Nr. 106. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis pränumerandes Bierteljährl B, 30 M, montail. 1,10 wöchentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Big. Sonntags nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage Die Neue Belt" 10 BA. Post Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost- Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Postabonnements nehmen att: Belgien, Dänemart, Solland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Eribeint täglich. Vorwärts द Berliner Volksblatt. 32. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Kaur 60 Vig., für politische und gewerkschaftliche Vereins. imd Berjanmmilungs- Anzeigen 30. Pig. Kleine Hnzeigen", das feitgedruidic Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Vig. Stellengesuche und Schlafstellesan zeigen das erfie Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Big. Borte über 15 Buchftaben zählen für zwei Boste. Stjerote für die nächste Summer me bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ijt bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Kerlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morisplat, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 18. April 1915. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplak, Nr. 151 90-151 97. Berlustreiche russische Borstöße in den Wald- Karpathen. Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 17. April 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. Gestern brachten auch die Engländer östlich Ypern Granaten und Bomben mit erstickend wirkender Gasentwicklung zur Anwendung. Am Südhang der Loretto Höhe nordwestlich von Arras ging uns ein kleiner Stügpunkt von sechzig Meter Breite und fünfzig Meter Tiefe verloren. In der Champagne nordwestlich von Perthes wurde nach umfangreicher Sprengung eine französische Befestigungsgruppe im Sturm genommen. Ein heute früh angesezter feindlicher Gegenangriff mißglückte. Zwischen Maas und Mosel fanden heftige Artilleriekämpfe statt. Bei Flirey griffen die Franzosen mehrfach an; mit schweren Verlusten wurden sie in ihre Stellungen zurückgeworfen. Bei einem Erkundungsvorstoß nahmen unsere Truppen die feindliche Stellung nordwestlich von Urbeis( Vogesen), die, für uns ungünstig gelegen, unter Mitnahme einer Anzahl gefangengenommener Alpenjäger morgens wieder geräumt wurde. Ein französisches Luftschiff erschien hente nacht über Straßburg und warf mehrere Bomben ab. Der Sachschaden, der hauptsächlich Fensterscheiben betrifft, ist unbedeutend; einige Zivilpersonen sind leider verlegt. Einer unserer Flieger, der vorgestern Calais mit Bomben belegte, bewarf gestern Greenwich bei London. Oeftlicher Kriegsschauplatz. Die Lage blieb auch gestern unverändert. Der österreichische Generalstabsbericht. Wien, 17. April.( W. T. B.) Amtlich wird verLautbart: 17. April 1915: In Russisch- Polen und West- Galizien hat sich nichts ereignet. An der Karpathenfront ist die Situation unverändert. Im Waldgebirge, wo die Russen stellenweise ihre heftigen Angriffe wiederholten, wurden eintausendzweihundertundneunzig Mann Mann gefangen. Bei diesen Angriffen und bei mehreren während der Nacht versuchten Vorstößen erlitt der Feind wieder schwere Verluste. In Südost- Galizien und in der Bukowina Geschützkampf. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Oberste Heeresleitung. Reformen im Zartum Polen. Die russische Regierung hat es für notwendig erachtet, den Polen auf dem Wege der Notgefeßgebung schon jetzt in Gestalt einer neuen Städteordnung eine Abschlagszahlung auf die bei Beginn des Krieges angekündigte Frei heit des Glaubens, der Sprache und der Selbstverwaltung" eines wiedervereinigten Bolens zu entrichten. Allerdings eine Abschlagszahlung, die die schlimmsten Erwartungen, hinsicht lich der künftigen Ausgestaltung Polens rechtfertigt, die aber eben kraft ihres antidemokratischen Charakters den Wünschen der herrschenden Oberschicht Russisch- Polens entspricht. Die Reform der russischen Regierung zeigt, daß sie aus den Ereignissen des Krieges gelernt hat und, der Not der Stunde gehorchend, auch mit alteingeiurzelten Vorurteilen und Regierungsmagimen zu brechen bereit ist. Der Charakter ihrer Reform jedoch zeigt, daß sie auch zurückweichend ihre Interessen wahrzunehmen versteht und die unglücklichen Parteiverhältnisse in Bolen ausnutzt, um so wenig zu geben, wic es unter den obwaltenden Verhältnissen nur möglich ist. Die neue Städteordnung für das Zartum Polen" wie das bisherige Weichselgebict", abweichend von der bureaukratischen Praxis, iegt in der amtlichen Denkschrift genannt wird stellt mit einigen Abweichungen und Berschlechterungen eine Kopie der russischen Städteordnung von 1892 dar. Aufgebaut auf einem hohen Sensuswahlrecht, wird fie in Polen ergänzt durch ein Kuriensystem, das die dort lebenden Rationalitäten( Bolen, Zuden, Russen) streng von einander scheidet und speziell die Juden, die in den Städten Bolens 40 Proz. der Einwohnerschaft ausmachen, nicht nur künstlich zu einer rechtlosen Minorität herabdrückt, sondern auch von der Ausübung jeglicher Aemter ausschließt. Fügt man, hinzu, daß die Organe der städtischen Selbstverwaltung unter strenger Aufsicht der örtlichen und zentralen Regierungsbehörden stehen sollen, von denen auch die Bestätigung aller gewählten und angestellten Funktionäre abhängt, so bc. ivaltung, die die Herrschaft der polnischen Oberschicht, int Bunde init der russischen Administration, über die große Masse der Bevölkerung festigen soll. die Kolonien. kommt man eine Vorstellung von der städtischen Selbstver Die Kämpfe in Deutsch- Ostafrika. cingetroffen: Der Krieg und die Kolonien. Die Kämpfe in Deutsch- Südwestafrika. London, 17. April.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau Die einzige wesentliche Stonzession des Gesetzes ist die meldet aus Kapstadt, daß die Truppen der füdwestafrikanischen Anerkennung der Gleichberechtigung der polni Union Scha talstopje, Stuibis, Bethanien und ichen Sprache mit der russischen im inneren Verkehr und Bratwasser besett hätten. bei den Verhandlungen in den Selbstverwaltungsorganen. Wegen dieser Frage war der Gesezentwurf der vierten Dunia, der jetzt im wesentlichen in Kraft tritt, vom Reichsrat ver Ostafrika sind die nachfolgenden amtlichen Nachrichten neben der Möglichkeit, das Uebergewicht über die übrigen Amtlich. Berlin, 17. April.( W. T. B.) Aus Deutsch- worfen worden. Und dieser Punkt war es vor allem, der Nationalitäten in Polen zu erlangen und die politische In zweitägigem Gefecht wurde der starke Gegner am 18./19. Stellung der polnischen Oberschicht zu befestigen, das Polen. Januar bei Jassini geschlagen. Er verlor etwa 200 Gefallene, folo in der Duma veranlaßte, mit der Opposition zu brechen 4 Kompagnien find gefangen, Gesamtverlust des Gegners etwa 700 und sich der Regierungsmehrheit in die Arme zu werfen. Mann, 350 Gewehre, 1 Maschinengewehr, 2 Reittiere, 60 000 BaWie wenig das neue Gesetz den Erwartungen auch der tronen erbeutet. Deutsche Verlust e: Gefallen: Major Stepler, gemäßigten politischen Kreise Rußlands entspricht, ist aus den Hauptmann Gerlich, Oberleutnants Kaufmann und Spalding, Aeußerungen der russischen Preise ersichtlich. Die Beters Leutnant Erdmann, Leutnants d. Res. Send und Stoerig, Sergeant burger Stetsch", das liberale. Hauptorgan, schreibt: Wir Klippel, Waffenmeister Tomsen, Bizefeldwebels d. Res. Ackermann sind noch nicht in der Lage, darüber zu urteilen, wie weit diese Westlicher Kriegsschauplatz. und Weber, Unteroffizier d. Res. Linau, Obergefreiter d. Ref. neue Waßnahme, die lange vor ihrer Verwirklichung publi Pawlues, Freiwillige Leitner, Schulze, Katt und Bucher, Schütze ziert worden ist, mit dem allgemeinen Plan, der Aenderung Luftbombardement von Straßburg. Naab( August). Schwer verwundet: Hauptleute v. Hammerstein der Gesetzgebung betreffend das Königreich Polen, zuſammen. Straßburg im Elsaß, 17. April.( W. T. B.) Ein feindliches Langen, Stabsärzte Dr. Venschte und Dr. Vorwerk, Leutnants d. er gegenwärtig ausgearbeitet wird. Jedenfalls enthält die und Otto, Oberleutnants Wolff und Frhr. v. Stoch, Leutnant hängt, ja jogar wie weit sie diesen Plan vorausbestimmt, falls Luftiiff hat heute um 1 Uhr 30 Minuten vormittags etwa zwölf Bomben auf Straßburg geworfen und ist im Unteroffiziere d. Res. Goppel, Leipold, Pfeifer, Simoneit und stellt bloß eine Anpassung der bestehenden Städteordnung an zwölf Bomben auf Straßburg geworfen und ist im Ref. Schulze, Winkelmann und Meynardus, Unteroffizier Mieth, neue Städteordnung eigentlich nichts wesentlich Neues und Licht der Scheinwerfer und im Feuer der Abwehrgeschütze in nörd- Dreyer, Feldwebel d. Ref. Winger, Gefreiter d. Landw. Nickel, Ge- die besonderen Verhältnisse Polens dar." Der bekannte libe licher Richtung verschwunden. Zwei Personen wurden freiter d. Res. Strecker, Müller( Artur), Müller( Otto), Jäger d. rale Politiker Sching are in schreibt in der„ Retsch":" Die leicht verlegt, sonst ist bislang nur Materialschaden Ref. Lippold, Schüße, Braun und Schulze. Leicht verwundet: neuen Faktoren, die in Verbindung mit dem Aufruf des gemeldet worden. Oberstleutnant und Kommandeur v. Lettow, Oberleutnant Goek, Allerhöchsten Oberkommandierenden vor dein Lande erstanden Leutnants d. Ref. Thiel und Transfeld, Sanitätsfeldwebel Jedam- sind, haben in der soebent veröffentlichten Maßnahnte, der Garros vernichtet ein deutsches Flugzeug. zid, vizefeldwebel d. Ref. Joerger, Wizefeldwebel d. Ref. Klaube, ersten seit Beginn des Krieges, noch nicht ihren Ausdrud geHazebrouck, 17. April.( W. T. B.) Meldung der Agence Gefreiter d. Res. Werner und Simon, Jäger d. Landw. Medel, funden." Der linksliberale Petersburger Deni" schreibt: Havas. Fliegerleutnant Garros holte gestern nach Schütze Janson. Vermißt: Schüße Meinhardt, Freiwilliger Die Einführung der Selbstverwaltung in Polen zeichnete sich hartnäckiger Verfolgung eine Taube östlich von Messines dadurch aus, daß die Hauptmaffe der Zensiten in den Städten zwischen Armentières und Ypern herunter. Die Jusel Mafia wurde am 10. und 11. Januar von den bloß eine beratende Stimme erhält. Die städtische Bevölke Engländern besetzt. Leutnant d. Ref. Schiller ist schwer verwundet. ring in den polnischen Gouvernements ist vorwiegend Sämtliche Deutsche sind gefangen genommen mit Ausnahme des jüdisch. In den Gouvernements Lomicha, Suwalki, Siedlez, Landsturmmannes Belling, der sich mit Dau nachts nach Kilwa Radom bilden die Juden mehr als 50 Proz. der Bevölkerung, durchgeschlagen hat. Die Landung erfolgte bei Ras Kijiman. Das in den übrigen 40 bis 50 Proz. und nur im Gouvernement Gefecht begann bei Bondeni und endigte bei Ngombeni. Gefangene Betrifau 28 Broz. Bei diesem Zahlenverhältnis ist es far, Berlin, 17. April.( W. T. B.) Der franzöfifchen Refind mit Kinfauns Castle" nach Nairobi geschafft. Verwaltung und daß die Juden in vielen Städten die Mehrzahl der Zensiten gierung ist für einen zweiten Austausch Schwer Gerichtsbarkeit ist von den Engländern übernommen. Sit an- bilden. Das Gesetz jedoch schränkt ihren Einfluß auf die berwundeter etwa der 1. Mai und die folgenden Tage vorge scheinend Tichole. Auf der Insel sollen 350 englische Truppen, zur städtischen Angelegenheiten außerordentlich ein." Das Mosschlagen worden. Die Versammlung der für diesen Austausch in Hälfte Neger, zur Hälfte Juder, unter europäischem Befehlshaber kauer liberale Blatt Rutija Wedomosti" schreibt: Frage kommenden französischen Schwerverwundeten begann am fein. In Ngombeni stehen drei Maschinengewehre. Bei der Lan-„ Gegenüber der bisher bestehenden Städteordnung in Bolen, 15. April in Konstanz am Bodensee. bung waren Chatham"," Fox"," Kinfauns Castle" und Adjutant" die einen bureaukratischen und russifikatorischen Charakter Die Schweizer Regierung ist um ihre Hilfe Mitwirkung des zugegen. Das Gefecht endete mit dem Fall des Führers bei trägt, muß, die jebige Reform natürlich als ein bedeutender Roten Kreuzes, Gestellung von Lazarettzügen beim Transport von Ngombeni. Unteroffizier Dörfer zog sich mit den Askaris nach Schritt vorwärts angesehen werden. Zugleich muß aber darauf Konstanz nach Frankreich und umgekehrt gebeten worden. Norden zurüd. Er soll sich dann später mit den Astaris ergeben hingewiesen werden, daß sie, in allgemeinen auf den Boden haben. der Gesetzgebungsvorschläge von 1913 stehend, in einer Reihe Austausch deutscher und französischer Schwerverwundeter. Die Antworten auf beide Erfuchen stehen noch aus. Kroescher. " Russischer Generalstabsbericht. Von den Kämpfen im Kaukasus. von Punkten hinter den damaligen Absichten der Regierung Um diesen unabweislichen Erfordernissen Rechnung zu tragen, unser Feuer zum Sinten gebracht. Das englische Panzerschiff„ Lord und der Duma zurückbleibt." ist, wie wir erfahren, in Aussicht genommen, die 2 and sturm- Nelson" und ein Wasserflugzeugmutterschiff, die sich näherten, wurden Recht scharf äußert sich die gemäßigte Birschewija pflicht in beiden Staaten der Monarchic in sin von Granaten getroffen. Der„ Nelson" zog sich zurüd. Das Wedomosti": Das Gesetz erhält erhält alle Besonder- funft schon mit dem Jahre, in dem das 18. Lebensjahr voll- Wasserflugzeugmutterschiff, das das beschädigte Wasserflugzeug heiten der Städteordnung aufrecht, die unsere städti- endet wird, beginnen und bis zum Ende des Jahres schleppte, zog sich gleichfalls zurück. Das englische Unteriee. schen Politiker veranlassen, ihre ihre radikale Revision der Vollstreckung des 50. Lebensjahres währen boot E 15" wurde in der Meerenge der Dardanellen östlich von zu fordern. Zugleich ist das Gesez, geboren in der zu lassen. Auch soll das erste Aufgebot die Jahrgänge bis zur Karanlik Liman zum Sinten gebracht. Von der aus 31 Mann Epoche des Stolypinschen Nationalismus, erfüllt von der Bollstreckung des 42. Lebensjahres umfassen und die Möglichkeit bestehenden Besatzung wurden drei Offiziere und 21 Soldaten geIdee der Einteilung der Nationalitäten in begünstigte und geboten werden, in ganz besonderen Ausnahmefällen auch die dem rettet und zu Gefangenen gemacht. Unter ihnen befindet sich der nur geduldete, mit ungleicher Verteilung der Rechte unter zweiten Aufgebot Angehörenden zu Zwecken der Ergänzung des frühere englische Vizekonful in den Dardanellen. Von den übrigen die verschiedenen Gruppen. Indent das Gesetz über die neue Heeres und der Landwehr heranzuziehen. Die Schaffung neuer Kriegsschauplägen ist nichts zu melden. Städteordnung im Zartum Polen so als ein typisches Produkt Landsturmkategorien bedeutet jedoch keineswegs, daß auch alle der vor dem Kriege herrschenden politischen Anschauungen er- diese neuen Kategorien zugleich, sofort oder auch nur in allernächster scheint, erhebt es sich nicht auf das Niveau jener Perspektiven, 3eit tatsächlich zum Landsturmdienst werden herangezogen werden. Konstantinopel, 17. April.( W. T. B.) Russische Gefangene aus die in Verbindung mit dem Befreiungswerk- des russischen den letzten Kämpfen bei Olty sind gestern in Erzerum einVolfes auf den Schlachtfeldern vorgesehen werden." Beruhi getroffen. Einer derfelben erzählte: Unser Regiment war von den gend schreibt die offiziöse Nowoje Wremia: Ueber Petersburg, 17. April.( W. T. B.) Der Generalstab des obersten Deutschen vor Warschau vernichtet worden. Nur einige Mann, im weitere Reformen werden wir sprechen, wenn die gemein- Befehlshabers teilt mit: In den Karpathen famen unsere Truppen Spital von Rostow wiederhergestellt worden waren, sind wir in der ganzen etwa dreißig, entkament, alle verwundet. Nachdem wir im famen Hoffnungen auf den Sieg über den gemeinsamen lautlos an die Drahtverhaue des Feindes zwischen den Dörfern lezten Woche an die kaukasische Front geschickt worden. Dort hatten Feind mit vollem Erfolg gekrönt werden. Solange aber Telepoca und 3niella heran, durchbrachen sie und nahmen wir in einer Truppenabteilung, die aus einem Bataillon Infanterie, die Kanonen vor Ossowiez donnern, geben nach furzem Bajonettkampf zwei Höhen in Besiz. Sie machten zahl- 200 Sofafen, einer Sanone und einem Maschinengewehr bestand, in der wir den Polen das, was wir selber haben. Die reiche Gefangene. Der Feind schickte dorthin Reserven vor, um Umgebung von Olth ein Gefecht mit den Türken. Das Feuer der städtische Selbstverwaltung, die wir selber haben, geben wir einen Gegenangriff zu eröffnen. Der Kampf dauert noch an. In türkischen Maschinengewehre war schrecklich und nichtete beträchtliche auch ihnen." der Richtung auf Rosto ti eröffnete der Feind furchtbare Angriffe Berheerungen in unserem Bataillon an. Nachdem unser Kom Es ist für das polnische Volk ein schlechter Trost, daß es bei dem Dorfe Droszpatak gegen die mandant getötet worden war, ergriffen wir die Flucht. Der Ge von uns besetzten in seiner Rechtlosigkeit dem russischen Volk gleichgestellt Höhen. Hartnädige Angriffe des Feindes in der Richtung auffangene, der verwundet war, äußerte sich voll Befriedigung über die wird. Leider wird aber die polnische Politik vorwiegend von Stryi wurden erfolgreich zurückgeschlagen. Berichte von ver ihm zuteil gewordene Behandlung. der Vertreterin der polnischen Oberschicht, der nationaldemo- fchiedenen Abschnitten der Karpathen- Front besagen, daß wegen des fratischen Partei gemacht", die ihre engen Klaffeninteressen Tautvetters die Straßen überall in schlechtem Zustande und die am besten zu wahren glaubt, indem sie ihren Bestrebungen zu Flüffe im Steigen sind. An der übrigen Front keine Veränderung. Indien teilte über die Gefechte am Persischen Golf gleich einen nationalistischen und antidemokra3m Schwarzen Meer zerstörten unsere Torpedoboote an der Kämpfe in Russisch- Polen, die durch einen künstlich geschürten waren, sowie mehrere Segelschiffe und hatten ein Artilleriegefecht fie am Morgen des 14. April ihre Offensive in Richtung auf zobeir tischen Charakter verleiht. Bei der Gluthiße der politischen anatolischen Küste vier Dampfer, von denen zwei mit Kohlen beladen mit: Nachdem unsere Truppen den Feind am 18. April aus seiner Stellung nördlich und westlich von Schaiba vertrieben hatten, setzten Nationalitätenhaß vergiftet werden, gestattet die strupellose mit den Batterien von Zunguldak. Hervorkehrung des angeblich national- polnischen Interesses, vier Meilen südlich von Schaiba fort. Die Türken wurden gegen fratischen Grundsäge, der polnischen Nationaldemokratie, sich 2 Meilen südlich 212 von unserem unferem Lager zurückgeworfen. noch immer als die Wortführerin des polnischen Volkes zu ge Unser Angriff wurde darauf gegen ihre Hauptlinie bei bärden. Da die polnische Demokratie noch unorganisiert und Petersburg, 17. April.( W. T. B.) Meldung der Peters- Birjifiyeh gerichtet. Der Feind, Stärke dessen die Opposition der sozialistischen Arbeiter zu schwach ist, um burger Telegraphen Agentur. In den Karpathen haben auf mindestens 15000 Mann geschäzt wurde, die polnische Politik in andere Bahnen zu drängen, ver- die Regimenter mehrerer Kavalleriedivisionen ihre Pferde der barunter sechs Bataillone regulärer Truppen mit sechs einigt sich die polnische Nationaldemokratie, diese reaktionäre Artillerie abgetreten und sich in Infanterieabteilungen verwandelt. Geschützen, hatte hier gut gedeckte Laufgräben befezt, aus denen er Bartet des polnischen Bürgertums, mit der russischen Reaf- Diese ehemaligen Reiter haben keine Bajonette, was eine empfind- ein direktes heftiges Gewehr- und Maschinengewehrfeuer auf, unsere tion, um in Polen die Grundlagen für eine Selbstverwalliche Beeinträchtigung ist, da es bei den meisten Kämpfen zum Hand- Vorhut richten konnte. Unsere Angriffe wurden jedoch energisch fung" zu legen, die der Herrschaft einer privilegierten Ober- gemenge kommt. Die Regengüsse der letzten Tage haben in den fortgesetzt. Der Feind wurde nach entschlossenem Widerstand durch schicht über das Volf und die Rechtlosigkeit der nationalen Starpathen den Schnee zum schmelzen gebracht. Der Oberlauf des einen Sturmangriff mit dem Bajonett auf der ganzen Linie aus Minderheiten verewigen soll. Onjestr ist um 4 Meter über die gewöhnliche Höhe gestiegen, dem Laufgraben vertrieben. Die feindliche Stellung war um 4 Uhr Gefechte am Persischen Golf. London, 17. April.( W. T. B.) Der Staatssekretär von penn auch mittels der Preisgabe aller liberalen und demo- Schneeschmelze und Fliegerkämpfe in den 10% Uhr aus ihrer vorgeschobenen Stellung auf eine Anhöhe Karpathen. Die heftigen Nationalitätenkämpfe, die Polen seit einem auch die Bergwässer haben sich in Sturzbäche ohne Uebergang ver- 30 Minuten endgültig genommen. Die britischen Verluste Jahrzehnt aufwühlen, haben im Verein mit den Emanzi- wandelt. Die Tätigkeit der feindlichen Flugzeuge ist sehr lebhaft ge- werden auf 700 Mann geschäßt. Die Türker mußten pationskämpfen der Arbeiterklasse dahingeführt, daß die worden. In der Gegend von Ostrolenta und Novogrod tommen nach Nathalilah, 19 Meilen nordwestlich Zobeir, zurückgehen. Der herrschenden polnischen Parteien sich aus politischem und die feindlichen Flieger in Geschwadern von zwölf Feind unternahm keine neuen Angriffe auf Kurnah. Aus Aliwar wirtschaftlichem Machthunger der russischen Reaktion in die bis fünfzehn Apparaten, die mit einander fliegen, und wurde nur ein unregelmäßiges Artilleriefeuer gemeldet. werfen bis zu hundertachtzig Bomben auf die Städte oder Dörfer, die sie angreifen. Sie richten aber nur unbedeutenden Schaden an, es gibt fast niemals Opfer an Menschenleben. Unsere Flieger erwidern den Deutschen mit wenigen, aber starken Bomben. Arme geworfen haben. Diese nust natürlich, wie das auch die Einführung der neuen Städteordnung deutlich zeigt, diese Situation dazu aus, um das polnische Volk um seine viel weiter reichenden und jezt auch eher erfüllbaren Forderungen zu preffen. Soll dieser Herrschaft der Reaktion in Russisch Polen der Boden entzogen und zugleich der Kampf der polnischen Demokratie gefördert werden, so muß in den außerhalb Rußlands liegenden polnischen Gebieten endgültig mit die es den Nationaldemokraten Russisch- Bolens mit ermöglichen, ihre auf einen engen Anschluß an Rußland hinzielende antidemokratische Politit als polnische Volfspolitik auszugeben. Oestlicher Kriegsschauplah. Erweiterung der Landsturmpflicht in Oesterreich- Ungarn. Wien, 17. April.( W. T. B.). Ein amtlich ausgegebenes Communiqué besagt: Der uns aufgezwungene, seit Monaten fast ohne Unterbrechung und in einer Front von bisher nie dagewesener Ausdehnung gegen an Bevölkerungszahl überlegene Gegner tobende Kampf erfordert, soll er mit ungeschwächten Kräften weitergeführt werden, fortwährend die Einsehung neuer Ergänzungen für die im Felde stehende Armee, um einerseits die erlittenen Verlufte wettzumachen und andererseits die Armee in einem Maße zu stärken, daß hierdurch in absehbarer Zeit möglichst eine Ausgleichung gegenüber der bei unseren Feinden bisher so stark in die Erscheinung getretenen zahlenmäßigen Mehrheit stattfinde. Wir find daher in und darüber ist sich wohl niemand im Zweifel diefem gigantischen Ringen genötigt, alle unsere Kräfte einzusehen, um den Krieg nötigenfalls auch noch durch längere Zeit bis zu einem endgültigen Erfolg fortführen zu können. Diese Ueberzeugung hat sich erfreulicherweise auch bei allen Völkern der Monarchie festgesezt, welche ohne Zaudern unter die Fahnen geeilt find und in den in der Geschichte beispiellos dastehenden heftigen Schlachten dieses Krieges fast Nebermenschliches leisten und der ganzen Welt Bewunderung und Achtung abgerungen haben. Damit aber der Erfolg der bisherigen großen Anstrengungen nicht in Frage gestellt wird, ist es notwendig, daß auch der meitere Nachschub dauernd sichergestellt werde. Diese Garantie aber nur durch Heranziehung aller verwertbaren Boltskräfte zur notwendigen Ergänzung des Heeres fann stimmungen über die Landsturmpflicht sind jedoch Die russische Kriegführung in Memel. Berlin, 16. April.( W. T. B.) Von der Art, wie die Ruffen gegen die friedliche Bevölkerung Ostpreußens Strieg geführt haben, zeugen einige Schriftstücke, die in der Mappe eines am 6. April 1915 bei Andrzejewo gefallenen russischen Bataillonsadjutanten gefunden worden sind. des Es heißt darin: Befehl an Detachement Memel Nr. 2. Der Seekrieg. Die Ergebnisse des U- Bootskrieges. London, 17. April.( W. T. B.) Die Admiralität gibt bekannt: In der Woche, die am 14. April endete, tamen an und fuhren ab 1432 Ueberseeschiffe. 3 wei britische Schiffe von zusammen 6586 Tonnen wurben von Unterſeebooten bersentt. Ein Schiff wurde. torpediert und erreichte den Hafen. Seit dem 18. Je bruar find 38 britische Schiffe und sechs Fischerfahrzeuge versenkt oder beschlagnahmt worden. Schließung englischer Häfen. 7./20. März 1915: 10 Uhr abends. Bolangen. In Anbetracht dessen, daß die Landung des feindlichen Landungstorps nicht gelungen und unmöglich geworden ist, hat London, 17. April.