Nr. 109.- 32. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerands: Bierteljährl 3,30 mt, monatl. 1,10 m wöchentlich 25 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Pia. Poste bonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost- Zeitungs Breisliste. Unter treuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Solland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint tägli Vorwärts S Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Stolonel. geile oder deren Raum 60 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. Kleine Hnzeigen", das fettgedrudte Bort 20 fg.( aulajiig 2 fettgedrudte Borte), jebes weitere Bort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenait zeigen das erste Wort 10 Pfg., jehes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchftaben zählen für zwei Worte. Sujerate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sezialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplak, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 21. April 1915. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplak, Nr. 151 90-151 97. Feindliche Flieger über Kandern und Lörrach Die Meldung des Großen Hauptquartiers. Amtlich. Großes Hauptquartier, den 20. April 1915.( W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. In der Champagne machte unser Sappenangriff Fortschritte. In den Argonnen mißglückte ein französischer Angriff nördlich Le Four de Paris. Zwischen Maas und Mosel waren die Artilleriekämpfe nur an einzelnen Stellen lebhaft. Ein französischer Angriff bei Flirey brach in unserem Feuer zusammen. Am Croix des Carmes drangen unsere Truppen nach Sprengung einiger Blockhäuser in die feindliche Hauptstellung ein und fügten dem Gegner starke Verluste zu. In einem Vorpostengefecht westlich von Avricourt nahmen wir das Dorf Embermenil nach vorübergehender Räumung im Sturm zurück. In den Vogesen auf den Sillacker Höhen nordwestlich von Mezeral scheiterte ein feindlicher Angriff unter schweren Verlusten für die französischen Alpenjäger. Bei einem Vorstoß auf die Spike des Hartmannsweilertopfes gewannen wir am Nordoftabhang einige hundert Meter Boden. Deftlicher Kriegsschauplay. Die Oftlage ist unverändert. berändert. Die allgemeine Situation ist vollkommen un. Entlang der ganzen Front vereinzelte Artilleriekämpfe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Oberste Heeresleitung. Was wird aus der Dardanellen08.7 aktion? Vor den Dardanellen herrscht seit mehreren Wochen, Ruhe, denn das gelegentliche Erscheinen von einigen englischen, Kreuzern am Eingang der Dardanellenstraße und die Abfeuerung von einem oder auch einigen Dugend Kanonenschüssen kann als ernstlicher Angriff auf die türkischen Dardanellenbefestigungen nicht gelten. In einem Teil der Presse wird denn auch versichert, die englische und die französische Regierung hätten ihre Absicht, die Durchfahrt durch die Dardanellen zu erzwingen und Konstantinopel zu erobern, völlig aufgegeben, und die fleinen Angriffsaktionen der wenigen hin und wieder auftauchenden englischen Schiffe hätten feinen anderen Zweck, als Feinde wie Freunde über das Fallenlassen des großen. Planes einer Dardanellenforcie. rung hinwegzutäuschen. Begründet wird. diese Auffassung der Lage damit, daß man in den Kreisen der Marinefachmänner Englands mie Frankreichs nach den großen Schiffsverlusten am 18. Morz mehr und mehr die ganze Schwierigkeit des Unternehmens, nach Stonstantinopel zu gelangen, eingesehen hätte. Ohne Aufbietung eines Landungsheeres von mindestens 200 000 bis 300 000 Mann sei auf Erfolg nicht zu hoffen, und ein solches Landungsheer stände den Alliierten zurzeit nicht zur Verfügung. Außerdem wird angedeutet, daß die englischen Diplomaten ein Haar in der ganzen, Dardanellenaktion. gc-. funden hätten. Wohl hätte England ein Interesse daran, die Sperrung der Meerenge, zwischen der Balfanhalbinsel und Kleinasien zu beseitigen, damit Rußland sein überschüssiges Getreide nach England ausführen und dafür Kriegsmaterial Der österreichische Generalstabsbericht. deutsche Schüßengräben. Trok mehrerer Gegenangriffe be- zur Verstärkung seiner Angriffe gegen die Karpathenfront Wien, 20. April 1915.( W. T. B.) Amtlich wird haupteten sie das gewonnene Gelände und befestigten ihre einführen könne; aber den Russen Konstantinopel in die verlautbart: 20. April 1915, mittags. Stellungen. Im Elsaß machten wir merkliche Fortschritte. Sände zu liefern und sie sich als die Herrscher am Bosporus Bir rückten auf beiden Ufern der Fecht vor. Auf dem Nord- etablieren zu lassen, dafür vermöchte die englische Regierung ufer beſegten wir den Kamm des Burgföpfles füdwestlich des fich durchaus nicht zu begeistern; denn man müßte in London Sillader Wasens, das unmittelbar das Tal beherrscht. Auf recht wohl, fäßen die Russen erst einmal fest im alten Byzang, dem Südufer im Gebiete des Schnepfenrieth rückten dann würden sie bald zu gefährlichen Konkurrenten Englonds wir besonders vor, indem wir gegen Norden marschierten in in den Randländern des östlichen Mittelmeeres werden. Tes Richtung Fecht- Mezeral. Wir besezten namentlich eine halb begnüge sich die englische Regierung mit schönen Ber sicherungen und Scheinmanövern zumal sie sich bereits Reihe von Höhen, deren nördlichste den Lauf der Fecht gegen einen neuen Stützpunkt ihrer Wacht im östlichen Mittelmeer über dem Burgköpfle beherrscht. Während dieser Kampf: verschafft hätte: die dem Eingang zu den Dardanellen vorhandlung nahmen wir eine Seftion Gebirgsartillerie( zwei gelagerte 454 Quadratkilometer große Insel Lemnos. Mit 74 Millimeter Kanonen) gefangen und erbeuteten zwei einem großen sicheren Hafen, der Bai von Mudros, ausge Müllheimi. B., 20. April.( W. T. B.) Heute vormittag 10 Uhr Maschinengewehre. Deutsche Flugzeuge, die Belfort stattet, eigne sich diese felsige Insel vorzüglich zur Anlegung warf über dem garnisonlosen Städtchen Kandern ein niedrig fliegender überflogen, warfen vier Bomben, die zwei Schuppen be- einer großen befestigten Marinestation und beherrsche den feindlicher Flieger fünf Bomben a b. Eine plaste auf schädigten und einige Kisten Pulver in Brand steckten, aber Eingang zur Dardanellenstraße in ähnlicher Weise wie Cypern einem Felde, vier fielen auf die Schule. Die meisten Schulkinder niemand wurde verlegt. den Zugang zum Suezkanal. flüchteten in den Keller. Ein Kind wurde getötet, ein Der amtliche Be- Dieſe Motivierung des Verzichts Englands auf die zweites schwer verlegt, mehrere verwundet. Auch richt von gestern abend lautet: In der Nacht vom 18. wird sie sich bald als verfehlt herausstellen, denn die Voraus Paris, 20. April.( W. T. B.) Der amtliche Be Dardanellenforcierung flingt sicherlich recht plausibel; dennoch über Lörrach warf heute vormittag ein Flieger sechs Bomben ab, die beim Bahnhof plasten. Ein Kind wurde ge zum 19. d. Mts. morgens 3 Uhr 30 Minuten wurde ein fetzungen dieser Begründung sind unrichtig. England tötet, einem jungen Mann ein Arm abgerissen. deutscher Gegenangriff in Eparges vollkommen abgeschlagen. hat die Aktion gegen die Dardanellen nicht Weitere brei Personen wurden teils schwer, Im Walde von Mort- Mare fand eine Infanterieaktion eingeleitet, um sich billigeres Getreide und statt, die auf beiden Seiten ohne bemerkenswertes Ergebnis Rußland Kriegsmaterial zu verschaffen.. verlief. Im Gebiete von Regniéville herrschte ziemlich Die englische imperialistische Presse hat bei Beginn lebhafter Artilleriekampf, bei dem wir sichtlich die Oberhand er der Aftion das Unternehmen nicht nur gutgeheißen, fonrangen. In den Vogesen verstärkten unsere auf beiden dern seine Durchführung mit allen zur Verfügung stehenLörrach schreibt die„ National- Zeitung": Verletzt wurden zwei indem sie den Feind zwangen, die Eſelbrücke stromaufwärts mals( am 22. Februar),„ dessen sicher, daß die verantwort Basel, 20. April.( W. T. B.) Zu dem Fliegerangriff auf Ufern des Fechtflusses geführten Angriffe unsere Fortschritte, den Mitteln gefordert selbst um den Preis der größten Opfer. Wir sind," schrieben die„ Times" deKinder, von denen eins gestorben ist; auch eine Frau wurde schwer. aber nicht lebensgefährlich verletzt. In der Schweizerischen Seiden- Mezeral zu rämen, wo er zahlreiches Material im Stiche lichen Stellen sich der Schwierigkeit der Tardanellenforcierung bandfabrik von Sarafin wurde eine Holzremise durchschlagen. Drei ließ. Der Flieger Garros wurde gezwungen, in Ingel- bewußt sind. Stein größeres linglid fönnte paſſieren, als Bomben fielen auf einen Kinderspielplak nieder, ohne Schaden munster, zehn Kilometer nördlich von Courtrai, zu landen. wenn der Angriff mit unzulänglicher Kraft erfolgte. Einen anzurichten. Der Luftdruck war so stark, daß in der Umgebung Er wurde am Abend des 18. gefangen genommen. Fliegerbombardement badischer Städte. teils leicht verlegt. Der Fliegerangriff auf Lörrach. Neuseeländische Verstärkungen. Fehlschlag dürfen wir uns in keinem Fall gestatten. Die Operationen müssen ausdauernd, ohne Bausen, bis zum Erfolg fortgesetzt werden. Im Westen macht ja vielleicht cit Fehlschlag nicht so viel aus; der Fall von Antwerpen war alle Fensterscheiben in Trümmer gingen. Eine Bombe rig in ciner Kunstschlosserei einem Lehrling einen Arm völlig ab. Bombensplitter wurden sogar achtzig Meter entfernt gefunden. Die Bevölkerung war sehr überrascht, aber nicht kopflos. Man folgte der Anweisung der Bürgermeisterei und suchte sofort Schuß in den Wellington, 20. April.( W. T. B.) Der Premierminister machte wohl schmerzlich, aber er ließ uns unberührt. Anders verKellern. Die Stimmung gegen Frankreich, die bisher hier immer dieser Tage bekannt, die Reichsregierung habe das Angebot der hält es sich an den Dardanellen. Dort dürfen keine Fehlnoch zurückhaltend und ruhig war, ist in erbitterte Wut umgeRegierung Neuseelands, eine neue über die ge- schläge eintreten. Sein Opfer darf uns zu hoch schlagen. Wasdie Flieger mit ihrem Angriff auf Lörrach beg: vedten, wöhnlichen Verstarkungen hinausgehende Streitmacht ab- dünken!" Deshalb, weil tatsächlich und gerade für England so viel ist völlig rätselhaft; es befinden sich dort nur Lazarette und das zusenden, angenommen. Die neuen Truppen würden aus Artillerie Bezirkskommando. und Infanterie bestehen. Die Regierung würde alles Mögliche tun, auf dem Spiele steht, ist aber auch die Annahme, die Versuche um das Mutterland zu unterſtüßen. Die englischen militärischen zur Erzwingung der Durchfahrt durch die Dardanellen wäre Sachverständigen zweifelten nicht an dem Erfolg der neuen Heere, von den Ententemächten aufgegeben, entschieden irrig. Es ist die aus prächtigem Material beftünden, gut marschierten und mit nun mal so, daß dem Orientalen nichts mehr imponiert als die sich stets verbessernder Artillerie und vorzüglichen Hilfsdiensten aus- Macht. Nur wer sich als der Stärkere erweist, vor dem hat er Regerüstet seien. Großbritannien werde zweifellos die jetzt an der ſpekt, vor dem beugt er sich. Die nach dem Orient gedrungenen Front befindlichen Truppen eingerechnet bis zum Sommer Nachrichten von deutschen Siegen in Rußland und raufeine Million Mann auf den Hauptkriegsschauplatz bringen reich haben bereits in manchen Landesteilen, bis nach Versien, tönnen und eine zweite Million zu Hause haben, ohne die Truppen Afghanistan und Indien hinein, ein gewisses Vertrauen auf zu rechnen, die auf weniger wichtigen Kriegsschauplägen lämpften. die Stärke der Freunde des Khalifen" gewedt zur Westlicher Kriegsschauplatz. Der französische Tagesbericht. Paris, 19. April.( W. T. B.) Der amtliche Bericht von heute nachmittag besagt: Englische Truppen er oberten gestern in Belgien bei 3wartelen 200 meter Aufgabe der zunächst abwartenden, auf Erfolge Yauernden unsere Dinien im Walde von Ailly, am Wald Mort- Mare; nördlich| ,, Vanilla" wurde in Stücke gerissen und fant sofort. Der Dampfer Haltung geführt. Und diese Stimmung der mohammedani- Regnieville- Fey- en- Haye und im westlichen Priesterwald. schen Volkselemente Westasiens und Aegyptens ist durch die Meldung der Niederlage der englisch- französischen Flotte vor den Dardanellen noch verstärkt worden. West England diese Scharte nicht aus, so hat es bei den Orientalen viel von seinem Ansehen verloren und begegnet in Aegypten wie Nordindien einem immer mehr zunehmenden Widerstand der Mohammedaner. Das alles ist den englischen Staatsmännern, die den Orient fennen, nur zu wohlbekannt. Sie wissen, daß für England, um mit den„ Times" zu sprechen, ein Fehlschlag an den Dardanellen viel, viel nachteiliger ist, als Rückschläge in Flandern und Nordwestfrankreich und deshalb wird sicherlich die Dardanellenaktion eine Fortsetzung finden, eine Fortsetzung mit enorm verstärkten Mitteln. Damit ist nicht gesagt, daß diese neue Dardanellenaktion schon morgen erfolgen wird. Die Ententemächte werden nach den Erfahrungen vom 18. März kaum eher damit beginnen, als bis sie sich des Erfolges ziemlich sicher glauben; aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Auch auf türkischer Seite rechnet man mit Sicherheit auf neue Vorstöße gegen die Dardanellen, wie die Tatsache beweist, daß die Befestigungen auf der GallipoliHalbinsel nach Konstantinopeler Meldungen teilweise mit neuen Geschüßen ausgerüstet werden. Es ist demnach mit neuen Rämpfen an den Dardanellen zu rechnen. Welchen Erfolg fie haben werden, läßt sich natürlich nicht voraussagen. Werden die Angriffe wieder von den Türken mit großen Verlusten für die englisch- französische Flotte zurückgewiesen, jo kann nur eine starke Erschütterung der englischen Machtstellung im ganzen Orient die Folge sein. Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel. and Quim Berlin, 20. April 1915..( W. T. B.) Aus dem Großen Hauptquartier wird uns geschrieben: " Fermo", der sich dreihundert Yards entfernt befand, eilte zur Hilfe, um die Besatzung des Dampfers Vanilla" zu retten. Das Unterfeeboot hinderte ihn jedoch daran, Beistand zu leisten, indem es einen Torpedo abfeuerte, der aber fehl ging. Fermo“ dampfte dann mit voller Straft heimwärts. Anmerkung des W. T. B.: In der Nacht vom 14. zum 15. April zeichneten sich die Feuerüberfälle auf die Combreshöhe durch besondere Heftigkeit aus. Hier wandte der Gegner auch Nebel- und Stinkbomben an, die den Zweck haben, einen Schleier von Rauch und unerträglichen Gasen vor und in unsere Stellungen zu legen, um den Ginblid gegen den Feind Selbstverständlich sind die Tatsachen hier wieder nach der bei zu verhindern und unseren Truppen den Aufenthalt in den Gräben den Engländern geübten Praris vollständig verdreht worden. Der zu erschweren. Ein Vorstoß im Priesterwald setzte in derselben richtige Hergang ist aber trotzdem deutlich erkennbar; denn die Lüge Nacht unsere Truppen in Besitz eines Teiles der französischen ist außerordentlich plump gemacht. In Wahrheit hat natürlich der Fischdampfer das Unterseeboot rammen wollen, und so war es ein Sauptstellung, die hier mit einem stark ausgebauten Stützpunkt Gebot der Selbſterhaltung, daß es dem Angriff zuvorkam. Nachdem gegen unsern vordersten Graben vorspringt. Der mit diesem dem„ Fermo" seine Absicht mißlungen ist, wird sie jetzt scheinheilig Erfolge eingeleitete Nahkampf im westlichen Priesterwald dauerte als verhindertes Rettungswerk dargestellt.) die folgenden Tage und Nächte ohne Unterbrechung an. Er schreitet „ Katwyk". langsam, aber für uns günstig fort. In den Vormittagsstunden zur Versenkung des holländischen Dampfers des 19. gelang es hier unseren Truppen, 2 Blockhäuser und die anschließenden Grabenstücke in die Luft zu sprengen, wodurch unsere Stellung weiter vorgeschoben werden konnte. Hierbei erlitten die Franzosen nicht unbeträchtliche Verluste, während uns der gewonnene Erfolg keinen einzigen Mann kostete. Amfterdam, 20. April.( W. T. B.) Der„ Nieuwe Courant" im Niederes sich in der Haag schreibt über den„ Katwyt"-Bwischenfall: Die von der deutschen Regierung aus eigenem Antrieb vier Tage nach der Versenkung der Katwht" dem niederländischen Gesandten in Berlin gegebene Er Der 15. April brachte zwei am Abend unternommene franzö- flärung wirkt beruhigend. Sie befestigt das Vertrauen in die Verfische Angriffe im Aillywalde, die beide der zweite bereits wäh- ficherung Deutschlands, die vor dem Vorfall mit der„ Katwyk" dem rend der Entwicklung in unserem Feuer zusammenbrachen. niederländischen Gesandten gegeben worden war, daß die bisher Ebenso wurden zwei Vorstöße des Gegners nördlich Flireh in der vorgekommenen Vorfälle zur See nicht als ein Zeichen der Nacht vom 16. zum 17. April abgewiesen. Wiederholt wurde in Veränderung der deutschen Politik gegenüber den Wenn landen ausgelegt werden dürften. diesen Tagen an verschiedenen Stellen, so an der Combreshöhe, von der deutschen Regierung zugesagten Untersuchung herausbei Flirey und gegenüber dem Walde Mort- Mare, beobachtet, daß stellt, daß die Statwyt" infolge cines unglücklichen Zufalls die Franzosen Truppen in den vordersten Graben bereitstellten; von einem deutschen Unterseeboot in den Grund gebohrt wurde, zu Angriffen tam es nicht. Der Artillerie fiel auf beiden Seiten darf man außer der loyal versprochenen Genugtuung noch erwarten, in den Tagen vom 14. bis 19. April die Haupttätigkeit zu. daß vom Marineamt den Seestreitkräften die Instruktion mit Nachdruck in Erinnerung gebracht wird, Gewalttätigkeiten gegen neutrale Schiffe, soweit sie als solche erkennbar sind, zu unterlassen. Nur so vermag sich die Besorgnis zu vermindern, daß wir binnen kurzem von einem Unheil gleicher Art betroffen werden könnten. Der als befriedigend erachtet werden. Gestlicher Kriegsschauplah. Russische Darstellung der Karpathenkämpfe. Berlin, 20. April.( W. T. B.) Aus Stockholm wird Amſterdamer„ Telegraaf ſchreibt: Die Antwort Deutschlands tönne halten. Zum Untergang der„ Vanilla". Der türkische Krieg. uns gemeldet: Die Ruffen verbreiten die Nachricht, daß ihre London, 20. April.( W. T. B.) Ein Communique der Der Stillstand in den Operationen der Franzosen zwischen Erfolge in den Karpathen andauerten. Die Verluste der Ver-Maas und Mosel, der sich nach den vorangegangenen schweren und bündeten seien ungeheuer. Sie überſtiegen bereits 100 000 Admiralität teilt mit: Das deutsche Unterseeboot, das den Fischfüc sie verlustreichen Angriffen bereits gegen Ende der zweiten Mann und nähmen noch täglich zu. Der Zustand der ver- dampfer, Vanilla" zum Einken brachte, vertrieb den FischDie Russen hätten dampfer, ermo", als er die Bemannung zu retten versuchte. Aprilwoche fühlbar gemacht hatte, dauert ohne Unterbrechung seit bündeten Truppen sei schlecht. dem 14. April, dem Tage unseres legten Berichts, bis heute, den 19., nicht die Absicht, nach Ungarn borzurüden, Die Folge davon war, daß viele von der„ Vanilla" ertrunken sind. en. Auf der Front der Armee herrscht Ruhe, wobei unter„ Ruhe" aber jeder Versuch der Desterreicher zur Wiedereroberung der Dieses Töten von Fischern ohne militärischen Grund wird unserer das Fehlen größerer zusammenhängender Angriffsunternehmungen von russischen Truppen besetzten altrussischen Gebiete werde einer Woche. Wir müssen die Ereignisse gut im Gedächtnis bezu verstehen ist, nicht aber die Beendigung jeder Kampftätigteit. abgewiesen werden. Wenn die Russen, so bemerkt dazu das W. T. B., wirklich von Weder Tag noch Nacht verstummt der Geschüßdonner völlig, stellenweise steigert sich das Feuer der schweren Artillerie zu größter vornherein nichts weiter beabsichtigt hätten, als die Behauptung altrussischen Gebietes, so wäre schwer zu verstehen, weshalb sie in den Heftigkeit. Die Nahkampfmittel Minenwerfer, Handgranaten letzten Wochen bei dem Angriff auf die Karpathenpässe so gewaltige und Sprengminen betätigen sich, und das Feuer der Infanterie Anstrengungen gemacht und dabei Berluste erlitten haben, die nach Konstantinopel, 19. April.