Nr. 62. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Preuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ansland 3 Mt.pr.Monat. Einger. In der Boft Beitungs- Breisliste thon für 1894 unter Nr. 6919. Norwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Bereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in de: Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 1hr Bor: mittags geöffnet. Sernspredjer: Amt I. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. поЛест Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Handelsvertrag und die Aufgaben der sozialdemokratischen Partei. Volkes. Donnerstag, den 15. März 1894. in diesem Fall voraussichtlich sein, hat aber stets eine Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Politische Lebersicht. Berlin, den 14. März. abzulaufen suchen; ein Aufblühen der Industrie, sei es auch nur von kurzer Dauer und von kurzer Dauer wird es verstärkte Wanderung der arbeitenden Be völkerung von Often nach Westen zur Folge. Elf Jahre waren es heute, seitdem Karl Marg, der größte Aus dem Kreise der Parteigenossen gehen uns die Der Mangel an ländlichen Arbeitern im Osten Deutsch- Lehrer der sozialistischen Parteien des Erdenrundes, die Augen folgenden Betrachtungen zu: lands wird demnach voraussichtlich bedeutend empfindlicher für immer geschlossen hat. Hat er auch sein Hauptwerk nicht Wiederholt ist an dieser Stelle der deutsch- russische werden, zumal auch diejenigen westlichen Landarbeiter ersetzt vollendet, so konnte er sicher sein, daß sein ebenbürtiger KampfHandelsvertrag Gegenstand eingehender Betrachtungen gewerden müssen, die sich ihrerseits der Industrie zuwenden genosse Friedrich Engels sein wissenschaftliches Testament dem wesen und namentlich ist hingewiesen worden auf den werden. Da die Agrarier aber das einzige Mittel, die Proletariate zugänglich machen werde. Sein politisches Hanptgrund, der unsere Genossen in der Fraktion bestimmt, deutschen Arbeiter an ihre Besizungen zu knüpfen, nämlich Testament hat die eifrigsten Testamentsvollstrecker in der klassendie Entscheidung zu Gunsten des Handelsvertrages zu höhere Lohnzahlung und Gewährung besserer Lebens bewußten Arbeiterschaft gefunden. Einig und zielbewußt geht lenken, nämlich die Verbilligung des Brotkornes und die bedingungen, nach der Herabsetzung der Lebensmittelzölle die Arbeiterklasse den von Karl Marx vorgezeichneten Weg. daraus zu erwartende wenn auch nicht erhebliche positive unter Hinweis auf den verminderten Ertrag in noch ge= Befferung in der Lebenshaltung weitester Kreise unseres ringerem Maße als bisher anwenden werden, so werden sie Jedes Jahr, das nach seinem Tode verflossen ist, sind die Arbeiter Aber dies ist nicht die einzige sozialpolitische fich genöthigt sehen, in immer größeren Mengen slavische weiter fortgeschritten, immer mehr nähern sie sich dem Ziele und Folge, die dieser Akt nach sich ziehen wird, und wir wollen Arbeiter aus Rußland heranzuziehen. Und das wird ihnen zeigen sich so würdig eines so gewaltigen Pfadfinders, wie es daher versuchen, noch einige andere, die uns wichtig er um so leichter, als der strenge Abschluß der deutschen Grenze Karl Mary war. scheinen, und die in naher Zeit dringende und schwere gegen russische Arbeiter gänzlich fällt. Diese Einwanderung In seiner heutigen Sikung erledigte der Reich 3Aufgaben an die Partei stellen werden, zu beleuchten. oder Heranziehung von billigen, lohndrückenden Arbeitskräften tag zunächst den Rest der zweiten Lesung des Etats. Manches entnehmen wir einem Leitartikel, den Professor verstärkt aber noch mehr die erwähnte Tendenz der deutschen Ar- Die Langeweile der Berathungen wurde dreimal unterbrochen. von Schulze- Gaevernig in Nr. 23 des" Sozialpolitischen beiter jener Gegenden, sich den Industriebezirken oder den Rüben- Das erste Mal durch den sozialdemokratischen Antrag, die Zentralblatts" veröffentlicht hat. ländern jenseits der Elbe zuzuwenden. Wir werden also Empfänger der Schnaps- Liebesgabe namhaft zu machen, und Die deutsche Exportindustrie wird durch die Wieder- eine relative und absolute Vermehrung des Slave n- die Namen mit den empfangenen Summen zu veröffentlichen. erschließung des bedeutenden russischen Marktes einen thums und eine dementsprechende relative und absolute Dieser Antrag, der von Schoenlant begründet ward, wirkte starten Ausporn zu weiterer Entfaltung erhalten, die un- Abnahme des Deutschthums im Often unseres auf die Herren Agravier wie Musik auf einen von Salonmittelbar auch das Streben nach technischem Fortschritt im Landes zu erwarten haben. fultur unbeleckten Hofhund. Sie schnitten die fürchterlichsten Produktionsprozeß erhöhen wird. Dieser technische Fort- Welche Aufgaben ergeben sich nun für die sozialdemo- Grimassen und wurden erst dann einigermaßen beruhigt, schritt besteht in zweierlei: in Konzentrirung der Betriebe fratische Partei Deutschlands? als der Herr Staatssekretär der Finanzen gnädig erklärte, und fortschreitender Anwendung und Verbesserung von Bunächst müssen alle die aus dem Often der Industrie die Regierung werde für eine solche ich warze Lifte" Maschinen. Nach unserer wissenschaftlichen Erkenntniß zuströmenden deutschen Arbeiter sofort in die festen Kadres oder Prostriptionsliste" nicht zu haben sein. bilden aber diese beiden Vorgänge die Voraussetzung der unserer Organisation aufgenommen werden, denen sie bisher Von der Entrüstung des Herrn Regierungsvertreters wirthschaftlichen und sozialen Emporentwicklung der ar- wohl zum größten Theile fern standen. Sodann ist aber über schwarze Listen" und" Prostriptionslisten" nahm der beitenden Klassen, indem nämlich erst der Großbetrieb eine das Bestreben unserer polnischen Genossen sozialdemokratische Redner gebührend Att und sprach sein thatkräftige Arbeiterschutz- Gesetzgebung ermöglicht. Ein Auf- energisch zu unterstüßen, die ihrerseits die Organisation Bedauern aus, daß diese Entrüstung sich nicht auch äußere, schwung der Lohnverhältnisse aber ist der beste Bundesgenosse unter den einwandernden Landsleuten mit verstärktem Eifer wo es gelte, Arbeiter zu schüßen. der Organisationen, die sich in solchen Zeiten stets zu kräftigen aufzunehmen haben werden. Die angedeuteten Verände Dann gab es einen erheiternden Sturm im Glase pflegen. rungen in der Struktur unserer Bevölkerung müssen Waffer, als Singer unseren ablehnenden Standpunkt in der Die sozialpolitischen Folgen würden also für die unbedingt im weitesten Maße für unsere Partei ausgenügt Frage des Kaiser Wilhelm Denkmals darlegte. Herr industriellen Arbeiter zunächst wahrscheinlich wesentlich werden, was bei den großen Hilfsmitteln, die uns zu Ge- v. Bennigsen entdeckte bei dieser Gelegenheit, daß die Sozialgünstig sein. bote stehen oder die wir noch aufbieten tönnen, sicherlich demokratie nicht monarchisch sei. Und wenn seinem naiven Auf die agraren Verhältnisse würde der Vertrag info- auch gelingen wird. Erstaunen einige Tröpflein denunziatorischen Dels beifern einwirken, als er eine Stärkung des bäuerlichen Aber die Agitation und Belehrung muß auch ganz gemischt waren, so that das der Komit der Szene( siehe Elements gegenüber der Grundherrschaft veranlassen würde, besonders eindringlich und sorgfältig betrieben werden, denn unten) keinen Abbruch. meint Prof. v. Schulze: denn der Aufschwung der Industrie wir wollen nicht versäumen, schon jetzt darauf hinzuweisen, Der dritte Zwischenfall wurde durch die Abstimmung bewirte eine vermehrte Nachfrage gerade nach jenen Pro- daß dem zu erwartenden Aufschwung unserer Industrie über den Aviso Falke herbeigeführt. Die erste dukten, welche die bäuerliche Wirthschaft hervorzubringen eine schwere Krisis bald mit Sicherheit nach vorigen Freitag war, wie man sich erinnern wird, nicht pflegt. Wir wollen darauf nicht weiter eingehen, da es für folgen wird. Diese Zeit der wirthschaftlichen Depression giltig gewesen, weil sich bei dem Hammelsprung die Beschlußuns weniger Bedeutung hat und vielmehr betrachten, wie wird voraussichtlich die heutige an Schwere bedeutend über- unfähigkeit des Reichstags herausstellte. Infolge dessen war sich die Neuerungen zu den Interessen des Großgrund- treffen und die stärksten Anforderungen an die Ueber eine zweite Abstimmung nothwendig geworden. Ueber dieser befizes( und zwar des östlichen, der hier zunächst allein in zeugungstreue des Einzelnen und an die Leistungsfähigkeit schwebte mum wieder ein Unstern. Ein Antrag auf namentliche Frage kommt) verhalten werden. der Organisationen stellen. Abstimmung begegnete formalen Bedenken; nachdem das erste Wahrscheinlich ist, daß der industrielle Aufschwung sich Darum also auf zu energischer und zielbewußter Thätig- Mal die Abstimmung teine namentliche gewesen, könne ste sehr bald zeigen wird, da die Fabrikanten sich schnell auf teit! Das sei der Ruf, mit dem wir den deutsch- russischen auch das zweite Mal nicht eine namentliche sein, einen neuen Markt zu stürzen pflegen und einander den Rang Handelsvertrag begrüßen. verstoße gegen die Geschäftsordnung. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. [ Alle Rechte vorbehalten [ 67 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Sophia's Vermuthungen waren richtig gewesen und bestätigten sich bis auf eine. Die Männer, die sie im Morgengrauen da aufwärts schreiten gesehen, waren Atschin und Dodukoff gewesen, sie trugen den Explosivstoff mit sich. Daß Lazar laut ihren Namen gerufen hatte, war eine Täuschung, er hatte nur, als er am Hause vorbeiging, in all' der Intensität seiner Sehnsucht ihrer gedacht. Mit ruhigen, gleichmäßigen Schritten waren sie zwischen Wiesen und Weingärten dem Zürichberg entgegen geschritten. Es war noch ganz stille, tein Summen der Insekten, tein Vogelruf, nichts rührte sich. Auch sie sprachen kein Wort. Die Luft war talt und feucht. Der Wiesenrain mit den darüber gelagerten Sommerfäden schimmerte wie Wasser, und die Kleider und die Haare der Männer und Alles, was aus dem Nebel hervortauchte, troff und glänzte vor Nässe: es war grade, als gingen sie im Wasser herum. Atschin schauerte unter dieser Morgenfrische einmal zufammen... Und dichter fiel der Nebel ein und wurde weißer und wallender, alle Gegenstände ringsum mit seinen langsam ziehenden Schleiern umhüllend. Gegen Often, wo jetzt die aufsteigende Sonne mit einem röthlichen Schimmer den Aether zu erleuchten begann, trieb dieser Sput sein Spiel am tollsten. Da ballten % sich die Nebel immer phantastischer zusammen und ihre sich verdichtenden Massen schienen der Sonne den Durchbruch zu wehren. Majestätisch streben sie empor; es ist wie ein ungeheurer Leib, von weißen, flatternden Gewändern umhüllt, darauf ein mächtiger Kopf, auf dem plötzlich eine goldene Krone fich thürmt. Und höher wächst das Gebilde und höher, es ragt bis in den Himmel hinein! Aber siehe, nach unten zeigen sich klaffende Nisse da einer dort einer die Basis ist schon gelockert.. -" vont das Die Explosion läßt die Beiden zurückspringen, dabei entfällt den vor Kälte steifen Händen Atschins die Flasche. In demselben Augenblick erschüttert eine furchtbare Detonation die Luft. Die Erde ist aufgewühlt, Gebüsche wanken, Steine fliegen umher... Und da ist ein Flattern und Kreischen und Schreien der Vögel, die aus dem Bereiche so furchtbarer Gewalten sich retten wollen. Er kommt zu sich und öffnet die Augen... er kann denken und athmen... aber sein Bein ist verstümmelt. Auf den Armen versucht er sich zu erheben und nach dem Freunde zu blicken. Aber Diejenigen, die davon grausam getroffen waren, sind lautlos zu Boden gesunken, Beide tödtlich verwundet. Lazar ist nach rückwärts gegen den Bach gesunken, die rechte Hand ruht im Wasser und die kleinen Wellchen be Die Strahlen des Lichts aber, die zuerst die Krone so rühren sie schmeichelnd. schön vergoldet, beginnen das Phantom zu verzehren- das Haupt fällt in sich zusammen der Leib wird machtvoll gegen die Erde gedrückt.- Tiefer und tiefer sinken die Nebel es dauert nicht lange, so sind sie auf gelöst und düngen als befruchtender Thau die Erde. Starr vor Entsetzen bleiben seine Augen auf ihn geEr weiß ganz gut, Unmenschen gegenüber, die Flinten heftet. Beide Beine sind ihm buchstäblich zerfeht, fast vom tragen, heißt es vorsichtig sein und aufpassen. Er ist unter Leibe geriffen... ein grauenhafter Anblick. Er sucht sich den Vögeln des Waldes als der Warner bekannt und ge- ihm zu nähern, aber ein weiterer Blick belehrt ihn, daß er schäßt; auch er hat seinen Ehrgeiz so gut wie andere und hier nichts vermöge. will sein Renommee sich erhalten. Er bemerkt, daß sie etwas Atschin mein Bruder", stammelt er, vergehend in Glänzendes in ihren Händen halten, metallisch blißt es auf Mitleid und Schmerz. in der Sonne. Atschin hebt mühsam die Lider und sieht ihn an. Muth, Bruder!" ruft Lazar ihm zu, ich fann mich bewegen ich schaffe Dir Hilfe-sie sollen Dich nicht finden!" Ein Blick des Einverständnisses bricht wie ein Bliz aus diesen sich verdunkelnden Augen, und wie ein sterbender Feldherr seine Kräfte zusammenrafft zu einem letzten Die zuckende Hand Atschins hatte einen Tropfen des Kommandowort, sagt er: Bertilgt alle Spuren-" Er Sprengstoffes verschüttet, unglücklicher Weise war er auf schließt die Augen und wird bewußtlos. einen Stein gefallen und explodirte." Lazar zögert nur einen Augenblick. Wie Atschin er" Das ist ein Flintenlauf," denkt er; für einen Seher tann es nichts anderes sein, und jäh und kreischend stößt er den Warnungsruf aus. Rätsch- Räh- Räh!" ertönt es im Rücken Atschine mit der Deutlichkeit einer Menschenstimme. Und ein Knall antwortet, einem Pistolenschuß gleich. " Raum war diese Schwierigkeit aus dem Wege ge- weiß namentlich auch das deutsche Volk, welches den Sozial-| Bombenschreckens hat die französische Kammermajorität räumt, so tauchte eine viel ernsthaftere auf: es war vergessen demokraten bei jeder Wahl nach Verdienst" mehr feine Luft, an den reaktionären Grundlagen der Verfassung worden, die Abstimmung auf die gedruckte Tagesordnung zu Stimmen giebt. zu rütteln. Im Gegentheil sie ist eher in der sezen. Der Präsident erklärte: Ich habe gestern, bei Fest- Rip van Winkle aber rieb sich die schlaftrunkenen Stimmung, dieselben noch reaktionärer zu machen. Das setzung der Tagesordnung, diese Abstimmung erwähnt, und Augen- und hat noch nicht begriffen. liberale Bürgerthum ist überhaupt heutzutage in Frankreich die mündliche Tagesordnung ist die maßgebende, nicht die gedruckte." Nachdem der Abg. Richter seinen Antrag auf uns weiter folgende Mittheilung aus Dresden gemacht: wenn die Arbeiterklasse eine ausschlaggebende Machtstellung Zum Kapitel des militärischen Chrgefühle wird ebensogut wie in England außer stande, eine ernsthafte VerDas kann erst geschehen, fassungsrevision vorzunehmen. aamentliche Abstimmung zurückgezogen hatte, verwarf er Reichstag in beschlußfähigem Hammelsprung, den Aviso und Besiker verschiedener Grundstücke in und um Dresden, Ein dortiger Kaufmann, Chef eines Engrosgeschäfts im Staate erlangt hat. " Falke" mit 157 gegen 127 Stimmen, also mit einer noch fuhr am 23. November v. J. auf der Pferdebahn in Dresden, der französischen Kammer über den Antrag Goblet auslaufen Und so wird denn die noch nicht beendigte- Debatte größeren Majorität als das erste Mal. Die dritte Lesung des Gesetzes betr. den Identitäts- auf der er mehrere Bekannte traf. Er ließ sich mit diesen der französischen Kanımer über den Antrag Goblet auslaufen wie das Hornberger Schießen. nachweis, das angenommen wurde, verlief ohne nennens in ein Gespräch ein und erzählte ihnen als Neuestes, daß wie das Hornberger Schießen. werthen Zwischenfall. Die Finanz Kommission der italienischen er soeben im Dresdener Journal" gelesen, daß der Landtag 100 000 Mark zur Heirath des Prinzent Johann Georg Deputirtentammer beschloß, die Berathungen geMorgen wird die dritte Lesung des Etats durchge bewilligen solle. Dabei machte der Kaufmann die Beheim zu halten. Das wird, soweit dies überhaupt noch peitscht" übermorgen die dritte Lesung des Handelsvermerkung, daß er das nicht billige und der Meinung sei, daß möglich ist, das Mißtrauen gegen die italienischen Finanzder junge Mann nicht eher heirathen solle, als bis er pläne blos vermehren. Zusammensetzung des Reichstages und Preußischen die nöthigen Mittel besige. Zwei Tage darauf wurde der Lord Rosebery ist nicht der Glückspilz, als den ihn Abgeordnetenhauses. Von Josef Kürschner, dem Kaufmann verhaftet und eine Untersuchung gegen ihn ein- eine fpeichelleckerische Bresse gepriesen hat. Er hat schon Herausgeber des kleinen Taschenbüchelchens:" Der deutsche geleitet, weil er den Prinzen schwer beleidigt habe. Es eine parlamentarische Niederlage erlitten. Sein zu diploReichstag", das Porträts und biographische Notizen von wurden ihm Worte unterstellt, die er nicht gebraucht hatte, matisches Vorgehen hat den Radikalen nicht gefallen und sämmtlichen Reichstagsmitgliedern bringt, ist jetzt in gleichem wie er durch seine Zeugen beweisen konnte. Die Sache Labouchère, der Führer der Unzufriedenen, beantragte gestern Format ein Handbuch über das Preußische Abgeordnetenhaus wurde seitdem( 26. November 1893) nicht weiter verfolgt. Nacht ein Amendement, das die Abschaffung des Oberhauses erschienen. In der Einleitung wird eine vergleichende Tabelle Der Mann aber, der Anzeige gemacht, war und das ist befürwortete; und dieses Amendement wurde von den Raüber die Berufszufammensetzungen des Reichstages und Ab- wichtig zu konstatiren der Leibarzt des Königs ein difalen und Irländern mit 147 gegen 145 Regierungsgeordnetenhauses mitgetheilt. Es geht daraus hervor, Militär- Dr. Jacoby, der sich auf der Pferdebahn it immen angenommen, während die Opposition Dr. Jacoby, der sich auf der Pferdebahn it immen angenommen, während die Opposition daß dem Abgeordnetenhause, das auf dem Dreiklaffen- Wahl- befunden hatte. Einen Kommentar zu dieser Thatsache unter- lächelnd dem häuslichen Streit" zusah. Die liberale Masystem beruht, seine Zusammensetzung einen weit bureau- lassen wir. jorität ist also aus dem Leim; und braucht Herr Rosebery fratischeren Charakter aufprägt, als ihn der Reichstag trägt. trags. Und dann Ferien. -A Gutsbesitzer und Juristen überwiegen in beiden Häusern Die württembergische Kammer der Abgeordneten auch nicht zurückzutreten, so wird er der Auflösung des weitans. Jm Abgeordnetenhause bilden sogar die Juristen genehmigte in ihrer heutigen Abendsigung einstimmig die Unterhauses doch nicht mehr lange aus dem Wege gehen die entschiedene Mehrheit, es sind 53 pct., während im Nothstands Vorlage, betreffend die Bewilligung können.