaten ein Weg offen, selbst für die Brotversorgung ihrer Leute dauerte den ganzen Tag über an und war am Abend noch nicht aufzukommen. Wie wäre es denn, wenn die neutralen Staaten, entschieden. Auch im westlichen Priesterwalde entspannen sich nach- denen der Bezug von Getreide noch möglich ist, die Einfuhr bon mittags heftige Nahkämpfe, die abends mit einem sehr verlustreichen Mehl übernehmen würden? In jedem Luger müßte Mehl unter aus Grimsby mit je 10-12 Mann Besagung sind stark Mißerfolg des Gegners endeten. Auf der übrigen Front brachte der Kontrolle von Neutralen für die Gefangenen berbacken werden, 14. April Artilleriefämpfe von wechselnder Stärke und eine stellen- so daß eine Verwendung für die deutsche Bevölkerung ausgefchloffen weise rege Tätigkeit der Nahkampfmittel. Ein gefangener fran- ist. Ein anderer Weg wäre, daß Deutschland das für die Brotzösischer Offizier ſagte aus, daß der feindlichen Artillerie un- versorgung notwendige Mehl liefert und die anderen Mächte so viel begrenzte Mengen amerikanischer Munition zur Verfügung ständen. Beisteuern, daß die Rationen auf die ihnen genehme Höhe gebracht Bereits im Laufe des 12. April wurde der Vormarsch stärkerer werden können. Truppen nördlich St. Mihiel über die Maas in östlicher Richtung beobachtet. Dies läßt im Verein mit einer sehr lebhaften französischen Fliegeraufklärung darauf schließen, daß die Kämpfe zwischen Maas und Mosel dem Abschluß noch nicht tahe sind. Wehrpflicht für die englischen Staatsbeamten. London, 15. April.( W. T. B.) Die Times" melden: Wie verlautet, werden demnächst alle waffenfähigen einzutreten. überfällig. Sie wurden aber noch nicht amtlich für verToren erklärt. Das Schicksal des„ Kronprinz Wilhelm". London, 16. April. Der Marinemitarbeiter der„ Times" schreibt: Es steht außer Frage, daß der, Kronprinz Wilhelm" ins terniert werden wird, da ein Teil der Beschädigungen des Schiffe& bon friegerischen Unternehmungen herrührt, die nicht ausgebeffert werden dürfen. Staatsbeamten aufgefordert werden, in die Armee baß fie Heimtehren würden, um gegen Deutſchland zu kämpfen, Oestlicher Kriegsschauplah. Die Kämpfe in Polen und Galizien. Die britischen Seeleute, die auf dem Kronprinz Wilhelm" gefangen gehalten tvaren, erklärten nach ihrer Freilassung einstimmig, troydem sie das schriftliche Bersprechen abgegeben hätten, ami Striege nicht teilnehmen zu wollen. Sie sagten, das Versprechen sei unter Zwang gegeben worden und hätte deshalb keine Gültigkeit. 10 Verwahrung gegen eine englische Verdächtigung. Der Widerspruch zwischen den deutschen und französischen Meldungen. Zürich, 15. April.( W. T. B.) In einer Erörterung über die Kämpfe zwischen Maas und Mosel weist die„ Neue Züricher Zeitung" darauf hin, daß die französischen Gewinnangaben den deutschen Hauptquartiersberichten fast diametral Russische amtliche Meldung. gegenüberstehen. Diese Verschiedenheit in den Meinungen ist faum anders zu erklären, als daß es den Franzosen wohl ge- Generalstabes vom 11. April, abends 9 Uhr. Westlich des Petersburg, 12. April,( P. T. A.) Mitteilung des Yungen ist, sich einzelner deutscher Vorstellungen zu bemächti- Generalstabes vom 11. April, abends 9 Uhr. Westlich des Berlin, 15. April. In dem veröffentlichten Notenwechsel über gen, wogegen das Eindringen in die Hauptstellungen nur an Riemen dauern die Einzelkämpfe in der Gegend des einigen wenigen Punkten glückte. Sobald die französischen all. Sesupaflusses fort. In den Karpathen hat der Feind am die Behandlung unserer in Gefangenschaft geratenen U- Bootsgemeinen Angriffe begannen, wurde von deutscher Seite Be- 9. April und in der Nacht auf den 10. April in dichten Reihen, befabungen weist die britische Regierung darauf hin, daß während des gegenwärtigen Krieges mehr als 1000 Offiziere und unterstützt durch kräftiges Artilleriefeuer, angegriffen. Unsere Mannschaften der deutschen Marine von britischen fehl an die Vorposten gegeben, sich auf die Hauptstellung Truppen, die in der Richtung Rosto d gegen den Süd- Kriegsfchiffen aus der See gerettet worden find, während zurückzuziehen, so besonders um Pont- a- Mousson. Auch heißt hang der Hauptkette vorgegangen waren, haben diesen in einem alle auch nur ein Offizier oder Mann der bries in den deutschen Meldungen ausdrücklich, daß die Franzo- Angriff mit gewaltigen Verlusten für den Feind zurückgeworfen. tischen Kriegsmarine von den Deutschen gerettet sen nicht über die Linie Regnieville Fey- en- Haye hinausfamen. Diese Ortschaften blieben also im Besiz der Franzo- Sie haben ein Bataillon mit 23 Offizieren gefangen genommen worden sei. und ein Maschinengewehr erbeutet. In der Richtung des Demgegenüber wird von zuständiger Stelle folgendes festsen, eben weil dort vorher nur deutsche Vorposten standen. Its okerpasses haben wir uns nach einem erbitterten gestellt: Das Gleiche gilt von Fremezh und Gussainville. Kampfe mehrerer Höhen bemächtigt, 1000 Soldaten und U- Booten gum Sinten gebracht worden sind, stand die Rettung der In den Fällen, in denen britische Kriegsschiffe von deutschen 22 Offiziere gefangen genommen und vier englischen Besatzungen naturgemäß ganz außer Frage, da UnterseeIn der Nichtung von Strii boote hierzu außerstande sind. Das Zeppelin- Bombardement von Nancy. Waschinengewehre erbeutet. dauern die Angriffe des Feindes fort. Die anderen Abschnitte Nancy, 15. April.( W. T. B.) Est Républicain" be- unserer Front sind ohne nennenswerte Veränderung. richtet über die Belegung Ranchs mit geppelinBomben: Kurz nach 12 Uhr nachts wurde die Bevölkerung durch drei aufeinanderfolgende Explosionen geweckt, nach einigen Minuten folgten brei weitere Erplosionen. Scheinwerfer und Geschüße traten sofort in Tätigkeit und verscheuchten das feindliche Luftschiff. Die erste Bombe verursachte einen heftigen Brand im Lager eines Farben11 Der türkische Krieg. Aussichtslosigkeit des Dardanellendurchbruchs? union Im Gefecht bei Helgoland am 28. August und bei den Vorstößen gegen die englische Küste am 2. November und 16. Dezember 1914 find Torpedoboote vernichtet worden, aber die britische Regierung kann diese Fälle nicht wohl im Auge gehabt haben, da sie den Verlust von Fahrzeugen bestreitet. In dem Gefecht bei der Doggerbank am 24. Januar 1915 sind zwar der englische Schlachtkreuzer" Tiger" und einige englische Torpedoboote untergegangen, aber auch diese kann die britische Regierung nicht meinen, da fie amtlich erklärt hat, alle Schiffe, die an der Schlacht beteiligt gewesen, feien zurückgekehrt. Am 20. September 1914 wurde der englische Kreuzer Pegaund Ladhändlers; die umliegenden Gebäude konnten gerettet werden. Konstantinopel, 15. April.( W. T. B.) Auf dem Kriegsabend Die Flammen beleuchteten das ganze Stadtviertel, der Schaden ist der deutschen Kolonie sprach vor gedrängt vollem Saale der Verſehr bedeutend. Die zweite und dritte Bombe taten nur ganz ge- treter der„ Associated Pres", Greiner, über seine Er- fus" im englischen Hafen von Zanzibar durch den kleinen Kreuzer ringen Sachschaden. Die vierte verursachte einen Brand, welcher lebnisse in den Dardanellen. Er stellte fest, daß die Küsten- Königsberg" vernichtet.„ tönigsberg" befand sich hierbei außerschnell gelöscht wurde. Die fünfte Bombe trepierte am Rand des befestigungen nach dem siegreich abgewiesenen Ansturm vom Besabung in den feindlichen Hafen einlaufen. Es bleibt somit Rhein- Marne- Stanals; große Beton- und Granitblöcke wurden weit befestigungen nach dem siegreich abgewiesenen Ansturm vom halb des Hafens und konnte selbstverständlich nicht zur Rettung der ambergeschleudert, ein Block durchschlug bas Dach eines 30 Meter 18. März noch stärker seien als zu Beginn der Feindseligkeiten. Das nur die Schlacht bei Goronel, in der am 1. November 1914 burch entfernten Hauses und wurde in dessen Treppenhause gefunden. Die unparteiische Urteil der neutralen Beobachter gehe nach wochenlanger unser Kreuzergeschwader zwei englische Bangertreuset vernichtet fecifte Bombe fiel auf eine Schule und verurfachte einen Zimmer Anwesenheit dahin, daß Durchbruchsversuche in den Dardanellen wurden. völlig aussichtslos feien. brand. Der Schaden wird auf mehr als 100 000 Frant geschäst. Die Brotration für die Kriegsgefangenen in Deutschland. Bern, 15. April.( W. T. B.) Jm„ Berner Bund" berichtet der Nationalrat Eugster von der Besichtigung der Gefangenenlager Die Kämpfe im Kaukasus. Petersburg, 15. April.( W. T. B.) Der Generalst ab der Kautasusarmee gibt bekannt: In der Richtung auf den Tschorokh und die Küste dauern die Kämpfe an. Auf den übrigen Kampfplägen keine Veränderung. " Den einen Pangerfreuzer Good Hope" haben unsere Schiffe mit einbrechender Dunkelheit aus Sicht verloren; sie haben ihn gesucht und nicht wiederfinden können, sie wußten nicht einmal, ob er überhaupt untergegangen sei. Daß unter diesen Umständen von der Bejagung von Good Hope" niemand gerettet werden fonnte, ist einleuchtend. Als Monmorth" fant, war nur S. M. S. Nürnberg" in der Nähe. Warum von diesem Schiff niemand gerettet wurde, läßt sich aus einem Brief eines Sohnes des Grafen vielleicht sagen, daß dieser Stellungskrieg bon feinem der frieg-| Stehen gebracht, rückwärts geworfen, schiver geschädigt und er führenden Feldherrn als Mittel zum Siege angestrebt worden ist, fchüttert, haben den deutschen Boden befreit und weite Teile des sondern Die Strategie im Weltkriege. oben von ihnen allen als läftige und brüdende Feffel empfunden feindlichen Landes in unsere Hand gebracht, die jest zu unferem Bon Nichard Gädke. wird. Sich von ihr zu befreien, ist freilich nur der deutschen Lebensunterhalt beitragen müssen. Heeresführung verschiedene Male geglückt. In keinem früheren Wenn die Russen nicht schon weiter zurüd mußten, so liegt das Den augenblicklich auf allen Kriegsschaupläßen im Gange be- Kriege ist so viel, so oft, so schwer gefochten worden, wie in diesem, an Dingen, um die sie selber kein Verdienst haben. Ein so ge= findlichen Stellungsfrieg unter den Begriff der Ermat- die Zahl der Kampfestage hat eine fast erschreckende Höhe erreicht; waltiges Heer fann nicht durch einen wuchtigen Schlag wie bei tungsstrategie" einguteilen, wie man versucht hat, geht sie galten bisher als die Ausnahme und sind in diesem Kriege Cannae zerstört, sondern nur allmählich angebohrt werden. Der wirklich nicht an. In dem Sinne, in dem das Wort ursprünglich wenigstns für weite Teile des großen Kriegsschauplages und für an vielen Stellen beschädigte Kessel der Dampfwalze röchelt bereits. Aber auch der russischen Heeresverwaltung würde man geprägt wurde und seitdem eine Art wissenschaftlicher Geltung et lange Beiträume die Regel geworden. Ich habe Einblick in die langt hat, schon gar nicht. Zur Vernichtungsstrategie", Briefe eines Offigiers, der vom Beginn der Operationen an bis schweres Unrecht tun, wenn man nicht anerkennen wollte, daß sie die ihr Gegenteil sein soll, verhält sich die Ermattungsstrategie zum Beginn des Märs in rund 185 Tagen an 23 Schlachten mit mit voller Energie alles an alles gesetzt und ben festen Willen gectwa wie die Auswüchse der Staatsverfassungen des Aristoteles insgesamt 139 Gefechtstagen teilgenommen hat. Und sprechen habt hat, den Gegner durch den Stoß ihrer ungeheuren Massen zu zu seinen echten Verfassungen. Jeder große Feldherr hat grund- nicht die Verluste eine beredte Sprache? Sie mögen auch in der zermalmen. Was sie an Kräften aus dem weiten, männerreichen sätzlich der Vernichtungsstrategie gehuldigt; ihr Berrbild hat er Vergangenheit gelegentlich eine ähnliche Höhe erreicht haben wie Lande aufbieten konnte, von den Frostgestaden des Eismeeres bis als ein Geschenk des Himmels willkommen geheißen, wenn er selbst diesmal, aber dann vorwiegend durch Desertionen, Märsche, Hunger, zu den himmelstarrenden Bergen des Kaukasus, von den Ebenen zum vernichtenden Schlage nicht start genug war, der überlegene Krankheiten, die im gegenwärtigen Kriege fast gar keine Rolle Polens bis zu den Wogen des Stillen Ozeans hat sie auf die Gegner aber den erforderlichen Entschlnß und Wagemut dagu nicht spielen die große" Armee Napolions, bes bisher größten„ Ber- Schlachtfelder des Westens herangeschleppt und rüdsichtslos in den aufbringen fonnte. Nur kleine Männer versuchen große Dinge nichtungskünstlers", in Rußland hat sich auf solche Weise aber nicht Stampf geworfen. Selbst die verachteten Juden waren ihr als durch kleinliche Mittel zur Entscheidung zu bringen. durch die Schlachtverluste aufgelöst. Kanonenfutter gut genug. Immer und immer wieder hat sie die Verluste ersetzt, welche Granaten, Maschinengewehre, Mlinen und Bajonett mit freigebiger Hand in ihren Reihen gerissen haben und die eine geradezu entfehliche Höhe erreicht haben müssen. Unablässig hat sie ihre Massen zu neuen verzweifelten Angriffen vorgehest. Die große Umfassungsbewegung der deutschen Heere durch Belgien war durchaus im Sinne einer raschen und vernichtenden Entscheidung gedacht und bis zu einem gewissen Grade auch durch geführt. Eine größere Energie der Vernichtungsstrategie ist nicht wohl denkbar, als die Ruffen diesmal gezeigt haben. Der russische Heerführer hat allem Anschein nach seine An griffsgedanken noch keineswegs aufgegeben. Uebrigens wird man die scheinbaren Gegensätze„ Vernichtung" und„ Grmattung" in einer höheren Einheit auflösen müssen. Kein Krieg zwischen Gegnern, die ursprünglich nahezu gleich stark scheinen, ist jemals allein durch die Vernichtung seiner Heere auf dem Schlachtfelde entschieden worden; die größere Er- Aber auch die Franzosen haben die Schlachten an der Marne mattung, besser die Erschöpfung des einen oder des anderen Teils, und Aisne, in der Champagne und jetzt zwischen Maas und Mosel eb nun au moralischer oder materieller Kraft oder an beiden, hat durchaus im Sinne blutiger Waffenentscheidungen begonnen. Daß Ichten Endes den Ausschlag gegeben. Gerade die beiden klassi- sie dabei gescheitert sind, oder ob sie von vornherein die richtigen schen Typen der Bernichtungsschlacht, ihr Urbild bei Cannae und Mittel und Wege gewählt hatten, spielt für die Beurteilung ihrer Sein Nordflügel ist allerdings durch die Schärfe des deutschen ihre Wiederholung in größerem Maßstaie bei Sedan, liefern den Absichten natürlich gar keine Rolle. Wie viele größere und kleinere, einwandfreien Beweis dafür. Der Sieger von Cannae hat schließ- überwiegend opfervolle, Unternehmungen fallen zwischen diese Schwertes auf der ganzen Linie in den Stellungskrieg zurüdlich vor dem besiegten die Waffen streden müssen, weil seine staat- Hauptschläge: an der Pfer, bei Lille, bei Neuve Chapelle, nördlich geworfen worden; aber auch er versucht trop der Ungunft der augenliche Organisation, sein innerer Zusammenhalt, die Festigkeit seiner Arras, bei Rohe, bei Soissons, in den Vogesen. Ueberall ein gähes blidlichen Witterung hier und da immer wieder vorzustoßen, augenLeitung, seine Hilfsmittel denen des Gegners dauernd nicht ge- und erbittertes Ringen, den Gegner durch Waffengewalt auf den scheinlich, um die deutschen Streitkräfte möglichst in voller Zahl vor seiner Front festzuhalten. Der Südflügel nun gar hat im Ja wachsen waren. Nach Sedan aber hat der Krieg noch mehr als fünf Rücken zu werfen. Monate gewütet und dem Sieger mehr als eine Krisis gebracht. Weit großartiger noch sind die Schläge im Osten gewesen. nuar berlorene Gelände wiederzugewinnen versucht und teilweise In dem gegenwärtigen Krieg haben alle Beteiligten unerhörte Man darf sich nicht auf den Standpunkt unserer Gegner stellen, auch wieder gewonnen. Er hat mit aller Hingabe um den vollen, Anstrengungen gemacht, unt sich gegen den Erfolg der feindlichen die in ihrer Not um greifbare Erfolge uns durchaus die Absicht um den ganzen Sieg gerungen und dem österreichisch- ungarischen Ermattungsstrategie zu sichern. So wird man 3. B. zugeben unterstellen, Warschau in unsere Gewalt zu bringen und nun gang Heere die den Krieg entscheidende Niederlage beibringen wollen. müssen, daß die russische Intendantur eine recht anerkennenswerte stolz darüber tun, daß dieses Ziel nicht