( T. U.) Die offizielle London Gazette" unser Detachement den Befehl erhalten, von neuem die Stadt macht die Mitteilung, daß binnen kurzem weitere englische Häfen Memel zu besetzen und für die vom Feinde bewiesene Hinterlist und Anlegepläge völlig für den Handels- und Schiffahrtsverkehr und Treulosigkeit die ganze männliche Bevölkerung aus Memel gesperrt sein werden. Hierunter befinden sich Barrow, Belfast, auszutreiben. Auf den Vormarschstraßen unserer Truppen ist ihr Dover, Falmouth, Newhaven, Plymouth, Portland, Portsmouth, ganzes Hab und Gut zu konfiszieren. Auf Befehl des Höchst- Queenstown, Hartlepool, Harwich, Jersey u. a., außerdem die Flußkommandierenden sind unverzüglich aus Memel aus den dortigen mündungen des Humber, Nersey, Tay, Tees, Themie und Tyne, Werkstätten und Fabriken wegzuführen: Preßmaschinen mit und schließlich noch die Häfen Gibraltar und Malta. Ferner werden Pumpen und Treibriemen und zwar zur Erweiterung des Be- verschiedene Häfen in Kanada, im Indischen Ozean, China, Afrika, triebes unserer Militärfabriken. Australien, Tasmanien, Neuseeland und Westindien geschlossen Der Rittmeister S. hat bei der Ausweisung der männlichen werden. Bevölkerung aus der Stadt die Handwerker aller Berufsarten Des weiteren werden noch Bestimmungen darüber veröffentlicht, auszusondern und sie in den Hinterflügeln der Kasernen unter Be- in welcher Weise den Schiffen von der Schließung eines Hafens wachung unterzubringen. Kenntnis gegeben wird. Falls der betreffende Hafen nicht betreten werden darf, wird dies durch drei rote Kugeln und nachts durch brei rote Richter mitgeteilt. Auch wird den Schiffen Nachricht gegeben werden, wohin sie sich eventuell zu wenden haben. Wenn irgend ein Schiff verdächtig erscheint, so wird es von besonderen Patrouillenschiffen begleitet bzw. untersucht werden. Diese Patrouillenfchiffe zeigen am Tage eine rotweiße Fahne mit blauem Rand, des Nachts ebenfalls drei rote Laternen. Gleichzeitig wird den Schiffen erneut eingeschärft, feinerlei besondere Signale zu geben, da sie sonst Gefahr laufen, ohne weiteres beschossen zu werden. Der Oberst Robrilow wird zum Vorsitzenden der Kommission ernannt, die seit dem 6./19. März besteht, zur Uebernahme der Stadt an Stelle des Hauptmanns der ersten Kompagnie Pekarski. Ihm liegt die Ausweisung der Ortseinwohner ob, gemäß diesem vorliegenden Befehl. Charakteristisch ist auch ein unter Ziffer III, 6 erlaffener Befehl Detachement- Befehlshabers Generalmajors Potapow: Das bei den Gefangenen vorgefundene Geld ist an die Staatstasse abzuliefern. gez. Gen. Maj. Botapow. Det. Führer. Hauptmann der Garde gez. Kononow. Chef des Stabes. Notenaustausch zwischen Chile und England. London, 17. April.( W. T. B.) Zwischen der Regierung Der türkische Krieg. von Chile und der britischen Regierung fand ein des vegen der Versenkung und der Landwehr geboten werden. Die derzeit geltenden Be Angriffsversuche gegen die Dardanellen. Rotenaustausch beutichen Kreuzers „ Dresden" in den chilenischen Konstantinopel, 17. April.( W. T. B.) Am 14. April Territorialgewässern statt. Die chilenische Regierung erhob energischen feineswegs ausreichend, um dieses Ziel zu erreichen. Bergleicht nachmittags beschoß das englische Linienschiff Majestic" die Einspruch gegen die Verlegung ihrer Souveränitätsrechte. Sir Edman beispielsweise die zeitliche Ausdehnung der Landsturmpflicht and stellungen bei Gabatepe( Saros- Bucht). ward Grey bot im Namen der britischen Regierung unbedingte, bei uns mit jener bei anderen europäischen Staaten, so stehen wir das Feuer wurde erwidert und Majestic" nach wenigen weitestgehende Entschuldigung für das Borgehen des betreffs der Ausnüßung des menschlichen Kräfterefervoirs beinahe Schüssen gezwungen, sich zurückzuziehen. Als„ Majestic" am Kapitäne der„ Glasgow" an. on letter Stelle. Während z. B. im Deutschen Reiche die Land- Nachmittag des 15. April wieder einige vorgeschobene Batterien sturmpflicht vom 17. bis zum 45. Lebensjahre, in Frankreich bis angriff, wurde sie von den türkischen Forts unter Feuer ge- London, 17. April.( W. T. B.) Die Rote der Regierung von zum 48., in Serbien bis zum 50. Jahre reicht, fängt sie bei uns erst nommen und erhielt drei Treffer und zwar zwei hinter Chile an die englische Regierung teilt folgendes mit: Um 9. März mit dem Beginne des Jahres der Vollendung des 19. Lebensjahres der Kommandobrücke und einen zwischen den Schornsteinen. Insel Masatierra der Juan- Fernandez- Gruppe, 500 Meter von der warf der Kreuzer" Dresden" Anter in der Cumberlandbai der an und endigt mit dem Ende des Jahres der Vollstreckung des Das Schiff drehte ab und wurde durch das Linienschiff Küste. Der Kommandant des Kreuzers bat den Gouverneur des 42. Lebensjahres. Auch bezüglich der Verwertung des Landsturmes ziehen die gel-" Swiftsure" ersetzt, das die Beschießung der Batterien ohne Safens um die Erlaubnis, acht Tage bort bleiben und feine Erfolg fortsette. Maschinen reparieren zu dürfen. Dies wurde verweigert, vielmehr tenden Bestimmungen zu enge Grenzen, durch deren weitere AufIn den Nächten vom 13. zum 14. zum 15. April ver- befahl ihm der Gouverneur, die Bai binnen 24 Stunden zu verrechterhaltung eminente militärische Intereffen geschädigt werden fönnten. So fehlt in unserem Landsturmgesek eine Bestimmung, suchten feindliche Torpedoboote in die Darda- lassen, widrigenfalls der Kreuzer interniert werden würde. Nach wonach auch das zweite die 38- bis 42jährigen umfassende Aufge- nellen einzubringen, wurden aber leicht abgewiesen. bot zur Ergänzung des Heeres und der Landwehr verwendet werden Ein deutscher Flieger warf bei Tenedos auf feindliche Kohlenfann: ein Mangel, der sich bei dem großen Werte der periodischen dampfer zwei Bomben ab, welche trafen und explodierten. Ablauf der Frist teilte der Gouverneur dem Kommandanten mit, Präsidenten der Republik Meldung. Inzwischen tam am 14. März daß sein Schiff nunmehr interniert werden müſſe, und machte dem ein englisches Geschwader in der Cumberlandbai an und eröffnete fofort das Feuer auf die vor Anker liegende" Dresden"; der Gouverneur des Hafens, der im Begriff war, dem Kommandanten Konstantinopel, 17. April.( W. T. B.) Das Hauptquartier teilt des Kreuzers Glasgold" einen Besuch abzustatten, mußte um ſtimmungen über den Landsturm nach der Richtung eintreten zu mit: Gestern nachmittag wurde ein feindliches Wasserflugzeug beim fehren." Dresden" hißte die Waffenstillstandsflagge( flag of truce) und fandte einen Offizier auf die Glasgow", um darauf aufLassen, daß einerseits die Landsturmpflicht auf weitere Fluge über den Golf von Saros von unserem Feuer beschädigt und merksam zu machen, daß er sich in neutralen Gewässern befinde. Jahrgänge ausgedehnt und andererseits eine ausgiebigere fiel vor Sazli Liman ins Meer. Ein zweites Wafferflugzeug, das Das britische Geschwader ließ diese Mitteilung unbeachtet und forErgänzung des Heeres und der Landwehr sichergestellt werde. fich aufs Meer niederließ, um das erste zu bergen, wurde durch derte den deutschen Kreuzer zur Uebergabe auf, widrigenfalls er Nachschübe für alle im Felde stehenden Formationen äußerst nach- Ein englisches U- Boot versenkt. teilig fühlbar macht. Im Hinblick auf die dargestellten Verhältnisse erscheint es dringend notwendig, einen Ausbau der geltenden BeIF bernichiet werden toftrie. Daraufhin gab der Kommandant der „Dresden" Befehl, die Munitionskammer zu sprengen und das Schiff zu versenken. Die chilenische Regierung betont, daß die Jnternierung des deutschen itreuzers bereits so effektiv und so voll- ständig gewesen sei, wie die Umstände es erlaubt hätten, als er von dem englischen Geschwader angegriffen wurde. der ßrieöensaufruf. Die„Berner Tagwacht" schreibt: In dem Friedensaufruf, der gegenwärtig zu großen Aus- einandersetzungen in der französischen wie in der deutschen Presse geführt hat, wird Bezug genommen auf den französischen GeWerl- schaftssekretär I o u h a u x, von dem gesagt wird, er stehe in der Opposition und mache die Durchhaltepolitik nicht mit. Dazu wird uns von einem französischen Genossen aus Paris g�hrieben; „Jouhaux steht keineswegs in der Opposition. Er hat im Gegenteil mit allen Kräften gegen eine Friedensaktion des französischen Ge° werkschastsbundes gearbeitet. Er war es, der verschiedene Gewerk- schafler nach Bordeaux brachte, allwo beschlossen wurde, als Re- g i e r u n g s k o m m i s s ä r e im Lande herum Vorträge zu halten. In diesen Vorträgen wurde überall gesagt, daß der gegenwärtige Krieg ein Freiheilskrieg sei. Jouhaux verhinderte eS auch, daß eine Sympathie- resolution, die scharf den internationalen Standpunkt vertreten wollte, an die Konferenz nach Kopenhagen zustande kam. Jouhaux ist gegen die Internationalisten in Frankreich und daher auch gegen die deutsche Opposition, deren Aufgabe und Wille es ja selbstverständlich nicht ist. dem Nationalismus in Frankreich in die Hände zu arbeiten. Das erklärt auch, weshalb Jouhaux, ob- schon er Order hatte, sich am 23. Tage der Mobilisation seinem Regiment zu stellen, demobilisiert wurde. Ich bitte die Redaktion der„Berner Tagwacht" dringend, dies zu Händen der deutschen Genossen, die in der Opposition stehen und deren Aktion wir vom Standpunkt des...... Sozialismus aus freudig und aufrichtig begrüßen, mitzuteilen." Die Agitation in England gegen den Krieg. Die„Tägliche Rundschau" entnimmt einem Londoner Stimmungsbild, das ein neutraler Berichterstatter verfaßt hat, das Folgende: „Gerade in den Ostertagen fanden mehrere Volks- V e r s a in in l u n g e li statt, in denen ehemalige Krieger, die den Waffenrock für immer abgelegt haben, wenig Erbauliches über die Vorgänge auf dem Kriegsschauplatze vortrugen. Die Ver- legenheit der Regierung kann man sich vorstellen, wenn man be- denkt, daß sie keine gesetzliche Handhabe besitzt, das Auftreten dieser antimilitar istischen Elemente zu verhindern. Irgend eine Organisation der Arbeiterparteien beruft eine Versammlung ein. Im Verlauf der Debatte kommt aus einem Winkel des Saales ein Mann hervor und stellt sich in seiner Rede als einer von denjenigen vor,„die dabei gewesen sind". Er er- zählt und erzählt immer weiter, und die Menge lauscht atemlos seiner Darstellung der furchtbaren Leiden derer, die noch draußen im Felde stehen. Und wenn er seine Anklagen gegen die Offiziere erhebt, die ihre„Opferlämmer auf die Schlachtbank" führen, dann gellt es durch den ganzen Saal: „Nieder mit dem Kriege I Fort mit der Regierung l" und eine entsprechende Tagesordnung findet widerspruchslos ein- stinimige Annahme.—-—------ Die ganzen Ostertage standen unter dem Zeichen derartiger Kundgebungen und nehmen an Zahl und Jntensivilät noch immer zu. Da wird man denn verstehen, wenn die Stimmung auch in den- jenigen�Kreisen allmählich gedrückt worden ist, die bis Ostern eine große Siegesgewißheit an den Tag gelegt haben. Diese Kreise fühlen jetzt inmitten der Arbeiterstreiks, daß mau in eine Sackgasse geraten ist. Für sie handelt es sich jetzt darum, einen anständigen Ausweg zu finden. Die Frage lautet nicht mehr: Wie kann England siegen, sondern: Wie kaim England gerettet werden und durch wen kann England gerettet werden, ohne daß seine Weltherrschaft und seine Vormachtstellung zur See in die Brüche geht." Eine Zrauenkonferenz im Haag. Amsterdam, 17. April.(£. II.) Zu der Konferenz, die don einem Komitee holländischer Damen am Ende dieses Monats im Haag veranstaltet wird, werden von England ILO Frauen erscheinen. Es sind Vertreterinnen verschiedener weiblicher F ri e d e ns g e s e l Is ch a ft e n undFrauen- klubs für Stimmrecht, ferner demokratischer Frauen- gesellschaften und einer Gesellschaft von Frauen aus Ulster. Bekanntlich haben die deutschen Frauenvereine die Beteiligung an dieser Konferenz abgelehnt, ebenso verhalten sicki die franzö- fischen Frauen ablehnend. Eine offiziöse Erklärung über öen päpst- lichen Jrieöenswunsch. 17. April. ,W. T. B.)., O s s e r V a t v r e Romano" schreibt zu der Audienz, die dem amerikanischen Zeitungskorrespondenten von Wiegand vom Papste gewährt worden ist: In der Unterredung, die mit Hilfe eines Dolmetschers stattfand, ließ der Papst nur seinen sehr dringenden Wunsch, daß der Friede in der Welt wieder hergestellt werde, wiederholen, indem er sagte, daß auf dieses sehr edle Ziel seine täglichen Gebete gerichtet seien. Der Papst fügte hinzu, daß er gewiß glücklich sein würde, all seinen hohen moralischen Einfluß in den Dienst einer so edlen und so heiligen Sache zu stellen, wenn erst die neutralen Mächte, unter denen die Vereinigten Staaten zweifellos die erste Stelle einnähmen, die günstige Stunde . für gekommen erachteten, um ihre Friedensaktion ins Werk zu setzen. Alles übrige außerhalb dieser Gedankengänge, was gewisse Personen in den Worten des Papstes zu sehen oder zu vermuten behaupteten, muß der Form zugerechnet werden, welche der Korrespondent der Darlegung des päpstlichen Ge- dankens zu geben für gut befand, eine Darlegung, über deren Treue der Korrespondent übrigens selbst passende Vorbehalte inachen zu müssen glaubte, indem er äußerte:„Wenn ich die Worte des Papstes richtig verstanden habe". Eine päpstliche Spende für Delgien und polen. Rom, 16. April.(W. T. B.) K a r d i n a l G a S p a r r i sandte an kardinal Me r crer einen Brief, in dem er ihm anzeigt, daß der Papst-o OOO p- r a n k für Belgien gespendet hat. In diesem Briese heixt es: Seit dem Beginne seines Pontifikals hat der Papst, die gesamte Weitlage überblickend, sein Auge haupisächlich auf Europa ruhen lassen, da? durch diesen entsetzlichen Krieg aufgewühlt ist. Insbesondere hing sein Blick an Belgien und verfolgte die schmerztichen Ereignisse, die sich dort abspiellen. Tiesbewegl und in dem Wunsche, zur Erleichterung der Leiden der geliebten Belgier beizulragen, hat der Heilige Valer das lebhafte Bedürfnis, diesen Obolus seiner Mildlärigkeir aus seiner erhabenen Armut zu über- senden. Der Papst, der unausbörlich die heißesten Bitten zum Himmel sendet, um von Gott Erbarmen und ein Ende der entsetzlichen Kriegs- schrecken zu erflehen, beschwört den himmlischen Vater ganz besonders. die Leiden der teuren Belgier zu erleichtern/ Der Brief kündigt so- dann die Spende der Summe von 2ö 000 Fr. an und bringt den Wunsch des Papstes zum Ausdruck. daß das Beispiel des gemeinsamen Vaiers aller Gläubigen von den Katholiken der ganzen Welt befolgt werde. Der Papst habe mit großer Genug- tuung vernommen, daß bereits viele Hilfsgesellschasten für Belgien gegrnndel worden sind und tröstliche Erfolge erzielt haben. Der Brief schließt mit der Mitteilung, daß der Papst dem Kardinal, den Bischöfen, der Geistlichkeit, den Belgiern und allen, die Belgien zu Hilfe kommen wollen, seinen päpstlichen Segen spendet. Rom, 16. April.(W. T. B.) In dem Briefe, der die Mit- teilung an den Fürstbischof von Krakau enthält, daß der Papst 25(ivv Kronen für die polnische Bevölkerung gespendet habe, sagt Kardinal Gasparri: Das Elend, in dem die ganze polnische Be- völkerung schmachtet, da sie mehr als jede andere unter den traurigen Folgen des Krieges zu leiden hatte und leidet, erfüllt das väterliche Herz des Papstes seit langem mit unendlichem Schmerz und hat ihn veranlaßt, durch eine persönliche Spende und einen eigenhändigen Brief dem Lande Polen den ganzen Schmerz seiner Seele und seine ganze väterliche Zärtlichkeit zu zeigen. Inzwischen sind neuer- dings Nachrichten von so schmerzvoller Düsterleil hinzugekommen: daß der Papst nicht umhin kann, von neuem den unglücklichen Polen zu Hilfe zu kommen, mit dem lebhasten Wunsche, ihre ungeheuren Leiden einigermaßen zu erleichtern. Infolgedessen sendet der Papst unaufhörlich Gebete zu Gott, auf daß der wohliänge Geist des Friedens wieder über der Welt leuchte. Gleichzeitig erhebt der Papst seine heißesten Wünsche und seine glühendsten Bitten ganz be- sonders zugunsten des hochherzigen polniscben Volkes, das durch alte Ueberlieferung dem Heiligen Stuhle so sehr ergeben und gegenwärtig durch schwerstes Unglück so hart geprüft ist. Der Papst will mit seinen Wünschen und Gebeten einen neuen Beweis seiner warmen Gefühle für afle Polen geben. Der Brief sagt weiter, daß der Papst sich an den Fürstbischof von Krakau wendet, mit dem er leichter in Verbindung treten kann, aber die Sendung der 25 000 Kronen an(amtliche polnische Bischöfe richten will, um mit dieser Spende, die zweifellos zu den dringenden Bedürfnissen Polens in keinem Verhältnis steht, einen klaren Beweis der ganz besonderen Wärme zu geben, die der Stellvertreter Christi in seiner jetzt mehr als je hervortretenden erhabenen Armut zu dieser furchtbaren Zeit für die Polen fühlt. Der Brief fügt hinzu: Der Papst würde es mit Genugtuung sehen, wenn alle polnischen Bischöfe an alle Katholiken eine brüderliche Aufsorderung richteten, um sie als Mitarbeiter an den Gebeten und Spenden des gemeinsamen Vaters der Gläubigen zu gewinnen. Der Brief sagt zum Schlüsse: Der Papst fleht auf die geliebten Polen eine Fülle himmlischer Linderung und brüderlich barmherziger Unterstützungen herab und gibt allen denen, die durch Gebet und Hilfe- leistung die Polen etleichtern, aus vollem Herzen seinen besonderen Segen. Die englischen Kriegsgefangenen in Deutfchlanö. Berlin, 17. April. jW. T. B.> Der englische Zeitungsdienst in Poldhu hat einen tendenziösen Auszug aus dem Inhalt des soeben herausgegebenen englischen Weißbuchs über schlechte Behandlung englischer Gefangener in Deutschland gegeben, zu dem folgendes zu erklären ist. Die Behauptung, daß die deutsche Regierung Informationen über Gefangenenlager in Deutschland— hmterrreide, insbesondere�«nerikanischen--Vertretern Besuche der Gefangenenlager verweigere, ist unwahr. Richtig ist, daß eine Zeitlang die amerikanischen amtlichen Vertreter nicht in der Lage waren, solche Besuche zu machen, weil die amerikanische Regierung es ihren Diplomaten und Konsuln in allen kriegführenden Staaten untersagt hatte, die Gefangenenlager zu besuchen. Nachdem dieses Verbot aufgehoben war, istz den Vertretern der amerilanischen Botschaft unbeschränkte Erlaubnis zu Besuchen erteilt worden, und sie haben von dieser Erlaubnis- ausgiebigen Gebrauch gemacht. Das allgemeine Urteil dieser Vertreter lautet günstig. Wo in dem englischen Weißbuche ungünstige Urteile enthalten sind, stammen sie aus der ersten Zeit des Krieges. Wenn in einigen Lagern Anlaß zu Klagen vorhanden war, sind diese infolge engen und freund- schastlichen Zusammenarbeitens der amerikanischen Delegierten mit den Lagerkommandanten und mit den Zentralbehörden abgestellt worden, und werden auch weiter abgestellt Werden- Vertreter des Genfer Roten Kreuzes haben ebenfalls eingehende Besichtigungen der Gefangenenlager vorgenommen und günstige Be- richte erstattet. Auch viele neutrale Journalisten waren in der Lage, sich von den guten Zuständen in den Gefangenenlagern durch Augen- schein zu überzeugen. Die von englischer Seite erhobenen Vorwürfe würden eher auf die Gefangenenlager in Rußland zutreffen, von wo die schwersten Klagen über empörende Zustände täglich in Deutsch- land eintreffen. Die Lage öer Industrie in Delgien. Die„Frankfurter Zeilung" bringt über die Lage der Industrie in Belgien einen Artikel, in dem u. a. ausgeführt wird, daß die Kohlenförderung bereits wieder auf die Hälfte der Friedensleistung gestiegen ist. Fast Awei Drittel der Bergarbeiter seien wieder tälig; doch seien die Zustände noch immer sehr mangelhaft, denn im Hennegau allein seien eine halbe Million Unterslütztingsbedürflige vorhanden. Werter heißt es in dem Artikel: „Die Bergarbeiter sind jeden zweiten und dritten Tag nur beschäftigt, die Glasarbeiter, deren es 40 000 gibt, feiern nahezu alle was bei einer Industrie erklärlich ist. die zu neun Zehntel ihrer Produkte aus Export angewiesen ist. Kein Hochofen brennt nur drei Kokereien sind im Betrieb und leisten ein Viertel der Friedensarbeit: die Waffenindustrie in Lüttich ruht gänz- iich, die Stahl- und Eisenwerke stehen am Ende ihrer Erzvorräte und die Steinbrüche, vor allem in Bainage, bei denen sonst 86 000 Menschen tätig, waren, haben erst seit kurzem eine geringe Beschäftigung, da die Militärverwaltung an die Ausbesserung der beschädigten Straßen gehen will. Hier setzt nun die Wohltätigkeit ein, gestützt aus den amerikanischen Lebensmittelimport, organisiert in denu Comils National de Sscours et d'Alimentation, das bis Mitte Januar fast 150 000 Tonnen Lebensmittel ins Land ge- bracht hat. Spärlich gehl es natürlich trotzdem zu; in Ebarleroi zum Beispiel gibt es täglich pro Kopf 100 Gramm Brot, während früher der Durchschnitt 750 Gramm war: und dabei muß man immer mit Paulen in der Einsuhr rechnen, dank der englischen Minen- gefahr und der Launenhaftigkeit, mit der man in England Trans- Vörie bald durchläßt, bald zurückhält. Seltsamerweise hat man in London die Versorgung der belgischen Bevölkerung mit Petroleum verboten und dadurch dem armen Verbündeten einen neuen Schlag versetzt; der schlimmste war. daß London Zahlungen nach Belgien (an Privatleute, also keineswegs dem deutschen Zugriff preis- gegeben!) verbot, während der„Feind" Deutschland die belgischen Guthaben seit dem 1. Februar steigab." Die chinefisch- japanischen verhanülungen. London, 17. April.(W. T. B.) Die„Times" melden aus Peking vom 14. April: Zn der gestrigen chinesisch-! japanischen Konferenz wurden wieder Einzelheiten über das Abkommen bezüglich der Mandschurei besprochen, ohne daß ein abschließendes Ergebnis erzielt wurde. Der japanische Gesandte überraschte die Chinesen neuerdings da- durch, daß er Eisenbahnprivilegien verlangte, die bereits eng- tischen Firmen verliehen wurden. Der iapanische Gesandte brachte als Argument vor. daß Japan sich um die Rechte zur Erbauung einer der in Frage stehenden Bahnen bereits vor mehreren Jahren beworben habe und abgewiesen ivorden sei, während inzwischen Großbritannien die Konzession gewährt worden sei. was eine unbillige Hintansetzung Japans sei. Der japanische Gesandte betonte, daß die Ausbeutung der Konzession. wenn Japans Forderung erst bewilligt sei, zwischen Japan und Großbritannien geregelt werden könnte. Besetzung Easablancas. Nürnberg, 17. April.(T. U.) Der„Nürnberger Zeitung" wird aus Genf gedrahtet: Nach eurer Meldung des„Journal" aus Rabat ist die Stadt Easablanca am 6. April von den Mohamedanern nach kurzem Kampf erobert worden. Kriegsbekanntmachungen. Mmelöung von Kriegsschäöen. Berlin, 17. April.(W. T. BZ Die aus Anlaß des gegenwärtigen Krieges erwachsenen Schäden sind bisher von den beteiligten Deutscheu bei den verschiedensten Behörden angemeldet worden. Um eine einheitliche Behandlung dieser Schäden herbeizuführen, haben die Zentralstellen die Be- arbeitung der Anmeldungen in folgender Weise verteilt: 1. Schäden, die durch den Einfall feindlicher Truppen in das Reichsgebiet verursacht sind, werden von den zuständigen Landesbehörden behandelt. 2. Schäden, die in deutschen Schutzgebieten durch kriege- rische Maßnahmen des Feindes entstanden sind, werden durch das Reichskolonialaint und, soweit das Schutzgebiet Kiautschou in Frage kommt, durch das Reichsmarineamt bearbeitet. Z. Schäden, die deutscheu Zivilpersonen in Feindes- land an ihrem Eigentum oder au Leid und Leben durch Gc- walttätigkeiten der Bevölkerung oder der Behörden zugefügt worden sind, werden durch den Reichskommissar zur Erörte- rung der Gewalttätigkeiten gegen deutsche Zivilpersonen in Feindesland behandelt, dessen Bureau sich Berlin W. 35, Potsdamer Straße 38 III. befindet. Das Gleiche gilt für Eigentumsschäden, die Deutschen in Feindesland durch gesetz- geberische Anordnungen der feindlichen Regierungen, wie Kon- fiskationen, Zwangsliquidationen u. dergl., zugefügt worden sind. 4. Schäden, die sich auf die Wegnahme, Zurückhaltung oder Festlegung deutscher Seeschiffe oder deutscher Ladun- gen auf Seeschiffen beziehen, sind bei dem Reichsamt des Innern, Abteilung III. anzumelden, während für Schäden der B i n li e n s ch i f f a h r t der unter Str. 3 erwähnte Reichs- kommissar zuständig ist. 5. Verluste an deutschen P r i v a t f o r d e r u n g e u im feindlichen Ausland, die durch gesetzgeberische Maßnahmen der feindlichen Regierungen, wie Moratorien, Zahlungs- Verbote, Einziehungen u. dergl. entstanden sind, werden nicht -weiter uiizuiiiekdeTr'seim' dm bei den Friedensverhandlungen' darauf Bedacht genommen wird, diese Forderungen mit allen ihren Rechtsbehelfen grundsätzlich wiederherzustellen. Das Gleiche gilt für solche Rechtsverluste, die durch Eingriffe semd- sicher Regierungen in die ihnen gegenüber bestehenden vrrvat- rechtlichen Ansprüche von Deutschen, in die an Deutsche er- teilten Konzessionen aller Art sowie in deutsche Patent- und Urheberrechte u. dergl. entstanden sind. Die bisherigen Anmeldungen der unter 1 bis 4 bezeichneten Art find den dort aufgeführten Stellen zn- geführt worden, so daß eine nochmalige Einreichung nicht er- forderlich ist. Bei den iv e i t e r e n Anmeldungen sind die ent- standenen Schäden möglichst genau unter kurzer Angabe des Sachverhalts darzulegen. Handelt es sich um Gegenstände, die der Verfügung der deutschen Eigentümer— vor allem durch Sequestrationen entzogen sind oder über deren Verbleib sie keine Kenntnis haben, so wird darüber zweckmäßig ein besonderes Verzeichnis mit genauen Angaben über ihren Wert und den Ort, wo sie zurückgelassen sind, sowie über die Persönlichkeit, der etiva der Schutz anvertraut wurde, einzu- reichen sein. Alle diese Angaben sind selbstverständlich nach bestem Wissen und Gewissen zu machen, dergestalt, daß sie gegebenen- falls von den betroffenen Personen eidlich erhärtet werden können. Soweit angängig, sind auch Zeugen, die aus eigener Wissenschaft die Angaben zu destätigen vermögen, nach Namen und Aufenthaltsort zu bezeichnen. Kein Mangel an Metallen. Das Kriegsministerium teilt mit: In letzter Zeit häufen sich bei der Kriegs- Rohstoff- Abteilung des Kriegsministeriums Anregungen ans allen Schichten der Bevölke- rung zur Nutzbarmachung gebundener Metallbestände auS den Haushaltungen und aus der Industrie, selbst aus Kirchenglocken für den Heeresbedarf. Allen Einsendern für das anerkennenswerte Interesse, das sie dadurch bekundet hoben, einzeln zu danken, ist nicht möglich. Das Kriegsministerium spricht daher auf diesem Wege den Beteiligten seinen Dank aus. Die Heeresverwaltung beabsichtigt den Anregungen zunächst nicht näher zu treten, weil kein Mangel an alten Metallen besteht. Abgesehen hiervon würden bei dem bewährten Opersinn der Be- völkerung besonders auch die minderbegülerten Kreise wetteifern, ihren Besitz an Metall dem vaterländischen Zwecke zur Verfügung zu stellen, während erheblich größere Bestände, die im Fall einer wirklichen Knappheit aus gewerblichen Anlagen. Bedachungen und anderen großen Vorräten nutzbar gemacht werden könnten, von den steiwilligen Sammlungen nicht getroffen würden. Lette Nachrichten. Der französische Tagesbericht. Paris, 17. April.