- 6.wa: im 3: usillad Reichstag nur 372 pet. Juristen sind; Gutsbesitzer und Land: von 410 000 M. Unterstützung an Gemeinden und einzelne In Norwegen macht die radikale Opposition der Rewirthe zählt das Abgeordnetenhaus 40 pCt., der Reichstag nothleidende Landwirthe. Im Laufe der Debatte wies der gierung das Leben recht fauer, fie lehnt alles ab, was die 37 pet., nächstdem find im Abgeordnetenhause vertreten Juſtizminister Dr. v. Faber darauf hin, daß 2753 Gnaden Macht der Regierung stärken könnte. Da die Radikalen die Militärs mit 14 pCt., der Reichstag hat deren gesuche für Wald frevel- Strafen eingelaufen seien, die Majorität haben, dürfte das konservative Ministerium, 9 pCt. Im Reichstag überwiegen dagegen die Schriftsteller benen fast sämmtlich stattgegeben wurde; es feien 86 pt. obgleich es vom König gegen den ausgesprochenen Willen mit 10 pCt.( Abgeordnetenhaus 2 p6t.); die Bürger- bereits erkannter Strafen nachgelassen worden. des Volkes gestützt wird, bald ausgespielt haben. meister und Gemeindebeamten mit 6 pCt.( Abg. 1 pt.); die Geistlichen mit 7 pCt.( Abg. 3 pCt.); Kaufleute mit 7 pct.( Abg. 3 pCt.). Die übrigen Mitglieder beider Häuser verzetteln sich auf eine große Anzahl verschiedener Berufe. Abeiter, von denen die Sozialdemokratie eine größere Zahl in den Reichstag geschickt hat, giebt es im Abgeordnetenhause gar nicht. Also auch aus dieser Statistik geht flar hervor, daß das elendeste und widerfinnigste aller Wahlsysteme" vielen von der Regierung mehr oder weniger abhängige Mandate verschafft, die bei einem besseren Wahlsystem unabhängigen Männern zugefallen wären. Bei der Neichstage Erfahwahl in Meserit Bomst dürfte es zu einer Stichwahl zwischen Polen und Freitonservativen kommen.- denial C Dementirt wird das Gerücht vom Rücktritt des Herrn v. Bötticher. Herr v. Koscielski will in seinem früheren Wahl freise wieder kandidiren. Lächelnden Mundes sagte Bebel dem erstaunten Rip van Winkle: Aber, daß wir nicht monarchisch sind, das weiß die Welt, seit sie Sozialdemokraten kennt und das Die Militarifirung der Presse scheint nun auch versucht zu werden, indem man Reserveoffiziere, welche als Redakteure und Verleger von Zeitungen thätig find, für die Haltung der betreffenden Blätter zur Rechenschaft zu ziehen sucht. So hat man, wie die Berliner Zeitung" erfährt, den Verleger des„ Kladderatsch", Herrn Rudolf Hofmann, der dem Kieler Marinebataillon als Reserve offizier angehört, wegen der Haltung des„ Kladderadatsch" der Militärvorlage gegenüber vor ein Ehrengericht berufen. Er konnte sich damit rechtfertigen", daß er auf die Re: daktion des Blattes feinen Einfluß habe. des Militarismus ein Ende machen? Wir glauben nicht Wann wird man endlich den zügellosen Uebergriffen so bald, denn die Herran Reserve- Offiziere und die, welche gerne Reserve Offiziere werden wollten, find Stüßen des Militarismus und mächtig im Reichstage. # " Brasilien. Die Flotte der Insurgenten im Hafen von Rio de Janeiro hat sich nach kurzem Kampfe ergeben; die Offiziere waren vor dem Kampf schon feig ausgeriffen. Parlamentarisches. Antisemitischer Antrag betr. die Beschränkung der Konsumvereine. Die Abgg. Dr. König, Bimmermann und Gen. baben im Reichstage den Antrag gestellt, die verbündeten Regierungen aufzufordern, einen Gefeßentwurf vorzulegen, wonach boten wird und die schon bestehenden Konsumvereine oder Vertaatlichen Betrieben die Gründung von Konsumvereinen oder Verkaufsgenossenschaften vertaufsgenossenschaften solcher Betriebe aufgehoben werden. Parteinachrichten. * " " Deutsche Kultur in Afrika. Die ausgepeitschten Dahomeh Weiber, deren Männer wegen der Auspeitschung meuterten und dann zur Strafe" gehängt Beitung" 40-50 000 Menschen theilgenommen. An der Wiener Märzfeier haben nach der ArbeiterDie Untergrabung des monarchischen Gefühls in wurden, sind von der Kolonialregierung zu lebens. Preußen wurde in den letzten Wochen nud Tagen von den länglicher 8wangsarbeit begnadigt" worden, Ein allgemeiner Wiener Vereinstag, auf dem eine ReKonservativen und Antisemiten aufs gründlichste betrieben; also zu schlimmerer Sklaverei, als der, aus welcher sie begelung der Feftlichkeiten und eine Reform bes Tanzunterrichtes wider ihren Willen helfen die Gegner einer neuen Welt- freit" worden. Weshalb bestraft? Weil sie schmachvoll angeregt werden soll, ist für den 25. März 1894 einberufen. behandelt wurden. Schon manchmal glaubten wir, der ordnung dieselbe herbeizuführen. Abgrund der Schande sei in Afrika erreicht, und immer Parteipresse nud Parteibeiträge. Der Vorwärts" widmet Ein richtiger Rip van Winkle ist Herr v. Ben geht's noch tiefer.oods schied mod den Delegirten des jüngst stattgehabten Parteitags für Bremen nigjen. Ja noch ein verbesserter, denn während das und benachbarte Wabltreise, welche den Wunsch geholländisch- amerikanische Original nur 7 Jahre lang schlief, hieß die Tagesordnung von drei großen Volksversamm- stützung die besonders für die ländliche Agitation werthvolle Die Wahlreform des Koalitiousministeriums, so äußert hatten, die Parteileitung möge durch finanzielle Unterbat die deutsche Kopie mehr als viermal sieben Jahre gelungen, die gestern Abend in Wien stattfanden. In den Nordwacht" vor dem Eingehen bewahren, eine recht eindringschlafen. Als Singer heute anläßlich der Geldforderung felben wurde das Wahlreform- Projekt der Regierung ent- liche Strafpredigt, in welcher er den Sündern besonders zu Gefür das Kaiser Wilhelm- Denkmal im Namen unferer Frattion erklärte, daß wir Eozialdemokraten prin- Wahlrecht verlangt. schieden abgelehnt und das allgemeine, gleiche und direkte müthe zu führen fucht, daß, wenn sie eine Unterstützung der Tofalen Parteiblätter aus der Zentraltasse" wünschten, sie dabei zipiell für feine Monarchen- Denkmäler Geld bewilligen, ganz vergessen, daß dieser Kasse vorerst etwas zugeführt werden schlug der ewige Bufunftsminister plöglich die Augen auf, In der französischen Kammer tam vorgestern die müsse, ebe sie etwas ausgeben könne, daß aber gerade in dieser schante entsegt nach der Linken, und stieß den Schreckensruf Verfassungsrevision zur Sprache. Der ehemalige Beziehung der Bezirk des Parteitags äußerst schwach vertreten aus: Die Sozialdemokratie ist nicht monarchisch! Wehe! Minister Goblet, ein sozialistisch schillernder Radikaler, fei, ein solcher Wunsch also sagen wir gar keine Berechti Wehe!" Das Bolt wird die fürchterlichen Sünder nach Ver- stellte den schon lange von ihm angekündigten Antrag auf oder Wunsches bin, so gestatte ich mir, der Philippika des Vorgung habe. Da ich der eigentliche Beranlasser jenes Beschlusses dienst bestrafen! Revision und griff in seiner Rede namentlich den Senat wärts" einige Bemerkungen entgegenzustellen. und die monarchistische" Einrichtung der Präsidentschaft Ich gebe gern zu, daß die Ermahnungen des Vorwärts" in sehr heftig an. An einen greifbaren Erfolg war jedoch von der übergroßen Mehrheit der Fälle, in welchen es sich um Anvornherein nicht zu denken. Unter dem Eindruck des forderungen an die Parteikasse behufs Unterstützung eines wacklig gewordenen lokalen Parteiorgans 2c. handelt, ihre volle Berechti gung haben mögen. Aber nicht in allen Fällen haben sie eine solche Berechtigung und ganz gewiß nicht in dem hier vorliegenden Falle. Zunächst möchte ich dem Vorwärts" doch ins Gedächtniß rufen, daß es sich bei der Nordwacht" nicht um ein Lotalblatt, wenigstens nicht in den üblich engeren Sinne des Wortes handelt und weiter ist Nordwacht" durchaus feine leichtsinnige, ohne Vorhandensein der erforderlichen Existenzbedingungen begründete Unternehmung. Sie entsprach, noch unter dem Sozialistengeset begründet, nicht nur damals, sondern entspricht auch heute noch einem lebhaften Bedürfniß, war und ist heute noch in ganzen Provinzen des " Teufel, bald hätte ich mein Werk au mir selbst er- Reichs, in Schleswig- Holstein, Hannover, den Mecklenburgs und Oldenburg, in Stadt und Land das verbreitetste, ja einzige Ohne Dich des Gelingens erfreuen zu können." Arbeiterblatt, ein Blatt, welches zu einem wesentlichen Theile Er ist von innerlicher Ungeduld verzehrt, und von" Das wäre allerdings schade, und um so schlimmer, da den mächtigen Aufschwung unserer Bewegung in diesen Theilen Minute zu Minute steigert sich die heiße Angst, seine mit dem Erfinder die kostbare Erfindung zugleich verloren Deutschlands bewirkte. Dies starte Anwachsen unserer Partei verursachte es bekanntlich dann, daß in den größeren Städten Kräfte tönnten versagen. ginge." des Verbreitungsgebiets der Nordwacht" an stelle dieser, welche Die über das unsicherste Pröbeln bisher nicht hinaus die streng lokalen Bedürfnisse der Leser doch weniger befriedigen gediehen ist." fonnte, hier und da Tagesblätter erschienen und die„ Nordwacht" So befpöttelten sie sich gegenseitig in faltem Bynismus. so nach und nach die Städte Bremen, Bremerhaven, Geestemünde, Da ist der Tobel," sagte Atschin, sie nennen ihn hier Riel( und zahlreiche andere Orte Schleswig- Holsteins), Schwerin Betertobel." und schließlich noch Lübeck und damit einen erheblichen Theil ihrer Abonnenten verfor. Beide traten an den Rand und sahen hinab. Aber auf dem Lande und in den Die Böschung war steil und wild verwachsen, Alles feunt auch er die ganze Größe der Gefahr, die für alle Freunde und Emigrirte heraufbeschworen würde, sobald dieser verunglückte Bersuch bekannt würde. Atschin mußte fortgebracht, die Freunde mußten benach richtigt und alle Spuren verwischt werden, ehe die Polizei Wind betam. Er will all seine Kräfte daran segen und sollte er bei dem Versuch zu Grunde gehen. Mit den Händen sich anhaltend, mit den Armen sich stützend, klimmt er den Graben aufwärts. Er schleppt sich durch den Wald in seiner schweren Verwundung, mühsam, unter tausend Schmerzen. Von Zeit zu Zeit hält er inne, er muß ruhen, er kann nicht mehr flehend faltet er die Hände, nach Hilfe begehrend, und fürchtet doch nichts so sehr, als einem Menschen zu begegnen, der sich seiner erbarmte. Sind wir noch weit von dem Drt, den Du Dir aus gesucht haft?" fragte Lazar. " Nein einige Schritte noch", entgegnete Atschin, dessen schmale Brust teuchte, aber um so hastiger strebte er vorwärts. Da strauchelte sein Fuß über eine hervorstehende Baumwurzel. Lazar faßte ihn rasch am Arme. Borsichtig, Du trägst die Flasche." probt." Und er rutscht weiter; nur mit den Händen hilft er den sich vorwärts. Er verläßt den Wald und hat endlich die Siraße erreicht, eine breite Blutspur zurücklassend. Sie wird mich verrathen und ihn!" seufzt er. Er fühlt, wie er matter und matter wird und bleibt endlich liegen:„ Auch mit mir ist's zu Ende..." Im Petertobel aber schreien die Vögel noch immer aufgeregt durcheinander. Was sich da ereignete, war etwas so Ungewöhnliches, fie können sich's gar nicht erklären. Von den Zweigen einiger junger Buchen schauen sie mit ihren Klugen, scharfen Augen herab, nach dem Mann, der da liegt. Die jungen Männer, die diese Vision geschaut, begegneten sich in demselben Gedanken, fie lächelten Beide. Die Sonne ist hinter den bewaldeten Höhen emporgestiegen. Wie das Alles glänzt und gligert in der farbigen Bracht eines Sommermorgens. Sie stehen am Rande des Waldes, in dem ein tausendfältiges Leben erwacht ist. Sie treten unter die Bäume und gehen weglos im Walde weiter. war naß vom Thau. Ich weiß nicht, weshalb mir da hinunter sollen?" versetzte Lazar und zuckte mit den Achseln. „ Um vor Störungen ficher zu sein, auch wird die Detonation da unten fast unhörbar verhallen, die pflanzenbewachsenen Wände verschlingen den Ton." Gut, dann gehen wir hinab... aber gieb mir die Flasche." Atschin blickte zornig auf: Hältst Du Dich für gefeit? Nein, mein Lieber, ich kenne feine Angst, wer eine Welt in Trümmer legen will, darf seine eigenen Beine nicht schonen und die Manipulation hier ist meine Sache." Er sagte es feft und rauh, und Fuß um Fuß feßend, begann er die Böschung langsam hinab zu steigen. Lazar folgte ihm. " die leinen Orten jener Provinzen, vielleicht mit Ausnahme Schleswig- Holsteins, ist die„ Nordwacht" heute noch überall verbreitet und sie würde, wie ich glaube, auch heute noch sehr wohl befteben können, wenn nicht eben ihre Verbreitung über eine Ungabl fleiner und fleinster Orte im nordwestlichen Deutschland die Expeditionskosten zc. ganz unverhältnißmäßig hoch gestalteten. Aber in dieser ausgedehnten Verbreitung des Blattes fiber weite ländliche Gebiete liegt andererseits gerade wieder der hohe Werth desselben, denn diese Verbreitung schafft uns Anknüpfungs punkte für unsere Agitation in sonst ganz unzugänglichen Gegenden, schafft überall die Möglichkeit eines planmäßigen Wirkens, eines engeren Zusammenhanges der schriftlichen wie mündlichen Agitation, ganz abgesehen von anderen, offenkundigen Vortheilen für unsere Sache. Diese besonderen Verhältnisse erklären es, wie ich meine, zur Genüge, daß die Delegirten des in Bremen stattgehabten Parteitages einstimmig in der Meinung waren, daß es fich bei der „ Nordwacht" nicht um die Erhaltung eines Lokalblattes handele, sondern um einen wesentlichen und wichtigen Faktor für die stets und mit Recht als befanders nothwendig und wichtig betonte Unten angekommen, wählten sie ihren Play. " Ganz vortrefflich," rief Atschin, höchst geeignet für Agitation auf dem Lande. unsere Versuchsstation." ( Fortsetzung folgt.) ID 29 72CT Und da soll nun die Zentralfaffe helfen?" Ich war auf bem Parteitag dieser Meinung und bin auch durch die Abkanze rstot o sin is asid doint vibe lung, die der Vorwärts" dann vorgenommen, nicht eben anderen Es ist bis jetzt gelungen, alle zureisenden Weber von dem die Lippe'schen Biegelei- Arbeiter wegen ihrer Bedürfnißlosigkeit Sinnes geworden. Vorwärts" meint allerdings, man könne ernsten Kampfe zu unterrichten, sodaß noch keiner in Arbeit steht unter der Arbeiterschaft verrufen und in den Ostprovinzen flieht von der Barteikasse nur wenig ach wie bezur Verfügung gestellt habe und um danach den Genossen des( 26. Februar), nur zwei Personen als Streifbrecher benüßen die Zuchtruthe des Junkers, um im Westen eine hier in Betracht tommenden Bezirks die volle Nichtberechtigung laffen. scheidene Arbeitsgelegenheit zu suchen. Und Gegenden, welche ihres Anspruchs auf Hilfe möglichst niederschmetternd zum Be- E3 wird gebeten den 3uzug strengsten3 fern von Menschen, die gewiß nicht verwöhnt waren, verlassen wußtsein zu bringen, hat er sich die gewiß dankenswerthe Mühe zu halten und die Kämpfenden fräftigst zu unterstützen. Alle werden mußten, wurden und werden mit Strafgefangenen vergemacht, herauszurechnen, daß jener Bezirk in den legten drei Sendungen sind zu richten an Frd. Geyer u. Comp. in Großenhain. sorgt. Ist es da ein Wunder, wenn der entlassene Sträfling die wie Summa summarum Das Streittomitee. vorgebliche Fürsorge übel belohnt und als„ Rückfälliger" wieder NB. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. ins Zuchthaus zurückkehrt? Monaten an die Barteikaffe ich für sich iſt der Say, daß der 200 HO ins Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 36. Sigung vom 14. März 11 Uhr. Am Regierungstische: Graf zu Gulenburg, von Schelling, Boise. In erster und zweiter Berathung werden die Gefeßentwürfe, betreffend die Errichtung eines Amtsgerichts in Ronsdorf; die Gefeßentwürfe, den 16. März, Abends betreffend die Geltung des Ausgsgeseges zum deutschen Gerichtsverfassungsgesetz in Helgoland; betreffend den Handel mit Antheilen und Abschnitten von Loosen zu Privatlotterien und Ausspielungen; betreffend die Abänderung von Amtsgerichtsbezirken ohne erhebliche Debatte angenommen. Die Agitations Rommission erklärt. 