erreicht worden sei. Ach Die Karpathenschlacht vor dem Konieznakamm über die Duflasente Leistung vollbracht hat, indem sie die Millionenheere in Galizien nein, um so geringen Einsatz würfelt Hindenburg nicht. Warschau und den Lupkowerpaß bis zum Uafokerpaß sollte die Entscheidungsmit zwei und seit dem Verluste der Bukowina mit nur einer Bahn- wird uns als reife Frucht in den Schoß fallen, sobald die russische schlacht des ganzen Feldzuges werden und sie ist jedenfalls eine der linie anscheinend genügend versorgt, die Ergänzung ihrer riesigen Hauptarmee entscheidend geschlagen wurde. Die" Dampfwalge" größten Schlachten der Weltgeschichte. Darum sind hierher alle Verluste an Menschen, Waffen, Schießbedarf ermöglicht hat. Ich aufzuhalten, sie rückwärts zu rollen und, wenn möglich, durch Kräfte zusammengebracht worden, die anderswo irgend zu cutspreche von nur einer Bahnlinie, weil die zwei durchgehenden immer wiederholte Hammerschläge ihr Gefüge, ihren Bewegungs- behren waren, darum hat man die Erfaßtruppen bis unmittelbar bei Tannenberg, hinter die Front gezogen und auch die Belagerungsarmee von Zufuhrlinien auf der Strede Krasno- Lemberg( 42 Kilometer) in Strategie. Die große Vernichtungsschlacht die glänzende Tat eines cine einzige zusammenlaufen. Moltke- Schülers, die Schlacht Przemysl beschleunigt herangeführt. Seen und die Winterschlacht in In allgemeinen wird man wohl annehmen dürfen, daß ein den Masurischen Der Stellungskrieg, das angeblich andere Kennzeichen der Er- an die ihr nahe famen, der geniale Flanken- Aberlaß, wie ihn das russische Heer erfahren, die Ermattung rascher mattungsstrategie, aber hat nicht gehindert, baß immer und immer Littauen, wieder in furchtbar blutigen Entscheidungsschlachten der Sieg auf angriff auf das gegen Schlesien vordringende Hauptheer mit herbeiführt als bie fogenannte Ermattungsstrategie. Aber freilich) dem Schlachtfelde gegen noch so starte Verschangungen des Gegners den siegreichen Schlachten bei Kolno, Kutno, Plost, bei Lowice, in Rußland ist Blut kein so kostbarer Saft wie in gesitteten mit hartnädiger Entschlossenheit angestrebt worden ist. Man darf Lodz und an der Rawka haben den Nordflügel des Gegners zum Ländern. Cpee erkennen, der wörtlich schreibt:„Das Schiff„Vonmouth" versank mit wehenden Flaggen und keinen Mann konnten wir retten. Einmal wegen der hohen See, die das Äussetzen eigener Boote unmöglich machte, dann aber auch, weil neue Rauchwolken gemeldet wurden, die, wie wir hofften, neue Feinde waren und auf die wir zuhielten." Auch der deutsche Geschwaderchef Graf Spee schreibt in einem Brief hierüber:„Leider verbot die schwere See die RettungSavbeit." In Deutschland ist es rückhaltlos anerkannt worden, daß eng- Iische Kriegsschiffe wiederholt nach Gefechten unsere Seeleute ge- rettet haben. Niemand?st es aber in Deutschland eingefallen, anklagend hervorzuheben, daß bei den Falklandsinseln, als unsere „Scharnhorst" mit wehenden Flaggen bei Hellem Tage und glatter See unterging, niemand gerettet wurde, trotzdem zahlreiche bri- tische Schiffe in der Nähe waren. Aus Vorstehendem geht hervor, daß sich während des ganzen Verlaufs des Krieges für deutsche Kriegsschiffe nie eine Gelegen- beit geboten hat, Besatzungen britischer Kriegsschiffe zu retten. Ebenso wie uns. ist dies aber auch der britische» Regierung bc« ikannt. Die britische Regierung verschweigt dies in ihrer Note und erhebt durch die Gegenüberstellung der Tatsachen, daß die englische Marine wohl über 1000 deutsche Seeleute, die deutsche Marine aber keinen einzigen englischen Marineangehörigen gerettet habe, die Anschuldigung, daß von deutscher Seite die Rettung britischer Be- satzungen absichtlich unterlassen sei. Hierin ist ein arglistiges Mittel zu erblicken, die öffentliche Meinung zu täuschen und die Neutralen gegen Deutschland zu verhetzen. Die deutsche Antwort- note weist also mit vollem Reckt die in der britischen Note liegende Unterstellung mit Abscheu zurück.(W. T. B.) Amerika und der japanische Vorstoß in lshina. Aus New Uork wird uns geschrieben: Die verschlagene Diplomatie Japans China gegen- iiber hat in den Vereinigten Staaten nicht weniger Besorgnis erregt als in England und Rußland. Der Austritt der Ver- einigten Staaten aus der Sechsmächtegruppe ließ damals die Erklärung zu, daß die Union aus dem chinesischen Geschäft ausgeschieden sei. Andererseits konnte er aber auch eine Betonung der Politik der offenen Tür bedeuten, die Amerika in China von jeher befolgt hat und sich von Japan hat garantieren lassen. Tatsache ist jedenfalls, daß die ainerikanischen Kapitalisten nicht daran denken, ihren Anteil an der Ausbeutung des chinesischen Reiches ohne Kampf preiszugeben. Aber diesen Kampf gerade heute aufzunehmen, dazu ist die Lage den Amerikanern zu ungünstig. Nicht nur haben die Aankee-Kapitalisten mit einer demokratischen Admini- stration zu rechnen, die sich nur mit dem größten Wider- streben in imperialistische Abenteuer treiben läßt? die ganze Weltlage der Vereinigten Staaten ist sehr heikel. In der europäischen Politik der Union wird das Geschäft beständig durch die kriegerischen Maßnahmen der sich be- kriegenden Mächte gestört und aus dem Gleichgewicht gc- bracht. In Mexiko sehen die Dinge heute schlimmer und verworrener aus denn je; niemand weiß mehr recht, wie viele Prätendenten sich dort eigentlich gegenüberstehen und welchem Retter der Ordnung man sein Wohlwollen schenken soll. Und was Japan anlangt, so liegen die Dinge durch- aus nicht so einfach, daß die Vereinigten Staaten, ohne andere Fragen aufzurollen� gegen, die Gewaltpolitik des Mikados protestieren oder gar elnschresten können. Denn'die Japaner haben sich die kaliformsche Frage warm gehalten und werden jedenfalls dem Uncle Sam eine GegenrSchnung präsentieren. Der Protest der Japaner gegen die direkt gegen die Japaner gerichtete kalifornische Gesetzgebung hat den Amerikanern schon viel Kopfschmerzen verursacht, da diese Gesetzgebung zweifellos gegen japanisch-amerikanische Verträge verstößt. Die Ainerikaner sagen zwar: Weshalb müßt ihr Japaner denn gerade so zart und rücksichtsvoll den Engländern gegen- über sein? Behandeln denn die englischen Kolonien eure Volksgenossen anders als wir es tun? Weshalb müßt ihr denn gerade gegen uns so energisch auftreten? Aber die Japaner werden sich durch diese Ausflüchte nicht beirren lassen. Wissen sie doch, daß die kalifornische Frage in den japanischen Volksmengen einen starken Widerhall gefunden bat. Noch ist sie nicht wieder akut geworden, ober zarte An- deutungen hervorragender Japaner lassen erkennen, daß man in Asien jederzeit bereit ist, den amerikanischen Vertrags- bruch wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Mittlerweile versucken die Chinesen, die Vereinigten Staaten gegen die beabsichtigte Unterjochung ihrer Nation mobil zu machen. Doch die leitenden Blätter Amerikas ver- halten sich sehr reserviert. Auch die Regierung läßt über ihre Absichten nichts verlauten. Es ist nur bekannt geworden, daß die Regierung in Washington einen Protest gegen die Forde- rungen Japans erlassen hat, die gegen die Politik der offenen Tür verstoßen. Einzelne Blätter suchen die Sache als gar nicht so schlimm hinzustellen. Sie meinen, es handle sich im Grunde genommen um nichts anderes als emen Akt der orientalischen Diplomatie, bei dem der eine Teil ungeheuer viel mehr verlangt, als er erwartet, und der andere weit toeniger anbietet, als er zu geben bereit ist. Das ist jedoch nicht die Ansicht der hier weilenden Chinesen. Unter den in den Vereinigten Staaten wohnen- den Chinesen sind die Anhänger der Partei der Kuomingtang sehr stark vertreten. Wie erinnerlich sein wird, wurde diese Reformpartei von dem Diktator Juanschikai gesprengt und auseinandergetrieben. Jetzt haben sich ihre Anhänger gc- schlössen hinter den chinesischen Präsidenten gestellt. In einer vor kurzem in New Aork abgehaltenen Versanimlung der Kuomingtang, in der über tausend Personen anwesend waren, kam diese Haltung deutlich zum Ausdruck. Der General Niujungtschien, der erste Unterstaatssekretär für den Krieg in dem Kabinett des Dr. Sunjatsen, erklärte:„Der Zweck der Kuomingtang ist stets die Rettung Chinas ge- Wesen. Deswegen wurde die Revolution zur Befreiung Chinas von der Mandschuherrschaft organisiert. Jetzt kommt we größte Bedrohung Chinas von Japan. Wir müssen daher gewissenhaft alles mögliche tun, um den Widerstand der chinesischen Regierung gegen Japans versuchten Angriff wirksam zu machen." Und der Vorsitzende der Partei, Herr Tschuna, rief aus:„Wir kennen jetzt keine Parteien. Wer immer China retten kann, ob es Jnanschikai ist oder irgend- ein anderer, wir werden ihn unterstützen. In dieser Krise »verden wir nichts tun. um die Regierung zu behindern. Selbst unser Leben stebt der Regierung zur Verfügung, sollte es schließlich verlangt werden." Ucber die Tragiveite der iapanischen Forderungen war sich die Versammlung keinen Augenblick im unklaren. Die Forderungen Japans, so hieß es, sind derart, daß keine Station ein Recht bat. sie an den Nachbar zu stellen, und daß keine souveräne Nation sie bewilligen würde oder könnte. Wenn sie China bewilligt, so wird Japan die RegierungS- Maschinerie und die Beherrschung des größeren Teiles der ati das Meer grenzenden chinesischen Provinzen erhalten und in eine so günstige strategische Lage versetzt»verden, daß es durch Chinas eigene Seehafen das Land vollständig be- meistern tvürde. Es hätte die Ostmongolei,, die Süd- Mandschurei, die Provinzen Schantung und Fukien, eine japanische Eisenbahn bis zum Herzen Chinas, es hielte die Faust auf Chinas einzigem Eisenwerk in Hanjang, es hätte das Bestiinmungsrecht über Chinas Freiheit, BerglverkS- und andere Konzessionen zu erteilen. Ist es unter diesen Umständen schwer, zu erraten, wie die fernere Geschichte des Ostens aussehen ivürde? Doch so klar sich die chinesischen Reformer über die Größe der drohenden Gefahr sind, so unklar sind sie sich in bezug auf die Abwehr des herannahenden Unglücks. In diesem Punkte zeigen sie dieselbe Naivität, die sie bekundeten, als sie sich dem„Retter" Japan in die Arme warfen. Als ob Japan, indem es die Wirren der letzten Jahre begünstigte, je daran gedacht hätte, die chinesische Republik zu moderni- sieren und stark zu machen! Die praktischen Vorschläge der Reformer lausen darauf hinaus, der japanischen Kriegs» Maschine einen Wall von Menschen entgegenzusetzen. Für jeden Japaner, sagen die Kuomingtangleute, können»vir fünf Chinesen opfern. Ziehen wir uns immer mehr zurück und inachen wir den erobernden Japanern die Sache so schlver tvie möglich. Das bedeutet die Verzlveiflungs- strategie zu Anfang des Kampfes. Armes China, das es nicht verstanden hat, sich schnell genug zu modernisieren,»md das nun versucht, den Kapitalismus mit seinen furchtbaren Kriegswaffen durch unerhörte Menschenopfer aufzuhalten. Neue Iorüerungen Japans. London, 15. April.(W'.T. B.) Tie„Central News" melden aus N e»v A o r k: Der„New Bork Herald" be- richtete, daß Japan neue Forderungen an China gestellt habe betreffend japanische Flottenstützpunkte in den chinesischen Häfen. Englische Furcht vor japanischer Nebervorteilung. London, IS. Slpril.(SB. T 83.)„Daily Telegraph" meldet aus Peking: Die letzte Phase der Verhandlungen in Peking sollte von den Briten aufmerk sain verfolgt werden, da die Auseinandersetzung sich immer mehr um die Gruppe der fünf japanischen Forderungen dreht, die das Schicksal des DangtsetaleS und SüdchinaS Eisenbahnen be- treffen, deren erste von Nanckang nach Chaocholvfu�Swatow— Amoy, und deren zweite von Nmichang nach Hangchow führt. In einer Mitteilung an Sir John Jordan vom Oktober 19t4 behielt die chinesische Regierung die Bahn Nangchang— Chaochowfu aus- drücklich den britischen Interessen vor. Der Bau der Bahn sollte in die Hände einer zuverlässigen britischen Firma gelegt werden. Aehnlich verhält es sich mit der Linie Nanchang— Hangchow, die parallel der britischen Konzession Nanking— Changcha läuft. Die Wendung, die die Verhandlungen jetzt nehmen. kann nicht scharf genug verurteilt werden. Man hat zu lange ver« gessen, daß der Feldzug gegen die Deutschen in Schantung von den Briten und Japanern gemeinsam geführt wird, daß Tsingtau iin Namen der Alliierten eingenommen wurde und daß beide Parteien verpflichtet sind.. ihre gegenseitigen Interessen zu achten. In ganz China gewinnt die Ansicht Oberhand, daß jetzt, nachdem China Japans zgandschurssche.Forderungen bewilligt h ah. Jordan als Ver- lreler Grö�britaninens an den Verhandlungen im Auswärtigen Amt in Peking teilnehmen sollte, um zu verhindern, daß die Alliierten die Fühlung mit einander verlieren, und um gefährliche Rivalitäten durch Kompromisse zu beseitigen. Ist Englanü zum frieden bereit? Für die Frage der Friedensmöglichkeiten ist folgendes Tele- gramm über Englands Situation am Kriege von Wichtigkeit: Rotterdam, 13. April.(T. U.) Ein hervorragender Diplomat einer großen neutralen Macht, der soeben von einer Reise durch die Hauptstädte aller kriegsührenden Großmächte zurückgekommen ist, gab in einer Unter- redung mit dem Korrespondenten der„T. U." den von ihm ge- sammelten Eindrücken über die augenblickliche politische Lage etwa folgenden Ausdruck:„Aus den offiziellen Berichten der am Kriege beteiligten Regierungen geht hervor, daß Deutschland einen bedeutenden Vorteil über seine Feinde erlangt hat, wenigstens was die rein militärische Seite anbetrifft. Kein einziger einsichtiger Politiler in London glaubt heutzutage noch, daß es möglich fein könne, Deutschland so zu besiegen, wie es die Fanatiker in Paris und Petersburg vielleicht immer noch hoffen. Ich gebe sogar so weit, zu glauben, daß rein militärisch der Krieg bereits entschieden ist. Umfassende Veränderungen, die eine Umwälzung der ganzen Lage verursachen könnten, werden bei der jetzigen Höchst- anspannung aller Kräfte kaum noch eintreten können. Deutsch- lands Heer hat gesiegt, eine Tatsache, die. wie gesagt, in England eingesehen, ja sogar eingestanden loird. ES fragt sich jedoch, ob es Deutschland gelingen wird, seinen Sieg so zu vollenden, daß er für die Gegner eine zerschmetternde Niederlage bedeutet. Dies wird unter Umständen gegen Frankreich und Rußland möglich sein, gegen England nicht. Es tritt hier eine sehr merkwürdige Komplikation ein. So wie der Anfang und die Fortsetzung, so wird auch das Ende dieses Weltkrieges einzigartig sein: es wird zwei Sieger geben. Zwei Volker werden siegen, die Deutschen und die Engländer. In gewisser Hinsicht haben die Engländer, gerade lvie die Deutschen, sogar bereits ihren beab- sichtigten Erfolg davongetragen. Die englische Regierung befindet sich zurzeit in einer sehr eigentümlichen Lage, sie hat alle« Interesse daran, den augenblicklichen Stand der Dinge aus dem Lkontinent möglichst unverändert zu lassen, ab« gesehen vielleicht von geringen Veränderungen des Standes an der belgischen K ü st e. Das von England stets gesuchte Gleich- gewicht der 5Mste aus dem europäischen Fcstlande ist da. Die Wage des Krieges steht im Westen wie im Osten: keiner dringt vor, keiner geht zurück— und daS Weltmeer steht zu Englands alleiniger Verfügung. Man könnte annehmen, das England alle Hebel ein- setzen würde, den auf dem HandelZgebict zurückgedrängten Feind auch militärisch niederzuringen. Daran liegt England aber nicht daS geringste. England will keine Lorbeeren, England hat keine Ideale, eS ist nur praktisch, und es ist stolz darauf, und die Früchte eincS völligen Sieges auf dem Festlande, dessen Verwirk« lichung nur mit weiterer Einsetzung englischen Geldes und englischen Blutes erreicht werden könnte, würden von Frankreich oder von Rußland oder aber von allen beiden gecrntet werden. DaS wider- strebt Englands kaufmännischem Sinn. Beides»väre ihm gleich unangenehm. Der deutschen Gefahr Ivürde eine französische, der französischen eine russische folgen. Und so hat denn der Lauf der Dinge ein? eigenartige Konstcllalion ergeben: England ist— bitte, steinigen Sie mich nicht— der