(W. T. B.) Amtlicher Bericht von heute nachmittag: Seit dem gestrigen Abendbericht ist nichts zu melden. Belgier für das frauzösischc Heer. Paris, 17. April.< W. T. BZ Mit der Jabresklasie 1S17 werden auch alle achtzehnjährigen Belgier in. Frankreich eingestellt. R 1000 Mk. G MK für 5 deutsche Worte covertcoat als Verdeutschung für saison Der Sinn des Ausschreibens Ein Stüd nationaler Arbeit soll hier geleistet werden, und deshalb möge jeder helfend mitwirken, damit eine wirklich gute Verdeutschung obiger Worte gefunden werde. Besonders bietet sich hier eine Gelegenheit für alle die, welche in Briefen an uns oder die Zeitungen ihren Un. willen über die Fremdwörter zum Ausdruck gebracht haben, uns in unseren Bemühungen zu unterstützen. Einer guten Lösung stehen jedoch insofern Schwierig. feiten entgegen, als es nicht genügt, eine umschreibende Erklärung des Fremdworts in deutscher Sprache zu geben. Es muß vielmehr ein Wort gefunden werden, das 1. den Begriff des Fremdwortes in einer dem großen Publikum leicht verständlichen Art und der Sache entsprechend wiedergibt, 2. durch kurze und bestimmte Form fich zum Gebrauch in Inferaten usw. eignet, 3. dem deutschen Sprach und Klanggefühl nicht widerstrebt. ( Senaue fachliche Erklärungen für die Entstehungsart, die Bedeutung, die Verwendung der Stoffe, die in drei der obigen fünf Wörter enthalten sind, werden auf Wunsch und gegen Einsendung eines frankierten Umschlags von unserem Reklamebüro gern versandt.) cheviot Die Preisverteilung. frotté Die ausgesetzten M. 1000.- oder M. 200.- für sedes einzelne Wort gelangen auf jeden Fall zur Verteilung. Selbst für den Fall, daß für eines der 5 Worte eine brauchbare Berdeutschung nicht gefunden werden sollte, so wird doch diejenige Lösung mit M. 200.- entlohnt werden, welche die Preisrichter als die beste erkennen. Wir behalten uns vor, die Zahl der Preise zu erhöhen, Troffpreise zu verteilen usw. Als Preisrichter haben sich in liebens. würdiger Weise zur Verfügung gestellt: Aus der Industrie: Herr Siegbert Stern, Mitinhaber der Firma Graumann& Stern, Ausschußmitglied des Verbandes Deutscher Damenund Mädchenmäntel Fabrikanten Herr Emil Heller, Mitinhaber d.Fa. Gebr. Heller& Horwitz, Vorsitzender des Verbandes Vereinigter Großhändler in Damentonfettions- Stoffen E. V. Bon der Preffe: HerrHugov.Kupffer, Chefredakteur d.Berl.Lofal- Anzeigers Herr Frizz Goek, Chefredakteur der Berliner Morgenpost Außerdem wirken mit: Herr Clemens Brenninkmeyer, Seniorchef der aus schreibenden Firma Herr Kurt Liffer, beratender Reklame- Fachmann konfektion Bedingungen des Ausschreibens 1. Jeder ist ohne weiteres zur Teilnahme am Wettbewerb berechtigt. 2. Die Lösungen find nur auf den unten hierfür vor gesehenen Abschnitten zulässig, und zwar müssen die 5 Abschnitte voneinander getrennt werden sowie auf jedem Name und Adresse des Einsenders angegeben fein.( Abdrücke dieser Anzeige mit weiteren Ab. schnitten für Lösungen find in jeder gewünschten An zahl in unseren Geschäften oder in unserem Reklame. büro erhältlich.) 3. Als letzter Tag für die Einsendung von Lösungen( an das unten angegebene Reflamebüro) ist Sonnabend der 30. April d. 3. feffgesetzt. Später eintreffende Lösungen werden nicht berücksichtigt. 4. Die Entscheidung der Preisrichter wird sobald als irgend möglich nach dem 30. April, spätestens bis zum 31. Mai gefällt werden; die Preisverteilung schließt sich unmittelbar an. Das Resultat wird durch die Presse veröffentlicht. 5. Die Entscheidung der Preisrichter ist endgültig und unanfechtbar. 6. Durch Einsendung einer Lösung erklärt sich der Einfender an die Bedingungen des Ausschreibens gebunden. Berlin Hamburg Spezialhaus für Damen, für covert coat: C& A BRENNINKMEYER.G.M.B.H. Alle Zufchriffen sind ohne Ausnahme zu adressieren an unser Köln Backfisch- u. Kinderkonfektion Essen für frotté: Name: 2oreffe: für saison: Name: Adresse: Deutlich schreiben! Deutlich schreiben! Reklame Büro Berlin S.W. Charlottenstr. 7-8 für cheviot: Name: Adresse: Deuttich schreiben! Name: Udresse: für konfektion: Name: Adresse: Deutlich schreiben! Deutlich schreiben! Veranti. Nebatt.: Alfred Wielepy, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glöde, Berlin. Drudu. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl Nr. 106. 32. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. # „ Gegen den Zarismus." maritimen, wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse abzuändern, welche welche Großbritannien heute gestatten, " Sonntag, 18. April 1915. Schreiben: ,, Barmen- Langerfeld, den 29. Dezember 1914. Unser Vertreter in Berlin teilt uns mit, daß die neue Gewehrfabrik in Berlin- Oberfpree von Ihnen entworfen und die Fabrikations- Einrichtungen von Ihnen bearbeitet werden. Nachdem hierbei die zu beschaffenden Werkzeugmaschinen und Fabrikations- Einrichtungen von Ihnen auf Ihre Brauchbarkeit zu prüfen resp. zu untersuchen sind, so erlauben wir uns, da nach unseren Erfahrungen Ihnen besondere Kosten und Mühewaltungen hierdurch verursacht werden, zur Deckung dieser Kosten Ihnen 5 Prozent Prüfungs- resp. Begutachtungs- Gebühren gutzuschreiben, und werden wir uns gestatten, den Betrag nach Gutschrift der bestellten Maschinen zu überweisen. Hochachtungsvoll Maschinenbauanstalt Köllmann G. m. b. H. ppa. gez.( Unterschrift)". Bestechungsversuch bei Heereslieferungen. die deutsche Ausfuhr und Einfuhr gewaltsam und Die Firma Köllmann G. m. b. H. in Langerfeld im Kreise Genosse Heine bittet uns um Abdruck dieser Zuschrift: willkürlich zu unterbinden." Schwelm und in Barmen ist vom Verein gegen das BestechungsDiese Darstellung ift denn bekanntlich setzt sich auch die wefen beim Striegsministerium wegen eines ziemlich dreiften BeDer Vorwärts" behauptet in Nr. 104 vom 16. April 1915, einseitig, das Ziel, den gegnerischen stechungsversuches angezeigt worden. Die Firma sandte an einen Beilage, in dem Artikel„ Verständigung mit Rußland", für deutsche Striegsführung die Erklärung unserer Reichstagsfraktion am 4. August wäre Handel zu unterbinden. Graf Reventlow erkennt das auch im Kriegsministerium für die Dauer des Krieges beschäftigten die Parole ,, Gegen den Zarismus" entscheidend gewesen. an, denn seine weiteren Ausführungen suchen eigentlich den Professor der Technischen Hochschule zu Charlottenburg folgendes Dadurch erweckt der„ Vorwärts" den Eindruck, als ob Nachweis zu erbringen, daß Deutschland am Westrand des die sozialdemokratische Reichstagsfraktion den Striegskrediten europäischen Festlandes", also in Belgien, festen Fuß zugestimmt hätte, um sich in die inneren Verhältnisse Rußlands fassen müsse, um von einer günstigeren Stellung aus den einzumischen und den russischen Völkern gegen- Stampf auszufechten, bei dem England sich jetzt in einer über die Rolle des Befreiers zu spielen. Auch günstigeren Stellung befindet. Graf Reventlow ist der AnKarl Liebknecht hat wiederholt ähnliche Wendungen ge- sicht, daß eine Verſtändigung mit England unmöglich und braucht. die Austragung dieser„ Machtfrage" für Deutschland Als Mitglied der Mehrheit der Reichstagsfraktion unabwendbar sei, und er gibt zugleich deutlich zu verstehen, muß ich dem gegenüber tonstatieren: Die Mehrheit hat sich daß alle hervorragenden deutschen Vertreter auf dem Genicht durch die Absicht leiten lassen, den Zarismus in Ruß- biete der Industrie und des Seehandels" seine Ansicht teilen. Xand niederzuwerfen, was in der Tat eine phantastische und ,, Man sollte schreibt er in Deutschland begreifen, unwahre Phrase gewesen wäre, wohl aber ist sie bestimmt daß für Deutschland im Wettbewerbe mit England die im worden durch die nach Ausbruch des Krieges, namentlich von weitesten Sinne des Begriffes gefaßte Freiheit des Handels, Rußland dem deutschen Volte drohende Gefahr. In im besonderen der Exportindustrie, Lediglich eine MachtDie Firma Köllmann stellt solche Maschinen her und hatte sich der Erklärung vom 4. August heißt es: frage bedeutet. Unter dem deutschnationalen Gesichts- um Lieferungen beworben und wahrscheinlich auch solche zugeteilt er" Nicht für oder gegen den Strieg haben wir heute zu ent- punfte der Machtfrage ist mithin auch die der ,, Verständigung" halten. Hoffentlich beschäftigt dieses Manöver auch noch die Gerichte, scheiden, sondern über die Frage der für die Verteidigung zu beurteilen. Wir wenden, um etwaigen Einwürfen vorzu- so daß nähere Einzelheiten bekannt werden. des Landes erforderlichen Mittel.. beugen, ebenso England wie Rußland gegenüber, das BisFür unser Volk und seine freiheitliche Zukunft steht bei einem marcsche Wort an: Deutschland habe feines Richteramtes Spionageprozeß. Sieg des russischen Despotismus, der sich mit dem Blute der zu walten, sondern lediglich deutsche Politik zu treiben. Besten des eigenen Wolles befleckt hat, viel, wenn nicht alles auf Deutsche Politik wird man treiben, indem man Großbritannien und Sonnabend unter Ausschluß der Deffentlichkeit der Spionage Vor dem 2. Straffenat des Reichsgerichts wurde am Freitag dem Spiel. Kultur und die Unabhängigkeit unseres eigenen Landes sichere& wingt, die Freiheit der Meere, in erster Linie der unsere prozeß gegen fünf Personen aus Thorn( Westpreußen), zustellen. Da machen wir wahr, was wir immer betont haben: Stüſten bespülenden Meere nicht nur anzuerkennen, sondern nämlich den Schreiber Artur Heyduck, den Handlungsgehilfen Wir lassen in der Stunde der Gefahr das eigene Baterland auch tatsächlich zu achten. Auch das ist eine Macht wackow Koniecki, den Schreiber Bruno Schulz, den Schreiber frage. Wir bedürfen dazu der nötigen Basis auf dem Fest Willi Fenske und den Handlungsgehilfen Wladimir Kaszubowst Diese Parole ist die einzige gewesen, die für die Reichstags- lande, die uns bisher fehlte: einmal ist darunter zu rechnen verhandelt. Die vier erstgenannten Angeklagten befinden sich noch in sehr fraktion maßgebend gewesen ist. Sie hat heute noch dieselbe das Zerbrechen der von England gegen uns geschmiedeten jugendlichem Alter. Die Angeklagten Heyduck, Koniecki und Kaszu Geltung wie am 4. Auguſt. Vorläufig ist die von Rußland und in Bewegung gesetzten Festlandkoalition, ferner das Halten bowski waren im April 1914 in Alexandrowo mit russischen drohende Gefahr nicht beseitigt. Die Verteidigung der Stellung an den europäischen Westküsten, die wir Offizieren in Verbindung getreten, um diesen den Besitz eines Deutschlands gegen das zarische Rußland ist noch immer nötig militärisch eingenommen haben und aus der Schloſſes eines im deutschen Heere eingeführten Gewehres zu verund wird auch von den konservativen Politikern nicht ab uns, wenn wir nicht wollen, keine Macht der Welt verdrängen schaffen. Zu einer Ausführung dieser Absicht war es jedoch nicht gelehnt, welche eine Verständigung mit Rußland" suchen. kann. nicht im Stich." gekommen. Um nun diese in Alexandrowo angeknüpften Beziehungen Jedenfalls ist die Parole vom 4. August nicht widerlegt da- Die Deutschen müssen gerade in diesem Augenblicke, wo auszunuzen, setzten sich Heyduck und Koniecki mit Schulz und Fenste durch, daß jetzt manche einen Separatfrieden mit Rußland alle Machtfragen im Flusse sind und für absehbare Zeit neu in Thorn in Verbindung und ließen sich eine von Fenske in dem wünschen, selbst wenn dieser Wunsch auf innerpolitischen beantwortet werden müssen, sich darüber klar sein, daß Deutsch- Militärbureau gestohlene Zeichnung aushändigen, die sie dem Gründen beruht, die wir Sozialdemokraten verwerfen müssen. land für seine Entwickelung und damit Zukunft als see russischen Spionagebureau zu übermitteln gedachten. Sodann Sehr bedeutsam ist eine Aeußerung des Genossen Viktor fahrende Festlandmacht einerseits die Freiheit der Seefahrt versuchten fie von einem preußischen Unteroffizier MobilAdler, der wohl auch vom„ Vorwärts" als Autorität an- und aller Dinge, die damit zusammenhängen, unbedingt nötig machungspläne und Photographien von der Festung Thorn zu crkannt wird, in seinem Artikel„ Blutige Dstern"( Berner hat, andererseits auf dem Festlande und vom Feſt- bekommen, um diese gleichfalls dem russischen Nachrichtenbureau Zagwacht" Nr. 82): lande nach der See ausgreifend eine Stärke Wir wollen uns nicht besiegen lassen; die Deutschen und besitzt, die, wenn zielbewußt ausgenuht, Schriftstücke und Zeichnungen, deren Geheimhaltung im Interesse " Wir auszuliefern. Bei all diesen Gegenständen handelt es sich um ihre Verbündeten wollen sich nicht vom russischen Zaren und nicht den bisherigen Einfluß Englands auf die der Sicherheit des Deutschen Reiches geboten war. Daß die Anvon den englischen Handelsherren das Gesetz ihrer Existenz auf- Fest I andsverhältnisse und damit auf die geklagten sich dessen bewußt gewesen sind, hat das Gericht als ererlegen lassen." Küsten und Seefahrtsverhältnisse des Fest- wiesen angesehen. Da es jedoch zu einer Auslieferung der GegenDas ist heut wie am 4. August die Auffassung der Frat- landes brechen kann und deshalb brechen stände an das russische Nachrichtenbureau nicht gekommen ist, so tionsmehrheit und jedes sein Volk und sein Vaterland liebenden muß. Parteigenossen, welcher Richtung er angehören mag. blieb es nur bei diesem versuchten Verrat militärischer Das ist lediglich eine Sache des Willens und der Er- Geheimnisse im Sinne des§ 3 des Spionagegesetzes. Alle anderen Erörterungen, ob man lieber nach Westen kenntnis. Sobald diese Erkenntnis vorhanden ist, dürften oder nach Osten zuerst Frieden schließen möchte und dergl. Sorgen wegen Schwierigkeiten und Komplikationen, die aus und Fenske auf je drei Jahre Gefängnis, gegen Saizu Das Urteil gegen Heydud lautete auf vier, gegen Schulz ( von uns unterstrichen. Die Red. des Vorw."), erscheinen solcher Standfestigkeit vielleicht als Begleiterschei bowsti auf zwei Jahre Gefängnis und gegen Konimir müßig, so lange die Feinde Deutschlands auf keiner Seite nungen erwachsen würden, in Erwägungen leitender Staats- ecki auf vier Jahre sechs Monate Zuchthaus und zehn Friedenswünsche äußern. männer eine untergeordnete Rolle spielen. Die Ent= Wolfgang Heine. scheidung über die künftige Weltstellung des Jahre Ehrverlust. Jedem der Angeklagten wurden acht Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet. Bei den zur Zeit der Tat noch nordeuropäischen Festlandes!" Deutschen Reiches liegt am Westrande des nicht 18 Jahre alten Angeklagten wurde ihre Jugend als straf mildernd berücksichtigt, wodurch sie vor dem Zuchthaus bewahrt blieben. Die Preise steigen immer noch höher. Wir wissen nicht, mit welchem Recht sich Genosse Heine zum Sprachrohr der Mehrheit dee Fraktion macht und gar Damit ist mit dürren Worten das Kriegsziel derer um die Absichten dieser Mehrheit eindeutig und richtig zu Reventlow ausgesprochen. Da will man nichts von Verinterpretieren vorgibt. Heines Standpunkt in der gesamten ständigung mit England hören, ehe der Kampf um die Kriegsfrage dürften nur wenige seiner Fraktionskollegen teilen, macht, foste es was es wolle, ausgefochten ist! Da ist trotzdem sie mit ihm für die Stredite stimmten. Aber wer sich man deshalb auch geneigt, die Gegensäge mit Rußland ausnicht auf philologische oder juristische Kniffeleien einläßt, sieht zugleichen, ja dem bisher mit Waffengewalt„ bekämpften" in den von Heine aus der Fraktionserklärung zitierten Säßen Barismus goldene Brücken" zu bauen. nichts als eine Umschreibung der Parole ,, Gegen den Zarismus“. So ist auch damals die Fraktionsabstimmung von den Wählern und Parteimitgliedern verstanden worden und, unseres Wissens, hat sich Genosse Heine nirgends und niemals gegen die Auf dem letzten Viehmarkt in Berlin am 14. April wurden Deutung der Fraktionserklärung in Sinne der genannten für Schweine im Gewicht von 200-240 Pfd. berechnet nach SchlachtParole gewandt. So schrieb das Hamburger Echo" Schweinepreise haben damit eine geradezu phantastische Höhe ergewicht 1241-131 Mart pro Zentner bezahlt. Die ( und mit ihm fast die gesamte Parteipresse), das„ Echo", in reicht, ohne jedoch die Regierung aus ihrer Reserve herausdem zwei Fraktionskollegen von Heine sitzen, in seiner zubringen. Jedenfalls ist man dort immer noch der Meinung, daß Nummer 182: die Preisentwicklung gesund" ist und ein Eingreifen auf dem Preismarkte sich erübrigt. Im April des Vorjahres wurde für dieselbe Qualität Schweine 57 M. pro Zentner Schlachtgewicht bezahlt. Die Steigerung beträgt alfo 120 Proz. Wie werden die Landwirte das Striegsjahr 1914/15 segnen, das ihnen so ungeheure Profite in den Schoß warf. " Aus der Partei. Wer stört den Parteifrieden? Die, Schwäb. Tag w." schreibt in ihrer Nr. 83: Die Entscheidung des Parteivorstandes, die dahin geht, daß als Mitglied der deutschen Sozialdemokratic nur anzusehen ist, wer einer der bestehenden Kreisorganisationen angehört und durch diese mit der Landesorganisation und der Gesamtpartei verbunden ist, hat am letzten Donnerstag die Billigung des deutfchen Partei ausschusses mit allen gegen eine Stimme gefunden. Damit ist nun die neue( Weſtmeyersche) Landeskommission auch von der Körperschaft, in welcher die Parteiorganisationen des ganzen Deutschen Reiches vertreten sind, als außerhalb der Partei stehend erklärt. Der Ausschuß hat vor seiner Entscheidung Mitglieder der Landeskommission gehört. und unvollständig. Denn im Parteiausschuß ist von einer Diese Darstellung der„ Schwäbischen Tagwacht" ist einseitig ganzen Anzahl Redner auch das Vorgehen des württembergischen Landesvorstandes gegen die frühere Redaktion der Schwäbischen Tagwacht" mißbilligt und als Ausgangspunkt des bedauerlichen Organisationsawistes in Württemberg gekennzeichnet worden. Bekanntlich hatte seinerzeit auch der Parteivorstand die gleiche Mißbilligung auss gesprochen. Es wäre überhaupt besser und einer Wiederherstellung des „ Das ist überhaupt das Kennzeichen des Volkswillens, daß der Barismus getroffen werden muß. Den deutschen Arbeitern ist die Ueberzeugung, der asiatische Despotismus sei der Feind, längst in Fleisch und Blut übergegangen, und die bürgerliche Gesellschaft hat nun auch erkannt, was ihr von den Höhlenbewohnern von Gatschina droht. An unserer Oftgrenze wird sich ein Aft der Weltgeschichte und des Weltgerichts abspielen; Zur Beschäftigung von Kriegsgefangenen. und die Barbarei wird unterliegen; denn sie muß unterliegen trozdem sie unterstützt wird von Frankreich und England." Die Kreisblätter in Ostpreußen veröffentlichen die ausführDarin liegt sogar die Behauptung, die Bürgerlichen seien lichen Grundsäße des Kriegsministeriums für die Beschäftigung den deutschen Arbeitern erst mit der Parole nachgehinkt. von Kriegsgefangenen in der Landwirtschaft. Es heißt darin, daß Genosse Heine beruft sich in seinen weiteren Aus- durch die Verwendung von Kriegsgefangenen weder einheimische führungen, die über das von uns angeschnittene Thema Arbeitskräfte, noch ausländische, durch Verträge gebundene oder Parteifriedens in Württemberg dienlicher gewesen, wenn die ,, Tagwacht" hinausgehen, auf einen Artikel des Wiener Genossen Viktor dem Ortswechselverbot unterliegende Arbeiter verdrängt werden sich einstweilen größere Zurückhaltung auferlegt hätte. Denn der Partei Adler. Es dürfte dem Genossen Heine doch eigentlich nicht dürften. Dies zu verhüten, sei Sache des zuständigen Land- ausschuß hat dem Parteivorstand den Auftrag erteilt, nochmals mit den unbekannt sein, daß unsere Auffassung von der Adlers rats. In den einzelnen Kriegsgefangenenlagern seien die zur beiden Richtungen in Württemberg in Unterhandlungen einzutreten, mindestens ebenso stark abweicht, wie die Gesamt- Verwendung als landwirtschaftliche Arbeiter geeigneten Kriegs- um- unter Wahrung der organisatorischen Einheit auffassung Adlers von der Heines. Wir erkennen überhaupt gefangenen mit Hilfe sprach und fachkundiger Abgesandter des der Partei- eine Verständigung anzubahnen. Der teine Autoritäten an, sondern nur sachliche Gründe. Aber Ministeriums für Landwirtschaft zu ermitteln. Die tägliche Bar- Parteiausschuß hegt die Ueberzeugung, daß bei gutem Willen und weshalb teilt Genosse Heine nichts über die Geschichte vergütung für einen Kriegsgefangenen betrage 40 Pf., fie falle ernstlicher Rücksichtnahme auf das Parteiwohl sehr wohl auch jetzt und den weiteren Inhalt des ursprünglich für die Dfter fort für jeden Kriegsgefangenen, der die Arbeitskraft eines männ noch eine solche Verständigung möglich sei. Alle voreiligen nummer des Wiener Parteiblattes bestimmten, aber in Bern lichen, infolge Einberufung zur Fahne im Wirtschaftsbetriebe und ungeschickten Polemiten tönnen abgedruckten Artikels auch nur andeutungsweise mit? fehlenden Familiengliedes ersetze. Die Barvergütung dürfe er- Absicht des Parteiausschusses und des ParteiWir können auf den Aufsatz des Genossen Adler aus den mäßigt oder erlassen oder von der Heeresverwaltung zurückgezahlt vorstandes nur erschweren. Die Mahnung zur Zurüdbekannten Gründen leider nicht näher eingehen. Nur das sei werden, bei vorhandener Notlage, wenn die Hilfsmannschaft be- haltung und Bekundung des ehrlichen Friedenswillens gilt für betont: Der Artikel des Genossen Adler steht sondere Unkosten verursacht habe oder wenn infolge Teuerung der nämlich in krassem Widerspruch zu der Auf- Lebensmittel zu hohe Kosten bei der Beköstigung der Gefangenen fassung des Genossen Heine über Friedens erwachen sind. Die Abfindung der Kriegsgefangenen dürfe aber möglichkeiten. durch solche Vergünstigungen nicht geschmälert werden. Politische Uebersicht. Machtfragen. beide Teile. Bei dieser Gelegenheit sei ferner festgestellt, daß die in einem außerhalb Württembergs erscheinenden Barteiblatte aufgestellte Behauptung, nach der im Stuttgarter Ortsverein Parteigelder unterschlagen worden seien, unzutreffend ist. Bereits in der Sitzung des Parteiausschusses wurde von dem Referenten des Parteivorstandes erklärt, daß die bei der Revision im Stuttgarter Ortsverein festgestellten Differenzen nicht als Unterschlagungen qualifiziert werden könnten. Die Heeresverivaltung sorge für die gewöhnliche Kleidung und etwaige Nebenbedürfnisse der Kriegsgefangenen. Sie bestreite etwaige Zulagen für die militärische Wachtmannschaft, sowie die Abfindung der Kriegsgefangenen mit einem„ Verdienstanteil". Bei besonders guten Zeistungen soll es nicht verboten sein, daß Anschließend an die fortgesetzt in der Presse geführten einzelnen Kriegsgefangenen außer der Abfindung von den ArbeitIm übrigen halten tvir 03 Erörterungen über den„ Hauptfeind" setzt Graf E. Revent gebern fleine Zulagen nur in Geld( teine Eßwaren, Tabak, denkliche Methode, die Parteieinheit zu fördern, wenn die Schwä Iow in der„ Deutschen Tageszeitung" die Ursachen aus- 3igaretten usw.) bewilligt würden; diefe dürften sie den Kriegs- bische Tagwacht" an anderer Stelle schreibt:: einander, weshalb ihm eine Verständigung mit Eng gefangenen aber niemals selbst verabfolgen, sondern nur am am Iand unmöglich erscheint.