6,18 M. abgeführt habe. An und Parteitasse nur das entnommen werden könne, was ihr vorher Achtung, Schneider und Schneiderinnen! einverleibt worden ist, allerdings von verblüffender Wahr- Nachdem eine Anzahl Geschäfte den im vorigen Jahre era heit. S Aber wenn wir die Anschauung des„ Vorwärts" rungenen Tarif aufrecht erhalten, ein anderer Theil sich durch von der Art, wie die Parteigelder zu verwenden seien, praktisch Buschrift verpflichtet, denselben wieder vollständig innezuhalten, durchführen wollten, tamen wir doch wohl zu den lächerlichsten ferner Reubewilligungen hinzugekommen sind, so fordern wir Konsequenzen, denn da dürften wir die meist von den großen unsere sämmtlichen Kollegen auf, für die ftritte Bahlung nach Städten aufgebrachten Parteimittel nur für diese und bei Leibe dem Tarif zu wirken. Zur Vorberathung der Stellung, welche nicht für die rückständigen Landgebiete, die finanziell wenig den Gefchäften gegenüber einzunehmen ist, welche bisher entweder oder gar nichts leisten, aufwenden. Natürlich will der feinen Tarif haben Natürlich will der feinen Tarif haben oder auch nach dem im Vorjahre anerkannten Borwärts" folches durchaus nicht, er hat sich nur von seinem Tarif nicht zahlen, tagt am Freitag, Sa Eifer, die starken Anforderungen an die Parteitasse ein wenig 81/2 Uhr, im Restaurant Freygang, Schüßenftr. 18/19, eine abzuwehren, zu weit führen lassen und dabei über das Biel Werkstatt- und Geschäfts- Delegirtenfigung. Wir fordern die hinausgeschossen. Man fann mir entgegenhalten, daß in der Frage der Er- Kollegen der in betracht kommenden Geschäfte auf, in dieser Sizung zu erscheinen. haltung der Nordwacht" ja auch größere Orte, wie Geestemünde Der Nachweis über die Verwendung des Dispositionsfonds und besonders Bremen in Betracht tämen, worauf ich bemerke, der Schneider und id Schneiderinnen Berlins. im Extra- Ordinarium des Etats der Eisenbahnverwaltung für daß beide Orte schon ein Lokalblatt zu erhalten haben und daher Zum Schneiderftreik wird aus Riel gemeldet: G1892/ 93 wird auf Antrag des Berichterstatters der Budgetwendungen, auch für ländliche Agitation noch ein ständig er- betheiligten sich an demselben 135 Schneider und eine Schneiderin. tommission Abg. Sattler durch Kenntnißnahme für erledigt fcheinendes Blatt für die umliegenden Provinzen zu erhalten. Von diesen find 95 verheirathet und haben 175 Kinder zu er Und ganz beiläufig bemerke ich gegenüber den Bemühungen des nähren. 35 Schneider haben bereits die Stadt verlassen und Vorwärts", die finanziellen Leistungen unseres Parteibezirts in andere werden diesem Beispiele folgen. Für die Arbeitgeber Ruhegehalt der Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlichen nichtein recht helles Licht zu sehen, daß, soweit hier der Bremische hat der Streit schon seine unangenehmen Folgen gehabt, weshalb staatlichen mittleren Schulen und die Fürsorge für ihre Hinter Wahlkreis speziell in Betracht komnit, dieser durchaus nicht hinter sie an das Gewerbegericht herantraten, um daselbst ein Schieds. bliebenen. Die Abg. Jäckel( freif. Bp.) beantragt die Zurückverweisung an anderen zum Theil erheblich größeren städtischen Kreisen gericht zu bilden und sich dem Spruche deffelben zu fügen. zurüdsteht, im Gegentheil bisher die meisten dieser Kreise Arbeitnehmer sind auf diesen Vorschlag eingegangen und haben die Kommission, was abgelehnt wird. übertraf, was dem Vorwärts" ein Blid in die Quit drei Rollegen zum Schiedsgericht gewählt. alo Darauf, wird der Gesetzentwurf in seinen einzelnen Theilen Die Lohnbewegung der Schneider in Stuttgart gelution: die Regierung aufzufordern, die Pensions- und Reliktenangenommen, ebenso eine von der Kommission beantragte Resotungen der Parteifaffe im Laufe der letzten drei Jahre beftätigen dürfte. winnt an Ausdehnung. Nach mehrfachen Versuchen, welche die Was dann meine Bedenken gegen die Gründung des Sozial- Schneidergesellen unternommen, um eine Einigung berbe izu verhältnisse der an öffentlichen nichtstaatlichen höheren Lehrder Vorwärts" meint, einfach durch den Hinweis darauf, daß giltig beschloffen, den Streit zu proklamiren. Das Streitfomitee die Abänderung des§ 211 des Allgemeinen Berggefeßes vom demokrat betrifft, so erledigen sich diese denn doch nicht, wie führen, und die refultatlos verlaufen sind, haben sie nun end- anstalten angestellten Lehrkräfte einheitlich zu regeln. Es folgt die zweite Berathung des Gefehentwurfs, betreffs felbiger auf Grund eines Parteitagsbeschlusses ins Leben trat. erläßt folgenden Aufruf: der rührenden Debatte angenommen. dem ab dem drei vorhergehende Parteitage den bezüglichen Antrag ab- Unternehmern auf gütlichem Wege eine Einigung herbeizuführen, gelehnt hatten, alterirt meine Meinung, daß die Begründung des scheiterte, wurde gestern Abend in einer start besuchten öffent. folgt die Berathung von Petitionen. Ueber die Petition des westfälischen Städtetages, auf den Sozialdemokrat" zunächst eine materielle Schädigung unserer lichen Schneiderversammlung der Streif proklamirt. Wir ersuchen baldigen Erlaß eines Gesetzes hinzuwirken, burch welches bie Lokalpresse bewirkt, durchaus nicht, die Thatsache, daß der deshalb die Kollegen von außerhalb, keine Arbeit aus Stuttgarter Nutzbarmachung neuer Apothekentonzessionen für die Gemeinden Sozialdemokrat" schon jetzt mehr wie zehntausend Abonnenten Geschäften anzunehmen und bitten alle zielbewußten Arbeiter, ermöglicht wird, geht das Haus zur Tagesordnung über. hat, ftüht meine Ansicht noch und wenn es mir auch selbst die Stuttgarter Schneider finanziell und moralisch zu unterstützen. ermöglicht wird, geht das Haus zur Tagesordnung über. Die Gemeinde Gaarden im Kreise Plön petitionist um verständlich nie einfallen würde, irgend etwas zu unternehmen, Gelder sind zu senden an G. Schumann, Wagnerstr. 88. was die Ausführung jenes Parteitagsbeschlusses hemmen oder Briefe und Anfragen nimmt entgegen G. Schlumberger, Gasthaus Stantine der kaiserlichen Werft zu der Gemeinde- Ginkommensteuer Aenderung der Gesezgebung dahin, daß die Heranziehung der schädigen tönnte, ich vielmehr auch meinerseits gern zum Gezumi Hirsch", Hirschstr. 14. Deiben des neuen Mitkämpfers beitrage, so habe ich ungeachtet Die Arbeiterblätter werden um Abbruck gebeten. ermöglicht werden kann. Die Gemeindekommission beantragt Uebergang zur Tages. deffen doch das Recht, meiner Meinung über das etwaige Un Der Ausstand bei der Neuen Wiener Tramway- ordnung. prattifche und Schädigende jenes Beschlusses offen Ausdruck Gesellschaft dauert fort. Die Ausständigen versuchten mehrfach, Abg. Groth( nl.) beantragt, die Petition der Regierung sur zu geben. die Nichtstreikenden an der Fortsetzung der Arbeit zu hindern, Berücksichtigung zu überweisen, da die Kantine den freien Ge Julius Bruhns. wobei es zu belanglosen Rubestörungen kam. werbetreibenden große Konkurrenz madhe. Iet( matt) " Dieser Beschluß, der vom letzten Parteitag gefaßt wurde, nach- laßt folgenden Aufruf: fekte abermalige Versuch, mit den 25. Juni 1865, dasselbe wird nach einer die Vorlage nicht beDie von der Direktion als unannehmbar bezeichneten Forde rungen der Arbeiter sind: 1. Einführung einer zwölfstündigen Arbeitszeit. 2. Minimallohn für alle Bediensteten von 1 fl. 80 fr. 2. bes ( 3 M.) per Tag. 3. Abschaffung des Stundenlohnes. 4. Die Busicherung, daß kein Bediensteter infolge dieses Lohnkampfes entlassen werden dürfe. Die Feilen- und Metallarbeiter werden von der österreichischen Metallarbeiter- Organisation aufmerksam gemacht, daß über die Werte der Firma Gebrüder Boyler u. Ro. in Sainfeld, Rapfenberg und Brudbach die Sperre verhängt wurde. Es Die Abgg. v. Buch( t.) und 6 Sattler( natl.) stimmen diesem Antrage zu, der erstere aber nur, weil er eine baldige Regelung der Frage der Kommunal- Besteuerung des Reichsfistus wünsche. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Glberfeld, 18. März. Was man nicht definiren fann, sieht man als groben Unfug an. Der verantwortliche Redakteur der Freien Presse", Genosse N. Lingweiler, hatte Der Regierungstommissar und der Abg. Schla heute Vormittag vor dem Untersuchungsrichter des fönigl. Amtsbis( ft.) sprechen für den Kommissionsantrag. gerichts eine Bernehmung in Sachen des Barmer Bierboykotts, Der Antrag des Abg. Groth wird angenommen. Der Verantwortliche soll durch Veröffentlichung einer Anzahl Ueber die Petition des Magistrats von Berlin um theilVersammlungsberichte über den Boykott, sowie durch den fett weise Rückerstattung des von der Stadtgemeinde Berlin gezahlten gedruckten Sah: Arbeiter, trinkt tein Dierichs Bier, Wahrt Euer Polizeit often- Pausch quantums beantragt die GeVersammlungsrecht 2.c", den§ 360 des D. Str.-G.-B. Abfah 11 meindekommission, zur Tagesordnung überzugehen, aber ber übertreten haben. Der Absatz lautet: Mit Geldstrafe bis zu 150 M. oder mit Haft wird bestraft:„ wer ungebührlicher Weise Bei der in Göppingen( Württemberg) am 12. März Regierung die Erwartung auszusprechen, daß mit der Verbesse ruheſtörenden Lärm erregt oder wer groben Unfug verübt." Diefer stattgefundenen Gewerbegerichtswahl fiegte die Liste der rung des nächtlichen Sicherheitsdienstes in Berlin baldthunlichst Begriff ist nun bekanntlich sehr dehnbar; wir wüßten nicht, daß eine Sozialdemokraten mit einer Majorität von 493 Stimmen über vorgegangen werde. Abg. Hermes( frf. Vg.) bedauert den Beschluß der KomGefährdung oder Beläftigung des Publikums durch unsere, sowie der die Hirsch- Dunckerschen. Und das Alles, trotzdem diese Armen mission, verzichtet aber darauf, den Antrag auf Ueberweisung Barmer Boykott- Kommiffion Stellung eingetreten wäre. Die fich der fräftigſten Beihilfe der Fabrikanten zu erfreuen hatten. Der Betition an die Regierung zur Berücksichtigung zu stellen, da Die ſich der fräftigſten Beihilfe der Fabritenten memmiſſion, Aufforderung, fich des Genusses von Dierichs Bier zu enthalten, es ist überall aus mit den Harmonieschalmeien. zu deffen Annahme aussichtslos fei. ist an diejenigen Bürger gerichtet, die sich als Arbeiter, als Klasse Nochmals der Militärboykott. Aus Döbeln in Der Kommissionsantrag wird angenommen. solidarisch erklären, diese sollen durch ihre Enthaltsamkeit herbei- Sachsen wurde auch von uns fürzlich berichtet, daß Soldaten, Die Petition des Apothekers Friederici in Friedenau führen, daß das Bentrallokal den Sozialdemokraten wieder zu die in bürgerlichen Geschäften solche Gegenstände fauften, die sie und Gen. um Wiederaufhebung des Ministerialerlaffes vom ihren Bersammlungen überlassen wird. Ein Druck auf das bier auch in dem Regiments- Konsumverein hätten entnehmen fönnen, 16. Januar 1892, betr. den zwangsweisen fonfessionellen Schultinkende Publikum ist in keiner Weise ausgeübt worden. Die bestraft worden seien. Der Garnisonskommandeur von Döbeln religionsunterricht der Diffidentenkinder, und die Kommission sowohl wie die Freie Presse" haben das Publikum stellt dies in einem Schreiben an den Stadtrath in Abrede, er Petition des Prof. Dr. Arnold in Hannover um Regelung ebensowenig belästigt, wie die Herren Wirthe, die die Auf- betont, daß namentlich die sozialistischen Blätter" diese in allen der Gehaltsverhältnisse der Lehrer an thierärztlichen Hochschulen forderung erließen, die Freie Presse" abzubestellen oder in der Theilen erfundene und unwahre Behauptung" nur zu dem er- in gleicher Weise, wie für Lehrer an höheren Lehranstalten, felben nicht mehr zu inferiren. Doch wir sehen den Dingen ruhig sichtlichen Zwecke tolportiren, um δας gute Ein- werden der Regierung als Material überwiesen. entgegen und haben gar nichts gegen die unbeabsichtigte Tendenz vernehmen zwischen Garnison und Einwohnerschaft zu Außerdem werden noch einige Petitionen von rein persönder Staatsanwaltschaft einzuwenden, auf diesem nicht mehr un zerstören. In wie weit das gute Ginvernehmen" zwischen lichem oder lokalem Interesse nach den Anträgen der Kommission gewöhnlichen Wege des groben Unfugs" den Barmer und andern dem Militär und der Einwohnerschaft leiden kann, sei des näheren erledigt. Arbeitern, den Boykott über das Dierichs'sche Bier verstärkt ins hier nicht untersucht, hinzufügen wollen wir nur, was die BurgDonnerstag 11 Uhr. Gedächtniß zu rufen, lost i mestädter" Boltsstimme" dazu bemerkt. Dort heißt es: Wir stellen( Sekundärbahngefeß, Petitionen.) Gsm bemgegenüber feft: Thatsache ist, 1. daß Bestrafungen von oil T Leuten vorgekommen sind, die betroffen wurden, als sie in bürgerlichen Geſchäften kauften; 2. daß unsere bürgerlichen Streife anti Dermischtes. nehmen, diese Bestrafungen feien erfolgt, weil die Leute in Die Sozialdemokraten im Wurzener Gemeindebürgerlichen Geschäften getauft hatten; 3. daß uns von unter gemeldet wird, stürzte daselbst während eines Begräbnisses ein unter- Rom, 13. März. Wie aus Grossotto( Proving Sondrio) kollegium. Die Hechte im Karpfenteich, das heißt die richteter Seite bezüglich der einen oder anderen Bestrafung mit gemeldet wird, stürzte daselbst während eines Begräbnisses ein fozialdemokratischen Stadtverordneten im Stadtverordneten- getheilt wurde, fie fei erfolgt, weil die Betroffenen in un- Theil der Umfassungsmauer des Friedhofs ein und verschüttete tollegium der sächsischen Stadt Wurzen, machen den Herren porschriftsmäßigem Anzuge( 5. Garnitur) die Raserne verlaffen ahlreiche Personen, von denen 5 getödtet und 86 verwundet Stadtvätern rechte Kopfschmerzen. Jetzt hat das Kollegium: gegnet, die Soldaten dürften in bürgerlichen Geschäften nicht kaufen, am Sonntag das Scala- Theater in Mailand. batten! 4. daß man unter dem Militär vielfach der Meinung beGebildeter Pöbel. Der Schauplas arger Standale war wieder eine Gehaltserhöhung für städtische Beamte ab- oder aber sie würden bestraft! Wie hängt das nun Alles zu Abonnenten nicht recht, daß Wagner's Walküre" zum 20. Male Es war den gelehnt und zwar mit der Motivirung, daß, wenn man fammen? Immerhin ist es schön von unserem Stadtrath und erhöhen will, man nicht oben bei 2800 Mt., sondern unten bei unserer Stadtverordneten- Bersammlung, daß fie dem Berrn aufgeführt wurde, und sie erhoben, als die Vorstellung beginnen follte, einen solchen betäubenden Lärm, daß die Damen das den Arbeitern anfangen foll. In einem anderen Falle Grafen eine so schöne Antwort gegeben haben. Der Herr Graf Theater eiligst verließen und der Kapellmeister aus dem Orchester hatte fich das Kollegium über den Stadtrath bei der Kreis- werden sich sehr freuen über diese höflichen Herren, die Bürfllichtete. Der Polizeikommissar versuchte vergebens das hauptmannschaft beschwert, weil der Stadtrath den bekannten gerschaft wird sich wohl nur ein bischen wundern. Publikum, das sich wie toll geberdete, zu beruhigen. Der KapellSefretär Hallbauer wegen Ungehörigkeiten nicht mit Entlassene Strafgefangene. Kapitalistische Blätter melden: meister fehrte mit einigen Karabinierie zurück, worauf der ärgste Disziplinarstrafen belegt oder ihm gekündigt hatte. Die Der Verein für Befferung entlaffener Strafgefangener hielt am 2ärm losbrach, der eine halbe Stunde währte. Die Abonnenten Kreishauptmannschaft hat diese Beschwerde abgewiesen. 12. b. M. im Landgerichtsgebäude in der Jüdenstraße unter Bor- stürzten in das Orchester und auf die Bühne, um alles zu siz des Geheimen Rath Wirth eine Sigung seines Lotalaus- ertrümmern. Das Theater mußte schließlich mit Gewalt Soziale Ueberlicht. Schluß 314 Uhr. Nächste te Sigung wurden, Juternationales Schuhmacher- Sekretariat.schusses ab, in der über die Entwickelung der Arbeitsvermittelung geräumt werden. Bom Fachverein der Schuhmacher Bürich ging uns die Bericht erstattet wurde. Rheinland, Westfalen, vor Allem aber Und diese Gesellschaft spielt sich gegenüber den in Sizilien Meldung zu, die Kollegen vor Buzug nach Zürich zu warnen. Detmold waren früher die Gebiete, wohin Strafentlassene von niederfartätschten Bauern als Partei der Ordnung auf. Eine Unfere Züricher Kollegen stehen mit den Arbeitgebern wegen hier entfandt wurden, zur Deckung des Bedarfs an Landarbeitern, nette Horde. ihrer Forderungen auf elistündige Arbeitszeit, Abschaffung des an denen es in jenen Gegenden mangelte, da die Eingesessenen Sissystems, des Koft und Logiewefens, sowie 15 post. 2ohn- lieber als Biegelarbeiter nach dem Brandenburgischen wanderten. # aufschlag in Unterhandlung. Ein Streit ist wahrscheinlich. Jetzt sind diese Gebiete den Strafentlaffenen verfchloffen, weil mit dem Briefkaffen der Redaktion. Die Sektionen und Zahlstellen der Landesverbände sind Darniederliegen der Ziegeleiindustrie die Auswanderung aufgehört Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Zahl) ersucht, diesen Appell in den Berkehrslokalen öffentlich bekannt hat und genug heimische Arbeitskräfte vorhanden sind. Der Verein anzugeben, unter der die antwort ertheilt werden foll. 1000 Rirdorf. Wenn die Frau beweisen kann, daß sie zu geben. hat sich daher nach anderen Arbeitsgelegenheiten umschauen die Sachen mit eigenen Mitteln erworben hat, kann sie interDie Berechtigung des Streits der Weber in Großen müffen und hat jetzt namentlich mit Westpreußen erfolgreiche Beveniren. Weber hain vermag felbst der hartgefottenste Bourgeois nicht zu beziehungen angeknüpft, wo man nicht nur einzelne Arbeiter, Alfred Löhmann, Döbbien bei Petershagen. Biertelzweifeln. Nach der Berechnung einer Rommission des abri- fondern auch ganze Arbeiterfamilien gern aufnimmt. Im legten jährlich.absol tantenvereins sollen die Weber weniger verdienen in Monat find nicht weniger(!) als 147 Strafentlassene der LandTöpfer. Ihr Gingesandt enthält eine Polemit, schicken Sie einem Jahre, 3. B. bei Stuhl Nr. 2 184,20 m., bei Stuhl wirthschaft zugeführt worden. Ungemein schwer sind jeßt Fabrit uns eine Berichtigung. Nr. 90, wo die geringsten Abzüge vorkommen, 37 Mart pro arbeiter unterzubringen. Von den 283 Strafentlassenen, die in Kolz. Mehrere Mitglieder der genannten Bereinigung haben Jahr. Der Stuhl Nr. 16 würde nach dem Tarif, wie ihn den letzten vier Wochen die Hilfe des Vereins nachsuchten, sich wiederholt als Parteigenoffen bezeichnet und ist nach ihrem die Fabrikanten den Arbeitern aufzwingen wollen, 203,74 m art fonnten nur 11 in Fabritbetrieben placirt werden. Ueberhaupt bisherigen Wirken ein Verstoß gegen unsere Parteianschauungen weniger verdienen; die anderen Stühle bewegen sich meist Arbeit erhielten seit Beginn des Jahres von 692 gemeldeten nicht bemerkt worden. fiche toute ut til in awischen 100-200 M. Abzug. Diese Zahlen sprechen ohne 392 Strafentlaffene. Kommentar für sich selbst. Jedermann wird begreifen, daß die Arbeiter sich ihre Hungerlöhne nicht noch mehr reduziren laffen Tönnen. Ein Versuch der Weber, eine Einigung herbei auführen, scheiterte an dem Starrsinn des Unternehmers, der darauf bestehen bleibt, die Reduktion über 20 pt. eintreten zu laffen. Die Weber haben darauf wieder einstimmig beschloffen, den Kampf weiter zu führen. Manila Wieviel sich der Verein für Besserung entlassener Straftate gefangener auf seine Thätigkeit zu gute thut, wissen wir nicht. Gins aber ist sicher: Auf den, dem daran liegt, nicht allein ben Strafgefangenen nur der Form nach, zu placiren, sondern auch fein Kulturniveau auf eine halbwegs menschlich zu nennende Höhe zu bringen, muß das erzielte Resultat geraden nieder schmetternd wirken. Man dente! In ganz Norddeutschland sind Depeschen. 