( W. T. B.) Das Große Hauptund der Maschinengewehre erlischt nie ganz. Beide Gegner sucher zuverlässiger Schäßung das Dreifache der von den Verbündeten die Straßen und Unterkunftsräume hinter den Fronten durch gebrachten und in der russischen Darstellung weit übertriebenen quartier gibt bekannt: Die Kämpfe an der lautasischen Artilleriefeuer und Fliegerbomben zu beunruhigen. Lebhafte Be- Opfer betragen. Jedermann weiß, daß die Besetzung Ungarns in Front bauern seit drei, vier Tagen an. In der Nähe der Grenze wegung marschierender Truppen, reger Bahn- und Kraftwagen- den Plänen des ruffischen Generalstabes von jeher eine große Rolle enbeten sie in der Umgebung von Milo zu unseren Gunsten. Der Feind wurde nach der Grenze hin zurückgeworfen. Gestern versuchte verkehr im Rücken der französischen Linien, besonders am 15. und spielte. Wenn daher jetzt die Ziele der russischen Heeresleitung eine Flottille von feindlichen Torpedobooten sich den Dardanellen 16. April, weisen darauf hin, daß der gegenwärtige Zustand ber- plöglich so viel enger geſtedt werden und die Absicht weiteren Vor- eine Flottille von feindlichen Torpedobooten sich den Dardanellen gebens abgeleugnet wird, so kann man darin bei unbefangener 34 nähern. hältnismäßiger Ruhe kaum ein dauernder bleiben dürfte. ber Ohnmacht und eine Bestätigung des völligen Mißerfolges der Würdigung nichts weiter als ein schlecht verschleiertes Geständnis liche Torpedoboote russischen Karpathenoffensive sehen. In den Tagen vom 14. bis 19. April wirkte hauptsächlich die beiderseitige Artillerie, während die französische Infanterie wohl unter dem Eindruck der in den vorhergegangenen Kämpfen erlitte= nen außerordentlichen Verluste, sich auf vereinzelte, stets mißglüdte Teilangriffe beschränkte, die im Rahmen der Gesamtlage ohne Bedeutung waren. Diese Unternehmungen wiederholten sich fast ausschließlich in den Abschnitten unserer Front, gegen die sich seit Beginn der Kämpfe die französische Offensive mit besonderem Nachdruck richtet. Am Nordflügel gegen unsere Stellungen bei Marcheville- Maizerey und Combres; am Südflügel gegen Aus den Vogesenkämpfen. Das Vorarbeiten des Landwehrbataillons Bernhard im Schufterwalde" südwestlich La Paniée in den Vogesen November 1914. In einem Vogesentale, das sich vom Fave- Grund her nach Often ins Gebirge erstreckt, liegt das saubere Dorf Lusse, von einer weithin sichtbaren Kirche überragt. Zur Gemeinde Lusse gehören noch die weiter aufwärts liegenden kleinen Ortschaften La Paniée, Les trois Maisons, Basse und Haute La Lusse. Südwestlich La Paniée springt ein bewaldeter Bergrüden ins Tal vor, der die ganze Straße Lusse- La Paniée- Les trois Maisons und einen Teil der Straße La Paniée- Basse La Lusse beherrscht. Auf den Höhen südlich und westlich dieser Straßen standen Anfang Noventber die Franzosen, während die deutschen Stellungen zum Teil im Tale mit Stüßpunkten in Buffe und La Paniée, zum Teil auf den Höhen nördlich des Tales verliefen. Die Straße zwischen Lusse und La Paniée und La Paniée und Basse La Lusse ebenso wie die Orte Lusse und La Paniée selbst lagen vollständig im Bereich des feindlichen Infanteriefeuers. Die Franzosen machten sich diesen Umstand ausgiebig zunuze. Ihre Schießpojten sandten den lieben langen Tag ihre Geschosse nach Lusse und La Paniée, einerlei, ob sich etwas zeigte oder nicht, mit dem einzigen Zwed, die Bejazung zu beunruhigen. Groß war der Schaden nicht, den sie unsern Soldaten verursachten; am meisten hatte die Zivilbevölkerung unter der Beschießung zu leiden. Einer der unangenehmsten Schießposten saß auf dem obenerwähnten bewaldeten Bergrücken und beschoß von dort aus besonders den Ort La Paniée. Wegen seiner emfigen Schießtätigkeit wurde er bald eine berühmte Persönlichkeit bei unseren Leuten, die ihm wegen seiner eifrigen Tätigkeit, die derjenigen eines emsig hämmernden Schusters zu vergleichen war, den Namen„ Schuster" beilegten. Sein Siz erhielt dementsprechend den Namen„ Schusterwald" und Schusterberg" und wurde unter diesen Namen bald in der ganzen Division bekannt. Der beständigen Belästigung und Behinderung des Verkehrs konnte nur dadurch ein Ende gemacht werden, daß die Höhen südlich Lusse und südwestlich La Paniée genommen wurden. Am 5. No vember wurde das 3. Bataillon zu einer gewaltsamen Erkundung gegen den Schusterwald angesetzt. Nachdem im Morgengrauen der Wiesengrund überschritten war, drangen die 11. und 12. Kompagnie den steilen, mit Felsen und Steingeröll überfäten Waldhang hinauf und trieben die feindlichen Vorposten vor sich her, bis sie etwa 50 Meter unterhalb der Höhe auf ein starkes Hindernis in Gestalt eines Drahtverhaues stießen. Von dort durch Felsen und Didicht vollständig berbedt, sandten die Franzosen ihre Geschoffe auf die andringenden Landwehrleute. Den stärksten Punkt der feindlichen Stellung bildete eine natürliche Steinbajtion, die vom Feinde noch besonders für die Verteidigung eingerichtet war. Der Drahtverhau wurde zerschnitten, und die Kühnsten drangen gegen den Steinwall vor. Der erste, der dort anlangte, war Unteroffizier Reder von der 11. Rompagnie. Jen feits der Bastion zeigte sich noch stärkerer Verhau, so daß ein wei teres turmartiges Vorgehen nur unter schweren Opfern auszu führen gewesen wäre. Ein Halten der Steinbastion wurde durch jartes Flankenfeuer unmöglich gemacht. Der Seekrieg. Ein Fischdampfer torpediert. " Meldung des türkischen Hauptquartiers. " " Durch unser Feuer wurden sicher zwei seindgetroffent. Daraufhin zog fich die fundungsfluge über Tenedos mit Erfolg Bomben auf die feinds Flottille zurüd. Ein türkischer Flieger warf bei einem Grlichen Schiffe und kehrte trotz des auf ihn eröffneten Feuers heil zurück. Das türkische Torpedoboot„ Timur Sissar" griff am 17. April mit vollem Erfolge das englische Transportschiff„, Manitou" im Regäischen Meer an. Die englische Admiralität gibt zu, daß hundert englische Soldaten dieses TransLondon, 20. April.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. portes ertranten. Darauf wurde unser Torpedoboot bis nach Der Kapitän des Fischdampfers Fermo" teilte heute bei seiner An- Chios von englischen Kreuzern und Torpedobootszerstörern verfolgt. funft in Grimsby mit, daß der Fisch dampfer Vanilla" Die Besagung des Zimur Sissar" sprengte das gestern früh durch ein deutsches Unterseeboot torpediert wurde. Die Schiff, um es nicht in Feindeshand fallen zu lassen, in die Luft. Das wichtigste Ergebnis des Vorstoßes war die Erkundung der dichteres Unterholz und lockerem Boden begünstigt war. Nun be feindlichen Stellung im Schusterwalde. gann ein wahres Wettgraben. Denn wer den Stein zuerst in Der Brigadebefehl vom 10. November befahl ein feftungskriegs- sicherem Besitz hatte, war Herr der Höhe. Da mit Gewehrschüssen artiges Vorarbeiten. Demgemäß wurde am 11. November der den Arbeitenden nicht beizukommen war, wurden Handgranaten oberste, in westöstlicher Richtung verlaufende Querweg, etwa 100 bereit gelegt; aber die Franzosen kamen uns zuvor. GlücklicherMeter vom Gipfel entfernt, von der 9. und der 12. Kompagnie erweise explodierte von den drei schlecht gezielten Granaten nur eine, reicht. Sogleich wurde unter wertvollster Mithilfe eines Buges ohne Schaden zu tun. Unsere Antwort ließ nicht auf sich warten Pioniere mit dem Ausheben eines Schüßengrabens 30 Meter süd- und wirkte besser. Die Granaten hatten gesessen; denn die AlpenZum Schuße der jäger rannten unter Geschrei ins Gebüsch zurück, wobei sie noch lich dieses Weges am steilen Hang begonnen. Arbeitenden wurden Schüßen hinter Stahlblenden vorgeschoben. fräftig beschossen wurden. Bis auf 9 Meter war der Graben an Aber die hinter dem Steinwall und im Tannendickicht versteckten den Stein herangediehen, als der Feind wieder mit Handgranaten Alpenjäger brachten uns trotzdem erhebliche Verluste bei. Da fie zu operieren begann. Um diese ins Ziel zu bringen, warfen die aus nächster Nähe feuerten, waren die Verwundungen fast durchweg Franzosen zunächst gleich schwere Steine herüber. Um einen dieser sehr schiver. Im Laufe des Novembers verloren vir 23 Mann, Steine war eine Nummer des Matin" vom 27. November ge darunter 12 Tote, die sämtlich durch Kopf- und Brustschüsse fielen, wickelt, die natürlich von deutschen Niederlagen und Verlusten gewiß ein Beweis für die vorzügliche Schießausbildung unserer stroßte. So brachte sie unter anderem die Einbringung von 48 Eisenbahnwagen voll deutscher Gefangener in Petersburg. Aber Gegner. Bedenkt man, daß immer höchstens 30 bis 40 Mann zu gleicher die Franzosen hatten wieder mit ihren Granaten fein Glück; diese Beit im Schüßengraben tätig waren oder als Schießposten die Ar- trepierten zum geringsten Teil, und diejenigen, bei denen es soweit beiten deckten, so sind die Verluste sicherlich schwer zu nennen. tam, platten, ohne irgend welchen Schaden anzurichten. Dagegen Nachts mußte die Stellung sehr stark und in großer Ausdehnung wirkten unsere mit großem Schneid und großer Treffsicherheit ge besetzt werden, um eine Umgehung unmöglich zu machen. Infolge- schleuderten Granaten so gut, daß den Franzosen für längere Zeit dessen tvaren natürlich die Anforderungen, die an die Mannschaften die Lust an der Weiterarbeit verging. Und so war endlich das Ziel durch Arbeits- und Wachdienst gestellt wurden, außerordentlich hoch. erreicht. Der Laufgraben war bis zum Stein vorgeführt. Mit Sandsäcken und Schießblenden, an denen die feindlichen Geschose Schlechtes Wetter trug noch zur Erschwerung des Dienstes bei. Bereits am 11. November wurde ein Schüßengraben von machtlos abprallten( unsere Geschoffe durchschlugen die feindlichen 60 Meter Länge ausgehoben und von diesem sofort am 12. Novem- Blenden glatt), wurde die Felsgruppe zu einer regelrechten Bastion ber ein Laufgraben gegen die Steinbastion vorgetrieben; denn ausgebaut und stets stark besetzt gehalten. Als nunmehr unsere diese mußte in unseren festen Bejizz kommen, wenn wir der Be- Schießposten von diesem sicheren Stand aus ihre Tätigkeit begannen schießung unserer schanzenden Wehrleute ein Ende machen wollten. und unsere wackeren Pioniere mit einigen gut gezielten HandAm 13. November wurde vom Laufgraben aus ein neuer Schüßen- granaten nachhalfen, ließen die Franzosen im Laufgraben alles graben ausgehoben, der der Bastion bereits 50 Meter näher tam. stehen und liegen, verschwanden im Dickicht und begannen etwa Ein weiteres Vorgehen machte zunächst der Stacheldraht unmöglich, 50 Meter weiter zurüd einen neuen Schüßengraben. Der unUnter bollendete französische Laufgraben mit den darin zurückgelassenen der inzwischen von den Franzosen wieder hergestellt war. dem Schuße des heftigen Feuers unserer Schießposten wurde in Ausrüstungsstücken war zu verlodend für einige Wagehälfe. Wäh diesen eine Gasse geschnitten. Diese Arbeit fojtete manchem Wehr- rend unsere Schießposten den Feind möglichst in Schach hielten, mann das Leben. Im dichten feindlichen Feuer führten die Ge- holten jene nacheinander drei Gewehre, die zerschossenen Stahlfreiten Lamm und Hechert von der 9. Kompagnie ihren schwer ver- blenden, ein Käppi, das noch deutlich die Spuren der Wirkung wundeten Kameraden Pflanz aus dem Verhau zurück und ließen unserer Granaten zeigte, und anderes herbei. Auch der herübergeworfene Matin" ließ den Ehrgeiz unserer Leute nicht ruhen. ihn auch nicht liegen, als er tot zusammenbrach. Durch den Baufgraben schlichen sich wiederholt ein paar fühne Leute bis in den französischen Schüßengraben und warfen Zeitungss bündel mit der Kunde unserer Siege den französischen Posten möglichst auf den Kopf, tamen auch, Dank der Verblüffung der feindlichen Posten, stets unversehrt zurüď. Am 17. November wurde der Stein erreicht. Sofort wurden die aus Steinen und Erde gebildeten Schießscharten des Feindes zerstört und die Bastion unter Zuhilfenahme von Stahlblenden und Sandsäden für unsere Zwede umgebaut. Das Herankommen an den Felsen kostete aber infolge des Flankenfeuers aus dichtem Während vorn die feste Stellung geschaffen wurde, in der Tannengebüsch immer noch schwere Opfer. Nur ein tiefer Laufgraben vom Schüßengraben zum Felsen fonnte hier helfen. Mußte die Schüßen getrost jeden Feind erwarten konnten, wuchs etwa die Arbeit in dem felfigen Boden auch außerordentlich mühselig 100 Meter weiter rückwärts ein kleines Dorf aus dem Waldboden hervor. Die aus festen Stämmen gebauten, mit Erde did beworwerden, so wurde doch der Graben sofort in Angriff genommen. Aber die Franzosen hatten offenbar gemerkt, wie wertvoll uns fenen Unterstände bildeten bald eine kleine Straße, von der zum der Besitz des Steines war. Der tollkühn seitwärts des Steines Schüßengraben verschiedene Laufgräben als Gassen sich abzweigten. vortriechende Gefreite Schnellbäder der 11. Kompagnie fah plöglich Durch die Namen der Unterstände, Straßen und Laufgräben werden in geringer Entfernung vor sich eifrig an einem Laufgraben bekannte Persönlichkeiten, wie der berüchtigte Schufter"( Schusterarbeitende Frangojen. Der Graben hatte ebenfalls die Richtung berg) oder der Kompagnieführer( Kreislauf) verewigt oder denkauf den Stein. Dem Feinde waren offenbar die schwierigen bar wertvoller Mithilfe gedacht( Pionierallee). Der Laufgraben Bodenverhältnisse auf unserer Seite bekannt, während er durch zum Stein erhielt den Namen Hurragaffe, in Erinnerung an eine " Die Besatzung wurde von den griechischen Behörden sehr freund. schaftlich aufgenommen. Auf den übrigen Fronten hat sich nichts Wichtiges ereignet. Die italienische Neutralität. Zürich, 19. April.( T. U.) Der, Avanti" bemerkt in einer Kartoffelgeschäfte. Besprechung der politischen Lage Italiens, diese sei sehr kritisch. Die Ein Großgrundbesizer in... sendet uns Offerten über Zwei Minensucher vor den Dardanellen Annahme des ruftich- serbischen Programms über die Verteilung der Saattartoffeln, die ihm zugingen. Es iſt das eine gesunken. Adria- Interessen müsse zu einem Aufstand der dalmatischen Elemente Illustration zu den durch die neueste Verordnung des Bundesin Dalmatien, in Italien selbst zu einem scharfen Einspruch der rats geschaffenen besorgniserregenden Zuständen. Die Offerten. Partei Giolittis führen, die einen Ausschluß Italiens aus dem Drei- beziehen sich auf Lieferung einer sehr großen Menge, tausend bund um feinen Preis zulassen möchten. Budem bezeichne der Zentner, sind von Mitte April datiert und stellen sich folgenderGeneralstab eine solche Regelung als für Italien militärisch gefährlich. maßen dar: Konstantinopel, 20. April.( W. T. B.) Das Hauptquartier teilt mit: Nachträglich haben wir Sicherheit darüber, daß unter sechs feindlichen Torpedobooten, welche vor gestern nacht in die Dardanellenstraße einzubringen versuchten, sich auch vier Minensuchboote befunden haben, und daß zwei von diesen feindlichen Booten, welche durch unsere Granaten getroffen worden waren, in der Meer= enge gesunken sind. Von den anderen Kriegsschauplägen ist nichts von Bedeutung zu melden. Zum Torpedobootsangriff auf den Truppentransportdampfer„ Manitou". T. " Die italienisch- österreichischen Verhandlungen. Neue Lohnbewegungen. 1. Eine Händlerfirma in Danzig verlangt am 14. April für den Zentner Kaiserkrone" 9 M., für andere Sorten 5,75 bis 6,50 M. frei Danzig. Zur Erklärung des unheimlich hohen Preises bemerkt sie: 2. Eine Bromberger Firma offeriert am 14. April telegraphisch freibleibend" zu 6 bis 8 M. 3. Ein Rittergutsbesißer im Harz offeriert am 13. April 1000 Zentner zu je 7 M. und bemerkt, jedes Untergebot zweck los". Dann sagt er hierzu: „ Der Der Landrat zu Gos,, Der Höchstpreis ist hier 4,90 M. lar am Harz läßt jetzt hier auftaufen bei Ablieferung vom 20. bis 30. April mit . 1. " " 10. " 20. 9. Mai 19. 31. " . " " " " " 1. " " 9. Juni " 10. 19. " " " " " und nach dem 20. Juni 1 M. Aufgeld 1/2" 2 " 212" 3 " " " " " 31/2" 4 " " " Zürich, 19. April.( T. 1.) Die römische Concordia" ,, Der Bundesratsbeschluß bezieht sich ja nur auf Einkauf gibt eine Unterredung mit einer politischen Persönlichkeit von Produzenten und die warten jezt die Preiserhöhung wieder, die die Meinung äußerte, die italienisch- öster- bom 20. April mit 1 M. und später alle 10 Tage um 50 Pf. Zentner ab. Sie werden also nach dem 20. April auch reichischen Verhandlungen feien auf gutem Speisekartoffeln nicht billiger bekommen, dagegen dürften SaatLondon, 19. April.( W. Z. B.)„ Times" melden aus 23 ege. Italien habe auch bereits seine Vorschläge unter fartoffeln dann gar nicht zu haben sein." breitet. Wenn aber die berechtigten nationalen Ansprüche Chios: Das von den Alliierten verfolgte türkische Italiens auf diplomatischem Wege verwirklicht werden könnten, Torpedo boot, welches das Transportschiff Manitou" wäre es, so erklärte dieser Diplomat, eine verbrecherische angegriffen hatte, lief auf den Strand der Insel Chios auf, Torheit, das Land in einen Krieg zu stürzen. wo die Besagung interniert wurde. Das Torpedoboot war ein kleines Fahrzeug von 97 Tonnen, namens„ Demir Kapu". Nach Berichten der Offiziere an den Gouverneur von Chios London, 19. April.( W. T. B.) Dic ,, Times" melden gelang es dem Torpedoboot, vor ungefähr einem Monat in dunkler Nacht aus den Dardanellen zu entkommen. Es hielt aus Birmingham vom 18. d. Mte. Unter den Arbeitern verschiedener Industrien im Bezirke Birmingham sich tagsüber an der asiatischen Küste verborgen und wartete herrscht ziemliche Unruhe. Es ist ohne Zweifel, daß die eine Gelegenheit ab, um ein Transportschiff zu vernichten. Vor Produktion unter diesen Umständen leidet. Die Ursache der zwei Tagen schien sich eine solche Gelegenheit zu ergeben, als Unruhe ist teilweise in der Trinkfrage, teilweise in der For ein französisches Truppenschiff in Sicht fam. Das Torpedoboot derung höherer Löhne zu suchen. Dasselbe Blatt näherte sich dem Dampfer, der sich etwas von der Eskorte meldet aus Workington vom 18. d. Mts.: 17 Hochöfen, die Dazu 10 Pf. für Anfuhr zur Bahnstation. Der Ihnen entfernt hatte, und feuerte ohne Erfolg einen Torpedo ab. Hämatit für Munition und Eisenbahnmaterial herstellen, gestellte Preis ist also hier mit 7 W. am 10. Mai erreicht Gin zweiter Torpedo traf und richtete ernst- werden infolge des Streits von 1200 Arbeitern, die am( 4,90+2+0,10) und lasse ich die Kartoffeln einlichen Schaden an. Das Torpedoboot mußte flüchten, Sonnabend ihre Kündigung einreichten, ausgeblasen werden fach bis zu diesem Termin Itegen, liefere sie dann da Notsignale gegeben worden waren und zwei Kreuzer zu Demselben Blatt wird aus Newcastle berichtet: Die Re- 34 7 M. und habe den Vorteil, daß ich jetzt meine in der Demselben Blatt wird aus Newcastle berichtet: Die Re- Bestellzeit so nötigen Gespanne nicht zur Bahn zu senden Hilfe eilten. Das Torpedoboot nahm seinen Kurs auf den gierungskommission für Munitionsproduktion hat von allen brauche. Mir tut es nur leid, daß die so herrlichen, als. Golf von Smyrna und verbarg sich in einer kleinen Bucht. Waschinenfabriken und Schiffswerften der Nordküste die ertragreichsten bekannten und bewährten, höchst wertEs wurde später, als es die offene See zu erreichen versuchte, Statistiken über ihre Arbeiten sowie bei den für die vollen Sorten aufgegessen werden, wofür billige von drei Kreuzern entdeckt und in der Meerenge zwischen Regierung arbeitenden Werken über ihren Arbeiterbedarf ein- Händlerware gut genug wäre." der Insel Chios und dem Festlande fast eingeholt und gefordert. Sobald diese Ergebnisse vorliegen, wird die Kom- 4. Ganz besonders lehrreich ist aber folgendes: Ein Händler heftig beschossen, ohne getroffen zu werden. Als die Be- mission eine Neuverteilung der Arbeiter vornehmen und über in Demmin( Pommern) schreibt, nach dem 20. April jagung sah, daß weitere Flucht aussichtlos sei, setzte sie das die Verwendung von für industrielle Zwecke benutzten Maschinen würden bei Händlern überhaupt keine Kartoffeln zu haben Boot auf Strand und warf die Torpedos und die Munition für Heereszwecke entscheiden. Der Arbeitermangel ist sein, weil alles für das Reich angekauft wird" und schickt so ernst, daß die Forderung nach einer Besserung berechtigt als Reklame wohl- die Stopie eines an ihn gerichteten ist. Die Kommission wird die Frage zu erwägen haben, ob Schreibens des Landrats des Kreises Demmin mit, der ihm die zu Anfang des Krieges in die Armee eingetretenen die Stellung eines Stommissars für den Ankauf anträgt. De Petersburg, 20. April.