einzige Freund, den Deutschland heutzutage besitzt. Verstehen Sie mich recht, aus Klugheit, nicht aus Liebe ist England heute der einzige der mit Deutschland kriegführenden Staaten, der durchaus nicht eine völlige Zerschmetterung des Feindes herbei- geführt sehen möchte, von der zum Beispiel die russischen und frau- zösischeu Phantasten träumen. Ich möchte keine näheren Andeutungen machen, die mißverstanden werden könnten. Hier ist aber der Weg, der vielleicht einst beschritten werden muß, wenn an das Löschen des großen WeltbrandeS gedacht wird. Vielleicht gelingt den beiden großen Staaten aus germanischem Blute eine Lerstäa- digung. Ich glaube, seit der Erreichung seines nächsten Zieles ist der englische Kaufmann sowieso nur mehr mit halbem Herzen bei der Sache. Gewiß müßte das deutsche Volk manches seiner Ideale im Stiche lassen. Manche? Opfer müßte gebracht werden, doch würden herrliche Entschädigungen auf anderen Gebieten ihm als Früchte seiner Siege zufallen." Generalstreik in Mailand. Nach Telegrammeldungen ist der Ivegen Tötung eines Arbeiters durch den Stockhieb eines Polizisten bei den Kundgebungen auf dem Domplatz angesagte vierundzwanzig- stündige General st-rcikderMailänder Arbeiter- s ch a f t von dieser allgemein befolgt»vorden. Die Fabriken haben den Betrieb eingestellt, die Ladengeschäfte im Zentrum Mai- lands geschlossen, auch die Straßenbahnen fahren nicht. In den Straßen herrscht reges Leben, da große Scharen von Ar- beitern nach dem Stadtzentrum Ivandern. Der Magistrat vcr- öffentlicht eine Bekanntmachung, daß das Begräbnis des ge- töteten Arbeiters auf städtischeKosten erfolgen und die städti- schen Schutzleute dabei die öffentliche Ordnung aufrechterhalten werden, damit keine neuen Zwischenfälle vorkommen. Der Protest der Arbeiterschaft richtete sich gegen die Verwendung von bürgerlich gekleideten Polizisten, die unverhofft auch manch- mal auf ganz Unbeteiligte mit Stöcken eindringen. . In G enua wurde der General st reit s äm tlicher Hafenarbeiter erklärt. Eine Versammlung der Tele- gierten des Verbandes der italienischen Hafenardeiter, die in Spezia stattfindet,»vird entscheiden, ob der Generalstreik der Hafenarbeiter über ganz Italien ausgedehnt werden soll. Letzte Nachrichten. Bekanntmachung über Ausnahmen von öen Höchstpreisen für Speisetartoffeln. Durch Wolffs"Tclegraphischcs Bureau wird die nachstehende Bekanntmachung verbreitet: Berlin, den 15. April 1915. Auf Grund von � 1 Absatz 3 der Verordnungen des Bundesrats über die Höchstpreise für Speisekartoffeln vom 15. Februar 1915 (Reichsgesetzblatt S. 95) und vom 31. März 1915(Reichsgesctzblatt S. 202) wird folgendes bestimmt: Beim Verkauf inländischer Speisekartoffcln aus der. Ernte 1914 durch den Produzenten an das Reich, einen Bundesstaat oder Elsaß-Lothringen, insbesondere an die Heeresver- waltungen und die Marineverwaltung, an die Reichsstelle für Kar- toffelversorgung oder an einen Kommunalverbano darf außer dem Höchstpreis eine Gebühr f ü r A u f b e w a h r u n g, g e c i g ffe t'e' 8� eh a n d lu it g. Entschädigung für SchwundnndRisito gezahlt werden, die bei der-Abnahme der Kartoffeln beim Produzenten\. zwischen 20. und SO. April... 2 2)7. „ 1.„ 9. Mai... 3. „ 10,„ 19,„••» 4, „ 20.„ 81,„«•• 5„ „ 1.„ 9. Juni... 6 » 10.„ 19.„>•• 7» „ 20. Juni und später.. 8, für den Doppelzentner betragen darf. Außerdem dürfen die ge- nannten Käufer eine Kommissionsgebühr bis zur Höhe von 40 Pfennig für den Doppelzentner für alle mit der Abwickelung zusammenhängenden Geschäfte einschließlich der Verladung auf der nächsten Bahnstation gewähren. Diese Bekanntmachung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Der Luftschiffangriff auf die englische Küste. London, 15. April.(W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet aus Newcastle über den Angriff des deutschen Luftschiffes noch fol- gende Einzelheiten: Der Zeppelin wurde um 8 Uhr gesichtet. Ais er ruhig über Blyth dahinflog, glaubte jeder, es wäre eiü englisches Luftschiff; aber als er einige Meilen landeimvärts gefahren war, vernahm man Explosionen und sah Feuergarben. Im Kohlenbezirk wurden über Chappington, Bedlington und Seaton-Delaval acht Bomben geworfen. Der ciilzige Schaden war, daß ein Heuschober in Brand geriet. In Seaton-Burn geriet eine Scheune in Brand, aber das Feuer wurde schnell gelöscht. Tarauf fuhr das Luftschiff nach dem Thne. Zwei Bomben wurden über Kenton abgeworfen; sie fielen in ein Feld, wo ein Fahrrad zerstört und der Fahrer leicht verletzt wurde. Es setzte seinen Flug nach Wallscnd fort, wo sechs Bomben abgeworfen wurden, die vier kleine Brände verursachten. Eine Pombe durchschlug das Dach eines HauscS, eine andere vcr- ursachte ein Feuer an der Eisenbahn, wodurch der Verkehr auf einige Minuten gestört wurde. Das Luftschiff flog dann über dem Tyne hin, warf Bomben ab und kehrte in der Richtung nach der See wieder um. Ein feindlicher Flieger über Freiburg. Freiburg(Baden), 15. April.(W. S. B.) Heute Mittag gegen 12 Uhr erschien wiederum ein feindlicher Flieger über der Stadt und warf im ganzen fünf Bomben über den Stühlingcr Stadtteil ab, von denen zwei keinen Schaden anrichteten, während durch die drei anderen Bomben zwei Männer und vicr Kinder getötet wurden. Außerdem wurde das Pferd eineS Fuhrwerks getötet. Weiter sind durch diese Bomben zwei Männer und a ch t Kinder schwer und eine Anzahl Schulkinder leicht verletzt worden. Eine Bombe hat außerdem den Dachstuhl eines Hauses durchschlagen. Englische Munitionssorgcn. London, 15. April.(W. T. B.) Unterhaus. Unter- staatssekretär Tennant erklärte, die G e s a m t v e r l u st e derArmeebiszum 11. April betrügen 139 347 Mann. Premierminister A s a u i t h teilte die Ernennuim eines Ausschusses mit, der für die»virksamste Aufbietung aller ver- fügbaren produktiven Kräfte des Landes sorgen soll, um die Beschaffung von Kr�egsmünltioy zu sichern. Unter den Mit- gliedern befinden sich Lloyd George. Balfour und der Arbeiterführer Artur Heuderjon. Billige a.Wertheim Lebensmittel Leipziger Straße Königstraße Rosenthaler Straße Moritzplatz Soweit Vorrat Fische zen Fischen.. Plund ... Pfund 48 Pf. Kabeljau 35 Pf. Rotzungen Lebende Karpfen Pfund 80 Pf. Lebende Hechte.. Pfund 1 M. Lebende Schleie Pfund 98 Pf. Lebende Plötzen Pfund 40 Pf. Lebende Aale Pfund 1.20 1.40 Tafellachs in ganz. Fischen Pid 60 Pf. Lebende Krebse Mandel 2 M. bis 4.50 Solo- Krebse. Stück 40 u. 50 Pf. Wurstwaren Zervelat. Salamiwarst Pfund 2.20 Holsteiner Zervelat u. Salami Pfd. 1.90 Teewurst ... Pfund 1.65 Bauernmettwurst Pfund 1.65 Berliner Mettwurst Pfund 1.35 Rollschinken ca. 6-8 Pfd, Pid. 2 M. Schinkenspeck von 1.70 Jagdwurst...... Pfund 1.25 Landleberwurst.. Pfund 1.20 Sardellen-, Trüffel- und Tomaten1-4Pld, Ptd. Leberwurst in kleinen Wärsten Pland 1.50 Rotwurst Pfund 1.10 85 Pf. Schinken Gewicht& 12 Pfund. Pid. inDosen, netto elingen og 1.90 Zungen Gewicht. In Dosen, netto eingewog, 2.80 Schneehühner stock 1.05 SonderPreise Konserven Dose Dese 41 Dose Riesen- Stangenspargel 1.05 2M Junge Karotten........ 55PL Himbeeren Stangenspargel extra stark 98 PL. 1.85 Rotkohl. Freitag und Sonnabend Dose 1M 38 Pi. Kirschen saure, mit Steinen..70 PL .1.10 .68 PL Stangenspargel stark..90P 1.70 Stangen- Wachsbohnen... 52PL Weichselkirschen ohne Steine 1.10 Stangenspargel mittelstark 85 Pt. 1.60 Stangen- Schnittbohnen... 52 P. Melangefrüchte la.. Spargelköpfe grün....1.15 Stangen- Schnittbohn. 1%, Ko. 95 PL Stachelbeeren la, gegrünt..75 PL Riesen- Bruchspargel..... 1.60 Prinzeßbohnen extrafein.... 1.25 Apfelmus. Prinzeßbohnen fein....... 1M. Grünkohl fein gewiegt ... 33PL ..42PL Wirsingkohl.. ... 68 PL Rosenkohl Sellerie in Scheiben .52 PL Rote Rüben.. A Dose 1.30 35PL Aprikosen Frucht... 1M Oelsardinen( Spezialmarke) Dose 1.35 Oelsardinen Tomaten,% Dose flach 78 PL Oelsardinen( Klubformat) Dose 68 PL Norweg. Sprotten Bruchspargel extra stark... 1.50 Bruchspargel mittelstark...1.30 Bruchspargel stark, ohne Köpfe. 88 PL Kaiserschoten gegrünt..... 1.40 Kaiserschoten naturell. ... 1.30 Junge Schoten fein... 90 90 PL Junge Schoten mittelfein... 65PL Junge Schoten. 55 PL Junge kleine Karotten... 65PL Erdbeeren leicht gezuckert... 90 PL Junge Heringe i.Tomaten Dose 40- PL SonderPreise in Oel..... Dose 23 40 55 Pl. in Tomaten.. Dose 23 40 55 PL in Bouillon .. Dose 55 PL Kolonialwaren Freitag und Gem. Backobst. Pfund 72 u. 88 Pf. Amer. Ringapfel... Pfund 85 Pf. Prünellen Pfund 1:05 Kalif. Aprikosen Pfd. 98 Pf. u. 1.08 Victoria- Erbsen.... Pfund 58 Pf. Gelbe Spalt- Erbsen. Pfund 58 Pf. Glasierte grüne Erbsen Pfd. 58 Pf. Große Graupen.... Pfund 60 Pf. Gerstengrütze. Pfund 62 Pf. Patna- Reis Pfund 62 Pf. Ital. Reis... Pfund 62 u. 72 Pt. Prima Schnittnudeln Pfund- Paket 72 82 Pf. Prima Makkaroni Pfund- Paket 82 Pt. Sonnabend. Olympia- Bouillon- Würfel 10 St 20 St. 50 St. 100 St 500 St Dose 30 Pf. 60.Pf. 1.45 2.85 14 M. Globus- Bouillon- Würfel 25 St. 50 St. Dose 43 Pf. 85 Pf. Hühner- Bouillon- Würfel 10 St. 20. St. Dose 35 Pf. 70 Pf. 100 St 1.65 500 St 8 M. 50 St 1.65 500 St. Soweit Frisches Fleisch Freitag und Vorrat: Schmorfleisch mit Knoch., Pid. 90 Pt. Rinderfilet unausgeschäft, Pfund 1 M. Rinderkamm.-brust Pfund 85 Pt. Rinderkamm.-brust Pfund 85 Pf. Rinder- Querrippe. Plund 70 PL. PIA. 90PL. Sonnabend. Pökelrinderzunge.. Pfund 1 M. Roastbeef Pökelrinderbrust... Pfund 1.10 mit Knochen Hammel dicke Rippe Pid. 1.10 Pfd. Pi. Hammeldünnung... Plund 95 PL. Soweit Vorrat. Obst Ital. Aepfel..... Pfund 20 Pf. Apfelsinen Dizd. 33 50 70 Pf. Kalif. Aepfel Pfund 50 u. 60 Pf. Zitronen Dutzend 25 40 50 Pf. Traubenrosinen Pfd.85 u. 95 Pf. Gemüse Kopfsalat.... 2 Kopf 15 Pf. Frische Gurken Stck.35 u. 45. Pf. Schwarzwurzeln 2 Pfund 35 Pf. Meerrettich.. Stange 5 u. 10 Pf. Butter Käse Paket Tischbutter Pia 1.68%-id- 84 Pf. Tafelbutter Pid 1.7286 Pf. Kunstschmalz.... Pfund 1 M. Camembert Stück 26 Pf. Räucherwaren Kieler Schleibücklinges st.25.Pf. Kieler Bücklinge 2 Stück 10Pf. Lachsbücklinge. 2 Stück 25 Pf. Lachsheringe... 2 Stück 25 Pf. Seehasen Stück 50Pf. Ahlbecker Flundern Pid. 65Pf. Matjesheringe Stück 10 15 20 25 Pf. Die Zusendung von frischen Lebensmitteln ist ausgeschlossen. Konserven und Kolonialwaren können nur gegen vorherige Bezahlung erst Mitte nächster Woche zugesandt werden. Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplah gefallenen Genoffen! Am 8. April verstarb im Lazarett zu Aschersleben an den Folgen feiner Verwundung unser Genosse, der Drechsler Karl Noack. 191/8 Sozialdemokratischer Wahlverein Trobbin. Am 13. April verschied nach furzem, schwerem Strantenlager unser lieber guter Sohn, Bruder Martin Herrmann im 19. Lebensjahre.. 1543b Dies zeigen tiefbetrübt um stilles Beileid bittend an Eltern, Geschwister u. Schwager. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 17. April, nachmittags 5 1hr, von der Leichen halle des Heiligkreuz- Stirchhofes in Mariendorf aus statt. Sozialdemokratischer Wahlverein 1. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 16. Abt. Bez. 749a. Am Dienstag, den 18. April. verstarb unser Genoffe Franz Falk Müllerstraße 164. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Sonntag, den 18. April, bor. mittags 11 Uhr, im Krematorium, Gerichtstraße 37/38, ftatt. Aranzipenden verbeten. 1nt rege Beteiligung ersucht 224/10 Der Vorstand. Am 14. April verschied nach langem Leiden unser Kollege und Meifter Max Lange Sein Andenken wird bei uns in -15495 Erinnerung bleiben! Die Arbeiterschaft der Firma Gustav Fr. Richter, Metall Schraubenfabrik. Deutscher Metallarbeiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Hermann Martin am 13. b. Mis. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 17. April, nach mittags 5 11hr, von der Leichen balle des Heilig- Kreuz- Kirchhotes in Mariendorf, Eisenacher Straße, aus ftatt. Nachruf. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter. Konrad Gölz geftorben ift. Ehre feinem Andenken! 112/9 Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nach richt, daß unser Kollege, der Geschäftsdiener Emil Hennig ant 12. b. Mis. im Alter bon 43 Jahren verstorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Sachs richt, daß unser Kollege, der Lagerarbeiter Erich Sterneberg am 30. vorigen Monats im Alter von 23 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! 62/20 Die Bezirksverwaltung. Sozialdemokrat. Kreiswahlverein Niederbarnim. Bezirk Lichtenberg. Am Montag, den 12. d. Mis., berftarb unser Genosse, der Tischler Paul Schwarz Alt- Borhagen 27( 19. Gruppe). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet, heute Freitag, den 16. April, nachmittags 42 Uhr, von der Halle des Ge meinde- Friedhofs, Lüdstraße, aus ftatt Rege Beteiligung erwartet Die Bezirksleitung. Um 14. April verschied nach langem Leiden mein langjähriger Mitarbeiter, der Bertführer, Max Lange. Sein Andenken wird bei mir in Ehren bleiben. 15505 Gustay Fr. Richter Metallschraubenfabrit. Am Dienstag, den 13. April, verschied nach langem, schwerem Leiden im Virchow- Krantenhauſe, mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Neffe und Dntel Franz Falk im Alter von 34 Jahren. am Die Einäscherung findet Sonntag, den 18. b. M., vorm. 11 Uhr, int städtischen Krematorium, Gerichtstraße, statt. Aranzspenden höflichst verbeten. Die trauernden Hinterbliebenen. 15426 .: Dtto Falt., Spezialarzt B f. Sants, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beintrante jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. Bluts Dr. Homeyer untersuchung., Fäden 1. Hatnusm. gegenüber Friedrichstr. 81, optikum Sbr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2 Honorar mähig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. Haben Sie Stoff? lek fertige davon Anzug od Paletot nach Mass, schick, dauerh Zutaten von 25 Mark on Moritz Laband, Name Promenade 8, IL.( Stadtb. Börs.) Verkäufe. 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Rebatt.: Alfred Wielepp, Reudin. Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drudu. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl. Nr. 104. 32. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die„ Post" für neue Ausnahmegesetze gegen die Partei. Die freifonservative, Post" schreibt: Freitag, 16. April 1915. desto besser wird es auch um die Menschheit" stehen. Was das gliedern. Ihr steht ein Beirat zur Seite, der sich aus sechs VerDeutsche Reich mehr denn je braucht und brauchen wird, ist eine tretern der Landwirtschaft und insgesamt sechs Vertretern der starte, weitsichtige Politik, die das Große vom Kleinen zu unter- Städte, des Handels und der Verbraucher zusammensetzt. Der scheiden weiß, auch große Verantwortungen nicht Neichstanzler ernennt den Reichskommissar und die Mitglieder scheut und das Sprichwort betätigt, daß die Pelze naß gemacht der Reichsstelle und des Beirats; er erläßt die näheren Vestim werden müssen, die gewaschen werden sollen, und Eier zer- mungen. brochen werden müssen, wenn man einen Pfannkuchen§ 2. Die Reichsstelle für Kartoffelversorgung hat für die Vererzielen will." teilung von Kartoffelvorräten zur Ernährung der Bevölkerung im " Für die Neugestaltung der inneren Politik nach dem Es wäre nur wünschenswert, wenn diese illusionsfreie Reichsgebiete zu sorgen. Sie hat sich dabei der Hilfe der Kriege bildet die Hauptfrage, ob ein gedeihliches Zusammen- Erkenntnis von den Zielen der deutschen Politik Allgemeingut Sommunalverbände zu bedienen. In erster Linie ist der arbeiten der Regierung und der bürgerlichen Parteien mit würde. Mehr als je ist es Pflicht des Politikers, a uszu- Bedarf der minderbemittelten Bevölkerung zu berüdder Sozialdemokratie möglich sein wird. Die Antwort sprechen, was ist, und wir sind dem Grafen Reventlow fichtigen. hängt wesentlich davon ab, ob die Sozialdemokratie ihren dankbar dafür, wenn auch selbstverständlich unsere lichen Kartoffeln nicht innerhalb des Bezirks vorhanden sind, melden 3. Infoweit die zur Ernährung der Bevölkerung erforderKlassenkampfcharakter und ihre Klaffenkampfziele endgültig Schlußfolgerungen ganz andere sind als die die Kommunalverbände den Fehlbetrag, der durch freihändigen aufgeben will. Die Gruppe Liebknecht- Ledebour seinen. scheidet von vornherein aus. Sie bleibt unverändert, so Unsere Politik will der Sache der Menschheit, und wie sie zuvor war. Daher verdient sie nach damit zugleich des deutschen Volkes dienen, aber gerade des dem Kriege dieselbe Behandlung wie vorhalb unterscheiden sich die von uns dazu empfohlenen Mittel her, und zwar am besten eine Behandlung nach Bismarckschen grundsäglich von denen des Imperialismus. Rezepten. Anders steht es mit der Mehrheit der Sozialdemofratie, deren Vertreter im Reichstage für die Kriegsmittel Schluß im Reichsland- Parlament. und den Haushalt gestimmt haben. Die weitere Entwicklung Straßburg, 15. April.