2. Privat Telegramm des Vorwärts". Iserlohn, 14. März. Bei der heutigen Gewerbegerichts. wahl flegten die Sozialdemokraten mit doppelter Majorität gegen die vereinigten Gegner. Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 15. März. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Hannele. Die Minnefönigin. Sie ist ftunum. Drutsches Theater. Der Herr Senator. Berliner Theater. Aus eignem Recht. teng- Theater. Madame SansGêne. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Novität! Novität! Die Arbeitslosen von Berlin. Volksstück mit Gesang in 5 Aften von Hugo Busse. Musik von Hugo Meyer Ferron. Regie: Hugo Hummel. Rasseneröffnung 6/2 Uhr. Anfang Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachmittag 21 Uhr: Volks- Vorstellung. 71/2 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Charley's Taute. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Der luftige Krieg. Residenz- Theater. Der Maskenball. Vorher: Vermischte Anzeigen. Neues Theater. A Basso Porto. Vorher: Das Recht der Frau. Central Theater. Ein gesunder Junge. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Rapitän Grant. Aleranderplay- Theater. tantes Verhältniß. Ein pi National Theater. Die Arbeitslofen von Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Wallner- Theater. Geschlossen. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. M Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Baufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 81/2 Uhr: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. " Lumpensusanne, gen. Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im müa " winkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. Brunwald mit bewegter Vergangenheit Martin Bendix. Täglich: Auftreten des besten Bandhredners d. Jchtzeit H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix, sowie Engen Zocher, Sächsischer Original- Humorist, Alfred Bender. Anfang Wochentags 1/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Bum 10. Male: Novität! Novität! Ein gesunder Junge. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Jean Kren. Musik von Julius Einödshofer. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. G ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Aelt. n. größt. Etablissem. Berl. Täglich abwechselnd. Programm bei freiem Entree der ersten Wiener Damenkapelle " Ditti" und Auftreten von Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Großer Erfolg! Bummel- Fritze. Posse mit Gesang in 2 Bildern. Neue Debüts! Entree 15 Pf., reservirt 30 Pf. R. Winkler. Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Donnerstag, den 15. März cr.: Lezte Donnerstags- Soiree der Stettiner Sänger vor Dstern. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Pf. ( siehe Plakate). Zum Schluß: Auf allgemeines Verlangen: ( Unbedingt lehte Aufführung) Gine Soiree bei Lehmann's. Parodistisches Ensemble von Meysel. Freitag: Viktoria- Brauerei. PassageDem Fabrikanten August Rudolph zu seinem 50. Geburtstage ein donnerndes Hoch! Schwabbel, Neese, Koke, Platte. Knuble, nimmst Du denn heut' den Besen? Danksagung. Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgen. Deutschlands Für die vielen Beweise herzlicher den 22. März statt. Theilnahme bei der Beerdigung unseres ( Filiale Berlin). 491/6 Die Mitglieder Versammlung findet nicht heute, den 15. März, sondern Gleichzeitig werden diejenigen Mitglieder, welche sich an der Urabstimlieben einzigen Sohnes Willy Gierke, mung betreffend die Errichtung des Vereinsbureaus noch nicht betheiligt sagen wir allen Freunden u. Bekannten, haben, ersucht, sich an Kollegen R. Schöpke, Wollinerstr. 23, zu wenden, und Die Verwaltung. sowie dem Gesangverein" Sorgenlos" können daselbst Listen in Empfang nehmen. unferen herzlichsten Dank. Die tiefbetrübten Eltern u. Schwester. Vercin zur Wahrung der Interessen der Gaft- u. Schankwirthe Castan's Panoptikum. Neu! Eine Neu! Vision: Psammenit, der lebende Mumienkopf. Nur noch wenige Tage. Präuschers anat. Museum täglich von früh 9 bis 10 Abends für erwachs. Herren. Dienstag u. Freitag Damentag. unwiderruflich: Berlins und Umgegend. Am Freitag, den 16. d. M., Nachmittags 5 Uhr, beim Kollegen Ulrich, Waldemarstraße 75: Mitglieder- Derlammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heymann über: Der 18. März nnd das Proletariat", und Diskussion. 2. Berichterstattung der Bierkommission, das Antwortschreiben des Brauereivorstandes, und welche Stellung nehmen wir demgegenüber ein? 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegen 164/10 heiten und Verschiedenes. Auch Nicht- Vereins kollegen haben Zutritt. in Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz. Achtung, Tapezirer! Am Donnerstag, den 15. März, Abends 8 Uhr, in den ,, ArminHallen, Kommandantenstraße 20: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Der Boykott der Innung über das Arbeitsnachweisbureau der Berliner Gehilfenschaft, Schüßenftr. 18/19. 2. Diskussion. Der Vorstand der Innung ist eingeladen und ersuchen wir die Kollegen Schluß sontalApril. in ihrem eigenen Intereſſe, vollzählig in der Versammlung zu erscheinen. Abil Bock- Brauerei 23226] Tempelhofer Berg. Täglich: Gr. Bock- Konzert. Freitag, den 16. März, 8 Uhr Abends: Anstich der 2000. Tonne, die gratis verzapft wird. Concordia- Festsäle C. Saeger, 64. Andreasßtraße 64. Heute, Donnerstag, den 15. März: Grosse Soirée der Die Agitationskommission der Tapezirer Berlins und Umgegend. Achtung! Achtung! Große öffentliche Versammlung jämmtl. Brauerei- Arbeiter am Freitag, den 16. d. M., Abends 81/2 Uhr, Tages- Ordnung: in Joël's Festsälen, Andreas- Strasse No. 21. 1. Die Bedeutung des 18. März. Referent Reichstags- Abgeordneter Fr. Zubeil. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung der Agitation&-Rommission. 4. Berichterstattung des Gewerkschafts- Delegirten. 5. Verschiedenes. 2323b Die Agitations- Kommission. Die Versammlung wird präzise 81/2 Uhr eröffnet. Spandau. Sonntag, den 18. März 1894, Nachmittags 4 Uhr, in Bork's Lokal, Staatenerstraße 14: Norddeutsch. Sänger Große öffentliche Volts- Versammlung Programm reichhaltig, decent und komisch. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Passe- partouts, Familien- u. Frei 73/12 billets haben Giltigkeit. C. Saeger. Wichtig für jede Dame! Elegante Regenmäntel 7-10 M., Modell- Regenmäntel, hochelegant, 10 Panopticum. bis 18 M., Backfiſch- Jaquets 2,50 M., Die elegante Neuheiten in Jaquets und Umhängen 10-16 M. Ladenpreis das Glocke Doppelte. Leipzigerstr. 91, 1 Zr. von Fr. v. Schiller. Musit von Romberg. Dargestellt in 15 lebend. Bildern. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten Vorstellung und Konzert von nur Künstlern 1. Ranges. Auftreten der Ballet- Gesellschaft Columbia( 10 Damen), Balletmeisterin Rosa Fricka. Auftreten der Elite- ParterreAkrobaten u. Pantomimentruppe Hermandez. Im Mädchen- Pensionat. Komische Pantomime mit Ballet. The Willon's, Doppel- Jongleure. Joië di Dios, Kostüm Soubrette. Geschw. Howala, Duettistinnen. G. Cordes, Gefangs- Humorist. Conntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Ubr. Entree Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. Circus Renz, ( karlkraße.) Donnerstag, den 15. März cr.: Abends 71/2 Uhr: Künstlern. Spezialitäten Auf auf zur fröhlichen Jagd! 1. Ranges. Parforce- u. Rastadenritt. Ballet von Täglich Auftreten der 100 Damen. Meute von 40 Hunden. Miss Webb, Laubenkönigin, mit ihren 24 drefsirten Tauben. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro Stunde 60 Bf. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten find noch an verschiedenen Tagen zu haben. Außerdem: 6 Rappen u. Caroussel von 30 Pferden, vorgeführt v. Hrn. R. Renz; Maestoso und der Steiger Alep, ger. von Fräul. Oceana Renz; Kandelaber, ger. von Herrn Ernst Renz; die ifarischen Spiele in der Luft, ausgeführt von der Familie Daineff; die Hand- Akrobaten Gebrüder Detroit; der Klown Hermann mit Sohn, dem fleinsten Klown der Welt, 2c. Kinderfräulein, Kinderpflegerinnen, bessere Kindermädchen und Stühen der Hausfrau, für Frauen und Männer. Tagesordnung: 1. Vortrag der Frau Ihrer aus Velten über: Der 18. März und seine Bedeutung." 2. Diskussion. 8. Die Maifeier. 4. Ber 2296b schiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Der Vertrauensmann. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Charlottenburg. Freitag, den 16. März, Vormittags 10 hr, im Lokale Bismarckshöhe", Wilmersdorferstraße 39: Große öffentliche Volksversammlung aller Arbeitslosen. Tages- Ordnung: 1. Die Handelsverträge und die Arbeitslosigkeit. welche einen Kurfus von 1-3 Monaten Referent Genosse Paul Jahn- Berlin. 2. Diskussion. in unserer Anstalt durchmachen wollen, erhalten von uns Stellung in den besten Häusern. Unsere Anstalt hat sich durch die gediegene Ausbildung der jungen Im Einverständniß mit den Vertrauensleuten: Der Einberufer. Mit dem 1. April wird die bis jetzt in Köln a. Rh. wöchentlich drei Rheinische Zeitung" Organ für die Interessen des arbeitenden Volkes Mädchen einen so weit verbreiteten Mal erscheinende guten Ruf erworben, daß wir nicht imstande sind, allen Anforderungen gerecht zu werden. Deshalb ist es uns möglich, den bei uns ausgebildeten Schülerinnen auch später wieder unentgeltlich Stellung zu verschaffen. Für Auswärtige billige Pension. Prospekt frei. Die Vorsteherin der Berliner Fröbelschule. Frau Clara Krohmann, Berlin, Wilhelmstraße 105. Roh- Tabak 57/1 A. Goldschmidt, 4435L am hiengen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigite Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Robtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Muffinstrumente. AlleBlas-, Streich- u.Schlaginstrumente, Spieldosen, 3. Drehen u. selbstspielend, Mufit- Automaten ihr tägliches Erscheinen beginnen.de Gerade im Rheinlande, wo eine gut fundirte und bediente gegnerische Preffe der liberalen sowie der Bentrumspartei zur Verfügung steht, welche tein Mittel, selbst das der Lüge und Verleumdung nicht scheut, um die gerechten Bestrebungen des arbeitenden Voltes anzufeinden, seine Jdeale als Wahnwit hinzustellen oder dieselben in den Roth zu zerren, ist es mehr als irgendwo nothwendig, eine schneidige Waffe zu befizen, um den Kampf mit diesen mächtigen Gegnern im Interesse der Bevölkerung, welche politisch entrechtet und wirthschaftlich gefnechtet ist, recht energisch und wirksam führen zu können. Daß die ,, Rheinische Zeitung" dieser Aufgabe voll und ganz gewachsen sein wird, soll die allernächite Zukunft beweifen. Der Abonnementspreis beträgt 2,10 Mart pro Quartal oder monatlich 70 Pfg. Jede Postanstalt nimmt unter Nr. 5671 Bestellungen entgegen sowie die Expedition, Hämergaffe 37( bis 1. April noch Gr. Griechen markt 115). Am 22. März wird eine Probenummer erscheinen, welche wir auf Wunsch unseren Genossen und Freunden in beliebiger Anzahl zur Ver5792L* fügung stellen. Mit Parteigruß Die Expedition der ,, Rheinischen Zeitung". Marten's Salon, Der Tischlergeselle Rob. Heseler 236. Friedrichstrasse 236. wird hierdurch aufgefordert, sich be Empfehle meinen Saal für die Oster- hufs Abholung einer Erbschaft bei Feiertage zur Abhaltung von Matineen. dem Unterzeichneten oder bei dem Töpfermeister Albert Heseler, Allen Kollegen, Freunden u. Genossen Berlin, Kleiftstr. 5 zu melden. Alle fertigt Aug. Kessler, zur Nachricht, daß ich Lothringer: Diejenigen, welche über den Aufenthalt straße 41 ein 51. Laufiberstr. 51. P. Herrguth 5746L* 57882* 2235b Rechtsanwalt Liebrecht, Charlottenburg, Berlinerstr. 104. des Robert Heseler etwas wissen, Weiss- u. Bairisch- Bierlokal werden um gefällige Mittheilung ge eröffnet habe. Gleichzeitig empfehle ich beten. allen Männern der Arbeit meinen fräftigen Frühstücks, Mittags- u. Abend Müllerstr. 181, am Weddingplay. tisch. Auch steht den werth. Freunden mein Vereinszimmer, 40-50 Personen Landesprodukten- u. Mehlhandlung, liefert zum bevorstehenden Feste Mehl fassend, zur Verfügung. und sämmtliche Backzuthaten in anerkannter Güte zu herabgesezten Preisen Morgen: Auf auf zur fröhlichen Jagd! Fr. Renz, Direktor. Möbel, diverse, umzugsh. zu vert. Madaistr. 2, 3 Tr. I. 28056 Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Julius Brüss. Blattes liegt die gestrige GewinnDer heutigen Nummer unseres lifte der preuß. Lotterie bei. Hierzu eine Beilage Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 62. Parlamentsberichte. Bötticher. Deutscher Reichstag. Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Möglichkeit einer höheren Einnahme aus dem Zucker will ich nicht bestreiten. ( Hört! hört! links.) Es ist aber nicht richtig, die Höhe der Möglichkeit bis zur äußersten Grenze hinauszuschieben Wir haben dann keine Mittel, um die überetatsmäßigen und außeretatsmäßigen unabweisbaren Ausgaben zu decken und fämen schließlich zu einem Kassendefizit. Durch die Erhöhung der Etatse innahmen um 20 Millionen wird die Frage der Deckung des Defizits und der Kosten der Militärvorlage in feiner Weise gelöst. Wir werden nur im übernächsten Jahre geringere Ginnahmen haben oder vielleicht ein Defizit in den Etat einstellen müssen. Man hat in der Budgetkommission gemeint, die 391/2 Millionen Matrikularbeiträge würden durch die Erhöhung der Stempelabgaben bis auf 24 Millionen und das Plus von Einnahmen von 20 Millionen überreichlich gedeckt. Es handelt sich aber nicht um die Matrifularbeiträge, die in diesem Jahre mehr gefordert werden als im vorigen Jahre sondern um die Deckung der ganzen Differenz, einerseits zwischen der Höhe der Uebeweisung und anderseits zwischen der Höhe der Matrikularbeiträge, und diese Differenz beträgt 531/3 Millionen. Ferner ist die Majorität des Hauses einig, daß unter allen Umständen durch Neubewilligungen die Kosten der Militärvorlage gedeckt werden sollen, und diese Kosten betragen gegenwärtig 471/2 Million. Durch die Aufstellung des Etats in der Budgetkommission wird also die Frage der Deckung der Kosten der Mililärvorlage und des Defizits nicht gelöst, sondern nur verschoben. Ich bitte Sie, für den Etatsanschlag der Regierung und eventuell für den Antrag Paasche zu stimmen. Donnerstag, den 15. März 1894. 11. Jahrg. es um so nüßlicher, daß das Bolt endlich einmal erfährt, daß| allerdings der Bundesrath Ihrem Beschluß nicht zustimmen, denn das Junkerthum eine Subvention erhält, die keinem anderen er hat einem Projekt zugestimmt, welches 8 Millionen kosten soll. deutschen Staatsbürger in gleicher Weise zu theil wird. Den Standpunkt der sozialdemokratischen Partei, daß man sich 71. Sigung vom 14. März 1894. 12 Uhr. Gewiß werden die Junker des Oftens durch die jeder Kritik über den Entwurf enthalten und die Konsequenz Am Tische des Bundesraths: Graf Posadowsky, von sinkenden Getreide- und Spirituspreise in die Enge ge- bes 1890er Beschlusses ziehen müsse, finde ich korrekt, wenn aber trieben, trotzdem aber ist es etwas Unerhörtes, daß An- diefe Partei ihr ablehnendes Votum mit der augenblicklichen Das Haus fezt die zweite Berathung des Reich 3- gehörigen der besitzenden Klaffen aus den Taschen der kleinen Finanzlage und damit motivirt, daß der Reichstag sich ja nicht haushalts Etats für 1894/95 fort beim Etat der 361le Leute, der großen Masse der Ronsumenten, eine Liebesgabe an eine bestimmte Frist bei der Ausführung des Denkmals und Verbrauchssteuern. empfangen. Wir wollen wissen, aus welchen Klaffen sich die gebunden habe, so meine ich, wenn der Reichstag einmal be= Die Titel Bölle" 349 749 620 m. und„ Tabaksteuer" Subventionsbedürftigen rekrutiren. Wir wissen sehr wohl, daß fchloffen hat, dem verewigten Kaiser ein Denkmal zu sehen, es 11 083 380. werden ohne Debatte genehmigt. auch große Aktiengesellschaften und Brennereien, wie die des nicht wohl angeht, die Ausführung dieses Beschlusses ohne Den Titel„ Zuckersteuer" 70 414 550 M. beantragt die früheren Ministers Friedenthal, zu den Kostgängern des Reichs zwingende Gründe hinauszuschieben. Budgetkommission um 5 Millionen Mark zu erhöhen auf gehören. Unsere Forderung ist ja teine neue und die Rechte hat Abg. v. Manteuffel( dt.) erklärt sich namens seiner Freunde 75 406 000. am wenigsten Berechtigung, fich gegen dieselbe zu sträuben. Sie für den Antrag der Kommission, obgleich seine Freunde es lieber Abg. Paasche( natl.) hält die Erhöbung der Summe um hat in der Börsenenquete ein Register der Börsenspekulanten gefehen hätten, daß eine höhere Summe bewilligt worden wäre. 5 Millionen Mark für zu hoch. Deshalb will Redner mit seinen verlangt. Gut. Wir verlangen ein Register der Liebes- Mit Herrn Singer fönne man nicht über seine Gefühle für den Freunden die Einnahme aus der Zuckersteuer nur mit 72 Millionen gabenempfänger, der Schnapsbrenner. Diese Zusammenstellung verewigten Raiser streiten. Auf der rechten Seite des Hauses Mark in den Etat einstellen. würde dem Reich höchstens 400 m. fosten und sehr geringe Mühe werde aber einhellig die Nothwendigkeit empfunden, die Gefühle machen. Glauben Sie nicht, daß wir dieses Verzeichniß als eine des Dantes zu bezeugen für den verewigten Kaiser. fchwarze Liste auffaffen, es handelt sich um einen Wunsch von Abg. Singer( Soz.): Wenn sonst jemand eine Dankespflicht zu hoher sozialer Bedeutung.