( W. T. B.) Der Generalstab der Rau- Beute wieder zu der Industrie entlassen werden müssen, da die Interessante daran ist, daß dieses Schreiben des Landrats vo faiusarmee teilt uit: In der Nähe der Küste dauern Artillerie- und Armee aus dem Tynegebiet 30000 Rekruten genommen hat. 30. März datiert ist und die Bestimmungen über die VerGewehrfeuer an. Auf der übrigen Front feine Veränderung. Petersburg, 20. April. Die Verordnung st ab der Kaukasusarmee teilt mit: In der KüstenPetersburg, 20. April.( W. T. B.) Rietsch" meldet: wurde erst am 12. April angekündigt, im Reichs- Anzeiger" gegend hielt am 17. April der Kanonen- und Gewehrkampf Der amerikanische Botschafter in Petersburg legte beim russi- publiziert am 15. April. an. In der Richtung gegen Artwin drangen die russischen schen Ministerium Beschwerde ein, daß große Sendungen Der betreffende Landrat hat, wie das Beispiel zeigt, dem Truppen erfolgreich nach Süden vor. An den anderen Teilen me ditamente und Liebesgaben vom ameri- Händler bereits vierzehn Tage früher die Nachricht zugehen der Front gab es teine Zusammenstöße. tanischen Roten Kreuz für deutsche und öster- laffen, offenbar weil er diesen Händler als Vertrauensmann ns Meer. Die Kämpfe im Kaukasus. müssen. Zuschläge zu den Höchstpreisen erfolgen. ( W. T. B.) Der General. Amerikanische Vorstellungen in Petersburg. Ordnung des Bundesrats mitteilt, wonach vom 20. April die " reichische Wohltätigkeitsgesellschaften in behandelt, der bei dem Ankauf durch den Staat mithelfen soll. " Der Krieg und die Kolonien. China in Wladiwostock lagern, da die russische Re- Diese Vertrauensleute" aber haben, wie das Beispiel eben gierung einen Einfuhrzoll von 240 000 Rubeln für die Sachen falls zeigt, ihre Kenntnis benugt, um den Preis in die Höhe Besehung eines deutsch- südafrikanischen verlange. Verhandlungen hierüber schweben noch. zu freiben, denn in der Offerte wird ganz underfroren ent Preis von 6 M. frei Posen verlangt, während der Höchstpreis Eisenbahnpunktes durch die Engländer. Unterdrückung russischer Zeitungen. laut Verordnung vom 15. Februar für Poſen 4,25 M. pro Kapstadt, 20. April.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Truppen der südafrikanischen Die Zeitung Petersburg, 20. April.( W. T. B.)„ Rietsch" berichtet: Bentner( So M. pro Zonne) beträgt. Derartige KomUnion befekten am Sonntag Seeheim, einen Eisen- der Militärbehörden für die ganze Dauer des Kriegs- Gärtner machen. Eigentlich sollte der Fall die StaatsanwaltUnion befekten am Sonntag See heim, einen Eisen- Die Zeitung„ Sjeverny Golos" ist auf Verfügung missare" ernennen, heißt denn doch wirklich den Bock zum Kriegs- schaft interessieren, der wir das Material gern zur Verfügung bahnpunkt in Deutsch- Südwestafrifa. zustandes geschlossen worden. Die Engländer in Keetmanshoop. London, 20. April.( W. T. B.) Das Reutersche Bureau meldet amtlich aus Kapstadt: Die Briten haben Keetmans I: o op besetzt. unbebaut bleiben. In der Zeitung„ Kawkas" ist eine Verordnung des stellen. Unser Gewährsmann bemerkt zu diesen Offerten: Stellvertretenden Oberstkommandierenden des KaukasusSo wirkt das neueste Gesetz auf die Landwirte, denen der Die Staat aus Volksmitteln Millionen schenkt... Militärbezirks Generalleutnants Wolsky abgedruckt, derzufolge das in Baku in tatarischer Sprache herausgegebene Blatt Verordnung fordert die Landwirte geradezu Ikdam" während der Dauer des Kriegszustandes im auf, die Vorräte zurückzuhalten, weil sie im nächtliche Schießerei, die durch ein dreimaliges fräftiges Surra ganzen Kaukasus nicht erscheinen darf. über einen gerade verkündeten deutschen Sieg verursacht wurde. Die von dem Hauptkommandierenden der Stadt Moskau Juni 100 Proz. mehr erhalten als im April. Es bleibt Für eine Truppe, die sich fast ausschließlich aus älteren, meist angeordnete Schließung des tatarischen Blattes für jeden Fachmann ein Rätsel, was sich die verheirateten Leuten zusammensetzt, war die Arbeit, die das BatailIon im November geleistet hatte, außerordentlich schwer. Die Rube-""( Heimat) für die Dauer des außerordentlichen Schutzes Gesetzgeber dabei gedacht haben? Dabei Ion im November geleistet hatte, außerordentlich schwer. Die Ruhe in Moskau wird damit motiviert, daß das Blatt eine schäd- werden auch Saatkartoffeln zurückgehalten zeit mußte sehr kurz bemessen sein, bei Tage Arbeitsdienst, bei Nacht angestrengten Wachtdienst, dazu schlechtes Wetter und einen liche Richtung eingeschlagen hat, die sich besonders in dem und die Folge muß sein, daß tausende ettar außerordentlich gewandten und zähen Feind. Aber das Pflicht- Artikel in Nr. 69 Kajan" kennzeichnete. gefühl half über alles hinweg. Je näher die Weihnachtszeit heranrückte, um so häufiger regten sich wohl bei unseren Landwehrleuten wehmütige Gedanken. Aber jeder suchte sie nach besten Kräften zu bannen, mit ernsteren und heiteren Mitteln nach der Ver- In der Sigung des russischen Ministerrats vom 9. d. M. wurde anlagung eines jeden. Der eine nimmt seine Zuflucht zur Musik, der Antrag des Ministeriums des Innern angenommen, wo und plötzlich halt in schweigender Nacht, auf der Mundharmonika| nach die Angehörigen der Untermilitärs, die sich freiwillig gegeblasen, die anmutige Melodie aus dem Schüßengraben durch den fangen nehmen lassen oder defertierten, der gefeglichen Unterfinsteren. Wald:„ Puppchen, du bist mein Augenstern". Im stod stügung verlustig gehen sollen. Laut diesem Antrage, dunklen Wald, wo man die Hand nicht vor den Augen sieht, werden der im Wege der Notgesetzgebung Gesetzeskraft erhalten soll, werden die 6 Stunden Bache im Schüßengraben besonders lang. Die in der Stille unwillkürlich heimwärts schweifenden Gedanken brachte die Angehörigen der Untermilitärs, über die von den entsprechenden ein Wehrmann der 9. Kompagnie nach der Rückkehr von der Wache Militärbehörden gemeldet wird, daß sie, ohne von der Waffe Gebrauch im Unterſtand in folgenden, tief empfundenen Werfen zum Aus- zu machen, sich vom Feinde gefangen nehmen ließen oder defertierten, des Rechts auf Unterstützung sowohl seitens der staatlichen wie der fommunalen Institutionen verlustig gehen. Bugleich sollen die Namen dieser Personen der Bevölkerung schleunigst fund gegeben drud: Nachts im Schüßengraben. Nun fagt Ihr Euch zu Hause Gute Nacht", Wir aber stehen hier auf strenger Wacht. Der Mond geht über fernen Hügeln auf, Die lange bange Nacht nimmt ihren Lauf. Ich spähe in das weite helle Land, Mein gut Gewaffen in der festen Hand. Und während Stund auf Stunde sacht verrinnt, Um mich„ Erinnerung" ihre Fäden spinnt. Ich sehe in ein trautes Kämmerlein, Darin, bei eines Lämpchens mattem Schein, Mein Kindchen blühweiß angetan zur Nacht Von seiner Mutter wird zu Bett gebracht. Blond sind die Locken und die Wangen rund, Wie Walderdbeeren frisch der rote Mund. " Gelt, Mutti, gelt, nun kommt der Vater bald? " Hier in sein Bettchen draußen ist's so talt? Ich will auch immer gut und artig sein; Wie wird sich da der liebe Vater freu'n-!" " Schlaf ruhig ein, mein Kind, schlaf fest und füß, Bald kommt der Vater sicher und gewiß." Sie füßt das Kind und hält die kleine Hand Und denkt des Liebsten, fern im Feindesland Was gibt das Bild so hellen, hohen Schein! Jch jaug's mit allen Herzensfasern ein. Da kracht ein Schuß! fest faß ich das Geivehr Und was ich seh' zerrinnt und ist nicht mehr. werden. Stockprügel auf den Magen. Chinesischer Boykott japanischer Waren. Petersburg, 20. April.( W. T. B.)„ Rietsch" meldet aus Jrtutst: Jn Shanghai hielten chinesische Kaufleute eine sehr ernste und bedeutsame Versammlung ab, in der beschlossen wurde, den gesamten kaufmännischen Verkehr mit Japanern aufzugeben und die strengste Boykottierung aller japanischen Banten, Waren und Schiffahrtsunternehmungen durchzuführen. Dem Beschlusse wird große Bedeutung und der Bedrohung des japanischen Handels werden die ernstesten Folgen beigemessent. Das ist in der Tat eine wunderschöne Perspektive. Wenn infolge der verkehrten Maßnahmen die Ackerbestellung leidet, so werden wir nach dem Kriege, der wie wir zubersichtlich hoffen nicht bis zur nächsten Kartoffelernte dauern wird, eine Teuerung erleben, wie sie noch nicht da war. Letzte Nachrichten. Der französische Tagesbericht. Paris, 20. April.( W. T. B.) Der heutige Nachmittagsbericht bejagt: Dem gestrigen Abendbericht t bezüglich der Operationen in 2othringen und in den Vogesen nichts hinzuzufügen. Auf der übrigen Front Ar tillerieaktionen, die im Gebiete von Seiffons im Abschnitt von Reims und in den Argonnen besonders lebhaft sind. Russische Flieger über Ostpreußen. Königsberg, 20. April.( W. T. B.) Von dem Oberpräsidenten der Provinz wird uns mitgeteilt: Gestern sind durch feindliche Flieger über mehrere Bauten der Provinz Bomben abgeworfen worden und dadurch mehrere Zivilperfonen getötet und verlegt worden. An unserer Westgrenze find solche Angriffe feindlicher Flieger auf unverteidigte und außerhalb des Kampfgebiets liegende Ortschaften schon seit Monaten an der Tagesordnung. Die Bevölkerung hat sich schon daran als eine der mit dem Kriege zusammenhängenden unerfreulichen Amerikanische Anfrage in Tokio. Erscheinungen gewöhnen müssen. So schmerzlich der Tod und die Petersburg, 20. April.( W. T. B.) Dem„ Rietsch" wird Berwundung friedlicher Einwohner im Einzelfalle ist, so liegt doch aus Washington gemeldet: Die Regierung hat in Tokio nach den im Westen gemachten Erfahrungen zu weitgehenden Bes nach dem Grund für die Entsendung japanischer sorgnissen kein Anlaß vor, wenn die Bevölkerung ihrerseits durch Truppenmassen nach China gefragt. Eine Ant- swedmäßiges Verhalten zur Einschränkung der Gefahr beiträgt. wort ist bisher nicht gegeben worden. * Peking, 20. April.( W. T. B.) Meldung des Reuterschen. Bureaus. Die Vereinigten Staaten haben an den Durch die Befeßung der Höhe des Schusterwaldes waren die amerikanischen Gesandten in Peking eine Note Verkehrsverhältnisse zivischen den einzelnen Orten bedeutend ver- gelangen lassen, in der der chinesischen Regierung mitgeteilt bessert. Eine Ueberraschung unserer Munitions- und VerpflegungsIn der Mitteilung wird dann eine Reihe von Vorsichtsmaß regeln erteilt und im übrigen zu einem verständigen, jede Kopflosigkeit vermeidenden Berhalten aufgefordert. Ein österreichisches Dementi. Wien, 20, April.( W. T. B.) Das Wiener f. f. Telegr.Storr. Bureau meldet: An den Bariser Meldungen über einen bon österreichisch ungari folonne ist nunmehr ausgeschlossen. Rechts von unserem Bataillon wird, daß die Vereinigten Staaten auf der Einhaltung zusammenstoß fucht sich das II. vorzuarbeiten und hat uns oft wertvolle Silfe einiger Verträge zwischen den Vereinigten schen und italienischen Truppen ist kein Wort geleistet. ( W. T. B.). Staaten und China zu bestehen gedenken. wahr. Deutsches Theater. Direktion: Max Reinhardt. 72 Uhr: Schluck und Jau. URANIA Taubenstr. 48/49. 4 Uhr( halbe Preise): Donnerst: Ein Sommernachtstraum. Die Vogesen und ihre Kampfstätten. Kammerspiele. 8 Uhr: Gawan. Donnerst.: 8 Uhr: Der Weibsteufel. Auf dem polnisch. Kriegsschauplatz Sonntag 22 Uhr: NachmittagsVorstellung( kleine Preise) Die deutschen Kleinstädter. mit der Mackensen- Armee. Theater für Mittwoch, den 21. April. Berliner Theater 8 Thr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Theater Montis Operetten- Theater Gastspiel Louis Treumann. 8 Uhr: Hoheit tanzt Walzer. Residenz- Theater 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Uhr Die Schöne vom Strand. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. Rose- Theater 8 Uhr: Undine. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 8 Uhr Die Entführung a. d. Serail. Gebr. Herrnfeld- Theater Familie Plaschek. 8 Uhr: Helbring contra Helbring. Kleines Theater 8 Uhr: Jettehen Gebert. Komische Oper 8.10U: Gold gab ich für Eisen. Komödienhaus 8 Uhr: Biedermeier. Lessing- Theater 总 8 Uhr: Im weißen Röss'l. Lustspielhaus 8 U. Matthias Gollinger. Konrad Dreher a. G. Metropol- Theater 8 Uhr: Die Förster- Christ! Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Alt- Heidelberg. Schiller- Th. Charlottenbg. Uhr: Weh' dem, der lügt. 8 Uhr: Das Prinzip. Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 8 Uhr: Immer feste druft! Sonntagnachm.: Ein Herbstmanöver. Theater des Westens 8 Uhr: Polenblut. Theater in der Königgrätzer Straße 8 Uhr: Königin Christine. Trianon- Theater 84 U.: Akrobaten. Volksbühne.Theater am Bülowplatz 8 Uhr: Der Revisor. Walhalla- Theater 8 Uhr: Der Hochtourist. 8 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Anf. 8. Casino- Theater Zum Schluß: Im Schützengraben Militär. Genre: bild von Menfel. Militärpersonen 11. deren Angehö rigen vollkommen freier Zutritt zu b. Stett. Sängern. Ilgemein- Verichiedenes Truftreie Cigarettenfabrik. MANOLI ZIGARETTEN Deutschlands führende Marke BOSNIA CIGARETTEN Etwas ganz Besonderes MAL- KAH Company Berlin N. 20 Pankstr. 65. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Nur noch bis Mittwoch, 21. April: Der Herr Kommerzienrat. Donnerstag, 22. April, zum 1. Male das neue dreiaftige Lustspiel Die gute Mama. Sonnt. 4 U.: Der Herr Kommerzienrat. 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Ob ihre Voraussegungen vollständig zutrafen, ob sie die Absichten und Möglichkeiten Napoleons III. und des russischen Kabinetts richtiger einschätzten als Lassalle, ist eine Sache für sich. Aber daß sie das nationale Interesse Deutschlands damals stärker betonten, als er, ist nicht zu bestreiten. Sehr deutlich geht es aus der zweiten Broschüre hervor, die Friedrich Engels mit Bezug auf den italieni schen Krieg geschrieben hat. an Mittwoch, 21. April 1915. Gelb und Orangebücher, also eine Sammlung sorgfältig präpa rierter Lügen, sie ignoriert alle Tatsachen und kann schon aus diesen Gründen keinen Anspruch auf tatsächliche oder gar grundlegende Nichtigkeit machen." „ Für so schwach, wie es hier dargestellt wird, haben wohl selbst die allerärgsten Pessimisten Desterreich- Ungarn nicht eingeschätzt. Dafür brauchte die angeblich große", wie Hoeßsch meint, mit den Opfern des Krieges wahrhaftig nicht zu teuer erkaufte Erfahrung" gar nicht erst gemacht zu werden, daß Desterreich- Ungarns Soldaten nicht beim ersten Schuß nach allen Richtungen hin auseinanderlaufen." Diese Kritik scheint auch uns berechtigt; nur daß wir nicht einfach wie Graf Reventlow England an die Stelle Rußlands sehen würden. Die Ursachen dieses Strieges liegen in weltpolitischen Gegenfäßen, denen gegenüber eine UnterIn den Erörterungen über die Stellung der deutschen Sozialdemokratie zum gegenwärtigen Kriege ist verschiedentlich auf Aeuße- Sie tam im Frühjahr 1860 heraus und trägt den Titel suchung über den letzten Anlaß weniger von Bedeutung ist. rungen der großen Vorfämpfer der Bewegung. von Karl Marg, Savoyen, Nizza und der Rhein". Der Feldzug in Aber davon kann natürlich keine Rede sein, daß nun England, Friedrich Engels und Ferdinand Lassalle über den italienischen Krieg Italien hatte von Napoleon III. nach einigen militärischen Erfolgen das erst am 4. Auguſt eingriff, der Brandstifter des ganzen von 1859 und die mit ihm in Verbindung stehenden Vorgänge und Magenta und Solferino abgebrochen werden müssen, als Völkerringens sein soll. Streitfragen Bezug genommen worden. Und das sehr begreiflicherweise. Preußen in der Tat Miene machte, Desterreich ernsthaften Beistand Oesterreich- Ungarn im Kriege. Denn der Weltkrieg, den wir jetzt erleben, fordert in verschiedenen Punkten zu leisten, England ebenfalls ein nicht weiter" vernehmen ließ, Professor Otto Hochsch hat in der bekannten, von geradezu zu Vergleichen mit dem damaligen Krieg heraus, und die und von Rußland die Erklärung kam, daß es unter diesen Jacch herausgegebenen Sammlung imperialistischer Broschüren Frage, vor die der lettere die revolutionären Sozialisten seiner Zeit Umständen nicht auf ein kriegerisches Eingreifen seiner ein Heft über„ Desterreich- Ungarn und der Krieg"( Politische stellte, ist ähnlicher Natur, wie diejenige Frage, die den Kernpunkt seits ankommen lassen werde. Am 11. Juli 1859 ward Flugschriften. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart- Berlin) der heute die Geister in der Sozialdemokratie beschäftigenden Frage in Villafranka ein vorläufiger Friede geschlossen, der 10. November 1859 in Zürich besiegelt wurde, ohne indes die veröffentlicht, an dem die" Post" cine sehr scharfe und zum größten Teil berechtigte Kritik übt. Es wird sich das ohne weiteres zeigen, wenn man sich die Vor- italienische Frage zum Stilstand zu bringen. Die Einheitsbewegung ich aber nicht auf eine Besprechung unter rein literarischen Die" Post" beschränkt der Italiener machte durch das Kompromißwerk der Diplomatie Damals bestand der Deutsche Bund noch, dessen führende Staaten einen Strich, die Kleinstaaten des nördlichen Mittelitaliens erhoben Gesichtspunkten, sondern sie benutzt ihr Referat zu einer poliPreußen und Desterreich waren, letzteres an Gebiet und Bevölkerung fich zum Zweck des Anschlusses an Sardinien, der Plan eines bona- übertriebenen Befürchtungen über die Lebenskraft Defterreichs tischen Stellungnahme. Zu einem Zitat aus Hoetsch, der von tischen Stellungnahme. Zu einem Zitat aus Hoetsch, der von erheblich größer als Preußen, aber im Bund selbst nicht nach seinem partistischen, mittelitalienischen Königreichs fiel zu Boden. Und nun ganzen Machtumfang vertreten, weil seine außerdeutschen Besitzungen präsentierte Napoleon III. die Rechnung für sein Befreiungswerk. spricht, bemerkt die" Post": hier nicht mitgerechnet wurden. Außerdeutsches Besitztum Dester- Frankreich, hieß es jetzt, brauche Nizza und Savoyen als seine reichs aber, nämlich zunächst die Lombardei, wurde durch den natürlichen Grenzen gegen einen etwaigen Angriff von italienischer Krieg gefährdet, mit dem Anfang 1859 das Frankreich Louis Bona- Seite. partes und das mit diesem verbündete Königreich Sardinien- auch Gegen dieses Annexionsverlangen richtet sich Engels mit großer Piemont genannt- unter Hinweis auf die Leiden der Lombardischen Energie. Militärwissenschaftlich weist er nach, daß vermittelst dieser Bevölkerung Desterreich bedrohten und den Desterreich am 19. April Grenzregulierung Frankreich das neue norditalienische Königreich, im 1859 durch ein an Sardinien gerichtetes Ultimatum herbeiführte. Falle eines Krieges mit Leichtigkeit überfallen könne. Der Besitz Soweit der Krieg die Beseitigung der österreichischen Herrschaft in der beiden Gebiete sichere ihm die Vormundschaft über Norditalien der Lombardi zum Biel hatte, war er für diese und durch sie um so mehr, als das Verbleiben von Venetien bei Desterreich die mittelbar für Jtalien ein Stüd Befreiungskrieg. Aber er war von Italiener nach wie vor in Gegnerschaft gegen dieses erhalte. Napoleon III. unternommen worden, um dessen Thron in Frankreich jedem Krieg mit Deutschland bleibe Frankreich der Mithilfe zu befestigen, im Einverständnis mit Rußland, das einen weiteren Italiens sicher, die Stellung, die der Bonapartismus sich auf Vorstoß nach dem Balkan plante, twobei Desterreich un- diese Weise in Italien mache, wiege bei einem Krieg um die bequem werden konnte und außerdem Desterreich wegen Rheingrenze eine Armee auf. Der Heimfall Savoyens an dessen Verhalten im Krimkrieg abstrafen wollte. Diese Frankreich gefährde außerdem militärisch die Westschweiz, er könne Konstellation brachte die radikale Demokratie Deutschlands in zum Vorläufer der Annegion dieser werden, und mit der Proklamierung eine recht verzwickte Lage. Um der Sache der Italiener willen der Theorie von den natürlichen Grenzen werde grundsätzlich schon gegen Desterreich Stellung nehmen, konnte bedeuten, zum Schaden der Kampf um die Rheingrenze verkündet, sie sei eine direkte eines immerhin wesentlich deutschen Staates Rußland in die Hände Drohung gegen Deutschland". Im Hintergrund dieses Spiels aber spielen und die Geschäfte Napoleons III. besorgen, des Staatsstreich stebe Rußland, das nur durch ein Bündnis mit Frankreich seine Kaisers Ansehen in Frankreich stärken und ihn in die Lage versezen, Absichten auf Konstantinopel zur Ausführung bringen könne. Jedesim weiteren Verlauf der Entwickelung Deutschland das linte Rhein- mal, wenn es einen Streich gegen Deutschland im Schilde führte, ufer abzunehmen. Für Desterreich Stellung nehmen, konnte aber habe