„ Es handelt sich..Wochenschluß bei der Zahlung gutschreiben lassen und müßten sie! schreibt er darum, die geographischen und sonstigen zu diesem Zwecke mit einzahlen. auch für eine recht beDie erdrüdende Mehrheit der deutschen Arbeiter Tann verDie erbrüdende Bregrbeit, bet beufchen langen, daß die Minderheit alles unterläßt, was darauf berechnet ist, die wohlerwogene Politik der Mehrheit zu durchkreuzen. Das zu Bes Rüstungsprofite im Auslande. Die bekannte englische Waffenfabrit und Schiffs. müßte sie selbst bahut verlangen, wenn die Gründe der Politik dery Berlin und Umgegend. Die Helvetia- konservenfabrik Groß- Gerau Mehrheit so falsch wären, wie sie richtig sind. Oder soll sich die große Mehrheit der Minderheit interordnen? Auer hat einmal in Det Berliner Gastwirtsgehilfen war es durch ihre Organisation.. steigerte ihren Rohgewinn von 0,8 auf 1,02 Mill. Mark. Der jenner derben bajuvarischen Art gefagt: Ihr seid zwar Gjel, aber ich skandalösen Entlohnungsverhältnisse etwas aufzubefjern. Es dürfte An Dividende werden 8 gegen 6 Proz. im Vorjahre gezahlt. Jur allmälhich gelungen, die im Gastwirtsgetverbe Herrschenden geradezu Ueberschuß ftieg um das Doppelte, von 89 000 W. auf 165 700 M. fiige mich Euren Beschliffent. War das schon zu Friedenszeiten ein von den Geboten der Demokratie diftiertes Wort, so gilt es drei nicht unbekannt sein, daß es früher keine Ausnahme, fondern geradezu Geschäftsbericht weist die Verwaltung darauf hin, daß sie die Herdie Regel war, daß der Kellner nicht nur feinen Lohn bezog, sondern stellung von Fleischkonserven neu aufgenommen und auch andere fach in Striegszeiten. Unterordnen oder ausscheiden! Gines bour beiden nur ist in diesen Zeiten mög außerdem noch eine Reihe von Arbeiten gratis verrichten und dazu von den Heeresverwaltungen gern gekaufte Konserven her Ií aj. Cs gut verstehen, wenn eine Minderheit noch unter Umständen Abgaben an den Unternehmer in Form von gestellt habe. fagen würde: Die linterichiede zwischen unserer Dent- und Geschirr- Bruchgeld und an Beiträgen zur Bezahlung von OberAnschauungsweise und der der Mehrheit sind so groß, daß ein fellnern, Büfettangestellten und Hilfskräften leisten mußte. Das alles haben die Berliner Gastwirtsgehilfen durch ihre leider 3usammenarbeiten nicht möglich ist; wir ver laffen daher den Boden der gemeinsamen noch nicht alle Beteiligten umfassende, aber dejto rührigere werft widers gibt jeht ihren Abschluß bekannt und zwar soll Organisation zub gelien unsere eigenen Wege. Wer das Organisation, den Verband der Gasnoirtsgehilfen, aber nicht für geboten, hält, darf auch nicht das Recht beanspruchen, feitigen gewußt und noch eine geringe, feste Entlohnung erkämpft. für 1914 die gleiche Dividende wie im Vorjahr, nämlich 12 Proz die günstigen Wirkungen zu zerstören, die mit der Politik der Mit dem Ausbruch des Krieges fab es einen Augenblid gezahlt werden. Diese Mitteilungen begleiten die Londoner„ Times" die günstigen Wirkungen zu zerstören, die mit der Politik der aus, als sollten alle diese Errungenschaften wieder verloren gehen. mit folgenden Bemerkungen: Mehrheit erreicht werden." Namentlich die Lohnzahlung wurde von einer großen Anzahl Unters Die Ankündigung der Vickers- Dividende wird vielfach mit nehmer unter dem Vorwande eingestellt, ihre Geschäfte feien derart einiger Ueberraschung gelesen werden, besonders im Hinblick auf die zurückgegangen, daß sie sich die größten Beschränkungen auferlegen fieberhafte Tätigkeit, die der Krieg den Waffenfabriken müßten und Gastwirtsgehilfen nur noch gewissermaßen der Wohltätigkeit toegen beschäftigten. Eine große Zahl von Kellnern fand gebracht hat. Die Dividende hält sich auf der gleichen Höhe wie dann Unterkunft in der Kriegsindustrie, andere wurden eingezogen 1913; der Betrag, der der allgemeinen Reserve zugeführt wird, und der allmählich eintretende Mangel an Personal zwang den Unter- wird jedoch um 50 000 Bfb. Sterling auf 250 000 Pfd. Sterling er nehmern dann wieder andere Gewohnheiten auf. Immerhin be- mäßigt, während der Vortrag auf neue Rechnung nur etwa um durfte es auch dabei der friedlichen Nachhilfe der Organisation. So 8000 Bfd. Sterling höher ist als im Vorjahre und hinter dem Vortrage des ne im Café Braune am Alexanderplay, im Café Kolosseum die Dividende auf ein viel größeres Stapital gezahlt wird, denn im gelang es diefer auch ohne irgendwelche Arbeitsniederlegung, die Jahres 1912 zurüdbleibt. Nun muß ja berücksichtigt werden, daß in der Beuthstraße und in Rosen Café am Rosenthaler vorigen Jahre wurden 1 100 000 Bfb. Sterl. neue Aftien ausgegebcit. Tor von 10 M. auf 20 M. im Monat zu erhöhen und auch Verein- Gleichwohl aber hat die Beschäftigung dieses Zinskapitals, soweit barungen über die übrigen Arbeitsverhältnisse zu treffen. Victoria- Café Unter den Linden kam es zu einer Arbeits- die uns vorliegenden Zahlen erkennen lassen, die Gesellschaft faum niederlegung. Die dort beschäftigten neun Zuträger hatten in den Stand gesegt, ihre frühere Gewinnrate aufrechtzuerhalten. waren von der Direktion Wir müssen zunächst den Bericht abwarten, bevor wir endgültige abschlägig beschieden worden. Die Direktion hat seinerzeit Folgerungen bezüglich des Jahresresultats ziehen. Wenn die bisher ihren Angestellten die Zugehörigkeit zur Organisation bei Strafe bekannten Zahlen scheinbar eine Abnahme anstatt einer Berder Entlassung verboten. Auch die arbeitenden Zuträger waren mehrung der Gewinne erkennen lassen, so ist doch kaum anzunehmen, feine Mitglieder des Verbandes. Dieser hatte daher kein Interesse daß dies der Fall gewesen ist. Vielmehr ist durchaus nicht unwahr an der Beilegung des Konflifts, während er in den übrigen Fällen scheinlich, daß beträchtliche Zahlungen, die die Regierung an die fich bemühte, einem solchen vorzubeugen. Die Schwab. Tagwadhi" tönnte nachgerade wissen, daß die Minderheit" iroz noch so freundlicher und bringender Aufforde rungen gar nicht daran denkt, aus der Partei auszuscheiden. Auch ſteht es bem Blatte übel an, fiä auf die Gefeße der Demokratie u berufen, denn das Wesen der Demokratie besteht in erster Linie in der unbedingten Anerkennung des Rechtes der Kritif. Wobei übrigens in diesem Falle auch noch sehr erheblich ins Gewicht fällt, daß die Mehrheit", von der die Schwäb. Tagivaci spricht, nur eine Frattions mehrheit ist. Welche Stellung die Partei mehrheit einnehmen wird, wird sich erst nach dem Kriege feststellen lassen. Vorhandene Meinungsverschiedenheiten müssen in einer demofratischen Partei ausgetragen werden; per unbequemen Kritikern unausgesezt den Rat gibt, doch lieber die Partei zu verlassen, Teistet weder der Organisation noch dem Geiste der Partei einen guten Lohnaufbesserung verlangt und Dienst, sondern verrät höchstens einen bedauerlichen Grad von Nervojität. Tod einer Genossin in der Berbankung. Ju Irtuist( Sibirien) fiarb an den Folgen einer Dueration die Genoffin T. Ohiol, die nach Verbüßung einer fünfjährigen Zwangsarbeitsstrafe im Prozeß gegen das Bentralorgan der SozialDemokratie Lettlands als politische Verbannte in Sibirien lebte. Die verstorbene Genoffin ist die Schtvester des früheren b geordneten der zweiten Dunna, Genoffen 3. Ohiol, ber nach der AufLösung der Duma und dem Prozeß gegen die sozialdemokratische Dumafraktion nach den Vereinigten Staaten auswanderte und dort in der Arbeiterbewegung hervorragend tätig ist. Gewerkschaftliches. Herr Kirdorf lernt nicht um. Deutsches Reich. Der Fabrikarbeiterverband im Jahre 1914. In der Generalversammlung der Gelsenkirchener Geiverfusgetreten find im Kriegsjahr 1914 nicht mehr, sondern weniger fchaft hat sich Herr Dr. Kirdorf sehr befriedigt über die Entwickelung des Unternehmens äußern können. Nicht so zufrieden ist er mit der Reichsregierung und vor allen Dingen mit dem breußischen Handelsminister. Die Behandlung der Arbeiterschaft durch diesen hat es ihm angetan. Der genaute Wortlaut seiner Stede liegt uns leider nicht vor, immerhin glauben wir, daß wir Herrn Kirdorf nicht unrecht tun, wenn wir einer Fajjung Glauben schenfen, wie ivit fie in der Post" finden. " 1 Gesellschaft zu leisten hat, noch nicht eingegangen find. Als in dieser Hinsicht bemerkenswert, fei daran erinnert, daß die Londoner Allgemeine Omnibus- Gesellschaft, die der Regierung eine große Soziales. Gin netter Brinzipal. Die Geschichte zerstörten Menschen und Familienglüds wurde in einer Verhandlung vor der 1. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts aufgerollt. Für die Klägerin erschien deren Mutter, um gegen den Händler Sermann Dunst Klage auf Zahlung von 90 M. Gehalt zu erheben. Frau D. hat zwei Töchter, die beide nacheinander beim Beklagten, ber ein Zigarrengeschäft in der Mühlenstraße betreibt, in Stellun traten. Mit beiden Mädchen trat D. in Verkehr, den er fortsette, bis sich Folgen einstellten. Dann gab er den armen Geschöpfen den Laufpaß mit vierzehntägiger Kündigung. Aus Scham über die, ihr angetane Schmach wollte die eine Tochter im September vorigen Jahres durch einen Schuß ins Herz ihrem Leben ein Ende machen, sie verfehlte aber das Herz um wenige Millimeter, und Die Kugel ging unterhalb des Herzens durch den ganzen Körper. und wird wahrscheinlich zeitlebens stech bleiben. Das Mädchen liegt schon über ein halbes Jahr im Krankenhaus Wie fast alle Gewerkschaften schließt auch der Verband der Bahl Omnibusse zur Verfügung gestellt hat, in ihrem Bericht aus Fabritarbeiter das Jahre 1914 mit einem Verlust an Mitgliedern führte, daß sie noch keine Bezahlungen erhalten hat. Möglicherab. Am Schlusse des Jahres waren nur noch 130 341 Mitglieder weise hat man angesichts der Unsicherheit, die noch über den Bedarf vorhanden gegen 207 384 am Jahresbeginn. Von den fehlenden der Regierung besteht, irgendein Abkommen ähnlich dem mit der 77 043 waren 56 106 zum Kriegsdienst eingezogen, so daß ein tat- Omnibus- Gesellschaft getroffenen auch mit Viders vereinbart. Vor sächlicher Verlust von 20 937 Mitgliedern zu verzeichnen ist. Dieser einiger Zeit nahm die Börse eine Dividendenerhöhung in AusVerlust ist jedoch das soll besonders hervorgehoben werden, weil sicht, aber in jüngster Zeit war man geneigt, seine Erwartungen die Presse Ser gelben Werkvereine in den letzten Wochen recht zu bersichtlich über Mitgliederflucht in den Stampfgewerkschaften" herabzuschrauben. schrieb nicht verursacht durch eine gegen die Vorjahre gesteigerte Zahl von Austritten, sondern durch Rückgang der Neuaufnahmen. Mitglieder als in früheren Jahren; nämlich( einschließlich der Verstorbenen, gereisten, Gestrichenen usw.) 52 876 gegen 58 680 im Jahre 1913, 60 734 int Jahre 1912 und 59 232 im Jahre 1911. Von einer Mitgliederflucht fann demnach keine Rede sein; wohl aber von einem Nachlassen der Erfolge der Werbetätigkeit, denn es wurden im zweiten Halbjahr 1914 in ganzen Verband nur 5815 Mitglieder aufgenommen gegen 28 484 im ersten Halbjahr und 23 181 im zweiten Halbjahr 1913. Erfreulich ist, daß die durchschnittliche Beitragsleistung sich im Kriegsjahr über Grwarten gut gehalten hat. Es wurden nämlich 1914 im Durchschnitt 45,80 Beiträge pro Mitglied geleistet gegen Danach hätte Herr Stirdorf geäußert: Die Reichsregierung und insbesondere der zuständige sten- 47,21 im Jahre 1913. Also ist die durchschnittliche Beitragsleistung hische Minister für Handel und Gewerbe haben es für 3wed- in Ariegsjahre nur um 3 Broz. zurückgegangen. Dabei ist allermäßig erachtet, mit den Vertretern der Arbeitergelvertschaften dings zu beachten, daß die Beitragsleistung nach der durchschnitt lichen Mitgliederzahl im Jahre berechnet ist und infolgedessen für Fühlung zu nehmen, um einer jeden Störung der Arbeit vorzu beugen. Der Minister sei auch schon in Verhandlungen mit den 1914 weniger sichere Ergebnisse liefert als für die früheren Jahre. Arbeitern eingetreten und habe auch die Arbeitgeber aufgefordert, aller männlichen Verbandsmitglieder eingezogen.( Inzwischen ist Zum Striegsdienst waren am Jahresschluß 56 106 gleich 31 Proz. daran teilzunehmen. Diese haben es aber abgelehnt, Der Beklagte wandte ein, die Klägerin wäre bei ihm nur weil sie ein derartiges Vorgehen für bedenklich halten, denn diese Zahl auf 70 000 angewachsen.) Die Lohnbewegungen des Verbandes wurden im ersten Halbman mije nicht aus dem Auge verlieren, daß die Verhandlun int sie den ganzen Tag über im Laden verkauft hatte. Dementgen leicht auch eine der gewollten entgegengesezte Birkung haben jahr durch die noch vielfach herrschende Geschäftstrije beeinflußt, im Mädchen für alles" gewesen. Die Verhandlung ergab jedoch, daß fönnten. Es jei naturgemäß, daß die Führer der Arbeiter sich zweiten Halbjahr konnten nur noch im Monat Juli einige geführt sprechend sah das Kaufmannsgericht die Klägerin für eine kauf in ihrer Stellung innerhalb der Gewerkschaft stärken wollen werden. Im ganzen Jahre führte der Verband 278 Lohnbelegungen männische Angestellte an und verurteilte den Beklagten zur BakWenn nun diese ihre Bestrebungen bei dent übergroßen Vater- in 389 Betrieben mit 21 864 beteiligten Personen. 191 Belve- lung der geforderten 90 M. Die bedauernswerte Mutter erging sich in ihrer Berlandsgefühl unter der Arbeiterschaft kein Ergebnis haben, so gungen wurden friedlich erledigt, in 73 Fällen griffen die Arbeiter werden sie womöglich durch diese beständig geführten Verband zum Streif, in 14 Fällen die Unternehmer zur Aussperrung. GrJungen dazu getrieben, Unzufriedenheit unter den sonst ruhigen folg für die Arbeiter hatten von den Lohnbewegungen ohne Stampf sveifung in Verwünschungen gegen den früheren Brinzipal 97 Proz, von den Angriffsfireits 62 Bros., von den fbwehrstreits ihrer Töchter, in welchem sie den Zerstörer ihres FamilienDas ist ganz der alte Stirdorf! Bekanntlich vermochte die 64 Proz. und von den Aussperrungen 85 Prog. Erreicht wurde an glids erblickte, und war nur mit Mühe von Tätlichkeiten Arbeiterschaft selbst zu den durch den Strieg veränderten Ber- Berbesserungen für 2627 Personen 5358 Stunden Arbeitszeitver- gegen D. abzuhalten. fürzung und für 13 270 Personen 20 475 M. Lohnerhöhung die hältnissen gar feine Stellung zu nehmen. Die Mobilmachung Woche. Die Stosten der Streits und Aussperrungen beliefen fich Boykott Arbeitswilliger. und die Verhängung des Belagerungszustandes brachen über auf 560 788 9., davon enifallent 294 730 9., also mehr als die Auch im Striege scheinen einige Landwirle gu meinen, ein sie herein und liegen feine Zeit und feine Möglichkeit, auf Hälfte, auf die Aussperrungen. Arbeitgeber mache sich strafbar, wenn er einem ländlichen WirtschaftsDie Zahl der vom Verband abgeschlossenen Tarifverträge hat beamten oder Arbeiter Beschäftigung gibt, der nach ihrer Ansicht dem gewohnten organisatorischen Wege sich zu orientieren. Da waren es gerade die von Herrn Kirporf geschmähten sich verringert. Am Beginn des Jahres bestanden 465 Berträge für unberechtigt das frühere Dienst- oder Arbeitsverhältnis gelöst hat. Führer der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter, die alle 789 Betriebe, am Ende des Jahres nur noch 437 Verträge für unberechtigt das frühere Dienst- oder Arbeitsverhältnis gelöst hat. Fürsorge treffen mußten, daß einmal die Organisationen 763 Betriebe. Die Zahl der unter tariflichen geregelten Bedin Nichts falscher als das. Dem preußischen Landtag lag vor einer die heranffutende Strije finanziell zu überstehen vermochten, gungen beschäftigten Personen fant jedoch nur von 42 000 auf Reihe von Jahren allerdings ein Gesch entwurf vor, der einen die heranflutende Strise finanziell zu überstehen vermochten, 39 991. Von den bestehenden Verträgen entfallen 124 auf die folchen Zustand einführen sollic. Im Reichstag wurde dardie dann aber auch ohne Abwarten den Burgfrieden praktisch chemische Industrie, 129 auf Ziegeleien und Tonwarenfabriken, auf hingewiesen, daß die Einführung solcher Hörigkeit den Reichsals das den gegebenen Verhältnissen einzig Angemeffene 20 auf Bapierfabriten, 66 auf die Nahrungsmittelindustrie und 126 gejegen widerspricht und ein derartiges preußisches Gesch ungültig proklamierten und sämtliche Bewegungen ohne die sonst auf sonstige Betriebe. Arbeitern zu erregen.'" Aus Industrie und Handel. üblichen Formalitäten beendeten. Das Verbrechen der Re- Ueber die Kaffenverhältnisse des Verbandes liegen abschließende ware, teil Reichsrecht vor Landesrecht geht. Auch der dantalige Der Gesezgierung soll num darin bestanden haben, daß fie es für Bahlen noch nicht vor. Nach den veröffentlichten vorläufigen Gr- Staatssekretär der Justiz mußte die Berechtigung dieses Angriffs entwurf wurde dann durch Sessionsschluß begraben. Trotzdent 3wed mäßig erachtete, mit diesen Vertretern der Arbeiter gebnissen haben sie sich, gemessen an den jezigen Verhältnissen, gegen den preußischen Geschversuch zugeben. organisationen der sogenannten" Arbeiterorganisationen günstig enfidelt. finden wir in Zeitungen Warnungen"," kontrattbrüchige" Arbeiter soll Herr Stirdorf jogar gesagt haben- Fühlung zu nehmen. oder Wirtschaftsbeamte zu beschäftigen. So warnt ein Rittmeister Der Handelsminister ging dabei nicht etwa einseitig vor, sonder Reserve Hoene in Pempau, Post Zudau, in der Deutschen dern forderte auch die Arbeitgeber zur Teilnahme an den Tageszeitung", einen Wirtschaftsbeamten, der ohne den geringVerhandlungen auf. Aber diese haben ein solches Vorgehen sten Grund heimlich seine Stellung verlassen habe", zu engagieren, für bedentlich erachtet und eine Teilnahme abgelehnt. Und da er kontraktbrüchig ist". Derartige„ Warnungen" haben höchstens fo bleibt das Berbrechen des preußischen Handelsministers den Wert, daß der Wirtschaftsbeamte eine Klage auf Schadenersatz in ganzer Größe bestehen. Die Schwerindustriellen haben sich und auf Unterlassung solcher Warnungen anguftrengen berechtigt ist. nicht mitschuldig daran gemacht und können jetzt, wie Herr Kirdorf beweist, frei von der Leber weg tadeln. 19 Kriegsgewinne. d Aus der Frauenbewegung. Die Wachener Leberfabrik- A.- G. in Aachen verzeichnet für das Geschäftsjahr 1914 trotz erhöhter Abschreibungen und sehr unbefriedigender Geschäftslage im ersten Halbjahr 1914" einen Reingeirinn von 257 601 W. gegen 138 281 9. im Vorjahre; 10 Proz. Dividende( 7 Proz. im Vorjahre) werden verteilt. Die Getvim Alles was die Gewerkschaften und ihre verhaßten Führer anteile berechnen sich auf 20 098 9. gegen 8850 M. 1913. Gleichin der Zeit der durch den Strieg verursachten gewaltigen Unt- zeitig wurde zur Zurückzahlung der Genußscheine das Aktienkapital wälzung unseres ganzen wirtschaftlichen Lebens taten, unt um 125 000 M. auf 1 500 000 9. erhöht. Im Bericht wird aus- Verbandstag der sozialistischen Frauen in der Schweiz. die schlimmen Folgen dieser Krise von der Masse fernzuhalten, In Zürich hielt am letzten Sonntag der Schweizerische Ar gilt Herrn Sirdorf nichts; die Millionen, welche die Gewerf geführt, daß zu Anfang des Krieges eine Stodung eintrat; der schaften zur Stillung des Elendes mit vollen Händen hinaus- große Bedarf der Heeresverwaltung habe aber bald guten Abjag beiterinnenverband seine Delegiertenversammlung ab, die von 25 Delegierten aus 16 Vereinen besucht war. Nach dem in der warfen, rechnet Herr Kirdorf nicht. Im Gegenteil: Dieje gebracht. Diefer Geschäftsbericht gibt gleichzeitig Aufschluß darüber, wer Workämpferin" veröffentlichten Jahresbericht des Zentvalvor Tätigkeit war ja nur dazu angetan, das Ansehen der Gewerfstandes des Arbeiterinnenverbandes ist im Jahre 1914 durch Ab. schaften bei den Arbeitern zu stärken, ihnen nach dem Kriege an den hohen Lederpreisen am meisten verdient. Die Westfälisch Anhaltische Sprengstoff- baltung zahlreicher Agitationsversammlungen, Frauenkonferenzen neue Wassen von Anhängern zuzuführen. Und wenn der Gewerkschaftsgedante innerhalb der Arbeiterschaft an Boden ge- tien- Gesellschaft in Berlin hat im vergangenen Jahre ihr und den Frauentag viel für die sosiale Aufklärung der Frauen winnt. so ist das natürlich für Herrn Airdorf genau so ver Aftienkapital von 4 auf 6 Mill. M. erhöht. Jest nimmt sie und zu ihrer Gewinnung für unsere Bewegung getan worden. merrlich, als wenn die Führer der Arbeiter sich in ihrer wiederum eine Kapitalserhöhung um 4 Mill. M. vor. Trotz der Während des Strieges waren alle bisher abgehaltenen FrauenErhöhungen, die den Aktionären besondere Gewinne einbrachten, versammlungen sehr gut besucht, ein Beweis dafür, daß die gleiche Stellung innerhalb der Geiverfchaft starten. Det Statfer fent feine Barteien mehr und seine Minister zahlt die Gesellschaft wiederum 25 Prozent Dividende und tot, die beten lehrt und die Kirchen füllt, auch denken und handeln bersuchen. Arbeiter und Unternehmer zu Berhandlungen an auch die neuen Aftien sollen Bereits ab 1. Januar 1915 dividenden- lehrt und die sozialdemokratischen Versammlungssäle füllt. einent Tische zusammenzubringen. Aber in der Zeit des Burg- berechtigt fein. Der Gesamtrohgewinn stieg von 2,2 auf 3,2 Mil. M., schlossen sich denn auch eine Anzahl neuer Sektionen im Berichts friedens lehnen die Unternehmer das ab. Das ist allein schon ber Reingewinn trotz reichlicher Abschreibungen von 1,8 auf jahre dem Verbande an. Die noch außerhalb des Verbandes stehen. charakteristisch. Aber Herr Kirdorf bewahrt das nicht etwa 2,7 mill. M. Nach dem Geschäftsbericht war die Gesellschaft bis zum ben sieben Arbeiterinnenvereine sollen zum Anschluß veranlaßt still im Busen, sondern hält es für notwendig, auf offenem Striegsbeginn ausreichend beschäftigt( daher 25 Proz. Dividende!). verden. Zentralvorstand und Arbeiterinnensekretariat erhielten den Auftrag, für die Bildungsarbeit unter den Frauen in Markte ein solches Zusammenarbeiten als bedenklich hinzu- Dann arbeitete fie mit ange- spanntester Tätigkeit". Die Oberschlesische A.-G. für Fabrikation von Verbindung mit den Bildungsausschüssen ein Tätigkeitsprogramm stellen. Das ist noch charakteristischer. Doch wir danken Herrn Kirdorf für seine allerdings geignose, Schießtollfabrik, beabsichtigt, ihr Aktienkapital( gurzeit aufzustellen. Durch eine Resolution wird Stellung genommen zur Kriegsnotlage der Arbeiterschaft und insbesondere der prole wohute Offenheit! Die deutsche Arbeiterschaft ist unterrichtet. 1,4 Mill. Mark) zu erhöhen. Vorkämpferin, der internationalen Sekretärin, Klara Zetkin, unablässig zu wirken.... Gerichtszeitung. " Der dritte Verhandlungstag, Dienstag, wird die Plädoyers und voraussichtlich den Urteilsspruch bringen. Kola- Duly- Tabletten. farischen Frauen und an die sozialdemokratische zentrale Nofs zelnen ausfällt. Aus dieser Erwägung hat das Gericht die Strafe und es war auch sein Genre." Schubring ging dann zur Polizei standskommission werden folgende Forderungen gestellt: 1. Durch auf 1 Jahr 9 Monate Gefängnis bemessen und dem Angeklagten und machte dem Direktor Keil" einen nochmaligen Besuch in Bea statistische Erhebungen in einzelnen Berufen und Gewerben 3 Monate auf die bisherige fechsmonatige Untersuchungshaft an- gleitung zweier Kriminalbeamten, bei deren Eintritt Keil sofort sehr blaß wurde". Die ahnungslosen Schauspieler fielen aus Schneiderinnen, Näherinnen, Wasch- und Puzfrauen, Glätte- gerechnet. rinnen, Dienstmädchen, Bureau- und Handelsangestellte) die NotAuch dies Urteil dürfte vor dem Reichsgericht schwer allen Himmeln. Auf der Anklagebant sprach Kei von diesem BeTage der Proletarierinnen aufzuzeigen. 2. Bei den zuständigen standhalten, weil die Entwendung vor Ablieferung des Brief- fuch als von einer Komödie", durch die Schubring das Unternehmen zum Scheitern gebracht habe. Zur Verpachtung sei er, Orten die Forderung nach gesetzlichen Tarifen und Minimal- jackes erfolgte. Keil, berechtigt gewesen. Schubring habe die Sache für unreell Iöhnen für die Frauen zur Geltung zu bringen. 3. Angesichts gehalten, weil er die beteiligten Schauspieler nicht kannte.