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) erfüllen hat, so thut er das auf eigene Roften.( Große Unruhe Staatssekretär Graf Pojadowsky: Auf die Liebesgaben jetzt rechts; Rufe rechts: Pfui! Rufe lints: Das wäre einmal einzugehen, will ich dem Hause ersparen. Es läßt sich ganz leicht patriotisch!) Der Herr Staatssekretär meinte, daß die Finanzlage berechnen, wie theuer ein Zentner Kartoffel verwerthet wird und nicht ein geeigneter Grund für die Ablehnung sei. Diese Finanzwelcher Fortschritt der Kultur eintreten würde, wenn der lage ist aber nicht der einzige Grund, der für uns! maßgebend Kartoffelbau nachlassen würde.( Burufe der Sozialdemokraten: ist. Wir sind grundfäßlich gegen die Dentmalserrichtung gewesen Der reine Agrarier!) Ja gewiß, in dieser Beziehung bin ich und haben keine Veranlassung, uns jetzt gegen die Einzelheiten Agrarier.( Lebhafter Beifall rechts.) Eine Nachweisung über des Denkmals zu kümmern. Wir würden uns gegen jedes Denkmal die Höhe der Kontingente und wie sie sich auf die einzelnen Pro- erklären, auch wenn das Land im Gelde schwämme.( Unruhe.) vinzen vertheilen, ist auf Anregung des Abg. v. Bar 1890/91 Abg. Richter: Die Erklärung des Herrn von Bötticher im von uns veröffentlicht worden und wir sind gern bereit, dieses Plenum ist nicht bestimmter gewesen als die in der BudgetVerzeichniß bis auf die Gegenwart fortgeführt, Ihnen vorzulegen. fommission. Wir wollen keine Kritik' an dem neuen Projekt Der Antrag Schoenlant will aber nicht allein einen Adreßkalender üben, sondern wir wollen uns nur überzeugen, daß es sich bei der Kontingentinhaber, sondern eine Proffriptionsliste( Bustim- dem Projekt um etwas abgeschlossenes handelt und nicht um mung), er ist also nicht von hoher sozialpolitischer, sondern von eine Anzahlung, die man bei veränderter Konjunktur sich voll hoher agitatorischer Bedeutung. Ein innerer Zusammenhang zahlen läßt. zwischen dem Einkommen eines Gewerbetreibenden und dem Abg. von Bennigsen( natl.): Das Denkmal für den Gewinn besteht nicht. Man kann ein sehr hohes Einkommen ersten Kaiser zu errichten ist eine Pflicht der Dankbarkeit haben und doch sehr schlechte Nettoerträge aus dem Gewerbe der Nation. Wenn die Sozialdemokraten sich dieser Pflicht jetzt ziehen. Hier liegt ein Versuch vor, in die Erwerbsverhältnisse grundsäglich entziehen, so ist das eine offene Erklärung der des Einzelnen einzudringen, wie man ihn zum Beispiel bei der Stellung, welche sie der Monarchie gegenüber einnehmen. Es ist Tabaksteuer ganz energisch zurückgewiesen hat. Die verbündeten sehr wünschenswerth, diese Stellungnahme zu erfahren.( Buruf Regierungen werden auf den Antrag Schönlant nicht eingehen. links: Die ist sehr alt!) Aber wenn Sie glauben. daß Sie dabei ( Lebhafter Beifall rechts.) die Millionen der Arbeiter hinter sich haben, so befinden Sie sich Abg. v. Kardorff: Die Liebesgabe ist durchaus teine Be- im Irrthum.( Große Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Wenn vorzugung des Gewerbes der Branntweinbrennerei. Die Brannt die Arbeiter auch sonst zur Sozialdemokratie neigen mögen, eine Abg. Richter: Die Finanzlage ist in der Kommission nicht weinbrennerei ist fontingentirt; jeder, der über das Kontingent folche Erklärung werden sie doch nicht unterschreiben wollen. verschleiert worden, sondern ein schwarzer Schleier, der von hinaus brennt, muß eine Strafe zahlen. Es wird nöthig sein, Namens meiner Freunde erkläre ich mich für die Annahme des seiten der Regierung darüber gedeckt war, ist beseitigt worden. das Gesetz umzuändern, damit endlich einmal die Angriffe auf- Kommissionsantrages. Man sieht jezt klar, daß die Sache nicht so ungünstig ist, wie hören. Abg. Lieber( 3.): Ich kann nur meine Befriedigung fie in dem Entwurf der Regierungen zur Erscheinung kommt. Abg. Schoenlauk( Soz.): Ich hätte nur gewünscht, daß der darüber ausdrücken, daß täglich klarer wird, welche tiefe Kluft Bis jetzt find alle Anzeichen dafür vorhanden, daß die wirkliche Staatssekretär dagewesen wäre, als die Kühnemänner im Bunde das übrige Haus von der äußersten Linken scheidet.( Lachen Es wird das immer mehr Finanzlage sich noch viel günstiger herausstellen wird, als sie mit der Polizei und der Staatsverwaltung mit ihren schwarzen bei den Sozialdemokraten.) weite beitragen, Kreise des Volts Dor dem auch nach den Beschlüssen der Budgetkommission erscheint. Listen auftraten. Eine schwarze Lifte ist gar nicht vorhanden. dazu Welche Einwendungen sind nicht gegen die Erhöhung der Herr v. Kardorff meinte ja, die Liebesgabe sei eine Strafe. Einfluß der Herren sicher zu stellen.( Lachen lints; Zuruf: Porto Einnahmen in der Kommission erhoben! Inzwischen Wir wollen wissen, wer die Empfänger der Staatsalmosen sind. Ausnahmegesetz!) Aber wir können das tiefe Bedauern nicht hat der einzige Monat Januar eine Mehreinnahme von Bei der Tabaksteuer handelte es sich darum, daß die Fabrikanten unterdrücken, daß das Andenken des Kaiser Wilhelm I. Anlaß 13/4 Millionen Mark gegen den Januar des Vorjahres bezahlen sollten. Wir wollen aber wissen, wer hier das Geld gegeben hat, daß im deutschen Reichstage solche Dinge vorgebracht ergeben.( Hört! hört!) Der Echatsekretär selbst hat es als empfängt. wurden.( Buruf bei den Sozialdemokraten: Wir haben nicht möglich hingestellt, daß die 5 Millionen mehr an Zuckersteuer Der Antrag wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, angefangen!) Wir streiten mit den Herren nicht, wir legen uns auftommen. Dann ist man nicht mehr berechtigt, die Matrikular- der süddeutschen Volkspartei, der freisinnigen Volkspartei, der Beschränkung auf und legen nur Verwahrung ein gegen die beiträge zu erhöhen. Nach meiner Meinung ist es nicht nur meisten Mitglieder der freifinnigen Vereinigung und der Antisemiten geäußerten Ansichten. Wir werden für die vier Millionen möglich, sondern höchst wahrscheinlich, nahezu sicher, daß die abgelehnt. ftimmen. Einnahmen aus der Zuckersteuer noch weit mehr als um fünf Millionen über den Etatsansatz von 70 Millionen hinausgehen. Der Schatzsekretär verlangte einen Reservefonds für außer etatsmäßige Ausgabe. Ein solcher Reservefonds ist eine sehr gefährliche Einrichtung, er provozirt geradezu zu Etatsüberschreitungen. Besser ist es, wenn man von vornherein man bat fich mit einer bestimmten Summe einzurichten. Abg. v. Kardorff( R.-P.): Die ganze Erhöhung der Zuckersteuer hat nur den Zwed, unsere Finanzlage falsch dar zustellen. weiß Abg. Nichter hält die Mehreinnahme von 5 Mill. Mark für möglich. Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Etats müssen nach festen Grundfäßen und nicht nach Möglichkeiten aufgestellt werden, sonst kommit man zu chronischen Defizits. werden kann. Abg. Richter: Feste Grundsäße herrschen bei der Aufstellung des Etats nicht. Abg. v. Kardorff: Was die Nationalliberalen bean tragen, ist das Aeußerste, was an Mehreinnahmen eingestellt Abg. Paasche( ntl.): Wenn die Zunahme der Bevölkerung allein maßgebend sein sollte, dann müßte man auch bei an deren Verbrauchssteuern Erhöhungen vorschlagen, die ja wohl auch Wirklichkeit werden. Abg. Richter: Der Rückgang des Buderkonsums in früheren Jahren ist hierbei nicht maßgebend; damals herrschte ein ganz anderes Buckersteuer- System und die Zuckerpreise gehen jetzt herunter. Abg. v. Kardorff: Wir haben früher noch billigere Zuckerpreise gehabt und troßdem sank der Konsum. Der Antrag der Rommission wird angenommen. Ohne Debatte genehmigt das Haus die Salzsteuer: 42 747 300. Die Branntweinsteuer wird genehmigt, ebenso die Brausteuer und die Einnahmen aus den Aversen. Aus dem Etat des Reichsamts des Innern restirt noch der Titel für das Nationaldenfmal für Kaiser Wilhelm I; der Etat setzt dafür 1 100 000 m. als erste Rate aus. Die Kommission beantragt durch ihren Referenten Abg. Lim burg Stirum, den Titel in folgender Faffung zu bewilligen: Einmalige Bewilligung von 4 Millionen Mart zur Errichtung eines Reiterstandbildes des Kaisers Wilhelm I in Berlin, erste Rate 1 100 000 m. Der Referent Abg. Graf Limburg Stirum erstattet über die Kommissionsverhandlungen eingehend Bericht. Abg. v. Stumm( Rp.): Ich muß bedauern, daß die Kom mission nicht die Regierungsvorlage pure angenommen hat. Abg. von Mauteuffel: Ich verweise Herrn Singer, der da meinte, daß wir das Denkmal auch bezahlen sollten, auf Herrn Richter, der ausgeführt hat, daß lediglich das Reich das Denkmal bezahlen solle. National waren die Gedanken des Herrn Singer nicht, fie waren international. Wenn Herr Singer für ein Fürstendenkmal kein Geld bewilligen will, weshalb verbirgt er fich denn hinter dem Mangel an Geld. Ihre Ausführungen werden im Wolfe wohl allseitig richtig verstanden werden!( Buruf der Sozialdemokraten: Das hoffen wir auch!) Abg. Bebel( Soz.): Herr v. Bennigsen meinte, es sei sehr gut, daß diese Dinge heute zum Ausdruck gelangten, innerhalb der Arbeiterflasse würden wir keinen Beifall mit unseren Ausführungen finden. Die deutsche Arbeiterklasse ist über unsere prinzipiellen Bestrebungen niemals im Dunkel geblieben, wir haben aus unserer Abg. Singer( Soz.): Wir stimmen gegen den Antrag der Rom- antimonarchischen, republikanischen Gesinnung niemals das gemission und gegen die Regierungsvorlage. Wir überlassen den ringste Hehl gemacht, ebensowenig aus unserer sozialistischen GeStreit den Parteien, welche ein Bedürfniß nach einem Denkmal finnung. Die Endziele des Sozialismus sind überhaupt ohne den empfinden; bei uns liegt ein solches nicht vor. Eine finanzielle Republitanismus nicht zu erreichen.( Sehr gut! rechts.) Wir Belastung des Volkes durch diese Ausgabe ist jetzt nicht thunlich; wissen vollkommen, was wir thun, und wenn Sie meinen, daß denn man mag zu dem Denkmal stehen, wie man will, absolut Sie uns mit Ihren Hinweisen bei den breiten Maffen des Volks nothwendig ist die Errichtung eines Denkmals nicht. Wenn der auch nur ein fußbreit Boden abgraben, täuschen Sie sich ganz gewaltig. Reichstag Abstriche gemacht hat für den Neubau von Kasernen, Wenn Jdeen in den breiten Massen Antlang finden, sind es die, die als dringend nothwendig bezeichnet waren, um Rafernen zu die wir hier vertreten. Abg. Lieber konstatirte heute die tiefe ersetzen, die einzustürzen drohen, dann giebt es keine Rechtfertigung Kluft zwischen der äußersten Linken und der Mehrheit des Hauses. für ein Denkmal. Vorhin hat Herr v. Kardorff die schlechte Lage der Wie haben sich die Herren vom Zentrum bisher so über uns Industrie und der Landwirthschaft angeführt; da müßte er auch täuschen können. In den großen Zukunftsstaate Debatten im jebe Mehrbelastung vermeiden. Daß die Enthüllung des Dent vorigen Jahre, welche aus der Mitte des Zentrums hervorgerufen mals am hundertjährigen Geburtstage des Kaisers Wilhelm I waren, haben wir unseren Standpunkt nach allen Richtungen Nur aus Mangel an Gedächtniß erfolgen soll, ist kein zwingender Grund; man kann ja am hin deutlich dargelegt. 22. März 1897 ebenso gut zur Feier dieses Tages den Grund- tappen Sie über unsere Bestrebungen im Dunkel. Aber auch stein legen. wenn wir auf dem Boden der Monarchie stünden, würde es Abg. Richter erklärt im Namen seiner Parteigenossen und sich fragen, ob wir für den gegenwärtigen Fall für die der süddeutschen Volkspartei, daß diese dem früheren Beschlusse verstorbene Persönlichkeit das Denkmal zu bewilligen hätten. Zur Branntwein steuer: 118 083 240 m. beantragen des Reichstages nicht zugestimmt hätten, aber durch denselben Daß wir derjenigen Persönlichkeit, die 12 Jahre lang das Sodie Sozialdemokraten: in gewiffem Grade gebunden sind, aber nicht in dem Sinne, daß zialistengesetz über uns gebracht hat, fein Denkmal sehen, verDen Reichstanzler zu ersuchen, nach jeder Neubemessung jede Forderung bewilligt werden müßte, sondern eine Prüfung der steht sich von selbst.( Lebhafter Beifall links, Bischen und Pfuis der Jahresmengen an Branntwein, die die einzelnen Brennereien Forderung feinothwendig. Einer Bauschbewilligung von4 Millionen rufe rechts.) Abg. Liebermann v. Sonnenberg: Die Sozialdemokraten während der Kontingentsperiode zum niedrigeren Sage der Ver- würde zugestimmt werden können, wenn die Regierung flipp und brauchsabgabe herstellen dürfen, spätestens bis zum Schlusse des klar erklärte, daß sie mit den 4 Millionen auskommen scheinen doch sehr wenig von den Imponderabilien der Volks Betriebsjahres dem Reichstage ein nach Steuerdirektivbezirken und kann und daß ein summarischer Anschlag dafür vorgelegt wird, seele zu verstehen, die zwar schwer zu erwägen sind, aber doch für jeden Steuerdirektivbezirk nach der Höhe des Rontingents damit man sich überzeugen kann, daß wirklich ein vollendetes schwer in die Wagschale fallen. Die Sozialdemokraten werden geordnetes Verzeichniß der in§ 2 Alinea 4 des Gesetzes betr. Bauwerk hergestellt wird, welches feine Nachtragsbewilligungen es bald am eigenen Leibe erleben, daß die große Mehrheit des die Besteuerung des Branntweins näher bezeichneten Brennereien verlangt. Das Denkmal ift gedacht als ein Denkmal der Nation; Volkes monarchisch ist, daß es ihnen, die international find und vorzulegen, deren Kontingent mindestens 200 Hektoliter beträgt, es muß also aus Mitteln des Reichs hergestellt werden; es muß sich aus der goldenen Internationale ihre Führer geholt haben, unter Angabe von Namen und Wohnsiz des Unternehmers jeder ausgeschlossen werden, daß aus der Chatulle oder von anderer nicht folgt.( Zustimmung rechts.) Brennerei, die nach ihrer Eigenschaft als landwirthschaftliche oder Seite, vielleicht von einem Lotteriekomitee Gelder zusammengewerbliche aufzuführen ist." geschossen werden, sodaß ein Bau hergestellt wird, welcher zwar Abg. Schoenlank( soz.): Es wäre doch von größtem Jntereffe, dem entspricht, was man an höchster Stelle will, was dem Reichszahlenmäßig und ganz genau zu erfahren, wer denn die Empfänger tag aber nicht gefällt. Bis diese Erklärung abgegeben sein wird, der Liebesgabe find. Bon konservativer Seite wird ja behauptet, wollen die Freunde des Redners in gänzlich ablehnender Haltung daß die sogenannte Liebesgabe teine Liebesgabe sei; Abg. v. verharren.( Beifall links.) Staatssekretär v. Bötticher: Ich kann selbstverständlich Kardorff hat sogar von einer Strafe gesprochen. Der bayerische Finanzminister bestreitet überhaupt, daß eine Liebesgabe existirt. heute teine bestimmte Erklärung darüber abgeben, ob die verDer Finanzminister Miquel hat neulich gesagt: ohne Liebesgabe bündeten Regierungen dem Beschlusse der Budgetkommission resp. teine Brennerei, ohne Brennerei keine Schlempe, ohne Schlempe des Hauses zustimmen werden. Ich halte es aber nicht für aus teine Viehzucht, ohne Viehzucht fein Dung und ohne Dung feine geschlossen, daß dieser Beschluß die Zustimmung der verbündeten die große Mehrheit des Zentrums und der Konservativen, sowie Landwirthschaft, sondern höchstens Rieferfchonung. Aber vielleicht Regierungen findet, denn dieser Beschluß entspricht der bisherigen die Bolen; gegen die Forderung stimmen die Sozialdemokraten, wäre es doch besser im Osten nur eine Rieferfchonung zu haben Haltung des Reichstags in der Denkmalfrage. Kommt der die füddeutsche Volkspartei, die beiden freisinnigen Gruppen, die als eine Junterfchonung.