es sich zu diesem Zwed mit Frankreich verbündet, und heißen, für dessen Zwangsherrschaft in Italien eintreten, die Napoleon III. fei seiner Persönlichkeit wie seiner Lage nach darauf von allen demokratischen Elementen Europas verworfen wurde. angewiesen, den Zwecken Rußlands zu dienen". Die Deutschen Denn die Parteigänger Desterreichs gaben die Parole aus, Dester- dürften nie vergessen, welche verräterische Politit Rußland von jeher reich müsse im Besitz der Lombardei bleiben, weil es ohne die füd- gegen Deutschland getrieben habe. lichen Alpengebiete strategisch gegen Frankreich im Nachteil sein würde; am Po verteidige es zugleich den Rhein. Die Wahl konnte für die Demokratie faum schwieriger sein. Und doch mußten ihre Vertreter Stellung nehmen, sollten sie die Volkselemente, deren Wortführer sie waren, nicht ohne Kompaß den Agitationen der Machthaber von hüben und drüben ausliefern. er Bei " Frankreich selbst kann uns nur in einzelnen Momenten gefährlich werden, und auch dann nur durch die Allianz mit Rußland. Aber Rußland bedroht und insultiert uns stets, und wenn Deutschland sich dagegen wehrt, dann seßt es den französischen Gendarmen in Bewegung durch die Aussicht auf das linke Rheinufer." „ Sollen wir uns noch länger gefallen lassen, daß dies Spiel mit uns getrieben wird? Sollen wir fünfundvierzig Millionen es noch länger dulden, daß eine unserer schönsten, reichsten und industriellsten Provinzen fortwährend zum Köder dient, den Rußland der Prätorianerherrschaft in Frankreich vorhält? Hat das Rheinland keinen anderen Beruf, als von Krieg überzogen zu werden, damit Rußland freie Hand an der Donau und Weichsel bekommt?" schon heimleuchten." Professor Hoesch äußert sich über die fortgesette Unterstützung der österreichischen Politik durch Deutschland: „ Die österreichischen Staatsmänner haben immer hervorgehoben, daß Desterreich stets auf die bedingungslose Unterstützung Deutschlands in den Krisen der auswärtigen Politik hat zählen können. Darin ist eine ganz gerade Linie von Bülow und Kiderlen- Wächter bis zu den heutigen Staatsmännern des Reichs immer verfolgt worden. Wir wissen auch bestimmt, daß die 1913 manchmal aufgetretene Vorstellung unrichtig war, als wenn Deutschland ge= legentlich den österreichischen Tatendrang bekämpft habe. Es steht vielmehr fest, daß die amtliche deutsche Politik immer bereit war, auch über die Bändnispflicht hinaus, Schulter an Schulter mit Desterreich zu stehen, obwohl damit das Ver mächtnis Bismarcks direkt verlegt wurde, und daß die öffentliche Meinung bei uns diesen Standpunkt als unbedingt richtig empfunden und mitgemacht hat. Durch die Entstehung dieses Krieges ist das nun auch für die ganze Welt tlar bewiesen. Warum Deutschland diesen Standpunkt einnahm, braucht schließlich heute auch nicht mehr begründet zu werden. Auch das ist uns in Fleisch und Blut übergegangen, daß die Notwendigkeit, Desterreich- Ungarn als eine Großmacht zu erhalten, und die neuen deutschen Orientinteressen, daß dieses beides zusammen die politische Stellung Deutschlands herbeigeführt hat, in der es in den Krieg hineingegangen ist." Diese Ausführungen find historisch durchaus zutreffend. Aber die, Post" will ja ein politisches Urteil abgeben, wenn sie dazu sagt: " „ Auch diese Erinnerungen bleiben inmitten dieses Krieges völlig belang los. Der Verfasser sagt ja selbst, daß„ vielleicht manchem Leser diese Summe von historischen Erinnerungen jetzt überflüssig dünke, da wir in dem großen Ringen mitten inne stehen". Uns dünkt sie in der Tat überflüssig." reichischen Ultimatum an Serbien in Erinnerung. Das ruft die Haltung der Post" kurz nach dem öster" Von solchen Erwägungen geleitet, verfaßte Friedrich Engels in Uebereinstimmung mit Mary im Frühjahr 1859 die Schrift Po und Rhein". Unterstützt durch seine großen militärwissenschaftlichen Kenntnisse, die er gerade im Hinblick auf die bevorstehenden europäischen europäischen Umwälzungen in den Erilsjahren systematisch vervollkommnet hatte, führt er darin den Nachweis, daß die vorbezeichneten Argumente der österreichischen dem Schwert beantwortet." Halten wir zusammen, dann werden wir Das sei die Frage:„ Wir hoffen, daß Deutschland sie bald mit Bartei gänzlich hinfällig seien, daß kein strategisches Intereſſe den französischen Prätorianern und den russischen Kapuschtschicks Deutschland die Forterhaltung der Zwangsherrschaft über die Lombardei gebiete. Wie Marr ihm am 3. März 1859 schrieb, machte er es auf diese Weise den Deutschen möglich, sich mit gutem Gewissen In den russischen Leibeigenen hätten die Deutschen einen für die Befreiung Italiens zu interessieren, und machte er es ihnen Bundesgenossen bekommen. Der in Sachen dieser in Rußland auszugleich möglich, gegen Napoleons III. Unternehmen und Rußlands gebrochene Stampf untergrabe schon das ganze System der russischen Ränke Stellung zu nehmen, ohne damit sich zu Schleppträgern der auswärtigen Politit, das nur möglich gewesen sei, solange Rußland österreichischen Politik zu erniedrigen. Denn im abschließenden Teil eine innere politische Entwickelung hatte. Die Aufhebung der alten der Schrift führt er aus, daß die Frage der Herrschaft Desterreichs sozialen Zustände in Rußland sei eine Notwendigkeit geworden, ihre in der Lombardei eine Frage zwischen Deutschland und Italien, dem Rußland, wie es von Peter dem Großen bis zu Nikolaus I. wichtiges Thema wie Desterreich- Ungarn im Striege verAufhebung ohne gewaltsame Veränderung eine Unmöglichkeit. Mit In der Tat ist es von keinerlei Nuzen, über ein so aber nicht eine solche zwischen Desterreich und Frankreich sei. Des bestand, falle auch dessen auswärtige Politit. Es scheine den schwommene, unkritische Bemerkungen zu machen, weil es sich Letzteren Einmischung sei energisch zurückzuweisen.„ Werden wir angegriffen, so wehren wir uns." Die Deutschen hätten ein Recht Deutschen vorbehalten zu sein, diese Tatsache den Russen nicht nur aus militärischen, politischen und Zensurrücksichten verbietet, zu verlangen, daß, wenn die Karte von Europa revidiert werden mit der Feder, sondern auch mit dem Schwerte klar zu machen". auf die Dinge gründlich einzugehen. solle, dies gründlich und unparteiisch geschehe, und nicht Deutschland Käme es dahin, so sei das eine Rehabilitation Deutschlands, die allein Opfer zu bringen habe. Das beste Geschäft aber würden die Jahrhunderte politischer Schmach aufwiegt". Deutschen machen, wenn sie den ganzen italienischen Plunder" vertauschen könnten gegen die Einheit, die allein sie nach innen und außen start machen würde. Sie wären dann nicht mehr auf die Defensive angewiesen, sondern könnten wieder attackieren, und es gäbe , noch einige faule Flecke, wo dies nötig genug sein wird." II. ( Schluß folgt.) Politische Uebersicht. Gegen England. " Professor Hoetsch hatte weiter die Frage nach den Wirtungen des Krieges aufgeworfen und damit beantwortet ,,, daß Desterreich- Ungarn nur mit dem Gefühl voller Befriedigung darauf zurückblicken könne". Die" Post" bemerkt dazu falt: " Ist denn jetzt wirklich schon der Augenblick gekommen, solche Frage zu stellen und zu beantworten? Ein wirklicher Historiker wird das für vermessen halten." Die„ Nenorientierung". Die Nationalliberalen Monatsblätter" rühmen in einem Aufsatz die Bewährung des Heeressystems und der Schutzzollpolitik. Sie schreiben: " „ Darum soll im neuen Deutschland" das verhezzende und vergiftende Schlagwort Militarismus" für immer verstummen. Was nutzt alle Miliz und alle Begeisterung nach und beim Kriege, wenn Waffen, Ausrüstung und Friedensausbildung fehlen? Trotz alles Heldentums und persönlichen Mutes ist jeder unausgebildete und ungenügend bewaffnete Maun lediglich Kanonenfutter für den Feind." In einer Polemik gegen das„ Berliner Tageblatt" predigt Wenngleich es nicht mit dürren Wortena usgesprochen wird, läuft, Bo Graf Reventlow in der Deutschen Tages- Zeitung" erneut den und Rhein" auf die Folgerung hinaus, daß im Krieg Desterreichs gegen Kampf gegen England. Es macht dabei wenig aus, daß er Frankreich Sardinien ganz Deutschland sich an die Seite Desterreichs behauptet, daß das konservative Blatt niemals den Kampf Daß die Einführung der Miliz den Mangel an militä zu stellen habe. Zu einem andern Schluß fam bekanntlich in seiner, gegen England empfohlen", sondern nur Schutz und Miß- rischer Ausbildung mit Waffen bedeutet, ist eine Erfindung vier bis fünf Wochen später veröffentlichten Schrift„ Der italienische frauen gegen England gefordert" habe. Es kommt nicht auf des nationalliberalen Organs, die keiner ernsthaften Kritik Krieg und die Aufgabe Preußens" Ferdinand Lassalle. Er ver- die Form, sondern auf die Sache an, und da steht un- bedarf. Nicht viel besser begründet ist das Lob unserer Wirtlangte, daß Preußen so lange Desterreich sich selbst überlaffe, als zweifelhaft fest, daß die„ Tageszeitung" eine verschiedenartige fchaftspolitik. der italienische Krieg Befreiungskrieg bleibe; erst wenn Napoleon Behandlung Englands und Rußlands empfiehlt": unbedingter dazu übergehen wollte, selbst zu annettieren oder für seinen Vetter Jerome in Mittelitalien einen Thron errichten zu wollen, würde der Zeitpunkt für eine Aktion Preußens gegen Frankreich gekommen sein, denn dann würde Deutschland das revolutionäre Italien und das ganze demokratische Europa auf seiner Seite haben. Stampf gegen England, Verständigung mit Rußland. In dieser Polemik sind am interessantesten vielleicht die Schlußsäße: Es ist übrigens eine interessante und auch sehr pikante Frage, welche und warum- Staatsmänner, Politiker und politischen Organe ihr Urteil und ihre seursrichtung hinsichtlich Großbritanniens, welche sie vor dem 4. August 1914 hatten, seitdem haben ändern oder verschleiern müssen, welche und warum sie haben beibehalten können." Ob Lassalle beim Niederschreiben dieses Programms sich dessen bewußt war, daß es in ernsthaftem Gegensatz zu der von Mary und Engels für angezeigt gehaltenen Politit stand, erscheint mir zweifelhaft. Aus den sehr ausführlichen Briefen an sie beide geht mit Sicherheit hervor, daß er den Unterschied als reine Frage der Tattit auffaßte. Er glaubte zu wissen, daß die preußische Regierung männer" während des Krieges nicht eine einheitliche Politik Graf Reventlow will damit andeuten, daß einige Staatszu der Haltung entschlossen sei, die Engels gefordert hatte, verfolgt haben. Dieser Vorwurf zielt offenbar auf eine ganz wollte aber nicht, daß sich die Demokratie mit ihr identifiziere. Im bestimmte, sehr naheliegende Stelle, deren Politik als infonInteresse der Demokratie bezw. der Revolution müsse das Eintreten sequent durchkreuzt werden soll. Preußens für Desterreich in der italienischen Sache gründlich unpopulär gemacht werden, was es oberdrein verdiene, da es aus Bemerkungen gegen eine Schrift des neuen Reichsschatzsekretärs Recht auffällig sind in diesem Zusammenhang weiter dynastisch- reaktionären Rücksichten erfolge. Im Ziel wisse er sich Helfferich, der in einer( bei Stilte, Berlin, erschienenen) mit ihnen einig, ist der Grundton der ganzen Auseinander- Broschüre Rußland als segungen Lassalles mit den Londonern, ihre Differenz sei eine rein tattische. Mary und Engels ließen das indes nicht gelten. Immer wieder betonen sie, daß ein wichtiges Interesse Deutschlands auf dem Spiel Brandstifter" hinzustellen sucht: Der Hinweis des Berliner Tageblattes" auf die Helfferichsche Denkschrift über den„ Brandstifter" sei kurz dahin erwidert, daß wir diese Denkschrift nach wie vor als ganz verfehlt ansehen. Sie stügt sich ausschließlich auf die BlauNoch interessanter als diese Ausführungen ist der Kontmentar der Deutschen Tageszeitung" dazu. Sie lehnt eine Erörterung der„ Neuorientierung" ab, weil ihr der Begriff zu verschwommen und vieldeutig ist. Sie fährt aber fort: „ Nur darüber lann man sich jetzt schon äußern und hoffentlich verständigen, in welchen Punkten sicher die sogenannte Neuorientierung weder nötig noch erwünscht ist. Zwei von diesen Punkten sind in den oben mitgeteilten Aeußerungen der ,, Nationalliberalen Monatsblätter" angedeutet; zwei andere noch wesentlichere und bedeutsamere möchten wir unsererseits turz hinzufügen. Wenn wir bisher den Kampf gegen eine Welt von Feinden siegreich und mit guter Aussicht auf endgültigen Erfolg bestanden haben, so ist uns das nur möglich geworden und gewesen durch die Stärke des monarchischen Gedankens und durch die trotz aller Widerstände aufrechterhaltene Autorität im politischen, im staatlichen und im wirtschaftlichen Leben. Unsere Gegner haben unumwunden die Organisationskraft des deutschen Volkes anerkannt. Das Geheimnis dieser Organisationskraft liegt in der Autorität und das Geheimnis unserer Geschlossenheit und Kampfestraft liegt in der monarchischen Weltanschauung. Auch in diesen beiden Punkten bedarf unser politisches Leben keiner Neuorientierung. Im Gegenteil, diese alten Grundsätze des politischen Lebens müssen nach dem Kriege noch vertieft und stärker verankert werden." " Die Kartoffelkalamität. Die Mächte des Weltkrieges. Erst vor ein paar Tagen wieder hat das konservative| Partei immer ihre Kritif halten mögen, den Vorwurf der bef Die Maifestschrift der österreichischen Genossen ist dem Gedanken Organ dem Gedanken Ausdruck gegeben, daß nach dent Frieden wußten Parteischädigung sicherlich nicht verdient. Sie beurteilen des Völkerfriedens gewidmet. Das kommt trotz der vielen Zensurnicht allzu viel zu ändern wäre. Das Festhalten an dem eben die Dinge von ihrem Standpunkte aus, halten für die schwerste striche zu starkem Ausdruck. Die Festschrift enthält Beiträge von erst recht verschwommenen Begriff der ,, Staatsautorität" Gefährdung der proletarischen Interessen, was anderen als deren Viktor Adler und Jean Jaurès, die der Internationale und dem glücklichste Förderung erscheint, und sagen mit beißender Schärfe Friedenswillen gelten. Sie enthält ferner einen Artikel von Adelder z. B. bei Bismarck eine recht weite Auslegung erfuhr ihre Meinung in der Ueberzugung, gerade dadurch der Partei zu heid Popp über„ Maigedanken der Frauen", einen Artikel des und zu den gewagtesten Maßnahmen führte, ist ein deutlicher nüßen, da schwere Krankheit auch mit bitterer Arznei behandelt Genossen Grünwald über„ Die Aufgaben der Gewerkschaften in der Beweis dafür, wie skeptisch die ,, Deutsche Tageszeitung" der werden müsse. Und wer von denen, die heute noch die Ereignisse Kriegszeit" und einen Artikel von Robert Danneberg über ,, Neuorientierung" gegenübersteht. von den politischen Grundsäßen aus betrachten, die vor knapp Die Zukunft der Arbeiterbewegung", außerdem Gedichte usw. Der Jahresfrist die der Gesamtpartei waren, vermöchte es nicht zu ver- Bildschmuck der vorzüglich ausgestatteten Schrift ist prächtig. Die stehen, daß die an der Partei geübte Selbstkritik von Leidenschaft Kunstbeilage bringt ein bisher unbekanntes Bild von Jean Jaurès vibriert und von Bitterkeit überquillt? aus dem Jahre 1900 mit einer Mahnung des großen Vorfämpfers Kaum bekanntgegeben, zeitigt die neue Verordnung der ReWenn wir aber auch den Standpunkt der Herausgeber be- an das europäische Proletariat, für den Frieden zu arbeiten, in gierung über die Höchstpreise für Kartoffeln bereits ihre Wirkungen. greifen und es ablehnen, über den schlechten Ton" ihrer Kritit seinen handschriftlichen Zügen. Da diesmal in Deutschland keine Die Geschäftsstelle des Barmer Konsumvereins Vorwärts" erhielt zu jammern, so vermögen wir doch mancherlei Bedenken gegen Maifestschrift erscheint, empfiehlt sich die Verbreitung der Festschrift von einem Kartoffellieferanten in Mecklenburg folgendes Schreiben: manche Ausführungen der Zeitschrift nicht zu unterdrüden. Sicher- unserer österreichischen Genossen. Auf Ihre Anfrage, ob ich noch weitere fünf Waggons liefern lich kommt es den Herausgebern nicht auf die Kritik an sich fann, fann ich für fest nichts mehr versprechen, werde aber noch an, sondern auf die Wirkung ihrer Kritik. Diese Wirkung gerne zusehen. Die meisten Bauern wollen jetzt pflanzen und fann aber nur creicht werden, wenn die Kritik die parteipolitische In der Broschüren- Serie Mächte des Weltkrieges" gelangte fagen, fie bekämen Ende Mai 8 M. für den gentner. Konstellation und die Psyche der Massen hinlänglich berücksichtigt. foeben als 3. Heft eine Abhandlung über Desterreich- Ungarn Sie wollen sie liegen lassen und dann an das Militär liefern. Die Situation in der Partei gebietet aber eine Politik der Wenn Sie aber noch 1 M. mehr anlegen fönnten, Sammlung, nicht der Isolierung. Wir reden darum zur Ausgabe. Der Inhalt gliedert sich wie folgt: Geschichtliches dann würde es eher gehen. Sie werden sich hierüber äußern. teiner Vertuschung das Wort und halten jederzeit die Politik Hochachtungsvoll nicht nur für die ehrlichste, sondern letzten Endes auch die klügste, Ilm das recht zu würdigen, muß man wissen, daß der Konsum- die ausspricht, was ist. Aber man kann, um ein Beispiel zu wählen, verein, wollte er überhaupt Startoffeln haben, dem Lieferanten bekämpfen, ohne die Geistesgemeinschaft zu verkennen, die ihn mit gewisse Aeußerungen Kautskys entschieden verwerfen und bereits bisher 6,50 M. für den Zentner zahlen mußte denen verbindet, die eine Politit im Sinne unserer programmawohlgemerkt, bei waggonweisem Bezug! Dazu mußte der Verein tischen Forderungen und unserer Parteibeschlüsse vertreten. Wir aber die bedeutenden Verladungs- und Frachtkosten zahlen. Würde sagen das nicht, weil wir besorgen, ein Mann wie Kautsky tonne er jetzt 1 M. zulegen, so fäme für den Kleinverlauf ein Preis von durch formale Schärfen ernstlich verletzt werden. An solche etwa 10 Pf. pro Pfund heraus. Der„ Höchstpreis" für Kartoffeln Lichenswürdigkeiten ist Kautsky ja schon von anderer Seite her bester Sorte beträgt in Mecklenburg 4,55 M. Dazu kommen vom gewöhnt, wir brauchen nur an die Polemit des„ Hamburger Echo" 20. April ab die bekannten„ Aufbewahrungsgebühren", die bis zum gegen ihn zu erinnern. Aber verlegen muß es Kautsky, wenn man( wie der Artikel von Mortimer in der Internationale") 20. Juni auf 4 M. pro Zentner steigen. seiner Broschüre Imperialistischer Staat usw." Gedankengänge unterstellt, die in Wirklichkeit nicht darin enthalten sind. Unterstellt nicht aus Bosheit und Jlloyalität, aber doch aus einer leidenschaftlichen Voreingenommenheit heraus, die die Richtigkeit des Urteils trübt und Kautsky Unrecht tut. Prachtvolle Aussichten das für die Kartoffelproduzenten! Arbeitsbeschaffung für Kriegsteilnehmer. Am Freitag, den 30. April, tritt im Reichstag eine Konferenz zusammen, die sich mit der Frage der Arbeitsbeschaffung für Kriegsteilnehmer befassen wird. In der vom Reichsamt des Innern erlaffenen Einladung heißt es: topib no Der Staat und Geographisches Der Staat Desterreich Kroatien Ungarn Bosnien Herzegowina Die Thron folge- Volkswirtschaftliches- Arbeiterbewegung. Die Schrift enthält außerdem eine Karte von Desterreich- Ungarn und den angrenzenden Gebieten. Der Preis beträgt 75 Pf., die Vereinsausgabe loftet 30 Pf. reise: Heft 1: Das Zarenreich; Heft 2: Die Türkei und Aegypten. Früher erschienen sind von dieser Sammlung zum gleichen Jedes Heft enthält eine Starte des betreffenden Landes. Gewerkschaftliches. Der internationale Gewerkschaftsbund. Die Vorsitzenden der gewerkschaftlichen Landeszentralen wird auch anderen Genossen oder Gruppen von Genossen Unrecht der sozialistischen und Arbeiterparteien der alliierten Länder Wir haben Kautsky nur als Beispiel erwähnt. Wie ihm, von Frankreich und England, die anläßlich der Konferenz getan. Wir wollen nicht einmal sagen: vom historischen vom 15. Februar d. J. in London zusammentrafen, haben den Standpunkt aus, wohl aber vom Standpunkt der momentanen Vorschlag gemacht, den Siz des Internationalen GewerkBei den Verhandlungen des Reichstags im März dieses Jahres politischen Wirkungsmöglichkeiten. Wir verlangen nicht, daß das schaftsbundes in ein neutrales Land, und zwar nach Bern ist allgemein anerkannt worden, daß es eine Aufgabe von ganz Trennende diplomatisch verschwiegen wird, aber wir halten auch zu verlegen. Sie haben diesen Vorschlag dem Präsidenten besonderer Bedeutung sei und daß Vorsorge getroffen