( W. T. B.) Die Zweite Stammer gab und die fünftige Haltung dieser Mehrheit bleiben jedoch heute ihre Zustimmung zur Verordnung des kaiserlichen Statthalters noch völlig im ungewissen, zumal sich nicht er vom 31. Dezember 1914, wonach der Ausgabebetrag der Schatz messen läßt, welche Einflüsse fünftig besonders die aus dem anweisungen von 14 auf 30 Millionen erhöht wird.- Nach Striege heimkehrenden Genossen" ausüben werden und ob Erledigung der Tagesordnung verlas Staatssekretär Graf Roedern es dann vielleicht gelingen wird, jene, wie es scheint, zur- eine faiserliche Verordnung, der zufolge beide Kammern des Land zeit sehr fleine Gruppe, die sich der Liebknechterei" be- tages unter dem heutigen Datum geschlossen werden. Präsident fleißigt, a bz u stoßen. Wenn die Auffassungen, die gegen- Dr. Ridlin betonte in seiner Schlußrede die Pflicht der Abgeordwärtig in den Sozialistischen Monatsheften" neten, draußen im Lande durch Wort und Tat in dieser schweren vertreten werden, die Oberhand innerhalb der Sozialdemo- fritischen Zeit unserer Bevölkerung den richtigen Weg zu weisen, ihr fratie gewinnen würden, so tönnte man auf einen das Vertrauen in den Sieg unserer gerechten Sache nicht nehmen zu dauernden grundsätzlichen Umschwung rechnen. Aber lassen und ihr zu helfen, die schwierige, harte Prüfung, die fie vorläufig ist noch abzuwarten, ob und wie weit diese zurzeit durchzumachen hat, mit Erfolg zu bestehen. Er führte u. a. Auffassungen Aussicht und Anspruch haben, beider Mehrheit aus: Unser Volt hat die Tragit des Grenzlandes bis zur Neige grundsägliche Billigung zu erlangen." austosten müssen, und nichts ist ihm in diesem Kriege erspart.geIn ungenierterer Weise ist noch nie von einer Partei die blieben von den jammervollen, aber natürlichen Folgen nationaler Der Krieg hat auch hier, läuternd Die Halbheit. gewirkt Aufgabe aller ihrer Grundsätze gefordert worden. Unsere Pflicht ist es, diesen Prozeß Drohung mit der Peitsche von Ausnahmegesehen nach und wird es weiter tun. zu beschleunigen und bis zur Beendigung durchführen zu helfen. Bismarckschem Rezept, das Versprechen von Zuckerbrot, wir wünschen einen Frieden, der ein unvermindertes und ein wenn die Mehrheit" die Gruppe Liebknecht auszustoßen sich ungedemütigtes Deutschland garantiert, einen Frieden, der die entschließen würde das erweckt in der Tat die schönsten Niederwerfung aller unserer Gegner zur Voraus Hoffnungen auf die Neugestaltung" der inneren Politik! segung hat, ein solcher Friede wird kommen. " " Politische Uebersicht. Ist das Kriegsziel erreicht? Die erste Kammer hat in ihrer heutigen Sitzung den Etat in britter Lesung ohne Debatte en bloc angenommen. Dann ging das Haus mit einem Hoch auf den Kaiser auseinander. Ankauf nicht gedeckt werden kann, unter eingehender Begründung seiner Höhe bei der Reichsstelle für Startoffelversorgung an. Der Reichskanzler kann Grundsäge für die Berechnung des Fehlbetrages aufstellen. § 5. Kommunalverbände, aus denen hiernach Kartoffeln abzu geben sind, haben die Mengen, die sie nicht freihändig ankaufen fönnen, sicherzustellen. Auch die Reichsstelle tann Kartoffelnmengen ficherstellen. Die Anordnung(§ 2 Abs. 1, Saz 2 des Höchstpreisgefeßes) ist bei Landwirten nicht auf die zu erstrecken, die zur Fortführung ihrer Wirtschaft erforderlich sind. § 9. Die Kommunalverbände haben die zur Versorgung der minderbemittelten Bevölkerung mit Kartoffeln notwendigen Maßnahmen zu treffen., Sie können, den Gemeinden, die Versorgung der Bevölkerung für den Bezirk der Gemeinden übertragen. Gemeinden, die nach der letzten Volkszählung mehr als 10 000 Einwohner hatten, fönnen die Uebertragung verlangen. ferner: § 10. Die Kommunalverbände oder diejenigen Gemeinden, denen die Versorgung übertragen ist, können zu diesem Zwede ins besondere die erforderlichen Mengen sicherstellen(§ 5), fie fönnen 1. die Verteilung an Kleinhändler und Verbraucher vors nehmen, 2. die Abgabe und Entnahme von Kartoffeln auf bestimmte Abgabestellen, Zeiten und Mengen beschränken, 3. die Abgabe von Kartoffeln aus dem Bezirke des Kommunalberbandes verbieten oder beschränken, insoweit es sich nicht um Anweisungen der Reichsstelle handelt. Die Maßnahmen auf Grund der Nummern 2, 3 dürfen nicht griff nicht unterliegen. erfiredt werden auf Mengen, die nach§ 5, Absatz 6, 7 dem Rüd§ 12. Die Kommunalverbände oder diejenigen Gemeinden, denen die Versorgung übertragen ist, haben den Preis für die Kartoffeln, die sie abgeben, nach den von der Reichsstelle auf gestellten Grundsägen festzulegen. Etwaige Ueberschüsse sind für die Boltsernährung zu verwenden. § 13. Die Sommunalverbände oder diejenigen Gemeinden, denen die Versorgung übertragen ist, können in ihrem Betriebe Lagerräume für die Lagerung der Mengen in Anspruch nehmen. Die Vergütung setzt die höhere Verwaltungsbehörde endgültig fest. § 14. Die Landeszentralbehörden können Bestimmungen über Das Verfahren beim Erlasse der Anordnungen treffen. Diese Be§ 15. lleber Streitigkeiten, die bei der Regelung der VerDer Wiederaufbau in Ostpreußen. Der Artikel des Grafen Monts im Berliner Tageblatt" Die Militärverwaltung hat zu den Aufräumungsarbeiten in den und das von uns an anderer Stelle wiedergegebene Tele- zerstörten Gebieten Ostpreußens Schippermannschaften kommandiert. gramm über Englands Friedensbereitschaft veranlaßt die mit der Bautätigkeit ist bereits begonnen worden. Man ist bestimmungen können von den Landesgesetzen abweichen. " Kreuz- Zeitung" zu der auffälligen Bemerkung: strebt, bis zum Herbst möglichst viele Gebäude unter Dach zu forgung entstehen, entscheidet die höhere Verwaltungsbehörde Die Veröffentlichungen der beiden Diplomaten find bringen. eine auffallende Duplizität der Ereignisse, über die wir uns is feinen weiteren Betrachtungen hingeben wollen. Vorerst Landtagserfahwahl in Sachsen. mag es genügen, darauf hingewiesen zu haben, daß Ein- Anstelle des nach Berlin verzogenen bisherigen Landtagsabflüsse am Werte sind, die dem deutschen Volte eine geordneten Keimling ist in Leipzig bei der Griazwahl der Genosse Verständigung auf der Grundlage emp- Seeger ohne Gegenfandidaten in den Landtag gewählt worden. fehlen, daß unser Hauptgegnar( nämlich) England) sein Striegsziel als erreicht betrachten fänn" Wir könnten uns nur freuen, wenn tatsächlich solche Einflüsse" am Werke wären und eine Verständigung mit England zustande brächten. Der Zustimmung der breiten Massen des deutschen Volkes könnten sie gewiß sein. Die Kontingentierung des Zuckers. = endgültig. § 18. Der Reichskanzler kann Ausnahmen gestatten. § 19. Wer den Anordnungen zuwiderhandelt, die ein Kommunal verband oder eine Gemeinde, der die Versorgung übertragen ist, zur Durchführung dieser Maßnahmen erlassen hat(§§ 9, 10, 12, 13), wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu eintausendfünfhundert Mark bestraft. Ebenso wird bestraft, wer den von den Landeszentralbehörden erlassenen Ausführungsbestim mungen zuwiderhandelt. § 20. Die Vorschriften dieser Verordnung beziehen sich nicht auf Kartoffeln, die nach dem 15. April aus dem Ausland eingeführt werden. Aus der Partei. Komische Zumutung. Amtlich. Berlin, 15. April.( W. T. B.) Der Bundesrat hat heute weitere zehn Hundertteile des Rohzuderton tingents zum steuerpflichtigen Inlandsverbrauch freigelaffen, und zwar fünf Hundertteile für Lieferung im April und fünf Hundertteile für spätere Lieferung. Hierbei sei zugleich darauf Berständigung mit Rußland? hingewiesen, daß der Rohzuder, der für die Raffination, und der Verbrauchszuder, der für den Verbrauch zur Verfügung steht, unter Nachdem die Deutsche Tageszeitung" durch ihren Re- allen Umständen bis zur nächsten Kampagne ausreicht, so daß um dakteur P. B. vor wenigen Tagen hatte erklären lassen, daß so weniger Anlaß zur Beunruhigung oder zur Aufstapelung von Genosse Rechtsanwalt eine sendet uns eine längere Zuſchrift sie feinen Separatfrieden mit Rußland erstrebe, nimmt jetzt Vorräten in den Haushaltungen besteht, als die Preise, zu denen Ihr ganzer Inhalt richtet sich gegen die alte Praxis des Vorwärts" Graf Reventlow diesen von ihm in dem konservativen die Raffinierien den Verbrauchszucker abgeben, durch Verordnung die Parteigrundsätze in der ganzen Ausgestaltung des Blattes zum Blatt öfter propagierten Wunsch, wenn auch in Gedanken festgelegt sind. Der Bundesrat hat weiter den nicht unter Steuerkontrolle be- Ausdruck zu bringen. Wir empfinden es, gelinde gesprochen, als verschleierter Form, wieder auf. Graf Reventlow behauptet dazu u. a., daß Rußland gar keine imperialistischen Abfindlichen Rohzuder, d. h. also den im Freihafen befindlichen Roh- eine höchst komische Zumutung, daß wir auf diese Angriffe, die zuder, der Verfügung des Reichskanzlers unterworfen. Der Preis durch einen Haufen von Zitaten fachlich" verbrämt werden, unseren sichten an der West- und Südwestgrenze verfolge: wird, soweit es sich nicht um Zucker handelt, der nach den bestehen- knapp bemessenen Raum vergeuden sollen. Falls Genosse Heine " Diese Ueberlegung hat gerade jegt eine besondere Be- den Vorschriften an die Raffinerien zu liefern ist, dadurch gebildet, nicht die Aufsichtsinstanzen bemühen will, raten wir ihm, seine Andeutung, weil in Deutschland vielfach ein gewisser Fetischismus, daß zu den auf der Grundlage des§ 5 der Bekanntmachung über würfe in den Sozialistischen Monatsheften" abzulagern, die für der blinde Glaube an ein naturgebotenes russisches zuderhaltige Futtermittel festgesetzten Preisen ein Zuschlag von solche„ Quertreibereien" ein geeigneterer Ort sind. pansionsbedürfnis nach Westen, Südwesten und Süden Pf. für das Kilogrammprozent Buder hinzutritt. Herrscht. Das ist Irrglauben; die Richtung russi- Ferner hat der Bundesrat die Preise für Melassemischscher Ausdehnungswünsche ist von dem Orte des jeweilig futter um 2 Pf. für das Kilogrammprozent Zuder erhöht, um geringsten Widerstandes abhängig. Ist der gefunden den erhöhten tatsächlichen Mischungskosten Rechnung zu tragen. oder wird er irgendwo angenommen, fo findet fich Der Preis für getrocknete Schnitzel und Melaffetrodenschnißel ist auf leicht und gleich ein machtvolles Schlagwort dafür, das die 15 M. mit Sad, und für getrocknete Zuderschnitzel auf 18 M. mit Welt glauben machen soll. es sei eine Naturnotwendigkeit, daß die Sad erhöht worden mit Rücksicht auf die Preisverhältnisse, die sich russische oder slawische Welle" eben nach dieser Richtung, alles im Januar gebildet hatten, und mit Rücksicht auf die Kosten, die die überflütend, sich ergöffe. So war es auch dieses Mal; aber jetzt Beschaffung der Säde machen. Weiter hat der Bundesrat Voram allerwenigsten ist der Augenblick, sich durch Bluffs schriften über die Leihgebühr für Säde erlassen. oder Schlagworte blenden zu lassen, ganz einerlei, ob diese in Rußland oder in England oder in Deutschland selbst Ein betrügerischer Heereslieferant. gewachsen sind. Sieht man die Dinge nüchtern an, so verschwinden die Phrajengebäude, ebenso wie überkommene Das Kriegsgericht in Koblenz verurteilte den Kaufmann BernZwangsvorstellungen der gedachten Art. Rußland ebenso hard Mainzer wegen Landesverrats zu acht Monaten Gefängnis; der wie Großbritannien und allen anderen unseren Feinden Staatsanwalt hatte 15 Monate Zuchthaus beantragt. Mainzer hatte gegenüber gilt, nach Eintritt der Entscheidung des eigent an die Militärverwaltung eine sehr große Quantität Strümpfe gelichen Stampfes, das Bismarckische Wort von 1866: Wir haben liefert, die nicht den abgegebenen Proben entsprachen. Das Kriegslediglich deutsche Politik zu treiben, auch keines Richteramtes zu gericht stellte sich auf den Standpunkt: wer schlechte Strümpfe liefert, walten. Wir haben zu ſuchen, wo unter dem Gesichtspunkte der handelt zum Nachteil der Truppen und macht sich damit des LandesDekonomie der Kräfte, wo der Nutzen für das Deutsche Reich liegt. berrats schuldig. Das sind Tatfragen, feine Grundiazfragen. Rußland ist, ebensowenig wie Frankreich, nie ber leitende Geist der antideutschen Koalition gewefen." Ein Landrichter als Landesverräter. Wie die„ Lothringer Zeitung" mitteilt, ist der frühere LandGewiß, diese Säge sprechen nicht direkt für einen richter in Meg, Alfred Weil, ein geborener Elsässer, der im politiSeparatfrieden, aber doch für eine Verständigung ichen Leben von Mezz während der lezten Jahre eine nicht unterDeutschlands mit Rußland. Die Parole:„ Gegen geordnete Rolle gespielt hat, für fahnenflüchtig erklärt und sein im den Zarismus", die für die Erklärung unserer Reichstags- Inlande befindliches Vermögen mit Beschlag belegt worden. fraktion am 4. August entscheidend war, wird jetzt unzweideutig als erledigt" erklärt und die Gegenparole, für oder mit Rußland" ausgegeben. Die gleiche rücksichtslose Zerstörung Ilusionen zeigt sich in den Schlußsäzen des Reventlowschen Artikels: Die Regelung des Verkehrs mit Kartoffeln. . " In einem Punkte unterscheiden wir uns freilich von Grund aus Im Reichsanzeiger" wird jezt der Wortlaut der Verordnung von vielen deutschen Zeitungsstimmen der letzten Tage: Die Sache des Bundesrats vom 12. April 1915 über die Regelung des Verkehrs der„ Menschheit" unter die Biele diefes Krieges und mit Kartoffeln veröffentlicht. Die wichtigsten Paragraphen haben des Friedens aufzunehmen, ist weder die Sache folgende Fassung: der deutschen Politit noch der öffentlichen Meis§ 1. Unter der Bezeichnung Reisstelle für Rar nung Deutschlands. Hier handelt es sich ledigtoffelversorgung wird eine Behörde gebildet, die dem lich um die Zufunft des Deutschen Reiches und Reichstanzler( Neichsamt des Innern) unterſtellt ist. Sie besteht aus Voltes. Je mehr sie gefördert, je besser sie gesichert werden, einem Reichskommissar als Borfizenden und mindestens zwei Mit" Die Chemnitzer Boltsstimme" hat bisher noch nicht bemerken fönnen, daß der gegenwärtige Zustand den Freunden der Fraktionsmehrheit größere Freiheiten gibt als ihren Gegnern. Auf unsere zur Geschichte eines Artikels" überschriebene Notiz in der Diens tagsnummer des Vorwärts" bemerkt sie: " 19 Wir können von der Wehrlosigkeit der Anhänger der Fraktionsminderheit nichts bemerken. Diese Wehrlosigkeit erinnert doch. wirklich sehr. an die Methode der Verteidiger von Reims, die auf ihre Kathedrale wichtige Beobachtungsposten für artilleristische Manöver aufstellen. Wir glauben nicht, daß für derartige Kunststückchen in der Partei großes Verständnis vorhanden sein wird. Kunststückchen zu produzieren ist in diefer ernsten Zeit nicht, unsere Sache. Ein freies Gebiet hierfür ist während der Dauer des Krieges die Chemnizer Volksstimme". Im Ernst können die obigen, Beilen der Chemnitzer wohl. auch nicht gemeint sein. Denn daß es den Anhängern der Fraktionsminderheit möglich wäre, ebenso im Lande herumzureisen und in öffentlichen Versammlungen ihre Meinung zu sagen, wie dies auf der anderen Seite geschicht, wird doch niemand behaupten wollen. Gewerkschaftliches. Gewerkschaftsarbeit nach dem Kriege. Ein Feldpostbrief. Die Bergarbeiter- Zeitung" veröffentlicht folgenden Feldpostbrief: St...., den 5. März 1915. Werte Freunde! Besten Dank für die regelmäßig eintreffenden drei Exemplare der Bergarbeiter- Zeitung". In unserem einsamen Aufenthaltsgebiet( wir liegen direkt über der russischen Grenze in einem riesigen Gefangenenlager, das als Quarantäne dient), wird eine Zeitung ganz anders geschäzt als zu Hause. Wir haben in unserer Landsturmtompagnie etwa drei Dugend Verbandsmitglieder aus den Bezirken Hamm, Mörs und Oberhausen. Hier in der russischen Einöde öffnen sich Herzen und Dhren leichter für die eindringlichen Lehren der Arbeiterbewegung. Der Krieg und seine furchtbaren Soziales. Krieg und Gehaltsminderung. 