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Bundesrath zu der Ueberzeugung, daß die Herstellung eines solchen Antisemiten, mehrere Mitglieder des Zentrums und die Konser. Auch die Agrarier haben ein Intereffe zu erfahren, wer denn Denkmals innerhalb jener Summe möglich ist, so wird er durch vativen v. Malzahn, Hüpeden, v. Ploeg, v. Langen, v. Buddendie eigentlichen Stipendiaten des Liebesgabenfonds find. Eind Ihren Beschluß ermächtigt, unverzüglich mit der Weiterführung brock, Sachse, v. Dalwig, Hauffe- Dahlen und Will. Damit ist der Etat der Marine erledigt. es die Großgrundbesitzer des Ostens nicht, oder nicht in vollem des Werkes vorzugehen, fommt er zu der Ueberzeugung, daß jene Es folgen die restirenden Kapitel des Etats des Reichs Umfange, dann müssen sie uns ja auf den Knien banken, Summe nicht ausreicht, so wird er erneute Vorschläge machen daß wir sie von dem Borwurf befreien, daß sie aus den Taschen müssen, natürlich unter Festhaltung der durch den früheren Besch a yamts, welche ebenfalls ohne Debatte genehmigt werden. der Steuerzahler 42 Millionen aieben. Sind sie es doch, so ist schluß des Reichstags gewonnenen Grundlage. Freudig würde Hierzu liegt folgende Resolution der Budgetkommission vor: Darauf wird der Titel gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, der freifinnigen Boltspartei, der süddeutschen Volkspartei und einiger Antisemiten angenommen. Es folgt die Abstimmung über die Bewilligung für„ Ersatz Falte" im Marine- Etat, die wegen Beschlußunfähigkeit des Hauses am Freitag ergebnißlos war. Die Abstimmung wird nach längerer Geschäftsordnungsdebatte vorgenommen, ihr Ergebniß ist zweifelhaft, es wird gezählt. Die Forderung wird mit 157 gegen 127 Stimmen a b gelehnt. Für die Forderung stimmen die Nationalliberalen, ,, den Reichskanzler zu ersuchen, veranlassen zu wollen, daß auf der Inlandspreise dienen, sowie die auf grund des Gesetzes vom] Aus Spandau wird uns über das auch dort herrschende die Reichsbeamten derjenigen Beamtentlaffen, für welche im 27. Juni 1882 den Inhabern von Mühlen bei der Ausfuhr ihrer Massenelend geschrieben: Die Arbeitslosigkeit nimmt hier am Ort Etat 1894/95 die Einführung des Systems der Dienst- Altersstufen Fabritate gewährte Bollerleichterung ganz oder theilweise auf- hauptsächlich im Baugewerbe einen immer größeren Umfang an. vorgesehen ist, bis zum Inkrafttreten dieses Systems die bis zuheben sind oder der in beiden Fällen mit der Begünstigung Bum Ueberfluß sind nun auch in den Militärwerkstätten in der herigen Grundfähe über die Gehaltserhöhung unverändert zur verbundene Zollkredit zu beschränken ist. legten Zeit Arbeiter der verschiedensten Branchen entlassen resp. Anwendung gebracht werden". Nach der Erklärung des Reichs- Schatzsekretärs verzichtet gekündigt worden. Der Nothstand unter der Arbeiterschaft hat Abg. v. Buttkamer auf die Begründung der Resolution, während daher eine bedenkliche Höhe erreicht. In Gruppen stehen die Abg. Rickert meint, daß die Zurückziehung derselben angezeigter dürftig gekleideten bleichen Gestalten auf Straßen und Plägen gewesen wäre. und spähen nach Arbeit umher. So versammelten sich an einem Nachdem Abg. Rören( 3.) einige Fälle, in denen Härten vorgekommen sind, vorgetragen hatte, erklärt Echaßfekretär Graf Posadowski, daß es sich dabei um scheinbare Härten handele, die beim Uebergangsstadium vortommen könnten. Die Abgg. Müller- Sagan( Frf. Vp.) und Hammacher( ntl.) treten für die Annahme der Resolution ein, welche darauf angenommen wird. Genehmigt wird ferner die achte Rate von 1000 000 m. für das Reichsgerichts- Gebäude in Leipzig und der Etat der Reichsschulden Verwaltung, bei welchem 530 000 M. Ausgaben zur Verzinsung von Schaganweisungen gestrichen werden. # Beim Etat des Bankwesens weist Abg. Graf Mirbach darauf hin, daß das neue Reichsbankgesetz 81/2 Millionen Mark weniger für die Reichstasse ergeben hat in den letzten beiden Jahren, als bei dem Zustand, den er und seine Freunde herbeis führen wollten; die Aktionäre hätten statt 6%, diesmal 71/2 pet. Dividende erhalten. Abg. Hammacher( natl.) regt wieder einmal an, daß die Bank den Bestand ihres Geldvorrathes in Gold und Silber publiziren möge; die Bant brauche eine solche Veröffentlichung nicht zu scheuen. Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, daß die Silber tommiffion das auch angeregt habe; es schweben aber noch Er wägungen darüber. Der Banketat wird genehmigt, ebenso die bayrische Quote, die Erstattung für aus Landesmitteln errichtete Kasernenbauten, die Ausgaben für die Vervollständigung des deutschen Eisenbahnneges, ber besondere Beitrag für Eljaß- Lothringen, die Zinsen aus belegten Reichsgeldern, die Einnahmen aus der Veräußerung ehemaliger Festungsterrains, die Matrikularbeiträge und die Anleihen. $ Abg. Rickert: Damals handelte es sich darum, daß man die Aufhebung des Identitätsnachweises umgekehrt wie jest geftalten wollte; da war eine solche Auffassung berechtigt. Die Abgg. Hammacher( ntl.) und Lieber( 3.) erklären sich für die Resolution, aber ohne dadurch den Motiven des Abg. Gamp augustimmen. Darauf wird die Resolution gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Freifinnigen angenommen. Abg. Gamp( Rp.) glaubt durch die Annahme der Resolution der letzten Vormittage ca. 150 Arbeitslose auf dem Marktplat die schwebenden Verhandlungen fördern zu können. Für die vor dem Rathhause in der Absicht, dem Magistrat ihre Lage vorAufhebung der Transitläger führt Redner eine Petition von zutragen und Arbeit zu fordern. Die Polizei verweigerte Stettiner Getreidemaklern aus dem Jahre 1887 an. jedoch den Ginlaß und Arbeitern den man gab den Rath, eine Versammlung abzuhalten und dann den Magistrat schriftlich oder sonstwie ihre Wünsche vorzutragen. Die Bersammelten gingen dann auch ruhig auseinander. Am Montag, so wird uns weiter mitgetheilt, zog in den Vormittagsstunden ein Trupp von mehreren hundert Arbeitslosen ernst und ruhig durch die Hauptstraßen der Stadt. Gefolgt von Polizeimannschaften nahmen die Demonstranten ihren Weg nach den Anlagen der alten Festungswerke, wo dieselben den Gutschluß faßten, zum Montag, den 19. d. Mts., eine Versammlung der Arbeitslofen einzuberufen, um ihre Forderungen zu formus liven. Die Menge ging dann ruhig auseinander. Bei der hiesigen Bürgerschaft haben diese Vorgänge der beiden Tage einen tiefen Eindruck hervorgebracht. Die Polizeibeamten verhielten fich im allgemeinen sehr zurückhaltend. Die eingegangenen Petitionen werden für erledigt erklärt. Schluß 534 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 12 Uhr. ( Dritte Berathung des Etats.) " Tokales. " 396 " " Die Zehumarks- Briefbeschwerer, vom alten Dom, über welchen neuesten Reklameartitel wir fürzlich berichteten, dienen nicht allein der Heimath für junge Mädchen und Frauen gebildeter Stände" zum flingenden Vortheil, sondern sie haben, wie wir erfahren, auch den Arbeitern, welche diese Dinger anzu fertigen hatten, soviel Heil gebracht, daß beinahe von einem Gotteslohn" die Stede sein kann. Uns wird geschrieben: Die wurden seiner Zeit bei den Firmen Briefbeschwerer wurden Schleicher, Lehrterstraße. und C. Finck, Blücherstr. 2 anEntsprechend dem Preise von 10 Mart war gefertigt. auch der Arbeitslohn ein horrender, denn es gab für ein Stück an Hauer- und Schleiferlohn sage und schreibe baare 80 ReichsPfennige. Die christliche Noblesse, welche in dieser Bezahlung liegt, wird dem Laien erst zu Gemüthe geführt, wenn er erfährt, daß Hauer und Schleifer an einem solchen Stein nur drei Stunden zu arbeiten brauchen. Es zeigt sich an diesem Fall, daß die prononzirten Vertreter der Christlichkeit nicht allein in der Reklame, sondern auch in der Entlohnung der Arbeiter es erfolgreich mit den jüdischen Geschäftsleuten aufnehmen können. " Arbeiterfreundlichkeit. Die landwirthschaftliche Arbeiternoth, von der nnsere Junker des Langen und Breiten fafeln, erhält eine treffliche Beleuchtung durch einen Fall, der vor einigen Tagen auf dem Rittergut Lichtenberg paffirt ist. Ein Arbeiter fragte dort um Beschäftigung an. Der Inspektor firirte ihn: Wie alt find Sie denn?" Fünfundfünfzig Jahre." Dann kann ich Sie nicht gebrauchen, wir nehmen nur junge eute." Was bleibt dem armen Mann, der seit Weihnachten arbeitslos ist, schließlich anders übrig, als sich und seine Familie aufzuknüpfen? Das Göthe'sche Scherzwport Ist einer dreißig Jahre vorüber, so fit er schon so gut wie todt" erbält unter der Herrschaft des Kapitalismus eine eigenartig schreckliche, vom Dichter gewiß nicht geahnte Bedeutung. Etiva 2000 Varteigenoffen gaben am Sonntag dem Genossen Paul Müller, der am 8. d. m. verstorben ist, das letzte Geleit. Er wurde auf dem Jakobikirchhof in Rigdorf bei gesetzt. Für den sozialdemokratischen Wahlverein des 2. Wahlfreises, dessen Vorstand M. in letzter Zeit angehörte, legte der Vorsitzende, für die Parteigenossen des 2. Kreises der Vertrauens mann derselben einen Kranz mit der üblichen Schleife am Grabe nieder. Kränze widmeten dem Verstorbenen u. a. die Krankentaffe der Tapezirer, seine Gewerkschaft, feine Kollegen aus der Fabrit, in welcher er zulegt arbeitete und seine engeren" Darauf wird auch das Etatsgesez und das Anleihegesetz vor- Freunde und Genossen. Müller gehörte schon unter dem für die behaltlich der talkulatorischen Feststellung genehmigt. Sozialdemokratie durch das Sozialistengesetz geschaffenen Aus Damit ist die zweite Berathung des Reichshaushalts Etats nabmezustand zu denen, welche stets dabei waren, wenn es galt, , etwas auszufressen". beendigt. -Der Leichenzug bewegte sich Es folgt die dritte Berathung des Gefeßentwurfs, betr. die ohne jede Störung vom Krankenhaus nach dem Gottesader"; Menderung des Bolltarifgefeges von 1879( Aufhebung des Jden- Polizisten ließen sich, von einigen, am Krankenhaus zur Aufrechttitätsnachweises). erhaltung von Ruhe und Ordnung" postirten Schuhleuten abge Es liegt hierzu ein Antrag des Abg. v. Bennigsen vor, sehen, nicht blicken. der von Mitgliedern aller Parteien mit Ausnahme der Schwarz- weiß ist die preußische Nationalfarbe, welche freifinnigen Volkspartei, der füddeutschen Volkspartei und der das Herz aller Mordspatrioten in höhere Schwingungen verfeßt. Aus dem Fenster eines Krankenhauses sprang am Sozialdemokraten unterstützt ist; danach sollen die Einfuhrscheine Zu den Mordspatrioten gehören unbedingt auch die Herren Montag während eines Fieberanfalles der 26 Jahre alte Arbeiter nicht unbedingt zur Zahlung aller Zollgefälle verwendet werden Droschfenfuhrherren. Ihrer Schwärmerei für das Schwarz- Albert Krüger. Er zog sich einen Schädelbruch zu und starb an dürfen, sondern es soll bestimmt werden, daß der Bundesrath Weiße" ist in eigenartiger Weise Rechnung getragen worden durch demselben Tage. Borschriften erlaffen wird, welche die Verwendung der Einfuhr Berbindung von Schwarzen Listen" und Weißlackirten". Ja, fcheine nach Maßgabe ihres Bollwerthes auch zur Begleichung das Ronversations Lexikon der Taxameter- Droschenbefizer", wie Nachmittag gegen 5 Uhr ein Mann, der nach Ausweis eines bei In der Trunkenheit anscheinend gefallen ist am Dienstag anderer Zollgefälle gestatten. die schwarze Liste" von den Kutschern getauft worden, ist er ihm vorgefundenen Krankenbuches den Namen Wandel führt und In der Generaldebatte weist Abg. Hauhmann( füddeutsche schienen. Daß auch die Droschtenfuhrherren hinter anderen aus Gdlersdorf stammt. Er wurde vor dem Hause Zimmerstr. 21 Boltsp.) barauf hin, daß dieses Gesetz eine andere Mehrheit Brotgebern" nicht zurückbleiben wollen, ist begreiflich und sind mit einer schweren Kopfwunde an der linken Kopffeite aufge= findet als der russische Vertrag; deshalb ist auch der preußische fie dies ihrem Patriotismus schuldig. Augenscheinlich ist ihnen funden und durch einen Schuhmann zunächst nach der SanitätsFinanzminister für das Gefez mit einer Wärme eingetreten, der Polizeifieg über die Kutscher in dem legten Outstreit" wache in derselben Straße gebracht. Dort ergab sich, daß die welche die Herren von der Rechten bei der Berathung des russischen gewaltig zu Stopfe geftiegen, sie fühlen sich" und glauben, den Verlegung so schwerer Natur war, daß er nach der Klinik in der Handelsvertrages bei ihm nicht ungern vermißt haben.( Bu Rutschern jetzt voll ihre Macht fühlen lassen zu können Siegelstraße geschafft werden mußte. flimmung links.) und haben in ihrem Uebermuthe sich schwarze Listen" anfertigen Redner hebt hervor, daß er die Befürchtung habe, daß die lassen, die allerdings nur den Werth einer Kuriosität besigen, Zeit bis zur Aufhebung der Staffeltarije noch benußt wird von aber dem Dünkel der Fuhrherren schmeicheln und weiter hat Der norddeutschen Müllerei, um den Westen mit Benutzung der es feinen Zwed! Das furiose Aftenstück, welches natürlich Aufhebung des Identitätsnachweises mit Mehl zu überschwemmen. nach berühmten Mustern! geheim" ist und allen Tagameter Deshalb sollte man beide Dinge nur zu gleicher Zeit aufheben droschken- Besißern und solchen, die es werden wollen, zugestellt und das Gesetz über die Aufhebung des Identitätsnachweises erst ist, führt den Titel: Berzeichniß der am Ausstande 1894 bemit dem 1. Juli in Kraft treten lassen. Eine Garantie ist aber theiligt gewefenen Ruffcher." Um das Ganze noch wirkungs nicht gegeben, daß die preußische Regierung die Staffeltarife voller zu gestalten, sind einzelne Kutscher ebenfalls nach be nicht wieder einführt in Form einer allgemeinen Tarif- Erleich rühmten Mustern! Sterne ausgezeichnet terung. Dann geht es schließlich ebenso wie mit der Erklärung worden, was bedeuten soll, daß die also Ausgezeichneten des Reichskanzlers über die Steuer- Vorlagen. Nachdem die ganz besonderen Bemerkungen Anlaß geben". Ganz Linke wie ein Mann, ja wie ein wahrer Edelmann für den abgesehen davon, daß das Machwerk durchaus un Handelsvertrag eingetreten ist, und zwar ohne jede Stautel kann uverlässig, ungenau und unvollkommen ist, so erscheint fie wohl verlangen, daß Süddeutschland gegen eine derartige dieses Lerikou" auch durchaus überflüssig, denn ebenso, wie die Schädigung geschützt wird. Kutscher männiglich ihre Pappenheimer unter den Fuhrherru tennen, so ist dies auch umgekehrt der Fall. Die Herausgabe dieser schwarzen Liste ist von einer Seite erfolgt, die an dem Bestehen und der weitelten Verbreitung des Tarameterapparates Einen Selbstmordversuch unternahm am Montag Abend das größte geschäftliche Interesse hat und stellt sich gewissermaßen zwischen 6 und 7 Uhr ein junger Mann während der Fahrt auf als ein kleiner Geschäftskniff" dar. Kleine Gefchente erhalten der Ringbahn zwischen den Stationen Westend und Charlotten bekanntlich die Freundschaft und es ist immer gut, den Droschten burg. Er gab vier bis fünf Revolverschüsse auf sich ab, welche besigern den Glauben zu erhalten, daß man lediglich auf deren aber fämmtlich ihr Biel verfeblten. Da in den Wagen der Wohlergehen bedacht ist. Den Droschfenbesitzern ist aber immer Ringbahn teine Nothbremsen geführt werden, tonnte man den Staatssekretär Graf Posadowsky: Nach Annahme des hin das Studium des geheimen" Machwerts zu empfehlen. Sie Selbstmörder erst auf der Station Charlottenburg der Bahnruffischen Handelsvertrages ist es absolut nothwendig, den werden daraufhin ihre Kutscher etwas näher ansehen und dabei polizei übergeben. Identitätsnachweis aufzuheben, um der Landwirthschaft zu helfen im Auge behalten, daß mit den Verzeichneten" und insbesondere gegenüber dem Preisdruck, den die Einfuhr russischen Getreides mit den Westernten" unter Umständen nicht gut Kirschen zu essen Hause Spandauer Brücke Nr. 2 etwa gegen 11 Uhr statt. Im Eine Gadexplosion fand am Mittwoch Morgen in dem hervorrufen wird, dadurch daß man ihr den alten überseeischen ist und sich diese von den Herren" nicht alles bieten laffen. Markt wieder verschafft. Barterre des linken Seitenflügel waren Arbeiter mit Reparaturen Tarf die städtische Verwaltung die von ihr bei der beschäftigt. Da sich nun ein Gasgeruch bemerkbar machte, zündete Straßen- und Chauffeereinigung beschäftigten Arbeiter ohne einer der Arbeiter ein Streichholz an, um die verdächtige Stelle. vorherige Kündigung entlassen? Diese Frage brachte des Entströmens etwaiger Gafe aufzusuchen. Kaum jedoch hatte der Stadtv. Singer im Etats- Ausschuß der Stadtverordneten- er dasselbe entzündet, als mit einem Male ein gewaltiger Knall er Versammlung zur Sprache, indem er darauf hinwies, daß diefe folgte, der sämmtlichen Fensterscheiben den Garaus machte. Leider vom Magistrat geübte Pragis im greliften Widerspruch mit dem wurde dabei der obenerwähnte Arbeiter schwer verletzt; außer durch die Gewerbe- Ordnung dem Arbeiter gewährleisteten Rechte einigen Brandwunden erlitt derselbe schwere Hautabschürfungen, stehe. Wenn nun auch der Magistrat bestreitet, Gewerbetreiben- außerdem wurden dem Unglücklichen sämmtliche Haare abgefengt, der im Sinne der Gewerbe- Ordnung zu sein, da er aus diesen sodaß dessen Ueberführung zur Charitee sofort angeordnet wurde. Betrieben feinen Ueberschuß für die städtische Verwaltung erziele, Nicht viel besser erging es einem Maurer, der durch den ge so sei er doch jedenfalls moralisch verpflichtet, den von ihm bewaltigen Druck mit dem Kopf in eine Fensterscheibe geschleudert schäftigten Arbeitern die Bortheile zugänglich zu machen, die wurde, und ebenfalls erhebliche Verlegungen dadurch erlitt. Auch ihnen durch die Gesetzgebung zugesprochen sind. Mit Recht andere Hausbewohner find in größerer Zahl durch Glassplitter, würde ein Privatunternehmer sich dem schärfsten Tadel aussehen, die sogar bis auf die andere Seite des Straßenpflasters flogen wenn er, gestützt auf einen noch zweifelhaften Rechtsanspruch, und hier ebenfalls noch Scheiben zertrümmerten, verletzt worden. ich anmaßte, seine Arbeiter zu jeder Stunde entlassen zu fönnen. Das durch das Anzünden des Streichholzes entstandene Feuer Einem derartigen Tadel dürfe die Stadtverwaltung sich nicht wurde durch die schnell herbeigerufene Feuerwehr in turzer Zeit aussetzen und müsse deshalb darauf gedrungen werden, eine gelöscht, doch macht die Stelle jener Katastrophe einen troslosen gegenseitige Kündigungsfrist auch für diejenigen städtischen Ar- Anblick. beiter festzusehen, die nicht, wenigftens nicht nach Ansicht des Magistrats, der Gewerbe- Ordnung unterstehen. Staatssekretär v. Bötticher: Die Staffeltarife find eine preußische Einrichtung und der Reichskanzler hat darauf keinen entscheidenden Einfluß. Was den Termin der Aufhebung an betrifft, so hat der preußische Eisenbahn Minister erklärt, daß diefelbe spätestens am 1. August, vielleicht aber auch noch zu einem früheren Termin erfolgen könne. Abg. v. Stumm( Rp.) bleibt dem Abg. Haußmann gegen über bei seinen früheren Ausführungen stehen. Abg. Graf Schiverin( dk.): Ich empfehle die Annahme des Gefeßes, weil es sowohl dem Handel als auch der Landwirth schaft, wenn auch beiden in verschiedenem Maße, Vortheil und nie mandem irgend welchen Schaden bringt. Abg. Graf Limburg- Stirum: Meine Parteifreunde im Landtag sind über diese Maßregel getheilter Ansicht, aber uns Alle hat es gleichmäßig unangenehm berührt, daß man beide Dinge verquickt hat, denn wir wußten sehr gut, daß die preußische Regierung an sich nicht geneigt war die Staffeltarife aufzuheben nnd wir bedauern, daß sie sich mit Rücksicht auf diese Verhandlungen zur Aufhebung der Staffeltarife hat drängen laffen. Staatssekretär v. Bötticher: Ich habe nur erklärt, daß ich aus einer Unterredung mit den preußischen Minister der öffent lichen Arbeiten die Ueberzeugung geschöpft habe, daß es sich seiner Ansicht nach werde ermöglichen lassen, die Staffeltarife früher auszuheben als am 1. September. Abg. Gamp( Rp.) stimmt dem Staatssekretär v. Boetticher vollständig darin bei, daß die Mühlenindustrie besonderes Inter esse daran hätte, genau zu wiffen, wann die Staffeltarife aufhören. Abg. Hanfmann: Die Mühlenindustrie des Ostens und Nordens legt einen Werth darauf, daß die Staffeltarife länger aufrecht erhalten werden als seitens der Regierung jetzt in Aussicht gestellt wird. Abg. v. Puttkamer- Plauth( bl.) bleibt dabei, daß in bezug auf die Staffeltarife die preußische Regierung dem Drucke der Reichsregierung gefolgt sei. Staatssekretär v. Bötticher verweist auf die Erklärung des preußischen Eisenbahnministers im Abgeordnetenhause. Damit schließt die Generaldiskussion. In der Spezialdiskussion empfiehlt Abg. v. Bennigfen den von ihm gestellten Antrag. Staatssekretär Graf Posadowsky verweist auf seine Ausführungen in der zweiten Lesung; über die Annahme des Antrages fönne er feine Aeußerung thun, da es Sache des Bundesrathes sein würde, darüber Beschluß zu fassen. im Ganzen angenommen. 