„ Nur Garderoben- und Toilettenverpächter Gröbing- Keil. der fortwährend steigenden Zeuerung die Festsetzung von Sie fannte er!" sagte der Vorsitzende. Höchstpreisen für die wichtigsten Lebensmittel zu verlangen. Der In dem großen Betrugsprozeß gegen den GarderobenDelegiertentag beauftragt Zentralvorstand und Arbeiterinnen- und Toilettenderpächter Artur Keil wurde gestern, am zweiten fefretariat, in der ganzen Schweiz öffentliche Frauenverfamm- Tag, die Beweiserhebung fortgesetzt und beendet. Sie brachte die Vernehmung einer noch recht Tangen Reihe Lungen zu organisieren, an denen die genannten Forderungen geschädigter Personen, deren Aussagen im wesentlichen immer aufgestellt und begründet werden." Dasselbe Bild gaben. Immer wieder hörte man da die Stlage, daß wurde in einer Verhandlung angeschnitten, welche geftern Die Frage des Wertes gewisser Stärkungsmittel im Felde Eine weitere Resolution bekundet den mutigen Verirelerinnen Steil die Pachtungen als überaus gewinnbringend angepriesen und Sozialistinnen aus den kriegführenden und neutralen Ländern, hatte, unt gur. Hergabe hoher Pachtgelder zu ermuniern. Wieder die 4. Straffammer des Landgerichts I unter Vorsiz des die an der jüngst in Bern stattgefundenen internationalen Frauen- wurde festgestellt, daß er verpachtet hatte auch in Fällen, wo ihm Landgerichtsdirektors Lieber beschäftigte. Wegen unKonferenz teilgenommen haben, die wärmste Sympathie des Ver- gar kein Verpachtungsrecht zustand und er höchstens gegen Pro- Lauteren Wettbewerbs war der Geschäftsführer der bandstages und fordert sodann die sozialdemokratischen Schweizer- vision vermitteln durfte. Mehrere der Zeuginnen brachen in Kola- Dulk- Gesellschaft" Franz Sch me là angeklagt. Die Firma Kola- Dulk betreibt seit Kriegsbeginn eine großfrauen auf, auch fernerhin in Sinn und Geist ihrer unerschrockenen Tränen aus, als sie über ihre Verluste berichten mußten. So hat in den Königs- Festsälen" eine alte Frau, die für sich zügig angelegte Reklame für ihre Kola- Dulz- Tabletten". Diese und ihren kranken arbeitsunfähigen Mann zu sorgen hatte, von enthalten neben Katas und einem Bindemittel die wirksamen Be296 M. Pachtgeld mehr als die Hälfte eingebüßt. Zu der ihr von standteile der in Afrika Heimischen Solanuß, die in der Hauptsache Keil verpachteten Toilette wurde sie nicht zugelassen, weil Steil aus Koffein und einem anderen die Herstätigkeit sowie die allgenach Meinung des Wirtes gar kein Verpachtungsrecht hatte. Als meine Zirkulation anregenden Alkaloid zusammengesetzt sind. Diese die Frau dem Herrn Keil immer wieder sagte, daß sie ihr Geld wertvollen Eigenschaften der Kokosmuz wurden zuerst von Afrikazurückerhalten müsse, antwortete der schließlich: Sie müssen-!? reisenden beobachtet, die bemerkt hatten, daß die schwarzen Träger 5 Zigarren 1 Jahr 9 Monate Gefängnis. Nun fangen Sie wohl gar an, zu fordern? Wer bei mir nicht an- nach dem Genuß von Kolanüssen ganz erheblich mehr leisten ständig bitten kann, der kriegt überhaupt kein Geld." Sie hat nur konnten. In den Inseraten der Firma, für welche der jetzige Bon grundsäßlicher Bedeutung für die Frage, ob ost 183 M. zurüderhalten. Einer anderen Frau wollte Keil in einem Angeklagte die Verantwortung zu übernehmen hat, waren nun autshelfer als Beamte anzusehen sind, waren Kino, das ein ihm bekannter Millionär" aufmachen werde, ein diese Eigenschaften der Kolanus in einer Weise geschildert, die in die Grörterungen, die sich gestern vor der 4. Straffammer Büfett verpachten. 500 M. mußte fie für ihn gleich mitbringen", dem Laien die Ansicht erweden mußten, es handele sich nicht nur des Landgerichts I aus Anlaß des folgenden Straffalles ent- che der Vertrag perfekt werden konnte. Sie hat sie nie wiederge um ein bloßes Anregungsmittel, sondern um ein Heilmittel. Die wickelten. fehen. Durch Keil wurde ihr später noch ein Herr Direktor" Folge war die jetzige Auflage wegen unlauteren Wettbewerbs. Der 22jährige With. Matthes war als„ Postaushelfer" eines Kabaretts vorgestellt, von dem die Zeugin behauptet, daß er Bor Gericht führte Medizinalrat Dr. Störmer als Sachverim Postamt 87 beschäftigt und als Telegrammbesteller und Kasten- in Wirklichkeit ein Kellner war und sie auch noch um 2500 M. ständiger aus, daß die Angaben über die Wirkungen von Kola- Dul leerer verwendet, auch durch Handschlag zur Verschwiegenheit und geschädigt habe. Eine Frau zahlte für eine Garderobe in Café in den Inseraten stark übertrieben seien. Es sei gesagt worden, treuer Erfüllung seiner Obliegenheiten verpflichtet worden. Er Weidenhof an Seil auf 1500 M. Jahrespacht 500 M. an, sollte aber daß sie den Hunger stillen, daß man nach dem Genuß unmenschhatte sich dazu verleiten lassen, aus dem Inhalt eines von ihm dann noch warten". Sie hat von diesen 500 M. ganze 10 M. 3u- liche Strapazen ertragen könne, daß sie blutreinigend wirken usw. abgelieferten Briefjackes einen Feldpostbrief mit 5 Zigarren anzu- rückerhalten, die Keil der ungeduldig werdenden Frau als eine Dies fei übertrieben, Kola- Dulz habe nur ungefähr dieselbe an= eignen. Das Gericht hatte ihn dafür wegen Amtsunterschlagung Art Wartegeld überreichte. Sehen Sie," sagte er dabei, che Sie regende Wirkung wie eine Tasse starken Kaffees. Von dem Geh. in Berbindung mit Gewahrsamsbruch im Sinne des§ 133 St.G.B. noch einen Handschlag tun, haben Sie schon 10 M.!" Jut Café Justizrat Levuh. Friedmann würde als Verteidiger des Angeklagten zu der hohen Strafe von 2% Jahren Gefängnis verurteilt. Die Ideal" verpachtete er einer Frau eine Damentoilette für 150 M. Demgegenüber auf eine Veröffentlichung des Prof. Rothe- Halle in Sache hatte im Dezember ein gewisses Aufsehen erregt. Die vom pro Quartal, indem er ihr den guten Verdienst" ausmalte. Sie dem Reichs- Medizinal- Anzeiger" hingewiesen, in welchem den Rechtsanwalt Dr. Münz eingelegte Revision hatte Erfolg: Das borgte sich das Geld zusammen, denn ohne klingende Münze gab er Kola- Präparaten dieselben Gigenschaften wie in den Inseraten Reichsgericht hob das Urteil auf, verwies die Sache an die Vor- keine Pachtung her. Als sie erfuhr, daß schon die Vorgängerin nachgerühmt werden. instanz zurück und hat bezüglich der etwaigen Beamtenqualität wenig verdient hatte, forderte sie das Geld zurück. Weinend schloß Der Staatsanwalt beantragte eine Geldstrafe von 1000 M., solcher Postaushelfer" ganz bestimmte Normen aufgestellt. Nach die Zeugin ihre Aussage:" Ich soll es heute noch kriegen!" Der während der Verteidiger die Freisprechung für geboten hielt. Das der allgemeinen Dienstanweisung für Post und Telegraphie sind Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Goebel, hielt dent Angeklagten Gericht erkannte auch auf Freisprechung, da man dem Angeklagten Personen, die nicht dauernd, sondern nur zur Deckung eines vor- vor: Sie sehen, wie verheerend Sie unter den Armen gewirkt als Laien bei den widerstreitenden Ansichten in der Wissenschaft übergehenden Bedürfnisjes beschäftigt werden, nicht als Posthilfs- haben." Einer Witwe, die zu Steil sagte, sie habe drei Kinder zu nicht nachweisen könne, daß er an den Wert des Mittels in dem boten, sondern al3 Aushelfer anzunehmen, über deren Annahme ernähren, antwortete er, da könne er ihr eine Pachtung im Café von ihm in den Inseraten angegebenen Sinne nicht geglaubt habe. und Entlassung die Verkehrsämter selbständig befinden. Solche Ideal" sehr empfehlen". Um die im voraus geforderten 100 W. Aushelfer, die mit Postsendungen oder Telegrammen Befassung zusammenzubringen, gab sie auch das zum nötigsten LebensunterDie Kölner Fleischvergiftungen vor dem Reichsgericht. Haben, sind durch Handschlag zu verpflichten. Zur Annahme und halt bestimmte Geld hin in der Hoffnung, daß jie ja„ verdienen Ende Septeurber 1912 traten in Köln eine ganze Reihe von Entlassung von" Posthilfeboten" bedarf es dagegen der Genehmi- und dann wieder was zu essen haben" werde. Sie hatte ganz gegung der Oberpostdirektion, sie sind nicht etatsmäßig angestellte ringe Einnahmen und klagte nun vor Gericht:„ Mein Geld ist ver- Fleischvergiftungen auf, die einen geradezu epidemischen ChaUnterbeamte und müssen vor der Zulassung zum Dienste vereidigt loren!" Ein Mann ließ sich von der Armendirektion eine Unter- rakter annahmen. Die Nachforschungen nach der Ursache der Gr= werden. An sich ist nach der Ansicht des Reichsgerichts ein Aus- stübung von 150 M. geben zu dem zwed, durch Keil Toiletten zu frankungen ergaben, daß der Fleischer Wiesdorf in feinen GeHelfer, der nur solche Funktionen ausübt, wie der Angeklagte, nicht pachten. Die gute Quelle", wie der diese Pachung nannte, schäften gesundheitsschädliches Hackefleisch verkauft hatte. Die als Beamter zu betrachten, wenn nicht eiwa von der zuständigen brachte klägliche Einnahmen. Einige Mart gab teil als Ent- weitere Untersuchung führte auf die Händler Jakob Keusch und Amtsstelle eine Berufung zur Wahrnehmung solcher öffentlichen schädigung, weitere Zahlungen lehnte er ab mit der Antwort:" Für Salm, die an W. Schlachtvich geliefert hatten, welches frant war und dessen Fleisch daher geeignet war, nach dem Genusse die Funktionen stattgefunden hat, die dem Staatsgwede unmittelbar mich fönnt Ihr verhungern!" oder mittelbar dienen. Dies treffe im vorliegenden Falle nicht zu menschliche Gesundheit zu schädigen. S. und S. sind deshalb vom und deshalb sei das Urteil wegen Amtsunterschlagung aufzuheben. Landgerichte Köln am 8. Juli v. J. wegen Vergebens gegen§ 12,1 Staatsanwalt Dr. Stelzner beantragte auf Grund dieser Entschei3iffer 1 zu ie 1 Jahr Gefängnis und 3 Jahren Ehrenrechtsverlust dung des Reichsgerichts nunmehr den Angeklagten nur verurteilt worden, indem das Gericht als erwiesen ansah, daß die wegen Unterschlagung und Gewahrjamsbruchs(§ 133) zu 1 Jahr Angeklagten den krankhaften Zustand der Tiere und die GesundGefängnis zu verurteilen. Rechtsanwalt Dr. Münz bestritt die heitsschädlichkeit des Fleisches erkannt und trotzdem verwendet Anwendbarkeit des§ 133, der doch immer eine amtliche Aufbewahhaben. Die gegen dies Urteil von dem Angeklagten S. eingelegte rung zur Vorausseßung habe, der Angeklagte aber doch vom Reichs- Zur Anklage stehen auch zwei Fälle von Betrugsversuch, die Revision wurde am Freitag vom Reichsgericht verworfen. gericht nicht als Beamter angesehen würde. Im übrigen sei zu aus der Zeit nach Keils Verpachtungsgeschäft herrühren. Er selber eripägen, ob nicht Mundraub vorliege und mangels eines Straf- hatte das„ Café Helgoland" in Moabit gepachtet und versuchte, die antrages Freisprechung stattfinden würde. Jedenfalls würde der Küche weiter zu verpachten. Dem Pachtlustigen, einem Vermittler Angeklagte wegen seines Dummenjungenstreichs auch nach dem Schubring, der zunächst durch seine Frau anfragen ließ, fiel die Antrage des Staatsanwalts noch viel zu hoch bestraft und und in Billigkeit auf. Er nimmt daher an, es sei nur auf die geforderte erster Reihe die bedauernswerte Familie bestraft werden. Anzahlung abgesehen gewesen. Der zweite Fall betrifft die nach Das Gericht folgte dem Reichsgericht darin, daß der Ange- Ausbruch des Krieges von einem Schauspielerkonsortium geplante flagte nicht als Beamter sich vergangen habe, sondern als ein Wohltätigkeitsvorstellung zugunsten des Roten Kreuzes, für deren Mann, der in privatrechtlichem Vertragsverhältnis gestanden. Die kaufmännische Leitung" der damals noch nicht lange aus der festgestellte Unterschlagung habe er in Tateinheit mit dem Vergehen Untersuchungshaft entlassene Keil als„ Direktor" sich hatte gegegen§ 133 St.G.B. begangen. Mundraub liege nicht vor. Was winnen" lassen. Vor Gericht erklärt er: Selbstverständlich war es die Strafe betreffe, so habe der Gerichtshof nicht unbeachtet ge- ein Teilungsunternehmen; die Teilnehuter sollten eine Vergütung Tassen, daß die Familie des Angeklagten start in Mitleidenschaft ge- erhalten, der Ueberschuß war für das Rote Kreuz bestimmt." Der Andererseits hob der Vorsitzende Landgerichts- Herr Direttor" fezte sich unter feinem Namen Steil mit jenem direktor Lieber hervor, daß nach Ansicht des Gerichts die Strafe Schubring in Verbindung, um durch ihn in den für die Vorstellun eine hohe sein müsse. In Deutschland, wo die Ordnung herrsche, gen in Aussicht genommenen Lotalen die Garderobe verpachten zu fei seit 8 Monaten der tief traurige und geradezu beschämende zu lassen, und forderte 1000 Mt. Anzahlung sowie 2000 20. Staution, stand festzustellen, daß, während draußen in einem Striege ohne die er dann auf 500 20. ermäßigte. Wie Schubring mißtrauisch gleichen in der Weltgeschichte unsere Vaterlandsverteidiger opfer- wurde, schilderte er vor Gericht sehr drastisch zur großen Erheitemutig ihr Leben hingeben, es noch nicht möglich gewesen ist, die rung der versammelten Zeugenschar. Daheim hatte er die Sache diesen Braven zugedachten Liebesgaben vor den Zugriffen Un- mit seiner Frau besprochen, und da schoß es ihm plötzlich durch den würdiger zu schüßen. Dagegen müssen die Gerichte mit aller Kopf:" Du, das ist Gröbing!" Wie famen Sie darauf?" fragte zogen werde. " 22 Der Angeklagte hatte gegenüber allen Bekundungen irgendeine Grklärung, die entweder den Geschädigten die Schuld an dem Schaden zuwies oder ein Versehen glaubhaft machen wollte usw. Er berief sich auf vorgelegte Quittungen über Rückzahlungen, die er doch auch oft geleistet habe. Auch forderte er Ladung eines Rechtsanwalts, der ihm seine Geschäftspraris als einwandfrei bezeichnet habe. Energie und Strenge ankämpfen, so schwer dies auch für den ein- der Vorsitzende." Ja, die Handschrift fam mir so bekannt vor Leiser Mächte des Weltkrieges Erstes Heft: Das Zarenreich. Inhalt: I. Gebiet und Bevölkerung. II. Soziale und wirtschaftliche Verhältnisse. II. Das Finanzwesen. IV. Das zarische Regime. V. Die auswärtigo Politik Rublands seit dem japanischen Kriege. VI. Die russische Kriegsmacht. Mit einer Karte des russischen Reichs Preis 30 Pf. Buchhandlung Vorwärts Lindenstr. 3 Ia Chromlack GoodyarVelf M: 12 50 am Belle- AlliancePlatz Schwarz Cheyl Caprioar m: Lackkappe M 9 50 Σ 9 50 3ricbrifraße 129 Zauragonftraße 20 Ronigfree 34 Leipsiger Straße 65 Drantenfrage Te Moabit, Turmstraße 50 Malerfraße So Oranienẞtraße 34 Reutilla, Bergstr. 7/8 Friebenau, Rheinfir. 14 A.WERTHEIM Leipziger Str. Königstraße Versand- Abicilung Berlin W66, Leipziger Str. Rosenthaler Str. Moritzplatz SonderPreise! In dieser Woche: Schürzen- Verkauf Serie„ Jlse" türkisch gemust. Satin mit farb. Paspel Kleiderschürzen...... 3.25 Blusenschürzen...... 1.95 Teeschürzen Tändelschürzen . 1.45 1.20 Kinder- Hängeschürzen marine- weiß, mit Faltenansatz. 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Für den Inseratenteil berantto.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. werlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Br. 106. 32. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Fürsorge für Kriegerwitwen und Kriegerwaisen. unehelichen Kinder erweitert werden. ant das Sonntag, 18. April 1915. und gesetzlicher Vertreter steht irgendwo in Belgien und denkt Während die Brauereien den Bierpreis um 7 M. pro Hektoliter seinen Buben, weit unten im märkischen Land, in erhöht haben, sind die Gastwirte mit dem Preise um 10 M. in die Berlin. Höhe gegangen. Sic behaupten aber, es sei ein Irrtum, wenn man Ich habe Bubi durch Zufall kennen gelernt, seither sind annehmen würde, daß die Gastwirte durch die Preiserhöhung ihren wir unzertrennlich, als hätte uns das Schicksal zusammen- Profit um 3 M. pro hektoliter gesteigert hätten. Es sei schon Am Freitag und Sonnabend fand im Plenarsizungssaale des Herziger Junge. Er hat dickes, blondes Haar und graue beim Ausschank von einem Hektoliter 40 M. einzunehmen, und Am Freitag und Sonnabend fand im Plenarsizungssaale des geschweißt. Bubi iſt acht Jahre alt und ein niedlicher, früher bei dem Preise von 40 Pf. pro Liter nicht möglich gewesen, Reichstags eine vom Deutſchen Verein für Armenpflege und Wohl- Augen, die blank und hell in die Welt gucken. Sie sind wie man werde auch jezt nicht 50 M. für das Hektoliter erzielen, und tätigkeit angeregte allgemeine deutſche Tagung über soziale Für flare Fenſter, durch die man in Bubis Seele blicken kann. zwar aus folgenden Gründen. Erstens gehe beim Anſtich immer forge für Striegerwitwen und Kriegerwaisen statt. Die VersammTung war sehr zahlreich besucht. Vertreter hatten die großen und diese Seele ist rein und kindlich und unberührt. Sie ein gewisses Quantum Bier verloren, und zweitens würden die in Blumengärtchen, Zentralorganisationen der Gewerkschaften, der Frauenverbände wie gleicht einem kleinen die Gläser so eingeschenkt, daß sie immer etwas mehr enthalten als der der gemeinnützigen und konfessionellen Verbände entfendet, so das Sonne scheint. Bubi selbst ist ein einziger Sonnen- Eichstempel besage. Das lasse sich aber nicht vermeiden, weil nach Bentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz, die Gene- strahl. und draußen, im fernen Kriegsland steht ein Mann, den 1913 in Kraft getretenen Bestimmungen der Eichstrich 2 bis ralfommission der Gewerkschaften Deutschlands, Gewerkschaften Deutschlands, die Ber- der nach diesem Sonnenstrahl hungert. Bubi wohnt in einer 4 Zentimeter unter dem oberen Rande des Glases angebracht sei, liner Kinderschutzkommission, der Verband der deutschen Ge- anderen Straße wie ich, wir können uns aber gegenseitig während er früher nur 1 Zentimeter vom Rande entfernt war. tverkvereine, der Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften, die Gesellschaft für Soziale Reform, die National- vom Fenster aus zuwvinken. Seine größte Freude ist, wenn Wenn ein auf 3/10 Liter geeichtes Glas regelrecht eingeschenkt werde, Stiftung für die Hinterbliebenen der Gefallenen, der Bund deut- er mit mir spazieren gehen darf. Wie glänzen da die schönen so daß es einschließlich der Schaumkrone bis zum Rande gefüllt sei, scher Frauenvereine, der Katholische Frauenbund, der Zentral- Augen und wie lacht der kleine Mund! Ueber das Spazieren- wie es das Publikum allgemein verlange, dann erhalte der Gast ausschuß für die innere Mission der deutschen evangelischen Kirche, gehen verständigen wir uns mittels Flaggensignalen. Rot statt 10 tatsächlich/ 20 Liter für 15 Pf. Ferner müsse berücksichtigt der Zentralverband für das katholische Deutschland, die Zentral- bedeutet: ich habe keine Zeit! weiß: Bubi darf kommen! werden, daß sich die Geschäftsunkosten der Gastwirte in lezter Zeit ſtelle für Volkswohlfahrt, die deutsche Zentrale für Jugendfürsorge, Wenn Bubi aus der Schule kommt, sucht sein Blick sofort die wesentlich erhöht haben. Die hohen Lebensmittelpreise hätten nicht die Cecilienhilfe, der Bund deutscher Offizierfrauen. Allgemein anerkannt wurde, daß die heutige Hinterbliebenen Flagge. Rot macht ihn tiefbetrübt, weiß läßt ihn aufjauchzen nur die Kosten für den Lebensunterhalt des Wirtes und seiner Allgemein anerkannt wurde, daß die heutige Hinterbliebenen- in findlicher Freude. Dann dauert es auch gar nicht lange, Familie, sondern auch die Aufwendungen für die Beköſtigung des fürsorge nicht genügt. In den Referaten und in der Debatte kam zum Ausdruck: Die Höhe der Renten reiche nicht aus, auf das bis- so ist er bei mir und lotst mich hinaus, in den jungen Früh- Personals gesteigert. Alle für den Gewerbebetrieb erforderlichen herige Familieneinkommen und auf das Alter der zu, Versorgenden ling. Hand in Hand wandern wir beide in den Wald. Bedarfsartikel feien im Preise gestiegen. Die Einnahmen der fei Rücksicht zu nehmen, es müssen durch Schaffung von Arbeits- Tausend Fragen stellt sein wissensdurstiger Mund, und ich Gastwirte seien seit längerer Zeit immer geringer geworden instützt, der Streis der Berechtigten müsse durch Ausdehnung auf die ich das könnte, aber ich kann es und ich tue es sogar gerne. wirte dadurch benachteiligt, daß jetzt auch die geschlossenen Gesellgelegenheit und durch pflegerische Fürsorge die Bedürftigen unter- beantworte sie, soweit ich kann. Ich hätte nie geglaubt, daß folge des stark zurückgegangenen und ständig weiter zurückgehenden Konsums. Insbesondere würden in letzter Zeit die kleinen SchankBubi interessiert sich ungemein für's Eisenbahnivesen, und da Genoffin Gertrud Hanna, Leiterin des Arbeiterinnen- uns der Weg stets über eine Eisenbahnbrücke führt, so bleiben schaften und Vereine an die Polizeiſtunde gebunden seien. Alle fekretariats der Generalkommission der Gewerkschaften Deutsch- wir immer eine Weile stehen, um dem komplizierten Getriebe auf den setzten Ausschankpreise, die ihnen keinen besonderen Gewinn Deutsch- wirimmereine dieſe Gründe sagen die Gastwirte rechtfertigen die festgelands, wies in der Debatte zunächst darauf hin, daß die Strieger- Schienen zuzusehen. Sind wir aber im Walde, so wird. Bubi hezten Ausschankpreiſe, die ihnen keinen besonderen Gewinn witwen aus dem Arbeiterst and wohl allgemein ihr Einkommen aus der Rente durch Erwerbsarbeit würden erhöhen sofort zum Tiefbauunternehmer und legt, wo freie Sandstellen brächten, sondern im günstigsten Falle die von den Brauereien geforderte Preiserhöhung ausglichen. In einem Rundschreiben, müssen. Um eine umgebührliche Ausnutzung zu verhindern, sei find, Stanäle, Gräben, Brunnen und dergleichen an. Zuweilen welches die vereinigten Gastwirteorganisationen ihren Mitgliedern die Arbeitsvermittelung zur Erlangung geeigneter Ar- spielen wir auch Ball oder ich size auf einem Baumstumpf zusandten, heißt es:„ Bei Unterbietung der Mindestpreise sehen sich beitsstellen durch reichsgesehliche Bestimmungen zu regeln. und Bubi lehnt seinen Blondkopf an meine Knie. Dann die Kollegen der Gefahr aus, Bier nicht geliefert zu erhalten." Sie müsse so eingerichtet sein, daß sie nur dem Zwecke dient, Ar- blicken wir in die sinkende Somme, die die Wolken purpurn Den Gastwirten kann man es nicht verübeln, wenn sie die beitsuchenden Gelegenheit zum Arbeiten nachzuweisen und einen färbt und die Stämme der Kiefern wie Stupfer erglühen läßt. Bierpreiserhöhung auf die Biertrinker abzuwälzen suchen, denn Ausgleich auf dem gesamten Arbeitsmartt herbeizuführen. Zu er- Stürzlich hatte Bubi Stubenarrest erhalten. Er kam mit niemand läßt sich ohne weiteres sein Einkommen kürzen. Aber reichen sei dies nur durch öffentliche Arbeitsnachweise, die unter paritätischer Verwaltung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zerrissenen Kleidern aus der Schule zurück. Er hatte mit was wird die Folge der ganzen Bierpreiserhöhungsbewegung sein? stehen. Um den Anforderungen der verschiedenartigen Gewerbe in anderen Kameraden wohl getollt und dabei war das Malheur Den Biergenug kann man ohne Nachteil einschränken, und das vollem Umfange zu genügen, seien die Arbeitsnachweise beruflich passiert. Da ließ Mama den Ausklopfer auf Bubis Rücken werden die meisten Biertrinker schon wegen der Magerkeit ihres zu gliedern. Im Anschluß an die Arbeitsnachweise müßten Betanzen und außerdem diktierte sie ihm auf mehrere Tage Geldbeutels tun müssen. Wenn nur dann nicht die Brauer und rufsberatungsstellen eingerichtet werden, die in ständi- Stubenarrest zu. Die Strafe traf mid) mit, wie ja gewöhn die Gastwirte mit Berufung auf den durch den Rückgang des Konger Fühlung und unter Mitwirkung von Aerzten und der Berufs- lich die Strafen nicht nur den Missetäter allein treffen. Bubi sums verursachten Ausfall an Einnahmen abermals den Bierorganisationen der Arbeiter und Angestellten Ratschläge an die aber saß von nun an traurig am Fenster und blickte sehn- preis in irgendeiner Form erhöhen werden. Arbeitsuchenden erteilen. Zur Vorbereitung auf den Beruf seien füchtig zu der weißen Flagge auf, die lustig im Winde 2ehrwerkstätten zu errichten, die unter Zeitung von Arbeitflatterte. gebern und Arbeitnehmern und der städtischen Verwaltungen stehen müssen, in denen nicht nur theoretische, sondern auch praktische Am vierten Tage wurde mir's zuviel. Ich ging resolut zu Der Magistrat Berlin hat seine Beratung über einen GemeindeBerufskenntnisse vermittelt werden. Die Lehrwerkstätten dürften Bubis Mutter und intervenierte und mit Erfolg. Groß auf keinen Fall durch niedrigere Löhne dem privaten Vorteil be- war die Freude und gleich darauf hüpfte Bubi an meiner beschluß hinsichtlich der Einrichtung der städtischen B. E. W. beendet und der Stadtverordneten- Versammlung eine ausführliche stimmter Unternehmergruppen dienen. Um den Müttern die Ar- Seite dahin wie ein junges, munteres Zicklein.