14 fozialen Erscheinungen muß ja auch für den geistig schwerfälligeren J urteilt würde. Schließlich fand sich Joseph denn doch bereit, die Millionen Ausgabe, der zweite im Juni mit 207,1 Millionen EinArbeiter ein drastischer Anschauungsunterricht sein, der nach geforderte Summe zu zahlen, ohne es auf ein Urteil ankommen zu nahme und 207 Millionen Ausgabe, der dritte im November( erster haltiger wirkt als Hunderte von guten und schlechten Verlassen. Damit die Sache auf dem fürzesten Wege erledigt werde, Kriegsvoranschlag) nannte 211,2 Mill. Einnahme und 582,6 Mill. Aussammlungsreden. Und darum glaube ich an einen neuen wurde vereinbart, daß Joseph die 670 M. an Kunze, den Bevoll gabe, der vierte, auch im November, 209,2 Millionen Einnahme und Aufschwung der Arbeiterbewegung nach dem mächtigten des Schneiderverbandes zahlt, der das Geld an die be- 582,6 Millionen Ausgabe. Der tatsächliche Abschluß am 31. März Kriege. Freilich werden unsere überseeischen Absakgebiete treffenden Arbeiterinnen zu verteilen hat. 1915 aber zeigte 226,6 Millionen Pfund Einnahme und 564,4 Mill. auf ein halbes Jahrzehnt verloren sein. Ganze Export- Wie es scheint, gibt Joseph durch diese Zahlung nur einen Ausgabe, also ein Defizit von 337 Millionen Pfund. Geht der industrien werden durch den Strieg und seine Nachwirkungen fleinen Zeil seines unberechtigt eingeſtedten Profits zurüd. In der Serieg noch ein Jahr mit den augenblicklichen Tagestosten unterbunden sein. Das wird gewaltig zurückwirken auf die Verhandlung war die Rede von 8500 Hosen, die Wertheim von bon wenigstens 2 Millionen weiter, so steht für den 31. März 1916 Kohlen- und Eisenproduktion, wenn auch wieder in anderen Joseph übernommen hatte, und einem ebenso großen Posten, den ein Defizit von 450 bis 550 Millionen in Aussicht, wenn der SchatzIndustriezweigen mit Bolldampf gearbeitet wird, soweit die durch) Joseph außerdem noch zu vergeben hatte. Das sind also fangler nicht sehr große Ersparnisse macht. den Strieg zerstörten und verbrauchten Güter wieder erneuert 17 000 Sosen, die Joseph wahrscheinlich alle zu so niedrigen Preisen werden müssen. Der Bergbau oder richtiger: die Bergarbeiter in Arbeit gegeben hat, wie den fleineren Teil, den Mosseano betam Der Bersand des Stahlwerkverbandes betrug im Monat März werden aber vor Erschütterungen nicht bewahrt bleiben. Die Zahl der geschädigten Arbeiterinnen ist also jedenfalls fcbr 1915 insgesamt 351 560 Tonnen( Nobstahlgewicht) gegen 266 905 Während des Krieges sind Behntausende von Arbeitskräften, groß. Vielleicht finden auch die übrigen Arbeiterinnen noch den Tonnen im Februar 1915 und 560 527 Tonnen im März 1914. die in anderen Berufen arbeitslos waren, den Bergbau zu Beg, auf dem sie zu dem ihnen zustehenden Lohn komunen. Hiervon entfielen auf Halbzeug 86 865 Tonnen, gegen 66 050 Tonnen geströmt. Sie werden bei der Unsicherheit der Eristenzverhält Eisenbahn Oberbaumaterial Bum wiederholten Male war die redegewandte Frau des beziehungsweise 158 170 Tonnen. nisse zum großen Teil nicht daran denken, den Bergbau zu Schneidermeisters Boß vor der Schlichtungskommission erfchienen. 160 435 Tonnen gegen 140 490 Tonnen beziehungsweise 206 324 verlassen. Werden nun durch die über furz oder lang er. Sie versichert mit der größten Bestimmtheit, daß sie selbstverständlich Tonnen. Formeiſen 104 260 Zonnen, gegen 60 865 Tonnen be folgende Beendigung des Strieges weit über hunderttausend den festgesetzten Lohn zahlen will, versteht es aber meisterhaft, die siehungsweise 201 083 Tonnen. in Waffenrod steckende Bergarbeiter für ihre Berufsarbeit Berechnung der Lohnverteilung auf die einzelnen Teilarbeiten derart wieder frei, so stehen wir vor einer schweren Aufgabe, zu verwirren, daß selbst die Sachverständigen nicht feststellen fonnten, wenn die Aufnahmefähigkeit des Kohlenmarktes fich nicht mög- wieviel die verschiedenen Arbeiter noch zu fordern haben. Die lichst rasch in entsprechender Weise erweitert. Und Kläger verlangten einen Restlohn von zusammen über 400 M. Jm trotzdem wage ich von einem neuen Aufschwung der Vergleichswege erklärte sich Frau Voß schließlich bereit, 375 M. Das Charlottenburger Kaufmannsgericht, das sich in ganz Arbeiterbewegung zu reden, weil die durch die harte Schule nachzuzahlen. des Krieges gegangenen Scharen von Gewerkschaftlern und Man sieht: Jm Schneidergewerbe ist es trot tariflicher Ne- besonders erheblichem Maße mit Gehaltsminderungsprozessen Sozialisten heute die Arbeiterbewegung mit ganz anderen gelung für die Arbeiter oft nicht leicht, den Lohn zu erhalten, auf 3u befassen hat gegen ein Warenhaus sind bereits über 70 Prozesse dieser Art verhandelt worden hat, wie es jetzt Augen betrachten wie vor dem Striege. Der Strieg fegt einen den sie Anspruch haben. amtlich bekannt gibt, festgestellt, daß die ungültigkeitsBerg von Gleichgültigkeit hinweg. Unsere im Kriege stehenden Mitglieder werben als Männer Eine Anklage gegen hohe Bezahlung von Militärarbeiten wurde erklärung einer Stündigung nach der Gehaltsminderung zur der Eat wiederkehren, weil sie begriffen haben, daß in der Oster- Quartalsversammlung der Barbier- und Friseur- ständigen Rechtsprechung des Charlottenburger Kaufmannsnamentlich in der Arbeiterbewegung das Mundspizen gar führte der Obermeister Leopold u. a. aus, Gehilfen feien über- Gehilfe des Strieges wegen in die Herabsetzung seines Gehaltes innung erhoben. Nach dem Bericht im Berliner Tageblatt" gerichts geworden ist. In allen den Fällen, in denen der nichts hilft. Dazu kommt, daß nad) dem Striege eine ganze haupt nicht mehr zu haben, und die noch zurüdgebliebenen c- willigte, tat er das nach Ansicht des Staufmannsgerichts unter Reihe von Erscheinungen naturnotwendig auftreten werben, hilfen forderten hohe Löhne mit der Begründer Voraussetzung, mit dem gefürzten Gehalt weiterzuarbeiten, die die Tendenz haben, die Lebenshaltung der Arbeiterung, daß sie mit Militärarbeiten mehr bezwen ihm als Gegenleistung dafür für die Dauer des Krieges massen herabzudrücken. Ich sehe von dem stets vorhandenen dienen würden. Diese überflüssige Bemerfung trifft in teiner wenn ihm als Gegenleistung dafür für die Dauer des Krieges guten Willen der Werksbefizer zu ihrer Bereicherung ganz ab. Weise zu; möge es sich hierbei um die Verallgemeinerung einer oder doch für eine absehbare Zeit das Verbleiben Solche Erscheinungen werden aber die Notwendigkeit. der einzelnen Aeußerung handeln oder die angebliche Begründung in seiner Stellung, also Vermeidung Arbeiterbewegung mehr noch als vor dem Striege fühlbar fonitio hergeholt sein. Noch bei allen Lohnbewegungen der organi losigkeit in der Striegszeit gewährleistet ist. Der Begriff„ abmachen und die in Stampf und Leid gestählten Gewertschafts- fierten Gehilfen in Berlin hat die Innung stets darauf hingewiesen, sehbare Zeit" ist nach Ansicht des Kaufmannsgerichts so ausmachen und die in Stampf und Leid gestählten Gewerkschafts- daß die bei ihren Mitgliedern beschäftigten Gehilfen feine Lohn zulegen, daß der Gehilfe Anspruch auf Beschäftigung hat, bis mitglieder zur Entfaltung der größten Energie aufstacheln. forderungen erhoben haben. Und gerade jetzt werden teine LohnEs versteht sich ganz von selbst, daß die Glücklichen, die den forderungen gestellt, da der Gehilfenmangel infolge der Ein- auf dem kaufmännischen Arbeitsmarkt wieder einigermaßen normale Zustände eingetreten sind. Dies sei aber nach Gefahren und Entbehrungen des Krieges persönlich entrückt berufungen günstigere Lohnangebote ohne weiteres mit sich bringt. des Richterkollegiums find, bis zur Beendigung des Strieges an der Aufrecht- Meist wird der Tariflohn von 22 M. wöchentlich, darüber hinaus fachverständiger Beurteilung erhaltung und am Ausbau der Organisation arbeiten ein Wochenlohn bis zu 25 M. geboten. Daß da weit niedrigere müssen. Das wird jeder etwas nachdenkende Kamerad 2ohnangebote zurückgewiesen werden, wie sie sonst auch bei den begreifen. Er wird ja auch seine zurückkehrenden nungsmeistern üblich sind, ist leicht begreiflich, hat aber mit den Militärarbeiten nicht das geringste zu tun. Allerdings tönnten die Kameraden nicht mit niedergeschlagenen Augen begrüßen Friseurgehilfen darauf hinweisen, daßgang abgesehen von den wollen. Wir müssen also hier draußen im Feindesland und Löhnen anderer gelernter Berufsarbeiter die bei der Herstellung zu Hause in der gewerkschaftlichen Pflichterfüllung mit aller von Munition beschäftigten ungelernten Arbeiter ebenso hohe Energie durchhalten, bis wir nach dem Kriege auf Löhne erzielen, als sie jest ausnahmsweise erhalten. Das ist aber dem alten massiven Fundament weiter bauen noch lange fein Grund, diefe gegenwärtigen Löhne der Gehilfen tönnen am Zukunftstempel der Menschheit, in dem, allen mit als Beweis für die Notlage des Gewerbes aufzuführen, um Stürmen und Stämpfen der Gegenwart zum Trog, Freiheit, deren wohlwollende Berücksichtigung die Innung das Publikum bittet. Wohlfahrt und Glück aufsprießen werden für alle Mühseligen und Beladenent. Auf ein frohes Wiedersehen und eine ersprießliche Friedensarbeit hoffend, grüßt herzlich Euer Berlin und Umgegend. Fabelhafter Irrtum. N. O. Deutsches Reich. Die Arbeitsnachweisfrage. der Arbeitsund auch unter Zugrundelegung der amtlichen Statistik zurzeit noch nicht der Fall, besonders nicht auf dem Arbeitsmarkt für weibliche Angestellte. Sündigt also der Prinzipal einer Gehilfin, so muß er die seit Striegsausbruch abgezogenen Bc. träge zurüdzahlen. Die Auffassung des Charlottenburger Kaufmannsgerichts stimmt mit der von uns stets vertretenen überein. Fürsorge für die Kriegsbeschädigten. Eine Konferenz der deutschen Landesversicherungsanstalten, die dieser Tage in Erfurt stattfand, befaßte sich mit der Für forge für die Kriegsbeschädigten und stellte dazu folgende Zeitfäße auf: 1. Die deutschen Landesversicherungsanstalten sind berufen Den unausgesetzten Bemühungen des Verbandes Deutscher und gewillt, fich an der Kriegsbeschädigtenfürsorge im größtArbeitsnachweise ist es nunmehr gelungen, das ganze möglichen Umfange zu beteiligen, und zwar nicht nur auf dem Deutsche Reich mit einem Repe Don Arbeits- Gebiete der ärztlichen Fürsorge( Heilverfahren), sondern aud) nachweisverbänden zu umgiehen, welche die Grundlage auf wirtschaftlichem Gebiete( Berufsberatung, Berufsumschulung, Der Schneidermeister Mosse ano hatte einen Bofien Militär- filr den Ausbau der öffentlichen Arbeitsnachweise bilden. In den Arbeitsvermittlung usw.). Erillichhofen in Arbeit gegeben, wofür nach den für Striegsschneider- legten Monaten sind die Arbeitsnachweisverbände für die Provinz 2. Die deutschen Landesversicherungsanstalten sind der arbeit bestehenden Vereinbarungen ein Arbeitslohu von 1,05 W. Westpreußen, die beiden Mecklenburg und die Hansestädte begründet Anschauung, daß ihr eigenes Interesse, das in der auch volks. pro Stüd zu zahlen ist. Mosseano hatte aber den Arbeiterinnen worden. In den Arbeitsnachweisverbänden sind alle interessierten wirtschaftlich notwendigen Berhütung des Eintritts dauernder nur etwa den vierten Teil dieses Lohniazes gezahlt. Infolgedessen Behörden und Norporationen vertreten. Von besonderer Bedeutung Erwerbsunfähigkeit der Versicherten besteht, das Eintreten der hatte ihn die Echlichtungskommission für Striegsbekleidung berurteilt, wird die Organisation für die großen Aufgaben sein, welche an die Versicherungsanstalten auf ärztlichem und wirtschaftlichem Geeiner Arbeiterin, die 8 M. Lohn erhalten hatte, 23 M. nachzuzahlen. Arbeitsvermittelung nach Friedensschluß herantreten. Am 24. April biete schon vor der Entlassung der Kriegsbeschädigten aus dem Mosseano konnte die Nachzahlung nicht gut aus eigenen findet in Berlin eine Bersammlung aller Deutschen Arbeitsnach eeresdienste fordert; und daß zur Klärung der ZuständigkeitsMitteln leisten, weil er von seiner Auftraggeberin, der Firma weisverbände statt, in welcher eine Seorganisation des Verbandes fragen Abkommen mit der Militärverwaltung zweckmäßig era . Wertheint, selbst nicht viel mehr Lohn befam, als er gezahlt Deutscher Arbeitsnachweise auf Grund neuer Statuten beschlossen scheinen. hatte. Mosseano zitierte also die Firma A. Wertheim vor die werden soll. Schlichtungskommission, um von ihr die Lohnbifferens ausgezahlt zu bekommen. Nun stellte sich heraus, daß die Firma A. Wertheim den Auftrag wieder von einem anderen Unternehmer, der Firma Joseph u. E o. zu einem tveit unter dem festgesezten Lohnfaz stehenden Preise übernommen hatte und zwar mie Aus Industrie und Handel. Kriegsgewinne. 3. Der zuständige Ausschuß wird beauftragt, mit dem preußischen Kriegsministerium über die Grundlage( Richt linien) von Abkommen zu verhandeln, die mit örtlichen, eventuell provinziellen Organen der Militärverwaltung ab. zuschließen sind und deren Abschließung fämtlichen Landesversicherungsanstalten freisteht. grunde. Heimarbeiterpflichten. Lohneinbehaltung. der Vertreter von. Wertheim erklärte- ohne zu wissen, Die Norddeutsche Wolltämmerei und Kammdaß es fich um Militärarbeit handelte, für die ein bestimmter garuspinnerei in Bremen erhöhte, wie bereits mitgeteilt, thr Lohnfaz zu zahlen ist. Darauf wurde auch der Inhaber der Firma Bruttoergebnis von 4,6 auf 7,6 Millionen. Der Reingewinn stieg Heimarbeiter müffen Arbeiten, die einer Abänderung bea Joseph u. Co., als der eigentlich Echulbige, vor die Schlichtungs- von 2,8 auf 4,5 Millionen. Die Dividende wird wie im Vorjahre dürfen, mit nach Hause bekommen, um die Ausbesserungen fommission geladen. Er sollte das war der formelle Alageantrag auf 10 Bros. bemessen. Der Geschäftsbericht bemerkt u. a., daß die bornehmen zu fönnen. Eine Ausnahme sei nur zulässig, wenn -die Lohndifferenz an Wertheim zahlen, Wertheim hatte bann an großen Gewinne infolge des großen Bedarfs an Wollenkleidungs Die Befürchtung begründet ist, daß er unfähig ist, die Arbeit Mosseano und dieser an die betreffenden Arbeiterinnen den stüden zufloffen. Alle möglicherweise eintretenden Verluste aus den ihnen zu Unrecht vorenthaltenen Zohn abzuführen. Im Forderungen an das Ausland sind durch eine auf Debitorentonto rialschaden verhindert werden soll. Diese Auffassung legte das Im Forderungen an das Ausland sind durch eine auf Debitorenkonto ordnungsgemäß herzustellen und dadurch ein größerer MateLaufe des Verfahrens hatten fich nämlich bei Moffeano erfolgte Яidstellung von 2 Millionen Mark( Krieg Innungsschiedsgericht seinem Schiedsspruch in der Klage eines noch eine Anzahl Arbeiterinnen gemelbet, die alle auf Begleichung rüdlage) in jedem Falle voll gebedt. Diese Rückstellung ist, Zornisterarbeiters gegen die Firma Scheier zuder Lohndifferenz drangen. Im ganzen wurden 670 M. von ebenso wie sämtliche Handlungsunkosten usw. vor Feststellung des Mosseano und in legter Linie von Joseph verlangt. Als die Bruttoerträgnisses borgenommen worden. Die Vorräte sind so Der Kläger hatte 10 Tornister fehlerhaft gearbeitet. Auf cine Parteien gestern vor der Schlichtungskommiffion erschienen, be- niedrig bewertet worden, daß deren Realisierung dem laufenden Aufforderung hin weigerte er sich, die Mängel in der Werkstatt des hauptete Joseph schlankweg, er fei nicht verpflichtet, 1,05 m. Arbeits- Jahre einen erheblichen Gewinn sichert. Die starken Abschreibungen Beklagten zu beseitigen. Nun erhielt er den vereinbarten Lohn Tohn für die Hofe zu zahlen. Dabei blieb er auch, so oft ihm vor- auf die Anlagekosten sind in der Absicht erfolgt, die Gesellschaft nicht. Auch in der Verhandlung erklärte der Beklagte, überhaupt gehalten wurde, daß das Kriegsbefleidungsamt ja nur unter diefer innerlich weiter erftarten zu lassen und somit auf eine nach dem nichts für die geleistete Arbeit zahlen zu wollen. Das Gericht Bedingung Arbeit vergebe. Er sei eine solche Bedingung nicht Frieden zu erhoffende Periode fräftiger Vorwärtsentwidlung vor- billigte dem Kläger von den geforderten 44 M. 37 W. zu. Es nahm eingegangen, behauptete Joseph. zubereiten. Aus dem Reingewinn wird der Spezialreferbefonds um an, daß die Ausbefferungen für 7 M. vorgenommen werden könnten und feste deshalb den Betrag um soviel herab. Jebe Bezahlung Run legte der Bertreter bes Rriegsbelleibungs- 500 000. auf 5 Millionen Mark erhöht. abzulehnen gehe nicht an, denn mit Recht weigerte sich der Kläger, amtes ein bon Joseph unterzeichnetes gefchäft. Die Aachener Leberfabrit.