21 durch drei Eine Spielhölle entdeckte die Polizei am Dienstag in einem Budiferkeller in der Schmidstraße. Fünf Kümmelblättchenspieler wurden dingfest gemacht. Am Sonntag find die Wärmehallen am Alexanderplat geschlossen worden. Es haben in der letzten Zeit nur" 800 bis 1000 Personen täglich dort zugebracht. Gegen Spione oder gegen Radieschensamen? Für das Ben Akiba hat wieder einmal Unrecht, wenn er behauptet, Kriegsministerium ist die Bestimmung erfolgt, daß ein Jeder, welcher nicht direkt im Ministerium angestellt ist, durch eine es ist Alles schon dagewesen. Wenigstens glauben wir nicht, das Militär- Ordonang zu begleiten ist und zu seinem angegebenen es schon dagewesen ist, daß ein Borsteher einer Stadtverordneten Biel begleitet wird. Die Ordonnanz wird durch den Kastellan versammlung wie der von Oderberg in der Mark, den Para herbeigerufen. Früher suchte man sich bekanntlich selbst das graphen der Geschäftsordnung, der bestimmt, daß Anträge auf Bimmer des betreffenden Herrn auf, den man zu sprechen Schluß der Debatte sofort zur Abstimmung tommen müssen, dahin auslegt, daß dies auch geschehen muß, während ein Redner spricht und daß, wird der Antrag angenommen, der Redner nicht weiter sprechen darf. wünschte. Verkürzte Sonntagsenhe am Palmsonntag. Am nächfien Sonntag ist der Betrieb in allen Geschäften, mit Ausnahme der Bankgeschäfte von 7 bis 10 Uhr Vormittags und von 12 bis 6 Uhr Nachmittags gestattet. Noch bewundernswürdiger ist es aber, daß mit dieser Handhabung der Geschäftsordnung auch die Stadtverordnetenverfamm lung einverstanden ist. Erstaunlich ist eine derartige Handhabung, die jeder parlamentarischen Ordnung in's Gesicht schlägt, verständlich wird sie aber, wenn man erfährt, daß in diesem Fall ein sozialdemokratischer Stadtverordneter der leidende Theil war. Ju Pankow wurden bei der vor einigen Tagen dort stattDie Spandauer Biersteuer. Die städtischen Körper schaften in Spandau hatten vor ungefähr neun Monaten die Der Antrag v. Bennigsen wird darauf angenommen. Ginführung einer fommunalen Biersteuer beschlossen. Es sollte Ter Beschluß der zweiten Lesung, daß das Gesez am 1. Mai 1894 das im Stadtbezirk gebraute Bier mit 45 Pf., das von außer in straft treten soll, wird ebenfalls bestätigt und darauf das Gesetz halb eingeführte Bier mit 65 Pf. pro Sektoliter besteuert gehabten Erfagwahl zur Gemeindevertretung die brei werden. Diesem Biersteuer- Regulativ ist aber jegt auf grund Es liegt nunmehr noch folgende Resolution der Abgeordneten eines Gutachtens des Provinzial- Steuerdirektors von der Re- in Frage stehenden Size im zweiten Bezirt, welche schon früher v. Putttamer Blauth und Gen. vor: Den Reichskanzler gierung die Zustimmung versagt worden, weil eine verschieden: 1ozialdemokratisch vertreten waren, stegreich behauptet. An stelle eines feit längerer Zeit verzogenen Gemeindevertreters wurde zu ersuchen, in Grwägung zu nehmen, ob nicht entweder die ge- artige Besteuerung der ortsansässigen Brauer zum Nachtheil der der Genoffe Gustav Mojahn in den Gemeinderath gewählt. mischten Privat Transitlager von den in Nr. 9 des Bolltarifs auswärtigen Brauer nicht angängig sei. Der Stadtverwaltung aufgeführten Wearen( Betreibe u. f. m.) ohne amtlichen Mit- ist anheimgegeben worden, das Regulativ entsprechend umzu Ein Heirathsschwindler, der Tischler Julius Skowron verschluß, welche üterwiegend spekulativen Zwecken zum Schaden ändern und es dann von neuem zur Genehmigung einzureichen, ist festgenommen worden. Er nannte sich Stowern und hat sich egeldags CING 379 Dienstmädchen ausgesucht, denen er ihre Baarschaft abschwindelte. Wie soll ich denn hier zeugeneiblich über Gespräche etwas aus zu beweisen haben.-Anget I.: Ich will schon durch die BelastungsZuweilen gab er fich für einen Eisenbahnafsistenten, zuweilen fagen, die ich vor 20 Jahren geführt haben soll? Was sollen zeugen beweisen, daß ich von der Wahrheit meiner Behauptungen fest als Versicherungsinspektor aus. Er ist sehr redegewandt, wo- denn überhaupt die vielen Fragen? Bin ich denn hier an- überzeugt bin. Die Vernehmung des Zeugen Ottermann über durch ihm sein Schwindel erleichtert wird. Er besaß eine geflagt oder der Angeklagte? Worf: Herr Zeuge, bitte, alle einzelnen Transaktionen bei der rumänischen Angelegenheit Studentenkarte auf May Stlareck aus Beuthen. denken Sie daran, daß sich ein Angeklagter immer in einer üblen dauert faft zwei Stunden, ohne daß die Behauptungen des AnGerichts- Beitung. = schon Polizeibericht. Am 13. d. M. Nachmittags wurde auf dem Lage befindet. Ich bemühe mich schon, alle überflüssigen und nicht geklagten dadurch bekräftigt werden. Sodann ertlärt Erster daHose des Grundstücks Bimmerftr. 21 ein Mann mit einer an- sur Sache gehörigen Dinge abzuschneiden. Auch der Angeklagte Staatsanwalt Drescher: Jch erhalte soeben die Nachricht von Hose des Grundstücks Zimmerſtr. 21 ein Mann mit einer an: Schweinhagen richtet eine ganze Reihe von Fragen an den der Staatsanwaltschaft in Essen, daß die verschwundenen Akten scheinend von einem Falle herrührenden Verlegung am Hinter- Beugen, die auch der Mehrzahl nach von dem Borsigenden des Prozesses Gehlsen mit den Beugenaussagen zwei Bolumina topfe aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Gegen mit dem Bemerken zurückgewiesen werden, daß es sich lediglich in Essen zum Vorschein gekommen seien. Ich habe sofort Abend fiel ein siebenjähriger Knabe auf dem Jahrmarkt in der um die Beleidigungen des Finanzministers Miquel handelt, um Anordnung getroffen, um sie hierher au bekommen. Zu den BeSwinemünderſtraße von einer Stehleiter, auf die er unbefugter die Behauptung, daß er sich als. Agent des Bantjudenthums hauptungen des Angeklagten Black über die rumänischen Eisenweise geklettert war, herab und erlitt erhebliche Verlegungen am Kopfe. Im Haufe Blücherstr. 82 fand ein kleiner Brand statt. unredlicher Weise große Reichthümer erworben hat.- Angell. bahnen werden noch Justizrath Riehm, Geh. Kommissionsrath Im Hauſe Blücherſtr. 32 fand ein kleiner Brand statt. ch we inhagen: Ich frage den Zeugen: ist es wahr, daß Mendelssohn- Bartholdy, Geh. Regierungs- Rath Dr. Reindie Diskonto- Gesellschaft von der Begründung des Invalidenfonds hardt und Rentier Nite vernommen. Die Aussagen dieser vor dem Grlaß des Gesetzes schon Kenntniß davon gehabt hat, Beugen, soweit sie sich überhaupt noch auf die 22 Jahre zurückBelegenheit hatte, zur Belegung vorher Antäufe zu machen. hauptungen des Angeklagten zu unterſtügen.- 68 wird dann daß derselbe mit Effekten belegt werden sollte und nun die liegenden Daten besinnen fönnen, find nicht geeignet, die BeProzeß Black- Schweinhagen.( Dritter Tag.) Nach Er- Bräf.: Das ist wieder eine neue Behauptung. Zeuge noch der Drucker der Broschüre Pharisäer und Heuchler", Buchöffnung der Sigung beginnt die Beugenvernehmung des Geh. v. Hansemann: Das sind doch alles Dinge, die schon druckereibefizer Iöß in Dresden, über einen Brief vernommen, Kommerzienraths Adolf von Hansemann. Derfelbe längst in den Parlamenten so vollständig aufgeklärt sind, daß den der Angeklagte Plack an denselben gerichtet hat und den der bestätigt im Allgemeinen die Bekundungen des Finanzministers es eine Niederträchtigkeit sonder Gleichen, so etwas hier vor- Staatsanwalt als charakteristisch für Black ansteht. In Miquel über dessen Eintritt in die Diskontogesellschaft und seine zubringen. Angell. Schweinbagen: Ich frage den Zeugen, dem Briefe macht Black Mittheilungen über die VorThätigkeit in derselben, sowie über die Reffortverhältnisse in der ob die Diskonto- Gesellschaft nicht zur Rothschild- Gruppe gehört? bereitungen zu dem Erscheinen der Broschüre, für welche Gesellschaft. Der Borsigende verliest den Auszug aus einem 3euge: Ich weiß nicht, was der Herr für Fragen stellt. Herr Dewald schon überraschend viele Abnehmer habe. an den Zeugen gerichteten Brief des Dr. Miquel. Aus dem Jch will sie aber beantworten. Die Rothschild- Gruppe besteht Er erwähnt dann, daß er bei den Kommissions felben geht hervor, daß dieser schon vorher verschiedene An- aus österreichisch ungarischen und deutschen Bankhäusern: der verhandlungen des Reichstages von Ahlwardt herangerufen regungen zu seinem Austritte aus der Gesellschaft ge Wiener Firma Rothschild, der österreichischen Kreditanstalt, der worden sei, und demselben in zehn Punkten das nöthige Attengeben hatte, die aber dadurch beseitigt wurden, daß österreichischen Bodenkreditbank, der ungarischen Kreditbank, der material zur Verfügung gestellt habe. Die Herren Reichsboten Herrn Miquel tüchtige Kräfte zur Seite gesezt wurden. Diskonto- Gesellschaft, Bleichröder und der Darmstädter Bank. würden aber wohl so flug oder so dumm bleiben, wie vorher Was die Bodenkredit Aktiengesellschaft betreffe, so haben die Angell. Schweinhagen: Ich richte die Frage an den und es würde nun wohl darauf ankommen, die pikante Sauce zu Berhandlungen zur Bildung derfelben schon lange vor Herrn Herrn Präsidenten, ob mir im Laufe der Verhandlung endlich diesem Ragout zu liefern. Man müsse alles daran setzen, um Miquel's Eintritt gefchwebt und seien bei diesem Eintritt schon einmal Gelegenheit gegeben wird, meine Behauptungen bezüglich Herrn Ahlwardt aus seinem Pflegma herauszubringen und ihn beendet gewesen. Die Behauptung, daß die Zentralbodentredit- der braunschweigischen Bahnen zu beweisen? Ich habe schon zu energischerem hanebüchenem" Auftreten zu veranlassen. Bank das Publikum bewuchere, fei mindestens sehr merkwürdig" in der Schule gelernt, daß, wenn man einen mathematischen Er wünschte blos, daß die Kommission einen einzigen und es sei durchaus falsch, daß die Amortisations Darlehen der Lehrsatz beweisen will, man doch den Lehrfaz erft fennen muß. Punkt des Materials bestreiten sollte, dann würde wohl Bank das Publikum beeinträchtige. Die Geſellſchaft habe sich Bis jetzt ist mir noch nicht Gelegenheit gegeben, die Braun- die Zeit zu zum Abschlachten" gekommen sein 2C. 2C. die größten Verdienste erworben, sie sei von der höchsten schweiger Vorgänge selbst farzulegen und daran die Beweis- Da dem Briefe auch Schweinhagen genannt wirthschaftlichen Bedeutung geworden und habe dazu bei- führung zu knüpfen. Präs.: Wir haben Ihnen durch Vor- wird, so giebt derselbe auch einige Erläuterungen zu diesen getragen, den Binsfuß bei den landwirthschaftlichen Banken legung der Akten des braunschweigischen Landtages gezeigt, wie Punkt. Er erwähnt darin, daß ursprünglich Ahlwardt mit Glöß herunter zu bringen. Schon die Thatsache, daß der es bei den Verkaufsverhandlungen in Wirklichkeit zugegangen ist. Berhandlungen über eine von ihm( Schweinhagen) zu verfaffende Gesellschaft ein Staatskommissar beigeordnet ist und im Sie haben selbst gefagt, daß Sie jetzt einsehen, daß Herr Miquel Broschüre angeknüpft habe. Ahlwardt habe ihn veranlassen Ausschusse Bertreter der den für den Reichstag auszuarbeiten, worin das Publikum be- brieflich um die Zurücknahme Strafantrages ge im allgemeinen eine Geschichte des Gründungsschwindels gegeben wuchert werde.(!) Ueber die Transaktioner in Sachen der Rumä- beten Angel: Das steht nicht in dem Briefe! werden sollte. Er habe auch ein Manuskript ausgearbeitet. Es sei nischen Eisenbahnen stimmt die Darstellung des Zeugen mit der- Präs: Dann werden wir den Brief später vorlesen! wahrscheinlich, daß Ahlwardt sich alsdann an Black gewendet habe, jenigen des Finanzministers Miquel und der Antlage überein. Angefl.: Ich stelle also fest, daß mir die Beweisführung damit ihm dieser zur Seite stehen solle. Beuge Glöß bestätigt, An die Aussage fnüpfen sich wieder längere Ausführungen des hier abgeschnitten wird und es mir nicht möglich ist, die Sache daß ursprünglich Schweinhagen die Broschüre verfassen sollte. Angeklagten Plac, die den Vorsitzenden immer wieder mit den selbst klar zu stellen. Präs.: Hier handelt es sich lediglich Er habe es aber abgelehnt, das von demselben ausgearbeitete Bemerkungen;„ Das gehört gar nicht zur Sache!", das inter- um die Beleidigung des Herrn Ministers Miquel. Sie haben Manuskript zu drucken, weil es ihm zu wenig beweisträftig und efsirt uns nicht im Geringsten"," Schweifen Sie nicht ab!", die auf diesen bezügliche Thatsache selbst zurückgezogen.nu allgemein gehalten schien. Er pflege nicht leichtfertig, sondern Das wissen wir ja alle"," Darüber ist ja gar kein Streit!" zc. gefl.: Ich muß doch aber in der Lage sein, die Thatsachen selbst sehr vorsichtig bei Prüfung der Manuskripte vorzugehen; das unterbricht. Der Angeklagte erklärt zum Echluß aber immer flar legen zu dürfen. Der Herr Staatsanwalt hat doch be- beweise schon die Thatsache, daß er schon etwa 400 Antlagen aufs Neue: Ich habe noch einige Fragen!"- AngetI: hauptet, daß auch objektiv meine Behauptungen unwahr feien. gehabt habe und bisher nur einmal mit 8 M. bestraft worden Der Herr Präsident hat einen Kündigungsbrief des Finanz- Staatsanw. Drescher: Der Angeklagte hat mich gründlichst sei. Die Sigung wird hierauf auf Donnerstag 9 Uhr vertagt. ministers Miquel an den Beugen von Hansemann vers misverstanden. Ich habe die Meinung ausgesprochen, daß wir ver- mierdandan. Drefcher: Der Angeklagte hat mich gründlichst fet. lesen. Ist der Brief Original? Präs. Nein, es ist auf die objektive Frage, ob die braunschweigische Regierung ge- Privatjefretär Jofeph Finazer stand heute vor der achten Gegen den Opernsänger Roberto Stagno und dessen nur Abschrift. Angefl: Rönnte ich wohl erfahren, woher täuscht und der preußische Staat gefchädigt worden, gar nicht Straffammer des Landgerichts I Termin wegen schwerer Urder Brief stammt? Präs: Die Abschrift ist vom Herrn einzugehen haben. Ich halte nur daran fest: Der Angeklagte fundenfälschung und verleumderischer Beleidigung an. 53 Minister Miquel eingereicht worden. Angefl.: Also von gesteht selbst die unwahrheit seiner Behauptung zu, daß der handelt sich um Beleidigungen des Direktors Emile Dürer durch Herrn Miquel? Erster Staatsanwalt Drejcher: Der Herr Herr Minister die Täuschung und Schädigung mit vorgenommen Minister hat gestern bekundet, daß er einen Brief diefes Inhalts hat! Angeklagter Blad will den Zeugen noch befragt gefälschte Telegramme, die an ein italienisches Blatt aufgegeben geschrieben und Herr v. Hansemann hat befundet, daß er einen wissen, ob die Vorgänge bei der Dortmunder Union u. f. w. Stagno hatte dem Gericht angezeigt, daß er sich in Rom befinde varen. Keiner der beiden Angeschuldigten war erschienen, Inhalts hat. Das genügt u. a. siyen, schließe es vollkommen aus, die v. Köller, Dieze nicht dabei betheiligt war, Sie herrn Minister wollen, ihm eine Rede # 1 Brief diefesten. Nun, der Brief mann( erregt): Ich habe Ihre Broschüre nie gelesen. Das und der Vorladung keine Folge leisten würde. Der Gerichtshof mit Ausnahme des 9 in 99 136.j Versammlungen. Als nächster Zeuge wird bet gezen, vernommen. gilfe bei Unglücksfällen. Donnerstag, den 16. März, Abends 8 Uhr, = Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur erten bet Bolg, Alte Safobstr. 75. Bortrag des leitenden Arates Herrn Dr. Christeller. Uebungsstunde. 9-11 Uhr, bei Relmus, Gräfe- und Dieffenbachstraßen- Ece: Uebungsstunde. Artißenverein Vereinte Kraft". Donnerstag, den 15. März, Abends Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, Abends 8%-10% Uhr: Nord: Shule, Müllerftr. 179a; Unterricht in Deutsch( unt.) D- Soule, bergerstr. 183: Unterricht in Kaufmännischem Rechnen, Korrespondenz und Martusstr. 