werden die Betonung des Einigenden für notwendig, um die Zu- zu verlegen. Sie haben diesen Vorschlag dem Präsidenten müsse, den nach Friedensschluß heimkehrenden Kriegsteilnehmern sammenarbeit aller dent gleichen Ziele Zustrebenden zu fördern. der American Federation of Labour Gompers übermittelt. Dieser hat ihn dem Präsidenten des Internationalen Gewerfalsbald die Möglichkeit zu verschaffen, wieder in geordnete Nur bei einem solchen Verfahren wird auch die erhoffte Arbeits- und Erwerbsverhältnisse zu treten. Das Durch Wirkung der Kritik auf die Massen nicht ausbleiben. Die Massen schaftsbundes, dem Genossen Legien, mit dem Bemerken einanderwürfeln der Mannschaften aus den verschiedensten Nebestehen nicht aus Literaten und Theoretikern, die die Bedeutung zugesandt, daß er in der strittigen Frage augenblicklich kein frutierungsgebieten in den verschiedensten Formationen und jedes Sages richtig abzuschäßen, das Gewicht jedes Wortes abzu- cigenes Urteil abgeben wolle. Der Vorschlag selbst wird auf den verschiedenen Teilen des Kriegsschauplages, die voll- mägen verstehen. Sie sind gewiß nicht engherzig und verstehen damit begründet, die Schärfe jeder Aussprache zu würdigen, deren Berechtigung„ daß Jahre vergehen müssen, ehe Belgier und Franzosen nad; ständige Verschiebung der Verhältnisse unserer Industrie, die ihnen flar geworden ist. Aber sie erwarten mit Recht nicht nur Berlin mit dem Freimut und dem Zutrauen, welche vor dem wieder auf den Friedensfuß gebracht werden müssen, bieten für die die Aufdeckung der Fehler und die Geißelung der Schwächen, Kriege bestanden, gehen könnten." Unterbringung von Arbeitern und Angestellten große Schwierig sondern auch die Mittel zur Gesundung. Und diese heilende, Es wird ausdrücklich in der Begründung hervorgehoben, feiten. Den Arbeitsvermittlungseinrichtungen fällt nach Friedens. wiederaufbauende Tendenz kommt in dem vorliegenden daß der Vorschlag frei ist von irgendwelcher persönlichen schluß eine noch wichtigere und schivierigere Aufgabe zu als bei Be- Seft der neuen Zeitschrift nicht genügend zum Ausdrud. Das Animosität gegen das deutsche Volf". Auch gegen die Zeitung mag zum Teil daran liegen, daß jeder Heilungsprozeß mit der ginn des Krieges. Diagnose der Krankheit beginnen muß, zum Teil auch an den des Internationalen Gewerkschaftsbundes werden Vorwürfe nicht erhoben. Zeitumständen. Aber es märe dringend zu wünschen gewesen, Saß die neue Zeitschrift sich nicht nur das Schwert, sondern auch „ Es besteht auch nicht das geringste persönliche Gefühl gegen die Maurertelle zum Symbol gewählt hätte. Legien und es versteht sich, daß das vorgeschlagene Arrangement nur ein temporäres zu sein braucht," heißt es in dent Schreiben an Gompers, das in der Aprilnummer des Federationist", dem Organ der britischen Federation of Trade Unions, im Wortlaut abgedruckt ist. Die von mir im Reichstage in Aussicht gestellte Einführung einer Anzeiges und Meldepflicht für die nicht gewerbsmäßigen Arbeitsnachweise und die weitere Ausgestaltung des vom Kaiserlichen Statistischen Amt herausgegebenen Arbeitsmarkt- Anzeigers" habe ich in die Wege geleitet." " Verbot der französischen Sprache in Straßburg. Der Gouverneur von Straßburg hat den Gebrauch der französischen Sprache in der Deffentlichkeit verboten und die Zuwider handlung mit Gefängnis bedroht. Niederlage Villas in Merifo. London, 19. April.( W. T. B.) Das merifanische Konsulat hat folgende Nachricht aus Veracruz vom 16. d. Mts. erhalten: Die Streitkräfte des Generals Obregon brachten heute Villas Truppen eine große Niederlage bei NordCelaya bei. Villa und 42 seiner Generale hatten die Führung. Wir verstehen, daß in den gegenwärtigen Ausnahmezeiten eine solche Zeitschrift erscheinen konnte. Es braucht aber woh: nicht erst besonders betont zu werden, daß wir das wissenschaftliche Organ unserer Partei," Die Neue Zeit" als die Zentralstätte unserer theoretischen Auseinandersetzungen ansehen. Wir wünschen nur, daß" Die Neue Zeit" noch weiter ausgebaut werde, um dem Meinungsaustausch noch größeren Spielraum zu lassen. Aus dem Hamburger Parteileben. Wer nur nach der Stellungnahme des Hamburger Echos" zu den gegenwärtigen strittigen politischen und Parteifragen urteilen wollte, fönnte annehmen, daß die Hamburger Arbeiterschaft völlig den Standpunkt teilt, wie sie etwa durch Benfchs Da die dem Internationalen Gewerkschaftsbund angeschloffenen gewerkschaftlichen Landeszentralen in ihrer Ge samtheit über die Verlegung des Sizes entscheiden müssen, so wird noch einige Zeit vergehen, che die Angelegenheit ihre Erledigung finden kann. Deutsches Reich. Die Teuerungszulagen in den Kaiserlichen Marinewerften. Der frühere Reichstagsabgeordnete Dr. Botthoff hat in Seine Truppen verloren 30 Geschüße, 5000 Mauſergewehre, anti- englische Broschüre gekennzeichnet wird. Berichte über Partets einem Zeitungsartikel der„ Hilfe" die Lohnerhöhungen für die dem Rest seiner Leute nach Norden. Aus der Partei. in denen Scheidemann, zeniu.a. sprochen haben, könnten diesen Eindruck verstärken. In Wirklichkeitsprochen. Er war dabei zu dem Resultat gekommen, daß die Werftist aber feine Rede davon, daß die Hamburger Parteimitgliedschaft arbeiter durch die von dem Reichs- Marineamt gewährten Striegsgeschlossen die Anschauungen teilte, die vom„ Echo" vertreten werden. teuerungszulagen" sich eine Lebensführung angewöhnen, die sie Vielmehr sind auch in Hamburg die Anschauungen über alle durch nach dem Kriege nicht aufrechterhalten können. den Krieg aufgeworfenen Fragen geteilt. Anschein erwecken, als ob der Staat bzw. das Reichs- Marincamt Die lebhaften Auseinandersetzungen haben indessen in Hamburg in außerordentlicher Weise Kriegszulagen an die Werftarbeiter Die Internationale. Eine Monatsschrift für Praris und Theorie des Marrismus. Herausgegeben von Rosa Lure m- zu einer erfreulichen Folge geführt. Im ihren Standpunkt näher zu bewilligt habe und daß diese nun gar nicht mehr wissen, was sie 2urem- zu mit dem riesigen Verdienst anfangen sollen. Wie steht es denn begründen und ihn vor einem größeren Kreise vertreten zu können, nun in Wirklichkeit mit den Kriegszulagen der Werftarbeiter? burg und Franz Mehring. Die erste Nummer dieser inoffiziellen Zeitschrift ist in einem haben die beiden in Hamburg tätigen Genossen 2aufenberg Die Stundenlöhne betragen in normaler Zeit bei neunstündiger Teile der Parteipreffe mit sehr stürmischen, wenn auch sehr geArbeitszeit 38 bis 52 Pf. Das sind so niedrige Löhne, daß die teilten Gefühlen begrüßt worden. Das ist kein Wunder, denn schon Werften wirklich qualifizierte Arbeiter nur sehr schwer erhalten die Namen der Herausgeber bedeuten eine besonders scharf ausfonnten. Mit diesen Lohnsäzen wird nun von der Mehrzahl der geprägte Form marristischen Denkens und rücksichtsloser sozialistiBerufsarbeiter in Afford gearbeitet, wobei ein durchschnittlicher scher Kritik. Nimmt man hinzu, daß gerade in dieser Zeit der ungcheuren historischen Geschehnisse auch die Meinungsgegensäße Ueberverdienst von 30 bis 50 Proz. zu dem Lohn verdient wird. Es in der Partei sich nicht nur theoretisch aufs äußerste zugespißt, wird von diesen Affordarbeitern zeitweise auch nur im Stimdensondern auch in politischen Handlungen der gegenfäßlichen Art John gearbeitet; dagegen arbeitet eine erhebliche Anzahl Werftarbeiter das ganze Jahr hindurch nur im Stundenlohn. Diese ihren Ausdruck gefunden haben, so wird es nicht überraschen, daß Arbeiter fönnen ihren Verdienst nur durch hin und wieder vordie Parteigegenfäße in der neuen Zeitschrift nicht nur nach der kommende Ueberstundenarbeit steigern. Der Lohn der lediglich gedanklichen, sondern auch der formalen Seite hin in der schärfsten im Stundenlohn und nur gelegentlich in Afford arbeitenden WerftWeise herausgearbeitet worden sind. arbeiter beträgt also im Jahre 1100 bis 1400 9. Diese Lohnzahlung bestand auch während der ersten 7% Mound Wolffheim ein paar Broschüren herausgegeben, die wegen ihres allgemeinen Charakters auch in den übrigen Parteiorten Aufmerksamkeit beanspruchen können. " " 1 И Die erste, bereits im Spätherbst 1914 veröffentlichte Schrift Imperialismus und Demokratie"( Verlag von Laufenberg, Preis 30 Pf.) behandelt einmal in knapper Form die imperialistischen Bestrebungen der modernen Großstaaten und die sich daraus ergebenden weltpolitischen Gegensäge. Daneben versuchen die Verfasser die Stellung zu präzisieren, welche die Arbeiterschaft zu diesen Fragen einnehmen müßte. Während das Kapitel über den Daß dies kräftige Echo, das die Parteiereignisse der letzten acht Burgfrieden" fich kritisch mit der gegenwärtigen Haltung der Monate in der neuen Zeitschrift gefunden haben, je nach der partei- Partei auseinandersetzt, sfizzieren weitere Abschnitte über bürgerpolitischen Auffassung auch in der Partei und ihrer Presse einen liche und proletarische Demokratie und die alte und neue Inter- nate des Krieges. Als die Preise für Lebensmittel, Bekleidung lebhaften Widerhall finden würde, war nicht minder zu erwarten. nationale die Richtlinien, die nach der Auffassung der beiden Ge- und Wohnungsmiete in ungeahnter Weise in die Höhe gingen ( und das konnten die Bewohner einer Festung noch besonders kon= Je nach seiner Ansicht kann man den Inhalt des Seftes als noffen die Arbeiterbewegung in ihrer Politik einzuschlagen hätte. statieren), waren die Arbeiter gezwungen, um Verbesserung ihrer rettende Tat begrüßen oder auch als fanatischen Att der ParteiBei dem geringen Umfang der Schrift( 48 Seiten) fonnte die Löhne vorstellig zu werden. Erst am 15. März 1915 trat dann eine zerstörung verdammen. Gin objektives und gerechtes Urteil, frei von Ueberschwang in Behandlung aller angeschnittenen Probleme nur lückenhaft aus- Verfügung des Reichs- Marineamts in Kraft, die eine Lohnerhöhung Lob und Tadel, wird erst eine ruhigere, abgeklärtere Zukunft er- fallen. Trotzdem hat das Heft auch heute noch seinen Wert, da es für die Arbeiter, die keinen Affordüberverdienst hatten, festsette. möglichen, denn zurzeit stehen alle Glieder der Partei in allzu rasch über gewisse Tatsachen orientiert, die für den Charakter dieses Daß diese Zulagen aber in keiner Weise den erhöhten Lebensleidenschaftlicher Anteilnahme im Kampf der Ueberzeugungen, um Krieges von Wichtigkeit sind. Eine neuere Broschüre der beiden mittelpreisen entsprachen, geht daraus hervor, daß die Kriegszulage jolcher Objektivität fähig zu sein. Nur das eine sollten alle ehrlich Hamburger Genoffen Demokratie und Organisation, Familienväter betrug; Ledigen wurde die Hälfte gezahlt. Ber6 Pf. pro Stunde bis zum Höchstbetrage von 54 Pf. am Tage für um das Wohl der Partei Bemühten aus dem hißigen Streit der Grundlinien proletarischer Politik"( Hamburg 1915. Preis 50 Pf.) heiratete Arbeiterinnen erhielten 4 Pf., unverheiratete 2 Pf. Dazu Meinungen lernen: daß es unvermeidlich sein wird, die Differen beschäftigt sich wie schon der Titel zeigt- mit Grundfragen fommt, daß von dieser Lohnerhöhung die Arbeiter ausgeschlossen zen in Ernst und Gründlichkeit zum Austrag zu bringen. schwachherzigen Klagen über den schlechten Ton ist so wenig getan. über die von der Arbeiterschaft zur Erreichung ihrer Ziele einzu- find, die auch nur gelegentlich mal in Afford arbeiten. Wenn nun Gerade wer die Einheit der Partei nicht nur um des lieben Friedens schlagende Tattit. Hier wird der Wesensunterschied zwischen bürger- an sich die Lohnzulagen keinen Ausgleich für die verteuerte Lebenswillen schäßt, sondern als die unerläßliche Vorausseßung erfolg- licher und proletarischer Demokratie eingehender und schärfer heraus- haltung der Arbeiter darstellten, so stehen diese aber in gar keinem reichen Wirkens betrachtet, wird nach den Erlebnissen der legten gearbeitet. Jene bedeutet Verwirklichung der politischen und recht- Verhältnis zu dem Affordüberverdienstausfall, der zirka 2 M., die Zeit erkannt haben, daß äußere Einheit, Einheit der Aftion, un- lichen Gleichheit unter Beibehaltung der sozialen Differenzierung Bulage dagegen aber nur 54 Pf. täglich beträgt. trennbar ist von innerer Einheit, von theoretischer Klarheit, von zwischen Unternehmer und Lohnarbeiter, während die proletarische sichtigung dieser tatsächlichen Verhältnisse und ferner unter BerüdWie der ehemalige Abgeordnete Dr. Potthoff unter Berüd grundsätzlicher Fundierung der Parteipragis. Demokratie nur Mittel zum Zwecke der Vergesellschaftung der sichtigung der hohen Lebensmittelpreise sich den Kopf darüber zerbricht, da vermag auch die peinlichste Sorge um die Wahrung des Produktionsmittel ist. Die historischen Kategorien„ Nation und Staat" brechen kann, daß die Werftarbeiter sich durch diese Zulagen zu äußeren Rahmens die innere Zerrissenheit und Zerflüftung nicht werden daher von der Arbeiterschaft ganz anders getvertet und hohe Lebensansprüche angewöhnen können, bleibt ihm überlassen. es werden ihnen wesentlich andere Aufgaben zugewiesen als Seine Ausführungen sind nur geeignet, dent Lebensmittelwucher Mittel die beiden noch weiter Vorschub zu leisten, weil durch sie eine falsche VorDie Internationale" verficht die Meinung, daß nur die margi- bon dem Bürgertum. Welche Wege und stische Auffassung der gesellschaftlichen Zustände, der geschichtlichen Genossen zur Erreichung der proletarischen Emanzipation vorstellung über das Einkommen der Werftarbeiter verbreitet wird. Welche Ansichten über die hohen Löhne der Werftarbeiter bei geVorgänge und der proletarischen Aufgaben, gegen die in dieser Zeit schlagen, erläutert der zweite Teil ihrer Schrift. wissen Händlern herrschen, sei an folgendem Beispiel gezeigt: so vielfach und schwer gesündigt worden sei, der Partei ihre EinEine dritte Broschüre, für die als Verfasser noch Genosse Herz Einer Firma in Wilhelmshaven wurden von einem Händler int heit und Geschlossenheit wiedergeben und ihre alte Werbe- und Stoßfraft zurüdgewinnen fönne. Auf die Begründung dieser Auf- zeichnet, trägt den Titel" Organisation, Krieg und Januar 1915 einige Waggon Kartoffeln zum Kauf angeboten zu fajfung vermögen wir zurzeit nicht des Näheren einzugehen. Nur ritit" und beschäftigt sich mit den internen Vorgängen im dem Engrospreis von 7.50 M. pro Zentner, mit dem Bemerken, ieviel jei bemerft, daß die Absicht der Herausgeber und Weitarbeiter, Hamburger Parteileben. Auf ein Eingehen auf ihren Inhalt muß in Wilhelmshaven wird ja rasendes Geld verdient, da läßt sich der Zentner leicht mit 10 M. wiederverkaufen. für so objektiv partcischädigend ihre Meinungsgegner innerhalb der füglich völlig verzichtet werden. Mit Wo diese innere Einheit fehlt, wo es an ihren Voraussetzungen gezu verbergen. Ausland. ausbruch seeschwimmenden Getreidemengen hereinzubringen, da diese des Landgerichts I unter Vorsiz des Landgerichtsdirektors Das Taylorsystem im schweizerischen Schneidergewerbe. nicht mehr versichert werden konnten und verloren zu gehen drohten; ieber geführte Verhandlung aufgefrischt. ein Teil der unterwegs befindlichen Getreidedampfer sei auch von Angeklagt war der Kaufmann S. Wollstein wegen Betruges Die Neuuniformierung der schweizerischen Offiziere, die vom England gelapert worden. Dann aber heißt es mit schöner Offen- und Bergehens gegen das Patentgesch. Die Sache datiert bis zum privaten Schneidergewerbe ausgeführt wird, hat das von den frischbrotverfahren" eine gewaltige Reflame gemacht. Die Ehefrau, Sie haben den Gehilfen einen Arbeitszeittarif vorgelegt, der für bewegung in Verbindung mit einer starken Beschäftigung brachte des Angeklagten und sein Bruder gründeten eine Gesellschaft zum Schneidermeiſtern praktizierte Taylorsystem ans Tageslicht gebracht. heit:" Die mit Beginn des Krieges einfegende Preis- Jahre 1903 zurüd. Damals wurde für das sogenannte„ LangVertrieb des„ Langfrischbrotes", d. H. cines Brotes, das sich durch 32 verschiedene Arbeiten an dem Offiziersrod die nach ihrer den Mühlen im allgemeinen günstige Betriebsergebnisse." Meinung erforderliche Arbeitszeit enthält, die von 8, 3, 4, 2, Die Dürener Metallwerke A.-G. in Düren er gewisse Zusäße viel länger als anderes Brot halten sollte. Nach der %,% bis 4 Stunden beträgt, im ganzen 28% Stunden. Die zielten einen Betriebsüberschuß von 1883 611 M.( im Vorjahre Anklage soll die Ehefrau vorgeschobene Person für den Angeklagten Gehilfen berechneten 32 bis 34 Stunden, ein Experte kam auf 1 744 900 M.); es werden wieder 12 Proz. Dividende verteilt. Der Wollstein gewesen sein. Die Firma hat durch Reisende in den ver30 Stunden 40 Minuten und das Berner Einigungsamt schlug Geschäftsbericht schreibt den guten Abschluß der umfangreichen schiedensten Städten Lizenzen an Bäckermeister verkauft, die Reifendann die Annahme von 29 Stunden vor, worauf die Arbeiter Herstellung von Kriegsmaterial zu; der Auftrags- den sollen den Bäckermeistern verschwiegen haben, daß bereits ein schließlich auch eingehen wollten, was von den kampfesfanatischen Schneidermeistern aber abgelehnt wurde. Dabei handelt es sich bestand im Anfang des neuen Geschäftsjahres fei größer als der deutsches Reichspatent erteilt worden sei, sie sollen auch verschwiegen 1905 bis 1909 sind zahlreiche Reisende wegen Betruges bestraft natürlich um Lohndrückerei, denn die Herren wollen nur 21 Frank zur gleichen Zeit des Vorjahres und lasse ein befriedigendes Er- haben, daß das angepriesene Verfahren wertlos sci. In den Jahren Arbeitslohn zahlen, während sie schon am Stoff allein 40-50 Broz. gebnis erhoffen. und nach Feststellungen der Urteile zahllose Bäckermeister hineinverdienen und sich dann von den Offizieren bis zu 110 Frank nur gelegt worden. Gegen Wollstein konnte seinerzeit nicht verhandelt für einen Rock bezahlen lassen, wozu noch bis 60 Frank für eine werden, da er zunächst nach Paris und dann nach Brüssel geReithose und bis 125 Frank für einen Mantel kommen. Dabei gangen war. Dort lebte er, wie so viele Deutsche, friedlich, bis der wird der höchste Profit erzielt; aber den Gehilfen soll der Lohn Krieg fam. Rechtsanwalt Bahn als Verteidiger des Angeklagten aufs Hungerniveau herabgedrückt werden. Der Konflikt ist noch führte hierzu gestern aus, daß es sich um eine interessante Rechtsfrage handle. Wollstein sei von der belgischen Regierung als an= geblicher Spion verhaftet worden und sollte erschossen werden. Erst das Erscheinen des deutschen Heeres habe ihn befreit. Nun sei ihm freies Geleit bewilligt worden, es frage sich, ob Belgien nach der Offupation als Juland oder Ausland betrachtet werden müsse. Letzteres sei der Fall. in der Schwebe. Die Sprengstoffwerke„ Glüdauf" Aft.- Gef. in Ham burg, die seit ihrer im Jahre 1904 erfolgten Gründung noch nie mals eine Dividende ausgeschüttet hat, bringt für 1914 auf das Aktienkapital von 300 000 m. 40 Proz. in Vorschlag. Darüber hinaus müssen noch große Rücklagen möglich sein, denn der Neingewinn wird auf 239 525 M. gegen 30 022 M. für 1918 beziffert. Gerichtszeitung. Gröbing- Keil 3 Jahre Zuchthaus. Der Angeklagte bestritt, daß er mit dem Vertrieb der Lizenzen etwas zu tun gehabt habe; auch seine Frau habe nur Geld hineingegeben, das Geschäft aber nicht mitgeleitet. Das Gericht kam zur Freisprechung des Angeklagten, indem es eine Beteiligung des Wollstein an dem Unternehmen nicht als erwiesen ansah. Eingegangene Druckschriften. Die Pläne der britischen Bergarbeiter. Genosse Walton Newbold, der englische Korrespondent des New Yorker Call", schickt unserem New Yorker Bruderblatte cine Unterredung, die er vor kurzem mit dem Genossen Smillic, dem Vorsitzenden der britischen Bergarbeiterföderation, hatte. Die Unterredung betraf die Situation, die im laufenden Jahre infolge Uebervorteilungen insbesondere der Arbeiter und Minder des Ablaufens der Verträge in der Bergwerksindustrie Großbritan- begüterten aufzudecken und sie nach Möglichkeit durch Aufniens entstehen wird. Smillie äußerte sich zu der Lage wie folgt: flärung zu verhüten, ist eine selbstverständliche soziale Pflicht In den letzten 15 Jahren dauerten die Verträge, die zwischen des„ Vorwärts". Wenn er wegen Erfüllung dieser Pflicht den Bergarbeitern und Werksbesitzern in den verschiedenen Lohn- von geistig Beschränkten oder sittlich Armen als Heber geamitgebieten abgeschlossen wurden, 2, 3 und selbst in einigen Fällen scholten und gehaßt wird, so ist das eine Ehre für 5 Jahre. Als die Zeit kam, in einem Distrikte neue Lohnverträge ihn. Es ist ehrenvoll, Die Arbeits- und Einkommensverhältnisse unserer Mitglieder aufzustellen, gelang es den Arbeitgebern gewöhnlich, eine Zeitdauer neidenswert, von der Gemeinheit behaßt zu werden. im Jahre 1912. Herausgegeben vont Verband der Schneider, Schneide rinnen und Wäschearbeiter Deutschlands. in den Verträgen festzusetzen, die ein oder vielleicht auch zwei Jahre Das bestätigte in erfreulicher Weise der Prozeß 513 Seiten und Anhang. Verlag: H. Stühmer, Berlin, Michaelfirch. später ablief als die Verträge in anderen Distrikten. gegen den Garderoben- und Toilettenpächter Gröbing- plat 15. Reil, in dem der Staatsanwalt das Verdienst des„ Vorwärts" an der Aufstechung der Pestbeule anerkannte. Ueber die gestrige Verhandlung geht uns folgender Bericht zu: Der vor dem Landgericht Berlin I( Straffammer 6) verVor einigen Jahren beschloß nun die Bergarbeiterföderation, handelte Betrugsprozeß gegen den Garderoben- und Toilettenverdaß alle zur Regelung der Löhne geschlossenen Verträge im Juli pächter Artur Keil( in Firma Artur Gröbing u. Co.) kam gestern dieses Jahres ablaufen müßten, oder daß sie wenigstens nicht länger zu Ende. Das Gericht erfannie auf 3 Jahre Zuchthaus und Neben. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, finienftr. 83-85. als bis zum Juli d. J. laufen dürften und durch Kündigung der strafen. Die Bergarbeiter glaubten, daß diese Verträge mit ungleicher Ablaufsfrist von den Werksbesitzern geplant wurden, um zu verhindern, daß die gesamte Bergarbeiterschaft in Lohnfragen gemeinschaftlich vorgehe. Es wird von allen Lohnamtsgebieten erwartet, daß sie über neue Lohnverträge verhandeln, in denen ein Mindestlohn vorvon der Dummheit, beBearbeitet Deutscher Metallarbeiter- Verband. 1. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9 bis 1 Uhr und von 4 bis 7 Uhr. Donnerstag, den 22. April 1915, abends 8½ Uhr: Allgemeine Klempner- Versammlung in Heinrichs Festfälen, Gr. Frankfurter Str. 30. Tagesordnung: Arbeiter zu beenden sein müßten. Dieser Beschluß ist ausgeführt Das Ergebnis der Beweiserhebung wurde vom Staatsanwalt worden und infolgedessen kommen alle Lohnver- Hoffstädt dahin zusammengefaßt: der Angeklagte sei überführt des träge am Schlusse des Monats Juli in diesem vollendeten Betruges in 25 Fällen von 28 zur Anklage stehenden ( von anfänglich 32 waren 4 später zu verhandelnde abgetrennt Jahre zu Ende, wenn die Arbeiter im April die Kündigung worden) sowie des versuchten Betruges in einem von Fällen cinreichen. Auf einer fürzlich abgehaltenen Konferenz wurde be-( bei dem Schwindel mit der Wohltätigkeitsvorstellung für das schlossen, daß in allen Driftriften, wo zurzeit Verträge noch laufen, Rote Kreuz). Zur Begründung führte der Staatsanwalt etia die dreimonatige Kündigung eingereicht werden muß. folgendes aus: Daß Keil ein ganz besonders gewandter Mensch ist, hat die Verhandlung gezeigt. Man begreift, daß es ihm gelang, so viele Leute zu düpieren. Aber das Gericht zu düpieren, wird ihm nicht gelingen. Schon die bloße Betrachtung seines Geschäfts. er Mitte Juli 1913 seine zweite wegen Kautionsschwindels ihm betriebes läßt erkennen, daß er auf Betrug ausging. Nachdent auferlegte Gefängnisstrafe verbüßt hatte, gründete er sogleid wieder dieses Geschäft. Ohne nennenswerte Mittel fing er an, später mietete er größere Räume, die aber nur dem Schein dienen sollten. Seine Tätigkeit war ganz gering, aber dieses Geschäft, wenn man es so nennen darf, ging ia auch ganz von selbst. Keil inserierte unter der Firma Gröbing in der Zeitung, und wenn Damit war für iha dann die Leute kanten, nahm er Geld. eigentlich alles beendet. Er mußte wissen, daß bei Nichtzahlung aller in Buchdruck- Maschinenfabriken gesehen ist, der beträchtlich höher ist als der, der früher in der Kohlenindustrie bestand. Kein Lohnvertrag ist jedoch anzunehmen, che er nicht dem Zentralfomitee der Bergarbeiterföderation Groß britanniens unterbreitet und von diesem gutgeheißen worden ist. Zuerst haben wir nun mit der zurzeit wegen des Krieges Herrschenden Unsicherheit zu rechnen, die cs unwahrscheinlich macht, daß ein neuer Vertrag geschlossen wird, in dem die Arbeiterforderungen von den Arbeitgebern anerkannt werden. Es muß flar verstanden sein, daß die Tatsache, daß im April Kündigungen eingereicht werden sollen, die alle Lohnverträge aufheben, nicht not ibendigerweise bedeutet, daß eine allgemeine oder selbst teilweise Arbeitseinstellung stattfinden wird. Die Arbeit kann ohne regelrechte Lohnverträge bis zur Beendigung des Krieges weitergeführt werden. Die Generalversammlung des Verbandes und Aufftellung eines Kandidaten hierzu. 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Donnerstag, den 22. April 1915, abends 6 Uhr: Gruppen- Versammlung beschäftigten Kollegen im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Tagesordnung: 112/16 1. Branchenangelegenheiten. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. Tel.- Amt Morikplak 10623, 3578. Bureau: Rungestraße 30. feiner Generalpacht an die Lofalinhaber sehr bald er selber und mit ihm die Unterpächter troh Zahlung ihrer Pacht an ihn hinausgeworfen werden würden. In der Absicht, sie auf diese Weise zu schädigen, nahm er ihnen ihr Geld ab. Der Staatsanwalt erörterte dann die einzelnen Fälle, in denen Keil wertlose PachtEin weiterer Umstand, der möglicherweise die Herstellung neuer objefte als gewinnbringend angepriesen habe, selber die Pacht Lohnverträge zur jeßigen Zeit verhindern wird, ist die Tatsache, nicht weitergezahlt oder überhaupt nichts gepachtet und dennoch daß wahrscheinlich infolge der durch den Krieg hervorgerufenen berpachtet habe, Pachtobjekte doppelt verpachtet und doppelte BeVerteuerung der Lebenshaltung eine allgemeine und hinlängliche zahlung genommen habe, und so weiter. Keil habe seine VerLohnerhöhung in allen britischen Revieren beansprucht werden wird. Pflichtungen gar nicht erfüllen wollen, obwohl er es bei seinen hohen Einnahmen gefonnt hätte. Als Konventionalstrafe wegen Auf einer in London am 24. Februar abgehaltenen Konferenz, vorzeitiger Preisgabe der Pachtobjekte wolle er die eingesteckten die von 140 Delegierten der Bergarbeiter in allen Teilen Groß- Pachtgelder aufgefaßt wissen. Auch das zeige seine betrügerische britanniens besucht war, wurde auf die ernstliche Erhöhung der Absicht. Die Opfer habe er sich gesucht unter den Wermsten, unter Lebensfosten im ganzen Lande, die ich auf 20 Proz. veranschlage, alten Fräuleins, Witwen, Invaliden, die ihre letten Spargroschen hingewiesen. an ihn hingaben. Vor Gericht habe er zu seinen Gunsten anzuIch erklärte, daß meine eigene Ansicht die sei, daß wir anstatt ciner Lohnzulage von 20 Proz. troß der bestehenden Lohnverträge" Vorwärts" vor ihm gewarnt hatte. Nein, schon lange vorher habe sofort eine den erhöhten Kosten der Lebenshaltung entsprechende Staatsanwalt, ein überaus dankenswertes Werk des„ Vorwärts", er seine Verpflichtungen nicht erfüllt. Es war, erklärte hierzu der Lohnerhöhung fordern sollten. daß er auf diesen Krebsschaden, auf diese Eiterbeule hinwies, damit Wenn auf eine Erhöhung bestanden wird und eine beträcht- fie endlich einmal aufgestochen wurde. Ein Mann, der so, wie Keil, liche Anzahl der Führer, die nicht kriegstrunken sind, sind der An- aus den letzten Spargroschen armer Leute feinen Nußen gezogen ficht, wird sie gewährt werden müssen, und das mag natürlich habe, verdiene keine mildernden Umstände. Der Angeklagte sei zu verhindern, daß neue Lohnverträge während der Dauer des Krieges bestrafen mit 4 Jahren Zuchthaus und 3810 Mart Geldstrafe oder geschlossen werden. Sollte ein Anspruch auf eine allgemeine Lohn- noch 254 Tagen Zuchthaus sowie 5 Jahren Ghrverlust. zulage von 20 Prog. im britischen Kohlenrevier gemacht werden, Ausführungen zu, daß gegen Keil, auch wenn man einen Teil Der Verteidiger, Rechtsanwalt Harry Pinkus, gab in kurzen ist es denkbar, daß die Werksbesitzer diese Forderung ablehnen feiner Anpreisungen nicht als Betrug auffasse, leider immer noch werden. Dies würde höchstwahrscheinlich dazu führen, daß die zur recht viel übrig bleibe. Keil habe toll, wie ein Wilder, darauflos allgemeinen Arbeitseinstellung nötigen Kündigungen eingereicht gewirtschaftet, so daß man nur sein Bedauern darüber aussprechen würden. Sollte eine derartige Gefahr drohen, so würde die Re- könne. Dem Staatsanwalt sei darin beizustimmen, daß der gierung entweder die Gruben zu übernehmen und die Ansprüche Vorwärts" mit jenem Artikel, den der Angeklagte sehr zu Unrecht 85/19 der Arbeiter zu bewilligen haben oder sie hätte den Werksbesitzern als„ Hezartikel" bezeichne, in Erfüllung einer sozialen Bflicht zu befehlen, den Streit durch die Bewilligung der Arbeiteransprüche gehandelt habe. Für Keil, der als noch junger und haltloser beizulegen. Die Regierung würde wahrscheinlich erkennen, daß sie Mensch der wilden Sucht nach Erwerb erlegen sei, bat der Veres sich nicht leisten könnte, mit den Bergarbeitern dasselbe Spiel teidiger um mildernde Umstände. zu treiben, das sie neulich mit den Maschinenbauern am Clyde trieb. Die britischen Bergarbeiter leiden es nicht, daß ihnen jemand kommandiert und würden sich dagegen sträuben, von der Regierung dazu kommandiert zu werden, die Arbeit fortzusetzen oder im Streiffalle wieder aufzunehmen." führen versucht, daß er zahlungsunfähig geworden sei, nachdem der KnopfKnopf- u. Perlmuttarbeiter! Aus Industrie und Handel. Kriegsgewinne. Der Angeklagte selber machte in einem Schlußwort einen letzten Versuch, sein Treiben zu beschönigen. Das Gericht versagte ihm mildernde Umstände. In der Begründung des Urteils hob der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Goebel, hervor, daß der schon zweimal wegen Kautionsschwindels und kürzlich auch wegen Stellenschwindels bestrafte Angeklagte sich immer solchen Geschäften zuwende, bei denen er Barleistung fordern könne. Nur um Erlangung von Bargeld sei es ihm auch bei seinem Verpachtungsschivindel zu tun gewesen, wenngleich er nach außen durch eigene Zahlungen das zu verdecken gesucht habe. Die ihm selber obliegenden Leistungen zu erfüllen, sei von vorn herein nicht seine Absicht gewesen. Zurückgegeben habe er nur fleine Beträge und nur dann, wenn er gedrängt oder ihm gar mit Donnerstag, den 22. April, abends 5% Uhr, bei Thomas, Melchiorstr. 6: Vertrauensmänner- Sitzung. Jede Werkstatt muß vertreten fein! Jaloufiearbeiter! Donnerstag, den 22. April, abends 8 1hr, bei Greive, Rungestr. 30: Vertrauensmänner- Sitzung. Jede Werkstatt muß vertreten fein! Die Ortsverwaltung. Deutscher Tabakarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. Freitag, den 23. April 1915, abends 8 Uhr, in den Musiker- Sälen", Kaiser- Wilhelm- Str. 31: = Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1915. 2. Die Eingaben des Vorstandes unseres Verbandes betreffend Teuerungszulagen für die gesamte Tabakindustrie. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist dringend erwünscht. Die Ortsverwaltung. 187/4 = Allgemeine Die Mitglieder des Ausschusses Ordentlichen Sitzung Blumen- und Kranzbinderei von Robert Meyer, Jnh.: P. Golletz Mariannenstr. 3. Tel. Mpl. 346 Geldnot! Die Vereinigten Hanfschlauch und Gummi- Polizei und Staatsanwalt gedroht wurde. Daß er durch seine Orts- Krankenkasse warenfabriken zu Gotha zahlen nach zwei dividendenlosen plötzliche Verhaftung an der Erfüllung seiner Leistungen gehindert für Zehlendorf Jahren eine Dividende von 5 Proz. Der Bruttogewinn auf wurde, sei ihm nicht zu glauben. Nur daran sei er durch fie und Umgegend. Warenkonto betrug 1,39 Millionen Mart( 1,08 im Vorjahre). Die gehindert worden, noch mehr Leute zu betrügen. Grwiesen sei Abschreibungen wurden auf 269 400 M.( 295 600) bemessen, wobei dem Roten Kreuz. Als straffchärfend sei zu berücksichtigen, daß werden zu einer Betrug in 26 Fällen und Betrugsversuch in dem einen Fall mit verschiedene Posten der Bilanz völlig heruntergeschrieben wurden. er betrogene Arme obendrein in gefühlloser Weise behandelte und Es bleibt ein Reingewinn von 134 900 M. Jm vorigen Jahre schloß fie bei Rückforderung ihres Geldes mit höhnischen Redensarten die Gesellschaft mit einem Verlust von 145 400 M. ab, der aus den abspeiste. Das Gericht bemaß die Gesamtstrafe auf 3 Jahre am Freitag, den 30. April 1915, Reserven gedeckt wurde. Nach dem Bericht war es der Gefell- Buchthaus. Daneben wurde auf 4050 Mark Geldstrafe oder noch abends 6 Uhr, in der Aula der ist ein Uebel. Sie sparen viel, schaft möglich, den Betrieb, unterstügt mit Aufträgen der 180 Tage Zuchthaus und auf 5 Jahre Ghrverlust erkannt. Heeresverwaltung, in beschränktem Maße weiterzuführen. gab er an, daß es ihm zur Revisionseinlegung an Mitteln fehle. Der Angeklagte beruhigte sich bei diesem Urteil. As Grund Die Ludwigshafener Walzmühle in LudwigsHafen verteilt für das Geschäftsjahr 1914 acht Prozent Dividende gegenüber sechs Prozent im Vorjahre. Der Reingewinn beträgt 1198 697 M.; im Vorjahr 870 992 M. Jm Bericht wird auf dic Eine zur Zeit der Herrschaft der Brotfarte interessante Schwierigkeiten zu Anfang des Krieges verwiesen, die bei Kriegs- Erinnerung wurde durch eine gestern vor der 4. Straffammer " Langfrischbrot." Gemeindeschule in Zehlendorf, Pots damer Str. 7, hiermit ergebenſt eingeladen. 267/8 Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung für 1914. 2. Sakungänderungen. Zehlendorf, den 17. April 1915. Der Vorsitzende. S. Schweiker. wenn Sie zurückgesezte Anzüge, liter. Paletots u. zurückgebliebene Wakgarderobe, ebenso reelle, mo derne fertige Garderobe für alle Figuren passend hier direkt vont Schneidermeister zu teilweise herabgesetzten Preisen kaufen. Der weitestc eg lohnt. A. Ringel. Schneidermeister, Chausseestr. 31 u. Invalidenstr. 113. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. Petersburger Viertel. Bez. 345. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Schrifts jeter Albrecht Schmidt Rigaer Str. 107 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 21. April, nachmittags 4%, Uhr, von der Halle des städtischen Friedhofes in Spandau aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Teilnahme bei der Bestattung meines Sohnes Möbelfabrik., Fortuna". schränkter Haftpflicht. Für die vielen Beweise herzlicher Orts- Krankenkasse Eingetragene Genossenschaft mit befür die Gewerbe Außerorb. Generalversammlung der Tischler und am Freitag, den 7. Mai 1915, 6 Uhr Pianofortearbeiter zu Berlin. Georg Ritter Genoffen und Genoffinnen, beſonders sage ich allen Verwandten, Bekannten, Herrn Manasse meinen besten Dant. Franz Ritter. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, 58A Otto Thiele sage ich allen Freunden und Befannten, insbesondere Herrn Hardt für die trostreichen Worte und dem Männerchor Moabit meinen herzlich Yerband der Bureauangestellten iten Dant. Deutschlands. Ortsgruppe Groß- Berlin. Am 5. April fiel auf dem Schlachtfelde unser Stollege Richard Bolowski ( Krankenkassenangestellter). Am 28. März verstarb unsere Stollegin 46/2 Margarete Mendel ( Rechtsanwalts angestellte). Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 11. April infolge eines Stopfschusses unser herzensguter Sohn, Bruder, Schwager, Onfel, Enkel und Neffe, der Musketier Erich Riebow Inf. Regt. 47 4. Komp. im blühenden Alter von einundzwanzig Jahren. In tiefem Schmerz 21A Die trauernden Eltern. August Riebow nebst Frau und Geschwistern. In der Blüte der Jugend, in der Fülle der Kraft Hat des Feindes Kugel dich hingerafft. Und wenn uns auch bricht das blutende Herz, Wir müssen ertragen den furchtbaren Schmerz. Und schweift zu Dir auch tränenumflort der Blid, Du tehrst zu uns doch nimmermehr zurüd. Ruhe aus im ewigen Frieden, Viel beweint von Deinen Lieben. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben 5A Mannes Robert Schulz sage ich allen Beteiligten meinen besten Dank. Witwe Marie Schulz nebst Kindern. Danksagung. Für die uns erwiesene herzliche Teilnahme sowie die herrlichen Blumenspenden anläßlich des Hinscheidens meines unvergeßlichen Mannes, unseres lieben, guten Vaters, Schwieger- und Großvaters Paul Schwarz prechen wir allen lieben Verwandten, Freunden und Bekannten, den Inhabern der Möbelfabrik Phönig, dem Frau Thiele nebst Kindern. Letzter Sonntag 12-2 geöffnet. Am Donnerstag, den 29. April, abends 8 Uhr, findet im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 10, die Ordentliche Ausschuß- Sitzung statt, zu welcher die Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten hierdurch eingeladen werden. 267/7 Tagesordnung: Vorstandsbericht. Abnahme der Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 1914 sowie Bericht der Revisoren. Der Vorstand. Emil Boeske, Vorsigender. Jul.us Müller, Schrift führer. Spezialität: Weite Größen! Die billigen Tage dauern nur bis Freitag Nur Neuheiten ,! abend 8 Uhr! Nur Neuheiten! entzückende vornehme MachKoverkot- Paletots, arten und Schnitte, besten Qualitäten, lang, halblang und kurz, bis Freitag abend. statt 86.- 50.- 28.55.- 24.- 15.Modellkostüme, elegante Ausführung, teils glatte, teils garnierte Arbeit, aus blauem Herrenkammgarn, Foulé, Koverkot, schwarz, weiß, kariert, Fantasiestoffen, bis Freitag abend statt 210.- 140.- 100.- 62.· 100.- 65.- 42.- 29.abends, in den Geschäftsräumen Heidelberger Straße 75/76. Tagesordnung: Antrag des Vorstandes: Auflösung der Genossenschaft. Der Vorstand. Gustav Berger. Gustav Schönburg. Saatkartoffeln, Frühsorten, ebenso Rosensträucher, billigste Räumungspreise. Neukölln, Bergstraße 29. Verkäufe. ! Das Geheimnis! der Erhaltung des Leinens liegt in dem Gebrauche von Minlos'schem Waschpulver. Möbelkredit. Komplette ohnungseinrichtungen, einzelne Möbelſtude. Beringste Anzahlung, bcquemite Abzahlung. Kredithaus Luisenstadt, Köpeniderstraße 77/78, Ede Brüdenstraße, nahe Janowit brücke. Gardinen! Spottbillige Ausnahmepreise! Garnituren mit Querbehang: 3,85, 4,85, Bunt farbige Efamine- Barnituren: 5,50, Kriegshalber. Bildschöne Woh6,85, Shawlgardinen, Fenster: 1,95, nungseinrichtung, herrliche Küche, 2,65 ust. Vorziehgardinen 1,45. alles nagelneu, zusammen nur Wolfs Teppichhaus, Dresdenerstraße 8 225,-, verkauft Glas, Rosenthaler( Rottbusertor). Vorwärtsleser 10 Proz. straße 57, born III.( Gewerblich.) 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WIM des Jormirtf Kerlim PolteHntt. 21 1915 Verlustlisten. Tie Verlustliste Nr. 203 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: 3. und S. Garde-Reg. zu Fuß; Garde-Füs.-Reg.; Lehr-Jnf.- Reg.; Gren.- bzw. Inf.- bzw. Füs.-Negimenter Nr. 1, 2, 4, 5, 9, 12, 14, 16, 22, 23, 24, 27, 30, 32, 33, 36, 40, 43, 44, 45, 49, 53, 59, 61, 62, 68, 69, 70, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 81, 86, 87, 89, 90, 91, 92, 94, 95, 99, 109, 110, III, 112, 113, 115, 117, 118, 128, 129, 130, 132, 136, 138, 143, 144, 145, 146, 147, 148, 149, 150, 151, 152, 153, 155, 157, 159, 162, 167, 168, 169, 173, 174, 175; Res.-Jnf.-Regimenter Nr. 1, 2, 16, 19, 20, 21, 23, 24, 27, 29, 34, 36, 38, 39, 40, 61, 66, 68, 71, 72, 75, 77, 83, 84, 87, 88, 90, 91, 93, 94, 109, 110, 116, 209, 214, 217, 223, 227, 228, 231, 232, 233, 236, 239, 253, 255, 261, 270, 271; Ers.-Jnf.-Regiinenter Gropp, Hoebel, Königsberg II und III; Landw.-Jnf.-Regimenter Nr. 2, 3, 4, 8. 10, 15, 16, 24. 25, 30, 31, 61, 71, 118; Lundw.-Ers.- Regimenter Nr. 4 und 9; Besatzungs-Regimenter Nr. 2 der Brig. Doussin, Nr. 5 der Brig. v. Reißwitz; Brig.-Ers.-Bataillone Nr. 36, 39, 86; Landw.-Brig.-Ers.-Bat. Nr. 30; Landst.-Bataillone 1. Bruchsal, III Lauban; Jäger-Bataillone Nr. 1, 8, 10; Res.-Jäger- Bataillone Nr. 1, 3, 4, 5, 6, 16, 20; Feld-Maschinengew.-Zug Nr. 109. Garde-Kürassiere; Kürassiere Nr. 6; Dragoner Nr. 18, 19; Husaren Nr. 8, Ulanen Nr. 3, 8, 14; Res.-Ulanen Nr. 4; Jäger zu Pferde Nr. 3, 6; 1. Landst.-Esk. des 3. Armeekorps. 3. und 6. Garde-Feldart.-Reg.; Feldart.-Regimenter Nr. 5, 14, 15, 20, 51, 82; Res.-Feldart.-Regimenter Nr. 5, 13, 15, 43, 57, 59, 63; 1. Landst.-Feldart.-Batt. des 4. Armeekorps. 2. Garde-Fußart.-Reg.; Futzart.-Reg. Nr. 3; Res.-Fußart.