- G. in Aachen macht im der Heimarbeiter ist, in der Werkstatt zu arbeiten. liches Schriftstüd vor, worin Jofeph felbft angibt, Gefchäftsbericht für 1914 folgende Ausführungen: In den ersten daß er sich dem riegsbekleidungsamt gegenüber fechs Monaten des abgelaufenen Jahres tvar die Geschäftslage im berpflichtet habe, 1,05 m. Arbeitslohn für die hofe ganzen wenig befriedigend. Nach furzer Stodung bei Ausbruch des Ein Arbeiter der Firma Balm hatte nur einen Tag Krieges verursachte der große Bedarf der Heeresvermal gearbeitet. Er sah dann ein, daß die von ihm verlangte zuzahlen. tung bald guten Abfaz. Das Ergebnis des Jahres ist günstig. Arbeit zu hohe Anforderungen an ihn stellte und hörte auf. wir schlagen vor, aus dem Reingewinn bon 257 600 M. Fiir die geleistete Arbeit hatte er 3,75 W. zu beanspruchen. ( 138 281) bem gefeglichen Referbefonds 20 000 W.( 15 000) und dem Diesen Betrag erhielt er jedoch nicht, denn der Meister außerordentlichen Referbefonds 60 000 m.( 5000) zu überweifen, eine forderte zunächst die invalidenkarte, um pflichtgemäß eine Dividende von 10 Bros.( gegen 7 Broz.) zu verteilen und zur Marke zu leben. Die Starte hatte der Arbeiter aber bereits Gründung eines Arbeiterwohlfahrtsfonds 10 000 M. zu verwenden. an einer anderen Arbeitsstelle abgegeben, wo er Beschäftigung Der Vertreter des Kriegsbekleidungsamtes holte ein drittes erhalten sollte. Er versicherte, die Marke würde an seiner Echriftstüd hervor, aus dem sich ergibt, daß Joseph in dieser An- Krieg und Schiffahrt. Die Cunard 2inie zeigt nach dem neuen Arbeitsstelle geklebt werden. Darauf ließ sich der gelegenheit vom Gewerbeinspettor bernommen wurde Economist" für 1914 ein überraschendes Ergebnis: die Dividende Firmeninhaber Balm nicht ein, sondern verlangte Borlegung und dort erklärt hat, er habe sich verpflichtet, 1,05 M. Arbeitslohn tieg von 10 auf 20 Prozent. Es ist in jeder Beziehung für die der Starte und weigerte sich, solange das nicht geschah, den für die Hose zu zahlen. Linie ein Rekordjahr. Allerdings fagt der Bericht nichts über schuldigen Lohn auszubezahlen. Der Arbeiter beschritt nun Das ist ein Irrtum", behauptete Joseph nochmals und erklärte, Zahlungen der Regierung für gecharterte Schiffe, so daß die Zahlen den Klageweg. Das nnungsschiedsgericht wies bie er fönne einen Gid darauf leisten, daß er eine solche Verpflichtung dieses und des vorhergehenden Jahres eigentlich nicht miteinander lage jedoch a b. Der Beklagte sei berechtigt, die Vorlegung der Karte zu verlangen. Das müsse der Kläger zunächst tun. nicht eingegangen fei. verglichen werden dürfen. Erst wenn dann die Auszahlung des Lohnbetrags verweigert Diese Kette von angeblichen Irrtümern betrachtete die werde, jei cine Klage zulässig. Schlichtungskommission mit begreiflichem Unglauben. Der Vorfigende, Magistratsrat v. Schulz, gab Herrn Joseph zu bedenken, Sehr lehrreich ist nach dem„ Economist" der Weg des englischen Das Urteil des Innungsschiedsgerichts entspricht nicht daß er doch in cine fehr unangenehme Situation kommen Budgets von der Biege bis zum Grabe in den verschiedenen dem Gesek. Nach dem Gefeß war der Arbeiter freilich zur würde, wenn durch Beweiserhebung festgestellt werden follte, daß Schäzungen und dem Abschluß. Der erste Voranschlag im Mai Vorlegung der Invalidenfarte verpflichtet, der Arbeitgeber bon einem Jertum feine Rede sei, und Joseph zur Sahlung ber- 1914 balancierte mit 210,4 Millionen Pfund Einnahme und 210,2 hat aber kein Recht auf Lohneinbehaltung. Das ist ein Jrrtum", erklärte Joseph hierauf. Der Vertreter des Striegsbekleidungsamtes langte ein zweites Schriftstück aus seiner Mappe. Aus diefem Schriftftüd geht herbor, daß der Inspektor des Striegsbekleidungsamtes angibt, Joseph habe sich verpflichtet, 1,05 M. Arbeitslohn für die Hose zu zahlen. Wieder behauptete Joseph:„ Das ist ein Jrrtum." " Das englische Kriegsdefizit. Verlustlisten. Die Verlust liste Nr. 199 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Oberfommando der 1. Armee. XXIII. Referveforps( fiche Straßenbau- und WegebauFormationen). AP ohne Kind mit einem Kind ztvei Kindern brei bier bis 15,00 M. als Mietshilfe " 12,50 DP 10,00" " " " 7,50 " " 5,00" " " Ian einent idyllischen Weiher und stehen nun in Annatal, bas Die Mietshilfe für Kriegerfrauen. wir stromauf, nach links, durchivandern. Rechts begleiten Jmmer deutlicher getgt es fich, daß die Mietshilfe der Stadt uns hübsch bewaldete Hänge, zur Linken schlängelt sich das an bedürftige Kriegerfrauen unzulänglich ist. Es wird gewährt für Fließ unter Erlen und anderen Bäumen dahin. Wir Frauen fominen an einer alten Waffermühle vorbei und erfreuen uns noch an manchem anderen Bilde, das diese Wanderung gewährt. Das vielbesuchte Waldlokal zur Schlagmühle 1., 3., 4. und 5. Garde- Reg. 3. F.; 2. Garde- Ref.- Reg.; Garde- taucht auf. Danu steigt der Weg, indem wir dem Wegweiser Grenadier- Regimenter Alerander, Franz, Glisabeth, Auguita und zur Seegermühle" folgen, allmählich an, der Boden und die Nr. 5: Garde- Füsilier- Reg.; Garde- Jäger fowie Garde- Reserve- Umgebung wird trodener, und während wir an sandigen, Voraussetzung für die Bewilligung von Mietsunterstützung ist Jäger- Bataillon; Grenadier- bzw. Infanterie- bzw. Fujilier- Regi- fiefernbestandenen Hügeln entlang wandern, sehen wir zur ein Nachlaß des Hausbesizers. Aber auch dann bleibt den Frauen menter Nr. 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 14, 15, 16, 17, 18( jiche Eri. Nechten große, erlenbeftandene Wiefen, aus denen das Fließ noch ein erheblicher Teil Miete zu deden oder schuldig zu bleiben. Inf. Reg. Kynast), 21( siehe auch Erf.- Inf.- Reg. Keller), 22, 26, 29, einen Teil seiner Nahrung erhält, und die zur Frühjahrszeit Durch die vermehrte Einziehung des Landsturms wird aber auch die 30, 31, 82, 34, 35, 38, 40, 41, 42, 44, 45, 46, 56, 57, 58, 59, 61, 62, 63, 65, 66, 67, 69, 71, 72, 74, 80, 81, 82, meist weithin überschwemmt sind. Dann hört auch der Wald Möglichkeit, einen erheblichen Mietsnachlaß zu erhalten, immer 83, 85, 87, 89, 90, 93, 95, 96, 98, 99, 109, 111, 112, auf, eine weite Fläche mit Aeckern und Triften nimmt uns fchwieriger. Es muß unter allen Umständen eine Erhöhung der 113, 114, 116, 117, 118, 128, 130, 132, 138, 140, 141, auf und vor uns licat im Hintergrunde Strausberg. Wir Mietshilfe eintreten, insbesondere auch für Familien mit Kindern. 142, 146, 148, 130, 131( fiche au Festungs- Maschinengewehr- 3ug schreiten nun flotter aus und erreichen, am städtischen Elektri- Der Magistrat follte einen Höchstfag und einen bestimmten Prozent der Festungs- Weaschinengewehr- formation des 20. Armeekorps), zitätswerk vorbei, das Strausberger Schüßenhaus am faz annehmen, bis zu dem Mietshilfe gewährt wird, ganz gleich, wie 152, 160, 163, 164, 187, 169, 172, 173, 174, 175, 176; Rejerve- Inf. Straussee. Von hier lassen wir uns für 5 Pf. mit der groß die Kinderzahl ist. Regimenter Nr. 1, 3, 5, 11, 16, 17, 18, 21, 23, 27, 29, 30, 31, 32, Dampffähre an das andere Ufer übersetzen. Die Fähre fährt Echon vor zwei Monaten hat der für Berlin eingesezte Kriegs35, 37, 38, 40, 43, 48, 53, 56, 59, 60, 61, 65, 68, 69, in der Regel um die volle und halbe Stunde hinüber. Wäh- ausschuß für die Familien der Striegsteilnehmer dem Magistrat der 72, 73, 73, 77, 80, 81, 84, 86, 88, 91, 93, 94, 98, 109, 110, rend der Ueberfahrt haben wir Gelegenheit, Strausberg von Wunsch nach Erhöhung der Mietsbeihilfe unterbreitet, erfolgt ist bis 111, 130, 202, 203, 204, 205, 208, 209, 213, 214, 215, 216, 217, der Wasserseite zu sehen; es sieht von hier für einen mär- jetzt nichts. In der am Dienstag abgehaltenen Sigung des 219, 220, 221, 223, 224, 225, 226, 227( siehe auch Juf.- Pion.- Komp. der 49. Res.- Division), 228, 220, 230, 231, 232, 233, 233, 236, 237, tischen Ort ungewöhnlich malerisch und teilweise bizarr aut Striegsausschusses wurde von Mitgliedern angekündigt, daß in den 250, 251, 252, 253, 254, 255, 257, 259, 261, 262, 266, 267, 269, 271; Seeabhange hingelagert aus. An anderen Ufer überlegen nächsten Tagen der Stadtverordnetenversammlung ein Antrag auf Erfak- Inf.- Regimenter Bott, Jacobi, Keller, Sönigsberg I und II, wir, ob wir erst in ungefähr vier oder erst in ungefähr sechs Erhöhung der Wietbeihilfe zugehen würde, wenn bis dahin der Mynast; Reserve- Ersag- Regimenter Nr. 1, 4; Landwehr- Inf. Regi- Stunden wieder in unserem Heim sein wollen. Im ersten Magiftrat nicht eine Vorlage macht. menter Nr. 3, 4, 5, 6, 12, 16, 17, 18, 19( siehe auch Ers.- Inf. Reg. Fall gehen wir nach links das Secufer entlang, eine schöne Die Zahl der in Berlin zu unterstüßenden Kriegerfamilien ist Bott), 22, 23, 24, 25, 26, 27, 31, 32, 34, 38, 53, 66, 72, Wanderung, die uns am Ende des Sees, indem wir der Tal- auf 110 000 gestiegen. Die bis jetzt gezahlten Winterunterstügungen 75, 76, 78, 80, 83, 84, 87( fiche Res- Inf.- Reg. Nr. 17), 118; Land- fenkung folgen, an die von Strausberg zum Ostbahnhof werden fortgezahlt. wehr- Grjab- Regimenter Nr. 4, 8; Bejazungs- Reg. Nr. 2 der Bri- führende Kleinbahn bringt, die wir beim Bahnhof Heegergade Doujin; Brigade- Grjas- Lataillone 1. Nr. 5, 11, 15, 25, 26, mühle erreichen. Nun gehen wir einfach am Bahngleise am 49, 76, 79, 81, 86; Landwehr- Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 30 ( fiche Landw.- Grs.- Reg. Nr. 4), 42( siehe Landw.- Erf.- Reg. Nr. 8); Waldesrand entlang und erreichen so den Ostbahnhof, wo Landsturm- Bataillone V Darmstadt, Stattowik, 2. Diterobe; Zandit. wir hoffentlich nicht lange auf einen Sug zu warten haben. Erjay- Bataillon Nr. 2 des 20. Armeekorps; Jäger- Bataillone Nr. 1 m zweiten Falle aber gehen wir geradeaus weiter dem ( fiche Erf.- Inf.- Reg. Stönigsberg II), 6( fiche auch Eri. Inf. Reg. Wegweiser zum Hungrigen Wolf" nach, bis wir dieses Königsberg II), 14, 21( fiehe Juf.- Pion.- Komp. der 49 Ref.- Div.); hübsch gelegene, vielbesuchte Waldlofal erreichen. Von hier Rejserve Jäger- Bataillone Nr. 1, 3, 5, 9, 11, 14, 21, 22; Reserve- führt eine schöne Waldstraße über das nette Eggersdorf" Leider hat die Gitelfeit und Sturzsichtigkeit vieler Eltern eine Radfahrer- Kompagnien Nr. 78 und 80; Jufanterie- Radfahrer- ebenfalls nach dem Ostbahnhof. ganz neue ndustrie für Kinderuniformen entstehen Komp. der 1. Kavalleriedivision; Maschinengewehr- Abteilung Nr. 8; Im Annatal blühen unter den Erlen blaue und weiße laffen, die alledem, was an den Spielen unserer Jungen erfreulid) Festungs- Waschinengewehr- Wbteilungen Nr. 1, 5, 14, 15; Seitungs- Anemonen, junge Blätter treiben mit Macht aus den Knospen, und reizvoll ist, geradenwegs zuwiderläuft. Schon in den ersten Maschinengewehr- Trupp Nr. 44 der Abteilung Elze; ReserveFestungs- Waschinengewehrabteilung Nr. 2; Festungs- Maschinen- die ersten Frösche lugen aus dem Fließ und Finken und Kriegswochen tauchten hier und da besonders aber im westlichen gepehr zug der Festungs- Maschinengewehr- Formation des 20. Armeekorps. Garde- Stürassiere; Kürassiere Nr. 5; Dragoner Nr. 2; Gujaren Nr. 12; Reserve- Ullanen Nr. 1, 5; Jäger zu Pferde Nr. 6, 12; 1. mobile Ersatz- Estabron des 1. Armeekorps. 5. und 6. Garde- Felbart.- Reg.; Feldart. Regimenter Nr. 1, 5, 16, 33, 39, 57, 73, 82; Reserve- Felbart.- Regimenter Nr. 12, 17, 18, 19, 20, 56. Nr. 25. Weisen jubilieren ohne Unterlaß. Auf den Feldern vor Strausberg tirilieren aufsteigende Lerchen und mit pfeil. famellen Wendungen fligen Schwalben dahin. Fast stünd lich wächst der Reichtum der erwachenden Natur. Kinder in Uniform. Der Deutsche Sturier" veröffentlicht eine längere Auslaffung über die Stinder in Uniform. Der Verfasser will den Kindern die volle Freude am Soldatentum und an der Uniform laffen, wendet sich aber dagegen, die Ninder deshalb zu Miniaturausgaben von Grenadieren zu machen. Er schreibt: Berlin- pupige Dreifäfehochs auf, die in eine bis auf die letzte Lipe genaue feldgraue Armecuniform gestedt waren. Da gab es zehnjährige Husaren und achtjährige Stüraffiere, Infanteristen und Artilleristen, die sich von den echten Feldgrauen lediglich durch das Format" unterschieden. Man konnte vielleicht über den einen oder anderen der Knirpse einen Augenblic lang lachen, konnte den Wer hat sich zur Kontrollversammlung zu melden? oder jenen scht niedlich" finden, aber dann hatte man doch sogleich Darüber herrscht unter den Militärpflichtigen fehr viel die unabweisliche Empfindung, daß wirkliche Militäruniformen Fußart. Regimenter Nr. 5, 7, 8, 9, 10, 13, 15, 18; Reserve. Unflarheit, was vielfache Anfragen an uns beweisen. Auch denn doch nicht das geeignete Spielzeug für Stinder seien. Und Fußart. Regimenter Nr. 1, 2, 4. 7, 18, 16; Referbe- Fußart.- Batt. die Polizeibehörden und Militärpersonen wußten den Anwar dies schon bei einfachen feldgrauen Waffenröden der Fall, um wieviel unangenehmer und geschmadlofer wirkte( und wirkt) diese fragenden vielfach keine genaue Auskunft zu geben, ob sie zur Uniformierung von Kindern, wenn sich auf den Uniformen allerBionicr- Regimenter Nr. 19, 24, 31; Pionier- Bataillone I. Nr. 1, Weldung verpflichtet seien ober nicht. Der Aufruf der Militär- Hand Rangabzeichen befinden. Eine Zeitlang fah man gar II. Nr. 4, II. Nr. 5, 1. und III. Nr. 8, 1. Nr. 14, III. Nr. 16 behörde zur Kontrollversammlung ermangelt wohl in etwas der nicht so felten Jungens mit regelrechten Leutnants- Achselstüden, ( Weber); Garde- Grjat- Pionier- Batl.; Pionier- Ersab- Bataillone Mr. 9, 11; 44., 49, 50, 76. und 81. Neserve- Stomp.; Inf.- Bionier- larheit. Es fehlt ein bestimmter Hinweis darauf, ob die im und man follte es nicht für möglich halten, aber es ist vorgeKompagnie der 49. Reserve- Division; 2. Landwehr- Komp. Des 4 Kompagnie der 49. Referbe- Division; 2. Landwehr- Komp. Des 4. Militärpaß als ausgemustert Bezeichneten zur Teilnahme an lommen felbft zehnjährige Snirpje mit den Raupen der Stabsfowie des 18. Armeekorps; 1. Landsturm- Stomp. des 7. Armeekorps; den Kontrollversammlungen verpflichtet sind. Da viele der offiziere fonnte man, wenn auch vereinzelt mur, beobachten. Die Minenwerferzug Nr. 4 des 1. Reservelorps. gebienten Mannschaften, die durch die Landwehr- Inspektion Gltern, die ihren Sprößlingen diese Sachen fauften oder womöglich nach Maß anfertigen ließen, müssen einen sehr merkwürdigen BoMilitar- Gijenbahn- Direttionen Nr. 2 und 3; Bahnhofs- Ber. als ausgemustert galten, durch persönliche Gestellungsorder griff davon haben, was heute das feldgraue Waffenkleid, was heute waltung Namur; Telegraphen- Bail. Nr. 5; Fernsprech- bt. des zur Nachuntersuchung beordert wurden, so war die Meinung bas Achselstück des Offisiers der Mehrheit unseres Wolfes bedeutet. 