31: Erste Hilfe bet unglücksfällen. Südostschule, Retchen Geschichte( alt). Klub 1 datirt vom Januar 1878, also vor 21 Jahren. Der Angeklagte fiele mir gerade ein, folche literarische Machwerke zu lesen! macht dann längere Auseinandersetzungen über die rumänischen Angell. Pla d fragt weiter, ob nicht die Diskonto Gesellschaft Prag.( Prozeß gegen die Mörder Mrva's.) Der Angeklagte Eisenbahnen und seinen Ansichten über dieselben. alle Attien der Heinrichshütte befaß, als die Zusammenlegung Dolezal erklärte auf Befragen des Präsidenten, daß der AnPräsident: Davon steht aber doch gar nichts in mit der Dortmunder Union erfolgte? v. Hansemann: getlagte Rriz ihn zu der That aufgemuntert habe. Bezüglich der in Ihrer Broschüre. Hier handelt es sich lediglich um Ihre Darüber sind doch seinerzeit alle Urkunden veröffentlicht worden. Frau Kriz sagte Dolezal entlastend aus; die in der VorunterBroschüre und um die Beleidigungen, die Sie dem Finanz- Wenn Angeklagter Beweise für seine traffen Behauptungen fuchung bezüglich der Mitschuld der andern Angeklagten gemachten minister Miquel zugefügt haben. Angel. Ich bin in braucht, dann soll er sich doch das Material beschaffen. Dazu Aussagen widerrief er, ebenso der Angeklagte Dragoun. Beide der Lage, den ganzen Schwindel Bras. Bleiben Sie nur bin ich doch nicht ba! Das sind doch alles teine Fragen, das bestätigten jedoch hinsichtlich ihrer eigenen Schuld die in der ruhig; das wird sich sicher Alles ganz leicht aufklären laffen. find Reden, die in Radau- Versammlungen vorkommen. Herr Voruntersuchung gemachten Angaben. Die weitere Verhandlung Mit allgemeinen Redensarten ist nichts gethan. Der Ange v. Hansemann bittet nach Beendigung seiner Vernehmung wurde auf morgen vertagt. nstlagte sucht dann in längerer Ausführung seine Behauptung zu um seine Entlassung. Er wird jedoch nur bis Donnerstag früh derweisen, daß bei der Umwandlung der rumänischen Eisenbahn- beurlaubt, da der Angeklagte erklärt, daß er vielleicht doch noch Obligationen in Attien die Gründer sehr gute Geschäfte gemacht einige Fragen" habe. daewon ota 000 habe.dewoo lo haben. Es handele sich um eine Differenz von 52 Millionen und der Rumäni 66 Millionen Mart. Die Obligationsbefizer feien berechtigt geschen wesen der Aktiengesellschaft beizutreten und die Obligationen Er hat bei der Umwandlung der Gesellschaft mit der Diskonto: umzutauschen. Beife nur 62 Minionen umgetauscht und Er behauptet, daß auf diese Gefellschaft Unterhandlungen wegen Hergabe der Vorschüsse gedie übrigen pflogen, welche gegen 6 pet. Zinsen und 2 pCt. Provision gewährt 14 Millionen von den Gründern" selbst gezeichnet wurden. Vom 26. bis 28, November 1872 wurden die neuen feien. Herr v. Hanfemann habe persönlich 300 000 M. und für Rumänischen Eisenbahn Prioritätsaktien von der Diskonto: die Diskontogesellschaft 5 Millionen gezeichnet. Herr Miquel Gesellschaft und dem Bankhause Bleichröder zum Gesamintbetrage habe 100 000 in. gezeichnet. Präs. Sie haben gestern gehört, von 20 700 000 Thalern aufgelegt. Das Publikum habe etwas daß das nicht wahr ist, daß der Herr Beuge Miquel nichts für über 9 Millionen Thaler gezeichnet, ein Konsortium und Bei allen Unterrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jent lifer und fich gezeichnet hat. Anget. Nachdem Herr Miquel das die Diskonto Gesellschaft hätten je im Laufe des Semesters, eintreten. etwas über drei Sefe- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dies gen, Abends 8% uhr ausgesagt hat, muß ich es ja glauben. Ich bleibe aber bei Millionen übernommen, den Rest habe die Rumänische bei Schröder, wiesenfir. 39.- Neue Bett, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bet meiner Ansicht, daß Herr Miquel persönlich gezeichnet hat. Ich Eisenbahn- Aktiengesellschaft behalten müssen. Ob die Diskonto- ieshott. Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ece. bin in der Lage, diese ganze moderne Finanzoperation aufzudecken. Gesellschaft auch für diese von ihr erworbenen Aktien fich eine Safenelever, abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg der Freunde bet Bnabt, Swinemünderstraße 120. Die 14 Millionen sind gezeichnet worden, nachdem die Provision berechnet habe, vermag der Zeuge nicht zu sagen, aus Treptow. Sozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends Gesellschaft bereits gebildet worden war; sie mußten baar dem Rontokurrent gehe es nicht hervor. Der Zeuge hält es aber uhr, Reichenbergerfir. 157, Sigung. Distutirflub, Bettget ft" jeben gezahlt werden, dies ist aber nicht geschehen, vielmehr sind die faum für möglich. Donnerstag nach dem 1. und 15. des Monats bet Tempel, Sangeftr. 65, Abends 8% Uhr. Distutirtlub Gleichbett"( Weißenfee) bet lebs, Char Obligationen in Massen und zu ganz niedrigen Kursen auf- Bücherrevisor Töpfer begutachtet, daß die Diskonto- Gesell- tottenburger- und Roelfestraßen Ede, Abends 8 Uhr.- Auguft Getb gefanft worden. Beuge v. Hansemann, der alle diese schaft zwar eine Provision geltend gemacht habe, dieselbe sei ihr abends 9 Uhr im Restaurant Bubell. Ausführungen mit wiederholtem Kopfschütteln und mitleidigem aber nicht in baar, sondern dadurch gewährt worden, daß die Bereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 3 Tr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Alle Menberungen im Lächeln begleitet hat, bemerkt:„ Ich begreife nicht, warum der von ihr übernommenen Aftien zu einem etwas billigeren Kurse Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahmej neuer Mitglteber. Angeklagte so lange Erpektorationen macht. Er braucht mich berechnet wurden. Ob die Diskonto Gesellschaft hierzu berechtigt St. Urban, Annenstr. 9, bei Broß.- Kornblume, Gr. Frankfurterfir. 138 blos zu fragen, ich bin ja gern bereit zu antworten. Der Ans gewesen sei, vermag der Bücherrevisor nicht zu beurtheilen. Es Annenstr. 16, bet Ehrenberg.-Weiße Rose, Reinickendorf, Seeschlößchen bei b. Gold. Frühlingsluft, Bülorostr. 59, bei Werner.-Bregelschluß, geflagte perſteht ja pifenbar gar nichts von den Cachen und fönnte ja eine diesbezügliche Abmachung, getroſſen worden sein. zanger. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte. bewegt sich in Ausdrücken, die... na, ich will lieber Der Angeklagte Plack richtet auch an den Zeugen Ottermann Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguftstr.- Ecke bei Schulz. schweigen. Der Beuge giebt dann Auskunft über die eine Menge Fragen, welche zu beantworten diefer erklärt außer Tempelhof, Dorfstr. 10, bei Gerth.- Ost- und Westpreußischer MännerEinigteit( Hutmacher), Pappel- Allee 3/4, b. M. Meinhardt.- harmonie, einzelnen Stadien der Transaktionen, welche bezüglich stande zu sein. Derselbe verweist auf die Geschäftsbücher und se sangverein, Neue Königstr. 73, bet Hahn.-Edelweiß 2, Potsdam der rumänischen Eisenbahnen von der Diskonto Gesell- die Bilanzen. Der Angeklagte Black behauptet nun, daß die Brandenburger Kommunikation 16 bet Glaser. Borar, Retchenbergerschaft und den Bantiers ausgeführt worden sind. Bei 4 Millionen Thaler, die von der Numänischen Eisenbahn- Ge- gutunft 3, Belten, bet M. Grunow. firaße 184 bei Schult. Freie Sänger, Krautstraße 6, bet Rudolf. der Umwandelung habe die rumänische Regierung die Besellschaft an Stroußberg bezahlt worden seien, nicht, wie es hätte monte, Safenharde 52-53, Kurth's Salon. Kreuzberger Sar Morgengrauen,( Bäcker), bingung gestellt, daß ihr die früheren Obligationen zurückgeliefert sein müssen, in der Bilanz als Einnahme gebucht worden seien.-5 Uhr Nachni, Königstr. 78 bei Hahn. Steinfeger Sänger chor werden sollten. Als nun die Stammprioritäten ausgegeben Sowohl der Zeuge Ottermann wie der Bücherrevisor Töpfer fraße Nr. 24 bei Tauschke.. Rustanien Allee Nr. 28 bei Maiwald. Stedes Echo, Reichenbergerwerden sollten, feien die alten Obligationen nicht alle zur Stelle erklären, daß eine Verpflichtung, derartige Posten in die Bilanz traße 80. Vorwärts 9, Charlottenburg, Bismarc gewesen. Es sei deshalb Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bet Mölter. entsprechendes Kapital zurückgestellt aufzunehmen, nicht bestehe. Angetl. Plac: Ich muß noch Gesangverein der Stucateure Berlins und Umgegend, Seydelftr. 30 bei worden. Angell. Black: Ich möchte von dem Zeugen er einmal auf die Generalversammlung zurückkommen, die am Preußer. Arbeiter Gesangverein Spandau Neumeisterstr. 5 bei Radke. Vorwärts 2 Schönhauser Allee 28 bet Kuhlmey. Lyra 2, Charfahren, ob die Diskontogesellschaft nicht mit dem Konful Müller 29. Juni 1874 stattfand. Gestern hat der Zeuge Miquel gesagt, tottenburg, Wallstr. 64. Gefangverein der für schner, Landsbergerstr. 31 in Stettin wegen Eintritts in die Diskontogesellschaft in Ver- daß er sich damals in befunden habe und deshalb bei Seehausen. Glodenrein( gemischter Chor) Kastanien- Allee 95/ 96.bindung getreten fet, bevor mit Dr. Miquel unterhandelt wurde. von den dort getroffenen Abmachungen nichts wiffe. Ich will eang errunde, soffbuferit,& bet Braun. Frohsinn 2, FriedrichsBenge von Hansemann: Gewiß. Die Verhandlungen nun beweisen, daß Herr Miquel damals der Generalversammlung Sebuferfte. 5 bet Nemig.-Brüderschaft Stallschreiberstraße 29"" Bun Treu und Fest, berg Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bei Müller. zerfalugen fich aber, weil eben Herr Müller Parlamentarier war. beigewohnt hat. Der Präsident verliest darauf das Protokoll eichenen Stab".- Eintracht 2, Neu- Glienicke, Rudowerstr. bei Hasdorf. Das spricht ja gerade für meine Behauptung, daß die Diskonto- über die fragliche Versammlung, aus dem nicht zu ersehen ist, albesgrün( gem. Chor) Böchſtr. 8 bei A. Moewes. Arbeiter- Gesang= gesellschaft den Grundsatz beobachtete, teine parlamentarische ob Herr Miquel anwesend war oder nicht. vercin Oranienburger Borstadt, Hochstr. 32a bet wite.-2ibertéi, Der Angeklagte Guvryfir. 24 bet bei Thielsch. Flöter'scher Gesangverein, KoppenKraft in ihrer Zirektion zu haben. Nur in betreff des Black bleibt dabei, daß Herr Miquel mit 400 Stimmen in jener ftr. 48 c bei Lorenz. Gintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Düball. Black: Giebt der Herr Zeuge zu, daß die Konzessionirung der dem Prozesse Gehlsen geleistet habe, nicht richtig sein fönne. Die Chorinerstraße 27 bet bailand. Alpenrose, Forsterfir. 22. Arion 2, Felsenfest( gem. Chor), Neue Hochneuen Gesellschaft erit fünf Monate später ertheilt worden ist, verschiedenen Versuche, welche auf wiederholtes Ersuchen straße 49 bet Paul Altmann. Junge ich e, Reinickendorf, Gesellschaftsnachdem Herr Miquel bei der Diskonto- Gesellschaft eingetreten des Angeklagten angestellt werden, um festzustellen, obrabe 11 bet 2. Sartmann. Freundschaft 1, Brunnenstr. 148 bet war? Beuge: Das mag sein, aber die Statuten waren Dr. Miquel damals in der Generalversammlung zugegen Oswald Berliner. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. lange vorher eingereicht, bevor Herr Miquel eintrat. Präf.: war oder nicht. Borf.: Selbst angenommen einmal, daß alle Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: enter, Haben Sie nun noch eine Frage? Angefl. Plac: Gewiß, Herr Dr. Miquel damals wirklich zugegen war, so folgt doch bund, Andreasfir. 3 bet Noll. Bergmannstr. 14, 6of 2 Tr. Donnerstag: Vergnügungsverein Bruder ich habe noch eine Frage. Ich beantrage, den Beschluß des daraus noch nicht, daß er Kenntniß gehabt hat von der schwe Rauchtlub Graue Wolte, Krautftr. 48. Ronsortial- Bertrages zu verlesen. Es wird daraus hervorgehen, benden Angelegenheit des Dreimillionen- Darlehns. Verein Grüne Eich e( vor dem Halle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Kazorke. Rauchklub Angefl.: Bergnügungsverein Jugendlust, Ohmgaffe 2 bei Krebs. daß Präs: Das ist teine Frage. Angell. Plac: Es Ich bitte nur, mir nachzufühlen und in meiner Seele zu lesen, wienerftr. 18 bei Drieschner. Dezimalwaage, frautstr. 36 bet Infinger. Rauchflub Erholung, ist aber für mich von ungeheuerer Wichtigkeit. Präs. Uns um zu erkennen, daß ich von alledem, was in meiner Broschüre Bringborn, Madaiftr. 12. : Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Humuristischer Klub univerfum, Beteranennicht, wir halten uns nur an die Broschüre. Angell. Pla d: steht, felsenfest überzeugt bin und es mir nicht einfach aus der Straße 18, bei Schulz. Brüderlichkeit, Büdlerstr. 49 bei Stabernac. Ich muß doch bei meinem Antrag beharren. Luft gegriffen habe. Gegen mich tritt hier eine ganze Reihe von Gejelliger Klub ber a It en Moabiter, Gindener u. Badenſerstr.- Ecke bei Bei Gelegenheit weiterer Fragen des Angeklagten Plack, die Zeugen auf, die, wie ich zugeben muß, hochachtbaren Lebens nach Ansicht des Präsidenten den Gerichtshof nicht interessiren stellungen angehören. Ich habe bekanntlich gar keinen Entlastungs- Gesangverein Alt- Deffau, Abends& Uhr, bet kind, Wrangelstr. 91. Grfang-, Turn- und gesellige Vereine. Bonnerßag. tönnen, und die sich auf Gespräche beziehen, die vor 20 Jahren zeugen geladen. Präs: Wir hätten auch gar feinen Zeugen weißenfee und Umgegend. Gefangeabtheilung des fozialdemokratischen Arbeitervereins für geführt sein sollen, erklärt Beuge v. Hansemann erregt zu laden brauchen, weil Sie die Wahrheit Ihrer Behauptungen bet taller( Pfeifen miller), Königs Chauffee. Donnerstags und Sonnabends Abend; Wiänner: Gefangverein W2 pica te mos pola on ein Dr. Miquel ist eine Ausnahme gemacht worden. Angell. Bersammlung vertreten war und daß deshalb sein Eid, den er in Müggelheimerstr. 4 bet Selb. Zitania, Cuvryfir. 48 bet Zielsch. Morgenroth 4 tn Köpenick, Schirmer, Abends 9-10. Männer 2yrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Gefangverein Glodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr bet Knarp, Rastanten- Allee 95-96. Musit- Dilettantenverein 2ohengrin, Abends 8% Uhr, bet Trischmann, Jüdenstr. 65. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelfir. 84. flub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenfir. 47. tlub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Stat Gefelliger Berein univerfum, Cigung mit Damen Abends 9½ Uhr Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, bet Hermann Rohr, Naunyn: Vorträge, Fidelitas. Gefelliger firaße 78. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% uhr, Restaurant bei Hageman Lothringerstraße 81. Rauchklub Ohnesorge, Abends Verein univerfum, Sigung Abends 9 Uhr, in Restaurant Neumann, A. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a. Rauchflub Kernfpige, Abends Linienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüthlichteit und Klub 9 Uhr, bei Jakob, Boeckhstr. 21. Rauchklub Arabi Bascha, - Klub Dhneftreit, Staumor, Abends 9% Uhr, Lothringerftr. 105: Geselliges Beisammensein mit 8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Männergefangverein Sangesfreunde, Abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanftr. 45.Rauchflub Damien, Fidelitas und Zanz. Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Abends 9-11 Uhr, Pazenhofer Ausschant, Landsbergerjiraße Nr. 82. Rauchklub Brüder= Rauch= Schießtlub Tell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwedterftr. 23. Geselliger Berein Hertha", Donnecitag, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Süd: West, Abends 9 Uhr, Simeonftr. 23 bei Flick. 9 Uhr. Verein Wandertlub( Norden), Sigung jeben lichteit, von 9 bts 11 Uhr bei Stabernack, Bücklerstraße 49. Tambour Verein Einigkeit bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr Abends tlub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei Rauchklub Uebungsstunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Donnerstag von 9 Uhr Abends im Restaurant C. Baatsch, Hennigsdorferstr. 24.G. Heinide, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, bei Schönwälder Waldesgrün, Aberds 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langeftraße 108. B Oranienftr. 135. Verein ehem. 22. Gemeindeschüler, punft 8ithertlub Gleichheit, 9 Uhr Abends, bei H. Reimann, Alte Schön Fidelio, Abends 8 Uhr im Reñaurant Seine, Eisenbahnftr. 23. 9 Uhr bei Schröder, Stegligerftr. 18.- Pfropfenverein Wedding, Abends hauferstr. 42.- Geselliger Club der Alten Moabiter: Jeden Donnerstag Rauchflub fetfendedel, Sigung Abends 8 Uhr, bet Jeratsch, LangeBorwärts, Donnerfiag bet Salomo, Oppelnerstr. 29. 8 Uhr, bei Selterhoff, Antonftr. 5.- Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sigung mit Damen in ftraße 24. Geselliger Arbeiterverein Hoffnung bguß 1, Abends 9 Uhr, bei F. Nawrodt, Markusstr. 25. Abends im Restaurant Gög, Oranienstr. 153.- Gefangverein Proletariat ber Emdenerstr. 47 bei Schirmer. ( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Mowes, Böchstr. 8. bei Gittler, Mariannenstraße 48. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplak. größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle Kinderwagen, ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins ha be. F. Metzner. Die Firma besteht seit 1873. Leinen- und GESCHAFTSHAUS S.HEINE BERLIN.N.CHAUSSEESTR.14. Elsasser Baumwollwaaren. Bettzeuge, Tischzeuge, Handtücher etc. von Grosses Lager Herren-, Damen- Kinderwäsche. Saubere Arbeit, billige Preise. Gardinen- Reste für 1, 2 oder mehr Fenster pass., äusserst wohlfeil. Neuheit. in Tischdecken, Bettdecken, Sophadecken etc. Wichtig für jede Hausfrau! Müller's Kokosnuss- Butter garantirt reines Naturprodukt ist das beste und billigste Backfett. 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