„ Ich schreibe beit auch außerhalb des Hauses zu ermöglichen, müsse verlangt Papa ins Feld, daß Du mein bester Freund bist", sagte er Vorlage unterbreitet. Die vorgeschlagene Organisation der zu werden, daß die Gemeinden Kindergärten und Kinder- ein über das andere Mal, als wir am See saßen und dem fünftigen B. E. W. unterscheidet fich, um eine bewahranstalten einrichten. Ferner sei die Errichtung von an den bisherigen Betrieb dieſer Werte öglichste Annäherung Speiseanstalten durch die Gemeinden anzustreben. Durch plätschernden Wellenschlag des Wassers zufahen. folche Einrichtungen werde der Andrang zur Heimarbeit vermindert. Bei allzu ungünstigem Wetter müssen wir in der Geschäftsführung zu sichern, in wesentlichen Punkten von der bisDie Kriegerwitwen müßten bet ihrer Erwerbsarbeit so entlohnt Wohnung bleiben. Dann verfügt Bubi ganz nach seinem herigen Organisation anderer städtischer Unternehmungen. Ins werden, wie es allgemein im Beruf üblich lit. Der Renten Willen über mich. Ich bin ihm Auto, Pferd, Red, Sarussell, besondere ist von der Bildung einer Verwaltungsdeputation Abstand unter der Bezeichnung bezug dürfe nicht zum Lohndrud führen. Um über- und er würde Gott weiß was alles noch aus mir machen, genommen und vorgeschlagen worden, Haupt Ausnutzung und Gesundheitsschädigungen zu vermeiden, wenn nicht Mutter ab und zu ein Wachtwort spräche und da Ausschuß eine Aufsichts deputation zu bilden, der im müßten die Arbeiterschußgefeße erweitert und ihre mit die weitergehenden Absichten Bubis zerstörte. Und dann wesentlichen die Befugnisse zustehen sollen, die das Handelsgesetz Wirksamkeit ausgedehnt werden auf alle Betriebe, ohne Rückficht auf die Zahl der Beschäftigten. Auch die Heimarbeit schimpft sie mich aus, und ich höre aus ihrer Stimme einen dem Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft zuweist. Die eigentliche muß der Arbeiterschutzgesetzgebung und der Kontrolle durch die glücklich- freudigen Unterton, ſehe ringsum lachende Gesichter. Bau- und Geschäftsführung dagegen ist der Direktion der Werfe zwei technischen und einem laufGewerbeaufsicht. unterstellt werden. Nach den Erfahrungen Ich weiß, fie alle können dem blonden Jungen so wenig vorbehalten, die aus tverde die Verwirklichung jedes Arbeiterschußes nur gewährleistet ernstlich böse sein wie ich. Und Bubi hängt an mir, und männischen Direktor bestehen soll. Die Direkton foll nicht nur des Geschäftskreises der durch starke, wirtschaftliche Organisationen. Deshalb seine Anhänglichkeit hat etwas Rührendes. Manchmal mach' die Stadtgemeinde innerhalb Verhältnis sei es von größter Wichtigkeit, daß die Arbeiterorganisationen in ich mir Vorwürfe, wenn ich an den Krieger denke, der weit Werke nach außen vertreten, sondern auch im Nur zu der Ausübung des ihnen gesetzlich gewährleisteten Soalitions- fort, in Belgien, weilt und dem ich einen Teil feines Sonnen- nach innen grundsätzlich die Geschäfte selbständig führen. rechts keine Behinderung erfahren. Die Arbeiterorganisationen strahls stehle. Ich hätte nie geglaubt, daß Diebstahl unter einer Reihe beſtimmter besonders wichtiger Angelegenheiten bedarf würden stets alle Bestrebungen auf diesem Gebiet eifrig fördern. Umständen so süß schmecken könnte, darum stehle ich schuld- die Direktion der Zustimmung des Ausschußſſes. Bei der Besprechung der Fürsorge für die Kriegerwitwen auf bewußt weiter. Ein Stinderherz ist ja so reich, daß für alle bem Lande forderte Genosse Bauer Reform des Wohnwesens und Arbeitsverhältnisses des platten Landes. Bei Rechtsgleichheit etwas übrig bleibt. Und so sage ich mit gutem Recht: mein des ländlichen mit den gewerblichen Arbeiter sei es nicht mehr nötig, blonder Junge! jährlich über 100 000 Ausländer zu beschäftigen. Die wichtigste Aufgabe sei die Stübung des geiertschaftlichen Zusammenschlusses Der Lohnarbeiter; nur der Weg der Selbsthilfe führe zur Besserung der sozialen Verhältnisse. Die Bierpreiserhöhung. 17 Die Organisation der B. E. W. 18 eine faufmännische Proteft der Wassersportvereine gegen die Einführung der Kontrolle durch Gendarmen. Um das Interesse der Direktoren für das finanzielle Ergebnis des Unternehmens wachzuhalten, soll ihnen außer einem festem Gehalt auch Tantieme zugebilligt werden. Gegenüber dieser selbständigen Stellung der Direktion ist die Wahrung städtischer Intereffen in doppelter Weise gesichert. Einmal haben sowohl der AusDaß die Brauereien und darauf auch die Gast- und Schank- schuß wie der Vorsigende des Ausschusses das Recht, Anordnungen wirte den Bierpreis erhöht haben, ist bekannt. Jedoch widersprachen der Direktion zu beanstanden, sodann aber hat die Direktion wie Geh. Oberregierungsrat Schneider vom preuß. Ministerium des Innern sprach als Vertreter der Nationalstiftung für die sich die bis jetzt bekannt gewordenen Mitteilungen über die Höhe alle Angestellten der Stadtgemeinde den Anordnungen des Magistrats Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen sich dahin aus, daß die des Preises, den die Gastwirte jetzt vom Publikum fordern. Es ist folge zu leisten. Bewährt sich diese Organisation, dann ist die Fürsorge nicht erschöpft sein dürfe mit der Zusaßrente, sondern deshalb angebracht, nach Erkundigungen, die wir an sachkundiger Ausdehnung dieser Verwaltung auf andere städtische Unterdaß vor allem die Kriegerwitwen in den Stand gesetzt werden müssen, Stelle eingezogen haben, die tatsächliche Preisfestsetzung, ihr Zu- nehmungen nur noch eine Frage der Zeit. aus eigener Straft den Hausstand fortzuführen und ihre Kinder so standekommen und ihre Begründung hier mitzuteilen. gu erziehen, daß sie später ihren Fähigkeiten oder dem sozialen Als am 17. Februar die Brauereien den Bierpreis um 2 m. Stand, ihres Vaters entsprechend sich einen Lebenserwerb schaffen pro Hektoliter gesteigert hatten, protestierten die Korporationen der fönnen. Unter den verschiedenen Kräften, die sich nun der Für Gastwirte dagegen. Dann verhandelten sie mit den Brauereien forge für die Hinterbliebenen widmen werden, darf kein Gegen- und wurden dabei überzeugt, daß wegen der staatlichen Kontingeneinanderarbeiten Platz greifen, sondern alles muß Hand in Hand tierung, der Preissteigerung aller Rohmaterialien und sonstiger arbeiten. Auch jede Zersplitterung ist angesichts der Riesenaufgabe zu vermeiden. Das gilt in erhöhtem Maße für die spätere Arbeit Produktionsmittel eine weitere Erhöhung des Bierpreises um bei der Herbeischaffung der Geldmittel. Als Kommissar des Mi- 5 M. pro Hektoliter unvermeidlich sei, die denn auch am 1. April nisters des Innern erklärt der Redner, daß die Staatsregierung eingetreten ist. Die Brauereien lassen sich also jetzt das Hektoliter gerade dieser Frage eine ganz besondere Beachtung zuwende. Bier mit 27 M. bezahlen, während es vor dem 17. Februar 20 M. Der Vorfißende Geh. Justizrat Dr. Ruland schlug folgende kostete. fünf Leitfäße vor, die einstimmige Zustimmung fanden: 1. Den Kriegeritiven und Waisen ist neben der gesetzlichen Stente eine soziale Fürsorge zu leisten. 2. Diese Fürsorge ist unter tunlichster Zusammenfassung der bestehenden Organisationen durch eine vom Staate geleitete Stelle auf das ganze Reich auszudehnen. 3. Als örtliche Vertretung dieser Fürsorge ist ein Organ der Gemeindeverwaltung geeignet, dessen Aufgabe es sein wird, die Zersplitterung der Kräfte zu vermeiden. 4. Die Tagung beauftragt einen Arbeitsausschuß mit dem Rechte der Zuwahl, die einleitenden Schritte zu einer Organifation aller sozialen Maßnahmen für die Striegerwitwen und Waisen zu tun. Als eine schwere Beeinträchtigung ihrer Bewegungsfreiheit und einen harten Eingriff in ihre Privatrechte betrachten die Wassersportvereine die letzte umfangreiche Polizeiverordnung des Regierungspräsidenten für die märkischen Wasserstraßen, welche, wie bereits mitgeteilt, am 1. Juli d. J. in Kraft tritt. Diese neue Polizeiverordnung, die die Strom und Schiffahrtspolizeiverordnung vom 17. Januar 1896 mit allen Nachträgen aufhebt, schreibt u. a. auch vor, daß sämtliche Sportboote auf den märkischen WasserDie Korporationen der Gastwirte erklären, daß sie die Preis- straßen vom 1. Juli ab spezialisierte Fahrtenbücher zu führen haben, steigerung nicht tragen können und sich deshalb gezwungen sehen, gegen welche Maßnahme der große deutsche Seglerverband ebenso den Preis im Ausschank, der bisher im allgemeinen 40 Pf. pro wie der Ruderverband energisch protestieren. Diese Verbände Liter betrug, auf 50 Pf. zu erhöhen. Demgemäß haben die ver- wünschen entweder die gänzliche Beseitigung des§ 6, Abjazz 6 einigten Gastwirtetorporationen, wozu auch der Verband der freien Ziffer 2, welcher die schärfsten Bestimmungen enthält, und nach der Gast- und Schankwirte gehört, ihren Mitgliedern empfohlen, als Meinung der Wassersportvereine vollkommen veraltet ist. Durch Mindestmaß ein Glas mit einem Inhalt von dieſe neue Verordnung werde den Gendarmen und anderen Auf3/10 Liter für 15 f. zu verkaufen, also den Verkauf von fichtsbeamten der Strompolizei das Recht gegeben, jederzeit 10- Pf.- Gläsern überhaupt einzustellen. Wo aber die Kundschaft die Sportboote und Insassen unterwegs anzuhalten, nach Nam' durchaus für 10 Pf. Bier trinken wolle, solle ein Glas mit und Art, Zweck und Ziel, Zeitdauer und sonstige Zweckbestimmung 20 Liter Inhalt für 10 Bf. gegeben werden. Durch diese Preis- ihrer Fahrt hochnotpeinlich zu befragen. Die petitionierenden differenz werde das Publikum veranlaßt werden, das 15- Bf.- Glas Sportverbände sind der Meinung, daß dieser§6 durch 5. Der für die gegenwärtige Tagung eingesetzte Ausschuß wird als Arbeitsausschuß mit dem Auftrage eingefeßt, sich mög- u bevorzugen. Bier in Kannen und außer dem Hauſe ſoll nicht einen Irrtum der neuen Verfügung eingefügt worden ist, da diese zu lichst aus allen in Betracht kommenden Organisationen zu er- unter 40 Pf. pro Liter und Flaschenbier für 13 Pf. die Flasche ver- Bestimmungen bereits vor einer Reihe von Jahren außer Straft gegänzen und sich mit den maßgebenden staatlichen Behörden in kauft werden. Alle vorstehend angeführten Preise sind in de ft treten sind. Der Geltungsbereich der neuen Polizeiverordnung wird preise. Für Lokale, die schon bisher höhere als die allgemein alle afferläufe erster Ordnung umfassen, die im Bereiche des Potsüblichen Ausschankpreise hatten, tritt eine den erhöhten Mindest damer Regierungsbezirkes gelegen find. Ausgenommen sind übrigens preifen entsprechende weitere Erhöhung ein. Die angegebenen Berbindung zu setzen. Aus Groß- Berlin. Mein blonder Junge. Preisfestsetzungen haben alle Gastwirteorganisationen mit den die Charlottenburger, Neuköllner und Berliner Wasserstraßen innerBrauereien vertraglich vereinbart, um sich vor weiteren Preissteige- halb des Landespolizeibezirks der Reichshauptstadt. rungen zu sichern. Hiernach ist also im allgemeinen, das heißt in den für die Burgfriedliches. Mein? Er ist nicht mein. Meine Rechte auf ihn find Arbeiterschaft, überhaupt für die große Maffe: des Publikums in Une wird geschrieben:„ Eine Konsumgenossenschaft in der Um nur angemaßt( aber bekanntlich verteidigt man diese Art Rechte Frage kommenden Schankstätten, das Glas Bier zu 10 Liter mit am zähesten.) Also kurz und gut mein blonder Junge 15 Pf. zu bezahlen, während in den sogenannten besseren Lokalen geht mich im Grunde genommen nichts an. Sein leiblicher entsprechend mehr gefordert werden wird. gegend Berlins hat auf einem Grundstück eine Hypothet. Die erste Hypothet auf demselben Grundstück ist von einer Gräfin Baffewiz gegeben worden, die jezt die Zwangsversteigerung des betreffenden Grundstückes in die Wege geleitet hat, da der Befizer seinen denn daraus könnte nicht auf Willfür im Falle des Klägers von Anfang Februar deďte. Doch die Kartoffeln tamen wieder Berpflichtungen nicht nachgekommen ist. Die Konsumgenossen- geschlossen werden. Von Willkür könnte nur dann geredet nicht, dafür aber am 25. März eine neue Ueberraschung. Der schaft schloß sich dem dem Antrage an, unt nicht ihr Geld werden, wenn der Polizeipräsident in der speziellen Sache geschäftstüchtige Mann schrieb: zu verlieren, und da es in dem Interesse der Genossenschaft liegt, des Klägers selber tatsächlich keine polizeilichen Gründe geDittelsdorf, den 24. März 1915. beabsichtigt sie, bei der Versteigerung das Grundstück zu erwerben, habt hätte. Das sei aber nicht anzunehmen. " Geehrte Frau N. N.I Dieser Tage will ich Kartoffeln nach Zittau bringen, die find aber jegt bedeutend teurer geworden, der 3 entner kostet jekt 7 M. Wenn Sie für diesen Preis noch welche haben wollen, schreiben Sie mir sofort. Sonnabend werde ich wahr scheinlich kommen. hatte auch bereits wegen der Ablösung der ersten Hypothek VerArbeiterbildungsschule. Heute, Sonntag, den 18. April 1915, Handlungen mit einem ihr nahestehenden Institut angefnüpft, die vormittags 10 Uhr, Vortrag des Genossen Ernst Däumig über furz vor dem Abschluß standen. Da trat der Sachwalter der Gräfin Die Geschichte des europäischen Staatensystems." an die Genossenschaft heran und fragte, ob sie die Hypothek Abends 19 Uhr findet der erste Lichtbildervortrag des Herrn derfelben wohl übernehmen würde. Auf den bejahenden Dr. Mar Deri zur Anleitung zum Verständnis Bescheid der Genossenschaft sezte er sich nunmehr mit der Gräfin in von Kunstwerken"( bildende Künste) statt. Thema: Allge- Der Preis stieg demnach in wenigen Wochen von 3,50 M. meine Grundlagen. auf 7 M., also aufs Doppelte. Wäre der Mann ein kleiner Berbindung. Aber siehe da, nach einiger Zeit erfolgte durch den SachEintrittspreis 10 f. für jeden Vortrag. Lofal für Startoffelhändler, würde er die schwer nachzuprüfende Behauptung walter die Anfrage, was das wohl für Genossen sind, die der Ge- Vorträge: Höriaal der Arbeiterbildungsschule, Lindenstr. 3, 4. Hof aufstellen, er habe selbst im Einkauf mehr zahlen müssen. Als Landnoffenschaft angehören?" Es wurde ihm bedeutet, daß gegen 30 M. rechts III. Die Bibliothek ist von 18-19 Uhr geöffnet. wirt fann er das nicht. Das ist nur ein Fall unter vielen. Anteileinzahlung jedermann Genosse werden könne. Damit nicht zufrieden, fragte er weiter, ob das nicht etwa Sozialdemokraten 9. April, vor dem Hause Königsberger Straße 32 ein dreijähriges Zeugen gesucht. Zeugen, die gesehen haben, wie am Freitag, den wären, die die Genossenschaft bildeten. Es wurde ihm ge- Kind überfahren wurde, werden gebeten, ihre Adresse an Herrn antwortet, daß die Genossenschaften wirtschaftliche Vereinigungen Scheff, Königsberger Straße 37, abzugeben. 3- toa Diese Antwort ist in der jetzigen Zeit von besonderem Interesse. Aus den Gemeinden. Dynamitexplosion. London, 17. April. Die Times" melden aus. Toronto bom 14. April: Im Hinduviertel von Vancouver fand eine Dynamit explosion statt. Ein Inder wurde getötet, einer verwundet und eine große Anzahl von Häusern erschüttert. Alle Fensterscheiben in der Umgebung wurden zertrümmert. Die indische Bewohnerschaft von Bela Singh Sikhs ist in Schrecken gesetzt, da ihr augedroht wurde, daß sie umgebracht werden würde. Ein Eisenbahnzug verschüttet. ohne jedes politische Ziel seien und daß ja schon das Genossenschaftsgesetz die politische Betätigung der Konsumvereine verböte. Nun wurde weiter gefragt, ob auch Beamte Mitglied seien oder nur Arbeiter und es sollten ihm Beamte genannt werden. Die Antwort lautete, was die Mitgliedschaft der Beamten betrifft, beDie abgesagte Schöffenwahl in Adlershof. jahend, die Nennung einzelner Namen wurde abgelehnt, da man doch Kurz nach dem am 20. Febrnar erfolgten plöglichen Tode des von einigen tausend Mitgliedern nicht jedes einzelne im Kopf haben Bürgermeisters legte der Gemeindeichöffe Mendelsohn sein Amt fönne. Allerdings wurde dem Herrn gleichzeitig die Verwunderung nieder. Schon seit Kriegsausbruch war er Geschäfte halber den darüber ausgedrückt, daß jetzt in der Zeit des Burgfriedens, Sigungen ferngeblieben. In der Gemeindevertretersizung vom Aus Temesvar wird gemeldet: Infolge eines Bergrutsches in der Millionen von Arbeitern draußen im Felde stehen, die ihr 5. März wurde dies den Vertretern zur Kenntnis gebracht, gleichſtürzte auf der Refica- Banhaer Lokaleisenbahn ein gemischter zug werden. Passagiere sind tot, siebzehn verlegt. Blut für das Vaterland hingeben ,, überhaupt solche Fragen gestellt zeitig auch ein Schreiben des Landrates verlesen, in dem die um und wurde von mehreren Tausend Tonnen Erde überschüttet. Nachdem noch dem Herrn alle Beläge über Sicherheit der möglichst balbige Ausschreibung der Schöffen. Der ganze Eisenbahnzug wurde vom Damm geworfen. Fünf betr. Genossenschaft, die sich übrigens des besten Rufes erfreut, 3u wa I verfügt wurde. Diese Wahl sollte nun am 25. März statt- Passagiere sind tot, siebzehn verlegt. gegangen waren, erfolgte sechs Tage vor dem Versteigerungstermin finden. Am Tage vorher wurde dann plötzlich die Sigung ohne die Absage der Gräfin Bassewig." Angabe besonderer Gründe abgesagt. Und nun sollte endlich am Zu den beiden verhängnisvollen Grubenunfällen in Oberschlesien 15. April eine Sigung stattfinden, in der auch über eine wird uns geschrieben: In diesen Tagen des blutigen Völkerkrieges Teuerungszulage der Gemeindearbeiter und die vom Gemeinde- wird Unfällen, selbst wenn mehrere Menschenleben dabei vernichtet Schwerer Unfall bei einem Zusammenstoß. werden, weniger Beachtung geschenkt als in ruhiger Zeit kleinerent vorstand angezeigte Aufhebung der Schulspeisung beraten werden sollte. und bedeutungsloseren Unglüden. Das Sterben in großen Massen Ein berhängnisvoller Zusammenstoß eines Postwagens mit Aber auch diese Sigung wurde abgesagt. Verwundert waren die ist jetzt eine alltägliche Erscheinung. Am Sonntag, den 11. April, einem Straßenbahnwagen hat sich am gestrigen Vormittag an der Gemeindevertreter über diese erneute. Absage. Es drängt sich ihnen ereigneten sich auf zwei oberschlesischen Bergwerken, der KonkordiaEde der König- und Heiligegeistſtraße ereignet. Dort fuhr ein Poſt- die Frage auf: Ist der Schöffe überflüssig? Das ist faum anzu- grube bei Hindenburg und der Kleophasgrube bei Kattowitz, Unfälle, wagen gegen die linke Seitenwand des Vorderperrons eines aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Straßenbahnwagens der nehmen. Der Bürgermeister plöglich gestorben, der Schöffe legt wobei zusammen 8 Menschen getötet und 9 schwer ver Linie 5. Dabei wurde der auf dem Vorderperron stehende fünfzehn- plötzlich sein Amt nieder, da ist also sicher eine Lücke in der Ber- legt wurden. In dem Andreasflöz der Konkordiagrube kam es jährige Otto Jadwig aus Neukölln derartig eingeklemmt, daß ihm waltung vorhanden. Auch das Schreiben des Landrates auf Aus- zu einer Schlagwetterexplosion. Sie forderte 5 Tote und 6 Schwerberlegte. Die Explosion muß sehr heftig gewefen fein, denn ber linte Arm fast vollständig abgetrennt wurde. Der Verunglückte ſchreibung der Wahl deutet darauf hin. Oder nehmen die Förmlich die Toten und Verlegten weisen fürchterliche Brandwunden erhielt auf der Unfallstation in der Keibelstraße die erste ärztliche keiten für die Vorbereitung der Wahl solange Zeit in Anspruch auf, so daß an der Wiedergenesung der Verlegten noch start Hilfe und wurde dann nach dem Neuköllner Krankenhaus in Buckow Das wäre dann allerdings eine sehr schwerfällige Verwaltung! Als gezweifelt wird. Die Gase sollen durch Zubruchgehen eines alten gebracht. Die Nummer des Postwagens konnte leider nicht festgestellt letzter Grund bliebe dann nur noch die Befürchtung, daß die Ver- Baues, der mit einer Mauer dicht abgeschlossen war, aufgetreten fein. werden, da der Kutscher davonfuhr, ohne sich um das, was er an- treter der dritten Abteilung jezt einen Kandidaten präsentieren Durch die Vermengung mit dem frischen Wetterzug werden dann gerichtet hatte, zu kümmern. werden, dessen Wahl man nun kaum noch nach den Magistrats- diese Gase, falls sie entzündet werden, explodierbar. Wodurch sie in wahlen in Berlin und Schöneberg ablehnen fönne. Sollte jedoch vorliegendem Falle zur Entzündung gebracht wurden, ist nicht flar. diese Befürchtung für die Verzögerung der Wahl maßgebend ge- Die Verwaltung berichtet, daß vermutlich durch Kohlenfall, der auch wesen sein, so hätte die Verwaltung der Gemeinde Adlershof be- durch die starke Gebirgserschütterung entstanden sein soll, eine Sicherheitslampe beschädigt und durch diese seien die Wetter wiesen, daß es ihr recht schwer fällt, fich anzupassen an das Wort: angestedt worden. Wenn diese Darstellung richtig ist, dann sind die Ich kenne feine Parteien mehr!" Verunglückten Opfer eines unvorhergesehenen Ereignisses. Das Un glück auf der Kleophasgrube ist durch eine Sprengstofferplosion her vorgerufen worden. Die Arbeiter waren mit dem Transport von Sprengstoff in die unterirdischen Geschoßkammern beschäftigt. Hierbei ist eine Ladung auf unaufgeklärte Weise zur Explosion gefommen, wodurch drei Arbeiter buchstäblich in Stücke gerissen und vier schwer verlegt wurden. Die Grubenverwaltung beobachtet sehr großes Schweigen über die Entstehung der Explosion. Ob die beim Transport von Sprengstoff notwendigen Vorsichtsmaßnahmen genügend beachtet worden sind, muß erst durch die Untersuchung feſt gestellt werden. Städtische Speisehalle in Neukölln. Kampf zwischen Gendarm und Verbrecher. Bu einem heftigen Kampfe ist es Freitagnachmittag in Tegel gekommen. Auf einem Patrouillengange bemerkte der Gendarmeriewachtmeister Zühlfe unweit des Müllabladeplages einen Mann, der ihm verdächtig erschien, da er Anstaltskleidung trug. Als der Beamte den Mann anrief, ergriff dieser die Flucht. Der Wachtmeister nahm fofort die Verfolgung des Flüchtenden auf und nach einer anstrengenden Jagd gelang es ihm auch, den Verdächtigen einzuholen. Die von der Aschinger's Aktiengesellschaft in den Räumen der Der Mann ſegte sich nun energisch zur Wehr und zog schließlich ein langes Messer hervor, mit dem er dem Beamten mehrere Stiche in Stindl- Brauerei in der Hermannstraße geführte Bürgerſpeiſeballe das Gesicht versezte. Trotz dieser erheblichen Verletzung vermochte vom Roten Kreuz geht mit dem 1. Mai 1915 in die Verwaltung Sie wird mit der dort bereits ein der Gendarm seinen Gegner zu überwältigen und festzunehmen. der Stadt Neukölln über. Der Verhaftete, der dem Berliner Polizeipräsidium zugeführt wurde, gerichteten städtischen Notstandsküche gemeinsam weiterbetrieben ist ein mehrfach bestrafter Verbrecher, der zuletzt in der Korrektionsanstalt in Teterow in Mecklenburg untergebracht war, von wo er vor einiger Zeit entwichen ist. werden. Stadtverordnetenversammlung in Spandan. Die legte Sigung beschäftigte sich mit einem Antrage der sozialWer ist die Tote? In der Nähe von Schildhorn ist Freitag- demokratischen Fraktion, den städtischen Arbeitern und unteren Beamten nachmittag die Zeiche einer Frau aus der Havel gelandet worden. eine Kriegszulage zu gewähren. Der Antrag wurde einer gemischten Die Tote ist etwa 1,60 Meter groß, ettva 30 Jahre alt und hat Deputation überwiesen. Der zur Probe aus Hannover bestellte dunkelblondes Haar. Bekleidet war sie mit schwarzem Rock, schwarzer Motorpflug wurde an die Firma zurückgegeben, da er den gestellten Bluse und grauem Jackett. Die Frau trug eine Anker und Herz Anforderungen nicht entspricht. Das städtische Rittergut Bansdorf zeigende Brosche und um den linken Jackettärmel Trauerflor. Die soll schleunigst einen anderen Motorpflug beschaffen. Persönlichkeit der Verstorbenen konnte bisher noch nicht festgestellt In der geheimen Sigung wurde mit großer Majorität eine verden, da feinerlei Papiere bei ihr vorgefunden wurden. Die Magistratsvorlage abgelehnt, wonach dem Gasanstaltsdirektor für Leiche muß schon einige Zeit im Wasser gelegen haben, da sie zum fein freiwilliges Ausscheiden aus dem städtischen Dienst zum Teil in Verwesung übergegangen wac. Die Leiche ist nach der 1. Oktober, eine Abfindung von 20 000 M. gewährt werden sollte. Friedhofshalle in Schildhorn geschafft worden. Die meisten Redner waren der Ansicht, daß die verfehlten Maßnahmen des Direktors eine Entlassung ohne Entschädigung rechtfertigen würden. Verkauf von kommunalen Nähstubenprodukten in Lichterfelde. Von dem Einbrecher aus der Memeler Straße, der bei einem Einbruch einen elfjährigen Knaben schwer mißhandelte, ist jetzt eine Spur gefunden worden. An einen Lumpenhändler, der in der Görliger Straße handelte, trat am Freitagvormittag ein Mann heran, der ihm Lumpen zum Kauf anbot, die der Händler auch faufte. Später stellte sich dann heraus, daß das Paket mit den Die in den Arbeitsstuben der Gemeinde angefertigten Wäsche Lumpen die bei dem Einbruch gestohlenen Gegenstände enthielt. stücke, als Hemden, Unterhosen, Strümpfe usw., auch Wolle zum Nach der Beschreibung des Händlers handelt es sich um einen Stricken werden an Wochentagen von 9-12 Uhr im Bornmesser22-24jährigen Menschen von mittelgroßer, kräftiger Figur und bart- schen Waisenhaus in der Teltower Straße zu äußerst billigen Preisen verkauft. Da die Preise meistens unter dem Herstellungswert festlojem, vollem Gesicht. gejetzt sind, so bietet sich hier für die Einwohnerschaft eine günstige Staufgelegenheit. Straßenuufall. In der Dranienburger Chauffee in Wittenau tbollte am Freitagnachmittag der Rentier Morath die Hinterplatt form eines Straßenbahnwagens der Linie 28 während der Fahrt besteigen. Er glitt dabei vom Trittbrett ab und geriet mit dem rechten Bein unter den seitlichen Schußrahmen. Der Verunglückte, der eine schwere Verletzung des Beines erlitten hatte, wurde durch Anheben des Wagens in wenigen Minuten befreit und dann nach dem Paul Gerhardt- Stift in der Müllerstraße gebracht. d Auch ist noch fertig bestelltes Kartoffelland zu haben. Bewerbungen, am besten schriftliche, werden auf dem Rathause in der Gartenverwaltung entgegen genommen. ? Parteiveranstaltungen. Charlottenburg. Am Dienstag, den 20. April, abends 84, Uhr, findet im Boltshause, Rosinenstr. 3, die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Auf der Tagesordnung steht außer den Wahlen ein Bortrag des Redakteurs Genossen Baul Lange über„ Das deutsche Wirtschaftsleben im Striege". vereins statt. Neuköllu. Die Bibliothek ist von jest ab nur noch Montags, Mittwochs und Sonnabends von 7-10 Uhr abends geöffnet. Die Ausgabe der Kinderliteratur bleibt hiervon unberührt. Borsigwalde- Wittenau. Dienstag, den 20. April, abends 8 Uhr, findet in den Borsigwalder Festsälen die Generalversammlung des WahlMontag, den 19. April, abends 8 Uhr, findet von den bekannten Stellen aus( in Borsigwalde von Heider, Näuschstraße) eine wichtige Handgettelverbreitung statt. Brit- Buckow. Mittwoch, den 21. April, 84, Uhr, bei Zils, Kungius. ftraße 3: Generalversammlung des Vereins Jugendheim" Tagesordnung: 1. Borstandsbericht. 