7. Referbelorps; Festungs- Fernsprech- bt. Glogau; Feitungs- vertreten, daß sich auch diese Ausgemusterten zur Kontroll- und wenn fie glaubten, ihren Stindern mit diefer Uniformierung Signaltrupp Nr. 10 der Armee- Abteilung Gaede; Kraftfahr- Batl. versammlung zu melden hätten. Dazu kam, daß auf eine einen Gefallen getan zu haben, so waren fie in einem fauſtdiden Etappen- Munitionstolonne Nr. 2; Referbe- Munitionstolonnen Anfrage hin uns der Bescheid erteilt wurde, daß nur die durch Irrtum befangen. Weit der naturgetreu nachgeahmten Uniform Abteilung Nr. 22 des 4. Reservelorps. Fortififationen Breslau und Löpen; Feftungs- Baufompagnien die Ober- Ersatz- Kommiffion oder das Ober- Ersatz- Geschäft ist dem kindlichen Geiste ja jede Möglichkeit genommen, die Phan. Nr. 1a und Graudens; Armierungs- Regiment Diedenhofen; Ausgemusterten sich nicht zu den Stontrollversammlungen zu tafic spielen zu laffen und durch ihre Straft reichlich zu erfchen, was Triebfeber dieser Geschmadsverirrung cben die Eitelkeit Truppe Pillupönen; Armierungs- Abteilung Zöhen- West; Schanz unsere Anfragen bei der höheren Militärbehörde wurde uns mancher Eltern bezeichnet, die den geliebten Jungen am liebsten Armierungs- Bataillone; Armierungs- Kompagnien; Armierungs. melden hätten, dagegen alle anderen Ausgemusterten. Auf die Birklichkeit versagt. Man geht laum fehl, wenn man als die Kompagnien. der Bescheid gegeben, daß alle Ausgemusterten, alfo im Offiziererod sieht. Solange diese" echten" Uniformen in den Straßenbau- Stomp. Nr. 5 der Armec- Abteilung Wohrsch; auch die durch die Landwehr Inspektion usw. vier Wänden des elterlichen Heimes bleiben, ist das Ganze ja am Begebautommando des 28. Neserbetorps. fich nicht zur Kontrollversammlung zu melden Ende eine Privatsache, die niemanden etwas angeht. Wenn aber haben. Sanitäts- Rompagnien Nr. 2 des 5., Nr. 8 des 17. Armeeforps und Nr. 56; Feldlazarette Nr. 7 des 18. und Nr. 4 des 21. Armee forps; Reserbelagarett Demer. Eine Micteausfall- Statistik. Garde- Train- Abteilung; Proviant- Solonne Nr. 2 des 7. unh Fuhrpark- Solonne Nr. des 21. Armeekorps; Reserve- Fuhrpart. Die Berliner Hauseigentümer flagen, daß die Mieteausfälle, Kolonne Nr. 97 des 39. Referveforps. die so mancher schon seit Jahren infolge Beerstehens von Wohnungen Artilleriedepot Dangig. habe hinnehmen müssen, durch den Strieg noch sehr fühlbar ge= Kriegsbekleidungsämter des Gardekorps, des 4., 6., 10., 11., steigert worden feien. Dabei kann man dann den Vorwurf 14., 15. Armeekorps und Düsseldorf. hören, daß bei vielen Mieteschuldnern gar nicht wirkliche Zahlungs Bezirkskommando II Berlin. unfähigkeit, sondern nur Bös milligfcit vorliege. Wie hoch in dieser Kriegszeit die Mieteausfälle sind, das Die baherische Verlustliste Nr. 173 meldet Verluste des zeigen uns die Ergebnisse der Umfragen, die in den letzten Monaten Inf. Leib- Regiments, München; 1., 8., 8., 9., 11., 13., 16., 17., 19., von verschiedenen Grundbesizervereinen Berlins veranstaltet 20., 21. Inf.Reg.; 2. Jäger- Bataillon; Referbe- Inf. Regimenter wurden. Manchmal erfährt man daraus auch, auf welche Ursachen Nr. 2, 3, 5, 7, 10, 11, 15, 16. Die fächsische Verlustliste veröffentlicht Verluste der Inf.- die Sauseigentümer ihre Mieteausfälle zurüdführen. In dieser Regimenter Nr. 102, 103, 104, 106, 108, 133; Ref.- Inf.- Regimenter inficht ist sehr lehrreich das Ergebnis der von dem Grundbefizer Mr. 101, 103, 107, 241, 242, 218, 245; Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 104; berein Bögonviertel und Umgebung" veranstalteten Umfrage, das Landsturm Inf.- Bataillone: I. Dresden, Pirna; Ersatz- Bataillon: für die Monate November, Dezember, Januar des Winters Ersatz- Regiment Nr. 6. Reserve- Regiment Nr. 102; Jäger- Bataillone 1914/15 in der letzten Eisung des Vereins mitgeteilt und durch das Rr. 12, 13; Referbe- Jäger- Bataillone Nr. 12, 25, 26. Felbart, Regimenter Nr. 12, 28, 32, 48, 68, 77, 78; Referve Feldart. Reg. Nr. 53; Leichte Feldhaubigen übt., 12. Reserve- Armeeforps: Landsturm- Feldbatteric, 19. Armeekorps. Bionier- Bataillone I. Nr. 12, 22; 11. Nr. 12, 22; Scheinwerfer zug, 2. Batl. Nr. 22; 1. Erfah- Komp., 2. Batl. Nr. 22; Pionier- Abt. Der 8. Kavalleric- Division. Aus Groß- Berlin. Strausberg Annatal- Schlagmühle die jungen Offiziere" an der Hand des Kinderfräuleins oder der Mama auf der Straße herumlaufen, dann ist das eine öffent liche Belästigung, die scharf zurüdgewiesen werden muß, und die ihren Höhepunkt erreicht, wenn den Kindern von ihren ermachjenen Begleitern nicht untersagt wird, Militärpersonen durch Grüßen zu behelligen." Es gibt leider schr viele Eltern, die diese Darlegungen ernstlich beachten sollten. Gewaltakt eines überraschten Einbrechers. Von einem Einbrecher überfallen, gefnebelt und schiver mig. handelt wurde am Mittwochnachmittag der 11 Jahre alte Sohn illi des Tischlers Georgi in der Memeler Str. 66. Während seine beiden Brüder auf ihren Arbeitsstellen waren und feine Mutter Tischlerei, um aus den Abfällen etwas Brennholz zu holen. Als Besorgungen machte, besuchte der Stnabe seinen Vater in der der Knabe zurüdfehrte, fand er die Tür aufgeschlossen. Er hörte auch ein Geräusch in der Wohnung, dachte aber, daß vielleicht einer seiner Brüder schon nach Hause gekommen sei. Als er sich nun umsah, wunderte er sich, daß in der Wohnung alles in InGrundeigentum" mit dem Sigungsbericht veröffentlicht worden ordnung war. Plöglich stand ein fremder junger Wiensch vor ihn. ist. Für 122 Häuser des Vereinsgebiets fouten in ben genannten Dieser packte ihn sofort, drohte ihm, daß er ihn kalt machen drei Monaten die Mieteeinnahmen bei voller Vermietung und rest- werde, warf ihn rückwärts über das Bett, steckte ihm einen Knebel Mietcausfälle von zusammen 77 806 M.(= 15 Proz.), während eine Latte und schlug nun unbarmherzig auf den Senaben ein. loser Zahlung zusammen 519 267 M. betragen, es blieben aber aus einem zusammengedrehten alten Hemde in den Wund, knotete den aus dem Hemd gedrehten Strid hinten fest, ergriff hierauf in denselben Monaten des vorhergehenden Winters hier nur Dieſer verlor das Bewußtsein, und als er nach einiger Zeit wieder 10 668 M. Mieteausfälle vorfamen. Ueber die Ursachen der Miete- su sich fam, fag er halb unter dem Bett. Blut lief ihm aus Mund ausfälle in den drei Monaten von 1914/15 wird angegeben, daß und Nase. Er befreite sich, öffnete ein Fenster und rief auf die So wurden Leute auf den Ueberfall ausfielen: infolge Einberufung zum Heere 25 289 M., infolge Er- Straße hinaus um Hilfe. werbslosigkeit 22 767 M., infolge Böswilligkeit 2761 M., infolge aufmerksam, leisteten dem Knaben, auf beffen Stopf die Schläge Leerstehens von Wohnungen 26 989 M. Es muß dahingestellt große Beulen zurüdgelassen haben, die erste Hilfe und holten die bleiben, was alles da zur Böswilligkeit gerechnet worden ist. Doch Polizei. Der Einbrecher aber war unterdessen spurlos verschwunwir wollen die Angabe, daß bei 2761 W. Mieteausfällen nur Bös- den. Der überfallene Knabe beschreibt ihn als einen Mann von etwa 20-22 Jahren. Er hat dunkelblondes Haar und ein bartwilligkeit vorliege, unbesehen hinnehmen. Auf Böswilligkeit loses Geficht und trug einen dunklen Jadettangug und einen Wir verlassen Berlin mit dem um 8,04 1hr morgens von glauben also die Hauseigentümer selber Mieteausfälle in nur weichen blaugrauen Filzbut. Auf die Festnahme des Täters find Charlottenburg abgehenden Zuge, indem wir eine Karte bis dieser Höhe zurüdführen zu sollen. 2761 M. find 3% Pro3. der 300 M. Belohnung gefent. Strausberg( Ostbahnhof) lösen. Sie fostet vom Bahnhof gesamten Mieteausfälle, 16 Proz. der gesamten bei voller VerEin verhängnisvoller Automobilunfall ereignete fich am geftrigen Friedrichstraße ab 70 Bf., und von jeder westlich oder östlich mietung und restloser Zahlung zu erwartenden Sollmiete. Das Davon gelegenen Station entsprechend mehr oder weniger. heißt: wegen Böswilligkeit fielen aus 3% Pfennig von je 1 Mart Donnerstagnachmittag an der Ede der Augsburger und Ansbacher Dort fuhr mit voller Fahrgeschwindigkeit eine Kraft3u beachten ist, daß der Zug über das Ferngleise geht und aller Ansfälle, 1 Pfennig von je 1 Mart der gesamten Solmiete. Straße. weder an den fleinen Bahnhöfen noch in Stralau- Rummels- Bei Verteilung auf 122 Häuser und drei Monate ergibt sich als broichte gegen einen um die Ede biegenden ebenfalls in voller Fahrt burg hält. Dies tun dagegen die über die Stadtbahn fahren. Durchschnitt pro Haus und Monat eine Solliniefe von 1429 M., ein befindlichen Straftwagen des Kriegsministeriums. Der Fahrer des Wiete- legteren erlitt bei dem Sturz aus dem Wagen Kontusionen und den Vorortzüge nach Kaulsdorf; einen solchen fann man, Dieteausfall von 212% M., davon wegen Böswilligkeit ein Miete Bautabichürfungen, während bei dem heftigen Zusammenprall der wenn man eine starte halbe Stunde früher am Bahnhof ist, ausfall von 7% M. In den einzelnen Häusern werden natürlich beiden Gefährte der Motorbehälter des Militärautos vollständig in von M. benutzen, um in Saulsdorf auf den Strausberger Rug über die Verhältnisse sehr verschieden liegen. Trimmer ging und große Mengen Benzol sich auf die Straße ers zugehen. Dasselbe ist für die Nüdfahrt zu beachten. Selbstverständlich ist jeder Mieteausfall für den Hauseigen goffen. Unser reichlich bejezter Bug erreicht rasch Kaulsdorf und tünter schmerzlich, und besonderen Verlust wird ein Mieteausfall entläßt bereits hier eine Menge Fahrgäste. Wir selbst ent- ihm erregen, wenn er Böswilligkeit des Schuldners annimmt. Aber Ein Händler schreibt uns, daß der Handel mit Riebigeiern steigen erst in Strausberg dem Zuge und gehen hier neben nach den Alagen der Hauswirte hat vielleicht mancher erwartet, daß Dem Bahnförper in der Fahrtrichtung weiter bis zum fie selber ihre aus Böswilligkeit zu erklärenden Mieteausfälle be- doch umfänglicher sei, als aus einer von uns dieser Tage wiederschlagbaumbewehrten Uebergang, den wir aber nicht über- trächtlich höher ansehen würden. Es mag sein, daß in anderen gegebenen Mitteilung ersichtlich ist. Die Preise für Siebigeier in schreiten. Wir machen an dieser Stelle linksum und wandern Stadtteilen Berlins die Grundbesißerbeveine zu anderen Ergeber Bentralmarkthalle wechselten. Sändler hätten bei einem Einzwischen Billen und Vorgärten auf der Landstraße weiter. nissen kommen. Im gangen werden aber ihre Statistiken schwerlich auf von 32 Stück 53 Pf. pro Stück gezahlt, für das sie im Bertauf 65 f. erhalten hätten; in einem anderen Falle seien 20 Sind Nach einiger Zeit zeigt auf der rechten Seite der Straße als Beweis dafür gelten können, daß in diefer Striegszeit eine mit 7 M. gekauft worden. Eine Woche vor Ostern seien Stichigeier eine Tafel nach Bilz, Annatal, Schlagmühle"; hier biegen nennenswerte Bahl von Mietern sich böswillig der Mietezahlung mit 45 Bf. angeboten worden bei Entnahme von 80 Stüd. Kichikwir rechts ab. Gleich darauf überschreiten wir einen Stegentzicht. eier würden übrigens an verschiedenen Stellen gehandelt. Straussee. Handel mit Riebigeiern. Bur zwei bis dreitägigen Pfingstpartie nach der sächsischen Schweiz liegt eine Liste im Jugendheim aus. Bis zum 3. Mai lönnen sich die Teilnehmer dort einzeichnen. Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Friedrichshagen. Heute Freitag, nachmittags 5 Uhr, int Rathause Friedrichstr. 87: Etatsberatung. Diefe Sitzungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ift be. rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Eingegangene Druckschriften. Für Kraftdroschkenführer. Hochstapler. Das Verkehrsdezernat des Polizeipräsidiums gibt bekannt: Gegen den Angehörigen eines alten Adelsgeschlechts In weiterer Ausführung der Bundesratsverordnung vom hatte gestern die 6. Strafkammer des Landgerichts I zu ver25. Februar 1915, betreffend Zulassung von Kraftfahrzeugen, handeln. Wegen Betrugs und schwerer Urkundenfälschung bestimme ich, daß mit Kraftdroschken und den zur gewerbs war der aus der Haft vorgeführte Schriftsteller" und Admimäßigen Personenbeförderung von mir zugelassenen Straft- nistrator Walter zur Sorst angeklagt. fahrzeugen( Mietswagen) nur innerhalb des im§ 85 Abs. 2, Der Angeklagte hat schon in früher Jugend zahlreiche leicht4 und 5 der für den Landespolizeibezirk Berlin erlassenen sinnige Streiche verübt, die ihn mit dem Betrugsparagraphen in Droschkenordnungen vorgeschriebenen Fahrbezirks sowie inner- Konflikt brachten. Seine Familie sagte sich von ihm los, und von halb des Gemeindebezirks Berlin- Steglitz Fahrten ausgeführt verübte allerlei Hochstapeleien, die ihm eine längere Gefängnisnun an ging es mit dem Angeklagten immer schneller bergab. Er werden dürfen. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift wird als strafe einbrachten, welche er zurzeit in der Strafanstalt Königsberg Heft 3 der„ Neuen Zeit“ vom 16. April hat folgenden Inhall: mißbräuchliche Benuhung des Kraftfahrzeuges im Sinne des verbüßt. Von dort wurde er gestern der hiesigen Strafkammer Dr. Mar Adler: Das Problem der äußeren Bolitik. St. Se a utsty: § 7 der Bekanntmachung des Bundesrats vom 25. Februar vorgeführt, da er auch in Berlin noch ein Schuldkonto zu begleichen zwei Schriften zum Umlernen.( Fortsetzung statt Schluß.)-D. Jenssen: hatte. Wie die Verhandlung ergab, war der Angeklagte hier als Zur Charakteristik der englischen Arbeiterbewegung. 1915 verfolgt werden. H. Mattuta tc Notizen. ,, Rittergutsbesitzer Freiherr Dr. jur. Walter von Horst" aufgetaucht Die gefeßliche Arbeitsvermittlung und die Gewerkschaften. und hatte in mehreren bekannten Geschäften Waren aller Art, Von der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen darunter selbst Gummireifen für Automobile, bestellt, die er dann ist uns socben die Nr. 15 des 25. Jahrganges zugegangen. Aus dem vergaß, zu bezahlen. Um seine Erzählung glaubwürdiger zu ge- Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Eine internationale Konferenz stalten, legte er mehrere von ihm gefälschte Briefe vor, so u. a. sozialistischer Frauen. Die Reichswochenhilfe in der Praxis. Von F. Kl. Die sozialdemokratische Frauenbewegung in Bulgarien. Von Tina einen Brief seines angeblichen Gutsinspektors, in welchem dieser Kyrkow. Aus der Bewegung: Von den Organisationen. Gewerkschaft. den Herrn Baron" bat, bestimmte Waren nicht zu vergessen. Die liche Rundschau. Notizen Genossenschaftliche Rundschau. Bon H. F. Straffammer verurteilte den Angeklagten, da es sich hier doch um teil: Burgfrieden. Frauenstimmrecht. Für den Frieden. einen ganz gewerbsmäßig ausgeführten Schwindel handele, zu zwei Für unsere Mütter und Hausfrauen: Gräber. Den Jahren Gefängnis und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Toten des Weltkrieges. Von Karl Bröger. Der Seelenglaube. Von B. Sommer. die Dauer von drei Jahren. Die Zentraltüche und der Serieg. Von Henr. Fürth. Feuilleton: Die Hölle. Von Olive Schreiner. Kleine Nachrichten. Mit Leuchtgas vergiftet hat sich der 56 Jahre alte Arbeiter Hermann Bort aus der Kleinen Alexanderstr. 27. Bort lebte seit 8 Tagen von seiner Frau getrennt. Die Vereinsamung war ihm so unerträglich, daß er beschloß, seinem Leben ein Ende zu machen. Eine Verwandte, die ihn am Mittwoch beinchen wollte, fand keinen Einlaß und holte die Polizei. Diese öffnete und fand Bort mit dem Gasschlauch im Munde tot auf dem Fußboden liegen. Die Leiche war bereits erstarrt.- Ein schwerer Unfall hat sich am Mittwoch auf der Industriebahn in Tegel ereignet. Gegen 4 Uhr nachmittags wollte die 61 jährige Frau Kienbaum aus Kolonie Freie Scholle" in der Nähe des sogenannten Grünen Haufes jenseits der Staatsbahit den Bahnübergang Bahnübergang überschreiten. Dabei muß die etwas schwerhörige Frau wohl das Heránnaben eines Güterzuges nicht bemerkt haben, denn sie wurde von der Mas fchine erfaßt und zur Seite geschleudert. Frau K. trug einen doppelten Schäbelbruch und anscheinend auch innere Verletzungen davon. Die Verunglüdte wurde in hoffnungslosem Zustande näch urse dem Verbandstrantenhauſe in Reinickendorf geschafft. Ihren schweren Brandwunden erlegen ist am Mittwoch das 16jährige Dienstmädchen Elisabeth Brzyklent aus der Beymestr. 6 in Steglig. Das junge Mädchen war in der Waschküche beschäftigt gewesen, und als es sich am Ofen zu schaffen machte, waren ihre Kleider in Brand geraten. „ Der Wahre Jacob" gelangt heute Freitag früh in der Buchhandlung Vorwärts, Lindenstr. 3, zur Ausgabe. Aus den Gemeinden. -Für unsere Kinder: Zukunftsblüte. Bon Karl Hendell.( Gcdicht. Etwas über Menschenaffen.( Schluß.). Reincke Fuchs.- Der Frühling an der Grenze. Bon Friedrich Rüdert.( Gedicht.) Margritiche. Von einem Feldgrauen in Flandern. Der geizige Bauer. Chinesisches Boltsmärdien. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Bf. Durch die Post bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljähr lich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Jahresabonnement 2,60 mark. Vom Wahren Jacob ist soeben die 8. Nummer des 32. Jahrganges erschienen. Der Preis der Nummer ist 10 Pf. Probenummern sind jederzeit durch den Berlag J. H. W. Diek Nacht. G. m. b. H. in Stuttgart sowie von allen Buchhandlungen und Kolporteuren zu beziehen. Briefkasten der Redaktion. Wenn man sich als Zeuge anbietet. Unangenehme Erfahrungen haben zwei Herren gemacht, die sich bei der Sistierung eines Zeitungsverkäufers als Zeuge anboten. Am 16. Septemer v. J. hielt ein durch den Krieg um sein Engagement gekommener Artist und Schauspieler M. vor dem Café des Westens" am Kurfürstendamm Zeitungen feil. Hierbei geriet er mit einem Kriminalbeamten zusammen, der ihm das Ausrufen der Zeitungen und nachträglich den Verkauf der Zeitungen überhaupt untersagte, da der Artist in Berlin wohnte und seine Legitimation nicht zum Gewerbebetrieb in Charlottenburg betroßdem weiter ausrief und sich dabei den Anschein gab, als sei rechtigte. Als der Zeitungsverkäufer nach des Beamten Meinung er Krüppel, das Publikum auch für denselben Partei nahm, rief er telephonisch vom Revier cinen unformierten Kollegen herbei. Die furistische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof Nachdem der zweite Beamte angelangt war, wurde der Zeitungsberkäufer sistiert, wobei ihn die Beamten rechts und links unter- rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend faßten. Es war um die siebente Abendstunde und so bildete sich von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkast en bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche bald ein großer Zug Menschen. der eine Beamte schäßte ihn vor Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung Stadtverordnetenversammlung in Charlottenburg. Gericht auf etwa 1000 Personen die alle durch die Tauenhien- beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Die Sigung am Mittwoch nahm nach unerheblicher Debatte die straße hinterherfolgten. Die Stimmung war unverkennbar gegen Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die von uns inhaltlich bereits wiedergegebene Vorlage betreffend die Polizei, zumal der Sistierte fortwährend rief, er sei ein Sprechstunde mit. städtische Fürsorge für Kriegsbeschädigte und stellungsloser Künstler, der sich durch Zeitungsverkauf ehrlich er- F. P. 1893. Nein. Stegl. Alsenstr. Sie sind wegen FettleibigEine Anzahl von nähren wolle. Es boten sich dem letteren eine Reihe von Zeugen feit für dienstuntauglich erklärt. 3. S. 18. Sie brauchen sich zur Errichtung einer städtischen Beratungsstelle an. Eine Anzahl von nähren wolle. A. 2. 10. 1. Das ist möglich. Magistratsvorlagen, die die Nachbewilligungen verschiedener Etats- an, darunter auch zwei Herren, die bis zur Wache mitgingen. Dort Kontrollversammlung nicht melden. Nr. 200. E. Nein. A. R. 21. M. M. 19. Die Firma positionen betreffen, darunter auch die von Nachbewilligungen für sollten sie erst nicht mit hineingelassen werden, nachträglich rief 2. Nein. P. V. 61. Nein. muß crit Hagen, che sie die Sachen abholen lassen kann. den Armenetat für 1914 gelangten gleichfalls unverändert zur Un- fie der Beamte doch ins Amtszimmer, sagte aber zugleich dem Die Beiträge werden nicht zurüderstattet. Telegraphisten:„ Herr Kollege, stellen Sie mal die beiden Herren F. R. 2123. Wenden Sie sich an das Patentamt in der Gitschiner nahme. Dagegen würde die Vorlage über die Gewährung einer feft." Die Folge dieses Erlebnisses war: der Artist erhielt Straf- ftrage; dort erhalten Sie nähere Auskunft. K. 87. Sie brauchen sich Kriegsteuerungszulage an städtische Arbeiter, mandate in Höhe von 38 m., die beiden Zeugen folche von je 10 M. nicht zur Kontrolversammlung zu melden. Der Arbeitgeber muß die Zeit Privatdienstverpflichtete und Beamte einem Ausschuß zur Vor- Alle drei erhoben Widerspruch beim Gericht. Neber diesen bezahlen. A. 96. Wenn Sie die Erbschaft angetreten haben, müssen A. S. 8. Es genügt ein Kaufvertrag beratung überwiesen. Die Wahl eines Kämmerers hatte das Er- purde gestern vor dem Schöffengericht Charlottenburg verhandelt. Sie die Steuern zahlen. gebnis, daß der bisherige Kämmerer Stadtrat Dr. Scholz ein Vor Gericht bestritt der Angeklagte, sich in der geschilderten Weise ohne notarielle Beglaubigung; er muß aber gestempelt werden. strafbar gemacht zu haben, lediglich durch seine Unkenntnis der 25. A. E. Stellen Sie Antrag bei der Steuerkasse auf Unterstützung. stimmig wiedergewählt wurde. F. D. 16. Nein. einschlägigen Bestimmungen habe er an jener Stelle Zeitungen 2. Wenden Sie sich mit einer Beschwerde an den Magistrat. Hamburgverkauft. Die beiden Zeugen sagten aus, sie hätten sich an die Berlin II. 1. Mein. 2. und 3. Ja. A. H. 77. Sie brauchen an Kartoffelverkauf in Nieder- Schönhausen. Beamten gewendet und interveniert, weil sie ihr Vorgehen für der Kontrollversammlung nicht teilzunehmen. Eine Einziehung ist nicht Der Verkauf der von der Gemeinde angekauften Saat ungerechtfertigt hielten. Auch habe die Behandlung, die der Sistierte wahrscheinlich. O. 23. 28. 1. Ja. 2. Das entscheidet der MilitärDie Beamten dagegen erklärten, im arzt. R. R. 14. 1. Nein. fartoffeln findet täglich statt, und zwar Montag, Mittwoch und erfahren mußte, empört. 2. Begen Herzkrankheit dienst3. Sie werden wahrscheinlich nicht mehr eingezogen. Freitag nachmittags von 3-6 Uhr in der Turnhalle Charlotten- Interesse der öffentlichen Ruhe und Sicherheit hätten sie zur untauglich. D. V. 67. Da Sie reklamiert sind, ist es doch erklärlich, weshalb Sic G. E. 72. Sie sind als Ueberzähliger der vormittags auf dem Anordnungen nicht gefügt nachmittags und Sonntags von 8-10 * 5( 6) DIC Erfagreferbe überwiesen. G. Der Amtsanwalt beantragte gegen den Artisten wegen Ge- tage an gerechnet. 2. Sie werden Ihre Forderung nicht mehr geltend machen Wasserwerksgrundstück, Uhlandstraße. Der Verkauf der Speisefartoffeln findet Montag. Mittwoch und Freitag von 3 bis werbevergehens 24 wegen groben Unfugs 20 M. gegen die fönnen. 3. Wenn die Lohneinbuße Shres steuerpflichtigen Einkommens 6 Uhr in der Turnhalle Charlottenstraße statt. In der lezten Ge- beiden angeklagten Zeugen wegen Hebertretung der Straßenord- beträgt, können Sie Ermäßigung beantragen. beträgt, tönnen Sie Ermäßigung beantragent. Streitende Patienten meindevertretersizung wurde beschlossen, dem Kriegsauss up mung je 10 M. Geldstrafe. Das Gericht erkannte gegen den in Beelit. Nein. 6000 M. monatlich zu besonderen Unterstüßungszweden zur Ver- Artisten dem Antrage des Amtsanwalts entsprechend, gegen die Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis fügung zu stellen. Der Kriegskredit bei der Mitteldeutschen Kredit- beiden Zeugen erfolgte Freisprechung. Es sei nicht erwiesen, daß bank soll von 250 000 m. auf 500 000 erhöht werden. Für die Be- diese Angeklagten, die lediglich sich als Zeugen des Vorfalls an- Sonnabendmittag. Zeitweise heiter. In den Tagesstunden über all schaffung von Schweineschmalz wurden 22 000 M. bewilligt, fontit boten, die Straßenordnung übertreten oder Unfug erregt hätten. wärmer. Später im Nordwesten zunehmende Bewöllung, aber meist troden. beträgt die Summe für die Anschaffung von Dauerware insgesamt Sie durften sehr wohl die Beamten um Auskunft bitten und diese 246 000 M. In die Erwerbslosenkommission wurde an Stelle des hätten nur sachgemäß zu antworten brauchen. Genossen Hiege( Einberufung zum Militär) Herr Arlt gewählt. A.. 100. Ja. 5. R. 2. 8. 1. Sa. straße 19/22; Dienstag, Donnerstag und Sonnabend von 3-5 Uhr Sistierung schreiten müssen, die beiden Zeugen aber hätten sich ihren noch nicht gemustert sind... 63. 1. In drei Jahren, vom Verfall ક Ungültigkeit der Berliner Brotmarke in Spandau. Bekanntlich hat vor einigen Tagen der Berliner Magistrat einen Vorschlag des Spandauer Magistrats auf Ausdehnung der Gültigkeit der Berliner Brofmarten auch für Spandau, abgelehnt. Durch diesen Beschluß bleiben die großen Unbequemlichkeiten bestehen, die den vielen tausenden Berliner Arbeitern, die in den Staatswerkstätten beschäftigt sind, täglich entstehen. Durch die lange Arbeitszeit sind sie oftmals nicht in der Lage, ihren Wohnort noch vor Ladenschluß zu erreichen, um das fehlende Brot einzukaufen. Es wäre daher wünſchenswert, wenn recht schnell eine Vereinbarung zwischen den beteiligten Gemeinden über die Gültigfeit der Brotkarte zustande käme. Gerichtszeitung. Freifahrer. beiden angeklagten Zeugen wegen liebertretung der" StraßenordAus aller Welt. Berliner Spar- u. Bauverein eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Allgemeine Orts- Krankenkasse Berlin- Briz. Eine parteigeschichtliche Stätte unter der Spithacke. Sonntag, den 25. April 1915, Freitag, den 30. April 1915. vormittags 9 Uhr, in den Sophien- Sälen, C, Sophienstraße 17/18: In der nächsten Zeit wird in Leipzig ein Haus der Spitz. hade verfallen, in dem sich ein Stück Geschichte der Sozialdemokratie abgespielt hat. Im Grundstück zu den Drei Königen, Petersstr. 34, das jetzt eiitem Neubau weichen soll, betrieb August Bebel von Mitte der 60er bis Mitte der 70er Jahre seine Drechslerei; im ersten Stod des Seitenflügels lag seine Wohnung. Wie die Leipz. Volksztg." mitteilt, führten Beratungen mit Bebel als Barteiführer, als Reichs- Dreiundzwanzigste ordentliche tagsabgeordneten und geschäftlicher Seele des„ Volksstaats" täglich bicle Genossen in seine Werkstatt und Wohnung. Mein Mann ist unten in der Werkstatt", beschied Frau Bebel so manchen, der oben boriprach. Und wie Dieggen als Philofoph hemdsärmelig in feiner Gerberei, empfing Bebel in grüner Schürze hinter der Drehbank ſtehend mehr Besucher als manch andere bedeutende politische Perfönlichkeit in ihrem Salon. Zwei Morde in Oberschlesien. Das Kunststüd, die Straßenbahn zu benutzen, ohne Fahrgeld zu bezahlen, wird von manchen Leuten in folgender Weise ausgeführt: Der betreffende Freifahrer besteigt an einer Jm Abbau Chertow beim Orte Muchow ist, nach der Haltestelle den Wagen, setzt sich in das Innere, möglichst weit Ratt. 8tg.", von fünf unbekannten Männern ein Raubmord an dem nach vorn und wartet, bis der Schaffner bis zu ihm vorge- Auszügler Vinzent Dllar verübt worden. Die Banditen drangen drungen ist. Auf die Frage, ob der Wagen durch eine namhaft durch das Strohdach in das Haus ein, gelangten fo in die Wohngemachte Straße fahre, erfolgt eine verneinende Antwort. räume, fielen dort über den Auszügler Ollar her und erschlugen ihn. Der Freifahrer erklärt bestürzt, daß er dann ja in einen Dann erbrachen sie einen Schrank und raubten 360 M. Auf den falschen Wagen gestiegen" sei und will sofort wieder aus später hinzukommenden Bruder des Dlar schlugen fie fo lange ein, steigen, doch gestattet ihm der Schaffner, bis zur nächsten bis er ohn mächtig niederstürzte. Haltestelle mitzufahren. Er wartet dann einen der nächsten Ein weiterer Mord wurde Sonntag nacht verübt. In der Nähe Wagen ab, es wiederholt sich dasselbe Schauspiel, ebenso ein des Bahnhofes Niedobschütz wurde die Leiche der Häuslersfrau drittes und viertes Mal, und auf diese Weise macht er sich se oslit von Grubenarbeitern aufgefunden. Nach der vorläufigen die Straßenbahn zunuße, um langsam an ein bestimmtes Ziel untersuchung scheinen sich mehrere Mordbuben an der Frau, die zit gelangen ohne Fahrgeld zu bezahlen. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Erstattung des Geschäftsberichtes unter Borlegung der Bilanz nebst abends 8 Uhr, im Lokal von A. Naddah, Berlin Briz, Chauffee. straße 39: 6 Ausschußsitzung. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die Abnahme der Rechnung des Vorjahres und Bericht der Revisoren. 2. Verschiedenes. Anfragen, welche Einsichtnahme in die Bücher erfordern, müssen drei Tage vor Beginn der Sigung im Staffenlokal, Jahnstr. 82, eingereicht werden. 266/16 Die Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind dazu eingeladen. Gewinn und Verlustberechnung für das Jahr 1914. 2. Bericht der Revisionstommission. 3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Bilanz Der Vorstand. und die Berteilung des Gewinnes. Hans Haack, 1. Vorsitzender. 4. Neuwahlen zum Aufsichtsrat. Die Mitglieder, welche zum 5. Beschlußfassung über den Gesamt- Kriegsdienst eingezogen werden, betrag, den Anleihen der Genossen machen wir auf die Wohltaten der schaft und Spareinlagen bei ihr Weiterversicherung aufmerksam. nicht übersteigen sollen. 6. Beschlußfassung über die Ausschließung von Innungs- Krankenkasse fäumigen Genossen. der Die Bilanz sowie die Gewinn- und Berlustberechnung für das Jahr 1914 Juweliere, Gold- und find in der Geschäftsstelle, Sidingenstraße 8, einzusehen. Silberschmiede Der Vorstand. 2. Schmidt. Ernst Roscher. 102/17 ( Zwangsinnung) zu Berlin. Wilhelm Guß, der gestern unter der Anklage des Betrugs vor der haben. Der Ehemann der Ermordeten steht im Felde, bier fleine d Begräbnis- Verein für Einer dieser unternehmungsluftigen Leute war der Schneider fich auf dem Heimwege befand, in gemeiner Weise vergangen zu Kranken- Unterstützungs- Ausschuß- Sizung 5. Strafkammer des Landgerichts I stand. Er war einem Fahrgast Stinder haben durch das Verbrechen ihre Mutter verloren. Parteiveranstaltungen. den Bau- u. gewerbliche Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 18. April, vormittags 10%, Uhr, findet die Generalversammlung folgender Tagesordnung statt: 37/1 der Straßenbahn, die durch die Leipziger und Potsdamer Straße geht, dadurch aufgefallen, daß er ihn furz vorher auf einem anderen Wagen gesehen und gehört hatte, daß er ein unrichtiges Ziel an gegeben hatte. In dem neuen Wagen war wieder ein angeblicher Alt- Glienicke. Die Generalversammlung am Sonnabend, anderer Irrtum" in der Wagenrichtung geltend gemacht. Als er 17. d. mts., abends 8 Uhr, findet nicht bei Schäfer, sondern im Restaurant an der nächsten Haltestelle abgestiegen war, folgte der Beobachter Meier, Straße am Faltenberg, statt. unbemerkt seinen Spuren, bestieg mit ihm zugleich einen neuen Schöneiche und Umgegend. Der Zahlabend für alle Bezirke, auch Wagen und hörte nun zu seinem Staunen, daß der Angeklagte für Rahnsdorf und Wilhelmshagen findet am Sonnabend, den in der Dresdener Straße 45, mit wieder ein anderes Ziel angab. Der nunmehr von dem Beobachter 17. d. Mts., abends 8, Uhr, in Fichtenau, Restaurant Mar Pusch, Hauptverständigte Schaffner sorgte dann an der nächsten Haltestelle für ftraße 18, statt. die polizeiliche Feststellung der Persönlichkeit des Angeklagten. Dieser wurde für die in betrügerischer Weise angestrebte Ersparnis von 10 Pf. vom Schöffengericht zu 20 M. Geldstrafe verurteilt. Seine hiergegen eingelegte Berufung hatte keinen Erfolg. Der Vorsitzende erinnerte ihn daran, daß er schon einmal wegen falscher Angabe bei der Berechnung von Beugengebühren bestraft sei und belehrte ihn, daß nun auf einen etwaigen neuen Betrugsfall Buchthaus stehen würde. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Jugendveranstaltungen. 1. Abrechnung vom 1. Duartal 1915. 2. Bericht der Revisoren. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Steglit- Friebenan. Freitag, den 16. April, abends 8 Uhr: Bor Da hochwichtige Sachen vorliegen, Sonntag, den 18. cr.: Tagespartie nach Finten ist es Pflicht der Mitglieder, zahlreich tragsabend im Heim. frug- Briselang. Kosten 60 Pf. Abmarsch um 6%, Uhr vom Jugendheim zu erscheinen. Montag, ben 19. c., abends 8%, Uhr: Vortragsabend im heim. J. A. des Vorstandes Mittwoch, den 21. cr., abends 8 Uhr: Leseabend. Freitag, den 23. cr., Gabegaft, Soldiner Str. 75, part., Vorsitzender. abends 8 Uhr: Diskutierabend. am Montag, den 26. April 1915, abends 82 Uhr, im Schultheiß, Neue Jakobstr. 24/25 ( Gartenſaal). Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Abänderung des§ 15 der Sakung. 4. Verschiedenes. Max Rost, Borsigender. 266/17 H. Herk, Schriftführer. Blumen- und Kranzbinderei von Robert Meyer, Inh.: P. Golletz Tel. Mpl. 846 Mariannenstr. 3. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.