-Re- gimenter Nr. 2, 17; Art.-Reg. der Div. v. Wernitz; Schweres Feld-Haubitz-Bat. v. Reitzenstein; 1. Res.-Fußart.-Batt. Nr. 26. Garde-Pion.-Ers.-Bat.; Pion.-Bataillone: I. Nr. 2, II. Nr. 4, I. und II. Nr. 6, II. Nr. 11, I. Nr. 16, I. Nr. 26. II. Nr. 27, III. Nr. 28; Pion.-Ers.-Bat. Nr. 21; 44. und 45. Res.-Pion.-Komp.; Scheinwerferzug Nr. 107 des 10. Reservekorps. Eisenbahn-Reg. Nr. 1; Eisenbahn-Baukolonne Blehberg; Feld- Luftschiffertruppe; Etappen-Kraftwagen-Park Nr. 7. Freiwillige Krankenpflege. Fubrpark-Kol. Nr. 9 des 9. Armeekorps. Bezirkskommando Schlawe. »* * Der Schluß der sächsischen Verlustliste Nr. 136, deren Inhalt gestern mitgeteilt wurde, wird veröffentlicht. Die württembergische Verlustliste Nr. 161 bringt Ver- luste des Gren.-Reg. Nr. 119; Jnf.-Regimenter Nr. 120, 121; Gren.- Reg. Nr. 123; Jnf.-Regimenter Nr. 124, 126, 180; Rcs.-Jnf.-Reg. Nr. 248; Ulanen-Reg. Nr. 19, 20; Feldart.-Reg. Nr. 29, 65; Feld- lazarett Nr. 1. /lus Groß-öerlin. Naturschänüer und Schmutzfinken. Durch den Treptower Park rast eine Rotte Jungens. Fast alle tragen Uniformen mit silbernen Achselstücken, einige auch imch einen Kinderrevolver und den Degen mit Troddel. Eine Weile sehe ich dem Treiben zu und denke nach, ob wohl ein öffentlicher Park der rechte Lrt ist für solches zügelloses Kriegsspiel. Mit der idyllischen Parkrube ist es vorbei. Man hat keinen Frühlingsgenuß, wo diese Rasselbande mit wahrem Jndianergchcul durch die Anlagen stürmt. In der Wohnstraße gehts ja nicht besser. Jetzt stürnit die Schar auf Kommando ihres Führers, eines langen semmelblonden BengelS, mitten in die Büsche hinein. In wenigen Minuten sind Hunderte junger Zweige geknickt. Wie wahnsinnig hauen die imitierten Soldaten mit ihren Plempen auf die zcirten Triebe drauflos. Ein Parkwächter ist gerade nicht in Sicht, seine alten Beine sind auch nicht flink genug. Da greife ich mir den Semmelblonden, packe ihn fest am Kragen, halte ihm eine Standpauke, die nicht von Pappe ist. Andere Parkbesucher treten hinzu, entrüsten sich ebenfalls über den VandalismuS der Jungen. Nutzt es viel? Morgen sind sie ja sicher wieder da, morgen schänden sie abermals die Natur.... Draußen in Wald und Feld. Viele von dem halbflllggen fahrenden Jungvolk, das hinauszieht in die Vororte, sind in der Kriegsstimmung der Flegeljahre und nicht besser als die rücksichtslosen, unerzogenen Schulbuben in der Phantasie- uniform. Unbarmherzig werden die schönsten Frühlings- blumen, die knospenden Zweige geköpft. Tausende jugend- lichcr Naturgcschöpfe fallen so der grausamen Vernichtung zum Opfer. Und der wahre Naturfreund trauert um die Zweige, die leblos wie ein gebrochener Arm vom Stamm hängen. Wenn es noch dabei bliebe! Tausende können nicht verzichten auf eine Siegesbeutc aus der lachenden Frühlings- uatur. Was ihnen an Blättern und Blüten erreichbar ist, wird gepflückt, an die Kleidung gesteckt und meist achtlos wieder fortgeworfen, ehe man heimkehrt. Vom beginnenden Lenz singen sie dazu und machen sich keine Gedanken, wie sie das holde Frühlingskind plündern. Kann denn das die rechte Freude machen? Schmückt euch allensalls im Sommer, wenn die Noturblumen in Ucppigkeit gedeihen, aber laßt die er- wachende Frühlingsnatur in Ruhe! Und denkt daran, daß die Tausenden von Obstblütenzwcigcn, die ihr brecht und mit- schleppt, den Untergang von Hunderttausenden von Früchten bedeuten,... denkt daran, daß auch noch andere, liebevollere Menschen sich der Blütenpracht freuen wollen, die ihr sinnlos zerstört I Auch Erwachsene gibt es noch genug, die nicht minder Park- und Waldverwüstung treiben. Die Papierplage in Wald und Feld, auf den Straßen und in den Parkanlagen— das scheint ein unausrottbares Uebel zu sein. Ein wenig haben die jahrelangen, unausgesetzten Ermahnungen der Presse, der Behörden, der Vcrschönerungsvereine usw. ge- Holsen, noch viel bleibt zu tun. Vor allem muß auch die Schule kräftig und unablässig einwirken, wenn die Erziehung zur öffentlichen Sauberkeit der jüngeren Generation in Fleisch und Blut übergehen soll. Ter Verkehr auf dem Tvasser. Der Manpcl eines Verkehrsmillels auf den Wasserstraßen von Berlin machl sich immer mehr fühlbar. Die bestehenden Verkehrs« mittel genügen seit Jahren dem Bedürfnis nicht. Die Klagen über schleckte Verbindungen und überfüllte Wagen usw. wolle» kein Ende nehmen. Die verkehrrcichsten Punkle von Berlin, lvie zum Beispiel das Kottbuscr. Hallesche und Schlesische Tor. die Potsdamer. Char- lottenburger, Jannowitz-, Weidcndammer-, Moltke- u. a. Brücke, der Zoologische Garten, Zirkus Busch und Börse, der Ost« und West» Haien, Treptow, Plötzensee, Saalwinkel und viele andere be- suchte Orte liegen im Bereich der Berliner Kanäle und Wasser- straßen. Auf kleinen Seen, wie dem Schlachtensee, Wandlitzsee usw. ver- kehren Motorboote; auf den Wasserstraßen Berlins sucht man ver- gebens danach. Was in kleinen Vororten, Provinzstädten und auf kleineren Seen möglich ist, sollte in der Reichshauptstadt mit seinem ausgedehnten Wasserstraßennetz bei einigem Entgegenkommen im Interesse der Bevölkerung nicht unmöglich sein. Auf diesem Gebiete hätte die Stadtgemeinde noch ein weites Betätigungsfeld. Sie könnte einen regelmäßigen Wasserverkehr in großzügiger Weise in die Wege leiten, hätte es schon längst tun müssen. Preiserhöhungen und kein Ende. Was man an notwendigen Bedarfsartikel kauft, alles ist viel, viel teurer wie vor dem Kriege. Jedermann wird längst bemerkt haben, daß auch die Schuhmacherarbeiten— nicht nur neue Ware, sondern auch Reparaturen— bedeutend höher bezahlt werden müssen, als es vor dem Kriege der Fall war. Daß die Schuhmacher die Preise ihrer Waren heraufgesetzt haben, ist eine Folge des Steigens der Lederpreise, und die Lederpreise sind ge- stiegen, teils weil die Gerber ihre Rohstoffe teurer bezahlen müssen, hauptsächlich aber deshalb, weil infolge des großen Bedarfs der Heeresverwaltung an Schuhen, Stiefeln und anderen Lederwaren, für die Lederfabrikanten und-Händler eine äußerst günstige Kon- junktur herrscht. So treibt ein Keil den andern, und schließlich ist es immer das konsumierende Publikum, welches die ungeheuren Preiserhöhungen tragen muß. Am Montag nahm die Ouartalsversammlung der Berliner Schuhmacherinnung einstimmig eine Resolution an, welche sagt, daß leider alle Bemühungen, die Behörden zur Festsetzung von Höchstpreisen für Leder zu bewegen, erfolglos gewesen sind, daß die Lederpreise jetzt 200 bis 300 Proz. höher sind, als sie bei Ausbruch des Krieges tvaren, und daß � dadurch eine entsprechende Preis- erhöhung für alle Schuhmacherarbeiten bedingt ist. In der Jnnungsversammlung wurde nicht klar ausgesprochen, ob durch die Resolution nur die jetzt schon von den Schuhmachern geforderten Preise dem Publikum gegenüber begründet werden sollen oder ob noch eine weitere Preiserhöhung eintreten soll. Das letztere kann man vermuten, denn es wurde ausgeführt, daß die Lederpreise, welche schon im Januar eine ungewöhnliche Höhe er- reicht hatten, seitdem weiter gestiegen find und vielleicht noch höher steigen werden. Es kommt der Innung natürlich.darauf an, daß alle Berufsangehörigen für ihre Arbeiten Preise fordern, die den erhöhten Lederprcisen entsprechen, und daß das Publikum erfahre, die Schuhmacher seien nicht schuld an der Preiserhöhung. Das letztere ist zweifellos richtig. Die Schuhmacher können nicht anders, als sich die erhöhten Lederpreise von ihren Kunden erstatten zu lassen, denn man kann den Schuhmachern nicht zumuten, daß sie die Praxis ihres Schutzpatrons, des heiligen Crispien, befolgen, der das Leder stahl und die Schuhe umsonst machte. Da außer den Kriegsmateriallieferanten, den Lebensmittel- Produzenten, den Großhändlern und Spekulanten in Lebensniitteln kaum jemand in der Lage ist, sein Einkommen so zu erhöhen, daß es im richtigen Verhältnis zu den gesteigerten Preisen aller not- wendigen Lebensmittel und Bedarfsartikel steht, so heißt es für die große Masse: Sparsamkeit im Verbrauch. Es fragt sich, wie die Sparsamkeit hinsichtlich der Fußbekleidung durchgeführt werden kann. Das Barfußgehen hat sich die Stadtbevölkerung längst abge- wöhnt, und auf den allgemeinen Gebrauch von Holzpantinen wird sie auch nicht zurückgreifen wollen. Doch man wird die Anschaffung von neuen Schuhen und Stiefeln, soweit es geht, hinausschieben, in der Hoffnung, sie nach dem Kriege wieder billiger zu erhalten. Aber die Reparaturen lassen sich nicht hinausschieben. Die durch- gelaufenen Stiefelsohlen müssen unbedingt ersetzt werden. Jedoch es gibt ein Mittel, durch das jedermann mit wenig Mühe und ganz geringen Kosten die Haltbarkeit seiner Stiefelsohlen bedeutend erhöhen kann. In dieser Zeit der Lederteuerung ist es nützlich, wenn wir das bewährte, aber bis jetzt wenig angewandte Mittel zur allgemeinen Kenntnis bringen: Zunächst ist es notwendig, den schwarzen Wachsüberzug, den man meist auf neuen Sohlen findet, zu entfernen. Aber nicht ab- kratzen. Das wäre Verschwendung. Sondern ablaufen, und zwar bei trockenem Wetter, denn vollständige Trockenheit des Sohlen- leders ist eine notwendige Vorbedingung unseres Verfahrens. Ist diese Vorbedingung erfüllt, dann kaufe man in einer Farbcnhand- lung etwas Leinölfirnis. Ein viertel Pfund reicht für 4 bis 6 Paar der größten Stiefelsohlen. Man gieße ein bis zwei Eßlöffel voll Firnis in ein Gefäß und mache ihn heiß, aber nicht überoffenem Feuer, denn das ist gefährlich, sondern auf der warmen Herdplatte. Den infolge der Erwärmung sehr flüssig ge- wordenen Firnis streiche man mit einem Pinsel auf die Stiefel- sohle. Die heiße Flüssigkeit zieht anfangs sehr schnell in das Sohlenleder ein. Man setze den Anstrich so lange fort, bis die Sohle mit Firnis durchtränkt ist, tvas man daran sieht, daß nichts mehr einzieht. Man hüte sich aber, von dem. Firnis etwas an das Oberleder kommen zu lassen, denn da würde er nicht Nutzen, sondern Schaden anrichten, weil gefirnißtes Oberleder hart und brüchig wird. Wenn die Sohle keinen Firnis mehr aufnimmt, ist das Verfahren beendet. Man lege nun die Stiefeln an die Luft, am besten in die Sonne, damit der Firnis hart trocknet. Je länger man die Trockenzeit ausdehnt, desto härter und haltbarer wird die firnisgetränkte Sdhle. Eine Trockenzeit von einer Woche ist das mindeste, wenn das Verfahren Erfolg haben soll. Wer seine Stiefelsohlcn nach dieser Anweisung behandelt, der hat die Freude, daß sie etwa dreimal so lange halten, wie sie ohne Anwendung des Verfahrens gehalten haben würden. Die Preiserhöhung der Bcsohlung wird also dadurch reichlich aus- geglichen. Da die gefirnißte Sohle vollkommen wasserdicht ist, so behält man auch bei nassem Wetter trockene Füße, vorausgesetzt, daß kein Wasser von oben in die Stiefeln dringt. Raubmordvcrsuch in Pankow. Ein Raubmordversuch wurde gestern in früher Morgen- stunde auf dem Grundstück Spiekcrmannstraßc 5 zu Pankow verübt. Ter Ueberfallene Wilhelm Röthnick ist ein Gemüse- großhündler von 42 Jahren. Am Donnerstag vor acht Tagen nahm er auf dem Schlcsischen Bahnhof einen Kutscher an, der einen Ausweis auf Paul Krause, 1883 in Johannisburg ge- boren, hatte. Dieser„Krause" bemerkte, daß sein Arbeitgeber 603 M. einzog und in die Wohnung mitnahm. Gestern früh um 41/2 Uhr rief ein großer Lärm die Hausgenossen nach der Wohnung Röthnicks. Sic fanden den Mann aus sieben Stich- wunden blutend schwer verletzt im Bette liegend und ließen ihn nach dem Krankenhaus bringen. Er ist noch nicht ver- nehmungsfähig. Sein Kutscher hatte ihn überfallen, um ihn zu ermorden und zu berauben, und hat dann als der Ueber- fallene Lärm schlug, nur mit Hemd und Hose bekleidet, die Flucht in der Richtung nach der Kaiser-Friedrich-Straße, dem Laubengelände und dem Bahnhof Heinersdorf zu ergriffen. Eine Frau, die über Röthnick wohnt und hörte, wie dieser stöhnte und jammerte: Nun ist es aber genug!, sah ihn diese Richtung einschlagen. Ein Paket, das er mitnahm, enthielt, wie sich später ergab, einen Anzug des Ueberfallenen. Auf der Flucht erbrach der Flüchtling am Bahnhof Heinersdorf eine Baubude. Hierin fand er Stiefel und einen Anzug und zog beides an. Den Anzug Röthnicks hatte er unterwegs schon weggeworfen. Wer„Klause" ist, weiß man noch nicht. Er ist ein ziemlich großer schlanker Mensch von 1,75 bis 1,80 Meter, hat hellblondes Haar und einen hellen Schnurrbart. Alt mag er etwa 30 Jahre sein. Als Röthnick ihn auf dem Schlesischen Bahnhof annahm, sagte er, daß er sein Gepäck dort noch in Verwahrung habe. Das hat sich als richtig er- wiesen. Die weiteren Ermittelungen in der Angelegenheit des Raubmordversuchs in Pankow haben über die Person des Täters wenigstens einige Klärung gebracht. Sein Ausweis- Papier ist eine sogenannte Kriegsausweiskarte. Hiernach ist der Räuber ein am 9. September 1883 zu Johannisburg ge- borener Arbeiter Paul Krause. Wahrscheinlich ist Krause bei den Schippern gewesen. Das Gepäck, ein Rucksack und ein verschnürtes Bündel in Wachslcinwand, gab er Wohl deshalb auf dem Schlesischen Bahnhof in Verwahrung, weil er keine Wohnung hatte. Als Röthnick seinen Kutscher annahm, teilte er mit ihm seine aus Stube und Küche bestehende Wohnung. Beide schliefen in der Stube, er selbst im Bett, der Kutscher auf dem Schlafsofa. Krause konnte öfter beobachten, daß sein Arbeit- geber Geld hatte. So faßte er wohl schon. von langer Hand den Plan, ihn zu ermorden und zu berauben, und gestern früh schritt er zur Ausführung. Mit einem feststehenden Messer, eine Art Nickfänger, stieß er blindlings auf ihn ein. Röthnick sprang nach den ersten Stichen aus dem Bett und wehrte sich, bis der Räuber entfloh. In einer Baubude zog er sich ein Paar alte Stiefel an, außerdem eine alte graue Winterjoppe mit rotem, wolligem Futter, eine graue Manchesterhose, eine alte hellbraune Strickjacke mit Löchern und eine graue Mütze mit Ohrenschützern, die über den Kopf zusammengcknöpft werden. Das ist die Kleidung, die der Verfolgte jetzt wohl noch trägt. Ein besonderes Merkmal an dem Manne selbst ist eine Verkrüppelung der rechten Hand. Diese scheint etwas zu- sammengebogen zu sein, die Finger erscheinen kürzer. Zur Verfolgung des Räubers sind alle Polizei- und Gendarmerie- behörden in den Nachbarorten von Pankow aufgeboten worden. Die Berliner Kriminalpolizei hat für Angaben über den Täter, die zu seiner Ermittelung führen, 300 M. Belohnung ausgesetzt._ Männer auf Lager für Franen Gefallener. Mit dieser Ueberschrift veröffentlichten wir am 8. April 1915 in Nr. 96 ein briefliches Heiratsangebvt, das einer Kriegerwitwe von einem I n te r n a t i o n a l e n Bureau„Favorit"(Eise- nacher Straße 106) übersandt worden war. Angeboten wurden der Witwe in erster Linie ein Postbeamter, für den das Bureau, wie der Brief sagte, einige Tage vorher in einer Zeitung inseriert hatte. Weiter wurde offeriert:„Trotz des Krieges haben wir eine sehr große Anzahl von Herren, zirka 467, zu verheiraten." lind nach ausführlicher Anpreisung wurde in Aussicht gestellt, daß Per- sendung einer Liste dieser Herren gegen Nachnahme von 2,50 M. erfolgen werde. Der Brief gab an, daß eine Frau S. G. unter Bezugnahme auf jenes Inserat dem Bureau die Witwe als viel- leicht passende Frau für den Postbeamten genannt habe. Ueber unsere Kritik dieses eilfertigen Geschäfts- betriebes beklagt sich der Inhaber des Bureaus in mehreren Zuschriften, die er uns nacheinander geschickt hat. In dem ersten Schreiben verwahrt er sich gegen den Verdacht, daß sein Bureau systematisch die Witwen gefallener Krieger ermittelt und sie mög- lichst wieder zu verheiraten sucht. Dies sei, sagt er, aus unserer Bemerkung herauszulesen, daß er sich hinter eine Frau S. G. ver- stecke. Tatsächliche sei von der Frau S. G. dem Bureau ein Brief zugegangen, daß jene Witwe eine geeignete Partie für den Post- beamten sei und ein einziger Brief, wie der von uns veröffentlichte, abgesandt worden. Ueberhaupt würden aus dem Bureau keine Offerten versandt, sondern nur briefliche An- fragen be antwortet. Will der Inhaber vielleicht behaupten, die Witwe selber habe bei ihm angefragt? Er sagt ja selber, daß er auf einen durch Frau S. G. erhaltenen Hinweis seine Offerte sandte. Sonderbar ist, daß die Offerte nicht den vollen Namen jener Frau, sondern nur diese Anfangsbuchstaben angibt. Die Kriegerwitwe und ihre Angehörigen versichern, daß sie weder in der Verwmldtschaft noch in der Bekanntschaft sich einer S. G. zu erinnern wissen. Noch sonderbarer ist, daß auch das Bureau selber weiter nichts als die Anfangs- buchstaben zu kennen scheint. Ein Abgesandter deS Bureaus hat sich jetzt in der Wohnung der Witwe eingefunden, um heraus- zubringen, wer wohl— die Frau S. G. fei. Sollen wir annehmen, daß das Bureau„Favorit" auf einen anonymen Hinweis ohne weiteres die Witwe mit einer sie kränkenden Heiratsofferte heim- gesucht hat? Diesen Punkt hätte der Inhaber in seinen Zuschriften an uns zunächst mal klarstellen sollen, ehe er eine„Berichtigung" forderte. Die Belästigung der Witwe wurde soweit getrieben, daß man ihr sogar die angekündigte Liste in einer Nachnahmesendung überreichte, die sie selbstverständlich zurückwies. Der Inhaber des Bureaus hat an uns in einem zweiten Schreiben die naive Forderung gestellt, ihm unsern„Gewährs- mann" zu nennen, was natürlich nicht geschehen wird. In seinem ersten Schreiben spricht er die kühne Vermutung aus, vielleicht habe es sich nur darum gehandelt, einen Artikel gegen ihn in die Zeitung zu bringen. Will er damit sagen, daß jene Frau S. G. ihn„hinein- legen" wollte? Das wäre ja dann eine eigenartige„Ge- währsperson", auf die er sich da verlassen hätte, als er der Witwe die Offerte übersandte. In einem dritten Schreiben an uns klagt er, daß wir die Ehre eines unbescholtenen Mannes ange- griffen hätten. Durch das wutschnaubende Geschimpfe, das er beifügt, glaubt er wohl seine Sache zu verbessern. Wieder einer! Für den Garderoben- und Toilettenderpächter A r t u r K e i l, der"sein Geschäft unter der Firma Artur Gröbing u. Co. betrieb, hat der in diesen Tagen gegen ihn verhandelte Betrugsprozetz mit einer Verurteilung zu drei Jahren Zucht- Haus geendet. Wie er mit feinem Verpachtungsschwindel arme Leute um ihre Ersparnisse brachte, wissen unsere Leser aus den Berichten deS„Vorwärts" über die dreitägige Gerichtsverhandlung. Sie kannten ihn aber auch schon aus Schilderungen seines Treibens, die im " " Ein glänzendes Angebot! Soziales. Nichtige Ausnutzungsverträge. Wie ein Unternehmer den Arbeitermangel auszunüßen versteht, lehrte eine Verhandlung, die gestern vor der Kammer 5 des Gewerbegerichts stattfand. Steinke, der Inhaber einer Werkstatt für Präzisionsmechanik in der Landsberger Straße 97, hatte als Zwischenunternehmer von der Firma Paul Böhme u. Co., Planufer 92a, Hülsen für Schlagbolzen zu Granaten in Auftrag erhalten. Der Preis, für den er die Arbeit angenommen hatte, war äußerst gering. Um nun Die nötigen und billigen Arbeitskräfte heranzuziehen, wählte er folgenden Weg. Er suchte durch Inserat in der Morgenpost" Leute, die er gegen eine Vergütung von 30 M. in vier Wochen im Drehen ausbilden wollte. Vorwärts" Bereits vor jest 1 Jahren veröffentlicht wurden. ermächtigt, für die Pächter der städtischen Brachländereien die erGröbing- Keil ist wieder einer von jenen Geschäftemachern, vor Jm Berliner Lokal- Anzeiger" finden wir unter den Stellen- forderlichen Sämereien und Gemüsepflanzen zu beschaffen und gegen denen der Vorwärts" warnen warnen mußte, che ihre angeboten folgendes Inserat, das wieder mal beweist, welche unver- angemessene Entschädigung, welche die Selbstkosten deckt, den Pächtern Schwindeleien vor den Strafrichter famen. Auf der Anklagebant fchämten Angebote den Stellensuchenden gemacht werden: zu verabfolgen. versuchte er, sich als so etwas wie eine verfolgte Unschuld hin , Ungar sucht Dame, die nach Diktat Theaterstück in zustellen. Der Vorwärts" habe, sagte er, ihn angegriffen und ihrer Wohnung schreiben würde. Fachkenntnisse nicht ruiniert. Aus dem Bericht über den letzten Verhandlungstag ersehen erforderlich. Bezahlung erfolgt von Zantième. Offerten unsere Leser, wie vergeblich sein Bemühen war, sich hierdurch dem Gm. 7 Filialegped. d. Bl. Potsdamerstraße 138." Gericht zu empfehlen. Der