2. Berschiedenes. Frauen- Leseabende. Montag, den 19. April, abends 8, Uhr: Friedrichsfelde. Bei Sudbring, Berliner Str. 98. Vortrag: Die Frauen und die Internationale. Der Leseabend findet jeden dritten Montag im Monat statt. Friedrichshagen. Im neuen Jugendheim, Scharnweberstraße 59, Hof part. Pankow. Nordbezirk bei Gaßmann, Streuzftr. 13. Referentin Genoffin Regina Ruben. Südbezirk bei Heinze, Berliner Straße, Ede KaiſerSchulentlassungsfeier in Ober- und Niederschöneweide. Friedrich- Straße. Referent Genoffe Stubig. Steglitz. Bei Mocekat, Florastr. 4. Gen. Ziek spricht über: Dic Sonntag, den 18. April, abends 6 Uhr, findet eine Schul- Hausfrauen und die Lebensmittelpreise. entlassungsfeier in Tabberts Waldschlößchen statt. Das Programm Dienstag, den 20. April, abends 8½ Uhr: besteht aus Musit, Chorgesang, Rezitation und Festrede. Niederschönhausen- Nordend. Bei Rettig, Blankenburger Str. 4 Vortrag des Stadtverordneten Alfred John- Lichtenberg. Kinderveranstaltungen in Neukölln. Ueber die Versagung der Tanzerlaubnis für den Kerkanpalast hatte das Oberverwaltungsgericht zu befinden. Der Restaurateur und Cafétier König hatte seinerzeit beim Berliner Polizeipräsidenten um die Genehmigung zur Abhaltung öffentlicher Tanzlustbarkeiten für einen Saal des Kertaupalastes nachgesucht. Er betonte, daß er die Lustbarkeiten für die und Mundvorrat mitbringen. foliden Teile des Mittelstandes veranstalten wolle, Mittwoch, den 21. April: Spielausflug nach Treptow. Abmarsch nachmittags 2 Uhr vom Wildenbruchplatz( Elsensteg). Liederbücher Die Genehmigung wurde mit der Begründung versagt, von 6-7 Uhr im Jugendheim, Bismarcftr. 31, geöffnet. daß kein Bedürfnis vorliege. Die Beschwerde beim Oberpräsidenten hatte keinen Erfolg. König flagte darauf beim Oberverwaltungsgericht. Das Oberverwaltungsgericht wies die Klage mit folgender Begründung ab: Briefkasten der Redaktion. Briefliche Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, 1V. Sof rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend Die Kinderbibliothek in Adlershof ist von jetzt ab jeden Montag von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftast en bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Sahl als Mertzeichen beizufügen. Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, benen leine Abonnements quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. Aus aller Welt. Wie die Kartoffelpreise geschoben" werden. In Betracht komme die für den Landespolizeibezirk Berlin Darüber gibt die„ Zittauer Volkszeitung" ein recht anschauliches am 2. Juni 1808 ergangene Polizeiverordnung. wonach öffentliche Tanzluftbarkeiten von einer polizeilichen Genehmi- Beiſpiel aus der Nachbarschaft Zittaus. Anfang Februar bestellte eine Zittauer Einwohnerin bei dem Gutsbesizer Heinrich Lehmann gung abhängig seien. Hiernach könne der Polizeipräsident ge- in Dittelsdorf 20 Zentner Kartoffeln. Sie sollte damals den Zentner mäß§ 10 Teil 2 Titel 17 des Allgemeinen Landrechts die Genehmigung versagen, wenn ihm irgendwelche objektiven bei Entnahme von 20 Zentnern für 3,50 W. erhalten. Nun wartete sie auf das Eintreffen der Kartoffeln und tröstete sich schließlich dapolizeilichen Gründe zur Seite. ständen. Ein Angriff gegen die Bersagung könne nur dann einen Erfolg haben, wenn be- mit, daß die Witterung an dem langen Ausbleiben der Kartoffeln wiesen würde, daß die Versagung der Genehmigung der ob schuld sei. Nach etwa drei Wochen, am 23. Februar, tam zwar nicht jektiven polizeilichen Gesichtspunkte völlig entbehre. Nun habe die erhoffte Sendung, aber eine Karte folgenden Inhalts: Dittelsdorf, den 22. Februar 1915. her Polizeipräsident mangelndes Bedürfnis geltend gemacht. Geehrte Frau N. N.1 Das sei aber ein objektiver polizeilicher Gesichtspunkt. Im Teile Ihnen ergebenst mit, daß ich Ihnen 20 Zentner Kartoffeln übrigen aber unterliege die Frage, ob das Bedürfnis nicht liefern tann. anzuerkennen sei, dem polizeilichen Ermessen und könne im Dieselben kosten per 3entner jest 5,25 Mart. Wenn Verwaltungsstreitverfahren nicht nachgeprüft werden. Nun Sie da noch welche haben wollen, kann ich Ihnen gelegentlich ein Wenn ich keine Antwort fage der Kläger, es läge Willtür vor, weil sich der Polizeipaar Zentner mit nach Zittau bringen. präsident in anderen Fällen anders schlüssig gemacht habe. erhalte, nehme ich an, daß Sie welche haben wollen. Darauf aber, ob sich der Polizeipräsident in anderen Fällen Die Frau wollte nun trotzdem noch Kartoffeln nehmen, obwohl anders entschlossen habe, brauche das Gericht nicht einzugehen, ihr der Preis nicht angenehm war und sich nicht mit der Abmachung aus. Schwan 100. Sehen Sie sich mit den Holzarbeiterverbande in Ver W. W. 76. Ein bindung. Dort erhalten Sie genaue Information. M. K. 101. Private In solches Mittel ist uns leider nicht bekannt. Bertrauen Sie fich dem Lehrer Ihres Kindes an. Dieser wird Ihnen geeignete Vorschläge stitute tönnen wir dazu nicht empfehlen. machen. Phil. 36. Darüber wird bei der Musterung von Fall zu Fall Sprechen Sie doch Ihren Wunsch entschieden. S. 100. Wahrscheinlich liegt hier ein Irrtum vor. Wenn in Ihrem Paß nicht vermerkt ist, daß Sie ausgemustert sind, würden wir Ihnen doch R. N. G. 4. Sie müssen fich melden. Portiere. Es muß eine Nachlaßregulierung statt. Auch die Umschreibung muß empfehlen, sich zu melden. finden, die beim Gericht zu beantragen ist. vollzogen werden. Die Mutter ist nicht in jedem Fall Vormund. Der Vormund muß für die minderjährigen Kinder erst bestimmt werden. H. R. 19. Bon den Beiträgen zur Invalidenversicherung bekommen Sie nichts zurüd. Sie können auf Grund der geklebten Marken Ihres Che mannes Witwenrente beanspruchen, aber erst dann, wenn Sie selbst als invalid gelten. Die Wirtschaft erben Sie im voraus. Die Verwandten 2. F. 16. Der Hanswirt fann den haben darauf keinen Anspruch. M. M. 1000. Am 1. Mai, Personen den Zutritt nicht verbieten. big Wetteraussichten mittlere Norddeutschland Montagmittag. Um Mittag mild, nur im östlichen Stüftengebiete meist bewölft, in den übrigen Gegenden vielfach heiter, ohne erhebliche Niederschläge; in der Nacht zu Montag stellenweise groft für das Verband der Tapezierer. Filiale Berlin. Donnerstag, den 22. April cr., abends 8 Uhr, in den Industriesälen, Beuthstr. 21: Quartals- Versammlung. Tagesordnung: 1. Cuartalsbericht. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Nur Mitglieder haben Zutritt.- Mitgliedsbuch legitimiert. 178/2 Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. Tel.- Amt Morigplaź 10623, 3578. Bureau: Rungestraße 30. Vertrauensmänner- Versammlung der Kammacher am Dienstag, den 20. April, abends 8 Uhr, bei Dannenberg,.Holzmarktstr. 21. Es ist dringend erforderlich, daß jede Werkstatt vertreten ist. Die Branchenkommission. 81/17: Allgemeine Orts- Krankenkasse Orts Krankenkasse der Gürtler zu Berlin. der Stadt Berlin- Schöneberg. Am Donnerstag, den 29. April 1915, abends 8 Uhr, findet im kleinen Saale der Schloßbrauerei Schöneberg, Hauptstraße 121, eine ordentliche, nicht öffentliche Ausschuß- Sikung ſtatt. Tagesordnung: 1. Berlesung des Protokolls der Aus. fußsigung vom 30. November 1914. 2. Entscheidung des Versicherungsamts auf den Beschluß des Aus. schusses, von Aufstellung eines Boranschlages für das Geschäftsjahr 1915 abzusehen. 3. Kenntnisnahme von dem Beschluß des Versicherungsamtes auf Ent hebung des Herrn Rechtsanwalt Dr. Baum von dem Amt als Mitglied des Ausschusses. Herr Rechtsanwalt Dr. Baum ist zum stellvertretenden Vorsitzenden des Versicherungsamts Berlin- Schöneberg ernannt worden. 4. Entgegennahme des Jahresberichts für das Geschäftsjahr 1914 und des Berichts der Prüjungs Zu der am Donnerstag, den 29. April 1915, abends 6 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 3, stattfindenden ordentlichen Ausschußsitzung biermit ergebenst eingeladen. werden die Herren Ausschußmitglieder Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung für 1914 und Bericht des Rechnungsausschusses. 2. Beschlußfassung über die bom Borstande beantragte Menderung der §§ 13, 45 und 48 der Sagung. 3. Berschiedenes. Anfragen und Beschtverden, zu benen die Einsicht der Geschäfts. bücher erforderlich ist, sind dem Borfizenden des Vorstandes bis zum 26. April cr. schriftlich zu unter breiten. 267/2 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Eine Vertretung ist unzulässig. Berlin, den 19. April 1915. Der Vorstand. E. Liesack, Vorsitzender. Die den Herren Bertretern zus gehende Einladungskarte dient als Legitimation und ist am Saal eingang abzugeben. tommiffion, sowie Erteilung ber Für unsere Verwundeten! Entlastung. 5. Saffenangelegenheiten. Berlin Schöneberg, den 16. April 1915. 5. Uhlmann fommiss. Borsigender. 267/1 Brünner Schriftführer. Ziehung 20-23. April 1915 im Ziehungssaale der Königlichen General- Lotterie- Direktion Rote- Kreuz Orts- Krantentaffe Geld- Lotterie der Schloffer und verw. Gewerbe zu Berlin. Am Montag, den 26. April, abends 8 Uhr, findet im Lokal bon G. Wollschläger, Berlin, Landsberger Straße 89, eine ordentliche Ausschuß- Versammlung mit folgender Tagesordnung ftatt: 1. Abnahme der Rechnung des Jahres 1914( Bericht des Rechnungsausschusses, Entlastung des Rechnungslegers). 2. Beratung und Beschlußfassung über eine Herabjegung des Beitrages. 3. Verschiedenes. Die Herren Vertreter im Ausschuß merden ersucht, zahlreich zu er scheinen. Die zugesandte Legitimation ist am Eingang vorzuzeigen. Der Vorstand. J. A.: Albert Polzin, 266/19 Borsigender. Invalidenkaffe Hauptgewinne 17851 Geldgewinne im Gesamtbetrage von M. 600000 00000 50000 30000 20000 10000 Nur Bargeld Lose M. 3.30 Porte u. Liste 30 Pf. extra. H.C.Kröger Berlin W 8, Friedrichstr. 193a Ecke Leipziger Strasse. der Gürtler zu Berlin. Spezialarzt Am Freitag, den 30. April, abends 6 Uhr, findet die Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Generalversammlung Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) im Gewerkschaftshaus, Saal 5, Blutuntersuchung. Schnelle, sichere statt. Tagesordnung: schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. 1. Abnahme der Rechnung des Ge- Sprechstunden 11-2 u. 5%-8. fäftsjahres 1914. 2. Verschiedenes. Der Vorstand. M. Maynz, Borsigender. 267/3 Spezialhaus für solide Perfonen Lohnfuhrwerkseppiche = Innung zu Berlin. Bekanntmachung. Am Montag, den 26. April 1915, abends 7 Uhr, findet im Prälaten", Dirdjenstraße, Stadtbahnbogen 110, 281/15 die statutenmäßige Neuwahl des Gehilfen- Ausschusses ftatt. Wahlberechtigt find die bei einem Innungsmitgliede volljährigen Gehilfen, welche sich im Besize der bürgerlichen Ehrenrechte befinden. Wahlbar ist jeder wahlberechtigte Gehilfe, welcher zum Amte eines Schöffen fäbig in.§§ 31, 32 des Gerichtsverfassungsgejeges. Legitimation: Bescheinigung des Innungsfuhrherrn. J. A.: A. Rohnte, Obermeister. Prachtstücke 6.-, 10.20.- bis 800.- Mark Portieren, Möbelstoffe, Schlafdecken, Gardinen, Steppdecken, Wolldecken( fürs Feld) Deutsches Teppichhaus Emil Lefevre Berlin S Oranienstr. 158 Spezialkatalog kostenlos und portofrei. of Jise R 2) دوو Frühkartoffel Deutsche Delikates liefert ganz enorme Erträge an schönen großen Knollen, kocht wundervoll mehlig und ist die wohlschmeckendste Frühkartoffel der Gegenwart. So Ernte schon im Juni. lange Vorrat reicht 1 Postsack M. 2, ab hier. P. Tümmling Saatguthandlung Erfurt 224. JLSE Briketts haben sich Groß- Berlin crobert GARBÁTY CIGARETTEN VERSANDFERTIGE FELDPOSTBRIEFE DEUTSCHES FABRIKAT TRUSTFREI Bruch- Behandlung = Ohne Operation= Ohne Berufsstörung! Sprechstunden in Berlin = Wormser Straße 10= ( am Wittenbergplatz) Sonntag, Montag, Dienstag 10-1 Uhr Chefarzt Dr. med. Coleman Adressen Gehellter und Broschüren kostenlos IR J. Baer Ecke Badstr.26 Prinz- Allee Herren- und KnabenModen, Berufskleidung. 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Aehnlich berichten viele andere, welche Togal gegen Rheumatismus, Herenschuß, Schmerzen in den Gliedern und Gelenken sopie bei Jnfluenza ,, Nervens und Kopfschmerzen gebrauchten. Es gibt nichts Befferes. Alle Apotheken führen Togal Tabletten. Flamme $ 6 Feuerbestattung mit allem Zubehör und Gebühren von 105 M. an. Institut: Manteuffelstr.111 Fernspr. Moritzpl. 5582. Broschüre gratis. Geldnot! ist ein Uebel. Sie sparen viel, wenn Sie zurückgesetzte Anzüge, Ulster. Paletots u. zurüdgebliebene Maßgarderobe, ebenso reelle, moberne fertige Garderobe für alle Figuren passend hier direkt vom Schneidermeister zu teilweise herabs gesezten Preisen kaufen. Der weiteste Weg lohnt. A. Ringel, Schneidermeister, Chausseestr. 31 u. Invalidenstr. 113. Eine Wohltat für Bruchleidende ist das neue ,, Styx" Bruchband. Leisten- und Nabelbandagen aller Art. Spezialabteilung für Damenleibbinden Bandagen- Schröder, Berlin N 111 , Ziegelstraße 3. Lieferant für Krankenkassen. Fernspr. Norden 2753. Todes- Anzeigen Verband der Sattler u. Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Den Kollegen hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Bortefeuiller Alwin Benkhardt im Reserve- Lazarett verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 157/3 Die Ortsverwaltung. Als Opfer des Weltkrieges fiel am 20. Februar unser lieber Sollege, der Gürtler Karl Coschinsky im Alter von 42 Jahren. Bir betrauern in ihm einen guten und aufrichtigen Kollegen. Ein ehrendes Andenten bewahren ihm ſtets 15585 Die Kollegen der Firma Paul Maybaner. Junkerstr. 19. Auf dem Schlachtfelde fiel unser lieber Stollege und langjähriger Mitarbeiter, der Schriftseter 0 Otto. Moritz Wehrm. im Ref.- Inf. Rgt. Nr. 12, im Alter von 39 Jahren. An den Folgen feiner erhaltenen Verwundung verstarb im Strankenhause zu Karlsruhe unser Mitarbeiter, der Radfahrer Helmut Peitsch 2. Garde- Regiment zu Fuß. Wir werden beiden Opfern des Weltfrieges ein ehrendes Anbenten bewahren. 15615 Das Gesamtpersonal der Buchdruckerei Liebheit& Thiesen. Männerchor Weißensee. Nach langem Leiden verstarb am 16. April unser langjähriges brages Mitglied, der Zigarrenmacher Georg Schröder im 56. Lebensjahre. Wir betrauern in dem Dahingeschiedenen einen stets ziel. bewußten, die Interessen der Arbeiterfängerbewegung jederzeit fördernden Sangesbruder. Wir werden seiner stets in Ehren gedenken.. Die Beerdigung findet am Montag, den 19. April, nachmittags 6 1hr, auf dem alten Weißenseer Friedhof, Falkenberger Straße, ftati, Die Sänger treffen fich 6 1hr auf dem Friedhof. 58/6 Der Vorstand. „ Männerchor Oberspree" Baumschulenweg- Nieder- Schöne, weide. Den Mitgliedern, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Sangesbrüber Georg Poschag 26 Jahre alt, als Opfer des Strieges auf dem Kriegsschauplat gefallen ist. 15595 Wir werden thm alle Zeit ein ehrendes Andenken bewahren. Stumm schläft der Sänger! Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die Nachricht, daß wir nun nach langen bangen Monaten die traurige unde erhielten, daß unier herzensguter jüngster Sohn, Bruder, Schwager, Dnfel und innigitgeliebter Bräutigam, der Refervit Otto Havemann im blühenden Alter von 27 Jahren am 2. September 1914 infolge Kopfschusses, den er am 27. August erhielt, den Heldentod starb. Dies zeigen im tiefsten Schmerz an die trauernden Eltern Gustav Havemann und Frau Stulmstraße 21 fowie Geschwister, Schwager, Schwägerinnen, Nichten u. Neffent. Gretel Möhrke, Berlobte. Ruhe sanft in fremder Erde, Unsere Liebe deckt Dich zu. Als Opfer des Weltkrieges starb den Heldentod am 16. März 1915 mein lieber Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, der Erfahreservift Fritz Ehrenberg ( Maschinengewehr- Komp. d. Landwehr- Inf. Regt. 24) in seinem 25. Lebensjahr. Wir werden Deiner stets gedenken, wenn Du auch fern in 1562b fremder Erde liegst. Rube janst! Deine tiefbetrübte Mutter, Geschwister und Schwägerinnen. Berlin O, Ribauer Straße 7. Auf dem Schlachtfelde fiel am 24. März unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Gürtler Erich Cabus Ersaz- Reservist 262 im Alter von 30 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an Ofto Cabus und Frau als Eltern. Fritz Kensy( 3. 3. im Felde) und Frau. Otto Müller( 8. 3. in Felde) und Frau. Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genoffen! Am 28. März fiel der Schlosser Paul Hahnelt Stralauer Plag 6/7, Bezirk 290. Am 10. Februar fiel der Arbeiter 211/13 222/4 Wilhelm Melchert Matternstr. 9, Bezirk 406. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr Au 10. März starb im Lazarett unser Mitglied Paul Wolf Seleine Auguststr. 7 a. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 5. Berl. Reichstagswahlkr. 6. Abt. Aur 16. März fiel der Reftaurateur Berthold Gebhardt Duißowftr. 51, 15. Abt. Bez. 725. Durch eine feindliche Granate wurde auf Boften getötet der Friseur Adolf Förster Neue Hochstr. 38, 10. Abt. Bez. 649. Am 27. November fiel der Arbeiter Wilhelm Arndt Schwedter Str. 249, 2. Abt. Bez. 486. An seinen im Felde erhaltenen Bunden starb aut 26. März im Lazarett der Metallbrüder Robert Zimmermann Buchholzer Str. 5. 7. Abt. Bez. 538 a. Am 26. März fiel der Gasarbeiter Gustav Radunz Usedomstr. 10, 10. Abt. Bez. 617. Am 15. März fiel der Sternmacher 224/12 Karl Radeilscheck. Müllerstr. 31, 21. Abt. Bez. 767. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Aut 29. März gefallen der Arbeiter 236/17 Hermann Klimpel Erkstr. 10, 7. Bezirk. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Sun November verwundet, jezt als tot gemeldet, der Genoffe Wilhelm Rothert Neue Bahnhofstr. 8( Gruppe 55). Um 1. April fiel auf dem Schlachtfelde der Genosse Hans Gerke ( Gruppe 18) im 31. Lebensjahr, Unteroffizier der Reserve, Ritter des Eijernen Streuzes. Sozialdemokrat. Wahlverein Niederbarnim. Bez. Lichtenberg. Auf dem Schlachtfelde fiel unser tüchtiger, braver Genoffe Richard Bolowsky Sein Andenken wird stets in besten Ehren halten 243/6 Sozialdemokrat. Wahlverein Niederbarnim. Bez. Reinickendorf- Ost. Karl Rohrbeck 194/9 Dem Andenken unserer im Striege gefallenen Genossen: Paul Heinemann Max Riemer Ernst Bettin Sozialdemokratischer Wahlverein Köpenick. Zentralverband der Zimmerer Deutschlands Zahlstelle Berlin und Umgegend. Den Berufsgenossen zur Nachricht, daß folgende Mitglieder im Felde gefallen sind: Alwin Schöne, Bezirk 4, Bruno Hülzenbecher, Bezirk 2, Hermann Röhle, Bezirk 20. 254/2 Ehre ihrem Andenken! Der Vorstand. Verband der Gemeinde- u. Staatsarbeiter Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß folgende Kollegen auf dem Schlachtfelde gefallen sind: Georg Winkler, Weißenfee. Julius Kowalski, Lichtenberg. Hermann Klimpel, Gasauft. Gitschiner Str. Willi Papke, Deffentliche Beleuchtung. Ernst Klemp, Bentralmagazin. Otto Marschkow, 15. Revierinſpektion. Eugen Purchewski, Guglische Gaswerke. 33/18 Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. Die Ortsverwaltung. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands Verwaltung Groß- Berlin. Gefallen sind folgende Mitglieder: Reinhold Burchert, Bezit Norden. Hermann Mann, Bezit Diten. Karl Dähne, Bezirk Oberschöneweibe. 55/1 Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Es starben folgende Mitglieder im Felde: Erich Koch, Former geb. 29. März 1885 in Magdeburg. Walter Lüdecke, Mechaniker geb. 3. September 1889 in Spandau. Ludwig Herbold, Schloffer geb. 17. April 1889 in Eberbach. Friedr. Gischkowski, Metallarb. geb. 22. Februar 1887 in Groß- Bünder. Ernst Reichardt, Mechaniker geb. 15. Februar 1886 in Altenburg. Richard Stredecke, Brenner geb. 16. Juli 1887 in Quedlinburg. Otto Werner, Schloffer geb. 13. Februar 1882 in Sonnenburg. Otto Horn, Metalldreher geb. 10. Februar 1884 in Berlin. Gustav Vettin, Schloffer geb. 21. Februar 1886 in Berlin. Richard Gehrmann, Maschinenbauer geb. 20. März 1892 in Berlin. Rudolf Nitsch, Dreher geb. 19. März 1873 in Stönigsberg. Paul Gericke, Schloffer geb. 24. November 1883 in Soldin. Max Becker, Revolverdreher 112/12 geb. 3. November 1891 in Adlershof. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband 63/2 Bezirk Groß- Berlin. Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Alexander Bebernitz, Droschkenchauffeur. Otto Huhn, Bettelfleber. Hermann Kroll, Geschäftsdiener. Otto Lichtenstein, Judustriearbeiter. Franz Loeper, Sohlenarbeiter. Gustav Paarmann, Geschäftsdiener. Franz Scherner, Geschäftsdiener. Johannes Schindler, Bader. Richard Stahlfeld, Industriearbeiter. Gustav Wiese, Straßenbahner. Friedrich Wilke, Geschäftskutscher. Ehre ihrem Andenken! Die Bezirksleitung. Fern von der Heimat fiel als Opfer des Weltenkrieges am 3. April 1915 mein lieber Sohn, unser guter Bruder und Schwager, der Wehrmann Karl Reising im 25. Lebensjahre. In tiefem Schmerz 15555 Frau E. Reising nebst Stindern. Leicht sei ihm die fremde Erde! Ein Opfer des Strieges wurde mein guter Mann, unser treuforgender Vater, der Wehrmann Hermann Mann im 38. Lebensjahre. In tiefstem Schmerz Else Mann nebst Kindern. Nuhe sanft, Du edles Herz, Dir der Friede, mir der Schmerz. Schlaf wohl, Du Liebster meines Lebens. 52A Deutscher Holzarbeiter- Verband 81/18 Zahlstelle Berlin. Im Felde gefallen sind folgende Mitglieder: Fritz Buhl, Tischler, 34 Jahre alt. Max Friedrich, Tischler, 27 Jahre alt. Fritz Glück, Tischler, 20 Jahre alt. Wilhelm Koerth, Stifler, 84 Jahre alt. Willi Lehme, Tischler, 25 Jahre alt. Paul Sanne, Stlavierarbeiter, 23 Jahre alt. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Sozialdemokrat. Kreiswahlverein Niederbarnim. Bezirk Weißensee. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser after Genosse, der Zigarrenfabrikant Georg Schröder ( Sezirt I, Sedanstr. 72) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 19. April, nachmittags 6 Uhr, von der Halle, des Gemeinde- Friedhofes, Falkenberger Straße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 18/2 Der Vorstand. Verband d. Brauerei- u. Mühlenarheiter u. verw. Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Den Kollegen diene zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Brauer Robert Schultz ( Brauerei Pazenhofer, NO) gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 19. 5. Mts., nachmittags 5 Uhr, auf dem Auferstehungs- Kirchhof in Weißensee, Lichtenberger Str. 110, statt. Um rege Beteiligung wird ersucht. 42/8 Die Ortsverwaltung. So plöglich aus dem Zeben und unserm schönsten Glück gerissen wurde in Erfüllung seiner Pflicht durch Kopfschuß am 25. März mein inniggeliebter, herzensguter Mann und Schwager, Reservist Karl Schrödter im blühenden Alter vont noch nicht vollendeten 31. Lebensjahre. In tiefstem Schmerz Frau Ottilie Schrödter geb. Traugor, Wilmersdorfer Straße 13. Marie Stuck als Schwägerin. In Feindesland Dein treues Auge brach, Dein golden Herz tat seinen legten Schlag, Zum fernen Grab schweift tränenschwer der Blid In weher Klage um verlornes Glück. Ber Dich gekannt, so brav, so fren, so schlicht Im Leben, im Beruf, vergißt Dich nicht. Als höchste Pflicht stand Dir boran im Leben, Für unser Glüd nur Lag und Nacht zu streben Und unfre Zukunft fester noch zu gründen, Standst Du vorm Ziel, da mugt'st den Tod Du finden. Den Heldentod! Mir ewig unbergessen! Ber Dich gekannt, wird meinen Schmerz ermessen. 26A Erst jezt erhielt ich die traurige Gewißheit, daß mein innigftgeliebter Mann, unjer guter Bater, Sohn, Bruder, Schwieger sohn, Schwager und Onlel, der Wehrmann Wilhelm Rothert Ref.- Inf.- Regt. 8, 7. Stomp. im November auf dem Schlachtfelde den Tod gefunden hat. In tiefem Schmerz Elise Rothert geb. Hirsch nebst Sohn und anderen Angehörigen. 489 Die Trennungsstunde schlug für uns zu früh! Ich habe dereinst in sel'ger Zeit Ein trautes Lieb besessen, Nun fann ich in alle Ewigkeit Das entschwundene Glüd nicht vergessen! Ruhe sanft, so fern von Deinen Lieben. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Ortsverwaltg. Charlottenburg. Den Mitgliedern zur Nachricht, day die Frau des Kollegen Ehmke ArbeiterRadfahrer- Bund „, Solidarität“ Mitgliedschaft Reinickendorf. Hierdurch die traurige Nachricht, daß unser Bundesgenosse Hermann Barfoth im Alter von 20 Jahren 8 Monaten gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 19. b. M., nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des St. Philippus Apostel- Kirchhofes, Berlin N 65, Müllerstr. 44/45, aus auf dem städtischen Friedhof an der Seestraße statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsleitung. Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Am 5. April starb der Stuffateur Max Zodtner. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, vormittags 10 Uhr, vom Virchow- Krankenhaus nach dem Golgatha- Kirchhof, Barfusstraße, 140/7 statt. Der Vorstand. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin, Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Oswald Schulz gestorben ist. 112/13 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 18. April, nach mittags 5 Uhr, von der Leichen. halle des neuen Gnaden- Stirchhofes in der Barfusstraße aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Am 24. März d. J. verstarb im Felde infolge Herzschlages mein ieber Mann, unser lieber Bruder, Onkel und Schwager, der Wehrmanit Willi Papke im 43. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt an Frau Marie Papke nebst Angehörigen. Ruhe fanst so lern von Deinen Lieben. Als Opfer des Weltkrieges fiel ant 15. März 1915 unser, lieber Sohn und Bruder, der Unter offizier der Reserve Georg Poschag Grenadier- Regiment Nr. 4 int blühenden Alter von 26 Jahren. Zm fiefften Schmerz Paul Poschag und Frau, Alfred Poschag als Bruder, zurzeit im Felde. In der Blüte der Jugend, In der Fülle der Kraft Hat des Feindes Kugel Dich hingerafft. Und wenn uns auch bricht Das blutende Herz, Wir müssen eriragen Den furchtbaren Schmerz. Und schweist zu Dir Auch fränenumflort der Blid, Du fehrst zu uns [ 189 Doch nimmermehr zurüd. Ruhe aus im ewigen Frieden, Viel beweint von Deinen Lieben. Als Opfer des Weltkrieges fiel am 6. März durch einen Stopfschuß mein inniggeliebter Mann und treujorgender Bater 83A Max Fleck. Diesen schmerzlichen Verlust zeigen tiefbgetrübt an Antonie Fleck geb. Hildebrandt und Lieschen nebst Verwandten. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei Fran Margarete Ehmke der Beerdigung meines lieben Mannes geb. Kolbe verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 19. April, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Friedhofes in Stahnsdorf aus statt. Abfahrt: Bahnhof Charlottenburg 3 Uhr 7 Min. 73/5 Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Frauen- Sterbekasse. Filiale Schöneberg. Am 16. April verstarb unser Mitglied Frau Anna Voigt. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet Montag nachmittags 4 Uhr auf dem zweiten Schöneberger Friedhof, an der 1563b Blanken Hölle, statt. Die Ortsverwaltung. jage ich hiermit allen Kollegen und dem Lederarbeiterverband meinen herzlichsten Dant. 462 nebst Wwe. Hannig Rindern. Danksagung. Bei der Beerdigung meines lieben Mannes sind mir von allen Seiten überaus vieleBeweise treuester Freundfchaft, sowie herrliche Strangipenden zu teil geworden. Ich möchte hierdurch meinen herzlichsten Dant aussprechen. Es war mir ein schöner Trost in meinem großen Schmerze. 212 Witwe E. Panfnin. Dantjagung. Für die reichen Beweise mitfühlender Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes 1557 Hans Bewer sage ich allen Kollegen, Freunden und Bekannten, insbesondere auch den Sängern der Typographia", meinen herzlichsten Dant. rau Berta Bewer geb. Baschłowski, Berantwortlicher Rebattenre: Alfred telepp, Neatöln. Für den Inferätenfeil veraffti: Th. Glode, Berlin. Dend u. Bertag: Boriaris wuchstuderei u. Berlagsanstalt Band Singer& Co, Berlin SW Nr. 196. 32. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Verlustlisten. Die Verlustliste Nr. 201 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: 1., 2., 3., 4., und 5. Garde- Reg. zu Fuß; Garde- GrenadierRegimenter Alexander und Franz; Garde- Füsilier- Reg.; Grenadier-, bzw. Infanterie- bzw. Füfilier- Regimenter Nr. 1, 2, 10, 19, 21, 22, 25, 28, 37, 40, 46, 51, 52, 53, 56, 58, 59, 61, 62, 66, 69, 70, 78, 79, 82, 85, 86, 93, 98, 99, 110, 112, 113, 114, 128, 132, 141, 144, 147, 154, 156, 157, 161, 169, 173, 175, 176; Res.- Inf.Regimenter Nr. 2, 6, 9, 12, 13, 15, 17, 20, 29, 35, 37, 40, 48, 51, 52, 61, 70, 71, 72, 81, 84, 88, 109, 110, 111, 130, 204, 208, 209, 210, 212, 213, 220, 237, 259; Ersatz- Inf.- Regimenter Gropp, Königsberg I, II und III; Landwehr- Juf.- Regimenter Nr. 9, 17, 18, 19, 22, 23, 30, 36, 71, 81, 84, 99; Landwehr- Ersatz- Regimenter Nr. 2, 5; Besatzungsregimenter Nr. 3 und 8 der Brigade Rüdiger und Nr. 7 der Brigade Hoffmann; Landwehr- Inf.- Bat. Breslau; Ueberplanmäßiges Landwehr- Inf.- Bat. Nr. 6 des 4. Armeekorps; Brigade- Ersatz- Bataillone Nr. 31, 39, 42; Landwehr- Brigade- ErsatzBataillone Nr. 10, 13; Landsturm- Bataillone: 3. Coblenz, I Cöln, I Gleiwik, Goldap, 2. Hamburg, 3. und 4. Hannover, II Justerburg, Kattowi, Konik, Kosten, Lennep, 1. Lözen, Mainz, IV Münster, I Neusalz, Oldenburg, I Schrimm; Jäger- Bataillone Nr. 2, 7, 8; Res.- Jäger- Bataillone Nr. 3, 4, 20, 24; Radfahrer- Komp. der 6. Ref. Division; Res- Radfahrer- Komp. Nr. 77; Maschinengewehr- Abteilungen Nr. 2, 4; Festungs- Maschinengewehr- Abteilungen Nr. 5 und 14; Festungs- Maschinengewehr- Komp. Nr. 6. 3. Garde- Ulanen; Dragoner Nr. 13, 18; Husaren Nr. 1, 8; Res.- Husaren Nr. 2; Ulanen Nr. 2. 2. Garde- Feldart.- und 3. Garde- Res- Feldart.- Reg.; Feldart.Regimenter Nr. 6, 11, 15, 22, 27, 37, 38, 73, 75, 79, 82; Res.- Feldart.- Regimenter Nr. 1, 3, 5, 6, 8, 10, 14; Ref.- Fußart.- Regimenter Nr. 8, 14, 20; Landwehr- Fußart.- Bat. Nr. 8. Bionier- Regimenter Nr. 20, 23, 24, 29; Pionier- Bataillone: I. Nr. 6, I. Nr. 17, I. und II. Nr. 21, I. Mr. 26, II. Nr. 27; 49. Ref.- Pionier- Komp.; 1. Landwehr- Pionier- Komp. des I. und 6. Landsturm- Pionier- Komp. des 3. Armeekorps. Fernsprech- Abteilungen des Gardekorps, des 5. Armeekorps sowie des 24. Reservekorps. Art.- Munitionskolonne Nr. 2 der Garde- Ersah- Division. Sanitäts- Kompagnien der Garde- Ersatz- Division, Nr. 1 des 7. Armeekorps, Nr. 56 des 8. Reservekorps und Nr. 2 des 16. Armeekorps; Res.- Sanitäts- Kompagnien Nr. 8 des 8. und Nr. 44 des 22. Reservekorps. Fuhrpark- Kolonne Nr. 7. des 8. Armeekorps; Ref.- FuhrparkKolonne Nr. 67 des 22. Reservekorps. * Die Verlustliste Nr. 1 der in türkischen Diensten gefallenen preußischen Offiziere a. D. wird veröffentlicht. Die bayerische Verlustliste Nr. 174 bringt Verluste der 6. Juf.- Brigade; 2., 7., 11., 12., 13., 14., 15., 19., 21., 22. und 23. Inf.- Reg.; 1. Jäger- Bat.; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 6, 10, 18, 21. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über ben Großhandel in den Zentral- Markthallen.( Ohne Verbindlichkeit.) Sonnabend, den 17. April 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsenfleisch Ia 87-100, bo. IIa 78-86, do. IIIa 70-77; Bullenfleisch) Ia 82-92, Do. IIa 76-82; Stübe, fett 76-88, do. mager 62-72, do. dänische 60-75; Freffer 66-68, Fresser, dänische, 65-72, Bullen, dänische, 67-79; Sonntag, 18. April 1915. Kalbfleisch, Doppellender 132-142; Majttälber Ia 105-120, do. IIa 75-100; Rosenkohl 50 kg 35,00-40,00, Meerrettich Schock 7,00-14,00; Stälber ger. gen. 50-65 do. dän. 60-70. Sammelfleisch: Majtlämmer 100-108; Petersilienwurzel Schockbund 4,00-6,00; Zwiebeln 50 kg 18,00-21,00, Sammel la 94-99, bo. IIa 89-94; Schaje 95-100. Schweinefleisch: Schweinte, Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 6,00-14,00. Radieschen Schockbund jette 00-00, sonstige 98-128, dän. Sauen 00-00, dän. Schweine 00-00. 2,00-2,50. Waldmeister Mandel 1,20-1,35. Gurken, Gorgafter, 100 Stüd Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 kg 0,00; meiße Kaisertronen 20--35. Morcheln 50 kg 90-110. Apfelsinen: italienische 50 kg 0,00; Magnum bonum 0,00 0,00; Boltmann 0,00; Borree, 16,00-20,00, dito 200 St. 12,00-14,00, bito 300 St. 13,00-16,00, Murcia Sellerie, Schock 4,00-12,00; Spinat 50 kg 200 St. 12,00-15,00, dito 300 Stück 15,00-17,00, Messina 160 St. 10,00-18,00; Wohrrüben 5,00-8,00; Wirsingtohl Schod 9,00-15,00; 11,00-14,00, 200 St. 12,00-14,00, 300 St. 12,00-14,00. Messina Blute Wirsingkohl 50 kg 9,00-10,00; Weipfohl Schod 9,00-15,00, citohi 80 St. 8,50-9,00, bo. 100 St. 8,00- 10,00, do. 150 St. 8,00-11,00. 50 kg 9,00-15,00 Rotkohl, Schod 9,00-16.00; Notfohl 50 kg 10,00 bis Spanische 420 St. 20,00-32,00, bo. 714 St. 26,00-35,00, do. 1061 St. 12,00; Rohlrüben Schod 6,00-14,00; Märkische Stüben 50 kg 10,00-18,00. 1 30,00-44,00, do. 420 St. large 26,00-33,00. Schod 0,80-1,50; Gitel Freudeund Sonnenschein herrscht im Schutzengraben wenn die Feldpost echte Salem Alejkumoder SalemGold Bigaretten bringt. Preis No 3½ 4 5 6 8 10 3½ 4 5 6 8 10 Pfg.d. 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G.M. Verband der Freien Volkshithnen Sonntag, 18. April, Rachmittags 2 Uhr: Deutsches Theater: Jedermann. Rachmittags 3 Uhr: Boltsbühne, Theater am Bülowplak: Der Revisor. Schiller- Theater Charlottenburg: Die Hermannschlacht. Lessing- Theater: Jugendfreunde. Deutsches Opernhaus: Der Waffenschmied, Abends 8 Uhr: Boltsbühne, Theater am Bülowplak: Der Revisor. Boltsbühne, Theater am Bülowplak: Montag, Mitttwoch, Freitag: Der Revisor. Dienstag und Sonnabend: Berg Ehvind und fein Weib. Donnerstag: Glaube und Heimat. Deutsches Theater. Direktion: Max Reinhardt. 7 Uhr: Schluck und Jau. Montag: Schluck und Jau. Kammerspiele. 2 7. Uhr: Der Weibsteufel. Uhr: Nachmittags- Vorstellung ( kleine Preise) Die deutschen Kleinstädter. Montag: Die deutschen Kleinstädter. 48/49. URANIA Taubenstr. Sonntag 4%, Uhr( halbe Preise): Die Vogesen und ihre Kampfstätten. Sonntag und Montag 8 Uhr: Auf dem polnischen Kriegsschauplatz mit der Mackensen- Armee. Montag 4 Uhr( halbe Preise): Die Vogesen und ihre Kampfstätten. Theater für Sonntag, den 18. April. Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater 7% U.: Egmont. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 3 Uhr: Der Waffenschmied, 7 Uhr: Parsifal. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 3.Uhr: Figaros Hochzeit. 8 Uhr: Die Fledermaus. Gebr. Herrnfeld- Theater Familie Plaschek. 8 Uhr: Helbring contra Helbring. Kleines Theater 3%, Uhr: Jettchen Gebert. 8 Uhr: Liebelei. Komische Oper Montis Operetten- Theater Gastspiel Louis Treumann. 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer. Residenz- Theater 3 Uhr: Krümel vor Paris. 8 Uhr: Die Schöne vom Strand. Rose- Theater 3 Uhr: Preziosa. 8 Uhr: Die Förster- Christl. Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Johannisfeuer. Schiller- Th. Charlottenbg. 3 Uhr: Die Hermannschlacht. 8 Uhr: Der blinde Passagier. Thalia- Theater 3 Uhr: Der Millionenbauer. 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 3, Uhr: Der Graf von Luxemburg. 8.100.: Gold gab ich für Elsen. Uhr: Immer feste draft: Komödienhaus 3 Uhr: Hinter Mauern. 8 Uhr: Biedermeier. Lessing- Theater 3 Uhr: Jugendfreunde. 8 Uhr: Im weißen Röss'l. Lustspielhaus 3% Uhr: Die Orientreise. Theater des Westens 3% Uhr: Polenblut. Arbeiter- Bildungsschule Berlin Lehrplan für das 2. Quartal 1915. Sonntag: Anleitung zum Verständnis von Kunst-| Reaktion. werken. A. Bildende Künste( Vorträge mit Lichtbildern). Erster Abend: Sonntag, den 18. April 1915. Der Proudhonismus. Die Gründung der Internationale und die Streiks. Der Deutsch- Französische Krieg von 1870/71 und die Pariser Kommune. Die Gründung der Arbeiterpartei.- Ihre Gegner und ihre Spaltung. Die Possibilisten und die Anarchisten. Die Kämpfe in der Gewerkschaftsbewegung. Die Arbeiterbörsen und der revolutionäre Syndikalismus. Unabhängigen.- Die sozialistische Partei. Der Antimilitarismus und der Antipatriotismus. Die französischen Sozialisten und der gegenwärtige Krieg. -Die I. Allgemeine Grundlagen. Kunst als Gefühlsvermittlung. Bildende Künste( Architektur, Plastik, Malerei) als Künste für das Auge. Naturnahe( naturalistische) und naturferne ( idealistische) Kunst. Beispiele aus der Plastik. Zweiter Abend: Sonntag, den 25. April 1915. 3. Belgien. Allgemeines über die Vorgeschichte des belgischen II. Soziologie und Kunst. Die Elemente der Malerei: Staats. Die Revolution von 1830 und die Gründung Belgiens. Farbe und Licht, Inhalt, Form( Einzelform und Gesamtform Belgiens Freiheiten. Das Recht auf Unwissenheit und auf Komposition). Beispiele aus der deutschen Malerei des fünf- Kinderausbeutung, Der Sozialismus in Belgien um 1848. Erste zehnten Jahrhunderts. Keime der belgischen Arbeiterbewegung. Die alte Internationale in Belgien. Die Neigung zum Lokalismus. Die belgischen Arbeiterkammern.- Die Gründung der sozialistischen Partei und ihr Fehlschlag. Der Kampf um die Wahlreform und die Gründung der Arbeiterparei.- Das Wesen und der Aufbau der Arbeiterpartei. Die drei politischen Streiks in Belgien. Der gegenwärtige Krieg und die belgischen Sozialisten. 4. Oesterreich- Ungarn. A. O esterreich: Die Eigenart Oesterreichs und das Jahr 1848. Der Krieg von 1866 und die liberale Aera. Die Arbeiterbildungsvereine und die Entstehung der Dritter Abend: Sonntag, den 2. Mai 1915. III. Reine, sachinhaltlose Formen als Träger für Gefühle: Architektur, Parallele zur Musik. Beispiele aus der französischen Architektur des gotischen Zeitalters( 13. bis 15. Jahrhundert). Vortragender: Dr. Max Deri. B. Musik( Vorträge mit Erläuterungen am Klavier). Vierter Abend: Sonntag. den 9. Mai 1915. III. Absolute und angewandte Musik. Programmmusik. Deutbarkeit der Instrumentalmusik. Das Rezitativ. Das musikalische Drama. Musik und bildende Kunst. Der urteilende, der genießende Hörer. Der Schaffensprozeß des Musikers. Musik als Ausdruck. Materialistische Geschichtsauffassung. Tendenzmusik, Oeffentlichkeit und Musikpflege. Beispiele am Klavier. Vortragender: Leo Kestenberg 7 Der Föderalismus in Die I. Allgemeine Grundlagen. Die musikalischen Ele- Arbeiterbewegung. Großer Aufschwung und schneller Niedermente: Geräusch, Ton, Klang, Kraft, Farbe. Rhythmus: gang. Das deutsche Ausnahmegesetz nnd der Anarchismus in Arbeit und Rhythmus, Zeitmessung, Taktformen. Melodie: Oesterreich. Die Gründung der Gleichheit. Der Part itag von Linie, Höhe und Tiefe, Symmetrie, Motiv, Thema, Variation, Hainfeld und das Hainfelder Programm. Umkehrung, Mehrstimmigkeit, Nachahmung, Kontrapunkt. Oesterreich. Die Gewerkschaftsbewegung und ihre Probleme. Die Harmonie: Akkordlehre, Kadenz, Chromatik. Erläuterungen Die Erkämpfung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts. am Klavier. Spaltung der Gewerkschaftsbewegung und die Rückwirkung auf Fünfter Abend: Sonntag, den 16. Mai 1915. die Partei. Der Nationalistenstreit und die Lahmlegung des II. Die musikalische Form. Einfache und zusammenParlaments.. Die österreichiche Sozialdemokratie und die Balkangesetzte Formen. Kleine Liedform, Variation, Rondo. Die frage. Die österreichische Sozialdemokratie am Vorabend des Ueberleitung. Der Kontrast. Sonate. Mittel der Ausführung: jetzigen Krieges und während des Krieges. B. Ungarn: Ungarns Einzelgesang, Einzelspiel, Lied und Arie, Kammermusik, Or- Bevölkerung und wirtschaftliche Gliederung. Sein Liberalismus. Die ungarischen Arbeiter in der Gewerkschaftsbewegung. chester, Bearbeitungen. Beiscpiele am Klavier. Wahlrechtskämpfe. Sechster Abend: Sonntag, den 30. Mai 1915. - Die Sozialdemokratie im ungarischen Parlament unvertreten. Ihre Stellung zum gegenwärtigen Kriege. 5. Serbien. Die Vorgeschichte und die Organisation der serbischen Sozialdemokratie. Ihr Verhalten vor und bei dem Balkankriege von 1912/13. Ihre Stellung zur großserbischen Bewegung. Ihr Verhalten im gegenwärtigen Kriege. Acht Vorträge. Erster Vortrag am Donnerstag, den 22. April 1915. Vortragender: Eduard Bernstein. Sonnabend: Wirtschaftlicher, sozialer und polltischer Aufbau der kriegführenden Staaten. England, Frankreich, Belgien, Rußland, Oesterreich, Serbien und Japan. Dienstag: Die Kolonialpolitik der europäischen Geographisch: Flächeninhalt, Bevölkerung, GrenzverhältStaaten seit der Revolution in England. Allgemeine Begriffe: Siedlungs- und Arbeitskolonien. Ausbeutungskolonien. Die modern- kapitalistischen Kolonisierungsmethoden. Die kolonialen Eroberungen der Spanier und Portugiesen.- Die Anfänge der englischen und holländischen Kolonialpolitik. Die kolonialen Erwerbungen Frankreichs unter LudEngland und Holland in Indien. Die englischfranzösischen Kolonialkämpfe. Englands Kolonialmacht nach den Napoleonischen Kriegen. Ausdehnung seiner Herrschaft in In Vorder- und Hinterindien und in Südafrika. Gründung eines Ostasien. 8 Uhr: Die Landstreicher. Eintrittspreis 10 Pf. pro Abend. Anfang 9 Uhr, Ende gegen Theater in der Königgrätzer Straße 3 Uhr: Die 5 Frankfurter. 8 Uhr: Rausch. Trianon- Theater 32 Uhr: Schuldig. 8 Uhr: Akrobaten. 8%, U.: Matthias Gollinger. Dreher a.G. Volksbühne. Theater am Bülowplatz wig XIV. Metropol- Theater 34 Uhr: Der Hochtourist. 8 Uhr: Woran wir denken! 3 Uhr: Der Revisor. 8 Uhr: Der Revisor. Walhalla- Theater 10 Uhr abends. nisse. Nach der sozialen Struktur: Berufs- und Gewerbestatistisches, Handel, Industrie, Landwirtschaft, Besitz und Einkommenverhältnisse, Lage der Arbeiter, Bildungsstand usw staatsrechtlichen Einrichtungen: Nach den Staatsform, Gesetzgebung, Verwaltung, Landesverteidigung, Justiz, Unterrichts-, Kirchen-, Steuerwesen, Preß- und Vereinsrecht. vergleichender Würdigung zu den mit am Krieg beteiligten Mächten. Montag 8U.; Z. 1.M. Der Hochtourist. 8 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. französischen Kolonialreiches in Nord- und Zentralafrika und in Acht Vorträge. Erster Vortrag am Sonnabend, den 24. April 1915. Zirkus Alb. Schumann Sonntag, 18. April 1915: 2 Große Vorstellungen nachm. 3% u. 7, Uhr. 2 Nachm, hat jeder Erwachsene 1 Kind frei unt. 12 Jahr. auf allen Sitzplätzen, jed. weitere Kind halben Preis. In beid. Vorstellung. ungekürzt: Ost und West. Großes patriotisch. Schaustück mit der Einlage U- Boot bei der Arbeit sowie Torpedleren e. Handelsdampfers. 11 WINTER FEARTEN Else und Berta Wiesenthal Gustav Matzner Else Berna Gussy Holl sowie der glänzende April- Spielplan. 99 Täglich: UNSERE MARINE" und das neue Programm bei SARRASANI Heute 2 Vorstellungen nachmittags 3 Uhr, abends 7, Uhr Tel. Norden 10408. Vorverkauf Warenhaus Tietz. Casino- Theater Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Nur noch bis Mittwoch, 21. April: Der Herr Kommerzienrat. Donnerstag, 22. April, zum 1. Male das neue dreiaftige Lustspiel Die gute Mama. Sonntag 4 Uhr: Osterglocken. Deutschlands koloniale Erwerbungen in Afrika und in der Südsee. Auftreten Nordamerikas als Kolonialmacht. Japan und China.- Die kolonialen Machtsphäreu der europäischen Staaten zu Beginn des XX. Jahrhunderts. Die Kolonien als Rohstofflieferanten für die europäische Industrie. Die wirtschaftlichen Unternehmungen und der Handel in den Kolonien. Die kolonialen Verwaltungsmethoden. Die militärische Bedeutung der Kolonien. Das Streben nach großen, abgerundeten Kolonialreichen. Die Rolle der Kolonien im gegenwärtigen Weltkriege. Acht Vorträge. Erster Vortrag am Dienstag, den 20. April 1915. Vortragender: Ernst Däumig. Donnerstag: Die Arbeiterbewegung in den außerdeutschen Ländern. 1 Vortragender: Emil Eichhorn. Kursus 0,50 M. Das Unterrichtsgeld beträgt für jeden acht Vorträge umfassenden Es ist spätestens am zweiten Vortragsabend zu entrichten. Die Anmeldungen erfolgen nur im Schullokal Lindenstr. 3, IV. Hof, rechts 3 Tr., am ersten Unterrichtstage. Arbeitslose haben unentgeltlich Zutritt. Die Vorträge beginnen an den Wochentagen stets um 9 Uhr abends. Schluß gegen 10 Uhr. Sonntag, vormittags 10 Uhr: Oekonomisch- historische Einzel vorträge. 1. Sonntag, den 18. April 1915: Die Geschichte des europäischen Staatensystems. Vortragender: Ernst Däumig. 2. Sonntag, den 25. April 1915: Fünfzig Jahre wirtschaftliche Entwickelung in Deutschland. Vortragender: Dr. Rudolf Breitscheid. 3. Sonntag, den 2. Mai 1915: Das Eindringen des Finanzkapitals in die Industrie. Vortragender: Dr. Ernst Meyer. 4. Sonntag, den 9. Mai 1915: Die Handelspolitik des Reiches. Vortragender: Dr. Hermann Duncker. 5. Sonntag, den 16. Mai 1915: Die auswärtige Politik Deutschlands. Vortragender: Fduard Bernstein. 1. England. Allgemeines über Englands neuere Geschichte. Englands ökonomische Entwicklung, seine Verfassung und sein Parteiwesen. Die Arbeiterkämpfe an der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts. Die revolutionäre Epoche der englischen Arbeiterbewegung. Die ersten Wahlrechtskämpfe und die Kämpfe um das Koalitionsrecht. Die große Niederlage von 1834 und ihre Wirkungen. Die Trennung der gewerkschaftlichen von der politischen Arbeiterbewegung. Die Chartistenbewegung und ihr Schicksal.- Die Annäherung an die liberale Partei. Die Ge- 6. Sonntag, den 30. Mai 1915: Der Kampf um Weltherrschaft und nossenschaftsbewegung. Die alte Internationale in England. Die zweite Wahlreform und der Zerfall der Internationale. Neuerwachen der sozialistischen Agitation.- Die Spaltungen in der neuen Bewegung. Die Gründung der Unabhängigen ArbeiterNeue Fühlung mit der Gewerkschaftsbewegung. partei. Gründung der großen Arbeiterpartei. Der jetzige Stand der Bewegung und die Taktik ihrer Fraktionen im gegenwärtigen Kriege. Das Weltmacht. Vortragender: Fritz Elsner. Eintrittspreis 10 Pf. pro Vortrag. Anfang 10 Uhr vormittags, Ende gegen 12 Uhr. Die Alle Vorträge und Kurse finden im Hörsal, Lindenstraße 3, IV. Hof, rechts 3 Treppen statt. Die Bibliothek steht allen Hörern der Vortrüge und Kurse gegen Vorzeigung der 2. Frankreich. Frankreichs ökonomischer und politischer Zu- Eintrittskarten Personalausweis und entsprechenden ( Mietsstand am Vorabend der großen Revolution. Die Compagno- kontrakt usw.) zur unentgeltlichen Benutzung zur Verfügung. Voigt- Theater. nagen. Die Revolution von 1789 und die Arbeiterkämpfe.- Sie ist an allen Unterrichtsabenden von 7-8 Uhr geöffnet. In Das Verbot der Koalitionen. der schulfreien Zeit nach Abschluß des vorliegenden Lehrplanes Das erste Kaiserreich. bonen. Das Bourgeoiskönigtum und das Aufkommen der sozia- erfolgt die Bücherausgabe jeden Donnerstag von 8-9 Uhr abends. listischen Bewegung.- Die Wahlkämpfe und die Unterdrückung Alle Zuschriften, der Vereine. Badstr 58. Badstr. 58. Sonntag, den 18. April 1915: Die schöne Holländeriu. Bolksstück mit Gesang in 4 Aften von Anton Anno. Montag, 19. April 1915: Am Altar. Staffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Abarten. quismus. Die Verschwörung der Gleichen. Der Karbonarismus unter den BourDer Fourierismus, der Saintsimonismus und ihre die Schule oder Bibliothek betreffend, sind zu richten an den BezirksDar Babouvismus und seine Nachfolger. Der Blan- bildungsausschuß Groß- Berlin, Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. Die Nebenströmungen. Das Jahr 1848 und die Moritzplatz 4740/41. Fernruf: 281/ 9* Thonter- Folies- Coprices Freier Ruderbund Berlin. Allgemeine Ortskrankenkasse Verband der Hut- und Filzwarenarbeiter Onkel Adi! Sonntag, den 18. 8% in den Festsälen„ Alt- Berlin", Blumenftr. 10: 281/10 Kinodrama. Die Sprechstunde. Martin Kettner a. G. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Zum Schluß: Im Schühengraben. Militärisches Beitbild von Meysel. Anfang 7%, Uhr. Lichtbilder- Vortrag. Bilder aus dem Ruderleben. Eintritt 30 f. Anfang 27 Uhr. Meistersaal Köthener Str. 38. Am 27. April, abends 8 Uhr: Zum Besten d. Kriegsblinden II. Liederabend Osk. Sormeo 2 unter gütiger Mitwirkung von Herbert Klamt Eugen Moris. Starten zu 3, 2, 1 M. bei Raabe 1. Blothow, Musikh. Potsdamer Straße 21 und Abendkasse. Lieder: Schuman Wolf Wagner. Stöhr Brahms Knaben- u. Jünglings- Anzüge kauft man am billigsten direkt in der Fabrik Hoher Steinweg 15 Ecke Königstraße im Fabrikgebäude 3 Treppen Einzelverkauf Bur an den Wookestagen nachmittags von 2-6 Uhr Neukölln. Am Donnerstag, den 29. April 1915, abends 8 Uhr, findet in den Bürgersälen zu Neukölln, Bergstraße 147, die Ordentliche und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Mittwoch, den 21. April 1915, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 1: Ausschuß- Versammlung Mitglieder- Versammlung. statt, zu welcher die Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten hierdurch eingeladen werden. 267/4 Zagesodnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht für das Geschäftsjahr 1911, 2. Bericht der Revisoren. Neukölln, den 17. April 1915. Der Kaffenvorstand. Heinrich, II. Borsigender. Zur Beachtung! Die den Bertretern zugesandte Einladung gilt als Legitimation und ist beim Eintritt in die Versammlung zur Eintragung in die Präsenzlifte vorzuzeigen. Bertreter, welche die Wählbarkeit verloren haben, sind aus dem Ausschuß ausgefchieden. Es wird ersucht, An träge und Beschwerden, bei denen die Einsichtnahme der Kassenatten er forderlich ist, spätestens einen Tag vor der Ausschuß- Versammlung mit zuteilen. Gardinenhaus Bernhard Schwartz Berlin C, Wallstraße 18( Spindlershof), Draht- Adresse: Gardinenhaus Berlin. Gardinen. Portieren. Teppiche. Katalog sofort postfrei. Auch Einzelverkauf! Decken. Gelegenheitsposten in allen Abteilungen. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Eugen Brückner über: Die Unter itügungseinrichtungen während der Kriegszeit“. 2. Berbandsangelegenheiten. Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen aller Mitglieder dringend notwendig. Der Vorstand. 76/8 Verband der Sattler u. Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Mittwoch, den 21. April, abends 8%, Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstraße 58-59: General- Versammlung. 1. Geschäftliches. Tagesordnung: 2. Bericht und Abrechnung vom 1. Quartal 1915, 3. Sonstige Verbandsaugelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Auf vollzähliges und pünktliches Erscheinen rechnet Die Ortsverwaltung. 157/4