Staatsanwalt nannte es, ein Der Inserent scheint ein recht gemütvoller Herr zu sein. Er überaus dantenswertes Wert" des„ Vorwärts", daß sucht eine Schreiberin, der er im eigenen Heim ein Theaterstück er auf diesen Krebsschaden, auf diese Eiterbeule hingewiesen diktieren will. Ob die Dame separat wohnt, ist nicht gesagt. Be habe. Mit gemischten Gefühlen nehmen wir Kenntnis zahlung foll von der Tantième erfolgen. Dazu gehört, daß das von dieser Anerkennung; denn leider hat man nicht immer uns Theaterstück einen Abnehmer findet. Was sich sonst hinter dem solches Wert so gedankt. Es war schon da, daß der Angegriffene Inserat noch verbirgt, kann man nur vermuten. rechtzeitig den Spieß umdrehte und den Vorwärts"-Redakteur vor Gericht schleppte. Und es ist dann manchmal nicht leicht, den Be Auf ein Sittlichkeitsverbrechen deutet ein Vorgang hin, der sich weis so zu führen, daß er den Richtern als gelungen gelten kann. an der Grenze von Charlottenburg und Plößensee abgespielt hat. leber die Zustände, in die dieser Prozeß hineingeleuchtet hat, auf einer Wiese zwischen Königsdamm und der Straße XII wurde fei uns noch ein furzes Nachwort erlaubt. In der Verhandlung gestern nachmittag die fünf Jahre alte Tochter Margarete der Ghewurde erwähnt, daß in einem großen Kino die Toiletten anfangs leute Soch aus der Berlichingenstraße 10 mit mehreren blutenden an ein altes Ehepaar für 600 M. pro Jahr direkt verpachtet waren, Stopfwunden aufgefunden und nach dem Krankenhause Westend ge bracht. Das Kind, das seit Montag von seinen Eltern vermißt bis Steil kam und als Generalpächter 1500 Dr. anbot. Auf das wurde, ist noch an diesem Tage in Begleitung eines ziemlich großen feine Geschäft war er aufmerksam gemacht worden durch einen Ver- Mannes, der feinen Mantel trug, in Plößensee in der Nähe der mittler, der die übliche Provision dafür erhielt. Schon vor 1 Jahr Anstalt Sichar" gesehen worden. Wie es nachher auf die Wiese stellte jener Borwärts"-Artikel fest, daß das Ehepaar wegen der und zu den Verlegungen gekommen ist, fonnte noch nicht festgestellt geringen Höhe der bisher gehabten Einnahmen nicht denselben Preis werden, da das Kind noch vernehmungsunfähig ist. wie Gröbing- Keil bieten konnte und daher die Toiletten aufgeben mußte. Es ist schade, daß die alten Leute nicht mit als Zeugen geladen waren. Der wiedergefundene Möbelwagen. Ihre Bekundungen wären vielleicht ein Anlaß gewesen, die Eiter, Eine überraschende Aufklärung hat der Diebstahl" an einem beule noch von einer anderen Seite zu betrachten Möbelwagen gefunden, über den wir vor 4 Wochen berichteten. und bloßzulegen. Ein nur zu reichlicher Teil der Schuld an Damals war auf dem Güterbahnhof Wilmersdorf- Friedenau ein dem ganzen Generalpachtunwesen mit all seiner Auspressung der Möbelwagen aus Mannheim angekommen, der eine WohnungsUnterpächter ist den Lofalinhabern aufs Stonto zu setzen, einrichtung im Werte von 8000 M. von Karlsruhe hierher brachte. die immer höheren Profit aus ihren Garderoben, Toiletten usw. Jezt ist der Wagen zufällig wieder entdeckt morden. Es ergab sich, daß er nicht gestohlen worden war. Vielmehr hatten ihn Stuticher herausholen wollen. eines Spediteurs in Wilmersdorf irrtümlich abgeholt und nach ihrem Hofe gebracht. Dort stand er nun seit 4 Wochen, während nicht nur in Groß- Berlin, sondern überall eifrig nach ihm gesucht wurde. Bei der Wiederentdeckung stand er noch unberührt da. Von der Berliner Luftbarkeitssteuerordnung. Der Kinobesitzer Luft, der Kinobefizer Siedel und die Lichtspielgesellschaft Königstadt waren vom Berliner Magistrat nachträglich zur Lustbarkeitssteuer mit bestimmten Beträgen zusammen über 500 M.- herangezogen worden, nachdem der Magistrat festgestellt hatte, daß der Eintritt unter anderem auch von der Zahlung eines Garderobengeldes abhängig gemacht wird. Er stützte sich auf folgende Bestimmung des§ 4 Ziffer 2 der Steuerordnung: Als Eintrittsgeld gilt die Gesamtsumme der für die Teilnahme an der Veranstaltung von den einzelnen Besuchern zu entrichtenden Geldbeträge." Der Bezirksausschus stellte jedoch die Kinobefizer auf ihre Klage von der verlangten Steuer frei, indem er davon ausging, daß die Garderobengelder für die Feststellung der Steuerpflichtigkeit beziehungsweise für die Berechnung der Steuer ausscheiden müßten, weil die Kläger dem Publifum Garderoben zur Verfügung gehalten hätten. Zwei Bäckereien polizeilich geschlossen. Auf Anordnung des Neuköllner Polizeipräsidenten sind zwei Bädermeistern in der Lessingstraße und in der Wipperstraße wegen Bergehens gegen die Verordnung über die Bereitung von Badware vom 5. und 25. Januar 1915 die Geschäftslokale für den 18. bis 20. April d. J. geschlossen worden. Großfeuer. Großfeuer fam gestern früh um 4 Uhr in dem Stabelwert Wilhelminenhof.- G. in der Tabbertfir. 6/7 in Ober- Schöneweide zum Ausbruch und veranlaßte das Ausrüdeu der Wehren von Berlin, Lichtenberg und Schöneweide nach der Brandstelle. Dort stand der Dachstuhl der Metallgießerei in Flammen. Es gelang der Fabrikfeuerwehr, durch fräftiges Wassergeben mit vier Rohren eine weitere Ausdehnung zu verhüten. Mit Erfolg waren Samariter der Wehr in der Brüdenstr. 6a tätig, wo sich eine Frau mit Gas vergiftet hatte. Vor dem Oberverwaltungsgericht, das sich Diestag auf Die Berliner Feuerwehr hatte in der Teltower Str. 53 zu tun, die Revision des Magistrats mit diesen drei Sachen zu be- wo in der Holzbearbeitungsfabrik von E. Gossow Nachfolger ein geschäftigen hatte, bekämpfte der Vertreter des Magistrats fährlicher Brand ausgekommen war. Eine Schmiedewerkstatt brannte imter anderemt eine in letzter Zeit vom Bezirksausschuß mehr- Greifswalder Str. 211. Ferner wurden Keller- und Wohnungsfach in bezug auf§ 4 Biffer 2 vertretene Auffassung als ver- brände aus der Linienftr. 184, 9ftader Str. 9 und anderen Stellen fehlt. Diese Auffassung des Bezirksausschusses geht dahin, gemeldet. daß das erhobene Garderobengeld auf jeden Fall hin sichtlich der Besucher, welche Garderobe wirklich abgeben, für Steuerzwede außer Betracht bleiben müsse, auch wenn der Eintritt von der Zahlung des Garderobengeldes mit abhängig gemacht werde. Nach den selben Urteilen des Bezirksausschusses soll die Beweislast dafür, wieviel Personen dann Garderobe nicht abgegeben haben, dem Magistrat obliegen. Das Oberverwaltungsgericht gab der Revision des Magistrats statt, hob die Vorentscheidungen auf und wies die drei Kläger ab. Es erklärte, daß es bei seinem Standpunkt verbleibe, auf dem es sich bei der Gültigkeitserklärung der Berliner Zustbarkeitssteuerordnung im vorigen Jahre gestellt habe. Damals hat das Oberverwaltungsgericht ausgesprochen: Vorausgesezt, man werde nur 3ur Veranstaltung zugelassen, wenn man auch Gar. derobengeld zahle, dann sei das Garderobengeld ein Teil des fiir die Steuer in Betracht kommenden Eintrittsgeldes, gleichgültig, ob alle Garderobe abgäben oder ob es feiner tue beziehungsweise wieviel der Teilnehmer es täten. Bet Fest haltung dieser Grundsäße, so wurde ausgeführt, müßten die Kläger mit ihren Freistellungsansprüchen abgewiesen werden. Familientragödie. Zeugen gesucht. Diejenigen Personen, die am Dienstag, den 23. März, abends gegen 5 1hr, den Straßenbahnunfall in der Seestraße 109, wo ein siebenjähriges Mädchen überfahren wurde, mitangeleben haben, werden gebeten, ihre Adresse an Frau M. Schulz, Seeftr. 109, II. Quergeb. IV, abzugeben. Leider fanden sich auch eine Anzahl Leute, die auf die Bedingungen eingingen. Einige merkten allerdings gar bald, daß von einer Ausbildung in der Dreherei absolut nicht die Rede war was sich übrigens jeder von vornherein sagen konnte. Es gab lediglich die gedachten Hülsen herzustellen und dazu sind nur wenige, spielend zu erlernende Handgriffe nötig. Kein Wunder, daß die durch das Inserat Angelockten zu der Ansicht kamen, der mit ihnen abgeschlossene Lehrvertrag" laufe darauf hinaus, vier Wochen lang unentgeltlich ihre Arbeitskraft auszunuzen und obendrein für das Anlernen von ein paar Handgriffen 30 M. einzu steden. Sie verlangten nun, daß ihnen ihre Arbeit regulär bezahlt verde, nachdem sie nach einer Woche bereits voll ausgebildet" waren. Steinte sicherte ihnen auch Bezahlung zu. Sie erhielten ihr Geld jedoch nicht und klagten nun vor dem Gewerbegericht. In Betracht kamen drei Kläger mit 36, 39 und 44 W. Forderung. Der Beklagte gab die Richtigkeit dieser Darstellung zu, wollte aber gleichwohl nicht zahlen, denn es sei vereinbart gewesen, daß der Lohn nur gezahlt werde, sobald die Kläger den gesamten Auftrag von 20 000 Stück fertiggestellt hätten. Außerdem halte er sich für berechtigt, die Beträge einzubehalten, weil die Stläger ihm für vier Wochen vertraglich verpflichtet seien, ihr vorzeitiges Aufhören sich also als einen groben Kontraktbruch qualifiziere. Das Gericht sah mit Recht die abgeschlossenen Verträge nach 138 B.G.V. für nichtig an. Es handele sich gar nicht um die Erlernung der Dreherei. Die sei in vier Wochen auch gar nicht möglich. Was geboten werden sollte, war das Anlernen einiger leichter Manipulationen. Dafür aber, neben der Verpflichtung, 30 M. zu zahlen, auch noch eine vierwöchentliche unentgeltliche Arbeitsleistung zu verlangen, sei unzulässig. Waren so die Verträge hinfällig, dann mußte für die geleistete Arbeit eine angemeffene Bezahlung gewährt werden. Die geforderten Beträge wurden als eine solche angesehen und der Beklagte dementsprechend verurteilt. Die Zeugen konnten dem Gericht Zeugnisse vom Beklagten vorlegen, worin dieser ihnen bescheinigt, daß fie Dreher seien. Es handelt sich um Knopfarbeiter, Buchdruckereihilfsarbeiter, Kontoristen, Drechsler usw. Natürlich nimmt sie kein verständiger Arbeitgeber auf ein solches Zeugnis hin in Beschäftigung. Parteiveranstaltungen. Charlottenburg. Die Jugendsettion hält am DonnerstagTeltow. Mittwoch, den 21. April, abends 8 Uhr: Mitgliederversamm abend 9 ihr im Boltshause, vorn 1 Treppe, ihre Versammlung ab. lung bei B. Bonow. Wichtige Tagesordnung. Reinickendorf- West. Donnerstag, den 22. April, abends 8, Uhr: Generalversammlung im Lokal von Hallmann, Scharnweberstr. 54. Friedenau. Heute abend 8%, Uhr im Kaiser Wilhelm- Garten, Rheins straße 65: Generalversammlung. Tagesordnung: Berichte des Vorstandes und des Gemeindeverordneten. Neuwahlen. Witteilungen. Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Lichtenberg. Donnerstag, den 22. d. M., 6 Uhr, im Rathause, Möllendorfstraße. Rosenthal. Donnerstag, den 22. d. M., 6 Uhr, im Sigungssaal des Berwaltungsgebäudes, Hauptjir. 94. Diese Sitzungen sind öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist bc. rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Briefkasten der Redaktion. Briefliche Kleine Nachrichten. Während der Arbeitszeit hat sich Dienstagnachmittag der Schloffer Neumann auf dem Abort des Dynamowerkes der Siemens- Schuckert- Werte mit einem Kabelmesser die Stehle durchschnitten. Der Grund des Selbstmordes ist nicht bekannt. Die Leiche einer unbekannten Frau wurde in der Nähe des Jnselrestaurants an der Fischerei aus dem Spandauer Schiffahrtskanal gelandet. Sie hat wohl schon länger im Wasser gelegen. Die Tote ist etwa 25-30 Jahre alt, hat dunkles haar und trug ein grünes, gestridtes Mehrere Wochen tot in Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Sof Jadett, grüne Bluse und schwarzen Rod. seiner Wohnung gelegen hat der 48 Jahre alte Schmiedegefelle rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend Richard Zimmermann, der seit längerer Zeit als Junggeselle in der von 5 bis 6 1hr statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage Naunynstr. 88 im vierten Stock des Seitenflügels für sich allein in ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen betzufügen. Anfragen, denen Teine Abonnements quittung Stube und Küche Hauste. Der Mann war seit dem 9. März nicht antwort wird nicht erteilt. Eilige Fragen trage man in der mehr zum Vorschein gekommen. Die Hauswirtin glaubte, daß er beigefügt ist, werden nicht beantwortet. heimlich weggezogen sei und wollte endlich seine Wohnung aus- Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. räumen. Als sie zu diesem Zwede am Montag öffnete, fand sie ihn Westend 48. Wenn der Urlaub nicht über 10 Zage beträgt, muß tot auf. Zimmermann ist wahrscheinlich am Herzichlag gestorben.Löhnung gezahlt werden. 5. A. 84. Nein. K. M. 70. Sic Ein Schlafstellendieb, der eine zeitlang in verschiedenen Stadtvierteln fönnten die Sache der Steuerfasse melden. A. B. 10. Sie müssen Berlins und den Vororten sein Wesen trieb, wurde jetzt endlich er das Urteil durch Bfändung vollstreden lassen. B. J. 27. Unaus. griffen und in Untersuchungshaft genommen. Er hat bis jetzt gebildeter Blattfuß, dienſtfäbig. Das zweite Zeichen bedeutet: Deswegen - RI. 105. Ja.§. 100. 21 Schlafstellendiebstähle eingeräumt, aber ohne Zweifel noch mehr zurüdgestellt. Das dritte kennen wir nicht. Ja. O. R. 38. Es empfiehlt sich in diesem Falle, ein Testament beim ausgeführt. Notar machen zu laffen. Tenpin 33. Wegen Anlage zum Plattfuß landsturmpflichtig, wegen Nervenleiden landsturmpflichtig und wegen Er B. R. 36. Beim Roten Streng. frankung der Augen zurüdgestellt. Ihre Frau und Kinder erhalten Interſtüßung. 2. K. 49. 1. Gine solche Broschüre ist uns nicht bekannt, jeder Zimmermann dürfte aber in der Lage sein, eine solche Laube zu bauen. 2. Eine solche Zeitschrift eriſtiert nicht. Wir empfehlen Ihnen Heßdörfers Kleingartenbau", die alles Gr. forderliche enthält. Durch die Vorwärts- Buchhandlung zum Breise von 60 Pf. zu beziehen. 3. Ja. A.§. 61281. Berjährt erst in 2 Jahren. E.. 152. Wegen allgemeiner Körperschwäche dienstuntauglich. Das H. B. 43. Am Köllnischen Park 3. Es wird die zweite Zeichen kennen wir nicht. Aus den Gemeinden. mit Durch einen Zufall konnte im letzten Augenblid der geplante Selbstmord eines jungen Ehepaares bereitelt werden. Der neun undzwanzigjährige Stellmacher Otto J. aus der Kronprinzenstraße in Lichtenberg war seit längerer Zeit schwer leidend und mußte infolgedessen wiederholt für längere Zeit seine Beschäftigung aufgeben. Hierdurch verfiel J. in Schwermut, aus er sich trotz aller Bemühungen seiner Angehörigen nicht mehr aufzuraffen vermochte. Der Neuköllner Magistrat gegen Teuerungszulagen. In dieser Gemütsstimmung faßte der Stellmacher den Beschluß, aus dem Leben zu scheiden, und es gelang ihm, schließlich auch seine junge Der Magistrat hat folgende Beschlüsse gefaßt: lleber die Frage 20jährige Ehefrau, die Mutterfreuden entgegensah, zu überreden, ge- der städtischen Fürsorge für Kriegsbeschädigte wird berichtet und meinsam mit ihm in den Tod zu gehen. In der Nacht zum Sonntag grundsätzlich anerkannt, daß in Neukölln möglichst bald ging das Paar an die Ausführung dieses Entschlusses. Der Mann dieser Einrichtung vorgegangen werden müsse. schraubte in der Wohn- und Schlafstube die Gaslampen von der Einrichtung einer besonderen städtischen Deputation und einer Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über Die Dede los und dann legten sich die Eheleute zu Bett, den Tod er- Geschäftsstelle für diese Zwecke in Aussicht genommen. den Großhandel in den Zentral- Markthallen.( Ohne Verbindlichkeit.) wartend. Am Sonntagmorgen nahm ein Hausbewohner den aus Frage der Organisation im einzelnen soll von einer Magistrats- Dienstag, den 20. April 1915. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsender Jschen Wohnung dringenden starken Gasgeruch wahr und fommission vorgeprüft werden. Der Magistrat nimmt Kenntnis von fleisch Ia 87-100, do. IIa 78-86, bo. IIIa 70-77; Bullenfleisch la 82-92, benachrichtigte sofort die Polizei und die Feuerwehr, die in kürzester dem Beschlusse des Sonderausschusses I der Kriegsnotstandskommission bo. Ila 76-82; Stübe, fett 76-89, do. mager 62-73, do. dänische 60-75; Freffer 66-88, Fresser, dänische, 65-72, Bullen, dänische, 67-79; Zeit zur Stelle war. Die Wohnungstür wurde erbrochen und in und beschließt, nunmehr den Antrag auf Gewährung einer Kriegs- Kalbfleisch, Doppellender 132-142; Mastfälber Ia 105-120, bo. IIa 75-100; der Schlafftube fand man das Ehepaar, nur noch schwache Lebens- teuerungszulage an die städtischen Arbeiter mit Rücksicht auf die seit stälber ger. gen. 50-65 do. dan. 60-70. Hammelfleisch: Maftlämmer 98-106; zeichen von sich gebend, bewußtlos im Bette liegend auf. Schußleute der legten Lohnregelung bereits ausreichend festgesetzten Löhne gammel la 92-97, do. Ila 87-92; Schafe 93-98. Schweinefleisch: Schweine, die starke fette 00-00, sonstige 95-128, dän. Sauen 00-00, dän. Schweine 00-00. finanzielle Belastung der Stadtgemeinde Gemüse, und Samariter der Feuerwehr unternahmen sofort Wiederbelebungs- und Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Daberiche 50 kg 0,00; weiße Staiserfronen der Ablehnung foll dem Gemeinde 0,00; bonum 0,00-0,00; Magnum 0,00; Porrec, versuche mittelst Sauerstoffapparate, die nach langen Bemühungen abzulehnen. Mit der Ein Schod 0,80-1,50; Sellerie, Schod 4,00-12,00; Spinat 50 kg auch von Erfolg getrönt waren. Der Zustand der beiden Lebens- arbeiterverband Mitteilung gemacht werden. müden machte jedoch ihre Aufnahme in das Lichtenberger Kranken- führung einer Sammelpflegschaft für Angehörige von Kriegsteil 10,00-20,00; Mohrrüben 5,00-8,00; Birsingfohl Schod 0,00-0,00; 50 kg 0,00-0,00; Rotkohl, Schod 0,00-0,00; Rotkohl 50 kg 0,00 bis haus notwendig. Die Aerzte hoffen, das Ehepaar dem Leben er- nehmern erklärt sich der Magistrat einverstanden. Diese Sammel- irfingfohl 50 kg 0,00-0,00; Beißfohl Schod 0,00-0,00, Weißfohi pflegschaft soll unter Heranziehung des Freiwilligen- Erziehungs- 0,00; Kohlrüben Schod 6,00-14,00; Märkische Rüben 50 kg 10,00-18,00. halten zu können. Meerrettich Schoo 7,00--14,00; beirats und des Nationalen Frauendienstes von dem Leiter der Rosenfohl kg 35,00-40,00, Beterfilienwurzel chodbund 4.00-6,00; 3wiebeln 50 kg 20,00-24,00, Der Räuber aus der Memeler Straße verhaftet. Rechtsauskunftsstelle, Magistratsassessor Lange, geführt werden. Rhabarber, Hamburger, 100 Bund 6,00-13.00. Radieschen Echodbund Gestern nachmittag gelang es, den Räuber aus der Memeler Auf die Eingabe des Grundbesizervereins betreffend Schaffung 2,50-3,00. Balbmeister Mandel 1,00-1,10. Gurken, Gorgajter, 100 Stüd Morcheln 50 kg 80-90. Apjeljinen: italienische 50 kg Straße zu fassen. Die Kriminalpolizei ermittelte ihn als einen oft eines Durchgangs im Zuge der projektierten Waßmanns 20-33. bestraften, 26 Jahre alten, gewerbsmäßigen Wohnungs- und Ge- dorfer Straße zwischen Jäger- und Ziethenstraße befchliegt 16,00-20,00, bito 200 t. 12,00-14,00, dito 300 t. 13,00-16,00, Murcia 200 St. 12,00-15,00, bito 300 Stüd 12,00-16,00, Messina 160 St. schäftseinbrecher Mar Jato bowsti aus der Cubrhstr. 25. der Magistrat, wegen der bestehenden Schwierigkeiten und 11,00-14.00, 200 t. 12,00-14,00, 300 t. 12,00-15,00. Mehrere Beamte beobachteten seine Wohnung und nahmen ihn fest, der Unmöglichkeit, die Waßmannsdorfer Straße auch zwischen so St. 8,50-9,00, bo. 100 t. 8,00-10,00, bo. 150 St. 8,00-11,00. als er gestern nachmittag wieder nach Hause kant. Der Verhaftete Ziethen und Prinz- Handjery Straße durchzuführen, von der Spanische 420 St. 20,00-32,00, do. 714 St. 26,00-35,00, do. 1061 St. ist geständig. Er hatte auf einer Klingelfahrt die Wohnung des Schaffung einer solchen Bassage abzusehen. Nachdem die tönig- 30,00-44,00, do. 420 St. large 26,00-33,00. Tischlers Georgi mit einem Nachschlüssel geöffnet. Als der Sohn liche Eisenbahndirektion die freiwillige llebernahme des Anlieger- Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland Georgis trop der Schläge nicht ruhig war, stedte er ihm den Knebel beitrages für die Kiefholzstraße längs der Front des eisenbahnfiskalischen Tonnerstagmittag. Zunächst vielfach wollig, itrichweise Gewitterregen in den Mund und band ihn hinter dem Stopfe fest, damit er ihn Geländes abgelehnt hat, soll von einer Regulierung dieses Straßenzuges mit etwas Abfühlung; dann im Westen beginnende Aufheiterung und neue nicht herausreise. Die Absicht, ihn zu töten, bestreitet Jakobowski. vorläufig Abstand genommen werden. Die Gartenverwaltung wird Erwärmung. Von 50 Woltmann Meifina Blutbis